# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a2522a1-dbc3-5c46-ad44-63b3b2009839
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 12.06.2019 S 2018 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2018-22_2019-06-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 18 22

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

Richter Meisser, Audétat 

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 12. Juni 2019

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ ist selbständiger Landwirt in der Gemeinde X._____ und als 

solcher, Mitglied der Alpgenossenschaft X._____. Laut Schadenmeldung 

UVG der Gemeinde X._____ an die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) vom 25. Juli 2017 

verletzte sich A._____ am 10. August 2016 beim Verrichten von 

Gemeinwerkarbeiten im Gebiet B._____, X._____, als er beim 

Holzschlagen von einer fallenden Tanne getroffen wurde. A._____ wurde 

ins Kantonsspital Graubünden überführt. Der behandelnde Arzt Dr. med. 

C._____ diagnostizierte im Arztbericht vom 11. September 2016 eine 

Beckenringfraktur Typ C sowie eine Femurfraktur. Am 21. März 2017 

erfolgte im Kantonsspital Graubünden eine 

Osteosynthesematerialentfernung beidseits sowie eine 

Revisionsosteosynthese Femur rechts. Am 4. Mai 2017 wurde A._____ bis 

zum 31. Juli 2017 eine weiter andauernde Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

attestiert.

2. Mit Verfügung vom 21. September 2017 lehnte die SUVA ihre 

Leistungspflicht als obligatorischer Unfallversicherer der Gemeinde 

X._____ ab. Begründend wurde ausgeführt, dass A._____ bei 

Gemeinwerkarbeiten für die Alpgenossenschaft X._____ verunfallt sei. Die 

Alpgenossenschaft X._____ sei bei der D._____ Kranken- und 

Unfallversicherungen AG unfallversichert. Eine Arbeitnehmereigenschaft 

gegenüber der Gemeinde X._____ bestehe nicht. A._____ gehöre somit 

nicht zum obligatorisch bei der SUVA versicherten Arbeitnehmerkreis. Die 

von A._____ am 12. Oktober 2017 dagegen erhobene Einsprache wies die 

SUVA mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2018 ab.

3. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 22. Februar 2018 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Darin beantragte er, es sei 

der angefochtene Einspracheentscheid vom 22. Januar 2018 aufzuheben 

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und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zukommen zu lassen, unter 

Feststellung des Taggeld- und Rentenanspruchs sowie einer 

Integritätsentschädigung. Eventuell sei die Sache im Sinne der 

Erwägungen zur Neuentscheidung an die SUVA zurückzuweisen; alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei. Zur 

Begründung führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass das 

Werk- und Forstwesen eine originäre Aufgabe der Gemeinde darstelle. Bei 

den Forstarbeiten, an denen er am 10. August 2016 teilgenommen habe, 

habe es sich um Arbeiten der Gemeinde gehandelt, die auf Geheiss der 

Gemeinde und unter Befolgung der Weisungen des Gemeindeförsters 

durch ihn und seine Kollegen ausgeführt worden seien. Er sei kraft 

öffentlichen Rechts verpflichtet gewesen bzw. habe sich    weil er seine 

Pflichtstunden bereits erfüllt gehabt habe    verpflichtet gefühlt, die 

Waldarbeiten auszuführen. Er habe für die von ihm verrichtete Tätigkeit 

kein Unternehmerrisiko getragen und die Gemeinde sei aufgrund seiner 

Plusstunden gesetzlich zu einer Lohnleistung verpflichtet gewesen. 

Ausserdem gelte er gemäss Infoblatt der SUVA "Landwirte arbeiten im 

öffentlichen und privaten Forst    ihre rechtliche Stellung in der 

Sozialversicherung" aus dem Jahr 2000 hinsichtlich der Arbeiten vom 10. 

August 2016 als unselbständiger Waldarbeiter, da er ohne bedeutende 

eigene Betriebsmittel im Stundenlohn Waldarbeiten der Gemeinde 

ausgeführt habe. Die Unfallversicherung der Gemeinde stehe somit in der 

Leistungspflicht. 

