# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f34b44c5-9aed-5139-bfd7-5de9c1e44519
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.06.2020 C-5275/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5275-2018_2020-06-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5275/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richterin Caroline Gehring, Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland),   

vertreten durch lic. iur. Andreas Clavadetscher, 

Rechtsanwalt, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch, 

Verfügung vom 26. Juli 2018. 

 

 

 

C-5275/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1967 geborene, in seiner Heimat Deutschland wohnhafte A._______ 

(im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) war in seiner Eigen-

schaft als Grenzgänger ab dem 4. September 2000 für die Bauunterneh-

mung B._______ AG in (…) als Maurer erwerbstätig und entrichtete Bei-

träge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). 

Nach durchgeführten Kataraktoperationen mit Implantation einer Kunst-

linse am linken Auge am 8. Dezember 2005 und am rechten Auge am 18. 

Januar 2006 meldete er sich am 22. April 2006 erstmals bei der IV-Stelle 

des Kantons C._______ (im Folgenden: IV-Stelle C._______) zum Bezug 

von Leistungen der schweizerischen IV in Form der Kostenübernahme für 

die beidseitigen Staroperationen und von Hilfsmitteln (Brillen) an (Akten [im 

Folgenden: act.] der Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Aus-

land [im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz] 3.1, 7 S. 3, 9, 10 bis 12, 17, 

23 S. 3, 24, 35 und 38.1). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 

(act. 25) erliess die IV-Stelle C._______ am 29. Januar 2008 eine Verfü-

gung, mit welcher sie das Leistungsbegehren um Kostenübernahme ab-

wies (act. 26). Diese Verfügung erwuchs – soweit aus den Akten ersichtlich 

– unangefochten in Rechtskraft. 

B.  

B.a Nachdem der Versicherte seit dem 31. August 2015 arbeitsunfähig ge-

wesen war, meldete ihn die D._______ Krankenversicherungs AG (im Fol-

genden: D._______ oder Krankenversicherung) mit Datum vom 14. Januar 

2016 bei der IV-Stelle C._______ neu an. Auf dem von ihm am 10. Januar 

2016 unterzeichneten Anmeldeformular erwähnte er zur Art der Behinde-

rung Atemnot bei Belastung und Knieschmerzen rechts (act. 29 bis 31, 42). 

Nach Vorliegen von medizinischen Dokumenten (act. 33, 36, 37, 38.3, 43, 

47 und 48) und der im Zusammenhang mit dem Unfallereignis des Versi-

cherten vom 28. Mai 2016 – er wurde von einem Personenwagen angefah-

ren – erstellten Akten der schweizerischen E._______ (im Folgenden: 

E._______; act. 49) gab med. pract. F._______, Facharzt für Allgemeine 

Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (im Folgenden: RAD) am 5. 

Dezember 2016 eine erste Stellungnahme ab (act. 51). Daraufhin erhielt 

der Versicherte am 16. Dezember 2016 Versicherungsleistungen in Form 

von Beratung und Unterstützung bei der beruflichen Integration (act. 53, 

58, 72, 73). 

C-5275/2018 

Seite 3 

B.b Am 7. März 2017 gingen bei der IV-Stelle C._______ (erneut) 

E._______-Akten ein (act. 65.1 und 65.2 bis 65.101). Nachdem die 

E._______ mit Datum vom 6. März 2017 die Versicherungsleistungen be-

treffend das Unfallereignis vom 28. Mai 2016 eingestellt hatte (act. 65.2 S. 

1 bis 3), nahm med. pract. F._______ vom RAD in Kenntnis weiterer medi-

zinischer Unterlagen (act. 68) am 16. Mai 2017 erneut Stellung (act. 70). 

In der Folge übermittelte die IVSTA der IV-Stelle C._______ am 3. Juli 2017 

Kopien des Rentenbescheids und des Formulars E 205 DE vom 19. Juni 

2017 sowie die von der deutschen Rentenversicherung erhaltenen ärztli-

chen Unterlagen (act. 71). Nach Vorliegen des Abschlussberichts betref-

fend die Unterstützung im Hinblick auf den Arbeitsplatzerhalt vom 5. Sep-

tember 2017 (act. 75) erliess die IV-Stelle C._______ am 7. September 

2017 einen Vorbescheid, mit welchem dem Versicherten der Abschluss der 

beruflichen Massnahmen in Aussicht gestellt wurde (act. 77). Gleichentags 

verlangte die IV-Stelle C._______ bei Dr. med. G._______ einen Verlaufs-

bericht für die Zeit ab 11. Oktober 2016 (act. 78), bei der D._______ deren 

Akten (act. 79) sowie beim Versicherten weitere Angaben im Zusammen-

hang mit seinen medizinischen Behandlungen (act. 80). Nach Eingang des 

Dossiers der D._______ in Kopie (act. 81) und der vom Versicherten ver-

langten Angaben (act. 82) sowie weiterer medizinischer Berichte (act. 85 

und 86) erliess die IVSTA am 7. November 2017 eine Verfügung, mit wel-

cher die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden; betreffend 

Rente wurde dem Versicherten eine separate Verfügung in Aussicht ge-

stellt (act. 90). Dieser Entscheid vom 7. November 2017 erwuchs – soweit 

aus den vorliegenden Akten ersichtlich – ebenfalls unangefochten in 

Rechtskraft. 

B.c Mit Datum vom 18. Januar 2018 forderte die IV-Stelle C._______ bei 

der D._______ erneut deren Akten an (act. 93). Nachdem sie am 14. Feb-

ruar 2018 beim RAD um die Beantwortung von mehreren Fragen ersucht 

hatte (act. 94) und gleichentags die Akten des Krankenversicherers einge-

gangen waren (act. 95), gab Dr. med. H._______, Facharzt für orthopädi-

sche Chirurgie und Traumatologie, vom RAD am 19. Februar 2018 die ver-

langte Stellungnahme ab (act. 97). In der Folge erliess die IV-Stelle 

C._______ am 10. April 2018 einen Vorbescheid, mit welchem sie den Ver-

sicherten bei einem Invaliditätsgrad von 13 % über die Verneinung des An-

spruchs auf Rentenleistungen informierte (act. 98). Nach Abschluss des 

Vorbescheidverfahrens (act. 98 bis 106) erliess die IVSTA am 26. Juli 2018 

eine dem Vorbescheid im Ergebnis entsprechende Verfügung (act. 108 und 

Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1 Beilage 2). 

