# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f337c96-5116-5fb0-8419-af91f008d7e7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.01.2024 II 2022 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-61_2024-01-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 61

Entscheid vom 19. Januar 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG

gegen

Bezirksrat U.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Kausalabgaben (Vorteilsabgabe aufgrund der Erschliessung 
ab Bezirksstrasse)

2

Sachverhalt:

A. Die A.________ AG erhielt die Baubewilligung für den Neubau einer Werk-
halle auf ihren Grundstücken KTN xxxx und KTN yyyy, Bezirk U.________. Der 
Neubau wird direkt über die bezirkseigene B.________strasse erschlossen. Am 
6. Mai 2022 wurde der A.________ AG das rechtliche Gehör betreffend Festset-
zung einer Vorteilsabgabe wegen Erschliessung ab Bezirksstrasse gewährt, wo-
bei die Vorteilsabgabe auf Fr. 73'132.50 festzulegen sei (Vi-act. 5). Mit Beschluss 
Nr. 292 vom 22. Juni 2022 beschloss der Bezirksrat:

1. Die Vorteilsabgabe aufgrund der Erschliessung ab Bezirksstrasse auf Grunds-
tück KTN xxxx und KTN yyyy, B.________strasse, U.________ wird in Höhe 
von Fr. 73'132.50 festgesetzt und ist gemäss Rechnung im Anhang zu beglei-
chen.

2. Die Beschlussgebühr in der Höhe von Fr. 500.-- ist gemäss Rechnung im An-
hang zu begleichen.

3./4. Rechtsmittelbelehrung und Zustellung.

B. Am 13. Juli 2022 erhebt die A.________ AG gegen den ihr am 29. Juni 
2022 zugestellten Bezirksratsbeschluss beim Regierungsrat Verwaltungsbe-
schwerde mit den Anträgen:

1. Wir beantragen, den Verkehrswert nochmals zu beurteilen und diesen neu 
festzulegen.

2. Die Fläche des Grundstückes KTN zzzz wurde an die C.________ AG ver-
kauft. Die Grundstückfläche KTN yyyy ist somit um 601 m2 kleiner, was bei 
unseren Angaben versehentlich nicht berücksichtigt wurde. Der Abzug der 
Teilfläche muss berücksichtigt werden.

Mit Präsidialverfügung Nr. 3/2022 vom 20. Juli 2022 überweist der Landammann 
die Beschwerde als Sprungbeschwerde ans Verwaltungsgericht (VG-act. 04). Mit 
RRB Nr. 609/2022 vom 23. August 2022 genehmigt der Regierungsrat die Präsi-
dialverfügung (VG-act. 10).

C. Mit Vernehmlassung vom 24. August 2022 beantragt der Bezirksrat die 
Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin.

D. Am 4. Oktober 2022 lädt der verfahrensleitende Richter die Güterschat-
zungskommission des Kantons Schwyz zum Mitbericht ein, nachdem sich der 
Bezirksrat vernehmlassend nicht zur Verkehrswertschatzung äusserte, sondern 
auf die Güterschatzungskommission verwies (VG-act. 11). Am 8. November 2022 
erstattete die Kantonale Steuerverwaltung, Abteilung Liegenschaftenschätzung, 
ihren Mitbericht (VG-act. 13). 

3

E. Am 30. November 2022 ersuchte die Beschwerdeführerin um Fristerstre-
ckung zur Einreichung einer Stellungnahme zum Mitbericht, da Abklärungen be-
züglich Festlegung der Vorteilsabgaben am Laufen seien (VG-act. 15). Am 
13. Januar 2023 ersuchte sie um Verfahrenssistierung zwecks Führung von Ge-
sprächen mit dem Bezirksrat (VG-act. 17), worauf der verfahrensleitende Richter 
das Verfahren am 16. Januar 2023 sistierte (VG-act. 18). Auf entsprechende An-
frage hin informierte die Beschwerdeführerin das Gericht am 10. Juli 2023, die 
Verhandlungen seien noch am Laufen, man ersuche um Fristverlängerung bis 
Ende September 2023; am 5. Oktober 2023 wurde um Fristerstreckung bis Ende 
Oktober 2023 ersucht und am 25. Oktober 2023 um Erstreckung bis Ende No-
vember 2023 (VG-act. 20, 22 u. 23). 

F. Am 15. November 2023 reicht der Bezirksrat mit BRB Nr. 461 vom 2. No-
vember 2023 eine Stellungnahme zur Beschwerde vom 13. Juli 2022 ein. Darin 
wird das Verwaltungsgericht ersucht, die Vorteilsabgabe auf Fr. 69'998.-- festzu-
legen (VG-act. 24). 

Die Beschwerdeführerin wurde am 20. November 2023 eingeladen, bis spätes-
tens am 7. Dezember 2023 Stellung zum Bezirksratsbeschluss Nr. 461 vom 
2. November 2023 zu nehmen. Von dieser Möglichkeit machte die Beschwerde-
führerin keinen Gebrauch.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss § 58 Abs. 1 des kantonalen Strassengesetzes (StraG; 
SRSZ 442.110) vom 15. September 1999 erhebt der Strassenträger für das Un-
terschreiten des Strassenabstandes (§ 42 StraG) und für die Erstellung von Zu-
fahrten und Zugängen (§§ 47 f. StraG) eine Vorteilsabgabe. Die Abgabenpflicht 
entsteht bei Zufahrten und Zugängen im Zeitpunkt der Bewilligungserteilung für 
die Bebauung oder für die bauliche Erweiterung der Nutzfläche (§ 58 Abs. 2 lit. b 
StraG). Die Vorteilsabgabe beträgt höchstens 5% des Verkehrswertes der wie 
folgt bestimmten Fläche: bei Zufahrten und Zugängen nach der effektiv bebauten 
Nutzfläche, aber ohne die Fläche der Zugänge und Zufahrten selbst (vgl. § 58 
Abs. 3 lit. b StraG).

1.2 Bei Zufahrten und privaten Zugängen zur Erschliessung von Gebäuden mit 
erheblichem Auto- oder Publikumsverkehr oder zu Parkplatzanlagen ab Haupt-
strassen beträgt die Vorteilsabgabe 5% des Verkehrswertes der effektiv bebau-
ten Fläche (§ 28 Abs. 2 lit. a der Strassenverordnung [StraV; SRSZ 442.111] 
vom 18. Januar 2000). Für Bewilligungen an den anderen Strassen legt der Be-

4

zirksrat beziehungsweise der Gemeinderat die Höhe der Vorteilsabgabe fest 
(§ 28 Abs. 3 StraV). Der Verkehrswert (Landwert) wird auf Grund einer Schät-
zung der kantonalen Güterschatzungskommission festgelegt (§ 28 Abs. 4 StraV).

1.3 Gemäss angefochtenem Beschluss hatte der Bezirksrat mit BRB Nr. 241 
vom 20. April 2005 beschlossen, per 1. Januar 2006 eine Vorteilsabgabe einzu-
führen. Sie wird erhoben, sofern das Baugrundstück direkt ab einer Bezirksstras-
se erschlossen wird. Die für die Ermittlung der Vorteilsabgabe relevante Fläche 
(§ 58 Abs. 3 lit. b StraG) wird aufgrund der eingereichten Planunterlagen ermittelt 
und der relevante Prozentsatz entspricht gemäss BRB Nr. 241 vom 20. April 
2005 demjenigen von § 28 Abs. 2 StraV (vgl. vorstehend E. 1.2). 

2.1 Basierend auf diesen Grundlagen hat der Bezirksrat die Vorteilsabgabe zu-
lasten der Beschwerdeführerin wie folgt festgelegt (vgl. Vi-act. 1):

Das mit BRB Nr. 563 vom 17. November 2021 bewilligte Neubauvorhaben auf 
KTN xxxx und KTN yyyy werde direkt ab der bezirkseigenen B.________strasse 
erschlossen, womit grundsätzlich eine Vorteilsabgabe geschuldet sei.

Der Verkehrswert betrage gemäss Schätzung der Güterschatzungskommission 
vom 24. August 2021 Fr. 700/m2 (vgl. Vi-act. 9).

Und weiter:

gemäss Berechnungsblatt vom 6.12.2021 bebaute Grundfläche 4'407.50m2
./. Grundfläche Abbruch und Erschliessung -2'693.00m2
Nutzflächen (Parkplatz/Spielplätze) 1'000.00m2
./. Nutzfläche bestehende Parkplätze -625.00m2
Total Nutzfläche 2'089.50m2
Prozentsatz gemäss § 28 Abs. 2 lit.  a StraV 5%
Berechnung Vorteilsabgabe Total 700 x 2'089.50 x 0.05 = Fr. 73'132.50

2.2 Beschwerdeweise bestreitet die Beschwerdeführerin weder die Pflicht zur 
Leistung einer Vorteilsabgabe, noch die grundsätzliche Berechnungsmethode. 
Sie verlangte indes eine Neuüberprüfung des Verkehrswertes, da sie selbst die 
Grundstücke erst zwei Jahre zuvor zu einem deutlich tieferen Preis von 
Fr. 630/m2 erworben habe. Zweitens sei die Nutzfläche neu zu berechnen, da sie 
eine Teilfläche von 601m2 ab KTN yyyy als KTN zzzz verkauft habe.

2.3 Der Bezirksrat hielt vernehmlassend fest, zum Verkehrswert habe sich 
primär die Güterschatzungskommission zu äussern. Bezüglich Fläche sei die ef-
fektiv überbaute Landfläche aufgrund der eingereichten Planunterlagen massge-
blich. Der Verkauf der Grundstücksfläche KTN zzzz und die daraus resultierende 
Verkleinerung der Grundstücksfläche KTN yyyy sei daher nicht von Belang.

5

2.4 Im Mitbericht vom 8. November 2022 bestätigte die Liegenschaftenschät-
zung, sie habe mit Verkehrswertschätzung vom 24. August 2021 die beiden 
Grundstücke KTN yyyy und KTN xxxx auf Fr. 700/m2 festgelegt. Weiter zeigte sie 
auf, wie die Schatzungen grundsätzlich erfolgen, und sie machte konkrete Aus-
führungen zu den beiden spezifischen Grundstücken in der Industriezone von 
U.________. So habe man seit 2016 einen Anstieg der durchschnittlichen Trans-
aktionspreise für Grundstücke in der Industriezone von Fr. 606/m2 auf 
Fr. 713/m2 im Jahr 2021 feststellen können. Gemäss Kaufvertrag KTN yyyy sei 
dieses Grundstück im Zeitpunkt des Erwerbs bebaut und schadstoffbelastet ge-
wesen sowie mit einer Sanierungsverfügung belegt; sämtliche damit verbunde-
nen Kosten gingen zulasten des Erwerbers. Bei der Bewertung sei der Experte 
von einem geräumten Grundstück ohne Abbruchobjekte und allfälligen Altlasten 
ausgegangen. Der Abbruch und die Sanierung seien aber erst später erfolgt. 
Demgemäss seien die zu erwartenden Aufwendungen bei KTN yyyy vom gerun-
deten Durchschnittswert von Fr. 700/m2 in Abzug zu bringen. Von diesem Man-
gel sei KTN xxxx nicht betroffen. Als Fazit hielt die Liegenschaftenschätzung fest:

Zusammenfassend ergibt sich, dass einer Reduktion des Landwertes des Grunds-
tücks KTN yyyy von Fr. 700/m2 auf minimal Fr. 650/m2 aus Sicht der Abteilung 
Liegenschaftenschätzung zugestimmt werden kann. Der Landwert des Grunds-
tücks KTN xxxx mit Fr. 700/m2 wurde dagegen korrekt festgelegt und kann 
bestätigt werden.

2.5 In einem Schreiben vom 25. Oktober 2023 an den Bezirksrat bedankte sich 
die Beschwerdeführerin für die konstruktive Besprechung. Sie machte geltend, 
für die Berechnung der Vorteilsabgabe könnten Kosten für Rückbauarbeiten und 
Zusatzkosten für Altlasten/Aushub/Kanalisation von insgesamt Fr. 380'894 gel-
tend gemacht werden. Dies solle dem geschätzten Verkehrswert von Fr. 700/m2 
angerechnet werden. Die Grundstücksfläche KTN yyyy abzüglich der verkauften 
Fläche KTN zzzz von 601m2 betrage 5'753m2. Abgeleitet davon ermittelte die 
Beschwerdeführerin einen Verkehrswert von Fr. 634/m2 (Fr. 380'000 / 5'753m2 = 
Fr. 66/m2; Fr. 700/m2 abzügl. Fr. 66/m2 = Fr. 634/m2). Und sie stellte abschlies-
send fest: "Auf Grund dieser nachvollziehbaren Berechnungen beantragen wir, 
die Reduktion des ursprünglich festgelegten m2-Preises von Fr. 700.00 auf 
Fr. 630.00 zu reduzieren."

2.6 Mit Stellungnahme vom 2. November 2023 beantragte der Bezirksrat beim 
Verwaltungsgericht, die Vorteilsabgabe neu auf Fr. 69'998 festzulegen. Dies mit 
folgender Begründung:

Im angefochtenen Beschluss sei die Vorteilsabgabe gemäss Verkehrswertschät-
zung der Liegenschaftenschätzung vom 24. August 2021 mit Fr. 700/m2 berech-

6

net worden. Aus dem Mitbericht vom 8. November 2022 sei ersichtlich, dass der 
Bewertungsexperte von einem geräumten Grundstück ohne Abbruchobjekte und 
allfälligen Altlasten ausgegangen sei. Entsprechend seien diese Aufwendungen 
für Abbrucharbeiten und Sanierungen abzugsfähig. Die Beschwerdeführerin ma-
che hierfür Aufwendungen im Gesamtbetrag von Fr. 380'894 geltend. 

Aufgrund der Verfahrensakten und den aussergerichtlich geführten Gesprächen 
erscheine es angezeigt, die Ausgangslage neu zu beurteilen. Die Beschwerde-
führerin habe anhand verschiedener Bauabrechnungen belegen können, dass 
zusätzliche Ausgaben geleistet worden seien, die dem für die Vorteilsabgabe 
entsprechenden Verkehrswert angerechnet werden könnten. Von den geltend 
gemachten Kosten könne der Bezirksrat Fr. 368'644 als abzugsfähige Kosten 
anerkennen (nicht anerkannt wurden Kosten von Fr. 12'250 für forstwirtschaftli-
che Rodungs- und Räumungsarbeiten von natürlichen Gewächsen, die nicht als 
künstliche Bauten und Anlagen vorheriger Grundeigentümer zu betrachten sei-
en). 

Auch berücksichtigte der Bezirksrat die Fläche der Abparzellierung von 601m2. 

Hingegen erstrecke sich die relevante Nutzfläche über beide Grundstücke 
KTN xxxx und KTN yyyy, weshalb beide verbleibenden Grundstücksflächen von 
5'753m2 und 6'485m2 (total 12'907m2) für die Berechnung des bereinigten Ver-
kehrswerts zu berücksichtigen seien. Diese Berechnung ergebe eine Reduktion 
des bereinigten Verkehrswerts um Fr. 29 (Fr. 368'644 / 12'907m2 = Fr. 29/m2) 
resp. einen relevanten Verkehrswert von Fr. 670/m2.

Die sich über beide Grundstücke erstreckende Nutzfläche bleibe unverändert bei 
den im angefochtenen Beschluss aufgeführten 2'089.50m2.

Damit reduziere sich die Vorteilsabgabe auf Fr. 69'998 (Verkehrswert x Nutz-
fläche x 5% bzw. Fr. 670/m2 x 2'089.50m2 x 5%). 

2.7 Die Beschwerdeführerin äussert sich nicht zum Antrag des Bezirksrates, 
die verfügte Vorteilsabgabe von Fr. 73'132.50 auf Fr. 69'998 zu reduzieren. 

3. Es kann offenbleiben, ob das Stillschweigen der Beschwerdeführerin zur 
beantragten Reduktion der Vorteilsabgabe ihre Zustimmung bedeutet. 

Die Liegenschaftenschätzung gelangte im Mitbericht zum Fazit, ein Verkehrswert 
für KTN yyyy von mindestens Fr. 650/m2 könne anerkannt werden; für KTN xxxx 
sei er auf Fr. 700/m2 zu belassen (vgl. oben E. 2.4). Der Bezirksrat rechnete in 
seinem Antrag mit einem neuen Verkehrswert von Fr. 670/m2 (anstelle von 
Fr. 700/m2) über die gesamte Liegenschaft (KTN xxxx und KTN yyyy). Die Be-
schwerdeführerin ihrerseits unterbreitete dem Bezirksrat am 25. Oktober 2023 

7

den Vorschlag, mit Fr. 630/m2 zu rechnen, ohne jedoch zu spezifizieren, für wel-
che Fläche dieser Wert gelten solle; für die Berechnung selbst berücksichtigte sie 
nur die Fläche von KTN yyyy (vgl. oben E. 2.5). 

Zu beachten ist, dass für die Berechnung der Vorteilsabgabe nicht die Grunds-
tücksfläche relevant ist, sondern die effektiv bebaute Nutzfläche ohne die Fläche 
der Zugänge und Zufahrten selbst (vgl. § 58 Abs. 3 lit. b StraG, § 28 Abs. 2 
StraV). 

Diese Nutzfläche berechnete der Bezirksrat im Schreiben vom 6. Mai 2022 an-
hand des Baugesuchs 2021-128 (vgl. Vi-act. 5), wobei er auf 2'089.50m2 für das 
gesamte Neubauprojekt über beide Liegenschaften (KTN yyyy und KTN xxxx) 
kam. Zu diesem Ergebnis gelangte der Bezirksrat, indem er von der gemäss 
Baugesuch neu anrechenbaren Nutzfläche die bisherige, altrechtlich bewilligte 
Nutzfläche abzog (vgl. Flächenangaben Vi-act. 2). Sowohl die einzelnen Flächen 
als auch die Berechnung und das Ergebnis wurden seitens Beschwerdeführerin 
nicht bestritten.

Auf die neu beantragte Vorteilsabgabe von Fr. 69'998 gelangte der Bezirksrat 
durch Multiplikation dieser gesamten anrechenbaren Nutzfläche (neu anrechen-
bare abzüglich altrechtliche Nutzfläche über KTN yyyy und KTN xxxx) mit dem 
reduzierten Verkehrswert von Fr. 670/m2 und dem gesetzlichen Abgabesatz von 
5%. 

Es liesse sich fragen, ob aufgrund der gemäss Liegenschaftenschätzung unter-
schiedlichen Verkehrswerte für KTN yyyy (mindestens Fr. 650/m2) und KTN xxxx 
(Fr. 700/m2) nicht eine getrennte Berechnung für beide Grundstücke erfolgen 
müsste. D.h. die neu anrechenbare Nutzfläche abzüglich altrechtliche Nutzfläche 
pro Grundstück multipliziert mit dem individuellen Verkehrswert und dem Abga-
besatz. Die Summe beider Berechnungen ergäbe die Vorteilsabgabe. 

Allerdings zeigt ein Blick auf die Flächenberechnung (Vi-act. 2), dass die Be-
rechnung des Bezirksrates der Beschwerdeführerin offenkundig nicht zum Nach-
teil gereicht: Der weitaus grössere Teil des Neubaus erfolgt auf KTN xxxx, woge-
gen der weitaus grössere Teil der abzuziehenden altrechtlichen Nutzfläche auf 
KTN yyyy liegt. Würde nun eine separate Berechnung pro Grundstück erfolgen, 
würde nur ein äusserst geringer Teil der letztlich anrechenbaren Nutzfläche mit 
dem tieferen Verkehrswert berechnet und der weitaus grössere Teil mit dem 
höheren Verkehrswert, was in der Summe zu einer höheren Vorteilsabgabe als 
gemäss Antrag des Bezirksrates führen würde. Daran würde auch nichts ändern, 
wenn die Rückbau- und Sanierungskosten nur für die Verkehrswertbestimmung 
von KTN yyyy berücksichtigt würde, was einen tieferen Verkehrswert ergäbe (wie 

8

von der Beschwerdeführerin ermittelt, vgl. oben E. 2.5). Selbst dies ergäbe eine 
höhere Vorteilsabgabe als vom Bezirksrat beantragt. 

Nachdem der Antrag des Bezirksrates das Ergebnis von Gesprächen zwischen 
den Parteien ist (vgl. VG-act. 24), kann vorliegend auch die Frage offenbleiben, 
ob die Aufwendungen für Rückbau und Altlastensanierung für den Verkehrswert 
der effektiv bebauten Nutzfläche zur Festsetzung der Vorteilsabgabe gemäss 
§ 58 StraG tatsächlich beachtlich sind oder nicht. 

Es besteht daher insgesamt keine Veranlassung, die Vorteilsabgabe nicht 
gemäss Antrag des Bezirksrates vom 2. November 2023 auf neu Fr. 69'998 fest-
zusetzen.

