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**Case Identifier:** 625e8573-e44e-5d9b-bffd-1cf68e8ced29
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.10.2014 IV 2013/468
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-468_2014-10-08.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/468

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2020

Entscheiddatum: 08.10.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 08.10.2014
Art. 28 IVG, Art. 26 IVV. Höhe der Leistungsfähigkeit gestützt auf berufliche 
Abklärungen. Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Oktober 2014, IV 
2013/468).

Entscheid Versicherungsgericht, 08.10.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 8. Oktober 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Sebastian Lorentz, Weinbergstrasse 29, 

8006 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.     

A.a  Am 1. Juli 2004 wurde A.___ zum Bezug von IV-Leistungen für Versicherte vor dem 

20. Altersjahr angemeldet (IV-act. 1). Gemäss dem ärztlichen Bericht von Dr. med. 

B.___, Pädiater/ Neuropädiater, vom 9. September 2004 bestand beim Versicherten 

eine schwere Sprachentwicklungsstörung, welche unter Sonderschulmassnahmen und 

intensiven therapeutischen Bemühungen deutlich habe verbessert werden können. 

Zudem bestehe eine deutliche emotionale Entwicklungsverzögerung (IV-act. 6). Laut 

dem Bericht des Neuropsychologen C.___ vom Ostschweizer Kinderspital vom 23. 

Dezember 2004 entsprach die intellektuelle Leistungsfähigkeit des Versicherten der 

unteren Grenze des Normbereichs. Er könne eine Anlehre eventuell sogar eine Lehre 

absolvieren, auf Grund des IQs liege keine geistige Behinderung vor (IV-act. 12-1 f.). In 

der Folge konnte der Versicherte schliesslich eine IV-Anlehre als "Z.___" im D.___ 

absolvieren (IV-act. 60-5). Die IV ging von einer erfolgreichen beruflichen Massnahme 

aus (Verfügung vom 17. März 2009, IV-act. 77, vgl. auch IV-act. 74).

A.b  Mit Verfügung vom 6. Juli 2009 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch; sie 

schätzte den Versicherten als Frühinvaliden ein, da er eine IV-Anlehre ohne Schule 

absolviert habe und ging von einem Jahreseinkommen als gesunde Person von jährlich 

Fr. 52'500.-- aus. Dem stellte sie ein mutmassliches Invalideneinkommen von 

Fr. 40'800.-- gegenüber, womit ein Invaliditätsgrad von 23% resultierte (IV-act. 97). Die 

gegen die Verfügung am 9. September 2009 gerichtete Beschwerde des Versicherten 

hiess das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 20. August 2010 (IV 2009/309) in 

dem Sinne gut, als es die Verfügung aufhob und die Sache zu ergänzenden 

Abklärungen und zu anschliessender neuer Verfügung an die IV-Stelle zurückwies. Es 

erscheine auf Grund der Akten fraglich, ob der Beschwerdeführer tatsächlich in der 

Lage sei, in der freien Wirtschaft eine 100%ige Leistung zu erbringen. Die 

Angelegenheit sei deshalb an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie zur Prüfung der 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und zur Frage der Verwertbarkeit dieser 

Leistungsfähigkeit in der freien Wirtschaft eine berufliche Abklärung (BEFAS) in einer 

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geeigneten Institution durchführe. Erst nach dieser Abklärung werde sich zeigen, ob 

und gegebenenfalls welche weiteren beruflichen Massnahmen erforderlich seien (IV-

act. 114).

A.c  Im Verlaufsprotokoll nach Grundsatzentscheid vom 2. Februar 2011 hielt die 

Eingliederungsverantwortliche fest, dass aus Sicht des Berufsberaters (IBB) eine 

BEFAS-Abklärung nicht sinnvoll sei. Als gute Möglichkeit werde eine vertiefte 

Abklärung im Druckbereich in der freien Wirtschaft angesehen (IV-act. 144-3).

