# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0173d41f-d257-5c90-b545-53909f1ab80c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 12.09.2014 ZK2 2013 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2013-12_2014-09-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 12. September 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 13 12 23. September 2014

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
Richter Pritzi und Schnyder
Aktuarin ad hoc Sonder

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichtes Inn vom 7. Februar 2013, mitgeteilt am 14. 
Februar 2013, in Sachen der Beschwerdeführerin gegen Dr. Y._____, Beschwer-
degegnerin, 

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Arbeitsvertrag vom September 2011 wurde X._____ von Dr. Y._____ 
per 1. November 2011 als zahnmedizinische Assistentin angestellt. Im Arbeitsver-
trag wurde festgehalten, dass jeweils Montag, Dienstag und Mittwoch während 
durchschnittlich 40 Wochen pro Jahr gearbeitet werde und die Arbeitszeit 
grundsätzlich von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr sei. Weiter wurde eine Kündigungsfrist 
von zwei Monaten vereinbart. 

B. Gemäss Ausführungen der Parteien wurde nach dem Stellenantritt von 
X._____ vereinbart, dass diese vorübergehend Überstunden leisten werde, bis Dr. 
Y._____ noch eine weitere Angestellte gefunden habe oder X._____ eine zweite 
Arbeitsstelle antrete.

C. Am 7. Februar 2012 kündigte Dr. Y._____ das Arbeitsverhältnis mit 
X._____ per 30. April 2012. Das Kündigungsschreiben wurde X._____ persönlich 
übergeben. Während der laufenden Kündigungsfrist wurde X._____ schwanger. 
Gemäss ärztlicher Bestätigung fand die Nidation im Zeitraum 25./26. März 2012 
statt. Vom 17. April bis 22. April 2012 war X._____ wegen Blutungen krankge-
schrieben. Am 18. Mai 2012 erlitt X._____ eine Fehlgeburt und ihr behandelnder 
Arzt attestierte ihr in der Folge eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis zum 3. Juni 
2012. Kurze Zeit später wurde X._____ erneut schwanger. Gemäss ärztlicher 
Bestätigung vom 6. August 2012 befand sich X._____ zu diesem Zeitpunkt (6. Au-
gust 2012) in der 6. Schwangerschaftswoche.

D. Mit Schlichtungsgesuch vom 29. Mai 2012 instanziierte X._____ bei der 
Schlichtungsbehörde des Bezirks Inn gegen Y._____ eine Forderungsklage aus 
Arbeitsvertrag. Nach erfolglos verlaufener Vermittlungsverhandlung vom 4. Juli 
2012 stellte der Vermittler am 11. Juli 2012 die folgende Klagebewilligung aus:

“Rechtsbegehren der Klägerin vom 04. Juli 2012:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 
10’227.20.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 29.05.2012 zu bezahlen.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin ein korrektes Arbeits-
zeugnis auszustellen.

3. Alles unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschä-
digungsfolge zuzüglich 8% MwSt. zu Lasten der Beklagten.

Rechtsbegehren der Beklagten vom 04. Juli 2012:

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

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2. Alles unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschä-
digungsfolge zuzüglich 8% MwSt. zu Lasten der Klägerin.”

E. Am 23. Juli 2012 ging beim Bezirksgericht Inn ein undatiertes Schreiben 
von X._____ ein, in welchem sie dem Gericht den Sachverhalt schilderte. Mit 
Schreiben vom 6. August 2012 forderte das Bezirksgericht Inn X._____ auf, ihre 
Eingabe bis zum 17. August 2012 zu verbessern. Am 7. August 2012 reichte 
X._____ sodann die verbesserte Klage ein, welche am 8. August 2012 beim Be-
zirksgericht Inn einging.

X._____ begründete ihre Klage damit, dass ihr Arbeitsverhältnis mit Y._____ nicht 
wie im Kündigungsschreiben vorgesehen am 30. April 2012 geendet habe, son-
dern aufgrund ihrer während der Kündigungsfrist eingetretenen Schwangerschaft, 
der erlittenen Fehlgeburt und der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit sowie 
der erneuten Schwangerschaft erst Ende Juli 2012. Seit April 2012 zahle ihr 
Y._____ zudem kein vollständiges Gehalt mehr, obwohl diese sie am 23. April 
2012 schriftlich von der Arbeit befreit habe. Die von Y._____ getätigten Zahlungen 
von Fr. 2’200.-- für April 2012, Fr. 434.90 für Mai 2012, Fr. 703.70 für Juni 2012 
und Fr. 1’835.10 für Juli 2012 würden nicht der im Arbeitszeugnis vom 30. März 
2012 festgehaltenen Anstellung von 65 % zum Lohn von monatlich Fr. 3’320.69 
entsprechen. Somit stünden ihr noch Lohnzahlungen von insgesamt Fr. 8’109.06 
(brutto) zu.

F. Am 26. August 2012 reichte Y._____ ihre Klageantwort ein und beantragte 
sinngemäss die Abweisung der Klage. Zur Begründung führte sie aus, dass im 
Arbeitsvertrag mit X._____ ein Arbeitspensum von durchschnittlich 21 Stunden 
während 40 Wochen pro Jahr vereinbart worden seien. Das restliche Pensum soll-
te durch eine zweite Gehilfin abgegolten werden, welche sie jedoch erst einstellen 
wollte, wenn die Praxis über genügend Patienten verfügte. Aus diesem Grund hät-
ten die beiden Parteien vereinbart, dass X._____ bei Bedarf vorübergehend Über-
stunden leisten würde. Die von X._____ erwähnten 65 % Arbeitspensum würden 
sich auf das Arbeitszeugnis beziehen und somit auf Leistungen in der Vergangen-
heit, also vom 1. November 2011 bis 30. April 2012. Dieses vergangene und vorü-
bergehende Pensum könne nicht als Berechnungsgrundlage für die Zukunft her-
angezogen werden. Per 14. Mai 2012 habe sie zudem eine zweite Assistentin ein-
gestellt. Das Arbeitspensum von X._____ wäre demnach auf den 1. Mai 2012 auf 
die im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitsstunden zurückgesetzt worden. Die 

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mutmasslichen Arbeitsstunden von X._____ habe sie mit den Zahlungen vom 2. 
Mai, 8. Juni und 6. August 2012 abgegolten.

G. Mit Schreiben vom 5. September 2012 wurden die Parteien zu einer In-
struktionsverhandlung am Bezirksgericht Inn eingeladen. An der Instruktionsver-
handlung vom 25. Oktober 2012, an welcher zwischen den Parteien keine Eini-
gung zustande kam, stellte X._____ folgendes, abweichendes Rechtsbegehren:

“1. Es sei festzustellen, dass ein Arbeitsverhältnis besteht und die ordent-
liche Kündigungsfrist bis 16 Wochen nach der Geburt dauert.

