# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b04be54-361a-550c-aedb-a4fa34be03ce
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.04.2008 IV 2006/269
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-269_2008-04-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/269

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.06.2020

Entscheiddatum: 21.04.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 21.04.2008
Art. 44 ATSG. Würdigung von Arztberichten und Gutachten (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. April 2008, IV 
2006/269).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 21. April 2008

in Sachen

K.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Rosenbergstrasse 51, Postfach 1121, 

9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

 Sachverhalt:

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A.   

A.a  Die 1952 geborene K.___ meldete sich am 27. November/2. Dezember 2003 zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine 

Rente. Sie sei 1975 in die Schweiz gekommen, verfüge über keine Ausbildung und sei 

von 1991 bis 2003 als Abwartin tätig gewesen. Sie leide an einem Bandscheibenvorfall. 

Das Leiden sei 1980 das erste Mal aufgetreten, dann operativ behandelt worden und 

2001 das zweite Mal in Erscheinung getreten.

A.b Die Arbeitgeberin gab in der Bescheinigung vom 8. Dezember 2003 an, die 

Versicherte sei vom 1. August 1991 bis 30. November 2003 im Reinigungsdienst 

angestellt gewesen. Ihr letzter effektiver Arbeitstag sei der 11. Januar 2003 gewesen. 

Ihr Pensum habe seit 1996 71.25 % ausgemacht. Seit 1. Januar 2001 betrage ihr 

Stundenlohn Fr. 23.--. Im Jahr 2001 habe sie Fr. 37'696.--, im Jahr 2002 Fr. 37'159.-- 

und im Jahr 2003 Fr. 26'998.-- verdient.

A.c  Dr. med. A.___, Innere Medizin FMH, gab in ihrem Arztbericht vom 8. Dezember 

2003 als Diagnosen bekannt, es lägen vor ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, ein 

St. n. Ops DH L5/S1 (seit 1980), ein chronisches, nicht objektivierbares 

Weichteilsyndrom (seit 2003) und eine Depression (seit 2003). Die Versicherte sei vom 

13. Januar bis 30. November 2003 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen und sei seither zu 

50 % arbeitsunfähig. Bis Ende 2002 habe die Versicherte zu 50 % Putz- und 

Reinigungsarbeiten gemacht. Dann sei eine Erschöpfungsdepression aufgetreten mit 

multiplen ständig wechselnden Beschwerden, deren Abklärungen stets normale 

Befunde ergeben hätten (z.B. ein gynäkologischer Ultraschall, die Untersuchungen 

durch den rheumatologischen Vertrauensarzt und einen Gastroenterologen). Es 

bestehe der dringende Verdacht auf ein Rentenbegehren und es frage sich, ob eine 

MEDAS-Abklärung am Platz sei. In dem beigelegten Bericht vom 19. Februar 2003 

hatte ihr Dr. med. B.___, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, berichtet, es lägen als 

Diagnosen vor (erstens) eine depressive Verstimmung, (zweitens) ein generalisiertes 

Weichteilschmerzsyndrom, (drittens) eine chronifizierte Lumboischialgie linksbetont bei 

Status nach Discushernien-Operation L5/S1 links 1980 und osteodisco-ligamentärer 

Spinalkanalstenose der unteren LWS sowie (viertens) ein Status nach rezidivierenden 

Magen-Ulcera anamnestisch. Falls der negative ASR links nicht bereits durch 

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Voruntersuchungen bekannt gewesen sei, könne durch eine neurologische 

Untersuchung mittels EMG/ENG abgeklärt werden, ob eine frischere 

Nervenwurzelkompression S1 vorliege. Es bestehe ferner die Möglichkeit einer 

diagnostisch-therapeutischen periradikulären Infiltration oder eines Sacralblocks. 

Weiter hatte Dr. B.___ ergänzende Physiotherapie und den Einsatz von Saroten 

erwähnt. Zur Arbeitsfähigkeit hatte sich die Ärztin nicht geäussert. Auf dem ebenfalls 

beigelegten Begutachtungsauftrag der Taggeldversichererin vom 19. August 2003 an 

Dr. med. C.___, Psychiatrie und Psychotherapie, war handschriftlich vermerkt "war 

negativ".

A.d Am 22. Januar 2004 veranlasste die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen eine interdisziplinäre Abklärung bei Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH 

Innere Medizin sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. 

Rheumaerkrankungen, einschliesslich einer psychiatrischen Abklärung durch Dr. med. 

E.___. Dr. D.___ gab im Gutachten vom 24. Januar 2005 als Diagnosen bekannt: 

(erstens) skelettbezogene Schmerzklagen ohne identifizier- und definierbares 

funktionelles bzw. anatomisches Substrat, (zweitens) ein leichtes lumbo-vertebrales 

Syndrom bei/mit St. n. DH-Operation L5/S1 links 1980 und degenerativer 

Segmenterkrankung und Spinalkanalstenose L4/5, (drittens) Hämorrhoiden Grad II-III, 

und (viertens) St. n. (wahrscheinlicher) Ulcuskrankheit des Magens. Die Versicherte sei 

aus somatischer Sicht in jeder leichten bis mittelschweren Arbeit uneingeschränkt 

arbeitsfähig. Als interdisziplinäre Stellungnahme (vom 17. Januar 2005 und vom 

20. Mai 2005) hielt Dr. D.___ fest, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der 

angestammten Tätigkeit (Abwartin/Reinigungsfrau) und in jeder anderen vergleichbaren 

Tätigkeit sei durch die vorliegenden Leiden nicht eingeschränkt. In therapeutisch-

prognostischer Hinsicht gelte es, vorgebrachten körperlichen Klagen gegenüber mit 

zurückhaltender kritischer Einstellung zu begegnen und unnötige ärztliche 

Zuwendungen, welche die Versicherte in ihrem Krankheitsempfinden bestärkten, zu 

vermeiden. Dr. med. F.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, der die 

psychiatrische Begutachtung vornahm, erhob gemäss seinem Gutachten vom 4. Juni 

2005 keine die Arbeitsfähigkeit nennenswert einschränkende psychiatrische Krankheit. 

Die Persönlichkeit der Versicherten weise deutliche histrionische und unreife Züge auf.

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A.e Mit Verfügung vom 13. September 2005 wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle des Kantons St. Gallen den Anspruch der Versicherten auf eine Rente ab. Es 

liege keine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse vor. Validen- und Invalideneinkommen 

machten Fr. 38'028.-- aus.

A.f Am 12. Oktober 2005 liess die Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache 

erheben. In der Einspracheergänzung vom 28. November 2005 beantragte der neu 

beauftragte Rechtsvertreter, der Versicherten sei eine ganze Invalidenrente ab wann 

rechtens zuzusprechen, eventuell seien weitere Abklärungen vorzunehmen. Ein 

Arbeitsversuch habe wegen starker Schmerzen abgebrochen werden müssen. 

Dr. B.___ habe gemäss ihrem Bericht vom 19. Februar 2003 verschiedene Diagnosen 

gestellt. Dass die Arbeitsfähigkeit bei diesen Diagnosen massiv eingeschränkt sei, liege 

auf der Hand. Die Versicherte gehe von einer vollen Arbeitsunfähigkeit aus. Sie habe 

Körper und Psyche in all den Jahren über die Massen strapaziert und sei nun nicht 

mehr in der Lage, einer Arbeit nachzugehen. Am 1. Dezember 2005 werde sie Dr. med. 

G.___ konsultieren.

A.g Auf Anfrage teilte Dr. G.___ am 1. Mai 2006 mit, es lägen bei der Versicherten eine 

agitierte Depression auf dem Boden einer Persönlichkeitsstörung (narzisstisch/histrioni­

sche Persönlichkeit) und ein chronifiziertes Schmerzsyndrom vor. Obwohl er im 

Gutachten von Dr. F.___ die Symptome einer von diesem nicht erkannten Depression 

gefunden habe, sei diese nicht in solchem Ausmass vorhanden gewesen, wie er 

(Dr. G.___) sie seit Behandlungsbeginn (am 1. Dezember 2005) vorgefunden habe. Seit 

Sommer 2005 sei es zu einer Verschlechterung des psychischen Befindens 

gekommen. Die Versicherte sei aus psychiatrischer Sicht zu 70 % arbeitsunfähig.

A.h Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung (Dr. med. H.___) 

befürwortete am 18. Mai 2006 eine weitere psychiatrische Begutachtung, und zwar bei 

Dr. C.___, die bereits im August 2003 ein Gutachten für die Taggeld-Versicherung 

gemacht habe.

A.i  Die IV-Stelle widerrief daraufhin am 22. Mai 2006 ihre Verfügung vom 

13. September 2005 und stellte weitere Abklärungen in Aussicht.

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A.j  In ihrem Gutachten vom 17. Juli 2006 stellte Dr. C.___ folgende Diagnosen: ein 

chronisches Schmerzsyndrom, ohne dass dieses durch objektivierbare somatische 

Befunde erklärt werden könne, und akzentuierte Persönlichkeitszüge. Weder in der 

angestammten noch in vergleichbaren leichten bis mittelschweren Tätigkeiten sei eine 

relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit feststellbar. Es sei auch nicht zu erwarten, 

dass sich der Gesundheitszustand verschlechtere, wenn die Versicherte einer leichten 

bis mittelschweren Erwerbstätigkeit nachgehe. Seit der Begutachtung im Mai 2005 

habe die Versicherte Dr. G.___ zweimal konsultiert. Der Arzt habe eine Fortsetzung der 

Behandlung nicht für notwendig gehalten.

A.k  Mit einem Vorbescheid vom 1. September 2006 kündigte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle eine Abweisung des Anspruchs der Versicherten 

an. Eine invaliditätsbedingte Einschränkung bestehe weder bei der Erwerbstätigkeit 

(mit einem Anteil von 71 %) noch bei der Tätigkeit im Haushalt (mit einem Anteil von 

29 %).

A.l  Der Rechtsvertreter der Versicherten wandte am 2. Oktober 2006 ein, Dr. G.___ 

habe noch am 1. Mai 2006 von einem depressiven Bild berichtet. Es sei nicht 

ersichtlich, weshalb dieses in den nicht einmal zweieinhalb Monaten danach geändert 

haben sollte. Dass nur zwei Konsultationen stattgefunden hätten, habe seinen Grund 

darin, dass die Versicherte von Dr. G.___ nur schwerlich einen Arztbericht erhalten 

habe. Die Versicherte ginge im Übrigen als Gesunde vollzeitlich einer Erwerbstätigkeit 

nach. Sie habe eine 29-jährige Tochter und einen 27-jährigen Sohn und das 

Einkommen ihres Ehemannes sei nicht übermässig hoch. Dass sie ihr Pensum im Jahr 

1991 reduziert habe, habe gesundheitliche Gründe gehabt.

A.mDer RAD hielt am 3. November 2006 dafür, es sei an der uneingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten festzuhalten.

A.n Mit Verfügung vom 6. September (recte: November) 2006 wies die IV-Stelle das 

Leistungsgesuch der Versicherten wie angezeigt ab.

B.  

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Gegen diese Verfügung richtet sich die von Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng für die 

Betroffene am 4. Dezember 2006 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin sei eine ganze Invalidenrente ab wann rechtens, allerspätestens 

ab anfangs 2004, auszurichten, eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen 

zurückzuweisen. Die Anwendung der gemischten Methode sei nicht richtig. Es liege auf 

der Hand, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde zu 100 % einer Erwerbstätigkeit 

nachginge. Übrigens sei keine Haushaltabklärung erfolgt. Zu den somatischen 

Beschwerden sei zu sagen, was in der Einsprachebegründung vorgebracht worden sei. 

Dr. I.___, Chiropraktor, habe bei der Beschwerdeführerin gemäss dem Bericht vom 

8. Februar 2006 ein lumbovertebrales Syndrom bei leichter Vorwölbung der dorsalen 

Bandscheibenbegrenzung L5/S1, medio/medio-rechts lateral, definitionsgemäss einer 

Diskushernie entsprechend, und eine Osteochondrose und eine leichte bilaterale 

Spondylarthrose diagnostiziert und sie zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben. Aus der 

Tatsache, dass bei Dr. G.___ nur zwei Konsultationen stattgefunden hätten, schliesse 

Dr. C.___, dass kein depressives Zustandsbild mehr vorliege. Das sei eine blosse 

Hypothese. Noch am 1. Mai 2006 sei Dr. G.___ von einem depressiven Bild 

ausgegangen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb sich dieses in den folgenden nicht 

einmal zweieinhalb Monaten geändert haben sollte. Die Beschwerdeführerin warte 

noch auf die Beantwortung einer Anfrage an Dr. G.___ vom 19. September 2006. Bei 

psychischen Krankheiten sei die mangelnde Krankheitseinsicht ein Problem. 

Inzwischen sei die Beschwerdeführerin nun bei Dr. med. L.___, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, angemeldet. Es sei auf den Bericht von Dr. G.___ abzustellen. 

Die psychischen Probleme stellten eine Folge der Verstärkung der körperlichen 

Probleme im Jahr 2003 dar. Die Beschwerden hätten somit spätestens anfangs 2003 

begonnen. Im beigelegten Arztbericht vom 8. Februar 2006 hatte Dr. I.___ dargelegt, 

die geltend gemachten Beschwerden liessen sich kaum objektivieren. Der Befund der 

Kernspintomographie stehe im Gegensatz zu den subjektiv geltend gemachten 

Beschwerden. Es sei der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % zu 

attestieren.

C.  

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In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Auf das Gutachten von Dr. C.___ könne abgestellt 

werden; der Bericht von Dr. G.___ dagegen vermöge nicht zu überzeugen. Wenn es 

zwischen den Begutachtungen durch Dr. F.___ und Dr. C.___ im Sommer 2005 

tatsächlich zu einer Verschlimmerung des psychischen Zustands gekommen sei, 

scheine es sich um ein vorübergehendes, nicht invalidisierendes psychiatrisches 

Leiden gehandelt zu haben. Dr. I.___ habe angegeben, dass die subjektiv geltend 

gemachten Beschwerden bei einer erkennbaren Diskushernie nicht komprimittierender 

Art ohne weiteren Anhaltspunkt einer zentralen Spinalkanalstenose kaum objektivierbar 

seien. Der Arztbericht unterscheide sich in Diagnosestellung und Befundbeschreibung 

nicht grundlegend von demjenigen von Dr. D.___. Auf die abweichende 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung könne nicht abgestellt werden. Eine rentenbegründende 

Invalidität ergebe sich weder bei der einen noch bei der anderen Methode der 

Bemessung.

D.  

Mit Replik vom 18. April 2007 bringt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor, 

dass Persönlichkeitsstörungen in der Kindheit und Jugend begönnen, bedeute nicht, 

dass sie sich auch dann bereits manifestierten. Die Beschwerdeführerin sei bereits in 

der Kindheit durch ihr Schicksal sehr sensibel und zeitweise traurig gewesen, habe sich 

aber dann stabilisieren können. In den letzten Jahren sei es dann zu einem erneuten 

Ausbruch der psychischen Beschwerden gekommen. Das habe Dr. C.___ nicht 

berücksichtigt. Die Aussagen von Dr. G.___ bezögen sich auch auf den Zeitraum vor 

Mai/Juni 2005 und nach Juli 2006. Den Darlegungen von Dr. G.___ sei gegenüber jenen 

von Dr. C.___ und Dr. F.___ der Vorzug zu geben. Als Dr. G.___ den Bericht verfasst 

habe, habe gerade kein (auftragsrechtliches) Vertrauensverhältnis der 

Beschwerdeführerin zu ihm bestanden. Dr. C.___ habe die Beschwerdeführerin im 

Oktober 2003 im Auftrag der Krankentaggeldversicherung gesehen. Aufgrund der 

Korrespondenz dieser Versicherung und der vertrauensärztlichen Beurteilung müsse 

geschlossen werden, dass Dr. C.___ damals von einer Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin von 50 % für adaptierte Tätigkeiten ausgegangen sei. Es sei 

schwer verständlich und zu klären, weshalb Dr. C.___ eine Arbeitsunfähigkeit attestiert 

gehabt habe und sich nun mit diesem Umstand nicht gründlich auseinandersetze. In 

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einem Schreiben vom 3. November 2003 hatte die Taggeldversichererin der 

Beschwerdeführerin mitgeteilt, sie werde ihr bis zum 30. November 2003 ein Taggeld 

bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % und hernach eines bei einer Arbeitsunfähigkeit 

von 50 % ausrichten. Der Vertrauensarzt sei gestützt auf die Berichte eines 

Rheumatologen und von Dr. C.___ davon ausgegangen, dass in einer leichteren 

Tätigkeit eine Arbeitsleistung von 50 % zumutbar sei. Der Rheumatologe hatte gemäss 

einem Schreiben der Taggeldversichererin vom 19. August 2003 eine Arbeitsfähigkeit 

von 100 % angegeben. Dem vertrauensärztlichen Attest vom 16. Oktober 2003 ist zu 

entnehmen, dass die psychiatrische Beurteilung eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit von 50 % ergeben habe. Dem Schreiben des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin an Dr. C.___ vom 23. Januar 2006 ist zu entnehmen, dass 

entsprechende Taggeldzahlungen schliesslich nicht erfolgten.

E.  

Die Beschwerdegegnerin hält am 26. April 2007 an ihrem Antrag fest.

 

F.   

Am 16. Mai 2007 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Schreiben vom 

14. Mai 2007 (samt einem Bericht vom 30. April 2007) von PD Dr. med. M.___, 

Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell 

Rheumaerkrankungen, an Dr. med. N.___, Neurologie FMH, eingereicht. In dem Bericht 

hatte Dr. M.___ erklärt, die Beschwerdeführerin habe ein generalisiertes 

Schmerzsyndrom; wahrscheinlich spiele auch die Depression eine wesentliche Rolle. 

Eine klassische Fibromyalgie liege nicht vor. Das gesamte Krankheitsbild erinnere an 

einen Erschöpfungszustand.

Erwägungen:

1.   

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1.1  Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum 6. November 2006 (Erlass 

der angefochtenen Verfügung) entwickelt hat, sind die am 1. Januar 2008 in Kraft 

getretenen Änderungen der Rechtslage nicht anwendbar.

1.2  Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin das 

Leistungsgesuch abgewiesen. Streitgegenstand bildet der allfällige Rentenanspruch. 

Ergäbe sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch im 

Raum stünde, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob 

die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige 

Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.

2.   

2.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Grundlage der Invaliditätsbemessung bilden die ärztlichen Angaben zum 

Gesundheitszustand der versicherten Person und dazu, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten sie arbeitsunfähig ist. In rheumatologisch-orthopädischer 

Hinsicht hat die Beschwerdegegnerin auf das Ergebnis des Gutachtens von Dr. D.___ 

abgestellt, wonach die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als 

Abwartin/Reinigungsfrau und in jeder leichten bis mittelschweren Arbeit 

uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Die Beschwerdeführerin hält die Beurteilung durch 

Dr. D.___ für nicht nachvollziehbar, weil eine massive Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit angesichts der von der Rheumatologin Dr. B.___ gestellten Diagnosen 

auf der Hand liege. Die Ärztin selber hatte sich allerdings in ihrem Bericht vom 

19. Februar 2003 zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht geäussert. Ihre 

gestellten rheumatologischen Diagnosen sind auch in der Untersuchung und 

Beurteilung durch Dr. D.___ berücksichtigt worden. Abweichende 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen haben mit 50 % die behandelnden Personen, nämlich 

der Chiropraktor Dr. I.___ und die behandelnde Ärztin Dr. A.___ (bezogen auf eine 

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leichte adaptierte Tätigkeit) abgegeben. Dr. A.___ relativierte ihre 

Arbeitsfähigkeitsschätzung mit dem Hinweis auf eine Abklärungsbedürftigkeit durch 

eine MEDAS. Dr. I.___ hielt zu den Rückenschmerzen fest, diese seien nur spärlich 

objektivierbar. Zu vermeiden seien länger als eine Stunde dauerndes Sitzen ohne 

aufzustehen und Tragen von Lasten über 15 kg. Dr. D.___ seinerseits hatte denn auch 

dafürgehalten, dass den bildgeberisch am unteren Rücken zur Darstellung 

gelangenden degenerativen Pathologien durchaus krankmachende Eignung zukommen 

könne. Er hat den Befunden aber in seiner spezialärztlichen Würdigung, bei welcher er 

sich auf eine Kenntnis der Vorakten und der Anamnese und auf seine eigene 

Untersuchung stützen konnte, nur einen bescheidenen klinischen Stellenwert 

zugemessen. Hierauf kann abgestellt werden. Die abweichenden 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen kommen dagegen nicht an, zumal offenbar auch noch 

der für die Taggeldversicherung berichtende Rheumatologe eine Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin von 100 % angenommen hatte. Die Feststellung allerdings, dass 

sich die volle Arbeitsfähigkeit selbst auf die doch als rückenbelastend zu 

betrachtenden bisherigen Tätigkeiten als Abwartin und Reinigungsangestellte beziehen 

soll, ist mit Zurückhaltung zu würdigen.

2.3  Psychiatrisch gesehen lag nach der Beurteilung von Dr. F.___ vom 4. Juni 2005 

keine die Arbeitsfähigkeit nennenswert einschränkende Krankheit vor. Dr. G.___ 

dagegen attestierte der Beschwerdeführerin am 1. Mai 2006 eine psychisch 

begründete Arbeitsunfähigkeit von 70 % (bei einer agitierten Depression auf dem 

Boden einer Persönlichkeitsstörung) und hielt dafür, eine weitere psychiatrische 

Behandlung - er habe die Beschwerdeführerin am 1. Dezember 2005 und seither einige 

Male gesehen - sei notwendig. Dr. C.___ berichtete am 7. Juni 2006 von einem 

chronischen Schmerzsyndrom und akzentuierten Persönlichkeitszügen, die aber keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkten. Die Darstellung der Beschwerdeführerin 

sei in theatralischen Superlativen erfolgt, alle Beschwerden und Behandlungen seien 

hoch dramatisch, maximal intensiv und in lebensbedrohlichem Ausmass geschildert 

worden. Die Beschwerdeführerin sei nach den Unterlagen lediglich zwei Mal bei 

Dr. G.___ gewesen. Hinweise für ein (schweres) depressives Bild fand die Gutachterin 

nicht vor, sie hält jedoch für denkbar, dass solche zur Zeit der Untersuchung durch 

Dr. G.___ vorhanden waren. Die Beschwerdeführerin schildere ihre Beschwerden in 

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beinahe identischem Wortlaut wie vor fast drei Jahren. Die Befunde würden sich sehr 

ähneln.

2.4  Angesichts der beiden gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen vom Juni 

2005 und vom Juni 2006 ist davon auszugehen, dass die Beurteilung von Dr. G.___ 

vom Mai 2006 im Wesentlichen als hiervon abweichende Einschätzung zu betrachten 

ist. Den beiden nachvollziehbar begründeten Gutachten mit übereinstimmendem 

Ergebnis kann vorliegend gefolgt werden; ihnen ist gegenüber der (nach zwei 

Konsultationen abgegebenen) Beurteilung von Dr. G.___ der Vorzug zu geben. 

Dr. C.___ hat ein depressives Zustandsbild aufgrund des objektiv festgestellten 

Befundes ausgeschlossen. Es ist im Übrigen durchaus denkbar, dass ein depressives 

Erscheinungsbild im Verlauf der Zeit etwas fluktuiert, doch ist bei dem gegebenen 

gutachterlich ausreichend abgeklärten Sachverhalt nicht anzunehmen, dass sich 

daraus ein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender Zustand ergeben hat. Aus dem 

Gutachten von Dr. C.___ geht ferner hervor, dass sie bei ihrer ersten Begutachtung 

vom September 2003 eine chronische somatoforme Schmerzstörung mit einer leichten 

depressiven Anpassungsstörung diagnostiziert und der Beschwerdeführerin eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert hatte. Im Gutachten vom Juni 2006 hat sich 

Dr. C.___ mit diesem - nunmehr differenzialdiagnostisch betrachteten - Leiden 

auseinander gesetzt und erläutert, ohne eine schwerwiegende psychiatrische 

Komorbidität bedinge diese Diagnose allein keine wesentliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Die Ärztin des RAD hat die gutachterlichen Beurteilungen im Übrigen 

als überzeugend betrachtet. 

2.5  Es rechtfertigt sich zusammenfassend, auf das Ergebnis der bidisziplinären 

Begutachtung und der Begutachtung durch Dr. C.___ abzustellen. Ist die 

Beschwerdeführerin in jeder leichten bis mittelschweren Arbeit uneingeschränkt 

arbeitsfähig, so ist in erwerblicher Hinsicht nicht mit einer invaliditätsbedingten 

Erwerbseinbusse zu rechnen, welche zu einem Anspruch auf eine Rente berechtigen 

würde, und zwar selbst nicht bei einer Invaliditätsbemessung anhand der allgemeinen 

Methode des Einkommensvergleichs.

2.6  Die angefochtene Verfügung vom 6. November 2006 erweist sich demnach als 

rechtmässig. 

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3.   

3.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

3.2  Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als 

unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. 

Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit 

dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr 

getilgt. 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführerin bezahlt die Gerichtskosten von Fr. 600.--; diese werden mit 

dem geleisteten Vorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

bis

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