# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa7e309f-8059-5918-a91a-4799d3d4686c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 24.09.2015 S 2014 176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-176_2015-09-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 176

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 24. September 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war seit August 2006 als Sportlehrer bei der Bergschule C._____ 

angestellt und in dieser Eigenschaft bei der D._____ 

Versicherungsgesellschaft obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- 

und Nichtberufsunfällen versichert. Am 10. September 2009 verletzte er 

sich im Hallenband am rechten Knie, als er als Sportlehrer für die Stiftung 

Bergschule C._____ tätig war. Diese Knieverletzung wurde am 

25. September 2009 im Spital Oberengadin operiert, wobei zwei grosse 

freie Knorpelfragmente im rechten Knie entfernt wurden, eine 

Chondroplastik vorgenommen und eine diagnostische Kniearthroskopie 

durchgeführt wurde. In der Folge war A._____ bis zum 7. Dezember 2009 

in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Ab dem 8. Dezember 2009 

konnte er wiederum uneingeschränkt als Sportlehrer tätig sein. Wenige 

Wochen später schloss er ferner die zur Behandlung der 

Kniebeschwerden eingeleitete Physiotherapie ab. Daraufhin stellte die 

D._____ als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft die aufgrund des 

Unfalls vom 10. September 2009 erbrachten Versicherungsleistungen ein.

2. Am 6. September 2013 liess A._____ bei der D._____ eine 

Rückfallmeldung sowie eine neue Unfallmeldung betreffend eine am 

10. Juli 2013 beim Wandern erlittene Verletzung am oberen linken 

Sprunggelenk einreichen. Die D._____ holte daraufhin verschiedene 

Arztberichte ein und gab bei ihrem beratenden Arzt, Dr. med. E._____, 

zunächst eine ärztliche Stellungnahme und alsdann ein Gutachten zu den 

im Zusammenhang mit diesen Unfallmeldungen beantragten 

Versicherungsleistungen in Auftrag. Auf der Grundlage dieser ärztlichen 

Stellungnahmen und der übrigen Akten verneinte die D._____ in der 

Folge mit Verfügung vom 4. Juli 2014 das Vorliegen eines Rückfalls und 

lehnte die Übernahme der ab Juni 2013 geltend gemachten Kosten für die 

Behandlung des rechten Knies ab (Schadensfall Nr. 90.09.03964). Mit 

gleichentags ergangener Verfügung gelangte sie in Bezug auf die am 

10. Juli 2013 erlittene Verletzung am linken Sprunggelenk ausserdem zur 

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Auffassung, der status quo ante sei spätestens mit dem MRI vom 

21. August 2013 eingetreten, weshalb sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr 

leistungspflichtig sei (Schadenfall Nr. 90.13.037525). Gegen diese beiden 

Verfügungen erhob A._____ am 1. September 2013 Einsprache bei der 

D._____. Mit Wiedererwägungsverfügung und Einspracheentscheid vom 

11. November 2014 hob die D._____ daraufhin die Verfügung vom 4. Juli 

2014 betreffend den Schadenfall Nr. 90.13.037525 auf und stellte fest, für 

dessen Bearbeitung nicht zuständig zu sein. In Bezug auf den 

Berufsunfall vom 10. September 2009 und den diesbezüglich geltend 

gemachten Rückfall wies sie die gegen die Verfügung vom 4. Juli 2014 

(Schadenfall Nr. 90.09.03964) erhobene Einsprache ab.

3. Diese Entscheidung focht A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

12. Dezember 2014 insoweit beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden an, als sie den Schadenfall Nr. 90.09.03964 zum 

Gegenstand hatte. Diesbezüglich beantragte er, den Einspracheentscheid 

vom 11. November 2014 aufzuheben und ein externes medizinisches 

Gerichtsgutachten über die Kausalität zwischen dem Unfall vom 10. 

September 2009 und den heutigen Kniebeschwerden einzuholen, worauf 

über seinen Anspruch auf Versicherungsleistungen neu zu befinden sei. 

Zur Begründung dieser Anträge machte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen geltend, die D._____ habe sich im angefochtenen 

Entscheid auf eine medizinische Begutachtung gestützt, der kein voller 

Beweiswert zukomme. Dies obgleich der Beschwerdeführer im 

vorinstanzlichen Verfahren ausdrücklich beantragt habe, gutachterlich 

abklären zu lassen, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall vom 10. September 2009 und seinen derzeitigen 

Kniebeschwerden bestünde. Mit diesem Vorgehen habe die D._____ den 

massgeblichen medizinischen Sachverhalt unzureichend ermittelt, 

wodurch sie ihre Abklärungspflicht und den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt habe.

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4. Die D._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2015 die Abweisung der 

Beschwerde. Begründend brachte sie zur Hauptsache vor, das 

Aktengutachten von Dr. med. E._____ erfülle die von der Rechtsprechung 

bezüglich des Beweiswerts ärztlicher Berichte und Gutachten gestellten 

Anforderungen. Insbesondere leuchte es in der Darlegung des 

medizinischen Sachverhalts ein und vermöge bezüglich der von Dr. med. 

E._____ gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen. Die dagegen 

erhobene Kritik erweise sich als unbegründet. Es bestünde kein Anlass, 

allein aufgrund der abweichenden Meinung der behandelnden Ärzte eine 

externe Begutachtung anzuordnen. Ein Widerspruch zwischen der 

Würdigung von Dr. med. E._____ und Dr. med. F._____ sei im Übrigen 

nicht auszumachen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 

komme dem Gutachten von Dr. med. E._____ demnach voller 

Beweiswert zu. Folglich sei die Beschwerdegegnerin berechtigt gewesen, 

den Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen 

gestützt auf dieses Gutachten zu prüfen und abzuweisen.

5. In der Replik vom 10. März 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest und setzte sich mit der Argumentation der 

Beschwerdegegnerin auseinander. Diese nahm dazu unter Erneuerung 

ihrer Anträge in der Duplik vom 27. März 2015 Stellung.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 11. November 2014. Gegen solche 

sozialversicherungsrechtlichen Entscheide kann Beschwerde beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem der 

Versicherte zur Zeit der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat (Art. 1 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; 

SR 832.20] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Beschwerdeführer 

wohnt in X._____ und damit im Kanton Graubünden. Demzufolge ist das 

angerufene Gericht für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

örtlich zuständig. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als Adressat 

des angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. November 2014 ist der 

Beschwerdeführer von der darin getroffenen Entscheidung ausserdem 

berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher 

Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b 

ATSG).

2. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist das Ereignis vom 

10. Juli 2013, für das die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen 

nicht zuständig ist (vgl. Wiederwägungsverfügung und 

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Einspracheentscheid vom 11. November 2011 E.2.4 und 2.5; Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act. 1]). Streitig und nachfolgend zu prüfen ist 

ausschliesslich, ob die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten 

Beschwerden am rechten Knie auf das Unfallereignis vom 10. September 

2009 zurückzuführen sind. Streitgegenstand bildet dabei die Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin die gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 

10. September 2009 hinreichend abgeklärt und auf dieser Grundlage im 

angefochtenen Entscheid den rechtserheblichen Kausalzusammenhang 

zwischen den derzeitigen Kniebeschwerden des Beschwerdeführers und 

dem interessierenden Unfallereignis verneint hat.

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Als Unfall gilt 

gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und 

adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E.3). Dabei 

hat der Unfallversicherer nicht nur Versicherungsleistungen für 

unmittelbar nach dem Unfall aufgetretene Gesundheitsschäden zu 

erbringen, sondern ist auch für Rückfälle und Spätfolgen leistungspflichtig 

(Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). 

Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 

möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von 

Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe 

längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu 

einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und 

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Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis 

an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) 

Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend 

gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall 

erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E.2c). In Bezug auf 

Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der 

Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhanges beim Grundfall 

und bei früheren Rückfällen behaftet werden, weil die unfallkausalen 

Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. In einem solchen Fall obliegt 

es dem Versicherten, das Vorliegen eines natürlichen 

Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge 

postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die 

Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht 

eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Je grösser der 

zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen 

sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_947/2010 vom 18. März 2010 E.2.2).

b) Die Beschwerdegegnerin hat anerkannt, für das Unfallereignis vom 

10. September 2009 leistungspflichtig zu sein und hat aufgrund dieses 

Unfalls 2009 Versicherungsleistungen in Form von Taggeldern und 

Heilbehandlung erbracht (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act] 

Register 4/1-21). Sie hat den fraglichen Schadenfall indes nie in Form 

einer Verfügung abgeschlossen. Ebenso wenig hat sie dem 

Beschwerdeführer schriftlich mitgeteilt, die Unfallverletzungen als geheilt 

anzusehen und davon auszugehen, aufgrund des Unfalls vom 

10. September 2009 fortan keine Versicherungsleistungen mehr zu 

schulden. Ob der vorliegende Fall bei dieser Sachlage unter dem 

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Gesichtspunkt des Grundfalls oder des Rückfalls zu prüfen ist, hängt nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ab, ob die 

Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des vorzunehmenden Fallabschlusses 

davon ausgehen durfte, beim Beschwerdeführer werde infolge des Unfalls 

vom 10. September 2009 keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder 

Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Diese Frage ist im Rahmen einer ex-

ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des 

Einzelfalls zu beurteilen (vgl. hierzu Urteile des Bundesgerichts 

8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3, 8C_433/2007 vom 26. August 

2008 E.2.3, 8C_102/2008 vom 26. September 2008 E.4.1). Dabei kommt 

der Art der vom Beschwerdeführer am 10. September 2009 erlittenen 

Verletzung und dem anschliessenden Heilungsverlauf eine entscheidende 

Rolle zu. Lag ein vergleichsweiser harmloser Unfall mit günstigem 

Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen 

Anspruch auf Versicherungsleistungen begründete, wird tendenziell eher 

von einem stillschweigend erfolgten Abschluss auszugehen sein als nach 

einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. Demgegenüber ist der 

Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht unter 

demjenigen des Rückfalls zu prüfen, wenn der Versicherte während der 

leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen 

Beschwerden litt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sogenannte 

Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das 

betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3, 8C_102/2008 

vom 26. September 2008 E.2.2, 8C_433/2007 vom 26. August 2008 

E.2.3). 

c) Der Beschwerdeführer verletzte sich am 10. September 2009 im 

Hallenbad bei einem Sprung aus niedriger Höhe am rechten Knie (Bg-act. 

Register 2/M1). Die daraufhin im Spital Oberengadin durchgeführte 

Röntgenuntersuchung zeigte eine leichte Verschmälerung des medialen 

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Gelenkspaltes und eine geringe periartikuläre Weichteilschwellung. Eine 

Fraktur konnte nicht nachgewiesen werden (Bg-act. Register 2/M1). In der 

MRT-Abklärung vom 15. September 2009 wurde dann ein ausgestanzt 

erscheinender Knorpeldefekt von ca. 11 mm Grösse zentral im Bereich 

des lateralen Tibiaplateaus, ein diskretes, begleitendes 

Knochenmarksödem im angrenzenden lateralen Tibiaplateau, eine 

beginnende Retropatellararthrose sowie etwas Erguss im rechten 

Kniegelenk sichtbar (Bg-act. Register 2/M2). Die bei dieser Befundlage 

veranlasste Computertomografie am rechten Kniegelenk sowie die 

diagnostische Kniearthroskopie bestätigten den Knorpeldefekt im 

lateralen Tibiaplateau. Ausserdem wurden freie Gelenkkörper im 

superioren Gelenkrecessus entdeckt und eine ausgedehnte 

Chondromalazia patellae Grad III sowie ein sehr kleiner Knorpeldefekt im 

medialen Femurkondylus diagnostiziert (Bg-act. Register 2/M5). Diese 

Verletzungen wurden am 25. September 2009 operativ behandelt, indem 

die festgestellten Knorpelfragmente entfernt wurden und eine 

Chondroplastik durchgeführt wurde (Bg-act. Register 2/M12, M10, M18). 

Der postoperative Verlauf sowie die Mobilisation durch die Physiotherapie 

gestalteten sich problemlos, so dass der Beschwerdeführer am 

28. September 2009 mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause 

entlassen werden konnte (Bg-act. Register 2/M12). Anschliessend war er 

bis zum 25. Oktober 2009 zu 100 % arbeitsunfähig, vom 26. Oktober bis 

zum 9. November 2009 zu 50 % und vom 10. November bis zum 

7. Dezember 2009 zu 20 %. Ab dem 8. Dezember 2009 konnte der 

Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Sportlehrer wieder 

uneingeschränkt ausüben (Bg-act. Register 2/M12). Am 22. Dezember 

2009 beendete er sodann die Physiotherapie, der er sich auf Anordnung 

der seine Knieverletzung behandelnden Ärzte unterzogen hatte (Bg-

act. Register 4/13). Im Übrigen liess der Beschwerdeführer am 15. Juli 

2010 einer Röntgenkontrolle durchführen und unterzog sich am 

19. Januar 2011 einer Gelenkspunktion (Bg-act. Register 4/17). Dass der 

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Beschwerdeführer am rechten Knie weitere medizinische Behandlungen 

in Anspruch nahm, ist nicht aktenkundig. 

aa) Soweit der Beschwerdeführer gegen diese Feststellung einwendet, es 

befänden sich in den Akten Rechnungen über weitere Physiotherapien, 

die er in den Jahren 2010 und 2011 in Anspruch genommen habe (vgl. 

Replik vom 10. März 2015), kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar trifft es 

zu, dass im Schreiben der Klinik G._____ vom 6. Oktober 2013 der 

Eindruck erweckt wird, der Beschwerdeführer habe sein rechts Knie seit 

der Knieoperation vom 25. September 2009 fortwährend 

physiotherapeutisch behandeln lassen (Bg-act. Register 2/M15). Aus den 

Akten geht eine solche Therapie jedoch nicht hervor. Dokumentiert ist 

lediglich die bis zum 22. Dezember 2009 durchgeführte Physiotherapie 

am rechten Knie, die der Beschwerdeführer auf Anordnung der Klinik 

G._____ im November 2013 wieder aufgenommen und, soweit 

aktenkundig, weiterhin in Anspruch nimmt (vgl. Bg-act. Register 4/23-42). 

Dass die Akten in dieser Beziehung lückenhaft sind, ist auszuschliessen, 

zumal es für den Beschwerdeführer ein leichtes gewesen wäre, seine 

Behauptung durch die Nennung des die Physiotherapie verordnenden 

Arztes zu konkretisieren oder Kopien der entsprechenden Verordnung 

oder der gestützt darauf erstellten Rechnungen einzureichen.  

bb) Infolgedessen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit 

dem 22. Dezember 2009 (Abschluss der Physiotherapie), jedenfalls seit 

der am 19. Januar 2011 durchgeführten Gelenkspunktion, bis Juni 2013 

nicht an den nach dem Unfall vom 10. September 2009 aufgetretenen 

Kniebeschwerden gelitten hat. Unter diesen Umständen durfte die 

Beschwerdegegnerin in Anbetracht des nicht allzu gravierenden 

Unfallereignisses, der Art der erlittenen Knieverletzung, des günstigen 

Heilungsverlaufs sowie der kurzen Behandlungs- und 

Arbeitsunfähigkeitsdauer annehmen, die Unfallfolgen seien geheilt und es 

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werde deswegen keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder 

Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin für die mit der Meldung vom 6. September 2013 

geltend gemachten Beschwerden ist daher in beweisrechtlicher Hinsicht – 

auch ohne Mitteilung des Fallabschlusses an den Beschwerdeführer – 

unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls und nicht des Grundfalls zu 

prüfen. Dies wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht in Abrede 

gestellt.

4. a) Dieser ist jedoch der Auffassung, die Beschwerdegegnerin hätte ein 

externes Gutachten in Auftrag geben müssen, um beurteilen zu können, 

ob die anlässlich des Unfalls vom 10. September 2009 erlittene 

Knieverletzung zumindest mitverantwortlich sei für seine derzeitigen 

Kniebeschwerden. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Unfallversicherer 

den massgeblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären. Zur 

Beurteilung der Frage, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein bestimmtes Unfallereignis 

zurückzuführen sind, sind die Unfallversicherer und das im 

Beschwerdefall angerufene Sozialversicherungsgericht auf Unterlagen 

angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. 

Deren Beweiswert hängt davon ab, ob sie für die streitigen Belange 

umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und in den 

daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen 

(BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend 

für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 

E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es die 

Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

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vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer 

Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 

Danach kommt einem Gutachten externer Spezialärzte, das vom 

Unfallversicherer im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurde und 

den vorgenannten Anforderungen genügt, voller Beweiswert zu, solange 

nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 

(BGE 137 V 210 E.1.3.4, 135 V 465 E.4.4). Strengere Anforderungen sind 

dagegen in Anwendung von Art. 32 f ATSG und Art. 6 der Konvention 

zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) 

an die Beweiswürdigung zu stellen, wenn sich ein Entscheid im 

Wesentlichen auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen stützt. 

Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Beurteilung, ist eine 

versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach 

Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten einzuholen (BGE 135 V 465 

E.4.4; Urteile des Bundesgerichts 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E.2, 

8C_304/2011 vom 6. Juli 2011 E.4). Ein medizinischer Aktenbericht 

erweist sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sodann als 

beweistauglich, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind. Hierfür muss der Untersuchungsbefund lückenlos vorliegen, damit 

sich der Berichterstatter ein vollständiges Bild über den rechtserheblichen 

medizinischen Sachverhalt zu verschaffen vermag (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_119/2012 vom 30. März 2012 E.4, 8C_199/2011 vom 

9. August 2011 E.2, 8C_185/2010 vom 16. Juni 2010 E. 5).

b) Um abzuklären, ob die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten 

Kniebeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 

vom 10. September 2009 zurückzuführen sind, holte die 

Beschwerdegegnerin zunächst eine ärztliche Kurzbeurteilung bei Dr. 

med. E._____, Facharzt für Chirurgie, Fähigkeitsausweis Manuelle 

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Medizin (SAMM), ein (Bg-act. Register 2/M16) und stellte auf deren 

Grundlage die Ablehnung der begehrten Versicherungsleistungen in 

Aussicht (Bg-act. Register 1/2). Nachdem der Beschwerdeführer mit 

dieser Beurteilung nicht einverstanden war (vgl. Einwand vom 30. Mai 

2014 [Bg-act. Register 1/28]), beauftragte die Beschwerdegegnerin Dr. 

med. E._____ mit der Ausarbeitung eines Aktengutachtens. Im fraglichen 

Gutachten vom 23. Juni 2014 (Bg-act. Register 2/M 17) führte Dr. med. 

E._____ nach Zusammenfassung der ihm vorgelegten Arztberichte im 

Wesentlichen aus, der Versicherte habe sich am 10. September 2009 bei 

einem Sprung im Schwimmbad das rechte Knie verdreht. Radiologisch-

konventionell hätten sich in den daraufhin durchgeführten 

Untersuchungen regelrechte Artikulationsverhältnisse ergeben. 

Bestanden habe eine leichte Verschmälerung des medialen 

Gelenkspaltes, ferner eine geringe periartikuläre Weichteilschwellung. Im 

tags darauf durchgeführten MRI habe sich im lateralen Tibiaplateau ein 

ausgestanzt erscheinender Knorpeldefekt von ca. 11 mm Grösse gezeigt. 

Angrenzend sei im lateralen Tibiaplateau ein diskret begleitetes 

Knochenmarksödem in Form eines Bone Bruise festgestellt worden. 

Damit sei eindeutig belegt, dass es unfallbedingt zu einem Schaden des 

Knorpels des lateralen Tibiaplateaus gekommen sei. Demgegenüber sei 

die retropatellär beschriebene Knorpelschädigung nicht unfallkausal, fehle 

es hier doch an einem Knochenmarksödem. Zu Recht werde 

diesbezüglich von einer Chondropathie Grad III gesprochen. Der 

Versicherte sei zudem auch nicht auf die Kniescheibe gefallen. Die 

Tatsache, dass im Arthro-CT von einer starken Auffaserung und einer 

Usurierung des retropatellären Knorpelschadens gesprochen werde, 

stehe im Einklang mit einer degenerativ bedingten Pathologie (Bg-act. 

Register 2/M17 S. 6). Dass die nachgewiesenen Knorpelfragmente zu 

Kniegelenksblockierungen geführt hätten, liege in der Natur der Sache. 

Unverständlich sei, dass klinisch eine Patellaluxation bzw. 

Patellasubluxation in Betracht gezogen worden sei. Hinweise dafür 

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fehlten radiologisch. In der Regel komme es bei solchen Verletzungen zu 

einem erheblichen Schärmechanismus mit Knorpelschäden an der 

lateralen Patellafacette und damit verbunden zwangsläufig zu 

Knochenmarksödemen und zur Ruptur des medialen patellofemoralen 

Ligamentes. Hinweise für eine Patellaluxation bzw. –subluxation ergäben 

sich aus dem MRI nicht. Die posttraumatisch bestehenden 

Kniegelenksblockierungen seien zweifellos auf die freien Gelenkskörper 

zurückzuführen, die durch den Defekt des lateralen Tibiaplateaus 

verursacht worden seien. Am 16. Juli 2013 sei der Versicherte nun nicht 

mehr durch Dr. med. H._____ behandelt worden, sondern durch Dr. med. 

I._____ von der Klinik G._____, der am 17. Juli 2013 ein MRI veranlasst 

habe. Als Hauptbefund habe eine fortgeschrittene Femoropatellararthrose 

mit Knorpelschäden Grad III-IV retropatellär sowie an der Trochlea bei 

ungünstiger femoropatellärer Statik imponiert. Die Trochlea sei 

abgeflacht. Zusätzlich hätten sich Insertationstendinopathien des 

Ligamentum patellae am Patellaunterpol gezeigt. Zum Teil seien bis auf 

den Knochen reichende Knorpelschäden sichtbar gewesen, so dass die 

unter dem Knorpel liegende subchondrale Schicht bereits mit einer 

schmerzhaften Bone bruise reagiert habe. Dieser Befund eines massiven 

retropatellären Knorpelschadens bestehe weiterhin unfallunabhängig. 

Dass der Versicherte damit Schmerzen habe, vor allem beim Treppauf- 

sowie Treppabgehen und beim Wandern, liege auf der Hand. Der 

ehemals geschädigte laterale Knorpel des Tibiaplateaus stelle sich 

dagegen nicht mit gröberen Defekten dar. Damit sei eindeutig belegt, 

dass die degenerativ bedingten Knorpelschäden seit 2009 zugenommen 

hätten. Teilkausal wirke dabei die Trochleadysplasie mit. Die 

Gelenkfläche sei abgeflacht. Insofern lägen die Knorpelschäden vor allem 

auch an der lateralen Patellafazette vor, da tendenziell die Kniescheibe 

lateral vermehrt abrutsche. Aufgrund dieses Sachverhalts sei die D._____ 

zu Recht davon ausgegangen, dass die Rückfallkausalität für die 

inzwischen verstärkte Schmerzsymptomatik nicht mit überwiegender 

- 15 -

Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 10. September 2009 bezogen 

werden könne, bei dem ausschliesslich das laterale Tibiaplateau 

geschädigt worden sei (Bg-act. Register 2/M17 S. 7).

c) Diese Ausführungen von Dr. med. E._____ sind in Bezug auf die im 

vorliegenden Verfahren strittige Frage, ob die seit Juni 2013 vom 

Beschwerdeführer beklagten Kniebeschwerden auf die am 10. September 

2009 erlittene Knieverletzung zurückzuführen sind, vollständig, in sich 

schlüssig und nachvollziehbar. Mit abweichenden Meinungen und 

Stellungnahmen hat sich Dr. med. E._____ im Gutachten vom 23. Juni 

2014 auseinandergesetzt und begründet, weshalb er diese als 

unzutreffend erachtet. Dabei hat er das Für und Wider der im Raum 

stehenden medizinischen Schlussfolgerungen sorgfältig gegeneinander 

abgewogen und begründet, weshalb er von zwei Knorpelschäden 

unterschiedlicher Genese ausgeht. Dabei führt er überzeugend aus, dass 

nur der Defekt am lateralen Tibiaplateau mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 10. September 2009 

zurückzuführen ist, während hinsichtlich des nach dem interessierenden 

Unfallereignis festgestellten retropatellären Knorpelschadens von einer 

degenerativen Pathologie auszugehen ist, die seit dem Unfallereignis vom 

10. September 2009 fortgeschritten und für die derzeitigen 

Kniebeschwerden des Beschwerdeführers (mit)verantwortlich ist. Das 

Verwaltungsgericht sieht keinen Anlass, an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der diesbezüglichen Ausführungen von Dr. med. E._____ 

zu zweifeln. Die Beschwerdegegnerin hat dem Aktengutachten von 

Dr. med. E._____ vom 23. Juni 2014 folglich zu Recht vollen Beweiswert 

zuerkannt.

d) Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, rechtfertigt keine andere 

Betrachtungsweise. Soweit er moniert, die Beschwerdegegnerin habe ein 

Aktengutachten ohne vorherige Mitteilung erstellen lassen, ist darauf 

- 16 -

hinzuweisen, dass sich Dr. med. E._____ im Gutachten vom 23. Juni 

2014 (Bg-act. Register 2/M 17) als beratender Arzt der 

Beschwerdegegnerin geäussert hat. Ihm kommt folglich im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren nicht die Stellung eines unabhängigen Gutachters 

oder Sachverständigen zu. Vielmehr ist er einem versicherungsinternen 

Arzt gleichzusetzen, weshalb die Beschwerdegegnerin bei dessen 

Beauftragung und Instruktion die sich aus Art. 44 ATSG ergebenden 

Parteirechte nicht beachten muss (Urteil des Bundesgerichts 

8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.2.1). Sie war daher nicht gehalten, 

den Beschwerdeführer vor der Beauftragung von Dr. med. E._____ 

anzuhören oder ihn auch nur über das in Auftrag gegebene Gutachten zu 

informieren. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der 

Beauftragung von Dr. med. E._____ ist folglich nicht zu beanstanden.

aa) Der Beschwerdeführer erachtet seine Parteirechte im Weiteren als 

verletzt, weil die Beschwerdegegnerin den massgeblichen Sachverhalt 

unzureichend abklärt habe. Diesbezüglich bringt der Beschwerdeführer 

zunächst vor, in den Akten befänden sich nur wenige und nicht 

ausführliche medizinische Dokumente, welche die Kniebehandlung nach 

dem Unfall vom 10. September 2010 beträfen. Im Übrigen hätte Dr. med. 

