# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c0bd0ed-7ed0-56b2-b265-a492c5be13af
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-12-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.12.2017 D-6991/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6991-2017_2017-12-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6991/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  D e z e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis (Vorsitz), 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer,  

Gerichtsschreiberin Nira Schidlow. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Georgien,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 4. Dezember 2017 / N (…). 

 

 

 

D-6991/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger Georgiens, am (…) in 

der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass das SEM am 8. November 2017 aufgrund einer Abfrage der europäi-

schen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) feststellte, dass 

er bereits am (…) in Deutschland um Gewährung von Asyl ersucht hatte, 

dass am 14. November 2017 die Befragung zur Person (BzP) stattfand, 

anlässlich welcher der Beschwerdeführer summarisch zu seiner Person 

und zum Reiseweg befragt wurde, 

dass dem Beschwerdeführer am 21. November 2017 anlässlich eines per-

sönlichen Gesprächs das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintre-

tensentscheid aufgrund der mutmasslichen Verfahrenszuständigkeit von 

Deutschland gemäss der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der 

Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(ABl. L180/31 vom 29.6.2013; nachfolgend Dublin-III-VO) sowie zur Über-

stellung dorthin gewährt wurde,  

dass er betonte, nicht zurück nach Deutschland zu wollen, da er dort Prob-

leme mit gewissen Personen – jedoch nicht mit den Behörden – habe,  

dass er in diesem Zusammenhang vorbrachte, sein Asylgesuch sei in 

Deutschland abgewiesen worden, allerdings habe er keine Beschwerde 

gegen den negativen Entscheid erhoben, sondern sei direkt in die Schweiz 

gereist und habe hier ein neues Asylgesuch gestellt,  

dass er im Hinblick auf allfällige medizinische Beschwerden angab, an 

Schlafproblemen zu leiden, zudem [Krankheit] und [Krankheit], 

dass er zur Stützung seiner Vorbringen einen Arztbericht des Ambulatori-

ums (…) vom 21. November 2017 zu den Akten reichte, welchem zu ent-

nehmen ist, dass beim Beschwerdeführer (…) festgestellt wurden,  

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Seite 3 

dass das SEM vor diesem Hintergrund ein Dublin-Verfahren einleitete und 

die zuständige deutsche Behörde am 27. November 2017 um Rücküber-

nahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-

III-VO ersuchte,  

dass die zuständige deutsche Behörde das Ersuchen des SEM um Rück-

übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. c Dub-

lin-III-VO guthiess, 

dass das SEM im Nachgang dazu mit Verfügung vom 4. Dezember 2017 

(eröffnet am 5. Dezember 2017) in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus 

der Schweiz nach Deutschland anordnete und den Beschwerdeführer auf-

forderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist 

zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass es seinen Entscheid im Wesentlichen damit begründete, dass ein Ab-

gleich mit dem europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eu-

rodac) ergeben habe, dass der Beschwerdeführer am (…) in Deutschland 

um Asyl ersucht habe, 

dass gestützt darauf ein Dublin-Verfahren eingeleitet worden sei, 

dass die deutschen Behörden das Ersuchen des SEM um Übernahme des 

Beschwerdeführers gutgeheissen hätten, weshalb die Zuständigkeit, das 

Asyl- und Wegweisungsverfahren durchzuführen, bei Deutschland liege,  

dass der Beschwerdeführer anlässlich des rechtlichen Gehörs am  

21. November 2017 zu Protokoll gegeben habe, in Deutschland einen ne-

gativen Asylentscheid erhalten zu haben,  

dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO Deutschland weiterhin für 

sein Verfahren bis zu einem allfälligen Wegweisungsvollzug oder einer all-

fälligen Regelung des Aufenthaltsstatus zuständig bleibe, auch wenn sein 

Asylverfahren in Deutschland bereits rechtskräftig abgeschlossen sei, 

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dass der geäusserte Wunsch des Beschwerdeführers nach einem weiteren 

Verbleib in der Schweiz keinen Einfluss auf die Zuständigkeit für das Asyl- 

und Wegweisungsverfahren habe, da es grundsätzlich nicht Sache der be-

troffenen Person sei, den für ihr Asylverfahren zuständigen Staat selber zu 

bestimmen,  

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers die Zuständigkeit Deutsch-

lands zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens nicht zu wi-

derlegen vermöchten, 

dass ferner festgehalten wurde, dass Deutschland die Richtlinien 

2013/32/EU (Verfahrensrichtlinie), 2011/95/EU (Qualifikationsrichtlinie) 

und 2013/33/EU (Aufnahmerichtlinie) ohne Beanstandungen von Seiten 

der Europäischen Kommission umgesetzt habe,  

dass das SEM unter anderem weiter ausführte, Deutschland sei 

Signatarstaat sowohl des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) als auch der EMRK und 

es gebe auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass sich Deutschland 

nicht an die entsprechenden völkerrechtlichen Verpflichtungen halte und 

das Asyl- und Wegweisungsverfahren nicht korrekt durchführen würde, 

dass somit nicht davon auszugehen sei, dass er bei einer Überstellung 

nach Deutschland im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO und Art. 3 

EMRK gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt werde, in 

eine existenzielle Notlage gerate oder ohne Prüfung seines Asylgesuchs 

und unter Verletzung des Non-Refoulement-Gebots in seinen Heimat- 

respektive Herkunftsstaat überstellt werde, 

dass in Deutschland keine systemischen Mängel im Asyl- und Aufnahme-

system bekannt seien,  

dass ferner auch keine Gründe gemäss Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO vorlä-

gen, welche die Schweiz verpflichten würden, das vorliegende Asylgesuch 

zu prüfen,  

dass auch keine Gründe vorlägen, die Souveränitätsklausel gemäss 

Art. 17 Dublin-III-VO anzuwenden,  

dass zu seinem Gesundheitszustand festzuhalten sei, dass Deutschland 

über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfüge und gemäss 

Art. 19 Abs. 1 der Aufnahmerichtlinie verpflichtet sei, ihm die erforderliche 

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medizinische Versorgung, welche zumindest die Notversorgung und die 

unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psy-

chischen Störungen umfasse, zu gewähren,  

dass keine Hinweise vorlägen, wonach ihm Deutschland eine medizinische 

Behandlung verweigert hätte oder zukünftig verweigern würde,  

dass für das weitere Dublin-Verfahren einzig die Reisefähigkeit ausschlag-

gebend sei, welche erst kurz vor der Überstellung definitiv beurteilt werde,  

dass das SEM dem aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

bei der Organisation der Überstellung nach Deutschland Rechnung trage, 

indem es die deutschen Behörden im Sinne von Art. 31 und Art. 32  

Dublin-III-VO vor der Überstellung über seinen Gesundheitszustand und 

die notwendige medizinische Behandlung informieren werde, 

dass zu seinen Problemen in Deutschland mit Drittpersonen anzumerken 

sei, dass Deutschland ein Rechtsstaat sei, welcher über eine funktionie-

rende Polizeibehörde verfüge, die sowohl als schutzwillig wie auch als 

schutzfähig gelte, 

dass sich der Beschwerdeführer somit an die zuständigen staatlichen Stel-

len wenden könne, wenn er sich in Deutschland vor Übergriffen durch Pri-

vatpersonen fürchte oder sogar solche erleide, 

dass demnach keine Gründe vorlägen, welche die Anwendung der Souve-

ränitätsklausel aus humanitären Gründen gemäss Art. 29a Abs. 3 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) in Verbindung 

mit Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO anzeigen würden, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,  

dass er in seiner Eingabe sinngemäss beantragte, die Verfügung des SEM 

vom 4. Dezember 2017 sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, 

auf das Asylgesuch einzutreten und es sei der Beschwerde die aufschie-

bende Wirkung zu erteilen,  

dass er in prozessualer Hinsicht sinngemäss die unentgeltliche Prozess-

führung beantragte sowie den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses, da er bedürftig und die Beschwerde nicht aussichtslos sei, 

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dass er insbesondere geltend machte, in Deutschland private Probleme mit 

Drittpersonen zu haben,  

dass es ihm deshalb nicht möglich sei, in einer Asylunterkunft in Deutsch-

land zu wohnen, da er dort Kontakt zu diesen Personen hätte,  

dass zudem sein Asylgesuch in Deutschland bereits abgewiesen worden 

sei, weshalb er durch eine Wegweisung nach Deutschland anschliessend 

nach Georgien weggewiesen würde, 

dass er in Georgien jedoch nicht die nötige medizinische Versorgung er-

halten würde und insbesondere an Leib und Leben bedroht wäre, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Dezember 2017 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das 

Gericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig entscheidet, ausser – was vor-

liegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (vgl. 

Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 ff. AsylG),  

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist und vorliegend auf 

einen Schriftenwechsel verzichtet wurde (Art. 111a Abs. 1 und Abs. 2 

AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, bei denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(vgl. Art. 31a Abs. 1 und 3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob das Bun-

desamt zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (BVGE 2011/9 

E. 5), 

dass sich die Beschwerdeinstanz demnach – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiel-

len Prüfung enthält, sie die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-

che zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 

2007/8 E. 2.1), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass somit im vorliegenden Fall zu prüfen ist, ob das SEM zu Recht ge-

stützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwer-

deführers nicht eingetreten ist, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der "Eu-

rodac"-Datenbank ergab, dass dieser am (…) in Deutschland ein Asylge-

such eingereicht hatte,  

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dass aufgrund der Aktenlage zudem davon auszugehen ist, er habe sein 

Asylgesuch in Deutschland zurückgezogen (vgl. dazu die Zustimmungser-

klärung der zuständigen deutschen Dublin-Behörde, in welcher auf die Be-

stimmung von Art. 18 Abs. 1 Bst. c Dublin-III-VO verwiesen wird), 

dass er gemäss Aktenlage weder in die Heimat zurückgekehrt ist noch das 

Gebiet der Dublin-Vertragsstaaten anderweitig verlassen hat, sondern von 

Deutschland kommend in die Schweiz eingereist ist,  

dass bei dieser Sachlage nach der Bestimmung von Art. 18 Abs. 1 Bst. c 

Dublin-III-VO (in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 und 3 Dublin-III-VO) zwei-

felsohne Deutschland für seine Person zuständig ist, was von Deutschland 

im Rahmen der Erklärung vom 29. November 2017 denn auch ausdrück-

lich anerkannt worden ist,  

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Deutschlands somit gegeben ist und 

vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird, 

dass nach dem Gesagten die Grundlage für einen Nichteintretensent-

scheid in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG gegeben ist,  

dass vom Beschwerdeführer weder etwas geltend gemacht wird noch auf-

grund der Aktenlage etwas ersichtlich ist, was in rechtserheblicher Weise 

gegen die vom SEM angeordnete Wegweisung nach Deutschland spre-

chen würde,  

dass bezüglich der geltend gemachten privaten Probleme mit Dritten in 

Deutschland mit der Vorinstanz dahingehend einig zu gehen ist, dass 

Deutschland ein Rechtsstaat ist, welcher über eine funktionierende Polizei-

behörde verfügt, die sowohl als schutzfähig als auch als schutzwillig gilt 

und dem Beschwerdeführer somit die Möglichkeit offen steht, sich an die 

deutschen Behörden zu wenden,  

dass bezüglich seines Gesundheitszustandes festzuhalten ist, dass 

Deutschland über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt 

und als Mitgliedstaat verpflichtet ist, die erforderliche medizinische Versor-

gung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforderliche Be-

handlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen umfasst, 

zugänglich zu machen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), und den Antrag-

stellenden mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche medizinische  

oder sonstige Hilfe (einschliesslich erforderlichenfalls einer geeigneten 

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psychologischen Betreuung) zu gewähren hat (Art. 19 Abs. 2 Aufnahme-

richtlinie),  

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Bestim-

mung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Beschwerdeführers 

Rechnung tragen und die deutschen Behörden vorgängig in geeigneter 

Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informieren werden 

(vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass bezüglich dem Vorbringen des Beschwerdeführers, dass sein Asylge-

such in Deutschland bereits abgewiesen worden sei, weshalb ihm bei einer 

Wegweisung nach Deutschland anschliessend eine Wegweisung nach Ge-

orgien drohe, wo er jedoch nicht die nötige medizinische Versorgung erhal-

ten würde und insbesondere an Leib und Leben bedroht wäre, zu entgeg-

nen ist, dass Deutschland Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens 

vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschli-

che oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der 

FK sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist, wie im Übrigen auch des vorerwähnten Übereinkom-

mens über die Rechtsstellung der Staatenlosen (von Deutschland ratifiziert 

am 2. August 1976; dort in Kraft getreten am 24. Januar 1977), und 

Deutschland seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen 

nachkommt, 

dass somit nicht davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer bei 

einer Überstellung nach Deutschland im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO und Art. 3 EMRK gravierenden Menschenrechtsverletzungen 

ausgesetzt wird, in eine existenzielle Notlage gerät oder ohne Prüfung 

seines Asylgesuchs und unter Verletzung des Non-Refoulement-Gebots in 

seinen Heimat- respektive Herkunftsstaat überstellt wird, 

dass nach vorstehenden Erwägungen der Nichteintretensentscheid des 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG zu bestätigen und die 

eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist,  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

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dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des SEM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.–  

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Nira Schidlow 

 

 

Versand: