# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2249f67-fd24-51fb-a0e4-ebfd9cd557ab
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.03.2025 ZR1 2025 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-18_2025-03-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 4. März 2025

Referenz ZR1 25 18

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Moses
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A._____,
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung und Verlegung in geeignete 
Einrichtung

Anfechtungsobj. Verfügung Klinik A._____ vom 13. Februar 2025

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Sachverhalt

A. A._____ wurde von Dr. med. B._____ vom Spital B._____ am _____ 2024 
fürsorgerisch in der Klinik A._____ (nachfolgend: Klinik A._____) untergebracht. In 
der Folge wurde A._____ von Dr. med. C._____ mit Verfügung vom 13. Februar 
2025 für weitere 41 Tage in der Klinik C._____ fürsorgerisch untergebracht.

B. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
13. Februar 2025, eingegangen am 14. Februar 2025, Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Graubünden.

C. Am 14. Februar 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer die Klinik C._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern 
die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht 
gegeben seien. Die Klinik C._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den 
wesentlichen Klinikakten über den Beschwerdeführer am 19. Februar 2025 beim 
Obergericht ein.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 24. Februar 2025 beauftragte der 
Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer Dr. med. D._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie über die Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten ging innert Frist am 27. Februar 
2025 beim Obergericht ein.

E. Am 4. März 2025 fand die Hauptverhandlung in der Klinik C._____ in E._____ 
statt, zu welcher mit Verfügung vom 27. Februar 2025 vorgeladen worden war. Der 
Beschwerdeführer nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde 
befragt. Nach durchgeführter Urteilsberatung wurde das Entscheiddispositiv dem 
Beschwerdeführer sowie der Klinik C._____ gleichentags zugestellt.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische 
Unterbringung vom 13. Februar 2025 (vgl. act. 02; Art. 426 ff. ZGB). Das 
Obergericht ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 
ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und 
folglich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerde 
wurde vom Beschwerdeführer am 13. Februar 2025 (act. 01) und damit innerhalb 
der in Art. 439 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen 10-tägigen Frist eingereicht. Die 

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Beschwerde muss schriftlich, nicht aber begründet eingereicht werden (Art. 450 
Abs. 3 ZGB und Art. 450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach Art. 
450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Vorliegend erstattete Dr. med. D._____ ein 
Kurzgutachten über den Beschwerdeführer. Dieses basiert auf einer persönlichen 
Untersuchung des Beschwerdeführers vom 26. Februar 2025 (siehe act. 07). Damit 
ist dem Erfordernis eines Sachverständigengutachtens Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 

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Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 4. März 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbringung 
grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine 
fürsorgerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs 
Wochen darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die 
betroffene Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den 
Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben 
auszuhändigen (Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem 
Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 429/430 N. 20 ff.). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine 
klinische Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der 
betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. GUILLOD, in: Büchler et al. [Hrsg.], 
FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, Art. 430 N. 4).

3.2. Zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung für eine Höchstdauer 
von sechs Wochen ist im Kanton Graubünden auch die behandelnde Ärztin der 
überweisenden Einrichtung befugt (Art. 429 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. c 
EGzZGB). Dr. med. C._____ war als Chefärztin der Klinik A._____ demnach zur 
Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung befugt. Die ärztliche Untersuchung 
fand am 13. Februar 2025 statt. Zudem enthält die Verfügung vom 13. Februar 2025 
(act. 02) die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. In 
formeller Hinsicht ist die fürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers 
folglich nicht zu beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die 
betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine 
Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu 

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auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 
7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen 
Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB keine genügende 
gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich 
alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 
III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreuung. 
Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung 
nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung 
in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine 
geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2016 vom 11. Juli 
2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind 
nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei 
Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur 
gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen 
Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 
Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.2.1. Zu klären ist also zunächst, ob der Beschwerdeführer an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.). 

4.2.2. Dr. med. C._____ hat den Beschwerdeführer gemäss Verfügung vom 13. 
Februar 2025 aufgrund eines Verdachts einer psychischen Störung fürsorgerisch 
untergebracht. Darüber hinaus sei die Auffassung des Beschwerdeführers im 

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Gespräch merklich reduziert. Formgedanklich sei er leicht inkohärent, zudem 
bestehe ein Verfolgungswahn und psychomotorisch sei er mittelschwer unruhig. 
Fremdaggressive Tendenzen seien ebenfalls vorhanden (act. 02). Im 
Austrittsbericht der Klinik A._____ wird als Hauptdiagnose eine akute polymorphe 
psychotische Störung ohne Symptome einer Schizophrenie erwähnt (F23.0) (act. 
02.1). In der Stellungnahme der Klinik C._____ wird eine sonstige akute 
vorübergehende psychotische Störung unklarer Ätiologie diagnostiziert (F23.8) (act. 
05). Der Gutachter führt aus, beim Beschwerdeführer liege eine akute 
schizophrenieforme psychotische Störung (F23.2) vor. Gemäss Ausführungen des 
Beschwerdeführers und den Angaben im Eintrittsbericht der Klinik C._____ war er 
aufgrund einer depressiven Episode zwischen Mai 2023 und Dezember 2024 in 
psychiatrisch-psychologischer Behandlung, zuletzt bei Dr. med. F._____ in 
G._____ (act. 05.3). Wie aus den Akten hervorgeht, habe der Beschwerdeführer die 
aufgrund der behandelnden Depression verschriebenen Medikamente 
selbstständig abgesetzt. Die Ausführungen des Gutachters, dass als 
vorherrschende psychische Problematik eine Psychose aus dem schizophrenen 
Formenkreis bestehe, sind nachvollziehbar, auch wenn die Diagnosen über den 
Beschwerdeführer jeweils etwas variieren. Jedenfalls kann daraus geschlossen 
werden, dass beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 
Abs. 1 ZGB vorliegt.

4.3.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 

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festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

4.3.2. In der Stellungnahme der Klinik C._____ vom 19. Februar 2025 wird 
ausgeführt, der Beschwerdeführer habe sich bei Eintritt in die Klinik sehr unruhig 
und bedrohlich gezeigt, weshalb er in einem Schutz- und Rückzugszimmer habe 
isoliert werden müssen. Da der Beschwerdeführer nach wie vor ein aggressives 
Potential besitze, psychotische Symptome zeige und die Diagnose unklar sei, sei 
eine Entlassung in die häusliche Situation derzeit nicht empfehlenswert. Bei 
Entlassung sei eine Medikamenten-Compliance nicht gegeben, da er diese 
absetzten würde, was prognostisch sehr ungünstig sei (act. 05).

Der Beschwerdeentscheid hat sich nach Vorgabe von Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. 
Art. 450e Abs. 3 ZGB bei psychischen Störungen auf ein 
Sachverständigengutachten abzustützen. Der Gutachter bestätigt die 
Notwendigkeit der Behandlung. In Bezug auf die festgestellte psychische 
Erkrankung sei eine stationär-psychiatrische Behandlung dringend indiziert. Der 
Beschwerdeführer verfüge nicht über eine glaubwürdige Krankheitseinsicht. Er sei 
bezüglich der Notwendigkeit der indizierten Behandlung und Betreuung nicht 
einsichtig, respektive beteuere er seine Einsicht vordergründig und wenig glaubhaft. 
Des Weiteren sei das Setting in der Klinik C._____ gemessen an der aktuellen 
Behandlungs- und Betreuungbedürftigkeit sehr gut geeignet (act. 07 S. 10 ff.). Die 
Beurteilung der Klinik C._____ und des Gutachters sind für das Obergericht 
nachvollziehbar, weshalb grundsätzlich von einer notwendigen Behandlung der 
festgestellten psychischen Störung, idealerweise im Rahmen eines stationären 
Aufenthalts, ausgegangen werden muss. 

4.3.3. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Der Gutachter hielt fest, dass bei Unterbleiben der 
Behandlung und Betreuung der festgestellten Krankheit die Gefahr des 
Wiederaufflackerns der akuten psychischen Symptomatik mit Fremdgefährdung 
etc. bestehe. Das Risiko, dass sich diese Gefahr realisiere, sei in diesem Fall 
kurzfristig moderat, mittel- bis langfristig hoch bis sehr hoch. Die festgestellte 
Selbstgefährdung äussere sich in deutlich erhöhtem Risikoverhalten, wie dies zum 
Beispiel im Rahmen des Autounfalls gewesen sei (act. 07 Antwort auf Frage 3 und 
4). Gemäss Stellungnahme der Klinik C._____ sei der psychische Zustand des 
Beschwerdeführers nicht von Kontinuität geprägt. Es bestehe der Eindruck, dass er 
nach wie vor psychotisch sei und schnell an seine Grenzen kommen könne. Sein 
Verhalten sei schwankend und er könne schnell aggressiv und fremdbedrohlich 
werden (act. 05). Aus dem Verlaufsbericht der Klinik C._____ geht denn auch 

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hervor, dass er gegenüber den Mitpatienten bedrohlich wirke (act. 05.1). Somit 
gehen sowohl der Gutachter als auch die Klinik C._____ zumindest von einer 
Selbstgefährdung aus, würde der Beschwerdeführer die Klinik verlassen. Der 
Gutachter schätzt die Selbstgefährdung kurzfristig jedoch lediglich als moderat ein.

4.3.4. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand des 
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 4. März 2025 in der Klinik C._____ konnte sich die 
Beschwerdeinstanz ein eigenes Bild des Beschwerdeführers machen. 

Der Beschwerdeführer wirkte anlässlich der Befragung ruhig und zurückhaltend. 
Den Ausführungen des Vorsitzenden konnte er folgen und die Fragen beantworten. 
Der Beschwerdeführer erzählte, er sei an der Universität H._____ in I._____ 
gewesen und habe einen Bachelor in BWL erworben. Er habe die International 
School in J._____ besucht und das internationale Baccalaureate (IB) erworben, was 
dem Gymnasium entspreche. Er fahre Ski, er sei früher auch Rennen gefahren. 
Momentan absolviere er den Master in Supply Chain Management in K._____. Er 
sei im zweiten Semester und würde nun gerne wieder weiter studieren. Er wolle 
einen Teilzeitjob idealerweise in einem Schifffahrtsunternehmen in K._____ finden. 
Die familiäre Situation sei nicht einfach. Sein Vater sei streng und autoritär, weshalb 
alle darunter leiden würden. Er sei eher auf der Seite der Mutter. Gegenüber dem 
Vater sei er bedrohlich geworden, was er sich vorher nie getraut habe. Dies sei 
auffällig gewesen, weshalb seine Mutter den Notarzt alarmiert habe. Des Weiteren 
führte er aus, dass er bereits aufgrund depressiver Episoden in Behandlung 
gewesen sei. Dort habe er die Medikamente aber zu früh abgesetzt. Auf die Frage 
betreffend den Autounfall antwortete er, dass er normal gefahren sei und nichts 
getrunken habe. Es sei auch kein Suizidversuch gewesen, wie seine Eltern 
behaupten würden. Er habe mit der Mutter gestritten und zurück nach A._____ 
gewollt, er könne sich nicht genau erinnern, wie es zum Unfall gekommen sei. Durch 
den Unfall habe er ein Schädelhirntrauma erlitten und sei eine Nacht im Spital 
D._____ gewesen. Auf die Frage, dass er gemäss Akten das Haus und die 
Wohnung verwüstet habe, antwortete er, er habe lediglich das Altpapier im Keller 
verwüstet, dies habe er aus Wut zum Vater getan, da dieser ihm Vorwürfe aufgrund 
des Autos gemacht habe. Er habe sich anders verhalten und für die Mutter sei es 
ein Hilfeschrei gewesen. Die festgestellte Diagnose des Gutachters höre er zum 
ersten Mal, eine Psychose bejahe er aber. Er sehe nicht ein, dass eine Gefahr bei 
unterbleibender Behandlung bestehe. Betreffend die Selbstgefährdung führte er 
aus, dass er beim Unfall kein Risiko eingegangen sei. Nachweislich habe er keine 
Drogen und keinen Alkohol konsumiert. Nach dem Austritt würde er zurück nach 

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Hause, sich wieder in psychotherapeutische Behandlung begeben und die 
entsprechenden Medikamente einnehmen. Anschliessend wolle er wieder nach 
K._____, da das Semester bereits begonnen habe.

Aus der Befragung des Beschwerdeführers ergeben sich für das Obergericht keine 
Hinweise auf eine akute und konkrete Selbst- und Fremdgefährdung von einem 
gewissen Ausmass. Der Gutachter führt zwar aus, dass bei einer jetzigen 
Entlassung ein hohes Risiko für eine erneute Dekompensation in das bekannte 
akute Krankheitsgeschehen mit entsprechenden Folgen zur Selbst- und 
Fremdgefährdung und zu Belastung seines Umfelds bestehe. Dies ist für das 
Obergericht denn auch nachvollziehbar. Das Risiko der Realisation der Gefahr des 
Wiederaufflackerns der akuten psychischen Symptomatik sei kurzfristig jedoch 
moderat und nur mittel- bis langfristig sehr hoch (vgl. E. 4.3.3. und act. 06 S. 10). 
Dass eine Selbst- und Fremdgefährdung durch die psychische Symptomatik 
bestehen kann, ist wie erwähnt nachvollziehbar. Zum Zeitpunkt der 
Hauptverhandlung erscheint diese jedoch nicht so akut und konkret, dass sich ein 
Freiheitsentzug durch eine fürsorgerische Unterbringung rechtfertigt. Dies gilt umso 
mehr, als der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der mündlichen Hauptverhandlung 
bereits 21 Tage untergebracht war. Selbst der Gutachter hält fest, dass eine 
Gefährdung kurzfristig nur moderat vorliege. Wie sich aus den Ausführungen des 
Beschwerdeführers ergibt, ist im Übrigen - entgegen der Auffassung des Gutachters 
und auch mangels verfügbarer Akten - nicht erstellt, ob der Autounfall Folge eines 
selbst- bzw. fremdgefährdenden Verhaltens zu werten war. Zusammenfassend ist 
beim Beschwerdeführer im Falle eines Austritts aus der Klinik derzeit kurzfristig mit 
einer höchstens moderaten Selbst- und Fremdgefährdung zu rechnen, weshalb sich 
die fürsorgerische Unterbringung nicht weiter aufrechterhalten lässt, auch wenn zur 
Behandlung des festgestellten Schwächezustands idealerweise ein längerer 
stationärer Aufenthalt zu empfehlen ist.

Anlässlich der Hauptverhandlung hat der Beschwerdeführer die Bereitschaft erklärt, 
sich wieder in eine ambulante Behandlung zu begeben und die entsprechenden 
Medikamente einzunehmen. Ob diese Haltung lediglich vordergründig im Hinblick 
auf die Zielerreichung der Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung an den 
Tag gelegt wurde, braucht vorliegend nicht weiter beurteilt zu werden. Dem 
Beschwerdeführer ist jedoch dringend zu empfehlen, nach der Entlassung 
umgehend eine ambulante Behandlung anzutreten.

5. In einer Gesamtwürdigung kann festgestellt werden, dass beim 
Beschwerdeführer zwar ein behandlungs- und betreuungsbedürftiger 
Schwächezustand besteht. Eine akute und konkrete Selbst- und Fremdgefährdung 

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von einem gewissen Ausmass, welcher mit einer fürsorgerischen Unterbringung zu 
begegnen ist, lässt sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr erkennen. Eine 
Fortführung der fürsorgerischen Unterbringung erweist sich im vorliegenden Fall 
daher als nicht mehr verhältnismässig. Damit sind die materiellen Voraussetzungen 
für eine fürsorgerische Unterbringung nicht mehr erfüllt. Aus diesem Grund ist die 
Beschwerde gutzuheissen und die fürsorgerische Unterbringung ist aufzuheben. 

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im 
erwachsenenschutzrechtlichen Beschwerdeverfahren verweist Art. 63 Abs. 5 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die 
Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden 
Partei auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Antrag auf Aufhebung der 
fürsorgerischen Unterbringung durchgedrungen. Bei diesem Verfahrensausgang 
gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'500.00 
(Gerichtsgebühr von CHF 1'500.00 und Gutachterkosten von CHF 2'000.00) zu 
Lasten des Kantons Graubünden.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'500.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 2'000.00 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]