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**Case Identifier:** 6b2d5b12-4450-5d05-bbc6-d5ad82ee1a3d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.06.2017 IV 2014/526
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-526_2017-06-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/526

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.12.2019

Entscheiddatum: 27.06.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 27.06.2017
Art. 28 IVG. Rentenanspruch Bemessung der Invalidität der selbstständig 
erwerbenden und in allen Tätigkeiten zu 50% arbeitsunfähigen 
Beschwerdeführerin anhand des Wertes ihrer Arbeitsleistung für ihr 
"Unternehmen" (fiktiv ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung, effektiv mit 
der Gesundheitsbeeinträchtigung)(Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 27. Juni 2017, IV 2014/526). Aufgehoben durch Urteil 
des Bundesgerichts 9C_570/2017. Entscheid vom 27. Juni 2017 Besetzung 
Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und 
Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Annemarie Haase 
Geschäftsnr. IV 2014/526 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 
Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, 
Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente 
Sachverhalt

Entscheid Versicherungsgericht, 27.06.2017

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 8. Mai 2013 bei der IV-Stelle St. Gallen zum Bezug von IV-

Leistungen an. Im Anmeldeformular gab sie an, gelernte Kosmetikerin zu sein (IV-act. 

1). Sie war als selbstständige Kosmetikerin in ihrem eigenen Kosmetikstudio tätig 

(Fremdakten).

A.b  Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, 

hatte in einem Überweisungsschreiben vom 14. Februar 2013 folgende Diagnosen 

genannt: Lumbalgie mit Chronifizierung, Angststörung mit depressiver Entwicklung, 

Schulter-Armsyndrom beidseits, Zervikalgie nach Beschleunigungstrauma nach 

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Heckkollision am 22. Dezember 2012. Weiter hielt er fest, der Verlauf der 

vetrebragenen Schmerzsymptomatik sei protrahiert und werde durch die 

Erschöpfungsdepression verkompliziert (Fremdakten). Dr. med. C.___, Facharzt 

Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik D.___, hatte am 22. April 2013 berichtet, die 

Versicherte befinde sich seit dem 19. November 2012 aufgrund einer 

Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion nach dem Tod beider Eltern im Jahre 

2012 in Kombination mit einer jahrelang bestehenden beruflichen Belastungssituation 

in ambulanter integrativer psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Sie leide 

an einer mittelgradigen depressiven Störung. Mit einer Wiederherstellung der vollen 

Leistungsfähigkeit könne etwa Mitte 2013 gerechnet werden (Fremdakten). Dr. B.___ 

gab im Bericht vom 23. Mai 2013 an, die Versicherte leide mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit unter einem depressiven Syndrom. Seit dem 14. November 2012 bis 

Mai 2013 sei sie daher zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Zurzeit sei eine Tätigkeit als 

Kosmetikerin in einem reduzierten Pensum möglich (IV-act. 7).

A.c Gemäss dem Auszug aus ihrem individuellen Beitragskonto war die Versicherte seit 

1981 teilweise und seit 1998 ausschliesslich selbstständig erwerbend (IV-act. 12). Sie 

teilte der Krankentaggeldversicherung am 6. Juni 2013 mit, sie wolle weiterhin ihrer 

selbstständigen Tätigkeit als Kosmetikerin nachgehen (IV-act. 13). 

A.d  Am 10. Oktober 2013 gab die Versicherte an, derzeit 20 Stunden pro Woche in 

ihrem eigenen Geschäft zu arbeiten. Ohne Behinderung würde sie ihrer selbstständigen 

Tätigkeit zu 100% nachgehen. In Bezug auf ihren Haushalt gab sie an, sie sei seit ihrem 

Unfall am 22. Dezember 2012 in den Bereichen Ernährung, Einkauf, und Wäsche und 

Kleiderpflege eingeschränkt (IV-act. 28). Gemäss ihren Buchhaltungsunterlagen hatte 

die Versicherte folgende Reingewinne erzielt: 2007 Fr. 21'064.65, 2008 Fr. 22'760.15, 

2009 Fr. 16'262.80, 2010 Fr. 22'986.85, 2011 Fr. 21'647.95 und 2012 Fr. 20'449.50 (IV-

act. 29 ff.).

A.e  Am 24. Oktober 2013 verwies Dr. B.___ auf einen beigelegten Bericht der Klinik 

Valens vom 8. Oktober 2013 über die am 3. Oktober 2013 auf Wunsch der ÖKK 

durchgeführte interdisziplinäre Sprechstunde. Darin hatte Dr. med. E.___, Oberarzt 

mbF Psychosomatik, zusammenfassend angegeben, die Versicherte leide unter einer 

mittelgradigen depressiven Episode mit einem somatischen Syndrom (ICD-10 F32.11) 

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und akzentuierten Persönlichkeitszügen mit sehr leistungsorientierten, aber auch 

abhängigen Anteilen (ICD-10 F61.1). Die von ihm, Dr. med. F.___, leitender Arzt 

Rheumatologie, und G.___, Therapeutin Ergonomie, durchgeführten Untersuchungen 

hätten ergeben, dass die Versicherte infolge des zurückliegenden Verkehrsunfalles 

keine somatischen Folgeerkrankungen aufweise. Aus psychiatrischer Sicht könne die 

Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. C.___ geteilt werden. Die von der 

Versicherten derzeit ausgeübte 50%ige Erwerbstätigkeit stelle aus psychiatrischer 

Sicht das Maximum der momentanen Arbeitsfähigkeit dar, da die Versicherte 

vermehrte Pausen benötige und vor allem in Bezug auf die Konzentration, das 

Gedächtnis und der psychophysischen Belastbarkeit eingeschränkt sei. Dies werde 

sich in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht ändern (IV-act. 35).

A.f  Am 23. April 2014 fand eine "Abklärung an Ort und Stelle" statt. Im 

Abklärungsbericht hielt die Abklärungsperson fest, die Versicherte habe angegeben, sie 

sei am 11. April 2014 auf die rechte Hand gefallen und könne ihre Tätigkeit als 

Kosmetikerin und Masseurin deshalb zurzeit nicht ausüben. Da die Versicherte nicht 

habe angeben können, wie viele Stunden sie vor ihrer gesundheitlichen 

Beeinträchtigung gearbeitet habe, habe man sich daraufhin bei einem 8-Stunden-

Arbeitstag auf ein Pensum von 70% geeinigt. Derzeit arbeite die Versicherte je nach 

gesundheitlicher Verfassung 50%. Insbesondere Rücken-, Gesichts- und 

Fussreflexmassagen könne sie aktuell nur reduziert anbieten. Nach einer 

Körpermassage brauche sie zwei bis drei Tage Pause, während sie früher bis zu drei 

Körpermassagen täglich durchgeführt habe. Da sie lediglich in diesem 64% ihrer Arbeit 

ausmachenden Bereich zu 50% eingeschränkt sei, ergebe sich eine Arbeitsfähigkeit 

von 84%. Am 21. Mai 2014 hielt die Abklärungsperson in ihrer Stellungnahme u.a. fest, 

die Versicherte habe am 5. Mai 2014 erklärt, sie sei weder mit der 84%igen 

Arbeitsfähigkeit noch mit der prozentualen Aufteilung ihrer Tätigkeit im Beruf und im 

Haushalt einverstanden. In Bezug auf die Berechnung des Invaliditätsgrades hielt die 

Abklärungsperson fest, die Versicherte sei im Haushalt (Anteil 30%) zu 50% und in 

ihrer selbstständigen Tätigkeit (Anteil 70%) zu 21% eingeschränkt, woraus sich ein IV-

Grad von je 15% ergebe (IV-act. 52, vgl. auch IV-act. 49, 45).

A.g  Dr. B.___ erklärte am 25. Mai 2014, die Versicherte leide an einer physischen und 

psychischen Erschöpfung. Sie sei sehr motiviert, gelange aber immer wieder an ihre 

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Belastungsgrenze. Ihre bisherige Tätigkeit sei ihr noch drei bis vier Stunden täglich 

zumutbar, wobei eine verminderte Leistungsfähigkeit insbesondere in den körperlich 

anstrengenden Arbeitsbereichen bestehe. Andere Tätigkeiten seien - allerdings mit 

derselben 50%igen Einschränkung - zumutbar (IV-act. 53). Am 11. Juni 2014 gab Dr. 

C.___ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an: chronifizierte, 

mittelgradige depressive Störung mit einem somatischen Syndrom (ICD-10 F32.11) 

und Persönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen, selbstunsicheren und ängstlichen 

Anteilen (ICD-10 Z73.1). Sie führte aus, die Persönlichkeitsakzentuierung bestehe 

langjährig, die depressive Störung in der aktuellen Ausprägung seit Herbst 2012. 

Aufgrund der bisherigen Entwicklung, die trotz entsprechender Behandlungen nur eine 

Teilremission gezeigt habe, müsse die Prognose bezüglich einer weiteren 

Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit als kritisch bis 

ungünstig beurteilt werden. Dabei spielten aus psychiatrischer Sicht insbesondere die 

Wechselwirkungen zwischen der depressiven Erkrankung, der 

Persönlichkeitsakzentuierung sowie der daraus für die Versicherte realen 

Existenzängste eine entscheidende Rolle. Einschränkungen bestünden insbesondere 

durch die reduzierte Antriebslage, die erhöhte Ermüdbarkeit, die Affektlabilität und die 

reduzierte Stressbelastbarkeit. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch 

zu 50% zumutbar. In einer Verweistätigkeit sei keine höhere Leistungsfähigkeit zu 

erwarten (IV-act. 54).

A.h  Nachdem Dr. med. H.___ vom RAD vorgeschlagen hatte, auf die 

Leistungsbeurteilung von Dr. C.___ abzustellen (IV-act. 55), berechnete die IV-Stelle 

den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin anhand der so genannten "gemischten 

Methode". Sie verglich ein Valideneinkommen von Fr. 33'830.-- bei einem 

Beschäftigungsgrad von 70% mit einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 

26'841.-- bei einem Beschäftigungsgrad von 50%. Im erwerblichen Bereich resultierte 

daraus ein Invaliditätsgrad von 14,46%. Für den Haushaltsbereich übernahm sie den 

Invaliditätsgrad von 15% (IV-act. 57 f.). Mit einem Vorbescheid vom 17. Juli 2014 teilte 

sie der Versicherten mit, dass sie deren Rentengesuch aufgrund eines 

Invaliditätsgrades von 29,46% abweisen werde (IV-act. 60). Daraufhin ging am 12. 

September 2014 ein Schreiben mit dem Titel "Ärztliche Bestätigung" von Dr. C.___ ein, 

in welchem dieser für die Versicherte Einwand gegen den Vorbescheid erhob (IV-act. 

66). Am 17. September 2014 wies die IV-Stelle die Versicherte darauf hin, dass Dr. 

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C.___ nicht legitimiert sei, einen Einwand für sie zu erheben; sie verlängerte die Frist bis 

zum 7. Oktober 2014 (IV-act. 67). Die Versicherte wandte am 18. September 2014 

sinngemäss ein, sie habe sich in Bezug auf ihre Erwerbstätigkeit vor ihrer psychischen 

Erkrankung offenbar ungewollt falsch ausgedrückt; schliesslich sei sie vor Eintritt ihrer 

gesundheitlichen Einschränkungen tatsächlich zu 100% und nicht nur zu 70% tätig 

gewesen. Von der ÖKK beziehe sie denn auch bei einer 50%iger Arbeitsunfähigkeit 

eine 50%ige Einkommensausfallversicherung. Da sie seit zwei Jahren infolge ihrer 

gesundheitlichen Einschränkungen psychischer Natur zu 50% arbeitsunfähig sei, sei ihr 

eine halbe IV-Rente zuzusprechen (IV-act. 68).

A.i   Mit einer Verfügung vom 22. Oktober 2014 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren 

der Versicherten ab. Zur Begründung führte sie aus, sie habe, ausgehend von einer 

100%-Tätigkeit der Versicherten, einen neuen Einkommensvergleich vorgenommen. 

Dabei habe sich bei der Gegenüberstellung des sich aus dem Durchschnitt der 

Einkommen von 2009 bis 2011 ergebenden Valideneinkommens von Fr. 33'830.-- und 

des gemäss Lohnstrukturerhebung bei einer 50%-Tätigkeit zumutbaren 

Invalideneinkommens von Fr. 26'841.-- ein IV-Grad von 21% ergeben, weshalb die 

Versicherte nach wie vor keinen Anspruch auf eine IV-Rente habe (IV-act. 70).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 22. Oktober 2014 liess die Versicherte (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) am 13. November 2014 Beschwerde erheben. Ihr Rechtsvertreter 

beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache einer 

halben Rente. Zur Begründung machte er sinngemäss geltend, die Anrechnung eines 

hypothetischen Invalideneinkommens sei nicht zulässig, da es der Beschwerdeführerin 

nicht mehr zumutbar sei, ihren Betrieb aufzugeben und eine leidensangepasste 

unselbstständige Tätigkeit aufzunehmen. Für die Berechnung des 

Invalideneinkommens sei demnach vom Valideneinkommen auszugehen und zu 

berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin nur noch die Hälfte dieses 

Valideneinkommens erwirtschaften könne (act. G1).  

B.b  In ihrer Beschwerdeantwort führte die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) 

am 22. Dezember 2014 sinngemäss aus, es seien keine Gründe ersichtlich, weshalb 

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die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaft nicht einen 

Durchschnittslohn sollte erzielen können. Aus den medizinischen Akten ergebe sich 

nicht, dass sie Probleme mit Autoritäten habe und sich nicht in ein hierarchisches 

Betriebsgefüge einordnen könne, weshalb ihr ein Berufswechsel aus objektiver Sicht 

zumutbar sei. Die Beschwerdeführerin könne somit in jeder Hilfstätigkeit den Lohn 

erzielen, den sie mit ihrer selbstständigen Tätigkeit erzielt habe (act. G 4).

B.c  Die Beschwerdeführerin liess am 23. Februar 2015 einwenden, dass auf das 

zuletzt erzielte tiefe Einkommen abzustellen sei. Da sie jahrelang nicht mehr in einer 

hierarchischen Betriebsaufstellung tätig gewesen sei, mit ihrer Ausbildung kaum mehr 

eine Anstellung finden werde und der Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand 

aufgrund des Alters und der psychischen Beschwerden nicht mehr zumutbar sei, 

bleibe ihr nichts anderes übrig, als ihre reduzierte Leistung in ihrem eigenen Betrieb zu 

erbringen (act. G 8).

B.d  Am 26. Februar 2015 liess die Beschwerdeführerin zwei Absageschreiben 

potenzieller Arbeitgeber einreichen (act. G 9).

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 2. März 2015 auf eine Duplik (act. G 11).

B.f  Nach Abschluss des Schriftenwechsels liess die Beschwerdeführerin am 23. April 

2015 abermals zwei Absageschreiben einreichen, die belegen sollten, dass sie auf dem 

freien Arbeitsmarkt faktisch keine Arbeitsstelle mehr finden könne (act. G 13).  

Erwägungen

1.   

1.1  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [SR 831.20; IVG]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 830.1; 

ATSG) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.2  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), zu dem Einkommen, dass sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre, in Beziehung gesetzt (Valideneinkommen).

2.   

2.1  Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit bzw. die 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen.

2.2  Die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin gehen übereinstimmend 

davon aus, dass die Beschwerdeführerin sowohl in ihrer angestammten als auch in 

einer adaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsunfähig sei (vgl. act. G 1, IV-act. 70). Auch 

sämtliche Ärzte, die die Beschwerdeführerin untersucht, ihren Gesundheitszustand 

beurteilt und ihre Arbeitsfähigkeit geschätzt haben, sind sich darin einig gewesen, dass 

die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Beeinträchtigungen in allen 

Tätigkeiten nur noch zu 50% arbeitsfähig sei (vgl. IV-act. 35, 53 ff.).

2.2.1      In somatischer Hinsicht hat Dr. B.___ am 14. Februar 2013 gegenüber der 

ÖKK zunächst angegeben, die Beschwerdeführerin befinde sich u.a. wegen einer 

Lumbalgie mit Chronifizierung, einem Schulter-Arm-Syndrom und einer Zervikalgie 

nach einem Beschleunigungstrauma aufgrund einer Heckkollision bei ihm in 

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Behandlung (Fremdakten). Am 23. Mai 2013 hat er im ärztlichen Bericht zur 

Eingliederung jedoch in Bezug auf die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit keine 

somatischen Diagnosen mehr genannt (IV-act. 7) und am 25. Mai 2014 lediglich von 

einer psychischen und physischen Erschöpfung berichtet (IV-act. 53). Im Rahmen der 

interdisziplinären Schmerzsprechstunde in der Klinik Valens vom 3. Oktober 2013 sind 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nur psychiatrische Diagnosen angegeben 

worden. Zudem hat Dr. E.___ zusammenfassend festgehalten, dass keine 

persistierenden Unfallfolgen hätten festgestellt werden können (IV-act. 35). Somit sind 

bezogen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin keine somatischen Diagnosen 

genannt worden und aus den Akten ergibt sich insbesondere auch kein Hinweis darauf, 

dass die Verletzung, die sich die Beschwerdeführerin im April 2014 an der rechten 

Hand zugezogen hat (IV-act. 52 S. 2), langfristig für ihre Arbeitsfähigkeit relevant 

gewesen wäre. Daher steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass aus 

somatischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht, sodass sich die 

beklagten körperlichen Beschwerden lediglich mit dem mit der mittelgradigen 

depressiven Episode einhergehenden somatischen Syndrom erklären lassen.

2.2.2      Dr. C.___ hat der ÖKK im April 2013 mitgeteilt, dass die Beschwerdeführerin 

aufgrund einer mittelgradigen depressiven Störung infolge des Todes ihrer Eltern in 

Kombination mit einer jahrelangen Belastungssituation arbeitsunfähig sei (Fremdakten). 

Auch Dr. B.___ hat am 23. Mai 2013 angegeben, die Beschwerdeführerin sei infolge 

eines depressiven Syndroms seit dem 14. November 2012 zu 100% arbeitsunfähig (IV-

act. 7). Dr. E.___ von der Klinik Valens hat diese Einschätzung Dr. C.___s am 8. 

Oktober 2013 bestätigt und festgehalten, die Beschwerdeführerin sei infolge der 

mittelschweren depressiven Episode mit somatischem Syndrom und akzentuierten 

Persönlichkeitszügen mit sehr leistungsorientierten, aber auch abhängigen Anteilen zu 

50% arbeitsfähig. Sie habe einen erhöhten Pausenbedarf und sei in den Bereichen 

Konzentration, Gedächtnis und psychophysische Belastbarkeit eingeschränkt (IV-act. 

35). Dr. B.___ ist am 25. Mai 2014 von einer drei- bis vierstündigen Arbeitsfähigkeit pro 

Tag ausgegangen (IV-act. 53). Dr. C.___ hat am 11. Juni 2014 berichtet, die 

Beschwerdeführerin leide an einer chronischen mittelgradigen depressiven Störung mit 

einem somatischen Syndrom und einer Persönlichkeitsakzentuierung mit 

narzisstischen, selbstunsicheren und ängstlichen Anteilen. Infolgedessen ergebe sich 

eine reduzierte Antriebslage, eine erhöhte Ermüdbarkeit, eine Affektlabilität, eine 

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reduzierte Stressbelastbarkeit sowie ein erhöhter Pausenbedarf, weshalb die 

Beschwerdeführerin als Kosmetikerin und in jeder anderen Tätigkeit nur noch zu 50% 

arbeitsfähig sei (IV-act. 54). Auf diese mit der Beurteilung der Klinik Valens 

deckungsgleiche Einschätzung von Dr. C.___ hat sich der RAD und dementsprechend 

auch die Beschwerdegegnerin gestützt.

2.3  Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die vorliegenden Arztberichte 

übereinstimmend, nachvollziehbar und plausibel aufzeigen, weshalb die 

Beschwerdeführerin als zu 50% in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt zu betrachten 

ist. Die Beschwerdeführerin ist somit ab November 2012 überwiegend wahrscheinlich 

andauernd als Kosmetikerin und in jeder anderen Tätigkeit zu 50% arbeitsunfähig 

gewesen.

3.   

3.1  In ihrem Vorbescheid hat die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad der 

Beschwerdeführerin noch mittels der "gemischten Methode" ermittelt. Dabei hat sie 

angenommen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihres relativ tiefen Einkommens 

im fiktiven "Gesundheitsfall" nur zu 70% selbstständig erwerbstätig und zu 30% im 

Haushalt tätig wäre (IV-act. 57, 60). Nachdem die Beschwerdeführerin eingewandt 

hatte, sie habe vor ihrer psychischen Erkrankung bei einem Pensum von 100% 

gearbeitet, hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung ausgehend von einer 

vollzeitlichen Erwerbstätigkeit im fiktiven "Gesundheitsfall" einen Einkommensvergleich 

vorgenommen (IV-act. 68, 70). Da die Beschwerdeführerin stets angegeben hat, vor 

Eintritt des Gesundheitsschadens zu 100% erwerbstätig gewesen zu sein (vgl. IV-act. 

28, 52, 68), und da sie auch bei der ÖKK für ein Vollzeitpensum versichert gewesen ist 

(IV-act. 37, Fremdakten), überzeugt ihre Aussage, sie würde im fiktiven 

"Gesundheitsfall" zu 100% ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Zur 

Ermittlung des Invaliditätsgrades ist demnach ein (reiner) Einkommensvergleich 

vorzunehmen.

3.2  Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf 

von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs und nach Art. 28 

Abs. 1 lit. b IVG hat nur Anspruch auf eine Rente, wer während eines Jahres ohne 

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wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewesen 

ist. Da die Beschwerdeführerin sich im Mai 2013 zum Leistungsbezug angemeldet hat 

und da sie seit November 2012 durchgehend gesundheitlich eingeschränkt gewesen ist 

(vgl. Fremdakten), kann sie frühestens ab November 2013 einen Anspruch auf eine IV-

Rente haben.

3.3  Die Beschwerdeführerin hat eine Ausbildung als Kosmetikerin absolviert (IV-act. 1, 

11); sie ist zuletzt in ihrem eigenen Kosmetikstudio selbstständig tätig gewesen (vgl. IV-

act. 28, Fremdakten). Dabei hat sie in den letzten Jahren durchschnittlich einen 

Reingewinn von Fr. 33'805.-- erzielt (IV-act. 29 ff.). Die Erwerbsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin spiegelt sich jedoch in diesem Reingewinn nicht ohne Weiteres 

wieder. Schliesslich ist ihre persönliche Arbeitsleistung nur einer von vielen Faktoren, 

die den wirtschaftlichen Reingewinn ihres "Unternehmens" beeinflussen. Um ihre 

Arbeitsleistung zu bestimmen, müssten deshalb zunächst alle gewinnfördernden und 

gewinnreduzierenden Faktoren ausgeklammert werden. Die dafür notwendigerweise 

durchzuführende betriebswirtschaftliche Analyse würde sich, selbst im konkreten Fall, 

in dem es sich lediglich um ein "Ein-Personen-Unternehmen" handelt, als sehr 

aufwändig gestalten und wäre - man denke insbesondere an die konjunkturellen 

Einflüsse - mit grossen Unsicherheiten behaftet. Daher muss die Erwerbsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin anhand des Wertes ihrer Arbeitsleistung für ihr eigenes 

"Unternehmen" bestimmt werden (vgl. zum Ganzen RALPH JÖHL, Die 

Invaliditätsbemessung bei selbstständig Erwerbstätigen in der IV, in: Jahrbuch zum 

Sozialversicherungsrecht 2014 [Hrsg. Kieser/Lendfers], S. 159 ff.). Die 

Beschwerdeführerin hat vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung 

hauptsächlich Arbeiten einer Kosmetikerin verrichtet (z.B. Massage, Pediküre, 

Enthaarung), während die selten ausgeführten administrativen Aufgaben anteilsmässig 

stark in den Hintergrund rücken und daher bei der Bestimmung ihres Tätigkeitsprofils 

vernachlässigt werden können (IV-act. 52). Die Akten geben keinen Grund zur 

Annahme, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Kosmetikerin 

unterdurchschnittlich leistungsfähig gewesen wäre, weshalb mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass sie im fiktiven "Gesundheitsfall" mit 

einem Pensum von 100% für ihr "Unternehmen" eine durchschnittliche Leistung als 

Kosmetikerin erbringen würde. Die Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin wäre für ihr 

"Unternehmen" im Jahr 2013 somit das wert gewesen, was ihr "Unternehmen" hätte 

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ausgeben müssen, wenn es diese Arbeitsleistung extern "eingekauft" hätte, nämlich 

den durchschnittlichen Lohn einer vollerwerbstätigen Kosmetikerin.

3.4  Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades ist zu berücksichtigen, dass ein 

Rentenanspruch gemäss dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" erst entstehen 

kann, wenn keine Eingliederungsmassnahmen die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin wieder herstellen, erhalten oder verbessern könnten (vgl. Art. 28 

Abs. 1 IVG). So könnte die Beschwerdeführerin gegebenenfalls durch eine geeignete 

Umschulung ermöglicht werden, ihre Erwerbsfähigkeit auch als Teilinvalide optimal 

auszuschöpfen. Allerdings erscheint eine Umschulung im Sinne einer beruflichen 

Eingliederungsmassnahme im konkreten Fall nicht als sinnvoll, da die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihres reduzierten Arbeitsfähigkeitsgrades für jede 

Ausbildung mindestens doppelt so lang brauchen würde, wie eine gesunde 

Auszubildende. Indem sie damit über einen relativ langen Zeitraum hinweg nur ein sehr 

geringes Einkommen hätte, würde ein allfälliger, durch die Umschulung in eine neue 

Tätigkeit resultierender Mehrverdienst die Einkommenssituation der 

Beschwerdeführerin gesamthaft betrachtet (insbesondere unter der Berücksichtigung 

der der Beschwerdeführerin verbleibenden Zeit als Erwerbstätige) kaum positiv 

beeinflussen können. Da eine Umschulung demnach unzumutbar wäre, stehen der 

Beschwerdeführerin zwei Invalidenkarrieren offen: Kosmetikerin oder Hilfsarbeiterin. 

Die Beschwerdeführerin ist nicht nur in ihrer bisherigen Tätigkeit als Kosmetikerin, 

sondern in allen Tätigkeiten zu 50% arbeitsunfähig. Es liegt demnach kein Grund dafür 

vor, von ihr zu verlangen, nun einer anderen als ihrer bisherigen Tätigkeit nachzugehen. 

Ebenso wenig hat sie in eine unselbstständige Tätigkeit zu wechseln. Schliesslich 

würde dies an ihrer Erwerbsfähigkeit - und nur diese ist durch die Invalidenrente 

versichert - nichts ändern. Da die Invalidenkarriere also der Validenkarriere entspricht 

und die Beschwerdeführerin in ihrem Geschäft grösstenteils Arbeiten als Kosmetikerin 

verrichtet, kann im Rahmen eines stark reduzierten gewerblich gewichteten 

Betätigungsvergleichs der Invaliditätsgrad anhand eines Prozentvergleichs bestimmt 

werden. Damit die Beschwerdeführerin jedoch ein Invalideneinkommen in Höhe eines 

durchschnittlichen Lohnes einer zu 50% tätigen Kosmetikerin erreichen könnte, müsste 

der wirtschaftliche Wert ihrer Arbeitsleistung an einem behinderungsadaptierten 

Arbeitsplatz den Wert der Arbeitsleistung jener 50% aller Kosmetikerinnen übersteigen, 

deren Lohn unter dem Zentralwert liegt. Andernfalls könnte ihr ein 

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betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender Arbeitgeber nur einen im 

entsprechenden Umfang unter dem Zentralwert liegenden Lohn bezahlen. Würde der 

Arbeitgeber einen höheren Lohn bezahlen, wäre in diesem Lohn ein Soziallohnanteil 

enthalten. Diesem Umstand muss bei der Invaliditätsbemessung mit einem Abzug von 

Tabellenlohn von maximal 25% Rechnung getragen werden (vgl. BGE 126 V 75). Da die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen schnell 

erschöpft ist und nur noch Teilzeit arbeiten kann (vgl. IV-act. 54), müsste ein 

betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender und selbst den Zwängen der freien 

Marktwirtschaft unterliegender Arbeitgeber auf ihre Gesundheit Rücksicht nehmen und 

mit vermehrten Krankheitsabsenzen rechnen. Ausserdem könnte er sie nicht flexibel 

einsetzen und keine Überstunden von ihr erwarten. Rein ökonomisch betrachtet kann 

die verbliebene Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus all diesen Gründen nicht 

mehr denselben betriebswirtschaftlichen Wert wie die Arbeitsleistung einer gesunden, 

durchschnittlich leistungsfähigen, zu 50% beschäftigten Kosmetikerin haben. Ein 

betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender Arbeitgeber würde der 

Beschwerdeführerin also nur einen deutlich unter dem Zentralwert liegenden Lohn 

zahlen können. Da auch im "Unternehmen" der Beschwerdeführerin vom objektiven 

Wert der Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin ausgegangen werden muss, sind die 

Voraussetzungen für einen Abzug vom Tabellenlohn erfüllt. Weil die 

Beschwerdeführerin nur noch zu 50% arbeitsfähig ist und somit bei einem hohen 

Kundenandrang nicht mehr flexibel mit zusätzlichen Arbeitsstunden reagieren kann, so 

dass mit dem "Verlust" verärgerter Kunden zu rechnen ist, und weil sie einige 

körperlich anstrengende Dienstleistungen nur noch im reduzierten Rahmen erbringen 

kann, womit sich der Kundenstamm weiter verschmälert, erscheint ein Abzug von 10% 

als angemessen. Somit ergibt sich ab November 2013 ausgehend von einer 

verwertbaren 50%igen Arbeitsfähigkeit ein Invaliditätsgrad von 55% (50% + (50% × 

10%)).

3.5  Demnach hat die Beschwerdeführerin nach Ablauf des Wartejahres und der 

sechsmonatigen Frist nach der Anmeldung ab dem 1. November 2013 einen Anspruch 

auf eine halbe Rente.

4.   

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4.1  Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 22. Oktober 2014 aufzuheben und 

der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. November 2013 eine halbe Rente 

zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenhöhe an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen 

und der bereits geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.-- ist der 

Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

4.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die 

Rechtsvertreterin hat keine Honorarnote eingereicht. Im hier zu beurteilenden Fall ist 

aufgrund des im Vergleich zu einem "Standardrentenfall" dünnen Aktendossiers von 

einem unterdurchschnittlichen Vertretungs¬aufwand auszugehen, weshalb eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint.

Entscheid

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 22. Oktober 2014 aufgehoben 

und der Beschwerdeführerin wird rückwirkend ab dem 1. November 2013 eine halbe 

Invalidenrente zugesprochen; die Sache wird zur Festlegung des Rentenbetrages und 

zur anschliessenden neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen

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2.   

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.06.2017
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch Bemessung der Invalidität der selbstständig erwerbenden und in allen Tätigkeiten zu 50% arbeitsunfähigen Beschwerdeführerin anhand des Wertes ihrer Arbeitsleistung für ihr "Unternehmen" (fiktiv ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung, effektiv mit der Gesundheitsbeeinträchtigung)(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Juni 2017, IV 2014/526). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_570/2017. Entscheid vom 27. Juni 2017 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Annemarie Haase Geschäftsnr. IV 2014/526 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente Sachverhalt

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