# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 292f5b76-8be4-5655-bf64-840f066bc43f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.09.2017 715 17 185 / 244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-17-185---244_2017-09-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 7. September 2017 (715 17 185 / 244) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Verneinung der Vermittlungsfähigkeit wegen eines Sozialeinsatzes in Ägypten in Anwen-
dung von Art. 15 Abs. 4 AVIG 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Andrea Scheidegger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Postfach, 4133 Pratteln 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Vermittlungsfähigkeit 
 
 
 
A.1 Die 1967 geborene A.____ beendete am 31. Dezember 2016 ihr befristetes Arbeits-
verhältnis bei der B.____. Am 5. Dezember 2016 meldete sie sich zur Arbeitsvermittlung bei der 
Arbeitslosenversicherung Baselland (ALV) an und erhob ab dem 1. Januar 2017 Anspruch auf 
Taggeldleistungen der ALV. 
 
A.2 Mit Überweisung zum Entscheid des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) 
Laufen vom 18. Januar 2017 wurde das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Basel-

 

 
 
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land, Abteilung Ergänzende Massnahmen ALV, ersucht, die Vermittlungsfähigkeit von A.____ 
zu überprüfen. Hintergrund bildete die von A.____ gefundene Anstellung, die in Zusammen-
hang mit dem Engagement bei der Aufbautätigkeit einer logopädischen Ausbildung für Lehrkräf-
te in X.____, Ägypten, steht. Die Anstellung bei der C.____ war vom 20. Januar 2017 bis 
19. Februar 2017 für ein Pensum von 30 % befristet. Mit Verfügung des KIGA vom 
25. Januar 2017 wurde die Vermittlungsfähigkeit von A.____ ab dem 1. Januar 2017 ohne zeit-
liche Begrenzung abgelehnt mit der Begründung, dass sie aufgrund ihrer anderweitigen Dispo-
sition dem Arbeitsmarkt nur während relativ kurzer Zeit zur Verfügung stehe und nur sehr gerin-
ge Aussichten auf eine Anstellung im verbleibenden Zeitraum habe. 
 
A.3 Am 22. Februar 2017 erhob A.____ Einsprache gegen diese Verfügung und beantragte 
sinngemäss deren Aufhebung sowie Ausrichtung von Taggeldleistungen. Telefonisch erteilte 
sie die Auskunft, für einen zweiten Aufenthalt in Ägypten vom 7. März 2017 bis 28. April 2017 
bei der C.____ mit einem Pensum von 30 % angestellt zu sein. 
 
A.4 Mit Einspracheentscheid vom 12. Mai 2017 hiess das KIGA die Einsprache teilweise 
gut und korrigierte die Verfügung vom 25. Januar 2017 dahingehend, als die Vermittlungsfähig-
keit lediglich vom 1. Januar 2017 bis zum 29. April 2017 als nicht gegeben zu betrachten sei, 
weshalb für diese Zeit kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bestehe. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 9. Juni 2017 Beschwerde beim 
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie 
beantragte, es sei der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Januar 2017 erneut 
zu überprüfen. Dieser solle auch während zukünftiger Aufenthalte im Ausland zwecks Schwei-
zer Entwicklungshilfe aufrechterhalten bleiben. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 29. Juni 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs.1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 auf die obligatori-
sche Arbeitslosenversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Versi-
cherungsträger Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 
zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG grundsätzlich das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Diese 
Regelung entspricht nun allerdings für den Bereich der Arbeitslosenversicherung nicht der vor 
dem Inkrafttreten des ATSG geltenden Zuständigkeitsordnung, weshalb der Bundesrat in 
Art. 100 Abs. 3 AVIG ausdrücklich ermächtigt worden ist, die örtliche Zuständigkeit des kanto-
nalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 ATSG zu regeln. Laut Art. 128 Abs. 2 

 

 
 
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der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädi-
gung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kan-
tons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, 
den das KIGA Baselland als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, so-
dass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 
Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtli-
che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger 
gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde der Versi-
cherten vom 9. Juni 2017 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung resp. die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Zeitraum 
vom 1. Januar 2017 bis 29. April 2017 abgelehnt hat. 
 
2.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG voraus, 
dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10), einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11), in der Schweiz wohnt (Art. 12), die obligatorische Schulzeit 
zurückgelegt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV 
bezieht, die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 
14), vermittlungsfähig ist (Art. 15) und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17). 
 
2.2 Die arbeitslose versicherte Person ist nach Art. 15 Abs. 1 AVIG vermittlungsfähig, 
wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Ein-
gliederungsmassnahmen teilzunehmen. Die allgemeine Vermittlungsfähigkeit setzt sich somit 
aus drei Elementen zusammen. Davon sind die Arbeitsfähigkeit sowie die Arbeitsberechtigung 
objektiver und die Vermittlungsbereitschaft subjektiver Natur. Unter Arbeitsfähigkeit als "in der 
Lage sein" ist primär die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, aber auch die Verfügbar-
keit in räumlicher sowie in zeitlicher Hinsicht zu verstehen. Der Vollständigkeit halber kann da-
rauf hingewiesen werden, dass Art. 6 ATSG Arbeitsunfähigkeit definiert als die durch eine Be-
einträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Die Arbeitsbe-
rechtigung sodann ist anhand der fremdenpolizeilichen, asylrechtlichen, arbeitsschutzrechtli-
chen, gesundheits- oder gewerbepolizeilichen Vorschriften zu beurteilen. Die Vermittlungsbe-
reitschaft schliesslich umfasst die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen 
Verhältnissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen. Dazu genügt die Willenshaltung 
oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr 
gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumut-
bare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen. 
Inhalt der Vermittlungsbereitschaft ist sodann auch die Bereitschaft, an Eingliederungsmass-
nahmen teilzunehmen und die Weisungen der Durchführungsorgane zu befolgen. Massgebend 
ist das gesamte Verhalten der versicherten Person (zum Ganzen vgl. THOMAS NUSSBAUMER, 

 

 
 
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Arbeitslosenversicherung, in: Ulrich Meyer, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band 
XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel/Genf/München 2016, Rz. 270). Damit die Anspruchs-
voraussetzungen erfüllt sind, müssen die drei Elemente kumulativ erfüllt sein (NUSSBAUMER, 
a.a.O., Rz. 261). 
 
2.3 Hat eine versicherte Person auf einen bestimmten Termin hin anderweitig disponiert, 
und steht sie deshalb nur noch während relativ kurzer Zeit für eine neue Beschäftigung zur Ver-
fügung, gilt sie in der Regel als nicht vermittlungsfähig (BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatori-
sche Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, 4. Auflage, Zürich 2013, S. 70 f.; 
SZS 1999, S. 251; Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich vom 26. November 2004, 
AL.2004.00457, E. 1.2). Diesfalls sind die Aussichten, zwischen der Aufgabe der alten und dem 
Antritt der neuen Stelle von einem dritten Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig 
gering (BGE 110 V 207 E. 1 mit Hinweisen). Entscheidend ist, ob mit einer gewissen Wahr-
scheinlichkeit angenommen werden kann, dass ein Arbeitgeber die versicherte Person für die 
konkret zur Verfügung stehende Zeit noch einstellen würde (BGE 126 V 520 E. 3.a). Zu prüfen 
sind somit jeweils die konkreten Aussichten auf eine Anstellung auf dem für die stellensuchende 
Person in Betracht fallenden allgemeinen Arbeitsmarkt, unter Berücksichtigung der herrschen-
den konjunkturellen Verhältnisse sowie aller übrigen Umstände (KUPFER BUCHER, a.a.O., 
S. 72 f.; ARV 1990, S. 84 f.; ARV 1991, S. 24). Steht die versicherte Person im Zeitpunkt der 
Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung dem Arbeitsmarkt für mindestens drei Monate zur 
Verfügung, gilt sie grundsätzlich als vermittlungsfähig. Steht sie dem Arbeitsmarkt weniger als 
einen Monat zur Verfügung, gilt sie als nicht vermittlungsfähig. Liegt die Verfügbarkeit zwischen 
einem und drei Monaten, kann die Vermittlungsfähigkeit dann bejaht werden, wenn aufgrund 
der Arbeitsmarktsituation und der Flexibilität der versicherten Person (z. B. Bereitschaft für Tä-
tigkeiten auch ausserhalb des erlernten Berufes und zur Annahme von Temporärstellen) eine 
gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, von einem Arbeitgeber angestellt zu werden (AVIG-Praxis 
2017, B227). 
 
2.4 Art. 15 Abs. 4 AVIG bestimmt, dass die versicherte Person, die mit der Bewilligung der 
kantonalen Amtsstelle eine freiwillige Tätigkeit im Rahmen von Projekten für Arbeitslose ausübt, 
als vermittlungsfähig gilt. Diese Bestimmung soll arbeitslosen Personen ermöglichen, während 
einer zeitlich befristeten Dauer eine unentgeltliche, sozial sinnvolle Tätigkeit ausüben zu kön-
nen, ohne dass ihre Vermittlungsfähigkeit verneint werden muss. Die Bewilligung wird nur auf 
Gesuch der versicherten Person hin erteilt und ist auf drei Wochen zu beschränken. In begrün-
deten Fällen kann sie verlängert oder wiederholt erteilt werden. Für die Beurteilung des Ge-
suchs sind folgende Kriterien massgebend: Die Ausübung einer sozial sinnvollen Tätigkeit soll 
aus freien Stücken und unentgeltlich erfolgen; die Tätigkeit muss unter anderem ideellen, sozia-
len, wohltätigen Zwecken oder dem Schutz der Umwelt dienen. Die Teilnahme an solchen Pro-
jekten soll auch die soziale Integration der versicherten Person erhalten und fördern; die Tätig-
keit hat im Inland zu erfolgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2008, 
8C_359/2007, E. 3.1); die Planung und Durchführung hat durch einen sachkundigen, öffentli-
chen oder privaten Träger zu erfolgen (Hilfswerke, wohltätige Institutionen usw.); die Tätigkeit 
darf die private Wirtschaft nicht unmittelbar konkurrenzieren; der Veranstalter soll aus der Tätig-

 

 
 
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keit keinen finanziellen Gewinn generieren und die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt 
darf nicht beeinträchtigt werden (vgl. AVIG-Praxis ALE vom Januar 2016, Kreisschreiben des 
Seco über die Arbeitslosenentschädigung, Ziff. B261). 
 
3. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih-
rem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, 
S. 136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b; 125 V 193; 
121 V 45 E. 2a; 204 E. 6b mit Hinweis). 
 
4. Im vorliegenden Fall stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt dar:  
 
4.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin der Arbeitsvermittlung le-
diglich für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 19. Januar 2017 während rund drei Wochen zur Ver-
fügung stand. Am 16. Januar 2017 unterschrieb sie den Arbeitsvertrag der C.____, gemäss 
welchem sie vom 20. Januar 2017 bis 19. Februar 2017 als freie Mitarbeiterin zu 30 % bei 
C.____ angestellt werde. Sie arbeite zum Teil als Bürokraft und helfe mit bei der Aufbautätigkeit 
der logopädischen Ausbildung in X.____, Ägypten. Gemäss dem Schreiben der Beschwerde-
führerin an das KIGA vom 20. Januar 2017 habe sie vom D.____ den Auftrag erhalten, die lo-
gopädisch, sprachtherapeutische Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer in X.____ aufzubauen. 
Die dreijährige Ausbildung sehe vor, zweimal jährlich ein dreiwöchiges Seminar abzuhalten, 
sowie zweimal jährlich sieben bis acht Wochen lang die praktische Ausübung mit den Kindern 
zu begleiten. Das erste Seminar in X.____ fände vom 25. Januar 2017 bis 14. Februar 2017 
statt. Die Begleitungen der Lehrpersonen vor Ort seien vom 7. März 2017 bis 28. April 2017 und 
im Herbst 2017 vorgesehen. Aus den Akten geht weiter hervor, dass die Beschwerdeführerin 
am 24. Februar 2017 den Arbeitsvertrag zwischen ihr und der C.____ für die Anstellung vom 
6. März 2017 bis 28. April 2017 unterschrieb. Sie hielt sich vom 23. Januar 2017 bis 
16. Februar 2017 sowie vom 5. März 2017 bis 29. April 2017 in Ägypten auf. Im Einspracheent-
scheid der Beschwerdegegnerin vom 12. Mai 2017 wird dargelegt, dass die Zeit zwischen der 
Anmeldung bei der ALV per 1. Januar 2017 und der ersten Abreise nach Ägypten am 
23. Januar 2017 zu kurz gewesen sei, um mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausge-
hen zu können, dass ein Arbeitgeber eine Anstellung von der Beschwerdeführerin in Betracht 
ziehen würde. Gleiches gelte für den Zeitraum zwischen den beiden Auslandaufenthalten. So-
mit habe sie dem Arbeitsmarkt vom 1. Januar 2017 bis 29. April 2017 nicht zur Verfügung ste-
hen können und sei nicht vermittlungsfähig gewesen, da sie in diesem Zeitraum weder eine 
Stelle antreten, noch an RAV-Terminen oder kurzfristig an einer Arbeitsmarktmassnahme hätte 
teilnehmen können. 
 

 

 
 
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4.2 In der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 29. Juni 2017 wird festgehalten, 
dass der Betriebsinhaber der C.____ im Vorstand des D.____ engagiert sei. Das formell einge-
gangene Anstellungsverhältnis habe nicht im Kontext des Firmenzweckes gestanden, sondern 
habe der Abgeltung resp. Spesenentschädigung des durchaus honorablen Engagements der 
Beschwerdeführerin im genannten Entwicklungshilfeprojekt in Ägypten gedient, welches von 
D.____ unterstützt werde. Die Beschwerdegegnerin hält fest, dass die ALV die Existenzsiche-
rung arbeitsloser Personen und die Unterstützung der raschmöglichsten arbeitsmarktlichen 
Wiedereingliederung bezwecke, indes keine Entwicklungshilfezusammenarbeit unterstützen 
könne. Die Beanspruchung von Kompensationszahlungen der ALV während der Dauer der voll-
zeitlichen Auslandabwesenheit, die auf dem editierten Arbeitsvertrag im 30 %-Teilzeitpensum 
basiere, sei nicht möglich, da die Vermittlungsfähigkeit in den Schweizer Arbeitsmarkt für die 
Dauer der beiden Aufenthalte in Ägypten nicht vorliege. Wäre die Beschwerdeführerin während 
des Auslandaufenthaltes mit einem Vollpensum bei einer Schweizer Firma angestellt gewesen, 
hätte die Tätigkeit als Zwischenverdiensttätigkeit angerechnet werden können, trotz eines damit 
verbundenen Auslandaufenthaltes. 
 
4.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin sporadisch von der E.____ 
als Schauspielerin eingesetzt wird. Gemäss Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 
29. Juni 2017 sei sie unmittelbar nach der erstmaligen Rückkehr in die Schweiz am 
17. Februar 2017 und 18. Februar 2017 einer Zwischenverdiensttätigkeit an der E.____ nach-
gegangen. Diese seien seitens der ALV jedoch nicht belegt. Der zuständigen Kasse sei keine 
entsprechende Zwischenverdienstbescheinigung eingereicht worden. Ein entsprechendes En-
gagement anfangs Mai 2017 hingegen sei der Kasse ordnungsgemäss gemeldet und arbeitge-
berseitig bestätigt worden. Die Beschwerdeführerin nimmt in ihrem Schreiben vom 7. Juli 2017 
insofern Stellung, als der Nachweis für den Zwischenverdienst der zwei Aufführungen im Feb-
ruar nicht zur Kasse nach Solothurn geschickt worden sei, weil das Personalbüro des E.____ 
der Ansicht gewesen sei, sie habe keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für diese 
Zeit. Die entsprechenden Nachweise seien jedoch nachgereicht worden. In der Beschwerde-
schrift vom 9. Juni 2017 führt die Versicherte aus, dass die Arbeitseinsätze bei der C.____ so-
wie jene bei der E.____ sehr intensiv seien und eine dritte Anstellung ausschliessen würden, es 
sei denn, sie würde ihre Arbeitskraft auch noch in der Nacht einsetzen. 
 
4.4 Die Beschwerdegegnerin macht in ihrer Verfügung vom 25. Januar 2017 geltend, dass 
die Beschwerdeführerin nicht alles Zumutbare unternommen habe, um eine Anstellung für die 
kurze Zeit vor dem 20. Januar 2017 zu finden. Im Einspracheentscheid vom 12. Mai 2017 er-
klärt sie, dass gleiches auch in Bezug auf den Zeitraum zwischen den beiden Ägyptenaufent-
halten vom 16. Februar 2017 bis 5. März 2017 gelte. Gemäss den Nachweisen der persönli-
chen Arbeitsbemühungen der Versicherten für die Monate Dezember 2016 bis Januar 2017 
habe sie sich fast ausschliesslich auf Festanstellungen beworben, statt eine temporäre Arbeits-
stelle zu finden. Bezüglich der Arbeitsbemühungen für den Monat März 2017 ist dem Ein-
spracheentscheid vom 12. Mai 2017 zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin diese dem 
RAV bereits vor der Abreise am 6. März 2017 eingereicht habe. Jene für den Monat April 2017 
habe sie anweisungsgemäss über den Monat verteilt. Weiter scheine die Aufbautätigkeit der 
logopädischen Ausbildung in Ägypten ein Projekt zu sein, an dem die Beschwerdeführerin mit 

 

 
 
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sehr grossem Interesse und grosser Begeisterung beteiligt sei. Daher erscheine es eher un-
wahrscheinlich, dass sie bereit gewesen wäre, ihre Aufgaben bei der Entwicklungshilfe in Ägyp-
ten zu Gunsten einer Anstellung in der Schweiz abzubrechen, obwohl objektiv betrachtet die 
Beschwerdeführerin innert kurzer Zeit zurück in der Schweiz hätte sein können. Ferner bringt 
die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 29. Juni 2017 vor, ein am 7. Februar 2017 
geplantes Beratungsgespräch sei vom Personalberater infolge des ihm angezeigten Ausland-
aufenthalts annulliert worden. Ein geplantes Gespräch am 1. März 2017 habe seitens des Per-
sonalberaters kurzfristig verschoben werden müssen. Wiederum habe der geplante Folgetermin 
am 8. März 2017 wegen des Auslandaufenthaltes der Beschwerdeführerin nicht durchgeführt 
werden können und sei auf einen Zeitpunkt nach der Rückkehr der Beschwerdeführerin ver-
schoben worden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin erklärt die Beschwerde-
führerin in ihrer Einsprache vom 22. Februar 2017, dass sie es als Erfolg ansehe, dass sie be-
reits am 16. Januar 2017 einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben und am 20. Januar 2017 
eine neue Arbeit habe aufnehmen können. Sie verneint, dass sie sich fast ausschliesslich auf 
Festanstellungen beworben habe, statt eine temporäre Arbeitsstelle zu finden. Sie habe nicht 
wissen können, dass sie bereits Ende Januar 2017 eine Arbeit werde finden können und habe 
sich daher auf Festanstellungen beworben. In ihrem Schreiben vom 20. Januar 2017 bestätigt 
die Beschwerdeführerin, dass sie bereits seit August 2015 mit der Gründung der Schule in 
X.____ verbunden sei und sie die Arbeit sehr sinnvoll und interessant fände. Jedoch führt die 
Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 9. Juni 2017 aus, dass sie in X.____ sowohl tele-
fonisch als auch per Mail erreichbar gewesen sei. Es seien täglich mehrmals Flüge von X.____ 
nach Y.____ und von Y.____ nach Zürich und Basel gegangen. Es wäre ihr möglich gewesen, 
innerhalb von 24 Stunden in der Schweiz zu sein und bei arbeitsmarktrechtlichen Massnahmen 
teilzunehmen. Sie sei bei allen vereinbarten Terminen beim RAV erschienen. Sie sei bereit ge-
wesen, den Einsatz in Ägypten abzubrechen. Sie habe mit der ägyptischen Einrichtung den 
Zeitraum ihres dortigen Einsatzes so eingerichtet, dass sie allen anderen Arbeitseinsätzen in 
der Schweiz hätte nachgehen können. 
 
5.1 Wie in Erwägung 2.4 hiervor ausgeführt, gilt gemäss Art. 15 Abs. 4 AVIG eine versi-
cherte Person als vermittlungsfähig, wenn sie mit der Bewilligung der kantonalen Amtsstelle im 
Rahmen von Projekten für Arbeitslose eine freiwillige, unentgeltliche Tätigkeit im Inland ausübt. 
Wie das Bundesgericht bestätigt, beschränkt sich Art. 15 Abs. 4 AVIG auf Einsätze im Inland 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2008, 8C_359/2007, E. 3.1). Vorliegend handelt 
es sich bei der Aufbautätigkeit der logopädischen Ausbildung für Lehrkräfte in X.____ um eine 
sozial sinnvolle Tätigkeit, die aus freien Stücken erfolgt ist. Fraglich ist jedoch, ob die freiwilligen 
Einsätze unentgeltlich ausgeübt wurden. Den Akten ist zwar zu entnehmen, dass das formell 
eingegangene Anstellungsverhältnis nicht im Kontext des Firmenzweckes gestanden, sondern 
der Abgeltung resp. Spesenentschädigung des namhaften Engagements der Beschwerdeführe-
rin im genannten Entwicklungshilfeprojekt in Ägypten gedient haben soll. Jedoch sprechen sich 
die Arbeitsverträge der C.____ vom 16. Januar 2017 und 24. Februar 2017 zum Betrag des 
„monatlichen Gehalts“ der Beschwerdeführerin aus. Ausserdem führt die Beschwerdeführerin in 
ihrem Schreiben vom 20. Januar 2017 aus, dass durch die C.____ finanzielle Unterstützung 
ermöglicht werde, was auf ein Entgelt und somit auf eine entgeltliche Tätigkeit schliessen las-
sen würde. Jedoch kann die Frage, ob zweifelsfrei eine entgeltliche Tätigkeit vorliegt, offen ge-

 

 
 
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lassen werden, da feststeht, dass die Einsätze in Ägypten und nicht im Inland stattgefunden 
haben. Zudem ist ersichtlich, dass keine Bewilligung der kantonalen Amtsstelle vorliegt. Vor 
diesem Hintergrund kann die Vermittlungsfähigkeit gestützt auf Art. 15 Abs. 4 AVIG nicht bejaht 
werden. 
 
5.2 Hinzu kommt, dass die Versicherte sowohl in der Zeit vor der ersten Abreise am 
23. Januar 2017 und in der Zeit zwischen dem 16. Februar 2017 und der zweiten Abreise am 
5. März 2017 weniger als einen Monat für eine neue Beschäftigung zur Verfügung stand und 
die Vermittlungsfähigkeit in solchen Fällen nur ausnahmsweise bejaht werden kann (vgl. 
E. 2.3). Angesichts der vorliegenden Umstände ist davon auszugehen, dass die Versicherte in 
beiden Zeiträumen nicht bereit war, von einem weiteren Arbeitgeber angestellt zu werden. Sie 
gibt an, dass die Arbeitseinsätze bei der C.____ sowie jene bei der E.____ sehr intensiv seien 
und eine dritte Anstellung ausschliessen würden. Ausserdem ist aufgrund ihrer grossen Ver-
bundenheit mit dem Projekt anzunehmen, dass sie ihren Einsatz zu Gunsten einer Anstellung 
nicht abgebrochen hätte. Des Weiteren deutet der Umstand, dass sie beauftragt wurde, die lo-
gopädisch, sprachtherapeutische Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer in X.____ aufzubauen, 
darauf hin, dass sie neben der Arbeit als Bürokraft hauptsächlich als Projektleiterin vor Ort im 
Einsatz stand. Als Projektleiterin trägt die Versicherte Verantwortung und kann grundsätzlich 
nicht leichthin den Einsatzort verlassen. Vor diesem Hintergrund ist mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin erst ab dem 30. April 2017 dem Schweizer 
Arbeitsmarkt zur Verfügung stand und demzufolge ab diesem Zeitpunkt als vermittlungsfähig 
angesehen werden kann. Daran vermögen auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts 
zu ändern. Selbst wenn sie geltend macht, es wäre ihr objektiv gesehen möglich gewesen, in-
nerhalb von 24 Stunden in der Schweiz zu sein und an arbeitsmarktlichen Massnahmen teilzu-
nehmen, so lässt dies nicht darauf schliessen, dass sie alles stehen und liegen gelassen hätte, 
um für eine neue Anstellung in die Schweiz zurückzukehren. Auch aus dem weiteren Einwand, 
wonach sie bei allen vereinbarten Terminen beim RAV erschienen sei, kann sie nichts zu ihren 
Gunsten ableiten. Vielmehr ist ihr entgegenzuhalten, dass sie während ihrer Abwesenheit keine 
Termine beim RAV wahrnehmen konnte. 
 
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene Einspracheentscheid des 
KIGA vom 12. Mai 2017 nicht zu beanstanden ist. Die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerde-
führerin vom 1. Januar 2017 bis 29. April 2017 wurde zu Recht verneint. Die Beschwerde ist 
daher abzuweisen. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

 
 
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://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
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