# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3280671a-f350-57f8-95f6-6476e93da3cf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.10.2010 C-6852/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6852-2008_2010-10-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6852/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______,
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 10. Oktober 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6852/2008

Sachverhalt:

A.
Am 21. Oktober 2005 stellte der im Jahre 1950 geborene, in Thailand 
wohnhafte Schweizer Bürger X._______ (im Folgenden: Beschwerde-
führer)  bei  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  ( im  Folgenden: 
IVSTA oder Vorinstanz) ein Gesuch um Bezug von Rentenleistungen 
der  schweizerischen  Invalidenversicherung  (IV).  Er  machte  geltend, 
seit  dem Jahre 2000 infolge von Fuss-  und Unterschenkelbeschwer-
den arbeitsunfähig zu sein (vgl. act. 1).

Dieses Leistungsgesuch wies die Vorinstanz mit der ihren Vorbescheid 
vom 24. April 2008 (vgl. act. 60) bestätigenden Verfügung vom 10. Ok-
tober 2008 ab, da beim Beschwerdeführer keine rentenanspruchsbe-
gründende Invalidität vorliege (vgl. act. 71).

B.
Mit  Beschwerde vom 30. Oktober 2008 beantragte der Beschwerde-
führer sinngemäss, die Verfügung vom 10. Oktober 2008 sei aufzuhe-
ben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zur Be-
gründung  führte  er  im  Wesentlichen  aus,  angesichts  seiner  somati-
schen Beschwerden und seiner Psychose sei er vollschichtig erwerbs-
unfähig.  In  einem  beigelegten  Bericht  seines  Vertreters,  einem 
Facharzt  für  Allgemeinmedizin  und  Chirotherapie,  vom  29.  August 
2008  wurden  neben  somatischen  Leiden  auch  eine  bipolare  hallu-
zinatorische Schizophrenie seit 1999 diagnostiziert – "mit zahlreichen 
stationären Aufenthalten".

C.
In ihrer Vernehmlassung vom 11. März 2009 beantragte die Vorinstanz 
die  Abweisung  der  Beschwerde. Sie  hielt  an  ihrer  bisherigen  Beur-
teilung fest und betonte insbesondere, aufgrund der aktuellen medizi-
nischen Dokumentation sei davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer nicht an einer invalidisierenden Psychose leide. 

D.
Mit  Replik  vom 31.  März  2009  bestätigte  der  Beschwerdeführer  im 
Wesentlichen  die  beschwerdeweise  gestellten  Anträge  sowie  deren 
Begründung. Zudem stellte  er  sinngemäss  den  Verfahrensantrag,  er 
sei medizinisch untersuchen zu lassen. 

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E.
Am 23. April 2009 leistete der Beschwerdeführer den mit Zwischenver-
fügung vom 16. März 2009 einverlangten Verfahrenskostenvorschuss 
von Fr. 300.-. 

F.
Nachdem er  mit  Verfügung vom 29. April  2009 zur  Vorlage  weiterer 
medizinischer  Unterlagen  zu  den  geltend  gemachten  stationären 
Behandlungen  und  zur  geklagten  psychischen  Erkrankung  aufgefor-
dert worden war, reichte der Beschwerdeführer am 26. Mai 2009 eine 
undatierte und nicht unterzeichnete Korrespondenz zweier Ärzte sowie 
den Bericht  vom 25. Mai 2009  von Dr. med. A._______,  B._______, 
nach. Zudem ging beim Bundesverwaltungsgericht ein Schreiben der 
Privatklinik  D._______ vom 30. April  2009 ein,  in  welchem Dr. med. 
C._______ einen Klinikaufenthalt  im Jahre 1991 wegen sekundärem 
Alkoholismus  bei  zwangsneurotischer  Entwicklung  (ICD-10:  301.4, 
305.0) bestätigte.

G.
In ihrer Duplik vom 20. Juli  2009 bestätigte die Vorinstanz unter Ver-
weis auf  die Stellungnahme vom 15. Juli  2009 des Regionalen Ärzt-
lichen Dienstes Rhone (im Folgenden: RAD Rhone; vgl. act. 74) sinn-
gemäss ihre bisherigen Anträge sowie deren Begründung.

H.
Mit Verfügung vom 8. September 2009 wurde der Schriftenwechsel ge-
schlossen. Die nachträglichen Eingaben des Beschwerdeführers vom 
12. und 26. Oktober 2009 wurden mit  Verfügungen vom 14. Oktober 
und 24. November 2009 aus den Akten gewiesen.

I.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 
Unterlagen wird  – soweit  erforderlich  – in  den nachfolgenden Erwä-
gungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 30. Oktober 2008 gegen die Ver-
fügung der Vorinstanz vom 10. Oktober 2008, mit der das Leistungs-

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begehren des Beschwerdeführers vom 21. Oktober 2005 abgewiesen 
worden ist.

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021  [vgl.  auch  Art.  37  VGG])  sowie  des  Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial -
versicherungsrechts  (ATSG,  SR  830.1  [vgl.  auch  Art.  3  Bst.  dbis 

VwVG]). Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen 
Regeln diejenigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt 
der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl.  
auch Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 
vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen 
gehört  auch die IVSTA, die mit  Verfügungen über  Leistungsgesuche 
befindet  (Art.  33  Bst.  d  VGG;  vgl.  auch  Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]).

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht legitimiert,  wer durch die angefochtene Verfügung 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).

Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  als  Partei 
teilgenommen. Als Adressat ist er durch die angefochtene Verfügung 
besonders berührt und hat er an deren Aufhebung bzw. Änderung ein 
schutzwürdiges  Interesse.  Nachdem  der  Verfahrenskostenvorschuss 
innert  Frist  geleistet  worden ist,  kann auf  die  form-  und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde eingetreten werden  (Art. 60 ATSG, Art. 52 
Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).

2.
Vorab  sind  die  im  vorliegenden  Verfahren  wesentlichen  Verfahrens-
grundsätze darzustellen.

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2.1 Mit  der  Beschwerde kann gerügt  werden,  die angefochtene Ver-
fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren  der  Parteien  gebunden (Art.  62  Abs. 4  VwVG). Es  kann die 
Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 
FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 
212).

2.3 Das  Sozialversicherungsverfahren  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht  von 
Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtser-
heblichen  Sachverhalts  zu  sorgen.  Dieser  Grundsatz  gilt  indessen 
nicht  uneingeschränkt. Zum einen findet  er  sein Korrelat  in  den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 
E. 1a,  je  mit  Hinweisen);  zum anderen  umfasst  die  behördliche  und 
richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von  einer 
Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf  
den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist (vgl. GYGI,  a.a.O., S. 43 und 273). In 
diesem  Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und  Sozialversiche-
rungsgerichte  zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzunehmen  oder  zu 
veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer 
sich  aus den Akten ergebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  [im  Folgenden:  EVG,  heute  Schweizerisches 
Bundesgericht] I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall  – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

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2.4.1 Im Sozialversicherungsrecht  hat  das  Gericht  seinen  Entscheid 
– sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht – nach dem 
Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  zu  fällen.  Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweis-
anforderungen  nicht.  Der  Richter  und  die  Richterin  haben  vielmehr 
jener  Sachverhaltsdarstellung zu folgen,  die sie  von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 
353 E. 5b,  BGE 125 V 193 E. 2,  je  mit  Hinweisen). Führen die von 
Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das 
Gericht  bei  pflichtgemässer  Beweiswürdigung  zur  Überzeugung,  ein 
bestimmter  Sachverhalt  sei  als  überwiegend  wahrscheinlich  zu  be-
trachten  und  weitere  Beweismassnahmen  könnten  an  diesem  fest-
stehenden  Ergebnis  nichts  mehr  ändern,  so  ist  auf  die  Abnahme 
weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdigung;  UELI 
KIESER,  Das  Verwaltungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich 
1999,  S.  212,  Rz.  450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungs-
verfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2.  Aufl.,  Zürich 
1998, Rz. 111 und 320; GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 464 
E. 4a, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 
E. 3c mit Hinweisen).

2.4.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise  frei,  d.h. ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen.

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuch-
ungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Ken-
ntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden  ist,  in  der  Beur-
teilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet 
und  ob  die  Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Aus-
schlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder  die 
Herkunft  des Beweismittels  noch die  Bezeichnung der  eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

Auch  auf  Beurteilungen  versicherungsinterner  Ärzte  der  Vorinstanz 
oder von Ärzten eines Regionalen ärztlichen Dienstes darf nur abge-

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stellt  werden,  sofern  sie  schlüssig  und  nachvollziehbar  begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-
verlässigkeit bestehen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Nicht in jedem 
Einzelfall zwingend erforderlich ist, dass solche Ärzte den Versicherten 
persönlich untersuchen. Das Fehlen eigener Untersuchungen vermag 
daher ihre Stellungnahmen für  sich alleine nicht in Frage zu stellen.  
Dies gilt  insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beur-
teilung der erwerblichen Folgen eines bereits feststehenden medizin-
ischen Sachverhalts geht, folglich die direkte ärzt liche Befassung mit 
dem Versicherten  in  den  Hintergrund  rückt  (vgl.  Urteil  des  Bundes-
gerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen). 

3.
Im Folgenden werden die für die Beurteilung der Streitsache wesent-
lichen  materiellen  Bestimmungen  und  die  von  der  Rechtsprechung 
dazu entwickelten Grundsätze dargestellt.

3.1 Der  Beschwerdeführer  ist  Schweizer  Bürger,  weshalb  im  vorlie-
genden  Verfahren  ausschliesslich  schweizerische  Rechtsvorschriften 
anwendbar sind.

3.1.1 In zeitlicher Hinsicht ist festzuhalten, dass Rechts- und Sachver-
haltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt  des Erlas-
ses der streitigen Verfügung (hier: 10. Oktober 2008) eintraten, im vor-
liegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind (vgl. 
BGE 130 V 329,  BGE 129 V 1 E. 1.2,  je  mit  Hinweisen). Allerdings 
können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter 
Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. 
BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

3.1.2 Weiter sind grundsätzlich diejenigen materiellrechtlichen Bestim-
mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen füh-
renden  Tatbestandes  Geltung  hatten  (vgl.  BGE 130  V  329). Ein  all-
fälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor  einem Rechtswechsel 
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). 

Damit  finden  grundsätzlich  jene  schweizerischen  Rechtsvorschriften 
Anwendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 10. Ok-
tober 2008 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die 
zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten sind, die aber für die 
Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von 

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Belang sind (für das IVG: ab dem 1. Januar 2003 in der Fassung vom 
6. Oktober 2000 [AS 2002 3371 und 3453]; ab dem 1. Januar 2004 in 
der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision] und 
ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 
5129; 5. IV-Revision]; die  Verordnung vom 17. Januar  1961 über  die 
Invalidenversicherung  [IVV,  SR  831.201]  in  den  entsprechenden 
Fassungen der 4. und 5. IV-Revision). 

Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 
über den Allgemeinen Teil  des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 
830.11)  anwendbar.  Die  im  ATSG  enthaltenen  Formulierungen  der 
Arbeitsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Invalidität entsprechen den 
bisherigen  von  der  Rechtsprechung  zur  Invalidenversicherung  ent-
wickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 
und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG 
und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und ATSV vom 28. 
September 2007 (5. IV-Revision [AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155], 
in Kraft  seit  1. Januar 2008) nichts geändert,  weshalb im Folgenden 
auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird.

3.2 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim 
Eintritt  der Invalidität  während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer 
(vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die AHV/IV geleistet hat. Diese 
Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht 
kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

3.2.1 Der Beschwerdeführer hat laut Auszug vom 29. Januar 2009 aus 
dem individuellen Konto in den Jahren 1968 bis 2004 während insge-
samt mehr als einem Jahr Beiträge an die AHV/IV geleistet (vgl. act.  
72), so dass beim frühest möglichen Eintritt der Invalidität die Voraus-
setzung der Mindestbeitragsdauer  für den Anspruch auf eine ordent-
liche  Invalidenrente  erfüllt  war  (vgl.  Art.  36  Abs. 1  IVG in  der  dies-
bezüglich anwendbaren bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung). 

3.2.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde,  ganze oder  teilweise Erwerbsunfähigkeit  oder  Unmöglich-
keit,  sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 
und 3 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburts -
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, 
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 

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Leistung  erforderliche  Art  und  Schwere  erreicht  hat  (Abs.  2).  Der 
Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kriterien 
definiert,  sondern  nach  der  Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen  zu  er-
zielen oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (vgl. BGE 
110  V  273  E.  4a,  BGE  102  V  165).  Dabei  sind  die  Erwerbs-  bzw. 
Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bishe-
rigen Tätigkeit, sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren Ver-
weisungstätigkeiten zu prüfen. 

Der  Invaliditätsgrad  ist  also  grundsätzlich  nach  wirtschaftlichen  und 
nicht  nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Bei  der  Bemes-
sung  der  Invalidität  kommt  es  somit  einzig  auf  die  objektiven  wirt -
schaftlichen  Folgen  einer  funktionellen  Behinderung  an,  und  nicht 
allein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktionellen Einschrän-
kung  (vgl.  BGE  110  V  273;  ZAK  1985  S.  459).  Trotzdem  ist  die 
Verwaltung  – und im Beschwerdeverfahren das Gericht  – auf  Unter-
lagen  angewiesen,  die  der  Arzt  und  gegebenenfalls  auch  andere 
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, 
in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte 
arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte  eine 
wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche  Arbeits-
leistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet  werden  können  (vgl. 
BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 
S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, 
insbesondere  im  Zusammenhang mit  der  Bestimmung der  Erwerbs-
fähigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung bzw. dem Gericht.

3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gül tig 
gewesenen Fassung) bzw. Art. 28 Abs. 2 IVG (in der ab 1. Januar 2008 
geltenden Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
70% Anspruch auf  eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens  60%  Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente,  bei  einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem solchen von mindestens 40% Anspruch auf eine Vier -
telsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision nichts  geändert  (vgl.  Art.  28 
Abs. 2 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 
28 Abs. 1ter  erster Satz IVG (in der von 1988 bis Ende 2007 gültig ge-
wesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG (in der ab dem 
1. Januar 2008 geltenden Fassung) werden jedoch Renten, die einem 
Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte 

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ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 
ATSG)  in  der  Schweiz  haben,  was  laut  Rechtsprechung  eine  be-
sondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c).

3.4 Der  Rentenanspruch  entsteht  frühestens  in  jenem Zeitpunkt,  in 
dem die versicherte Person mindestens zu 40% bleibend erwerbsun-
fähig  (Art.  7  ATSG)  geworden  ist  oder  während  eines  Jahres  ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (vgl. Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b 
IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassungen). Gemäss Art. 
28 Abs. 1 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben 
jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Erwerbsfähig-
keit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im Aufgabenbereich  zu betätigen,  nicht 
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhal-
ten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b 
und c).

Sofern sich allerdings eine versicherte Person mehr als zwölf Monate 
nach Entstehen des Anspruchs anmeldet, werden die Leistungen ge-
mäss  den  bis  zum  31.  Dezember  2007  in  Kraft  gestandenen  Vor-
schriften lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate 
ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG).

3.5 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist sodann ein dauernd in 
seiner  Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert 
nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- 
oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen,  soweit  sie  noch 
möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 235 
E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt 
der IV-Stelle, aus medizinischer Sicht zu entscheiden, in welchem Aus-
mass  ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumut-
barer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt  einsetzen  kann.  Diese  Arbeitsmöglichkeit  hat  sich  der 
Versicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungs-
tätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.),  wobei  es unerheblich ist,  ob er seine 
Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

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4.
Die beim Beschwerdeführer seit dem 10. Januar 1999 diagnostizierten 
Leiden (vgl.  act.  23  ff.)  sind  zweifelsohne  als  labiles  pathologisches 
Geschehen zu qualifizieren – also als Leiden, die sowohl eine Besse-
rung als auch eine Verschlimmerung erfahren können. Dies führt  zur 
Anwendung von Art. 29 Abs. 1 Bst. b  IVG in Verbindung mit  Art. 28 
Abs. 1ter  erster Satz IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen Fass-
ungen,  wonach  dem  Beschwerdeführer  ein  Rentenanspruch  frühes-
tens  dann  hätte  entstehen  können,  wenn  er  während  eines  Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch mindestens zu 50% arbeitsunfähig ge-
wesen wäre (Wartezeit; vgl. BGE 121 V 264 E. 5 und 6 mit Hinweisen). 
Allerdings  könnten  ihm  Rentenleistungen  ohnehin  lediglich  für  die 
zwölf der Anmeldung vom 21. Oktober 2005 (vgl. act. 1) vorangehen-
den Monate  und die  folgende Zeit  ausgerichtet  werden (vgl. Art.  48 
Abs. 2 IVG in der diesbezüglich anwendbaren,  bis Ende 2007 gültig 
gewesenen Fassung). Daher ist vorliegend relevant, ob er ab dem 21. 
Oktober  2003 während  eines  Jahres  zu  mindestens  50% arbeitsun-
fähig gewesen ist und anschliessend in der Zeit vom 21. Oktober 2004 
bis  10.  Oktober  2008  (Erlass  der  angefochtenen  Verfügung;  vgl.  E. 
3.1.1 hiervor) invalid im Sinne des Gesetzes gewesen bzw. geworden 
ist.

Unter  Berücksichtigung  dieser  Vorgaben  ist  im  Folgenden  in  Würdi-
gung der relevanten Dokumente zu beurteilen, ob die Vorinstanz den 
rechtserheblichen Sachverhalt vollständig erhoben und das Leistungs-
begehren vom 21. Oktober 2005 zu Recht mangels anspruchsbegrün-
dender  Invalidität  abgewiesen hat  – was vom Beschwerdeführer  be-
stritten wird.

4.1 Die angefochtene Verfügung vom 10. Oktober 2008 erliess die Vor-
instanz hauptsächlich gestützt  auf  die Stellungnahmen vom 13. Juni 
2007,  13.  Februar,  12.  März  und  3.  Oktober  2008  von  Dr.  med. 
E._______ vom RAD Rhone (vgl. act. 41, 56, 58 und 70), welche er in 
seinem Bericht vom 15. Juli  2009 im Wesentlichen bestätigt hat (vgl.  
act. 74).

Dr. med. E._______ lagen nebst Berichten von in Thailand sowie in der 
Schweiz auf  den Gebieten der Orthopädie, Chirurgie, Onkologie und 
Allgemeinmedizin praktizierenden Fachärzten aus der Zeit vom 18. Mai 
1999 bis 29. August 2008 (vgl. act. 23 bis 25, 27 bis 36, 38, 50 bis 52, 
64 und 69) die von Dr. med. F._______ mitunterzeichnete Replik vom 

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31. März 2009, dessen Eingaben vom 1. und 26. Mai 2009, ein im vor-
liegenden  Verfahren  nachgereichter,  undatierter  und  nicht  unter-
zeichneter Briefwechsel zweier Ärzte sowie die Berichte vom 30. April  
2009 von Dr. med. C._______  und vom 25. Mai  2009 von Dr. med. 
A._______ zur Beurteilung vor. 

