# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6bb42ca3-18d7-5c8f-8cd6-8757e37890ec
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.03.2022 SB210544
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210544_2022-03-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210544-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Oberrichterin lic. iur. R. Affolter 

und Oberrichter lic. iur. C. Maira sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw N. Hunziker 

 

Urteil vom 14. März 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt lic. iur. D. Regenass, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Drohung etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich,  
2. Abteilung - Einzelgericht, vom 5. Juli 2021 (GG210131) 
 
 
  

-   2   - 

Anklage 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 7. April 2021 

(Urk. 24) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz 
(Urk. 53 S. 30 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der Drohung im Sinne vom Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 

lit. b StGB, 

− der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB sowie 

− der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB. 

2. Von den Vorwürfen der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB wird der 

Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 30.–. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

5. Der Beschuldige wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 500.– zuzüglich 5 % Zins 

ab 22. Juli 2019 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungs-

begehren abgewiesen. 

6. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 2'100.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'300.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 12'998.50   unentgeltliche Rechtsvertretung Privatklägerin (inkl. MwSt) 

Fr. 8'880.45   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt) 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

-   3   - 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen 

der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin, 

werden dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechts-

vertretung der Privatklägerin werden zu drei Vierteln einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

8. [Mitteilung] 

9. [Rechtsmittel]" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 8 ff.) 

a) des Beschuldigten: 

 (Urk. 54 S. 2) 

"1) Dispositiv-Ziff. 1 (Schuldigsprechen) sei in Bezug auf die Verurteilung wegen 

Drohung und versuchter Nötigung aufzuheben; der Beschuldigte sei in Be-

zug auf diese Delikte freizusprechen. 

 2) Dispositiv-Ziff. 3 (Bestrafung mit Geldstrafe) sei vollumfänglich aufzuheben; 

von einer Bestrafung des Beschuldigten sei abzusehen. 

 3) Dispositiv-Ziff. 5 (Genugtuung) sei vollumfänglich aufzuheben; der Antrag 

der Privatklägerin auf Bezahlung einer Genugtuung sei abzuweisen. 

 4) Dispositiv-Ziff. 6 (Kosten- und Entschädigungsfolgen) sei in Bezug auf  

die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin 

(CHF 12'998.50) aufzuheben; diese Kosten seien auf CHF 8'000 zu redu-

zieren. 

 5) Dispositiv-Ziff. 7 (Kosten- und Entschädigungsfolgen) sei aufzuheben; die 

Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens seien auf die 

Staatskasse zu nehmen. Der Antrag der Privatklägerin auf Entschädigung 

durch den Beschuldigten sei abzuweisen.  

 6) Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates bzw. der 

Gerichtskasse, zuzüglich MWST." 

-   4   - 

b) der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 59; schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

c) der Privatklägerschaft: 

(Urk. 91 S. 1 f.; schriftlich) 

"1. Der Beschuldigte A._____ sei in Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts 

Zürich, 2. Abteilung – Einzelgericht, vom 5. Juli 2021, Geschäfts-Nr.: 

GG210131, 

 - der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 180 Abs. 2 lit. b StGB, 

 - der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB sowie 

 - der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB 

 schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen. 

 2. Der Beschuldigte A._____ sei in Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts 

Zürich, 2. Abteilung – Einzelgericht, vom 5. Juli 2021, Geschäfts-Nr.: 

GG210131, zu verpflichten, der Privatklägerin eine Genugtuung von 

CHF 500.– zuzüglich 5 % Zins ab 22. Juli 2019 zu bezahlen. 

 3. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin sei in Bestätigung des 

Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung – Einzelgericht, vom 

5. Juli 2021, Geschäfts-Nr.: GG210131, für das erstinstanzliche Verfahren 

mit CHF 12'998.50 (inkl. MWSt. und Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu 

entschädigen. 

 4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin sei für die Aufwendun-

gen nach dem erstinstanzlichen Urteil bis zum Widerruf der unentgeltlichen 

Rechtspflege per 23. Dezember 2021 mit CHF 1'240.85 (inkl. MWSt. und 

Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen." 

-   5   - 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 53 S. 4 E. I.1.). 

1.2. Der Beschuldigte wurde mit Urteil der Vorinstanz vom 5. Juli 2021 gemäss 

dem eingangs wiederholten Urteilsdispositiv schuldig gesprochen und bestraft. 

Gegen dieses Urteil liess er mit Eingabe vom 5. Juli 2021 fristgerecht Berufung 

anmelden (Urk. 43). Nach Zustellung des begründeten Urteils an den amtlichen 

Verteidiger des Beschuldigten erklärte dieser mit Eingabe vom 25. Oktober 2021 

innert Frist Berufung (Urk. 54 f.; vgl. dazu Urk. 49/2). 

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 5. November 2021 wurde der Privatklägerin und 

der Staatsanwaltschaft eine Kopie der Berufungserklärung zugestellt und diesen 

Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder begründet ein Nicht-

eintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde der Beschuldigte 

aufgefordert, dem Gericht ein Datenerfassungsblatt sowie diverse Unterlagen 

einzureichen (Urk. 57). Mit Eingabe vom 9. November 2021 verzichtete die 

Staatsanwaltschaft auf eine Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung 

des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 78). Am 25. November 2021 reichte der Be-

schuldigte diverse Unterlagen ein (Urk. 60). 

