# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2fd1b70-cf38-58f0-a5ce-c795c7f422e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2025 E-2219/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2219-2025_2025-08-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2219/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  A u g u s t  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter David R. Wenger, 

mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer;   

Gerichtsschreiber Jonas Attenhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch MLaw Saban Murat Özten,  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 26. Februar 2025. 

 

 

 

E-2219/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 20. März 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass sie am 7. Juli 2023 – im Beisein ihrer Rechtsvertretung – vertieft zu 

ihren Gesuchsgründen angehört wurde (vgl. Art. 29 AsylG), 

dass sie mit ihrem Asylgesuch zu ihren persönlichen Verhältnissen geltend 

machte, sie sei türkische Staatsangehörige kurdischer Ethnie, stamme aus 

der Provinz B._______ und habe in C._______ sowie zuletzt bis zu ihrer 

Ausreise in der Provinz D._______ gelebt, 

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs staatliche Verfolgung geltend 

machte, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 26. Februar 2025 die Flüchtlings-

eigenschaft der Beschwerdeführerin verneinte, ihr Asylgesuch abwies und 

gleichzeitig ihre Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungs-

vollzug verfügte, 

dass die Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 

28. März 2025 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat 

und beantragt es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, ihre Flücht-

lingseigenschaft festzustellen und ihr in der Schweiz Asyl zu gewähren, 

dass sie eventualiter beantragt, es sei die Unzulässigkeit bzw. Unzumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und sie sei in der Schweiz 

vorläufig aufzunehmen, 

dass sie subeventualiter beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und die 

Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass sie schliesslich beantragt, die Verfahren ihrer Mutter (N […]) und ihres 

Bruders (N […]) seien mit ihrem Verfahren koordiniert zu behandeln, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 2025 die 

Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Beiord-

nung eines amtlichen Rechtsbeistands unter Hinweis auf die Aussichtslo-

sigkeit der Beschwerde abwies und der Beschwerdeführerin zur Bezah-

lung eines Kostenvorschusses Frist ansetzte, welche diese wahrte, 

 

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Seite 3 

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (vgl. Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen ist (Art. 7 AsylG),  

dass die Vorinstanz ihren Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, 

die Vorbringen der Beschwerdeführerin hielten den Anforderungen an die 

Asylrelevanz nicht stand, 

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Seite 4 

dass die Beschwerdeführerin dem entgegenhält, sie wäre im Falle einer 

Wegweisung in die Türkei einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung 

ausgesetzt, 

dass das Gericht das Verfahren der Beschwerdeführerin mit den Verfahren 

ihrer Mutter und ihrer Geschwister (N […], N […], N […], N […]) koordiniert 

behandelt, 

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass 

das SEM in seiner Verfügung vom 26. Februar 2025 mit überzeugender 

Begründung zu Recht zur Erkenntnis gelangt ist, dass die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlings-

rechtliche Beachtlichkeit nicht zu genügen vermögen, womit auf die zutref-

fenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann, 

dass nämlich die Beschwerdeführerin angab keine Probleme mit den türki-

schen Behörden oder mit Drittpersonen in der Türkei gehabt zu haben, so-

wie nie inhaftiert oder politisch aktiv gewesen zu sein,  

dass die von der Beschwerdeführerin als Kind miterlebten vorgebrachten 

Zwangsmassnahmen durch die türkischen Behörden keine flüchtlings-

rechtlich relevante Intensität im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG aufweisen 

und die Ereignisse zeitlich auch nicht kausal für ihre Ausreise gewesen 

sind, 

dass sich auch aus der geltend gemachten Verfolgung ihrer Familienmit-

glieder in absehbarer Zeit und mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit keine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung ihrerseits ergibt, 

dass sich nämlich keine Reflexverfolgung der Beschwerdeführerin aus den 

koordiniert behandelten Verfahren ihrer engen Angehörigen ergibt, deren 

Asylgesuche abgewiesen werden (N […], N […], N […], N […]), 

dass sich auch keine Reflexverfolgung der politisch nicht profilierten Be-

schwerdeführerin aus den Verurteilungen und der Haft ihres Bruders 

E._______ wegen Propaganda für eine Terrororganisation sowie wegen 

Diebstahls ergibt, 

dass schliesslich auch aufgrund ihrer weiteren Verwandten (N 479 745), 

deren Vorbringen fast zwei Jahrzehnte zurückliegen, keine Reflexverfol-

gung vorliegt, 

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Seite 5 

dass die Beschwerdeführerin nach dem Gesagten keine begründete 

Furcht vor Verfolgung hat und das SEM zu Recht ihre Flüchtlingseigen-

schaft verneinte und das Asylgesuch ablehnte, 

dass die vorinstanzliche Verfügung den Sachverhalt vollständig festgestellt 

und die Beweismittel ausreichend gewürdigt hat und auch die Begrün-

dungsdichte der angefochtenen Verfügung nicht zu beanstanden ist, womit 

der Antrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzuweisen ist, 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, 

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerin insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Weg-

weisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis 

möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass die Beschwerdeführerin in einem der vom Erdbeben vom Februar 

2023 betroffenen Gebiete gewohnt hat, womit gemäss der Praxis des Bun-

desverwaltungsgerichts eine einzelfallweise Prüfung der Zumutbarkeit des 

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Wegweisungsvollzugs anhand der individuellen Lebenssituation erforder-

lich ist (vgl. das Referenzurteil des BVGer E-1308/2023 vom 19. März 2024 

E. 11.1, 11.3.1), 

dass die Beschwerdeführerin gemäss Aktenlage im erwerbsfähigen Alter 

ist; intakte Beziehungen zu Familienmitgliedern in der Türkei und in 

Deutschland unterhält, welche die Familie auch in der Vergangenheit fi-

nanziell unterstützt haben; sowie gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren 

Geschwistern aus der Schweiz weggewiesen wird (vgl. SEM-Akte 47/7 

F12-25), 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist, 

dass es der Beschwerdeführerin obliegt, sich die für ihre Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass das Asylgesuch unter Hinweis auf die obigen Erwägungen als aus-

sichtslos zu erachten ist und die Verfahrenskosten, die auf Fr. 750.– fest-

zusetzen sind, der Gesuchstellerin auferlegt und mit dem in gleicher Höhe 

geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 

63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David R. Wenger Jonas Attenhofer 

 

 

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