4. Damit erweist sich die Beschwerde insoweit als begründet, als die Vorteils-
abgabe von Fr. 73'132.50 auf neu Fr. 69'998 festgesetzt wird.

5.1 Die Kosten für den Erlass eines Entscheides werden in der Regel der un-
terliegenden Partei überbunden (§ 72 Abs. 2 Verwaltungsrechtspflegegesetz 
[VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Die obsiegende Partei kommt für die Kos-
ten auf, die sie durch ein pflichtwidriges Verhalten im Verfahren verursacht hat 
(§ 72 Abs. 3 VRP). 

5.2 Die Beschwerdeführerin beantragte mit Beschwerde vom 13. Juli 2022 zum 
einen die neuerliche Überprüfung des Verkehrswertes und zum andern die 
Berücksichtigung der Abparzellierung von 601m2 ab KTN yyyy. 

Die Abparzellierung hat höchstens Bedeutung für die Ermittlung des Verkehrs-
wertes (wie ihn die Vorinstanz berechnet hat, vgl. oben E. 2.6), nicht jedoch für 
die Bestimmung der Vorteilsabgabe, da diese nicht auf der Grundstücksfläche 
basiert, sondern der effektiv bebauten Nutzfläche (vgl. § 58 Abs. 3 lit.  b StraG; 
oben E. 1.1). Der Wegfall einer Fläche von 601m2 ist ohne Bedeutung für die 
Nutzfläche und beeinflusst die Vorteilsabgabe damit nicht.

Für die Vorteilsabgabe gemäss angefochtener Verfügung stützte sich die Vor-
instanz auf die Verkehrswertschätzung der Güterschatzungskommission vom 
24. August 2021 ab (Vi-act. 9). Diese wurde der Beschwerdeführerin in Ge-
währung des rechtlichen Gehörs betreffend Ermittlung der Vorteilsabgabe mit 
Schreiben vom 6. Mai 2022 eröffnet (vgl. betreffend Gewährung des rechtlichen 
Gehörs im Zusammenhang mit der Vorteilsabgabe EGV-SZ 2002 B. 5.1). Die 
Beschwerdeführerin erhielt die Möglichkeit, sich innert 14 Tagen zu den darge-
legten Berechnungsgrundlagen, mithin auch zum Verkehrswert zu äussern (vgl. 
Vi-act. 5). Weder aus den Akten der Vorinstanz noch jenen der Beschwerdefüh-
rerin ergibt sich, dass sie von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht hätte. Auch 

9

beschwerdeweise trägt sie nicht vor, gegen die Berechnungsgrundlagen der Vor-
teilsabgabe, namentlich den verwendeten Verkehrswert, bereits im Rahmen des 
rechtlichen Gehörs opponiert zu haben. Es sind keinerlei Gründe ersichtlich, 
weshalb sie die nun vorgetragenen (und berücksichtigten) Gründe nicht bereits 
damals hätte vorbringen können.

Indem die Beschwerdeführerin auf die Forderung der Neubeurteilung des Ver-
kehrswertes im Rahmen des ihr gewährten rechtlichen Gehörs verzichtet hatte 
und dies ins Beschwerdeverfahren verschob, hat sie selbst dieses Verfahren und 
dadurch die damit unnötigerweise entstandenen Kosten verursacht. Es rechtfer-
tigt sich daher, die auf Fr. 800 festzusetzenden Verfahrenskosten gestützt auf 
§ 72 Abs. 3 VRP der Beschwerdeführerin zu auferlegen.

5.3 Da die Beschwerdeführerin nicht anwaltschaftlich vertreten ist, hat sie oh-
nehin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (§ 74 VRP).

10

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Bezirksratsbeschluss Nr. 292 vom 
22. Juni 2022, Dispositiv-Ziff. 1, dahingehend geändert, dass die Vorteils-
abgabe infolge Erschliessung ab Bezirksstrasse, Neubau Werkhalle 
KTN xxxx und KTN yyyy, auf neu Fr. 69'998 festgesetzt wird.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800 (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Baraus-
lagen) werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 29. Juli 2022 
einen Kostenvorschuss in dieser Höhe geleistet, womit die Rechnung aus-
geglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- und den Regierungsrat des Kantons Schwyz (2/A).

Schwyz, 19. Januar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. Januar 2024