1.4. Mit Präsidialverfügung vom 1. Dezember 2021 wurde Rechtsanwalt Dr. iur. 

X1._____ – auf entsprechendes Ersuchen hin (Urk. 63) – mit Wirkung per 

30. November 2021 als unentgeltlicher Rechtsbeistand der Privatklägerin ent-

lassen und stattdessen neu Rechtsanwalt MLaw X2._____ als solcher bestellt. 

Gleichzeitig wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, um zu einem allfälligen 

Widerruf der amtlichen Verteidigung Stellung zu nehmen (Urk. 63). Mit Eingaben 

vom 9. Dezember 2021 liessen sich sowohl der Beschuldigte persönlich als auch 

sein Verteidiger Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ vernehmen (Urk. 68/1-2, Urk. 69 

-   6   - 

und Urk. 71). Mit Präsidialverfügung vom 14. Dezember 2021 wurde der 

Privatklägerin Frist angesetzt, um zu einem allfälligen Widerruf der 

unentgeltlichen Rechtsvertretung Stellung zu nehmen (Urk. 73). Mit Eingabe vom 

20. Dezember 2021 nahm Rechtsanwalt X2._____ Stellung (Urk. 75). Mit 

Präsidialverfügung vom 23. Dezember 2021 wurde das Mandat von Rechtsanwalt 

Y._____ als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten per Datum dieser Verfügung 

widerrufen. Gleichzeitig wurde ihm Frist angesetzt, um seine Honorarnote 

einzureichen und zu erklären, ob er den Beschuldigten fortan erbeten verteidigt. 

Mit derselben Verfügung wurde das Mandat von Rechtsanwalt X2._____ als 

unentgeltlicher Rechtsbeistand der Privatklägerin per Datum dieser Verfügung 

widerrufen und auch ihm wurde Frist angesetzt, um seine Honorarnote 

einzureichen und zu erklären, ob er die Privatklägerin fortan auf eigene Kosten 

vertritt (Urk. 77). Mit Eingabe vom 3. Januar 2022 teilte Rechtsanwalt Y._____ 

mit, er vertrete den Beschuldigten nicht mehr und reichte seine Honorarnote ein, 

die unterm 14. Januar 2022 beglichen wurde (Urk. 79-81A). Mit Eingabe vom 

10. Januar 2022 teilte Rechtsanwalt X2._____ mit, dass er die Privatklägerin 

weiterhin vertrete. Auch er reichte seine Honorarnote ein, die unterm 

14. Januar 2022 beglichen wurde (Urk. 82-84A). Auf eine vom Beschuldigten 

gegen die Präsidialverfügung vom 23. Dezember 2021 erhobene Beschwerde trat 

das Bundesgericht mit Urteil vom 25. Januar 2022 nicht ein (Urk. 87).  

1.5. Am 14. März 2022 fand die Berufungsverhandlung statt zu welcher der 

Beschuldigte erschien (Prot. II S. 8). Vorfragen waren keine zu entscheiden 

(Prot. II S. 10). 

1.6. Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II 

S. 12 ff.; Urk. 94). 

2. Umfang der Berufung 

Vom Beschuldigten nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffern 1 (Spiegel-

strich 3) und 2, in welchem Umfang dieses in Rechtskraft erwuchs, was mit 

Beschluss festzuhalten ist. Im Übrigen steht der angefochtene Entscheid unter 

-   7   - 

Berücksichtigung des Verschlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 

StPO zur Disposition. 

3. Prozessuales 

3.1. Allgemeines 

Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachver-

haltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in An-

wendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwäh-

nung findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf 

rechtliches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. 

Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen 

sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf 

sich aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht 

ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Ent-

scheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motivations-

aufwand kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument 

gefordert würde (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; 

Urteil des Bundesgerichts 6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 2.5 mit Hinwei-

sen). 

3.2. Beweisanträge 

Der Beschuldigte beantragt im Berufungsverfahren die nochmalige Befragung der 

Privatklägerin sowie – mindestens sinngemäss – die Einvernahme der ehemali-

gen Mitbewohnerin C._____ (Prot. II S. 10 ff.; Urk. 93 S. 7; vgl. auch Urk. 13/1 S. 

2). 

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass gemäss bundesgericht-

licher Rechtsprechung in Aussage gegen Aussage Konstellationen, in welchen 

eine Aussage das einzige direkte Beweismittel darstellt und das Urteil vom 

Aussageverhalten der entsprechenden Person (also wie sie es sagt) abhängt, 

-   8   - 

auch im Rechtsmittelverfahren gestützt auf Art. 343 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 405 

Abs. 1 StPO eine unmittelbare Beweisabnahme zu erfolgen hat (BGE 140 IV 196 

E. 4.4.1 f.). Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, welcher die Privat-

klägerin beiwohnte, verzichtete der Beschuldigte noch auf Beweisanträge (Prot. I 

S. 8). Die Privatklägerin machte dreimal Aussagen zur Sache. Die Aussagen der 

Privatklägerin sind klar, tatnah und nicht erläuterungsbedürftig. Zudem wurden sie 

vom Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung teilweise bestätigt 

(Prot. II S. 11), womit keine reine Aussage gegen Aussage Konstellation vorliegt. 

Allfällige Aussagen darüber, ob die Privatklägerin intime Beziehungen zu anderen 

Männern unterhielt, würden nicht zu neuen Erkenntnissen führen, da diese nicht 

massgebend sind. Unbestritten ist, dass die Beziehung zwischen dem Beschul-

digten und der Privatklägerin generell konfliktbehaftet war, weshalb aus allfälligen 

(weiteren) Aussagen der Privatklägerin hierzu kein wesentlicher Erkenntnisgewinn 

zu erwarten ist. Folglich ist eine erneute Einvernahme der Privatklägerin nicht 

erforderlich. In Bezug auf die (sinngemäss) beantragte Einvernahme von C._____ 

ist festzuhalten, dass diese lediglich Aussagen zur konfliktbehafteten Beziehung 

zwischen dem Beschuldigten und der Privatklägerin im Allgemeinen machen kann 

(Urk. 13/1 S. 2). Aus ihren allfälligen Aussagen ist deshalb kein wesentlicher Er-

kenntnisgewinn zu erwarten. Damit ist eine Einvernahme von C._____ ebenfalls 

nicht erforderlich. 

II. Schuldpunkt 

1. Anklagevorwurf 

Der eingeklagte Sachverhalt ergibt sich aus der beigehefteten Anklageschrift 

(Urk. 24). Im noch zu beurteilenden Rahmen wird dem Beschuldigten vorgewor-

fen, er habe Ende Oktober 2017 gegenüber seiner damaligen Partnerin, der 

Privatklägerin, anlässlich eines Streits gesagt, dass er ihr das Genick brechen 

werde, wenn sie die Fresse nicht halte. Weiter habe er anlässlich eines Telefon-

gesprächs zwischen dem 12. Juni und dem 22. Juli 2019 gegenüber der Privat-

klägerin erklärt, dass er nach Österreich kommen und die gemeinsame Tochter 

mitnehmen werde. Zudem habe er angegeben, es werde ihr Ende sein, wenn sie 

nicht bis am Abend des 23. Juli 2019 wieder in Zürich sein werde. Mit diesen 

-   9   - 

Äusserungen habe er beabsichtigt, dass die Privatklägerin, die sich durch seine 

Aussagen eingeschüchtert gefühlt habe, mit der gemeinsamen Tochter zurück in 

die Schweiz reisen würde, was diese jedoch trotz Bedenken unterlassen habe. 

2. Ausgangslage 

Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. Mehrfache Beschimpfungen gegenüber 

der Privatklägerin im Zeitraum vom 12. Juni bis zum 30. August 2019 anerkannte 

er (vgl. zu Letzterem vorne unter E. I.2. bzw. Urk. 53 S. 6 E. II.2.1.). 

3. Grundsätze der Beweiswürdigung 

Die Vorinstanz hat die massgebenden Grundsätze der Beweiswürdigung zutref-

fend dargestellt (Urk. 53 S. 7 f. E. II.3.), darauf kann verwiesen werden. Ebenso 

kann bereits an dieser Stelle auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 

zur Glaubwürdigkeit der Befragten verwiesen werden (a.a.O., S. 8 f. E. II.5.), wo-

bei nochmals darauf hinzuweisen ist, dass für die Sachverhaltserstellung in erster 

Linie die Glaubhaftigkeit der Aussagen relevant ist. 

4. Beweismittel und Verwertbarkeit 

4.1. Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage im Wesentlichen auf die Aussa-

gen der Privatklägerin (Urk. 3/1-3), des Zeugen D._____ (Urk. 4/1-2) und des Be-

schuldigten (act. 2/1-4). Als objektive Beweismittel liegen zahlreiche E-Mail-

Nachrichten (Urk. 5/1-16; Urk. 7/2), Chatverläufe (Urk. 7/1 und Urk. 6/1) sowie ein 

Bericht der Beratungsstelle für Frauen E._____ vom 29. September 2020 

(Urk. 10/4) im Recht. Anlässlich der Hauptverhandlung machte der Beschuldigte 

keine Angaben zur Sache (Prot. I S. 13 ff.). Bezüglich der Verwertbarkeit der er-

hobenen Beweismittel ergeben sich keine Einschränkungen. Zudem bestätigte 

der Beschuldigte, dass die bei den Akten liegenden Chat- und E-Mailverläufe von 

ihm verfasst wurden (Urk. 2/2 F/A 16 ff.). 

4.2. In Ergänzung zu den in diesem Zusammenhang gemachten Ausführungen 

der Vorinstanz (Urk. 53 S. 8 E. II.4.) sind an dieser Stelle noch weitere vom Be-

schuldigten eingereichte Beweismittel – insbesondere WhatsApp-Auszüge, Fotos 

-   10   - 

seiner Agenda etc. – zu nennen (Urk. 9/6 und Urk. 13/1). Bei den vom Beschul-

digten eingereichten Videoaufnahmen handelt es sich um Aufzeichnungen von in 

strafbarer Weise im Sinne von Art. 179quater StGB aufgenommenen Gesprächen 

der Privatklägerin mit dem Beschuldigten (Urk. 9/4 f.). Sie sind prozessual unver-

wertbar und nicht in die Beweiswürdigung einzubeziehen (Art. 179quater Abs. 2 

StGB; vgl. auch GUNHILD GODENZI, Strafbare Beweisverwertung? Auswirkun-

gen der Art. 179bis ff. StGB auf die Beweisverwertung im Strafverfahren, AJP 

2012, S. 1248 ff.).  

5. Hintergründe 

Aktenkundig und unbestritten ist, dass der Beschuldigte und die Privatklägerin seit 

Sommer 2015 eine Beziehung führten und eine gemeinsame Tochter haben, die 

am tt.mm.2016 geboren wurde. Für diese Tochter hat die Privatklägerin das 

alleinige Sorgerecht. Die Parteien lebten bis Februar 2018 zusammen in einer 

Wohnung in Zürich, wobei die gemeinsame Beziehung bereits vorher beendet 

worden war. Die Privatklägerin bezog zusammen mit der Tochter nach ihrem 

Auszug wieder eine Wohnung in Zürich. Die Parteien sind sehr zerstritten, wobei 

unter anderem Organisation und Aufteilung der Betreuung der gemeinsamen 

Tochter sowie Unterhaltszahlungen Grundlage der Streitigkeiten waren und sind. 

Im Sommer 2019 zog die Privatklägerin mit der Tochter nach Österreich, wo in 

der Folge in Wien ein Verfahren über die Kinderbelange geführt wurde. 

6. Beweiswürdigung 

6.1. Allgemeines Aussageverhalten des Beschuldigten und der Privatklägerin 

6.1.1. Die Vorinstanz machte einleitend zutreffende Ausführungen zum allge-

meinen Aussageverhalten des Beschuldigten und der Privatklägerin, auf die vorab 

verwiesen werden kann (Urk. 53 S. 10-12 E. II.6.2.).  

6.1.2. Zusammenfassend hielt die Vorinstanz zum Aussageverhalten des Be-

schuldigten fest, dieser bestreite die Vorwürfe allesamt, wobei die 

diesbezüglichen repetitiven Aussagen, wonach er und seine Tochter die 

eigentlichen Opfer seien und die Darstellung der Privatklägerin als notorische 

-   11   - 

Lügnerin insgesamt unglaubhaft wirkten und als unbehelfliche 

Schutzbehauptungen zu qualifizieren seien. So habe der Beschuldigte mehrfach 

und pauschal zu Protokoll gegeben, die Privatklägerin lüge, ihre Aussagen seien 

reine Lügen und sie habe alle Leute um sie herum mit Lügen aufgewiegelt. Er und 

seine Tochter seien die Opfer, weil sie jahrelang angelogen worden seien, 

während die Privatklägerin heimlich Männer getroffen habe. Sie bestelle 

wildfremde Männer nach Hause, aus Indien und so, was die Gesundheit und 

Sicherheit der Tochter gefährde. Er habe seine Tochter aus dem Gefängnis 

befreien wollen. Klare Fantasiesignale, welche ebenfalls gegen die 

Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten sprächen, seien sodann seine 

wiederholten Angriffe gegen die Privatklägerin. In einem eigentlichen Rundum-

schlag äussere er entrüstet, die Privatklägerin sei gewalttätig gewesen, je nach 

Laune habe sie versucht, ihn und die Tochter zu missbrauchen. Das seien 

sadistische Eigenschaften und sie lasse sich von seinem und dem Leiden der 

Tochter berauschen. Die Privatklägerin habe ihn und seine Tochter traumatisiert. 

Allgemein falle auf, dass der Beschuldigte bei gezielten Fragen ausgewichen sei, 

sich fortwährend als Opfer dargestellt und die Privatklägerin beschuldigt habe. 

Damit habe er jeweils das Beweisthema gemieden, ausser bei erdrückender 

Beweislage, wie bei der mehrfachen Beschimpfung. Anlässlich der Haupt-

verhandlung habe er schliesslich ganz darauf verzichtet, sich zur Sache zu 

äussern und erneut pauschal zu Protokoll gegeben, die Privatklägerin 

missbrauche jede kleine Gelegenheit, sie übe Macht auf ihn aus und seine 

Tochter und er wollten nur Respekt. Bemerkenswert sei ausserdem, dass der 

Beschuldigte auf dem Standpunkt beharre, die Kontakte zu seiner Tochter seien 

nach seinen eigenen Vorstellungen auszugestalten und die vom österreichischen 

Gericht angeordneten Besuchsregelungen stur ablehne. Vielmehr noch habe er in 

einem Schreiben das Österreichische Gericht u.a. als "Schurkenjustiz", 

"Rassisten" und "abartige Kreaturen des Führers" bezeichnet und diesem 

"rassistische und politische Fantasien" unterstellt. Sein unreflektiertes und 

verschrobenes Verhalten trage jedenfalls nicht dazu bei, dass seine Aussagen 

glaubhafter erschienen (Urk. 53 S. 10 f., mit zahlreichen Verweisen auf die 

einschlägigen Aktenstellen). Diese Würdigung ist überzeugend und zu 

-   12   - 

übernehmen. Der Beschuldigte lässt kein gutes Haar an der Privatklägerin, die er 

immer wieder mit wüstesten Beschimpfungen eindeckte, ergeht sich in masslosen 

Übertreibungen und stellt sich wenig überzeugend als Opfer dar, wobei es ihm 

nicht möglich zu sein scheint, sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Die 

Vorinstanz ging völlig zu Recht davon aus, dass all dies ganz grundsätzlich gegen 

die Glaubhaftigkeit seiner Darstellungen spricht. 

6.1.3. Zum Aussagenverhalten der Privatklägerin führte die Vorinstanz im We-

sentlichen aus, es falle auf, wie besonnen und selbstkritisch sie ihre Aussagen zu 

Protokoll gegeben habe. Sie habe über alle Einvernahmen hinweg plausibel und 

nachvollziehbar geschildert, wie sich die Beziehung zwischen ihr und dem 

Beschuldigten verschlechtert habe. Überdies habe sie angegeben, dass sie 

aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz – die Privatklägerin ist Ärztin und arbeite in 

der Psychiatrie – eigentlich hätte wissen müssen, dass sie keine Beziehung mit 

dem Beschuldigten hätte eingehen sollen, sie ihn aber geliebt habe, wobei sie es 

vermieden habe, über den Beschuldigten aus fachlicher Perspektive nachzu-

denken. Auch habe sie trotz der Vorkommnisse dem Beschuldigten gute Vater-

eigenschaften attestiert und sei der gemeinsamen Tochter zuliebe immer wieder 

um einen guten Kontakt bemüht gewesen. Selbst anlässlich der 

Hauptverhandlung habe sie versucht, dem Beschuldigten die Möglichkeit zu 

geben, die Tochter zu sehen und ihn gar gebeten, sich dafür bei ihr zu melden. 

Selber habe sie bei sich nach Gründen gesucht, um das Verhalten des 

Beschuldigten zu erklären, ihn dabei aber keinesfalls in ein schlechtes Licht 

gestellt und immer auch seine schwierige Biografie im Auge behalten. Dass 

dieses Verhalten durchaus ernst gemeint sei, zeige ein Blick in den Chatverlauf 

bzw. die Textnachrichten. Daraus ergebe sich das Bild einer stark 

konfliktträchtigen Beziehung, geprägt von Gemeinheiten und Boshaftigkeiten 

seitens des Beschuldigten gegenüber der Privatklägerin. Von ihr sei aber zu 

lesen, wie sie immer wieder beschwichtigt und versucht habe, sich zu erklären, 

nur um den Beschuldigten nicht weiter zu provozieren. Das Aussageverhalten der 

Privatklägerin spreche insgesamt jedenfalls für eine realitätsbegründende 

Schilderung der Geschehnisse, womit ihre Aussagen als glaubhaft einzustufen 

seien (Urk. 53 S. 12, mit zahlreichen Verweisen auf die einschlägigen 

-   13   - 

Aktenstellen). Auch diesen Erwägungen kann uneingeschränkt zugestimmt wer-

den. Nochmals sei hervorgehoben, dass sich aus den Akten eindrücklich ergibt, 

wie sich die Privatklägerin trotz der andauernd äusserst angespannten Situation 

und der ihr seitens des Beschuldigten unverhohlen entgegengebrachten Ab-

neigung immer wieder ernsthaft bemüht zeigte, um der gemeinsamen Tochter 

willen einen vernünftigen Umgang mit dem Beschuldigten zu finden (vgl. dazu 

statt Weiterer z.B. Urk. 5/2 f. und Urk. 36). Das Aussageverhalten der 

Privatklägerin ist grundsätzlich als sehr überzeugend einzustufen. 

6.2. Drohung von Ende Oktober 2017 

Unter Abhandlung der Vorbringen der Verteidigung führte die Vorinstanz zu 

diesem Vorwurf aus, obwohl sich der Beschuldigte grundsätzlich überaus redselig 

gezeigt habe, sei er mit seinen Bestreitungen beim Kernsachverhalt karg und 

faktenlos geblieben. Die Privatklägerin hingegen habe die Vorkommnisse von 

Ende Oktober 2017 über alle Einvernahmen hinweg konsistent geschildert und 

nachvollziehbar, wie der Beschuldigte in einem Konflikt bezüglich der 

Kinderbetreuung zu ihr gesagt habe, "Halt das Maul, ich breche dir das Genick 

und das wär doch schade". Sie habe dabei auch glaubhaft eigene innere 

Vorgänge sowie Gefühle geschildert, namentlich, dass sie diese Drohung in 

Schrecken versetzt und sie diese ernst genommen habe, insbesondere da der 

Beschuldigte diese Drohung nicht im Affekt, sondern sehr geplant, kalt und 

überlegt geäussert habe. So etwas erfinde man nicht einfach so. Dass die 

Drohung tatsächlich vom Beschuldigten gegenüber der Privatklägerin geäussert 

worden sei, habe auch der Zeuge D._____ bestätigen können, wobei sein 

inkonsistentes Aussageverhalten mit seiner Ambivalenz erklärbar sei, namentlich 

sei er mit beiden Parteien nach wie vor befreundet. Schliesslich bestätige der 

Bericht der E._____ vom 29. September 2020, dass am 3. November 2017 ein 

Beratungsgespräch mit der Privatklägerin stattgefunden habe, worin diese 

geäussert habe, der Beschuldigte habe ihr gegenüber gesagt "wenn du nicht die 

Fresse hältst, breche ich dir das Genick". Sie habe auch geäussert, dass es ihm 

ernst gewesen und er voller Hass gewesen sei. Am 21. November 2017 habe 

dann eine persönliche Beratung vor Ort stattgefunden, wobei die Privatklägerin 

-   14   - 

den Vorfall erneut erwähnt habe. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die E._____ 

einen falschen Bericht ausfertigen sollte. Jedenfalls habe die E._____ ihren 

Bericht in Unkenntnis der dem Beschuldigten vorgeworfenen Wortwahl erstellt. 

