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**Case Identifier:** e53535c1-f88b-5499-81e9-add74b421677
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.07.2023 A-883/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-883-2022_2023-07-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-883/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  J u l i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiberin Anna Wildt. 
 

 
 

Parteien 
 Inclusion Handicap,  

Mühlemattstrasse 14a, 3007 Bern,   

vertreten durch Martin Looser, Rechtsanwalt, 

und Seraina Schneider, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Bundesbahnen SBB,  

Division Personenverkehr,  

Wylerstrasse 123/125, 3000 Bern 65 SBB,   

vertreten durch  

Prof. Dr. iur. Hans Rudolf Trüeb, Rechtsanwalt LL.M., 

und Dr. iur. Martin Zobl, Rechtsanwalt LL.M.,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Bundesamt für Verkehr BAV,  

3003 Bern,    

Vorinstanz  

 

sowie 

 

 

Bombardier Transportation GmbH,  

Am Rathenaupark, DE-16761 Henningsdorf,   

vertreten durch  

Michael Kramer, Rechtsanwalt,  

Beigeladene.  
 

 
 

Gegenstand 
 Verfahrenskosten, Neuverlegung der Parteientschädigungen 

nach Bundesgerichtsurteil. 

 

 

 

A-883/2022 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Im November 2017 erteilte das Bundesamt für Verkehr BAV den Schwei-

zerischen Bundesbahnen SBB für die neuen Fernverkehrs-Doppelstock-

Triebzüge (FV-Dosto) befristete Betriebsbewilligungen bis Ende November 

2018.  

B.  

Dagegen erhob Inclusion Handicap (nachfolgend auch: Beschwerdeführe-

rin) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte die be-

hindertengerechte Ausgestaltung der Züge in 15 Punkten. Während des 

Verfahrens konnten sich die SBB (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) und 

Bombardier (nachfolgend: Beigeladene) in vier Punkten mit der Beschwer-

deführerin aussergerichtlich einigen und beantragten diesbezüglich die Ab-

schreibung des Beschwerdeverfahrens ohne Kostenfolgen.  

C.  

Das Bundesverwaltungsgericht hiess die Beschwerde mit Urteil 

A-359/2018 vom 21. November 2018 in einem Beschwerdepunkt betref-

fend die gerügte Rampenneigung teilweise gut und erteilte der Beschwer-

degegnerin die zusätzliche Auflage, pro Zug mindestens einen mit einem 

Rollstuhl-Piktogramm gekennzeichneten normkonformen Ein- und Aus-

stieg (Rampenneigung von maximal 15%) vorzusehen (Dispositivziffer 2). 

Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten war (Dis-

positivziffer 3). In vier Punkten schrieb es das Verfahren antragsgemäss 

als durch Rückzug gegenstandslos geworden ab (Dispositivziffer 1).   

D.  

Die dagegen erhobene Beschwerde von Inclusion Handicap hiess das 

Bundesgericht mit Urteil 2C_26/2019 vom 22. Dezember 2021 teilweise 

gut. Es änderte die Dispositivziffer 2 des Entscheids des Bundesverwal-

tungsgerichts dahingehend ab, dass es der Beschwerdegegnerin die zu-

sätzliche Auflage erteilte, für sämtliche Rampen im Ein- und Ausstiegsbe-

reich der FV-Dosto eine maximale Rampenneigung von 15% sicherzustel-

len. Sodann hob es die Dispositivziffer 3 auf und wies die Angelegenheit 

zu ergänzenden Abklärungen in Bezug auf die Gestaltung des Ein- und 

Ausstiegsbereichs der FV-Dosto an das BAV zurück. Im Übrigen wies es 

die Beschwerde ab und wies die Sache zur neuen Regelung der Parteient-

schädigung für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht an die-

ses zurück. 

A-883/2022 

Seite 4 

E.  

Das Bundesverwaltungsgericht nahm das Verfahren unter der Geschäfts-

nummer A-883/2022 wieder auf.  

F.  

Die Beschwerdegegnerin und die Beigeladene nahmen mit ihren jeweiligen 

Eingaben vom 28. März 2022 die Gelegenheit wahr, zur Neuregelung der 

Parteientschädigungen Anträge zu stellen. 

G.  

Mit Eingabe vom 30. Mai 2022 nahm die Beschwerdeführerin Stellung.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im vorliegenden Ver-

fahren ist aufgrund der Rückweisung durch das Bundesgericht ohne Wei-

teres gegeben. Im Folgenden ist gemäss Dispositivziffer 2 des Urteils 

2C_26/2019 vom 22. Dezember 2021 neu über die Parteientschädigungen 

im vorangegangenen Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht zu befin-

den. 

2.  

Nachdem die Beschwerde überwiegend abzuweisen war, entschied das 

Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-359/2018 vom 21. November 2018 

im Kostenpunkt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihres anteiligen 

Obsiegens zu einem Fünftel beziehungsweise Unterliegens zu vier Fünf-

teln der Beschwerdegegnerin und der Beigeladenen eine Parteientschädi-

gung auszurichten habe. Die Parteikosten wurden unter Berücksichtigung 

der Anzahl der vorgebrachten Rügen und des damit verbundenen Auf-

wands beurteilt. Das Bundesverwaltungsgericht sprach der Beschwerde-

gegnerin und der Beigeladenen – entsprechend dem genannten Verteil-

schlüssel – eine Parteientschädigung von je Fr. 144'000.– zu und verrech-

nete diese mit der Parteientschädigung der Beschwerdeführerin von ins-

gesamt Fr. 36'000.–. Gemäss Dispositivziffer 6 des Urteils hätte die Be-

schwerdeführerin daher der Beschwerdegegnerin und der Beigeladenen 

eine Parteientschädigung von je Fr. 126'000.– auszurichten gehabt. 

Die gegen das Urteil A-359/2018 erhobene Beschwerde von Inclusion Han-

dicap hiess das Bundesgericht mit Urteil 2C_26/2019 vom 22. Dezember 

A-883/2022 

Seite 5 

2021 teilweise gut. Es änderte die Dispositivziffer 2 des Urteils des Bun-

desverwaltungsgerichts ab, indem es nicht nur für eine Rampe pro Zug, 

sondern für sämtliche Rampen im Ein- und Ausstiegsbereich eine maxi-

male Rampenneigung von 15% festlegte. Es hob die Dispositivziffer 3 des 

Urteils des Bundesverwaltungsgerichts auf und wies die Sache zu ergän-

zenden Abklärungen an das BAV zurück. Das Bundesverwaltungsgericht 

hätte sich nicht damit begnügen dürfen, die Normenkonformität der Ausge-

staltung des Ein- und Ausstiegsbereichs festzustellen, ohne die Frage zu 

beantworten, ob die korrekt gebauten Schienenfahrzeuge im Ergebnis von 

mobilitätsbehinderten Menschen soweit wie möglich autonom und sicher 

benützt werden könnten. Da sich die Auffassungen der Parteien in diesem 

Punkt diametral entgegenstünden, sei die Vornahme weiterer Abklärungen 

unausweichlich. Je nach Ergebnis der ergänzenden Untersuchung werde 

das BAV zu prüfen haben, ob mögliche Anpassungen am Ein- und Aus-

stiegsbereich zumindest eines Wagens pro Zug technisch machbar und 

verhältnismässig seien. 

Im Weiteren hob das Bundesgericht die Dispositivziffer 6 des Urteils 

A-359/2018 auf und erwog, die auferlegten Parteientschädigungen von 

rund Fr. 250'000.– seien zweifellos geeignet, sich negativ auf das Ver-

bandsbeschwerderecht auszuwirken. Es gehe zwar nicht darum, eine vom 

verursachten Aufwand unabhängige Pauschalentschädigung festzuset-

zen. Der besonderen Konstellation des ideellen Verbandsbeschwerde-

rechts sei aber bei der Höhe der in Frage stehenden Parteientschädigun-

gen mehr Gewicht zuzumessen als durch die erfolgte Reduktion des Stun-

denansatzes von Fr. 400.– auf Fr. 300.–. Bei der Bemessung der Partei-

entschädigung der Beigeladenen sei überdies zu berücksichtigen, dass 

ihre Einbeziehung im Wesentlichen dazu gedient habe, ihr das rechtliche 

Gehör zu gewähren, zumal sie vom Entscheid mittelbar in ihren eigenen 

Interessen hätte betroffen sein können (Kostenfolgen im Vertragsverhältnis 

mit den SBB). Dies habe aber nicht bedeutet, dass die Beigeladene – wie 

weitgehend geschehen – die rechtliche Position der SBB als Beschwerde-

gegnerin hätte verdoppeln müssen. Soweit sich ihre Interessen mit jenen 

der SBB gedeckt hätten, hätte ein grosser Teil des Aufwands durch eine 

gewisse Koordination vermieden werden können. Die Beigeladene hätte 

sich darauf beschränken können, technische Aspekte ins Verfahren einzu-

bringen, zumal sie insoweit angesichts ihrer Sachnähe unbestrittenermas-

sen einen besonderen Prozessbeitrag habe leisten können. Demnach 

könne die Entschädigung für sie kaum gleich hoch ausfallen wie für die 

SBB als Partei im Sinne von Art. 6 VwVG. 

A-883/2022 

Seite 6 

3.   

3.1 Die Beschwerdegegnerin nahm mit Eingabe vom 28. März 2022 zur 

Neuverlegung der Parteientschädigung Stellung und beantragt, die ihr zu-

gesprochene Entschädigung sei um maximal 20% zu reduzieren. Mit Blick 

auf das – obschon beschränkte – Obsiegen sei eine moderate Reduktion 

der Kosten vorzunehmen. Darüber hinaus rechtfertige sich die Reduktion 

aber nicht. Die Beschwerdeführerin sei vor Bundesgericht in ihren neun 

vorgebrachten Punkten weitgehend unterlegen. Einzig sei festgehalten 

worden, dass die Rampen im Ein- und Ausstiegsbereich eine maximale 

Neigung von 15% nicht überschreiten solle und die Sache sei betreffend 

die Gestaltung der Ein- und Ausstiegsbereiche zwecks weiterer Abklärun-

gen an das BAV zurückgewiesen worden. Die Beschwerdeführerin habe 

mit einer über 60-seitigen Beschwerdeschrift ein sehr aufwändiges und 

kostenintensives Verfahren eingeleitet. Nebst der vielen rechtlichen Vor-

bringen hätten auch die Behauptungen der Beschwerdeführerin zum Sach-

verhalt im Detail geprüft und berichtigt werden müssen. Als Beschwerde-

gegnerin habe sie im Sinne der prozessualen Sorgfalt einen notwendigen 

und verhältnismässigen Aufwand betrieben, während die Beschwerdefüh-

rerin mit stets neuen und stets umfangreichen Eingaben sie zum Replizie-

ren gezwungen habe. Die ideelle Verbandsbeschwerde könne nicht dazu 

dienen – unbesehen immenser Kosten der Gegenparteien – ein Verfahren 

ohne finanzielles Risiko zu führen. Bei der Festlegung der Parteientschä-

digung seien die durch eine Beschwerdeerhebung erzeugten Kosten eben-

falls in die Waagschale zu werfen. Die Beschwerdeführerin hätte ohne Wei-

teres auf aussichtslose, unnötig redundante oder unerbetene Eingaben 

von vorneherein verzichten können. Mit Urteil A-359/2018 habe das Bun-

desverwaltungsgericht die Parteientschädigung bereits um fast die Hälfte 

reduziert und dabei auch die seitens der Beschwerdeführerin verfolgten In-

teressen berücksichtigt. Dies verbiete es, die Parteientschädigung über 

den vorliegend beantragten maximalen Umfang hinaus zu kürzen. 

3.2 Die Beigeladene bringt in ihrer Stellungnahme vom 28. März 2022 vor, 

die Parteientschädigung sei um höchstens 20% zu reduzieren und mindes-

tens auf Fr. 100'800.– festzusetzen. Im Verfahren vor Bundesverwaltungs-

gericht habe sie überwiegend obsiegt. Die zusätzlich vom Bundesgericht 

geänderte Auflage, dass für sämtliche Rampen im Ein- und Ausstiegsbe-

reich (und nicht bloss für eine pro Zug) eine maximale Rampenneigung von 

15% sicherzustellen sei, habe einen untergeordneten Punkt betroffen. Die 

nach der Rückweisung vom BAV vorzunehmende Prüfung des Eingangs-

bereichs der Züge beschränke sich auf das Zusammenspiel der Züge mit 

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den Perrons und liege damit ausserhalb ihres Einflussbereichs. Ihre Par-

teientschädigung dürfe nicht nur deshalb weiter reduziert werden, weil sie 

bloss beigeladen gewesen sei und sich daher auf das Einbringen techni-

scher Aspekte hätte beschränken können. Sie habe im Rahmen des Streit-

gegenstandes unbeschränkt Anträge stellen können und die gleichen 

Rechte und Pflichten wie andere Parteien, inklusive der Beschwerdegeg-

nerin. Ihren Anspruch auf rechtliches Gehör hätte sie nicht ausreichend 

wahrnehmen können, wenn sie der Beschwerdegegnerin lediglich zuge-

dient hätte. Dementsprechend seien ihre Parteikostenansprüche qualitativ 

gleichwertig zu jenen der Beschwerdegegnerin. Sie habe zu insgesamt 15 

beantragten Zugsänderungen Stellung nehmen müssen. Dazu waren um-

fangreiche technische und spezialgesetzliche Ausführungen nötig, die nur 

sie als Zugsbauerin habe einbringen können. Es habe sich um ein über-

durchschnittlich komplexes und aufwändiges Verfahren gehandelt. Das 

Bundesverwaltungsgericht habe mit der Reduktion des Stundenansatzes 

auf Fr. 300.– den Umstand bereits berücksichtigt, dass mit der Verbands-

beschwerde auch öffentliche Interessen verfolgt würden. Aufgrund der 

Komplexität des Verfahrens hätte sich der Stundenansatz auf Fr. 400.– be-

laufen müssen. Eine weitergehende Reduktion sei nicht angebracht. 

3.3 Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber mit Stellungnahme vom 

30. Mai 2022 vor, aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liessen 

sich Hinweise für die Zusprechung von Parteientschädigungen in Ver-

bandsbeschwerdesachen ableiten. Der gesetzliche Beurteilungsspielraum 

sei so weit als möglich auszuschöpfen, um aufgrund der Kostenrisiken die 

berechtigten Organisationen nicht von der Ausübung des Verbandsbe-

schwerderechts abzuhalten. Die belehrenden Ausführungen der Be-

schwerdegegnerin seien ohne Belang, da die Parteientschädigungen nicht 

dazu dienen dürften, ihr eine Lektion zu erteilen, zumal sie nicht mutwillig, 

leichtsinnig oder missbräuchlich prozessiert habe. Insgesamt seien – im 

Hinblick auf die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichts – die zuge-

sprochenen Parteientschädigungen auf eine Gesamtsumme zu reduzie-

ren, die den Betrag von Fr. 40'000.– (inkl. MWST), aufgeteilt auf Beschwer-

degegnerin und Beigeladene, nicht übersteigen dürfe. Auch wenn sie die 

Beschwerde nicht in allen Punkten weitergezogen habe, sei – in Anbetracht 

des über das Ergebnis vor dem Bundesverwaltungsgericht hinausgehen-

den Obsiegens und der erfolglos gebliebenen Einreden der Beschwerde-

gegnerin und der Beigeladenen – vom Verteilschlüssel von zwei Fünftel 

Obsiegen zu drei Fünftel Unterliegen auszugehen. Aus der Honorarnote 

der Beschwerdegegnerin ergebe sich ein völlig überrissener Aufwand von 

830 Stunden, der zudem nicht ausweise, welche Leistungen von welchem 

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der Anwälte erbracht worden seien. Es sei nicht ersichtlich, welcher zusätz-

liche Koordinationsaufwand verursacht worden sei. Wegen dieser Unzu-

länglichkeiten sei fraglich, ob überhaupt auf die Honorarnote abgestellt 

werden könne. Der Stundenaufwand sei um mindestens die Hälfte zu kür-

zen, auch angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin über ei-

nen ausgebauten Rechtsdienst verfüge, was den Aufwand der externen 

Rechtsvertretung hätte deutlich reduzieren müssen. Beschwerdegegnerin 

und Beigeladene hätten zudem zahlreiche Themen in die Auseinanderset-

zung eingebracht, die für das Ergebnis unbeachtlich gewesen seien (wie 

etwa die Einreden der res iudicata sowie des treuwidrigen Verhaltens). Das 

Ausmass solcher erfolglos gebliebener Einwände sei bei der Festlegung 

des Verhältnisses von Obsiegen und Unterliegen mitzuberücksichtigen. 

Die vom Bundesgericht angesprochene Möglichkeit der Koordination hätte 

zudem zu einem geringeren Aufwand führen können. Auch könne der im 

Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) vorgesehene 

Mindeststundensatz im Lichte des Verbandsbeschwerderechts von 

Fr. 200.– auf Fr. 100.– reduziert werden. Im Weiteren habe die Beschwer-

degegnerin in einer Spesenposition ein Parteigutachten aufgeführt, das 

nicht als notwendiger Aufwand gelten könne. Insgesamt resultiere daraus 

eine (volle) Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 41'500.– für die Be-

schwerdegegnerin, welcher eine reduzierte Entschädigung von 

Fr. 24'900.– (vor MWST) zuzusprechen sei. Im Weiteren sei die Beigela-

dene für ihre Ausführungen zu rechtlichen Aspekten nicht zu entschädigen. 

Da sie keine Honorarnote eingereicht habe, könne ihr Aufwand anhand der 

Aktenlage geschätzt beziehungsweise eine Pauschale festgesetzt werden. 

Aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergebe sich, dass in kom-

plexen Verfahren Parteientschädigungen zugunsten Beigeladener in der 

Höhe von Fr. 20'000.– bereits als hoch zu betrachten seien. Da es sich 

vorliegend um ein Verfahren in Verbandsbeschwerdesachen handle, sei 

der Aufwand der Beigeladenen auf pauschal Fr. 10'000.– (zugl. MWST) 

festzulegen und erscheine unter Berücksichtigung der Komplexität des 

Verfahrens als angemessen.   

4.  

4.1 Ganz oder teilwiese obsiegenden Parteien ist von Amtes wegen oder 

auf Begehren eine Entschädigung für ihnen erwachsene notwendige und 

verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 

Abs. 1 VGKE. Bei nur teilweisem Obsiegen ist die Entschädigung entspre-

chend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Entschädigung umfasst die 

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Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Partei; unnöti-

ger Aufwand wird nicht entschädigt (Art. 8 ff. VGKE). Das Bundesverwal-

tungsgericht legt die Parteientschädigung aufgrund der eingereichten Kos-

tennote oder, wenn keine Kostennote eingereicht wird, aufgrund der Akten 

fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Das Anwaltshonorar wird nach dem notwendi-

gen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin bemessen, wobei der 

Stundenansatz für Anwälte und Anwältinnen mindestens 200 und höchs-

tens 400 Franken beträgt (Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE). 

Im Folgenden ist auf die Abänderung des Verteilschlüssels einzugehen 

(E. 4.2) und die Höhe der Parteientschädigungen festzulegen (E. 4.3). 

4.2 Das Bundesgericht ging von einem Verteilschlüssel von zwei Fünftel zu 

drei Fünftel aus, indem es die reduzierten Gerichtskosten auf Fr. 1'000.– 

festsetzte und der Beschwerdeführerin Fr. 600.– zur Zahlung auferlegte 

(vgl. BGer 2C_26/2019 vom 22. Dezember 2021 E. 24.1).  

Grundsätzlich ist die Gewichtung der Streitgegenstände, wie sie vom Bun-

desgericht vorgenommen wurde, für das Bundesverwaltungsgericht ver-

bindlich (vgl. Urteil des BVGer A-3785/2020 vom 3. September 2020 E. 2.3 

m.H.). Zu prüfen ist, inwieweit eine Überlappung vorliegt. Der Streitgegen-

stand vor dem Bundesverwaltungsgericht umfasste nach antragsgemässer 

Abschreibung des Beschwerdeverfahrens in vier Punkten noch elf Be-

schwerdepunkte. Neun davon zog die Beschwerdeführerin an das Bundes-

gericht weiter. Demnach war der Streitgegenstand im Verfahren 

A-359/2018 nicht völlig identisch mit jenem vor Bundesgericht. Für das Ver-

fahren vor Bundesverwaltungsgericht ist daher nicht vom gleichen Verteil-

schlüssel auszugehen. Das Bundesgericht hat das Urteil des Bundesver-

waltungsgerichts in jenen Punkten, welche die Rampenneigung und die 

Gestaltung des Einstiegsbereichs betroffen hatten, abgeändert bezie-

hungsweise aufgehoben, und die Beschwerde in den übrigen sieben Punk-

ten abgewiesen. Die Beschwerdeführerin bringt vor, selbst wenn sie das 

Verfahren nicht in allen Punkten weitergezogen habe, sei auf den Verteil-

schlüssel von zwei Fünfteln zu drei Fünfteln abzustellen. Sie habe in den 

Hauptpunkten einen über das Ergebnis vor Bundesverwaltungsgericht hin-

ausgehenden Erfolg erzielt und diverse Einwände der Beschwerdegegne-

rin seien erfolglos geblieben, was in die Verteilung des Obsiegens und Un-

terliegens einzubeziehen sei. Mit den vom Ergebnis her erfolglos erhobe-

nen Einwänden der Verwirkung, der res iudicata und des Vertrauensschut-

zes hat sich aber auch das Bundesgericht im Punkt II. seines Urteils aus-

einandergesetzt, weshalb davon auszugehen ist, dass sie im Kostenpunkt 

A-883/2022 

Seite 10 

bereits berücksichtigt wurden. Sie können daher nicht zu einer weiterge-

henden Reduktion des Obsiegens der Beschwerdegegnerin und der Bei-

geladenen führen. Auch gelten die Beschwerdegegnerin und die Beigela-

dene in zwei Beschwerdepunkten, die die Beschwerdeführerin nicht wei-

tergezogen hat, als obsiegend, was sich im Verteilschlüssel entsprechend 

niederschlagen muss. 

Nach dem Gesagten ist der Verteilschlüssel für das Verfahren vor Bundes-

verwaltungsgericht von einem Fünftel auf ein Drittel Obsiegen der Be-

schwerdeführerin und von vier Fünftel auf zwei Drittel Unterliegen abzuän-

dern. 

4.3 Die Beschwerdegegnerin und die Beigeladene haben als obsiegende 

Parteien entsprechend dem Verfahrensausgang Anspruch auf eine redu-

zierte Parteientschädigung. Im Folgenden ist zunächst auf die strittige 

Festlegung des Aufwands der Beschwerdegegnerin (E. 4.3.1) und des 

Stundenansatzes (E. 4.3.2) einzugehen, woraus sich die angemessene 

volle Parteientschädigung der Beschwerdegegnerin ergibt (E. 4.3.3).  Da-

nach ist auf die strittige Schätzung des Aufwands der Beigeladenen und 

deren angemessene volle Entschädigung einzugehen (E. 4.3.4). Anhand 

dieser Grundlagen ist die Neuverlegung der Parteikosten vorzunehmen 

(E. 4.3.5).  

4.3.1 In ihren Stellungnahmen vom 28. März 2022 beantragen die Be-

schwerdegegnerin und die Beigeladene die Reduktion der ihnen im Urteil 

A-359/2018 zugesprochenen Parteientschädigungen um maximal 20%. 

Demgegenüber beantragt die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme 

vom 30. Mai 2022 im Wesentlichen eine Reduktion der Parteientschädi-

gungen auf eine Gesamtsumme, die Fr. 40'000.– nicht übersteige.    

Das Bundesgericht hat festgehalten, dass die Bemessung der Parteient-

schädigung nicht durch die Festsetzung einer vom verursachten Aufwand 

unabhängigen Pauschalentschädigung zu erfolgen hat (2C_26/2019 vom 

22. Dezember 2021 E. 2.2.5). Die von der Beschwerdeführerin verlangte 

Deckelung der Kosten mittels Reduktion auf insgesamt pauschal 

Fr. 40'000.– kann daher nicht vorgenommen werden. Im Weiteren vermö-

gen ihre Ausführungen zur Kürzung des notwendigen Aufwands auf die 

Hälfte des von der Beschwerdegegnerin in ihrer Kostennote geltend ge-

machten Stundenaufwands nicht zu überzeugen. Die im Verfahren 

A-359/2018 eingereichte Kostennote weist ein Honorar von Fr. 331'880.– 

bei 829.70 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 400.– aus. Wie das 

A-883/2022 

Seite 11 

Bundesverwaltungsgericht bereits im Urteil A-359/2018 festgehalten hat, 

ist der Aufwand nicht vollständig im Leistungsverzeichnis ausgewiesen und 

in seiner Gesamthöhe auch nicht als notwendig zu betrachten, weshalb er 

um etwa ein Viertel zu kürzen ist. Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer 

Stellungnahme geltend macht, der Koordinationsaufwand der beiden An-

wälte der Beschwerdegegnerin sei nicht ausgewiesen, wurde dies in der 

vorgenommenen Kürzung des Stundenaufwands bereits berücksichtigt 

(vgl. A-359/2018 vom 20. November 2018 E. 21.2.6). Im Weiteren hat das 

Bundesverwaltungsgericht angesichts der erhobenen Rügen keine Positi-

onen berücksichtigt, die nicht notwendig oder hinsichtlich ihrer Notwendig-

keit nicht überprüfbar gewesen wären. Nach dem Gesagten findet die von 

der Beschwerdeführerin begehrte Kürzung des Aufwands um die Hälfte 

statt um ein Viertel keine Grundlage in den Akten. Mit Blick auf die im Ver-

fahren A-359/2018 vorgebrachten Rügen ist daher festzuhalten, dass der 

geltend gemachten Aufwand der Beschwerdegegnerin nicht um mehr als 

etwa ein Viertel zu kürzen ist.    

4.3.2 Im Urteil A-359/2018 E. 21.2.7 reduzierte das Bundesverwaltungsge-

richt aufgrund der Konstellation des Verbandsbeschwerderechts den gel-

tend gemachten Stundenansatz von Fr. 400.– auf Fr. 300.–. Angesichts 

des als notwendig zu erachtenden Aufwands ging es nach Verrechnung 

der Ansprüche von reduzierten Parteientschädigungen von je Fr. 126'000.– 

aus, die es der Beschwerdeführerin zur Zahlung auferlegte. Da sich die 

Höhe der Parteientschädigungen auf das Verbandsbeschwerderecht pro-

hibitiv auswirkt, ist gemäss Bundesgerichtsurteil der Konstellation des ide-

ellen Verbandsbeschwerderechts bei der Festlegung des Stundenansat-

zes höheres Gewicht beizumessen. Demnach ist in voller Ausschöpfung 

des in Art. 10 Abs. 2 VGKE vorgesehenen Ermessenspielraums der Stun-

denansatz auf Fr. 200.– festzulegen. 

4.3.3 Angesichts des notwendigen Aufwands erscheint daher bei einem 

Stundenansatz von Fr. 200.– eine volle Parteientschädigung der Be-

schwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 120'000.– als angemessen. Im Üb-

rigen waren bisher und sind auch weiterhin keine Kosten für ein Parteigut-

achten zu berücksichtigen. Wie bereits aus der Kostennote der Beschwer-

degegnerin hervorgeht, hat auch jene keine Auslagen für ein Parteigutach-

ten geltend gemacht, sondern ihren Anspruch anhand des Zeitaufwands 

für die von ihr erbrachten Leistungen begründet. 

4.3.4 Die Beigeladene hat keine Kostennote eingereicht. Nach Ansicht des 

Bundesgerichts hätte ein grosser Teil des Aufwands durch eine gewisse 

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Seite 12 

Koordination vermieden werden können, soweit sich ihre Interessen mit je-

nen der Beschwerdegegnerin gedeckt hätten. Das ihr zu gewährende 

rechtliche Gehör habe nicht bedeutet, dass sie die rechtlichen Positionen 

der Beschwerdegegnerin hätte verdoppeln müssen. Als Beigeladene hätte 

sie sich darauf beschränken können, technische Aspekte ins Verfahren ein-

zubringen. Da lediglich notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zu 

ersetzen seien, sei ihr kaum eine gleich hohe Entschädigung auszurichten 

wie der Beschwerdegegnerin.  

Die Beigeladene bestreitet in der Stellungnahme vom 28. März 2022 nicht, 

dass ihre Eingaben Verdoppelungen der rechtlichen Positionen der Be-

schwerdegegnerin enthielten. Auf ihre teils appellatorische Kritik, ihre Par-

teikostenansprüche seien quantitativ gleichwertig zu jenen der Beschwer-

degegnerin, ist angesichts der Bindungswirkung des Bundesgerichtsurteils 

nicht weiter einzugehen, zumal sie nicht substanziiert, inwiefern sie zur 

Wahrung ihres rechtlichen Gehörs den gleichen Aufwand wie die Be-

schwerdegegnerin zu betreiben hatte. Die von ihr aber zweifellos in sub-

stanziellem Umfang beigebrachten technischen Aspekte hatte sie – wie sie 

zutreffend ausführt – jeweils in den rechtlichen Kontext zu stellen, was eine 

sorgfältige Analyse der massgeblichen Tat- und Rechtsfragen erforderte. 

In Anbetracht der Komplexität des Verfahrens erscheint daher eine (volle) 

Parteientschädigung der Beigeladenen in der Höhe von Fr. 105'000.– als 

angemessen. 

4.3.5 Aufgrund des Verteilschlüssels haben die Beschwerdegegnerin und 

die Beigeladene Anspruch auf den Ersatz von je zwei Drittel ihrer ersatzfä-

higen Parteikosten. Dies entspricht einem Betrag von Fr. 80.000.– für die 

Beschwerdegegnerin und Fr. 70.000.– für die Beigeladene. Die der Be-

schwerdeführerin zustehende Parteientschädigung von Fr. 40'000.– ist je 

zur Hälfte von der Beschwerdegegnerin und der Beigeladenen zu tragen. 

In Verrechnung der Ansprüche hat die Beschwerdeführerin der Beschwer-

degegnerin eine Entschädigung von Fr. 60'000.– und der Beigeladenen 

eine Entschädigung von Fr. 50'000.– zu bezahlen. Die Beschwerdegegne-

rin ist vorzugssteuerabzugsberechtigt. Ihre Parteientschädigung umfasst 

keinen Mehrwertsteuerzuschlag. Dasselbe gilt für die Beigeladene, die ih-

ren Sitz in Deutschland hat. Demnach hat die Beschwerdeführerin der Be-

schwerdegegnerin eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 60'000.– 

(inkl. Barauslagen) und der Beigeladenen eine von Fr. 50'000.– (inkl. Bar-

auslagen) zu bezahlen. 

A-883/2022 

Seite 13 

5.  

Für den vorliegenden Kostenentscheid sind keine Kosten aufzuerlegen 

(Art. 6 Bst. b VGKE) und keine Parteientschädigungen zuzusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 VGKE). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

A-883/2022 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Beschwerdegegnerin wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 60'000.– und der Beigeladenen in der Höhe von Fr. 50'000.– zugespro-

chen. Die Beschwerdeführerin hat ihnen die Parteientschädigungen nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu bezahlen. 

2.  

Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben 

und keine Parteienschädigungen zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin, 

die Beigeladene, die Vorinstanz und das Generalsekretariat UVEK. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Maurizio Greppi Anna Wildt 

 

 

  

A-883/2022 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG).