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**Case Identifier:** f0ff843d-1043-5618-bd58-4a03d3691fb0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.02.2022 720 20 282/25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-282-25_2022-02-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 3. Februar 2022 (720 20 282 / 25) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien GastroSocial Pensionskasse, Buchserstrasse 1, Postfach 2304, 
5001 Aarau 1, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladene A.___, vertreten durch Ana Dettwiler, Rechtsanwältin, Advokatur am 
Fischmarkt, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 
 

  
 
 

Betreff IV-Rente betr. A.____  
 
 
 
A. Die 1983 geborene, seit 21. Juli 2008 als Schichtchefin bei der B.____ AG tätige 
A.____ meldete sich am 2. August 2012 unter Hinweis auf Kniebeschwerden bei der Eidgenös-
sischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-

 

 
 
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Landschaft veranlasste verschiedene Abklärungen, insbesondere holte sie mehrere medizini-
sche Gutachten zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten ein. Auf 
dieser Grundlage ermittelte die IV-Stelle bei der Versicherten Invaliditätsgrade von 60 % ab 
1. Oktober 2013, von 100 % ab 25. April 2016 und wiederum von 60 % ab 1. August 2016. Ge-
stützt auf diese Ergebnisse sprach sie A.____ - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - 
mit Verfügung vom 17. Juli 2020 für den Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 30. Juni 2016 eine 
Dreiviertelsrente, für die Periode vom 1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016 eine ganze Rente und 
ab 1. November 2016 erneut eine - unbefristete - Dreiviertelsrente zu. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die GastroSocial Pensionskasse am 4. August 2020 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin 
beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei der Versicherten aus 
somatischer Sicht ab März 2016 eine Viertelsrente und ab Juli 2016 bis Oktober 2016 eine be-
fristete ganze Rente zuzusprechen. Sodann sei aufgrund einer Verschlechterung aus psychiat-
rischer Sicht per November 2019 eine neue Wartefrist zu eröffnen und der Versicherten per 
November 2020 eine Invalidenrente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.  
 
C. Mit Verfügung vom 6. August 2020 lud das Kantonsgericht die Versicherte A.____ zum 
vorliegenden Beschwerdeverfahren bei.  
 
D. Am 10. September 2020 teilte Advokatin Ana Dettwiler dem Kantonsgericht mit, dass 
die Beigeladene sie im vorliegenden Beschwerdeverfahren mit der Wahrung ihrer Interessen 
beauftragt habe. Gleichzeitig beantragte sie, es seien ihrer Mandantin für das vorliegende Ver-
fahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrer 
Rechtsvertreterin zu bewilligen. Diesem Ersuchen entsprach das Kantonsgericht mit Verfügung 
vom 15. September 2020. 
 
E. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. September 2020 die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
F. In der Stellungnahme vom 3. Dezember 2020 liess die Beigeladene durch ihre Rechts-
vertreterin Ana Dettwiler beantragen, es sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen; unter 
o/e-Kostenfolge, wobei davon Vormerk zu nehmen sei, dass ihr mit Verfügung vom 15. Sep-
tember 2020 die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung bewilligt 
worden seien.  
 
G. Anlässlich der Urteilsberatung vom 22. April 2021 gelangte das Kantonsgericht zum 
Ergebnis, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene 
medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, den Fall aus-
zustellen und zur Klärung der medizinischen Sachlage bei PD Dr. med. C.____, Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Im Anhang zu 
diesem Beschluss unterbreitete das Kantonsgericht den Parteien den Entwurf des entspre-
chenden Auftrags und den vorgesehenen Fragenkatalog. Die Parteien erhoben keine Einwände 

 

 
 
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gegen die Person des Gutachters. Ebenso verzichteten sie darauf, (eigentliche) Zusatzfragen 
zu stellen; die Beschwerdeführerin bat den Gerichtsgutachter jedoch für den Fall, dass er eine 
Arbeitsfähigkeit vor November 2017 attestieren sollte, um eine vertiefte Auseinandersetzung mit 
den beiden im Administrativverfahren eingeholten psychiatrischen Gutachten vom August 2015 
und November 2017. Am 15. Juni 2021 erging der Begutachtungsauftrag des Kantonsgerichts 
an PD Dr. C.____.  
 
H. Am 10. September 2021 erstattete PD Dr. C.____ sein psychiatrisches Gerichtsgutach-
ten. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äus-
sern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungsanspruch der Versicherten auswirken wür-
den. Die IV-Stelle teilte am 1. Oktober 2021 mit, das Gerichtsgutachten erschiene ihr nicht ge-
eignet, die der angefochtenen Verfügung zu Grunde liegenden Befunde in Zweifel zu ziehen. 
Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. D.____, Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 23. September 
2021 bei. Die Beschwerdeführerin nahm am 4. Oktober 2021 Stellung. Sie hielt fest, dass sie 
dem detaillierten und umfangreichen Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ nichts anzufügen 
habe. Der medizinische Sachverhalt erscheine nunmehr als lückenlos dokumentiert und die 
Anträge gemäss Beschwerde vom 4. August 2020 seien wie folgt anzupassen: In Gutheissung 
dieser Beschwerde sei die Verfügung der IV-Stelle vom 17. Juli 2020 aufzuheben und es sei 
der Invaliditätsgrad gestützt auf das Gerichtsgutachten vom 10. September 2021 neu zu be-
messen; unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Beigeladene schliess-
lich äusserte sich am 18. Oktober 2021 dahingehend, dass das Gerichtsgutachten von PD 
Dr. C.____ die bundesgerichtlichen Anforderungen an den Beweiswert erfülle, so dass darauf 
abgestellt werden könne. Sie beantrage deshalb, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und es sei "der Beschwerdeführerin" (richtig wohl: der Beigeladenen) mit Wirkung ab 1. Oktober 
2013 eine ganze IV-Rente zusprechen. 
 