4. In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Mai 2018 beantragte die SUVA 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass gemäss Ziff. 21 der 

Wegleitung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO (WML, 

Stand: 1. Januar 2016) Entschädigungen für geleistete Frondienste, sofern 

sie dazu dienen würden, eine besondere Fronsteuer abzugelten, welche 

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die Pflichtigen nach dem Gemeindeerlass statt zu bezahlen durch 

Frondienste "abverdienen" können, nicht zum massgebenden Lohn 

gehören würden. Wer also unentgeltlich Gemeinwerk leiste oder anstelle 

der Arbeitsleistung eine Taxe zu bezahlen habe, sei bei der Leistung seiner 

Pflichtstunden nicht durch die Gemeinde obligatorisch unfallversichert. 

Solche Pflichtleistungen würden entsprechend keine 

Arbeitnehmereigenschaft auslösen. Zudem sei die Rüge, wonach das 

Werk- und Forstwesen eine originäre Aufgabe der Gemeinde sei, 

unbegründet. Der Beschwerdeführer habe klar in seinem eigenen Interesse 

als selbständiger Landwirt, welcher sein Vieh auf der Alp sömmern wolle, 

gehandelt. Dasselbe gelte für das vorgebrachte angebliche 

Abhängigkeitsverhältnis. Sodann habe die Gemeinde X._____ mit dem 

Gesetz über das Alp- und Weidwesen die Organisation und Kontrolle des 

Gemeinwerks an die Alpgenossenschaften übertragen. Da das 

Gemeinwerk in erster Linie der Räumung, Erhaltung, Verbesserung und 

Düngung der Alpweiden, Allmenden und Heimweiden diene und das 

Baumfällen sehr wohl diesem Zweck gedient habe, falle auch die zum 

Unfallzeitpunkt verrichtete Arbeit unter die Aufsicht der Alpgenossenschaft. 

Die vom Beschwerdeführer konstruierte Beteiligung/Organisationsaufsicht 

der Gemeinde könne nicht daraus abgeleitet werden, dass der Förster zwei 

Monate zuvor die zu fällenden Bäume markiert habe. Die Gemeinde sei am 

besagten Holzschlag nicht beteiligt gewesen. Vielmehr werde das von den 

Landwirten geschlagene Holz der Alpgenossenschaft gratis zur Verfügung 

gestellt. Ausserdem habe ein Mitglied der Alpgenossenschaft am Unfalltag 

die Verantwortung für die Arbeiten vor Ort gehabt. Entsprechend habe es 

sich weder um die Verrichtung einer Gemeindeaufgabe noch um eine 

Tätigkeit gehandelt, die unter der Aufsicht der Gemeinde X._____ 

stattgefunden habe. Schliesslich könne aus dem Umstand, dass der 

Beschwerdeführer Mehrstunden geleistet habe und für diese entschädigt 

worden sei, keine Arbeitnehmereigenschaft abgeleitet werden. Die von der 

Gemeinde X._____ bezahlte Entschädigung unterliege nicht der AHV-

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Beitragspflicht und stelle somit keinen massgebenden Lohn gemäss Art. 

10 ATSG dar. Für die Unfallversicherung seien lediglich die AHV-pflichtigen 

Löhne massgebend. Zudem sei die Verrichtung von Gemeinwerk kraft 

Gesetzes eine unentgeltliche Arbeitsleistung. Folglich habe die 

Beschwerdegegnerin die Versicherungsdeckung für den Unfall des 

Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt. 

5. Am 22. Mai 2018 replizierte der Beschwerdeführer. Er hielt an seinen 

Rechtsbegehren fest. Unter Bezugnahme auf die Beschwerdeantwort der 

Beschwerdegegnerin vertiefte er seine Ausführungen in der Beschwerde 

und entgegnete den beschwerdegegnerischen Einwendungen. 

Gleichzeitig reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine 

Honorarnote ein. 

6. Am 1. Juni 2018 duplizierte die Beschwerdegegnerin. Sie vertiefte ihre 

bereits in der Beschwerdeantwort gemachten Ausführungen anhand der 

Replik des Beschwerdeführers.

7. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und auf 

den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht liegenden 

Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 22. Januar 2018. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 

56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen solche 

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Einspracheentscheide beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons 

Beschwerde erhoben werden, in welchem die versicherte Person zur Zeit 

der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer 

wohnt in der Bündner Gemeinde X._____, womit das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

örtlich zuständig ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit 

des angerufenen Gerichts für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zu bejahen. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon 

überdies berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine 

Beschwerdelegitimation ist demnach zu bejahen. Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten (Art. 1 UVG 

i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG).

2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt des Unfalls vom 10. August 2016 der obligatorischen 

Unfallversicherung der Gemeinde X._____ als Arbeitnehmer unterstellt war 

und damit eine Versicherungsdeckung besteht. 

3. Laut Art. 1a Abs. 1 UVG sind die in der Schweiz beschäftigten 

Arbeitnehmer    nebst anderen, vorliegend nicht interessierenden 

Personenkategorien    obligatorisch nach dem UVG versichert. Als 

Arbeitnehmer im Sinne dieser Gesetzesbestimmung gilt nach Art. 1 der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202), wer eine 

unselbstständige Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesgesetzgebung über 

die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ausübt. Nach Art. 10 

ATSG gelten als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Personen, die in 

unselbstständiger Stellung Arbeit leisten und dafür massgebenden Lohn 

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nach dem jeweiligen Einzelgesetz beziehen. Nach der Rechtsprechung gilt 

als Arbeitnehmer gemäss UVG, wer um des Erwerbes oder der Ausbildung 

willen für einen Arbeitgeber, mehr oder weniger untergeordnet, dauernd 

oder vorübergehend tätig ist, ohne hierbei ein eigenes wirtschaftliches 

Risiko tragen zu müssen. Die Arbeitnehmereigenschaft ist jeweils unter 

Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalls zu beurteilen. 

Entscheidend ist dabei namentlich, ob geleistete Arbeit, ein 

Unterordnungsverhältnis und die Vereinbarung eines Lohnanspruchs in 

irgendeiner Form vorliegen. Blosse Handreichungen genügen 

demgegenüber nicht. Wird jemand nur aus Gefälligkeit kurzfristig für einen 

anderen tätig, ist er deswegen selbst dann nicht obligatorisch versichert, 

wenn er dafür in irgendeiner Form entschädigt wird. Schliesslich ist zu 

beachten, dass sich die Frage nach der Arbeitnehmereigenschaft 

regelmässig nach der äusseren Erscheinungsform wirtschaftlicher 

Sachverhalte und nicht nach allfällig davon abweichenden internen 

Vereinbarungen der Beteiligten beurteilt (vgl. BGE 141 V 313 E.2.1, 115 V 

55 E.2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_790/2018 vom 8. Mai 2019 E.3.2, 

8C_254/2015 vom 4. August 2015 E.3, 8C_183/2014 vom 22. September 

2014 E.7.1, 8C_752/2009 vom 7. Januar 2010 E.3, je mit Hinweisen). 

4. Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der 

Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und das Gericht von 

Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als 

verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine 

Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende 

Behörde ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 

fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

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Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des 

Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, 

für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine 

Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst 

Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, 

der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 138 V 218 E.6 mit Hinweisen).

5.1. Die Beschwerdegegnerin gelangte im angefochtenen Einspracheentscheid 

vom 22. Januar 2018 zur Auffassung, dass sie dem Beschwerdeführer die 

Arbeitnehmereigenschaft und damit die Versicherungsdeckung zu Recht 

abgesprochen habe. Die Gemeinde X._____ habe dem Beschwerdeführer 

für das Jahr 2016 zwar eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 1'437.-- 

ausbezahlt. Dabei handle es sich aber nicht um eine AHV-pflichtige 

Entschädigung, mithin stelle die fragliche Entschädigung keinen 

massgebenden Lohn gemäss Art. 10 ATSG dar. Hinzu komme, dass kein 

Anstellungsverhältnis zur Gemeinde X._____ bestehe. Der 

Beschwerdeführer habe weder einen entsprechenden Vertrag 

abgeschlossen noch erhalte er einen Lohn von der Gemeinde. Schliesslich 

liege auch keine Beteiligung oder Organisationsaufsicht der Gemeinde bei 

der Erfüllung von Gemeinwerkaufgaben vor. 

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5.2. Demgegenüber rügt der Beschwerdeführer, dass Wald- und Forstarbeiten 

nicht zu den von Gesetzes wegen der Alpgenossenschaft zufallenden 

Aufgaben gehören würden, auch dann nicht, wenn sich daraus ergeben 

könne, dass die Alpgenossenschaft das geschlagene Holz als Feuerholz 

verwenden dürfe. Das Werk- und Forstwesen sei eine originäre Aufgabe 

der Gemeinde und unterstehe dem Gemeindevorstand, was im 

entsprechenden Organigramm explizit nachzulesen sei. Bei den 

Forstarbeiten, an denen der Beschwerdeführer am 10. August 2016 

teilgenommen habe, habe es sich um Arbeiten der Gemeinde gehandelt, 

die im Auftrag der Gemeinde und unter Befolgung der Weisungen des 

Försters durch den Beschwerdeführer und seine Kollegen ausgeführt 

worden seien. Der Beschwerdeführer sei zur Verrichtung der Arbeit 

gebeten worden. Er habe im Wissen, dass seine Arbeit geschätzt werde 

und er hierfür ein Entgelt erhalten würde, sowie aus Pflichtgefühl, der 

Gemeinde und der Alpgenossenschaft zu dienen, zugesagt. Er habe keine 

Investitionen getätigt und keine Unkosten sowie keinen Verlust getragen. 

Vielmehr habe er sich den Weisungen des Platzchefs unterstellt, der 

wiederum den vorausgehenden Weisungen des Försters. Der 

Beschwerdeführer habe sich der Arbeitsstruktur im Sinne der Gemeinde 

untergeordnet und eine persönliche Arbeitspflicht erfüllt. Die Rechtsnatur 

des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien sei nicht 

ausschlaggebend. Ausserdem sei die Gemeinde aufgrund der Plusstunden 

des Beschwerdeführers gesetzlich zu einer Lohnleistung verpflichtet 

gewesen. Schliesslich gelte der Beschwerdeführer gemäss Infoblatt der 

Beschwerdegegnerin "Landwirte arbeiten im öffentlichen und privaten Forst  

  ihre rechtliche Stellung in der Sozialversicherung" aus dem Jahr 2000 

hinsichtlich der Arbeiten vom 10. August 2016 als unselbständiger 

Waldarbeiter, da er ohne bedeutende Betriebsmittel im Stundenlohn 

Waldarbeiten der Gemeinde ausgeführt habe. Vorliegend handle es sich 

um einen klassischen Arbeitsunfall nach UVG und der entsprechenden 

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Verordnung, weshalb die Beschwerdegegnerin in der Leistungspflicht 

stehe. 

6. Vorliegend ist unbestritten und aktenmässig erstellt, dass der 

Beschwerdeführer als selbständiger Landwirt in der Gemeinde X._____ 

tätig ist und mehrere Nutztiere besitzt, die er auf der X._____er Alp 

sömmert (vgl. Beschwerde vom 22. Februar 2018 S. 4). Laut Art. 4 Abs. 1 

der Statuten der Alpgenossenschaft X._____ (nachfolgend: Statuten; vgl. 

beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 7) ist der Beschwerdeführer somit 

automatisch Mitglied derselben und deshalb    wie alle anderen 

Genossenschaftsmitglieder    verpflichtet, Gemeinwerk im Rahmen der 

Bestimmungen des Gesetzes über das Alp- und Weidwesen der Gemeinde 

X._____ unentgeltlich zu leisten (Art. 6 Abs. 2 der Statuten). Das erwähnte 

Gesetz (vgl. Bf-act. 8) hält in Art. 13 fest, dass das Gemeinwerk eine 

obligatorische, unentgeltliche Arbeitsleistung ist, die von allen 

Alpbestössern zu erbringen ist (Abs. 1). Das Gemeinwerk dient in erster 

Linie der Räumung, Erhaltung, Verbesserung und Düngung der Alpweiden, 

Allmenden und Heimweiden sowie dem Betrieb und dem Unterhalt 

notwendiger Tränkeeinrichtungen (Abs. 2). Zudem bestimmt Art. 15 Abs. 1 

des besagten Gesetzes, dass die Genossenschaftsmitglieder zur Erfüllung 

der Aufgaben gemäss Art. 13 verpflichtet sind, für jedes auf die Alpen, 

Allmenden und/oder Heimweide getriebene Stück Vieh entschädigungslos 

eine gewisse Anzahl Pflichtstunden zu leisten. Allfällige Mehrleistungen bei 

den Pflichtstunden (Plusstunden) werden zu Lasten der Gemeinde 

ausbezahlt (Art. 16 des Gesetzes über das Alp- und Weidwesen der 

Gemeinde X._____). Wo die Pflichtstunden geleistet werden und welche 

Arbeiten Priorität haben, entscheiden die Alpgenossenschaften im Hinblick 

auf eine möglichst optimale Pflege der Alpen, Allmenden und Heimweiden 

(Art. 15 Abs. 3 des besagten Gesetzes). Unbestritten ist vorliegend und es 

ergibt sich auch ohne Weiteres aus den Akten, dass der Beschwerdeführer 

sowie weitere Mitglieder der Alpgenossenschaft X._____ am 10. August 

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2016 mit der Ausführung von Holzerarbeiten (Baumfällen) im Gebiet 

B._____, X._____, beschäftigt waren (vgl. beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 1 und 21 S.  4 f., S. 8 ff., S. 20, S. 26 und S. 33 ff.). Anhand der 

Koordinaten des Unfallorts aus dem Kriminalrapport der Kantonspolizei 

Graubünden vom 17. September 2016 (vgl. Bg-act. 21 S. 3) lässt sich 

feststellen, dass die besagten Arbeiten oberhalb des Waldareals im 

Alpgebiet verrichtet wurden (vgl. https://map.geo.admin.ch, zuletzt besucht 

am 29. Mai 2019). Der Rüge des Beschwerdeführers, wonach er zum 

Unfallzeitpunkt mit Wald- und Forstarbeiten und demnach nicht mit der in 

Art. 13 Abs. 2 des Gesetzes über das Alp- und Weidwesen der Gemeinde 

X._____ genannten Weidepflege beschäftigt gewesen sei, kann somit nicht 

beigepflichtet werden. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage ist davon 

auszugehen, dass es sich bei den zum Unfall führenden Holzerarbeiten    

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers    um eine Arbeitsleistung 

handelte, die der Beschwerdeführer und weitere 

Genossenschaftsmitglieder im Rahmen des Gemeinwerks für die 

Alpgenossenschaft X._____ und ohne Beteiligung der Gemeinde 

ausführten (vgl. Bg-act. 19, 20 S. 1, 21 S. 21 f., S. 27 f. und S. 33). Dafür 

spricht    entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers    auch die 

Tatsache, dass das von den Landwirten geschlagene Holz der 

Alpgenossenschaft kostenlos zur Verfügung gestellt wurde (vgl. Bg-act. 

19). Ausserdem enthält Art. 13 Abs. 2 des Gesetzes über das Alp- und 

Weidwesen der Gemeinde X._____ aufgrund des Wortlauts "in erster Linie" 

keine abschliessende Aufzählung der Arbeiten, welche im Rahmen des 

Gemeinwerks zu erbringen sind, weshalb das Gemeinwerk    wenn auch 

nicht primär    in der Leistung von Holzerarbeiten bestehen kann. 

Entsprechend führte der Gemeindekanzlist der Gemeinde X._____ 

anlässlich einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 14. August 

2017 denn auch aus, dass im Gemeinwerk Unterhaltsarbeiten an Zäunen, 

Brunnen, Wegen, Alpliegenschaften sowie je nach Bedarf auch 

Holzerarbeiten ausgeführt werden (vgl. Bg-act. 20 S. 1). Dasselbe ergibt 

https://map.geo.admin.ch

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sich aus dem Rapport "Alpgemeindewerkstunden 2016" des 

Beschwerdeführers (vgl. Bg-act. 12 S. 1). Sodann sieht Art. 7 lit. f des 

Gesetzes über das Alp- und Weidwesen der Gemeinde X._____ unter 

anderem vor, dass für die Organisation und die Kontrolle des Gemeinwerks 

die Alpgenossenschaften verantwortlich sind. Diesbezüglich führte der 

Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 22. Februar 2018 aus, dass 

er von E._____, der in der Alpgenossenschaft für die Organisation und 

Beaufsichtigung der Gemeinwerkarbeiten zuständig sei, anfangs August 

2016 bezüglich der Verrichtung von Waldarbeiten angefragt worden sei 

(vgl. Beschwerde vom 22. Februar 2018 S. 2). Ferner gaben E._____, 

F._____ wie auch der Beschwerdeführer (allesamt Mitglieder der 

Alpgenossenschaft X._____) bei ihren Einvernahmen durch die 

Kantonspolizei Graubünden vom 14., 18. bzw. 28. August 2016 zu 

Protokoll, dass E._____ die am Unfalltag zu erledigenden Arbeiten auf die 

Genossenschaftsmitglieder aufgeteilt habe und für diese verantwortlich 

gewesen sei (vgl. Bg-act. 21 S. 22, S. 28 und S. 35). Dementsprechend 

teilte der Gemeindeförster der Beschwerdegegnerin anlässlich eines 

Telefonats vom 22. August 2017 mit, dass er selber lediglich zwei Monate 

zuvor die zu fällenden Bäume markiert habe und die Gemeinde bzw. das 

Forstamt am besagten Holzschlag nicht beteiligt gewesen sei. Die Arbeiten 

seien nicht unter seiner Aufsicht gestanden (vgl. Bg-act. 19). Vor diesem 

Hintergrund ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass die zum 

Unfallzeitpunkt verrichteten Holzerarbeiten unter der Verantwortlichkeit der 

Alpgenossenschaft X._____ erfolgten. Die Vorbringen des 

Beschwerdeführers, wonach es sich bei der zum Unfall führenden Arbeit 

laut Organigramm der Gemeinde X._____ um eine Aufgabe der Gemeinde 

gehandelt habe, die im Auftrag der Gemeinde sowie unter Befolgung der 

Weisungen des Gemeindeförsters durch ihn und seine Kollegen ausgeführt 

worden sei, stossen somit ins Leere. Des Weiteren hilft dem 

Beschwerdeführer die Behauptung, wonach er gemäss dem Infoblatt der 

Beschwerdegegnerin "Landwirte arbeiten im öffentlichen und privaten Forst  

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  ihre rechtliche Stellung in der Sozialversicherung" aus dem Jahr 2000 als 

unselbständiger Waldarbeiter gelte, da er die besagten Holzerarbeiten 

ohne Einsatz bedeutender eigener Betriebsmittel ausgeführt habe, nicht 

weiter. Vorliegend ergibt sich zwar aus dem Maschinenrapport 2016, dass 

der Beschwerdeführer für das Sägen und Asten eine Motorsäge und damit 

ein nicht bedeutendes Betriebsmittel verwendete (vgl. Bg-act. 12 S. 2 und 

Bf-act. 11). Das von den Landwirten für die Alpgenossenschaft 

geschlagene Holz musste anschliessend aus dem Wald abtransportiert 

werden. Es erscheint somit    insbesondere vor dem Hintergrund des bisher 

Ausgeführten    sehr wahrscheinlich, dass hierfür eigene bedeutende 

Betriebsmittel der beteiligten Genossenschaftsmitglieder (z.B. ein Traktor; 

vgl. Bf-act. 11) eingesetzt wurden. Da der Beschwerdeführer    wie 

dargelegt    im Unfallzeitpunkt in keinem Subordinationsverhältnis zur 

Gemeinde X._____ stand und demnach ein wesentliches 

Tatbestandsmerkmal der Arbeitnehmereigenschaft nicht vorliegt, kann er 

schliesslich auch aus dem Umstand, dass er hinsichtlich der Arbeiten vom 

10. August 2016 Mehrstunden leistete und deshalb von der Gemeinde 

entschädigt wurde (vgl. Art. 16 des Gesetzes über das Alp- und Weidwesen 

der Gemeinde X._____; Bf-act. 10 sowie Bg-act. 20 S. 1), nichts zu seinen 

Gunsten ableiten.

7. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass mit dem erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die 

Arbeitnehmereigenschaft des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 1a 

Abs. 1 UVG und folglich auch die Versicherungsdeckung nach UVG bei der 

Beschwerdegegnerin im Unfallzeitpunkt vom 10. August 2016 zu verneinen 

ist. Der angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 

22. Januar 2018 ist demnach rechtens, was zu seiner Bestätigung und 

somit zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde des 

Beschwerdeführers vom 22. Februar 2018 führt. 

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8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Laut Art. 61 lit. a ATSG ist das 

kantonale Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungssachen – ausser 

bei leichtsinniger oder mutwilliger Prozessführung – für die Parteien 

kostenlos. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren werden daher keine 

Kosten erhoben. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht gemäss Art. 

61 lit. g ATSG kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu. 

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]