# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9690bcd-e6b3-5ee1-95eb-2a1bf7a00595
**Source:** Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** FR 4f_07_37_38_30_05_08.pdf
**Docket/Reference:** 4f_07_37_38_30_05_08.pdf
**URL:** https://www.fr.ch/sites/default/files/contens/tc/_www/files/pdf2/4f_07_37_38_30_05_08.pdf

## Full Text

4F 2007-37 
4F 2007-38 

Urteil vom 30. Mai 2008 

STEUERGERICHTSHOF 

BESETZUNG 

Präsident: Hugo Casanova 
Beisitzer:  Berthold Buchs, Michael Hank, Geneviève Jenny,  

Albert Nussbaumer 

PARTEIEN 

X.,  Beschwerdeführerin,  vertreten  durch Fürsprecher  Hans  Feldmann, 
Moosstrasse 2, 3073 Gümligen,  

gegen 

KANTONALE  STEUERVERWALTUNG,  Rue  Joseph-Piller  13,  Postfach, 
1701 Freiburg, Vorinstanz,     

GEGENSTAND 

Einkommenssteuer  der  natürlichen  Personen;  geldwerte  Leistung 
(simuliertes Darlehen) 

Beschwerde  vom  21. Februar  2007  gegen  den Einspracheentscheid  vom 
23. Januar 2007; direkte Bundessteuer und Kantonssteuer 2003 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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S a c h v e r h a l t  

A.  Die  A.  Treuhand  AG  mit  Hauptsitz  in  Bern  und  einer  Zweigniederlassung  in  Freiburg 
erbringt  Dienstleistungen  in  den  Bereichen  Treuhand,  Revisionen,  Expertisen,  Controlling, 
Vermögensverwaltung, Gesellschaftsgründungen, Geschäftsführung usw. und sie kann sich 
darüber  hinaus  gemäss  ihrem  statutarischen  Zweck  auch  an  anderen  Gesellschaften 
beteiligen.  Die  Zweigniederlassung  in  Freiburg  befindet  sich  bei  der  B.  AG,  welche 
grundsätzlich  gleiche  Gesellschaftszwecke  verfolgt,  allerdings  mit  Schwergewicht  in  den 
Bereichen .... 

Die  A.  Treuhand  war  zunächst  eine  GmbH  und  wurde  im  Herbst  2000  in  eine  AG 
umgewandelt.  X.  übernahm  bei  der  Gründung  der  AG  10  Aktien  im  Nominalwert  von  je 
1'000  Franken  und  sie  war  schon  damals  sowohl  für  die  A.  als  auch  die  B.  als  Angestellte 
tätig. 

Gemäss  Darlehensvertrag  vom  8.  September  2000  gewährte  die  A.  Treuhand  AG  X.  ein 
Darlehen  in  der  Höhe  von  10'000  Franken,  welches  von  beiden  Seiten  innerhalb  von  6 
Monaten kündbar und jährlich zu 3,25 % zu verzinsen war. 

Im Übrigen schlossen X. und ihre Mitaktionäre gleichzeitig mit der B. AG folgende 

Käuferin 

B. AG   

"Vereinbarung zwischen 

und 

X.,  Y.,  Z. 

1. 

Die  Verkäufer  sind  Eigentümer  nachstehender  Aktien  der  A.  Treuhand  AG,  Sitz  Bern 

und Fribourg - respektive auch Schuldner nachstehender Darlehen bei der A. Treuhand 

AG: 

Anzahl 
Aktien 

à 

nominell 

Total 

  Darlehen von der 

Anteil AK 

A. Treuhand AG 

- Y. 

- Z. 

- X. 

45 
45 
10 

à 

à 

à 

Fr. 1'000 

Fr. 45'000 

Fr. 1'000 

Fr. 45'000 

Fr. 1'000 

Fr. 10'000 

Fr. 45'000 

Fr. 45'000 

Fr. 10'000 

Die Aktien werden von B. AG (Tresor des Leiters "Dienste") blankoindossiert in einem 

verschlossenen Couvert aufbewahrt. 

2. 

Die  B.  AG verpflichtet sich oben aufgeführte  Aktien auf Verlangen,  jedoch spätestens 

beim  jeweiligen  Austritt  der  Aktionäre  aus  den  Diensten  der  B.  AG,  käuflich  zu 

erwerben. Der Kaufpreis beträgt Fr. 1'000 (CHF eintausend [pari]). Die Käuferin bezahlt 

den Kaufpreis direkt an die A. Treuhand AG zur Tilgung der Darlehen der Verkäufer. 

3. 

Die Aktionäre verpflichten sich ihrerseits die oben aufgeführten Aktien spätestens beim 

jeweiligen  Austritt  aus  den  Diensten  der  B.  AG  zum  Nominalwert  der  B.  AG  zu 

verkaufen. Der Kaufpreis soll an die A. Treuhand AG zur Tilgung der oben aufgeführten 

Darlehen bezahlt werden." 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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B.  Mit Verfügung vom 17. Februar 2005 wurde X. für die Steuerperiode 2003 ordentlich 
veranlagt,  wobei  das  steuerbare  Einkommen  auf  …  Franken  (Direkte  Bundessteuer)  bzw. 
… Franken (Kantonssteuer) festgesetzt wurde. 

C. 
Anfangs 2006 wurde die A. Treuhand AG von der Steuerverwaltung des Kantons Bern 
für  die  Gewinn-  und  Kapitalsteuer  der  Steuerperiode  2003  veranlagt.  Dabei  wurde  unter 
dem  Titel  "simuliertes  Darlehen"  an  X.  ein  Betrag  von  10'000  Franken  aufgerechnet. 
Entsprechende  Aufrechnungen  wurden  auch  bezüglich  der  übrigen  Aktionärsdarlehen 
vorgenommen.  Begründet  wurde  dies  mit  folgendem  Hinweis:  "Stellt  das  simulierte 
Darlehen eine zivilrechtlich untersagte Einlagenrückgewähr dar, unterliegen die geldwerten 
Leistungen in vollem Umfang der Einkommenssteuer. Eine Rückleistung von Kapitalanteilen 
einer Aktiengesellschaft an den Anteilhaber ist nur bei einer förmlichen Kapitalherabsetzung 
(Art. 732 OR) oder einer Liquidation (Art. 745 OR) steuerfrei (Bgr. in StE 1997 B 24.4 Nr. 
43)." Diese Veranlagung blieb unangefochten und erwuchs am 15. Mai 2006 in Rechtskraft. 

D.  Am  5.  September  2006  informierte  die  Steuerverwaltung  des  Kantons  Bern  die 
freiburgischen Steuerbehörden über die Veranlagung der A. Treuhand AG und insbesondere 
die darin vorgenommene Aufrechnung simulierter Darlehen. 

Gestützt auf diese Meldung eröffnete die Veranlagungsbehörde X. am 21. September 2006 
eine  berichtigte  Veranlagungsanzeige  für  die  Steuerperiode  2003.  Darin  wurde  unter 
Verweis  auf  den  Bericht  der  Abteilung  für  juristische  Personen  der  Steuerverwaltung  des 
Kantons  Bern  ein  Betrag  von  10'000  Franken  aufgerechnet  (Rubrik  3.41,  "sonstiges 
Einkommen"). 

E. 
Am  16.  Oktober  2006  erhob  X.  gegen  diese  Veranlagungen  Einsprache  mit  dem 
Antrag, das als Einkommen aufgerechnete simulierte Darlehen "zu stornieren". Sie machte 
insbesondere geltend, es handle sich keinesfalls um ein simuliertes Darlehen. Dieses sei im 
Schuldenverzeichnis  ordnungsgemäss  deklariert  gewesen  und  es  sei  jährlich  über  die 
Zinsen abgerechnet worden. Sie sei aufgrund ihrer finanziellen Situation auch in der Lage, 
das  Darlehen  zurückzubezahlen.  Ergänzend  legte  sie  ein  Schreiben  der  A.  Treuhand  AG 
vom  29.  September  2006  an  die  Steuerverwaltung  des  Kantons  Bern  bei,  in  dem 
insbesondere  betont  wurde,  die  Darlehen  hätten  der  Finanzierung  der  Aktien  der  A. 
Treuhand  AG,  also  Investitionszwecken  gedient.  Von  "Konsumdarlehen",  wie  sie  steuerlich 
verpönt  seien  (und  allenfalls  als  simuliert  betrachtet  werden  könnten),  könne  keine  Rede 
sein. Ausserdem müssten bei simulierten Darlehen Rückzahlungswille und fähigkeit fehlen, 
was  vorliegend  ebenfalls  nicht  zutreffe.  Abschliessend  wurde  vermerkt,  die  Parteien  seien 
übereingekommen,  die  Darlehensbeiträge  bis  zum  15.  Dezember  2006  zurückzubezahlen, 
um jede Diskussion über die Darlehen definitiv zu vermeiden. 

Mit  Entscheid  vom  23.  Januar  2007  wies  die  Kantonale  Steuerverwaltung  die  Einsprache 
sowohl  bezüglich  der  Kantonssteuer  als  auch  der  direkten  Bundessteuer  ab.  Zur  Be-
gründung legte sie ausführlich dar, weshalb es sich im vorliegenden Fall um ein simuliertes 
Aktionärsdarlehen  handle  und  wie  dieses  gemäss  der  einschlägigen  Rechtsprechung 
steuerlich zu behandeln sei. 

F.  Mit  Eingabe  vom  21.  Februar  2007  reichte  X.,  nunmehr  vertreten  durch  Fürsprecher 
Hans  Feldmann.,  beim  Verwaltungsgericht  gegen  diesen  Einspracheentscheid  Beschwerde 
ein  mit  dem  Antrag,  den  angefochtenen  Entscheid  aufzuheben  und  die  vorgenommene 
Aufrechnung  zu  streichen  (unter  Kostenfolge).  Auf  die  erhobenen  Rügen  und  die 
eingereichten Beweismittel wird, soweit notwendig, im Rahmen der rechtlichen Erwägungen 
eingegangen. 

 
 
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Der  mit  Verfügung  vom  28.  Februar  2007  festgesetzte  Kostenvorschuss  von  300  Franken 
wurde fristgemäss einbezahlt. 

Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung. 

In  ihrer  Beschwerdeantwort  vom  2.  bzw.  5.  April  2007  schliesst  die  Kantonale  Steuer-
verwaltung  auf  Abweisung.  Auf  ihre  Ausführungen  wird  ebenfalls,  soweit  notwendig,  im 
Rahmen der rechtlichen Erwägungen eingegangen. 

Am  14.  Mai  2007  reichte  die  Beschwerdeführerin  ihre  Gegenbemerkungen  sowie  weitere 
Unterlagen  ein.  Die  Vorinstanz  verzichtete  am  25.  bzw.  31.  Mai  2007  ausdrücklich  auf 
Schlussbemerkungen. 

G.  Mit  Wirkung  ab  dem  1.  Januar  2008  wurde  das  Verwaltungsgericht  als  verwaltungs-
rechtliche  Abteilung  in  das  Kantonsgericht  integriert  (vgl.  das  Gesetz  vom  14. November 
2007 über die Organisation des Kantonsgerichts; KGOG; SGF 131.1.1). 

E r w ä g u n g e n  

I. Anwendbares Verfahrensrecht, Vereinigung der Verfahren 

a)  Gemäss  Art.  104  Abs.  4  des  Bundesgesetzes  vom  14.  Dezember  1990  über  die 
1. 
direkte  Bundessteuer  (DBG;  SR  642.11)  regelt  das  kantonale  Recht  Organisation  und 
Amtsführung  der  kantonalen  Vollzugsbehörde,  soweit  das  Bundesrecht  nichts  anderes 
bestimmt.  Insofern  sind  die  Kantone  auch  in  der  Bestellung  und  Organisation  der  Steuer-
rekurskommission grundsätzlich frei (vgl. RAINER ZIGERLIG / GUIDO JUD in Zweifel / Athanas, 
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht  I/2b, Basel 2000, N 3 ff. zu Art. 104  DBG). 
Dementsprechend bestimmen Art. 4 Abs. 1 und 2 des kantonalen Ausführungsbeschlusses 
vom  5.  Januar  1995  zum  Bundesgesetz  über  die  direkte  Bundessteuer  (SGF  634.1.11), 
dass  im  Beschwerdeverfahren  vor  dem  Kantonsgericht,  welches  Beschwerdeinstanz  im 
Sinne  von  Art.  104  Abs.  3  DBG  ist,  unter  Vorbehalt  anders  lautender  Bestimmungen  des 
Bundesrechts  (vgl.  Art.  140  ff.  DBG)  sinngemäss  die  entsprechenden  Bestimmungen  des 
kantonalen  Rechts  gelten.  Somit  gelangen  also  die  Verfahrensvorschriften  des  Gesetzes 
vom 6. Juni 2000 über die direkten Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1) sowie des Gesetzes 
vom  23.  Mai  1991  über  die  Verwaltungsrechtspflege  (VRG;  SGF 150.1)  subsidiär  zur 
Anwendung. 

b)  Art.  42  Abs.  1  lit.  b  VRG  sieht  vor,  dass  Eingaben,  die  den  gleichen  Gegenstand 

betreffen, aus wichtigen Gründen in einem einzigen Verfahren vereinigt werden können. 

Im  vorliegenden  Fall  erschien  es  von  Beginn  weg  (Einreichung  der  Rechtsmittel)  ange-
bracht,  die  Beschwerde  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  (4F  07  37)  und  den  Rekurs 
betreffend  die  Kantonssteuer  (4F  07  38)  im  gleichen  Verfahren  zu  vereinigen.  Die  ent-
sprechenden  Veranlagungen  bilden  nämlich  Gegenstand  desselben  Einspracheentscheides 
und es wurde vor dem Verwaltungsgericht auch bloss eine einzige Rechtsschrift eingereicht. 
Im  Übrigen  stehen  die  Rechtsmittel  nicht  nur  prozessual,  sondern  auch  sachlich  in  einem 
engen Zusammenhang, werden doch im Wesentlichen übereinstimmende Rechtsfragen auf-
geworfen. 

 
 
 
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Trotz  der  Vereinigung  der  Verfahren  sind  jedoch  im  Lichte  der  bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung  (vgl.  BGE  130  II  509,  Erw. 8.3)  die  vom  Steuergerichtshof  zu  fällenden 
Entscheide  (direkte  Bundessteuer  bzw.  Kantonssteuer)  grundsätzlich  in  Begründung  und 
Dispositiv klar auseinander zu halten. Im Falle einer allfälligen Anfechtung des Urteils beim 
Schweizerischen  Bundesgericht  sind  ja  auch  je  spezifischen  Begehren,  welche  der  be-
troffenen Steuer angepasst sind, zu formulieren. 

II. Verfahrensrechtliche Rügen 

Die Beschwerdeführerin erhebt einleitend diverse - im Einspracheverfahren allerdings noch 
nicht  aufgeworfene  -  verfahrensrechtliche  Rügen,  welche  vorweg  (gemeinsam  für  das 
vereinigte Verfahren betreffend die direkte Bundessteuer und die Kantonssteuer) zu prüfen 
sind. 

2. 
a) Zunächst macht die Beschwerdeführerin geltend, die Berichtigungsveranlagung als 
solche  sei  rechtswidrig.  Sie  sei  bereits  mit  Verfügung  vom  17.  Februar  2005  definitiv 
veranlagt  worden.  Eine  rechtskräftige  Veranlagung  könne  jedoch  nur  bei  Schreib-  und 
Rechnungsfehlern  und  nicht  bei  "anderweitigen  neuen  Erkenntnissen"  berichtigt  werden. 
Vorliegend werde seitens der Steuerverwaltung bloss eine Neubeurteilung des stets korrekt 
deklarierten Darlehens der A. Treuhand AG geltend gemacht. Somit gehe es nicht um einen 
Schreib-  oder  Rechnungsfehler,  sondern  um  eine  geänderte  Rechtsauffassung,  was 
offensichtlich keinen Berichtigungsgrund darstelle. 

Entgegen  der  Annahme  der  Beschwerdeführerin  bedeutet  das  Wort  "berichtigt"  auf  der 
Einschätzungsanzeige  vom  21.  September  2006  nicht,  dass  eine  Berichtigung  eines 
Rechnungsfehlers  oder  eines  Schreibversehens  im  Sinne  von  Art.  150  DBG  sowie  Art.  52 
StHG  bzw.  Art.  191  DStG  vorgenommen  worden  ist.  Vielmehr  wird  damit  allgemein 
dargetan, dass die bereits eröffnete Veranlagung - aus welchen Gründen auch immer - (zu 
Gunsten  oder  zu  Ungunsten  des  Steuerpflichtigen)  abgeändert  wird.  Unter  den  vorliegend 
gegebenen  Umständen  vermag  eine  solche  direkte  Eröffnung  der  Nachsteuerveranlagung 
trotz  gewisser  Bedenken  den  formellen  Anforderungen  gerade  noch  zu  genügen  (vgl.  das 
Bundesgerichtsurteil 2P.222/2004 vom 11. Februar 2005, Erw. 6.2). 

Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz gestützt auf eine ihr seinerzeit nicht bekannte, also 
neue Tatsache (vgl. Art. 151 DBG, Art. 53 StHG und Art. 192 DStG) eine Nachbesteuerung 
(ohne Steuerhinterziehungsverfahren) vorgenommen, wie dies aus den "Bemerkungen" auf 
der  berichtigten  Einschätzungsanzeige  klar  hervorgeht,  wobei  sich  dann  die  Beschwerde-
führerin  im  Einspracheverfahren  dazu  äussern  konnte.  Das  ist  an  sich  nicht  zu  bean-
standen,  stellt  doch  die  spätere  Mitteilung  der  bernischen  Steuerbehörden  über  ihre  Fest-
stellungen im Steuerkapitel der A. Treuhand AG eine solche neue Tatsache dar, welche ein 
Zurückkommen  auf  die  Veranlagung  rechtfertigt.  Dies  gilt  umso  mehr,  als  der  streitige 
simulierte  Charakter  des  Darlehens  nicht  ohne  Weiteres  aus  der  Steuererklärung  der 
Beschwerdeführerin  abgeleitet  werden  konnte,  sondern  im  Rahmen  einer  näheren 
Instruktion  im  Veranlagungsverfahren  der  Gesellschaft  zum  Vorschein  kam.  Das  Bundes-
gericht hat denn auch schon bestätigt, dass die Steuerverwaltung ihre Untersuchungspflicht 
nicht  verletzt,  wenn  sie  den  Mehrheitsaktionär  für  eine  bestimmte  Steuerperiode  definitiv 
veranlagt,  bevor  die  definitive  Veranlagung  für  die  Gesellschaft  vorliegt.  Ein  Nachsteuer-
verfahren zu Lasten des Aktionärs infolge Bezugs geldwerter Leistungen wird dadurch nicht 
verunmöglicht  (Urteil  2A.502/2005  vom  2.  Februar  2006,  StR  2006,  442;  vgl.  auch 
MADELEINE SIMONEK, Unternehmenssteuerrecht, Entwicklungen 2006, Bern 2007, 122 f.). Im 
Übrigen  ist  der  vorliegende  Fall  nicht  mit  jenem  vergleichbar,  welcher  dem  von  der  Be-

 
 
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schwerdeführerin  angerufenen  Urteil  vom  7.  Juli  2006  betreffend  interkantonale  Steuer-
aufteilung (StR 2007, 275) zugrunde lag. 

b)  Die  Beschwerdeführerin  erachtet  auch  den  "Querverweis  auf  ein  anderes  Ver-
fahren"  als  formell  unzulässig.  Sie  habe  Anspruch  darauf,  dass  die  angebliche  Simulation 
unabhängig von der Beurteilung der für die AG zuständigen Steuerbehörde geprüft werde. 
Aufrechnungen  auf  der  Stufe  der  Gesellschaft  seien  für  die  Beteiligten  nicht  "tel  quel 
verbindlich".  Insofern  sei  auch  irrelevant,  dass  die  A.  Treuhand  AG  die  Aufrechnung  der 
Darlehen hingenommen habe. 

für 

Mit diesem  Einwand vermag die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht durchzudringen. Es ist 
ihr  zwar  einzuräumen,  dass  die  Veranlagung  der  Gesellschaft  mit  den  rechtskräftig 
ihr  persönliches  Steuerkapitel  nicht  zwingend 
vorgenommenen  Aufrechnungen 
verbindlich ist. Mangels entsprechender Bindungswirkung zwischen den Veranlagungen der 
beiden  rechtlich  unabhängigen  Steuersubjekte  steht  es  der  Beschwerdeführerin  als 
Aktionärin  der  Gesellschaft  also  grundsätzlich  frei,  die  Aufrechnung  in  ihrem  persönlichen 
Kapitel  doch  noch  zu  bestreiten.  Dies  ändert  jedoch  nichts  daran,  dass  die  freiburgischen 
Steuerbehörden  an  die  Mitteilung  der  bernischen  Veranlagungsbehörde  über  deren  Fest-
stellungen im Steuerkapitel der Gesellschaft anknüpfen und im Steuerkapitel der Aktionärin 
auch eine entsprechende Aufrechnung vornehmen durfte, wenn sie zur gleichen Würdigung 
des  Sachverhalts  gelangt.  Diesbezüglich  kann  unterstrichen  werden,  wie  ausführlich  der 
angefochtene  Einspracheentscheid  begründet  worden  ist,  was  die  eigene  Meinungsbildung 
der  freiburgischen  Veranlagungsbehörde  durchaus  bestätigt.  Es  ist  dann  eine  Frage  der 
materiellrechtlichen  Überprüfung,  ob  diese  Aufrechnung  im  Lichte  der  anwendbaren  Ge-
setzesbestimmungen zu bestätigen ist. 

III. Direkte Bundessteuern (4F 07 37) 

3. 
a)  Gemäss  Art.  20  Abs.  1  lit.  c  DBG  sind  als  Ertrag  aus  beweglichem  Vermögen 
insbesondere  Dividenden,  Gewinnanteile,  Liquidationsüberschüsse  und  geldwerte  Vorteile 
aus  Beteiligungen  aller  Art  steuerbar.  Zu  den  steuerbaren  geldwerten  Vorteilen  zählen 
unter  anderem  auch  die  in  Art.  58  Abs.  1  lit.  b  DBG  bei  der  Unternehmensbesteuerung 
ausdrücklich erwähnten so genannten "verdeckten Gewinnausschüttungen". Es handelt sich 
dabei um Leistungen der Gesellschaft an den Inhaber von Beteiligungsrechten, denen keine 
oder  keine  genügenden  Gegenleistungen  gegenüberstehen  und  die  einem  an  der  Gesell-
schaft  nicht  beteiligten  Dritten  nicht  oder  in  wesentlich  geringerem  Umfang  erbracht 
worden  wären.  Anzustellen  ist  dazu  ein  Drittvergleich.  Voraussetzung  für  die  Annahme 
einer verdeckten Gewinnausschüttung ist schliesslich, dass sich der Leistungserbringer des 
Charakters  der  Leistung  bewusst  ist  (StE  2002  B.24.4  Nr.  67,  E.  2.2;  StE  2001  B.24.4 
Nr. 58,  E.  2;  ASA  66,  554,  E.  3c,  S.  559,  mit  Hinweisen;  vgl.  auch  PETER  LOCHER, 
Kommentar  zum  DBG,  Bundesgesetz  über  die  direkte  Bundessteuer,  I.  Teil,  Therwil/Basel 
2001, Rz. 121 ff. zu Art. 20; MARKUS REICH, in: Zweifel Martin / Athanas Peter, Kommentar 
zum  schweizerischen  Steuerrecht,  Bd.  I/2a,  Bundesgesetz  über  die  direkte  Bundessteuer 
[DBG] Art. 1 - 82, Basel/Genf/München 2000, Rz. 46 ff. zu Art. 20). 

Ebenfalls  als  geldwerte  Vorteile,  die  gemäss  Art.  20  Abs.  1  lit.  c  DBG  dem  Beteiligungs-
inhaber  als  steuerbares  Einkommen  anzurechnen  sind,  erweisen  sich  Zuwendungen  der 
Gesellschaft an einen Dritten, sofern die Zuwendung ihren Grund in erster Linie darin hat, 
dass dieser dem Beteiligungsinhaber nahesteht. Auch bei dieser Konstellation wird aufgrund 
eines Drittvergleichs untersucht, ob die Leistung, die der Person, welche dem Beteiligungs-
inhaber nahesteht, zugehalten wurde, so nicht erbracht worden wäre, wenn der Leistungs-
empfänger  dem  Anteilsinhaber  nicht  nahe  stehen  würde  (vgl.  StE  2002  B.24.4  Nr.  67, 

 
 
 
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E. 2.3, mit Hinweisen; ASA 63, 145, E. 4b, S. 152; REICH, a.a.O., Rz. 53). Grundsätzlich ist 
eine  in  diesem  Sinne  ungewöhnliche  Leistung  steuerrechtlich  dem  Beteiligungsinhaber  un-
abhängig davon zuzurechnen, ob es sich beim Nahestehenden um eine natürliche oder um 
eine juristische Person handelt. 

Geht  es  um  geldwerte  Vorteile  bzw.  verdeckte  Gewinnausschüttungen,  so  gilt  allgemein 
folgende  Beweislastregelung:  Vorerst  obliegt  es  den  Steuerbehörden  darzutun,  dass  zwi-
schen  den  gegenseitigen  Leistungen  (der  steuerpflichtigen  Gesellschaft  bzw.  des  Empfän-
gers)  ein  offensichtliches  Missverhältnis  besteht  und  eine  Leistung  der  Gesellschaft  oder 
deren Verzicht auf eine Einnahme ganz oder teilweise nicht betrieblich begründet sein kann. 
Stellt  die  Steuerbehörde  in  sachgemässer  Würdigung  der  Verhältnisse  ein  offensichtliches 
Missverhältnis  der  gegenseitigen  Leistungen  fest,  das  sich  nur  durch  eine  verdeckte 
Gewinnausschüttung  erklären  lässt,  so  hat  die  steuerpflichtige  Gesellschaft  bzw.  der 
Begünstigte die begründete Vermutung zu entkräften und die geschäftsmässige Begründet-
heit  der  geltend  gemachten  oder  festgestellten  Vermögenseinbusse  zu  beweisen.  Die 
Begünstigungsabsicht  darf  in  der  Regel  ohne  besonderen  Nachweis  der  Steuerbehörde 
vorausgesetzt  werden.  Ist  dagegen  streitig,  ob  einer  Leistung  der  Gesellschaft  überhaupt 
Verpflichtungen  des  Empfängers  gegenüberstehen,  hat  die  Gesellschaft  bzw.  der  Be-
günstigte  darzutun  und  nachzuweisen,  welche  Leistung  der  Empfänger  als  Entgelt  für  die 
empfangene  Leistung  erbracht  hat  bzw.  auf  welchem  Rechtsgrund  sie  beruht  (StE  1989 
B 72.13.22 Nr. 14 mit Hinweisen). 

b)  Geldwerte  Vorteile  können  insbesondere  auch  aus  Darlehen  einer  Gesellschaft  an 
einen  Teilhaber  resultieren,  wenn  die  Gesellschaft  das  betreffende  Darlehen  nur  aus  dem 
Grund  oder  nur  deshalb  in  einer  bestimmten  Höhe  gewährt,  weil  der  Darlehensnehmer 
Anteilsinhaber  ist.  Ob  und  in  welchem  Umfang  ein  Darlehen  an  einen  Beteiligten  als 
geldwerte  Leistung  erscheint,  bestimmt  sich  auch  in  dieser  Konstellation  aufgrund  eines 
Drittvergleichs:  Eine  geldwerte  Leistung  liegt  vor,  wenn  und  soweit  das  zu  beurteilende 
Darlehen einem unabhängigen Dritten nicht gewährt worden wäre. Beim Drittvergleich sind 
in  jedem  Einzelfall  ausgehend  von  dem  zwischen  der  Gesellschaft  und  dem  Beteiligten 
abgeschlossenen  Vertrag  alle  konkreten  Umstände  zu  berücksichtigen  (StE  2004  B  24.4 
Nr. 71  E.  3.3,  siehe  dazu  MARKUS  REICH  /  ROBERT  WALDBURGER,  Rechtsprechung  im  Jahre 
2004,  IFF  Forum  für  Steuerrecht  2005,  294  ff.;  vgl.  im  Übrigen  auch  das  Bundes-
gerichtsurteil 2C_72/2007 vom 23. August 2007 sowie LOUIS BOCHUD, Darlehen an Aktionäre 
aus wirtschaftlicher, zivil- und steuerrechtlicher Sicht, Bern 1991, 293 ff.; RETO HEUBERGER, 
Die verdeckte Gewinnausschüttung aus Sicht des Aktienrechts und des Gewinnsteuerrechts, 
Bern 2001, 284 ff.). 

Als  Sonderfall  einer  geldwerten  Leistung  ist  ein  simuliertes  Darlehen  zu  betrachten,  mit 
dem  einem  Aktionär  faktisch  (Aktien-  bzw.  Grund-)Kapital  der  Aktiengesellschaft  zurück-
bezahlt  wird.  Gemäss  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  ist  die  Rückleistung  von 
Kapitalanteilen  einer  Aktiengesellschaft  an  die  Anteilsinhaber  nur  bei  einer  förmlichen 
Kapitalherabsetzung  (Art.  732  OR)  oder  Liquidation  (Art.  745  OR)  steuerfrei.  Für  die  all-
fällige Besteuerung ist ohne Belang, ob die Leistung mit dem Zivil- und Strafrecht vereinbar 
ist (StE 1997 B 24.4 Nr. 43). Bei einer Scheinliberierung mittels eines fingierten Darlehens 
liegt  eine  verbotene  Einlagenrückgewähr  nach  Art.  680  Abs.  2  OR  vor,  wobei  die  zivil-
rechtlichen  Folgen  umstritten  sind.  Bewirkt  ein  Darlehen  an  den  Aktionär  die  Rückgängig-
machung der Vollliberierung ("Entliberierung"), so ist es aktienrechtlich selbst dann kritisch, 
wenn es an sich dem Drittvergleich standhält (vgl. HEUBERGER, 26 f., 32 ff. und 110 ff. sowie 
die  dort  erwähnten  Autoren).  Wie  dem  auch  sei, ist  davon  auszugehen,  dass  das  allfällige 
Bestehen  eines  zivilrechtlichen  Rückförderungsanspruchs  der  Gesellschaft  steuerlich  nicht 
beachtet wird. Es gilt das Faktizitätsprinzip, wonach der Steuertatbestand grundsätzlich als 

 
 
 
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verwirklicht  gilt,  wenn  die  rein  tatsächlich  festzustellenden  Vorgänge  so  zu  deuten  sind 
(vgl. HEUBERGER, 248 ff. mit weiteren Hinweisen). Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt 
auch dann vor, wenn sie nicht aus laufenden oder angesammelten Gewinnen erbracht wird, 
sondern  wenn  mit  der  Vermögensverlagerung  in  die  gesellschaftsrechtliche  Sperrquote 
eingegriffen  wird.  Wenn  eine  Leistung  der  Gesellschaft  bloss  eine  wirtschaftliche  oder 
faktische Kapitalrückzahlung ohne förmliche Kapitalherabsetzung darstellt, ist sie als Ertrag 
steuerbar.  Die  Steuerbarkeit  geldwerter  Leistungen  hängt  somit  nicht  davon  ab,  ob  diese 
aus  erwirtschafteten  Gewinnen  oder  aus  der  Substanz  der  Gesellschaft  entnommen  wird. 
Gemäss  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  stellt  die  faktische  Rückzahlung  des 
Eigenkapitals  durch  ein  simuliertes  oder  ein  anderes  Darlehen  trotz  des  Nennwertprinzips, 
gemäss  dem  die  Rückzahlung  des  Aktienkapitals  steuerfrei  ist,  einen  Ertrag  im  Sinne  der 
Einkommenssteuer des Aktionärs dar (StE 1997 B 24.4 Nr. 43; HEUBERGER, 292 f.; BOCHUD, 
124 f., 166 FN 216, 304;SRK ZH, StE 1997 B 24.4 Nr. 44). 

c)  Im  vorliegenden  Fall  geht  es  entgegen  der  Ansicht  der  Beschwerdeführerin  nicht 
um  ein  "Konsumdarlehen",  sondern  um  den  Sonderfall  einer  verdeckten  Gewinnaus-
schüttung  durch  die  faktische  Rückzahlung  des  Eigenkapitals  mittels  eines  simulierten 
Darlehens.  Insofern  treten  auch  die  von  ihr  vorgebrachten  Aspekte  der  Rückzahlungs-
möglichkeit  (fehlendes  Kreditrisiko  der  Gesellschaft),  der  regelmässigen  tatsächlichen 
Verzinsung  des  Darlehens,  der  früher  unter  der  GmbH  anerkannten  Darlehen  sowie  der 
Höhe  der  Beteiligung  an  der  AG  in  den  Hintergrund.  Indizien  für  eine  verpönte  Schein-
liberierung sind allgemein insbesondere (BOCHUD, 124 f.): 

- Gewährung  von  Mitteln,  die  zeitlich  eng  mit  der  Entstehung  der  Darlehensgeberin  zu-

sammenhängen; 

- weitgehende Übereinstimmung von Grundkapital- und Darlehenshöhe, wobei Beträge bis 

zum Mindestkapital geradezu typisch sind; 

- die finanzielle Situation des Gründungsaktionärs übersteigt seine Möglichkeit, massgeblich 
an  der  Firma  beteiligt  zu  sein  (kurzfristige,  allenfalls  unentgeltliche  Beschaffung  von 
Fremdmitteln); 

- Gründung  der  Gesellschaft  für  eine  hinter  dem  Aktionär  stehende  Person,  die  auch  den 

Drittkredit zu Gründung gewährt und später die Titel übernehmen soll; 

- die  von  der  Gesellschaft  erhaltenen  Mittel  werden  zur  Tilgung  des  Drittkredites  ver-

wendet. 

Im  Lichte  dieser  Indizien  drängt  sich  nach  dem  aufgedeckten  Stand  der  Erkenntnisse  die 
Annahme  einer  Einlagenrückgewähr  mittels  eines  fingierten  Darlehens  geradezu  auf.  Die 
Darlehen wurden den drei Aktionären anlässlich der Umwandlung der A. Treuhand GmbH in 
eine AG gewährt und sie decken sich betragsmässig mit den Anteilen am Gründungskapital. 
Zudem  tauchte  im  Nachhinein  die  vorne  unter  A.  wiedergegebene  Vereinbarung  zwischen 
den  drei  Aktionären  und  Darlehensnehmern  einerseits  sowie  der  B.  AG  andererseits  auf, 
welche  deutlich  zeigt,  dass  die  Gesellschaftsgründung  weitgehend  für  eine  dahinter 
stehende,  mit  den  Aktionären  liierte  juristische  Person  vorgenommen  wurde.  Dies  wird 
sogar  noch  durch  die  -  angesichts  der  zwischen  den  Beteiligten  ohnehin  bestehenden 
Verbindungen  allerdings  sehr  erstaunlichen  -  eigenen  Angaben  der  Beschwerdeführerin 
bekräftigt,  wonach  es  bei  der  Aktienzeichnung  darum  gegangen  sei,  "dass  die  A.  AG  als 
Revisionsgesellschaft  von  Berufsangehörigen  gehalten  wurde  mit  Blick  auf  die 
Unabhängigkeitsregeln.  Die  Beschwerdeführerin  als  dipl.  Wirtschaftsprüferin  erfüllte  diese 
Voraussetzung."  Demzufolge  vermag  die  Beschwerdeführerin  mit  ihren  Rügen  nicht 
durchzudringen. 

 
 
 
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d) Im Übrigen steht der Zeitpunkt der Besteuerung der geldwerten Leistung nach der 
Aufdeckung  des  simulierten  Darlehens  nicht  zur  Diskussion,  sodass  diesbezüglich  kein 
Anlass zu einer näheren Überprüfung besteht. 

Unter diesen Umständen erweist sich die Beschwerde als unbegründet. 

4.  Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in Anwendung 
von  Art.  144  Abs.  1  DBG  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen.  Die  Höhe  der  Verfahrens-
kosten  wird  durch  das  kantonale  Recht  bestimmt  (Art.  144  Abs.  5  DBG).  Das  heisst,  dass 
insbesondere der Tarif vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen 
in der Verwaltungsjustiz zur Anwendung gelangt (vgl. Art 146 f. VRG). 

Im  vorliegenden  Fall  erscheint  es  -  insbesondere  auch  unter  Berücksichtigung  des  Streit-
wertes - angemessen, die Gerichtsgebühr auf 100 Franken festzusetzen. 

IV.  Kantonssteuer (4F 07 38) 

5. 
Auch gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c DStG (vgl. auch Art. 7 Abs. 1 StHG) sind die Erträge 
aus  beweglichem  Vermögen  steuerbar,  namentlich  Dividenden,  Gewinnanteile,  Liquida-
tionsüberschüsse  und  geldwerte  Vorteile  aus  Beteiligungen  aller  Art.  Steuerbar  sind 
demnach ebenfalls nicht nur die ordentlichen und ausserordentlichen Ausschüttungen (Divi-
denden),  sondern  der  objektive  Wert  jeglicher  geldwerten  (d.h.  in  Geld  messbaren) 
Leistungen, die der Aktionär kraft seiner Beteiligung an der Gesellschaft unter irgendeinem 
Titel  erhält.  Erhält  ein  Aktionär  von  seiner  Aktiengesellschaft  eine  geldwerte  Leistung,  die 
einem  aussenstehenden  Dritten  nicht  erbracht  worden  wäre,  so  ist  diese  also  sowohl  bei 
der Gesellschaft als auch bei ihm steuerbar. 

Die vorne in Erwägung 3 dargelegten Ausführungen lassen sich ohne Weiteres auch auf das 
kantonale  Recht  übertragen,  sodass  der  Rekurs  betreffend  die  Kantonssteuer  gleich  zu 
behandeln ist. 

6.  Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  sind  die  Verfahrenskosten  der  Be-
schwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art.  131  Abs.  1  VRG).  Dabei  gelangt  der  Tarif  vom 
17. Dezember  1991  der  Verfahrenskosten  und  Entschädigungen  in  der  Verwaltungsjustiz 
zur Anwendung (vgl. Art 146 f. VRG). 

Im  vorliegenden  Fall  erscheint  es  -  insbesondere  auch  unter  Berücksichtigung  des  Streit-
wertes - angemessen, die Gerichtsgebühr auf 200 Franken festzusetzen. 

D e r   H o f   e r k e n n t :  

Direkte Bundessteuer (4F 07 37) 

I. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

Der Einspracheentscheid wird bestätigt. 

II.  Die  Kosten  (Gebühr:  100  Franken)  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Diese 

Gerichtsgebühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

Kantonssteuer (4F 07 38) 

 
 
 
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III.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

Der Einspracheentscheid wird bestätigt. 

IV.  Die  Kosten  (Gebühr:  200  Franken)  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Diese 

Gerichtsgebühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

Der  vorliegende  Entscheid  kann  sowohl  bezüglich  der  veranlagten  direkten  Bundessteuer 
als  auch  der  Kantonssteuer  gemäss  Art.  146  DBG  bzw.  73  StHG  und  82  ff.  des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 
Tagen seit Eröffnung mit einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim 
Bundesgericht  angefochten  werden,  wobei  die  Begehren  und  Begründungen  je  der 
betroffenen Steuer anzupassen sind. 

Gegen  die  Festsetzung  der  Höhe  der  Verfahrenskosten  ist  innert  30  Tagen  die  Einsprache 
an  die  Behörde,  die  entschieden  hat,  zulässig,  sofern  nur  dieser  Teil  des  Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG). 

402.83; 403.38