E._____ sein Gutachten ohne Kenntnisnahme des Operationsberichts 

vom 25. September 2009 verfasst, den die Beschwerdegegnerin erst 

nachträglich auf Drängen des Beschwerdeführers eingeholt habe. 

Rechtsprechungsgemäss ist für den Beweiswert eines Gutachtens unter 

anderem entscheidend, ob es in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist. Ein Gutachten, welches die medizinischen 

Vorakten unzureichend berücksichtigt, ist unvollständig. Ihm fehlt die 

erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft, weshalb es zum Nachweis 

des rechtserheblichen Sachverhalts nicht genügt (BGE 125 V 351 E.3a; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_924/2008 E.3.3). Vorliegend steht fest und 

ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin nach dem Unfall vom 

- 17 -

10. September 2009 die Kosten für mehrere bildgebende Abklärungen 

übernommen (MRI vom 15. September 2009, CT rechts vom 

22. September 2009, Kernspintomographie des rechten Kniegelenks vom 

16. Juli 2013) und eine diagnostische Kniearthroskopie (Arztbericht vom 

25. September 2009 [Bg-act. Register 2/M6], Operationsbericht vom 

25. September 2009 [Bg-act. Register 2/M18]) bezahlt hat. Die 

Arztberichte zu diesen Untersuchungen (vgl. Arztbericht vom 

15. September 2009 [Bg-act. Register 2/M2], Arztbericht vom 

22. September 2009 [Bg-act. Register 2/M4], Arztbericht vom 16. Juli 

2013 [Bg-act. Register 2/M13]) hat die Beschwerdegegnerin, mit 

Ausnahme des Operationsberichts vom 25. September 2009, eingeholt 

und Dr. med. E._____ zusammen mit den Arztberichten zum 

postoperativen Verlauf, dem Arztzeugnis UVG vom 19. September 2013 

sowie dem Arztbericht der Klink G._____ vom 16. Juli 2013 zur Verfügung 

gestellt. Aufgrund dieser medizinischen Unterlagen war Dr. med. E._____ 

in der Lage, sich einerseits ein Bild über Art und Umfang der am 

10. September 2009 erlittenen Knieverletzung zu machen, andererseits 

die Ursache für die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten 

Kniebeschwerden festzustellen. Damit standen Dr. med. E._____ 

sämtliche massgeblichen medizinischen Akten zur Verfügung. Daran 

ändert nichts, dass Dr. med. E._____ keine Kenntnis vom 

Operationsbericht der Klinik Oberengadin vom 25. September 2009 hatte. 

Denn um einem fachärztlichem Gutachten volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, ist es nicht erforderlich, dass dem begutachtenden Arzt 

sämtliche bei irgendeiner Versicherung oder bei irgendeiner 

medizinischen Fachperson allenfalls vorhandenen Akten vorliegen, würde 

doch ansonsten die Durchführung einer rechtskonformen Begutachtung 

massiv erschwert und in vielen Fällen gar verunmöglicht (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_924/2008 vom 8. April E.3.2). Es genügt, wenn dieser 

– wie vorliegend – über die für eine Beurteilung erforderlichen Unterlagen 

verfügt.

- 18 -

bb) Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, der Operationsbericht 

vom 25. September 2009 hätte wesentliche Informationen enthalten, 

welche aus den übrigen medizinischen Unterlagen nicht hervorgegangen 

seien und dem Gutachter zur Kenntnis hätten gebracht werden müssen, 

kann ihm nicht zugestimmt werden, enthält doch der vom Dr. med. 

H._____ als Leiter der Orthopädie/Traumatologie verfasste 

Operationsbericht vom 25. September 2009 (Bg-act. Register 2/M18) im 

Wesentlichen dieselben Informationen wie der gleichentags verfasste 

Austrittsbericht des Spitals Oberengadin, den Dr. med. H._____ 

mitunterzeichnet hat (Bg-act. Register 2/M6). Freilich wird im 

Operationsbericht vom 25. September 2009 in Bezug auf den 

Knorpelschaden am lateralen Tibiaplateau zusätzlich ausgeführt, es fände 

sich ein grosser spindelförmiger Knorpeldefekt an 2/3 des ossären 

Gelenks, der sich bis zur subchondralen Knochenschicht ausdehne (Bg-

act. Register 2/M 18). Diese Verletzung wird im Austrittsbericht des 

Spitals Oberengadin vom 25. September 2009 einfach als ausgedehnter 

Knorpeldefekt im lateralen Tibiaplateau beschrieben (Bg-act. Register 

2/M6), während Dr. med. K._____ im Arztbericht zur durchgeführten 

Computertomografie diesbezüglich von einem Knorpeldefekt im Ausmass 

von ungefähr 1.1 x 0.4 x 0.7 cm spricht (Bg-act. Register 2/M5). 

Schliesslich stellt Dr. med. L._____ im Arztbericht vom 15. September 

2009 aufgrund der vorgenommenen MRI-Untersuchung einen ca. 11 mm 

grossen Defekt im lateralen Tibiaplateau fest (Bg-act. Register 2/M4). 

Welche dieser Angaben zutrifft, ist für die vorliegend zur Beurteilung 

stehende Frage nach dem Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 

vom 10. September 2009 und den seit Juni 2013 vom Beschwerdeführer 

beklagten Kniebeschwerden ohne Bedeutung. Denn es steht fest und 

wird im Übrigen vom Beschwerdeführer nicht bestritten, dass der 

Knorpelschaden am lateralen Tibiaplateau für die derzeitigen 

Kniebeschwerden des Beschwerdeführers nicht verantwortlich ist. Das 

- 19 -

genaue Ausmass des fraglichen Knorpelschadens ist vorliegend folglich 

bedeutungslos, weshalb die entsprechende Information im 

Operationsbericht vom 25. September 2009 für die Beurteilung von Dr. 

med. E._____ nicht entscheidend war. Ebenfalls unbeachtlich ist die 

"Varusarthrose", welche im Operationsbericht vom 25. September 2009 

erwähnt und beschrieben wird (Bg-act. Register 2/M18). Diesbezüglich ist 

zunächst darauf hinzuweisen, dass Dr. med. L._____ im Arztbericht des 

Spitals Oberengadin vom 9. November 2009 diese Diagnose ebenfalls 

stellt (Bg-act. Register 2/M 10). Soweit die entsprechenden Ausführungen 

im Operationsbericht vom 25. September 2009 darüber hinausgehen 

(sollten), ist im Grundsatz unbestritten und aufgrund der Akten 

ausgewiesen, dass die der Varusarthrose zugrunde liegende Fehlstellung 

im Sprunggelenk nicht durch den Unfall vom 10. September 2009 

verursacht wurde, weshalb allfällige sich hieraus ergebende Beschwerden 

dem fraglichen Unfallereignis nicht zuzuordnen sind. Die diesbezüglichen 

Angaben im Operationsbericht vom 25. September 2009 erweisen sich 

vorliegend demnach nicht als rechtserheblich. Soweit der 

Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, im Operationsbericht 

25. September 2009 seien keine Pridiebohrungen erwähnt, trifft dies zu. 

Dies stimmt jedoch mit den Ausführungen von Dr. med. E._____ überein, 

der einen solchen Eingriff weder in der Beurteilung vom 23. Juni 2014 

(Bg-act. Register 2/M17) noch in jener vom 12. Februar 2014 anführt (Bg-

act. Register 2/M16). Einzig Dr. med. F._____, Facharzt für Radiologie, 

spricht im Arztbericht der Klinik G._____ vom 16. Juli 2013 von einem 

"Zustand nach Kniearthroskopie rechts mit Pridie-Bohrungen 2009" (Bg-

act. Register 2/M13). Worauf sich diese Feststellung stützt, geht aus dem 

fraglichen Arztbericht nicht hervor. Dass sich Dr. med. F._____ hierbei auf 

die medizinischen Vorakten stützte, erscheint fraglich, da er im Arztbericht 

vom 16. Juli 2013 unter dem Zwischentitel "Befund" ausführt, 

Voraufnahmen stünden ihm nicht zur Verfügung. Jedenfalls vermag die 

entsprechende Bemerkung die Beweiskraft der Beurteilung von Dr. med. 

- 20 -

E._____ nicht zu erschüttern. Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers beruht das Gutachten von Dr. med. E._____ vom 

23. Juni 2014 demzufolge auf sämtlichen medizinischen Unterlagen, die 

für die Beurteilung der vorliegend strittigen Frage nach der Kausalität 

zwischen den seit Juni 2013 vom Beschwerdeführer beklagten 

Kniebeschwerden und dem Unfall vom 10. September 2009 von 

Bedeutung sind. 

cc) Nicht zu beanstanden ist dabei, dass Dr. med. E._____ darauf verzichtet 

hat, die Bildaufnahmen einzuholen (MRI vom 15. September 2009, CT 

rechts Kniegelenk, Kernspintomographie des rechten Kniegelenks vom 

16. Juli 2013), ist er doch, worauf der Beschwerdeführer in anderem 

Zusammenhang selbst hinweist, kein Radiologe. Deshalb muss er sich 

bei der Analyse der fraglichen Bildaufnahmen grundsätzlich auf die 

Interpretation der diesbezüglichen Fachärzte stützen. Hätte er die 

entsprechenden Bilder selber auswerten wollen, hätte er wohl einen 

Radiologen beiziehen müssen. Dagegen ist er in seiner Funktion als von 

der Beschwerdegegnerin beauftragter Gutachter gehalten, die 

diesbezüglichen Ausführungen in den Arztberichten kritisch zu 

hinterfragen und auf ihre Vereinbarkeit mit den übrigen medizinischen 

Befunden sowie der restlichen Aktenlage zu überprüfen. Dass Dr. med. 

E._____ dabei bisweilen von den Diagnosen der behandelnden Ärzte 

abgewichen ist, ohne, wie vom Beschwerdeführer gefordert, zusätzliche 

Erkundigungen bei ihnen einzuholen, liegt in seinem Ermessen und ist 

nicht zu beanstanden.

dd) Diesbezüglich gilt es im Übrigen zu beachten, dass Dr. med. E._____ im 

Gutachten vom 23. Juni 2014 keineswegs die Richtigkeit der von Dr. med. 

F._____ im Arztbericht 16. Juli 2013 gestellten Diagnosen in Frage stellt. 

Er weist lediglich darauf hin, dass er davon ausgeht, dessen 

Ausführungen seien insofern unzutreffend, als femoropatellär ein gut 

- 21 -

erhaltender Knorpelüberzeug bei lediglich diskreter Chondropathie lateral 

an der tibia Grad I-II beschrieben werde, nachdem vorgängig 

femoropatellär ein Knorpelschaden Grad III-IV gesichert worden sei (Bg-

act. Register 2/M17). Ansonsten stellt er die Richtigkeit der von Dr. med. 

F._____ erhobenen Befunde nicht in Frage (vgl. Bg-act. Register 2/M 13). 

Er erachtet es lediglich nicht als ausgewiesen, dass die als Hauptbefund 

diagnostizierte Femoropatellararthrose mit Knorpelschaden Grad III-IV 

retropatellär sowie an der Trochlea mit ungünstiger femoropatellärer 

Statik und die dadurch bedingten funktionellen Beeinträchtigungen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. September 

2009 zurückzuführen sind. Für die Beurteilung dieser Frage ist 

entscheidend, ob die nach dem Unfall vom 10. September 2009 erstmals 

beschriebene retropatelläre Knorpelschädigung (Chondromalazia patellae 

Grad III) tatsächlich durch das fragliche Unfallereignis verursacht wurde. 

Diese Frage kann nur mittels einer Analyse der damals erhobenen 

medizinischen Befunde beantwortet werden, die den im Arztbericht vom 

16. Juli 2013 erhobenen gegenüberzustellen sind. Einen solchen 

Vergleich nimmt Dr. med. F._____ nicht vor. Folgerichtig äussert er sich 

im Arztbericht vom 16. Juli 2013 denn auch nicht zur Kausalität zwischen 

dem Unfallereignis vom 10. September 2009 und den vom 

Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten Kniebeschwerden. Soweit der 

Beschwerdeführer im Weiteren vorbringt, die Beschwerdegegnerin hätte 

weitere medizinische Abklärungen zu seinem aktuellen 

Leistungsvermögen und eine persönliche Untersuchung durch den 

Gutachter veranlassen müssen, kann ihm nicht gefolgt werden, da solche 

Beweisvorkehren keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich des strittigen 

Kausalzusammenhangs hätten erwarten lassen. Die Beschwerdegegnerin 

durfte darauf folglich in antizipierter Beweiswürdigung verzichten, ohne 

dadurch die sie treffende Untersuchungspflicht zu verletzen. 

- 22 -

ee) Im Ergebnis gleich verhält es sich in Bezug auf den Unfallmechanismus, 

den der Beschwerdeführer als unzureichend ermittelt ansieht. Freilich trifft 

es zu, dass der Unfallhergang in den Akten unterschiedlich beschrieben 

wird. So wird in den Arztberichten vom 15. September sowie 2. Oktober 

2009 festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich beim Springen aus 

niedriger Höhe ein Distorsionstrauma des rechten Knies zugezogen (Bg-

act. Register 2/M1, M7). Grundsätzlich in derselben Weise schilderte 

Dr. med. H._____ im Operationsbericht vom 25. September 2009 den 

Unfallhergang ("Der Patient ist anfangs September gestützt und hat sich 

dabei das rechte Knie verdreht." [Bg-act. Register 2/M 18]). 

Demgegenüber hielt er im an die Beschwerdegegnerin gerichteten 

Schreiben vom 3. Dezember 2009 ohne Bezugnahme auf die 

anderslautenden Angaben der erstbehandelnden Ärzte sowie seine 

hiermit grundsätzlich übereinstimmende Schilderung des Unfallhergangs 

im Operationsbericht vom 25. September 2009 fest, der 

Beschwerdeführer sei nach einem Sprung aus niedriger Höhe 

ausgerutscht und direkt auf das rechte Knie gestürzt (Bg-act. Register 

2/M12). Dass sich dieser Widerspruch heute mehr als vier Jahre nach 

dem interessierenden Unfallereignis noch mit einer Nachfrage bei Dr. 

med. H._____ auflösen lässt, ist auszuschliessen. Was eine allfällige 

Befragung des Beschwerdeführers hinsichtlich des Unfallhergangs betrifft, 

ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer eine solche nicht beantragt 

und sich weder im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens noch im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren zum Unfallhergang geäussert hat. 

Dies lässt darauf schliessen, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann, 

ob er sich am 10. September 2009 im Hallenband beim Sprung ins 

seichte Gewässer "nur" das Knie verdrehte oder zusätzlich noch auf die 

Knieschreibe gefallen war. Damit ist nicht ersichtlich, mit welchen 

zusätzlichen Beweisvorkehren die Beschwerdegegnerin den 

Unfallhergang zum jetzigen Zeitpunkt noch rekonstruieren könnte. Bei 

dieser Sachlage hat sie den Verlauf des Unfalls aufgrund der 

- 23 -

vorhandenen Unterlagen festzustellen. Dabei darf sie im Rahmen der 

freien Beweiswürdigung der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 

spontane Aussagen am Anfang eines Verfahrens in der Regel 

unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die 

bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (sog. 

Aussage der ersten Stunde). Bei widersprüchlichen Aussagen kommt 

daher den Angaben zu Beginn des Verfahrens grösseres Gewicht zu als 

späteren (vgl. BGE 115 V 143 E.8c, 121 V 47 E.2a; Urteil des 

Bundesgerichts I 492/05 vom 19. Dezember 2006 E.3.2.2). Wenn die 

Beschwerdegegnerin, von dieser Beweismaxime ausgehend, annimmt, 

der Beschwerdeführer sei am 10. September 2009 nicht auf sein rechtes 

Knie gefallen, ist dies nicht zu bestanden, zumal drei Ärzte den 

Unfallhergang in Wiedergabe der entsprechenden Angaben des 

Beschwerdeführers in dieser Weise schildern, während nur Dr. med. 

H._____ von einem Sturz auf die Kniescheibe spricht, sich hiermit jedoch 

im Widerspruch zu seinen anfänglichen Ausführungen im 

Operationsbericht vom 25. September 2009 setzt. Schliesslich steht der 

von der Beschwerdegegnerin angenommene Unfallhergang im Einklang 

mit den medizinischen Befunden, die auf eine krankhafte Degeneration 

des nach dem Unfallereignis festgestellten retropatellären 

Knorpelschadens schliessen lassen.

ff) Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren rügt, die Beschwerdegegnerin 

habe in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2015 zahlreiche 

sonstige Schadenfälle betreffend das rechte obere Sprunggelenk, die 

rechte Schulter und die Halswirbelsäule erwähnt, ohne diese zu belegen, 

ist ihm beizupflichten. Die fraglichen Ereignisse sind für die Beurteilung 

der strittigen Angelegenheit aber nicht von Bedeutung, weshalb in 

antizipierter Beweiswürdigung davon abzusehen ist, die 

- 24 -

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die entsprechenden Akten 

einzureichen (vgl. BGE 122 V 162 E.1d). 

gg) Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die 

Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht von einem vorbestehenden 

Knorpeldefekt an der Kniescheibe aus, der sich aus den Akten nicht 

ableiten lasse und den sie zumindest mit einer Nachfrage beim Hausarzt 

hätte verifizieren müssen. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass dieser 

Knorpelschaden erstmals am 15. September 2009 mittels der damals 

durchgeführten MRT-Untersuchung diagnostiziert wurde. Dr. med. 

E._____ leitet jedoch aus der Analyse der in den Arztberichten vom 

22. September 2009 beschriebenen Auffaserung und Usurierung (Bg-

act. Register 2/M5) und dem fehlenden Knochenmarksödem in Form 

eines Bone Bruise ab (vgl. etwa Arztbericht vom 22. September 2009 [Bg-

act. Register 2/M5], Arztbericht vom 25. September 2009 [Bg-

act. Register 2/M6]), dass es sich hierbei um eine krankheitsbedingte 

Degeneration handelt (Bg-act. Register 2/M17 S. 6). Diese 

Schlussfolgerung lässt sich entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers nicht durch eine Nachfrage beim Hausarzt des 

Beschwerdeführers verifizieren, da der fragliche Knorpelschaden den 

Beschwerdeführer bis dahin offensichtlich nicht beeinträchtigte, weshalb 

er deswegen keine medizinischen Abklärungen oder Behandlungen in 

Anspruch genommen hatte. Beim retropatellären Knorpelschaden dürfte 

es sich also um einen Zufallsbefund handeln, der anlässlich des Unfalls 

vom 10. September 2009 entdeckt und durch die am 25. September 2009 

durchgeführte Chondroplastik behandelt wurde (vgl. Austrittsbericht vom 

25. September 2013 [Bg-act. Register 2/M6], Arztbericht vom 6. Oktober 

2013 [Bg-act. Register 2/M15]), aber gleichwohl nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 9. September 2010 verursacht 

wurde.

- 25 -

hh) Anderer Meinung ist Dr. med. I._____, der im Arztzeugnis UVG vom 

19. September 2013 eine posttraumatische Femoropatellararthrose 

diagnostiziert und dadurch einen Zusammenhang zwischen den seit Juni 

2013 vom Beschwerdeführer beklagten Kniebeschwerden und dem Unfall 

vom 10. September 2009 herstellt (Bg-act. Register 2/M 6). Diese 

Auffassung begründet er jedoch nicht. Sofern sich Dr. med. I._____ auf 

den mit dem Arztzeugnis UVG vom 19. September 2013 eingereichten 

Arztbericht der Klinik G._____ vom 16. Juli 2013 stützen sollte, ist 

festzuhalten, dass sich diese Diagnose im fraglichen Arztbericht nicht 

findet (Bg-act. Register 2/M14). Dr. med. F._____ diagnostizierte im 

Arztbericht vom 16. Juli 2013 der Klinik G._____ zwar als Hautbefund 

eine fortgeschrittene Femoropatellararthrose mit Knorpelschäden Grad III-

IV retropatellär sowie an der Trochlea bei ungünstiger femoropatellärer 

Statik, ohne sich jedoch zur Ursache der fraglichen gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu äussern. Dies erstaunt nicht, hält er doch eingangs 

fest, es stünden ihm keine Voraufnahmen zum Vergleich zur Verfügung. 

Demgegenüber stützte sich Dr. med. E._____ bei seiner Beurteilung auf 

alle massgeblichen medizinischen Vorakten und erläuterte eingehend, 

weshalb er nach Analyse der echtzeitlichen Arztberichte zur Überzeugung 

gelangt ist, dass die derzeitigen Kniebeschwerden des 

Beschwerdeführers nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 

Unfall vom 10. September 2009 zurückzuführen sind. Soweit der 

Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, dass die Beschwerdegegnerin 

im angefochtenen Einspracheentscheid von einem vorbestehenden 

tibialen Knorpeldefekt ausgegangen sei, kann diese Frage dahingestellt 

bleiben. Die Beschwerdegegnerin hat die tibiale Läsion als Folge des 

Unfalls vom 10. September 2009 anerkannt. Der dortige Schaden hat sich 

indes seit der am 25. September 2009 vorgenommenen Chondroplastik 

nur mehr unwesentlich verändert (vgl. Arztbericht der Klinik G._____ vom 

16. Juli 2013 [Bg-act. Register 2/M13], Gutachten vom 23. Juni 2014 S. 6 

f. [Bg-act. Register 2/M17]) und ist für die derzeitigen Beschwerden des 

- 26 -

Beschwerdeführers am rechten Knie nicht verantwortlich. Diese sind 

vielmehr auf die Femoropatellararthrose zurückzuführen, deren 

Entwicklung durch die ungünstige femoropatelläre Statik begünstigt wird. 

Ob diese abgeflachte Form der Patella vom Ausmass her eine 

Patelladysplasie oder eine unübliche Formvariante darstellt, ist für den 

vorliegenden Fall nicht von Bedeutung. Im einem wie im anderen Fall ist 

sie als angeborene oder wachstumsbedinge Fehlstellung laut der 

Gutachterlichen Auffassung nicht unfallkausal (vgl. Gutachten vom 

23. Juni 2014 S. 6 f. [Bg-act. Register 2/M17]). Die Beschwerdegegnerin 

ist folglich zu Recht davon ausgegangen, dass, soweit der medizinische 

Sachverhalt für die Beurteilung der strittigen Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang von Bedeutung ist, lückenlose 

Untersuchungsbefunde vorliegen, die im Grundsatz unbestritten sind und 

es Dr. med. E._____ ermöglicht haben, sich ein vollständiges Bild über 

die massgeblichen Verhältnisse am rechten Knie des Beschwerdeführers 

zu verschaffen. 

e) Aus den vorgenannten Überlegungen gelangt das Gericht in Würdigung 

der Aktenlage zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin alle für die 

Abklärung der begehrten Versicherungsleistungen erforderlichen 

Sachverhaltsermittlungen vorgenommen hat. Weitere Beweisvorkehren 

lassen keine neuen Erkenntnisse erwarten. Der im vorliegenden 

Verfahren vom Beschwerdeführer gestellte Beweisantrag, ein externes 

medizinisches Gerichtsgutachten über die Kausalität zwischen dem Unfall 

vom 10. September 2009 und den vom Beschwerdeführer beklagten 

Kniebeschwerden einzuholen, ist deshalb in antizipierter 

Beweiswürdigung abzuweisen (vgl. BGE 122 V 162 E.1d). Aufgrund der 

getätigten Beweisvorkehren gilt als erstellt, dass sich der 

Beschwerdeführer am 10. September 2009 im Hallenbad bei einem 

Sprung aus niedriger Höhe ins Wasser das Knie verdreht hat. Bei den in 

der Folge veranlassten bildgebenden Abklärungen wurde ein Defekt am 

- 27 -

lateralen Tibiaplateau ersichtlich, der aufgrund der dortigen Bone Bruise 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. September 

2009 zurückzuführen und damit als unfallkausal anzusehen ist. Die vom 

Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten Kniebeschwerden sind 

indessen nicht auf diesen tibialen Knorpelschaden zurückzuführen, 

sondern hängen unter anderem mit dem retropatelläre Knorpelschaden 

zusammen, der zwar erstmals nach dem Unfall vom 10. September 2009 

diagnostiziert wurde, jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 

auf den Unfall vom 10. September 2009 zurückzuführen ist. Damit ist 

nicht ausgewiesen, dass die seit Juni 2013 vom Beschwerdeführer 

beklagten Kniebeschwerden durch den Unfall vom 10. September 2009 

verursacht wurden. Bei dieser Sachlage hat die Beschwerdegegnerin das 

Vorliegen eines Rückfalls als vom Beschwerdeführer zu beweisende 

anspruchsbegründende Voraussetzung zu Recht verneint und es 

abgelehnt, die begehrten Versicherungsleistungen zu erbringen. Der 

angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit als rechtens, was 

zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen 

Beschwerde führt.

5. Das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 61 

lit. a ATSG, abgesehen von vorliegend ausser Betracht fallenden 

Ausnahmen, kostenlos. Folglich sind im vorliegenden Fall keine Kosten 

zu erheben. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 

lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

- 28 -

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]