# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2a61c8c-5dbf-5fff-93ec-d6d9435c466e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2025 E-3134/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3134-2025_2025-11-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3134/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Walter Lang; 

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), Irak, 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Wiedererwägungsgesuch;  

Verfügung des SEM vom 24. April 2025 

(Asyl und Wegweisung). 

 

 

 

E-3134/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

I. 

A.  

Der Beschwerdeführer stellte am (…) Dezember 2017 ein Asylgesuch in 

der Schweiz. Ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem 

ergab, dass dieser zu jenem Zeitpunkt bereits im Besitz eines durch 

B._______ ausgestellten gültigen Visums war. In der Befragung zur Person 

(BzP) vom 22. Dezember 2017 wurde ihm daher das rechtliche Gehör ge-

währt zu einem vom SEM beabsichtigten Nichteintretensentscheid und der 

Wegweisung in den zuständigen Dublin-Mitgliedstaat B._______. Nach-

dem die B._______ Behörden am 22. Januar 2018 das Übernahmeersu-

chen des SEM gutgeheissen hatten, trat das SEM mit Verfügung vom 

31. Januar 2018 auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und 

verfügte seine Überstellung nach B._______. Am 7. Februar 2018 tauchte 

der Beschwerdeführer unter, weshalb die Überstellung nicht vollzogen wer-

den konnte.  

II. 

B.  

B.a Mit Schreiben vom 5. August 2019 machte der Beschwerdeführer ge-

genüber dem SEM geltend, die Überstellungsfrist nach B._______ sei ab-

gelaufen, weshalb die Zuständigkeit zur Prüfung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens auf die Schweiz übergegangen sei. Am 9. September 

2019 nahm das SEM das erstinstanzliche Asylverfahren wieder auf. 

B.b Anlässlich der Anhörung vom 23. Januar 2020 machte der Beschwer-

deführer im Wesentlichen geltend, er habe im April 2015 eine Frau namens 

C._______ kennengelernt und daraufhin im Geheimen eine Beziehung mit 

ihr geführt. Nachdem er bei deren Familie zwei Mal erfolglos um ihre Hand 

angehalten habe, hätten er und C._______ miteinander geschlafen. Sie 

seien davon ausgegangen, dass ihr Vater sich danach mit einer Heirat ein-

verstanden erklären werde. Stattdessen sei C._______ am 20. September 

2017 von ihrer Familie getötet worden. Er dagegen habe sich versteckt, 

während die Familie von C._______ nach ihm gesucht habe. Am 25. Sep-

tember 2017 sei sein Bruder durch eine Granate verletzt worden, die in den 

Hof seines Hauses geworfen worden sei. Seine Familie habe mehrere An-

zeigen eingereicht. Diese hätten allerdings nichts bewirkt, da mehrere Fa-

milienangehörige von C._______ einflussreiche Positionen inngehabt hät-

ten. Auch direkte Vermittlungsversuche mit der Familie hätten nichts 

E-3134/2025 

Seite 3 

gebracht. Daher sei er am 9. oder 10. November 2017 legal aus seinem 

Heimatland ausgereist. 

C.  

Mit Verfügung vom 20. Mai 2020 verneinte die Vorinstanz die Flüchtlings-

eigenschaft des Beschwerdeführers und lehnte sein Asylgesuch vom 

(…) Dezember 2017 ab. Gleichzeitig verfügte sie seine Wegweisung aus 

der Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an. 

Die hiergegen am 22. Juni 2020 vom Beschwerdeführer erhobene Be-

schwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-3206/2020 vom 

21. August 2024 ab. 

III. 

D.  

D.a Mit Eingaben vom 14. März 2025 und 24. März 2025 (je Datum der 

Postaufgabe) machte der Beschwerdeführer gegenüber dem SEM geltend, 

er habe einen Drohbrief erhalten. Diesbezüglich reichte er mehrere Handy-

Bildschirmfotos, eine Übersetzung sowie ein Schreiben ein, in welchem er 

kritisierte, das SEM habe seiner Rechtsvertretung am 9. Juni 2020 zu Un-

recht teilweise die Akteneinsicht verweigert. 

D.b Mit Verfügung vom 24. April 2025 (eröffnet am 26. April 2025) nahm 

das SEM die Eingabe des Beschwerdeführers vom 24. März 2025 als ein 

qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch entgegen und trat darauf nicht ein. 

Gleichzeitig erklärte es seine Verfügung vom 20. Mai 2024 als rechtskräftig 

sowie vollstreckbar und stellte fest, dass einer allfälligen Beschwerde keine 

aufschiebende Wirkung zukomme. 

E.  

E.a Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. April 

2025 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 

das SEM sei anzuweisen, auf das Wiedererwägungsgesuch vom 24. März 

2025 einzutreten und dieses materiell zu beurteilen. Unter dem Eventual-

standpunkt beantragte er, die Sache sei zur neuen Entscheidung an das 

SEM zurückzuweisen. 

In formeller Hinsicht ersuchte er, es sei der Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung zu erteilen. 

E-3134/2025 

Seite 4 

E.b Die im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingesetzte Instruktions-

richterin erliess am 1. Mai 2025 einen einstweiligen Vollzugsstopp betref-

fend den vom Beschwerdeführer angefochtenen Nichteintretensentscheid 

vom 24. April 2025. 

E.c Mit Zwischenverfügung vom 2. Mai 2025 setzte sie dem Beschwerde-

führer zudem eine Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses in der Höhe 

von Fr. 2'000.– bis zum 19. Mai 2025 an. 

E.d Der vom Beschwerdeführer einverlangte Kostenvorschuss ging am 

19. Mai 2025 bei der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts ein. 

E.e Mit Spontaneingaben vom 5. Mai 2025 und 15. Mai 2025 (je Datum der 

Postaufgabe) machte der Beschwerdeführer ergänzende Ausführungen zu 

seiner Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Behandlung von 

Beschwerden gegen Asyl- und Wegweisungsverfügungen des SEM. Nach-

dem gemäss Lehre und Praxis Wiedererwägungsentscheide grundsätzlich 

wie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg 

weitergezogen werden können, ist das Bundesverwaltungsgericht für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Es entscheidet auf 

dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (vgl. 

Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Nachdem er auch 

den bei ihm erhobenen Kostenvorschuss fristgerecht geleistet hat, ist auf 

die Beschwerde einzutreten. 

2.  

Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das SEM 

E-3134/2025 

Seite 5 

ablehnt, ein Gesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen, ist die Be-

urteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage 

beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Gesuch nicht eingetreten 

ist (vgl. z.B. Urteil des BVGer D-3424/2020 vom 5. August 2020 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriften-

wechsels und mit summarischer Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a 

Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Das SEM führt zur Begründung des Nichteintretens auf das Wiederer-

wägungsgesuch aus, die vom Beschwerdeführer nachgereichten Nach-

richten in den sozialen Medien (Drohbrief), welche seine bereits im ordentli-

chen Asylverfahren geltend gemachte Bedrohung belegen sollen, seien 

sehr leicht fälschbar und hätten somit grundsätzlich nur einen geringen Be-

weiswert. Zudem führe der Beschwerdeführer in keiner Weise aus, inwie-

fern der angebliche Drohbrief die detaillierten Erwägungen des Bundesver-

waltungsgerichts und des SEM zur Unglaubhaftigkeit seiner im ordentli-

chen Asylverfahren geltend gemachten Bedrohung widerlegen könne. Der 

Drohbrief enthalte auch keine Verweise auf sein im ordentlichen Asylver-

fahren geltend gemachtes Vorbringen und es gehe aus diesem nicht her-

vor, weshalb der Absender ihn überhaupt bedrohen sollte. Weiter sei der 

Drohbrief in sich selbst unstimmig. So bedrohe ihn der Absender einerseits 

mit dem Tod, biete ihm aber andererseits finanzielle Hilfe für die Ausreise 

in ein anderes Land an. Das wirke kaum plausibel. Die Einschätzung des 

Beschwerdeführers, wonach der Absatz betreffend finanzielle Hilfe die glo-

balen Netzwerke des Absenders aufzeige, überzeuge nicht. Ebenso wenig 

leuchte ein, weshalb der Absender die mit dem ordentlichen Asylverfahren 

betrauten Personen bedrohen sollte. Zudem sei nicht ersichtlich, wie der 

Absender die Namen der beiden mit dem ordentlichen Asylverfahren be-

trauten Personen – anders als durch den Beschwerdeführer selbst – hätte 

erfahren sollen. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb er diese Na-

men einer Person oder den Personen mitgeteilt haben sollte, welche ihn 

bereits seit Jahren mit dem Tod bedrohten. Damit sei das Wiedererwä-

gungsgesuch offensichtlich nicht gehörig begründet, weshalb auf dieses 

nicht einzutreten sei. 

E-3134/2025 

Seite 6 

4.2 In seiner Beschwerde macht der Beschwerdeführer zusammenfassend 

geltend, seit der Einreichung seines Asylgesuchs habe es mehrere erheb-

liche Rechtsverletzungen gegeben und das SEM habe von Anfang an 

«sein Asylrecht» verletzt. So sei seine Anhörung vorsätzlich durch einen 

Mann gestört worden, der absichtlich die Lautstärke seines Mobiltelefons 

aufgedreht habe. Zudem sei er vom SEM-Befrager beleidigt worden. Die 

ihm vorgeworfene Identitätsverschleierung sei später von der Polizei wi-

derlegt worden. Dennoch habe sich niemand bei ihm entschuldigt für die 

falschen Vorwürfe. Hierdurch seien Art. 6, 8 und 3 EMRK, Art. 31 der Gen-

fer Flüchtlingskonvention, Art. 7 und 29 AsylG, Art. 5 VwVG sowie Art. 14 

und 17 des UNO-Zivilpakts verletzt worden. Weiter habe sich das SEM im 

vorangegangenen Asylverfahren in mehrerer Hinsicht widersprüchlich ver-

halten, indem es den eingereichten Beweismitteln den Beweiswert abge-

sprochen, der Rechtsvertretung jedoch die vollständige Akteneinsicht ver-

weigert habe mit der Begründung, öffentliche oder private Interessen sowie 

Geheimhaltungsinteressen würden die Akteneinsicht ausschliessen. Dabei 

könne bezüglich wertlosen Dokumenten gar kein schutzwürdiges Geheim-

haltungsinteresse bestehen. Die verweigerte Akteneinsicht verletze so-

dann sein rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), den Vertrauensgrundsatz 

(Art. 9 BV), das Beweisverbot, das Verwertungsverbot sowie den Untersu-

chungsgrundsatz (Art. 2 VwVG; Art. 12 AsylG) und stelle überdies eine 

Verletzung der Begründungspflicht dar (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 35 VwVG). 

Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, es handle sich bei dem beim 

SEM eingereichten Drohbrief um eine neue erhebliche Tatsache. Das SEM 

hätte seine Eingabe daher nicht als ein qualifiziertes Wiedererwägungsge-

such entgegennehmen dürfen. Er wisse zwar nicht, wer der Absender des 

Briefes sei; der Brief dokumentiere jedoch eine konkrete und ernstzuneh-

mende Bedrohung. Es werde insbesondere mit körperlicher Gewalt ge-

droht, falls er in den Irak zurückkehre. Im Brief werde zudem mit der Ver-

breitung falscher Informationen gedroht. Schliesslich würden im Brief auch 

Verbindungen zu kriminellen (mafiösen, islamischen, säkularen und politi-

schen) Gruppen erwähnt, was darauf hindeute, dass der Absender über 

weitreichende Verbindungen verfüge und bereit sei, diese gegen ihn ein-

zusetzen. Diese neue Tatsachen hätte das SEM zwingend materiell prüfen 

müssen. Die vorgenommene Beweiswürdigung, wonach Nachrichten in 

sozialen Medien grundsätzlich nur einen geringen Beweiswert hätten, sei 

rechtswidrig. Indem das SEM auf das Wiedererwägungsgesuch nicht ein-

getreten sei, habe es sein Recht auf eine «wirksame Beschwerde» verletzt. 

E-3134/2025 

Seite 7 

4.3 Mit seiner Spontaneingabe vom 5. Mai 2025 (mit dem Betreff «ergän-

zende Erläuterung zur Beschwerde») rügt der Beschwerdeführer darüber 

hinaus, das SEM habe im Asylentscheid vom 20. Mai 2020 eine falsche 

und unvollständige Beurteilung vorgenommen, dies insbesondere mit Blick 

auf den unbegründeten Vorwurf der Identitätsverschleierung und das Igno-

rieren von klaren sowie unwiderlegbaren Beweismitteln. Der frühe und un-

bestätigte Vorwurf der Fälschung des beim SEM abgegebenen Ausweises 

lasse darauf schliessen, dass dieses eine vorgefasste Meinung gehabt 

habe, die zu einer ungerechtfertigten Ablehnung seines Asylgesuchs ge-

führt habe. Zudem habe ihm ein Polizeibeamter in jenem Zusammenhang 

erklärt, er könne wegen Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von bis 

zu fünf Jahren verurteilt werden, wenn er seine Unschuld nicht beweisen 

könne. Diese Aussage habe ihn psychisch schwer belastet und sein Ver-

trauen in die Fairness des Verfahrens massiv beschädigt. Dies sei in der 

Entscheidung mitzuberücksichtigen. 

4.4 In einer weiteren Spontaneingabe vom 15. Mai 2025 (mit dem Betreff 

«Stellungnahme zum Urteil vom 21. August 2023 und zum Schreiben des 

SEM vom 24. April 2025») erklärt der Beschwerdeführer schliesslich, der 

eingereichte Drohbrief sei echt und er sei ernsthaft über seine Sicherheit 

besorgt. Weiter habe das SEM zu Unrecht die im Asylverfahren gemachten 

Angaben als unglaubhaft eingestuft und die von ihm als Beweismittel ein-

gereichten Originaldokumente ignoriert. 

5.  

5.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-

regelt (Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist der Vorinstanz 

innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schriftlich 

und begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG). 

5.2 In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwä-

gungsgesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an 

eine nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (vgl. 

BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.). Falls die abzuändernde Verfügung unange-

fochten blieb – oder ein eingeleitetes Beschwerdeverfahren mit einem 

blossen Prozessentscheid abgeschlossen wurde – können auch Revisi-

onsgründe einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen (zum soge-

nannten «qualifizierten Wiedererwägungsgesuch» vgl. BVGE 2013/22 

E. 5.4 m.w.H.). Ebenfalls im Rahmen eines qualifizierten Wiedererwä-

gungsgesuchs zu prüfen sind Beweismittel, die erst nach dem Beschwer-

E-3134/2025 

Seite 8 

deentscheid entstanden sind, aber vorbestandene Tatsachen belegen sol-

len (vgl. BVGE 2013/22 E. 13.1). 

5.3 Gemäss Art. 111b Abs. 4 AsylG werden unbegründete oder wiederholt 

gleich begründete Wiedererwägungsgesuche formlos abgeschrieben. 

Kommt eine gesuchstellende Person ihrer Begründungspflicht nicht nach, 

hat die Vorinstanz gemäss Art. 111b Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 13 

Abs. 2 VwVG neben der formlosen Abschreibung die Möglichkeit, auf das 

Wiedererwägungsgesuch nicht einzutreten (BVGE 2014/39 E. 7). 

6.  

Soweit der Beschwerdeführer die rechtliche Qualifikation der Eingabe 

durch das SEM bemängelt, ist festzuhalten, dass er im Rahmen seines 

Wiedererwägungsgesuchs vom 24. März 2025 geltend machte, die neue 

Bedrohung stehe in Verbindung mit seinem Asylverfahren in der Schweiz. 

In seiner Rechtsmitteleingabe führt der Beschwerdeführer zudem aus, es 

handle sich «nicht um eine neue Bedrohung, sondern um eine Bestätigung 

und Verschärfung der zuvor geltend gemachten Gefährdung» (Ziff. 1 unter 

«Meine Antwort auf den Ablehnungsentscheid des SEM»). Da die behaup-

tete Bedrohung somit einen Zusammenhang zu vorbestandenen Tatsa-

chen aufweisen soll und es sich beim eingereichten «Drohbrief» um ein 

nach dem Beschwerdeentscheid E-3206/2020 vom 21. August 2024 ent-

standenes Beweismittel handelt, ist nicht zu beanstanden, dass die Vor-

instanz die Eingabe als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch und nicht 

als Mehrfachgesuch entgegengenommen hat. 

7.  

In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des An-

spruchs auf rechtliches Gehör und sinngemäss eine Verletzung der Unter-

suchungspflicht. Er macht insbesondere geltend, die Vorinstanz habe 

seine Vorbringen nicht ernsthaft geprüft. Namentlich habe sie den Droh-

brief nicht umfassend gewürdigt, keine zusätzlichen Beweismittel erhoben 

und auch keine persönliche Anhörung durchgeführt. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat sich die Vorinstanz 

in der angefochtenen Verfügung mit seinen Vorbringen und den von ihm 

eingereichten Beweismitteln im erforderlichen Umfang auseinandergesetzt 

und auch in nachvollziehbarer Weise aufgezeigt, warum sie auf das Ge-

such nicht eingetreten ist. Welche weiteren Beweismittel das SEM hätte 

einholen sollen, wird nicht substanziiert dargetan und ist auch nicht ersicht-

lich. Schliesslich war die Vorinstanz nicht verpflichtet, den Beschwerde-

E-3134/2025 

Seite 9 

führer erneut anzuhören, da das Wiedererwägungsverfahren grundsätzlich 

schriftlich geführt wird. Die neuen Vorbringen und eingereichten Beweis-

mittel enthalten keine Tatsachen, die eine persönliche Befragung zwingend 

erfordert hätten. 

Damit erweisen sich die formellen Rügen als unbegründet, weshalb das 

Eventualbegehren auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzuwei-

sen ist. 

8.  

8.1 Bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz das Wiedererwägungsgesuch des 

Beschwerdeführers zu Recht als «nicht gehörig begründet» im Sinne von 

Art. 111b Abs. 4 AsylG qualifiziert hat und in der Folge darauf nicht einge-

treten ist. 

8.2 Ein Wiedererwägungsgesuch ist gehörig begründet, wenn ihm genü-

gend substanziierte Wiedererwägungsgründe zu entnehmen sind (vgl. 

BVGE 2014/39 E. 5 ff. und bereits Entscheidungen und Mitteilungen der 

Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 7 E. 4a). Um 

«gehörig begründet» zu sein, müssen die Vorbringen in erster Linie soweit 

substanziiert und motiviert sein, dass sie die Behörde in die Lage verset-

zen, über das Gesuch zu entscheiden, auch ohne dass sie die gesuchstel-

lende Person vorher anhört. Neben diesem formellen Aspekt weist das Er-

fordernis der gehörigen Begründung im Sinne von Art. 111b AsylG eine ma-

terielle Komponente auf. So sind Vorbingen dann nicht gehörig begründet, 

wenn sie in der Sache nicht überzeugen, das heisst inhaltlich haltlos sind 

(vgl. im Zusammenhang mit Mehrfachgesuchen BVGE 2014/39 E. 5.5 und 

E. 6). 

8.3 Im Urteil E-3206/2020 vom 21. August 2024 kam das Bundesverwal-

tungsgericht in Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids zum Schluss, 

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, eine asylrelevante Ver-

folgung im Heimatstaat glaubhaft zu machen. Der Beschwerdeführer legt 

weder im Wiedererwägungsgesuch noch in seiner Rechtsmitteleingabe 

dar, inwiefern der eingereichte «Drohbrief» – bei dem es sich um nicht fäl-

schungssichere Bildschirmkopien handelt – die rechtskräftig festgestellte 

Unglaubhaftigkeit der im ordentlichen Verfahren geltend gemachten Bedro-

hung erschüttern sollte. Darüber hinaus vermag der angebliche «Droh-

brief» auch inhaltlich nicht zu überzeugen. Wie die Vorinstanz zutreffend 

ausführt, geht daraus nicht hervor, warum der Absender den Beschwerde-

führer überhaupt bedrohen sollte. Gänzlich widersprüchlich ist zudem, 

E-3134/2025 

Seite 10 

dass der Absender des Briefes den Beschwerdeführer einerseits mit dem 

Tod bedroht, diesem andererseits jedoch auch finanzielle Hilfe für die Aus-

reise in ein anderes Land anbietet. Die in der Rechtsmitteleingabe aufge-

führte Erklärung, wonach es sich hierbei lediglich dem Anschein nach um 

eine Hilfe handle, die «scheinbare Hilfe» jedoch ein weiteres manipulie-

rendes Element sein könne, um den Beschwerdeführer unter Kontrolle zu 

bringen, vermag den Widerspruch nicht im Ansatz aufzulösen. Ebenfalls 

überzeugt die Auffassung des SEM, wonach nicht einleuchtend sei, dass 

der Absender des Briefes die mit dem Asylverfahren des Beschwerdefüh-

rers in der Schweiz betrauten Personen bedrohen sollte. Beizupflichten ist 

dem SEM weiter in der Auffassung, dass der Absender des Briefes die Na-

men der mit dem Asylverfahren des Beschwerdeführers in der Schweiz be-

trauten Personen lediglich von diesem selbst erfahren haben könnte, was 

ebenfalls gegen die geltend gemachte Bedrohung spricht. Die Vorbringen 

des Beschwerdeführers im Wiedererwägungsverfahren entbehren somit 

jeder substanziellen Grundlage; die eingereichten Beweismittel erweisen 

sich als inhaltlich haltlos. Die Vorinstanz hat das Wiederwägungsgesuch 

folglich zu Recht als nicht gehörig begründet eingestuft. 

8.4 Ferner drängte sich auch unter dem Blickwinkel der Rechtsprechung 

gemäss EMARK 1995 Nr. 9 und BVGE 2013/22 E. 5.4 kein Eintreten auf 

das Wiedererwägungsgesuch auf. Eine offenkundige Verletzung zwingen-

der völkerrechtlicher Bestimmungen im Sinne dieser Rechtsprechung 

ergab sich weder aus den Ausführungen im Wiedererwägungsgesuch noch 

aus den eingereichten Beweismitteln. 

8.5 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich die Verfahrensführung durch 

das SEM im ordentlichen Asylverfahren beanstandet, sind seine Vorbrin-

gen unbeachtlich. Im Wiedererwägungsverfahren können weder bereits 

thematisierte oder versäumte Verfahrensfehler betreffend das ordentliche 

Verfahren geltend gemacht werden noch bleibt Raum für appellatorische 

Kritik am ursprünglichen Sachentscheid. Auf die entsprechenden Vorbrin-

gen ist nicht weiter einzugehen. 

8.6 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz mit 

Verfügung vom 24. April 2025 auf das Wiedererwägungsgesuch des Be-

schwerdeführers vom 24. März 2025 nicht eingetreten ist. 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist. Das 

E-3134/2025 

Seite 11 

SEM ist in Anwendung von Art. 111b AsylG und Art. 13 Abs. 2 VwVG zu 

Recht auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten. Die Beschwer-

de ist abzuweisen. 

10.  

Mit dem vorliegenden Urteil fällt der am 1. Mai 2025 angeordnete Vollzugs-

stopp dahin. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird 

mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die auf insgesamt Fr. 2’000.– 

festzusetzenden Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der bezahlte Kostenvorschuss in derselben Höhe ist zur 

Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-3134/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der am 1. Mai 2025 angeordnete superprovisorische Vollzugsstopp wird 

aufgehoben. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der bezahlte Kostenvorschuss in derselben Höhe wird zur Beglei-

chung dieser verwendet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Marion Sutter 

 

 

Versand: