# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 821be6da-1516-51d4-a8b9-189edc3855a8
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.06.2021 II 2021 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-3_2021-06-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 3

Entscheid vom 16. Juni 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch B.________,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand ALV (Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung; KAE)

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Sachverhalt:

A. Die im Juli 2019 gegründete A.________ GmbH bezweckt die Erbringung 
von Dienstleistungen im Bereich der Schönheitspflege, insbesondere der Nagel-
pflege. Sie betrieb ab Oktober 2019 ein Nagelstudio im C.________ (vgl. Vi-act. 
3). 

Am 16. März 2020 reichte die A.________ GmbH bei der Arbeitslosenkasse des 
Kantons Schwyz eine Voranmeldung von Kurzarbeit ab dem 16. März 2020 für 
unbestimmte Dauer ein mit der Begründung, wegen des Corona-Virus bleibe die 
Kundschaft aus (Körperkontakt); zudem fehle auch die Laufkundschaft, da die 
Bevölkerung das C.________ hauptsächlich zum Kauf von Lebensmitteln aufsu-
che (Bf-act. 1). Dem Gesuch lag die Einverständniserklärung der (neben der Ge-
sellschafterin) einzigen für das Studio tätigen Arbeitnehmerin bei (Vi-act. 1).

B. Mit Verfügung vom 26. März 2020 teilte das Amt für Arbeit der A.________ 
GmbH mit, dass die Arbeitslosenkasse die Kurzarbeitsentschädigung (nachfol-
gend KAE) ausrichten könne, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen im 
Rahmen des Massnahmenpaktes zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen er-
füllt seien. Sie könne nun aufgrund dieser Verfügung den Antrag und die Abrech-
nung von KAE bei der Arbeitslosenkasse während maximal sechs Monaten ein-
reichen. Danach sei eine neue Voranmeldung einzureichen (Vi-act. 2). Diese 
Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. In der Folge leistete die Ar-
beitslosenkasse KAE für die Monate März bis Mai 2020 (vgl. Vi-act. 12). 

C. Mit Schreiben vom 13. Juli 2020 forderte die Arbeitslosenkasse die 
A.________ GmbH auf zu begründen, weshalb sie auch ab der Kontrollperiode 
Juni 2020 KAE mit einem anrechenbaren Arbeitsausfall von über 85% abrechnen 
wolle, nachdem seit dem 11. Mai 2020 die Öffnung des Betriebes mit der Locke-
rung der Massnahmen wieder möglich sei. Die Beschwerdeführerin (bzw. die ge-
schäftsführende Gesellschafterin) führte daraufhin sinngemäss aus (Vi-act. 3; 
Eingang bei der Arbeitslosenkasse am 23.7.2020): 

• dass sie als Inhaberin per 11. Mai 2020 den Betrieb wieder aufgenommen 
habe und bei der Angestellten ein Arbeitsausfall weiter bestehe; 

• dass sie - wie diverse andere Unternehmen im C.________ - reduzierte 
Öffnungszeiten und nur nach Terminvereinbarung geöffnet habe; 

• und dass bei mehr gebuchten Terminen die Öffnungszeiten wieder ver-
längert bzw. die Angestellte wieder beschäftigt werden könne.

Am 27. Juli 2020 kontaktierte das Amt für Arbeit die Geschäftsführerin und Ge-
sellschafterin der Beschwerdeführerin telefonisch, erkundigte sich über den 
Grund für die Einschränkung der Öffnungszeiten und informierte sie über den 

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Grundsatz der Schadenminderungspflicht, dabei wurde gemäss der entspre-
chenden Aktennotiz das Fazit gezogen, dass für den Juni 2020 der Arbeitsausfall 
plausibel dargestellt werde. Die Schadenminderungspflicht (insbesondere bezüg-
lich der Öffnungszeiten) müsse in den Folgemonaten im Auge behaltet werden 
(Vi-act. 4). Für den Monat Juni 2020 wurde die KAE ausgerichtet (Vi-act. 12).

D. Am 16. September 2020 verfügte das Amt für Arbeit, dass ein Anspruch auf 
KAE vom 1. Juli 2020 bis zum 31. August 2020 abgelehnt werde. Mit der Kür-
zung der Öffnungszeiten komme die A.________ GmbH der Schadenminde-
rungspflicht nicht nach, da es zumutbar gewesen wäre, die vor dem Lockdown 
geltenden Öffnungszeiten mindestens ab Juli 2020 wieder einzuführen. Weiter 
wird ausgeführt, man habe mit der Gesellschafterin und Geschäftsführerin der 
A.________ GmbH am 2. September 2020 nochmals telefonisch Kontakt aufge-
nommen, nachdem sie auch für den Juli 2020 einen Arbeitsausfall von 87% ge-
meldet habe. Sie habe berichtet, dass sie die Öffnungszeiten im Vergleich zum 
Juni 2020 nicht angepasst habe, sie aber i.d.R. von 09.00 bis 18.00 Uhr im Ge-
schäft anwesend und für Laufkundschaft in dieser Zeit erreichbar sei (Vi-act. 5). 

E. Gegen diese Verfügung liess die A.________ GmbH mit Eingabe vom 
14. Oktober 2020 Einsprache erheben (Vi-act. 6), welche das Amt für Arbeit mit 
Entscheid Nr. 258/20 vom 12. Januar 2021 abwies. 

F. Gegen den Einspracheentscheid lässt die A.________ GmbH mit Eingabe 
vom 11. Februar 2021 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht 
Beschwerde erheben mit folgendem Antrag: 

Der Einsprache-Entscheid 258/20 vom Amt für Arbeit sei aufzuheben.

Das Amt für Arbeit sei anzuweisen, die KAE für die Monate Juli und August 2020 
sei auszurichten. 

Das Amt für Arbeit beantragt mit Vernehmlassung vom 9. März 2021 die Abwei-
sung der Beschwerde. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz 
eingestellt ist, haben Anspruch auf KAE, wenn u.a. der Arbeitsausfall anrechen-
bar ist (Art. 31 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits-
losenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG, SR 837.0) und der 
Arbeitsausfall voraussichtlich vorübergehend ist und erwartet werden darf, dass 
durch Kurzarbeit ihre Arbeitsplätze erhalten werden können (Art. 31 Abs. 1 lit. d 
AVIG). Der Arbeitsausfall ist anrechenbar, wenn er auf wirtschaftliche Gründe 

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zurückzuführen und unvermeidbar ist (Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG) und je Abrech-
nungsperiode mindestens 10 Prozent der Arbeitsstunden ausmacht, die von den 
Arbeitnehmern des Betriebes insgesamt normalerweise geleistet werden (Art. 32 
Abs. 1 lit. b AVIG). Der Bundesrat regelt für Härtefälle die Anrechenbarkeit von 
Arbeitsausfällen, die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind (Art. 32 
Abs. 3 AVIG). In Ausübung dieser Regelungskompetenz hat der Bundesrat in 
Art. 51 Abs.1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; 
SR 837.02) statuiert, dass Arbeitsausfälle, die auf behördliche Massnahmen oder 
andere nicht vom Arbeitgeber zu vertretende Umstände zurückzuführen sind, an-
rechenbar sind, wenn der Arbeitgeber sie nicht durch geeignete, wirtschaftlich 
tragbare Massnahmen vermeiden oder keinen Dritten für den Schaden haftbar 
machen kann. Als behördliche Massnahmen, welche zu anrechenbaren Arbeits-
ausfällen führen, gelten beispielsweise Ein- und Ausfuhrverbote, Kontingentie-
rungen von Rohstoffen, Sperrungen von Zufahrtswegen oder Einschränkungen 
der Energieversorgung (Art. 51 Abs. 2 AVIV). Durch die Behörde ergriffene  
Massnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie fallen ebenfalls un-
ter die Sonderregelung von Art. 32 Abs. 3 AVIG und Art. 51 AVIV. Dies gilt auch 
für Massnahmen, die nur einzelne Branchen betreffen und für Massnahmen, die 
von kantonalen oder kommunalen Behörden angeordnet wurden (vgl. Weisung 
Nr. 2021/07 "Sonderregelung aufgrund der Pandemie" des Staatssekretariats für 
Wirtschaft, SECO, vom 20.4.2021, S. 10 f.).

Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall insbesondere dann, wenn er durch be-
triebsorganisatorische Massnahmen wie Reinigungs-, Reparatur- oder Unter-
haltsarbeiten sowie andere übliche und wiederkehrende Betriebsunterbrechun-
gen oder durch Umstände verursacht wird, die zum normalen Betriebsrisiko des 
Arbeitgebers gehören (Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG) oder wenn er branchen-, berufs- 
oder betriebsüblich ist oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen ver-
ursacht wird (Art. 33 Abs. 1 lit. b AVIG). Damit will das Gesetz vor allem regel-
mässig wiederkehrende Arbeitsausfälle von der KAE ausschliessen (ARV 1997 
Nr. 12 S. 65, mit Verweisen). 

1.2 Die Rechtsprechung legt den Begriff der wirtschaftlichen Gründe in Berück-
sichtigung des präventiven Charakters der KAE weit aus und versteht darunter 
sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Gründe insgesamt und nicht nur den 
Rückgang der Nachfrage nach den normalerweise von einem Betrieb angebote-
nen Gütern und Dienstleistungen (Urteil BGer 8C_549/2017 vom 20.12.2017 
Erw. 3.2 m.H.; BGE 128 V 305 Erw. 3a; Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, 
in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 
2016, S. 2410 Rz. 479 f.). Gemäss Weisung Nr. 2021/07 des Seco vom 20. April 

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2021 ("Sonderregelungen aufgrund der Pandemie") kann eine Pandemie auf-
grund des jähen Auftretens, des Ausmasses und der Schwere nicht als norma-
les, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a 
AVIG betrachtet werden, selbst wenn unter Umständen jeder Arbeitgeber davon 
betroffen sein kann. Demnach sind Arbeitsausfälle aufgrund rückläufiger Nach-
frage nach Gütern und Dienstleistungen, die auf die Pandemie zurückzuführen 
sind, in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG anrechenbar. Der Arbeitgeber 
muss jedoch glaubhaft darlegen können, dass die in seinem Betrieb zu erwar-
tenden Arbeitsausfälle auf das Auftreten der Pandemie zurückzuführen sind 
(analog bereits die der Version vom 20.4.2021 vorangehenden Weisungen des 
Seco betr. "Sonderreglungen aufgrund der Pandemie"). 

Der auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführende Arbeitsausfall muss unver-
meidbar gewesen sein. Diese kumulativ erforderliche Voraussetzung ist Aus-
druck der Schadenminderungspflicht. Vom Arbeitgeber kann verlangt werden, 
dass er zumutbare Vorkehren zur Abwendung des Arbeitsausfalls trifft. Vermeid-
bar ist die Kurzarbeit jedoch nicht bereits deshalb, weil der Arbeitgeber ihr durch 
Personalentlassungen hätte vorbeugen können. Vielmehr muss sich die Annah-
me der Vermeidbarkeit des Arbeitsausfalls auf hinreichend konkrete Gründe stüt-
zen und die Verwaltung muss geeignete zumutbare Massnahmen nennen, die 
der Arbeitgeber zu ergreifen unterlassen hat (Nussbaumer, a.a.O., S. 2410 f. 
Rz. 480 m.H.; Pra 77 Nr. 26). 

1.3 Die KAE hat die präventive Funktion, Ganzarbeitslosigkeit, d.h. Entlassun-
gen zu verhindern und Arbeitsplätze zu erhalten. Neben sozialen und wirtschaft-
lichen Überlegungen spielen dabei auch finanzielle Interessen der ALV mit hin-
ein, weil Ganzarbeitslose höhere Kosten verursachen. Die Erhaltung der Arbeits-
plätze liegt aber auch im Interesse des Arbeitgebers, indem der Produktions-
apparat über die Zeit der Kurzarbeit hinweg intakt und die Stammbelegschaft er-
halten bleiben kann (Nussbaumer, a.a.O., S. 2401 Rz. 566, BGE 123 V 234 
Erw. 7a m.H.). 

Indessen ist nicht zu verkennen, dass die gesetzliche Regelung der KAE sich am 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit orientiert und somit nicht jede Verkürzung 
oder Einstellung der Arbeitszeit entschädigt (vgl. Art. 31-35 AVIG). Überdies ist 
zu beachten, dass das Institut der KAE - entsprechend dem aus Art. 31 BV her-
vorgehenden Grundsatz der Wettbewerbsneutralität (vgl. BGE 121 I 134 f. 
Erw. 3d) - dort seine Grenzen findet, wo es zur Erhaltung nicht mehr dem Markt 
entsprechender Betriebsstrukturen eingesetzt wird (ARV 1985 Nr. 17 S. 109; 
ALV-Praxis 92/2). Auch die Bestimmungen des AVIG sind in diesem Sinne ver-
fassungskonform auszulegen (vgl. BGE 120 Ia 290 Erw. 2b; 119 V 130 Erw. 5b; 

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Rhinow/Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungs-
band, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 24 S. 76 ff.).

2. Vorliegend ist der Anspruch auf KAE für die Periode März 2020 bis und mit 
Juni 2020 unbestritten. Umstritten ist einzig eine Anspruchsberechtigung für die 
Monate Juli und August 2020. 

Im Einspracheentscheid begründet das Amt für Arbeit die Ablehnung des An-
spruches auf KAE für die Monate Juli und August 2020 damit, dass die Gesuch-
stellerin mit der Kürzung der Öffnungszeiten ihrer Schadenminderungspflicht 
nicht nachgekommen sei, obwohl sie darauf anlässlich des Telefongesprächs 
vom 27. Juli 2020 aufmerksam gemacht worden sei. Mit der Einschränkung der 
Öffnungszeiten habe sich die A.________ GmbH die Möglichkeit genommen, ih-
re Dienstleistungen den Kunden anzubieten und dadurch habe man sich der 
Möglichkeit beraubt, die Mitarbeiterin im vorgesehenen Pensum zu beschäftigen. 
Die A.________ GmbH habe somit nicht alle zumutbaren Vorkehrungen getrof-
fen, um den der Arbeitslosenversicherung entstehenden Schaden zu vermeiden 
oder zu mindern. Die Öffnungszeiten hätten wie vor der Covid-19-Pandemie 
ausgestaltet werden müssen. 

3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, mit der Verfügung vom 26. März 
2020 sei die Ausrichtung von KAE für maximal sechs Monate gutgeheissen wor-
den. Mit Verfügung vom 16. September 2020 sei diese Verfügung dann rückwir-
kend und ohne vorherige Ankündigung teilweise aufgehoben worden. Die Inha-
berin der Firma habe darauf vertraut, KAE für die einzige Angestellte für die Mo-
nate Juli und August 2020 zu erhalten. In der Einsprache führt sie diesbezüglich 
aus, dass man der Mitarbeiterin ohne Aussicht auf KAE früher gekündigt hätte. 

3.2 Beabsichtigt ein Arbeitgeber, für seine Arbeitnehmer KAE geltend zu ma-
chen, so muss er dies der kantonalen Amtsstelle mindestens zehn Tage vor Be-
ginn der Kurzarbeit schriftlich voranmelden. Der Bundesrat kann für Ausnahme-
fälle kürzere Voranmeldefristen vorsehen. Die Voranmeldung ist zu erneuern, 
wenn die Kurzarbeit länger als drei Monate dauert (Art. 36 Abs. 1 AVIG). Der Ar-
beitgeber muss in der Voranmeldung angeben: a) die Zahl der im Betrieb be-
schäftigten und die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer; b) Aus-
mass und voraussichtliche Dauer der Kurzarbeit und c) die Kasse, bei der er den 
Anspruch geltend machen will (Art. 36 Abs. 2 AVIG). Der Arbeitgeber muss in der 
Voranmeldung die Notwendigkeit der Kurzarbeit begründen und anhand der 
durch den Bundesrat bestimmten Unterlagen glaubhaft machen, dass die An-
spruchsvoraussetzungen nach den Art. 31 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG 
erfüllt sind. Die kantonale Amtsstelle kann weitere zur Prüfung nötige Unterlagen 

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einverlangen (Art. 36 Abs. 3 AVIG). Hält die kantonale Amtsstelle eine oder meh-
rere Anspruchsvoraussetzungen für nicht erfüllt, erhebt sie durch Verfügung Ein-
spruch gegen die Auszahlung der Entschädigung. Sie benachrichtigt in jedem 
Fall den Arbeitgeber und die von ihm bezeichnete Kasse (Art. 36 Abs. 4 AVIG). 

Gemäss Art. 38 Abs. 1 AVIG macht der Arbeitgeber in der Folge den Entschädi-
gungsanspruch seiner Arbeiter innert dreier Monate nach Ablauf jeder Abrech-
nungsperiode bei der Arbeitslosenkasse geltend (Art. 38 Abs. 1 AVIG). Der Ar-
beitgeber reicht der Kasse dazu die für die weitere Beurteilung der Anspruchsbe-
rechtigung und die für die Berechnung der Entschädigung erforderlichen Unterla-
gen ein (Art. 38 Abs. 2 lit. a AVIG; von der Einreichung weiterer im Gesetz vorge-
sehenen Unterlagen sind die Arbeitgeber gestützt auf Art. 7 der Verordnung über 
Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit 
dem Coronavirus, Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung, SR 837.033, 
aktuell dispensiert). Die Arbeitslosenkasse prüft dann die persönlichen Voraus-
setzungen nach Art. 31 Abs. 3 AVIG (d.h. ob die angemeldeten Arbeitnehmer 
anspruchsberechtigt sind) sowie die Voraussetzungen nach Art. 32 Abs. 1 lit. b 
(d.h. ob ein anrechenbarer Arbeitsausfall von mindestens 10 Prozent der Ar-
beitsstunden je Abrechnungsperiode vorliegt; vgl. Art. 39 Abs. 1 AVIG). Sofern 
alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und kein Einspruch der kantonalen 
Amtsstelle vorliegt, vergütet die Kasse dem Arbeitgeber die rechtmässig ausge-
richtete KAE (vgl. Art. 39 Abs. 2 AVIG). 

3.3 Die kantonalen Amtsstellen prüfen somit die Voranmeldungen der Betriebe 
für KAE und entscheiden grundsätzlich über die Anrechenbarkeit des Arbeitsaus-
falles. Dies ist vorliegend im Rahmen des Erlasses der Verfügung des Amtes für 
Arbeit vom 26. März 2020 erfolgt. Das Amt für Arbeit hat in der Verfügung vom 
26. März 2020 ausgeführt, dass mit der Voranmeldung für die Dauer von maxi-
mal 6 Monaten KAE geltend gemacht werden könne. Sofern die übrigen An-
spruchsvoraussetzungen im Rahmen des Massnahmenpakets zur Abfederung 
der wirtschaftlichen Folgen erfüllt seien, könne die Arbeitslosenkasse KAE aus-
richten. Die Gesuchstellerin könne nun aufgrund dieser Verfügung den Antrag 
und die Abrechnung von KAE bei der erwähnten Arbeitslosenkasse einreichen 
und die Entschädigung damit geltend machen (Vi-act. 2). 

Die Auszahlung der KAE erfolgt dann durch die Arbeitslosenkasse, welche ihrer-
seits die Anspruchsberechtigung zu prüfen hat. Vor der Vergütung der KAE prüft 
die Kasse somit die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 31 Abs. 3 und Art. 32 
Abs. 1 lit. b AVIG, das Vorhandensein eines allfälligen Einspruchs und alle von 
der kantonalen Amtsstelle im Voranmeldeverfahren zu prüfenden Anspruchsvor-
aussetzungen (Art. 39 Abs. 1 und 2 AVIG). Sofern alle Anspruchsvoraussetzun-

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gen erfüllt sind und kein Einspruch vorliegt, nimmt sie die Auszahlung vor (Nuss-
baumer in: SBVR, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3.Aufl., N Rz. 525). Der Um-
stand, dass die kantonale Amtsstelle keinen Einspruch erhebt, ändert mithin 
nichts daran, dass die nachfolgend mit dem Anspruch konfrontierte Arbeitslosen-
kasse ihrerseits in jedem einzelnen Fall das Vorliegen der Anspruchsvorausset-
zungen prüft (vgl. Urteil BGer C 110/04 vom 24.8.2005 Erw. 1.2). Verzichtet die 
kantonale Amtsstelle (vorerst) auf einen Einspruch, begründet dies noch keinen 
unmittelbaren Anspruch auf die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung.

3.4 In casu war die Prüfung des Vorliegens der Anspruchsvoraussetzungen 
trotz initial fehlendem Einspruch des Amtes für Arbeit auch deshalb erforderlich, 
weil sich seit Erlass der Verfügung des Amtes für Arbeit vom 26. März 2020 die 
Verhältnisse massgeblich geändert haben. Der Betrieb der Beschwerdeführerin 
gehört zu jenen Dienstleistungseinrichtungen mit engem Kundenkontakt, welche 
mit Art. 6 Abs. 2 der Verordnung 2 vom 13. März 2020 über Massnahmen zur 
Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19-Verordnung 2, Fassung vom 16. März 
2020) mit dem Lockdown im März 2020 geschlossen wurden. Mit der Lockerung 
der Massnahmen konnten u.a. Coiffeur- und Kosmetikbetriebe - worunter auch 
der Betrieb der Beschwerdeführerin fällt - ab dem 27. April 2020 ihren Betrieb un-
ter Einhaltung eines Schutzkonzeptes wieder öffnen. Im Zeitpunkt des Erlasses 
der Verfügung vom 26. März 2020 war nicht absehbar, wie lange diese Betriebe 
gestützt auf behördliche Massnahmen geschlossen sein werden und damit ein 
anrechenbarer Arbeitsausfall anfallen wird. Entsprechend hat die Beschwerde-
führerin in ihrer Voranmeldung der Kurzarbeit auch die voraussichtliche Dauer 
nicht terminiert, was in Art. 36 Abs. 2 lit. b AVIG grundsätzlich verlangt wird 
und  wovon auch mit der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung (SR 
837.033, vgl. Stand 9.4.2020 mit Wirkung ab 1.3.2020) nicht dispensiert worden 
ist. Das Amt für Arbeit und die Arbeitslosenkasse haben dies akzeptiert, entspre-
chend wurde allerdings nie eine feste Dauer der Anspruchsberechtigung verfügt, 
obwohl in der AVIG-Praxis KAE des Seco (Version Januar 2021) vorgesehen ist, 
dass die kantonale Amtsstelle Kurzarbeit jeweils höchstens für 3 Monate bewilli-
gen darf (vgl. Art. 36 Abs. 1 AVIG, wonach die Voranmeldung nach 3 Monaten 
Kurzarbeit zu erneuern ist, was indes mit Art. 8c Covid-19-Verordnung Arbeits-
losenversicherung [Stand 25.3.2020] auf 6 Monate verlängert wurde). Es wurde 
in casu mithin sachlich nachvollziehbar über keinen zeitlich abgeschlossenen 
Sachverhalt entschieden. In der Verfügung vom 26. März 2020 wird einzig auf 
die maximale Gültigkeitsdauer der eingereichten Voranmeldung hingewiesen und 
darauf aufmerksam gemacht, dass bei einer Geltendmachung von KAE über den 
zeitlichen Rahmen von sechs Monaten hinaus eine neue Voranmeldung einzu-
reichen ist. 

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Das Seco hat im Rahmen der schrittweisen Lockerungen der Pandemie-Mass-
nahmen denn auch seine Weisungen an die kantonalen Arbeitsämter und die Ar-
beitslosenkassen betreffend die "Sonderregelungen aufgrund der Pandemie" an-
gepasst. Während der blosse Hinweis auf die Pandemie zunächst genügte als 
Begründung für die Geltendmachung von KAE, genügte dieser Hinweis auf die 
Pandemie mit der schrittweisen Lockerung nicht mehr für die Begründung eines 
Anspruchs auf KAE. In der Weisung Nr. 2020/08 vom 1. Juni 2020 (S. 5 f.) wurde 
entsprechend festgehalten, dass mit der schrittweisen Lockerung für die betrof-
fenen Betriebe in den meisten Fällen die behördliche Massnahme als Begrün-
dung entfalle. Der Betrieb müsse also grundsätzlich wieder aufgenommen wer-
den, sobald es erlaubt sei. Diese Voraussetzung sei Ausdruck der Schadenmin-
derungspflicht. Verschiedene Konstellationen wurden allerdings als Ausnahmen 
genannt (z.B. wenn ein Betrieb die Verhaltens- und Hygienemassnahmen nicht 
einhalten kann und deshalb geschlossen bleiben muss, wenn aufgrund der gel-
tenden Massnahmen zum Gesundheitsschutz nur ein Teil der Arbeitnehmer wie-
der beschäftigt werden kann oder wenn aus wirtschaftlichen Gründen nur ein Teil 
der Arbeitnehmenden wieder beschäftigt werden kann). In Anhang 1 zur Wei-
sung 2020/08 führt das Seco unter Hinweis auf die schrittweisen Lockerungen 
deshalb aus, dass für den Monat Mai 2020 infolge der schrittweisen Öffnung 
überwiegend KAE-Abrechnungen mit einem Arbeitsausfall von weniger als 100% 
der normalen betrieblichen Arbeitszeit zu erwarten seien. Diejenigen Betriebe die 
dennoch einen Arbeitsausfall von über 85% geltend machen würden, sollten 
deshalb mit einem Schreiben darüber informiert werden, dass eine weitere Ab-
rechnung der KAE in dieser Höhe für die folgenden Abrechnungsperioden 
grundsätzlich nicht mehr akzeptiert werde. Die Arbeitslosenkassen werden an-
gewiesen, Fälle, in denen 85% und mehr des Arbeitsausfalls ab der Abrech-
nungsperiode Juni 2020 abgerechnet würden, sofern diese nicht plausibilisiert 
seien, an die zuständige kantonale Amtsstelle zur Prüfung zu übergeben. Diese 
Betriebe seien aufzufordern, bei Abrechnungen von 85% und mehr des Arbeits-
ausfalls, eine Begründung zu liefern und die Begründung mit geeigneten betrieb-
lichen Unterlagen zu untermauern. Unabhängig von dieser Fallkonstellation habe 
die Arbeits-losenkasse bei auffälligen Abrechnungen unterhalb des Schwellen-
wertes wie bisher die notwendigen Abklärungen zu treffen. Die kantonale Amts-
stelle prüfe dann, ob sie aufgrund der neuen Erkenntnisse wiedererwägungswei-
se oder im Rahmen einer prozessualen Revision auf ihren bisherigen Entscheid 
zurückkommen müsse. Gegebenenfalls sei der Anspruch auf KAE für die betrof-
fene Abrechnungsperiode per beschwerdefähiger Verfügung zu verneinen. 

3.5 Vorliegend sind die Arbeitslosenkasse und die Vorinstanz als kantonale 
Amtsstelle diesem Vorgehen gefolgt. Für den Mai 2020 wurde ohne weitere Ab-

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klärung die beantragte KAE (mit einem geltend gemachten Arbeitsausfall von 
69.19%) ausbezahlt (vgl. Vi-act. 12). Mit Gesuch vom 6. Juli 2020 wurde von der 
Beschwerdeführerin die Ausrichtung von KAE für den Monat Juni 2020 geltend 
gemacht, wobei ein Arbeitsausfall von 90.59% deklariert wurde (vgl. Vi-act. 12). 
Daraufhin hat die Arbeitslosenkasse die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 
13. Juli 2020 (Vi-act. 3) darüber orientiert, dass mit den Lockerungsmassnahmen 
der Betrieb wieder aufgenommen werden müsse. Werde dennoch ein Arbeits-
ausfall von über 85% geltend gemacht - wie das vorliegend der Fall sei - sei dies 
detailliert zu begründen. Dabei wurde der Gesuchstellerin ein Fragebogen zur 
Beantwortung unterbreitet. Die Beschwerdeführerin beantwortete daraufhin die 
unterbreiteten Fragen und hielt fest, dass sie den Betrieb ab 11. Mai wieder auf-
genommen habe, jedoch reduzierte Öffnungszeiten habe und nur nach Termin-
vereinbarung geöffnet habe (Vi-act. 3). Das Amt für Arbeit hat daraufhin telefo-
nisch Kontakt mit der Geschäftsführerin (und Gesellschafterin) der Beschwerde-
führerin aufgenommen und kam danach zum Schluss, dass eine Verletzung der 
Schadenminderungspflicht nicht vorliege. Es sei glaubhaft, dass bei der angebo-
tenen Dienstleistung mit Körperkontakt ein Nachfrage-Einbruch erfolgt sei. Die 
Situation werde zusätzlich dadurch verschärft, dass der Betrieb erst im Oktober 
2019 eröffnet worden sei. Für den Monat Juni 2020 wurde deshalb ein Anspruch 
bejaht, die Schadenminderungspflicht ("insbesondere bezüglich den Öffnungs-
zeiten") sei in den Folgemonaten aber im Auge zu behalten (Vi-act. 4). 

Für den Monat Juli 2020 machte die Beschwerdeführerin wiederum ein Arbeits-
ausfall von 87.72% (Antrag vom 7.8.2020) und für den Monat August von 48.46% 
(Antrag vom 1.9.2020) geltend. Mit Verfügung vom 16. September 2020 hat das 
Amt für Arbeit die Anspruchsberechtigung für diese Monate verneint. 

Insgesamt sind die Arbeitslosenkasse und das Amt für Arbeit somit den Vorga-
ben und Weisungen des Seco gefolgt und das Amt für Arbeit hat mit Verfügung 
vom 16. September 2020 aufgrund der geänderten Umstände (Aufhebung bzw. 
Lockerung der Massnahmen zur Eingrenzung der Pandemie) eine Anspruchsbe-
rechtigung für die Monate Juli und August 2020 verneint. 

Dieses Vorgehen ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Die Verfügung 
vom 26. März 2020 begründet für sich keinen Anspruch auf Auszahlung der KAE 
bis zum Ende der maximalen Gültigkeitsdauer der Voranmeldung. Das Gesetz 
sieht vor, dass die Arbeitslosenkasse vor der Auszahlung der KAE zu prüfen hat, 
ob die Voraussetzungen erfüllt sind und sie nur bejahendenfalls die Auszahlung 
zu veranlassen hat. Da sie die Erfüllung der Voraussetzungen in casu nicht mehr 
als erfüllt erachtete, überwies sie die Sache korrekt zur neuen Prüfung an die 
kantonale Amtsstelle. Diese war im Übrigen auch gestützt auf Art. 17 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

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SR 830.1 vom 6.10.2000) zur Anpassung der Verfügung befugt (vgl. so auch ex-
plizit VerwG SG AVI 2009/54 vom 16.3.2010). Art. 17 ATSG sieht vor, dass Ren-
ten und andere Dauerleistungen herabzusetzen oder aufzuheben sind, wenn sich 
der Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat. Anlass zur Revision in die-
sem Sinn gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
(BSK ATSG, Dormann, Art. 25 Rz. 28). Es ist dabei grundsätzlich von einem wei-
ten Begriff der Dauerleistung auszugehen, der jede periodisch zu erbringende 
Leistung erfasst (Kieser, ATSG-Kommentar, 4.A., Art. 17 Rz. 81). Sobald sich ein 
leistungsbegründender Sachverhalt während der laufenden Leistung verändern 
kann, muss eine Leistungsanpassung möglich sein (Schlauri, Anpassung von 
Dauerleistungen, in: Schaffhauser/Schlauri, Sozialversicherungsrechtstagung 
2008, a.a.O., S. 104). Massgebend für die Qualifikation einer Leistung als Dauer-
leistung ist, dass die Leistung nicht als Einmalleistung und nicht als rückwirkend 
befristete Leistung verfügt wurde, sowie, dass die verfügte Leistung eine gewisse 
prospektive zeitliche Dimension aufweist (Schlauri, a.a.O., S. 100). 

Auch wenn die maximale Dauer des Leistungsbezuges in casu aufgrund der zeit-
lich beschränkten Gültigkeit der Voranmeldung bestimmbar ist, handelt es sich 
beim anrechenbaren Arbeitsausfall als Grundlage für die Ausrichtung von KAE 
doch um einen offenen Dauersachverhalt, der - zumindest wenn wie vorliegend 
aus nachvollziehbaren Gründen von der kantonalen Amtsstelle nicht ein absch-
liessend definierter Zeitraum für die Anspruchsberechtigung festgelegt worden ist 
- wegen Tatsachenentwicklungen anpassbar sein muss (vgl. Schlauri, a.a.O., 
S. 104). Die Aufhebung bzw. schrittweise Lockerung der behördlichen Mass-
nahmen zur Eingrenzung der Pandemie und die damit einhergehende Möglich-
keit für Kosmetiksalons, den Betrieb ab 27. April 2020 wieder offen zu halten, 
stellt wie bereits erwähnt eine nachträglich erhebliche Veränderung des Sach-
verhaltes dar, welche es dem Amt für Arbeit erlaubte, mit Verfügung vom 
16. September 2020 auf die Verfügung vom 26. März 2020 zurückzukommen, 
wobei eine Änderung auf den Zeitpunkt der Sachverhaltsveränderung zulässig ist 
(vgl. Schlauri, a.a.O., S. 111); zu Gunsten der Beschwerdeführerin wurde die 
Ausrichtung der KAE nicht bereits ab dem Zeitpunkt der möglichen Betriebsöff-
nung sondern erst ab Juli 2020 verfügt. 

Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass es zulässig war, mit der Verfü-
gung vom 16. September 2020 auf die Verfügung vom 26. März 2020 zurückzu-
kommen. 

4.1 In materieller Hinsicht bestreitet die Beschwerdeführerin eine Verletzung 
der Schadenminderungspflicht. Diese sei durch den Umstand, dass Termine nur 
noch auf Voranmeldung angeboten worden seien, nicht verletzt worden. Man ha-

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be so das Kundenaufkommen planen wollen, was Teil des Schutzkonzepts ge-
wesen sei. Die Pandemie habe in der Branche schweizweit zu einem Kunden-
rückgang geführt, was ein erst kurz vor der Pandemie eröffnetes Nagelstudio 
verstärkt gespürt habe. Eine Verlängerung der Öffnungszeiten hätte keine zu-
sätzliche Arbeit für die einzige Arbeitnehmerin gebracht, weil die Geschäftsführe-
rin alle Aufträge selbständig habe ausführen können. 

4.2 Wie bereits erwähnt stellt das Auftreten einer Pandemie kein normales, 
vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a 
AVIG dar. Arbeitsausfälle aufgrund rückläufiger Nachfrage nach Gütern und 
Dienstleistungen, die auf die Pandemie zurückzuführen sind, sind in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 1 lit. a AIVG anrechenbar (vgl. Weisung Nr. 2021/07 "Sonder-
regelungen aufgrund der Pandemie" des Staatsekretariats für Wirtschaft [SECO] 
in der aktuellen Version vom 20.4.2021 oder analog Weisung Nr. 2020/10 vom 
22.7.2020). 

Gemäss der SECO-Weisung "Sonderregelung aufgrund der Pandemie" (sowohl 
in der im Verfügungszeitpunkt vom 16. September 2020 geltenden Fassung vom 
22. Juli 2020 [Weisung 2020/10] als auch in der aktuell geltenden Fassung vom 
20. April 2021 [Weisung 2021/07]) entfällt allerdings - wie bereits erwähnt - mit 
der schrittweisen Lockerung für die betroffenen Betriebe in den meisten Fällen 
die behördliche Massnahme als Begründung eines Anspruches auf KAE. Es 
werden allerdings diverse Ausnahmen aufgeführt (Weisung 2020/10 S. 9 f.; Wei-
sung 2021/07 S. 15). So besteht grundsätzlich weiterhin ein Anspruch auf KAE, 
wenn ein Betrieb aufgrund der weiterhin geltenden Massnahmen zum Gesund-
heitsschutz nur einen Teil der Arbeitnehmenden wieder beschäftigen kann. Dann 
ist der Anspruch auf KAE für Arbeitsausfälle von Arbeitnehmenden gegeben, die 
nur teilweise oder nicht beschäftigt werden können. Im Weiteren besteht weiter-
hin ein Anspruch auf KAE, wenn ein Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen nur ei-
nen Teil der Arbeitnehmenden wieder beschäftigen kann.

4.3 Umsatzeinbussen oder auch eine ungenügende Nachfrage sind nicht 
gleichzustellen mit Arbeitsausfallstunden und stellen für sich alleine keine Grund-
lage für die Ausrichtung von KAE dar (vgl. VGE II 2020 108 vom 1.2.2021 Erw. 
2.1 und 2.2). Kann aber das Personal oder ein Teil davon nicht arbeiten, weil 
wirtschaftliche Gründe, verursacht durch die Pandemie selbst oder durch für Drit-
te geltende Massnahmen, eine Beschäftigung realistischerweise nicht gerecht-
fertigt hätten, besteht ein Anspruch auf KAE (VGE II 2020 108 vom 1.2.2021 
Erw. 3.5). Im zitierten Entscheid hat das Gericht auch festgehalten (Erw. 3.5.3), 
dass ein Anspruch auf KAE nicht per se ausgeschlossen ist, wenn ein Betrieb 
zwar wiedereröffnet worden ist, jedoch zu reduzierten Öffnungszeiten. Dies müs-

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se nicht in jedem Fall einen Verstoss gegen die Schadenminderungspflicht dar-
stellen. Die Reduktion der Öffnungszeiten müsse aber überwiegend wahrschein-
lich auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen sein und es müsse plausibel 
sein, dass ein Betrieb während den gekürzten Stunden realistischerweise nicht 
wirtschaftlich geführt werden könne. 

4.4 In der Weisung des Seco "Sonderregelungen aufgrund der Pandemie" 
(neueste Version Nr. 2021/07 vom 20.4.2021) wird auch auf die Situation von 
neu gegründeten Betrieben Bezug genommen (S. 10). Es wird diesbezüglich 
ausgeführt, für neugegründete Betriebe könne eine Pandemie ebenfalls nicht als 
normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im Sinne von Art. 33 
Abs. 2 lit. a AVIG betrachtet werden. Demnach seien Arbeitsausfälle aufgrund 
rückläufiger Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, welche auf die Pan-
demie zurückzuführen seien, in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG anre-
chenbar, obschon das Unternehmen sich in der Anlaufphase befinde. Die in der 
AVIG-Praxis KAE des Seco Erw. D4 aufgestellte Regel, wonach bei neu gegrün-
deten Betrieben ein Auftragsmangel während der Anlaufphase, d.h. während ca. 
2 Jahren durchaus üblich sei, weshalb die Arbeitsausfälle zum normalen Be-
triebsrisiko zu zählen seien, sei nicht anzuwenden. Anders wäre der Sachverhalt 
eines Betriebes zu beurteilen, welcher während der Pandemie (ab 16.3.2020) 
neu gegründet werde, um im Sinne eines Rechtsmissbrauchs direkt wirtschaftlich 
bedingte Arbeitsausfälle geltend zu machen, ohne vorgängig je einer Geschäft-
stätigkeit nachgegangen zu sein.

Allerdings ist auch in Bezug auf neu gegründete Betriebe zu beachten, dass der 
im Betrieb zu erwartende (oder angefallene) Arbeitsausfall auf die Pandemie 
zurückzuführen ist. Der Arbeitsausfall muss somit in jedem Fall in einem adäqua-
ten Kausalzusammenhang mit dem Auftreten des Virus stehen. 

4.5 Vorliegend ist unbestritten, dass der Betrieb der Beschwerdeführerin 
spätestens seit dem 11. Mai 2020 (wobei gestützt auf die bundesrätlichen Locke-
rungen der Massnahmen zeitlich mit der Öffnung für andere Betriebe mit perso-
nenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeursalons eine Öff-
nung grundsätzlich bereits ab dem 27. April 2020 möglich gewesen wäre, vgl. 
www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/ 
aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnahmen-des-bundes.html#1570-
431754 → Bisherige Massnahmen → Tabelle Lockerungen und Verschärfungen 
der nationalen Massnahmen) wieder geöffnet hatte und keine behördlichen  
Massnahmen bestanden, welche es einem Nailstudio nicht erlaubt hätte, den Be-
trieb in zeitlich vollem Umfang bzw. in dem vor Eintritt der Corona-Massnahmen 
bestehenden Umfang (in casu: Mo - Do: 09.00 - 20.00, Fr: 09.00 - 21.00, Sa: 

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08:00 - 21.00) offen zu halten. Auch die fortbestehenden Hygienevorschriften 
führten unstreitig zu keinen Betriebseinschränkungen. Dies ergibt sich aus den 
Angaben der Beschwerdeführerin im Fragebogen der Arbeitslosenkasse vom 
13. Juli 2020, wo die Beschwerdeführerin festhielt, dass sowohl vor Eintritt der 
Pandemie als auch unter Einhaltung der Schutzkonzepte zwei Personen im Be-
trieb beschäftigt werden könnten (Vi-act. 3). Der Betrieb ist flächenmässig gross 
genug, um trotz der Schutzkonzepte gleich viele Kunden bedienen zu können 
wie vor Eintritt der Pandemie. Daraus ist allerdings noch nicht abzuleiten, dass 
die Beschwerdeführerin ihre Schadenminderungspflicht verletzt hat, weil sie den 
Betrieb mit reduzierten Öffnungszeiten und nur für Behandlungen nach Voran-
meldung wiederaufnahm (vgl. vorstehend Erw. 4.3). Allerdings muss - wie bereits 
erwähnt - ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen zwischen dem Arbeits-
ausfall und dem Auftreten der Pandemie. Dies ist vorliegend zu verneinen. 

Die monatlichen Umsatzzahlen lagen zwischen November 2019 und Februar 
2020 (mithin im Monat nach der Eröffnung und im Monat vor dem Lockdown) 
zwischen Fr. 2'899 (Januar 2020) und Fr. 7'653 (Dezember 2019, vgl. Vi-act. 11). 
Im Juni 2020 betrug der Umsatz Fr. 4'788 (Vi-act. 3) und bewegten sich somit in 
etwa im Mittel der vor Ausbruch der Pandemie erzielten Umsätze. Aus den Um-
satzzahlen der Beschwerdeführerin (Oktober 2019 - Juni 2020) ergibt sich, dass 
die Beschäftigung einer Vollzeitangestellten finanziell auch vor Ausbruch der 
Pandemie wirtschaftlich grundsätzlich nicht tragbar war. Auch wenn die volle Ab-
deckung ihres Geschäfts während den Öffnungszeiten des C.________ 
(66 h/Woche) wohl die Beschäftigung einer Mitarbeiterin erfordert hätte, war die 
Anstellung einer Mitarbeiterin zu einem Vollpensum gerade in der Anfangsphase 
des Unternehmens mit fehlendem Kundenstamm wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die 
Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Beschwerdeführerin gibt denn auch 
an, die monatlichen Fixkosten (inkl. Gehalt einer Vollzeitangestellten von ca. 
Fr. 4'333) würden ca. Fr. 11'500 betragen (wobei sie ihr eigenes Gehalt auf 
Fr. 2'500 bezifferte, vgl. Vi-act. 3). 

Wie bereits erwähnt, gilt ein Auftragsmangel während der Anlaufphase eines neu 
gegründeten Betriebes als üblich und zum normalen Betriebsrisiko zählend 
(AVIG-Praxis KAE, Version Januar 2021, D4). Die KAE dient nicht der wirtschaft-
lichen Unterstützung neu gegründeter Unternehmen in der schwierigen Start-
phase. Dass auch neu gegründete Unternehmen bei Arbeitsausfall aufgrund 
behördlicher Einschränkungen infolge der Pandemie KAE beanspruchen können, 
ändert nichts am Grundsatz, dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Ar-
beitsausfall und der Pandemie bestehen muss (oder andere anrechenbare Grün-
de im Sinne von Art. 32 Abs. 1 und 3 AVIG), was vorliegend nicht glaubhaft dar-
gelegt werden kann. Im Juli und August 2020 konnte die Beschwerdeführerin ih-

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ren Betrieb ohne relevante behördliche Einschränkungen geöffnet halten. Die 
Covid-Fallzahlen waren schweizweit sehr tief (im 7-Tagesschnitt bei 1 - 
4/100'000, epidemiologischer Verlauf einsehbar unter: https://www.covid19.ad-
min.ch/de/overview) und die Geschäftslage im Detailhandel erreichte im Juni und 
Juli 2020 den Vorkrisenwert vom Februar 2020. Der private Konsum (ausgehend 
vom Transaktionsvolumen der Zahlungen und Bargeldbezügen) lag nach den 
Lockerungsschritten im Mai 2020 9% höher als vor dem Lockdown (vgl. KOF 
Konjunkturforschungsstelle der ETH: Aktuelle Daten und Indikatoren, einsehbar 
unter: https://www.kof.ethz.ch/prognosen-indikatoren/indikatoren/Corona-Indika-
toren.html). Auch wenn die Beschwerdeführerin eine Dienstleistung mit Körper-
kontakt erbrachte, erlaubten die Hygienevorschriften und insbesondere auch die 
für die Branche geltende Maskenpflicht (sowohl für Kunden als auch für Dienst-
leister) zumindest in den Monaten Juli und August mit sehr tiefen Fallzahlen eine 
weitgehend uneingeschränkte Geschäftstätigkeit. Nicht behördliche Massnah-
men zur Eindämmung der Pandemie bzw. unvermeidbare wirtschaftliche Gründe 
begründeten den geltend gemachten Arbeitsausfall in den Monaten Juli und Au-
gust 2020 sondern vielmehr die bereits vor Ausbruch der Pandemie bestehende 
ungenügende Auftragslage in einem gesättigten Marktumfeld. Auch wenn die 
Reduktion der Öffnungszeiten keine Verletzung der Schadenminderungspflicht 
darstellen sollte, was vorliegend offen bleiben kann, sind die angefochtene Ver-
fügung vom 16. September 2020 und der Einspracheentscheid vom 12. Januar 
2021 im Ergebnis nicht zu beanstanden, da zumindest die für die Monate Juli 
und August 2020 geltend gemachten Arbeitsausfälle nicht anrechenbar sind. Vor-
liegend kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache anerkannt 
hat, dass man der Mitarbeiterin ohne Aussicht auf KAE früher gekündigt hätte. 
Damit anerkennt die Beschwerdeführerin sinngemäss, dass es sich nicht um ei-
nen voraussichtlich vorübergehenden Arbeitsausfall handelte, was auch in Pan-
demiezeiten grundsätzlich Voraussetzung für den Anspruch auf KAE ist.

4.6 Nachdem offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführerin eine Schaden-
minderungspflicht vorgeworfen werden kann, kann auch offen bleiben, ob die 
Vorinstanz die Beschwerdeführerin schriftlich über ihre Schadenminderungs-
pflicht hätte aufklären müssen, wie es die Beschwerdeführerin sinngemäss gel-
tend macht. 

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, Seco, 3003 Bern (A).

Schwyz, 16. Juni 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. Juni 2021