# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74bd752e-9528-5b71-b15e-e64fd3751953
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.11.2010 A-7365/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-7365-2009_2010-11-09.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-7365/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 
Richterin Marianne Ryter Sauvant, Richter André Moser, 
Gerichtsschreiber Johannes Streif.

A._______,
B._______,
C._______,
D._______,
E._______,
F._______,
G._______,
alle vertreten durch H._______,
Beschwerdeführende,

gegen

Axpo AG, Parkstrasse 23, 5400 Baden,
Beschwerdegegnerin,

und

Bundesamt für Energie BFE,
Sektion Elektrizitäts- und Wasserrecht, Postfach, 
3003 Bern,
Vorinstanz,

Plangenehmigung (110 kV-Leitungen Altgass/Horgen-
Obfelden, Leitungsverlegung Abschnitt Mast 35 – 60).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

A-7365/2009

Sachverhalt:

A.
Die Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK) reichte dem Eidge-
nössischen Starkstrominspektorat (ESTI) am 22. April 2008 das Plan-
genehmigungsgesuch für den Umbau einschliesslich der Verlegung ei-
ner  Teilstrecke  der  bestehenden  50 kV-Leitung  von  Altgass  bzw. 
Horgen bis  Obfelden ein. Zur  Begründung brachte  die  NOK vor, sie 
müsse  das  bestehende  50 kV-Netz  sukzessive  für  den  Betrieb  mit 
110 kV umbauen, um dem steigenden Energiebedarf Rechnung tragen 
zu können. Gegenstand der Planvorlage war der Umbau der bestehen-
den, 2,9 Kilometer langen Leitung von der Kantonsgrenze Zug/Zürich 
(Mast Nr. 19) bis zu Mast Nr. 35 in Knonau für eine Spannungserhö-
hung von 50 kV auf 110 kV. Die NOK beabsichtigte sodann, die beste-
hende  Leitung  zwischen  Mast  Nr. 35  und  Mast  Nr. 60  in  Obfelden 
durch eine neue, rund 4 Kilometer lange 110 kV-Betonmastleitung zu 
ersetzen und die neue Leitung entlang der Nationalstrasse N4 zu füh-
ren sowie die bestehende 50 kV-Leitung zwischen den Masten Nr. 35 
bis  60  abzubrechen.  Während  in  den  Gemeinden  Knonau  und  Ob-
felden die  ursprüngliche  Leitungsführung  praktisch beibehalten wird, 
weicht das neue Leitungstrassee in der Gemeinde Mettmenstetten um 
höchstens 300 Meter vom ursprünglichen ab und verläuft um diese Di-
stanz näher dem Siedlungsgebiet entlang.

B.
Im  Rahmen  der  öffentlichen  Auflage  haben  am  20. Juni  2008  u.a. 
A._______, B._______, C._______, E._______,  F._______, 
G._______, und D._______ beim ESTI Einsprache gegen das Projekt 
erhoben.  Sie  sprachen  sich  in  erster  Linie  gegen  die  geplante 
Leitungsführung  im  Nahbereich  des  Siedlungsgebiets  an  der  Ma-
schwanderstrasse  aus  und  beantragten,  die  Linienführung  der 
bestehenden  Leitung  (Masten  Nr. 36  bis  58)  sei  zu  belassen.  Die 
Leitung  zwischen  den  Masten  Nr. 36  bis  52  nicht  zu  verlegen, 
verlangte auch die Rechtsvertreterin der im Einspracheverfahren noch 
beteiligten I._______, in ihrer Einsprache vom 7. Juli 2008.

Die NOK reagierte auf die Einsprachen mit der Erarbeitung einer Pro-
jektvariante, bei welcher die Leitung zwischen den Masten Nr. 36 bis 
41  im  bisherigen  Trassee  belassen  und  von  dort  in  Richtung  Mast 
Nr. 43 des Auflageprojekts geführt worden wäre (sog. Variante 'blau'). 
Diese  alternative  Leitungsführung  weicht  vom  Auflageprojekt  um 

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maximal  250  Meter  ab  und  passiert  das  Siedlungsgebiet  der 
Gemeinde Mettmenstetten in entsprechend grösserem Abstand.

Dem ESTI gingen auf Aufforderung hin zwischen Mai und August 2008 
Stellungnahmen zum Plangenehmigungsdossier  des Bundesamts für 
Umwelt  (BAFU),  des  Bundesamts  für  Verkehr,  des  Bundesamts  für 
Strassen,  des  Eidgenössischen  Rohrleitungsinspektorats  und  des 
Amts für Abfall, Energie und Luft des Kantons Zürich (AWEL) zu. Das 
ebenfalls  zur  Stellungnahme aufgeforderte  Bundesamt  für  Raument-
wicklung (ARE) äusserte sich nicht.

Am 25. November 2008 führte das ESTI mit den genannten Einspre-
chenden und der NOK eine Einspracheverhandlung durch, an welcher 
die NOK kundtat, dass sie das für die alternative Linienführung erfor-
derliche Überleitungsrecht nicht habe freihändig erwerben können und 
daher diese Linienführung nicht weiter verfolge. Da keine Einigung er-
zielt werden konnte, überwies das ESTI das Verfahren in Anwendung 
von Art. 16 Abs. 2 Bst. b des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1902 be-
treffend die elektrischen Schwach-  und Starkstromanlagen (Elektrizi-
tätsgesetz, EleG; SR 734.0) an das Bundesamt für Energie (BFE) zur 
Erledigung.

C.
Das BFE führte am 6. Juli 2009 mit den Einsprechenden und der NOK 
eine  weitere  Einspracheverhandlung  durch,  an  welcher  die  Einspre-
chenden  die  öffentliche  Auflage  der  Variante  'blau'  verlangten.  Die 
NOK  verwies  erneut  auf  die  fehlende  Zustimmung  der  betroffenen 
Grundstückeigentümer, erklärte sich zur öffentlichen Auflage nicht be-
reit  und hielt  entsprechend  am Auflageprojekt  fest. Die  Verhandlung 
führte nicht zu einer Einigung und das BFE genehmigte in der Folge 
mit  Entscheid  vom  27. Oktober  2009  die  Planvorlage  der  seit 
21. September 2009 unter Axpo AG firmierenden NOK.

D.
Mit  Eingabe vom 25. November 2009 führen  A._______, B._______, 
C._______, E._______,  F._______,  G._______, und  D._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführende)  gegen  den  Plange-
nehmigungsentscheid  des  BFE (nachfolgend: Vorinstanz)  beim Bun-
desverwaltungsgericht Beschwerde. Sie beantragen, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben. Die Voraussetzungen für eine Plangeneh-
migung  fehlten  von Vornherein,  zumal  das  sich  erheblich  auf  Raum 

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und Umwelt auswirkende Vorhaben hätte im  Sachplan Übertragungs-
leitungen (nachfolgend: SÜL) vom 12. April  2001 aufgenommen wer-
den müssen. 

Die  weiteren  Rügen  der  Beschwerdeführenden  betreffen  die  Tras-
seeführung der geplanten Leitung zwischen den Masten Nr. 35 und 48. 
Vorab machen die  Beschwerdeführenden geltend,  der  Richtplan des 
Kantons Zürich sehe weder eine neue 110 kV-Leitung noch eine Ver-
schiebung des Trassees vor. Sie bringen weiter vor, im Rahmen einer 
Interessenabwägung seien sämtliche öffentlichen und privaten Interes-
sen gegeneinander abzuwägen, wobei dem Prinzip der Bündelung von 
Infrastrukturanlagen keine vorrangige Bedeutung zukomme und insbe-
sondere dem Landschaftsschutz nachgehe. Die Beschwerdeführenden 
verlangen daher, die Leitung sei zwischen den Masten Nr. 35 und 58 
nicht  neu  zu verlegen,  sondern  –  im Sinn  der  erarbeiteten  Variante 
'blau' – auf dem alten Trassee beizubehalten. Eventualiter sei die Lei-
tung an kritischen Stellen, namentlich im Bereich der Autobahnüber-
deckung, zu verkabeln.

E.
Mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2010 beantragt die Beschwer-
degegnerin,  die  Beschwerde  sei  vollumfänglich  abzuweisen,  soweit 
darauf einzutreten sei.

F.
Die Vorinstanz stellt mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2010 densel-
ben Antrag.

G.
Die Beschwerdeführenden halten in  ihrer  Replik  vom 26. März  2010 
vollumfänglich an ihrer Beschwerde fest.

H.
Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin hin nahmen das BAFU und 
das ARE mit Fachberichten vom 2. Juni 2010 zu den in der Beschwer-
de vorgebrachten Rügen Stellung. Das BAFU gab am 15. Juni 2010 ei-
nen  Auszug  (Nr. 101  betreffend  die  'Drumlinlandschaft  Mettmenstet-
ten-Uttenberg'  [nachfolgend:  'Drumlinlandschaft'])  aus  dem  Inventar 
der Natur- und Landschaftsschutzobjekte von überkommunaler (kanto-
naler/regionaler)  Bedeutung  des  Kantons  Zürich,  datierend  vom 
Dezember  1979,  sowie  das  'Landschaftskonzept  Schweiz'  (nachfol-

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gend: LKS) des damaligen Bundesamts für Umwelt,  Wald und Land-
schaft (BUWAL) aus dem Jahr 1999 zu den Akten.

I.
Die  Beschwerdegegnerin  äussert  sich  mit  Duplik  vom  5. Juli  2010, 
während die Vorinstanz mit  Eingabe vom 6. Juli  2010 auf  den ange-
fochtenen Entscheid verweist.

J.
Eine  Vertretung  des  Bundesverwaltungsgerichts  führte  am  14. Juli 
2010 mit  den Beschwerdeführenden, der Beschwerdegegnerin sowie 
Vertretern des BAFU und des ARE einen Augenschein durch, zu des-
sen  Protokoll  die  Beschwerdegegnerin,  die  Vorinstanz  und  die  Be-
schwerdeführenden im Rahmen der Schlussbemerkungen mit  Einga-
ben  vom 27. August  bzw. 30. August  sowie  1. September  2010  ihre 
Anmerkungen vorbrachten. Das ARE äusserte sich mit Schreiben vom 
24. August 2010 aus raumplanungsrechtlicher Sicht zur geplanten Lei-
tungsführung.

K.
Auf  die  einzelnen  Sachverhaltselemente  und  Parteivorbringen  wird, 
soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich gegen eine Plangenehmigungsverfügung 
des BFE betreffend die 110 kV-Leitungen Altgass/Horgen – Obfelden. 
Gemäss  Art.  31  des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021),  sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 
vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten 
Behörden. Dazu gehören die Verfügungen des BFE in Plangenehmi-
gungsverfahren nach Art. 16h Abs. 2 EleG. Das Bundesverwaltungs-
gericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zustän-
dig. Das Verfahren  vor  dem Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  – 
soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG) – nach dem 
VwVG.

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2.
Zur  Erhebung der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  ist 
nach Art. 48  VwVG berechtigt,  wer  vor  der  Vorinstanz am Verfahren 
teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat 
(Bst. a),  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist 
(Bst. b)  und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (Bst. c).

2.1 Die Beschwerdeführenden haben als Einsprecher am vorinstanzli -
chen Verfahren teilgenommen, womit die Voraussetzung nach Art. 48 
Bst. a  VwVG für  die  Legitimation zur  Beschwerdeerhebung gegeben 
ist.

2.2 Weiter sind ein besonderes Berührtsein durch das Projekt und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung erfor-
derlich. Als schutzwürdig gelten dabei rechtliche, aber auch bloss tat-
sächliche Interessen. Diese Interessen brauchen mit  dem Interesse, 
das durch die von den Beschwerdeführenden als verletzt bezeichneten 
Normen  geschützt  wird,  nicht  übereinzustimmen.  Wer  Beschwerde 
führt, muss aber jedenfalls stärker als die Allgemeinheit betroffen sein 
und  in  einer  besonderen,  beachtenswerten,  nahen  Beziehung  zum 
Streitgegenstand stehen. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn 
die  tatsächliche  oder  rechtliche  Situation  der  Beschwerdeführenden 
durch  den  Ausgang  des  Verfahrens  beeinflusst  werden  kann. Diese 
Anforderungen  sollen  die  Popularbeschwerde  ausschliessen.  Ihnen 
kommt deshalb eine ganz besondere Bedeutung zu,  wenn nicht  der 
Verfügungsadressat im materiellen Sinn, sondern Dritte den Entscheid 
anfechten. Ist  auch in  einem solchen Fall  ein unmittelbares Berührt -
sein,  eine  spezifische  Beziehungsnähe  gegeben,  so  haben  die  Be-
schwerdeführenden  ein  ausreichendes  Rechtsschutzinteresse  daran, 
dass der angefochtene Entscheid aufgehoben oder geändert wird. Die-
ses Interesse besteht im praktischen Nutzen, den die erfolgreiche Be-
schwerde den  Beschwerdeführenden eintragen  würde,  das  heisst  in 
der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nachteils, den der an-
gefochtene Entscheid für sie zur Folge hätte (BGE 135 II 172 E. 2.1, 
BGE 131 II 587 E. 2.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-954 
vom  1. Juli  2010  E. 2.2  und  A-1182/2009  vom  8. Oktober  2009 
E. 1.3.1; vgl. auch ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Pro-
zessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel  2008, Rz. 2.67 
und ISABELLE HÄNER, in: Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), Kommentar zum 

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Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG),  Zürich  2008, 
Rz. 14 zu Art. 48).

