# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19f5d767-107a-5776-a0d6-26d145e2d432
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 13.12.2011 S 2010 172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2010-172_2011-12-13.pdf

## Full Text

S 10 172

3. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 13. Dezember 2011

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. a) …, geb. am … 1954, war bei der … AG als Kranführer angestellt und in dieser 

Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

unfallversichert, als er am 1. Januar 2001 einen Verkehrsunfall erlitt. 

Anlässlich dieses Unfalls, bei welchem eine Person an der Unfallstelle 

verstarb, zogen sich der Versicherte sowie vier weitere Personen leichte bis 

mittelgradige Verletzungen zu. Wegen der dadurch verursachten körperlichen 

Beeinträchtigungen bzw. der organisch bedingten Unfallfolgen und der damit 

verbundenen teilweisen Erwerbsunfähigkeit erhielt der Versicherte von der 

SUVA ab dem 1. November 2002 eine IV-Rente in der Höhe von monatlich 

Fr. 846.-- zugesprochen (20% des versicherten Jahresverdiensts von Fr. 

63‘384.--). Versicherungsleistungen für ebenfalls geklagte psychische 

Beschwerden lehnte die SUVA unter Hinweis auf den fehlenden adäquaten 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 1. Januar 2001 hingegen ab, 

was vom Eidgenössischen Versicherungsgericht letztinstanzlich geschützt 

wurde  (vgl. Verfügung der SUVA vom 16. Oktober 2002, 

Einspracheentscheid der SUVA vom 15. April 2003, Urteil des 

Verwaltungsgerichts Graubünden S 03 99 vom 31. Oktober 2003 und Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] U 334/03 vom 15. 

November 2004).

b) Am 7. September 2001 meldete sich der Versicherte bei der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden (IV-Stelle) zum Bezug 

von IV-Leistungen an. Nachdem die IV-Stelle diverse medizinische 

Unterlagen angefordert und erhalten hatte, wurde der Versicherte am 16. April 

2003 durch das Ärztliche Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), …, 

multidisziplinär untersucht und begutachtet. Mit Gutachten vom 22. Mai 2003 

hielt das ABI fest, beim Versicherten bestehe seit dem 1. Januar 2001 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit für körperlich mittelschwer bis schwer belastende 

Tätigkeiten. Körperlich leichte und adaptierte Tätigkeiten unter den 

obengenannten Einschränkungen seien dem Versicherten zu 50% zumutbar. 

Berufliche und medizinische Massnahmen wären medizinisch-theoretisch 

sinnvoll, könnten jedoch aufgrund der fehlenden Erfolgsaussichten nicht 

empfohlen werden. Daraufhin verfügte die IV-Stelle am 8. Januar 2004 wie 

folgt über den in Frage stehenden Rentenanspruch: Vom 1. Januar 2002 bis 

zum 30. April 2002 stehe dem Versicherten eine halbe IV-Rente bei einem 

Invaliditätsgrad von 50%, vom 1. Mai 2002 bis zum 31. Januar 2003 eine volle 

IV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100% und ab dem 1. Februar 2003 

eine halbe IV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 53% zu. Eine hiergegen 

gerichtete Einsprache des Versicherten wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 

10. März 2004, der unangefochten blieb und in der Folge in Rechtskraft 

erwuchs, ab.

c) Auf ein Revisionsgesuch des Versicherten vom 30. Juni 2004 trat die IV-Stelle 

nach Konsultation des Regionalen Ärztlichen Dienstes Ostschweiz (RAD) mit 

Verfügung vom 11. April 2005 nicht ein. Auf eine erneute Anmeldung des 

Versicherten zum Bezug von IV-Leistungen vom 2. Dezember 2005 trat die 

IV-Stelle mit Verfügung vom 14. Februar 2006 ebenfalls nicht ein.

2. Am 31. Oktober 2007 eröffnete die IV-Stelle das Verfahren der amtlichen 

Revision der IV-Rente des Versicherten. Nachdem sie unter anderem diverse 

medizinische Unterlagen vom Hausarzt des Versicherten, Dr. med. …, 

angefordert und erhalten hatte, veranlasste die IV-Stelle auf einen Einwand 

des Versicherten hin eine erneute multidisziplinäre Begutachtung durch das 

ABI. Mit Gutachten vom 4. Juni 2009 führte das ABI aus, es habe den 

Versicherten am 18. März 2009 untersucht und begutachtet. 

Zusammenfassend sei festzuhalten, dass beim Versicherten seit Januar 2001 

in der angestammten sowie in jeglicher körperlich mittelschweren bis 

schwerbelastenden beruflichen Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestehe. Körperlich leichte und adaptierte berufliche Tätigkeiten seien dem 

Versicherten unverändert zum Vorgutachten vom Mai 2003 mit einer 50%igen 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit zumutbar. Medizinische Massnahmen seien 

indiziert, berufliche Massnahmen könnten wegen fehlenden 

Erfolgsaussichten nicht empfohlen werden. Mit Vorbescheid vom 18. August 

2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten daraufhin mit, es werde keine 

Erhöhung der Rente vorgenommen. Dagegen erhob der Versicherte nach 

mehrmaliger Fristerstreckung am 26. November 2009 erneut Einwand. 

Schliesslich lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. November 2010 eine 

Erhöhung der IV-Rente bei einem Invaliditätsgrad 54.57% 

(Valideneinkommen Fr. 66‘308.90 und Invalideneinkommen Fr. 30‘121.15 

gemäss LSE 2008) ab. Wie die Abklärungen ergeben hätten, beständen aus 

medizinischer Sicht unveränderte Verhältnisse. Es bestehe wohl für die 

frühere Tätigkeit als Bauarbeiter eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, jedoch 

sei dem Versicherten eine adaptierte Tätigkeit im Ausmass von 50% 

zumutbar. Zwar sei im Gutachten des ABI vom 4. Juni 2009 im Vergleich zum 

Vorgutachten eine gewisse Zunahme der gesundheitlichen Beschwerden und 

Verschiebungen der aktuell im Vordergrund stehenden Beschwerden 

festgestellt worden. Dennoch sei es dem Versicherten auch nach dem 

neueren Gutachten zumutbar, zu 50% einer adaptierten Erwerbstätigkeit 

nachzugehen. Daraus werde ersichtlich, dass die im neueren Gutachten 

festgestellte Verschlechterung des Gesundheitszustands IV-rechtlich als 

unwesentlich zu bezeichnen sei. Entsprechend stelle diese keine 

Revisionsgrund dar, weshalb auf einen neuen Einkommensvergleich zu 

verzichten sei.

3. Dagegen erhob … am 9. Dezember 2010 Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht Graubünden mit dem Antrag auf Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung. Es sei ihm ab dem 1. Oktober 2007, eventuell nach 

Ermessen des Gerichts, mindestens eine Dreiviertel-Invalidenrente 

auszurichten. Eventualiter sei durch ein gerichtliches psychiatrisches 

Gutachten die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht neu zu beurteilen:

• Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sei die Rente bei einer erheblichen Änderung 
des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 

Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. 
Revisionsbegründend könne unter anderem eine Änderung des 
Gesundheitszustands oder der erwerblichen Auswirkungen sein. Dabei 
könne auch eine geringfügige Änderung des Sachverhalts Anlass zu einer 
Revision geben, sofern diese zu einer Über- oder Unterschreitung des 
rentenbestimmenden Schwellenwerts beim Invaliditätsgrad führe. Die 
Frage, ob eine erhebliche, mit Bezug auf den Invaliditätsgrad 
rentenwirksame Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten sei, 
beurteile sich durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der 
streitigen Rentenverfügung mit dem Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der 
früheren Rentenverfügung bestanden habe. Referenzzeitpunkt für die 
Beurteilung der massgeblichen Verschlechterung sei hier der 8. Januar 
2004. Gemäss Gutachten des ABI Basel habe sich aus rheumatologischer 
Sicht seither die Wirbelsäulenfehlhaltung verdeutlicht und es seien neue 
Diagnosen hinzugekommen. Daher habe das ABI Basel die bisherige 
Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auch von 50-70% auf 2x2 
Stunden pro Tag reduziert. Angesichts der zunehmenden 
Verschlechterung des Gesundheitszustands sei eine weitergehende 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht auf 
mindestens 40% zu erwarten.

• In psychiatrischer Hinsicht sei neu die Diagnose einer somatoformen 
Schmerzstörung gestellt worden. Trotz der neuen Diagnose sei der 
psychiatrische Gutachter aber der Auffassung, dass weiterhin eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, weil es ihm zumutbar sei, trotz der 
geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um 
zu 50% einer beruflichen Tätigkeit nachgehen zu können. Somit sei 
vorliegend zu prüfen, ob ihm die willentliche Schmerzüberwindung 
zumutbar sei. Sollte sie nicht zumutbar sein, läge die Arbeitsfähigkeit aus 
psychischen Gründen deutlich unter 50%. Gemäss BGE 130 V 352 setze 
die Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und eines 
Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess das Vorliegen einer mitwirkenden, 
psychisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer, 
qualifizierter, mit einer gewissen Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien 
voraus (chronische körperliche Begleiterkrankungen, sozialer Rückzug, 
primärer Krankheitsgewinn, unbefriedigende Behandlungsergebnisse 
trotz konsequent durchgeführter Behandlungsbemühungen). Dabei 
müsse die begutachtende Fachperson aufzeigen, ob und inwiefern die 
versicherte Person über psychische Ressourcen verfüge, die es ihr 
erlaubten, mit ihren Schmerzen umzugehen.

• Der psychiatrische Gutachter beschränke sich diesbezüglich auf ein 
Minimum, indem er ohne nachvollziehbare Begründung die Kriterien der 
Komorbidität und des primären Krankheitsgewinns verneine. Zudem seien 
die restlichen Kriterien nicht geprüft worden. Angesichts der zahlreichen 
physischen Beschwerden und neu auftretenden gesundheitlichen 
Einschränkungen sowie angesichts der seit über 9-jährigen 
diagnostizierten mittelgradigen depressiven Störung, die sich trotz 
adäquater Behandlung nicht gebessert habe, sei es hier mehr als fraglich, 
ob er über die psychischen Ressourcen verfüge, um die Schmerzen zu 

überwinden. Insbesondere werde das Beweisverfahren zeigen, dass er 
sich in den letzten 10 Jahren zunehmend sozial isoliert habe. Entgegen 
den Ausführungen des Gutachtens des ABI sei sein Verhältnis zu den 
wenigen Kollegen, zu seiner Frau und zu seinen Kindern nämlich sehr 
angespannt. Daher sei davon auszugehen, dass ihm die willentliche 
Schmerzüberwindung nicht zumutbar sei und die Arbeitsfähigkeit deutlich 
unter 50% liege. Falls das Gericht sich dieser Auffassung nicht 
anschliessen könne, werde ein gerichtliches Gutachten durch einen 
ausgewiesenen Facharzt beantragt.

• Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz betrage der Validenlohn im 
Jahre 2008 bei einem Indexstand im Baugewerbe von 119.5 
Prozentpunkten mindestens Fr. 67‘210.-- (Fr. 61‘100.-- im Jahr 2001 bei 
einem Indexstand von 109.5 Prozentpunkten). Das Invalideneinkommen 
sei neu zu berechnen, da die Gutachter des ABI eine Arbeitsfähigkeit von 
neu 2x2 Stunden pro Tag festlegten, was nicht 50%, sondern 48% 
entspreche. Das ergebe gemäss LSE 2008 beim Anforderungsniveau 4 
ohne Berücksichtigung eines Leidensabzugs einen Betrag von Fr. 
28‘859.05 (Fr. 4‘806.-- :40 x 41.7 x 12 x 48). Hier sei entgegen der 
Vorinstanz aber auch ein Leidensabzug zu prüfen, da sich sein 
Gesundheitszustand verschlechtert habe und die zumutbaren 
Tätigkeitsgebiete erneut eingegrenzt worden seien, was sich auf das 
Invalideneinkommen auswirke. Aus folgenden Gründen sei ein 
Leidensabzug von mindestens 15% gerechtfertigt: Teilzeittätigkeit eines 
ausländischen Mannes unter 50%, besondere Bedingungen an den 
Arbeitsplatz (Wechsel der Arbeitsposition, keine repetitiven Arbeiten, 
Einschränkungen als Rechtshänder). Ausgehend von einer 
Arbeitsfähigkeit von 48% und einem Leidensabzug von 15% ergebe sich 
insgesamt ein IV-Grad von 63.5%, weshalb ab Oktober 2007 eine 
Dreiviertelsrente zu gewähren sei (Art. 88bis IVV).

4. Mit Vernehmlassung vom 25. Januar 2011 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. Für die Begründung ihres Antrags verwies die 

Vorinstanz primär auf die angefochtene Verfügung, bevor sie zu einzelnen 

Ausführungen der Beschwerde Stellung nahm:

• Die ärztliche Einschätzung des ABI vom 4. Juni 2009 stelle beim 
Versicherten im Vergleich zur Beurteilung vom 22. Mai 2003 unbestritten 
eine gewisse Zunahme der gesundheitlichen Beschwerden und 
Verschiebungen der aktuell im Vordergrund stehenden Beschwerden fest. 
Insofern sei eine seit dem Jahre 2003 eingetretene Verschlechterung des 
Gesundheitszustands zwar festzustellen, jedoch gehe aus dem Gutachten 
vom 4. Juni 2009 auch zweifelsohne hervor, dass der Versicherte eine 
behinderungsgerechte Tätigkeit trotzdem weiterhin im Rahmen der ihm im 
Jahre 2003 zugemuteten Erwerbstätigkeit ausüben könne. Entgegen der 
Auffassung des Versicherten sei damit im Vergleich zum Zeitpunkt der 
letzten rechtskräftigen materiellen Verfügung keine wesentliche 
Veränderung des Gesundheitszustands bzw. keine Veränderung der 
Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit gegeben. IV-

rechtlich sei die im Gutachten festgestellte Verschlechterung des 
Gesundheitszustands als unwesentlich zu bezeichnen, so dass sie keinen 
Revisionsgrund darstellen könne. Daran vermöchten auch die Vorbringen 
des Versicherten nichts zu ändern, wonach neu sowohl fein- als auch 
grobmotorische repetitive manuelle Tätigkeiten mit der rechten Hand, 
Treppensteigen und Stossen und Ziehen von Lasten über 10 kg 
unzumutbar seien. Vergleiche man nämlich diese Kontraindikationen mit 
jenen gemäss Gutachten vom 22. Mai 2003, sei unschwer zu erkennen, 
dass heute für die zumutbare wechselbelastende Tätigkeit keine stärkeren 
Einschränkungen als im Jahre 2003 bestünden und auch keine kleinere 
Auswahl von behinderungsgeeigneten Einsatzmöglichkeiten gegeben sei. 
Entgegen den Ausführungen des Versicherten sei die Angabe von 2x2 
Stunden gemäss Gutachten des ABI sodann nicht als 48%ige 
Arbeitsfähigkeit, sondern als 50%ige Arbeitsfähigkeit zu verstehen.

• Ebenfalls könne den Ausführungen des Versicherten zur willentlichen 
Schmerzüberwindung im Zusammenhang mit der diagnostizierten 
somatoformen Schmerzstörung nicht gefolgt werden. Aufgabe des 
psychiatrischen Gutachters gemäss dem in der Beschwerde erwähnten 
Urteil sei gerade nicht die Prüfung der sogenannten Foerster-Kriterien. Er 
müsse vielmehr aufzeigen, ob und inwiefern eine versicherte Person über 
die psychischen Ressourcen verfügt, die es ihr erlauben, mit ihren 
Schmerzen umzugehen. Entscheidend sei, ob die betroffene Person in 
ihrer psychischen Verfassung objektiv die Möglichkeit habe, trotz ihrer 
subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen. Diese ärztliche 
Stellungnahme zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem aus 
medizinischer Sicht objektiv vorhandenen Leistungspotential bilde dann 
die unabdingbare Grundlage für die juristische Prüfung der Foerster-
Kriterien, d.h. für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und gegebenenfalls 
inwieweit einer versicherten Person unter Aufbringung allen guten Willens 
die Überwindung ihrer Schmerzen und die Verwertung ihrer verbleibenden 
Arbeitskraft zumutbar ist.

• Hier sei festzuhalten, dass der psychiatrische Gutachter medizinisch 
nachvollziehbar darlege, weshalb der Versicherte über die psychischen 
Ressourcen verfüge, die es ihm erlaubten, zumindest teilweise mit seinen 
Schmerzen umzugehen, und weshalb er von seiner psychischen 
Verfassung ausgehend objektiv die Möglichkeit habe, trotz der subjektiv 
erlebten Schmerzen zu 50% einer Arbeit nachzugehen. Es verbleibe damit 
gemäss Rechtsprechung die Prüfung der Frage, ob diese ärztliche 
Einschätzung den Foerster-Kriterien standhalte. Nachdem es sich bei der 
diagnostizierten depressiven Störung um eine mittelgradige und nicht um 
eine schwere Episode handle, bestehe beim Versicherten zunächst keine 
mitwirkende, psychisch ausgewiesene Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer. Sodann fehlten drei der vom 
Bundesgericht genannten besonderen qualifizierten Umstände (sozialer 
Rückzug, primärer Krankheitsgewinn, erfolglos verlaufene 
Therapieversuche). Ausgewiesen seien einzig chronische körperliche 
Begleiterkrankungen, wobei dieses Kriterium nicht derart gewichtig sei, 
dass es für sich alleine schon zur Annahme der Unüberwindbarkeit der 
Schmerzen führen könne. Insgesamt sei daher festzuhalten, dass die 

ärztliche Einschätzung des psychiatrischen Gutachters den Foerster-
Kriterien standhalte. Eine Schmerzüberwindung im Sinne der 
Rechtsprechung liege für den Versicherten im Bereich des Zumutbaren, 
weshalb er sowohl aus medizinischer als auch aus rechtlicher Sicht die 
Möglichkeit habe, trotz der subjektiv erlebten Schmerzen zu 50% einer 
Arbeit nachzugehen.

• Ohne Vornahme weiterer psychiatrischer Abklärungen folge daraus, dass 
eine Revision der Rente des Versicherten hier nicht begründet sei. Sein 
gesundheitlicher Zustand und dessen erwerbliche Auswirkungen hätten 
sich seit der letzten rechtskräftigen materiellen Verfügung bis heute nicht 
wesentlich verändert. Andere Revisionsgründe seien ebenfalls nicht 
ersichtlich, so dass darauf zu verzichten sei, einen aktuellen 
Einkommensvergleich vorzunehmen. Das habe insbesondere zur 
Konsequenz, dass die vom Versicherten aufgeworfenen Fragen des 
Validenlohns und des Leidensabzugs nicht thematisiert werden dürften. 
Änderungen statistischer Daten führten gemäss Rechtsprechung für sich 
nicht zu einer Revision von Invalidenrenten, da sie nicht die persönlichen 
Verhältnisse der versicherten Person, sondern allgemeine wirtschaftliche 
Entwicklungen widerspiegelten, mit denen Gesunden wie Invalide stets 
rechnen müssten. Keinen Revisionsgrund stelle auch der Leidensabzug 
bzw. die Höhe des Leidensabzugs dar, wenn sich die Leistungsfähigkeit 
bzw. das Zumutbarkeitsprofil nicht massgeblich verändert habe. 
Zusammenfassend sei festzuhalten, dass seit der letzten rechtskräftigen 
Verfügung keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands 
eingetreten sei, so dass der IV-Grad weiterhin 53% betrage. Aus diesem 
Grund habe der Versicherte lediglich einen Anspruch auf eine halbe IV-
Rente, weshalb die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden sei.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist die Verfügung der IV-Stelle 

vom 11. November 2010. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die 

Vorinstanz eine revisionsweise Erhöhung der bisherigen halben IV-Rente des 

Beschwerdeführers zu Recht mit der Begründung abgelehnt hat, es liege 

keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands bzw. keine 

Veränderung seiner Arbeitsfähigkeit vor.

2. a) Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) wird eine Rente von Amtes wegen  oder 

auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 

aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 

Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Revision einer Invalidenrente 

im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Dazu ist 

nicht nur eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustands mit 

entsprechender Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit, sondern auch eine 

Veränderung der erwerblichen Komponente bei an sich gleich gebliebenem 

Gesundheitszustand zu zählen. Ein Revisionsgrund ist ferner unter 

Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der 

Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs 

eingetreten ist (BGE 134 V 132 f. E. 3, 133 V 546 E. 6.1, 130 V 349 ff. E. 3.5, 

117 V 199 E. 3b, 109 V 116 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 8C_49/2011 vom 

12. April 2011 E. 4.1; vgl. auch U. Müller, Die materiellen Voraussetzungen 

der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, Dissertation 2003, S. 133 N 

486). Eine Revision betrifft jedoch stets Änderungen in den persönlichen 

Verhältnissen der versicherten Person. Geringfügige Änderungen 

statistischer Daten führen dagegen nicht zu einer Revision von IV-Renten, 

selbst wenn durch solche Veränderungen ein Schwellenwert über- oder 

unterschritten wird (BGE 133 V 548 f. E. 7; Meyer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. 2010, S. 372 zu Art. 30/31). Zeitlicher 

Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet 

jeweils die letzte, der versicherten Person eröffnete, rechtskräftige Verfügung, 

welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 

rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und 

Durchführung eines Einkommensvergleichs - bei Anhaltspunkten für eine 

Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands - 

beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4, 134 V 132 f. E. 3).

b) Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen 

Änderung ist in der vorliegend zu beurteilenden Konstellation damit die 

Verfügung der Vorinstanz vom 8. Januar 2004, gemäss welcher dem 

Beschwerdeführer für die Zeit ab dem 1. Februar 2003 eine halbe IV-Rente 

bei einem Invaliditätsgrad von 53% zugesprochen wurde. Der 

Beschwerdeführer behauptet in diesem Zusammenhang unter teilweiser 

Bezugnahme auf das jüngere Gutachten des ABI vom 4. Juni 2009, seine 

Gesundheit habe sich seit dem Erlass der erwähnten Verfügung sowohl in 

rheumatologischer Sicht (weitere Diagnosen) als auch in psychiatrischer Sicht 

(neue Diagnose der somatoformen Schmerzstörung) verschlechtert, so dass 

eine revisionsweise Erhöhung der Rente vorzunehmen sei. Die Vorinstanz 

hält unter Hinweis auf dasselbe Gutachten dagegen, dass seit der letzten 

rechtskräftigen materiellen Verfügung keine wesentliche Verschlechterung 

des Gesundheitszustands eingetreten sei. Zwar sei eine gewisse Zunahme 

der gesundheitlichen Beschwerden und Verschiebungen der aktuell im 

Vordergrund stehenden Beschwerden ausgewiesen, doch seien diese nicht 

wesentlich, da das ABI den Beschwerdeführer nach wie vor insgesamt zu 

50% in adaptierter Tätigkeit arbeitsfähig qualifiziere. Unter den Parteien 

umstritten ist somit die Frage, ob hier eine wesentliche Änderung des 

Gesundheitszustands mit entsprechender Beeinflussung der 

Erwerbsfähigkeit als Revisionsgrund gegeben ist. Nachfolgend ist 

entsprechend unter Berücksichtigung der in den Akten liegenden 

medizinischen Unterlagen zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers seit dem 8. Januar 2004 in einem für eine Revision seiner 

IV-Rente wesentlichen Ausmass verändert hat. Andere Revisionsgründe sind 

weder aus den Akten ersichtlich noch werden sie von den Parteien geltend 

gemacht, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.

c) Gegenstand des Revisionsverfahrens und Thema des Revisionsprozesses ist 

nicht eine umfassende Invaliditätsbemessung im Sinne einer erstmaligen 

Festlegung des Invaliditätsgrads als Bestimmungselement für den 

Rentenanspruch. Vielmehr ist im Revisionsverfahren und -prozess zu prüfen, 

ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenzusprechung Änderungen im für die 

Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum eingetreten sind. 

Insofern unterscheidet sich die Rentenrevision von der erstmaligen 

Rentenzusprechung mit der Folge, dass Art. 17 ATSG nicht als Grundlage für 

eine voraussetzungslose Neuprüfung des Rentenanspruchs verstanden und 

angewendet werden darf (Meyer, a.a.O., S. 372 f. zu Art. 30/31, mit 

Hinweisen). Im vorliegenden Verfahren der Rentenrevision ist daher in einem 

ersten Schritt ausschliesslich die Frage zu prüfen, ob eine wesentliche 

Änderung des beschwerdeführerischen Gesundheitszustands mit 

entsprechender Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit als Revisionsgrund 

gegeben ist. Ist die Frage zu bejahen, liegt ein Revisionsgrund i.S.v. Art. 17 

ATSG vor und es ist der für die Rentenberechtigung massgebliche 

beschwerdeführerische Invaliditätsgrad anhand eines aktuellen 

Einkommensvergleichs (Valideneinkommen, Invalideneinkommen, 

Leidensabzug) zu ermitteln. Ist die Frage dagegen zu verneinen, liegt kein 

Revisionsgrund und damit auch kein Anlass für eine Rentenrevision vor. Dann 

erfolgt, wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zu Recht festgehalten hat, 

kein erneuter Einkommensvergleich und es dürfen die vom Beschwerdeführer 

gerügten Aspekte des Valideneinkommens und des Leidensabzugs nicht 

geprüft werden (vgl. BGE 133 V 548 f. E. 7; Urteil des Bundesgerichts 

9C_94/2010 vom 26. Mai 2010 E. 3.2 und 3.3).

d) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die in den Akten liegenden 

Arztberichte oder medizinischen Unterlagen als Beweismittel zu würdigen 

sind. Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt daher der allgemeine 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger 

und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Versicherungsgericht 

alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 

prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 

würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 

andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 352 E. 3a). Für den 

Beweiswert von Arztberichten ist entscheidend, ob die Berichte für die 

streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, 

die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden sind, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und ob die 

Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 

352 E. 3a). 

3. a) Nach dem Gesagten ist zunächst zu prüfen, ob eine wesentliche Änderung 

des beschwerdeführerischen Gesundheitszustands mit entsprechender 

Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit und somit ein Revisionsgrund i.S.v. Art. 

17 ATSG gegeben ist. Der Beschwerdeführer wurde sowohl vor dem Erlass 

der ursprünglichen Rentenverfügung vom 8. Januar 2004 (zeitlicher 

Referenzpunkt 1) als auch vor dem Erlass der im vorliegenden Verfahren 

angefochtenen Verfügung (zeitlicher Referenzpunkt 2) jeweils auf Anmeldung 

der IV-Stelle hin vom ABI untersucht und begutachtet. Die bezüglichen 

Gutachten datieren vom 22. Mai 2003 (Vorgutachten) und vom 4. Juni 2009 

(jüngeres Gutachten). Da sich die IV-Stelle in ihren jeweiligen Verfügungen 

im Wesentlichen auf diese Gutachten bezogen hat und auch der 

Beschwerdeführer diese seiner Prozesseingabe zugrunde gelegt hat, drängt 

sich zur Klärung der hier umstrittenen Frage hauptsächlich eine 

Gegenüberstellung der beiden Gutachten auf. 

b) Im Vorgutachten vom 22. Mai 2003 kam das ABI gemäss Zusammenfassung 

zum Schluss, beim Versicherten bestehe seit dem 1. Januar 2001 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit für körperlich mittelschwer bis schwer belastende 

Tätigkeiten. Hingegen seien ihm körperlich leichte und adaptierte Tätigkeiten 

unter den nachfolgenden Einschränkungen zu 50% zumutbar. Im Einzelnen 

statuierte das ABI was folgt:

• Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien insgesamt 
festzuhalten (ABI Gutachten Ziff. 5.1, S. 16): 
1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 

(ICD-10 F33.1) 
2. Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10 

F68.0)
3. Chronische Restbeschwerden linkes OSG/USG (ICD-10 M24.9) 

4. Chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0) 
5. Chronisches Schulter-Armsyndrom rechts (ICD-10 M89.0) 
6. Chronisches lumbovertebrales Syndrom (ICD-10 M54.5).

• Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht (ABI Gutachten Ziff. 4.1.5 
und 4.1.7, S. 11): Aufgrund der objektivierbaren Veränderungen der 
Lendenwirbelsäule sowie auch der erwähnten posttraumatischen 
Fussveränderung links könne dem Versicherten eine mittelschwer  oder 
schwer belastende berufliche Tätigkeit zurzeit nicht zugemutet werden. Es 
bestehe rheumatologisch-theoretisch einzig für eine leichte adaptierte, 
wechselbelastende berufliche Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 50% 
bis maximal 70% unter den folgenden Bedingungen: Mehrheitlich sitzende 
Beschäftigung, wobei der Versicherte selber die Position nach eigenem 
Gutdünken wechseln könne. Vermeiden von repetitiven manuellen 
Tätigkeiten, insbesondere mit der rechten Hand; der linke Arm sei 
hingegen uneingeschränkt voll einsetzbar. Vermeiden von Zurücklegen 
längerer Gehstrecken und von repetitiven Überkopfarbeiten und dem 
Heben und Tragen von Lasten. Die erwähnte rheumatologische 
theoretische Restarbeitsfähigkeit werde aufgrund der psychiatrischen 
Problematik aber kaum umzusetzen sein.

• Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (ABI Gutachten Ziff. 4.2.5, S. 15 
f.): Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. 
Die Arbeitsunfähigkeit sei auf die mittelgradige Depression 
zurückzuführen. Aufgrund der Konzentrationsstörungen, der 
Antriebsstörungen und der depressiven Verstimmungen sei der Explorand 
in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Es bestehe allerdings keine 
schwere Depression. Die Entwicklung körperlicher Symptome aus 
psychischen Gründen sei geringgradig ausgebildet, habe kaum 
Krankheitswert und schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein. Daher könne 
es dem Versicherten aus psychiatrischer Sicht zugemutet werden, die 
nötige Willensanstrengung aufzubringen, um seiner angestammten oder 
einer seinen somatischen Einschränkungen angepassten Tätigkeit 
halbtags (4.5 Stunden) nachzugehen. Dabei bestehe keine Verminderung 
der Leistungsfähigkeit. Allerdings seien gewisse Zweifel nicht mit letzter 
Gewissheit auszuräumen, dass der Versicherte seine Symptome 
zumindest teilweise bewusst aggraviere. Diese Zweifel begründeten sich 
mit den in den stationären Behandlungen gemachten Beobachtungen, 
dass der Versicherte, wenn er sich unbeobachtet gefühlt habe, einen 
herzlichen Kontakt zu den Mitpatienten unterhalten habe und auch 
herzlich habe lachen können. Aufgrund der anamnestischen Angaben und 
des klinischen Untersuchungsbefundes sei jedoch das Vorliegen einer 
mittelgradigen depressiven Störung anzunehmen; ein Befund, der auch in 
der Psychiatrischen Klinik Chur erhoben worden sei. Die Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit decke sich auch mit der Einschätzung der Klinik …, wo 
aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert 
worden sei.

• Gesamtbeurteilung, Arbeitsfähigkeit in anderen Tätigkeiten (ABI 
Gutachten Ziff. 6.1.4, S. 17): Insgesamt bestehe eine medizinisch-
theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50%. Aus rheumatologischer Sicht 

bestehe für leichte adaptierte, wechselbelastende berufliche Tätigkeiten 
eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 50% bis maximal 70% für eine 
mehrheitlich sitzende Beschäftigung, wobei der Versicherte selber die 
Position nach eigenem Gutdünken wechseln könne, ohne repetitive 
manuelle Tätigkeiten, insbesondere mit der rechten Hand (der linke Arm 
sei uneingeschränkt voll einsetzbar), ohne Zurücklegen längerer 
Gehstrecken und ohne repetitive Überkopfarbeiten und ohne Heben und 
Tragen von Lasten von mehr als 5-10 kg. Parallel sei die Arbeitsfähigkeit 
in sämtlichen Tätigkeiten aus psychiatrischer Sicht aufgrund der 
mittelgradigen Depression auf 50% eingeschränkt. Die Einschränkungen 
aus somatischer und psychiatrischer Sicht addierten sich nicht, da die 
gleichen Zeitabschnitte zum Einlegen von Pausen genutzt werden 
könnten.

c) Im zweiten, jüngeren Gutachten vom 4. Juni 2009 kam das ABI gemäss 

Zusammenfassung wiederum zum Schluss, dass beim Versicherten seit 

Januar 2001 in der angestammten sowie in jeglicher körperlich 

mittelschweren bis schwerbelastenden beruflichen Tätigkeit eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bestehe. Körperlich leichte und adaptierte berufliche 

Tätigkeiten seien dem Versicherten unverändert zum Vorgutachten vom Mai 

2003 mit einer 50%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit zumutbar. Dabei 

begründete das ABI seine Schlussfolgerungen wie folgt:

• Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien insgesamt 
festzuhalten (ABI Gutachten Ziff. 5.1, S. 19 f.): 
1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode (ICD-10 F33.1) 
2. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
3. Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
4. Chronische latente Restbeschwerden linkes oberes und unteres 

Sprunggelenk (ICD-10 M24.9)
5. Chronisches Schulter-Armsyndrom rechts (ICD-10 M89.9). 

• Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht (ABI Gutachten Ziff. 4.2.5, S. 
18 f.): Wie vor 6 Jahren könne dem Versicherten die früher angestammte 
wie jede weitere mittelschwere bis schwerbelastende Tätigkeit bleibend 
nicht mehr zugemutet werden. Aus rheumatologisch-theoretischer Sicht 
bestehe im Rahmen einer körperlich leichten, wechselbelastenden 
beruflichen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50% (idealerweise 2x2 
Stunden pro Tag) unter den folgenden Arbeitsplatzbedingungen. Der 
Versicherte solle seine Arbeitsposition regelmässig selbständig wechseln 
können. Fein- sowie grobmotorisch repetitive manuelle Tätigkeiten mit der 
rechten Hand seien ungünstig, während der gesamte linke Arm 
uneingeschränkt voll einsetzbar sei. Das berufsbedingt längere 
Zurücklegen von Gehstrecken, insbesondere Treppensteigen sei nicht 
mehr zumutbar. Das repetitive Heben, Tragen, Stossen und Ziehen von 
Lasten > 10-15 kg sei zu vermeiden.

• Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (ABI Gutachten Ziff. 4.1.5, S. 15 
f.): Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 50%. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei 
durch die anhaltende somatoforme Schmerzstörung und die 
rezidivierende depressive Störung bedingt. Schwere, 
lebensgeschichtliche Belastungen fänden sich nicht. Hinweise auf 
unbewusste Konflikte fehlten, ein primärer Krankheitsgewinn sei nicht 
vorhanden. Aus psychiatrischer Sicht könne es dem Versicherten daher 
zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige 
Willensanstrengung aufzubringen, um zu 50% einer beruflichen Tätigkeit 
nachgehen zu können.

• Gesamtbeurteilung, Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in anderen 
Tätigkeiten (ABI Gutachten Ziff. 6.2, S. 20 f.): Aufgrund der klar 
pathologischen Befunde am Bewegungsapparat sowie der 
psychiatrischen Erkrankungen bestehe unverändert zum Vorgutachten für 
jegliche mittelschwere oder schwerbelastende berufliche Tätigkeit keine 
weitere in der freien Wirtschaft verwertbare Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit mehr. Das gelte auch für die früher angestammte 
Tätigkeit. Aus interdisziplinärer Sicht bestehe ebenfalls unverändert zum 
Vorgutachten eine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50% 
unter den in Abschnitt 4.2.5 detailliert dargelegten 
Arbeitsplatzbedingungen. Die Arbeitszeit sollte idealerweise auf 2x2 
Stunden über den Tag verteilt werden, um dem Versicherten eine längere 
Pause zu ermöglichen. Insbesondere aus psychiatrischer Sicht könne 
festgestellt werden, dass es dem Versicherten zugemutet werden könne, 
trotz der geklagten Beschwerden zu 50% einer adaptierten beruflichen 
Tätigkeit nachzugehen. Die Leistungseinbussen aus somatischer und 
psychiatrischer Sicht ergänzten sich, addierten sich jedoch nicht, da die 
gleichen Zeitabschnitte zum Einlegen von Pausen und zur Erholung 
genutzt werden könnten.

d) Übereinstimmend stellen beide Gutachten des ABI zunächst fest, dass der 

Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 2001 in der angestammten Tätigkeit als 

Bauarbeiter wie auch in anderen körperlich mittelschweren bis 

schwerbelastenden beruflichen Tätigkeiten zu 100% arbeitsunfähig ist. Diese 

Feststellung wird von den Parteien nicht in Frage gezogen. Im Weiteren 

gelangt das ABI aber auch in beiden Gutachten - trotz teilweise 

unterschiedlicher Diagnosen in rheumatologischer und psychiatrischer 

Hinsicht - zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer körperlich leichte und 

adaptierte berufliche Tätigkeiten mit einer 50%igen Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit zumutbar sind. Diese Schlussfolgerung im jüngeren 

Gutachten bestreitet der Beschwerdeführer mit Hinweis auf die neuen 

rheumatologischen und psychiatrischen Diagnosen, so dass darauf sogleich 

näher einzugehen ist. 

4. a) Der Beschwerdeführer rügt zunächst im Hinblick auf die vom ABI 

festgestellten rheumatologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit, gemäss jüngerem Gutachten habe sich seit dem 8. Januar 

2004 die Wirbelsäulenfehlhaltung verdeutlicht. Neu hinzugekommen seien 

zudem die Spondylarthrose in den Segmenten L4/5 Diagnosen, die muskuläre 

Dekonditionierung und die partielle Atrophie der Musculi interossei sowie 

allgemeine Einschränkungen der Greif- und Haltekraft der rechten und 

bezüglich des Daumengelenks auch der linken Hand. Aus diesem Grund habe 

das ABI aus rheumatologischer Sicht die bisher statuierte Arbeitsfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten von 50% bis max. 70% auf 2x2 Stunden pro Tag 

reduziert. Die IV-Stelle hält dagegen, im Vergleich zum Vorgutachten stehe 

zwar unbestritten eine gewisse Zunahme der gesundheitlichen Beschwerden 

- sowie Verschiebungen der aktuell im Vordergrund stehenden Beschwerden 

- fest, so dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht 

bestritten werde. Diese Verschlechterung sei jedoch IV-rechtlich unwesentlich 

und könne keinen Revisionsgrund darstellen, da das ABI den 

Beschwerdeführer gemäss jüngerem Gutachten nach wie vor im gleichen 

Ausmass wie im Vorgutachten arbeitsfähig qualifiziere.

b) Vergleicht man die beiden hiervor auszugsweise dargestellten Gutachten des 

ABI in Bezug auf die gestellten Diagnosen, ergibt sich daraus unbestritten 

eine gewisse Verschlechterung des beschwerdeführerischen 

Gesundheitszustands in rheumatologischer Hinsicht. Konsequenterweise 

spricht das ABI auch nicht mehr von einer Restarbeitsfähigkeit von 50% bis 

maximal 70% (vgl. Gutachten vom 22. Mai 2003, Ziff. 4.1.5), sondern nur mehr 

von einer Arbeitsfähigkeit von 50% (idealerweise 2x2 Stunden pro Tag) in 

adaptierter Tätigkeit. Sich auf sein Vorgutachten beziehend hält das ABI indes 

im jüngeren Gutachten explizit fest, dass sich aus rein rheumatologischer 

Sicht einzig eine gewisse Verschiebung der aktuell im Vordergrund stehenden 

Schmerzsymptomatik ergeben habe. Ansonsten bestünden keine neuen 

relevanten Gesichtspunkte mit Beeinflussung der zumutbaren Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit (vgl. Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.2.6). Folgerichtig 

hat das ABI im jüngeren Gutachten im Wesentlichen auch nur die bereits im 

Vorgutachten geäusserten Einschränkungen an die adaptierte Tätigkeit 

wiederholt (körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit, regelmässig 

selbständiges Wechseln der Arbeitsposition, Ungünstigkeit von repetitiven 

manuellen Tätigkeiten mit der rechten Hand, Vermeiden von längeren 

Gehstrecken und Treppensteigen sowie Heben, Tragen, Stossen und Ziehen 

von Lasten von mehr als 10-15 kg). Zwar mag das ABI die Einschränkungen 

an die adaptierte Tätigkeit im jüngeren Gutachten noch etwas detaillierter als 

im Vorgutachten dargestellt haben, wesentliche neue Einschränkungen sind 

darin aber nicht zu erblicken. Das zeigt sich nicht zuletzt auch am Umstand, 

dass das ABI gemäss Vorgutachten noch eine Gewichtslimite für Heben und 

Tragen von 5-10 kg angenommen hat, währenddem gemäss jüngerem 

Gutachten von einer höheren Gewichtslimite von 10-15 kg die Rede ist. 

Erhebliche neue Einschränkungen an die adaptierte Tätigkeit sind damit 

entgegen den beschwerdeführerischen Ausführungen nicht ausgewiesen. 

Insofern kann auch nicht die Rede davon sein, dass die dem 

Beschwerdeführer zumutbaren Tätigkeiten in der Zwischenzeit noch erheblich 

eingeschränkt worden sind. Insgesamt ist festzuhalten, dass in 

rheumatologischer Sicht nach Lage der Akten keine erhebliche 

Verschlechterung des beschwerdeführerischen Gesundheitszustands und 

somit auch kein Revisionsgrund ausgewiesen ist; auch wenn das ABI 

nunmehr nicht mehr eine 50-70%ige, sondern eine 50%ige 

Restarbeitsfähigkeit statuiert. Letzterer Umstand ist aber insofern zu 

vernachlässigen, als die gemäss Vorgutachten vom 22. Mai 2003 in 

rheumatologischer Hinsicht statuierte Restarbeitsfähigkeit im 50% 

übersteigenden Ausmass bereits im Zeitpunkt der Verfügung der Vorinstanz 

vom 8. Januar 2004 (zeitlicher Referenzpunkt) interdisziplinär im Ergebnis 

nicht ausschlaggebend war, da die Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten 

aus psychiatrischer Sicht auf 50% beschränkt war (vgl. Gutachten vom 22. 

Mai 2003, Ziff. 6.1.4). Mit anderen Worten zeigt die durch das jüngere 

Gutachten belegte, gewisse Verschlechterung des beschwerdeführerischen 

Gesundheitszustands seit dem Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen 

Verfügung vom 8. Januar 2004 insgesamt keine Auswirkungen auf die 

beschwerdeführerische Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit, zumal nach wie vor 

rheumatologisch eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

besteht. Ein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG ist unter diesen Umständen, 

wie die Vorinstanz zu Recht festhält, nicht gegeben.

c) Nicht gefolgt werden kann in diesem Zusammenhang auch der 

beschwerdeführerischen Behauptung, die vom rheumatologischen Gutachter 

attestierte Arbeitsfähigkeit von 2x2 Stunden pro Tag entspreche nicht einer 

Restarbeitsfähigkeit von 50%, sondern nur einer solchen von 48%. Denn 

einerseits statuierte der betreffende Gutachter explizit eine Arbeitsfähigkeit 

von 50%, deren Aufteilung er idealerweise mit 2x2 Stunden pro Tag angab 

(vgl. Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.2.5, 4.2.7). Andererseits sind die 

Ausführungen der Vorinstanz, wonach medizinischen Gutachtern die übliche, 

durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit nicht bewusst ist, so dass sie bei 

der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit regelmässig von einer Arbeitszeit von 8 

Stunden täglich ausgehen, nachvollziehbar und einleuchtend. Als Beleg 

hierfür mag etwa auch die unter den Parteien unumstrittene Angabe der 

Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht gemäss Vorgutachten dienen. 

Damals führte der psychiatrische Gutachter aus, es bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% aus psychiatrischer Sicht. Dem Versicherten 

könne es zugemutet werden, die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um 

weiterhin seiner angestammten oder einer seinen somatischen 

Einschränkungen angepassten Tätigkeit halbtags (4.5 Stunden) 

nachzugehen (vgl. Gutachten vom 22. Mai 2003, Ziff. 4.2.5). Auch in diesem 

Fall würde eine Umrechnung der statuierten 4.5 Stunden pro Tag auf ein 

wöchentliches Arbeitspensum von 41.7 Stunden nicht genau einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50% entsprechen. Dennoch sind beide Parteien 

übereinstimmend von einer Restarbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen. 

5. a) Hinsichtlich der vom ABI festgestellten psychiatrischen Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führt der Beschwerdeführer aus, es sei 

neu die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung gestellt worden. 

Trotzdem sei der psychiatrische Gutachter der Auffassung, es bestehe 

weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 50%, da es ihm zumutbar sei, die nötige 

Willensanstrengung für die Schmerzüberwindung aufzubringen. Der 

psychiatrische Gutachter habe dabei nicht aufgezeigt, ob und inwiefern er 

über die psychischen Ressourcen verfüge, um mit seinen Schmerzen 

umzugehen, sondern sich nur auf ein Minimum an Ausführungen zur 

Zumutbarkeit der Schmerzüberwindung beschränkt. Diese gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung erforderliche Zumutbarkeit der 

Schmerzüberwindung sei bei ihm jedoch wegen der zahlreichen physischen 

Beschwerden und neu aufgetretenen gesundheitlichen Einschränkungen, der 

über 9-jährigen mittelgradigen depressiven Störung und seiner zunehmenden 

sozialen Isolierung nicht gegeben. Daher liege die zumutbare Arbeitsfähigkeit 

deutlich unter 50%. Die IV-Stelle hält dagegen, der Psychiater lege aus 

medizinischer Sicht nachvollziehbar dar, weshalb der Beschwerdeführer über 

die psychischen Ressourcen verfüge, die es ihm erlaubten, mit seinen 

Schmerzen zumindest teilweise umzugehen, und wieso er objektiv die 

Möglichkeit habe, trotz der subjektiv erlebten Schmerzen zu 50% einer Arbeit 

nachzugehen. Diese Einschätzung halte auch vor der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung stand, da keine mitwirkende, psychisch ausgewiesene 

Komorbidität bestehe und auch die übrigen besonderen qualifizierten Kriterien 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht in genügendem Masse 

gegeben seien. Aus diesem Grund habe der Beschwerdeführer sowohl aus 

medizinischer als auch aus rechtlicher Sicht die Möglichkeit, trotz der subjektiv 

erlebten Schmerzen zu 50% einer Arbeit nachzugehen. Es ist unter den 

Parteien also unbestritten, dass das jüngere Gutachten des ABI - neben der 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 

(ICD-10 F33.1) - nunmehr anders als das Vorgutachten in diagnostischer 

Hinsicht von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 

F45.4) ausgeht und deswegen eine erhebliche Änderung des 

beschwerdeführerischen Gesundheitszustands im Bereich des Möglichen 

liegt. Es stellt sich somit die Frage, ob damit auch Auswirkungen auf die 

beschwerdeführerische Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit verbunden sind. Nur 

wenn diese Frage zu bejahen ist, liegt auch ein Revisionsgrund i.S.v. Art. 17 

ATSG vor. Zur Klärung der Frage ist zunächst auf die einschlägige 

bundesgerichtliche Rechtsprechung einzugehen.

b) Unter gewissen Umständen können auch somatoforme Schmerzstörungen 

eine Arbeitsunfähigkeit verursachen. Sie fallen unter die Kategorie der 

psychischen Leiden, für die grundsätzlich ein psychiatrisches Gutachten 

erforderlich ist, wenn es darum geht, über das Ausmass der durch sie 

bewirkten Arbeitsunfähigkeit zu befinden. In Anbetracht der sich mit Bezug 

auf Schmerzen naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten genügen 

mithin die subjektiven Schmerzangaben der versicherten Person für die 

Begründung einer (teilweisen) Invalidität allein nicht; vielmehr muss im 

Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt 

werden, dass die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich 

schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich 

eine rechtsgleiche Beurteilung der Rentenansprüche nicht gewährleisten 

liesse (BGE 130 V 353 E. 2.2.2, mit Hinweisen).

• Das Vorliegen eines fachärztlich ausgewiesenen psychischen Leidens mit 
Krankheitswert - worunter anhaltende somatoforme Schmerzstörungen 
grundsätzlich fallen - ist aus rechtlicher Sicht wohl Voraussetzung, nicht 
aber hinreichende Basis für die Annahme einer invalidisierenden 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Namentlich vermag nach der 
Rechtsprechung eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung als solche in der Regel keine lang dauernde, zu einer 
Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 
4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) zu 
bewirken. Ein Abweichen von diesem Grundsatz fällt nur in jenen Fällen 
in Betracht, in denen die festgestellte somatoforme Schmerzstörung nach 
Einschätzung des Arztes eine derartige Schwere aufweist, dass der 
versicherten Person die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft auf 
dem Arbeitsmarkt bei objektiver Betrachtung - und unter Ausschluss von 
Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, die auf aggravatorisches 
Verhalten zurückzuführen sind - sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder 
dies für die Gesellschaft gar untragbar ist (BGE 130 V 353 f. E. 2.2.3, mit 
Hinweisen; BGE 131 V 50 E. 1.2).

• Die - nur in Ausnahmefällen anzunehmende - Unzumutbarkeit einer 
willentlichen Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in den 
Arbeitsprozess setzt das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch 
ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, 
Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer 
qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien 
voraus. So sprechen unter Umständen (1) chronische körperliche 
Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei 
unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige 
Remission, (2) ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des 
Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer 
innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber 

entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in 
die Krankheit"]) oder schliesslich (4) unbefriedigende 
Behandlungsergebnisse trotz konsequent durchgeführter ambulanter 
und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit 
unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte 
Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und 
Eigenanstrengung der versicherten Person für die ausnahmsweise 
Unüberwindlichkeit der somatoformen Schmerzstörung (BGE 130 V 354 f. 
E. 2.2.3, mit Hinweisen; BGE 136 V 281 f. E. 3.2.1). 

• Genügt die psychiatrische Erklärbarkeit der Schmerzsymptomatik allein 
für eine sozialversicherungsrechtliche Leistungsbegründung nicht, obliegt 
der begutachtenden Fachperson der Psychiatrie im Rahmen der - 
naturgemäss mit Ermessenszügen behafteten - ärztlichen Stellungnahme 
zur Arbeits(un)fähigkeit und der Darlegungen zu den einer versicherten 
Person aus medizinischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit die 
Aufgabe, durch die zur Verfügung stehenden diagnostischen 
Möglichkeiten fachkundiger Exploration der Verwaltung (und im Streitfall 
dem Gericht) aufzuzeigen, ob und inwiefern eine versicherte Person über 
psychische Ressourcen verfügt, die es ihr erlauben, mit ihren Schmerzen 
umzugehen. Entscheidend ist, ob die betroffene Person, von ihrer 
psychischen Verfassung her besehen, objektiv an sich die Möglichkeit hat, 
trotz ihrer subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen (BGE 
130 V 355 E. 2.2.4, mit Hinweisen). 

• Die ärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und 
zu dem aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotential 
bilden unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob 
und gegebenenfalls inwieweit einer versicherten Person unter 
Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihrer Schmerzen und 
die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist. Im Rahmen 
der freien Beweiswürdigung darf sich dabei die Verwaltung - und im 
Streitfall das Gericht - weder über die medizinischen 
Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen 
Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur (Rest-) Arbeitsfähigkeit 
unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und 
Tragweite zu eigen machen. Letzteres gilt namentlich dann, wenn die 
begutachtende Fachperson allein aufgrund der Diagnose einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit attestiert. Die rechtsanwendenden Behörden haben 
diesfalls mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztliche Einschätzung 
der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte 
(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mit 
berücksichtigt, welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt 
aus unbeachtlich sind, und ob die von den Ärzten anerkannte (Teil-
)Arbeitsunfähigkeit auch im Lichte der für eine Unüberwindlichkeit der 
Schmerzsymptomatik massgebenden rechtlichen Kriterien standhält 
(BGE 130 V 355 f. E. 2.2.5, mit Hinweisen; BGE 136 V 284 E. 3.3).

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht nach dem Gesagten eine 

Vermutung, dass eine somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit 

einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte 

Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, 

können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess aber unzumutbar machen, 

weil die versicherte Person dann nicht über die für den Umgang mit den 

Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall 

vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im 

Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von 

erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend kann aber auch 

das Vorhandensein anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und 

Konstanz erfüllter Kriterien sein (BGE 137 V 67 f. E. 4.1, mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_103/2011 vom 1. Juni 2011 E. 2).

c) In der vorliegend zu beurteilenden Konstellation wurde die Diagnose einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) erstmals durch 

das ABI im Gutachten vom 4. Juni 2009 gestellt. Dagegen sprach das 

ebenfalls vom ABI verfasste Vorgutachten vom 22. Mai 2003 noch von der 

Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10 

F68.0), die geringgradig ausgebildet seien, kaum Krankheitswert hätten und 

die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkten. Das Vorliegen einer somatoformen 

Schmerzstörung verneinte das ABI damals wie folgt (vgl. Gutachten vom 22. 

Mai 2003, Ziff. 4.2.4):

• Gemäss den vorliegenden somatischen Untersuchungsberichten könnten 
die Symptome des Versicherten objektiv nicht erklärt werden. Es müsse 
von einer psychischen Überlagerung der geklagten Beschwerden 
ausgegangen werden. Da vor dem Unfall keine anhaltenden 
psychosozialen Belastungsfaktoren vorgelegen hätten, könne die 
Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht gestellt 
werden. Diagnostisch handle es sich um eine Entwicklung körperlicher 
Symptome aus psychischen Gründen.

Trotz der abweichenden Diagnose der anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung gemäss jüngerem Gutachten hielt das ABI fest, dass sich der 

psychiatrische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten 

Untersuchung vom 16. April 2003 nicht verändert habe (vgl. Gutachten vom 

4. Juni 2009, Ziff. 4.1.4):

• Nach wie vor lebe der Versicherte zurückgezogen mit seiner Ehefrau, 
helfe ihr etwas im Haushalt, unternehme Spaziergänge, treffe sich 
regelmässig mit Kollegen. Der Versicherte sei enttäuscht, habe keine 
Zukunftsperspektiven mehr, beklage auch einen gewissen 
Lebensverleider, gelegentliche Suizidgedanken. Bei der psychiatrischen 
Untersuchung sei er im mittleren Ausmass depressiv gewesen. Nach wie 
vor befinde sich der Versicherte in ambulanter psychiatrischer 
Behandlung, werde antidepressiv und mit einem Neuroleptikum 
behandelt. Aus psychiatrischer Sicht könnten die Diagnosen 
rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episode, und anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung gestellt werden. Anlässlich der letzten 
psychiatrischen Untersuchung sei die Diagnose Entwicklung körperlicher 
Symptome aus psychischen Gründen gestellt worden. Der Versicherte 
leide seit dem Unfall unter depressiven Verstimmungen, habe keine 
Zukunftsperspektiven, leide unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Auf 
dem Hintergrund der jahrelangen psychosozialen und emotionalen 
Belastungssituation könne daher die Diagnose einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung gestellt werden. Die zahlreich beklagten 
körperlichen Beschwerden könnten durch die somatischen Befunde nicht 
vollständig objektiviert werden, so dass im Rahmen der anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung eine psychische Überlagerung 
angenommen werden müsse […].

Konsequenterweise kam das ABI gestützt auf diese Ausführungen - keine 

Veränderung des psychiatrischen Beschwerdebilds, aber unterschiedliche 

diagnostische Klassifizierung gemäss ICD-10 -  auch im jüngeren Gutachten 

zum Schluss, dass aus psychiatrischer Sicht nach wie vor eine zumutbare 

Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe, die durch die anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung und die rezidivierende depressive Störung bedingt sei (vgl. 

Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.5):

• Schwere lebensgeschichtliche Belastungen fänden sich nicht, Hinweise 
auf unbewusste Konflikte fehlten und ein primärer Krankheitsgewinn sei 
nicht vorhanden. Aus psychiatrischer Sicht könne es dem Versicherten 
daher zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige 
Willensanstrengung aufzubringen, um zu 50% einer beruflichen Tätigkeit 
nachgehen zu können.

d) Mit multidisziplinärem Gutachten vom 4. Juni 2009 hat das ABI beim 

Beschwerdeführer eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 

F45.4) diagnostiziert und auch zu der nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung entscheidenden Frage Stellung genommen, ob der 

Beschwerdeführer, von seiner psychischen Verfassung her besehen, objektiv 

an sich die Möglichkeit hat, trotz seiner subjektiv erlebten Schmerzen einer 

Arbeit nachzugehen (vgl. BGE 130 V 355 E. 2.2.4). Das ABI stellte fest, dass 

sich der psychiatrische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der 

letzten Untersuchung vom 16. April 2003 nicht verändert habe, aber auf dem 

Hintergrund der jahrelangen psychosozialen und emotionalen 

Belastungssituation neu die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung gestellt werden könne. Zur Überwindbarkeit der 

somatoformen Schmerzstörung führte es aus, aus psychiatrischer Sicht 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%, die durch die anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung und die rezidivierende depressive Störung bedingt sei. Da 

aber keine schwere depressive Störung, keine schweren, 

lebensgeschichtlichen Belastungen, keine schweren psychomotorischen 

Störungen, keine Hinweise auf unbewusste Konflikte, kein primärer 

Krankheitsgewinn und keine ausgeprägte Suizidalität vorhanden waren, kam 

das ABI zum Ergebnis, es könne dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer 

Sicht zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige 

Willensanstrengung aufzubringen, um zu 50% einer beruflichen Tätigkeit 

nachzugehen (vgl. Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.5 und 4.1.7). 

Entgegen den beschwerdeführerischen Ausführungen hat der psychiatrische 

Gutachter des ABI daher entsprechend der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung in genügendem Ausmass zur Frage der Überwindbarkeit der 

somatoformen Schmerzstörung bzw. ihrer Folgen Stellung genommen. Nach 

Lage der Akten und insbesondere dem jüngeren Gutachten des ABI vom 4. 

Juni 2009 ist davon auszugehen, dass die diagnostizierte anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) bzw. ihre Folgen medizinisch 

für den Beschwerdeführer mit einer zumutbaren Willensanstrengung teilweise 

(zu 50%) überwindbar sind. In objektiver Hinsicht hat der Beschwerdeführer 

somit das Leistungspotential, unter Aufbringung allen guten Willens seine 

Schmerzen teilweise zu überwinden und seine verbleibende Arbeitskraft von 

50% zu verwerten.

e) Dem betreffenden Gutachten des ABI vom 4. Juni 2009 ist voller Beweiswert 

zuzuerkennen, da es für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist. Es ist in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtend und die Schlussfolgerungen der Experten sind 

begründet (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a). Das ABI begründet 

sachlich nachvollziehbar und einleuchtend, wieso es - im Unterschied zu der 

gemäss Vorgutachten vom 22. Mai 2003 diagnostizierten Entwicklung 

körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10 F68.0) - nunmehr 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) attestiert. Da 

vor dem Unfallereignis noch keine anhaltenden psychosozialen 

Belastungsfaktoren vorgelegen hatten, war das ABI gemäss Vorgutachten - 

trotz der erkannten psychischen Überlagerung der geklagten Beschwerden - 

noch zum Schluss gekommen, es handle sich um eine Entwicklung 

körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (vgl. Gutachten vom 22. 

Mai 2003, Ziff. 4.2.4). Gemäss jüngerem Gutachten hat sich der 

psychiatrische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten 

Untersuchung zwar nicht verändert, doch könne nunmehr auf dem 

Hintergrund der jahrelangen psychosozialen und emotionalen 

Belastungssituation die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung gestellt werden (vgl. Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.4). 

Unter Berücksichtigung dieser erklärenden Ausführungen ist es auch 

konsequent und nachvollziehbar, wenn das ABI im jüngeren Gutachten trotz 

der abweichenden Diagnose der somatoformen Schmerzstörung wiederum 

zum gleichen Ergebnis wie im Vorgutachten kommt (Arbeitsunfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht von 50%). Zudem nimmt das ABI überzeugend Stellung 

zur früheren, abweichenden ärztlichen Einschätzung von Dr. …, FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3. März 2009, der eine 

Anpassungsstörung nach Polytrauma mit depressiver Entwicklung 

diagnostiziert und die Arbeitsfähigkeit auf dem freien Markt mit 0% angegeben 

hatte (vgl. Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.7):

• Die im Bericht des behandelnden Psychiaters vom 3. März 2009 
erwähnten Medikamente nehme der Versicherte nicht ein. […] Unter einer 

Anpassungsstörung, wie sie der behandelnde Psychiater erwähne, 
verstehe man eine leichte depressive Störung. Das Beschwerdebild des 
Versicherten entspreche einer mittelgradigen depressiven Störung. 
Hinweise für eine schwere depressive Störung fehlten. Es liege keine 
schwere psychomotorische Hemmung vor, keine ausgeprägte Suizidalität 
und der Versicherte sei durchaus in der Lage, gewissen Alltagsaktivitäten 
nachzugehen. Daher könne ihm aus psychiatrischer Sicht auch ein 
50%iges Arbeitspensum zugemutet werden.

Da dem jüngeren Gutachten des ABI vom 4. Juni 2009 somit voller 

Beweiswert zukommt und es auch die gemäss Rechtsprechung 

entscheidende Frage, ob der Beschwerdeführer in seiner psychischen 

Verfassung objektiv an sich die Möglichkeit hat, trotz seiner subjektiv erlebten 

Schmerzen einer Arbeit nachzugehen, beantwortet hat, erübrigen sich nach 

dem Grundsatz der antizipierten Beweiswürdigung weitere Abklärungen zum 

psychiatrischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Es ist nicht 

anzunehmen, dass weitere Beweismassnahmen an diesem Ergebnis etwas 

zu ändern vermöchten (BGE 122 II 469 E. 4a). Daher ist der 

beschwerdeführerische Eventualantrag, durch ein gerichtliches 

psychiatrisches Gutachten die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht neu 

zu beurteilen, abzuweisen.

f) Im Rahmen seiner freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) darf sich das 

Gericht nach höchstrichterlicher Rechtsprechung weder über die 

medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch sich die 

ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur (Rest-) 

Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen 

Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Es verbleibt damit hier die Prüfung 

der Frage, ob die vom ABI gemäss jüngerem Gutachten anerkannte 

beschwerdeführerische Teilarbeitsfähigkeit von 50% im Lichte der für eine 

Unüberwindlichkeit der Schmerzsymptomatik massgebenden rechtlichen 

Kriterien standhält (BGE 130 V 356 E. 2.2.5, mit Hinweisen; BGE 136 V 284 

E. 3.3).

6. a) Nach Lage der Akten (ABI-Gutachten) ist davon auszugehen, dass in 

vorliegend zu beurteilender Konstellation mit der zusätzlich zur anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung diagnostizierten rezidivierenden depressiven 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine psychische Komorbidität 

nach Massgabe der Rechtsprechungsgrundsätze vorliegt (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_958/2010, 8C_1039/2010 vom 25. Februar 2011 E. 

6.2.2.2, 8C_369/2011 vom 9. August 2011 E. 4.3.1). Eine solche Komorbidität 

führt indessen nur dann zur ausnahmsweisen Unzumutbarkeit, eine 

somatoforme Schmerzstörung und deren Folgen überwinden zu können, 

wenn sie erheblich (in Bezug auf Schwere, Ausprägung und Dauer) ist. Mithin 

erforderlich ist eine von depressiven Verstimmungszuständen klar 

unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbstständigten 

Gesundheitsschadens, welcher unabhängig von der somatoformen 

Schmerzstörung als erhebliche psychische Komorbidität ausnahmsweise auf 

die Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung schliessen lässt 

(Urteile des Bundesgerichts 8C_857/2009 vom 23. März 2010 E. 4.2,  

8C_930/2008 vom 28. April 2009 E. 3.2.2). 

b) Das Bundesgericht hat das Vorliegen einer erheblichen psychischen 

Komorbidität im Falle einer rezidivierenden depressiven Störung mit leichter 

Episode (ICD-10 F33.0; BGE 130 V 352), im Falle einer mittelgradigen 

depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_803/2008) und auch insbesondere im Falle einer 

rezidivierenden depressiven Störung mit mittelgradiger Episode (ICD-10 

F33.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_340/2009, 8C_979/2008) schon 

verneint (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_369/2011 vom 9. August 

2011 E. 4.3.2, mit zahlreichen Hinweisen). Hinsichtlich der - wie hier - 

diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), hat das Bundesgericht aber immerhin 

festgehalten, dass eine solche Erkrankung nicht ohne Weiteres als blosse 

Begleiterscheinung einer somatoformen Schmerzstörung und damit als nicht-

invalidisierender Faktor qualifiziert werden könne. Wesentlich für die 

Beurteilung der Erheblichkeit und den bundesgerichtlichen Entscheid im 

betreffenden Fall waren die Begleitumstände der konkret zu beurteilenden 

Konstellation, d.h. die näheren gutachterlichen Ausführungen zum 

psychischen Befund und dessen Auswirkungen auf das tägliche Leben des 

Beschwerdeführers gemäss Aktenlage (unter anderem auch Abweichungen 

der Gesamtbeurteilung der MEDAS vom psychiatrischen Teilgutachten; Urteil 

des Bundesgerichts 9C_340/2009 vom 24. August 2009 E. 3.4.3). 

c) In der vorliegend zu beurteilenden Konstellation spricht  das ABI gemäss 

einschlägigem Gutachten vom 4. Juni 2009 von einer Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit auf 50%, die „durch die anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung und die rezidivierende depressive Störung bedingt“ sei. Aus 

psychiatrischen Gründen könne es dem Versicherten zugemutet werden, 

„trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung 

aufzubringen, um zu 50% einer beruflichen Tätigkeit nachgehen zu können“ 

(vgl. Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.5). Im Weiteren führt der 

psychiatrische Gutachter aus:

• Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.6: „Der Explorand fühlt sich nicht 
mehr arbeitsfähig. Der Explorand ist im Alltag durch psychopathologische 
Symptome nicht derart eingeschränkt, als dass es ihm nicht zumutbar 
wäre, halbtags einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen.“

• Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.7: „Das Beschwerdebild des 
Exploranden entspricht einer mittelgradigen depressiven Störung. 
Hinweise für eine schwere depressive Störung fehlen. Es liegt keine 
schwere psychomotorische Störung vor, keine ausgeprägte Suizidalität 
und der Explorand ist durchaus in der Lage, gewissen Alltagsaktivitäten 
nachzugehen. Daher kann ihm aus psychiatrischer Sicht auch ein 
50%iges Arbeitspensum zugemutet werden.“

Vor diesem Hintergrund liegt gemäss Aktenlage zwar eine psychische 

Komorbidität vor, jedoch ist diese nicht erheblich in Bezug auf Schwere und 

Dauer (vgl. vorstehend Erw. 6a), womit auch nicht auf die ausnahmsweise 

vollständige Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung 

geschlossen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_369/2011 vom 

9. August 2011 E. 4.3.2). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin 

kann aber nicht gesagt werden, dass in jedem Fall nur bei einer schweren 

Depression von einer Unzumutbarkeit einer willentlichen 

Schmerzüberwindung gesprochen werden kann. Die Gutachter des ABI 

haben den beschwerdeführerischen psychiatrischen Beschwerden indessen 

insoweit Rechnung getragen, als ihm insgesamt eine Arbeitsunfähigkeit von 

50% attestiert wird. Damit muss es sein Bewenden haben. 

d) Nachdem keine erhebliche psychische Komorbidität mit der Folge einer 

vollständigen Unzumutbarkeit der willentlichen Schmerzüberwindung 

ausgewiesen ist, ist praxisgemäss das Vorhandensein anderer qualifizierter, 

mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien zu prüfen: 

• So sprechen unter Umständen (1) chronische körperliche 
Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei 
unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige 
Remission, (2) ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des 
Lebens, (3) ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer 
innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber 
entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn ["Flucht in 
die Krankheit"]) oder schliesslich (4) unbefriedigende 
Behandlungsergebnisse trotz konsequent durchgeführter ambulanter 
und/oder stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit 
unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte 
Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und 
Eigenanstrengung der versicherten Person für die ausnahmsweise 
Unüberwindlichkeit der somatoformen Schmerzstörung (BGE 130 V 354 f. 
E. 2.2.3, mit Hinweisen; BGE 136 V 281 f. E. 3.2.1). 

• Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die 
entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - 
die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu 
verneinen (BGE 137 V 67 f. E. 4.1, mit Hinweisen; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_103/2011 vom 1. Juni 2011 E. 2).

Nach Lage der Akten sind, wie die Vorinstanz zu Recht festhält, insgesamt 

drei der vier zitierten anderen, qualifizierten Kriterien hier nicht gegeben. 

Gemäss jüngerem Gutachten des ABI besteht weder ein ausgewiesener 

sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens noch ein verfestigter, 

therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich 

missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung im Sinne 

eines primären Krankheitsgewinns. Das ABI führt diesbezüglich explizit aus, 

der psychiatrische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich 

seit der letzten Untersuchung vom 16. April 2003 nicht verändert. Nach wie 

vor lebe er zurückgezogen mit seiner Ehefrau, helfe ihr etwas im Haushalt, 

unternehme Spaziergänge und treffe sich regelmässig mit Kollegen. Er habe 

eine gute Beziehung zu seiner Ehefrau, zu seinem Sohn und einigen 

Kollegen, mit denen er sich regelmässig treffe. Hinweise auf unbewusste 

Konflikte fehlten und ein primärer Krankheitsgewinn sei nicht vorhanden 

(Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.4 und 4.1.5). Diese Ausführungen 

decken sich in Bezug auf den nicht gegebenen deutlichen sozialen Rückzug 

mit jenen des Vorgutachtens (vgl. Gutachten vom 22. Mai 2003, Ziff. 4.2.1). 

An dieser klaren Aktenlage vermögen auch die erst in der Beschwerdeschrift 

geäusserten, beschwerdeführerischen Behauptungen über einen 

angeblichen deutlichen sozialen Rückzug und eine soziale Isolierung nichts 

zu ändern; zumal von einer Zeugeneinvernahme seiner Ehefrau kaum neue, 

in objektiver Hinsicht überzeugende Angaben zur sozialen Isolierung zu 

erwarten wären. Weitere Beweismassnahmen sind daher nicht erforderlich, 

so dass auf die beantragte Zeugeneinvernahme zu verzichten ist. Im Weiteren 

ist auch das Kriterium der „unbefriedigenden Behandlungsergebnisse und 

gescheiterten Rehabilitationsmassnahmen“ nicht erfüllt, zumal das ABI 

ausführt, die therapeutischen Möglichkeiten seien nicht ganz ausgeschöpft. 

Eine Erhöhung der Dosis (Psychopharmaka) sei zu empfehlen. Es sei aber 

nicht zu erwarten, dass durch medizinische Massnahmen die ausgeprägte 

subjektive Krankheitsüberzeugung wesentlich beeinflusst werden könne 

(Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.8). Schliesslich hält das ABI auch fest, 

es bestehe weiterhin eine persistierende subjektiv deutliche Krankheits- und 

Behinderungsüberzeugung (Gutachten vom 4. Juni 2009, Ziff. 4.1.8 und 

4.2.7). Erfüllt ist vorliegend einzig das Kriterium der chronischen körperlichen 

Begleiterkrankungen (Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, 

chronische latente Restbeschwerden linkes oberes und unteres 

Sprunggelenk, ein chronisches Schulter-Armsyndrom rechts und eine 

chronische Hepatopathie), jedoch nicht in einem solchen Ausmass, dass es 

per se für die objektive Annahme der Unüberwindbarkeit der Schmerzen führt. 

Insgesamt sind daher auch die anderen, qualifizierten Kriterien nicht mit einer 

solchen Intensität und Konstanz erfüllt, dass deswegen von einer 

vollständigen Unzumutbarkeit der Schmerzüberwindung auszugehen wäre. 

Vielmehr ist mit den Gutachtern des ABI und der Vorinstanz festzuhalten, 

dass dem Beschwerdeführer auch unter Berücksichtigung der weiteren 

Kriterien eine willentliche Schmerzüberwindung zumindest teilweise zu 50% 

zumutbar ist. 

e) Somit ist festzuhalten, dass in der vorliegend zu beurteilenden Konstellation 

weder eine erhebliche psychische Komorbidität ausgewiesen ist noch andere, 

qualifizierte Kriterien es dem Beschwerdeführer verunmöglichen, die 

notwendige Willensanstrengung aufzubringen, um die subjektiv erlebten 

Schmerzen zumindest teilweise zu überwinden. In medizinischer und 

rechtlicher Hinsicht bestehen keine hinreichenden Gründe dafür, dass die 

psychischen Ressourcen es dem Beschwerdeführer nicht erlauben, trotz der 

subjektiv erlebten Schmerzen zu 50% einer beruflichen Tätigkeit 

nachzugehen. Entsprechend ist auch unter der Berücksichtigung der neuen 

Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gemäss 

Gutachten vom 4. Juni 2009 in psychiatrischer Sicht von einer 

Restarbeitsfähigkeit von 50% auszugehen, wie dies schon im Zeitpunkt der 

ersten Verfügung vom 8. Januar 2004 der Fall gewesen ist. Es liegt damit 

keine erhebliche Änderung des psychischen Gesundheitszustands mit 

Auswirkungen auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit vor, weshalb auch 

insofern das Vorliegen eines Revisionsgrunds nach Art. 17 ATSG zu 

verneinen ist.

7. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in der vorliegend zu beurteilenden 

Konstellation weder in rheumatologischer noch in psychiatrischer Sicht eine 

wesentliche Änderung des beschwerdeführerischen Gesundheitszustands 

mit entsprechender Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit gegeben ist. Seit der 

Zusprechung der halben IV-Rente ab dem 1. Februar 2003 bei einem 

Invaliditätsgrad von 53% mit Verfügung vom 8. Januar 2004 ist somit keine 

wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse mit Auswirkungen auf 

den Invaliditätsgrad und den Rentenanspruch eingetreten, weshalb das 

Vorliegen eines Revisionsgrunds gemäss Art. 17 ATSG mit der Vorinstanz zu 

verneinen ist. Entsprechend ist, wie bereits hiervor in E. 2c erörtert, kein 

erneuter Einkommensvergleich vorzunehmen, weshalb die vom 

Beschwerdeführer gerügten Aspekte des Valideneinkommens und des 

Leidensabzugs nicht weiter zu prüfen sind. Eine Berücksichtigung der 

beschwerdeführerischen Ausführungen zum anzurechnenden 

Valideneinkommen fällt ausser Betracht, da - soweit kein Revisionsgrund 

nach Art. 17 ATSG vorliegt - geringfügige Änderungen statistischer Daten 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht zu einer Revision von IV-

Renten führen, selbst wenn durch solche Veränderungen eine Schwellenwert 

über- oder unterschritten würde (BGE 133 V 548 f. E. 7). Im Weiteren kann 

auch ein Leidensabzug im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens 

nicht geprüft werden, da sich die beschwerdeführerische Leistungsfähigkeit 

insgesamt nicht verändert hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_94/2010 vom 

26. Mai 2010 E. 3.2 und 3.3). 

b) Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Da es um die Bewilligung oder 

Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren 

kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und auf Fr. 700.-

- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 

61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit 

Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

Die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 1. März 2012 

abgewiesen (8C_67/2012).