2. Es sei der Lohn für die Monate April bis Juli 2012 in der Höhe von CHF 
8’109.05 zuzüglich Zins zu bezahlen.

3. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten”

Y._____ hielt an ihren in der Klageantwort gestellten Begehren fest.

H. Mit Beweisverfügung vom 12. November 2012, mitgeteilt am 14. November 
2012, wurden sämtliche eingereichten Urkunden für relevant erklärt. Gestützt auf 
die Untersuchungsmaxime (Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO) wurde von X._____ 
ein ärztliches Attest über den Zeitpunkt des Beginns der Schwangerschaft bei der 
ersten und bei der zweiten Schwangerschaft verlangt.

I. Am 7. Februar 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Inn 
statt. X._____ hielt im Rahmen ihres mündlichen Vortrages grundsätzlich an ihren 
Anträgen fest, ergänzte jedoch das Rechtsbegehren Ziff. 2 wie folgt:

“Es sei das der Klägerin ausgestellte Arbeitszeugnis nach Rechtskraft des 
Entscheides von der Beklagten korrekt auszustellen, indem die Höhe des 
Arbeitspensums sowie das Ende des Arbeitsverhältnisses entsprechend 
dem rechtskräftigen ergangenen Entscheid angepasst werden.”

Zudem ergänzte sie, dass sie die Kündigung vom 14. Februar 2012 (recte 7. Fe-
bruar 2012) akzeptiere und anerkenne, sich jedoch auf den Standpunkt stelle, 
dass aufgrund der während der Schwangerschaft geltenden Sperrzeit ihr Arbeits-
verhältnis bei der Beklagten noch nicht rechtsgültig gekündigt worden sei und sie 
folglich noch immer bei der Beklagten angestellt sei.

Y._____ ihrerseits hielt an den in der Klageantwort gestellten Anträgen und der 
Begründung fest.

J. Mit Entscheid vom 7. Februar 2013, mitgeteilt am 14. Februar 2013, er-
kannte das Bezirksgericht Inn alsdann wie folgt:

“1.a)Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Monate April und 
Mai 2012 jeweils CHF 2’979.60 brutto (total CHF 5’959.20 brutto), un-
ter Abrechnung der seitens Arbeitgeberin und Arbeitnehmerin ge-

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schuldeten gesetzlichen Sozialleistungen sowie unter Abrechnung der 
Quellensteuer und der Beiträge an die Berufliche Vorsorge BVG zu-
züglich 5% Verzugszinsen ab 29. Mai 2012 zu bezahlen.

b) Die Beklagte wird verpflichtet, die der Klägerin die bis dato vom Lohn 
bereits abgezogenen und die von der Arbeitgeberin für die Monate 
April und Mai 2012 noch geschuldeten BVG-Beiträge auf ein zuguns-
ten der Klägerin noch zu errichtendes Konto bei der Stiftung Auffang-
einrichtung BVG oder bei einer anderen Vorsorgeeinrichtung zu über-
weisen.

c) Die Beklagte wird berechtigt, die bereits an die Klägerin erfolgten Zah-
lungen für April 2012 bis Juli 2012 in der Höhe von total CHF 5’173.70 
netto mit den Lohnansprüchen der Klägerin zu verrechnen.

2. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin nach Rechtskraft des vor-
liegenden Entscheides ein korrekt ausgestelltes Arbeitszeugnis auszu-
stellen, indem die Höhe des Arbeitspensums sowie das Enddatum des 
Arbeitsverhältnisses entsprechend dem ergangenen Entscheid ange-
passt werden.

3. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien einander keine 
aussergerichtliche Entschädigung schulden.

4. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2’500.00 (Entscheidgebühr CHF 
2’500.00) gehen zu Lasten der Gerichtskasse.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).”

Zur Begründung führte das Bezirksgericht Inn aus, dass X._____ zum Zeitpunkt 
der Kündigung, am 7. Februar 2012, noch nicht schwanger gewesen sei, womit 
die Kündigung rechtsgültig sei. Wenn die Arbeitnehmerin wie im vorliegenden Fall 
vor Ende der 23. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleide, komme die 
Sperrfrist von Art. 336c OR (recte Art. 336c Abs. 1 lit. c OR) nicht mehr zum Tra-
gen. Vielmehr sei in diesem Fall die normale Kündigungssperrfrist im Sinne von 
Art. 336c Abs. 1 lit. b OR anwendbar. X._____ sei vom 17. April bis 22. April 2012 
wegen Blutungen krankgeschrieben gewesen, weshalb die Kündigungsfrist 
gemäss Art. 336c Abs. 1 lit. b OR für sechs Tage unterbrochen worden sei. Die 
um sechs Tage, also bis zum 6. Mai 2012, verlängerte Kündigungsfrist bewirke 
eine Verschiebung des Kündigungstermins auf den 31. Mai 2012 (Art. 336c Abs. 3 
OR). Gemäss Bundesgericht werde keine neue oder fortzusetzende Sperrfrist 
ausgelöst, wenn die Arbeitnehmerin in der zusätzlich mit Art. 336c Abs. 3 OR ge-
währten Frist erneut an der Arbeit verhindert werde, sei dieser Grund neu oder 
nicht. Die am 18. Mai 2012 erlittene Fehlgeburt und die damit zusammenhängen-
de Operation und Krankschreibung vom 19. Mai bis 3. Juni 2012 sei nach der bis 
zum 6. Mai 2012 verlängerten Kündigungsfrist erfolgt, womit es beim rechtsgülti-
gen Kündigungstermin vom 31. Mai 2012 bleibe. Da Y._____ selber angegeben 

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habe, dass X._____ vom 1. November 2011 bis 30. April 2012 zu einem Arbeits-
pensum von 65 % tätig gewesen sei und sich dies auch aus dem Arbeitszeugnis 
ergeben würde, habe X._____ Anspruch auf einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 
2’979.60 (65 %).

K. Am 10. und 11. März 2013 (Poststempel beider Eingaben 11. März 2013) 
reichte X._____ zwei „Berufungen“ gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Inn 
vom 7. Februar 2013 beim Kantonsgericht von Graubünden ein. Mit Schreiben 
vom 13. März 2013 machte der Vorsitzende der II. Zivilkammer des Kantonsge-
richts von Graubünden X._____ darauf aufmerksam, dass die Erhebung eines 
Rechtsmittels in einer einzigen Rechtsschrift zu erfolgen habe. Es sei dem Gericht 
und der Gegenpartei nicht zuzumuten, sich mit mehreren unterschiedlichen Ein-
gaben der gleichen Partei, in derselben Sache und in demselben Verfahrensstadi-
um zu befassen. Dies habe umso mehr zu gelten, wenn, wie im vorliegenden Fall, 
in den eingereichten Eingaben teilweise unterschiedliche Standpunkte vertreten 
würden. Gestützt auf Art. 132 Abs. 2 ZPO wurde X._____ eine Frist bis zum 22. 
März 2013 gesetzt, um mitzuteilen, welche der beiden Eingaben massgebend sein 
soll und allenfalls eine korrigierte Rechtsschrift einzureichen. Sie wurde zudem 
darauf hingewiesen, dass lediglich Korrekturen formeller Art zulässig seien und 
materielle Ergänzungen der Rechtsschrift nur statthaft wären, soweit diese innert 
der noch laufenden Frist erfolgen würden.

L. Am 16. März 2013 (Poststempel 19. März 2013) reichte X._____ eine ver-
besserte Version der bereits am 11. März 2013 eingereichten und mit 11. März 
2013 datierten „Berufung“ ein. Darin stellte sie folgende Rechtsbegehren:

“1. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin den 
Betrag von CHF 11918,40 zzgl. 5% Zins seit 01.04.2012 zu bezahlen.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge”

Sie begründete ihre Berufung damit, dass die Vorinstanz verkenne, dass Art. 336c 
Abs. 1 lit. c OR zwischen “Schwangerschaft” und “den 16 Wochen nach der Nie-
derkunft” unterscheide. Bei einer Niederkunft vor der 23. Schwangerschaftswoche 
sei nicht von einer Niederkunft im Sinne des Gesetztes auszugehen, was aber 
nicht bedeute, dass die Sperrfrist im Sinne von Art. 336c Abs. 1 lit. c OR über-
haupt nicht zum Tragen komme. Der Kündigungsschutz in den 16 Wochen nach 
der Niederkunft entfalle zwar, nicht jedoch derjenige während der Schwanger-
schaft. Dies bedeute, dass die Kündigungsfrist ab Beginn der Schwangerschaft 
vom 25./26. März 2012 bis zum Ende der Kündigungsfrist am 30. April 2012 um 
insgesamt 36 bzw. 37 Tage unterbrochen worden sei. Dieser Rest der Kündi-

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gungsfrist sei nach der Fehlgeburt am 18. Mai 2012 bzw. nach der anschliessen-
den Arbeitsunfähigkeit bis zum 3. Juni 2012 weitergelaufen und habe am 09./10. 
Juli 2012 geendet. Nach Art. 336c Abs. 3 OR verlängere sich die Kündigungsfrist 
zudem auf das Monatsende, womit diese im vorliegenden Fall am 31. Juli 2012 
geendet habe. Somit habe sie bis zum 31. Juli 2012 einen Lohnanspruch, welcher 
65 % einer Vollzeitstelle betrage.

M. Mit „Berufungsantwort“ vom 14. April 2013 (Poststempel 15. April 2013) 
stellte Y._____ folgende Rechtsbegehren:

“A. Dem Entscheid der Vorinstanz kann ich folgen. Daher sei diese anzu-
nehmen und die Berufung der Berufungsklägerin abzuweisen.

B. Eventualiter: Die Forderung der Berufungsklägerin von CHF 11,918.40 
sei um die von mir bezahlten Beträge von CHF 5,173.70 zu korrigie-
ren. Sollten Sie zu einer anderen Auslegung als die Vorinstanz kom-
men, so steht der Berufungsklägerin schliesslich CHF 6,744.70 zu.

C. Dieser Betrag sei nochmals um die Summe von CHF 5,068.40 zu re-
duzieren, welcher der vereinbarten Arbeitszeit gemäss Arbeitsvertrag 
entspricht.

D. Das Arbeitszeugnis der Berufungsklägerin sei von ihrer Rechtsbera-
tung zu formulieren und vom Gericht prüfen zu lassen.

E. Es sei mir eine Umtriebsentschädigung von CHF 4,500 auszurichten.”

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sie X._____ bereits Fr. 
5’173.70 für die Monate April bis Juli 2012 bezahlt habe. Die Forderung von 
X._____ sollte demnach nur Fr. 6’744.70 betragen. Zudem sei das Bezirksgericht 
Inn nicht auf ihre Ausführungen eingegangen, wonach im Arbeitsvertrag mit 
X._____ lediglich ein Arbeitspensum von drei Arbeitstagen pro Wochen à sieben 
Stunden während 40 Wochen pro Jahr festgesetzt worden sei. Da sie zu jenem 
Zeitpunkt noch keine zweite Assistentin gefunden gehabt habe, habe sie X._____ 
um eine temporäre Erhöhung ihrer Arbeitsstunden bis zum 30. März 2012 gebe-
ten. Die Vorinstanz gehe fälschlicherweise davon aus, dass dieses temporäre Ar-
beitspensum zur Berechnung herangezogen werden müsse. Richtig sei jedoch, 
dass der jährliche Durchschnitt der Arbeitsstunden von X._____ gemäss Arbeits-
vertrag höchstens 21 Stunden à Fr. 30.-- pro Woche während 40 Wochen pro Jahr 
betragen würde. Zudem arbeite seit dem 15. Mai 2012 die zweite Gehilfin, womit 
Überstunden seitens X._____ sowieso nicht mehr möglich wären. Somit betrage 
das durchschnittliche Monatssalär Fr. 2’100.-- und nicht Fr. 2’979.60. X._____ ha-
be deshalb ab dem 23. April 2012 bis Ende Juli 2012 Anrecht auf einen Lohn von 
insgesamt Fr. 6’850.--.

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Auf die weiteren Erwägungen im angefochtenen Entscheid und auf die weiteren 
Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im 
Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1.a. Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit der Berufung erstinstanzliche End-
und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beru-
fung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren mindestens Fr. 10‘000.-- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Wird dieser Streit-
wert nicht erreicht, steht das ausserordentliche Rechtsmittel der Beschwerde 
gemäss Art. 319 ff. ZPO offen. Der vorliegend angefochtene Entscheid des Be-
zirksgerichtes Inn stellt einen erstinstanzlichen Endentscheid im Sinne von Art. 
236 Abs. 1 ZPO dar, da es sich dabei um einen Sachentscheid handelt, welcher 
das Verfahren ganz oder teilweise beendet (Reetz/Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung (ZPO), 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 308 N 14). Wie 
bereits ausgeführt, ist die Berufung nur gegeben, wenn der Streitwert der zuletzt 
aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10‘000.-- beträgt (Art. 308 
Abs. 2 ZPO). Massgebend ist somit nicht der Streitwert, welcher sich anhand der 
Berufungsanträge der Parteien und dem vorinstanzlichen Entscheid errechnet. 
Abzustellen ist vielmehr auf den Betrag, welcher nach den Begehren der Parteien 
bei Erlass des erstinstanzlichen Urteils noch streitig war (Spühler, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, Basel 2010, Art. 308 N 8; Gehri, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], ZPO-
Kommentar, Zürich 2010, Art. 308 N 6; Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 308 N 39 f.; Bli-
ckenstorfer, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, Art. 308 N 24 f.). Gemäss 
Klagebewilligung vom 11. Juli 2012 verlangte X._____ von Y._____ eine Lohnent-
schädigung von Fr. 10‘227.20 zuzüglich 5 % Zins sowie die Ausstellung eines kor-
rekten Arbeitszeugnisses. In ihrer Klage vom 7. August 2012 erläuterte X._____ 
dann, dass ihr noch ein Lohn von insgesamt Fr. 8‘109.06 zustehe und bezifferte 
den Streitwert ausdrücklich mit Fr. 8‘109.06. Im Protokoll der Instruktionsverhand-
lung vom 25. Oktober 2012 wurde erneut festgehalten, dass X._____ ein abwei-
chendes Rechtsbegehren stellte. Neu verlangte sie, es sei festzustellen, dass ein 
Arbeitsverhältnis bestehe und die ordentliche Kündigungsfrist bis 16 Wochen nach 

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der Geburt dauere. Zudem forderte sie für die Monate April bis Juli 2012 einen 
Lohn in der Höhe von Fr. 8‘109.05 zuzüglich Zins. Gemäss Protokoll zur Haupt-
verhandlung verwies die Klägerin schliesslich auf ihre Klage und stellte zusätzlich 
ein Begehren auf ein korrekt ausgestelltes Arbeitszeugnis indem die Höhe des 
Arbeitspensums sowie das Ende des Arbeitsverhältnisses entsprechend dem 
rechtskräftig ergangenen Entscheid angepasst werde. Vor der Vorinstanz lag so-
mit zuletzt die von X._____ geforderte Lohnentschädigung in der Höhe von Fr. 
8‘109.05 sowie eine Korrektur des Arbeitszeugnisses im Streit. Da es sich bei 
Letzterer bloss um eine untergeordnete Korrektur handelt, die zudem unmittelbar 
mit dem Hauptbegehren im Zusammenhang steht, ist dieser kein relevanter 
Streitwert zuzumessen (vgl. dazu Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden 
vom 24. November 2008 in JAR 2009, S. 545 sowie Streiff/von Känel/Rudolph, 
Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Auflage, Zürich 2012, Art. 
330a N 6). Somit ist der für die Berufung erforderliche Streitwert vorliegend nicht 
erreicht. 

b. Sind die Voraussetzungen der Berufung nicht gegeben, stellt sich die Fra-
ge, ob das Rechtsmittel als Beschwerde entgegenzunehmen und zu behandeln 
ist. Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf derjenigen Partei, 
die sich auf eine unrichtige Rechtsmittelbelehrung (z.B. die Nennung eines fal-
schen Rechtsmittels oder die Angabe einer zu langen Rechtsmittelfrist) verlassen 
hat, grundsätzlich kein Nachteil erwachsen, es sei denn, sie habe die Unrichtigkeit 
tatsächlich gekannt oder die fehlende Kenntnis sei ihr oder ihrem Vertreter als 
grobe Nachlässigkeit anzulasten. Weiter hält das Bundesgericht fest, dass die fal-
sche Bezeichnung eines Rechtsmittels nicht schadet, sofern sämtliche Sachur-
teilsvoraussetzungen des Rechtsmittels, das hätte eingereicht werden müssen, 
erfüllt sind (BGE 135 III 374; BGE 134 III 379; Blickenstorfer, a.a.O., Art. 308-334 
N 67). Nach Art. 7 Abs. 1 EGzZPO beurteilt das Kantonsgericht als Rechtsmitte-
linstanz zivilrechtliche Berufungen und Beschwerden. Die sachliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts für die Beurteilung der Beschwerde ist somit gegeben. Der 
angefochtene Entscheid des Bezirksgerichte Inn stellt einen nicht berufungsfähi-
gen erstinstanzlichen Endentscheid dar. Damit liegt ein zulässiges Anfechtungsob-
jekt gemäss Art. 319 lit. a ZPO vor. Ferner wurde die Beschwerde unter Beilage 
des angefochtenen Entscheids innert 30 Tagen seit der Zustellung desselben 
beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet eingereicht (Art. 
321 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Somit sind vorliegend sämtliche Sachur-
teilsvoraussetzungen gegeben und eine Beeinträchtigung der Rechte der Gegen-

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partei ist im konkreten Fall ausgeschlossen. Demzufolge ist die Berufung von 
X._____, welche zudem nicht anwaltlich vertreten ist und sich auf die unrichtige 
Rechtsmittelbelehrung der Vorinstanz verlassen durfte, als Beschwerde entge-
genzunehmen und zu beurteilen.

2.a. Die Beschwerdeführerin verlangt gemäss ihren Rechtsbegehren, dass die 
Beschwerdegegnerin zur Bezahlung von Fr. 11‘918.40 zuzüglich 5 % Zins seit 1. 
April 2012 zu verpflichten sei. Wie bereits ausgeführt wurde, belief sich das zuletzt 
aufrecht erhalten Rechtsbegehren vor der Vorinstanz auf Bezahlung von Fr. 
8‘109.05 zuzüglich Zins sowie auf eine Korrektur des Arbeitszeugnisses. 

b. Art. 326 Abs. 1 ZPO verbietet dem mit der Beschwerde angerufenen Ge-
richt, neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel in sei-
nem Entscheid zu berücksichtigen; es gilt mithin im Beschwerdeverfahren unter 
dem Vorbehalt besonderer gesetzlicher Bestimmungen (Art. 326 Abs. 2 ZPO) ein 
umfassendes Novenverbot. Die Beschwerde dient grundsätzlich einer Rechtskon-
trolle des angefochtenen Entscheids und nicht einer Weiterführung des vorinstanz-
lichen Verfahrens, weshalb der angefochtene Entscheid nur im Blickwinkel der 
Tatsachen und Beweismittel überprüft werden soll, die diesem auch im Zeitpunkt 
seiner Ausfällung zugrunde lagen (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung (ZPO), 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013 Art. 326 N 3 f.). Dies 
gilt auch in den Fällen, in welchen die Untersuchungsmaxime zum Tragen kommt 
(Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
BBl 2006 7379 Ziff. 5.23.2; Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., Art. 326 N 4; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_405/2011 vom 27. September 2011 E. 4.5.3). 

c. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Klageschrift vom 7. August 2012 eine 
offene Lohnforderung von Fr. 8‘109.06 geltend gemacht. Sie begründete die Höhe 
der Forderung damit, dass ihr für die Monate April bis Juli 2012 monatlich noch ein 
Lohn von Fr. 3‘320.69 zustehe. Da die Beschwerdegegnerin ihr für die Monate 
April bis Juli 2012 bereits Fr. 5‘173.70 bezahlt habe, stehe ihr noch ein Gesamt-
lohn von Fr. 8‘109.06 zu. In ihrer Beschwerdeschrift verlangt die Beschwerdefüh-
rerin gemäss Rechtsbegehren Fr. 11‘918.40, wobei sie sich dabei auf den von der 
Vorinstanz errechneten Monatslohn von Fr. 2‘979.60 stützt (4 Monate à Fr. 
2‘979.60 = Fr. 11‘918.40). Auf Seite 5 der Beschwerdeschrift wird sodann aber 
ausdrücklich festgehalten, dass die „Verrechenbarkeit“ mit den bereits ausgerich-
teten Lohnzahlungen für die Monate April und Mai 2012 nicht bestritten werde. 
Demnach wendet sich die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde lediglich ge-

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gen die Ziffern 1a und b des Dispositivs des Entscheides der Vorinstanz, Ziffer 1c 
bleibt hingegen unbestritten. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass es sich 
bei den Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin nicht um eine unzulässige Er-
höhung der Klagesumme handelt, sondern lediglich eine Anpassung der Rechts-
begehren an das im Dispositiv des Entscheides der Vorinstanz angewandte 
Schema.

3.a. Die Beschwerdegegnerin stellt in ihrer Beschwerdeantwort ebenfalls 
Rechtsbegehren und verlangt nebst der Abweisung der Beschwerde eventualiter, 
dass die Forderung der Beschwerdeführerin von Fr. 11‘918.40 um die von ihr be-
reits bezahlten Beträge von insgesamt Fr. 5‘173.70 zu korrigieren sei. Diesbezüg-
lich kann auf die obigen Ausführungen (Ziffer 2.c.) verwiesen werden. Demnach 
wird die Anrechnung der bereits ausgerichteten Lohnzahlungen von der Be-
schwerdeführerin nicht bestritten.

b. Weiter fordert die Beschwerdegegnerin, dass der Betrag von Fr. 6‘744.70 
(Fr. 11‘918.40 abzüglich Fr. 5‘173.70) nochmals um die Summe von Fr. 5‘068.40 
zu reduzieren sei, da dies der vereinbarten Arbeitszeit gemäss Arbeitsvertrag ent-
spreche. Die Beschwerdegegnerin stellt in ihrer Beschwerdeantwort also teilweise 
selbständige Anträge, die eine Abänderung des vorinstanzlichen Entscheids bein-
halten. Gemäss Art. 323 ZPO ist eine Anschlussbeschwerde jedoch ausgeschlos-
sen. Die Beschwerdegegnerin hätte den Entscheid der Vorinstanz selbständig an-
fechten müssen, falls sie damit nicht einverstanden gewesen wäre. Dies hat sie 
jedoch unterlassen. Zur Stellung eigener Rechtsbegehren in ihrer Beschwerde-
antwort, die über die Abweisung der Beschwerde hinausgehen, ist die Beschwer-
degegnerin jedoch nicht legitimiert. Auf dieses Begehren kann somit nicht einge-
treten werden. 

c. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort zudem, 
dass das Arbeitszeugnis der Beschwerdeführerin von ihrer Rechtsberatung zu 
formulieren und vom Gericht prüfen zu lassen sei. Auch bei diesem Punkt handelt 
es sich um einen selbständigen Antrag und das Gericht kann auf dieses Begehren 
aufgrund der obgenannten Erwägungen (Ziff. 3.b.) nicht eintreten. Anzumerken 
bleibt jedoch, dass aus Ziffer 2 des Dispositivs des Entscheides der Vorinstanz 
klar hervorgeht, dass die Beklagte verpflichtet werde, der Klägerin nach Rechts-
kraft des Entscheides ein korrekt ausgestelltes Arbeitszeugnis auszustellen, indem 
die Höhe des Arbeitspensums sowie das Enddatum des Arbeitsverhältnisses ent-
sprechend dem ergangenen Entscheid angepasst würden. Zu einer inhaltlichen 

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Änderung oder Anpassung wurde die Beschwerdegegnerin jedoch nicht verpflich-
tet. 

4. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet zunächst die Frage, wann 
das Arbeitsverhältnis zwischen den beiden Parteien aufgelöst wurde.

Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin das Arbeitsverhältnis mit der Be-
schwerdeführerin am 7. Februar 2012 per 30. April 2012 gekündigt hat. Die zwei-
monatige Kündigungsfrist wurde im Arbeitsvertrag zwischen den Parteien festge-
halten (Vorinstanz act. 10/1). Wie bereits die Vorinstanz richtigerweise festhielt, ist 
der Beginn der Kündigungsfrist vom nächstzulässigen Kündigungstermin aus 
rückwärts zu berechnen, wodurch erstellt ist, dass vorliegend die Kündigungsfrist 
ab dem 1. März 2012 zu laufen begann. Nach Art. 336c Abs. 1 lit. c OR darf der 
Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft und in den 16 
Wochen nach der Niederkunft einer Arbeitnehmerin nicht kündigen. Ist jedoch die 
Kündigung vor Beginn einer solchen Sperrfrist erfolgt, aber die Kündigungsfrist bis 
dahin noch nicht abgelaufen, so wird deren Ablauf unterbrochen und erst nach 
Beendigung der Sperrfrist fortgesetzt (Art. 336c Abs. 2 Halbs. 2 OR). Gemäss 
ärztlicher Bestätigung erfolgte die Nidation am 25./26. März 2012 (Vorinstanz act. 
25/2). Ab diesem Zeitpunkt begann die Sperrfrist im Sinne von Art. 336c Abs. 1 lit. 
c OR. Da die Kündigung vorliegend am 7. Februar 2012 und damit vor Beginn der 
Sperrfrist erfolgte, ist sie wirksam. Die Sperrfrist begann also am 25./26. März 
2012 und die Kündigungsfrist war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgelaufen. 
Gemäss Art. 336c Abs. 2 Halbs. 2 OR wird in einem solchen Fall der Ablauf der 
Kündigungsfrist unterbrochen und erst nach Beendigung der Sperrfrist fortgesetzt. 
Die gesamte Schwangerschaft ist Sperrfrist. Die Sperrfrist besteht unabhängig von 
der Arbeitsfähigkeit allein aufgrund der Tatsache, dass eine Schwangerschaft vor-
liegt. Die Sperrfrist gilt auch, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitgeber von 
der Schwangerschaft nichts wissen oder wenn die Arbeitnehmerin diese dem Ar-
beitgeber verschwiegen hat (Streiff/von Känel/Rudolph, a.a.O., Art. 336c N 9). Wie 
die Beschwerdeführerin richtigerweise ausführt, wurde die Kündigungsfrist ab Be-
ginn der Schwangerschaft, also ab dem 25./26. März 2012 unterbrochen. Wie aus 
den Akten hervorgeht, erlitt die Beschwerdeführerin am 18. Mai 2012 eine Fehlge-
burt. Ihre Schwangerschaft endete also am 18. Mai 2012. Gemäss Art. 336c Abs. 
1 lit. c OR gilt die Sperrfrist auch in den 16 Wochen nach der Niederkunft. Umstrit-
ten ist der Begriff der Niederkunft, namentlich ob auch Schwangerschaftsab-
brüche, Fehl- und Totgeburten darunter fallen. Die Lehre spricht sich dafür aus, 
dass im Sinne einer harmonisierenden Auslegung des „Mutterschaftsrechts“ die 
für die Mutterschaftsversicherung getroffene Lösung auch im Zivilrecht übernom-

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men werden soll. Demnach gilt als Niederkunft jede Geburt und jeder Abort, die 
nach Ende der 23. Schwangerschaftswoche eintreten (Art. 23 EOV; Streiff/von 
Känel/Rudolph, a.a.O., Art. 336c N 9; Wyler, Droit du travail; 2. Auflage, Bern 
2008, S. 572 ff.). Die Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt der Fehlgeburt in der 
9. Schwangerschaftswoche (Vorinstanz act. 21/1). Entsprechend kann vorliegend 
- wie dies auch die Vorinstanz zu Recht ausführte - nicht von einer Niederkunft im 
Sinne von Art. 336c Abs. 1 lit. c OR ausgegangen werden. Entgegen den Aus-
führungen der Vorinstanz hat dies jedoch keinen Einfluss auf die Sperrfrist der 
Schwangerschaft selber, diese kommt trotzdem zum Tragen, unbeachtet dessen, 
ob es zu einer Niederkunft im Sinne des Gesetzes kommt. Nicht zur Anwendung 
kommt lediglich die Sperrfrist der 16 Wochen nach der Niederkunft, was von der 
Beschwerdeführerin aber auch nicht behauptet wurde. Die Lehre geht davon aus, 
dass Fehlgeburten, Totgeburten oder ärztlich indizierte Abtreibungen Fälle der 
Krankheit oder des Unfalls darstellen, wenn sie zur Arbeitsunfähigkeit der Arbeit-
nehmerin führen und damit eine entsprechende Sperrfrist auslösen (Staehelin, 
Das Obligationenrecht, Teilband V 2c, Der Einzelarbeitsvertrag, Besondere Ein-
zelarbeitsverträge, Zweite bis vierte Lieferung Art. 331-355, 3. Auflage, Zürich 
1996, Art. 336c. N 12; Rehbinder, Berner Kommentar, Band VI Obligationenrecht, 
2. Abteilung Die einzelnen Vertragsverhältnisse, 2. Teilband Der Arbeitsvertrag 
Art. 319-362 OR, 2. Abschnitt Kommentar zu Art. 331-355 OR, Bern 1992, Art. 
336c N 4). Nach der erlittenen Fehlgeburt am 18. Mai 2012 wurde der Beschwer-
deführerin von ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 18. Mai bis 3. 
Juni 2012 attestiert (Vorinstanz act. 5/22). Entsprechend greift in dieser Zeit die 
Sperrfrist nach Art. 336c Abs. 1 lit. b OR. Die Beschwerdeführerin befand sich zum 
Zeitpunkt ihrer Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Fehlgeburt im ersten Dienstjahr, 
womit grundsätzlich ein zeitlicher Kündigungsschutz von 30 Tagen zur Anwen-
dung kommt. Zu prüfen bleibt jedoch, wie es sich verhält, wenn wie im vorliegen-
den Fall eine Mehrheit von Sperrfristen eintreten. Gemäss Lehre und bundesge-
richtlicher Rechtsprechung löst jeder auf einem neuen Grund beruhende Verhin-
derungsfall nach Art. 336c Abs. 1 OR eine neue, eigene Sperrfrist aus. Diese Ku-
mulation gilt nicht nur bei deren Erfassung durch verschiedene Buchstaben, son-
dern auch dann, wenn sie unter denselben Buchstaben fallen. Vorausgesetzt ist 
allerdings, dass die Arbeitsverhinderung nicht auf demselben Grund beruht wie 
eine frühere. Ein Rückfall oder eine klare Folgeerscheinung lösen also keine neue 
Sperrfrist aus (Streiff/von Känel/Rudolph, a.a.O., Art. 336c N 4; Rehbinder, a.a.O., 
Art. 336c N 8 f.; Staehelin, a.a.O., Art. 336c N 24; Urteil des Bundesgerichts 
1C_296/2008 vom 5. März 2009 mit weiteren Hinweisen). Keine neue oder fortzu-
setzende Sperrfrist wird hingegen ausgelöst, wenn der Arbeitnehmer in der zu-

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sätzlich durch Art. 336c Abs. 3 OR gewährten Frist erneut an der Arbeit verhindert 
wird, sei dieser Grund nun neu oder nicht. In diesem Falle hat der Arbeitnehmer 
die ihm zustehende Kündigungsfrist ungeschmälert bezogen und die Verlänge-
rung nach Absatz 3 dient nur noch dazu, den Anschluss an die üblichen Stellen-
wechseltermine sicherzustellen (BGE 124 III 474, Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK2 10 3 vom 31. August 2010).

Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass vom 25. März 2012 bis zum 18. Mai 
2012 die Sperrfrist nach Art. 336c Abs. 1 lit. c OR zur Anwendung kam und vom 
19. Mai 2012 bis zum 3. Juni 2012 die Sperrfrist nach Art. 336 Abs. 1 lit. b OR. Die 
Kündigungsfrist begann am 1. März 2012 zu laufen. Ab dem Zeitpunkt der Nidati-
on, also ab dem 25./26. März 2012 wurde die Kündigungsfrist für die gesamte 
Dauer der Schwangerschaft der Beschwerdeführerin, also bis zum 18. Mai 2012 
unterbrochen. Da die Beschwerdeführerin anschliessend aufgrund der Fehlgeburt 
arbeitsunfähig war, wurde die Kündigungsfrist nochmals bis zum 3. Juni 2012 un-
terbrochen. Der Rest der Kündigunsfrist (25./26. März bis 30. April 2012, also 
36/37 Tage) lief ab dem 4. Juni 2012 weiter und endete folglich am 9./10. Juli 
2012.

Gilt für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Endtermin, wie das Ende ei-
nes Monats oder einer Arbeitswoche, und fällt dieser nicht mit dem Ende der fort-
gesetzten Kündigungsfrist zusammen, so verlängert sich diese bis zum nächstfol-
genden Endtermin (Art. 336c Abs. 3 OR). Wie die Beschwerdeführerin zu Recht 
ausführte, verlängerte sich die Kündigungsfrist in ihrem Fall somit auf den 31. Juli 
2012.

5. Gemäss Art. 322 Abs. 1 OR hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den 
Lohn zu entrichten, der verabredet oder üblich oder durch Normalarbeitsvertrag 
oder Gesamtarbeitsvertrag bestimmt ist. Daraus ergibt sich, dass der Arbeitgeber 
dem Arbeitnehmer grundsätzlich auch während der Kündigungsfrist den vollen 
Lohn zu entrichten hat. Wie und ob der Lohn bei Verhinderung an der Arbeitsleis-
tung zu entrichten ist, ergibt sich aus Art. 324 ff. OR. Die Beschwerdeführerin wur-
de ab dem 23. April 2012 (Vorinstanz act. 5/14) von der Arbeit freigestellt. Wie 
bereits die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat und auch von der Beschwerdegeg-
nerin unbestritten blieb, hat die Arbeitnehmerin während der Freistellung, vorbe-
haltlich der Anrechnungspflicht von Dritteinkommen, Anspruch auf den vollen 
Lohn, sie ist also so zu stellen, wie wenn sie arbeiten würde (Streiff/von Kä-
nel/Rudolph, a.a.O., Art. 324 N 13). Die Vorinstanz hat als Berechnungsgrundlage 
für die Ermittlung der von der Beschwerdegegnerin bis zum Ende der Kündigungs-

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frist zu leistenden Lohnzahlungen ein Arbeitspensum von 65 % angenommen. Die 
Einwendungen der Beschwerdegegnerin, dass im Arbeitsvertrag eine Arbeitszeit 
von drei Tagen à sieben Stunden pro Woche während 40 Wochen pro Jahr ver-
einbart worden seien, wurden von der Vorinstanz nicht gehört. Die Vorinstanz be-
gründete das Arbeitspensum von 65 % als Berechnungsgrundlage damit, dass die 
Beschwerdegegnerin in ihrer Klageantwort selber ausgeführt habe, dass sich das 
auch im Arbeitszeugnis erwähnte 65 % Arbeitspensum auf die effektive Arbeits-
dauer vom 1. November 2011 bis 30. April 2012 beziehe. Da die Arbeitnehmerin 
während der Freistellung Anspruch auf den vollen Lohn habe, sie also so zu stel-
len sei, wie wenn sie arbeiten würde, müsse hier ebenfalls von einem 65 % Ar-
beitspensum zu einem Bruttolohn von Fr. 2‘979.60 ausgegangen werden. Auf die-
ser Grundlage berechnete die Vorinstanz den der Beschwerdeführerin zuzuspre-
chenden Lohnanspruch für die Monate April und Mai 2012. Gegen diese Vorge-
hensweise gibt es insoweit nichts einzuwenden und die Beschwerdeführerin hat 
den Entscheid der Vorinstanz nicht angefochten, weshalb auf die diesbezüglichen 
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden kann. Entsprechend ist für die 
Monate April und Mai 2012 von einem 65 % Arbeitspensum zu einem Bruttolohn 
von Fr. 2‘979.60 auszugehen. 

Aus der unterlassenen Anfechtung kann hingegen keine Anerkennung der von der 
Vorinstanz vorgenommenen Berechnung abgeleitet werden, soweit mit der Be-
schwerde zusätzliche Lohnzahlungen für die Monate Juni und Juli 2012 verlangt 
werden. In der Beschwerdeantwort führt die Beschwerdegegnerin denn auch aus, 
sie könne den Entscheid der Vorinstanz grundsätzlich akzeptieren. Im Falle einer 
Gutheissung der Beschwerde sei hingegen eine Korrektur der Berechnung der 
Arbeitszeit gemäss Arbeitsvertrag zu berücksichtigen. Die Beschwerdegegnerin 
hat sich von Anfang an und während des gesamten Verfahrens konsequent auf 
den Standpunkt gestellt, der Arbeitsvertrag sehe drei Arbeitstage à 7 Stunden pro 
Woche während 40 Wochen pro Jahr vor. Lediglich für die Anlaufzeit der Praxis 
und bis zur Anstellung einer zweiten Assistentin sei eine temporäre Erhöhung der 
Arbeitsstunden in Form von Überstunden vorgesehen gewesen. Seit Mitte Mai sei 
eine zweite Gehilfin angestellt worden. Massgebend sei somit die Arbeitszeit und 
Entlöhnung gemäss Vertrag.

Während der Freistellung hat der Arbeitnehmer vorbehaltlich der Anrechnungs-
pflicht von Dritteinkommen Anspruch auf den vollen Lohn, d.h., er ist so zu stellen, 
wie wenn er arbeiten würde. Auszugehen ist dabei vom Arbeitsvertrag, soweit kei-
ne anderslautende Vereinbarung nachgewiesen ist. Danach hatte die Beschwer-
deführerin jeweils Montag, Dienstag und Mittwoch während durchschnittlich 40 

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Wochen im Jahr und während durchschnittlich sieben Stunden pro Tag zu arbei-
ten. Ausgehend von einem Monatslohn von Fr. 4‘584.-- brutto ergibt sich - immer 
gemäss Arbeitsvertrag - ein gerundeter Stundenlohn von Fr. 30.-- brutto. Gemäss 
Arbeitsvertrag waren jährlich 840 Stunden, somit monatlich im Durchschnitt 70 
Stunden zu arbeiten. Dies ergibt ein monatliches Durchschnittseinkommen von 
Fr 2‘100.-- brutto. Davon ist auszugehen, zumal Überstunden gemäss unwider-
sprochen gebliebener Darstellung der Beschwerdegegnerin lediglich für die An-
fangsphase vorgesehen waren und ab Mitte Mai eine zweite Gehilfin angestellt 
wurde.

Insgesamt ergibt sich somit für die Monate April bis Juli 2012 ein Bruttolohnan-
spruch von Fr. 10‘159.20 (Fr. 2‘979.60 + Fr. 2‘979.60 + Fr. 2‘100.-- + Fr. 2‘100.--).

6. Die Beschwerdeführerin verlangt für die ihr zustehende Forderung 5 % Zins 
seit dem 1. April 2012. Die Vorinstanz hat sich zum Beginn des Zinslaufes nicht 
geäussert, sondern einfach 5 % Verzugszinsen ab 29. Mai 2012 festgelegt. 
Gemäss Art. 323 Abs. 1 OR ist dem Arbeitnehmer der Lohn Ende jeden Monats 
auszurichten, sofern nicht kürzere Fristen oder andere Termine verabredet wurden 
oder üblich sind und durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag nichts 
anderes bestimmt ist. Hält der Arbeitgeber die Zahlungsfrist nicht ein, gerät er au-
tomatisch in Verzug, wenn der Fälligkeitstermin durch Abrede bestimmt ist. Sofor-
tiger Verzug tritt auch ein bei Herbeiführung der Fälligkeit durch Vertragsbeendi-
gung nach Kündigung. Beruht die Fälligkeit dagegen allein auf Art. 323 OR, ist zur 
Herbeiführung des Verzugs zusätzlich eine Mahnung erforderlich (Art. 102 Abs. 2 
OR; Streiff/von Känel/Rudolph, a.a.O., Art. 323 N 3 mit weiteren Hinweisen). Aus 
dem Arbeitsvertrag vom September 2011 zwischen der Beschwerdeführerin und 
der Beschwerdegegnerin ergibt sich kein fixer Termin für die Ausbezahlung des 
Lohns, entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass der Lohn Ende je-
den Monats auszurichten wäre. Somit ist für jeden ausstehenden Monatslohn se-
parat der Beginn des Zinsenlaufes zu berechnen. Wie aus den Akten hervorgeht, 
hat die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 30. April 
2012 (Vorinstanz act. 5/3) für den ausstehenden April Lohn gemahnt. Am 2. Mai 
2012 hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin Fr. 2‘200.-- überwie-
sen, womit für den Differenzbetrag von Fr. 779.60 brutto der Zinsenlauf ab dem 
30. April 2012 begann. Mit Schreiben vom 8. Juni 2012 (Vorinstanz act. 5/6) hat 
die Unia Ostschweiz-Graubünden im Namen der Beschwerdeführerin die Be-
schwerdegegnerin auf die ausstehenden Lohnzahlungen von April und Mai 2012 
aufmerksam gemacht. Am 8. Juni 2012 hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin einen Betrag von Fr. 434.90 für den Monat Mai 2012 überwie-

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sen. Entsprechend begann der Zinsenlauf für den noch ausstehenden Mai-Lohn 
von Fr. 2‘544.70 brutto am 8. Juni 2012. Wann die Beschwerdeführerin die Be-
schwerdegegnerin für die ausstehenden Lohnzahlungen der Monate Juni und Juli 
2012 gemahnt hat, geht aus den Akten nicht zweifelsfrei hervor. Fest steht jedoch, 
dass die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin spätestens mit E-Mail vom 
6. August 2012 (Vorinstanz act. 13/6) auf die noch ausstehenden Lohnforderun-
gen aufmerksam gemacht hat. Am 6. August hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin den Betrag von Fr. 703.70 für den Monat Juni 2012 sowie Fr. 
1‘835.10 für den Monat Juli 2012 ausbezahlt. Somit begann der Zinsenlauf für die 
ausstehenden Löhne der Monate Juni (Fr. 2‘100.-- abzüglich Fr. 703.70) und Juli 
2012 (Fr. 2‘100.-- abzüglich Fr. 1‘835.10), insgesamt also Fr. 1‘661.20 brutto, ab 
dem 6. August 2012.

7. Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, die sich aus den Ge-
richtskosten und der Parteientschädigung zusammensetzen (vgl. Art. 95 Abs. 1 
ZPO), grundsätzlich der unterliegenden Partei auferlegt. Gemäss Art. 114 lit. c 
ZPO werden den Parteien bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu ei-
nem Streitwert von Fr. 30‘000.-- keine Gerichtskosten auferlegt, was gemäss bun-
desgerichtlicher Praxis in allen Verfahrensstufen und vor allen Instanzen sowie 
auch bei Streitigkeiten über prozessuale Nebenpunkte zu gelten hat (Urwyler in: 
DIKE-Kommentar ZPO, a.a.O., Art. 114 N 7 mit Hinweis). Die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens von Fr. 4‘000.-- verbleiben demnach beim Kanton Graubün-
den. Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist praxisgemäss keine 
ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen. Von der Zusprechung einer Um-
triebsentschädigung ist ebenfalls abzusehen, da die Beschwerdeführerin keine 
solche verlangt und die Beschwerdegegnerin zum überwiegenden Teil unterliegt 
und die von ihr geltend gemachte Entschädigung zudem nicht ausgewiesen ist.

8. Zusammenfassend steht der Beschwerdeführerin somit für die Monate April 
bis Juli 2012 ein Lohnanspruch von Fr. 10‘159.20 brutto zuzüglich Zins von 5 % 
auf Fr. 779.60 ab dem 30. April 2012, auf Fr. 2‘544.70 ab dem 8. Juni 2012 und 
auf Fr. 1‘661.20 ab dem 6. August 2012 zu. Die Beschwerdegegnerin ist verpflich-
tet, auf dem gesamten Bruttobetrag Sozialversicherungsabgaben, BVG und Quel-
lensteuer abzurechnen. Ausserdem ist die Beschwerdegegnerin dazu berechtigt, 
die bereits geleisteten Zahlungen für die Monate April bis Juli 2012 im Umfang von 
Fr. 5‘173.70 netto an die Lohnansprüche anzurechnen respektive davon in Abzug 
zu bringen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Ziffer 1 des angefoch-
tenen Entscheides wird aufgehoben.

2. a) Y._____ wird verpflichtet, X._____ für die Monate April bis Juli 2012 Fr. 
10‘159.20 brutto, zuzüglich 5 % Verzugszinsen auf Fr. 779.60 brutto ab 
dem 30. April 2012, auf Fr. 2‘544.70 brutto ab dem 8. Juni 2012 und auf Fr. 
1‘661.20 brutto ab dem 6. August 2012 zu bezahlen. Y._____ wird zudem 
verpflichtet, auf dem genannten Betrag Sozialversicherungsabgaben, Bei-
träge an die Berufliche Vorsorge und Quellensteuer abzurechnen

b) Y._____ ist berechtigt, die bereits an die Klägerin erbrachten Zahlungen 
für die Monate April bis Juli 2012 in der Höhe von total Fr. 5‘173.70 netto an 
die Lohnansprüche gemäss Ziff. 2.a zuvor anzurechnen.

c) Y._____ wird verpflichtet, die bis dato vom Lohn bereits abgezogenen 
und die von der Arbeitgeberin für die Monate April, Mai, Juni und Juli 2012 
noch geschuldeten BVG-Beiträge auf ein zugunsten von X._____ zu errich-
tendes Konto bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG oder bei einer ande-
ren Vorsorgeeinrichtung zu überweisen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 4‘000.-- verbleiben beim 
Kanton Graubünden. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Partei- 
oder Umtriebsentschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 15'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG; S 173.110) Beschwerde an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechts-
frage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fäl-
len ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29  ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an:

http://links.weblaw.ch/de/SR-173.110+Art.29