# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1ae1217-cde5-55a4-9446-0a9d131185bf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.08.2025 C-5463/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5463-2023_2025-08-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5463/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Philipp Egli (Vorsitz), 

Richterin Selin Elmiger-Necipoglu,  

Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

vertreten durch lic. iur. Susanne Friedauer, Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung vom 23. Juni 2020. 

 

 

 

C-5463/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.   

A.a Die am (…) 1974 geborene, geschiedene, deutsche Staatsangehörige 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) lebt in Deutschland. Sie ist 

ausgebildete Pharmakantin und war in den Jahren 2001 bis 2013 während 

insgesamt 142 Monaten in der Schweiz zuletzt als Lehrerin erwerbstätig 

respektive versichert und leistete dabei Beiträge an die schweizerische 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (IVSTA-act. 27). Am 

28. August 2017 stellte die Beschwerdeführerin über die Deutsche Renten-

versicherung einen Antrag auf Ausrichtung einer schweizerischen Invali-

denrente (IVSTA-act. 17). 

A.b Mit Verfügung vom 23. Juni 2020 (IVSTA-act. 162) wies die IV-Stelle 

für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) das 

Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin zufolge Fehlens einer an-

spruchsbegründenden Invalidität ab. Zur Begründung führte die IVSTA aus, 

die polydisziplinäre Abklärung bei der B._______ AG habe ergeben, dass 

seit dem 9. Januar 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% und seit dem 

17. August 2017 noch eine solche von 20% vorliege. Diese Einschätzung 

gelte für jegliche Tätigkeiten. Im Aufgabenbereich (Haushalt) seien keine 

Einschränkungen festgestellt worden. 

A.c Gegen die Verfügung vom 23. Juni 2020 erhob die Beschwerdeführe-

rin mit Eingabe vom 21. Juli 2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung und die Zusprache einer ganzen Rente (Verfahren C-3780/2020, 

BVGer-act. 1). Das Bundesverwaltungsgericht hiess die Beschwerde mit 

Urteil vom 24. Januar 2023 (C-3780/2020, BVGer-act. 33) teilweise gut 

und sprach der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Februar 2018 bis 

zum 30. September 2019 eine halbe Rente zu. Weitergehend wies das 

Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde ab. 

Das Bundesverwaltungsgericht ging davon aus, dass die Beschwerdefüh-

rerin als Nichtinvalide zu 100% erwerbstätig wäre. Entgegen dem polydis-

ziplinären Gutachten der B._______ AG sei davon auszugehen, dass bei 

der Beschwerdeführerin ein hirnorganisches Psychosyndrom vorgelegen 

habe, welches zwischen Februar 2017 und 15. Juli 2019 (Zeitpunkt der 

Begutachtung) durchwegs eine Arbeitsunfähigkeit von 50% für jegliche 

Tätigkeiten bewirkt habe. Ab 15. Juli 2019 seit mit dem polydisziplinären 

Gutachten der B._______ AG von einer nicht rentenbegründenden 

C-5463/2023 

Seite 3 

Arbeitsunfähigkeit von 20% auszugehen (E. 5.8.3.6 des Urteils vom 24. Ja-

nuar 2023).  

A.d Gegen den Entscheid vom 24. Januar 2023 erhob die Beschwerdefüh-

rerin, vertreten durch Rechtsanwältin Susanne Friedauer, Beschwerde 

beim Bundesgericht. Sie beantragte die Aufhebung des angefochtenen 

Entscheids und die Zusprache mindestens einer halben, unbefristeten 

Rente über Ende September 2019 hinaus. Mit Urteil 8C_142/2023 vom 

18. September 2023 hob das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid 

des Bundesverwaltungsgerichts insoweit auf, als dieses die zugespro-

chene halbe Invalidenrente bis zum 30. September 2019 befristet hatte, 

und wies die Sache diesbezüglich zu neuer Entscheidung an das Bundes-

verwaltungsgericht zurück. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewie-

sen.  

Das Bundesgericht erwog, das Bundesverwaltungsgericht sei in willkürli-

cher Beweiswürdigung davon ausgegangen, dass bei der Beschwerdefüh-

rerin für den Zeitraum von 2017 bis 15. Juli 2019 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 50% für jegliche Tätigkeiten infolge eines hirnorganischen Psychosyn-

droms vorgelegen habe (E. 6.2). Weiter sei die Entwicklung des Gesund-

heitszustandes zwischen dem Zeitpunkt der Begutachtung (15. Juli 2019) 

und dem Verfügungszeitpunkt (23. Juni 2020) ungeklärt geblieben, obwohl 

in tatsächlicher Hinsicht der Sachverhalt relevant sei, wie er sich bis zum 

Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 23. Juni 2020 entwickelt habe (E. 5). 

Das Bundesgericht wies das Bundesverwaltungsgericht an, für den ge-

samten relevanten Zeitraum ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten einzu-

holen und hernach neu zu entscheiden, ob und gegebenenfalls in welchem 

Umfang die Beschwerdeführerin auch ab 1. Oktober 2019 einen Anspruch 

auf eine Invalidenrente hat (E. 6.4).  

B.  

B.a Zwecks Einholung eines Gerichtsgutachtens und erneuter Prüfung des 

Rentenanspruchs gewährte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien 

im zu diesem Zweck neu eröffneten Verfahren C-5463/2023 das rechtliche 

Gehör und liess sie insbesondere zu den vorgesehenen Sachverständigen 

und den zu klärenden Fragen Stellung nehmen (C-5463/2023, BVGer-

act. 5). 

B.b Mit Stellungnahme vom 7. Mai 2024 (C-5463/2023, BVGer-act. 7) be-

antragte die Vorinstanz, nebst den vorgesehenen Untersuchungen 

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Seite 4 

zusätzlich eine rheumatologische Abklärung, Validierungstests bei neu-

ropsychologischen Tests sowie eine Blutanalyse in Bezug auf die verord-

neten Medikamente durchzuführen. 

B.c Mit Eingabe vom 4. Juni 2024 (C-5463/2023, BVGer-act. 10) teilte die 

Beschwerdeführerin mit, sie sei sowohl mit den vom Gericht vorgesehenen 

Untersuchungen als auch mit den von der Vorinstanz zusätzlich beantrag-

ten Abklärungen einverstanden. 

B.d Mit Verfügung vom 28. Juni 2024 (C-5463/2023, BVGer-act. 13) teilte 

der Instruktionsrichter den Parteien den Namen des rheumatologischen 

Gutachters mit und räumte ihnen Gelegenheit ein, allfällige Einwendungen 

gegen den Gutachter vorzubringen. 

B.e Nachdem auch gegen den rheumatologischen Gutachter keine Ein-

wände eingegangen waren, erteilte der Instruktionsrichter mit Verfügung 

vom 19. Juli 2024 (C5463/2023, BVGer-act. 16) der C._______ den Auf-

trag für die Durchführung eines polydisziplinären (allgemeinmedizinischen, 

psychiatrischen, neurologischen, rheumatologischen und neuropsycholo-

gischen) Gerichtsgutachtens. 

B.f Am 31. Dezember 2024 erstattete die C._______ gestützt auf die vom 

14. Oktober 2024 bis zum 16. Oktober 2024 durchgeführten Untersuchun-

gen der Beschwerdeführerin eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung.  

B.g Mit Verfügung vom 16. Januar 2025 (C-5463/2023, BVGer-act. 20) 

brachte der Instruktionsrichter den Parteien das polydisziplinäre Gerichts-

gutachten vom 31. Dezember 2024 zur Kenntnis und lud sie zur Stellung-

nahme ein. 

B.h Mit Eingabe vom 12. März 2025 (C-5463/2023, BVGer-act. 25) stellte 

die Vorinstanz gestützt auf die Stellungnahme des medizinischen Dienstes 

vom 27. Februar 2025 fest, dem Gerichtsgutachten komme volle Beweis-

kraft zu. Ferner wies sie darauf hin, dass die Beschwerdeführerin zwar seit 

2017 Arbeitsunfähigkeiten aufgrund einer psychischen Erkrankung gehabt 

habe, jedoch im Zeitpunkt der Begutachtung keine diesbezüglichen Symp-

tome mehr aufgewiesen habe. Sie beantragte deshalb die Rückweisung 

der Sache zur weiteren Abklärung des Gesundheitszustandes ab dem Da-

tum der angefochtenen Verfügung (23. Juni 2020). Diese Stellungnahme 

wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. März 2025 

(C-5463/2023, BVGer-act. 26) zur Kenntnisnahme zugestellt. 

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B.i Mit Stellungnahme vom 20. März 2025 (C-5463/2023, BVGer-act. 27) 

führte die Beschwerdeführerin aus, es sei nun klar, dass die Zusprache 

einer befristeten Rente nicht korrekt gewesen und der Beschwerdeführerin 

unter Nachachtung der im Gutachten attestierten Arbeitsunfähigkeit eine 

unbefristete Rente zuzusprechen sei. Für weitere Abklärungen in Bezug 

auf den Verlauf stehe der Beschwerdegegnerin ein Revisionsverfahren ge-

mäss Art. 17 ATSG offen. Die Stellungnahme der Beschwerdeführerin 

brachte der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 24. März 2025 

(C-5463/2023, BVGer-act. 28) der Vorinstanz zur Kenntnis. 

B.j Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-

weismittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-

folgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Mit Urteil 8C_142/2023 vom 18. September 2023 hob das Bundesge-

richt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3780/2020 vom 24. Ja-

nuar 2023 insoweit auf, als das Bundesverwaltungsgericht die zugespro-

chene halbe Invalidenrente bis zum 30. September 2019 befristet hatte, 

und wies die Sache diesbezüglich zu neuer Entscheidung an das Bundes-

verwaltungsgericht zurück. Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsge-

richts im vorliegenden Verfahren ist aufgrund der Rückweisung durch das 

Bundesgericht ohne Weiteres gegeben (vgl. Urteil des BVGer A-5464/2023 

vom 7. Januar 2025 E. 1).  

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grund-

sätzlich nach dem VwVG (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 

Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1). 

Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln finden diejenigen 

Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur-

teilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

  

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Seite 6 

2.  

2.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 23. Juni 2020 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind. 

