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**Case Identifier:** db7ab9f6-f5a7-5b76-95a9-bd131db481ba
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-25
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2015 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2015
**Docket/Reference:** DB.2018.142
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-db.2018.142--1-st.2018.166-1590142787.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2018.142 
1 ST.2018.166 

Entscheid 

 25. Juni 2019 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Michael Ochsner, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichte-
rin Christina Hefti und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

In Sachen 

1.  A,    

2.  B ,    

vertreten durch RA lic.iur. C und RA lic.iur. D,  

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

gegen 

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2015 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2015 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. 1. A und B (nachfolgend Pflichtigen) sind zu 2/3 bzw. 1/3 Anteilsinhaber der 

E Holding GmbH mit Sitz in der zürcherischen Gemeinde F, die mit Handelsregisterein-

trag vom … 2014 gegründet worden war. Der Vater der Pflichtigen, G, war Eigentümer 

der  H  AG,  ebenfalls  in  der  zürcherischen  Gemeinde  F.  Diese  bezweckt  …  und  weist 

ein Aktienkapital von Fr. 300'000.- auf, aufgeteilt in 300 Namenaktien zu je Fr. 1'000.-. 

Mit Vertrag vom 11. Januar 2015 erwarb die E Holding GmbH von G 200 Namenaktien 

der H AG für Fr. 2'000'000.-. Gleichzeitig verschenkte G die restlichen 100 Namenak-

tien  an  die  Pflichtige,  die  diese  darauf  für  Fr. 100'000.-  ebenfalls  an  die  E  Holding 

GmbH  übertrug.  Die  E  Holding  GmbH  finanzierte  die  Käufe  dadurch,  dass  sie  vom 

Pflichtigen  ein  Darlehen  von  Fr. 2'000'000.-  aufnahm  sowie  mit  Bezug  auf  den  Kauf 

von der Pflichtigen den Preis als Schuld stehen liess. Der Pflichtige seinerseits erhielt 

die nötigen finanziellen Mittel durch ein Darlehen von der Bank I, für das die Aktien der 

H AG als Sicherheit hinterlegt wurden.  

G  machte  der  Pflichtigen  zudem  diverse  Schenkungen,  nämlich  am  11.  De-

zember  2014  Fr. 100'000.-,  am  15.  Januar  2015  weitere  Fr.  100'000.-,  am  6.  Febru-

ar 2015 Fr. 800'000.- und am 19. November 2016 Fr. 1'500'000.-. Am … 2015 erwar-

ben  die  Pflichtigen  eine  Liegenschaft  in  J  für  Fr. 3'350'000.-.  Vom  Kaufpreis  wurden 

Fr. 1'800'000.-  durch  einen  Hypothekarkredit  der  Bank  I  und  Fr. 1'200'000.-  durch  ein 

Darlehen der Verkäufer finanziert.  

2. Im Einschätzungsverfahren für die Steuerperiode 2015 verlangte der Steu-

erkommissär  mit  Auflage  vom  6.  Oktober  2017  u.a.  alle  Verträge  zu  den  Erbvorbe-

zügen sowie den beiden Darlehen an die E Holding GmbH. Die Pflichtigen reagierten 

am 22. Dezember 2017.  

Am  8.  Januar  2018  erliess  der  Steuerkommissär  die  Einschätzungen  für  die 

direkte Bundessteuer sowie die Staats- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2015. 

Darin beurteilte er den Kauf der 200 Aktien der H AG von G durch die E Holding GmbH 

als eine Transponierung und rechnete die Differenz zwischen Kauferlös und Nennwert, 

somit Fr. 1'800'000.-, beim steuerbaren Einkommen auf.  

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B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 31. Januar 2018 Einsprache erheben 

und  beantragen,  u.a.  auf  die  Aufrechnung  wegen  Transponierung  zu  verzichten.  Es 

habe sich um ein Management-Buyout über eine hierzu gegründete Akquisitionsgesell-

schaft gehandelt; die Voraussetzungen einer Transponierung seien nicht erfüllt.  

Das kantonale Steueramt verlangte darauf am 9. März 2018 weitere Unterla-

gen zu den Darlehen und Bankkonten der Pflichtigen sowie die Jahresrechnungen der 

erwähnten Gesellschaften. Die Pflichtigen reichten am 27. April 2018 diverse Unterla-

gen ein. Anlässlich von telefonischen Besprechungen zwischen Vertretern der Pflichti-

gen  und  des  kantonalen  Steueramts  verwiesen  Letztere  auf  das  allfällige  Vorliegen 

einer  Steuerumgehung;  hierzu  liessen  die  Pflichtigen  am  6.  Juni  2018  Stellung  neh-

men.  

Das  kantonale  Steueramt  hiess  am  27.  Juli  2018  die  Einsprachen  in  einem 

nicht mehr streitigen Punkt gut, hielt aber an der erwähnten Aufrechnung fest und  er-

liess folgende Steuerfaktoren:  

Direkte Bundessteuer  

Steuerbares Einkommen 

Staats- und Gemeindesteuern 

Steuerbares Einkommen  

Davon Ertrag aus qualifizierter Beteiligung  

Steuerbares Vermögen 

Fr.  

1'396'200.- 

2'126'300.- 

1'819'900.-  

389'000.-. 

C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 27. August 2018 beantragten die Pflich-

tigen, es seien die angefochtenen Entscheide aufzuheben und die Einschätzungen für 

die  direkte  Bundessteuer  2015  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr.  316'200.- 

und für die Staats- und Gemeindesteuern 2015 mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 326'300.-, davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 19'900.-, vorzunehmen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.  

Das kantonale Steueramt schloss am 19. September 2018 auf Abweisung der 

Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.  

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  Das  kantonale  Steueramt  stützt  seine  Beurteilung  auf  das  Vorliegen  einer 

Steuerumgehung.  Dies  setzt  einen  steuergesetzlichen  Tatbestand  voraus,  der  durch 

einen  konstruierten  Sachverhalt  umgangen  wird,  ihm  aber  wirtschaftlich gleichkommt. 

Die  Vorinstanz  bezeichnet  den  umgangenen  Tatbestand  als  die  Regelung  über  die 

Transponierung.  Dabei  stützt  sie  sich  vor  allem  auf  das  Bundesgerichtsurteil  vom 

26. Oktober 2017 (2C_168/2017).  

a) Steuerbar sind nach Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die direk-

te Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 20 Abs. 1 lit. c des Steuerge-

setzes vom 8. Juni 1997 (StG) die Erträge aus beweglichem Vermögen, insbesondere 

Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Betei-

ligungen aller Art (einschliesslich Gratisaktien, Gratisnennwerterhöhungen und derglei-

chen). Als Ertrag aus beweglichem Vermögen gilt auch der Erlös aus der Übertragung 

einer  Beteiligung  von  mindestens  5%  am  Grund-  oder  Stammkapital  einer  Kapitalge-

sellschaft  oder  Genossenschaft  aus  dem  Privatvermögen  in  das  Geschäftsvermögen 

einer  Personenunternehmung  oder  einer  juristischen  Person,  an  der  der  Veräusserer 

oder Einbringer nach der Übertragung zu mindestens 50% am Kapital beteiligt ist, so-

weit  die  gesamthaft  erhaltene  Gegenleistung  den  Nennwert  der  übertragenen  Beteili-

gung übersteigt;  dies gilt  sinngemäss  auch,  wenn  mehrere  Beteiligte  die Übertragung 

gemeinsam  vornehmen (Art.  20a Abs.  1  lit.  b  DBG  bzw.  § 20a  Abs.  1  lit.  b  StG;  sog. 

Transponierung).  

Der  Regelung  über  die  Transponierung  liegt  folgender  Umstand  zugrunde: 

Werden Beteiligungsrechte aus dem Privatvermögen an einen Erwerber mit Geschäfts-

vermögen  veräussert,  findet  ein  Wechsel  des  Besteuerungssystems  vom  Nennwert- 

bzw.  Kapitaleinlageprinzip  zum  unternehmersteuerrechtlichen  Buchwertprinzip  statt. 

Dies  hat  zur  Folge,  dass  eine  allfällige  latente  Einkommenssteuerlast  auf  den  noch 

nicht ausgeschütteten Reserven der veräusserten Gesellschaft untergeht, weil für den 

Erwerber für die künftige Gewinnermittlung die Anlagekosten auf der Beteiligung mass-

gebend sind. Diese Wirkung kann von einem Beteiligungsinhaber ausgenutzt werden, 

indem  er  Beteiligungsrechte  zu  einem  über  den  Nennwert  liegenden  Preis  an  eine 

selbstbeherrschte Gesellschaft veräussert; in diesem Fall spricht man von einer Trans-

ponierung.  Mit  den  erwähnten  Bestimmungen  wird  für  solche  Fälle  die  Steuerfreiheit 

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des  privaten  Kapitalgewinns  durch  dessen  Umqualifizierung  in  steuerbaren  Vermö-

gensertrag  eingeschränkt.  Begründet  wird  dies  damit,  dass  der  Verkäufer  durch  den 

Verkauf an eine selbstbeherrschte Käuferin latent steuerbare Reserven in einen Kapi-

talgewinn transponiert habe (Transponierungstheorie), bzw. ein Verkauf an sich selbst 

gar  keine  Veräusserung,  sondern  lediglich  eine  Umschichtung  innerhalb  des  eigenen 

Vermögens  sei,  woraus  kein  steuerfreier  Kapitalgewinn  entstehen  könne  (Veräusse-

rungstheorie;  Marco  Greter,  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Bundes-

gesetz  über  die  Harmonisierung  der  direkten  Steuern  der  Kantone  und  Gemeinden, 

3. A.,  2017,  Art.  7a  N  3  StHG;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum 

DBG,  3.  A.,  2016,  Art.  20a  N  63  DBG  sowie  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz, 

3. A., 2013, § 20a N 61 StG).  

b) Es ist nicht streitig, dass vorliegend keine Transponierung erfolgte. Wie das 

Bundesgericht in E. 3.2. des erwähnten Urteils vom 26. Oktober 2017 festgehalten hat, 

erfassen die Bestimmungen über die Transponierung nur den Veräusserer selber, nicht 

aber  dessen  Rechtsnachfolger,  sodass  nur  eine  Einbringung  der  Beteiligung  in  eine 

vom Veräusserer selbst beherrsche Gesellschaft den Tatbestand erfüllt. Das Bundes-

gericht hat deshalb im erwähnten Fall, in dem der Veräusserer die Beteiligung an eine 

Gesellschaft  seines  Sohns  verkauft  und  darauf  seinem  Sohn  die  Kaufpreisforderung 

abgetreten hat, eine Transponierung verneint.  

Damit  gehen  aber  auch  vorliegend  die  Parteien  zu  Recht  nicht  von  einer 

Transponierung aus, da die Käuferin E Holding GmbH zu 1/3 der Tochter von G und zu 

2/3  seinem  Schwiegersohn  gehörte,  und  die  Gesellschaft  damit  nicht  von  ihm  selber 

beherrscht  wurde.  Sein  Schwiegersohn  hat  ebenfalls  keine  Transponierung  vorge-

nommen, da die Beteiligung an der H AG nie in seinem Eigentum stand. Die Tochter 

von G hat zwar einen Anteil an der H AG erhalten, da sie diesen aber zum Nennwert 

an  die  E  Holding  GmbH  übertrug,  hat  sie  keinen  Kapitalgewinn  über  dem  Nennwert 

realisiert und fehlt es damit ebenfalls an einer Voraussetzung einer Transponierung.  

2. Damit stellt sich allein die Frage, ob eine Steuerumgehung vorliegt.  

a)  aa)  Nach  der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung  wird eine  Steuerumge-

hung angenommen, wenn  

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(1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung als ungewöhnlich, sachwidrig 

oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen 

erscheint (sog. objektives Element),  

(2.) anzunehmen ist, dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich des-

halb  getroffen  wurde,  um  Steuern  einzusparen,  die  bei  sachgemässer  Ordnung  der 

Verhältnisse geschuldet wären (sog. subjektives Element), und  

(3.)  das  gewählte  Vorgehen  tatsächlich  zu  einer  erheblichen  Steuerersparnis  führen 

würde,  sofern  es  von  den  Steuerbehörden  hingenommen  würde  (sog.  effektives  Ele-

ment; zur detaillierten Anwendung dieser Kriterien vgl. BGE 138 II 239 E. 4.1 S. 243 ff. 

mit Hinweisen).  

Eine  Steuerumgehung  liegt  indes  nicht  bereits  dann  vor,  wenn  von  mehre- 

ren zivilrechtlichen Lösungen nicht diejenige gewählt wird, die die höchsten Steuerfol-

gen  zeitigt.  Vielmehr fällt  eine  Steuerumgehung nur  in  jenen ganz  ausserordentlichen 

Situationen in Betracht, wenn eine Rechtsgestaltung (objektives Element) vorliegt, die 

– abgesehen von den steuerlichen Aspekten – jenseits des wirtschaftlich Vernünftigen 

liegt. Das subjektive Element erweist sich insofern als entscheidend, als die Annahme 

einer  Steuerumgehung  ausgeschlossen  bleibt,  wenn  andere  als  blosse  Steuererspar-

nisgründe bei der Rechtsgestaltung eine relevante Rolle spielen (vgl. BGE 138 II 239 

E.  4.1;  BGr,  18.  Juli  2016,  2C_966/2015  E.  4.2;  15.  August  2012,  2C_146/2010 

E.  4.1.4;  15.  Mai  2012,  2C_836/2009  E.  6.1;  zum  Ganzen  BGr,  26. Oktober 2017, 

2C_168/2017). 

bb)  Im  Urteil  vom  26.  Oktober  2017  bejahte  das  Bundesgericht  eine  Umge-

hung  des  Steuertatbestands  der  Transponierung  in  einem  Fall,  in  dem  der  Vater  sei-

nem Sohn eine Beteiligung gegen Darlehen verkaufte und ihm in der Folge die Darle-

hensforderung unentgeltlich abtrat. Die Besonderheit bestand nach dem Bundesgericht 

darin, dass der Vater seinen Sohn beschenken wollte. Anstatt dass er dies in direkter 

Weise  (durch  die Schenkung der  Aktien) tat  und  der  beschenkte Sohn  anschliessend 

die  Beteiligung  nach  seinen  Vorstellungen  umstrukturierte,  fand  eine  Umkehrung  der 

Reihenfolge statt, indem zuerst ein Verkauf an die vom Sohn beherrschte Gesellschaft 

und anschliessend die Abtretung des Verkäuferdarlehens erfolgte. Hierdurch wurde ein 

Dreiparteienverhältnis geschaffen, welches ein aktives und abgestimmtes Zusammen-

wirken  der  Akteure  (Vater,  Gesellschaft,  Sohn)  voraussetzte.  Dabei  wurden  zwei  an 

sich  unabhängige  Vorgänge  in  ungewöhnlicher  Weise  miteinander  verquickt,  nämlich 

die Schenkung des Vaters an den Sohn einerseits und die Umstrukturierung bzw. das 

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Einbringen  der  Aktien  durch  den  beschenkten  Sohn  in  die  Gesellschaft  andererseits. 

Diese Vorgehensweise ergab nur Sinn, wenn das Zusammenwirken der drei beteiligten 

Parteien  darauf  abzielte,  dem  Beschenkten  steuerliche  Vorteile  zu  verschaffen.  Die 

(legitimen)  Überlegungen  des  Beschenkten,  wie  er  die  erhaltene  Beteiligung  steuer-

optimiert  strukturieren  will,  fallen  nämlich  ausschliesslich  in  dessen  Sphäre;  für  den 

Schenker ist es in der Regel von untergeordneter Bedeutung, was der Beschenkte mit 

der  Schenkung  unternimmt.  Hinzu  kommt,  dass  der  Sohn  die  Aktien  ohne  jegliche 

Sicherheiten  an  seine  Gesellschaft  verkaufte  und  den  Kaufpreis  als  Darlehensforde-

rung stehen liess. Auch eine Verzinsung oder eine Amortisation des Darlehens wurde 

weder geleistet noch vereinbart. Eine solche Vorgehensweise hielt nach dem Bundes-

gericht einem Drittvergleich nicht stand: Hätte der Vater einem Dritten Aktien in dieser 

Grössenordnung  verkauft  und  im  Gegenzug  lediglich  eine  Darlehensforderung  erhal-

ten,  so  hätte  er  zweifelsohne  eine  entsprechende  Sicherheit  und  regelmässige  Zins-

zahlungen  verlangt.  Die  Zeitabläufe  im  vorliegenden  Fall  bestätigten  denn  auch  den 

Eindruck,  dass  der  Vater  von  Anfang  an keine  Zuflüsse  aus  den  veräusserten  Aktien 

erwartete.  Dies  bedeutete,  dass  das  Darlehensverhältnis  betreffend  die  Person  des 

Rückzahlungsempfängers  simuliert  war:  Gewollt  war  vielmehr  von  Beginn  weg  eine 

Begünstigung  des  Sohnes.  In  Anbetracht  dieser  Umstände  erschien  dem  Bundesge-

richt das gewählte Vorgehen insgesamt als absonderlich und den wirtschaftlichen Ver-

hältnissen völlig unangemessen und bejahte es das objektive Element der Steuerum-

gehung. 

b) Die Vorinstanz geht davon aus, dass es im vorliegenden Fall naheliegender 

gewesen wäre, wenn G der Pflichtigen die Aktien der H AG geschenkt und diese als-

dann die Beteiligung der auch ihr gehörenden E Holding GmbH verkauft hätte, um der-

gestalt  Erlös  bzw.  gegebenenfalls  eine  –  via  Darlehensamortisation  steuerfrei  rück-

zahlbare  –  Forderung  gegenüber 

letzterer  zu  erhalten,  was 

indessen  eine 

Transponierung dargestellt hätte. Es sei nämlich ungewöhnlich und absonderlich, dass 

G die Beteiligung an der H AG an die Gesellschaft seiner Tochter bzw. seines Schwie-

gersohns verkaufte, obschon er daraus keinen finanziellen Vorteil zog, da er den Kauf-

erlös  und  zusätzlich  Fr. 500'000.-  umgehend  der  Tochter  schenkte.  Der  Verkauf  als 

solcher  sei  für  ihn  bedeutungslos  gewesen.  Die  Pflichtigen  hätten  zudem  die  Beteili-

gung frei nach ihrem Ermessen strukturieren können; diese Entscheidung falle in ihre 

Sphäre. Zudem müsse der Pflichtige für das zwecks Akquisition aufgenommene Darle-

hen der Bank einen höheren Zins bezahlen als er von der E Holding GmbH dafür erhal-

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te,  was  für  sich  gesehen  wirtschaftlich  keinen  Sinn  ergebe.  Damit  sei  das  objektive 

Element einer Steuerumgehung erfüllt.  

Das  Vorgehen  sei  einzig  in  der  Absicht  auf  Steuerersparnis  gewählt  worden. 

Es wäre nämlich einfacher gewesen, wenn die Pflichtige die von der E Holding GmbH 

benötigten  Mittel  als  Darlehen  aus  den  von  ihrem  Vater  erhaltenen  Barschenkungen 

finanziert hätte. G habe offenkundig bereits im Zeitpunkt des Verkaufs der Beteiligung 

beabsichtigt, den Erlös der Pflichtigen zukommen zu lassen. Er hätte ihr auch alle sei-

ne  Aktien  schenken  können,  da  er  offenkundig  keinen  Gewinn  beabsichtigte,  und  ihr 

und ihrer Familie damit nicht die Aufnahme eines verzinslichen Darlehens aufgenötigt 

hätte. Damit sei die subjektive Voraussetzung einer Steuerumgehung erfüllt, da keine 

anderen als steuerliche Gründe für das Vorgehen ersichtlich seien.  

c) aa) Die Argumentation des kantonalen Steueramts leuchtet dann ein, wenn 

anstelle  der  beiden  Pflichtigen  nur  die  Pflichtige  als  Tochter  von  G  gehandelt  hätte. 

Diesfalls wäre in der Tat ein Sachverhalt ähnlich wie derjenige vorgelegen, der im Ur-

teil  des  Bundesgerichts  zur  Beurteilung  stand:  So  hätte  der  Vater  die  Beteiligung  an 

der  H  AG  der  Akquisitionsgesellschaft  verkauft,  welche  (zu  mindestens  50%)  seiner 

Tochter  gehört,  und  die  Akquisitionsgesellschaft  den  Verkaufspreis  gestützt  auf  ein 

Darlehen  der  Tochter  finanziert,  das  diese  ihrerseits  von  Dritten  aufgenommen  hätte. 

Da G der Pflichtigen den Verkaufserlös umgehend zurücküberwies, hätte sie ein allfäl-

liges  von  Dritten  aufgenommenes  Darlehen  gleich  wieder  zurückzahlen  können.  Die 

Darlehensaufnahme  und  Kaufpreisbezahlung  wären  überflüssig  gewesen  und  hätten 

rein als Kulisse gedient. Im Ergebnis hätte dieselbe Situation bestanden wie wenn der 

Vater die Beteiligung der E Holding GmbH gegen Darlehen verkauft und das Darlehen 

der  Tochter  zediert  hätte.  Damit  wäre  derselbe  Sachverhalt  vorgelegen  wie  im  Urteil 

des Bundesgerichts, worin ein solches Vorgehen als eine Umgehung des Tatbestands 

der Transponierung qualifiziert wurde.  

bb) Anders liegen die Verhältnisse indessen, wenn sie unter dem Blickwinkel 

des Schwiegersohns von G betrachtet werden.  

Diesfalls  liegt  hier  ein  Kauf  einer  Beteiligung  mittels  einer  Akquisitionsgesell-

schaft vor. Bei diesem Vorgehen wird die Finanzierung des Kaufpreises erleichtert: Die 

künftigen Gewinne der übernommenen Gesellschaft können dank des Holdingprivilegs 

(§ 73 StG) bzw. des Beteiligungsabzuges (Art. 69 DBG) ohne steuerliche Belastung an 

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die  übernehmende  Gesellschaft  ausgeschüttet  und  von  dieser  zur  Amortisierung  und 

Verzinsung  des  zum  Kauf  benötigten  Darlehens  eingesetzt  werden.  Demgegenüber 

müsste der Käufer bei einem direkten Kauf der Beteiligungsrechte ins Privatvermögen 

die Gewinne aus der übernommenen Gesellschaft zuerst ausschütten und damit selbst 

versteuern, bevor er sie zur Kaufpreistilgung bzw. Rückzahlung des Darlehens einset-

zen  kann.  Der  Kauf  einer  Beteiligung  mittels  Akquisitionsgesellschaft  macht  deshalb 

durchaus Sinn, wie auch das Bundesgericht in E. 4.1 des Urteils vom 26. Oktober 2017 

ausdrücklich  festgehalten  hat.  Bereits  vor  Inkrafttreten  der  Gesetzesbestimmungen 

zur Transponierung war ein solches Vorgehen nicht als Transponierung beurteilt wor-

den  (sog.  Erbenholding;  BGr,  11.  Juni  2004,  ASA  73,  402).  Probleme  ergeben  sich 

hingegen allenfalls unter dem Aspekt der indirekten Teilliquidation (Art. 20a Abs. 1 lit. a 

DBG; § 20 Abs. 1 lit. a StG). Eine solche wird hier indessen von der Vorinstanz nicht 

geltend gemacht und wird in der folgenden Steuerperiode jeweils zu überprüfen sein. 

Der  Pflichtige  als  Schwiegersohn  von  G  erwarb  auf  diese  Weise  2/3  der 

H  AG,  und zwar  nach der  Sachdarstellung  der Pflichtigen  zum  Zweck  der Geschäfts-

nachfolge.  Demnach  habe  er  sich  als  Geschäftsführer  der  H  AG  verdient  gemacht, 

weshalb ihm G habe ermöglichen wollen, die Aktienmehrheit zu erwerben und das Un-

ternehmen weiter zu führen. Dies wird durch den Handelsregisterauszug bestätigt, ge-

mäss dem der Pflichtige seit dem 18. November 2013 als Geschäftsführer eingetragen 

war  und  heute  als  Präsident  des  Verwaltungsrats  amtet.  Indessen  fehlten  ihm  offen-

kundig die finanziellen Mittel zum Erwerb der Beteiligung. Mit Vertrag vom 12./17. De-

zember  2014  hat  er  deshalb  persönlich  ein  Darlehen  von  der  Bank  I  über 

Fr. 2'000'000.-  aufgenommen.  Der  Pflichtige  hat  darauf  der  E  Holding  GmbH  ein  ent-

sprechendes  Darlehen gewährt,  allerdings  ohne schriftlichen Vertrag,  und letztere  hat 

ihm dafür die Aktien der H AG als Sicherheit zur Hinterlegung bei der Bank überlassen. 

Daraus ergibt sich, dass der Pflichtige persönlich ein erhebliches finanzielles Engage-

ment eingegangen und deshalb sein Vorgehen wohl auch ernsthaft gemeint war. Wei-

ter ist aus der Sicht von G ein guter Grund dafür erkennbar, die Transaktion auf diese 

Weise  abzuwickeln,  konnte  er  doch  damit  die  Geschäftsnachfolge  nach  eigenen  Vor-

stellungen selber regeln. Auffallend ist zwar, dass das Darlehen der Bank – statt direkt 

an die Akquisitionsgesellschaft  – in einem ersten Schritt dem Pflichtigen als Anteilsin-

haber und darauf von diesem der Akquisitionsgesellschaft gewährt wurde. Indessen ist 

kein Grund  ersichtlich,  deswegen  die  Situation  anders  zu  beurteilen;  vielmehr  wird  er 

dadurch  gerade  persönlich  in  die  Transaktion  eingebunden.  Dieses  Vorgehen  ist  für 

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sich  gesehen  nicht  aussergewöhnlich  und  kann  nicht  als  Steuerumgehung  qualifiziert 

werden. 

Nicht  aussergewöhnlich  ist  es  zudem,  dass  der  Pflichtige  seine  Aktienmehr-

heit kaufen musste und nicht einfach von G geschenkt erhielt. Die Schenkungen von G 

an die Tochter stehen im Zusammenhang mit Erbvorbezügen, bei denen zudem auch 

die  Gleichbehandlung  der  Tochter  mit  dem  Sohn  beachtet  wurde,  indem  nach  der 

Sachdarstellung der Pflichtigen letztlich beide je Fr. 3'500'000.- erhielten (R-act. 2 S. 3 

oben).  Ein  Schwiegersohn  ist  nicht  erbberechtigt  (Art.  470  ZGB),  und  zudem  müsste 

auf  einer  solchen  Schenkung  auch  noch  Schenkungssteuer  entrichtet  werden  (§ 11 

des  Erbschafts-  und  Schenkungssteuergesetzes  vom  28.  September  1986).  Ein  Ver-

kauf der Beteiligung an den Schwiegersohn, der an der Unternehmensnachfolge inte-

ressierten  war,  war  damit  naheliegend.  Da  G  einen  Teil  seines  Vermögens  auf  seine 

direkten  Nachkommen  verteilen  wollte,  ist  auch  nicht  aussergewöhnlich,  dass  er  den 

Verkaufserlös  nicht  zurückbehielt,  sondern  umgehend  wieder  seiner  Tochter  zukom-

men lassen liess.  

Als  Zwischenergebnis  ist  damit  festzuhalten,  dass  gute  Gründe  für  das  ge-

wählte Vorgehen sprechen.  

cc) Das kantonale Steueramt wendet dagegen ein, dass das gleiche Ergebnis 

durch  eine  Schenkung  der  Aktien  an  die  Pflichtige  als  Tochter  von  G  hätte  erreicht 

werden  können,  worauf  die  Pflichtigen  die  Eigentumsverhältnisse  hätten  unter  sich 

abmachen können.  

Es  wäre  in  der  Tat  möglich  gewesen,  dass  der  Pflichtige  diesfalls  die  Aktien 

von seiner Ehefrau erworben hätte. Hierzu wären diverse Varianten möglich, etwa ein 

direkter Kauf gegen Darlehen, oder der Erwerb über die Akquisitionsgesellschaft unter 

Beanspruchung  eines  Bankdarlehens  oder  eines  Darlehens  von  der  Ehefrau  selbst. 

Die  Vorteile  eines  solchen  Vorgehens  sind  aber  nicht  derart  eindeutig,  dass  sie  die 

gewählte Vorgehensweise als absonderlich erscheinen lassen. G hatte offenkundig ein 

Interesse daran, die Geschäftsnachfolge nach seinen Vorstellungen zu regeln. Weiter 

erscheint  es  als  nicht  aussergewöhnlich,  den  Pflichtigen  durch  ein  eigenes  direktes 

finanzielles  Engagement  an  den  Erfolg  der  Gesellschaft  zu  binden.  Von  daher  er-

scheint ein direkter Verkauf durch G an die E Holding GmbH gestützt auf ein Bankdar-

lehen des Pflichtigen als naheliegender als eine schenkungsweise Übertragung an die 

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Tochter  mit  der  Auflage,  die  Beteiligung  umgehend  an  den  Schwiegersohn  weiter  zu 

veräussern.  Ein  Kauf  gestützt  auf  eine  Kreditgewährung  durch  die  Ehefrau  hätte  zu-

dem die Folge gehabt, dass der Pflichtige ihr diesen Betrag geschuldet hätte, was für 

das eheliche Verhältnis unter Umständen als Belastung hätte empfunden werden kön-

nen.  

Zudem  hätte  sich  das  Problem  gestellt,  dass  unter  Umständen  ein  solches 

Vorgehen  als  Zusammenwirken  mit  der  Ehefrau  als  Minderheitsaktionärin  und  somit 

als  eine  gemeinsame  Übertragung  gemäss  Art.  20a  Abs.  1  lit.  b  DBG  bzw.  §  20a 

Abs. 1  lit.  b  StG  qualifiziert  worden  wäre,  was  eine  Besteuerung  als  Transponierung 

ausgelöst  hätte.  Nach  dem  Gesagten  besteht  aber  keine  Verpflichtung,  die  steuerlich 

ungünstigste Lösung zu wählen. Nachdem wie dargetan gute (nichtsteuerliche) Gründe 

für  die  effektiv  gewählte  Gestaltung  vorliegen,  kann  den  Pflichtigen  nicht  vorgehalten 

werden, sie hätten die andere (steuerungünstigere) Variante wählen müssen.  

dd) Nicht weiter hilft dem kantonalen Steueramt der Hinweis darauf, dass die 

Aufnahme des teuren Bankdarlehens für den Kauf von vornherein unnötig war, da die 

Pflichtige 2015 und 2016 Barmittel von Fr. 2,5 Mio. geschenkt erhielt, und für den Kauf 

der  Liegenschaft  in  J  lediglich  Barmittel  von  Fr.  350'000.-  erforderlich  waren. Wie  die 

Pflichtigen  indessen  nachweisen,  wurde  der  Rest  der  geschenkten  Beträge  für  den 

Umbau der Liegenschaft benötigt, dessen Kosten auf Fr. 2'419'000.- veranschlagt wur-

den,  sodass  sich  Anlagekosten  von  Fr.  5'769'000.-  ergaben  (R-act.  3/10,  Präambel). 

Hiervon  waren  Fr.  3'500'000.-  durch  Kredite  gedeckt,  sodass  der  Rest  der  geplanten 

Baukosten  selber  finanziert  werden  musste.  Bei  dieser  Situation  war  die  Fremd-

finanzierung des Beteiligungskaufs gerechtfertigt.  

Diese Beurteilung wird auch nicht durch den Einwand des kantonalen Steuer-

amts  umgestossen,  dass  der  Pflichtige  für  das  E  Holding  GmbH  gewährte  Darlehen 

weniger Zins erhält als er der Bank für das aufgenommene Darlehen bezahlen muss. 

Gemäss  den  Feststellungen  des  kantonalen  Steueramts  beträgt  der  Verlust  aus  der 

Zinsdifferenz  pro  2015  Fr.  20'558.-  und  pro  2016  Fr.  16'378.-  (Einspracheentscheid 

Ziff. 21a am Ende). Dieser ist darauf zurückzuführen, dass gemäss dem Darlehensver-

trag  mit  der  Bank  I  der  Zinssatz  2,375%  beträgt,  während  für  die  von  der  E  Holding 

GmbH  zu  bezahlenden  Zinsen  das  Rundschreiben  der  ESTV  vom  13.  Februar  2015 

"Steuerlich  anerkannte  Zinssätze  2015  für  Vorschüsse  oder  Darlehen  in  Schweizer 

Franken"  gilt.  Die  Pflichtigen  wenden  damit  zu  Recht  ein,  dass  es  ihnen  aus  steuer-

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rechtlichen  Gründen gar  nicht  möglich  gewesen  sei,  für  das  Darlehen  des  Pflichtigen 

mehr Zins zu verlangen.  

d) Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass das Vorgehen der Pflich-

tigen  nicht  als  ungewöhnlich,  sachwidrig  oder  absonderlich  und  den  wirtschaftlichen 

Gegebenheiten  völlig  unangemessen  erscheint  und  es  deshalb  an  einer  Vorausset-

zung für die Annahme einer Steuerumgehung fehlt.  

3. Gestützt auf diese Erwägungen sind die Beschwerde bzw. der Rekurs gut-

zuheissen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens der Beschwerdegegnerin 

bzw.  dem  Rekursgegner  aufzuerlegen  (Art.  144  Abs.  1  DBG  und  §  151  Abs.  1  StG). 

Den  Pflichtigen  ist  aufgrund  ihres  Obsiegens  eine  Parteientschädigung  zuzusprechen 

(Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs-

verfahren  vom  20.  Dezember  1968  bzw.  §  152  StG  i.  V.  m.  § 17  Abs. 2  des  Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen.  Die  Beschwerdeführer  werden  für  die  direkte 

Bundessteuer,  Steuerperiode  2015,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 316'200.-  veranlagt  (Tarif  gemäss  Art.  36  Abs.  2  DBG;  Verheiratetentarif).  Der 

Abzug von 2 Mal Fr. 251.- gemäss Art. 214 Abs. 2bis DBG wird gewährt. 

2.  Der  Rekurs  wird  gutgeheissen.  Die  Rekurrenten  werden  für  die  Staats-  und  Ge-

meindesteuern,  Steuerperiode  2015,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 326'300.- (davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 19'900.-) und einem 

steuerbaren  Vermögen  von  Fr.  389'000.-  eingeschätzt  (Tarif  gemäss  § 35  Abs. 2 

bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif). 

[…] 

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