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**Case Identifier:** b004c457-d517-5133-b1d7-e95426af3281
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 17.12.2021 510 21 42 (510 2021 42)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-21-42_2021-12-17.pdf

## Full Text

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Urteil vom 17. Dezember 2021 (510 21 42) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Verdeckte Gewinnausschüttung / Geschäftsmässige Begründetheit bei Liegenschafts-

kosten 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter S. Schmid (Ref.), 
P. Salathe, M. Zeller, M. Angehrn, Gerichtsschreiber D. Kambanas  
 
 

Parteien A.B.____ und B.B.____, vertreten durch Ludwig + Partner AG, Dr. Hu-
bertus Ludwig, Advokat, St. Alban-Vorstadt 110, 4010 Basel, 
 
 Rekurrenten 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2014 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2014 vom 21. April 2016 setzte die Steuerverwal-

tung das im Kanton Basel-Landschaft steuerbare Einkommen auf Fr. 428'159.-- sowie das 

satzbestimmende Einkommen der Pflichtigen auf Fr. 214‘079.-- und den Steuerbetrag auf 

Fr. 61‘734.-- fest. Das steuerbare Vermögen und das satzbestimmende Vermögen veranlagte 

sie mit Fr. 545‘750.--, was einen Steuerbetrag von Fr. 2‘013.80 ergab. Unter anderem wies sie 

Einnahmen aus Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in Höhe von Fr. 26‘703.-- nicht den dekla-

rierten übrigen Einkünften, sondern dem Einkommen aus selbständigem Nebenerwerb zu. 

 

 

B. 

Mit Eingabe vom 20. Mai 2016 erhob der Pflichtige Einsprache und begehrte sinngemäss, es 

handle sich bei den Einnahmen aus den PV-Anlagen nicht um Einkommen aus selbständiger 

Nebenerwerbstätigkeit. Zur Begründung führte er aus, dass bei der Ansetzung der KEV Tarife 

mit Lohnabzügen kalkuliert werde und somit der Tarif zu gering wäre. Bei anderen Personen 

seien die Einnahmen aus PV-Anlagen nicht zum Einkommen hinzugerechnet worden, bei ihm 

aber schon. Zudem sei er der Meinung, dass man für Fr. 1.-- Stromeinkommen egal wie, wer, 

wo und wieviel, gleichbehandelt werden müsse. 

 

Mit Entscheid vom 25. Mai 2021 wies die Steuerverwaltung die Einsprache betreffend die 

Staatssteuer 2014 ab und erhöhte im Rahmen einer reformatio in peius das steuerbare Ein-

kommen von Fr. 428‘159.-- auf Fr. 943‘851.-- und das Reinvermögen von Fr. 545‘750.-- auf 

Fr. 1‘726’730.--. Im Zuge der Revision bei der C.____GmbH und der D.____AG, bei welcher 

der Pflichtige je zur Hälfte beteiligt sind, konnte ermittelt werden, dass der Pflichtige mit einer 

weiteren Person sieben PV-Anlagen auf eigenen sowie angemieteten Dachflächen betreiben 

würden: E.____, T.____weg 42 (Betrieb auf eigenem Dach), F.____, U.____weg 12 (Betrieb 

auf eigenem Dach), E.____, V.____strasse 22f (Betrieb auf fremdem Dach), E.____, 

W.____strasse 37 (Betrieb auf eigenem Dach), G.____, X.____ 9 (Betrieb auf fremdem Dach), 

H.____, Y.____strasse 30 (Betrieb auf fremdem Dach) und F.____, U.____weg 14 (Betrieb auf 

eigenem Dach). Dabei würden sie auf eigene Rechnung handeln, als einfache Gesellschaft 

auftreten und mit der Anmietung von Dachflächen eine Gewinnabsicht verfolgen. Im Jahr 2014 

hätten die PV-Anlagen auf angemieteten Dachflächen einen Gewinn von Fr. 23‘547.-- erzielt, 

wobei die Hälfte dem Pflichtigen anzurechnen sei. Folglich reduziere sich das Einkommen aus 

selbständigem Nebenerwerb von Fr. 26‘703.-- auf Fr. 11‘773.--. Nach dem Gesagten seien 

deshalb nachstehende PV-Anlagen auf fremden Dächern als Geschäftsvermögen zu qualifizie-

ren: X.____ 9, G.____, Y.____strasse 30, H.____ und V.____strasse 22f, E.____. Demzufolge 

würden sich die Geschäftsaktiven des Pflichtigen von Fr. 132‘750.-- auf Fr. 345‘900.-- erhöhen. 

Diese Anlagen seien zudem als Betriebsstätten anzusehen und folglich sei deren Ertrag an den 

Ort der gelegenen Sache auszuscheiden. Zu den Details werde auf den (umfassenden) Revisi-

onsbericht vom 26. März 2021 (Ziff. 3.3.1 - 3.3.3) verwiesen. 

Im Rahmen der Untersuchungspflicht habe durch den Geschäftsbereich Revisorat eine Über-

prüfung der C.____GmbH, der D.____AG und der Steuerfaktoren des Pflichtigen stattgefunden. 

Nach Abschluss dieser Prüfung seien die Ergebnisse im Revisionsbericht vom 26. März 2021 

 
 
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festgehalten worden, welcher Grundlage für die nachfolgenden Korrekturen sei. Die Steuerver-

waltung erachte den Revisionsbericht zudem als Voranzeige betreffend die Schlechterstellung 

im Rahmen des Einspracheentscheides (reformatio in peius). Da der Pflichtige und seine Ver-

treterin im Rahmen der Revision zur Vernehmlassung eingeladen worden sei, erachte sie die 

Bedingung der Gewährung des rechtlichen Gehörs im Veranlagungsverfahren als erfüllt. 

Hinzu komme, dass der Pflichtige zwischen 2008 bis 2013 Geld ab einem nichtdeklarierten 

Konto der C.____GmbH bezogen habe. Aufgrund diverser Schätzungen im Revisionsbericht 

vom 26. März 2021 sei man zur Annahme gelangt, der Schwarzgeldbestand habe im Jahr 2009 

rund Fr. 1‘270‘000.-- betragen und durch zusätzlichen Privatverbrauch sei dieser bis ins Jahr 

2018 auf Fr. 0.-- gesunken. Für das fragliche Jahr 2014 resultiere ein Bestand von  

Fr. 760‘000.--, weswegen sich das Barvermögen um diesen Fehlbetrag erhöhe. 

Schliesslich seien Erträge aus qualifizierten Beteiligungen im Umfang von Fr. 621‘094.-- als 

geldwerte Leistungen aufzurechnen. Die Aufrechnungen würden die Lieferung und Montage 

von PV-Anlagen auf den Liegenschaften in E.____, T.____weg 42 (Fr. 35‘350.--), G.____, 

X.____ 9 (Fr. 156‘250.--), H.____, Y.____strasse 30 (Fr. 80‘600.--), E.____, V.____strasse 22f 

(Fr. 12‘000.--) und F.____, U.____weg 14 (Fr. 85‘750.--) betreffen. Die Aufrechnungen umfas-

sen zudem nicht verbuchte Umsätze WIR (Fr. 1'175.--), private Liegenschaftskosten diverser 

Liegenschaften (Fr. 92'984.--), Pauschalspesen (Fr. 1'500.--), Kosten geschäftsmässig nicht 

begründeter Fahrzeuge (Fr. 136.--), Privatanteil Fahrzeug (Fr. 430.--), I.____AG (Fr. 7'407.--) 

und die J.____GmbH (Fr. 17'685.--). Daneben seien nicht gerechtfertigte private Liegenschafts-

kosten in Höhe von Fr. 129‘827.-- angefallen (vgl. Revisionsbericht vom 26. März 2021, Ziff. 

3.1.3.4). 

 

 

C. 

Dagegen erhebt die Vertreterin, Ludwig + Partner AG, Rekurs und begehrt, (1) es sei der Ein-

spracheentscheid der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft vom 25. Mai 2021 be-

treffend Staatssteuer 2014 aufzuheben und es sei auf die Aufrechnung beim steuerbaren Ein-

kommen im Umfang von Fr. 387'138.-- zu verzichten, (2) zusätzlich sei bei den Aufrechnungen 

beim Reinvermögen der Betrag von Fr. 760'000.-- in Abzug zu bringen, (3) es sei die Aufrech-

nung der Geschäftsaktiven nach Erwägung 1.4 im Einspracheentscheid auf Grundlage der Er-

wägungen in vorliegendem Rekurs (Kapital 2.4) neu zu bestimmen und der überhöhte Betrag 

der errechneten Geschäftsaktiven von den Aufrechnungen beim Reinvermögen in Abzug zu 

bringen und (4) unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWST) zu Lasten der Vorinstanz. 

Weiter stellt sie die Verfahrensanträge, (1) es sei das Verfahren bis auf Weiteres zu sistieren, 

(2) es seien sämtliche Akten und Veranlagungsunterlagen der Vorinstanz von Amtes wegen 

beizuziehen. Zudem seien die im Rekurs jeweils angegebenen Akten betreffend Einsprachever-

fahren der C.____GmbH gegen die «Nachsteuern und Bussenverfügungen zur Staats- und 

Gemeindesteuer und Bundessteuer 2009 bis 2016 beide datierend vom 11. Dezember 2020» 

von Amtes wegen bei der Vorinstanz zu editieren und (3) den Rekurrenten sei Gelegenheit ein-

zuräumen bei Voranschreiten des derzeit rechtshängigen Einspracheverfahrens gegen die 

„Nachsteuern und Bussenverfügungen zur Staats- und Gemeindesteuer und Bundessteuer 

2009 bis 2016 beide datierend vom 11. Dezember 2020“ Ergänzungen einzureichen. 

Ein überwiegender Teil der angefochtenen Aufrechnungen resultiere aus bestrittenen geldwer-

ten Leistungen der C.____GmbH an den Rekurrenten. In diesem Zusammenhang sei ein Ein-

 
 
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spracheverfahren gegen die Nachsteuern und Bussenverfügungen rechtshängig, in welchem 

dieselben Positionen zur Diskussion stehen würden. Es wäre deshalb zweckmässig, das vorlie-

gende Verfahren zumindest bis zum Vorliegen des Einspracheentscheids zu sistieren. Ausser-

dem werde mit vorliegendem Rekurs auf einige Beweismittel verwiesen, welche im Rahmen der 

Überprüfung der Geschäftsbücher der C.____GmbH sowie der darauffolgenden Nach- und 

Strafsteuerverfahren entstanden seien. Würden sich diese Dokumente nicht bei den Vorakten 

befinden, offeriere die Vertreterin sie in elektronischer Form einzureichen. 

Betreffend den Ertrag aus qualifizierter Beteiligung gehe es zunächst um vier PV-Anlagen, wel-

che der Rekurrent und K.____ als Aktionäre der C.____GmbH sowie L.____ als Angestellter 

der Gesellschaft für sich privat erstellt hätten. Die C.____GmbH habe lediglich die Module samt 

Zubehör bestellt und den Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Zur Wertbestimmung der in-

stallierten Anlagen habe die Vorinstanz die Stückpreise im Bereich von Fr. 680.-- bis Fr. 850.-- 

geschätzt. Jedoch gebe es bei PV-Anlagen diverse Unterschiede in Bezug auf die verwendeten 

Solarmodule (Leistungsfähigkeit, Effizienz und Montagevorrichtungen). In der Zwischenzeit ha-

be die C.____GmbH die effektiven Modulkosten belegt. Die jeweils verbauten Module würden 

allesamt eine maximale Leistung von 250 Watt liefern und der Marktpreis für solche Module 

läge bei rund Fr. 150.--. Für die administrativen Umtriebe werde der C.____GmbH eine Marge 

von 5 % des Wertes zugestanden, was von der Höhe her mehr als angemessen erscheine. Sei-

tens der C.____GmbH und der Begünstigten sei aber nicht darauf beharrt worden, bloss auf die 

tatsächlich viel tieferen Modulkosten abzustellen, sondern es sei zugestanden und belegt wor-

den, dass auch Montagematerial notwendig gewesen sei, um die PV-Anlagen zu errichten. 

Auch auf dem Montagematerial sei der C.____GmbH eine Marge von 5 % des Wertes zuge-

standen worden. Die Errichtung der PV-Anlagen hätten der Rekurrent, K.____ sowie L.____ in 

Eigenregie vorgenommen, weshalb keine Installationsarbeiten für die Errichtung der PV-

Anlagen aufgelistet worden seien. Anfangs sei die C.____GmbH in der Lüftungstechnik tätig 

gewesen. Erst durch diese privat errichteten Anlagen habe sie die Kenntnisse erwerben kön-

nen, um solche Anlagen künftig auch geschäftlich anzubieten. Beim durchgeführten Marktpreis-

vergleich verkenne die Vorinstanz, dass bei Drittkunden nebst zusätzlich zu verrechnenden 

Montagekosten auch viel teurere und leistungsfähigere Module, auf dem neuesten Stand der 

Technik verbaut worden seien. Der Rekurrent und K.____ hätten für ihre Anlagen möglichst 

günstige Varianten verbaut. Infolge der wesentlich zu hoch gewerteten Kosten für die PV-

Anlagen sei bei den Rekurrenten auf Aufrechnungen als geldwerte Leistungen im Umfang von 

Fr. 257‘311.-- zu verzichten. Die übermässigen Aufrechnungen hätten sich aufgrund der PV-

Anlagen der Liegenschaften X.____ 9, G.____ in Höhe von Fr. 106'837.--, Y.____strasse 30, 

H.____ in Höhe von Fr. 75'695.--, V.____strasse 22f, E.____ in Höhe von Fr. 12'000.-- und 

U.____weg 14, F.____ in Höhe von Fr. 62'779.-- ergeben. 

Die Vorinstanz wolle die von der C.____GmbH übernommenen Umbau- und Nebenkosten am 

U.____weg 14, F.____ im Umfang von 50 % resp. Fr. 129‘827.-- den Rekurrenten als geldwerte 

Leistungen aufrechnen, was vollumfänglich bestritten werde. Die Liegenschaft befinde sich im 

Gesamteigentum des Rekurrenten und K.____. Die C.____GmbH habe sich seit 2004 in dieser 

Rohbauliegenschaft eingemietet und dafür einen Mietzins von monatlich  

Fr. 5‘600.-- bezahlt. Nach dem Umbau im Jahr 2014 hätten 670 m2 Nutzfläche zur Verfügung 

gestanden. Aufgrund der äusserst tiefen Mietkosten sei vereinbart worden, dass sämtliche Kos-

ten (Nutzbarmachung aber auch Versicherungsprämien) von der C.____GmbH zu bezahlen 

seien. Um dem steigenden Platzbedarf der C.____GmbH Rechnung zu tragen, sei der Mieter-

 
 
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ausbau oftmals in Eigenregie und über mehrere Jahre verteilt erfolgt. Aufgrund des Giebel-

dachs sei eine grössere Fläche zu tief bedacht und nicht nutzbar gewesen. Auch der Innenaus-

bau habe eine betrieblich sinnvolle Nutzung nicht zugelassen und mit dem Umbau habe die 

neugeschaffene Etage mit 200 m2 als Bürofläche genutzt werden können. Folglich sei erstellt, 

dass die C.____GmbH nicht nur die Kosten der Nutzbarmachung, sondern auch deren Nutzen 

getragen habe. Dem Argument der Steuerverwaltung, Um- und Einbauten in gemieteten Räum-

lichkeiten seien als nichtaktivierfähig zu betrachten, könne nicht gefolgt werden. In Anbetracht 

des zusätzlichen Flächenbedarfs und der schlechten Lichtverhältnisse sei der Eingriff in die 

Gebäudehülle notwendig gewesen. Zudem handle es sich bei der von der Steuerverwaltung 

zitierten Einordnung um einen Leitfaden des Kantons M.____. Dieser sei aber weder ein ver-

bindliches Gesetz, noch sei er für den Kanton Basel-Landschaft massgebend. Daneben würde 

der Mietzins für derart grosse Gewerbeflächen mit Fr. 8.35 pro m2 im Monat weit unter dem 

Marktüblichen liegen. Dass sämtliche Nebenkosten von der Rohbaumieterin übernommen wor-

den seien, sei vertraglich zulässig und aufgrund des äusserst günstigen Mietzinses für die Nutz-

fläche von 670 m2 auch nicht zu beanstanden. 

Die im Jahr 2014 noch vorhandenen Barmittel in Höhe von Fr. 760‘000.-- müssten von der Vo-

rinstanz bewiesen werden, da es sich um eine steuerbegründende Tatsache handle. Tatsäch-

lich hätten die Rekurrenten das Bargeld bereits vor dem Jahr 2014 gänzlich verbraucht. Daher 

sei auf eine Aufrechnung von Fr. 760‘000.-- beim Barvermögen zu verzichten. 

Ausgehend von den zu hoch bewerteten Anlagekosten im Einspracheentscheid von gesamthaft 

Fr. 497‘700.-- sei auch die Berechnungsbasis für die Aufrechnungen bei den Geschäftsaktiven 

der Rekurrenten (von Fr. 132‘750.-- auf Fr. 345‘900.--) zu hoch ausgefallen. Die zu hoch bewer-

teten Anlagekosten seien, da es sich um zwei Gesellschafter handelt, jeweils um den doppelten 

Betrag der zuvor ermittelten zu hohen Aufrechnungen betreffend G.____, X.____ 9 

(Fr. 106‘837.--), H.____, Y.____strasse 30 (Fr. 75‘695.--) und E.____, V.____strasse 22f 

(Fr. 12‘000.--) zu reduzieren. Somit seien lediglich Aufrechnungen für die Anlagekosten von 

Fr. 108‘636.-- angebracht und die Aufrechnungen der Geschäftsaktiven seien auf dieser Grund-

lage neu zu bestimmen, wodurch sich die Höhe der Aufrechnungen beim Privatvermögen der 

Rekurrenten reduziere. 

 

Der Präsident des Steuergerichts weist mit Verfügung vom 6. Oktober 2021 die im Rekurs vom 

25. Juni 2021 gestellten Verfahrensanträge bezüglich Sistierung und Beizug der Verfahrensak-

ten der C.____GmbH ab. Den Rekurrenten stehe es jederzeit frei, Unterlagen, welche sich in 

dieser Sache bereits in ihrem Besitz befinden und aus welchen sie etwas zu ihren Gunsten ab-

leiten, beim Steuergericht einzureichen. 

 

Mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung des 

Rekurses unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Rekurrenten. Ausgangspunkt 

für die bei den Rekurrenten vorgenommenen Aufrechnungen bilde die Buchprüfung bei der 

C.____GmbH. An dieser sei der Rekurrent als Gesellschafter zur Hälfte beteiligt und deren Ge-

schäfte führe er als Vorsitzender. lm Rahmen der vorgenannten Buchprüfung habe sich gezeigt, 

dass die C.____GmbH für verschiedene Liegenschaften PV-Anlagen geliefert und die damit 

verbundenen Montagen vorgenommen habe. Für die von ihr erbrachten Leistungen aus Liefe-

rung und Montage der PV-Anlagen seien keine Rechnungen gestellt und somit nicht oder nur 

ungenügend, d.h. nicht marktkonform abgegolten worden. Die angenommenen Preise von bis 

 
 
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zu Fr. 850.-- seien nicht zu beanstanden, denn sie würden auf Rechnungen basieren, welche 

die C.____GmbH an Dritte und an Nahestehende gestellt habe. Es handle sich somit um 

marktkonforme Aufrechnungen. Insbesondere fehle auch der Nachweis, dass die günstigsten 

Solarmodule nur für die «eigenen» Anlagen verbaut worden sein sollen. Dies gelte umso mehr, 

als dass die zuständige Revisorin die C.____GmbH mehrfach aufgefordert habe, Kalkulations-

details, Berechnungsgrundlagen und Bruttogewinnmargen im Allgemeinen sowie (im Speziel-

len) in Bezug auf die oben aufgeführten Rechnungen offenzulegen. Leider sei die C.____GmbH 

bzw. der Rekurrent selbst dieser Aufforderung und damit der im Steuerrecht gebotenen Mitwir-

kungspflicht nicht nachgekommen. Auch die Behauptung, dass die Montage durch den Rekur-

renten, K.____ und L.____ in deren Freizeit erfolgt und deshalb kein Betrag eingesetzt worden 

sei, erscheine völlig widersprüchlich. Die Vertreterin habe noch mit Schreiben vom 11. Januar 

2021 im Zusammenhang mit den aufgerechneten Pauschalspesen moniert, dass die betroffe-

nen Personen von 7 Uhr morgens bis spät in die Nacht und auch an den Wochenenden arbei-

ten würden. Wie da eine Montage der Solarmodule in der Freizeit überhaupt noch möglich sein 

solle, erschliesse sich dem Leser deshalb nicht. Im Übrigen hätten sich die vorgenommenen 

Aufrechnungen durch das Revisorat auf Fr. 192‘500.-- belaufen. Die Basellandschaftliche Ge-

bäudeversicherung (BGV) habe die PV-Anlagen mit Fr. 200'000.-- eingeschätzt. Im Ergebnis 

zeige sich, dass die seitens Revisorats vorgenommenen Aufrechnungen «den Nagel somit 

ziemlich genau auf den Kopf getroffen hätten». 

Unter dem Titel der geldwerten Leistungen betreffend die Umbauten am U.____weg 14, F.____ 

erscheine es äusserst fragwürdig, dass die C.____GmbH 15 Jahre mit den Innenausbauten 

zugewartet habe. Unabhängig davon würden die vorgenommenen Arbeiten den Umfang der für 

Rohbauten typischen Mietereinbauten sprengen. So seien zusätzliche Fenster eingebaut, das 

Giebeldach in ein Pultdach umgebaut und darauf eine (weitere) PV-Anlage installiert worden. 

Letztlich sei es dem Rekurrenten und K.____ als Gesamteigentümer der Liegenschaft darum 

gegangen, die mit dem Liegenschaftsumbau und den Installationen der Solaranlage verbunde-

nen Kosten nicht privat tragen zu müssen, sondern diese allein der C.____GmbH zu belasten. 

Entgegen der herkömmlichen Verbuchungspraxis, habe die Gesellschaft sämtliche Um- und 

Ausbaukosten direkt über den Materialeinkauf der Erfolgsrechnung belastet. Würde es sich tat-

sächlich um Mieteinbauten handeln, so wären diese bekanntlich in der Gesellschaft zu bilanzie-

ren und in den Folgejahren abzuschreiben. Aber der damit verbundene Stromverkauf bzw. die 

daraus resultierenden Erträge (Einspeisevergütungen) seien durch die Privatpersonen verein-

nahmt worden. Da es sich um Ein- und Umbauten handeln würde, die grundlegend in die Ge-

bäudestruktur eingreifen und letztlich in keinem ersichtlichen Zusammenhang mit der betriebli-

chen Tätigkeit der C.____GmbH stehen würden, werde an den Aufrechnungen vollumfänglich 

festgehalten. 

Hinsichtlich der aufgerechneten Barmittel in Höhe von Fr. 760‘000.-- gelte es nachfolgende Her-

leitung miteinzubeziehen. Das Vermögen habe 2014 netto um knapp Fr. 1'100'000.-- zuge-

nommen. Diesem Betrag stehe ein Einkommensüberschuss von lediglich knapp Fr. 670'000.-- 

gegenüber. Dieser setze sich zusammen aus Einkünften von rund Fr. 1'280'000.-- und Ausga-

ben von gerundet Fr. 612'000.--. Es bestehe somit ein «Manko» von Fr. 430'000.--. Dies lasse 

den Schluss zu, dass im Jahr 2014 versucht worden sei, das Schwarzgeld sozusagen «peu à 

peu» und damit «weiss» wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf zu bringen. Es sei davon 

auszugehen, dass neben den in der Vermögens-/Einkommensrechnung bereits berücksichtig-

ten Ausgaben jeweils pro Jahr ungefähr weitere Fr. 100‘000.-- bis Fr. 110‘000.-- anfielen. Damit 

 
 
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sei im Jahr 2014 mutmasslich Schwarzgeld von Fr. 540‘000.-- (= Fr. 430‘000.-- + Fr. 110‘000.--) 

verwendet worden. Der Bestand des Schwarzgeldes werde Ende 2013 auf Fr. 1‘300‘000.-- ge-

schätzt. Somit belaufe sich der Restbestand per Ende 2014 noch auf Fr. 760‘000.--. 

 

In der vom 8. Dezember 2021 datierenden Ergänzung zum Rekurs führt der Vertreter im We-

sentlichen aus, dass die Module von der C.____GmbH nur eingekauft worden seien und es sich 

bezüglich der im vorliegenden Rekursverfahren aufgeführten Photovoltaikanlagen nicht um ei-

nen Gesamtauftrag «Erstellen einer Photovoltaikanlage» an die C.____GmbH handle. Die 

Steuerverwaltung habe bei ihren Drittvergleichen auf Offerten zurückgegriffen, in denen eine 

Gesamtleistung zur Diskussion gestanden habe, während bei den hier zur Diskussion stehen-

den privat errichteten Photovoltaikanlagen es sich durchgehend um einfache Dachkonstruktio-

nen handle. Demgegenüber seien die Vergleichsanlagen überwiegend auf Giebeldächern an-

gebracht worden, was nebst einem Baugerüst auch aufwendige Installationen bedinge und 

demzufolge einen viel höheren Arbeits- und Kostenaufwand verursacht habe. Abgesehen da-

von, dass die ersten Bestellungen durch die C.____GmbH ausgeführt worden seien (Material-

einkauf), was einen vernachlässigbaren Aufwand verursacht habe, sei keinerlei Leistung durch 

die weiteren Mitarbeiter erbracht, weshalb der C.____GmbH auch keine Arbeitsleistung zu ent-

schädigen sei. Dennoch sei auf den Panels und auf dem Montagematerial eine Marge von 5 % 

zugestanden worden. Um die relativ einfache und schnelle Montage auf einfachen Dachkon-

struktionen zu verdeutlichen, sei von der C.____GmbH ein Zeitraffervideo erstellt worden, wel-

ches aufzeige wie die Installation von 16 Panels innert 34 Minuten vollzogen werden könne, 

was eine Montagezeit von 2 Minuten pro Panel ergebe.  

Bezüglich der Liegenschaftskosten «U.____weg 14» sei unbestritten, dass kein schriftlicher 

Mietvertrag bezüglich der Grundmiete (ohne Dachgeschoss) bestehe und damit auch keine 

schriftlichen Ausführungen zum Ausbau gemacht worden seien. Es sei ebenfalls unbestritten, 

dass die Miete seit Anbeginn des Mietverhältnisses monatlich Fr. 5'600.-- betrage, wobei über 

die ganze Mietperiode eine Rohbaumiete vorgelegen habe. Der Mieterausbau «Dachgeschoss» 

sei dementsprechend nicht anders anzusehen, als das Mietverhältnis, welches die 

C.____GmbH ursprünglich mit der N.____AG eingegangen sei: Dieses umfasse seit Anbeginn 

die ganze Parzelle xx, GB F.____, mit einer Fläche von 2'100 m2 sowie Büroräumlichkeiten von 

ursprünglich 470 m2 Fläche. Das Grundstück werde vollständig betrieblich genutzt. Der verein-

barte Mietzins sei sehr günstig. Im Übrigen habe es sich auch dort um eine Rohbaumiete ge-

handelt, denn der ganze dort getätigte Ausbau sei zu Lasten der C.____GmbH gegangen und 

hätte bei Beendigung des Mietverhältnisses wieder entfernt werden müssen. Ausschlaggebend 

sei vorliegend, dass der Mietzins bereits ursprünglich sehr tief gewesen sei und sich auch nach 

dem Umbau der Liegenschaft nicht erhöht habe. Der Ausbau des Dachstocks am U.____weg 

14 habe Fr. 350'000.-- gekostet. Werde dieser Betrag auf ein Mietverhältnis übertragen, würde 

dies einen kalkulatorischen Mietzins von monatlich zusätzlich Fr. 3'500.-- bis Fr. 4'000.-- auslö-

sen. Die C.____GmbH habe bislang keinen Mietzins bezahlen müssen und habe das Dachge-

schoss über als sieben Jahre genutzt und dafür eine Investition von Fr. 350'000.-- übernom-

men. Aus dem Umstand, dass sich die C.____GmbH dafür entschieden habe, die Investition zu 

Übernehmen und dafür der bereits günstige Mietpreis erhalten geblieben sei, könne kein Miss-

verhältnis erblickt werden. Aufgrund der vorliegenden Umstände sei keine geldwerte Leistung 

ersichtlich und es müsse vielmehr auf ein konkludentes Rohmietverhältnis geschlossen werden. 

Dass die entstandenen Kosten von der C.____GmbH steuerlich nicht aktiviert worden seien, sei 

 
 
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zwar falsch, begründe aber auch keine geldwerte Leistung und hänge mit der sichtlichen Über-

forderung der anderen Gesellschafter zusammen, welche von Beruf Lüftungstechniker seien.  

 

Die Steuerverwaltung führt in Ihrer Stellungnahme vom 14. Dezember 2021 unter anderem aus, 

dass der von der Steuerverwaltung vorgenommene Drittvergleich auf Rechnungen basiere, 

welche in den «Debitoren»-Ordnern der C.____GmbH abgelegt gewesen seien. Damit bildeten 

die von der zuständigen Revisorin vorgefundene Rechnungen Grundlage für den Drittvergleich. 

Demgemäss sei die Vergleichsgrundlage gegeben. 

Zudem seien die Vergleichsanlagen nicht auf Giebeldächern angebracht worden, was eine auf-

wendigere Installation bedingt hätte. So sei beispielsweise die Vergleichsanlage an der 

Z.____strasse 18 in O.____ alles andere als ein Giebeldach. Nichtsdestotrotz seien auch für 

diese Anlage Fr. 220'500.-- fakturiert worden, was bei einer verbauten Anzahl von 228 Solar-

modulen einen Stückpreis von Fr. 967.-- ergebe. Entsprechend zeige sich, dass die im Rahmen 

der steuerlichen Aufrechnungen für die Solarmodule angenommenen Preise von bis zu 

Fr. 850.-- nicht zu beanstanden seien. Schliesslich sei auch die Behauptung der Vertreterin, 

dass es sich bei den privat errichteten Photovoltaikanlagen um durchgehend einfache Dach-

konstruktionen handeln würde, falsch, was beispielsweise ein Blick auf die privat gehaltenen 

Liegenschaften U.____weg 12 und U.____weg 14, F.____, zeige. 

Die Vertreterin sei nicht in der Lage nachzuweisen, wo und welche Solarpanels tatsächlich ver-

baut worden seien. Die Behauptung, die Herren P.____, K.____ und L.____ hätten für «ihre 

Anlagen» möglichst günstige Varianten gewählt, stimme nachweislich nicht. Stellvertretend 

könne auf die vermeintliche Kostenzusammenstellung für die Photovoltaikanlage an der 

V.____strasse 22f in E.____ verwiesen werden, worin die Vertreterin unter Verweis auf die 

Rechnung vom 27. September 2013 der in China ansässigen Q.____Co. Kosten für die Solar-

panels von Fr. 143.30 pro Stück, mithin Fr. 13’183.60 geltend mache. Allerdings zeigten die 

Dokumente der im Rahmen der Revision ebenfalls involvierten Abteilung Strafsachen und Un-

tersuchungen (ASU) der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), dass nicht diese günsti-

gen, sondern wesentlich teurere Panels des Typs «Sunpower SPR327 (327 Wp)» mit einem 

Stückpreis von Fr. 491.10) verbaut worden seien. Diese seien denn auch nicht in China, son-

dern in der Schweiz bei der Firma R.____GmbH bezogen worden. lm Ergebnis gelte somit, 

dass die Vertreterin nicht habe nachzuweisen können, wo und welche Solarpanels verbaut 

worden seien. Die Behauptung, dass für die eigenen Anlagen möglichst günstige Varianten 

verwendet wurden, sei schlichtweg falsch. Entsprechend haben die Rekurrenten auch die Fol-

gen der Beweislosigkeit zu tragen. 

 

An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen und Vorbringen fest. 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1.  

Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und 

Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses 

zuständig. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

 
 
Seite 9   

vorliegenden Fall Fr. 10'000.-- pro Steuerjahr übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen 

und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stel-

lenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten. 

 

 

2. 

Im vorliegenden Fall gilt es zu prüfen, ob die Aufrechnung von geldwerten Leistungen für gelie-

ferte und montierte PV-Anlagen in Höhe von Fr. 334’600.-- von der Steuerverwaltung zu Recht 

vorgenommen wurde, ob die Liegenschaftskosten am U.____weg 14 in F.____ in Höhe von 

rund Fr. 129’827.-- steuerlich berücksichtigt werden können und schliesslich, ob das Barvermö-

gen in Höhe von Fr. 760'000.-- zu Recht aufgerechnet wurde. 

 

 

3. 

3.1. Zum steuerbaren Einkommen gehören nach § 24 Abs. 1 lit. e StG insbesondere alle Ein-

künfte aus beweglichem Vermögen, namentlich Zinsen aus Guthaben, Dividenden und geldwer-

te Leistungen aus Beteiligungen aller Art (inkl. Gratisaktien und Gratisnennwerterhöhungen) 

unter Einschluss des über den Nennwert hinaus ausgeschütteten Liquidationserlöses, (…). 

 

Beteiligungserträge sind alle geldwerten Leistungen der Gesellschaft an die Inhaber der Beteili-

gungsrechte, welche in direktem Zusammenhang mit den Beteiligungsrechten stehen, d.h. ihren 

Grund in der Beteiligung selbst haben. Der Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen entspricht 

dem Betrag der Gewinnausschüttung ohne Berücksichtigung von Schuldzinsen oder weiteren 

Abzügen. Keine Einkünfte aus Beteiligungsrechten sind insbesondere Erträge, die bei der leis-

tenden Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft geschäftsmässig begründeten Aufwand dar-

stellen (vgl. Baselbieter Steuerbuch Band 1 - Beteiligungserträge, 34 Nr. 5). 

 

Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Aktien, Antei-

len an Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Genossenschaftsanteilen und Partizipations-

scheinen sind gemäss § 27quater Abs. 1 StG im Umfang von 60 % steuerbar, wenn diese Beteili-

gungsrechte mindestens 10 % des Grund- oder Stammkapitals einer Kapitalgesellschaft oder 

einer Genossenschaft darstellen. 

 

3.2. Sämtliche geldwerten Leistungen, die ein Anteilsinhaber - oder eine ihm nahestehende 

Person - aufgrund seiner Beteiligungsrechte an einer juristischen Person von dieser erhält und 

die nicht eine Rückzahlung des einbezahlten Kapitals sind, stellen steuerbaren Vermögenser-

trag dar. Dazu gehören neben den offenen Ausschüttungen von Dividenden und Liquidations-

gewinnen auch die so genannten verdeckten Gewinnausschüttungen wie übersetzte Saläre, 

Spesen, Vorzugspreise und Darlehenszinsen, die dem Aufwand der juristischen Person belas-

tet worden sind (FINDEISEN/THEILER, in: Nefzger/Simonek/Wenk, [Hrsg.], Kommentar zum Steu-

ergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, § 24 N 144). 

 

3.3. Zum steuerbaren Reingewinn gehören namentlich Zuwendungen der Gesellschaft an die 

Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Dritte, die einem Aussenstehenden nicht oder zumin-

dest nicht im gleichen Mass gewährt würden. Der Grundtatbestand solcher geldwerter Leistun-

 
 
Seite 10   

gen ist nach der Rechtsprechung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine 

oder keine gleichwertige Gegenleistung erhält, (b) der Aktionär direkt oder indirekt (z.B. über 

eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erhält, der einem Dritten un-

ter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, die Leistung also insofern ungewöhn-

lich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung für die Gesellschaftsorgane erkennbar war (BGE 

131 II 593 E. 5.1 S. 607; Urteile [BGer] 2C_272/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 3.1 und 3.2.1; 

2C_265/2009 vom 1. September 2009 E. 2.1, in: StR 64/2009 S. 915, mit Hinweisen; 

2C_414/2012 vom 19.11.2012, E. 3).  

 

Als geldwerte Vorteile aus Beteiligungen gelten dementsprechend alle durch Zahlung, Überwei-

sung, Gutschrift, Verrechnung oder auf andere Weise bewirkten in Geld messbaren Leistungen, 

die der Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte unter irgendeinem Titel aufgrund dieser 

Beteiligung von der Gesellschaft erhält und welche keine Rückzahlung der bestehenden Kapi-

talanteile darstellen. Dazu gehören insbesondere sog. verdeckte Gewinnausschüttungen, d.h. 

Zuwendungen der Gesellschaft, denen keine oder keine genügenden Gegenleistungen des 

Anteilsinhabers entsprechen und die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht 

oder nur in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden wären. Das ist mit einem Drittver-

gleich zu ergründen (sog. Prinzip des "dealing at arm's length"), bei dem alle konkreten Um-

stände des abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 138 II 57, E. 2.2).  

 

Die verdeckten Gewinnausschüttungen bzw. geldwerten Leistungen unterliegen der Gewinn-

steuer der Kapitalgesellschaft, der Einkommenssteuer beim Anteilsinhaber sowie der Verrech-

nungssteuer, die von Inländern zurückgefordert werden kann. Eine verdeckte Gewinnausschüt-

tung findet in erster Linie statt, wenn die Unternehmung Privataufwand (Lebenshaltungskosten) 

des Anteilsinhabers usw. aus eigenen Mitteln deckt und diesen als geschäftlichen Aufwand ver-

bucht oder wenn sie Geschäftsvermögen für Privatzwecke zur Verfügung stellt. Die häufigste 

Form der verdeckten Gewinnausschüttung besteht darin, dass die Kapitalunternehmung auf-

grund eines Rechtsgeschäfts (z.B. Arbeits-, Darlehens-, Mietvertrag usw.) an Anteilsinhaber 

oder nahestehende Personen zulasten eines Aufwandkontos Leistungen erbringt (z.B. Lohn, 

Zins), welche im Verhältnis zu der von ihnen erbrachten Gegenleistung offensichtlich übersetzt 

sind. Das ist dann der Fall, wenn die Leistung der Kapitalunternehmung höher ist als jene, die 

sie einem unbeteiligten Dritten in jedem Fall höchstens zugestanden hätte (maximales markt-

konformes Entgelt; vgl. REICH/WEIDMANN, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-

zer Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017 Basel, 

Art. 20 N 46f.; HÖHN/WALDBURGER, Steuerrecht Band 1, 9. Auflage, Bern/Stuttgart/Wien 2001, 

§ 18 N 106). 

 

3.4. Im Bereich der geldwerten Leistungen gilt die Grundregel, dass die Steuerbehörde die Be-

weislast für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen trägt, die steuerpflichtige Gesell-

schaft dagegen diejenige für all das, was die Steuer aufhebt oder mindert. Der Behörde obliegt 

insbesondere der Nachweis dafür, dass die Gesellschaft eine Leistung erbracht hat und dieser 

keine oder keine angemessene Gegenleistung gegenübersteht. Hat die Behörde ein solches 

Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung dargetan, so ist es Sache der steuerpflich-

tigen Gesellschaft, die damit begründete Vermutung zu entkräften. Gelingt ihr das nicht, trägt 

sie die Folgen der Beweislosigkeit (zum Ganzen vgl. BGer 2C_414/2012 vom 

 
 
Seite 11   

19. November 2012; vgl. auch MARKUS REICH, Steuerrecht, 3. Auflage, Zürich 2020, § 13 

N 113 ff.). 

 

3.5. Gemäss Ziff. 1.2.1 des Revisionsberichts (Steuerjahre 2010-2018) habe die C.____GmbH 

eine geldwerte Leistung zugunsten des Pflichtigen von Fr. 621'094.-- erbracht, wobei im vorlie-

genden Verfahren einzig die Aufrechnungen in Zusammenhang mit der Lieferung und Montage 

der PV-Anlagen (Ziffer 3.1.3.3 Revisionsbericht) in den Liegenschaften T.____weg 42 in 

E.____, X.____ 9 in G.____, Y.____strasse 30 in H.____, V.____strasse 22f in E.____ und 

U.____weg 14 in F.____ in Höhe von insgesamt Fr. 334’600.-- strittig sind. 

 

Die Aufrechnungen der Steuerverwaltung basieren auf Drittvergleichen bzw. auf Rechnungen 

der C.____GmbH für Leistungen, welche diese gegenüber Dritten erbracht hatte. Dabei errech-

nete sie einen durchschnittlichen Basispreis pro Modul von Fr. 850.--. Grundsätzlich stimmt die 

Vertreterin den vorgenommenen Aufrechnungen im Einkommen des Pflichtigen zu, jedoch wird 

deren Umfang bestritten: Die Vorgehensweise der Rekursgegnerin zur Bestimmung der Kosten 

für die Solarmodule sei falsch. Bei der verbauten Variante, welche eine Leistung von 250 Watt 

liefere, handle es sich um eine am Markt erhältlich günstige Variante. Die von der C.____GmbH 

erbrachte Leistung bestehe hier einzig darin, die Module samt Zubehör zu bestellen und diese 

dem Rekurrenten und seinen Partnern zur Verfügung zu stellen. Für diese administrativen Auf-

wendungen habe die C.____GmbH einen Kostenaufschlag von 5 % erhoben. Die Installation 

hingegen sei vom Rekurrenten und seinen Partnern in Freizeit- und Wochenendarbeit in Eigen-

regie erfolgt, weswegen die C.____GmbH auch keine Montage- und Installationsleistungen in 

Rechnung gestellt habe. Die Montage eines Moduls erfordere rund 2 Minuten, woraus sich bei 

650 Modulen ein Gesamtaufwand von insgesamt 22 Stunden ergebe.  

 

Die Steuerverwaltung wiederum zieht diese Berechnungen in Zweifel: Zum einen fehle es am 

Nachweis, dass die günstigen Module auch effektiv in beiden besagten Liegenschaften verbaut 

wurden. Zum anderen würde sich der Pflichtige widersprüchlich verhalten: Der Pflichtige würde 

gemäss eigenen Angaben Tag und Nacht sowie an den Wochenenden arbeiten. Dass die In-

stallation in Eigenregie in der Freizeit und an den Wochenenden stattgefunden haben soll, wer-

de bezweifelt. 

 

Den Nachweis, dass die Installationsarbeiten ohne Zutun der C.____GmbH stattgefunden habe, 

bleibt die Vertreterin schuldig. Auch wenn die Montage pro Panel nur zwei statt drei Minuten in 

Anspruch genommen hat, zeigt insbesondere die Rechnung an die S.____AG, dass für die In-

stallation einer vergleichbaren PV-Anlage ein Preis pro Modul von Fr. 962.-- fakturiert und von 

der Debitorin auch bezahlt worden ist. Die Behauptung der Vertreterin, dass es sich bei den 

Vergleichsobjekten ausschliesslich um Giebeldachkonstruktionen handle, welche für die Instal-

lation einer PV-Anlage einen grösseren Aufwand bedeuteten, ist demnach zumindest für das 

Objekt an der Z.____strasse 18 in O.____ offensichtlich falsch. lm Übrigen bestehen grosse 

Zweifel, dass die günstigen Module aus China verbaut wurden. So zeigt die von der Steuerver-

waltung ins Recht gelegte «Beglaubigung PV-Anlage» für die Anlage an der V.____strasse 22f 

in E.____ ein anderes Bild: Als Modultyp sind 92 Stück «Sunpower SPR327» mit einer Leistung 

von 31’300 kWh angegeben, was einer doppelt so grossen Leistung entspricht, wie die mut-

masslich verbauten Module aufweisen. Insgesamt hat die R.____GmbH 414 Module zu einem 

 
 
Seite 12   

durchschnittlichen Preis von rund Fr. 485.-- geliefert. Dem Rekurrenten gelingt es somit nicht, 

die von der Steuerverwaltung begründete Vermutung zu entkräften, weshalb sie die Folgen der 

Beweislosigkeit zu tragen hat. Aus alledem folgt, dass die Aufrechnungen der Steuerverwaltung 

zu recht erfolgt sind. 

 

3.6. Weiter ist zu prüfen, ob die Liegenschaftskosten am U.____weg 14 in F.____ in Höhe von 

rund Fr. 129’827.-- steuerlich berücksichtigt werden können. 

 

Bei Mietereinbauten handelt es sich grundsätzlich um wertvermehrende Anlagekosten, welche 

nach dem Akzessionsprinzip nach Beendigung des Mietverhältnisses in das Eigentum des 

Vermieters übergehen (vgl. MICHAEL FELBER/MATHIAS HÄNI, in: Zweifel/Beusch/Oesterhelt 

[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Immobiliensteuern, 2021 Basel, 

§ 3 N 19 ff.). Entsprechend wären diese typischerweise bei der Mieterin zu aktivieren und über 

die Nutzungsdauer abzuschreiben. Vorliegend wurden die entsprechenden Aufwendungen di-

rekt als Aufwand über die Erfolgsrechnung ausgebucht. Gemäss § 53 StG ist der steuerbare 

Reingewinn Gegenstand der Gewinnsteuer. Dieser setzt sich dabei unter anderem aus dem 

Saldo der Erfolgsrechnung zuzüglich aller nicht zur Deckung des geschäftsmässig begründeten 

Aufwands zulasten des Reingewinns ausgeschiedenen Teile des Geschäftsergebnisses, wie 

insbesondere Aufwendung für die Herstellung, Anschaffung oder Wertvermehrung von Gegen-

ständen des Anlagevermögens zusammen. Zudem sind auch die der Erfolgsrechnung nicht 

gutgeschriebenen Erträge zu addieren. Der Begriff des geschäftsmässig begründeten Aufwan-

des ist im Gesetz nicht definiert. Generell kann jener Aufwand als geschäftsmässig begründet 

und damit als steuerlich abzugsfähig qualifiziert werden, welcher mittelbar oder unmittelbar ei-

nem unternehmerischen Zweck dient. Es reicht, wenn die Aufwendung mit der blossen Mög-

lichkeit der Gewinnerzielung verbunden werden kann (vgl. PETER BRÜLISAUER/MARCO 

MÜHLEMANN, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bun-

desgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017 Basel, Art. 58 N 183). 

 

Wiederum substantiiert die Vertreterin ihr Vorbringen nicht genügend, weshalb die von der 

C.____GmbH vorgenommen Ausbauten geschäftsmässig begründet sein sollen. Insbesondere 

die behauptete Notwendigkeit der strukturellen Veränderung des Daches erschliesst sich dem 

Gericht nicht: So konnte die Vertreterin nicht glaubhaft darlegen, inwiefern die alte Dachkon-

struktion für die Zwecke der C.____GmbH nicht geeignet gewesen sei, insbesondere da der 

Gesellschaftszweck den Betrieb eines Montageunternehmens für Lüftungs- und Klimatechnik 

nennt. Vielmehr entsteht auf der Basis der vorliegenden Unterlagen der Eindruck, dass die 

Dachkonstruktion einzig zum Zweck abgeändert wurde, dass der Rekurrent darauf eine grösse-

re Solaranlage installieren konnte. Da die Erträge aus dem Betrieb der PV-Anlage dem Pflichti-

gen direkt privat zufliessen, ist die Geschäftsmässigkeit der Umbauten höchst fraglich. Es wirkt 

reichlich konstruiert, wenn die Vertreterin ausführt, dass die Rohbausituation über 10 Jahre bis 

zum Umbau bestanden habe: Wenn die Räumlichkeiten dem Geschäft der C.____GmbH nicht 

dienlich gewesen wäre, hätte man einen Umbau sicherlich bereits früher angestrebt. Die weite-

ren Ausführungen der Vertreterin, dass das Dachgeschoss aufgrund einer Giebeldachkonstruk-

tion nicht genutzt werden konnte, weshalb eine Pultdachkonstruktion gewählt wurde, überzeu-

gen ebenfalls nicht: Der Raumgewinn mit der gewählten Pultdachkonstruktion ist gegenüber 

dem Giebeldach marginal, sodass lediglich ein Drittel der Grundfläche nutzbar gemacht wurde. 

 
 
Seite 13   

Es scheint viel naheliegender, dass die Pultdachkonstruktion einzig mit dem Zweck gewählt 

wurde, eine weitere, grössere PV-Anlage installieren zu können. Wäre der Fokus tatsächlich auf 

einem Raumgewinn für die geschäftliche Aktivität der C.____GmbH gelegt worden, hätte eine 

andere Dachform für die C.____GmbH den grösseren Nutzen gebracht. Die Aufrechnung durch 

die Steuerverwaltung sind demnach auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden. 

 

3.7. Schliesslich bleibt zu prüfen, ob das Barvermögen in Höhe von Fr. 760'000.-- zu Recht auf-

gerechnet wurde. 

 

Der Vertreterin ist beizupflichten, dass der im Jahr 2014 noch vorhandene Barmittelbestand von 

der Steuerverwaltung zu beweisen ist, da es sich hier um eine steuerbegründende Tatsache 

handelt (siehe E.3.4.). Die Vertreterin stützt sich bei ihrer Argumentation auf den Umstand, dass 

per 2014 keine Barmittel mehr vorhanden gewesen seien. Nach den Regeln über die objektive 

Beweislast ist zu bestimmen, wer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, wenn das erfor-

derliche Beweismass nicht erreicht wurde, d.h. der Beweis für eine rechtserhebliche Tatsache 

misslungen ist. Dabei kommt der steuerpflichtigen Person für steueraufhebende oder -

mindernde Tatsachen die objektive Beweislast zu, während die Steuerbehörde jene für steuer-

begründende und -erhöhende Tatsachen trifft (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 140 II 

248, E. 3.5; BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 7. Aufl., Zürich 

2016, S. 519). Ein Beweis gilt als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten 

von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Absolute Gewissheit kann dabei nicht 

verlangt werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine 

ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Unter 

welchen Voraussetzungen ein rechtserheblicher Sachverhalt als ungeklärt betrachtet werden 

muss, respektive welcher Grad der Gewissheit erreicht werden muss. um eine Tatsache als 

wahr erscheinen zu lassen, hängt von den konkreten Umständen im Einzelfall ab. Dabei muss 

zumindest glaubhaft gemacht werden, dass sich eine Tatsache so zugetragen hat wie behaup-

tet, ohne aber das Gegenteil auszuschliessen. Es genügt in der Regel, wenn die Überzeugung 

der Behörde von der Lebenserfahrung und Vernunft getragen und auf sachlichen Gründen ab-

gestützt ist (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. Zürich 

2016, Art. 123 N 74 ff.). 

 

Das gemischte Veranlagungsverfahren zeichnet sich durch das Zusammenwirken von Steuer-

pflichtigem und Veranlagungsbehörde aus (Kooperationsmaxime). Der Steuerpflichtige ist zur 

Selbstdeklaration und zur Mitwirkung an der behördlichen Sachverhaltsermittlung verpflichtet 

(Veranlagungspflichten). Die Steuerbehörde hat den Sachverhalt zu untersuchen (Untersu-

chungspflicht) und in der Folge die Veranlagung zu erlassen. Kommt der Pflichtige seinen Mit-

wirkungspflichten nicht nach, muss die Steuerverwaltung die relevanten Steuerfaktoren auf Ba-

sis der ihr zur Verfügung stehenden Informationen und auf Basis der allgemeinen Lebenserfah-

rung nach pflichtgemässem Ermessen schätzen. 

 

Die von der Steuerverwaltung angestellte Vermögens- und Einkommensrechnung 2014 ergibt 

ein Einkommensdefizit für die Steuerperiode 2014 von Fr. 431'038.--. Dieses resultiert daher, 

dass der Vermögenszunahme 2014 von Fr. 1,1 Mio. lediglich ein Einkommensüberschuss von 

rund Fr. 670'000.-- entgegensteht. Dabei geht die Steuerverwaltung davon aus, dass per Ende 

 
 
Seite 14   

2013 Barmittel im Umfang von Fr. 1,3 Mio. bestanden haben müssen. Die Steuerverwaltung 

dagegen legt glaubhaft dar und leitet rechnerisch schlüssig den mutmasslichen Restbestand 

von Fr. 260'000.-- per Ende 2014 her, sodass davon auszugehen ist, dass zumindest ein ge-

wisser nicht deklarierter Vermögensteil besteht. Die Vertreterin bringt dagegen nur pauschal 

vor, dass keine Barmittel mehr vorhanden seien. Den entsprechenden Nachweis, dass die 

Barmittel tatsächlich nicht mehr vorhanden seien, hat der Rekurrent nicht erbracht. Entspre-

chend ist die Schätzung der Steuerverwaltung hinsichtlich des Bestands nicht deklarierter Bar-

mittel nicht zu beanstanden. 

 

 

4. 

Nach dem Obenstehenden erweist sich der Rekurs insgesamt als unbegründet und ist abzu-

weisen. 

 

Ausgangsgemäss haben die Rekurrenten gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des 

Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 

(Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271) Verfahrenskosten von Fr. 2‘500.-- zu bezahlen 

und es ist ihnen gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO keine Parteientschädigung aus-

zurichten. 

 

 
 
Seite 15   

wird erkannt: 

 

1.  

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2.  

Die Rekurrenten haben die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- zu bezahlen, welche 

mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3.  

Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

 

4.  

Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. der Rekurrenten (2), die Gemeinde E.____ (1) und 

die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3). 

 

 

 

Gegen dieses Urteil wurde am 2. Juni 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Ver-

fassungs- und Verwaltungsrecht erhoben.