# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80de38da-fab3-5660-b106-f8d4bc01a68b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 02.07.2014 PS140089
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS140089_2014-07-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PS140089-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

et phil. D. Glur und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming. 

Urteil vom 2. Juli 2014 

in Sachen 

 

A._____ GmbH, 
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Konkurseröffnung 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren 
des Bezirksgerichtes Dietikon vom 30. April 2014 (EK140109) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Dietikon eröffnete mit Urteil 

vom 30. April 2014 für eine Forderung von Fr. 1'834.15 nebst Zins zu 5 % seit 

28. September 2013 sowie Fr. 181.30 Betreibungskosten (in der Betreibung Nr. 

… des Betreibungsamtes Engstringen) über die Schuldnerin und Beschwerdefüh-

rerin (nachfolgend: Schuldnerin) den Konkurs (act. 8/6 = act. 7). Am 5. Mai 2014 

zahlte die Schuldnerin bei der Poststelle Engstringen zuhanden der Obergerichts-

kasse den Kostenvorschuss für das zweitinstanzliche Verfahren in der Höhe von 

Fr. 750.-- ein (act. 2 S. 4, act. 5/7 und act. 15) und liess mit rechtzeitig eingereich-

ter Beschwerde vom 6. Mai 2014 (Datum Poststempel) die Aufhebung des Kon-

kurses sowie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung beantragen (act. 2 und 

act. 5/3-13). Mit Präsidialverfügung vom 7. Mai 2014 wurde der Beschwerde 

einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 9). Mit Poststempel vom 

15. Mai 2014 reichte die Schuldnerin innerhalb der Rechtsmittelfrist (vgl. act. 8/7) 

eine Beschwerdeergänzung sowie diverse weitere Unterlagen ein (act. 12 und 

act. 13/1-22).  

2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Be-

schwerdeverfahren aufgehoben werden, wenn die Schuldnerin mit der Einlegung 

des Rechtsmittels ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden ei-

nen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinter-

legung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Tilgung und Hinterlegung betreffen die 

Forderung samt Zinsen und Kosten. Die Beschwerde ist innert einer Frist von 

zehn Tagen einzureichen und abschliessend zu begründen. Das bedeutet, dass 

die Schuldnerin sowohl ihre Zahlungsfähigkeit als auch einen der drei Konkurs-

hinderungsgründe innert der Rechtsmittelfrist glaubhaft zu machen bzw. mit Ur-

kunden nachzuweisen hat. Neue Behauptungen und Urkundenbeweise über kon-

kurshindernde Tatsachen kann sie innert der Rechtsmittelfrist aber selbst dann er-

heben, wenn sie nach dem erstinstanzlichen Entscheid ergangen sind. Nach-

fristen werden hingegen keine gewährt (vgl. dazu BGE 136 III 294). Darauf hat 

auch die Vorinstanz in ihrem Urteil hingewiesen (act. 7 S. 3). Entsprechend läuft 

der vom schuldnerischen Rechtsvertreter in der am letzten Tag der Beschwerde-

- 3 - 

frist versandten Beschwerdeergänzung (act. 8/7 und act. 12) enthaltene Vorbehalt 

des nachträglichen Nachweises der behaupteten schuldnerischen Eigentümer-

stellung über mehrere Grundstücke (act. 12 S. 7) ins Leere. 

3. Die dem Konkurs zugrundeliegende Forderung beträgt total 

Fr. 2'069.20 (= Fr. 1'834.15 Hauptforderung zzgl. 5% Zins vom 28. September 

2013 bis zur Konkurseröffnung am 30. April 2014 bzw. Fr. 53.75 zzgl. Fr. 181.30 

Betreibungskosten). Gemäss Empfangsschein der Poststelle Engstringen zahlte 

die Schuldnerin am 5. Mai 2014 zuhanden der Gläubigerin und Beschwerdegeg-

nerin (nachfolgend: Gläubigerin) den Betrag von Fr. 2'076.60 ein (act. 5/5). Über-

dies leistete sie gemäss Quittung des Konkursamtes Höngg-Zürich vom 2. Mai 

2014 die erforderlichen Sicherheiten im Umfang von Fr. 1'800.– (act. 5/6). Inner-

halb der Beschwerdefrist konnte die Schuldnerin somit mit Urkunden die Zahlung 

der Konkursforderung sowie die Sicherstellung der Konkurskosten nachweisen. 

Der Konkurshinderungsgrund der Tilgung ist somit ausgewiesen. Damit bleibt 

nachfolgend die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin zu prüfen. 

4.1 Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden 

sind, mit denen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden 

können. Die Schuldnerin hat deshalb aufzuzeigen, dass sie in der Lage ist, ihren 

laufenden Verpflichtungen nachzukommen und in absehbarer Zeit auch die be-

stehenden Schulden abzutragen. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten 

lassen sie noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich, 

wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine finanzielle Verbesserung ihrer Si-

tuation zu erkennen sind oder sie auf unabsehbare Zeit illiquid erscheint. Abseh-

bare Veränderungen, die ihr die Tilgung ihrer Schulden erlauben würden, sind 

grundsätzlich zu berücksichtigen; diese müssen jedoch so konkret dargelegt wer-

den, dass glaubhaft ist, die gegenwärtigen Zahlungsschwierigkeiten seien vor-

übergehender Natur. Der Umstand, dass offene Betreibungen mittlerweile begli-

chen wurden, darf als ein Indiz für eine bloss temporäre Illiquidität berücksichtigt 

werden. 

4.2.1    Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finan-

zielle Lage der Schuldnerin gibt das Betreibungsregister. Gemäss Auskunft Nr. … 

- 4 - 

aus dem Register des Betreibungsamtes Engstringen vom 8. Mai 2014 wurden im 

Zeitraum Ende Oktober 2013 bis Anfang April 2014 (die Schuldnerin wurde am 

23. Juni 2006 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen, act. 6) mit der 

in Betreibung gesetzten Konkursforderung 15 Betreibungen im Gesamtbetrag von 

ca. Fr. 70'500.-- gegen die Schuldnerin eingeleitet (act. 13/20). Eine Forderung im 

Umfang von Fr. 2'027.05 ist als bezahlt vermerkt (Betreibungs-Nr. …, act. 13/20). 

Die Schuldnerin konnte wie dargelegt mit Urkunde belegen, dass die Konkursfor-

derung der Gläubigerin (Betreibungs-Nr. …) samt Zinsen und Kosten getilgt wur-

de (vgl. vorstehend Ziff. 3). Sodann wurde am 9. Mai 2014 bei der Obergerichts-

kasse der Betrag von Fr. 22'710.90 (act. 11) für Forderungen aus 11 Betreibun-

gen (Betreibungs-Nrn. …, …, …, …, …, …, …, …, …, … und …, act. 12 S. 11) 

hinterlegt. Die Mittel hiezu stammten gemäss der unbelegt gebliebenen Darstel-

lung der Schuldnerin aus einem privaten Darlehen der Gesellschafterin (act. 2 S. 

5). Gemäss Internetauszug des Handelsregisters des Kantons Zürich ist C._____ 

einzige Gesellschafterin der Schuldnerin (vgl. act. 6).  

4.2.2    Weiter konnte belegt werden, dass für die der Betreibungs-Nr. … zu-

grunde liegende Forderung der Gläubigerin D._____ AG in Höhe von Fr. 

30'182.60 Teilzahlungen von total Fr. 15'000.-- geleistet wurden (act. 13/17) und 

für die der Betreibungs-Nr. … zugrunde liegende Forderung der E._____ AG von 

Fr. 13'662.95 eine Teilzahlung von Fr. 3'512.95 erfolgte (act. 13/19).  

 4.2.3   Nach dem Gesagten sind somit noch die beiden vorerwähnten Be-

treibungsforderungen im Umfang von total Fr. 25'332.60 (ohne Zinsen und Kos-

ten) zu berücksichtigen. Die Schuldnerin konnte mit Urkunden belegen (act. 13/16 

und act. 13/18), dass mit beiden Gläubigern Abzahlungsvereinbarungen bestehen 

(act. 2 S. 4 und act. 12 S. 9). So erklärte sich die Gläubigerin D._____ AG (Be-

treibungs-Nr. …) mit sechs Ratenzahlungen von monatlich Fr. 5'000.--, erstmals 

per Ende Februar 2014, einverstanden (act. 13/16). Die ersten drei Raten wurden 

denn auch bereits geleistet (act. 13/13 S. 2 und 5; act. 13/17). Die Gläubigerin 

E._____ AG akzeptierte den Abzahlungsvorschlag der Schuldnerin, welcher drei 

Raten (1x Fr. 3'512.95 und 2x Fr. 5'000.--) vorsah (act. 13/18). Die erste Rate 

wurde Ende April 2014 pünktlich geleistet (act. 13/13 S. 2; act. 13/19).  

- 5 - 

 Die zukünftigen Raten können nach Darstellung der Schuldnerin mittels Ein-

gängen von Debitorenzahlungen bzw. mit dem auf dem Kontokorrent noch zur 

Verfügung stehenden Betrag oder notfalls mit privaten Mitteln seitens ihrer Ge-

sellschafterin pünktlich bezahlt werden. Das Kontokorrentkonto bei der Credit 

Suisse weise per 8. Mai 2014 einen Saldo von Fr. -41'357.22 aus, wobei die Kon-

tolimite bei Fr. 50'000.-- liege und somit noch ein Bezug von ca. Fr. 8'500.-- mög-

lich sei (act. 12 S. 6 und 11). 

 4.3.1    Zur finanziellen Lage des Unternehmens liess die Schuldnerin zu-

sammenfassend ausführen, die im Zeitraum Oktober 2013 bis April 2014 erfolgten 

Betreibungen seien Folge der Tätigkeit des mittlerweile fristlos entlassenen Stell-

vertreters des Geschäftsführers gewesen. Ihr Betrieb, welcher seit über 30 Jahren 

hochwertige Arbeiten in den Bereichen Gartenbau, Gartenpflege, Bepflanzung, 

Unterhaltsarbeiten und vieles mehr anbiete, sei bis Ende März 2014 vom Ge-

schäftsführer F._____ alleine bewältigt worden. Seit April 2014 würden gesamt-

haft zehn Mitarbeiter beschäftigt, acht mit Vollzeitpensum und zwei im Stunden-

lohn (act. 2 S. 4 f.; act. 12 S. 3 und 5). Während im Jahre 2012 noch ein Reinge-

winn von Fr. 110.89 ausgewiesen worden sei, habe dieser im Jahr 2013 bereits 

auf Fr. 46'626.96 gesteigert werden können. Sie verfüge über rund 36 Debitoren 

in der Gesamthöhe von Fr. 160'391.--, wobei die Debitorin G._____ GmbH in … 

mit dem höchsten Ausstand von Fr. 95'000.-- zufolge Zahlungsschwierigkeiten vo-

raussichtlich demnächst Konkurs anmelden werde. Der Restausstand von über 

Fr. 65'391.-- werde ihr, der Schuldnerin, in absehbarer Zeit zufliessen. Demge-

genüber verfüge sie für den Monat April 2014 über Kreditoren in Höhe von 

Fr. 34'866.90 und für die Periode Mai bis Juli 2014 über solche in Höhe von 

Fr. 128'432.--. Es handle sich mehrheitlich um kleinere Beträge, welche mit den 

laufenden Einnahmen bezahlt werden könnten und meistens monatlich bezahlt 

würden (act. 2 S. 5 und act. 12 S. 5 f.). 

 4.3.2    Im Jahre 2013 habe sie einen Ertrag von Fr. 420'131.46 ausgewie-

sen. Pro Monat seien somit durchschnittlich Fr. 35'010.95 bzw. pro Tag durch-

schnittlich Fr. 1'167.-- umgesetzt worden. Die Lohnkosten hätten gemäss Erfolgs-

rechnung 2013 jährlich Fr. 41'533.20 betragen, da F._____ bis Ende März 2014 

- 6 - 

den Betrieb alleine bewältigt habe und erst ab April 2014 Mitarbeiter beschäftigt 

worden seien. Die Umsatzzahlen für die Periode Januar bis April 2014 zeigten, 

dass durchschnittlich Fr. 77'000.-- im Monat erwirtschaftet worden seien. Und 

gemäss der Auftragsliste für die Periode Mai bis Juli 2014 sei sie gut ausgelastet, 

was nicht zuletzt auf die Abonnementskunden zurückzuführen sei (act. 12 S. 5 f.). 

Vom monatlichen Umsatz würden ca. Fr. 40'000.-- für Löhne und ca. Fr. 20'000.-- 

für Materialkosten entfallen, ca. Fr. 20'000.-- würden für die laufenden Kosten be-

nötigt und ca. Fr. 10'000.-- den Reserven für Unvorhergesehenes zugewiesen 

(act. 2 S. 5). An Aufwendungen bestünden auch jährliche Mietkosten von 

Fr. 17'700.-- und jährliche Fahrzeugkosten von Fr. 58'854.86 (act. 12 S. 4 und 8). 

 4.3.3    Die Forderungen der betreibenden Gläubiger seien hinterlegt sowie 

mit zwei Gläubigern Abzahlungsvereinbarungen getroffen worden und mit Mo-

natseinnahmen von Fr. 35'010.95 genügend liquide Mittel vorhanden, um laufen-

den und zukünftigen Verpflichtungen nachzukommen (act. 12 S. 13). 

 4.4.1   Auf der Vermögensseite weist die Schuldnerin gemäss Kontoauszug 

der Credit Suisse per 8. Mai 2013 einen negativen Saldo von Fr. -41'357.22 aus 

(act. 13/13). Laut Debitorenliste vom 5. Mai 2014, welche den Zeitraum Januar bis 

Mai 2014 sowie vier Betreffnisse aus dem Jahre 2013 umfasst, betragen die Debi-

torenausstände — nach Abzug des gemäss eigener Darstellung der Schuldnerin 

nicht einbringlichen Forderungsbetrages von Fr. 95'000.-- der G._____ GmbH — 

Fr. 65'391.-- (act. 5/10). Auffällig ist, dass fünf Ausstände von je Fr. 2'250.-- der 

Abonnementskundin H._____ mit Fälligkeiten per April, Juli und September 2013 

sowie Januar und März 2014 nach wie vor offen sind (act. 5/10), aus welchem 

Grund die Einbringlichkeit dieser Forderungen zweifelhaft erscheint. Die Kredito-

ren — nur für die Periode April bis Juli 2014 ausgewiesen — belaufen sich auf 

Fr. 163'299.80 (= Fr. 34'866.90 + Fr. 128'432.90, act. 5/11 und act. 13/10).  

 4.4.2    Somit hat die Schuldnerin unter Berücksichtigung der Debitoren von 

Fr. 65'391.--, denen Kreditoren in Höhe von Fr. 163'299.80, die noch offenen Be-

treibungsforderungen von Fr. 25'332.60 sowie der negative Saldo des Kontokor-

rentes bei der Credit Suisse von Fr. -41'357.22 gegenüber stehen, noch Schulden 

im Umfang von knapp Fr. 165'000.-- abzutragen. Nicht berücksichtigt wurde hier-

- 7 - 

bei das der Schuldnerin zwecks Hinterlegung von elf Betreibungsforderungen im 

Umfang von Fr. 22'710.90 gewährte Darlehen der Gesellschafterin C._____ (vgl. 

nachstehend Ziff. 4.5.1).  

 4.5.1    Da die Hinterlegung von elf Betreibungsforderung durch die Aufnah-

me eines weiteren Darlehens erfolgte, handelt es sich nicht um eine eigentliche 

Schuldentilgung sondern um eine Schuldenverlagerung. Selbst wenn zu Gunsten 

der Schuldnerin davon ausgegangen würde, dass es sich bei dem von C._____ 

gewährten Darlehen erneut um eine langfristige Verbindlichkeit handelt, da sie als 

Gesellschafterin ein Interesse daran haben dürfte, dass die Schuldnerin zunächst 

ihren laufenden und kurzfristigen Verbindlichkeiten nachkommen und den Betrieb 

aufrecht erhalten kann, blieben die Konditionen der Darlehensgewährung, trotz 

des in Aussicht gestellten Nachweises (act. 2 S. 5), unbelegt und liegt insbeson-

dere auch keine Rangrücktrittserklärung vor. 

 4.5.2    In der Bilanz mit Stichtag 31. Dezember 2013 werden auf den ver-

schiedenen Konti (CS, Raiffeisen, Post Finance und div. Durchlaufkonti), von de-

nen alle einen negativen Saldo aufweisen, flüssige Mittel von total Fr. -60'652.05 

aufgeführt. Mit den bilanzierten Debitoren von Fr. 73'271.30 und Warenvorräten 

von Fr. 23'000.-- beträgt das Umlaufvermögen Fr. 35'619.25. Das Anlagevermö-

gen ist mit Fr. 763'074.10 bilanziert, wobei auf die Baumschule …  

Fr. 72'000.--, die Liegenschaft in … — diese steht im Alleineigentum der Schuld-

nerin (act. 13/14) — Fr. 686'307.80 und das Mobiliar Fr. 4'766.30 entfallen (act. 

13/8). Auf der Passivseite der Bilanz wurde teilweise mit umgekehrten Vorzeichen 

operiert. So sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistun-

gen mit Fr. -173'309.32 und die anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten, worunter 

das Kontokorrent G._____ GmbH fällt, welches ein Guthaben der Schuldnerin 

darstellt, mit Fr. 201'517.80 verbucht, woraus ein kurzfristiges Fremdkapital von 

total Fr. 28'208.48 resultiert. Die langfristigen Verbindlichkeiten enthalten das Dar-

lehen der Credit Suisse von Fr. -160'000.-- sowie das Darlehen C._____ in Höhe 

von Fr. -600'000.--. Bei Letzterem handelt es sich um eine Forderung, die grund-

pfändlich sichergestellt ist (act. 13/14). Unter Berücksichtigung des Eigenkapitals 

- 8 - 

von Fr. -20'274.87 (Fr. 20'000.-- Stammkapital und Fr. 274.87 Gewinnvortrag), 

wurde ein Gewinn von Fr. 46'626.96 ausgewiesen (act. 13/8). 

 Der Betriebsertrag des Jahres 2013 betrug Fr. 420'131.46. Die Aufwände 

von total Fr. 373'504.50 sind verbucht mit: Materialaufwand Fr. 16'528.49, Perso-

nalaufwand (darunter v.a. Lohn- und Sozialversicherungsaufwand) Fr. 54'553.35, 

sonstiger Betriebsaufwand (darunter u.a. Miet- und Fahrzeugaufwand) 

Fr. 208'336.11, Liegenschaftsaufwand Fr. 82'600.--, Steuern Fr. 510.45 und Hilfs-

konti Fr. 10'976.10 (act. 13/8). 

 Zu den Jahresabschlüssen liess die Schuldnerin lediglich ausführen, dass 

im Jahre 2012 ein Reingewinn von Fr. 110.89 ausgewiesen worden sei, während 

dieser demgegenüber im Jahre 2013 Fr. 46'626.96 betragen habe (act. 12 S. 5). 

Auffällig ist, dass unter den Aktiven in der Bilanz 2013 keine Fahrzeuge verbucht 

sind, obschon gemäss Erfolgsrechnung 2013 ein Fahrzeugaufwand von 

Fr. 58'854.86 resultierte und auch in der Beschwerdebegründung unter Verwei-

sung auf die Erfolgsrechnung 2013 drei geleaste Lieferwagen, ein Jeep Chero-

ckee, ein Chevrolet, drei Sachtransportanhänger, ein Arbeitsanhänger, zwei 

Kleinbagger und ein Dumper zum Anlagevermögen gezählt wurden (act. 12 S. 7 f. 

und act. 13/8). Ein solch grosser Fahrzeugpark erstaunt sodann vor dem Hinter-

grund, dass der Betrieb — wie geltend gemacht — bis März 2014 von nur einer 

Person bzw. dem Geschäftsführer F._____ aufrechterhalten wurde. Zweifel an 

der Zuverlässigkeit der Bilanz wecken sodann die folgenden Umstände: Das Dar-

lehen und Kontokorrent G._____ mit Fr. 55'500.-- und Fr. 45'142.83 verbuchte die 

Schuldnerin im Jahre 2012 im Umlaufvermögen und somit unter den Aktiven, 

während in der Bilanz 2013 wie dargelegt mit umgekehrten Vorzeichen operiert 

wurde und das Kontokorrent G._____ GmbH mit Fr. 201'517.80 unter den Passi-

ven bzw. den anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten figuriert und mit den kurzfris-

tigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Fr. -173'309.32 

schliesslich ein kurzfristiges Fremdkapital von Fr. 28'208.48 ausgewiesen wurde, 

was merkwürdig ist und erklärungsbedürftig gewesen wäre. Über ihre Beziehun-

gen zur G._____ GmbH und den Hintergrund ihrer Forderungen gegenüber dieser 

Gesellschaft hat sich die Schuldnerin nicht geäussert. Geht man von der Unein-

- 9 - 

bringlichkeit dieser Forderung aus (vgl. act. 12 S. 5), wird aus dem Gewinn von 

Fr. 46'626.96 im Jahr 2013 ein Verlust in ungefähr der gleichen Höhe bzw. sogar 

von rund Fr. 150'000.--, falls das gesamte damals ausgewiesene Guthaben ge-

genüber der G._____ GmbH davon betroffen ist. Dass der Jahresabschluss 2013 

wie behauptet von einem Treuhänder erstellt wurde (act. 12 S. 5), lässt sich dem 

eingereichten Dokument im Gegensatz zum Jahresabschluss 2012 nicht entneh-

men. Sodann sind Erfolgsrechnung und Bilanz auch nicht unterzeichnet (act. 

13/8; vgl. Art. 961 OR). 

 4.5.3    Gemäss eingereichtem Excel-Dokument betrug der Umsatz der 

Schuldnerin für das erste Drittel des laufenden Jahres insgesamt Fr. 311'441.40 

bzw. durchschnittlich Fr. 77'800.-- pro Monat (Januar Fr. 95'965.10, Februar 

Fr. 44'694.90, März Fr. 88'557.65 und April 82'223.75; act. 13/11). In diesem Sin-

ne macht sie im Vergleich zum Vorjahr eine Verdoppelung des durchschnittlichen 

monatlichen Umsatzes von knapp Fr. 35'000.-- im Jahre 2013 auf ca. Fr. 77'000.-- 

im ersten Drittel 2014 geltend (act. 12 S. 6). Zu den Umständen, welche zu dieser 

markanten Umsatzsteigerung vor allem in den Monaten Januar bis März 2014, als 

bei der Schuldnerin wie geltend gemacht neben dem Geschäftsführer F._____ 

keine weiteren Mitarbeiter tätig waren, geführt haben, äussert sich die Schuldne-

rin nicht. Die Umsatzsteigerung allein sagt jedoch noch nichts über den eigentli-

chen Geschäftserfolg aus.  

 So betrugen die liquiden Mittel der Schuldnerin am 1. April 2014 trotz des 

verdoppelten Umsatzvolumens seit Beginn des laufenden Jahres Fr. -47'043.49 

(act. 13/13 S. 5) und hat sich der Negativsaldo ihres Geschäftskontos bei der 

Credit Suisse in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Ver-

gleich zum Stichtag 31. Dezember 2013 (act. 13/8) praktisch nicht verändert (an-

dere Bankbelege wurden nicht eingereicht). Dieser Umstand lässt entweder auf 

einen Verlust und/oder auf einen Mittelabfluss ausserhalb der Gesellschaft 

schliessen. In diesem Sinne ist aus den Akten ein Geldabfluss an die G._____ 

GmbH ersichtlich. Das ihr von der Schuldnerin gewährte Darlehen betrug im Jah-

re 2012 noch Fr. 55'500.-- und das Kontokorrent G._____ Fr. 45'142.83 (act. 

13/9), während im Jahre 2013 das Kontokorrent G._____ GmbH mit 

- 10 - 

Fr. 201'517.80 bilanziert wurde (act. 13/8) und auch für das laufende Jahr ein — 

wie die Schuldnerin selbst einräumt, nicht einbringlicher — Debitorenausstand 

von Fr. 95'000.-- ausgewiesen wird (act. 12 S. 5). Dies wurde von der Schuldnerin 

nicht erläutert.  

 Sodann ist davon auszugehen, dass die Aufwendungen der Schuldnerin 

nicht erst mit der behaupteten Einstellung von Mitarbeitern per 1. April 2014 be-

deutend gestiegen sind, sondern bereits davor und daher trotz steigender Um-

satzzahlen ein defizitärer Geschäftsgang resultierte. In diesem Sinne ist aus dem 

Dokument Kontodetails des Kontokorrentkontos der Schuldnerin bei der Credit 

Suisse (act. 13/13 S. 4 f.) ersichtlich, dass sie entgegen ihrer Darstellung (act. 2 

S. 5 und act. 12 S. 5) nicht erst per 1. April 2014 die genannten Mitarbeiter (vgl. 

act. 5/9) beschäftigt hatte. So wurden am 2. April 2014 folgende Vergütungen 

vorgenommen: Restlohn März 2014 / I._____ von Fr. 621.35, zwei Mal Lohnanteil 

Februar 2014 / J._____ von Fr. 1'000.-- und Fr. 2'000.--, Restlohn Februar 2014 / 

K._____ von Fr. 2'000.-- und Restlohn Februar 2014 / L._____ von Fr. 4'000.--. 

Die starke Umsatzsteigerung im Jahre 2014 einhergehend mit der bedeutenden 

Zunahme der monatlichen Aufwendungen ist erklärungsbedürftig, was von der 

Schuldnerin jedoch unterlassen wurde.  

 Der in Aussicht gestellte Beleg für den budgetierten Bruttogewinn von 

Fr. 30'000.-- pro Monat (act. 2 S. 5) wurde nicht beigebracht. Ihre laufenden Auf-

wendungen schätzte die Schuldnerin in der Beschwerdebegründung mit 

Fr. 90'000.-- (vgl. vorstehend Ziff. 4.3.2). Darauf ging sie in der Beschwerdeer-

gänzung nicht mehr ein und korrigierte diese insbesondere auch nicht nach unten 

(act. 12), sondern erwähnte lediglich noch die jährlichen Miet- und Fahrzeugkos-

ten (act. 12 S. 4 und 8; Fr. 17'700.-- + 58'854.86 / 12 = ca. Fr. 6'400.-- pro Monat 

[Anmerkung des Gerichts]). Selbst wenn man davon ausgehen würde, dass die 

Schuldnerin den Umsatz gemäss der eingereichten Auftragsliste für die Monate 

Mai bis Juli 2014 zufolge Festaufträgen auf durchschnittlich Fr. 90'000.-- pro Mo-

nat wird steigern können (vgl. act. 13/12), wird dieser von den Aufwendungen 

gänzlich aufgezehrt. Unter Ausklammerung des nicht einbringlichen Guthabens 

der G._____ GmbH ist sodann augenscheinlich, dass die Debitoren der Schuld-

- 11 - 

nerin mit Fr. 65'391.-- weit unter den Kreditoren von Fr. 163'299.80.-- liegen (vgl. 

vorstehend Ziff. 4.4.1). Auch wenn die Zeitspanne der deklarierten Debitoren (Ja-

nuar bis Mai 2014) und Kreditoren (April bis Juli 2014) nicht deckungsgleich ist, 

zeigte sich das nämliche Bild bereits in der Bilanz per 31. Dezember 2013 (act. 

13/8). Es ergibt sich das Bild einer Überschuldung. Die Schuldnerin hat mit kei-

nem Wort dargetan, welche Sanierungsmassnahmen sie zu ergreifen gedenkt, 

um eine Kostenreduzierung zu erwirken. 

 4.5 Die finanzielle Situation der Schuldnerin erweist sich nach dem Gesag-

ten als angespannt und zwar dauerhaft und nicht als blosser Ausdruck einer vo-

rübergehenden Schwäche. Hinzu kommen die vorerwähnten Auffälligkeiten und 

Ungereimtheiten in ihrer Buchhaltung und ihren Ausführungen. Mit den einge-

reichten Unterlagen vermag sie jedenfalls nicht glaubhaft zu machen, dass genü-

gend flüssige Mittel vorhanden sind, um ihren laufenden Verpflichtungen nachzu-

kommen und die bestehenden Schulden innert nützlicher Frist abzutragen. Zufol-

ge defizitären Geschäftsgangs ist davon auszugehen, dass ihre Zahlungsschwie-

rigkeiten nicht nur vorübergehender Natur sind. Anhaltspunkte für eine nachhalti-

ge Verbesserung der finanziellen Situation der Schuldnerin sind nicht ersichtlich. 

Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Da der Beschwerde mit Verfügung 

vom 7. Mai 2014 aufschiebende Wirkung zuerkannt wurde, ist der Konkurs über 

die Schuldnerin neu zu eröffnen. 

 5. Mit dem Konkurserkenntnis verliert die Schuldnerin das Verfügungs-

recht über ihr pfändbares Vermögen, welches ab dem Zeitpunkt der Konkurser-

öffnung die Konkursmasse bildet (Art. 197 SchKG). In diesem Sinne ist die Ober-

gerichtskasse anzuweisen, den bei ihr von der Schuldnerin hinterlegten Betrag 

von Fr. 22'710.90 dem Konkursamt Höngg-Zürich zu überweisen. 

 6. Die Kosten beider Instanzen hat die Schuldnerin zu tragen. Der Gläu-

bigerin ist mangels relevanter Aufwendungen im vorliegenden Verfahren keine 

Parteientschädigung zuzusprechen.  

- 12 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen und über die Schuldnerin wird mit Wir-

kung ab 2. Juli 2014, 09.30 Uhr, der Konkurs eröffnet. 

2. Das Konkursamt Höngg-Zürich wird mit der Durchführung des Konkurses 

beauftragt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruchgebühr 

von Fr. 400.-- wird bestätigt und der Schuldnerin auferlegt. 

4. Parteientschädigungen werden keine entrichtet. 

5. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den bei ihr hinterlegten Betrag von 

Fr. 22'710.90 dem Konkursamt Höngg-Zürich zu überweisen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage eines 

Doppels von act. 12, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes 

Dietikon (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Kon-

kursamt Höngg-Zürich, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregis-

teramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Engstringen sowie 

an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters 
oder der Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d 
BGG. 

- 13 - 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. D. Tolic Hamming 
 
 
versandt am:

	Urteil vom 2. Juli 2014
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen und über die Schuldnerin wird mit Wirkung ab 2. Juli 2014, 09.30 Uhr, der Konkurs eröffnet.
	2. Das Konkursamt Höngg-Zürich wird mit der Durchführung des Konkurses beauftragt.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruchgebühr von Fr. 400.-- wird bestätig...
	4. Parteientschädigungen werden keine entrichtet.
	5. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den bei ihr hinterlegten Betrag von Fr. 22'710.90 dem Konkursamt Höngg-Zürich zu überweisen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage eines Doppels von act. 12, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Dietikon (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Höngg-Zürich, ferner m...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...