Für ein berechnendes Vorgehen der Privatklägerin, wonach sie sich lediglich 

deshalb an die E._____ gewandt und diese unwahren Äusserung gemacht haben 

solle, um ihre Stellung in einem allfälligen familienrechtlichen Prozess zu stärken, 

bestünden keine Anhaltspunkte (Urk. 53 S. 12 f., mit zahlreichen Verweisen auf 

die einschlägigen Aktenstellen). Auch diese Erwägungen der Vorinstanz sind zu 

übernehmen. Wie aufgezeigt lassen sich die Ausführungen der Privatklägerin 

zwanglos im gesamten Kontext (Chatnachrichten, emotionale Aufgeregtheit des 

Beschuldigten) in Einklang bringen, was ihre Glaubhaftigkeit zusätzlich stärkt, 

wohingegen die Bestreitungen des Beschuldigten und seine diversen verbalen 

Gegenattacken auf die Privatklägerin (vgl. insbesondere Urk. 93 S. 3 ff.; Prot. II 

S. 11) alles andere als überzeugen. Im Übrigen passt die eingeklagte Drohung 

ohne Weiteres zu den erstellten Beschimpfungen und dem generellen Auftreten 

des Beschuldigten gegenüber der Privatklägerin. Entsprechend ist von der 

Version der Privatklägerin auszugehen und als erstellt anzusehen, dass der 

Beschuldigte Ende Oktober 2017 anlässlich eines Streits gegenüber der 

Privatklägerin äusserte, dass er ihr das Genick brechen werde, wenn sie die 

Fresse nicht halte. Diese Äusserungen nahm die Privatklägern ernst und sie 

fürchtete um ihre Sicherheit, was der Beschuldigte zumindest für möglich hielt und 

in Kauf nahm. 

6.3. Versuchte Nötigung zu einem Zeitpunkt zwischen dem 12. Juni 2019 und 

dem 22. Juli 2019 

Die Vorinstanz erwog dazu, der Beschuldigte habe beabsichtigt, die Privatklägerin 

wirtschaftlich bzw. in deren Ruf und Ehre zu schädigen, wenn sie seine Tochter 

nicht (umgehend) in die Schweiz zurück brächte. Den Einvernahmen sowie den 

Chatverläufen könne entnommen werden, was der Beschuldigte als Druckmittel 

einzusetzen beabsichtigt habe. Er habe der Privatklägerin gedroht, dass er 

Meldung an die Gemeinde in Österreich betreffend Kindergeld und die Kranken-

kasse machen würde, dass er zuvor zusammengetragene Fotos und Videos (von 

-   15   - 

ihrer "dreckigen Seite") an ihren Arbeitgeber übergeben würde, dass er alles auf 

Facebook veröffentlichen würde etc., falls sie seinem Ansinnen nicht bis zum 

23. Juli 2019 nachkäme. Dies werde so auch von der Privatklägerin konsistent 

wiedergegeben. Unbestritten sei, dass die Privatklägerin trotz dieser Äusserungen 

in Österreich geblieben und der Forderung des Beschuldigten nicht nachge-

kommen sei. Im selben Zeitraum seien auf dem Chatverlauf verschiedene 

Telefonanrufe verzeichnet, weshalb es mehr als nur wahrscheinlich sei, dass der 

Beschuldigte anklagegemässe Äusserungen auch verbal gegenüber der Privat-

klägerin gemacht habe. Es könne deshalb als erstellt gelten, dass der 

Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin anlässlich eines Telefongesprächs 

geäussert habe, dass er nach Österreich kommen und die gemeinsame Tochter 

mitnehmen werde. Er habe ausserdem angegeben, dass es ihr Ende sein werde, 

wenn sie nicht bis am Abend des 23. Juli 2019 wieder in Zürich sei, womit er ihr 

berufliches oder auch gesellschaftliches Ende gemeint habe. Mit diesen 

Äusserungen habe der Beschuldigte die Privatklägerin einschüchtern wollen, 

damit diese mit der gemeinsamen Tochter zurück in die Schweiz reisen sollte. 

Dies habe die Privatklägerin jedoch unterlassen und sie sei in Österreich 

geblieben. Der Beschuldigte habe gewusst, dass seine Äusserungen geeignet 

gewesen sein, die Privatklägerin einzuschüchtern und dazu zu bewegen, 

entgegen ihrem Willen mit der gemeinsamen Tochter zurück in die Schweiz zu 

reisen, was er auch gewollt oder zumindest in Kauf genommen habe (Urk. 53 

S. 15 ff., mit zahlreichen Verweisen auf die einschlägigen Aktenstellen). Diese 

Erwägungen der Vorinstanz sind ebenfalls zutreffend und zu übernehmen. 

Rekapitulierend bleibt lediglich festzuhalten, dass die wiederum überzeugenden 

Aussagen der Privatklägerin durch das vorliegende Aktenmaterial untermauert 

werden und die Ausführungen des Beschuldigten nicht geeignet sind, deren 

Glaubhaftigkeit in Frage zu stellen. Im Übrigen hat der Beschuldigte anlässlich der 

Berufungsverhandlung eingeräumt, die anklagegegenständlichen Äusserungen 

gegenüber der Privatklägerin wahrscheinlich gemacht zu haben (Prot. II S. 11). 

-   16   - 

7. Fazit 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der eingeklagte Sachverhalt im Sinne 

der Erwägungen rechtsgenügend erstellt ist. 

8. Rechtliche Würdigung 

Die rechtliche Würdigung durch die Vorinstanz ist zutreffend (Urk. 53 S. 16-18 

E. III.), darauf kann ergänzungslos verwiesen werden. 

III. Sanktion und Vollzug 

1. Strafzumessung 

1.1. Vorbemerkungen 

1.1.1. Die Vorinstanz hat die Frage des anwendbaren Rechts korrekt abgehandelt 

und die Grundlagen der Strafzumessung, den Strafrahmen und die angezeigte 

Strafart zutreffend dargelegt (Urk. 53 S. 19-22 E. IV.1.-4.). Auf diese Erwägungen 

kann vorab verwiesen werden.  

1.1.2. Die Strafe ist bei Vorliegen einer Deliktsmehrheit ausgehend von der 

schwersten Straftat festzusetzen und diese ist angemessen zu asperieren, soweit 

die begangenen Straftaten mit gleichartigen Strafen geahndet werden (Art. 49 

Abs. 1 StGB). Das Asperationsprinzip kommt nur zur Anwendung, wenn das 

Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen 

ausfällt. Dass die anzuwendenden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige 

Strafen androhen, genügt nicht (BGE 144 IV 217 E. 2.2, 3.3 und 3.4 S. 119 ff.; 

142 IV 265 E. 2.3.2 S. 267 f.; 138 IV 120 E. 5.2 S. 122 f.; je mit Hinweisen). 

Grundsätzlich kann das Gericht nur auf eine Gesamtfreiheits- bzw. 

Gesamtgeldstrafe erkennen, wenn es bei separater Beurteilung jeder Tat je eine 

Freiheits- bzw. Geldstrafe ausfällen würde (konkrete Methode, BGE 138 IV 120 

E. 5.2 S. 122 f. mit Hinweis). 

1.1.3. Die Vorinstanz ist methodisch korrekt vorgegangen und hat richtig erkannt, 

dass gesamthaft die Ausfällung einer Geldstrafe angemessen ist (vgl. in diesem 

-   17   - 

Sinne Urk. 53 S. 22 E. IV.4.). Da sich hier für sämtliche Delikte eine Geldstrafe als 

angemessene Sanktion erweist, ist in Anwendung des Asperationsprinzips für 

sämtliche Delikte eine Gesamtstrafe festzusetzen. Auch insofern ist die Vo-

rinstanz korrekt vorgegangen (a.a.O., S. 23 ff. E. IV.5 ff.). Die Deliktsmehrheit ist 

mangels Vorliegens besonderer Umstände, die eine Strafschärfung rechtfertigen 

würde, innerhalb des Strafrahmens zu berücksichtigen. 

1.2. Einsatzstrafe Drohung 

Die Vorinstanz hat zutreffende Ausführungen zur objektiven und subjektiven 

Tatschwere gemacht (Urk. 53 S. 23 E. IV.5.), darauf kann verwiesen werden. Mit 

der Vorinstanz kann das Tatverschulden in Anlehnung an die von ihr gewählte 

Terminologie (a.a.O., S. 21 E. IV.2.3.) noch als eher leicht qualifiziert werden. Die 

veranschlagte Einsatzstrafe von 60 Tagessätzen erscheint noch als angemessen. 

1.3. Asperation versuchte Nötigung 

Die Vorinstanz hat auch in diesem Zusammenhang zutreffende Ausführungen zur 

objektiven und subjektiven Tatschwere gemacht (Urk. 53 S. 23 f. E. IV.6.), auf die 

zu verweisen ist. Lediglich der Klarheit halber ist an dieser Stelle nochmals die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Strafzumessung bei versuchten Delikten 

in Erinnerung zu rufen. Der Versuch ist als verschuldensunabhängiges Straf-

zumessungskriterium zu verstehen. Demnach ist bei Vorliegen eines versuchten 

Delikts bei der Bildung der Einsatzstrafe in einem ersten Schritt die schuld-

angemessene Strafe für das vollendete Delikt festzulegen. Die derart ermittelte 

hypothetische Strafe ist in der Folge unter Berücksichtigung des fakultativen 

Strafmilderungsgrundes von Art. 22 Abs. 1 StGB zu reduzieren (vgl. dazu statt 

Weiterer die Urteile des Bundesgerichts 6B_865/2009 vom 25. März 2010 

E. 1.6.1 und 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.3.1). Da der Beschuldigte aus 

seiner Sicht alles unternahm, um den gewünschten Taterfolg herbeizuführen, und 

es alleine an der Privatklägerin lag, dass dieser nicht eintrat, rechtfertigt es sich 

nicht, den Versuch strafmindernd zu berücksichtigen (vgl. in diesem Sinne auch 

Urk. 53 S. 24 E. IV.6.3.). Die Vorinstanz erhöhte die Einsatzstrafe von 

-   18   - 

60 Tagessätzen um weitere 20, was angesichts des als leicht zu klassierenden 

Verschuldens noch als angemessen erscheint. 

1.4. Asperation Beschimpfung 

Schliesslich hat die Vorinstanz auch in diesem Zusammenhang grundsätzlich 

zutreffende Ausführungen zur objektiven und subjektiven Tatschwere gemacht 

(Urk. 53 S. 24 f. E. IV.7.), auf die verwiesen werden kann. Aufgrund der doch 

massiven Beschimpfungen erscheint die Qualifikation des Verschuldens als leicht 

zu mild, angemessen erscheint "noch leicht". Insgesamt bleibt es aber bei der 

Erhöhung der Einsatzstrafe um weitere 20 Tagessätze in Nachachtung des Ver-

schlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

1.5. Täterkomponente 

Auch auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen zur Täterkomponente 

kann verwiesen werden (Urk. 53 S. 25 f. E. IV.8.). Mit der Vorinstanz ist davon 

auszugehen, dass sich diese strafzumessungsneutral auswirkt. 

1.6. Tagessatzbemessung 

Die vorinstanzliche Tagessatzbemessung ist angemessen, es kann darauf ver-

wiesen werden (Urk. 53 S. 26 E. IV.10.). 

1.7. Auszufällende Strafe 

In Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe und in Bestätigung des 

vorinstanzlichen Entscheids ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 

100 Tagessätzen à Fr. 30.-- zu bestrafen. 

2. Vollzug 

Die Vorinstanz hat zutreffend ausgeführt, dass die Voraussetzungen für den 

Aufschub der auszufällenden Geldstrafe vorliegen und die Probezeit auf 

zwei Jahre festzusetzen ist (Urk. 53 S. 27 E. IV.11.), darauf ist zu verweisen. 

IV. Zivilforderung 

-   19   - 

Die Vorinstanz hat das von der Privatklägerin gestellte Genugtuungsbegehren 

korrekt abgehandelt und eine angemessene Genugtuung von Fr. 500.-- zuzüglich 

Zins ab 22. Juli 2019 festgesetzt (Urk. 53 S. 27 E. V.). Auf die zutreffenden Aus-

führungen der Vorinstanz kann verwiesen werden und das vorinstanzliche Urteil 

ist auch in diesem Punkt zu bestätigen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Erstinstanzliches Verfahren 

Die im angefochtenen Entscheid getroffene Kosten- und Entschädigungsregelung 

erweist sich ausgangsgemäss nach wie vor als angemessen, diesbezüglich kann 

auf die vorinstanzlichen Ausführungen dazu verwiesen werden (Urk. 53 S. 29 

E. VI.). Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die gesprochene Prozess-

entschädigung für die Privatklägerin, wobei die Vorinstanz den geltend gemach-

ten Betrag zurecht und angemessen gekürzt hat. Der Beschuldigte hat im Übrigen 

anlässlich der Berufungsverhandlung nichts dazu ausgeführt. 

2. Berufungsverfahren 

Die Gebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf Fr. 3'000.-- festzu-

setzen. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massga-

be ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte 

unterliegt mit seinen Anträgen vollumfänglich. Damit sind ihm die Kosten des Be-

rufungsverfahrens vollumfänglich aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Vertei-

digung im Umfang von Fr. 649.75 (Urk. 81A) und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerschaft im Umfang von Fr. 1'240.85 (Urk. 84A) sind einstweilen und 

unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO auf die 

Gerichtskasse zu nehmen.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

5. Juli 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

-   20   - 

 

 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− […] 

− […] 

− der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB. 

2. Von den Vorwürfen der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB wird der 

Beschuldigte freigesprochen. 

3.-9. […]" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der Drohung im Sinne vom Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 180 Abs. 2 lit. b StGB sowie 

− der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Der Beschuldige wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 500.– 

zuzüglich 5 % Zins ab 22. Juli 2019 als Genugtuung zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

-   21   - 

5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 6 und 7) 

wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 649.75   amtliche Verteidigung 

Fr. 1'240.85   unentgeltliche Verbeiständung  

   

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privat-

klägerschaft, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft wer-

den einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht 

des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den Beschuldigten (übergeben) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt) 
− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der 

Privatklägerin (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der 

Privatklägerin 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
− Staatsanwaltschaft Linz, Kaisergasse 16, A-4020 Linz,  

betr. …. 

-   22   - 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 14. März 2022 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. B. Gut 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw N. Hunziker 
 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 14. März 2022
	Anklage
	Urteil der Vorinstanz (Urk. 53 S. 30 ff.)
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 8 ff.)
	"1. Der Beschuldigte A._____ sei in Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung – Einzelgericht, vom 5. Juli 2021, Geschäfts-Nr.: GG210131,
	- der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 lit. b StGB,
	- der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie
	- der mehrfachen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB
	schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen.
	2. Der Beschuldigte A._____ sei in Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung – Einzelgericht, vom 5. Juli 2021, Geschäfts-Nr.: GG210131, zu verpflichten, der Privatklägerin eine Genugtuung von CHF 500.– zuzüglich 5 % Zins ab 22...
	3. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin sei in Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung – Einzelgericht, vom 5. Juli 2021, Geschäfts-Nr.: GG210131, für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 12'998.50 (inkl. MW...
	4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin sei für die Aufwendungen nach dem erstinstanzlichen Urteil bis zum Widerruf der unentgeltlichen Rechtspflege per 23. Dezember 2021 mit CHF 1'240.85 (inkl. MWSt. und Barauslagen) aus der Gerichts...
	Erwägungen:
	1.6. Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II S. 12 ff.; Urk. 94).

	2. Umfang der Berufung
	3. Prozessuales
	3.1. Allgemeines
	Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet. Weiter i...

	3.2. Beweisanträge
	Der Beschuldigte beantragt im Berufungsverfahren die nochmalige Befragung der Privatklägerin sowie – mindestens sinngemäss – die Einvernahme der ehemaligen Mitbewohnerin C._____ (Prot. II S. 10 ff.; Urk. 93 S. 7; vgl. auch Urk. 13/1 S. 2).
	In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung in Aussage gegen Aussage Konstellationen, in welchen eine Aussage das einzige direkte Beweismittel darstellt und das Urteil vom Aussageverhalten der entspr...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 5. Juli 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Drohung im Sinne vom Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 lit. b StGB sowie
	 der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 30.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldige wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 500.– zuzüglich 5 % Zins ab 22. Juli 2019 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 6 und 7) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Ver...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt)
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin (versandt)
	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 den Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 Staatsanwaltschaft Linz, Kaisergasse 16, A-4020 Linz,  betr. ….

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.