# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f1b764b-ec67-5069-845b-b1461142bf0d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.04.2024 B-5883/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5883-2023_2024-04-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 02.09.2024 (4A_253/2024) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-5883/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Daniel Willisegger (Vorsitz), 

Richter Marc Steiner, Richter David Aschmann,    

Gerichtsschreiberin Fabienne Thoma-Hasler. 
 

 
 

Parteien 
 Finadoo GmbH, 

Rütiwiesstrasse 14, 8645 Jona,   

vertreten durch 

Philippe Barmann, Rechtsanwalt, 

Gutenbergstrasse 31, 3011 Bern,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  

Gegenstand 
 Markeneintragungsgesuch 04529/2022 SAMTHUS. 

 

 

 

B-5883/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am 30. März 2022 ersuchte die Beschwerdeführerin die Vorinstanz um 

Eintragung der Wortmarke SAMTHUS für die folgenden Waren: 

Klasse 20: Ankerbojen, nicht aus Metall; Schlösser und Schlüssel, nicht aus 

Metall; Tür-, Tor- und Fensterbeschläge, nicht aus Metall; Ventile, nicht aus 

Metall; Befestigungsmaterial, nicht aus Metall; Befestigungsmaterial, -verbin-

dungsteile und -halter für Kabel oder Leitungen, nicht aus Metall; Befesti-

gungsmaterial, -verbindungsteile und -halter für Rohre, nicht aus Metall; Sta-

tuen, Figuren und Kunstgegenstände aus Holz, Wachs, Gips oder Kunststoff, 

soweit in dieser Klasse enthalten; Dekorationen für Geschenkverpackungen 

aus Holz, Wachs, Gips oder Kunststoff; Festtagsdekorationen aus Holz, 

Wachs, Gips oder Kunststoff, ausgenommen Baumschmuck; Möbel; Einrich-

tungsgegenstände, nämlich Paravents; Betten, Bettzeug, Matratzen, Kissen 

und Polster; Rahmen; Spiegel [versilbertes Glas]; Innenjalousien und -rollos 

sowie Befestigungsteile für Vorhänge und Innenjalousien und -rollos; Kleider-

bügel, Kleiderständer [Möbel] und Kleiderhaken; Behälter sowie Verschlüsse 

und Halter hierfür, nicht aus Metall; Körbe, nicht aus Metall; Tonnen und Fäs-

ser, nicht aus Metall; Särge und Bestattungsurnen; Briefkästen, nicht aus Me-

tall; Behälterverschlüsse, nicht aus Metall; Kisten und Paletten, nicht aus Me-

tall; Leitern und mobile Treppen, nicht aus Metall; Beschilderung, nicht aus 

Metall; Blumenständer, Hutständer, Zeitungsständer, Kochbuchständer, Sat-

telständer, Schirmständer und Schmuckständer, nicht aus Metall; Schaufens-

ter- und Schneiderpuppen; Gartentische; Computerstehtische; Kaminschutz, 

nämlich Kaminschirme; Kissen; Blumentische [Möbel]; Bettfederung; Cam-

pingtische; Lesepulte; Briefkästen [nicht aus Metall]; Betten; Bettfedern; Bett-

gestelle aus Holz; Computermöbel; Kinderhochstühle; Bilderrahmen; Leitern 

aus Kunststoff; Lattenroste für Matratzen; Gartenmöbel aus Metall; Latten-

roste für das Bett; Campingmatratzen; Clubsessel; Betten [Möbel]; Betten mit 

Innenfedermatratzen; Babykörbe; Bettzeug [ausgenommen Bettwäsche]; 

Badschränke; Bürostühle; Bürosessel; Kindersitze; Bettgitter; Holzkisten; 

Klappbare Sofas; Briefkästen aus Kunststoff; Gartenmöbel; Matratzen; Innen-

lamellenstoren; Badezimmermöbel; Gardinenhaken; Esszimmerstühle; Leiter 

aus Holz; Bürotische; Gartenmöbel in Form von Hollywood Schaukeln; Beklei-

dungsschränke; Spiegel; Bücherregale; Kunststoffbehälter [ausgenommen 

Mülltonnen]; höhenverstellbare Tische; Lattenroste; Gehlernhilfen für Babys; 

Klappstühle; Liegen für Haustiere; Kinderzimmermöbel; Garderobenständer; 

Kissen für Haustiere; Behälter aus Holz [ausgenommen für Haushalt oder Kü-

che]; Babytüren; Babysitze; Campingbetten; Kleiderbügel; Schlüsselbretter; 

Innenjalousien; Isomatten; Laufgitter; Ledermöbel; Spiegelschränke; Spiel-

zeugkisten; Dekokissen; Katzenbetten; Gefüllte Sitzkissen; höhenverstellbare 

Sitze; Möbelstücke; Bambusmöbel; Halterung für Regale, nicht aus Metall; 

Aufbewahrungskörbe [Möbel]; Regale [Möbel]; Aufbewahrungskästen, nicht 

aus Metall. 

Klasse 21: Statuen, Figuren, Schilder und Kunstgegenstände aus Porzellan, 

Keramik, Steingut und Glas, soweit in dieser Klasse enthalten; Unverarbeitete 

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und teilweise verarbeitete Glaswaren, nicht für einen bestimmten Verwen-

dungszweck angepasst; Haushaltsreinigungsgegenstände, Bürsten und Bürs-

tenmachermaterialien; Luftbeduftungsvorrichtungen; Mülleimer; Geschirr, 

Kochgeschirr und Behälter; Gläser, Trinkgefässe; Barzubehör, nämlich Cock-

tail-Shaker; Sparbüchsen [Sparschweine]; Kosmetik- und Toilettenutensilien, 

nämlich Kosmetikpinsel und leere Kosmetikstempel, Toilettenbürsten, Toilet-

tenschwämme, Toilettennecessaires und Toilettengeräte (Körperpflege); Arti-

kel für die Zahnreinigung, nämlich Zahnseide, Zahnbürsten (manuell und 

elektrisch), Zahnstocher und Wassergeräte zur Reinigung von Zähnen und 

Zahnfleisch; Aquarien und Vivarien; Gegenstände zur Schädlings- und Unge-

zieferabwehr, nämlich Ultraschallgeräte zur Schädlingsabwehr, elektrische In-

sektenanlock- und vertilgungsgeräte, Fallen für Mäuse, Fliegenfallen, Insek-

tenfallen und Rattenfallen; Haushaltsgegenstände für die Pflege von Beklei-

dung und Schuhwaren, nämlich Kleiderspanner, Kleiderbürsten, Schuhbürs-

ten, Schuhspanner und Schuhputzgeräte (nicht elektrisch); Haushaltsgeräte, 

nämlich angepasste Halter für Papier zum Abtrocknen, Trocknen, Polieren 

und Reinigen; Behälter-Sets; Blumenkästen; Salz- und Pfeffermühlen; Mes-

serblöcke; Küchengeräte; Angepasste Etuis an Körperpflegegeräte; Gemüse-

zangen; Eimer aller Art; Aluminiumwasserflaschen, leer; Angepasste Halter für 

Hautcremes; Gemüsestampfer; Etuis für Toilettenzwecke [Toilettenneces-

saires]; Kosmetiknecessaires für Toilettenzwecke; Gartenhandschuhe; Knob-

lauchpressen [Küchengeräte]; Abfallbehälter für Haushaltszwecke, nicht aus 

Metall; Etuis für kosmetische Geräte; Messerbretter; Babytöpfchen; Becher; 

Angepasste Deckel für Müllcontainer; Korkenzieher; Duftlampen; Aquariende-

korationsartikel; Körbe für den Haushalt; Babybadewannen; Wasserflaschen; 

Angepasste Halter für Haarfestiger; Gemüseschüsseln; Abschminkgeräte; 

Haushaltsbürsten; Eisbehälter; Löchersiebe für den Haushalt; Brotkästen; 

Korbflaschen; Fellbürsten für Tiere; Fensterabzieher mit Schwamm; Abfall-

körbe aus Metall; Backformen [kein Spielzeug]; Backbleche; Haushalts- oder 

Küchenutensilien; Essig- und Ölkännchen; Essig- und Ölständer aus Edelme-

tall; Essig- und Ölständer; Geschirr; Backgeschirr; Geschirrspülbürsten; Kü-

chengeschirr; Geschirrhalterungen; Kochgeschirr; Geschirr [Haushaltsartikel]; 

Abtropfständer; Abtropfschalen; Geräte für Haushalt und Küche; Küchenge-

fässe; Kochpfannen; Topfreiniger für Kochtöpfe; Topflappen; Kochtopfdeckel; 

Biologisch abbaubare Teller; Biologisch abbaubare Schüsseln; Biobasierte 

Flaschen; Biologisch abbaubare Tabletts für den Haushalt; Biologisch abbau-

bare Tassen auf Zellstoffbasis; Biologisch abbaubare Papierschüsseln auf 

Zellstoffbasis; Biologisch abbaubare Tassen; Biologisch abbaubare Flaschen; 

Biologisch abbaubare Teller auf Zellstoffbasis; Biologisch abbaubare Tabletts; 

Aufbewahrungskrüge für den Haushalt; Isolierflaschen zur Aufbewahrung von 

Nahrungsmitteln; Isolierflaschen zur Aufbewahrung von Getränken; Aufbe-

wahrungsgefässe aus Glas; Gefässe für Haushaltszwecke; Glaswaren für den 

Haushalt; Geräte für den Haushalt; Getränkebehälter für Haushalt und Küche; 

Behälter für den Haushalt; Behälter für Getränke [Haushalt und Küche]; Ge-

fässe für Haushalt oder Küche; Glaskrüge für den Haushalt; Behälter für Haus-

haltsabfälle; Behälter für Haushalt und Küche; Isoliergefässe für Nahrungsmit-

tel; Isoliertaschen für Nahrungsmittel und Getränke; Doppelwandige Isolierbe-

hälter für Nahrungsmittel; Aluminiumbehälter für Lebensmittel; Handbetätigte 

Lebensmittelzerkleinerer; Badebürsten; Badeschwämme; Glashalter für das 

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Bad; Toilettenpapierrollenspender; Toilettenpapierhalterungen; Toilettenpa-

pierhalter; Flaschenhalterungen. 

Klasse 24: Stoffe; Textilwaren und Textilersatzstoffe; Möbelüberzüge; Gardi-

nen und Vorhänge; Etiketten aus textilem Material; Wandbehänge; Haushalts-

wäsche; Küchenwäsche und Tischwäsche; Bettwäsche und Decken; Badwä-

sche; Filtermaterialien aus Textilien; Steppdecken; Gewichtsdecken; Tages-

decken für Betten; Matratzenüberzüge; Reisedecken; Kopfkissenbezüge; 

Schlafsackinletts; Kissenbezüge; textile Unterlagen zum Wechseln von Baby-

windeln; Möbelstoffe; Wollstoffe; Kunstseidenstoffe; Seidenstoffe; Wandbe-

kleidung aus textilem Material; Badetücher; Karaffenuntersetzer [Tischwä-

sche]; Filz; Steppdeckenbezüge; Schutzüberzüge für Matratzen und Möbel; 

Federbettdecken; Moskitonetze; Bettdecken; Baumwolldecken; Schlafsäcke; 

Wolldecken; Babydecken; Kinderdecken; Bettüberwurfdecken; Kinderbettla-

ken. 

A.b Die Vorinstanz beanstandete das Gesuch mit Schreiben vom 12. Sep-

tember 2022 wegen des Vorliegens absoluter Schutzausschlussgründe 

teilweise. 

A.c Mit Stellungnahme vom 14. November 2022 verzichtete die Beschwer-

deführerin auf den geltend gemachten Prioritätsanspruch und reichte ein 

bereinigtes Warenverzeichnis ein. 

A.d Im weiteren vorinstanzlichen Schriftenwechsel im Zeitraum vom 2. De-

zember 2022 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung insistierte jede 

Seite auf ihrem Standpunkt. 

B.  

Mit Verfügung vom 29. September 2023 verweigerte die Vorinstanz dem 

Markeneintragungsgesuch den Schutz für die folgenden Waren: 

Klasse 20: Möbel, Einrichtungsgegenstände, nämlich Paravents; Betten, Bett-

zeug, Matratzen, Kissen und Polster; Rahmen; Spiegel [versilbertes Glas]; In-

nenjalousien und -rollos; Kleiderbügel; Särge; Schneiderpuppen; Kissen; Bet-

ten; Bilderrahmen; Campingmatratzen; Clubsessel; Betten [Möbel]; Betten mit 

Innenfedermatratzen; Bettzeug [ausgenommen Bettwäsche]; Bürostühle; Bü-

rosessel; Kindersitze; Klappbare Sofas; Matratzen; Esszimmerstühle; Spiegel; 

Liegen für Haustiere; Kinderzimmermöbel; Kissen für Haustiere; Babysitze; 

Campingbetten; Kleiderbügel; Schlüsselbretter; Innenjalousien; Isomatten; 

Dekokissen; Katzenbetten; gefüllte Sitzkissen; höhenverstellbare Sitze; Mö-

belstücke; Aufbewahrungskästen, nicht aus Metall. 

Klasse 21: Bürsten; Toilettennecessaires; Kleiderbürsten; angepasste Etuis 

an Körperpflegegeräte; Etuis für Toilettenzwecke [Toilettennecessaires]; Kos-

metiknecessaires für Toilettenzwecke; Etuis für kosmetische Geräte; Haus-

haltsbürsten. 

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Klasse 24: Stoffe; Textilwaren und Textilersatzstoffe; Möbelüberzüge; Gardi-

nen und Vorhänge; Etiketten aus textilem Material; Wandbehänge; Haushalts-

wäsche; Küchenwäsche und Tischwäsche; Bettwäsche und Decken; Badwä-

sche; Filtermaterialien aus Textilien; Steppdecken; Gewichtsdecken; Tages-

decken für Betten; Matratzenüberzüge; Reisedecken; Kopfkissenbezüge; 

Schlafsackinletts; Kissenbezüge; textile Unterlagen zum Wechseln von Baby-

windeln; Möbelstoffe; Wollstoffe; Kunstseidenstoffe; Seidenstoffe; Wandbe-

kleidung aus textilem Material; Badetücher; Karaffenuntersetzer [Tischwä-

sche]; Filz; Steppdeckenbezüge; Schutzüberzüge für Matratzen und Möbel; 

Federbettdecken; Bettdecken; Baumwolldecken; Schlafsäcke; Wolldecken; 

Babydecken; Kinderdecken; Bettüberwurfdecken; Kinderbettlaken. 

Für die übrigen beanspruchten Waren gewährte die Vorinstanz den Mar-

kenschutz. 

C.  

Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

27. Oktober 2023 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und bean-

tragte, die Verfügung vom 29. September 2023 sei aufzuheben und die 

Vorinstanz sei anzuweisen, die schweizerische Markenanmeldung 

Nr. 04529/2022 SAMTHUS für sämtliche beanspruchten Waren ins Mar-

kenregister einzutragen. 

Gleichentags reichte die Beschwerdeführerin einen Auszug aus dem Re-

gister des Deutschen Patent- und Markenamts zu den Akten. 

D.  

In ihrer Vernehmlassung vom 29. Januar 2024 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. e VGG). Die Beschwerdefüh-

rerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legi-

timiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG), hat den einverlangten Kostenvorschuss be-

zahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die Beschwerde frist- und formgerecht ein-

gereicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

  

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2.  

2.1 Zeichen, die Gemeingut sind, sind vom Markenschutz ausgeschlossen, 

sofern sie sich nicht als Marke für bestimmte Waren oder Dienstleistungen 

durchgesetzt haben (Art. 2 Bst. a MSchG). Als Gemeingut gelten Zeichen, 

die entweder für den Wirtschaftsverkehr freizuhalten sind oder welchen die 

für die Individualisierung der Waren oder Dienstleistungen des Markenin-

habers erforderliche Unterscheidungskraft fehlt (BGE 143 III 127 E. 3.3.2 

"Rote Schuhsohle"; 139 III 176 E. 2 "You"; Urteile des BVGer B-5286/2018 

vom 21. April 2020 E. 3.1 "Hybritec"; B-684/2016 vom 13. Dezember 2018 

E. 2.1 "Postauto").  

2.2 Sachbezeichnungen und beschreibenden Zeichen fehlt jede Unter-

scheidungskraft. Sie erschöpfen sich semantisch in einem direkten Bezug 

zum gekennzeichneten Gegenstand und werden von den massgeblichen 

Verkehrskreisen darum unmittelbar und ausschliesslich als Aussage über 

ein Merkmal der gekennzeichneten Waren und Dienstleistungen verstan-

den. Hierzu zählen namentlich Wörter, die vom Verkehr ausschliesslich als 

Hinweis auf die Art, Zusammensetzung, Qualität, Quantität, Bestimmung, 

Verwendungszweck, Wert, Wirkungsweise, Inhalt, Form, Verpackung oder 

Ausstattung der beanspruchten Ware oder Dienstleistung verstanden wer-

den (BGE 128 III 447 E. 1.5 "Première"; MATTHIAS STÄDELI/SIMONE 

BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: Basler Kommentar, Markenschutzgesetz, 

3. Aufl. 2017, Art. 2 N. 84). 

2.3 Nur weil ein Zeichen Gedankenassoziationen weckt oder Anspielungen 

enthält, die entfernt auf die Waren oder Dienstleistungen hindeuten, gehört 

es nicht zum Gemeingut. Der beschreibende Charakter des Zeichens muss 

vielmehr einem erheblichen Teil der Adressatinnen und Adressaten ohne 

besondere Denkarbeit oder besonderen Aufwand an Fantasie erkennbar 

sein (BGE 128 III 447 E. 1.5 "Première"; 127 III 160 E. 2.b/aa "Securitas"; 

Urteile des BVGer B-600/2018 vom 14. Januar 2019 E. 2.3 "hype. [fig.]"; 

B-4697/2014 vom 16. Dezember 2016 E. 4.2 "Apotheken Cockpit"). 

2.4 Auszugehen ist (1.) vom begrifflichen Sinngehalt jedes Bestandteils, 

um zu ermitteln, inwieweit er den massgeblichen Verkehrskreisen unab-

hängig von den eingetragenen Waren und Dienstleistungen geläufig ist. In 

der Folge ist (2.) der kontextuelle Sinngehalt aufgrund des Wissens, Ver-

stehens und Erwartens der Verkehrskreise im Verwendungszusammen-

hang nach dem Waren- und Dienstleistungsverzeichnis der Marke festzu-

stellen. Lediglich ausnahmsweise ist zu prüfen, ob der Markengebrauch 

das Sprachverständnis der Bevölkerung beeinflusst und damit (3.) einen 

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Sprachwandel bewirkt hat (Urteil des BVGer B-4839/2022 vom 5. Okto-

ber 2023 E. 3.4 "Face ID"). 

2.5 Bei Wortverbindungen oder aus mehreren Einzelwörtern zusammen-

gesetzten Zeichen ist zunächst der Sinn der einzelnen Bestandteile zu er-

mitteln und dann zu prüfen, ob sich aus ihrer Verbindung im Gesamtein-

druck ein die Ware oder die Dienstleistung beschreibender, unmittelbar 

verständlicher Sinn ergibt (Urteile des BVGer B-6390/2020 vom 4. Oktober 

2022 E. 2.8 "Al Brain"; B-2791/2016 vom 16. April 2018, auszugsweise pu-

bliziert als BVGE 2018 IV/3, E. 3.2 "WingTsun"). Eine mögliche Mehrdeu-

tigkeit eines Zeichens kann sich auf einen eindeutigen Sinn mit beschrei-

bendem Charakter reduzieren, sobald dieses mit einer bestimmten Ware 

oder Dienstleistung in Relation tritt (Urteil des BGer 4A.2004 vom 25. No-

vember 2004 E. 3.3 "Firemaster"; Urteil des BVGer B-4112/2020 vom 

27. Oktober 2021 E. 3.4 "Hospital Halbprivat"). Wenn sich das Zeichen 

ohne Weiteres in zwei oder mehrere verständliche Wortteile zerlegen lässt, 

stellt die Segmentierung an sich keinen speziellen Gedankenaufwand dar, 

der der Qualifikation als beschreibendes Zeichen entgegenstehen würde 

(Urteile des BVGer B-4051/2018 vom 13. Januar 2020 E. 3.2 "Digiline"; 

B-5296/2012 vom 30. Oktober 2013 E. 4.3.1 "toppharm Apotheken [fig.]").  

2.6 Die Markenprüfung erfolgt in Bezug auf alle vier Landessprachen, wo-

bei jeder Sprache derselbe Stellenwert zukommt. Die Eintragung ist zu ver-

weigern, wenn die Marke auch nur aus Sicht einer der Landessprachen 

schutzunfähig ist (BGE 131 III 495 E. 5 "Felsenkeller"; Urteil des BGer 

4A_178/2023 vom 8. August 2023 E. 3.2 "Truedepth"). Englischsprachige 

Ausdrücke werden bei der schweizerischen Markenprüfung ebenfalls be-

rücksichtigt, sofern sie für einen erheblichen Teil der massgeblichen Ver-

kehrskreise verständlich sind (BGE 129 III 225 E. 5.1 "Masterpiece"; Urteil 

des BVGer B-3745/2020 vom 3. August 2021 E. 3.5 "Stellar").  

2.7 Grenzfälle zum Gemeingut, die an sich schutzfähig sind, sind einzutra-

gen und die endgültige Entscheidung dem Zivilgericht zu überlassen (BGE 

130 III 328 E. 3.2 "SwatchUhrband"; 129 III 225 E. 5.3 "Masterpiece"; Urteil 

4A_178/2023 E. 7 "Truedepth"). 

3.  

Vorliegend hat die Vorinstanz die Eintragung des Zeichens SAMTHUS für 

einen Teil der beanspruchten Waren in den Klassen 20, 21 und 24 zuge-

lassen (vgl. Verfügung vom 29. September 2023). Strittig ist die Eintragung 

des Zeichens für die nachfolgend aufgeführten Waren: 

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Klasse 20: Möbel, Einrichtungsgegenstände, nämlich Paravents; Betten, Bett-

zeug, Matratzen, Kissen und Polster; Rahmen; Spiegel [versilbertes Glas]; In-

nenjalousien und -rollos; Kleiderbügel; Särge; Schneiderpuppen; Kissen; Bet-

ten; Bilderrahmen; Campingmatratzen; Clubsessel; Betten [Möbel]; Betten mit 

Innenfedermatratzen; Bettzeug [ausgenommen Bettwäsche]; Bürostühle; Bü-

rosessel; Kindersitze; Klappbare Sofas; Matratzen; Esszimmerstühle; Spiegel; 

Liegen für Haustiere; Kinderzimmermöbel; Kissen für Haustiere; Babysitze; 

Campingbetten; Kleiderbügel; Schlüsselbretter; Innenjalousien; Isomatten; 

Dekokissen; Katzenbetten; gefüllte Sitzkissen; höhenverstellbare Sitze; Mö-

belstücke; Aufbewahrungskästen, nicht aus Metall. 

Klasse 21: Bürsten; Toilettennecessaires; Kleiderbürsten; angepasste Etuis 

an Körperpflegegeräte; Etuis für Toilettenzwecke [Toilettennecessaires]; Kos-

metiknecessaires für Toilettenzwecke; Etuis für kosmetische Geräte; Haus-

haltsbürsten. 

Klasse 24: Stoffe; Textilwaren und Textilersatzstoffe; Möbelüberzüge; Gardi-

nen und Vorhänge; Etiketten aus textilem Material; Wandbehänge; Haushalts-

wäsche; Küchenwäsche und Tischwäsche; Bettwäsche und Decken; Badwä-

sche; Filtermaterialien aus Textilien; Steppdecken; Gewichtsdecken; Tages-

decken für Betten; Matratzenüberzüge; Reisedecken; Kopfkissenbezüge; 

Schlafsackinletts; Kissenbezüge; textile Unterlagen zum Wechseln von Baby-

windeln; Möbelstoffe; Wollstoffe; Kunstseidenstoffe; Seidenstoffe; Wandbe-

kleidung aus textilem Material; Badetücher; Karaffenuntersetzer [Tischwä-

sche]; Filz; Steppdeckenbezüge; Schutzüberzüge für Matratzen und Möbel; 

Federbettdecken; Bettdecken; Baumwolldecken; Schlafsäcke; Wolldecken; 

Babydecken; Kinderdecken; Bettüberwurfdecken; Kinderbettlaken. 

4.  

4.1 Zunächst sind die massgeblichen Verkehrskreise zu bestimmen. Zwi-

schen den Parteien ist grundsätzlich unstrittig, dass sowohl Durchschnitts-

konsumenten als auch Fachkreise potentielle Abnehmer der beanspruch-

ten Waren sind. Die Beschwerdeführerin stellt sich allerdings auf den 

Standpunkt, dass vorliegend nur die Endverbraucher massgebend seien, 

da diese die grösste Marktgruppe mit den geringsten Marktkenntnissen 

darstellen würden. Zudem sei vornehmlich auf das Sprachverständnis von 

Endverbrauchern mit schweizerdeutscher Muttersprache abzustellen, da 

der Wortbestandteil "Hus" eine schweizerdeutsche Dialektvariante des 

Worts "Haus" darstelle. Die Vorinstanz entgegnet, dass nebst den Endab-

nehmern die Fachkreise und Zwischenhändler gleichermassen als rele-

vante Abnehmerkreise zu berücksichtigen seien. Zudem komme jeder 

Sprache derselbe Stellenwert zu, sodass ein Zeichen bereits dann zurück-

zuweisen sei, wenn ein Schutzausschlussgrund nur aus Sicht eines der 

betroffenen Verkehrskreise gegeben sei. 

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Seite 9 

4.2 Die massgeblichen Verkehrskreise der Marke sind vorab anhand der 

tatsächlichen Abnehmergruppen der Endabnehmer, Fachkreise und des 

Zwischenhandels zu bestimmen, ohne die Abgrenzung relevanter Sprach- 

und Fachkenntnisse vorwegzunehmen (Urteil des BVGer B-4493/2022 

vom 26. Juli 2023 E. 4.3.1 "[Apfel] [fig.]"). Für die Annahme von Gemeingut 

genügt es, dass nur ein bestimmter Kreis der Adressaten, z.B. der Kreis 

der Fachleute, das Zeichen als beschreibend erachtet (Urteil des BGer 

4A_65/2022 vom 6. Mai 2022 E. 4.3 "Factfulness"; BVGE 2013/41 E. 3.2 

"Die Post"; Urteil B-684/2016 E. 2.5 "Postauto"). Als Registerrecht ist die 

Marke immaterialgüterrechtlich zu verstehen, d.h. Schutzvoraussetzungen 

und Schutzbereich eines Kennzeichens sind objektiv zu ermitteln und dür-

fen nicht von Marketingentscheiden abhängen (Urteil des BVGer 

B-2461/2020 vom 12. Mai 2023 E. 4.3.1 "Schweizerische Ärztezeitung"). 

4.3 Die vorliegend beanspruchten Waren bestehen aus Möbeln, Einrich-

tungsgegenständen, Spiegeln, Rahmen, Etuis für Haushalt und Küche, 

Bürsten, Textilwaren, Bettwaren und Decken. Diese Produkte werden ei-

nerseits von (erwachsenen) Durchschnittsverbrauchern und andererseits 

von Fachkreisen wie Textilhändlern, Inneneinrichtungsgeschäften, Einkäu-

fern in Warenhäusern sowie Fachpersonen aus dem Hotelleriebereich 

nachgefragt. Sämtliche dieser potenziellen Abnehmer bilden die massge-

blichen Verkehrskreise. Soweit die konkrete Unterscheidungskraft des Zei-

chens geprüft wird, ist bei der Beurteilung der Schutzfähigkeit der Marke 

auf deren Sichtweise abzustellen. Die von der Beschwerdeführerin ange-

führte Einschränkung auf Endverbraucher mit schweizerdeutscher Mutter-

sprache ist nicht zu berücksichtigen, da die massgebenden Verkehrskreise 

objektiv zu bestimmen sind. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz hat dem Zeichen die Eintragung für die beanspruchten 

Waren mit der Begründung verweigert, die Abnehmer würden unter SAMT-

HUS ein Geschäft respektive einen Anbieter insbesondere für Samtstoffe 

und Waren aus Samt verstehen. SAMTHUS bezeichne sowohl den Ver-

kaufsort als auch den Anbieter der beanspruchten Waren und habe damit 

einen direkt beschreibenden Sinngehalt in Bezug auf die strittigen Waren. 

5.2 Demgegenüber vertritt die Beschwerdeführerin die Ansicht, das Zei-

chen sei unterscheidungskräftig. Es setze sich aus einem Rohstoff (Samt) 

und dem Wort "Haus" (für "Hus" aus dem Schweizerdeutschen) zusam-

men. Aufgrund der allgemeinen Sprachregeln stehe insbesondere im Zu-

sammenhang mit den beanspruchten Waren die Bedeutung "Haus aus 

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Seite 10 

Samt" und somit die Beschaffenheit des Hauses (wie bei "Steinhaus" oder 

"Holzhaus") im Vordergrund. Bereits aus physikalischen Gründen gebe es 

keine "Samthäuser" oder Häuser aus Samt, weshalb es sich bei SAMT-

HUS um einen Fantasiebegriff handle, der im Zusammenhang mit den strit-

tigen Waren unterscheidungskräftig sei. Entgegen der Ansicht der Vor-

instanz erkenne der Endverbraucher im Wort SAMTHUS weder eine Firma 

respektive einen Anbieter noch den Verkaufsort. In der Deutschschweiz 

werde das Wort "Haus" im allgemeinen Sprachgebrauch denn auch selten 

für die Bezeichnung einer Firma beziehungsweise eines Unternehmens 

verwendet. Zudem seien die von der Vorinstanz vorgebrachten Beispiele 

aus dem Internet (< www.teppichhaus.ch > und < https://stoffhuus.ch/ >) 

mit der vorliegenden Angelegenheit nicht vergleichbar, da sie – die Be-

schwerdeführerin – gerade nicht Samt beanspruche, sondern unter ande-

rem Betten, Matratzen, Etuis, Bürsten, Möbelbezüge und Vorhänge. 

6.  

6.1 Ausgangspunkt der Prüfung ist die Ermittlung des begrifflichen Sinnge-

halts des Zeichens. Hierfür ist die lexikalische Bedeutung der im Zeichen 

verwendeten Worte und Buchstaben zu analysieren. 

6.2 Das Zeichen SAMTHUS ist weder Bestandteil des deutschen, franzö-

sischen, italienischen noch des englischen Wortschatzes. Der Verkehrs-

teilnehmer wird daher versucht sein, das Zeichen gedanklich in allfällige 

inhaltlich sinngebende Bestandteile zu zergliedern (Urteile des BVGer 

B-2628/2022 vom 13. September 2023 E. 5.1 "Novafoil"; B-3555/2019 vom 

24. Oktober 2019 E. 5.1 "Novaprime"). Das Wort "Samt" wird vorliegend 

sofort erkannt, weshalb sich eine gedankliche Aufteilung in "Samt" und 

"Hus" für die Verkehrskreise ohne weiteres aufdrängt. Eine andere Auftei-

lung würde keinen Sinn ergeben (vgl. Urteil des BVGer B-4137/2021 vom 

1. Februar 2023 E. 6.1 "Truedepth"). 

6.2.1 In der deutschen Sprache steht das Wort "Samt" für ein " feines Ge-

webe, meist aus Baumwolle, mit seidig-weicher, wie Pelz beschaffener 

Oberfläche von kurzem Flor" (< www.duden.de > Samt, abgerufen am 

25.03.2024). Während früher für die Herstellung von Samt echte Seide ver-

wendet wurde, werden heutzutage im Sinne einer günstigen Produktion 

Baumwolle und Synthetik-Fasern benutzt (< https://www.lusini.com/de-

ch/m/textil-guide-samt/ >, abgerufen am 25.03.2024). 

6.2.2 Das Wort "Hus" existiert weder im deutschen, französischen, italieni-

schen noch im englischen Wortschatz. Allerdings gehört das Wort "Hus" 

https://www.duden.de/rechtschreibung/Flor_Gewebe#Bedeutung-2

B-5883/2023 

Seite 11 

oder "Huus" zum schweizerdeutschen Grundwortschatz, wo es ein Haus 

bezeichnet (< https://de.glosbe.com/ > Haus, abgerufen am 25.03.2024). 

Darüber hinaus dient "HUS" im Deutschen und Englischen als Abkürzung 

für das hämolytisch-urämische Syndrom (HU-Syndrom), eine akute, fulmi-

nant verlaufende Krankheit, die durch Thrombozytopenie, mikroangiopa-

thische hämolytische Anämie und eine akute Nierenschädigung gekenn-

zeichnet ist (< https://www.msdmanuals.com/de/profi > HUS, abgerufen 

am 25.03.2024). Letzteres dürfte den vorliegend ausgewiesenen Verkehrs-

kreisen allerdings nicht bekannt sein und ist somit gegenständlich nicht von 

Relevanz. 

6.2.3 Die massgeblichen Verkehrskreise verstehen das strittige Zeichen 

somit im Sinne von "Samthaus", "Haus aus Samt", "Haus des Samtes" oder 

"Haus für Samt". 

6.3 In einem nächsten Schritt ist der kontextuelle Sinngehalt des Zeichens 

zu ermitteln. Vorliegend ist zu prüfen, ob das Zeichen SAMTHUS in Zu-

sammenhang mit den beanspruchten Waren der Klasse 20, 21 und 24 un-

terscheidungskräftig ist. 

6.3.1 In Klasse 20 beansprucht die Beschwerdeführerin ihr Zeichen für den 

allgemeinen Oberbegriff "Möbel" und "Möbelstücke". Darüber hinaus führt 

sie diverse spezifische Möbelstücke detailliert auf: Paravents, Betten, 

Clubsessel, Betten mit Innenfedermatratzen, Bürostühle, Bürosessel, 

klappbare Sofas, Esszimmerstühle, Kinder- und Babysitze, Kinderzimmer-

möbel, Campingbetten, gefüllte Sitzkissen, höhenverstellbare Sitze sowie 

Aufbewahrungskästen. Möbelstücke und Wohnaccessoires aus Samt oder 

mit Samtapplikationen liegen seit einigen Jahren im Trend 

(< https://www.livingathome.de/wohnen-selbermachen/einrichten/16133-

rtkl-samt-moebel-accessoires-aus-dem-trendmaterial >, abgerufen am 

25.03.2024; < https://www.polstereibedarf-online.de/blog/wissenswer-

tes/herstellung-samt-stoffe >, abgerufen am 25.03.2024). Deshalb ergibt 

sich im Zusammenhang mit dem strittigen Zeichen SAMTHUS ein direkt 

beschreibender Sinngehalt. Dasselbe gilt für Artikel wie Kissen und Matrat-

zen/Matten und Haustierbetten, für welche die Beschwerdeführerin ihr Zei-

chen ebenfalls verwenden möchte. Es ist üblich, diese Produkte in Sam-

toptik herzustellen (< https://www.westwing.ch/kissen/~samt/ >, abgerufen 

am 25.03.2024; < https://www.bettyshome.com/de/products/velvet-

mattress-blue >, abgerufen am 25.03.2024; < https://www.west-

wing.ch/samt-haustierbett-fldo-154964.html >, abgerufen am 25.03.2024). 

B-5883/2023 

Seite 12 

Der direkt beschreibende Sinngehalt ist auch für die restlichen bean-

spruchten Waren zu bejahen, zumal auch diese üblicherweise mit Samt-

applikationen oder zumindest in Samtoptik hergestellt und den  

massgeblichen Verkehrskreisen somit in dieser Erscheinungsform bekannt 

sein dürften: (Bilder-)Rahmen (< https://www.allesrahmen.ch/1-7-mm-

Samt-Passepartout-als-Massanfertigung-Purpurrot-1005000.html >, abge-

rufen am 25.03.2024), Spiegel (< https://www.beliani.ch/stehspiegel-samt-

50-x-150-cm-rosa-lautrec.html > abgerufen am 25.03.2024), Kleiderbügel 

(< https://www.migros.ch/de/product/702844700000 >, abgerufen am 

25.03.2024), Innenausfütterung von Särgen (< https://everlife.ch/de/ver-

offentlichung/wie-viel-kostet-ein-sarg/ >, abgerufen am 25.03.2024), 

Schneiderpuppen (https://www.swisshandel24.ch/haus/schneiderpuppen 

/schneiderpuppe-schaufensterpuppe-torso-weiblich-schaumstoff-samt-

grau/a-52367 >, abgerufen am 25.03.2024). Innenjalousien und Schlüssel-

bretter sind zwar nicht typischerweise aus Samt, aber können durchaus 

einen textilen und damit samtartigen Bezug oder zumindest eine solche 

Komponente aufweisen. 

6.3.2 In Klasse 21 möchte die Beschwerdeführerin ihr Zeichen für (Haus-

halts-)Bürsten sowie Necessaires und Etuis eintragen lassen. Wie die Vor-

instanz zu Recht ausführt, verbinden potentielle Abnehmer dieser Waren 

das Zeichen SAMTHUS mit einem Anbieter für Samtstoffe oder Waren aus 

Samt. Im Übrigen können sämtliche der beanspruchten Waren in 

Klasse 21 entweder aus Samt angefertigt sein (< https://www.kaisers-

reich.ch/shop/necessaire/necessaire-samt-m/ >, abgerufen am 25.03.2024; 

< https://www.tiger.swiss/products/schminktaschli-tigerstoff >, abgerufen 

am 25.03.2024) oder für die Pflege von Samtprodukten verwendet werden 

(< https://www.mutoni.ch/samtbuerste/ >, abgerufen am 25.03.2024). 

Folglich ist das Zeichen SAMTHUS in Verbindung mit den beanspruchten 

Waren der Klasse 21 nicht unterscheidungskräftig. 

6.3.3 In Klasse 24 beansprucht die Beschwerdeführerin ihr Zeichen für di-

verse Stoff- und Textilwaren im Bereich Bettwaren und Haushaltswäsche 

(vgl. Sachverhalt A.a). Aufgrund der Tatsache, dass Samt als Stoff respek-

tive als Textilie bekannt ist und unter Bezugnahme auf die obigen Ausfüh-

rungen (vgl. E. 6.3.1 und E. 6.3.2) ist es geradezu augenscheinlich, dass 

das Zeichen SAMTHUS einen direkten Bezug zum gekennzeichneten Ge-

genstand hat und somit beschreibend ist. 

B-5883/2023 

Seite 13 

6.4 Zusammenfassend wird das Zeichen SAMTHUS von den massgebli-

chen Verkehrskreisen ohne Gedankenaufwand als Hinweis auf die Er-

scheinungsform der strittigen Waren verstanden. Zugleich wird SAMTHUS 

unmittelbar als "Samtwarenhaus" im Sinne eines Anbieters für Samtwaren 

aufgefasst und die strittigen Waren gehören zum Kernsortiment eines sol-

chen Unternehmens. Daran ändert auch die Tatsache, dass es sich bei 

SAMTHUS um einen Fantasiebegriff handelt, nichts. Im Zusammenhang 

mit den beanspruchten Waren ist das Zeichen deshalb dem Gemeingut 

nach Art. 2 Bst. a MSchG zuzurechnen und kann folglich nicht zum Mar-

kenschutz zugelassen werden. 

7.  

7.1 Die Beschwerdeführerin beruft sich im Weiteren auf den Grundsatz der 

Gleichbehandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) und stützt sich dabei auf folgende Ein-

tragungen: 

• CH Nr. 503956 "Das Futterhaus" 

• CH Nr. 514044 "werkhaus" 

• CH Nr. 524946 "Creativ Haus" 

• CH Nr. 539273 "ideenhaus" 

• CH Nr. 579467 "SCHLAFHAUS" 

• CH Nr. 588998 "Wald-Haus" 

• CH Nr. 598173 "Strudelhaus" 

• CH Nr. 645720 "Architekthaus" 

• CH Nr. 647339 "HAUS DER KOMMUNIKATION" 

• CH Nr. 650859 "NATURHAUS" 

• CH Nr. 664345 "Genusshaus" 

• CH Nr. 677204 "Haus Maria Theresia" 

• CH Nr. 677860 "Das Haus für Häuser" 

• CH Nr. 679324 "Rhone Haus“ 

• CH Nr. 687817 "Haus der Vielfalten" 

• CH Nr. 786010 "Das Ich Haus“ 

• CH Nr. 789917 "HAUS NEUN" 

• CH Nr. 789922 "HAUS 9" 

• CH Nr. 790239 "Das Haus der Werte" 

• CH Nr. 794919 "Haus der vier Jahreszeiten" 

7.2 Wie oben festgestellt, wurde das Zeichen SAMTHUS zu Recht dem 

Gemeingut zugeordnet, sodass mit der vorliegenden Rüge nur noch die 

Gleichbehandlung im Unrecht verlangt werden kann. Der Anspruch auf 

B-5883/2023 

Seite 14 

Gleichbehandlung im Unrecht wird gemäss Rechtsprechung des Bundes-

gerichts und des Bundesverwaltungsgerichts ausnahmsweise anerkannt, 

wenn eine ständige gesetzeswidrige Praxis einer rechtsanwendenden Be-

hörde vorliegt und diese Behörde zu erkennen gibt, nicht zu gedenken, 

künftig von dieser Praxis abzuweichen (Urteil des BGer 4A_250/2009 vom 

10. September 2009 E. 4 "Unox" [fig.]"; Urteile des BVGer B-4839/2022 

E. 6 "Face ID"; B-1892/2020 vom 22. September 2020 E. 6.2 "NeoGear"; 

B-4051/2018 E. 7.3 "Digiline"; B-1165/2012 vom 5. Februar 2014 E. 8.1 

"Mischgeräte [3D]). Das Gleichbehandlungsgebot wird im Markenrecht zu-

rückhaltend angewendet, da die Eintragungspraxis naturgemäss kasuis-

tisch ist (Urteil B-4112/2020 E. 8 "Hospital Halbprivat "). Die Marken müs-

sen hinsichtlich Zeichenkomposition und beanspruchter Waren vergleich-

bar sein, wobei bereits minimale Unterschiede ins Gewicht fallen können 

(Urteile des BGer 4A_261/2010 vom 5. Oktober 2010 E. 5.1. "V"; 

4A.5/2004 E. 4.3 "Firemaster"; BVGE 2016/21 E. 6.3 "Goldbären"; Urteil 

B-4112/2020 "Hospital Halbprivat"). 

7.3 Die oben (E. 7.1) aufgeführten Marken "Das Futterhaus" (hinterlegt am 

16. April 2002), "werkhaus" (hinterlegt am 10. Juli 2003), "Creativ Haus" 

(hinterlegt am 16. März 2004), "ideenhaus" (hinterlegt am 24. August 

2004), "SCHLAFHAUS" (hinterlegt am 18. März 2008), "Wald-Haus" (hin-

terlegt am 18. Dezember 2008), "Strudelhaus" (hinterlegt am 23. Juli 

2008), "Architekthaus" (hinterlegt am 11. Februar 2013), ("HAUS DER 

KOMMUNIKATION" (hinterlegt am 10. November 2011), "NATURHAUS" 

(hinterlegt am 25. Oktober 2013) und "Genusshaus" (hinterlegt am 15. Mai 

2014) stellen sehr alte Entscheide dar. Eintragungen, welche mehr als 

8 Jahre zurückliegen, sind in der Regel nicht mehr repräsentativ für eine 

bestehende Praxis der Vorinstanz (BVGE 2016/21 E. 6.6 "Goldbären"). 

Wie die Vorinstanz zudem korrekt ausführt, führt allein der Umstand, dass 

diese Zeichen den Aufbau "Sachbezeichnung + Haus" aufweisen, nicht zur 

Bejahung der Unterscheidungskraft. Die Marken "Haus Maria Theresia" 

(hinterlegt am 27. März 2015), "Das Haus für Häuser" (hinterlegt am 8. Juni 

2015), "Rhone Haus“ (hinterlegt am 8. Juli 2015), "Haus der Vielfalten" 

(hinterlegt am 6. Juli 2015), "Das Ich Haus“ (hinterlegt am 29. April 2022), 

"HAUS NEUN" (hinterlegt am 21. November 2022), "HAUS 9" (hinterlegt 

am 21. November 2022), "Das Haus der Werte" (hinterlegt am 21. Juli 

2022) und "Haus der vier Jahreszeiten" (hinterlegt am 17. November 2022) 

stellen zwar neuere Entscheide dar, jedoch weisen sie einen völlig abwei-

chenden Aufbau auf. Die einzige Gemeinsamkeit mit der strittigen Marken-

anmeldung besteht im Element "Haus". Mangels Vergleichbarkeit mit der 

B-5883/2023 

Seite 15 

strittigen Markenanmeldung kann sich die Beschwerdeführerin nicht auf 

den Grundsatz der Gleichbehandlung berufen. 

8.  

Abschliessend bringt die Beschwerdeführerin vor, das Zeichen SAMTHUS 

sei in Deutschland, in der Europäischen Union und im Vereinigten König-

reich als Marke eingetragen worden. Dabei verkennt sie, dass in Bezug auf 

die absoluten Ausschlussgründe einzig die Verhältnisse in der Schweiz 

massgeblich sind. Gemäss ständiger Praxis haben ausländische Eintra-

gungsentscheide keine präjudizielle Wirkung (BGE 136 III 474 E. 6.3 "Ma-

donna"; Urteil des BVGer B-343/2022 vom 23. September 2022 E. 9 "Pod- 

cast-Icon [fig.]"). Lediglich in Zweifelsfällen kann die Eintragung in Ländern 

mit ähnlicher Prüfungspraxis ein Indiz für die Eintragungsfähigkeit in der 

Schweiz darstellen. Angesichts des klaren Gemeingutcharakters von 

SAMTHUS kommt dem Umstand, dass dem Zeichen in ausländischen Ju-

risdiktionen Schutz gewährt wurde, keine Indizwirkung für den Ausgang 

des schweizerischen Markeneintragungsverfahrens zu. Vorliegend handelt 

es sich insbesondere nicht um einen Grenzfall, bei dem allenfalls ein Ver-

gleich mit der ausländischen Prüfungspraxis ausschlaggebend für eine 

Schutzgewährung sein könnte (Urteil B-2628/2022 E. 8.2 "Novafoil"). 

9.  

Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfü-

gung Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist. 

Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist die unterliegende Be-

schwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Gerichts-

gebühr bemisst sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art 

der Prozessführung und der finanziellen Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4bis 

VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE). Bei Markeneintragungen geht es um Vermö-

gensinteressen. Die Gerichtsgebühr bemisst sich folglich nach dem Streit-

wert (Art. 4 VGKE). Die Schätzung des Streitwerts hat sich an den Erfah-

rungswerten der Praxis zu orientieren, wobei bei eher unbedeutenden Zei-

chen grundsätzlich ein Streitwert zwischen Fr. 50'000.– und Fr. 100'000.– 

angenommen werden darf (BGE 133 III 490 E. 3.3 "Turbinenfuss" [3D]). 

B-5883/2023 

Seite 16 

Die Kosten des vorliegenden Verfahrens sind in Anwendung der gesetzli-

chen Bemessungskriterien auf Fr. 3'000.– festzusetzen. Der einbezahlte 

Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet.  

10.2 Eine Parteientschädigung ist weder der unterliegenden Beschwerde-

führerin noch der Vorinstanz zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 

Abs. 1 und 3 VGKE). 

  

B-5883/2023 

Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird nach Eintritt der Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwen-

det. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Eid-

genössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Willisegger Fabienne Thoma-Hasler 

 

  

B-5883/2023 

Seite 18 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt werden 

(Art. 72 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde 

spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder 

zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 

48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

Versand: 4. April 2024 

 

  

B-5883/2023 

Seite 19 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 04529/2022; Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD  

(Gerichtsurkunde)