# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1990eb83-5c6f-5ea1-a187-65472c6d1de9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.08.2023 C-86/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-86-2023_2023-08-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid teilweise bestätigt durch 

BGer mit Urteil vom 04.12.2024 

(8C_597/2023) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung III 

C-86/2023 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  9 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter David Weiss, 

Gerichtsschreiberin Tania Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (USA) 

vertreten durch lic. iur. Lotti Sigg, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenrevision,  

Verfügung der IVSTA vom 18. November 2022. 

 

 

 

C-86/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vor-

instanz) mit Verfügung vom 18. November 2022 die bisher bezahlte ganze 

Rente von A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) 

mit Wirkung ab dem ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung 

folgenden Monats durch eine Invalidenrente mit einem prozentualen Ren-

tenanteil von 62 % ersetzt hat, womit die Rente der Versicherten monatlich 

Fr. 761.– und diejenige für das Kind B._______ Fr. 305.– betrage, 

dass die Versicherte diese Verfügung mit Beschwerde vom 6. Januar 2023 

beim Bundesverwaltungsgericht angefochten und die Weiterausrichtung 

einer ganzen Rente der Invalidenversicherung nebst Kinderrenten für die 

Töchter C._______ und B._______, die Wiederausrichtung einer Kinder-

rente für die Tochter C._______ rückwirkend ab August 2022 sowie die Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung beantragt 

hat (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.] 1), 

dass das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege 

und Verbeiständung mit Zwischenverfügung vom 2. Februar 2023 gutge-

heissen worden ist (BVGer-act. 4), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingaben vom 6. Februar 2023 und 

14. März 2023 diverse medizinische Unterlagen eingereicht hat (BVGer-

act. 6 und 9), 

dass die Vorinstanz nach mehreren Fristerstreckungen und einer vorüber-

gehenden Sistierung des Verfahrens (vgl. BVGer-act. 8, 10, 11–17) mit 

Verfügung vom 12. Juli 2023 auf ihren Entscheid vom 18. November 2022 

zurückgekommen ist und der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2023 eine 

ganze Invalidenrente samt einer ganzen Kinderrente für die Tochter 

B._______ zugesprochen hat (BVGer-act. 18), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 17. Juli 2023 mitgeteilt hat, 

sie sei mit der Verfügung grundsätzlich einverstanden, sie halte jedoch am 

Antrag betreffend Kinderrente für die Tochter C._______ rückwirkend ab 

August 2022 fest, darüber sei nicht entschieden worden, obwohl alle Un-

terlagen der Vorinstanz eingereicht worden seien (BVGer-act. 20), 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt, 

C-86/2023 

Seite 3 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Rentenrevision vor Bun-

desverwaltungsgericht anfechtbar sind, 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprünglichen 

Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen 

hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen-

standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 12. Juli 2023 insofern den Begeh-

ren der Beschwerdeführerin nachgekommen ist, als ihr die ganze Invali-

denrente samt zugehöriger Kinderrente für die Tochter B._______ weiter-

hin ausgerichtet wird, womit das Beschwerdeverfahren diesbezüglich im 

einzelrichterlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos 

geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. Juni 2022 der Vor-

instanz mitgeteilt hat, ihre Tochter C._______ schliesse am 25. Juni 2022 

die High School ab und werde im August 2022 ein Studium aufnehmen, 

wobei sie eine entsprechende Rechnungskopie beigelegt und die Nachrei-

chung einer Studienbescheinigung sobald verfügbar in Aussicht gestellt hat 

(vgl. Akten der IVSTA [IVSTA-act.] 187 f.), 

dass laut Angaben der Beschwerdeführerin die Kinderrente für die Tochter 

C._______ ab August 2022 eingestellt worden sei (vgl. BVGer-act. 1 S. 9), 

dass den Akten weder eine Mitteilung noch ein Entscheid der Vorinstanz 

zum Schicksal der Kinderrente für die Tochter C._______ zu entnehmen 

ist, 

dass die Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 6. Januar 2023 eine 

Studienbescheinigung vom 19. September 2022 betreffend die Tochter 

C._______ eingereicht hat (BVGer-act. 1 Beilage 5), 

dass sich die Vorinstanz zur Kinderrente für die Tochter C._______ auch 

im Beschwerdeverfahren nicht geäussert hat, 

dass im verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur 

jene Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen sind, zu denen 

C-86/2023 

Seite 4 

die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer 

Verfügung – Stellung genommen hat, sodass insoweit die Verfügung den 

beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand bestimmt und 

es umgekehrt an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sa-

churteilsvoraussetzung fehlt, wenn und insoweit keine Verfügung ergan-

gen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 414 E. 1a; MOSER/BEUSCH/KNEU-

BÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 

2022, Rz. 2.1 und 2.6),  

dass die Kinderrente für die Tochter C._______ weder Gegenstand der an-

gefochtenen Verfügung vom 18. November 2022 noch der Wiedererwä-

gungsverfügung vom 12. Juli 2023 bildet, weshalb insofern auf die Be-

schwerde im einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist (Art. 23 

Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass das Gesuch der Beschwerdeführerin um Ausrichtung einer Kinder-

rente für die Tochter C._______ rückwirkend ab August 2022 zuständig-

keitshalber der Vorinstanz zu überweisen ist, 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bun-

desbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 

VwVG), 

dass im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben sind, 

dass die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Par-

teientschädigung zulasten der Vorinstanz hat (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG; 

Art. 5, 7 und 15 VGKE), 

dass die Parteien, die Anspruch auf Parteientschädigung erheben, und die 

amtlich bestellten Anwälte und Anwältinnen dem Gericht vor dem Ent-

scheid eine detaillierte Kostennote einzureichen haben und das Gericht im 

Säumnisfall die Entschädigung auf Grund der Akten festzusetzen hat 

(Art. 14 Abs. 1 und 2 VGKE), 

dass die Parteientschädigung für die amtlich vertretene Beschwerdeführe-

rin – unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des aktenkundigen 

C-86/2023 

Seite 5 

Aufwands sowie des Umstands, dass die Wiedererwägung im Rahmen des 

ersten Schriftenwechsels erfolgte – auf Fr. 1'000.– (inkl. Auslagen) festzu-

setzen ist. 

 

  

C-86/2023 

Seite 6 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Ausrichtung der Kinderrente für 

die Tochter C._______ rückwirkend ab August 2022 wird zuständigkeits-

halber an die Vorinstanz zur weiteren Bearbeitung überwiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteient-

schädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen. 

5.  

Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das 

BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

David Weiss Tania Sutter 

 

  

C-86/2023 

Seite 7 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: