# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2927778-ae99-5ed8-a0cf-fe88bff430de
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.06.2016 200 2016 183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-183_2016-06-08.pdf

## Full Text

200 16 183 IV
SCP/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Juni 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________ 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. Dezember 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 18. Oktober 2014 unter Hinweis auf eine dilatative Kardio-
myopathie, eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), eine 
periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie einen Diabetes mellitus Typ 
II bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen 
der Invalidenversicherung [AB] 2). Die IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwer-
degegnerin) klärte hierauf die gesundheitlichen sowie erwerblichen Ver-
hältnisse ab und gewährte am 30. Juli 2015 Frühinterventionsmassnahmen 
in Form von Arbeitsplatzerhalt (AB 22). Gestützt auf einen Bericht des Re-
gionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 11. August 2015 (AB 23) stellte 
sie mit Vorbescheid vom 10. November 2015 (AB 25) den Abschluss der 
Frühinterventionsmassnahmen im Sinne von Art. 1septies lit. c der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; 
SR 831.201) in Aussicht. Sie erwog im Wesentlichen, dass gemäss ihren 
Abklärungen der Versicherte angemessen eingegliedert sei. Es bestehe 
weder Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen noch auf eine Rente. 
Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 26. November 2015 (AB 26) 
fest und erliess am 16. Dezember 2015 eine entsprechende Verfügung (AB 
28). 

B.

Am 3. Februar 2016 liess die IVB dem Gericht zuständigkeitshalber ein 
Schreiben des Versicherten vom 27. Januar 2016 zur Behandlung als Be-
schwerde zugehen. 

Auf Aufforderung des Instruktionsrichters hin reichte der Beschwerdeführer 
am 22. Februar 2016 eine verbesserte Eingabe nach. Damit beantragt er 
die Ausrichtung einer Viertelsrente, unter Aufhebung der Verfügung der IVB 
vom 16. Dezember 2015.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 17. März 2016 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin unter Verweis auf einen Bericht des RAD vom 4. März 2016 die Ab-
weisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 22. April 2016 änderte der Beschwerdeführer, nunmehr 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, sein Rechtsbegehren dahin-
gehend, dass mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen und 
eventualiter eine Umschulung zu finanzieren sei, unter Ausrichtung von 
vollen IV-Taggeldern bis zum Abschluss der Umschulung; subeventualiter 
sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuwei-
sen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialver-
sicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich einzutreten (vgl. jedoch E. 1.2 hiernach).

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 16. Dezember 2015 
(AB 28), mit welcher die Beschwerdegegnerin die Massnahmen der Frühin-
tervention im Sinne von Art. 1septies lit. c IVV beendet hat. Streitgegenstand 
bildet somit der Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen und 
eine Invalidenrente. 

Was den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen angeht, ist 
der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass er - wie dem Eingliede-
rungsprotokoll (Eintragungen vom 24. September, 27. Oktober und 9. No-
vember 2015 [in den Gerichtsakten]) zu entnehmen ist - die beruflichen 
Massnahmen solange nicht in Anspruch nehmen wollte, als er noch von 
der Krankentaggeldversicherung Lohnersatzleistungen erhielt; im hier 
massgebenden Beurteilungszeitpunkt war der Beschwerdeführer nach wie 
vor zu einem vollen Pensum beim bisherigen Arbeitgeber angestellt (AB 14 
S. 1 f. Ziff. 2.1 und 2.9). Unter diesen Umständen fehlt dem Beschwerde-
führer das Rechtsschutzinteresse an der mit der Stellungnahme vom 
22. April 2016 beantragten Eingliederungsmassnahme, weshalb insoweit 
auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Dessen ungeachtet kann er sich 
bei Bedarf an beruflichen Massnahmen bei der Beschwerdegegnerin 
wiederum melden (vgl. Beschwerdeantwort, S. 3).

