# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbb2015f-492d-5a75-af8f-c9751d5d184b
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-04
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 04.10.2023 603 2022 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2022-97_2023-10-04.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2022 97

Urteil vom 4. Oktober 2023

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Dominique Gross
Richter: Johannes Frölicher, Daniela Kiener
Gerichtsschreiber: Timothy Schertenleib

Parteien A.________, Beschwerdeführer 1, 
B.________, Beschwerdeführer 2, 

beide vertreten durch Fürsprecher Philipp Studer

gegen

BEHÖRDE FÜR GRUNDSTÜCKVERKEHR, Vorinstanz,

C.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Philippe 
Corpataux

Gegenstand Landwirtschaft – Erwerbsbewilligung für ein Grundstück

Beschwerde vom 16. Juni 2022 gegen den Entscheid vom 22. Februar 2022

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Sachverhalt

A. D.________ (nachfolgend: Eigentümer) ist Eigentümer mehrerer Grundstücke auf dem Gebiet 
der Gemeinde E.________ (Grundstücksfläche von insgesamt über 720'000 m2), unter anderem der 
Grundstücke Art. fff (Wiese mit einer Fläche von 10'564 m2) und ggg (Wiese mit einer Fläche von 
257 m2) des Grundbuchs der Gemeinde E.________.

Das Grundstück Art. fff grenzt im Süden an das Grundstück Art. hhh mit einer Fläche von 2'480 m2, 
das sich im Eigentum von C.________ und I.________ befindet und auf dem ein Einfamilienhaus 
(Vers.-Nr. 51) und ein Unterstand (Vers.-Nr. 51a) stehen.

[Plan entfernt]

Sowohl die Grundstücke Art. fff und ggg wie auch das Grundstück Art. hhh liegen in der Landwirt-
schaftszone. Die Grundstücke Art. fff und ggg werden aktuell von der Betriebsgemeinschaft 
A.________ und B.________ bewirtschaftet. Das Grundstück Art. fff untersteht dem Bundesgesetz 
vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11), nicht aber das 
Grundstück Art. ggg.

B. Am 5. Juli 2021 stellten C.________ und I.________ bei der Behörde für Grundstückverkehr 
(BGV) ein Gesuch um Erwerb der Grundstücke Art. fff und ggg. Sie führten aus, dass sie im Jahr 
2018 das Grundstück Art. hhh erworben hätten. Sie würden auf diesem Grundstück Ziegen (Pfauen-
ziegen) halten und möchten, um diese vom Aussterben bedrohte Rasse zu retten, den Ziegenbe-
stand gerne erweitern. Der Eigentümer habe angeboten, ihnen die Grundstücke Art. fff und ggg zu 
überlassen (schenken), was ihnen ermöglichen würde, die Ziegen in der Nähe zu behalten und 
gleichzeitig für Winterfutter (Heu) zu sorgen.

Mit Schreiben vom 19. August 2021 nahm die BGV Kontakt mit dem Eigentümer auf und bat ihn um 
zusätzliche Angaben zur Bewirtschaftung der Grundstücke Art. fff und ggg sowie um Zustellung 
entsprechender Unterlagen (Pachtvertrag).

Am 6. Oktober 2021 reichte der Eigentümer einen Pachtvertrag zwischen ihm und J.________ zu 
den Akten. Dieser Vertrag wurde am 2. März 2010 für eine Dauer von 6 Jahren abgeschlossen 
(1. Januar 2010 bis 1. Januar 2016), nennt einen Pachtzins (jährlich CHF 1'600.-) und wurde von 
beiden Vertragsparteien unterzeichnet. Es fehlen indes die genaue Bezeichnung des verpachteten 
Grundstücks (Grundbuch-Nr.) sowie der Stempel und die Unterschrift der Genehmigungsbehörde. 
Zu diesem Pachtvertrag führt der Eigentümer aus, dass es sich um den letzten schriftlichen Pacht-
vertrag handle, den er unterschrieben habe. Das aktuelle Verhältnis mit A.________ und 
B.________ laufe seit etwa zwei Jahren, einen schriftlichen Pachtvertrag gebe es aber nicht.

Am 14. Januar 2022 fand – in Anwesenheit eines Vertreters der BGV sowie von C.________ und 
I.________ – ein Augenschein vor Ort statt. Die Erkenntnisse des Augenscheins wurden in einem 
Rapport (datiert vom 15. Januar 2022) festgehalten.

Mit Schreiben vom 10. März 2022 wurden C.________ und I.________ dahingehend informiert, 
dass die BGV das Gesuch an der letzten Sitzung behandelt und dabei entschieden habe, dass die 
Anforderungen der Selbstbewirtschaftung für das Grundstück Art. fff erfüllt seien. Die Erwerbsbewil-
ligung könne jedoch erst nach Zustellung des entsprechenden Vertrages und unter der Vorausset-

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zung, dass zu diesem Zeitpunkt die Selbstbewirtschaftung und der höchstzulässige Preis eingehal-
ten seien, erteilt werden. Der BGV sei deshalb eine Kopie des verurkundeten Vertrages einzurei-
chen.

Am 6. April 2022 liess C.________ der BGV den notariell beglaubigten Schenkungsvertrag vom 
6. April 2022 (Min. 2'281, Rép. 2'719) zukommen. Darin wurde vereinbart, dass das Eigentum an 
den Grundstücken Art. fff und ggg mit Übergang von Nutzen und Gefahr rückwirkend per 1. Januar 
2022 vom Eigentümer auf C.________ übergehe. Der Eigentümer erklärte, C.________ die Grund-
stücke unentgeltlich und frei von jeglicher Belastung zu überlassen, die Grundstücke namentlich aus 
dem Papier-Schuldbrief zu entlassen, der derzeit als Gesamtpfandrecht mehrere Grundstücke in 
seinem Eigentum belaste. C.________ wiederum erklärte, den bestehenden Pachtvertrag mit 
A.________ mit sämtlichen Rechten und Pflichten rückwirkend per 1. Januar 2022 zu übernehmen 
resp. diesen infolge beabsichtigter künftiger Selbstbewirtschaftung zu kündigen sowie für sämtliche 
eventuell geltend gemachte Rechtsansprüche des Pächters persönlich aufzukommen, unter Schad-
loshaltung des Eigentümers.

Mit Sitzungsentscheid vom 22. Februar 2022, mitgeteilt am 6. Mai 2022, wurde C.________ die 
Bewilligung erteilt, das Grundstück Art. fff (Wiese mit einer Fläche von 10'564 m2) unentgeltlich zu 
erwerben. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Erwerb des Grundstücks Art. ggg (Wiese mit 
einer Fläche von 257 m2) keiner Bewilligung bedarf. In der Begründung des Entscheids wurde erwo-
gen, dass C.________ zusammen mit ihrem Ehemann einen Hobbylandwirtschaftsbetrieb mit 
Ziegenhaltung führe. Das Grundstück Art. hhh, auf welchem die Familie wohne und auf welchem im 
Gebäude mit der Vers.-Nr. 51 ein Stall für 28 Milchziegen in Anbindehaltung vorhanden sei, grenze 
an das zu erwerbende Grundstück Art. fff. Zurzeit würden ungefähr 30 Pfauenziegen in Muttertier-
haltung gehalten. Der Ziegenbestand werde aber weiter wachsen, da bei der Ortsbesichtigung eini-
ge Mutterziegen trächtig gewesen seien. C.________ und ihr Ehemann hätten die Absicht, die 
Mutterziegen zu melken und die Milch zu Ziegenkäse zu verarbeiten. Ausserdem möchten sie das 
Grundstück Art. fff zur Futtergewinnung und als Weidefläche für ihre Ziegen nutzen. C.________ 
wolle das zu erwerbende Objekt also selber bewirtschaften und erfülle die Anforderungen an die 
Selbstbewirtschaftung.

C. Gegen diesen Entscheid erhoben A.________ und B.________ mit Eingabe vom 16. Juni 
2022 Beschwerde an das Kantonsgericht. Sie stellen das Begehren, es sei der angefochtene 
Entscheid für nichtig zu erklären bzw. aufzuheben und C.________ die Bewilligung zum Erwerb der 
Grundstücke Art. fff und ggg zu verweigern. Eventualiter sei C.________ die Auflage zu erteilen und 
im Grundbuch anzumerken bzw. vorzumerken, dass sie der Behörde für Grundstückverkehr mindes-
tens einmal pro Jahr einen Bericht des Amtes für Landwirtschaft über die tatsächliche Selbstbewirt-
schaftung einzureichen habe. Des weiteren stellen sie den Antrag, es sei eine öffentliche mündliche 
Gerichtsverhandlung mit Partei- und Zeugenbefragung durchzuführen.

Die Beschwerdeführer rügen eine unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
und machen im Wesentlichen geltend, dass nur ungenügend abgeklärt worden sei, ob nicht ein 
Scheingeschäft vorliege und ob C.________ die zur Selbstbewirtschaftung notwendigen Eigen-
schaften aufweise.

Der mit Verfügung vom 24. Juni 2022 einverlangte Kostenvorschuss von CHF 2'000.- wurde am 
11. Juli 2022 geleistet.

Am 5. August 2022 reichten die Beschwerdeführer weitere Unterlagen ins Recht. 

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In ihren Bemerkungen vom 13. September 2022 beantragt C.________ die Abweisung der 
Beschwerde, soweit auf diese überhaupt einzutreten sei. Auch die Vorinstanz schliesst in ihren 
Bemerkungen vom 12. Oktober 2022 auf eine Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten 
sei.

In ihrer Eingabe vom 17. November 2022 hält C.________ an ihrem Rechtsbegehren fest.

Am 18. Januar 2023 reichten die Beschwerdeführer ihre Gegenbemerkungen ein, in welchen sie an 
ihren ursprünglichen Begehren festhielten. Des weiteren stellen sie den Antrag, es sei durch das 
angerufene Kantonsgericht eine einschlägige Strafanzeige bei der zuständigen Strafverfolgungsbe-
hörde des Kantons Freiburg einzureichen, eventualiter den Beschwerdeführern eine Frist zur Einrei-
chung einer Strafanzeige behördlich anzusetzen, und das Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräf-
tigen Strafurteil zu sistieren. Zudem beantragen sie, es sei ein parteiöffentlicher Augenschein auf 
den Grundstücken Art. fff und ggg durchzuführen und anlässlich dieses Augenscheins C.________ 
über die Art der Selbstbewirtschaftung zu befragen.

In ihren Schlussbemerkungen vom 3. April 2023 hielten C.________ und die Vorinstanz an ihren 
jeweiligen Rechtsbegehren fest. 

Mit Schreiben vom 21. Juni 2023 erklärten die Beschwerdeführer, an ihrem Antrag auf Durchführung 
einer öffentlichen Verhandlung festzuhalten. Diese fand am 29. September 2023 in den Räumlich-
keiten des Kantonsgerichts statt.

D. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 88 und Art. 90 Abs. 1 
Bst. f BGBB i.V.m. Art. 11 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 28. September 1993 zum 
Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht [AGBGBB; SGF 214.2.1] und Art. 114 Abs. 1 Bst. a 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). 
Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 i.V.m. Art. 30 Abs. 1 Bst b VRG) und der 
Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG).

1.2. Es stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführer legitimiert sind, Beschwerde zu führen. 

Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, sie seien Pächter des Grundstücks Art. fff 
und als solche ohne weiteres zur Beschwerdeführung legitimiert. Demgegenüber stellt C.________ 
das Bestehen eines Pachtvertrages mit den Beschwerdeführern und damit auch deren Beschwerde-
legitimation in Frage.

Es ergibt sich aus den Akten und ist auch nicht bestritten, dass zwischen dem Eigentümer und 
J.________ am 2. März 2010 ein schriftlicher Pachtvertrag abgeschlossen worden war. Es wurde 
eine Vertragsdauer von 6 Jahren (1. Januar 2010 bis 1. Januar 2016) und ein Pachtzins von jährlich 
CHF 1'600.- vereinbart. Auf dem schriftlichen Vertrag fehlen indes der Stempel und die Unterschrift 

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der Genehmigungsbehörde sowie die genaue Bezeichnung des verpachteten Grundstücks (Grund-
buch-Nr.), vielmehr findet sich daselbst nur der Verweis auf ein Grundstück "K.________" mit einer 
Grundstücksfläche von 144 Aren (Vorakten Beilage 9). Da der Pachtvertrag vom Eigentümer zu den 
Akten gereicht worden war, nachdem er von der Vorinstanz dazu aufgewordert worden war, zusätz-
liche Angaben zur Bewirtschaftung der Grundstücke Art. fff und ggg zu machen und mitzuteilen, ob 
ein Pachtvertrag vorliege und ob dieser gekündigt sei (Schreiben vom 19. August 2021; Vorakten 
Beilage 8), muss davon ausgegangen werden, dass dieser Pachtvertrag (auch) die Grundstücke 
Art. fff und ggg, welche sich im Gebiet K.________ befinden, beschlägt. Etwas anderes wird von 
den Parteien denn auch nicht behauptet.

Gemäss den massgebenden Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 über die 
landwirtschaftliche Pacht (LPG; SR 221.213.2) beträgt die erste Pachtdauer für landwirtschaftliche 
Gewerbe mindestens neun Jahre und für einzelne Grundstücke mindestens sechs Jahre (Art. 7 
Abs. 1 LPG). Ist der Pachtvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und nicht ordnungsgemäss 
gekündigt worden oder auf bestimmte Zeit abgeschlossen und nach der vereinbarten Pachtdauer 
stillschweigend fortgesetzt worden, gilt er unverändert für jeweils weitere sechs Jahre (Art. 8 Abs. 1 
LPG). Die Vereinbarung einer Fortsetzung auf kürzere Zeit ist nur gültig, wenn die Behörde sie 
bewilligt hat (Art. 8 Abs. 2 Satz 1 LPG). Eine kürzere Fortsetzung der Pachtdauer wird bewilligt, 
wenn persönliche oder wirtschaftliche Verhältnisse einer Partei oder andere sachliche Gründe die 
Verkürzung rechtfertigen. Wird die Bewilligung verweigert oder das Gesuch zu spät (mehr als drei 
Monate nach Beginn der Fortsetzung; vgl. Art. 8 Abs. 2 Satz 2 LPG) eingereicht, so gilt die gesetz-
liche Mindestpachtdauer (Art. 8 Abs. 3 i.V.m. Art. 7 Abs. 3 und 4 LPG).

Aus den von den Beschwerdeführern zu den Akten gereichten Zahlungsbelegen betreffend Pacht-
zins (Beschwerdebeilagen 3a-d) lässt sich entnehmen, dass J.________ über den 1. Januar 2016 
hinaus einen Pachtzins an den Eigentümer entrichtete. So überwies er mit Valuta vom 18. Dezember 
2018 und der Bemerkung "Pachtzins" einen Betrag von CHF 1'400.- an den Eigentümer (Beschwer-
debeilage 3b). Der Pachtvertrag vom 2. März 2010 wurde also offensichtlich (mit geänderten Kondi-
tionen, was den Pachtzins anbelangt) über die vereinbarte Vertragsdauer (1. Januar 2010 bis 
1. Januar 2016) fortgesetzt. 

