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**Case Identifier:** 771a3bdd-891c-5188-bddd-bbde1984781b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2017 200 2016 1219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1219_2017-04-07.pdf

## Full Text

200 16 1219 UV
ACT/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. April 2017

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
Postfach, 8010 Zürich 
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 9. November 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1989 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft 
AG (Allianz bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 
mit Unfallmeldung vom 5. April 2012 melden liess, er habe sich am 2. April 
2012 beim Golfspielen das rechte (richtig: linke) Knie verletzt (Akten der 
Allianz [act. IIA] 59.1, 63). Die Allianz erbrachte in der Folge die gesetzli-
chen Versicherungsleistungen (act. IIA 64, 67). Am 24. Januar 2013 unter-
zog sich der Versicherte einem operativen Eingriff am bereits im Januar 
2011 operierten linken Knie (Akten der Allianz [act. II] 54.4). 

Nach Vorlage der Akten an den beratenden Arzt (act. II 42) teilte die Allianz 
dem Versicherten mit Schreiben vom 14. Februar 2013 (act. IIA 73) die 
Leistungseinstellung per 30. November 2012 zufolge Erreichens des Status 
quo ante mit. Am 3. April 2013 verfügte sie wie angekündigt (act. IIA 77). 
Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 6. Mai 2013 Einsprache (act. IIA 91). Nachdem der Versicherte der Alli-
anz mit Unfallmeldung vom 4. Mai 2013 (act. IIA 92) melden liess, er sei 
am 16. Februar 2013 auf Eis ausgeglitten und habe sich dabei wiederum 
am linken Knie verletzt ("Schraube ausgerissen"), teilte die Allianz mit 
Schreiben vom 16. Mai 2013 (act. IIA 93) mit, sie werde das hängige 
Rechtsmittelverfahren auf die Frage ausdehnen, ob – und wenn ja, in wel-
chem Umfang – ein Anspruch auf Unfallversicherungsleistungen im Zu-
sammenhang mit dem neu gemeldeten Ereignis bestehe. Mit Einspra-
cheentscheid vom 6. März 2014 (act. IIA 103) wies die Allianz die gegen 
die Verfügung vom 3. April 2013 (act. IIA 77) erhobene Einsprache (act. IIA 
91) ab, wobei sie das Vorliegen sowohl eines Unfalls als auch einer un-
fallähnlichen Körperschädigung verneinte. Die Ausdehnung des Einspra-
cheverfahrens auf das Ereignis vom 16. Februar 2013 erachtete sie man-
gels Liquidität des diesbezüglichen Sachverhalts als nicht angezeigt. Die 
hiergegen erhobene Beschwerde (act. IIA 105) hiess das Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern mit Urteil vom 1. Juli 2014, UV/14/337, gut. Es hob 

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den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zu weiteren Ab-
klärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessendem Erlass eines 
neuen Einspracheentscheids an die Allianz zurück (act. IIA 107).

B.

In der Folge veranlasste die Allianz eine orthopädische Begutachtung in 
der Klinik C.________ (Gutachten vom 12. Juni 2015 [act. II 47]; Ergän-
zung vom 22. Oktober 2015 [act. II 49]). Mit Schreiben vom 2. Februar 
2016 (act. II 57) nahm Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie und 
Unfallchirurgie, auf Ersuchen der Allianz hin (act. IIA 137) Stellung zu die-
sem Gutachten. Nach erneuter Stellungnahme durch die Gutachter der 
Klinik C.________ (act. II 58) erliess die Allianz den Einspracheentscheid 
vom 9. November 2016 (act. IIA 154), womit sie die Einsprache vom 6. Mai 
2013 sowie – in Ausdehnung des Streitgegenstandes (act. IIA 93) – den 
Anspruch auf Versicherungsleistungen bezüglich des Ereignisses vom 
16. Februar 2013 abwies.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, wiederum vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 09.11.2016 
sowie die diesem zugrundeliegende Verfügung vom 03.04.2013 seien 
aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer seien auch über den 30.11.2012 hinaus für 
das Unfallereignis vom 02.04.2012 die vollumfänglichen UVG-
Leistungen zu gewähren.

3. Dem Beschwerdeführer seien für das Unfallereignis vom 16.02.2013 
die vollumfänglichen UVG-Leistungen zu gewähren.

4. Eventualiter sei die Sache zur Einholung eines erneuten externen or-
thopädischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2017 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

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Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 3. Februar 2017 Stellung zur 
Beschwerdeantwort.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde – soweit sie 
sich gegen den Einspracheentscheid vom 9. November 2016 (act. IIA 154) 
richtet – einzutreten. Ein Einspracheentscheid tritt an die Stelle der vorgän-
gig erlassenen Verfügung, und zwar auch soweit er diese bloss bestätigt. 
Anfechtungsgegenstand des nachfolgenden Beschwerdeverfahrens bildet 
mithin allein der Einspracheentscheid (BGE 119 V 347 E. 1b S. 350; RKUV 
1998 U 308 S. 454 E. 2a), weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht ein-
zutreten ist, als sie die Verfügung vom 3. April 2013 (act. IIA 77) betrifft.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 9. November 2016 
(act. IIA 154). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
Unfallversicherung. Die Verwaltung hat den Streitgegenstand mit Schreiben 
vom 16. Mai 2013 (act. IIA 93) ausgedehnt, was – entgegen der Auffas-
sung in der Beschwerde (S. 24 Ziff. 17) – zulässig war (vgl. BGE 130 V 138 

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E. 2.1 S. 140 betreffend Gerichtsverfahren). Nichts daran ändert, dass an 
der Ausdehnung im – vom Verwaltungsgericht aufgehobenen (act. IIA 107) 
– Einspracheentscheid vom 6. März 2014 nicht festgehalten wurde (act. IIA 
103 S. 4 Ziff. 1.3): Das Gericht hat allein den Einspracheentscheid aufge-
hoben und die Allianz angewiesen, einen neuen Einspracheentscheid zu 
erlassen (act. IIA 107 S. 11 E. 4.2), nicht aber neu zu verfügen. Damit war 
das Verfahren wieder in den Stand vor Erlass des ersten Einspracheent-
scheides zurückversetzt worden und die Ausdehnung hatte weiterhin Be-
stand.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 

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gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Zu 
den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts "conditio sine qua non" war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall 
nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risi-
ko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest 
werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wir-
kung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 E. 
4.2.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-

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cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-

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fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

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Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 Den medizinischen Akten ist – soweit entscheidwesentlich – das 
Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im Gutachten der Klinik C.________ vom 12. Juni 2015 (act. IIA 
47) finden sich die folgenden Diagnosen (S. 29 f.):

- Schmerzhaftes Kniegelenk links bei:
- St. n. MPFL-Rekonstruktion Kniegelenk links mittels Gracilissehne 

am 14.01.2011, aufgrund zweimaliger Patellaluxationen
- St. n. Kniegelenksdistorsion am 02.04.2012 mit

- Rezidivierender Patella-Instabilität links
- St. n. Varisationsosteotomie supracondylär links und Stabilisation mit-

tels medial angebrachter Tomofixplatte sowie
- Tuberositasosteotomie mit Medialisation und Distalisation und Fixa-

tion mittels 2.7 mm Zugschrauben bei
- Patella alta und rezidivierender Instabilität, Valgus-Morphologie 

Kniegelenk und genereller Hyperlaxizität 24.01.2013
- St. n. Revision Tuberositas Kniegelenk links bei Sekundärdislokation 

am 13.03.2013
- St. n. Metallentfernung Tuberositas tibiae am 07.10.2013
- St. n. Plattenentfernung Oberschenkel links am 01.12.2014.

Bezüglich des Kausalzusammenhangs der geklagten Beschwerden mit 
dem Unfall vom 2. April 2012 führten die Gutachter aus, der Versicherte 
habe bereits am 5. März 2010 einen ersten Unfall erlitten, was "im Prinzip 
den Stein ins Rollen" gebracht habe. Zwar habe eine gewisse Prädispositi-
on mit leichter Trochleadysplasie Grad I und Patella alta bestanden, ohne 
dieses Ereignis wäre es jedoch nicht zur Instabilitätsproblematik der Knie-
scheibe gekommen. Das Verdrehtrauma vom 2. April 2012 stelle "im Prin-
zip" ein ebenso wichtiges Ereignis dar. Ab hier hätten Schmerzen persis-
tiert. Der Versicherte habe sich so geäussert, dass nach der MPFL-Rekon-
struktion "im Prinzip" keine Schmerzen bestanden hätten. Zusammenfas-
send sei die Frage nach der Kausalität zu bejahen (S. 30 f. Ziff. 5.1). Es sei 

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weder ein Status quo sine noch ein Status quo ante erreicht. Vor dem Ers-
tereignis sei der Patient beschwerdefrei gewesen (S. 32 Ziff. 5.2.3).

Hinsichtlich des Ereignisses vom 16. Februar 2013 verneinten die Gutach-
ter einen natürlichen Kausalzusammenhang zu den geltend gemachten 
Beschwerden. Am 13. März 2013 sei die dritte Operation erfolgt, anlässlich 
welcher die Tuberositas aufgrund einer Sekundärdislokation habe revidiert 
werden müssen. "Im Prinzip" sei davon auszugehen, dass sich der Patient 
nach diesem Eingriff vollständig erholt habe (S. 32 Ziff. 6.1). Der Status quo 
sine in Bezug auf die Tuberositasosteotomie sei ca. drei Monate nach Re-
vision erreicht (S. 33 Ziff. 6.2.3).

In der Ergänzung vom 22. Oktober 2015 (act. II 49) führten die Gutachter 
aus, der Unfall vom 2. April 2012 habe zu keiner Strukturveränderung ge-
führt (S. 1 f. Ziff. 2). Anlässlich der Operation vom 24. Januar 2013 seien 
nicht direkt Folgen des Unfalls behandelt worden, sondern bereits vorbe-
stehende, eine Patella-Instabilität begünstigende Faktoren (S. 2 Ziff. 3).

3.1.2 Dr. med. D.________ hielt im Bericht vom 2. Februar 2016 (act. II 
57) fest, im Zeitpunkt des Ereignisses vom 2. April 2012 habe im linken 
Knie ein erheblicher Vorzustand vorgelegen. Der Versicherte sei auch nach 
dem Eingriff vom 14. Januar 2011 nie beschwerdefrei gewesen. Er habe 
vor dem Ereignis vom 2. April 2012 immer noch über Beschwerden geklagt. 
Hinweise für eine frische, relevante Verletzung hätten weder klinisch noch 
bildgebend festgestellt werden können. Somit könne davon ausgegangen 
werden, dass es sich beim Ereignis vom 2. April 2012 nicht um ein Trauma 
gehandelt habe, sondern um die weiterhin bestehenden Knieschmerzen, 
die sich je nach Belastung mehr oder weniger stark bemerkbar gemacht 
hätten. Es könne bei grosszügiger Auslegung ein banales Trauma im Sinne 
einer Kniedistorsion angenommen werden, das bei dem bekannten massi-
ven Vorzustand zu Beschwerden geführt habe, mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit aber zu keinen bleibenden Verletzungsfolgen. Folglich sei 
der Status quo sine spätestens nach sechs Monaten erreicht worden 
(S. 10).

Hinsichtlich des Ereignisses vom 16. Februar 2013 führte Dr. med. 
D.________ aus, die Dislokation der Tuberositas tibiae sei nicht darauf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 11

zurückzuführen. Wie auf den postoperativen Röntgenbildern vom 30. Janu-
ar 2013 zu sehen sei, sei es während des Eingriffes oder kurz danach zu 
einer Spaltung der Knochenschuppe gekommen. Die Dislokation sei dann 
nur noch eine Frage der Zeit gewesen, auch ohne ein Unfallereignis. Mög-
licherweise habe das Ereignis vom 16. Februar 2013 zur Dislokation beige-
tragen (S. 12 f. Ziff. 6.1).

3.1.3 In der Stellungnahme der Klinik C.________ vom 12. September 
2016 (act. II 58) hielten die Gutachter fest, die geltend gemachten Beein-
trächtigungen seien nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 
2. April 2012 zurückzuführen. Hauptauslösend sei das Trauma vom 5. März 
2010 gewesen. Weitere Traumata seien eher als begünstigend zur Chroni-
fizierung und schlechten Entwicklung zu werten (S. 2 Ziff. 1). Anlässlich der 
Operation vom 24. Januar 2013 seien nicht Folgen des Unfalls vom 2. April 
2012 behandelt worden. Zugrunde liegend sei das erste Ereignis gewesen 
(S. 2. Ziff. 2). Nach dem Unfall vom 5. März 2010 sei der Versicherte erfolg-
reich operiert worden. Mit dem Ereignis vom 2. April 2012 sei es zu einer 
deutlichen Schmerzexazerbation mit persistierenden Beschwerden ge-
kommen (S. 3 Mitte).

3.2 Zunächst ist über den formellen Beweiswert des Berichts des Dr. 
med. D.________ vom 2. Februar 2016 (act. II 57) zu befinden.

3.2.1 Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 8 Ziff. 6) ist dieser 
Bericht nicht "widerrechtlich" zustande gekommen, geschweige denn, dass 
er aus den Akten zu weisen wäre. Das Verwaltungsverfahren ist vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht, wobei die Verfahrensleitung der Verwal-
tung obliegt, d.h. diese hat die ihr jeweils als notwendig erscheinenden 
Schritte vorzunehmen (Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 117 V 282 E. 4a S. 282 
f.). Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 9 oben) ist dabei der 
Versicherte nicht um sein Einverständnis zu bitten, sondern es besteht eine 
Mitwirkungspflicht (vgl. BGE 125 V 193 E. 2 S. 195). Da hier begründete 
Zweifel an der Zuverlässigkeit des Gutachtens der Klinik C.________ vom 
12. Juni 2015 (act. II 47) bestanden (vgl. E. 3.3.1 und 3.4.2 hiernach), war 
die Beschwerdegegnerin nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, weitere 
Abklärungen zu tätigen; von einer "second opinion" (Beschwerde, S. 10 
Ziff. 7) kann deshalb keine Rede sein. Dass sie dies im Rahmen einer 

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Plausibilitätsprüfung machen wollte, ist unter keinem Titel zu beanstanden, 
insbesondere war nicht vorgängig das rechtliche Gehör zu gewähren, wie 
in der Beschwerde (S. 9 Mitte) angenommen wird, und es war entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 13) auch kein Eini-
gungsverfahren durchzuführen, da dies allein bei (formellen) Gutachten 
notwendig ist.

3.2.2 Anders als in der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 
3. Februar 2017 (S. 2) letztlich angenommen, ist dem Bericht von Dr. med. 
D.________ auch nicht etwa deshalb der Beweiswert zu versagen, weil es 
entweder ein Gutachten sei, das nicht im dafür vorgesehenen Verfahren in 
Auftrag gegeben worden sei, oder aber allein eine Plausibilitätsprüfung des 
Gutachtens der Schulthess Klink beinhalte und deshalb nicht beweistaug-
lich sei. Denn nach ständiger Rechtsprechung ist für den Beweiswert 
grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten ausschlaggebend, sondern dessen Inhalt (vgl. E. 2.4 
hiervor). Da der Bericht des Dr. med. D.________ hier nicht im Verfahren 
gemäss Art. 44 ATSG eingeholt worden ist (was entgegen der Auffassung 
in der Beschwerde [S. 11 ff. Ziff. 8] nicht notwendig war), kommt ihm nicht 
formelle Gutachtenqualität zu, sondern es handelt sich um einen gewöhnli-
chen Arztbericht. Aufgrund der Aussage in der Beschwerdeantwort (S. 4 ad 
6) ist zudem davon auszugehen, dass Dr. med. D.________ hier als Medi-
ziner der Beschwerdegegnerin resp. als versicherungsinterner Arzt gehan-
delt hat, weshalb allein geringe Zweifel an seiner Auffassung genügen, 
damit nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden kann (vgl. E. 2.4 
hiervor).

3.2.3 Nicht gegen den Beweiswert des Berichts des Dr. med. 
D.________ spricht schliesslich, dass es sich um einen reinen Aktenbericht 
handelt, denn eine Untersuchung war hier nicht notwendig und es waren 
die Voraussetzungen für eine Einschätzung aufgrund der Akten erfüllt (vgl. 
RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.2.4 Schliesslich konnte die Verwaltung den Bericht nicht anders als im 
Einspracheverfahren einholen, da das Verwaltungsgericht den Einspra-
cheentscheid vom 6. März 2014 (act. IIA 103) aufgehoben und die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 13

schwerdegegnerin verpflichtet hatte, Abklärungen durchzuführen und einen 
neuen Entscheid zu erlassen (act. IIA 107 S. 11 E. 4.2). Die Rüge, dass 
Abklärungen nicht im Einspracheverfahren durchzuführen seien (Be-
schwerde, S. 10), zielt deshalb ins Leere; dies abgesehen davon, dass es 
der Verwaltung verwehrt ist, einen Einspracheentscheid aufzuheben und 
die Sache an sich selber zur weiteren Abklärung zurückzuweisen (BGE 131 
V 407 E. 2.2.2 S. 413 f.).

3.2.5 Nach dem Gesagten kann bei der Würdigung des Sachverhalts 
der Bericht des Dr. med. D.________ vom 2. Februar 2016 (act. II 57) 
berücksichtigt werden. Ob er inhaltlich überzeugt oder nicht, ist Teil der 
materiellen Beurteilung (vgl. dazu E. 3.3 f. hiernach).

3.3 Zunächst ist zu prüfen, ob – und gegebenenfalls welche – Be-
schwerden auf den Unfall vom 2. April 2012 (act. IIA 59.1 und 63) zurück-
zuführen sind.

3.3.1 Anders als in der Beschwerde (S. 6) vorgebracht, beantworten das 
Gutachten der Klinik C.________ vom 12. Juni 2015 (act. II 47) sowie die 
Ergänzungen vom 22. Oktober 2015 (act. II 49) und vom 12. September 
2016 (act. II 58) die hier relevante Frage nach dem Kausalzusammenhang 
zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall nicht.

3.3.1.1 So ist nicht klar, ob Ursache der geklagten Beschwerden der hier 
zu beurteilende Unfall vom 2. April 2012 (act. IIA 59.1 und 63) oder das 
Ereignis vom 5. März 2010 (act. II 1) ist oder ob beide Sachumstände con-
ditiones sine qua non sind. Sofern eine Kausalität bejaht wird, ist sie nicht 
begründet (act. II 47 S. 30 f. Ziff. 5.1). Die Unklarheit wird dadurch ver-
stärkt, dass in Ziff. 5.2 des Gutachtens (act. II 47 S. 31) weiter geschrieben 
wird, nach dem Erstereignis von 2010 sei der Versicherte "erfolgreich ope-
riert" worden und das Zweitereignis habe zu einem "persistierenden 
Schmerzzustand" geführt; daraus ist jedoch nicht nachvollziehbar, ob ein – 
und wenn ja welches – Ereignis Ursache der Beschwerden ist.

3.3.1.2 In der Ergänzung vom 22. Oktober 2015 (act. II 49) führen die Ärz-
te der Klinik C.________ aus, es fänden sich nach dem Unfall von April 
2012 keine unfallkausalen Strukturveränderungen, aber prädisponierende 
Faktoren (act. II 49 S. 2 Ziff. 2). Dies würde bedeuten, dass dem Ereignis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 14

gar keine Bedeutung zukommt, sondern die Beschwerden allein auf einer 
konstitutionellen Prädisposition beruhen. Diese Auffassung wird dadurch 
bestätigt, dass die Gutachter weiter ausführen, nach dem Unfall von 2012 
sei es zu einer Retraumatisierung des bereits 2010 geschädigten Kniege-
lenks gekommen, jedoch ohne klar messbare oder sichtbare strukturelle 
Veränderungen, so dass mit der Operation vom 24. Januar 2013 nicht di-
rekt Folgen des Unfalles von April 2012 behandelt worden seien, sondern 
bereits vorbestehende, eine Patellainstabilität begünstigende Faktoren (act. 
II 49 S. 2 Ziff. 3). Ebenso schreiben die Experten in der Ergänzung vom 12. 
September 2016, dass auslösendes Ereignis dasjenige von 2010 gewesen 
sei, nicht dasjenige vom 2. April 2012 (act. II 58 S. 2 lit. a und Ziff. 1). Im 
Gegenzug führen sie im gleichen Schreiben jedoch aus, mit dem Ereignis 
von April 2012 sei es zu einer deutlichen Schmerzexazerbation mit persis-
tierenden Beschwerden gekommen (act. II 58 S. 3 Mitte), was für das Be-
stehen eines Kausalzusammenhangs spricht, wenn auch allein auf Grund-
lage des nicht zulässigen Grundsatzes "post hoc ergo propter hoc" (BGE 
119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Gegen die 
Annahme einer natürlichen Kausalität steht allerdings die Aussage im Be-
richt des Spitals E.________ vom 24. April 2012 über die ambulante Be-
handlung vom 2./3. April 2012, wonach seit zwei Tagen Knieschmerzen 
bestünden, aber erst vor einem Tag ein Misstritt erfolgt sei (act. II 30), was 
einen Kausalzusammenhang logisch zwingend ausschliesst. Schliesslich 
führen die Experten aus, aus heutiger Warte könne nicht mehr konklusiv 
beurteilt werden, inwiefern die Beschwerdeproblematik vor und nach der 
Distorsion von April 2012 zu werten sei (act. II 58 S. 3 f.), d.h. sie geben 
gar keine Kausalitätsbeurteilung ab.

3.3.2 Zu würdigen bleibt der Bericht des Dr. med. D.________ vom 
2. Februar 2016 (act. II 57). Der Arzt geht davon aus, dass im April 2012 
kein Trauma stattgefunden habe, weil der Versicherte bereits einen Tag 
vorher über Schmerzen im Knie geklagt hatte; allenfalls könne ein banales 
Trauma im Sinne einer Kniedistorsion angenommen werden, das im Zu-
sammenhang mit dem Vorzustand zu Beschwerden, nicht jedoch zu blei-
benden Verletzungsfolgen geführt habe, da solche nicht hätten festgestellt 
werden können (act. II 57 S. 10). Diese Einschätzung deckt sich mit dem 
Bericht des Spitals E.________ vom 24. April 2012, wonach seit zwei Ta-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 15

gen Knieschmerzen bestünden, aber erst vor einem Tag ein Misstritt erfolgt 
sei (act. II 30), und überzeugt; insbesondere ist keine richtunggebende 
Verschlimmerung nachgewiesen. In der Folge ist auch der von Dr. med. 
D.________ spätestens nach sechs Monaten erreichte Status quo sine 
(act. II 57 S. 10 und 14 Ziff. 7.3) ohne weiteres einleuchtend (vgl. dagegen 
die Beschwerde [S. 19 Ziff. 12]) und sicher nicht zu Ungunsten des Be-
schwerdeführers ausgefallen. Es bestehen keine – auch nicht nur geringe 
(vgl. E. 3.2.2 hiervor) – Zweifel an der Einschätzung des Arztes. Es ist im 
Übrigen darauf hinzuweisen, dass sich der medizinische Begriff des Trau-
mas nicht mit dem rechtlichen Begriff des Unfalls deckt, weshalb nicht 
massgebend ist, dass das Verwaltungsgericht dem Ereignis von April 2012 
Unfallcharakter beigemessen hat (act. IIA 107 S. 9 Mitte); der Unfallbegriff 
als solcher sagt denn auch nichts über die Unfallfolgen aus. Anders als in 
der Beschwerde (S. 14 Ziff. 9) angenommen, kann auf jeden medizinischen 
Bericht abgestellt werden, insbesondere kann ein überzeugender Bericht 
anstelle eines nicht überzeugenden Gutachtens Grundlage des Entschei-
des über den Anspruch sein. Formelle Beweisregeln – wie z.B. dass ein 
Bericht allein ein Gutachten in Zweifel zu ziehen vermöge – existieren im 
schweizerischen Sozialversicherungsrecht nicht.

3.3.3 In der Folge sind keine Folgen des Unfalles vom 2. April 2012 
(act. IIA 59.1 und 63) erstellt. Eine rückwirkende Einstellung ist zulässig 
(BGE 133 V 57) und die Einstellung per Ende November 2012 (act. IIA 154 
S. 15) damit nicht zu beanstanden.

3.4 Weiter ist zu prüfen, ob – und gegebenenfalls welche – Beschwer-
den auf das Ereignis vom 16. Februar 2013 (act. IIA 92 und 99.1) zurückzu-
führen sind.

3.4.1 Zunächst ist festzustellen, dass sich die Verwaltung nicht darüber 
geäussert hat, ob hier ein Unfall resp. eine unfallähnliche Körperschädi-
gung vorliegt oder nicht.

3.4.2 Auch hier vermag die Auffassung der Gutachter der Klinik 
C.________ (act. II 47, 49 und 58) nicht zu überzeugen, denn es wird im 
Gutachten nicht begründet, weshalb das Ereignis vom 16. Februar 2013 
(act. IIA 92 und 99.1) nicht Ursache der Beschwerden ist. Die Gutachter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 16

führen allein aus, es sei "Im Prinzip ... davon auszugehen", der Versicherte 
habe sich nach der Operation von März 2013 vollständig erholt (act. II 47 S. 
32 Ziff. 6.1).

3.4.3

3.4.3.1 Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag die Auffassung des Dr. 
med. D.________, wonach die Dislokation der Tuberositas nicht durch eine 
Überlastung verursacht worden sei, sondern eine Komplikation resp. einen 
technischen Fehler darstelle (act. II 57 S. 11). Einerseits geht der Arzt da-
von aus, die Fixation der Tuberositas sei "üblicherweise" stabil genug, um 
gelegentliche Vollbelastungen zu überstehen (act. II 57 S. 11), ohne auf die 
speziellen Umstände des vorliegenden Falles einzugehen, insbesondere 
auf die geltend gemachten Umstände (act. IIA 99.1). Der Arzt führt zudem 
aus, der Eintritt der Dislokation sei nur noch eine Frage der Zeit gewesen, 
auch ohne Unfallereignis (act. II 57 S. 13 oben). Eine derartige Reserveur-
sache ist jedoch unbeachtlich, entscheidend ist allein, ob das Ereignis vom 
16. Februar 2013 zur Dislokation geführt hat oder nicht, unabhängig davon, 
was später hätte passieren können. Warum dieses Ereignis nur möglicher-
weise zur Dislokation beigetragen hat (act. II 57 S. 13 oben), erläutert Dr. 
med. D.________ denn auch nicht.

3.4.3.2 Weiter führt Dr. med. D.________ aus, in der Knochenschuppe sei 
eine deutliche Fissur sichtbar (act. II 57 S. 11 Mitte), während die Gutachter 
der Klinik C.________ schreiben, eine solche sei zu erahnen (act. II 47 S. 
28 oben). Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 25) ist insoweit 
nicht vorneweg auf die Einschätzung der Gutachter abzustellen, sondern 
es ist für den medizinischen Laien unklar, welche der beiden Auffassungen 
zutrifft.

3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass hinsichtlich des Unfalls 
vom 2. April 2012 keine Unfallfolgen mehr vorliegen und die Beschwerde 
insoweit abzuweisen ist. Bezüglich des Ereignisses vom 16. Februar 2013 
hat die Beschwerdegegnerin dagegen zunächst über den Charakter des 
Ereignisses als Unfall resp. unfallähnliche Körperschädigung zu befinden 
und gegebenenfalls den natürlichen Kausalzusammenhang durch ein ex-
ternes Gutachten abzuklären, wobei eine Aktenbeurteilung ausreichend ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 17

Insoweit ist der Einspracheentscheid vom 9. November 2016 (act. IIA 154) 
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Der Beschwerdeführer drang mit seinem Eventualantrag auf Rückweisung 
der Sache an die Verwaltung hinsichtlich des Ereignisses vom 16. Februar 
2013 durch, unterlag hingegen mit seinem Antrag auf Weiterausrichtung 
der UVG-Leistungen bezüglich des Ereignisses vom 2. April 2012. Insofern 
ist von einem hälftigen Obsiegen auszugehen. Mit Kostennote vom 3. Fe-
bruar 2017 macht Rechtsanwalt B.________ einen Aufwand von 9.34 
Stunden à Fr. 250.-- bzw. Fr. 2'335.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 63.40 und 
Mehrwertsteuer von 8 % im Betrag von Fr. 191.85, total Fr. 2'590.25, gel-
tend, was nicht zu beanstanden ist. Entsprechend dem hälftigen Obsiegen 
hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädi-
gung von Fr. 1'295.15 (inkl. Auslagen und MWSt.) zu bezahlen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2017, UV/16/1219, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheent-
scheid der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG vom 9. No-
vember 2016 aufgehoben, soweit er sich auf das Ereignis vom 16. Fe-
bruar 2013 bezieht, und die Sache in diesem Umfang an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägun-
gen vorgehe. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit 
darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer einen Teil der 
Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'295.15 (inkl. Auslagen und 
MWSt.), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
-  Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (samt Eingabe des 

Beschwerdeführers vom 3. Februar 2017)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.