# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89611466-f641-5e60-8eb7-3019f40f3e14
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-13
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Zivilkammern 13.06.2018 ZK 2018 249
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_001_ZK-2018-249_2018-06-13.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Zivilkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre civile

Entscheid
ZK 18 249 Beschwerde
ZK 18 264 Gesuch uR Beschwerdeführer

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 02
Fax +41 31 634 50 53
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www.justice.be.ch/obergericht

Bern, 13. Juni 2018

Besetzung Oberrichter Hurni (Referent), Oberrichter Schlup und Oberrichter 
D. Bähler
Gerichtsschreiberin Peng

Verfahrensbeteiligte A.________

Gesuchsteller/Beschwerdeführer

gegen

B.________ AG
vertreten durch Fürsprecher C.________

Gegenpartei im Hauptverfahren

D.________

Gesuchsgegner/Beschwerdegegner

Gegenstand Sistierung

Beschwerde gegen die Verfügung des Regionalgerichts Oberland 
vom 9. Mai 2018 (CIV 18 979/983)

Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege 
(uR)

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Regeste:

Nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil i.S. von Art. 319 Bst. b. Ziff. 2 ZPO

Art. 319 Bst. b Ziff. 2 ZPO; Der Begriff des nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils 
ist restriktiv auszulegen. Die blosse Verlängerung des Verfahrens oder die Erhöhung der 
Prozesskosten stellen deshalb keinen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dar 
(E. 12).

Erwägungen:

I.

1.

1.1 A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ist Versicherter bei der B.________ 
AG (nachfolgend: Rechtsschutzversicherung/Gegenpartei im Hauptverfahren). Be-
treffend den Beschwerdeführer sind unter anderem ein Verfahren bei der IV-Stelle 
des Kantons Bern auf Leistungen aus der Invalidenversicherung sowie eine versi-
cherungsrechtliche Streitigkeit mit der SWICA Kollektiv-Taggeldversicherung über 
Taggeldleistungen hängig. Der Beschwerdeführer war anwaltlich vertreten durch 
Rechtsanwältin E.________, welche mit Schreiben vom 17. August 2017 (Ge-
suchsbeilage [GB] 10, Akten CIV 18 143/144) alle für den Beschwerdeführer ge-
führten Mandate niederlegte.

1.2 Mit Schreiben vom 1. November 2017 (GB 11, Akten CIV 18 143/144) bat die 
Rechtsschutzversicherung Rechtsanwalt F.________, die Interessen des Be-
schwerdeführers in den oben genannten zwei Verfahren zu wahren. Die Rechts-
schutzversicherung erteilte insofern eine Kostengutsprache, als sie anstelle des 
Beschwerdeführers bis auf gegenteilige Mitteilung die durch die angemessene 
Mandatsführung entstehenden Kosten zu einem Stundenansatz von CHF 250.00 
übernimmt, sofern diese nicht aufgrund der Rechtslage anderweitig geltend ge-
macht werden können. Nicht übernommen werde jedoch der Einarbeitungsaufwand 
von geschätzten 20 Stunden.

2.

2.1 Mit Gesuch vom 14. Januar 2018 gelangte der Beschwerdeführer an das Regio-
nalgericht Oberland und beantragte den Erlass folgender superprovisorischer und 
vorsorglicher Massnahmen (CIV 18 143) (pag. 3 ff., Akten CIV 18 143/144):
1. Der Gesuchsgegnerin sei eine der beigelegten IV-Akten-CDs vom 11. Januar 2017 zuzustellen.

2. Die Gesuchsgegnerin habe es (als Rechtsschutzversicherung) superprovisorisch zu unterlas-
sen, einen Einarbeitungsaufwand in das IV-Verfahren für den noch zu bestimmenden, externen 
Anwalt zulasten des Versicherten zu verlangen, respektive superprovisorisch den noch zu be-
stimmenden, neuen Anwalt für die Einarbeitung ins IV-Verfahren zu entschädigen. Bei Abwei-
sung des Gesuches auf superprovisorische Massnahmen sei der Antrag unter vorsorglichen 
Massnahmen zu prüfen und gutzuheissen.

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3. Die Gesuchsgegnerin habe es (als Rechtsschutzversicherung) einstweilig zu unterlassen, bei 
Gesuchen auf Kostengutsprachen Einarbeitungsaufwände in das Krankentaggeldverfahren ge-
gen die SWICA und in das Verantwortlichkeitsverfahren gegen die IV-Stelle Bern für den (dann 
bestimmten) externen Anwalt zulasten des Versicherten zu verlangen, respektive sei dann der 
neue Anwalt einstweilig für die Einarbeitung ins Krankentaggeld- und Verantwortlichkeitsverfah-
ren zu entschädigen.

In derselben Rechtsschrift beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm für dieses 
Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege (abgekürzt: uR) zu gewähren (CIV 18 
144). Mit Eingabe vom 1. Februar 2018 (pag. 63, Akten CIV 18 143/144) ersuchte 
er zudem um die Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in dieser An-
gelegenheit.

2.2 Mit Verfügung vom 15. Januar 2018 (pag. 23 ff., Akten CIV 18 143/144) wies das 
Regionalgericht Oberland das Gesuch um Erlass einer superprovisorischen Mass-
nahme ab.

2.3 Am 8. März 2018 wies das Regionalgericht Oberland das uR-Gesuch wegen Aus-
sichtslosigkeit der Anträge in der Hauptsache ab (pag. 131 ff., Akten CIV 18 
143/144). Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Bern (pag. 177 ff., Akten CIV 18 143/144). Das Oberge-
richt wies die Beschwerde mit Entscheid ZK 18 134 vom 4. Mai 2018 ab, soweit es 
darauf eintrat (pag. 233 ff., Akten CIV 18 143/144).

3. Mit Eingabe vom 26. März 2018 begehrte der Beschwerdeführer den Ausstand von 
Gerichtspräsident C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegner) in den Verfahren 
CIV 18 143 und CIV 18 144 (CIV 18 979). Er begründete sein Ausstandsgesuch 
damit, dass der Beschwerdegegner sich parteiisch und auf andere Weise unlauter 
verhalten habe. In der gleichen Rechtsschrift stellte der Beschwerdeführer ein uR-
Gesuch für das Ausstandsverfahren (CIV 18 983) (pag. 1 ff.).

4. Mit Schreiben vom 5. Mai 2018 (pag. 28 ff.) und mit Schreiben vom 8. Mai 2018 
(pag. 51) beantragte der Beschwerdeführer die Sistierung des Verfahrens CIV 18 
979.

5. Mit Verfügung vom 9. Mai 2018 (pag. 52 ff.) lehnte Gerichtspräsidentin G.________ 
(nachfolgend: Vorinstanz) den Antrag des Beschwerdeführers auf Sistierung des 
Ablehnungsverfahrens ab. Zur Begründung wurde auf den Entscheid des Oberge-
richts vom 4. Mai 2018 verwiesen, mit welchem die Beschwerde gegen den abwei-
senden erstinstanzlichen uR-Entscheid abgewiesen wurde, soweit darauf eingetre-
ten werden konnte. Die Vorinstanz führte aus, dass das Obergericht damit offen-
sichtlich keine besonders krassen Fehler festgestellt habe. Dieser Entscheid könne 
mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde ans Bundesgericht weitergezogen werden. 
Es liege jedoch in der Kompetenz des Regionalgerichts und nicht des Bundesge-
richts über das Ablehnungsverfahren zu entscheiden. Im Ablehnungsverfahren 
werde von wiederholt krassen Fehlern abgesehen keine Rechtsverletzung geprüft, 
sondern untersucht, ob das Verhalten des Beschwerdegegners den Anschein der 
Befangenheit erwecke. Der Entscheid über das Ablehnungsverfahren sei demnach 

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nicht von einem allfälligen bundesgerichtlichen Verfahren abhängig und eine Sistie-
rung sei deshalb nicht zweckmässig.

6. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 22. Mai 2018 (Postauf-
gabe am selben Tag) Beschwerde beim Obergericht. Er stellte folgende Anträge 
(pag. 55 ff.):
1. Der Zwischenentscheid vom 9. Mai 2018 auf Sistierungsabweisung im vorliegenden Ableh-

nungsverfahren CIV 18 979 gegen den betroffenen Richter sei zurückzuweisen und aufzuheben. 
Die Vorinstanz sei anzuweisen, sie habe das Verfahren CIV 18 979 solange zu sistieren bis 
bundesgerichtlich entschieden ist, ob der Entscheid, welcher der Richter im URP-Verfahren CIV 
18 144 für das kommende Massnahmeverfahren CIV 18 143 gefällt hatte, objektiv ein Fehlent-
scheid war.

2. Eventualiter sei die Beschwerde bei offensichtlichem Fehlentscheid der Vorinstanz gutzuheissen 
und die einstweilige Sistierung des Verfahren CIV 18 979 bis zum Bundesgerichtsentscheid 
(über die Entscheide CIV 18 144 und ZK 18 134 der Vorinstanzen) zu gewähren.

3. Subeventualiter kann auch das vorliegende Verfahren stillschweigend ruhen bis der Bundesge-
richtsentscheid (über die Entscheide CIV 18 144 und ZK 18 134 der Vorinstanzen) gefällt ist.

4. Sofern der Nichtsistierungsentscheid vom 9. Mai 2018 (trotz nun vorliegender Anfechtung vor 
Obergericht) zu einem Entscheid betreffend der zugrundeliegenden Ablehnungsfrage (CIV 18 
979) führen könnte, also noch bevor die vorinstanzliche Sistierungsfrage im Ablehnungsverfah-
ren rechtskräftig ist, so sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen 
(Art. 325 Abs. 2 ZPO).

5. Dem Gesuchsteller sei unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz.

Der Beschwerdeführer stellte zudem sinngemäss ein Ausstandsgesuch betreffend 
die Oberrichter und die Oberrichterin, welche beim abweisenden Beschwerdeent-
scheid betreffend uR mitgewirkt hatten (pag. 57).

7. Mit Schreiben vom 10. Juni 2018 (pag. 71) informierte der Beschwerdeführer das 
Obergericht darüber, dass er den abweisenden Beschwerdeentscheid des Oberge-
richts betreffend uR am 7. Juni 2018 beim Bundesgericht angefochten habe. Er 
legte seinem Schreiben die Eingangsanzeige des Bundesgerichts vom 8. Juni 2018 
sowie die Abrechnung der Sozialhilfe für den Monat Juni 2018 bei. 

8. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort wurde verzichtet (Art. 322 Abs. 1 der 
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]).

II.

9. Das Obergericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmit-
tel zulässig ist (Art. 60 ZPO).

10. Die Zivilkammern des Obergerichts des Kantons Bern sind für die Beurteilung der 
mit Beschwerde weitergezogenen Streitigkeit ebenso zuständig wie für die Beurtei-
lung des uR-Gesuchs für das oberinstanzliche Verfahren (Art. 4 Abs. 1 ZPO i.V.m. 

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Art. 6 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Zivilprozessordnung, 
zur Strafprozessordnung und zur Jugendstrafprozessordnung [EG ZSJ; 
BSG 271.1] sowie Art. 28 Abs. 1 Bst. a des Organisationsreglements des Oberge-
richts [OrR OG; BSG 162.11]). Die Beurteilung des vorliegenden Rechtsmittels er-
folgt in Dreierbesetzung (Art. 3 ZPO i.V.m. Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Der Entscheid über das uR-Gesuch obliegt dem Instruktionsrichter 
(Art. 13 Abs. 1 Satz 2 EG ZSJ). Eine Beurteilung in Dreierbesetzung schadet je-
doch nicht.

11. Der Beschwerdeführer lehnt die Oberrichter und die Oberrichterin ab, welche beim 
Beschwerdeentscheid ZK 18 134 mitgewirkt haben. Vorliegend scheint sich der 
Beschwerdeführer einzig deswegen gegen die Mitwirkung der entsprechenden Ge-
richtspersonen zu stellen, weil diese im Verfahren ZK 18 134 gegen ihn entschie-
den haben. Eine Gerichtsperson kann indessen nicht einzig deswegen als befan-
gen gelten, weil sie an einem anderen Obergerichtsurteil in der Sache des Be-
schwerdeführers mitgewirkt hat (Art. 34 Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes [BGG; 
SR 173.10] analog), und dies selbst dann nicht, wenn sie sich gegen das Rechts-
begehren des Beschwerdeführers eingesetzt hat (vgl. BGE 105 Ib 301 E. 1c 
S. 304). Das nicht weiter begründete Ablehnungsbegehren gegenüber den erwähn-
ten Gerichtspersonen ist damit unzulässig (vgl. statt vieler auch das Urteil des 
Bundesgerichts 2F_28/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 2.1). Es entspricht einem 
bundesrechtlichen Grundsatz, dass der abgelehnte Spruchkörper die fehlende Ein-
tretensvoraussetzung für das Ausstandsverfahren selber feststellen kann, da keine 
Ermessenausübung durch die Richter erforderlich ist, um die Untauglichkeit der 
erwähnten Ausstandsgründe zu erkennen (BGE 105 Ib 301 E. 1c S. 304).

12.

12.1 Gegen die Sistierung des Verfahrens ist die Beschwerde gemäss Art. 319 Bst. b 
Ziff. 1 ZPO zulässig (Art. 126 Abs. 2 ZPO). Hingegen ist die Verweigerung der be-
antragten Sistierung lediglich unter den Voraussetzungen von Art. 319 Bst. b Ziff. 2 
ZPO anfechtbar, d.h. bei Vorliegen eines nicht leicht wiedergutzumachenden Nach-
teils (NINA J. FREI, in: Berner Kommentar, 2012, N 22 zu Art. 126 ZPO; MARTIN 
KAUFMANN, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 27 zu 
Art. 126 ZPO; ADRIAN STAEHELIN, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Aufl. 2016, N. 8 zu Art. 126 ZPO).

12.2 Für das Bestehen der Gefahr eines relevanten Nachteils ist die beschwerdeführen-
de Partei nachweispflichtig. Der nicht leicht wiedergutzumachende Nachteil ist sub-
stantiiert zu behaupten und nachzuweisen. Von Amtes wegen darf das Gericht 
einen solchen Nachteil nur annehmen, wenn er offensichtlich vorliegt, d.h. gerade-
zu «in die Augen springt» (KURT BLICKENSDORFER, in: Brunner/Gasser/Schwander 
[Hrsg.], ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 40 zu Art. 319 ZPO mit Hinweisen).

12.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ihm ein nicht leicht wiedergutzuma-
chender Nachteil entstehe, wenn die Vorinstanz über das Ablehnungsverfahren 
entscheide, ohne den Entscheid des Bundesgerichts abzuwarten. Dies gelte insbe-
sondere dann, wenn das Ablehnungsgesuch abgewiesen werde, das Bundesge-

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richt aber die Beschwerde gutheisse. In diesem Fall dürfte der Beschwerdegegner 
das Massnahmeverfahren leiten, obwohl dieser einen Fehlentscheid getroffen ha-
be. Folglich müsste er ein Rechtsmittel gegen den Ablehnungsentscheid ergreifen. 
Er müsste entweder die Revision des Ablehnungsentscheids verlangen oder die 
Abweisung des Ablehnungsgesuchs beim Obergericht anfechten. Da die Revision 
kein ordentliches Rechtsmittel darstelle, würde er durch das Revisionsgesuch 
einen rechtlichen Nachteil erleiden. Die Anfechtung des Entscheids beim Oberge-
richt habe das Manko, dass sie mit Mühen und Kosten verbunden sei. Dadurch 
entstehe ihm ein tatsächlicher Nachteil. Ausserdem würden in beiden Fällen das 
Ablehnungs- sowie das Massnahmeverfahren verzögert werden. All diese Nachtei-
le seien nicht leicht wiedergutzumachen.

12.4 Beim drohenden nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteil i.S.v. Art. 319 Bst. b 
Ziff. 2 ZPO handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, welcher vom 
Gericht unter Berücksichtigung der konkreten Umstände und in pflichtgemässer 
Ausübung des Ermessens zu konkretisieren ist (FREIBURGHAUS/AFHELDT, Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur ZPO, 3. Aufl. 2016, N. 13 
zu Art. 319 ZPO). Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil liegt vor, wenn er 
durch einen für den Beschwerdeführer günstigen Zwischen- oder Endentscheid 
nicht mehr beseitigt werden kann. Darüber hinaus genügt es nach überwiegender 
Lehrmeinung aber auch, wenn die Lage der betroffenen Partei durch die angefoch-
tene Verfügung erheblich erschwert wird. Als Anwendungsfälle werden in der Lite-
ratur etwa die Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen oder die Beeinträchtigung 
absoluter Rechte (Rufschädigung, Eigentum) erwähnt (FREIBURGHAUS/AFHELDT, 
a.a.O., N. 14 zu Art. 319 ZPO; MARTIN H. STERCHI, in: Berner Kommentar, 2012, 
N. 13 zu Art. 319 ZPO). 

12.5 Der Begriff des nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils ist restriktiv auszule-
gen (Urteil des Obergerichts des Kantons Bern ZK 13 700 vom 2. April 2014 E. 8, 
abrufbar unter www.justice.be.ch > Entscheide > Zivil- und Strafgerichtsbarkeit). 
Sonst wäre jeder Entscheid oder jede prozessleitende Verfügung beschwerdefähig, 
was der Gesetzgeber klar ausgeschlossen hat (Urteil des Kantonsgerichts Fribourg 
101 2012-137-138 vom 11. Juni 2012 E. 1a, abrufbar unter www.fr.ch > Staat und 
Recht: Gerichte > Kantonsgericht > Rechtsprechung). Eine restriktive Auslegung 
rechtfertigt sich auch deshalb, weil der Beschwerdeführer grundsätzlich immer die 
Möglichkeit hat, die streitige Verfügung zusammen mit der Hauptsache anzufech-
ten (Urteil des Kantonsgerichts Wallis vom 7. November 2011 E. 2b, in: Zeitschrift 
für Walliser Rechtsprechung [ZWR] 2012 S. 139 f.).

12.6 Der Beschwerdeführer beruft sich darauf, dass ihm eine Zunahme des Aufwands 
und der Kosten sowie eine Verzögerung des Verfahrens drohten, wenn ein Ent-
scheid im Ausstandsverfahren gefällt werde, ohne den Entscheid des Bundesge-
richts betreffend uR abzuwarten. Die blosse Verlängerung des Verfahrens oder die 
Erhöhung der Prozesskosten stellen jedoch keinen nicht leicht wiedergutzuma-
chenden Nachteil dar (Urteil des Kantonsgerichts Genf ACJC/111/2012 vom 
26. Januar 2012 E. 2, abrufbar unter www.ge.ch > Pouvoir judicaire > filière civile > 
Chambre civile [Cour civile de la Cour de Justice] > Jurisprudence chambre civile). 
Im Rahmen einer restriktiven Auslegung vermögen die vom Beschwerdeführer gel-

http://www.justice.be.ch
http://www.fr.ch
http://www.ge.ch

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tend gemachten Nachteile deshalb nicht zu überzeugen. Weiter ist der Beschwer-
deführer darauf hinzuweisen, dass ein falsches Urteil nicht automatisch einen Ab-
lehnungsgrund darstellt. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jedes Urteil 
einer oberinstanzlichen Überprüfung umfassend standhält. Sonst bräuchte es gar 
keine Rechtsmittelinstanzen. Dementsprechend ist die Gutheissung eines Rechts-
mittels nicht mit einem Unwerturteil über den Richter gleichzusetzen. Die Argumen-
tation des Beschwerdeführers zum nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil 
stützt sich jedoch genau auf diese Idee. Er ist der Ansicht, dass eine allfällige Gut-
heissung der Beschwerde betreffend uR beim Bundesgericht bedeuten würde, 
dass der Beschwerdegegner in den Ausstand treten müsste. Diese Schlussfolge-
rung ist nicht korrekt. Damit gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, das Vorliegen 
eines drohenden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils zu begründen.

12.7 Das Bestehen der Gefahr eines relevanten Nachteils stellt eine Eintretensvoraus-
setzung für die Zulässigkeit der Beschwerde dar (BGE 137 III 380 E. 1.2.2 S. 382 f.; 
STERCHI, a.a.O, N. 15 und N. 15a zu den Vorbemerkungen zu Art. 308 ZPO). 
Dementsprechend ist vorliegend ein Nichteintretensentscheid zu fällen.

13. Mit diesem Entscheid wird das Gesuch des Beschwerdeführers um aufschiebende 
Wirkung gegenstandslos.

III.

13. Da die Beschwerde offensichtlich unzulässig ist, ist das uR-Gesuch für das oberin-
stanzliche Verfahren wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen (Art. 117 Bst. b ZPO).

14. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO).

15. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 600.00 (Art. 46 
Abs. 1 des Verfahrenskostendekrets [VKD; BSG 161.12]), werden dem Beschwer-
deführer zur Bezahlung auferlegt. Ihm wird hierfür noch separat Rechnung gestellt 
werden (Art. 111 Abs. 1 ZPO).

16. Die Gegenpartei im Hauptverfahren wurde in das oberinstanzliche Verfahren nicht 
einbezogen, weshalb ihr keine Parteientschädigung zusteht.

17. Für das oberinstanzliche uR-Gesuch werden keine Gerichtskosten erhoben 
(Art. 119 Abs. 6 ZPO).

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Die Kammer entscheidet:

1. Auf das Ablehnungsgesuch gegen die Oberrichter und die Oberrichterin, welche beim 
abweisenden Beschwerdeentscheid ZK 18 134 mitgewirkt haben, wird nicht eingetre-
ten.

2. Auf die Beschwerde (ZK 18 249) wird nicht eingetreten.

3. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das Be-
schwerdeverfahren (ZK 18 264) wird abgewiesen.

4. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 600.00, werden 
dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt. Ihm wird hierfür noch separat Rech-
nung gestellt werden.

5. Es wird keine Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren gesprochen.

6. Für das oberinstanzliche Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege werden keine Ge-
richtskosten erhoben.

7. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Gegenpartei im Hauptverfahren, v.d. ihren Anwalt (mit je einer Kopie der Be-

schwerde vom 22. Mai 2018 und dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 
10. Juni 2018)

- dem Beschwerdegegner (mit je einer Kopie der Beschwerde vom 22. Mai 2018 
und dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 10. Juni 2018)

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz

Bern, 13. Juni 2018 Im Namen der 2. Zivilkammer

Der Referent:

Oberrichter Hurni

Die Gerichtsschreiberin:

Peng

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Zwischenentscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal 
fédéral 29, 1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und Art. 113 ff. BGG 
oder, falls sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt, Beschwerde in Zivilsachen gemäss 
Art. 39 ff., Art. 72 ff. und Art. 90 ff. BGG geführt werden. Es ist darzulegen, dass der Entscheid einen nicht 
wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG). Beide Beschwerden müssen den 
Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. In der Verfassungsbeschwerde ist darzulegen, inwiefern verfas-
sungsmässige Rechte verletzt sind (Art. 116 und Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Gegebenenfalls ist in 
der Begründung auszuführen, warum sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Wird sowohl 
ordentliche Beschwerde als auch Verfassungsbeschwerde geführt, sind die Rechtsmittel in der gleichen 
Rechtsschrift einzureichen (Art. 119 BGG). Der Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. BGG beträgt weniger als 
CHF 30'000.00.

Hinweis: Auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde ist das Bundesgericht 
mit Urteil 4D_46/2018 vom 27. August 2018 nicht eingetreten.