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**Case Identifier:** 3d8006c6-2a33-54f2-bd42-5c350630347e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 25.01.2023 810 22 201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-201_2023-01-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 25. Januar 2023 (810 22 201) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichterin Ana  

Dettwiler, Kantonsrichter Markus Clausen, Daniel Ivanov, Niklaus 
Ruckstuhl, Gerichtsschreiber Marco Belser 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dominique 
Anwander, Advokatin 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 
 

 D.____ und E.____, Beigeladene, vertreten durch Susanne Acker-
mann, Advokatin 
 
 

  
Betreff Beschränkung der elterlichen Sorge  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
25. August 2022) 

 
 
 
 

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A. A.____ und B.____ sind die Eltern von D.____ (geb. 2016) und E.____ (geb. 2018). 
Beide Kinder sind aufgrund ihrer Erkrankungen schwer beeinträchtigt. D.____ leidet unter ande-
rem an einem Cholesterol-Stoffwechsel-Defekt, einer schweren globalen Entwicklungsstörung, 
einer fokalen Epilepsie sowie einer schweren cerebralen spastischen Bewegungsstörung. 
E.____ leidet ebenfalls an einem Cholesterol-Stoffwechsel-Defekt und einer fokalen Epilepsie. 
Zudem liegen bei ihm eine globale Entwicklungsstörung und eine spastisch-dystone Cerebral-
parese vor. 
 
B. Die Kindesschutzgruppe des Spitals M.____ erstattete mit Schreiben an die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (KESB) vom 20. April 2022 eine Gefährdungsmeldung 
in Bezug auf das Wohl von D.____ und E.____. Verschiedene Therapeuten und betreuende 
Fachpersonen hätten einen groben Umgang der Kindseltern mit D.____ festgestellt. Das glei-
che Verhalten sei in der Vergangenheit auch bei E.____ aufgefallen, wobei dieser jedoch nicht 
Patient des Spitals M.____ sei. Zudem seien bei D.____ wiederholt Hämatome gesehen wor-
den. 
 
C. Aufgrund dessen leitete die KESB am 29. Mai 2022 ein Abklärungsverfahren zur Eruie-
rung eines allfälligen Unterstützungs- und Schutzbedarfs ein. 
 
D. Da die KESB aufgrund ihrer Abklärungen zum damaligen Zeitpunkt von einer akuten 
Kindeswohlgefährdung ausging, entzog sie den Kindseltern mit superprovisorischem Entscheid 
vom 29. Juni 2022 das Aufenthaltsbestimmungsrecht und platzierte D.____ und E.____ im Spi-
tal M.____. Sodann errichtete die KESB für beide Kinder eine Erziehungsbeistandschaft ge-
mäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 
1907 und setzte F.____ als Mandatsperson mit der Aufgabe ein, die Platzierung von D.____ 
und E.____ zu begleiten und deren Finanzierung sicherzustellen, den persönlichen Verkehr 
zwischen den Kindseltern und ihren Kindern zu koordinieren und stets für eine hinreichende 
medizinische und therapeutische Behandlung sowie pflegerische Betreuung der beiden Kinder 
zu sorgen. Zudem beschränkte die KESB die elterliche Sorge für den Bereich Gesundheit und 
setzte Susanne Ackermann, Advokatin, als Kindsvertreterin ein. Noch am selben Tag gewährte 
die KESB den Kindseltern im Rahmen einer persönlichen Anhörung das rechtliche Gehör. 
 
E. Am 21. Juli 2022 fand ein Rund-Tisch-Gespräch mit verschiedenen Ärzten und Fach-
personen des Spitals M.____ sowie F.____ statt, anlässlich dessen die allgemeine Situation 
dargelegt und eine Empfehlung in Bezug auf das weitere Vorgehen festgehalten wurden. 
 
F. Die Kindsvertreterin erstattete der KESB am 22. Juli 2022 Bericht über ihre bisherigen 
Eindrücke betreffend die beiden Kinder sowie den Umgang mit den Eltern. 
 
G. Mit Schreiben vom 23. Juli 2022 berichtete F.____ der KESB von den Therapiebesu-
chen von D.____ und E.____ sowie von ihrer Zusammenarbeit mit den Eltern. 
 
H. Am 2. August 2022 reichten die Kindseltern, nachfolgend vertreten durch Dominique 
Anwander, Advokatin, bei der KESB eine Stellungnahme ein. Darin führten sie zusammenge-

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fasst aus, dass sie so gut wie möglich für ihre Kinder sorgen und diese im Bereich des medizi-
nisch Möglichen unterstützen und fördern würden. Es habe einige Missverständnisse in der 
Kommunikation mit dem Spital M.____ gegeben und es habe sich eine Eigendynamik entwi-
ckelt, was schliesslich zur Gefährdungsmeldung geführt habe. Es stimme nicht, dass sie die 
medizinischen und therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten nicht wahrnähmen. Die Krank-
heit von D.____ und E.____ sei ihnen sehr wohl bewusst und sie hätten sich zu Hause entspre-
chend eingerichtet und sich bereits Gedanken zu einem allfälligen Umbau des Hauses ge-
macht, wodurch die Behandlung der Kinder vereinfacht würde. Was die Hämatome anbelange, 
sei zu beachten, dass D.____ und E.____ auch von anderen Personen angefasst würden. Ihren 
Kindern gehe es im Spital M.____ offensichtlich nicht gut und sie würden einen unglücklichen 
Eindruck machen. Die Nahrungsaufnahme im Spital M.____ gestalte sich schwierig, wobei dies 
im Kindergarten und zu Hause bisher nie ein Problem dargestellt habe. 
 
I. Am 4. August 2022 fanden separate Anhörungen der KESB mit den Kindseltern und 
der Kindsvertreterin statt, anlässlich deren sich sowohl die Kindseltern als auch die Kindsvertre-
terin zu den eingereichten Stellungnahmen und den Empfehlungen der Fachpersonen äussern 
konnten. Die Kindseltern bemängelten dabei, dass das Spital M.____ beim Eintritt der Kinder 
keine EEG gemacht und sich nicht mit Dr. med. G.____, der behandelnden Neurologin, abge-
sprochen habe. Sie beteuerten, ihren Kindern stets die verschriebene Medikamentendosis ge-
geben zu haben. D.____ und E.____ hätten seit ihrem Eintritt in das Spital M.____ Rückschritte 
gemacht und es gehe ihnen dort nicht gut. Weder verständen sie, dass die Kinder teilsondiert 
würden, noch würden sie dies unterstützen, da diese sonst ohne Einschränkung alles ässen 
und die Nahrungsaufnahme bisher kein Problem gewesen sei. Die Kindsvertreterin erklärte, sie 
nehme die Kinder bei Anwesenheit der Eltern anders wahr als bei deren Abwesenheit. Sie habe 
das Gefühl, dass die Nasensonde die Kinder störe und diese bei ihnen zu einer komischen At-
mung führe. 
 
J. Im Nachgang zu den beiden Anhörungen nahm die KESB unter anderem Rücksprache 
mit Dr. med. G.____ und Dr. med. H.____, Neuro- und Entwicklungspädiatrie des Spitals 
M.____, dies hinsichtlich Absprache, Medikation, Wahrnehmung der empfohlenen ärztlichen 
Kontrollen und Nahrungsaufnahme. Dr. med. G.____ teilte mit E-Mail vom 8. August 2022 mit, 
dass sie den Kindseltern sechsmonatige Kontrollen empfohlen habe, diese jedoch nur einmal 
jährlich bei ihr erschienen seien. Es sei problematisch, dass die Kindseltern Dinge nicht berich-
teten, die Situation ihrer Kinder verleugneten und um jeden Preis wollten, dass diese gesund 
seien und keine Krampfanfälle hätten. Die Eltern hätten während der Sprechstunde vorgefalle-
ne Krampfanfälle negiert und diese als andere Beschwerden abgetan. Dr. med. H.____ äusser-
te sich anlässlich eines Telefonats mit der KESB vom 15. August 2022 dahingehend, dass er 
die Einwände der Kindseltern betreffend Anpassung der Medikation ohne elterliche Rückspra-
che klar widerlegt und zurückgewiesen habe. Relevant sei nicht der Wille der Kindseltern, son-
dern das aus medizinischer Sicht Notwendige. Insbesondere über den Zeitpunkt eines EEG 
entscheide die Ärzteschaft und nicht die Kindseltern. Er habe diesen mitgeteilt, dass Kontroll-
termine eingehalten werden müssten und Ärzte nicht gegeneinander ausgespielt werden soll-
ten. 
 

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K. Die KESB teilte den Kindseltern und der Kindsvertreterin am 16. August 2022 mit, dass 
sie die sofortige Aufhebung der superprovisorischen Platzierung, den Erlass von Weisungen 
gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB betreffend die Inanspruchnahme der interdisziplinären Betreuung 
beider Kinder im Spital M.____, die regelmässigen neuropädiatrischen Kontrollen im Spital 
M.____, die zu Hause stattfindenden Therapien sowie die Unterstützung durch die Kinderspitex, 
die Weiterführung der Beistandschaften und der Kindsvertretung und die Aufrechterhaltung der 
Einschränkung der elterlichen Sorge für den Bereich Gesundheit zu verfügen gedenke. Das 
ihnen zu den vorgesehenen Massnahmen bzw. zum beabsichtigten Entscheid eingeräumte 
rechtliche Gehör nahmen die Kindsvertreterin mit Schreiben vom 18. August 2022 und die 
Kindseltern mit Schreiben vom 19. August 2022 wahr. 
 
L. Mit Entscheid vom 25. August 2022 erteilte die KESB den Kindseltern das Aufenthalts-
bestimmungsrecht über D.____ und E.____ per sofort wieder und bestätigte die superproviso-
risch errichtete Erziehungsbeistandschaft. Als Mandatsperson wurde F.____ bestätigt und es 
wurden ihr die Aufgaben übertragen, die Eltern in ihrer Sorge um D.____ und E.____ mit Rat 
und Tat zu unterstützen und stets für eine hinreichende medizinische und therapeutische Be-
handlung sowie pflegerische Betreuung besorgt zu sein und D.____ und E.____ bei allen dafür 
erforderlichen Vorkehren soweit nötig zu vertreten. Sodann entschied die KESB, dass die elter-
liche Sorge für den Bereich Gesundheit beschränkt bleibe. Im Weiteren wies sie die Kindseltern 
an, die interdisziplinäre Betreuung von D.____ und E.____ im Spital M.____ in Anspruch zu 
nehmen und mit Dr. med. H.____ zusammenzuarbeiten, regelmässige neuropädiatrische Kon-
trollen im Spital M.____ wahrzunehmen, für D.____ und E.____ in Zusammenarbeit mit F.____ 
die erforderlichen Domizil-Therapietermine sowie Therapietermine im Spital M.____ zu nutzen 
und für die pflegerischen Grundbedürfnisse der Kinder sowie die Verabreichung von Medika-
menten die Unterstützung durch die Kinderspitex I.____ beizuziehen. Schliesslich bestätigte die 
KESB Susanne Ackermann als Kindsvertreterin und entzog einer allfälligen Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung.  
 
M. Gegen den vorgenannten Entscheid der KESB erhoben die Kindseltern mit Eingabe 
vom 26. September 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Die Beschwerdeführenden beantragen unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge, es sei Ziffer 2 des angefochtenen Entscheids dahingehend 
aufzuheben, dass die superprovisorisch errichtete Erziehungsbeistandschaft zu bestätigen, je-
doch die elterliche Sorge für den Bereich Gesundheit nicht einzuschränken sei. Eventualiter sei 
die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
N. In ihrer Vernehmlassung vom 10. November 2022 schliesst sich die Kindsvertreterin 
der Beschwerde der Beschwerdeführenden an und beantragt die Aufhebung der Beschränkung 
der elterlichen Sorge für den Bereich Gesundheit. 
 
O. Die KESB beantragt mit Vernehmlassung vom 10. November 2022 die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. 
 

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P. Mit Präsidialverfügung vom 14. November 2022 wurde der Fall der Kammer zur Beur-
teilung überwiesen. 
 
Q. Mit Schreiben vom 19. November 2022 (beim Kantonsgericht eingegangen am  
25. November 2022) nahmen die Beschwerdeführenden zur Vernehmlassung der KESB vom 
10. November 2022 unaufgefordert Stellung und hielten an ihren Anträgen fest. 
 
R. Am 28. November 2022 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden ihre 
Honorarnote ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide einer Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. 
Zuständiges Gericht im Sinne dieser Regelung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 450e 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die 
am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführenden sind als direkte Verfahrensbeteiligte zur Be-
schwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist 
auf die Beschwerde einzutreten. 
 
1.2 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinstanz die elterliche Sorge der Be-
schwerdeführenden für den Bereich Gesundheit zu Recht beschränkt hat. 
 
3.1 Die elterliche Sorge dient dem Wohl des Kindes (Art. 296 Abs. 1 ZGB). Sie umfasst die 
Gesamtheit der elterlichen Verantwortlichkeiten und Befugnisse in Bezug auf das Kind, d.h. die 
Bestimmung des Aufenthaltsorts, die Erziehung und die gesetzliche Vertretung des Kindes so-
wie dessen Vermögensverwaltung (vgl. INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: Geiser/ 
Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 2 zu Art. 296 
ZGB). Die Eltern leiten im Blick auf das Wohl des Kindes seine Pflege und Erziehung und tref-
fen unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungsfähigkeit die nötigen Entscheidungen (Art. 301 
Abs. 1 ZGB). 
 

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3.2 Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe 
oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB 
die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Erfordern es die Verhältnisse, ernennt 
die Kindesschutzbehörde gestützt auf Art. 308 Abs. 1 ZGB einen Beistand, der die Eltern in 
ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt. Dem Beistand können besondere Befug-
nisse übertragen werden (Art. 308 Abs. 2 ZGB). 
 
3.3 Wenn die Anordnung einer Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB nicht ge-
nügt, kann die elterliche Sorge entsprechend beschränkt werden (Art. 308 Abs. 3 ZGB). Dabei 
wird die konkurrierende Vertretungsmacht von Eltern und Beistand ausgeschlossen. Im Gegen-
satz zur Anordnung nach Art. 308 Abs. 2 ZGB setzt die Beschränkung der elterlichen Sorge 
nach Art. 308 Abs. 3 ZGB ein höheres Mass an Gefährdung des Kindeswohls voraus, da diese 
einen stärkeren Eingriff darstellt (Urteil des Bundesgerichts 8C_147/2016 vom 13. Juli 2016 
E. 5.3 mit Hinweisen). Sie kann sich auf Teile oder den gesamten dem Beistand übertragenen 
Aufgabenbereich beziehen und ist angezeigt, wo die Eltern wenig kooperativ sind und Gefahr 
besteht, dass sie die Anordnungen des Beistands unterlaufen (vgl. PETER BREITSCHMID, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], a.a.O., N 20 zu Art. 308 ZGB). Mithin ist dies etwa anzunehmen, wenn 
die Eltern aus Überzeugung oder bösem Willen eine dem Kindeswohl widerstrebende Haltung 
einnehmen. Von einer Beschränkung ist abzusehen, wenn Kindseltern augenscheinlich am sel-
ben Strick ziehen, jedoch aus Unwissenheit oder Unbeholfenheit nichts unternehmen können. 
Besteht eine darüber hinausgehende Unsicherheit über das elterliche Kooperationsverhalten, 
ist für den konkreten Fall im Hinblick auf das Kindeswohl zu entscheiden (vgl. zum Ganzen YVO 
BIDERBOST, Die Erziehungsbeistandschaft [Art. 308 ZGB], Freiburg 1996, S. 374). Die Be-
schränkung der elterlichen Sorge soll Ultima Ratio sein, da damit häufig nur unnötige Gegen-
wehr statt Kooperation provoziert wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_147/2016 vom 
13. Juli 2016 E. 5.3). Handeln die Eltern trotz der Beschränkung ihrer Befugnisse, ist das Ge-
schäft genehmigungsbedürftig und allenfalls unwirksam (PETER BREITSCHMID, a.a.O., N 21 zu 
Art. 308 ZGB). 
 
3.4 Die Beschränkung der elterlichen Sorge im Rahmen einer Erziehungsbeistandschaft 
nach Art. 308 Abs. 1 ZGB stellt eine Kindesschutzmassnahme dar, deren Anordnung den im 
Kindesschutz geltenden Grundsätzen zu genügen hat. Da die oberste Maxime im Kindes-
schutzrecht das Kindeswohl bildet, ist somit primär eine Gefährdung des Kindeswohls notwen-
dig (vgl. RUTH REUSSER, in: Fountoulakis/Affolter-Fringeli/Biderbost/Steck [Hrsg.], Fachhand-
buch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Zürich/Basel/Genf 2016, Rz. 2.15). Kindesschutz-
massnahmen haben sich sodann stets am verfassungsrechtlichen Prinzip der Verhältnismäs-
sigkeit zu orientieren. Demnach muss der Gefährdung des Kindeswohls nicht durch die Eltern 
und auch nicht durch weniger einschneidende Massnahmen begegnet werden können und hat 
die Massnahme zur Erreichung des angestrebten Zwecks als geeignet zu erscheinen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_404/2015 vom 27. Juni 2016 E. 5.2.1 mit Hinweisen). Im Weiteren 
müssen Kindesschutzmassnahmen erforderlich sein (Subsidiarität) und es ist immer die mildes-
te, einen Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese soll elterliche 
Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; zum Ganzen PETER BREIT-
SCHMID, a.a.O., N 4 ff. zu Art. 307 ZGB; CYRILL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., 

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Bern 1999, Rz. 27.10 ff.). Die zuständige Behörde hat sich bei der Anordnung von Kindes-
schutzmassnahmen an die Stufenfolge des Kindesschutzes zu halten, wobei sich die Mass-
nahme am Gefährdungsgrad des Kindeswohls auszurichten hat (vgl. dazu BGE 141 III 472 
E. 4.5). 
 
4.1 Die Vorinstanz begründet die Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesund-
heit damit, dass die Beschwerdeführenden die Kontrollen bei Dr. med. G.____ entgegen den 
Empfehlungen nicht halbjährlich, sondern maximal jährlich wahrgenommen hätten. Von den 
Beschwerdeführenden seien Krampfanfälle der Kinder negiert und gesundheitliche Vorkomm-
nisse nicht berichtet worden. Bei der Medikation ihrer Kinder hätten sie festgehalten, dass sie 
diese am besten kennen würden und wüssten, was am besten für diese sei. Die Zusammenar-
beit mit den Beschwerdeführenden sei zwar grundsätzlich als sehr kooperativ beschrieben wor-
den, jedoch hätten diese versucht, die Fachpersonen gegeneinander auszuspielen oder 
Schuldzuweisungen zu machen, indem sie bemängelt hätten, das Spital M.____ habe sich nicht 
mit Dr. med. G.____ abgesprochen, die Medikation ohne Rücksprache angepasst und kein 
EEG gemacht. Nachfragen hätten jedoch gezeigt, dass eine Absprache sehr wohl stattgefun-
den habe und das EEG aus medizinischen Gründen nicht bereits bei Eintritt durchgeführt wor-
den sei. Sodann sei die bisherige Anbindung der Kinder an verschiedenste Therapiepersonen 
auffällig, da diese jeweils nicht von der Existenz eines Geschwisters mit derselben Beeinträchti-
gung gewusst hätten. Problematisch sei weiter, dass die Beschwerdeführenden über krank-
heitsbezogene Ereignisse nicht berichten würden. Zudem hätten sie die Hoffnung nach der 
Entdeckung eines heilbaren Medikaments nicht aufgegeben und wollten um jeden Preis, dass 
ihre Kinder gesund seien. Im Übrigen bestehe noch immer Unklarheit über die medizinisch not-
wendige Ernährungsweise der Kinder. Während die medizinischen Fachpersonen eine (Teil)- 
Sondierung als dringend angezeigt erachtet hätten, würden sich die Beschwerdeführenden 
komplett dagegenstellen. Es bestehe die Gefahr, dass sie in medizinsicher Hinsicht nicht zum 
Wohle der Kinder handeln würden. 
 
4.2 Demgegenüber stellen sich die Beschwerdeführenden auf den Standpunkt, sie würden 
sich kooperativ verhalten, hätten auf Anliegen der Behörden jeweils sofort reagiert und stets 
mitgewirkt, um die bestmögliche Betreuung für ihre Kinder sicherzustellen. Dies habe auch die 
Erziehungsbeiständin bestätigt. Diese erachte zudem einen Einbezug der Eltern als sinnvoll 
und notwendig und habe ausgeführt, dass sie ihre Kinder nicht in körperlich gefährliche Situa-
tionen brächten und die medizinischen und therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten wahr-
nähmen. Auch die Kindsvertreterin bestätige eine unkomplizierte und angenehme Zusammen-
arbeit mit ihnen und habe angegeben, dass sie in der Lage seien, sich in den Standpunkt der 
Behörden zu versetzen. Angesichts der Ausführungen der Erziehungsbeiständin sowie der 
Kindsvertreterin bestünden keine Anhaltspunkte für ein unkooperatives oder den Anordnungen 
der Erziehungsbeiständin widersprechendes Verhalten. Sodann hätten die Kinder bei Eintritt in 
das Spital M.____ keine Hämatome aufgewiesen, jedoch seien solche während ihres Aufent-
halts plötzlich festgestellt worden. Diese Hämatome seien somit klarerweise in der Obhut des 
Spitals M.____ entstanden. Im Weiteren entspreche es nicht den Tatsachen, dass sie die emp-
fohlenen Arzt- und Therapiebesuche nicht wahrgenommen bzw. abgesagt hätten, andernfalls 
Dr. med. G.____ auf sie oder die KESB zugegangen wäre. Auch könne von einer fehlenden 

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Krankheitseinsicht keine Rede sein. Betreffend die Ernährung sei festzuhalten, dass beide Kin-
der jeweils gut genährt gewesen seien und normale Kost zu sich genommen hätten. Die Gefahr 
einer Aspiration habe dabei nie bestanden. So sei es denn auch in der Vergangenheit von ärzt-
licher Seite oder sonstigen Betreuungspersonen zu keinem Zeitpunkt zu irgendwelchen Be-
schwerden im Zusammenhang mit der Ernährung gekommen. Die im Spital M.____ erfolgte 
Sondierung sei nur aus Zeitgründen initiiert worden und könne somit nicht zur Behauptung füh-
ren, die Kinder könnten keine normale Kost zu sich nehmen. Zu beachten gelte es, dass die 
Sonden von der Kinderspitex gezogen worden seien. Im Übrigen habe Dr. med. G.____ entge-
gen ihren Ausführungen gegenüber der Vorinstanz mit ihnen eine Kontrolle spätestens in einem 
Jahr und nicht halbjährlich vereinbart. Mit der Beschwerdeführerin habe sie zudem eine leichte 
Erhöhung des Medikaments O.____ vereinbart, wobei sich keine Hinweise für eine Nichteinhal-
tung der Medikation fänden. Sie hätten sich stets an die von Dr. med. G.____ verordnete Medi-
kation gehalten. Wenn das Spital M.____ die Medikation anders beurteile, könne das nicht zu 
ihrem Nachteil ausgelegt werden. Sodann habe die Beschwerdeführerin bei Dr. med. G.____ 
auf eigene Initiative eine Ergotherapie in der Klinik J.____ angeregt. Wenn es um die Erneue-
rung der Physioverordnung gegangen sei, hätten sie von sich aus rechtzeitig Kontakt mit 
Dr. med. G.____ aufgenommen. Auch die Termine im Spital M.____ seien stets eingehalten 
worden. So habe am 25. Mai 2022 die postoperative Verlaufskontrolle von D.____ nach dessen 
Hüftoperation stattgefunden. Nach einer Empfehlung für Botox-Injektionen bei D.____ sei von 
ihnen unverzüglich ein entsprechender Termin vereinbart worden, wobei dieser aufgrund eines 
Magen-Darm-Infekts habe verschoben werden müssen. Es sei somit erstellt, dass sie die ent-
sprechenden Termine wahrgenommen und sich stets an die Empfehlungen der Ärzte gehalten 
bzw. diese umgesetzt hätten. Entgegen der Vorinstanz würden sie sehr wohl über eine Krank-
heitseinsicht verfügen und täten alles für das Wohl ihrer Kinder. Von einer Gefährdung des kör-
perlichen Wohls der Kinder durch sie könne nicht ausgegangen werden, weshalb eine Be-
schränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit weder notwendig noch verhältnismäs-
sig erscheine. Die Notwendigkeit einer Beschränkung ihrer elterlichen Sorge werde denn auch 
von der Erziehungsbeiständin sowie der Kindsvertreterin verneint. Mit den regelmässigen Be-
suchen der Kinderspitex sei eine externe Überprüfung der gesundheitlichen Situation der Kinder 
im Sinne einer milderen Massnahme bereits sichergestellt. 
 
4.3 Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Vernehmlassung im Wesentlichen, die Beschwerde-
führenden würden weiterhin den Rat von Fachpersonen nicht befolgen und Entscheidungen 
nicht zum Wohl von D.____ und E.____ treffen. Die mit Dr. med. G.____ jährlich vereinbarten 
Kontrolltermine hätten unter der Voraussetzung eines anfallsfreien Verlaufs gestanden. Beim 
Eintritt in das Spital M.____ habe sich jedoch gezeigt, dass D.____ innerhalb der Zeitspanne 
bis zum nächsten Kontrolltermin nicht anfallsfrei gewesen sei, weshalb auch die Dosierung der 
Medikation angepasst worden sei. Es sei deshalb davon auszugehen, dass sich die Beschwer-
deführenden nicht bei Dr. med. G.____ gemeldet hätten, obwohl der Gesundheitszustand von 
D.____ dies indiziert habe. Sodann erscheine die ablehnende Haltung der Kindseltern, beide 
Kinder von den gleichen Fachpersonen behandeln zu lassen, im Hinblick auf deren Wohl als 
problematisch. Da weiterhin unklar sei, ob und in welcher Form D.____ und E.____ fähig seien, 
Nahrung aufzunehmen und wie die Nahrungsaufnahme gestaltet sein müsse, seien zudem wei-
tere Abklärungen in die Wege geleitet worden. Im Weiteren sei noch keine detaillierte Rückmel-

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dung seitens der Kinderspitex erfolgt und liege eine solche auch in Bezug auf die erste Kon-
trolluntersuchung im Spital M.____ vom 8. November 2022 noch nicht vor. Diese Umstände 
liessen eine abschliessende Beurteilung über eine allfällige Aufhebung der Beschränkung der 
elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit derzeit nicht zu. 
 
4.4 Dem entgegnen die Beschwerdeführenden in ihrer unaufgeforderten Stellungnahme 
vom 19. November 2022 zusammengefasst, ihre Kinder würden aufgrund ihrer Erkrankungen 
ein stabiles Umfeld und einen routinierten Alltag benötigen. Die von der Vorinstanz erwähnten 
epileptischen Anfälle im Spital M.____ stünden möglicherweise im Zusammenhang mit der 
durch die Platzierung ausgelösten Angst bei den Kindern und der ungewöhnlichen Situation. 
D.____ leide neben der Epilepsie auch an einem erhöhten Muskeltonus bzw. einer Spastik. Die 
betreuenden Fachpersonen, insbesondere die Betreuerinnen im Kindergarten, hätten die bei 
ihm auftretenden Spasmen wiederholt mit epileptischen Anfällen verwechselt. Was die Ernäh-
rung angehe, stünden die Auffassungen der Vorinstanz sowie der betreuenden Fachpersonen 
im Kindergarten im Widerspruch zu deren früheren Aussagen. Demnach habe es bei D.____ 
nie Probleme gegeben. Es sei auffällig, dass die Nahrungsaufnahme bei den Kindern im Spital 
M.____ jeweils gut funktioniert habe, wenn sie selbst anwesend gewesen seien und den Kin-
dern dabei geholfen hätten, während dies bei Fachpersonen wie beispielsweise der Logopädin 
überhaupt nicht der Fall gewesen sei. Dass die Nahrungsaufnahme kein Problem darstelle, be-
weise auch die Vorgehensweise der Kinderspitex, welche den Kindern bereits einen bzw. zwei 
Tage nach ihrem Austritt aus dem Spital M.____ ihre Sonden entfernt habe, da diese keinen 
Nutzen für die Kinder brächten und für diese störend seien. Die Beschwerdeführenden führen 
weiter an, der Ursprung für das vorinstanzliche Handeln liege in den vom Spital M.____ festge-
stellten Hämatomen. Allerdings seien bei den Kindern auch während des Aufenthalts im Spital 
M.____ solche Hämatome entdeckt worden, wobei das Spital M.____ dieselben Erklärungen 
(Druckpunkte durch Hilfsmittel, Druckpunkte vom An- und Ausziehen, Spastik bei D.____, an-
geschlagen bei Physiotherapie oder am Bettgestell) abgegeben habe, wie sie dies im Vorfeld 
gegenüber der Vorinstanz auch schon getan hätten. Das durch die Vorkommnisse gestörte 
Verhältnis mit dem Spital M.____ habe sich in der Zwischenzeit bereits wieder normalisiert und 
man begegne sich wieder im Rahmen eines wertschätzenden Vertrauensverhältnisses zwi-
schen Arzt und Patient, so wie es schon jahrelang zuvor der Fall gewesen sei. 
 
4.5 Die Kindsvertreterin führt in ihrer Vernehmlassung aus, die Kindseltern seien vernünftig 
und besonnen sowie sehr kooperativ. Sie hätten ihr Leben auf die Bedürfnisse der Kinder aus-
gerichtet und würden eng mit Fachpersonen zusammenarbeiten. Die Kinder würden eine gros-
se Anhänglichkeit und emotionale Verbundenheit zu ihren Eltern zeigen. Während des Aufent-
halts im Spital M.____ habe sich gezeigt, dass die Kinder sehr eingeschränkt bzw. überhaupt 
nichts ässen, was sich anlässlich der Besuche der Kindseltern geändert habe. Sie habe dabei 
keine Anzeichen für die Gefahr einer Aspiration wahrgenommen und die Essenseinnahme als 
völlig normal empfunden. Mit einer Beschränkung der elterlichen Sorge im Gesundheitsbereich 
bestehe die Gefahr, dass Entscheidungen zu Ungunsten der Kinder getroffen würden. Da die 
Kinder an einer höchst seltenen Krankheit leiden würden, sei das Wissen um die genauen Zu-
sammenhänge und die optimale medizinische Versorgung auch unter Fachleuten nicht gross. 
Dies zeige sich etwa an den unterschiedlichen Auffassungen des Spitals M.____ und von 

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Dr. med. G.____ betreffend die empfohlene Medikation. Die Eltern würden ihre Kinder am bes-
ten kennen und spüren, welche Bedürfnisse diese hätten. 
 
5.1 Die Vorinstanz begründet die Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesund-
heit hauptsächlich mit einer problematischen Anbindung der Kinder an verschiedene Fachper-
sonen, der unzureichenden Wahrnehmung von Kontrollterminen bei Dr. med. G.____, Schuld-
zuweisungen und dem Versuch, Ärzte und Fachpersonen gegeneinander auszuspielen, dem 
Nichtbefolgen von Ratschlägen von Fachpersonen sowie Entscheiden entgegen dem Wohl von 
D.____ und E.____ und mit der unklaren Situation betreffend die Nahrungsaufnahme der Kin-
der. Auf diese Punkte gilt es nachfolgend näher einzugehen. 
 
5.2 Der von der Vorinstanz erhobene Vorwurf, die Beschwerdeführenden würden ihre Kin-
der von unterschiedlichen Therapiepersonen behandeln lassen und damit deren Wohl gefähr-
den, erscheint mittlerweile gegenstandslos. Den Akten kann entnommen werden, dass sowohl 
D.____ als auch E.____ bei Dr. med. H.____ in Behandlung stehen und die Physio- und Ergo-
therapie am gleichen Ort stattfinden (Zentrum K.____ […] und Klinik J.____). Zudem stehen sie 
weiterhin – wie bereits vor der Platzierung im Spital M.____ – bei Dr. med. L.____, dem Haus-
arzt, sowie Dr. med. G.____ in Behandlung. 
 
5.3 Was die Kontrolltermine bei Dr. med. G.____ anbelangt, sind anhand der Akten gewis-
se Widersprüchlichkeiten festzustellen. Einerseits äusserte sich die Neurologin gegenüber der 
Vorinstanz dahingehend, dass aus ihrer Sicht alle sechs Monate Kontrollen angebracht seien, 
die Beschwerdeführenden jedoch maximal einmal jährlich zu ihr gekommen seien (vgl. E-Mail 
vom 8. August 2022). Andererseits führt sie in ihrem Bericht vom 20. April 2022 betreffend 
D.____ aus, seit August 2018 bestehe wahrscheinlich eine weitgehende Anfallsfreiheit und eine 
Kontrolle sei bei anfallsfreiem Verlauf spätestens in einem Jahr vereinbart worden. Sodann 
empfiehlt sie im Bericht vom 1. Dezember 2021 betreffend E.____ bei einem Verlauf ohne spe-
zielle Problemstellung eine Verlaufskontrolle in neun bis zwölf Monaten. Fraglich ist somit, was 
– in Anbetracht der bei D.____ und E.____ diagnostizierten Epilepsie und Spastizität – unter 
einem anfallsfreien Verlauf bzw. einer speziellen Problemstellung zu verstehen ist. Darauf ist 
vorliegend jedoch nicht weiter einzugehen. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, kann nämlich nicht 
davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführenden entgegen dem Wohl ihrer Kinder 
handeln und Termine bei Ärzten und Fachpersonen nicht wahrnehmen. Insofern kann den Be-
schwerdeführenden der Vorwurf nicht zum Nachteil gereichen, sie nähmen die Kontrolltermine 
bei Dr. med. G.____ nicht in der gewünschten Häufigkeit wahr, zumal diesbezüglich – wie vor-
stehend aufgezeigt – widersprüchliche Angaben bestehen und die Angaben von Dr. med. 
G.____ (vgl. E-Mail vom 18. August 2020; Bericht vom 1. Dezember 2021; Bericht vom 20. April 
2022) diejenigen der Beschwerdeführenden, wonach sie keine anfallsverdächtigen Ereignisse 
registriert hätten, grundsätzlich bestätigen und zudem für eine wirksame Medikation sprechen. 
 
5.4 Im Weiteren ist der Vorwurf der Vorinstanz zu beurteilen, die Beschwerdeführenden 
würden Fachpersonen gegeneinander ausspielen und Schuldzuweisungen machen. Die Vor-
instanz bezieht sich dabei auf die von den Beschwerdeführenden erhobene Kritik, wonach eine 
Absprache zwischen dem Spital M.____ und Dr. med. G.____ unterblieben, beim Eintritt der 

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Kinder kein EEG erfolgt und die Medikation ohne Rücksprache angepasst worden sei (vgl. unter 
anderem E-Mail der Beschwerdeführenden vom 12. Juli 2022). Tatsächlich wurde bei Eintritt 
der Kinder in das Spital M.____ kein EEG durchgeführt, wie aus einer E-Mail des Spitals 
M.____ an die Vorinstanz vom 9. August 2022 hervorgeht. Gemäss dem Spital M.____ ist die-
ser Umstand jedoch medizinischen Gründen geschuldet. Sodann gibt das Spital M.____ an, 
Dr. med. G.____ entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden über den Klinikaufenthalt 
von D.____ und E.____ informiert zu haben. Insoweit die Beschwerdeführenden die Medikation 
ihrer Kinder kritisieren, gilt es festzuhalten, dass es unmittelbar nach Klinikeintritt insbesondere 
bei E.____ zu vermehrten Spasmen kam, weshalb die bisherige Medikation geändert wurde. 
Infolgedessen erscheint nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführenden Zweifel an der von 
Dr. med. G.____ verordneten Medikation hegten. Als trotz den Anpassungen keine Besserung 
eintrat, stellten sie wiederum die Vorgehensweise des Spitals M.____ in Frage. Auch dies ist 
grundsätzlich verständlich. Zwar waren die diesbezüglichen Äusserungen der Beschwerdefüh-
renden bzw. ihre kritische Haltung betreffend die Medikation von D.____ und E.____ für einen 
konstruktiven Austausch und eine Vertrauensbasis zwischen ihnen und der Ärzteschaft nicht 
förderlich. Jedoch sind diese im Kontext der für sie schwierigen und belastenden Situation mit 
der Trennung von den Kindern zu beurteilen. Dass sie als medizinische Laien ihren Missmut 
äussern und eine gewisse Verantwortung bei den für die Medikation verantwortlichen Ärzten 
ausmachen, wenn es ihren Kindern nicht gut geht, ist nachvollziehbar. Weder kann darin aber 
der Versuch, die Fachpersonen gegeneinander auszuspielen, erblickt werden noch handelt es 
sich dabei um absichtliche Schuldzuweisungen oder lässt sich daraus eine Gefährdung des 
Kindeswohls ableiten, zumal die Kooperation sowie der Austausch mit den Ärzten seit Klinik-
austritt reibungslos funktionieren (vgl. E. 5.5.2 hiernach). Auch im Übrigen finden sich in den 
Akten keine hinreichenden Nachweise für die von der Vorinstanz vertretene Auffassung, die 
Beschwerdeführenden würden Fachpersonen gegeneinander ausspielen und Schuldzuweisun-
gen machen. 
 
5.5.1 Die Vorinstanz ist sodann der Auffassung, die Beschwerdeführenden würden Rat-
schläge von Fachpersonen nicht befolgen und träfen Entscheide entgegen dem Wohl von 
D.____ und E.____. Aus den vorliegenden Akten lässt sich im Zusammenhang mit deren Epi-
lepsieerkrankung entnehmen, dass die Beschwerdeführenden die Medikation grundsätzlich den 
ärztlichen Anordnungen entsprechend vornahmen und vornehmen. Gemäss dem Bericht von 
Dr. med. G.____ vom 20. April 2022 wurde beispielsweise für D.____ eine Reduktion des Medi-
kaments N.____ vereinbart, um den in letzter Zeit auftretenden Durchschlafstörungen entge-
genzutreten, was nach den Ausführungen der Beschwerdeführerin zu einer Verbesserung bei-
getragen hat. Sodann kann der vorinstanzlichen Aktennotiz vom 29. Juni 2022 entnommen 
werden, dass die Beschwerdeführenden nach der vorsorglichen Platzierung der Kinder pflicht-
bewusst sämtliche Medikamente von D.____ und E.____ zur Vorinstanz brachten, damit diese 
dem Spital M.____ weitergeleitet werden konnten. Auch die guten Werte aus dem EEG sowohl 
bei D.____ als auch bei E.____ (vgl. Berichte von Dr. med. G.____ vom 1. Dezember 2021 und 
20. April 2022) sprechen für eine regelmässige und ordnungsgemässe Medikation. Generell fällt 
auf, dass die Beschwerdeführenden sehr detailliert beobachten, wie ihre Kinder auf die Medika-
tion und vorgenommene Anpassungen reagieren und ihre Erkenntnisse im Austausch mit 
Fachpersonen gezielt einbringen. Zu beachten ist, dass die Epilepsie grundsätzlich schwer zu 

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behandeln ist, wie auch in der Gefährdungsmeldung vom 20. April 2022 festgehalten wird. Dies 
zeigt sich nicht zuletzt anhand der unterschiedlichen Auffassungen von Dr. med. G.____ und 
des Spitals M.____ betreffend die richtige Einstellung der Medikation von D.____ und E.____. 
Dieser Umstand und die diversen vorgenommenen Anpassungen der Medikation belegen an-
schaulich, wie schwierig sich eine adäquate Epilepsiemedikation gestaltet, was wohl der äus-
serst seltenen Erkrankung der Kinder und dem auch bei medizinischen Fachpersonen noch 
überschaubaren Wissen geschuldet ist. Auf Grundlage des Gesagten und mit Blick auf die Ak-
ten lässt sich den Beschwerdeführenden nicht anlasten, sie hätten eigenständig an der Medika-
tion der Kinder herumgeschraubt oder diese nicht ordnungsgemäss und den ärztlichen Anwei-
sungen bzw. Empfehlungen entsprechend umgesetzt. Der Vorwurf an die Beschwerdeführen-
den, sie würden Ratschläge von Fachpersonen nicht befolgen und entgegen dem Wohl der 
Kinder handeln, entkräftet sich auch in Betrachtung weiterer Aspekte im Rahmen derer ge-
sundheitlichen Versorgung. So sind die Beschwerdeführenden unter anderem der ärztlichen 
Empfehlung einer Botox-Behandlung an den Füssen von D.____ zwecks besserer Verträglich-
keit mit den Orthesen und Vermeidung von Druckstellen gefolgt. Weiter haben sie die Verlänge-
rung der auslaufenden Physioverordnung selbstständig initiiert (vgl. E-Mail der Beschwerdefüh-
rerin vom 8. Juni 2022 an Dr. med. G.____) und von sich aus den Anstoss zu einer Ergothera-
pie gegeben (vgl. Bericht von Dr. med. G.____ vom 1. Dezember 2021). 
 
5.5.2 Den vorinstanzlichen Ausführungen kann sodann auch im Hinblick auf die Berichte der 
Erziehungsbeiständin sowie der Kindsvertreterin nicht gefolgt werden. In ihrem Bericht vom 
23. Juli 2022 attestiert die Erziehungsbeiständin den Beschwerdeführenden eine offene und 
kooperative Verhaltensweise, obschon diese sich in einer äusserst schwierigen Ausgangslage 
befänden. Trotz ihres Vertretungsrechts in medizinischen Belangen erachtet sie deren Einbe-
zug als sinnvoll und notwendig und verweist darauf, dass die Eltern D.____ und E.____ viel 
besser kennen würden. Die Zusammenarbeit mit dem Spital M.____ beurteilt sie ebenfalls als 
gut. Die Kindsvertreterin beschreibt in ihrem Bericht vom 22. Juli 2022 die beiden Kinder bei 
Abwesenheit der Eltern als sehr belastet. Sind die Eltern hingegen anwesend, machen die Kin-
der einen glücklichen und entspannten Eindruck. Gemäss der Kindsvertreterin ist die Zusam-
menarbeit mit den Beschwerdeführenden unkompliziert und angenehm. Die Kindsvertreterin 
erläutert in ihrer Vernehmlassung (vgl. dazu auch E. 4.5 hiervor) zudem, dass die Beschwer-
deführenden sich intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Kinder auseinandersetzen würden und ihr 
Leben danach eingerichtet hätten, eng mit Fachpersonen zusammenarbeiten würden und die 
Kinder eine grosse Anhänglichkeit sowie emotionale Verbundenheit zu ihnen zeigten.  
 
5.5.3 Nichts anderes ergibt sich aus dem Bericht der Kinderspitex vom 23. November 2022 
sowie den Angaben von Dr. med. H.____ (vgl. E-Mail vom 28. Oktober 2022). Demnach halten 
sich die Beschwerdeführenden an die Therapietermine sowie die Empfehlungen, verabreichen 
die verordneten Medikamente und sind sehr um das Wohl ihrer Kinder besorgt. Die regelmässi-
gen Besuche der Physio- und Ergotherapie werden auch anhand des E-Mail-Verkehrs zwischen 
der Beschwerdeführerin und der Klinik J.____ ersichtlich (vgl. E-Mails der Beschwerdeführerin 
vom 22. November 2022). Schliesslich ist zu erwähnen, dass Dr. med. H.____ den Kindseltern 
ein Ausschleichschema für das Medikament N.____ für den Zeitraum 15. November 2022 bis 
15. Februar 2023 ausgehändigt hat. Daraus ist das in die Beschwerdeführenden gelegte Ver-

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trauen ersichtlich, ihren Kindern die verschriebenen Medikamente ohne weiteres selbstständig 
zu verabreichen. 
 
5.5.4 Ergänzend ist auf die Gefährdungsmeldung vom 20. April 2022 und die darin erwähnte 
grobe Umgangsweise der Beschwerdeführenden mit ihren Kindern sowie die bei D.____ fest-
gestellten Hämatome hinzuweisen. Diesbezüglich haben sich allfällige Vorwürfe gegenüber den 
Beschwerdeführenden nicht erhärtet. Vielmehr muss gestützt auf die Akten davon ausgegan-
gen werden, dass bei beiden Kindern auch während des Aufenthalts im Spital M.____ Häma-
tome entstanden sind. Zu beachten ist dabei insbesondere die Aktennotiz des Spitals M.____ 
vom 26. Juli 2022, wonach Hämatome unter anderem dann entstehen könnten, wenn die Kin-
der während der Spastiken an einem Gegenstand anschlagen und es durchaus denkbar sei, 
dass spastische Kinder zur Vermeidung von Verletzungen gehalten werden müssten. Darüber 
hinaus hat sich auch der Vorwurf eines groben Umgangs mit den Kindern nicht bestätigt, son-
dern decken sich die Aussagen der Erziehungsbeiständin, der Kindsvertreterin und der Kinder-
spitex, wonach bei den Beschwerdeführenden eine liebe- und hingebungsvolle Umgangsweise 
mit ihren Kindern beobachtet worden sei. Somit kann den Beschwerdeführenden auch diesbe-
züglich keine Gefährdung des Kindeswohls entgegengehalten werden. 
 
5.6 Schliesslich ist die Ernährung der Kinder umstritten. Gemäss Angaben des Spitals 
M.____ waren D.____ und E.____ bei Spitaleintritt wohlgenährt und gut gepflegt (vgl. Protokoll 
Rund-Tisch-Gespräch vom 21. Juli 2022). Dennoch wurden sie während des Aufenthalts im 
Spital M.____ voll- (E.____) bzw. teilsondiert (D.____). Grund hierfür waren die Beobachtungen 
und Empfehlungen der zuständigen Logopädin, welche ohne Sondierung das Risiko einer le-
bensbedrohlichen Aspiration ausmachte und die Ernährung teilweise als Zwang für die Kinder 
beschrieb. Wie sich allerdings rasch herausstellte, wurden die Kinder von den Beschwerdefüh-
renden anlässlich der elterlichen Besuche gefüttert, wobei sie auf natürlichem Weg gegessen 
haben. Sowohl die Erziehungsbeiständin als auch die Kindsvertreterin berichteten, dass die 
Kinder recht gut essen und die Nahrungsabgabe durch die Beschwerdeführenden problemlos 
verlaufe (vgl. E-Mail der Erziehungsbeiständin vom 8. Juli 2022 und Bericht der Kindsvertreterin 
vom 22. Juli 2022). Sodann hat die Kindsvertreterin die Essensabgabe als normal und ohne 
Zwang, die Sonden für die Kinder jedoch als störend wahrgenommen. Zudem haben die Kinder 
ihrer Meinung nach keinen mangelernährten Eindruck gemacht (vgl. Protokoll der Anhörung der 
Kindsvertreterin vom 4. August 2022, S. 1 f.). Gemäss dem Spital M.____ wurden die Sondie-
rungen unter anderem als Pflegeerleichterung aufgrund des sehr hohen Pflegeaufwands vorge-
nommen (vgl. provisorischer Austrittsbericht vom 29. August 2022, S. 4). Wie dem Bericht der 
Kinderspitex vom 23. November 2022 entnommen werden kann, wurden den Kindern die Son-
den jedoch bereits einen bzw. zwei Tage nach ihrem Austritt aus dem Spital M.____ gezogen, 
um ihnen mehr Komfort beim Essen zu bieten. Darüber hinaus berichtet die Kinderspitex, dass 
sie regelmässig bei D.____ und E.____ vorbeischauen würden und während der Nahrungsab-
gabe durch die Beschwerdeführenden anwesend seien. Demnach nähmen sich die Beschwer-
deführenden ausreichend Zeit, um die Kinder zu ernähren, wobei diese Kost vom Tisch – meist 
Gemüse, Kartoffeln und Fleisch – ässen und dabei keine Probleme ersichtlich seien. Die Kinder 
wirkten wohlgenährt und würden keine Anzeichen einer Mangelernährung zeigen. Aus den Be-
richten der Erziehungsbeiständin sowie der Kindsvertreterin und insbesondere demjenigen der 

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Kinderspitex erhellt, dass die Ernährung entgegen der Auffassung der Vorinstanz keine Gefähr-
dung des Wohls von D.____ und E.____ darstellt und eine Sondierung aktuell nicht notwendig 
erscheint. 
 
5.7 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden gemäss den über-
einstimmenden Berichten der Erziehungsbeiständin, der Kindsvertreterin, der behandelnden 
Fachpersonen und von Dr. med. H.____ in Bezug auf die Gesundheit ihrer Kinder ein nicht zu 
beanstandendes Verhalten an den Tag legen. So werden im Zusammenhang mit der medizini-
schen und therapeutischen Behandlung und Betreuung der Kinder sämtliche Termine wahrge-
nommen, die Empfehlungen umgesetzt und gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Be-
schwerdeführenden offen und kooperativ. Darüber hinaus sind keine Probleme hinsichtlich der 
Ernährung der Kinder ersichtlich und werden die Medikamente zuverlässig verabreicht. Eine 
durch das Verhalten der Beschwerdeführenden begründete Gefährdung des Kindeswohls von 
D.____ und E.____ in Bezug auf die von der Vorinstanz angeführten gesundheitlichen Aspekte 
ist somit nicht erstellt. Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Beschränkung der elterlichen 
Sorge im Bereich Gesundheit nicht gerechtfertigt (vgl. E. 3.4 hiervor). In Anbetracht der übrigen 
– von den Beschwerdeführenden akzeptierten und nicht angefochtenen – Massnahmen (Erzie-
hungsbeistandschaft und diverse Anweisungen an die Eltern betreffend die Behandlung und 
Betreuung; vgl. dazu den Entscheid der Vorinstanz vom 25. August 2022) ist die gesundheitli-
che Versorgung von D.____ und E.____ bereits genügend sichergestellt, weshalb eine Ein-
schränkung der elterlichen Sorge zudem auch unverhältnismässig wäre. Nach dem Gesagten 
ist die vorliegende Beschwerde begründet, weshalb sie gutzuheissen und Ziffer 2 des ange-
fochtenen Entscheids der Vorinstanz vom 25. August 2022 entsprechend aufzuheben ist. Da 
sich die Beschränkung der elterlichen Sorge im Bereich Gesundheit auch in Ziffer 4 des ange-
fochtenen Entscheids – soweit darin einleitend auf Art. 308 Abs. 3 ZGB verwiesen wird – nie-
derschlägt, ist der Entscheid auch diesbezüglich aufzuheben. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 
vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren 
und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden 
Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 1'500.-- der Vorinstanz aufzuerlegen. Damit ist den Beschwerdeführenden der von 
ihnen bereits geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- zurückzuerstatten. 
 
6.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Vor-
instanz den Beschwerdeführenden eine Parteientschädigung zu bezahlen. Der von der Rechts-
vertreterin der Beschwerdeführenden in der Honorarnote vom 28. November 2022 geltend ge-
machte Aufwand von 12.25 Stunden à Fr. 250.-- ist nicht zu beanstanden. Demgemäss hat die 
Vorinstanz den Beschwerdeführenden eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'298.30 
(inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
  

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Ziffern 2 und 4 des Ent-

scheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom  
25. August 2022 aufgehoben und wie folgt neu gefasst: 

2. Die für D.____ und E.____ superprovisorisch errichtete Erzie-
hungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1–2 ZGB wird bestätigt. 

Die elterliche Sorge für den Bereich Gesundheit wird nicht be-

schränkt. 

 

4. Gestützt auf Art. 308 Abs. 1–2 ZGB werden F.____ folgende 

Aufgaben übertragen: 

a) die Eltern in ihrer Sorge um D.____ und E.____ mit Rat und 
Tat zu unterstützen; 

b) stets für eine hinreichende medizinische und therapeutische 

Behandlung sowie pflegerische Betreuung besorgt zu sein und 

D.____ und E.____ bei allen dafür erforderlichen Vorkehren so-
weit nötig zu vertreten. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde C.____ auferlegt. Der von den Be-
schwerdeführenden geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'200.-- wird den Beschwerdeführenden zurückerstattet. 

   
 3. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ hat den Beschwer-

deführenden eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'298.30 
(inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber