# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e23f98f-8f97-50fe-bd09-36368dae9269
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.06.2021 II 2021 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-50_2021-06-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 50

Entscheid vom 16. Juni 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________ AG, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, 
Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Nacherhebung 
AHV-Beiträge 2016 und 2017)

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Sachverhalt:

A. Die Ausgleichskasse Schwyz stellte der A.________ AG - gestützt auf den 
Kontrollbericht der Revisionsstelle der Ausgleichskassen vom 5. Juli 2019 - am 
25. Juli 2019 die Lohnbeiträge (inkl. Verzugszinsen, Mahngebühren, Verwal-
tungskosten und Betreibungs-/Verfahrensspesen) für die Jahre 2016 und 2017 in 
der Höhe von Fr. 2'535.10 und Fr. 2'484.25 in Rechnung (vgl. Vi-act. 1 und 2). 
Dagegen reichte die A.________ AG am 16. August 2019 'Einsprache' ein (vgl. 
Vi-act. 3 und 4), woraufhin die Ausgleichskasse mit Verfügungen vom 13. Sep-
tember 2019 die Lohnbeiträge für die Jahre 2016 und 2017 in der Höhe von Fr. 
2'238.90 und Fr. 2'303.50 einforderte (vgl. Vi-act. 6 und 7). Alsdann verlangte die 
A.________ AG mit Schreiben vom 6. November 2019 eine Stundung der Bei-
träge bis zur Änderung des Kontrollberichts der Revisionsstelle; gleichzeitig wies 
sie darauf hin, dass sie die Beiträge mit Abschlägen von jeweils Fr. 500.-- zu be-
gleichen gedenke (vgl. Vi-act. 7).

B. Mit Schreiben vom 24. März 2020 hielt die Revisionsstelle der Ausgleichs-
kassen nach weiteren Abklärungen an ihrem Kontrollbericht vom 5. Juli 2019 fest 
(vgl. Vi-act. 8). In der Folge verfügte die Ausgleichskasse am 30. März 2020 die 
Nachzahlungen für die Jahre 2016 und 2017 erneut (vgl. Vi-act. 9 und 10 [Ein-
sprache vom 24.6.2020 inkl. Beilagen]). Dagegen erhob die A.________ AG am 
24. Juni 2020 Einsprache und rügte im Wesentlichen sinngemäss, die Nachzah-
lungsforderungen der Lohnbeiträge für die Jahre 2016 und 2017 seien zu hoch 
(vgl. Vi-act. 10). Zu den Schreiben der Ausgleichskasse vom 16. Dezember 
2020, vom 25. Januar 2021 und vom 15. Februar 2021, wonach die A.________ 
AG zur Einreichung weiterer Unterlagen aufgefordert wurde, liess sich diese nicht 
mehr vernehmen (vgl. Vi-act. 11/12). Mit Einspracheentscheid vom 1. April 2021 
erkannte die Ausgleichskasse was folgt (vgl. Vi-act. 13): 

1. Auf die Einsprache vom 24. Juni 2020 wird nicht eingetreten.
2. Das Fristwiederherstellungsgesuch vom 24. Juni 2020 wird im Sinn der 

Erwägungen abgewiesen
3. Das Verfahren ist kostenlos.
4. (Rechtsmittel)
5. (Zustellung)

C. Mit Schreiben vom 31. März 2021 (Eingang bei der Vorinstanz am 
12.4.2021) gelangte die A.________ AG an die Ausgleichskasse mit dem sinn-
gemässen Antrag, es sei von einer Nacherhebung der Lohnbeiträge für die Jahre 
2016 und 2017 abzusehen (vgl. Vi-act. 14). Mit Schreiben vom 15. April 2021 
verwies die Ausgleichskasse die A.________ AG auf den zwischenzeitlich er-

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gangenen Einspracheentscheid vom 1. April 2021 und auf die Möglichkeit einer 
dagegen gerichteten Verwaltungsgerichtsbeschwerde (vgl. Vi-act. 15).

D. Alsdann erhob die A.________ AG mit Eingabe vom 2. Mai 2021 (Postauf-
gabe: 4.5.2021) fristgerecht gegen den Einspracheentscheid vom 1. April 2021 
betreffend die Nacherhebung von AHV-Beiträgen für den Zeitraum 2016 und 
2017 'Klage' beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz.

E. Mit Vernehmlassung vom 19. Mai 2021 beantragt die Ausgleichskasse - mit 
Verweis auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 1. April 2021 - die 
Abweisung der Beschwerde. Weitere Stellungnahmen liegen keine vor.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Ist die Vorinstanz auf die Begehren einer rechtsuchenden Person nicht 
eingetreten, so hat das Verwaltungsgericht gemäss ständiger Rechtsprechung 
auf Beschwerde hin grundsätzlich nur zu prüfen, ob dieser 
Nichteintretensentscheid zu Recht erfolgt ist (vgl. VGE II 2010 44 Erw. 1 m.H.). 
Bejaht es diese Frage, so hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die 
Akten an die Vorinstanz zurück, damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels ei-
nen Sachentscheid trifft (vgl. VGE III 2015 98 vom 26.8.2015 Erw. 1.3.1; VGE II 
2012 108 vom 24.10.2012 Erw. 2.1; VGE III 2014 194 vom 27.11.2014 Erw. 2.1).

Von dieser Praxis weicht das Verwaltungsgericht in bestimmten Fällen (vor allem 
aus verfahrensökonomischen Gründen) ab, beispielsweise wenn die Vorinstanz 
in einem ausführlichen obiter dictum eine materielle Beurteilung vorgenommen 
hatte (und eine entsprechende Rückweisung einem formalistischen Leerlauf 
gleichgekommen wäre), oder wenn es um einen zweiten Rechtsgang in der glei-
chen Sache ging (vgl. VGE III 2010 192 vom 14.4.2011 Erw. 2.1.2 m.V.a. VGE III 
2010 202+203 vom 21.12.2010 Erw. 2; VGE 403/96 vom 27.9.1996 Erw. 2).

1.2 Die Vorinstanz ist auf die Einsprache nicht eingetreten mit der Begründung 
der Fristversäumnis zur Erhebung der Einsprache; eine materielle Beurteilung 
hat sie nicht vorgenommen (vgl. angefochtenen Einspracheentscheid Erw. 4). 
Sollte sich der Nichteintretensentscheid als falsch erweisen, wäre die Sache folg-
lich zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Erweist sich 
der Nichteintretensentscheid indes als rechtmässig, ist die Beschwerde ohne ma-
terielle Prüfung abzuweisen.

2.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft die Behörde von Amtes wegen, ob die 
Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. die frist- und 

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formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruchs (vgl. § 27 Abs. 1 lit. f 
des  kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP, SRSZ 234.110] vom 
6.6.1974). Die Beschwerdefrist beträgt 20 Tage, sofern nicht ein anderer Erlass 
eine abweichende Frist vorschreibt (vgl. § 56 Abs. 1 VRP). 

2.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlas-
senenversicherung (AHVG; SR 831.10) vom 20. Dezember 1946 sind die Be-
stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 auf die im ersten Teil gere-
gelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das Bundes-
gesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung nicht ausdrücklich eine 
Abweichung vom ATSG vorsieht. Eine solche ist in der hier strittigen Frage nicht 
vorgesehen.

2.3 Gegen Verfügungen im Bereich der Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache 
erhoben werden (vgl. Art. 52 Abs. 1 1. Teilsatz ATSG). Diese gesetzliche 30-
tägige Einsprachefrist kann nicht erstreckt werden (vgl. Art. 52 Abs. 1 ATSG 
i.V.m. Art. 40 Abs. 1 ATSG). Es liegt im Wesen von Verwirkungsfristen, dass sie 
grundsätzlich weder von der Verwaltung noch von einem Richter erstreckt wer-
den   dürfen (vgl. VGE 42/96 vom 10.7.1996 Erw. 3c; VGE 83/91 vom 
18.12.1991 Erw. 1b). Eine nicht eingehaltene Frist gilt mithin als verwirkt.

2.4 Gemäss Art. 52 ATSG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 bzw. Art. 39 Abs. 1 ATSG muss 
die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist dem Versicherungsträger 
eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 
schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben wer-
den. Läuft die Frist unbenützt ab, so erwächst der Verwaltungsentscheid in (for-
melle) Rechtskraft mit der Wirkung, dass auf eine verspätet eingereichte Ein-
sprache nicht eingetreten werden darf (vgl. BGE 134 V 49 Erw. 2).

2.5 Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Monaten und bedarf sie der Mit-
teilung an die Parteien, so beginnt sie am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen 
(Art. 38 Abs. 1 ATSG). Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adressa-
ten beziehungsweise der Adressatin oder einer anderen berechtigten Person 
überbracht wird, gilt spätestens am siebenten Tag nach dem ersten erfolglosen 
Zustellungsversuch als erfolgt (Art. 38 Abs. 2bis ATSG). Auch ein allfälliger zwei-
ter Versand und die spätere Entgegennahme der Sendung vermögen an der 
nach Ablauf der siebentägigen Abholfrist eingetretenen Zustellungsfiktion nichts 
zu ändern. Sie gelten als rechtlich unbeachtlich (vgl. VGE II 2018 61 vom 
20.8.2018 Erw. 2.2 m.H.a. BGE 117 V 131 [frz.] Erw. 4a und BGE 111 V 99 

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Erw. 2b; BGE 117 V 131 [frz.] Erw. 4a; BGE 111 V 99 Erw. 2b; Urteil BGer 
C 30/07 vom 21.3.2007 Erw. 2.3).

2.6 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann die Zustellung eines 
behördlichen Aktes aber nur dann fingiert werden, wenn der Empfänger mit 
der Zustellung rechnen musste (vgl. BGE 141 II 429 Erw. 3.1; BGE 130 III 396 
Erw. 1.2.3). Dies ist der Fall, wenn ein Prozessrechtsverhältnis besteht, das die 
Parteien verpflichtet, sich nach Treu und Glauben zu verhalten, d.h. unter ande-
rem dafür zu sorgen, dass ihnen behördliche Akten, die das Verfahren betreffen, 
zugestellt werden können. Diese prozessuale Pflicht entsteht mit der Begründung 
eines Verfahrensverhältnisses (Rechtshängigkeit) und gilt insoweit, als während 
des hängigen Verfahrens mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit der Zustel-
lung eines behördlichen Aktes gerechnet werden muss (BGE 141 II 429 Erw. 3.1; 
BGE 138 III 225 Erw. 3.1; Urteil BGer 2C_298/2015 vom 26.4.2017 Erw. 3.2).

2.7 Ist die beschwerdeführende Person oder ihre Vertretung unverschuldeter-
weise abgehalten worden, binnen Frist zu handeln, so wird diese wieder herge-
stellt, sofern sie unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall 
des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt 
(Art. 60 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 41 ATSG).

2.8 Die Beweislast, d.h. die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit, für die Ein-
haltung der Frist trägt diejenige Partei, die daraus Folgen ableiten will (vgl. Kie-
ser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Rz. 8 zu Art. 39 
ATSG). Wo für die Ausübung eines Rechts eine Verwirkungsfrist läuft, trägt dem-
gemäss die das Recht ausübende Partei die Beweislast für die Einhaltung der 
Frist. Wird für die Übermittlung einer schriftlichen Eingabe die Post benützt, um-
fasst die Beweislast für die fristgerechte Rechtsausübung nicht nur das Beweis-
risiko für die rechtzeitige Postaufgabe, sondern auch dasjenige für den zur Frist-
wahrung erforderlichen Inhalt der Postsendung. Eine Umkehr der Beweislast 
greift lediglich Platz, wenn die Partei den Beweis der Rechtzeitigkeit aus Grün-
den nicht erbringen kann, die von der Behörde zu verantworten sind (vgl. EVG 
Urteil C.285/2003 vom 5.7.2004 Erw. 4.2 m.H.a. BGE 92 I 257 Erw. 3). Da indes-
sen nach dem im Sozialversicherungsverfahren herrschenden Untersuchungs-
grundsatz die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sach-
verhaltes von Amtes wegen zu erfolgen hat, greifen diese Beweislastregeln erst 
Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen der Untersuchungsmaxi-
me auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu eruieren, der zumin-
dest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. 
EVG Urteil C.285/2003 vom 5.7.2004 Erw. 4.2 m.H.a. BGE 105 V 216).

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3. Gestützt auf den Kontrollbericht der Revisionsstelle der Ausgleichskasse 
vom 5. Juli 2019 forderte die Vorinstanz am 25. Juli 2019 bzw. am 13. Septem-
ber 2019 bei der Beschwerdeführerin die Lohnbeiträge für die Jahre 2016 und 
2017 ein. In der Folge reichte die Beschwerdeführerin am 16. August 2019 ‘Ein-
sprache’ ein und verlangte zudem mit Schreiben vom 6. November 2019 eine 
Stundung der Beiträge bis zur Änderung des Kontrollberichts der Revisionsstelle; 
gleichzeitig informierte sie die Vorinstanz darüber, dass sie die Beiträge mit Ab-
schlägen von jeweils Fr. 500.-- zu begleichen gedenke (vgl. vorstehend Ingress 
lit. A). Bereits mit Einreichen des Schreibens vom 25. Juli 2019 machte die Be-
schwerdeführerin das Verfahren vor der Vorinstanz rechtshängig; auch musste 
sie nach ihrem weiteren Schreiben vom 6. November 2019 mit der Zustellung ei-
nes neuerlichen, behördlichen Aktes durch die Vorinstanz - mithin auch eines 
weiteren Entscheides - in der Angelegenheit rechnen.

4.1 Aufgrund der vorliegenden Akten ist erwiesen, dass die - entgegen der be-
schwerdeführerischen Behauptung - mit einer korrekten Rechtsmittelbelehrung 
versehenen Verfügungen der Vorinstanz vom 30. März 2020 am 31. März 2020 
als Einschreibesendung der Post übergeben und am 1. April 2020 an der be-
schwerdeführerischen Adresse unbestrittenermassen zugestellt wurden (vgl. Vi-
act. 9 [Sendungsnummer: 98.38.104419.10051729]). Damit gelten die Verfügun-
gen vom 30. März 2020 als am 1. April 2020 zugestellt (vgl. Erw. 2.5).

4.2 Damit ist denn auch erstellt, dass die vorliegend mitangefochtene Verfü-
gung vom 30. März 2020 am Mittwoch, den 1. April 2020, als eröffnet zu gelten 
hat. Grundsätzlich hätte daher die 30-tägige Beschwerdefrist am 2. April 2020 - 
am Tag nach der Eröffnung - zu laufen begonnen. Hingegen gilt es zu beachten, 
dass der Bundesrat die Verordnung über den Stillstand der Fristen in Zivil- und 
Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zusammenhang mit 
dem Coronavirus (COVID-19) vom 20. März 2020 (SR 173.110.4) erlassen und 
darin festgelegt hat, dass der gesetzlich ohnehin gültige Ostern-Fristenstillstand 
bereits am 21. März 2020 beginnt und bis und mit dem 19. April 2020 andauert. 
Dabei erachtete es der Bundesrat nicht als gerechtfertigt, den Fristenstillstand 
über den 19. April 2020 hinaus, d.h. auch diese Massnahme wie andere COVID-
19-Massnahmen, zu verlängern. Mithin gelten seit dem 20. April 2020 die norma-
len Fristenregelungen. Damit ergibt sich, dass im konkreten Fall die 30-tägige 
Beschwerdefrist erst ab Montag dem 20. April 2020 zu laufen begann und mithin 
am Dienstag den 19. Mai 2020 endete. Hierzu äussert sich die Beschwerdeführe-
rin denn auch nicht weiter.

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4.3 Mit Eingabe vom 24. Juni 2020 (Eingang bei der Vorinstanz am 25.6.2020) 
erhob die Beschwerdeführerin schriftlich Einsprache gegen die Verfügung vom 
30. März 2020 und verlangte sinngemäss die Reduktion der verfügten Lohnbei-
träge für die Jahre 2016 und 2017. Mithin erfolgte die Postaufgabe - selbst unter 
Berücksichtigung der coronabedingten Ausweitung des Fristenstillstands bis zum 
19. April 2020 - jedoch erst nach Ablauf der Frist vom 19. Mai 2020; die Be-
schwerdeführerin reichte ihre Einsprache erst einen Monat nach dieser ausser-
ordentlichen Phase, nämlich erst am 24. Juni 2020, ein und somit klar verspätet. 
Die Beschwerdeführerin kann vorliegend den für die Einhaltung der Frist rechts-
genüglichen Beweis nicht erbringen bzw. äussert sich in ihrer Beschwerde hierzu 
denn auch nicht weiter. Die Vorinstanz ist somit mit dem vorliegend angefochte-
nen Einspracheentscheid vom 1. April 2021 zu Recht nicht auf die beschwerde-
führerische Einsprache vom 24. Juni 2020 eingetreten.

5. Nach Art. 41 ATSG kann auf Ersuchen einer säumigen Partei, die unver-
schuldeterweise abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln, eine Frist wie-
derhergestellt werden, sofern diese unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen 
nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshand-
lung nachholt. Dies macht die Beschwerdeführerin vorliegend indes gar nicht gel-
tend, sondern äusserte sich in der Angelegenheit einzig und allein in materieller 
Hinsicht. Die zuvor mit der Einsprache vom 24. Juni 2020 vorgebrachten Gründe 
(Corona-Problematik; Auslandaufenthalt; Betreuung der Mutter in Deutschland) 
könnten ohnehin weder die Fristversäumnis rechtfertigen noch einen Fristwie-
derherstellungsgrund ergeben, zumal bereits der mit der oberwähnten bundesrät-
lichen Verordnung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) verlän-
gerte Fristenstillstand (vgl. vorstehend Erw. 4.2) sowohl den Gerichten, den An-
wälten wie auch den Parteien eine Atempause verschaffen wollte, um sich auf 
die dannzumal schwierige Situation einstellen zu können (vgl. www.ejpd.ad-
min.ch/ejpd/de/home/aktuell/news/2020/2020-03-20.html, eingesehen am 1.6.2021). 
Dass sich bei der Beschwerdeführrein bis Ende Mai 2020 etwas verschärfend 
geändert haben sollte, ist nicht bekannt und wird auch von der Beschwerdeführe-
rin nicht weiter dargelegt. Inwiefern die COVID-19-Pandemie die Beschwerdefüh-
rerin dennoch an fristwahrenden Handlungen gehindert haben soll, erklärt sie 
nicht. Sie zeigt insbesondere nicht auf, warum und inwiefern die "Corona Hinter-
gründe" sie gehindert haben sollen, eine - allenfalls in Deutschland formulierte - 
Einsprache zu verfassen bzw. fristgerecht einzureichen, zumal sie offenbar in der 
Lage war, die entsprechenden Verfügungen vom 30. März 2020 denn auch be-
reits per 1. April 2020 in Empfang zu nehmen. Damit aber rechtfertigt es sich 
nicht, den allgemeinen Hinweis auf die Pandemie als Fristwiederherstellungs-
grund zu anerkennen, zumal dieser ungewöhnlichen Situation im Zusammen-

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hang mit dem Coronavirus bereits mit der Verlängerung des Fristenstillstandes 
hinreichend Rechnung getragen wurde. Anderweitige objektive, gewichtige 
Gründe, welche eine Frist-Wiederherstellung rechtfertigen könnten, sind schliess-
lich nicht ersichtlich, noch macht die Beschwerdeführerin entsprechendes gel-
tend.

6.1 Dem Gesagten nach erweist sich die Beschwerde als unbegründet, wes-
wegen sie abzuweisen ist. Eine materielle Beurteilung des beantragten Erlasses 
der Rückforderung erübrigt sich (vgl. vorstehend Erw. 1.1 f.).

6.2 Gemäss dem bis 31. Dezember 2020 gültigen Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. 
Art. 1 Abs. 1 KVG musste das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt u.a. für die Parteien kostenlos sein. Für nach dem 1. Januar 2021 eingelei-
tete Verfahren gilt neu Art. 61 lit. fbis ATSG (vgl. Übergangsbestimmung Art. 83 
ATSG). Danach ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflich-
tig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz 
keine Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Par-
tei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Mithin 
wurde mit der ATSG-Revision 2019 die allgemeine Kostenlosigkeit gestrichen 
und es kommt bezüglich Verfahrenskosten das kantonale Recht zur Anwendung 
(Art. 61 Satz 1 ATSG; § 71 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [SRSZ 
234.110; VRP] vom 6.6.1974), soweit nicht die Kostenlosigkeit gemäss neuem 
Art. 61 lit. fbis ATSG greift (vgl. zum Ganzen VGE II 2021 4 Erw. 6.1).

Vorliegend handelt es sich nicht um eine Streitigkeit über Leistungen im Sinne 
von Art. 61 lit. fbis ATSG. Streitgegenstand sind Beiträge. Die Verfahrenskosten 
(Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 300.-- (vgl. 
§ 3 der Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kantons 
Schwyz [GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975 i.V.m. § 25 Ziff. 29 GebO [Ge-
bührenrahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- für verwaltungsgerichtliche Be-
schwerdeverfahren]) sind dem Verfahrensausgang entsprechend der unterlie-
genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 300.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 
27. Mai 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt, womit ihr 
Fr. 200.-- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten sind. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 16. Juni 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. Juni 2021