# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28e529a2-fb02-5c96-b4de-e8d4f3af5200
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.05.2007 UV 2006/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-75_2007-05-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/75

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 02.05.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 02.05.2007
Art. 11 UVV: natürliche Kausalität zwischen den am 5. Juli 2005 als Rückfall 
gemeldeten Kniebeschwerden und einem Fahrradunfall vom 12. Februar 
2003 bei leichtem degenerativem Vorzustand (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2005, UV 2006/75).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Christiane

Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 2. Mai 2007

In Sachen

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

P.___

Beigeladener,

betreffend

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Versicherungsleistungen i/S P.___

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Der 1962 geborene P.___ ist bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Unfällen und bei der SWICA Gesundheitsorganisation 

(nachfolgend: SWICA) krankenversichert. Am 25. Februar 2003 meldete die A.___, bei 

welcher P.___ als Schlosser tätig war, einen Unfall ihres Arbeitnehmers an, der sich am 

12. Februar 2003 ereignet habe. P.___ sei auf vereister Strasse mit dem Fahrrad 

gestürzt und habe dabei eine Prellung des rechten Knies erlitten (Suva-act. 1). Dr. med. 

B.___, Allgemeinmedizin FMH, bestätigte im Arztzeugnis vom 16. März 2003 eine 

Erstbehandlung am 13. Februar 2003 und diagnostizierte eine Distorsion des rechten 

Knies. Differentialdiagnostisch vermerkte er eine Meniskusverletzung medial. Ab 24. 

Februar 2003 bestand wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 2). Wegen 

anhaltender Beschwerden überwies Dr. B.___ den Versicherten jedoch am 1. April 2003 

an das Spital C.___ (Suva-act. 3). Der behandelnde Arzt Dr.med. D.___, Chefarzt 

Orthopädie, diagnostizierte am 10. April 2003 eine mediale Meniskusläsion rechts 

(Suva-act. 5), worauf am 24. April 2003 eine Arthroskopie durchgeführt wurde. Als 

postarthroskopische Diagnosen wurden im Operationsbericht ein teils verschlossener 

oberer Recessus sowie eine kräftige Plica infrapatellaris mit Vernarbungen medial am 

Hoffa Kniegelenk rechts gestellt, worauf eine Eröffnung des Recessus suprapatellaris, 

Plicaentfernungen sowie eine Narbenentfernung am medialen Hoffa Kniegelenk rechts 

durchgeführt wurden (Suva-act. 8). Per 10. Juni 2003 attestierte Dr. B.___ dem 

Versicherten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit und bestätigte den Abschluss der 

ärztlichen Behandlung (Suva-act. 10, 13). Die Suva erbrachte für den Unfall vom 12. 

Februar 2003 Heilkosten- und Taggeldleistungen.

b) Am 5. Juli 2005 meldete die Arbeitgeberin des Versicherten einen Rückfall zum 

Unfall vom 12. Februar 2003 (Suva-act. 14). Dr. B.___ bestätigte im Arztzeugnis vom 

24. Juli 2005 eine Erstbehandlung am 20. Mai 2005 und diagnostizierte eine Bursitis 

präpatellaris links, belastungsabhängige beidseitige Knieschmerzen sowie einen Status 

nach Meniskusoperation rechts 2003. Bezüglich des rechten Knies würden Unfallfolgen 

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vorliegen, nicht jedoch hinsichtlich des linken Knies (Suva-act. 15). Am 21. Juni 2005 

wurde im Spital C.___ eine Arthroskopie beider Knie - ein Débridement des Hinterhorns 

des medialen Meniskus sowie eine Lavage umfassend - durchgeführt. Am linken Knie 

wurde ausserdem eine Bursektomie präpatellar vorgenommen. Am rechten Knie 

wurden als Diagnosen eine mittelgradige Chondropathie des medialen lateralen und 

patello-femoralen Kompartiments sowie eine Degeneration des medialen Meniskus im 

Hinterhornbereich und am linken Knie eine leichtgradige Chondropathie des medialen 

und lateralen Tibiacondylus sowie ebenfalls eine Degeneration des medialen Meniskus 

im Hinterhornbereich gestellt. Zusätzlich wurde hier eine chronische Bursitis 

präpatellaris diagnostiziert (Suva-act. 16).

c) Gestützt auf eine Kausalitätsbeurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. vom 24. Oktober 

2005 (Suva-act. 26) lehnte die Suva eine Leistungspflicht für den ihr im Juli 2005 

gemeldeten Rückfall mit Schreiben vom 27. Oktober 2005 ab. Es bestehe kein sicherer 

oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 12. Februar 

2003 und den gemeldeten Kniebeschwerden rechts (Suva-act. 27). Am 5. Januar 2006 

nahm Dr. D.___ auf Anfrage der SWICA zur Unfallkausalität Stellung (Suva-act. 34), 

worauf diese die Suva ersuchte, ihre Leistungspflicht anzuerkennen (Suva-act. 35). Mit 

Verfügung vom 7. Februar 2006 hielt die Suva jedoch an ihrer Leistungsablehnung fest 

(Suva-act. 39).

B.- a) Am 7. März 2006 reichte die SWICA gegen diese Verfügung Einsprache ein 

(Suva-act. 40).

b) Am 24. Mai 2006 erstellte Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

FMH, eine interne Stellungnahme betreffend die Unfallkausalität der im Jahr 2005 

gemeldeten Kniebeschwerden rechts.

c) Mit Entscheid vom 14. Juni 2006 wies die Suva die Einsprache der SWICA ab.

C.- a) Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde der SWICA vom 

14. September 2006 mit dem Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für die rechtsseitigen 

Kniebeschwerden des Versicherten aufzukommen.

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b) In der Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2006 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

D.- Die Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer Replik. Beide Parteien 

haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verzichtet.

II.

1.- a) Die einen Fall abschliessende und sämtliche Leistungen einstellende Verfügung 

steht grundsätzlich unter dem Vorbehalt einer Anpassung an geänderte - unfallkausale 

- Verhältnisse. Der versicherten Person steht es jederzeit frei, einen Rückfall oder 

Spätfolgen eines rechtskräftig beurteilten Unfallereignisses geltend zu machen und 

erneut Leistungen der Unfallversicherung zu beanspruchen (RKUV 1994 Nr. U 189 S. 

138 f.) Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich 

geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 

(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Spätfolgen liegen vor, wenn ein scheinbar 

geheiltes Leiden im Verlauf längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen 

bewirkt, die zu einem oft völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können. 

Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis 

an (BGE 118 V 296 E. 2c; siehe auch RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2). Entsprechend 

können sie eine Leistungspflicht des (seinerzeitigen) Unfallversicherers nur auslösen, 

wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der beim 

versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E. 1b 

und 296 f. E. 2c, je mit Hinweisen). Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der 

versicherten Person, das Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand 

zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, 

desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 

V 337 E. 1, 118 V 289 E. 1b). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der 

versicherten Person aus (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 

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1. Januar 2007: Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 

28. November 2002 [U 127/02] in Sachen S., E. 1 mit Hinweis auf HAVE 2002 S. 307 

mit Hinweisen).

b) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 122 V 160 E. 1c; RKUV 1991 Nr. 

U 133 S. 311 mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und 

Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 123 V 334; RKUV 1991 

Nr. U 133 S. 312 f.).

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den im Juli 2005 gemeldeten Beschwerden 

im rechten Knie des Versicherten und seinem am 12. Februar 2003 erlittenen 

Fahrradunfall ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, so dass ein Rückfall bejaht 

werden kann. Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen von Dr. 

E.___ und Dr. F.___ vom 24. Oktober 2005 bzw. 24. Mai 2006 (Suva-act. 26, 45) davon 

ausgeht, die als Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden seien allein als progrediente 

degenerative Veränderungen zu betrachten, stellt sich die Beschwerdeführerin unter 

Hinweis auf die Beurteilung von Dr. D.___ vom 5. Januar 2006 (Suva-act. 34) auf den 

Standpunkt, der Unfall spiele für die fraglichen Kniebeschwerden mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zumindest eine teilkausale Rolle im Sinne eines 

traumatisierten Vorzustandes. Grundsätzlich sind beide von den Verfahrensparteien 

vertretenen Kausalitäten denkbar. So können Degenerationen bzw. deren 

Verschlimmerungen sowohl im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses oder durch 

Überbeanspruchung entstehen, aber auch die Folge eines Traumas darstellen (vgl. 

dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 

2002, S. 579 f., 693 ff., 1047 ff., 1056 f.).

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3.- a) Aus den obgenannten ärztlichen Beurteilungen (Suva-act. 26, 34, 45) geht 

zunächst in Übereinstimmung mit dem Arthroskopie-Bericht des Spitals C.___ vom 24. 

April 2003 (Suva-act. 8) einhellig hervor, dass das Knie des Versicherten im Zeitpunkt 

des Unfalls vom 12. Februar 2003 bereits gewisse leichte degenerative Veränderungen 

aufwies. So wurde im Rahmen des Grundfalls eine leicht aufgefaserte 

Knorpeloberfläche der Patella, leichte Veränderungen der Trochlea sowie im medialen 

Kompartiment ein oberflächlicher Knorpelschaden mit Ausdünnung und Auffaserung im 

Bereich des tragenden Anteils am Femurcondylus und ein leicht weicher Knorpel am 

Tibiaplateau mit Aufrauhungen gefunden. Der Meniskus zeigte sich jedoch intakt (Suva-

act. 8). Die infolge der Rückfallmeldung durchgeführte Arthroskopie vom 21. Juni 2005 

brachte einen tief greifenden Knorpeldefekt der medialen Facette der Patella, eine 

leichte Chondropathie des Patellagleitlagers mit Schleifspuren in Gleitrichtung, eine 

hyperäme Schleimhaut der Recessi, abgeschilferte Knorpelanteile und Débris im 

lateralen Recessus und im medialen Kompartiment eine mittelgradige Chondropathie 

femoral und tibial mit Aufweichung des Knorpels in der Hauptbelastungszone, einen 

etwas narbig veränderten, abgerundeten Meniskus im Vorderhornbereich und im 

Hinterhornbereich etwas degenerativ aufgefasert ohne eigentliche Ruptur hervor (Suva-

act. 16). Der Vergleich der beiden vorgenannten Arthroskopieberichte ergibt eine in den 

zwei Jahren zwischen dem Unfall und der Rückfallmeldung eingetretene 

Verschlimmerung des degenerativen Zustands des rechten Knies.

b) Dr. E.___ weist in seiner Beurteilung vom 24. Oktober 2005 (Suva-act. 26) - den 

medizinischen Akten entsprechend - auf die bei der Arthroskopie vom 21. Juni 2005 

festgestellten Degenerationen, auf den Umstand, dass bei der Arthroskopie vom

24. April 2003 keine Teilmeniskektomie durchgeführt worden sei und auf die - 

abgesehen vom teils verschlossenen oberen Recessus sowie der kräftigen Plica 

infrapatellaris mit Vernarbungen medial am Hoffa Kniegelenk - fehlenden unfallkausalen 

strukturellen Veränderungen, demgegenüber aber bereits auf damals bestehende 

Degenerationen hin. Daraus folgend ergibt sich für ihn die wahrscheinliche 

Verursachung der aktuellen Beschwerden rein aus den degenerativen 

Knieveränderungen. Mit Blick auf die von ihm angeführten Ausgangspunkte erscheint 

diese Folgerung durchaus schlüssig. Zwischen dem Behandlungsabschluss nach dem 

Unfall (Juni 2003) und der Wiederaufnahme der Heilbehandlung im Mai 2005 sind rund 

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zwei Jahre vergangen, während denen ein fortschreitender degenerativer Verlauf ohne 

weiteres denkbar ist. Effektiv haben sich beim Versicherten sodann ausgerechnet die 

bereits vorbestandenen, degenerativ angegriffenen Bereiche des Knies verändert bzw. 

verschlimmert (vgl. Erwägung Ziff. 3a). Hinzugekommen ist bei vorher (d.h. auch nach 

dem Unfall vom 12. Februar 2003) intakten Menisken eine Meniskusläsion im medialen 

Kompartiment, ohne dass zwischenzeitlich eine weitere konkrete Traumatisierung 

stattgefunden hätte. Gerade bei Sportlern aller Art, besonders bei Fussballern und 

auch Skifahrern, kommen chronisch degenerierte Menisken sehr häufig vor 

(DEBRUNNER, a.a.O., S. 1057). Ein rein degenerativer Prozess erscheint damit bei 

obiger Sachlage ohne Erwägung einer zusätzlichen kausalen Bedeutung des 

Unfallereignisses vom 12. Februar 2003 ohne weiteres nachvollziehbar. Damit ist eine 

überwiegend wahrscheinliche (teil-)kausale Bedeutung des Unfallereignisses nicht 

nachgewiesen.

c) Dr. F.___ stimmt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 24. Mai 2006 (Suva-act. 45) mit 

Dr. E.___ überein. Seine Beurteilung ist - entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin - nicht schon deshalb unbrauchbar, weil es sich dabei um ein 

Aktengutachten handelt, welches nicht auf einer persönlichen Untersuchung des 

Versicherten beruht. Die Rechtsprechung lässt Aktengutachten zu, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf der Beschwerden und gegenwärtigen Status 

ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist indessen ein lückenloser 

Untersuchungsbefund, damit der Experte oder die Expertin imstande ist, sich aufgrund 

der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996 

Nr. 89 S. 265). In Bezug auf die Beurteilung von Dr. F.___ ist unbestritten geblieben, 

dass ihm sämtliche Akten betreffend den Grundfall sowie den Rückfall zur Verfügung 

standen. Sie enthält im Übrigen eine ausführliche Anamnese. Zu beachten ist 

ausserdem, dass Dr. F.___ konkrete medizinische Fragen zu beantworten hatte. 

Gründe, welche an der fachlichen Kompetenz von Dr. F.___ zweifeln lassen würden, 

liegen nicht vor, was ein wichtiges Kriterium für die Zuverlässigkeit eines Gutachtens ist 

(PVG 1996 Nr. 89 S. 265). Der Vorwurf, Dr. F.___ habe zur Möglichkeit eines 

traumatisierten Vorzustands keine Stellung genommen, geht im Übrigen fehl. Vielmehr 

erachtet er einfach eine rein degenerative Problematik letztlich als wahrscheinlicher und 

führt für seine Schlussfolgerung eine durchaus eingehende, mit den Erwägungen in Ziff. 

3b übereinstimmende Begründung an. Der Vergleich der intraarthroskopischen 

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Befunde zeige, dass es im Bereich des rechten Knies in der Zwischenzeit zu einer 

etwas vermehrten femoropatellaren Knorpeldegeneration sowie zu einer degenerativen 

Veränderung im medialen Meniskushinterhorn, aber noch ohne Riss, gekommen sei. Es 

stelle sich daher die Frage, ob diese leichte aber sichtbare Progredienz unfallbedingt 

sein könnte. Dafür bestehe durchaus eine Möglichkeit. Auf der anderen Seite sei 

bekannt, dass der Versicherte intensiv Sport treibe, nebst Mountainbikefahren auch 

intensiv Fussball spiele. Solche Befunde fänden sich praktisch immer bei intensiv 

Fussball spielenden Menschen. Wenn man nun annehme, dass sein rechtes Bein das 

Spielbein sein könnte, womit er den Fussball trete, und das linke Bein eher das 

Standbein, sei es durchaus vorstellbar bzw. wahrscheinlich, dass auf der rechten Seite 

die femoropatellare Degeneration wahrscheinlich etwas rascher voranschreite als links. 

Da initial nach dem Sturz mit dem Mountainbike keine grösseren oder sichtbaren 

Knorpelschäden femoropatellar nachweisbar gewesen seien und man ja lediglich von 

einer Plica infrapatellaris gesprochen und diese auch operativ entfernt habe, sei es 

zwar nicht wahrscheinlich, aber möglich, dass der aktuelle Befund darauf 

zurückgeführt werden könnte. Es sei jedoch um einiges wahrscheinlicher, dass die 

sportliche Betätigung, insbesondere beim Fussball, zur Progredienz der 

femoropatellaren degenerativen Veränderungen, derzeit allerdings noch ohne 

eigentliche Arthroseentwicklung, geführt habe und auch eine weitere Progredienz 

bewirken werde, sofern der Versicherte seine stark kniebelastenden Sportarten nicht 

aufgebe. Zusammenfassend handle es sich bei den Knieproblematiken beidseits viel 

wahrscheinlicher um chronische aber typische Sportschäden eines intensiv 

fussballbetreibenden Mannes. Nicht wahrscheinlich, aber möglich wäre eine rein 

unfallbedingte, langsame Progredienz der femoropatellaren Knorpelschäden im rechten 

Knie.

d) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin eignet sich die Stellungnahme von 

