# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c40d6cc-b1b3-51dc-9b0d-d7dad8aab9fe
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.10.2025 LF250074
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF250074_2025-10-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: LF250074-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzrichterin 

Dr. C. Schoder sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Houweling-Wili

Urteil vom 29. Oktober 2025

in Sachen

A._____ GmbH, 
Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,

gegen

B._____ AG, 
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,

betreffend Ausweisung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes 
Dielsdorf vom 4. Juli 2025 (ER250020)

- 2 -

Erwägungen:

1.

1.1. Die A._____ GmbH (Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin, nachfolgend 

Berufungsklägerin) mietete von der B._____ AG (Gesuchstellerin und Berufungs-

beklagte, nachfolgend Berufungsbeklagte) mit befristetem Vertrag vom 

27. April 2024 ab 1. Mai 2024 bis 31. Mai 2025 eine Gewerbefläche im EG und 

ein Büro im 1. OG in der Liegenschaft an der C._____-strasse 1 in D._____ 

(act. 8/4/1). 

1.2. Am 4. März 2025 leitete die Berufungsbeklagte beim Einzelgericht des Be-

zirksgerichtes Dielsdorf ein Ausweisungsverfahren gegen die Berufungsklägerin 

ein (act. 8/1). Mit Urteil vom 4. Juli 2025 hiess das Einzelgericht das Auswei-

sungsbegehren gut und verpflichtete die Berufungsklägerin, das genannte Mietob-

jekt ordnungsgemäss geräumt und gereinigt sofort zu verlassen und der Beru-

fungsbeklagten in vertragsgemässem Zustand zu übergeben. Weiter wurde das 

Gemeindeammannamt E._____ angewiesen, auf Verlangen der Berufungsbe-

klagten die Verpflichtung der Berufungsklägerin zu vollstrecken (act. 8/28 (unbe-

gründet) = act. 8/33 (begründet) = act. 7). 

1.3. Gegen dieses Urteil erhob die Berufungsklägerin mit Eingabe vom 11. Au-

gust 2025 Berufung bei der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, 

mit den Anträgen um Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Nichteintre-

ten auf das Ausweisungsgesuch, eventualiter Rückweisung der Sache an die Vor-

instanz, unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsbeklag-

ten (act. 2).

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 8/1-36). Auf weitere 

prozessleitende Anordnungen wurde verzichtet. Die Sache erweist sich als 

spruchreif. 

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2.

2.1. Das Berufungsverfahren richtet sich nach den Art. 308 ff. ZPO. Die Berufung 

ist bei der Rechtsmittelinstanz innert der Rechtsmittelfrist schriftlich und begründet 

einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Aus der Begründungspflicht ergibt sich, dass 

die Berufung Rechtsmittelanträge zu enthalten hat. Mit der Berufung kann die un-

richtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes gel-

tend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Neue Tatsachen und Beweismittel werden 

nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zu-

mutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten 

(Art. 317 Abs. 1 ZPO).

2.2. Die vorliegende Berufung vom 11. August 2025 wurde innert der Rechtsmit-

telfrist schriftlich, mit Anträgen versehen und begründet bei der Kammer als der 

zuständigen Rechtsmittelinstanz eingereicht (act. 2 und act. 8/34). Die Berufungs-

klägerin ist durch den angefochtenen Entscheid beschwert und zur Berufung legi-

timiert. Es ist daher auf die Berufung grundsätzlich einzutreten.

3.

3.1. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Entscheid fest, dass die Berufungs-

beklagte ihr Ausweisungsgesuch zunächst mit der am 15. Januar 2025 per 

28. Februar 2025 ausgesprochenen Zahlungsverzugskündigung begründet habe. 

In ihrer Eingabe vom 16. Juni 2025 habe sie dann geltend gemacht, dass der echt 

befristete Mietvertrag per 31. Mai 2025 ausgelaufen und damit das Mietverhältnis 

beendet sei. Dabei handle es sich entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin 

nicht um eine völlig neue Begründung oder ein neues Tatsachenfundament. Die 

Berufungsbeklagte habe bereits im ursprünglichen Gesuch vorgebracht, dass der 

Mietvertrag bis zum 31. Mai 2025 echt befristet sei. Dass dieses Datum unterdes-

sen verstrichen sei, sei eine offenkundige Tatsache, die weder behauptet noch 

bewiesen werden müsse. Die Rechtsanwendung von Amtes wegen hätte auch 

unabhängig von Parteivorbringen dazu geführt, dass zu prüfen gewesen wäre, ob 

die unterdessen ausgelaufene Mietdauer dazu führe, dass sich die Berufungsklä-

gerin ohne Rechtsgrund in den gemieteten Gewerbeflächen aufhalte und ein Aus-

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weisungsanspruch bestehe (act. 7 S. 3 f.). Entgegen der Berufungsklägerin habe 

es der Berufungsbeklagten bei Einreichung des Gesuchs auch nicht an einem 

Rechtsschutzinteresse gefehlt. Ob das Ausweisungsgesuch ursprünglich berech-

tigt gewesen sei, sei eine Frage der materiellen Begründetheit und nicht des 

Rechtsschutzinteresses. Im Übrigen müssten das Rechtsschutzinteresse wie 

auch die materiellrechtlichen Voraussetzungen erst im Zeitpunkt der Fällung des 

Sachentscheides gegeben sein. Soweit die Berufungsklägerin schliesslich vor-

bringe, sie habe sich nur noch im Rahmen des bedingten Replikrechts gegen das 

Argument des Auslaufens des Mietvertrages zur Wehr setzen können, sei das un-

behelflich. Die Befristung des Mietvertrages bis zum 31. Mai 2025 sei von Anfang 

an Gegenstand des gesuchstellerischen Tatsachenvortrags gewesen, der Beru-

fungsklägerin sei die Befristung bekannt gewesen und sie habe mindestens bei 

Einreichung der Duplik vom 28. Mai 2025 damit rechnen müssen, dass die Befris-

tung im Urteilszeitpunkt ausgelaufen sein würde. Entsprechend hätte sie sich in 

der Duplik dazu äussern können. Die Berufungsklägerin habe nichts vorgebracht, 

das zu Zweifel daran führe, dass das Mietverhältnis geendet und sie das Mietob-

jekt zu verlassen habe, weshalb das Ausweisungsgesuch gutzuheissen sei. Ob 

auch zu einem früheren Zeitpunkt bereits ein Ausweisungsanspruch und diesbe-

züglich klare Verhältnisse im Sinne von Art. 257 ZPO bestanden hätten, könne of-

fengelassen werden (act. 7 S. 4 f.).

3.2. Die Berufungsklägerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, die Berufungs-

beklagte habe den bis 31. Mai 2025 echt befristeten Mietvertrag in ihrem Auswei-

sungsgesuch nur sachverhaltsmässig erwähnt und den Ausweisungsanspruch mit 

der Zahlungsverzugskündigung begründet. Auch im Ausweisungsverfahren gelte 

die Dispositionsmaxime, und die Rechtsanwendung von Amtes wegen führe nicht 

dazu, dass unabhängig der Vorbringen der Partei zu prüfen sei, ob die unterdes-

sen ausgelaufene Mietdauer dazu führe, dass sich die Berufungsklägerin ohne 

Rechtsgrund im Mietobjekt aufhalte. Ein Ausweisungsanspruch erfordere ein Kla-

gefundament. Dieses sei vorliegend die Zahlungsverzugskündigung gewesen. In-

dem die Berufungsbeklagte sich mit Eingabe vom 16. Juni 2025 auf den inzwi-

schen beendeten Mietvertrag, also einen anderen Lebensvorgang gestützt habe, 

habe sie das Klagefundament geändert. Denn die Berufungsbeklagte hätte am 

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4. März 2025 kein Ausweisungsgesuch mit der Begründung, der Mietvertrag habe 

aufgrund der Befristung am 31. März 2025 geendet, einreichen können. Auf ein 

solches Begehren wäre mangels Vorliegen eines schutzwürdigen Interesses da-

mals nicht einzutreten gewesen. Es liege somit eine Klageänderung vor und es 

wäre deren Zulässigkeit zu prüfen gewesen. Ihrer Auffassung nach sei die Klage-

änderung nicht zulässig gewesen, weil die Zahlungsverzugskündigung und der 

Ablauf der Befristung des Mietvertrages in keinem sachlichen Zusammenhang 

stünden. Die Ansprüche seien nicht konnex, weil sie nicht aus dem gleichen, iden-

tischen Klagegrund hergeleitet würden. Weder würden die neuen Tatsachenbe-

hauptungen einen Lebensvorgang betreffen, der den bisherigen berühre noch 

würden sich die Behauptungen überschneiden (act. 2 S. 5 ff.). Die Berufungsbe-

klagte hätte nach dem 31. Mai 2025 ein neues Ausweisungsgesuch stellen müs-

sen. Indem die Vorinstanz die Klageänderung zugelassen habe und sie (die Beru-

fungsklägerin) sich einzig im Rahmen des unbeschränkten Replikrechts dazu 

habe äussern können, sei ihr rechtliches Gehör verletzt worden (act. 2 S. 8 f.). 

Das Ausweisungsgesuch sei mit der Zahlungsverzugskündigung begründet gewe-

sen, wogegen sie sich zur Wehr gesetzt habe. Sie habe bis zum 16. Juni 2025 

keine Veranlassung gehabt, sich zu einem Ausweisungsanspruch aufgrund eines 

inzwischen beendeten befristeten Mietvertrags zu wehren. Dazu habe sie in ihrer 

Eingabe vom 30. Juni 2025 umgehend Stellung genommen und die unzulässige 

Klageänderung geltend gemacht (act. 2 S. 10). Schliesslich wirke sich die zuge-

lassene Klageänderung auch bezüglich der Prozesskosten zu ihren Ungunsten 

aus. Sie habe sich gegen die Ausweisung wegen Zahlungsverzugskündigung ge-

wehrt und habe gute Chancen gehabt, weshalb die Prozesskosten der Berufungs-

beklagten aufzuerlegen gewesen wären. Infolge der Zulassung der Klageände-

rung und darauf gestützter Gutheissung des Ausweisungsanspruches habe sie 

(die Berufungsklägerin) nun die Prozesskosten zu tragen (act. 2 S. 9 f.). 

4.

4.1. Die Berufungsbeklagte begründete ihr Ausweisungsgesuch vom 

4. März 2025 unbestrittenermassen gestützt auf den zwischen den Parteien bis 

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zum 31. Mai 2025 echt befristeten Mietvertrag vom 27. April 2024 mit der Zah-

lungsverzugskündigung vom 15. Januar 2025 mit Wirkung per 28. Februar 2025 

(act. 8/1). Die Berufungsklägerin nahm dazu mit Gesuchsantwort vom 

14. April 2025 Stellung (act. 8/13). Im Rahmen eines von der Vorinstanz angeord-

neten zweiten Schriftenwechsels (act. 8/16) liessen sich die Parteien jeweils er-

neut dazu vernehmen (Replik und Duplik; act. 8/18 und act. 8/23). In der Folge 

setzte die Vorinstanz der Berufungsbeklagten mit Verfügung vom 2. Juni 2025 

Frist zur freigestellten Stellungnahme an, innert welcher die Berufungsbeklagte 

mit Eingabe vom 16. Juni 2025 darauf hinwies, dass der Mietvertrag infolge Ab-

laufs der vereinbarten Vertragsdauer nunmehr am 31. Mai 2025 geendet habe, 

weshalb die Berufungsklägerin keinen Rechtsgrund zur weiteren Benützung des 

Mietobjekts mehr besitze (act. 8/24-25). Dazu äusserte sich die Berufungsklägerin 

wiederum innert der ihr von der Vorinstanz mit Verfügung vom 17. Juni 2025 an-

gesetzten Frist zur freigestellten Stellungnahme mit Eingabe vom 30. Juni 2025 

(act. 8/26-27). 

4.2. Der von der Berufungsbeklagten mit Eingabe vom 16. Juni 2025 nach 

Durchführung des zweiten Schriftenwechsels vorgebrachte Umstand, dass der 

Mietvertrag infolge Ablaufs der zeitlichen Befristung geendet habe, stellt entgegen 

der Ansicht der Berufungsklägerin keine Klageänderung, sondern lediglich eine 

neue Tatsachenbehauptung dar. Denn eine Klageänderung umfasst nicht bloss 

eine Änderung des Klagefundaments (Ableitung der Klage aus einem anderen Le-

bensvorgang), wie es die Berufungsklägerin behauptet, sondern sie bedingt – im 

Besonderen bei individualisierten Rechtsbegehren wie dem vorliegenden – eine 

Änderung des Streitgegenstandes. Sie bedarf einer inhaltlichen Änderung des 

Rechtsbegehrens, d.h. es wird mehr, Zusätzliches oder anderes verlangt als im 

ursprünglichen Begehren (OFK-ZPO-ENGLER, 3. Aufl. 2023, Art. 227 N 2; ZK 

ZPO-LEUENBERGER, 4. Aufl. 2025, Art. 227 N 1; PAHUD, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 

2025, Art. 227 N 3 f.). Das Rechtsbegehren der Berufungsbeklagten, wonach sie 

mit der Ausweisung der Berufungsklägerin die gerichtliche Durchsetzung ihres 

Rückgabe- bzw. Ausweisungsanspruchs des Mietobjekts verlangt (Art. 267 Abs. 1 

OR; Art. 641 Abs. 2 ZGB), blieb indes das gleiche. 

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4.3. Ausgehend von einer neuen Tatsachenbehauptung ist festzuhalten, dass im 

summarischen Verfahren der Aktenschluss grundsätzlich nach einmaliger Äusse-

rung eintritt. Wie es sich verhält, wenn wie vorliegend ein zweiter Schriftenwech-

sel angeordnet wurde, hat das Bundesgericht in BGE 144 III 117 offen gelassen, 

allerdings erachtet das Bundesgericht in diesen Fällen eine analoge Anwendung 

von Art. 229 ZPO als überzeugend. Danach tritt der Aktenschluss (sog. Noven-

schranke) erst nach dem zweiten Schriftenwechsel ein (BGE 146 III 237 E. 3.1; 

ZK ZPO-LEUENBERGER, 4. Aufl. 2025, Art. 229 N 28; PAHUD, DIKE-Komm-ZPO, 

3. Aufl. 2025, Art. 229 N 27). Nach diesem Zeitpunkt können Noven nur noch be-

schränkt vorgebracht werden. Zugelassen sind nur noch echte Noven und ent-

schuldbare unechte Noven, d.h. Tatsachen und Beweismittel, die überhaupt erst 

nach dem Aktenschluss entstanden sind oder trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vor-

her vorgebracht werden konnten (ZK ZPO-LEUENBERGER, 4. Aufl. 2025, Art. 229 

N 9, N 29 und N 31). Solche Noven müssen innert einer vom Gericht festgelegten 

Frist oder, bei Fehlen einer solchen Frist, bis zum ersten Parteivortrag bzw. spä-

testens in der nächsten Verhandlung vorgebracht werden (Art. 229 

Abs. 2bis ZPO). 

4.4. Die Tatsache, dass der Mietvertrag am 31. Mai 2025 infolge der Befristung 

geendet hat, ist nach Aktenschluss eingetreten und stellt mithin ein echtes Novum 

dar. Die Berufungsbeklagte hat es zudem innert der ihr angesetzten Frist zur frei-

willigen Stellungnahme zur Duplik der Berufungsklägerin und damit rechtzeitig in 

den Prozess eingebracht (vgl. PAHUD, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 2025, Art. 229 

N 18c), weshalb die Vorinstanz es zu Recht berücksichtigt hat. Ferner hatte die 

Berufungsklägerin mit der ihr mit Verfügung vom 17. Juni 2025 angesetzten Frist 

zur Stellungnahme Gelegenheit, sich dazu zu äussern (act. 8/26), womit ihr An-

spruch auf rechtliches Gehör gewahrt wurde. 

4.5. Aus dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 57 ZPO) 

ergibt sich sodann, dass die Parteien neue Rechtsgründe vorbringen können. 

Neue rechtliche Vorbingen (gestützt auf bereits vorgebrachte oder zulässige neue 

Tatsachen) begründen keine Klageänderung. Eine Klage kann beispielsweise zu-

erst mit einer Vertragsverletzung und später mit einer ausservertraglichen Schädi-

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gung begründet werden (BGer 4A_8/2020 E. 3.2; BGer 4A_255/2015 E. 2.2.3; 

BGer 4A_255/2015 E. 2.2.3; ZK ZPO-LEUENBERGER, 4. Aufl. 2025, Art. 227 N 7). 

Demnach hat sich die Berufungsbeklagte für ihren Ausweisungsanspruch zulässi-

gerweise zunächst auf die Zahlungsverzugskündigung gestützt und danach ihr 

Begehren mit dem Ablauf des Mietvertrags begründet. 

4.6. Die Berufungsklägerin hat bei der Vorinstanz nicht bestritten, dass der Miet-

vertrag am 31. Mai 2025 geendet und sie das Mietobjekt deshalb zu verlassen 

habe. Anderes behauptet sie auch im Berufungsverfahren nicht. Die Vorinstanz 

hat das Ausweisungsverfahren demnach zu Recht gutgeheissen. Die Berufung 

erweist sich insoweit als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1. Die Vorinstanz legte dem angefochtenen Entscheid einen Streitwert in Höhe 

von Fr. 360'000.-- zu Grunde. Sie erwog dazu, dass vorliegend von einer strittigen 

Kündigung auszugehen sei, weshalb der Streitwert dem Mietwert für drei Jahre 

entspreche. Vor diesem Hintergrund und mit der Begründung, dass das Verfahren 

auf Grund des doppelten Schriftenwechsels und der mehrfachen Ausübung des 

unbedingten Replikrechts überdurchschnittlich aufwändig gewesen sei, setzte sie 

die Entscheidgebühr in Anwendung von §§ 2, 4 Abs. 1 und 8 Abs. 1 GebV OG auf 

Fr. 4'500.-- fest (act. 7 S. 5 f.).

5.2. Die Berufungsklägerin beanstandet diese Streitwertberechnung und die Kos-

tenfestsetzung. Sie macht geltend, die Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, 

dass der Mietvertrag bis Ende Mai 2025 befristet gewesen sei. Selbst bei einer 

strittigen Kündigung hätte das Mietvertragsverhältnis auf Grund der Befristung 

Ende Mai 2025 geendet, weshalb es nicht sachgerecht sei, von drei Jahren aus-

zugehen. Ein Streitwert, welcher sechs Monatsmietzinsen entspreche, mithin 

Fr. 60'000.--, wie er von der Berufungsbeklagten geltend gemacht worden und un-

bestritten geblieben sei, hätte dem Umstand der Befristung viel besser Rechnung 

getragen. Somit sei auch die Entscheidgebühr von Fr. 4'500.-- unangemessen 

und trage den tatsächlichen Verhältnissen nicht Rechnung (act. 2 S. 3). 

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5.3. Die Berufungsklägerin unterlässt es allerdings anzugeben, in welcher Höhe 

sie Gerichtskosten als angemessen hält. Berufungsanträge sind wie Rechtsbegeh-

ren im erstinstanzlichen Verfahren so zu formulieren, dass sie bei Gutheissung des 

Rechtsmittels in den Entscheid übernommen werden können. Der Antrag ist des-

halb zu beziffern und es ist anzugeben, auf welche Höhe die Entscheidgebühr zu 

reduzieren ist (ZK ZPO-REETZ, 4. Aufl. 2025, Art. 311 N 36; KUKO ZPO-BRUN-

NER/VISCHER, 3. Aufl. 2021, Art. 311 N 6; anstatt vieler: OGer ZH PF110013 vom 

21. Juni 2011 E. II./1; BGE 137 III 617; BGer 4D_61/2011 vom 26. Oktober 2011 

E. 2.3). Diesen Begründungsanforderungen genügt die Berufung in Bezug auf die 

Entscheidgebühr nicht. Es bleibt offen, auf welche Höhe die Berufungsklägerin 

diese reduziert haben möchte. Es ist nicht Sache der Berufungsinstanz, die Ent-

scheidgebühr der Vorinstanz von Amtes wegen zu prüfen und in einer ihr ange-

messen scheinenden Höhe festzusetzen (vgl. OGer ZH PQ220034 vom 8. August 

2022 E. 4.3). Mangels Bezifferung ist auf die Berufung insoweit nicht einzutreten. 

Die Einwände der Berufungsklägerin sind allerdings bei der Festsetzung der zwei-

tinstanzlichen Entscheidgebühr zu beachten (vgl. nachfolgend E. 6.2.).

6.

6.1. Ausgangsgemäss wird die Berufungsklägerin für das zweitinstanzliche Ver-

fahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Entscheidgebühr berechnet sich 

im Kanton Zürich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. Sep-

tember 2010 (GebV OG), welche im Zivilprozess unter Berücksichtigung von 

Zeitaufwand und Schwierigkeit des Falles streitwertabhängige Gebühren vorsieht 

(§ 2 Abs. 1 lit. a, c und d GebV OG).

6.2. Die Berufungsklägerin bestreitet im Ausweisungsverfahren zwar die gültige 

Auflösung des Mietverhältnisses durch Zahlungsverzugskündigung, nicht aber die 

Befristung des Mietvertrages, weshalb sich der geschuldete Mietzins für die Zeit 

ab Einleitung des Verfahrens (ab angefochtenem Entscheid) bis zum Ablauf der 

Mietdauer bzw. bis zur effektiven Ausweisung berechnet, wobei hierfür nach prak-

tischer Erfahrung ab Entscheid noch zwei Monate hinzuzurechnen sind (DIGGEL-

MANN, DIKE-Komm-ZPO, 3. Aufl. 2025, Art. 91 N 46). Die Dauer des Rechtsmittel-

verfahrens ist unter Berücksichtigung der Zeit bis zur effektiven Ausweisung auf 

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rund sechs Monate zu schätzen. Demzufolge ist bei einem monatlichen Mietzins 

von Fr. 10'000.-- (vgl. act. 8/4/1) von einem Streitwert von Fr. 60'000.-- auszuge-

hen.

6.3. Die Gerichtsgebühr ist in Anwendung von §§ 2, 4 Abs. 1 bis 3, § 8 und § 12 

Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 2'800.-- festzusetzen und der Berufungsklägerin 

aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung ist der Berufungsbeklagten nicht zuzu-

sprechen, da ihr keine Umtriebe entstanden sind, die zu entschädigen wären.

Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Der Ent-

scheid des Einzelgerichts des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 4. Juli 2025 

wird bestätigt.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'800.-- festgesetzt und 

der Berufungsklägerin auferlegt.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Bei-

lage von act. 2, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist in-
nert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine mietrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 60'000.--.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Houweling-Wili

versandt am:
30. Oktober 2025