# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fb3f69d-b6a5-5cf7-b299-db8de86b97a1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.04.2016 SB150436
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150436_2016-04-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB150436-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, und lic. iur. S. Volken, 

Ersatzoberrichter lic. iur. J. Meier sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Bärtsch 

 

Urteil vom 4. April 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und I. Berufungskläger (Rückzug) 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____  

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, 

vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. B. Groth  

Anklägerin und II. Berufungsklägerin 

 
 
 
 
 
 

betreffend  
Mord 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, II. Abteilung, vom  
7. Juli 2015 (DG140100) 

- 2 - 

Anklage:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

18. Dezember 2014 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 35). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 77 S. 41 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 450 Tage durch 

Haft und vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind. 

3. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

18. Dezember 2014 beschlagnahmte Kochmesser mit schwarzem Kunststoffgriff 

wird eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. gutscheinen-

den Verwendung überlassen. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände der † B._____ (1 schwarzes 

Gummi-Armband, 1 silberne Halskette mit goldfarbenem halben Herz mit Imitat-

Brillantstein, 1 schwarze Kunststofflederjacke, 1 blaue Damenjeanshose, 1 türkis-

farbenes Trägershirt, 1 hellblauer BH, 1 schwarzer Stringtanga, 1 Paar weinro-

te/weisse Freizeitschuhe, 1 schwarze Damentasche) werden eingezogen und der 

Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung überlassen.  

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände des Beschuldigten (1 T-Shirt, 

1 Jeanshose, 1 Herrenslip, 1 Paar Freizeitschuhe, 1 Paar Socken) werden dem 

Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteiles herausgegeben. 

6. Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren 

des Privatklägers 1 von Fr. 7'000.– anerkannt hat. 

- 3 - 

7. Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren 

der Privatklägerin 2 von Fr. 17'500.– anerkannt hat. 

8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 10'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 8'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 38'348.60   Auslagen Vorverfahren  

Fr. 7'488.–   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'300.–   Kosten Ergänzungsgutachten 

Fr. 5'300.– 
  Unentgeltliche Rechtsvertretung der Privatkläger 1 und 2 

(inkl. MWST) 

Fr. 24'830.40   Amtliche Verteidigungskosten (inkl. MWST) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Be-

schuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der unentgeltlichen 

Rechtsvertretung der Privatklägerschaft, welche von der Gerichtskasse über-

nommen werden, sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen 

und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse über-

nommen werden. 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 
(Prot. II. S. 3) 

a) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk 104 S. 1) 

1. Die (Teil-) Rechtskraft der nicht angefochtenen Urteilspunkte sei festzu-

stellen. 

2. Der Beschuldigte sei des (direkten) vorsätzlichen Mordes im Sinne von 

Art. 112 StGB schuldig zu sprechen. 

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3. Der Beschuldigte sei mit 16 Jahren Freiheitsstrafe, unter Anrechnung der bis 

zum heutigen Tag erstandenen Haft, zu bestrafen. 

 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 105 S. 2) 

1. Die Berufung sei abzuweisen und das vorinstanzliche Urteil sei vollumfäng-

lich zu bestätigen. 

2. Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen, Letzteres zu-

züglich Mehrwertsteuer. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales     

1.  Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

7. Juli 2015 wurde der Beschuldigte A._____ anklagegemäss des Mordes schul-

dig gesprochen und mit 12 Jahren Freiheitsstrafe bestraft (Urk. 77 S. 41; Urk. 35). 

Gegen diesen Entscheid meldeten der Beschuldigte durch seine amtliche Vertei-

digung und die Anklagebehörde je mit Eingabe vom 9. Juli 2015 innert gesetzli-

cher Frist Berufung an (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 66 und 70). Mit Eingabe der 

Verteidigung vom 3. November 2015 liess der Beschuldigte seine Berufung zu-

rückziehen (Urk. 83). Die Berufungserklärung der Anklagebehörde ging innert ge-

setzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 81). Die 

Verteidigung hat mit Eingabe vom 30. November 2015 innert Frist mitgeteilt, dass 

auf Anschlussberufung verzichtet wird (Urk. 88; Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 

StPO). Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt 

(Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 81). Die Anklagebehörde hat die Berufung in ihrer Be-

rufungserklärung ausdrücklich beschränkt (Urk. 81 u. Urk. 104 S. 1; Art. 399 Abs. 

4 StPO). Die Verteidigung beantragt die Bestätigung des angefochtenen Ent-

scheides (Urk. 105 S. 1).  

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2.1.  Die appellierende Anklagebehörde hat in ihrer Berufungserklärung ange-

führt, es werde auch der Schuldpunkt angefochten, "d.h. insbesondere die An-

nahme des Eventualvorsatzes" (Urk. 81). Sie beantragt deshalb, der Beschuldigte 

sei des (direkten) vorsätzlichen Mordes im Sinne von Art. 112 StGB schuldig zu 

sprechen (Urk. 104 S. 1).  

2.2.  Mord im Sinne von Art. 112 StGB setzt Vorsatz voraus (Art. 12 Abs. 1 

StGB). Eventualvorsatz schliesst Skrupellosigkeit im Sinne des objektiven Tatbe-

standes nicht aus (Urteil des Bundesgerichts 6B_832/2015 vom 25. Januar 2016 

E. 1.3.1. mit Verweisen). 

2.3.  Die Vorinstanz hat den Beschuldigten in ihrem Erkenntnis des Mordes 

schuldig gesprochen (Urk. 77 S. 41) und in ihren Erwägungen dazu ausgeführt, 

es liege – lediglich – Eventualvorsatz vor (Urk. 77 S. 14).  

2.4.  Wenn die Anklagebehörde im Berufungsverfahren eine höhere Strafe bean-

tragt und dies damit begründet, der Beschuldigte habe direkt- und nicht nur even-

tualvorsätzlich gehandelt (Urk. 81 S. 3, Urk. 104 S. 3), ist dieser Einwand bei der 

Strafzumessung zu prüfen, beschlägt jedoch nicht den Schuldspruch wegen  

Mordes, welcher vielmehr als rechtskräftig zu betrachten ist.  

3.  Gemäss den Anträgen der Parteien sind im Berufungsverfahren demnach 

nicht angefochten (vgl. Prot. II S. 4): 

-  der vorinstanzliche Schuldspruch (Urteilsdispositiv-Ziff. 1.)  

-  die vorinstanzliche Regelung betreffend beschlagnahmte Gegenstände 

(Urteilsdispositiv-Ziff. 3., 4. und 5.) 

-  die vorinstanzliche Regelung betreffend die Zivilansprüche der Privat-

kläger (Urteilsdispositiv-Ziff. 6. und 7.) sowie 

-  die vorinstanzliche Kostenregelung (Urteilsdispositiv-Ziff. 8. und 9.). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

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II.  Sanktion 

1. Ausgangslage 

1.1. Der Beschuldigte und die Geschädigte lösten ihre Beziehung ca. zwei Wo-

chen vor der Tat auf. Zum Tatzeitpunkt, am 13. April 2014 zwischen 20.00 und 

21.00 Uhr, suchte die Geschädigte die Wohnung des Beschuldigten auf, um ihre 

restlichen Kleider abzuholen. Sie betrat die Wohnung grusslos, worauf der Be-

schuldigte aus der Küche ein Kochmesser holte, zur Geschädigten trat und in der 

Folge ca. 25 mal auf die durch die Wohnung flüchtende Geschädigte einstach. 

Dadurch erlitt die Geschädigte namentlich am Oberkörper zahlreiche schwere 

Stich- und Schnittverletzungen. In der Folge verliess der Beschuldigte die Woh-

nung und liess die Geschädigte dort zurück, wo sie an den Folgen ihrer Verlet-

zungen verstarb (Urk. 35).  

1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für dieses Verbrechen mit 12 Jahren 

Freiheitsstrafe bestraft (Urk. 77 S. 41). 

2. Parteivorbringen 

2.1. Die Anklagebehörde beantragt im Berufungsverfahren, der Beschuldigte 

sei wegen (direkten) vorsätzlichen Mordes mit 16 Jahren Freiheitsstrafe zu be-

strafen. Begründet wird dies zusammengefasst dahingehend, das objektive  

Tatverschulden wiege entgegen der Vorinstanz nicht nur mittelschwer, sondern 

sehr schwer. Dies, da die Mordelemente überschiessend vorlägen, d.h. bezüglich 

Tatmotiv wie auch Tatausführung. Die Tat sei eindeutig ein Mord und liege nicht 

ansatzweise im Grenzbereich zur vorsätzlichen Tötung. Subjektiv liege direkter 

Vorsatz und nicht nur Eventualvorsatz vor. Der Beschuldigte habe der Geschädig-

ten insgesamt 25 Stich- und Schnittverletzungen zugefügt, davon sechs am 

Brustkorb. Aufgrund der Verletzungen der Geschädigten sei davon auszugehen, 

dass der Beschuldigte gezielt gegen den Oberkörper gestochen habe. Jeder 

Mensch wisse, dass sich im Oberkörper Organe befänden, deren Verletzung zum 

Tod führe. Wer ein Opfer mit so zahlreichen Messerstichen derart zurichte und 

sogar noch auf das bereits am Boden liegende wehrlose Opfer einsteche, der 

nehme den Tod des Opfers nicht nur in Kauf, sondern wolle diesen auch. Die im 

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psychiatrischen Gutachten erkannte mittelgradige Verminderung der Schuldfähig-

keit reduziere das objektiv sehr schwere Verschulden auf ein – insgesamt – mit-

telschweres Verschulden. Innerhalb des Strafrahmens von 10 Jahre bis lebens-

länglich führe dies zu einer Einsatzstrafe von 18 Jahren. Täterbezogen sei dem 

Beschuldigten infolge seines Nachtatverhaltens (Geständnis, Reue und Einsicht) 

eine Strafreduktion zu Gute zu halten. Es resultiere eine angemessene Freiheits-

strafe von 16 Jahren (Urk. 81 S. 2 f., Urk. 104 S. 3 f., Prot. II S. 6). 

2.2. Die Verteidigung hat an der Berufungsverhandlung ausgeführt, die Vor-

instanz habe zutreffend festgestellt, dass die Stiche durch den Beschuldigten un-

gezielt und ohne erkennbaren Willen, die Geschädigte durch einen erfolgsver-

sprechenden Stich ins Herz, in den Bauch oder Hals direkt zu töten, erfolgt seien. 

Hätte der Beschuldigte einen direkten Tötungswillen gehabt, so hätte er gezielte 

Stiche in den Bauch und in die Herzgegend angesetzt. Auch als das Opfer wehr-

los am Boden lag, habe er diesem weiterhin ungezielt weitere Stiche zugefügt, 

obwohl er ohne Weiteres die Möglichkeit gehabt hätte, einen gezielten Stich in die 

Herz- oder Bauchgegend zu setzen. Dies spreche gegen einen direkten Vorsatz 

(Urk. 105 S. 2 f. ).  

Betreffend Strafzumessung würden entgegen der Staatsanwaltschaft keine über-

schiessenden Mordelemente vorliegen, sondern es sei mit der Vorinstanz von ei-

nem in objektiver wie subjektiver Hinsicht mittelschweren Tatverschulden sowie in 

Folge der mittelgradig verminderten Schuldfähigkeit des Beschuldigten von einem 

leichten Tatverschulden auszugehen. Auch sei unverständlich, weshalb die 

Staatsanwaltschaft ihre Einsatzstrafe nur um zwei Jahre reduzieren wolle, weil 

damit ausser Acht gelassen werde, dass der Beschuldigte von Beginn weg Reue 

gezeigt und sich auch bei der Familie des Opfers entschuldigt habe (Urk. 105 

S. 4 f.). 

3. Strafzumessung 

3.1. Die Vorinstanz hat in ihren Erwägungen des angefochtenen Entscheides 

zur Strafzumessung vorab – korrekt – den anwendbaren Strafrahmen umrissen 

(Urk. 77 S. 26 f.). Anschliessend hat sie zur Tatkomponente eine grundsätzlich 

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mittlere Tatschwere und damit ein objektiv wie subjektiv mittleres Tatverschulden 

erkannt (Urk. 77 S. 30 f.). Unmittelbar anschliessend wurde dann eine in subjek-

tiver Hinsicht leichte Tatschwere gesehen (Urk. 77 S. 31 f.). Nach Erwägungen 

zur Täterkomponente wurde dann unter dem Titel "Gesamtwürdigung" (nach ei-

nem Vergleich mit anderen Mord-Fällen) "im Normalmass des Mordtatbestandes" 

erneut eine objektiv und subjektiv mittlere Tatschwere gesehen und gestützt da-

rauf eine Einsatzstrafe von 16 Jahren bemessen (Urk. 77 S. 32-37). Diese Ein-

satzstrafe wurde dann infolge der "objektiven Tatschwere im vorliegenden Fall" 

leicht erhöht und als Folge des Eventualvorsatzes, der mittelgradig verminderten 

Schuldfähigkeit und des Nachtatverhaltens des Beschuldigten auf das Resultat 

von 12 Jahren Freiheitsstrafe gesenkt (Urk. 77 S. 37).  

Wenn die Vorinstanz sehr fleissig eine Vielzahl von Mordfällen zum Vergleich der 

Sanktionen angeführt hat (Urk. 77 S. 33-37), ist dies nicht wirklich zielführend, da 

entsprechende Fälle gewöhnlich nicht nur komplex, sondern auch hochspezifisch 

sind. An einer individuellen Beurteilung jedes Einzelfalls aufgrund seiner ihm ei-

genen Tat- und Tätermomente führt letztlich kein Weg vorbei.  

3.2. Die Vorgehensweise der Vorinstanz entspricht nicht vollständig den 

höchstrichterlichen Vorgaben zur richterlichen Strafzumessung und ist in der Be-

messung und im Resultat auch nicht völlig zweifelsfrei nachvollziehbar.  

Somit ist vorliegend – einmal mehr – die einschlägige Praxis des Bundesgerichts 

zu zitieren (BGE 136 IV 55 E.5.4. ff.; vgl. BSK StGB I-WIPRÄCHTIGER/KELLER, 

3. Aufl., Basel 2013, Art. 47 N 84 ff.):  

Der Richter hat die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu bemessen, wobei 

die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schul-

digen zu berücksichtigen sind. Das Verschulden wird nach der Schwere der Ver-

letzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit 

des Handelns sowie den Beweggründen und Zielen des Täters bewertet sowie 

danach bestimmt, wieweit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen 

in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Dem (subjek-

tiven) Tatverschulden kommt bei der Strafzumessung eine entscheidende Rolle 

- 9 - 

zu. Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat der Richter dieses Verschulden 

zu bewerten. Er hat im Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und wel-

che verschuldenserhöhenden Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu 

einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen. Verminderte 

Schuldfähigkeit führt zur Reduktion des Verschuldens, was zu einer milderen 

Strafe führt. Es sind Umstände denkbar, welche das Tatverschulden erhöhen und 

namentlich die wegen der reduzierten Einsichts- bzw. Steuerungsfähigkeit des 

Täters geringere Schuld wieder auszugleichen vermögen wie beispielsweise ein 

verwerfliches Motiv. Es liegt im Ermessen des Sachrichters, in welchem Umfang 

er die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Das Gericht ist 

nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Straf-

zumessungskriterien berücksichtigt (BGE 127 IV 101 E. 2c S. 104 f. mit Hin-

weisen). Bereits von daher ist es abzulehnen, bei der Verminderung der Schuld-

fähigkeit einen genauen Raster etwa von 75 %, 50 % und 25 % oder eine lineare 

Abstufung zu verlangen. Innerhalb seines Ermessensspielraums entscheidet der 

Richter, wie sich die festgestellte Einschränkung der Schuldfähigkeit unter Würdi-

gung aller Umstände auf die (subjektive) Verschuldensbewertung auswirkt. Es ist 

naheliegend, dabei das übliche Abstufungsmuster anzuwenden: Ein (objektiv) 

sehr schweres Tatverschulden kann sich wegen einer leichten Verminderung der 

Schuldfähigkeit auf ein schweres bis sehr schweres Verschulden reduzieren, bei 

einer mittelgradigen Beeinträchtigung auf ein mittelschweres bis schweres und bei 

einer schweren Einschränkung auf ein leichtes bis mittelschweres. Gestützt auf 

diese grobe Einschätzung hat der Richter unter Berücksichtigung der weiteren 

Strafzumessungsgründe innerhalb des ihm zur Verfügung stehenden Straf-

rahmens die Strafe auszufällen, wobei ihm wiederum ein erhebliches Ermessen 

zusteht. Eine rein mathematische Reduktion einer (hypothetischen) Einsatzstrafe 

ist systemwidrig, schränkt die Ermessensfreiheit des Richters in unzulässiger 

Weise ein und ist abzulehnen. Liegt eine Verminderung der Schuldfähigkeit vor, 

hat der Richter im Sinne einer nachvollziehbaren Strafzumessung somit wie folgt 

vorzugehen: In einem ersten Schritt ist aufgrund der tatsächlichen Feststellungen 

des Gutachters zu entscheiden, in welchem Umfange die Schuldfähigkeit des Tä-

ters in rechtlicher Hinsicht eingeschränkt ist und wie sich dies insgesamt auf die 

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Einschätzung des Tatverschuldens auswirkt. Das Gesamtverschulden ist zu quali-

fizieren und mit Blick auf Art. 50 StGB im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei 

von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist. Hie-

rauf ist in einem zweiten Schritt innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrah-

mens die (hypothetische) Strafe zu bestimmen, die diesem Verschulden ent-

spricht. Die so ermittelte Strafe kann dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt 

aufgrund wesentlicher Täterkomponenten (sowie wegen eines allfälligen blossen 

Versuchs im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB) verändert werden (Urteil 

6B_585/2008 vom 19. Juni 2009 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 134 IV 132 E. 6.1 

S. 135). Dabei ist die tat- und täterangemessene Strafe grundsätzlich innerhalb 

des ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwendenden Strafbe-

stimmung festzusetzen (SCHWARZENEGGER/HUG/JOSITSCH, Strafrecht II, Strafen 

und Massnahmen, 8. Aufl., Zürich 2007, S. 74).  

3.3. Tatkomponente 

3.3.1. Die appellierende Anklagebehörde macht zur Berufungsbegründung gel-

tend, die Mordelemente würden überschiessend vorliegen, d.h. bezüglich Tat-

motiv wie auch Tatausführung (Urk. 81 S. 2, Urk. 104 S. 3). Dies hat bereits die 

Vorinstanz so gesehen. Skrupellosigkeit im Sinne des Mordtatbestandes von 

Art. 112 StGB kann alternativ betreffend Beweggrund, Zweck der Tat oder Art der 

Tatausführung vorliegen. Gemäss Vorinstanz hat der Beschuldigte besonders 

brutal und heimtückisch (skrupellose Tatausführung) sowie aus nichtigem Anlass, 

gänzlich unverständlich und nicht nachvollziehbar (skrupelloses Motiv und skru-

pelloser Zweck) gehandelt (Urk. 77 S. 23 und S. 25). Die Vorinstanz hat erwogen, 

alle diese Merkmale, die in der rechtlichen Würdigung zur Qualifikation der Tat als 

Mord geführt hätten, dürften in der Strafzumessung infolge des Doppelverwer-

tungsverbotes nicht erneut zu Lasten des Beschuldigten herangezogen werden 

(Urk. 77 S. 30 f.). Mit der Anklagebehörde kann das Vorliegen mehrerer Qualifika-

tionsmerkmale grundsätzlich erschwerend ins Gewicht fallen. Allerdings beschla-

gen diese in concreto einerseits die objektive und andererseits die subjektive Tat-

schwere und werden somit bei der jeweiligen Verschuldenstaxierung gesondert 

berücksichtigt. 

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3.3.2. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere hat die Vorinstanz 

(unter Verweis auf ihre rechtliche Würdigung) zutreffend das brutale wie heim-

tückische Verhalten und die krasse Missachtung menschlichen Lebens einerseits 

sowie die Ahnungs- und Wehrlosigkeit des Opfers andererseits angeführt (Urk. 77 

S. 31). Der Beschuldigte stach erst überfallartig auf die Geschädigte ein; dann 

folgte er ihr – immer wieder auf sie einstechend – mit grosser Hartnäckigkeit 

durch mehrere Räume der Wohnung und liess die schwerst-verletzte Geschädigte 

schliesslich hilflos in der Wohnung liegend zum Sterben zurück. Die objektive 

Tatschwere wiegt entgegen der Anklagebehörde wohl noch nicht sehr schwer, 

aber doch eigentlich schwer.  

3.3.3. Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz – korrekt – ausgeführt, die 

Tat sei absolut sinnlos und unverständlich; es fehle jegliches plausibles Motiv und 

jegliche Nachvollziehbarkeit (namentlich angesichts einer gänzlich fehlenden Pro-

vokation seitens der Geschädigten); der Anlass zur Tatbegehung sei völlig nichtig 

und diese eine absolut unverhältnismässige Reaktion auf eine nicht im ent-

ferntesten nachvollziehbare und plausible Kränkung, nämlich das Schweigen der 

Geschädigten beim Betreten der Wohnung, gewesen. Entsprechend seien aus 

dem Verhalten des Beschuldigten egoistische Beweggründe abzuleiten. Als Motiv 

stehe auch nicht Eifersucht, ein Abhängigkeitsverhältnis oder irgendeine Druck-

situation im Raum. Der Beschuldigte selber habe die Trennung von der Geschä-

digten gewollt und vollzogen; das Abholen der Kleider durch die Geschädigte sei 

vorgängig vereinbart worden und es habe für den Beschuldigten daher keine 

Überraschungssituation bestanden (Urk. 77 S. 31). 

3.3.4. Zur subjektiven Tatschwere ist vorliegend strittig, ob der Beschuldigte  

direkt- oder eventualvorsätzlich gehandelt hat.  

3.3.4.1. Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wis-

sen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der 

Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Direkt vorsätzlich 

handelt der Täter, wenn die Verwirklichung des Tatbestandes das eigentliche Ziel 

seiner Handlung ist, mithin die Begehung des Deliktes offensichtlich gewollt ist, 

gleichwohl, wie sehr oder wie wenig der Täter damit rechnet, zum Erfolg zu ge-

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langen, sofern er nur die Erfüllung des Tatbestandes überhaupt für möglich hält 

(BSK StGB I-NIGGLI/MAEDER, 3. Aufl., Basel 2013, Art. 12 N 44). Nach ständiger 

Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn der Täter den Eintritt des Er-

folgs beziehungsweise die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält, aber den-

noch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich 

mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerwünscht sein (Urteil des Bundesgerichts 

6B_480/2011 vom 17. August 2011 E.1.2.).  

3.3.4.2. Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte inne-

re Tatsachen und ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der 

festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begründet ist (BGE 137 

IV 1 E. 4.2.3 S. 4 f. mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_480/2011 vom 

17. August 2011 E.1.3.). 

3.3.4.3. Die Vorinstanz hielt zunächst zwar fest, dass aufgrund der Aussagen des 

Beschuldigten kein anderer Wille als die Tötung der Geschädigten erkennbar sei, 

gelangte jedoch dann zum Schluss, aufgrund der äusseren Umstände, insbeson-

dere dem ungezielten Einstechen auf die Geschädigte, könne nicht zweifelsfrei 

auf direkten Vorsatz geschlossen werden, weshalb in dubio pro reo lediglich von 

Eventualvorsatz auszugehen sei (Urk. 77 S. 9 f., S. 14). Diese Argumentation der 

Vorinstanz überzeugt nicht: Der Beschuldigte stach mit einem Kochmesser mit ei-

ner Klingenlänge von ca. 200 mm 25 Mal auf die Geschädigte ein, wobei er ihr 

mitunter fünf Stich- und zwei Schnittverletzungen am Oberkörper zufügte. Durch 

vier dieser Stiche kam es zu einer Eröffnung des Brustfells mit Verletzung des 

Lungengewebes, was zu einem Spannungspneumothorax führte, weil der linke 

Lungenflügel für die Atmung nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung 

stand. Die Geschädigte verstarb schliesslich an einer Kombination aus dem 

Spannungspneumothorax und massivem Blutverlust (Urk. 12/9 S. 7). Mithin führ-

ten exakt diese Stichverletzungen gegen den Oberkörper zum Tod der Geschä-

digten. Der Beschuldigte wusste zweifellos, dass sich im Oberkörper lebenswich-

tige Organe befinden, deren Verletzung sofort zum Tod führen können. Dass er 

sieben Mal zufälligerweise oder gar versehentlich gegen den Oberkörper der Ge-

schädigten stach, fällt ausser Betracht. Wer mit einem solchen Messer mehrmals 

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auf den Oberkörper eines Menschen einsticht, manifestiert seinen direkten Vor-

satz, das Opfer zu töten und nimmt den Tod nicht lediglich in Kauf. Dass er auch 

zahlreiche Male in Gegenden des Körpers stach, wo nicht die Gefahr von lebens-

gefährlichen Verletzungen bestand, ändert daran nichts. Schliesslich spricht auch 

aus dem Umstand, dass sich aufgrund des psychiatrischen Gutachtens aus den 

Tötungsphantasien in den zwei Wochen vor der Tat kein direkter Tötungswille im 

Zeitpunkt der Tat ableiten lässt (vgl. Urk. 77 S. 10), nicht gegen den direkten Vor-

satz des Beschuldigten. Daraus lässt sich zu seinen Gunsten lediglich ableiten, 

dass er den Entscheid, die Geschädigte zu töten wohl nicht im Voraus plante, 

sondern spontan fasste, als er in die Küche schritt, um das Messer zu behändi-

gen.  

3.3.4.4. Mit der Appellantin und entgegen der Vorinstanz ist deshalb davon aus-

zugehen, dass der Beschuldigte den Tod der Geschädigten nicht lediglich in Kauf 

nahm, sondern direkt vorsätzlich handelte.  

3.3.5. Die subjektive Tatschwere relativiert die objektive Tatschwere nicht wesent-

lich: Es lag ein direkter Tötungsvorsatz vor, jedoch war die Tat immerhin nicht 

langfristig geplant, sondern der Beschuldigte fasste den Entschluss dazu spontan. 

Angesichts des Fehlens eines auch nur ansatzweise nachvollziehbaren Motivs 

wiegt die subjektive Tatschwere (vor Berücksichtigung der Verminderung der 

Schuldfähigkeit) immer noch eher schwer. 

Hätte der Beschuldigte die zu beurteilende Tat bei unverminderter Schuldfähigkeit 

begangen, wäre von einem insgesamt mindestens eher schweren Verschulden 

auszugehen. Dies führte innerhalb des weiten Strafrahmens zu einer hypotheti-

schen Einsatzstrafe von rund 20 Jahren. 

3.3.6. Gestützt auf das über den Beschuldigten erstellte fachärztliche Gutachten 

ist beim Beschuldigten tataktuell als Folge einer rezidivierenden depressiven Stö-

rung und einer depressiven Anpassungsstörung mit deutlicher Affektakzentuie-

rung eine Verminderung seiner Schuldfähigkeit im mittleren Masse anzunehmen 

(Urk. 24/14 S. 46 und S. 52; Urk. 51 S. 7). Dies wird auch von der Anklagebe-

hörde ausdrücklich anerkannt (Urk. 81 S. 3). Der obzitierten bundesgerichtlichen 

- 14 - 

Praxis folgend, führt dies zu einer Reduktion des Verschuldens. Dieses wog somit 

mindestens mittelschwer, wofür auch die Anklagebehörde hält (Urk. 81 S. 3; 

Urk. 104 S. 3 f.). Dieses mittelschwere Verschulden führt nach der Beurteilung der 

Tatkomponente zu einer hypothetischen Einsatzstrafe von rund 17 Jahren.  

3.4. Täterkomponente 

3.4.1. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönli-

chen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt und diese wie seine Vorstrafen-

losigkeit und seine durchschnittliche Strafempfindlichkeit neutral gewertet. Das 

Nachtatverhalten (aufrichtige, ehrliche und glaubwürdige [recte: glaubhafte] Reue, 

das Geständnis, die Tatsache, dass der Beschuldigte sich selber der Polizei stell-

te und sein Ausdruck des Bedauerns gegenüber den Angehörigen der Geschä-

digten) wurden strafsenkend berücksichtigt (Urk. 77 S. 32 f.). 

3.4.2. Die Anklagebehörde kritisiert die entsprechenden Erwägungen der Vor-

instanz zur Täterkomponente ausdrücklich nicht (Urk. 81, Urk. 104).  

3.4.3. Auch anlässlich der Berufungsbegründung zeigte der Beschuldigte aufrich-

tige Reue und brachte sein Bedauern gegenüber den Angehörigen der Geschä-

digten zum Ausdruck (Urk. 103 S. 6; Prot. II S. 6). Aus dem Führungsbericht der 

Justizvollzugsanstalt … vom 29. März 2016 ergibt sich sodann, dass der Be-

schuldigte sich bisher wohl verhielt und motiviert sei, sich mit seinen Problembe-

reichen auseinanderzusetzen (Urk. 100). 

3.4.4. Das Resultat der Beurteilung der Täterkomponente führt mit der Vorinstanz 

zu einer merklichen Reduktion der nach der Beurteilung der Tatkomponente be-

messenen hypothetischen Einsatzstrafe.  

3.5. Fazit 

3.5.1. Unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Strafzumessungskriterien er-

weist sich die angefochtene Sanktion doch als zu milde. Der Beschuldigte ist 

vielmehr mit 15 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen.  

- 15 - 

3.5.2. Der Anrechnung der erstandenen Haft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs 

von bis heute insgesamt 722 Tagen steht nichts entgegen (Art. 51 StGB).   

3.5.3. Schliesslich stellt sich die Frage des (teil-)bedingten Strafvollzugs ange-

sichts der aktuellen Sanktionshöhe nicht (Art. 42 Abs. 1 und 43 Abs. 1 StGB). 

III. Kosten 

1.  Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.– festzuset-

zen. 

2.  Die appellierende Anklagebehörde obsiegt mit ihren Anträgen weitgehend, 

während der die Bestätigung des angefochtenen Entscheides beantragende Be-

schuldigte überwiegend unterliegt. Demnach sind die Kosten dieses Verfahrens 

(exklusive Kosten der amtlichen Verteidigung) ausgangsgemäss zur drei Vierteln 

dem Beschuldigten aufzuerlegen und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse zu 

nehmen (Art. 428 StPO). Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen unter dem Vorbehalt einer Rückforderung ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO über drei Viertel dieser Kosten. 

3. Die Verteidigerin des Beschuldigten, Rechtsanwältin lic. iur. X._____, reichte 

mit Eingabe vom 23. März 2016 die Honorarnote für ihren Aufwand im Berufungs-

verfahren ein (Urk. 99). Die geltend gemachten Aufwendungen sind ausgewiesen, 

weshalb die Verteidigerin Rechtsanwältin lic. iur. X._____ unter Berücksichtigung 

der Dauer der Berufungsverhandlung mit Fr. 4'000.– aus der Gerichtskasse zu 

entschädigen ist.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 7. Juli 

2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1.  Der Beschuldigte ist schuldig des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB. 

- 16 - 

2.  (...) 

3.  Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

18. Dezember 2014 beschlagnahmte Kochmesser mit schwarzem Kunst-

stoffgriff wird eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. 

gutscheinenden Verwendung überlassen. 

4.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände der † B._____ (1 schwar-

zes Gummi-Armband, 1 silberne Halskette mit goldfarbenem halben Herz mit 

Imitat-Brillantstein, 1 schwarze Kunststofflederjacke, 1 blaue Damenjeanshose, 

1 türkisfarbenes Trägershirt, 1 hellblauer BH, 1 schwarzer Stringtanga, 1 Paar 

weinrote/weisse Freizeitschuhe, 1 schwarze Damentasche) werden eingezo-

gen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung überlassen.  

5.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände des Beschuldigten  

(1 T-Shirt, 1 Jeanshose, 1 Herrenslip, 1 Paar Freizeitschuhe, 1 Paar Socken) 

werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteiles heraus-

gegeben. 

6.  Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbe-

gehren des Privatklägers 1 von Fr. 7'000.– anerkannt hat. 

7.  Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbe-

gehren der Privatklägerin 2 von Fr. 17'500.– anerkannt hat. 

8.  Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

 

10'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

 

8'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

 

38'348.60   Auslagen Vorverfahren  

 

7'488.–   Kosten Kantonspolizei 

 

1'300.–   Kosten Ergänzungsgutachten 

 
5'300.– 

  Unentgeltliche Rechtsvertretung der Privatkläger 1 und 2 
(inkl. MWST) 

 

24'830.40   Amtliche Verteidigungskosten (inkl. MWST) 
 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

- 17 - 

9.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der unentgelt-

lichen Rechtsvertretung der Privatklägerschaft, welche von der Gerichtskasse 

übernommen werden, sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche 

einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Ge-

richtskasse übernommen werden. 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 15 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 

722 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen 

Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr. 2'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.00   amtliche Verteidigung 
 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens , mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung werden dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt und 

zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtli-

chen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen un-

ter dem Vorbehalt einer Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO über 

drei Viertel dieser Kosten.  

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten (übergeben) 

- 18 - 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 

− Rechtsanwältin lic. iur C._____ dreifach für sich und zuhanden der Pri-
vatkläger  

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  
− Rechtsanwältin lic. iur C._____ dreifach für sich und zuhanden der Pri-

vatkläger 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste  

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

− die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Ver-
nichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und 
Löschungsdaten. 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

- 19 - 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 
 

Zürich, 4. April 2016 
 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Bärtsch 
 

 
 

	Urteil vom 4. April 2016
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 77 S. 41 ff.)
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 450 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind.
	3. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2014 beschlagnahmte Kochmesser mit schwarzem Kunststoffgriff wird eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. gutscheinenden Verwendung überlassen.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände der † B._____ (1 schwarzes Gummi-Armband, 1 silberne Halskette mit goldfarbenem halben Herz mit Imitat-Brillantstein, 1 schwarze Kunsts...
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände des Beschuldigten (1 T-Shirt, 1 Jeanshose, 1 Herrenslip, 1 Paar Freizeitschuhe, 1 Paar Socken) werden dem Beschuldigten nach Eintritt d...
	6. Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 1 von Fr. 7'000.– anerkannt hat.
	7. Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin 2 von Fr. 17'500.– anerkannt hat.
	8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerschaft, welche von der Gerichtskasse übernommen werden, sowie d...
	10. (Mitteilungen)
	11. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge: (Prot. II. S. 3)
	1. Die (Teil-) Rechtskraft der nicht angefochtenen Urteilspunkte sei festzustellen.
	2. Der Beschuldigte sei des (direkten) vorsätzlichen Mordes im Sinne von Art. 112 StGB schuldig zu sprechen.
	3. Der Beschuldigte sei mit 16 Jahren Freiheitsstrafe, unter Anrechnung der bis zum heutigen Tag erstandenen Haft, zu bestrafen.
	1. Die Berufung sei abzuweisen und das vorinstanzliche Urteil sei vollumfänglich zu bestätigen.
	2. Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen, Letzteres zuzüglich Mehrwertsteuer.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II.  Sanktion

	1. Ausgangslage
	1.1. Der Beschuldigte und die Geschädigte lösten ihre Beziehung ca. zwei Wochen vor der Tat auf. Zum Tatzeitpunkt, am 13. April 2014 zwischen 20.00 und 21.00 Uhr, suchte die Geschädigte die Wohnung des Beschuldigten auf, um ihre restlichen Kleider abz...
	1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für dieses Verbrechen mit 12 Jahren Freiheitsstrafe bestraft (Urk. 77 S. 41).

	2. Parteivorbringen
	2.1. Die Anklagebehörde beantragt im Berufungsverfahren, der Beschuldigte sei wegen (direkten) vorsätzlichen Mordes mit 16 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen. Begründet wird dies zusammengefasst dahingehend, das objektive  Tatverschulden wiege entgeg...
	2.2. Die Verteidigung hat an der Berufungsverhandlung ausgeführt, die Vorinstanz habe zutreffend festgestellt, dass die Stiche durch den Beschuldigten ungezielt und ohne erkennbaren Willen, die Geschädigte durch einen erfolgsversprechenden Stich ins ...

	3. Strafzumessung
	3.1. Die Vorinstanz hat in ihren Erwägungen des angefochtenen Entscheides zur Strafzumessung vorab – korrekt – den anwendbaren Strafrahmen umrissen (Urk. 77 S. 26 f.). Anschliessend hat sie zur Tatkomponente eine grundsätzlich mittlere Tatschwere und ...
	3.2. Die Vorgehensweise der Vorinstanz entspricht nicht vollständig den höchstrichterlichen Vorgaben zur richterlichen Strafzumessung und ist in der Bemessung und im Resultat auch nicht völlig zweifelsfrei nachvollziehbar.
	3.3. Tatkomponente
	3.3.1. Die appellierende Anklagebehörde macht zur Berufungsbegründung geltend, die Mordelemente würden überschiessend vorliegen, d.h. bezüglich Tatmotiv wie auch Tatausführung (Urk. 81 S. 2, Urk. 104 S. 3). Dies hat bereits die Vorinstanz so gesehen....
	3.3.2. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere hat die Vorinstanz (unter Verweis auf ihre rechtliche Würdigung) zutreffend das brutale wie heimtückische Verhalten und die krasse Missachtung menschlichen Lebens einerseits sowie die Ahnung...
	3.3.3. Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz – korrekt – ausgeführt, die Tat sei absolut sinnlos und unverständlich; es fehle jegliches plausibles Motiv und jegliche Nachvollziehbarkeit (namentlich angesichts einer gänzlich fehlenden Provokati...
	3.3.4. Zur subjektiven Tatschwere ist vorliegend strittig, ob der Beschuldigte  direkt- oder eventualvorsätzlich gehandelt hat.
	3.3.4.1. Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Direkt vorsätzlich handelt der ...
	3.3.4.2. Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen und ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begründet ist (BGE 137 IV 1 E. 4....
	3.3.4.3. Die Vorinstanz hielt zunächst zwar fest, dass aufgrund der Aussagen des Beschuldigten kein anderer Wille als die Tötung der Geschädigten erkennbar sei, gelangte jedoch dann zum Schluss, aufgrund der äusseren Umstände, insbesondere dem ungezie...
	3.3.4.4. Mit der Appellantin und entgegen der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschuldigte den Tod der Geschädigten nicht lediglich in Kauf nahm, sondern direkt vorsätzlich handelte.
	3.3.5. Die subjektive Tatschwere relativiert die objektive Tatschwere nicht wesentlich: Es lag ein direkter Tötungsvorsatz vor, jedoch war die Tat immerhin nicht langfristig geplant, sondern der Beschuldigte fasste den Entschluss dazu spontan. Angesic...
	3.3.6. Gestützt auf das über den Beschuldigten erstellte fachärztliche Gutachten ist beim Beschuldigten tataktuell als Folge einer rezidivierenden depressiven Störung und einer depressiven Anpassungsstörung mit deutlicher Affektakzentuierung eine Verm...
	3.4. Täterkomponente
	3.4.1. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt und diese wie seine Vorstrafenlosigkeit und seine durchschnittliche Strafempfindlichkeit neutral gewertet. Das Nachtatverhalten ...
	3.4.2. Die Anklagebehörde kritisiert die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz zur Täterkomponente ausdrücklich nicht (Urk. 81, Urk. 104).
	3.4.3. Auch anlässlich der Berufungsbegründung zeigte der Beschuldigte aufrichtige Reue und brachte sein Bedauern gegenüber den Angehörigen der Geschädigten zum Ausdruck (Urk. 103 S. 6; Prot. II S. 6). Aus dem Führungsbericht der Justizvollzugsanstalt...
	3.4.4. Das Resultat der Beurteilung der Täterkomponente führt mit der Vorinstanz zu einer merklichen Reduktion der nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessenen hypothetischen Einsatzstrafe.
	3.5. Fazit
	3.5.1. Unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Strafzumessungskriterien erweist sich die angefochtene Sanktion doch als zu milde. Der Beschuldigte ist vielmehr mit 15 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen.
	3.5.2. Der Anrechnung der erstandenen Haft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs von bis heute insgesamt 722 Tagen steht nichts entgegen (Art. 51 StGB).
	3.5.3. Schliesslich stellt sich die Frage des (teil-)bedingten Strafvollzugs angesichts der aktuellen Sanktionshöhe nicht (Art. 42 Abs. 1 und 43 Abs. 1 StGB).
	III.  Kosten

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 7. Juli 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1.  Der Beschuldigte ist schuldig des Mordes im Sinne von Art. 112 StGB.
	2.  (...)
	3.  Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2014 beschlagnahmte Kochmesser mit schwarzem Kunststoffgriff wird eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. gutscheinenden Verwendung überlassen.
	4.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände der † B._____ (1 schwarzes Gummi-Armband, 1 silberne Halskette mit goldfarbenem halben Herz mit Imitat-Brillantstein, 1 schwarze Kuns...
	5.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2014 beschlagnahmten Gegenstände des Beschuldigten  (1 T-Shirt, 1 Jeanshose, 1 Herrenslip, 1 Paar Freizeitschuhe, 1 Paar Socken) werden dem Beschuldigten nach Eintritt...
	6.  Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 1 von Fr. 7'000.– anerkannt hat.
	7.  Es wird Vormerk genommen, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin 2 von Fr. 17'500.– anerkannt hat.
	8.  Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	9.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerschaft, welche von der Gerichtskasse übernommen werden, sowie ...
	10. (Mitteilungen)
	11. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 15 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 722 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens , mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung werden dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweile...
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 Rechtsanwältin lic. iur C._____ dreifach für sich und zuhanden der Privatkläger
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 Rechtsanwältin lic. iur C._____ dreifach für sich und zuhanden der Privatkläger
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.