Diese Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei Bauprojek-
ten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein (BGE 120 Ib 59 
E. 1c; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5466/2008 vom 3. Juni 
2009 E. 1.2). Weiter ist bei der Beurteilung der Parteirechte bzw. der 
Beschwerdelegitimation Dritter bei Bauprojekten nach der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts eine besondere Betroffenheit  zu bejahen, 
wenn vom Betrieb der projektierten Anlage mit Sicherheit oder grosser 
Wahrscheinlichkeit Immissionen – seien es Lärm-, Staub-, Erschütte-
rungs-,  Licht-  oder  andere  Einwirkungen  –  ausgehen,  die  auf  den 
Grundstücken der Beschwerdeführenden aufgrund ihrer Art und Inten-
sität  deutlich  wahrnehmbar  sind.  Eine  besondere  Betroffenheit  ist 
ebenfalls dann zu bejahen, wenn ein besonderer Gefahrenherd mit er-
höhten Risiken für die Anwohner geschaffen wird und die Beschwerde-
führenden  auf  Grund  der  räumlichen  Nähe  speziell  stark  exponiert 
sind  (vgl.  Urteile  des  Bundesgerichts  1E.10/2006  vom  6. Juli  2006 
E. 1.4, 1A.148/2005 vom 20. Dezember 2005 E. 3.3, BGE 120 Ib 379 
E. 4c, BGE 120 Ib 431 E. 1 sowie im Weiteren BGE 113 Ib 225 E. 1c 
und BGE 112 Ib 154 E. 3).

2.3 Die Beschwerdeführenden sind unbestrittenermassen Eigentümer 
von  Liegenschaften  oder  unüberbauten  Parzellen,  die  sich  in  einer 
Entfernung von rund 70 Metern (vgl. E. 9.5.6) und damit in unmittelba-
rer Nähe der geplanten Hochspannungsleitung befinden. Mit Blick auf 
die zitierte Rechtsprechung (vgl. E. 2.2) sind sie stärker als jedermann 
von den mit der geplanten Hochspannungsleitung einhergehenden Be-
einträchtigungen betroffen und verfügen demzufolge über die erforder-
liche Beziehungsnähe zur Streitsache (vgl. Urteil  des Bundesverwal-
tungsgerichts  A-6820/2009 vom 23. März 2010 E. 2  mit  Hinweisen). 
Folglich sind sie zur Beschwerdeerhebung legitimiert.

Vorliegend bildet die geplante Hochspannungsleitung von Mast Nr. 36 
bis Mast Nr. 48 den Streitgegenstand. Die Beschwerdeführenden kön-
nen  somit  im  Rahmen  ihres  besonderen  Berührtseins  und  ihrem 
schutzwürdigen Interesse all  jene Rügen vorbringen, die  sich gegen 
die geplante Leitung in diesem Bereich richten.

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3.
Auf  die  form-  und  fristgerecht  (Art. 50  und  52  Abs. 1  VwVG)  einge-
reichte Beschwerde ist daher einzutreten.

4.
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-
schränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von 
Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
messens,  oder  die  unrichtige  bzw.  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts, sondern auch die Unangemessenheit 
des angefochtenen Entscheids (Art. 49 VwVG). Bei der Angemessen-
heitskontrolle hat sich das Bundesverwaltungsgericht inbesondere bei 
technischen Fragen jedoch eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen 
(vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.149 ff.)

5.
Das Erstellen oder Ändern einer Starkstromanlage bedarf einer Plan-
genehmigung (Art. 16 EleG). Gemäss der gestützt auf Art. 3 EleG er-
lassenen  Starkstromverordnung  vom 30. März  1994  (SR 734.2)  sind 
bei Planung, Erstellung, Betrieb und Instandhaltung von Starkstroman-
lagen  die  massgeblichen  Vorschriften  über  den  Natur-  und  Heimat-
schutz sowie den Landschafts-, Umwelt- und Gewässerschutz zu be-
achten  (Art. 7  Abs. 1  Starkstromverordnung). Insbesondere  stellt  die 
Erteilung von Konzessionen und Bewilligungen inklusive die Genehmi-
gung von Plänen für Werke und Anlagen zur Beförderung von Energie 
eine Bundesaufgabe gemäss Art. 2  Bst. b  des Bundesgesetzes vom 
1. Juli  1966  über  den  Natur-  und  Heimatschutz  (NHG,  SR 451)  dar 
(vgl. auch Art. 78 Abs. 2  der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101). Bei der Erfüllung 
einer  solchen  Bundesaufgabe  haben  die  Behörden  und  Amtsstellen 
des  Bundes  sowie  seiner  Anstalten  und  Betriebe  dafür  zu  sorgen, 
dass das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten 
sowie Natur-  und Kulturdenkmäler geschont und,  wo das allgemeine 
Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert  erhalten bleiben. Diese 
Pflicht gilt nach Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 NHG unabhängig davon, ob 
der Eingriff in ein Objekt von nationaler, regionaler oder lokaler Bedeu-
tung  vorgenommen  wird  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-954/2009 vom 1. Juli 2010 E. 12).

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6.
6.1 Die  bestehende  Leitung  verbindet  das  Unterwerk  Obfelden  mit 
dem Unterwerk Altgass und wurde in der südlich von Mettmenstetten 
liegenden Gemeinde Knonau bereits auf 110 kV ausgebaut. Das Teil-
stück zwischen den Masten Nr. 35 und 60 wird als zweistrangige Lei-
tung (50 kV) geführt. Diese entfernt sich von der Nationalstrasse bei 
Mast  Nr. 35 und tritt  nach Mast  Nr. 36 in  die  Drumlinlandschaft  ein. 
Drumlins sind vom Reussgletscher in der letzten Eiszeit geschaffene, 
ellipsenförmige oder  runde Hügel. Die  Drumlinlandschaft  wird  im In-
ventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte von überkommunaler 
(kantonaler/regionaler)  Bedeutung  des  Kantons  Zürich  als  "wohl  die 
schönste [...] des Knonauer Amts" bezeichnet. Die bestehende Leitung 
schneidet diese Drumlinlandschaft, passiert Mettmenstetten auf westli-
cher Seite im Abstand von rund 400 Metern entlang eines Waldrands 
und  kehrt,  die  Drumlin-Landschaftskammer  zwischen  den  Masten 
Nr. 51  und  52  wiederum verlassend,  bei  Mast  Nr. 56  zum National-
strassentrassee zurück.

6.2 Das von der Vorinstanz genehmigte Projekt sieht den Ausbau der 
bestehenden Leitung auf eine erhöhte Spannung von 110 kV auf der 
Teilstrecke zwischen Mast 35 und Mast 60 vor. Auf dieser Strecke soll 
die bestehende Leitung abgebrochen und durch ein neues Leitungs-
trassee –  unmittelbar  entlang der  Nationalstrasse N4 (inkl. Überde-
ckung 'Rüteli')  geführt  – ersetzt werden. Die Überdeckung 'Rüteli'  ist 
ein Tunnel mit Aufschüttung über der Nationalstrasse im Bereich des 
Ortseingangs  Mettmenstetten.  Das  umstrittene  Projekt  umfasst  19 
neue  Betonmasten  von  durchschnittlich  28  bis  35  Metern  Höhe. 
Östlich an die Nationalstrasse und an die geplante Linienführung der 
110 kV-Leitung grenzt die Drumlinlandschaft.

7.
Die Beschwerdeführenden bringen vor, Plangenehmigungen für Vorha-
ben, die erhebliche Auswirkungen auf Raum und Umwelt haben, setz-
ten grundsätzlich einen Sachplan nach raumplanungsrechtlichen Krite-
rien voraus. Gemäss Art. 16 Abs. 5 EleG sei ein Eintrag im SÜL Vor-
aussetzung,  wenn  die  Plangenehmigung  für  ein  Vorhaben  verlangt 
werde, das sich – wie vorliegend – erheblich auf Raum und Umwelt 
auswirke. Mangels eines solchen Eintrags für das vorliegende Projekt,  
würden  daher  die  Voraussetzungen  für  eine  Plangenehmigung  zum 
Vornherein  fehlen. Zu  prüfen  ist  daher  an  erster  Stelle,  ob  die  Ein-
stellung des Projekts im SÜL erforderlich ist.

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7.1 Gemäss  Wortlaut  von  Art. 16 Abs. 5  EleG  in  allen  sprachlichen 
Fassungen  setzt  die  Plangenehmigung  für  Vorhaben,  die  sich  er-
heblich auf  Raum und Umwelt  auswirken,  grundsätzlich einen Sach-
plan nach dem Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumpla-
nung (RPG, SR 700) voraus. 

Dem Wortlaut von Art. 16 Abs. 5 EleG kann nicht entnommen werden, 
wann die Auswirkungen eines Vorhabens auf  Raum und Umwelt  als 
erheblich  zu  gelten  haben  und  ob  für  vorliegendes  Projekt  ein 
Sachplanverfahren durchzuführen gewesen wäre. Dies ist durch Ausle-
gung  zu  ermitteln.  Ausgangspunkt  jeder  Gesetzesauslegung  ist  der 
Wortlaut einer Bestimmung (vgl. zu diesem auch im Verwaltungsrecht 
geltenden Grundsatz Art. 1 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210];  HEINZ HAUSHEER/MANUEL 
JAUN, Die Einleitungstitel des ZGB, Bern 2003, N. 6 zu Art. 1). Ist der 
Text nicht ohne Weiteres klar und sind – wie vorliegend – verschiedene 
Interpretationen möglich, so muss unter Berücksichtigung aller Ausle-
gungsmethoden (grammatikalische, systematische, historische und te-
leologische)  nach  seiner  wahren  Tragweite  gesucht  werden;  dabei 
kommt es namentlich auf den Zweck der Regelung, die dem Text zu 
Grunde liegenden Wertungen sowie auf den Sinnzusammenhang an, 
in dem die Norm steht. Im Sinne eines pragmatischen Methodenplura-
lismus ist es abzulehnen, einzelne Auslegungsmethoden einer hierar-
chischen Prioritätenordnung zu unterstellen (vgl. BGE 131 III 33 E. 2 
und BGE 130 II 202 E. 5.1; vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 
A-2029/2010 vom 2. September 2010 E. 3.6.1 und A-2607/2009 vom 
8. Juli 2010 E. 9.3.1).

7.1.1 Art. 16 Abs. 5 EleG ist vor 10 Jahren und somit vor noch nicht 
allzu langer Zeit  in Kraft  getreten. Den Materialien im Rahmen einer 
historischen Auslegung kommt  deswegen beträchtliches Gewicht  zu. 
Gleichzeitig  sind  aber  auch  neuste  konkretisierende  Ausführungen 
zum Sachplanverfahren  im  Sinne  einer  zeitgemässen  Auslegung  zu 
berücksichtigen. Die teleologische verbindet sich hier somit sowohl mit 
der historischen wie auch mit der zeitgemässen Auslegung. Die Bot-
schaft zu Art. 16 Abs. 5 EleG führt aus, dass sich das Sachplanverfah-
ren nach RPG auf die Erarbeitung eines Konzepts für Übertragungslei-
tungen (Leitungen höherer Spannung) beschränken könne, zumal für 
andere Leitungen davon ausgegangen werden dürfe,  die Auswirkun-
gen auf Raum und Umwelt würden sich in der Regel auf die lokale bis 
regionale Ebene beschränken (Bundesblatt [BBl] 1998 III 2629).

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7.1.2 Art. 10a Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über 
den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG, SR 814.01) unterstellt 
jene Anlagen einer Umweltverträglichkeitsprüfung, die Umweltbereiche 
dergestalt  erheblich belasten können, dass die Vorschriften über den 
Schutz der Umwelt voraussichtlich nur mit projekt- oder standortspezi -
fischen Massnahmen eingehalten werden können. Art. 1  der  Verord-
nung  vom  19. Oktober  1988  über  die  Umweltverträglichkeitsprüfung 
(UVPV, SR 814.011) verlangt eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach 
Art. 10a USG für jene Anlagen, die im Anhang der UVPV aufgeführt 
sind.  Dabei  handelt  es  sich  um  "Hochspannungs-Freileitungen  und 
-kabel (erdverlegt), die für 220 kV und höhere Spannungen ausgelegt 
sind" (Ziff. 22.2 des Anhangs UVPV). Wird Sinn und Zweck der ange-
führten  Regelung  auf  Art. 16 Abs. 5  EleG  übertragen,  so  dürfte  für 
Hochspannungsleitungen  unter  220 kV  demnach  gelten,  dass  diese 
die  erforderliche  Erheblichkeit  der  Belastung  nicht  erreichen. Dieses 
Verständnis  wird  durch Art. 1a der  Verordnung vom 2. Februar  2000 
über das Plangenehmigungsverfahren für elektrische Anlagen (VPeA, 
SR 734.25) gestützt. Diese Bestimmung verlangt für Hochspannungs-
leitungen ab 220 kV die Festsetzung in einem Sachplanverfahren. Um-
gekehrt  muss gelten, dass für Leitungen unter 220 kV keine Einstel-
lung im Sachplan verlangt  wird. Schliesslich sei  auf  den SÜL selbst 
verwiesen, der "sich mit dem Aus- und Neubau von Starkstromleitun-
gen auf den Spannungsebenen von 220-kV und 380-kV" befasst (SÜL, 
S. 5).

7.2 Vor  dem  Gesagten  hängt  die  Erheblichkeit  der  Belastung  aus-
schliesslich  von der  zu  transportierenden  Stromstärke ab. Es  finden 
sich keine Hinweise auf einen allfälligen Willen des Gesetzgebers, wei-
tere – namentlich von der Stromstärke unabhängige – Faktoren zu be-
rücksichtigen, um die Erheblichkeit der Auswirkungen von Hochspan-
nungsleitungen zu bestimmen. Demnach ist festzustellen, dass der ge-
plante Ausbau der Leitung auf 110 kV Raum und Umwelt i.S.v. Art. 16 
Abs. 5 EleG nicht erheblich belastet und aus diesem Grund eine Auf-
nahme des Vorhabens in den SÜL nicht erforderlich ist. Die Rüge der 
Beschwerdeführenden, der Plangenehmigung fehle es an einer Grund-
lage im SÜL, geht daher fehl.

8.
Die  Beschwerdeführenden  rügen  weiter,  der  Richtplan  des  Kantons 
Zürich sehe weder eine neue 110 kV-Leitung noch eine Verschiebung 
des Trassees vor. Hierzu berufen sie sich auf den Entwurf der kantona-

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len  Richtplankarte  'Versorgung',  den  das  Kantonsparlament  am 
24. November 2009 verabschiedet hat. 

