# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9165562c-4b69-5524-93eb-3d89f188a1bc
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.07.2020 720 20 121/177
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-121-177_2020-07-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. Juli 2020 (720 20 121 / 177) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Voller Beweiswert eines bidisziplinären externen Verwaltungsgutachtens. Das psychiatri-

sche Teilgutachten enthält alle erforderlichen Angaben für die Prüfung der Frage, ob sich 

ein invalidisierender Gesundheitsschaden anhand der Standardindikatoren verifizieren 

lässt. Es besteht kein Rentenanspruch. 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. iur. Volker Pribnow, 
Rechtsanwalt, Stadtturmstrasse 10, Postfach 43, 5401 Baden 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.1 Der 1962 geborene A.____ arbeitete seit 2011 bzw. seit 2015 als Selbstständig-erwer-
bender im Bereich Münzhandel bzw. im Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln. Bereits 2008 
meldete er sich unter Hinweis auf ein Burn-out sowie Depressionen bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) an, wobei die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch auf 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Leistungen ablehnte. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 29. September 2011 ab. 
 
A.2 Am 4. April 2017 meldete sich A.____ unter Hinweis auf eine Einblutung im Bereich des 
7. und 8. Brustwirbels erneut bei der IV zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle klärte in der 
Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse des Versicherten ab und ermittelte 
einen Invaliditätsgrad von 2 %. Gestützt auf dieses Ergebnis verneinte sie nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 19. Februar 2020 einen Rentenanspruch. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Volker 
Pribnow, am 18. März 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei die 
angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Even-
tualiter sei die Sache zwecks Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zu-
rückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. April 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 18. März 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 
Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig er-
stellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigne-
ter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig 
erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursach-
ten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend er-
werbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit 
sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – sogar für die 
Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165, 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 
V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf 
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 
1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungs-
auftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei-
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 
weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (Urteile des Bundesgerichts vom 26. November 2019, 8C_549/2019, E. 3.2 mit 
Hinweis, und vom 8. April 2020, 8C_60/2020, E. 3.2). 
 
4.4 Die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der me-
dizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-
validenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versi-
cherten Person fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszu-
üben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis 
IVG). Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. 
Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Do-
kumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm 
vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung 
(vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, 
E. 4.2.1). 
 
4.5 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die 
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsicht-
lich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte gehören –, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; vgl. 
zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2 mit weiteren 
Hinweisen). 
 
5. Bei der Würdigung des vorliegenden medizinischen Sachverhalts sind insbesondere die 
folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
5.1 Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte am 13. April 2017 mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine bipolare Krankheit seit mind. 1999, 
differentialdiagnostisch eine Borderline-Persönlichkeit, ein obstruktives Schlafapnoesyndrom 
(OSAS) seit 2005 und ein chronisches Thorakovertebralsyndrom bei diffuser idiopathischer Ske-
letthyperostose (DISH) sowie betonter Kyphose mit Schmerzchronifizierung Stadium II nach Ge-
bershagen seit 2015. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die Adipositas, der Niko-
tinabusus, die Penicillinallergie und ein Status nach Knieoperation rechts ca. 1990. Anamnestisch 
hielt Dr. B.____ fest, es habe seit Jahrzehnten immer wieder Jobwechsel, familiäre Probleme und 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

seit 2007 eine Dauertherapie mit Antidepressiva gegeben, allerdings habe bisher nie eine psy-
chiatrische Hospitalisation oder Psychotherapie stattgefunden. Im Vordergrund stünden die seit 
zwei Jahren bestehenden, chronifizierten Rückenschmerzen, die zur Dauerarbeitsunfähigkeit ge-
führt hätten. Es bestehe eine starke psychische Instabilität mit Verlust der Impulskontrolle; kör-
perlich seien dem Versicherten keine schweren Arbeiten zumutbar (Heben und Schieben von 
Gewichten unter 10kg). Sie habe den Versicherten seit über einem Jahr nicht mehr gesehen, 
weshalb sie keine näheren Auskünfte über andere mögliche Tätigkeiten oder die gegenwärtige 
Behandlung erteilen könne. 
 
5.2 Mit Bericht vom 15. April 2017 gab Dr. med. C.____, FMH Rheumatologie und Allge-
meine Innere Medizin, an, es bestehe mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 
Thorakovertebralsyndrom bei DISH, Hohlrundrücken und Skoliose, HLA B27 negativ, eine chro-
nische, mechanische Überlastung im Bereich der hyperkyphotischen unteren Brustwirbelsäule 
(BWS), wobei der Kyphosierungswinkel der BWS 63 betrage und zudem eine langstreckige 
Rechtskonvexität der BWS vorliege. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien der Status 
nach Burn-out-Symptomatik und das Schlaf-Apnoe-Syndrom. Dr. C.____ schätzte eine 80%ige 
Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Verweistätigkeit unter Berücksichtigung einer Leis-
tungsverminderung von 20 % als zumutbar ein. 
 
5.3 Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, hielt mit Austrittsbericht der E.____-Klinik vom 4. Juli 2017 diagnostisch eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (chronisches Schmerzsyndrom und 
Depression), ein chronisches Thorakovertebralsyndrom bei DISH und betonter Kyphose, eine 
Depression sowie Opiatüberkonsum fest. Er gab ferner an, die Opiat-basierte Medikation und die 
Schmerzen hätten nach dem zweiwöchigen stationären Aufenthalt in der E.____-Klinik reduziert 
und der Versicherte habe in gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden kön-
nen. 
 
5.4 In seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 21. Juli 2017 attestierte Dr. D.____ eine Ar-
beitsfähigkeit von 20 % für eine reine Bürotätigkeit. 
 
5.5 Dr. D.____ berichtete am 23. Februar 2018, eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei wei-
terhin nicht zumutbar und aus seiner Sicht nicht mit einer menschenwürdigen Lebensqualität ver-
einbar. Er attestierte eine Arbeitsfähigkeit von 20 %, damit der Versicherte keine unerträglichen 
Schmerzen erleiden müsse. 
 
5.6 Im psychiatrischen Teilgutachten vom 21. August 2018, welches im Auftrag der IV-Stelle 
verfasst wurde, stellte Dr. med. F.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gestützt auf 
den psychiatrischen Befund keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Hingegen diag-
nostizierte er ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Schmerzstörung mit so-
matischen und psychischen Faktoren. Dazu hielt er fest, der Versicherte leide seit Jahren unter 
Schmerzen, die sich ab August 2015 deutlich verschlechtert hätten. Gemäss den somatischen 
Untersuchungsbefunden sei das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krank-

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

heitsüberzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, jedoch nicht hinreichend objektivierbar, so-
dass eine psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Im Vorfeld der Schmerzverar-
beitungsstörung hätten keine wesentlichen psychosozialen Belastungen vorgelegen. Die Diag-
nose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung könne somit nicht gestellt werden; es 
handle sich vielmehr um eine chronische Schmerzstörung mit psychischen Faktoren. Des Weite-
ren fänden sich keine Hinweise für eine depressive Störung. In seiner Beurteilung gab Dr. F.____ 
ferner an, dass der Versicherte nicht in psychiatrischer Behandlung stehe, wobei aber eine psy-
chologische Behandlung zum besseren Umgang mit seinen Schmerzen geplant sei. Zur 
Schmerzdistanzierung nehme der Versicherte Cymbalta (Antidepressivum) ein; diese Medikation 
solle fortgesetzt werden. Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine weiteren Behandlungsoptio-
nen. Hinsichtlich des von Dr. B.____ diagnostizierten Verdachts auf eine Borderline-Persönlich-
keitsstörung bemerkte Dr. F.____, es fänden sich keine Hinweise auf langandauernde, ausge-
prägte depressive oder manische Phasen. Der Versicherte pflege seit Jahren stabile Objektbe-
ziehungen, habe eine gute Beziehung zu seiner Ehefrau und berichte explizit, er neige nicht dazu, 
sich in Streitigkeiten zu verwickeln oder impulsiv zu sein. Die Diagnose einer Borderline-Persön-
lichkeitsstörung könne somit nicht bestätigt werden. Ebenso liege kein Opiatüberkonsum vor, zu-
mal die Opiate durch die behandelnden Ärzte verordnet worden seien und nach Angaben des 
Versicherten in den letzten Monaten hätten reduziert werden können. Insgesamt könne er die 
Diagnose einer chronischen Schmerzstörung bestätigen, allerdingst leide der Versicherte nicht 
unter psychischen Beschwerden, weshalb aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit be-
stehe. Sowohl in der bisherigen als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit attestierte Dr. 
F.____ eine volle Arbeitsfähigkeit. 
 
5.7 Dr. med. G.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte 
im rheumatologischen Teilgutachten vom 28. August 2018 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
ein chronisches Thorakovertebralsyndrom bei/mit Fehlform (Hohlrundrücken), degenerative Ver-
änderungen im Sinne einer DISH (auch Morbus Forestier genannt) und eine lumbosacrale Über-
gangsanomalie (Lumbalisation von S1). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellte er diagnos-
tisch ein OSAS, eine Epicondylitis radialis und ulnaris rechts, eine Adipositas Grad II, eine Peni-
cillinallergie, einen Status nach Exzision eines Atheroms am Rücken am 6. Dezember 2017 und 
im Gesicht rechts am 1. November 2017 sowie einen Status nach Knieoperation rechts ca. 1990 
fest. In seiner Beurteilung gab Dr. G.____ an, der Versicherte wirke unauffällig und habe immer 
wieder präzisierend ins Gespräch eingegriffen, was er begrüsse, da die Angaben des Versicher-
ten so praktisch wortgetreu wiedergegeben werden könnten. Der Versicherte habe klar kommu-
niziert, mit dem Erwerbsleben abgeschlossen zu haben. Er gebe an, regelmässig für seine Frau 
zu kochen, sich im Haushalt zu betätigen, zu staubsaugen, Wäsche zu waschen, mit dem Auto 
einkaufen zu gehen und Besuch von Kollegen zu empfangen. Die zahlreichen Alltagsaktivitäten 
entsprächen einer Tätigkeit auf einem körperlich leichten Niveau, wie dies auch bei einer entspre-
chenden Berufstätigkeit möglich wäre. Dr. G.____ führte zur Arbeitsfähigkeit aus, die ange-
stammte Tätigkeit als Münzhändler mit Besuch von diversen Messen in verschiedenen Städten 
sei mit stundenlangem Autofahren und dem Heben von Lasten verbunden, weshalb dem Versi-
cherten diese Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Gleiches gelte für die Tätigkeit im Handel mit 
Nahrungsergänzungsmittteln. Allerdings betreibe der Versicherte Handel mit Münzen und Nah-
rungsergänzungsmittteln im Internet. Diese Tätigkeiten seien ihm in vollem Umfang zumutbar. 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Insgesamt stellte Dr. G.____ eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 90 % fest, 
wobei er die zehnprozentige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit vermehrtem Schmerzerleben 
und allfälligen Schmerzexazerbationen begründete. Hinsichtlich einer leidensangepassten Tätig-
keit attestierte er ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 90 %, wobei er die zehnprozentige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit wiederum auf vermehrtes Schmerzerleben und allfällige 
Schmerzexazerbationen stützte. Dr. G.____ gab zudem an, es kämen keine dauernd schweren 
oder mittelschweren Arbeiten, sondern lediglich leichte, rückendschonende Tätigkeiten, bei de-
nen der Versicherte nicht dauernd sitzen müsse, nicht dauernd repetitiv sich vornüberbeugen 
oder bücken und nicht dauernd über Kopf arbeiten müsse, infrage. 
 
5.8 Im Rahmen ihrer interdisziplinären Konsensbeurteilung vom 28. August 2018 hielten die 
Dres. G.____ und F.____ fest, dass beim Versicherten aus rheumatologischer Sicht in der ange-
stammten Tätigkeit als Selbstständigerwerbender im Münz- und Nahrungsergänzungsmittelbe-
reich mit Besuch von Messen in Europa eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Werde die ange-
stammte Tätigkeit allerdings im Internet ausgeübt, bestehe aus rheumatologischer Sicht eine Ar-
beitsfähigkeit von 90 % und aus psychiatrischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit. Das Gleiche 
gelte in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit, wobei aus rheuma-
tologischer Sicht nur leichte rückenschonende Tätigkeiten zumutbar seien. 
 
5.9 Dr. med. H.____, FMH Anästhesiologie, führte mit Bericht vom 7. Dezember 2018 aus, 
eine Arbeitsfähigkeit mit körperlicher Aktivierung sei bis auf Weiteres nicht gegeben. Eine leichte 
Bürotätigkeit sei nur sehr eingeschränkt für max. 90-100 Minuten täglich möglich, wobei nach 30 
Minuten stehender oder sitzender Tätigkeit eine längere Pause eingelegt werden müsse, zumal 
es auch bei längerem Sitzen zu axialen Druckbelastungen im Bereich der Wirbelsäule komme 
und dadurch Schmerzexazerbationen nicht zu vermeiden seien. 
 
5.10 Im Parteigutachten vom 26. März 2019 kam Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, zum Schluss, es treffe aus psychiatrischer Sicht am ehesten die Diagnose einer 
andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung vor dem Hintergrund einer schwe-
ren körperlichen Erkrankung zu. Zur Begründung gab er an, diese Diagnose sei für die adäquate 
Diagnostik von existenziell bedrohlichen Lebenserfahrungen geschaffen worden, wo die Belas-
tung dazu führe, dass die Persönlichkeit mitbetroffen sei. Es bestehe im vorliegenden Fall eine 
gewisse Überlappung der Diagnostik durch die chronische Schmerzsymptomatik; auslösend für 
die aktuelle Situation sei jedoch die Krise vom Jahr 2008, welche zu einer Änderung der Persön-
lichkeit geführt habe. Der Versicherte ziehe sich von den Menschen zurück und sei verbittert. Vor 
diesem Hintergrund führe die Exazerbation einer chronischen Schmerzsymptomatik, verbunden 
mit einer zunehmenden Immobilisierung und der daraus resultierenden Einschränkung der Ar-
beits- und Erwerbsfähigkeit, zu einer tiefergreifenden psychischen Beeinträchtigung. Zum aktu-
ellen Psychostatus hielt Dr. I.____ fest, der Versicherte sei affektiv bedrückt, fühle sich entfremdet 
von Mitmenschen, empfinde zunehmend Hassgefühle und habe häufig Probleme mit seiner Ehe-
frau. Der Antrieb sei phasenweise deutlich vermindert, er sei chronisch erschöpft und resigniert, 
was zusammen mit den chronisch vorhandenen Schmerzen zu einer deutlichen Einschränkung 
der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit führe. Hinzu komme, dass der Versicherte jede Woche acht 
bis neun Stunden für ärztliche Behandlungen aufwenden müsse, was die Arbeitsfähigkeit bereits 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

um 20 % einschränke. Die Schmerzsymptomatik sei zudem in objektiver Weise zusätzlich für 
eine Minderung der Arbeitsfähigkeit und der Lebensqualität verantwortlich. Es sei deshalb von 
einer bleibenden und dauernden Arbeitsunfähigkeit von 80 % in allen Tätigkeiten auszugehen. 
 
5.11 Dres. F.____ und G.____ nahmen mit Schreiben vom 26. August 2019 Stellung zum 
Parteigutachten von Dr. I.____. Dr. F.____ bemerkte dazu aus psychiatrischer Sicht, die von 
Dr. I.____ diagnostizierte Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung könne nur gestellt wer-
den, wenn die betreffende Person extremen Belastungen ausgesetzt gewesen sei, so beispiels-
weise bei einem Aufenthalt in Konzentrationslagern oder bei Folter, Katastrophen sowie andau-
ernden lebensbedrohlichen Situationen. Die Voraussetzungen für diese Diagnose seien vorlie-
gend nicht gegeben. Zudem seien die geklagten somatischen Beschwerden nicht derart ausge-
prägt, dass der Versicherte aus somatischer Sicht keiner Arbeit mehr nachgehen könne. Er leide 
mithin nicht unter objektivierbaren, schwersten Schmerzen, die allenfalls zu einer Persönlichkeit-
sänderung hätten führen können. Insgesamt könnten sowohl die diagnostischen Einschätzungen 
von Dr. I.____ als auch die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 80 % in keiner Art und Weise nach-
vollzogen werden. Zusammenfassend würden sich keine neuen Erkenntnisse ergeben und es 
könne deshalb immer noch – sowohl in Bezug auf die angestammte als auch auf die leidensan-
gepasste Tätigkeit – auf die bidisziplinäre Konsensbeurteilung im Gutachten vom 28. Au-
gust 2018 abgestellt werden. 
 
5.12 In seiner Aktennotiz vom 2. September 2019 hielt RAD-Arzt Dr. med. J.____, Facharzt 
für Orthopädie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin, fest, aus rheumatologischer 
Sicht ergäben sich keine neuen Erkenntnisse im Rahmen des Einwandverfahrens; die Ausfüh-
rungen und Einschätzungen von Dr. G.____ seien ausführlich und nachvollziehbar, weshalb wei-
terhin auf sie abgestellt werden könne. 
 
5.13 RAD-Ärztin Dr. med. K.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, gab in ihrer Stel-
lungnahme vom 3. Oktober 2019 an, aus psychiatrischer Sicht könne weiterhin auf das psychiat-
rische Teilgutachten von Dr. F.____ vom 21. August 2018 abgestellt werden. Sie betonte, dass 
das Parteigutachten von Dr. I.____ vom 26. März 2019 nicht aus einer Behandlungssituation her-
aus, sondern im Rahmen einer konsiliarischen Zuweisung durch den Hausarzt des Versicherten 
entstanden sei. Im Rahmen einer Behandlungssituation würden in der Regel auch die Ressour-
cen und Fähigkeiten deutlich. Da der Bericht erst nach einer erfolgten Begutachtung mit dem Ziel 
der Vorlage im Rahmen des Einwandverfahrens erstellt worden sei, bestehe eine hohe Wahr-
scheinlichkeit, dass die gesundheitliche Situation vom Versicherten und seiner Ehefrau stark de-
fizitorientiert dargestellt worden sei. 
 
6. Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 19. Februar 2020 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die Ergeb-
nisse, zu denen die Gutachter Dres. F.____ und G.____ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 
21./28. August 2018 sowie in ihrer Stellungnahme vom 26. August 2019 gelangten. Sie ging dem-
entsprechend von einer schmerzbedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % aus. 
Sowohl in der angestammten Tätigkeit als Münz- und Nahrungsergänzungsmittelhändler im In-
ternet als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit sei ihm die Tätigkeit mit der vorerwähnten 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Einschränkung ganztags zumutbar. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, es sei auf die Er-
gebnisse, zu denen Dr. I.____ im Parteigutachten vom 26. März 2019 gelangte, abzustellen und 
von einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % auszugehen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht 
in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete In-
dizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. 
Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. F.____ und G.____ vom 21./28. August 2018 weist weder 
formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 
hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, 
es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktu-
ellen medizinischen Situation ein, es setzt sich ausreichend mit den vorhandenen abweichenden 
ärztlichen Einschätzungen auseinander und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. 
 
7.1 Zunächst rügt der Beschwerdeführer, die IV-Stelle habe in somatischer Hinsicht zu Un-
recht auf das Teilgutachten von Dr. G.____ vom 28. August 2018 abgestellt. 
 
7.1.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die von Dr. H.____ am 7. Dezember 2018 festgestell-
ten Einschränkungen und Diagnosen seien im rheumatologischen Teilgutachten von Dr. G.____ 
vom 28. August 2018 unberücksichtigt geblieben. Zudem habe sich sein Gesundheitszustand seit 
der Begutachtung verschlechtert. Dazu reichte er einen Arztbericht vom 12. März 2020 ein, worin 
Dr. H.____ zu ihrem Bericht vom 7. Dezember 2018 ergänzend angibt, dass sich die Arbeitsfä-
higkeit in keinster Weise verbessert habe. Die Schmerzen seien weiterhin sehr stark und immo-
bilisierend im Bereich der oberen und mittleren BWS. Zunehmend habe sich in den letzten sechs 
Monaten auch eine Verschlechterung im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule (LWS) etabliert. 
Der Versicherte habe die Oxycodon-Dosis erhöhen müssen, dennoch seien die Schmerzen jeden 
Tag unerträglich. Zum Procedere hielt sie fest, es sei der Beginn einer Psychotherapie zur Ent-
wicklung von Schmerzbewältigungsstrategien sowie die Planung eines stationären Aufenthaltes 
für eine multimodale komplexe Schmerztherapie vereinbart worden. 
 
7.1.2 Den Einwänden des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Vielmehr geht aus 
den gutachterlichen Ausführungen von Dr. G.____ hervor, dass er sich mit den gleichen Be-
schwerden, Schmerzen und Funktionseinschränkungen wie die behandelnde Ärztin Dr. H.____ 
auseinandergesetzt und diese sowohl im Bereich der BWS als auch der LWS erfasst hat. Mit der 
IV-Stelle einig zu gehen ist, dass sich im Bericht von Dr. H.____ vom 12. März 2020 ausschliess-
lich subjektive Angaben des Versicherten in der Anamnese finden lassen. Es liegen zudem weder 
klinische Untersuchungsbefunde noch neuere bildgebenden Befunde vor, die auf eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes deuten. Die Annahme einer Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes seit der Begutachtung durch Dr. G.____ am 28. August 2018 ist daher vor-
liegend nicht hinreichend erstellt. Somit kann an dieser Stelle von weiteren Erörterungen zur 
überzeugenden gutachterlichen Beurteilung des somatischen Gesundheitszustands von Dr. 
G.____ abgesehen werden. 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
7.2 Die weiteren Rügen des Beschwerdeführers richten sich gegen die beweisrechtliche 
Verwertbarkeit des psychiatrischen Teilgutachtens von Dr. F.____ vom 21. August 2018. 
 
7.2.1 Nach Auffassung des Versicherten ist Dr. F.____ in seinem Teilgutachten nur unzu-
reichend auf die psychischen Beschwerden eingegangen. Hält man sich das psychiatrische Teil-
gutachten von Dr. F.____ vom 21. August 2018 vor Augen, so ist dem Beschwerdeführer zuzu-
gestehen, dass die Anamnese eher knapp ausgefallen ist. Allerdings setzt sich Dr. F.____ aus-
führlich mit dem Befund auseinander und begründet die Diagnose nachvollziehbar. Zwar beste-
hen zwischen den Angaben des Versicherten gegenüber Dres. F.____ und G.____ einerseits und 
Dr. I.____ andererseits erhebliche Widersprüche. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass der 
Beschwerdeführer gegenüber Dr. I.____ – dessen Parteigutachten vom 26. März 2019 nach dem 
bidisziplinären Gutachten vom 21./28. August 2018 erstellt wurde – aus versicherungsmedizini-
schen Gründen andere Aussagen gemacht hat. Denn bei der Befragung gegenüber Dres. F.____ 
und G.____ machte er deckungsgleiche Angaben, was deren Beweiswert erhöht. Verbunden mit 
der Tatsache, dass Dr. I.____ nicht behandelnder Arzt, sondern vor dem Hintergrund des Ver-
fahrens mit der IV-Stelle für eine konsiliarische Beurteilung im Auftrag des Beschwerdeführers 
beigezogen wurde, ist anzunehmen, dass Dr. I.____ das Parteigutachten vom 26. März 2019 
aufgrund seiner auftragsrechtlichen Vertrauensstellung eher zu Gunsten des Beschwerdeführers 
verfasste. 
 
7.2.2 Ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer sodann aus der 
abweichenden diagnostischen Einschätzung von Dr. I.____, der von einer andauernden Persön-
lichkeitsänderung nach Extrembelastung ausgeht. Es ist festzuhalten, dass Dr. I.____ die ge-
stellte Diagnose nicht annähernd herzuleiten, geschweige denn diagnostisch zu begründen ver-
mag. Davon abgesehen geht er lediglich von einer Annahme aus, indem er ausführt, am ehesten 
liege aufgrund der schweren körperlichen Erkrankung eine Persönlichkeitsänderung nach Ext-
rembelastung vor. Hinzu kommt, dass sich auch den Ausführungen anderer Ärzte keinerlei Hin-
weise für die von Dr. I.____ gestellte Diagnose entnehmen lassen (vgl. E. 5.1 und 5.2 hiervor). 
Er führt zudem auch keine gewichtigen Gründe an, die eine von Dr. F.____ abweichende Beur-
teilung des psychischen Gesundheitszustands erlauben würden. Im Übrigen bringt der Beschwer-
deführer in seiner Beschwerde nicht vor, weshalb inhaltlich nicht auf das Teilgutachten von 
Dr. F.____ abzustellen ist. Vielmehr verweist er einzig auf das Parteigutachten von Dr. I.____. 
Insgesamt sind somit keine Gründe ersichtlich, die dazu Anlass geben könnten, an den Ergeb-
nissen des psychiatrischen Teilgutachtens von Dr. F.____ vom 21. August 2018 zu zweifeln. 
 
7.2.3 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, Dr. F.____ habe es versäumt, im Teilgut-
achten vom 21. August 2018 eine eingehende Indikatorenprüfung nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung (BGE 143 V 409, 143 V 418) vorzunehmen. 
 
7.2.4 Das Bundesgericht hat die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Er-
krankungen beachtlichen Standardindikatoren wie folgt systematisiert: Der erste Indikatoren-
Komplex steht unter dem Titel “Gesundheitsschädigung“. Darunter sind die Ausprägung der di-

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

agnoserelevanten Befunde, der Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -re-
sistenz und die Komorbiditäten zu würdigen. Im zweiten, die “Persönlichkeit“ betreffenden Indi-
katoren-Komplex wird nach der Persönlichkeitsentwicklung und der Persönlichkeitsstruktur ge-
fragt, und es sind die persönlichen Ressourcen des Versicherten zu eruieren. Im dritten Indikato-
ren-Komplex schliesslich ist unter dem Titel “Sozialer Kontext“ eine Eruierung der Ressourcen 
anhand des sozialen Umfelds vorzunehmen. Anhand der ermittelten Indikatoren ist schliesslich 
die “Konsistenz“ zu prüfen. Darunter fallen verhaltensbezogene Kategorien wie die Indikatoren 
einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensberei-
chen und eines behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks 
(BGE 141 V 281 E. 4). 
 
7.2.5 Wenngleich das psychiatrische Teilgutachten von Dr. F.____ vom 21. August 2018 teil-
weise eher knapp gehalten ist, enthält es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die 
erforderlichen Angaben zur Vornahme der Indikatorenprüfung. Als objektive Befunde gibt 
Dr. F.____ an, die Stimmung des Versicherten sei ausgeglichen, die Psychomotorik lebhaft, der 
Antrieb nicht vermindert und der affektive Kontakt zum Untersucher gut. Sodann beschreibt 
Dr. F.____ den Versicherten als bewusstseinsklar mit wachem Eindruck und intakter Merkfähig-
keit sowie intaktem Gedächtnis. Ferner kann er keine Wahnvorstellungen oder ähnliches und 
keine Konzentrationsschwäche feststellen; der Versicherte habe einen klaren Bezug zur Realität. 
Auch habe er weder Zwangsgedanken, Lebensverleider, Suizidgedanken oder Suizidimpulse ge-
äussert noch Ängste und Phobien erwähnt. Aus den Schilderungen hätten sich keine Hinweise 
auf Veränderungen der Stimmung und des Antriebes im Laufe des Tages ergeben. Zudem schil-
dert Dr. F.____ den Alltag des Beschwerdeführers, indem er ausführt, der Versicherte habe eine 
gute Beziehung zur Ehefrau und zu den Kindern, verfüge über Kontakte mit Kollegen und Be-
kannten, helfe im Haushalt mit, kaufe ein, koche, fahre Auto bis zu maximal 30 Minuten und 
Spaziergänge seien bis zu 45 Minuten möglich. Dr. F.____ weist zudem auf die subjektive Krank-
heitsüberzeugung hin, wonach der Versicherte sich aufgrund seiner starken Rückenschmerzen 
nicht mehr in der Lage sehe zu arbeiten. Vor diesem Hintergrund schliesst Dr. F.____ auf eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, die allerdings keine 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe. Dieser Schluss ist nachvollziehbar und nicht zu bean-
standen, zumal es an einem sozialen Rückzug fehlt, der Versicherte eine gute Beziehung zur 
Ehefrau und den Kindern pflegt und es im Vorfeld keine wesentlichen psychosozialen Belastun-
gen gab. Weiter deutet die Tatsache, dass der Versicherte im Zeitpunkt der Begutachtung nicht 
in psychiatrischer Behandlung stand und seit 2008 weder eine stationäre noch teilstationäre psy-
chiatrische Behandlung erfolgte, darauf hin, dass kein ausgewiesener Leidensdruck besteht. 
Hinzu kommt, dass das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüber-
zeugung, nicht mehr arbeiten zu können, nach Dr. F.____ nicht hinreichend objektivierbar sei, 
sodass eine psychische Überlagerung angenommen werden müsse. 
 
7.2.6 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers enthält das psychiatrische Teilgutach-
ten von Dr. F.____ vom 21. August 2018 somit alle erforderlichen Angaben für die Prüfung der 
Frage, ob sich ein invalidisierender Gesundheitsschaden anhand der Standardindikatoren verifi-

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zieren lässt (vgl. SVR 2018 IV Nr. 36 S. 116 E. 4.3) und hält somit den bundesgerichtlichen An-
forderungen stand (vgl. E. 7.2.4 hiervor). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die diesbezügli-
chen Rügen als unbegründet. 
 
7.3 Aus dem Gesagten folgt, dass den erwähnten Einwänden des Beschwerdeführers ins-
gesamt nicht gefolgt werden kann. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind mithin nicht ge-
eignet, die ausschlaggebende Beweiskraft des bidisziplinären Gutachtens der Dres. G.____ und 
F.____ vom 21./28. August 2018 in Frage zu stellen. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist 
demnach nicht zu beanstanden. 
 
7.4 Lässt die vorhandene Aktenlage eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustan-
des und der Arbeitsfähigkeit zu, so besteht kein Anlass, dem in der Beschwerde vom 18. März 
2020 gestellten Eventualantrag des Beschwerdeführers zu entsprechen, wonach die Sache 
zwecks Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei. Der 
Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als 
Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfas-
sungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entschei-
dung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung 
zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sach-
verhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Be-
weismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach kon-
stanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3). 
 
8. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass die IV-Stelle zu Recht davon 
ausgegangen ist, dem Versicherten sei die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Münz- und 
Nahrungsergänzungsmittelhändler im Internet sowie auch einer leidensangepassten Tätigkeit 
aus medizinischer Sicht mit einer zehnprozentigen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zumutbar. 
 
9.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Ver-
sicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Die IV-Stelle nahm in der ange-
fochtenen Verfügung vom 19. Februar 2020 den erforderlichen Einkommensvergleich vor. Da der 
Beschwerdeführer seit Eintritt der Gesundheitsschädigung keiner Erwerbstätigkeit mehr nach-
ging, setzte die IV-Stelle das Invalideneinkommen zu Recht unter Beizug der Tabellenlöhne der 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik fest (vgl. dazu BGE 
126 V 75 E. 3b/bb mit Hinweisen, 124 V 321 E. 3b/aa). Auf diese Weise errechnete sie ein zu-
mutbares Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 60’364.--. Anschliessend stellte sie diesen 
Betrag dem Valideneinkommen von Fr. 61’764.-- gegenüber und ermittelte so einen rentenaus-
schliessenden Invaliditätsgrad von 2 %. 
 
9.2 Der Beschwerdeführer beanstandet im Zusammenhang mit der genannten Berechnung 
einzig, dass ihm die IV-Stelle bei der Bemessung des Invalideneinkommens keinen Abzug vom 
Tabellenlohn gewährt habe. 
 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9.2.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti-
schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Perso-
nen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des 
Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der 
Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. 
Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu 
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand 
Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person 
wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäf-
tigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht 
automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 
die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte 
(Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Ein-
kommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in 
Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im 
Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu 
begrenzen (BGE 134 V 322 E. 5.2, vgl. zum Ganzen auch BGE 126 V 75 E. 5b/bb und cc). 
 
9.2.2 Zur Begründung für einen Abzug vom Tabellenlohn verweist der Beschwerdeführer ein-
zig auf seine schwerwiegenden Beschwerden. Dazu ist festzuhalten, dass den gesundheitlichen 
Einschränkungen mit der veranschlagten Arbeitsunfähigkeit von 10 % und dem Kompetenzni-
veau 1 bereits vollumfänglich Rechnung getragen wurde, zumal dem Beschwerdeführer die an-
gestammte Tätigkeit – zwar nicht an Messen, aber via Internet – noch zumutbar ist. Andere 
Gründe (Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad), die für einen leidensbedingten Abzug sprechen, sind nicht ersichtlich. Insgesamt ist nicht 
zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt hat. 
 
9.3 Die vorinstanzliche Bemessung des massgebenden Validen- und des zumutbaren Inva-
lideneinkommens erweist sich (auch) in den übrigen Punkten als korrekt. Die von der IV-Stelle 
ermittelten Zahlen sind denn auch – abgesehen vom vorstehend erörterten Einwand – in der 
vorliegenden Beschwerde nicht weiter beanstandet worden. Unter diesen Umständen kann hier 
von weiteren Ausführungen zum Einkommensvergleich abgesehen und stattdessen vollumfäng-
lich auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 19. Februar 2020 
verwiesen werden. 
 
10.  Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die IV-Stelle in der angefochtenen 
Verfügung einen Rentenanspruch des Versicherten zu Recht abgelehnt hat. Die hiergegen erho-
bene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- ihm aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 
 
11.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle. 
 
  

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.