# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49b5ed0e-7962-5b82-85d4-9a30d72c3262
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 14.08.2025 VR1 2025 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-11_2025-08-14.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 14. August 2025
mitgeteilt am 18. August 2025

[Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde erhoben. Der Fall ist am Bundesgericht 
hängig (2C_538/2025).]

Referenz VR1 25 11

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Paganini, Aktuar

Parteien A._____ 
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michele Micheli,

gegen

Gemeinde B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder Cathomen,

und

ARGE C._____
Beigeladene
bestehend aus:
- D._____. AG, 
- E._____ SA, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roberto A. Keller 

Gegenstand Submission

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Sachverhalt

A. Am 12. November 2024 schrieb die Gemeinde B._____ im offenen Verfahren 
Baumeisterarbeiten und Materiallieferungen für das Projekt "Revitalisierung 
Hinterrhein im Gebiet F._____" im Amtsblatt und auf simap.ch aus. Als 
Eignungskriterien wurden die organisatorische und die technische 
Leistungsfähigkeit sowie die fachliche Eignung und die finanzielle 
Leistungsfähigkeit festgelegt. Als Zuschlagskriterien wurden der Preis (60 %), die 
Qualität des Anbieters (15 %), die Qualität des Angebots (15 %) sowie die 
Nachhaltigkeit (10 %) definiert. 

B. Innert Frist vom 13. Dezember 2024 gingen 11 Offerten ein. Die Offertöffnung 
fand am 17. Dezember 2024 statt. Unter den 11 Offerten befanden sich u.a. die 
folgenden:
GmbH A._____ CHF 3'300'000.00

ARGE C._____ CHF 3'625'214.80

C. In der Folge unterzog die für das Gesamtprojekt verantwortliche Firma 
zusammen mit der Gemeinde die Angebote einer formellen und materiellen Prüfung 
und einem Quervergleich. Mit der Anbieterin A._____  führten Vertreter der 
Gemeinde und das Projektteam ein Gespräch bezüglich der Eignungskriterien, der 
Referenzen und der Preisgestaltung in diversen Positionen sowie dem geplanten 
Bauablauf; bei gewissen Positionen wurde nachgefragt, ob der Inhalt seitens der 
Vergabestelle richtig verstanden worden sei. Unter Berücksichtigung dieser 
Informationen bereinigte die Vergabestelle die Offerten und bewertete diese anhand 
der Zuschlagskriterien. Im Ergebnis erhielt die Offerte der ARGE C._____ 91.4 
Punkte und die A._____ 90.2 Punkte.

D. Mit Beschluss vom 28. Januar 2025, mitgeteilt am 30. Januar 2025, erteilte 
die Gemeinde B._____ den Zuschlag an die ARGE C._____ zum Preis von CHF 
3'625'214.80 als vorteilhaftestes Angebot. Auf Nachfrage hin erhielt die A._____ von 
der Vergabebehörde den Offertvergleich und die Bewertung.

E. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 24. Februar 2025 Beschwerde beim Obergericht des 
Kantons Graubünden. Darin beantragte sie – nebst den prozessualen Anträgen auf 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Gewährung der Akteneinsicht – in der 
Hauptsache die Aufhebung der Zuschlagsverfügung, den Ausschluss der 
Zuschlagsempfängerin aus dem Vergabeverfahren und die Zuschlagserteilung an 
sie, eventualiter die Anweisung an die Gemeinde, ihr den Zuschlag zu erteilen, 

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subeventualiter die Anweisung an die Gemeinde, die Ausschreibung zu 
wiederholen, subsubeventualiter die Feststellung der Rechtswidrigkeit der 
Zuschlagsverfügung. Zusammenfassend machte sie geltend, dass ihr der Zuschlag 
zu erteilen sei – wenn nicht bereits nach dem Ausschluss der 
Zuschlagsempfängerin, dann jedenfalls aufgrund einer korrekten Bewertung.

F. Die stellvertretende Instruktionsrichterin erteilte in ihrem Schreiben vom 
25. Februar 2025 das beantragte Superprovisorium betreffend die aufschiebende 
Wirkung.

G. Die ARGE C._____ (nachfolgend: Beigeladene/Zuschlagsempfängerin) 
beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 27. März 2025 die Abweisung der 
Beschwerde. Sie wies alle Einwände der Beschwerdeführerin zurück.  

H. Am 28. März 2025 reichte die Gemeinde B._____ (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin/Vergabebehörde) ihre Vernehmlassung ein und beantragte 
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Sie hielt im 
Wesentlichen fest, sie habe eine rechtsgleiche Bewertung vorgenommen, dabei die 
erforderlichen Unterscheidungen getroffen und unnötige Unterscheidungen 
unterlassen ohne ihr Ermessen zu überschreiten. 

I. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 1. April 2025 hiess der 
Instruktionsrichter das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gut und 
gewährte der Beschwerdeführerin und der Beigeladenen teilweise Akteneinsicht in 
die Verfahrensakten. 

J. In der Replik vom 14. Mai 2025 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen fest und vertiefte ihren Standpunkt. 

K. In der Duplik vom 16. Juni 2025 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihre 
Rechtsbegehren und vertiefte ihre Argumentation. 

L. Am 23. Juli 2025 reichte die Beschwerdeführerin eine Triplik mit 
unveränderten Rechtsbegehren ein, worauf die Beschwerdegegnerin und die 
Beigeladene nicht mehr antworteten.

Erwägungen

1.  Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 
Vergabeentscheid vom 28./30. Januar 2025, womit die Beschwerdegegnerin den 
Zuschlag für die Baumeisterarbeiten "Revitalisierung Hinterrhein im Gebiet 
F._____" der Beigeladenen erteilt hat. Das Obergericht des Kantons Graubünden 

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ist für die Behandlung der dagegen erhobenen Beschwerde zuständig (Art. 52 Abs. 
1, 53 Abs. 1 lit. e IVöB [BR 803.710]). Die Beschwerdelegitimation der 
Beschwerdeführerin ist gegeben, da sie als Zweitplatzierte eine reelle Chance auf 
den Zuschlag hätte, wenn sie mit ihren Rügen durchdringen würde (vgl. Art. 50 
VRG; Urteil des Obergerichts VR1 24 35 vom 22. Mai 2025 E. 1.3; BGE 141 II 14 
E. 4.1 je m.H.). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde 
(vgl. Art. 56 Abs. 1 IVöB, Art. 55 IVöB i.V.m. Art. 38 Abs. 1 VRG) ist somit 
einzutreten. 

2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beigeladene vom Vergabeverfahren 
auszuschliessen wäre und ob die Beschwerdegegnerin bei der Bewertung der 
Angebote der Beschwerdeführerin und der Beigeladenen ihr Ermessen korrekt 
ausgeübt hat. 

3. Die Beschwerdeführerin fordert den Ausschluss der Offerte der 
Zuschlagsempfängerin. 

3.1. Ihr zufolge sei zunächst der technische Bericht der Zuschlagsempfängerin 
unvollständig, da diese kein grafisches Bauprogramm eingereicht habe, was die 
Teilnahmebedingungen wesentlich verletze. 

3.1.1. Die Übereinstimmung des Angebots mit den Ausschreibungsbedingungen ist 
eine notwendige Voraussetzung für die Vergabe eines öffentlichen Auftrags. Zum 
Zeitpunkt ihrer Öffnung müssen die Offerten vollständig, korrekt und unter 
Einhaltung der in der Ausschreibung und den entsprechenden 
Ausschreibungsunterlagen festgelegten Bedingungen ausgefüllt sein (vgl. Art. 34 
Abs. 1 IVöB). Dies dient insbesondere dazu, der Vergabebehörde einen effektiven 
Vergleich der verschiedenen eingegangenen Angebote zu ermöglichen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 2P.164/2002 vom 27. November 2002 E. 3.3). Gemäss Art. 44 
Abs. 1 lit. b IVöB kann der Auftraggeber einen Anbieter vom Vergabeverfahren 
ausschliessen, wenn festgestellt wird, dass sein Angebot wesentliche Formfehler 
aufweist oder wesentlich von den verbindlichen Anforderungen der Ausschreibung 
abweicht. Die Formulierung als Kann-Vorschrift zeigt, dass der Vergabestelle bei 
formellen und inhaltlichen Fehlern ein gewisser Ermessensspielraum zukommt. Sie 
hat dabei allerdings das Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV) und das 
Verbot des überspitzten Formalismus (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV) zu beachten. 
Entspricht das Angebot nicht den Vorgaben der Ausschreibung bzw. den 
Ausschreibungsunterlagen, fehlen wesentliche Angaben oder Belege und weist der 
betreffende Ausschlussgrund ein gewisses Gewicht auf, muss die Vergabestelle 
das Angebot vom Vergabeverfahren ausschliessen, andernfalls sie die Gebote der 

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Gleichbehandlung und Transparenz verletzen würde. Ein Ausschlussgrund muss 
dabei eine gewisse Schwere aufweisen. Dies ist etwa der Fall, wenn die 
Gleichbehandlung des mangelhaften Angebots mit den anderen Angeboten nicht 
mehr gewährleistet ist. Der Ausschluss ist hingegen unverhältnismässig oder 
überspitzt formalistisch, wenn die Abweichung von den Bestimmungen der 
Ausschreibung nur geringfügig ist und im Hinblick auf das Preis-Leistungs-
Verhältnis nicht ins Gewicht fällt (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden U 23 75 vom 10. September 2024 E. 2.5.6 m.H.).

3.1.2. Das vorliegende Leistungsverzeichnis verlangt eine Beschreibung des 
Bauprogramms (grafisch) im technischen Bericht (vgl. NPK 102 Position R 252 
190). Die Vergabebehörde hat sich aber vorbehalten, zu einem späteren Zeitpunkt 
ein detailliertes Bauprogramm zu verlangen (vgl. NPK 102 Position R 252 200, 290). 
Die Zuschlagsempfängerin hat die Bauphasen (pro Jahr) im technischen Bericht 
dargestellt und im Anhang die grafischen Bauprogramme (pro Etappe, Jahr und 
Monate) (nachfolgend auch: Bauphasenpläne) (datiert 5. Dezember 2024) 
vorgelegt. Sie hat zudem die Vorlegung eines detaillierten Bauprogramms im 
Auftragsfall in Aussicht gestellt (vgl. technischer Bericht der Zuschlagsempfängerin, 
S. 8 ff.). Die Bauphasenpläne der Zuschlagsempfängerin wurden im Übrigen der 
Beschwerdeführerin im Rahmen der Akteneinsicht zugestellt (vgl. Ziff. 2a des 
Dispositivs der verfahrensleitenden Verfügung vom 1. April 2025) und die 
Beigeladene hat sie mit der Duplik nochmals eingereicht (act. D.F-I), was die 
Beschwerdeführerin übersieht, wenn sie behauptet, diese seien bloss nachgereicht 
worden. Die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach die Offerte der 
Zuschlagsempfängerin mangels grafischen Bauprogramms in wesentlicher 
Verletzung der Teilnahmebedingungen auszuschliessen sei, erweist sich deshalb 
als unbegründet.

3.2. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin sei zudem die von der 
Zuschlagsempfängerin vorgenommene Zusammenlegung der Bauphasen II und III 
eine unzulässige Abweichung vom ursprünglichen Leistungsverzeichnis. Die 
Bauphasen umfassten voneinander abhängige Aufgaben, die nacheinander 
durchgeführt werden müssten. Insbesondere erfordere die Umleitung des Flusses 
in das neue Bett (Bauphase III) spezifische Vorarbeiten, wie den Erosionsschutz 
und die Gestaltung des Gewässerbereichs (Bauphase II). Eine Kombination der 
Phasen könnte zu Ineffizienz und Sicherheitsproblemen führen. Eine solche 
unbefugte Kombination der Phasen stelle eine Variante dar, die mangels 
Einreichung eines Grundangebots unzulässig sei. Der Bauphasenplan sei Teil der 
verbindlichen Vorgaben in den Ausschreibungsunterlagen. Einige Positionen im 

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Leistungsverzeichnis seien gemäss Bauphasenplan anzubieten. Ausserdem werde 
bei den Umweltschutzmassnahmen im Anhang angegeben, dass gewisse 
Massnahmen nur in bestimmten Phasen durchgeführt werden können. Mit der 
Variante der Zuschlagsempfängerin sei der vorgegebene Zeitrahmen nicht 
einhaltbar, da die geplanten Arbeiten nicht mit den vorgesehenen Phasen und 
Zeitpunkten übereinstimmten.

3.2.1. Unternehmervarianten waren im vorliegenden Fall gemäss den 
Ausschreibungsunterlangen – unter Einhaltung bestimmter Bedingungen – erlaubt; 
ein Grundangebot war aber in jedem Fall mit einzureichen (vgl. NPK 102 Position 
261.300). Als Variante gilt jedes Angebot, mit dem das Ziel der Beschaffung auf 
andere Art als vom Auftraggeber vorgesehen erreicht werden kann (Art. 33 Abs. 2 
IVöB). Das Variantenangebot muss der Ausschreibung entsprechen; d.h. es muss 
dem in der Ausschreibung formulierten Willen der Auftraggeberin entsprechen, die 
definierten Ziele trotz der zulässigen Abweichungen beibehalten und mit den 
übrigen Angeboten vergleichbar sein (JOSS, in: Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum 
Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 33 N 5). Varianten werden 
grundsätzlich mit Bezug auf das Ergebnis der Leistung (Projektvariante) oder mit 
Bezug auf die Ausführung (Ausführungsvariante) unterteilt, wobei auch 
Mischformen vorkommen können. Bei einer Projektvariante weicht die Anbieterin 
von der projektierten Ausführung bzw. der ausgeschriebenen Planung insofern ab, 
als sie die Planunterlagen in zulässiger Weise ganz oder teilweise abändert. Die 
Grenze von der zulässigen zur unzulässigen Projektvariante liegt nach 
Bundesgericht dort, wo mit dem Variantenvorschlag von zwingend zu beachtenden 
Rahmenbedingungen (z.B. gesetzliche Vorschriften) abgewichen wird, auch wenn 
dies u.U. nicht ausdrücklich in den Ausschreibungsunterlagen erwähnt wird oder 
aus diesen hervorgeht (z.B. weil es offensichtlich ist, dass das genehmigte 
Ausführungsprojekt auszuführen ist und nicht ein anderes). Wenn die Anbieterin 
hingegen mit ihrem Angebot in der Art und Weise der Ausführung von den 
vorgegebenen Punkten der Ausschreibung abweicht (z.B. nach Bau- oder 
Arbeitsmethode, Konstruktionsart, Reihenfolge der Arbeiten etc.), liegt eine 
Ausführungsvariante vor (JOSS, a.a.O., Art. 33 N 14 m.H.; Urteil des Bundesgerichts 
2D_39/2014 vom 26. Juli 2014 E. 5.5). Demgegenüber liegt keine Variante resp. 
eine uneigentliche Variante vor, wenn Teile der ausgeschriebenen Leistungen, 
welche in den Verantwortungsbereich der Unternehmerin fallen, in abgeänderter 
Form angeboten werden, weil sie eine effizientere Lösung gefunden hat. Mit dem 
Angebot schlägt die Anbieterin z.B. eine Optimierung des Bau- und Projektablaufs 
vor (JOSS, a.a.O., Art. 33 N 25). Nach der Rechtsprechung des 
Bundesverwaltungsgerichts stellt ein Angebot keine Variante, sondern eine 

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Optimierung dar, wenn z.B. einzelne Arbeiten so offeriert werden, dass gewisse 
Meilensteine wesentlich früher als geplant erreicht werden können (Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts B-3302/2019 vom 24. September 2019 E. 12.1.1; vgl. 
auch Urteil des Obergerichts des Kantons Graubünden VR1 25 1 vom 9. Juli 2025 
E. 4.2).

3.2.2. Das vorliegende Leistungsverzeichnis hält die Ausführungstermine 
(Baubeginn ab April 2025, Rohbauende Herbst 2026, gemäss Bauphasenplan) fest 
(vgl. NPK 102 Position 632.100, 634.100). Angesichts des Zusatzes "gemäss 
Bauphasenplan" ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der Bauphasenplan in 
den Ausschreibungsunterlagen im Wesentlichen einzuhalten war, sowohl was den 
zeitlichen Ablauf, als auch was den Inhalt betrifft. Jedoch hatten die Offerenten 
gemäss Position R 252.190 des NPK 102 im technischen Bericht den Bauvorgang 
zu beschreiben und das Bauprogramm mit dem Bauablauf einzureichen, was darauf 
hindeutet, dass den Offerenten hinsichtlich des Arbeitsprozesses ein gewisser 
Freiraum eingeräumt wurde, der in ihrem Verantwortungsbereich lag. 

Durch die Zusammenlegung der Bauphasen II und III wird die 
Zuschlagsempfängerin u.a. nach Aushub/Gestaltung des neuen Gewässerbereichs 
Teil 1 (vgl. Bauphase 1, Fläche c auf dem Bauphasenplan 1:2'500 [Beilage 07 der 
Ausschreibungsunterlagen]) und zeitgleicher Ausführung der Arbeiten beim neuen 
Forstweg mit Wiedereinbau des ausgehobenen Materials, den Ober- und 
Unterboden des neuen Gewässerbereichs Teil 2 (vgl. Bauphase 2, Fläche j auf dem 
Bauphasenplan 1:2'500) abtragen und zwischenlagern. In der Bauphase 3 wird sie 
den Rhein in den zuvor erstellten Bereich (Teil 1) einleiten und anschliessend mit 
dem Aushub des neuen Gewässerbereichs Teil 2 beginnen, womit fortan die fertige 
Revitalisierung dem Rhein übergeben wird. Das anfallende Material wird für die 
Erneuerung des Uferbaus und den Unterhaltsweg zeitgleich wiederverwendet (vgl. 
technischer Bericht der Zuschlagsempfängerin, S. 8). 

Nach Ansicht der Vergabebehörde ermöglicht dieser abgeänderte Bauablauf eine 
Minimierung der Arbeitsgänge, was nicht in Abrede gestellt werden kann. Insoweit 
liegt eine uneigentliche Variante bzw. ein optimiertes Angebot und keine Variante 
vor. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzulegen, inwiefern die gemäss Devis 
und Bauphasenplan zwingend auszuführenden Arbeiten durch die 
Zusammenlegung der Bauphasen II und III seitens der Zuschlagsempfängerin nicht 
eingehalten werden können. So betrifft die von der Beschwerdeführerin zitierte 
Massnahme zum Schutz des Gewässers "Nr. Gw7" in der Beilage 02 der 
Ausschreibungsunterlagen (Umweltschutzmassnahmen) die erst ab Anfang Mai 
vorzusehende Umleitung des Hinterrheins in der Bauphase IV (recte: III; vgl. 

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Bauphasenplan 1:2'500 [Beilage 07 der Ausschreibungsunterlagen]), die von der 
Zusammenlegung der Bauphasen II und III durch die Zuschlagsempfängerin nicht 
beeinträchtigt wird. Denn auch durch diese Zusammenlegung wird die 
Zuschlagsempfängerin die genannte Umweltschutzmassnahme einzuhalten haben. 
Sie hat im technischen Bericht darauf hingewiesen, dass eine Wasserumleitung des 
Rheins frühestens im März in Absprache mit dem Fischereiaufseher erfolgen wird 
(technischer Bericht der Zuschlagsempfängerin, S. 10) und aus ihren 
Bauphasenplänen geht hervor, dass im April 2026 mit den ersten Arbeiten der 
(modifizierten) Bauphase 3 und danach mit der Umleitung begonnen wird (vgl. act. 
D.G). Ferner ist zu bemerken, dass die Zuschlagsempfängerin im technischen 
Bericht keine Ausführungen zur im Bauphasenplan genannten, provisorischen 
Umleitung des Forstwegs gemacht hat. Soweit ersichtlich hat sich auch die 
Beschwerdegegnerin dazu hinsichtlich der Offerte der Zuschlagsempfängerin nicht 
geäussert. Doch gemäss Bauphasenplan der Zuschlagsempfängerin muss der Bau 
und Rückbau eines Umleitungswegs des Forst-, Landwirtschafts- und Wander-
/Bikewegs (ca. 250 m im betroffenen Bereich [vgl. Flächen i und k des 
Bauphasenplans 1:2'500 in den Ausschreibungsunterlagen]) durch die 
Fertigstellung des Rückführdamms und des darauf verlaufenden, neuen Forstwegs 
vor dem Aushub und der Gestaltung des Gewässerbereichs Teil 2 offenbar nicht 
mehr ausgeführt werden (vgl. ihre Bauphasenpläne [act. D.F-I]). Entsprechend hat 
die Zuschlagsempfängerin dafür auch bloss einen Betrag von CHF 0.05 offeriert. 
Dies stellt noch keine wesentliche Abweichung vom Devis dar, zumal die in der 
Position R 199.100, 101 des NPK 113 vorgesehene Umleitung (gemäss Bauphase 
III k [recte: II i; vgl. Bauphasenplan 1:2'500 in den Ausschreibungsunterlagen]) 
aufgrund der Reihenfolge der Arbeiten im Bauphasenplan nur vorübergehend und 
zu einem späteren Zeitpunkt vollständig zurückzubauen ist. In diesem 
Zusammenhang ist somit festzustellen, dass die Zuschlagsempfängerin lediglich 
geringfügig und ohne Auswirkung auf die (definitiv) zu erbringenden Bauleistungen 
(Ziel) vom Devis und Bauphasenplan im Rahmen eines optimierten Angebots 
abgewichen ist. Das Angebot der Beschwerdeführerin ist somit zulässig. Die 
Vergleichbarkeit mit den anderen Offerten bleibt gewährleistet.

3.3. Weiter verlangt die Beschwerdeführerin einen Ausschluss des Angebots der 
Zuschlagsempfängerin infolge von Preisspekulationen.

3.3.1. Preisumlagerungen können gemäss Rechtsprechung einen Verstoss gegen 
die submissionsrechtlich relevanten Gebote der Kostenwahrheit und der 
Transparenz sowie gegen das Verbot der Wettbewerbsverfälschung darstellen. 
Beim Prinzip der Preisvereinbarung nach Einheitspreisen wird davon ausgegangen, 

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dass sich Mengenänderungen in entsprechenden Preisänderungen 
niederschlagen. Ein Angebot, bei dem bestimmte Einheitspreise bewusst tief 
gehalten und die auf diese Positionen entfallenden Material- und/oder Arbeitskosten 
in andere Einheitspreise oder in eine Festpreisposition übertragen werden, 
widerspricht nach der Rechtsprechung dem Prinzip einer Preisvereinbarung nach 
Einheitspreisen. Zwar ist die Kalkulation der Angebotspreise Sache des 
anbietenden Unternehmers, und die Art und Weise, wie er seinen Aufwand in 
Einheitspreise umrechnet, steht ihm grundsätzlich frei. Die Verschiebung von 
Kostenteilen aus bestimmten Einheitspreisen in andere Positionen darf aber nicht 
offensichtlich einzig dem Zweck dienen, allfällige Fehler des 
Leistungsverzeichnisses zulasten des Auftraggebers auszunützen. Denn bei einer 
derart gestalteten Offerte profitiert der Auftraggeber bei allfälligen 
Mengenreduktionen nicht von der Kostenersparnis. Zudem verunmöglicht eine 
solche Verschiebung die korrekte Analyse der offerierten Preise und wird der direkte 
Vergleich mit den anderen eingereichten Angeboten erschwert oder gar 
verunmöglicht, was eine Verletzung des Transparenz- und 
Gleichbehandlungsgebotes darstellt (Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons 
Graubünden U 13 8 vom 6. März 2014 E. 7b). Preisumlagerungen können entweder 
zum Ausschluss des entsprechenden Angebots oder, je nach Fall bzw. Bedeutung 
der festgestellten Positionsverschiebungen (Umlagerung von Umsatz in 
Pauschalpositionen) oder der übrigen Margenspekulationen (z.B. in der Form des 
kombinierten Auf- und Abpreisens verschiedener Einheitspreispositionen), zu einer 
Benachteiligung bei der Bewertung des Zuschlagskriteriums "Angebotsplausibilität" 
führen. Falls eine Offerte mit erheblicher Wahrscheinlichkeit sehr gravierende – für 
den Auftraggeber ungewöhnlich und unverhältnismässig negative – Folgen mit 
Bezug auf die Entwicklung der Vergütung haben wird, so dass danach das 
Submissionsergebnis verfälscht wäre und das Vergaberisiko sich gerade deswegen 
verwirklichen würde, muss sie ausgeschlossen werden (vgl. Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 23 25 vom 21. Dezember 2023 E. 
4.6.1 ff., U 22 34 vom 6. Dezember 2022 E. 4, U 22 22 vom 1. November 2022 E. 
2.2.3; BEYELER, Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, Bern 2012, Rz. 2265 ff., 
2338 ff.).

3.3.2.  Im vorliegenden Fall hielt die Vergabebehörde die sowohl bei der 
Beschwerdeführerin als auch bei der Zuschlagsempfängerin festgestellten, 
auffälligen Einheitspreise offenbar nicht für so gravierend, dass sie eine 
eingehendere Untersuchung erforderlich gemacht hätten. Entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerin war sie auch nicht verpflichtet, diesbezüglich zusätzliche 
Abklärungen zur Feststellung, ob tatsächlich spekulative Preise vorliegen, 

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vorzunehmen. Die Entscheidung, nicht weiter auf diese Feststellungen einzugehen 
und sie im Rahmen der Plausibilität der Offerte zu berücksichtigen, lag in ihrem 
Ermessen, zumal das Leistungsverzeichnis nur die Möglichkeit eines Ausschlusses 
einer Offerte mit ausgewiesener Preisumlagerung erwähnt (vgl. NPK 102 R 
293.110) und die Offerten der Zuschlagsempfängerin und der Beschwerdeführerin 
nicht mit erheblicher Wahrscheinlichkeit sehr gravierende und für die 
Vergabebehörde ungewöhnliche und unverhältnismässige negative Folgen in 
Bezug auf die Entwicklung der Vergütung haben werden. Da im Übrigen bei allen 
betroffenen Anbietern ein entsprechender Punktabzug vorgenommen wurde (vgl. 
unten E. 4.2.2), ist in dieser Vorgehensweise keine Verletzung der von der 
Beschwerdeführerin angeführten Grundsätze der Transparenz und der 
Gleichbehandlung der Anbieter festzustellen.

3.4. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Ausschluss der Offerte der 
Zuschlagsempfängerin ist nach dem Gesagten abzuweisen. 

4. Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin eine fehlerhafte und willkürliche 
Bewertung ihres Angebots geltend. 

4.1. Qualität des Anbieters

4.1.1. Der Beschwerdeführerin zufolge seien in den Ausschreibungsunterlagen 
beim Zuschlagskriterium "Qualität des Anbieters" als einziges Unterkriterium die 
Unternehmensreferenzen genannt worden, weshalb die Bewertung in diesem 
Zusammenhang auch der nicht veröffentlichen Kriterien der Kapazität und der 
Leistungsfähigkeit des Unternehmens unzulässig sei, zumal diese auch bereits als 
Eignungskriterien gefordert seien. Es gehe nicht an, einerseits die Eignung von 
bestimmten Kriterien abhängig zu machen und anschliessend bei der Wertung für 
dieselben Kriterien Abzüge zu machen. Falls die Vergabebehörde zusätzlich zu den 
Unternehmensreferenzen weitere Kriterien bewerten wollte, hätte sie das Gewicht 
dieser Unterkriterien in Bezug auf die Bewertung des Hauptkriteriums offenlegen 
müssen. Sie sei deshalb zu Unrecht als kleines Unternehmen benachteiligt worden, 
obwohl keine bestimmte Unternehmensgrösse verlangt worden sei. Zudem sei nicht 
klar, worin das Kriterium der Referenzen bestehe bzw. unter welchem 
Gesichtspunkt diese als vergleichbar zu betrachten seien. Jedenfalls hätten die 
Ausschreibungsunterlagen keine bestimmte oder minimale Anzahl an 
vergleichbaren Referenzen verlangt. Unschlüssig sei, warum die 
Zuschlagsempfängerin, die nur ca. 10 (meist vergleichbare) Referenzen (von 
kleinerem Umfang als dieses Projekt) eingereicht habe, die maximale Punktezahl 
wie z.B. eine andere Anbieterin mit ca. 10 sehr gut vergleichbaren Referenzen (von 

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kleinerem Umfang als dieses Projekt) erzielt habe. Ebenfalls sei es unklar, weshalb 
eine Anbieterin mit 2-3 vergleichbaren Referenzen (von kleinerem Umfang als 
dieses Projekt) 0.75 Punkte erhalten habe, während die Beschwerdeführerin mit 2-
3 vergleichbaren Referenzen nur 0.5 Punkte. Die Beschwerdeführerin habe 
mindestens eine Referenz (Renaturierung des Flusses G._____) vorgelegt, die vom 
Umfang her gleich gross bzw. grösser als das vorliegende Projekt sei, weshalb sie 
die Höchstpunktzahl hätte erhalten müssen, da keine Mindestzahl von Referenzen 
angegeben worden sei und weil eine andere Anbieterin mit sehr gut vergleichbaren 
Referenzen, aber von kleinerem Umfang als dieses Projekt, die maximale Punktzahl 
erreicht habe. Selbst wenn die Anzahl eingereichter Referenzen zählen sollte, 
müsste die Beschwerdeführerin mindestens 0.75 Punkte erhalten – wie eine andere 
Anbieterin mit derselben Anzahl Referenzen – und würde damit auf den ersten Platz 
vorrücken. Alle Unternehmen hätten Referenzen vorgelegt, die unter der gestellten 
Aufgabe lägen. Die Bewertung der Beschwerdeführerin durch die Vergabebehörde, 
die sich nur auf die Zahl der Referenzen stütze, sei deshalb willkürlich. Die 
Beschwerdeführerin müsse bei diesem Kriterium besser  oder mindestens gleich 
hoch wie die Zuschlagsempfängerin bewertet werden. 

4.1.2. Wie die Eignungskriterien werden auch die Zuschlagskriterien von der 
Vergabebehörde entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Auftrags 
festgelegt und in der Ausschreibung bzw. in den Ausschreibungsunterlagen 
bekannt gegeben. Bei deren Festlegung und Anwendung steht ihr ein weiter 
Ermessensspielraum zu, in den das Obergericht, dem keine Überprüfung der 
Angemessenheit des Entscheids zusteht, nicht eingreift. Zu prüfen ist dagegen eine 
allfällige Überschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens.

Gemäss Rechtsprechung des früheren Verwaltungsgerichts, die vom Obergericht 
übernommen wurde, sind Unter- und Teilkriterien als ein methodisches Hilfsmittel 
zur Bewertung der eingereichten Angebote grundsätzlich zulässig und müssen 
vorher weder bekannt gegeben noch in ihrer Bedeutung aufgelistet werden. Die 
einzelnen Kriterien müssen sich aber einem in den Ausschreibungsunterlagen 
aufgeführten Zuschlagskriterium zuordnen lassen; es dürfen also nicht nachträglich 
neue Zuschlagskriterien geschaffen werden, sondern die Vergabebehörde ist 
vielmehr an ihre bekannt gegebenen Kriterien gebunden. Unterkriterien können also 
durchaus eingeführt werden, solange sie in einem sachlichen Zusammenhang mit 
dem in der Ausschreibung kommunizierten Zuschlagskriterium stehen. Zudem 
müssen die Unterkriterien innerhalb der Gewichtung des Zuschlagskriteriums 
bleiben, dürfen also nicht zu einer Verzerrung der Punktevergabe führen (vgl. Urteil 
des Obergerichts des Kantons Graubünden VR1 24 45 vom 1. April 2025 E. 10.2 

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m.H.a. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 21 14 vom 24. 
Juni 2021 E. 7.4.1 m.w.H.). In jedem Fall verbietet der Grundsatz der Transparenz, 
die Kriterien nach Einreichung der Angebote wesentlich zu ändern. Er verlangt 
jedoch grundsätzlich nicht die vorherige Mitteilung von Unterkriterien oder 
Kategorien, die lediglich der Konkretisierung des veröffentlichten Kriteriums dienen, 
es sei denn, diese gehen über das hinaus, was üblicherweise zur Definition des 
Hauptkriteriums, auf das sie sich beziehen, beachtet wird, oder die Vergabebehörde 
misst ihnen eine vorrangige Bedeutung bei und weist ihnen eine Rolle zu, die der 
eines veröffentlichten Kriteriums gleichkommt. Ebenso müssen ein einfaches 
Bewertungsraster oder andere Hilfsmittel zur Bewertung der verschiedenen 
Kriterien und Unterkriterien (wie eine Bewertungsskala, eine Berechnungsmatrix 
usw.) den Anbietern nicht unbedingt im Voraus bekannt gegeben werden, sofern 
kein Missbrauch oder keine Überschreitung des Ermessensspielraums vorliegt (vgl. 
BGE 130 I 241 E. 5.1).

Bei der Bewertung von Referenzobjekten gibt es hauptsächlich zwei mögliche 
Ansätze. Einerseits kann es um die Vergleichbarkeit gehen; damit wird bewertet, in 
welchem Grad ein Referenzobjekt der ausgeschriebenen Leistung ähnlich ist. Oder 
es kann die Qualität der Referenzobjekte bzw. die Leistung des Anbieters, 
namentlich auch mittels Einholung von Auskünften, bewertet werden. Dabei gibt es 
keine Regel, wonach Referenzen nach dem einen oder anderen Aspekt oder stets 
nach beiden Aspekten bewertet werden müssten (vgl. Urteil des 
Verwaltungsgerichts Zürich VB.2022.00388 vom 21. Dezember 2022 E. 5.2 in 
BEYELER, Vergaberechtliche Entscheide 2022/2023, 2024, Rz. 170).

4.1.3. Im vorliegenden Fall waren im Leistungsverzeichnis beim Zuschlagskriterium 
"Qualität des Anbieters" (Gewichtung 15 %) lediglich die Unternehmerreferenzen 
als Unterkriterium angegeben (vgl. Position 224.100 des NPK 102). Bei der 
Bewertung wurden weitere Unterkriterien ("Kapazität, Leistungsfähigkeit") 
hinzugezogen (vgl. Offertvergleich [act. C.19]). Die Beschwerdeführerin verkennt 
dabei, dass die Vergabebehörde diese mit dem bekanntgegebenen Hauptkriterium 
der Anbieterqualität zusammenhängenden Unterkriterien im Rahmen der 
Bewertung (neben dem Unterkriterium "Firmenreferenzen") einführen durfte. Denn 
damit hat sie die in den Ausschreibungsunterlagen genannten Kriterien 
(Hauptkriterium "Qualität", Unterkriterium "Unternehmerreferenzen") nur verfeinert. 
Unter diesem Zuschlagskriterium darf die Qualität des Anbieters im Sinne einer 
Mehr- oder Mindereignung im Vergleich zu den übrigen Anbietern berücksichtigt 
werden. Mit der Bejahung der Eignung einer Anbieterin bereits im Rahmen der 
Eignungskriterien wird eine Bewertung ihrer Qualität im Rahmen der 

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Zuschlagskriterien nicht ausgeschlossen. Was die Referenzen angeht, so 
erschliesst sich nicht, weshalb die Referenzen der Beschwerdeführerin, v.a. 
diejenige betreffend die Renaturierung des Flusses G._____, gleich gross oder 
sogar grösser als das vorliegende Projekt sein sollten. Die Beschwerdeführerin 
verweist beim Projekt "G._____" auf die grössere Arbeitsintensität pro Monat, da 
dieses 84 Arbeitstage über einen Zeitraum von 7 Monaten umfasst habe, was etwa 
12 Arbeitstagen pro Monat entspreche, wogegen der vorliegende Auftrag "F._____" 
240 Arbeitstage, verteilt auf einen Zeitraum von mehr als 2 Jahren, erfordere, was 
etwa 10 Arbeitstagen pro Monat entspreche. Wie die Beschwerdegegnerin jedoch 
zu Recht bemerkt, ist dieser Vergleich hinsichtlich der "Intensität" unzutreffend. Es 
ist nämlich zu berücksichtigen, dass die betreffende Baustelle im vorliegenden Fall 
von Mitte November bis Mitte April stillsteht. Folglich müssen die 240 Arbeitstage in 
2 x 7 Monaten geleistet werden, sodass an etwa 18 Tagen im Monat gearbeitet wird. 
Die Arbeitsintensität ist beim vorliegenden Projekt daher höher als beim Projekt 
"G._____". Auch auf der Grundlage des von der Beigeladenen vorgenommenen 
Vergleichs, der sich auf die angebotenen Preise und die Arbeitstage stützt, 
erscheint der Umfang des vorliegenden Projekts grösser als der des Projekts 
"G._____". Daraus resultieren nämlich beim Referenzobjekt "G._____" erheblich 
tiefere Kosten pro Tag als beim vorliegenden Projekt (für "G._____" CHF 8'352.25 
[CHF 701'588.78 {vgl. doc. D.L} : 84 Tage] und für "F._____" CHF 13'750 
[CHF 3'300'000.00 : 240 Tage]). Darüber hinaus konnte die Vergabebehörde 
durchaus dem Anbieter, der mehr vergleichbare Referenzen vorweisen kann als die 
anderen Anbieter, eine bessere Bewertung geben. Sodann haben nicht nur die 
(vergleichbaren) Referenzen und deren Anzahl Eingang in die Bewertung gefunden, 
sondern, wie oben gesehen, zulässigerweise auch die Kapazität und 
Leistungsfähigkeit der Anbieterin, was ja zum Teil erklärt, wieso eine Anbieterin mit 
2-3 vergleichbaren Referenzen (wie die Beschwerdeführerin), aber mit etwas 
grösserer Kapazität eine um 0.25 höhere Punktzahl erreicht hat (Hinweis: Auch im 
Folgenden wird auf die nicht gewichteten Punkte in der Vergleichstabelle [act. C.19] 
Bezug genommen und nicht auf die gemäss der Bewertungstabelle gewichteten 
Punkte [act. C.20]). Diesbezüglich hat die Vergabebehörde bei der 
Beschwerdeführerin wertungsmindernd berücksichtigt, dass bei dieser, als kleiner 
Unternehmung, ein Ausfall des Geschäftsführers, der auf der Baustelle auch 
umsatzrelevante Arbeiten leistet, im Vergleich mit anderen Anbietern nicht in der 
gleichen Qualität garantiert werden kann. Auch ist der Stellvertreter auf der 
Baustelle bereits eingesetzt. Dem konnte die Beschwerdeführerin nur entgegnen, 
dies bedeute nicht, dass keine interne Organisation zur Gewährleistung der 
Kontinuität bestehe, was jedoch nicht ausreicht, um die Begründung der 
Beschwerdegegnerin zur Bewertung des Personalbestandes zu widerlegen. 

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Ausserdem hielt die Vergabebehörde die Referenzen der Beschwerdeführerin vom 
Arbeitsvolumen her für deutlich kleiner als das vorliegende Projekt, im Gegensatz 
zu denen der betreffenden Anbieterin, die ebenfalls "nur" 2-3 vergleichbare 
Referenzen vorweisen konnte, die zwar kleiner als das vorliegende Projekt waren, 
jedoch nicht deutlich kleiner. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin nicht dargelegt, 
warum sie (wie von ihr andernorts in ihren Rechtsschriften behauptet) vier 
anerkannte Referenzen – statt die erwähnten 2-3 – vorgelegt habe, die ihr ihrer 
Meinung nach die Höchstpunktzahl eingebracht hätten. Es ist überdies klar, dass 
die Vergabebehörde nicht nur die Art der Arbeiten, sondern auch deren Umfang im 
Hinblick auf die Vergleichbarkeit berücksichtigt hat. Schliesslich liegt noch kein 
Ermessensmissbrauch in der Gesamtbewertung vor, wenn die Vergabebehörde der 
Zuschlagsempfängerin und anderen Anbieterinnen mit "lediglich" teilweise 
vergleichbaren Referenzen (von insgesamt etwa 10 oder mehr Referenzen) 
dieselbe Punktzahl (1) zugewiesen hat, wie der Anbieterin mit sehr gut 
vergleichbaren Referenzen (etwa 10 Referenzen). 

4.2. Qualität des Angebots

4.2.1. Laut der Beschwerdeführerin seien ihr infolge der von der Vergabebehörde 
auch bei anderen Offerten festgestellten, teilweise auffälligen Einheitspreisen 
unzulässigerweise 0.25 Punkte beim Zuschlagskriterium "Qualität des Angebots" 
(Gewichtung 15 %) bzw. beim Unterkriterium "Plausibilität" (des Angebots, 
Gewichtung 25 %]) abgezogen worden, was gegen den Grundsatz verstosse, dass 
der Preis nicht doppelt bewertet werden dürfe. Ferner sei der Abzug von 0.25 
Punkten beim Unterkriterium "technischer Bericht" (Gewichtung 75 %) bzw. beim 
Unter-Unterkriterium "technischer Bericht/Auftragsanalyse" ebenso unzulässig, da 
das Konzept des Umweltschutzes bereits in den Ausschreibungsunterlagen 
veröffentlicht worden sei, sodass ein spezifisches Schutzkonzept nicht erforderlich 
gewesen sei. Zudem sei der Abzug von 0.25 Punkten beim Unter-Unterkriterium 
"Konzept/Baumethode" infolge fehlender Zwischenlagerplätze willkürlich, da sie 
den Plan – der als Skizze zu verstehen sei – beigefügt habe, worauf ersichtlich sei, 
wo sie das Material gelagert hätte. Die Fläche sei zudem ausreichend, da der 
Grossteil des Materials nicht über das Zwischenlager laufe, sondern direkt 
verwendet werde.

4.2.2. In der Beilage 21 und in der Vernehmlassung (S. 11-13) hat die 
Beschwerdegegnerin anhand einer Tabelle aufgezeigt, welche von der 
Beschwerdeführerin und der Beigeladenen offerierten Einheitspreise Auffälligkeiten 
(zu tief oder zu hoch im Vergleich zum Mittel) aufweisen. Aus dieser Tabelle ergeht, 
dass die Beschwerdeführerin sogar mehr auffällige Einheitspreise als die 

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Zuschlagsempfängerin aufweist. Zudem hat die Vergabebehörde in den 
allgemeinen Bemerkungen unterhalb der Offertvergleichstabelle sehr tiefe Preise in 
NPK 111 bei der Beschwerdeführerin festgestellt und (nur) teilweise bei der 
Zuschlagsempfängerin. Die Beschwerdeführerin konnte keine stichhaltigen 
Einwände gegen die Glaubwürdigkeit dieser Tabelle erheben. Insbesondere trifft es 
entgegen ihrer Behauptung nicht zu, dass ihr ungerechtfertigterweise mehr auffällig 
tiefe Positionen zugewiesen worden seien als der Zuschlagsempfängerin. Auch bei 
ihr wurden im Übrigen sowohl auffällig tiefe als auch auffällig hohe Preise 
festgestellt. Im Fall beider Anbieterinnen warf dies nur die Frage nach möglichen 
Preisverschiebungen auf, ohne dass nähere Abklärungen erforderlich gewesen 
wären. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vergabebehörde diesem Umstand mit 
einem Abzug von 0.25 Punkten bei beiden Anbieterinnen Rechnung getragen hat. 
Zulässig war dieser Abzug unter dem (Unter-)Kriterium der Plausibilität, da damit 
nicht der Angebotspreis als solcher Gegenstand dieses Kriteriums bildete (vgl. dazu 
BGE 143 II 553 E. 7.2). 

Zudem verlangte das Devis die Beschreibung von Sicherheitsmassnahmen (vgl. 
NPK 102 Position R 252.190). Im technischen Bericht der Beschwerdeführerin 
fehlten laut Vergabebehörde konkrete Angaben zu spezifischen 
Sicherheitsmassnahmen am Gewässer (vgl. act. C.19). Anders als die 
Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, geht es dabei offenbar nicht um fehlende 
Gewässerschutzmassnahmen im Sinne einer Ergänzung der den 
Ausschreibungsunterlagen beigelegten Umweltschutzmassnahmen, sondern um 
Sicherheitsmassnahmen für die Arbeiter im Bereich des Gewässers. Jedenfalls sind 
in ihrem technischen Bericht auch Massnahmen aufgeführt, die in der Nähe des 
Wasserlaufs ergriffen werden (Geländer, Sicherheitsgurten, vgl. technischen 
Bericht der Beschwerdeführerin, S. 13 f.). Wenn die Vergabebehörde jedoch 
ausführlichere Angaben zu den spezifischen Sicherheitsmassnahmen im Gewässer 
erwartet hatte, liegt kein Ermessensmissbrauch vor, weshalb der Abzug von 0.25 
Punkten (von einem möglichen Punkt auf 0.75 Punkte) beim Unter-Unterkriterium 
"technischer Bericht/Auftragsanalyse" schlüssig und damit haltbar erscheint.

Bezüglich der Zwischenlagerplätze hat die Beschwerdegegnerin präzisiert, dass im 
Plan der Beschwerdeführerin Flächen für den Brecher für die Materialaufbereitung 
und andere Maschinen ausgewiesen sind. Diese sind der Beschwerdegegnerin 
zufolge jedoch viel zu klein, um auch die Zwischendepots aufzunehmen, zumal auf 
diesen Flächen auch das verarbeitete Material zu lagern ist. Selbst wenn die im Plan 
der Beschwerdeführerin eingezeichnete Materialaufbereitungszone auch als 
Zwischenlagerung des Aushubmaterials geeignet wäre, weil – der Einwendung der 

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Beschwerdeführerin folgend – der Grossteil des Materials direkt eingesetzt werde 
und nicht über das Zwischenlager laufe, erscheint der Abzug von 0.25 Punkten 
(0.75 statt 1 Punkt) beim Unter-Unterkriterium "Konzept/Baumethode" wegen 
fehlender Detailangaben zu den Zwischenlagerplätzen vertretbar, da – wie bei 
anderen Anbietern, die in diesem Punkt einen Abzug erhalten haben – aus den 
Offertunterlagen samt Plan der Beschwerdeführerin – entgegen ihren Vorbringen – 
die Flächen für Zwischenlagerungen schlicht nicht ersichtlich bzw. nicht angegeben 
sind.

4.3. Nachhaltigkeit

4.3.1. Die Beschwerdeführerin wendet ein, dass in den Ausschreibungsunterlagen 
unter dem Zuschlagskriterium der Nachhaltigkeit (Gewichtung 10 %) nur die 
Unterkriterien "auftrags- und unternehmensbezogenes Nachhaltigkeitskonzept" 
sowie "Beschaffungsort und Transportdistanzen für Blocksteinlieferung" genannt 
worden seien. Es werde weder spezifiziert, was gefordert werde, noch wie es 
bewertet werde, was dem Grundsatz der Transparenz widerspreche. Das Konzept 
der Nachhaltigkeit sei bereits in den Ausschreibungsunterlagen enthalten. Durch die 
Unterschrift auf ihrer Offerte habe sie dessen Einhaltung bestätigt. Sie habe zudem 
die Einhaltung aller Umweltnormen bestätigt und nachgewiesen, dass sie über 
umweltfreundliche Fahrzeuge verfüge, weshalb sie die maximale Punktzahl hätte 
erhalten müssen. 

4.3.2. Diesbezüglich ist zunächst in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin 
festzustellen, dass die Formulierung des zur Diskussion stehenden 
Zuschlagskriteriums bzw. dessen Unterkriterien in den Ausschreibungsunterlagen 
klar war. Von einer Verletzung der Transparenz kann hier keine Rede sein. Sodann 
bewegen sich die von der Vergabebehörde vergebenen 0.25 Punkte für das 
auftragsbezogene Nachhaltigkeitskonzept sowie die 0.5 Punkte für das 
unternehmensbezogene Nachhaltigkeitskonzept (als Unter-Unterkriterien des 
Unterkriteriums "Nachhaltigkeitskonzept" Gewichtung 20 %) innerhalb ihres 
Ermessensspielraums, wenn sie begründet, dass das Nachhaltigkeitskonzept 
äusserst knapp gehalten ist und im Gegensatz zu anderen Anbietern die 
Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und die bereits ergriffenen 
Massnahmen nicht aufzeigt (vgl. technischer Bericht der Beschwerdeführerin, S. 16 
f.). Anzufügen ist, dass dieses Unterkriterium des Nachhaltigkeitskonzepts zwar in 
den Ausschreibungsunterlagen vor dem zweiten Unterkriterium "Beschaffungsort 
und Transportdistanzen für Blocksteinlieferung" (Gewichtung in der 
Bewertungstabelle von 80 %) aufgeführt ist, jedoch schliesslich nur mit 20 % 
gewichtet wurde, weshalb dieser Mangel für die Beschwerdeführerin nicht 

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besonders schwer ins Gewicht fällt. Selbst wenn die Beschwerdeführerin nämlich 
die Höchstpunktzahl für dieses Unterkriterium erhielte, würde sie immer noch eine 
niedrigere Gesamtpunktzahl als die Zuschlagsempfängerin erzielen. Von der 
Beschwerdeführerin nicht hinreichend beanstandet wird letztlich der Abzug von 0.25 
Punkten beim Unterkriterium "Beschaffungsort und Transportdistanzen für 
Blocksteinlieferung", weshalb dazu keine weiteren Ausführungen notwendig sind 
bzw. am Abzug nichts auszusetzen ist. 

5. Die Beschwerdeführerin bemängelt überdies die Bewertung des Angebots 
der Zuschlagsempfängerin.

5.1.1. Gemäss der Beschwerdeführerin habe die Zuschlagsempfängerin trotz der 
zusätzlichen Anmerkung im Offertvergleich der Spekulation und Preisumlagerung 
zu Unrecht dieselbe Punktzahl von 0.75 erhalten wie sie, anstatt 0.5 Punkte wie bei 
einer anderen Anbieterin mit derselben Anmerkung. Aufgrund der Preisumlagerung 
hätte die Zuschlagsempfängerin die Mindestpunktzahl erhalten müssen. 

5.1.2. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass die Vergabebehörde bei der 
Zuschlagsempfängerin, wie bei ihr, einzelne nicht klar nachvollziehbare 
Einheitspreise – und nicht mehrere, wie bei der von ihr erwähnten, anderen 
Anbieterin mit der Anmerkung einer möglichen Spekulation – festgestellt hat (vgl. 
act. C.19). Dass bei der Beschwerdeführerin die Anmerkung "Spekulation bzw. 
Umlagerung?" fehlte, heisst zudem noch nicht, dass sie eine bessere Bewertung 
als die Zuschlagsempfängerin verdient hätte. Dieser Anmerkung, sprich der 
Feststellung einer möglichen Spekulation bzw. Preisumlagerung, kommt nämlich 
keine eigenständige Bedeutung zu, ist sie doch nur die logische Folgerung aus 
festgestellten Auffälligkeiten bei den Einheitspreisen. Die Vergabebehörde hat zwar 
in einzelnen Positionen sowohl bei der Zuschlagsempfängerin als auch bei der 
Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbare Preisabweichungen vom Mittel der 
eingereichten Angebote festgestellt, hat aber die Frage, ob tatsächlich 
Preisumlagerungen stattgefunden haben, offenbar infolge fehlender Relevanz nicht 
weiter abgeklärt. Insoweit kann die Beschwerdeführerin nicht beanstanden, dass 
die Zuschlagsempfängerin beim Zuschlagskriterium "Qualität des Angebots" bzw. 
beim Unterkriterium "Plausibilität" dieselbe Punktzahl (0.75) wie sie erhalten hat. 

5.2. In Anbetracht des Vorstehenden wird auf die einzelnen, von der 
Beschwerdeführerin bemängelten Positionen nur der Vollständigkeit halber 
eingegangen. 

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5.2.1. Die Beschwerdeführerin sieht eine Preisspekulation seitens der 
Zuschlagsempfängerin in der Multiplikation der Löhne mit dem Faktor 3 beim Preis 
für die Regiearbeiten (NPK 111 Position 129.111). Sie bringt vor, dass dies die 
Kosten exponentiell erhöhen werde. Dazu ist zunächst mit der Beigeladenen 
anzumerken, dass dieses Vorgehen im Einklang mit den geltenden 
Kalkulationshilfen für Regiearbeiten des Schweizerischen Baumeisterverbandes 
(SBV) und der Interessengemeinschaft privater und professioneller Bauherren 
(IPB), Geltungsbereich: Region Graubünden (Edition 2024), steht, wonach die 
Berechnung von Regiearbeiten aufgrund der eigenen Angebotskalkulation erfolgt. 
Die Offerenten waren somit frei in der Gestaltung der Löhne. Dass ferner die 
Vergabebehörde darin keine Spekulation erkannt hat, die einer weiteren Prüfung 
bedurft hätte, ist nicht zu beanstanden.  

5.2.2. Der weitere Einwand der Beschwerdeführerin, die Zuschlagsempfängerin 
habe die Position R 199.101 des NPK 113 in eine andere Position verschoben, ist 
unbegründet. Zur Begründung wird auf die vorstehende Erwägung 3.2.2 verwiesen. 
Anzufügen bleibt, dass es dabei nicht – wie die Beigeladene in ihrer Duplik 
fälschlicherweise annimmt – um Baustellenpisten geht (dazu vgl. Position R 
193.101), sondern um den Bau eines provisorischen Umleitungswegs. 

5.2.3. Hinsichtlich der ebenfalls bestrittenen Position 232.301 des NPK 237 
("Findlinge über m3 0.25"), bei der die Zuschlagsempfängerin einen hohen Preis pro 
m3 gegenüber dem Durchschnitt offeriert hat, hat die Zuschlagsempfängerin erklärt, 
der von ihr angebotene Preis sei dadurch gerechtfertigt, dass der Findling direkt in 
der Aushubgrube bearbeitet werde, wodurch das Aushubvolumen, das bei einer 
üblichen Entfernung zunimmt, nicht beeinträchtigt werde. Es sei daran erinnert, 
dass der Auftraggeber für die Aushubmengen einen zusätzlichen Preis für die 
Vergrösserung der Grube zu entrichten habe. Der angebotene Preis umfasse auch 
den grösseren Umfang, der durch einen grossen Findling (d. h. grösser als 0.25 m3) 
beim Aushub während der Entfernung entstehen könnte. Mit dieser Begründung hat 
die Beigeladene etwaige Zweifel an einer möglichen Preisumlagerung bei dieser 
Position ausgeräumt.  

5.3. Die Beschwerdeführerin fordert des Weiteren eine tiefere Bewertung der 
Zuschlagsempfängerin beim Zuschlagskriterium "Qualität des Angebots" infolge der 
Unvollständigkeit ihres technischen Berichts (keine grafische Darstellung). Wie 
oben bereits erwähnt, ist dieser Einwand unbegründet, sodass sich hier kein 
(weiterer) Abzug von 0.25 Punkten aufdrängt. 

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5.4. Die Beschwerdeführerin macht zudem geltend, die Offerte der 
Zuschlagsempfängerin müsste (beim Unter-Unterkriterium "Konzept/Baumethode") 
infolge unzulässiger Zusammenlegung der Bauphasen bzw. infolge 
ausschreibungswidriger Einreichung einer Variante ohne Grundangebot die 
Mindestpunktzahl oder eine tiefere Bewertung erhalten. Dieser Einwand ist 
unbegründet. Die Vergabebehörde erachtete die von der Zuschlagsempfängerin 
vorgenommene Zusammenlegung der Bauphasen nicht negativ, da diese 
gegenüber dem Ablauf im Bauphasenplan eher Vorteile als Nachteile hat, zumal 
weniger Arbeitsabläufe entstehen. Auch war für die Vergabebehörde der Ablauf klar 
dargestellt worden und sie erwartete eine termingerechte Erfüllung. An der der 
Zuschlagsempfängerin dabei erteilten Punktzahl von 0.75 ist somit nichts 
auszusetzen. Der Abzug von 0.25 Punkten beim entsprechenden Unter-
Unterkriterium "Konzept/Baumethode" erfolgte im Übrigen infolge fehlender 
Detailangaben zu den Zwischenlagerplätzen – gleich wie im Fall der 
Beschwerdeführerin. 

5.5. Die Beschwerdeführerin weist ausserdem darauf hin, dass nur 3 bzw. 4 
Referenzen der jeweiligen zwei Firmen, aus denen die Zuschlagsempfängerin 
besteht, mit dem vorliegenden Projekt vergleichbar seien. Die 
Zuschlagsempfängerin könne daher hinsichtlich des Zuschlagskriteriums "Qualität 
des Anbieters" nicht die volle Punktzahl erreichen. Bereits ein entsprechender 
Abzug von 0.25 Punkten bei der Zuschlagsempfängerin würde zum Zuschlag an die 
Beschwerdeführerin führen. Dem ist zum einen entgegenzuhalten, dass die 
Zuschlagsempfängerin quantitativ – selbst wenn man nur die von der 
Beschwerdeführerin erwähnten Referenzen pro Firma zusammenzählt (7) – immer 
noch besser als die Beschwerdeführerin mit 2-3 vergleichbaren Referenzen 
abschneidet. Auch qualitativ ist – wie oben bereits festgestellt – darauf hinzuweisen, 
dass die Referenzen der Beschwerdeführerin deutlich (und nicht nur einfach, wie 
die der Zuschlagsempfängerin) unter dem vorliegenden Arbeitsvolumen lagen. Zum 
anderen wurde beim Zuschlagskriterium der "Qualität des Anbieters", wie oben 
ebenfalls bereits festgestellt, auch die Unterkriterien der Kapazität und 
Leistungsfähigkeit berücksichtigt. Selbst wenn man somit der Beschwerdeführerin 
darin zustimmen würde, dass die Zuschlagsempfängerin nur je 3 bis 4 bzw. 7 
vergleichbare Referenzen vorgelegt hat, die qualitativ ihren Referenzen 
entsprechen, wäre die Erteilung der vollen Punktzahl (1) an die 
Zuschlagsempfängerin, die aus zwei mittelgrossen bzw. grossen, 
projektspezifischen Unternehmungen besteht und bei der keine Mängel in der 
Kontinuität festgestellt wurden, angesichts dieser zulässigen Unterkriterien dennoch 
gerechtfertigt.  

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6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein Grund vorliegt, der den 
Ausschluss des Angebots der Beigeladenen rechtfertigt, und dass die Bewertung 
der Angebote der Beschwerdeführerin und der Beigeladenen durch die 
Beschwerdegegnerin vertretbar ist. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen und 
der angefochtene Zuschlagsentscheid ist zu bestätigen. 

7.1. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der 
unterliegenden Beschwerdeführerin (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr 
wird angesichts des beachtlichen Offertbetrags von rund CHF 3'300'000.00 sowie 
der mittleren Komplexität der zu beurteilenden Angelegenheit vom Gericht 
ermessensweise auf CHF 9'000.00 festgesetzt (vgl. Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 18 52 vom 30. Oktober 2018 E. 
8.1, U 09 28 vom 12. Mai 2009). 

7.2. Die Beschwerdeführerin hat zudem der obsiegenden Beigeladenen die durch 
den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (vgl. Art. 78 Abs. 1 
VRG). Der Beschwerdegegnerin wird hingegen keine Parteientschädigung 
zugesprochen (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG). Der vom Rechtsvertreter der Beigeladenen 
mit Honorarnote vom 1. Juli 2025 geltend gemachte Aufwand beläuft sich auf 
insgesamt CHF 10'492.70 (31.25 Std. à CHF 270.00 [CHF 8'437.50] zzgl. Spesen 
von CHF 1'269.00 [CHF 112.00 für Reisekosten nach H._____, CHF 1'090.00 für 
Schreib- und Kanzleispesen, CHF 67.00 für Post und Telefon] und MWST von 8.1 % 
[CHF 786.20]). Angesichts der eingereichten Honorarvereinbarung ist der 
veranschlagte Stundenansatz von CHF 270.00 nicht zu beanstanden. Auch der 
Zeitaufwand erscheint angemessen. Allerdings gelten die Schreib- und 
Kanzleispesen – die im Übrigen nicht detailliert aufgeführt wurden und die nach 
Praxis anerkannte Kostenpauschale von 3 % überschreiten – praxisgemäss als im 
Honorar enthalten und können daher nicht anerkannt werden. Zudem sind die zwei 
beigeladenen Firmen, aus denen die Zuschlagsempfängerin besteht, gemäss UID-
Register mehrwertsteuerpflichtig und damit vorsteuerabzugsberechtigt, weshalb die 
Entschädigung ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen ist (vgl. etwa Urteil des 
Obergerichts des Kantons Graubünden VR1 24 45 vom 3. April 2025 E. 12.2 m.H.). 
Vor diesem Hintergrund ist die Parteientschädigung zugunsten der Beigeladenen 
auf CHF 8'616.50 (Honorar von CHF 8'437.50 zzgl. Spesen für Transfer sowie Post 
und Telefon von insgesamt CHF 179.00) festzusetzen. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 9'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 516.00

Total CHF 9'516.00

gehen zulasten der A._____. 

3. Die A._____ hat die ARGE C._____ mit CHF 8'616.50 aussergerichtlich zu 
entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]