8.1 Die  kantonale  Richtplanung  sorgt  für  eine  umfassende  Abstim-
mung aller raumwirksamen Aufgaben und definiert die anzustrebende 
räumliche Entwicklung (vgl. dazu Art. 6 und 8 RPG). Richtpläne sind 
mittelbar verbindlich, u.a. nämlich für Behörden des Bundes, der Kan-
tone und der Gemeinden. Der Richtplan bedarf – nach Abschluss des 
kantonalen Planfestsetzungsverfahrens – zu seiner Verbindlichkeit der 
Genehmigung des Bundesrats (Art. 11 Abs. 1 RPG; vgl.  PETER HÄNNI, 
Planungs-,  Bau-  und  besonderes  Umweltschutzrecht,  Bern  2008, 
S. 130 ff.).

8.2 Der  Bundesrat  hat  den  Entwurf  der  kantonalen  Richtplankarte 
'Versorgung' noch nicht genehmigt; diese Richtplanänderung hat daher 
bislang keine Verbindlichkeit entfaltet. Massgebend ist somit heute der 
Richtplan  des  Kantons  Zürich  vom  31. Januar  1995.  Dessen  Karte 
sieht westlich von Mettmenstetten eine 110 kV-Leitung vor, von Süd-
Ost nach Nord-West entlang des Waldrands verlaufend. Der Richtplan-
text hält fest, die genaue Trasseeführung werde durch den Kartenein-
trag nicht  vorweggenommen. Zudem sei  der Entscheid über die Lei-
tungsführung bei Ausbauvorhaben bestehender Leitungen im Rahmen 
des  Projektierungs-  und  Plangenehmigungsverfahrens  unter  Abwä-
gung der  verschiedenen Interessen zu treffen. Im Bereich von Sied-
lungsgebieten  seien  Starkstromleitungen  nach  Möglichkeit  zu  verka-
beln oder als Freileitungen mit ausreichendem Abstand von bewohn-
ten Gebieten zu führen. 

8.3 Der massgebende Richtplantext sieht daher nicht nur die Erstel-
lung einer  110kV-Leitung im Richtplan vor,  sondern ermöglicht  auch 
eine Verschiebung des Trassees. Der Einwand der Beschwerdeführen-
den, der Richtplan des Kantons Zürich sehe weder eine neue 110 kV-
Leitung noch eine Verschiebung des Trassees vor, geht daher fehl.

9.
Die Beschwerdeführenden rügen schliesslich, die Vorinstanz habe im 
angefochtenen Entscheid den Sachverhalt  ungenügend ermittelt  und 
die massgeblichen Interessen falsch gewichtet. Auf die einzelnen Vor-
bringen ist nachstehend einzugehen (E. 9.4 ff.)

9.1 Auf  die  im  Einzelfall  vorzunehmende  Interessenabwägung  ver-
weist  im Elektrizitätsrecht  insbesondere Art. 11  Abs. 2 der  Leitungs-

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verordnung  vom  30. März  1994  (LeV,  SR 734.31).  Dieser  hält  fest, 
dass  elektrische  Leitungen so auszuführen sind,  dass  sie  unter  Be-
rücksichtigung  der  sicheren  und  wirtschaftlichen  Energieversorgung 
sowie  einer  technisch  verantwortbaren  Lösung  das  Landschaftsbild 
sowie Natur und Umwelt möglichst wenig beeinträchtigen. Als Hilfsmit-
tel bei der Abwägung sind unter anderem die Wegleitung 'Elektrizitäts-
übertragung  und  Landschaftsschutz'  des  Eidgenössischen  Departe-
ments des Inneren vom 17. November 1980 (nachfolgend: Wegleitung) 
sowie das LKS heranzuziehen. 

9.2 Art. 4  NHG unterscheidet  bei  den zu schützenden Landschaften 
und  Kulturstätten  Objekte  von  nationaler  und  solche  von  regionaler 
oder  lokaler  Bedeutung.  Das  Bundesinventar  der  Landschaften  und 
Naturdenkmäler (BLN) sowie das Bundesinventar der schützenswerten 
Ortsbilder der Schweiz (ISOS) gelten als  Inventare des Bundes von 
Objekten  von  nationaler  Bedeutung  im  Sinne  von  Art. 5  NHG  (vgl. 
Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 10. August 1977 über das Bundesin-
ventar der Landschaften und Naturdenkmäler [VBLN, SR 451.11] und 
Art. 1 der Verordnung vom 9. September 1981 über das Bundesinven-
tar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz [VISOS, SR 451.12]). 
Die  darin  enthaltenen  Objekte  unterstehen  dem  verstärkten  Schutz 
von Art. 6 NHG (vgl. PETER KELLER, Natur- und Landschaftsschutzgebie-
te – Museen oder Selbstbedienungsläden, in Umweltrecht in der Pra-
xis [URP] 1996, S. 698 ff.). Befindet sich, wie vorliegend, die durch die 
projektierte Leitung betroffene Landschaft nicht in einem solchen Bun-
desinventar, so gelangen die weniger strengen Schutzbestimmungen 
von Art. 3 NHG zur Anwendung (vgl. dazu bereits vorne, E. 5). Dafür 
ist nicht erforderlich, dass die Landschaft in einem kantonalen oder re-
gionalen Inventar aufgenommen ist (ANNE-CHRISTINE FAVRE,  Kommentar 
NHG,  Rz. 3  zu  Art. 3  mit  weiteren  Hinweisen).  Inwiefern  die  Land-
schaft  bereits nach gültigem kommunalem Recht geschützt ist,  kann 
daher offen bleiben. Art. 3 NHG verlangt keinen absoluten Schutz der 
Landschaft. Vielmehr  sind  die  sich  gegenüber  stehenden Interessen 
frei  gegeneinander abzuwägen (FAVRE,  a.a.O., Rz. 4 zu Art. 3). Es ist 
eine Interessenabwägung zwischen den 'allgemeinen Interessen' des 
Landschaftsschutzes und den Interessen der Beschwerdegegnerin an 
der projektierten Leitungsführung vorzunehmen (vgl. z.B. Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-654/2009  vom  1. Juli  2010  E. 12.1, 
A-5466/2008 vom 3. Juni 2009 E. 7.3.3 und A-4642/2008 vom 3. März 
2009  E. 5.3.2;  Entscheid  des  Bundesrats  vom  18. Dezember  1991, 

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veröffentlicht  in  der  Verwaltungspraxis  der  Bundesbehörden  [VPB] 
57.7 E. 2b mit Hinweisen).

9.3 Des Weiteren bestimmt Art. 3 RPG, dass die mit Planungsaufga-
ben betrauten Behörden unter anderem auf die Schonung der Land-
schaft zu achten haben. Für die öffentlichen und im öffentlichen Inte-
resse liegenden Bauten und Anlagen sind sachgerechte Standorte zu 
bestimmen.  Nachteilige  Auswirkungen  auf  die  natürlichen  Lebens-
grundlagen,  die  Bevölkerung  und  die  Wirtschaft  sind  zu  vermeiden 
oder gesamthaft möglichst gering zu halten und die Standortwahl soll  
vernünftigen  Überlegungen folgen,  wobei  die  Zweckbestimmung des 
geplanten  Werkes  wegleitend  ist  (Art. 3  Abs. 4  RPG; Entscheid  des 
Bundesrats vom 18. Dezember 1991, veröffentlicht in VPB 57.7 E. 6; 
PIERRE TSCHANNEN,  Kommentar  zum Bundesgesetz  über  die  Raumpla-
nung, Zürich 1999, Rz. 60 ff. zu Art. 3). Dabei sind auch ästhetische 
Interessen  von  Menschen  zu  würdigen.  Eine  Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 RPG ist jedoch für nach Bundesrecht zu bewilligende Vor-
haben  wie  Starkstromanlagen  nicht  notwendig. Dies  ergibt  sich  aus 
dem Gesetzestext selbst (vgl. nebst Art. 24 RPG auch Art. 25 Abs. 2 
sowie Art. 34 Abs. 1 RPG, jeweils alte und neue Fassung).

9.4 Nach Auffassung  der  Beschwerdeführenden  kommt  dem Prinzip 
der Bündelung der  Infrastrukturanlagen keine Vorrangstellung zu. Es 
sei  im  vorliegenden  Fall  insbesondere  geringer  zu  werten  als  der 
Schutz der Landschaft. Werde die Leitung auf der Überdeckung 'Rüteli' 
errichtet,  werde die Landschaft  durch eine verunklärende Zäsur ver-
schandelt und beeinträchtige die Beschwerdeführenden durch die Nä-
he zur Bauzone ungebührlich. Das Ziel der Bündelung von Infrastruk-
turanlagen bestehe gerade darin, Landschaften und Siedlungsgebiete 
von solchen Anlagen zu entlasten. Die Beschwerdeführenden führen in 
ihrer Stellungnahme vom 26. März 2010 aus, ihnen sei daran gelegen, 
die hohen, störenden Masten auf der Überdeckung 'Rüteli' zu verhin-
dern, da diese das Landschaftsbild beeinträchtigten.

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die betroffenen Interessen 
korrekt ermittelt (E. 9.5), gewichtet und gegeneinander abgewogen hat 
(E. 9.6), mithin ob die von der Vorinstanz vorgenommene Interessen-
abwägung rechtmässig ist. Die bestrittene Vorrangstellung des Bünde-
lungsgrundsatzes ist  dabei nicht allein für sich, sondern im Licht der 
berührten Landschaftsschutzinteressen zu behandeln.

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9.5
9.5.1 Unter dem Titel 'Natur- und Heimatschutz' hielt die Vorinstanz im 
angefochtenen  Entscheid  fest,  die  Drumlinlandschaft  geniesse  als 
kantonales Schutzgebiet den Schutz von Art. 3 NHG. Das BAFU habe 
vorgebracht,  durch  den  Umbau  der  bestehenden  Leitung  entstehe 
keine zusätzliche Belastung der Landschaft. Durch die Verschiebung 
des  Leitungstrassees  an  die  Nationalstrasse  und  den  Abbruch  der 
bestehenden Leitung werde die Landschaftskammer aufgewertet. Das 
AWEL habe geäussert, die projektierte Trasseeführung tangiere zwar 
das Schutzgebiet, doch werde das Schutzziel nicht verletzt. Die Vorin-
stanz folgerte hieraus, das Projekt halte die Vorgaben des Art.  3 NHG 
ein.

9.5.2 Die Beschwerdegegnerin hält  in  ihrer  Beschwerdeantwort  vom 
22. Januar  2010  fest,  die  Überdeckung  'Rüteli'  sei  aus  Lärmschutz-
gründen und nicht zur Modellierung der Drumlinlandschaft (und damit 
aus Landschaftsschutzgründen) erstellt worden. Überdies verlaufe die 
projektierte  Leitung  ausserhalb  der  östlichen  Grenze  des  Schutzge-
biets. Verbunden mit dem Abbruch der bestehenden Leitung stelle sie 
aus  Sicht  der  Drumlinlandschaft  die  vorteilhafteste  Lösung dar,  weil  
die Landschaftskammer entlastet  und aufgewertet  werde,  ohne dass 
eine zusätzliche Belastung entstünde.

9.5.3 Die  Vorinstanz  bestreitet  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 
22. Januar  2010  nicht,  dass  die  Aussicht  der  Beschwerdeführenden 
durch die Realisierung der projektierten Leitung gegenüber dem heuti -
gen  Zustand  verschlechtert  bzw.  beeinträchtigt  würde.  Die  Überde-
ckung 'Rüteli' stelle im Verhältnis zur gesamten Leitungsstrecke aller-
dings nur einen sehr kleinen Teil dar. Diese kleinräumige Verschlechte-
rung sei marginal angesichts der gesamthaft besseren Integration der 
Leitung in die Landschaft. Gestützt auf die Aussagen des BAFU sieht  
die Vorinstanz in der projektierten Leitung keine zusätzliche Belastung 
der  Landschaft  bzw.  in  der  Trasseeverlegung  eine  Aufwertung  der 
Landschaftskammer aus Sicht des Landschaftsschutzes.

9.5.4 Das BAFU hält in seinem Fachbericht vom 2. Juni 2010 fest, die 
projektierte Leitung tangiere die Drumlinlandschaft  nur unwesentlich. 
Das Schutzziel sei weitestgehend gewährleistet. Der Rückbau der be-
stehenden, mitten durch die Drumlinlandschaft führenden Leitung auf 
einer  Länge  von  4 km  führe  zu  einer  wesentlichen  Aufwertung  des 
Kernbereichs  des  bisher  von  dieser  Leitung  stark  beeinträchtigten 

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Landschaftsschutzobjekts. Dies entspreche dem Gestaltungsgrundsatz 
Nr. 25 der Wegleitung, wonach Schutzgebiete zu umfahren seien, und 
dem Sachziel Energie 2.B des LKS, wonach kantonale Schutzgebiete 
nach Möglichkeit von Freileitungen freizuhalten seien. Die projektierte 
Bündelung  der  beiden  Infrastrukturanlagen  entspreche  auch  dem 
Grundsatz des SÜL, der eine Bündelung der Leitungen untereinander 
und mit anderen Infrastrukturanlagen anstrebe. Ausserdem erfülle eine 
solche  Bündelung  den  Gestaltungsgrundsatz  Nr. 14  der  Wegleitung, 
wonach Freileitungen im Flachland in offenen Landschaften grundsätz-
lich  entlang der  Hauptverkehrswege zu führen seien. Auch das LKS 
halte  als  allgemeines  Ziel  zur  haushälterischen,  aufwertenden  Nut-
zung  fest,  Infrastrukturen  seien  zu  konzentrieren.  Die  Überdeckung 
'Rüteli' liege nicht innerhalb des Landschaftsschutzobjekts. Es sei nie 
beabsichtigt gewesen, mit der Aufschüttung eine – erholungsbezogene 
–  Landschaftsaufwertung  zu erzielen. Vielmehr  sei  die  Aufschüttung 
aus Lärmschutzgründen erstellt worden und diene ausserdem der öko-
logischen Vernetzung. Diese Funktionen würden von den projektierten 
drei  Masten  nicht  gefährdet.  Zusammenfassend  führe  die  Verlegung 
des  Trassees  zu  einer  wesentlichen  Aufwertung  des  Landschafts-
schutzobjekts. Die Bündelung von Leitung und Strasse entspreche den 
allgemeinen  Grundsätzen  des  Landschaftsschutzes  gemäss  Weglei-
tung und LKS. Das Projekt entspreche den Anliegen des Landschafts-
schutzes nach Art. 3 NHG daher in optimaler Weise.

9.5.5 Das ARE bringt in seinem Fachbericht vom 2. Juni 2010 vor, die 
Vorteile einer Bündelung der Infrastrukturanlagen seien gering, wenn 
eine Anlage im Boden und die andere über dem natürlichen Terrain 
verlaufe. Eine  Erdverlegung  stelle  die  raumplanerisch  beste  Lösung 
dar. Sei dies nicht möglich, sei die beste oberirdische Linienführung zu 
suchen. Dabei  sei  nicht  vorrangig  massgebend,  wie  die Leitung von 
der Bauzone aus in Erscheinung trete. 

9.5.6 Am Augenschein vom 14. Juli 2010 wurde festgestellt, dass die 
bestehenden  Masten  im  Bereich  Ortsausgang  Mettmenstetten  eine 
Höhe von 25-26 Metern aufweisen. Die bestehende Leitung ist wegen 
des Walds im Hintergrund weit weniger gut sichtbar als es die geplante 
Leitung wäre, zumal Letztere (Masten Nr. 41 bis 43) aus dieser Per-
spektive vor freiem Himmel stünde. Die Liegenschaft des Beschwerde-
führers  C._______  befindet  sich  [...]  der  Siedlung.  Von  ihr  aus 
gesehen, wäre der Mast [Nr. 40] gut sichtbar, zumal er zu 1/3 seiner 
Länge  vor  dem  freien  Himmel  stünde  und  nur  zu  2/3  Wald  im 

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Hintergrund hätte  (vgl. Bilder Nr. 4 und 5 der Bilddokumentation zum 
Augenscheinprotokoll  [nachfolgend:  Bilddokumentation]).  Mast  Nr. 41 
hätte eine Höhe von ebenfalls 29 Metern. Von der am [...]  Rand des 
Siedlungsgebiets  gelegenen  Parzellen  der  Beschwerdeführenden 
E._______ und F._______ aus gesehen,  stünde er  je  zur Hälfte  vor 
dem freien  Himmel  und  vor  dem Wald.  Die  Distanz  zwischen  Mast 
Nr. 41 und den ebenfalls am [...] Rand gelegenen Liegenschaften der 
Beschwerdeführer  G._______  und  A._______  würde  rund  70  Meter 
betragen. Mast Nr. 42 hätte eine Höhe von 25 Metern und stünde in 
einer leichten Senke. Von den Liegenschaften der Beschwerdeführer 
G._______ und A._______ aus betrachtet, stünde er zu 2/3 vor freiem 
Himmel  und  zu  1/3  vor  dem  Wald  (vgl.  Bild  Nr. 8  der  Bilddoku-
mentation).

Das BAFU führte am Augenschein aus, die östliche Begrenzung des 
Landschaftsschutzobjekts  liege  etwa  auf  der  Höhe  der  projektierten 
Leitungsführung. Die Überdeckung 'Rüteli'  habe eine Länge von rund 
400 Metern. Die Masten Nr. 40 bis 42 kämen unmittelbar beim Ortsein-
gang Mettmenstetten auf der Überdeckung 'Rüteli' zu stehen und wä-
ren, je nach Blickwinkel, gut sichtbar. Mast Nr. 40 der geplanten Lei-
tung,  der sich über dem südlichen Tor der Nationalstrassenunterfüh-
rung befände, hätte eine Höhe vom 29 Metern. Mit der neuen Leitung 
entstünde aus zwei  Gründen keine zusätzliche Belastung der  Land-
schaft. Einerseits nähmen die für die Ausführung der Masten zu ver-
wendenden  Bauteile  kein  störendes  oder  belastendes  Ausmass  an, 
obschon diese infolge der höheren Spannung gegenüber dem heuti-
gen Zustand augenfälliger ausfielen. Andererseits würde die Drumlin-
landschaft durch den Abbruch der bestehenden Leitung entlastet. Die-
se  Entlastung  sei  so  bedeutend,  dass  die  Beeinträchtigung  auf  der 
Überdeckung 'Rüteli'  als solche 'zweitrangig' würde. Nach Auffassung 
des BAFU ist die Leitung zudem nicht isoliert auf der 400 Meter langen 
Überdeckung 'Rüteli', sondern in ihrer gesamten Länge zu betrachten. 
Auch dürfe nicht einseitig auf einzelne Aspekte – etwa die Aussicht der  
Beschwerdeführenden – abgestellt werden. Die Bündelung entlaste die 
Landschaft  im Allgemeinen und schaffe eine ästhetische Struktur  im 
Raum.

Das  ARE hielt  am  Augenschein  fest,  vorliegend  sei  angesichts  des 
Landschaftsschutzobjekts  der  Bündelungsgrundsatz  stärker  zu  ge-
wichten,  zumal  die  Landschaft  bereits  stark  von  Infrastukturanlagen 
belastet sei. Ausserdem gelte der Grundsatz der Reliefanpassung. Die 

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bestehende Leitung erfülle diesen Grundsatz besser als die geplante. 
In seinen Schlussbemerkungen vom 24. August 2010 führte das ARE 
allerdings an,  dass der  geplanten Leitung der  Vorzug zu geben sei, 
wenn damit eine unter kantonalem Schutz stehende Landschaft  ent-
lastet werden könne.

9.6
9.6.1 Wie bereits vorne erwähnt, verlangt Art. 3 RPG die "Schonung 
der  Landschaft"  (E. 9.3),  während Art. 11  Abs. 2  LeV die  "möglichst 
geringe Beeinträchtigung von Landschaftsbild, Natur und Landschaft" 
postuliert (E. 9.1). Diese Vorgaben sind für die vorliegend zu beurtei-
lende Leitungsführung anhand der Wegleitung, des LKS und des ge-
nannten Inventars der Natur- und Landschaftsschutzobjekte von über-
kommunaler Bedeutung zu konkretisieren. 

Das LKS hält unter den allgemeinen Zielen zur nachhaltigen Nutzung 
fest,  Eingriffe  in  die  Landschaft  seien  zu  minimieren  und  der  Land-
schaftsverbrauch  sei  durch  überlagernde  Nutzungen  zu  vermindern. 
Überdies  seien  Nutzungen  so  zu  konzentrieren,  dass  Bauten,  Infra-
strukturen und andere Anlagen auf das notwendige Minimum zu be-
schränken und zusammenzufassen seien (LKS, S. 13). Die Wegleitung 
enthält  Gestaltungsgrundsätze  für  neue  Anlagen  und  sieht  vor,  im 
Rahmen der grossräumigen Linienführung Schutzgebiete – wozu die 
Drumlinlandschaft  zu  zählen  ist  (vgl.  Anhang 1  der  Wegleitung)  – 
grundsätzlich zu umfahren (Wegleitung, Ziff. 3.1.4, Nr. 25). Auch dem 
LKS kann entnommen werden, dass Siedlungen und kantonale Land-
schaftsschutzgebiete wenn möglich von Freileitungen freizuhalten sei -
en. Nur wenn sich eine Durchquerung nicht vermeiden lasse, seien in 
erster  Priorität  Verkabelungen  vorzusehen,  sofern  diese  technisch 
möglich  und  finanziell  angemessen  seien  (LKS,  Sachziel  Energie, 
Bst. B,  S. 21).  Im Flachland  und  in  offener  Landschaft  seien  Freilei-
tungen dabei entlang von Hauptverkehrswegen und bestehenden Frei-
leitungen zu führen, wobei visuell exponierte Lagen, namentlich Kup-
pen,  zu  umfahren  seien.  Im  Übrigen  seien  Leitungen  in  den  Land-
schaftsformen angepassten Trassen in Geländesenken zu führen und 
so anzulegen, dass die visuelle und ökologische Belastung der Land-
schaft  und die Nutzungsbeschränkungen gesamthaft  minimal blieben 
(Wegleitung,  Ziff. 3.1.1,  Nr. 13-17). Mastenstandorte  und -höhen von 
Weitspannleitungen seien überdies so zu wählen, dass die Leiterseile 
der allgemeinen Relieflinie folgten (Wegleitung, Ziff. 3.1.2, Nr. 19). Das 
Inventar  der  Natur-  und  Landschaftsschutzobjekte  von  überkommu-

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naler  Bedeutung  sieht  unter  "Landschaftsschutzobjekt  Nr. 101"  die 
"ungeschmälerte Erhaltung der noch weitgehend unversehrten Drum-
linlandschaft"  vor.  Als  Massnahme wird  genannt,  keine  beeinträchti-
genden Geländeveränderungen zuzulassen. 

Die genehmigte Leitungsführung ist nachfolgend anhand dieser Vorga-
ben zu messen.

9.6.2 Den Ausführungen des LKS und der  Wegleitung ist  vorab das 
Postulat gemeinsam, Freileitungen nicht durch Schutzgebiete zu füh-
ren.  Kann  das  vorgelegte  Projekt  dem  Bündelungsgrundsatz  Rech-
nung tragen und gleichzeitig das Schutzgebiet freihalten, erfüllt es die-
se Vorgabe.

Eine grossräumige Sicht macht deutlich, dass die Leitung, von Knonau 
her kommend und der Strasse folgend, an der Drumlinlandschaft vor -
bei geführt würde. Dabei ist den Beschwerdeführenden beizupflichten, 
dass das Schutzobjekt in seinem Kontext und nicht aufgrund einer im 
Grünen (d.h. auf der Überdeckung 'Rüteli') gezogenen Grenze zu be-
trachten ist. Folglich kann offen gelassen werden, ob die Masten sich 
exakt auf der Grenze der geschützten Landschaft oder gerade noch in-
nerhalb bzw. ausserhalb des Schutzgebiets befinden. Am Augenschein 
war  aber  ohne  Weiteres  einerseits  erkennbar,  dass  die  projektierte 
Trasseeführung  entlang  der  Grenze  des  Schutzgebiets  geeignet  ist, 
die Drumlinlandschaft von der Leitung freizuhalten bzw. diese zu um-
fahren. Andererseits kann durch Zusammenlegung mit dem National-
strassentrassee eine konzentrierte, überlagerte Nutzung erreicht wer-
den, die den Landschaftsverbrauch für die beiden Infrastrukturanlagen 
auf ein Minimum beschränkt. Gerade die Bündelung der Infrastruktur-
anlagen ermöglicht vorliegend, die Drumlinlandschaft freizuhalten.

9.6.3 Der Bau der projektierten Leitung ermöglicht sodann, die beste-
hende 50 kV-Leitung, die – ohne sich dem Relief anzupassen – durch 
das Schutzgebiet führt,  abzubrechen und die Landschaftskammer so 
von einer Belastung zu befreien. In diesem Zusammenhang wurde am 
Augenschein besonders deutlich, dass im flacher werdenden Teil der 
Drumlinlandschaft, d.h. an ihrer östlichen Begrenzung, eine Reliefan-
passung erfolgsversprechender realisiert werden kann.

9.6.4 Den  Beschwerdeführenden  und  dem  ARE  ist  beizupflichten, 
dass  eine  Bündelung  der  Anlagen  ihre  Vorteile  an  jener  Stelle  ein-

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büsst,  an  welcher  die  Nationalstrasse  im  Bereich  der  Überdeckung 
'Rüteli'  im Untergrund,  die projektierte Leitung hingegen frei  darüber 
verläuft. Der Einwand der Beschwerdeführenden, die geplante Leitung 
stelle eine landschaftsprägende Beeinträchtigung von Westen her dar, 
benennt  dabei  den  ästhetischen,  aussichtsbezogenen Aspekt  dieser 
Problematik. 

Anzuerkennen ist weiter, dass eine über die Überdeckung 'Rüteli' ge-
führte  Freileitung  dem Grundsatz  der  Wegleitung,  visuell  exponierte 
Lagen –  namentlich Kuppen – zu umfahren, widerspricht. Ob es sich 
bei  der  Überdeckung um einen modellierten Ausläufer des  Drumlins 
handelt, wie die Beschwerdeführenden geltend machen, oder ob diese 
nur  eine  Lärmschutz-  und  ökologische  Vernetzungsmassnahme dar-
stellt, wie dies vom BAFU vorgetragen wird, kann angesichts ihrer vi -
suellen  Exponiertheit  dahingestellt  bleiben. Richtig  ist,  dass  sich  die 
Überdeckung  als  Erhebung  topographisch  in  die  Drumlinlandschaft 
einfügt  und optisch  durchaus noch  dieser  zugerechnet  werden  darf. 
Richtig ist auch, dass sowohl die Aussicht vom Dorfeingang her auf die  
Landschaft und die Landschaft selbst an ihrer westlichen Begrenzung 
beeinträchtigt sind. Entgegen der Auffassung des BAFU und der Be-
schwerdegegnerin kann in diesem Sinn von einer neuen Belastung ge-
sprochen werden.

Bei  der Beurteilung ist  aber zu berücksichtigen,  dass die genannten 
Nachteile nur, aber immerhin, für den rund 400 Meter langen Abschnitt  
der Überdeckung 'Rüteli'  Geltung beanspruchen können. Auf der ge-
samten Trasseestrecke (2,9 Kilometer von Mast Nr. 19 bis Nr. 35 bzw. 
weitere 4 Kilometer von Mast Nr. 35 bis Nr. 60) kann durch die Bünde-
lung das Ziel einer haushälterischen Bodennutzung durchaus erreicht, 
die  visuelle  Beeinträchtigung  durch  bessere  Reliefanpassung  in  fla-
cherem Terrain gesamthaft minimiert und die Drumlinlandschaft entla-
stet werden. Auch der Einwand, die projektierte Leitung stelle eine un-
zulässige Zäsur in der Landschaft dar, ist auf den genannten Abschnitt 
zu beschränken, zumal sowohl südlich als auch nördlich der Überde-
ckung eine Zäsur bereits durch die Nationalstrasse erfolgt. Zu beden-
ken ist  überdies,  dass jede andere freie Leitungsführung im Bereich 
der Überdeckung 'Rüteli'  das Schutzgebiet zwangsläufig mehr in An-
spruch nähme. 

9.6.5 Zusammengefasst ergibt sich, dass die geplante Trasseeführung 
eine erhebliche Aufwertung des Schutzgebiets ermöglicht,  indem sie 

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diese Landschaft weitestgehend umfährt und damit freihält. Da dieses 
Vorhaben mit dem Rückbau der bestehenden, durch das Schutzgebiet 
führenden Leitung einhergeht,  dienen diese Veränderungen dem un-
geschmälerten  Erhalt  der  Drumlinlandschaft.  Ausserdem erlaubt  die 
geplante Leitung – in flacherem Terrain gelegen – eine im Vergleich 
zur bestehenden Leitung verbesserte Reliefanpassung. Es wird über-
dies ein minimaler Landverbrauch erreicht,  indem sich Nationalstras-
sen- und Leitungstrassee auf  einer Strecke von rund 4,5 Kilometern 
überlagern.  Der  Bündelungsgrundsatz  büsst  seine  Vorteile  auf  dem 
400  Meter  langen  Streckenabschnitt  der  Überdeckung  'Rüteli'  zwar 
ein, an welchem sich die beiden Trassen vertikal entflochten präsentie-
ren. Auf diesem, beim Dorfeingang von Mettmenstetten gelegenen Ab-
schnitt beeinträchtigt die geplante Leitung sowohl die Sicht – nament-
lich der Anwohner – auf die Landschaft als auch die Landschaft selbst 
an  ihrer  östlichen  Begrenzung.  Die  Verlegung  des  Leitungstrassees 
entlastet vor dem Gesagten die Landschaft  insgesamt jedoch erheb-
lich. Dieses Interesse überwiegt die kleinräumige Verschlechterung zu 
Lasten der Beschwerdeführenden und die neue Belastung der Land-
schaft im Bereich der Überdeckung. Diese Nachteile sind daher hinzu-
nehmen. Die Rüge der Beschwerdeführenden erweist sich deshalb als 
unbegründet.

9.7 Die Beschwerdeführenden bestreiten im Weiteren die von der Vor-
instanz getroffene Annahme,  es  gehe durch den Bau der  geplanten 
Leitung kein Bauland verloren. Ebenso unverständlich sei die Aussage, 
eine Ausdehnung der  Ortschaft  Mettmenstetten in  Richtung der  Lei-
tung  sei  wegen  der  dazwischen  liegenden  Nationalstrasse  unwahr-
scheinlich. Vielmehr ermögliche die Überdeckung 'Rüteli' eine künftige 
Ausdehnung der Ortschaft Mettmenstetten.

9.7.1 Die  Vorinstanz  hielt  im  angefochtenen  Entscheid  fest,  die  ge-
plante Leitung verlaufe in der Landwirtschaftszone. Ausserdem sei ei-
ne Ausdehnung der Ortschaft in Richtung des geplanten Trassees we-
gen der dazwischen liegenden Autobahn nicht wahrscheinlich. 

Die  Beschwerdegegnerin  bringt  in  ihrer  Beschwerdeantwort  vom 
22. Januar  2010  in  diesem Zusammenhang  vor,  die  ausserhalb  der 
Bauzone geplante Leitungsführung biete weder einen Baulandgewinn 
noch gehe mit dem Bau der Leitung Bauland verloren.

Das BAFU brachte am Augenschein vom 14. Juli 2010 zum Ausdruck, 

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es  sei  kaum  vorstellbar,  dass  der  Kanton  Zürich  einer  künftigen 
Ausdehnung der  Bauzone in  die  Landwirtschaftszone bzw. der  Bun-
desrat einer entsprechenden Richtplanerweiterung zustimme. 

Das ARE äusserte  sich  am Augenschein  im Licht  des  Landschafts-
schutzes  zu  einer  künftigen  Umzonung  von  Grundstücken  dahinge-
hend, dass die gesetzlichen Bestimmungen möglicherweise eine Ein-
schränkung der Nutzung verlangten.

9.7.2 Eine künftige Baulanderweiterung ist durchaus ungewiss. Über-
dies können die Beschwerdeführenden im vorliegenden Verfahren kei-
ne Interessen allfälliger künftiger Baulandeigentümer geltend machen 
(vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-954/2009  vom  1. Juli 
2010 E. 14.3). Selbst wenn dieser Einwand zu prüfen wäre, könnte das 
Interesse  der  Beschwerdeführenden  an  einer  späteren  Umzonung 
nicht höher gewichtet werden als der Erhalt bzw. die Freihaltung der  
Drumlinlandschaft,  die  –  wie  gezeigt  –  eine  Trasseeführung  auf  der 
Überdeckung 'Rüteli' verlangt.

9.8 Die  Beschwerdeführenden  rügen  sodann,  dem Projekt  fehle  die 
Standortgebundenheit, zumal für die vorgesehene Trasseeführung im 
Bereich der Masten Nr. 36 bis 43 keine Notwendigkeit  bestünde. Die 
im Einspracheverfahren vor dem ESTI und dem BFE vorgenommenen 
Abklärungen der Beschwerdegegnerin hätten ergeben, dass die Lei-
tung zwischen Mast Nr.  36 und 41 in der bisherigen Leitungsführung 
hätte belassen und von dort im Sinne der von der Beschwerdegegne-
rin  ausgearbeiteten  Variante  'blau' in  Richtung  Mast  Nr. 43  geführt 
werden können. Die Interessenabwägung verlange, dass auch Alterna-
tiven sorgfältig geprüft  würden. Dies sei im angefochtenen Entscheid 
nicht geschehen. Dadurch habe die Vorinstanz ihren Entscheid man-
gelhaft begründet.

9.8.1 Nachstehend  ist  als  erstes  zu  prüfen,  ob  die  Begründung  der 
Plangenehmigungsverfügung der Vorinstanz tatsächlich als mangelhaft 
zu bezeichnen ist. Anschliessend ist die von der Vorinstanz genehmig-
te Trasseeführung auf ihre Rechtmässigkeit zu prüfen.

9.8.1.1 Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  ergibt  sich  aus  Art. 29 
Abs. 2 BV und Art. 29 ff. VwVG. Er umfasst zunächst den Anspruch der 
Parteien  gegenüber  der  Behörde  auf  vorgängige  Äusserung  und 
Anhörung, welcher den Betroffenen einen Einfluss auf die Ermittlung 
des wesentlichen Sachverhalts sichert. Unerlässliches Gegenstück der 

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Mitwirkungsrechte der Parteien bildet sodann – als weiterer wichtiger 
Teilgehalt des rechtlichen Gehörs – die Pflicht der Behörden, die Vor-
bringen der Betroffenen sorgfältig und ernsthaft zu prüfen und in der 
Entscheidfindung  zu  berücksichtigen.  Daraus  folgt  schliesslich  auch 
die grundsätzliche Pflicht  der  Behörden,  ihren Entscheid zu begrün-
den. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass 
der  Betroffene  ihn  gegebenenfalls  sachgerecht  anfechten  und  die 
Rechtsmittelinstanz ihn sachgerecht beurteilen kann. In diesem Sinn 
müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von de-
nen sich die Behörde leiten liess und auf  welche sich ihr  Entscheid 
stützt  (BGE 133 III 439  E. 3.3,  BGE 129 I 232  E. 3.2,  BGE  126 I 97 
E. 2b, BGE 112 Ia 107 E. 2b; Urteile  des Bundesverwaltungsgerichts 
A- 4597/2009  vom  17. Juni  2010  E. 2.2  und  A-7143/2008  vom 
16. September  2009  E. 12.7.1; vgl.  auch  BERNHARD WALDMANN/JÜRG 
BICKEL, in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxis-
kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren, 
Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 30, N. 5 und Art. 32; LORENZ KNEUBÜHLER in: 
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.],  a.a.O., N. 6 ff. zu Art. 35 VwVG).  Eine 
verfügende Behörde muss sich somit nicht mit jeder tatbeständlichen 
Behauptung  und  jedem rechtlichen  Einwand auseinandersetzen. Sie 
kann  sich  vielmehr  auf  die  entscheidrelevanten  Gesichtspunkte  be-
schränken. Erforderlich  ist  jedoch eine Auseinandersetzung mit  dem 
konkret  zu  beurteilenden  Sachverhalt;  Erwägungen  allgemeiner  Art 
vermögen  nicht  zu  genügen  (vgl.  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O., 
Rz. 3.106).

9.8.1.2 Der  angefochtene  Entscheid  nimmt  unter  der  Überschrift 
'Standortgebundenheit  der  Leitung'  Bezug  auf  den  Antrag  der  Be-
schwerdeführenden,  die  Linienführung  zwischen  den  Masten  Nr. 35 
bis 58 zu belassen, und lehnt das Begehren ab. Der Entscheidbegrün-
dung ist diesbezüglich zu entnehmen, dass erstens durch die geplante 
Trasseeführung kein Bauland verloren gehe,  dass  zweitens mit  dem 
Bau der geplanten Leitung der Rückbau der bestehenden Lei tung und 
damit eine Aufwertung der Landschaft einhergehe. Drittens entspreche 
die Verlegung an die Nationalstrasse dem Bündelungsgrundsatz und 
viertens könne zwischen den Masten Nr. 47 bis 50 auf dem bestehen-
den  Trassee  eine  Spannungserhöhung  nicht  vorgenommen  werden, 
weil damit die Vorgaben der Verordnung vom 23. Dezember 1999 über 
den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814.710)  nicht 
eingehalten  würden  bzw. weil  eine  Erhöhung  der  Masten  aus  land-
schaftsschützerischen Gründen nicht in Frage komme. Die Vorinstanz 

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schliesst daraus, eine Verschiebung des Trassees sei notwendig. Eine 
grossräumige Verlegung sei indes weder möglich noch sinnvoll, da die 
Leitung in erster Linie der Versorgung des Gebiets diene. Ausserdem 
seien die Endpunkte mit dem Unterwerk Obfelden und den umgebau-
ten  Leitungsteilen  vorgegeben.  Diese  erlaubten  keine  grossen  Ver-
schiebungen  des  Trasseeverlaufs.  Obwohl  die  Variante  'blau'  auch 
Thema  der  Einspracheverhandlung  vor  der  Vorinstanz  war,  äussert 
sich diese in der Plangenehmigungsverfügung nicht dazu.

9.8.1.3 Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht verweist die 
Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  auf  ihre  Ausführungen  im  Ent-
scheid betreffend die landschaftsschützerischen Überlegungen sowie 
die Vorgaben der NISV. Sie fügt an, Variante 'blau' habe sich im Rah-
men einer summarischen Prüfung gegenüber des projektierten Vorha-
bens als die schlechtere Lösung erwiesen. Sie führe durch die Drum-
linlandschaft,  stelle dadurch eine zusätzliche Belastung dieser Land-
schaftskammer dar, füge sich schlechter in die Landschaft ein als die 
bestehende Leitung und sei überdies nicht Bestandteil der Projektun-
terlagen gewesen. Daher habe es sich erübrigt, die Variante 'blau' im 
angefochtenen Entscheid ausführlich zu diskutieren.

9.8.1.4 Die Vorinstanz hat  die  Nachteile  der  Variante  'blau'  in  ihrem 
Entscheid somit nicht für sich, sondern implizit gemessen an den Vor-
teilen der projektierten Leitung beurteilt. Auf allfällige Vorteile der Vari-
ante  'blau'  ist  sie  dabei  gar  nicht  eingegangen,  obwohl  sie  gewisse 
landschaftsschützerische  Vorzüge  durchaus  hätte  erkennen  können. 
Keinen  Eingang  in  die  Erwägungen  fanden  auch  die  ästhetischen 
Interessen der Beschwerdeführenden, wonach eine "Verschandelung" 
des  Landschafts-  und  Ortsbilds  zu vermeiden  sei  (vgl.  Eingabe  von 
A._______ und Mitunterzeichnenden an das ESTI vom 20. Juni 2008). 
Nicht  geäussert  hat  sich  die  Vorinstanz sodann zum Vorbringen der 
Beschwerdeführenden, eine "optische Industrialisierung des lieblichen 
Dorfs inmitten der intakten Landschaft" sei zu verhindern (vgl. Eingabe 
von H._______ an das ESTI vom 7. Juli 2008). Die Vorinstanz ist ihrer 
Pflicht,  die  im  Zusammenhang  mit  der  Trasseewahl  vorgenommene 
Interessenabwägung  in  der  Plangenehmigungsverfügung  zu 
begründen,  damit  nicht  genügend  nachgekommen.  Weshalb  die 
Variante  'blau'  zu  verwerfen  ist,  begründet  die  Plangenehmi-
gungsverfügung nicht.  

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9.8.1.5 Der  Gehörsanspruch  ist  nach  feststehender  Rechtsprechung 
formeller Natur. Daraus folgt, dass seine Verletzung ungeachtet der Er-
folgsaussichten der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit 
dem Verfahrensmangel behafteten Entscheids führt.  Nach der Recht-
sprechung kann eine Verletzung des Gehörsanspruchs indes als ge-
heilt  gelten,  wenn die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Ge-
hörs – wozu eine unterlassene Begründung zu zählen ist – in einem 
Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, in dem die Beschwerdeinstanz 
mit der gleicher Kognition prüft wie die untere Instanz. Ausgeschlossen 
ist die Heilung jedoch, wenn die Verletzung der Parteirechte besonders 
schwer wiegt; überdies darf den Beschwerdeführenden kein Nachteil 
erwachsen und die Heilung soll die Ausnahme bleiben (BGE 135 I 279 
E. 2.6.1, BGE 129 I 129 E. 2.2.3, BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 126 I 68 
E. 2, Urteil des Bundesgerichts 1A.234/2006 vom 8. Mai 2007 E. 2.2; 
Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-4597/2009  vom  17. Juni 
2010  E. 2.5  und  A-1737/2006  vom  22. August  2007  E. 2.2; ULRICH 
HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 986 f.). 

Bei Verstössen gegen die Begründungspflicht wird der Mangel als be-
hoben erachtet, wenn die Rechtsmittelbehörde eine hinreichende Be-
gründung liefert  oder  wenn die  unterinstanzliche Behörde anlässlich 
der Anfechtung ihres Entscheids eine genügende Begründung nach-
schiebt  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1737/2006  vom 
22. August  2007,  letztmals  bestätigt  mit  Urteil  C-4317/2008  vom 
9. August  2010).  Die  Möglichkeit,  Gehörsverletzungen  zu  heilen, 
orientiert  sich  nach  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  an  der 
Möglichkeit  der  betroffenen  Partei,  ihre  Rechte  im  Beschwerde-
verfahren  voll  wahrnehmen  zu  können  (vgl.  LORENZ KNEUBÜHLER,  Die 
Begründungspflicht, Bern/Stuttgart/Wien 1998, S. 213 mit Hinweis auf 
BGE 107 Ia I E. 1).

9.8.1.6 Im  Rahmen  des  umfangreichen  Instruktionsverfahrens,  na-
mentlich  des  doppelten  Schriftenwechsels,  des  Augenscheins  vom 
14. Juli  2010  und  der  Schlussbemerkungen  vor  dem Bundesverwal-
tungsgericht,  fand eine einlässliche Diskussion der betroffenen Inter-
essen im Licht der Variante 'blau' statt. Auf Aufforderung der Instruk-
tionsrichterin (vgl. Verfügung vom 10. Mai 2010) erläuterten das BAFU 
und das ARE in Fachberichten vorgängig zum Augenschein die rele-
vanten Interessen im Zusammenhang mit der Variante 'blau' und ge-
wichteten  diese  aus  ihrer  Sicht.  Die  Beschwerdeführenden  erhielten 

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sowohl am Augenschein als auch im Rahmen der Schlussbemerkun-
gen die Gelegenheit, sich dazu umfassend zu äussern. Die mangelhaf-
te  Begründung  des  Entscheids  verunmöglichte  den  Beschwerdefüh-
renden  eine  sachgerechte  Anfechtung  der  Plangenehmigungsverfü-
gung  in  diesem  Punkt  zudem  nicht  völlig.  Im  Beschwerdeverfahren 
wurden die Beschwerdeführenden überdies nicht mit Vorbringen kon-
frontiert,  die  ihnen  bei  Einreichung  der  Beschwerde  gänzlich  unbe-
kannt gewesen wären.  Hieraus folgt, dass die Verletzung des rechtli-
chen  Gehörs  der  Beschwerdeführenden  vorliegend  nicht  als  beson-
ders schwer zu beurteilen ist. Dies umso mehr, als davon auszugehen 
ist, dass die Vorinstanz bei einer Rückweisung der Streitsache wieder 
gleich entscheiden würde. Nicht ersichtlich ist ausserdem, in welcher 
Weise  die  Beschwerdeführenden  bei  einer  Heilung  einen  Nachteil 
erleiden  könnten.  Somit  erachtet  das  Bundesverwaltungsgericht  die 
Voraussetzungen  für  eine  Heilung  des  Mangels  als  erfüllt  und  den 
Verstoss gegen die Begründungspflicht als behoben. Der zu Recht ge-
rügten Verletzung der Begründungspflicht wird indes im Rahmen der 
Kostenverlegung Rechnung zu tragen sein (E. 10 und 11).

9.8.2 Die Feststellung, dass ein vorgelegtes Projekt bundesrechtskon-
form  ist,  kann  die  Prüfung  anderer  Varianten  ohne  weiteres  aus-
schliessen,  da  die  Einhaltung  von  Bundesrecht  geradezu  impliziert, 
dass den berührten Interessen genügend Rechnung getragen wurde. 
Bestreiten dies die Beschwerdeführenden, müssen sie konkret aufzei-
gen, inwiefern das vorgelegte Projekt Bundesrecht verletzt. Zu beach-
ten  ist  allerdings,  dass  der  Vergleich  verschiedener  Lösungen  nur, 
aber immerhin, dann angezeigt ist,  wenn die einander gegenüberzu-
stellenden  Varianten  echte  Alternativen  sind,  d.h.  sie  müssen  reali-
stisch und einigermassen ausgereift sein. Zudem sind nur dort Varian-
ten zu prüfen, wo tatsächlich auch ein Konflikt mit den einschlägigen 
Vorschriften  zu  erkennen  ist.  Nicht  verlangt  werden  kann  hingegen, 
dass alle in Betracht fallenden Alternativen im Detail  projektiert  wer-
den. So dürfen insbesondere Varianten, die mit erheblichen Nachteilen 
belastet  sind,  schon  nach  einer  ersten  summarischen  Prüfung  aus 
dem Auswahlverfahren  ausscheiden  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwal-
tungsgerichts  A-594/2009  vom  10. November  2009  E. 4.3,  bestätigt 
mit  Urteil  A-954/2009  vom  1. Juli  2010  E. 12.4,  A-594/2009  vom 
10. November  2009  E.  4.2  und  A-1835/2006  vom 4. Juli  2007  E. 5; 
Entscheid der Rekurskommission des Eidgenössischen Departemen-
tes  für  Umwelt,  Verkehr,  Energie  und Kommunikation  [REKO UVEK] 
A-2004-151 vom 14. Dezember 2005 E. 6.1 mit Hinweisen).

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9.8.3 Den Akten ist  zu  entnehmen,  dass  sich  insbesondere die  Be-
schwerdegegnerin eingehend mit  der  Variante 'blau'  befasst  hat  und 
diese ein durchaus ausgereiftes Projekt darstellt. Zu prüfen ist nachfol-
gend, ob der Variante 'blau' in einem Mass erhebliche Mängel anhaf-
ten,  das es der  Vorinstanz erlaubt  hat,  die  alternative Linienführung 
nach  einer  summarischen  Prüfung  aus  dem  Auswahlverfahren  aus-
scheiden zu lassen. 

9.8.4 Die Beschwerdeführenden bringen vor, die Variante 'blau' sei mit 
dem Landschaftsschutz besser vereinbar und die von ihr ausgehenden 
Auswirkungen  auf  das  Siedlungsgebiet  seien  geringer.  Namentlich 
schone  sie  die  Landschaft  vom Dorfgebiet  her.  Die  Trasseeführung 
könne der Topographie angepasst werden und die Leitung wäre wei-
testgehend  uneinsehbar. Überdies  seien  die  Anstösser  weniger  von 
elektromagnetischer Strahlung betroffen. Das für die Leitungsführung 
erforderliche  Enteignungsrecht  hätte  der  Beschwerdegegnerin  über-
dies erteilt werden können. 

9.8.5 Die  Beschwerdegegnerin  führt  in  der  Beschwerdeantwort  aus, 
die Bereitschaft zur Ausarbeitung der Variante 'blau' habe unter dem 
Vorbehalt gestanden, alle Dienstbarkeiten freihändig erwerben zu kön-
nen,  was sich als  unmöglich  erwiesen habe. Dass ein  Enteignungs-
recht für die alternative Trasseeführung erteilt  würde, sei  zweifelhaft. 
Im Übrigen würde die Variante 'blau' die Landschaft stärker belasten, 
da sie mitten durch die Drumlinlandschaft führe. 

9.8.6 Die Vorinstanz betrachtet in ihrer Vernehmlassung die Variante 
'blau' aus Gründen des Landschaftsschutzes und aufgrund der NISV 
als  nicht  realisierbar. Deshalb  erscheine die  Variante  gegenüber  der 
projektierten Leitungsführung als schlechtere Lösung.

9.8.7 Das  BAFU  äusserte  im  Fachbericht,  die  Variante  'blau'  stehe 
nicht im Einklang mit dem Schutzziel, weil deren Trassee mitten durch 
die Drumlinlandschaft geführt würde. Dies widerspreche dem Bünde-
lungsgrundsatz. Die Variante 'blau' sei nicht genehmigungsfähig.

9.8.8 Am Augenschein zeigte sich, dass – von der Liegenschaft  des 
Beschwerdeführers  C._______  aus  gesehen  –  Mast  Nr. 39  der  Va-
riante 'blau' zu 1/3 seiner Länge durch Bäume und Pflanzen im Hinter-
grund verdeckt würde und zu 2/3 seiner Länge vor dem Himmel sicht -
bar wäre (vgl. Bilder Nr. 4 und 5 der Bilddokumentation). Von der Lie-
genschaft des Beschwerdeführers E._______ und der sich in der Bau-

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zone  befindlichen  Parzelle  des  Beschwerdeführers  F._______  aus 
gesehen, hätte Mast Nr. 41 der Variante 'blau', dessen Höhe 26 Meter 
betragen würde, in seiner gesamten Länge Wald im Hintergrund – mit 
entsprechend schlechter Sichtbarkeit (vgl. Bild Nr. 8 der Bilddokumen-
tation). Von den Liegenschaften der Beschwerdeführer G._______ und 
A._______  aus  gesehen,  befänden  sich  im  Hintergrund  von  Mast 
Nr. 42 der Variante 'blau' (ebenfalls 26 Meter hoch) je zur Hälfte Wald 
bzw. Himmel.  Der  Mast  würde  in  einer  leichten  Senke  stehen  (vgl. 
Bilder Nr. 9 und 10 der Bilddokumentation). 

Das BAFU hielt am Augenschein fest, die Autobahn begreife sich als li -
neares Element in der Landschaft (vgl. Bild Nr. 11 der Bilddokumenta-
tion). In diesem Licht erscheine die Bündelung der genehmigten Lei-
tungsführung im Raum nachvollziehbarer als die Leitungsführung bei 
der Variante 'blau'. Diese treffe erst bei Mast Nr. 36 wieder auf das Na-
tionalstrassentrassee. Der Aussichtsschutz der Beschwerdeführenden 
vermöge keine Abweichung vom Grundsatz der Bündelung und vom 
Landschaftsschutz zu begründen. Die Variante 'blau' biete im Gegen-
satz zur genehmigten Leitungsführung keine Entlastung der geschütz-
ten Landschaft,  sondern  schneide die  Geländekammer  in  der  Mitte. 
Die  Variante  'blau'  sei  aus  Sicht  des  Landschaftsschutzes  deshalb 
nicht genehmigungsfähig. 

Das ARE seinerseits  betonte,  namentlich die Zäsur der  geschützten 
Landschaft bzw. der Mangel an Bündelung fielen bei der Beurteilung 
ins Gewicht. Doch sei  tendenziell  davon auszugehen, die alternative 
Linienführung sei aus raumplanerischer Sicht genehmigungsfähig. Das 
massgebende Kriterium zur Beurteilung stelle dabei nicht die Sichtbar-
keit  der  'blauen'  Leitungsführung vom Siedlungsgebiet  her  dar:  Viel -
mehr  seien  sämtliche  Aspekte  –  namentlich  der  Landschaftsschutz, 
der Grundsatz der Bündelung von Infrastrukturanlagen und die Anpas-
sung der Leitung an das Relief – einander in einer Interessenabwä-
gung gegenüberzustellen. Aspekte der Aussicht allein vermöchten die 
weiteren Interessen indes nicht zu überwiegen.

Die Beschwerdegegnerin fügte am Augenschein schliesslich an, dass 
die NISV-Grenzwerte im Fall der Beibehaltung bestehender Linienfüh-
rung bei der Liegenschaft 'Waldhof' nicht eingehalten werden könnten.

9.8.9 Vor dem Gesagten sind nachfolgend die verschiedenen Vorbrin-
gen der Beschwerdeführenden zu prüfen. 

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9.8.9.1 Soweit  die  Beschwerdeführenden  darlegen,  vom  Dorfgebiet 
her  betrachtet  könne die  Landschaft  geschont  bzw. die  Leitungsfüh-
rung  nach  Variante  'blau'  weitgehend  nicht  eingesehen  werden,  ist 
festzustellen, dass Einsehbarkeit oder Aussicht nicht gleichbedeutend 
sind mit einer Schonung der Landschaft. Erstellt ist, dass die Masten 
der Variante 'blau' durch deren Hintergrund optisch besser absorbiert 
würden und dadurch weniger stark sichtbar wären als die Masten des 
genehmigten  Projekts.  Variante  'blau'  ist  für  die  Aussicht  der  Be-
schwerdeführenden daher zweifellos vorteilhaft. 

9.8.9.2 Das  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden,  die  Leitungsfüh-
rung der Variante 'blau' könne der Topographie besser angepasst wer-
den,  ist  auch anhand der  Grundsätze der  Wegleitung zu beurteilen. 
Demnach sind – wie bereits vorne (E. 9.6.1) erwähnt –  Leitungen in 
den  Landschaftsformen  angepassten  Trassen  in  Geländesenken  zu 
führen und Mastenstandorte bzw. -höhen von Weitspannleitungen so 
zu wählen, dass die Leiterseile der allgemeinen Relieflinie folgen.

Die Masten der Variante 'blau' würden innerhalb der Drumlinlandschaft 
erstellt. Eine der Landschaftsform angepasste Führung der Leiterseile 
ist  aufgrund des geschwungenen Terrains nicht  zu erreichen. Dieses 
verunmöglicht  die Bestimmung einer allgemeinen Relieflinie (vgl. Bil -
der Nr. 2-5 der Bilddokumentation). Eine am ehesten einer Gelände-
senke gleichende topographische Gegebenheit  findet  sich  zur  abfal-
lenden östlichen Grenze der Drumlinlandschaft hin. Dort liegt mit dem 
Nationalstrassentrassee  das  vom  BAFU  genannte  [einzige]  'lineare 
Element' dieser Landschaft. Mit dem BAFU ist festzuhalten, dass die 
Variante 'blau' den Bündelungsgrundsatz augenscheinlich verletzt. Mit 
der Reliefanpassung besser vereinbar ist die Leitungsführung der ge-
nehmigten Variante in flacherem Terrain entlang des Strassentrassees. 
Das Vorbringen der Beschwerdeführenden geht daher fehl.

9.8.9.3 Nach  Ansicht  der  Beschwerdeführenden  ist  sodann  von  der 
Beschwerdegegnerin zu erwarten, die Leitung so zu führen, dass mög-
lichst wenig Anstösser von der elektromagnetischen Strahlung betrof -
fen seien.

Die Vorgaben der NISV werden bei der genehmigten Trasseeführung 
unbestrittenermassen vollumfänglich eingehalten (vgl. dazu auch hin-
ten, E. 9.9.3). Wenn die Beschwerdeführenden dennoch die Verlegung 
des Trassees gemäss Variante 'blau' verlangen, ist auf Art.  13 Abs. 1 

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USG  zu  verweisen,  wonach  der  Bundesrat  für  die  Beurteilung  der 
Schädlichkeit oder Lästigkeit von Immissionen Grenzwerte festlegt. Die 
NISV bezweckt entsprechend, Menschen vor schädlicher oder lästiger 
nichtionisierender Strahlung schützen (Art. 1 NISV). Nach bundesge-
richtlicher  Rechtsprechung ist  die vorsorgliche Emissionsbegrenzung 
in  der  NISV abschliessend umschrieben. Eine über  die  vorsorgliche 
Emissionsbegrenzung  nach  Art. 4  NISV  hinausgehende,  weiterge-
hende Begrenzung kann daher gestützt auf Art. 12 Abs. 2 USG nicht 
verlangt werden (BGE 126 II 399 E. 3c und 4c). Unabhängig von den 
betrieblichen Gegebenheiten und von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen, 
dürfen  weitergehende  Emissionsbegrenzungen  nur  angeordnet  wer-
den,  wenn die Voraussetzungen von Art. 11 Abs. 3 USG erfüllt  sind, 
d.h. wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter  
Berücksichtigung  der  bestehenden  Umweltbelastung  schädlich  oder 
lästig  werden  (Urteil  des  Bundesgerichts  1C_282/2008  vom 7. April 
2009  E. 4.2),  was  vorliegend  nicht  der  Fall  ist.  Auswirkungen  nicht-
ionisierender  Strahlung,  welche  unterhalb  der  Immissionsgrenzwerte 
der NISV die Hürde der Schädlichkeit oder Lästigkeit zu nehmen ver-
möchten,  haben  bislang  nicht  nachgewiesen  werden  können.  Das 
Bundesverwaltungsgericht schliesst sich daher der Ansicht der Vorin-
stanz an, ein über die – mit Revision vom 1. September 2009 bestätig-
ten – NISV-Grenzwerte hinausgehender Emmissionsschutz sei im vor-
liegenden Fall nicht zu gewähren (vgl. E. 3.6 des angefochtenen Ent-
scheids,  mit  Hinweisen).  Das  entsprechende  Vorbringen  der  Be-
schwerdeführenden kann als  Argument  für  eine Verlegung des Tras-
sees daher nicht herangezogen werden.

9.8.9.4 Die  Beschwerdeführenden  bringen  weiter  vor,  die  Variante 
'blau' sei mit dem Landschaftsschutz besser vereinbar als das geneh-
migte Projekt. 

Wie  vorne  ausführlich  dargelegt  (E. 9.6.1),  bestimmen  vorliegend 
Art. 3 RPG und Art. 11 Abs. 2 LeV die aus landschaftsschützerischer 
Sicht massgeblichen Überlegungen. Eine die Drumlinlandschaft durch-
querende Freileitung ist weder geeignet, den Landschaftsverbrauch zu 
minimieren, noch stellt sie einen schonenden Eingriff dar. Damit dient 
sie  der  Erhaltung  des  Schutzgebiets  nicht.  Der  Vorteil  der  Variante 
'blau' besteht einzig in der Freihaltung der Überdeckung 'Rüteli'. Die an 
der östlichen Grenze der Drumlinlandschaft von der geplanten Leitung 
ausgehende Beeinträchtigung entfiele (vgl. vorne, E. 9.6.5). Der Aus-
sage des BAFU, wonach eine Freileitung mitten durch das geschützte 

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Gebiet keine Verbesserung für den Landschaftsschutz mit sich bringe, 
ist daher mit dieser Einschränkung zuzustimmen. Im Sinn der genann-
ten  Erwägung  vermag  eine  landschaftsschützerische  Verbesserung 
auf  der  –  gemessen  an  der  gesamten  Länge  der  Leitung  –  kurzen 
Strecke der Überdeckung die Nachteile nicht zu überwiegen, die eine 
Leitungsführung durch die Drumlinlandschaft mit sich bringt. Die Vari-
ante 'blau' stellt somit gesamthaft einen stärkeren Eingriff in die Land-
schaft dar als die geplante Leitung. Das Vorbringen der Beschwerde-
führenden ist folglich unbegründet.

9.8.9.5 Die  Beschwerdeführenden  bringen  schliesslich  vor,  der  Be-
schwerdegegnerin könnte das für die Realisierung der Variante 'blau' 
erforderliche Enteignungsrecht zweifellos erteilt werden.

Das ARE gibt in seinen Schlussbemerkungen der genehmigten Varian-
te den Vorzug. Das BAFU erachtet die Variante 'blau' gar als nicht ge-
nehmigungsfähig.  Der  Beschwerdegegnerin  ist  demnach  zuzustim-
men, dass eine Enteignung der für diese Variante notwendigen Über-
leitungsrechte mangels Notwendigkeit und Angemessenheit unverhält-
nismässig wäre. Die Ansicht  der Beschwerdeführenden geht  auch in 
diesem Punkt fehl.

9.8.10 Für eine Verlegung der Leitung gemäss den Plänen der Varian-
te 'blau' sprechen zusammenfassend sowohl der Aussichtsschutz der 
Beschwerdeführenden als auch der Wegfall einer landschaftlichen Be-
lastung auf der Strecke der Überdeckung 'Rüteli'. Die fehlende Verein-
barkeit  mit  landschaftsschützerischen  Vorgaben,  namentlich  die 
schlechte Reliefanpassung, die fehlende Bündelung der Infrastruktur-
anlagen, mithin die von der Fachbehörde in Aussicht gestellte, fehlen-
de  Genehmigungsfähigkeit  der  Variante  'blau',  sprechen  gegen  eine 
solche Verlegung. Während von einer geringeren Sichtbarkeit der Lei-
tung in erster Linie die am östlichen Siedlungsrand lebenden Einwoh-
ner Mettmenstettens profitieren würden, sind landschaftsschützerische 
Aspekte von öffentlichem Interesse. Die genannten, in diesem Bereich 
bestehenden, erheblichen Nachteile der Variante 'blau' vermögen de-
ren Vorteile daher nicht zu überwiegen. Aus diesem Grund ist nach er -
folgter Prüfung nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Variante 
'blau'  nach einer  summarischen  Prüfung  aus  dem Auswahlverfahren 
ausgeschlossen hat.

Seite 31

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9.9 Die Beschwerdeführenden rügen schliesslich, die Vorinstanz habe 
die Kosten einer Erdverlegung der geplanten Leitung nicht genügend 
überprüft. Sie bringen vor, die Interessenabwägung habe zu berück-
sichtigen,  dass  eine Verkabelung  im kritischen Bereich  [d.h. auf  der 
Strecke der Überdeckung 'Rüteli'] ohne grossen Aufwand im Rahmen 
der Erstellung der Überdeckung möglich gewesen wäre.

9.9.1 Das Bundesgericht  hat  zur Frage der  Erdverlegung von Hoch-
spannungsleitungen festgehalten, das USG verlange – dem Vorsorge-
prinzip entsprechend – eine Begrenzung von Immissionen [jedweder 
Art] nur in einem technisch und betrieblich möglichen sowie wirtschaft -
lich  tragbaren  Rahmen.  Bei  geringen  Belastungssituationen  dürften 
daher keine übertriebenen Anforderungen an notwendige Starkstrom-
leitungen gestellt  werden. Erweise sich unter solchen Umständen die 
Erdverlegung als technisch zwar möglich, sei diese jedoch mit erhebli -
chen technischen Inkonvenienzen behaftet,  so sei entscheidend, wie 
es sich mit der wirtschaftlichen Tragbarkeit der (Mehr-)Kosten für eine 
Erdverlegung verhalte. Dabei sei für die Frage der Verkabelungspflicht 
ein sachgerechter Kostenvergleich anzustellen, der vergleichbare Stre-
ckenabschnitte umfasse. Im zu beurteilenden Fall hat das Bundesge-
richt festgestellt, dass nach dem heutigen Stand der Technik nach wie 
vor  das  zwei-  bis  fünffache im Vergleich zum Freileitungsbau aufzu-
wenden wäre. In  Anbetracht  solcher  Kosten und in  Würdigung einer 
geringen Belastungssituation erachtete das Bundesgericht in dem von 
ihm  zu  beurteilenden  Fall  eine  Verkabelung  als  wirtschaftlich  nicht 
tragbar (BGE 124 II 219 E. 8, bestätigt mit Urteil  des Bundesgerichts 
1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 8.3).

9.9.2 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid geprüft, ob die 
Anordnung einer Verkabelung nach Abwägung aller betroffenen Inte-
ressen verhältnismässig ist. Sie erachtete unter dem Aspekt des Land-
schaftsschutzes die Verlegung der Leitung an die Nationalstrasse als 
ausreichend,  um  die  Landschaftskammer  aufzuwerten.  Eine  Verka-
belung sei nicht erforderlich, zumal eine Teilverkabelung auf einer kur-
zen Strecke wegen der zu erstellenden Übergangsbauwerke im Resul-
tat keinen Unterscheid mache zu einer Freileitung. Erst die Verkabe-
lung  über  eine  längere  Strecke  würde  eine  deutliche  Verbesserung 
bringen. Infolge des mit der Erdverlegung verbundenen Aushubs, der 
Austrocknung und der damit verbundenen Veränderung der Mikrobiolo-
gie stelle eine Verkabelung für den Boden eine ungleich grössere Be-
lastung dar als eine Freileitung. Die für die Verkabelung und Erstellung 

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von  Übergangsbauwerken  erforderlichen  Eingriffe  in  die  Rechtsstel-
lung der betroffenen Grundeigentümer seien überdies grösser als die 
Eingriffe im Zusammenhang mit  einer  Freileitung. Unter dem Aspekt 
der Versorgungssicherheit träten betriebliche und technische Nachteile 
einer Verkabelung zu Tage. So erforderten die Lokalisierung und Behe-
bung von Störungen einen grösseren technischen und zeitlichen Auf-
wand. Kurze Verkabelungen seien besonders störanfällig, weshalb ei-
ne Verkabelung nur im Bereich der Autobahnüberdeckung nicht in Fra-
ge komme. Die Mehrkosten für eine Verkabelung seien schliesslich nur 
zumutbar,  wenn  es  um  den  Schutz  besonderer  Landschaftsschutz-
objekte ginge. Die Schutzbedürftigkeit der Drumlinlandschaft sei nicht 
hoch genug, um solche Mehrkosten zu rechtferitigen. Die Vorinstanz 
kam zum Schluss, die Verkabelung präsentiere sich zwar im Hinblick 
auf den Landschaftsschutz als mildere Variante, doch erweise sie sich 
angesichts der entgegenstehenden Interessen als unverhältnismässig. 
In ihrer Vernehmlassung hielt die Vorinstanz an ihrer Ansicht fest, die  
Mehrkosten seien vorliegend nicht relevant, zumal andere Faktoren für 
eine Freileitung sprächen.

9.9.3
9.9.3.1 Wie bereits vorne erwähnt (E. 9.8.9.3),  werden die Vorgaben 
der NISV im Bereich der Neubaustrecke (Masten Nr. 35 bis 60) vollum-
fänglich eingehalten (vgl. auch act. 317 der Vorakten). Diese Angaben 
wurden in der Folge nicht bestritten. Dem NISV-Standortdatenblatt ist 
zudem zu entnehmen, dass im Bereich der Masten Nr. 35 bis 60 die 
sog. '1 T-Linie' (Anlagegrenzwert) in einem Radius von 20 Metern umμ  
den Leitungsstrang verläuft  (act. 356 der Vorakten). Da sich die Lie-
genschaften der Beschwerdeführenden am östlichen Rand des Sied-
lungsgebiets in einem Abstand von rund 70 Metern zur geplanten Lei-
tung befinden, ist von einer geringen elektromagnetischen Belastungs-
situation auszugehen. Dieser Umstand ist bei der nachfolgenden Beur-
teilung zu berücksichtigen.

9.9.3.2 Abgesehen  von der  Belastung  elektromagnetischer  Natur  ist 
im Rahmen der Immissionsbegrenzung zu berücksichtigen, dass vor-
liegend mit der Drumlinlandschaft ein kantonales Schutzgebiet überre-
gionaler Bedeutung betroffen ist und eine Verkabelung im Bereich der 
Überdeckung 'Rüteli' zu einer optischen Schonung der Landschaft bei-
tragen und sich überdies positiv auf die Wohnqualität im angrenzenden 
Wohngebiet auswirken würde.

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Gemäss konstanter Rechtsprechung ist eine Verkabelung einer Freilei-
tung von 50 kV und höher aus landschaftsschützerischen Gründen al-
lerdings nur dann vorzunehmen, wenn es gemäss den Bestimmungen 
des  NHG  gilt,  ein  besonders  schützenswertes  Objekt  zu  erhalten. 
Selbst  in  solchen Fällen  sind alle  Umstände  des Einzelfalles  in  Be-
tracht  zu  ziehen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-954/2009 vom 1. Juli  2010 E. 15.6.5; Entscheid REKO UVEK vom 
10. Juli 2002; Urteil des Bundesgerichts 1A.177/2002 vom 19. Februar 
2003  [Bestätigung  des  Entscheids  der  REKO  UVEK  vom  10. Juli 
2002]; Entscheid des Bundesrats vom 27. März 1991, veröffentlicht in 
VPB  56.7  E.  3c.bb;  BGE  115 Ib 311  E. 5  mit  Hinweis  auf  BGE 
100 Ib 404). Die Rechtsprechung hat eine besondere Schutzbedürftig-
keit nicht leichthin angenommen (vgl. etwa Entscheid der REKO UVEK 
E-2003-13 vom 5. April  2001 E. 3 [publiziert  in URP 2002 S. 205 ff.], 
bestätigt  durch  Urteil  des  Bundesgerichts  1A.84/2001  vom 12. März 
2002, zur besonderen Schutzbedürftigkeit eines kantonalen Schutzge-
biets, welches unmittelbar an BLN-Objekt Nr. 1411 und an ein inventa-
risiertes Zugvogelreservat angrenzt). Die Voraussetzungen an ein be-
sonders  schützenswertes  Objekt  erfüllt  die  Drumlinlandschaft  nicht. 
Sie ist überdies nur am Rand und somit marginal von einer Freileitung 
tangiert und könnte auch mit einer Teilverkabelung nicht von augenfäl-
ligen  Übergangsbauwerken  freigehalten  werden.  So  stellte  das 
Bundesverwaltungsgericht anlässlich des Augenscheins fest, dass bei 
einer  Verkabelung  zwei  sog.  Kabelentmastungen  an  den  Tunnelpor-
talen der Autobahnüberdeckung bei Masten Nr. 40 und 42 zu stehen 
kämen. Diese Kabelentmastungen hätten eine Höhe von je  rund  20 
Metern. Durch sie würde die gesamte Anzahl der Masten [im Vergleich 
zur genehmigten Variante] sogar erhöht. Der Aussichtsschutz der Be-
schwerdeführenden vermag vor dem Gesagten eine Verkabelung aus 
landschaftsschützerischen Gründen deshalb nicht zu rechtfertigen. 

9.9.4 Die Beschwerdegegnerin bestreitet die technische Machbarkeit 
einer  Verkabelung  mittels  Leitungszug  durch  einbetonierte  Hüll-  und 
Muffenschächte nicht. Sie bestreitet auch nicht, dass der Einbau des 
Leitungszugs  bereits  beim  Bau  der  Überdeckung  möglich  gewesen 
wäre. Das BAFU äussert sich zu dieser Frage nicht. Das ARE erachtet 
in seinem Fachbericht eine Verkabelung als raumplanerisch beste Lö-
sung, geht mithin von der technischen Realisierbarkeit aus. Es ist da-
von auszugehen, dass einer Verkabelung unter elektro- und bautechni-
schen  Gesichtspunkten  im  vorliegenden  Fall  nichts  entgegenstehen 
würde. 

Seite 34

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9.9.5 Die  Beschwerdegegnerin  betont  demgegenüber  die  betriebli-
chen Nachteile  einer  Verkabelung. Sie führt  an,  eine verkabelte Lei-
tung könne bei einem Störfall  – im Unterschied zu einer Frei leitung – 
während mehrerer Monate ausser Betrieb sein, weil dies den Einbau 
von  Muffenschächten  bedinge  und  Kabel  nicht  auf  Vorrat  produziert 
würden. Ausserdem könne die Reparatur nur von externem Personal 
ausgeführt  werden, was die Reparaturzeit verlängere. Die erwähnten 
Übergangsbauwerke  seien  zudem  anfällig  für  Blitzeinschläge.  Eine 
Störung  verursache  auch  deshalb  grössere  Aufwendungen,  weil  be-
stimmte Ersatzteile, deren Haltbarkeit beschränkt sei und die sich da-
her  nicht  im  Lager  der  Beschwerdegegnerin  befänden,  erst  bestellt 
werden müssten. Als Beispiel nennt sie sog. 'Stresskonen', deren Halt-
barkeit auf zwei Jahre beschränkt sei und deren Preis bei Fr. 3'000.-- 
pro Stück liege. Müssten beschädigte Kabel ersetzt werden, so habe 
die Beschwerdegegnerin auch diese aus Investitionsgründen nicht an 
Lager. Diese kosteten rund Fr. 100.-- pro Meter. Bei einem zu hohen 
Anteil  der bei einer Verkabelung benötigten Kabel im gesamten Netz 
würde  ausserdem das  Netz  instabil.  Die  Vorinstanz,  welche  in  ihrer 
Vernehmlassung zur Frage betrieblicher Aspekte auf den angefochte-
nen  Entscheid  verweist,  bringt  vor,  kurze  verkabelte  Strecken  seien 
besonders  störanfällig.  Auch  die  Beschwerdegegnerin  erachtet  eine 
auf den Bereich der Überdeckung 'Rüteli' beschränkte Verkabelung als 
wenig sinnvoll.

Bei den genannten Nachteilen betrieblicher Natur handelt es sich um 
Inkonvenienzen, die jeder Verkabelungen innewohnen dürften. Im Ver-
gleich zu Freileitungen bringen Verkabelungen stets erhebliche techni-
sche Schwierigkeiten mit  sich (vgl. statt  vieler  Urteil  des Bundesver-
waltungsgerichts A-954/2009 vom 1. Juli  2010 E. 15). Bedeutsam er-
scheint im vorliegenden Fall zusätzlich die besondere Störanfälligkeit 
einer kurzen Teilverkabelung.

9.9.6 Unter Berücksichtigung der geringen Belastungssituation und im 
Licht  der  technischen und betrieblichen Aspekte  ist  nach bundesge-
richtlicher Rechtsprechung beim Entscheid für oder gegen eine Verka-
belung  am Ende  entscheidend,  wie  es  sich  mit  der  wirtschaftlichen 
Tragbarkeit der (Mehr-)Kosten verhält.

Die Kosten für eine Teilverkabelung zwischen den Masten Nr. 40 und 
43 bei  der  Überdeckung 'Rüteli'  belaufen sich  nach den am Augen-
schein  vorgetragenen  Berechnungen  der  Beschwerdegegnerin  auf 

Seite 35

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Fr. 1'300'000.--  (davon Fr. 160'000.--  für  Grabarbeiten  einschliesslich 
Verlegung des Rohrblocks und der Schutzhülle),  wohingegen für  die 
Erstellung  einer  Freileitung  im  betreffenden  Abschnitt  Fr. 400'000.-- 
aufzuwenden wären. Es sei von einem Mehrkostenfaktor von 3.25 aus-
zugehen. Ein solcher sei vorliegend angesichts fehlender übergeord-
neter  Interessen als  unverhältnismässig  zu beurteilen. Allein  die  ge-
nannten Übergangsbauwerke verursachten Kosten in der Höhe der ge-
samten Freileitung. Die Beschwerdegegnerin unterschied schliesslich 
zwischen  Investitions-  und  Investitionsfolgekosten.  Der  genannte 
Mehrkostenfaktor beziehe sich nur auf die Investitionskosten. Demge-
genüber seien die Folgekosten mangels Erfahrung und Zahlenmaterial 
im heutigen Zeitpunkt nicht absehbar. Vielmehr bestimmten sich die ef-
fektiven Kosten aufgrund der  konkreten Begebenheiten. Sie könnten 
insbesondere namhafte Mehraufwände zur Risikobewältigung (z.B. au-
tomatische Ausschaltung bei  Blitzeinschlag)  umfassen. Verschiedene 
Ausführungen verkabelter  Leitungsführungen seien daher  nicht  ohne 
weiteres vergleichbar. Aus diesen Gründen sei vorliegend eine Verka-
belung auf einem Abschnitt von 400 Metern wirtschaftlich nicht verhält -
nismässig.  Die  Beschwerdeführenden  führen  in  ihrer  Stellungnahme 
vom 26. März 2010 aus, die Vorinstanz messe der Kostenfrage keine 
grosse  Bedeutung  zu  und  anerkenne  damit,  dass  keine  finanziellen 
Gründe gegen eine Erdverlegung sprächen. Selbst wenn eine Verka-
belung teurer  sei,  seien diese Kosten im Vergleich  zu den Gesamt-
kosten vernachlässigbar. Deshalb sei eine Verkabelung aus Sicht der 
Kosten verhältnismässig. Die  Beschwerdeführenden wenden zur  Ko-
stenfrage ausserdem ein, es dürften nicht die Mehrkosten auf einem 
bestimmten Abschnitt isoliert betrachtet, sondern müssten in Relation 
zu den Kosten für die gesamte Leitungsführung beurteilt werden. Dazu 
bringt die Beschwerdegegnerin vor, es seien die Mehrkosten in Rela-
tion zum gesamten Netz zu betrachten, zumal Verkabelungswünsche 
häufig vorgetragen würden. Würde die Beschwerdegegnerin allen Be-
dürfnissen nach Verkabelung nachkommen, hätte dies enorme Mehr-
kosten  zur  Folge,  was  dem  Auftrag,  eine  wirtschaftlich  vernünftige 
Stromversorgung zu gewährleisten, widersprechen würde.

Welche Kosten schliesslich einander gegenüber zu stellen sind, kann 
offen bleiben. Massgebend für den Entscheid gegen eine Verkablung 
ist vorliegend der von der Beschwerdegegnerin erwähnte Mehrkosten-
faktor  von  3.25,  der  auch  von  den  Beschwerdeführenden  nicht 
substantiell bestritten worden ist. Dieser ist als erheblich einzustufen, 
zumal das Bundesgericht in Fällen, denen Mehrkostenfaktoren von 2-5 

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zugrunde  gelegen  hatten,  eine  Verkabelung  verschiedentlich  als  un-
verhältnismässig  bezeichnete  (vgl.  BGE  124 II 219  E. 8f bb  mit  Hin-
weisen).  Zu  berücksichtigen  ist  schliesslich,  dass  die  Lebensdauer 
einer  Kabelleitung  wesentlich  geringer  ist  als  diejenige  einer  Frei-
leitung  (vgl. Schlussbericht  der  Arbeitsgruppe  Leitungen  und  Ver-
sorgungssicherheit [AG LVS] vom 27. Februar 2007, S. 27).

9.9.7 Zusammenfassend ergibt  sich deshalb,  dass  eine Verkabelung 
im Bereich der Unterführung 'Rüteli' zwar durchaus technisch realisier-
bar wäre. Die geringe Belastungssituation verlangt indes keine Verka-
belung. Die infolge kurzer Teilverkabelung das übliche Mass an Inkon-
venienzen übersteigenden betrieblichen Nachteile sprechen ebenfalls 
gegen eine Erdverlegung der Leitung. Für eine mit derart erheblichen 
Mängeln behaftete und keine umfassende Entlastung bietende Lösung 
erscheint ein Mehrkostenfaktor von 3.25 als zu hoch. Die von der Vor-
instanz vorgenommene Interessenabwägung und die daraus resultie-
rende Ablehnung der Verkabelung ist daher nicht zu beanstanden. Ge-
stützt  auf  die  vorangehenden Ausführungen  ist  die  Beschwerde  der 
Beschwerdeführenden auch  in  diesem Punkt  als  unbegründet  abzu-
weisen.

10.
Bei  diesem Verfahrensausgang  gelten die  Beschwerdeführenden  als 
unterliegend und haben daher grundsätzlich die Verfahrenskosten zu 
tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind in Anwendung von Art. 4 des 
Reglements vom 21. Februar 2009 über die Kosten und Entschädigun-
gen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2)  auf 
Fr. 2'500.-- festzusetzen. Zu berücksichtigen ist, dass die Rüge der Be-
schwerdeführenden  betreffend  verletzter  Begründungspflicht  berech-
tigt war und dieser Mangel erst im vorliegenden Verfahren hat geheilt  
werden können (vgl. E. 9.8.1). Da die Beschwerdeführenden somit nur 
durch Erheben der Beschwerde zu einer rechtsgenüglichen Entscheid-
begründung gelangt sind, sind ihnen reduzierte Verfahrenskosten auf-
zuerlegen (vgl. BGE 131 I 206 E. 4.3). Das Bundesverwaltungsgericht 
erachtet demzufolge die Auferlegung von Verfahrenskosten in der Hö-
he von Fr. 2'000.-- als angemessen. Die verbleibenden Fr. 500.-- sind 
weder der Vorinstanz noch der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, da 
Erstere in Anwendung von Art. 63 Abs. 2 VwVG keine Kosten zu tra-
gen  und  Letztere  die  Gehörsverletzung  nicht  zu  verantworten  hat 
(Gleiches gilt für die den Beschwerdeführenden zu entrichtende redu-
zierte Parteientschädigung, E. 11).

Seite 37

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11.
Wegen der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist den anwaltlich ver-
tretenen Beschwerdeführenden zu Lasten der Körperschaft, in deren 
Namen die Vorinstanz verfügt hat, auch eine reduzierte Parteientschä-
digung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 
VGKE;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O,  Fn. 160).  Die  Vertreterin  der 
Beschwerdeführenden  hat  dem Bundesverwaltungsgericht  keine  Ko-
stennote  eingereicht.  Aufgrund  der  Akten  setzt  das  Bundesverwal-
tungsgericht  die  Parteientschädigung  auf  Fr. 1'000.--  fest.  Die  Be-
schwerdegegnerin hat, da sie nicht anwaltlich vertreten ist, keinen An-
spruch  auf  Entrichtung  einer  Parteientschädigung  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Verfahrenskosten  von  Fr. 2'000.--  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'500.--  verrechnet.  Den  Beschwerdeführenden  wird  nach  Eintritt 
der  Rechtskraft  dieses  Urteils  Fr. 500.--  des  geleisteten  Kostenvor-
schusses zurückerstattet. Hierzu haben sie dem Bundesverwaltungs-
gericht  einen  Einzahlungsschein  zuzustellen  oder  eine  Kontoverbin-
dung bekannt zu geben.

3.
Den Beschwerdeführenden wird eine durch die Vorinstanz nach Eintritt  
der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu  entrichtende  Parteient-
schädigung von Fr. 1'000.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 148.0139; Einschreiben)
- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)
- das BAFU (Einschreiben)
- das ARE (Einschreiben)

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Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Kathrin Dietrich Johannes Streif

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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