Zu prüfen ist somit lediglich der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft die angefochtenen Entscheide frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

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3.1.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Phlebologie FMH, diagnosti-
zierte im Bericht vom 12. März 2015 (AB 18 S. 2 bis 6) mit Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit eine dilatative Kardiomyopathie, eine periphere 
arterielle Verschlusskrankheit Stadium II und eine COPD. Ohne Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit sei ein Diabetes mellitus (AB 18 S. 2 Ziff. 1.1). Die 
bisherige Tätigkeit sei zu 50 % zumutbar mit einer Leistungseinbusse von 
50 % (AB 18 S. 4 Ziff. 1.7). Hingegen seien rein sitzende und wechselbe-
lastende Tätigkeiten, Arbeiten mit Rotationen im Sitzen und Stehen sowie 
Tätigkeiten mit Treppensteigen möglich (AB 18 S. 6). 

3.1.2 Der RAD-Arzt, Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine In-
nere Medizin und Rheumatologie FMH, nannte im Bericht vom 11. August 
2015 (AB 23) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine 
dilatative Kardiomyopathie, eine COPD, eine periphere arterielle 
Verschlusskrankheit Stadium II sowie degenerative Veränderungen der 
lumbalen und zervikalen Wirbelsäule (AB 23 S. 1 f.). Körperlich schwere 
Tätigkeiten seien nicht mehr zumutbar. Hingegen bestehe in einer körper-
lich leichten bis mittelschweren, angepassten Tätigkeit (wechselbelastend, 
ohne rein gehende Tätigkeiten, ohne Heben und Tragen von Lasten über 
12.5 kg, ohne wiederholtes Treppensteigen, ohne repetitive kniende oder 
kauernde Tätigkeiten) eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (AB 23 S. 2).

3.1.3 Im Bericht vom 24. November 2015 (AB 26 S. 2) hielt Dr. med. 
C.________ fest, dass die Belastbarkeit durch die chronischen Erkrankun-
gen (Herzinsuffizienz, periphere arterielle Verschlusskrankheit Stadium II, 
COPD, Diabetes mellitus) gravierend eingeschränkt sei. Die im Vorbe-
scheid vom 10. November 2015 festgehaltene Beurteilung stehe in offenem 
Widerspruch zu klaren Tatsachen. 

3.1.4 Dr. med. E.________, Facharzt für Kardiologie FMH, hielt im Be-
richt vom 16. Februar 2016 (AB 32 S. 10 f.) als Diagnosen eine dilatative 
Kardiomyopathie unklarer Ätiologie (aktuell: im Sinusrhythmus noch deut-
liche Dilatation des linken Ventrikels mit leicht eingeschränkter 
linksventrikulärer Pumpfunktion und erhöhtem linksventrikulärem 
Füllungsdruck [unter Herzinsuffizienztherapie]), eine periphere arterielle 
Verschlusskrankheit sowie einen Diabetes mellitus fest. Seit der letzten 
Untersuchung sei der Beschwerdeführer unter einer gewissen körperlichen 

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Schonung praktisch beschwerdefrei gewesen. Die Herzinsuffizienztherapie 
sei noch nicht völlig ausgebaut, die Diuretikabedürftigkeit habe abgenom-
men. Klinisch sei der Beschwerdeführer in Ruhe kompensiert, systolisch 
leicht hyperton und normokard. In Anbetracht des Blutdrucks könnte allen-
falls die Betablocker- resp. ACE-Hemmer-Dosis noch gesteigert werden 
(AB 32 S. 10). Die 
Diuretikadosis erscheine im Moment adäquat zu sein. Ein allzu intensives 
Training im aeroben Bereich sei eher kontraproduktiv. Es werde eine 
nächste Kontrolle in einem Jahr empfohlen (AB 32 S. 11).