C-5275/2018 

Seite 4 

C.  

C.a Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt An-

dreas Clavadetscher, beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 

13. September 2018 Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung 

vom 26. Juli 2018 sei aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz 

zwecks weiterer gesundheitlicher Abklärungen und zum Erlass einer neuen 

Verfügung (mindestens halbe IV-Rente) zurückzuweisen (B-act. 1). 

Zur Begründung wurde in materieller Hinsicht zusammengefasst ausge-

führt, während die Vorinstanz von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in ei-

ner angepassten Tätigkeit ausgehe, halte Dr. med. G._______, Facharzt 

für Orthopädie, in seinem Bericht vom 8. September 2018 fest, anzustre-

ben sei eine Wechseltätigkeit von vier Stunden täglich bei erhöhtem Pau-

senbedarf und selbstständiger Pauseneinteilung etc. Bereits im Attest vom 

27. Juni 2017 habe dieser Orthopäde festgehalten, das damalige Leis-

tungsbild umfasse eine vierstündige Wechselbelastung bei erhöhtem Pau-

senbedarf mit Verzicht auf Heben und Tragen mittlerer Lasten etc. Mit ärzt-

lichem Attest vom 5. September 2018 habe Dr. med. I._______, Fachärztin 

für Allgemeine Medizin, festgehalten, der Versicherte sei bei ihr seit Anfang 

2014 in regelmässiger hausärztlicher Behandlung und könne nicht mehr 

auf einer Baustelle arbeiten. Im Bericht vom 6. Juli 2018 habe Dr. med. 

J._______ als Diagnosen eine zunehmende Belastungsdispnoe, ein mit-

telschweres Schlafapnoesyndrom, eine Refluxerkrankung sowie eine arte-

rielle Hypertonie festgehalten und eine nochmalige kardiale Evaluation 

empfohlen. Der Beschwerdeführer habe am "Schonarbeitsplatz" wegen 

seiner Schmerzen nicht einmal die vorgesehene halbe Leistung am halben 

Tag erbringen können. Die vom RAD bzw. der Vorinstanz angenommene 

Arbeitsfähigkeit in vollem Pensum an wechselbelastender Arbeitsstelle er-

achte der Beschwerdeführer als bei weitem nicht zumutbar angesichts sei-

ner Bemühungen am "Schonarbeitsplatz", welche letztlich gescheitert 

seien. Angesichts der divergierenden medizinischen Einschätzungen sei 

eine gutachterliche Überprüfung des Gesundheitszustands unerlässlich. 

C.b Mit Zwischenverfügung vom 20. September 2018 wurde der Be-

schwerdeführer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf 

die Beschwerde) aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss von 

Fr. 800.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (B-

act. 2 und 3); dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer nach (B-act. 

4). 

C-5275/2018 

Seite 5 

C.c In ihrer Vernehmlassung vom 7. Dezember 2018 verwies die  

Vorinstanz auf die (undatierte) Stellungnahme der IV-Stelle C._______ und 

beantragte die Abweisung der Beschwerde (B-act. 8). 

Die IV-Stelle C._______ beantragte vernehmlassungsweise ebenfalls die 

Abweisung der Beschwerde und führte aus, sie verweise auf die Erläute-

rungen und Begründungen in der Verfügung (recte: Verfügungsentwurf) 

vom 11. Juli 2018 sowie auf die entsprechenden Akten und habe den er-

wähnten Ausführungen nichts beizufügen. 

C.d Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Dezember 2018 wies die In-

struktionsrichterin die Parteien darauf hin, dass ohne Eingang einer Stel-

lungnahme des Beschwerdeführers innert Frist der Schriftenwechsel als 

abgeschlossen gelte; weitere Instruktionsmassnahmen blieben vorbehal-

ten (B-act. 9). 

C.e In seiner Eingabe vom 28. Januar 2019 liess der Beschwerdeführer 

einen radiologischen Bericht vom 8. November 2018 nachreichen und aus-

führen, gestützt darauf und auf die bisherigen Akten ersuche er um Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz zwecks Anordnung einer umfassen-

den Begutachtung. Weiter liess er darauf hinweisen, dass zwischenzeitlich 

eine Begutachtung stattgefunden habe, über deren Ergebnis er noch kei-

nen Bericht habe, und er beantrage die Einholung des entsprechenden 

Gutachtens (B-act. 10). Nach einer am 31. Januar 2019 seitens des Be-

schwerdeführers erfolgten Klarstellung (B-act. 11) wurde der Vorinstanz mit 

prozessleitender Verfügung vom 28. Februar 2019 Gelegenheit zur Einrei-

chung einer Duplik gegeben (B-act. 12). 

C.f In ihrer Duplik vom 2. Mai 2019 verwies die Vorinstanz auf die Stellung-

nahme der IV-Stelle C._______ vom 29. April 2019; im Rahmen dieser 

wurde auf eine weitere Vernehmlassung verzichtet und an den bisherigen 

Ausführungen in der Verfügung vom 26. Juli 2018 festgehalten (B-act. 15). 

C.g Mit prozessleitender Verfügung vom 16. Mai 2019 schloss die Instruk-

tionsrichterin den Schriftenwechsel ab (B-act. 16). 

C.h Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Be-

weismittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen einzugehen. 

 

C-5275/2018 

Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-

nition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]); BVGE 

2016/15 E. 1; 2014/4 E. 1.2). 

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 

1959 (IVG; SR 831.20) sowie Art. 40 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) ist das Bun-

desverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-

ständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungs-

gesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die IV anwendbar (Art. 1a - 26bis und 28 - 70 IVG), soweit das IVG nicht 

ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Nach den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Regeln finden diejenigen Verfahrensregeln An-

wendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Als direkter Adressat ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen 

Verfügung vom 26. Juli 2018 (B-act. 1 Beilage 2) berührt und kann sich auf 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung berufen 

(Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde (Art. 60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG) ist, nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde 

(B-act. 4), einzutreten. 

1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

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Seite 7 

Verfügung vom 26. Juli 2018, mit der die Vorinstanz das Leistungsbegeh-

ren des Beschwerdeführers abgewiesen hat. Streitig und vom Bundesver-

waltungsgericht zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine schweizerische Invalidenrente. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in 

Deutschland. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 

1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur 

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des 

FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen 

Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 

(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind 

auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und 

Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der 

Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vorliegen einer an-

spruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im Anwendungsbe-

reich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach schweizerischem 

Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 

16. Januar 2013 E. 4). 

2.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 26. Juli 2018 in Kraft standen; weiter aber auch solche, 

die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die 

Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang 

sind. 

2.3 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Eintritt 

der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben 

(Art. 36 Abs. 1 IVG). Für die Erfüllung der dreijährigen Mindestbeitrags-

dauer können Beitragszeiten, die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt 

worden sind, mitberücksichtigt werden (Art. 6 und Art. 45 VO [EG] 

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Seite 8 

883/2004; vgl. auch BGE 131 V 390). Der Beschwerdeführer hat während 

mehr als drei Jahren Beiträge in diesem Sinn geleistet (act. 35), so dass 

die Anspruchsvoraussetzung der Mindestbeitragsdauer erfüllt ist. 

2.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

2.5 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können 

(Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 

(Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 

ATSG) sind (Bst. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % be-

steht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe 

Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 

70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditäts-

grad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Ver-

sicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt 

(Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Ein-

schränkung gilt jedoch nicht für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaa-

tes der EU und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU 

Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und 

E. 3.1). Dies trifft auf den Beschwerdeführer zu. 

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Seite 9 

2.6 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung 

und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen 

und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen 

sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-

tigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-

wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-

lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-

klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-

hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-

folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 

E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson 

muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des 

BGer 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). Den 

von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten 

Gutachten von medizinischen Sachverständigen, die den Anforderungen 

der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zu-

erkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4). 

Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der IVSTA, 

welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie Aktengut-

achten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-

henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-

fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile 

des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 vom 

8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1, je mit Hin-

weisen). Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht 

insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfe-

stellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche 

in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den me-

dizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizi-

nisch zu würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit 

Hinweis; Urteil des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie 

haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, 

wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten 

eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-

dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-

nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen 

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Seite 10 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-

ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende 

Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-

gen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 

E. 3.3). 

3.  

Die Vorinstanz stützte sich im Rahmen des Erlasses der angefochtenen 

Verfügung vom 26. Juli 2018 betreffend den Gesundheitszustand und des-

sen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit insbesondere auf 

die RAD-Berichte von Dr. med. H._______, Facharzt für orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, vom 19. Februar (act. 97) und 4. Juni 2018 

(act. 106) sowie von med. pract. F._______, Facharzt für Allgemeine Me-

dizin, vom 5. Dezember 2016 (act. 51) und 16. Mai 2017 (act. 70). Diese 

ärztlichen Dokumente sind im Folgenden – nebst weiteren – zusammen-

gefasst wiederzugeben und einer Würdigung zu unterziehen. Anhand die-

ser medizinischen Akten ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt 

rechtsgenüglich erstellt ist. 

3.1  

3.1.1 Med. pract. F._______ führte am 5. Dezember 2016 zusammenge-

fasst aus, der Versicherte sei gelernter Maurer. Mit den vorliegenden me-

dizinischen Berichten und Diagnosen seien Einschränkungen für diese Tä-

tigkeiten nachvollziehbar. Die zumutbare Arbeitsfähigkeit von 80 % mit ei-

ner Leistungseinschränkung von 10 % am aktuellen Schonarbeitsplatz sei 

(noch) nachvollziehbar. In gut angepassten Tätigkeiten sei jedoch zumin-

dest von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100 % auszugehen, 

da neben den orthopädischen Einschränkungen keine wesentlichen sons-

tigen objektiven Funktionseinschränkungen ausgewiesen seien. Weder 

kardiologisch noch pneumologisch lägen Diagnosen mit objektiven Ein-

schränkungen der Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten vor. Das zu-

mutbare Tätigkeitsprofil sei weitgehend identisch mit dem von Dr. med. 

G._______ im Schreiben vom 10. Oktober 2016 beschriebenen. Formal 

invalidenversicherungsmedizinisch handle es sich dabei um wechselbelas-

tende leichte bis mittelschwere körperliche Arbeiten ohne repetitive 

Zwangshaltungen der Wirbelsäule. Die zur Diskussion stehende Reduktion 

des Arbeitspensums auf 40 % sei arbeits- und versicherungsmedizinisch 

nicht nachvollziehbar (act. 51). 

C-5275/2018 

Seite 11 

3.1.2 In seiner Stellungnahme vom 16. Mai 2017 berichtete med. pract. 

F._______, im Austrittsbericht der K._______-Klinik vom 2. Mai 2017 seien 

die Orthopäden im Wesentlichen zur gleichen Beurteilung gekommen wie 

der RAD im Dezember 2016, nämlich dass angepasste Tätigkeiten voll-

schichtig zumutbar seien. Aus Sicht des RAD sei diese Beurteilung arbeits- 

und versicherungsmedizinisch nachvollziehbar und korrekt. Eine grund-

sätzliche Neubeurteilung der gesundheitlichen Situation sei nicht notwen-

dig. Im Wesentlichen gelte unverändert die RAD-Stellungnahme vom 

5. Dezember 2016. Zusammenfassend sei die Tätigkeit als Maurer nicht 

mehr zumutbar. Alle angepassten Tätigkeiten seien vollschichtig zumutbar. 

Ein präzises zumutbares angepasstes Tätigkeitsprofil sei im Austrittsbe-

richt der K._______-Klinik vom 2. Mai 2017 angegeben worden. Mit den 

Ausführungen im Erstbericht Eingliederungsberatung vom 11. Januar 2017 

müsse nach Ansicht des RAD angenommen werden, dass sich der Versi-

cherte subjektiv bereits stark auf ein ihm maximal mögliches Pensum von 

50 % auch in angepassten Tätigkeiten fixiert habe (act. 70). 

3.1.3 In seinem Bericht vom 19. Februar 2018 listete Dr. med. H._______ 

zahlreiche medizinische Dokumente auf und führte zusammengefasst aus, 

gemäss Abhilfebescheid des Landratsamtes L._______ sei der seit dem 2. 

November 2015 bestehende Grad der Behinderung von 30 % mit Wirkung 

ab 31. August 2016 auf 50 % erhöht worden. Eine Rentenzusprache er-

folge auch in Deutschland nicht innert der nächsten zehn Jahre. Den 

Schreiben von Dr. med. M._______, Facharzt für Innere Medizin, Kardio-

logie, seien mit Ausnahme des BMI, des Blutdrucks und eines Blutzucker-

werts weder genaue Befunde noch Diagnosen zu entnehmen. In Kenntnis 

der multiplen ärztlichen Befundberichte von Dr. med. J._______, der Com-

putertomographie des Thorax und den ärztlichen Befundberichten von Dr. 

med. N._______, Kardiologie, sollte Dr. med. M._______ das cardiovasku-

läre Risikoprofil zwingend auf ein Minimum reduzieren. Gleichzeitig sollte 

er nicht mehr für Beurteilungen auf orthopädisch-traumatologischem Fach-

gebiet bemüht werden. "Starke Komplikationen mit Entzündung und Was-

seransammlung" seien ebenso wenig dokumentiert wie "zu wenig Gelenks-

masse in den Knien". Ohne grundlegende Befundänderung zur Vorunter-

suchung sei die "bekannte links mediolaterale Protrusion in LWK 4/5 [… 

ohne] Nachweis einer Spinalkanalstenose" aus dem MRI der LWS vom 10. 

Mai 2017 bei fehlenden höhergradigen foraminalen oder rezessalen Engen 

und jegliche radikuläre Kompression als strukturelles Phänomen ohne 

funktionelle Signifikanz zu klassifizieren. Ohne Angabe eines objektivierba-

ren pathologischen Befundes stellten ausschliesslich bildtechnisch zur 

C-5275/2018 

Seite 12 

Darstellung kommende Veränderungen oder altersphysiologische Modifi-

kationen keine Behinderung dar. Die Beurteilung von Dr. med. M._______ 

vom 8. Mai 2017 habe allenfalls noch anekdotische Evidenz. In der ange-

stammten Tätigkeit als Maurer bestehe seit dem 31. August 2015 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit habe vom 31. 

August 2015 bis Ende April 2016 (sechs Monate nach der Operation vom 

3. November 2015) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Im An-

schluss daran sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, unter-

brochen durch die nicht dislocierte Fraktur an der Basis des Grosszehen-

grundgliedes links mit einer maximal vierwöchigen 100%igen Arbeitsunfä-

higkeit vom 28. Mai 2016 bis Ende Juni 2016. Nach der Metallentfernung 

aus dem rechten Unterschenkel am 2. Februar 2017 sei von einer zweiwö-

chigen 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Weitere medizinische 

Abklärungen seien nicht angezeigt. Es bestünden keine unausgeschöpften 

Behandlungsmöglichkeiten, die die Arbeitsfähigkeit der versicherten Per-

son in absehbarer Zeit wesentlich zu steigern vermöchten. Die RAD-Stel-

lungnahmen vom 5. Dezember 2016 und 16. Mai 2017 hätten nichts an 

Aktualität eingebüsst (act. 97). 

3.1.4 Nach Auflistung und Würdigung zahlreicher medizinischer Doku-

mente hielt Dr. med. H._______ in seiner Stellungnahme vom 4. Juni 2018 

fest, darin liessen sich weder Widersprüche noch ein instabiler Gesund-

heitszustand erkennen. Die medizinischen Abklärungen seien lückenlos 

und vollständig (act. 106). 

3.1.5 Im Bericht vom 25. September 2015 diagnostizierte Dr. med. 

J._______, Facharzt für Pneumologie, eine Belastungsdyspnoe/bekannte 

bronchiale Hyperreagibilität, eine mögliche Schlafapnoe und weiterhin 

keine exogen-allergischen Sensibilisierungen. Weiter erwähnte er, lungen-

funktionell liege eine leichte Besserung der Parameter vor. Die kardiologi-

sche Diagnostik stehe aktuell im Vordergrund (act. 95 S. 15). 

3.1.6 Dr. med. N._______, Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinme-

dizin, Kardiologie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 29. September 

2015 insbesondere eine Belastungsdyspnoe und eine arterielle Hypertonie 

und führte weiter aus, er könne die Belastungsdyspnoe kardial momentan 

nicht erklären, es bestünden Hinweise auf eine Hypertonie (act. 95 S. 16). 

3.1.7 Gemäss Operationsbericht vom 3. November 2015 wurde an diesem 

Tag beim Versicherten eine Arthroskopie des rechten Kniegelenks durch-

geführt (act. 95 S. 27). 

C-5275/2018 

Seite 13 

3.1.8 Am 27. November 2015 berichtete Dr. med. J._______ zusätzlich von 

einem mittelschweren Schlafapnoe-Syndrom und wies auf die vereinbarte 

polysomnographische Untersuchung im Schlaflabor hin (act. 95 S. 31; vgl. 

auch S. 50, S. 59 und 60). 

3.1.9 In seinem Bericht vom 27. Dezember 2015 stellte Dr. med. 

G._______, Facharzt für Orthopädie, folgende Diagnosen: "Z. n. Operation 

varisierende Tibiakopfumstellungsosteotomie bei Varusgonarthrose re. 

Spondylolisthesis im Segment L4/5 bei Ventralposition von L4 um L5 um 

ca. 2 bis 3mm und einem bds. deutlich entzündlichem Reizzustand der Fa-

cettengelenke. Bursitis trochanterica li.". Weiter erwähnte er, die Arbeitsfä-

higkeit in der bisherigen Tätigkeit sollte sechs Monate postoperativ zu 

100 % wiedererlangt werden. Krankheitsfremde Faktoren lägen keine vor 

(act. 95 S. 33 und 34). Diese Angaben bestätigte er in einem weiteren Be-

richt vom 26. März 2016 (act. 95 S. 53 und 54). 

3.1.10 Die Allgemeinmedizinerin Dr. med. I._______ diagnostizierte in ih-

rem Bericht vom 4. April 2016 einen "Upside-down-Magen", Knieschmer-

zen, eine Belastungsdyspnoe, eine Gastritis, ein akutes LWS-Syndrom, ei-

nen Fersensporn, eine Lumboischialgie, eine Chondropathie des Knies, 

eine Spondylolisthesis, eine Bandscheibenprotrusion, einen Harnwegin-

fekt sowie Fieber. Weiter war sie der Auffassung, es bestehe für die Tätig-

keit als Baufacharbeiter bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

Als Magaziner bestehe in vier Wochen eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Zu-

mutbar seien Tätigkeiten ohne schweres Heben und Tragen, ohne Arbeiten 

auf Leitern und Gerüsten, ohne Treppensteigen. Die Tätigkeiten sollten im 

Wechsel von Gehen, Stehen und Sitzen erfolgen (act. 95 S. 55 und 56). 

3.1.11 Im vorläufigen Entlassungsbericht des Kreiskrankenhauses 

O._______ vom 29. Mai 2016 wurde eine Prellung/Quetschung des linken 

Beins, eine Schürfung am Unterschenkel links sowie eine Basisfraktur pro-

ximale Phalanx D1 am linken Fuss diagnostiziert sowie der Hergang des 

Unfallereignisses vom 28. Mai 2016 geschildert (act. 65.42). 

3.1.12 Dr. med. M._______, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, 

führte in seinem Bericht vom 12. Juni 2016 zur Arbeitsfähigkeit aus, nach 

verantwortbarem Abschluss der unfallkausalen Symptomatik lasse sich die 

Rückkehr in die 50%ige Arbeitsfähigkeit erlauben. Das Tätigkeitsfeld solle 

dasselbe sein als Magaziner. Wann ein Anstieg der aktuellen Arbeitsfähig-

keit möglich sein werde, hänge von der Umsetzung und Ansprechbarkeit 

C-5275/2018 

Seite 14 

der genannten Massnahmen ab. Dies müsse in gegenseitigem Einver-

ständnis mit Dr. med. G._______ erfolgen (act. 95 S. 71 bis 73). 

3.1.13 In seinem Bericht vom 10. Oktober 2016 erwähnte Dr. med. 

G._______ den Unfall vom 28. Mai 2016; der Versicherte sei zwischen der 

Autotüre und dem Radkasten eines Anhängers eingeklemmt worden. Die 

unfallkausalen Beeinträchtigungen würden voraussichtlich bis Ende des 

Jahres 2016 vollständig abgeheilt sein. Aus orthopädischer Sicht sei die 

bisherige Tätigkeit in einem zeitlichen Pensum von 80 % mit einer 10%igen 

Leistungsminderung aufgrund vermehrten Pausenbedarfs und der 

Schmerzbelastung zumutbar (act. 95 S. 87 bis 89). 

3.1.14 Am 13. Januar 2017 vertrat Dr. med. G._______ die Auffassung, 

dass aus orthopädischer Sicht die bisherige Tätigkeit in einem zeitlichen 

Pensum von 50 % zuzumuten sei (act. 95 S. 108 und 109). 

3.1.15 Dr. med. P._______, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte in ihrem kreis-

ärztlichen Bericht vom 22. Februar 2017 einen Status nach Quetschtrauma 

Ober- und Unterschenkel, undislozierte Basisfraktur proximale Phalanx D1 

Fuss links nach Verkehrsunfall als Fussgänger am 28. Mai 2016. Weiter 

erwähnte sie, die Beschwerden seien bezüglich des Quetschtraumas des 

linken Beines vollständig regredient. Von dieser Seite sei die Behandlung 

abgeschlossen. Es bestehe bezogen auf die Unfallfolgen eine volle Ar-

beitsfähigkeit (act. 65.9). 

3.1.16 Im Entlassungsbericht der K._______-Klinik vom 20. April 2017 wur-

den unter anderem folgende Diagnosen gestellt: Mässige Funktionsminde-

rung bei Gonarthrose rechts, 11/2015 Umstellungsosteotomie Knie rechts, 

2/2017 Metallentfernung re. Kniegelenk (ICD-10: M17.1), Spondylolisthe-

sis L4/5 mit Spinalkanalstenose (ICD-10: M48.06), BS-Protrusion L5/S1 

(ICD-10: M51.2), arterielle Hypertonie (ICD-10: I10.90). Betreffend die Ar-

beits- und Leistungsfähigkeit wurde weiter berichtet, unter Berücksichti-

gung der orthopädischen und internistischen Diagnosen könne der Versi-

cherte eine vollschichtige, mittelschwere körperliche Tätigkeit im Wechsel 

von Gehen, Stehen und Sitzen ohne Ersteigen von steilen Leitern/Gerüs-

ten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne Gehen auf unebenem Boden, 

ohne tiefe Hocke, ohne entscheidende Vibrationsbelastungen und ohne 

andauernde, WS-belastende Zwangshaltungen ausüben. Die letzte beruf-

liche Tätigkeit, so wie sie der Versicherte beschreibe, könne mit diesem 

C-5275/2018 

Seite 15 

Leistungsbild nicht mehr fortgeführt werden. Eine innerbetriebliche Umset-

zung sei indiziert (act. 95 S. 129 bis 136). 

3.1.17 Dr. med. M._______, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, 

führte in seinem Bericht vom 8. Mai 2017 im Zusammenhang mit dem Ent-

lassungsbericht der K._______-Klinik vom 20. April 2017 aus, nach Aus-

schluss sämtlicher aufgezählter Aktivitäten resultiere keine verwertbare Tä-

tigkeit. Auch ohne diese sei keine mittelschwere körperliche Tätigkeit mög-

lich. Wenn der Austrittsbericht unter Punkt 2.3 auf diese Auflagen hinweise, 

so verstehe er, Dr. med. M._______, in demselben Bericht unter Punkt 4.4 

dokumentierte Ignoranz. Grundsätzlich gehe er von einer adäquaten Com-

pliance seitens des Versicherten aus. Nach Durchführung eines maximal 

dreimonatigen strengen Ernährungs- und Bewegungsprogrammes müsse 

die Aufnahme der angepassten Tätigkeit im Bereich Schonarbeitsplatz auf-

genommen werden, wobei die dann möglichen Belastungsgrenzen noch 

zu definieren seien (act. 95 S. 146 bis 148; vgl. auch Schreiben an die 

Dres. med. I._______ und G._______ vom 8. Mai 2017 [act. 74 S. 4]). 

3.1.18 Dr. med. Q._______, Facharzt für Innere Medizin, führte in seinem 

ärztlichen Gutachten für die gesetzliche deutsche Rentenversicherung 

vom 2. Juni 2017 aus, der Entlassungsbericht der K._______-Klinik sei 

ausführlich, weitgehend schlüssig und nachvollziehbar, sodass der darin 

gegebenen Leistungsbeurteilung und der Empfehlung zu Leistungen zur 

Teilhabe am Arbeitsleben gefolgt werde. In der früheren Tätigkeit als Bau-

facharbeiter bestehe ein unter dreistündiges Leistungsvermögen. Eine 

dem positiven und negativen Leistungsbild entsprechende Tätigkeit könne 

täglich während sechs Stunden und mehr ausgeübt werden (act. 71 S. 8 

bis 12; vgl. auch S. 13 bis 23). 

3.1.19 Im Bericht der Klinik für Neurochirurgie vom 7. August 2017 wurde 

ausgeführt, die Kernspintomographien von Anfang 2016, Oktober 2016 

und Mai 2017 zeigten eine allenfalls mässig degenerierte Lendenwirbel-

säule mit gut erhaltenen Bandscheiben. Es finde sich keine umschriebene 

Stenosierung des Wirbelkanals oder Kompression der austretenden Ner-

venwurzeln in den Foramina intervertebralia. Recessusstenosen seien 

ebenfalls nicht vorhanden, jedoch eine deutliche Degeneration der Facet-

tengelenke, betont in Höhe LW 4/5 linksbetont. Die Funktionsaufnahmen 

zeigten keine Überbeweglichkeit der Lendenwirbelsäule. Auch indirekte 

Hinweise auf eine instabile Wirbelsäule seien nicht erkennbar. Bei der lo-

kalen Untersuchung finde sich kein umschriebener Durchschmerz. Eine 

operative Behandlung sei nicht angezeigt. Bildgebend wäre vor allem das 

C-5275/2018 

Seite 16 

Facettengelenk LW 4/5 links auffällig. Man wisse jedoch, dass dies nicht 

unbedingt mit den tatsächlichen Beschwerden des Versicherten korreliere 

(act. 85). 

3.1.20 Im Verlaufsbericht (für die Zeit ab 11. Oktober 2016) vom 8. Oktober 

2017 führte Dr. med. G._______ zusammengefasst aus, die Beschwerden 

seien weitestgehend unverändert. Zur Voruntersuchung liege keine grund-

legende Befundänderung vor (MRT LWS vom 10. Mai 2017). Betreffend 

Diagnosen und aktuelle somatische Befunde existierten keine resp. keine 

wesentlichen Änderungen zum Bericht vom 11. Oktober 2016 (act. 78 und 

86). 

3.1.21 In ihrem Bericht vom 19. Oktober 2017 informierte Dr. med. 

I._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, dahingehend, dass die bishe-

rige Tätigkeit aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar sei. Im Zusam-

menhang mit leidensadaptierten Tätigkeiten erachtete sie bloss wechsel-

belastende Tätigkeiten bei einer Gewichtslimite von 10 kg als teilzeitlich 

zumutbar (act. 92). 

3.2 Wie bereits dargelegt wurde (vgl. E. 2.6 hiervor), kann auf Stellungnah-

men von Fachärztinnen und –ärzten des RAD nur unter der Bedingung ab-

gestellt werden, dass deren Beurteilungen den allgemeinen beweisrechtli-

chen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (resp. an ein Gutachten) 

genügen und zudem die beigezogenen Ärztinnen und Ärzte über die im 

Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen. 

Den Berichten im Sinne von Art. 59 Abs. 2bis IVG von med. pract. 

F._______ und Dr. med. H._______ könnte – obwohl solche ohne eigene 

Untersuchung resp. Abklärung vor Ort verfasst wurden – volle Beweiskraft 

zukommen, wenn die übrigen, von der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung herausgearbeiteten Kriterien erfüllt sind. RAD-Stellungnahmen kön-

nen wie Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund 

vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines 

an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. bspw. Urteil 

des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1 mit Hinweisen). Da dies 

vorliegend jedoch nur beschränkt der Fall ist resp. gewisse Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen von med. pract. F._______ und Dr. med. H._______ beste-

hen, kann auf ergänzende medizinische Abklärungen nicht verzichtet wer-

den (BGE 142 V 58 E. 5.1 f. mit Hinweisen; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit 

Hinweis), wie im Folgenden zu zeigen ist. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-V-58%3Ade&number_of_ranks=0#page58
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

C-5275/2018 

Seite 17 

3.2.1 Die Unfallversicherung ist – im Gegensatz zur Invalidenversicherung 

– nicht als finale, sondern als kausale Versicherung konzipiert. Bezogen 

auf die reinen Folgen aus dem Unfallereignis vom 28. Mai 2016 mit an-

schliessender Hospitalisation im Kreiskrankenhaus O._______ (act. 65.42) 

ist der Beschwerdeführer gemäss des überzeugenden und schlüssigen, 

kreisärztlichen Berichts von Dr. med. P._______, Fachärztin für Orthopädi-

sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 

22. Februar 2017 zwar voll arbeits- und leistungsfähig. 

3.2.2 Weiter ist festzuhalten, dass sich gemäss dem Bericht der Klinik für 

Neurochirurgie vom 7. August 2017 (act. 85) beim Beschwerdeführer eine 

(allenfalls) mässig degenerierte, nicht überbewegliche Lendenwirbelsäule 

mit gut erhaltenen Bandscheiben gezeigt hat und keine Recessusstenosen 

sowie Stenosierung des Wirbelkanals oder Kompression der austretenden 

Nervenwurzeln in den Foramina intervertebralia gefunden werden konnten. 

Angaben zu den allenfalls daraus resultierenden Einschränkungen in der 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit lassen sich diesem Bericht jedoch nicht 

entnehmen, was exemplarisch auch für die Berichte des Pneumologen 

Dr. med. J._______ vom 25. September und 27. November 2015 (act. 95 

S. 15 und 31) sowie den Bericht von Dr. med. N._______, Facharzt für 

Innere Medizin und Allgemeinmedizin, Kardiologie, vom 29. Februar 2015 

(act. 95 S. 16) gilt. 

3.2.3 Betreffend die Zumutbarkeit in der angestammten Tätigkeit als Mau-

rer (act. 9) vertraten med. pract. F._______ und Dr. med. H._______ die 

Auffassung, dass dem Beschwerdeführer diese Arbeit seit dem 31. August 

2015 nicht mehr zumutbar sei (act. 70, 97 und 106). Diese Beurteilungen 

stehen einerseits zu denjenigen von Dr. med. I._______ in deren Berichten 

vom 4. April 2016 (act. 95 S. 55 und 56) und 19. Oktober 2017 (act. 92) in 

Übereinstimmung. Andererseits stehen sie mit der Auffassung von 

Dr. med. G._______ in dessen Berichten vom 27. Dezember 2015 (act. 95 

S. 33 und 34) und 26. März 2016 (act. 95 S. 53 und 54) insofern in Wider-

spruch, als Dr. med. G._______ davon ausgegangen war, dass der Be-

schwerdeführer die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit – somit die 

angestammte Arbeit als Maurer – sechs Monate postoperativ – demnach 

mit Blick auf das Operationsdatum 3. November 2015 (act. 95 S. 27) ab 

Mai 2016 – wiedererlangt habe. An dieser zeitlich vor Beginn der Aufnahme 

der Tätigkeit an einem Schonarbeitsplatz am 18. April 2016 (act. 95 S. 58) 

abgegebenen Beurteilung hielt Dr. med. G._______ auch in der Folge in 

seinen Berichten vom 10. Oktober 2016 (act. 95 S. 87 bis 89) und 8. Okto-

ber 2017 (act. 78 und 86) fest, obwohl er zwischenzeitlich im Bericht vom 

C-5275/2018 

Seite 18 

13. Januar 2017 ohne Angabe von Gründen die Auffassung vertrat, dass 

die bisherige Tätigkeit noch in einem zeitlichen Pensum von nur noch 50 % 

zuzumuten sei (act. 95 S. 108 und 109). Hinzu kommt schliesslich, dass 

aufgrund des Gutachtens von Dr. med. Q._______ vom 2. Juni 2017 bzw. 

der Aussage, wonach in der Tätigkeit als Baufacharbeiter ein unter drei-

stündiges Leistungsvermögen bestehe (act. 71 S. 8 bis 12), ebenfalls nicht 

hinreichend geklärt ist, ab welchem Zeitpunkt und in welchem zeitlichen 

Umfang genau diese Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist. 

3.2.4 Mit Ausnahme der Zeiträume von Ende August 2015 bis Ende April 

2016, vom 28. Mai bis Ende Juni 2016 und vom 2. bis 16. Februar 2017, in 

welchen der Beschwerdeführer in einer angepassten Verweisungstätigkeit 

zu 100 % leistungsunfähig gewesen sei, vertrat Dr. med. H._______ die 

Auffassung, dass der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Ver-

weisungstätigkeit voll leistungsfähig sei. Zwar steht diese Auffassung in 

Übereinstimmung mit den Ausführungen von med. pract. F._______ in des-

sen Stellungnahme vom 16. Mai 2017 (act. 70) und mit dem Entlassungs-

bericht der K._______-Klinik vom 20. April 2017 (act. 95 S. 129 bis 136). 

Obwohl auch der Gutachter Dr. med. Q._______ diesen Entlassungsbe-

richt als weitgehend schlüssig und nachvollziehbar qualifiziert hatte, steht 

mit Blick auf seine weiteren Ausführungen, wonach eine dem positiven und 

negativen Leistungsbild entsprechende Tätigkeit täglich während sechs 

Stunden und mehr ausgeübt werden könne, letztlich der genaue Umfang 

einer möglichen leidensadaptierten Verweisungstätigkeit in Prozenten 

ebenfalls nicht fest.  

3.2.5 Weiter kommt hinzu, dass Dr. med. I._______ in ihrem Bericht vom 

4. April 2016 die Tätigkeit als Magaziner bloss als zu 50 % zumutbar er-

achtet hatte (act. 95 S. 55 und 56). In ihrem späteren Bericht vom 19. Ok-

tober 2017 erachtete sie einzig wechselbelastende Tätigkeiten bei einer 

Gewichtslimite von 10 kg als teilzeitlich zumutbar (act. 92). Obwohl sich 

diese Ärztin in diesem Bericht nicht näher zum zeitlichen Ausmass, zum 

Rendement und zu allfälligen zusätzlichen Einschränkungen in einer lei-

densadaptierten Verweisungstätigkeit geäussert hatte, stehen ihre Ausfüh-

rungen dennoch in bisher ungeklärtem Widerspruch insbesondere zu den-

jenigen von Dr. med. H._______, med. pract. F._______ und der 

K._______-Klinik. Hinzu kommt weiter, dass auch Dr. med. M._______ in 

seinem Bericht vom 12. Juni 2016 bloss noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

als Magaziner resp. eine andere Arbeit, die dem Tätigkeitsfeld eines Ma-

gaziners entspricht, postuliert hat (act. 95 S. 71 bis 73). Schliesslich vertrat 

er in seinem Bericht vom 8. Mai 2017 die Meinung, dass nach Ausschluss 

C-5275/2018 

Seite 19 

sämtlicher im Entlassungsbericht der K._______-Klinik aufgezählten Akti-

vitäten keine verwertbare Tätigkeit resultiere und die Belastungsgrenzen 

erst im Anschluss an ein dreimonatiges strenges Ernährungs- und Bewe-

gungsprogramms und der Aufnahme der angepassten Tätigkeit im Bereich 

Schonarbeitsplatz zu definieren seien (act. 95 S. 146 bis 148). Unter diesen 

Aspekten kommt die Vorinstanz resp. die IV-Stelle C._______ nicht umhin, 

auch bezüglich einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit weitere Ab-

klärungen in die Wege zu leiten. 

3.2.6 Betreffend die Stellungnahmen von med. pract. F._______ ergibt sich 

weiter was folgt: Während er in seiner Stellungnahme vom 5. Dezember 

2016 (act. 51) noch die Auffassung vertrat, in gut angepassten Tätigkeiten 

sei von einer zumutbaren Leistungsfähigkeit von 80 bis 100 % auszuge-

hen, vertrat med. pract. F._______ im Bericht vom 16. Mai 2017 die Mei-

nung, alle angepassten Tätigkeiten seien vollschichtig zumutbar. Eine ex-

plizite Erklärung und Begründung für die spätere Ausserachtlassung der 

reduzierten Leistungsfähigkeit lässt sich der Stellungnahme vom Mai 2017 

jedoch nicht entnehmen. 

3.2.7 Ergänzend zu erwähnen ist, dass zahlreiche Berichte und Stellung-

nahmen aus der Zeit vor Mitte 2017 datieren (vgl. E. 3.1.1 und 3.1.2 sowie 

E. 3.2.1 bis 3.2.14) und es ihnen somit mit Blick auf den massgeblichen 

Verfügungszeitpunkt (26. Juli 2018) ohnehin an Aktualität fehlt. 

3.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzu-

halten, dass der medizinische Sachverhalt nicht rechtsgenüglich erstellt ist, 

weshalb sich die Fragen, ob der Beschwerdeführer ab dem 31. August 

2015 während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnitt-

lich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen war (vgl. Art. 28 Abs. 1 Bst. 

b IVG) und er nach Ablauf des Wartejahres (vgl. E. 3.5.2 hiervor) zu min-

destens 40 % invalid war resp. ist (vgl. Art. 28 Abs. 1 Bst. c IVG), nicht 

rechtsgenüglich beantworten lassen. Aus diesem Grund kann auf weitere 

medizinische Abklärungen nicht verzichtet werden. 

4.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich zusammenfassend, 

dass sich aufgrund der vorliegenden Aktenlage der gesundheitliche Zu-

stand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- 

und Leistungsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Mau-

rer als auch in leidensadaptierten Verweisungstätigkeiten nicht schlüssig 

und zuverlässig beurteilen lässt (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; vgl. zum 

C-5275/2018 

Seite 20 

Ganzen auch E. 2.6 hiervor). Die Stellungnahmen von med. pract. 

F._______ und Dr. med. H._______ sowie weitere aktenkundige medizini-

sche Berichte vermögen keine aktuellen und abschliessenden Beurtei-

lungsgrundlagen zu bilden, sondern geben Anlass zu weitergehenden Ab-

klärungen. Somit wurde im vorliegend zu beurteilenden Beschwerdever-

fahren der rechtserhebliche Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt 

und gewürdigt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Eine Rückweisung 

der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 

ATSG) an die Vorinstanz zur weiteren medizinischen Abklärung in der 

Schweiz ist – obwohl retrospektive Beurteilungen der Arbeits- und Leis-

tungsunfähigkeit schwierig sind und entsprechende Begutachtungen des-

halb erhöhten Ansprüchen genügen müssen (vgl. hierzu Urteil des BVGer 

C-1421/2013 vom 29. September 2014 E. 3.4.2 mit Hinweis) – unter den 

gegebenen Umständen notwendig und möglich, zumal eine Verlagerung 

der Expertentätigkeit von der administrativen auf die gerichtliche Ebene 

sachlich nicht wünschbar ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.2). Mit Blick auf die 

beim Beschwerdeführer vorhandenen Beschwerden ist die neue umfas-

sende medizinische Begutachtung interdisziplinär durchzuführen (Urteil 

des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 mit Hinweis auf 8C_321/2007 

vom 6. Mai 2008, E. 6.3), wobei die Gutachtensstelle nebst den Fachdis-

ziplinen Innere Medizin/Kardiologie, Pneumologie und Orthopädie allfällige 

weitere Disziplinen selber zu bestimmen hat (vgl. hierzu BGE 139 V 349 E. 

3.3). Im Rahmen dieser notwendigen medizinischen Begutachtung sind 

sämtliche bisher verfassten ärztlichen Berichte – auch diejenigen, die im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt 

vom 26. Juli 2018 unberücksichtigt zu bleiben haben (B-act. 1 Beilagen 4 

und 7; vgl. hierzu BGE 130 V 138 E. 2.1) – von den Expertinnen und/oder 

Experten zu würdigen. Diese haben sich ebenfalls rechtsgenüglich zu den 

vorliegenden Diagnosen sowie zum Beginn und zum Umfang der Arbeits- 

und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten Tä-

tigkeit als Maurer und in leidensangepassten Verweisungstätigkeiten zu 

äussern. 

5.  

Nach neuer Ermittlung des vollständigen und richtigen medizinischen 

Sachverhalts hat die Vorinstanz einen neuen Einkommensvergleich durch-

zuführen und abzuklären, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer zu-

folge seines Gesundheitszustandes auf dem ihm nach seinen Fähigkeiten 

noch offenstehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch 

erwerbstätig sein könnte (vgl. hierzu etwa Urteil des BGer 9C_921/2009 

C-5275/2018 

Seite 21 

vom 22. Juni 2010, E. 5.3). Dabei ist zu berücksichtigen, dass an die Kon-

kretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten praxisge-

mäss nicht übermässige Anforderungen zu stellen sind (vgl. hierzu Urteile 

des BGer 9C_744/2008 vom 19. November 2008 E. 3.2 und 9C_236/2008 

vom 4. August 2008 E. 4.2; Urteil des EVG I 349/01 vom 3. Dezember 2003 

E. 6.1) und die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person nach der Tätig-

keit zu beurteilen ist, die sie – im Rahmen der Schadenminderungspflicht 

(vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG) – nach ihren persönlichen Verhältnissen und ge-

gebenenfalls nach einer gewissen Anpassungszeit bei gutem Willen ausü-

ben könnte (vgl. Urteil des BVGer C-4315/2009 vom 22. August 2011 

E. 5.2 mit Hinweisen). 

6.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-

ten, dass die Beschwerde insoweit gutzuheissen ist, als die angefochtene 

Verfügung vom 26. Juli 2018 aufzuheben ist und die Akten im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zur Durchführung von weiteren umfassen-

den medizinischen Abklärungen und anschliessendem Erlass einer neuen 

Verfügung zurückzuweisen sind. 

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

7.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Da eine Rückweisung pra-

xisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 132 

V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwerdeführer keine Kosten 

aufzuerlegen. Der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.- ist ihm 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. 

Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 

Abs. 2 VwVG). 

7.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädi-

gung zu Lasten der Vorinstanz. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist 

die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen 

C-5275/2018 

Seite 22 

und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der 

Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens ist eine Partei-

entschädigung von Fr. 2‘800.- (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. 

dazu auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6173/2009 vom 29. 

August 2011 mit Hinweis]; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 

VGKE [Stundenansatz für Anwälte/Anwältinnen mindestens Fr. 200.- und 

höchstens Fr. 400.- und für nichtanwaltliche Vertreter und Vertreterinnen 

mindestens Fr. 100.- und höchstens Fr. 300.-]) gerechtfertigt. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, als die angefochtene Ver-

fügung vom 26. Juli 2018 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten ergänzenden Abklärun-

gen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.- wird diesem nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung Fr. 2‘800.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular "Zahl-

adresse") 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

C-5275/2018 

Seite 23 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Viktoria Helfenstein Roger Stalder 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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