Als  Hauptdiagnosen  führte  Dr.  med.  E._______  eine  offene  dis tale 
Fraktur  der  Tibia  links  im  Januar  1999  (ICD-10-Code  S82.31),  eine 
Arthrodese  der  Sprunggelenke  im  Jahre  2000  und  eine  Amputation 
des linken Beines unterhalb des Knies im Jahre 2003 an. Als Diagnose 
mit  Auswirkungen auf  die Arbeitsfähigkeit  erwähnte er  eine Überlas-
tungsarthrose des rechten Knies (ICD-10-Code M17.5)  und als  Dia-
gnosen  ohne  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  einen  Prostata-
krebs mit Metastasen in den Knochen (bestehend seit Juli 2006 sowie 
erkennbar remittierend seit Oktober 2007), seit 12 Jahren auftretende 
auditive  Halluzinationen,  einen  akuten  katatonischen  Mutismus  im 
April  2007 mit depressiver, seit Mitte September 2007 kompensierter 
Symptomatik  und  sich  rasch  zurückbildenden  auditiven  Halluzina-
tionen  sowie  eine  Hospitalisation  vom 19.  August  1991  bis  7.  Sep-
tember 1991 infolge sekundären Alkoholismus und Zwangsneurose. 

Dr.  med.  E._______  führte  im  Wesentlichen  aus,  der  Beschwerde-
führer  leide  nicht  an  invalidisierenden  psychischen  Beschwerden. 
Insbesondere sei von einem Psychiater nie eine Psychose diagnosti-
ziert worden. Selbst angesichts der auditiven Halluzinationen sei diese 
Diagnose  nicht  gerechtfertigt,  zumal  der  Beschwerdeführer  nach 
akutem katatonischem Mutismus  im  April  2007  bereits  am  22.  Juni 
2007  wieder  erwerbsfähig  gewesen  und  erfolgreich  mit  Sertralin  – 
einem  Antidepressivum  –  behandelt  worden  sei.  Insbesondere  mit 
Blick  auf  die  aktenkundigen  Hospitalisationen  und  medizinischen 
Behandlungen  gelangte  Dr.  med.  E._______  zum  Schluss,  der 
Beschwerdeführer sei vom 10. Januar 1999 bis 18. Mai 1999, 25. Juni 
2000 bis 4. Oktober 2000, 20. November 2003 bis 20. März 2004 und 
22. April 2007 bis 21. Juni 2007 vollschichtig erwerbsunfähig gewesen. 
Seit seinem Unfall am 10. Januar 1999 sei er als Küchenchef  – einer 
Tätigkeit, die er in Thailand im Rahmen seiner Tätigkeit als Bar- bzw. 
Restaurantmanager mit Unterbrüchen ausgeübt hat (vgl. act. 3, 5, 6, 8, 
11, 15, 20, 21, 39, 40 und 52 S. 3, 4) – zu 100% arbeitsunfähig. Aus-
serhalb der erwähnten Perioden vollschichtiger Erwerbsunfähigkeit sei 
der Beschwerdeführer vom 21. März 2004 bis 20. Juli 2004 in körper-
lich  leichten,  ausschliesslich  sitzenden  Verweisungstätigkeiten  zu 

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100%  arbeitsfähig  gewesen,  und  ihm  seien  seit  dem 21.  Juli  2004 
leichte,  vorwiegend  sitzende  Erwerbstätigkeiten  mit  maximal  zwei 
Stunden  aufrechter  Körperhaltung  vollschichtig  zumutbar.  Allerdings 
könne  aufgrund  der  Akten  nicht  zuverlässig  beurteilt  werden,  in 
welchem Ausmass ihm eine Erwerbstätigkeit als Bar- bzw. Restaurant-
manager noch zumutbar sei (vgl. act. 58; vgl. auch act. 41, 56, 70 und 
74). 

4.2 Die Stellungnahmen von Dr. med. E._______ vermögen nicht zu 
überzeugen.

Vorab ist festzuhalten, dass die Annahme eines psychischen Gesund-
heitsschadens eine von einem Facharzt  der  Psychiatrie  nach einem 
anerkannten  wissenschaftlichen  Klassifikationssystem  gestellte  Dia-
gnose voraussetzt  und ein  – in  diesem Sinne fachgerecht  diagnosti-
ziertes  – psychisches Leiden nur bei Vorliegen bestimmter Kriterien, 
namentlich  einer  psychiatrischen  Kommorbidität, eine  zur  Invalidität 
führende  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  zur  Folge  haben  kann 
(vgl. BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Nebst den Berichten vom 
25. März und 30. April 2009 der Dres. med. A._______ und C._______ 
sind  keine  von einem Psychiater  erstellten  Dokumente  aktenkundig. 
Auch  kann  alleine  dem Bericht  von  Dr. med.  C._______  eine  nach 
einem anerkannten wissenschaftlichen System klassifizierte Diagnose 
entnommen werden. Allerdings ist  dieser  in  keiner  Weise mehr rele-
vant, beinhaltet er doch einzig Feststellungen zum vorliegend nicht zu 
berücksichtigenden  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  im 
Jahre  1991. Ferner  können den psychiatrischen Berichten der  Dres. 
med. A._______ und C._______ weder ein Leistungskalkül noch An-
gaben dazu entnommen werden, gestützt auf welche konkreten medi-
zinischen Vorakten (Anamnese) sie erstellt wurden. Auch aus diesem 
Grunde erlauben sie keine zuverlässige Beurteilung der Auswirkungen 
der  psychischen  Leiden  auf  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerde-
führers  im  vorliegend  relevanten  Zeitraum  –  ebenso  wenig  wie  die 
übrigen  aktenkundigen  Arztberichte  und  insbesondere  die  Ausfüh-
rungen von Dr. med. F._______, stammen doch diese Dokumente nicht 
von Psychiatern und belegen sie ebenfalls kein nach einem anerkann-
ten Klassifikationssystem diagnostiziertes psychisches Leiden. 

Angesichts  des  Ungenügens  der  Aktenlage  in  psychisch-psychiat-
rischer  Hinsicht  besteht  ein  weitergehenderer  medizinischer  Abklä-
rungsbedarf. Der  Beschwerdeführer  leidet  offenbar  seit  längerer  Zeit 

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an medizinisch objektivierbaren Halluzinationen – wozu sich Dr. med. 
E._______ nicht bzw. nicht medizinisch nachvollziehbar geäussert hat. 
Dieses  Leiden  wurde  nicht  nur  mit  dem  Antidepressivum  Sertralin, 
sondern auch mit dem bei Schizophrenie indizierten Zyprexa behan-
delt  (vgl. act. 50 S. 4 und 5; hierzu http://www.kompendium.ch/Mono 
graphieTxt.aspx?lang=de&MonType=fi,  zuletzt  besucht  am  24.  Sep-
tember 2010), so dass eine derartige Erkrankung keineswegs auszu-
schliessen ist.

Dr. med. E._______ ist  Facharzt  für  Allgemeinmedizin und damit  für 
die Beurteilung der heute im Wesentlichen geltend gemachten schwer-
wiegenden  psychischen  Leiden  nicht  geeignet.  Nach  höchstrichter-
licher Rechtsprechung wäre es unter den gegebenen Umständen un-
abdingbar gewesen, den Beschwerdeführer fachärztlich psychiatrisch 
beurteilen zu lassen. 

Im  Weiteren  ist  festzuhalten,  dass  die  Berichte  der  Dres.  med. 
F._______ und  G._______ durchaus zu berücksichtigen sind,  selbst 
wenn ihnen – wie übrigens auch dem Bericht vom 20. Mai 2006 von 
Dr. med.  H._______  (vgl.  act.  29)  –  mangels  detaillierter  anamnes-
tischer  Angaben  und/oder  eines  medizinisch  nachvollziehbar  be-
gründeten  Leistungskalküls  kein  erheblicher  Beweiswert  zukommen 
kann.  Die  Stellungnahmen  von  Dr.  med.  E._______  beinhalten 
indessen keine Ausführungen zu den von den Dres. med. F._______ 
und G._______ zusätzlich diagnostizierten Leiden (Tuberkulose, Poly-
posis  Coli,  Gicht,  Gastritis,  Ösophagitis  und  Zustand  nach  Hypo-
thyreose  [vgl.  act.  50,  52,  64  und  69]  sowie  allenfalls 
Wirbelsäulensyndrom  [vgl.  Beschwerdeschrift]).  Da  bei  einem 
Zusammentreffen  verschiedener  Gesundheitsbeeinträchtigungen  der 
Grad  der  Arbeitsunfähigkeit  in  der  Regel  jedoch  aufgrund  einer 
sämtliche Behinderungen umfassenden ärztlichen Gesamtbeurteilung 
zu bestimmen ist (vgl. hierzu das Urteil des EVG I 850/02 vom 3. März 
2003,  E.  6.4.1  mit  Hinweisen),  sind  auch  diesbezüglich  weitere 
medizinische Abklärungen erforderlich. Auch aus diesem Grunde kann 
auf  die  Stellungnahmen  von  Dr.  med.  E._______  nicht  abgestellt  
werden.

4.3 Zusammenfassend  ist  daher  festzuhalten,  dass  die  Dr.  med. 
E._______ vorgelegten medizinischen Dokumente  – und somit  auch 
seine Stellungnahmen – keine ausreichend begründete, nachvollzieh-
bare und alle streitigen Belange umfassende Auseinandersetzung mit 

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den Auswirkungen des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers 
auf  dessen  Arbeitsfähigkeit  im  vorliegend  massgebenden  Zeitraum 
vom 21. Oktober  2003  bis  zum 10. Oktober  2008  beinhalten.  Ohne 
eine ergänzende fachärztliche Abklärung und Beurteilung ist es daher 
dem Bundesverwaltungsgericht  nicht  möglich,  mit  dem im Sozialver-
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit festzustellen, ob, in welchem Umfang und für welchen Zeitraum 
der Beschwerdeführer Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente 
hat.

5.
Die Vorinstanz hat demnach den rechtserheblichen Sachverhalt nicht 
vollständig festgestellt  und gewürdigt  (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 
VwVG). Die angefochtene Verfügung ist daher in teilweiser Gutheiss-
ung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstanz 
zurückzuweisen  (vgl.  Art.  61  Abs.  1  VwVG).  Diese  ist  anzuweisen, 
unter  Berücksichtigung  der  aktenkundigen  medizinischen  Berichte 
eine umfassende fachärztliche, insbesondere psychiatrische, orthopä-
dische und onkologische Abklärung und Beurteilung der  Leiden des 
Beschwerdeführers und ihrer Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit 
vornehmen zu lassen, um anschliessend neu zu verfügen (Art. 61 Abs. 
1 VwVG).

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung. 

6.1 Angesichts des teilweisen Obsiegens des Beschwerdeführers sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG; vgl.  
BGE 132 V  215  E. 6.1). Der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvor-
schuss  von  Fr. 300.-  ist  dem  Beschwerdeführer  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Da  aufgrund  der  Akten  feststeht,  dass  dem  nicht  durch  einen 
Anwalt  oder berufsmässig vertretenen Beschwerdeführer nur verhält-
nismässig geringe Kosten entstanden sind,  ist  von der  Zusprechung 
einer Parteientschädigung abzusehen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 
7 Abs. 1 und 4, Art. 8 Abs. 1 sowie Art. 9 Abs. 1 Bst. a des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Verfügung vom 
10. Oktober 2008 wird aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz 
zurück gewiesen mit der Weisung, die erforderlichen zusätzlichen Ab-
klärungen und Beurteilungen im Sinne von Erwägung 5 vorzunehmen 
und anschliessend neu zu verfügen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvorschuss  von  Fr. 300.-  wird 
dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 
Urteils zurückerstattet. 

3.
Es wird keine Parteienschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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