I. Mit Verfügung vom 20. Oktober 2021 überwies der instruierende Präsident die Angele-
genheit dem Dreiergericht zur (erneuten) Beurteilung.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 

 

 
 
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1.2 Wurde, wie vorliegend, eine (präsumtiv leistungspflichtige) Vorsorgeeinrichtung unbe-
strittenermassen rechtzeitig in das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen und 
ihr die (Renten-) Verfügung formgültig eröffnet, sind die wesentlichen Feststellungen und Beur-
teilungen für die Festsetzung des Invaliditätsgrads im Entscheid, der das invalidenversiche-
rungsrechtliche Verfahren abschliesst, für sie grundsätzlich verbindlich, sofern diese nicht of-
fensichtlich unhaltbar sind (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2020, 9C_552/2020, 
E. 3.2 mit Hinweisen; BGE 132 V 1 E. 3.2 mit Hinweisen). Vorliegend war die Beschwerde füh-
rende Vorsorgeeinrichtung ins IV-Verfahren einbezogen, so dass sie nach dem Gesagten an 
den Entscheid der IV-Stelle gebunden ist. Es kommt ihr deshalb ein selbständiges Beschwerde-
recht gegen die strittige Verfügung der IV-Stelle vom 17. Juli 2020 zu.  
 
1.3 Nach dem Gesagten ist auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde der Vorsorgeeinrichtung vom 4. August 2020 einzutreten. 
 
1.4 Da die Versicherte vom Ausgang des Prozesses mitbetroffen ist, hat das instruierende 
Präsidium des Kantonsgerichts sie mit Verfügung vom 6. August 2020 richtigerweise zum vor-
liegenden Beschwerdeverfahren beigeladen. 
 
2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfü-
gung erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen 
Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 
129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der 
bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 
23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wie-
dergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beigeladenen. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 

 

 
 
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durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 
143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entschei-
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

 

 
 
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geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
4.3.1 So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende 
Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine 
Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 
medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise 
widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender 
Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner ge-
rechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Ge-
richt als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, 
sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass 
es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerun-
gen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen).  
 
4.3.2 Im Weiteren ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5.1 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-

 

 
 
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higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine).  
 
5.2 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht mit BGE 143 V 418 entschieden hat, dass 
grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach 
BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die 
- unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kom-
pensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreich-
bare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). 
Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es 
gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- 
und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu 
tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
6.1 Die IV-Stelle holte zur Abklärung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 
der Versicherten bei den Dres. med. E.____, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, und 
F.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, das rheumatologisch-psychiatrische Gutachten 
vom 14. August/23. Oktober 2015 ein. Im psychiatrischen Teilgutachten vom 14. August 2015 
gelangte Dr. F.____ zur Auffassung, dass bei der Explorandin keine psychiatrische Diagnose 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Entsprechend bestehe aus psychiatrischer Sicht in 
jeder beruflichen Tätigkeit eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Dr. E.____ erhob im 
rheumatologischen Teilgutachten vom 23. Oktober 2015 als Diagnosen mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit ein bilaterales femoro-patellares und trochleares Schmerzsyndrom (ICD-10 
M22.4) und ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5). Aufgrund dieser Beein-
trächtigungen sei die Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Schichtchefin in einem Ca-
fé und in jeglichen körperlich schweren bis mittelschweren Verweistätigkeiten vollständig ar-
beitsunfähig. Dagegen bestehe in einer rücken- und knieadaptierten leichten Verweistätigkeit 
eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit. In ihrer bidisziplinären Konsensbesprechung kamen 
die Dres. E.____ und F.____ zum Schluss, dass diese rheumatologische Beurteilung hinsicht-
lich der Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit massgebend sei. 
 
6.2 In einem Verlaufsgutachten vom 8. November 2017/15. Januar 2018 gelangten die 
Dres. E.____ und F.____ weitestgehend zu identischen Einschätzungen wie anlässlich ihrer 
vorstehend geschilderten Erstbegutachtung. Dr. F.____ hielt fest, dass sich aus psychiatrischer 
Sicht nach wie vor keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erheben lasse. Als Be-
einträchtigungen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte Dr. F.____ eine 
Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0), ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge (ICD-10 
Z73.1) und eine Essstörung (ICD-10 F50.9). Insgesamt bestünden keine Hinweise, dass die 
Arbeitsfähigkeit der Explorandin aus psychiatrischer Sicht jemals eingeschränkt gewesen sei. 
Auch der rheumatologische Gutachter Dr. E.____ wiederholte im Wesentlichen die im Rahmen 
der Erstbegutachtung gestellten Diagnosen und seine damalige Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit. Ergänzend hielt er fest, dass es zwischenzeitlich wegen zusätzlich aufgetretener Kniebe-
schwerden zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit gekommen sei. Aktenkundig habe 
diese vom 1. März 2016 bis 24. April 2016 50 % und vom 25. April 2016 - dem Datum der 

 

 
 
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rechtsseitig durchgeführten Knieoperation - bis Ende Juli 2016 100 % betragen. Anschliessend 
habe wieder eine volle Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit 
bestanden.  
 
6.3 Nachdem im Vorbescheidverfahren eine ausführliche Stellungnahme der behandeln-
den Psychiaterin Dr. med. G.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 16. April 2019 
eingegangen war, entschloss sich die IV-Stelle, bei Prof. Dr. med. H.____, Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, ein neuerliches psychiatrisches (Verlaufs-) Gutachten einzuholen. In ihrer 
Expertise, die sie am 6. November 2019 erstattete, hielt die genannte Fachärztin als psychiatri-
sche Diagnosen eine somatoforme Störung (ICD-10 F45.0), eine ängstlich-vermeidende Per-
sönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) und eine "Binge Eating Störung" (ICD-10 F50.0) fest. Zur 
Frage der Arbeitsfähigkeit führte Prof. Dr. H.____ aus, in der bisherigen Tätigkeit sei die Versi-
cherte zu 100 % arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit sei sie aufgrund der komplexen 
Symptomatik zu 60 % beeinträchtigt. Dies gelte seit "dem Ende der Arbeitsfähigkeit, d.h. seit 
dem März 2010." Die angepasste Tätigkeit bestehe bevorzugt aus Bürotätigkeit. Im Übrigen sei 
das von Dr. E.____ im rheumatologischen Gutachten vom Januar 2018 formulierte Zumutbar-
keitsprofil massgebend. Darüber hinaus sollte die angepasste Tätigkeit aus psychiatrischer 
Perspektive nicht mit hohen Anforderungen an Leistung und Geschwindigkeit einhergehen und 
in einer wertschätzenden Atmosphäre erfolgen.  
 
6.4 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2020 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf das rheu-
matologische Gutachten von Dr. E.____ vom 15. Januar 2018 und auf das psychiatrische Gut-
achten von Prof. Dr. H.____ vom 6. November 2019. Sie ging demzufolge davon aus, dass der 
Versicherten aus medizinisch-theoretischer Sicht seit März 2010 eine Verweistätigkeit in einem 
40 %-Pensum zumutbar sei, wobei im Anschluss an die Knieoperation vom 25. April 2016 bis 
Ende Juli 2016 gar keine Arbeitsfähigkeit bestanden habe.  
 
6.5.1 Das Kantonsgericht gelangte anlässlich der ersten Urteilsberatung vom 22. April 2021 
zum Schluss, dass dem psychiatrischen Gutachten von Prof. Dr. H.____ vom 6. November 
2019 bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten 
keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Der Hauptmangel dieses Gutachtens liege 
darin, dass einige für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts massgebende Feststel-
lungen und Einschätzungen nicht oder jedenfalls nur unzureichend begründet würden. So falle 
bereits in formaler Hinsicht auf, dass die Gutachterin bei den erhobenen Diagnosen keine Un-
terscheidung treffe zwischen Diagnosen mit und solchen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfä-
higkeit. Als zu oberflächlich würden sich sodann die Ausführungen der Gutachterin zu der von 
ihr diagnostizierten Persönlichkeitsstörung erweisen. So führe sie zwar einzelne der hierfür laut 
der ICD-10-Klassifikation vorausgesetzten Kriterien auf, es fehle aber eine Aufzählung sämtli-
cher Kriterien und eine Würdigung, wie viele der Kriterien in welcher Ausprägung im vorliegen-
den Fall erfüllt seien. Im Weiteren unterlasse es Prof. Dr. H.____ - und darin liege ein wesentli-
cher Mangel des Gutachtens - ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit näher zu begründen. Sie 
beschränke sich auf die Aussage, dass die Explorandin "in einer angepassten Tätigkeit auf-
grund der komplexen Symptomatik zu 60 % beeinträchtigt" sei. Weder werde "die Komplexität 

 

 
 
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der Symptomatik" erklärt noch gehe aus der Ressourcenwürdigung hervor, weshalb die Fähig-
keiten in den einzelnen Bereichen leicht-, mittel- oder schwergradig beeinträchtigt seien. Ein 
weiterer erheblicher Mangel der Expertise liege schliesslich im Umstand, dass die Gutachterin 
die Zumutbarkeitsbeurteilung auch in zeitlicher Hinsicht nicht plausibel begründe. Sie halte le-
diglich fest, dass ihre Zumutbarkeitsbeurteilung "seit dem Ende der Arbeitsfähigkeit" (gemeint 
ist wohl: der Arbeitstätigkeit), "d.h. seit dem März 2010" gelte. Aus den Akten gehe nun aller-
dings hervor, dass die Versicherte ab Dezember 2012 wieder in einem Pensum von 80 % zu 
arbeiten begonnen habe. Dazu komme, dass eine psychiatrische Symptomatik erstmals im Be-
richt der Klinik I.____ vom 28. Mai 2014 beschrieben werde, weshalb eine psychiatrisch be-
gründete Arbeitsunfähigkeit rückwirkend seit März 2010 - jedenfalls ohne einlässlichere Be-
gründung durch die Gutachterin - nicht plausibel erscheine.  
 
6.5.2 Da die übrigen damals vorliegenden medizinischen Berichte ebenfalls keine ausrei-
chende Grundlage für eine abschliessende Beurteilung der Beschwerde bildeten, beschloss 
das Kantonsgericht, den Fall auszustellen und eine zusätzliche Abklärung des medizinischen 
Sachverhalts im Rahmen eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen. Mit 
dessen Erstellung wurde in der Folge PD Dr. C.____ beauftragt. 
 
7.1 Am 10. September 2021 erstattete PD Dr. C.____ sein Gerichtsgutachten. Darin erhob 
er gestützt auf eine ambulant-psychiatrische Untersuchung der Explorandin und auf die medizi-
nische Aktenlage als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine selbstunsichere 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6), eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und 
eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0). 
 
7.2.1 Im Abschnitt "Begründung der Diagnosen und differenzialdiagnostische Diskussion" 
führte PD Dr. C.____ aus, im Rahmen der Begutachtung habe die vertiefte Erhebung der Sys-
tem-, insbesondere aber der Berufsanamnese, ergeben, dass die Explorandin während ihrer 
gesamten beruflichen Laufbahn nie in der Lage gewesen sei, eine Arbeitsstelle "entspannt" und 
mit ausreichender Selbstsicherheit zu belegen. Die Explorandin sei zwar während insgesamt 
ca. zehn Jahren im ersten Arbeitsmarkt tätig gewesen, allerdings sei diese Berufsanamnese 
diskontinuierlich gewesen und immer wieder unterbrochen worden. Insbesondere aber habe die 
bisherige Berufsanamnese für die Explorandin eine permanente Anstrengung bedeutet, die im 
Verlauf zu einer relevanten Erschöpfung ihrer innerpsychischen Ressourcen habe führen müs-
sen. Die Versicherte zeige in ihrer Anamnese jenen fast klassischen Verlauf, den man bei zahl-
reichen Menschen mit Persönlichkeitsstörungen erkennen könne: Die berufliche Tätigkeit könne 
zwar über einen gewissen Zeitraum hinweg aufrechterhalten werden, die ständige Zuhilfenah-
me inadäquater Abwehrmechanismen führe jedoch zur permanenten innerpsychischen Labili-
sierung und zur zunehmenden innerpsychischen Erschöpfung. Zusätzliche äussere Belastun-
gen - wie hier die Knieoperation im März 2013 und der Tod des Vaters im August 2013 - reich-
ten dann aus, um den endgültigen Verlust dieses vorbestehend labilen Gleichgewichts herbei-
zuführen, was gleichbedeutend damit sei, dass die innerpsychischen Ressourcen in kurzer Zeit 
massiv und nicht selten vollständig erschöpfen würden. Wie ausgeprägt die Selbstunsicherheit 
dieser Explorandin sei, zeige aber nicht nur die Berufsanamnese, sondern auch die äusserst 
defizitäre und rudimentär anmutende Sozialanamnese. Es sei der Explorandin bis heute nicht 

 

 
 
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gelungen, einen eigentlichen Bekanntenkreis zu etablieren, der über einige wenige Kolleginnen 
hinausgehe. Sie teile dazu mit, dass sie unterdessen viel lieber alleine sei, weil sie einer 
Freundschaft "nicht gerecht werden" könne. Damit bringe sie nicht nur ihre ausgesprochene 
Selbstunsicherheit, sondern den Kern ihrer innerpsychischen Struktur, nämlich ihre schwere, 
primäre narzisstische Insuffizienz, überaus deutlich zum Ausdruck. 
 
Aufgrund dieser diversen Beurteilungsdimensionen könne festgehalten werden, dass bei der 
Explorandin die Kardinaldefinition für eine Persönlichkeitsstörung erfüllt sei, wonach ab verhält-
nismässig frühem Lebensalter zentrale Bereiche der privaten, sozialen und beruflichen Anam-
nese nachhaltig und relevant tangiert sein müssten. Beim Vorliegen einer regelrechten Persön-
lichkeitsstörung stünden der Explorandin lediglich unsublimierte, d.h. deutlich unausgereifte 
Abwehrmechanismen bzw. Bewältigungsstrategien in Belastungs- und Konfliktsituationen zur 
Verfügung, sodass sie in solchen Situationen dazu prädestiniere, sekundäre psychische Symp-
tomformationen bzw. eine Exazerbation vorbestehender psychischer Symptomformationen zu 
entwickeln. Die bei ihr vorhandenen Defizite in sämtlichen relevanten anamnestischen Lebens-
bereichen würden weit über jenes Ausmass hinausgehen, welches man bei blossen Persön-
lichkeitsakzentuierungen vorfinde.  
 
Wenn es darum gehe, diese Persönlichkeitsstörung zu subtypisieren, so könne man aufgrund 
obiger Gesamtschau ohne Weiteres eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung diagnostizie-
ren, für welche als Synonym auch der Begriff der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstö-
rung verwendet werde. Für die selbstunsichere Persönlichkeitsstörung müssten gemäss ICD-10 
F60.6 vier von insgesamt sechs Kriterien erfüllt sein, bei der Explorandin seien sämtliche sechs 
diagnostischen Kriterien gemäss ICD-10 gegeben: Sie berichte über eine andauernde innere 
Anspannung, die sie während ihrer Berufsanamnese erlebt habe. Sie habe sich permanent un-
ter Druck gefühlt, sie sei überzeugt, weniger kompetent, weniger leistungsfähig und unattrakti-
ver als andere Personen zu sein und sie werde von permanenten Minderwertigkeitsgefühlen 
begleitet. Sodann könne die Explorandin nicht mit Kritik umgehen. Sie habe hierzu mitgeteilt, 
dass sie Kritik tagelang mit sich trage und bei Fehlern "verrückt" auf sich selbst sei. Im Weiteren 
bringe der sehr kleine Kreis von Kolleginnen überaus deutlich zum Ausdruck, dass die Explo-
randin nur dann persönliche Kontakte aufrechterhalte, wenn sie sich darüber sicher sein könne, 
dass sie geschätzt werde. Schliesslich führe sie einen eingeschränkten Lebensstil, der aus ihrer 
narzisstischen Insuffizienz resultiere und eine Vermeidung diverser Aktivitäten mit sich bringe. 
Im Ergebnis könne man bei der Explorandin also ohne jeden Zweifel eine selbstunsichere Per-
sönlichkeitsstörung diagnostizieren, wobei deren Schweregrad als ausgeprägt einzustufen sei. 
 
7.2.2 Was die Affektpathologie der Explorandin betreffe, lasse sich aktuell eine leichte de-
pressive Episode diagnostizieren. Diese depressive Episode bzw. Störung sei als Sekun-
därphänomen auf dem Boden der vorstehend beschriebenen primären selbstunsicheren Per-
sönlichkeitsstörung zu verstehen, zumal die Explorandin im Rahmen der Persönlichkeitsstörung 
lediglich auf unsublimierte Abwehrmechanismen zurückgreifen könne und somit in Belastungs- 
und Konfliktsituationen zur Exazerbation sekundärer psychischer Symptomformationen neige. 
 

 

 
 
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7.2.3 Schliesslich sei in Bezug auf die von ihm diagnostizierte Somatisierungsstörung fest-
zuhalten, dass die Explorandin über zahlreiche Körperschmerzen berichte, die zwar nicht per-
manent täglich auftreten würden, allerdings teile sie mit, dass sie keinen Tag ohne Schmerzen 
irgendwo an ihrem Körper erlebe. Es sei also zu einer Ausweitung ihrer Körperschmerzen ge-
kommen. Entsprechend habe der rheumatologische Experte Dr. E.____ in seinen beiden Gut-
achten eine Schmerzverarbeitungsstörung bzw. differentialdiagnostisch eine Somatisierungs-
störung in den Diagnoselisten aufgeführt. Er habe allerdings auch organische Korrelate für das 
Schmerzerleben der Explorandin eruieren können. Rein formal müsse man eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss ICD-10 F45.41 diagnosti-
zieren, wenn man davon ausgehe, dass die von der Explorandin erlebten Schmerzen unbe-
wussten Mechanismen entspringen würden.  
 
7.3 In einem nächsten Abschnitt seines Gutachtens befasste sich PD Dr. C.____ ausführ-
lich mit den verschiedenen bei den Akten liegenden psychiatrischen Gutachten und Berichten, 
in denen die involvierten Fachärztinnen und -ärzte teilweise zu erheblich abweichenden Ergeb-
nissen gelangten. Bezüglich des ersten Gutachtens von Dr. F.____ vom 14. August 2015 mo-
nierte PD Dr. C.____, dass der Vorgutachter nicht im Detail auf die qualitativen Funktionsein-
bussen der Versicherten eingehe. Er attestiere ihr aus psychiatrischer Sicht eine volle Arbeits-
fähigkeit für jegliche Tätigkeiten, greife jedoch in seiner Diskussion der innerpsychischen Struk-
tur der Explorandin zu kurz und verpasse daher das Vorliegen einer regelgerechten Persönlich-
keitsstörung. In seinem zweiten Gutachten vom 8. November 2017 verneine Dr. F.____ das 
Vorliegen einer von der behandelnden Psychiaterin diagnostizierten ängstlich-vermeidenden 
Persönlichkeitsstörung. Er attestiere der Versicherten aus psychiatrischer Sicht wiederum eine 
volle Arbeitsfähigkeit. Zur Begründung mache er unter anderem geltend, dass die Explorandin 
während einigen Jahren ohne nennenswerte Schwierigkeiten in der freien Wirtschaft habe ar-
beiten können. Dieses Argument werde, so die Kritik von PD Dr. C.____, immer wieder vorge-
bracht, wenn es um den Ausschluss von Persönlichkeitsstörungen gehe. Dabei komme es je-
doch nicht darauf an, ob eine Person in der Lage gewesen sei, im ersten Arbeitsmarkt tätig zu 
sein - auch nicht über viele Jahre hinweg. Es gehe vielmehr um die Klärung, unter welchen 
Umständen bzw. unter Zuhilfenahme welcher (allfälliger) Strategien und "Hilfsmittel" eine Be-
rufsanamnese im ersten Arbeitsmarkt möglich gewesen sei. Diese Diskussion vermisse er im 
Gutachten von Dr. F.____.  
 
Zum ausführlichen, zu Handen der IV-Stelle verfassten Bericht von Dr. G.____ vom 16. April 
2019 hielt PD Dr. C.____ fest, die behandelnde Psychiaterin diskutiere darin die diagnostischen 
Kriterien gemäss ICD-10 für eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung in verdienstvol-
lem Detail. Mit ihren nachvollziehbaren Ausführungen begründe sie plausibel das Vorliegen 
einer ängstlich-vermeidenden bzw. selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10.  
 
Schliesslich äusserte sich PD Dr. C.____ zum psychiatrischen Gutachten von Prof. Dr. H.____ 
vom 6. November 2019 dahingehend, dass auch sie das Vorliegen einer ängstlich-
vermeidenden Persönlichkeitsstörung insgesamt nachvollziehbar begründe, es finde sich aber 
keine genaue Diskussion darüber, wie viele der geforderten diagnostischen Kriterien gemäss 
ICD-10 erfüllt seien. Ebenso fehle eine Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb eine regel-

 

 
 
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rechte Persönlichkeitsstörung und nicht bloss eine Persönlichkeitsakzentuierung vorliege, wie 
sie Dr. F.____ in seinem zweiten Gutachten diagnostiziert habe. Im Weiteren kritisierte der Ge-
richtsgutachter, dass Prof. Dr. H.____ ihre Beurteilung, wonach die Versicherte in einer ange-
passten Tätigkeit zu 40 % arbeitsfähig sei, nicht begründe. Dasselbe gelte für ihre Aussage, 
dass ihre Einschätzung seit März 2010 gelte. 
 
7.4 In seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gelangte PD Dr. C.____ zum Schluss, dass 
bei der Explorandin in jeglichen beruflichen Tätigkeiten des ersten Arbeitsmarkts aus psychiatri-
scher Sicht keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Die Versicherte sei zuletzt im Oktober 2013 im 
ersten Arbeitsmarkt tätig gewesen. Sodann habe sie auf dem Boden ihrer primären, schweren 
selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung, die eine langjährige Erschöpfung ihrer innerpsychi-
schen Ressourcen zur Folge gehabt habe, eine schwere Dekompensation dieser innerpsychi-
schen Ressourcen erlitten. Es sei der Explorandin zwar noch möglich gewesen, zwischen 2013 
und 2016 eine kaufmännische Ausbildung zu durchlaufen. Diese habe sich jedoch auf lediglich 
einen Samstag pro Monat und einen Abend à zwei Stunden pro Woche beschränkt, ansonsten 
sei die Versicherte während dieser Zeit keiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit nachgegangen. 
Sie sei erst wieder seit Februar 2020 erwerbstätig, allerdings im zweiten, geschützten Arbeits-
markt. Im ersten Arbeitsmarkt habe sie ab Oktober 2013 keine Tätigkeit mehr erbringen kön-
nen. Die attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe demnach seit Oktober 2013 durch-
gehend bis heute.  
 
7.5 Im Abschnitt "Standardindikatoren" seines Gutachtens wies PD Dr. C.____ darauf hin, 
dass bei der Explorandin eine schwere primäre selbstunsichere Persönlichkeitsstörung vorliege, 
sodass sie in Belastungs- und Konfliktsituationen nicht auf ausreichend sublimierte Abwehrme-
chanismen zurückgreifen könne und in solchen Situationen zur Entwicklung sekundärer psychi-
scher Symptomformationen neige, so spezifisch zu depressiven Symptomformationen und so-
matoformen Beschwerden. Die erschöpften innerpsychischen Ressourcen hätten trotz mehrjäh-
riger psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlungsmassnahmen nicht einer relevanten 
Besserung zugeführt werden können. Dies mache deutlich, dass man es bei dieser primären 
Persönlichkeitsstörung mit einer chronifizierten, dauerhaften und therapieresistenten schweren 
psychischen Störung zu tun habe. Sodann gab PD Dr. C.____ an, dass die Explorandin anläss-
lich der Begutachtung innerhalb ihrer subjektiven Angaben keinerlei Hinweise für Inkonsisten-
zen, Selbstlimitierungen oder Krankheitsgewinne gezeigt habe. Auch beim Vergleich dieser 
subjektiven Beschwerdeangaben mit den objektiven Untersuchungsbefunden hätten sich keine 
solchen Hinweise ergeben. Bei der Explorandin bestehe ein jederzeit authentisch imponieren-
der psychischer Leidensdruck. Im Weiteren würdigte der Gerichtsgutachter die qualitativen 
Funktionsfähigkeiten der Versicherten anhand der sogenannten ICF-Kriterien. Dabei gelangte 
er zusammenfassend zum Schluss, dass die qualitativen Funktionsfähigkeiten aus psychiatri-
scher Sicht in den relevanten Beurteilungsdimensionen schwer beeinträchtigt seien mit der Fol-
ge, dass der Explorandin aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im ers-
ten Arbeitsmarkt attestiert werden müsse. 
 
8.1 In der Stellungnahme vom 1. Oktober 2021 zum Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ 
vertrat die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung ihres RAD-Arztes Dr. D.____ vom 

 

 
 
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23. September 2021 die Auffassung, dass ihr dieses nicht geeignet erscheine, die der ange-
fochtenen Verfügung zu Grunde liegenden Befunde in Zweifel zu ziehen. Die Beschwerdeführe-
rin äusserte sich am 4. Oktober 2021. Sie hielt fest, dass sie dem detaillierten und umfangrei-
chen Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ nichts anzufügen habe. Der medizinische Sachver-
halt erscheine nunmehr als lückenlos dokumentiert. Die Beigeladene schliesslich nahm am 
18. Oktober 2021 dahingehend Stellung, dass das Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ die 
bundesgerichtlichen Anforderungen an den Beweiswert erfülle, so dass darauf abgestellt wer-
den könne. 
 
8.2 Nach den oben geschilderten Beweismaximen (vgl. E. 4.3.1 hiervor) weicht das Gericht 
bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der 
medizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur 
Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend ist 
kein Grund für ein Abweichen vom psychiatrischen Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ vom 
10. September 2021 ersichtlich. Es ist viel mehr festzuhalten, dass dieses die rechtsprechungs-
gemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hinsicht er-
füllt: Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht 
verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es stützt sich auf eine 
sorgfältige persönliche Untersuchung der Explorandin, es berücksichtigt die geklagten Be-
schwerden und es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Inhaltlich ist das Gutachten 
widerspruchsfrei und es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein. Überzeugend ist insbesondere, wie PD Dr. C.____ 
die von ihm erhobenen Diagnosen begründet und wie er deren Auswirkungen auf die Funkti-
onsfähigkeit beurteilt. Zudem setzt er sich auch ausführlich mit den - vollständig oder teilweise - 
abweichenden fachärztlichen Einschätzungen der Administrativgutachter Dr. F.____ und Prof. 
Dr. H.____ auseinander und er zeigt schlüssig auf, weshalb auf diese nicht abgestellt werden 
kann. Es kann deshalb an dieser Stelle von weiteren Erörterungen zu den genannten Punkten 
abgesehen und stattdessen vollumfänglich auf die betreffenden Ausführungen des Gutachters 
in seiner Expertise vom 10. September 2021 verwiesen werden. Dasselbe gilt schliesslich auch 
für die von der rekurrierenden Pensionskasse in ihrer Beschwerde hauptsächlich thematisierten 
Fragen nach dem Beginn und nach allfälligen Unterbrechungen der auf psychischen Gesund-
heitsbeeinträchtigungen beruhenden Arbeitsunfähigkeit. PD Dr. C.____ legt diesbezüglich 
schlüssig dar, dass und weshalb die von ihm aus psychiatrischer Sicht attestierte vollständige 
Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 2013 durchgehend bis heute besteht.  
 
8.3 Was die IV-Stelle vorbringt, vermag die ausschlaggebende Beweiskraft der Gerichts-
expertise von PD Dr. C.____ nicht in Frage zu stellen. Sie macht in erster Linie geltend, dass 
der Gerichtsgutachter im Wesentlichen die gleichen psychischen Gesundheitsbeeinträchtigun-
gen diagnostiziert habe wie vor ihm die Administrativgutachterin Prof. Dr. H.____. Ein Vergleich 
der in den beiden Gutachten erhobenen Befunde zeige, dass anlässlich beider Untersuchungen 
ein weitgehend identischer Gesundheitszustand vorgelegen habe. Somit handle es sich bei der 
abweichenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch PD Dr. C.____ im Vergleich zum Vor-
gutachten lediglich um eine anderslautende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei einem unver-
ändert gebliebenen Gesundheitszustand. Die Expertise von PD Dr. C.____ sei deshalb nicht 

 

 
 
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geeignet, die Befunde, auf denen die angefochtene Verfügung basiere, in Zweifel zu ziehen. 
Dieser Betrachtungsweise der IV-Stelle kann nicht beigepflichtet werden, insbesondere verhält 
es sich nicht so, dass PD Dr. C.____ und Prof. Dr. H.____ übereinstimmende Befunde erhoben 
hätten. Beide diagnostizierten zwar eine selbstunsichere bzw. eine ängstlich-vermeidende Per-
sönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6), im Unterschied zur Administrativgutachterin stufte der Ge-
richtsgutachter den Schweregrad dieser Persönlichkeitsstörung aber explizit als ausgeprägt ein. 
Zudem habe, so PD Dr. C.____ weiter, eine Würdigung der qualitativen Funktionsfähigkeiten 
anhand der sogenannten ICF-Kriterien ergeben, dass diese in den relevanten Beurteilungsdi-
mensionen schwer beeinträchtigt seien. Entgegen der Sichtweise der IV-Stelle weichen somit 
die in den beiden Expertisen erhobenen Befunde voneinander ab und es ist vor diesem Hinter-
grund nachvollziehbar und schlüssig, dass der Gerichtsgutachter der Versicherten eine erhebli-
chere Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit attestierte als vor ihm die Administrativgutachterin. 
Im Weiteren moniert die IV-Stelle, die Annahme des Gerichtsgutachters, wonach bereits ab 
Oktober 2013 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, vermöge auch deshalb nicht zu 
überzeugen, weil die Versicherte "zwischen 2013 und 2016 erfolgreich eine kaufmännische 
Ausbildung durchlaufen konnte." Mit diesem Einwand kann die IV-Stelle vorliegend ebenfalls 
nichts zu ihren Gunsten ableiten Die betreffende Aussage ist insofern zu relativieren, als sich 
die Kurse der erwähnten Aus- bzw. Weiterbildung lediglich auf einen Samstag pro Monat und 
auf einen Abend à zwei Stunden pro Woche beschränkten. Ansonsten ging die Versicherte im 
fraglichen Zeitraum keiner beruflichen Tätigkeit nach. Unter diesen Umständen schliesst aber 
die Absolvierung einer Aus- bzw. Weiterbildung in einem zeitlich derart beschränkten Umfang 
die gleichzeitige Annahme einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für jegliche berufliche Tätigkeit 
im ersten Arbeitsmarkt klarerweise nicht aus.  
 
8.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuhalten, dass die Versicherte 
aufgrund ihrer psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen im ersten Arbeitsmarkt vollständig 
arbeitsunfähig ist. Vor diesem Hintergrund erübrigen sich Ausführungen zur Frage, ob und in-
wieweit die Versicherte zusätzlich auch aus somatischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt ist. Somit ist auf die Beurteilungen, zu denen der rheumatologische Experte 
Dr. E.____ in den beiden Gutachten vom 23. Oktober 2015 und 15. Januar 2018 gelangte, nicht 
weiter einzugehen.  
 
9.1 Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 3.4 hiervor) ist gemäss Art. 16 ATSG der Invalidi-
tätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Da die Versicherte in sämtlichen Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig ist, kann jedoch von der 
Vornahme eines Einkommensvergleichs abgesehen und stattdessen ohne Weiteres von einer 
vollständigen Erwerbsunfähigkeit bzw. von einem Invaliditätsgrad von 100 % ausgegangen 
werden. Bei einem Invaliditätsgrad von 100 % hat die Versicherte Anspruch auf eine ganze 
Rente.  
 
9.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG setzt der Rentenanspruch unter anderem voraus, dass die 
versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (lit. b). Zudem bestimmt Art. 29 Abs. 1 IVG, dass der 
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-

 

 
 
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tungsanspruchs entsteht. Wie den Akten entnommen werden kann, wurde die Versicherte am 
22. März 2013 am rechten Knie operiert. Aufgrund dieses Eingriffs attestierte ihr der behan-
delnde Orthopäde ab dem 21. März 2013 eine vollständige und ab 24. Juni 2013 eine 50 %-ige 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. die Aktenzusammenstellung der Klinik J.____ AG, IV-Dok. 53). An diese 
aus somatischen Gründen attestierten Arbeitsunfähigkeiten schloss sich ab Oktober 2013 laut 
dem Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ die bis heute andauernde, auf psychischen Ge-
sundheitsbeeinträchtigungen beruhende vollständige Arbeitsunfähigkeit an. Das Wartejahr von 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG begann somit am 21. März 2013 zu laufen und endete am 20. März 
2014. Die IV-Anmeldung war am 2. August 2012, d.h. mehr als sechs Monate vor Ablauf des 
Wartejahres, erfolgt. Somit hat die Versicherte grundsätzlich ab 1. März 2014 Anspruch auf eine 
ganze Rente.  
 
9.3 In Bezug auf diesen Rentenanspruch der Versicherten gilt es im Zusammenhang mit 
dem vorliegenden Beschwerdeverfahren nun allerdings noch den nachfolgenden formell-recht-
lichen Aspekt zu beachten.  
 
9.3.1 In der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2020 hatte die IV-Stelle der Versicherten 
für den Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 20. Juni 2016 eine Dreiviertelsrente, für die Periode 
vom 1. Juli 2016 bis 21. Oktober 2016 eine ganze Rente und ab 1. November 2016 erneut eine 
- unbefristete - Dreiviertelsrente zugesprochen. Im Vergleich zu dieser Verfügung führt der heu-
tige Prozessausgang, wonach die Versicherte ab 1. März 2014 Anspruch auf eine unbefristete 
ganze Rente hat, im Ergebnis zu einer Besserstellung der beigeladenen Versicherten und 
gleichzeitig aber auch zu einer Schlechterstellung der Position der Beschwerdeführerin.  
 
9.3.2 Nach Art. 61 lit. d ATSG ist das kantonale Versicherungsgericht nicht an die Begehren 
der Parteien gebunden. Es kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid zu Ungunsten 
der Beschwerde führenden Person ändern oder dieser mehr zusprechen, als sie beantragt hat. 
Das Bundesgericht hat mehrfach betont, dass mit dieser in Satz 1 von Art. 61 lit. d ATSG statu-
ierten fehlenden Bindung an die Parteibegehren die Verwirklichung des objektiven Rechts über 
das subjektive Rechtsschutzinteresse gestellt wird. Dementsprechend gelten im Verfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht das Gebot der Rechtsanwendung von Amtes wegen und 
der Untersuchungsgrundsatz. Dem kantonalen Gericht wird durch diese Entscheidung des 
Bundesgesetzgebers ermöglicht, das geltende Recht auf den massgebenden Sachverhalt an-
zuwenden, ohne dabei an die Begehren der Beschwerde führenden Partei gebunden zu sein 
(BGE 144 V 153 E. 4.2.2 mit Hinweisen).  
 
9.3.3 Zieht das kantonale Versicherungsgericht eine Schlechterstellung (reformatio in peius) 
der Beschwerde führenden Partei in Betracht, so hat es dieser gemäss Art. 61 lit. d Satz 2 
ATSG vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Rückzug der Beschwerde zu ge-
ben. Es stellt sich die Frage, ob diese formell-rechtliche Bestimmung auch zur Anwendung zu 
gelangen hat, wenn es sich bei der Beschwerde führenden Partei - wie hier - um einen von der 
angefochtenen Verfügung mitbetroffenen Sozialversicherer und nicht um die versicherte Person 
handelt, oder ob nur letztere von dieser "Stärkung ihres Parteirechts" (vgl. UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 61 Rz 170) profitieren soll. Wie es sich 

 

 
 
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damit verhält, kann hier aus den nachfolgenden Überlegungen offen bleiben. Die Beschwerde 
führende GastroSocial Pensionskasse hielt in ihrer Stellungnahme vom 4. Oktober 2021 fest, 
dass sie dem detaillierten und umfangreichen Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ nichts an-
zufügen habe. Der medizinische Sachverhalt erscheine nunmehr als lückenlos dokumentiert. 
Die Beschwerdeführerin passte deshalb in ihrer Eingabe die ursprünglichen Rechtsbegehren 
dahingehend an, dass in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung der IV-Stelle vom 17. Juli 
2020 aufzuheben und der Invaliditätsgrad gestützt auf das Gerichtsgutachten vom 10. Septem-
ber 2021 neu zu bemessen sei. Aus diesem Antrag folgt aber unstreitig, dass sich die Be-
schwerdeführerin im Ergebnis nicht gegen den aus der entsprechenden Neuberechnung resul-
tierenden Invaliditätsgrad von nunmehr 100 % und die sich daraus ergebende Verschlechterung 
ihrer Position gegenüber der angefochtenen Verfügung stellt. Es kann daher - so oder so - da-
von abgesehen werden, ihr formell nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Rück-
zug der Beschwerde zu geben. 
 
9.4 Zusammenfassend ist demnach als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde - den 
geänderten Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin und der beigeladenen Versicherten fol-
gend - dahingehend gutzuheissen ist, als die angefochtene Verfügung vom 17. Juli 2020 aufzu-
heben und festzustellen ist, dass die Beigeladene mit Wirkung ab 1. März 2014 Anspruch auf 
eine ganze Rente hat. 
 
10. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
10.1 Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewil-
ligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-
tenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos-
ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt.  
 

10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Rechtsprechungsgemäss steht darüber hinaus aber auch 
der obsiegenden, anwaltlich vertretenen beigeladenen Person eine Parteienschädigung zu 
(CHRISTIAN ZÜND, Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons 
Zürich, Zürich 1999, S. 239, mit Hinweisen auf BGE 109 V 62 E. 4 und auf verschiedene unver-
öffentlichte Urteile des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG]). Nach dem 
Gesagten hat die obsiegende Beigeladene deshalb, wie von ihr beantragt, Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Ihre Rechtsvertreterin hat in der Honorarnote vom 28. Oktober 2021 für 
das vorliegende Verfahren einen Aufwand von 19 Stunden und 35 Minuten geltend gemacht, 
was sich umfangmässig zwar als hoch, in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen aber noch als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversi-
cherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen 

 

 
 
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von Fr. 239.25. Der Beigeladenen ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 5‘530.50 (19 Stunden und 35 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 239.25 und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zuzusprechen. 
 

10.3 Beim Entscheid, wem die Verfahrens- und die Parteikosten aufzuerlegen sind, ist 
grundsätzlich auf den Verfahrensausgang abzustellen. In der speziellen Konstellation, wie sie 
sich hier präsentiert, sind - gemessen an den ursprünglichen Rechtsbegehren bzw. vom mate-
riell-rechtlichen Prozessergebnis her gesehen - sowohl die Beschwerdeführerin als auch die IV-
Stelle unterliegende Parteien. Dies könnte grundsätzlich Anlass geben, die ordentlichen und die 
ausserordentlichen Kosten anteilsmässig den genannten beiden Parteien zu überbinden. Nun 
gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass die GastroSocial Pensionskasse in ihrer Beschwerde 
vom 4. August 2020 explizit rügte und begründete, dass und weshalb das für die IV-Stelle  
massgebliche psychiatrische Gutachten von Prof. Dr. H.____ vom 6. November 2019 für die 
streitigen Belange nicht umfassend sei und demnach den rechtsprechungsgemässen Anforde-
rungen an ein beweistaugliches Gutachten nicht genüge. Anlässlich der ersten in dieser Ange-
legenheit erfolgten Urteilsberatung vom 22. April 2021 erachtete das Kantonsgericht diese von 
der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen als begründet (vgl. E. 6.5.1 hiervor); es entschied, 
den Fall auszustellen und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein psychiatrisches Ge-
richtsgutachten in Auftrag zu geben. Der damalige Beschluss des Kantonsgerichts macht deut-
lich, dass die Erhebung der Beschwerde durch die GastroSocial Pensionskasse jedenfalls in-
soweit begründet war, als sie darin in zutreffender Weise die vorinstanzliche Abklärung und 
Würdigung des medizinischen Sachverhalts beanstandete. Dies wiederum zeigt, dass die Be-
schwerdeführerin - unter damaliger Optik - ausreichende Veranlassung hatte, die Verfügung der 
IV-Stelle vom 17. Juli 2020 beim Kantonsgericht anzufechten. Vor diesem Hintergrund rechtfer-
tigt es sich gestützt auf das Verursacherprinzip (vgl. dazu BGE 125 V 375 E. 2b), der Be-
schwerde führenden Pensionskasse keine Kosten zu auferlegen und stattdessen die IV-Stelle 
zur Tragung der ordentlichen und ausserordentlichen Kosten dieses Prozesses zu verpflichten.  
 
10.4 Zu prüfen bleibt, wer für die Kosten des Gerichtsgutachtens von PD Dr. C.____ vom 
10. September 2021 aufzukommen hat. Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger 
die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er 
keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnah-
men für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zuge-
sprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, 
sind in den Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Be-
weismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf 
die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gege-
benen Begutachtung dem Versicherer aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit 
der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. 
E. 4.4.2). Vorliegend war das Gericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 22. April 
2021 zum Ergebnis gelangt, dass ein Entscheid in der Angelegenheit gestützt auf die damals 
vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur 
weiteren Klärung des medizinischen Sachverhalts ein psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auf-
trag zu geben. Wie sich anlässlich der heutigen Urteilsberatung gezeigt hat, war das in der Fol-

 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ge eingeholte Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ vom 10. September 2021 für eine ab-
schliessende Beurteilung des medizinischen Sachverhalts unerlässlich. Im Lichte der geschil-
derten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten der Begutachtung der 
IV-Stelle aufzuerlegen. Diese Kosten belaufen sich gemäss der Honorarrechnung von PD 
Dr. C.____ vom 10. September 2021 auf Fr. 7'000.--.  
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 17. Juli 2020 aufgehoben und es wird 
festgestellt, dass die Beigeladene A.____ ab 1. März 2014 Anspruch 
auf eine ganze Rente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten der gerichtlichen Begutachtung in der Höhe von Fr. 7'000.-- 
werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 5'530.50 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

 

 
 
 
 
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