# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 48d364cb-f020-5fb6-bdec-7851d5ae3bc7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-06-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.06.2016 D-3432/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3432-2016_2016-06-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3432/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  J u n i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger;   

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

alias B._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 6. April 2016 / N (…). 

 

 

D-3432/2016 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 

etwa im November 2015 verliess und am 23. Dezember 2015 via 

C._______, D._______, E._______, F._______, G._______, H._______, 

Kroatien, I._______ und J._______ illegal in die Schweiz einreiste, wo er 

gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) K._______ um 

Asyl nachsuchte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person vom 

14. Januar 2016 im EVZ L._______ erklärte, er sei in Kroatien angehalten, 

daktyloskopiert, registriert und in ein Empfangslager gebracht worden, 

dass ihm ein Dokument ausgehändigt worden sei, welches ihm den Auf-

enthalt in Kroatien erlaubt habe, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Per-

son das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Kroatiens für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens beziehungsweise zur Wegweisung 

dorthin und zum Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG (SR 142.31) gewährte, 

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich geltend machte, er habe in Kro-

atien kein Asylgesuch eingereicht, 

dass dieses Land nicht sein Reiseziel gewesen sei, 

dass das SEM am 3. Februar 2016 die kroatischen Behörden um Über-

nahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 13 Abs. 1 der Verordnung 

(EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-

rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), ersuchte (vgl. 

Akte A12), 

dass die kroatischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist zum Über-

nahmeersuchen des SEM keine Stellung nahmen, 

dass das SEM mit Verfügung vom 6. April 2016 – eröffnet am 19. Mai 2016 

(vgl. Eröffnungs- und Empfangsbestätigung in den vorinstanzlichen Akten) 

– in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des 

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Beschwerdeführers vom 23. Dezember 2015 nicht eintrat, die Wegweisung 

nach Kroatien verfügte, den Beschwerdeführer – unter Androhung von 

Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, den Kanton M._______ mit 

dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die edi-

tionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte und fest-

stellte, eine allfällige Beschwerde gegen die Verfügung habe keine auf-

schiebende Wirkung, 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 

22. Mai 2016 (Poststempel vom 27. Mai 2016) beim SEM Beschwerde er-

hob und dabei sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

beantragte, 

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den 

nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass das SEM die Beschwerde zuständigkeitshalber dem Bundesverwal-

tungsgericht überwies (Art. 8 Abs. 1 VwVG, [Eingangsstempel vom 1. Juni 

2016]), 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Verfügung vom 1. Juni 2016 

gestützt auf Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort einst-

weilen aussetzte, 

 

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Juni 2016 beim Bundesverwaltungs-

gericht eintrafen, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

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schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass, sofern der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein vom 

Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag ist, diese 

am nächstfolgenden Werktag endet, wobei das Recht des Kantons, in dem 

die Partei oder ihr Vertreter Wohnsitz oder Sitz hat, massgebend ist (Art. 20 

Abs. 3 VwVG), 

dass vorliegend die angefochtene Verfügung am 19. Mai 2016 eröffnet 

wurde, mithin die Beschwerdefrist von fünf Arbeitstagen unter Berücksich-

tigung des 26. Mai 2016 (kantonaler Feiertag: Fronleichnam) am 27. Mai 

2016 abgelaufen ist, 

dass die Frist der am 27. Mai 2016 rechtzeitig bei der unzuständigen Be-

hörde eingereichten Beschwerde als gewahrt gilt (Art. 21 Abs. 2 VwVG), 

dass die Beschwerde in Englisch und damit nicht in einer Amtssprache des 

Bundes – in der Regel Deutsch, Französisch oder Italienisch – verfasst 

wurde (Art. 70 Abs. 1 BV und Art. 33a Abs. 1 VwVG), weshalb sie grund-

sätzlich zur Übersetzung zurückzuweisen wäre, 

dass indessen aus prozessökonomischen Gründen darauf zu verzichten 

ist, da der Inhalt der Beschwerde verständlich ist und darüber aufgrund der 

Aktenlage ohne Weiteres entschieden werden kann, 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG 

und Art. 6 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass die kroatischen Behörden das im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-

VO gestellte Übernahmeersuchen des SEM vom 3. Februar 2016 innert 

der festgelegten Frist unbeantwortet liessen, womit sie die Zuständigkeit 

Kroatiens implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), 

dass die Zuständigkeit Kroatiens zur Durchführung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens damit gegeben ist, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen 

geltend macht, bei einer Wegweisung nach Kroatien würde er in seinen 

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Heimatstaat überstellt werden, zumal gemäss dem UNHCR die Ableh-

nungsquote für Afghanen in Kroatien 100 Prozent betrage, 

dass sein Leben in Afghanistan ernsthaft in Gefahr sei, 

dass er in der Schweiz begonnen habe, Deutsch zu lernen und versuche, 

sich zu integrieren, 

dass er sich hier sehr sicher fühle und die Leute ihm gegenüber sehr nett 

seien, weshalb er darum bitte, nicht in ein Land weggewiesen zu werden, 

welches ihn nach Afghanistan zurückschicke, 

dass er während seines Dienstes bei der (…) Leute aus der Schweiz ge-

troffen habe, die ihm von der Schweiz erzählt hätten, 

dass er hierhergekommen sei, um vor der Grausamkeit der Taliban sicher 

zu sein, 

dass der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen implizit die Anwendung 

von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 for-

dert, 

dass bereits das faktische Betreten des Hoheitsgebiets eines Mitglied-

staats Anknüpfungspunkt für die Zuständigkeit zur Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens bildet (vgl. Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO), wes-

halb der Beschwerdeführer aus seinem Vorbringen, er habe in Kroatien 

kein Asylgesuch gestellt, nichts für sich ableiten kann, 

dass die Vorinstanz die kroatischen Behörden denn auch gestützt auf 

Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO um Übernahme des Beschwerdeführers er-

suchte, woraufhin die Zuständigkeit Kroatiens implizit anerkannt wurde 

(Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Kroatien würden 

systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dub-

lin-III-VO aufweisen, 

dass Kroatien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,  

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SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967  

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass somit nicht davon auszugehen ist, die kroatischen Behörden würden 

den Beschwerdeführer in Verletzung des Non-Refoulement-Gebots in sein 

Heimatland überstellen, ohne vorgängig seine Asylgründe geprüft zu ha-

ben, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, Kroatien anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die kroatischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzunehmen 

und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln 

der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass in einem im Rahmen des "Asylum Information Database"-Projekts 

(AIDA) erstellten Länderbericht des Europäischen Flüchtlingsrates ECRE 

vom Dezember 2015 die Belastung des kroatischen Asylsystems durch die 

geografische Lage Kroatiens an der "Balkan-Route" und die grosse Anzahl 

von Flüchtlingen auf der Durchreise geschildert wird, aber auch festgehal-

ten wird, dass Asylsuchende, die im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach 

Kroatien überstellt werden, grundsätzlich ohne Probleme Zugang zum kro-

atischen Asylverfahren erhalten (vgl. Aida Country Report: Croatia, Update 

vom Dezember 2015, Dublin, Ziff. 3.2., S. 27, < http://www.asylumineu-

rope.org/sites/default/files/report-download/aida_hr_update.ii_.pdf >, ab-

gerufen am 03.06.2016), 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Kroatien werde im Fall des Beschwerdeführers den Grundsatz des Non-

Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem 

sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 

Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden, 

http://www.asylumineurope.org/sites/default/files/report-download/aida_hr_update.ii_.pdf
http://www.asylumineurope.org/sites/default/files/report-download/aida_hr_update.ii_.pdf

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dass der Beschwerdeführer ausserdem nicht dargetan hat, die ihn bei einer 

Rückführung erwartenden Bedingungen in Kroatien seien derart schlecht, 

dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK führen könn-

ten, 

dass er auch nicht konkret dargelegt hat, Kroatien würde ihm dauerhaft die 

ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingun-

gen vorenthalten, 

dass es dem Beschwerdeführer bei einer allfälligen vorübergehenden Ein-

schränkung offensteht, sich an die zuständigen kroatischen Behörden zu 

wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechts-

weg einzufordern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer geriete im Falle einer Rückkehr nach Kroatien wegen der dortigen 

Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage, 

dass zusammenfassend kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Kroatien würde gegen Art. 3 

EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder Lan-

desrecht verstossen, 

dass es angesichts der vorstehenden Erwägungen keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an 

dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerdeführer 

aus seinen angeblichen Integrationsbemühungen, dem damit verbunde-

nen Wunsch nach einem Verbleib in der Schweiz und dem Argument, Kro-

atien sei nicht sein Reiseziel gewesen, nichts für sich abzuleiten vermag, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. zum Ganzen BVGE 2015/9) und den Akten keine Hinweise 

auf eine gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a 

AsylG) durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

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dass das SEM nach dem Gesagten zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-

getreten ist und – weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder 

Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG seine 

Überstellung nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass im Dublin-Verfahren einzig geprüft wird, welcher Mitgliedstaat für die 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zu-

ständig ist, weshalb die im Zusammenhang mit dem Heimatland geltend 

gemachten Vorbringen vorliegend nicht zu berücksichtigen sind, 

dass es dem Beschwerdeführer jedoch offensteht, entsprechende Vorbrin-

gen bei den für die Durchführung seines Asyl- und Wegweisungsverfah-

rens zuständigen kroatischen Behörden geltend zu machen, 

dass die Beschwerde in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen abzu-

weisen ist, 

dass der am 1. Juni 2016 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vorliegen-

den Urteil dahinfällt, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.‒  

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig 

 

 

Versand: