# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a846e2f7-402b-5ab4-9fed-495708085240
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 20.04.2021 KSK 2020 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2020-118_2021-04-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 20. April 2021

Referenz KSK 20 118

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Casutt, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B._____ 

gegen

C._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. D._____ 

Gegenstand Arresteinsprache

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja, Einzelrichter, vom 15.10.2020, 
mitgeteilt am 15.10.2020 (Proz. Nr. 335-2020-47)

Mitteilung 26. April 2021

2 / 12

I. Sachverhalt

A. Am _____ 2012 vereinbarten A.________ als Darlehensgeber und die 
E.________ (vormals: E.________) als Darlehensnehmerin ein Darlehen über 
EUR 500'000.00 zuzüglich Zins, das per Ende 2016 zur Rückzahlung fällig wurde. 
Nach Eintritt der Fälligkeit forderte A.________ die E.________ und C._____ er-
folglos zur Rückzahlung des Darlehens auf.

B. Mit Eingabe vom 1. April 2020 stellte A.________ gegen C._____ beim Re-
gionalgericht Maloja ein Arrestbegehren, welches mit Arrestbefehl vom 7. April 
2020 vom Einzelrichter bewilligt und am 8. April 2020 vom Betreibungs- und Kon-
kursamt der Region Maloja vollzogen wurde. Es wurde Vermögen von C._____ 
bei der F.________ in Höhe von CHF 519'400.00 zuzüglich Zins verarrestiert 
(Proz. Nr. 335-2020-41).

C. Gegen den Arrestbefehl erhob C._____ mit Eingabe vom 24. April 2020 
Einsprache. Am 14. Mai 2020 ging die Begründung seiner Arresteinsprache ein. 
Nach mehreren gegenseitigen Stellungnahmen beider Parteien erging am 15. Ok-
tober 2020 der Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Maloja mit fol-
gendem Dispositiv (Proz. Nr. 335-2020-47):

1. Die Arresteinsprache im Verfahren Proz. Nr. 335-2020-47 wird gutge-
heissen und der am 7. April 2020 angeordnete Arrest im Verfahren 
Proz. Nr. 335-2020-41 wird aufgehoben.

2. Die Kosten des Verfahrens von CHF 1'000.- werden dem Einsprache-
gegner auferlegt und mit dem Kostenvorschuss verrechnet.

3. Der Einsprachegegner wird verpflichtet, den Einsprecher ausseramt-
lich mit CHF 2'000.- zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]

D. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rer) am 23. Oktober 2020 fristgerecht Beschwerde beim Kantonsgericht von 
Graubünden. Er beantragte, den Entscheid vom 15. Oktober 2020 kostenfällig 
aufzuheben, die Arresteinsprache des Einsprechers und Beschwerdegegners ab-
zuweisen und den Arrestbefehl vom 7. April 2020 zu bestätigen. Eventualiter sei 
der Entscheid vom 15. Oktober 2020 aufzuheben und die Sache zur Neubeurtei-
lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

E. Der mit Verfügung vom 26. Oktober 2020 vom Beschwerdeführer einver-
langte Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 1'200.00 ging innert Frist ein. Glei-
chentags wurde der Beschwerde einstweilen in dem Sinne die aufschiebende Wir-

3 / 12

kung erteilt, dass der Arrestbeschlag bis auf Weiteres bestehen bleibt. Die vor-
instanzlichen Akten wurden beigezogen. 

F. Mit Beschwerdeantwort vom 5. November 2020 beantragte C._____ (nach-
folgend: Beschwerdegegner), die Beschwerde kostenfällig und vollumfänglich ab-
zuweisen und den Entscheid der Vorinstanz zu bestätigen. Von einer eventualiter 
beantragten Rückweisung an die Vorinstanz zur Neubeurteilung der Sache sei 
abzusehen. Zudem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen. 

G. Die Parteien reichten unaufgefordert weitere Stellungnahmen ein (Replik 
vom 16. November 2020; Stellungnahme zur Replik vom 25. November 2020; 
Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 4. Dezember 2020; Stellungnahme 
der Beschwerdegegnerin vom 21. Dezember 2020). Das Verfahren erweist sich 
als spruchreif.