Am 1. Januar 2022 ist das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenver-

sicherung (IVG, SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 

19. Juni 2020, AS 2021 705; BBl 2020 5535) in Kraft getreten. Vorliegend 

sind in Anbetracht der am 28. August 2017 erfolgten Anmeldung Leistun-

gen mit allfälligem Anspruchsbeginn vor dem 1. Januar 2022 streitig (vgl. 

Art. 28 Abs. 1 Bst. b und Art. 29 Abs. 1 IVG). Entsprechend den allgemei-

nen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (BGE 146 V 364 E. 7.1; 144 V 

210 E. 4.3.1) sind hier primär die Bestimmungen des IVG, der IVV (SR 

831.201) und des ATSG (SR 830.1) in der bis zum 31. Dezember 2021 

geltenden Fassung anwendbar. Sie werden – soweit nicht anders vermerkt 

– im Folgenden jeweils in dieser Version zitiert. 

2.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 23. Juni 2020) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-

dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 144 V 210 E. 4.3.1). 

2.3 Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige, wohnt in 

Deutschland und es liegt offensichtlich ein grenzüberschreitender Sachver-

halt mit Bezug zur EU vor (vgl. dazu BGE 145 V 231 E. 7.1; 143 V 81 

E. 8.3). Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 

(FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koor-

dinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, 

insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Ver-

ordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 

(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind 

auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und 

Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der 

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Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vorliegen einer an-

spruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im Anwendungsbe-

reich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach schweizerischem 

Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 

16. Januar 2013 E. 4). 

3.  

3.1 Dem vorliegenden Beschwerdeverfahren liegt ein Rückweisungsent-

scheid des Bundesgerichts zugrunde (vgl. E. 1 vorstehend). Im Folgenden 

ist daher zunächst auf den Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens 

einzugehen.  

3.2 Weist das Bundesgericht eine Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 

untere Instanz zurück, so ist diese bei ihrer neuen Entscheidung an den 

Rückweisungsentscheid gebunden. Wie weit diese Bindung reicht, ergibt 

sich aus der Begründung der Rückweisung, die – abgesehen von zulässi-

gen Noven – den Rahmen sowohl für neue Tatsachenfeststellungen als 

auch für die neue rechtliche Begründung vorgibt. Neue Tatsachenfeststel-

lungen können grundsätzlich nur zu Streitpunkten berücksichtigt werden, 

die Gegenstand der Rückweisung waren. Darüber hinaus ist es der unte-

ren Instanz untersagt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen 

Sachverhalt zu Grunde zu legen oder die Sache unter rechtlichen Ge-

sichtspunkten zu würdigen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich 

abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind. Die 

Bindungswirkung gilt für die Parteien gleichermassen; auf Begehren, die 

über den Gegenstand der Rückweisung hinausgehen, ist nicht einzutreten 

und Vorbringen, die das Bundesgericht bereits verworfen hat oder die nicht 

Gegenstand der Beurteilung durch das Bundesgericht waren, sind im zwei-

ten Rechtsgang nicht mehr zu berücksichtigen (Urteil A-5463/2023 E. 3.2; 

vgl. auch BGE 135 III 335 E. 2 und E. 2.1; 117 V 237 E. 2a; Urteil des BGer 

8C_571/2023 vom 29. Februar 2024 E. 5.1).  

3.3 Vorliegend hat das Bundesgericht das Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts vom 24. Januar 2023 insoweit aufgehoben, als das Bundesver-

waltungsgericht die zugesprochene halbe Invalidenrente bis zum 30. Sep-

tember 2019 befristet hatte. Gegenstand des vorliegenden Beschwerde-

verfahrens ist daher hinsichtlich des Leistungsanspruchs der Beschwerde-

führerin nur noch, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sie auch ab 

1. Oktober 2019 einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Hierzu wies 

das Bundesgericht das Bundesverwaltungsgericht an, ein polydisziplinäres 

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Gerichtsgutachten einzuholen und hernach neu zu entscheiden (vgl. 

Bst. A.d vorstehend). Gemäss bundesgerichtlicher Anweisung haben die 

Gerichtssachverständigen den gesamten relevanten Zeitraum unabhängig 

von der bereits erfolgten Rentenzusprache frei zu beurteilen. Hingegen ist 

das Bundesverwaltungsgericht an die Zusprache der halben Invalidenrente 

für die Dauer vom 1. Februar 2018 bis – mindestens – zum 30. September 

2019 gebunden (vgl. E. 6.4 des Urteils des Bundesgerichts; ferner: Art. 107 

Abs. 1 BGG; Urteil des BGer 8C_585/2021 vom 6. Januar 2022 E. 2.2; 

JOHANNA DORMANN, Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 

2018, N. 18 zu Art. 107 BGG, wonach die Rückweisung nicht dazu führen 

soll, dass eine beschwerdeführende Person besser gestellt wird, als wenn 

das Bundesgericht reformatorisch entschieden hätte). 

4.  

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

4.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit, nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können 

(Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 

(Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Bst. c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf 

eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, 

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Seite 9 

derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. 

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine 

halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein sol-

cher auf eine Viertelsrente. 

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den Gesundheits-

zustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit 

zu beschreiben, das heisst, mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Unter-

suchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 

zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 

Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streit-

fall Gericht nicht kompetent sind (z.B. Urteil des BGer 9C_437/2012 vom 

6. November 2012 E. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen ge-

sundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arzt-

person hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Viel-

mehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie 

gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie mög-

lich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 

Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistun-

gen der versicherten Person noch zugemutet werden können (so die mit 

BGE 105 V 156 E. 1 begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte Recht-

sprechung, z.B. BGE 132 V 93 E. 4). Nötigenfalls sind, in Ergänzung der 

medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren 

Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Be-

rufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. 

auch BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen).  

4.4 Bei Vorliegen psychischer Erkrankungen sind systematisierte Indikato-

ren zu prüfen, die – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer 

Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressour-

cen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö-

gen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; 143 V 418 

E. 6 ff.). Ausgangspunkt der Prüfung und damit erste Voraussetzung bildet 

eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 

E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähig-

keit erwähnten Indikatoren hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert 

(BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) 

mit den Komplexen «Gesundheitsschädigung» (Ausprägung der diagnose-

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Seite 10 

relevanten Befunde und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungser-

folg oder -resistenz; Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persön-

lichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische Funktionen 

[E. 4.3.2]) und «sozialer Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» 

(Gesichtspunkte des Verhaltens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige 

Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbe-

reichen (E. 4.4.1) und behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus-

gewiesener Leidensdruck (E. 4.4.2). 

4.5 Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne zwingende 

Gründe von der Einschätzung der medizinischen Sachverständigen ab, de-

ren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung 

zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein 

Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise wider-

sprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in 

überzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. Eine diver-

gierende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche 

Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug 

erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, 

sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt 

hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgut-

achtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 143 V 269 

E. 6.2.3.2; 125 V 351 E. 3b/aa; Urteil des BGer 9C_765/2023 vom 20. No-

vember 2024 E. 3.3). 

5.  

Zunächst ist der Gesundheitszustand bzw. die Arbeits- und Leistungsfähig-

keit der Beschwerdeführerin zu prüfen, wozu das Bundesverwaltungsge-

richt namentlich ein Gerichtsgutachten eingeholt hat (E. 5.2 nachfolgend).  

5.1 Den medizinischen Akten lässt sich hinsichtlich der im Vordergrund ste-

henden psychischen Leiden im Wesentlichen das Folgende entnehmen:  

5.1.1 Dem Entlassungsbrief der Klinik D._______ GmbH, Abteilung: Psy-

chiatrie (…), vom 24. Januar 2017 (IVSTA-act. 35) über einen stationären 

Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 9. Januar bis 24. Januar 2017 sind 

folgende Diagnosen zu entnehmen: Mittelgradige depressive Episode 

(F32.1) und Schlafstörungen (G47.0). Die Beschwerdeführerin wurde unter 

der Diagnose einer mittelgradig depressiven Episode vor dem Hintergrund 

psychosozialer Belastungsfaktoren (Eheprobleme) behandelt.  

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Seite 11 

5.1.2 Dem vorläufigen Arztbericht von Prof. Dr. med. E._______, Facharzt 

für Neurologie und Psychiatrie/Psychotherapie sowie für Psychotherapeu-

tische Medizin, vom 10. März 2017 über eine stationäre Behandlung vom 

6. März bis 10. März 2017 ist die Diagnose einer akuten polymorphen psy-

chotischen Störung mit Symptomen einer Schizophrenie (F23.1) zu ent-

nehmen (IVSTA-act. 37). Die Beschwerdeführerin wurde aufgrund einer 

psychotischen Exazerbation freiwillig auf der geschützten Station aufge-

nommen.  

5.1.3 Dem Entlassungsbericht der Klinik D._______ GmbH, Abteilung: 

Psychiatrie (…), vom 21. März 2017 (IVSTA-act. 39) über einen (zweiten) 

stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 12. März bis 21. März 

2017 sind namentlich folgende Diagnosen zu entnehmen: Verdacht auf or-

ganisch bedingtes schizomanes Syndrom DD Bipolar-1-Störung (F06.2) 

sowie Postoperative Anämie (D50.0). Es bestehe ein Zustand nach mehr-

fachen Operationen/Narkosen und antibiotischer Behandlung einer Wund-

heilungsstörung nach mehrfachen chirurgischen Eingriffen. Als zusätzliche 

Stressoren kämen ein überdauernder Trennungskonflikt und der Tod der 

Mutter im Februar 2017 in Frage. Differentialdiagnostisch müsse das Vor-

liegen einer Bipolar-1 Störung mit psychotischen Symptomen unabhängig 

von einer organischen Genese in Betracht gezogen werden.  

5.1.4 Dem Entlassungsbericht der Klinik D._______ GmbH, Abteilung: 

Psychiatrie (…), vom 15. Mai 2017 (IVSTA-act. 43) über einen (dritten) sta-

tionären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 25. März bis 16. Mai 2017 

sind namentlich folgende Diagnosen zu entnehmen: akute polymorph psy-

chotische Störung (F23.1) und mittelgradig depressive Episode (F32.1) so-

wie Eisenmangelanämie (D50.8) und Lymphödem, nicht näher bezeichnet 

(I89.09). Die Aufnahme sei unter der Diagnose einer organischen wahn-

haften Störung erfolgt. Nach kompletter Remission der psychotischen 

Symptomatik werde die Beschwerdeführerin wie geplant aus der stationä-

ren Behandlung entlassen.  

5.1.5 Das im Auftrag des Amtsgerichts (…) eingeholte Gutachten von 

Dr. med. F._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

25. August 2017 (C-3780/2020, BVGer-act. 1, Beilage) attestierte der Be-

schwerdeführerin das Vorliegen eines diskreten hirnorganischen Psycho-

syndroms nach im Frühjahr 2017 stattgehabter Hirnschädigung im Verlauf 

einer bakteriellen Infektion in einem Operationsgebiet, einer darauf einge-

leiteten antibiotischen Therapie und vier jeweils unter Vollnarkose durch-

geführten Folgeoperationen (F07.8). Im Ergebnis schloss 

C-5463/2023 

Seite 12 

Dr. med. F._______ daraus, dass sich aus dem diskreten Psychosyndrom 

kein relevanter Hilfebedarf ableiten lasse. Die Beschwerdeführerin sei in 

der Lage, gegebenenfalls Vollmachten zu erteilen. Die residuale Hirnfunk-

tionsstörung, die sich in einer zeitabhängigen Konzentrationsstörung 

äussere, berühre die Geschäftsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht; sie 

sei weitgehend im Stande, sich wieder angemessen selbst um ihre Ange-

legenheiten zu kümmern. Im Sinne einer Prognose äusserte er sich dahin-

gehend, dass davon auszugehen sei, dass sich der psychische Zustand 

der Beschwerdeführerin weiter verbessern werde. Der Gutachter äusserte 

sich indes nicht zur Arbeitsfähigkeit. 

5.1.6 Dem Entlassungsbericht der Rehaklinik G._______, Abteilung Psy-

chosomatik/Psychotherapie, vom 11. September 2017 (IVSTA-act. 23) 

über einen stationären Reha-Aufenthalt vom 6. Juli bis 17. August 2017 

sind folgende Diagnosen zu entnehmen: Mittelgradige Depression (F32.1), 

Adipositas (E66.09), sonstiges oder nicht näher bezeichnetes Lipödem 

(E88.28) und Varikosis der Beinvenen (I83.9). Die Ärzte erachteten die Be-

schwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Lehrerin für «sechs Stun-

den und mehr» arbeitsfähig. Zur Begründung führten sie aus, es bestünden 

aktuell noch Einschränkungen hinsichtlich der Durchhaltefähigkeit (mittel-

gradig), der Gruppenfähigkeit (leicht) und der Fähigkeit zur Anpassung an 

Regeln und Routinen (leicht). Diese Einschränkungen hätten Einfluss auf 

die berufliche Tätigkeit und bedürften weiterführender ambulanter Psycho-

therapie. Aufgrund der erhöhten Erschöpfbarkeit und den eingeschränkten 

Konzentrationsfähigkeiten werde nach längerer beruflicher Abwesenheit 

eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben im Sinne einer beruflichen Trai-

ningsmassnahme empfohlen. Die allgemeine Erwerbsfähigkeit sowie die 

Leistungsfähigkeit in der letzten beruflichen Tätigkeit seien langfristig we-

der quantitativ noch qualitativ eingeschränkt, bedürften jedoch therapeuti-

scher Unterstützung und einer stufenweisen Rückkehr in die Arbeitstätig-

keit. 

5.1.7 Dr. med. H._______, Facharzt für Psychiatrie, diagnostizierte bei der 

Beschwerdeführerin in seinem Gutachten vom 10. Dezember 2018  

(IVSTA-act. 73) ein depressiv gefärbtes, organisches (hirndiffuses) Psy-

chosyndrom mit deutlichen kognitiven und affektiven Störungen (F07.9) 

und Adipositas (E66.00). Der Gutachter führte aus, im psychischen Befund 

stelle sich ein deutliches hirnorganisches (hirndiffuses) Psychosyndrom mit 

kognitiven und affektiven Störungen dar. Es bestehe kein Zweifel, dass die 

Beschwerdeführerin mit diesem deutlichen hirnorganischen (hirndiffusen) 

Psychosyndrom nicht wieder als Lehrerin tätig werden könne. Die 

C-5463/2023 

Seite 13 

Beschwerdeführerin sei kurz- bis mittelfristig nicht in eine andere Tätigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Er empfahl allerdings mit 

Blick auf das Alter der Beschwerdeführerin in zwei Jahren eine Nachbegut-

achtung durchzuführen. Durch die deutlichen Einschränkungen von Kon-

zentration und Merkfähigkeit, Reaktions-, Umstellungs- und Anpassungs-

vermögen sei die Beschwerdeführerin nicht absehbar in einen Arbeitspro-

zess zu integrieren. Sie sei gegenwärtig für Publikumsverkehr nicht geeig-

net und habe ein soziales Rückzugsverhalten angetreten. Eine Tätigkeit 

entsprechend dem positiven und negativen Leistungsbild sei während «un-

ter drei Stunden» möglich. Die Einschränkung bestehe seit 02/2017. 

5.1.8 Dem Austrittsbericht der I._______ Klinik (…) vom 2. Januar 2019 

(IVSTA-act. 101) ist Folgendes zu entnehmen: Die Beschwerdeführerin sei 

vom 1. Oktober 2018 bis zum 16. November 2018 in der Klinik stationiert 

gewesen. Als Diagnosen wurden genannt: Organische Psychose bei 

schwerer lnfektionserkrankung teilremittiert (F06.2), Adipositas Grad II 

(E66.01), Kopfschmerz (R51), Zervikobrachialsyndrom (M53.1), Ganglion 

rechte Daumensehne mit Belastungsschmerzen (M67.4), Varicosis cruris, 

ausgeprägtes Lipödem untere Extremitäten bds., 3 Keimträger von MRGN, 

Z.n. Magenbypass-OP, Z.n. mehreren Hautstraffungen, operativen Revisi-

onen am Oberschenkel/Leiste bds. und Z.n. Venenstripping. Unter Berück-

sichtigung der genannten Beschwerden erachteten die Ärzte die Be-

schwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Lehrerin für «drei bis unter 

sechs Stunden» arbeitsfähig, wobei die psychophysische Gesamtbelast-

barkeit reduziert sei. Gleichzeitig hielten sie fest, dass die Beschwerdefüh-

rerin arbeitsunfähig entlassen worden sei. 

5.1.9 Dem vorläufigen Entlassungsbrief der D._______ GmbH vom 26. Juli 

2019 (C-3780/2020, BVGer-act. 1 Beilage) über einen teilstationären Auf-

enthalt vom 5. bis 26. Juli 2019 ist als Diagnose eine rezidivierende de-

pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode zu entnehmen. Zur 

Arbeitsfähigkeit enthält der Bericht keine Angaben. 

5.1.10 Die Sachverständigen der B._______ AG hielten in ihrem polydis-

ziplinären (neurologischen, neuropsychologischen, psychiatrischen und 

allgemeinmedizinischen) Gutachten vom 19. Oktober 2019 (IVSTA-

act. 131) fest, die Beschwerdeführerin leide an einer chronischen Migräne 

ohne Aura (Verstärkung durch Analgetika-Überkonsum) und diese habe 

Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Ar-

beitsfähigkeit nannten die Sachverständigen einen Verdacht auf periphere 

Polyneuropathie, einen Status nach sonstiger Form des Delirs, Adipositas 

C-5463/2023 

Seite 14 

und einen Status nach zweimaliger Ganglion OP an der rechten Hand. In 

Bezug auf die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit führten sie aus, es be-

stehe lediglich aus neurologischer Sicht sowohl in der bisherigen Tätigkeit 

als Lehrerin als auch in einer Verweistätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 

20%, wobei das im neurologischen Teilgutachten beschriebene Fähigkeits-

profil zu beachten sei. In Bezug auf die retrospektive Beurteilung der Ar-

beitsfähigkeit führten die Sachverständigen aus, diese sei nicht unproble-

matisch, weil man sich auf die damaligen Beurteilungen der Ärzte verlas-

sen müsse. Retrospektiv sei eine abschliessende Überprüfung der echt-

zeitlich erhobenen Befunde und gestützt darauf vorgenommenen Diagno-

sen und Arbeitsfähigkeitseinschätzungen nicht möglich. Möglich sei hinge-

gen eine Würdigung aus heutiger Sicht. Auf Grundlage der im heutigen 

Zeitpunkt erhobenen Befunde und daraus abgeleiteten Diagnosen erschie-

nen die echtzeitlich vorgenommenen, von den Sachverständigen heute als 

wesentlich erachteten Beurteilungen als nicht nachvollziehbar, da die Be-

schwerdeführerin aus ihrer Sicht heute bis auf eine diskrete Beeinträchti-

gung als arbeitsfähig angesehen werde. 

5.1.11 In ihrer RAD-Stellungnahme vom 18. November 2019 (IVSTA-

act. 135) führte Dr. med. J._______ aus, gemäss den Feststellungen in der 

polydisziplinären Begutachtung sei davon auszugehen, dass die Be-

schwerdeführerin im Wesentlichen nur durch die chronische Migräne ohne 

Aura eingeschränkt sei. Dies führe zu einer Arbeitsunfähigkeit von 20% in 

jeglichen Tätigkeiten. Diese Einschätzung gelte ab 17. August 2017. Im 

Aufgabenbereich sei die Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt. Eine hö-

here Einschränkung (100%) habe nur vom 9. Januar 2017 bis zum 16. Au-

gust 2017 in der bisherigen Tätigkeit und auch in angepassten Tätigkeiten 

bestanden. Im Aufgabenbereich sei die Beschwerdeführerin hingegen nie 

eingeschränkt gewesen. 

5.1.12 Der behandelnde Psychiater, Dr. med. K._______, attestierte der 

Beschwerdeführerin in seinen Berichten vom 17. Februar 2020 (IVSTA-

act. 152), 12. Mai 2020 (IVSTA-act. 160), 21. Juli 2020 (C-3780/2020, 

BVGer-act. 1 Beilage) und 2. Juni 2021 (C-3780/2020, BVGer-act. 24 Bei-

lage 1) im Wesentlichen eine schwere Depression mit neurasthenischer 

Dekompensation (F33.3), rezidivierende Insomnie (G23.9), eine Posttrau-

matische Belastungsstörung mit depressiven Anteilen (F34.5) sowie eine 

emotional instabile Persönlichkeitsstörung (F43.4). Aus diesen gesundheit-

lichen Einschränkungen leitete er eine «erhebliche Minderung der Er-

werbsfähigkeit» ab. Eine Remission sei aus psychiatrischer Sicht nicht zu 

C-5463/2023 

Seite 15 

erwarten; auch die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sei dabei 

grundsätzlich ausgeschlossen. 

5.1.13 Die RAD-Ärztin Dr. med. L._______, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, hielt in ihrer Stellungnahme vom 8. Mai 2020 (IVSTA-

act. 158) fest, die Schwere der Depression könne anhand der Befunde 

nicht nachvollzogen werden. Die seit längerem vorgebrachten kognitiven 

Einschränkungen seien bereits 2019 umfassend neuropsychologisch un-

tersucht worden und hätten als solche nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit festgestellt werden können. Ausserdem sei davon auszuge-

hen, dass die vorgebrachten depressiven Beschwerden auch ein reaktives 

Moment im Zusammenhang mit dem negativen Rentenbescheid hätten. 

5.2  

5.2.1 Mit Zwischenverfügung vom 19. Juli 2024 ordnete der Instruktions-

richter eine polydisziplinäre (allgemeinmedizinische, neurologische, psy-

chiatrische, neuropsychologische und rheumatologische) Begutachtung 

bei der C._______ an (vgl. Bst. B.e vorstehend). Als gerichtliche Sachver-

ständigen wurden bestellt:  

– Versicherungsmedizinische Fallführung:  
Dr. med. M._______, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, MAS Versi-
cherungsmedizin, Vertrauensärztin SGV, Zertifizierte medizinische Gutachte-
rin SIM 

– Neurologie:  
Dr. med. N._______, CAS Mediation und Konfliktlösungskompetenz, Fachärz-
tin für Neurologie, MAS Versicherungsmedizin, SPS Schmerzspezialistin, Ver-
trauensärztin SGV, Zertifizierte medizinische Gutachterin SIM 

– Neuropsychologie:  
M.Sc. O._______, Psychologin FSP, Prof. Dr. rer. nat. med. habil. Dipl.-
Psych. P._______, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP 

– Psychiatrie:  
Dr. med. Q._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifi-
zierte medizinischer Gutachter SIM 

– Rheumatologie: 
Dr. med. R._______, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Facharzt für 
Rheumatologie, MAS Versicherungsmedizin, Vertrauensarzt SGV, Zertifizier-
ter medizinischer Gutachter SIM 

5.2.2 In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des Gerichtsgutachtens 

vom 31. Dezember 2024 stellten die medizinischen Sachverständigen 

C-5463/2023 

Seite 16 

folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest 

(C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 15 ff. der Gesamtbeurteilung):  

– Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4) 

– 2007 mittelschwere depressive Symptomatik, gegenwärtig remittiert (ICD-
10 F33.1) 

– Juli 2019 mittelgradige depressive Symptomatik 

– zum Gutachtenszeitpunkt 2019 wahrscheinlich kurzzeitig remittiert 

– zwischen Februar 2020 und Juni 2020 (Beurteilungszeitraum) ist eine 
schwere depressive Episode aktenanamnestisch diagnostiziert worden, 
aufgrund der Befunde eher mittelschwer ausgeprägt 

– Schizo-affektive Symptomatik 

– kurze akut polymorph psychotische Störung im März 2017 

– kurz darauf schizomanisches Syndrom mit Ich-Störung und Wahnsympto-
men (ICD-10 F23.1) 

– differentialdiagnostisch, aufgrund des Zeitkriteriums von mehr als 4 Wo-
chen, ist nicht ausgeschlossen, dass eine einmalige Phase einer paranoi-
den Schizophrenie (ICD-10 F20.0) vorliegen könnte 

– differentialdiagnostisch organische schizophrenieforme Störung (ICD-10 
F06.2) im Rahmen der Antibiotikamedikation mit einem Chinolon 

– seit Herbst 2019 ist die produktiv psychotische Symptomatik und die ma-
nische Symptomatik remittiert 

– Persönlichkeitsebene 

– der behandelnde Psychiater stellt die Diagnose einer emotional instabilen 
Persönlichkeitsstörung, die er mit der F-Nummer 43.4 klassifiziert, die 
nach ICD-10 nicht existiert 

– differentialdiagnostisch mögliche Persönlichkeitsproblematiken im Be-
reich einer sonstigen nicht näher bezeichneten neurotischen Störung 
(ICD-10 F48.9) oder einer bisher nicht diagnostizierten spezifischen Per-
sönlichkeitsstörung (ICD-10 F6) 

– auffällige Beziehungsgestaltung 

– eventuell in diesem Rahmen Adipositas per magna mit Magenbypass-
Operation (ICD-10 F50.8 [= sonstige Essstörung]) 

5.2.3 Ferner stellten die Sachverständigen folgende Diagnosen mit vor-

übergehendem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

– Status nach chronischer Migräne nach ICHD-3 

– Status nach Adipositas per magna 

– Status nach laparoskopischer distaler Magenbypass-Operation und 
Cholezystektomie am 03.07.2007 

– Status nach Abdominoplastik mit Nabelversatz und Liposuktion Unter-
schenkel beidseits am 19.07.2016 

C-5463/2023 

Seite 17 

– Status nach Oberschenkelstraffung beidseits mit kombinierter Liposuktion 
25.01.2017 

– Status nach Wundheilungsstörung medialer Oberschenkel beidseits 

– Status nach intravenöser und peroraler antibiotischer Therapie mit 
Ciprofloxacin 

– Status nach Venenstripping Oberschenkel rechts 10/2016 bei Varikosis 

– aktenanamnestisch Status nach arterieller Hypertonie 

– aktuell normotensive Blutdruckwerte 

– aktuell formal Übergewicht mit BMI 28.1 kg/m2 

– Lipödem beidseits 

– Status nach Gewichtsverlust von mehr als 60 kg nach bariatrischer Chirurgie 

5.2.4 Schliesslich hielten die Sachverständigen folgende Diagnosen ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: 

– Myotendinotisches zervikothorakales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.8), Erst-
diagnose (ED) 2017 mit/bei: 

– myotendinotischen Verspannungen der paravertebralen zervikalen Mus-
kulatur und der Schultergürtelmuskulatur ohne Zeichen einer strukturellen 
Funktionseinschränkung der Wirbelsäule 

– Platt- und Spreizfüsse beidseits (ICD-10 M24.6), ED 2024 

– Radiomorphologisch mit beginnender OSG-Arthrose links und diskrete ta-
lonaviculare Arthrose links am Röntgenbild vom 14.10.2024 

– aktuell klinisch keine Hinweise auf Aktivierung der leichtgradigen degene-
rativen Veränderungen 

– Status nach zweimaliger Ganglion-Operation rechte Hand (zuletzt 02/2010; 
ICD-10 M67.44) 

– intermittierende wetterabhängige Schmerzen am rechten Handgelenk 
ohne relevantes organisches Substrat 

– Röntgen (Rx) beider Hände vom 14.10.2024: erhaltene Artikulation, keine 
Fraktur, keine Arthrose 

– klinisch unauffällige osteoartikuläre Verhältnisse der Hände beidseits 

– Kopfschmerzen vom Spannungstyp nach ICHD-3 

– Verdacht auf Polyneuropathie untere Extremitäten beidseits 

5.2.5 Aus der integrativen medizinischen Beurteilung der Krankheitsent-

wicklung ergibt sich zusammenfassend namentlich was folgt (vgl. ausführ-

lich: C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 9 ff. der Gesamtbeurteilung):  

5.2.5.1 Deutlich im Vordergrund für die Beurteilung der Arbeits- und Leis-

tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin stehe das psychiatrische Krank-

C-5463/2023 

Seite 18 

heitsbild (C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 12 f. der Gesamtbeurteilung), wo-

bei namentlich die mehrfachen stationären oder teilstationären psychiatri-

schen Behandlungen der Beschwerdeführerin in den Jahren 2017 bis 2019 

aufgeführt wurden (insgesamt rund 190 Tage: 09.01.2017-24.01.2017, 

06.03.2017-10.03.2017, 12.03.2017-21.03.2017, 25.03.2017-16.05.2017, 

06.07.2017-17.08.2017, 01.10.2018-16.11.2018, 05.07.2019-26.07.2019).  

Die Diagnose einer mittelgradig depressiven Episode, die im Rahmen des 

ersten stationären Aufenthalts vom 9. Januar bis 24. Januar 2017 in den 

D._______ Kliniken gestellt worden sei, sei anhand des dokumentierten 

psychopathologischen Befundes retrospektiv nachvollziehbar. Nachdem 

die Beschwerdeführerin im Kontext des somatischen Aufenthalts an der 

S._______ Klinik zur Oberschenkelstraffung mit nachfolgender Wundinfek-

tion und Gabe des Chinolon-Antibiotikums Ciprofloxacin, aber auch zusätz-

licher Belastung durch den Tod der Mutter während des Aufenthalts erst-

mals psychotische Symptome entwickelt habe, habe eine psychiatrische 

Hospitalisation ab 6. März bis 10. März 2017 stattgefunden. Damals sei 

eine akut polymorph psychotische Störung mit Symptomen einer Schizo-

phrenie beschrieben worden. In der Klinik D._______, wo die Beschwer-

deführerin vom 12. März bis 21. März 2017 hospitalisiert gewesen sei, sei 

ein schizomanes Syndrom diagnostiziert worden. Im Rahmen der sich an-

schliessenden psychiatrischen Behandlung an der D._______ Klinik vom 

25. März bis 18. April 2017 sei eine mittelgradig depressive Episode fest-

gehalten worden, die anhand des dokumentierten psychopathologischen 

Befundes retrospektiv nachvollziehbar sei. Aufgrund von zusätzlichen Kör-

permissempfindungen im Sinne von zönästhetischen Halluzinationen, Ich-

Störungen mit Gedankenentzug und Gedankeneingebung sei eine neuro-

leptische Therapie mit Aripiprazol und Olanzapin durchgeführt worden. Zu-

dem sei eine Betreuung eingerichtet worden. Im Verlauf des stationären 

Aufenthaltes sei es zu einer Verbesserung, insbesondere der psychoti-

schen Symptomatik gekommen. Während des stationären Aufenthalts vom 

6. Juli bis 17. August 2017 sei erneut eine mittelgradige Depression diag-

nostiziert worden. Diese Einschätzung sei retrospektiv nachvollziehbar. 

Im Rahmen des Aufenthalts im Rehabilitationszentrum in (…) vom 1. Ok-

tober bis 16. November 2018 sei eine teilremittierte organische Psychose 

festgestellt und weiterhin eine mittelschwere depressive Symptomatik be-

schrieben worden. Zum Zeitpunkt des psychiatrischen Teilgutachtens der 

B._______ AG vom 23. Juli 2019 sei keine psychiatrische Diagnose mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden. Der psychopathologi-

sche Befund des B._______ Gutachtens beschreibe keine depressiven 

C-5463/2023 

Seite 19 

Symptome, so dass die Einordnung einer Remission der depressiven 

Symptomatik zum damaligen Zeitpunkt aus heutiger Sicht nachvollziehbar 

erscheine. Eine Diskussion des Verlaufs, insbesondere der Genese der 

Anfang 2017 aufgetretenen psychotischen Symptomatik finde in vertiefter 

Form nicht statt, die Einordnung der Symptomatik als Delir werde nicht nä-

her hergeleitet. 

Der behandelnde Psychiater der Explorandin Dr. K._______, der die Be-

handlung im Januar 2020 übernommen habe, halte eine erneute schwere 

Depression mit phasischer Dekompensation fest. Auch im Bericht vom 

12. Mai 2020 werde durch den Behandler Dr. K._______ die Diagnose ei-

ner schweren rezidivierenden exazerbierenden Depression mit neurasthe-

niformen Anteilen und phasenweisen Dekompensationen sowie eine Dys-

thymie und eine chronifizierte Belastungsreaktion mit posttraumatischen 

Anteilen und neurastheniformen depressiven Anteilen beschrieben. In ei-

nem weiteren Bericht des Behandlers Dr. _______, datiert auf den 2. Juni 

2021, werde erstmals auch zu Persönlichkeitsanteilen Stellung genom-

men, wobei eine nachhaltige lnteraktionsstörung beschrieben werde.  

5.2.5.2 Insgesamt sei die in der Aktenlage (vgl. dazu C-5463/2023, BVGer-

act. 19 S. 9-13 sowie S. 23 ff.) beschriebene, gut dokumentierte Einord-

nung der psychischen Symptomatik aus heutiger Sicht gut nachvollziehbar. 

Es sei davon auszugehen, dass im Ausprägungsgrad schwankende mittel-

schwere bis schwere Ausprägungen einer depressiven Störung vorgelegen 

hätten. Ab Februar 2017 sei eine längere Phase mit psychotischen Symp-

tomen mit Wahnstimmungen, Körperwahrnehmungsstörungen und Ich-

Störungen dokumentiert. Erst nach 2020 würden Aspekte auf der Persön-

lichkeitsachse diskutiert. Bezüglich der stattgehabten Wahnsymptomatik 

sei festzuhalten, dass eine akut polymorph psychotische Symptomatik mit 

Zeichen einer Schizophrenie, die den Zeitraum von vier Wochen über-

steige, nach ICD-10 auch als Schizophrenie klassifiziert werden könne. 

Aus heutiger Sicht erscheine eine medikamenteninduzierte psychotische 

Störung nach Gabe des Chinolon Antibiotikums Ciprofloxacin möglich, in 

der Literatur sei das Auftreten psychotischer Störungen nach Chinolon-An-

tibiotika gut dokumentiert. Eine vorübergehende organisch psychotische 

Störung könne daher aus heutiger Sicht diskutiert werden. Es sei davon 

auszugehen, dass diese im Verlauf remittiert sei. Wie häufig nach psycho-

tischen Störungen beschrieben, sei jedoch eine depressive Symptomatik 

verblieben. Die Beschwerdeführerin habe allerdings bereits vor Auftreten 

der psychotischen Symptomatik und vor der Antibiotikagabe eine doku-

mentierte depressive Episode gehabt, sodass am ehesten von einer 

C-5463/2023 

Seite 20 

multifaktoriellen Genese auszugehen sei. Neben der Antibiotikagabe seien 

dabei Belastungsfaktoren durch die mehrfachen und langwierigen Ein-

griffe, Wundheilungsstörungen, den Tod der Mutter während des ersten 

stationären Aufenthalts (Oberschenkelstraffung: 24. Januar bis 23. Februar 

2017 [vgl. IVSTA-act. 36]) sowie die Belastung durch die damalige konflikt-

belastete Ehe zu diskutieren (C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 13 der Ge-

samtbeurteilung).  

5.2.5.3 Zusammengefasst könne bezüglich der psychotischen Symptoma-

tik, unabhängig von deren ätiologischer Einordnung, eine Remission im 

Verlauf festgestellt werden, wohingegen die affektive Erkrankung im Rah-

men einer rezidivierenden depressiven Störung eingeordnet werden 

könne. Diese habe retrospektiv gesehen, wie bei affektiven Störungen häu-

fig, einen schwankenden Ausprägungsgrad. Die Dokumentation in der Ak-

tenlage könne diesbezüglich gut nachvollzogen werden. Zum Gutachtens-

zeitpunkt (Oktober 2024) sei die depressive Störung remittiert. Die schi-

zoaffektive Symptomatik sei seit Herbst 2019 remittiert. Die zwischen Feb-

ruar 2020 und Juni 2020 in der Aktenlage beschriebene schwere depres-

sive Symptomatik entspreche nach aktueller Einschätzung bei der Berück-

sichtigung des dokumentierten psychopathologischen Befundes vom Aus-

prägungsgrad her eher einer mittelschweren Störung. Eine abschliessende 

Beurteilung der Persönlichkeitseben könne aufgrund der diesbezüglich 

mangelnden Dokumentation und der einmaligen aktuellen psychiatrischen 

Untersuchung im Querschnittsverlauf nicht abschliessend erfolgen. Hin-

weise für Verdeutlichung oder Aggravation hätten sich nicht ergeben  

(C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 14 der Gesamtbeurteilung). 

5.2.6 Daraus zogen die gerichtlichen Sachverständigen folgende Schlüsse 

hinsichtlich der Funktionseinschränkungen und der Arbeitsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin:  

5.2.6.1 Für den Beurteilungszeitraum zwischen Anfang 2017 und dem Zeit-

punkt der Verfügung am 23. Juni 2020 seien klar die Funktionseinschrän-

kungen durch das psychiatrische Krankheitsbild im Vordergrund gestan-

den. Die für die Zeit von Februar 2020 bis Juni 2020 diagnostizierte 

schwere depressive Episode sei aufgrund der Befunde eher als mittel-

schwer ausgeprägt zu bezeichnen. Auf psychiatrischem Fachgebiet hätten 

dabei teilweise hochgradige Funktionseinschränkungen bestanden, wel-

che die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin phasen-

weise erheblich beeinträchtigten. Auf somatischem Fachgebiet habe zu-

mindest während der Phasen der stationären Aufenthalte bei Ober-

C-5463/2023 

Seite 21 

schenkelstraffung (24.01.2017-23.02.2017 und 03.03.2017-06.03.2017 

[vgl. IVSTA-act. 36]) ebenfalls eine hochgradige Funktionseinschränkung 

bestanden. Auf neurologischem Fachgebiet könne bis zum Zeitpunkt des 

Gutachtens der B._______ AG eine wie damals attestierte, leichtgradige 

Einschränkung durch die damals bestehende Migräne nachvollzogen wer-

den. Diese sei zum aktuellen Gutachtenszeitpunkt jedoch remittiert. 

5.2.6.2 Die Sachverständigen führten aus, die Arbeitsfähigkeit sei im We-

sentlichen durch das führende psychiatrische Krankheitsbild eingeschränkt 

(C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 17 der Gesamtbeurteilung). Ab der psy-

chiatrischen Hospitalisation vom 9. Januar 2017 bis zum 16. November 

2018 (= Entlassung aus der medizinischen Rehabilitation) sei die Arbeits-

fähigkeit aufgrund der retrospektiv ausgewiesenen schizoaffektiven Stö-

rung für sämtliche Tätigkeiten aufgehoben gewesen. Der Zeitraum zwi-

schen dem 16. November 2018 bis Januar 2020 könne retrospektiv nicht 

sicher beurteilt werden. Zu dieser Zeit habe keine antidepressive Medika-

tion bestanden, eine dezidierte Dokumentation in der Aktenlage fehle. Auf-

grund des schwankenden klinischen Verlaufs einer rezidivierenden De-

pression und der klinisch nachvollziehbaren Beurteilung des klinischen Bil-

des während der tagesklinischen Behandlung (05.07.2019-26.07.2019) sei 

jedoch für diesen Zeitraum aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsun-

fähigkeit von mindestens 50% für sämtliche Tätigkeiten auszugehen. Wäh-

rend des tagesklinischen Aufenthaltes sei die Arbeitsfähigkeit vollumfäng-

lich aufgehoben gewesen. Ab Januar 2020 (Behandlungsbeginn beim be-

handelnden Psychiater) habe für sämtliche Tätigkeiten bis zum Zeitpunkt 

der Verfügung am 23. Juni 2020 keine Arbeitsfähigkeit mehr bestanden, 

auch wenn die damals als schwer eingestufte Ausprägung aus heutiger 

Sicht als mittelschwer eingestuft werden müsse. Eine längere symptom-

freie Zeit sei in Bezug auf die Depression zwischen November 2018 und 

Januar 2020 bis auf die psychiatrische Begutachtung bei der B._______ 

AG nicht dokumentiert.  

5.3 Einzugehen ist nachfolgend auf die Teilgutachten, die der medizini-

schen Gesamtbeurteilung zugrunde liegen:  

5.3.1 Der wesentliche Inhalt des psychiatrischen Teilgutachtens von 

Dr. med. Q._______ ist in die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung einge-

flossen, weshalb auf die erneute Wiedergabe des Inhalts des Teilgutach-

tens verzichtet wird (vgl. insb. E. 5.2.5 und E. 5.2.6 vorstehend). Ergänzend 

ist Folgendes festzuhalten:  

C-5463/2023 

Seite 22 

In der Untersuchung fiel dem psychiatrischen Fachgutachter auf, dass die 

Beschwerdeführerin eine sehr starke Externalisierungsneigung habe und 

nun mit dem Rechtssystem hadere. Sie erlebe sich als Kämpferin, die ge-

gen die Widrigkeiten der Welt ankämpfen müsse. Sie habe ein klares 

Krankheitskonzept, das mit den medizinischen Sichtweisen in vielen Berei-

chen nicht übereinstimme, aber im Verlauf durch das medizinische System 

immer wieder gestützt worden sei. Zudem könne die Nebenwirkung der 

Antibiotikabehandlung in der Genese der psychotischen Störung eine Rolle 

spielen. Für die Depression sei hier allerdings eine kausale Ursache un-

wahrscheinlich. Psychische Anteile würden abgewehrt und klare somati-

sche Ursachen (Infekte, Narkose, Antibiotikabehandlung) als monokausal 

für den jetzigen Zustand angesehen (C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 20 

des psychiatrischen Gutachtens). 

Die Fixierungen auf das somatische Konzept würden durch die Äusserun-

gen der Beschwerdeführerin unterstrichen. Dies wirke aus medizinischer 

Sicht nicht kongruent, könne aber mit der Persönlichkeitskonstellation er-

klärt werden. In der Neuropsychologie seien keine testwertverfälschenden 

Antworttendenzen zu finden gewesen. In der Beschwerdevalidierung sei 

jedoch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer bedeutsamen Beschwerde-

überhöhung beschrieben worden. Auch in der eigenen Untersuchung hät-

ten sich Hinweise für Verdeutlichungen gefunden. Diese seien im Rahmen 

der Persönlichkeitsstrukturierung mit starker Externalisierung und einem 

Durchsetzen-Wollen des eigenen Krankheitskonzeptes nachvollziehbar. 

Um diese Ziele zu erreichen, scheine sich die Beschwerdeführerin inner-

lich, wahrscheinlich nicht bewusstseinsnah, gedrängt, die somatischen As-

pekte zu verdeutlichen. Aufgrund der Persönlichkeitsstruktur spreche sehr 

vieles dafür, dass die Beschwerdeführerin dies nicht bewusstseinsnah 

steuern könne. Auch zielgerichtete Handlungen könnten nicht immer re-

flektiert und abgewogen beeinflusst werden. Das somatische Krankheits-

konzept sei aber auch jahrelang vom medizinischen System gestützt wor-

den (C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 20 f. des psychiatrischen Gutach-

tens). 

5.3.2 Im allgemeinmedizinischen Teilgutachten hielt Dr. med. M._______ 

fest, dass für den relevanten Zeitraum zwischen Erkrankungsbeginn An-

fang Januar 2017 und dem Verfügungszeitpunkt (Juni 2020) die Arbeitsfä-

higkeit der Beschwerdeführerin für die Zeit des stationären Aufenthalts vom 

24. Januar 2017 bis 25. Februar 2017 und vom 3. März 2017 bis 6. März 

2017 aus allgemeininternistischer Sicht aufgrund der erfolgten Oberschen-

kelstraffungsoperation mit nachfolgender Wundheilungsstörung und kom-

C-5463/2023 

Seite 23 

plikationsbehaftetem Verlauf vollumfänglich aufgehoben gewesen sei. Im 

Anschluss daran sei die Arbeitsunfähigkeit psychiatrisch bedingt. Diese An-

gaben würden für die angestammte Tätigkeit, die als optimal angepasst 

bewertet werden könne, gelten (C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 15 des all-

gemeinmedizinischen Gutachtens).  

5.3.3 Im rheumatologischen Teilgutachten hielt Dr. med. R._______ fest, 

es bestünden aus rheumatologischer Sicht keine Hinweise dafür, dass die 

Arbeitsfähigkeit bzw. die Leistungsfähigkeit aufgrund einer rheumatologi-

schen Erkrankung je eingeschränkt gewesen sei (C-5463/2023, BVGer-

act. 19 S. 14 des rheumatologischen Gutachtens).  

5.3.4 Im neurologischen Teilgutachten führte Dr. med. N._______ nament-

lich aus, es finde sich kein organisch-strukturelles Korrelat für die von der 

Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden in Form einer verminderten 

Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen und subjektiv erhöhter Vergess-

lichkeit. Ob dieses Korrelat Folge der stattgehabten psychotischen Episode 

2017 sei, müsse dem psychiatrischen Fachgutachten entnommen werden 

(C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 12 des neurologischen Gutachtens). Die 

leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zum Zeitpunkt des Gutachtens 

der B._______ AG könne vor dem Hintergrund der damals noch vorhande-

nen chronischen Migräne nach ICHD-3 nachvollzogen werden. Die aktuell 

vorliegenden und im Hintergrund stehenden Kopfschmerzen führten zu 

keiner Einschränkung der Arbeits-/Leistungsfähigkeit mehr (C-5463/2023, 

BVGer-act. 19 S. 14 des neurologischen Gutachtens).  

5.3.5 Im neuropsychologischen Fachgutachten von Prof. Dr. P._______ 

und O._______ konnten zum Zeitpunkt der Untersuchung (15. Oktober 

2024) klinisch relevante Leistungsbeeinträchtigungen im Sinne einer leich-

ten neurokognitiven Störung (ICD-10 F06.7) festgestellt werden. Bei einer 

leichten kognitiven Störung sei die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter 

den meisten beruflichen Anforderungen nicht eingeschränkt. Bei Aufgaben 

und Tätigkeiten mit hohen Anforderungen sei die Funktionsfähigkeit aber 

eingeschränkt mit einer aus neuropsychologischer Perspektive maximalen 

Arbeitsunfähigkeit von 30% bei kognitiv anspruchsvollen Tätigkeiten. Im 

Rahmen eines Aggravations- und Simulationstests stellten die Sachver-

ständigen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer bedeutsamen Beschwer-

deüberhöhung und -ausweitung fest (C-5463/2023, BVGer-act. 19 

S. 19 ff.).  

C-5463/2023 

Seite 24 

5.4 In ihrer Stellungnahme vom 12. März 2025 führte die Vorinstanz unter 

Verweis auf die medizinisch-juristische Beurteilung ihres medizinischen 

Dienstes vom 27. Februar 2025 (verfasst von Dr. med. T._______, Fach-

ärztin für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. U._______, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie sowie Forensische Psychotherapie, und 

V._______, Juristin) aus, das Gerichtsgutachten sei umfassend und von 

Ärztinnen und Ärzten mit der entsprechenden medizinischen Qualifikation 

erstellt worden. Die Sachverständigen hätten eine detaillierte Studie der 

strittigen Punkte auf der Grundlage umfassender Untersuchungen ge-

macht und die geklagten Beschwerden der Beschwerdeführerin berück-

sichtigt. Die Beschreibung des medizinischen Kontextes und der medizini-

schen Situation sei klar und die Schlussfolgerungen der Sachverständigen 

seien hinreichend begründet. Das Gutachten enthalte ausreichende Ele-

mente bezüglich der Standardindikatoren nach BGE 141 V 281 und diese 

seien bei der Stellung der Schlussfolgerungen berücksichtigt worden. Zu-

dem sei das Gutachten ausreichend kongruent in Bezug auf die retrospek-

tive Bewertung, die nachvollzogen werden könne. Das Gerichtsgutachten 

erfülle die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an den Beweis-

wert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen; ihm 

komme volle Beweiskraft zu. Gestützt darauf sei von einer vollen Arbeits-

unfähigkeit ab dem 9. Januar 2017, einer Arbeitsunfähigkeit von 50% ab 

dem 16. November 2018 und ab 1. Januar 2020 bis 23. Juni 2020 (Datum 

der angefochtenen Verfügung) von einer solchen von 100% auszugehen. 

Die Vorinstanz wies darauf hin, dass bei der Beschwerdeführerin im Zeit-

punkt des Gerichtsgutachtens keine psychiatrischen Symptome mehr fest-

gestellt werden konnten (C-5463/2023, BVGer-act. 25). 

5.5 Die Beschwerdeführerin bestätigte mit ihrer Stellungnahme vom 

20. März 2025 (C-5463/2023, BVGer-act. 27) ebenfalls implizit, dass sie 

das eingeholte C._______-Gutachten für beweiskräftig erachte, weshalb 

ihr gestützt auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit eine unbefristete Rente 

zuzusprechen sei. 

5.6  

5.6.1 Zu Recht ist zwischen den Parteien unbestritten, dass das Gerichts-

gutachten der C._______ vom 31. Dezember 2024 die Anforderungen an 

eine beweiskräftige Expertise erfüllt. Es ist für die streitigen Belange um-

fassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklag-

ten Beschwerden und wurde auch in Kenntnis der Vorakten abgegeben. 

Die gerichtlichen Sachverständigen begründeten ihre Schlussfolgerungen 

C-5463/2023 

Seite 25 

und in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medi-

zinischen Situation leuchtet das Gutachten ein. Des Weiteren erfolgten 

eine interdisziplinäre Beurteilung und die Beantwortung der gestellten Fra-

gen. Insoweit ist das Gerichtsgutachten mit Blick auf die formalen Anforde-

rungen der Rechtsprechung an ein Gutachten nicht zu beanstanden (vgl. 

BGE 140 V 193 E. 3.2; 134 V 231 E. 5.1; Urteil des BVGer C-2563/2020 

vom 31. Dezember 2024 E. 10.1.2). 

5.6.2 Weiter ist der psychiatrische Fachgutachter seiner Aufgabe unter Be-

rücksichtigung der durch BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen über-

zeugend nachgekommen (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3). Er hat nachvollzieh-

bar dargelegt, dass und inwiefern wegen der von ihm erhobenen Befunde 

die beruflich-erwerbliche Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin einge-

schränkt war. Namentlich äusserte sich der psychiatrische Fachgutachter 

zu den massgebenden Beweisthemen (Indikatoren), darunter zur Ausprä-

gung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome (insb. C-5463/2023, 

BVGer-act. 19 S. 19 ff. des psychiatrischen Gutachtens), zu den bisherigen 

Behandlungen (insb. rund 190 Tage in stationärer oder teilstationärer Be-

handlung zwischen 9. Januar 2017 und 26. Juli 2019; S. 10), zu (späteren) 

beruflichen Eingliederungsversuchen (S. 8), zur Persönlichkeit der Be-

schwerdeführerin (insb. sehr starke Externalisierungsneigung, die jahre-

lang vom medizinischen System gestützt wurde; S. 11 ff., 20 f.), zum sozi-

alen Kontext (S. 15; vgl. auch S. 13 der Gesamtbeurteilung zu Belastungs-

faktoren [mehrfache und langwierige operative Eingriffe, Wundheilungsstö-

rungen, Tod der Mutter, konfliktbelastete Ehe]) sowie zu Konsistenz und 

Plausibilität unter Hinweis auf die neuropsychologische Beschwerdevali-

dierung (S. 4, 20). Dass erst ab dem Jahr 2020 eine Therapie mit einem 

Antidepressivum erfolgte (S. 20, 23), lässt angesichts der zahlreichen sta-

tionären und teilstationären Behandlungen und der sehr starken Externali-

sierungsneigung der Beschwerdeführerin nicht auf fehlenden Leidens-

druck schliessen. In Übereinstimmung mit der medizinisch-juristischen Be-

urteilung des medizinischen Dienstes der Vorinstanz kann daher der Fol-

genabschätzung des psychiatrischen Fachgutachters aus rechtlichen 

Gründen gefolgt werden. Seine diesbezüglichen eingehenden und schlüs-

sigen Darlegungen brauchen nicht wiederholt zu werden, sondern es kann 

darauf verwiesen werden (vgl. Urteile des BGer 8C_520/2024 vom 

27. März 2025 E. 7.2; 8C_295/2022 vom 21. Dezember 2022 E. 9.2.2; 

8C_213/2020 vom 19. Mai 2020 E. 5.2; Urteil C-2563/2020 E. 10.1.2).  

5.6.3 Zusammenfassend ist gestützt auf das schlüssige und beweiskräftige 

Gerichtsgutachten der C._______ davon auszugehen, dass die 

C-5463/2023 

Seite 26 

Beschwerdeführerin zunächst ab 9. Januar 2017 in jeglichen Tätigkeiten 

zu 100% arbeitsunfähig war. Ab 16. November 2018 war die Beschwerde-

führerin zu mindestens 50% und ab Januar 2020 erneut zu 100% arbeits-

unfähig, jeweils in jeglichen Tätigkeiten. 

6.  

Zu prüfen bleibt, wie sich die obgenannten Feststellungen auf den vorlie-

gend zu prüfenden Rentenanspruch ab 1. Oktober 2019 auswirken (vgl. 

zum Streitgegenstand: E. 3 vorstehend). 

6.1  

6.1.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkom-

men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie-

hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG in Ver-

bindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG). Für den Einkommensvergleich sollen die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen (Validen- und Invalidenein-

kommen) ziffernmässig möglichst genau ermittelt werden; die Differenz 

ergibt den Invaliditätsgrad. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen zif-

fernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach den im Ein-

zelfall bekannten Umständen zu schätzen und die so gewonnenen Annä-

herungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenom-

men, muss diese nicht unbedingt beziffert sein (z.B. in Form sogenannter 

Tabellenlöhne gemäss Lohnstrukturerhebung [LSE] des Bundesamts für 

Statistik; BGE 148 V 174; 139 V 592 E. 2.3). Genügen kann auch eine 

Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen, vor allem wenn die versicherte 

Person in der angestammten Tätigkeit weiterarbeiten kann. Das ohne In-

validität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 

100 Prozent zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen ent-

sprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird; vorbehältlich einer 

Herabsetzung des Invalideneinkommens ergibt sich aus der Prozentdiffe-

renz der Invaliditätsgrad (sog. Prozentvergleich; BGE 114 V 310 E. 3a).  

6.1.2 Auch beim Prozentvergleich hat das Bundesgericht einen leidensbe-

dingten Abzug zugelassen (Urteil des BGer 9C_380/2022 vom 29. Sep-

tember 2023 E. 4.4.4). Mit ihm soll der Tatsache Rechnung getragen wer-

den, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

C-5463/2023 

Seite 27 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskate-

gorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben kön-

nen (BGE 148 V 174 E. 6.3; 142 V 178 E. 1.3; 124 V 321 E. 3b/aa). Auf-

grund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeits-

fähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur 

mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll 

aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im 

Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und 

darf 25% nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b). 

6.1.3 Wird rückwirkend eine abgestufte und/oder eine befristete Rente zu-

gesprochen, sind nach der Rechtsprechung die für eine Rentenrevision 

massgebenden Grundsätze zu beachten (vgl. BGE 125 V 417 E. 2d, 112 

V 372 E. 2b; URS MÜLLER, Die materiellen Voraussetzungen der Rentenre-

vision in der Invalidenversicherung, 2003, S. 207 f.). Gemäss Art. 17 ATSG 

wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent-

sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invalidi-

tätsgrad eines Rentenbezügers erheblich verändert hat. Eine Änderung 

des Invaliditätsgrades wird namentlich durch eine wesentliche Verände-

rung des Gesundheitszustandes impliziert. Dagegen ist die unterschiedli-

che Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachver-

halts kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisions-

rechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck von Änderungen der tat-

sächlichen Verhältnisse sind (BGE 141 V 9 E. 2.3; 117 V 198 E. 3b). Nach 

Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung vom Zeit-

punkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie 

voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berück-

sichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate gedau-

ert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. 

6.2 Für den Anspruch auf eine halbe Rente vom 1. Februar 2018 bis zum 

30. September 2019 hat das Bundesverwaltungsgericht im Urteil 

C-3780/2020 vom 24. Januar 2023 einen Prozentvergleich vorgenommen, 

der vom Bundesgericht nicht beanstandet wurde (Urteil C-3780/2020 

E. 6.4). Da die Beschwerdeführerin über den 15. Juli 2019 hinaus bis Ja-

nuar 2020 weiterhin in der angestammten Tätigkeit optimal eingegliedert 

und zu 50% arbeitsfähig war (vgl. C-5463/2023, BVGer-act. 19 S. 18 f. der 

Gesamtbeurteilung), ist der Invaliditätsgrad auch für den vorliegend zu be-

urteilenden Zeitraum ab 1. Oktober 2019 mittels Prozentvergleich zu be-

stimmen. Somit entspricht der IV-Grad dem Grad der jeweiligen Arbeitsun-

fähigkeit. Ein leidensbedingter Abzug ist angesichts des Zumutbarkeits-

C-5463/2023 

Seite 28 

profils und der persönlichen und beruflichen Voraussetzungen der Be-

schwerdeführerin nicht vorzunehmen, wobei im Übrigen auch ein Abzug 

von bis zu 15% keinen Einfluss auf den Rentenanspruch hätte.  

6.3 Im Januar 2020 trat bei der Beschwerdeführerin eine Verschlechterung 

des Gesundheitszustands ein und die Arbeitsunfähigkeit betrug seit die-

sem Zeitpunkt 100% in jeglichen Tätigkeiten, woraus sich ein Anspruch auf 

eine ganze Rente ergibt. In Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ist die 

halbe Rente nach Ablauf von drei Monaten, somit per 1. April 2020, auf 

eine ganze Rente zu erhöhen (vgl. auch Kreisschreiben des BSV über In-

validität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] vom 1. Januar 

2015 [Stand: 1. Januar 2018], Rz. 4013). 

7.  

7.1 Aus dem Vorstehenden folgt, dass der Beschwerdeführerin – ergän-

zend zu der mit Urteil vom 23. Januar 2023 zugesprochenen halben Rente 

der Invalidenversicherung vom 1. Februar 2018 bis 30. September 2018 – 

für die Zeit ab dem 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 eine halbe Rente 

der Invalidenversicherung zuzusprechen ist. Ab 1. April 2020 hat die Be-

schwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente.  

7.2  

7.2.1 Die Vorinstanz beantragte in ihrer Stellungnahme vom 12. März 2025 

(C-5463/2023, BVGer-act. 25) eine Rückweisung der Sache zu weiteren 

Abklärungen, da der medizinische Sachverhalt für die Zeit nach dem 

23. Juni 2020 (Verfügungszeitpunkt) unklar sei, zumal die Beschwerdefüh-

rerin im Zeitpunkt der C._______ Begutachtung keine psychiatrischen 

Symptome mehr aufgewiesen habe und somit von einer Verbesserung des 

Gesundheitszustands auszugehen sei. 

7.2.2 Die Beschwerdeführerin führte in ihrer Stellungnahme vom 20. März 

2025 (C-5463/2023, BVGer-act. 27) aus, es stehe nun fest, dass die Zu-

sprache der befristeten Rente nicht korrekt gewesen sei, weshalb der Be-

schwerdeführerin eine unbefristete Rente zuzusprechen sei. Für weitere 

Abklärungen in Bezug auf den Verlauf stehe der Vorinstanz ein Revisions-

verfahren gemäss Art. 17 ATSG offen. 

7.3 Im vorliegenden Verfahren strittig und zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung bis zum 

Verfügungszeitpunkt am 23. Juni 2020. Veränderungen, die danach ein-

C-5463/2023 

Seite 29 

getreten sind, sind Gegenstand einer neuen Verfügung (vgl. Bst. A.d und 

E. 2.2 vorstehend). Da der hier zu beurteilende Sachverhalt durch das ein-

geholte Gerichtsgutachten der C._______ geklärt werden konnte, gibt es 

vorliegend keinen Grund für eine Rückweisung. Der Vorinstanz bleibt es 

unbenommen, den weiteren Sachverhalt für die Zeit nach dem 23. Juni 

2020 im Rahmen eines Revisionsverfahrens nach Art. 17 ATSG abzuklä-

ren. 

7.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde auch für den 

Zeitraum ab 1. Oktober 2019 teilweise gutzuheissen und der Beschwerde-

führerin für die Zeit ab dem 1. Oktober 2019 eine Rente zuzusprechen ist. 

Bis zum 31. März 2020 hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

halbe und ab 1. April 2020 auf eine ganze Rente.  

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

8.1 Hebt das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid auf und weist 

es die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück, so hat diese mit 

ihrem neuen Entscheid auch über die Kosten und Entschädigungen neu zu 

befinden (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG; HANSJÖRG SEILER, in: Bundes-

gerichtsgesetz [BGG], Stämpflis Handkommentar, 2. Aufl. 2015, N. 6 zu 

Art. 67 BGG und N. 43 zu Art. 68 BGG).  

8.2 Mit Eingabe vom 24. März 2024 hat die Beschwerdeführerin um eine 

Neuverlegung der Kosten ersucht (C-3780/2020, BVGer-act. 44), worauf 

ihr der Instruktionsrichter mit Schreiben vom 8. April 2024 (C-3780/2020, 

BVGer-act. 45) mitgeteilt hat, die Kosten würden im neu zu eröffnenden 

Rückweisungsverfahren und nicht mit separatem Kostenentscheid neu 

verlegt. Mit Eingabe vom 20. März 2025 hat die Beschwerdeführerin infolge 

«vollständigen Obsiegens» um Zusprache einer (pauschalen) Parteient-

schädigung über Fr. 2'800.- für das Verfahren C-5463/2023 ersucht 

(C-5463/2023, BVGer-act. 27; C-3780/2020 BVGer-act. 46). Am 27. Juni 

2025 hat sie zusätzlich eine Kostennote über CHF 6'210.90 für das Verfah-

ren C-3780/2020 nachgereicht (C-3780/2020, BVGer-act. 46). 

8.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG). Die Verfahrenskosten sind bei Streitigkeiten um Bewilligung oder Ver-

weigerung von IV-Leistungen nach dem Verfahrensaufwand und unabhän-

gig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Franken festzulegen (Art. 69 

C-5463/2023 

Seite 30 

Abs.1bis IVG). Die Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 800.- festzuset-

zen. Sie werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin ist angesichts des Prozessaus-

gangs als grossmehrheitlich obsiegend zu betrachten (Zusprache einer un-

befristeten ganzen Rente ab 1. April 2020 sowie vorgängig einer halben 

Rente vom 1. Februar 2018 bis 31. März 2020). Ihr sind daher keine Kosten 

aufzuerlegen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 800.- ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Entscheids auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zu-

rückzuerstatten. Einer unterliegenden Vorinstanz sind gemäss Art. 63 

Abs. 2 VwVG ebenso wenig Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

8.4 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-

wachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Parteientschädigung um-

fasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Ausla-

gen der Partei (Art. 8 VGKE). Angesichts des Prozessausgangs, nach wel-

chem die Beschwerdeführerin als grossmehrheitlich obsiegend gilt (vgl. 

E. 8.3 vorstehend), hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine unge-

kürzte Parteientschädigung zulasten der Vorinstanz. 

8.4.1 Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin reichte mit ihrer Ein-

gabe vom 27. Juni 2025 (C-3780/2020, BVGer-act. 46) eine Honorarnote 

ein und machte für das «erste Verfahren» (= C-3780/2020) eine Entschä-

digung von Fr. 6'210.90 geltend, bestehend aus einem Arbeitsaufwand im 

Zeitraum vom 9. März 2021 bis zum 18. Juni 2021 von 20,1 Stunden zu 

einem Stundenansatz von Fr. 300.- (= Fr. 6'030.-) und einer Spesenpau-

schale von 3%, entsprechend Fr. 180.90.  

Vor dem Hintergrund, dass nur der notwendige Aufwand zu entschädigen 

ist (Urteil des BGer 8C_426/2018 vom 10. August 2018 E. 5.3) und im So-

zialversicherungsrecht die Untersuchungsmaxime gilt, erscheint der gel-

tend gemachte Aufwand von 20,1 Stunden für die Instruktion durch die Kli-

entin, Aktenstudium und Verfassen der Replik unter Berücksichtigung des 

gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache, 

des Umfanges der Akten und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurtei-

lenden Verfahrens als zu hoch, weshalb die Honorarnote zu kürzen ist. Mit 

Blick auf ähnlich gelagerte Fälle (vgl. Urteil des BVGer C-399/2023 vom 

C-5463/2023 

Seite 31 

26. Mai 2025 E. 9.3.2) und unter Berücksichtigung, dass die Rechtsvertre-

terin das Mandat erst nach dem ersten Schriftenwechsel übernommen hat, 

ist der geltend gemachte Aufwand von insgesamt 20,1 Stunden auf insge-

samt 15,5 Stunden zu reduzieren, wobei namentlich der notwendige Auf-

wand für das Aktenstudium und das Verfassen der Replik von 17,6 Stun-

den auf 13 Stunden zu kürzen ist (Aufwandpositionen vom 28. April, 

29. April, 25. Mai, 28. Mai, 1. Juni, 4. Juni und 16. Juni). Für den Zeitraum 

nach dem 18. Juni 2021 – insbesondere für die (freiwilligen) «Bemerkun-

gen zur Duplik» vom 3. November 2021 (C-3780/2020, BVGer-act. 30) – 

wird kein entschädigungspflichtiger Aufwand geltend gemacht, was inso-

fern nachvollziehbar ist, als nur der notwendige Aufwand entschädigt wird. 

Der geltend gemachte Stundenansatz von Fr. 300.- ist ausserdem auf den 

im Bereich der Invalidenversicherung angemessenen und üblichen Stun-

denansatz von Fr. 250.- zu reduzieren (vgl. Urteil C-399/2023 E. 9.3.2 

m.H.).  

Es resultiert somit eine Entschädigung von Fr. 3'875.- (= 15,5 x Fr. 250.-). 

Mehrwertsteuer ist nicht geschuldet (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 8 

Abs. 1 MWSTG [SR 641.20] und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). Gemäss 

Art. 11 Abs. 1 VGKE sind die tatsächlichen Auslagen zu vergüten, weshalb 

die geltend gemachten pauschalen Auslagen von 3% des gesamten Hono-

rars grundsätzlich nicht zulässig sind, sofern – wie hier – keine besonderen 

Verhältnisse vorliegen (vgl. Art. 11 Abs. 3 VGKE). Da die konkreten Ausla-

gen nicht ausgewiesen sind, ist eine gerichtlich festgesetzte Pauschale von 

Fr. 100.- für das Verfahren C-3780/2020 festzusetzen. Somit ist im Verfah-

ren C-3780/2020 eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 3'975.- 

(= Fr. 3'875.- + Fr. 100.-) zuzusprechen. 

8.4.2 Im Verfahren C-5463/2023 beantragte die Rechtsvertreterin eine 

pauschale Entschädigung über Fr. 2'800.- (vgl. BVGer-act. 27), ohne eine 

Honorarnote einzureichen oder den Antrag zu begründen, weshalb die Ent-

schädigung nach Ermessen des Gerichts festzusetzen ist. In diesem Ver-

fahren wurde kein eigentlicher Schriftenwechsel durchgeführt, sondern der 

Instruktionsrichter unterbreitete den Parteien die für die Sachverständigen 

vorgesehenen Fragen und räumte jenen Gelegenheit ein, Ergänzungsfra-

gen zu stellen und anschliessend zum eingeholten Gutachten eine Stel-

lungnahme abzugeben. Angesichts dessen ist somit im Wesentlichen der 

für das Studium des Gutachtens und die Eingaben (betreffend Ergän-

zungsfragen respektive Bemerkungen zum Gutachten) notwendige Auf-

wand zu entschädigen. Dieser ist auf sechs Stunden zu einem Stundenan-

satz von wiederum Fr. 250.- (= Fr. 1'500.-) plus (geschätzte) Auslagen in 

C-5463/2023 

Seite 32 

der Höhe von Fr. 50.-, insgesamt somit Fr. 1'550.- festzulegen. Auch hier 

ist keine Mehrwertsteuer geschuldet. 

8.4.3 Zusammenfassend ist der Beschwerdeführerin somit für die beiden 

Verfahren C-3780/2020 und C-5463/2023 eine Parteientschädigung von 

Fr. 5'525.- (inkl. Auslagen) zuzusprechen. 

8.5 Zu prüfen bleibt die Verlegung der seitens des Bundesverwaltungsge-

richts bereits bezahlten Kosten für das eingeholte polydisziplinäre Ge-

richtsgutachten, die sich auf Fr. 29’425.50 belaufen (C-5463/2023, BVGer-

act. 21). 

8.5.1 Besteht ein Zusammenhang zwischen Untersuchungsmangel sei-

tens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzu-

ordnen, können die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auf-

erlegt werden. Dies ist unter anderem der Fall, wenn die Verwaltung zur 

Klärung der medizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet 

gelassen oder auf eine Expertise abgestellt hat, welche die Anforderungen 

an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht erfüllt (Art. 45 ATSG; 

BGE 140 V 70 E. 6.1 mit Hinweisen). Weiter hat das Bundesgericht in BGE 

143 V 269 E. 7.2 bestätigt, dass für die kantonalen Versicherungsgerichte 

und das Bundesverwaltungsgericht keine bundesrechtlichen Vorgaben be-

stehen, an welche Stellen sie interdisziplinäre Gerichtsgutachten zu verge-

ben haben, und in Anpassung seiner Rechtsprechung festgehalten, dass 

die erstinstanzlichen Versicherungsgerichte nicht an den Tarif gemäss An-

hang 2 der Vereinbarung des BSV und den MEDAS gebunden sind. 

8.5.2 Das Bundesgericht hat in seinem Rückweisungsurteil festgehalten, 

dass die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht aus-

reichend beweiswertig waren. Damit sind die Voraussetzungen für eine 

Kostenüberbindung an die Vorinstanz gegeben. Diese ist demnach zu ver-

pflichten, dem Gericht die Kosten des Gerichtsgutachtens im Betrag von 

Fr. 29’425.50 zu ersetzen. 

 

(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.)  

  

C-5463/2023 

Seite 33 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 21. Juli 2020 wird die an-

gefochtene Verfügung vom 23. Juni 2020 insofern aufgehoben, als der Be-

schwerdeführerin – in Ergänzung zu der mit Urteil vom 24. Januar 2023 

zugesprochenen halben Rente der Invalidenversicherung vom 1. Februar 

2018 bis zum 30. September 2019 – vom 1. Oktober 2019 bis zum 

31. März 2020 eine halbe und ab dem 1. April 2020 eine ganze Rente der 

Invalidenversicherung zugesprochen wird.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- wird ihr nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 5’525.- zugesprochen. 

4.  

Die Vorinstanz hat der Gerichtskasse die Kosten des Gerichtsgutachtens 

in der Höhe von Fr. 29’425.50 zu vergüten. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Philipp Egli Sandra Tibis 

  

C-5463/2023 

Seite 34 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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