# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76962f3a-ac21-5b31-86ae-a350247dac2b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.12.2017 IV 2015/387
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-387_2017-12-18.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/387

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2020

Entscheiddatum: 18.12.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 18.12.2017
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Gestützt auf das MEDAS-Gutachten und einen 
Tabellenlohnabzug von 10% besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. 
Dezember 2017, IV 2015/387).

Entscheid vom 18. Dezember 2017

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela

Machleidt Lehmann und Marie-Theres Rüegg Haltinner;

Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Geschäftsnr.  

IV 2015/387

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf,

GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ erlitt am 27. April 2009 einen Myocardinfarkt mit Herzkreislaufstillstand mit 

anschliessender Reanimation. Gleichentags wurde eine Stentimplantation 

vorgenommen (vgl. IV-act. 20, 29-2). Am 6. Januar 2010 meldete sich der Versicherte 

zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs 

vom 29. Januar 2010 gab sein Hausarzt Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine 

Medizin FMH, gegenüber dem RAD an, der Versicherte leide an einer schweren 

Depression und Angst gemischt, bei Status nach reanimationspflichtigem Herzinfarkt. 

Teilweise sei der Versicherte suizidal (IV-act. 17).

A.b  Der behandelnde Dr. med. C.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

berichtete am 2. August 2010, der Versicherte leide an einer posttraumatischen 

Belastungsstörung (ICD-10: F43.0). In der angestammten Tätigkeit als Drucker bestehe 

seit dem 27. April 2010 (richtig: 2009) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 29-4). In 

der konsiliarischen neurologischen Beurteilung vom 13. Oktober 2010 diagnostizierte 

Dr. med. D.___, Neurologie FMH, ein wahrscheinliches Restless Legs Syndrom sowie 

eine unklare sensible Hemisymptomatik links (IV-act. 44-11).

A.c  Am 8., 12. und 14. September 2011 wurde der Versicherte im Auftrag der IV in der 

MEDAS Inselspital Bern polydisziplinär (allgemeininternistisch, neurologisch, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

psychiatrisch und kardiologisch) untersucht. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

diagnostizierten die Experten eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) mit 

somatoform-autonomer Funktionsstörung des Herz- und Kreislaufsystems (ICD-10: 

F45.30), hervorgegangen aus einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

Reaktion (ICD-10: F43.21) nach Myokardinfarkt am 27. April 2009. Ohne Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit leide der Versicherte an Kombinationskopfschmerzen, einer 

chronischen Otitis media rechts und einem persistierenden Nikotinabusus. Für die 

bisherige sowie eine leidensangepasste Tätigkeit bescheinigten die Experten 

spätestens ab Januar 2011 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 53). Der RAD hielt das 

MEDAS-Gutachten für beweiskräftig. Es sei indessen bezüglich der Arbeitsfähigkeit für 

die angestammte Tätigkeit davon abzuweichen und von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit ab April 2009 auszugehen, da die Gutachter die Schichtarbeit nicht 

berücksichtigt hätten (Stellungnahme vom 28. November 2011, IV-act. 54).

A.d  Mit Vorbescheid vom 2. Dezember 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten, 

ausgehend von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für die angestammte sowie eine 

leidensangepasste Tätigkeit, die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 

57). Dagegen erhob der Versicherte am 20. Dezember 2011 Einwand (IV-act. 59) und 

liess diesen am 19. Januar 2012 ergänzend begründen (IV-act. 63).

A.e  Am 8. Februar 2012 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsgesuchs. 

Da dem Versicherten gemäss gutachterlicher Beurteilung auch die angestammte 

Tätigkeit zu 70% zumutbar sei, stellte die IV-Stelle zur Berechnung des 

Invalideneinkommens auf das Valideneinkommen ab und ermittelte einen 30%igen 

Invaliditätsgrad. Berufliche Eingliederungsmassnahmen seien nicht weiter zu prüfen, da 

der Versicherte die berufliche Abklärung auf Grund seiner subjektiven 

Arbeitsunfähigkeit abgebrochen habe (IV-act. 66).

A.f  Die gegen diese Verfügung am 12. März 2012 durch Rechtsanwalt M. B. Graf, St. 

Gallen, für den Versicherten erhobene Beschwerde (IV-act. 68) hiess das 

Versicherungsgericht mit Entscheid vom 3. März 2014 teilweise gut und wies die 

Angelegenheit an die IV-Stelle zurück, damit sie nach erfolgten Abklärungen im Sinne 

der Erwägungen neu verfüge. In diesen hielt sie fest, dass grundsätzlich auf das 

beweiskräftige MEDAS-Gutachten abzustellen sei, jedoch mit der Ausnahme, dass der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Drucker/Maschinenbediener vollständig 

arbeitsunfähig sei. Demgegenüber bestehe in leidensadaptierten Tätigkeiten eine 

Arbeitsfähigkeit von 70%. Ausserdem hielt das Gericht fest, dass die IV-Stelle nicht 

sämtliche zumutbaren Eingliederungsmöglichkeiten vor der Rentenprüfung 

ausgeschöpft habe. Angesichts dessen, dass ein rentenbegründender Invaliditätsgrad 

von abgerundet 40% drohe, habe sie den Grundsatz Eingliederung vor Rente verletzt. 

Ihr Entscheid über die Rentenleistungen erweise sich somit als verfrüht, weshalb sie 

eine rechtskonforme Abklärung der Ansprüche auf Eingliederungsmassnahmen 

durchzuführen habe (IV-act. 74).

A.g  Am 31. März 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie gewähre 

Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten durch die 

Berufsberatung (IV-act. 81).

A.h  Am 6. Juni 2014 berichtete med. pract. E.___, FA für Psychiatrie und 

Psychotherapie, der Versicherte werde integriert-psychiatrisch im zweiwöchentlichen 

Abstand therapiert. Durch die schwergradigen Konzentrationsstörungen sei dem 

Versicherten ein Arbeitsalltag nicht mehr zumutbar. Ausserdem bestünden deutliche 

körperliche Einbussen der Ausdauer und der Leistungsfähigkeit. Im Weiteren 

bestünden ausgeprägte Zukunftsängste und Traurigkeit mit Hoffnungslosigkeit (IV-act. 

87).

A.i  Am 8. Mai 2014 führte der IV-Eingliederungsverantwortliche mit dem Versicherten 

ein Gespräch. Dabei gab jener an, er schätze eine Anstellung/Ausbildung aktuell als 

unrealistisch ein. Würde sich seine gesundheitliche Situation „nur ein bisschen 

verbessern“, wäre eine Ausbildung möglich. Er würde zwar einen Arbeitsversuch etc. 

unternehmen, sehe aber keine Erfolgschancen. Der Eingliederungsverantwortliche 

schätzte den Versicherten als transparent ein. Es stelle sich nun die Frage, ob er 

arbeitsfähig sei, was mit einer Abklärung geklärt werden könnte (IV-act. 90).

A.j Mit Schreiben vom 30. Dezember 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie 

übernehme die Kosten für die berufliche Abklärung vom 10. November 2014 bis 9. 

Februar 2015 im Brüggli, Romanshorn (IV-act. 98). Am 13. Januar 2015 verfügte die IV-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Stelle ein IV-Taggeld während der beruflichen Massnahmen von Fr. 160.-- pro Tag (IV-

act. 99).

A.k Im Schlussbericht Abklärung vom 25. Februar 2015 hielten die 

Abklärungsverantwortlichen fest, dass der Versicherte auf Grund der Beobachtungen 

und Resultate des Assessments derzeit nicht über die notwendigen Ressourcen 

verfüge, um auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuss fassen zu können (IV-act. 101-8).

A.l  Im Strategie-Protokoll vom 3. Juni 2015 wurde festgehalten, dass der Versicherte 

gemäss der beruflichen Abklärung nicht ausbildungsfähig sei. Die Berufsberatung 

werde abgeschlossen, da nun die medizinische Abklärung im Vordergrund stehe (IV-

act. 103).

A.m In der Stellungnahme vom 8. Juni 2015 hielt RAD-Ärztin Dr. med. F.___ nach 

Fallbesprechung mit Dr. G.___ fest, dass aus Sicht des RAD an der Einschätzung 

gemäss der RAD-Stellungnahme vom 28. November 2011 festgehalten werden könne. 

Nachdem der Versicherte anlässlich der erneut durchgeführten 

Eingliederungsbemühungen keine auf dem freien Arbeitsmarkt verwertbare 

Arbeitsfähigkeit habe erreichen können, seien weitere berufliche Massnahmen nicht 

zielführend (IV-act. 105).

A.n Mit Schlussbericht vom 8. Juli 2015 schloss der Eingliederungsverantwortliche den 

Fall ab, da keine Ausbildungsfähigkeit vorliege (IV-act. 107).

A.o  Durch Mitteilung vom 28. August 2015 wurde der Versicherte darüber informiert, 

dass das Leistungsbegehren um weitere berufliche Massnahmen abgewiesen werde 

(IV-act. 110).

A.p  Mit Vorbescheid vom 18. September 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten 

gestützt auf einen IV-Grad von 39% eine Abweisung seines Rentengesuchs in Aussicht 

(IV-act. 113).

A.q  Gegen diesen liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter am 13. Oktober 

2015 Einwand erheben und eine halbe IV-Rente beantragen. Zudem machte der 

Rechtsvertreter gestützt auf einen Arztbericht des behandelnden Psychiaters geltend 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(vgl. Bericht vom 5. Oktober 2015, IV-act. 117-3f.), dass sich der Gesundheitszustand 

des Ver¬sicherten seit der letzten Begutachtung vom September 2011 verschlechtert 

habe, weshalb allenfalls ein neues Gutachten erforderlich sei (IV-act. 117).

A.r  Die IV-Stelle verfügte am 29. Oktober 2015 eine Abweisung des Gesuchs um IV-

Rente. Dabei stützte sie sich auf die Stellungnahme des RAD vom 27. Oktober 2015, 

wonach der Bericht von med. pract. E.___ keine Verschlechterung des Gesundheits-

zustands zu begründen vermöge (IV-act. 118).

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 20. 

November 2015 mit dem Antrag auf deren Aufhebung und auf Ausrichtung einer halben 

Invalidenrente ab 1. Juli 2010 und auf eine ganze Invalidenrente ab 1. März 2012. 

Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand und zur 

Arbeitsfähigkeit ab März 2012 durchzuführen. Zu diesem Zweck sei ein bidisziplinäres 

medizinisches Gutachten einzuholen, welches die Disziplinen Kardiologie und 

Psychiatrie zu umfassen habe. Zur Begründung macht der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers geltend, es sei dem Beschwerdeführer auf Grund seiner lediglich 

noch möglichen Teilzeittätigkeit und infolge seiner Fremdsprachigkeit und der bei der 

Einschätzung der Erwerbsfähigkeit unberücksichtigt gebliebenen Leiden (Schwindel, 

Schwerhörigkeit, Sensibilitätsstörung), der Medikamenten-Nebenwirkungen, seiner 

grossen Ängste und seiner langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt beim 

Invalideneinkommen mindestens ein Tabellenlohnabzug von 15% zu gewähren. 

Ausserdem sei spätestens seit Sommer 2012 ärztlicherseits eine dramatische 

Verschlechterung des Gesundheitszustands festgestellt worden. Diese stimme mit den 

Beobachtungen im Brüggli überein und müsse bidisziplinär (psychiatrisch und 

kardiologisch) abgeklärt werden (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin 

eine teilweise Gutheissung der Beschwerde insoweit, als dem Beschwerdeführer ab 

dem 1. Juli 2010 eine Viertelsrente zuzusprechen sei. Im Übrigen sei die Beschwerde 

abzuweisen. In ihrer Begründung hält die Beschwerdegegnerin fest, dass infolge der 

lediglich noch möglichen Teilzeiterwerbstätigkeit ein Abzug vom Invalideneinkommen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von 10% gerechtfertigt erscheine. Dies führe insgesamt zu einem IV-Grad von 48% 

und somit zu einem Anspruch auf eine Viertelsrente. Im Weiteren liessen sich den neu 

eingereichten Berichten des Hausarztes und des behandelnden Psychiaters keine 

neuen Diagnosen bzw. keine Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der 

Begutachtung entnehmen (act. G 4).

B.c  Die Parteien verzichten auf einen weiteren Schriftenwechsel (act. G 6).

Erwägungen

1. 

1.1  Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 

Rentenleistungen hat.

1.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist 

gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.4  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.5  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Diese 

Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen 

Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. SVR 2001 IV 

Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).

2. 

2.1  Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst den der angefochtenen Verfügung 

zugrunde liegenden Einkommensvergleich. Die Beschwerdegegnerin beantragt 

diesbezüglich in Abweichung von der Verfügung die Gewährung eines 10%igen 

Abzugs vom Tabellenlohn auf Grund der noch zumutbaren Teilerwerbstätigkeit.

2.2  Hinsichtlich des Valideneinkommens ist mit den Parteien auf den IK-Auszug 

abzustellen. Danach erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2008 einen Jahreslohn von 

Fr. 71‘735.-- (IV-act. 11-1). Dieser ergibt angepasst an die Nominallohnentwicklung von 

2.1% für das Jahr 2009 und 0.7% für das Jahr 2010 (vgl. Bundesamt für Statistik, T 39 

Entwicklung der Nominallöhne, 1976-2015) für das Jahr des Invaliditätsbeginns 2010 

ein Valideneinkommen von Fr. 73‘754.--.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.3 

2.3.1  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, so ist auf Erwerbstätigkeiten 

abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer Ausbildung und ihrer 

physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss 

werden hierzu die LSE-Tabellenlöhne des Bundesamts für Statistik herangezogen (vgl. 

BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Da der Beschwerdeführer seine 70%ige 

Restarbeitsfähigkeit nicht tatsächlich verwertet, ist zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens der durchschnittliche Hilfsarbeiterlohn heranzuziehen. Dieser 

beträgt für das Jahr 2010 Fr. 61‘164.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015) bzw. angepasst an die 

Restarbeitsfähigkeit von 70% Fr. 42‘815.--.

2.3.2  Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen - auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/ 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

2.3.3  Das von RAD-Arzt Dr. H.___ in der Stellungnahme vom 28. November 2011 

umschriebene und durch das Versicherungsgericht bestätigte Anforderungsprofil für 

leidensangepasste Tätigkeiten (mittelschwere Tätigkeiten ohne Schichtarbeit und 

erhöhte Stressbelastung; IV-act. 54-2, 74-9f.) schränkt das mögliche Spektrum der auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bestehenden mittelschweren Hilfsarbeiten v.a. unter 

Berücksichtigung der früher vom Beschwerdeführer ausgeführten vorwiegend 

stressigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten etwas ein, womit ein Abzugsgrund zu 

bejahen ist. Zudem anerkennt das Bundesgericht unter dem Titel Beschäftigungsgrad 

in der Regel bei Männern, welche gesundheitlich bedingt lediglich noch teilzeitlich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erwerbstätig sein können, einen Abzug vom Tabellenlohn. Damit soll dem Umstand 

Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gesehen Teilzeitarbeit 

vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. Urteile vom 2. 

November 2007, I 69/07, E. 5.1 und vom 4. Oktober 2007, I 793/06, E. 2; vgl. auch 

Urteil vom 14. April 2008, 8C_664/2007, E. 8.3). Demgegenüber bilden weder 

Aufenthaltsstatus noch Sprache beim relativ gut schweizerdeutsch sprechenden 

Beschwerdeführer (vgl. dazu Urteil des Versicherungsgerichts vom 3. März 2014, IV 

2012/99, E.3.4 mit Hinweisen), noch die längere Abwesenheit vom Arbeitsmarkt einen 

Grund für einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 20. 

Oktober 2011, 8C_594/2011, E. 5 mit weiteren Hinweisen). Dass sich auf Grund des 

Abklärungsberichts des Brüggli vom 25. Februar 2015 weitere in der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS unberücksichtigt gebliebene lohnmindernde 

Einschränkungen ergeben, wie für einen vermehrten Pausenbedarf, die Notwendigkeit 

eines Ruheraumes sowie die Möglichkeit der Arbeitsniederlegung bei zu viel Druck, ist 

schliesslich nicht ersichtlich bzw. medizinisch ausgewiesen. So berücksichtigte bereits 

der psychiatrische Gutachter Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, im Rahmen seiner Beurteilung vom 13. September 2011 eine 

Minderung der Arbeitsfähigkeit um 30%. Er hielt fest, dass der Beschwerdeführer in 

der Lage sei, sämtliche, seinem körperlichen Belastbarkeitsprofil angepassten 

Tätigkeiten mit einfachen geistigen Anforderungen und einfachen 

Verantwortungsgraden, möglichst gut vorstrukturiert, ohne Zeitdruck und ohne 

Nachtarbeitsbedingungen mit einer Arbeitsfähigkeit von 70% zu verrichten. Dabei 

bezog Dr. I.___ in seine Einschätzung mit ein, dass sich der Beschwerdeführer 

subjektiv bereits durch leichte Tätigkeiten überfordert fühle, was auf Ängste vor einem 

möglichen Re-Infarkt sowie einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten mit 

Selbstlimitierung zurückzuführen sei (vgl. IV-act. 53-43f.). Gesamthaft betrachtet 

erscheint daher ein Tabellenlohnabzug von 10% als gerechtfertigt, womit ein 

Invalideneinkommen von Fr. 38‘533.-- (Fr. 42‘815.-- x 0.9) und eine Erwerbseinbusse 

von Fr. 35‘221.-- (Fr. 73‘754.-- - Fr. 38‘533.--) resultiert. Aus dem Vergleich von 

Validen- und Invalideneinkommen ergibt sich ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 48% 

(100 : Fr. 73‘754.-- x Fr. 35‘221.--). Folglich hat der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2010 

Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.1  Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, seit der MEDAS-Begutachtung im 

September 2011 habe sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert, was 

aus den Berichten von Dr. B.___ und med. pract. E.___ sowie dem Abklärungsbericht 

vom Brüggli hervorgehe. Hausarzt Dr. B.___ berichtete am 12. Dezember 2014, dass 

sich der psychische Zustand des Beschwerdeführers trotz intensiver ambulanter 

psychotherapeutischer Behandlung teilweise auch halbstationär in der Zeit von März 

2011 bis März 2014 nicht verbessert habe. Die Ängste seien vielmehr grösser 

geworden, das Selbstvertrauen sei gesunken und es habe ein eindrücklicher sozialer 

Rückzug stattgefunden. Die kardiale Situation sei in dieser Zeit stabil geblieben, die 

vegetative Symptomatik habe jedoch zugenommen bei teilweise hypotonen 

Blutdruckwerten und tachykardem Pulsverhalten bei geringster Belastung (IV-act. 95). 

Med. pract. E.___ hielt im Verlaufsbericht vom 6. Juni 2014 einen schweren Myocard-

Infarkt (am 27.04.2009), eine schwere rezidivierende depressive Störung (ICD-10: 

F33.2) seit Juli 2009 sowie eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) 

seit Juli 2009 fest. Nach wie vor würden die typischen Symptome einer 

posttraumatischen Belastungsstörung mit Albträumen des erlebten Myocard-Infarktes 

bestehen, Intrusionen und Wieder-Erleben des traumatischen Ereignisses. Ausserdem 

bestünden Ein- und Durchschlafstörungen, schwere depressive Zustandsbilder mit 

Hoffnungslosigkeit, schwerer Antriebslosigkeit und häufigen Weinattacken. Es bestehe 

eine ausgeprägte innere Unruhe mit häufigen panikartigen Zuständen, die bereits einer 

manifesten Panikstörung gleichen würden. Aller Voraussicht nach werde dem 

Beschwerdeführer eine Arbeit von wirtschaftlichem Wert zeitlebens verwehrt bleiben 

(IV-act. 87). Im Bericht vom 5. Oktober 2015 hielt der Psychiater an diesen Diagnosen 

fest. Der Beschwerdeführer leide sehr unter den psychischen Folgen des stark 

traumatisierenden Herzinfarkt-Ereignisses (dissoziative Zustände, schwere depressive 

Zustände und Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen). Trotz antidepressiver 

Medikation und psychiatrischer Behandlung habe sich das posttraumatische 

Zustandsbild chronifiziert, aus psychiatrischer Sicht seien die Behandlungsmittel 

ausgeschöpft. Der Beschwerdeführer sei mittel- bis langfristig zu 100% arbeitsunfähig. 

Höchstens in einem geschützten Rahmen im Sinne einer Tagesstruktur sei er zu 25% 

einsetzbar (IV-act. 117-3f.). RAD-Ärztin Dr. F.___ führte am 2. Juli 2014 aus, der 

Hausarzt habe im Bericht vom 20. Mai 2014 (recte 26. Mai 2014, vgl. IV-act. 86) auf 

den Arztbericht vom 11. Mai 2011 verwiesen und angegeben, dass sich die Situation 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

aus somatischer Sicht seither nicht verändert habe (IV-act. 89-2f). Med. pract. E.___ 

beschreibe sodann den gleichen medizinischen Sachverhalt wie anlässlich dem letzten 

Bericht vor der Begutachtung am 21. April 2011, wobei auch schon damals eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit angenommen worden sei. Zusammenfassend handle es 

sich um den gleichen medizinischen Sachverhalt wie anlässlich der MEDAS-

Begutachtung vom 2. November 2011 (IV-act. 89). Auch im Bericht von med. pract. 

E.___ vom 5. Oktober 2015 sah Dr. F.___ keine neuen medizinischen Tatsachen. Es 

werde weiterhin an den früheren Diagnosen, im speziellen an der posttraumatischen 

Belastungsstörung festgehalten, obwohl im medizinischen Referenzdokument in der 

Begutachtung des Inselspitals Bern vom 28. Oktober 2011 ausführlich dargelegt 

werde, dass die Kriterien nach ICD für diese Diagnose nicht erfüllt würden und die 

Diagnose nicht gestellt werden könne. Selbst der beschriebene psychopathologische 

Befund vermöge keine Verschlechterung des Gesundheitszustands zu begründen, da 

er weitgehend identisch mit früheren Befunden sei (vgl. Stellungnahme vom 27. 

Oktober 2015, IV-act. 118). Diese RAD-ärztlichen Ausführungen sind nachvollziehbar 

und in sich schlüssig, weshalb gestützt auf die Berichte von Dr. B.___ und med. pract. 

E.___ nicht von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der 

Begutachtung durch das Inselspital Bern auszugehen ist.

3.2  Im Schlussbericht Abklärung des Brüggli vom 25. Februar 2015 hielten die 

Abklärungsverantwortlichen fest, dass der Beschwerdeführer durch gesundheitliche 

Beschwerden stark in der Konzentration eingeschränkt gewesen sei. Durch sein 

Umfeld habe er sich dagegen nicht ablenken lassen. Um überhaupt im Arbeitsalltag 

funktionieren zu können, sei er darauf angewiesen, dass er möglichst immer im selben, 

ihm vertrauten Team die gleichen sich wiederholenden, einfachen Arbeiten ausführen 

könne. Jegliche Veränderung bezogen auf seine Aufgaben würden bei ihm grossen 

Stress auslösen. Er sei im Arbeitsalltag nur sehr wenig belastbar, weil er noch sehr mit 

sich selbst, d.h. mit seinen Schmerzen und seiner Zukunftsangst beschäftigt sei. Das 

Selbstwertgefühl und das Vertrauen in seine Fähigkeiten seien beim Beschwerdeführer 

momentan sehr gering. Auf Grund der verschiedenen Schwierigkeiten und 

Problemstellungen während der Abklärung erachteten die Abklärungsverantwortlichen 

den geschützten Rahmen als notwendig. Ausserordentlichen Mehraufwand im 

Vergleich zum ersten Arbeitsmarkt erkannten sie im Förderbedarf des Ermöglichen von 

regelmässigen Pausen in einem Ruheraum und der Möglichkeit, die Arbeit bei zu viel 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Druck jeweils abzubrechen und erst am Folgetag wieder aufzunehmen (IV-act. 101-4f.). 

RAD-Ärztin Dr. F.___ hielt nach Besprechung mit RAD-Arzt Dr. G.___ fest, dass allein 

die Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer noch immer nicht in der Lage sehe, die 

gewünschte Arbeitsleistung zu erbringen, ungeeignet sei, um von der medizinisch-

theoretischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzuweichen (vgl. Stellungnahme vom 

8. Juni 2015; IV-act. 105). Dem ist zu folgen. So kann trotz fehlender Hinweise für eine 

ungenügende Arbeitsmotivation nicht allein auf die im Rahmen einer beruflichen 

Abklärung abgegebene Einschätzung der Leistungsfähigkeit abgestützt werden. Es 

kann daraus nicht grundsätzlich der Schluss gezogen werden, dass der 

Beschwerdeführer tatsächlich die volle mögliche und zumutbare Arbeitsleistung 

erbracht hat. Die Differenz zwischen der erbrachten und der objektiv möglichen und 

zumutbaren Leistung ist für die Programmverantwortlichen nicht erkennbar, weil diese 

nicht in der Lage sind, die objektive Leistungsfähigkeit des Versicherten einzuschätzen. 

Letztlich ist es allein eine ärztliche Aufgabe, den Gesundheitszustand einer versicherten 

Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und mit 

welchem Anforderungsprofil die versicherte Person arbeitsfähig ist. Insgesamt 

vermögen die vorliegenden Akten somit keine Änderung des Gesundheitszustands und 

damit der durch das Inselspital Bern geschätzten Höhe der Arbeitsfähigkeit zu 

begründen und es ist beim Beschwerdeführer weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit in 

leidensangepassten Tätigkeiten von 70% und damit von einem Anspruch auf eine 

Viertelsrente auszugehen.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 29. Oktober 2015 in 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. 

Juli 2010 eine Viertelsrente zuzusprechen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm 

zurückzuerstatten.

4.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall mit einfachem Schriftenwechsel 

erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 29. Oktober 2015 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab 1. Juli 2010 eine Viertelsrente 

zugesprochen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der vom 

Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 18.12.2017
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Gestützt auf das MEDAS-Gutachten und einen Tabellenlohnabzug von 10% besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Dezember 2017, IV 2015/387).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte