# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60444e83-2153-526a-b0ec-3717a9bd41a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2014 A-1118/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1118-2012_2014-07-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-1118/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Michael Beusch (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richterin Salome Zimmermann, 

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, (…), 

vertreten durch Rosemarie Jung, (…), 

Beschwerdeführer, 

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Avenue Edmond-Vaucher 18, 

Postfach 3100, 1211 Genf 2, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Leistungen der Invalidenversicherung, Verfügung IVSTA 

vom 16. Januar 2012. 

 

 

A-1118/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 1. September 2005 stellte der am (…) 1958 geborene und in seiner 

Heimat Spanien wohnhafte A._______ (nachfolgend: Versicherter) bei der 

spanischen Verbindungsstelle zuhanden der IV-Stelle für Versicherte im 

Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) ein Gesuch um Bezug von 

Rentenleistungen der schweizerischen Invalidenversicherung (IV). Er 

machte geltend, infolge Krankheit vom 12. Mai 2004 bis am 8. Februar 

2005 arbeitsunfähig gewesen zu sein (IV1-act. 1 und 9). Dieses Leis-

tungsgesuch wies die Vorinstanz mit der ihren Vorbescheid vom 

16. Oktober 2006 (IV1-act. 23) im Wesentlichen bestätigenden Verfügung 

vom 24. Januar 2007 ab. Sinngemäss führte sie damals aus, angesichts 

des auf 18.85 % zu bemessenden Invaliditätsgrads (IV1-act. 22) liege 

beim Versicherten keine rentenanspruchsbegründende Invalidität vor 

(IV1-act. 40). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. 

B.  

Am 10. Juni 2008 stellte der Versicherte erneut ein Leistungsgesuch 

(IV1-act. 41), auf welches die Vorinstanz mit der ihren Vorbescheid vom 

22. Juli 2008 (IV1-act. 46) im Wesentlichen bestätigenden Verfügung vom 

29. September 2008 nicht eintrat. Zur Begründung führte sie sinngemäss 

aus, aufgrund der vom Versicherten vorgelegten Berichte vom 22. August 

2002 von Dr. med. B._______ (IV1-act. 27), vom 2. Juni 2008 von Dr. 

med. C._______ (IV1-act. 42) und vom 28. August 2008 von Dr. med. 

D._______ (IV1-act. 50) sei nicht glaubhaft gemacht worden, dass sich 

sein Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise 

geändert habe. Demzufolge könne das neue Leistungsgesuch nicht ge-

prüft werden (IV1-act. 53). 

C.  

Hiergegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

21. Oktober 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, dem er 

sinngemäss beantragte, die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Sep-

tember 2008 aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf sein Leis-

tungsgesuch vom 10. Juni 2008 einzutreten und es materiell zu prüfen. 

Die Berichte der Dres. med. C._______ und D._______ sowie die nach-

gereichten Berichte von in der Schweiz auf den Gebieten der Radiologie 

und Neurologie praktizierenden Fachärzten aus der Zeit vom 17. August 

1982 bis zum 4. Dezember 1991 belegten, dass sich sein Gesundheits-

zustand verschlechtert und er Anspruch auf eine Rente habe (zum Gan-

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Seite 3 

zen IV1-act. 55). Mit Urteil C-6839/2008 vom 28. September 2010 hiess 

das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gut und hob die Verfü-

gung vom 29. September 2008 auf. Die Sache wurde zur materiellen Prü-

fung des Leistungsgesuchs vom 10. Juni 2008 an die Vorinstanz zurück-

gewiesen. 

D.  

Die Vorinstanz wies daraufhin im Rahmen einer materiellen Prüfung das 

Leistungsgesuch 10. Juni 2008 mit der ihren Vorbescheid vom 

15. Dezember 2011 (IV1-act. 110) im Wesentlichen bestätigenden Verfü-

gung vom 16. Januar 2012 (IV1-act. 114) ab. Zur Begründung gab sie im 

Wesentlichen zu bedenken, aus den nun ergänzten Akten gehe hervor, 

dass infolge der Gesundheitsbeeinträchtigung in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % bestehe. Die Ausübung einer 

leichteren, dem Gesundheitszustand besser angepassten gewinnbrin-

genden Tätigkeit sei jedoch noch zu 100 % zumutbar, dies mit einer Er-

werbseinbusse von 19 %. Dieser Invaliditätsgrad gebe kein Recht auf ei-

ne Rente, wobei es unerheblich sei, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsäch-

lich ausgeübt werde. Die Vorinstanz stützte sich hierbei hauptsächlich auf 

das – im X._______ in Y._______ erstellte – umfassende interdisziplinäre 

ärztliche Gutachten vom 28. Oktober 2011 (nachfolgend: Gutachten X; 

IV1-act. 98) und die Stellungnahme von Dr. med. E._______ vom 

24. November 2011 (IV1-act. 108). 

E.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

17. Februar 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

(BVGer-act. 1). Er beantragt im Wesentlichen, die Verfügung der Vorin-

stanz vom 16. Januar 2012 sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuwei-

sen, zumindest eine vierzigprozentige Invalidenrente zuzusprechen. Zur 

Begründung bringt er zusammengefasst vor, die genannten leichteren, 

dem Gesundheitszustand besser angepassten gewinnbringenden Tätig-

keiten – die angeblich noch zu 100 % zumutbar seien – seien für ihn alle-

samt ungeeignet. 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 1. Mai 2012 (BVGer-act. 8) beantragt die 

Vorinstanz sinngemäss die Abweisung der Beschwerde und die Bestäti-

gung der Verfügung vom 16. Januar 2012. Sie hält insbesondere entge-

gen, gemäss Gutachten X seien leichtere Verweisungstätigkeiten unter 

schonender Wechselbelastung weiterhin zumutbar, wobei eine wesentli-

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Seite 4 

che Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Arbeitsaufgabe 

im Jahre 2005 nicht eruierbar sei. Auch Dr. med. E._______ (nachfol-

gend: RAD-Ärztin oder Dr. med. E._______) habe sich in ihrer Stellung-

nahme vom 24. November 2011 dem Gutachten X vorbehaltlos ange-

schlossen; der Begutachtung komme somit volle Beweiskraft zu. Letztlich 

obliege es der RAD-Ärztin zu bestimmen, in welchem Ausmass der Versi-

cherte seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit noch 

verwerten könne. Vorliegend sei die RAD-Ärztin zum Schluss gekommen, 

dass die exemplarisch und nicht abschliessend erwähnten Tätigkeiten 

gänzlich ausübbar seien, wobei es nur darauf ankomme, inwiefern sich 

das dem Versicherten verbliebene Leistungsvermögen auf dem für ihn in 

Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten 

lasse. Nicht relevant sei dabei, ob ein Invalider unter den konkreten Ar-

beitsmarktverhältnissen vermittelt werden könne. 

G.  

Mit Replik vom 22. August 2012 (BVGer-act. 11) und Duplik vom 

29. Januar 2013 (BVGer-act. 25) bestätigen der Beschwerdeführer und 

die Vorinstanz sinngemäss die gestellten Anträge sowie deren bisherige 

Begründung. 

H.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes 

vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von Behörden 

erlassen wurden, die gemäss Art. 33 VGG als Vorinstanzen gelten, und 

überdies keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die IVSTA gehört zu 

den Behörden nach Art. 33 Bst. d VGG und ist daher Vorinstanz des 

Bundesverwaltungsgerichts (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundes-

gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, 

SR 831.20]). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 

Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich-

tet. Die Abteilung I des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende 

Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreifenden 

Zusammenarbeit basierenden – Entlastungsmassnahme gegenüber der 

Abteilung III übernommen. Die ursprüngliche Verfahrensnummer 

C-1118/2012 wurde daher auf A-1118/2012 geändert. 

1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). In-

des findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestim-

mungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialver-

sicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversiche-

rungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des 

ATSG auf die Invalidenversicherung anwendbar, soweit das IVG nicht 

ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher 

Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätz-

lich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Be-

schwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.4 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung 

der IVSTA vom 16. Januar 2012 (IV1-act. 114). Der Beschwerdeführer ist 

als Adressat durch diese Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG). 

1.5 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann angefochtene Entscheide 

grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann 

neben der Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschrei-

tung oder des Missbrauchs des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) und der 

unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

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Seite 6 

Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen 

(Art. 49 Bst. c VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-

heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS 

HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 

Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 62 Rz. 40; ANDRÉ MOSER/MICHAEL 

BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 3.197). 

3.  

Zunächst ist festzuhalten, welche Rechtsnormen und Rechtsgrundsätze 

im vorliegenden Verfahren in materieller Hinsicht zur Anwendung gelan-

gen. 

3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Spanien und hat 

dort seinen Wohnsitz, weshalb vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft 

getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und 

ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, 

SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinie-

rung der Systeme der sozialen Sicherheit in der bis Ende März 2012 gül-

tig gewesenen Fassung (vgl. BGE 138 V 533 E. 2.2), anzuwenden ist 

(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des 

Rates vom 14. Juni 1971 (AS 2004 121, in Kraft gestanden bis Ende 

März 2012) zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Ar-

beitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die in-

nerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönli-

chen Anwendungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitglied-

staat wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mit-

gliedstaats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die 

Staatsangehörigen dieses Staates. Soweit das FZA bzw. die auf dieser 

Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine ab-

weichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des 

Verfahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 

sowie der Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen 

einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatli-

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Seite 7 

chen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Entsprechend bestimmt 

sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der 

Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem schweizerischen Recht; 

insbesondere nach dem IVG, der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 

die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201), dem ATSG sowie der Ver-

ordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial-

versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). Noch keine Anwendung finden 

vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft getretenen neuen EU-

Verordnungen (Verordnung [EG] Nr. 883/2004 und Verordnung [EG] 

Nr. 987/2009; vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

C-601/2011 vom 5. Dezember 2013 E. 3.1 f. und C-662/2010 vom 19. De-

zember 2012 E. 4.1). 

Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an 

Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Kran-

kenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und An-

spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, 

S. 179; ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus-

land stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: 

BGer] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Beweis-

würdigung BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

C-662/2010 vom 19. Dezember 2012 E. 4.1). 

3.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer über-

gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 

E. 3.1.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_606/2011 vom 13. Januar 2012 

E. 3.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem 

Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach 

den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 

445 E. 1.2.1 f.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-601/2011 vom 

5. Dezember 2013 E. 3.3). 

Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung stellt das Sozialversiche-

rungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den 

bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen 

Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Vorliegend sind demnach die 

Verhältnisse bis zum 16. Januar 2012 (Datum der angefochtenen Verfü-

gung) zu berücksichtigen. Allerdings können Tatsachen, die den Sachver-

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Seite 8 

halt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen 

Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts C-601/2011 vom 5. Dezember 2013 

E. 4). 

3.3 Die zur Diskussion stehende Anmeldung erfolgte am 10. Juni 2008, 

wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der re-

vidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen 

hat. Da diese Revision hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der 

Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007 

gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, werden nachfolgend bei den 

materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV die Fassung gemäss 

den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Revision; 

AS 2007 5129 und AS 2007 5155) wiedergegeben. Soweit ein Rentenan-

spruch ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen ist, sind weiter die mit dem ers-

ten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft ge-

tretenen Gesetzesänderungen zu beachten (IVG in der Fassung vom 

18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 

2011 [AS 2011 5679]; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.7). Nachfolgend wird also auf die ab 

1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen verwiesen, ausser diese hätten 

mit der IV-Revision 6a eine Änderung erfahren. 

3.4 Bezüglich der vorliegend aufgrund von Art. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 

IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des 

Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweizerische Bundesgericht (vor-

mals EVG) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen 

Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor 

In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Ände-

rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen 

und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1-3.3; Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 3.3). 

4.  

Nachfolgend sind die zur Beurteilung des Streitsache massgebenden ge-

setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 

Grundsätze darzulegen. 

A-1118/2012 

Seite 9 

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG; vgl. E. 4.3) und 

beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer 

Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen 

kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, 

selbst wenn die andere erfüllt ist (vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts C-6839/2008 vom 28. September 2010 E. 2.4). 

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als ei-

nem Jahrzehnt Beiträge an die AHV/IV geleistet (vgl. IV1-act. 54), so 

dass die Voraussetzung der Mindestbetragsdauer für den Anspruch auf 

eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist. 

4.2 Ob eine anspruchsbegründende Änderung der für den Invaliditätsgrad 

erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungs-

verfahren analog zur Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG. Der 

Sachverhalt, wie er sich im Zeitpunkt des letzten eröffneten und rechts-

kräftigen Entscheides, der auf einer materiellen Prüfung des Rentenan-

spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung 

und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

standes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4, mit Hinweisen), ist mit demjeni-

gen zur Zeit des streitigen neuen Entscheides zu vergleichen. Nach 

Art. 88a Abs. 2 IVV (in der Fassung vom 16. November 2011) ist die an-

spruchsbeeinflussende Änderung im Falle einer Verschlechterung der 

Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unter-

brechung drei Monate gedauert hat. In derartigen Konstellationen ist 

Art. 29 Abs. 1 IVG nicht anwendbar (BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. zum 

Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3159/2006 vom 

18. August 2008 E. 4.1). 

4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-

dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung 

verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbs-

möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-

markt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betä-

tigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizini-

A-1118/2012 

Seite 10 

sches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) 

und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauern-

de Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe-

reich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 

2009, Art. 8 Rz. 7; statt vieler Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.1 und C-4208/2012 vom 17. Mai 2013 

E. 2.3). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem an-

deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs-

unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren-

te, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-

ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 

Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss 

Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 

des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG 

werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entspre-

chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ge-

wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht 

völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. 

Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehöri-

gen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern sie – wie der 

Beschwerdeführer – in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 

130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.8). 

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-

reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

A-1118/2012 

Seite 11 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zu-

sätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 

(Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 

4.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkom-

men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie-

hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Für 

den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns 

des allfälligen Rentenanspruchs (hier: Dezember 2008 [vgl. E. 4.4]) 

massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer 

Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der 

Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind 

(BGE 129 V 222 E. 4.3.1 ff.). Der Einkommensvergleich hat dabei in der 

Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-

werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkom-

men nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im 

Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen An-

näherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b; 

ZAK 1990 S. 518 E. 2). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, 

die durch einen Gesundheitsschaden verursachte Unfähigkeit, durch Ar-

beit Geld verdienen zu können (GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER, 

Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 13 Rz. 16). 

4.6 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach dem Ausmass der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der daraus fol-

genden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 273 

E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betä-

tigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im an-

gestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erfor-

derlich – auch in zumutbaren anderen beruflichen Tätigkeiten (Verwei-

sungstätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich 

nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu er-

A-1118/2012 

Seite 12 

mitteln. Das heisst, dass es bei der Bemessung der Invalidität einzig und 

allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behin-

derung ankommt, welche nicht unbedingt mit dem von Arzt oder Ärztin 

festgelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müs-

sen (BGE 110 V 273 E. 4a; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Verwal-

tung und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewie-

sen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü-

gung gestellt haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Ge-

sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-

chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeits-

unfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 

Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 

115 V 133 E. 2, BGE 114 V 310 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 

E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbeson-

dere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, ob-

liegt dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht (zum 

Ganzen: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 

2013 E. 4.4). 

4.6.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichts ist ent-

scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseiti-

gen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-

sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-

lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun-

gen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 

den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-

weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-

gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 

E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-3515/2012 vom 22. April 2014 E. 2.4; zur grundsätzlichen Zulässigkeit 

von MEDAS-Gutachten vgl. BGE 137 V 210). 

4.6.2 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-

weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-

det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-

verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in ei-

nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Un-

A-1118/2012 

Seite 13 

parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 135 II 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/ee, mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 4.5.2). 

4.6.3 Auf Stellungnahmen der regionalen ärztlichen Dienste (RAD) resp. 

der medizinischen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gut-

achtensqualität zukommen soll, nur abgestellt werden, wenn sie den all-

gemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht 

genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die 

RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen 

und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifi-

kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine 

erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gut-

achtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse 

des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes 

als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entspre-

chender spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den 

Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteile des Bundesverwal-

tungsgerichts C-5894/2011 vom 20. Februar 2014 E. 9.1 und B-194/2013 

vom 22. Juli 2013 E. 4.5.3, je mit weiteren Hinweisen). 

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person persönlich 

untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung 

der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei 

Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen 

stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Grundlagen. 

Das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich vermag daher einen 

RAD-Bericht für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbeson-

dere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines bereits 

feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht, folglich die direkte ärzt-

liche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Ur-

teil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1; vgl. 

auch BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/ee; Urteil des EVG I 1094/06 vom 

14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 

5.  

Vorliegend ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann sich der ge-

sundheitliche Zustand des Beschwerdeführers seit dem rechtskräftigen 

Entscheid vom 24. Januar 2007 und bis zum Erlass der vorliegend streiti-

gen Verfügung vom 16. Januar 2012 insoweit verändert hat, dass nun-

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Seite 14 

mehr eine rentenbegründende Invalidität eingetreten ist (BGE 117 V 198 

E. 3a, BGE 133 V 108 E. 5.2 und BGE 130 V 71 E. 3.2.3). 

5.1 Bei der Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Beschwerde-

führers hat die Vorinstanz geprüft, ob sich der gesundheitliche Zustand im 

erwähnten Zeitraum in relevanter Weise verschlechtert hat. Die Verfü-

gung der IVSTA vom 24. Januar 2007 beruht im Wesentlichen auf einer 

Stellungnahme des RAD (Dr. med. F._______) vom 20. Januar 2007 

(IV1-act. 39) bzw. vom 15. September 2006 (IV1-act. 21). Dieser attestier-

te dem Beschwerdeführer damals eine Polyarthrose im Bereich der Knie-

gelenke, der Ellenbogengelenke und des Achsenskelets und schloss auf 

eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % im angestammten Beruf. 

5.2 Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 16. Januar 2012 stützt 

sich dabei insbesondere auf das interdisziplinäre Gutachten X vom 

28. Oktober 2011 (vgl. Sachverhalt Bst. D; IV1-act. 98), das von den 

Dres. med. G._______ und H._______ erstellt wurde. Diese Fachärzte 

für Neurologie und Rheumatologie attestierten dem Beschwerdeführer ei-

ne Epilepsie vom Typ "Grand Mal", eine Polyarthrose mit einer linksbeton-

ten Gonarthrose, eine rechtsbetonten Arthrose beider Ellenbogengelenke 

mit Einschränkung der Bewegung und eine Zervikal- und Lumbalarthrose 

mit Diskopathie L4-L5 und L5-S1 (diese wurde bei früheren Beurteilungen 

noch als unwahrscheinlich angesehen). Des Weiteren diagnostizierten sie 

beim Beschwerdeführer ein Diabetes Typ II, eine Hypercholesterinämie 

und Adipositas (IV1-act. 98, S. 11 f. und 14). 

5.3 Nach Einsicht in die vorliegenden medizinischen Unterlagen hat 

Dr. med. E._______ vom ärztlichen Dienst der IV-Stelle in ihrer Stellung-

nahme vom 24. November 2011 (IV1-act. 108, S. 2) die Epilepsie vom 

Typ "Grand Mal" als Hauptdiagnose sowie die Polyarthrose mit einer 

linksbetonten Gonarthrose, einer rechtsbetonten Arthrose beider Ellenbo-

gengelenke mit Einschränkung der Bewegung und degenerative Störun-

gen der Wirbelsäule (genauer: eine Zervikal- und Lumbalarthrose mit 

Diskopathie L4-L5 und L5-S1; vgl. IV1-act. 108, S. 1 bzw. IV1-act. 98, 

S. 12) als Nebendiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be-

zeichnet. Als Nebendiagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

wurde der Diabetes Typ II, die Hypercholesterinämie und die Adipositas 

eingestuft. Bei ihrer Einschätzung hat Dr. med. E._______ das Gutachten 

X sowie die persönliche Situation des Beschwerdeführers entsprechend 

gewürdigt und festgestellt, dass aufgrund der diagnostizierten Epilepsie 

mit monatlich auftretenden Krampfanfällen und der Polyarthrose eine 

A-1118/2012 

Seite 15 

vollständige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit 

als Bauarbeiter und in körperlich schweren Verweisungstätigkeiten resul-

tiere. Sodann habe aber bereits die Stellungnahme vom 15. September 

2006 des ärztlichen Dienstes der IV-Stelle eine Arbeitsunfähigkeit von 

70 % seit dem 30. Mai 2002 im angestammten Beruf attestiert. Dr. med. 

E._______ fährt fort, das Gutachten X zeige jedoch insgesamt auf, dass 

sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit dem Jahre 2005 hin-

sichtlich Knochen und Gelenke sowie bzgl. der Epilepsie nicht signifikant 

geändert habe. Sie schliesst daher, dass der Versicherte in seiner zuletzt 

ausgeübten Erwerbstätigkeit als Bauarbeiter weiterhin zu 70 % arbeitsun-

fähig sei; und dies seit dem 30. Mai 2002. Dr. med. E._______ zeigt wei-

ter auf, das Gutachten X komme in neurologischer und rheumatologi-

scher Hinsicht zum Ergebnis, dass dem Versicherten eine Verweisungstä-

tigkeit weiterhin zu 100 % zumutbar sei. Die weiteren Gesundheitsbeein-

trächtigungen wie der Diabetes, die Hypercholesterinämie und die Adipo-

sitas hätten dabei keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Aus diesem 

Grund hält Dr. med. E._______ letztlich eine leichtere, dem Gesundheits-

zustand besser angepasste gewinnbringende Tätigkeit wie beispielsweise 

leichte Tätigkeiten in trockener, warmer Umgebung, ohne Unfallgefahr, in 

wechselnden Positionen, ohne Heben von Lasten über 10 kg, ohne län-

geres Gehen weiterhin für 100 % zumutbar (vgl. IV1-act. 108, S. 1-3). 

Das Gutachten X nennt als qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähig-

keit, dass folgende Tätigkeiten zu vermeiden seien: Das Arbeiten in un-

ebenen Gelände, das Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, das Arbeiten mit 

häufigem Bücken oder Drehen und solche mit beruflichem Autofahren 

(IV1-act. 98, S. 12). Als Beispiele für angepasste Tätigkeiten mit erwähn-

ten Einschränkungen nennt Dr. med. E._______ den Hilfsarbeiter in einer 

Fabrik, einen Aufseher, einen Magaziner, einen Versandverkäufer, das 

Reparieren von kleinen Haushalts-Apparaten, einen Kassier, den Kiosk-

verkäufer oder einen Telefonisten (vgl. IV1-act. 108, Annex II, S. 6). 

5.4 Das Gutachten X berücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie die 

Vorakten. Hierbei stimmt der Gesundheitszustand bzw. der Befund und 

die Diagnose im Wesentlichen mit dem Gutachten von Dr. med. 

D._______ überein, wobei sich dasjenige von Dr. med. D._______ auf die 

hier nicht massgebende Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit im ange-

stammten Beruf beschränkt. Die Schlussfolgerungen der RAD-Ärztin sind 

hinreichend begründet und die Beurteilung der gesundheitlichen Situation 

des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

durchaus einleuchtend und nachvollziehbar. Zwar spricht das Gutach-

ten X von einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit "incapacité de travail 

A-1118/2012 

Seite 16 

complète" bzw. fehlenden Arbeitsfähigkeit "la capacité de travail est nulle" 

im angestammten Beruf und nicht – wie von Dr. med. E._______ behaup-

tet – von einer Arbeitsunfähigkeit von 70 %. Dies ändert jedoch nichts 

daran, dass das Gutachten X sowie die sich darauf abstützende Stel-

lungnahme von Dr. med. E._______ weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit 

für leichtere, dem Gesundheitszustand besser angepasste gewinnbrin-

gende Tätigkeiten attestieren. Die Vorinstanz beruft sich auf ihre damalige 

Berechnung des Invaliditätsgrads von gerundet 19 % (18.85 %). Der Ge-

sundheitszustand des Versicherten hat sich nicht signifikant geändert 

(vgl. E. 5.3), weshalb weiterhin von einer zumutbaren Verweisungstätig-

keit von 100 % auszugehen ist. Ein gleich gebliebener Gesundheitszu-

stand könnte doch zu einem relevanten Invaliditätsgrad führen, dies aber 

nur, wenn es Anhaltspunkte dafür gäbe, dass die hypothetische erwerbli-

che Situation bzw. die zu vergleichenden Einkommen des Beschwerde-

führer geändert hätten (vgl. E. 4.2). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. 

Diesfalls kann sich der Invaliditätsgrad von 19 % auch nicht wesentlich 

verändert haben (zumindest ergibt sich kein rentenrelevanter Invaliditäts-

grad von 40 %). Dass die Vorinstanz daher weiterhin von einer Er-

werbseinbusse von 19 % ausgegangen ist und somit das Leistungsbe-

gehren abgewiesen hat, ist nicht zu beanstanden. 

5.5 Das Bundesverwaltungsgericht sieht sich daher nicht veranlasst, die 

vorinstanzlichen Schlussfolgerungen in Frage zu stellen, wonach der Be-

schwerdeführer in einer leichteren, dem Gesundheitszustand besser an-

gepassten gewinnbringenden Tätigkeit noch zu 100 % arbeitsfähig ist. Auf 

dieser medizinischen Grundlage und vor dem Hintergrund, dass sich 

auch die erwerbliche Situation im Wesentlichen nicht geändert hat, ergibt 

sich ein nicht rentenrelevanter Invaliditätsgrad von 19 %. Zusammenfas-

send ist somit festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung der Vorin-

stanz vom 16. Januar 2012 im Ergebnis rechtmässig ist, weshalb sich die 

Beschwerde vom 17. Februar 2012 als unbegründet erweist und demzu-

folge abzuweisen ist. 

6.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwer-

deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 

von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Die 

Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tra-

A-1118/2012 

Seite 17 

gen, hier also vom Beschwerdeführer (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 4 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der 

einbezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

6.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor-

instanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Dem Beschwerdeführer werden die Verfahrenskosten in Höhe von 

Fr. 400.-- auferlegt. Der in derselben Höhe einbezahlte Kostenvorschuss 

wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

A-1118/2012 

Seite 18 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Beusch Anna Strässle 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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