Per 1. Januar 2019 hat A.________ den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters (J.________) 
übernommen (vgl. Erklärung vom 15. Dezember 2018; Beschwerdebeilage 9). Ob A.________ den 
Eigentümer über die Geschäftsübernahme informiert und schriftlich erklärt hat, die Grundstücke Art. 
fff und ggg pachtweise weiterbewirtschaften zu wollen (vgl. Art. 19 Abs 1 LPG) resp. ob die zu den 
Akten gereichte Erklärung vom 15. Dezember 2018 (Beschwerdebeilage 9) dem Eigentümer 
tatsächlich zugegangen ist, was dieser in seiner Eingabe vom 6. Oktober 2021 an die Vorinstanz 
bestreitet (vgl. Vorakten Beilage 9), sei dahingestellt. So erklärte der Eigentümer in besagtem 
Schreiben an die Vorinstanz auch, dass das "aktuelle Verhältnis mit den neuen Bauern [A.________ 
und B.________] seit etwa zwei Jahren [laufe], einen schriftlichen Vertrag [gebe] es aber nicht." 
Auch zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Schenkungsvertrages (6. April 2022) schien der Eigen-
tümer davon ausgegangen zu sein, dass ein Pachtvertrag betreffend die Grundstücke Art. fff und 
ggg existiert, erklärte doch C.________ in diesem Vertrag ausdrücklich, den bestehenden Pachtver-
trag mit A.________ mit sämtlichen Rechten und Pflichten rückwirkend per 1. Januar 2022 zu über-
nehmen resp. diesen infolge beabsichtigter künftiger Selbstbewirtschaftung zu kündigen sowie für 
sämtliche eventuell geltend gemachten Rechtsansprüche des Pächters persönlich aufzukommen, 
unter Schadloshaltung des Eigentümers (Schenkungsvertrag Ziff. 6; Vorakten Beilage 14). Ausser-
dem finden sich in den vorliegenden Akten zwei Zahlungsbelege, die die Bezahlung eines Pachtzin-
ses (von CHF 1'400.-) von der Betriebsgemeinschaft A.________ und B.________ an den Eigentü-

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mer belegen (so für das Jahr 2020 und für das Jahr 2021; Beschwerdebeilagen 3c und 3d). Auch 
der Pachtzins für das Jahr 2019 (CHF 1'400.-) wurde bereits von A.________ bezahlt (Beschwerde-
beilage 3a), nachdem er für das Jahr 2018 (ebenfalls CHF 1'400.-) noch von J.________ geleistet 
worden war (Beschwerdebeilage 3b). Der Eigentümer wusste somit spätestens seit Dezember 2019 
(Valuta vom 12. Dezember 2019; Beschwerdebeilage 3a), dass die verpachteten Grundstücke Art. 
fff und ggg nicht mehr von J.________, sondern von seinem Sohn (A.________) resp. der Betriebs-
gemeinschaft A.________ und B.________ bewirtschaftet werden. Indem er sich den Pachtzins 
zunächst von A.________ (2019) und hernach von der Betriebsgemeinschaft A.________ und 
B.________ (2020 und 2021; Beschwerdebeilagen 3c und 3d) bezahlen liess, ohne zu intervenieren, 
muss davon ausgegangen werden, dass er damit einverstanden war, den ursprünglich mit 
J.________ abgeschlossenen Pachtvertrag mit A.________ (ab 2019) resp. der Betriebsgemein-
schaft A.________ und B.________ (ab 2020) weiterzuführen. A.________ und B.________ sind 
damit von Gesetzes wegen (vgl. Art. 19 Abs. 2 LPG) in den laufenden Pachtvertrag eingetreten.

Als landwirtschaftliche Pächter sind die Beschwerdeführer gemäss Art. 83 Abs. 3 BGBB zur 
Beschwerde legitimiert. Sie müssen angesichts der beabsichtigten Selbstbewirtschaftung der 
Grundstücke durch C.________ mit der Auflösung des bestehenden Pachtvertrages rechnen (vgl. 
Schenkungsvertrag Ziff. 6, Vorakten Beilage 14; Kündigung vom 4. Juli 2022, Beschwerdeantwort-
beilage 3; Schlichtungsgesuch vom 5. August 2022; Beilage zu act. 6), sind daher durch den ange-
fochtenen Entscheid beschwert und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Urteil BGer 2C_78/2018 vom 26. Juni 2018 E. 1.1 mit Verweis auf BGE 139 II 233 E. 5.2).

1.3. Auf die Beschwerde ist daher – soweit sie das Grundstück Art. fff beschlägt – einzutreten.

1.4. Nicht eingetreten kann indes auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführer beantragen, 
es sei C.________ die Bewilligung zum Erwerb des Grundstücks Art. ggg zu verweigern. Da das 
Grundstück Art. ggg nicht dem BGBB unterstellt ist, hat die Vorinstanz C.________ mit dem ange-
fochtenen Entscheid auch nicht die Bewilligung zum Erwerb desselben erteilt, sondern festgestellt, 
das der Erwerb dieses Grundstücks keiner Bewilligung bedürfe. Soweit also die Beschwerde auch 
das Grundstück Art. ggg beschlägt, ist darauf nicht einzutreten.

Nicht eingetreten kann ausserdem auf den Antrag, es sei durch das angerufene Kantonsgericht eine 
einschlägige Strafanzeige bei der zuständigen Strafverfolgungsbehörde des Kantons Freiburg 
einzureichen, eventualiter den Beschwerdeführern eine Frist zur Einreichung einer Strafanzeige 
behördlich anzusetzen, und das Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen Strafurteil zu sistie-
ren. Diese Anträge liegen weit ausserhalb des Streitgegenstandes, bei dem es einzig um die erteilte 
Bewilligung zum Erwerb des Grundstücks Art. ggg geht, und es ist nicht ersichtlich, inwieweit der 
Ausgang eines allfälligen Strafverfahrens rechtserhebliche neue Kenntnisse bringen könnte. 

1.5. Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich 
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorlie-
gend ausgeschlossen (Art. 77 und Art. 78 VRG).

2.

2.1. In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. 
Sie bringen diesbezüglich vor, dass ihnen der Schenkungsvertrag vom 6. April 2022 nicht bekannt 
sei und sie auch nichts von einem angeblich am 14. Januar 2022 durchgeführten Augenschein wüss-

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ten. Ausserdem würden ihnen keine Beweismittel vorliegen, welche die Selbstbewirtschaftung durch 
C.________ zu beweisen vermögen.

Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 
18. April 1999 (BV; SR 101) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche 
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person 
eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingrei-
fenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten 
zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 
Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses 
geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1; 129 II 504 E. 2.2; 127 I 56 E. 2b; 
127 III 578 E. 2c; 126 V 131 E. 2b).

Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt 
ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung. Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwer wiegende – Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, 
sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei 
überprüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 
127 V 431 E. 3d/aa; 126 V 132 E. 2b mit Hinweisen).

Vorliegend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführer nicht in das vorinstanzliche Verfahren einbe-
zogen wurden. Weder wurden sie dahingegend informiert, dass ein Gesuch um Erwerb des von 
ihnen gepachteten und bewirtschafteten Grundstücks bei der Vorinstanz eingegangen sei, noch 
wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, sich zu diesem Gesuch und den in diesem Zusammenhang 
eingereichten und eingeholten Beweismitteln (namentlich dem Augenschein und dem Schenkungs-
vertrag) zu äussern. Vom Gesuchsverfahren erfuhren die Beschwerdeführer aktenkundig erstmals 
am 17. Mai 2022, als ihnen der Sitzungsentscheid vom 22. Februar 2022 per Einschreiben eröffnet 
wurde (vgl. Beschwerdebeilage 1). Da die Erwerbsbewilligung zu diesem Zeitpunkt aber bereits 
erteilt worden war, hatten sie nie die Möglichkeit, sich vor Erlass des auch in ihre Rechtsstellung 
eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, ihrerseits Beweise beizubringen, Einsicht in die 
Akten zu nehmen, mit Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern.

Nichts desto trotz scheint eine Rückweisung im vorliegenden Fall nicht angebracht, insbesondere 
weil das Gericht über die volle Kognition verfügt und eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs 
als geheilt zu gelten hätte (Urteil BGer 1C_335/2022 vom 9. Mai 2023 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 
Zudem hatten die Beschwerdeführer das Recht, die Akten, auf die sich die Vorinstanz im angefoch-
tenen Entscheid stützt, im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzusehen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VRG) 
und es wurde ihnen, im Hinblick auf die Vorbereitung der öffentlichen Verhandlung vom 29. Septem-
ber 2023, mit Schreiben vom 13. September 2023 das Protokoll des am 14. Januar 2022 durchge-
führten Augenscheins zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 42). Unter Berücksichtigung des Grund-
satzes der Verfahrensökonomie ist somit eine Gutheissung der Beschwerde aus rein formalen Grün-
den nicht gerechtfertigt, zumal – wie noch aufzuzeigen sein wird – der angefochtene Entscheid in 
materieller Hinsicht nicht zu beanstanden ist.

2.2. Ausserdem monieren die Beschwerdeführer, dass der angefochtene Sitzungsentscheid vom 
22. Februar 2022 datiere, obschon der Schenkungsvertrag erst am 6. April 2022 beurkundet worden 

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sei, weshalb sich die Frage stelle, auf welcher Grundlage der Sitzungsentscheid überhaupt gefällt 
worden sei.

Den vorliegenden Akten lässt sich entnehmen, dass am 22. Februar 2022 eine Kommissionssitzung 
stattgefunden hat, anlässlich welcher die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, dass C.________ 
die Anforderungen der Selbstbewirtschaftung erfülle (vgl. Vorakten Beilagen 13 und 15). Dies nach-
dem die Vorinstanz verschiedene Abklärungen getroffen und am 14. Januar 2022 einen Augen-
schein durchgeführt hatte (vgl. Vorakten Beilagen 3-8 und 12). Die Bewilligung für den Erwerb des 
Grundstücks Art. fff konnte ihr aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht erteilt werden. Vielmehr wurde 
C.________ mit Schreiben vom 10. März 2022 aufgefordert, der Vorinstanz eine Kopie des verur-
kundeten Vertrags zukommen zu lassen. Die Erwerbsbewilligung könne erst nach Zustellung des 
entsprechenden Kaufvertrages erteilt werden (vgl. Vorakten Beilage 13).

Die Bewilligung für den Erwerb des Grundstücks Art. fff wurde C.________ also – entgegen den 
Behauptungen der Beschwerdeführer – nicht bereits am 22. Februar 2022 erteilt, sondern erst nach-
dem sie den am 6. April 2022 abgeschlossenen und notariell beglaubigten Schenkungsvertrag bei 
der Vorinstanz eingereicht hatte (vgl. Vorakten Beilage 14) und sich diese versichern konnte, dass 
nebst der Voraussetzung der Selbstbewirtschaftung auch jene des höchstzulässigen Preises erfüllt 
ist. Zwar ist der angefochtene Entscheid mit "Sitzungsentscheid vom 22. Februar 2022" betitelt, mit 
dem Zusatz "mitgeteilt am 6. Mai 2022" bringt die Vorinstanz aber zum Ausdruck, dass die Bewilli-
gung nicht bereits am 22. Februar 2022 erteilt wurde, sondern erst am 6. Mai 2022, nachdem 
C.________ den dem Gesuch zugrunde liegenden Vertrag zu den Akten gereicht hatte und die 
Vorinstanz im Besitze sämtlicher benötigter Unterlagen war. Diese Praxis der Vorinstanz zielt darauf 
ab zu vermeiden, dass (Kauf-) Verträge abgeschlossen werden, welche anschliessend nicht bewilligt 
werden können, und so unnötige Kosten entstehen (Schlussbemerkungen der Vorinstanz; act. 30). 
Dagegen ist nichts einzuwenden. Kommt hinzu, dass der Vorinstanz zum Zeitpunkt der Kommissi-
onssitzung vom 22. Februar 2022 der Erwerbsgrund (Schenkung) bereits bekannt war, ergibt sich 
dieser doch aus dem Gesuch vom 5. Juli 2021 sowie den beigelegten Unterlagen (vgl. Vorakten 
Beilage 1). Die Vorinstanz verfügte also bereits zum Zeitpunkt der Kommissionssitzung vom 
22. Februar 2022 über sämtliche relevanten Elemente, um das Gesuch von C.________ beurteilen 
zu können. Diese mussten von ihr nur noch nachträglich rechtsgenüglich nachgewiesen werden.

3.

In materieller Hinsicht bringen die Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe C.________ zu 
Unrecht die Bewilligung zum Erwerb des Grundstücks Art. fff erteilt. Namentlich seien die Voraus-
setzungen des nicht übersetzten Preises sowie der Selbstbewirtschaftung nicht gegeben (vgl. Art. 
63 Abs. 1 Bst. a und b BGBB).

3.1. Ziel der Bewilligungspflicht ist es, mittels Überprüfung des Verpflichtungsgeschäfts durch 
eine Verwaltungsbehörde ("Bewilligungsbehörde") sicherzustellen, dass die von den Parteien beab-
sichtigte Eigentumsübertragung bzw. ein ihr wirtschaftlich gleichkommendes Rechtsgeschäft mit 
den Zielsetzungen des bäuerlichen Bodenrechts in Einklang steht. Im Vordergrund steht die eigen-
tumspolitisch begründete Durchsetzung des Selbstbewirtschafterprinzips (Art. 63 Abs. 1 Bst. a 
BGBB). Dem Selbstbewirtschafterprinzip tritt die Preisgrenze im Sinne von Art. 63 Abs. 1 Bst. b 
i.V.m. Art. 66 BGBB zur Seite als Instrument der Missbrauchsgesetzgebung, welche zwar einen 
Preisansteig zulässt, aber immerhin ein unkontrolliertes Ansteigen der bezahlten Bodenpreise 
verhindern soll (STALDER in Büsser et al., Kommentar zum Bundesgesetz über das bäuerliche 
Bodenrecht, 2. Auflage 2011, Vorbemerkungen zu den Art. 61-69 N. 8 f.).

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3.2. Mit der Erteilung der Bewilligung bringt die Behörde zum Ausdruck, dass dem konkreten 
Erwerbsgeschäft keine öffentlich-rechtlichen Hindernisse entgegenstehen. Vor der Erteilung der 
Bewilligung befindet sich das zwischen den Parteien abgeschlossene, aber noch nicht bewilligte 
Rechtsgeschäft in einem Schwebezustand: Auf der einen Seite haben die Vertragsparteien alles in 
ihrer Macht Stehende getan, um den Eigentumsübergang zu bewirken; auf der anderen Seite reicht 
der abgeschlossene Vertrag aufgrund von Art. 81 Abs. 1 BGBB nicht aus, um eben diesen Eigen-
tumsübergang auszulösen. Das schwebend unwirksame Rechtsgeschft zeitigt zwar unter den 
Vertragsparteien Bindungswirkungen nach Treu und Glauben und hat auch Rechtswirkungen 
gegenüber Dritten, namentlich die Auslösung von Vorkaufsrechten, führt aber bis zum Vorliegen der 
Bewilligung zu keinem durchsetzbaren Erfüllungsansprüch des Erwerbers auf den Erwerb von 
Eigentum mittels Grundbucheintrag. Die Bewilligungspflicht beschränkt mithin die Fähigkeit der 
Privatrechtsparteien, durch Willlenserklärungen eine Veränderung im Bestand subjektiger Rechte 
eintreten zu lassen, also ihre Vertragsfähigkeit als Form der Handlungsfähigkeit.

Die Erteilung der Bewilligung füllt diese Lücke aus, indem das aus privatrechtlicher Sicht gültige 
Erwerbsgeschäft nun vollgültig und zusammen mit der Bewilligung zum tauglichen Rechtsgrundaus-
weis für den Grundbucheintrag wird (vgl. Art. 18 der Grundbuchverordnung vom 23. September 
2011 [GBV; SR 211.432.1]) und damit einen durchsetzbaren Anspruch auf Vertragserfüllung bewirkt; 
hierin liegt die positive Gestaltungswirkung der Verfügung (STALDER, Vorbemerkungen zu den Art. 
61-69 N. 16 ff.). 

Grundsätzlich nicht zu prüfen hat die Bewilligungsbehörde das Vorliegen zivilrechtlicher Fragen wie 
etwa die Handlungsfähigkeit der Parteien im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder das Vorliegen 
von Willens-, Sach- oder Rechtsmängeln. Solche Mängel werden durch eine erteilte Bewilligung in 
keiner Weise berührt und damit insbesondere auch nicht etwa geheilt. Auch nach erteilter Bewilli-
gung und nach erfolgtem Grundbucheintrag ist das Geschäft mithin immer noch den privatrechtli-
chen Anfechungsmöglichkeiten durch die Parteien ausgesetzt und unterliegt den kaufrechtlichen 
Mängelrechten (STALDER, Vorbemerkungen zu den Art. 61-69 N. 20).

3.3. Die Bewilligung setzt u.a. voraus, dass der Erwerbende Selbstbewirtschafter ist (Art. 63 
Abs. 1 Bst. a BGBB e contrario), sofern kein Grund für eine Ausnahme vom Prinzip der Selbstbe-
wirtschaftung vorliegt (Art. 64 Abs. 1 BGBB). Selbstbewirtschafter ist, wer den landwirtschaftlichen 
Boden selber bearbeitet und, wenn es sich um ein landwirtschaftliches Gewerbe handelt, dieses 
zudem persönlich leitet (Art. 9 Abs. 1 BGBB). Auf die Bewilligung besteht ein Rechtsanspruch, sofern 
keiner der in Art. 63 Abs. 1 BGBB abschliessend genannten Verweigerungsgründe vorliegt (Art. 61 
Abs. 2 BGBB; Urteil BGer 2C_20/2021 und 2C_21/2021 vom 19. November 2021 E. 4.1 mit Hinwei-
sen).

Den Boden selber bearbeiten heisst, über die Betriebsleitung hinaus selber betriebliche Arbeiten zu 
verrichten. Man denkt dabei an Bodenbearbeitung, Saat, Kulturpflege und Ernte. Selbstverständlich 
gehören dazu auch alle Arbeiten in der Tierhaltung, insbesondere die Stallarbeit und die Verwertung 
der eigenen Produktion, soweit diese landesüblich oder durch betriebliche Einrichtungen vorgege-
ben ist. Ebenfalls zur Betriebsarbeit gehören die Führung der Buchhaltung und sämtliche administra-
tiven Arbeiten wie zum Beispiel das Ausfüllen von Formularen (HOFER in Büsser et al., Kommentar 
zum Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht, 2. Auflage 2011, Art. 9 N. 17). 

Die Mitarbeit und die Fähigkeiten des Ehegatten oder der Ehegattin werden seit jeher berücksichtigt, 
wenn es darum geht, ob jemand Selbstbewirtschafter ist oder nicht. Sie ist Bestandteil des Konzepts 
der Selbstbewirtschaftung, was schon im Begriff Familienbetrieb in den Zielsetzungen des BGBB 

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(Art. 1 Abs. 1 Bst. a BGBB) zum Ausdruck kommt. Ihre Mitarbeit gehört zum Umfang der vom Selbst-
bewirtschafter und seiner Familie zu leistenden Arbeit (HOFER, Art. 9 N. 18a). In grösseren Betrie-
ben, deren Arbeitsbedarf die Arbeitskraft einer Familie übersteigt, arbeitet der Selbstbewirtschafter 
zur Hauptsache im Landwirtschaftsbetrieb. Er muss bereit sein, einen ausserlandwirtschaftlichen 
Haupterwerb aufzugeben; eine nebenberufliche Tätigkeit ausserhalb des Betriebes ist jedoch nicht 
ausgeschlossen. In kleineren Betrieben werden in der Regel keine Angestellten beschäftigt. Dage-
gen können Ehegatte oder Ehegattin und andere Familienmitglieder in hohem Mass mitarbeiten. Der 
Betriebsleiter kann nach landesüblicher Vorstellung einem ausserbetrieblichen Haupterwerb nach-
gehen, der jedoch nicht seine ganze Arbeitskraft in Anspruch nimmt. Er ist Selbstbewirtschafter, 
solange er mindestens die Hälfte der betrieblichen Arbeit verrichtet (HOFER, Art. 9 N. 20).

3.4. Vorausgesetzt wird zudem die Eignung zur Selbstbewirtschaftung, wobei dieser Begriff eng 
mit jenem der Selbstbewirtschaftung verbunden ist. Geeignet ist, wer die Fähigkeiten besitzt, die 
nach landesüblicher Vorstellung notwendig sind, um den landwirtschaftlichen Boden selber zu bear-
beiten und ein landwirtschaftliches Gewerbe persönlich zu leiten (Art. 9 Abs. 2 BGBB). Das Gericht 
hat in Gesamtwürdigung aller Tatsachen die Überzeugung zu gewinnen, es sei wahrscheinlich, dass 
sich der potentielle Selbstbewirtschafter auf dem Heimwesen behaupten und den Betrieb sachge-
recht führen könne. An diese Prognose und Wertung dürfen nicht allzu strenge Massstäbe gelegt 
werden. Es muss nicht absolut sicher und undiskutabel, sondern bloss wahrscheinlich sein, dass 
sich der Interessent als selbstständiger Bewirtschafter eines landwirtschaftlichen Betriebs von der 
Grösse und Art des streitgegenständlichen bewähren werde, wobei auch die Eignung der Ehegatten 
einbezogen werden kann (BGE 110 II 488 E. 5; Urteil BGer 2C_539/2014 vom 23. Oktober 2014 
E. 7.2.1). Es geht dabei trotz der analogen Begriffe nicht um das zivilprozessrechtliche Beweismass 
(vgl. hierzu BGE 140 III 610 E. 4.1). Der Bewerber hat alle Tatsachen nachzuweisen, aufgrund derer 
das Gericht die Eignung zur Selbstbewirtschaftung beurteilt (vgl. BGE 110 II 488 E. 5). Es geht 
vielmehr spezifisch für die Selbstbewirtschaftung um die Rechtsfrage, wie hoch die Aussicht, dass 
sich ein Bewerber am zu bewirtschafteten Objekt bewähren wird, sein muss, damit er als zur Selbst-
bewirtschaftung geeignet eingestuft werden kann. Umschrieben wird das Mass der an die Eignung 
des Bewerbers zu stellenden Anforderungen (BGE 110 II 488 E. 5; 107 II 30 E. 2 mit Hinweisen; vgl. 
zum Ganzen auch Urteile BGer 4A_260/2019 vom 23. Oktober 2019 E. 2.2 und 4A_239/2019 vom 
27. August 2019 E. 2.2.1.1.1, je mit weiteren Hinweisen). 

3.5. Das bäuerliche Bodenrecht schafft kein ausschliessliches Standesrecht für Landwirte. Für 
die Selbstbewirtschaftung einzelner landwirtschaftlicher Grundstücke ist also nicht nur geeignet, wer 
eine landwirtschaftliche Schule besucht hat, vielmehr genügt es, dass die betreffende Person eine 
entsprechende landwirtschaftliche Tätigkeit schon bisher ausgeübt oder sich zumindest intensiv 
darauf vorbereitet hat. Entsprechend wird gefordert, dass die Person eine im Hinblick auf das streit-
gegenständliche landwirtschaftliche Grundstück adäquate Ausbildung hat, um dieses zu bewirt-
schaften, oder eine fachgerechte Bewirtschaftung eines vergleichbaren landwirtschaftlichen Grund-
stücks nachweisen kann (Urteile BGer 4A_260/2019 vom 23. Oktober 2019 E. 2.3 und 4A_239/2019 
vom 27. August 2019 E. 2.2.1.1.2 je mit Hinweisen).

Die Anforderungen an die Ausbildung sind bei einem Grundstück weniger breit als bei einem Gewer-
be. Die vollständige landwirtschaftliche Ausbildung, die für ein Gewerbe verlangt wird, ist bei einem 
Grundstück in der Regel nicht erforderlich. So hat das Bundesgericht im Urteil 5A.9/2001 vom 
30. Juli 2010 festgehalten, ein Hobbybauer soll ein Grundstück kaufen können, um darauf Schafe 
weiden zu lassen. Hier muss sich der Ansprecher vor allem über die notwendigen Kenntnisse in der 
Tierhaltung ausweisen und darlegen, dass er weiss, wie viele Tiere das Grundstück tragen kann. 

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Auch wenn es sich um relativ grosse Flächen handelt, muss noch nicht eine vollständige Ausbildung 
vorliegen (HOFER, Art. 9 N. 24 und 29a). 

3.6. Als landwirtschaftliche Nutzung gilt auch die Haltung von Pensions- und Sportpferden, sofern 
sie auf betriebseigener Futterbasis beruht (Urteil BGer 2C_534/2007 vom 29. Februar 2008 E. 3.2, 
mit Hinweis auf die Botschaft des Bundesrates vom 26. Juni 1996 zur Reform der Agrarpolitik 2002 
[BBl 1996 IV 85], wobei hier generell gesagt wird, grundlegender Prozess in der Landwirtschaft sei 
die Gewinnung organischer Substanz durch die Photosynthese mit Tageslicht; auch die Tierhaltung 
beruhe [generell] auf diesem Vorgang, sei doch auch das Tierfutter direkt oder indirekt pflanzlichen 
Ursprungs). Wer Pferde hält und für diese Raufutter produziert, ist deshalb Selbstbewirtschafter, 
wenn er die anfallenden Arbeiten für die Futtergewinnung selber ausführt (vgl. Urteil BGer 
2C_855/2008 vom 24. Juni 2010 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Sofern die Fläche für die ganzjäh-
rige Fütterung ausreicht, gehört dazu auch die Gewinnung und Konservierung des Winterfutters. Bei 
kleineren Flächen ist auch schon das weiden lassen der Tiere eine landwirtschafltliche Nutzung, die 
als Selbstbewirtschaftung gilt. Für den Erwerb eines Grundstücks im Hinblick auf die Pferdehaltung 
sind die entsprechenden Kenntnisse erforderlich (HOFER, Art. 9 N. 30). 

3.7. Zur Vermeidung von Rechtsumgehungen sind freilich hohe Anforderungen an die Selbstbe-
wirtschaftung einzelner landwirtschaftlicher Grundstücke zu stellen. Zum einen muss der Wille zur 
Selbstbewirtschaftung einwandfrei vorliegen. Zum andern muss der Erwerber praktisch alle auf dem 
Grundstück anfallenden Arbeiten selber erledigen, soweit diese bei landesüblicher Bewirtschaftung 
auch auf einem Gewerbe durch eigene Arbeitskräfte erledigt werden. Selbstverständlich sind aber 
die Anforderungen an die Ausbildung bei einem Grundstück weniger hoch als bei einem Gewerbe 
(STALDER, Art. 63 N. 6).

Für den Erwerb von landwirtschaftlichen Grundstücken und Gewerben muss die Eignung im 
Moment, in dem die Bewilligung erteilt werden soll, vollständig vorhanden sein. Sie kann nicht durch 
Auflagen oder Bedingungen ersetzt werden. Die objektiven Voraussetzungen müssen bei der Einrei-
chung des Gesuchs erfüllt sein (HOFER, Art. 9 N. 31c). Nur wer spätestens im Moment, in dem die 
Bewilligung erteilt werden muss, über die entsprechende Ausbildung oder die entsprechenden prak-
tischen Kenntnisse verfügt, ist nicht vom Verweigerungsgrund in Art. 63 Abs. 1 Bst. a BGBB betrof-
fen (Urteil BGer 5A.9/2001 vom 30. Juli 2001 E. 4b mit Hinweisen).

4.

In Zusammenhang mit der erteilten Erwerbsbewilligung machen die Beschwerdeführer einerseits 
geltend, es sei nur ungenügend abgeklärt worden, ob ein Kaufpreis als Gegenleistung für die Über-
tragung des Eigentums an den Grundstücken Art. fff und ggg vereinbart bzw. bezahlt worden sei, 
und stellen sich auf den Standpunkt, dass ein Scheingeschäft vorliege, da der zwischen dem Eigen-
tümer und C.________ abgeschlossene und zu den Akten gereichte Schenkungsvertrag vom 
6. April 2022 nicht der Realität entspreche, was von dieser bestritten wird.

Das Gericht stellt fest, dass die von den Beschwerdeführern in diesem Zusammenhang vorgebrach-
ten Behauptungen und Mutmassungen im vorliegenden Verfahren nicht relevant sind. Weder ist 
entscheidend, welcher Glaubensgemeinschaft die Vertragsparteien angehören, noch unter welchen 
konkreten Umständen der Schenkungsvertrag zustande gekommen ist, ob davor bereits zwischen 
dem Eigentümer und den Beschwerdeführern Vertragsverhandlungen betreffend den Erwerb der 
Grundstücke Art. fff und ggg stattgefunden haben, ob die Beschwerdeführer vorkaufsberechtigt sind, 
ob der der Vorinstanz vorgelegte Schenkungsvertrag zwischen dem Eigentümer und C.________ 
nichtig ist und ob der Pachtvertrag von C.________ rechtzeitig gekündigt wurde. Nachdem 

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C.________ den ihrem Gesuch zugrunde liegenden Vertrag zu den Akten gereicht hatte und dieser 
notariell beglaubigte Vertrag – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer – auch nicht offensicht-
lich nichtig ist, beschränkte sich die Vorinstanz zu Recht darauf zu prüfen, ob diesem konkreten 
Erwerbsgeschäft (der beurkundeten Schenkung) öffentlich-rechtliche Hindernisse entgegenstehen. 
Allfällige zivilrechtliche Fragen (wie die vorgenannten) sind im Bewilligungsverfahren weder zu 
prüfen noch zu beantworten, zumal allfällige entsprechende Hindernisse durch die erteilte Bewilli-
gung in keiner Weise berührt und damit auch nicht geheilt werden (vgl. auch hierzu bereits vorste-
hende E. 3.2). Diese Fragen werden in dem durch die Beschwerdeführer bereits eingeleiteten Zivil-
verfahren (vgl. Schlichtungsgesuch vom 5. August 2022; Beilage zu act. 6) zu beantworten sein. 

5.

Andererseits stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass C.________ die zur 
Selbstbewirtschaftung notwendigen Eigenschaften fehlen würden.

5.1. Den vorliegenden Akten lässt sich entnehmen, dass C.________ und ihr Ehemann das 
Grundstück Art. hhh im Jahr 2018 erworben und nach dem Erwerb umfangreiche Sanierungsarbei-
ten sowohl am Wohn- wie auch am Ökonomieteil vorgenommen haben. Unter anderem wurde ein 
Stall für 28 Milchziegen in Anbindehaltung und im Aussenbereich in einem Folientunnel ein Nach-
zuchtstall für Jungziegen eingerichtet. Im Ökonomieteil wurde des weiteren eine kleine Werkstatt 
eingerichtet, wo die für die Bewirtschaftung des Betriebs notwendigen Maschinen instand gestellt 
werden können (Rapport über den Augenschein vom 14. Januar 2022; Vorakten Beilage 12).

Seit dem Jahr 2019 halten C.________ und ihr Ehemann Ziegen (Pfauenziegen) auf ihrem Grund-
stück. Zum Zeitpunkt des Augenscheins (14. Januar 2022) befanden sich insgesamt 30 Ziegen auf 
dem Hof, davon 11 Jungziegen, zum Zeitpunkt der letzten Kontrolle durch das Veterinäramt (am 
22. September 2023) waren es 23 Ziegen (davon 1 Bock), 9 Kanichen, 5 Hühner und 2 Esel (vgl. 
den anlässlich der öffentlichen Verhandlung zu den Akten gelegten Rapport). Neben der kleinen 
Betriebsfläche um den Gebäudekomplex (Grundstück Art. hhh) werden mit diesen Tieren schwer 
zugängliche und steile landwirtschaftliche Nutzflächen oder Sömmerungsweiden bestossen und in 
Zusammenarbeit mit einem Nachbarn (L.________) Dürrfutter bereitet und teilweise auf dem 
Heustock über dem Ziegenstall in Rundballen gelagert. Zum Zeitpunkt des Augenscheins wurden 
die Milchziegen nicht gemolken, sondern als Muttertiere gehalten (Rapport über den Augenschein 
vom 14. Januar 2022; Vorakten Beilage 12). Anlässlich der öffentlichen Verhandlung vom 
29. September 2023 führten beide Parteien übereinstimmend aus, dass auf dem Betrieb zwischen-
zeitlich Ziegenkäse hergestellt und im Dorfladen verkauft worden sei. Aufgrund von hygienischen 
Unregelmässigkeiten sei der Käseverkauf momentan aber eingestellt.

C.________ und ihr Ehemann beabsichtigen, den Ziegenbestand zu erweitern. Sie geben an, der 
Erwerb der Grundstücke Art. fff und ggg würde es ihnen erlauben, die Ziegen im Frühjahr und Herbst 
rund um ihr Haus zu behalten. Im Sommer würden die Ziegen – wie bis anhin – bei Landwirten mit 
schlecht zugänglichen Nutzflächen (wie Wald oder Lawinenzug) platziert, was ihnen erlauben 
würde, im Sommer für Winterfutter zu sorgen (heuen). Gemäss eigenen Angaben besitzen sie die 
dafür erforderlichen Fahr- und Werkzeuge (Gesuch vom 5. Juli 2021; Vorakten Beilage 1).

5.2. Auch wenn hier nur einseitige Aussagen von C.________ zur beabsichtigten Nutzung des 
von ihr erworbenen Grundstücks Art. fff vorliegen, so gibt es keinen Grund, an ihrem Willen und an 
ihren Fähigkeiten zur Selbstbewirtschaftung zu zweifeln. Nicht nur hält C.________ bereits seit 
knapp fünf Jahren auf ihrem eigenen Grundstück mehrere Ziegen, was klar dafür spricht, dass sie –
 in ihrer konkreten familiären Situation mit einem invaliden Ehemann und fünf Kindern– nicht nur 

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willens, sondern durchaus auch in der Lage ist, sich in dieser Tätigkeit zu behaupten und den Betrieb 
sachgerecht zu führen. Entsprechende Hinweise, dass dem nicht so wäre, finden sich in den vorlie-
genden Akten nicht (vgl. namentlich den zu den Akten gereichten Bericht des Veterinäramtes vom 
22. September 2023, der mit Ausnahme, dass die beiden Esel nicht in der Tierverkehrsdatenbank 
TVD registiert sind, keine Beanstandungen formuliert). Dass C.________ die anfallenden Arbeiten 
nicht alle selber ausführt, ändert daran nichts, ist doch nichts dagegen einzuwenden, dass auch ihr 
Ehemann regelmässig auf dem Betrieb mithilft (vgl. hierzu vorstehende E. 3.3). In diesem Zusam-
menhang sei auch erwähnt, dass C.________ das Grundstück Art. fff erworben (geschenkt erhalten) 
hat und ihr die Bewilligung zum Erwerb desselben erteilt wurde, und nicht ihrem Ehemann. Insoweit 
die Beschwerdeführer sich auf den Standpunkt stellen, der Ehemann sei mit seinen gesundheitli-
chen Beschwerden nicht in der Lage, den Betrieb zu führen oder darauf mitzuhelfen, zielen diese 
(nicht substantiierten) Behauptungen an der Sache vorbei. 

Ebenfalls nicht von entscheidender Relevanz ist, dass C.________ bei der Dürrfutterbereitung Hilfe 
von ihrem Nachbarn (L.________) erhält. Es wurde bereits erwähnt, dass Selbstbewirtschafter ist, 
wer den landwirtschaftlichen Boden selber bearbeitet. Den Boden selber bearbeiten heisst, über die 
Betriebsleitung hinaus selber betriebliche Arbeiten zu verrichten. Dazu gehören insbesondere auch 
alle Arbeiten in der Tierhaltung, insbesondere die Stallarbeit und die Verwertung der eigenen 
Produktion, soweit diese landesüblich oder durch betriebliche Einrichtungen vorgegeben ist. Eben-
falls zur Betriebsarbeit gehören die Führung der Buchhaltung und sämtliche administrativen Arbeiten 
wie zum Beispiel das Ausfüllen von Formularen (vgl. vorstehende E. 3.3). Die Dürrfutterbereitung ist 
also nur ein Teil der anfallenden Arbeiten und kann nicht isoliert betrachtet werden. So kann 
C.________ nicht alleine deshalb, weil sie bei der Dürrfutterbereitung die Hilfe eines Nachbarn in 
Anspruch nimmt, während sie alle anderen Arbeiten auf dem Betrieb selber (resp. zusammen mit 
ihrem Ehemann) zu erledigen vermag, die Eignung und Fähigkeit zur Selbstbewirtschaftung abge-
sprochen werden. Kommt hinzu, dass es nicht erforderlich ist, dass der Selbstbewirtschafter sämtli-
che Arbeiten auf seinem Betrieb selber ausführt. So ist es zulässig, wenn er – neben der Mithilfe 
von Familienmitgliedern – auch auf ausserfamiliäre Kräfte in untergeordnetem Mass zurückgreift 
(HOFER, Art. 9 Rz. 30 am Ende). Dass die Familie Angestellte hat oder regelmässig die Hilfe Dritter 
benötigt, ist nicht aktenkundig und wird von den Beschwerdeführern nicht behauptet. Auch verhält 
es sich nicht so, dass C.________ einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgeht und die zu 
Hause und auf dem Hof anfallenden Arbeiten an ihren Ehemann und Dritte delegiert. 

Zum Begriff der Futtergewinnung ist zu ergänzen, dass bei kleineren Flàchen schon das weiden 
lassen der Tiere eine landwirtschaftliche Nutzung darstellt, die als Selbstbewirtschaftung gilt. Sofern 
die Fläche für die ganzjährige Fütterung ausreicht, gehört dazu auch die Gewinnung und Konservie-
rung des Winterfutters (HOFER, Art. 9 Rz. 30). 

Des Weiteren muss der Selbstbewirtschafter auch nicht zwingend Eigentümer sämtlicher erforderli-
cher Maschinen und Geräte sein; wenn er im nötigen Umfang darüber verfügen kann, erscheint dies 
als ausreichend (HOFER, Art. 9 Rz. 30 am Ende). Dies ist vorliegend ganz offensichtlich der Fall. 
Bleibt darauf hinzuweisen, dass von C.________ nicht verlangt werden kann, dass sie bereits zum 
jetzigen Zeitpunkt, da der Schenkungsvertrag vor Zivilgericht und die erteilte Bewilligung zum Erwerb 
des Grundstücks Art. fff vor Kantonsgericht angefochten ist, über die benötigten Maschinen zur Dürr-
futterbereitung verfügt. Solche Investitionen rechtfertigen sich frühestens dann, wenn C.________ 
die betroffenen Grundstücke zu Eigentum erworben hat und tatsächlich selber bewirtschaftet, wobei 
es ihr auch dann freisteht, weiterhin die Gerätschaften ihres Nachbarn zu benutzen, sofern ihr diese 
immer noch zur Verfügung stehen.

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Bleibt zu erwähnen, dass die Beschwerdeführer auch aus dem von ihnen mehrfach angerufenen 
Urteil BGer 2C_855/2008 vom 11. Dezember 2009 nichts zu ihren Gunsten ableiten können. Viel-
mehr ist festzustellen, dass das Bundesgericht hier einen Fall zu beurteilen hatte, der mit dem vorlie-
genden eine gewisse Ähnlichkeit aufweist, und dass sich auch HOFER in Art. 9 Rz. 30 zur Hauptsa-
che auf dieses Urteil bezieht. So erwog das Bundesgericht in E. 3.2 namentlich was folgt: "Die 
Beschwerdegegnerin hält auf der Nachbarparzelle des zu erwerbenden Grundstücks bereits heute 
Pferde auf eigener Futterbasis. Dass ihr Ehemann hierbei mithilft und auch selbst über gewisse 
Kenntnisse verfügt, darf unter dem Gesichtspunkt der Selbstbewirtschaftung durchaus zu ihren 
Gunsten berücksichtigt werden. […] Grundsätzlich zulässig ist sodann auch der Einsatz von ausser-
familiären Kräften in untergeordnetem Mass. […] Im Übrigen muss ein Selbstbewirtschafter nicht 
zwingend Eigentümer sämtlicher erforderlicher Maschinen und Geräte sein; wenn er im nötigen 
Umfang darüber verfügen kann, erscheint dies als ausreichend."

Vor diesem Hintergrund können C.________ die notwendigen Kenntnisse in der Ziegenhaltung nicht 
abgesprochen werden, weshalb es keinen plausiblen Grund gibt davon auszugehen, dass sie sich 
nicht auch in Zukunft behaupten und bewähren resp. ihren Betrieb sachgerecht führen wird.

5.3. Zwar verfügt C.________ über keinen Berufsabschluss als Landwirtin EFZ; ein solcher 
Berufsabschluss ist aber auch nicht notwendig, da das bäuerliche Bodenrecht kein ausschliessliches 
Standesrecht für Landwirte schafft. Sie verfügt aber aktenkundig über den Sachkundenachweis 
nach Art. 31 Abs. 4 Bst. a i.V.m. Art. 198 der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV; 
SR 455.1), der sie berechtigt, mehr als zehn Ziegen zu halten (Beschwerdeantwortbeilagen 4 und 7). 
Ausserdem konnte sie zwei Bestätigungen zu den Akten reichen, die sie ermächtigen, auf ihrem 
Betrieb autonom und unter Schmerzausschaltung Lämmer zu kastrieren (Beschwerdeantwortbeila-
gen 5 und 6). C.________ hat also ihre in den letzten Jahren erworbenen, praktischen Fachkennt-
nisse noch vertieft und erweitert und verfügt nun auch über einen von der zuständigen Fachbehörde 
(Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer BGK) erteilten Nachweis, der ihre Sach-
kunde bestätigt. An dieser Stelle sei auch nochmals auf den Rapport des Veterinäramtes vom 
22. September 2023 verwiesen, der keine Beanstandungen in der Tierhaltung zu Tage brachte. 

5.4. Bleibt zu erwähnen, dass sich die Vorinstanz anlässlich des Augenscheins vom 14. Januar 
2022 von den vorhandenen Einrichtungen und der Eignung zur Selbstbewirtschaftung von 
C.________ überzeugen konnte; der entsprechende Rapport findet sich in den Vorakten (Vorakten 
Beilage 12). Offenbar deutete nichts daraufhin, dass C.________ nicht über die notwendigen Kennt-
nisse und den erforderlichen Willen zur Selbstbewirtschaftung der zu erwerbenden Grundstücke 
verfügt.

Konkrete Anhaltspunkte, dass dem nicht so sei, sind denn auch nicht ersichtlich. Namentlich kann 
daraus, dass vom Förster der Gemeinde beobachtet worden sei, dass auf dem Betrieb von 
C.________ Kontrollen durchgeführt worden seien (Beschwerde S. 10), nichts Entsprechendes 
abgeleitet werden, zumal alleine aus der Tatsache, dass Kontrollen stattfinden, nichts darüber 
ausgesagt wird, dass anlässlich dieser Kontrollen irgendwelche Auffälligkeiten festgestellt werden 
konnten (vgl.exemplarisch dazu den Rapport des Veterinäramtes vom 22. September 2023).

5.5. Nach dem Gesagten kommt das Gericht zum Schluss, dass C.________ sowohl über den 
Willen als auch die notwendigen Eigenschaften verfügt, das von ihr erworbene Grundstück Art. fff 
selber zu bewirtschaften. Da sie seit knapp fünf Jahren die Tätigkeit, die sie auch auf dem Grund-
stück Art. fff auszuüben gedenkt, auf ihrem eigenen Grundstück Art. hhh ausführt und über einen 
Sachkundenachweis der zuständigen Fachbehörde verfügt, kann – in antizipierter Beweiswürdigung 

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(BGE 134 I 140 E. 5.3) – auf die beantragte persönliche Befragung der Parteien, die Einvernahme 
von Zeugen und den Augenschein verzichtet werden, sind doch von diesen Beweisabnahmen keine 
neuen (relevanten) Erkenntnisse zu erwarten.

Aus dem gleichen Grund wird auch auf die beantragte Edition von zusätzlichen Unterlagen (GELAN-
Auszug, SAK Berechnung) verzichtet.

6.

Damit ist zusammenfassend festzustellen, dass im vorliegenden Fall die beiden Voraussetzungen 
der Selbstbewirtschaftung (Art. 63 Abs. 1 Bst. a BGBB) und des nicht übersetzten Preises (Art. 63 
Abs. 1 Bst. b BGBB) erfüllt sind, weshalb die Vorinstanz C.________ die Bewilligung zum Erwerb 
des Grundstücks Art. fff zu Recht erteilt und auf die Formulierung von Bedingungen und Auflagen 
verzichtet hat. 

7.

Damit ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und der ange-
fochtene Entscheid der Vorinstanz vom 22. Februar 2022 zu bestätigen.

8.

8.1. Die Gerichtskosten, die auf CHF 2'000.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang 
entsprechend den Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen (Art. 131 VRG; Art. 1 f. des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrens-
kosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [Tarif VJ; SGF 150.12]). 

8.2. Da C.________ mit ihren Anträgen obsiegt, hat sie Anspruch auf eine Entschädigung ihrer 
Parteikosten. Unter der Berücksichtigung von Art. 137 ff. und 146 ff. VRG, des Tarifs VJ und der am 
29. September 2023 eingereichten Kostenlisten ihres Rechtsvertreters ist diese auf CHF 5'272.50 
(21.09 Stunden à CHF 250.-/Stunde) festzusetzen. Zu diesem Betrag kommen die Auslagen von 
pauschal CHF 150.- (der Tarif VJ kennt keine Spesenpauschale; vgl. Art. 9 Tarif VJ) sowie die 
Mehrwertsteuer in der Höhe von CHF 417.50 (7.7% von CHF 5'422.50) hinzu. Der Totalbetrag von 
CHF 5'840.- geht unter solidarischer Haftung zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführer.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

II. Die Gerichtskosten von CHF 2'000.- werden A.________ und B.________ auferlegt und mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. C.________ wird eine Parteientschädigung von insgesamt CHF 5'840.- (inkl. Mehrwertsteuer 
von CHF 417.50) zugesprochen. Diese geht unter solidarischer Haftung zu Lasten von 
A.________ und B.________ und wird direkt Rechtsanwalt Philippe Corpataux ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheids 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 4. Oktober 2023/dki

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: