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**Case Identifier:** 7833556a-1e3d-59e9-abf9-81bbf10d0e51
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.08.2020 200 2020 548
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-548_2020-08-24.pdf

## Full Text

200 20 548 IV
LOU/ISD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 24. August 2020

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. Juni 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2020, IV/20/548, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
zuletzt als ungelernter ... tätig, meldete sich im Oktober 2016 unter Hinweis 
auf die Folgen eines am 25. Mai 2016 erlittenen Quetschtraumas an der 
linken Hand bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB tätigte verschiedene medizinische und er-
werbliche Abklärungen und zeigte dem Versicherten in diesem Zusam-
menhang mit Schreiben vom 24. Januar 2020 (AB 112) – unter Angabe der 
Fachdisziplinen und des Fragekataloges – eine vorgesehene polydiszi-
plinäre Begutachtung an. Gleichzeitig gab sie ihm bis 21. Februar 2020 
Gelegenheit, Zusatzfragen einzureichen. Mit einem auf den 21. Februar 
2020 datierten Schreiben (Fax-Eingabe am 22. Februar 2020; Eingang am 
24. Februar 2020; AB 118) beantragte der Beschwerdeführer den Beizug 
anderer respektive zusätzlicher Fachdisziplinen und stellte Zusatzfragen. 
Mit Verfügung vom 26. Februar 2020 (AB 120) teilte die IVB dem Versi-
cherten mit, infolge verspäteter Eingabe würden die gestellten Zusatzfra-
gen nicht berücksichtig und an der vorgesehenen Begutachtung festgehal-
ten. Am 19. Mai 2020 veranlasste die IVB die Begutachtung unter Nennung 
der Experten (AB 131), worauf der Beschwerdeführer mit unaufgeforderter 
E-Mail-Eingabe vom 2. Juni 2016 (AB 132) zu den vorgesehenen Gutach-
tern Stellung nahm und mit Eingabe vom 6. Juni 2020 (AB 134 bzw. 135) 
weitere Ausführungen, namentlich gegen das im Unfallversicherungsver-
fahren an den medizinischen Abklärungen mitbeteiligte Zentrum 
C.________ in ..., machte (vgl. AB 135/3-5). Mit Verfügung vom 11. Juni 
2020 (AB 136) hielt die Beschwerdegegnerin an den bekanntgegebenen 
Experten sowie abermals den vorgesehenen Fachdisziplinen fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2020, IV/20/548, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
B.________, mit Eingabe vom 13. Juli 2020 Beschwerde und stellte fol-
gende Rechtsbegehren:

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.
2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, der Gutachterstelle als 

Fachdisziplin statt der Chirurgie die Handchirurgie vorzuschreiben 
und Dr. med. D.________ sei mangels Fachkompetenz in Hand-
chirurgie durch einen erfahrenen Handchirurgen zu ersetzen.

3. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, der Gutachterstelle ei-
nen neurologischen Gutachter mit Spezialwissen CRPS Typ I und 
II vorzuschreiben und Prof. Dr. med. E.________ durch einen 
neurologischen CRPS Typ I und II Spezialisten zu ersetzen. 

4. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, einen Neuroradiologen 
und einen Neurochirurgen beizuziehen – unter Kostenfolge.

Am 16. Juli 2020 ging beim Verwaltungsgericht eine redaktionell bereinigte 
Beschwerdeschrift mit gleichlautenden Anträgen samt Beilagen und Be-
weismittelverzeichnis ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Juli 2020 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Fax-Eingabe vom 16. Juni (recte: 30. Juli) 2020 ersuchte der Be-
schwerdeführer – unter Verweis auf das beim Verwaltungsgericht hängige 
Beschwerdeverfahren UV/2019/940 – um Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ als 
amtliche Anwältin. Dasselbe Gesuch (mit nunmehr korrigiertem Datum) 
ging beim Verwaltungsgericht am 3. August 2020 auf dem postalischen 
Weg ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. Juni 2020 
(AB 136). Streitig und zu prüfen ist, ob gegen die vorgesehenen Gutachter 
Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie, Prof. Dr. med. E.________, 
Facharzt für Neurologie, und Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychia-
trie und Psychotherapie und für Neurologie, Ablehnungsgründe vorliegen 
sowie den Beizug weiterer Fachrichtungen.

Demgegenüber ist zwischen den Parteien unbestritten, dass zwecks Ab-
klärung des Gesundheitszustandes respektive eines allfälligen Leistungs-
anspruchs ein polydisziplinäres medizinisches Gutachten zu erstellen ist. 
Ebenso werden keine Einwände gegen die – nach dem Zufallsprinzip be-
stimmte (vgl. AB 119; Art. 72bis der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]; dazu grundlegend: BGE 137 

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V 210) – Gutachterstelle oder das Verfahren an sich vorgebracht und sol-
che sind auch aus den Akten nicht ersichtlich.

Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden schliesslich die nach 
Anzeige der beabsichtigen polydisziplinären Begutachtung und Bekanntga-
be des Fragekatalogs mit Schreiben vom 24. Januar 2020 (AB 112) vom 
Beschwerdeführer verspätet eingereichten Zusatzfragen (vgl. AB 118). 
Hierüber hat die Beschwerdegegnerin mit unangefochten gebliebener Ver-
fügung vom 26. Februar 2020 (AB 120) abschliessend befunden.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter u.a. Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und 
Zwischenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG).

Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und 
ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, ab-
klären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von de-
ren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders 
zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zu-
sätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu 
aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergeben-
den Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 
283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er 
findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 
193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).

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2.2 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

2.3 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) so-
wie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personen-
bezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich 
oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: un-
nötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). 
Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem 
zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die 
durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle und die Namen der Sach-
verständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der 
Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) per-
sonenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510, 139 
V 349 E. 5.2.2.2 S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 
S. 257).

2.4 Für Sachverständige gelten grundsätzlich die gleichen Ausstands- 
und Ablehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen 
sind. Befangenheit ist demnach anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, 
die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken (BGE 132 
V 93 E. 7.1 S. 109; SVR 2018 UV Nr. 28 S. 98 E. 3.1).

3.

3.1 In der angefochtenen Verfügung vom 11. Juni 2020 (AB 136) hielt 
die Beschwerdegegnerin an den vorgesehenen Gutachtern (vgl. AB 131) 
unter Verweis auf deren fachärztliche Qualifikationen fest; eine weitere 
Spezialisierung sei nicht erforderlich. Der Beschwerdeführer macht demge-

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genüber im Wesentlichen geltend, aufgrund der erlittenen Quetschverlet-
zung und des fraglichen Bestehens eines CRPS Typ I bzw. II sei die Be-
gutachtung nicht in der vorgesehenen Disziplin Chirurgie sondern in Hand-
chirurgie durchzuführen und für die neurologische Begutachtung sei vom 
Gutachter zusätzlich Spezialwissen zu CRPS Typ I und II zu verlangen. 
Zudem sei ein neurochirurgischer und ein neuroradiologischer Sachver-
ständiger beizuziehen (Beschwerde, Anträge Ziff. 2 ff. und S. 2). 

3.2

3.2.1 Hinsichtlich der von der Verwaltung bereits mit Schreiben vom 
24. Januar 2020 (AB 112) erstmals bekanntgegebenen vorgesehenen 
Fachdisziplinen kann vorliegend offen gelassen werden, ob mit Blick auf 
die verspätete Stellungnahme vom 24. Februar 2020 (AB 118) auf die be-
schwerdeweise vorgebrachten Einwendungen zu den Disziplinen über-
haupt einzutreten ist (zum Verfahrensablauf vgl. E. 2.3 hiervor). Denn sei-
tens der IV-Stelle obliegt es grundsätzlich dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD), eine umfassende Einordnung vorzunehmen, welche Fach-
disziplinen an einer erforderlichen Begutachtung zu beteiligen sind (Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 14. Februar 2019, 9C_296/2018, 
E. 6.1 mit Hinweisen). Eine solche umfassende Einordnung nahm die RAD-
Ärztin med. pract. G.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
und Vertrauensärztin SGV, im Rahmen der versicherungsmedizinischen 
Stellungnahme vom 28. August 2019 (AB 104) vor, in der sie eine polydis-
ziplinäre Begutachtung in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, 
Allgemeinchirurgie/Traumatologie, Neurologie und Psychiatrie inkl. Labor-
bestimmung mit Medikamenten-Serumspiegel der anamnestisch einge-
nommenen Schmerzmedikamente und Antidepressiva sowie polyvalentes 
Drogenscreening empfahl (so auch die RAD-Stellungnahme von Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neuro-
logie, vom 28. August 2019 [AB 106]). Die von der Beschwerdegegnerin 
vorgesehenen Fachdisziplinen und dabei insbesondere die Disziplinen 
Chirurgie und Neurologie fussen demnach auf einer hinreichenden medizi-
nischen Grundlage. 

3.2.2 Bei der vom Beschwerdeführer beantragten Fachdisziplin Handchir-
urgie handelt es sich zwar um ein eigenständiges Fachgebiet, jedoch be-

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steht es aus einer chirurgischen Basisausbildung und die Behandlungs-
prinzipien entsprechen u.a. der (allgemeinen) Chirurgie (vgl. Schweizeri-
sches Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung, Facharzt für Handchir-
urgie, Weiterbildungsprogramm vom 1. Januar 2018; abrufbar: https://www
.siwf.ch/weiterbildung/facharzttitel-und-schwerpunkte/handchirurgie.cfm#i1
13570, besucht am 20. August 2020). Es ist somit nicht einsichtig, inwie-
weit die von der RAD-Ärztin im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens 
gewählte Fachdisziplin Chirurgie die geltend gemachten bzw. aktenkundi-
gen gesundheitlichen Einschränkungen nicht (mit-)abzudecken vermöchte. 
Soweit der Beschwerdeführer die zusätzliche Begutachtung in der Fachdis-
ziplin Neurochirurgie sowie den Beizug eines neurochirurgischen Sachver-
ständigen beantragt (Beschwerde, S. 1, Anträge Ziff. 4) gilt diesbezüglich 
ebenfalls, dass die von der Beschwerdegegnerin vorgesehenen Fachdiszi-
plinen Neurologie und Chirurgie – welche sich mit den beantragten Diszi-
plinen zu grossen Teilen überschneiden – sowie die bedarfsweise zu ver-
anlassenden bildgebenden Untersuchungen den medizinischen Sachver-
halt gemäss der umfassenden RAD-ärztlichen Einordnung (vgl. AB 104) 
hinreichend abzudecken vermögen. 

3.2.3 Der Beschwerdeführer fordert sodann, dass in der Fachdisziplin 
Neurologie der Sachverständige über spezifischen Kenntnisse und Befähi-
gungen im Bereich CRPS Typ I und II vorzuweisen habe (Beschwerde, 
S. 1, Anträge Ziff. 3). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung wird für 
den Nachweis der fachlichen Qualifikation des vorgesehenen Gutachters 
einzig ein Facharzttitel in der entsprechenden medizinischen Disziplin ver-
langt (BGE 137 V 210 E. 3.3.2 S. 245). Die anerkannten Titel sind in dem 
vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) geführten Medizinal-
beruferegister (Art. 51 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die universitären 
Medizinalberufe [MedBG; SR 811.11]) einsehbar. Weitergehende fachliche 
Anforderungen bestehen demgegenüber nicht (ERIK FURRER, Rechtliche 
und praktische Aspekte auf dem Weg zum Gerichtsgutachten in der Invali-
denversicherung, SZS 2019 S. 6), namentlich wird eine spezifische versi-
cherungsmedizinische Weiterbildung nicht vorausgesetzt (Entscheid des 
BGer vom 19. Mai 2020, 8C_767/2019, E. 3.3.3). Diese für ein Gerichts-
gutachten – dessen Erstattung unter der Strafandrohung von Art. 307 
i.V.m. Art. 309 lit. a des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2020, IV/20/548, Seite 9

SR 311.0) steht – massgeblichen Anforderungen gelten ebenso für ein 
Administrativgutachten. Der vorgesehene neurologische Gutachter 
Dr. med. E.________ ist Facharzt für Neurologie, Fachtitel erteilt 2013 in 
Deutschland und anerkannt durch die Schweiz am 18. Mai 2016 (vgl. htt-
ps://www.medregom.admin.ch/, besucht am 20. August 2020) und damit 
fachlich genügend qualifiziert.

3.2.4 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass sowohl bei poly- als auch 
mono- bzw. bidisziplinären Begutachtungen es den Gutachtern freisteht, 
die von der IV-Stelle bzw. dem RAD (oder im Beschwerdefall durch ein 
Gericht) bezeichneten Disziplinen gegenüber der Auftraggeberin zur Dis-
kussion zu stellen, wenn ihnen die Vorgaben nicht einsichtig sind. Unter 
diesem Vorbehalt steht insbesondere auch eine vorgängige Verständigung 
zwischen IV-Stelle und versicherter Person über die Fachdisziplinen. Der 
Entscheid über die Erforderlichkeit weiterer Abklärungen bzw. die Beteili-
gung weiterer Disziplinen obliegt damit den Fachärzten der Gutachterstelle 
(Entscheid des BGer vom 14. Oktober 2019, 9C_547/2019, E. 5.1.3). Eine 
erneute Mitwirkung der versicherten Person in diesem Punkt ist alsdann 
ausgeschlossen (BGE 139 V 349 E. 3.3 S. 352).

3.3 Nach dem Dargelegten erweist sich die Beschwerde als offensicht-
lich unbegründet und ist abzuweisen. 

4.

4.1 Der Beschwerdeführer beantragt, es sei ihm die unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ als 
amtliche Anwältin zu bewilligen (vgl. etwa Eingabe des Beschwerdeführers 
vom 30. Juli 2020).

4.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-

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gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). Als aussichtslos sind nach 
der bundesgerichtlichen Praxis Prozessbegehren anzusehen, bei denen 
die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren 
und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (BGE 140 V 
521 E. 9.1 S. 537).

4.3 Der – bereits im Zeitpunkt der Ankündigung der vorgesehenen po-
lydisziplinären Begutachtung mit Schreiben vom 24. Januar 2020 (AB 112)  
anwaltliche vertretene – Beschwerdeführer begründete die Ablehnung der 
vorgeschlagenen Gutachter lediglich rudimentär, im Wesentlichen gleich-
lautend, wie bereits mit E-Mail an die Beschwerdegegnerin vom 8. Juni 
2020 (AB 132) und materiell einzig mit dem Erfordernis, andere bzw. zu-
sätzliche Fachdisziplinen beizuziehen, und der Notwendigkeit zusätzlicher 
neurologischer Spezialkenntnisse. Mit Blick auf die klare Rechtsprechung, 
wonach einerseits neben einem Facharzttitel keine weitergehenden Aus- 
und Weiterbildungen für die fachliche Qualifikation verlangt werden und 
andererseits ohnehin die Fachärzte der Gutachterstelle abschliessend über 
die beizuziehenden Disziplinen respektive weitere Abklärungen entschei-
den (vgl. E. 3.2.3 f.), sind die Prozessbegehren des Beschwerdeführers als 
aussichtslos im Sinne der vorerwähnten Rechtsprechung zu qualifizieren. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens 
hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) und Art. 104 Abs. 3 VRPG 
kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.