# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a896191f-eab3-5ca8-bc15-ae63d034f8f5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.06.2024 II 2024 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2024-30_2024-06-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2024 30

Entscheid vom 18. Juni 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
wegen Nichtannahme einer zumutbaren Arbeit)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1973, M.Sc. Architektur) arbeitete zuletzt vom 1. Novem-
ber 2021 bis zum 30. Oktober 2023 bei der B.________ AG in ________. Ihre 
Arbeitgeberin hat das entsprechende Arbeitsverhältnis per 31. Oktober 2023 aus 
wirtschaftlichen Gründen gekündigt. Am 13. September 2023 stellte A.________ 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. November 2023 (Vi-act. 1). Bereits 
am 5. September 2023 wurde sie durch das RAV D.________ für eine Vollzeit-
stelle zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 2, 12). 

B. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung konfrontierte das Amt für Arbeit 
(nachfolgend: Vorinstanz) A.________ am 16. Oktober 2023 mit dem Vorhalt, sie 
habe eine zumutbare Arbeit abgelehnt, nachdem sie im Telefonat mit einer po-
tentiellen Arbeitgeberin angegeben habe, lieber im Städtebau als im Bereich der 
einfachen Architektur arbeiten zu wollen. Die Vorinstanz ziehe daher in Betracht, 
A.________ mit Einstelltagen zu sanktionieren (Vi-act. 4). A.________ reichte 
hierzu innert Frist eine Stellungnahme ein (Vi-act. 5). Nach ergänzender Sach-
verhaltsabklärung durch die Vorinstanz (vgl. Vi-act. 6 und 7) verfügte sie am 
7. November 2023 die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ab dem 1. No-
vember 2023 für die Dauer von 31 Tagen (Vi-act. 8). Eine am 4. Dezember 2023 
(Datum Postaufgabe) hiergegen erhobene Einsprache (Vi-act. 9) wies die 
Vorinstanz mit Einspracheentscheid Nr. 215/23 vom 8. April 2024 ab (Vi-act. 11). 

C. Am 26. April 2024 (Datum Postaufgabe) erhebt A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht 
Beschwerde mit dem Antrag:

Ich beantrage, dass der Einspracheentscheid aufgehoben wird und die Verfügung 
vom 07. November 2023 des Amts für Arbeit des Kantons Schwyz aufgehoben 
oder zumindest abgeändert wird. 

D. Mit Vernehmlassung vom 17. Mai 2024 beantragt die Vorinstanz die voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Beschwerde-
führerin zu Recht für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat mit 
der Begründung, sie habe mit ihrem Verhalten eine mögliche Anstellung vereitelt 
und damit den Tatbestand nach Art. 30 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die 

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obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (Ar-
beitslosenversicherungsgesetz [AVIG; SR 837.0] vom 25.6.1982) erfüllt.

2.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, hat 
im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht alles Zumutbare zu unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, insbesondere Arbeit zu su-
chen und jegliche zumutbare Arbeit unverzüglich anzunehmen (Art. 17 Abs. 1 
und 3 AVIG). Die verschiedenen damit verbundenen Pflichten sind als blosse 
Obliegenheiten nur insofern durchsetzbar, als deren Verletzung leistungsrechtli-
che Sanktionen in Form der Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Art. 30 
AVIG) nach sich zieht. Diese hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. 
Als verwaltungsrechtliche Sanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnis-
mässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (Urteil BGer 8C_468/2020 vom 
27.10.2020 E. 3.1; SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, ALV, N, Rz. 828; Me-
lissa Traber, Die schuldhafte Ablehnung einer zumutbaren Arbeit in der Arbeits-
losenversicherung, SZS 2022, S. 154 ff.).

2.2 Sanktioniert werden unter anderem Verhaltensweisen, die sich negativ auf 
den Eintritt oder die Dauer der Arbeitslosigkeit auswirken. So ist die versicherte 
Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie die Kontrollvor-
schriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, nament-
lich eine zumutbare Arbeit nicht annimmt oder eine arbeitsmarktliche Massnahme 
ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, abbricht oder deren Durchführung durch 
ihr Verhalten beeinträchtigt oder verunmöglicht (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). Soweit 
Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG nicht die ausdrücklich dort genannten Tatbestände be-
trifft, hat die Bestimmung die Funktion eines Auffangtatbestands. Als solcher er-
fasst sie sämtliche vorwerfbare Verletzungen der Kontrollvorschriften und der 
Weisungen der zuständigen Amtsstelle, soweit ein bestimmtes Verhalten nicht 
durch einen eigenen Einstellungstatbestand geregelt ist (Urteil BGer 8C_40/2019 
vom 30.7.2019 E. 5.2). Eine solche Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
setzt nicht (zwingend) den Nachweis eines Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Verhalten der versicherten Person und der Verlängerung der Arbeitslosig-
keit, mithin dem (auch) der Arbeitslosenversicherung entstandenen Schaden 
voraus (Traber, a.a.O., S. 159). Vielmehr werden bestimmte Handlungen und Un-
terlassungen bereits dann sanktioniert, wenn sie erst ein Schadensrisiko in sich 
bergen (BGE 141 V 365 E. 2.1 mit Hinweisen; Urteile BGer 8C_468/2020 vom 
27.10.2020 E. 3.2; 8C_339/2016 vom 29.6.2016 E. 2.2, E. 4.5.3; 8C_491/2014 
vom 23.12.2014 E. 2, in: SVR 2015 ALV Nr. 7 S. 19).

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2.3 Nach dem Wortlaut von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG ist die versicherte Person 
namentlich dann in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie eine zu-
mutbare Arbeit nicht annimmt. Neben der Nichtannahme einer von der zuständi-
gen Amtsstelle zugewiesenen zumutbaren Arbeit ist von diesem Tatbestand 
auch die Nichtannahme einer selbst gefundenen zumutbaren Arbeit oder einer 
von Dritten vermittelten oder angebotenen zumutbaren Stelle erfasst (VGE II 
2023 66 vom 22.11.2023 E. 5.2). Ob eine Arbeit zumutbar ist, beurteilt sich nach 
Art. 16 AVIG: Nach dessen Abs. 1 ist grundsätzlich jede Arbeit zumutbar, 
während die Ausnahmen, in denen eine Arbeit als unzumutbar gilt, in Abs. 2 ab-
schliessend aufgelistet sind (BGE 122 V 34 E. 4d). 

2.4 Der Einstellungstatbestand der Ablehnung einer zumutbaren Arbeit ist nach 
der Rechtsprechung nicht nur dann erfüllt, wenn die versicherte Person die Arbeit 
ausdrücklich ablehnt oder eine nach den Umständen gebotene ausdrückliche 
Annahmeerklärung unterlässt, sondern auch dann, wenn sie durch ihr Verhalten 
in Kauf nimmt, dass die Stelle anderweitig besetzt wird. So ist bei den Verhand-
lungen mit dem künftigen Arbeitgeber klar und eindeutig die Bereitschaft zum 
Vertragsabschluss zu bekunden, um die Beendigung der Arbeitslosigkeit nicht zu 
gefährden (BGE 122 V 34 E. 3b; Urteile BGer 8C_750/2019 vom 10.2.2020 
E. 4.1, in: ARV 2020 S. 90; 8C_491/2014 vom 23.12.2014 E. 2; VGE II 2023 12 
vom 21.4.2023). Ebenso ist der Tatbestand erfüllt, wenn sich die arbeitslose Per-
son trotz Zuweisung einer Stelle nicht ernsthaft um die Aufnahme von Vertrags-
verhandlungen bemüht (Urteil BGer 8C_337/2008 vom 1.7.2008 E. 3.3.2; VGE II 
2023 15 vom 21.4.2023; Nussbaumer, a.a.O., N, Rz. 850 mit weiteren Hinwei-
sen). Ins Gewicht fallen sodann liederliche Bewerbungen und Bewerbungsunter-
lagen (VGE II 2023 58 vom 26.09.2023 E. 4) oder das Auftreten, das Verhalten 
und die Äusserungen der versicherten Person während des Bewerbungsge-
sprächs (Urteile BGer 8C_339/2016 vom 29.6.2016 E. 4.2; 8C_522/2022 vom 
23.2.2023; Nussbaumer, a.a.O., N, Rz. 850 Fn. 1903). Die Rechtsprechung um-
schreibt das verpönte Verhalten somit sehr weit. Erfasst ist grundsätzlich jedes 
Verhalten, welches das Zustandekommen eines Arbeitsvertrags scheitern lässt 
(Urteil BGer 8C_555/2022 vom 8.2.2023 E. 5.1). Immerhin hat sie diese Prinzipi-
en (soweit ersichtlich) aber stets mit Blick auf ein jeweils vorhandenes, konkretes 
und zumutbares Stellenangebot angewandt und weiterentwickelt. Das bedeutet, 
dass sich liederliches Verhalten, unangemessene Bewerbungen, Zögerlichkeit, 
bzw. generell das unangemessene Verhalten auf eine konkret angebotene oder 
zugewiesene Stelle beziehen muss (VGE II 2023 66 vom 22.11.2023 E. 5.7). 
Den Tatbestand der Nichtannahme einer zumutbaren Arbeit erfüllt indes nicht 
nur, wer ein konkretes Angebot einer konkreten Stelle ablehnt, sondern auch, 
wer aufgrund seines Verhaltens konkrete Verhandlungen über eine zumutbare 

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Arbeit scheitern lässt und damit die Chance auf eine Anstellung zunichtemacht 
(VGE II 2023 12 vom 21.4.2023 E. 4.3.1). Eine andere Betrachtung hätte zur 
Folge, dass all jene verpönten Verhaltensweisen nicht zu sanktionieren wären, 
die eine Anstellung bereits zum Scheitern bringen, bevor vertiefte Stellenkennt-
nisse gegeben sind resp. ein konkretes Stellenangebot vorliegt, was nicht Sinn 
und Zweck sein kann (vgl. auch ARV 2000 Nr. 9, S. 48, E. 3). 

2.5  Sowohl das sozialversicherungsrechtliche Administrativverfahren wie auch 
der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Da-
nach haben Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsgericht den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Im Sozialversi-
cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht - was indes im Anwendungsbereich von Art. 30 Abs. 1 
lit. d AVIG nicht der Fall ist (Nussbaumer, a.a.O., N, Rz. 835) -, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-
richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mög-
lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 
E. 6; Urteil BGer 8C_794/2016 vom 28.4.2017 E. 4.1). Führen die im Rahmen 
des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärun-
gen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, ob-
jektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1) zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu 
betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehen-
den Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer 
Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen). Bleiben jedoch erhebliche 
Zweifel an der Vollständigkeit oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachen-
feststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Ab-
klärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Ur-
teil BGer 8C_794/2016 vom 28.4.2017 E. 4.2).

2.6 In seiner Beweiswürdigung ist das Gericht regelmässig auf die Parteivor-
bringen und insbesondere auf die Aussagen der Arbeitgeberin bzw. der Stellen-
anbieterin als Auskunft einer Drittperson i.S.v. § 24 Abs. 1 lit. b Verwaltungs-
rechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 angewiesen. Diese 
sollte eine Sachverhaltsdarstellung abgeben, ohne am Ausgang des Verfahrens 
interessiert zu sein und ohne ein Interesse daran zu haben, die versicherte Per-

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son in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. Solange kein Grund be-
steht, an den Aussagen der Arbeitgeberin zu zweifeln, ist auf diese abzustellen 
(VGE II 2021 73 vom 17.8.2021 E. 2.4.2 m.H.).

3. Vorliegend ergibt sich aus den Akten:

3.1 Die C.________ AG (nachfolgend: Stellenanbieterin) hat am 10. Oktober 
2023 per E-Mail die zuständige Personalberaterin des RAV D.________ kontak-
tiert und um Zustellung des Lebenslaufes der Beschwerdeführerin gebeten, da 
deren Profil ihr Interesse geweckt habe. Die E-Mail-Nachricht wurde in der Folge 
der Beschwerdeführerin weitergeleitet mit der Bitte, sich mit der Stellenanbieterin 
in Verbindung zu setzen (vgl. Vi-act. 3; E-Mail nicht aktenkundig). Die Stellenan-
bieterin teilte dem RAV D.________ am 13. Oktober 2023 per E-Mail mit, dass 
die Beschwerdeführerin am Vortag angerufen und sich im Laufe des Telefonats 
herausgestellt habe, dass diese den Städtebau der einfachen Architektur vorzie-
he, weshalb das Thema vonseiten der Stellenanbieterin nicht weiter verfolgt wer-
de (Vi-act. 3).

3.2 Mit Schreiben vom 16. Oktober 2023 gewährte die Vorinstanz der Be-
schwerdeführerin die Möglichkeit, sich schriftlich zum Sachverhalt zu äussern (Vi-
act. 4). Im Rahmen ihrer Stellungnahme (datierend vom 20.10.2023) gibt diese 
an, dass sie bei genanntem Telefonat herausfinden wollte, welche Aufgaben sie 
in diesem Job erwarten würden, da ihr weder eine Jobbeschreibung zugesandt 
worden, noch eine solche auf der Firmenwebsite auffindbar gewesen sei. Zudem 
habe sie nicht gesagt, dass sie lieber im Städtebau als im Bereich der "einfa-
chen" Architektur arbeiten wolle. Stattdessen habe es vonseiten der Stellenan-
bieterin kein konkretes Jobangebot gegeben, welches sie hätte annehmen kön-
nen (Vi-act. 5).

3.3 Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung kontaktierte die Vorinstanz am 2. 
November 2023 die Stellenanbieterin. Aus der Telefonnotiz (Vi-act. 7) geht her-
vor, dass die Beschwerdeführerin gesagt habe, sie wolle nicht mehr Einfamilien-
häuser planen. Die Stellenanbieterin habe die Beschwerdeführerin aufgrund des 
klar geäusserten Desinteresses nicht weiter überreden wollen. Die Stelle sei er-
neut ausgeschrieben worden und nach wie vor nicht besetzt. Bei der Stelle habe 
es sich um eine Vollzeitstelle als Architekt/in gehandelt (Vi-act. 6). 

3.4 In der Verfügung vom 7. November 2023 (Vi-act. 8) hielt die Vorinstanz 
fest, es ergebe sich, dass die Stellenanbieterin über eine passende Vakanz ver-
fügt habe. Die Beschwerdeführerin habe durch ihr gegenüber der Stellenanbiete-

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rin bekundete Desinteresse eine mögliche Anstellung vereitelt und es lägen hier-
für keine entschuldbaren Argumente vor.

3.5 Im Rahmen ihrer Einsprache (Vi-act. 9) führte die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen und sinngemäss aus, es treffe nicht zu, dass ihr eine konkrete Ar-
beitsstelle angeboten worden sei, da die Stellenanbieterin neben ihrem Dossier 
zusätzlich ein Telefonat verlangt habe. Die Jobbeschreibung sei ebenfalls nicht 
ausreichend konkret gewesen und habe Aussagen enthalten, die zeigen würden, 
dass der Verfasser wirklich nicht wisse, was die Arbeit eines Architekten sei. Die 
Vorinstanz habe zudem ihr rechtliches Gehör verletzt, da sie nicht begründe, 
weshalb sie die Ausführungen der Stellenanbieterin als glaubhafter denn ihre er-
achte. Die Beschwerdeführerin halte sich an die Anweisungen des Amtes für Ar-
beit und habe keine Anstellung verhindert. Selbst wenn sie im Rahmen des Ge-
sprächs gesagt hätte, dass sie eher am Städtebau als an der "einfachen Archi-
tektur" interessiert sei, handle es sich dabei um eine Bekundung ihrer Präferen-
zen, welche in jedem Bewerbungsgespräch üblich sei. Mangels Vorliegen eines 
konkreten Stellenangebots habe sie ein solches nicht ablehnen können und es 
liege per se kein schweres Verschulden vor.

3.6 Mit Einspracheentscheid vom 8. April 2024 bestätigte die Vorinstanz die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 31 Tagen (Vi-
act. 11). Nachdem die Stellenanbieterin das Dossier der Beschwerdeführerin 
einverlangt habe, sei von einem konkreten Bedarf nach einer Architektin auszu-
gehen. Zudem sei die Stelle erneut ausgeschrieben worden, was diese Auffas-
sung untermaure. Die von der Beschwerdeführerin bemängelten fehlenden An-
gaben zu Gehalt und Arbeitszeiten seien zudem in einer Stellenbeschreibung 
nicht üblich. Die Aussagen der Stellenanbieterin habe die Vorinstanz sodann 
nicht unkritisch übernommen. Die Beschwerdeführerin habe vielmehr die ge-
nannten Aussagen als verleumderisch dargestellt, ohne jedoch zu erläutern, was 
sie stattdessen gesagt habe. Dass die Stellenanbieterin eine Anstellung der Be-
schwerdeführerin nicht in Betracht gezogen habe, sei allein auf ihr Verhalten 
während des Telefonats zurückzuführen. 

3.7 Im Rahmen ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde rügt die Beschwerdefüh-
rerin im Wesentlichen erneut eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da der 
Einspracheentscheid ungenügend begründet sei und nicht sämtliche ihrer Argu-
mente behandelt worden seien. Die verhängte Sanktion von 31 Einstelltagen sei 
überdies unverhältnismässig. Auch führt die Beschwerdeführerin aus, ihr Ge-
sprächspartner der Stellenanbieterin habe ihr mit Ausnahme dessen, dass sie die 
von der Firma Schwörer gebauten Häuser konfigurieren könne, keine konkreten 

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Aufgaben nennen können, was nicht mit der Stellenbeschreibung übereinstimm-
te. Die Beschwerdeführerin erklärt, sie habe kein Desinteresse ausgedrückt, 
sondern durch ihren Anruf und ihre Fragen vielmehr Interesse bekundet. Sie legt 
zudem E-Mail-Korrespondenz mit ihrem Gesprächspartner der Stellenanbieterin 
bei (Bf-act. 7).

4. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Begründungspflicht 
durch die Vorinstanz geltend macht, ist dem Folgendes entgegenzuhalten: Der 
Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV gebietet, dass die Behör-
de die Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich hört, prüft und in der 
Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ih-
ren Entscheid zu begründen (BGE 139 V 496 E. 5.1). Dabei ist es nicht erforder-
lich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und 
jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE 142 II 49 E. 9.2; 137 II 
226 E. 3.2; je mit Hinweisen). Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid 
wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, 
dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft 
geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen 
kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt wer-
den, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid 
stützt (vgl. BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; BGE 138 IV 81 E. 2.2; Urteile BGer 
2C_515/2017 vom 22.11.2017 E. 2.3.3; 1C_372/2017 vom 22.1.2018). 

Im angefochtenen Einspracheentscheid (Ziff. 6) gibt die Vorinstanz die Einspra-
che integral wieder und in den darauffolgenden Erwägungen (Ziff. 7 f.) greift sie 
die entscheidwesentlichen Punkte auf und begründet, weshalb die Einsprache 
unbegründet ist. Indem die Vorinstanz nicht jeden Einzelpunkt erneut explizit 
aufgreift, sondern sich mit den wesentlichen Argumenten der Beschwerdeführe-
rin auseinandersetzt und zusammenfassend argumentiert, kommt sie ihrer Be-
gründungspflicht in genügendem Masse nach. Der ausführlich begründete Ein-
spracheentscheid ermöglichte es der Beschwerdeführerin, gegen diesen eine 
begründete Beschwerde einzureichen. Eine Verletzung der Begründungspflicht 
lässt sich nicht erkennen.

5. Es bleibt zu prüfen, wie es sich mit der Ablehnung einer zumutbaren Arbeit 
durch die Beschwerdeführerin verhält.

5.1 Soweit die Beschwerdeführerin auf ihre umfangreichen Stellensuch-
bemühungen verweist (vgl. insb. Vi-act. 9), so ist dies zum einen unbestritten, 
zum andern jedoch für die vorliegend strittige Frage nicht relevant. Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung wird einzig damit begründet, dass die Be-

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schwerdeführerin eine Anstellung vereitelt hat. Soweit der Tatbestand von Art. 30 
Abs. 1 lit. d AVIG erfüllt ist, hat dies eine Sanktionierung zur Folge und zwar un-
abhängig der ansonsten nachgewiesenen Arbeitsbemühungen (VGE II 2023 12 
vom 21.4.2023 E. 4.1).

5.2 Soweit die Beschwerdeführerin mehrfach betont, keine Stelle abgelehnt zu 
haben, so ist dies unbehilflich. Es ist zu wiederholen, dass die Rechtsprechung 
das verpönte Verhalten sehr weit umschreibt. Gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. d 
AVIG ist jegliches Verhalten sanktionswürdig, welches das Zustandekommen ei-
nes Arbeitsvertrags scheitern lässt. Darunter fällt auch die klare und eindeutige 
Nichtbekundung der Bereitschaft zum Vertragsabschluss bei den Verhandlungen 
mit dem künftigen Arbeitgeber sowie auch die Vereitelung der Unterbreitung ei-
nes konkreten Stellenangebots (vgl. oben E. 2.4). 

5.3 Sachverhaltsmässig ist erstellt, dass die Stellenanbieterin zur Besetzung 
einer von ihr ausgeschriebenen Stelle an der Beschwerdeführerin interessiert 
war, sich daher mit dem Hinweis auf die "STES-ID" der Beschwerdeführerin an 
das RAV D.________ wandte und um Zustellung des Lebenslaufs ersuchte (Vi-
act. 3). Ganz offensichtlich wies diese offene Stelle ein Profil auf, welches das 
Dossier der Beschwerdeführerin zu erfüllen vermochte, handelte es sich doch bei 
genannter Stelle um eine Anstellung als Architektin in Vollzeitpensum (Vi-act. 6 
f.) und suchte die Beschwerdeführerin u.a. nach einer ebensolchen Anstellung 
(Bf-act. 10). Nur so lässt sich erklären, dass erstens die Stellenanbieterin das 
Dossier wünschte, zweitens die persönliche RAV-Beraterin die Beschwerdefüh-
rerin anhielt, ihr Dossier der Stellenanbieterin zuzustellen und sie zur Kon-
taktaufnahme aufforderte sowie drittens diese wiederum die Stellenanbieterin 
überhaupt kontaktierte. Mithin musste die Beschwerdeführerin davon ausgehen, 
dass sie für die Stelle qualifizierte und es sich um eine zumutbare Stelle handelte 
(vgl. Art. 16 AVIG), selbst wenn es zutreffen sollte, dass sie über die Stelle noch 
nicht allzu viel wusste. Nachdem die Beschwerdeführerin davon ausgehen muss-
te, dass es sich um eine grundsätzlich zumutbare Stelle handelte, lässt sich auf 
jeden Fall festhalten, dass die Beschwerdeführerin verpflichtet war, sich nach 
besten Möglichkeiten um diese zu bemühen. 

5.4 Die Beschwerdeführerin bestreitet, durch ihr Verhalten das Desinteresse 
der Stellenanbieterin an ihrer Anstellung bewirkt zu haben. Wie bereits in Erwä-
gung 2.6 beschrieben, wird zur Klärung des Sachverhalts auch die Auskunft der 
Stellenanbieterin herbeizuziehen sein, deren Richtigkeit bei Fehlen gegenteiliger 
Anhaltspunkte anzunehmen ist.

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5.4.1 Viel ist über den Inhalt des interessierenden Telefonats nicht bekannt. 
Gemäss Rückmeldung der Stellenanbieterin ans RAV D.________ vom 13. Ok-
tober 2023 habe die Beschwerdeführerin am 12. Oktober 2023 die Stellenanbie-
terin telefonisch kontaktiert. Dabei habe sich herausgestellt, "dass sie lieber 
Städtebau als einfache Architektur habe" (Vi-act. 3). Aufgrund des empfundenen 
Desinteresses an der offenen Stelle habe aufseiten der Stellenanbieterin kein In-
teresse an weiteren Gesprächen bestanden. Anlässlich der telefonischen Befra-
gung durch die Vorinstanz gab der Gesprächspartner der Stellenanbieterin zur 
Auskunft, er könne sich noch gut an das Telefonat mit der Beschwerdeführerin 
erinnern. Sie habe wortwörtlich gesagt, 'sie wolle nicht mehr diese Einfamilien-
häuser planen', worauf er sie nicht weiter habe überreden wollen, da sie klar 
Desinteresse an der vakanten Stelle gezeigt habe (Vi-act. 7). 

5.4.2 Die Beschwerdeführerin gab im Rahmen ihrer Stellungnahme (Vi-act. 5) 
an, "Aufgrund des Telefongesprächs wollte ich herausfinden, welche Aufgaben 
mich in diesem Job erwarten", "Die Aussage, dass ich lieber im Städtebau als im 
Bereich der 'einfachen' Architektur arbeiten wollen würde, habe ich so nicht ge-
sagt […]" und "Das Thema Einstellung konnte nicht weiterverfolgt werden, weil in 
dem Telefonat keine konkrete Stelle für mich als Architektin angeboten werden 
konnte […]". 

5.4.3 Einspracheweise (Vi-act. 9) führt die Beschwerdeführerin sinngemäss aus, 
dass kein konkretes Stellenangebot vorgelegen habe, da die Stellenanbieterin ihr 
keine konkrete Arbeit angeboten, sondern zuvor ein Telefonat verlangt habe. 

Mit dieser Argumentation verkennt sie ihre Aufgabe als Stellensuchende mit 
Schadenminderungspflicht: Es entspricht nicht der allgemeinen Lebenserfahrung, 
dass Stellenanbieter bereits nach blosser Konsultation des Dossiers einer stel-
lensuchenden Person einen Arbeitsvertrag mitsamt Angabe von Lohn und Ar-
beitszeiten unterbreiten. Vielmehr ist es die Aufgabe eines jeden Stellensuchen-
den, im Rahmen von gegenseitigen Kontakten das Interesse des Stellenanbie-
ters zu wecken bzw. aufrechtzuerhalten und anschliessend Arbeitsvertragsver-
handlungen einzugehen bzw. abzuschliessen. Es ist daher nicht entscheidend, 
dass der Beschwerdeführerin nicht von Beginn weg Details wie Arbeitsmoda-
litäten oder Lohn bekannt waren. Die Frage bleibt indes weiterhin (siehe nachfol-
gend), ob der Gesprächsabbruch dem Verhalten der Beschwerdeführerin anzu-
lasten ist oder nicht. Kam es wegen diesem Verhalten nicht zu weiterführenden 
Gesprächen, Schnuppertagen o. dgl., so ist dies auch ohne ausdrückliche Ab-
lehnung eines detaillierten Stellenangebotes einer solchen gleichzusetzen. 
Schliesslich würde es jeglicher Vernunft entbehren, eine Kandidatin für ein wei-
terführendes Gespräch oder einen Schnuppertag einzuladen sowie weitere De-

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tails offenzulegen, wenn die Kandidatin schon zu Beginn ihr Desinteresse kund-
tut oder zumindest die Arbeitgeberin oder Arbeitsvermittlerin das Interesse auf-
grund von Äusserungen der Kandidatin verliert (VGE II 2023 18 vom 22.5.2023 
E. 4.2; vgl. VGE II 2023 66 vom 22.11.2023 E. 5.7; vgl. HAP Soziale Sicherheit-
Hugentobler, Rz 29.168). 

Im Rahmen ihrer Eingaben stellt die Beschwerdeführerin zudem die fachliche 
Kompetenz ihres Gesprächspartners der Stellenanbieterin infrage. Sie anerkennt 
auch, dass sie das Thema Städtebau (jedoch in anderem Kontext) angesprochen 
habe. Sie führt zudem aus, dass die von ihr bestrittene Aussage ohnehin ledig-
lich eine unverfängliche Kundgebung ihrer Präferenzen wäre, was in Bewer-
bungsgesprächen üblich sei. Was dies anbelangt, ist erneut auf die Schaden-
minderungspflicht hinzuweisen und namentlich auf die Obliegenheit, im Rahmen 
eines Bewerbungsgespräches kein Desinteresse an der gegenständlichen, zu-
mutbaren Stelle zu signalisieren.

5.4.4 Vor Verwaltungsgericht legt die Beschwerdeführerin E-Mail-Korrespondenz 
mit ihrem Gesprächspartner der Stellenanbieterin ins Recht, welche ihrer Ansicht 
nach Aufschluss darüber gebe, weshalb dieser seine "verleumderischen Aussa-
ge" getätigt habe (act. 1). Genannte Korrespondenz wird nachfolgend auszugs-
weise wiedergegeben (Bf-act. 7): 

[Beschwerdeführerische Anfrage]
[…] Ich wollte genauer wissen, welche konkreten Aufgaben für eine Architektin mit 
einem Masterabschluss im Bereich Fertighäuser anfallen. Mir war nicht ganz klar, 
welche Planungsschritte bei Fertighäusern noch erforderlich sind. Sie meinten, 
man müsste z.B. noch die Art der Fenster auswählen. Diese schienen mir jedoch 
nicht unbedingt im Aufgabenbereich eines Architekten zu liegen. Die Stellenbe-
schreibung sprach jedoch von der Erstellung von Ausführungsplänen im Massstab 
1:100. Während unseres Gesprächs konnten Sie mir keine konkreten Aufgaben 
nennen, die die Erstellung solcher Ausführungspläne rechtfertigen würden. Ich 
fragte deshalb nach, ob möglicherweise die Lage der Häuser auf dem Grundstück 
eine relevante Aufgabe sein könnte, dies wäre dann eine eher städtebauliche Auf-
gabe. Haben Sie diese Äusserung als Hinweis darauf interpretiert, dass ich den 
Städtebau der reinen Architekturarbeit vorziehe? […]

[Antwort Gesprächspartner der Stellenanbieterin]
[…] Wir hatten damals ein klar verständliches Gespräch. Auch OHNE Masterab-
schluss sehe ich mich befähigt auch mit Ihnen ein verständliches Gespräch zu 
führen, daher: Nein, ich habe nichts Falsches hineininterpretiert! […]

Die Beschwerdeführerin als Anfragende hat den Inhalt des Telefonats - obschon 
sie vor Verwaltungsgericht angibt, ihn nicht wörtlich wiedergeben zu können - in 
einer nachvollziehbaren und an sich höflich formulierten Form dargestellt. Ange-
sichts dessen, erstaunt die durchaus gereizt wirkende Reaktion ihres Gespräch-
spartners auf den ersten Blick. Es ist jedoch in Erinnerung zu rufen, dass die Be-

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schwerdeführerin vor der Vorinstanz die Kompetenz ihres Gesprächspartners in 
Frage gestellt hat und auch vor Verwaltungsgericht die Stellenanbieterin sinn-
gemäss als dubiose Firma darstellt. Wenn der von der Beschwerdeführerin ge-
schilderte Gesprächsinhalt zutrifft - wobei in diesem Kontext an ihr eigenes Inter-
esse am Verfahrensausgang zu erinnern ist - zeigt sich daraus, dass sie Zweifel 
hatte, ob die Stellenanbieterin über ihr oder ihrer Ausbildung gerecht werdende 
Aufgaben verfügte resp. dass sie im Gespräch den Eindruck erhielt, für die an-
gebotene Stelle überqualifiziert zu sein. Die Antwort des Gesprächspartners lässt 
darauf schliessen, dass die beschwerdeführerischen Zweifel an seiner Kompe-
tenz, an der Seriosität des Unternehmens und ihre mutmasslich empfundene 
Überqualifikation oder immerhin ein fehlendes Interesse an der von ihm im Tele-
fonat beschriebenen Stelle nicht unbemerkt blieben. Es mag dabei durchaus zu-
treffen, dass die angebotene Stelle nicht nur Architekten mit Masterabschluss of-
fenstand, sondern auch Zeichnern mit Fachrichtung Architektur (Vi-act. 6). In die-
sem Zusammenhang ist jedoch darauf hinzuweisen, dass sich rechtsprechungs-
gemäss an der Zumutbarkeit einer Arbeit nichts ändert, wenn sie das Fähigkeits- 
und Fertigkeitsniveau der versicherten Person unterbeansprucht; eine allfällige 
Unterforderung durch die angebotene Arbeit begründet keine Unzumutbarkeit 
(SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, N Rz. 295). Selbst wenn also die Be-
schwerdeführerin der Ansicht gewesen wäre, sie verfüge mit ihrem Masterab-
schluss in Architektur über Fähigkeiten, welche für die Tätigkeit mit Fertighäusern 
nicht erforderlich sind, hätte sie dennoch klar und deutlich ihre Bereitschaft zum 
Vertragsabschluss erkennen lassen müssen (vgl. Urteil BGer 8C_364/2021 vom 
17.11.2021; VGE II 2021 98 vom 19.11.2021 E. 5.3). 

Unerheblich ist ebenfalls, ob die Aussage über die Präferenz hinsichtlich des 
Themas Städtebau in genau derjenigen Form gemacht wurde, wie von der Stel-
lenanbieterin geschildert. Aus der beschwerdeführerischen Anfrage geht hervor, 
dass sie versuchte nachzuvollziehen, ob die ausgeschriebene Stelle die Anstel-
lung einer Architektin mit Masterabschluss rechtfertige. Wenn sie dabei ange-
sichts der wohl unbefriedigenden Antworten des Gesprächspartners fragt, ob die 
Stelle eine städtebauliche Komponente aufweise, lässt sich ohne grössere An-
strengung annehmen, dass sie andernfalls die Stelle als ihrer Ausbildung nicht 
angemessen bzw. jedenfalls nicht als sonderlich interessant erachtet. Es kommt 
hinzu, dass der Gesprächspartner, welcher im Gegensatz zur Beschwerdeführe-
rin keinerlei Interesse am Verfahrensausgang hat, jegliche Interpretationen ver-
neint, und die Beschwerdeführerin nicht den vollständigen Gesprächsinhalt wie-
dergegeben hat. Dies lässt umso wahrscheinlicher erscheinen, dass im Telefonat 
tatsächlich ein gewisses Desinteresse an der Stelle zu erkennen war. 

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Die gereizt wirkende Antwort des Gesprächspartners gibt ebenfalls Aufschluss 
darüber, dass das Telefonat nicht zufriedenstellend verlief. Der Gesprächspart-
ner zeigt damit in Übereinstimmung mit seinen vorhergehenden Auskünften, 
dass er vonseiten der Beschwerdeführerin kein Interesse an der Stelle wahrge-
nommen hat, sondern Desinteresse verspürte. Dies lässt sich auch aus der Tat-
sache entnehmen, dass kein eigentliches Bewerbungsgespräch vereinbart wur-
de. Die Beschwerdeführerin behauptet zwar, mit ihren Fragen Interesse bekun-
det zu haben. Eine Form der Fragestellung, welche den Stellenanbieter, welcher 
zuvor Interesse an einem Kandidaten hatte, ein Desinteresse irgendwelcher Art 
(i.c. Aufgabenbereich bzw. Überqualifikation) an der von ihm ausgeschriebenen 
Stelle erkennen lässt und ihn von weiteren Gesprächen abhält, lässt sich indes 
nicht mit der Schadenminderungspflicht vereinbaren. Vielmehr dürfen Fragen 
keine Zweifel an der Bereitschaft zum Vertragsabschluss für eine zumutbare 
Stelle erwecken, um die baldmöglichste Beendigung der Arbeitslosigkeit nicht zu 
gefährden.

5.5 Der genaue Wortlaut des Gesprächs zwischen der Beschwerdeführerin und 
der Stellenanbieterin lässt sich nicht rekonstruieren, was indes für die strittige 
Frage auch nicht entscheidend ist. Aufgrund der Akten kann als erstellt gelten, 
dass die Stellenanbieterin die Kandidatur der Beschwerdeführerin nicht weiter-
verfolgte, da sie in deren Äusserungen ein Desinteresse an der Stelle wahrnahm. 
Dabei durfte die Vorinstanz in Bezug auf deren Rückmeldungen berücksichtigen, 
dass die Stellenanbieterin keinerlei eigene Interessen verfolgte (vgl. oben E. 2.6). 
Anhaltspunkte, dass es sich um eine unzumutbare Stelle gehandelt hätte, beste-
hen keine. Wohl äussert sich die Beschwerdeführerin pointiert negativ zur Stelle-
nanbieterin und zum Gesprächspartner. Dabei handelt es sich jedoch um nicht 
weiter belegte Annahmen, welche eine Unzumutbarkeit nicht nachzuweisen ver-
mögen. Dass die Beschwerdeführerin (noch) keine detaillierten Angaben über die 
vakante Stelle erhielt, das Angebot nicht konkretisiert wurde, ist im Übrigen wie-
derum auf ihr Verhalten und den daraus resultierenden Abbruch der Gespräche 
zurückzuführen. Für die vorliegende Beurteilung ist daher allein entscheidend, 
dass es sich bei der vakanten Stelle um jene einer Architektin oder Zeichnerin 
Fachrichtung Architektur handelte, die Stellenanbieterin das Profil der Beschwer-
deführerin kannte, sich an ihrer Anstellung interessiert zeigte und daher um Zu-
stellung des Lebenslaufes ersuchte. Daraufhin erfolgte der telefonische Kontakt, 
der dann wie erwähnt aufgrund des Verhaltens der Beschwerdeführerin beendet 
wurde. In Gesamtwürdigung ist es daher in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 
als überwiegend wahrscheinlich zu erachten, dass trotz anfänglichem Interesse 
vonseiten der Stellenanbieterin letztlich das beschwerdeführerische Verhalten im 
Rahmen der erstmaligen Kontaktaufnahme die Nichtweiterverfolgung des Be-

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werbungsprozesses bewirkte. Ihr Verhalten hat den Anschein des Desinteresses 
statt dem rechtsprechungsgemäss geforderten Anschein der klaren und eindeu-
tigen Bereitschaft zur Anstellung erweckt. Hierdurch hat die Beschwerdeführerin 
einen weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses bis hin zur Unterbreitung ei-
nes konkreten Stellenangebots vereitelt. Der Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. d 
AVIG ist damit erfüllt, was eine Sanktionierung mit sich zieht.

6.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach 
dem Grad der Schwere des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Die Einstellung 
dauert 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittelschwerem 
Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 Ver-
ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung [Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02] vom 
31.8.1983). 

6.2.1 Ein schweres Verschulden liegt von Gesetzes wegen vor, wenn die Versi-
cherte ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusiche-
rung einer neuen aufgegeben oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (Art. 45 
Abs. 4 AVIV). Damit der versicherten Person ein schweres Verschulden vorge-
worfen werden kann, muss seitens der Stellenanbieterin ein gewisses Interesse 
an der Anstellung der sich bewerbenden Person erkennbar sein (VGE II 2023 66 
vom 22.11.2023 E. 5.7). 

Nachdem vonseiten der Stellenanbieterin ein gewisses Interesse an der Be-
schwerdeführerin vorlag und letztere dieses durch ihr Verhalten verspielt hat 
bzw. durch die Vereitelung einer Anstellung den Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 
lit. d AVIG erfüllt hat, beträgt die Dauer der Einstellung somit mindestens 31 Ta-
ge, sollten keine entschuldbaren Gründe vorliegen. 

6.2.2 Bei Vorliegen eines gesetzlichen Tatbestandes nach Art. 45 Abs. 4 AVIV 
liegt nicht zwingend schweres Verschulden vor (BGE 130 V 125 E. 3.2). Die Min-
desteinstellungsdauer von 31 Tagen für schweres Verschulden kann unterschrit-
ten werden, wenn entschuldbare Gründe für das Handeln des Versicherten vor-
liegen. Unter einem entschuldbaren Grund ist dabei ein Grund zu verstehen, der- 
ohne zur Unzumutbarkeit zu führen - das Verschulden als mittelschwer oder 
leicht erscheinen lassen kann (BGE 130 V 125 E. 3.5). Bei der Prüfung, ob ein 
entschuldbarer Grund vorliegt, sind wie bei der Bemessung der Einstellungsdau-
er die konkreten Umstände und persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen 
(Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 169). 
Ein entschuldbarer Grund kann also die subjektive Situation (wie gesundheitliche 
Probleme, familiäre Situation, Religionszugehörigkeit) oder eine objektive Gege-

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benheit (wie befristete Stelle) betreffen (BGE 130 V 125 E. 3.5; Urteil BGer 
8C_24/2021 vom 10.6.2021 E. 3.2.1; Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bun-
desgerichts zum Sozialversicherungsrecht, AVIG, 4. Auflage, S. 187). Liegt ein 
entsprechender entschuldbarer Grund vor, ist Art. 45 Abs. 4 AVIV nicht anwend-
bar; vielmehr ist die Einstellungsdauer diesfalls nach der allgemeinen Regel des 
Art. 30 Abs. 3 AVIG zu bemessen (Nussbaumer, a.a.O., N, Rz 864).  

6.2.3 Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind alle Umstände des konkre-
ten Einzelfalls wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, 
Gesundheit, soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksich-
tigen (vgl. VGE II 2021 76 vom 21.10.2021 E. 4.2.2, Chopard, a.a.O., S. 167 ff.; 
Traber, a.a.O., S. 154 ff.; AVIG-Praxis ALE, Januar 2024, D 64). Massgebend ist 
das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter Berücksichtigung aller 
wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Ge-
gebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 E. 3.5). Es ist dabei vom Mittelwert 
des jeweils definierten Rahmens für leichtes, mittelschweres und schweres Ver-
schulden auszugehen, welcher bei qualifiziertem Verhalten entsprechend ver-
schärft und bei privilegiertem Verhalten gemindert werden kann (BGE 123 V 153 
E. 3b; Urteil BGer 8C_24/2021 vom 10.6.2021 E. 6).

6.2.4 Das Seco hält in der AVIG-Praxis ALE, Rz. D72 ff. ein Einstellraster für 
verschiedene Einstellungs-Tatbestände bereit. Dieses Einstellraster soll eine wei-
testmögliche Gleichbehandlung der Versicherten auf nationaler Ebene gewähr-
leisten und den Vollzugsstellen als Entscheidungshilfe dienen. 

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. 
Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine 
dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne trifti-
gen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Kon-
kretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben 
der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen-
dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (Urteil BGer 8C_555/2022 vom 
8.2.2023 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 141 V 362 E. 2.3; BGE 138 V 346 E. 6.2; 
BGE 137 V 1 E. 5.2.3). Ein solches Raster entbindet die verfügende Stelle aber 
nicht von der Pflicht, das Verhalten der versicherten Person unter Berücksichti-
gung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalles, d.h. der objektiven und sub-
jektiven Gegebenheiten, zu würdigen und eine dem Verschulden angemessene 
Sanktion festzusetzen (Urteil BGer 8C_555/2022 vom 8.2.2023 E. 5.3 m.w.H.). 
Entscheidend ist letztlich das Gesamtverhalten der versicherten Person.

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6.2.5 Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt schliesslich eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. 

Die Kognition des Verwaltungsgerichtes ist in diesem Zusammenhang zwar nicht 
auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf die Beurteilung 
der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. Bei der Angemessenheit geht 
es dabei um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Vorinstanz 
nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechts-
prinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise an-
ders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Verwaltungsgericht sein Ermes-
sen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es 
muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (Urteile BGer 
8C_297/2022 vom 15.2.2023 E. 5.3; 8C_555/2022 vom 8.2.2023 E. 4.3 mit Hin-
weis auf BGE 137 V 71 E. 5.2; Urteil BGer 8C_331/2019 vom 18.9.2019 E. 3.3; 
VGE II 2016 6 vom 22.3.2016 E. 4.1; VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 E. 4.1).

6.3.1 In der Verfügung vom 7. November 2023 führte die Vorinstanz lediglich 
aus, aufgrund des vorliegenden Sachverhaltes sei die Einstellungsdauer nach 
Massgabe eines schweren Verschuldens für 31 Tage zu verfügen. Eine weiter-
gehende Begründung liegt nicht vor (vgl. betr. Begründungspflicht etwa VGE II 
2023 54 vom 20.8.2023 E. 5.3.2 m.H.).

6.3.2 Im Einspracheentscheid wiederholt die Vorinstanz, dass die Beschwerde-
führerin den Tatbestand der Ablehnung einer zumutbaren Arbeit erfüllt habe und 
damit von Gesetzes wegen ein schweres Verschulden vorliege. Die Beschwerde-
führerin bringe keinen entschuldbaren Grund hervor, weshalb sie [recte: nicht] in 
der Anspruchsberechtigung einzustellen sei. Die Tatsache, dass sie stellensu-
chend sei und der Schadensminderungspflicht unterliege, sei für eine stellensu-
chende Person Einladung genug, um sich so zu verhalten, dass der Arbeitgeber 
das Interesse nicht verliere. Dass es vorliegend zu keiner Konkretisierung ge-
kommen sei, sei allein auf das Verhalten der Versicherten zurückzuführen. Bei 
der Anstellung habe es sich zudem um eine unbefristete gehandelt, womit die 
Rechtsprechung zu befristeten Stellen bzw. das diesbezügliche Einstellraster des 
Seco nicht zur Anwendung kämen. Die Beschwerdeführerin bleibe den Ge-
sprächsinhalt schuldig, es sei davon auszugehen, dass nichts gegen die Zumut-
barkeit der vakanten Stelle gesprochen hätte, und die Beschwerdeführerin sei 
verpflichtet gewesen, sich anlässlich des Telefongesprächs so zu verhalten, dass 
der Stellenanbieter sein Interesse an der Arbeitskraft der Beschwerdeführerin 
nicht verliere und eine Stellenbesetzung durch sie ausschliesse.

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6.3.3 Vor Verwaltungsgericht erklärt die Beschwerdeführerin, die verhängte 
Sanktion von 31 Einstelltagen erscheine unverhältnismässig und nicht gerecht-
fertigt, insbesondere da kein schweres Verschulden ihrerseits nachgewiesen 
worden sei. Die Entscheidung berücksichtige nicht angemessen ihre persönli-
chen Umstände und ihr Bemühen, eine Anstellung zu finden. 

6.4.1 Das Seco-Einstellraster qualifiziert die erstmalige Ablehnung einer zuge-
wiesenen oder selbstgefundenen zumutbaren unbefristeten Stelle als schweres 
Verschulden und sieht eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 31 bis 
45 Tagen vor (AVIG-Praxis ALE D79 Ziff. 2.B.1). 

6.4.2 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es liege kein schweres Ver-
schulden vor, weil sie keine Stelle abgelehnt habe, kann auf das zuvor Ausge-
führte verwiesen werden. Jegliches Verhalten, welches das Zustandekommen 
eines zumutbaren Arbeitsvertrags scheitern lässt, gilt als Ablehnung einer zu-
mutbaren Stelle und erfüllt den Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG (vgl. 
oben E. 2.4, 5.5.3). Es ist damit grundsätzlich von einem schweren, mit mindes-
tens 31 Tagen zu sanktionierenden Verhalten auszugehen (vgl. oben E. 6.2.1). 

6.4.3 Im Übrigen vermag die Beschwerdeführerin keine weiteren entschuldbaren 
Gründe darzutun, welche eine weitere Reduktion der Einstelltage rechtfertigen 
würden. Die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten Stellensuch-
bemühungen stellen jedenfalls keine mildernden Umstände dar, sind diese doch 
von einer ALE-Taggelder beziehenden Person zu erwarten (VGE II 2023 12 vom 
21.4.2023 E. 5.2). Die Schadenminderungspflicht verlangt letztlich von allen ver-
sicherten Arbeitslosen, alles zu tun, um die Arbeitslosigkeit raschestmöglich zu 
beenden (vgl. oben E. 2.1). Mit 31 Einstelltagen hat die Vorinstanz zudem die für 
schweres Verschulden kürzest mögliche Dauer verfügt und damit durchaus mil-
dernde Umstände berücksichtigt (vgl. oben E. 6.2.3).

7. Die Beschwerde erweist sich zusammengefasst als unbegründet und ist 
abzuweisen. Die Vorinstanz hat das Verhalten der Beschwerdeführerin zu Recht 
als Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG qualifiziert und mit 31 Einstelltagen 
sanktioniert.

8. Es sind keine Kosten zu erheben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht bei diesem Verfahrensausgang keiner (Art. 61 lit. fbis und g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). 
Subsidiäre Verfassungsbeschwerde?

4. Zustellung an:
- Beschwerdeführerin (R)
- Vorinstanz (R)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 18. Juni 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 1. Juli 2024