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**Case Identifier:** 38c7f9f0-36fc-5530-b768-834b8a7f724c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 28.03.2025 STK 2024 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2024-13_2025-03-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 28. März 2025
STK 2024 13

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichter Walter Züger, Jörg Meister,
Ilaria Beringer und Monique Schnell Luchsinger,
a.o. Gerichtsschreiberin Patrizia Castellazzi.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, Schmiedgasse 21, 
6431 Schwyz,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________,

2. D.________,
Privatkläger und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend Betrug (evtl. Veruntreuung), Sachentziehung
(Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Schwyz vom 30. November 2023, 
SGO 2022 47);-

hat die Strafkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Am 22. Dezember 2022 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 
Beschuldigten wegen mehrfachen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB), evtl. mehr-
facher Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) und mehrfacher Sachentzie-
hung (Art. 141 StGB) bei folgendem Sachverhalt (Vi-act. 1):

A.________ wird beschuldigt 

1. des mehrfachen Betrugs 
im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB,

begangen dadurch, dass er mehrfach in der Absicht, sich oder einen an-
dern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder 
Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführte oder ihn in einem Irrtum 
arglistig bestärkte und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmte, wo-
durch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigte, 

evtl. der mehrfachen Veruntreuung
im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, 

begangen dadurch, dass er sich evtl. mehrfach eine ihm anvertraute 
fremde bewegliche Sache aneignete, um sich oder einen anderen damit 
unrechtmässig zu bereichern, 

2. der mehrfachen Sachentziehung 
im Sinne von Art. 141 StGB, 

begangen dadurch, dass er mehrfach dem Berechtigten ohne Aneignungs-
absicht eine bewegliche Sache entzog und ihm dadurch einen erheblichen 
Nachteil zufügte, 

bei folgendem Sachverhalt:

Der langjährig in der Schmuck-, Juwelen- und Uhrenbrache tätige 
A.________ (nachfolgend Beschuldigter) lernte den Uhrensammler 
D.________ (nachfolgend Privatkläger) anlässlich eines VlP-Events der 
F.________, dessen Geschäftsführer der Beschuldigte war, ca. im No-
vember 2018 persönlich kennen. In der Folge lud der Beschuldigte den 
Privatkläger zu verschiedenen Events der F.________ ein. Dadurch er-
möglichte er dem Privatkläger den Kauf rarer Uhren der Audemars Piguet, 
erhielt aber auch Kenntnis von dessen Finanzkraft. Aus dieser ursprüng-
lich geschäftlichen Beziehung entwickelte sich eine freundschaftliche pri-

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vate Beziehung und der Privatkläger vertraute dem Beschuldigten privat 
wie auch in Uhrenangelegenheiten.

Am 8. September 2020 kontaktierte der Beschuldigte den Privatkläger, traf 
sich mit diesem und teilte ihm mit, dass er von der G.________ AG, wel-
cher auch die F.________ gehört, entlassen und per sofort freigestellt wor-
den sei. Als Begründung gab der Beschuldigte auf Nachfrage des Privat-
klägers nach den Gründen an, er sei Opfer der coronabedingten Entlas-
sungswelle der G.________ AG geworden. Aufgrund der Entlassung bat 
der Beschuldigte den Privatkläger am 8. September 2020 sowie zu weite-
ren nicht genauer ermittelbaren Zeitpunkten im Herbst 2020 mehrfach um 
private Darlehen zwecks Überbrückung angeblich vorübergehender priva-
ter Liquiditätsengpässe. lm Gesprächsverlauf des 8. September 2020 er-
hielt der Beschuldigte Kenntnis, dass der Privatkläger Uhren aus seiner 
Privatsammlung verkaufen wollte. Diese gewonnene Kenntnis nutzte er, 
um dem Privatkläger seine Hilfe beim Verkauf anzubieten und die Ver-
marktung bzw. Käufervermittlung allfällig zu verkaufender Uhren zu über-
nehmen. Die beiden einigten sich darauf im Grundsatz und vereinbarten, 
Details später zu besprechen.

Am 15. Oktober 2020 trafen sich der Beschuldigte und der Privatkläger am 
Wohnort des Privatklägers am H.________weg zz zwecks Besprechung 
der zuvor am 8. September 2020 angesprochenen Vermarktung von Uh-
ren des Privatklägers aus dessen Sammlung und um die Verkaufskonditi-
onen zwischen ihnen festzulegen. Der Beschuldigte nahm das gesamte 
Uhrenportfolio des Privatklägers zur Kenntnis und dass dieser davon a) 
insgesamt 12 Uhren verkaufen wollte und dass er b) gegen eine Provision 
für den erfolgreichen Kaufabschluss dem Privatkläger Kaufinteressenten 
vermitteln durfte. lm Hinblick auf den beabsichtigten Verkauf begutachtete 
der Beschuldigte die fraglichen Uhren und stellte an den folgenden vier 
Uhren Gebrauchsspuren fest:

- Rolex, Modell Daytona Platin, Referenz-Code yy, Seriennummer xx, 
Wert ca. CHF 78’000.00,

- Audemars Piguet, Modell Royal Oak, Referenzcode ww, 
Seriennummer vv, Wert ca. CHF 17’900.00,

- Omega, Modell Seamaster, Wert ca. CHF 2’000.00,
- Rolex, Modell GMT ll, Wert ca. CHF 23’000.00.

Unmittelbar nach der Begutachtung der Uhrensammlung vom 15. Oktober 
2020 schlug der Beschuldigte dem Privatkläger im Hinblick auf den von 
diesem beabsichtigten Verkauf der obgenannten vier Uhren, welche Ge-
brauchsspuren aufwiesen, vor, diese im Hinblick auf den Verkauf durch 
Drittpersonen aufbereiten zu lassen. Hierzu machte er dem Privatkläger 
den Vorschlag, dies nicht über die Uhrenfirmen selber, sondern über 
Leute, die er bei diesen Firmen kenne, in Auftrag zu geben, damit es für 
den Privatkläger günstiger käme. Der Privatkläger war damit einverstan-

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den und vertraute dem Beschuldigten am 15. Oktober 2020 an seinem 
Wohnort am H.________weg zz aufgrund des bestehenden Vertrauens-
verhältnisses die vier obgenannten Uhren im Gesamtwert von 
CHF 120’900.00 zur Aufbereitung durch Drittpersonen im Hinblick auf den 
geplanten Verkauf an, ohne dass er den Beschuldigten den Empfang die-
ser vier Uhren quittieren liess.

Zudem besprachen der Beschuldigte und der Privatkläger auch die Bedin-
gungen eines allfälligen Verkaufs dieser Uhren. Der Beschuldigte sollte als 
langjährig in der Schmuck-, Juwelen- und Uhrenbranche tätige Person le-
diglich als Vermittler agieren. Für den Verkaufsfall war mündlich eine Ver-
mittlerprovision von generell 5 % des Verkaufserlöses zu Gunsten des Be-
schuldigten vereinbart. Eine Vollmacht zum eigenmächtigen und selbstän-
digen Verkauf dieser Uhren hatte A.________ zu keinem Zeitpunkt.

Darlehen
Nachdem der Beschuldigte das Vertrauen des Privatklägers aufgrund der 
wie obgenannt aufgebauten persönlichen Beziehung erlangt hatte und 
deshalb davon ausgehen konnte, dass dieser seine Angaben nicht über-
prüfen würde oder zumindest nur mit besonderer Mühe würde überprüfen 
können, bat er ihn im Herbst 2020 mehrfach um private Darlehen zwecks 
Überbrückung angeblich vorübergehender privater Liquiditätsengpässe. 
Hierzu täuschte er den Privatkläger über seine tatsächlichen finanziellen 
Verhältnisse, indem er gegenüber dem Privatkläger bspw. wahrheitswidrig 
vorbrachte, sein damaliger Vermieter halte die Rückzahlung der Mietkau-
tion zurück, er habe einen teuren Umzug plus Neueinrichtung zu finanzie-
ren und sein Arbeitgeber, die G.________ AG, halte zufolge Kündigung 
sein Gehalt zurück. Zudem täuschte er den Privatkläger über die wahren 
Gründe seiner Kündigung, welche entgegen seinen mündlichen Angaben 
und Ausführungen nicht in der angeblich pandemiebedingten Entlassungs-
welle, sondern im Vorwurf vertragswidrigen Verhaltens des Beschuldigten 
lagen.

Mit der Darlehensannahme spiegelte er dem mit ihm persönlich befreun-
deten Privatkläger zumindest konkludent seine Rückzahlungsfähigkeit und 
auch -willigkeit vor, indem mündlich vereinbart war, dass die Rückzahlung 
der Darlehen aus den Vermittlerprovisionen verkaufter Uhren des Privat-
klägers erfolgen sollte. In der irrigen Annahme über die Rückzahlungs-
fähigkeit und -willigkeit gewährte der Privatkläger dem Beschuldigten die 
folgenden Privatdarlehen ohne Sicherheiten wie bspw. schriftliche Darle-
hensverträge, welche er dem Beschuldigten zu den nachfolgenden Zeiten 
in nachfolgenden Beträgen im Gesamtbetrag von CHF 42’000.00 auf des-
sen Privatkonto IBAN uu bei der I.________ AG (Bank) überwies:
- am 30. Oktober 2019: CHF 5’000.00
- am 15. Mai 2020: CHF 8’000.00
- am 5. November 2020: CHF 10’000.00
- am 15. Dezember 2020: CHF  4’000.00

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- am 21. Januar 2021: CHF 15’000.00

Die Rückzahlung sämtlicher Darlehen war per 31. Januar 2021 
bzw. 31. März 2021 mündlich vereinbart, was bezüglich der Darlehen vom 
5. November 2020, 15. Dezember 2020 sowie 21. Januar 2021 vom Pri-
vatkläger im Auszahlungsbeleg vermerkt worden ist.

Indem sich der Beschuldigte im Wissen, dass ihm der Privatkläger auf-
grund seiner obgenannten Vorbringen quasi blind vertrauen würde und 
deshalb seine mündlichen Angaben zur Rückzahlungsfähigkeit weder 
überprüfen werde noch oder nur mit besonderer Mühe überprüfen konnte 
und seine mündlichen Angaben zur Rückzahlungswilligkeit gar nicht würde 
überprüfen können, liess er sich die obgenannten Darlehen willentlich und 
in der Absicht unrechtmässiger Bereicherung gewähren, im Wissen, dass 
er diese nie werde zurückzahlen können und wollen. Damit liess er den 
Privatkläger sich wissentlich und willentlich um den Gesamtbetrag dieser 
Darlehen von gesamthaft CHF 42’000.00 selber am Vermögen schädigen. 
(1)

Uhren
Nachdem der Beschuldigte das Vertrauen des Privatklägers aufgrund der 
wie obgenannt aufgebauten persönlichen Beziehung sowie seiner Fach-
kompetenz in der Uhrenbranche erlangt hatte und deshalb – auch mangels 
eigener Fachkompetenz in Uhrensachen – davon ausgehen konnte, dass 
dieser seine mündlichen Angaben nicht überprüfen würde oder zumindest 
nur mit besonderer Mühe würde überprüfen können, täuschte der Beschul-
digte den Privatkläger anlässlich der Übernahme der Uhren am 15. Okto-
ber 2020 in Wollerau über sein tatsächliches Vorhaben mit den obgenann-
ten vier Uhren. Namentlich täuschte er ihn darüber, dass er diese vier Uh-
ren gar nicht oder zumindest nicht alle Uhren im Hinblick auf einen späte-
ren Verkauf bei Drittpersonen überholen lassen wollte, sondern diese viel-
mehr zumindest teilweise auf eigene Rechnung verabredungswidrig ver-
kaufen wollte. Deshalb übergab der Privatkläger dem Beschuldigten diese 
zumindest teilweise in der irrigen Annahme über das tatsächliche Vorha-
ben des Beschuldigten. 

Indem der Beschuldigte die Uhr Audemars Piguet, Modell Royal Oak, Ref. 
ww, Serie Nr. vv, am 12. Juni 2021 vereinbarungswidrig in Zürich der 
J.________ AG willentlich zum Preis von CHF 29’000.00 verkaufte und 
vom Verkaufserlös bis zur Sicherstellung vom 18. Juni 2021 davon 
CHF 1’000.00 für private Zwecke verwendete, schädigte er durch die ver-
einbarungswidrige Verwendung dieser Uhr den Privatkläger willentlich und 
in der Absicht unrechtmässiger Bereicherung um den Wert der Uhr von 
CHF ca. 17’900.00 an dessen Vermögen. Evtl. eignete er sich diese ihm 
anvertraute Uhr willentlich unrechtmässig und in der Absicht unrechtmäs-
siger Bereicherung an, da er nicht jederzeit ersatzfähig war. (1)

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Indem der Beschuldigte die Uhr Rolex, Modell Daytona Platin, Referenz-
Code yy, Seriennummer xx, Wert ca. CHF 78’000.00, nie dem Hersteller 
zur Aufbereitung übergab und dem Privatkläger bis heute deren Rückgabe 
trotz entsprechender mehrfacher Aufforderung verweigert, entzog er ihm 
diese Uhr vom 15. Oktober 2020 bis dato willentlich dessen Verfügungs-
macht und fügt diesem bis dato willentlich einen erheblichen Nachteil zu, 
indem er nicht darüber verfügen und sie bspw. selber verkaufen konnte. 
(2)

Indem der Beschuldigte die Uhr Omega, Modell Seamaster, Wert 
ca. CHF 2’000.00, am 15. Dezember 2020 der K.________ AG in Zürich 
zwecks Aufbereitung unter der Auftrags-Nummer tt übergab, indessen der 
K.________ AG am 15. Juni 2021 per Mail mitteilte, dass er die Uhr unre-
pariert wieder abholen werde und damit den Aufbereitungsauftrag entge-
gen der Vereinbarung mit dem Privatkläger unbefugt widerrief, entzog er 
diese Uhr vom 15. Oktober 2020 bis zum 15. Juni 2021 willentlich der Ver-
fügungsmacht des Privatklägers und fügte diesem willentlich einen erheb-
lichen Nachteil zu. (2)

Indem der Beschuldigte die Uhr Rolex, Modell GMT ll nie dem Hersteller 
zur Aufbereitung übergab und diese dem Privatkläger erst am 6. April 2021 
auf dessen Druck hin zurückgab, entzog er diese Uhr vom 15. Oktober 
2020 bis zum 6. April 2021 willentlich der Verfügungsmacht des Privatklä-
gers und fügte diesem willentlich einen erheblichen Nachteil zu. (2)

B. Das Strafgericht Schwyz erkannte mit Urteil vom 30. November 2023 was 
folgt (angef. Urteil, Dispositiv): 

1. A.________ wird schuldig gesprochen

a) der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, be-
gangen am 12. Juni 2021 (betr. Uhr „Audemars Piguet“);

b) der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB, begangen am 
15. März 2021 (betr. Uhr „Rolex Daytona Platin“).

2. Im Übrigen wird A.________ freigesprochen.

3. A.________ wird (als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Die-
tikon GG220016 vom 30. Juni 2022) mit einer Freiheitsstrafe von 14 
Monaten bestraft. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

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5. Zivilforderungen:

a) A.________ wird verpflichtet, D.________ die Uhr „Rolex Day-
tona Platin“ herauszugeben.

b) Die übrigen Schadenersatzforderungen von D.________ in ei-
nem Gesamtbetrag von Fr. 43’000.-- (zzgl. Zins) werden auf den 
Zivilweg verwiesen.

6. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, bestehend aus:

 den Untersuchungs- und Anklagekosten 12’120.00
 den Gerichtskosten (inkl. Gerichtsgebühr)   7’952.50
 den Kosten der amtlichen Verteidigung            16’500.00
 Total      Fr. 36’572.50
werden A.________ auferlegt. Bezüglich der Kosten für die amtliche 
Verteidigung bleibt Ziff. 8 vorbehalten. 

7. A.________ wird verpflichtet, D.________ für dessen notwendige Auf-
wendungen im Verfahren ausgangsgemäss mit pauschal Fr. 16’500.-- 
zu entschädigen (inkl. Auslagen und MwSt.; Fr. 220.-- Stundenansatz; 
82.5 % von Fr. 20’000.--).

8. Amtliche Verteidigung: 

a) Die amtliche Verteidigerin RA B.________ wird aus der Strafge-
richtskasse pauschal mit Fr. 16’500.-- entschädigt (inkl. Auslagen 
und MwSt.; Fr. 180.-- Stundenansatz).

b) Die Kosten für die amtliche Verteidigung werden aufgrund der wirt-
schaftlichen Verhältnisse von A.________ einstweilen auf die 
Staatskasse genommen.

c) Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

9. [Zufertigung].

10. [Rechtsmittel].

C. Der Beschuldigte meldete am 8. Dezember 2023 gegen dieses Urteil Be-
rufung an, reichte am 10. Mai 2024 die Berufungserklärung ein und stellte fol-
gende Anträge (KG-act. 1–3):

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1. Es seien die Ziffern 1, 3, 4, 5, 6, 7 und 8 des Urteils des Strafgerichts 
vom 30. November 2023 aufzuheben.

2. a) Es sei der Beschuldigte der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB, begangen am 12. Juni 2021 (betr. Uhr „Au-
demars Piguet“) freizusprechen.

b) Es sei der Beschuldigte der Sachentziehung im Sinne von 
Art. 141 StGB, begangen am 15. März 2021 (betr. Uhr „Rolex 
Daytona Platin“) freizusprechen. 

3. Die Zivilforderungen des Privatklägers seien abzuweisen bzw. auf den 
Zivilweg zu verweisen. 

4. Es seien die Kosten des Untersuchungs- und des strafgerichtlichen 
Verfahrens sowie die Kosten des Berufungsverfahrens sowie die Kos-
ten der amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse zu nehmen. 

Die Staatsanwaltschaft und der Privatkläger erhoben keine Anschlussberufung 
und erstere verzichtete auf die Teilnahme an der Berufungsverhandlung (KG-
act. 4–5). Der Beschuldigte blieb der Berufungsverhandlung vom 25. März 
2025 trotz gültiger Vorladung unentschuldigt fern (KG-act. 9; KG-act. 17 S. 1). 
Die amtliche Verteidigerin liess sich von Rechtsanwältin L.________ substitu-
ieren (KG-act. 17/2). Ist die beschuldigte Person Berufungsklägerin und er-
scheint zur Berufungsverhandlung die Verteidigung, nicht aber die beschuldigte 
Person, ist die Berufungsverhandlung ohne die säumige beschuldigte Person 
durchzuführen; ein Abwesenheitsverfahren gemäss den Art. 366 ff. StPO findet 
nicht statt (Art. 407 Abs. 2 StPO e contrario; BGer 6B_1339/2023 E. 1.2.2 
m.w.H.). Die Berufungsverhandlung wurde daher in Abwesenheit des Beschul-
digten durchgeführt und die Parteien stellten folgende Anträge: 

Anträge Beschuldigter (KG-act. 17/1)

1. Es sei A.________ der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB, begangen am 12. Juni 2021 (betr. Uhr «Audemars Pi-
guet»), freizusprechen.

Kantonsgericht Schwyz 9

2. Es sei A.________ der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB, 
begangen am 15. März 2021 (betr. Uhr «Rolex Daytona Platin»), frei-
zusprechen.

3. Es sei von der Aussprechung einer Strafe abzusehen. Eventualiter sei 
A.________ mit einer bedingten Zusatzfreiheitsstrafe von höchstens 
12 Monaten zu bestrafen.

4. Die Strafe sei bedingt auszusprechen unter Ansetzung einer Probezeit 
von 2 Jahren. Eventualtier sei eine teilbedingte Freiheitsstrafe auszu-
sprechen. 

5. Die Zivilforderungen des Privatklägers seien abzuweisen bzw. auf den 
Zivilweg zu verweisen. 

6. Es sei von einer Entschädigungsverpflichtung von Herrn A.________ 
in der Höhe von CHF 16’500 abzusehen.

7. Es sei die amtliche Verteidigung mit CHF 19’210 für das erstinstanzli-
che Verfahren zu entschädigen. 

8. Es seien die Kosten des Untersuchungs- und des strafrechtlichen Ver-
fahrens sowie die Kosten des Berufungsverfahrens und die Kosten der 
amtlichen Verteidigung für beide Verfahren auf die Staatskasse zu 
nehmen.

Anträge Privatkläger (KG-act. 17/5)

1. Die Berufung des Beschuldigten sei abzuweisen und das Urteil der 
Vorinstanz vollumfänglich zu bestätigen, d.h.:

a) Der Beschuldigte sei der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB, begangen am 12. Juni 2021 (betr. Uhr „Au-
demars Piguet“), und der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 
StGB, begangen am 15. März 2021 (betr. Uhr „Rolex Daytona 
Platin“), schuldig zu sprechen.

b) Der Beschuldigte sei angemessen zu bestrafen. 

c) Der Beschuldigte sei zu verpflichten, meinem Mandanten die 
Rolex Daytona Platin herauszugeben.

d) Der Beschuldigte sei zu verpflichten, meinem Mandanten für 
dessen notwendige Aufwendungen im Vorverfahren und erstin-
stanzlichen Gerichtsverfahren mit CHF 16’500 (inkl. Auslagen 
und MwSt.) zu entschädigen.

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2. Meinem Mandanten sei für das Berufungsverfahren eine Entschädi-
gung für die Kosten seiner anwaltlichen Vertretung zuzusprechen. 

3. Die gesamten Kosten des Berufungsverfahrens (inkl. amtliche Vertei-
digung) seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird soweit erforderlich in den Erwägungen ein-
gegangen;-

und in Erwägung: 

1. Im Berufungsverfahren sind die Dispositivziffern 1, 3, 4, 5 a), 6, 7 und 8 
des vorinstanzlichen Urteils betreffend die Schuldsprüche (Veruntreuung und 
Sachentziehung), die unbedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten, die nicht be-
reits durch die Vorinstanz auf den Zivilweg verwiesenen Zivilforderungen des 
Privatklägers sowie die Kosten- und Entschädigungsregelung angefochten. Die 
Dispositivziffern 2 und 5 b) betreffend die Freisprüche (mehrfacher Betrug und 
Sachentziehung hinsichtlich der Uhren Omega, Modell Seamaster und Rolex, 
Modell GMT II) sowie die durch die Vorinstanz auf den Zivilweg verwiesenen 
Zivilforderungen des Privatklägers sind nicht angefochten bzw. entsprechen 
den Rechtsbegehren des Beschuldigten, und sind daher rechtskräftig (Art. 398 
Abs. 2, Art. 399 Abs. 4 und Art. 437 Abs. 1 lit. a StPO). 

2. Zunächst ist zu prüfen, ob der Sachverhalt hinsichtlich der dem Beschul-
digten vorgeworfenen Delikte der Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) 
und der Sachentziehung (Art. 141 StGB) erstellt ist.

aa) Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Ver-
fahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unüber-
windliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der an-
geklagten Tat, geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren 

Kantonsgericht Schwyz 11

Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Der mit Art. 10 Abs. 3 StPO operationali-
sierte verfassungsmässige Grundsatz „in dubio pro reo“ verbietet es, bei der 
rechtlichen Würdigung eines Straftatbestands von einem belastenden Sachver-
halt auszugehen, wenn nach objektiver Würdigung der gesamten Beweise er-
hebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt 
tatsächlich so verwirklichte, oder wenn eine für die beschuldigte Person günsti-
gere Tatversion vernünftigerweise nicht ausgeschlossen werden kann. Eine 
einfache Wahrscheinlichkeit genügt somit nicht. Auf der anderen Seite kann 
auch keine absolute Gewissheit verlangt werden; abstrakte und theoretische 
Zweifel sind kaum je ganz auszuräumen. Relevant sind mithin nur unüberwind-
liche Zweifel, d.h. solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen 
(BGE 144 IV 345 E. 2.2.1 m.w.H.; BGer 6B_1395/2019 E. 1.1 m.w.H.). Der In-
dubio-Grundsatz findet keine Anwendung auf die Frage, welche Beweismittel 
zu berücksichtigen und wie sie gegebenenfalls zu würdigen sind. So stellt das 
Gericht bei sich widersprechenden Beweismitteln nicht unbesehen auf den für 
den Angeklagten günstigeren Beweis ab (BGE 144 IV 345, E. 2.2.3.1; 
BGer 6B_824/2016 E. 13.1). Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von 
Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewis-
senhafter Prüfung der vorliegenden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine 
Tatsache für bewiesen halten. Dabei sind sie nicht nur der eigenen Intuition 
verpflichtet, sondern auch an (objektivierende) Denk-, Natur- und Erfahrungs-
sätze sowie wissenschaftliche Erkenntnisse gebunden (BGE 144 IV 345, 
E. 2.2.3.1 m.w.H.; zum Ganzen: KGer SZ, STK 2024 6 E. 3.d.aa).

bb) Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Sache der Ge-
richte (BGE 129 I 49 E. 4). Zu prüfen ist, ob die Aussagen verständlich, zusam-
menhängend und glaubhaft sind. Ebenso ist abzuklären, ob sie mit den weiteren 
Beweisen im Einklang stehen (BGer 7B_200/2022 E. 2.2.3 m.w.H.). Für die Be-
urteilung der Glaubhaftigkeit einer Aussage ist diese durch methodische Ana-
lyse ihres Inhalts darauf zu prüfen, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezo-

Kantonsgericht Schwyz 12

genen Angaben einem tatsächlichen Erleben des Aussagenden entspringen. 
Damit eine Aussage als zuverlässig erachtet werden kann, ist sie insbesondere 
hinsichtlich des Vorhandenseins von Realitätskriterien und des Fehlens von 
Fantasiesignalen zu kontrollieren. Es ist zunächst davon auszugehen, dass die 
Aussage nicht realitätsbegründet ist. Erst wenn sich diese Annahme (Nullhypo-
these) aufgrund der festgestellten Realitätskriterien nicht mehr halten lässt, wird 
geschlossen, dass die Aussage einem wirklichen Erleben entspricht und also 
wahr ist (BGE 147 IV 534 E. 2.3.3; BGE 133 I 33 E. 4.3 m.w.H.; 
BGer 6B_331/2020 E. 1.2 und BGer 6B_793/2010 E. 1.3.1, m.w.H.). Realitäts-
kriterien sind unter anderem Detailreichtum, Individualität, Homogenität und 
Konstanz (vgl. Kaufmann, Beweisführung und Beweiswürdigung, 2009, S. 213 
ff.; vgl. Ludewig/Baumer/Tavor, in: Ludewig/Baumer/Tavor [Hrsg.], Aussage-
psychologie für die Rechtspraxis, 2017, S. 49 ff.; KGer SZ, STK 2018 2 E. 3). 
Eine Aussage ist homogen, wenn deren Inhalt stimmig ist und keine unauflös-
baren Widersprüche aufweist. Ist die Aussage mit sog. „hard facts“ verflochten, 
d. h. mit Tatsachen, die aufgrund anderer zuverlässiger Beweismittel bereits ge-
sichert sind, spricht dies in gesteigerter Form für die Glaubhaftigkeit der Aus-
sage (Kaufmann, a.a.O., S. 215). Bei einer falschaussagenden Person ist zu 
erwarten, dass ihre Aussagen zum Kerngeschehen aufgrund der mit der Pro-
duktion der Falschaussage verbundenen erhöhten kognitiven Anforderungen 
eine tiefere Qualität aufweisen als deren Schilderungen von tatsächlich erleb-
ten, fallneutralen Ereignissen oder Nebensächlichkeiten (Ludewig/Baumer/Ta-
vor, a.a.O., S. 66; zum Ganzen: KGer SZ, STK 2024 6 E. 3.d.bb). 

3. Dem Beschuldigten wird zunächst Veruntreuung im Sinne von Art. 138 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB vorgeworfen, indem er sich am 12. Juni 2021 die ihm anver-
traute Uhr der Marke Audemars Piguet, Modell Royal Oak (nachfolgend: Aude-
mars Piguet), durch den vereinbarungswidrigen Verkauf an die J.________ AG 
willentlich und in der Absicht unrechtmässiger Bereicherung angeeignet haben 
soll (Vi-act. 1; Anklageziffer 1; Eventualantrag). 

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a) Diesbezüglich erwog die Vorinstanz zusammengefasst, die Aussagen 
des Beschuldigten hinsichtlich des angeblich mit dem Privatkläger vereinbarten 
Exklusivverkaufsrechts an den Uhren seien widersprüchlich und daher nicht 
glaubhaft. Gegen das vermeintliche Exklusivverkaufsrecht des Beschuldigten 
spreche zudem, dass das Zubehör der Audemars Piguet, ohne das ein Verkauf 
üblicherweise nicht möglich sei, beim Privatkläger verblieben sei. Demgegenü-
ber habe der Privatkläger konsistent und nachvollziehbar geschildert, dass der 
Beschuldigte lediglich als Vermittler der Uhren hätte agieren sollen und ein ei-
genständiger Verkauf ohne seine Zustimmung ausgeschlossen gewesen sei. 
Die Aussagen des Privatklägers seien daher glaubhaft und würden zudem 
durch die im Recht liegenden WhatsApp-Konversationen untermauert. Auch 
das Verhalten des Beschuldigten, der den Privatkläger auf dessen Nachfragen 
betreffend den Verbleib der Uhr immer wieder vertröstet habe, lasse darauf 
schliessen, dass sich dieser die Uhr angeeignet habe. Nach der Würdigung der 
im Recht liegenden Beweismittel kam die Vorinstanz zum Schluss, dass der 
Beschuldigte nicht berechtigt gewesen sei, die Audemars Piguet zu verkaufen. 
Indem er dies dennoch getan habe, habe er seinen Aneignungswillen gegen 
aussen manifestiert. Der Umstand, dass der Beschuldigte bereits wenige Tage 
nach dem Verkauf der Uhr Fr. 1’000.00 aus dem Verkaufserlös verbraucht 
habe, zeige, dass er sich unrechtmässig habe bereichern wollen (angef. Urteil 
E. 4.2). 

b) aa) Der Beschuldigte brachte im Wesentlichen vor, die Vorinstanz stelle 
ausschliesslich auf die Aussagen des Privatklägers ab und qualifiziere diejeni-
gen des Beschuldigten pauschal als grundsätzlich widersprüchlich und un-
glaubhaft. So erachte die Vorinstanz zu Unrecht als nicht erstellt, dass dem Be-
schuldigten seitens des Privatklägers ein Exklusivverkaufsrecht eingeräumt 
worden sei. Die Umstände, dass das Zubehör der Audemars Piguet beim Pri-
vatkläger verblieben sei, der Beschuldigte bereits wenige Tage nach dem Ver-
kauf der Uhr Fr. 1’000.00 des Verkaufserlöses verbraucht habe und als Auftrag-

Kantonsgericht Schwyz 14

geber im Vertrag mit der J.________ AG bezeichnet sei, sprächen, entgegen 
den Ausführungen der Vorinstanz, nicht gegen ein Exklusivverkaufsrecht des 
Beschuldigten. Dieser habe an der Hauptverhandlung ausgeführt, dass er den 
Privatkläger über den Verkauf vorgängig telefonisch informiert habe. Der Ver-
kauf der Audemars Piguet ohne Zubehör sei möglich gewesen, da der Beschul-
digte Frau M.________ von der J.________ AG kenne und das „Full Set“ des-
halb erst nach dem Verkauf habe nachliefern können. Sie habe gewusst, dass 
die Uhr dem Privatkläger gehöre. Der Beschuldigte habe zudem glaubhaft dar-
getan, dass er die fehlenden Fr. 1’000.00 des Verkaufserlöses für die Beglei-
chung der Instandhaltungskosten der Uhr verwendet habe. Der Umstand, dass 
der Beschuldigte den Verkaufserlös von Fr. 29’000.00 in bar entgegengenom-
men habe, spreche ebenso wenig gegen das vereinbarte Exklusivverkaufs-
recht. So sei es im „High-End-Uhren-Segment“ üblich, dass Eigentümer nicht in 
Erscheinung treten und die Preise in bar bezahlt würden (KG-act. 17/1 Rn. 3 ff. 
und 23 f.).

bb) Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Privatklägers führte der Beschul-
digte zusammengefasst aus, dass die Aussagen des Privatklägers mit Vorsicht 
zu geniessen seien (KG-act. 17/1 Rn. 10f.). Zudem sprächen auch die im Recht 
liegenden WhatsApp-Chatverläufe für das Vorliegen eines Exklusivverkaufs-
rechts des Beschuldigten (KG-act. 17/1 Rn. 21ff.).

cc) Insgesamt lasse sich weder eine Aneignungs- noch eine Bereicherungs-
absicht des Beschuldigten erstellen. Er habe rechtmässig und gemäss dem ver-
einbarten Exklusivverkaufsrecht gehandelt (KG-act. 17/1 Rn. 24). Die Frage 
nach dem Exklusivverkaufsrecht sei aufgrund einer fehlenden schriftlichen Ver-
einbarung eine Aussage-gegen-Aussage-Situation, wobei der Beschuldigte 
seine Sachverhaltsvariante glaubhaft dargelegt habe. Gemäss dem Grundsatz 
in dubio pro reo sei daher von seiner Sachverhaltsdarstellung auszugehen. 
Sollte das Gericht diese Würdigung nicht teilen, so sei ein Sachverhaltsirrtum 

Kantonsgericht Schwyz 15

gemäss Art. 13 StGB anzunehmen. Der Beschuldigte sei offensichtlich der Auf-
fassung gewesen, dass ein Exklusivverkaufsrecht vereinbart worden sei und er 
die Uhr daher eigenmächtig verkaufen durfte (KG-act. 17/1 Rn. 27 ff.).

c) Der Privatkläger führte im Wesentlichen aus, die Uhr sei dem Beschuldig-
ten einzig zur Aufbereitung übergeben worden. Dieser sei nicht dazu berechtigt 
gewesen, die Audemars Piguet zu verkaufen. Zudem habe er (der Privatkläger) 
die Uhr vor dem Verkauf ausdrücklich zurückverlangt (KG-act. 17/5 Rn. 4).

d) In den Akten befinden sich Einvernahmen des Beschuldigten und des Pri-
vatklägers (U-act. 10.0.001–10.0.003, Vi-act. 23). Überdies liegen objektive Be-
weismittel im Recht, wie insbesondere verschiedene WhatsApp-Chatverläufe 
zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger (U-act. 8.1.023–8.1.0.30, 
U-act. 8.1.0.33, U-act. 10.0.002 Beilage 4, KG-act. 17/3), der Kaufvertrag der 
Audemars Piguet zwischen dem Beschuldigten und der J.________ AG (U-
act. 5.1.009), die Uhrenliste sowie die vom Beschuldigten eingereichte Provisi-
onsliste (U-act. 10.0.002 Beilage 3 und 4). 

Der angeklagte Sachverhalt basiert auf den Ausführungen des Privatklägers 
und den im Recht liegenden objektiven Beweismittel. Sowohl der Beschuldigte 
als auch der Privatkläger bestätigten während der Untersuchung, dass die Au-
demars Piguet dem Beschuldigten zur Auffrischung übergeben und somit an-
vertraut worden sei (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 5 und U-act. 10.0.001 
F/A 3). Umstritten in Bezug auf den angeklagten Sachverhalt ist im Berufungs-
verfahren, ob der Beschuldigte aufgrund eines Exklusivverkaufsrecht berechtigt 
war, die Audemars Piguet eigenmächtig zu verkaufen, oder ob er sich die ihm 
anvertraute Audemars Piguet anklagegemäss aneignete und in Bereicherungs-
absicht vereinbarungswidrig weiterverkaufte. 

Kantonsgericht Schwyz 16

e) Der Beschuldigte brachte vor, die Vorinstanz stelle ausschliesslich auf die 
Aussagen des Privatklägers ab und qualifiziere diejenigen des Beschuldigten 
pauschal als grundsätzlich widersprüchlich und unglaubhaft (KG-act. 17/1 
Rn. 9). Auch wenn die Vorinstanz eine vertiefte Auseinandersetzung mit den 
Aussagen des Beschuldigten unterliess, ist ihr im Ergebnis jedoch zu folgen. So 
machte der Beschuldigte anlässlich seiner Einvernahmen zwar umfassende 
Aussagen, diese erfolgten jedoch oft erst auf Nachfrage, und er zeigte ein an-
gepasstes Aussageverhalten. Seine Kernaussagen zum Tatgeschehen enthal-
ten mehrere Widersprüche, sind teilweise nicht nachvollziehbar und stehen 
nicht im Einklang mit den im Recht liegenden objektiven Beweisen, wie die 
nachstehenden Erwägungen aufzeigen: 

aa) Anlässlich der polizeilichen Einvernahme antwortete der Beschuldigte auf 
die offene Frage, welchen Auftrag er vom Privatkläger für die übergebenen Uh-
ren erhalten habe – er solle die getroffene Vereinbarung detailliert erläutern – 
lediglich, dass er die Uhren via Dritte an die Manufakturen zur Auffrischung ein-
senden und sie für den Verkauf bereitstellen sollte (U-act. 10.0.002 Frage/Ant-
wort Nr. 7). Erst auf spätere Nachfrage führte der Beschuldigte aus, dass er den 
Verkauf exklusiv gemäss der im Recht liegenden Verkaufsliste habe durch-
führen sollen, bzw. je nach Absprache und nach den Zahlungsmodalitäten der 
Kunden (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 7 und 9 ff.). Der Privatkläger habe 
einen Kaufvertrag für die Uhren durch seinen Anwalt aufsetzen lassen (U-
act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 14). Es stimme nicht, dass er lediglich als Ver-
mittler habe agieren dürfen. Diejenigen Uhren, für die ein Verkaufspreis in der 
Verkaufsliste fixiert worden sei, habe er entsprechend veräussern dürfen (U-
act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 20). Diese Aussagen widersprechen sich und 
sind nicht nachvollziehbar: Wäre der Beschuldigte berechtigt gewesen, die Uh-
ren gemäss den Preisen auf der Liste eigenständig zu verkaufen, so hätte es 
keine weiteren Absprachen mit dem Privatkläger gebraucht. Der Beschuldigte 
führte weiter aus, dass der grösste Teil der Uhren mit den Garantiescheinen 

Kantonsgericht Schwyz 17

und den Schatullen im Besitz des Privatklägers geblieben sei, ohne diese sei 
ein Verkauf nicht möglich (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr.). Der Verkauf der 
Audemars Piguet ohne Zubehör sei nur deshalb möglich gewesen, weil er 
M.________ von der J.________ AG gekannt habe und sie über den Privatklä-
ger als Eigentümer der Audemars Piguet informiert gewesen sei (KG-act. 17/1 
Rn. 16 f.). Der Umstand, weshalb der Verkauf der Uhr ohne das entsprechende 
Zubehör möglich war, zeigt jedoch nicht auf, dass der Beschuldigte auch 
tatsächlich ermächtigt war, die Uhr zu verkaufen. 

bb) Auf die Frage, ob der Verkauf der Audemars Piguet mit dem Privatkläger 
abgemacht gewesen sei, führte der Beschuldigte zunächst aus, es sei verein-
bart gewesen, die Uhr für Fr. 29’000.00 zu verkaufen, aber der Käufer sei nicht 
definiert gewesen (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 29). In der gleichen Ein-
vernahme antwortete der Beschuldigte auf die Frage, weshalb er davon ausge-
gangen sei, dass er die Audemars Piguet habe eigenständig verkaufen können, 
obwohl der Privatkläger sich seit der Übergabe der Uhr an ihn stetig nach dem 
Stand der Auffrischung erkundigt und ihm am 16. März 2021 geschrieben habe, 
er wolle seine Uhren zurück haben, dass dies vor dem Treffen vom 9. April 2021 
hinter der Nationalbank gewesen sei, bei dem er dem Privatkläger die Rolex 
GMT II übergeben habe. Der Beschuldigte unterliess es jedoch auszuführen, 
inwiefern sich der Privatkläger zu einem angeblichen Verkauf der Audemars 
Piguet geäussert haben soll (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 22 und 94). Vier 
Fragen später antwortete der Beschuldigte, dass er aufgrund eines Telefonge-
sprächs mit dem Privatkläger davon ausgegangen sei, die Uhr eigenmächtig 
verkaufen zu dürfen (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr.  98). Auf die Frage, 
weshalb er überhaupt davon ausgegangen sei, Exklusivbeauftragter zu sein, 
antwortete der Beschuldigte nur eine Frage später hingegen, aufgrund der Ver-
kaufsliste, die er gemeinsam mit dem Privatkläger erstellt habe (U-act. 10.0.002 
Frage/Antwort Nr. 99). Der Beschuldigte passte seine Antworten also je nach 
Frage an und verfing sich in Widersprüchen.

Kantonsgericht Schwyz 18

cc) An der vorinstanzlichen Hauptverhandlung führte er sodann verschiedene 
neue Sachverhaltsdarstellungen aus, die nicht im Einklang mit seinen Aussa-
gen anlässlich der polizeilichen Einvernahme stehen. So führte er neu aus, es 
sei abgemacht gewesen, dass er die Uhren sowohl vermitteln als auch selbst 
verkaufen dürfe. Bei der Audemars Piguet sei der Verkauf über M.________ 
abgelaufen. Dieser Verkauf habe eine Ausnahme dargestellt. Eigentlich habe 
er nichts damit zu tun haben wollen. Er sei wie ein Broker gewesen und sei nie 
gegenüber denjenigen, die er angefragt habe, als „Besitzer“ der Uhren aufge-
treten (Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 109). Zudem brachte er vor, dass er den 
Privatkläger über den Verkauf der Audemars Piguet informiert habe, ansonsten 
hätte er diese ja nicht verkaufen können (Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 125 und 
133). Diese Aussagen widersprechen seiner Sachverhaltsdarstellung, dass er 
aufgrund seines Exklusivverkaufsrechts berechtigt gewesen sei, eigenständig 
Uhren zu verkaufen. Auf diese Argumentation kam er einige Fragen später je-
doch zurück, indem er ausführte, dass er über einen Verkaufsauftrag für sämt-
liche Uhren auf der Liste verfügt habe (Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 134). Dieser 
Widerspruch zwischen seiner Rolle als „Broker“ bzw. Vermittler und seinem Ex-
klusivverkaufsrecht versuchte der Beschuldigte aufzulösen, in dem er aussagte, 
dass der Verkauf der Audemars Piguet in seinem Namen aufgrund seiner Be-
ziehung zu M.________ und des vergleichbar geringen Verkaufspreises von 
Fr. 29’000.00 in Absprache mit dem Privatkläger möglich gewesen sei. Bei den 
anderen teureren Uhren habe man Verträge gemacht. Wenn man eine Uhr für 
Fr. 210’000.00 verkaufe, wolle man das Geld nicht in Cash entgegennehmen 
(Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr.  135 ff. und 139). Während des weiteren Verlaufs 
der Einvernahme kam der Beschuldigte sodann von seiner Argumentation, als 
Exklusivverkäufer für die Uhrenliste beauftragt worden zu sein, gänzlich ab. So 
führte er aus, er habe dem Privatkläger für eine andere Uhr auf der Liste einen 
Kaufinteressenten vorgeschlagen, der Privatkläger habe die Uhr dann jedoch 
hinter seinem Rücken an einen anderen Interessenten verkauft. Er habe dem 
Privatkläger auch für andere Uhren Kaufverträge zugestellt oder Vorrechnun-

Kantonsgericht Schwyz 19

gen gemacht (Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 140 ff. und F145 ff.). Diese Aussa-
gen umschreiben die Vermittlerrolle des Beschuldigten und stehen im Wider-
spruch zum anfangs geltend gemachten Exklusivverkaufsrecht sowie seiner an-
geblichen Berechtigung, die Audemars Piguet eigenmächtig zu verkaufen.

dd) Insgesamt erweisen sich weder die Aussagen des Beschuldigten betref-
fend das angeblich vereinbarte Exklusivverkaufsrecht, wonach er berechtigt ge-
wesen sei, die Uhren auf der Liste eigenständig zu verkaufen, noch die Aussa-
gen in Bezug auf die angebliche Zustimmung des Privatklägers zum Verkauf 
der Audemars Piguet als glaubhaft. Auf die diesbezüglichen Aussagen des Be-
schuldigten ist daher nicht abzustellen.

f) aa) Hinsichtlich der Wiedergabe der wesentlichen Aussagen des Privat-
klägers wird auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (angef. 
Urteil, E. 4.2; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Verteidigung bringt vor, der Privatkläger 
habe gewisse zu verkaufende Uhren auf der Uhrenliste (vgl. U-act. 10.0.002 
Beilage 4) als neuwertig bzw. ungetragen aufgelistet, obwohl es sich dabei um 
gebrauchte Uhren gehandelt habe. Er habe durch den Verkauf der Uhren ma-
ximal profitieren wollen und sich erhofft, über die ausgewiesene Uhrenexpertise 
des Beschuldigten bzw. über den Verkauf der Uhren auf inoffiziellen Wegen zu 
einem beträchtlichen Gewinn zu kommen. Da sich die Verkäufe nicht so schnell 
haben abwickeln lassen wie erhofft, sei der Privatkläger nun bestrebt, den Be-
schuldigten als Vertragsbrüchigen darzustellen. Die Aussagen des Privatklä-
gers seien daher mit Vorsicht zu geniessen (KG-act. 17/1 Rn. 10 f.). Die Vertei-
digung rügt somit sinngemäss die Glaubwürdigkeit des Privatklägers.

bb) Der Privatkläger wurde als Auskunftsperson unter der Strafandrohung 
von Art. 303 ff. StPO einvernommen. Als vom Verfahren direkt betroffene Per-
son hat er Anreize, das Geschehen in einem für ihn günstigen Licht darzustel-
len. Laut Bundesgericht kommt der allgemeinen Glaubwürdigkeit einer einver-

Kantonsgericht Schwyz 20

nommenen Person im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft nach 
heutiger Erkenntnis bei der Aussagenwürdigung kaum mehr relevante Bedeu-
tung zu. Weitaus bedeutender für die Wahrheitsfindung als die allgemeine 
Glaubwürdigkeit ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage. Diese wird 
durch methodische Analyse ihres Inhalts (Vorhandensein von Realitätskriterien, 
Fehlen von Fantasiesignalen) darauf überprüft, ob die auf ein bestimmtes Ge-
schehen bezogenen Angaben einem tatsächlichen Erleben der befragten Per-
son entspringen (BGE 147 IV 534 E. 2.3.3; BGE 133 I 33 E. 4.3). Selbst wenn 
der Privatkläger gewisse zu verkaufende Uhren auf der Uhrenliste angeblich 
fälschlicherweise als neuwertig aufgelistet und sich aus dem Verkauf über den 
inoffiziellen Weg einen beträchtlichen Gewinn erhofft haben soll, vermag dies 
allein nicht zu belegen, dass seine Aussagen generell als nicht glaubwürdig er-
scheinen und deshalb nicht darauf abzustellen ist. Vielmehr ist die Glaubhaftig-
keit der Aussagen des Privatklägers zu berücksichtigen:

Der Privatkläger führte sowohl in der polizeilichen Einvernahme wie auch in der 
Einvernahme an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung konsistent und wider-
spruchsfrei aus, dass der Beschuldigte lediglich als Vermittler habe agieren und 
nicht eigenmächtig habe Uhren verkaufen dürfen (U-act. 10.0.001 Frage/Ant-
wort Nr. 3 und 5; Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 23 und 32). So führte der Privat-
kläger detailreich aus, dass ihn der Beschuldigte in einem Fall gefragt habe, ob 
er (der Beschuldigte) als Verkäufer auftreten könne, was der Privatkläger abge-
lehnt habe. Es sei dem Beschuldigten freigestanden, mit potenziellen Kaufin-
teressenenten Preisindikationen vorzubesprechen, er sei jedoch nicht befugt 
gewesen, die Audemars Piguet eigenmächtig zu einem von ihm festgesetzten 
Preis zu veräussern. Der Beschuldigte hätte mit Kaufinteressenten auf ihn zu-
kommen sollen, wobei die Kaufverträge dann durch den Privatkläger selbst ab-
geschlossen worden wären (U-act. 10.0.001 Frage/Antwort Nr. 3; Vi-act. 23 
Frage/Antwort Nr. 23 und 46). Vollkommen ausgeschlossen sei zudem gewe-

Kantonsgericht Schwyz 21

sen, dass der Beschuldigte einen allfälligen Verkaufserlös entgegennähme (U-
act. 10.0.001 Frage/Antwort Nr. 8).

cc) Die Verteidigung brachte lediglich pauschal vor, dass an den Aussagen 
des Privatklägers zu zweifeln sei, weil der Beschuldigte hinsichtlich der Omega 
Seamaster und der Rolex GMT II so verfahren sei, wie es abgemacht gewesen 
sei. So habe er diese beiden Uhren zur Revision eingeliefert und dem Privat-
kläger anschliessend zurückgegeben (KG-act. 17/1 Rn. 15). Diese Ausführun-
gen widersprechen jedoch der Sachverhaltsdarstellung des Beschuldigten, wo-
nach er über ein Exklusivverkaufsrecht für sämtliche Uhren des Privatklägers 
auf der Verkaufsliste verfügt habe und mithin beauftragt gewesen sei, diese Uh-
ren zu verkaufen und nicht lediglich zur Revision einzuliefern. Die Rolex GMT II 
war auf dieser Verkaufsliste ebenfalls enthalten (U-act. 10.0.002 Beilage 4). Der 
Beschuldigte wäre somit gemäss seiner eigenen Sachverhaltsdarstellung be-
auftragt gewesen, die Uhr zu verkaufen und nicht lediglich aufzufrischen. 

dd) Insgesamt ergibt sich aus den obigen Ausführungen, dass sich die Aus-
sagen des Privatklägers als glaubhaft erweisen und darauf abzustützen ist.

g) aa) Die Aussagen des Privatklägers werden zudem, entgegen den Aus-
führungen der Verteidigung, durch die im Recht liegenden objektiven Beweis-
mittel untermauert. Die Verteidigung machte geltend, aus den WhatsApp-Chat-
verläufen zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger gehe hervor, dass 
der Privatkläger nachgefragt habe, welche Uhren der Beschuldigte bereits ver-
kauft habe, und er mehrmals den Verkauf der Uhren erwähnt habe. Zudem 
habe er ausgeführt, dass er selbst einen Käufer für die Rolex GMT II gefunden 
habe. Es sei daher unzweifelhaft von einem Exklusivverkaufsrecht des Beschul-
digten auszugehen. Andernfalls hätte der Privatkläger dem Beschuldigten nicht 
mitgeteilt, dass er einen Käufer gefunden habe, sondern lediglich, dass er die 
besagte Uhr verkauft bzw. einen Interessenten an der Hand habe. Zudem habe 

Kantonsgericht Schwyz 22

der Privatkläger dem Beschuldigten am 4. März 2021 mitgeteilt, dass sein 
Name vorerst nicht auftauchen solle und alle Zahlungswege gehen würden 
(KG-act. 17/1 Rn. 21 ff. und 23).

bb) Der Umstand, dass der Privatkläger mehrfach den Verkauf der Uhren er-
wähnte, spricht allein nicht zwingend für ein Exklusivverkaufsrecht. Der Privat-
kläger sagte aus, er habe die Uhren auf der Liste verkaufen wollen und der 
Beschuldigte habe lediglich als Vermittler agieren sollen, ihm also potenzielle 
Verkäufer vorstellen, nicht aber selbständig Uhren verkaufen (U-act. 10.0.001 
Frage/Antwort Nr. 5). Zudem schrieb der Privatkläger dem Beschuldigten, er 
(der Privatkläger) habe mittlerweile selbst einen Käufer für die Uhr gefunden. 
Dies bedeutet, dass es dem Beschuldigten nicht gelang, dem Privatkläger einen 
Käufer zu vermitteln, weshalb dieser selbst aktiv wurde. Aus der von der Ver-
teidigung vorgebrachten WhatsApp-Nachricht vom 4. März 2021 lässt sich 
ebenfalls nichts zugunsten eines bestehenden Exklusivverkaufsrechts des Be-
schuldigten ableiten: Der Privatkläger bat den Beschuldigten, seinen Namen 
gegenüber potenziellen Käufern vorerst nicht preiszugeben, und teilte ihm mit, 
dass alle Zahlungswege für den Verkauf in Ordnung seien (KG-act. 17/3). Hier-
aus geht nicht hervor, dass die Uhrenverkäufe im Namen des Beschuldigten 
und exklusiv hätten abgeschlossen werden sollen, sondern nur, dass der Pri-
vatkläger erst dann als Verkäufer auftreten wollte, sobald der Beschuldigte ei-
nen passenden Käufer fand.

cc) Der Privatkläger fragte seit dem 16. Dezember 2020 kontinuierlich beim 
Beschuldigten nach, ob er die vier Uhren, die er ihm am 15. Oktober 2020 über-
geben hatte, für die Aufbereitung abgegeben habe bzw. ob er diese bereits 
zurückerhalten habe. Am 15. März 2021 schrieb der Privatkläger dem Beschul-
digten, dass er selbst einen Interessenten für die Rolex gefunden habe und die 
Uhren beim Beschuldigten abholen möchte. Diese befänden sich bereits seit 
fünf Monaten bei ihm. Der Beschuldigte antwortete am 16. März 2021 auf er-

Kantonsgericht Schwyz 23

neute Nachfrage des Privatklägers, dass alles klar sei und er nicht in Panik ver-
fallen solle. Auf nochmalige Nachfrage des Privatklägers über den Verbleib der 
Uhren bat der Beschuldigte um Geduld (U-act. 8.1.023-8.1.026). Es war dem 
Beschuldigten somit seit dem 15. März 2021 bekannt, dass der Privatkläger die 
vier Uhren zurückhaben wollte. Auch am 15. April 2021 und am 10. Juni 2021 
erkundigte sich der Privatkläger über den Verbleib der Audemars Piguet. Am 
12. Juni 2021 schlug der Beschuldigte vor, sich am nächsten Mittwoch in der 
Stadt zu treffen. Der Beschuldigte meldete sich daraufhin jedoch auf Nachfrage 
des Privatklägers nicht mehr, weshalb das Treffen am 16. Juni 2021 nicht statt-
fand. Am 17. Juni 2021 schrieb der Beschuldigte dem Privatkläger, dass er ihn 
am nächsten Tag treffen könne und er die „Box & Co.“ für die Audemars Piguet 
mitnehmen solle. Der Privatkläger fragte den Beschuldigten daraufhin, weshalb 
er die Box mitnehmen solle, er wolle die Uhren zurück. Der Beschuldigte 
schrieb, er habe die Audemars Piguet verkauft, woraufhin der Privatkläger 
nachfragte, ob er dies ohne Vereinbarung gemacht und das Geld dafür verein-
nahmt habe (U-act- 8.1.0.29, U-act. 8.1.033 Beilage 5).

Diese Chat-Verläufe indizieren, dass der Beschuldigte nicht berechtigt war, die 
Audemars Piguet eigenmächtig zu verkaufen.

dd) Zudem ergibt sich aus dem Chatverlauf zwischen dem Beschuldigten und 
Herrn N.________, dass der Beschuldigte die Audemars Piguet am 18. Mai 
2021 aus der Revision zurückerhielt (U-act. 10.0.002 Beilage 4). Gemäss dem 
im Recht liegenden Kaufvertrag der Audemars Piguet zwischen dem Beschul-
digten und der J.________ AG fand der Verkauf am 12. Juni 2021 statt. Der 
Kaufvertrag lautete auf den Beschuldigten selbst und nicht auf den Privatkläger 
(U-act. 5.1.009). Vom Verkaufserlös von Fr. 29’000.00 konnte anlässlich der 
Hausdurchsuchung am 18. Juni 2021 beim Beschuldigten Fr. 28’000.00 sicher-
gestellt werden (U-act. 5.1.004). Gemäss der im Recht liegenden Provisions-

Kantonsgericht Schwyz 24

liste des Beschuldigten berechnete er seine Provision für den Verkauf der Au-
demars Piguet auf Fr. 5’170.00 (U-act. 10.0.002 Beilage 3).

Der Beschuldigte erhielt also die Audemars Piguet am 18. Mai 2021 aus der 
Revision zurück und behielt diese, trotz mehrfacher Aufforderung des Privatklä-
gers zur Herausgabe, fast einen weiteren Monat in seinem Besitz und verkaufte 
sie am 12. Juni 2021 schliesslich der J.________ AG. Dies, obwohl sich der 
Beschuldigte zwei Tage zuvor, am 10. Juni 2021, erneut beim Privatkläger nach 
dem Verbleib der Uhr erkundigte. Der Privatkläger reagierte auf die Mitteilung 
des Beschuldigten über den Verkauf der Uhr überrascht und fragte nach, ob der 
Beschuldigte die Uhr ohne entsprechende Vereinbarung verkauft und den Erlös 
vereinnahmt habe (vgl. E.3.g.cc oben). Diese Reaktion zeigt, dass der Privat-
kläger dem Verkauf nicht zugestimmt hatte. Der Beschuldigte trat gegenüber 
der J.________ AG als Eigentümer der Uhr auf und schloss den Vertrag in sei-
nem eigenen Namen ab. Er führte zwar aus, dass M.________ von der 
J.________ AG über die Eigentumsverhältnisse der Uhr informiert gewesen sei. 
Jedoch lässt gerade der Umstand, dass der Beschuldigte die Uhr in seinem 
Namen verkaufte, darauf schliessen, dass er die Eigentumsverhältnisse der Au-
demars Piguet gegenüber der J.________ AG nicht offenlegen wollte, weil er 
zum Verkauf der Uhr seitens des Privatklägers nicht berechtigt war, wie die vor-
stehenden Erwägungen zeigten. Hinzukommt, dass die Box und die Garantie-
papiere der Uhr unbestrittenermassen im Besitz des Privatklägers verblieben 
und ein Verkauf ohne diese Papiere, so auch gemäss Aussagen des Beschul-
digten, grundsätzlich nicht möglich ist. Auch dies indiziert, dass der Beschul-
digte nicht zum Verkauf der Audemars Piguet berechtigt war.

h) Sodann brachte die Verteidigung vor, der Beschuldigte habe glaubhaft 
dargelegt, dass er die fehlenden Fr. 1’000.00 des Verkaufserlöses für die Be-
gleichung der Instandhaltungskosten verwendet habe. Aus diesem Umstand 
lasse sich nichts zu Ungunsten des Beschuldigten, insbesondere keine Berei-

Kantonsgericht Schwyz 25

cherungsabsicht, ableiten (KG-act. 17/1 Rn. 24). Gemäss dem Chatverlauf des 
Beschuldigten mit Herrn N.________ kostete die Revision der Uhr Fr. 900.00. 
Der Beschuldigte leistete diese Zahlung bereits am 11. Mai 2021 (U-
act. 10.0.002 Beilage 4). Wie die Verteidigung zutreffend vorbringt, lässt sich 
allein aus den fehlenden Fr. 1’000.00 des Verkaufserlöses anlässlich der Haus-
durchsuchung keine Bereicherungsabsicht des Beschuldigten hinsichtlich des 
gesamten Verkaufserlöses der Audemars Piguet im Umfang von Fr. 29’000.00 
ableiten. Der Beschuldigte macht für den Verkauf der Uhr eine Provision von 
Fr. 5’170.00 gegenüber dem Privatkläger geltend (U-act. 10.0.002 Beilage 3). 
Der Privatkläger erklärte, dass eine Provision für jede erfolgreiche Vermittlung 
zwischen ihm und dem Beschuldigten vereinbart worden sei (U-act. 10.0.001 
Frage/Antwort Nr. 11). Zudem wusste der Beschuldigte, dass der Privatkläger 
seine Uhren zurückhaben wollte, und er plante, die Verkäufe ohne diesen 
durchzuführen (vgl. U-act. 8.1.026 und 8.1.029). Daraus ist zu schliessen, dass 
der Beschuldigte die Audemars Piguet nach der Revision entgegen der Verein-
barung mit dem Privatkläger schnellstmöglich verkaufen wollte, in der Hoffnung 
und Absicht, aus dem Verkauf eine Provision zu generieren.

i) Zusammenfassend stehen die unglaubhaften Aussagen des Beschuldig-
ten den glaubhaften Aussagen des Privatklägers entgegen, die durch die ob-
jektiven Beweismittel gestützt werden. Die Gesamtwürdigung sämtlicher Be-
weismittel lässt keine unüberwindbaren Zweifel offen, dass der Beschuldigte 
sich die Audemars Piguet aneignete und sie in der Absicht unrechtmässiger 
Bereicherung an die J.________ AG verkaufte. Der Sachverhalt ist erstellt.

j) Die Verteidigung macht eventualiter geltend, es sei von einem Sachver-
haltsirrtum gemäss Art. 13 StGB auszugehen, da der Beschuldigte offensicht-
lich der Auffassung gewesen sei, es liege ein Exklusivverkaufsrecht vor. Wie 
bereits ausgeführt, ist das angebliche Exklusivverkaufsrecht des Beschuldigten 
als unglaubhafte Schutzbehauptung zu werten. Zudem war ihm seit dem 

Kantonsgericht Schwyz 26

15. März 2021 bewusst, dass der Privatkläger die Uhr zurückhaben wollte und 
er somit nicht zum eigenmächtigen Verkauf berechtigt war (vgl. E.3.g oben). 
Unter diesen Umständen kann kein Sachverhaltsirrtum bezüglich des Exklusiv-
verkaufsrechts vorliegen.

k) aa) Der Veruntreuung macht sich schuldig, wer sich eine ihm anvertraute 
fremde beweglich Sache aneignet, um sich oder einen anderen damit unrecht-
mässig zu bereichern (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Nach der Rechtsprechung 
ist anvertraut, was jemand mit der Verpflichtung empfängt, es in bestimmter 
Weise im Interesse eines andern zu verwenden, insbesondere es zu verwah-
ren, zu verwalten oder abzuliefern. Eine solche Verpflichtung kann auf aus-
drücklicher oder stillschweigender Abmachung beruhen (BGE 120 IV 117 E. 2b 
m.w.H.). Die Tathandlung besteht in der Aneignung der fremden Sache. Das 
bedeutet, dass der Täter den Willen zur dauernden Enteignung des Berechtig-
ten und zur zumindest vorübergehenden Zueignung der Sache haben muss, 
wobei vorausgesetzt ist, dass dieser Wille äusserlich erkennbar betätigt wird. 
Erforderlich ist also, dass der Aneignungswille manifestiert, eben betätigt wird 
(BGE 118 IV 148 E. 2b). Eine Manifestation des Aneignungswillens liegt dann 
vor, wenn der Täter nach aussen erkennbar seinen Willen bekundet, über die 
Sache zu verfügen wie ein Eigentümer. Entsprechend liegt Aneignung schon 
im Angebot zum Verkauf vor. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, der 
sich auf die Fremdheit der Sache, die dauernde Enteignung und die zumindest 
vorübergehende Aneignung sowie auf die Absicht der unrechtmässigen Berei-
cherung beziehen muss (Zum Ganzen: Niggli/Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. A. 2019, Art. 138 StGB N 40 ff. und 
N 112 ff.).

bb) Gemäss erstelltem und unbestrittenem Sachverhalt stand die Audemars 
Piguet im Eigentum des Privatklägers und wurde dem Beschuldigten zur Auf-
bereitung anvertraut (vgl. E. 3.d oben). Wie sich aus den glaubhaften Aussagen 

Kantonsgericht Schwyz 27

des Privatklägers ergibt, war der Beschuldigte lediglich für die Vermittlung po-
tenzieller Käufer der Uhr beauftragt und nicht berechtigt, eigenständig Verkäufe 
zu tätigen (vgl. E. 3.e.bb und E. 3.e.cc). Mit dem Verkauf der Audemars Piguet 
an die J.________ AG in seinem Namen und gegen den Willen des Privatklä-
gers manifestierte der Beschuldigte seinen Aneignungswillen gegen aussen. 
Der Beschuldigte war sich spätestens seit dem 15. März 2021 bewusst, dass 
der Privatkläger die Audemars Piguet vom Beschuldigten zurückhaben wollte 
(vgl. U-act. 8.1.026). Dennoch verkaufte er die Uhr am 12. Juni 2021 an die 
J.________ AG, in der Absicht, eine Provision davon zu erhalten und sich somit 
zu bereichern (vgl. E. 3.h oben). Folglich eignete sich der Beschuldigte die ihm 
anvertraute Audemars Piguet an, indem er sie der J.________ AG verkaufte, in 
der Absicht, eine Provision aus dem Verkauf zu erzielen. Wie dargelegt war sich 
der Beschuldigte der Fremdheit der Uhr, deren dauernde Enteignung sowie der 
unrechtmässigen Bereicherung bewusst. Der Tatbestand der Veruntreuung ist 
folglich objektiv und subjektiv erfüllt. 

cc) Zusammenfassend ist der Beschuldigte der Veruntreuung im Sinne von 
Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

4. Ferner wird dem Beschuldigten Sachentziehung in Bezug auf die Rolex 
Daytona Platin (nachfolgend: Rolex) im Sinne von Art. 141 StGB vorgeworfen. 
Er soll die Uhr nie dem Hersteller zur Aufbereitung übergeben und dem Privat-
kläger trotz mehrfacher Aufforderung die Rückgabe verweigert haben, wodurch 
er diesem willentlich bis heute einen erheblichen Nachteil zufüge. 

a) In den Akten befinden sich diverse Einvernahmen des Beschuldigten und 
des Privatklägers (U-act. 10.0.001–10.0.003, Vi-act. 23). Zudem liegen meh-
rere objektive Beweismittel im Recht, wie insbesondere die WhatsApp-Chatver-
läufe zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger (U-act. 8.1.023–

Kantonsgericht Schwyz 28

8.1.0.30, U-act. 8.1.0.33, U-act. 10.0.002 Beilage 4, KG-act. 17/3) sowie die 
vom Beschuldigten eingereichte Provisionsliste (U-act. 10.0.002 Beilage 3). 

b) Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, der Beschuldigte habe die Ro-
lex vom Privatkläger unbestrittenermassen mit dem Auftrag erhalten, sie zur 
Instandsetzung an die Manufaktur einzusenden. Diesem Auftrag sei er gemäss 
eigenen Aussagen nicht nachgekommen. Er lagere die Rolex aufgrund einer 
angeblich offenen Forderung gegenüber dem Privatkläger als Faustpfand in ei-
nem Safe. Die Vorinstanz prüfte anhand der vom Beschuldigten eingereichten 
Provisionsliste, ob ihm zu Recht ein Retentionsrecht an der Rolex gemäss 
Art. 895 Abs. 1 ZGB zustehe. Dabei ging sie auf jede Position der eingereichten 
Liste ein und stellte fest, dass der Beschuldigte keine genügend ausgewiesenen 
und begründeten Ansprüche gegenüber dem Privatkläger habe. Der Beschul-
digte habe das Retentionsrecht zu Unrecht geltend gemacht und die Uhr dem 
Privatkläger in der Absicht, diesem einen erheblichen Nachteil zuzufügen, ent-
zogen (angef. Urteil E. 4.3.1).

c) Der Beschuldigte führte im Wesentlichen aus, er habe glaubhaft vorge-
bracht, aufgrund verschiedener Telefonate und WhatsApp-Nachrichten reali-
siert zu haben, dass der Privatkläger hinter seinem Rücken Uhren verkauft 
habe. Es sei offensichtlich, dass sich der Privatkläger dadurch der Bezahlung 
der vereinbarten Verkaufsprovisionen an den Beschuldigten habe entziehen 
wollen, um selbst mehr Gewinn zu erzielen. Der Privatkläger sei dadurch ver-
tragsbrüchig geworden. Angesichts der Tatsache, dass ein Exklusivverkaufs-
recht zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger vereinbart worden sei, 
seien die Aussagen des Beschuldigten glaubhaft. Die Vorinstanz habe zu Un-
recht festgehalten, dass kein Exklusivverkaufsrecht vereinbart worden sei und 
dem Beschuldigten die auf der Provisionsliste aufgeführten entgangenen Ver-
kaufsprovisionen daher nicht zustünden. Das Vorbringen der Vorinstanz, der 
Beschuldigte habe die Rolex von Beginn weg zurückgehalten, obwohl im Zeit-

Kantonsgericht Schwyz 29

punkt der Übergabe die Forderungen noch gar nicht hätten bestehen können, 
sei unzutreffend. Der Beschuldigte sei seinem Einlieferungsauftrag nicht nach-
gekommen und habe sich entschieden, die Rolex zur Sicherung seiner eigenen 
Ansprüche zurückzuhalten, als er erfahren habe, dass der Privatkläger hinter 
seinem Rücken Uhren verkauft habe. Ebenfalls unzutreffend sei die Ansicht der 
Vorinstanz, dass die Ansprüche des Beschuldigten für ein Retentionsrecht nicht 
genügend ausgewiesen und begründet seien. Der Beschuldigte habe dem Pri-
vatkläger mehrfach mitgeteilt, dass er für die getätigten Verkäufe und für die 
erbrachten Zuteilungen und Vermittlungen seine Provisionen wolle. Die Ge-
samtforderung des Beschuldigten gegenüber dem Privatkläger belaufe sich, 
abzüglich der seitens des Privatklägers gewährten Darlehen von insgesamt 
Fr. 42’000.00, auf Fr. 469’047.00. Der Beschuldigte beabsichtige nicht, dem 
Privatkläger die Rolex zu entziehen, sondern lediglich die Uhr zurückzubehal-
ten, bis seine eigenen Forderungen getilgt seien. Es sei zudem nicht massge-
bend, dass der Beschuldigte die Uhr zurückbehalten habe, ohne dies dem Pri-
vatkläger mitgeteilt zu haben. Er sei Laie und habe nicht gewusst, dass er dies 
dem Privatkläger explizit hätte mitteilen müssen. Der Beschuldigte sei daher 
berechtigt, sein Retentionsrecht an der Rolex auszuüben. Ihm könne zu keinem 
Zeitpunkt ein Vorsatz betreffend das Entziehen der Rolex und das Zufügen ei-
nes erheblichen Nachteils nachgewiesen werden (KG-act. 17/1 Rn. 31 ff.). 

d) Der Privatkläger verweist im Berufungsverfahren vollumfänglich auf die 
Erwägungen der Vorinstanz. Die Behauptung des Beschuldigten, dieser habe 
ein Retentionsrecht an der Rolex, sei eine Schutzbehauptung (KG-act. 17/5 
Rn. 5 f.).

e) Der Beschuldigte zeigte sich in Bezug auf den angeklagten Sachverhalt 
teilweise geständig. So führte er aus, die Uhr weiterhin in seinem Besitz und 
diese entgegen der Abmachung mit dem Privatkläger nicht zur Auffrischung ein-
gesandt zu haben. Hinsichtlich der Absicht, dem Privatkläger durch die Entzie-

Kantonsgericht Schwyz 30

hung der Rolex einen erheblichen Nachteil zuzufügen, zeigte sich der Beschul-
digte hingegen nicht geständig. Diesbezüglich machte er ein Retentionsrecht 
an der Uhr aufgrund einer angeblich offenen Forderung gegenüber dem Privat-
kläger geltend. Umstritten in Bezug auf den angeklagten Sachverhalt und somit 
zu prüfen ist, ob der Beschuldigte die Rolex dem Privatkläger willentlich und in 
der Absicht, ihm einen erheblichen Nachteil zuzufügen, entzog bzw. weiterhin 
entzieht oder ob sich das vom Beschuldigten vorgebrachte Retentionsrecht er-
stellen lässt.

f) aa) Der Beschuldigte sagte anlässlich der polizeilichen Einvernahme aus, 
der Auslöser für seinen Entscheid, die Rolex bei sich zurückzubehalten, sei der 
angebliche Vertragsbruch des Privatklägers gewesen, von dem er durch Tele-
fonate und WhatsApp-Nachrichten erfahren habe. Der Privatkläger habe hinter 
seinem Rücken Uhren an dessen Klienten und Freunde verkauft, um sich der 
Bezahlung von Verkaufsprämien an ihn zu entziehen (U-act. 10.0.002 
Frage/Antwort Nr. 22 f.). Die Rolex befinde sich in einem Safe. Er habe den 
Privatkläger bei einem Treffen darüber informieren wollen. Anlässlich dieses 
Treffens habe er auch geplant, das Geld aus dem Verkauf der Audemars Piguet 
sowie die Omega dem Privatkläger zu übergeben. Dieses Treffen habe jedoch 
nicht stattgefunden (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 50 ff.). Er sei bis zur po-
lizeilichen Einvernahme nicht dazu gekommen, den Privatkläger über sein Re-
tentionsrecht zu informieren (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 60). Diese Aus-
führungen stehen im Widerspruch zu den Aussagen des Beschuldigten an der 
vorinstanzlichen Hauptverhandlung, wo er geltend machte, die Rolex von Be-
ginn an als Pfand zurückbehalten und sie deshalb nicht dem Hersteller zur Re-
vision eingesandt zu haben (Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 150 ff.). 

bb) Die Verteidigung erklärte, der Beschuldigte habe glaubhaft vorgebracht, 
aufgrund von verschiedenen Telefonaten und WhatsApp-Nachrichten realisiert 
zu haben, dass der Privatkläger hinter seinem Rücken Uhren verkauft habe und 

Kantonsgericht Schwyz 31

sich daraufhin entschieden zu haben, die Rolex aufgrund des Vertragsbruchs 
des Privatklägers als Faustpfand zurückzubehalten. Dabei verwies sie auf die 
WhatsApp Nachrichten vom 15. März 2021 und vom 31. März 2021. Aufgrund 
des vereinbarten Exklusivverkaufsrecht seien diesbezügliche Angaben glaub-
haft (KG-act. 17/1 Rn. 34).

Diese Sachverhaltsdarstellung ist jedoch bereits wegen der soeben dargeleg-
ten Widersprüche in den Aussagen des Beschuldigten nicht glaubhaft. Hinzu 
kommt, dass der Beschuldigte nicht als Exklusivverkäufer, sondern als Vermitt-
ler der Uhren beauftragt war (vgl. E. 3 oben). Vor diesem Hintergrund kann das 
angebliche Retentionsrecht nicht bestehen. 

cc) Unbestritten ist, dass sich die Rolex seit dem 15. Oktober 2020 im Besitz 
des Beschuldigten befindet und dieser sie dem Hersteller nie zur Revision ein-
sandte. Am 15. März 2021, als der Beschuldigte vom vermeintlichen Vertrags-
bruch des Privatklägers erfahren haben will, befand sich die Uhr bereits fünf 
Monate in seiner Verfügungsmacht, ohne dass er sie, wie vereinbart, zur Revi-
sion einsandte. Obwohl sich der Privatkläger bereits im Dezember 2020 wie-
derholt nach dem Stand der Uhr erkundigt hatte (vgl. U-act. 8.1.023–8.1.026), 
informierte der Beschuldigte ihn weder über den Verbleib der Rolex noch gab 
er ihm diese heraus. Es ist nicht nachvollziehbar und blieb unerklärt, wieso der 
Beschuldigte nach fünfmonatiger vereinbarungswidriger Untätigkeit plötzlich ein 
Retentionsrecht an der Uhr geltend machen sollte. Das Verhalten des Beschul-
digten lässt vielmehr darauf schliessen, dass er dem Privatkläger die Uhr ent-
ziehen wollte, nachdem dieser ihm am 15. März 2021 mitgeteilt hatte, selbst 
einen Käufer für die Rolex gefunden zu haben (vgl. U-act. 8.1.0.26).

dd) Zudem informierte der Beschuldigte den Privatkläger erstmals anlässlich 
seiner polizeilichen Einvernahme vom 15. Dezember 2021 über das angebliche 
Retentionsrecht an der Rolex (vgl. U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 52). Wäre 

Kantonsgericht Schwyz 32

der Beschuldigte tatsächlich zur Geltendmachung eines Retentionsrecht be-
rechtigt, wäre zu erwarten gewesen, dass er dieses gegenüber dem Privatklä-
ger als Druckmittel eingesetzt und ihm die Herausgabe der Rolex in Aussicht 
gestellt hätte, sobald die angeblich offenen Forderungen beglichen worden 
wären. Die Verteidigung wendet ein, der Beschuldigte sei (juristischer) Laie und 
habe nicht gewusst, dass er dies dem Privatkläger explizit hätte mitteilen müs-
sen. Wie bereits ausgeführt, erkundigte sich der Privatkläger mehrfach nach 
dem Verbleib der Uhren (vgl. U-act. 8.1.023–8.1.026), und zwar auch nach dem 
15. März 2021 (vgl. U-act. 8.1.027–8.1.030), als der Beschuldigte vom angebli-
chen Vertragsbruch des Privatklägers bereits Kenntnis gehabt und sich angeb-
lich zum Zurückbehalten der Uhr entschlossen haben will. Dass der Beschul-
digte dem Privatkläger selbst auf wiederholte Nachfrage nicht mitteilte, dass er 
die Uhr angeblich als Pfand zurückbehalte, ist daher nicht überzeugend. 

ee) Insgesamt sind die Aussagen des Beschuldigten deshalb nicht glaubhaft. 

g) Der Privatkläger bestritt anlässlich seiner Befragung an der vorinstanzli-
chen Hauptverhandlung das Bestehen eines Retentionsrechts und führte aus, 
der Beschuldigte habe keinerlei Ansprüche gegen ihn. Der Beschuldigte habe 
keine einzige Uhr verkauft, keine Provision erzielt und auch nie ernsthafte Ver-
kaufsbemühungen unternommen. Das angebliche Retentionsrecht sei lediglich 
ein Vorwand, um sich aus der Sache herauszuziehen. Es bestünden keine wei-
teren zivilrechtlichen Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Beschul-
digten (Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 41 ff.). 

Eine eigentliche Würdigung ist infolge der generellen Bestreitung und des damit 
reduzierten Gehalts der Aussagen nur beschränkt möglich. Die Aussagen des 
Privatklägers, wonach der Beschuldigte weder eine Provision generiert noch 
eine einzige Uhr verkauft habe, stimmen jedoch mit seinen übrigen glaubhaften 
Aussagen in Bezug auf die vereinbarte Rolle des Beschuldigten als Vermittler 

Kantonsgericht Schwyz 33

überein (s. E. 3.f.bb oben). Zudem werden diese Aussagen durch die im Recht 
liegenden WhatsApp-Chatverläufe untermauert. Der Privatkläger erkundigte 
sich regelmässig beim Beschuldigten nach dem aktuellen Stand potenzieller 
Verkäufe (vgl. U-act. 8.1.023–8.1.026). Dies lässt darauf schliessen, dass es 
dem Beschuldigten nicht gelang, Uhren des Privatklägers erfolgreich zu vermit-
teln, weshalb ihm weder Provisionsansprüche gegenüber dem Privatkläger zu-
stehen noch ein Retentionsrecht an der Rolex vorliegt. 

h) aa) Der Beschuldigte stützte sein behauptetes Retentionsrecht auf eine 
von ihm selbst erstellte Provisionsliste, die er anlässlich seiner polizeilichen Ein-
vernahme ins Recht reichte (U-act. 10.0.002 Beilage 3). Daraus ergibt sich eine 
angebliche Forderung in der Höhe von Fr. 65’757.20 gegenüber dem Privatklä-
ger. Der Beweiswert dieser Liste ist jedoch als gering einzustufen, da sie ein-
seitig vom Beschuldigten erstellt wurde und der Privatkläger keinen der darin 
aufgeführten Provisionsansprüche anerkannte. Zudem weist die Provisionsliste 
Widersprüche zum bereits erstellten Sachverhalt auf. Der Beschuldigte verfügte 
über kein Exklusivverkaufsrecht an den Uhren, sondern war lediglich als Ver-
mittler beauftragt (vgl. E. 3 oben). Daher stehen ihm keine Ansprüche auf ent-
gangene Provisionen angeblicher Direktverkäufe des Privatklägers zu. Auf der 
Provisionsliste finden sich sodann auch Forderungen für den Verkauf der Au-
demars Piguet sowie für angebliche „Verkäufe“, bei denen eine Antwort des 
Privatklägers noch ausstehend sei. Die Audemars Piguet verkaufte der Be-
schuldigte jedoch ohne Zustimmung des Privatklägers und entgegen der Ver-
einbarung, weshalb ihm hierfür keine Provision zusteht. Darüber hinaus hatte 
der Beschuldigte in seiner Rolle als Vermittler nur dann Anspruch auf eine Pro-
vision, wenn ein Verkauf tatsächlich erfolgreich zustande kam. Deshalb kommt 
der Provisionsliste kein Beweiswert zu.

bb) Die Verteidigung machte an der Berufungsverhandlung, in Abweichung 
von der Provisionsliste, eine Forderung in der Höhe von Fr. 469’047.00 geltend 

Kantonsgericht Schwyz 34

und begründete diese mit weiteren angeblich entgangenen Provisionen infolge 
des behaupteten Vertragsbruchs des Privatklägers (KG-act. 17/1 Rn. 39). Aus-
ser den unglaubhaften Aussagen des Beschuldigten anlässlich der vorinstanz-
lichen Hauptverhandlung (vgl. Vi-act. 23) liegen keine weiteren Beweismittel im 
Recht, die diese Provisionsforderungen bzw. das damit im Zusammenhang ste-
hende Retentionsrecht des Beschuldigten stützen würden.

cc) Auch das Verhalten des Beschuldigten spricht gegen seine angeblichen 
Provisionsforderungen gegenüber dem Privatkläger: Wären tatsächlich offene 
Provisionsforderungen in der Höhe von knapp einer halben Million Franken vor-
handen, ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte nicht bereit gewesen 
wäre, dem Privatkläger die Fr. 28’000.00 aus dem Verkauf der Audemars Pi-
guet herauszugeben. Vielmehr hätte er diesen Betrag mit seinen angeblichen 
Forderungen verrechnet. Der Beschuldigte sagte jedoch aus, dass er das Geld 
dem Privatkläger im Austausch zur Box und zur Garantie habe übergeben wol-
len, um den Verkauf abschliessen zu können (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort 
Nr. 40). Hinzu kommt, dass der Beschuldigte gemäss eigenen Aussagen dem 
Privatkläger die Rolex GMT II am 9. April 2021 übergeben habe. Gestützt auf 
die eigene Sachverhaltsdarstellung des Beschuldigten wusste er zu diesem 
Zeitpunkt bereits vom angeblichen Vertragsbruch des Privatklägers gemäss der 
WhatsApp-Nachricht am 15. März 2021 und hatte nach eigener Darstellung den 
Entschluss bereits gefasst, die Rolex Daytona Platin als Faustpfand zurückzu-
behalten. Angesichts der angeblichen Forderung von Fr. 469’047.00 ist es je-
doch abwegig, dass der Beschuldigte lediglich die Rolex Daytona Platin mit ei-
nem Wert von ca. Fr. 120’000.00 (vgl. Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 123) als Si-
cherheit zurückbehalten, gleichzeitig aber die Rolex GMT II dem Privatkläger 
knapp einen Monat später ohne jeglichen Hinweis auf ein Retentionsrecht über-
geben haben soll. 

Kantonsgericht Schwyz 35

i) Insgesamt erweisen sich die vom Beschuldigten geltend gemachten Pro-
visionsforderungen sowie das damit im Zusammenhang stehende Retentions-
recht an der Rolex als nachträglich konstruierte Schutzbehauptungen. Die un-
glaubhaften Aussagen des Beschuldigten und die von ihm erstellte Provisions-
liste stehen im Widerspruch zu den glaubhaften Aussagen des Privatklägers 
und den übrigen objektiven Beweismitteln, wie insbesondere den diversen 
WhatsApp-Chatverläufen zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger. 
Im Lichte der gesamten Beweiswürdigung erscheint das geltend gemachte Re-
tentionsrecht nicht glaubhaft und es bestehen keine unüberwindbaren Zweifel 
daran, dass der Beschuldigte die Rolex dem Privatkläger entzog, um ihm einen 
erheblichen Nachteil zuzufügen. 

j) aa) Der Sachentziehung macht sich schuldig, wer dem Berechtigten ohne 
Aneignungsabsicht eine bewegliche Sache entzieht und ihm dadurch einen er-
heblichen Nachteil zufügt (Art. 141 StGB). Unter Entziehen versteht man so-
wohl die Wegnahme als auch das Vorenthalten einer Sache. Befindet sich die 
Sache im Zeitpunkt der Tat bereits im Gewahrsam des Täters, so handelt tat-
bestandsmässig, wer eine Sache dem Betroffenen dauerhaft enteignet ohne 
gleichzeitige Zueignung und vorübergehende Enteignung. Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung genügt nicht, dass der Täter die Wiedererlangung 
der Sache durch den Eigentümer erheblich verzögert oder erschwert (BGE 115 
IV 207 E. 1.aa). Der Tatbestand ist jedoch erfüllt, wenn sich der Täter auf aus-
drückliches Verlangen weigert, die Sache dem Berechtigten auszuhändigen 
(Donatsch, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 11. A. 2018, S. 189 f.). 
Für das Vorenthalten einer Sache mindestens erforderlich ist die Verletzung 
eines dinglichen Anspruchs wie etwa des Herausgabeanspruchs nach Art. 641 
Abs. 2 ZGB, wonach der Eigentümer einer Sache das Recht hat, sie von jedem, 
der sie ihm vorenthält, herauszuverlangen und jede ungerechtfertigte Einwir-
kung abzuwehren. Darüber hinaus muss der Täter durch sein Verhalten klar 
seinen Willen zum Ausdruck bringen, den dinglichen Berechtigten an der Aus-

https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=mjtwkxzrge2v62lwl4zdany
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Kantonsgericht Schwyz 36

übung seines Verfügungsrechts über die Sache in wesentlichem Masse zu hin-
dern. Das kann sowohl ausdrücklich als auch durch konkludentes Verhalten er-
folgen. Zudem muss dem Berechtigten aus der Sachentziehung ein erheblicher 
Nachteil erwachsen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ihm ein Gegen-
stand mit Verkehrswert dauernd entzogen wird. Subjektiv erfordert der Tatbe-
stand Vorsatz wobei auch Eventualvorsatz ausreicht. Der Täter muss die Tat 
mit Wissen und Willen ausführen. Der Vorsatz muss sich auch auf den erhebli-
chen Nachteil erstrecken. Weiter darf keine Aneignungsabsicht des Täters vor-
liegen, ansonsten wären die Tatbestände gemäss Art. 137 ff. StGB zu prüfen 
(zum Ganzen: Weissenberger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Strafrecht I, 4. A. 2019, Art. 141 StGB N 25 ff. und N 31 ff. m.w.H.). 

bb) Die Verteidigung äusserte sich im Berufungsverfahren nicht zur rechtli-
chen Würdigung. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, kann dem Beschul-
digten keine Aneignungsabsicht angelastet werden. Die Rolex befindet sich 
gemäss seinen eigenen Aussagen weiterhin in seinem Besitz. Es bestehen 
keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte einen Aneignungswillen in 
irgendeiner Form gegen aussen manifestierte. So liegen keine Hinweise vor, 
dass er die Uhr Dritten zum Verkauf anbot oder sonst in irgendeiner Weise wie 
ein Eigentümer darüber verfügte (vgl. E. 3.k.aa oben). Es besteht mithin keine 
Aneignungsabsicht des Beschuldigten, weshalb das negative Tatbestands-
merkmal der Sachentziehung erfüllt ist. 

Die Uhr befindet sich unbestrittenermassen seit dem 15. Oktober 2020, also 
seit beinahe fünf Jahren, im Besitz des Beschuldigten. Am 15. März 2021 for-
derte der Privatkläger den Beschuldigten auf, ihm die Rolex zu retournieren. 
Der Beschuldigte verweigert seither die Rückgabe und macht geltend, die Uhr 
in einem Safe zu lagern (vgl. U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 55). Als unbe-
strittener Eigentümer der Uhr hat der Beschuldigte einen Herausgabeanspruch 
gemäss Art. 641 Abs. 2 ZGB. Der Privatkläger enthält dem Beschuldigten die 

Kantonsgericht Schwyz 37

Rolex seit bald fünf Jahren vor, obwohl ihn der Privatkläger mehrmals zur Her-
ausgabe aufforderte. Das angebliche Retentionsrecht machte der Beschuldigte 
erstmals an seiner polizeilichen Einvernahme am 15. Dezember 2021 geltend, 
wobei er zu diesem Zeitpunkt bereits über einem Jahr im Besitz der Uhr war 
(vgl. E. 4.f.dd oben). Mit seinem Verhalten brachte und bringt der Beschuldigte 
somit konkludent seinen Willen zum Ausdruck, den Privatkläger an der Ausü-
bung seines Verfügungsrechts über die Rolex in wesentlichem Masse zu hin-
dern. Das Tatbestandsmerkmal der Enteignung ist somit ebenfalls erfüllt. Die 
Rolex hat gemäss Aussagen des Beschuldigten einen Verkehrswert von 
ca. Fr. 120’000.00 (U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 123). Durch den Entzug 
der Uhr ist der Privatkläger in seinem Vermögen somit geschädigt. Folglich ent-
zieht der Beschuldigte die Rolex dem Privatkläger ohne Aneignungsabsicht seit 
bald fünf Jahren willentlich und fügt ihm dadurch einen erheblichen Nachteil zu. 
Der Beschuldigte war sich darüber bewusst, dass der Privatkläger die Uhr am 
15. März 2021 herausverlangte. Überdies kennt er als langjähriger Mitarbeiter 
in der Uhrenbranche den Verkehrswert der Uhr und war sich deshalb über die 
Vermögensschädigung des Privatklägers durch das Vorenthalten der Uhr im 
Klaren. Insgesamt ist damit sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbe-
stand erfüllt.

cc) Zusammenfassend ist der Beschuldigte der Sachentziehung im Sinne von 
Art. 141 StGB, begangen am 15. März 2021, schuldig zu sprechen.

5. a) Die Vorinstanz erkannte für die Delikte der Veruntreuung und der Sach-
entziehung eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten als Zusatzstrafe zum Urteil des 
Bezirksgerichts Dietikon vom 30. Juni 2022. 

b) aa) Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung bestimmt das Gericht bei 
der Aussprechung einer Strafe zuerst die Art der Strafe und setzt danach das 
Strafmass fest. Bei der Wahl der Strafart berücksichtigt es neben dem Verschul-

Kantonsgericht Schwyz 38

den des Täters auch die Angemessenheit der Strafe, deren Auswirkungen auf 
den Täter und seine soziale Situation sowie ihre Wirksamkeit unter dem Ge-
sichtswinkel der Prävention (BGE 147 IV 241 E. 3).

bb) Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB bemisst das Gericht die Strafe innerhalb des 
anzuwendenden Strafrahmens nach dem Verschulden des Täters und berück-
sichtigt dabei sein Vorleben, seine persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung 
der Strafe auf sein Leben. Das Verschulden wird nach der Schwere der Verlet-
zung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, der Verwerflichkeit des 
Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, 
wie weit dieser nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 
Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Die Straftat 
wird zunächst unter den Gesichtspunkten von objektiver Tatschwere (eingetre-
tener Erfolg bzw. Schwere der Gefährdung sowie Bedeutung des verletzten 
Rechtsguts) und subjektivem Verschulden (Vorsatzform, Beweggründe, krimi-
nelle Energie des Täters) bewertet. Die objektive Tatschwere beschreibt die 
Tat, wie sie nach aussen in Erscheinung tritt. Das Gericht bewertet diese objek-
tiv festgestellten Tatsachen nach strafrechtlichen Kriterien (Mathys, Leitfaden 
Strafzumessung, 2. A. 2019, Rn. 77). Dabei ist es aber nicht gehalten, in Zahlen 
oder Prozentpunkten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskrite-
rien gewichtet (BGE 136 IV 55 E. 5.6).

cc) Der Einbezug der einzelnen täterbezogenen Komponenten (Vorstrafen, 
Ansehen, Vorleben, persönliche Verhältnisse, Verhalten nach der Tat und im 
Strafverfahren, allenfalls gezeigte Reue und Einsicht sowie Strafempfindlichkeit 
[vgl. BGE 141 IV 61 E. 6.1.1) führt sodann zu einer Erhöhung oder Reduzierung 
der Strafe. Reue, innere Umkehr und die Übernahme der Verantwortung für die 
Tat entlasten den Täter, während sich insbesondere ein Delinquieren während 
laufender Untersuchung oder in der Probezeit straferhöhend auswirken (Wi-
prächtiger/Keller, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-

Kantonsgericht Schwyz 39

recht I, 4. A. 2019, Art. 47 StGB N 84 ff.; Trechsel/Seelmann, in: Trechsel/Pieth 
[Hrsg.], Praxiskommentar, 4. A 2021, Art. 47 StGB N 25 ff.). Das Fehlen von 
Vorstrafen, Straffreiheit während des hängigen Verfahrens sowie ein Wohlver-
halten seit der Tat stellen i.d.R. keine besonderen Leistungen dar und sind 
grundsätzlich neutral zu werten (BGer 6B_687/2016 E. 1.6), während Vorstra-
fen, die im Strafregisterauszug erscheinen, straferhöhend berücksichtigt wer-
den (BGE 136 lV 1 E. 2.6.2).

dd) Erfüllte der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzun-
gen für mehrere gleichartige Strafen, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 
der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchst-
mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist 
es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die schwerste Tat im Sinne 
von Art. 49 Abs. 1 StGB die mit der schwersten Strafe bedrohte und nicht die 
nach den Umständen des konkreten Falls verschuldensmässig am schwersten 
wiegende Tat (BGE 142 IV 265 E. 2.4.4).

Die Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist nur bei gleicharti-
gen Strafen möglich. Geldstrafe und Freiheitsstrafe sind nicht gleichartig und 
daher kumulativ zu verhängen. Das Gericht kann auf eine Gesamtfreiheitsstrafe 
nur erkennen, wenn es im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss eine 
Freiheitsstrafe ausfällen würde (sogenannte konkrete Methode). Dass die
massgebenden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen vorsehen, 
genügt nicht (BGer 6B_141/2021 E. 1.3.2). 

Bei der Bemessung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB sind namentlich 
das Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre 
grössere oder geringere Selbstständigkeit sowie die Gleichheit oder Verschie-
denheit der verletzten Rechtsgüter und Begehungsweisen zu berücksichtigen. 

Kantonsgericht Schwyz 40

Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Delikts ist geringer zu veranschlagen, 
wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang 
stehen (BGer 6B_1176/2021 E. 4.5.2; BGer 6B_196/2021 E. 5.4.3; 
BGer 6B_1397/2019 E. 3.4 je mit Hinweisen).

Bei der Festsetzung der Einsatzstrafe sind zunächst alle (objektiven und sub-
jektiven) verschuldensrelevanten Umstände zu beachten. In einem weiteren 
Schritt sind die übrigen Delikte zu beurteilen und es ist in Anwendung des As-
perationsprinzips aufzuzeigen, in welchem Ausmass die Einsatzstrafe zu er-
höhen ist. Erst nach der Festlegung der Gesamtstrafe für sämtliche Delikte sind 
schliesslich die allgemeinen Täterkomponenten zu berücksichtigen 
(BGer 6B_265/2017 E. 4.3; BGer 6B_466/2013 E. 2.3.2; BGer 6B_865/2009 
E. 1.6.1).

ee) Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hatte, be-
vor er wegen einer anderen Tat verurteilt wurde, so bestimmt es die Zusatz-
strafe in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die 
strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 
StGB). Art. 49 Abs. 2 StGB will im Wesentlichen das in Art. 49 Abs. 1 StGB ver-
ankerte Asperationsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gewährleisten. 
Art. 49 Abs. 2 StGB erlaubt keine erneute Überprüfung der in Rechtskraft er-
wachsenen früheren Strafe, sondern betont die Rechtskraft des ersten Urteils 
und dient damit der Rechtssicherheit. Das Zweitgericht hat die gedanklich zu 
bildende hypothetische Gesamtstrafe somit aus der rechtskräftigen Grundstrafe 
(für die abgeurteilten Taten) und der nach seinem freien Ermessen festzuset-
zenden Einzelstrafen für die neuen Taten zu bilden. Um bei der Zusatzstrafen-
bildung dem Prinzip der Strafschärfung gemäss Art. 49 Abs. 2 StGB Rechnung 
zu tragen, hat das Zweitgericht die rechtskräftige Grundstrafe und die von ihm 
für die neu zu beurteilenden Taten auszusprechenden Strafen nach den 
Grundsätzen von Art. 49 Abs. 1 StGB zu schärfen. Die Einsatzstrafe bildet die 

Kantonsgericht Schwyz 41

Strafe der (abstrakt) schwersten Straftat sämtlicher Delikte. Ist die (abstrakt) 
schwerste Straftat in der Grundstrafe enthalten, ist die Grundstrafe aufgrund der 
Einzelstrafen der neu zu beurteilenden Delikte angemessen zu erhöhen. An-
schliessend ist von der (gedanklich) gebildeten Gesamtstrafe die Grundstrafe 
abzuziehen, was die Zusatzstrafe ergibt (zum Ganzen BGer 6B_1354/2021 
E. 2.2 m.w.H.). Liegt umgekehrt der Einzel- oder Gesamtstrafe der neu zu be-
urteilenden Taten die schwerste Straftat zugrunde, ist diese um die Grundstrafe 
angemessen zu erhöhen. Die infolge Asperation eintretende Reduzierung der 
rechtskräftigen Grundstrafe ist von der Strafe für die neu zu beurteilenden De-
likte abzuziehen und ergibt die Zusatzstrafe. Bilden die Grundstrafe und die 
Strafe für die neu zu beurteilenden Delikte ihrerseits Gesamtstrafen, kann das 
Zweitgericht der bereits im Rahmen der jeweiligen Gesamtstrafenbildung er-
folgten Asperation durch eine gemässigte Berücksichtigung bei der Zusatzstra-
fenbildung Rechnung tragen (BGE 142 IV 265 E. 2.4.4). Bei der Bemessung 
der hypothetischen Gesamtstrafe müssen die einzelnen Straftaten in einem 
selbstständigen Schritt gewürdigt werden. Dies bezieht sich jeweils auch auf die 
Wahl der Strafart. Erst nachdem es sämtliche Einzelstrafen festsetzte, kann das 
Gericht beurteilen, ob und welche Einzelstrafen gleichartig sind 
(BGer 6B_382/2021 E. 3.2.1).

c) aa) Die Vorinstanz unterliess es, zu Beginn die Wahl der Sanktionsart zu 
begründen, sondern kam bei der Strafzumessung der beiden zu beurteilenden 
Delikten jeweils zum Schluss, dass aufgrund des Verschuldens sowohl für die 
Veruntreuung wie auch für die Sachentziehung eine Freiheitsstrafe auszufällen 
sei. Die Strafart wurde weder vom Beschuldigten noch von der Privatkläger-
schaft beanstandet. Der Beschuldigte beantragte eventualiter, er sei im Falle 
eines Schuldspruchs mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen 
(KG-act. 17/1 Rn. 44).

Kantonsgericht Schwyz 42

bb)  Der Beschuldigte machte sich der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 
Ziff. 1 Abs. 1 StGB, begangen am 12. Juni 2021, sowie der Sachentziehung im 
Sinne von Art. 141 StGB, begangen am 15. März 2021, schuldig. Im Zeitpunkt 
der Begehung der Taten war der Beschuldigte zwar nicht vorbestraft. Das Be-
zirksgericht Dietikon verurteilte ihn jedoch am 30. Juni 2022 unter anderem mit 
einer bedingten Freiheitsstrafe von 10 Monaten für eine am 2. November 2020 
begangenen Drohung (Vi-act. 22). Zudem beging der Beschuldigte am 24. Mai 
2023, innert laufender Probezeit, eine Zechprellerei, wofür ihn die Staatsanwalt-
schaft Zürich-Sihl mit einer unbedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 
Fr. 200.00 bestrafte (KG-act. 12). Obwohl der Beschuldigte diese Taten nach 
den vorliegend zu beurteilenden Delikten beging, zeigen sie auf, dass er bereits 
mehrfach mit den Strafbehörden in Kontakt geriet. 

Der Beschuldigte ist 64 Jahre alt und lebt zusammen mit seiner Ehefrau und 
seinem vierzehnjährigen Sohn. Er hat noch zwei weitere, volljährige Kinder aus 
erster Ehe. Gemäss eigenen Aussagen hat er keine Unterhaltsverpflichtungen 
(Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 85). Er arbeitet für den O.________ und verdient 
monatlich zwischen Fr. 8’000.00 und Fr. 15’000.00. Er hat eine Kunstsammlung 
im Wert von ca. Fr. 150’000.00 als Vermögen und um die Fr. 10’000.00 Schul-
den (Vi-act. 23 Frage/Antwort Nr. 80 ff.). 

cc) Eine Freiheitsstrafe würde auf die persönlichen Verhältnisse und die so-
ziale Situation des Beschuldigten sowie auch seiner Familie einwirken. In An-
betracht der mittlerweile doch mehrfachen Straffälligkeit des Beschuldigten so-
wie unter Berücksichtigung des Verschuldens (vgl. E. 5.f und E. 5.g unten) er-
scheint sowohl für die Veruntreuung wie auch für die Sachentziehung einzig die 
Freiheitsstrafe angemessen sowie geeignet, genügend präventiv auf den Be-
schuldigten einzuwirken, d.h. ihn von der Begehung weiterer Verbrechen oder 
Vergehen abzuhalten. Für die beiden Delikte ist somit eine Gesamtfreiheits-
strafe auszusprechen (siehe zu den einzelnen Delikten die nachfolgenden E. 5.f 

Kantonsgericht Schwyz 43

und E. 5.g). Der Beschuldigte beantragte denn auch selbst im Falle einer Ver-
urteilung eine Freiheitsstrafe (KG-act. 17/1 Rn. 44). 

d) Das Bezirksgericht Dietikon sprach den Beschuldigten der Drohung nach 
Art. 180 Abs. 1 StGB sowie der Übertretung des Waffengesetzes gemäss 
Art. 34 Abs. 1 aWG schuldig. Es bestrafte den Beschuldigten mit einer Frei-
heitsstrafe von 10 Monaten, unter Gewährung des bedingten Vollzugs für eine 
Probezeit von zwei Jahren sowie mit einer Busse von Fr. 300.00. Die Delikte 
erfolgten am 2. November 2020 (Drohung) und am 3. November 2020 (Über-
tretung Waffengesetzes). Dabei betraf die Freiheitsstrafe von 10 Monaten den 
Schuldspruch wegen Drohung, die Busse hingegen den Schuldspruch betref-
fend die Übertretung des Waffengesetzes (Vi-act. 22). Weil der Beschuldigte 
die vorliegend zu beurteilenden Delikte begangen hatte, bevor er für die voran-
gehende Drohung am 30. Juni 2022 verurteilt wurde und nachfolgend eine Frei-
heitsstrafe auszusprechen ist, ist eine Zusatzstrafenbildung vorzunehmen. 

e) Die Delikte der Sachentziehung (Art. 141 StGB) und der Drohung 
(Art. 180 StGB) haben einen Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. 
Der Tatbestand der Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) weist einen 
Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe auf und ist somit die mit der 
schwersten Strafe bedrohte Tat, weshalb anhand dieses Delikts die Einsatz-
strafe festzulegen ist. 

f) aa) Die Vorinstanz erachtete für die Veruntreuung eine Einsatzstrafe von 
10 Monaten als angemessen (angef. Urteil, E. II.2). Der Beschuldigte machte 
keine konkreten Ausführungen zu den einzelnen Strafen (vgl. KG-act. 17/1 
Rn. 44).

bb) In objektiver Hinsicht ist zunächst die Deliktssumme von Fr. 29’000.00 zu 
berücksichtigen. Zwar handelt es sich dabei um keinen vernachlässigbaren Be-

Kantonsgericht Schwyz 44

trag, doch erscheint dieser Betrag im Vergleich zu anderen denkbaren Delikts-
beträgen als gering. Straferhöhend wirkt sich jedoch aus, dass der Beschuldigte 
das enge, freundschaftliche Vertrauensverhältnis zum Privatkläger ausnutzte 
und die Uhr trotz mehrfacher Aufforderung zur Rückgabe ohne dessen Einver-
ständnis veräusserte. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte aus rein 
egoistischen, finanziellen Motiven, womit er eine ausgeprägte kriminelle Ener-
gie offenbarte. Auch diese ist straferhöhend zu würdigen. Hinzu kommt, dass 
er die Tat bis heute bestreitet und keine Reue zeigt. Insgesamt ist das Verschul-
den dennoch – aufgrund der vergleichsweisen geringen Deliktssumme – als 
noch leicht einzuordnen. Dem Verschulden entsprechend ist die Einsatzstrafe 
im unteren Drittel des Strafrahmens (Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Gelds-
trafe), mithin auf 18 Monate, festzusetzen.

g) aa) Die Vorinstanz erachtete für die Sachentziehung eine Einzelstrafe von 
18 Monaten und eine diesbezügliche Asperation von 6 Monaten zur Einsatz-
strafe der Veruntreuung als angemessen (angef. Urteil, E. II.3). 

bb) In objektiver Hinsicht ist bei der Sachentziehung straferhöhend zu berück-
sichtigen, dass die Deliktssumme rund Fr. 120’000.00 beträgt, womit es sich 
um keinen vernachlässigbaren Betrag mehr handelt. Zudem entzieht der Be-
schuldigte dem Privatkläger die Uhr seit mittlerweile beinahe fünf Jahren. Auch 
das Nachtatverhalten wirkt sich straferhöhend aus: So stellte der Beschuldigte 
im vorinstanzlichen Verfahren in Aussicht, die Uhr beim Gericht zu hinterlegen, 
kam diesem Versprechen jedoch nicht nach. In subjektiver Hinsicht ist strafer-
höhend zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte aus reiner Schädigungsab-
sicht gegenüber dem Privatkläger handelte und sich auf angebliche Provisions-
ansprüche berief, die sich als Schutzbehauptungen erwiesen (vgl. E. 4 oben). 
Damit offenbarte er eine ausgeprägte kriminelle Energie. Hinzu kommt, dass er 
die Tat bis heute bestreitet, keine Reue zeigt und keine Bemühungen unter-
nahm, den verursachten Schaden wiedergutzumachen. Insgesamt ist das Ver-

Kantonsgericht Schwyz 45

schulden des Beschuldigten deshalb nicht unerheblich. Dem Verschulden ent-
sprechend wäre diese als Einzelstrafe im mittleren Bereich des Strafrahmens 
festzusetzen. Aufgrund der Umstände erschiene eine Freiheitsstrafe von 12 
Monaten angemessen.

Das verletzte Rechtsgut des Vermögens und die Vorgehensweise des Beschul-
digten entsprechen im Wesentlichen denjenigen im Zusammenhang mit der 
Veruntreuung (vgl. E. 5.f oben). Zudem waren beide Delikte gegen den Privat-
kläger gerichtet und weisen einen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang 
auf. Nichtsdestotrotz hingen die Taten nicht voneinander ab, sondern waren 
weitgehend selbständig. Daher rechtfertigt sich eine Asperation der Einsatz-
strafe um einen Drittel der Einzelstrafe, mithin um 4 Monate. 

h) Die Drohung, für die das Bezirksgericht Dietikon den Beschuldigten mit 
Urteil vom 30. Juni 2022 verurteilte, hat nichts mit den vorliegend zu beurteilen-
den Delikten zu tun, sondern stellt eine unabhängige und selbständige Tat dar. 
Insgesamt erscheint daher eine Asperation der Einsatzstrafe um 4 Monate im 
Zusammenhang mit der vom Bezirksgericht Dietikon ausgesprochenen Frei-
heitsstrafe von 10 Monaten (vgl. Vi-act. 22) angemessen. 

i) Schliesslich sind die Täterkomponenten zu berücksichtigen: Der Beschul-
digte wies im Zeitpunkt des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon keine Vorstra-
fen auf, was strafzumessungsneutral zu behandeln ist (vgl. KG-act. 12). Seine 
persönlichen Verhältnisse sind im Wesentlichen ebenfalls als neutral zu beur-
teilen. So war der Beschuldigte im Zeitpunkt der Begehung der vorliegend zu 
beurteilenden Taten zwar nicht vorbestraft, beging danach jedoch eine Drohung 
und eine Zechprellerei. Der 64-jährige Beschuldigte lebt zusammen mit seiner 
Ehefrau und seinem vierzehnjährigen Sohn. Gemäss eigenen Aussagen hat er 
keine Unterhaltsverpflichtungen und verdient monatlich zwischen Fr. 8’000.00 
und Fr. 15’000.00. Er hat eine Kunstsammlung im Wert von ca. Fr. 150’000.00 

Kantonsgericht Schwyz 46

als Vermögen und um die Fr. 10’000.00 Schulden (vgl. E. 5.c.bb. oben). Reue 
oder Einsicht zeigte der Beschuldigte nicht. Eine besondere Strafempfindlich-
keit ist ebenso wenig ersichtlich. Die Täterkomponenten haben mithin keinen 
Einfluss auf die auszufällende Strafe.

j) Insgesamt ergäbe dies eine hypothetische Gesamtfreiheitsstrafe von 26 
Monaten. Von dieser wären 10 Monate Freiheitsstrafe des Urteils des Bezirks-
gerichts Dietikon vom 30. Juni 2022 abzuziehen, womit eine Zusatzstrafe von 
16 Monaten Freiheitsstrafe auszufällen wäre. Nach Art. 391 Abs. 2 StPO darf 
die Rechtsmittelinstanz Entscheide jedoch nicht zum Nachteil der beschuldig-
ten oder verurteilten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren 
Gunsten ergriffen worden ist. Der Sinn dieses Verschlechterungsverbots (Ver-
bot der "reformatio in peius") besteht darin, dass die beschuldigte Person nicht 
durch die Befürchtung, strenger angefasst zu werden, von der Ausübung eines 
Rechtsmittels abgehalten werden soll (BGE 146 IV 311 E. 3.6.3 m.w.H.). Die 
vorinstanzlich ausgefällte Zusatzstrafe von 14 Monaten Freiheitsstrafe (bei ei-
ner hypothetischen Gesamtfreiheitsstrafe von 24 Monaten) darf somit nicht zum 
Nachteil des Beschuldigten abgeändert werden. Der Beschuldigte ist daher in 
Anwendung des Grundsatzes der reformatio in peius mit einer Freiheitsstrafe 
von 14 Monaten als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 
30. Juni 2022 zu bestrafen.

6. a) Die Vorinstanz erkannte eine unbedingte Freiheitsstrafe. Sie führte im 
Wesentlichen aus, der Beschuldigte habe die vorliegend relevanten Delikte 
zwar bereits vor dem Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 30. Juni 2022 ver-
übt, jedoch liege aufgrund seines Vor- und Nachtatverhaltens eine negative 
Prognose des Beschuldigten vor. Im Falle einer gemeinsamen Beurteilung 
sämtlicher Delikte wäre eine vollbedingte Bestrafung nicht möglich gewesen, 
da sich der Beschuldigte hinsichtlich der Drohung nicht geständig und einsichtig 
gezeigt habe. Durch das Zurückhalten der Rolex verhindere der Beschuldigte 

Kantonsgericht Schwyz 47

eine zumutbare Schadensbehebung, was ebenfalls eine Schlechtprognose in-
diziere (angef. Urteil E. 5). 

b) Der Beschuldigte brachte zusammengefasst vor, dass die zu beurteilende 
Delikte in den Zeitraum zwischen der verübten Drohung und der entsprechen-
den Verurteilung vom 30. Juni 2022 gefallen seien. Im Falle einer gleichzeitigen 
Beurteilung sämtlicher Vorwürfe gegen ihn wäre gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB 
eine bedingte Strafe auszufällen gewesen, da die Vorwürfe nicht einschlägig 
seien und er im Zeitpunkt des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon nicht vorbe-
straft gewesen sei. Es sei das Recht des Beschuldigten, sich während des 
Strafverfahrens nicht geständig zu zeigen und daraus dürften keine Nachteile 
betreffend seine günstige Prognose erwachsen (KG-act. 17/1 Rn. 45). 

c) aa) Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von höchstens 
zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig er-
scheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen 
abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). In subjektiver Hinsicht ist für die Gewährung 
des bedingten Strafvollzugs das Fehlen einer ungünstigen Prognose vorausge-
setzt. Die günstige Prognose wird vermutet, wobei diese Vermutung widerlegt 
werden kann. Bei der Prognosestellung ist eine Gesamtwürdigung aller Um-
stände vorzunehmen und es sind insbesondere die Tatumstände, das Vorle-
ben, der Leumund und die Charaktermerkmale in die Erwägungen miteinzube-
ziehen (BGE 134 IV 1 E. 4.2.1 f.). Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf 
Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mehr 
als sechs Monaten verurteilt, ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders 
günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). 

bb) Im Falle der Bildung einer Zusatzstrafe sind die Grundstrafe und die Strafe 
für die neu zu beurteilenden Delikte unabhängige Strafen und das Zweitgericht 
ist hinsichtlich Art, Dauer und Vollzugsform der Strafe für die von ihm zu beur-

Kantonsgericht Schwyz 48

teilenden Straftaten frei und durch die Grundstrafe (im Voraus) nicht einge-
schränkt. Liegen jedoch die Voraussetzungen für eine Zusatzstrafe vor, entfaltet 
die rechtskräftige Grundstrafe für das Zweitgericht insoweit Bindungswirkung, 
als im Rahmen der gedanklich zu bildenden hypothetischen Gesamtstrafe die 
Ober- und Untergrenze der verschiedenen Strafarten einzuhalten sind und die 
hypothetische Gesamtstrafe die Vollzugsform der Zusatzstrafe bestimmt (BGE 
142 IV 265 E. 2.4.6 m.w.H). 

cc) Im Zeitpunkt des Urteils des Bezirksgerichts Dietikon war der Beschul-
digte nicht vorbestraft (vgl. KG-act. 12). Die Vorinstanz setzte eine hypotheti-
sche Gesamtstrafe von 24 Monaten Freiheitsstrafe fest (vgl. E. 5.j oben), wes-
halb der Vollzug der Strafe in der Regel aufgeschoben wird, sofern nicht eine 
ungünstige Prognose vorliegt. Die Ausführungen der Vorinstanz, wonach im 
Falle einer gemeinsamen Beurteilung sämtlicher Delikte eine vollbedingte 
Strafe nicht möglich gewesen wäre, sind daher nicht zutreffend. Einziger Grund, 
von einer bedingten Strafe abzusehen, wäre das Vorliegen einer ungünstigen 
Prognose beim Beschuldigten. Dieser wurde in den letzten fünf Jahren vor der 
Tat nicht zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mehr als 
sechs Monaten verurteilt. Seit dem Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 
30. Juni 2022 wurde der Beschuldigte am 18. Juni 2024 wegen Zechprellerei 
zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Diese Verurteilung erfolgte jedoch erst 
nach den hier zu beurteilenden Delikten und stellt im Vergleich zu diesen keine 
einschlägige Strafe dar. Für einen Aufschub der Strafe sind daher keine beson-
ders günstigen Umstände nötig (Art. 42 Abs. 2 StGB). Die Vorinstanz führte 
aus, der Beschuldigte habe sich im Verfahren betreffend die Drohung nicht ein-
sichtig und geständig gezeigt. Hinzu komme, dass er durch das Zurückhalten 
der Rolex eine zumutbare Schadensbehebung beim Privatkläger verhindere, 
was auf eine Schlechtprognose h