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**Case Identifier:** f840d2eb-9b1a-5707-8a53-7833c75c0ccb
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.11.2023 I 2023 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2023-55_2023-11-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2023 55

Entscheid vom 9. November 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Krankenversicherung (Krankentaggeldversicherung nach KVG)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1971; aktenkundige Aussage aber auch, er sei 58jährig, 
das Geburtsdatum sei falsch infolge des Krieges in seiner Heimat; vgl. Vi-act. 46) 
war seit 1999 als Arbeiter in der Holzhandlung bei der D.________ AG angestellt 
und dadurch Kollektiv-Krankentaggeldversichert nach KVG bei der C.________ 
(Vi-act. 2 und 89). Am 1. Juni 2022 reichte die Arbeitgeberin der C.________ 
(nachfolgend C.________) die Krankmeldung ein, dergemäss A.________ seit 
dem 13. Mai 2022 krankheitshalber arbeitsunfähig sei (Vi-act. 2). Die 
C.________ anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte anfänglich Kranken-
taggeldleistungen.

B. Im Januar 2023 liess C.________ den Versicherten A.________ durch 
Dr.med. E.________ (Facharzt Physikalische Medizin und Rehabilitation, Fach-
arzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Facharzt Rheumatologie, Zertifizierter Gutachter SIM, Vertrauensarzt SGV) so-
wie durch Dr.med. (BG) G.________ (Fachärztin Psychiatrie und Psychothera-
pie, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, Zertifizierte medizinische Gutachterin 
SIM, Zertifizierte Arbeitsfähigkeitsassessorin SIM) persönlich untersuchen und 
dessen Arbeitsunfähigkeit plausibilisieren (Vi-act. 39, 40, 46, 49). Gestützt auf 
diese Berichte teilte C.________ A.________ am 3. Februar 2023 mit, zum 
Schluss gekommen zu sein, er sei in seinem angestammten Beruf als Arbeiter in 
der Holzhandlung ab sofort zu 100% arbeitsfähig; es seien keine oder unklare 
Diagnosen vorhanden, welche die aktuelle Arbeitsunfähigkeit begründen würden. 
Das Taggeld werde noch bis am 10. Februar 2023 in bisheriger Höhe bezahlt, 
danach eingestellt (Vi-act. 50). 

C. Am 28. Februar 2023 liess A.________ Einsprache erheben und diese am 
9. März 2023 ergänzen (Vi-act. 61, 67). Mit Entscheid vom 26. Mai 2023 wies 
C.________ die Einsprache ab (Vi-act. 84).

D. A.________ lässt am 20. Juni 2023 beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 26.5.2023 sei aufzuhe-
ben und es seien dem Beschwerdeführer über den 10.2.2023 hinaus Taggelder 
zuzusprechen.

2. Eventualiter sei das Verfahren zur Durchführung der erforderlichen Abklärungen 
und zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

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Mit Vernehmlassung vom 18. Juli 2023 beantragt die Vorinstanz unter Verweis 
auf die Begründung im angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der 
Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Krankentag-
geldleistungen an den Beschwerdeführer zu Recht per 10. Februar 2023 einge-
stellt hat mit der Begründung, eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit sei zu 
jenem Zeitpunkt nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit ausgewiesen. 

Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass die Arbeitgeberin des Beschwer-
deführers mit der Vorinstanz eine Kollektiv-Taggeldversicherung KVG abge-
schlossen hat und der Beschwerdeführer zur versicherten Personengruppe zähl-
te (vgl. Vi-act. 89, 66). 

2.1 Das Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) vom 
18. März 1994 regelt die soziale Krankenversicherung. Diese umfasst die obliga-
torische Krankenpflegeversicherung (OKP) und eine freiwillige Taggeldversiche-
rung (Art. 1a Abs. 1 KVG). Die freiwillige Taggeldversicherung wird in den Art. 67 
bis 77 KVG normiert. Diese freiwillige Taggeldversicherung nach KVG ist abzu-
grenzen von den Zusatzversicherungen, die dem Bundesgesetz über den Versi-
cherungsvertrag vom 2. April 1908 (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 
221.229.1) unterliegen. Bei diesen Zusatzversicherungen kommt das zivilrechtli-
che Klageverfahren nach ZPO zur Anwendung (Urteil BGer 4A_110/2017 vom 
27.7.2017 E. 3), wogegen es sich bei Streitigkeiten über die Taggeldversicherung 
nach KVG um eine Sozialversicherungsstreitigkeit handelt (vgl. hierzu namentlich 
auch AVB C.________ [Vi-act. 66], Ziff. 2 und Ziff. 40).

2.2 Im Gegensatz zur OKP ist die freiwillige Taggeldversicherung durch das 
KVG nicht durchnormiert. Das KVG setzt bei der freiwilligen Taggeldversicherung 
nur die tragenden Eckpfeiler; alles Übrige kann in den kasseneigenen Regelun-
gen vereinbart werden, die jedoch keinen zwingenden Bestimmungen des KVG 
und allgemeinen verfassungs-, verwaltungs- oder sozialversicherungsrechtlichen 
Prinzipien widersprechen dürfen. Insbesondere sind gemäss Art. 1 Abs. 1 KVG 
die Bestimmungen des ATSG auf die Krankenversicherung anwendbar, soweit 
das KVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dies gilt 
ebenso für die freiwillige Taggeldversicherung. Die Versicherungsbedingungen 
können die Versicherten in diesen Grenzen mit Bezug auf das Beitritts-, Leis-

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tungs- und Prämienrecht gegenüber dem KVG besserstellen (SBVR Soziale Si-
cherheit-Eugster, 3. Aufl., E. Krankenversicherung, Rz. 1429).

2.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beruhen freiwillige Taggeld-
versicherungen nach Art. 67ff. KVG auf einem öffentlich-rechtlichen Versiche-
rungsvertrag (Urteil BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 E. 3.2.1 m.H.a. BGE 126 
V 499 E. 2a, Urteil des EVG U 307/03 vom 19.8.2004 E. 4.3, nicht publiziert in: 
BGE 130 V 553, aber in: SVR 2005 UV Nr. 3 S. 5). Die Reglemente als Konkreti-
sierung der taggeldrechtlichen Rechtsbeziehungen zwischen Krankenversicherer 
und versicherter Person sind nach dem Vertrauensprinzip auszulegen (Urteil 
BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 E. 3.2.1 m.H.a. BGE 126 V 499 E. 3b). Aus-
gehend vom Wortlaut und unter Berücksichtigung des Zusammenhanges, in dem 
die zur Streitigkeit Anlass gebende Bestimmung innerhalb des Reglements als 
Ganzes steht, ist der objektive Vertragswillen zu ermitteln, den die Parteien mut-
masslich gehabt haben. Dabei ist zu berücksichtigen, was sachgerecht ist, weil 
nicht angenommen werden kann, dass sie eine unvernünftige Lösung gewollt 
haben. Mehrdeutige Wendungen sind im Zweifel zu Lasten ihres Verfassers aus-
zulegen. Im Gegensatz zur Gesetzesauslegung kann es somit nicht bei einem 
klaren Wortlaut sein Bewenden haben (Urteil BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 
E. 3.2.1 m.w.H.).

2.4 Der Versicherer vereinbart mit dem Versicherungsnehmer das versicherte 
Taggeld; sie können die Deckung auf Krankheit und Mutterschaft beschränken 
(Art. 72 Abs. 1 KVG). Die zwischen der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers 
und der C.________ abgeschlossene Lohnausfallversicherung ist eine Schaden-
versicherung und deckt den Lohnausfall, der durch Arbeitsunfähigkeit infolge 
Krankheit, Mutterschaft und - sofern vereinbart - Unfall entstanden ist (AVB Ziff. 1 
sowie Police Vi-act. 89). Als Krankheit gilt jede Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist 
und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert und Arbeits-
unfähigkeit zur Folge hat (AVB Ziff. 3.1), was der Definition gemäss Art. 3 Abs. 1 
ATSG entspricht. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leis-
ten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf 
oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG; AVB Ziff. 3.4), wobei gemäss 
AVB Ziff. 3.4 nach sechs Monaten von einer langen Dauer auszugehen ist. Das 
Taggeld wird - in Abweichung von Art. 72 Abs. 2 KVG - bei nachgewiesener Ar-
beitsunfähigkeit von mindestens 25% anteilsmässig entsprechend dem Grad der 
Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet (AVB Ziff. 15.2). Spätestens 5 Tage nach Eintritt 

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der Arbeitsunfähigkeit hat die versicherte Person einen Arzt beizuziehen, der für 
eine fachgemässe Behandlung sorgt (AVB Ziff. 23.3 Abs. 1). Dauert der Leis-
tungsfall länger als einen Monat, ist C.________ monatlich ein ärztliches Zeugnis 
über Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit einzureichen (AVB Ziff. 23.2). Zu-
dem ist die versicherte Person verpflichtet, sich auf Kosten von C.________ den 
von ihr als nötig erachteten zusätzlichen ärztlichen Untersuchungen oder Begut-
achtungen zu unterziehen (AVB Ziff. 23.3 Abs. 1). Das Taggeld beträgt 80% des 
versicherten Lohnes und wird nach einer Wartefrist von 14 Tagen pro Fall für ei-
ne oder mehrere Krankheiten während 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen aus-
gerichtet (Police [Vi-act. 89] i.V.m. AVB Ziff. 17 und 18). Für versicherte Perso-
nen, die bei Ende des Versicherungsschutzes arbeitsunfähig sind, bleibt der 
Leistungsanspruch für den laufenden Leistungsfall im Rahmen der Vertragsbe-
stimmungen gewahrt (Nachleistung). Mit Wiedererlangen der vollständigen Ar-
beitsfähigkeit erlischt der Anspruch auf Nachleistung (AVB Ziff. 13.1). Die versi-
cherte Person hat alles zu unternehmen, was die Wiedererlangung der Arbeits-
fähigkeit fördert, und alles zu unterlassen, was den Heilungsverlauf gefährdet 
(AVB Ziff. 23.9). Bleibt sie in ihrem angestammten Beruf voraussichtlich dauernd 
voll oder teilweise arbeitsunfähig, ist sie verpflichtet, ihre allfällig verbleibende 
Arbeitsfähigkeit zu verwerten, auch wenn dies einen Berufswechsel erfordert. 
C.________ kann die versicherte Person zu einem Berufswechsel auffordern und 
ein Übergangstaggeld ausrichten. Die Aufforderung zu einem Stellenwechsel in 
angestammter Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber entspricht nicht einem 
Berufswechsel und löst keinen Anspruch auf ein Übergangstaggeld aus (AVB 
Ziff. 23.10). 

2.5 Nach der Rechtsprechung ist der Grad der Arbeitsunfähigkeit einer in ihrer 
bisherigen Tätigkeit dauernd vollständig oder teilweise arbeitsunfähigen versi-
cherten Person unter Berücksichtigung des bisherigen Berufs festzusetzen, so-
lange von ihr vernünftigerweise nicht verlangt werden kann, ihre restliche Arbeits-
fähigkeit in einem anderen Berufszweig zu verwerten. Die versicherte Person, 
welche ihre restliche Arbeitsfähigkeit nicht verwertet, obgleich sie hierzu unter 
Berücksichtigung der Arbeitsmarktlage und gegebenenfalls einer bestimmten 
Anpassungszeit in der Lage wäre, ist nach der beruflichen Tätigkeit zu beurteilen, 
die sie bei gutem Willen ausüben könnte; das Fehlen des guten Willens ist nur 
dort entschuldbar, wo es auf einer Krankheit beruht. Die einzuräumende Anpas-
sungszeit bemisst sich nach den jeweiligen Umständen des Falles. In der Praxis 
wurden Zeiten von 3 bis 5 Monaten als angemessen betrachtet. Nach Ablauf ei-
ner angemessenen Anpassungszeit von drei bis fünf Monaten ab Ansetzung der 
Frist hat die versicherte Person sich die berufliche Tätigkeit anrechnen zu lassen, 
die sie bei gutem Willen ausüben könnte, wobei der Taggeldanspruch ab diesem 

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Zeitpunkt davon abhängt, ob und wie sich die Verwertung der Restarbeitsfähig-
keit auf den krankheitsbedingten Erwerbsausfall im bisherigen Beruf und auf den 
damit zusammenhängenden Taggeldanspruch auswirkt (BGE 114 V 283 E. 1d, 
111 V 239 E. 2a; Urteile EVG K 121/03 vom 10.8.2004 E. 4.2.1; K 10/04 vom 
14.10.2004 E. 2.2).

2.6 Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) verpflichtet das Sozial-
versicherungsgericht, von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfü-
gende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache als 
bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozial-
versicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2; Urteil BGer 9C_611/2020 
vom 2.2.2021 E. 5.2.1).

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsge-
richts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 
E. 3.2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsan-
spruches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der 
Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der 
Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der an-
gebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit ver-
bundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtli-
che Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 144 V 361 E. 6.5).

2.7 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

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Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.7.1  Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf 
es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen, weshalb die Verwaltung 
bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf zuverlässige Angaben 
ärztlicher Fachkräfte angewiesen sind (Urteil BGer 8C_270/2022 vom 
12.10.2022 E. 4.3). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet 
sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztli-
chen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 122 V 157 f. E. 1c mit Hin-
weisen; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterlichen Würdigung von medizi-
nischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199). 

2.7.2  Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 
E. 3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine 
lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Zu be-
tonen ist, dass beratende Ärzte eines Versicherungsträgers, was den Beweiswert 
ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen 
sind (vgl. Urteil BGer 8C_774/2020 vom 19.2.2021 E. 2.2). Es bedarf in beiden 
Fällen besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall 
jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter-
nen ärztlichen Feststellungen bzw. jener der beratenden Ärzte, so sind ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; BGE 139 V 225 E. 5.2; 
BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen). 

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2.7.3  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 E. 3.2 mit Hinweisen; BGE 
135 V 465 E. 4.5; BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht nur für 
Hausärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5), sondern auch für spezialärztlich behandelnde 
Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 E. 4.3.3; 
8C_180/2017 vom 21.6.2017 E. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Be-
handlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht 
auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: 
Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 E. 2 mit Hinweisen). 

3. Zur Krankheit und Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ergibt sich 
aus den Akten folgendes:

3.1 Es liegen durchgehende Arztzeugnisse vor mit einer attestierten vollständi-
gen Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit vom 13. Mai 2022 bis 30. Juni 2023 (Vi-
act. 1, 11, 20, 22, 27, 32, 28, 44, 52, 70, 83, 86). Die ersten beiden Zeugnisse bis 
24. Juli 2022 stellte der Hausarzt Dr.med. F.________ aus, die nachfolgenden ab 
25. Juli 2022 die I.________. 

3.2 Im Überweisungsschreiben von Dr.med. F.________ vom 17. Juni 2022 an 
I.________ führte der Hausarzt aus (Vi-act. 15):

Obiger eigentlich sehr gesunder Patient stellte sich Mitte Mai vor wegen gemäss 
Angaben seit 4 Jahren prostatitische Beschwerden, in der Tat wurde 2018 eine 
leichte Prostatitis diagnostiziert, die in den Jahren danach aber nie zur Sprache 
kam. Es fiel auch sonst eine Symptomflut und insbesondere auch Gelenksbe-
schwerden auf, jedoch erachte ich die Hauptproblematik in der Arbeitsproblematik, 
der Patient habe auch mit dem Chef Streit gehabt. lch habe ihn zwar auch [sic] ar-
beitsunfähigkeits-Gründen beim Rheumatologen frühzeitig zugewiesen, bin aber 
insgesamt für ein psychiatrisches Konsil dankbar, da ich die Beschwerdeflut und 
die teils psychosomatische vermeintliche Ätiologie eher aus Eurer psychiatrischen 
Ecke sehe. 

Diagnose:
1. Diabetes mellitus Typ 2 ED 4/2013 (pos FA)
2. Chronische Prostatitis

3.3 Auf entsprechende Zuweisung hin untersuchte der Rheumatologe Dr.med. 
H.________ (Facharzt Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie) den Be-
schwerdeführer am 24. Juni 2022. Am 4. Juli 2022 berichtete er dem Hausarzt 
(Vi-act. 17):

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Diagnosen

1. Chronische PHS Schultern bds. deutlich rechts betont mit/ bei
• Klinisch subacromiales Impingement

2. Chronisches stark myofaszial dominiertes Panvertebralsyndrom

3. Psychosoziale Krisensituation

4. Chronische Prostatitis mit/bei
• Persistierende Dysurie

Anamnestisch hält Dr.med. H.________ fest, der Beschwerdeführer setze sich 
am Arbeitsplatz seit 35 Jahren [sic] aufopfernd ein, stehe nun in Kündigung. Es 
bestehe deswegen grosse Bitternis, das Gespräch drehe sich zu 70% um seine 
berufliche Tätigkeit und Situation im Rahmen der Kündigung; er sei ausser sich. 
Vor 2 Monaten habe auch eine Dysurie begonnen, zwischenzeitlich als chroni-
sche Prostatitis erklärt. Neu bestünden Schulterschmerzen beidseits und 
Schmerzen im Nackenbereich und lumbalen Bereich, die auch zu Schlafstörun-
gen führten, da er nicht auf der Schulter liegen könne. Zusammenfassend hält 
Dr.med. H.________ fest: 

Zusammenfassend hast Du natürlich mit Deinem Zuweisungsschreiben recht 
[Anm.: dieses liegt nicht in den Akten]. Es besteht eine psychosoziale Krisensitua-
tion, weshalb der Patient auch zunehmende körperliche Beschwerden entwickelt 
hat. So neben der Blasenproblematik, mit offenbar doch Nachweis einer chroni-
schen Prostatitis, auch insbesondere Schulterschmerzen bds. und Schmerzen am 
Achsenskelett.

Es bestehen keine Hinweise auf ein radikuläres Syndrom von Seiten der Wir-
belsäule, die Schulterbeschwerden haben schon ein gewisses subacromiales Im-
pingement bds. Hinzuweisen ist auf einen generalisierten Muskelhartspann und 
selbstverständlich stark überlagernde myofasziale Probleme, welche selbstver-
ständlich auch durch die Stresssituation im Rahmen seiner psychosozialen Aus-
nahmesituation getriggert werden.

Bezüglich Arbeitsfähigkeit äussert Dr.med. H.________, unabhängig vom Bewe-
gungsapparat sei schon rein aufgrund der psychiatrischen Situation eine Arbeits-
unfähigkeit derzeit gerechtfertigt mit Weiterführung durch die psychiatrischen Kol-
legen.

3.4.1  Weiter wurde der Beschwerdeführer auf Zuweisung des Hausarztes hin 
am 7. September 2022 durch den Orthopäden Dr.med. K.________ (Facharzt 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) zur Beur-
teilung schwerpunktmässig der rechten Schulter untersucht (Vi-act. 24). Unter 
Berücksichtigung eines durchgeführten Arthro-CT der rechten Schulter (wegen 
Platzangst des Beschwerdeführers kein MRI) stellte er die Diagnose einer Su-
praspinatussehnenpartialläsion bei subacromialem Impingement der rechten 
Schulter. Der Beschwerdeführer beschreibe glaubhaft bewegungsabhängige als 

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jedoch leider auch nächtliche Schmerzen in der Schulter; er müsse sich regel-
mässig nachts umlagern, um Schlaf zu finden. Es bestehe insgesamt ein erhebli-
cher Leidensdruck, wobei der Patient aufgrund seiner bekannten psycho-
sozialen Situation vorbelastet sei. Im Arthro-CT zeige sich eine Partialläsion der 
Supraspinatussehne schwerpunktmässig gelenkseitig ca. 20-40% des Gesamt-
sehnenvolumens betreffend; keine weiteren Weichteilauffälligkeiten erkennbar. 
Klinisch zu erwähnen sind eine deutliche impingementartige Schmerzprovokation 
bei Innenrotation in den Lendenbereich. Supraspinatussehnen-Tests waren et-
was schwer beurteilbar bei etwas diffuser Schmerzüberlagerung respektive et-
was diffuser Schmerzangabe tendenziell mit eigentlich guter Kraft in Jobe-Posi-
tion. AC-Gelenk moderat druckschmerzhaftig. lmpingement-Tests deutlich posi-
tiv. Krepitationen palpabel. 

Insgesamt sei die Schmerzproblematik sehr schwer einzuschätzen; ohne Zweifel 
sei er durch eine Impingementproblematik geplagt; zudem sei eine Veränderung 
der Supraspinatussehne erkennbar. Dr.med. K.________ empfahl eine suba-
cromiale Infiltrationstestung, als Rückzugsoption eine arthroskopische Sanierung 
mit subacromialer Dekompression. Der Beschwerdeführer habe sich bezüglich 
beider Optionen sehr zurückhaltend und kritisch gezeigt. 

3.4.2 Der Befund des CT Schulter Arthro rechts liegt nicht in den vorinstanzlichen 
Akten, wird aber vom Beschwerdeführer eingereicht (Bf-act. 8). Es erfolgte auf 
Zuweisung von Dr.med. H.________ am 16. August 2022 bei klinischer Angabe 
'klinisch Impingement Schulter rechts / Arbeitsfähigkeit sowie monatig [sic] / So-
nographisch leichte Bursitis, peritendinöse Flüssigkeit um langen Bizepssehne / 
Platzangst' sowie der Fragestellung nach Rotatorenmanschette / Arthrose / ande-
re Pathologie. Dr.med. M.________ (Facharzt Radiologie) berichtete wie folgt:

Befund
Keine wesentliche Omarthrose. Leichtgradige AC-Gelenkarthrose. Polyzystische 
Läsion (12x17mm) am Kopf als über medialseitig, DD intraossäres Ganglion. Kon-
trastmittelabfluss via Supraspinatussehne mit Pooling subakromial. Sonst regel-
rechte Darstellung der Rotatorenmanschette, soweit CT-morphologisch beurteilbar. 
Labrum regelrecht. Kräftige Muskulatur. Keine fettige Atrophie. Keine pathologisch 
vergrösserten Lymphknoten axillär.

Beurteilung
Verglichen mit der Voruntersuchung vom 14.07.2015:
- Persistierender KM-Abfluss nach subacromial bei bekannter, partieller, transmu-

raler Läsion der Supraspinatussehne.
- Leichtgradige AC-Gelenkarthrose

3.5 Am 21. November 2022 beantwortete I.________ in einem psychiatrischen 
Versicherungsbericht Fragen der Vorinstanz (Vi-act. 35). Als Diagnose, welche 
die Arbeitsunfähigkeit begründe, wird eine mittelgradige depressive Episode, ge-

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genwärtig schmerzbegleitet mit Schmerzstörungen und somatischen Beschwer-
den (ICD-10 F32.1) erwähnt. Zudem bestünden auch somatische Beschwerden 
wie eine chronische PHS an den Schultern bds, deutlich rechts betont bei/mit kli-
nisch subacromialem Impingement, ein chronisches stark myofaszial dominiertes 
Panvertebralsyndrom sowie eine chronische Prostatitis mit/bei persistierender 
Dysurie. Der Beschwerdeführer berichtet über Konzentrationsstörungen, Grü-
beln, gehemmtes Denken, eine deutlich gedrückte Stimmung, innere Leere und 
Verlust von lnteressen, einen verminderten Antrieb, starke Unruhe und innere Er-
regtheit, Durchschlafstörungen, Ängste, eine Anhedonie, Libidoverlust, starke 
Ermüdbarkeit sowie einen gesteigerten Appetit. Bei der aktuellen Tätigkeit 
bestünden Einschränkungen durch verminderte Konzentrations- und Merkfähig-
keit, eine erhöhte Reizbarkeit, Defizite des Auffassungsvermögens, sehr rascher 
Erschöpfbarkeit mit phasenweisen starken Schmerzen bei bekannten somati-
schen Auffälligkeiten sowie Problemen, das eigene Leistungsvermögen/Grenzen 
selbständig und richtig einzuschätzen; es bestehe eine grosse Diskrepanz darin, 
was er leisten möchte und zu was er imstande sei. 

Der Beschwerdeführer befinde sich seit dem 26. Juli 2022 mit 1-2-wöchigem 
Rhythmus bei I.________ in Behandlung; die Medikation bestehe in Sertralin 
Mepha Filmtabl 50 mg 1-0-0-0 und Quetiapin Mepha Filmtabl 25 mg 0-0-0-1. Es 
habe eine leichte Verbesserung des Antriebes, der Stimmung und der 
Schlafstörungen erreicht werden können, jedoch nicht ausreichend; die Ein-
schränkungen bestünden weiterhin. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe 
weiterhin. Eine stationäre Behandlung sei nicht indiziert. Zum prognostischen 
Verlauf könne keine detaillierte Stellungnahme abgegeben werden. Die ambulan-
te psychiatrisch/psy-chotherapeutische und medikamentöse Behandlung in re-
gelmässigem 1-2-wö-chigem Rhythmus werde weitergeführt.

3.6 Im Auftrag von I.________ wurde am 19. Januar 2023 ein CT Schädel na-
tiv, arteriell und venös inkl. Carotis durchgeführt bei klinischer Angabe 'mittelgra-
dige depressive Episode, gegenwärtig Schmerz begleitet mit Schmerzstörung 
und somatischen Beschwerden' sowie der Fragestellung nach degenerativen 
Veränderungen, Hirnatrophie, Hippocampus, Amyloidablagerungen, Hirntumor, 
Arterio-sklerose (Vi-act. 47). Das CT zeigte sich bis auf allenfalls geringe Arterio-
sklerose Zeichen im Bereich der linken Karotisbifurkation unauffällig.

3.7 Zur Klärung ihrer Leistungspflicht liess die Vorinstanz die Arbeitsunfähigkeit 
des Beschwerdeführers durch Dr.med. E.________ rheumatologisch und durch 
Dr.med. (BG) G.________ psychiatrisch plausibilisieren (Vi-act. 39, 40, 42, 43).

12

3.7.1  Dr.med. E.________ untersuchte den Beschwerdeführer am 20. Januar 
2023 und berichtete am 30. Januar 2023 (Vi-act. 46). Nach Erhebung der Ana-
mnese und persönlichem Untersuch gelangte er zum Schluss, es seien keine 
oder unklare Diagnosen vorhanden, welche die aktuelle Arbeitsunfähigkeit be-
gründen würden; es bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Aus rein somati-
scher Sicht sei die zuletzt ausgeübte Tätigkeit zumutbar, Überkopfarbeiten soll-
ten vermieden werden, fielen aber gemäss Beschreibung der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit nicht an. Als Begründung führte Dr.med. E.________ an:

Der 51-jährige Versicherte (er sagte, er sei eigentlich bereits 58 Jahre alt! - das 
Geburtsdatum sei ein Fehler) berichtete klar selbst, dass die Arbeitsunfähigkeit 
aufgrund der psychischen Situation attestiert wurde.

In der aktuellen Untersuchung präsentierte der Versicherte bezüglich des Bewe-
gungsapparates Verdeutlichungstendenzen (wie auch den Vorberichten zu ent-
nehmen ist). Tatsächlich objektivierbare signifikante Funktionseinschränkungen 
der Schultergelenke, insbesondere des rechten Schultergelenkes bestehen nicht. 
Die klinische Untersuchung deutet auf eine leichte Impingement-Symptomatik hin, 
welche unter Schonung und unter Therapie keine wesentliche Veränderung zeigte.

Bildgebend wurde eine Supraspinatuspartialläsion bei subacromialem Impinge-
ment der rechten Schulter dargestellt (Arthro-CT Oct 2022). Bei den zuletzt aus-
geübten Arbeitstätigkeiten mussten Überkopf-Tätigkeiten nicht oder nur sehr selten 
ausgeführt werden.

Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ist aus rein somatischer Sicht im angestammten 
Umfang (100% Pensum) zumutbar. 

Aktuell ist nicht zu erwarten, dass durch einen operativen Eingriff eine signifikante 
Besserung der Schulterbeschwerden bzw. der Schulterfunktionen erreicht werden 
kann.

Die übrigen bekannten medizinischen Diagnosen: Diabetes mellitus II (gemäss 
Versichertem aktuell ohne Behandlung) und chronische Prostatitis, haben keinen 
Einfluss auf die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit.

3.7.2  Dr.med. (BG) G.________ untersuchte den Beschwerdeführer am 24. Ja-
nuar 2023 und berichtete am 1. Februar 2023 (Vi-act. 49). Nach Erhebung der 
Anamnese und persönlichem Untersuch gelangte sie zum Schluss, es seien kei-
ne oder unklare Diagnosen vorhanden, welche die aktuelle Arbeitsunfähigkeit 
begründen würden; es bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Dies begründe-
te sie wie folgt:

Die Diagnose ist Anpassungsstörung, mit vorwiegender Störung anderer Gefühle 
(Kränkung, Wut) F43.23. 

Bei der Anpassungsstörung (lCD-10: F 43.2) handelt es sich per definitionem um 
eine gering- bis leichtgradige psychische Störung, die etwa den Schweregrad für 
eine leichte depressive Episode (lCD-10: F32.0), resp. eine Angststörung (lCD-10: 
F40/41) nicht erreicht bzw. das Ausmass einer Angst und depressiven Störung 
gemischt (lCD-10: F41.2) resp. anderen gemischten Angststörungen (lCD-10: 

13

F41.3) nicht übersteigt und begründet eine Arbeitsunfähigkeit nur, wenn sich die 
Anpassungsstörung als Reaktion auf Konflikte am Arbeitsplatz entwickelt hat. Der 
Expl. ist nicht mehr angestellt.

Die Diagnose in dem Arztbericht vom 23.11.2022 mittelgradige depressive Episo-
de, gegenwärtig schmerzbegleitet mit Schmerzstörungen und somatischen Be-
schwerden (lCD-10 F32.1) kann 1. aus dem psychopathologischen Befund, der 
kein psychopathologischer Befund, sondern eine Mischung aus subjektiven Be-
schwerden und objektivem Befund ist: "Der Patient berichtete über Konzentrati-
onsstörungen, Grübeln, gehemmtes Denken, eine deutlich gedrückte Stimmung, 
innere Leere und Verlust von Interessen, einen verminderten Antrieb, starke Unru-
he und innere Erregtheit, Durchschlafstörungen, Ängste, eine Anhedonie, Libido-
verlust, starke Ermüdbarkeit sowie einen gesteigerten Appetit." nicht nachvollzo-
gen werden, 2. es wird eindeutig aus allen Berichten, ein Streit ist der Krankschrei-
bung vorausgegangen, also gibt es einen Auslöser für die Symptomatik, was bei 
einer depressiven Episode nicht der Fall ist. 3. Die Symptomatik erreicht nicht den 
Schweregrad einer affektiven oder Angststörung, 4. es wird nicht nach den Be-
handlungsempfehlungen der SGPP behandelt.

Es gibt viele Diskrepanzen, Unstimmigkeiten, Inkonsistenzen zwischen den Berich-
ten und den Angaben des Expl., z.B. berichtet er von 4 Konsultationen monatlich 
beim Psychiater, der aber von regelmässigen 1 bis 2 wöchentlichen Konsultationen 
berichtet, bei Herrn Dr. E.________ hat er berichtet, er könne aus psychiatrischer 
Sicht nicht mehr arbeiten, bei der Referentin, er könne wegen körperlicher und 
psychischer Beschwerden nicht arbeiten.

3.7.3  Gestützt auf diese Beurteilungen informierte die Vorinstanz den Be-
schwerdeführer am 3. Februar 2023, es seien keine oder unklare Diagnosen vor-
handen, welche die aktuelle Arbeitsunfähigkeit begründen würden; er sei in sei-
nem angestammten Beruf als Arbeiter in der Holzhandlung ab sofort 100% ar-
beitsfähig. Das Taggeld werde noch bis am 10. Februar 2023 geleistet, danach 
eingestellt (Vi-act. 50). 

3.8.1  Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Beschwerdeführer einen 
Bericht von I.________ vom 8. März 2023 ein (Vi-act. 67 S. 2 f.). Demgemäss 
habe der Hausarzt den Beschwerdeführer zur weiteren Beurteilung und ambulan-
ten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung I.________ zugewiesen, 
da er bei ihm über psychische Beschwerden geklagt habe. Er habe sich vom 27. 
Juli bis 6. Dezember 2022 in die Behandlung begeben, die bis dahin wöchentlich 
stattgefunden habe, seither bis auf weiteres im Zweiwochenrhythmus. Während 
der Explorationsgespräche, insbesondere bis zum 6. Dezember 2022, habe sich 
der Beschwerdeführer psychopathologisch in einer deutlich niedergedrückten 
Stimmung mit innerer Leere und Verlust von Interessen, Antriebslosigkeit und 
Müdigkeit, seine alltäglichen Aufgaben zu bewältigen, gezeigt. Zudem grübelnd 
im Denken in Bezug auf seine aktuelle Situation. Er habe vorhandene Durch-
schlafstörungen mit frühem Erwachen geschildet. Zudem sei eine Minderung von 

14

Konzentration, Gedächtnis und Aufmerksamkeit feststellbar gewesen, darüber 
hinaus habe er sich auch verzweifelt mit starker Unruhe und innerer Erregtheit 
gezeigt. Diese Symptome würden alle Kriterien für mindestens eine mittelgradige 
depressive Episode (ICD-10 F32.1) erfüllen, die aus psychiatrischer Sicht eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit herbeiführen würden.

Des Weitern beschrieb I.________ die von Dr.med. (BG) G.________ in Frage 
gestellte Behandlung. Er sei neben zunächst psychiatrisch-psychotherapeuti-
schen Gesprächen auch medikamentös vom 7. November 2022 bis 30. Januar 
2023 mit dem Antidepressivum Sertralin bis 100mg/d 1x1 sowie dem stimmungs-
stabilisierenden und schlafanstossenden Neuroleptikum Quetiapin Mepha Lactab 
25mg/d 1x1 behandelt worden. Bei ungenügend antidepressiver Wirkung und 
Nebenwirkungen sei am 30. Januar 2023 Sertralin auf Duloxetin Mepha Kaps 
30mg, verteilt auf zwei Dosen täglich umgestellt worden, was aktuell mit Que-
tiapin als Tagesmedikation bestehe. Unter dieser Behandlung hätten sich inzwi-
schen die genannten Symptome, besonders die Schlafstörung und Antriebslosig-
keit, leicht gebessert aber nicht vollständig. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit be-
stehe weiterhin eine grosse Diskrepanz darin, was der Beschwerdeführer leisten 
möchte und was er gesundheitlich/psychisch imstande sei zu leisten. Die Ein-
schränkungen bestünden nach wie vor. 

Die Behandlung erfolge somit gemäss Empfehlungen der SGPP. Behandelt wer-
de die Diagnose einer mittelgradig depressiven Episode gesprächstherapeutisch 
und medikamentös lege artis. Aufgrund der Schwere der Symptomatik, die bisher 
nur leicht habe verbessert werden können, sei der Beschwerdeführer weiterhin 
klar vollständig arbeitsunfähig in angestammter als auch angepasster Tätigkeit. 

3.8.2  Am 31. März 2023 nahm Dr.med. (BG) G.________ Stellung zum jüngsten 
I.________-Bericht (Vi-act. 77). Sie hält fest, in der Stellungnahme weise 
I.________ eindeutig darauf hin, dass der Beschwerdeführer an psychosozialen 
Belastungs- und Schmerzstörungen leide. Dr.med. E.________ habe nach sei-
nem Untersuch keine Diagnose gestellt, welche die Schmerzstörung erklären 
würde. Wenn psychosoziale Belastungsfaktoren eine Krankheit auslösen und 
diese nicht die Kriterien einer affektiven oder Angststörung erfüllen würden, wer-
de die Krankheit Anpassungsstörung genannt und im ICD-Katalog F43.2 kodiert. 
Wenn sie als Reaktion auf Konflikte am Arbeitsplatz entstanden sei, sei die Ar-
beitsunfähigkeit arbeitsplatzbezogen. Die Durchschlafstörungen in der 
I.________-Stellung-nahme seien auf die chronische Prostatitis und nicht de-
pressive Symptomatik zurückzuführen. Was die gemäss I.________ lege artis 
durchgeführte Behandlung anbelangte, so verweist Dr.med. (BG) G.________ 
auf die ihres Erachtens bestehenden Unklarheiten hinsichtlich Therapierhythmus 

15

und Medikation hin. Weiter beschreibt sie die Behandlungsempfehlungen der 
SGPP, deren Beachtung ihres Erachtens durch I.________ nicht ausgewiesen 
wird. Die Kriterien für eine mittelgradige depressive Episode sind ihres Erachtens 
nicht erfüllt, die Behandlung sei im Dezember bei fehlender Verbesserung so an-
gepasst worden, dass sich die Sitzungen weiter reduziert hätten und die medi-
kamentöse Behandlung erst nach der Exploration geändert worden sei.

3.9 Schliesslich ist auf die Arbeitssituation des Beschwerdeführers hinzuwei-
sen. C.________ forderte von der Arbeitgeberin eine Arbeitsplatzbeschreibung 
(Vi-act. 12). Dergemäss arbeitete der Beschwerdeführer in einem Vollzeitpensum 
44.5 h/Wo in Tagesbetrieb fix. Es handelte sich bei der Arbeit um einen Steh-
arbeitsplatz mit visueller Kontrolltätigkeit und Bildschirmarbeitsplatz. Angegeben 
wurde weiter Lärm, Wärme und Staubbelastung. Heben wurde mit > 15kg ange-
geben. Weitere besondere Aspekte bezüglich Arbeitszeit und -ort wurden ver-
neint. Als spezielle Anforderungen wurden aufgeführt: Maschinenkenntnisse, 
Holzkenntnisse, Teamgeist. Bei erhöhter Leistung infolge grosser Auftragslage 
erfordert es eine hohe Konzentration und schnelle Reaktion. Alternative Beschäf-
tigungsmöglichkeiten bestünden keine, keine Möglichkeit für einen Schonarbeits-
platz. 

Was die Kündigung anbelangt, so notierte Dr.med. H.________ am 4. Juli 2022, 
der Beschwerdeführer stehe in Kündigung (Vi-act. 17). Die Arbeitgeberin infor-
mierte C.________ am 14. Januar 2023, sie habe dem Beschwerdeführer per 31. 
Januar 2023 gekündigt (Vi-act. 44). Am 1. März 2023 informierte die Arbeitgebe-
rin, J.________ habe die Kündigung nicht anerkannt, man habe ihm erneut eine 
Kündigung per 30. Juni 2023 ausgestellt (Vi-act. 62). Der Beschwerdeführer legt 
die Arbeitgeberbescheinigung zur Arbeitslosenversicherung ins Recht, worin die 
Kündigung vom 1. März 2023 per 30. Juni 2023 bestätigt wird. Als Kündigungs-
grund wird Krankheit angegeben (Bf-act. 6). Ebenso reicht er das Kündigungs-
schreiben vom 1. März 2023 ein (Bf-act. 7). 

4. Der Beschwerdeführer trägt vor, die zwei beratenden Ärzte (Dr.med. 
E.________ und Dr.med. (BG) G.________) hätten lediglich die Arbeitsunfähig-
keit in der angestammten Tätigkeit überprüft, nicht aber, ob ihm eine angepasste 
Tätigkeit aus medizinischer Sicht zumutbar sei (Beschwerde Rz. 15). Auch seien 
sie fälschlicherweise davon ausgegangen, der Beschwerdeführer sei per Ende 
Januar 2023 in keinem Arbeitsverhältnis mehr gestanden, was bei dokumentier-
ter Kündigung per 30. Juni 2023 falsch sei (Beschwerde Rz. 19). Die Vorinstanz 
habe zu Unrecht auf die Berichte dieser beratenden Ärzte abgestellt, da an deren 
Schlussfolgerungen mehr als nur geringe Zweifel bestünden.

16

Die Schlussfolgerung von Dr.med. E.________, wonach keine oder ungenaue 
Diagnosen vorlägen, leuchte nicht ein und sei aktenwidrig. Aus den Vorakten ge-
he klar hervor, dass eine Supraspinatussehnenpartialläsion bei subacromialem 
Impingement Schulter beschrieben werde. Dr.med. E.________ komme völlig 
unbegründet zum Schluss, dass trotz der Schulterverletzung in der angestamm-
ten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Allerdings halte er fest, dass 
Überkopfarbeiten nicht zumutbar seien; warum er die Auffassung vertrete, solche 
würden gar nicht anfallen, sei nicht dargelegt. In der Arbeitsplatzbeschreibung 
werde dies gar nicht abgefragt. Offenbar habe Dr.med. E.________ den Be-
schwerdeführer nicht danach gefragt, hätte er ansonsten erfahren, dass bei der 
Arbeit sehr viele Überkopfarbeiten anfielen, indem schwere Holzelemente von 
hohen Stapeln zu nehmen und nach der Bearbeitung wieder bis über Schulterni-
veau zu stapeln seien. Aufgrund der unbestrittenen Supraspinatussehnenläsion 
sei erstellt, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit nicht 
arbeitsfähig sei und somit mindestens Anspruch auf Taggelder bis 30. Juni 2023 
habe. Zudem äussere sich Dr.med. E.________ auch nicht zu der diagnostizier-
ten leichten AC-Gelenks-arthrose und zu den Rückenbeschwerden. Seine Beur-
teilung sei fehlerhaft und unvollständig und basiere auf unvollständigen Akten, 
liege doch etwa der Bericht von Dr.med. M.________ (vgl. oben E. 3.4.2) nicht in 
den vorinstanzlichen Akten. 

Auch auf die Beurteilung von Dr.med. (BG) G.________ könne nicht abgestellt 
werden. I.________ habe dem Beschwerdeführer aufgrund psychischer Be-
schwerden eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert; dokumentiert sei die 
Diagnose einer depressiven Episode, ggw. schmerzbegleitet mit Schmerzstörung 
und somatischen Beschwerden (ICD-10 F32.1). Der von Dr.med. (BG) 
G.________ erhobene Untersuchungsbefund decke sich mit den von I.________ 
erhobenen Befunden, weshalb es widersprüchlich sei, wenn die beratende Ärztin 
schlussfolgere, dass keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
vorlägen. Sie gehe von einer Anpassungsstörung aus, deren Grund in einem 
Streit am Arbeitsplatz liege. Tatsächlich habe es Meinungsverschiedenheiten am 
Arbeitsplatz gegeben, welche indes nicht primärer Grund der psychischen Be-
schwerden seien. Es habe Probleme mit dem Chef gegeben, weil dieser immer 
Stress gemacht habe, schneller zu arbeiten, wozu der Beschwerdeführer wegen 
den Schulterbeschwerden nicht in der Lage gewesen sei. Dies interpretiere 
Dr.med. (BG) G.________ als Anpassungsstörung, welche ihres Erachtens nur 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe, wenn sie sich als Reaktion auf Kon-
flikte am Arbeitsplatz entwickelt habe. Eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiere 
sie daher nur aufgrund ihrer falschen Annahme, das Arbeitsverhältnis sei been-
det gewesen. Da dieses indes bis am 30. Juni 2023 andauerte, habe bis dahin 

17

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Falsch sei auch die Annahme, 
der Streit sei Grund der Problematik; vielmehr habe der Dauerzustand der Schul-
terbeschwerden und der damit zusammenhängende Konflikt mit der ehemaligen 
Arbeitgeberin zu einer depressiven Episode, der psychischen Beschwerden ge-
führt. Weiter komme Dr.med. (BG) G.________ ihrer Begründungspflicht nicht 
nach; so begründe sie weder ihre Schlussfolgerung, noch ihre Behauptung, der 
Befund der I.________ sei keiner, noch die I.________-Behandlung sei nicht 
nach SGPP erfolgt. Die von Dr.med. (BG) G.________ vorgeworfenen Diskre-
panzen und Unstimmigkeiten in Sachen Termine seien gesucht und nicht nach-
vollziehbar. Zudem habe sie die Untersuchung trotz Sprachschwierigkeiten ohne 
Dolmetscher durchgeführt. Und schliesslich habe der Beschwerdeführer im 
Rahmen des Einspracheverfahrens eine Stellungnahme von I.________ einge-
reicht (vgl. oben E. 3.8.1), worin erneut klar dargelegt werde, dass beim Be-
schwerdeführer aufgrund der deutlich niedergedrückten Stimmung  mit innerer 
Leere und Verlust von Interessen, Antriebslosigkeit und Müdigkeit, wegen der 
Schlafstörungen, Minderung der Konzentration, Gedächtnis und Aufmerksamkeit 
eine mindestens mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1) mit vollstän-
diger Arbeitsunfähigkeit bestehe. Diese differenzierten Einwände der behandeln-
den Fachärzte würden Zweifel an der Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
Beurteilung erwecken, weshalb C.________ die Sache einem externen medizini-
schen Gutachter hätte vorlegen müssen. 

5. Der Beschwerdeführer weist zu Recht auf Mängel in den beiden Beurtei-
lungen der die Vorinstanz beratenden Ärzte hin, so dass Zweifel an deren 
Schlussfolgerungen bestehen.

5.1 Beide Ärzte gehen von der falschen Annahme aus, der Beschwerdeführer 
habe in keinem Anstellungsverhältnis mehr gestanden. Tatsächlich ist ausgewie-
sen, dass die Anstellung noch bis am 30. Juni 2023 andauerte (Bf-act. 7). Nun 
könnte man vertreten, dies sei nicht relevant, da ohnehin beide Ärzte dem Be-
schwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit auch in angestammter Tätigkeit attes-
tierten, was den Schluss zuliesse, dass er seine Tätigkeit wieder hätte aufneh-
men können. Dem ist jedoch vorliegend nicht so. Zum einen führt Dr.med. (BG) 
G.________ aus, es liege eine Anpassungsstörung vor und diese begründe eine 
Arbeitsunfähigkeit nur dann, wenn sie sich als Reaktion auf Konflikte am Arbeits-
platz entwickelt habe, der Beschwerdeführer sei aber nicht mehr angestellt. Da 
diese letzte Annahme offensichtlich nicht zutrifft, ist im Umkehrschluss eine Ar-
beitsunfähigkeit somit nicht ausgeschlossen. Zum andern wiederum sieht 
Dr.med. E.________ die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit als gegeben, 
schliesst dabei einzig Überkopfarbeiten aus, welche gemäss seiner Beurteilung 

18

aber ohnehin nicht vorkommen. Woraus er dies ableitet, erschliesst sich aus sei-
ner Beurteilung nicht. Auf keinen Fall kann dies der Arbeitsplatzbeschreibung (Vi-
act. 12) entnommen werden. Dass dies im Rahmen der Untersuchung abgefragt 
worden wäre, ergibt sich aus den Akten nicht. Der Beschwerdeführer seinerseits 
bestreitet die Aussage und erklärt anhand von ihm zu erledigender Arbeiten, er 
habe sehr wohl regelmässig schwere Arbeiten bis über die Schulter tätigen müs-
sen. Allein schon deshalb bestehen mehr als nur geringe Zweifel an den Beurtei-
lungen, auf welche sich die Vorinstanz in ihrem Entscheid abstützt.

5.2 Zu Recht weist der Beschwerdeführer sodann darauf hin, die Beurteilung 
von Dr.med. E.________ basiere auf unvollständigen Akten. Tatsächlich findet 
sich der Bericht zum Arthro-CT rechte Schulter in den vorinstanzlichen Akten 
nicht; er wurde vom Beschwerdeführer ins Recht gelegt (Bf-act. 8). Dr.med. 
E.________ stellt in seiner Beurteilung einzig auf den Hinweis im Bericht von 
Dr.med. K.________ ab, demgemäss eine Partialläsion der Supraspinatussehne 
schwerpunktmässig gelenksseitig ca. 20-40% des Gesamtsehnenvolumens be-
treffend vorliegt (Vi-act. 24). Dies lässt sich so aber aus dem CT-Bericht vom 16. 
August 2022 nicht lesen. Hingegen lässt sich diesem entnehmen, dass bereits 
eine Voruntersuchung vom 14. Juli 2015 vorliegt, was bislang unberücksichtigt 
blieb. Der Radiologe spricht denn auch von einer bekannten, partiellen, transmu-
ralen Läsion der Supraspinatussehne, mithin von einem ggf. bereits seit länge-
rem bestehenden Zustand, was in der Beurteilung bislang unbeachtet war. Wei-
ter hält der Radiologe eine leichtgradige AC-Gelenksarthrose fest, welche 
Dr.med. E.________ nicht berücksichtigt, da sie in den von ihm erfassten Berich-
ten nicht erwähnt wird. Des Weitern muss aus dem Bericht von Dr.med. 
E.________ geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer über den 7. Sep-
tember 2022 bis zum Untersuchungszeitpunkt weiterhin bei Dr.med. K.________ 
in Behandlung war. Berichte hierzu finden sich in den Akten nicht. Damit aber er-
folgte die Beurteilung von Dr.med. E.________ nicht auf vollständigen Akten, 
weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Beizuziehen sind sowohl diese 
neusten Unterlagen als auch frühere, nachdem offenbar bereits am 14. Juli 2015 
ein bildgebender Befund erhoben wurde (vgl. Bf-act. 8).

5.3 Dr.med. (BG) G.________ nennt als Begründung ihrer Beurteilung u.a., der 
Bericht I.________ enthalte keinen psychopathologischen Befund, es sei eine 
Mischung aus subjektiven Beschwerden und objektivem Befund (Vi-act. 49). Im 
Bericht vom 8. März 2023 formuliert I.________ jedoch nur einen objektiven Be-
fund, indem dargestellt wird, wie sich der Beschwerdeführer präsentiert (deutlich 
niedergedrückte Stimmung mit innerer Leere und Verlust von Interessen, An-
triebslosigkeit und Müdigkeit, seine alltäglichen Aufgaben zu bewältigen, grü-

19

belnd im Denken in Bezug auf seine aktuelle Situation, Feststellung einer Minde-
rung von Konzentration, Gedächtnis und Aufmerksamkeit, verzweifelt mit starker 
Unruhe und innerer Erregtheit). Die präsentierten Symptome erfüllten gemäss 
I.________ alle Kriterien für mindestens eine mittelgradige depressive Episode, 
die aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit herbeiführte 
(Vi-act. 67). Auf diesen Befund geht Dr.med. (BG) G.________ in ihrer Stellung-
nahme vom 31. März 2023 nicht ein, weshalb der Bericht I.________ zumindest 
Zweifel an ihrer Beurteilung zu erwecken vermag.

5.4 Am Rande vermerkt sei zudem die anamnestische Unklarheit bezüglich Al-
ter des Beschwerdeführers. Er äusserte gegenüber Dr.med. E.________, früh-
zeitig in Rente gehen zu wollen, was mit Jahrgang 1971 (vgl. etwa Vi-act. 29) 
ungewöhnlich erscheint. Selber äusserte er aber auch, bereits 58jährig zu sein 
(Vi-act. 46), was nicht weiter überprüft wurde. Eher mit diesem Alter könnte über-
einstimmen, dass die Ehefrau Jahrgang 1968 hat, die Heirat 1984 erfolgt ist und 
das älteste Kind Jahrgang 1988 hat (Vi-act. 29). Dr.med. (BG) G.________ wie-
derum beschreibt den Beschwerdeführer als 'altersentsprechend wirkender 51-
jähriger Mann' (Vi-act. 49). Sowohl hinsichtlich der somatischen Beschwerden als 
auch für die Einordnung der psychischen Gesundheit erscheint es aber nicht un-
wesentlich, das effektive biologische Alter zu berücksichtigen. 

5.5 Damit aber bestehen an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurtei-
lungen der beratenden Ärzte Dr.med. E.________ und Dr.med. (BG) 
G.________ mehr als nur geringe Zweifel, weshalb die Vorinstanz zu Unrecht auf 
diese abgestellt hat. Da diese Beurteilungen mitunter auf unvollständigen Akten 
beruhen, ist sie auch ihrer Untersuchungspflicht ungenügend nachgekommen. 
Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie den entscheid-
relevanten Sachverhalt umfassend abklärt und gestützt hierauf über den Leis-
tungsanspruch des Beschwerdeführers neu entscheidet. 

6.1 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, unabhängig 
davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt, oder ob das entsprechende 
Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (vgl. BGE 137 V 210 E. 
7.1; VGE I 2019 75 vom 16.3.2020 E. 6.2, je mit Hinweisen).

6.2 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

20

6.3 Dem beanwalteten Beschwerdeführer ist zu Lasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG / § 74 Abs. 1 VRP). Die 
Parteientschädigung ist in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechts-
anwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Hono-
rar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthal-
tenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insge-
samt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen.

21

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 26. Mai 2023 aufgehoben und die Sache zur weiteren Sachverhalts-
abklärung und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 9. November 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 22. November 2023