A.d  Am 8. März 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie die Kosten für 

die berufliche Abklärung ab 1. März 2011 bis 31. Mai 2011 bei der E.___ AG 

übernehme (IV-act. 128). Nachdem der Versicherte in dieser Druckerei ein Praktikum 

absolviert hatte, entschieden die IV-Verantwortlichen gemäss dem Triage-Protokoll 

nach Grundsatzentscheid vom 28. Juni 2011, es werde ein Eingliederungsplan erstellt 

und der Versicherte erhalte Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 139). Gemäss 

dem Eingliederungsplan vom 25. Juli / 18. August 2011 wurde vereinbart, dass sich der 

Versicherte als stellensuchend beim RAV anmelden, ein komplettes 

Bewerbungsdossier erstellen, eine aktive eigene Stellensuche betreiben und ein 

Networking/Beziehungsnetz einbeziehen solle (IV-act. 150). Durch Mitteilung vom 

7. September 2011 wurde dem Versicherten Anspruch auf Arbeitsvermittlung gewährt 

(IV-act. 154). Im Schlussbericht der beruflichen Eingliederung vom 7. Februar 2012 hielt 

die Eingliederungsverantwortliche fest, der Versicherte sei vom 7. September 2011 bis 

7. Februar 2012 in der Arbeitsvermittlung unterstützt worden. Es seien ihm u.a. 

geeignete Stelleninserate zugeschickt worden und es sei angeboten worden, dass ein 

potentieller Arbeitgeber während 180 Tagen mit einem Einarbeitungszuschuss und der 

Versicherte mit einem Job-Coaching unterstützt werde. Bisher habe der Versicherte 

leider keine Anstellung gefunden; er habe sich beim RAV abgemeldet. Der Versicherte 

sei selbst in der Lage, sich die passenden Stellenangebote im Internet heraus zu 

suchen und sich zu bewerben. Aktuell bewerbe er sich auch für Stellen als Hilfsarbeiter 

auf dem Bau. Eine Tätigkeit in einer Produktionsfirma könne er sich aus persönlichen 

Gründen nicht vorstellen. Die beruflichen Massnahmen würden nun abgeschlossen (IV-

act. 183). Im Triage-Protokoll nach Grundsatzentscheid vom 29. Februar 2012 

erachtete RAD-Arzt Dr. med. F.___ den Versicherten zu 80% arbeitsfähig (IV-act. 184).

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A.e  Am 27. April 2012 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, es seien keine weiteren 

beruflichen Massnahmen (mehr) angezeigt, nachdem es trotz Bemühungen und 

Unterstützung durch die IV seit September 2011 nicht gelungen sei, ihn innert 

angemessener Frist in den Arbeitsmarkt zu integrieren (IV-act. 186). Auf Grund der 

Angaben des Versicherten holte die IV-Stelle in der Folge verschiedene Arztberichte ein 

(IV-act. 191, 192-4ff., 196).

A.f   Mit Brief vom 4. April 2013 ersuchte Rechtsanwalt lic. iur. S. Lorentz die IV-Stelle 

um Vorantreiben der Rentenprüfung und Zustellung eines Vorbescheids (IV-act. 204). 

RAD-Arzt Dr. F.___ nahm am 29. April und 7. Juni 2013 zur Arbeitsfähigkeit Stellung. Er 

hielt abschliessend fest, derzeit sei maximal eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

relativ einfach strukturierten Tätigkeit bei durchschnittlich guter Motivation gegeben (IV-

act. 206f.).

A.g  Im Vorbescheid vom 21. Juni 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten gestützt 

auf einen Invaliditätsgrad von 51% ab 1. August 2008 einen Anspruch auf eine halbe 

Rente in Aussicht (IV-act. 213) und sprach ihm diesen in der Verfügung vom 30. Juli 

2013 zu (IV-act. 219).

B.      

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vom Rechtsvertreter für den Versicherten 

eingereichte Beschwerde vom 16. September 2013 mit dem Antrag, es sei die Ver­

fügung vom 30. Juli 2013 aufzuheben, "sofern" sie den Anspruch auf eine ganze Rente 

verweigere, und es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente zuzusprechen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung machte der Rechtsvertreter 

geltend, die Beschwerdegegnerin habe eingestanden, dass trotz massiver 

Unterstützung und trotz der Möglichkeit von Einarbeitungszuschüssen es dem 

Beschwerdeführer nicht möglich gewesen sei, auf dem freien Arbeitsmarkt eine Stelle 

zu finden. Es sei aber auch nicht zulässig, einzig allein auf eine medizinisch-

theoretische Festlegung der Restarbeitsfähigkeit abzustellen. Auch Abklärungsberichte 

der beruflichen Eingliederung seien mit zu berücksichtigen. Nachdem es der 

Beschwerdegegnerin offensichtlich nicht möglich gewesen sei, den Beschwerdeführer 

einzugliedern, sei es folglich auch nicht angängig, von diesem eine Selbsteingliederung 