Dr. D.___ nicht, die Beurteilungen von Dr. E.___ und Dr. F.___ hinsichtlich 

Unfallkausalität zu widerlegen. Die Beschwerdegegnerin weist zutreffenderweise darauf 

hin, dass Dr. D.___ insbesondere mit der Formel "post hoc, ergo propter hoc" 

argumentiert, wenn er ausführt, die Veränderungen seien sicher früher auch ein wenig 

vorhanden gewesen, hätten aber keine Beschwerden gemacht. Es handle sich also um 

eine Traumatisierung eines (wahrscheinlich eher leichten) Vorzustandes und mache seit 

der Traumatisierung vom 12. Februar 2003 Beschwerden. Dies mache es mit 

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überwiegender Wahrscheinlichkeit (> 50%) plausibel, dass der Unfall vom 12. Februar 

2003 eine wesentliche und richtunggebende Teilursache sei. Sicher wären mit den 

Jahren Beschwerden einer Arthrose dazugekommen, da das Gelenk aber insbesondere 

noch keine wesentlichen degenerativen Veränderungen gehabt habe, hätte es noch 

viele Jahre dauern können, bis es zu dieser Entwicklung gekommen wäre. Der Unfall 

habe hier also eine wesentliche und überwiegende Rolle gespielt. Diese Argumentation 

reicht jedoch für die Begründung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht aus. Der 

Aspekt, dass vor dem Unfall keine entsprechenden Beschwerden geklagt worden sind, 

vermag für sich nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis keinen Beweis für eine 

Unfallkausalität zu erbringen, da der zeitliche Aspekt allein keine wissenschaftlich 

genügende Erklärung liefert. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein 

des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass 

eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. 

Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205; BGE 119 V 340, E. 2b/bb). Abgesehen davon können 

den Akten der Argumentation von Dr. D.___ widersprechende Hinweise entnommen 

werden. So litt der Versicherte laut Schreiben von Dr. B.___ vom 1. April 2003 

offensichtlich bereits vor dem Unfall vom 12. Februar 2003 einmal infolge eines beim 

Skifahren erlittenen Traumas unter Beschwerden am rechten Knie (Suva -act. 3). Im 

Arthroskopiebericht des Spitals C.___ vom 21. Juni 2005 wird sodann erwähnt, dass 

das rechte Knie nach einer Kniedistorsion beim Fussballspiel 2002 arthroskopisch 

débridiert worden sei. Es bestünden seither rezidivierend beidseits diffuse 

Kniegelenksschmerzen, insbesondere rechts medial und beidseits infrapatellär (Suva-

act. 16). Keine Unfallkausalität zu begründen vermag schliesslich die Darstellung des 

Versicherten vom 18. August 2005, er sei nach Behandlungsabschluss bei Dr. B.___ im 

Sommer 2003 eigentlich nie gänzlich schmerzfrei gewesen (Suva-act. 17). Zwischen 

dem Behandlungsabschluss im Rahmen des Grundfalls und der erneuten 

Wiederaufnahme von Heilbehandlungen im Rahmen des Rückfalls in Bezug auf das 

rechte Knie sind, wie bereits erwähnt, rund zwei Jahre vergangen. Offensichtlich war 

der Versicherte während dieser Zeit zu 100% arbeitsfähig und betrieb nach wie vor 

Sport. Dass der Versicherte trotz andauernder Schmerzen während rund zwei Jahren 

keinen Arzt mehr aufsuchte und auf diese Weise einen allfälligen Anspruch auf 

Leistungen der Unfallversicherung aufs Spiels setzte, erscheint unwahrscheinlich. 

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Insofern ist von einem beschwerdemässig abgeschlossenen Grundfall und zwei seither 

vergangenen Jahren auszugehen, während denen sich in Bezug auf den degenerativen 

Zustand des Knies die festgestellten Veränderungen einstellten.

4.- Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der medizinischen Akten nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten kann, 

dass es sich bei den am 5. Juli 2005 gemeldeten Kniebeschwerden um eine natürliche 

Folge des Unfallereignisses vom 12. Februar 2003 handelt. Demzufolge ist die 

natürliche Kausalität zwischen dem genannten Unfall und den als Rückfall gemeldeten 

Kniebeschwerden zu verneinen und ein Anspruch des Versicherten auf erneute 

Leistungen abzulehnen. Von einer Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

kann unter den genannten Umständen abgesehen werden.

5.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. Juni 2006 abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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