# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0472702-7874-503b-b037-2e69d3f63a1d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 04.07.2023 460 22 221 (460 2022 221)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-22-221_2023-07-04.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
4. Juli 2023 (460 22 221) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Strafrecht 
 
 
Hinderung einer Amtshandlung 
 
 
 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Stephan Gass (Ref.),  

Richter Dominique Steiner; Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 

  
 
gegen 
 
 

 A.____,  
vertreten durch Advokat Dr. Yves Waldmann,  
St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 1328, 4001 Basel,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand Hinderung einer Amtshandlung 
Berufung gegen das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-
Landschaft vom 24. Oktober 2022 (300 22 126) 
 

 
 
 
 

 
 
 

 
 
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A. Mit Strafbefehl vom 29. April 2022 erklärte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 
Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), den Beschuldigten 
A.____ der Hinderung einer Amtshandlung schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt voll-
ziehbaren Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 230.– sowie zu einer Busse von 
CHF 1'400.–. Gegen diesen Strafbefehl erhob der Beschuldigte fristgerecht Einsprache, worauf 
die Staatsanwaltschaft am Strafbefehl festhielt und die Akten an das Strafgericht Basel-
Landschaft überwies. 
 
B. Das Präsidium des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) erklärte 
A.____ mit Urteil vom 24. Oktober 2022 ebenfalls der Hinderung einer Amtshandlung schuldig 
und verurteilte diesen zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 16 Tagessätzen zu je 
CHF 290.–, bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie zu einer Busse von CHF 1'150.–, unter 
Androhung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen im Falle ihrer schuldhaften Nichtbezahlung 
(Dispositiv-Ziffer 1). Die unbezifferte Zivilforderung der B.____ AG wurde auf den Zivilweg ver-
wiesen (Dispositiv-Ziffer 2) und A.____ wurden Verfahrenskosten von insgesamt CHF 2'407.– 
auferlegt (Dispositiv-Ziffer 3).  
 
Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheides sowie der weiteren Eingaben und An-
träge der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Ur-
teils eingegangen.  
 
C. Gegen das vorgenannte Urteil vom 24. Oktober 2022 meldete A.____, vertreten durch 
Advokat Dr. Yves Waldmann, am 1. November 2022 Berufung an, worauf ihm der begründete 
Entscheid des Strafgerichts am 7. Dezember 2022 eröffnet wurde.  
 
D.  Mit Eingabe vom 23. Dezember 2022 erklärte A.____ (nachfolgend: Berufungskläger), 
vertreten durch Advokat Dr. Yves Waldmann, Berufung beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht). Er stellte den Antrag, das Urteil des Straf-
gerichts vom 24. Oktober 2022 sei unter o/e-Kostenfolge aufzuheben und er sei von der Ankla-
ge vollumfänglich und kostenlos freizusprechen.  
 
E. Auf kantonsgerichtliche Verfügung vom 27. Dezember 2022 hin teilte die Staatsanwalt-
schaft mit Eingabe vom 5. Januar 2023 mit, dass sie weder einen Antrag auf Nichteintreten stel-
le noch Anschlussberufung erkläre. Zugleich ersuchte sie um Dispensation vom persönlichen 
Auftreten an der Berufungsverhandlung.  
 
F. Mit Verfügung vom 9. Januar 2023 wurde dem Berufungskläger Frist zur Einreichung 
einer Berufungsbegründung angesetzt.  
 
G. In seiner Berufungsbegründung vom 10. März 2023 stellte der Berufungskläger innert 
erstreckter Frist die Rechtsbegehren, es sei das Urteil des Strafgerichts vom 24. Oktober 2022 
unter o/e-Kostenfolge aufzuheben, er sei von der Anklage vollumfänglich freizusprechen und es 

 
 
 

 
 
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sei ihm für den Freiheitsentzug vom 16. und 17. Dezember 2020 eine Entschädigung von 
CHF 200.– zuzusprechen.   
 
H. Am 18. April 2023 erstattete die Staatsanwaltschaft ihre Berufungsantwort, worin sie 
beantragte, die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil vollum-
fänglich zu bestätigen, der Beschluss des Kantonsgerichts vom 5. Juli 2022 (470 22 65) sei zu 
den Akten zu nehmen und die Staatsanwaltschaft sei von einem persönlichen Auftritt an der 
Berufungsverhandlung zu dispensieren.  
 
I. Mit Verfügung vom 20. April 2023 wurde die Berufungsantwort vom 18. April 2023 dem 
Berufungskläger zur Kenntnisnahme zugestellt und der Schriftenwechsel geschlossen. Weiter 
wurde angeordnet, dass C.____ vor den Schranken des Kantonsgerichts als Zeuge befragt wird 
und festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft an der Berufungsverhandlung nicht teilnimmt.   
 
J. Zur Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht vom 4. Juli 2023 erscheinen der Beru-
fungskläger und sein Verteidiger, Advokat Dr. Yves Waldmann. Der Antrag der Staatsanwalt-
schaft betreffend Beizung des Beschlusses des Kantonsgerichts vom 5. Juli 2022 (470 22 65) 
wird abgewiesen. Der Berufungskläger und der Zeuge, C.____, werden vor den Schranken des 
Gerichts befragt. In seinem Parteivortrag hält der Berufungsläger an den mit Berufungserklä-
rung gestellten Begehren sowie ihrer Begründung fest.   
 
Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 
ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-
dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, 
wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen 
kann (Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung des Entscheides hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 
Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstin-
stanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzu-
melden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten 
Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen.  
 
2. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts vom 24. Oktober 2022 (300 22 126) ange-
fochten, womit ein taugliches Anfechtungsobjekt gegeben ist. Mit Eingaben vom 1. November 
2022 (Berufungsanmeldung) und 23. Dezember 2022 (Berufungserklärung) hat der Berufungs-
kläger die Rechtsmittelfrist gewahrt und ist seiner Erklärungspflicht nachgekommen. Als be-
schuldigte Person hat er ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung und Änderung 
des erstinstanzlichen Entscheides im Sinne seiner Anträge. Die Zuständigkeit der Dreierkam-
mer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung des vorlie-

 
 
 

 
 
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genden Rechtsmittels ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 15 Abs. 1 lit. a des kan-
tonalen Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO; SGS 250). 
Die Berufung erfüllt sämtliche Formalien, so dass auf diese einzutreten ist. 
 
II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1.  
1.1.1. Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Ur-
teil nur in den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). Die Berufung kann im 
Rahmen ihrer Begründung im Sinne von Art. 399 Abs. 4 StPO eingeschränkt, jedoch nach Ab-
lauf der Rechtsmittelfrist nicht mehr ausgedehnt werden (BÄHLER, Basler Kommentar StPO, 
3. A. 2023, Art. 399 N 7; ZIMMERLIN, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 399 N 14). In 
der Berufung ist genau anzugeben, in welchen Punkten das Dispositiv des Urteils zu ändern ist. 
Aus der allgemeinen Vorschrift von Art. 385 Abs. 1 StPO darf gefolgert werden, dass es nicht 
genügt, in der Berufungserklärung bloss festzuhalten, das Rechtsmittel richte sich gegen das 
Strafmass oder gegen die Schuldfrage. Bei einer Anfechtung der Sanktion ist anzugeben, wel-
che konkrete Anpassung des Urteilsdispositivs beantragt wird. Von der Partei kann im Interesse 
einer effizienten Justiz erwartet werden, dass sie ihre Anträge genügend begründet und damit 
genügend spezifiziert darlegt (BÄHLER, Basler Kommentar StPO, 3. A. 2023, Art. 399 N 8). Wird 
die Berufung auf die Anfechtung des Schuldspruches beschränkt und der betreffende Antrag 
abgewiesen, können das Strafmass oder die Kosten- und Entschädigungsregelung ohne ge-
sonderte Teilanfechtung nicht neu festgelegt werden (vgl. BGer Urteil 6B_1299/2018 vom 
28. Januar 2019, E. 2.3; ZIMMERLIN, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 399 N 19; 
JOSITSCH/SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. A. 2023, N 1548).  
 
1.1.2. Im vorliegenden Fall liegt einzig eine Berufung des Beschuldigten vor. Die Staatsan-
waltschaft hat weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben. Mit Berufungserklärung vom 
23. Dezember 2022 führt der Berufungskläger einleitend aus, dass das Urteil des Strafgerichts 
vollumfänglich angefochten werde, während konkret ein vollumfänglicher und kostenloser Frei-
spruch begehrt wird. Der Antrag, es sei dem Berufungskläger für den Freiheitsentzug vom 
16. und 17. Dezember 2020 eine Entschädigung von CHF 200.– zuzusprechen, wird dagegen 
erst mit Berufungsbegründung vom 10. März 2023 gestellt, wobei über diesen Anspruch von 
Amtes wegen zu befinden ist (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 2 StPO). Hinsichtlich der 
Strafzumessung sowie der Sanktionswahl (Dispositiv-Ziffer 1) und des Entscheides über die 
Zivilforderung (Dispositiv-Ziffer 2) liegen keine konkreten Anträge vor. In seiner Berufungsbe-
gründung beanstandet der Berufungskläger einzig die vorinstanzliche Festsetzung der Verbin-
dungsbusse (Art. 42 Abs. 4 des Strafgesetzbuchs [StGB; SR 311.0]). Bei dieser Ausgangslage 
hat das Berufungsgericht im Falle eines Freispruchs auch die Kosten- und Entschädigungsfol-
gen sowie die Zivilforderung zu beurteilen, während bei einem Schuldspruch das vorinstanzli-
che Urteil mangels spezifischer Anträge allein in Bezug auf die Festsetzung der Verbindungs-
busse zu überprüfen ist.  
 

 
 
 

 
 
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1.2. Laut Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nachteil 
der beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen 
worden ist (Verbot der "reformatio in peius"). Diese Konstellation liegt hier vor, da ausschliess-
lich der Beschuldigte Berufung erhoben hat. Entsprechend kann das Kantonsgericht das vor-
instanzliche Urteil entweder bestätigen oder zu Gunsten des Beschuldigten mildern, bis hin zu 
einem vollständigen Freispruch. Demgegenüber ist es dem Berufungsgericht verwehrt, das Ur-
teil des Vorderrichters zu Lasten des Beschuldigten zu verschärfen. 
 
1.3. Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht für die tatsächliche und rechtliche 
Würdigung des angeklagten Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz verweisen 
(Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Möglichkeit der Verweisung entfällt allerdings, wenn im Rechts-
mittelverfahren tatsächliche oder rechtliche Einwände vorgebracht werden, welche nicht Ge-
genstand des erstinstanzlichen Verfahrens bildeten (STOHNER, Basler Kommentar StPO, 3. A. 
2023, Art. 82 N 13; BRÜSCHWEILER/NADIG/SCHNEEBELI, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, 
Art. 82 N 10). Ein Verweis kommt bei strittigen Sachverhalten und in Bezug auf die rechtliche 
Subsumtion nur dann in Frage, wenn die Rechtsmittelinstanz den vorinstanzlichen Erwägungen 
vollumfänglich beipflichtet (BGE 141 IV 244, E. 1.2.3). 
 
2. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien   

2.1. Dem Berufungskläger wird mit als Anklageschrift geltendem Strafbefehl vom 29. April 
2022 (Art. 356 Abs. 1 StGB) vorgeworfen, er sei am 16. Dezember 2020, um ca. 22:40 Uhr, im 
Interregio-Zug von X.____ nach Y.____ den mehrmaligen Aufforderungen der Zugbegleiter, 
seine Schutzmaske anzulegen, nicht nachgekommen, worauf die Transportpolizei verständigt 
und die Polizei Basel-Landschaft aufgeboten worden sei. Gestützt auf diese Meldung hätten 
sich zwei Polizisten zum Bahnhof Y.____ begeben, wo sie den Berufungskläger im zweithin-
tersten Wagen hätten feststellen können, welcher wiederum keine Schutzmaske getragen habe. 
Die Polizei habe den Berufungskläger sodann um ca. 23:01 Uhr zweimal aufgefordert, den Zug 
zu verlassen. Zwar habe dieser genickt, jedoch anschliessend keine Anstalten gemacht, den 
Zug zu verlassen. Nach einer erneuten Aufforderung habe der Berufungskläger eine Wasser-
flasche hervorgenommen und diese an seinen Mund geführt. Als einer der Polizisten dies habe 
unterbinden und die Wasserflasche wegnehmen wollen, habe sich der Berufungskläger in Ei-
geninitiative von seinem Sitz aus auf den Boden fallen lassen und angefangen, laut zu schreien. 
Daraufhin habe einer der Polizisten dem Berufungskläger Handschellen angelegt. Weil sich 
letzterer geweigert habe, aufzustehen respektive auf seinen eigenen Füssen zu laufen, habe er 
schliesslich von den beiden Polizisten aus dem Zug getragen werden müssen. Mit seinem Ver-
halten habe der Berufungskläger die Polizisten wissentlich und willentlich an einer Handlung 
gehindert, welche innerhalb deren Amtsbefugnisse gelegen habe. 
 
2.2. Zur Begründung seines Entscheides vom 24. Oktober 2022 erwägt das Strafgericht im 
Wesentlichen, dass sich in Berücksichtigung aller Berichte und Einvernahmen ein schlüssiges 
Gesamtbild ergebe. Die Aussagen des Berufungsklägers, wonach er die Aufforderungen der 
Zugbegleiter und der Polizei nicht gehört bzw. verstanden habe, würden nicht glaubhaft er-

 
 
 

 
 
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scheinen. Gemäss eigener Schilderung habe er damit begonnen, seine Sachen einzusammeln, 
und damit zumindest vermeintliche Vorbereitungshandlungen zum Verlassen des Zuges getä-
tigt. Auch sei zu berücksichtigen, dass der Berufungskläger für den Tatzeitpunkt keine ärztliche 
Bestätigung habe vorlegen können, welche ihn von der Maskentragpflicht dispensiert hätte. Erst 
fünf Tage nach dem Vorfall sei ihm ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt worden, wobei dem 
betreffenden Arzt später die Berufszulassung entzogen worden sei, weil er solche Atteste ohne 
effektive medizinische Konsultation verfasst habe. Weiter erscheine die Darlegung des Beru-
fungsklägers, er habe nicht aus der Flasche trinken wollen, aufgrund seines konkreten Verhal-
tens unplausibel. Zusammenfassend sei der angeklagte Sachverhalt gestützt auf die überein-
stimmenden Aussagen der Zugbegleiter und des Polizisten erstellt. Die Depositionen des Beru-
fungsklägers, wonach er von einem Polizisten zu Boden geworfen worden sei, erscheine un-
glaubhaft, zumal die Polizei ihn habe dazu bewegen wollen, den Zug schnellstmöglich zu ver-
lassen. Es liege innerhalb der Amtsbefugnisse der Polizei, einen Auftrag in der Art des vorlie-
genden auszuführen und eine renitente Person aus dem Zug zu begleiten. Dem Einwand der 
Verteidigung, dass im Strafbefehl nicht genau umschrieben sei, um welche Amtshandlung es 
sich handle, könne nicht gefolgt werden. Aus dem Kontext des Strafbefehls ergebe sich, dass 
die Polizisten daran gehindert worden seien, den Berufungskläger aus dem Zug zu begleiten. 
Das angeklagte Verhalten erfülle sowohl den objektiven als auch den subjektiven Tatbestand 
der Hinderung einer Amtshandlung, wobei keine Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgründe 
in Betracht kommen würden. Bezüglich des Ausmasses des verschuldeten Erfolges sei zu kon-
statieren, dass der Berufungskläger den Polizisten mit einem äusserst unkooperativen und pro-
vokativen Verhalten gegenübergetreten sei und zuvor mehrfach die Weisungen des Zugperso-
nals missachtet habe. Verschuldensmindernde Umstände seien keine ersichtlich, weil der Beru-
fungskläger auch nicht über ein gültiges medizinisches Attest verfügt habe, welches ihn von der 
Maskentragpflicht dispensiert hätte. Die begangene Tat entspreche einem mittelschweren Ver-
schulden, weshalb mit Blick auf den Strafrahmen von Art. 286 StGB eine Geldstrafe von 20 Ta-
gessätzen angemessen erscheine. Die Täterkomponente wirke sich vorliegend strafzumes-
sungsneutral aus. Aufgrund des jährlichen Nettoeinkommens von CHF 132'627.– resultiere bei 
einem Pauschalabzug von 25% für Steuern und Krankenkasse ein Tagessatz im Betrag von 
CHF 290.–. Dem Berufungskläger könne keine Schlechtprognose gestellt werden, weshalb der 
Vollzug der Strafe aufzuschieben sei. Aus spezialpräventiven Gründen sei es jedoch angezeigt, 
eine Verbindungsbusse in Höhe von 20% der Strafe, somit CHF 1'150.–, auszusprechen, womit 
sich die bedingt vollziehbare Geldstrafe im Ergebnis auf 16 Tagessätze belaufe. Im Falle der 
schuldhaften Nichtbezahlung der Busse trete an ihre Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Ta-
gen.  
 
2.3. Mit Berufungsbegründung vom 10. März 2023 wird zusammengefasst vorgebracht, es 
sei vorliegend irrelevant, ob der Berufungskläger von der Maskentragpflicht befreit gewesen sei. 
Dieser Sachverhalt bedürfe keiner weiteren Abklärung, weil er nicht Gegenstand der Anklage 
bilde. Der Berufungskläger habe seinerseits auch nicht geltend gemacht, er habe darauf be-
standen, ohne Maske im Zug zu bleiben. Vielmehr habe er der Aufforderung, den Zug zu ver-
lassen, selbständig nachkommen wollen. Die Begrenzungsfunktion des Anklagegrundsatzes 
verbiete es der Vorinstanz, ihrem Urteil einen anderen Sachverhalt als den angeklagten zu 

 
 
 

 
 
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Grunde zu legen. Vor diesem Hintergrund erscheine die Beweiswürdigung gemäss Erwägung 
2.1 des vorinstanzlichen Urteils als willkürlich. Auch die Anklage habe nicht behauptet, dass der 
Berufungskläger vom Zugbegleiter zum Verlassen des Zuges aufgefordert worden sei, weshalb 
die betreffende Erwägung 2.2 des Strafgerichts ebenfalls willkürlich sei. Der Berufungskläger 
habe zugestanden, dass er die Flasche ergriffen habe, weshalb sie ihm aus den Händen ge-
rissen worden sei. Die Sachverhaltsversion, wonach dieser zu Boden gedrückt, mit Hand-
schellen gefesselt und aus dem Zug geschleift worden sei, werde vom Zugbegleiter bestätigt. 
Hätte sich der Berufungskläger tatsächlich schreiend auf den Boden fallen lassen, wäre dieses 
aussergewöhnliche Verhalten im Wahrnehmungsbericht des Zugbegleiters festgehalten wor-
den. Tatsache sei, dass die Polizei das Ergreifen der Wasserflasche als zeitverzögernde Pro-
vokation verstanden und daher mit Gewalt durchgegriffen habe. Die Sachverhaltsfeststellung 
gemäss Erwägung 2.3 des vorinstanzlichen Urteils gründe somit auf einer willkürlichen Be-
weiswürdigung und sei mit dem Grundsatz "in dubio pro reo" nicht vereinbar. Entgegen den 
Ausführungen des Strafgerichts gehe aus der Anklage nicht hervor, welche Amtshandlung vom 
Berufungskläger gehindert worden sein solle. Es sei lediglich eine Interpretation des Strafge-
richts, dass die gehinderte Amtshandlung das Begleiten aus dem Zug gewesen sei. Diesbezüg-
lich sei eine tatbestandsmässige Hinderung auch nicht nachgewiesen. Selbst wenn der Beru-
fungskläger ohne gewaltsame Einwirkung der Polizei vom Sitz gerutscht wäre und geschrien 
hätte, könne darin kein bewusstes und gezieltes Hindern einer Amtshandlung, sondern vielmehr 
ein panikartiges Verhalten erkannt werden. Bloss passives Verhalten erfülle den Tatbestand 
nicht. Soweit die Amtshandlung darin bestanden hätte, den Berufungskläger zwangsweise aus 
dem Zug zu schaffen, wäre ein Unterschied zwischen passivem Sitzenbleiben oder Liegen auf 
dem Boden nicht erkennbar. Zur Verspätung des Zuges um 6 Minuten sei es letztlich gekom-
men, weil überhaupt die Polizei aufgeboten worden sei. Die Amtshandlung sei rasch vollzogen 
und durch den Berufungskläger weder verzögert noch erschwert worden. Sodann werde auch 
die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes bestritten. Es lasse nichts darauf schliessen, dass 
der Berufungskläger die Amtshandlung, welche darin bestanden haben solle, ihn aus dem Zug 
zu bringen, mit einem aktiven Tun habe verhindern wollen. Schliesslich werde die Auferlegung 
der Verbindungsbusse und damit die Strafe gerügt. Es bestehe der Eindruck, die Vorinstanz 
habe den Berufungskläger für eine willkürlich festgestellte querulatorische Haltung abstrafen 
wollen. Es liege auch keine Schnittstellenproblematik vor, weshalb die Verbindungsbusse un-
begründet erscheine.  
 
2.4. In ihrer Berufungsantwort vom 18. April 2023 verweist die Staatsanwaltschaft zunächst 
in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht auf die ihres Erachtens zutreffenden Ausführungen im 
vorinstanzlichen Urteil. Im Weiteren wird geltend gemacht, dass vorliegend auch die Erwä-
gungen des Kantonsgerichts im Beschluss vom 5. Juli 2022 (470 22 65) zu berücksichtigen 
seien, wonach die Beschwerde gegen die Nichtanhandnahme des Verfahrens betreffend die 
beteiligten Polizisten abgewiesen worden sei. Entgegen den Vorbringen des Berufungsklägers 
seien die Aussagen des beteiligten Polizisten sehr überzeugend. Eine unrichtige Feststellung 
des Sachverhalts sowie eine willkürliche Beweiswürdigung seien klar zu verneinen. Der Tatbe-
stand von Art. 286 StGB setze eine Widersetzlichkeit voraus, welche sich in gewissen Umfang 
in einem aktiven Tun ausdrücke. Dem Berufungskläger sei bewusst gewesen, dass er habe aus 

 
 
 

 
 
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dem Zug aussteigen müssen. Dennoch habe er aktiv aus der Flasche getrunken und sich auf 
den Boden fallen lassen. Dieses Verhalten sei offensichtlich über einen blossen Ungehorsam 
gegenüber der Anordnung der Polizei hinausgegangen und darauf gerichtet gewesen, das an-
gekündigte Aussteigen aus dem Zug zu erschweren oder verzögern.  
 
2.5. Vor den Schranken des Kantonsgerichts führt der Berufungskläger ergänzend aus, 
dass der angeklagte Sachverhalt eine völlig lebensfremde Verhaltensweise schildere. Der Beru-
fungskläger sei weder ein "Spinner" noch ein Corona-Querulant, der sich wie ein Verrückter auf 
den Boden fallen lasse und wie ein Kind zu schreien beginne. Der Zeuge habe in freier Er-
zählung geschildert, dass die Polizei den Berufungskläger vom Sitz aus zu Boden gebracht ha-
be. Letzterer habe erst geschrien, als die Polizei ihm das Knie auf den Rücken gedrückt habe. 
Bei dieser Ausgangslage müsse mindestens "in dubio pro reo" ein Freispruch erfolgen.  
 
3. Sachverhalt und Beweiswürdigung  

3.1. Allgemeine Erwägungen zur Beweiswürdigung 

3.1.1. Bei der Würdigung des Sachverhalts hat das Gericht belastenden und entlastenden 
Umständen mit gleicher Sorgfalt nachzugehen. Das Gesetz gebietet die sorgfältige und objekti-
ve Beweiswürdigung von Amtes wegen (Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 sowie Art. 10 Abs. 2 StPO). 
Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung hat das urteilende Gericht frei von Beweisre-
geln und nur nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen persönlichen Überzeu-
gung aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewie-
sen hält. Das Gericht trifft sein Urteil unabhängig von der Anzahl der Beweismittel, welche für 
eine bestimmte Tatsache sprechen, und ohne Rücksicht auf die Art des Beweismittels. Auch 
besteht keine Rangfolge der Beweise. Massgebend ist allein deren Stichhaltigkeit (RIEDO/ 
FIOLKA/NIGGLI, Strafprozessrecht, 2011, Rz. 234; TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 3. A. 
2023, Art. 10, N 41 ff.). Die Überzeugung für das Vorliegen rechtlich erheblicher Tatsachen 
kann direkt oder indirekt gewonnen werden. Auch indirekte, mittelbare Beweise erlauben einen 
für die Beweisführung bedeutsamen Schluss, wobei hier vermutet wird, dass eine nicht bewie-
sene Tatsache gegeben ist, weil sich diese Schlussfolgerung aus bewiesenen Tatsachen (Indi-
zien) nach der Lebenserfahrung aufdrängt. Eine Mehrzahl von Indizien, welche für sich allein 
betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder Täter-
schaft hindeuten und insofern Zweifel offenlassen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeu-
gen, das den Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter erlaubt (vgl. 
BGer Urteile 6B_890/2009 vom 22. April 2010, E. 6.1; 6B_332/2009 vom 4. August 2009, 
E. 2.3; 6B_1053/2018 vom 26. Februar 2019, E. 1.2; je mit Hinweisen). Beim Indizienbeweis, 
der auf einzelnen Umständen beruht, die in ihrer Gesamtheit keine andere Annahme zulassen 
sollen, dass die angeklagte Person die vorgeworfene Tat begangen habe, ist indes der Grund-
satz "in dubio pro reo" verschärft zu beachten (vgl. RUCKSTUHL/DITTMANN/ARNOLD, Strafpro-
zessrecht, Zürich 2011, S. 67, Rz. 184).  
 
3.1.2. Gemäss dem in Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV, 
SR 101) und Art. 6 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreihei-

 
 
 

 
 
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ten (EMRK, SR 0.101) kodifizierten Grundsatz "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen 
Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte un-
schuldig ist. Bestehen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraus-
setzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person güns-
tigeren Sachlage aus. Der vorgenannte Grundsatz verpflichtet das Gericht, den Beschuldigten 
freizusprechen, wenn nach Würdigung aller vorhandenen Beweise erhebliche und unüberwind-
bare Zweifel an der Tatbestandsverwirklichung bestehen oder bestehen müssten (JOSITSCH/ 
SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. A. 2023, N 235). Als Beweis-
würdigungsregel besagt die Maxime "in dubio pro reo", dass sich das Gericht nicht von der 
Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn 
bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich 
der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht 
massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden 
kann (BGE 138 V 74, E. 7). Eine Verurteilung darf indessen nur dann ergehen, wenn das Ge-
richt über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass sämtliche Strafbarkeitsvoraus-
setzungen in tatsächlicher Hinsicht vorliegen. Gefordert wird diesbezüglich ein sehr hoher Grad 
an Wahrscheinlichkeit bzw. eine mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit (TOPHINKE, 
Basler Kommentar StPO, 3. A. Basel 2023, Art. 11 N 83 und Fn. 268). Wenn Zweifel daran be-
stehen, welche von mehreren in Betracht kommenden Sachverhaltsmöglichkeiten der Wahrheit 
entspricht, hat das Gericht seinem Urteil die für den Beschuldigten günstigste Sachverhaltsvari-
ante zugrunde zu legen (WOHLERS, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 10, N 11; 
JOSITSCH/SCHMID, a.a.O., N 233). Der Grundsatz "in dubio pro reo" besagt indes nicht, dass bei 
sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für die beschuldigte Person günsti-
geren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel kommt nur zur Anwendung, wenn nach erfolg-
ter Beweiswürdigung im Ganzen relevante Zweifel verbleiben (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1 ff.). 
Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweiswürdigung ein erheblicher Ermessensspielraum 
zu (BGE 134 IV 132, E. 4.2; BGE 129 IV 6, E. 6.1).  
 
3.1.3.  Bei der Abklärung des Wahrheitsgehalts von Aussagen hat sich in der Praxis die Me-
thode der Aussageanalyse durchgesetzt, welche darauf basiert, dass wahre und falsche Schil-
derungen unterschiedliche geistige Leistungen erfordern (BGer Urteil 6B_375/2015 vom 
29. Oktober 2015 E. 2.2.2.). Überprüft wird in erster Linie die Hypothese, ob die aussagende 
Person unter Berücksichtigung der Umstände, der intellektuellen Leistungsfähigkeit und der 
Motivlage eine Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund machen könnte. Methodisch wird 
die Prüfung in der Weise vorgenommen, dass das durch Inhaltsanalyse und Bewertung der 
Entstehungsgeschichte der Aussage sowie des Aussageverhaltens insgesamt gewonnene Er-
gebnis auf Fehlerquellen überprüft und die persönliche Kompetenz der aussagenden Person 
analysiert werden (BGE 129 I 49, Erw. 4 und 5, m.w.H.). Im Rahmen der Beweiswürdigung sind 
Aussagen demnach auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. Lügensignale hin zu analysieren. Sie 
sind gestützt auf eine Vielzahl von inhaltlichen Realkennzeichen zu beurteilen, wobei zwischen 
inhaltlichen Merkmalen (Aussagedetails, Individualität, Verflechtung), strukturellen Merkmalen 
(Strukturgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfreiheit bzw. Homogenität) sowie Wiederho-
lungsmerkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden wird. Das Vorliegen von Realitätskrite-

 
 
 

 
 
Seite 10   

rien bedeutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahrscheinlichkeit über erlebnisfundierte 
Geschehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskriterium für sich allein betrachtet meist nur 
eine geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren kann jedoch einen wesentlich höheren 
Indizwert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wobei sie in der Regel in solchen mit rea-
lem Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter vorkommen als in solchen ohne 
(HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung der Glaubhaftigkeitskriterien anhand 
der Rechtsprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 
3. A. 2020, Art. 162, N 15). 
 
3.2. Sachverhalt gemäss Anklage  

3.2.1. Aus dem Anklagegrundsatz folgt, dass die Anklageschrift den Gegenstand des Ge-
richtsverfahrens bestimmt (Art. 9 und Art. 325 StPO; Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 
Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK). Die dem Beschuldigten zur Last gelegten Delikte sind so 
präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend 
konkretisiert sind. Die beschuldigte Person muss aus der Anklage ersehen können, welcher 
konkreter Handlungen sie beschuldigt ist und wie ihr Verhalten rechtlich qualifiziert wird, damit 
sie ihre Verteidigung richtig vorbereiten kann. Sie darf nicht Gefahr laufen, erst an der Gerichts-
verhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert zu werden (BGer Urteil 6B_1452/2019 
vom 25. September 2020, E. 1.2, m.w.H.). 
 
3.2.2. Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers geht aus dem angeklagten Sachver-
halt hinreichend klar hervor, dass die beteiligten Polizisten im Sinne einer Amtshandlung damit 
beauftragt waren, den Berufungskläger aus dem Zug zu begleiten, zumal dieser sich weigerte, 
eine Schutzmaske anzuziehen. Sodann wird dem Beschuldigten konkret vorgeworfen, dass er 
den mehrfachen polizeilichen Aufforderungen keine Folge geleistet habe, seine Wasserflasche 
hervorgenommen und an den Mund geführt habe, sich von seinem Sitz auf den Boden habe 
fallen lassen, laut geschrien und sich geweigert habe, aufzustehen bzw. auf eigenen Füssen zu 
laufen. Schliesslich wird aus dem Anklagesachverhalt auch ersichtlich, dass das vorstehend 
genannte Verhalten die Begleitung des Berufungsklägers aus dem Zug verzögerte und er-
schwerte.   
 
3.2.3. Nachfolgend ist in tatsächlicher Hinsicht zu prüfen, ob die angeklagten Tathandlungen 
als erstellt angesehen werden können (E. 3.3 ff.) und inwiefern diese rechtlich als Hinderung 
einer polizeilichen Amtshandlung zu qualifizieren sind (E. 4). Weil vorliegend keine objektiven 
Beweismittel (z.B. Bild- und Tonaufnahmen) vorliegen, muss sich die Beweiswürdigung auf die 
Wahrnehmungen und Schilderungen der beteiligten Personen abstützen.  
 
3.3. Schilderungen der beteiligten Polizisten 

3.3.1. In dem von Kpl D.____ verfassten Polizeibericht vom 17. Dezember 2020 (act. 55 f.) 
wird zum Verhalten des Berufungsklägers gegenüber der Polizei folgendes ausgeführt (act. 57): 
"A.____ befolgte auch die Weisungen durch den Schreibenden nicht und filmte uns ebenfalls 

 
 
 

 
 
Seite 11   

bei der Personenkontrolle. Da er sich weigerte, den Zug zu verlassen, wurde er in Handschellen 
gelegt und aus dem Zug getragen." 
 
3.3.2. In der Anzeige vom 9. März 2021 (act. 67 ff.) beschreibt Kpl D.____ den angeklagten 
Sachverhalt wie folgt (act. 71): "Wir begaben uns in den Wagon und forderten den Mann auf, 
mit uns zusammen den Zug zu verlassen. Er filmte uns mit seinem Mobiltelefon und bejahte 
durch Kopfnicken unsere Aufforderung. Er machte jedoch keine Anstalten, den Zug zügig mit 
uns zu verlassen. Trotz mehrmaligem Auffordern leistete der Mann keine Folge. Als er seine 
Trinkflasche zur Hand nahm und begann Wasser zu trinken, fasste ich die Flasche, um diesen 
provokativen Vorgang zu beenden. ln der Folge hielt der Beschuldigte an der Flasche fest, warf 
sich auf den Boden und begann zu schreien. Wegen seinem unkooperativen Verhalten wurde 
er in Handschellen gelegt und musste aus dem Zug getragen werden. Deshalb konnte der Zug-
fahrplan nicht eingehalten werden und es kam zu einer Verspätung von mehreren Minuten."  
 
3.3.3.  Pol E.____ wurde am 17. März 2022 von der Staatsanwaltschaft als Auskunftsperson 
befragt (act. 111 ff.). Anlässlich dieser Einvernahme gab er in freier Schilderung der Gescheh-
nisse folgendes zu Protokoll (act. 113): "Wir sprachen ihn an und baten ihn, den Zug zu ver-
lassen. Er reagierte nicht. Bei der weiteren Aufforderung stimmte er mit einem Nicken zu, mach-
te aber keine Anstalten, den Zug zu verlassen. Wir sagten ihm nochmals, den Zug zu ver-
lassen, woraufhin er eine Wasserflasche nach vorne nahm und daraus trank. Weil wir wussten, 
dass wir Zeitdruck hatten, wollten wir das unterbinden und mein Kollege wollte ihm dann die 
Wasserflasche wegnehmen. Auf das hin liess sich der Herr auf den Boden fallen und fing an, 
laut zu schreien. Wir hatten in / bis zu diesem Moment keinerlei Kontakt zu ihm gehabt, nur zur 
Flasche. Er lag dann im Zug auf dem Boden, im Zwischengang auf dem Bauch. Zu unserer Si-
cherheit haben wir gebunden, d.h. die Handschellen angelegt. Um noch weitere Verspätungen 
zu vermeiden, sagten wir ihm, dass wir nun den Zug verlassen würden. Wir halfen ihm sofort, 
aufzustehen, doch er wollte nicht auf seinen eigenen Beinen stehen, sodass wir ihn stützen 
mussten. Er weigerte sich zu laufen, weshalb wir ihn nach draussen trugen (er sackte immer 
wieder zusammen). Auf dem Perron angekommen, wollte er noch immer nicht stehen, weshalb 
wir ihn hinsetzten." Auf die Frage, wie er sich auf die Einvernahme vorbereitet habe, antwortete 
Pol E.____, dass er die Anzeige durchgelesen habe (act. 117).  
 
3.3.4.  Hinsichtlich der Sachverhaltsschilderungen der beteiligten Polizisten fällt auf, dass die 
tatzeitnahe Zusammenfassung des Geschehens im Bericht vom 17. Dezember 2022 sehr 
knapp gehalten ist. Dort ist lediglich davon die Rede, dass sich der Berufungskläger geweigert 
habe, den Zug zu verlassen, weshalb man ihn in Handschellen gelegt und weggetragen habe. 
Mit Blick auf die Ausführungen in der Anzeige vom 9. März 2021 fällt auf, dass das renitente 
Verhalten des Berufungsklägers hier wesentlich detaillierter beschrieben wird. Weiter ist zu be-
achten, dass letzterer am 12. Januar 2021 seinerseits Anzeige gegen die involvierten Polizisten 
erstattet hatte (vgl. act. 179). Diese Umstände dürfen bei der Würdigung der vorstehend 
(E. 3.3.2 und 3.3.3) wiedergegebenen Depositionen nicht ausser Acht gelassen werden. Zumal 
es sich um eine relativ aussergewöhnliche Reaktion des Berufungsklägers handelte (er hielt 
sich an der Flasche fest, warf sich auf den Boden und begann zu schreien), stellt sich vor die-

 
 
 

 
 
Seite 12   

sem Hintergrund die Frage, weshalb diese Ereignisse nicht bereits im Bericht vom 17. Dezem-
ber 2022 geschildert worden sind.  
 
3.4. Schilderungen des Zugbegleiters 

3.4.1. C.____ verfasste am 22. Januar 2021 einen Wahrnehmungsbericht, worin er unter 
anderem Folgendes ausführt (act. 81): "Der Beschuldigte verweigerte auch mit der Kantonspoli-
zei jegliches Gespräch. Er begann, auch sie zu filmen und nahm einen Schluck Wasser. Da-
raufhin wurde er von der Kantonspolizei unter Einsatz von Zwang aus dem Zug geschafft. Dies 
verursachte eine Verspätung von sechs Minuten, die bei kooperativem Verhalten nicht gesche-
hen wären." 
 
3.4.2.  Vor den Schranken des Kantonsgerichts gibt C.____ als Zeuge betreffend den ange-
klagten Sachverhalt in freier Schilderung folgendes zu Protokoll: "Es waren zwei Herren, zwei 
Polizisten. Sie sind hinein und wollten ihn ansprechen, sich bemerkbar machen. (..) Sie hatten 
eine Uniform an. Er hat zum Fenster hinausgeschaut, sie wollten seine Aufmerksamkeit erlan-
gen, waren aber nicht sonderlich erfolgreich, denn er hat sie komplett ignoriert. Nach rund 5 
Minuten bin ich dann hineingegangen um zu fragen, wie es aussieht und wann wir weiterfahren 
können. Sie sagten dann, dass man ja sehe, dass es nicht weitergehe. So musste er schliess-
lich unter Zwang aus dem Zug geschafft werden. (…) So wie ich mich erinnere, als ich dazu 
kam, hat er einen Schluck aus seiner Wasserflasche genommen. Sie haben ihn dann aus dem 
Sitz herausgebracht und ihm die Handschellen angelegt, einer nahm in an den Schultern und 
einer an den Füssen. Meine Kollegin hat dann noch den Rucksack hinausgetragen. Er hat sich 
gewehrt und seine Schuhe sind zwischen Perron und Zug auf die Geleise gefallen." (Protokoll 
der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vom 4. Juli 2023 [nachfolgend: Verhandlungsproto-
koll], S. 9 f.). Auf Fragen des Präsidenten hin führt C.____ aus, er könne nicht mehr sagen, ob 
es der Polizei gelungen sei, dem Berufungskläger die Wasserflasche aus der Hand zu nehmen. 
Er habe ein Geschrei gehört, jedoch nicht gesehen, wie es dazu gekommen sei. Er habe sich 
zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Wagen befunden. Der Berufungskläger sei dann von den 
Polizisten aus dem Zug getragen worden, wobei dieser "herumgezappelt" habe (Verhandlungs-
protokoll, S. 11).  
 
3.4.3. Aus den vorstehend wiedergegebenen Depositionen erhellt, dass C.____ in Überein-
stimmung mit den Schilderungen der Polizisten wiederholt ausführte, dass der Berufungskläger 
seine Wasserflasche behändigt habe, um daraus zu trinken, bevor er unter Anwendung von 
Zwang aus dem Zug geschafft worden sei. Den Sachverhalt, wonach der Berufungskläger sich 
schreiend zu Boden geworfen habe, konnte er dagegen nicht bestätigen. Andererseits hat er 
entgegen der Auffassung des Berufungsklägers vor Kantonsgericht nicht ausgesagt, letzterer 
sei von den Polizeibeamten zu Boden gebracht worden. Vielmehr hat er wörtlich ausgesagt, 
dass man den Berufungskläger "aus dem Sitz herausgebracht" und ihm anschliessend Hand-
schellen angelegt habe. Diesen Vorgang selbst konnte C.____ jedoch nicht aus eigener Wahr-
nehmung beschreiben.  
 

 
 
 

 
 
Seite 13   

3.5. Schilderungen des Berufungsklägers 

3.5.1. Der Berufungskläger wurde am 17. Dezember 2020 polizeilich als beschuldigte Person 
befragt (act. 89 ff.), wobei er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte.   
 
3.5.2 Anlässlich seiner Einvernahme als beschuldigte Person vom 11. Januar 2022 (act. 101 
ff.) gab der Berufungskläger vor der Staatsanwaltschaft zu Protokoll, dass er auf die Aufforde-
rung der Polizei hin "ok" gesagt, genickt und damit angefangen habe, seine Sachen einzusam-
meln. Er habe nicht aus der Falsche getrunken. Vielmehr habe der Polizist ihm dieselbe sofort 
aus den Händen gerissen und ihn zu Boden geworfen. Er sei zu diesem Zeitpunkt gesessen. 
Die Polizei habe ihm zu verstehen gegeben, dass er den Zug verlassen solle. Der Berufungs-
kläger habe sofort angefangen, seine Sachen einzupacken und er habe aus dem Zug hinaus-
gehen wollen. Dies sei aber nicht möglich gewesen, weil er bereits nach 5 Sekunden zu Boden 
gebracht worden sei (act. 105). 
 
3.5.3. Vor den Schranken des Strafgerichts führte der Berufungskläger am 24. Oktober 2022 
aus (act. S 223 ff.), dass er sich nicht geweigert habe, den Zug zu verlassen. Er habe angefan-
gen, seine Sachen einzusammeln, und sei dann bereits nach 5 Sekunden durch die Polizisten 
auf den Boden gedrückt worden (act. S 225). Er habe im Zug keine Maske getragen, weil er 
davon befreit gewesen sei (act. S 227). Die Aufforderungen der Zugbegleiter, er solle den Zug 
verlassen, habe der Berufungskläger nicht verstanden und er könne auch nicht sagen, weshalb 
der Sachverhalt von den weiteren Beteiligten im Sinne der Anklage geschildert worden sei 
(act. S 229).   
 
3.5.4. Im Rahmen der Verhandlung vor dem Kantonsgericht vom 4. Juli 2023 sagt der Beru-
fungskläger aus, dass er mit Gewalt auf den Boden gestossen worden sei. Sobald die Polizei 
ihm gesagt habe, er müsse den Zug verlassen, habe er angefangen, seine Sachen aufzuräu-
men. Bevor er dies habe erledigen können, sei er von den Polizisten mit Gewalt angegriffen und 
zu Boden gebracht worden. Er habe seinerseits nichts gemacht, um zu provozieren. Seine 
Wasserflasche habe sich im Rucksack befunden und sie sei zu diesem Zeitpunkt nicht ver-
schlossen gewesen. Er habe daraus getrunken, bevor die Polizei gekommen sei. Er habe die 
Flasche lediglich schliessen wollen und in der Nervosität die Kappe falsch gedreht. In diesem 
Moment habe er nicht beabsichtigt, daraus zu trinken. Die Flasche sei ihm dann aus der Hand 
gerissen worden, worauf er von den Polizisten zu Boden gestossen worden sei (Verhandlungs-
protokoll, S. 4 f.).  
 
3.5.5. Aus den Depositionen des Berufungsklägers geht hervor, dass er weder bestreitet, die 
Aufforderungen der Polizisten verstanden noch vor dem Verlassen des Zuges seine Wasserfla-
sche behändigt zu haben. Demgegenüber stellt er den Sachverhalt seinerseits so dar, dass er 
den Anweisungen unverzüglich habe nachkommen wollen, nicht aus der Flasche getrunken 
habe und vor der polizeilichen Intervention keine Gelegenheit erhalten habe, die mitgeführten 
Gegenstände im Rucksack zu verstauen und selbständig aus dem Zug zu steigen.  
 

 
 
 

 
 
Seite 14   

3.6. Beweisergebnis 

Vorliegend ist gestützt auf die vorstehend zusammengefassten Aussagen der beteiligten Per-
sonen sowie die Akten erstellt, dass der Berufungskläger am 16. Dezember 2020, um ca. 22:40 
Uhr, im Interregio-Zug von X.____ nach Y.____ keine Schutzmaske getragen hat und für diesen 
Zeitpunkt auch keine ärztliche Dispensation von der damals geltenden Maskentragpflicht im 
öffentlichen Verkehr vorweisen konnte. Entgegen den Ausführungen des Berufungsklägers ist 
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass er sich trotz entspre-
chender Aufforderungen des Zugbegleiters weigerte, eine Schutzmaske anzuziehen oder den 
Zug zu verlassen. Es bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der Zugbegleiter die Polizei 
aus einem anderen Grund aufgeboten oder den Berufungskläger zu Unrecht eines regelwidri-
gen Verhaltens bezichtigt hätte. Weiter ist nachgewiesen, dass der Berufungskläger am Bahn-
hof Y.____ durch die aufgebotene Polizei erneut unmissverständlich dazu aufgefordert wurde, 
den Zug zu verlassen, und dieser Aufforderung – entgegen seiner Darstellung – nicht nachge-
kommen ist. Vielmehr ist gestützt auf die glaubhaften, konsistenten und übereinstimmenden 
Darlegungen des Zugbegleiters sowie der beteiligten Polizisten als erstellt zu erachten, dass es 
aufgrund des andauernd renitenten Verhaltens des Berufungsklägers während mehrerer Minu-
ten zu einer Verzögerung der Weiterfahrt des Zuges gekommen ist. In diesem Zusammenhang 
ist ebenso erstellt, dass der Berufungskläger statt der polizeilichen Aufforderung nachzukom-
men, nämlich aufzustehen und den Zug zu verlassen, eine Wasserflasche behändigte, welche 
er mit sich führte. Dass er diese jedoch offen in seinem Rucksack versorgt hatte und vor dem 
Verlassen des Zuges wieder den Deckel darauf schrauben wollte, so wie dies der Berufungs-
kläger ausführt, ist per se und ebenso im Lichte der Depositionen der Polizei und des Zugbe-
gleiters als Schutzbehauptung zu werten. Angesichts der Aussagen des Zugbegleiters, welche 
mit den Schilderungen der beteiligten Polizisten übereinstimmen, erachtet es das Kantonsge-
richt vielmehr als nachgewiesen, dass der Berufungskläger zwecks Provokation und bewusster 
Verzögerung der Erfüllung des polizeilichen Auftrags seine Wasserflasche aus dem Rucksack 
nahm, um daraus zu trinken. Damit gab er den anwesenden Polizeibeamten aktiv und konklu-
dent zu erkennen, ihrer Aufforderung nicht zeitnah nachkommen zu wollen und eine weitere 
Verzögerung der Abfahrt des Zuges in Kauf zu nehmen. In der Folge hat ein Polizeibeamter 
unbestrittenermassen versucht, dem Berufungskläger die Wasserflasche abzunehmen, um eine 
weitere Verzögerung der Abfahrt des Zuges zu vermeiden. Sodann ist es gestützt auf die 
glaubhaften Depositionen der beteiligten Personen sowie in Würdigung des gesamten Gesche-
hensablaufs erstellt, dass der Berufungskläger die Flasche nicht freiwillig aus der Hand gege-
ben und sich der polizeilichen Begleitung aus dem Zug nicht widerstandslos gefügt hat. Dies 
erhellt insbesondere aus dem Umstand, dass der Berufungskläger geschrien und sich mittels 
Zappeln gegen das polizeiliche Wegtragen auch noch auf dem Perron aktiv zur Wehr setzte, so 
dass letztlich seine Schuhe auf die Geleise gefallen sind.  
 
 
 
 
 

 
 
 

 
 
Seite 15   

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Der Hinderung einer Amtshandlung macht sich schuldig, wer eine Behörde, ein Mit-
glied einer Behörde oder einen Beamten an einer Handlung hindert, die innerhalb ihrer Amtsbe-
fugnisse liegt (Art. 286 Abs. 1 StGB). Angriffsobjekt von Art. 286 StGB ist nicht der handelnde 
Beamte, sondern die Amtshandlung als solche. Träger der Amtsgewalt, gegen deren Amts-
handlungen sich die Tat richten muss, sind Beamte und Behörden sämtlicher Gemeinwesen 
und deren Körperschaften und Anstalten (HEIMGARTNER, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, 
Vor Art. 285 N 3). Amtshandlung ist jede Betätigung in der Funktion als Beamter. Erfasst sind 
alle Teilakte der Amtstätigkeit, auch Vorbereitungs- und Begleithandlungen. Entscheidend ist, 
dass die Handlung in Zusammenhang mit der Erfüllung einer öffentlich-rechtlichen Funktion 
steht (BGer Urteile 6B_891/2010 vom 11. Januar 2011, E. 3.2; 6B_132/2008 vom 13. Mai 2008, 
E. 3.3; Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2017.33 vom 8. November 2017, E. 2.2). Der Täter 
hindert im Sinne von Art. 286 StGB, wenn er eine Amtshandlung ohne Gewalt beeinträchtigt, so 
dass diese nicht reibungslos durchgeführt werden kann. Nicht erforderlich ist, dass er die Hand-
lung einer Amtsperson gänzlich verhindert. Vielmehr genügt, dass er deren Ausführung er-
schwert, verzögert oder behindert. In Bezug auf die Art der bereiteten Hindernisse oder die 
verwendeten Tatmittel enthält der Gesetzestext keinerlei Einschränkung. Letztlich ist hinsicht-
lich der Tathandlung eine Widersetzlichkeit erforderlich, die sich in gewissem Umfang in einem 
aktiven Tun ausdrückt. Das der beschuldigten Person vorgeworfene Verhalten muss eine ge-
wisse Intensität aufweisen (BGer Urteile 6B_89/2019 vom 17. Mai 2019, E. 1.1.1; 1B_534/2012 
vom 7. Juni 2013 E. 2.1.2; je mit Hinweisen). Der blosse Ungehorsam scheidet aus. Wer sich 
darauf beschränkt, einer amtlichen Aufforderung nicht Folge zu leisten oder am Ort der Aus-
führung gegen die Art der Amtshandlung Einsprache zu erheben, ohne in dieselbe einzugreifen, 
macht sich nicht nach Art. 286 StGB strafbar (vgl. BGE 133 IV 97 E. 4.2; BGer Urteil 
6B_538/2019 vom 10. Dezember 2019, E. 2.3). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz, 
wobei Eventualvorsatz genügt (Art. 12 Abs. 1 und 2 StGB). Der Vorsatz muss sich auf die 
Amtshandlung beziehen, d.h. der Täter muss um das mögliche Vorliegen einer Amtshandlung 
wissen. Ist der Täter der irrigen Meinung, die Handlung der Amtsperson sei nichtig, ist sein Ver-
halten mangels Vorliegens des subjektiven Tatbestands als nicht tatbestandsmässig zu qualifi-
zieren. Zu weit ginge es jedoch, einen diesbezüglichen Irrtum stets anzunehmen, wenn der Tä-
ter davon ausgeht, die fragliche Handlung sei unrechtmässig. Vielmehr muss er (fälschlicher-
weise) davon ausgehen, die betreffende Handlung sei völlig unbeachtlich, was in der Praxis 
selten der Fall sein wird. Weiter muss die Handlung des Täters vom Willen getragen sein, den 
Amtsträger an der Amtshandlung zu hindern (BGer Urteil 6B_132/2008 vom 13. Mai 2008, 
E. 3.3; HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 286 N 15).  
 
4.2. Aus der vorstehend zusammengefassten Lehre und Praxis folgt, dass ein blosses 
Ignorieren der polizeilichen Aufforderung verbunden mit einem physisch rein passiven Verhal-
ten den Tatbestand von Art. 286 Abs. 1 StPO nicht erfüllen würde. In diesem Fall wäre vorlie-
gend eine Strafbarkeit wegen Nichtbefolgens eines polizeilichen Befehls gemäss § 7 des Ge-
setzes über das kantonale Übertretungsstrafrecht (ÜStG; SGS 241) zu prüfen. Das Verhalten 
des Berufungsklägers ist jedoch nicht als rein passiv zu bewerten. Er hat die Aufforderungen 

 
 
 

 
 
Seite 16   

der Polizisten nicht nur ignoriert, sondern den Vollzug der Amtshandlung mit einer aktiv provo-
zierenden und verzögernden Handlung erschwert, indem er seine Wasserflasche aus dem 
Rucksack genommen hat, um daraus zu trinken. Dabei ging es ihm in objektiv erkennbarer 
Weise nicht darum, etwelchen Durst zu löschen, sondern gegenüber den Polizeibeamten seine 
Verweigerungshaltung zu demonstrieren und die Weiterfahrt des Zuges zusätzlich zu verzö-
gern. Bereits damit hat der Berufungskläger die Schwelle zum aktiven Widerstand überschrit-
ten. Sodann wäre er in der konkreten Situation verpflichtet gewesen, die Flasche freiwillig aus 
der Hand geben und sich der polizeilichen Begleitung aus dem Zug widerstandslos zu fügen. 
Auch diesbezüglich hat er sich nicht rein passiv gezeigt, sondern mit einem fortdauernd reniten-
ten Verhalten die Amtshandlung der Polizisten, welche darin bestand, den Berufungskläger 
zwecks Vollzugs der gesundheitspolizeilichen Vorschriften aus dem Zug zu begleiten, er-
schwert. Der objektive Tatbestand von Art. 286 Abs. 1 StPO wurde somit erfüllt. Der Berufungs-
kläger hat auch vorsätzlich gehandelt, zumal er Kenntnis davon hatte, dass er den Zug hätte 
verlassen müssen und die Polizei aus diesem Grund aufgeboten worden war. Den entspre-
chenden polizeilichen Aufforderungen ist er willentlich nicht nachgekommen und hat den Voll-
zug der Amtshandlung mit seinem aktiven Verhalten bewusst verzögert bzw. erschwert. Seinen 
Willen zur aktiven Hinderung der Amtshandlung manifestierte der Berufungskläger insbesonde-
re dadurch, dass er sich gegen das Heraustragen durch die Polizei mittels Zappeln zu Wehr 
setzte.  
 
4.3. Weil vorliegend keine Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründe gegeben sind – 
insbesondere lag zum Tatzeitpunkt kein gültiger Dispens von der Maskentragpflicht im 
öffentlichen Verkehr vor – hat sich der Berufungskläger der Hinderung einer Amtshandlung im 
Sinne von Art. 286 StGB schuldig gemacht. Somit erweist sich die Berufung des Beschuldigten 
in diesem Punkt als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
5. Strafzumessung 

5.1. Allgemeine Erwägungen zur Strafzumessung  

5.1.1. Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verlet-
zung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 
Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den in-
neren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermei-
den (Abs. 2). Die Wahl der Sanktionsart erfolgt nach den Kriterien der Zweckmässigkeit, der 
Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie der präventiven Effizienz 
(BGE 134 IV 97, E. 4.2; BGE 134 IV 82, E. 4.1).  
 
5.2. Art der Strafe und Strafmass 

Vorliegend hat der Berufungskläger die vorinstanzliche Strafzumessung nur insoweit explizit 
angefochten, als er die Auferlegung einer Verbindungsbusse gerügt hat. Im Übrigen hat er das 
vom Strafgericht festgesetzte Strafmass und die Sanktionswahl nicht beanstandet. Bei dieser 

 
 
 

 
 
Seite 17   

Ausgangslage kann zunächst vollumfänglich auf die als zutreffend erachteten Erwägungen im 
strafgerichtlichen Urteil vom 24. Oktober 2022 verwiesen werden (E. IV). Das vorinstanzlich 
ausgefällte Strafmass von 20 Tagessätzen (unter Einbezug der Verbindungsbusse), welches im 
Rahmen des Anwendungsbereichs von Art. 286 StGB für ein mittelschweres Verschulden 
spricht, ist nicht zu beanstanden. Der Berufungskläger hat sich aus rein egoistischen Motiven 
und ohne plausible medizinische Begründung geweigert, den damals geltenden gesundheitspo-
lizeilichen Vorschriften im öffentlichen Verkehr nachzukommen. Die zwecks Durchsetzung die-
ser Vorschriften aufgebotene Polizei hat er zunächst ignoriert und sich anschliessend ihren An-
weisungen mit einem aktiv provozierenden und verzögernden Verhalten widersetzt, womit er 
zugleich die planmässige Weiterfahrt eines Interregio-Zugs verunmöglichte. Aufgrund der Motiv-
lage sowie der Auswirkungen des strafbaren Verhaltens ist das Strafgericht sowohl in objektiver 
wie auch in subjektiver Hinsicht zu Recht im Ergebnis von einem beträchtlichen Verschulden 
ausgegangen, weshalb eine Sanktion in der oberen Hälfte des Strafrahmens festzusetzen war.   
 
5.3. Tagessatz der Geldstrafe  

5.3.1. Die Bemessung der Tagessatzhöhe einer Geldstrafe erfolgt nach den persönlichen und 
wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters. Massgebend sind dabei das Einkommen und Vermö-
gen, der Lebensaufwand, allfällige Familien- und Unterstützungspflichten sowie das Existenz-
minimum. Die Höhe eines Tagessatzes darf höchstens CHF 3‘000.– betragen und eine Geld-
strafe darf aufgrund ihrer Tagessatzhöhe nicht bloss symbolischen Charakter haben (vgl. BGE 
135 IV 180, E. 1.4). Art. 34 Abs. 2 StGB schreibt grundsätzlich einen minimalen Tagessatz von 
CHF 30.– vor. Auszugehen ist vom durchschnittlichen Nettoeinkommen des Verurteilten, wobei 
auch künftige Einkommensentwicklungen berücksichtigt werden dürfen, wenn sie konkret zu er-
warten sind und unmittelbar bevorstehen. Zu berücksichtigen ist das Einkommen, welches dem 
Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher Quelle die Einkünfte 
stammen. Was gesetzlich geschuldet ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, ist abzu-
ziehen (vgl. BGE 134 IV 60, E. 6.1).  
 
5.3.2. Gestützt auf die Akten sowie die Aussagen des Berufungsklägers vor den Schranken 
des Kantonsgerichts (Verhandlungsprotokoll, S. 3) kann vorliegend von einem monatlichen Net-
toeinkommen in der Höhe von netto CHF 10'000.– (inkl. 13. Monatslohn) ausgegangen werden. 
Hiervon ist ein Pauschalabzug von 25% für Steuern und Krankenkasse vorzunehmen, womit 
ein Betrag von CHF 7'500.– verbleibt, woraus ein Tagessatz von CHF 250.– resultiert. Die 
Geldstrafe beläuft sich damit auf insgesamt CHF 4'000.– (16 Tagessätze à CHF 250.–).  
 
5.4. Bedingter Vollzug  

5.4.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder 
einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe 
nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen 
abzuhalten. Das Gericht hat also eine Prognose über das zukünftige Verhalten des Täters zu 
stellen. Für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs genügt, dass keine Befürchtung be-
steht, der Täter werde sich in Zukunft nicht bewähren (vgl. BGE 134 IV 60, E. 7.2). Wurde der 

 
 
 

 
 
Seite 18   

Täter jedoch innerhalb der letzten fünf Jahre zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstra-
fe von mehr als sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nach Art. 42 Abs. 2 StGB nur zu-
lässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen. Der Berufungskläger wurde bislang nicht 
mit einer Freiheitsstrafe von über sechs Monaten sanktioniert und das vorliegende Strafmass 
lässt eine bedingte Sanktion zu. Mit Blick auf Art. 391 Abs. 2 StPO sind die vorinstanzliche Ge-
währung des bedingten Strafvollzugs sowie die Festlegung einer Probezeit von zwei Jahren 
(Art. 44 Abs. 1 StGB) zu bestätigen.  
 
5.4.2. In Nachachtung von Art. 44 Abs. 3 StGB wird der Berufungskläger auf die Folgen 
der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: Weil die Voraussetzungen 
für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfüllt sind, wird der Vollzug der Geldstrafe 
unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben, so dass sie vorerst nicht be-
zahlt werden muss. Bewährt sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er die 
Geldstrafe gemäss Art. 45 StGB nicht bezahlen. Begeht er dagegen während der Probezeit 
ein Verbrechen oder Vergehen, so wird das mit dieser Straftat befasste Gericht entscheiden, 
ob der bedingte Vollzug der Geldstrafe nachträglich widerrufen wird und damit die Geldstrafe 
endgültig bezahlt werden muss (Art. 46 Abs. 3 StGB). 
 
5.5. Verbindungsbusse 

5.5.1. Der Berufungsläger wendet sich gegen die vorinstanzliche Festlegung einer Verbin-
dungsbusse. Gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB kann eine bedingte Geldstrafe mit einer Busse nach 
Art. 106 StGB verbunden werden. Gestützt auf die nachfolgenden Erwägungen erscheint das 
Aussprechen einer Verbindungsbusse vorliegend angebracht: Im Gegensatz zur Hinderung 
einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), welche als Vergehen mit Geldstrafe bedroht ist, wird das 
Nichtbefolgen eines polizeilichen Befehls gemäss § 7 ÜStG als Übertretung mit einer Busse 
bestraft, die in jedem Fall zu bezahlen ist. Vergleicht man die angedrohten Sanktionen, so ist 
nicht einzusehen, weshalb beim Vergehenstatbestand die Gelegenheit zur Bewährung und da-
mit die Chance besteht, dass mit Ablauf der Probezeit auf den Vollzug der gesamten Geldstrafe 
verzichtet wird, während der Täter im Falle einer Übertretung trotz geringerem Handlungsun-
wert neben den auferlegten Verfahrenskosten noch eine zusätzliche Vermögenseinbusse erlei-
det. Um diese Privilegierung der schwereren Tat zu vermeiden, rechtfertigt es sich, bei einer 
Verurteilung wegen Hinderung einer Amtshandlung, welche über den blossen Ungehorsam ge-
genüber polizeilichen Anordnungen hinausgeht, eine Verbindungsbusse auszusprechen. Diese 
Praxis entspricht dem Zweck des Art. 42 Abs. 4 StGB, die beschriebene Schnittstellenproble-
matik zwischen Busse und bedingter Geldstrafe zu entschärfen und verwirklicht eine rechts-
gleiche Sanktionierung. Zudem dient sie der Generalprävention, indem eine zwingend spürbare 
Sanktion verhängt wird (vgl. BGE 134 IV 60, Erw. 7.3.1).  
 
5.5.2. Die Bemessung der Verbindungsbusse erfolgt nach dem Verschulden und den Ver-
hältnissen des Täters (Art. 106 Abs. 3 StGB), womit auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit 
zu berücksichtigen ist. Das Verschulden hat sich auf den Gesamtumfang der ausgesprochenen 
Strafen zu beziehen, womit die Geldstrafe unter Einschluss der Busse schuldangemessen sein 

 
 
 

 
 
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muss. Um dem akzessorischen Charakter der Verbindungsstrafe gerecht zu werden, erscheint 
es sachgerecht, die Obergrenze grundsätzlich auf 20 % der bedingten Geldstrafe festzulegen. 
Abweichungen von dieser Regel sind im Bereich tiefer Strafen denkbar, um sicherzustellen, 
dass der Verbindungsstrafe nicht eine lediglich symbolische Bedeutung zukommt (vgl. BGE 134 
IV 1, E. 4.5.2; BGE 134 IV 60, E. 7.3.1 und 7.3.2; BGE 135 IV 188, insbes. E. 3.4.4). Gemäss 
Art. 106 Abs. 2 StGB spricht das Gericht für den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt 
wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und höchstens drei Monaten aus. 
Dem Gericht steht bei der Bemessung der Ersatzfreiheitsstrafe ein weiter Ermessensspielraum 
zu.  
 
5.5.3. Vor diesem Hintergrund sind die vorinstanzlich ausgesprochene Verbindungsbusse 
sowie die Androhung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen nicht zu beanstanden. In Berück-
sichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse wird die Busse auf CHF 1'000.– festge-
setzt.  
 
6. Ergebnis 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Berufung sowohl in Bezug auf den Schuld-
punkt als auch die Ausfällung einer Verbindungsbusse als unbegründet erweist, weshalb sie 
abzuweisen ist. Abgesehen von der Anpassung des Tagessatzes der Geldstrafe sowie der Ver-
bindungsbusse entsprechend den aktuellen wirtschaftlichen Verhältnissen, welche von Amtes 
wegen zu erfolgen hat, wird das Urteil des Strafgerichts vom 24. Oktober 2022 bestätigt und 
unverändert als Bestandteil dieses Urteils erklärt. 
 
III. Kosten 

1. Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens  

Die Kostenverlegung gemäss Ziffer 3 des strafgerichtlichen Urteils vom 24. Oktober 2022 ist 
angesichts der Bestätigung des Schuldspruches nicht zu beanstanden. 
 
2. Ordentliche Kosten des Berufungsverfahrens  

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren 
Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht. Vorliegend werden 
sowohl der vorinstanzliche Schuldspruch als auch die ausgefällte Sanktion bestätigt. Entspre-
chend diesem Verfahrensausgang gehen die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in 
der Höhe von CHF 4'550.–, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 4'500.– und Ausla-
gen von CHF 50.– (§ 12 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte [GebT; SGS 
170.31]), zu Lasten des Beschuldigten als Berufungskläger.  
 
 
 
 

 
 
 

 
 
Seite 20   

3. Parteientschädigung  

Gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO richten sich Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung im 
Rechtsmittelverfahren nach den Art. 429 ff. StPO. Diesen Bestimmungen ist keine Regelung im 
Sinne von Art. 428 Abs. 1 StPO zu entnehmen. Dessen ungeachtet hat sich indes auch der 
Anspruch auf Entschädigung im Rechtsmittelverfahren nach Massgabe des Obsiegens oder 
Unterliegens zu richten (GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessord-
nung, 2011, Rz. 578; SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 3. A. 2018, Art. 436 N 1; 
WEHRENBERG/FRANK, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 436 N 4). Ausgangsgemäss 
wird dem Berufungskläger daher vorliegend keine Parteientschädigung ausgerichtet.   
  

 
 
 

 
 
Seite 21   

Demnach wird erkannt: 
 
://: I. Das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 

24. Oktober 2022, auszugsweise lautend: 
 
"1. A.____ wird der Hinderung einer Amtshandlung schuldig erklärt 
 und verurteilt zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 16 
 Tagessätzen zu je CHF 290.00, 
 bei einer Probezeit von zwei Jahren,  
 
 sowie zu einer Busse von CHF 1'150.00,  
 im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 
 Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen, 
 
 in Anwendung von Art. 286 StGB, Art. 34 Abs. 1, 2 und 4 StGB, 
 Art. 42 Abs. 1 und 4 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB sowie Art. 106 
 StGB. 
 
 2. Die unbezifferte Zivilforderung der B.____ AG wird in Anwen-
 dung von Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO auf den Zivilweg verwiesen. 
 
 3. Der Beurteilte trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die 
 Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorver-
 fahrens in Höhe von CHF 1'407.00 und der Gerichtsgebühr von 
 CHF 1'000.00. 
 
 4. (…) 
 

wird in Ziffer 1 von Amtes wegen wie folgt neu gefasst: 
 
 1. A.____ wird der Hinderung einer Amtshandlung schuldig erklärt 
 und verurteilt zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 16 
 Tagessätzen zu je CHF 250.00, 
 bei einer Probezeit von zwei Jahren,  
 
 sowie zu einer Busse von CHF 1'000.00,  
 im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 
 Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen, 
 
 in Anwendung von Art. 286 StGB, Art. 34 Abs. 1, 2 und 4 StGB, 
 Art. 42 Abs. 1 und 4 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB sowie Art. 106 
 StGB. 
  

 
 
 

 
 
Seite 22   

Im Übrigen wird das vorinstanzliche Urteil in Abweisung der Beru-
fung des Beschuldigten in den Dispositiv-Ziffern 1 und 3 sowie in 
den rechtskräftigen Dispositiv-Ziffern 2 und 4 unverändert als Be-
standteil dieses Urteils erklärt. 
 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 
CHF 4'550.–, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 4'500.– 
und Auslagen von CHF 50.–, gehen zu Lasten des Beschuldigten.  
 

 III. Dem Beschuldigten wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.  
 

 IV. [Mitteilungen] 
 

 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Bryan Smith 

 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht erhoben 
(Verfahren 6B_73/2024).