# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28d06650-eaa1-5abb-9252-b308bc55c92d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.10.2008 D-6345/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6345-2008_2008-10-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6345/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Nigeria,
B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 19. September 2008 /_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6345/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  eigenen  Angaben  zufolge  aus  C._______,  D._______, 
stammende  römisch-katholische  Beschwerdeführer  vom  Volksstamm 
der E._______ seinen Heimatstaat am 26. August 2007 von F._______ 
aus auf  dem Seeweg verliess und nach dem Verlassen des Schiffes 
über  ihm unbekannte  Länder  am 13.  September  2007  illegal  in  die 
Schweiz  gelangte,  wo  er  im  Empfangszentrum  in  G._______ 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Transitzentrum  H._______ 
vom  24.  Oktober  2007  sowie  der  direkten  Bundesanhörung  vom 
16. September  2008  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, seine Eltern seien beide gestorben, als 
er noch sehr klein gewesen sei, weshalb er in der Obhut seiner älteren 
Schwestern aufgewachsen sei,

dass er während seines ersten Sekundarschuljahres in einem katholi-
schen Internat  in I._______ durch die Einwirkung eines Pfarrers mit 
der  Homosexualität  in  Berührung  gekommen  und  in  der  Folge  von 
einem  Lehrer  in  flagranti  bei  einem  sexuellen  Kontakt  mit  einem 
Mitschüler erwischt worden sei respektive man zwei seiner Mitschüler 
dabei erwischt habe,

dass daraufhin im Rahmen einer Schulversammlung die Namen aller, 
die  wegen  homosexueller  Handlungen  verhaftet  werden  sollten,  be-
kanntgegeben worden seien,

dass er deswegen, da auch sein Name auf einer Liste gewesen sei, 
aus dem Schulinternat geflüchtet sei, zumal ihm im Falle einer Verhaf-
tung eine Gefängnisstrafe von 21 Jahren gedroht habe,

dass er noch am gleichen Tag nach F._______ gereist und von dort mit 
dem Schiff das Land verlassen habe,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 19. September 2008 - eröffnet 
am 24. September 2008 - nicht eintrat und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

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dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  vom Beschwerdeführer,  der  angebe,  keine  Ausweispapiere  be-
sessen zu haben, erwartet werden dürfe, dass er plausibel und über-
zeugend darzulegen vermöge, wie er ohne gültige Reisepapiere in die 
Schweiz habe gelangen können, 

dass seine Begründung, er habe die diversen Landesgrenzen jeweils 
in Begleitung überschritten und keine Kontrollen passiert, nicht über-
zeugend sei, zumal er nicht in der Lage sei, seinen Reiseweg adäquat 
zu beschreiben,

dass  daher  davon  auszugehen  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  der 
Asylbehörde seine Identitätspapiere bewusst vorenthalte, um den Voll-
zug einer möglichen Wegweisung zu erschweren oder gar zu verun-
möglichen,

dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  erforderlich  seien,  zu-
mal die Ausführungen des Beschwerdeführers als nicht  glaubhaft  zu 
erachten seien, da sie in den wesentlichen Punkten als zu wenig be-
gründet erachtet werden müssten und überdies Widersprüchlichkeiten 
aufweisen würden,

dass der Beschwerdeführer insbesondere bei der Schilderung des Vor-
falls, bei welchem zwei Schüler in flagranti bei sexuellen Handlungen 
erwischt worden seien, zu den dabei beteiligten Personen unterschied-
liche Angaben gemacht habe und den Widerspruch auf  Vorhalt  nicht 
habe plausibel auflösen können,

dass es als unvorstellbar erachtet  werden müsse,  dass eine katholi-
sche Internatsschule ihre eigenen minderjährigen Schüler bei der Poli-
zei homosexueller Handlungen wegen denunziere, zumal sie -  da ein 
Priester  involviert  gewesen sei  -  den Schulbetrieb damit  sofort  hätte 
einstellen müssen,

dass der Wegweisungsvollzug nach Nigeria durchführbar sei,

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dass der Beschwerdeführer mit in englischer Sprache gehaltener Ein-
gabe vom 30. September 2008 (Poststempel) gegen diesen Entscheid 
beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  bean-
tragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben und 
es sei ihm Asyl zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 6. Oktober 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]), 

dass Parteieingaben in Verfahren vor den Behörden des Bundes in ei-
ner Amtssprache - in der Regel Deutsch, Französisch oder Italienisch - 
abzufassen sind (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]  und 
Art. 33a Abs. 1 VwVG),

dass  die  Eingabe  des  Beschwerdeführers  vom 30. September  2008 
nicht in einer der erwähnten Sprachen verfasst ist, das Bundesverwal-
tungsgericht  indessen ohne präjudizierende Wirkung bereit  ist,  diese 
entgegenzunehmen,  da der in Englisch verfassten Beschwerdeeinga-
be genügend klare, sinngemässe Rechtsbegehren und deren Begrün-
dung zu entnehmen sind und ohne weiteres darüber befunden werden 
kann,

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 
f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

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dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab, 

dass er dazu geltend machte, er habe ausser einer Geburtsurkunde, 
welche  in  seiner  Kirche  geblieben  sei,  einer  Schüler-Identitätskarte, 
welche in seiner Schule geblieben sei, sowie einer Fussball-Identitäts-
karte, über deren Verbleib er nichts wisse, keinerlei andere Identitäts-
dokumente besessen (vgl. Protokoll direkte Anhörung, S. 3) respektive 
er habe nie irgendwelche Identitätspapiere besessen, auch eine Ge-
burtsurkunde  sowie  einen  Schülerausweis  habe  er  noch  nie  gehabt 
und er könne weder die Schulzeugnisse noch andere Papiere beschaf-
fen (Protokoll Transitzentrum, S. 3 f.),

dass vorab - um unnötige Wiederholungen zu vermeiden - auf die zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz bezüglich der fehlenden Reise- 
und Identitätspapiere zu verweisen ist,

dass sich der Beschwerdeführer überdies - wie oben dargelegt - zur 
Existenz von allfällig bestehenden Identitätsdokumenten widersprüch-
lich geäussert  hat  und auch nicht geglaubt werden kann, er habe in 
seinem  Heimatland  ohne  jegliche  Identitätspapiere  gelebt,  zumal  er 
zusammen mit seinen Geschwistern den elterlichen Bauernhof sowie 
dazugehörendes Land geerbt  habe und sie zusammen den Hof und 

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das  Land  bewirtschaftet  hätten  (Maisanbau),  weshalb  er  sich 
zusammen mit seinen Geschwistern schon allein im Zusammenhang 
mit  der  Feststellung  der  rechtmässigen  Erben  des  Vaters  den 
Behörden gegenüber hätte ausweisen können müssen,

dass der Beschwerdeführer auch unbegründet liess, wie er respektive 
seine Fluchthelfer eine Reise von Nigeria über diverse Länder und mit-
tels verschiedener Verkehrsmittel ohne Reisepapiere organisierten und 
durchführten, was die Unglaubhaftigkeit seiner Angaben über das Feh-
len der Identitätspapiere untermauert,

dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren 
die  Haltlosigkeit  seiner  diesbezüglichen  Angaben  ebenso  bestätigen 
wie die unrealistischen und detailarmen Angaben über die Reise in die 
Schweiz,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  unglaubhaft  qualifizierte,  zumal  sie  offensichtlich nicht  der 
Wahrheit  entsprechen,  offensichtliche  Widersprüche  aufweisen  und 
der Beschwerdeführer nicht  in der Lage war, die geltend gemachten 
Erlebnisse mit der nötigen Substanz zu schildern,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  in  keiner 
Weise Argumente vorbringt, die die von der Vorinstanz zu Recht erwo-
genen Unstimmigkeiten im Sachverhaltsvortrag in einem anderen Licht 
erscheinen lassen könnten,

dass sich der in der Beschwerdeschrift vorgebrachte Einwand, wonach 
er  sogar  in  den Medien (Radio,  Zeitung)  als  gesucht  erklärt  worden 
sei, nicht mit den Äusserungen des Beschwerdeführers anlässlich der 

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beiden Befragungen in Übereinstimmung bringen lässt - welche ihrer-
seits wiederum widersprüchlich geblieben sind -, sondern sich als eine 
dritte Version des fraglichen Sachverhaltselements darstellt,

dass  er  im Rahmen der  Erstbefragung  nämlich  angab,  er  habe aus 
den Medien (Fernsehen, Radio und Zeitung) von der Verurteilung sei-
ner zwei Schulkameraden erfahren, welche zu 21 Jahren Haft verurteilt 
worden seien (Protokoll Transitzentrum, S. 5),

dass er demgegenüber anlässlich der direkten Anhörung ausführte, er 
habe die Verurteilung seiner Kameraden durch einen Freund der Fami-
lie  erfahren,  als  er  sich  bereits  in  F._______  aufgehalten  habe,  da 
dieser der Einzige gewesen sei, mit welchem er Kontakt gehabt habe, 
und  der  Beschwerdeführer  auf  Vorhalt  denn  auch  nicht  in  der  Lage 
war,  diese  unterschiedlichen  Angaben  nachvollziehbar  zu  erklären 
(vgl. Protokoll direkte Anhörung, S. 7),

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwer-
deschrift  näher einzugehen, da sich diese weitergehend lediglich auf 
eine blosse Wiederholung des Sachverhaltes beschränkt,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass  die  Beschwerdevorbringen  in  der  Beschwerde  insgesamt  nicht 
geeignet  sind,  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Betrach-
tungsweise zu führen, 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-

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klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen der Vollzug der 
Wegweisung  nach  Nigeria  in  Beachtung  der  massgeblichen  völker- 
und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich 
sind, die dem Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat drohen würde 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges des jungen und - 
soweit den Akten entnommen werden kann - gesunden Beschwerde-
führers, der gemäss eigenen Angaben zusammen mit seinen nach wie 
vor  in  der  Heimat  weilenden  Geschwistern  einen  Bauernhof  bewirt-
schaftete, sprechen,

dass der Beschwerdeführer -  wie bereits angeführt  -  in  Nigeria über 
ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz verfügt  und es ihm sodann 
offensichtlich  problemlos  möglich  war,  in  den  Jahren  nach  dem Tod 
seiner Eltern durch die Fürsorge und mit Hilfe seiner Geschwister eine 
eigene Existenzgrundlage aufzubauen und ihm dies auch erneut zuge-
mutet werden kann, weshalb der Vollzug der Wegweisung als zumut-
bar zu erachten ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vor-
liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben,  weshalb der  Vollzug 
auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zu-
mutbar und möglich erachtet hat, weshalb die Anordnung der vorläufi-
gen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es demnach dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 

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rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (vgl. Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, zu den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Telefax)
- J._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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