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im Umfang von 60% zu erwarten. Damit sei die Festlegung des Invalideneinkommens 

mit Fr. 25'000.-- nur theoretischer Natur. Es wäre an der Beschwerdegegnerin 

gewesen nachzuweisen, dass es solche Stellen für den Beschwerdeführer überhaupt 

gebe (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Feststellung, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch 

auf eine Invalidenrente habe. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen. Sie 

begründete dies damit, dass von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden 

müsse. Eine langdauernde und bleibende 60%ige Arbeitsfähigkeit sei demgegenüber 

nach einer kurzen Eingewöhnungsphase nicht mehr ausgewiesen. Auch könne 

angenommen werden, dass die versuchte Eingliederung nicht nur aus rein 

gesundheitlichen Gründen nicht gelungen sei. So werde im Praktikumsbericht von 

fehlendem Ehrgeiz, Motivation und mangelndem Willen berichtet. Damit habe der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine IV-Rente (act. G 9).

B.c  Mit Replik vom 12. Mai 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. 

Er hielt fest, dass gestützt auf die Rechtsprechung nur Tätigkeiten gefordert werden 

könnten, welche unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven 

Gegebenheiten des Einzelfalls zumutbar seien. Objektiv sei der Nachweis erbracht, 

dass keine Eingliederungsmöglichkeit vorhanden sei. Dies auf motivationale 

Schwierigkeiten seitens des Beschwerdeführers abzuschieben sei so nicht anhängig. 

Daher sei der Verweis auf die Selbsteingliederungspflicht des Beschwerdeführers nicht 

nachvollziehbar (act. G 19). Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer 

Duplik verzichtet (act. G 22).

Erwägungen:

1.       

Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers umstritten (act. 

G 1).

1.1   Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

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Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

1.2   Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der 

Arztpersonen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 

versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit 

Hinweisen). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten.

2.       

2.1   Mit Urteil vom 20. August 2010 wies das Versicherungsgericht die 

Beschwerdegegnerin an, zur Prüfung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

und zur Frage der Verwertbarkeit dieser Leistungsfähigkeit in der freien Wirtschaft eine 

berufliche Abklärung (BEFAS) in einer geeigneten Institution durchzuführen (IV-

act. 116-9). In der Folge wurde der Beschwerdeführer für ein Praktikum mit 

Leistungsabklärung vom 1. März bis 31. Mai 2011 bei der E.___ AG, St. Gallen, 

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aufgeboten. Im ausführlichen Praktikumsbericht vom 10. Juni 2011 hielt der 

Geschäftsführer der E.___ AG und Praktikumsverantwortlicher zusammenfassend fest, 

dass beim Beschwerdeführer generell Fachwissen nachzubauen sei, ob noch nie 

dagewesen oder nur teils vergessen, sei schwer zu eruieren. Sein Lernverlauf lasse 

jedoch erahnen, dass er auf etwas aufbauen könne. Auf jeden Fall sei jedoch Routine 

zu erlangen und seine Bereitschaft zur Geduld (immer dieselbe Tätigkeit solange zu 

machen, bis er sie aus dem "FF" könne) sollte noch verbessert werden. Ein geschützter 

Arbeitsplatz sei nicht zwingend nötig. Dennoch sei zweifelhaft, ob der 

Beschwerdeführer ohne Zwischenschritte im 1. Arbeitsmarkt Bestand haben könne. 

Allenfalls könnte nun eine 2. Lehre beispielsweise als Printmedienverarbeiter in 

Betracht gezogen werden. Positiv aufgefallen sei der Beschwerdeführer durch 

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, situativ auch durch Motivation ("ich darf etwas 

Anspruchsvolleres machen") und Fleiss (manchmal habe er zu intensiverem 

Arbeitseinsatz ermahnt werden müssen). Er brauche sicherlich einen besonders 

sorgfältigen und auch geduldigen Betreuer, der lange nicht überall anzutreffen sei. 

