# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8148ef2d-0531-5b7d-9fd8-d26b4dc0ad57
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.12.2011 UV 2010/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-66_2011-12-14.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/66

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 01.04.2020

Entscheiddatum: 14.12.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2011
Art. 6, 18 und 24 UVG. Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden 
im Nachgang zu einem Autounfall. Prüfung des Anspruchs auf Rente und 
Integritätsentschädigung (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 14. Dezember 2011, UV 2010/66).

Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_116/2012

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 14. Dezember 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Largier, Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Kathrin Hässig, Anwaltsbüro Lätsch + Hässig, 

Dorfstrasse 18, Postfach 138, 8630 Rüti ZH,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war als Service-Mitarbeiter bei der B.___ AG tätig und dadurch bei den 

Winterthur-Versicherungen (heute AXA Versicherungen AG; nachfolgend: AXA) 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 4. März 1996 als 

Lenker eines Personenwagens auf der Autobahn einen Selbstunfall verursachte und 

sich dabei eine komplexe Fussverletzung links mit mehreren Frakturen zuzog. Dies 

machte am 14. März 1996 einen operativen Eingriff notwendig (UV-act. M2). In der 

Folge bildete sich eine posttraumatische Sprunggelenkarthrose im oberen und unteren 

Sprunggelenk links, weshalb am 2. Mai 2000 eine weitere Operation durchgeführt 

wurde (UV-act. M31). Postoperativ kam es zu einem Wundinfekt und mehreren 

Debridements. Während der Hospitalisation in der Rheumaklinik und im Institut für 

Physikalische Medizin des Universitätsspitals Zürich vom 22. August bis 11. September 

2000 wurde am linken Fuss eine Algodystrophie diagnostiziert (UV-act. M35). Vom 4. 

bis 25. Mai 2001 erfolgte eine weitere Hospitalisation im Universitätsspital Zürich. Im 

Austrittsbericht vom 30. Mai 2001 (UV-act. M43) wurden ein chronisches 

Schmerzsyndrom am linken Fuss und ein chronisches Lumbovertebralsyndrom 

diagnostiziert. Das Gutachten der Schulthess Klinik, Zürich, vom 25. Oktober 2002 (act. 

G 5.1.1 M 52) bescheinigte unter anderem einen Status nach einer komplexen 

Fussverletzung links und mehreren operativen Eingriffen mit zum Teil verzögerter 

Heilung. Das Schweizer Paraplegiker Zentrum, Nottwil, bestätigte mit Bericht vom 21. 

August 2003 ein chronifiziertes CRPS-Syndrom am linken Fuss mit begleitender Unter- 

und Oberschenkelatrophie links sowie ein konsekutives chronisches 

Lumbovertebralsyndrom (rechtsbetont) unter Beteiligung der Iliosakralgelenke (UV-act. 

M53). Mit Verfügung vom 4. Januar 2005 teilte die AXA dem Versicherten mit, dass die 

Taggeldleistungen per 30. September 2003 eingestellt würden. Bis der Invaliditätsgrad 

aufgrund eines noch ausstehenden Gutachtens definitiv festgelegt werden könne, 

würden Renten-à-Konto-Zahlungen aufgrund eines unpräjudiziellen Invaliditätsgrads 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von 40% erbracht. Nach Festsetzung der Rente würden im Rahmen von Art. 21 Abs. 1 

UVG unfallkausale Pflegeleistungen und Kostenvergütungen weiterhin bezahlt. Die 

Einschränkung der Integrität bezüglich der Fussverletzung links werde vergleichsweise 

auf 30% festgesetzt. Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

A.b   Nach Durchführung einer Begutachtung im AEH, Zürich (Gutachten vom 27. Juli 

2005; UV-act. M 65) teilte die AXA dem Versicherten mit Verfügung vom 24. Mai 2006 

mit, die psychischen und körperlichen Diagnosen bzw. Beschwerden, ausgenommen 

bezüglich der Fussverletzung, seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 

den Unfall vom 4. März 1996 zurückzuführen, weshalb diesbezüglich keine 

Leistungspflicht bestehe. Die UVG-Rentenzahlungen würden revisionsweise per 31. 

März 2006 eingestellt, da der Invaliditätsgrad bezüglich der Fussproblematik 0% 

betrage. Im Sinn von Art. 69 ATSG resultiere eine Überentschädigung von 

Fr. 37'461.05. Zusammen mit den vom 1. Januar 2004 bis 31. März 2006 zuviel 

bezahlten Renten ergebe sich ein Total von Fr. 73'008.05. Gestützt auf Art. 21 Abs. 1 

UVG würden bezüglich der Fussproblematik ¼ der Kosten, welche im IV-Gutachten 

erwähnt seien (MTT-Therapie während 4 bis 6 Monaten, anschliessend 

Kräftigungstherapien im Abonnement), während zwei Jahren übernommen (UV-act. 

A201). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. A204) wurde mit 

Einspracheentscheid vom 13. März 2007 in dem Sinn teilweise gutgeheissen, dass für 

die Periode vom 7. März 1996 bis 30. September 2003 keine Überentschädigung 

entstanden sei, weshalb dem Versicherten der Betrag von Fr. 37'461.05 auszubezahlen 

sei. Im Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen UV-act. A209). Das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die gegen diesen 

Einspracheentscheid erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 3. Juni 2008 (UV 

2007/58) ab. Mit Urteil vom 5. Januar 2009, 8C_684/2008, hiess das Bundesgericht die 

gegen den kantonalen Entscheid erhobene Beschwerde, soweit es darauf eintrat, in 

dem Sinn gut, dass es den Entscheid sowie den Einspracheentscheid vom 13. März 

2007 aufhob und die Sache an die AXA zurückwies, damit diese, nach erfolgter 

Abklärung im Sinn der Erwägungen, über den Leistungsanspruch neu verfüge (UV-act. 

A212). Nach Durchführung von entsprechenden Abklärungen (Bericht Schweizer 

Paraplegiker Zentrum vom 17. Juni 2009, UV-act. M76; Gutachten Gutachterstelle 

Solothurn für interdisziplinäre Begutachtungen [Gutso] vom 21. Dezember 2009, UV-

act. M78) eröffnete die AXA dem Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

André Largier, Zürich, mit Verfügung vom 21. Januar 2010, die Rücken- (einschliesslich 

Scapula links), rechtsseitigen Hüft- und die linksseitigen Kniebeschwerden sowie die 

psychische Problematik stünden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 

natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 4. März 1996. Die Kosten für die 

unfallbedingt notwendigen Schuh- bzw. Schuheinlagenanpassungen würden weiterhin 

übernommen. Ein Rentenanspruch bestehe nicht. Die Integritätsentschädigung betrage 

Fr. 19'440.--. Eine Rückforderung der zuviel bezahlten Entschädigung über Fr. 9'720.-- 

bleibe vorbehalten (UV-act. M242).

A.c   Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. A247) hiess die AXA mit 

Einspracheentscheid vom 28. Juli 2010 insoweit gut, als sie ihren 

Rückforderungsanspruch für die bereits ausgerichtete Integritätsentschädigung 

verneinte. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (UV-act. A248).

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Largier für den 

Versicherten mit Eingabe vom 10. September 2010 Beschwerde mit dem Begehren, in 

Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids seien dem Beschwerdeführer 

rückwirkend die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine angemessene 

Invalidenrente und eine angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen. Zur 

Begründung verwies der Rechtsvertreter auf seine Ausführungen in der Einsprache 

vom 23. Februar 2010 und legte unter anderem dar, unfallbedingte Fehlbelastungen 

wegen Fuss- und Beinverletzungen und Beinlängenverkürzungen könnten später im 

Sinn indirekter Unfallfolgen zu Rückenbeschwerden führen. Die Rückenbeschwerden 

des Beschwerdeführers seien erstmals im Jahr 1999 erwähnt worden. Die 

Kausalitätsbeurteilung der Gutachter der Gutso vermöge hinsichtlich der 

Rückenbeschwerden nicht zu überzeugen. Es bestünden grosse Zweifel, ob den 

Gutso-Gutachtern die vollständigen Akten vorgelegt worden seien. Dies deshalb, weil 

die Gutachter nirgends die diversen früheren bildgebenden Abklärungen beschreiben 

oder auch nur erwähnen würden. Die Kausalitätsbeurteilung der Gutso-Gutachter 

erweise sich hinsichtlich der Ursache der LWS-Beschwerden weder als nachvollziehbar 

noch als überzeugend. Die Gutachter hätten die Entstehung der LWS-Beschwerden 

bloss und einzig aufgrund ihrer aktuellen Untersuchung erklären wollen. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kausalitätsbeurteilung hinsichtlich der Ursache der LWS-Beschwerden, welche die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigen würden, komme kein 

Beweiswert zu. Die Kausalitätsbeurteilung sei auch widersprüchlich, indem die 

Gutachter einerseits von einem Vorzustand im lumbalen Bereich ausgehen (UV-act. 

M78 S. 77 und 81) und anderseits auf S. 87 des Gutachtens erklären würden, es sei 

kein Vorzustand dokumentiert. Die Kausalitätsfrage sei daher erneut gutachterlich zu 

klären. Die Behauptung, die Beschwerden des linken Knies seien im Sinn einer 

Chondropathia patellae zu bewerten, sei durch die Befunde nicht belegt. Das 

Gutachten sei somit auch diesbezüglich beweismässig nicht verwertbar. Der 

psychiatrische Gutachter der Gutso nehme zum Verlauf der psychischen 

Beeinträchtigung keine Stellung, sondern behaupte bloss, die Arbeitsfähigkeit sei durch 

einen schädlichen Alkoholgebrauch und einen Verdacht auf 

Alkoholabhängigkeitssyndrom beeinträchtigt. Er lasse dabei aber ausser Betracht, dass 

anamnestisch das vermutete Alkoholproblem erst seit zwei Jahren bestehe, es somit 

nicht Grundlage bilden könne für das von den Vorgutachtern beschriebene psychische 

Gesundheitsleiden. Das psychiatrische Gutachten entspreche nicht den 

höchstrichterlichen Anforderungen an ein beweismässig verwertbares Gutachten, 

weshalb auch die psychiatrische Evaluation zu wiederholen sei. Durch die Präsentation 

der Überwachung und die Konfrontation mit den von der Versicherung gezogenen 

Schlussfolgerungen aus der Überwachung resultiere beim Beschwerdeführer eine 

indirekte Unfallfolge. Die Beschwerdegegnerin müsse die negativen Folgen einer mit 

einer Überwachung verbundenen Demütigung und der damit verknüpften psychischen 

Belastung vollumfänglich übernehmen. Angesichts dessen, dass sämtliche die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschäden auch unfallbedingt seien 

(zumindest teilweise), rechtfertige es sich, den von der IV-Stelle St. Gallen ermittelten 

IV-Grad von 60% zu übernehmen. Zur Höhe des Integritätsschadens würden weiterhin 

die notwendigen Angaben fehlen, mit Ausnahme derjenigen zur Fussverletzung. Die 

Höhe des Integritätsschadens aufgrund der übrigen Unfallfolgen sei gutachterlich 

abzuklären.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 15. November 2010 beantragte Rechtsanwältin 

Dr. K. Hässig, Rüti, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Sie 

verwies auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem 

aus, die Fussverletzung links habe zwar eine Integritätseinbusse bewirkt, welche 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vergleichsweise mit 30% festgesetzt und entschädigt worden sei, aber spätestens seit 

März 2006 keine Erwerbseinbusse mehr verursacht habe. Das Gutso-Gutachten (UV-

act. M78) erfülle die Voraussetzungen der Rechtsprechung an ein medizinisches 

Gutachten. Es sei nicht Aufgabe des Versicherers, den Beweis für unfallfremde 

Ursachen zu erbringen. Die beiden vorliegenden Gutachten (AEH und Gutso) hätten die 

Kausalitätsfrage umfassend geprüft und bezüglich sämtlichen geklagten Beschwerden 

übereinstimmend beantwortet. Im Gutso-Gutachten werde nachvollziehbar begründet, 

dass die Beschwerden des linken Knies im Sinn einer Chondropathia patellae zu 

bewerten seien, da im linken Knie weder klinisch noch radiologisch posttraumatische 

Veränderungen hätten erkannt werden können. Ebenfalls schlüssig begründet werde im 

Gutso-Gutachten, dass die psychischen Beschwerden nicht auf den Unfall vom 4. 

März 1996 zurückzuführen seien. Darauf sei abzustellen. Weitere Erläuterungen der 

Gutso-Gutachter oder ein drittes psychiatrisches Gutachten seien nicht erforderlich. 

Die Überwachung im Jahr 2003 sei durch das Verhalten des Beschwerdeführers 

ausgelöst worden, weil er die Auskunftspflicht verletzt habe. Die Überwachung sei 

rechtmässig gewesen und habe zu keinen von der Beschwerdegegnerin zu 

verantwortenden unfallkausalen psychischen Beschwerden geführt. Mangels 

Erwerbseinbusse betrage der Invaliditätsgrad 0%. Eine Bindung an die 

Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung bestehe nicht. Mangels Unfallkausalität 

bestehe kein Anspruch auf eine über die für die Fussverletzung links bereits erbrachte 

Integritätsentschädigung im Umfang von 30% hinausgehende Leistung.

B.c   Mit Replik vom 12. Januar 2011 (act. G 9) und Duplik vom 24. März 2011 (act. G 

15) bestätigten die Parteien ihre Standpunkte.

Erwägungen:

1.      

Streitpunkt im vorliegenden Verfahren bildet zum einen die Frage der Rechtmässigkeit 

der Einstellung der Invalidenrente per 31. März 2006 und zum anderen, ob der 

Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere als die ihm bereits ausgerichtete 

Integritätsentschädigung hat. Vorab zu klären ist, inwiefern die gesundheitlichen 

Beschwerden für die Zeit nach dem 31. März 2006 in einem adäquat-kausalen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zusammenhang zum Unfallereignis vom 4. März 1996 stehen. Die 

Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid (Erw. 2.2, 2.5, 2.6) die 

rechtlichen Voraussetzungen der Unfallkausalität sowie der Ausrichtung von Renten 

und Integritätsentschädigungen zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

2.        

2.1    Gemäss Bericht der Schulthess Klinik, Zürich, vom 7. Mai 2002 zeigten sich 

radiologisch eine Bogenschlussanomalie und ein horizontal gestelltes Sakrum, 

wodurch sich ungünstige statische Verhältnisse mit zunehmender Belastung vor allem 

der unteren Abschnitte der LWS ergeben würden, was dann die lumbale 

Beschwerdesymptomatik des Beschwerdeführers erkläre (UV-act. M50). Einem 

weiteren Schreiben der Schulthess Klinik vom 5. Dezember 2002 ist zu entnehmen, 

dass ein direkter Zusammenhang zwischen den seit 1999 bestehenden lumbalen 

Rückenschmerzen und dem Unfall nicht sicher sei (UV-act. M50). Die 

Beschwerdegegnerin liess den Beschwerdeführer im Jahr 2003 durch einen Detektiv 

überwachen. In den im Verlauf des Jahres 2003 erstellten Observationsberichten wurde 

im Wesentlichen festgehalten, dass der Beschwerdeführer sich teilweise mit Krücken 

fortbewegt habe, in anderen Situationen jedoch ohne Verwendung der Krücken oder 

eines Stockes keine Behinderung oder eine Abnormität im Bewegungsablauf zum 

Ausdruck gekommen sei (UV-act. B2-B6). Im Gutachten des Zentrums AEH, Zürich, 

vom 27. Juli 2005 wurden folgende Diagnosen festgehalten: Status nach komplexer 

Verletzung des linken Fusses, intermittierende linksseitige Kniebeschwerden, thorako- 

und lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung linksseitig bei 

Wirbelsäulenfehlform (Hohl-/Rundrücken), Haltungsdysfunktion und Zeichen 

allgemeiner Dekonditionierung und Auswirkungen durch die veränderte Statik bei 

Funktionsstörungen des linken Fusses sowie eine prolongierte gemischte 

Anpassungsstörung mit Störung der Gefühle und des Sozialverhaltens und 

andauernder Persönlichkeitsveränderung nach psychischer Erkrankung (UV-act. M65). 

Am 14. Februar 2006 bestätigten Dr. med. C.___, FMH Innere Medizin/Rheumatologie, 

und Dr. med. D.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/Rheumatologie, 

Zentrum AEH, ein thorako- und lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung 

linksseitig. Vordergründig bestehe ein Kausalzusammenhang mit der manifesten 

Wirbelsäulenfehlform (Hohl-/Rundrücken) und der Haltungsinsuffizienz. Andererseits 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

würden durch die Funktionsstörungen des linken Fusses Auswirkungen auf die Statik 

mit schmerzhaften Triggerpunkten im Bereich der Gluteal- und der Hüftmuskulatur 

bestehen, was zumindest teilweise auch Ausstrahlungen bei Schmerzen erklären 

könnte. Insgesamt bestehe jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 

Unfallkausalität. Die linksseitigen Kniebeschwerden würden als 

Überlastungssymptomatik imponieren. Diesbezüglich erscheine die verminderte 

Kraftausdauer im gesamten linken Bein ursächlich mitzuspielen; es bestehe lediglich 

ein möglicher (indirekter) Zusammenhang zum Unfallereignis. Aus der Anwendung der 

Suva-Tabelle betreffend Einschränkungen des Sprunggelenks mit Versteifung ergebe 

sich eine "Integritätsstörung" von 25% (UV-act. M70). Der Psychiater Dr. med. E.___ 

hatte am 21. Januar 2006 unter Bezugnahme auf die AEH-Begutachtung unter 

anderem sinngemäss festgehalten, die von ihm diagnostizierte Anpassungsstörung sei 

(bei ausgeprägter sozioökonomischer Determination) mehrheitlich unfallfremd. Eine 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100% erscheine zumutbar und wahrscheinlich. 

Langfristig sei von einer 40-50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (UV-act. M71). Dr. 

med. F.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 30. April 

2006, der Patient wünsche keine psychiatrische Behandlung. Bei der vorliegenden 

psychischen Störung handle es sich um eine chronifizierte Veränderung, die durch das 

Weiterbestehen der auslösenden Bedingungen ständig unterhalten werde (UV-act. 

M73).

2.2    Im Urteil vom 5. Januar 2009, 8C_684/2008, führte das Bundesgericht aus, die 

Schlussfolgerung im Zusatzbericht des AEH vom 14. Februar 2006 hinsichtlich 

Unfallkausalität des thorako- und lumbovertebralen Schmerzsyndroms stehe im 

Widerspruch zur Tatsache, dass das AEH an anderer Stelle dieses Berichts die Frage 

verneint habe, ob sich die Wirbelsäulenfehlform/-fehlhaltung mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auch ohne den Unfall aus eigener Dynamik heraus auf die 

Arbeitsfähigkeit ausgewirkt hätte. Die Verneinung der Unfallkausalität divergiere auch 

mit der diagnostischen Aussage des AEH im Gutachten vom 27. Juli 2005, bezüglich 

der Rückenproblematik bestünden Auswirkungen durch die veränderte Statik bei 

Funktionsstörungen im Bereich des linken Fusses. Auch die Schlussfolgerung im 

Bericht des AEH vom 14. Februar 2006 hinsichtlich der Knieschmerzen links überzeuge 

nicht. Soweit das Zentrum AEH auf das Fehlen von Brückensymptomen verweise, sei 

dem entgegenzuhalten, dass gerade bei Fehlbelastungen die Symptome im Sinn 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

indirekter Unfallfolgen erst später auftreten könnten (Urteil des EVG vom 22. November 

2006, U 303/06, Erw. 6.2.1 mit Hinweisen). Weiter sei hinsichtlich des thorako- und 

lumbovertebralen Schmerzsyndroms sowie der linken Knieproblematik zu bemängeln, 

dass das AEH keine bildgebende Untersuchung vorgenommen, sondern hierzu auf die 

Anamnese verwiesen habe. Eine bildgebende Untersuchung des linken Knies sei den 

Akten nicht zu entnehmen. Ohne aktuelle bildgebende Untersuchung von Rücken und 

linkem Knie könne aber die natürliche indirekte Unfallkausalität der entsprechenden 

gesundheitlichen Beschwerden im massgebenden Zeitpunkt des 

Einspracheentscheides vom 13. März 2007 nicht rechtsgenüglich beurteilt werden. 

Zudem dränge sich angesichts der in Frage stehenden Rücken- und Kniebeschwerden 

zusätzlich eine aktuelle orthopädische Beurteilung auf, die im Rahmen der 

Begutachtung des AEH nicht stattgefunden habe (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

vom 5. Januar 2007, U 246/06, Erw. 4.3). Aus dem Bericht des Schweizer Paraplegiker 

Zentrums vom 12. Juni 2006 könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 

ableiten, zumal auch darin gesagt worden sei, es sei (eventuell) eine aktuelle 

bildgebende Diagnostik der BWS/LWS (Röntgen und MRI) erforderlich. Nach dem 

Gesagten könne auf die Beurteilung der (indirekten) Unfallkausalität der Rücken- und 

linken Kniebeschwerden durch die AEH-Ärzte nicht abgestellt werden. Damit 

rechtfertige es sich auch nicht, ihrer Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in 

somatischer Hinsicht zu folgen (Urteil 8C_684/2008, a.a.O., Erw. 5.2). Sodann seien die 

Ausführungen von Dr. E.___ im Zusatzbericht vom 21. Januar 2006 insgesamt nicht 

schlüssig hinsichtlich der Frage, ob der Unfall vom 4. März 1996 im Zeitpunkt des 

Einspracheentscheides überwiegend wahrscheinlich zumindest eine natürliche 

Teilursache der psychischen Beschwerden gewesen sei oder nicht. Der beratende 

Psychiater der AXA, Dr. med. G.___, habe denn auch erst auf Grund eines Telefonats 

mit Dr. E.___ vom 22. Februar 2006 in einer Aktenotiz festhalten können, gemäss 

diesem sei das psychische Beschwerdebild nicht durch den Unfall bzw. seine Folgen 

bedingt. Auf diese Aktennotiz zur wesentlichen Frage der natürlichen Unfallkausalität 

könne indes nicht abgestellt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, 

U 11/07, Erw. 9.4), zumal Dr. G.___ zu dieser Frage nicht Stellung genommen habe. 

Weiter sei zu beachten, dass der behandelnde Psychiater Dr. med. H.___ eine längere 

depressive Reaktion bei Immigration aus dem Kosovo und Verkehrsunfall im März 1996 

diagnostiziert habe (Bericht vom 25. Oktober 2005). Der Psychiater Dr. F.___ habe 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

angegeben, infolge der chronischen Schmerzen und anderer körperlicher 

Beeinträchtigungen sowie psychosozialer Belastungen leide der Beschwerdeführer an 

chronisch depressiver Entwicklung mit ungünstiger Prognose, solange die auslösenden 

Faktoren weiter bestünden (Bericht vom 3. April 2006). Auf Grund der Berichte der 

Dres. H.___ und F.___ sei mithin eine teilweise natürliche Unfallkausalität der 

psychischen Beschwerden nicht auszuschliessen. Diese Frage bedürfe jedoch 

angesichts der insgesamt unklaren Aktenlage weiterer Prüfung (Urteil 8C_684/2008, 

a.a.O., Erw. 6.2).

2.3    Im Nachgang zum erwähnten Bundesgerichts-Urteil führten die Ärzte des 

Schweizer Paraplegiker Zentrums gestützt auf eine Anfrage der Beschwerdegegnerin 

(UV-act. A221) im Bericht vom 17. Juni 2009 unter anderem aus, infolge der 

Fussverletzung und der lang anhaltenden Schmerzhaftigkeit sei es zu einer Atrophie 

des linken Beins gekommen. Die Fussbelastung sei mittlerweile seitengleich; mit der 

jetzt bestehenden Schuhzurichtung sei der Patient gut versorgt. Im Bereich des 

Rückens bestehe eine Muskeldysbalance. Im Brust- und Schulterbereich fänden sich 

ebenfalls linksseitig betont myofasziale Schmerzen. Dem Patienten sei die 

Notwendigkeit eines konsequenten Übungsprogramms zum Muskelaufbau und zur 

Haltungskorrektur verdeutlicht worden. Eine neuropsychologische Testung habe in der 

Interpretion der nicht validen Untersuchungsergebnisse ein nicht schlüssiges Ergebnis 

ergeben. Die Testergebnisse könnten neben einer bewussten Aggravation auch im 

Rahmen einer psychiatrischen Störung auftreten. In der Verhaltensbeobachtung hätten 

sich keine Hinweise für neuropsychologische Funktionseinbussen ergeben. Eine 

psychiatrische Vorstellung habe keine Hinweise auf Depression ergeben. Eine deutliche 

Beeinträchtigung resultiere aus der laufenden sozialen und versicherungsmässigen 

Problematik (UV-act. M76).

Die von der Beschwerdegegnerin als Folge des bundesgerichtlichen 

Rückweisungsurteils veranlasste medizinische Abklärung durch die Gutachterstelle 

Solothurn für interdisziplinäre Begutachtungen (Gutso) ergab gemäss Bericht vom 21. 

Dezember 2009 die Diagnosen (aktuell) einer ungünstigen Rückfussstatik bei Status 

nach Arthrodesierung des USG links in vermehrtem Varus nach komplexer Fussfraktur 

(4. März 1996), leichtgradiger posttraumatischer OSG-Arthrose nach Pilontibial-Fraktur 

am 4. März 1996, Hypästhesien im Bereich des Fusses rechts, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beckenkammschmerzen links und Chondropathia patellae links (1), von 

intermittierenden Lumbalgien um statisch bedingte Fehl- und Überbelastung (2) sowie 

eines schädlichen Alkoholgebrauchs mit Verdacht auf Alkoholabhängigkeitssyndrom 

bei psychischen (affektiven) und verhaltensmässigen (Aggressivität) 

Beeinträchtigungen, möglicherweise primär vor dem Hintergrund der 

Anpassungsproblematik aus multifacettären Gründen. In abschliessender Würdigung 

der Auswirkungen des Unfalls vom 4. März 1996 auf die Einschränkungen des 

Patienten und daraus resultierenden langfristigen Konsequenzen seien folgende 

Schlussfolgerungen festzuhalten: Dem Beschwerdeführer sei (seit 1. April 2006) eine 

sitzende Tätigkeit ganztags ohne weiteres und ohne zeitliche Limiten zumutbar. Am 

günstigsten sei eine Wechselbelastung mit 2/3 sitzender und 1/3 stehender und 

gehender Tätigkeit ohne Notwendigkeit des Hebens und Tragens schwerer Gewichte 

(über 10 kg), insbesondere repetitiv. Bezüglich der sicher unfallkausalen Folgen 

errechne sich insgesamt ein Integritätsschaden von 20%. Dieser beziehe sich 

weitgehend auf den linken Fuss (Arthrodese des USG), gemäss Suva-Tabelle 5 mit 

15% beziffert, sowie auf die beginnende, funktionell kaum ins Gewicht fallende 

Arthrose des OSG zusammen mit Narbendysästhesien am linken Fuss nach diversen 

Eingriffen. Diese Zusatzschädigungen zusammen mit den Dysästhesien am linken 

Beckenkamm nach Spongiosaentnahme würden eine Erhöhung um 5% auf total 20% 

zulassen. Dysästhesien allein hätten nicht ein erhebliches Ausmass, und auch der als 

noch "beginnende Arthrose im OSG" festgestellte Schaden hätte allein betrachtet nicht 

ein erhebliches Ausmass. Ein Fortschreiten der Arthrose im OSG sei zwar denkbar, im 

zeitlichen und qualitativen Ausmass aber keineswegs voraussehbar. Der Vergleich zum 

Beinwert bei Amputation des Unterschenkels, mit 40% eingeschätzt, gestatte ebenfalls 

die Annahme einer 20%igen Integritätsentschädigung (an der oberen Limite), sei es 

doch dem Patienten möglich, hinkfrei und ohne Gehhilfen zumindest auf ebenem 

Boden zu gehen. Bei den intermittierenden Lumbalgien und dem Alkoholkonsum 

handle es sich nicht um unfallkausale Diagnosen. Unfallfremd sei auch die 

Chondropathia patellae. Die Befunde betreffend die linke untere Extremität, welche die 

Diagnose der leichtgradigen posttraumatischen OSG-Arthrose, die Hypästhesien im 

Bereich des Fusses rechts und die Beckenkammschmerzen links nach 

Spongiosaentnahme begründen würden, hätten sowohl am 31. März 2006 als auch 

aktuell sicher in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 4. März 1996 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gestanden. In der bisherigen Tätigkeit als Kellner bestehe eine zumindest 50%ige 

Einschränkung in Bezug auf ein Vollpensum (ab Begutachtung). Zuvor habe seit 1. April 

2006 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden. Bei einer den Unfallfolgen angepassten 

und zumutbaren Tätigkeit ergebe sich zusätzlich keine leistungsmässige 

Einschränkung. Es fänden sich Hinweise auf eine Fehlanpassung. Dies aufgrund der 

Tatsache, dass ausgehend von den Angaben des Patienten ein Alkoholkonsum 

betrieben und die Zukunftsperspektive subjektiv als deutlich beeinträchtigt beurteilt 

werde. Eine Fehlanpassung aufgrund der in Frage gestellten Compliance könne auch 

dem Bericht des Schweizer Paraplegiker Zentrums vom 17. Juni 2009 entnommen 

werden. Vor diesem Hintergrund sei eine Angewöhnung/Anpassung an die 

Beschwerden nicht mehr zu erwarten. Die im Zusammenhang mit den psychischen 

Beschwerden durchgeführten Behandlungen seien nicht effektiv gewesen, wofür es 

diverse Gründe geben könne, einschliesslich der in Frage gestellten Compliance. 

Bereits im AEH-Gutachten sei festgehalten worden, dass der Patient schwierig zu 

erreichen sei. Es könne aufgrund der Aktenlage nicht widerlegt werden, dass die seit 1. 

April 2006 durchgeführten somatischen Behandlungen aufgrund der Folgen des Unfalls 

vom 4. März 1996 nicht nötig gewesen seien. Eine Behandlung, welche den 

Gesundheitszustand namhaft verbessern könne, sei aufgrund der Erfahrungen in der 

bisherigen Therapie nicht zu erwarten. Eine symptomatische Behandlung sei sicherlich 

angebracht, wobei der Effekt derselben von der Compliance abhänge. Die 

psychiatrischen Diagnosen seien nicht unfallkausal. Aufgrund der Tatsache, dass der 

Beginn der psychischen Störungen auf Ende 2003 (UV-act. M66) explizit dokumentiert 

worden sei, tauche der Eindruck auf, dass die Erstmanifestation der psychischen 

Störungen durch nicht näher zu bezeichnende psychosoziale Belastungen ausgelöst 

worden sei. Weder der Unfall vom 4. März 1996 noch die mit der Behandlung der 

Unfallfolgen in Zusammenhang stehenden Komplikationen seien als Auslöser oder 

massgebende Ursache der psychischen Störung zu postulieren (UV-act. M78 S. 

82-112).

Der Hausarzt Dr. med. I.___, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 19. 

Februar 2010 unter anderem über die psychosoziale Dauerbelastung, die im Nachgang 

zum Unfall vom 4. März 1996 beim Beschwerdeführer aufgetreten sei, sowie über den 

negativen Effekt der Videoüberwachung, die den Patienten verunsichert bzw. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

verängstigt habe. Allfällige psychische Störungen seien Folge des Unfalls und des 

langwierigen Verlaufs (UV-act. A247).

3.      

3.1    Unbestritten und aufgrund der medizinischen Akten als belegt zu erachten ist, 

dass die gesundheitlichen Einschränkungen aufgrund der Fussverletzung links des 

Beschwerdeführers in einem natürlichen und adäquaten Zusammenhang zum Unfall 

vom 4. März 1996 stehen. Aufgrund der Darlegungen im Gutachten der Gutso sind 

sodann auch die Beckenkammschmerzen links als natürlich unfallkausal anzusehen. 

Streitig ist hingegen, ob die weiteren geltend gemachten körperlichen Beschwerden 

(linksseitige Kniebeschwerden, thorako- und lumbovertebrales Schmerzsyndrom) und 

psychischen Leiden eine natürliche und adäquate Folge des Unfallereignisses bilden 

und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zur Folge haben. Das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen kam im Entscheid vom 3. Juni 2008 (UV 

2007/58) zum Schluss, die Beurteilung von Dr. med. J.___, Spezialarzt FMH für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, vom 11. Juli 

2001 (UV-act. M44) vermöge nicht überzeugend darzulegen, dass die Rückenprobleme 

eine Folge des Unfalls seien. Insbesondere seien nicht sämtliche Diagnosen und 

Beschwerden bei der Beurteilung mit einbezogen worden, so beispielsweise die 

Auswirkungen der vorbestehenden und nicht unfallbedingten Wirbelsäulenfehlform auf 

das thorako- und lumbovertebrale Schmerzsyndrom. Gemäss Bericht des Schweizer 

Paraplegiker Zentrums vom 12. Juni 2006 habe die Immobilität und das jahrelange 

Gehen an Stöcken die LWS-Beschwerden provoziert. Der Bericht sei allerdings nicht 

hinreichend begründet worden. Die Rückenprobleme seien somit nicht mit 

überwiegender und die Kniebeschwerden lediglich im Sinn einer möglichen 

Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen (Entscheid, a.a.O., Erw. 3.2).

3.2    Dieses Ergebnis bestätigte sich aufgrund der Abklärungen durch die 

Gutachterstelle Solothurn. Die Gutachter legten gestützt auf die Vorakten und 

Untersuchungen des Beschwerdeführers dar, die Beschwerden im unteren 

Rückenbereich seien irgendeinmal im Verlauf nach dem Unfall vom 4. März 1996 

aufgetreten und hätten offenbar ein intermittierendes Auftretensmuster gezeigt. Schon 

aufgrund der Tatsache, dass diese Beschwerden nicht unmittelbar nach dem Unfall 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dokumentiert worden seien und mittlerweile keine Fehlbelastungen mehr postuliert 

werden könnten, könne es sich weder um primäre noch sekundäre unfallkausale 

Symptome (Unfall vom 4. März 1996) handeln. Es erscheine medizinisch plausibel, 

dass die durch die überbrückenden Osteophyten bewirkte Bewegungsstörung des 

rechten Iliosakralgelenks eine Funktionsstörung der Verbindung Lendenwirbelsäule-

Sacrum-Beckenring mit sich bringe, was myofasziale Fehlreaktionen der 

Glutelamuskulatur zur Folge habe. Mit dieser Krankheitshypothese, welche sich mit 

radiologischen Befunden untermauern lasse, seien die seit 1999 dokumentierten 

rezidivierenden unteren Rückenschmerzen vorbehaltlos erklärt. Bei den rezidivierenden 

lumbalen Beschwerden (Schmerzen im unteren Rückenbereich) handle es sich um eine 

statisch bedingte Fehl- und Überlastung im Zusammenhang mit der vorbestehenden 

Torsionsskoliose. Diese Beurteilung sei anhand der Aktenlage und der aktuellen 

Befunde in Übereinstimmung zwischen dem orthopädischen, traumatologischen und 

rheumatologischen Experten im Konsens erfolgt (UV-act. M78 S. 81 in Verbindung mit 

S. 77).

3.2.1           Dazu ist vorab festzuhalten, dass die Gutachter der Gutso einen Unfall-

Vorzustand nur bezogen auf die als natürlich unfallkausal beurteilten Beschwerden 

betreffend die linke untere Extremität diskutierten (und verneinten); die Darlegungen 

bezogen sich somit entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 1 S. 8 

unten) nicht auf die Rückenproblematik (vgl. UV-act. M78 S. 87) und die psychischen 

Beschwerden (UV-act. M78 S. 102). Die Feststellungen der Gutso-Gutachter stehen im 

Einklang mit den anlässlich der Observierung im Jahr 2003 beim Beschwerdeführer 

beobachteten und anhand von Bildern dokumentierten Bewegungsmustern (vgl. UV-

act. B2-B2). Die Beschwerdegegnerin veranlasste die Überwachung des 

Beschwerdeführers, weil dieser unbestrittenermassen seine Auskunftspflicht verletzt 

hatte (vgl. act. G 5 S. 8). Auch beschränkte sich die Überwachung auf den öffentlichen 

Raum (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 15. Juni 2009, 8C_807/2008; Ueli 

Kieser, Überwachung - Eine Auslegung von Art. 44a ATSG [Entwurf], in: hill 2009 

Fachartikel Nr. 1, Kap. V, Ziff. 1). Die Angabe des Beschwerdeführers gegenüber Dr. 

med. K.___, Schweizer Paraplegiker Zentrum, im Jahr 2003, wonach er nur mit 

Gehhilfen gehen könne (UV-act. M53 S. 2), wurde durch die im selben Jahr 

festgehaltenen Ergebnisse des Observierungsberichts widerlegt. Die Feststellung im 

Bericht von Dr. K.___ vom 21. August 2003, dass (unfallbedingte) "Fehleinsätze" 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vorliegen würden, die zu einem konsekutiven Befall der Körperachse geführt hätten 

(UV-act. M53 S. 3), basierte somit teilweise auf unzutreffenden 

Sachverhaltsschilderungen des Beschwerdeführers. Hinzu kommt, dass der 

vorerwähnte Bericht am 21. August 2003 und derjenige von Dr. J.___ am 11. Juli 2001 

(UV-act. M44) und damit zu Zeitpunkten erstellt wurden, als die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer nach wie vor und auch noch lange danach Leistungen 

ausrichtete. Im vorliegenden Verfahren geht es - und dies ist hier entscheidend - um 

Ansprüche ab April 2006.

Der Beschwerdeführer wies beim Gehen anlässlich der gutachterlichen Untersuchung 

durch die Gutso-Ärzte im Wesentlichen keine Gangstörung, insbesondere auch kein 

Hinken, auf (UV-act. M78 S. 76). Eine inhaltliche Auseinandersetzung der Gutso-

Gutachter mit den Feststellungen im vorerwähnten Bericht des Schweizer Paraplegiker 

Zentrums vom 21. August 2003 (implizit erwähnt in UV-act. M78 S. 70 unten) fand im 

Ergebnis insofern statt, als sie vermerkten, die durchgeführte Überwachung 

(Bilddokumentation) habe Fehlangaben des Beschwerdeführers bestätigt, wonach er 

beispielsweise zum Gehen zwei Stöcke benötigen würde und nicht Auto fahren könne. 

Die im Überwachungsmaterial dokumentierte Funktionsfähigkeit ziehe neben den 

Angaben zur Beeinträchtigung auch die Grundlagen der Diagnostik in Zweifel, da 

bestimmte beobachtete Funktionen bei den angegebenen medizinischen Diagnosen, 

insbesondere bei einem CRPS und chronischem lumbovertebralen Syndrom, über den 

langen Überwachungszeitraum kaum möglich seien (UV-act. M78 S. 71). Die Gutso-

Gutachter würdigten den Umstand, dass in den medizinischen Akten seit 1999 

rezidivierende untere Rückenschmerzen dokumentiert wurden und bezogen ihn auch in 

ihre Schlussfolgerung mit ein (UV-act. M78 S. 77). Dabei war es nicht ihre Aufgabe, 

jedes einzelne Aktenstück - ungeachtet seines Stellenwerts für die zu beantwortenden 

Gutachterfragen - explizit zu untersuchen und zu würdigen; vielmehr durften sie sich in 

der gutachterlichen Stellungnahme auf die für die Fragestellung wesentlichen 

Unterlagen beschränken. Den Gutachtern standen dabei die im 

Begutachtungszeitpunkt verfügbaren medizinischen Akten einschliesslich des 

Röntgendossiers (vgl. UV-act. M78 S. 2 unten) zur Verfügung, womit ihnen auch die 

früheren bildgebenden Abklärungen vorlagen. Der Umstand, dass letztere im 

Gutachten nicht im Einzelnen erwähnt bzw. diskutiert wurden (act. G 1 S. 6), ist nicht 

geeignet, dessen Beweiswert in Frage zu stellen, zumal Grund der Begutachtung vorab 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Vorgabe des Bundesgerichts im Urteil vom 5. Januar 2009 betreffend Erstellung 

einer aktuellen bildgebenden Diagnostik der BWS/LWS und deren Würdigung bildete. 

Diese Vorgabe erfüllt das Gutachten unbestrittenermassen (vgl. UV-act. M78 S. 2f). Ein 

Vergleich der aktuellen Bilder mit früheren Aufnahmen drängte sich hier insofern nicht 

auf, als die Gutachter hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

Fehlbelastung bzw. Überbelastung der rechten unteren Extremität zum Schluss kamen, 

dass die Befunde der 3-Phasen-Skelettszintigraphie eine alltägliche Schonung des 

ursprünglich verletzten linken Fusses mit grösster Wahrscheinlichkeit ausschliessen 

würden. Der Patient belaste somit seine beiden Beine praktisch gleichseitig; er habe 13 

½ Jahre nach einer radiologisch bestätigt ausgeheilten Calcaneustrümmerfraktur 

sekundär Osteoarthrosen entwickelt (UV-act. M78 S. 77). Die Gutachter stellten beim 

Beschwerdeführer eine innerhalb eines Zentimeters seitengleiche Beinlänge (UV-act. 

M78 S. 61) und damit eine Beinlängendifferenz geringen Ausmasses fest, welche in 

aller Regel nicht geeignet ist, eine schwerwiegende Beeinträchtigung 

(Rückenbeschwerden) zu bewirken bzw. welche sich weitgehend im Rahmen 

natürlicher Beinlängenunterschiede hält (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 18. 

August 2000 i/S H., U 4/00, Erw. 3c mit Hinweisen, und vom 28. Mai 2004, U 122/02, 

Erw. 4.1). Dieses Ergebnis bestätigt implizit auch die bereits im Jahr 2003 im 

Observations-Bericht dokumentierten, je nach Situation weitgehend uneingeschränkten 

Bewegungsabläufe beim Beschwerdeführer. Der orthopädische Chirurge Dr. med. 

L.___ vermerkte im Übrigen bereits im Bericht vom 3. Juli 1998 eine 

Beinlängendifferenz von rund einem Zentimeter (vgl. UV-act. M24 S. 4), wodurch hier 

von einem gesicherten Messwert ausgegangen werden darf.

3.2.2           Die Gutachter der Gutso kamen im Weiteren zum Schluss, dass es sich bei 

den Beschwerden im linken Knie um eine Chondropathia patellae handle und 

posttraumatische Veränderungen weder klinisch noch radiologisch erkannt werden 

könnten. Die Knieschmerzen würden keine Arbeitsunfähigkeit (in einer adaptierten 

Tätigkeit) bewirken. Das gleiche gelte für die Beschwerden im Bereich der rechten 

Hüfte, welche ohnehin nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien. Hier 

bestünden objektiv höchstens Enthesiopathien leichten Grades (UV-act. M78 S. 81). 

Gemäss Alfred M. Debrunner, Orthopädie/Orthopädische Chirurgie (4. Auflage 2002) ist 

die Chondropathia patellae - auch als patello-femorales Schmerzsyndrom bezeichnet - 

einer Quantifizierung durch radiologische Messmethoden nur beschränkt zugänglich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und weist eine Vielzahl möglicher Ursachen auf. Röntgenaufnahmen zeigen in den 

meisten Fällen normale Verhältnisse. Bei der Mehrzahl der Fälle ist der objektive 

Befund gering, so dass aufwändigere Abklärungen nicht weiterhelfen bzw. tunlichst 

vermieden werden sollten (vgl. Debrunner, a.a.O., 1047, 1049, 1051). Auch beim 

Beschwerdeführer ergab sich ein unauffälliger bzw. normaler Kniebefund (vgl. UV-act. 

M78 S. 60 und 65). Wenn die Gutachter der Gutso die von ihm angegebenen 

Kniebeschwerden unter die Diagnose einer Chondropathia patellae einordneten, so 

erscheint dies mit Blick auf die geschilderten Gegebenheiten zum einen 

nachvollziehbar. Zum anderen macht der fehlende (objektivierte) Kniebefund deutlich, 

dass ein indirekt unfallbedingter (durch Überbelastung bewirkter) Knieschaden nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als nachgewiesen gelten kann. In diesem 

Zusammenhang ist auch festzuhalten, dass der Unfallversicherer nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen zu erbringen (vgl. dazu den Standpunkt des Beschwerdeführers 

in act. G 1 S. 8), sondern nur darzutun hat, dass die unfallbedingten Ursachen des 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben. Ebenso wenig geht es 

darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit ist (Urteil des EVG vom 27. Februar 2004 i.S. A. [U 29/03]). Ein Grund für 

weitere Erläuterungen hinsichtlich der Bewertung der Knie-Beschwerden im Sinn einer 

Chondropathia ist in dieser Situation nicht ersichtlich.

3.2.3           Hinsichtlich der natürlichen Kausalität der psychischen Beschwerden 

führten die Gutachter der Gutso im Wesentlichen aus, eine psychische Symptomatik 

sei in den Akten während Jahren (nach dem Unfall) nicht erwähnt worden. In der 

konsiliarischen Untersuchung vom 23. August 2000 - in einem Zeitpunkt, als der 

Patient aufgrund der Zunahme der Beschwerden und Komplikationen (einschliesslich 

CRPS Typ 1) auf dem Höhepunkt der negativen gesundheitlichen Entwicklung 

gestanden habe - sei eine psychische Störung bzw. psychiatrische Diagnose explizit 

verneint worden. Vom behandelnden Psychiater Dr. H.___ (Bericht vom 25. Oktober 

2005) werde die erste depressive Krise im Dezember 2003 angegeben und somit der 

Beginn der psychischen Probleme mit einer deutlichen Latenz zum Unfall vom 4. März 

1996. Dies spreche gegen primär unfallkausale psychische Störungen. Die im 

Dezember 2003 aufgetretenen psychischen Beschwerden könnten nicht als Folge der 

unfallbedingten Beschwerden interpretiert werden, wenn berücksichtigt werde, dass 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Patient zwischen Anfang Mai und Ende Oktober 2003 überwacht worden sei und 

dabei aufgrund der Aktivitäten, welche er entfaltet habe, keine übermässigen 

Beschwerden hätten nachgewiesen werden können. Weder die Erstmanifestation der 

psychischen Beschwerden noch die psychischen Symptome im Verlauf oder die 

aktuellen psychischen Probleme seien auf den Unfall vom 4. März 1996 zurückzuführen 

(UV-act. M78 S. 78, 81). Diese Beurteilung lässt sich insofern im Ergebnis mit 

derjenigen von Dr. E.___ (UV-act. M71) vereinbaren, als dieser Arzt die von ihm 

diagnostizierte Anpassungsstörung (bei ausgeprägter sozioökonomischer 

Determination) als mehrheitlich unfallfremd bezeichnete. Der Umstand allein, dass sich 

der Beschwerdeführer mit den Ergebnissen einer (soweit ersichtlich rechtmässig 

erfolgten) Überwachung konfrontiert sah (vgl. act. G 1 S. 12f), vermag keine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu begründen. Wie sich nachstehend 

ergeben wird, kann die Frage der natürlichen Unfallkausalität der psychischen 

Beschwerden offen bleiben, da die diesbezügliche Adäquanz zu verneinen ist.

3.2.4           Konkrete weitere Anhaltspunkte, aufgrund welcher die Befunde und 

Schlussfolgerungen der Gutachterstelle Solothurn anzuzweifeln wären, ergeben sich 

weder aus den Akten noch den Eingaben des Beschwerdeführers. Eine nochmalige 

Begutachtung vermöchte in dieser Situation überwiegend wahrscheinlich nicht zu 

neuen bzw. "besseren" Erkenntnissen zu führen. Damit ist auf die Beurteilung im 

Gutso-Gutachten und entsprechend auch auf die dort bestätigte Arbeitsfähigkeit für 

eine dem Gesundheitsschaden adaptierte Tätigkeit abzustellen.

4.        

4.1    Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem 

Unfall und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit 

Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 

115 V 133 Erw. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) vom Unfallereignis auszugehen. Der 

Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer 

Haftungsbeschränkung zu (BGE 123 V 102 Erw. 3b; SVR 1999 UV Nr. 10, SVR 2001 UV 

Nr. 8, je mit Hinweisen). Dabei ist auf eine weite Bandbreite von Versicherten 

abzustellen. Hierzu gehören auch jene Versicherten, die auf Grund ihrer Veranlagung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut 

verkraften als Gesunde (BGE 125 V 462 Erw. 5c mit Hinweisen).

4.2    Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen 

ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die 

Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des 

Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Dabei müssen rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c; 

SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2, SVR 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die 

weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder gehäuft oder ein einziges Kriterium in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. 

Als in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung 

(BGE 115 V 133 Erw. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

4.3    Der Beschwerdeführer verursachte als Lenker eines Personenwagens auf der 

Autobahn am 4. März 1996 einen Selbstunfall und kollidierte dabei mit der Mittel- und 

Aussenleitplanke. Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs ist vorliegend von 

einem mittelschweren Ereignis auszugehen, welches weder im Grenzbereich zu den 

leichten noch im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegt (vgl. auch die 

Zusammenfassung der Rechtsprechung in RKUV 2003 Nr. U 481 S. 204 Erw. 3.3.2). 

Der Unfall ereignete sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen noch 

war er - objektiv betrachtet - von besonderer Eindrücklichkeit. Der Beschwerdeführer 

erlitt dabei eine komplexe Verletzung des linken Fusses mit mehreren Frakturen. Im 

Schreiben vom 7. August 2000 (UV-act. M33) diagnostizierte Dr. J.___ ein CRPS I am 

linken Fuss. Im Bericht vom 14. September 2000 (UV-act. M35) wurde im 

Universitätsspital Zürich unter anderem die Diagnose einer Algodystrophie am linken 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fuss erhoben. Das Schweizer Paraplegiker Zentrum bestätigte im Bericht vom 

21. August 2003 (UV-act. M53) die Diagnose eines chronifizierten CRPS-Syndroms am 

linken Fuss, welches gemäss Gutachten vom 27. Juli 2005 (UV-act. M65 S. 7) als 

regredient beurteilt wurde. Rechtsprechungsgemäss ist einem CRPS bzw. einer 

Algodystrophie die Eignung grundsätzlich zuzubilligen, eine psychische 

Fehlentwicklung auszulösen (vgl. dazu E. Wehking: Das komplexe regionale 

Schmerzsyndrom [CRPS] in Abgrenzung psychogener Störungen, in: 

Versicherungsmedizin 59 [2007] Heft 1; Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 27. Juli 2007, UV 2006/89, und vom 18. Oktober 2005, UV 2005/28). 

Somit lagen im Nachgang zum Unfallereignis vom 4. März 1996 Beschwerden vor, die 

erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, weshalb 

das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung als erfüllt zu 

betrachten ist. Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung liegen nicht vor und 

werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Im Nachgang zur 

Operation der Unfallfolgen bildete sich eine obere und vorab schmerzhafte untere 

Sprunggelenks-Arthrose links. Am 2. Mai 2000 erfolgte deshalb ein operativer Eingriff 

(Arthrodese) mit anschliessender Metallentfernung am 22. März 2001 (UV-act. M31, 

M40). Der postoperative Heilungsverlauf wurde durch einen tiefen Wundinfekt 

erschwert, welcher wiederholte Debridements und eine stationäre Wundbehandlung in 

der Klinik Sanitas notwendig machten. Prof. Dr. med. M.___, FMH Orthopädische 

Chirurgie, stellte im Bericht vom 3. Juli 2000 den vollständigen Wundverschluss fest. 

Die Röntgenkontrolle vom 28. Juni 2000 hatte knapp zwei Monate postoperativ einen 

zeitgerechten Durchbau gezeigt (UV-act. M32). Den medizinischen Akten sind somit 

zweifellos Schwierigkeiten im Heilungsverlauf zu entnehmen. Allerdings kann nicht von 

erheblichen Komplikationen oder einem besonders schwierigen Heilungsverlauf 

ausgegangen werden. Besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. Februar 2006, U 79/05), sind vorliegend nicht 

gegeben.

Dem Beschwerdeführer wurde ab Erstbehandlung am Unfalltag eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert (UV-act. M1). Gemäss Gutachten vom 25. Oktober 2002 

(UV-act. M52) wurde die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für eine angepasste 

Tätigkeit auf 50% festgelegt. Dr. med. N.___, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie 

FMH, Beratender Arzt der Winterthur-Versicherungen, erachtete den Beschwerdeführer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

mit Stellungnahme vom 18. November 2003 (UV-act. M56) in einer angepassten, teils 

sitzenden, teils stehenden/gehenden Tätigkeit für voll arbeitsfähig. Gemäss den 

Gutachten des Zentrums AEH vom 27. Juli 2005 (UV-act. M65) und der Gutso vom 21. 

Dezember 2009 (UV-act. M78) war dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in seinem 

angestammten Beruf als Kellner nicht mehr zumutbar. Eine den Behinderungen 

angepasste Tätigkeit erachteten die Gutachter (bezogen auf die unfallkausalen 

Beschwerden) als ganztags zumutbar. Somit ist den Akten bis zum 18. November 2003 

eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen, wodurch eine erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit als ausgewiesen gelten kann. Das Kriterium des Grads und der 

Dauer physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist dementsprechend zu bejahen. Nach 

Lage der medizinischen Akten machte der Beschwerdeführer seit dem Unfall 

dauerhafte Schmerzen geltend. Die von der Beschwerdegegnerin veranlasste 

Observierung lässt allerdings insofern auf eine Diskrepanz zwischen den geklagten und 

den tatsächlichen Beschwerden schliessen, als der Beschwerdeführer sich dort häufig 

uneingeschränkt bewegte. Somit kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

vom Bestehen erheblicher Beschwerden mit Dauercharakter, d.h. ohne wesentlichen 

Unterbruch, ausgegangen werden. Das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen 

kann dementsprechend nicht als belegt gelten. Ebenfalls nicht erfüllt ist das Kriterium 

der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung. Die Behandlungen verteilen 

sich zwar insgesamt auf einen relativ langen Zeitraum. Allerdings bestand zwischen 

den einzelnen Eingriffen und Behandlungen zum Teil ein erheblicher zeitlicher Abstand. 

Die ärztlichen Behandlungen betrafen zudem häufig Untersuchungen und Abklärungen, 

welche nicht mit Behandlungen gleichgesetzt werden können. Da somit höchstens 

zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, wovon keines in besonders 

ausgeprägter Weise, ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen. Dabei 

ist darauf hinzuweisen, dass gemäss Rechtsprechung für die Bejahung einer 

Unfallkausalität bei mittelschweren Unfällen (Schleudertrauma-Bereich) im engeren 

Sinn die Erfüllung von drei Adäquanzkriterien vorausgesetzt wird (Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, Erw. 4.5).

5.      

5.1    Zu prüfen ist, ausgehend von der Zumutbarkeitsbeurteilung im Gutachten der 

Gutso, der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Gemäss Schreiben der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers vom 14. Mai 1997 (UV-act. A15) 

betrug der Grundlohn Fr. 3'460.65 zuzüglich eines anteilsmässigen 13. Monatslohns 

von Fr. 288.30, also Fr. 3'748.95. Nach ihren Angaben vom 14. März 2006 hätte der 

Beschwerdeführer im Jahr 2006 einen Grundlohn von Fr. 3'200.-- erhalten (UV-act. 

A198). Konkrete Gründe, wieso der Lohn 2006 tiefer als derjenige von 1996 hätte sein 

sollen, sind nicht ersichtlich, weshalb es gerechtfertigt erscheint, von dem Lohn im 

Jahr 1996 - welchen der Beschwerdeführer auch tatsächlich erhalten hat - auszugehen. 

Da Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln sind 

und Rentenleistungen ab 1. April 2006 zur Diskussion stehen, muss der Lohn aus dem 

Jahr 1996 unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung auf das Jahr 2006 

angepasst werden. Der Nominallohnindex auf der Basis des Jahres 1993 belief sich für 

die Kategorie Gastgewerbe im Jahr 1996 auf den Wert von 104.8 und im Jahr 2006 auf 

den Wert von 117.4. Daraus errechnet sich ein Valideneinkommen von Fr. 50'396.-- 

(3'748.95 x 12 : 104.8 x 117.4). Eine Unterdurchschnittlichkeit liegt insofern nicht vor, 

als sich aus der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 des Bundesamtes für Statistik, TA1, 

Gastgewerbe, Niveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt), ein 

vergleichbarer, um weniger als 5% abweichender Betrag (Fr. 51'629.-- = Fr. 4'127.-- x 

12 : 40 x 41.7) errechnen liesse. Das vom Beschwerdeführer im Jahr 1997 während 

acht Monaten erzielte Einkommen aus selbständiger Tätigkeit (s. Auszug aus dem 

individuellen Konto; IV-Akten [CD]) hat dabei ausser Betracht zu bleiben, da es zum 

einen nach dem Unfall anfiel und zum anderen lediglich einen kurzen Zeitraum betraf, 

weshalb nicht als belegt gelten kann, dass es ohne Eintritt des Unfalls überwiegend 

wahrscheinlich Teil der (hypothetischen) beruflichen Laufbahn gebildet hätte.

5.2    Das zumutbare Invalideneinkommen ist gestützt auf die Lohnstrukturerhebung 

(LSE) zu ermitteln und dabei auf Tabelle 1 (Privater Sektor) Niveau 4 (einfache und 

repetitive Tätigkeiten) abzustellen. Zugrunde zu legen sind - wie beim 

Valideneinkommen - die Zahlen des Jahres 2006. Der Beschwerdeführer wäre in der 

Lage, seine Restarbeitsfähigkeit in sämtlichen Branchen zu verwerten, weshalb vom 

allgemeinen Durchschnittslohn aller Branchen auszugehen ist. Aus der LSE 2006 TA 1 

Niveau 4 ist für Männer ein Monatssalär von Fr. 4'732.-- ersichtlich. Das hieraus 

errechnete Jahressalär von Fr. 56'784.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die 

betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2006, d.h. auf 41.7 Stunden, 

aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 59'197.-- ergibt. Nach der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt, wenn im 

Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ein Versicherter, der gesundheitsbedingt 

lediglich noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, seine Restarbeitsfähigkeit auf 

dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu 

verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche und berufliche Merkmale 

(Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 126 V 75). Den 

vorliegenden Akten sind keine Hinweise zu entnehmen, welche einen Leidensabzug 

rechtfertigen würden, zumal der Beschwerdeführer in einer dem Gesundheitsschaden 

angepassten wechselbelastenden Tätigkeit nicht weiter eingeschränkt ist. Bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 50'396.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 59'197.-- 

ergibt sich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Selbst bei Vornahme eines (hier 

nicht ausgewiesenen) Leidensabzuges beim Invalideneinkommen von 20%, wie ihn die 

Invalidenversicherung bei ihrer Rentenbemessung gewährte (vgl. IV-Akten S. 533f 

gemäss der von der Beschwerdegegnerin eingereichten CD der IV-Stelle St. Gallen), 

wäre der Rentenanspruch zu verneinen. Eine Bindungswirkung des Unfallversicherers 

an die Invaliditätsschätzung der IV besteht vorliegend nicht (BGE 133 V 549), zumal die 

IV der Invaliditätsgrad-Bemessung die nicht unfallkausale psychische bedingte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% (gestützt auf das AEH-Gutachten; UV-act. 

M65 S. 10f) zugrunde legte (vgl. IV-Akten, CD S. 466-469). Die Einstellung der 

Invalidenrente per 31. März 2006 ist dementsprechend nicht zu beanstanden.

6.        

Abzuklären bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf Integritätsentschädigung. 

Die Gutachter der Gutso begründeten im Bericht vom 21. Dezember 2009 einlässlich 

und überzeugend den durch die unfallkausale Fussverletzung bedingten 

Integritätsschaden und bezifferten ihn auf 20%. Konkrete Anhaltspunkte, aufgrund 

welcher diese Einschätzung in Frage zu stellen wäre, werden weder geltend gemacht 

noch ergeben sich solche aus den Akten. Für die nicht unfallkausalen 

Gesundheitsschädigungen am Rücken und am linken Knie sowie für die psychischen 

Beeinträchtigungen kann eine Integritätsentschädigung zum vornherein nicht zur 

Diskussion stehen. Die Beschwerdegegnerin leistete dem Beschwerdeführer eine 

vergleichsweise auf der Basis einer Integritätseinbusse von 30% festgesetzte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entschädigung (UV-act. A176), deren Rechtsbeständigkeit sie auch im vorliegenden 

Verfahren nicht in Frage stellen lässt (act. G 5 S. 9f).

7.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 28. Juli 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2011
	Art. 6, 18 und 24 UVG. Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden im Nachgang zu einem Autounfall. Prüfung des Anspruchs auf Rente und Integritätsentschädigung (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Dezember 2011, UV 2010/66).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T12:04:07+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen