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**Case Identifier:** df8459ef-b27b-5d1d-b7cb-138ab464146d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.03.2024 720 2022 91 / 62 (720 22 91 / 62)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2022-91---62_2024-03-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. März 2024 (720 22 91 / 62) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr infolge Borderline-Persönlichkeitsstörung. 

Gerichtsgutachten schlüssig.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Stephan Pauk-
ner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Katrin Plattner, Behin-
dertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1970 geborene A.____ war zuletzt bis Ende 2017 im Rahmen eines 90%-Pensums 
als Sekretärin angestellt. Am 18. September 2017 meldete sie sich unter Hinweis auf psychische 
Probleme bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der er-
werblichen und gesundheitlichen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines psychiatrischen 
Verwaltungsgutachtens bei Dr. B._____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. März 
2019, lehnte die zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Vorbescheid vom 27. Juni 

 
 
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2019 einen Rentenanspruch ab. Da die Klärung offener medizinischer Fragen auf Einwand der 
Versicherten hin aufgrund einer zwischenzeitlich erfolgten Praxisaufgabe von Dr. B.____ nicht 
mehr möglich war, ordnete die IV-Stelle am 6. Mai 2021 eine erneute psychiatrische Exploration 
der Versicherten bei Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, an. Gestützt auf 
dessen Gutachten vom 10. September 2021 lehnte sie nach erneut durchgeführtem Vorbescheid-
verfahren mit Verfügung vom 16. Februar 2022 den Rentenanspruch der Versicherte bei einem 
IV-Grad von 37% erneut ab.  
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Katrin Plattner, Behindertenforum, am 
18. März 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei ihr in Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung ab 1. Januar 2019 eine Dreiviertelrente, eventualiter eine halbe Rente der IV aus-
zurichten. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, dass die von Dr. C.____ gut-
achterlich festgelegte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Bürotätigkeit im Umfang von 70% auf 
dem ersten Arbeitsmarkt nicht umsetzbar sei. 
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 19. April 2022 auf Abweisung der Be-
schwerde. Das Gutachten von Dr. C.____ überzeuge in der Darlegung einer 70%-igen Restar-
beitsfähigkeit, welche auf dem ersten Arbeitsmarkt uneingeschränkt verwertbar sei.  
 
D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 20. Oktober 2022 gelangte das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass dem Verwaltungsgutachten von Dr. C.____ keine ausschlaggebende Beweiskraft 
zukomme. Der psychiatrische Sachverhalt präsentiere sich als ungenügend abgeklärt. Das Ge-
richt beschloss daher, den Fall auszustellen und zur abschliessenden Klärung des medizinischen 
Sachverhalts ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, in Auftrag zu geben. Das entsprechende Gutachten erging am 31. Mai 2023. Die IV-
Stelle hielt mit Stellungnahme vom 20. Juni 2023 im Wesentlichen fest, dass der gerichtsgut-
achterlich festgestellte Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit unklar ge-
blieben sei. Ungeklärt geblieben sei insbesondere, wie hoch die Arbeitsfähigkeit der Versicherten 
noch vor deren Unfall und dem Verlust ihres Hundes im Herbst 2022 sowie der anschliessenden 
Exazerbation ihrer Depression und Überlagerung durch sonstige Reaktionen auf eine schwere 
Belastung ausgefallen sei. Die Beschwerdeführerin hielt mit Stellungnahme vom 29. Juni 2023 
fest, dass ihr gestützt auf das Gerichtsgutachten von Dr. D.____ ab 1. Januar 2019 eine ganze 
IV-Rente auszurichten sei.  
 
E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 11. Juli 2023 ordnete die Präsidentin des Kan-
tonsgerichts beim Gerichtsgutachter eine präzisierende Nachfrage zur retrospektiven Arbeitsfä-
higkeit der Versicherten in einer angepassten Verweistätigkeit an. Die entsprechende Antwort 
von Dr. D.____ erging am 6. September 2023. Mit Stellungnahme vom 25. September 2023 be-
antragte die Beschwerdeführerin, dass ihr gestützt auf die gerichtsgutachterliche Präzisierung 
sowie ausgehend von einer vollen Arbeitsunfähigkeit seit ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug 
am 18. September 2017 eine ganze IV-Rente mit Wirkung ab 1. September 2018 auszurichten 
sei. Die IV-Stelle hielt in ihrer Stellungnahme vom 5. Oktober 2023 fest, dass die Ausführungen 
des Gerichtsgutachters nicht überzeugen würden. Seit der Anmeldung zum Leistungsbezug bis 

 
 
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hin zum Unfall im Herbst 2022 sei von einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeits-
markt auszugehen. Die Beschwerdeführerin sei frühestens am 18. September 2018 zu berenten, 
wobei sich ihr Anspruch auf eine Dreiviertelrente erst drei Monate nach ihrem Unfall auf 100% 
einer ganzen IV-Rente erhöhe.  
 
F. Mit Eingabe vom 2. November 2023 hielt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen fest, 
dass die Einwände der IV-Stelle gegen die gerichtsgutachterliche Beurteilung der retrospektiven 
Arbeitsunfähigkeit nicht überzeugen würden. Es werde daher am Antrag auf Ausrichtung einer 
ganzen IV-Rente mit Wirkung ab 1. September 2018 festgehalten. Die IV-Stelle hielt in ihrer Stel-
lungnahme vom 21. November 2023 ihrerseits daran fest, dass seit der Anmeldung zum Leis-
tungsbezug Mitte September 2017 bis hin zum Unfall der Versicherten im Herbst 2022 von einer 
hälftigen Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt auszugehen sei. Die Einschätzung des 
Gerichtsgutachters, wonach die Versicherte seit ihrer IV-Anmeldung auf dem ersten Arbeitsmarkt 
durchgehend nicht mehr arbeitsfähig gewesen sei, überzeuge nicht. Namentlich habe der Ge-
richtsgutachter Hinweise auf eine effektiv realisierte Arbeitsfähigkeit übersehen, da die Versi-
cherte vor ihrem Unfall im Herbst 2022 nämlich noch gearbeitet habe.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 18. März 
2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 ist die am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des IVG ("Weiter-
entwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrecht-
lichen Grundsätzen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden 
Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft 
dies zu, so erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der 
Rentenbezügerin oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen 
des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 (Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Inva-
lidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf grundsätzlich jedoch das seit diesem 
Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts, 
öffentlich-rechtliche Abteilungen, vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil 

 
 
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des Bundesgerichts vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). Weil in zeitlicher Hinsicht grund-
sätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 466 E. 1), sind im vorliegen-
den Fall für die Beurteilung des Rentenanspruchs der Versicherten im Nachgang zu deren Leis-
tungsgesuch vom 18. September 2017 die Bestimmungen des IVG in der noch bis Ende 2021 
geltenden Fassung anwendbar (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweis). Sie werden im Folgenden 
jeweils in dieser Version wiedergegeben und angewendet.  
 
2.1 Sowohl nach altem (wie auch nach neuem) Recht setzt ein Rentenanspruch voraus, 
dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnitt-
lich mindestens 40% arbeitsunfähig und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid 
gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil 9C_488/2022 vom 13. März 2023 E. 2.2.1).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme insbesondere einer invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeein-
trächtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 

 
 
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sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung wird die Rente 
sodann nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch 
auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu min-
destens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, 
wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Gemäss den ab Januar 2022 gültigen Bestimmungen 
gilt hingegen wie erwähnt ein stufenloses System, wonach die Höhe des Rentenanspruchs neu 
in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt wird (oben, Erwägung 1.2). Dabei 
besteht – wie bereits zuvor – Anspruch auf eine ganze IV-Rente ebenfalls erst bei einem IV-Grad 
ab 70%. Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50% bis 69% entspricht der Prozentanteil dem IV-
Grad (Art. 28b Abs. 2 und 3 IVG in der ab Januar 2022 geltenden Fassung). 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1  Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsfähig oder arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 
105 V 156 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche andere  Erwerbstätigkeit 
als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausge-
glichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut-
barerweise noch verrichtet werden kann (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

 
 
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die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches ge-
statten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten 
den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hin-
sichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So führte das Bundesgericht zu 
den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschät-
zungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der 
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu er-
fassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungs-
trägern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Recht-
sprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). In Bezug auf 
Gerichtsgutachten führte das Bundesgericht sodann aus, dass das Gericht "nicht ohne zwin-
gende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe 
es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). So lässt es die Natur des Be-
gutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu (BGE 124 I 
170 E. 4; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), namentlich ein Gerichtsgutachten 
nur deshalb in Frage zu stellen zu nehmen, weil andere Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil beispiels-
weise die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4.4  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 

 
 
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Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
5.1 Im Zentrum der medizinischen Aktenlage stehen einzig die psychiatrischen Verhältnisse 
der Versicherten. Bereits mit Beschluss vom 20. Oktober 2022 hatte das Kantonsgericht festge-
stellt, dass das psychiatrische Verwaltungsgutachten von Dr. C.____ vom 10. September 2021 
keine Geltung beanspruchen kann. Hintergrund bildet der Umstand, dass sich Dr. C.____ nur 
oberflächlich mit den anderslautenden Berichten der die Versicherte seit Jahren behandelnden 
Psychiaterin auseinandergesetzt hat. Dabei fällt auf, dass Dr. C.____ in seinem Gutachten unter 
dem Titel «Herleitung der Diagnosen» selbst ausgeführt hat, dass sich bei der Versicherten ver-
schiedene Merkmale einer Borderline-Symptomatik abzeichnen würden, welche sich bis in die 
Jugend zurückverfolgen liessen. Ungeachtet dessen geht Dr. C.____ in Kenntnis einer abwei-
chenden Einschätzung durch die behandelnde Psychiaterin jedoch letztlich bloss von einer Per-
sönlichkeitsakzentuierung aus und verneint die Diagnose einer emotional-instabilen Persönlich-
keitsstörung mit dem Hinweis, dass sich auch Lebensbereiche mit geringeren Einschränkungen 
finden liessen. Um welche Bereiche es sich dabei handelt, geht aus seinem Gutachten aber 
ebenso wenig hervor wie die massgebenden Einschränkungen, welche mittels Mini-ICF-APP im 
Detail exploriert hätten werden müssen. Auf eine entsprechend vertiefende Untersuchung hat Dr. 
C.____ vielmehr verzichtet. Hinzu tritt, dass die in seinem Gutachten attestierte Arbeitsfähigkeit 
in mehrfacher Hinsicht nicht nachvollzogen werden kann. Es kann in diesem Zusammenhang auf 
die Erwägungen im Beschluss des Kantonsgerichts vom 20. Oktober 2022 verwiesen werden. 
Daran ist festzuhalten. 
 
5.2 Nachdem das Kantonsgericht deshalb am 9. Dezember 2022 eine gerichtliche Explora-
tion bei Dr. D.____ in Auftrag gegeben hat, steht nunmehr dessen Gerichtsgutachten vom 31. Mai 
2023 sowie seine in Nachachtung der verfahrensleitenden Verfügung des Kantonsgerichts vom 
11. Juli 2023 ergangene Stellungnahme vom 6. September 2023 im Zentrum der strittigen Ren-
tenfrage. 
 
5.2.1 Dem psychiatrischen Gerichtsgutachten von Dr. D.____ vom 31. Mai 2023 zufolge seien 
mit aktuellem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung 
vom Borderline-Typ, eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach psychischer Krankheit so-
wie eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode nach aktueller 
Exazerbation nach Verkehrsunfall mit dem Tod des Hundes der Explorandin im Herbst 2022 zu 
diagnostizieren. Mit nur vorübergehendem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei eine atypische Bu-
limia nervosa mit stark schwankendem Verlauf sowie ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein 
Status nach schädlichem Gebrauch von Cannabis zu erheben. Der medizinischen Beurteilung 
zufolge liefere bereits die Anamnese starke Hinweise dafür, dass eine Persönlichkeitsstörung 

 
 
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vorliegen könnte. Von der behandelnden Psychiaterin sei sodann bereits aufgrund der klinischen 
Symptome die Diagnose einer spezifischen Persönlichkeitsstörung gestellt worden. Nach ICD-10 
zeige die Explorandin charakteristische und dauerhafte innere Erfahrungs- und Verhaltensmus-
ter, die deutlich von den zu erwartenden und akzeptierten Vorgaben kultureller Norm abweichen 
würden. Ihre Affektivität sei durch eine hohe Intensität und Instabilität gekennzeichnet und ihre 
Impulskontrolle auf der Ebene privater Beziehungen häufig ungenügend. Zwischenmenschliche 
Beziehungen seien durch Kontrolle und Abhängigkeiten derart ausgeprägt gewesen, dass die 
Abweichungen als unflexibel und unangepasst angesehen werden müssten. Die Versicherte 
habe einen hohen Leidensdruck gezeigt und die Abweichungen hätten anamnestisch gut nach-
vollziehbar bereits in der Pubertät begonnen. Grosse Verlustängste hätten bereits anlässlich der 
ersten Exploration deutlich dokumentiert werden können. Aufgrund der Instabilität ihrer Bezie-
hungen zu Menschen habe die Versicherte die Beziehung zu ihrem verstorbenen Hund als sehr 
entlastend erlebt. Auch ihre Impulshandlungen seien gut dokumentiert. Es komme zu Alkoholex-
zessen, rücksichtslosem Führen von Fahrzeugen und unkontrolliertem Essen mit Bulimie. Auch 
ritze sich die Versicherte immer wieder selbst, um inneren Druck abzubauen. Unter Druck komme 
es zu einer Verstärkung ihrer dissoziativen Symptome, weshalb sie auch die Kriterien einer pa-
ranoiden sowie zwanghaften Persönlichkeitsstörung erfülle. Die für eine dissoziative Störung 
nachgewiesenen Symptome liessen sich problemlos in den Kontext der Borderline-Persönlich-
keitsstörung einordnen. Bezüglich ihrer depressiven Symptomatik bestehe aktuell eine schwere 
depressive Störung, wonach im Beck-Depressions-Inventar eine Punktzahl von über 50 erreicht 
werde. Für eine schwere depressive Episode seien nach ICD-120 acht Symptome erforderlich, 
wobei die Versicherte neun Symptome erfülle. Die Traurigkeit für sich isoliert gesehen schwanke 
im Verlauf stark. Grössere Inkonsistenzen ergäben sich keine. Die Funktionseinschränkungen 
würden sich in allen Lebenssituationen vergleichbar darstellen und seien aufgrund der Befunde 
plausibel nachzuvollziehen. Auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten von Dr. C.____ 
könne nicht abgestellt werden. Aktuell sei mit der Depression im Kontext des vor sechs Monaten 
erlittenen Unfalls mit dem Tod ihres Hundes die Durchhaltefähigkeit der Versicherten so stark 
eingeschränkt, dass die Arbeit auch an einem geschützten Arbeitsplatz nicht möglich sei. Mit Blick 
auf einen längeren Zeitraum stehe für die Leistungseinschränkung die Persönlichkeitsstörung im 
Vordergrund. Bereits an der letzten Arbeitsstelle sei es zu längeren, depressionsbedingten Krank-
heitsausfällen gekommen. Eine Stabilisierung habe vor allem über die misstrauische, kontrollie-
rende und zwanghafte Bewältigungsstrategie erreicht werden können, deren Möglichkeiten mit 
zunehmendem Alter ausgeschöpft zu sein scheinen. Im Längsverlauf würden sich keine Hinweise 
auf eine bewusstseinsnahe Aggravation ergeben. Der Schweregrad der emotional-instabilen Per-
sönlichkeitsstörung sei hoch. Die aktuelle depressive Symptomatik sei mit Blick auf die Traurigkeit 
aktuell mittelschwer, im Hinblick auf die Antriebsstörung und die Anhedonie schwergradig ausge-
prägt. Bei der Durchhaltefähigkeit komme es zu einer Einschränkung, die, wenn überhaupt, nur 
noch an einem geschützten Arbeitsplatz bewältigt werden könne. Aktuell sei die Durchhaltefähig-
keit nur noch in einem medizinischen Setting zu gewährleisten. Die emotionale Instabilität führe 
zu schwierigen sozialen Situationen, in denen die Selbstbehauptungsfähigkeit hochgradig beein-
trächtigt sei. Sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auch in einer angepassten Verweistätigkeit 
betrage die Arbeitsunfähigkeit 100%. In der aktuellen Konstellation zusammen mit der schweren 
Depression sei eine angepasste Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt unmöglich. Für eine angepasste 
Tätigkeit sei auch der Verlauf der Arbeitsfähigkeit retrospektiv als eingeschränkt zu beurteilen. In 

 
 
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einem wohlwollenden Umfeld mit erhöhtem Pausenbedarf und repetitiven Arbeiten, wie es auch 
Dr. C.____ bereits geschildert habe, wäre bei remittierter Depression ein Pensum von 50% mög-
lich. Um die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit genauer evaluieren zu können, wären 
berufliche Massnahmen nach einer Stabilisierung der Depression notwendig.  
 
5.2.2 Der in Nachachtung der verfahrensleitenden Verfügung des Kantonsgerichts vom 
11. Juli 2023 ergangenen Stellungnahme von Dr. D.____ vom 6. September 2023 zufolge könne 
seit dem erlittenen Verkehrsunfall mit dem Tod ihres Hundes im Herbst 2022 eine gänzliche Ar-
beitsunfähigkeit der Versicherten in einer angepassten Verweistätigkeit alleine mit der schweren 
Depression begründet werden. Sodann sei die Versicherte seit ihrer Anmeldung zum Leistungs-
bezug bei der IV durchgängig in psychiatrischer Behandlung gestanden und psychopharmakolo-
gisch behandelt worden. Es fänden sich Hinweise in den Akten, wonach berufliche Massnahmen 
im Jahre 2018 im geschützten Rahmen nur im Umfang von 50% als möglich erachtet worden 
seien. Hinweise, dass ein solches Pensum im ersten Arbeitsmarkt hätte erreicht werden können, 
bestünden keine. Die Einschränkung in der Flexibilität und in der Umstellungsfähigkeit sowie in 
der Kontaktfähigkeit sei seit Mitte September 2017 bis hin zur aktuellen Exploration durchgängig 
mit einer Arbeit ausserhalb einer Nischensituation nicht vereinbar gewesen. Das im Gerichtsgut-
achten umschriebene Profil einer Arbeit mit wohlwollendem Umfeld, einem erhöhten Pausenbe-
darf sowie repetitiven Arbeiten sei in diesem Zeitraum aufgrund der bereits 2018 von der behan-
delnden Psychiaterin beschriebenen Situation mit einer auf die die Persönlichkeitsstörung zu-
rückzuführenden Instabilität und geringen Belastbarkeit nur in einer geschützten Nischensituation 
möglich gewesen. Die Aussage im Gerichtsgutachten, die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit genauer evaluieren zu müssen, habe sich auf die Zukunft bezogen. Seit der IV-
Anmeldung sei mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit im ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfä-
higkeit mehr möglich gewesen. 
 
6.1 Sowohl das zitierte Gerichtsgutachten als auch die im Nachgang zur angeordneten Nach-
frage des Kantonsgerichts vom 11. Juli 2023 ergangene Stellungnahme von Dr. D.____ erfüllen 
die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an beweiskräftige ärztliche Entscheidungs-
grundlagen. Die Begutachtung des Gerichtsexperten weist weder formale noch inhaltliche Mängel 
auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (oben, Erwägung 4.3) – für die streitigen 
Belange umfassend. Das Gerichtsgutachten vom 31. Mai 2023 berücksichtigt alle geklagten Be-
schwerden, ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden und leuchtet in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der mittlerweile seit Jahren chro-
nifizierten psychiatrischen Gesundheitssituation der Versicherten ein. Das Gutachten weist ins-
besondere keine Widersprüche auf und setzt sich auch eingehend mit dem bei den Akten liegen-
den Verwaltungsgutachten von Dr. C.____ und dessen abweichender Einschätzung betreffend 
die der Beschwerdeführerin verbleibende Arbeitsfähigkeit auseinander. Die Darlegungen des Ge-
richtsgutachters vermögen bei dieser Ausgangslage zu überzeugen. Das Gleiche gilt hinsichtlich 
der gutachterlichen Stellungnahme von Dr. D.____ vom 6. September 2023. Nachdem das Kan-
tonsgericht in seiner Nachfrage vom 11. Juli 2023 den Gerichtsgutachter angehalten hatte, sich 
zum retrospektiven Verlauf der von ihm attestierten Restarbeitsfähigkeit zu äussern, liegt auch 
diesbezüglich nunmehr eine verlässliche Grundlage vor. 
 

 
 
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6.2 Dr. D.____ stellt in seinem Gerichtsgutachten ausführliche Überlegungen an und befasst 
sich detailliert mit den von Dr. C.____ abweichenden Diagnosen sowie den durch die Vorgutach-
ter bisher abweichend formulierten Funktionseinbussen der Versicherten. Dabei vermag der Ge-
richtsgutachter insbesondere schlüssig zu begründen, weshalb er zu einer im Vergleich zu Dr. 
C.____ abweichenden Einschätzung gelangt. Namentlich erläutert er eingehend den Wider-
spruch zwischen den bereits von Dr. C.____ festgestellten schwerwiegenden Einschränkungen 
und dessen Diagnose einer lediglich rezidivierenden depressiven Störung mit geringer Restsymp-
tomatik. Entgegen der gutachterlichen Exploration durch Dr. C.____ setzt sich der Gerichtsgut-
achter nunmehr auch hinreichend mit den sich in den Akten befindlichen Berichten der behan-
delnden Psychiaterin der Versicherten auseinander, welche bereits in der Vergangenheit zum 
Schluss gekommen war, dass bei der Versicherten nur minimale Ressourcen vorlägen und psy-
chosoziale Konflikte im Rahmen einer emotional-instabilen Persönlichkeit die Versicherte wieder-
holt daran hindern würden, einer kontinuierlich beruflichen Belastung standhalten zu können (IV-
Dok 47, 107). Abweichend zu Dr. C.____ setzt sich der Gerichtsgutachter dabei eingehend mit 
den bereits von der behandelnden Psychiaterin erhobenen Arbeitsplatz- und Beziehungsproble-
men auseinander, aufgrund welcher sich die nunmehr bestätigte Diagnose einer bereits retro-
spektiv mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu erhebenden Borderline-Persönlichkeitsstörung 
als nachvollziehbar erweist. Der Gerichtsgutachter begründet dabei auch schlüssig, weshalb die 
Schlussfolgerungen von Dr. C.____ in Bezug auf eine noch vorhandene Restarbeitsfähigkeit 
nicht zutreffen. Gestützt auf das Gerichtsgutachten von Dr. D.____ ist zwischen den Parteien 
deshalb zu Recht unbestritten geblieben, dass der Versicherten seit ihrem im Herbst 2022 erlit-
tenen Unfall auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr verbleibt, was seither al-
leine schon durch ihre schwere Depression zu begründen ist. Differenzen verbleiben demnach 
einzig im Hinblick auf die retrospektive Einschätzung ihrer vor Herbst 2022 verbliebenen Restar-
beitsfähigkeit.  
 
6.3 Mit Blick auf die retrospektive Einschätzung der vor Herbst 2022 noch vorhandenen Ar-
beitsfähigkeit hat der Gerichtsgutachter eine volle Arbeitsunfähigkeit alleine aufgrund der Persön-
lichkeitsstörung der Versicherten bejaht. In seiner Stellungnahme vom 6. September 2023 führt 
Dr. D.____ in Übereinstimmung mit den Vorakten aus, dass das von ihm beschriebene Profil 
einer Verweistätigkeit mit einem wohlwollenden Umfeld und einem erhöhten Pausenbedarf in-
folge Instabilität und der durch die Persönlichkeitsstörung bedingten geringen Belastbarkeit schon 
seit der Anmeldung der Versicherten zum Leistungsbezug nur in einer geschützten Nischensitu-
ation möglich gewesen sei. Es sei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass in 
einer angepassten Verweistätigkeit bereits dazumal keine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt 
mehr bestanden habe.  
 
6.3.1 Mit Stellungnahmen vom 5. Oktober 2023 und vom 21. November 2023 wendet die Be-
schwerdegegnerin ein, dass die Einschätzung des Gerichtsgutachters, wonach die Versicherte 
seit ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug auf dem ersten Arbeitsmarkt durchgehend arbeitsun-
fähig sei, nicht überzeuge. Sie verweist dabei auf den Tagesablauf der Versicherten. Demnach 
liessen sich Hinweise finden, wonach die Versicherte vor ihrem Unfall einer Arbeitstätigkeit nach-
gegangen sei, welche ein gewisses Funktionsniveau erreicht und im ersten Arbeitsmarkt die Aus-
übung eines Pensums von 50% erlaubt habe. Namentlich sei die dazumal ausgeübte Tätigkeit 

 
 
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im Restaurant ihres Exmannes vermutlich ein Umstand, den sie dem Gerichtsgutachter nicht mit-
geteilt habe, und der im Gerichtsgutachten daher ungewürdigt geblieben sei. Soweit Dr. D.____ 
seine retrospektive Arbeitsunfähigkeit damit begründe, wonach keine Hinweise bestünden, dass 
die Versicherte dazumal ein Arbeitspensum im ersten Arbeitsmarkt habe erreichen können, über-
sehe er konkrete Hinweis auf eine tatsächlich realisierte Arbeitsfähigkeit. 
 
6.3.2 Dieser Auffassung ist zu widersprechen. Entgegen der von der IV-Stelle vertretenen Auf-
fassung hat der Gerichtsgutachter nicht übersehen, dass die Versicherte im retrospektiv hier in-
teressierenden Zeitraum zwischen ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug und dem von ihr erlit-
tenen Autounfall einer Tätigkeit im Restaurant ihres Exmannes nachgegangen ist. Wie die IV-
Stelle in ihrer Stellungnahme vom 21. November 2023 selbst ausgeführt hat, ergibt sich aus den 
anamnestischen Angaben gegenüber dem Gerichtsgutachter, dass die Versicherte im Restaurant 
des Vaters ihres Sohnes, welches dieser bis Oktober 2022 gepachtet hatte, über Mittag jeweils 
eine Stunde täglich ausgeholfen habe. Diese Aussage deckt im sich wesentlichen mit den Anga-
ben der Versicherten bereits anlässlich der Exploration durch Dr. C.____, greift mit der nur un-
vollständigen Wiedergabe durch die IV-Stelle jedoch zu kurz. So hat die Versicherte nämlich auch 
angegeben, nur «meist» ins Restaurant ihres Exmannes zu fahren und dort im Sinne einer «In-
tegrationsmassnahme» unentgeltlich auszuhelfen (IV-Dok 113, S. 13), bzw. ihre Hilfe nur unre-
gelmässig angeboten zu haben (Gerichtsgutachten, S. 14). Eine verbleibende Leistungsfähigkeit 
auf dem ersten Arbeitsmarkt zu begründen, zielt bei dieser Aktenlage an der Sache vorbei. Ins-
besondere greift es zu kurz, die Leistungsfähigkeit der Versicherten auf der Basis einzig der Auf-
rechterhaltung ihrer Tagesstruktur dienender und letztlich nur unregelmässiger Hilfseinsätze zu 
bejahen. Mithin geht es nicht darum, ob die Versicherte fähig war, ohnehin nur bedingt konstant 
und tagesformabhängig im Betrieb ihres Exmannes auszuhelfen, sondern um die Frage, ob und 
inwiefern es ihr vor dem Hintergrund ihrer offensichtlich stark eingeschränkten Kontakt-, Umstel-
lungs-, und Durchhaltefähigkeit zumutbar war, sich in beruflichen Beziehungen dauerhaft ange-
passt und konstruktiv zu verhalten. Solche Fähigkeiten sind der Versicherten krankheitsbedingt 
jedoch bereits vor ihrem Unfall abgegangen, weil sie gemäss der übereinstimmenden Einschät-
zung auch ihrer behandelnden Fachpsychiaterin schon damals auf einen geschützten Nischen-
arbeitsplatz angewiesen war (Stellungnahme des Gerichtsgutachters vom 6. September 2023, S. 
4). Der IV-Stelle ist zwar beizupflichten, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch Nischenar-
beitsplätze umfasst (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Mai 2013, 8C_728/2012, E. 4.3.3), welche 
sich dadurch auszeichnen, dass Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten 
des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2007, 9C_95/2007, 
E. 4.3 mit Hinweisen). Vorliegend kann jedoch nicht gesagt werden, dass der Gerichtsgutachter 
fälschlicherweise von einem Arbeitsplatz im zweiten Arbeitsmarkt ausgegangen wäre. Seine Aus-
sage, dass der Versicherten im ersten Arbeitsmarkt auch retrospektiv keine Arbeitsfähig zuzumu-
ten war, belegt klarerweise das Gegenteil. Mit Blick auf die von ihr getätigten Hilfsarbeiten wäre 
ausserdem selbst bei einer täglichen Einsatzdauer von eineinhalb Stunden von einer derart tiefen 
Restarbeitsfähigkeit der Versicherten auszugehen, dass so oder anders ein Anspruch auf eine 
ganze IV-Rente resultieren würde (unten, nachfolgende Erwägung 6.4). Die Kritik der Beschwer-
degegnerin vermag deshalb nicht zu überzeugen.  
 

 
 
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6.4 Zusammenfassend kommt dem Gerichtsgutachten von Dr. D.____ voller Beweiswert zu. 
Damit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin spätestens seit ihrer Anmeldung zum 
Leistungsbezug Mitte September 2017 auf dem ersten Arbeitsmarkt keine verwertbare Arbeitsfä-
higkeit mehr verblieben ist. Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich allfällige Weiterungen im Zu-
sammenhang mit den erwerblichen Auswirkungen ihrer gesundheitlichen Verhältnisse und die 
Beschwerdeführerin hat einen durchgehenden Anspruch auf eine ganze IV-Rente.  
 
6.5 Mit Blick auf den Ablauf des für den Beginn des Rentenanspruchs massgebenden War-
tejahres (oben, Erwägung 2.1) ergibt sich nun allerdings aus den Akten, dass sich die Versicherte 
bereits schon früh in psychiatrischer Behandlung befunden hat. Dem Bericht ihrer behandelnden 
Fachpsychiaterin an die Krankentaggeldversicherung vom 14. April 2017 ist zu entnehmen, dass 
sich die Versicherte bereits anfangs Februar 2017 erstmals zur Behandlung angemeldet und seit-
her eine wöchentliche Behandlung mit medikamentöser Therapie stattgefunden habe. Aktuell be-
stehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, die Prognose sei ungewiss (IV-Dok 11, S. 18). Dem 
nachfolgenden Arztbericht der behandelnden Psychiaterin vom 20. November 2017, auf deren 
Einschätzung hinsichtlich des retrospektiven Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit auch der Gerichts-
gutachter abgestellt hat (Stellungnahme von Dr. D.____ vom 6. September 2023, S. 3), kann 
sodann entnommen werden, dass weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Mit ei-
nem Arbeitsversuch könne frühestens ab Januar 2018 gerechnet werden (IV-Dok 25). Berück-
sichtigt man schliesslich die Krankschreibung der Versicherten durch ihren Hausarzt bereits per 
Ende Februar 2017 und die gestützt auf dessen Atteste in der Folge durchgängig auf der Basis 
einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit seit 10. Februar 2017 ausgerichteten Taggeldleistungen der 
Kollektiv-Krankentaggeldversicherung (IV-Dok 11, S. 22 f.), hat das Wartejahr zweifellos spätes-
tens am 10. Februar 2017 zu laufen begonnen und ist demnach bereits am 9. Februar 2018 ab-
gelaufen. Laut Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs 
Monaten seit Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Vorliegend hat die Versicherte ihren 
Leistungsanspruch am 18. September 2017 geltend gemacht (IV-Dok 1), so dass ihr eine ganze 
IV-Rente bereits mit Wirkung ab 1. März 2018 auszurichten ist. Die Beschwerde ist bei diesem 
Ergebnis gutzuheissen. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1000.— festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
dem Gericht nach Anordnung eines Gerichtsgutachtens ein überdurchschnittlicher Verfahrens-
aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundes-
rechtlichen Kostenrahmens auf Fr. 1’000.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrens-
kosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend 
ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
7.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des An-
spruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie 

 
 
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das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur Durch-
führung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung 
in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, 
die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung dem Versicherer aufzuer-
legen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 
ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend war das Gericht anlässlich 
seiner Urteilsberatung vom 22. September 2022 zum Ergebnis gelangt, dass ein Entscheid in der 
Angelegenheit gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es beschloss 
deshalb, den Fall auszustellen und zur weiteren Klärung des medizinischen Sachverhalts ein 
psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Wie sich nunmehr zeigt, war das in der 
Folge eingeholte Gerichtsgutachten von Dr. D.____ vom 31. Mai 2023 und dessen Stellung-
nahme betreffend die retrospektive Beurteilung der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin vom 6. September 2023 für eine abschliessende Beurteilung des medizini-
schen Sachverhalts unerlässlich. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung sind die Kosten der entsprechenden Begutachtung demnach der IV-Stelle aufzuerlegen. 
Diese Kosten belaufen sich insgesamt Fr. 8'876.55 (Honorar-Rechnung von Dr. D.____ vom 31. 
Mai 2023 über Fr. 7'700.— zuzüglich Rechnungen für Laborkosten von Dr. D.____ vom 31. Mai 
2023 von Fr. 503.70 sowie von Fr. 147.85 sowie Honorar-Rechnung von Dr. D.____ vom 6. Sep-
tember 2023 von Fr. 525.—). 
 
7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Der obsiegenden Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteientschä-
digung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwer-
deführerin wurde mit Verfügung der instruierenden Präsidentin der Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht des Kantonsgerichts vom 29. November 2023 aufgefordert, innert unerstreckbarer 
Frist bis zum 13. Dezember 2023 ihre detaillierte Honorarnote nach Zeitaufwand einzureichen. 
Gleichzeitig wurde sie darauf hingewiesen, dass das Honorar nach Ermessen festgesetzt werde, 
falls bis zum genannten Termin keine Honorarnote eingehen sollte. In der Folge hat die Rechts-
vertreterin jedoch keine Kostennote eingereicht, sodass das Honorar ankündigungsgemäss nach 
richterlichem Ermessen festzusetzen ist. In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen, der von der Rechtsvertreterin erbrachten Bemühungen und im Quervergleich zu 
Parteientschädigungen, die vom Kantonsgericht in der Vergangenheit in vergleichbaren invali-
denversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren mit Anordnung eines gerichtlichen Gutach-
tens zugesprochen worden sind, erscheint es angemessen, das Honorar der Rechtsvertreterin 
auf der Basis eines Zeitaufwands von insgesamt 15 Stunden festzusetzen. Die Bemühungen sind 
bei der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin zu dem in Sozialversicherungsprozessen 
praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 150.— zu entschädigen. Der 
Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2’250.— (15 Stun-
den à Fr. 150.—, inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zu-
zusprechen. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der IV-
Stelle Basel-Landschaft vom 16. Februar 2022 wird aufgehoben und es 
wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. März 2018 Anspruch 
auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1’000.— werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 8'876.55 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt.  

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'250.— (inkl. Auslagen, ohne Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen.