# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd1205a9-59f7-5bbd-b100-e3c7511ecb8b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2025 D-7537/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7537-2025_2025-12-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7537/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger;  

Gerichtsschreiberin Michèle Fierz. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Togo,   

vertreten durch MLaw Alfred Ngoyi Wa Mwanza,  

Swiss Immigration Law Office (SILO),  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 29. August 2025. 

 

 

 

D-7537/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 2. Januar 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach.  

B.  

Am 16. Januar 2025 hörte ihn das SEM eingehend zu seinen Asylgründen 

an und teilte sein Asylverfahren mit Verfügung vom 23. Januar 2025 der 

Behandlung im erweiterten Verfahren zu. Am 21. August 2025 wurde der 

Beschwerdeführer ergänzend angehört.  

Zu seinem persönlichen Hintergrund brachte er vor, er sei togolesischer 

Staatsangehöriger der Ethnie Ewe, in B._______ geboren und aufgewach-

sen und habe dort bis zu seinem Umzug nach C._______ im Jahr 2021 

Handel betrieben. Nach dem Umzug sei er in der Landwirtschaft tätig ge-

wesen. Seine Frau und die drei gemeinsamen Kinder hätten bis vor Kur-

zem noch in B._______ gelebt, seien mittlerweile aber in den Norden To-

gos gezogen, wo deren Grossmutter lebe.  

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen geltend, 

sein Vater sei «Voodoo-Chef» gewesen und im September 2021 verstor-

ben. Der Beschwerdeführer sei gemäss Tradition zur Nachfolge seines Va-

ters bestimmt gewesen, er habe dies jedoch nicht gewollt. Er sei deshalb 

von seinen Verwandten, auch anlässlich von Besuchen von Onkeln und 

Tanten, unter Druck gesetzt und mit dem Tode bedroht worden. Schliess-

lich habe ihn ein ihm wohlgesinnter Onkel telefonisch gewarnt und ihm ge-

raten von zu Hause zu fliehen, weshalb er im Dezember 2021 nach 

C._______ gegangen sei. Auch  dort habe er weiterhin Drohungen erhalten 

und habe über einen Freund erfahren, dass seine Verwandten seiner Frau 

mit der Wegnahme der Kinder gedroht hätten. Seine Frau habe ihn zwei-

mal in C._______ besucht und sei im Februar 2024 schwanger geworden. 

Dadurch hätten seine Verwandten erfahren, dass sie beide nach wie vor 

miteinander Kontakt hätten, und hätten die Frau des Beschwerdeführers 

dazu gebracht, dessen Aufenthaltsort preiszugeben. Ein Freund habe dies 

dem Beschwerdeführer mitgeteilt und ihm zur Flucht geraten, woraufhin 

der Beschwerdeführer im Oktober 2024 ausgereist sei.  

C.  

Mit Verfügung vom 29. August 2025 – eröffnet am 1. September 2025 – 

verneinte das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, 

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Seite 3 

lehnte sein Asylgesuch vom 2. Januar 2025 ab, verfügte die Wegweisung 

aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. 

D.  

Mit Eingabe vom 30. September 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und bean-

tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine Flüchtlingsei-

genschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren. Eventualiter sei festzu-

stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig und unzumutbar sei 

und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Subeventualiter sei die Sache 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgelt-

lichen Prozessführung (inkl. Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses) und um amtliche Rechtsverbeiständung. 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 8. Oktober 2025 wies der Instruktionsrichter 

die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung ab und forderte den Beschwerdeführer zur Leistung 

eines Kostenvorschusses auf.  

F.  

Am 23. Oktober 2025 ging der Kostenvorschuss fristgerecht ein.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). 

Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist (nach fristgerechter Leistung des Kostenvorschusses) einzu-

treten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

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richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachstehend aufgezeigt – 

als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weiterungen und mit sum-

marischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).  

4.  

Vom Beschwerdeführer wird im Sinne eines Eventualbegehrens die Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz beantragt. Begründet wird der Antrag 

nicht näher und es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Sachverhalt vom SEM 

unrichtig oder unvollständig festgestellt worden wäre. Für die Kassation der 

angefochtenen Verfügung besteht offensichtlich kein Anlass. Der Antrag ist 

abzuweisen.  

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Sie ist glaubhaft gemacht, wenn die Be-

hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-

ben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.  

6.1 Das SEM gelangt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die 

Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die 

Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand.  

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Die Aussagen des Beschwerdeführers seien während beider Anhörungen 

vage und oberflächlich geblieben. Seine Angaben zum Tod seines Vaters 

seien unsubstantiiert ausgefallen und er habe nur unklare Angaben zu des-

sen Rolle als «Voodoo-Chef» machen können, obwohl er erklärt habe, die-

ser habe ihn in die Tradition einführen wollen und ihn seit seiner Kindheit 

zu Ritualen mitgenommen. Es erstaune zudem, dass er keine Kenntnisse 

über traditionelle Regeln und Angelegenheiten habe, obwohl diese – sei-

nen Angaben zufolge – gesellschaftlich einen hohen Stellenwert hätten.  

Auch seine Schilderungen der behaupteten Drohungen seien unsubstanti-

iert ausgefallen. Er habe lediglich angegeben, telefonisch kontaktiert und 

dabei bedroht worden zu sein, ohne diese Drohungen näher beschreiben 

zu können. Ferner habe er weder den Besuch von Verwandten noch die 

telefonische Warnung seines Onkels genauer erläutern können. Auch die 

geltend gemachte, gegen seine Frau gerichtete Drohung, man nehme ihr 

die Kinder weg, habe er nicht weiter substantiieren können. Es erscheine 

fraglich, dass ihr das während knapp drei Jahren angedroht worden sein 

solle, ohne dass jemals etwas vorgefallen sei. Zudem sei es wenig plausi-

bel, dass der Beschwerdeführer nach knapp drei Jahren Aufenthalt in 

C._______ ohne Vorfälle wegen einer durch einen Freund übermittelte 

Nachricht seiner Frau innerhalb weniger Wochen ausgereist sei. Dieser 

Sachverhalt wirke konstruiert.  

Insgesamt seien seine Vorbringen nicht hinreichend begründet und könn-

ten nicht als glaubhaft eingestuft werden. 

6.2 Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, die Vorinstanz habe  seine 

Aussagen zu Unrecht als vage und nicht hinreichend begründet bezeich-

net. Er habe von Anfang an erklärt, er sei als Nachfolger seines Vaters be-

stimmt gewesen, habe diese Nachfolge jedoch aus religiösen Gründen ab-

gelehnt, woraufhin er massiven Drohungen und Druck seitens seiner Fa-

milie ausgesetzt gewesen sei. Er habe sehr wohl gewisse Details zur Voo-

doo-Rolle des Vaters angegeben. Dass er jedoch nicht alle technischen 

Details – auch in Bezug auf die Rituale – wisse, liege an seiner ablehnen-

den Haltung gegenüber diesen Praktiken. Im Gegensatz zur Auffassung 

der Vorinstanz verstärke dies aber die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen.  

Auch die Drohungen, den Besuch seiner Verwandten, die ihm mit dem 

Tode bedroht hätten, und die Bedrohung der Ehefrau habe er klar beschrie-

ben. Dass er erst im Jahr 2024 das Land verlassen habe, sei darauf zu-

rückzuführen, dass er versucht habe, in C._______ ein neues Leben 

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aufzubauen, bevor die Bedrohungen erneut zugenommen hätten. Dies be-

lege seine Bemühungen, im Land zu leben, und nicht etwa eine mangelnde 

Gefahr.  

Insgesamt seien seine Aussagen als detailliert, kohärent und plausibel ein-

zustufen, weshalb seine Vorbringen als glaubhaft zu qualifizieren und ihm 

aufgrund der religiös motivierten Verfolgung Asyl zu gewähren sei, zumal 

der togolesische Staat keinen Schutz vor solchen religiös motivierten Be-

drohungen gewähre. 

7.  

7.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die angefochtene Verfügung zu stützen ist. Die Ausführun-

gen auf Beschwerdeebene führen zu keiner anderen Betrachtungsweise.  

7.2 Der Beschwerdeführer konnte weder zur Rolle seines Vaters als Voo-

doo-Chef noch zu den mit dieser Funktion verbundenen traditionellen 

Strukturen konkrete oder vertiefte Angaben machen. Diese Wissenslücken 

mindern die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen erheblich. Wenn er tatsäch-

lich seit seiner Kindheit an Riten teilgenommen hätte, wäre zu erwarten 

gewesen, dass er die Rolle und die Riten detailliert beschreiben könnte. 

Das Fehlen dieser Kenntnisse lässt – entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers – gerade nicht auf die Glaubhaftigkeit der Vorbringen 

schliessen. Eine ablehnende Haltung gegenüber einer Tradition schliesst 

sodann nicht aus, dass man, insbesondere bei jahrelanger Nähe, ein Wis-

sen darüber erlangt. Gerade die behauptete Einbindung seit seiner Kind-

heit spricht dagegen, dass er über keine genaueren Kenntnisse verfügt.  

Auch seine Schilderungen der behaupteten Drohungen bleiben vage. Er 

konnte weder das angeblich entscheidende Telefonat mit seinem Onkel, 

noch die Bedrohungen gegenüber seiner Frau, noch das Telefonat, das ihn 

zur Ausreise bewogen haben soll, detailliert beschreiben. Er begnügte sich 

mit allgemein und oberflächlich gehaltenen Aussagen. Schliesslich ist der 

Vorinstanz darin zuzustimmen, dass der geschilderte Ablauf seiner Aus-

reise unplausibel wirkt. Dass er nach jahrelangem, grundsätzlich problem-

losem Aufenthalt in C._______ aufgrund einer über einen Freund übermit-

telten Nachricht das Land verlassen haben soll, scheint konstruiert und we-

nig lebensnah. 

7.3 Das SEM hat demzufolge die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerde-

führers zu Recht verneint und sein Asylgesuch folgerichtig abgelehnt. 

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8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt in der Schweiz insbesondere weder 

über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-

spruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

9.2.2 Da der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, ist 

das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 FK und 

Art. 5 AsylG nicht anwendbar. Die Zulässigkeit des Vollzugs beurteilt sich 

vielmehr nach den allgemeinen verfassungs- und völkerrechtlichen Best-

immungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK).  

9.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des 

Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 

den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe 

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oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen 

Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Fol-

terausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real 

risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rück-

schiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Ur-

teil des EGMR Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 

37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden Ausführungen ge-

lingt ihm das nicht. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Hei-

matstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 

unzulässig erscheinen.  

9.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 In Togo herrscht kein Krieg, Bürgerkrieg oder eine Situation allgemei-

ner Gewalt, aufgrund derer die Zivilbevölkerung als konkret gefährdet be-

zeichnet werden müsste. Der Wegweisungsvollzug dorthin ist gemäss 

Rechtsprechung daher grundsätzlich zumutbar (vgl. die Urteile des BVGer 

D-1333/2022 vom 20. August 2025 E. 11.2.2, E-4174/2024 vom 27. August 

2024 E. 9.2). 

9.3.3 Es sind auch keine individuellen Gründe ersichtlich, welche gegen 

die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen würden. Der Be-

schwerdeführer verfügt über Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen 

und es ist ihm zuzumuten, sich erneut eine wirtschaftliche Existenz in Togo 

aufzubauen. Schliesslich ist auch von einem familiären Beziehungsnetz 

auszugehen, zumal sich seine Frau und seine drei Kinder weiterhin in Togo 

aufhalten. Da sich die Ausreisegründe des Beschwerdeführers (massive 

Bedrohung durch Familienangehörige wegen deren Forderung, der Be-

schwerdeführer müsse Voodoo-Chef werden) als unglaubhaft erwiesen ha-

ben, ist zudem auch vom Vorhandensein eines erweiterten familiären Be-

ziehungsnetzes auszugehen. Auch die auf Beschwerdeebene erstmals 

geltend gemachten, weitgehend unsubstantiierten gesundheitlichen 

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Beschwerden (psychische Probleme sowie Atemprobleme) stehen der Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nicht entgegen, zumal von der 

grundsätzlichen Behandelbarkeit von Krankheiten in Togo auszugehen ist  

(vgl. Urteil des BVGer D-1333/2022 vom 20. August 2025 E. 11.2.3.2). 

9.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter:  Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Michèle Fierz 

 

 

Versand: