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**Case Identifier:** 2c778b33-2dfd-5e5a-b4db-0136047609bf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.08.2020 200 2018 830
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-830_2020-08-14.pdf

## Full Text

200 18 830 UV
KNB/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. August 2020

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Fürsprech B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2020, UV/18/830, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1973 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war über ihre Arbeitgeberin bei der AXA Versicherungen AG 
(nachfolgend: AXA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Berufs- 
und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert, als sie sich am 
25. April 2017 bei einem Fahrradsturz am linken Ellbogen und an der linken 
Schulter verletzte (Akten der AXA [act. II] A1). Die AXA erbrachte in der 
Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Am 26. März 2018 unter-
zog sich die Versicherte einer Operation an der linken Schulter (act. II M17) 
und die AXA stellte die Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 25. 
Mai 2018 (act. II A35) rückwirkend per 5. September 2017 ein, da ihr medi-
zinischer Dienst nach den Abklärungen im September 2017 bei Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, keinen Zusammenhang zwischen den noch 
bestehenden Beschwerden und dem Unfallereignis vom 25. April 2017 
mehr erkenne. Die dagegen erhobene Einsprache (act. II A42) wies die 
AXA mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2018 (act. II A57) ab.

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprech B.________, 
am 13. November 2018 Beschwerde. Sie beantragt, unter Aufhebung des 
angefochtenen Einspracheentscheides sei die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, rückwirkend auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 
5. September 2017 die gesetzlichen Leistungen bis auf weiteres zu erbrin-
gen und insbesondere auch die Kosten der Operation vom 26. März 2018 
zu übernehmen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

In der Beschwerdeantwort beantragt die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde.

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Die Beschwerdeführerin bestätigt mit Stellungnahme vom 14. Oktober 2019 
das beschwerdeweise gestellte Rechtsbegehren. 

Nachdem sich die Beschwerdeführerin nach dem Stand des Verfahrens 
erkundigt hatte, stellte der Instruktionsrichter der Beschwerdegegnerin mit 
prozessleitender Verfügung vom 6. März 2020 die Stellungnahme vom 
14. Oktober 2019 zur Kenntnisnahme zu. Gleichzeitig gab er der Be-
schwerdegegnerin Gelegenheit, allfällige Schlussbemerkungen einzurei-
chen.

In der Folge verzichtete die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 16. April 
2020 auf weitere Bemerkungen und hielt am gestellten Antrag fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

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1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2018 
(act. II A57). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin im Zu-
sammenhang mit dem Unfall vom 25. April 2017 auch über den Zeitpunkt 
der Leistungseinstellung per 5. September 2017 hinaus, insbesondere für 
die Operation vom 26. März 2018, leistungspflichtig ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Der hier 
interessierende Unfall hat sich am 25. April 2017 und damit nach dem 
1. Januar 2017 ereignet, womit der vorliegende Fall anhand der ab dem 
1. Januar 2017 gültigen Bestimmungen zu beurteilen ist.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.4 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate 
Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 
praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358; 
SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.5 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 
438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.6 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 

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des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entwe-
der der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (Entscheid des BGer vom 24. September 2019, 8C_22/2019 [zur 
Publikation vorgesehen], E. 5.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (Entscheid des BGer vom 24. September 2019, 
8C_22/2019 [zur Publikation vorgesehen], E. 5.1).

2.7 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

2.8 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

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schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.9 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

2.10 Die versicherte Person hat von Bundesrechts wegen keinen formel-
len Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn 
Leistungsansprüche streitig sind. Es ist auch im Lichte der von Art. 6 Ziff. 1 
der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) gewähr-
leisteten Verfahrensgarantien grundsätzlich zulässig, den Entscheid aus-
schlaggebend oder gar ausschliesslich auf verwaltungsinterne Abklärungen 
zu stützen (BGE 123 V 175 E. 3d S. 176, 122 V 157 E. 2c S. 165). Urteilt 
das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die 
aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an 
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

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3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1 Dr. med. C.________ führte im Bericht vom 5. September 2017 
(act. II M4) die folgenden Diagnosen auf:

Schulter- und Ellbogen-Kontusion links vom 25. April 2017 
 Rückläufiges subacromiales Impingement Stadium I 
 Oberflächliche Restentzündung proximale Ulna und Extensoren-Tendinopathie

Zur Anamnese führte Dr. med. C.________ aus, die Beschwerdeführerin 
sei nun in regelmässiger physiotherapeutischer Behandlung gewesen. Die 
Schulterschmerzen seien verschwunden. Sie habe das … wieder aufneh-
men können. Im Bereich des Ellbogens habe sich die Symptomatik verän-
dert. Es habe sich eine Berührungsempfindlichkeit im Bereich der 
proximalen Ulna entwickelt. Zur Beurteilung und zum Procedere hielt die 
Ärztin fest, im Bereich der Schulter sollten die Zentrierungsübungen selbst-
ständig weitergeführt werden. Im Bereich des Ellbogens seien lokal 
antalgische Massnahmen sinnvoll. Eine Physiotherapieverordnung sei ab-
gegeben worden. Verlaufskontrollen fänden bedarfsorientiert statt.

3.2 Im Bericht vom 12. Januar 2018 (act. II M5) gab Dr. med. 
C.________ die folgenden Diagnosen an:

 Beginnende Schultersteife links 
 Posttraumatisches subacromiales Impingement Stadium I nach Kontusion am 

25. April 2017
 Hyperlaxizität

Zur Anamnese hielt Dr. med. C.________ fest, der Beschwerdeführerin sei 
es bis im Herbst 2017 mit der linken Schulter deutlich besser gegangen. 
Sie habe in der Physiotherapie die Belastung aufgebaut und dies gleichzei-
tig in der beruflichen Aktivität im D.________ umgesetzt. Je stärker sie die 
Schulter beansprucht habe, umso stärker seien die Schmerzen geworden. 
In der Physiotherapie habe sich die Beschwerdeführerin eher hyperlax prä-
sentiert mit einem einmaligen Subluxationsereignis nach ventral in Rücken-
lage (telefonische Rücksprache). Bezüglich Beurteilung und Procedere gab 
die Ärztin an, in der heutigen Untersuchung sei eine entzündliche, überreiz-

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te Situation mit einer beginnenden Schultersteife im Vordergrund. Bei ver-
unsicherter Patientin sei eine Konsultation bei Prof. Dr. med. E.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, veranlasst worden. Die Arbeitsunfähigkeit von 100 % sei bis 
zum 31. Januar 2018 bestätigt worden.

3.3 Im Bericht vom 20. Februar 2018 (act. II M8) führte Prof. Dr. med. 
E.________ die folgende Diagnose auf:

 Postdistorsionelle Schulterbeschwerden links bei Tendinopathie und Elonga-
tion der dorsocranialen Rotatorenmanschette

Prof. Dr. med. E.________ gab an, zwischenzeitlich sei das Verlaufs-MR 
durchgeführt worden. Es bestehe eine Tendinopathie der dorsocranialen 
Manschette und zusätzlich ein diskretes Spongiosaödem im posteroinferio-
ren Kopfquadranten. Insgesamt bestehe kein operativ behandlungsfähiger 
pathologisch-anatomischer Befund. Er empfehle der Beschwerdeführerin, 
die Beanspruchung der Schulter nachhaltig zu reduzieren, ergo auf das … 
zu verzichten. Die Beschwerdeführerin sei zu 20 % als … angestellt. Dies-
bezüglich bestehe eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Die Aspekte der pro-
fessionellen Reorientierung würden eingehend besprochen. Die 
Beschwerdeführerin habe grosse Mühe zu akzeptieren, dass sie nun auf 
das … verzichten sollte. Die physiotherapeutischen Optionen seien limitiert. 
Es könnte weiterhin versucht werden, die Scapula Dyskinesis zu verbes-
sern und ein vorsichtiges Kräftigungs- und Dekoaptationsprogramm durch-
zuführen. Allerdings müsse auf belastete Kräftigungsübungen gänzlich 
verzichtet werden.

3.4 Prof. Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht vom 15. 
März 2018 (act. II M15) die folgenden Diagnosen auf:

 Status nach Schultersubluxation mit anteriorer Labrumläsion und SLAP-3-5-
Komponente und Bizeps-Pulley-Läsion bei Status nach Sturz am 25. April 
2017 links

 Sekundär antero-superiore Überbelastung mit Bursitis und kleiner Partialläsion 
des Supraspinatus und Dyskinesie links

 Undislozierte Fissur DD Haarriss des Olecranons links bei Sturz am 25. April 
2017

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Zur Anamnese wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin sei als Fahr-
radfahrerin bei einer Kollision mit einem anderen Fahrradfahrer am 25. 
April 2017 direkt axial auf den Ellbogen gestürzt und habe sich einen axia-
len Stoss in der Schulter zugezogen. Daraufhin seien einschiessende 
Schmerzen im Schultergelenk aufgetreten mit der anschliessenden Un-
fähigkeit, den Arm frei und schmerzfrei für einige Tage zu bewegen. Die 
Konsultation des Hausarztes einige Wochen später sei mit Indikation zur 
Physiotherapie und Durchführung eines MRI am 17. Mai 2017 erfolgt. Dort 
habe es keine klare Diagnosestellung gegeben. Nach drei Monaten … und 
Anpassen der täglichen Aktivitäten und Muskelaufbau hätten immer noch 
persistierende Schmerzen in der Schulter links bestanden. Der Ellbogen 
habe sich diesbezüglich verbessert. Seit Weihnachten 2017 sei es noch 
einmal zu einer Exazerbation mit Blockaden respektive einschiessenden 
Schmerzen in der linken Schulter bei gewissen Aktivitäten gekommen. Ak-
tuell bestünden Tag und Nacht Probleme. Zur Beurteilung und zum Proce-
dere hielt Prof. Dr. med. F.________ fest, seines Erachtens handele es 
sich um eine traumatische Schultersubluxation mit Ruptur der Aufhängung 
des Bizeps im Sinne einer Slap-3-Komponente und des Pulley. Er empfeh-
le verschiedene therapeutische Optionen: Wieder Durchführen der Infiltrati-
on intraartikulär zur Kupierung der Schmerzen und Adressieren der 
Physiotherapie. Parallel dazu wäre ein Analgetika-Ausbau möglich. Da man 
konservativ nach einem Jahr nun an einem Punkt stehe, wo die Beschwer-
deführerin ein aktives Vorgehen wünsche und die mechanische Belastung 
als hoch einzustufen sei, wäre die Indikation zu einer Schulterarthroskopie, 
Refixation des Slap, Bizepstenodese, Bursektomie und Beurteilung der 
bursaseitigen Rotatorenmanschettenruptur gegebenenfalls sanfte Acro-
mioplastik zu diskutieren.

3.5 In der Stellungnahme vom 18. Mai 2018 (act. II M19) hielt der bera-
tende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. G.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
fest, zusammenfassend habe die Beschwerdeführerin am 25. April 2017 
einen Sturz mit dem Fahrrad erlitten und habe sich dabei kontusionelle 
Verletzungen am linken Arm zugezogen, am Ellbogen begleitet von Hautlä-
sionen. Im Rahmen einer MR-tomographischen Abklärung am 17. Mai 
2017 hätten sich lediglich die Folgen der unfallbedingten Kontusion am 

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Ellbogen gezeigt, wohingegen sich an der Schulter ein unauffälliger Befund 
ergeben habe. Dies schliesse das Vorliegen eines subakromialen Im-
pingements selbstverständlich nicht aus, was zu diesem Zeitpunkt eben-
falls als Unfallfolge zu bewerten gewesen sei. Mittels geeigneter 
Physiotherapie habe sich die Situation aber kontinuierlich verbessern las-
sen, sodass die Beschwerdeführerin auch den … wieder habe aufnehmen 
können, was aufgrund der dabei vorkommenden häufigen … bei weiterhin 
anhaltenden relevanten Schulter- oder Ellbogenbeschwerden kaum mög-
lich gewesen wäre. Ein beim Ereignis vom 25. April 2017 entstandener 
potentiell dauerhafter struktureller Schaden habe zudem bereits mit der 
erwähnten MRT vom 17. Mai 2017 ausgeschlossen werden können. Auch 
auf klinischer Ebene könne spätestens mit dem Befund, wie er sich anläss-
lich der Untersuchung von Dr. med. C.________ am 4. September 2017 
präsentiert habe, von einem Status quo sine in Bezug auf das erwähnte 
Ereignis ausgegangen werden. Rein anhand der vorliegenden klinischen 
und bildgebenden Befunde könne er nicht nachvollziehen, wie Prof. Dr. 
med. F.________ im Vergleich zu den früheren Beurteilern zu einem derart 
diskrepanten Befund komme (act. II M15). Dies beinhalte nicht nur die klini-
sche Einschätzung, die sich deutlich von derjenigen von Prof. Dr. med. 
E.________ unterscheide, sondern auch die Bildbeurteilung, die von derje-
nigen zweier unterschiedlicher Radiologen abweiche. Zwar würden sowohl 
in der Klinik H.________, als auch im I.________ Veränderungen des kra-
nialen Labrums beschrieben, die aber als sublabrales Foramen und somit 
als anatomische Variante und nicht als SLAP-Läsion klassiert worden sei-
en. Auch die von Prof. Dr. med. F.________ postulierte Ruptur des Bizeps-
Pulleys könne er nicht so recht nachvollziehen (was auf den Aufnahmen 
vom Januar 2018 ohne intraartikuläres Kontrastmittel naturgemäss stark 
erschwert sei) und sie habe sich letztlich auch intraoperativ nicht bestätigt, 
indem nur eine Ausweitung habe gefunden werden können (act. II M17). 
Letztlich hätten sich anlässlich der Operation vom 26. März 2018 überhaupt 
keine Befunde erheben lassen, die überwiegend wahrscheinlich in kausa-
lem Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. April 2017 gestanden hät-
ten. Prof. Dr. med. F.________ habe auch dem Umstand keine 
ausreichende Beachtung geschenkt, dass die Beschwerdeführerin keines-
wegs durchgängige Einschränkungen gehabt habe, indem sie im Herbst 
2017 sogar das … wieder habe aufnehmen können. Dies gehe bekannter-

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massen mit hoher Schulterbelastung einher, was bei anhaltenden relevan-
ten Pathologien kaum möglich gewesen wäre. Bei den am 26. März 2018 
operativ angegangenen Befunden handle es sich somit überwiegend wahr-
scheinlich ausschliesslich um unfallfremde degenerative beziehungsweise 
chronisch-überlastungsassoziierte Veränderungen. Wie dies bereits aus-
führlich erläutert worden sei, habe bereits mit der MRT vom 17. Mai 2017 
festgestellt werden können, dass unfallkausal keine potentiell dauerhaften 
strukturellen Schäden entstanden seien. Auf klinischer Ebene sei der Sta-
tus quo sine spätestens anlässlich der Konsultation bei Dr. med. 
C.________ vom 4. September 2017 erreicht gewesen. Sämtliche in der 
Folge durchgeführten Abklärungen und Behandlungen seien überwiegend 
wahrscheinlich ausschliesslich unfallfremd gewesen.

3.6 Im Bericht vom 25. Juli 2018 (act. II M24) führte Prof. Dr. med. 
F.________ aus, er halte an seiner Beurteilung fest, dass nebst der ana-
mnetisch klaren Situation sich auf den Bildgebungen vom initialen Arthro-
MRI vom 17. Mai 2017 sowie vom nativen MRI vom Januar 2018 auf den 
einzelnen Schnittbildern sowohl indirekte Anzeichen einer durchgemachten 
Schultersubluxation, welche sich auch intraoperativ bestätigt hätten, als 
auch Anzeichen der Bizeps Pulley-Läsion sowie SLAP III Komponente 
zeigten. Er sei, nebst der Wortwahl, auch erstaunt über die Art und Weise 
der Beurteilung von Dr. med. G.________, dass er in seinem Schreiben 
vom 18. Mai 2018 formuliere, dass sich keine Befunde aus der Operation 
vom 26. März 2018 erheben liessen, welche überwiegend wahrscheinlich 
im kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 25. April 2017 stünden. 
Er sei gespannt über die Beurteilung wie Dr. med. G.________ oder auch 
Dr. med. C.________ und Prof. Dr. med. E.________ eine Labrum-Läsion 
respektive eine SLAP Ill Komponente im Sinne eines degenerativen Ereig-
nisses interpretieren würden.

3.7 In der Stellungnahme vom 18. September 2018 (act. II M22) hielt 
der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. J.________, Fach-
arzt für Chirurgie, fest, die gegenwärtig noch geltend gemachte Symptoma-
tik an der linken Schulter stehe aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden 
medizinischen Akten lediglich mit dem Beweisgrad der Möglichkeit in einem 
natürlichen Zusammenhang zum Ereignis vom 25. April 2017. Die auf CD 

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enthaltene nativ Röntgenuntersuchung vom 2. Mai 2017 und vom 17. Mai 
2017 der linken Schulter und des linken Ellenbogens habe er überprüft, 
ebenso die Arthro-MRI-Untersuchung vom 17. Mai 2017 des linken Ellen-
bogens und der linken Schulter und die MRI-Untersuchung vom 24. Januar 
2018. Dabei lasse sich keine sichere strukturelle Schädigung erkennen, die 
mit dem Ereignis vom 25. April 2017 in Zusammenhang gebracht werden 
könne. In dieser Hinsicht decke sich seine Beurteilung mit derjenigen der 
untersuchenden Radiologen und von Prof. Dr. med. E.________. Die Beur-
teilung von Prof. Dr. med. F.________ sei für ihn nicht nachvollziehbar. Im 
MRI vom 17. Mai 2017 zeige sich wohl eine Veränderung sublabral, die er 
als offenes Foramen interpretiere, wie es anlagebedingt häufig gesehen 
werde. Im Operationsbericht vom 26. März 2018 hingegen zeige sich eine 
Ablösung im Sinne einer Slap-2-Läsion mit kleiner Lefze, was aus seiner 
Sicht überwiegend wahrscheinlich der Folge einer chronischen Überlastung 
mit Gewebedegeneration (…) entspreche. Sichere Befunde, die durch das 
Ereignis vom 25. April 2017 erklärbar seien, liessen sich nicht objektivieren. 
Anlässlich einer Nachkontrolle am 5. September 2017 in der Praxis von 
Prof. Dr. med. E.________ seien die Beschwerden von Seiten der linken 
Schulter abgeklungen und die Beschwerdeführerin habe bereits zuvor mit 
dem … wieder begonnen gehabt. Bezüglich linker Schulter sei zu diesem 
Zeitpunkt von einem Status quo sine auszugehen. Die Stellungnahme von 
Dr. med. G.________ vom 18. Mai 2018 könne er vollumfänglich unterstüt-
zen und er erachte sie als edierbar.

3.8 Dr. med. K.________, Facharzt für Radiologie, führte im radiologi-
schen Befundbericht vom 5. November 2018 (act. II M25) in der Gesamt-
beurteilung aus, es liege eine unauffällige MR-Arthrographie vor am 
17. Mai 2018, es seien keine posttraumatisch bedingten Pathologien oder 
Verletzungen nachweisbar. Allenfalls bestehe eine Prädisposition für eine 
Impingementproblematik. Die Untersuchung der linken Schulter vom 
24. Januar 2018 sei nicht als Arthrographie durchgeführt worden, was er-
hebliche Einbussen hinsichtlich der Beurteilbarkeit mit sich bringe. Es zeig-
ten sich Signalalterationen innerhalb der Supraspinatussehne sowie eine 
Flüssigkeitsansammlung in der Bursa subdeltoidea, sodass hier Hinweise 
für eine Impingementproblematik bestünden. Die operativ beschriebene 
SLAP-Läsion sei am 24. Januar 2018 fraglich abgrenzbar, die beschriebe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2020, UV/18/830, Seite 14

nen Veränderungen seien auf der Voruntersuchung nicht vorhanden und 
somit neu aufgetreten. Ohne Arthrographie sei die Diagnose der SLAP-
Läsionen sehr schwierig und nicht zuverlässig beurteilbar. Es finde sich 
keine vordere oder hintere Labrumläsion. In beiden Untersuchungen sei 
blutbildendes Knochenmark am inferoposterioren Rand der Humerus-
epiphyse sichtbar, was als nicht-pathologisch zu werten sei. Es bestehe ein 
markantes Kontusionsödem im Bereich des linksseitigen Olekranons wie 
oben beschrieben. Zu den gestellten Fragen führte Dr. med. K.________ 
aus, es lägen keine traumatisch verursachten strukturellen Pathologien auf 
den MRT-Bildern vom 17. Mai 2017 vor. Eine SLAP-läsion sei nicht abge-
bildet. Es zeige sich an typischer Stelle (0 - 3 Uhr Achse) ein sublabrales 
Foramen bzw. das vordere Labrum sei in diesem Bereich hypoplastisch 
und nicht angelegt. In der relevanten Position (3 - 6 Uhr Achse) des La-
brums sei das Labrum regelrecht abgebildet und weise keine Läsion auf. 
Die Bizeps-Pulley Region sei regelrecht und unauffällig abgebildet, es finde 
sich kein Hinweis auf eine Pathologie. Die Untersuchung des Ellbogenge-
lenkes auf der linken Seite zeige ein Kontusionsödem im Processus ole-
crani, bedingt durch eine Kontusion oder fragliche Fissur, jedoch sei kein 
Frakturspalt klar und eindeutig nachweisbar, es gebe keine Formverände-
rung des Olekranons, die Gelenkflächen seien nicht beteiligt. Die Untersu-
chung vom 24. Januar 2018 dokumentiere Veränderungen, die auf eine 
Impingementproblematik zurückzuführen seien. Es zeige sich zum einen 
moderat Flüssigkeit in der Bursa subdeltoidea sowie eine intratendinöse 
Signalalteration (nicht untersuchungsbedingt), hinweisend auf eine Tendini-
tis. Insgesamt sei der Subakromialraum schmal und eng angelegt, sodass 
hier Veränderungen im Rahmen einer Impingementproblematik (und nicht 
traumatisch) vorlägen. Die Untersuchung sei leider nicht als Arthrographie 
durchgeführt, deshalb sei die Beurteilbarkeit des Labrums limitiert und er-
schwert. Das vordere Labrum zeige keine Pathologie. Das superiore La-
brum sei etwas irregulär konturiert, der sublabrale Raum messe 2 mm, es 
zeige sich eine Signalalteration am oberen Bizepssehnenanker, sodass 
eine SLAP-Läsion möglich sei, jedoch mit den vorhandenen Bildern nicht 
beweisbar. Die Vergleichbarkeit beider Untersuchungen sei aufgrund der 
unterschiedlichen Untersuchungstechniken problematisch, insbesondere 
die Beurteilbarkeit des oberen Labrums. Eindeutig dokumentiert sei, dass 
auf der Untersuchung vom 17. Mai 2017 keine Labrumläsion vorhanden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2020, UV/18/830, Seite 15

gewesen sei. Die Veränderungen am 24. Januar 2018 seien bildmorpholo-
gisch fraglich. Die Signalerhöhung im Knochenmark am inferoposterioren 
Humerusepiphysenrand sei durch blutbildendes Knochenmark bedingt und 
auf beiden Untersuchungen identisch vorhanden.

4.

4.1 Im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. April 2017, welches 
zweifellos einen Unfall im Rechtssinne darstellt (vgl. E. 2.2 hiervor), stellte 
die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen bezüglich der Be-
schwerden an der linken Schulter infolge Erreichens des Status quo sine 
per 5. September 2017 ein (Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2018 
S. 7 Ziff. 2.3.9; Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2019 S. 3). Dabei 
stützte sie sich hauptsächlich auf die Berichte der beratenden Ärzte 
Dres. med. G.________ und J.________ vom 18. Mai 2018 (act. II M19) 
und 18. September 2018 (act. II M22). Darin verwies Dr. med. G.________ 
darauf, dass die MR-tomographische Abklärung am 17. Mai 2017 an der 
(linken) Schulter einen unauffälligen Befund ergeben habe. Ein beim Ereig-
nis vom 25. April 2017 entstandener potentiell dauerhafter struktureller 
Schaden habe bereits mit dem erwähnten MRT vom 17. Mai 2017 ausge-
schlossen werden können (act. II M19 S. 3). Auch Dr. med. J.________ 
hielt unter anderem unter Bezugnahme auf die Arthro-MRI-Untersuchung 
vom 17. Mai 2017 fest, es lasse sich keine sichere strukturelle Schädigung 
erkennen, die mit dem Ereignis vom 25. April 2017 in Zusammenhang ge-
bracht werden könne. Die Argumentation, wonach hinsichtlich der linken 
Schulter per 5. September 2017 der Status quo sine erreicht gewesen sei, 
begründeten die beiden beratenden Ärzte zudem insbesondere damit, dass 
sich die Situation durch Physiotherapie verbessert habe und die Beschwer-
deführerin auch den … wieder habe aufnehmen können. Dabei lassen die 
Dres. med. G.________ und J.________ jedoch ausser Acht, dass die Be-
schwerdeführerin an der linken Schulter – entgegen den Ausführungen im 
Bericht von Dr. med. C.________ vom 5. September 2017 (act. II M4) – nie 
beschwerdefrei war. Zwar ging es der Beschwerdeführerin im Herbst 2017 
dank Physiotherapie an der linken Schulter deutlich besser, je stärker sie 
jedoch die Schulter wieder bei der Arbeit als … beansprucht habe, umso 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2020, UV/18/830, Seite 16

stärker seien die Schmerzen geworden (vgl. Bericht von Dr. med. 
C.________ vom 12. Januar 2018 [act. II M5]). Auch Prof. Dr. med. 
F.________ verwies im Bericht vom 15. März 2018 (act. II M15) darauf, 
dass nach drei Monaten … und Anpassen der täglichen Aktivitäten sowie 
Muskelaufbau immer noch persistierende Schmerzen in der linken Schulter 
bestanden hätten. Seit Weihnachten 2017 sei es noch einmal zu einer Ex-
azerbation mit Blockaden respektive einschiessenden Schmerzen in der 
linken Schulter bei gewissen Aktivitäten gekommen. Daraufhin wurden die 
Schulterbeschwerden links im Januar 2018 weiter abgeklärt (MR-
Schultergelenk links am 24. Januar 2018 [act. II M9]). Diesbezüglich beste-
hen zwischen dem behandelnden Arzt Prof. Dr. med. F.________ und den 
beratenden Ärzten der Beschwerdegegnerin Dres. med. G.________ und 
J.________ divergierende Auffassungen. Gemäss Prof. Dr. med. 
F.________ besteht ein Status nach Schultersubluxation mit anteriorer La-
brumläsion und SLAP-3-5-Komponente und Bizeps-Pulley-Läsion bei Sta-
tus nach Sturz am 25. April 2017 links bzw. eine traumatische 
Schultersubluxation mit Ruptur der Aufhängung des 
Bizeps im Sinne einer Slap-3-Komponente und des Pulley (act. II M19), 
wohingegen die Dres. med. G.________ und J.________ sowohl die klini-
sche Einschätzung als auch die Bildbeurteilung von Prof. Dr. med. 
F.________ nicht nachvollziehen können. Sie gehen ihrerseits davon aus, 
dass sich anlässlich der Operation vom 26. März 2018 überhaupt keine 
Befunden hätten erheben lassen, die überwiegend wahrscheinlich in kau-
salem Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. April 2017 gestanden 
hätten (act. II M19) bzw. sichere objektivierbare Befunde, die durch das 
Ereignis vom 25. April 2017 erklärbar seien, hätten sich nicht objektivieren 
lassen (act. II M22). Diese Einschätzung erscheint wiederum für Prof. Dr. 
med. F.________ nicht einleuchtend, fragte er sich doch im Bericht vom 
25. Juli 2018 (act. II M24), wie Dr. med. G.________, Dr. med. C.________ 
und Prof. Dr. med. E.________ eine Labrum-Läsion respektive eine SLAP 
III Komponente im Sinne eines degenerativen Ereignisses interpretieren 
würden. Auch der radiologische Befundbericht von Dr. med. K.________ 
vom 5. November 2018 (act. II M25) vermag die bestehenden Unklarheiten 
nicht abschliessend zu klären. Damit bestehen zumindest geringe Zweifel 
(vgl. E. 2.10 hiervor) an der Einschätzung der beratenden Ärzte der Be-
schwerdegegnerin Dres. med. G.________ und J.________, wonach im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2020, UV/18/830, Seite 17

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. April 2017 in Bezug auf die Be-
schwerden an der linken Schulter per 5. September 2017 der Status quo 
sine erreicht war.

4.2 Nach dem Dargelegten hätte die Beschwerdegegnerin somit ein 
externes Gutachten veranlassen müssen, was nun nachzuholen ist. Die 
Beschwerde ist demnach unter Aufhebung des angefochtenen Einspra-
cheentscheides vom 10. Oktober 2018 gutzuheissen und die Sache ist an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zwecks Einholung eines exter-
nen Gutachtens und anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit Kostennote vom 4. Mai 2020 macht Fürsprech B.________ ein Honorar 
von Fr. 5'583.35 (22 Std. 20 Min. à Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 61.20 und Mehrwertsteuer von Fr. 434.65 (7.7 % von Fr. 5'644.55), total 
Fr. 6'079.20, geltend, was als zu hoch und nicht geboten erscheint. Für die 
vorliegende Beschwerde samt Stellungnahme vom 14. Oktober 2019 er-
scheint mit Blick auf die gesamten Umstände und auf ähnlich gelagerte 
Fälle eine Parteientschädigung von insgesamt pauschal Fr. 4'500.-- (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2020, UV/18/830, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der AXA Versicherungen AG vom 10. Oktober 2018 auf-
gehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 
damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprech B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.