# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd71cf75-590f-5a5e-9494-4b4469fb46d9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.09.2025 IV 2025/49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-49_2025-09-11.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/49

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.10.2025

Entscheiddatum: 11.09.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 11.09.2025
Art. 23 IVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Taggeld. Untersuchungspflicht. 
Massgebendes Pensum an der letzten Arbeitsstelle. Massgebende 
Lohnbestandteile (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 11. September 2025, IV 2025/49).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/7 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung II 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 11. September 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/49 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Taggeld (ab 12.08.2024) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/49 
 

 

2/7 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich im März 2023 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (AK-
act. 53). Er gab an, er habe eine Berufslehre zum Elektroniker mit einer begleitenden Berufsmatura 

absolviert. Zudem habe er eine Ausbildung zum Arbeitsagogen abgeschlossen. Zuletzt habe er in 

einem Pensum von zunächst 90 Prozent und ab Januar 2013 in einem Pensum von 70 Prozent als 

Arbeitsagoge gearbeitet. Das Arbeitsverhältnis habe Ende Februar 2020 geendet. Im Februar 2023 war 

(im Zusammenhang mit einem Geburtsgebrechen; vgl. IV-act. 7) eine zweite 
Lebendnierentransplantation durchgeführt worden (vgl. IV-act. 45 und 102). Der Arbeitgeber berichtete 

Ende März 2023 (AK-act. 51), das Arbeitsverhältnis habe („mit Unterbrüchen“) bis Ende Februar 2021 

gedauert. Der Jahreslohn habe sich in den Jahren 2019 und 2020 auf jeweils 52'971.10 Franken (= 13 

× 4'074.40 Franken) belaufen. Diese Angabe entsprach den Buchungen im individuellen Beitragskonto 

(IK; vgl. AK-act. 52–1). Die Arbeitslosenversicherung gab an (AK-act. 50), der Versicherte sei seit 

August 2021 arbeitslos gemeldet gewesen. Per 14. März 2023 sei er ausgesteuert worden. Der 

versicherte Verdienst habe 4'414 Franken betragen.  

A.b Mit einer Mitteilung vom 20. November 2024 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten eine 
Umschulung zum Elektroplaner im Zeitraum vom 12. August 2024 bis zum 11. August 2028 (AK-act. 

31). Mit einer Verfügung vom 25. November 2024 sprach sie ihm für die Zeit vom 12. August 2024 bis 

zum 11. August 2028 ein Taggeld zu (AK-act. 30). Sie ging von einem massgebenden 

Jahreseinkommen von 55'354.80 Franken aus, was einen (ungekürzten) Taggeldansatz von 121.60 

Franken ergab. Da der Versicherte aber einen Lehrlingslohn erhielt (vgl. AK-act. 33), kürzte sie das 

Taggeld „wegen Überversicherung“ für die Zeit vom 12. August 2025 bis zum 11. August 2026 um 2.10 
Franken, für die Zeit vom 12. August 2026 bis zum 11. August 2027 um 12.90 Franken und für die Zeit 

vom 12. August 2027 bis zum 11. August 2028 um 20.10 Franken. 

A.c Am 10. Januar 2025 machte der Versicherte gegenüber der IV-Stelle geltend (AK-act. 21), die 
Taggeldberechnung sei fehlerhaft. Es sei ein Tagessatz von 121.60 Franken angenommen worden, der 

zu tief sei, denn es fehlten die Bonuszahlungen, die er an seiner letzten Arbeitsstelle erhalten habe. 

Zudem sei nicht berücksichtigt worden, dass er aus gesundheitlichen Gründen nur zu 70 Prozent 

arbeitsfähig gewesen sei. Er ersuche um eine entsprechende Anpassung des massgebenden 

Jahreseinkommens. Ein Sachbearbeiter notierte (vgl. die elektronische Notiz zu AK-act. 21–1), die 

Reduktion des Arbeitspensums auf 70 Prozent sei bereits per Juni 2015 und damit vor dem Eintritt des 

Gesundheitsschadens am 1. April 2020 erfolgt. Gemäss dem IK-Auszug habe der Versicherte „schon 

seit jeher in etwa diesen Lohn erzielt“. Das massgebende Einkommen sei unter Berücksichtigung der 

Teuerung 2023/2024 um 1,5 Prozent zu erhöhen. Dem Versicherten sei ein entsprechendes 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/49 
 

 

3/7 

Informationsschreiben zuzustellen. Falls dieser damit nicht einverstanden sein sollte, sei die Eingabe 

als Beschwerde an das Versicherungsgericht weiterzuleiten. 

A.d Am 4. Februar 2025 teilte die IV-Stelle dem Versicherten bezugnehmend auf dessen Anfrage 
vom 10. Januar 2025 mit (AK-act. 14), massgebend für die Taggeldberechnung seien nur jene 

Einnahmen, auf denen AHV-Beiträge entrichtet worden seien, was in Bezug auf die „Bonuszahlungen“ 
nicht der Fall gewesen sei. Der Eintritt des Gesundheitsschadens sei auf den 15. Februar 2023 

(Nierentransplantation) festgelegt worden. Das Arbeitspensum sei aber bereits per Juni 2015 auf 70 

Prozent reduziert worden. Auch in den Jahren davor habe der Versicherte kein wesentlich höheres 

Einkommen erzielt. Da die Pensumsreduktion zeitlich weit zurückliege und da noch weitere 

Gesundheitsleiden vorlägen, erscheine es nicht als plausibel, dass die Reduktion ausschliesslich 

wegen des Nierenleidens erfolgt sei. Das Taggeld sei folglich korrekt berechnet worden. Allerdings 

stehe dem Versicherten wegen der Teuerungsanpassung per 1. Januar 2024 ein um 1,5 Prozent 

höheres Taggeld zu. Der Ansatz betrage also nicht mehr 121.60 Franken, sondern 123.20 Franken. 

Der Versicherte erklärte sich am 3. März 2025 nicht einverstanden (AK-act. 10–10). Er machte geltend, 

er sehe nicht ein, weshalb die Bonuszahlungen unberücksichtigt bleiben sollten. Er habe sein Pensum 

ursprünglich reduziert, um die Ausbildung zum Arbeitsagogen zu absolvieren. Nach der Ausbildung sei 

eine Erhöhung des Pensums zunächst aus betrieblichen Gründen nicht möglich gewesen. Ab April 2020 

sei es jedoch erwünscht, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich gewesen. Der Versicherte 
sei eingesprungen, weil drei Kolleginnen kurz nacheinander Mutterschaftsurlaub gehabt hätten. Wegen 

weiteren Personalausfällen und wegen der Pandemie wäre es erwünscht gewesen, wenn er Vollzeit 

gearbeitet hätte. Wegen seiner schlechten Nierenfunktion sei er dafür aber nicht ausreichend fit 

gewesen. Die Vorabklärungen für die erneute Transplantation hätten ab dem Jahr 2019 stattgefunden. 

Eine Harnröhrenoperation sei im Oktober 2020 erfolgt. Die Transplantation habe wegen der Pandemie 

erst im Jahr 2023 durchgeführt werden können. 

B.  

B.a Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) leitete die Eingaben vom 10. Januar 2025 
und vom 3. März 2025 zur Prüfung als Beschwerde gegen die Taggeldverfügung vom 25. November 

2024 an das Versicherungsgericht weiter (act. G 1). 

B.b Der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer) erklärte am 17. März 2025 (act. G 3), er 
habe keine Taggeldverfügung vom 25. November 2024 erhalten. 

B.c Die Beschwerdegegnerin beantragte am 31. März 2025 die teilweise Gutheissung der 
Beschwerde, nämlich die Erhöhung des Taggeldansatzes auf 123.20 Franken (act. G 6). Zur 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/7 

Begründung verwies sie auf eine Stellungnahme des Fachbereichs vom 28. März 2025 (act. G 6.1), die 

inhaltlich weitestgehend dem Schreiben vom 4. Februar 2025 an den Beschwerdeführer entsprach. 

B.d Der Beschwerdeführer machte am 26. Mai 2025 geltend (act. G 9), er habe nicht aus freien 
Stücken in einem Pensum von 70 Prozent gearbeitet. Beispielsweise habe er der IV-Stelle im Juni 2023 

mitgeteilt, dass er sich nun, wenige Monate nach der Nierentransplantation, fitter fühle. Aktuell 
absolviere er eine Umschulung im Vollpensum. Bei seiner letzten Arbeitsstelle seien ihm die Zeit und 

die Kosten für den Arbeitsweg bezahlt worden, weil er unregelmässig habe arbeiten und teilweise auch 

Nachtpikett habe leisten müssen. 

B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 11). 

Erwägungen 
1.  

1.1 Die angefochtene Verfügung ist am 25. November 2024 eröffnet worden. Der Beschwerdeführer 
hat zwar behauptet, er habe sie nie erhalten, aber dann wäre seine Eingabe vom 10. Januar 2025 

unsinnig gewesen, da sich diese materiell eindeutig gegen die Verfügung vom 25. November 2024 

gerichtet hat. Der Beschwerdeführer hat die Verfügung vom 25. November 2024 also überwiegend 

wahrscheinlich erhalten. Wann sie ihm zugestellt worden ist, lässt sich den Akten jedoch nicht 

entnehmen. Da die Beschwerdegegnerin die Verfügung ohne einen Zustellnachweis versandt hat, kann 

der Zustellungszeitpunkt nicht mittels einer Nachfrage bei der Schweizerischen Post ermittelt werden. 

Andere Beweismittel, die es erlauben würden, den Zustellungszeitpunkt zu bestimmen, existieren nicht. 

Bezüglich des effektiven Zustellungszeitpunktes liegt also eine objektive Beweislosigkeit vor, deren 

Nachteil in einer lückenfüllenden analogen Anwendung des Art. 8 ZGB die Beschwerdegegnerin tragen 

muss. Die am 10. Januar 2025 erfolgte Nichteinverständniserklärung kann folglich nicht als verspätet 
qualifiziert werden. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat sich zwar nicht an das Versicherungsgericht gewendet, aber gemäss 
der Auffassung des Bundesgerichtes spielt es keine Rolle, bei welcher Behörde eine 

Nichteinverständniserklärung abgegeben wird (Urteil 9C_211/2015 vom 21. September 2015, E. 1). 

Folglich ist zu fingieren, dass der Beschwerdeführer während der laufenden Rechtsmittelfrist beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (statt bei der Beschwerdegegnerin) Beschwerde gegen 

die Verfügung vom 25. November 2024 erhoben hat. 

1.3 Von ihrem Wortlaut her könnte die Eingabe des Beschwerdeführers vom 10. Januar 2025 als 
eine bedingte Beschwerde qualifiziert werden, da man sich auf den Standpunkt stellen könnte, der 

Beschwerdeführer habe entweder eine Korrektur der seines Erachtens rechtsfehlerhaften Verfügung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/7 

oder aber eine Ergänzung der Verfügungsbegründung verlangt. Diese Interpretation würde aber nicht 

der Absicht des Beschwerdeführers entsprechen, denn die Ausführungen des Beschwerdeführers 

zeigen eindeutig, dass er mit der Verfügung nicht einverstanden gewesen ist und dass die Verfügung 

keine Begründung enthalten hat, die ihn hätte umstimmen können. Damit steht fest, dass die Eingabe 

vom 10. Januar 2025 eine unbedingte Nichteinverständniserklärung enthalten hat. Der 
Beschwerdeführer hat die Verfügung vom 25. November 2024 also frist- und formgerecht angefochten. 

1.4 Dieses Beschwerdeverfahren bezweckt die Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren 
Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des mit der angefochtenen Verfügung 

abgeschlossenen Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Mit der angefochtenen Verfügung hat die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ein Taggeld für die Dauer vom 12. August 2024 bis zum 

11. August 2028 zugesprochen, wobei sie die Taggeldberechtigung umfassend geprüft und das 

Taggeld von Grund auf neu festgesetzt hat. Auch in diesem Beschwerdeverfahren sind folglich die 

Taggeldberechtigung und die Höhe des Taggeldes zu prüfen. 

2.  

Der Beschwerdeführer hat die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt und er hat sich ab dem 

12. August 2024 in einer Umschulung im Sinne des Art. 17 IVG befunden. Da er davor bereits 

erwerbstätig gewesen war, hat er ab dem 12. August 2024 einen Anspruch auf ein „grosses“ Taggeld 

im Sinne des Art. 23 Abs. 1 IVG gehabt, das 80 Prozent des letzten ohne gesundheitliche 
Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens entsprochen hat. 

3.  

3.1 An seiner letzten Arbeitsstelle hat der Beschwerdeführer einen Lohn von 52'971.10 Franken 
erhalten. Sein Arbeitgeber hat ihm für die Zeit vom 1. April 2020 bis zum 28. Februar 2021 zusätzlich 

die Fahrtkosten und die Wegzeit entschädigt, weil er in jener Periode unregelmässig hat arbeiten und 

unter anderem auch Nachtpikettdienste hat leisten müssen (vgl. act. G 9.2). Auf diesen zusätzlichen 

Entschädigungen, die der Beschwerdeführer als „Boni“ qualifiziert hat, hat der Arbeitgeber keine 

Beiträge entrichtet. Nach dem Wortlaut des Art. 23 Abs. 3 IVG dürften weder die Fahrtkosten (bei denen 

es sich eindeutig um Spesen gehandelt hat) noch die Wegzeitentschädigung als Lohnbestandteile 

berücksichtigt werden, weil auf beiden Entschädigungen keine Beiträge erhoben worden sind. 

Augenscheinlich gibt der Wortlaut des Art. 23 Abs. 3 IVG aber den eigentlichen Sinn und Zweck der 

Norm nicht zuverlässig wieder, zumal er ohnehin nicht ganz eindeutig ist, weil nicht klar ist, ob das 

Einkommen gemeint ist, auf dem effektiv Beiträge erhoben worden sind, oder jenes, auf dem an sich 

grundsätzlich Beiträge zu erheben wären. Entscheidend ist, dass der Art. 23 Abs. 3 IVG die 
Berücksichtigung von Zahlungen eines Arbeitgebers ausschliessen will, die keinen Lohncharakter 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/7 

haben, was insbesondere auf die dem Beschwerdeführer ausgerichteten Spesenentschädigungen in 

der Form des Ersatzes der eigentlichen Fahrtkosten zutrifft. Der Art. 23 Abs. 3 IVG bezweckt die 

Festsetzung des Taggeldes anhand dessen, was die versicherte Person davor effektiv als Entgelt für 

den Einsatz ihrer Arbeitskraft erzielt hat. Die Wegzeitentschädigung, die der Beschwerdeführer erhalten 

hat, könnte möglicherweise Lohncharakter haben, denn damit hat der Arbeitgeber offenbar Zeiten 
entschädigt, in denen der Beschwerdeführer im Interesse des Arbeitgebers tätig (nämlich unterwegs 

zum abgelegenen Einsatzort) gewesen ist. Diesbezüglich erweist sich der Sachverhalt als noch nicht 

vollständig ermittelt, denn wenn die Wegzeitentschädigung tatsächlich Lohncharakter hat, hätten 

Beiträge abgeliefert werden müssen, was der Arbeitgeber aber nicht getan hat. Die Sache ist an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die zuständige Ausgleichskasse über die geleistete 

Wegzeitentschädigung informieren und den Ausgang des Verwaltungsverfahrens betreffend eine 

allfällige Beitragsnachforderung abwarten. 

3.2 Der Beschwerdeführer hat zuletzt nicht in einem Vollpensum, sondern in einem Pensum von 70 
Prozent gearbeitet. Er hat geltend gemacht, dieses Pensum sei zunächst gewählt worden, weil er 

berufsbegleitend die Ausbildung zum Arbeitsagogen absolviert habe. Im Anschluss daran habe er das 

Pensum zunächst aus betrieblichen Gründen nicht erhöhen können. Im Zusammenhang mit der 

Pandemie und mehreren Ausfällen von Arbeitskollegen wäre dann allerdings eine Erhöhung des 

Pensums auf 100 Prozent vom Arbeitgeber erwünscht gewesen. Nur sei er selbst dann wegen seines 
sich verschlechternden Gesundheitszustandes nicht mehr in der Lage gewesen, mehr als 70 Prozent 

zu arbeiten. Diese Ausführungen sind glaubhaft. Zudem ist aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer schon mehrere Monate vor der (zweiten) 

Nierentransplantation im Februar 2023 aufgrund der schlechten Nierenfunktion, die diese (zweite) 

Transplantation ja erst erforderlich gemacht hat, wesentlich beeinträchtigt und wohl auch teilweise 

arbeitsunfähig gewesen sein dürfte. Damit ist aber noch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer zuletzt krankheitsbedingt nur 

zu 70 Prozent hat arbeiten können. Die Akten erlauben die Beantwortung der Frage nach dem 

zumutbaren Arbeitsfähigkeitsgrad im hier massgebenden Zeitraum bis Ende Februar 2021 nicht. Die 

Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich keine Abklärungen getätigt, womit sie ihre Untersuchungspflicht 

verletzt hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Beim aktuellen Stand der Akten kann nicht von einer objektiven 

Beweislosigkeit ausgegangen werden, deren Nachteil der Beschwerdeführer zu tragen hätte. Vielmehr 

ist davon auszugehen, dass mittels weiterer Abklärungen ermittelt werden kann, wie hoch der 

Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers am letzten Arbeitsplatz im hier massgebenden Zeitpunkt 
(Februar 2021) gewesen ist. Da es nicht die Aufgabe des Versicherungsgerichtes sein kann, ein 

Versäumnis der Beschwerdegegnerin bei der Erfüllung ihrer ureigensten Aufgabe, der 

Sachverhaltsabklärung, zu beheben, ist die Sache zur Durchführung dieser Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/7 

4.  

Dieser Verfahrensausgang gilt rechtsprechungsgemäss hinsichtlich der Kostenfolgen als ein 

vollständiges Obsiegen des Beschwerdeführers. Die angesichts des im Vergleich zu einem Rentenfall 

deutlich unterdurchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 300 Franken festzusetzenden 

Gerichtskosten sind folglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der vom Beschwerdeführer 
geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken wird im Umfang von 300 Franken mit den Gerichtskosten 

im Beschwerdeverfahren IV 2025/77 verrechnet und im Restbetrag von 300 Franken an den 

Beschwerdeführer zurückerstattet. 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Sache wird zur Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

2.  
Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von 300 Franken zu bezahlen; der vom 

Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken wird im Umfang von 300 Franken mit 

den vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren IV 2025/77 geschuldeten Gerichtskosten von 300 

Franken verrechnet und im Restbetrag von 300 Franken zurückerstattet. 

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		2026-01-28T04:09:47+0100
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