Ansonsten werde er häufigen Arbeitsplatzwechseln unterworfen sein (IV-act. 138). Die 

Eingliederungsberaterin schloss aus diesem Abklärungsbericht, dass der 

Beschwerdeführer in der freien Wirtschaft zu 100% arbeitsfähig sei. Die Leistung hänge 

von der Motivation ab. Der Berufsberater hielt die schulischen Ressourcen des 

Beschwerdeführers für eine zweite Lehre für nicht gegeben, wie die erste 

Ausbildungsphase gezeigt habe. Diesen Einschätzungen schloss sich der RAD-Arzt 

durch eigene Beurteilung an (vgl. Triage-Protokoll nach Grundsatzentscheid vom 28. 

Juni 2011, IV-act. 139). Anlässlich eines Telefongesprächs vom 15. September 2011 

zwischen der Eingliederungsverantwortlichen und dem Praktikumsverantwortlichen 

schätzte Letzterer auf Grund seiner Erfahrung mit ähnlichen Arbeitnehmern, dass der 

Beschwerdeführer am Anfang einer Anstellung wohl eine Leistung von 60% und nach 

ca. drei Monaten eine solche von 80% erbringen könne. Die 20%ige 

Leistungseinschränkung sei damit begründet, dass der Beschwerdeführer beim 

Erlernen einer neuen Tätigkeit/neuer Aufträge etwas länger brauche als andere 

Personen. Eine Gefahr bestehe darin, dass er sich selbst überschätze. Zudem habe er 

schnell das Gefühl, dass jemand gegen ihn sei. Dies wirke sich dann auch auf seine 

Motivation aus. Wenn er sich wohl fühle, sei er ein angenehmer Mitarbeiter und 

erbringe auch die gewünschte Leistung (IV-act. 182-3f.).

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2.2   In medizinischer Hinsicht liegen seit dem ersten Beschwerdeverfahren 

verschiedene Arztberichte vor (vgl. Bst. C.f im Urteil vom 20. August 2010). Dr. med. 

H.___, Neuropsychologisches Zentrum I.___, hatte im Bericht vom 18. Februar 2010 als 

Diagnosen eine Oligophrenie mit Sprach-/Sprechstörung im Rahmen der u.g. 

Hauptdiagnose, mit anamnestisch Verhaltensstörungen, intermittierendem Cannabis-

Konsum und mit Arbeit im geschützten Rahmen festgehalten. Es bestehe ein 

hochgradiger Verdacht auf eine parainfektiöse frühkindliche Hirnschädigung 

(Differentialdiagnose: encephalitischer Prozess; IV-act. 192). Prof. Dr. phil. J.___, 

Neuropsychologin, hatte im Arztbericht vom 10. März 2010 angegeben, der 

Beschwerdeführer leide an den Folgen einer postnatalen frühkindlichen zerebralen 

Schwäche mit intellektuellem, mentalem und motorischem Entwicklungsrückstand. Die 

aktuelle neuropsychologische Untersuchung zeige bei diesem fröhlich gestimmten und 

jünger wirkenden jungen Mann eine Minderintelligenz (ca. 80 IQ-Punkte) mit kognitiven 

Einschränkungen in den sprachlichen Leistungen, insbesondere dem Lesen, Schreiben 

und im Wortschatz, weiterhin Einschränkungen im Lernen, im abstrakten konzeptuellen 

Denken, im Planen und in der Handlungsüberwachung. Zudem fänden sich 

Verhaltensauffälligkeiten mit reduzierter Impulskontrolle, Passivität, Kontaktstörung und 

Suchtverhalten. Durch diese Einschränkungen sei der Beschwerdeführer auf dem 

1. Arbeitsmarkt nicht vermittelbar. Mit Strukturhilfen und unter ständiger Supervision 

sei davon auszugehen, dass er im geschützten Rahmen eine einfachere handwerkliche 

Tätigkeit ausüben könne (IV-act. 196-7f.). In einer Aktenbeurteilung hielt RAD-Arzt 

Dr. F.___ in der Stellungnahme vom 7. Juni 2013 schliesslich fest, dass von beruflicher 

Seite zwar korrekterweise auf motivationale "Schwierigkeiten" hingewiesen worden sei. 

Es habe jedoch während der "Arbeitserprobung" durchaus auch längere Phasen mit 

guter bis sehr guter Motivation gegeben, welche schliesslich bei der Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit zu Grunde gelegt worden seien. Die unterschiedlichen 

"Motivationslagen" respektive kognitiven Einschränkungen und 

Verhaltensauffälligkeiten seien aus medizinischer Sicht Folge einer frühkindlich 

erworbenen zerebralen Schädigung mit einem intellektuellen, mentalen und 

motorischen Entwicklungsrückstand und somit überwiegend krankheitsbedingt zu 

werten. Somit sei derzeit weiterhin maximal eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer relativ 

einfach strukturierten Tätigkeit - bei durchschnittlich guter Motivation - gegeben (IV-

act. 207).

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3.     

3.1   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bringt gegen diese vom RAD-Arzt 

eingeschätzte und in der angefochtenen Verfügung zu Grunde gelegte 

Restarbeitsfähigkeit von 60% vor, dass diese auf dem 1. Arbeitsmarkt nicht verwertbar 

sei. Zwar sei nicht in jedem Fall erforderlich, die der versicherten Person zumutbaren 

Tätigkeiten im Einzelnen zu bezeichnen, vielmehr genüge ein genereller Verweis auf 

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt, soweit klar feststehe, dass der versicherten Person 

auch unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen ein breites 

Spektrum an zumutbaren Tätigkeiten offen stehe. Offensichtlich sei es der 

Beschwerdegegnerin aber nicht möglich gewesen, den Beschwerdeführer 

einzugliedern. Dementsprechend sei es auch nicht angängig, von diesem eine 

Selbsteingliederung von 60% zu erwarten. Da es für den Beschwerdeführer 

realistischerweise kein breites Tätigkeitsspektrum gebe, sei die Festlegung des 

Invalideneinkommens mit Fr. 25'000.-- bloss theoretischer Natur (act. G 1). Dagegen 

macht die Beschwerdegegnerin erstmals in der Beschwerdeantwort geltend, dass die 

versuchte Eingliederung nicht nur aus gesundheitlichen Gründen nicht gelungen sei, 

sondern auch von fehlendem Ehrgeiz und Motivation sowie mangelndem Willen des 

Beschwerdeführers berichtet worden sei. Zudem habe dieser angegeben, sich eine 

Tätigkeit in einer Produktionsfirma aus persönlichen Gründen nicht vorstellen zu 

können. Damit sei lediglich von einer Leistungseinbusse von 20% auszugehen, welche 

gemäss Praktikumsbericht bereits nach einer dreimonatigen Einarbeitungszeit erreicht 

werden sollte (act. G 9).

3.2   Gestützt auf diese Ausführungen wird die Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers zwischen 60% und 80% bewertet bzw. aus Sicht von Prof. J.___ 

wurde nur eine handwerkliche Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz für möglich 

erachtet. Letztere Einschätzung liess sich im Rahmen der praktischen Erprobung nicht 

plausibilisieren. So wird im Praktikumsbericht vom 10. Juni 2011 ausgeführt, dass der 

Beschwerdeführer in einfachen Arbeiten nach etwa sechs Wochen selbständig und 

gegen Ende der drei Monate auch recht schnell geworden sei. Bei mittleren Arbeiten 

sei er infolge Routinemangels unter den zeitlichen Erwartungen geblieben und bei 

schwierigen Arbeiten habe er teils bis zum Schluss Hilfe benötigt bei anschliessend 

mittlerem Tempo. Diesbezüglich brauche es ca. 6 - 9 Monate, um selbständig und 

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sicher zu werden, um Routine und damit auch Tempo zu erlangen. Schliesslich sei er 

positiv durch seine Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit aufgefallen, situativ auch durch 

Motivation und Fleiss. Hinsichtlich Verantwortungsbewusstsein, Lernfähigkeit, 

Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern, gegenseitiger Unterstützung oder 

Kritikfähigkeit sei er nicht speziell ab-, aber auch nicht angenehm aufgefallen, weshalb 

er den Anforderungen diesbezüglich genügend entspreche. Der 

Abklärungsverantwortliche erachtete einen geschützten Arbeitsplatz nicht für 

zwingend, immerhin benötige der Beschwerdeführer einen besonders sorgfältigen und 

geduldigen Betreuer (IV-act. 138-1). Weiter bezeugte der Abklärungsverantwortliche, 

dass der Beschwerdeführer ein sehr angenehmer Mitarbeiter sei und auch die 

gewünschte Leistung erbringe, wenn er sich (im Arbeitsumfeld) wohl fühle. Er könne 

sich sehr gut vorstellen, dass zur Unterstützung der Einarbeitungszeit des 

Beschwerdeführers ein Job-Coach hilfreich wäre (IV-act. 182-4). Auch in früheren 

Praktika und Arbeitsbestätigungen wird von einer Leistungsfähigkeit im ersten 

Arbeitsmarkt ausgegangen (vgl. IV-act. 153-3ff.). Wie insbesondere die K.___ AG im 

Praktikumszeugnis vom 3. November 2010 über ein Praktikum des Beschwerdeführers 

vom 13. September bis 5. November 2010 im Produktionsbereich Schneiderei festhielt, 

hatte sich der Beschwerdeführer gut ins Team integriert und die spezifischen 

Verpackungsvorschriften eingehalten. Er sei den Anforderungen des Arbeitsplatzes 

gerecht geworden und habe die ihm übertragenen Aufgaben unter Anleitung 

ausgeführt. Man habe ihn als einen umstellungsfähigen und vielseitigen Mitarbeitenden 

kennengelernt, der seine Arbeit bereitwillig und mit Freude erledige (IV-act. 153). In 

Würdigung dieser Aktenlage ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im 

ersten Arbeitsmarkt grundsätzlich vermittelbar ist. Es ist jedoch nachfolgend die Höhe 

seiner Leistungsfähigkeit zu prüfen.

3.3   RAD-Arzt Dr. F.___ war zunächst anlässlich der am 29. Februar 2012 

durchgeführten IV-internen Besprechung von einer Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers von 80% ausgegangen (vgl. IV-act. 184). Auf die Rückfrage vom 6. 

Juni 2013 gelangte er nach dem Studium der vorhandenen medizinischen Akten und 

der Berichte zur beruflichen Abklärung in seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2013 zum 

Schluss, dass eine Arbeitsfähigkeit von maximal 60% in einer relativ einfach 

strukturierten Tätigkeit bei durchschnittlich guter Motivation gegeben sei (IV-act. 207). 

Dr. F.___ erklärte die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers bezüglich der Motivation 

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nachvollziehbar und plausibel mit Verweis auf die Beurteilung von Prof. J.___ als 

überwiegend krankheitsbedingt und wies auf die durchaus längeren Phasen mit guter 

bis sehr guter Motivation hin. Ob schliesslich eine Steigerung auf 80% tatsächlich 

gelingen könnte, müsste sich nach erfolgreich durchgeführter Eingliederung zeigen. 

Diesfalls wäre eine Revision durchzuführen. Gestützt auf die vorliegende Aktenlage 

erscheint die Beurteilung von RAD-Arzt Dr. F.___ schlüssig. Ihr ist damit zu folgen und 

beim Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer zumutbaren 

Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit von 60% auszugehen.

4.     

4.1   Die Berechnung des Valideneinkommens nahm die Beschwerdegegnerin gestützt 

auf Art. 26 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) vor. 

Danach ist das Valideneinkommen einer versicherten Person, die als Folge ihrer 

Invalidität keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnte, anhand des 

jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamtes für Statistik statistisch festzulegen. Vor Vollendung des 21. Altersjahres 

beträgt das Valideneinkommen 70%, vom 21. bis 25. Altersjahr 80%, vom 25. bis 30. 

Altersjahr 90% und ab dem 30. Altersjahr schliesslich 100% des besagten 

Medianwertes. Als Erwerb von zureichenden beruflichen Kenntnissen gilt im 

Allgemeinen die abgeschlossene Berufsausbildung. Dazu gehören nach der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung auch Anlehren, sofern sie auf einem besonders 

der Invalidität angepassten Bildungsweg ungefähr die gleichen Kenntnisse vermitteln 

wie eine eigentliche Lehre oder ordentliche Ausbildung und der versicherten Person 

praktisch die gleichen Verdienstmöglichkeiten eröffnen (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 7. Juni 2005, I 108/05, E. 5.1.1 mit Hinweisen).

4.2   Der Beschwerdeführer hat zwar eine IV-Anlehre als Z.___ im D.___ erfolgreich 

abgeschlossen (vgl. IV-act. 60-5). Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine im Sinne 

der höchstrichterlichen Rechtsprechung ordentliche Ausbildung mit den praktisch 

gleichen Verdienstmöglichkeiten einer Lehre. Im Rahmen der beruflichen Massnahmen 

hatte das Vorlehrjahr gezeigt, dass es dem Beschwerdeführer nicht möglich war, eine 

BBT Anlehre bzw. eine Lehre zu absolvieren, weil er rasch kognitive Leistungsgrenzen 

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erreichte. Aus diesem Grund wurde schliesslich eine praktische Ausbildung ohne 

schulische Anforderungen in Angriff genommen (vgl. IV-act. 61 Verlaufsprotokoll des 

Berufsberaters). Der Beschwerdeführer hat sich damit auf Grund seiner 

gesundheitlichen Einschränkungen anerkanntermassen keine zureichenden beruflichen 

Kenntnisse im Sinne von Art. 26 Abs. 1 IVV aneignen können. Im Jahr 2008 lag der 

Medianwert bei Fr. 74'000.-- (vgl. Fussnote zu Art. 26 IVV in der von der 

Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Gesetzestextausgabe 2012). Vor 

Vollendung des 21. Altersjahrs beträgt das Valideneinkommen 70% des zu 

beachtenden Medianwertes, womit vorliegend für das Jahr 2008 unbestrittenermassen 

von einem Valideneinkommen von Fr. 51'800.-- (Fr. 74'000 x 0,7) auszugehen ist.

4.3   Auf Grund der Angaben der E.___ AG ging die Beschwerdegegnerin von einem 

jährlichen Mindestlohn von Fr. 42'000.-- (Fr. 3'500.-- x 12, vgl. IV-act. 159) und bei 

einer Leistungsfähigkeit von 60% von einem Jahreseinkommen von Fr. 25'200.-- aus. 

Stellt man dieses zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen von Fr. 25'200.-- 

dem Valideneinkommen von Fr. 51'800.-- gegenüber, so resultiert eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 26'600.--. Diese entspricht einem Invaliditätsgrad von 

abgerundet 51%. Gemäss GAV für die grafische Industrie beträgt der Mindestlohn im 

Jahr 2008 für ungelernte Arbeitnehmende Fr. 3'300.-- pro Monat bzw. Fr. 42'900.-- pro 

Jahr (13 x Fr. 3'300.--; vgl. Art. 221 Abs. 1c und Art. 222 des [nicht allgemein 

verbindlich erklärten] GAV 2005 - 2008). Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 

25'740.-- (60% von Fr. 42'900.--) und einem Valideneinkommen von Fr. 51'800.-- 

würde ebenfalls eine halbe Rente resultieren (1 - [Fr. 25'740.-- : Fr. 51'800.--] = 50.3%). 

Damit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente der 

Invalidenversicherung. Der Rentenbeginn ist auf den 1. August 2008 festzusetzen. Vor 

der Auszahlung der Rente wird die Beschwerdegegnerin noch zu prüfen haben, wieweit 

eine Verrechnung bzw. Koordination mit den bereits bezahlten Taggeldern während der 

beruflichen Abklärung zu erfolgen hat (vgl. Art. 43 Abs. 2 IVG und IV-act. 134).

5.     

Trotz Zusprache einer halben Rente steht die Beschwerdegegnerin weiterhin in der 

Pflicht, diesem jungen Beschwerdeführer zur beruflichen Eingliederung zu verhelfen. 

Dazu stehen ihr verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Insbesondere sind u.a. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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allenfalls Einarbeitungszuschüsse (Art. 18b IVG) zu prüfen oder je nach den sich 

stellenden Fragen Beratungen sowohl dem Beschwerdeführer als auch zukünftigen 

bzw. potentiellen Arbeitgebern zu gewähren.

6.    

6.1   Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 16. September 2013 abzuweisen.

6.2   Dem Beschwerdeführer wurde am 3. Juni 2014 die unentgeltliche Prozessführung 

bewilligt (act. G 20). Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers es 

gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten, der Auslagen für die 

Vertretung und der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 99 

Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m. Art. 123 

Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO/CH; SR 272]).

6.3   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden 

Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. 

Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

6.4   Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die 

Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf das 

Einreichen einer Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). 

Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal (BGE 125 V 

201) mit Fr. 2'800.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.    Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen von der Bezahlung der

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

3.    Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.-- 

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.10.2014
	Art. 28 IVG, Art. 26 IVV. Höhe der Leistungsfähigkeit gestützt auf berufliche Abklärungen. Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Oktober 2014, IV 2013/468).

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