# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 132dd9d4-004f-53ad-a588-fa778660a965
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.01.2021 UV 2019/78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-78_2021-01-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/78

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2021

Entscheiddatum: 27.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 27.01.2021
Art. 6 UVG: Bejahung unfallkausaler Restfolgen im Bereich des linken Arms 
in Form von Schmerzen und einer Beweglichkeitseinschränkung. Art. 19 
Abs. 1 UVG: Feststellung der Richtigkeit des festgelegten Fallabschlusses. 
Art. 16 ATSG: Rückweisung zu weiteren Abklärungen im Zusammenhang mit 
dem Valideneinkommen. Invalideneinkommen: Anwendung des 
Kompetenzniveaus 2 der LSE (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 27. Januar 2021, UV 2019/78).

Entscheid vom 27. Januar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Jakob

Geschäftsnr.

UV 2019/78

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin), in Teilzeit als Chauffeur 

und Monteur tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

obligatorisch versichert, als er am 6. November 2015 während der Arbeit beim 

Anheben eines schweren Fitnessgeräts einen Zwick in der linken Schulter verspürte 

(Suva-act. 1, 5 f., 24). Die Erstbehandlung fand am 7. November 2015 bei Dr. med. 

C.___, Allgemeine Medizin FMH statt, der eine Schultermuskelzerrung diagnostizierte 

(Suva-act. 5). Mit Schreiben vom 16. Dezember 2015 sprach die Suva dem 

Versicherten für die Folgen des Berufsunfalls vom 6. November 2015 

Heilbehandlungsleistungen zu. Taggelder wurden mangels einer Arbeitsunfähigkeit 

keine zugesprochen (Suva-act. 8).

A.a. 

Am 11. Juli 2017 meldete die Arbeitgeberin der Suva ein Schadenereignis vom 29. 

Juni 2017 und am 7. August 2017 einen Rückfall zu diesem Schadenereignis mit einer 

Arbeitsunfähigkeit seit 5. Juli 2017. Der Versicherte hatte zusammen mit zwei Arbeits­

kollegen ein Fitnessgerät transportiert, welches bei einem der Arbeitskollegen 

verrutscht war, wodurch es beim Versicherten und dem anderen Arbeitskollegen eine 

plötzliche Gewichtsverlagerung gegeben und der Versicherte erneut einen Zwick in der 

linken Schulter verspürt hatte (Suva-act. 10 f., 22, 24). Die Erstbehandlung hatte am 30. 

Juni 2017, wiederum durch Dr. C.___, stattgefunden, der nach durchgeführter MRT-

Untersuchung am 6. Juli 2017 in der D.___ (Suva-act. 19), eine Partialruptur der 

Supraspinatussehne, eine Pulleyläsion links und einen Längsriss der langen 

A.b. 

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Bizepssehne diagnostiziert hatte (Suva-act. 27). Am 10. August 2017 wurde der 

Versicherte durch Dr. med. E.___, FMH Orthopädie und Traumatologie, Sportmedizin 

SGSM untersucht, der eine komplexe Schulterläsion links und einen Status nach 

anteriorer Schulterluxation, Partialruptur der Supraspinatussehne sowie Pulleyläsion 

mit Längsriss der langen Bizepssehne links diagnostizierte und ein operatives 

Vorgehen empfahl (Suva-act. 30).

Anlässlich einer Besprechung mit der Suva vom 24. August 2017 gab der 

Versicherte an, seit sieben Jahren als Chauffeur für eine zweite Arbeitgeberin, die F.___ 

AG, tätig zu sein. Er habe die Tätigkeit jedoch ab Herbst 2016 wegen 

Führerausweisentzugs unterbrechen müssen. Zusätzlich arbeite er als selbständiger 

Naturheilpraktiker bzw. Bioenergetiker (Suva-act. 24).

A.c. 

Gestützt auf eine Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. G.___, Facharzt Chirurgie, 

vom 6. September 2017 (Suva-act. 29) teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben 

vom 20. September 2017 mit, dass sie ihre Leistungspflicht anerkenne, jedoch von 

einem Rückfall zum Unfall vom 6. November 2015 ausgehe (Suva-act. 32).

A.d. 

Am 12. September 2017 wurde der Versicherte durch Dr. med. H.___, Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kantonsspital 

St. Gallen (nachfolgend: KSSG), untersucht, der eine Rotatorenmanschettenruptur 

(Supraspinatus und Subscapularis) mit konsekutiver Bizepstendinopathie mit/bei 

Status nach Schultertrauma am 6. November 2015 und 22. Juni 2017 (richtig: 29. Juni 

2017) sowie älterer anteriorer Schulterluxation links mit Hill-Sachs-Delle und anteriorer 

Bankartläsion, eine ansatznahe Totalruptur des Musculus pectoralis major links mit/bei 

Status nach Schultertrauma am 6. November 2015 und 22. Juni 2017 (richtig: 29. Juni 

2017) sowie eine asymptomatische AC Gelenksarthrose links diagnostizierte und sich 

ebenfalls für eine operative Revision aussprach (Suva-ct. 34). Am 4. Oktober 2017 

führte Dr. H.___ beim Versicherten am linken Schultergelenk eine offene 

Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (Supraspinatus und Subscapularis), eine 

Bizepstenodese sowie eine Refixation der Pectoralis major Sehne durch (Suva-act. 38).

A.e. 

Mit Schreiben vom 29. Januar 2018 kündigte die B.___ AG das Arbeitsverhältnis 

mit dem Versicherten per 31. März 2018 (Suva-act. 63).

A.f. 

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Anlässlich einer Untersuchung vom 27. Februar 2018 stellte Dr. H.___ einen post­

operativ schleppenden Verlauf mit persistierenden Schmerzen fest (Suva-act. 80). Bei 

einer Besprechung mit der Suva vom 4. April 2018 teilte der Versicherte mit, dass er 

weiterhin 100% arbeitsunfähig sei. Die körperlich sehr strenge Tätigkeit als Chauffeur 

und Monteur von Fitnessgeräten sei ihm nicht mehr möglich (Suva-act. 95, vgl. auch 

Suva-act. 103, 111, 113). Auch anlässlich einer Untersuchung vom 29. Mai 2018 erhob 

Dr. H.___ beim Versicherten einen schmerzbedingt verzögerten Heilungsverlauf, der 

nicht mehr in den normalen zeitlichen Rahmen passe. Eine eindeutige Genese der vom 

Versicherten umschriebenen Schmerzsymptomatik konnte er keine finden (Suva-act. 

117). Ein daraufhin am 5. Juni 2018 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des 

KSSG durchgeführtes Verlaufs-MRT zeigte eine initiale Omarthrose links, eine in der 

Kontinuität erhaltene dünne Supraspinatussehne mit kleinem Cleft, eine interstitielle 

Partialruptur der Infraspinatussehne mit angrenzender Delamination, eine intakte 

Refixation des Musculus subscapularis, eine intakte Bizepstenodese, eine regelrechte 

Refixation des Musculus pectoralis major, einen langstreckigen Labrumriss, einen 

tiefen grossflächigen Knorpeldefekt des Humeruskopfs sowie eine Synovitis (Suva-act. 

125).

A.g. 

In einer Kurzbeurteilung vom 25. Juni 2018 hielt Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, fest, dass nicht mehr mit einer Rückkehr 

des Versicherten in die angestammte Tätigkeit gerechnet werden könne, weil diese 

wohl zu schwer sei. In einer angepassten Tätigkeit wäre der Versicherte hingegen voll 

arbeitsfähig (Suva-act. 127). Gestützt auf diese Beurteilung teilte die Suva dem 

Versicherten mit Schreiben vom 28. Juni 2018 die Einstellung der Taggeldleistungen 

unter Gewährung einer Übergangsfrist per 30. November 2018 mit (Suva-act. 128). 

Nachdem sich dieser am 28. Juni 2018 mit der Leistungseinstellung nicht 

einverstanden erklärt (Suva-act. 129) und die Suva am 4. Juli 2018 darüber informiert 

hatte, sein Hausarzt Dr. med. J.___, Allgemeine Innere Medizin, könne der 

Leistungseinstellung ebenfalls nicht beipflichten und habe den Einbezug eines 

Orthopäden empfohlen, erklärte sich die Suva am selben Tag mit der Einholung einer 

orthopädischen Zweitmeinung einverstanden (Suva-act. 131). Dr. J.___ beauftragte 

dafür Dr. med. K.___, Orthopädie L.___-, der im Untersuchungsbericht vom 7. August 

2018 festhielt, dass er angesichts der kernspintomographischen Befunde keine 

A.h. 

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Indikation zu einem erneuten operativen Vorgehen und diesbezüglich auch keine 

weitere Verbesserungsmöglichkeit sehe. Die dargestellte Bandgradläsion (richtig wohl: 

Bankartläsion) sei seines Erachtens für die Symptomatik des Versicherten nicht 

relevant (Suva-act. 138). Kreisarzt Dr. I.___ bestätige am 16. August 2018 in Kenntnis 

der Beurteilung von Dr. K.___ eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

(Suva-act. 139). Dr. C.___ bescheinigte dem Versicherten weiterhin eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit, ohne sich zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit zu 

äussern (Suva-act. 141).

Am 17. September 2018 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung durch Dr. 

I.___ statt. Der Kreisarzt diagnostizierte im Untersuchungsbericht vom 24. September 

2018 ätiologisch ungeklärte Restbeschwerden Schulter links bei/nach offener 

Rekonstruktion Rotatorenmanschette links (Supraspinatus und Subscapularis) mit 

Bizepstenotomie und offener Refixation der Sehne des Musculus pectoralis major am 

4. Oktober 2017 sowie Traumatisierung Schulter links am 6. November 2015 und eine 

anamnestisch neu angegebene Hypästhesie im Bereich des Nervus ulnaris links. 

Wegen der Hypästhesie sei vor einem definitiven Fallabschluss eine klinisch 

neurologische und neurophysiologische Abklärung der linken oberen Extremität 

notwendig (Suva-act. 153).

A.i. 

Am 5. Oktober 2018 erklärte Dr. H.___ den Behandlungsabschluss bei ihm bei 

postoperativ weiterhin unveränderten Restbeschwerden (linksseitig ausstrahlende 

Schmerzen vom Glenoid ausgehend bis in die Finger, Sensibilitätsminderung an der 

oberen Extremität links; Suva-act. 156).

A.j. 

Die neurologische Abklärung fand am 25. Oktober 2018 in der Klinik für Neurologie 

des KSSG, durch Dr. med. M.___ und med. pract. N.___, statt und ergab klinisch und 

elektrophysiologisch keine Hinweise für eine Radikulopathie oder Plexopathie links. 

Nebenbefundlich wurden ein leichtgradiges Karpaltunnelsyndrom (CTS) und ein Sulcus 

ulnaris-Syndrom (SUS) erhoben (Suva-act. 159).

A.k. 

In einer kreisärztlichen Beurteilung vom 22. November 2018 wertete Kreisarzt Dr. 

I.___ das CTS und SUS als mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

A.l. 

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nicht unfallkausal. Er ging von einem Endzustand aus und umschrieb das 

Zumutbarkeitsprofil des Versicherten (Suva-act. 163).

Gleichentags schätzte Kreisarzt Dr. I.___ den Integritätsschaden in Bezug auf die 

linke Schulter auf 10% (Suva-act. 164), worauf die Suva dem Versicherten mit 

Verfügung vom 6. Dezember 2018 bei einer Integritätseinbusse von 10% eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.-- zusprach (Suva-act. 168). Diese Verfügung 

erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

A.m. 

Mit Mitteilung vom 22. Januar 2019 verneinte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen (Suva-act. 171). Am 3. 

Februar 2019 nahm der Versicherte an einem Einsatzprogramm des RAV (Regionales 

Arbeitsvermittlungszentrum) teil. Der Versicherte brach die Teilnahme wegen 

exazerbierender Schulterschmerzen nach einem Tag ab und wurde von Dr. med. O.___, 

Facharzt Allgemeine Innere Medizin, vom 4. bis 17. Februar 2019 zu 100% 

arbeitsunfähig geschrieben (Suva-act. 173 f., 178). Am 13. Februar 2019 stellte Dr. 

J.___ dem Versicherten ein Zeugnis für eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vom 18. 

Februar bis 3. März 2019 für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit unter 

Berücksichtigung schulterbezogener Einschränkungen aus (Suva-act. 183, vgl. auch 

Suva-act. 184).

A.n. 

Am 27. Februar 2019 erklärte Kreisarzt Dr. I.___, dass am Zumutbarkeitsprofil vom 

22. November 2018 festgehalten werden müsse. Eine Arbeitsunfähigkeit sei nur zu 

akzeptieren, wenn die Belastung im Rahmen des Einsatzprogramms, in welches der 

Versicherten vom RAV eingeteilt worden sei, grösser gewesen sei (Suva-act. 187). Die 

Suva leitete dem Versicherten die kreisärztliche Beurteilung mit Schreiben vom 8. März 

2019 weiter und hielt fest, dass es die Pflicht des RAV, des Einsatzbetriebs und des 

Versicherten sei zu schauen, dass die Belastung im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils 

liege (Suva-act. 188).

A.o. 

Am 3. April 2019 gingen bei der Suva Zeugnisse von Dr. J.___ mit einer 35%igen 

Arbeitsunfähigkeit des Versicherten vom 18. Februar bis 3. März 2019 und einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 8. März bis 10. April 2019 ein (Suva-act. 195).

A.p. 

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B.  

C.  

Mit Verfügung vom 1. Mai 2019 verneinte die Suva einen Rentenanspruch des 

Versicherten (Suva-act. 215).

A.q. 

Am 10. Mai 2019 liess sich der Versicherte nochmals durch Dr. H.___ untersuchen 

(Suva-act. 231).

A.r. 

Gegen die Verfügung vom 1. Mai 2019 liess der Versicherte am 15. Mai 2019 

Einsprache erheben (Suva-act. 227).

B.a. 

Am 18. Juni 2019 wurde die Einsprachebegründung nachgereicht (Suva-act. 233).B.b. 

Am 11. Juli 2019 wurde der Versicherte erneut durch Dr. H.___ untersucht (Suva-

act. 235).

B.c. 

Mit Entscheid vom 10. Oktober 2019 wies die Suva die Einsprache vom 15. Mai 

2019 ab (Suva-act. 236).

B.d. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2019 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 29. Oktober 2019 (Postaufgabe) 

Beschwerde mit folgenden Anträgen: Der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es 

sei ihm eine in der Höhe noch zu ermittelnde Invalidenrente zuzusprechen. Das 

Beschwerdeverfahren sei bis zum Abschluss des invalidenversicherungsrechtlichen 

Verfahrens zu sistieren, mindestens jedoch bis im vorgenannten Verfahren die 

Schulterbeschwerden und die damit einhergehende Arbeitsunfähigkeit im Detail 

abgeklärt seien, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.a. 

Mit Eingabe vom 26. November 2019 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung des Sistierungsantrags und die Fortsetzung des 

Verfahrens (act. G 3).

C.b. 

Nachdem die IV-Stelle dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen am 3. 

Dezember 2019 telefonisch mitgeteilt hatte, dass bei ihr ein Abklärungsverfahren 

betreffend den Beschwerdeführer hängig sei, mit weiteren Abklärungen jedoch bis zum 

C.c. 

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Erwägungen

1.

Umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente.

Abschluss des Unfallversicherungsverfahrens zugewartet werde (act. G 4), teilte das 

Versicherungsgericht dem Beschwerdeführer mit, dass die beantragte 

Verfahrenssistierung nicht für notwendig betrachtet und der Schriftenwechsel 

fortgeführt werde (act. G 5).

In der Beschwerdeantwort vom 19. März 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 11).

C.d. 

Mit Replik vom 1. April 2020 (Postaufgabe) hielt der Beschwerdeführer 

sinngemäss an seinem Antrag auf Zusprache einer Invalidenrente fest (act. G 13).

C.e. 

Mit Schreiben vom 1. Mai 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine 

Duplik und hielt am Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (act. G 15).

C.f. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.g. 

Nach Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) hat eine versicherte Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge 

eines Unfalls zu mindestens 10% invalid wird. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG). In diesem Fall 

fallen die Heilbehandlungen sowie Taggeldleistungen dahin. Invalidität ist die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt 

der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

1.1. 

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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Angesichts von Art. 18 Abs. 1 UVG besteht eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit 

einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs.1 UVG; BGE 129 V 

1818 E. 3; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/

Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

1.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, kann 

rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 

ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

1.3. 

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2.  

In medizinischer Hinsicht wird unbestrittenermassen angenommen, dass der 

Beschwerdeführer beim Unfall vom 6. November 2015 eine Schulterluxation links 

erlitten hat (Suva-act. 29 f.). Aktenkundig ist auch, dass die linke Schulter nochmals bei 

einem Ereignis vom 29. Juni 2017 betroffen war (Suva-act. 10 f., 27). Die beim 

Beschwerdeführer im Rahmen der MRT-Untersuchung vom 6. Juli 2017 zur Darstellung 

gelangten Rotatorenmanschettenläsionen (Supraspinatus und Subscapularis), der 

Längsriss der langen Bizepssehne (Suva-act. 19) sowie die von Dr. H.___ zudem am 

12. September 2017 diagnostizierte ansatznahe Totalruptur des Musculus pectoralis 

major links (Suva-act. 34) sind sodann unstreitig Unfallfolgen (vgl. insbesondere Suva-

act. 29, 30, 34). Die vorgenannten Verletzungen wurden am 4. Oktober 2017 operativ 

mit einer offenen Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (Supraspinatus und 

Subscapularis), Bizepstenodese und Refixation der Pectoralis major Sehne versorgt 

(Suva-act. 38). Das Verlaufs-MRT vom 5. Juni 2018 zeigte eine in der Kontinuität 

erhaltene dünne Supraspinatussehne mit kleinem Cleft, eine interstitielle Partialruptur 

der Infraspinatussehne mit angrenzender Delamination, eine intakte Refixation des 

Musculus subscapularis, eine intakte Bizepstenodese, eine regelrechte Refixation des 

Musculus petoralis major, einen langstreckigen Labrumriss, einen tiefen grossflächigen 

Knorpeldefekt des Humeruskopfs sowie eine Synovitis (Suva-act. 125).

2.1. 

Unbestritten und von Kreisarzt Dr. I.___ anerkannt ist, dass beim 

Beschwerdeführer im linken Schultergelenk ein erheblicher Restzustand, insbesondere 

durch die subjektiv verspürte Schmerzhaftigkeit, besteht, auch wenn diese angesichts 

der anatomisch und klinisch weitgehend günstigen Situation ätiologisch schlecht 

zugeordnet werden könne. Bezüglich der Beschwerden sei von einer mässigen Form 

einer Periarthrosis humero-scapularis auszugehen (Suva-act. 164). Dr. H.___ macht für 

die Schmerzen am ehesten die Vernarbungen wie auch die beginnende Degeneration 

verantwortlich (Suva-act. 231). Die Schmerzen sind als (sekundäre) unfallkausale 

Restfolgen in die Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen.

2.2. 

Kreisarzt Dr. I.___ untersuchte sodann am 17. September 2018 (Suva-act. 153) 

klinisch die Funktion der linken Schulter. Die von ihm erhobenen Befunde entsprachen 

gemäss seiner Beurteilung einer guten Funktion und einer gut fortgeschrittenen 

muskulären Rehabilitation. Diese Beurteilung ist angesichts der im kreisärztlichen 

Untersuchungsbericht vom 24. September 2018 aufgeführten 

Untersuchungsergebnisse der aktiven Beweglichkeit des linken Schultergelenks 

nachvollziehbar und überzeugend. Kreisarzt Dr. I.___ stellte abschliessend schlüssig 

fest, dies bedeute eine offensichtlich wenig/kaum gestörte Funktion des adominanten 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/21

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linken Arms (Suva-act. 153). Anlässlich der Bewegungsprüfung vom 2. Oktober 2018 

durch Dr. H.___ zeigte der Beschwerdeführer gegenüber der kreisärztlichen 

Untersuchung zwar eine leicht eingeschränktere Beweglichkeit. Allerdings entspricht 

die vom Beschwerdeführer gegenüber Dr. H.___ mit einem Wert von 30% beurteilte 

Funktion der linken Schulter bei weitem auch nicht den Untersuchungsergebnissen von 

Dr. H.___ (Suva-act. 156). In der Untersuchung durch Dr. K.___ vom 7. August 2018 

hatte der Beschwerdeführer zudem ebenfalls nur eine leichte 

Bewegungseinschränkung und Kraftminderung gezeigt (Suva-act. 138).

Nachdem der Beschwerdeführer anlässlich einer Besprechung mit der 

Beschwerdegegnerin am 14. Mai 2018 erklärt hatte, in der rechten Hand (richtig wohl: 

linken Hand) oft ein Taubheitsgefühl zu spüren (Suva-act. 107), beschrieb er auch in 

der kreisärztlichen Untersuchung vom 17. September 2018 gegenüber Dr. I.___ eine 

Hypästhesie im Bereich des Nervus ulnaris links, ein Taubheitsgefühl in den Fingern 

sowie Schmerzen ausgehend vom Glenoid und ausstrahlend nach distal in den 

Ellbogen bis zum Narrenbein (Suva-act. 153). In der Replik vom 1. April 2020 spricht 

der Beschwerdeführer ausserdem von einem Kraftverlust in der Fingermuskulatur (act. 

G 13). Die klinische sowie elektrophysiologische neurologische Untersuchung vom 25. 

Oktober 2018 durch Dr. M.___ und med. pract. N.___ haben jedoch keine Hinweise für 

eine unfallkausale Radikulopathie oder Plexopathie links ergeben. Elektrophysiologisch 

wurden zwar ein leichtgradiges CTS und SUS links erhoben, welche jedoch klinisch 

beide a- bis oligosymptomatisch waren (Suva-act. 159). Zudem wertete Kreisarzt Dr. 

I.___ die vorgenannten Befunde in seiner Beurteilung vom 22. November 2018 

nachvollziehbar und schlüssig als überwiegend wahrscheinlich unfallfremd, seien doch 

die Sensibilitätsstörungen am linken Arm erst mit grosser Verzögerung nach der 

ursprünglichen Verletzung und nach der Operation aufgetreten. Bei der fachärztlichen 

Untersuchung durch Dr. K.___ vom 6. August 2018 (Suva-act. 138) hätten die 

Beschwerden noch nicht bestanden (Suva-act. 163). Dr. K.___ hatte damals eine 

unauffällige DMS dokumentiert (Suva-act. 138). Aufgrund des Gesagten sind 

neurologische Unfallrestfolgen mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit auszuschliessen, womit die vom Beschwerdeführer beklagte 

Hypästhesie und die beschriebenen ausstrahlenden Schmerzen nicht in die 

Leistungsbeurteilung miteinbezogen werden können. Für die subjektive Annahme des 

Beschwerdeführers, die ausstrahlenden Schmerzen seien eine Folge der Titananker, 

womit von indirekten Unfallfolgen auszugehen wäre, liegt kein objektiver Nachweis 

durch einen fachärztlichen Befund vor. Laut Dr. H.___ ist eine Abstossungsreaktion 

gegen die Anker sowohl am Humeruskopf wie auch an der Refixation des Pectoralis 

praktisch ausgeschlossen bei Titan. Wie bereits erwähnt, befindet er für die 

2.4. 

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3.

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses bzw. der Prüfung eines 

Rentenanspruchs (vgl. Erwägung 1.1; Art. 19 Abs. 1 UVG) bezüglich des Unfalls vom 6. 

November 2015 bzw. konkret der im Sommer 2017 gemeldeten Rückfall-Folgen 

unbestritten und ausgewiesen ist. Am 6. August 2018 hat die fachärztlich konsiliarische 

Zweitbeurteilung durch Dr. K.___ stattgefunden, der am 7. August 2018 angesichts der 

kernspintomographischen Befunde (vgl. dazu Suva-act. 125; Sachverhalt A.d) keine 

Indikation zu einem erneuten operativen Vorgehen und diesbezüglich auch keine 

weitere Verbesserungsmöglichkeit gesehen hat. Die dargestellte Bandgradläsion 

(richtig wohl: Bankartläsion) sei seines Erachtens für die Symptomatik des 

Beschwerdeführers nicht relevant (Suva-act. 138). Kreisarzt Dr. I.___ stellte darauf in 

seiner Beurteilung vom 24. September 2018 fest, dass aus somatischer Sicht ein 

ausgezeichnetes Operationsergebnis vorliege. Beweisend dafür seien nicht nur das 

MRT vom 5. Juni 2018 (Suva-act. 125), sondern auch die klinischen Befunde anlässlich 

der fachärztlich konsiliarischen Zweitbeurteilung durch Dr. K.___ und seiner eigenen 

Untersuchung (Suva-act. 153). Dr. H.___ hielt sodann in seinem Untersuchungsbericht 

vom 5. Oktober 2018 fest, dass sich ein Jahr postoperativ weiterhin unveränderte 

Restbeschwerden zeigen würden. Er teile die Meinung von Dr. I.___, dass ein gutes 

Operationsergebnis habe erreicht werden können. Insgesamt sei ein Jahr postoperativ 

mit einem Endzustand zu rechnen (Suva-act. 156). Nachdem die neurologische 

Untersuchung durch Dr. M.___ und med. pract. N.___ am 25. Oktober 2018 keine 

Hinweise für eine Radikulopathie oder Plexopathie links ergeben hatte (Suva-act. 159), 

erklärte Kreisarzt Dr. I.___ in seiner Beurteilung vom 22. November 2018, dass bei einer 

rein elektrophysiologischen Diagnose mit asymptomatischer oder 

oligosymptomatischer Situation aktuell keine Behandlung sinnvoll und eine funktionelle 

Auswirkung ebenfalls nicht zu erkennen sei. Bei MR-tomographisch nachgewiesener 

und klinisch im KSSG durch Dr. H.___ bestätigter günstiger postoperativer Situation sei 

von einem Endzustand auszugehen (Suva-act. 163). Im Untersuchungsbericht vom 13. 

Beschwerden am ehesten die Vernarbungen wie auch die beginnende Degeneration, in 

Kombination mit einer hohen Erwartungshaltung des Beschwerdeführers, als 

verantwortlich (Suva-act. 231).

Angesichts des Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass abgesehen von 

der in den Erwägungen 2.2 und 2.3 genannten Schmerzhaftigkeit und 

Beweglichkeitseinschränkung, welche erfahrungsgemäss zusammenhängen können, 

keine weiteren unfallkausalen Schulterbeschwerden in die Leistungsbeurteilung 

miteinzubeziehen sind.

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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Mai 2019 hielt Dr. H.___ sodann fest, dass eine gute Manschettenrekonstruktion habe 

erreicht werden können und auch die Pectoralis-Refixation kräftig erscheine (Suva-act. 

231). Schliesslich hatte auch der Beschwerdeführer bereits am 5. Dezember 2018 

gegenüber der Beschwerdegegnerin telefonisch bestätigt, dass grundsätzlich keine 

Behandlungen mehr stattfinden würden. Am 20. Januar 2019 finde nochmals eine 

hausärztliche Kontrolle statt. Die laufende Physiotherapieverordnung werde noch 

aufgebraucht. Anschliessend werde er selbständig trainieren (Suva-act. 167). Die am 

10. Mai 2019 dennoch durch Dr. H.___ durchgeführte diagnostische/therapeutische 

Infiltration glenohumeral Schulter links schliesst offensichtlich das Vorliegen eines 

Endzustandes nicht aus (vgl. Suva-act. 124 und 231). Zusammenfassend ist 

festzuhalten, dass Kreisarzt Dr. I.___ und Dr. H.___ bezüglich der linken Schulter 

übereinstimmend und unter Berücksichtigung massgebender Gesichtspunkte, wie 

einer MR-tomographisch nachgewiesenen und klinisch bestätigten günstigen 

postoperativen Situation und einem neurologisch unfallbedingt unauffälligen 

Gesundheitszustand, den Endzustand erklärten (Suva-act. 124, 153, 163, 231). In 

Anbetracht des Gesagten erfolgte zu Recht mit Verfügung vom 1. Mai 2019 (Suva-act. 

231) die Prüfung eines Rentenanspruchs (Art. 19 Abs. 1 UVG).

4.

Um den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu prüfen, ist in 

einem ersten Schritt zu untersuchen, ob die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

rechtsgenüglich abgeklärt wurde. Die Beschwerdegegnerin stützt sich im Wesentlichen 

auf das von ihrem Kreisarzt Dr. I.___ in seiner Beurteilung vom 22. November 2018 

definierte Zumutbarkeitsprofil, wonach dem Beschwerdeführer vollzeitig und 

vollschichtig mindestens eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit zumutbar sei mit der 

Einschränkung, dass körperferne Tätigkeiten nur gelegentlich und Armhaltungen über 

Schulterhöhe nur selten gefordert seien. Dauernde schwerere Belastungen des linken 

Arms seien ungünstig und nicht zumutbar. Das Gleiche gelte für Tätigkeiten, die zu 

starken Erschütterungen oder Vibrationen des linken Arms führten (Suva-act. 163). Die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Kreisarzt Dr. I.___ wurde lege artis in Kenntnis und 

unter Würdigung der Vorakten erstellt. Sie beruht - entgegen der Feststellung des 

Beschwerdeführers in der Beschwerde vom 29. Oktober 2019 (act. G 1) - auf einer 

eigenständigen und die spezifischen Schulterbeweglichkeitstests umfassenden 

Untersuchung mit entsprechender Befunderhebung (vgl. dazu den kreisärztlichen 

Untersuchungsbericht vom 24. September 2018 [Suva-act. 153]) und befasst sich mit 

den geklagten Beschwerden. Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass im 

Untersuchungszeitpunkt objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden 

wären, womit grundsätzlich auf die versicherungsinterne fachärztliche Einschätzung 

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der Arbeitsfähigkeit sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht abgestellt 

werden kann (vgl. dazu vorstehende Erwägung 1.3). Es ist nicht ersichtlich, inwieweit 

beim vorgenannten Zumutbarkeitsprofil den Beeinträchtigungen an der linken Schulter 

- insbesondere den Schmerzen und einer gewissen Bewegungseinschränkung - nicht 

umfassend Rechnung getragen worden wäre, und es leuchtet ein, dass bei Einhaltung 

der Adaptionskriterien eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sein sollte. Im Recht liegt im 

Übrigen der Untersuchungsbericht von Dr. H.___ vom 5. Oktober 2018 mit der 

ausschliessend formulierten, mit der kreisärztlichen Beurteilung übereinstimmenden 

Äusserung, eine Tätigkeit im angestammten Beruf mit schwerer körperlicher Belastung, 

insbesondere auch im Überkopfbereich, werde nicht mehr möglich sein (Suva-act. 

156). Damit sind keine, auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der kreisärztlichen Einschätzung ersichtlich. Die 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr. J.___ vom 18. Februar und 12. März 2019 mit 

bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten von 35% bzw. 100% vermögen ebenfalls keine 

Zweifel an der kreisärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung zu begründen. Vielmehr 

stimmt das von Dr. J.___ im Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 18. Februar 2019 

formulierte Zumutbarkeitsprofil exakt mit demjenigen von Dr. I.___ überein (Suva-act. 

195). Die hohe quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wird jedoch von Dr. 

J.___ wie von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 19. März 2020 

(act. G 11) zutreffend festgestellt - nicht begründet. Es gibt keinen überzeugenden 

Grund, in der von Kreisarzt Dr. I.___ definierten angepassten Tätigkeit nicht von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.

5.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 100% ist 

nachfolgend im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln 

(vgl. Erwägung 1.1).

 5.1. 

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des 

allfälligen Rentenbeginns verdient hätte. Für die Bestimmung des Valideneinkommens 

wird grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 

5.1.1. 

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E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 

8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1). Der 

Beschwerdeführer arbeitete vor dem Unfall vom 6. November 2015 und auch nach 

dem Unfall bis zum Beginn einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit am 29. Juni 2017 

bei der B.___ AG als Chauffeur und Monteur (Suva-act. 22, 27). Anlässlich einer 

Besprechung mit der Beschwerdegegnerin am 24. August 2017 gab der 

Beschwerdeführer an, er sei bei der B.___ AG im 100%-Pensum auf Stundenbasis auf 

Abruf als Freelancer angestellt. Dabei könne es sein, dass es sehr viel Arbeit gebe und 

er pro Tag 18 Stunden arbeiten müssen und dann wieder eine Woche oder länger keine 

Arbeit vorhanden sei. Aufgrund dieser Situation habe er eine zweite Arbeitgeberin, die 

F.___ AG. Diese Anstellung als Chauffeur habe er seit sieben Jahren, habe sie jedoch 

ab Herbst 2016 unterbrechen müssen, weil er bis Januar 2018 einen 

Führerausweisentzug habe. Zusätzlich arbeite er seit 15 Jahren als selbständiger 

Naturheilpraktiker, d.h. als Bioenergetiker. Dabei habe er durchschnittlich drei Kunden 

wöchentlich, meistens samstags (Suva-act. 24).

Im Rahmen des Einspracheverfahrens verlangte der Beschwerdeführer bzw. sein 

damaliger Rechtsvertreter, dass für die Ermittlung des Valideneinkommens die 

Verdienste der B.___ AG und der F.___ AG- zusammenzuzählen seien. Das 

Valideneinkommen betrage somit Fr. 81'001.25 (Suva-act. 233). Die 

Beschwerdegegnerin ging demgegenüber von einem Valideneinkommen 2019 von Fr. 

71'712.-- aus, welches sie allein basierend auf der Erwerbstätigkeit bei der B.___ AG, 

aufgerechnet auf ein 100%-Pensum, berechnete (Suva-act. 214).

5.1.2. 

Laut Schadenmeldung UVG vom 11. November 2015 (Suva-act. 1) war zwischen 

der B.___ AG und dem Beschwerdeführer ein Beschäftigungsgrad von 25% bzw. 10.5 

Stunden pro Woche und laut Schadenmeldung UVG für Rückfall vom 7. August 2017 

(Suva-act. 11) ein solcher von 100% vereinbart. Der Beschwerdeführer arbeitete jedoch 

nach eigenen Angaben (vgl. Erwägung 5.1.1) unregelmässig auf Abruf und erreichte 

gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK) in den Jahren 2014 bis 2016 (Suva-

act. 75) sowie gemäss Lohnabrechnungen der Monate Januar bis Juli 2017 (Suva-act. 

20) auch sicher nie ein Pensum von 100%. Ausgehend von einem Stundenlohn von Fr. 

36.-- (vgl. Suva-act. 20) und einer betriebsüblichen Vollarbeitszeit von 41.5 (Suva-act. 

1) erreichte der Beschwerdeführer in den Monaten Januar bis Juni 2016 Pensen 

zwischen rund 40 bis 80 % (Suva-act. 75). Es ist also davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer effektiv bei der B.___ AG immer nur eine Teilzeiterwerbstätigkeit 

ausübte und er auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bei dieser Arbeitgeberin 

5.1.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/21

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voraussichtlich dauernd teilerwerbstätig gewesen wäre. Dies hatte ihm letztlich auch 

die zusätzliche Ausübung der Tätigkeit bei der F.___ AG ermöglicht.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin würde allein der Umstand, 

dass die Tätigkeit bei der F.___ AG hinsichtlich ihres Pensums gegenüber derjenigen 

bei der B.___ AG untergeordnet war (vgl. dazu Suva-act. 75), eine Zusammenrechnung 

beider Löhne - wie bei einem nebenerwerblichen Zusatzeinkommen, welches ohne 

Rücksicht auf den hierfür erforderlichen zeitlichen oder leistungsmässigen Aufwand in 

das Valideneinkommen einzubeziehen ist (RKUV 2003 Nr. U 486 S. 107; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 29. November 2002, U 130/02, E. 

3.2.1; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 127) - nicht ausschliessen. Vergleichbar sind 

zumutbare Nebenerwerbseinkommen bei der Bestimmung des Invaliditätsgrads bzw. 

des Invalideneinkommens zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. 

September 2017, 8C_765/2016, E. 4.5, 4.6; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 

2020, N 66 zu Art. 16). Das Valideneinkommen ist, wie bereits gesagt, jenes 

Einkommen, welches die versicherte Person überwiegend wahrscheinlich ohne Unfall 

tatsächlich erzielen würde (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 126 f.; Thomas Flückiger, N 

20 zu Art. 18, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]). 

Seine Anstellung bei der P.___ AG hatte der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des 

Beginns seiner Arbeitsunfähigkeit (29. Juni 2017; vgl. dazu Art. 18 UVG in Verbindung 

mit Art. 8 ATSG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 131; BSK UVG-Flückiger, N 4 zu Art. 

18), wie bereits erwähnt (Erwägung 5.1.1), seit mehreren Jahren und er hatte offenbar 

vor, seine Arbeit als Chauffeur für die P.___ AG ein halbes Jahr später, nach Ablauf des 

Führerausweisentzugs, wiederaufzunehmen. Dass es im Januar 2018 nicht mehr zu 

einer Wiederaufnahme der Arbeit bei der F.___ AG gekommen ist (vgl. Suva-act. 95-1), 

könnte mit dem über ein Jahr andauernden Führerausweisentzug oder den 

unfallkausalen Einschränkungen des linken Arms bzw. der linken Schulter (vgl. 

Erwägung 4) zusammengehangen haben. Die Akten geben keine Auskunft darüber, ob 

im Zeitpunkt des Arbeitsunfähigkeitsbeginns überhaupt noch ein Arbeitsverhältnis mit 

der P.___ AG bestand. Vom Bestand des Arbeitsverhältnisses ist es abhängig, ob das 

Einkommen der P.___ AG bei der Berechnung des Valideneinkommens zu 

berücksichtigen ist.

5.1.4. 

Bei der Berechnung des Valideneinkommens ist allenfalls auch ein Einkommen 

des Beschwerdeführers aus seiner Tätigkeit als Naturheilpraktiker bzw. Bioenergetiker 

zu berücksichtigen. Der Umstand, dass im IK-Auszug vom 13. Februar 2018 (Suva-act. 

75-2) im Jahr 2016 kein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit mehr erfasst 

5.1.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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wurde, steht einem Einbezug nicht bereits entgegen. Der Beschwerdeführer erzielte 

zumindest in den Jahren 2012 bis 2015 stets Einkommen in fünfstelliger Höhe. Es ist 

ungeklärt, weshalb im nachfolgenden Jahr kein Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit mehr ausgewiesen ist. Sollte der Grund dafür ebenfalls in den 

unfallkausalen körperlichen Einschränkungen und nicht in einer aus unfallfremden 

Gründen freiwilligen Aufgabe der Tätigkeit gelegen haben, wäre ein dabei erzieltes 

Einkommen zu berücksichtigen. Anlässlich der Besprechung mit der 

Beschwerdegegnerin vom 24. August 2017 äusserte sich der Beschwerdeführer aber 

eher so, als wäre er noch als Naturheilpraktiker bzw. Bioenergetiker tätig. Eventuell 

konnte er diese Tätigkeit nach Wegfall der Chauffeurtätigkeit bis im Jahr 2019 sogar 

ausbauen, was im Rahmen des Einkommensvergleichs bei der Ermittlung des 

Valideneinkommens entsprechend zu berücksichtigen wäre.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es mit den Abklärungen, welche die 

Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des Valideneinkommens durchgeführt hat, dem 

Gericht nicht möglich ist, dieses zu ermitteln bzw. zu überprüfen. Die 

Beschwerdegegnerin ist ihrer Untersuchungspflicht gemäss Art. 43 ATSG nicht 

genügend nachgekommen und wird weitere Abklärungen im Sinne der Erwägungen 

5.1.4 f. vorzunehmen haben, wofür die Streitsache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist.

5.1.6. 

Im Sinne eines obiter dictum ist anzumerken, dass der allfällige 

Valideneinkommensanteil bezüglich der Erwerbstätigkeit bei der B.___ AG angesichts 

dessen, dass die geleisteten Arbeitsstunden und damit die ausbezahlten Löhne in den 

Jahren 2014 bis 2016 variierten, sinnvollerweise basierend auf dem Stundenlohn zu 

ermitteln ist. Gemäss Lohnabrechnungen der B.___ AG verdiente der 

Beschwerdeführer in den Monaten Januar bis Juli 2017 Fr. 36.-- pro Stunde. In den 

Jahren 2018 und 2019 wäre der Stundenlohn unverändert geblieben (Suva-act. 20, 

206). Seine betriebsübliche Arbeitszeit im selben Jahr bzw. vor Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit betrug 41.5 Stunden pro Woche (Suva-act. 11). Nach Art. 329a Abs. 

1 des Obligationenrechts (OR; SR 220) hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer sodann 

für die Ferien den gesamten darauf entfallenden Lohn zu entrichten. Dies bedeutet, 

dass der Arbeitnehmer während der Ferien lohnmässig nicht schlechter gestellt werden 

darf, als wenn er in dieser Zeit gearbeitet hätte. Bei unregelmässigen Beschäftigungen 

ist die Abgeltung des Ferienlohns mit dem laufenden Lohn in Abweichung des 

Gesetzestextes zugelassen, sofern ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, der für die 

Ferien bestimmte Lohnanteil klar und ausdrücklich ausgeschieden wird und auch in 

den einzelnen schriftlichen Lohnabrechnungen der für die Ferien bestimmte Lohnanteil 

5.1.7. 

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in diesem Sinne ausgewiesen wird. Der Ferienlohn muss durch Angabe eines 

bestimmten Betrags oder eines Prozentansatzes als solcher erscheinen und zwar 

sowohl im Arbeitsvertrag als auch auf den einzelnen Lohnabrechnungen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2018, 4A_72/2018, E. 4.4.1). Der Arbeitsvertrag 

zwischen dem Beschwerdeführer und der B.___ AG liegt nicht bei den Akten, weshalb 

eine fundierte Prüfung der konkreten Ferienabgeltung nicht möglich ist. Angesichts des 

Gesagten wird die Beschwerdegegnerin im Rahmen der weiteren 

Sachverhaltsabklärungen also auch den fraglichen Arbeitsvertrag zu den Akten nehmen 

müssen.

 5.2. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Einkommen gegeben, namentlich, weil die versicherte 

Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne oder die bis 2019 von der Suva im Rahmen 

ihrer Dokumentation über Arbeitsplätze erhobenen sogenannten DAP-Zahlen 

herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).

5.2.1. 

Der Beschwerdeführer kann aufgrund seiner Schulterproblematik links den 

angestammten Beruf als Monteur und Chauffeur mit schwerer körperlicher Belastung, 

insbesondere auch im Überkopfbereich, anerkanntermassen nicht mehr ausüben (vgl. 

Suva-act. 26, 127, 156). Zudem endete das Arbeitsverhältnis mit der B.___ AG per 31. 

März 2018 (Suva-act. 63) und der Beschwerdeführer nahm die Arbeit bei der F.___ AG 

nicht mehr auf (vgl. Erwägung 5.1.4). Dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit 

allenfalls in der Tätigkeit als Naturheilpraktiker bzw. Bioenergetiker voll ausschöpft, ist 

nicht anzunehmen, nachdem offenbar auch diese Tätigkeit den Einsatz der linken 

Schulter verlangt und er dies auch nicht geltend macht (vgl. Suva-act. 24). Es ist damit 

grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Invalidenlohn 

unter Beizug der LSE-Tabellenlöhne festlegte. Sie stellte auf die LSE 2016, TA1, Total, 

Kompetenzniveau 2 (Praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/ Datenverarbeitung und 

Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/

Fahrdienst), Männer, ab, wonach der Lohn pro Monat Fr. 5'646.-- bei einer 

wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden beträgt. Angepasst an die allgemeine 

statistische betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden ergibt sich ein 

monatliches Einkommen von Fr. 5'886.--, was jährlich ein Einkommen von Fr. 70'631.-- 

5.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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(2016) bzw. angepasst an die Nominallohnentwicklung 2019 (2017: + 0.4%, 2018: + 

0.5%, 2019: + 0.9%) von Fr. 71'910.-- ergibt.

Der Beschwerdeführer stellt sich in der Beschwerde vom 29. Oktober 2019 auf 

den Standpunkt, bei Berücksichtigung der Tabellenlöhne sei in seinem Fall vom Lohn 

für das Kompetenzniveau 1 im Sektor 3, Dienstleistungen, auszugehen. Er verfüge 

zurzeit über keine besonderen Fähigkeiten oder Kenntnisse und eine Verweistätigkeit in 

der Produktion sei ihm nicht möglich (act. G 1).

5.2.3. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens werden nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1, Zeile "Total 

Privater Sektor" angewendet. Nur ausnahmsweise haben das Bundesgericht und das 

Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) bei Personen, die vor der 

Gesundheitsschädigung lange Zeit in einem Bereich tätig gewesen sind, bei denen 

etwa alle produktionsnahen Tätigkeiten ausser Betracht fallen und für die eine Arbeit in 

anderen Branchen kaum in Frage kommt, auf das statistische 

Durchschnittseinkommen einzelner Branchen abgestellt, wenn dies als sachgerecht 

erschien, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden 

Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Oktober 2017, 

8C_457/2017; RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347; Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 

2015, 8C_187/2015, E. 3.2.3.1). Eine solche Ausnahme lässt sich hier - wie die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 19. März 2020 (act. G 11) 

zutreffend feststellt - nicht begründen. Nur auf den Sektor Dienstleistungen 

abzustellen, rechtfertigt sich nicht angesichts der vielfältigen Berufe im Sektor 

Produktion. Die Rechtsprechung hat wiederholt bestätigt, dass auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt selbst für Personen genügend realistische 

Betätigungsmöglichkeiten bestehen, die - was im Falle des Beschwerdeführers bei 

weitem nicht zutrifft - funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur 

noch leichte Arbeiten verrichten können. Zu denken ist etwa an einfache 

Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und 

Überwachung von (halb-)automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die 

keinen Einsatz des limitierten Arms und der limitierten Hand voraussetzen. Solche 

Arbeitsstellen bestehen auch in produktionsnahen Betrieben, weshalb kein Grund 

besteht, vorliegend lediglich den Wert des Dienstleistungssektors zu berücksichtigen 

(Urteile des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.1, 8. Juli 2016, 

8C_37/2016, E. 5.1.2, 29. März 2012, 8C_94/2012, E. 3.2, 27. August 2008, 8C_635, E. 

4.2; SVR 2017 IV Nr. 12 S. 29, 8C_37/2016, E. 5.1.2 mit Hinweisen). Wie in Erwägung 4 

dargelegt, ist dem Beschwerdeführer gemäss Zumutbarkeitsprofil von Kreisarzt Dr. 

5.2.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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I.___ vollzeitig und vollschichtig mindestens eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit 

zumutbar mit der Einschränkung, dass körperferne Tätigkeiten nur gelegentlich und 

Armhaltungen über Schulterhöhe nur selten gefordert seien. Dauernde schwerere 

Belastungen des linken Arms seien ungünstig und nicht zumutbar. Das Gleiche gelte 

für Tätigkeiten, die zu starken Erschütterungen oder Vibrationen des linken Arms 

führten (Suva-act. 163). Der beim Beschwerdeführer unverletzte und vor allem 

dominante rechte Arm (vgl. Suva-act. 153) ist uneingeschränkt belastbar und bei 

leichten bis mittelschweren Tätigkeiten besteht auch von Seiten des linken Arms immer 

noch eine Funktionalität, die bedeutend über ein blosses Zuarbeiten für den rechten 

Arm hinausgeht. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, weshalb beim 

Beschwerdeführer nicht vom Totalwert ausgegangen werden soll.

Die Beschwerdegegnerin hat sodann zu Recht den Lohn für das 

Kompetenzniveau 2 herangezogen. Die Anwendung dieses Kompetenzniveaus 

rechtfertigt sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wenn die versicherte 

Person über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (Urteil des Bundesgerichts 

vom 11. Oktober 2017, 8C_457/2017, E. 6.3). Dies ist der Fall, wenn die versicherte 

Person über einen Berufsabschluss verfügt, aber etwa auch dann, wenn sie bereits 

verschiedene Berufe ausgeübt hat (Urteil des EVG vom 21. April 2005, I 822/04, E. 5.2). 

Der Beschwerdeführer verfügt über eine Ausbildung als Automechaniker und über 

Erfahrungen in verschiedenen unqualifizierten Tätigkeiten und war oder ist darüber 

hinaus als Naturheilpraktiker/Bioenergetiker tätig. Bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens erscheint es damit nicht gerechtfertigt, ihm lediglich den 

Durchschnittslohn (Total) für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art 

nach Kompetenzniveau 1 anzurechnen. Insbesondere aufgrund seines Fachwissens als 

Automechaniker, welches er z.B. als Autoverkäufer oder in der Ersatzteilbranche 

verwerten könnte, erscheint es vertretbar, vom Kompetenzniveau 2 auszugehen.

5.2.5. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) 

allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Aufgrund dieser 

Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist 

unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 

5.2.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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St.Galler Gerichte

6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 

10. Oktober 2019 aufgehoben und die Angelegenheit zur Prüfung des 

Rentenanspruchs des Beschwerdeführers im Sinne der Erwägungen und zu neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

gesamthaft zu schätzen und darf 25% nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt 

insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte 

Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 135 V 301, E. 5.2; 126 V 80 E. 5a/bb und 5b/

aa-cc; Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.3.1). Die 

Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer aufgrund der Einschränkungen 

an der linken Schulter einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen von 

5%. Im Rahmen der Neuverfügung wird sie auch den Tabellenlohnabzug nochmals 

prüfen müssen. Dies insbesondere mit Blick darauf, dass auch in einer angepassten 

Tätigkeit doch einige Einschränkungen bestehen und fraglich ist, ob diesen bei der 

bisherigen Festsetzung des Tabellenlohns in Bezug auf das anspruchsvollere 

Kompetenzniveau 2 ausreichend Rechnung getragen worden ist. Die 

Beschwerdegegnerin wird auch nochmals den Einfluss des fortgeschrittenen Alters im 

Rahmen des Kompetenzniveaus 2 zu prüfen haben.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 10. Oktober 2019 dahingehend gutzuheissen, dass die 

Angelegenheit zur Prüfung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers im Sinne der 

Erwägungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.

6.1. 

 Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

6.2. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.01.2021
	Art. 6 UVG: Bejahung unfallkausaler Restfolgen im Bereich des linken Arms in Form von Schmerzen und einer Beweglichkeitseinschränkung. Art. 19 Abs. 1 UVG: Feststellung der Richtigkeit des festgelegten Fallabschlusses. Art. 16 ATSG: Rückweisung zu weiteren Abklärungen im Zusammenhang mit dem Valideneinkommen. Invalideneinkommen: Anwendung des Kompetenzniveaus 2 der LSE (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Januar 2021, UV 2019/78).

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