II. Erwägungen

1. Gegen den im summarischen Verfahren gefällten Entscheid der Vorinstanz 
in Arrestsachen ist die Beschwerde zulässig (Art. 319 lit. a i.V.m. Art. 309 lit. b 
Ziff. 6 ZPO). Mit der Beschwerde kann unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 
(Art. 320 ZPO). 

2. Der Gläubiger kann, wenn einer der im SchKG vorgesehenen Arrestgründe 
gegeben ist, für eine fällige – je nach Arrestgrund auch für eine nicht fällige – For-
derung, soweit sie nicht durch ein Pfand gedeckt ist, Vermögensstücke des 
Schuldners, die sich in der Schweiz befinden, mit Arrest belegen lassen (Art. 271 
SchKG). Der Arrest wird bewilligt, wenn der Gläubiger glaubhaft macht, dass seine 
Forderung besteht, ein Arrestgrund vorliegt und Vermögensgegenstände vorhan-
den sind, die dem Schuldner gehören (Art. 272 Abs. 1 SchKG). 

3. Bereits vor der Vorinstanz waren sich die Parteien darin einig, dass der 
Darlehensvertrag zwischen dem Beschwerdeführer als Darlehensgeber und der 
E.________ als Darlehensnehmerin zustande kam. Streitig war im Wesentlichen 
die Frage, ob die Darlehensschuld nachträglich vom Beschwerdegegner über-
nommen wurde. Der Beschwerdeführer behauptete eine konkludente Schuldüber-
nahme, während der Beschwerdegegner eine solche in Abrede stellte.

Nachdem die Vorinstanz das Arrestgesuch zunächst superprovisorisch gutgeheis-
sen hatte, kam sie im Einspracheverfahren zum Schluss, dass es an einer Forde-

4 / 12

rung des Beschwerdeführers gegen den Beschwerdegegner fehle. Darlehens-
nehmerin sei die in Zug ansässige Immobilienfirma, nicht der Beschwerdegegner. 
Der behauptete Wille zur Schuldübernahme durch den Beschwerdegegner sei 
nicht nachgewiesen. Mangels Forderung sei die Einsprache des Beschwerdegeg-
ners gutzuheissen und der Arrest entsprechend aufzuheben (vgl. act. B.2). 

4. Vor diesem Hintergrund wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz eine 
Verletzung von Art. 272 Abs. 1 SchKG vor. Die Vorinstanz verkenne, dass im Ar-
restverfahren Glaubhaftmachen des Forderungsbestands genüge. In Widerspruch 
dazu nehme die Vorinstanz an, der Beschwerdeführer müsse die Umstände, aus 
welchen sich der Wille des Beschwerdegegners zur Schuldübernahme ergebe, 
beweisen (act. A.1 Ziff. 16). Der Beschwerdegegner geht demgegenüber davon 
aus, dass sich die Vorinstanz durchaus bewusst gewesen sei, dass Art. 272 
Abs. 1 SchKG das blosse Glaubhaftmachen genügen lasse. Entsprechend hält er 
die Rüge des Beschwerdeführers für unberechtigt (act. A.2 Ziff. 13). 

4.1. Nach Art. 272 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG ist zur Bewilligung des Arrests voraus-
gesetzt, dass der Gläubiger den Bestand seiner Forderung glaubhaft macht. Die-
ses Glaubhaftmachen umfasst nach der Rechtsprechung den Bestand der Forde-
rung in sowohl tatsächlicher als auch rechtlicher Hinsicht. Die tatsächlichen Um-
stände der Entstehung der Arrestforderung sind glaubhaft gemacht, wenn für de-
ren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Arrestgericht mit 
der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Eine recht-
liche Prüfung des Bestandes der Arrestforderung hat das Arrestgericht grundsätz-
lich von Amtes wegen vorzunehmen (Art. 57 ZPO), sie erfolgt aber bloss summa-
risch, d.h. weder endgültig noch restlos (BGE 138 III 232 E. 4.1.1; BGer 
5A_195/2018, 5A_196/2018, 5A_197/2018 v. 22.8.2018 E. 6.1). 

4.2. Die Vorinstanz verwies in ihren Erwägungen zunächst auf Art. 272 Abs. 1 
SchKG, wonach der Arrest bewilligt wird, wenn der Gläubiger glaubhaft macht, 
dass seine Forderung besteht. Im Anschluss daran gab sie die allgemeinen 
Grundsätze, was unter Glaubhaftmachen zu verstehen ist, korrekt wieder 
(act. B. 2 E. 2a). In der nachfolgenden Würdigung des vorliegenden Falles kam sie 
dann zum Schluss, eine Einigung über den Abschluss eines Vertrages auf Über-
nahme der Darlehensschuld sei "nicht rechtsgenüglich dargetan" (act. B.2 E. 2b). 
Welches Beweismass sie dabei anwendete – ob sie vom Erfordernis des strikten 
Beweises oder bloss des Glaubhaftmachens ausging –, lässt sich aufgrund der 
allgemeinen Feststellungen zu Beginn ihrer Erwägungen zwar vermuten, klar ist 
dies jedoch nicht. Ob dies den Anforderungen an eine Entscheidbegründung 
genügt, ist zweifelhaft, handelt es sich beim angewendeten Beweismass doch um 

5 / 12

einen für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkt. Die Frage kann hier indes 
offenbleiben. Denn die Beschwerde ist so oder so gutzuheissen, wie in den nach-
folgenden Erwägungen (E. 5–7) dargelegt wird. 

5. Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Vertrauens-
prinzips. Er habe im vorinstanzlichen Verfahren diverse Umstände aufgeführt, 
welche nach dem Vertrauensprinzip auf eine Schuldübernahme durch den Be-
schwerdegegner schliessen liessen. So habe der Beschwerdegegner unter ande-
rem für das ausstehende Darlehen am 8. Januar 2019 und am 9. April 2019 Zin-
sen von je EUR 7'500.00 bezahlt, und zwar in eigenem Namen und nicht als Ver-
treter der E.________. Auch habe der Beschwerdegegner per SMS immer wieder 
zugesichert, er würde das von der E.________ geschuldete Geld zahlen. Ob der 
Beschwerdegegner die Schuld der E.________ privativ oder kumulativ übernom-
men habe, sei irrelevant. Massgebend sei, wie er – der Beschwerdeführer – die 
Zahlungen und die SMS-Mitteilungen sowie die übrigen geschilderten Umstände 
habe verstehen dürfen und müssen. Dies habe die Vorinstanz verkannt (act. A.1 
Ziff. 18 ff.). Der Beschwerdegegner hält die vorinstanzliche Würdigung für über-
zeugend. Der Darlehensvertrag sei zwischen dem Beschwerdeführer und der 
E.________ zustande gekommen. Die Kommunikation zwischen den Parteien und 
die sonstigen Umstände liessen eine Schuldübernahme oder Zession nicht glaub-
haft erscheinen (act. A.2 Ziff. 10 ff.).

5.1. Die kumulative Schuldübernahme besteht in der vertraglichen Verpflichtung 
eines Übernehmers gegenüber dem Gläubiger eines Schuldners, worin der Über-
nehmer die Schuld solidarisch mitübernimmt (BGE 129 III 702 E. 2.1). Bei der pri-
vativen Schuldübernahme schliesst der Schuldübernehmer mit dem Gläubiger 
einen Vertrag, aufgrund dessen der Schuldübernehmer zum neuen Schuldner 
wird, während der bisherige Schuldner befreit wird (BGE 121 III 256). Beide Arten 
der Schuldübernahme beruhen demnach auf Vertrag, mithin auf übereinstimmen-
den gegenseitigen Willenserklärungen der Parteien, wobei diese ausdrücklich 
oder stillschweigend sein können (Art. 1 OR). Ob ein Vertrag zustande gekommen 
ist, beurteilt sich primär anhand des tatsächlichen Parteiwillens (subjektive Ausle-
gung). Wenn sich – wie hier – ein übereinstimmender tatsächlicher Parteiwille 
nicht nachweisen lässt, so ist der mutmassliche Parteiwille relevant, zu dessen 
Ermittlung die Erklärungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips auszule-
gen sind. Diese sind so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammen-
hang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten 
(objektivierte Auslegung; statt vieler BGE 136 III 186 E. 3.2.1 m.w.H.). Die objekti-
vierte Auslegung stellt eine Rechtsfrage dar, die im Beschwerdeverfahren frei 

6 / 12

überprüft werden kann (Art. 320 lit. a ZPO). Im Arrestverfahren reicht es dabei – 
wie erwähnt (E. 4.1.) – aus, dass der mutmassliche Parteiwille glaubhaft erscheint.

5.2. Als erstes Indiz für den (konkludent) manifestierten Schuldübernahmewillen 
des Beschwerdegegners berief sich der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen 
Verfahren auf den Umstand, dass der Beschwerdegegner Darlehenszinsen zahlte 
(RG act. I.1 Ziff. 12 ff. [Proz. Nr. 335-2020-41]). Der Beschwerdegegner gab zwar 
zu, zwei Zinsraten à EUR 7'500.00 von einem seiner Konti überwiesen zu haben, 
er fügte jedoch an, dies sei aus freundschaftlichen Gründen und im Sinne einer 
Vorfinanzierung erfolgt (RG act. I.2 Ziff. 21 ff.). Die Vorinstanz hielt dazu fest, al-
lein aufgrund von Teilzahlungen einer Drittschuld könne nicht auf eine Schuldü-
bernahme geschlossen werden (act. B.1 E. 2b). Diese Würdigung der Vorinstanz 
ist nachvollziehbar. Allein die Tatsache, dass ein Dritter eine fremde Schuld teil-
weise bezahlt, spricht nach Treu und Glauben nicht gleich dafür, dass er die gan-
ze Schuld (kumulativ oder privativ) übernehmen will. Denn ebenso gut möglich ist, 
dass er die Teilzahlung lediglich als Vertreter des Schuldners leistet. Aus einer 
Teilzahlung einer fremden Schuld lässt sich daher nicht ohne Weiteres auf einen 
Schuldübernahmewillen schliessen. Dieser Wille muss vielmehr aus weiteren Um-
ständen klar hervorgehen (vgl. BGer 4D_111/2009 v. 11.11.2009 E. 2.4 m.w.H.).

5.3. Als weiteres Indiz für die Schuldübernahme legte der Beschwerdeführer vor 
der Vorinstanz verschiedene SMS-Nachrichten des Beschwerdegegners vor (RG 
act. I.3 Ziff. 9 ff.). Der Beschwerdegegner machte hierzu geltend, diese erst in der 
Stellungnahme zu seiner Einsprache vorgebrachten Behauptungen und Beweis-
mittel könnten als unechte Noven nicht mehr berücksichtigt werden (RG act. I.4 
Ziff. 4 ff.). In der Sache bestritt er, mit den SMS-Nachrichten eine persönliche Haf-
tung übernommen zu haben (RG act. I.4 Ziff. 7 ff.). Laut der Vorinstanz hielt der 
Beschwerdegegner in den SMS-Texten zwar wiederholt fest, er zahle dem Be-
schwerdeführer sein Geld zurück. Aus den kurzen Texten gehe indessen, so die 
Vorinstanz, nicht mit hinreichender Klarheit hervor, ob er dabei die Stellung der 
Schuldnerin einnehmen oder sich als Solidarschuldner neben diese stellen oder 
ob er die Zahlung als blosser Vertreter der Darlehensschuldnerin ausführen wolle. 
Anfang Januar 2019 habe er dem Beschwerdeführer jedenfalls mitgeteilt, dass 
jener vorweg noch eine Zessionserklärung unterzeichnen müsse, damit er – der 
Beschwerdegegner – die Schuld übernehmen könne. Eine solche Erklärung finde 
sich nicht in den Akten. Bei dieser Sachlage sei zwar erstellt, dass die Tilgung der 
Darlehensschuld durch den Beschwerdegegner Besprechungsthema unter den 
Parteien gewesen sei. Eine Einigung über den Abschluss eines Vertrages auf 

7 / 12

Übernahme der Darlehensschuld sei nicht rechtsgenüglich dargetan (act. B.1 
E. 2b).

5.3.1. Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer mehrere SMS-Nachrichten 
erst in seiner Stellungnahme zur Arresteinsprache vorbrachte, obschon ihm diese 
bereits vor Einreichung des Arrestgesuches vorgelegen hatten. Damit stellt sich 
die Frage, wie es sich im erstinstanzlichen Arresteinspracheverfahren mit dem 
Novenrecht verhält. Art. 278 Abs. 3 Satz 2 SchKG hält fest, dass in dem gegen 
einen Arresteinspracheentscheid gerichteten Beschwerdeverfahren vor der 
Rechtsmittelinstanz neue Tatsachen geltend gemacht werden können. Bei dieser 
Bestimmung handelt es sich um eine Ausnahme vom Grundsatz, wonach im Be-
schwerdeverfahren weder neue Tatsachen noch neue Beweismittel vorgebracht 
werden können (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Sie bezieht sich sowohl auf echte als auch 
auf unechte Noven (BGE 145 III 324 E. 6.6.4). Ausserdem gilt die Bestimmung 
nicht bloss im Beschwerde-, sondern auch im erstinstanzlichen Arresteinsprache-
verfahren (BGE 140 III 466 E. 4.2.3.). Eine Zulassung von echten und unechten 
Noven erscheint zutreffend, weil das Einsprachegericht nicht den Arrestbewilli-
gungsentscheid an sich überprüft, sondern mit voller Kognition aufgrund aller Vor-
bringen der verschiedenen Parteien erneut über die Arrestbewilligung entscheidet. 
Dabei legt es seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde, wie er im Entscheid-
zeitpunkt besteht. Das grosszügige Zulassen von neuen Tatsachen rechtfertigt 
sich auch aus prozessökonomischen Gründen, kann doch das Arrestgesuch je-
derzeit mit ergänzter Begründung bei der ersten Instanz erneut eingereicht werden 
(OGer ZH PS150154 v. 16.11.15 E. III.2 m.w.H.). Die vom Beschwerdeführer in 
seiner Stellungnahme zur Arresteinsprache neu vorgebrachten SMS-Nachrichten 
können nach diesen Grundsätzen berücksichtigt werden. Dies rechtfertigt sich im 
Übrigen auch deshalb, weil es dem Arrestgläubiger weder möglich noch zumutbar 
ist, in seinem Arrestgesuch sozusagen auf Vorrat sämtliche denkbaren Einwände 
zu entkräften, die der Arrestschuldner in seiner Einsprache potentiell vorbringen 
kann. Wenn in der Einsprache neue Behauptungen aufgestellt werden, welche der 
Arrestgläubiger seinerseits mit unechten Noven entkräften will, so ist bei gegebe-
ner Kausalität anzunehmen, dass er diese Noven trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
vorher vorbringen konnte. Anders als der Beschwerdegegner geltend macht, kann 
dem Beschwerdeführer somit kein unsorgfältiges Prozessieren vorgeworfen wer-
den, wenn er nicht sämtliche Behauptungen und Urkunden zur Arrestforderung 
bereits im Arrestgesuch vorbrachte, sondern zuerst die Reaktion des Arrest-
schuldners abwartete (vgl. zum ähnlich gelagerten Problem bei Dupliknoven 
BGE 146 III 55 E. 2.5.2).

8 / 12

5.3.2. Die SMS-Nachrichten des Beschwerdegegners, anhand derer der Be-
schwerdeführer auf eine Schuldübernahme schliessen will, datieren aus der Zeit 
zwischen dem 2. Mai 2018 und dem 4. Januar 2019. Am 2. Mai 2018 schrieb der 
Beschwerdegegner unter anderem: "Ich versuche dir das geld andersweitig zu 
besorgen, ich arbeit hart daran!!" (RG act. III.1 S. 3). In der Nachricht vom 19. De-
zember 2018 findet sich sodann folgender Satz: "Ich zahle dir das Geld anfangs 
2019 sicher!!" (RG act. III.1 S. 6). Am 29. Dezember 2018 ergänzte der Be-
schwerdegegner: "Du kriegst dein Geld bis spätestens 31.3. von mir!!! […] Du hast 
von mir dein Geld immer mit einem fairen Zins zurück erhalten!! Auch dieses mal 
wird es nicht anders sein!!" […] Ich bezahle meine Schulden zu 100% immer!!" […] 
Ich WERDE zahlen und möchte nie wieder etwas von die hören!! Ok?? (RG 
act. III.1 S. 7 f.). Auch wenn in diesen Nachrichten nicht von einer Schuldüber-
nahme die Rede ist, enthalten sie aufgrund der Art der Formulierung doch schlüs-
sige Hinweise dahingehend, dass der Beschwerdegegner die Darlehensschuld als 
persönliche Schuld betrachtete oder zumindest deren Erfüllung aus seinem eige-
nen Vermögen in Aussicht stellte. 

Am 4. Januar 2019 schrieb der Beschwerdegegner dann allerdings: "Du musst 
noch eine Zession unterzeichnen, damit ich die Schuld übernehmen kann!! Wo 
soll ich das hinschicken??" (RG act. III.1 S. 9). Diese Formulierung deutet darauf 
hin, dass eine Schuldübernahme bis zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erfolgt 
und von einer Zessionserklärung abhängig war. Wie die Vorinstanz richtig aus-
führt, findet sich in den Akten keine entsprechende Zessionserklärung. Daraus 
gleich zu schliessen, dass keine Schuldübernahme zustande gekommen wäre, 
greift indes zu kurz. Denn die Korrespondenz zwischen den Parteien war mit der 
Nachricht des Beschwerdegegners vom 4. Januar 2019 noch nicht abgeschlos-
sen. Auf die Frage des Beschwerdegegners, wohin er die Zession schicken solle, 
gab der Beschwerdeführer eine Adresse in Zürich an (RG act. III.1 S. 9). Mit Nach-
richt vom 5. Januar 2019 teilte der Beschwerdegegner sodann mit: "Ich habe im-
mer aus eigener Tasche zurückbezahlt IMMER!! Werde es auch immer do ma-
chen Ich bin kein Gauner und lasse mich auch nicht so behandeln Das wars!! Du 
kriegst dein Geld!!" (RG act. III.1 S. 10 f.). Am 8. Januar 2019 bestätigte der Be-
schwerdegegner weiter: "Zinsen 7'500 heute bezahlt" (RG act. III.1 S. 12). Am 
5. Februar 2019 teilte der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner mit, er habe 
nie etwas zum Unterschreiben in sein Büro erhalten, worauf der Beschwerdegeg-
ner umgehend antwortete: "Bekommst auch nicht mehr!! Wir lassen es wie es ist!! 
(RG act. III.1 S. 12). Die Zessionserklärung, von der der Beschwerdegegner die 
Schuldübernahme abhängig machte, war offenbar nicht mehr relevant. In der 
Nachricht vom 26. März 2019 fügte der Beschwerdegegner hinzu: "Ich zahle auf 

9 / 12

jeden Fall jeden Monat einen grösseren Betrag!!" (RG act. III.1 S. 13). Am 1. April 
2019 schrieb er: "zinsen 7500 diese woche und ende april 20k, ende mai noch-
mals 20k, juni 25k und denn neuer update aber moeglicherweise alles zusammen" 
(RG act. III.1 S. 14). Auf Nachfrage des Beschwerdeführers, ob sein Versprechen 
von Anfang April nicht mehr gelte, antwortete der Beschwerdegegner schliesslich: 
"Chan jetzt nöd meh! Denke ende juni 20' Danach geht’s besser!!" (RG act. III.1 
S. 15). Nach einer letzten Nachricht des Beschwerdeführers vom 21. Mai 2019, 
worin er den Beschwerdegegner über den Erhalt einer Betreibung und das Aufsu-
chen eines Anwalts informierte (RG act. III.1 S. 15), brach die SMS-
Korrespondenz zwischen den Parteien, soweit sie in den Akten liegt, ab. 

Wie die einzelnen SMS-Nachrichten der Parteien gemeint sind, lässt sich aufgrund 
deren bruchstückhaften Kürze und ohne Kenntnis der Begleitumstände nicht klar 
sagen. Festzuhalten ist jedoch, dass der Beschwerdegegner die Zessionser-
klärung als Bedingung für die Schuldübernahme in seinen letzten Mitteilungen 
nicht mehr erwähnte. Stattdessen versprach er dem Beschwerdeführer wiederholt 
Zahlungen, ohne irgendwelche Vorbehalte oder dann Hinweise anzubringen, dass 
er dies stellvertretend für die E.________ zu tun gedenkt. Dass sich der Be-
schwerdegegner persönlich zur Rückzahlung der Darlehensschuld verpflichtete, 
erscheint damit mit Blick auf das Vertrauensprinzip nicht unwahrscheinlich. 

5.4. Dieser Schluss wird bestätigt durch ein Schreiben der E.________ vom 
29. Juli 2019, das der Beschwerdeführer bereits dem Arrestgesuch beilegte (RG 
act. II.10), das die Vorinstanz in seinem Entscheid vom 15. Oktober 2020 jedoch 
unberücksichtigt liess. In diesem Schreiben mit dem Titel "Rückzahlung Darlehen 
von A.________" machte die E.________ gegenüber dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers, wie sie selber einleitend festhielt, "ergänzende Angaben zum 
Sachverhalt". Dabei führte sie unter anderem Folgendes aus: "C._____ hat mit 
Ihrem Mandaten vereinbart, dass er das Darlehen von der E.________ überneh-
men wolle und die Rückzahlung durch Ihn privat erfolgen werde. Damit war Ihr 
Mandant dazumal einverstanden." Angesichts dieses Wortlauts erscheint die Be-
hauptung des Beschwerdeführers, dass eine Schuldübernahme zustande kam, 
durchaus plausibel. Bei einer Gesamtwürdigung des SMS-Austausches zwischen 
den Parteien zusammen mit dem Schreiben der E.________ vom 29. Juli 2019 
erscheint die Arrestforderung gegen den Beschwerdegegner demnach glaubhaft. 
Der Einwand des Beschwerdegegners, ihm fehle das für eine Schuldübernahme 
erforderliche Eigeninteresse, vermag diese Schlussfolgerung nicht zu erschüttern. 
Denn der Beschwerdegegner bestritt lediglich, selber Aktionär der E.________ zu 
sein; dass ihm die E.________ indirekt gehört, stellte er nicht substantiiert in Ab-

10 / 12

rede (vgl. RG act. I.2 Ziff. 16). Ein Eigeninteresse des Beschwerdegegners an ei-
ner Schuldübernahme ist somit ebenfalls zu bejahen, weshalb sich eine Prüfung 
der Frage, ob das Rechtsgeschäft allenfalls als formbedürftige Bürgschaft zu qua-
lifizieren ist, nicht weiter aufdrängt (vgl. BGE 129 III 702 E. 2).

6. Die Bewilligung des Arrests setzt im Weiteren die Glaubhaftmachung eines 
Arrestgrundes voraus (Art. 272 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG). Die Vorinstanz bejahte ur-
sprünglich den Tatbestand des Ausländerarrests (Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG), 
ging auf diesen Aspekt im Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2020 aber nicht 
mehr näher ein (vgl. act. B.1 E. A und 2b). Der Ausländerarrest setzt nach Art. 271 
Abs. 1 Ziff. 4 SchKG unter anderem voraus, dass der Schuldner nicht in der 
Schweiz wohnt, wobei der massgebende Zeitpunkt für die Festlegung des Wohn-
sitzes die Einreichung des Arrestbegehrens ist (BGer 5A_870/2010 v. 15.03.2011 
E. 3.1). Dass der Beschwerdegegner anfänglich in G.________ wohnte, ist unbe-
stritten. Der Beschwerdegegner machte in seiner Einsprache vor der Vorinstanz 
jedoch geltend, er habe seinen Lebensmittelpunkt spätestens seit Anfang April 
2020 definitiv in der Schweiz (RG act. I.2 Ziff. 7). Dieser Einwand ist unbehelflich. 
Der neue Mietvertrag über eine Wohnung in H.________, auf den der Beschwer-
degegner in diesem Zusammenhang verweist, datiert vom 13./14. Mai 2020 und 
weist als Mietbeginn den 1. Mai 2020 aus (RG act. II.1). Das Arrestgesuch wurde 
indes bereits am 1. April 2020 eingereicht. Des Weiteren fällt auf, dass der Be-
schwerdegegner seine Einsprache vom 24. April 2020 noch unter Angabe seiner 
bisherigen Adresse in G.________ einreichte (RG act. I.1 S. 1). Erst das Rubrum 
seiner Eingabe vom 14. Mai 2020 enthält als neue Adresse jene in H.________ 
(RG act. I.2 S. 1). Wenn der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 14. Mai 2020 
behauptet, er habe bereits im April 2020 in der Schweiz gewohnt, verhält er sich 
widersprüchlich und damit rechtsmissbräuchlich (Art. 52 ZPO). Entsprechend ist 
davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner zum Zeitpunkt des Arrestge-
suchs am1. April 2020 noch Wohnsitz in G.________ hatte. Da das Vorhanden-
sein der übrigen Voraussetzungen von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG nicht bestrit-
ten ist (genügender Bezug der Forderung zur Schweiz bzw. Vorliegen einer 
Schuldanerkennung i.S.v. Art. 82 Abs. 1 SchKG; kein anderer Arrestgrund gege-
ben), ist im Ergebnis auch der Arrestgrund des Ausländerarrestes glaubhaft dar-
getan.

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die Forde-
rung gegenüber dem Beschwerdegegner sowie den Arrestgrund glaubhaft ge-
macht hat. Dass Vermögensgegenstände verarrestiert wurden, die dem Be-
schwerdegegner gehören, ist zwischen den Parteien im Übrigen unumstritten. 

11 / 12

Damit sind sämtliche Voraussetzungen für die Bewilligung des Arrests (Art. 272 
Abs. 1 SchKG) erfüllt. Demzufolge erweist sich die Beschwerde als begründet und 
ist gutzuheissen. Der Entscheid der Vorinstanz vom 15. Oktober 2020 ist aufzuhe-
ben und die Arresteinsprache abzuweisen. Der Arrestbefehl vom 7. April 2020 
bleibt in Kraft. 

9. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Prozesskosten sowohl des vor-
instanzlichen Verfahrens als auch des Beschwerdeverfahrens zu Lasten des Be-
schwerdegegners (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Streitwert beträgt CHF 519'400.00 
(Art. 91 Abs. 1 ZPO).

9.1. Für das vorinstanzliche Verfahren wird die Spruchgebühr ausgehend vom 
vorliegenden Streitwert und vom verursachten Aufwand auf CHF 1’000.00 festge-
setzt (Art. 48 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung 
und Konkurs [GebV SchKG; SR 281.25]). Die Parteientschädigung wird, da der 
Beschwerdeführer weder eine Honorarnote noch eine Honorarvereinbarung einge-
reicht hat, nach Ermessen festgesetzt (vgl. Art. 2 ff. der Honorarverordnung [HV; 
BR 310.250]). Angesichts der sich vorliegend stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen sowie der erforderlichen Prozesshandlungen rechtfertigt sich, eine 
ausseramtliche Entschädigung in Höhe von CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und 
MwSt.) zuzusprechen. 

9.2. Für das Beschwerdeverfahren wird die Spruchgebühr auf CHF 1'200.00 
festgesetzt (Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 48 GebV SchKG). Auch im Beschwerdever-
fahren hat der Beschwerdeführer keine Honorarvereinbarung und keine Honorar-
note eingereicht. Als Parteientschädigung erscheint für das Beschwerdeverfahren 
unter Berücksichtigung der Komplexität der Streitsache und der erforderlichen 
Prozesshandlungen ein Betrag von CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und MwSt.) als 
angemessen.

12 / 12

III. Demnach wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern 1–3 des Ent-
scheids des Einzelrichters SchKG am Regionalgericht Maloja vom 15. Ok-
tober 2020 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:

"1. Die Arresteinsprache im Verfahren Proz. Nr. 335-2020-47 wird abge-
wiesen. Der am 7. April 2020 angeordnete Arrest im Verfahren Proz. 
Nr. 335-2020-41 bleibt bestehen.

2. Die Kosten des Verfahrens in Höhe von CHF 1'000.00 gehen zu Lasten 
von C._____ und werden mit dem von A.________ geleisteten Kosten-
vorschuss in Höhe von CHF 1'000.00 verrechnet. C._____ wird ver-
pflichtet, A.________ den Betrag von CHF 1'000.00 direkt zu ersetzen. 

3. Ausseramtlich hat C._____ A.________ mit CHF 2'000.00 (inkl. Spesen 
und MwSt.) zu entschädigen."

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 1'200.00 gehen 
zu Lasten von C._____ und werden mit dem von A.________ geleisteten 
Kostenvorschuss in Höhe von CHF 1'200.00 verrechnet. C._____ wird ver-
pflichtet, A.________ den Betrag von CHF 1'200.00 direkt zu ersetzen.

3. C._____ hat A.________ für das vorliegende Beschwerdeverfahren mit 
CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und MwSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: