# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1aa41644-ad85-543d-9069-220635386baa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.09.2017 100 2012 362
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2012-362_2017-09-04.pdf

## Full Text

100.2012.362-366/368/370/372-379U
STE/BER/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. September 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Bernasconi Zenger 

100.2012.362
A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 1

100.2012.363
B1.________ und B2.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende 2

100.2012.364
C1.________ und C2.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende 3

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 2

100.2012.365
1. D1.________
2. D2.________
3. D3.________
alle vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende 4

100.2012.366
Erbengemeinschaft E.________, bestehend aus:
1. E1.________
2. E2.________
3. E3.________
4. E4.________
alle vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende 5

100.2012.368
Verein F.________
handelnd durch die statutarischen Organe
Beschwerdeführer 6

100.2012.370
1. G1.________
2. Erbengemeinschaft G2.________, bestehend aus:

2.1. G3.________
2.2. G4.________
2.3. G5.________
2.4. G6.________
2.5. G7.________

alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende 7

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 3

100.2012.372 
1. H1.________
2. H2.________ und H3.________
3. H4.________ und H5.________
alle vertreten durch Rechtsanwalt … und Rechtsanwältin … 
Beschwerdeführende 8

100.2012.373
I.________
Beschwerdeführerin 9

100.2012.374
J1.________ und J2.________
vertreten durch Rechtsanwalt … 
Beschwerdeführende 10

100.2012.375
1. K1.________
2. K2.________
beide vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende 11

100.2012.376
L.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin 12

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 4

100.2012.377
M1.________ und M2.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende 13

100.2012.378
N1.________ und N2.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende 14

100.2012.379
O.________
vertreten durch Rechtsanwalt … 
Beschwerdeführerin 15

gegen

Regierungsrat des Kantons Bern
vertreten durch die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, 
Münstergasse 2, 3011 Bern

und als weitere Beteiligte

Einwohnergemeinde Wohlen
handelnd durch den Gemeinderat, Hauptstrasse 26, 3033 Wohlen b. Bern

betreffend See- und Flussufer; ersatzweiser Erlass der Uferschutzplanung 
«Wohlensee - Inselrainbucht»; Überbauungsordnung mit Baubewilligung 
(RRB 1293 vom 5. September 2012)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 5

Sachverhalt: 

A.

Am 17. September 1991 beschlossen die Stimmberechtigten der Einwoh-
nergemeinde (EG) Wohlen den Uferschutzplan Wohlensee, den die dama-
lige Baudirektion des Kantons Bern am 13. August 1993 mit gewissen Er-
gänzungen genehmigte. Die dagegen erhobenen Beschwerden hiess der 
Regierungsrat am 9. August 1995 teilweise gut. Er hob die Genehmigungs-
verfügung auf, soweit sie den Uferweg im Abschnitt B (Inselrain - Thalmatt) 
auf den Parzellen der privaten Beschwerdeführenden sowie im Konflikt-
bereich mit Ufervegetation und Wald betraf, und wies die Sache an die 
EG Wohlen zurück mit dem Auftrag, eine detaillierte Planung des grund-
sätzlich dem Wasser entlang führenden Uferwegs auszuarbeiten (Regie-
rungsratsbeschluss [RRB] 1990). Mit Urteil vom 28. April 1997 stützte das 
Verwaltungsgericht diesen Entscheid grundsätzlich, behielt aber eine um-
fassende Interessenabwägung aufgrund des noch auszuarbeitenden 
Detailprojekts vor. Dementsprechend hiess es die Beschwerden verschie-
dener Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sowie mehrerer Ver-
einigungen teilweise gut und wies die Akten an die EG Wohlen zurück, mit 
dem Auftrag, die Uferwegplanung in diesem Sinn neu an die Hand zu 
nehmen (Verfahren 19596-19601). 

B.

Zwar nahm die Gemeinde die Arbeiten in der Folge wieder auf, führte sie 
aber nicht erfolgreich zu Ende. Nachdem der Gemeinderat von Wohlen 
dem Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) am 
18. Januar 2006 mitgeteilt hatte, er sehe sich ausser Stand, innerhalb der 
von der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK) 
gesetzten Frist (15.3.2006) eine eigene Lösung für die Uferwegführung im 
Abschnitt Inselrain - Thalmatt zu erarbeiten, sprach der Regierungsrat den 
für den ersatzweisen Erlass der Uferschutzplanung erforderlichen Kredit 
und legte die Aufgabenteilung unter den involvierten kantonalen Amts-
stellen fest (RRB 1572 vom 23.8.2006). Vom 17. November bis 17. De-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
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zember 2008 fand die erste öffentliche Auflage der vom Kanton er-
arbeiteten Uferschutzplanung statt. Es gingen namentlich Einsprachen der 
Beschwerdeführenden ein. Nach zusätzlichen Variantenstudien und 
Kostenabklärungen änderte das federführende AGR die Wegführung leicht 
ab, sodass insbesondere keine Stufen und Treppen mehr notwendig sind. 
Im Anschluss an die zweite öffentliche Auflage vom 17. November bis 
17. Dezember 2010, in deren Rahmen wiederum zahlreiche Einsprachen 
eingingen, wurde der Uferschutzplan nochmals geringfügig angepasst. Mit 
Entscheid vom 5. September 2012 erliess der Regierungsrat ersatzweise 
für die EG Wohlen eine Ergänzung der kommunalen Uferschutzplanung 
Wohlensee im Bereich der Inselrainbucht. Die Einsprachen der Beschwer-
deführenden wies er ab (RRB 1293). 

C.

Gegen den RRB vom 5. September 2012 haben u.a. folgende Personen 
und hat folgende Vereinigung Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben:

A.________ am 17. Oktober 2012 mit den folgenden Rechtsbegehren 
(Verfahren 100.2012.362):

«Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 1293 vom 05. September 
2012 sei mit Ausnahme der Ziff. 11 (Parteikosten) aufzuheben.

Eventuell:

1. Der Uferweg sei vom Grundstück Nr. 1___ weg auf den heute be-
reits aufgelandeten Teil des Seegrundstücks zu verlegen, sub-
eventuell auf dem Grundstück Nr. 1___ direkt an der Ufer- resp. 
Wasserlinie zu führen.

2. Im Überbauungsplan seien auf dem Grundstück Nr. 1___ die Ufer-
schutzzone Gebiet ‹Aufwertung›, die Signatur ‹Aufwertung von 
Grünflächen› und die Signatur ‹Förderung von Ufergehölz› zu strei-
chen. 

3. Aus dem Landerwerbsplan seien die Landerwerbsflächen auf dem 
Grundstück Nr. 1___ zu entfernen.

4. Die Bepflanzung ‹Förderung von Ufergehölz› sei auf eine Höhe von 
3 m zu beschränken und locker auszuführen.

5. Die im Überbauungsplan vorgesehene Sichtschutzwand sei zu 
streichen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 7

6. Die Befahrbarkeit des Sees im Uferbereich und der Bestand der 
Bootsplätze und des Bootsstegs seien tatsächlich und rechtlich si-
cherzustellen.

Alles unter Kostenfolge»

B1.________ und B2.________ am 17. Oktober 2012 mit den folgenden 
Rechtsbegehren (Verfahren 100.2012.363):

«Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 1293 vom 05. September 
2012 sei mit Ausnahme der Ziff. 11 (Parteikosten) aufzuheben.

Eventuell:

1. Der Uferweg sei auf dem Grundstück Nr. 2___ unmittelbar an die 
westliche Parzellengrenze (heutiges Seeufer) zu verlegen und 
dementsprechend sei die Uferschutzzone Gebiet ‹Aufwertung› an-
zupassen.

2. Aus dem Landerwerbsplan sei die Fläche ‹Landerwerb Uferschutz-
zone› auf dem Grundstück Nr. 2___ zwischen dem Weg und dem 
Seeufer zu entfernen.

3. Die Bepflanzung ‹Förderung von Ufergehölz› und ‹Förderung von 
Grossseggen› sei auf eine Höhe von 3 m zu beschränken und 
locker auszuführen.

4. Die Befahrbarkeit des Sees im Uferbereich und der Bestand des 
Bootsplatzes seien tatsächlich und rechtlich sicherzustellen.

Alles unter Kostenfolge»

C1.________ und C2.________ am 17. Oktober 2012 mit den folgenden 
Rechtsbegehren (Verfahren 100.2012.364):

«Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 1293 vom 05. September 
2012 sei mit Ausnahme der Ziff. 11 (Parteikosten) aufzuheben.

Eventuell:

1. Das Dispositiv C.2 sei unter dem Titel ‹Anpassungen der Auflage-
dokumente› wie folgt zu ergänzen: 

‹Überbauungsplan Uferweg mit Begleitmassnahmen Blatt 1 von 7: 
Für die Führung des Steges vor dem Bootshaus auf Wohlen Gbbl. 
Nr. 3___ gilt der Plan in der Fassung 2. Auflage Einsprachever-
handlung vom 05.05.2011.›

2. Der Landerwerbsplan Blatt 1 2. Auflage sei der Planänderung des 
Überbauungsplanes gemäss Fassung vom 05.05.2011 in der Weise 
anzupassen, dass die Südwestecke des Grundstücks Nr. 3___ nicht 
vom Landerwerbsplan erfasst wird.

3. Der Uferweg sei auf dem Grundstück Nr. 3___ nördlich des Boots-
hauses unmittelbar an das heutige Seeufer auf den bestehenden 
Trampelpfad zu verlegen.

4. Die Uferschutzzone Gebiet ‹Aufwertung› sei auf dem Grundstück 
Nr. 3___ zu streichen.

5. Entlang dem Uferweg sei ein fester Zaun mit abschliessbarem Tor 
zu erstellen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
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6. Die Befahrbarkeit des Bootshauses mit Booten sei tatsächlich und 
rechtlich sicherzustellen.

Alles unter Kostenfolge»

D1.________, D2.________ und D3.________ am 17. Oktober 2012 mit 
den folgenden Rechtsbegehren (Verfahren 100.2012.365):

«Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 1293 vom 05. September 
2012 sei mit Ausnahme der Ziff. 11 (Parteikosten) aufzuheben.

Eventuell:

1. Der Uferweg sei auf dem Grundstück Nr. 4___ unmittelbar an die 
westliche Parzellengrenze (heutiges Seeufer) zu verlegen und 
dementsprechend sei die Uferschutzzone Gebiet ‹Aufwertung› an-
zupassen. Oberhalb des geplanten Uferwegs sei die Uferschutz-
zone ‹Aufwertung› auf einen durchgehenden Streifen von ca. 2 m 
Breite zu reduzieren.

2. Aus dem Landerwerbsplan sei die Fläche ‹Landerwerb Uferschutz-
zone› auf dem Grundstück Nr. 4___ zwischen dem Weg und dem 
Seeufer zu entfernen.

3. Die Bepflanzung ‹Förderung von Ufergehölz› und ‹Förderung von 
Grossseggen› sei auf eine Höhe von 2 m zu beschränken und 
locker auszuführen.

4. Die im Überbauungsplan vorgesehene Sichtschutzwand sei zu 
streichen.

5. Zum Sichtschutz der Privatsphäre sei das bestehende Terrain öst-
lich der geplanten Wegführung angemessen aufzuschütten und der 
Aussichts- und Ruheplatz vor dem Haus 5___ zu verlegen.

6. Die Befahrbarkeit des Sees im Uferbereich und der Bestand der 
Bootsplätze seien tatsächlich und rechtlich sicherzustellen.

Alles unter Kostenfolge»

E1.________, E2.________, E3.________ und E4.________ am 
17. Oktober 2012 mit den folgenden Rechtsbegehren (Verfahren 
100.2012.366):

«Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 1293 vom 05. September 
2012 sei mit Ausnahme der Ziff. 11 (Parteikosten) aufzuheben.

Eventuell:

1. Der Uferweg sei auf dem Grundstück Nr. 6___ unmittelbar an die 
westliche Parzellengrenze (heutiges Seeufer) zu verlegen und 
dementsprechend seien die Uferschutzzone Gebiet ‹Aufwertung› 
und ‹Aufwertung von Grünflächen› anzupassen. 

2. Aus dem Landerwerbsplan sei die Fläche ‹Landerwerb Uferschutz-
zone› auf dem Grundstück Nr. 6___ zwischen dem Weg und dem 
Seeufer zu entfernen.

3. Die Bepflanzung ‹Förderung von Ufergehölz› zwischen dem Ufer-
weg und dem Ufer sei auf eine Höhe von 3 m zu beschränken und 
locker auszuführen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 9

4. Die im Überbauungsplan vorgesehene Sichtschutzwand sei zu 
streichen.

5. Die Befahrbarkeit des Sees im Uferbereich und der Bestand der 
Bootsplätze und des Bootsstegs seien tatsächlich und rechtlich 
sicherzustellen.

Alles unter Kostenfolge»

Der Verein F.________ am 16. Oktober 2012 (Postaufgabe: 15.10.2012) 
mit den folgenden Rechtsbegehren (Verfahren 100.2012.368):

«1. Es sei auf jeden Bau und auf Bepflanzungen in der nach nationalem 
Recht geschützten Seefläche und dem dazugehörigen Seegrund zu 
verzichten. 

2. Es sei auf den Neubau des geplanten Uferweges Teilstück Ey-Insel-
rain-Hofenstrasse in unmittelbarer Nähe zum Wasservogelschutz-
gebiet von nationaler Bedeutung zu verzichten.»

G1.________ sowie die Mitglieder der Erbengemeinschaft G2.________, 
d.h. G3.________, G4.________, G5.________, G6.________ und 
G7.________, am 17. Oktober 2012 mit dem folgenden Rechtsbegehren 
(Verfahren 100.2012.370):

«Der Entscheid des Regierungsrates des Kantons Bern vom 5. Septem-
ber 2012 sei mit Ausnahme der Parteikosten G.________ in Ziff. C.11a 
aufzuheben und es seien die kantonale Überbauungsordnung (UeO) 
‹Wohlensee-Inselrainbucht› (Ersatzvornahme) und die Baubewilligung 
nach Art. 88 Abs. 6 BauG nicht zu genehmigen,

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.»

H1.________, H2.________ und H3.________ sowie H4.________ und 
H5.________ am 17. Oktober 2012 mit folgenden Rechtsbegehren 
(Verfahren 100.2012.372):

«1. Bst. C. Ziff. 1, 2 und 4 des Gesamtentscheides des Regierungsrates 
vom 5. September 2012 seien aufzuheben. Der Uferschutzplanung 
‹Wohlensee-Inselrainbucht› sei die Genehmigung zu verweigern 
und die Bewilligungen seien nicht zu erteilen.

2. Eventualiter seien Bst. C. Ziff. 1, 2 und 4 des Gesamtentscheids 
des Regierungsrates vom 5. September 2012 aufzuheben und die 
Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an den Regierungsrat zu-
rückzuweisen.

– unter Kostenfolge –» 

I.________ am 17. Oktober 2012 mit folgenden Rechtsbegehren 
(Verfahren 100.2012.373):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 10

«1. Bst. C. Ziff. 1, 2 und 4 (samt den Unterziffern) des Gesamtentschei-
des des Regierungsrates vom 5. September 2012 seien aufzu-
heben. Der Uferschutzplanung ‹Wohlensee-Inselrainbucht› sei die 
Genehmigung zu verweigern und die Bewilligungen seien nicht zu 
erteilen.

2. Eventualiter seien Bst. C. Ziff. 1, 2 und 4 des Gesamtentscheids 
des Regierungsrates vom 5. September 2012 aufzuheben und die 
Angelegenheit im Sinne der vorgebrachten Rügen an den Regie-
rungsrat zurückzuweisen.

– unter Kostenfolge –»

K1.________ und K2.________ (Verfahren 100.2012.375) sowie … 
(verstorben) und L.________ (Verfahren 100.2012.376) am 17. Oktober 
2012, J1.________ und J2.________ (Verfahren 100.2012.374), 
M1.________ und M2.________ (Verfahren 100.2012.377), N1.________ 
und N2.________ (Verfahren 100.2012.378) sowie O.________ (Verfahren 
100.2012.379) am 18. Oktober 2012 je mit folgenden Rechtsbegehren:

Sachanträge

1. Der Regierungsratsbeschluss Nr. 1293 vom 5. September 2012 be-
treffend den Erlass des Uferschutzplans «Wohlensee-Inselrain-
bucht» sowie die Erteilung der Gesamtbaubewilligung seien aufzu-
heben.

2. Auf die Erstellung eines Uferweges auf der Parzelle der Beschwer-
deführerin bzw. der Beschwerdeführenden bzw. auf den Parzellen 
Wohlen-Gbbl. Nrn. 7___ und 8___ [Verfahren 100.2012.375] sei zu 
verzichten.

3. Eventualiter (zu Ziff. 2): Die Planungsvorlage sei zur Überarbeitung 
und zu weitergehenden Sachverhaltsabklärungen zurückzuweisen, 
verbunden mit der Anweisung, den Uferschutzplan «Wohlensee-
Inselrainbucht» dahingehend abzuändern, dass der Uferweg voll-
ständig hinter der Parzelle der Beschwerdeführerin bzw. der Be-
schwerdeführenden bzw. den Parzellen Wohlen-Gbbl. Nrn. 7___ 
und 8___ verläuft.

4. Subeventualiter (zu Ziff. 2 und 3): Die Sache sei zur Neubeurteilung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Der Regierungsrat – vertreten durch die JGK – stellt mit Vernehmlassun-
gen vom 28. Februar 2013 den Antrag, die Verfahren seien, soweit sinnvoll, 
zu vereinigen. Weiter beantragt er, in den Verfahren 100.2012.362-366, 
100.2012.370 und 100.2012.372-379 seien die Beschwerden abzuweisen, 
im Verfahren 100.2012.368 sei sie abzuweisen, soweit darauf eingetreten 
werden könne. Die EG Wohlen hat mit Eingabe vom 15. November 2012 
auf eine Stellungnahme verzichtet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 11

Mit Ausnahme von I.________ (Verfahren 100.2012.373), die sich nicht 
mehr hat vernehmen lassen, haben alle Beschwerdeführenden eine Replik 
eingereicht und an ihren Begehren festgehalten. Mit Eingabe vom 5. Juni 
2013 hat die JGK darauf verzichtet, sich zu den Repliken zu äussern.

Mit Eingabe vom 16. Mai 2013 haben die Beschwerdeführenden 7 (Verfah-
ren 100.2012.370) den Antrag gestellt, der Bericht Ökologie mit Plan-
beilage vom 16. November 2010 (nachfolgend: Bericht Ökologie) sei (we-
gen Befangenheit des Autors) aus den Akten zu weisen und es sei ein 
neuer Bericht in Auftrag zu geben. Mit Stellungnahme vom 27. Juni 2013 
beantragt die JGK, auf diesen Antrag sei nicht einzutreten. Dazu haben 
sich die Antragstellenden am 19. August 2013 nochmals geäussert.

Mit Verfügungen vom 3. Juni 2014 hat die Instruktionsrichterin den Parteien 
von verschiedenen Aktenergänzungen Kenntnis gegeben und ihnen Gele-
genheit eingeräumt, Ablehnungsgründe gegen die vorgesehenen Gutachte-
rinnen der Schweizerischen Vogelwarte Sempach geltend zu machen so-
wie Korrekturwünsche oder Ergänzungsfragen zum Entwurf des den Gut-
achterinnen vorzulegenden Fragenkatalogs einzureichen. Weiter hat sie 
den Antrag der Beschwerdeführenden 7, der Bericht Ökologie sei aus den 
Akten zu weisen, vorläufig abgewiesen. 

Mit Verfügungen vom 5. September 2014 hat die Instruktionsrichterin die 
Expertinnen der Schweizerischen Vogelwarte Sempach beauftragt, bis zum 
31. Dezember 2014 den (ergänzten) Fragenkatalog zu beantworten. Am 
18. Dezember 2014 haben die Gutachterinnen ihr «Gutachten Uferschutz-
planung Wohlensee - Inselrainbucht» eingereicht. Dazu haben sämtliche 
Beschwerdeführenden sowie die JGK Stellung genommen. 

Eine Delegation des Verwaltungsgerichts hat sodann folgende Augen-
scheins- und Instruktionsverhandlungen durchgeführt: Am 22. August 2014 
auf der Parzelle Nr. 3___ (Beschwerdeführende 3); am 17. Oktober 2014 
auf den Parzellen Nrn. 7___ und 8___ (Beschwerdeführende 11) sowie auf 
der Parzelle Nr. 9___ (Beschwerdeführerin 12); am 4. März 2015 auf der 
Parzelle Nr. 6___ (Beschwerdeführende 5) und auf der Parzelle Nr. 10___ 
(Beschwerdeführende 8); am 24. November 2015 auf der Parzelle 
Nr. 11___ (Beschwerdeführerin 9).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 12

Mit Verfügung vom 24. August 2016 hat die Instruktionsrichterin der JGK 
verschiedene Fragen betreffend die geplanten Schilfschutzlahnungen und 
seeseitigen Anpflanzungen gestellt, welche diese am 15. November 2016 
beantwortet hat. Die Beschwerdeführenden erhielten Gelegenheit, dazu 
Stellung zu nehmen. Mit Verfügung vom 16. Februar 2017 hat die In-
struktionsrichterin die Verfahren 100.2012.374-379 vereinigt. Am 24. April 
2017 (Verfahren 100.2012.374-379) und am 5. Mai 2017 (Verfahren 
100.2012.372 und 373) haben auf Antrag der entsprechenden beschwerde-
führenden Parteien öffentliche mündliche Schlussverhandlungen mit Partei-
vorträgen gemäss Art. 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 0.101) stattgefunden. Schliesslich haben die Beschwerdefüh-
renden 7 am 21. April 2017, der Beschwerdeführer 6 am 23. April 2017, der 
Beschwerdeführer 1 und die Beschwerdeführenden 2-5 am 17. Mai 2017 
sowie die JGK am 19. Mai 2017 Schlussbemerkungen eingereicht. 

Erwägungen:

Inhaltsübersicht

1. Eintreten/Kognition/Vereinigung
2. Ausgangslage
3. Ersatzvornahme

3.1 Vorgehen des Regierungsrats 
3.2 Massgebendes Verfahren (Überbauungsordnung als Bau-

bewilligung)
3.3 Umfang der Ersatzvornahme
3.4 Androhung der Ersatzvornahme

4. Formelle Mängel der Überbauungsordnung 
4.1 Fehlende Unterschriften im Baugesuch
4.2 Falsche Profilierung
4.3 Fehlende Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG
4.4 Fehlende Rodungsbewilligung
4.5 Ungenügende Schlagbewilligung

5. Anwendbares Recht

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6. See- und Flussuferrichtplan
7. Geplante Wegführung 
8. Ufernahe Varianten
9. Verzicht auf ufernahe Wegführung

9.1 Attraktivere Variante
9.2 Topografie

10. Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes
10.1 Befangenheit Berichtverfasser Ökologie
10.2 Geplante Massnahmen
10.3 Beurteilung durch die Fachbehörden 
10.4 Wasser- und Zugvögel
10.5 Biotopschutz
10.6 Bauen im Gewässerraum / Beseitigung von Ufervegetation
10.7 Landschaftsschutz
10.8 Zwischenergebnis

11. Rechtsgleichheit
12. Weitere öffentliche Interessen

12.1 Gefahrenkarte
12.2 Nachhaltigkeit

13. Beurteilung der öffentlichen Interessen
14. Private Interessen

14.1 Eigentumsgarantie
14.2 Umfang des Enteignungsrechts
14.3 Verstösse gegen Verhaltensregeln

15. Parzellenspezifische Beeinträchtigungen 
15.1 Verfahren 100.2012.364 (Parzelle Nr. 3___)
15.2 Verfahren 100.2012.372 (Parzelle Nr. 10___)
15.3 Verfahren 100.2012.365 (Parzelle Nr. 4___)
15.4 Verfahren 100.2012.363 (Parzelle Nr. 2___)
15.5 Verfahren 100.2012.366 (Parzelle Nr. 6___)
15.6 Verfahren 100.2012.362 (Parzelle Nr. 1___)
15.7 Verfahren 100.2012.370 (zu Parzelle Nr. 12___)
15.8 Verfahren 100.2012.374 (Parzelle Nr. 13___)
15.9 Verfahren 100.2012.373 (Parzelle Nr. 11___)
15.10 Verfahren 100.2012.377 (Parzelle Nr. 14___)
15.11 Verfahren 100.2012.379 (Parzelle Nr. 15___)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 14

15.12 Verfahren 100.2012.378 (Parzelle Nr. 16___)
15.13 Verfahren 100.2012.370 (zu Parzelle Nr. 17___)
15.14 Verfahren 100.2012.376 (Parzelle Nr. 9___)
15.15 Verfahren 100.2012.375 (Parzellen Nrn. 7___ und 8___)

16. Zusammenfassung/Gesamtinteressenabwägung
17. Ergebnis und Kosten 

1. Eintreten/Kognition/Vereinigung

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. 

1.2 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist befugt, wer am vorinstanz-
lichen Verfahren teilgenommen hat, durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung oder Änderung hat (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Bei Plänen und zuge-
hörigen Vorschriften kann grundsätzlich nur Beschwerde erheben, wer im 
Plangebiet oder daran angrenzend Eigentum oder andere Rechte an 
Grundstücken besitzt und durch den Plan in seinen schutzwürdigen Inte-
ressen als Eigentümerin bzw. Eigentümer, Nachbarin bzw. Nachbar, Miete-
rin bzw. Mieter oder Pächterin bzw. Pächter aktuell betroffen ist. Dabei liegt 
das schutzwürdige Interesse darin, dass die tatsächliche oder rechtliche 
Situation durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann, so-
dass von der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils gespro-
chen werden kann. Der Nachteil muss persönlich und unmittelbar sein. 
Diese Anforderungen grenzen die Beschwerde betroffener Drittpersonen 
von der unzulässigen Popularbeschwerde ab (Art. 61a Abs. 2 Bst. a i.V.m. 
Art. 60 Abs. 2 und Art. 35 Abs. 2 Bst. a des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 
[BauG; BSG 721.0]); zum Ganzen BGE 141 II 50 E. 2.1, 137 II 30 
E. 2.2.2 f.; BVR 2013 S. 343 E. 4.1 f., 2011 S. 498 E. 2.3; Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 4. Aufl. 2013/2017, Art. 60 
N. 3 Bst. b). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 15

1.2.1 Der Beschwerdeführer 1, die Beschwerdeführerinnen 9, 12 und 15 
sowie die Beschwerdeführenden 2-5, 7, 8, 10, 13 und 14 haben am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind als Eigentümerinnen und 
Eigentümer bzw. Bewohnerinnen und Bewohner von vom Uferweg be-
troffenen Parzellen bzw. Liegenschaften durch den angefochtenen Ent-
scheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an des-
sen Aufhebung oder Änderung. Auf ihre form- und fristgerecht eingereich-
ten Beschwerden ist einzutreten. 

1.2.2 Die Beschwerdeführerin 11 hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist als Eigentümerin der Parzellen Wohlen Gbbl. Nrn. 7___ und 
8___ durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ebenfalls ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten. Der Vater der Beschwerdeführerin 11 ist nicht 
(mehr) Eigentümer einer vom Uferweg betroffenen Parzelle. Jedoch be-
wohnt er angeblich zeitweise den Bungalow (Gebäude Nr. 18___a) auf der 
Parzelle Nr. 7___. Ob der sporadische Aufenthalt in einer Liegenschaft 
ausreicht, um die Beschwerdebefugnis zu begründen, ist fraglich, zumal 
gemäss den Ausführungen der JGK aufgrund der bekannten Akten kein 
zum Wohnen bewilligter Bungalow auf den Parzellen Nrn. 7___ und 8___ 
besteht (vgl. Vernehmlassung JGK vom 28.2.2013 Ziff. 2). Da jedenfalls die 
Beschwerdeführerin 11 zur Beschwerde befugt und diese ohnehin zu be-
handeln ist, muss über die Beschwerdelegitimation des Beschwerdefüh-
rers 11 nicht abschliessend entschieden werden.

1.3 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist ferner jede andere Person, 
Organisation oder Behörde befugt, die durch Gesetz oder Dekret dazu er-
mächtigt ist (Art. 79 Abs. 2 VRPG). Im Zeitpunkt der ersten öffentlichen 
Auflage war noch das Baugesetz in der bis zum 31. August 2009 geltenden 
Fassung anwendbar (BAG 94-76; in Kraft vom 1.1.1995 bis 31.8.2009). 
Danach waren private Organisationen in Form einer juristischen Person zur 
Einsprache und zur Beschwerde befugt, soweit die Wahrung von Anliegen 
des BauG nach den Statuten zu ihren dauernden Hauptaufgaben gehörte 
und soweit sie zum Zeitpunkt der Bekanntmachung des Vorhabens min-
destens fünf Jahre bestanden (Art. 60 Abs. 2 i.V.m. aArt. 35 Abs. 2 Bst. b 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
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und Art. 61a Abs. 2 Bst. a BauG; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 35-35c 
N. 23a).

Der Beschwerdeführer 6 ist mit seinen Anträgen im vorinstanzlichen Ver-
fahren nicht durchgedrungen und daher formell beschwert. Er ist als Verein 
organisiert und demnach eine private Organisation in Form einer juristi-
schen Person im Sinn von aArt. 35 Abs. 2 Bst. b BauG. Im Zeitpunkt der 
ersten öffentlichen Auflage des Uferschutzplans vom 17. November bis 
17. Dezember 2008 (vorne Bst. B) bestand der Verein seit über fünf Jah-
ren. Gemäss Art. 2 seiner Statuten vom 23. Juni 1982 (mit Änderung vom 
17.6.1985; vgl. act. 18A in Dossier 100.2012.368) bezweckt der Beschwer-
deführer 6 die Erhaltung des Wohlensees als See, dessen Wasserfläche 
nicht durch weitere grössere Auflandungen beeinträchtigt werden soll 
(Bst. a), die Erhaltung seiner Fauna und Flora (Bst. b), die Erhaltung seiner 
natürlichen und naturnahen Ufer, die landschaftsgerechte Gestaltung ge-
störter Uferpartien und bestehender Auflandungen sowie den Schutz der 
Ufer vor Beeinträchtigungen durch private und öffentliche Einrichtungen 
und Anlagen (Bst. c) und den Schutz des Sees und seiner Umgebung vor 
übermässigen Luft- und Lärmimmissionen und den Folgen eines über-
bordenden Erholungstourismus, der den Erholungswert der Seenlandschaft 
beeinträchtigt (Bst. d). Der Verein ist bestrebt, den Wohlensee in verant-
wortbarem Rahmen für umweltfreundliche Wassersportarten und für die 
Sportfischerei offen zu halten (Bst. e). Im Rahmen seiner Interessen ver-
folgt er die Ziele der schweizerischen Natur- und Landschaftsschutz-
gesetze, des bernischen Baugesetzes und des Baureglements der Ge-
meinde Wohlen (Bst. f). – Nach Art. 54 BauG i.V.m. dem Gesetz vom 
6. Juni 1982 über See- und Flussufer (SFG; BSG 704.1) zählen Anliegen 
rund um den Schutz des Wohlensees zu denjenigen des Baugesetzes. Der 
Beschwerdeführer 6 ist folglich zur Beschwerde befugt. Auf seine form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.4 Soweit der Beschwerdeführer 6 geltend macht, die bloss 30-tägige 
Beschwerdefrist sei in einer derart umfangreichen Angelegenheit unzumut-
bar und der RRB sei absichtlich in der offiziellen Ferienzeit eröffnet worden, 
ist Folgendes festzuhalten: Bei der 30-tägigen Beschwerdefrist nach Art. 81 
Abs. 1 VRPG handelt es sich um eine gesetzliche Frist, welche durch die 

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Rechtsmittelbehörde nicht erstreckt werden kann (Art. 43 Abs. 1 VRPG; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art 81 N. 1). Bei gesetzlichen Fristen hat der Gesetzgeber die Abwägung 
zwischen den sich gegenüberstehenden Interessen an einer festen oder 
variablen Zeitspanne für Prozesshandlungen vorweggenommen und zu-
gunsten der Unveränderbarkeit entschieden (Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 43 N. 1). Auch wenn diese Frist in Einzelfällen sehr kurz er-
scheinen mag, steht es den Behörden nicht zu, sie zu verlängern. Der RRB 
wurde entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 6 nicht wäh-
rend der Schulferien, sondern in der Woche davor eröffnet. Im Übrigen 
wäre auch eine Eröffnung während der Schulferien zulässig gewesen, be-
stehen doch diesbezüglich keine entgegenstehenden Vorschriften.   

1.5 Art. 33 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) verlangt, dass das 
kantonale Recht wenigstens ein Rechtsmittel gegen Verfügungen und 
Nutzungspläne vorsieht, die sich auf dieses Gesetz und seine kantonalen 
und eidgenössischen Ausführungsbestimmungen stützen, wobei eine volle 
Überprüfung – d.h. sowohl eine Rechts- als auch eine Angemessenheits-
kontrolle – zu gewährleisten ist (Art. 33 Abs. 3 Bst. b RPG). Da das Ver-
waltungsgericht in Bezug auf Uferschutzpläne gemäss SFG, welche der 
Regierungsrat als Ersatzvornahme erlässt (vgl. dazu auch hinten E. 3.1.1), 
einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist, hat es demnach den angefochte-
nen Entscheid sowohl auf Rechtsverletzungen als auch auf Unange-
messenheit hin zu überprüfen. Dabei hat es allerdings zu berücksichtigen, 
dass dem Regierungsrat als Planungsbehörde – wie den Gemeinden bei 
ihren Planungen – ein erhebliches Planungsermessen zusteht und er sel-
ber darüber zu befinden hat, welche von mehreren gesetzmässigen und 
zweckmässigen Lösungen er wählen will. Es kann auch im Rahmen der 
vollen Überprüfungsbefugnis nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts als 
Rechtsmittelbehörde sein, sein eigenes Ermessen an die Stelle des recht-
mässig ausgeübten Planungsermessens der Planungsbehörde zu stellen 
(BVR 2016 S. 507 E. 1.4, 2014 S. 327 E. 1.3; BGE 135 II 286 E. 5.2, 
127 II 238 E. 3b/aa). Zudem auferlegt sich das Verwaltungsgericht eine 
gewisse Zurückhaltung, soweit für die Beurteilung besondere Sach- oder 
Fachkenntnisse erforderlich sind, über die es nicht gleichermassen verfügt 

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wie die Verwaltungsbehörden mit ihren Fachleuten und -stellen (BVR 2016 
S. 507 E. 1.4 mit Hinweisen).

1.6 Da die Beschwerden den gleichen Gegenstand betreffen, sind die 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren – soweit nicht bereits geschehen (vgl. 
vorne Bst. C) – zu vereinigen (Art. 17 Abs. 1 VRPG).

2. Ausgangslage

2.1 Nach Art. 1 SFG schützen Kanton und Gemeinden die Uferland-
schaft und sorgen für öffentlichen Zugang zu See- und Flussufern (vgl. 
auch Art. 54 Abs. 2 Bst. c und d BauG). Zu diesem Zweck verlangt das 
SFG den Erlass von Uferschutzplänen für die vom Gesetz erfassten 
Gewässer, so u.a. den Wohlensee (Art. 2 Abs. 1 Bst. a SFG). Ein Kern-
stück des SFG ist die Anlage eines Uferwegs (Art. 3 Abs. 1 Bst. b SFG). 
Das Gesetz folgt damit dem Planungsgrundsatz von Art. 3 Abs. 2 Bst. c 
RPG, wonach der öffentliche Zugang und die Begehung der See- und 
Flussufer erleichtert werden sollen (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 11 N. 19). 
Gemäss Art. 3 Abs. 1 SFG legt der Uferschutzplan nebst dem Uferweg 
namentlich eine Uferschutzzone im unüberbauten Gebiet und Bau-
beschränkungen im überbauten Gebiet, allgemein benützbare Freiflächen 
für Erholung und Sport sowie Massnahmen zur Erhaltung naturnaher Ufer-
landschaften und zu ihrer Wiederherstellung fest. 

2.2 Die Gemeindeversammlung der EG Wohlen beschloss am 
17. September 1991 den Uferschutzplan Wohlensee und gab im Ufer-
abschnitt B (Inselrain - Thalmatt) der Variante «ufernahe Wegführung» den 
Vorzug vor der Variante «Hofenstrasse» (RRB 1990 vom 9.8.1995 [nach-
folgend: RRB 1990] S. 13 f. E. 4b). Der kommunale Uferschutzplan be-
zeichnet im Übrigen namentlich die Uferschutzzone, das überbaute Gebiet 
mit Baubeschränkungen sowie die zur Entfernung vorgesehenen Stör-
objekte. Die Genehmigungsverfügung der damaligen Baudirektion (heute: 
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern [BVE]) vom 
13. August 1993 hob der Regierungsrat in der Folge auf, soweit sie den 
Uferweg im Abschnitt B (Inselrain - Thalmatt) auf den Parzellen der 

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privaten Beschwerdeführenden sowie im Konfliktbereich mit Ufervegetation 
und Wald betraf (vgl. vorne Bst. A). Er wies die Sache zur Ausarbeitung 
einer detaillierten Planung des Uferwegs «im Sinne der Erwägungen» an 
die Gemeinde zurück. Den Erwägungen ist zu entnehmen, dass der 
Regierungsrat die ufernahe Wegführung, wie die Gemeinde sie geplant 
hatte, dem Grundsatz nach für genehmigungsfähig erachtete. Er kam zum 
Schluss, dass weder die mit dem Uferweg verbundenen Eingriffe in das 
private Grundeigentum noch die geltend gemachten naturschützerischen 
Überlegungen die Verlegung des Uferwegs auf die Hofenstrasse und den 
Kappelenring rechtfertigten. Allerdings sei der Plan insofern mangelhaft 
und unvollständig, als die Linienführung des Uferwegs nicht genau fest-
gelegt werde, weshalb sie auch nicht abschliessend beurteilt werden 
könne. Der Regierungsrat wies die Gemeinde an, die Hangrutschgefahr an 
den kritischen Stellen eingehender zu untersuchen, eine umfassende 
Interessenabwägung unter Einbezug der Rodung von Ufervegetation und 
Wald vorzunehmen und den Uferweg detailgenau in den Plan einzu-
zeichnen (RRB 1990 S. 42 E. 8). Mit Urteil vom 28. April 1997 stützte das 
Verwaltungsgericht diesen Entscheid im Grundsatz. Es bestätigte, dass die 
Interessen des Vogelschutzes eine ufernahe Wegführung nicht grundsätz-
lich ausschlössen und auch sonst keine anderen Gründe ersichtlich seien, 
die eine solche Wegführung zum vornherein, d.h. ohne nähere Prüfung 
aller relevanten Gesichtspunkte aufgrund eines Detailprojekts, verhinder-
ten. Allerdings bleibe eine umfassende Interessenabwägung vorbehalten; 
sollten insgesamt überwiegende Interessen gegen eine ufernahe Weg-
führung sprechen, müsste allenfalls doch darauf verzichtet werden 
(VGE 19596-19601 vom 28.4.1997 E. 3e; vgl. vorne Bst. A). Da die 
Gemeinde die verbleibenden Planungsarbeiten anschliessend nicht zu 
Ende führte, erliess der Regierungsrat mit RRB 1293 vom 5. September 
2012 ersatzweise die hier umstrittene Ergänzung der kommunalen Ufer-
schutzplanung Wohlensee im Bereich der Inselrainbucht (vgl. vorne Bst. B). 
Er beschränkte sich dabei nicht auf die Detailplanung des Uferwegs im 
engeren Sinn, sondern ordnete zusätzlich eine Reihe begleitender Mass-
nahmen an. 

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3. Ersatzvornahme

3.1 Vorgehen des Regierungsrats 

3.1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 SFG in der ursprünglichen, bis zum 31. De-
zember 2008 geltenden Fassung (GS 1982 S. 182 ff.; nachfolgend: aArt. 8 
SFG) war der Regierungsrat zum ersatzweisen Erlass von Uferschutz-
plänen zuständig, wenn eine Gemeinde ihrer Verpflichtung nicht innert fünf 
Jahren seit Inkrafttreten des SFG nachgekommen war. Im Rahmen der am 
1. Januar 2009 in Kraft getretenen Revision des VRPG vom 10. April 2008 
erfuhren auch Bestimmungen des SFG Änderungen (BAG 08-109). So 
sieht Art. 8 Abs. 1 SFG in der geltenden Fassung vor, dass der Regie-
rungsrat die zuständige Stelle der JGK nötigenfalls ermächtigen kann, die 
Uferschutzpläne ersatzweise zu erlassen. Mit dieser Neuerung soll der 
zweistufige Instanzenzug gewährleistet werden: Der Rechtsmittelweg führt 
neu vom AGR an die JGK und anschliessend an das Verwaltungsgericht 
(Vortrag des Regierungsrats betreffend das Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege [Änderung], in Tagblatt des Grossen Rates 2008, Beilage 11, 
S. 31 f.; Herzog/Daum, Die Umsetzung der Rechtsweggarantie im berni-
schen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, in BVR 2009 S. 1 ff., 41). 
Ziffer 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des VRPG vom 
10. April 2008 sieht vor, dass bei Inkrafttreten dieser Änderung hängige 
Verwaltungs- und Verwaltungsbeschwerdeverfahren von der nach bis-
herigem Recht zuständigen Behörde zu Ende geführt werden. Das oder die 
weiteren Rechtsmittel und die Zulässigkeit eines an eine verwaltungs-
unabhängige Justizbehörde gerichteten Rechtsmittels beurteilen sich nach 
dem neuen Recht. Entscheidend für die Zuständigkeit zum ersatzweisen 
Erlass des Uferschutzplans ist demnach, wann das Planerlassverfahren 
anhängig gemacht wurde (vgl. zum Ganzen BVR 2014 S. 327 
[VGE 2010/423/427 vom 18.9.2013] nicht publ. E. 3.2; VGE 2010/428 vom 
18.9.2013 E. 2). Die hier noch umstrittene Ergänzung des Uferschutzplans 
wurde erstmals vom 17. November bis 17. Dezember 2008 öffentlich auf-
gelegt (vorne Bst. B). Spätestens ab diesem Zeitpunkt muss das Plan-
erlassverfahren als hängig gelten. Der Regierungsrat war somit zur ersatz-
weisen Ergänzung der Uferschutzplanung «Inselrain - Thalmatt» zuständig 

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(vgl. auch Herzog/Daum, a.a.O., S. 28). Dass die Uferwegplanung dadurch 
dem Beschluss der Stimmberechtigten der EG Wohlen, welche für deren 
Erlass an sich zuständig gewesen wären (vgl. Art. 5 Abs. 2 SFG i.V.m. 
Art. 66 Abs. 2 BauG), entzogen wurde, trifft zu, ist aber gesetzlich vorge-
sehen und deshalb nicht zu beanstanden. Folglich kann die Gemeinde 
auch nicht über die mit der Uferwegplanung verbundenen Kosten entschei-
den. Da das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid sowohl auf 
Rechtsverletzungen als auch auf Unangemessenheit hin überprüft (vgl. 
vorne E. 1.5), fehlt es bei der erstinstanzlichen Zuständigkeit des Regie-
rungsrats zur Ersatzvornahme – entgegen den Ausführungen mehrerer 
Beschwerdeführender – auch nicht an einer Rechtsmittelinstanz mit voller 
Überprüfungsbefugnis. 

3.1.2 Die Zuständigkeit des Regierungsrats zur Ersatzvornahme bedeu-
tet nicht, dass dessen Mitglieder persönlich hätten Sachverhaltsfeststellun-
gen treffen oder an Augenscheinen teilnehmen müssen. Nach Art. 4 Abs. 2 
des Koordinationsgesetzes vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) handelt 
in einem koordinierten Verfahren, in dem der Regierungsrat Leitbehörde ist, 
bis zum Gesamtentscheid vielmehr die in der Sache zuständige Direktion. 
Gemäss Art. 21 Abs. 1 und Art. 29 des Gesetzes vom 20. Juni 1995 über 
die Organisation des Regierungsrates und der Verwaltung (Organisations-
gesetz, OrG; BSG 152.01) i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Bst. g der Verordnung vom 
18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Justiz-, 
Gemeinde- und Kirchendirektion (Organisationsverordnung JGK, OrV JGK; 
BSG 152.221.131) erfüllt die JGK Aufgaben auf dem Gebiet der Raum-
planung und der Baupolizei. Die Geschäfte im Bereich der Raumplanung 
besorgt das AGR, soweit sie nicht einer andern Verwaltungsstelle über-
tragen sind (Art. 12 Bst. d OrV JGK). Anders als etwa die Instruktion von 
Beschwerdeverfahren für den Regierungsrat oder die Direktion, die dem 
Rechtsamt JGK übertragen ist (Art. 14 Abs. 1 Bst. a OrV JGK), ist die Vor-
bereitung eines RRB über die Ersatzvornahme einer kommunalen Ufer-
schutzplanung an keine andere Verwaltungsstelle delegiert. Es ist somit 
nicht zu beanstanden, wenn das AGR im Namen der JGK das Verfahren 
für den Regierungsrat instruiert und sämtliche für die Entscheidfindung 
notwendigen Handlungen und Abklärungen vorgenommen hat. Entgegen 
der Ansicht mehrerer Beschwerdeführender war persönliches Handeln des 

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Vorstehers der JGK im Instruktionsstadium des Verfahrens nicht erforder-
lich und wurde durch sein Fehlen an den Augenscheinen ihr rechtliches 
Gehör nicht verletzt (vgl. BGer 1C_554/2015 vom 2.5.2016 E. 2.4 mit 
Hinweis auf BGE 110 Ia 81 E. 5c). 

3.1.3 Soweit Beschwerdeführende geltend machen, es sei nicht be-
kannt, welche Unterlagen dem Regierungsrat für den Entscheid vorlagen 
und deren Edition beantragen, ist Folgendes festzuhalten: Dem Regie-
rungsrat standen einerseits die Auflageakten zur Verfügung, welche den 
Beschwerdeführenden bekannt sind, und andererseits die übrigen Vor-
akten, in welche die Beschwerdeführenden jederzeit hätten Einsicht 
nehmen können. Diese gesamten Vorakten hat das Verwaltungsgericht mit 
Verfügung vom 25. Oktober 2012 eingeholt. Ob ein Mitberichtsverfahren 
durchgeführt wurde, ist fraglich; ein solches war jedenfalls nicht zwingend 
erforderlich (vgl. Art. 22 Abs. 2 der Verordnung vom 26. Juni 1996 über das 
Vernehmlassungs- und das Mitberichtsverfahren [VMV; BSG 152.025]). 
Sollte ein solches stattgefunden haben, wären die Mitberichte der anderen 
Direktionen – soweit sie nicht ohnehin vertraulich sind (vgl. Art. 25a VMV) – 
verwaltungsinterne Akten, die dem (verfahrensrechtlichen) Akteneinsichts-
recht gemäss Art. 23 Abs. 1 VRPG nicht unterliegen (vgl. BVR 2013 S. 443 
E. 3.2.1, 2012 S. 252 E. 3.3.4; BGer 1C_159/2014 vom 10.10.2014, in 
ZBl 2015 S. 323 E. 4.3). Die entsprechenden Beweisanträge werden ab-
gewiesen. Das Gleiche gilt für die geforderte Herausgabe verwaltungs-
interner Besprechungsnotizen betreffend ein Gespräch zwischen Ver-
tretungen des Jagdinspektorats (JI) und des Bundesamts für Umwelt 
(BAFU) vom 14. Dezember 2006, sollten solche Notizen tatsächlich existie-
ren (vgl. Vorakten, Ordner 1 Vorakten 1997-2006 Ersatzvornahme – MW 
[act. 6A], Register Ökologie [JI, BAFU] BehiG). Die im RRB (S. 23 E. 2.7) 
erwähnte Stellungnahme des BAFU vom 4. Dezember 2006 bezieht sich 
auf einen zu Beginn der Planung durch das AGR eingeholten Amtsbericht 
des JI vom 28. November 2006 (vgl. Vorakten, Ordner 1 Vorakten 1997-
2006 Ersatzvornahme – MW [act. 6A], Register Ökologie [JI, BAFU] 
BehiG). Einzige Grundlage dieses Amtsberichts war noch der «Bericht 
ökologische Grundlagen zum geplanten Uferweg Inselrainbucht, ARGE 
Uferweg Inselrain, November 2006», d.h. eine frühere Fassung des letztlich 
als Entscheidgrundlage dienenden Berichts Ökologie; Überbauungspläne 

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und -vorschriften waren – anders als für die (definitiven) Amtsberichte vom 
3. Juli 2008 (1. öffentliche Auflage, Amts- und Fachberichte pag. 32/9a f., 
nachfolgend: Amtsbericht JI 2008) und 30. Oktober 2010 (2. öffentliche 
Auflage, Ämterkonsultation Fach- und Amtsberichte pag. 30/5, nach-
folgend: Amtsbericht JI 2010) – noch nicht vorhanden. Das BAFU nimmt zu 
diesem Amtsbericht in zwei Sätzen kurz Stellung. Anschliessend hat das JI 
die in Zusammenarbeit mit dem BAFU definierten Schutzmassnahmen im 
Amtsbericht vom 14. Dezember 2006 aufgelistet (vgl. Vorakten, Ordner 1 
Vorakten 1997-2006 Ersatzvornahme – MW [act. 6A], Register Ökologie 
[JI, BAFU] BehiG). Sowohl die Amtsberichte des JI als auch die Stellung-
nahme des BAFU befinden sich in den Vorakten. Öffentlich aufgelegt wur-
den hingegen nur die für das letztlich aufgelegte Projekt relevanten (defini-
tiven) Amtsberichte des JI (2008 bzw. 2010). Die Zustimmung des BAFU 
war weder erforderlich (vgl. hinten E. 10.4.13) noch Grundlage des RRB. 
Anders als verschiedene Beschwerdeführende meinen, musste die Stel-
lungnahme des BAFU folglich weder öffentlich aufgelegt noch den nach-
maligen Einsprechenden zugestellt werden. Im Übrigen hätten diese die 
Akten und damit auch die Stellungnahme jederzeit einsehen können. Der 
Regierungsrat hat ihr rechtliches Gehör nach dem Gesagten nicht verletzt. 
Aber selbst wenn man eine Gehörsverletzung bejahen wollte, würde es 
sich nicht rechtfertigen, den Regierungsratsbeschluss deshalb aufzuheben, 
da diese jedenfalls nicht besonders schwer wäre und praxisgemäss geheilt 
werden könnte, zumal dem Verwaltungsgericht die gleiche Überprüfungs-
befugnis zukommt wie dem Regierungsrat (vgl. vorne E. 1.5) und die Be-
schwerdeführenden ihre Rechte im Beschwerdeverfahren vollumfänglich 
wahrnehmen konnten (vgl. statt vieler BGE 129 I 129 E. 2.2.3; BVR 2012 
S. 28 E. 2.3.5, je mit Hinweisen). 

3.1.4 Der Regierungsrat berät Geschäfte auf der Grundlage des Antrags 
der Vorsteherin oder des Vorstehers der Fachdirektion (Art. 50 Abs. 1 
Bst. a OrG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über 
die Organisation des Regierungsrates [Organisationsverordnung RR, OrV 
RR; BSG 152.11]); es ist nicht möglich, dass ein Amt direkt dem Regie-
rungsrat als Kollegialbehörde Antrag stellt. Die Vermutung mehrerer Be-
schwerdeführender, der Regierungsrat habe seinen Entscheid lediglich 
gestützt auf eine Zusammenfassung des vorbereitenden Amtes getroffen, 

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ist zudem durch nichts belegt. Die Rügen erweisen sich als unbegründet. 
Soweit Beschwerdeführende weiter in allgemeiner Form geltend machen, 
es sei klar, dass die kantonsinternen Stellen und die vom Kanton beauf-
tragten und bezahlten externen Fachleute ihre Berichte und Stellung-
nahmen im Sinn des ausgearbeiteten Projekts abgegeben hätten, und eine 
Beurteilung von unabhängiger Seite verlangen, kann ihnen ebenfalls nicht 
gefolgt werden. Es ist systemimmanent, dass sich kantonale Ämter zu An-
gelegenheiten anderer kantonaler Verwaltungsbehörden äussern müssen. 
Für eine funktionierende Verwaltung ist es unabdingbar, dass Ämter in der 
Lage sind, aus ihrer jeweiligen fachlichen Optik unabhängig von anderen 
Verwaltungsbehörden zu handeln. Allein aus dem Umstand, dass sich ver-
waltungsinterne Stellen zum Projekt geäussert haben, kann demnach nicht 
auf eine voreingenommene oder unrichtige Beurteilung geschlossen wer-
den. Konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen nicht und werden von den 
Beschwerdeführenden auch nicht geltend gemacht. Externe Gutachterin-
nen und Gutachter können im Übrigen für ein falsches Gutachten bestraft 
werden (vgl. Art. 307 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; 
SR 311.0]). Auch deshalb ist davon auszugehen, dass sie ihre Gutachten, 
gleichgültig von wem sie bezahlt werden, nach bestem Wissen und Gewis-
sen verfassen. 

3.2 Massgebendes Verfahren (Überbauungsordnung als Bau-
bewilligung)

3.2.1 Einige Beschwerdeführende machen geltend, der Regierungsrat 
hätte den Uferschutzplan nicht im Verfahren der kantonalen Überbauungs-
ordnung (ÜO) erlassen dürfen, da die Voraussetzungen nach Art. 102 
BauG nicht erfüllt seien. Im Weiteren dürfe der Uferschutzplan den Uferweg 
nicht mit der Genauigkeit der Baubewilligung festlegen. Es fehle eine ent-
sprechende gesetzliche Grundlage. Das Vorgehen des Regierungsrats 
bedeute zudem eine Verletzung der Gemeindeautonomie. 

3.2.2 Der Regierungsrat erlässt den Uferschutzplan ersatzweise im Ver-
fahren der kantonalen ÜO (aArt. 8 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 SFG i.V.m. 
Art. 20 Abs. 3 der See- und Flussuferverordnung vom 29. Juni 1983 [SFV; 
BSG 704.111]). Dieses Verfahren ist somit spezialgesetzlich vorgeschrie-
ben. Unter welchen allgemeinen Voraussetzungen ansonsten eine kanto-

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nale ÜO erlassen werden kann (vgl. Art. 102 Abs. 1 BauG sowie 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art.  102 N. 2), ist für das vorliegende 
Planungsverfahren nicht von Bedeutung (BVR 2014 S. 327 
[VGE 2010/423/427 vom 18.9.2013] nicht publ. E. 3.2).

3.2.3 Das Verwaltungsgericht hat die Frage regelmässig offengelassen, 
ob sich private Beschwerdeführende überhaupt auf die Gemeindeautono-
mie berufen dürfen (vgl. BVR 2014 S. 327 [VGE 2010/423/427 vom 
18.9.2013] nicht publ. E. 3.3, 2001 S. 168 E. 6b mit Hinweisen; anders 
JTA 2010/114 vom 19.11.2012 E. 1.3; zur bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung vgl. BGE 134 II 217 nicht publ. E. 8.2; BGer 1C_247/2007 vom 
11.3.2008 E. 3.2, 1A.194/1P.572/1P.576/1P.578/2006 vom 14.3.2007, in 
ZBl 2008 S. 284 E. 2.3; neuerdings auch BGE 143 II 120 E. 7.1, 141 I 36 
E. 1.2.4). Auch vorliegend besteht kein Anlass, diese Frage abschliessend 
zu beantworten, da die Beschwerdeführenden ohnehin nichts aus dieser 
Rüge ableiten könnten: Gemäss Art. 88 Abs. 6 BauG gilt die ÜO als Bau-
bewilligung, soweit sie das Bauvorhaben mit der Genauigkeit der Baubewil-
ligung festlegt. Dasselbe bestimmte Art. 1 Abs. 4 BauG in der bis zum 
31. August 2009 geltenden Fassung (BAG 94-76; nachfolgend: aArt. 1 
Abs. 4 BauG; vgl. auch Art. 45 des Dekrets vom 22. März 1994 über das 
Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]; 
Art. 122b der Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1]). Die 
Baubewilligung kann somit im Verfahren der (kommunalen) ÜO erteilt wer-
den (vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 1 N. 30 und Art. 88/89 N. 7a). Der Re-
gierungsrat erlässt den Uferschutzplan wie dargelegt ersatzweise im Ver-
fahren der kantonalen ÜO. Eine kantonale ÜO hat dieselben Rechts-
wirkungen wie eine kommunale ÜO (Art. 102 Abs. 2 BauG); sie gilt unter 
den vorgenannten Voraussetzungen somit ebenfalls als Baubewilligung 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 102 N. 4). Unabhängig von der Frage, ob es 
sich bei der hier umstrittenen Planung um eine kantonale oder kommunale 
ÜO handelt, war der Regierungsrat somit befugt, die Uferschutzplanung im 
Rahmen der Ersatzvornahme mit der Genauigkeit einer Baubewilligung zu 
erlassen. Entgegen der Ansicht mehrerer Beschwerdeführender hat er die 
bestehende kommunale Uferschutzplanung aus dem Jahr 1991 auch nicht 
aufgehoben, sondern lediglich ergänzt. Diese Ergänzung war notwendig, 
weil die Gemeinde dem gesetzlichen Auftrag, im Rahmen der Uferschutz-

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planung einen Uferweg festzulegen (Art. 3 Abs. 1 Bst. b SFG), nicht 
rechtsgenüglich nachgekommen war (vgl. vorne Bst. B und E. 2.2). Abge-
sehen davon, dass die Motive des Gemeinderats der EG Wohlen für die 
Einstellung der Planungsarbeiten nicht relevant sind, trifft es entgegen den 
Ausführungen verschiedener Beschwerdeführender nicht zu, dass er die 
Uferwegplanung deshalb nicht weiter führte, weil er zur Überzeugung ge-
langt war, dass keine verfassungs- und gesetzeskonforme Lösung möglich 
sei. Vielmehr erachtete er die Realisierung der damals zur Diskussion ste-
henden Uferwegvarianten – insbesondere aufgrund der berührten Privat-
interessen – letztlich als unrealistisch bzw. nicht sinnvoll (vgl. Schreiben 
des Gemeinderats an die JGK vom 20.9.2005 und 18.1.2006, in unpag. 
Vorakten, Ordner 1 Vorakten 1997-2006 Ersatzvornahme – MW [act. 6A]). 
Der Regierungsrat war somit ohne weiteres befugt, anstelle der Gemeinde 
zu planen und die ÜO mit der Wirkung einer Baubewilligung auszustatten. 
Sein Vorgehen verletzt die Gemeindeautonomie demnach nicht. Dass so-
wohl aArt. 1 Abs. 4 BauG als auch Art. 88 Abs. 6 BauG später als die See- 
und Flussufergesetzgebung in Kraft getreten sind (vgl. BAG 94-76 bzw. 09-
64), ändert nichts an diesem Ergebnis. Aus dem SFG und der SFV geht 
hervor, dass die Uferschutzplanung mit den planungsrechtlichen Instru-
menten der Baugesetzgebung erfolgt. Es bestehen keine Hinweise darauf, 
dass die aus der Verweisung in Art. 20 Abs. 3 SFV folgende Anwendbarkeit 
der genannten, später in Kraft getretenen Bestimmungen des Baugesetzes 
ausgeschlossen werden sollte. Es handelt sich vielmehr um einen sog. 
dynamischen Verweis, also einen Verweis auf die jeweils aktuelle Fassung 
der entsprechenden Bestimmungen der Baugesetzgebung (BVR 2014 
S. 327 [VGE 2010/423/427 vom 18.9.2013] nicht publ. E. 3.3; 
BGer 1C_829/2013 vom 1.5.2014 E. 2.3; vgl. zum Begriff BVR 2013 S. 151 
E. 5.2, 2010 S. 507 E. 2.1).

3.3 Umfang der Ersatzvornahme

3.3.1 Verschiedene Beschwerdeführende machen geltend, die Ersatz-
vornahme des Regierungsrats gehe über die Festlegung des Uferwegs 
hinaus und sei in diesem Umfang unzulässig. Denn die Uferschutzplanung 
der Gemeinde sei, abgesehen von der detaillierten Planung des Uferwegs, 
abschliessend und rechtskräftig genehmigt. Jedenfalls dürften mit der Er-

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satzvornahme nur Gegenstände geregelt werden, welche ihre Grundlage 
im SFG hätten. Nicht darunter fielen beispielsweise Massnahmen für den 
Vogelschutz, ein Fahrverbot für die Schifffahrt oder die Kündigung von 
Schiffsliegeplätzen. Zudem müsse sich die Ersatzvornahme auf den Erlass 
von Uferschutzplänen beschränken; die Realisierung von Massnahmen aus 
dem Uferschutzplan falle nicht darunter.

3.3.2 Gegenstand der vom Regierungsrat anstelle der Gemeinde vorzu-
nehmenden Ergänzung der Uferschutzplanung bildete der im Detail und 
unter Abklärung sowie Abwägung aller Interessen festzulegende Uferweg 
im Abschnitt B (Inselrain - Thalmatt). Umstritten ist, ob und inwieweit der 
Regierungsrat befugt war, mittels der Ersatzvornahme nicht nur die Linien-
führung des Uferwegs festzulegen, sondern zusätzlich Massnahmen anzu-
ordnen. 

3.3.3 Uferschutzpläne werden in einem koordinierten Verfahren (für ÜO) 
erlassen und beinhalten mindestens die in Art. 3 Abs. 1 SFG genannten 
Gegenstände. Art. 3 Abs. 1 SFG regelt den Inhalt der Uferschutzpläne je-
doch nicht abschliessend. Diese können vielmehr alles enthalten, was Ge-
genstand einer ÜO sein kann (VGE 2010/428 vom 18.9.2013 E. 8.3, 21284 
vom 3.12.2001 E. 3a; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 11 N. 20). Der Regie-
rungsrat war für die hier umstrittene Ersatzvornahme jedoch beschränkt auf 
die Ergänzung der kommunalen Planung, die keine verbindliche Regelung 
des Uferwegs enthielt (vgl. vorne E. 2.2). In diesem Rahmen durfte er 
sämtliche Festlegungen treffen, welche die Gemeinde auch hätte treffen 
dürfen. Da die konkrete Wegführung einer umfassenden Interessenabwä-
gung standhalten muss, ist eine möglichst schonende Planung erforderlich, 
die so weit möglich Rücksicht auf entgegenstehende öffentliche und private 
Interessen nimmt (Interessenausgleich) oder allenfalls Ersatz bietet. Flan-
kierende Massnahmen, die in direktem Zusammenhang mit Beeinträchti-
gungen durch den Weg stehen, können helfen, diesen Ausgleich zu reali-
sieren. So ist es möglich, dass eine Uferwegführung ohne begleitende 
Massnahmen unzulässig, dieselbe Uferwegführung mit Massnahmen je-
doch zulässig ist. Es trifft deshalb – entgegen der Ansicht verschiedener 
Beschwerdeführender – nicht zu, dass der Regierungsrat mit der Ersatz-
vornahme nur noch die genaue Uferwegführung festlegen durfte. Vielmehr 

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war er gehalten, mit der Wegführung einhergehende Beeinträchtigungen 
mit ausgleichenden Massnahmen zu mildern. Dabei ist nicht ersichtlich, 
weshalb nur Massnahmen auf der Grundlage des SFG erlaubt sein sollten, 
zumal dort die möglichen Massnahmen nicht abschliessend genannt wer-
den. Ob die angeordneten Massnahmen im Einzelnen rechtmässig sind, 
bleibt zu klären; im Grundsatz ist nichts gegen sie einzuwenden.

3.3.4 Entgegen der Ansicht mehrerer Beschwerdeführender hat der Re-
gierungsrat nicht bereits über die Planung hinaus Massnahmen des Ufer-
schutzplans verwirklicht (vgl. Art. 6 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 3 SFG). Keine 
der geplanten Massnahmen ist bereits ausgeführt. Der Widerruf der Bewil-
ligungen für die Schiffsliegeplätze muss von der zuständigen Stelle unter 
Wahrung des rechtlichen Gehörs erst noch angeordnet werden (vgl. RRB 
S. 234 Auflage Ziff. 2.1.2; hinten E. 10.4.8 f.). Er kann anschliessend auf 
dem vorgesehenen Rechtsmittelweg angefochten werden. Dass den Be-
schwerdeführenden eine Beschwerdeinstanz und die erste verfügende In-
stanz «entzogen» würden, trifft demnach ebenso wenig zu wie die 
Behauptung, dass der Regierungsrat in diesem Punkt das rechtliche Gehör 
der Beschwerdeführenden verletzt habe. Welche Schiffsliegeplätze bei 
Rechtskraft der Planung aufgehoben werden sollen, kann den Plänen ent-
nommen werden, und die Gründe werden im Erläuterungsbericht dargelegt 
(S. 21 Ziff. 6.1.3 und S. 29 Ziff. 6.6.2). 

3.3.5 Die Frage, wie die Verwirklichung des Uferschutzplans finanziert 
wird, ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden 7 nicht Gegen-
stand des Planungsverfahrens (vgl. auch VGE 19596-19601 vom 
28.4.1997 E. 2b). Ob eine Finanzierung der geplanten Massnahmen über 
den Renaturierungsfonds zulässig ist oder nicht, spielt demnach für die 
Rechtmässigkeit der Planung keine Rolle. Der Regierungsrat hat, indem er 
sich mit diesem Argument der Beschwerdeführenden 7 nicht auseinander-
gesetzt hat, ihr rechtliches Gehör nicht verletzt. 

3.4 Androhung der Ersatzvornahme

3.4.1 Mehrere Beschwerdeführende machen geltend, der Regierungsrat 
hätte der Gemeinde die Ersatzvornahme vorgängig androhen müssen. 

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3.4.2 Nach Art. 8 Abs. 1 SFG sind die Uferschutzpläne innert fünf 
Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes von den Gemeinden zu erlassen. 
Andernfalls erlässt sie ersatzweise der Regierungsrat (aArt. 8 Abs. 1 SFG). 
Diese gesetzliche Frist ist im Juni 1987 abgelaufen. Für die Ersatzvor-
nahme bedarf es keiner weiteren Voraussetzungen. Namentlich sah aArt. 8 
Abs. 1 SFG nicht vor, dass der Ersatzvornahme eine Androhung voraus-
gehen müsste (vgl. auch Art. 8 Abs. 1 SFG). Eine solche wäre auch nur 
dann sinnvoll, wenn die Gemeinde – innerhalb einer behördlich festzu-
setzenden Frist – noch selber handeln könnte, wie das für die Ersatzvor-
nahme bei Nicht-Verwirklichung einer Massnahme des Uferschutzplans 
nach Art. 8 Abs. 3 SFG i.V.m. Art. 20 Abs. 1 und 2 SFV oder bei Nicht-
Anpassung von Vorschriften oder Plänen nach Art. 65 Abs. 2 Bst. b und c 
BauG der Fall ist. Bei einer abgelaufenen gesetzlichen Frist besteht diese 
Möglichkeit nicht. 

3.4.3 Im Übrigen ist der Regierungsrat nicht unmittelbar nach Ablauf der 
gesetzlichen Frist zur Ersatzvornahme geschritten. Vielmehr hat die JGK 
der Gemeinde mit Schreiben vom 1. Februar 2005 mitgeteilt, sie erwarte 
bis Anfang 2006 einen vollständigen, von der Gemeinde beschlossenen 
und genehmigungsfähigen Uferschutzplan. Am 23. Dezember 2005 hat sie 
der Gemeinde sodann Frist zum Einreichen eines vorprüfungsreifen Ufer-
wegprojekts bis zum 15. März bzw. 28. April 2006 gesetzt und ihr mitgeteilt, 
falls ein solches bis zu diesem Zeitpunkt nicht vorliege, werde sie dem Re-
gierungsrat die Ersatzvornahme für die Uferwegplanung im Inselrain be-
antragen. Am 18. Januar 2006 liess der Gemeinderat der EG Wohlen die 
JGK wissen, er lehne eine ufernahe Wegführung weiterhin ab und erachte 
auch die Aufarbeitung der zusätzlichen Variante «Wald - Hofenstrasse» 
nicht als sinnvoll, sei sich jedoch bewusst, dass der Vorsteher der JGK 
dem Regierungsrat die Ersatzvornahme für die Uferwegplanung beantra-
gen werde (sämtliche Schreiben in unpag. Vorakten, Ordner 1 Vorakten 
1997-2006 Ersatzvornahme – MW [act. 6A]). Entgegen den Behauptungen 
mehrerer Beschwerdeführender wurde die Ersatzvornahme somit unter 
Fristansetzung angedroht und war sich die Gemeinde bewusst, dass der 
Regierungsrat aufgrund des Scheiterns ihrer Planung zur Ersatzvornahme 
schreiten würde.

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4. Formelle Mängel der Überbauungsordnung 

4.1 Fehlende Unterschriften im Baugesuch

Soweit mehrere Beschwerdeführende geltend machen, das Baugesuchs-
formular hätte nicht allein durch Mitarbeitende des AGR unterzeichnet wer-
den dürfen und es fehle die Zustimmung der betroffenen Grundeigentüme-
rinnen und Grundeigentümer sowie der BKW als Konzessionärin für die 
Wasserkraftnutzung am Wohlensee, kann ihnen nicht gefolgt werden. Beim 
Entscheid des Regierungsrats handelt es sich um eine Planung in der Form 
einer ÜO (vgl. vorne E. 3.2.3). Dafür ist weder ein unterzeichnetes Bau-
gesuch noch die Zustimmung der betroffenen Grundeigentümerinnen und 
Grundeigentümer oder Konzessionärinnen und Konzessionäre erforderlich. 
Dass sich in den Auflageakten dennoch ein Baugesuchsformular befindet, 
steht im Zusammenhang mit Art. 122b Bst. a BauV, welcher vorschreibt, 
dass die Gegenstände, die als baubewilligt gelten sollen, soweit nötig vom 
Überbauungsplan und den Überbauungsvorschriften getrennt wie für ein 
Baugesuch darzustellen sind (amtliches Formular, Projektpläne, weitere 
Unterlagen). Obwohl für die Darstellung mithin die Genauigkeit eines Bau-
gesuchs verlangt wird, ist ein förmliches Baugesuch nicht erforderlich.

4.2 Falsche Profilierung

In welchen Teilstücken der Weg nach den genehmigten Plänen 2 m breit 
werden soll anstelle der profilierten 1,2 m, ist nicht ersichtlich und wird von 
den Beschwerdeführenden, soweit sie diese Rüge vorbringen, auch nicht 
näher dargelegt. Die Wegbreite beträgt nach den genehmigten Plänen 
überall 1,2 m. Der Weg wurde demnach richtig profiliert. 

4.3 Fehlende Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG

4.3.1 Mehrere Beschwerdeführende machen geltend, für die im Wald 
verlaufenden Teile des Uferwegs hätte es einer Ausnahmebewilligung nach 
Art. 24 RPG bedurft (Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen).

4.3.2 Für die Ufer des Wohlensees sind Uferschutzpläne zu erstellen 
(Art. 2 Abs. 1 Bst. a SFG), welche namentlich einen Uferweg festlegen. Es 

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besteht mithin eine gesetzliche Planungspflicht. Im Rahmen der erforderli-
chen (Sonder-)Nutzungsplanung ist zu berücksichtigen, dass der Uferweg 
streckenweise durch Wald führt und dort nicht zonenkonform ist. Wird für 
ein Vorhaben – wie hier – ein Sondernutzungsplan erlassen, bedarf es da-
für nicht einer separaten Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG. Die er-
forderliche Interessenabwägung hat vielmehr im Planerlassverfahren statt-
zufinden (vgl. BGE 113 Ib 371 E. 5; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 81 N. 6; 
Ludwig/Stalder, Öffentliches Baurecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 473 ff., 507 N. 103). Der Regierungsrat 
war somit nicht verpflichtet, eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG 
einzuholen. 

4.4 Fehlende Rodungsbewilligung

4.4.1 Verschiedene Beschwerdeführende machen geltend, es fehle die 
erforderliche Rodungsbewilligung für die im Wald geplanten Teile des 
Uferwegs. 

4.4.2 Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über 
den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) gilt als Rodung die dauernde oder 
vorübergehende Zweckentfremdung von Waldboden. Nicht als Rodung gilt 
die Beanspruchung von Waldboden für forstliche Bauten und Anlagen so-
wie für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen (Art. 4 Bst. a der Verord-
nung vom 30. November 1992 über den Wald [Waldverordnung, WaV; 
SR 921.01]). Nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen können bewilligt 
werden, wenn sie auf einen Standort im Wald angewiesen sind und die 
Waldfunktionen nur unwesentlich beeinträchtigen (Art. 52 Abs. 2 Bst. i des 
Kantonalen Waldgesetzes vom 5. Mai 1997 [KWaG; BSG 921.11] i.V.m. 
Art. 35 Abs. 1 der Kantonalen Waldverordnung vom 29. Oktober 1997 
[KWaV; BSG 921.111]). Als nichtforstliche Kleinbauten gelten namentlich 
Sport- und Lehrpfade (Art. 35 Abs. 2 Bst. a KWaV). Der Regierungsrat hat 
den Uferweg mit Sport- und Lehrpfaden verglichen und festgehalten, das 
Amt für Wald des Kantons Bern (KAWA) als zuständige Fachbehörde er-
achte die Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 35 Abs. 1 KWaV für 
nichtforstliche Kleinbauten als erfüllt (vgl. RRB S. 22 E. 2.5). Damit sind 
verschiedene Beschwerdeführende nicht einverstanden. Sie machen gel-
tend, anders als bei Sport- und Lehrpfaden bestehe der Uferweg nicht nur 

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aus einem befestigten Boden, sondern müssten Holz- und Metallkonstruk-
tionen, teilweise mit Unterboden, gebaut werden. Zudem würden neben 
dem eigentlichen Uferweg Abschrankungen, Abfalleimer, Tafeln usw. er-
stellt, wodurch Waldboden dauerhaft zweckentfremdet werde. 

4.4.3 Der Regierungsrat hat sich für seine Beurteilung auf die Amts-
berichte des KAWA gestützt, das den Uferweg als nichtforstliche Klein-
baute im Sinn von Art. 35 KWaV einstufte, die im öffentlichen Interesse 
liege und standortgebunden sei (vgl. Amtsbericht vom 5.7.2008, 1. öffent-
liche Auflage, Amts- und Fachberichte pag. 32/12a f., 12b, nachfolgend: 
Amtsbericht KAWA 2008; Amtsbericht vom 28.10.2010, 2. öffentliche Auf-
lage, Ämterkonsultation Fach- und Amtsberichte pag. 30/2, nachfolgend: 
Amtsbericht KAWA 2010). Es gibt keinen Grund, an dieser Einschätzung 
der Fachbehörde zu zweifeln, zumal die dagegen erhobenen Argumente 
der Beschwerdeführenden nicht überzeugen. Entgegen ihrer Ansicht be-
stehen auch Sportpfade nicht nur aus einem befestigten Boden, sondern 
enthalten in der Regel ebenfalls feste Einrichtungen wie z.B. Balken, Turn-
stangen, Tafeln und Abfalleimer. Ein Uferweg ist insoweit mit ihnen ver-
gleichbar; es handelt sich um eine vergleichsweise geringe Beanspruchung 
von Waldboden, sodass nichts gegen die Qualifizierung als nichtforstliche 
Kleinbaute spricht (vgl. BVR 2014 S. 451 E. 5 mit Hinweisen).

4.4.4 Dass der Uferweg selbst als nichtforstliche Kleinbaute nicht 
bewilligt werden kann, wie verschiedene Beschwerdeführende geltend 
machen, trifft ebenfalls nicht zu. Sofern sich der geplante Uferweg als SFG-
konform erweist, was zu prüfen bleibt, ist er dort, wo er durch Waldareal 
führt, auf diesen Standort angewiesen, damit eine durchgehende Uferweg-
führung sichergestellt werden kann, und somit standortgebunden im Sinn 
von Art. 35 Abs. 1 KWaV (vgl. Amtsbericht KAWA 2008 pag. 12b; 
Amtsbericht KAWA 2010; BVR 2014 S. 327 [VGE 2010/423/427 vom 
18.9.2013] nicht publ. E. 4.2.2; VGE 2010/428 vom 18.9.2013 E. 6.3.3). Bei 
der Uferwegführung wurde darauf geachtet, dass grosse Bäume, welche 
das Gelände stabilisieren, nach Möglichkeit umgangen werden und insge-
samt möglichst wenig Bäume gefällt werden müssen (vgl. hinten E. 4.5.3), 
sodass der Wald seine Schutzfunktion weiterhin erfüllen kann. Im Bereich 
des Uferwegs wird der Wald als Erholungsraum erhalten bzw. einem 

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weiteren Personenkreis zugänglich gemacht. Als Lebensraum für Pflanzen 
und Tiere bleibt er auch mit dem Uferweg bestehen, nimmt dieser doch nur 
eine geringe Fläche in Anspruch und verläuft zum grossen Teil auf be-
stehenden Trampelpfaden und Wegen. Zudem wurde darauf geachtet, 
dass der Weg keine Barriere für Kleintiere bildet (vgl. Bericht Ökologie 
S. 9 f.). Die Wohlfahrtsfunktion wird somit ebenfalls kaum beeinträchtigt. 
Das Holzen wird teilweise zwar etwas komplizierter, die Leistungsfähigkeit 
des Waldes ist aber nicht eingeschränkt, sodass auch die Nutzfunktion des 
Waldes höchstens unwesentlich beeinträchtigt wird. Davon geht auch das 
KAWA als zuständige Fachbehörde aus, hat es doch die Bewilligung für 
das Erstellen des Uferwegs im Wald erteilt (vgl. Amtsbericht KAWA 2008 
pag. 12c; Amtsbericht KAWA 2010). Folglich beeinträchtigt der Uferweg die 
grundlegenden Waldfunktionen (Schutz-, Wohlfahrts- und Nutzfunktion; vgl. 
Art. 1 Abs. 1 Bst. c WaG) höchstens unwesentlich (vgl. BVR 2014 S. 451 
E. 6).

4.5 Ungenügende Schlagbewilligung

4.5.1 Das KAWA hat eine generelle Schlagbewilligung für das im Zu-
sammenhang mit dem Uferwegbau notwendige Fällen von einzelnen 
Bäumen erteilt (Amtsbericht KAWA 2008 pag. 12b f.; Amtsbericht KAWA 
2010). Es hat festgehalten, dass vor Baubeginn die zu fällenden Bäume 
durch eine Vertretung der Waldabteilung 7 zusammen mit der Bauherr-
schaft und der betroffenen Grundeigentümerschaft bezeichnet werden 
müssen und im Anschluss die (definitive) Schlagbewilligung erteilt werden 
könne (vgl. RRB S. 235 Auflage Ziff. 2.1.14).

4.5.2 Mehrere Beschwerdeführende machen geltend, diese Schlag-
bewilligung sei zu undifferenziert und deshalb nicht zulässig.

4.5.3 Gemäss Art. 21 WaG braucht, wer im Wald Bäume fällen will, eine 
Bewilligung des Forstdienstes; die Kantone können Ausnahmen vorsehen 
(vgl. auch Art. 10 Abs. 1 KWaG und Art. 15 KWaV). Das KAWA hat als 
zuständige Behörde das Schlagen einzelner Bäume für den Bau des Ufer-
wegs grundsätzlich bewilligt. Dadurch, dass der Weg soweit möglich auf 
bestehenden Trampelpfaden geführt werden soll, müssen nur einzelne 
Bäume gefällt werden (vgl. Erläuterungsbericht S. 28 Ziff. 6.5; vgl. auch 

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S. 19 Ziff. 5.4.1 und S. 29 Ziff. 6.7). Die markanten Bäume im Bereich des 
geplanten Wegs sind in den Plänen eingezeichnet, auch die wenigen, die 
voraussichtlich gefällt werden müssen (vgl. auch Liste im Amtsbericht 
KAWA 2008 pag. 12e). Da sich auch in Bezug auf den Baumbestand die 
Verhältnisse auf den Parzellen laufend ändern (Bäume werden abgeholzt 
oder durch Winde umgerissen) und vorhersehbar war, dass es bis zum 
Wegbau geraume Zeit dauern würde, konnte das KAWA zum Zeitpunkt der 
Bewilligungserteilung noch nicht abschliessend beurteilen, welche Bäume 
namentlich aus Sicherheitsgründen letztendlich tatsächlich gefällt werden 
müssen. Es hat deshalb die Schlagbewilligung nur generell erteilt unter 
dem Vorbehalt, dass die zu fällenden Bäume im Ausführungszeitpunkt 
noch konkret bezeichnet werden müssen (sog. Schlaganzeichnung; vgl. 
Amtsbericht KAWA 2010). An verschiedenen Augenscheinen wurde erläu-
tert und gezeigt, dass die Wegführung mit grösstmöglicher Schonung gros-
ser Bäume geplant wurde. Das Interesse an der Walderhaltung mit dem 
Ziel, dass der Wald seine Funktionen erfüllen kann (vgl. Art. 1 Abs. 1 Bst. c 
WaG), ist mit diesem Vorgehen grundsätzlich gewahrt. Es ist nicht ersicht-
lich und wird von den Beschwerdeführenden auch nicht dargelegt, in-
wiefern der so verstandene Vorbehalt bezüglich der konkreten Situation im 
Ausführungszeitpunkt nicht zulässig sein sollte. Die konkrete Schlag-
anzeichnung ist als Bewilligung (Verfügung) anfechtbar, sodass der 
Rechtsschutz bezüglich der einzelnen zu fällenden Bäume gewährleistet ist 
(vgl. Hans-Peter Jenni, Vor lauter Bäumen den Wald doch noch sehen: Ein 
Wegweiser durch die neue Waldgesetzgebung, in Schriftenreihe Umwelt 
Nr. 210, 1993, S. 63).

5. Anwendbares Recht

5.1 Art. 4 SFG sieht für die Linienführung des Uferwegs Folgendes 
vor:

1 
[…]

2
 Der Uferweg muss durchgehend sein und in der Regel unmittelbar 

dem Ufer entlang führen. 
3
 Wo besondere Verhältnisse, wie die Möglichkeit einer wesentlichen 

Kosteneinsparung, andere wichtige öffentliche Interessen oder über-

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wiegende private Interessen es rechtfertigen, kann der Weg ufernah 
geführt werden. 
4
 Wo der Weg ufernah geführt wird, sind mit Stichwegen öffentliche 

Bereiche am Ufer zu erschliessen und bestehende Durchblicke auf das 
Wasser zu erhalten. 
5
 Auf einen ufernahen Weg nach Absatz 3 kann für Streckenabschnitte 

verzichtet werden, wenn eine attraktivere Wegführung möglich ist, 
wenn dies aus topographischen Gründen nötig ist oder wenn die 
Rücksichtnahme auf Natur und Landschaft es erfordert. Am Ende die-
ser Wegführung ist die Verbindung zu den Uferwegen nach den Ab-
sätzen 2 und 3 sicherzustellen. 
6
 […]

Diese Bestimmungen wurden mit der Revision des SFG vom 5. September 
2000 (BAG 01-18) eingeführt (in Kraft seit 1.5.2001). Vorher lautete Art. 4 
Abs. 2 SFG (GS 1982 S. 182 ff., 183; nachfolgend: aArt. 4 Abs. 2 SFG) wie 
folgt:

Der Uferweg muss durchgehend sein und unmittelbar dem Ufer ent-
lang führen, soweit nicht die Topographie oder bestehende Bauten es 
verunmöglichen, überwiegende Interessen des Natur- und Ortsbild-
schutzes entgegenstehen oder eine andere Linienführung attraktiver 
ist. [ …] 

Unter der Geltung von aArt. 4 Abs. 2 SFG konnte von einer Wegführung 
unmittelbar dem Ufer entlang somit nur unter sehr strengen Voraussetzun-
gen abgewichen werden. Diese entsprechen den heute in Art. 4 Abs. 5 
SFG festgeschriebenen. Mit der Änderung des SFG war eine Flexibilisie-
rung beabsichtigt, um die blockierten Planungen fertig zu stellen, öffentli-
che, private und Uferweginteressen ausgewogen zu berücksichtigen und 
den Realisierungskosten ein höheres Gewicht beizumessen. Insbesondere 
dort, wo das Ufer überbaut ist, sollte der Spielraum für die Wegführung 
vergrössert werden. Auch nach der neuen Regelung von Art. 4 SFG gilt 
jedoch der Grundsatz, dass der Uferweg direkt dem Seeufer entlang führen 
muss. Den Gemeinden sollte es allerdings ermöglicht werden, die Linien-
führung innerhalb eines als «ufernah» geltenden Abstands zum See freier 
zu bestimmen, wenn besondere Verhältnisse im Sinn von Art. 4 Abs. 3 
SFG gegeben sind. Insoweit verfügen die Gemeinden somit über Pla-
nungsermessen, wobei sie dieses pflichtgemäss, namentlich unter Wah-
rung der öffentlichen Interessen und unter Berücksichtigung des Verhält-
nismässigkeitsprinzips auszuüben haben (vgl. Tschannen/Zimmerli/Müller, 

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Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 26 N. 11; zum Ganzen 
BVR 2014 S. 327 E. 6.1 mit Hinweisen insb. auf die Materialien). 

5.2 Die EG Wohlen beschloss den Uferschutzplan Wohlensee am 
17. September 1991 (vgl. vorne Bst. A) und damit unter der Geltung des 
aArt. 4 Abs. 2 SFG. Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung 
des SFG vom 5. September 2000 werden vom zuständigen Organ der 
Gemeinde beschlossene Uferschutzpläne, deren Verfahren noch hängig 
sind, nach bisherigem Recht zu Ende geführt (Art. T1-1 Abs. 2). Ob diese 
Bestimmung auch in einem Fall wie dem vorliegenden Anwendung findet, 
in dem Teile einer Uferschutzplanung noch unter der Geltung des alten 
Rechts aufgehoben und erst viele Jahre nach Inkrafttreten des neuen 
Rechts von der zuständigen Planungsbehörde (hier ersatzweise vom Re-
gierungsrat) neu beschlossen wurden, ist fraglich, kann jedoch mit Blick auf 
das Folgende offenbleiben: Mit den Übergangsbestimmungen soll vermie-
den werden, dass Gemeinden entgegen ihrem Willen bereits beschlossene 
Uferschutzplanungen überarbeiten müssen. Es steht ihnen jedoch frei, die 
Revision einer bereits genehmigten Uferschutzplanung einzuleiten (vgl. 
Vortrag des Regierungsrats zum Gesetz über See- und Flussufer [Ände-
rung; nachfolgend: Vortrag SFG], in Tagblatt des Grossen Rates 2000, 
Beilage 39, S. 5 Ziff. 3.7). Ist es den Gemeinden erlaubt, eine in Anwen-
dung des alten Rechts beschlossene Uferschutzplanung gestützt auf das 
neue Recht zu revidieren, kann es ihnen nicht verwehrt sein, das neue 
Recht auf eine bei Inkrafttreten der Rechtsänderung noch nicht abge-
schlossene Planung anzuwenden, zumal das neue Recht den Gemeinden 
mehr Spielraum für die Planung der Uferwege einräumt. Dasselbe muss für 
den Regierungsrat gelten, welcher ersatzweise für die Gemeinde geplant 
hat.

6. See- und Flussuferrichtplan

Nach Art. 5 Abs. 1 SFG erlässt der Regierungsrat einen Richtplan, der für 
die Ausarbeitung und Koordination der Uferschutzpläne wegleitend ist, wo-
bei er die Gemeinden sowie die Natur- und Uferschutzorganisationen an-
hört. Der Richtplan zeigt die Grundzüge der für die Verwirklichung des 

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Zwecks des Gesetzes über See- und Flussufer und für die Koordination 
unter den Gemeinden wesentlichen Massnahmen (Art. 3 SFV). Gestützt 
auf diese Bestimmungen hat der Regierungsrat am 26. Februar 1986 den 
See- und Flussuferrichtplan für das Teilgebiet der Region Bern vom 
November 1985 genehmigt (nachfolgend: See- und Flussuferrichtplan). Er 
sieht im hier interessierenden Bereich der Inselrainbucht einen grundsätz-
lich dem Wasser entlang führenden Uferweg vor, wobei die detaillierte 
Wegführung unter Berücksichtigung der Abrutschgefahr, der Laichgebiete, 
des Naturschutzes, der Bootshäuser usw. festzulegen ist (vgl. Plan Nr. 6, 
Uferabschnitt: 5 R. 35 Inselrain). Der Richtplan wurde nach der am 1. Mai 
2001 in Kraft getretenen Änderung des SFG (vgl. vorne E. 5.1) nicht über-
arbeitet. Eine Überarbeitung war jedoch auch nicht erforderlich. Ob ein 
Uferweg aufgrund einer wesentlichen Kosteneinsparung oder überwiegen-
der privater Interessen (teilweise) anstatt unmittelbar dem Ufer entlang 
ufernah geführt werden kann, ist ohnehin im Rahmen der Uferschutz-
planung (Erlass des Nutzungsplans) zu prüfen; der Richtplan wäre dazu 
vom Detaillierungsgrad wie auch vom Inhalt her nicht das geeignete Pla-
nungsinstrument. Die Möglichkeit, auf einen unmittelbar dem Ufer entlang 
führenden Weg aufgrund der Topografie, überwiegender Interessen des 
Natur- und Landschaftsschutzes oder weil eine attraktivere Linienführung 
möglich ist, zu verzichten, sah allerdings schon aArt. 4 Abs. 2 SFG vor (vgl. 
vorne E. 5.1) und wurde bei der Erarbeitung der kantonalen See- und 
Flussuferrichtpläne berücksichtigt (vgl. Vortrag SFG S. 4 f. Ziff. 3.4). Nebst 
den topografischen Verhältnissen floss folglich namentlich der Vogelschutz 
als Interesse des Naturschutzes in die Richtplanung ein. Da der Richtplan 
nach der Aufnahme des Wohlensees (Halenbrücke bis Wohleibrücke) in 
das Bundesinventar der Wasser- und Zugvogelreservate von internationa-
ler und nationaler Bedeutung im Jahr 2001 (vgl. Art. 11 des Bundesgeset-
zes vom 20. Juni 1986 über die Jagd und den Schutz wildlebender Säuge-
tiere und Vögel [Jagdgesetz, JSG; SR 922.0] i.V.m. Art. 2 Abs. 1 i.V.m. 
Anhang 1 der Verordnung vom 21. Januar 1991 über die Wasser- und 
Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung [WZVV; 
SR 922.32]) nicht überarbeitet wurde, trägt er dem daraus fliessenden ver-
stärkten Schutz der Vögel jedoch nicht Rechnung. Dies entgegen Art. 6 
Abs. 2 WZVV, welcher bestimmt, dass die Wasser- und Zugvogelreservate 
bei der Richt- und Nutzungsplanung zu berücksichtigen sind. Diesem Um-

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stand ist im Rahmen der vorliegenden Uferschutzplanung Rechnung zu 
tragen. Sollte sich herausstellen, dass die Uferwegführung gemäss Richt-
plan mit dem verstärkten Schutz der Wasser- und Zugvögel nicht vereinbar 
ist, wäre zu klären, ob und inwieweit vom Richtplan abgewichen werden 
kann bzw. muss. Dabei gälte es zu berücksichtigen, dass der Richtplan 
zwar grundsätzlich behördenverbindlich und damit bei der Nutzungs-
planung zu beachten ist (Art. 9 RPG; BVR 2011 S. 411 E. 6.8, 1999 S. 301 
E. 5e, auch zum Folgenden), eine umfassende Interessenabwägung aber 
ein Abweichen vom Richtplan gebieten kann (vgl. Art. 7 Abs. 1 SFV). Die 
Rechtsprechung des Bundesgerichts lässt Abweichungen vom Richtplan 
zu, wenn sie sachlich gerechtfertigt sowie von untergeordneter Bedeutung 
sind, und wenn es nach den Umständen unzumutbar erscheint, vorher den 
Richtplan förmlich zu ändern (BGE 119 Ia 362 E. 4a S. 368). Grössere Ab-
weichungen erfordern eine Anpassung des Richtplans (vgl. Art. 7 Abs. 1 
SFV; BGer vom 17.12.1986, in BVR 1987 S. 165 E.  3f/bb mit Hinweisen, 
auch zum Folgenden; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 11 N. 20 und Art. 57 N. 5; 
vgl. auch See- und Flussuferrichtplan S. 5 Ziff. 4). Erwiese sich der Richt-
planinhalt im vorliegenden Nutzungsplanverfahren jedoch als rechtswidrig 
oder unmöglich, würde sich ein Planänderungsverfahren erübrigen. 

7. Geplante Wegführung 

7.1 Der Verlauf des geplanten Uferwegs lässt sich, beginnend im Süd-
osten, wie folgt beschreiben: Der Weg führt, im Anschluss an den rechts-
kräftig festgelegten und teilweise realisierten Uferweg, über die Parzellen 
Wohlen Gbbl. Nrn. … auf die Parzelle Nr. 3___ der 
Beschwerdeführenden 3. Dort verläuft er über einen Steg mit rund 2 m 
Abstand seeseitig um das Bootshaus (Gebäude Nr. 19___a) herum und 
anschliessend weiter auf diesem Steg über bewaldetes Festland mit einem 
gegen Norden hin grösser werdenden Abstand zum See (mittlere Som-
merwasserlinie) von ca. 0,5-7 m. Die Distanz zum östlich des Wegs liegen-
den Wohngebäude (Nr. 19___) beträgt mindestens 15 m. Danach 
überquert der Weg, teilweise auf einem Steg und durchgehend im Wald, 
die Parzelle Nr. 10___ der Beschwerdeführenden 8 mit einer Distanz zum 
Wasser von ca. 2-11 m. Die Distanz zu den östlich des Wegs gelegenen 

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Wohnhäusern auf den Parzellen Nrn. 20___ (Gebäude Nr. 21a___), 22___ 
(Gebäude Nr. 21b___) und 23___ (Gebäude Nr. 24b___) beträgt 
mindestens 18 m. Über das anschliessende Grundstück Nr. 4___ der 
Beschwerdeführenden 4 verläuft der Uferweg mit einer Entfernung zum 
See von zurzeit ca. 0-2 m. Nach der vorgesehenen Renaturierung des 
Ufers (Auflandung) wird der Abstand ca. 1,5-3 m betragen. Im südlichsten 
Parzellenteil ist ein kurzer Steg geplant. Die Distanz zum Wohnhaus 
(Gebäude Nr. 25___) östlich des Wegs beträgt rund 26 m. Anschliessend 
führt der Weg auf die Parzelle Nr. 2___ der Beschwerdeführenden 2. Dort 
beträgt die Entfernung zum See ca. 1,5-2 m (nach der Auflandung bis 
2,5 m), diejenige zum Wohnhaus gut 36 m. Weiter führt der Uferweg, mit 
einer Distanz zum See von ca. 2-7,5 m und einer solchen zum 
Wohngebäude von rund 23 m, über die Parzelle Nr. 6___ der 
Beschwerdeführenden 5. Auf der daran angrenzenden Parzelle Nr. 1___ 
des Beschwerdeführers 1 beträgt der Abstand zum See ca. 4,5-7 m und 
derjenige zum Wohngebäude östlich des Wegs mindestens 16,5 m. Bei der 
anschliessenden Parzelle Nr. 12___ der Beschwerdeführenden 7 liegt der 
Uferweg ca. 2-6 m vom Wasser und ca. 13 m vom geplanten Wohnhaus 
entfernt. Im nördlichsten Teil der Parzelle ist ein kurzer Steg geplant. Der 
Weg quert anschliessend die Parzelle Nr. … und kommt auf die Parzelle 
Nr. 13___ der Beschwerdeführenden 10. Dort beträgt die Entfernung zum 
See ca. 2-11 m und diejenige zum Wohnhaus 8,5 m. Über die Parzellen 
Nrn. … führt der Weg sodann auf die Parzelle Nr. 11___ der 
Beschwerdeführerin 9. Der Abstand zum See beträgt beim Eintritt auf die 
Parzelle rund 1 m, vergrössert sich gegen Nordwesten hin bis auf 20 m und 
nimmt im westlichsten Parzellenteil, auf der Höhe des Wohnhauses, wieder 
ab bis auf 11,5 m. Das südwestlich des Wegs (seeseitig) gelegene 
Wohnhaus (Gebäude Nr. 26___) befindet sich in einer Distanz von gut 5 m 
zum Weg. Anschliessend quert der Weg die Parzelle Nr. … und führt auf 
die Parzelle Nr. 14___ der Beschwerdeführenden 13. Dort beträgt die 
Entfernung zum See etwa 7,5-8 m und diejenige zum Haus (Gebäude 
Nr. 27___a) mindestens 14 m. Auf der anschliessenden Parzelle Nr. 15___ 
der Beschwerdeführerin 15 führt der Uferweg mit einer Distanz von 8-9 m 
zum See und mindestens 12 m zum Wohnhaus (Gebäude Nr. 27___c) 
grösstenteils über einen Steg. Dieser Steg führt weiter 9-12 m vom See 
und mindestens 11 m vom Wohngebäude entfernt über die Parzelle 

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Nr. 16___ der Beschwerdeführenden 14. Die Parzelle Nr. 17___ der Be-
schwerdeführenden 7 quert der Uferweg wiederum auf dem Steg, mit 
einem Abstand zum See von ca. 12-15 m und einer Distanz zum nördlich 
gelegenen Wohnhaus von mindestens 12 m. Anschliessend verläuft der 
Uferweg über die Parzellen Nrn. … auf die Parzelle Nr. 9___ der 
Beschwerdeführerin 12. Auch dort wird der Uferweg teilweise über einen 
Steg geführt. Der Abstand zum See beträgt 7,5 bis etwa 19 m, derjenige 
zum Wohnhaus (Gebäude Nr. 28___) nördlich des Wegs mindestens 11 m. 
Schliesslich verläuft der Uferweg über die Parzellen Nrn. 7___ und 8___ 
der Beschwerdeführenden 11 hinauf auf die Hofenstrasse. Der Abstand 
zum See beträgt eingangs der Parzelle Nr. 7___ knapp 15 m, wird danach 
etwas kleiner (knapp 11 m) und nimmt später Richtung Hofenstrasse zu. 
Dort, wo der Uferweg auf die Hofenstrasse trifft, beträgt die Distanz zum 
See 32 m. Zum südlich des Wegs seeseitig gelegenen Wohnhaus liegt die 
Distanz bei mindestens 15 m. 

7.2 Der geplante Uferweg verläuft somit entweder direkt am Wasser 
oder zumindest ufernah, d.h. innerhalb eines Bereichs von 50 m vom Ufer. 
Der Regierungsrat war bestrebt, mit dieser Wegführung einen Kompromiss 
zwischen den Zielen des SFG (Zugang zum Ufer), den Anliegen des Natur-
schutzes (insb. Vogelschutz), den Bedürfnissen der Anwohnerinnen und 
Anwohner (Schutz der Privatsphäre) und dem Naherholungswert (attraktive 
Naturlandschaft und Seeblick) zu finden (vgl. Erläuterungsbericht S. 19 
Ziff. 5.4.1). Er hat sich auch bemüht, den Weg möglichst behinderten-
gerecht, insbesondere rollstuhlgängig, zu planen. Im Lauf der Planung 
wurden zahlreiche Anpassungen vorgenommen, um ein möglichst ausge-
glichenes Längsgefälle zu erhalten, ohne Treppen und Stufen (vgl. Über-
bauungspläne der 1. und 2. öffentlichen Auflage). Trotzdem weist der Weg 
an mehreren Stellen ein Längsgefälle von über 10 % auf (zweimal zwi-
schen 10 und 12 %, dreimal zwischen 13 und 15 %; vgl. Erläuterungs-
bericht S. 18). Dies hat zur Folge, dass er von Personen in Elektroroll-
stühlen benützt werden kann, jedoch nicht ohne weiteres von Personen in 
herkömmlichen Rollstühlen ohne Begleitung. Da jedoch weder die Stras-
sengesetzgebung noch die Baugesetzgebung oder das Bundesgesetz vom 
13. Dezember 2002 über die Beseitigung von Benachteiligungen von 
Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG; 

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SR 151.3) vollständig behindertengerechte Uferwege verlangen, sondern 
es genügt, wenn diese nach Möglichkeit von Menschen mit Behinderungen 
benutzt werden können (Art. 22 Abs. 1 BauG und Art. 88 Abs. 1 BauV; 
BVR 2014 S. 327 E. 6.6), erweist sich die Planung insoweit als gesetzes-
konform (vgl. auch RRB S. 69 ff. E. 6). Soweit sich Besprechungsnotizen 
der Sitzungen mit den Behindertenorganisationen und Stellungnahmen 
dieser Organisationen nicht bereits in den Vorakten befinden, besteht kein 
Anlass, diese einzuholen. Die entsprechenden Beweisanträge werden ab-
gewiesen. 

7.3 Bei der Wegführung hat der Regierungsrat zudem den Prozess 
der natürlichen Verlandung berücksichtigt, welcher gemäss der «Verlan-
dungsstudie Wohlensee Kurzfassung» des Amts für Wasser und Abfall des 
Kantons Bern (AWA), des Tiefbauamts des Kantons Bern, OlK II, sowie der 
BKW vom 21. März 2011 (nachfolgend: Verlandungsstudie; einsehbar 
unter: <http://www.rowing.ch>, Rubriken «Ruderbetrieb/Wohlensee/Ver-
landungsstudie Wohlensee») im Bereich der Inselrainbucht als abge-
schlossen betrachtet werden kann. Das heisst, dass der weitaus grösste 
Teil der in den See eingetragenen Sedimente durch diesen Abschnitt hin-
durch transportiert und in tieferen Bereichen des Sees abgelagert wird 
(Verlandungsstudie S. 6 sowie Anhang B; RRB S. 28). Dass Beschwerde-
führende andere Feststellungen machen, welche auf eine (weiterhin) zu-
nehmende Verlandung hindeuten, könnte damit zusammenhängen, dass 
sich trotz grundsätzlich abgeschlossener Verlandung ein kleiner Teil der 
eingetragenen Sedimente als Folge des Längenwachstums des Verlan-
dungskörpers immer noch auf diesem Abschnitt ablagert und die Sohlen-
lage sich langsam aber stetig erhöht. Ausserdem ändert sich die Geometrie 
der Sohle laufend, etwa wenn bei Hochwasser Sedimente umgelagert wer-
den und neue Sandbänke und Teilgerinne entstehen (Verlandungsstudie 
S. 6). Ansonsten verschiebt sich aber die Verlandungsfront der Fein-
sedimentablagerungen, die zurzeit unterhalb der Wohleibrücke liegt, weiter 
seeabwärts bis zum Wehr Mühleberg. Ist sie einmal dort angekommen, 
werden im Stauraum keine Feinsedimente mehr abgelagert, sondern in den 
Unterlauf der Aare weitertransportiert. Weiterhin möglich bleiben dann noch 
Sedimentumlagerungen. Die Kiesablagerungen bis zum Staubereich ober-
halb des hier interessierenden Abschnitts werden auch dann weiter-

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wachsen (Verlandungsstudie S. 7 ff.). Es besteht kein begründeter Anlass, 
an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen in der Verlandungsstudie zu 
zweifeln bzw. die ergänzenden «detaillierten Dokumente zur wissenschaft-
lichen Studie» (vgl. Verlandungsstudie S. 1) zu konsultieren, zumal deren 
Interpretation nicht Sache des Gerichts ist und das Fazit der Fachleute 
kaum widerlegen könnte (vorne E. 1.5). Die entsprechenden Beweis-
anträge werden abgewiesen (vgl. auch hinten E. 10.5.8). Aus demselben 
Grund durfte auch der Regierungsrat auf den Beizug der Unterlagen ver-
zichten. 

7.4 Beschwerdeführende machen weiter geltend, im Rahmen der 
Urteilsberatung vor Bundesgericht über die Betriebsbewilligung für das 
Kernkraftwerk Mühleberg sei auch die Frage erörtert worden, ob nicht aus 
Sicherheitsgründen der Pegel des Wohlensees abgesenkt werden könnte. 
Diese Massnahme würde den Uferverlauf in massivster Weise verändern. 
Sie beantragen, es sei bei der BKW ein Bericht über eine allfällige Ab-
senkung des Wohlensees einzuholen. Die Beschwerdeführenden machen 
nicht geltend und es ist auch nicht ersichtlich, dass konkrete Pläne für die 
Absenkung des Wohlensees bestehen, welche den Uferverlauf in naher 
Zukunft verändern könnten. Es besteht daher kein Anlass, eine Stellung-
nahme der BKW zu dieser Frage einzuholen. Dies umso weniger, als die 
BKW den Betrieb des Kernkraftwerks Mühleberg voraussichtlich Ende 2019 
definitiv einstellen wird, sodass ab diesem Zeitpunkt kein Grund für eine 
Pegelabsenkung mehr besteht. Die entsprechenden Beweisanträge wer-
den abgewiesen. 

8. Ufernahe Varianten

Verschiedene Beschwerdeführende machen geltend, die Voraussetzungen 
für eine (andere) ufernahe Wegführung seien erfüllt. Zum einen könnten 
Kosten von über 500'000 Franken pro Kilometer Uferweg gespart werden 
und zum anderen sprächen auch wichtige öffentliche und überwiegende 
private Interessen dafür.

8.1 Gemäss Art. 4 Abs. 3 SFG kann der Weg ufernah geführt werden, 
wo besondere Verhältnisse, wie die Möglichkeit einer wesentlichen Kosten-

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einsparung, andere wichtige öffentliche Interessen oder überwiegende pri-
vate Interessen es rechtfertigen. Wo der Weg ufernah geführt wird, sind mit 
Stichwegen öffentliche Bereiche am Ufer zu erschliessen und bestehende 
Durchblicke auf das Wasser zu erhalten (Art. 4 Abs. 4 SFG). Nach Art. 2a 
SFV gilt als ufernah ein Bereich von etwa 50 Metern vom Ufer (Abs. 1). Als 
öffentliche Bereiche gelten allgemein zugängliche Rast- oder Badeplätze, 
Aussichtspunkte und dergleichen. Stichwege zu öffentlichen Bereichen sind 
in Abständen von rund 300 Metern anzulegen (Abs. 2). Als wesentliche 
Kosteneinsparung gelten wenigstens 500'000 Franken pro Kilometer Ufer-
weg (Abs. 3). Als andere öffentliche Interessen gelten insbesondere die-
jenigen des Natur- oder Landschaftsschutzes oder der Gesetzgebung über 
die Fuss- und Wanderwege (Abs. 4). Überwiegende private Interessen 
können sich namentlich aus der Eigentumsgarantie oder der Wirtschafts-
freiheit ableiten (Abs. 5). 

8.2 Mit Blick auf mögliche Kosteneinsparungen sind die zwei meist ge-
nannten Wegvarianten (mit je drei Untervarianten) genauer geprüft worden 
(vgl. RRB S. 51 E. 5.2.3). Es handelt sich dabei zum einen um einen Weg 
über den Inselrain und die Hofenstrasse (Variante 1) und zum anderen um 
einen solchen über den Eyweg, den Kappelenring und die Hofenstrasse 
(Variante 2; vgl. «Kostenvergleich Auflageprojekt 14.11.08 mit Varianten 
Wegführung via Inselrain und Wegführung via Eyweg» der Emch+Berger 
AG vom 25.5.2010 [nachfolgend: Kostenvergleich], in Vorakten, Mappe 
Kostenvergleich Auflageprojekt – Andere Varianten [act. 6G]). Bei den je-
weiligen Untervarianten wird unter Optimierung der Baukosten von der-
selben Wegführung ausgegangen wie bei der entsprechenden Haupt-
variante (vgl. Kostenvergleich S. 9). Bei der Variante 1 führt der Weg zuerst 
– unter landseitiger Umgehung des Bootshauses auf Parzelle Nr. 3___ – 
ca. 180 m am Ufer entlang, verlässt dann etwa in der Mitte der Parzelle 
Nr. 10___ das Ufer, führt ab Parzelle Nr. 4___ hinter den Häusern hindurch 
und mündet anfangs Parzelle Nr. 13___ in den Inselrain, der seinerseits auf 
die Hofenstrasse hinauf führt, auf der der Weg weiter Richtung Nordwesten 
verläuft. Ab Mitte der Parzelle Nr. 4___ bis zum nördlichen Ende der Par-
zelle Nr. 1___, also über rund 100 m, befindet sich dieser Weg knapp nicht 
mehr innerhalb einer Entfernung von 50 m zum Ufer. Auf Höhe der Parzel-
len Nrn. … bis auf die Höhe der Liegenschaft auf Parzelle Nr. …, also einer 

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Strecke von rund 300 m, liegt der Weg auf dem Inselrain und auf der 
Hofenstrasse sodann wesentlich weiter als 50 m vom Ufer entfernt, d.h. 
zwischen ca. 60 m bis über 80 m. Die Variante 2 führt über den 
Kappelenring und die Hofenstrasse und entspricht der von der Interes-
sengemeinschaft (IG) Pro Wohlensee vorgeschlagenen Wegführung (vgl. 
zur detaillierten Route den Überbauungsplan Übersicht Variante Kappelen-
ring/Hofenstrasse, in Vorakten, Mappe Kostenvergleich Auflageprojekt – 
Andere Varianten [act. 6G]; RRB S. 35 E. 3.3.2). Der Weg über den 
Kappelenring und die Hofenstrasse verläuft mehrheitlich mit einer Distanz 
zum Ufer von deutlich mehr als 50 m. Nur ein kurzer Abschnitt auf der 
Hofenstrasse liegt innerhalb der 50 m, welche nach Art. 2a Abs. 1 SFV 
noch als ufernaher Bereich gelten. Insgesamt handelt es sich bei dieser 
Wegführung somit um eine uferferne im Sinn von Art. 4 Abs. 5 SFG (vgl. 
hinten E. 9). Näher zu prüfen ist hingegen, ob es sich beim Weg gemäss 
Variante 1 noch um einen ufernahen handelt. 

8.3 Die Umschreibung von Art. 2a Abs. 1 SFV, wonach als ufernah ein 
Bereich von etwa 50 Metern vom Ufer gilt, eröffnet einen gewissen Spiel-
raum. Es liegt auf der Hand, dass eine starre Definition des ufernahen Be-
reichs nicht sinnvoll ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich die Fest-
legung des ufernahen Bereichs in keiner Weise an den von Art. 2a Abs. 1 
SFV vorgegebenen 50 m zu orientieren hätte; dieser Abstand ist vielmehr 
als Grundsatz zu beachten. Der Zusatz «etwa» führt folglich nicht zur Un-
verbindlichkeit der Distanz von 50 m, sondern soll den Planungsbehörden 
ermöglichen, aufgrund der konkreten Verhältnisse in beschränktem Mass 
davon abzuweichen. Für diese Sichtweise spricht auch, dass das SFG 
(auch nach der Revision) grundsätzlich einen direkt dem Ufer entlang füh-
renden Weg verlangt. Wie Letzterer soll auch der ufernahe Weg die Ziel-
setzung des SFG erfüllen, See- und Flussufer der Allgemeinheit zugänglich 
zu machen. Bereits eine Distanz von 50 m zum See schränkt die Zugäng-
lichkeit des Ufers jedoch ein, weshalb Art. 4 Abs. 4 SFG für den ufernahen 
Weg vorschreibt, dass mit Stichwegen öffentliche Bereiche am Ufer zu er-
schliessen und bestehende Durchblicke auf das Wasser zu erhalten sind. 
Ein wesentlich weiter als 50 m vom Ufer entfernter Weg würde der Ziel-
setzung des SFG nicht mehr entsprechen (BVR 2014 S. 327 E. 6.2; 
VGE 2010/425 vom 18.9.2013 E. 4.3; ausführlicher VGE 2010/424/429 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 45

vom 18.9.2013 E. 4.3 f.). Der Weg gemäss Variante 1 verläuft über rund 
100 m in einer Entfernung von etwas mehr als 50 m zum Ufer und über 
weitere ca. 300 m mit einem Abstand zum Ufer von 60 bis über 80 m. Er 
überschreitet den Richtwert von 50 m im noch umstrittenen Uferabschnitt 
folglich auf insgesamt rund 400 m und damit nicht mehr in beschränktem 
Mass (vgl. BGer 1C_831/2013 und 1C_833/2013 vom 1.5.2014, in 
BVR 2014 S. 347 E. 4.5; VGE 2010/424/429 vom 18.9.2013 E. 4.5). Die 
Wegvariante über den Inselrain und die Hofenstrasse ist demnach eben-
falls nicht mehr ufernah im Sinn von Art. 4 Abs. 3 SFG i.V.m. Art. 2a Abs. 1 
SFV. 

8.4 Bei diesem Ergebnis muss nicht mehr geprüft werden, ob beson-
dere Verhältnisse im Sinn von Art. 4 Abs. 3 SFG, wie die Möglichkeit einer 
wesentlichen Kosteneinsparung, vorliegen (vgl. BGer 1C_831/2013 und 
1C_833/2013 vom 1.5.2014, in BVR 2014 S. 347 E. 5; VGE 2010/424/429 
vom 18.9.2013 E. 4.6). Es erübrigt sich somit auch, ein Obergutachten zu 
den Kosten des Projekts bzw. von Varianten einzuholen. Die entsprechen-
den Beweisanträge werden abgewiesen.

8.5 Andere Wegvarianten werden nicht vorgeschlagen und wurden 
auch nicht ausgearbeitet und auf mögliche Kosteneinsparungen geprüft. 
Mit Blick auf das Gelände und die Bauten sind Alternativen für ufernahe 
Wegführungen mit einer wesentlichen Kosteneinsparung im Sinn des Ge-
setzes auch nicht ersichtlich. Eine solche liesse sich vorab erzielen, wenn 
der Weg, wie bei den geprüften Varianten 1 und 2, hauptsächlich über be-
stehende Wege und Strassen geführt werden könnte und sich die Kosten 
für den Wegbau und allenfalls den Landerwerb dadurch reduzieren liessen. 
Soweit die vorhandenen Wege und Strassen jedoch in einer Entfernung 
von mehr als 50 m zum Ufer liegen, kommen sie für eine ufernahe Weg-
führung nicht in Betracht. Der Eyweg und der Kappelenring liegen im Be-
reich des geplanten Uferwegs gänzlich in einer Entfernung von mehr als 
50 m zum Ufer (vgl. Überbauungsplan Übersicht). Die Hofenstrasse befin-
det sich, von Osten her betrachtet, erst ab Parzelle Nr. ... weniger als 50 m 
vom Ufer entfernt. Da die oberhalb der Parzelle Nr. ... liegenden und 
westlich daran anschliessenden Grundstücke bis zur Parzelle Nr. 17___ 
stark überbaut sind, besteht keine Möglichkeit, den Weg bereits in diesem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.09.2017, Nrn. 100.2012.362-
366/368/370/372-379U, Seite 46

Bereich oder kurz davor auf die Hofenstrasse hinauf zu führen, jedenfalls 
nicht ohne sehr grosses Gefälle und Treppen, was wiederum dem Ziel wi-
dersprechen würde, den Weg möglichst behindertengerecht zu gestalten 
(vgl. Überbauungspläne Blätter 3 und 4). Zudem würde sich, selbst wenn 
sich eine solche Wegführung realisieren liesse, daraus keine Kosten-
einsparung von mindestens 500'000 Franken pro Kilometer Uferweg er-
geben, wäre das Hinaufführen des Wegs auf die Hofenstrasse an dieser 
Stelle doch mit aufwändigen Bauarbeiten verbunden und die Ersparnis für 
das doch relativ kurze (zusätzliche) Teilstück auf der Hofenstrasse nicht 
allzu gross. Ab der Parzelle Nr. …, also anschliessend an die stark 
überbau