# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a80af664-ef1d-5270-ac02-fd184c87713c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 26.07.2023 PS230132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS230132_2023-07-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS230132-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic 

Beschluss vom 26. Juli 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Stiftung B._____,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Konkurseröffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Diels-

dorf vom 22. Juni 2023 (EK230141) 

 
  

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Erwägungen: 

1. Mit Urteil vom 22. Juni 2023 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksge-

richts Dielsdorf den Konkurs über die Schuldnerin für eine Forderung der Gläubi-

gerin von CHF 80'090.90 nebst Zins zu 5 % seit 21. September 2021, zuzüglich 

reglementarische Kosten von CHF 1'625.–, Betreibungskosten von CHF 150.–, 

Mahnkosten von CHF 60.–, Verzugszins zu 5 % vor Betreibung von CHF 2'754.51 

sowie Betreibungskosten von CHF 206.60 (act. 3).  

2. Mit Eingabe vom 15. Juli 2023 (Datum Poststempel: 17. Juli 2023) erhob 

die Schuldnerin sinngemäss Beschwerde gegen das Urteil vom 22. Juni 2023 und 

beantragte die Aufhebung des Konkurses (act. 2). Die Akten der Vorinstanz wur-

den beigezogen (act. 5/1-10). Das Verfahren ist spruchreif. 

3.1. Der Entscheid des Konkursgerichts kann innert zehn Tagen seit der Zu-

stellung des Konkursentscheids mit Beschwerde angefochten werden (Art. 174 

Abs. 1 SchKG i.V.m. Art. 321 ZPO). Am 23. Juni 2023 wurde versucht, der 

Schuldnerin den vorinstanzlichen Entscheid zuzustellen, was erfolglos blieb 

(act. 5/10/1 und act. 7). Sie holte den vorinstanzlichen Entscheid auch nicht in-

nerhalb der siebentägigen Frist bei der Post ab, woraufhin der Entscheid der Vor-

instanz retourniert wurde (act. 5/10/1 und act. 7). Die Schuldnerin musste auf-

grund der Zustellung der gerichtlichen Urkunden am 1. Juni 2023 (vgl. act. 5/8) 

mit weiteren Zustellungen rechnen. Folglich gilt das Urteil vom 22. Juni 2023 in 

Anwendung von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO am 30. Juni 2023 als zugestellt. Die 

zehntägige Beschwerdefrist lief damit am 10. Juli 2023 ab. Entsprechend erweist 

sich die am 17. Juli 2023 erhobene Beschwerde als verspätet.  

 Die Schuldnerin führt in ihrer Beschwerde auch ein "Wiederherstellungs-

gesuch gemäss Art. 148 ZPO" auf (act. 2); dieses scheint sich allerdings lediglich 

auf die Wiederherstellung ihrer Rechtsfähigkeit zu richten (vgl. Wortlaut "Ich bitte 

Sie um die Wiederherstellung meiner Firma A._____ AG […], act. 2 Mitte). Selbst 

wenn die Schuldnerin um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ersuchen würde 

(was allerdings nach Art. 33 Abs. 4 SchKG zu behandeln wäre, vgl. OGer ZH 

PS200091 vom 20. April 2020 E. 2.2.), müsste das Gesuch abgewiesen werden, 

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zumal die Schuldnerin in keiner Weise begründet, weshalb sie die Beschwerde-

frist unverschuldet verpasst hat.  

3.2. Am Rande sei bemerkt, dass sich die Beschwerde auch bei rechtzeitiger 

Erhebung als unbegründet erwiesen hätte, da die Schuldnerin weder einen 

Nachweis über die Tilgung oder Hinterlegung der Konkursforderung samt Kosten 

noch einen Nachweis, dass die Gläubigerin auf die Durchführung des Konkurses 

verzichtet, eingereicht hat (vgl. Art. 174 Abs. 2 SchKG). Das Vorliegen eines Kon-

kurshinderungsgrundes wurde denn auch nicht behauptet. 

4. Ausgangsgemäss wird die Schuldnerin für das Beschwerdeverfahren kos-

tenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf 

CHF 750.– festzulegen. Eine Parteientschädigung ist der Gläubigerin mangels 

Umtriebe nicht zuzusprechen.  

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 750.– festgesetzt und 

der Schuldnerin auferlegt. 

3. Die vorliegenden Verfahrenskosten werden vorsorglich zur Kollokation an-

gemeldet. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstin-

stanzlichen Akten) und das Konkursamt Niederglatt, ferner mit besonderer 

Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betrei-

bungsamt Dielsdorf-Nord, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw B. Lakic 
 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 26. Juli 2023
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 750.– festgesetzt und der Schuldnerin auferlegt.
	3. Die vorliegenden Verfahrenskosten werden vorsorglich zur Kollokation angemeldet.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Niederglatt, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsre...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...