# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 948f732b-3692-5546-8416-fc84a227f3a6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.09.2016 RT150146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT150146_2016-09-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT150146-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. H.A. Müller und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts-

schreiber Dr. M. Nietlispach 

Beschluss vom 22. September 2016 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Klägerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

 

 

gegen 

 

B._____,  

Beklagter und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Y._____ 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Pfäffikon vom 16. April 2015 (EB150045-H) 

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Erwägungen: 

1.a) Mit Zahlungsbefehl vom 2. Oktober 2014 des Betreibungsamts Pfäffi-

kon ZH betrieb die Klägerin und Beschwerdeführerin (fortan Klägerin) den Beklag-

ten und Beschwerdegegner (nachfolgend Beklagter) für den Betrag von 

Fr. 90'888.05 zuzüglich Zins, wogegen der Beklagte Rechtsvorschlag erhob 

(Urk. 5/4). In der Folge ersuchte die Klägerin mit Eingabe vom 3. März 2015 beim 

Bezirksgericht Pfäffikon, Einzelgericht im summarischen Verfahren (Vorinstanz), 

einerseits um (selbstständige) Vollstreckbarerklärung der als Rechtsöffnungstitel 

beigebrachten, in Österreich erstellten vollstreckbaren öffentlichen Urkunde (No-

tariatsakt vom 30. August 2011); andererseits beantragte sie, ihr gestützt auf die-

se Urkunde und Art. 80 Abs. 2 Ziff. 1bis SchKG in der Betreibung Nr. 1 des Betrei-

bungsamts Pfäffikon ZH definitive Rechtsöffnung über Fr. 90'888.05 zuzüglich 

Zins von 11.25% seit 6. August 2014 zu erteilen (Urk. 1 und 3). Mit Datum vom 

16. April 2015 fällte die Vorinstanz folgendes Urteil (Urk. 16 = Urk. 20):  

"1. Der Notariatsakt des öffentlichen Notars Dr. C._____ vom 30. August 2011, 
Geschäftszahl …, wird als in der Schweiz vollstreckbar  
erklärt. 

2. Das von der Klägerin in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamtes Pfäffi-
kon ZH (Zahlungsbefehl vom 2. Oktober 2014) gestellte definitive Rechtsöff-
nungsbegehren wird abgewiesen. 

3. Die Gericht[s]kosten (Pauschalgebühr) werden festgesetzt auf Fr. 500.–. 

4. Die Gerichtskosten werden den Parteien je hälftig auferlegt. 

 Sie werden aus dem Kostenvorschuss der Klägerin bezogen, sind ihr jedoch im 
Umfang von Fr. 250.– vom Beklagten zu ersetzen. 

5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine reduzierte Parteientschädi-
gung von Fr. 1'600.– (inkl. Auslagenersatz und MwSt.) zu bezahlen. 

6.-9. ... [Mitteilungssatz; Rechtsmittelbelehrung, Hinweis auf Art 145 Abs. 2 ZPO]." 

b) Hiergegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 14. August 2015 Be-

schwerde mit dem Antrag auf Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 2-5 des vorinstanz-

lichen Urteils und Erteilung der definitiven Rechtsöffnung, unter ausgangsgemäs-

ser Neufestsetzung der Kosten- und Entschädigungsfolgen für die Verfahren vor 

beiden Instanzen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen (Urk. 19 S. 1 f.). In seiner Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 

2015 stellte der Beklagte den Antrag auf vollumfängliche Abweisung der Be-

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schwerde, soweit darauf einzutreten sei (Urk. 32). Mit Verfügung vom 14. Juni 

2016 wurde das Verfahren auf Ersuchen der Klägerin (Urk. 40) und im Einver-

ständnis des Beklagten (Urk. 44) bis 1. September 2016 sistiert (Urk. 45). 

c) Mit Eingabe vom 29. August 2016 liess die Klägerin mitteilen, dass die 

Parteien inzwischen einen Vergleich abgeschlossen hätten, in dessen Rahmen 

sie die Beschwerde zurückziehen werde; zugleich ersuchte sie darum, einstweilen 

keinen Entscheid zu fällen (Urk. 48). In der Folge zog sie die Beschwerde mit 

Schreiben vom 9. September 2016, hier eingegangen am 12. September 2016, 

unter Hinweis auf den (nicht zu den Akten gereichten) Vergleich zurück (Urk. 49). 

Bezüglich der Nebenfolgen beantragt sie, die Verfahrenskosten gemäss dem von 

den Parteien getroffenen Vergleich zu regeln, d.h. so, dass jede Partei ihre eige-

nen Gerichts- und Anwaltskosten trage, falls der Beklagte dazu sein Einverständ-

nis gebe; andernfalls verzichte sie auf diesen Antrag. Der Beklagte liess dazu er-

klären, dass er der beantragten Nebenfolgenregelung nicht zustimmen könne 

(Urk. 50). Der entsprechende Antrag ist somit hinfällig. 

2.a) Ein Rechtsmittel kann bis zur Eröffnung des Rechtsmittelentscheids zu-

rückgezogen werden (BSK ZPO-Spühler, vor Art. 308-334 N 17; Blickenstorfer, 

DIKE-Komm-ZPO, vor Art. 308-334 N 89; ZK ZPO-Reetz, Vorbem. Art. 308-318 

N 39; Kunz in: Kunz/Hoffmann-Nowotny/Stauber [Hrsg.], ZPO-Rechtmittel – Be-

rufung und Beschwerde, Basel 2013, vor Art. 308 ff. N 92 ff.). Als einseitiges 

Rechtsgeschäft beendigt die gegenüber dem Gericht abgegebene vorbehaltlose 

und klare Rückzugserklärung das Rechtsmittelverfahren unmittelbar. Diesfalls 

schreibt die Rechtsmittelinstanz das Rechtsmittelverfahren ab (vgl. Art. 241 

Abs. 3 ZPO), wobei dem Abschreibungsentscheid rein deklaratorische Bedeutung 

zukommt. Mit Ausnahme der darin festzusetzenden Kosten- und Entschädigungs-

folgen ist gegen ihn auch kein Rechtsmittel an das Bundesgericht zulässig 

(BGE 139 III 133 E. 1.2 und 1.3 S. 133 f.).  

b) Die Klägerin hat ihre Beschwerde vorbehaltlos ("unwiderruflich und mit 

sofortiger Wirkung") zurückgezogen (Urk. 49). Das Beschwerdeverfahren ist dem-

nach abzuschreiben. Damit bleibt es beim angefochtenen Entscheid und fällt ins-

besondere auch eine Änderung der von der Vorinstanz für das erstinstanzliche 

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Verfahren getroffenen Kosten- und Entschädigungsregelung durch die Rechtsmit-

telinstanz ausser Betracht. 

3.a) Wie die erstinstanzlichen werden grundsätzlich auch die zweitinstanzli-

chen Prozesskosten der unterliegenden Partei bzw. nach Massgabe des Verfah-

rensausgangs auferlegt (vgl. Art. 106 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 ZPO). Bei einem 

Rückzug des Rechtsmittels gilt diejenige Partei als (im Rechtsmittelverfahren) un-

terliegend, die das Rechtsmittel ergriffen und zurückgezogen hat (vgl. Art. 106 

Abs. 1 Satz 2 ZPO analog; s.a. Kunz, a.a.O., vor Art. 308 ff. N 97). In besonderen 

Fällen können die Prozesskosten in Abweichung von diesem Grundsatz nach Er-

messen verteilt werden (Art. 107 ZPO). Dafür sind vorliegend jedoch keine Grün-

de ersichtlich.  

b) Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten sind demnach vollumfänglich der 

Klägerin aufzuerlegen. Die Entscheidgebühr, deren Bemessung sich nach der 

Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 

(GebV SchKG; SR 281.35) richtet (Art. 16 SchKG; BGE 139 III 195 E. 4.2 

S. 197 ff.; BGer 5A_28/2013 vom 15. April 2015, E. 2.2; ZR 110 [2011] Nr. 28; 

s.a. BSK SchKG I-Staehelin, Art. 80 N 69 und Art. 84 N 73), ist in Anwendung von 

Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 750.– festzusetzen und mit dem 

von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss (vgl. Urk. 23 und 24) zu verrechnen 

(Art. 111 Abs. 1 ZPO). Zudem hat die Klägerin dem im Beschwerdeverfahren an-

waltlich vertretenen Beklagten für das zweitinstanzliche Verfahren eine nach den 

Vorschriften der Verordnung über die Anwaltsgebühren (AnwGebV) zu bemes-

sende Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 105 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 1 

ZPO; BGE 139 III 195 E. 4.3 S. 199; BSK SchKG I-Staehelin, Art. 84 N 74). Deren 

Höhe ist auf Fr. 1'620.– (Fr. 1'500.– zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) festzusetzen 

(§ 4 Abs. 1 i.V.m. § 9 und § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV). 

 
Es wird beschlossen: 

1. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt. 

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3. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden der Klägerin auferlegt 

und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

4. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das Beschwerdeverfahren 

eine Parteientschädigung von Fr. 1'620.-- zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage einer 

Kopie von Urk. 48, 49 und 50, an die Klägerin unter Beilage einer Kopie von 

Urk. 50, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen die Ziffern 2-4 dieses Entscheids an das Bundes-

gericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form ei-

ner solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsa-

chen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung 

mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 90'888.05. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be-
gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim 
Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). 

 
 
Zürich, 22. September 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. M. Nietlispach 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 22. September 2016
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden der Klägerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'620.-- zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage einer Kopie von Urk. 48, 49 und 50, an die Klägerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 50, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen die Ziffern 2-4 dieses Entscheids an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich n...