# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26d6d635-3071-578f-93b4-eed724dcfd7a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.12.2021 III 2021 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-150_2021-12-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 150 und 151

Entscheid vom 20. Dezember 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien Verfahren III 2021 150

A.________,
Beschwerdeführer 1,
gesetzlich vertreten durch seine Mutter B.________,

und B.________,
Beschwerdeführerin 2 (und Beigeladene im Verfahren III 2021 151)
alle vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. C.________,

sowie Verfahren III 2021 151

D.________,
Beschwerdeführer 3 (und Beigeladener im Verfahren III 2021 150)

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
E.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Beistandschaft)

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Sachverhalt:

A. B.________ (geb. __.__.____, nachfolgend Kindsmutter) ist die Mutter von 
A.________ (geb. __.__.2013). D.________ (geb. __.__.____, nachfolgend 
Kindsvater) hat am __. ______ 2013 A.________ beim Zivilstandsamt 
__________ als sein Kind anerkannt. Die Eltern haben am 15. Januar 2015 eine 
Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge unterzeichnet (Vi-act. 1.12.3). 
Auf eine Genehmigung eines abgesprochenen Unterhaltsvertrages durch die 
KESB E.________ hatten die Eltern damals verzichtet (Vi-act. 1.13).  

B. Mit Schreiben vom 22. September 2017 an die KESB E.________ teilte der 
Kindsvater mit, dass er für seinen Sohn einen Besuchs- und Unterhaltsvertrag 
abschliessen möchte (Vi-act. 2.1). Am 28. Februar 2018 unterzeichneten die El-
tern einen Vertrag über den Unterhalt, welcher von der KESB E.________ am 
15. März 2018 genehmigt wurde (Vi-act. 2.14).

C. Am 23. April 2021 ging bei der KESB E.________ ein Rapport der Kan-
tonspolizei F.________ ein, in welchem die Kindsmutter beschuldigt wird, u.a. 
Handel mit Betäubungsmitteln, diverse Pakete mit Betäubungsmittel-Inhalt in die 
Schweiz aus Deutschland eingeführt sowie eine THC-Indooranlage in einer 
Scheune betrieben zu haben (Vi-act. 3.2). Am 17. Mai 2021 teilte die Kantons-
polizei F.________ der KESB E.________ mit, dass die Kindsmutter in Untersu-
chungshaft genommen worden sei; A.________ sei bei den Grosseltern unterge-
bracht, ebenso die beiden Hunde; es sei unklar, wie lange die Grosseltern 
A.________ betreuen könnten (Vi-act. 3.4). Gleichentags erkundigte sich die 
KESB E.________ beim Grossvater von A.________ (mütterlicherseits), welcher 
die Betreuungssituation von A.________ erläuterte (an welcher auch der Kinds-
vater und dessen Eltern mithelfen würden; vgl. Vi-act. 3.5).

Am 2. Juni 2021 informierte die für A.________ zuständige Schulleiterin die 
KESB E.________, wonach (u.a.) A.________ ein auffälliges Kind sei; er könne 
sich nur kurz auf etwas konzentrieren; er benötige eine 1:1-Betreuung; die 
Kindsmutter lehne den Einsatz von Ritalin ab; es stelle sich die Frage, ob 
A.________ das richtige Schulsetting aufweise und wie die Kindsmutter in die 
Pflicht genommen werden könne bzw. wie die Kindsmutter gestärkt werden kön-
ne; letztere benötige Unterstützung und ein Controlling (Vi-act. 3.6, S. 1f.).

Am 2. Juli 2021 teilte die Schulleiterin mit, dass die Kindsmutter vor 10 Tagen 
(bzw. gemäss Beschwerde, Ziff. 8, am 9.6.2021) aus der Untersuchungshaft ent-
lassen worden und wieder zuhause sei; der Druck auf A.________ sei gross; er 
habe gestern und vorgestern wieder eingekotet; er komme auch sehr schmutzig 
in die Schule und er habe keinen Znüni dabei; darauf aufmerksam gemacht, sei 

3

die Kindsmutter ausgerastet, so dass das Gespräch habe abgebrochen werden 
müssen; die Kindsmutter wirke überfordert (Vi-act. 3.7). Gleichentags wurde die 
Kindsmutter zu einem Gespräch eingeladen, welches am 6. Juli 2021 bei der 
KESB E.________ stattfinden konnte. Im Rahmen dieser Besprechung wurde 
u.a. eine interventionsorientierte Abklärung thematisiert (Vi-act. 3.9). Zudem fand 
am 14. Juli 2021 noch ein Gespräch mit dem Kindsvater statt (Vi-act. 3.16).

Am 20. Juli 2021 meldete die Kantonspolizei F.________ der KESB E.________ 
unter anderem, dass bei der Kindsmutter im Stall und in der Wohnung LSD in 
Flüssigform "für A.________ leicht zugänglich herumgelegen" sei, weshalb man 
sich Sorgen um das Kind mache (Vi-act. 3.21). 

D. Am 21. Juli 2021 fand bei der KESB E.________ eine gemeinsame Be-
sprechung mit den Eltern und den für kindesschutzrechtliche Massnahmen vor-
gesehenen Personen (G.________ als Beistandsperson/ H.________ als exter-
ne Abklärungsperson) statt (Vi-act. 3.27). 

Mit Beschluss Nr. IIA/004/35/2021 vom 11. August 2021 hat die KESB 
E.________ im Dispositiv was folgt festgehalten:

1. Für A.________ sowie dessen gesamtes Familiensystem wird gestützt auf Art. 
307 Abs. 1 ZGB eine interventionsorientierte Sozialabklärung durch 
I.________ (…) rückwirkend per 21. Juli 2021 für rund fünf Monate mit einem 
Kostendach von Fr. 10'660.50 angeordnet.

2. H.________, I.________, wird ersucht, mit der KESB E.________ vor Ablauf 
der Abklärungen einen Termin für ein Auswertungsgespräch zu vereinbaren 
und den schriftlichen Abklärungsbericht vorgängig bis jedoch spätestens 15. 
Dezember 2021 einzureichen bzw. sich rechtzeitig für eine allfällige Fristver-
längerung zu melden.

3. Für A.________ wird eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB an-
geordnet.

4. Als Beistand wird G.________, Amtsbeistandschaft J.________, ________, 
ernannt, mit den Aufträgen:

a. die Kindeseltern in der Sorge um A.________ mit Rat und Tat zu un-
terstützen;

b. mit A.________ einen der Situation angemessenen Kontakt zu pfle-
gen;

c. A.________ in der persönlichen und schulischen Entwicklung zu be-
gleiten und zu unterstützen;

d. Ansprechperson für H.________ (…) zu sein sowie an den allfälligen 
Standortgesprächen teilzunehmen und diese zu koordinieren;

e. Ansprechperson für die Schule sowie für allfällige sonstige involvierte 
Fachstellen und Fachpersonen zu sein und an den jeweiligen Stand-
ortgesprächen teilzunehmen;

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f. für A.________, sofern angezeigt und notwendig, eine medizinisch-
therapeutische Begleitung sowie allfällige weitere Begleitmassnahmen 
sicherzustellen und zu überwachen;

g. der KESB E.________ Antrag zu stellen, wenn sich aus Sicht des Kin-
deswohls eine Änderung oder weitergehende Kindesschutzmassnah-
men aufdrängen;

h. ordentlicherweise erstmals per 31. Juli 2023 für die Periode vom 11. 
August 2021 bis 31. Juli 2023 Bericht zu erstatten und diesen der 
KESB E.________ bis spätestens am 30. September 2023 einzurei-
chen.

5. Gebühren: Es werden keine Gebühren erhoben.

6. Rechtsmittelbelehrung: (…) Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschieben-
de Wirkung gestützt auf Art. 450c ZGB entzogen.

E. Gegen diesen am 13. August 2021 eingegangenen Beschluss liess die 
Kindsmutter (für sich und ihren Sohn) rechtzeitig am 13. September 2021 beim 
Verwaltungsgericht Beschwerde (III 2021 150) erheben mit den folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Es seien die Ziffern 3 und 4 des Beschlusses Nr. IIA/004/35/2021 vom 
11.08.2021 der KESB E.________ aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen.

3. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. zu Lasten der Vorinstanz.

Auch der Kindsvater reichte am 13. September 2021 (= Datum der Postaufgabe) 
beim Verwaltungsgericht eine Beschwerde mit den gleichen Rechtsbegehren 
(Ziff. 1 bis 3) ein (Verfahren III 2021 151).

F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 14. September 2021 wurde im 
Rahmen einer prima-facie-Beurteilung das Begehren um Wiederherstellung der 
entzogenen aufschiebenden Wirkung der Beschwerde(n) abgewiesen mit dem 
Hinweis darauf, dass diesbezüglich ein kostenpflichtiger Zwischenbescheid an-
gefordert werden könne. Innert der angesetzten Frist haben die Beschwerdefüh-
rer konkludent darauf verzichtet, einen Zwischenbescheid zur Wiederherstellung 
der von der Vorinstanz entzogenen aufschiebenden Wirkung der Beschwerde(n) 
zu verlangen.

G. Mit Eingabe vom 16. September 2021 informierte die Kindsmutter über den 
weiteren Verlauf bzw. eingetretene Veränderungen. Mit Eingabe vom 15. Okto-
ber 2021 nahm die Kindsmutter zur Beschwerde (III 2021 151) des Kindsvaters 
Stellung.

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Mit Vernehmlassung vom 11. November 2021 beantragte die KESB E.________, 
die beiden Beschwerden seien abzuweisen. Dazu äusserte sich die Kindsmutter 
in einer Eingabe vom 6. Dezember 2021.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die beiden Beschwerden III 2021 150 und 151 betreffen das gleiche Kind 
sowie den gleichen Beschluss der Vorinstanz, weshalb sich eine Verfahrensver-
einigung aufdrängt.

2.1 Nicht Gegenstand der vorliegenden Beschwerdeverfahren bilden die Dis-
positiv-Ziffern 1 und 2. Mit anderen Worten wird von den Beschwerdeführern ak-
zeptiert, dass im Falle des achtjährigen Kindes sowie des gesamten Familiensys-
tems eine interventionsorientierte Sozialabklärung nötig bzw. durchzuführen ist.

2.2 Streitig und nachfolgend zu prüfen ist hauptsächlich, ob die Vorinstanz 
nebst der unbestrittenen vertieften Sozialabklärung zu Recht eine zusätzliche 
Massnahme angeordnet hat, indem für das Kind ein Beistand eingesetzt wurde, 
welcher u.a. mit dem Kind einen angemessenen Kontakt zu pflegen hat, welcher 
die persönliche und schulische Entwicklung des Kindes zu begleiten hat, welcher 
als Ansprechperson für die interventionsorientierte Sozialabklärung sowie für die 
Schule zu dienen hat (etc., siehe den Aufgabenkatalog in Dispositiv-Ziffer 4 des 
zit. KESB-Beschlusses).

3.1 Die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen (i.S. von Art. 307ff. ZGB) 
setzt die Gefährdung des Kindeswohls voraus ("Ist das Wohl des Kindes 
gefährdet..." [Art. 307 Abs. 1 ZGB]). Das Kindeswohl gilt als oberste Maxime des 
Kindesrechts (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_789/2019 vom 16.6.2020 Erw. 
6.2.2, mit Hinweisen, u.a. auf BGE 142 III 612, publ. in BGE 146 III S. 319). Dazu 
gehören - in einer positiven und nicht abschliessenden Beschreibung - die 
Förderung der Entwicklung in geistiger, körperlicher und seelischer Hinsicht (vgl. 
Art. 302 Abs. 1 ZGB), ein Umfeld von Kontinuität und Stabilität, die Möglichkeit 
einer inneren Bindung des Kindes an die Beziehungspersonen, eine positive 
Beziehung zu den Eltern bzw. nach Trennung oder Scheidung zu beiden Eltern-
teilen, die Haltung zur Gestaltung der Beziehung zum anderen Elternteil und die 
Achtung des Willens des Kindes und seines Selbstbestimmungsrechts (Urteil des 
Bundesgerichts 5P.83/2006 vom 3.5.2006 Erw. 4.1; BGE 129 III 250 Erw. 3.4.2 
S. 255; vgl. u.a. auch Rosch/Hauri, in: Rosch et al. [Hrsg.], Handbuch Kindes- 
und Erwachsenenschutz, Recht und Methodik für Fachleute, 2. Aufl., 2018, 
S. 444 ff.; Cantieni/Blum, in: Fountoulakis et al. [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- 

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und Erwachsenenschutzrecht, 2016, S. 565 f.). Entsprechend ist das Wohl des 
Kindes gefährdet, sobald nach den Umständen die ernstliche Möglichkeit einer 
Beeinträchtigung des körperlichen, sittlichen oder geistigen Wohls des Kindes 
vorauszusehen ist (Cyril Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts und des übrigen 
Verwandschaftsrechts, 5. Aufl., 1999, S. 206). Die Gefährdung kann nur in jedem 
einzelnen Fall unter Berücksichtigung der Gesamtheit aller Umstände bestimmt 
werden. Die (objektiv fassbare) Gefahr einer Beeinträchtigung muss 
einigermassen konkret sein, auch wenn regelmässig prognostische Elemente 
miteinzubeziehen sind. Nicht erforderlich ist, dass sich die Gefahr bereits 
verwirklicht hat. In diesem Sinne ist auch der gesetzliche Kindesschutz 
Präventivmassnahme und hat sich vom Grundsatz "in dubio pro infante" leiten zu 
lassen (Yvo Biderbost, in: Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl., 
2016, N 9 zu Art. 307 ZGB). Dabei ist unerheblich, worauf die Gefährdung 
zurückzuführen ist. Die Ursachen können in den Anlagen oder in einem 
Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. 
Ebenso wenig kommt es darauf an, ob die Eltern ein Verschulden an der 
Gefährdung trifft (vgl. BGE 1146 III 320, mit Verweis auf das Urteil 5A_701/2011 
vom 12.3.2012 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen; VGE III 2020 66 vom 14.9.2020 Erw. 
1.2). 

3.2 Nach Art. 307 Abs. 1 ZGB trifft die Kindesschutzbehörde die geeigneten 
Massnahmen zum Schutz des Kindes, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist 
und die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen bzw. dazu nicht in der Lage 
sind. 

Die Anordnung einer Beistandschaft nach Art. 308 ZGB stellt ebenfalls eine 
Kindesschutzmassnahme dar. Erfordern es die Verhältnisse, kann die 
Kindesschutzbehörde dem Kind einen Beistand ernennen, der die Eltern in ihrer 
Sorge um das Kind unterstützt (Abs. 1). Sie kann dem Beistand besondere 
Befugnisse übertragen (Abs. 2). Die Anordnung einer Beistandschaft hat den im 
Kindesschutz geltenden Grundsätzen zu genügen. Vorausgesetzt ist somit eine 
Gefährdung des Kindeswohls (Art. 307 Abs. 1 ZGB; BGE 146 III 313 Erw. 6.2.2), 
welcher nicht durch die Eltern (Art. 307 Abs. 1 ZGB) und auch nicht durch 
weniger einschneidende Massnahmen begegnet werden kann (Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit). Die Massnahme muss zudem zur Erreichung des 
angestrebten Zwecks als geeignet erscheinen (Grundsatz der Geeignetheit; vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5A_1029/2020 vom 19.5.2021 Erw. 3.6.1 mit 
Hinweisen, u.a. auf BGE 140 III 241 Erw. 2.1; siehe zum Ganzen auch Urteil 
5A_831/2018 vom 23.7.2019 Erw. 6.2  in fine mit Hinweisen, in: FamPra.ch 2020 
S. 238 f.).

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4.1 In den beiden Beschwerden der Eltern wird die Aufhebung der 
Beistandschaft für den Sohn u.a. (sinngemäss) damit begründet:

- dass keine Kindswohlgefährdung vorliege, welche die Einsetzung eines Beistan-
des rechtfertigen würde;

- dass der Sohn durch allfällige strafbare Handlungen der Kindsmutter (diesbezüg-
lich sei noch eine Strafuntersuchung hängig) keinen Schaden genommen habe, 
zumal der Sohn jedes 2. Wochenende vom Kindsvater betreut worden sei und 
letzterem nichts aufgefallen sei;

- dass weder Dringlichkeit noch Gefahr im Verzug sei, weshalb es nicht nötig sei, 
dass ein Beistand sofort seine Arbeit aufnehme, zumal dies nur unnötige Kosten 
verursache; schwerer wiege aber, dass mit dem Beistand eine zusätzliche frem-
de Person ins Leben des Kindes eintrete, was beim Kind für Unbehagen sorge; 
es sei nicht ersichtlich, was der Beistand verbessern bzw. beitrage könne;

- dass die Kindsmutter seit dem 21. Januar 2021, als die Polizei die Hanf-Indoor-
anlage ausgehoben habe, nichts mehr mit Drogen zu tun habe; die Verhaftung 
vom 17. Mai 2021 habe nichts mit weiteren Betäubungsmittelfunden bei ihr zu 
tun, sondern wegen möglicher Kollusionsgefahr mit anderen Beschuldigten;

- dass mithin die Kindsmutter wieder Fuss gefasst habe in einem Leben ohne Dro-
gen; sie sorge gut für das Kind und brauche keine Interventionen eines fremden 
Beistandes;

- dass die Kindsmutter seit der Verhaftung vom 17. Mai 2021 keine Drogen mehr 
konsumiere;

- dass solange die Strafuntersuchung hängig sei, noch keine Schuld zugewiesen 
werden dürfe;

- dass die Angaben der KESB zur Situation in der Schule zu einem grossen Teil 
falsch und aktenwidrig seien; der Sohn werde nicht wechselnd von verschiede-
nen Personen betreut, sondern er lebe bei seiner Mutter und verbringe üblicher-
weise jedes zweite Wochenende bei seinem Vater; am Mittwochnachmittag gehe 
er manchmal zu seiner Grossmutter väterlicherseits; falls die Kindsmutter bei 
Schulschluss des Sohnes noch arbeite, werde der Sohn von seinem Grossvater 
mütterlicherseits abgeholt und betreut;

- dass die Angaben der Schulleitung nicht belegt seien, weshalb es nicht angehe, 
dass die KESB diese Aussagen für wahr erachte;

- dass die Abklärungen der Fachperson H.________ Klarheit schaffen und eher 
als Grundlage dienen dürften für den Entscheid, ob eine Kindswohlgefährdung 
bestehe und ob Massnahmen nötig seien oder nicht;

- dass der Sohn keine ADHS-Diagnose habe; er sei wegen Verdacht auf ADHS 
abgeklärt worden; im Gutachten sei lediglich ein Verdacht auf eine einfache Akti-
vitäts- und Aufmerksamkeitsstörung gestellt worden; es gehe nicht an, diesen 
Verdacht als Tatsache anzunehmen und den Sohn als ADHS-Kind abzustem-
peln;

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- dass die Ergotherapie für den Sohn nur einmal ausgefallen sei, als die Kindsmut-
ter in Untersuchungshaft gewesen sei;

- dass bestritten werde, dass die Kindsmutter diverse Elterngespräche kurzfristig 
abgesagt habe; dies sei nicht belegt; dazu müsse ein Bericht der Primarschule 
K.________ eingeholt werden;

- dass der Sohn seit der Untersuchungshaft der Kindsmutter immer wieder Angst 
habe, seine Mutter könne plötzlich wieder weg sein; hierbei könne der Beistand 
auch nicht helfen;

- es treffe nicht zu, dass der Sohn schmutzig in der Schule erscheine und/oder 
kein Znüni habe;

- es werde bestritten, dass der Sohn in der Schule einkote; es sei einmal vorge-
kommen, dass der Sohn "braune Spuren in seiner Unterhose" gehabt habe, 
weswegen er nach Hause geschickt worden sei, um seine Kleider zu wechseln; 
zwischenzeitlich sei dieses Problem mit der Klassenlehrperson gut gelöst wor-
den;

- dass beim abgebrochenen Elterngespräch die Schulleitung gefordert habe, dem 
Sohn jeden Morgen in der Schule Ritalin zu verabreichen, was der Kindsmutter 
zu viel gewesen sei; die Kindsmutter sei damals unter Druck gesetzt worden und 
in jenem Moment nicht in der Lage gewesen, das Gespräch fortzuführen; eine 
generelle Überforderung habe aber nicht bestanden;

- es werde bestritten, dass eine Gefährdung des Kindswohls darin bestanden ha-
be, dass in der Wohnung Betäubungsmittel für den Sohn zugänglich gewesen 
seien, und zwar weder die Betäubungsmittel im oder auf dem Schlafzimmer-
schrank, noch diejenigen im Keller bzw. in einem Abstellraum; 

- dass die Kindsmutter hinsichtlich der Hanf-Indooranlage "reingerutscht" sei und 
nun froh sei, dass diese Sache ein Ende habe; die Untersuchungshaft und das 
Strafverfahren hätten zusätzlich an ihren Kräften gezehrt, davon habe sie sich 
nun erholt; sie sei nun in der Lage, ihre Aufgaben als Mutter voll und ganz wahr-
zunehmen; zudem würden die noch offenen Fragen von H.________ geklärt;

- dass entgegen der Auffassung der KESB im aktuellen Zeitpunkt die Einsetzung 
eines Beistands nicht angezeigt sei; die Eltern würden keine Hilfe bei der Erzie-
hung des Sohnes benötigen;

- dass zwischen der Gemeindeschule und der Kindsmutter kein gutes Einverneh-
men bestanden habe, indessen seit dem Wechsel der Schule (der Sohn werde 
nun in der Schule an der L.________ in M.________ unterrichtet) keine Auffällig-
keiten mehr bestünden;

- und dass - bevor nicht das Resultat der Sozialabklärung vorliege - überhaupt 
nicht gesagt werden könne, ob eine Beistandschaft für den Sohn überhaupt nötig 
sei.

4.2 In der vorliegenden Beschwerdesache steht die Obhut über das zwischen-
zeitlich achtjährige Kind der Kindsmutter zu. Es fällt auf, dass die Kindsmutter 
vom 17. Mai 2021 bis zum 9. Juni 2021 und mithin während drei Wochen und 

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zwei Tagen sich in Untersuchungshaft befunden hat, und zwar im Kontext mit 
Betäubungsmitteldelikten. Welche konkrete Rolle der Beschwerdeführerin in die-
ser nach der Aktenlage weiterhin pendenten Strafsache zukommt, lässt sich den 
vorliegenden Akten nicht schlüssig entnehmen. Aktenkundig ist hingegen, dass 
die Rechtsvertreterin der Kindsmutter sich gegenüber der Staatsanwaltschaft II in 
F.________ aktiv darum bemüht hat, dass der KESB keine zusätzliche Einsicht 
in die Akten des Strafverfahrens gewährt wird (vgl. Vi-act. 3.37.1). Bei dieser 
Sachlage kann die Beschwerdeführerin daraus, dass die KESB nur teilweise In-
formationen von den zuständigen F.________ Strafuntersuchungsbehörden er-
halten hat, hier grundsätzlich nichts zu ihren Gunsten ableiten. Vielmehr muss 
sie es sich anrechnen lassen, dass die Vorinstanz ihre Vorgehensweise auf die 
ihr zugänglichen Informationen abgestützt hat.

4.3 Die vorliegend von den getrennt lebenden Eltern in Frage gestellte Kindes-
schutzmassnahme (Beistandschaft) wurde am 11. August 2021 und mithin rund 
zwei Monate nach der Entlassung der Kindsmutter aus der Untersuchungshaft 
angeordnet, wobei die Vorinstanz davon erst am 2. Juli 2021 erfahren hat (vgl. 
Vi-act. 3.7). Beim Erlass dieses KESB-Beschlusses vom 11. August 2021 hatte 
die Vorinstanz von den F.________ Strafuntersuchungsbehörden Kenntnis da-
von, dass die Kindsmutter u.a. beschuldigt wird (vgl. Vi-act. 3.2.1, S. 3):

- dass sie mindestens 300 Konsumeinheiten LSD gewinnbringend verkaufte;

- dass sie mindestens 400 Gramm Amphetamin gewinnbringend verkaufte;

- dass sie mindestens 10 Gramm Methamphetamin (Crystal-Meth) gewinnbringend 
verkaufte;

- dass sie mehrmals mit dem Personenwagen nach Deutschland reiste, wo sie in 
einem Paketshop mehrere Pakete mit unbekannten Betäubungsmittel entgegen-
nahm und in der Folge in die Schweiz einführte;

- dass in der Scheune in M.________ und am Wohnort der Kindsmutter insgesamt 
25 ml LSD (entspricht ca. 500 Konsumeinheiten) sichergestellt wurden;

- dass sie mindestens zwei Mal Drogenhanf (THC) in der Scheune in M.________ 
anbaute und anschliessend hochgerechnet ca. 19 kg Marihuana erntete (etc.).

Ob und inwieweit diese Beschuldigungen ganz oder nur teilweise zutreffen, lässt 
sich nach der Aktenlage nicht beurteilen, zumal die Kindsmutter sich wie erwähnt 
dafür einsetzte, dass die zuständige Staatsanwaltschaft der Vorinstanz keine zu-
sätzliche Akteneinsicht gewährte. Ins Gewicht fallen indessen folgende Passa-
gen, welche die Kindsmutter bei der polizeilichen Befragung zu Protokoll gab und 
bestätigen, dass das Kind in die Drogensache einbezogen war (vgl. Vi-act. 3.30.1 
S. 3f.):  

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- 19 Ist es korrekt, dass dieses Foto in der THC-Indoor-Anlage in M.________ __ 
entstanden ist?

- Es war die Anlage von _._.

- 20 Wer hat dieses Foto gemacht?
- Ich weiss nicht mehr, ob _._. oder ich das Foto gemacht hat.

- 21 Warum haben Sie dieses Foto gemacht?
- _._. wollte einen Grössenvergleich für die Pflanzen von _._.

- 22 Ist es aus Ihrer Sicht sinnvoll und pädagogisch wertvoll, mehrmals ein 
7-jähriges Kind in eine illegale THC-Indoor-Anlage mitzunehmen?

- Nein. Hätte ich denn eine Wahl gehabt. Ja schon, aber dann hätte ich alle Pflan-
zen sterben lassen müssen.

- 23 Ist es aus Ihrer Sicht sinnvoll und pädagogisch wertvoll, dieses 7-jährige Kind 
zudem vor der illegalen THC-Anlage abzulichten?

- Nein.

- 24 Hätten Sie das Wachstum der Pflanzen nicht anders fotografieren können?
- Wir hätten den Meter dazu verwenden können.

- 25 Haben Sie … [= Sohn] erzählt, um was für eine Art von Pflanzen es sich dabei 
gehandelt hat?

- Nein. Er hatte keine Ahnung. (…)

- 26 Wie oft haben Sie … [= Sohn] mit zu dieser Indoor-Anlage mitgenommen?
- Maximal 5 Mal. Oft sass er auf der Treppe und schaute auf meinem Telefon 

Youtube. Das mit dem Schneiden der Triebe war auch nur ein "Bluff". Er hat nie 
selber an einer Pflanze geschnitten. 
Zu dieser Zeit war ich nicht ganz nüchtern wegen dem Amphetaminkonsum. Ich 
habe … [= Sohn] oftmals damit beschäftigt, dass er mir die Giesskannen auffüllte 
und transportierte.

- 27 Gemäss polizeilichen Erkenntnissen hat … [= Sohn] eine THC-Pflanze mit 
seinem Namen angeschrieben. Ist das korrekt?

- Ja, das hat er gemacht. Also nur den Topf hat er angeschrieben. Er hatte nicht 
gewusst, dass es Drogenhanf war.

- (…)

- 30 Bei der Einvernahme zum illegalen Grenzübertritt mit dem Personenwagen 
nach Deutschland vom __.__.2021, um eine Drogenpaket entgegenzunehmen 
und anschliessend widerrechtlich in die Schweiz einzuführen, haben Sie ausge-
sagt, dass sich Ihr Sohn … ebenfalls im Fahrzeug mitgefahren sei. Ist das kor-
rekt?

- Ja. Das kann auch die Grenzpolizei bezeugen. Ich konnte ihn ja nicht einfach zu-
hause lassen. (…) 

Hinzu kommt, dass die Kindsmutter bei einem von den Ermittlungsbehörden 
überwachten Telefongespräch (vom 23.12.2020) ausführte, "dass sie am Durch-
drehen sei, weil ihr Kind wieder nicht nach Hause gekommen sei. Auch die Test-

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ergebnisse seien schlecht. Irgendwann werde sie diesen Goof erschlagen" (vgl. 
Vi-act. 3.30.2). 

4.4 Abgesehen von diesem vorstehend dargelegten Einbezug des Kindes in 
die Drogensache der Kindsmutter (wovon die Vorinstanz im Detail teilweise erst 
am 26. Juli 2021 und mithin zwei Wochen vor Erlass des KESB-Beschlusses 
vom 11.8.2021 Kenntnis erhielt, vgl. den Eingangsvermerk in Vi-act. 3.30), sind 
hier auch noch die nachfolgend aufgeführten Angaben der Schulleitung in die 
Beurteilung einzubeziehen. Anzufügen ist, dass diese Angaben der Schulleitung 
im Verfahren vor Gericht grundsätzlich nicht im Detail zu verifizieren sind, zumal 
dies im Nachhinein kaum möglich wäre. Im vorliegenden Kontext ist von Bedeu-
tung und ausreichend, dass die Schulleitung sich nicht an die KESB gewendet 
hätte, wenn sie nicht beim betreffenden Kind erhebliche Auffälligkeiten festge-
stellt hätte und der Auffassung war, dass die Kindesschutzbehörde davon Kennt-
nis haben sollte.

4.4.1  Am 2. Juni 2021 (als die Kindsmutter noch in Untersuchungshaft war) mel-
dete die zuständige Schulteamleiterin der Vorinstanz telefonisch unter anderem, 
dass die Betreuungssituation des Kindes recht schwierig sei. Das Kind könne 
sich nur kurz auf etwas konzentrieren, es müsse immer in Bewegung sein; es 
brauche eine 1:1-Betreuung. Zudem erhalte es heilpädagogische Unterstützung 
(HP), acht Lektionen Klassenassistenz und Ergotherapie. Das Kind habe zudem 
auf dem Schulweg Konflikte gehabt, es wehre sich gegenüber anderen Kindern, 
wenn es provoziert werde; seit der Grossvater das Kind zur Schule fahre, seien 
diese Konflikte weggefallen. Das Kind habe enorme Verlustängste (ihm sei ge-
sagt worden, dass die Mutter im Spital sei). Die Zusammenarbeit mit der Kinds-
mutter sei nicht immer ganz einfach. In der Schule mache das Kind teilweise, 
was es wolle, es habe seine Sachen nicht mit dabei, fordere Aufmerksamkeit ein. 
Von der Schule würde das Kind viel Energie abverlangen, was die Ressourcen 
der Schule stark beanspruche. Aus der Sicht der Schulleiterin müsse man ab-
klären, wie es längerfristig mit dem Kind weitergehen solle. Es stelle sich die Fra-
ge, wie man die Kindsmutter in die Pflicht nehmen könne und wie man sie stär-
ken könne. Die Kindsmutter erscheine oft nicht zu den Elterngesprächen; sie 
benötige Unterstützung und ein Controlling (Vi-act. 3.6).

4.4.2  Am 2. Juli 2021 meldete die zuständige Schulteamleiterin der Vorinstanz 
telefonisch unter anderem, das Kind habe gestern und vorgestern wieder einge-
kotet, mithin seit die Kindsmutter wieder zuhause sei. Das Kind komme auch 
sehr schmutzig in die Schule und habe keinen Znüni dabei. Als sie dies der 
Kindsmutter gesagt habe, sei letztere sehr ausgerastet; das Gespräch habe ab-

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gebrochen werden müssen. Dem Kind gehe es nicht gut; die Kindsmutter wirke 
überfordert; der psychische Druck auf das Kind sei gross. Es stelle sich die Fra-
ge, ob für das Kind eine Kleinklasse geeigneter wäre, z.B. die Tagesschule in 
N.________ (vgl. Vi-act. 3.7).

4.4.3  Am 3. September 2021 (und mithin nach dem Erlass des Beschlusses der 
Vorinstanz vom 11. August 2021, aber noch vor Einreichung der Beschwerde 
vom 13. September 2021) meldete die Gesamtschulleiterin der Vorinstanz tele-
fonisch unter anderem, dass die Situation mit dem Sohn der Beschwerdeführerin 
so nicht mehr gehe. Er kote zunehmend ein, was die Kindsmutter verleugne. 
Fakt sei, dass er ca. dreimal in der Woche einkote. Zudem gebe es Probleme auf 
dem Schulweg, da der Sohn der Beschwerdeführerin andere Kinder plagen wür-
de. Es sei auch schon Blut an der Lippe eines Kindes geflossen. Es sei dringend; 
die Situation sei nicht mehr zumutbar (Vi-act. 3.41).

4.5 Sodann anerkannte der Kindsvater (= Beschwerdeführer 3) anlässlich einer 
Besprechung mit der Vorinstanz vom 14. Juli 2021, dass sein Sohn Konzentrati-
onsprobleme und auch Probleme hinsichtlich des Einkotens habe. Wenn der (zu 
diesem Zeitpunkt über siebeneinhalbjährige) Sohn zu ihm komme, sei die Windel 
oftmals voll; das Kind würde in verschissenen Windeln sitzen; die Kindsmutter 
würde diese nicht wechseln, bevor das Kind zu ihm komme. Die Kindsmutter sa-
ge ihm, dass das Kind ihr Geld stehlen würde, was das Kind bestreite. Er (Kinds-
vater) wisse nicht, wem er glauben könne. Zwischen den Eltern würden unter-
schiedliche Erziehungshaltungen bestehen; zwischen ihnen sei es schwierig, 
sich über das Kind auszutauschen (Vi-act. 3.16).

4.6 Im Lichte all dieser Ausführungen ist es entgegen der Auffassung der El-
tern nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz hinsichtlich des betroffenen Kin-
des, nebst der vertiefenden Sozialabklärung, bereits vor dem Ergebnis dieser 
Zusatzabklärung eine Beistandschaft angeordnet hat. 

Was den Kindsvater anbelangt, fällt insbesondere auf, dass dieser bei der ge-
meinsamen Besprechung vom 21. Juli 2021 und in Anwesenheit der vorgesehe-
nen Beistandsperson der Errichtung einer Beistandschaft zugestimmt hat (vgl. Vi-
act. 3.27, S. 2, 4. Abs.). Weshalb er seine Meinung änderte, hat er in seiner Be-
schwerde nicht thematisiert (was - zusammen mit der Formulierung der Be-
schwerde III 2021 151 - den Eindruck erweckt, dass auch diese Beschwerde von 
der Kindsmutter bzw. deren Rechtsvertreterin initiiert wurde).

Hinsichtlich der Kindsmutter fällt ins Gewicht, dass ihre Verstrickung mit der hän-
gigen Drogensache unklar ist und insbesondere noch nicht lange zurückliegt 
(analog auch die Entlassung aus der Untersuchungshaft). Aktenmässig erstellt 

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ist, dass die Kindsmutter ihr Kind in diese Drogensache involvierte (vgl. die Aus-
führungen unter Erwägung 4.3) und gewichtige Anhaltspunkte auf eine Überfor-
derung hinweisen (vgl. Erw. 4.3 in fine). Soweit die Kindsmutter vor Gericht gel-
tend macht, dass sie "wieder Fuss gefasst habe in einem Leben ohne Drogen" 
(vgl. u.a. Beschwerde III 2021 150, Ziff. 18), ist eine solche positive Entwicklung 
offenkundig für das Kindswohl günstig zu werten. Allerdings trifft die Vorinstanz 
kein Vorwurf, wenn sie eine solche Sachdarstellung der Kindsmutter nicht tel 
quel übernimmt, zumal auch noch nach Erlass des KESB-Beschlusses von der 
Gesamtschulleiterin Schwierigkeiten mit dem Kind und dessen Kindsmutter ge-
meldet wurden (vgl. Erw. 4.4.3 i.V.m. Vi-act. 3.41; siehe auch noch Vi-act. 3.4). 
Abgesehen davon hat die Kindsmutter anerkannt, dass sie ein angespanntes 
Verhältnis mit den Verantwortlichen der Gemeindeschule hatte (vgl. Beschwerde 
III 2021 150 Ziff. 16 in fine; siehe auch Eingabe vom 6.12.2021, Ziff. 5). Die Ein-
setzung der Beistandsperson diente namentlich auch dazu, diesem Spannungs-
verhältnis entgegenzuwirken, indem der Beistand auch als Ansprechperson für 
die Schule bestimmt wurde (vgl. Dispositiv-Ziff. 4 lit. e des KESB-Beschlusses). 
Soweit nun mit dem nach dem KESB-Beschluss vorgenommenen Wechsel des 
Kindes an eine andere Schule in M.________ eine Verbesserung der Situation 
erzielt wurde, wie in der Eingabe vom 6. Dezember 2021 geltend gemacht wur-
de, wird damit das vorinstanzliche Vorgehen vom 11. August 2021 nicht in Frage 
gestellt, zumal nach der Aktenlage unklar ist, inwieweit die eingesetzte Beistand-
sperson an dieser Veränderung mitbeteiligt war. 

Analog spricht auch die am 16. September 2021 (damit nach der Anordnung der 
Beistandschaft) gemeldete Verdachtsdiagnose eines Morbus Crohn nicht gegen, 
sondern letztlich für das vorinstanzliche Vorgehen (welches auch eine medizi-
nisch-therapeutische Begleitung des Kindes durch den Beistand vorgesehen 
hat), und zwar aus den folgenden Gründen. Wie den Ausführungen unter Ziffer 
29 der Beschwerde III 2021 150 zu entnehmen ist, hat die Kindsmutter lange die 
Probleme des Kindes hinsichtlich des Einkotens bagatellisiert. Diese (jedenfalls 
damals) fehlende Wahrnehmung zeigt illustrativ, dass die Kindsmutter die (auch 
von der Schulleitung gemeldeten) Probleme nicht ernst genommen hat, weshalb 
die Vorinstanz zu Recht im Hinblick auf eine Kindswohlgefährdung eingeschritten 
ist. Ob und wie lange diese Massnahme mit einer Beistandschaft (und einem de-
taillierten Aufgabenkatalog) weiterhin nötig sein wird, bzw. inwiefern Anpassun-
gen geboten sein werden (bzw. gegebenenfalls künftig auf eine Fortsetzung der 
Beistandschaft verzichtet werden könnte), all solche Fragen werden Gegenstand 
des weiteren Verfahrens vor der Vorinstanz bilden, wenn das detaillierte Ergeb-
nis der interventionsorientierten Sozialabklärung vorliegen wird. Mit anderen 
Worten ist anzunehmen, dass die vertiefte Sozialabklärung auch die aktuellsten 

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Entwicklungen (Wechsel der Schule und Rückmeldungen der neuen Schullei-
tung, Ergebnisse der medizinischen Abklärungen im _____spital etc.) miteinbe-
ziehen und würdigen wird. Sollte dies noch nicht der Fall sein, wird es Sache der 
Vorinstanz sein, diesbezüglich einen entsprechenden Einbezug der aktuellsten 
Entwicklung zu veranlassen.

4.7 Am dargelegten Ergebnis, wonach die Vorinstanz im konkreten Fall nach 
der damaligen Aktenlage zu Recht eine Beistandschaft für das betroffene Kind 
errichtet hat, vermögen sämtliche weiteren Einwände der Beschwerdeführer 
nichts zu ändern. Bereits erwähnt wurde, dass die nach dem KESB-Beschluss 
eingetretene Entwicklung in die laufende Zusatzabklärung durch die erwähnte 
Fachperson einzufliessen hat, worauf die Vorinstanz über allfällige Anpassungen 
neu zu befinden haben wird. Unbehelflich ist namentlich auch der Einwand in der 
Beschwerde III 2021 150 Ziffer. 23, wonach die Vorinstanz - vor Errichtung einer 
Beistandschaft - zunächst die Abklärungen der erwähnten externen Fachperson 
hätte abwarten müssen, da diese Argumentation zu Unrecht die gesamte Vorge-
schichte (mit der Verstrickung der Kindsmutter in eine Drogensache) ausblendet. 
Mit der Errichtung der Beistandschaft und der Begleitung durch den Berufsbei-
stand wird letztlich sichergestellt, dass sich die Kindsmutter auch längerfristig von 
ihrer "Drogenvergangenheit" losgelöst hat bzw. davon weiterhin distanziert bleibt. 
Abgesehen davon kann die eingesetzte Beistandsperson im Sinne eines Case 
Managements in engem Austausch mit der abklärenden Fachperson und den El-
tern beispielsweise bei allfälligem Bedarf für weitergehende Unterstützungsmass-
nahmen zeitnah agieren und dabei die Interessen des Kindes wahren, wie die 
Vorinstanz am Schluss ihrer Vernehmlassung überzeugend hervorgehoben hat.

5. Aus all diesen Gründen erweisen sich die Beschwerden als unbegründet, 
weshalb sie abgewiesen werden. Die Verfahrenskosten werden den Beschwer-
deführern auferlegt. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde III 2021 150 und 151 werden im Sinne der Erwägungen 
abgewiesen.

2. Die Kosten für die Verfahren III 2021 150 und 151 werden auf Fr. 800.-- 
festgelegt und den Beschwerdeführern (unter solidarischer Haftbarkeit) 
auferlegt. Die Beschwerdeführerin 2 und der Beschwerdeführer 3 haben je 
einen Kostenvorschuss von Fr. 400.-- bezahlt, so dass die Rechnung aus-
geglichen ist.

3. Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in 
Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 
42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 
173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführer 1 und 2 (2/R)
- den Beschwerdeführer 3 (R)
- die Vorinstanz (2/R, für sich und den eingesetzten Beistand)
- und das Departement des Innern (z.K.).

Schwyz, 20. Dezember 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. Januar 2022