# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1090e194-665a-5b40-b0e0-1c559696cbbe
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 24.07.2009 ST.2009.111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2009-111_2009-07-24.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION III 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
3 ST.2009.111 
3 DB.2009.59 
 
 
 

Entscheid 
 
 

24. Juli 2009 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter A. Widl und Sekretärin J. Nartey 
 
 
 

In Sachen 
 
 
1. A,   
2. B,   

 
 Rekurrenten/ 
 Beschwerdeführer,  
vertreten durch Dr. iur. Max Amrein,  
Altrebenstrasse 37, Postfach, 8185 Winkel,  

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. S ta at  Zür i c h,   
 Rekursgegner,  
2. S c hw eizer i sc he  E i dge nosse nsc haf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Einschätzung 2006 und Direkte Bundessteuer 2006 
 

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3 ST.2009.111 
3 DB.2009.59 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A, von Beruf Dozent an der Hochschule für Musik und Theater, und B, von 

Beruf Stellvertretende Direktorin des C (nachfolgend der/die Pflichtige bzw. zusammen 

die Pflichtigen) deklarierten in der Steuererklärung 2006 ein steuerbares Einkommen 

von Fr. 85'538.- (Staats- und Gemeindesteuern) bzw. Fr. 89'038.- (direkte Bundes-

steuer) sowie ein steuerbares Vermögen von Fr. 179'681.-. Von ihren Einkommen zo-

gen sie u. a. übrige Berufsauslagen des Ehemannes von insgesamt Fr. 54'541.- ab, 

wovon Fr. 49'426.- auf den Umbau/Ausbau eines privaten Arbeitzimmers (Musikzim-

mer) und Fr. 5'115.- auf weitere Berufskosten entfielen.  

 

 Mit Einschätzungsentscheid bzw. Hinweis vom 3. April 2008 verweigerte der 

Steuerkommissär verschiedene Abzüge, darunter auch den Abzug für den Um-

bau/Ausbau des Musikzimmers und setzte die Steuerfaktoren der Steuerperiode 2006 

wie folgt fest: 

 

 
Staats- und Gemeindesteuern 

(Fr.) 

Direkte Bundessteuer 

(Fr.) 

Steuerbares Einkommen 128'300.- 131'800.- 

Steuerbares Vermögen 179'000.-  

 

Dabei führte er aus, die Kosten für die Einrichtung eines Musikzimmers in der neu er-

stellten Liegenschaft seien als Anlagekosten zu qualifizieren und könnten bei der Ein-

kommenssteuer nicht in Abzug gebracht werden. Statt des in der Steuererklärung de-

klarierten Abzugs von Fr. 54'541.- gewährte der Steuerkommissär einen solchen von 

geschätzten Fr. 12'000.- inkl. Musikzimmer im Sinn eines Arbeitszimmers. 

 

 

 B. Die von den Pflichtigen hiergegen am 29. April 2008 (Staats- und Gemein-

desteuer) bzw. am 16. Mai 2008 (direkte Bundessteuer) erhobenen Einsprachen wies 

das kantonale Steueramt mit Einspracheentscheiden vom 28. März 2009 ab. 

 

 

 C. Mit Rekurs bzw. Beschwerde vom 21./23. April 2009 liessen die Pflichtigen 

beantragen, es seien die Steuerfaktoren für das Steuerjahr 2006 mit einem steuerba-

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3 ST.2009.111 
3 DB.2009.59 

ren Einkommen von Fr. 95'699.- (Staats- und Gemeindesteuer) bzw. Fr. 99'199.-  

(direkte Bundessteuer) sowie einem steuerbaren Vermögen von Fr. 179'000.- einzu-

schätzen. 

 

 Mit Verfügung des Einzelrichters vom 28. April 2009 wurden das Rekursver-

fahren betreffend die Staats- und Gemeindesteuer 2006 (3 ST.2009.111) und das Be-

schwerdeverfahren betreffend direkte Bundessteuer 2006 (3 DB.2009.59) vereinigt. 

 

 Das kantonale Steueramt schloss in seiner Rekurs bzw. Beschwerdeantwort 

vom 6. Mai 2009 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwal-

tung liess sich nicht vernehmen. 

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Zur Ermittlung des Reineinkommens werden von den gesamten steuerba-

ren Einkünften die zu ihrer Erzielung notwendigen Aufwendungen und die allgemeinen 

Abzüge abgezogen (Art. 25 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 

14. Dezember 1990, DBG; § 25 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, StG). Gemäss 

Art. 26 Abs. 1 DBG bzw. § 26 Abs. 1 StG können Unselbständigerwerbende als Be-

rufskosten insbesondere die notwendigen Auslagen für den Arbeitsweg (lit. a), die not-

wendigen Mehrkosten auswärtiger Verpflegung (lit. b), die übrigen für die Ausübung 

des Berufs erforderlichen Aufwendungen (lit. c) sowie die mit dem Beruf zusammen-

hängenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten (lit. d) vom Reineinkommen ab-

ziehen. Laut Art. 26 Abs. 2 DBG bzw. § 26 Abs. 2 StG legt die Finanzdirektion für die 

Berufskosten gemäss lit. a - c Pauschalansätze fest; im Fall von lit. a und c steht dem 

Steuerpflichtigen der Nachweis höherer Kosten offen. Nicht abzugsfähig sind demge-

genüber gemäss Art. 34 Abs. 1 lit. d bzw. § 33 Abs. 1 lit.  d die übrigen Kosten und 

Aufwendungen, insbesondere die Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder 

Wertvermehrung von Vermögensgegenständen. 

 

 2.  Zu den nach Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG und § 26 Abs. 1 lit. c StG für die Aus-

übung des Berufs erforderlichen Kosten gehören u.a. auch die Auslagen für ein priva-

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tes Arbeitszimmer, wenn sich dessen Benützung als beruflich notwendig erweist. Die 

Anforderungen an die Abzugsfähigkeit von Kosten für ein privates Arbeitszimmer sind 

besonders streng. Der Arbeitsplatz muss daher auch tatsächlich ausgeschieden sein 

und dessen Belegung zu beruflichen Zwecken muss die Benutzung des betreffenden 

Raums für nicht berufliche Zwecke erheblich behindern (RB 1981 Nr. 54 mit Verwei-

sen; VGr, 5. September 1989 = StE 1991 B 22.3 Nr. 39). Der Raum darf demnach 

nicht mehr im wesentlichen Umfang privaten Zwecken dienen. So kann der Mieter ei-

ner Kleinwohnung den Abzug für ein in seiner Wohnung benutztes Arbeitszimmer nicht 

erfolgreich durchsetzen, wenn er aufgrund der fehlenden Grösse keinen Arbeitsraum 

ausscheiden kann und seine Arbeiten am Küchentisch erledigt (Bruno Knüsel in: 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. A., 2008, Art. 26 N 13 

DBG). Auch bloss gelegentliche berufliche Arbeiten in der Privatwohnung verursachen 

keine Mehrkosten und geben daher keinen Anspruch auf einen Abzug. Immerhin ist 

der Abzug aber auch dann zu gewähren, wenn das Zimmer ausschliesslich für eine 

nebenberufliche Tätigkeit, welche ein gewisses Ausmass erreicht, gebraucht wird 

(Richner/Frei/Kaufmann, Handkommentar zum DBG, 2003, Art. 26 N 30; Knüsel, 

Art. 26 N 13 DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum harmonisierten 

Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 26 N 30, je mit Verweisungen). 

 

 

 3. Vorliegend ist unbestritten, dass die Pflichtigen unter den gegebenen Um-

ständen Anspruch auf Abzug eines privaten Arbeitszimmers in ihrer 6 ½ Zimmerwoh-

nung haben. Dessen Höhe wird in analoger Anwendung der Weisung der Finanzdirek-

tion vom 21. Juni 1999 betreffend Festsetzung des Eigenmietwertes bei tatsächlicher 

Unternutzung (ZStB I Nr. 15/700) berechnet und beläuft sich bei einem deklarierten 

Eigenmietwert von Fr. 15'450.-, worin sämtliche Mehrkosten enthalten sind, grundsätz-

lich auf Fr. 2'060.- (Fr. 15'450.- : [6 ½ Zimmer + 1 Zimmer]). Die auf Fr. 12'000.- ge-

schätzten übrigen Berufskosten des Ehemannes (inkl. Arbeitszimmerabzug, aber ohne 

die geltend gemachten Spezialausbauten) sind im Übrigen nicht streitig und erweisen 

sich als grosszügig bemessen, weil die Pflichtigen in ihrer Steuererklärung nur weitere 

Berufskosten von Fr. 5'115.- (ohne Musikzimmer) geltend gemacht haben und diese 

Kosten trotz Aufforderung nicht einmal belegen konnten. Darin enthaltene Repräsenta-

tionsspesen von Fr. 1'000.- hätten ausserdem einer speziellen Erklärung ihrer ge-

schäftsmässigen (beruflichen) Begründetheit bedurft, weil solche Kosten im Allgemei-

nen eine besondere Nähe zu den nicht abzugsfähigen Lebenshaltungskosten 

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aufweisen. Mit der Schätzung von Fr. 12'000.- hat das kantonale Steueramt den Miet-

wert für das speziell ausgestattete Musikzimmer offenbar höher als nur mit Fr. 2'060.- 

(gemäss Unternutzungsformel) bewertet. Von welchen Fakten und Überlegungen sich 

das kantonale Steueramt tatsächlich leiten liess, ist aufgrund der verfügbaren Akten 

nicht nachvollziehbar, weil es seine Schätzung nicht begründet hat.  

 

 Der Arbeitszimmerabzug ist i.d.R. auf ein Zimmer beschränkt. Soweit die Pflich-

tigen für notwendige Ablagemöglichkeiten weitere Räumlichkeiten in Anspruch neh-

men, steht ihnen kein weiterer Abzug zu, weil dadurch die Bewohnbarkeit der übrigen 

Räume der Wohnung nicht entscheidend behindert wird. 

 

 

 4. a) Streitig ist vorliegend einzig, ob die Mehrkosten für den Ausbau eines 

schallgedämmten Musikzimmers (Kosten für Schalldämmung, Schalltüren, Spezial-

fenster inkl. Planungskosten) im neu erstellten Terrassenhaus an der strasse als Be-

rufskosten abzugsfähig sind. Dies ist mit der Vorinstanz zu verneinen.  

 

 Weiter bestimmen § 33 lit. d StG und der gleichlautende Art. 34 lit. d DBG aus-

drücklich, dass die Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermeh-

rung von Vermögensgegenständen keine bei der Einkommenssteuer abzugsfähigen 

Kosten sind und zwar auch nicht in Form einer stufenweisen Abschreibung. Abschrei-

bungen sind ohnehin nur bei Liegenschaften des Geschäftsvermögens zulässig. Die 

vorliegende Liegenschaft stellt aber nach der im Einkommens- und Gewinnsteuerbe-

reich anwendbaren Präponderanzmethode keine Geschäftsliegenschaft dar, da sie 

überwiegend privat zu Wohnzwecken genutzt wird und die Nutzung zu geschäftlichen 

Zwecken im Zusammenhang einer nebenberuflichen selbständigen Erwerbstätigkeit 

nur untergeordneten Charakter hat. Somit sind periodische Abschreibungen nicht mög-

lich. Sofortabschreibungen werden bei Anlagekosten, die – wie hier – eine beachtliche 

Höhe und überdies auch eine Lebensdauer von 20 und mehr Jahren aufweisen, ohne-

hin nicht zulässig. Mit einer Liegenschaft zusammenhängende Anlagekosten sind nach 

der Konzeption des Gesetzgebers einzig bei der Grundstückgewinnsteuer abzugsfähig 

(vgl. § 219 Abs. 1 StG in Verbindung mit §§ 220 Abs. 1 oder 221 Abs. 1 lit. a StG). 

 

 Dass den Pflichtigen – wären sie nicht Musiker - die Kosten für den speziellen 

Ausbau nicht angefallen wären, ist vorliegend nicht entscheidend. Selbst wenn der 

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Kausalzusammenhang zwischen den streitbetroffenen Mehrkosten und der Einkom-

menserzielung besteht, können Anlagekosten im Privatvermögensbereich steuerlich 

nicht zum Abzug gebracht werden. Es verbleibt in diesem Fall, wo die Kosten nicht in 

Form von Abschreibungen amortisierbar sind, einzig die Möglichkeit, höhere geschäft-

lich bzw. beruflich bedingte Ausbaukosten durch einen höheren Mietwertanteil abzugel-

ten. Dies hat das kantonale Steueramt, ohne konkrete Zahlen zu benennen, mögli-

cherweise getan. Denn bei Gewährung eines Arbeitszimmerabzugs nach der 

Unternutzungsformel und bei Berücksichtigung aller weiteren geltend gemachten Be-

rufskosten von Fr. 5'015.- hätten die abzugsfähigen Berufskosten aufgrund – der vor-

liegenden Akten – allerhöchstens auf Fr. 7'075.- geschätzt werden dürfen. Selbst die-

ser Betrag wäre noch grosszügig bemessen, weil für die Kosten von Fr. 5'015.- wie 

erwähnt keine Nachweise beigebracht werden konnten.  

 

 Anzumerken ist, dass ein Mietwertanteil für das Musikzimmer von nahezu 

Fr. 7'000.- entschieden zu hoch wäre, da sämtliche Mehrkosten für das Musikzimmer 

und weitere Räume im deklarierten Eigenmietwert von Fr. 15'450.- bereits enthalten 

sind. Somit trägt der nach der Unternutzungsformel berechnete Mietwert den Ausbau-

kosten für das Musikzimmer angemessen Rechnung. 

 

 Weiter wäre anzumerken, dass nach dem Periodizitätsprinzip nur Aufwendun-

gen abzugsfähig wären, die in der Steuerperiode (hier im Jahr 2006) angefallen sind, 

was bei einem Teil der geltend gemachten Mehrkosten fraglich erscheint, da bereits im 

Jahr 2005 Mehrkosten für das Musikzimmers in Rechnung gestellt wurden. Letztlich 

kann hier aber offen bleiben, wie es sich vorliegend damit verhält, da die Kosten ohne-

hin nicht abzugsfähig sind.  

 

 

 5. a) Insgesamt sind die Pflichtigen mit der vorliegenden Einschätzung, die eher 

zu ihren Ungunsten zu verändern wäre, gut weggekommen, so dass Rekurs und Be-

schwerde aus den dargelegten Gründen abzuweisen sind.  

 

 b) Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten den Pflichtigen aufzuerlegen 

(§ 151 Abs. 1 StG und Art. 144 Abs. 1 DBG). 

 

 

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Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

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