3.1.5 Im Bericht vom 17. Februar 2016 (AB 32 S. 4) führte Dr. med. 
C.________ aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Herzinsuffizienz 
von Mai bis September 2014 arbeitsunfähig gewesen sei. Die Herzinsuffizi-
enz sei nach durchgeführter Rehabilitation und unter medikamentöser The-
rapie kompensiert; seit September 2014 bestehe eine 50 %ige Arbeitsun-
fähigkeit. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit sei hochgradig, 
schlecht kollateralisiert und jederzeit verschlussgefährdet; es drohe dann 
unmittelbar ein Verlust der Extremität. Der Diabetes, der neben dem ana-
mnestisch bekannten Nikotinabusus für die schlechte Gefässsituation ver-
antwortlich sei, habe bisher nicht ausreichend eingestellt werden können 
und stelle ein erhebliches Risiko für weitere Komplikationen dar. Aufgrund 
der oben genannten Erkrankungen sei der Beschwerdeführer weiterhin zu 
50 % arbeitsunfähig. Angesichts der langen Dauer der Erkrankungen be-
stehe eine 50 %ige Erwerbsunfähigkeit. 

3.1.6 Hierzu nahm der RAD-Arzt, Dr. med. D.________, am 4. März 
2016 Stellung und kam zum Schluss, dass mit Bericht von Dr. med. 
E.________ vom 16. Februar 2016 (AB 32 S. 10 f.) ein stabiler Verlauf 
festgehalten worden sei. Die Herzfunktion bleibe stabil. Die leichte Zunah-
me der dilatativen Komponente der Kardiomyopathie führe zu keiner 
klinischen Verschlechterung und keiner Zunahme der Herzinsuffizienz. Be-
züglich des angiologischen Bereichs sei der klinische Verlauf massgebend. 
Im Mai 2014 habe der Beschwerdeführer im Rahmen dieser Erkrankung 
ein Ulkus rechts gehabt. Dieses Ulkus sei geheilt, es sei zu keinem Rezidiv 
gekommen. Mithin habe sich die Verschlusskrankheit nicht verschlechtert. 
Der Beschwerdeführer könne zurzeit 500 m laufen, ohne Beinschmerzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 8

zu haben. Anders sei es hingegen, wenn er Lasten tragen müsse, da träten 
Beinschmerzen nach 20 m auf. Trotz des fortgeschrittenen Stadiums der 
Verschlusskrankheit der Beinarterien mit einem arteriopathisch-bedingten 
Ulkus hätten die behandelnden Ärzte eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit in der 
bisherigen Tätigkeit seit September 2014 bescheinigt. Andere körperliche, 
psychische oder geistige Gesundheitsschäden mit objektiven funktionellen 
Einschränkungen würden nicht erwähnt. Das Zumutbarkeitsprofil sei inso-
weit zu präzisieren, als dem Beschwerdeführer eine körperlich leichte bis 
gelegentlich mittelschwere, angepasste Tätigkeit ohne Heben und Tragen 
von Lasten über 12.5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, ohne 
wiederholtes Treppensteigen, ohne repetitive kniende oder kauernde 
Tätigkeiten, ohne repetitive Gehstrecken von über 200 m und mit Sitzgele-
genheiten zu 100 % zumutbar sei. Die bisherige Tätigkeit, welche auch 
körperlich schwere Arbeiten beinhalte, sei entgegen der Meinung der be-
handelnden Ärzte nicht mehr zumutbar. Es seien keine weiteren Abklärun-
gen erforderlich. Der Beschwerdeführer sei vor kurzem (Februar 2016) er-
neut angiologisch und kardiologisch untersucht worden. Die kardiologische 
Situation sei bezüglich der Herzfunktion, wenn die Abklärungen von März 
2015 und Februar 2016 miteinander verglichen würden, ganz stabil (S. 5 
des Berichts). Aufgrund der dilatativen Kardiomyopathie (leicht zunehmend, 
aktuell bei stabiler Herzfunktion) seien weiterhin körperlich schwere 
Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Die Koronargefässe seien normal. 
Wichtig sei eine strenge Kontrolle der cardio-vaskulären Risikofaktoren 
(inkl. des Nikotinkonsums), um weitere vaskuläre Komplikationen bzw. eine 
weitere Verschlechterung der vaskulären Probleme zu vermeiden (S. 6 des 
Berichts). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

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These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 
4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Ver-
fügungen vom 16. Dezember 2015 (AB 28) massgeblich auf die Berichte 
des RAD-Arztes Dr. med. D.________ vom 11. August 2015 (AB 23) und 
4. März 2016 (in den Gerichtsakten) gestützt. Diese erfüllen die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeu-
gen. Der RAD-Arzt hat - in Berücksichtigung und Würdigung sämtlicher 
medizinischer Vorakten - einleuchtend sowie nachvollziehbar begründet, 
dass die aktuell bei der F.________ ausgeübte Tätigkeit (… und …; AB 14 
S. 1 f. Ziff. 1 und 2.8) nicht mehr zumutbar ist, hingegen in einer körperlich 
leichten bis gelegentlich mittelschweren, angepassten Tätigkeit (ohne He-
ben und Tragen von Lasten über 12.5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern oder 
Gerüsten, ohne wiederholtes Treppensteigen, ohne repetitive kniende oder 
kauernde Tätigkeiten, ohne repetitive Gehstrecken von über 200 m, mit 
Sitzgelegenheiten) eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit besteht (S. 5 
des Berichts). Diese Einschätzung lässt sich ohne weiteres in das von 
Dr. med. E.________ im Bericht vom 16. Februar 2016 (AB 32 S. 10 f.) 
gezeichnete Gesamtbild einfügen. Darauf ist abzustellen.

Hieran vermögen die Berichte von Dr. med. C.________ vom 12. März 
2015, 24. November 2015 und 17. Februar 2016 (AB 18 S. 2 bis 6, AB 26 
S. 2, AB 32 S. 4) nichts zu ändern. Zunächst stimmt dessen Zumutbar-

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keitsprofil (AB 18 S. 6) im Wesentlichen mit demjenigen des RAD-Arztes 
(S. 5 des Berichts) überein (vgl. auch prozessleitende Verfügung vom 
22. März 2016, S. 1 Ziff. 1 lit. d). Sodann enthalten die Berichte von Dr. 
med. C.________ keine Befunde resp. wichtigen Aspekte, welche im Rah-
men der RAD-ärztlichen Beurteilung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 
wären. Des Weiteren hat sich Dr. med. C.________ nicht zur zumutbaren 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 
geäussert (vgl. AB 18 S. 6). Was die im Bericht vom 17. Februar 2016 (AB 
32 S. 4) angegebene Erwerbsunfähigkeit von 50 % angeht, so ist Dr. med. 
C.________ darauf hinzuweisen, dass sich die Invalidität nicht nach rein 
medizinischen, sondern auch nach wirtschaftlichen und erwerblichen Krite-
rien bemisst (vgl. E. 2.3 hiervor sowie prozessleitende Verfügung vom 
22. März 2016, S. 2 Ziff. 1 lit. g); dementsprechend fällt es nicht in den Auf-
gabenbereich des Arztes, sich zur Invalidität zu äussern (vgl. E. 2.4 hier-
vor).

Schliesslich vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers die Schlüs-
sigkeit der RAD-ärztlichen Berichte ebenfalls nicht in Frage zu stellen. 
Zunächst ist entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers (vgl. Stel-
lungnahme vom 22. April 2016, S. 4) nicht von einem schwer einstellbaren, 
sondern von einem leichten, nicht-insulinpflichtigen Diabetes auszugehen 
(vgl. AB 18 S. 8 und 29). Des Weiteren übersieht der Beschwerdeführer mit 
seiner Kritik an der RAD-ärztlichen Beurteilung, dass es sich bei den von 
ihm in der Stellungnahme vom 22. April 2016 (S. 4) aufgezählten Faktoren 
weitestgehend um kardiovaskuläre Risikofaktoren handelt (vgl. AB 18 S. 18 
und 29), welche - wie der RAD-Arzt zutreffend ausgeführt hat (vgl. Bericht 
vom 4. März 2016, S. 5) - im Rahmen der kardiologisch-angiologischen 
Beurteilungen mitberücksichtigt worden sind (AB 32 S. 4 und 10). Anhalts-
punkte, dass weitere abklärungsbedürftige Befunde vorliegen würden, sind 
weder ersichtlich noch werden solche vom Beschwerdeführer überzeugend 
aufgezeigt. Damit erübrigen sich weitere medizinische Abklärungen (antizi-
pierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 Zu prüfen ist weiter die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. Stellungnahme des 
Beschwerdeführers vom 22. April 2016, S. 3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 11

3.4.1 Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein ge-
wisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräf-
ten und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar so-
wohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraus-
setzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei ist nicht 
von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur 
Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten ob-
jektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An 
die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind 
jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu 
stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). 
Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide 
Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten 
und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag 
oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b).

3.4.2 Gemäss der Beurteilung des RAD-Arztes vom 4. März 2016 (in 
den Gerichtsakten) ist der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten bis 
gelegentlich mittelschweren, angepassten Tätigkeit (ohne Heben und Tra-
gen von Lasten über 12.5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, 
ohne wiederholtes Treppensteigen, ohne repetitive kniende oder kauernde 
Tätigkeiten, ohne repetitive Gehstrecken von über 200 m, mit Sitzgelegen-
heiten) zu 100 % arbeitsfähig (S. 5 des Berichts).

Bei diesem Anforderungsprofil besteht - entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers (vgl. Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 22. April 
2016, S. 3) - kein Anlass zur Annahme, dass die bestehende Arbeitsfähig-
keit auf dem ausgeglichenen allgemeinen Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist. 
Dem Beschwerdeführer stehen trotz seiner krankheitsbedingten Einschrän-
kungen diverse Tätigkeitsfelder auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt of-
fen, in deren Rahmen sich auch Stellen finden, die mit dem beschriebenen 
Zumutbarkeitsprofil vereinbar sind; zu denken ist dabei an leichtere Hilfs-, 
Kontroll- und Überwachungstätigkeiten sowie leichtere Sortier-, Verpa-
ckungs- und Bedienungsarbeiten an einer Maschine. Mit Blick auf diesen 
weiten Kreis an Beschäftigungen ist die Verwertung der Restarbeitsfähig-
keit aus medizinischer Sicht allenfalls mit der von der Beschwerdegegnerin 

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angebotenen Unterstützung (vgl. dazu E. 1.2 hiervor) ohne weiteres mög-
lich und auch zumutbar. Daran ändert der Umstand nichts, dass die Ar-
beitsleistung des Beschwerdeführers an seinem derzeitigen Arbeitsplatz 
nicht dem ausbezahlten Lohn entspricht (vgl. AB 14 S. 2 Ziff. 2.10), handelt 
es sich doch hierbei eben gerade nicht um eine angepasste Tätigkeit (vgl. 
Bericht des RAD-Arztes vom 4. März 2016, S. 5). Im Übrigen würde der 
Umstand allein, dass eine versicherte Person zur Verwertung ihrer Restar-
beitsfähigkeit auf einen Nischenarbeitsplatz angewiesen wäre, nicht zur 
Verneinung des Vorhandenseins entsprechender Arbeitsgelegenheiten auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt führen. Umfasst doch der Angebots-
fächer des ausgeglichenen Arbeitsmarkts auch - ausserhalb von geschütz-
ten Werkstätten - gewisse Stellenangebote, bei welchen Behinderte mit 
einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen 
können (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 24. April 2012, 
8C_869/2011, E. 4.3.5). Aus seinem Alter allein (zum massgebenden Zeit-
punkt [BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 462]: 56 Jahre [AB 2 S. 1 Ziff. 1.3]; vgl. 
Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 22. April 2016, S. 3) kann der 
Beschwerdeführer ebenfalls nichts für sich ableiten, gilt doch die gesetz-
liche Vermutung für die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bis zur 
Vollendung des 60. Altersjahres (Entscheid des BGer vom 12. September 
2013, 9C_255/2013, E. 4.3 mit Hinweis) bzw. ist das Alter an sich als inva-
liditätsfremder Grund bezüglich der Verwertbarkeit grundsätzlich unbeacht-
lich. Zudem bestehen für den Beschwerdeführer mit Bezug auf den hypo-
thetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt - wie bereits dargelegt - genügend 
Möglichkeiten, eine geeignete Stelle zu finden; so werden Hilfsarbeiten in 
der Regel altersunabhängig nachgefragt (Entscheid des BGer vom 23. Ok-
tober 2007, 9C_610/2007, E. 4.3). An der Verwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit ändert schliesslich auch der geltend gemachte, invaliditätsfremde 
Grund der fehlenden anderweitigen Berufsausbildungen (vgl. Stellungnah-
me des Beschwerdeführers vom 22. April 2016, S. 3) nichts, da er invali-
denversicherungsrechtlich unbeachtlich ist. Zudem unterliegen die dem 
Beschwerdeführer offen stehenden (zumutbaren) Hilfsarbeiten keinen be-
sonderen Qualifikationen. Weitere Umstände, die den Zugang des Be-
schwerdeführers zum als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt aussch-
liessen oder zumindest erheblich erschweren würden, sind nicht ersichtlich 
und werden auch nicht geltend gemacht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 13

4.

4.1 Ausgehend von der zumutbaren Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 100 % in einer angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3.3 hiervor) ist der 
IV-Grad im Folgenden mittels Einkommensvergleichs zu bestimmen.

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 14

bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
Anmeldung vom 18. Oktober 2014 (AB 2) und in Anwendung von Art. 29 
Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenanspruchs frühestens nach Ablauf von 
sechs Monaten nach der Geltendmachung) der 1. April 2015. Der Einkom-
mensvergleich ist auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen (BGE 129 V 222). 

4.3 Die der angefochtenen Verfügung zu Grunde liegende bzw. in der 
Beschwerdeantwort aufgeführte Einkommensfestsetzung (S. 2 f.) blieb zu 
Recht unbeanstandet. Die Beschwerdegegnerin hat das im Arbeitgeberfra-
gebogen vom 9. November 2014 (AB 14 S. 2 Ziff. 2.10) festgelegte (unbe-
strittene) Valideneinkommen von Fr. 71'500.-- (bei einem Arbeitspensum 
von 100 % für das Jahr 2014) herangezogen; der Beschwerdeführer wäre 
im Gesundheitsfall weiterhin als …/… tätig (AB 14 S. 2 Ziff. 2.7). Dieses 
Einkommen hat die Beschwerdegegnerin der seitherigen Nominallohnent-
wicklung angepasst (0.5 % [BSV, Quartalsschätzung der Nominallohnent-
wicklung, 3. Quartal 2015]); das sich daraus ergebende Valideneinkommen 
beträgt Fr. 71‘857.50. Zufolge des beim derzeitigen Arbeitgeber erzielten 
Soziallohnes (AB 14 S. 2 Ziff. 2.10) bzw. fehlender Aufnahme einer Ver-
weistätigkeit hat die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen anhand 
der LSE 2012 festgesetzt. Ausgehend von der LSE 2012 und unter 
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2015 resultiert 
ein hypothetischer Bruttojahreslohn als Hilfsarbeiter von Fr. 66‘469.10 
(Fr. 5‘210.-- [BFS, LSE 2012, Tabelle TA1, Total, Männer, Kompetenzni-
veau 1 {einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art}] x 12 
Monate : 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, 
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabschnitten, Total, 2015] 
: 101.7 x 103.2 [BFS, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Total, 
Index 2012 bzw. 2014] + 0.5 % [BSV, Quartalsschätzung der Nominalloh-
nentwicklung, 3. Quartal 2015]). Bei einem nicht zu beanstandenden lei-
densbedingten Abzug von 10 % (vgl. Beschwerdeantwort, S. 3; vgl. Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] 
vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3) beträgt das Invalideneinkommen 
Fr. 59‘822.20. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 15

men resultiert ein IV-Grad von 17 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 
und 3.3 S. 123). Damit besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente. 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 16. Dezember 
2015 (AB 28) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuwei-
sen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang der Verfahren hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art.  1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2016, IV/16/183, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.