# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61c71c31-17e2-5cb0-80e7-a589aed24624
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.06.2023 S 2022 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2022-29_2023-06-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 22 29

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser und Pedretti

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 27. Juni 2023

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Nicola Moser,

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1984, wohnhaft in B._____, war als Netzelektriker-

meister HFP bei der C._____ GmbH, B._____, angestellt und dadurch 

obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs-

unfällen versichert. Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 11. Januar 2019 

meldete er einen Unfall, ereignet am 7. Juni 2018 auf dem Beachvolley-

ballfeld in D._____. Darin wurde festgehalten: "Übrige Ballspiele: 

Beachvolleyballtraining am Abend des 7. Juni 2018, bei einer 

Ballabnahme eingeknickt und Sturz. Im Moment keine Schmerzen 

verspürt, jedoch am nächsten Morgen mit der Annahme einer Zerrung. 

Behandlung der Zerrung mit Kinesio Tape. Schmerzen konnten ganz 

reduziert werden. Nach einer Wanderung im November 2018 in 

unwegsamem Gelände spürte ich die Schmerzen erneut. Diese hielten an 

bis ich den am 07.12.2018 Dr. E._____ aufsuchte." Aufgrund von 

Schmerzen im rechten Knie liess sich A._____ am 20. und 30. Juni 2018 

von F._____ zweimal kinesiologisch behandeln ("Taping").

2. Eine erste ärztliche Untersuchung des rechten Knies erfolgte am 

7. Dezember 2018 durch Hausarzt Dr. med. E._____, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, mit Diagnose einer medialen Meniskusläsion. Im 

Bericht von Hausarzt Dr. med. E._____ vom 16. Juli 2021 zur 

Erstuntersuchung vom 7. Dezember 2018, wird der Hergang dahingehend 

beschrieben, dass ca. im August 2018 belastungsabhängige Schmerzen 

am rechten Knie begonnen hätten. In Ruhe und in der Nacht würden keine 

Schmerzen bestehen. Über die Wochen hätten die Schmerzen deutlich 

zugenommen, insbesondere in unebenem Gelände, beim Joggen oder bei 

Innenrotation des Knies. Hausarzt Dr. med. E._____ verordnete eine 

intensive Physiotherapie und Fitnesstraining zum muskulären Aufbau und 

zur Stabilisation des rechten Knies.

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3. Dr. med. G._____, Facharzt Radiologie FMH, Radiologie Südost, 

beurteilte anhand der MR-Untersuchung des rechten Knies vom 

14. Dezember 2018 einen schräg radiären Einriss im Bereich des 

medialen Meniskus am Hinterhorn bis knapp Pars intermedia reichend. 

Der kapselnahe Anteil am Hinterhorn sei deutlich signalerhöht und 

aufgetrieben mit auch Ausbildung kleinster Ganglien an der Kapsel-

insertion. Die Suva übernahm die Heilbehandlungskosten, richtete aber 

keine Taggelder aus, da keine Arbeitsunfähigkeit eingetreten war.

4. Nach abgeschlossener Physiotherapie im Jahr 2020 nahm A._____ am 

15. Juni 2021 die Behandlung wieder auf und erstattete eine 

Rückfallmeldung. Am 21. Juni 2021 erfolgte eine weitere MR-

Untersuchung durch Radiologe Dr. med. H._____, Facharzt Radiologie 

FMH, Radiologie Südost. Er beurteilte im Vergleich zur Voruntersuchung 

einen progredienten schräg radiären Riss des Innenmeniskushinterhorns 

am Übergang zur Pars intermedia, eine ebenfalls progrediente 

ausgeprägte Binnensignalanhebung des Hinterhornes knapp von der 

Wurzel bis zur Pars intermedia reichend mit angrenzenden Meniskus-

ganglien sowie ein aktiviertes Tibiofibulargelenk als mögliche Ursache 

einer lateralen Schmerzsymptomatik; kein signifikanter Gelenkerguss, ein 

intakter Knorpel sowie intakte Kreuz- und Kollateralbänder.

5. Am 16. Juli 2021 stellte Hausarzt Dr. med. E._____ fest, dass trotz 

intensiver Physiotherapie, Sport und Kraftaufbau keine anhaltende 

Besserung und keine restitutio ad integrum der Beschwerden am Knie 

rechts hätten erreicht werden können. Er diagnostizierte eine chronische 

symptomatische mediale Meniskusläsion am rechten Knie und überwies 

A._____ an Dr. med. I._____, Sportzentrum J._____, zur operativen 

Sanierung.

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6. Kreisarzt Dr. med. K._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt am 29. Juli 2021 fest, dass 

am rechten Knie eine Körperschädigung vorliege, die vorwiegend auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Bereits am 

14. Dezember 2018 habe eine MR-morphologisch erkennbare 

verschleissbedingte Meniskusveränderung mit zusätzlich kleinsten 

Ganglien an der Kapselinsertion bestanden.

7. Mit Schreiben vom 29. Juli 2021 teilte die Suva A._____ mit, dass keine 

weiteren Leistungen erbracht, die bisher erbrachten Leistungen aber auch 

nicht zurückgefordert würden.

8. Dr. med. I._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, befundete am 1. September 

2021 bei seiner Erstuntersuchung des rechten Knies eine Druckdolenz 

postero-medialer Gelenkspalt mit klarer Meniskussymptomatik, minimster 

Erguss, ligamentär stabiles Gelenk, varische Beinachse, freie Beweglich-

keit. Bei Hyperflexion schmerzhaft. Bezüglich der radiologischen 

Diagnostik vom 14. Dezember 2018 und vom 21. Juni 2021 stellte er fest: 

"Medialer Meniskushinterhorn mit Radiärriss-Komponente im 

Spitzenbereich sowie horizontalem Signal. Kleines Ganglion in den Bildern 

von 2021. Knorpeloberflächen intakt, stabiler Bandapparat, keine 

degenerativen Veränderungen." Dr. med. I._____ empfahl als weiteres 

Vorgehen eine operative Teilmeniskektomie.

9. Kreisarzt Dr. med. K._____ hielt am 28. September 2021 folgendes fest: 

"Mehrere Gründe sprechen dafür, dass die vorliegende Meniscusläsion 

vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen ist: Bei einem akuten 

Meniskusriss kann medizinisch aufgrund der damit verbundenen, typisch 

schmerzhaft deutlich eingeschränkten Bewegungseinschränkung und 

Knieschwellung eine zumindest zeitnahe ärztliche Behandlung erwartet 

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werden. Hier jedoch erst sechs Monate nach geschildertem Ereignis 

medizinische Erstbehandlung Anfang Dezember 2018. Zudem wäre aus 

medizinischer Sicht nicht zu erwarten, dass bei einem akuten 

Meniscusriss zeitnah in den nachfolgenden zwei bis drei Sommermonaten 

ein aktives Sporttreiben bei vom Versicherten erwähntem Laufsport auf 

hohem Niveau wieder möglich gewesen wäre. Für eine eher verschleiss-

bedingte Meniscusläsion spricht die von Dr. E._____ im Rahmen seiner 

Erstbehandlung notierte, seit ca. August 2018 beginnende belastungs-

abhängige Schmerzsymptomatik am rechten Knie mit deutlich 

zunehmenden Schmerzen über Wochen, was auch die mit einer Latenz 

von sechs Monaten erfolgte medizinische Erstbehandlung plausibel 

erscheinen lässt. Die vorliegenden MRI-Bilder zeigen eine degenerativ 

bedingte Zerschichtung des Innenmeniscushinterhorns entsprechend der 

erkennbaren horizontalen Signalerhöhung in der Bildgebung, wobei auch 

die Existenz der Meniscusganglien im Bereich des signalerhöhten 

Meniscushinterhorns für eine ältere Genese spricht. Zusammenfassend 

kann somit davon ausgegangen werden, dass, wie bereits in der 

kreisärztlichen Stellungnahme vom 29.07.2021 festgehalten, im Bereich 

des Innenmeniscushinterhorns eine Körperschädigung vorliegt, die 

vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen ist."

10. Mit Verfügung vom 30. September 2021 verneinte die Suva die 

Ausrichtung weiterer Versicherungsleistungen per 29. Juli 2021, da weder 

ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege.

11. Mit Arztbericht vom 12. Oktober 2021 hielt Dr. med. I._____ die Diagnose 

einer Kniegelenksdistorsion rechts am 7. Juni 2018 beim Volleyball mit 

medialer Meniscushinterhornläsion fest.

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12. Gegen die Verfügung der Suva erhob A._____ am 28. Oktober 2021 

Einsprache und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen.

13. Mit Arztbericht vom 1. November 2021 hielt Hausarzt Dr. med. E._____ 

fest, dass "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" die Beschwerden am 

rechten Knie durch den Beachvolleyball-Unfall vom 7. Juni 2018 

hervorgerufen worden seien. Aufgrund des Alters des Patienten müsse 

eine Verletzung als kausale Ursache für diese Schädigung des 

Innenmeniskus am rechten Knie verantwortlich sein.

14. Am 2. November 2021 hielt Kreisarzt Dr. med. K._____ an seiner 

Beurteilung vom 28. September 2021 fest, da dem Schreiben von Dr. med. 

I._____ keine wegweisenden neuen Informationen resp. Befunde zu 

entnehmen seien.

15. Am 10. Januar 2022 erfolgte durch Dr. med. I._____ eine mediale 

Teilmeniscektomie des rechten Knies.

16. Mit Einspracheentscheid vom 2. Februar 2022 wies die Suva die 

Einsprache von A._____ mit der Begründung, dass sich am 7. Juni 2018 

kein Unfall ereignet habe und auch keine unfallähnliche Körperschädigung 

im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG vorliege, ab.

17. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 7. März 

2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

und beantragte, der Einspracheentscheid vom 2. Februar 2022 sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten; 

eventualiter sei die Angelegenheit in Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 2. Februar 2022 zwecks Einholung eines 

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externen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin 

(zzgl. MWST). Begründet wurde die Beschwerde nicht mehr – wie noch 

im Einspracheverfahren – mit dem Vorliegen eines Unfalls; der 

Beschwerdeführer machte nun allein das Vorliegen einer Leistungspflicht 

aufgrund einer Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG (Listen-

verletzung) geltend.

18. In der Beschwerdeantwort vom 25. März 2022 schloss die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf die Erwägungen im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 2. Februar 2022 auf Abweisung 

der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Entscheids.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 2. Februar 2022 sowie die übrigen Akten wird, 

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 2. Februar 2022 (vgl. Akten des 

Beschwerdeführers [Bf-act.] 2; Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 

51). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfall-

versicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen einen Einspracheentscheid innert 

30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde an das Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem die versicherte Person 

im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der 

Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

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gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100). Als im Einspracheverfahren 

unterlegener, formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

damit einzutreten (vgl. Art. 60 und Art. 61 ATSG).

2. Unbestritten geblieben ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren, dass 

kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG vorliegt; der Beschwerdeführer strebt 

allerdings die Fortführung der Leistungspflicht gestützt auf eine 

Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG (Listenverletzung) an. 

Streitig und zu prüfen ist demnach eine Leistungspflicht der Beschwerde-

gegnerin über den 29. Juli 2021 hinaus.

3.1. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG ist der Unfallversicherer, soweit das Gesetz nichts 

anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs-

krankheiten leistungspflichtig. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die 

versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie gemäss 

Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld.

3.2. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der 

äussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum eines jeden 

Unfallereignisses; er ist das Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff 

konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 72 E.4.1; Urteil des 

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Bundesgerichts 8C_242/2021 vom 2. November 2021 E.4). Der äussere 

Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – 

nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich 

alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 E.4.3.1, 134 V 72 E.4.1; Urteile 

des Bundesgerichts 8C_688/2021 vom 8. Juni 2022 E.3.2, 8C_589/2021 

vom 17. Dezember 2021 E.5.2). Ausschlaggebend ist, dass sich der 

äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 

menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein 

begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 142 V 219 E.4.3.1, 134 V 72 

E.4.3.1 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 

8C_395/2020 vom 28. September 2020 E.2.2, 8C_671/2019 vom 

11. März 2020 E.2.3 und 8C_282/2017 vom 22. August 2017 E.3.1.1). 

Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_671/2019 vom 11. März 2020 E.2.3; vgl. HOFER, in: 

FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler Kommentar zum UVG, 

Basel 2019, Art. 6 Rz. 37). Bei Körperbewegungen gilt dabei der 

Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann 

erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" 

beeinflusst hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 vom 13. April 

2023 E.3.2). Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der 

ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor, der 

in der Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt besteht, ist wegen 

der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor 

(BGE 130 V 117 E.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_586/2020 vom 

30. November 2020 E.3.3; 8C_671/2019 vom 11. März 2020 E.2.3). Dies 

trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, 

ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein 

Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder 

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auszuführen versucht (Urteile des Bundesgerichts 8C_395/2020 vom 

28. September 2020 E.4.2 und 8C_783/2013 vom 10. April 2014 E.4.2, je 

mit weiteren Hinweisen; NABOLD, in: HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], Kommentar 

zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG – Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 6 Rz. 32). Kein äusserer 

(schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung ist hingegen das 

Auftreten von Schmerzen als solches (BGE 146 V 51 E.7.5, 143 V 285 

E.2.3 und 129 V 466 E.4.2.1; siehe zum Ganzen: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_24/2022 vom 20. September 2022 E.3.2 mit weiteren 

Hinweisen).

3.3.1. Nach Art. 6 Abs. 2 UVG ist der Unfallversicherer auch bei bestimmten 

Körperschädigungen (Listenverletzung gemäss lit. a-h) leistungspflichtig, 

sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführen sind. Der Zweck des Instituts der unfallähnlichen Körper-

verletzung besteht darin, die oft schwierige Abgrenzung zwischen Unfall 

und Krankheit zugunsten des Versicherten zu vermeiden (vgl. BGE 139 V 

327 E.3.1, 123 V 43 E.2b), spielen doch bei Eintritt eines solchen 

Gesundheitsschadens praktisch immer krankheits- und/oder degenerative 

(Teil-)Ursachen mit (vgl. BGE 146 V 51 E.8.4, 129 V 466 E.2.1 mit 

Hinweisen).

3.3.2. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Neuregelung der 

unfallähnlichen Körperschädigung in der am 1. Januar 2017 in Kraft 

getretenen – und damit auf das vorliegend geltend gemachte Ereignis vom 

7. Juni 2018 anzuwendenden (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen 

zur Änderung des UVG vom 25. September 2015) – Bestimmung von 

Art. 6 Abs. 2 UVG gilt es dabei Folgendes zu beachten: Für die 

Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer Faktor und damit kein 

unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein gesteigerte 

Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 der 

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Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202, in der bis 

31. Dezember 2016 geltenden Fassung) mehr vorausgesetzt. Insoweit 

führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h 

UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es 

handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom 

Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der 

in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises 

weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu 

übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- 

und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit 

letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die 

Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis auch 

nach der UVG-Revision relevant. Zu betonen ist aber, dass der 

Unfallversicherer bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der 

Pflicht steht, Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für 

eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. 

Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. 

Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung 

die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein 

initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter 

resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den 

Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von 

medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das 

gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu 

berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände 

des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die 

verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung 

sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der 

Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf 

beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche 

Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu 

mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Der 

Begriff "vorwiegend" wird nicht näher definiert. Nach der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung zum Nachweis von Berufskrankheiten 

gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG, die auch im Anwendungsbereich von Art. 6 

Abs. 2 UVG Geltung hat, ist eine "vorwiegende" Verursachung von 

Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann 

gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten 

Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % 

ausmachen (vgl. BGE 146 V 51 E.8.2.2.1, 119 V 200 E.2a mit Hinweis; 

HOFER, a.a.O., Art. 6 Rz. 58). Demnach ist der Gegenbeweis des 

Unfallversicherers erbracht, wenn die Listendiagnose zu mehr als 50 % 

auf "Abnützung oder Erkrankung" beruht (vgl. BGE 146 V 51 E.8.2.2.1; 

GEHRING, in: KIESER/GEHRING/BOLLINGER [Hrsg.], Kommentar KVG UVG, 

Zürich 2018, Art. 6 UVG Rz. 8 und 11; NABOLD, a.a.O., Art. 6 Rz. 44; 

HÜSLER, Erste UVG-Revision, in: SZS 2017 S. 34). Besteht das 

Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder 

Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungs-

beweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen 

erübrigen (zum Ganzen BGE 146 V 51 E.8.6; vgl. auch Urteile des 

Bundesgerichts 8C_679/2022 vom 6. April 2023 E.3, 8C_593/2021 vom 

6. Januar 2022 E.2.3, 8C_630/2020 vom 28. Januar 2021 E.3.2 und 

8C_267/2019 vom 30. Oktober 2019 E.6 mit weiteren Hinweisen). Nach 

GEHRING ist der Begriff der "Abnützung" mit Abrieb, Verschleiss und in 

fachlich-medizinischer Terminologie "Usur" gleichzusetzen (vgl. GEHRING, 

a.a.O., Art. 6 UVG Rz. 9 f.). Dies führt zum Ausschluss derjenigen 

Sachverhalte, bei denen Körperschädigungen durch wiederkehrende, 

immer gleiche Belastungen entstehen. Folgen solcher Vorgänge sollen 

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nach der Wertung des Gesetzgebers nicht von der Unfallversicherung 

übernommen werden (BGE 146 V 51 E.8.2.2.2).

3.4.1. Die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers gemäss UVG 

setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem 

eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Tod, 

Integritätseinbusse, Hilflosigkeit) ein natürlicher und ein adäquater Kausal-

zusammenhang besteht (vgl. BGE 148 V 356 E.3, 142 V 435 E.1, 129 V 

177 E.3.1 f. mit weiteren Hinweisen; vgl. HÜRZELER/USINGER-EGGER, 

Einführung in das schweizerische Unfallversicherungsrecht, Bern 2021, 

Rz. 221 f. und Rz. 249 ff.; RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 53 ff.). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 

Zeit eingetreten gedacht werden kann (siehe statt vieler: BGE 148 V 356 

E.3 mit weiteren Hinweisen). Entsprechend dieser Umschreibung ist für 

die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 

dass das Unfallereignis die alleinige oder unmittelbare Ursache der 

gesundheitlichen Störungen und Beschwerden ist; vielmehr genügt es, 

dass das Unfallereignis eine Teilursache des Gesundheitsschadens ist 

(vgl. HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 252; NABOLD, a.a.O., Art. 6 

Rz. 52), d.h. dass der Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne dass 

auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 147 V 161 

E.3.2 mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_305/2022 

vom 13. April 2023 E.3.1).

3.4.2. Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, stellt eine Tatfrage 

dar, die mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit von der leistungsansprechenden 

Person nachzuweisen ist, wobei die blosse Möglichkeit, dass ein solcher 

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besteht, den Beweisanforderungen nicht genügt (BGE 146 V 51 E.5.1, 

129 V 177 E.3.1; vgl. HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 253; NABOLD, 

a.a.O., Art. 6 Rz. 53). Nicht tauglich für den Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist das Argument, die gesundheitlichen Beein-

trächtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten und deshalb auf das 

Unfallereignis zurückzuführen, d.h. die Beweismaxime "post hoc ergo 

propter hoc" ist unzulässig (vgl. BGE 142 V 325 E.2.3.2.2, 119 V 335 

E.2b/bb; Urteile des Bundesgerichts 8C_809/2021 vom 24. Mai 2022 

E.5.5.2, 8C_355/2021 vom 25. November 2021 E.6.4 mit Hinweisen vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 253; NABOLD, a.a.O., Art. 6 

Rz. 53).

4.1. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 

und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 

Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet 

(BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 

8C_745/2020 vom 29. März 2021 E.1.3, 9C_439/2020 vom 18. August 

2020 E.1.3). Darüber hinaus gilt es festzuhalten, dass praxisgemäss die 

versicherte Person die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens 

glaubhaft zu machen hat. D.h. sie muss über das konkrete Geschehen 

wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft 

- 15 -

machen, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich 

über die Tatumstände ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise 

abzuklären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_338/2018 vom 

17. Dezember 2018 E.4.2). Kommt die versicherte Person dieser 

Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder 

widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen 

Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistung-

spflicht des Unfallversicherers (BGE 114 V 298 E.5b; vgl. auch Urteile des 

Bundesgerichts 8C_268/2019 vom 2. Juli 2019 E.3, 8C_358/2016 vom 

28. September 2016 E.3.4).

4.2.1. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungs-

gerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweis-

würdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungs-

gerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerde-

verfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf 

es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 

Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 

medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E.2.2.2, 125 V 351 E.3a; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_879/2014 vom 26. März 2015 E.5.2, 

8C_419/2014 vom 23. September 2014 E.6.2). Hinsichtlich des Beweis-

werts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

- 16 -

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a; Urteile des Bundesgerichts 

8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E.3.2, 8C_173/2021 vom 

25. Oktober 2021 E.4.1, 8C_448/2020 vom 3. März 2021 E.2.5, 

8C_662/2020 vom 13. Januar 2021 E.3.2 und 8C_51/2019 vom 11. Juni 

2019 E.3.2). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a und 122 V 157 E.1c). Dennoch erachtet 

es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in 

BGE 125 V 351 E.3b mit zahlreichen Hinweisen).

4.2.2. Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 

Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 

ihre Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 351 E.3b/ee; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_382/2021 vom 19. Oktober 2021 E.3.2, 8C_131/2021 

vom 2. August 2021 E.3.2). Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 

einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE 135 

- 17 -

V 465 E.4.4, 125 V 351 E.3b/ee, 122 V 157 E.1c). Trotz dieser 

grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungs-

interner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 

Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 

ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 

Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 

externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis-

würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-

internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1 mit weiteren 

Hinweisen, 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 125 V 351 

E.3b/ee; Urteile des Bundesgerichts 8C_410/2022 vom 23. Dezember 

2022 E.4.3, 8C_549/2021 vom 7. Januar 2022 E.7.1 und 8C_143/2021 

vom 7. Juni 2021 E.2.4 mit Hinweisen).

4.2.3. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Hausärzte, 

ist zu beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur 

versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster Linie auf die 

Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den 

Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungs-

ansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheits-

zustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an 

ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a. Aus diesen Gründen und 

aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im 

Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_549/2021 vom 1. Juli 2022 E.7.2, 8C_819/2019 vom 

26. Februar 2020 E.6.3.3, 8C_900/2017 vom 30. Mai 2018 E.4.2.2), wird 

im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die 

- 18 -

Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage 

kommen (Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2021 vom 1. Juli 2022 E.7.2). 

Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von seiner 

Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von der 

versicherten Person aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind. 

Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungs-

interner Ärztinnen und Ärzte zu wecken vermögen (BGE 135 V 465 

E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_658/2020 vom 14. Januar 2021 

E.7, 8C_499/2020 vom 19. November 2020 E.4.2, 8C_397/2019 vom 6. 

August 2019 E.4.2, 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.1.2 und 

8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

4.2.4. Gemäss Rechtsprechung ist auch eine reine medizinische Akten-

beurteilung beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 

unbestritten sind, sodass ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_476/2021 vom 2. März 2022 E.5.1 mit weiteren 

Hinweisen), mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 

Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_281/2021 vom 19. Januar 2022 E.3.2, 8C_787/2020 vom 26. Mai 

2021 E.4.2, 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2, 8C_322/2020 

vom 9. Juli 2020 E.3 und 8C_788/2019 vom 30. Juni 2020 E.3 mit 

Hinweisen).

5. Im Lichte der genannten Praxis in Lehre und Rechtsprechung ist die 

Beschwerde nach Auffassung des streitberufenen Gerichts insbesondere 

aufgrund folgender Erwägungen abzuweisen:

- 19 -

5.1. Das für die Qualifikation des Ereignisses als Unfall im Sinne von Art. 4 

ATSG vorausgesetzte Tatbestandsmerkmal der Ungewöhnlichkeit ist nur 

dann erfüllt, wenn der äussere Faktor nicht mehr im Rahmen dessen liegt, 

was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 134 V 

72 E.4.1). Es obliegt dem Leistungsansprecher, die einzelnen Umstände 

zum Unfallgeschehen glaubhaft zu machen (BGE 114 V 298 E.5b; vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_448/2022 vom 23. November 2022 E.2.3, 

8C_555/2020 vom 16. Dezember 2020 E.2.2.2, 9C_338/2018 vom 

17. Dezember 2018 E.4.2). Ein Sturz nach Ballabnahme beim 

Beachvolleyballspiel wird zwar in der Bagatellunfall-Meldung erwähnt (Bg-

act. 1), ist aber nach der gesamten Aktenlage nicht weiter erstellt. 

Gegenüber dem Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin gab 

der Beschwerdeführer am 26. Juli 2021 an, er sei am 7. Juni 2018 beim 

Beachvolleyballspielen bei einer Ballabnahme im Sand eingeknickt, habe 

das rechte Bein verdreht und sei in den Sand gegangen. Der genaue 

Ablauf, die Dynamik und Intensität des Vorfalls konnte er nicht mehr 

aufführen; ebensowenig inwieweit beim Vorfall Beschwerden am rechten 

Knie bestanden hatten. In dessen Folge seien erstmals Beschwerden am 

rechten Knie aufgetreten (vgl. Bg-act. 20 S. 1). Nach der Rechtsprechung 

ist selbst bei einer Sportverletzung ohne besonderes Vorkommnis das 

Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu 

verneinen (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_24/2022 vom 

20. September 2022 E.5.2). Es liegt in der Ballabnahme beim 

Beachvolleyballspiel unter – wie vorliegend – nicht ungewöhnlichen 

Umständen keine "Programmwidrigkeit" (wie. z.B Stolpern, Ausgleiten, 

Anstossen, reflexartige Abwehrhandlung), handelt es sich doch beim "in 

den Sand gehen resp. fallen" zudem um einen dem Beachvolleyball 

innewohnenden Ablauf, womit kein ungewöhnlicher äusserer Faktor 

(siehe dazu auch vorstehende Erwägung 3.2) vorliegt, so dass die 

- 20 -

Beschwerdegegnerin zu Recht einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG 

verneinte.

5.2.1. Sämtliche Stellungnahmen der behandelnden (Fach-)Ärzte (Radiologe 

Dr. med. G._____, Radiologe Dr. med. H._____, Orthopädischer Chirurg 

Dr. med. I._____ [bis Arztbericht vom 12. Oktober 2021 {Bf-act. 5 = Bg-

act. 42}] und Allgemeinmediziner Hausarzt Dr. med. E._____) fanden 

Eingang in die kreisärztlichen Beurteilungen vom 29. Juli 2021, 

28. September 2021 sowie 2. November 2021 (Bg-act. 21, 35 und 45) und 

wurden dort auf nachvollziehbare Weise gewürdigt. Der Kreisarzt Dr. med. 

K._____ kam darauf gestützt zum Schluss, dass mehrere Gründe dafür 

sprechen, dass die beim Versicherten vorliegende Meniskusläsion 

vorwiegend auf Abnutzung zurückzuführen sei. Er zeigte nachvollziehbar 

und schlüssig auf, dass bei einem akuten Meniskusriss und den damit 

verbundenen Beschwerden aus medizinischer Sicht eine zumindest 

zeitnahe ärztliche Behandlung erwartet werden könne. Vorliegend erfolgte 

die medizinische Erstbehandlung indessen erst sechs Monate nach dem 

geschilderten Ereignis. Weiter legte er überzeugend dar, dass bei einem 

akuten Meniskusriss aus medizinischer Sicht auch ein zeitnahes aktives 

Sporttreiben in den nachfolgenden Sommermonaten nicht zu erwarten 

gewesen wäre. Der Beschwerdeführer selber gab hingegen an, dass 

einige Zeit nach dem Vorfall vom 7. Juni 2018 keine besonders spürbaren 

Beschwerden mehr vorgelegen hätten, und er erneut wieder aktiv Sport 

getrieben habe (siehe dazu den Aussendienstbericht vom 28. Juli 2021 

[Bg-act. 20]). Gemäss Kreisarzt Dr. med. K._____ sprach auch die seit ca. 

August 2018 beginnende belastungsabhängige Schmerzsymptomatik mit 

deutlichen Schmerzen über einen Zeitraum von Wochen eher für eine 

verschleissbedingte Meniskusläsion, was zudem auch die mit einer Latenz 

von sechs Monaten erfolgte medizinische Erstbehandlung plausibel 

erscheinen liess. Schliesslich legte er auch überzeugend dar, dass die 

- 21 -

erstellten MRI-Bilder eine degenerativ bedingte Zerschichtung des 

Innenmeniskushorns zeigten, wobei auch die Existenz der Meniskus-

ganglien im Bereich des signalerhöhten Meniskushorns für eine ältere 

Genese spreche. Aufgrund des Gesagten bestehen keine auch nur 

geringen Zweifel an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der 

kreisärztlichen Beurteilungen, womit auf diese abgestellt werden kann, wie 

nachfolgend aufgezeigt. Die Aktenbeurteilungen von Kreisarzt Dr. med. 

K._____ sind voll beweiswertig, lag doch ein lückenloser Befund vor und 

ging es im Wesentlichen nur um die (fach-)ärztliche Beurteilung eines an 

sich feststehenden medizinischen Sachverhalts, so dass die klinische 

Untersuchung unterbleiben konnte, weil die Befassung mit dem 

Beschwerdeführer in den Hintergrund gerückt war (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_476/2021 vom 2. März 2022 E.5.1 mit weiteren 

Hinweisen).

5.2.2. Der Orthopädische Chirurg und Traumatologe des Bewegungsapparates 

Dr. med. I._____ betreute den Beschwerdeführer erst seit dem 

1. September 2021 (Bf-act. 5; Bg-act. 32), so dass er (nur) anamnestisch 

eine Einschätzung über das Vorkommnis im Jahr 2018 abgeben konnte. 

Im Bericht vom 12. Oktober 2021 hielt Dr. med. I._____ fest, anamnestisch 

habe eine Kniegelenksdistorsion mit dann medialer Meniskusläsion 

vorgelegen, was sicherlich einer Körperschädigung entspreche (Bf-act. 5). 

Der behandelnde Arzt begründete diese Aussage nicht weiter. Dabei 

übersieht der Beschwerdeführer, dass die Körperschädigung an sich nicht 

bestritten ist, hingegen lässt diese Stellungnahme von Dr. med. I._____ – 

ebenso wie sein Operationsbericht vom 10. Januar 2022 (Bf-act. 8) – 

keine Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung aufkommen, wonach die 

Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung zurückgeht. Dabei ist auch 

auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärztinnen und 

Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung 

- 22 -

im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_549/2021 vom 1. Juli 2022 E.7.2, 8C_819/2019 vom 

26. Februar 2020 E.6.3.3, 8C_900/2017 vom 30. Mai 2018 E.4.2.2).

5.2.3. Ebensowenig kommen Zweifel an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit 

der kreisärztlichen Beurteilungen auf angesichts der unbestritten 

gebliebenen Ausführungen des Beschwerdeführers in der Besprechung 

mit der Beschwerdegegnerin vom 26. Juli 2021 (Aussendienstbericht), 

wonach der Beschwerdeführer beim Beachvolleyball, bei Ballabnahme im 

Sand eingeknickt, das rechte Bein verdreht habe und in den Sand 

gegangen sei. Genauer Ablauf und Dynamik und Intensität vom Vorfall 

seien heute nicht mehr aufzuführen. Heute sei auch nicht mehr 

aufzuführen, inwieweit beim Vorfall Beschwerden am rechten Knie 

bestanden hätten. Es sei schlicht im Zuge jenes Beachvolleyball[training]s 

gewesen, wo in der Folge erstmals Beschwerden im rechten Knie 

aufgetreten seien. Sicher tags darauf, als einer Zerrung ähnliche 

Beschwerden im Knie deutlich geworden seien. Damals habe keine 

Situation vorgelegen, wonach ein dringender Arztbesuch angezeigt 

gewesen wäre. Im Rahmen der seit Jahren intensiven Sportaktivitäten 

hätten auch mal eine Prellung, ein Vertreten, oder etwas Schmerzen 

vorgelegen, diese seien primär selber behandelt worden. Zum 

Symptomverlauf gab der Beschwerdeführer an, dass er heute effektiv 

nicht mehr aufführen könne, in welchem Ausmass und wie noch 

Symptome um das rechte Knie im und über den Herbst 2018 vorgelegen 

hätten. Sicher sei damals die Situation gewesen, dass er maximal trainiert 

gewesen sei – über Jahre habe er Laufsport auch auf hohem Niveau, 

5'000, 10'000 m und Halbmarathon ausgeübt – es habe eine sehr starke 

Muskulatur vorgelegen, denn auch einige Zeit nach den primären 

Beschwerden im Knie rechts im Sommer 2018 habe er auch wieder aktiv 

Sport betrieben. Im Zuge von Mehrarbeit im Betrieb seien im Verlauf die 

- 23 -

Sportaktivitäten geringer geworden. Es sei durchaus möglich, dass über 

den Herbst im Hintergrund noch irgendwelche Symptome ums rechte Knie 

bestanden hätten, sicher nicht besonders schmerzhaft, aber wie erwähnt, 

ansonsten habe eine starke Muskulatur bestanden und in jener Phase sei 

er sehr stark im Betrieb engagiert gewesen. Im November 2018, ohne 

dass etwas Neues, besonderes Unfallmässiges passiert wäre, hätten sich 

im Zuge einer längeren Wanderung im Raume L._____, bei längerem 

Laufen in Schräglage, unmittelbar danach wieder Beschwerden am 

betroffenen rechten Knie schmerzhaft bemerkbar gemacht. Tags darauf 

habe er kaum mehr aufzutreten vermocht, das Knie sei deutlich entzündet 

gewesen, nach einigen Tagen anhaltender Beschwerdesituation habe er 

nun doch den Hausarzt Dr. med. E._____ aufgesucht (07.12.2018). Ob 

ev. schon etwas spürbar Symptome ums rechte Knie vor jener Wanderung 

vorhanden gewesen seien, könne er heute nicht mehr sagen. Zur 

Thematik Sport führte der Beschwerdeführer aus, er habe ihn früher 

intensiv betrieben, auch Leistungssport im Bereiche Laufen und 

Langstreckenlaufen; 5'000 und 10'000 m, Halbmarathon, 2-3x wöchentlich 

intensiv Kraft-/Laufsport, bis 100 km pro Woche. Wintersport vor allem 

Langlauf. Das Langlaufen sei bis letzten Winter auch mit Skaten an sich 

recht gut gegangen, aber Bewegungen wie Schwimmen dann wieder 

überhaupt nicht (Bg-act. 20).

5.3. Der Beschwerdeführer folgt der unzulässigen Beweislastregel "post hoc 

ergo propter hoc", wenn er geltend macht, dass die Beschwerden im 

rechten Knie erst nach dem Ereignis vom 7. Juni 2018 erstmals 

aufgetreten seien (vgl. Beschwerde Ziff. 13 [Gerichtsakte A1]; BGE 142 V 

325 E.2.3.2.2, 119 V 335 E.2b/bb; Urteile des Bundesgerichts 

8C_809/2021 vom 24. Mai 2022 E.5.5.2, 8C_355/2021 vom 25. November 

2021 E.6.4 mit Hinweisen).

- 24 -

5.4. Weder die Kinesiologin F._____, welche den Beschwerdeführer zeitnah 

noch im Juni 2018 zweimal behandelte (Bf-act. 3), noch der 

erstbehandelnde Arzt, Hausarzt Dr. med. E._____ (Bf-act. 6), nannten ein 

Unfallereignis oder ein initiales, erinnerliches und benennbares Ereignis 

(Umknicken und Sturz bei Beachvolleyballspiel am 7. Juni 2018). Hausarzt 

Dr. med. E._____ hielt sogar explizit fest, der Beschwerdeführer sei 

erstmals wegen Kniebeschwerden am 7. Dezember 2018 in seiner 

Sprechstunde gewesen und habe dort nichts vom Unfall erwähnt. 

Ebensowenig erwähnte der im Dezember 2018 von Hausarzt Dr. med. 

E._____ beigezogene Radiologe Dr. med. G._____ (Bg-act. 8) bzw. der 

im Juni 2021 beigezogene Radiologe Dr. med. H._____ (Bg-act. 12) ein 

Unfallereignis oder ein initiales, erinnerliches oder benennbares Ereignis.

5.5. Da der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich erstellt ist und von der 

Einholung eines ergänzenden Gutachtens vorliegendenfalls keine 

entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten sind, kann auf zusätzliche 

medizinische Abklärungsmassnahmen bzw. auf die eventualiter 

beantragte Rückweisung zur Einholung eines versicherungsexternen 

medizinischen Gutachtens in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet 

werden (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_156/2022 vom 29. Juni 2022 

E.5.2.4 mit weiteren Hinweisen).

5.6. Es bleibt somit dabei, dass kein Unfallereignis (Art. 4 ATSG; Art. 6 Abs. 1 

UVG) vorliegt und auch keine leistungsauslösende Körperschädigung 

gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG, da die vorhandene Körperschädigung gemäss 

überzeugender kreisärztlicher Darstellung vorwiegend auf Abnützung 

zurückzuführen ist.

5.7. Auch die Einstellung der Tragung der Heilbehandlungskosten ex nunc et 

pro futuro ist nicht zu beanstanden. So hat der Unfallversicherer die 

Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung (und allenfalls 

- 25 -

Taggeld) anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro 

ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der 

prozessualen Revision einzustellen, etwa mit dem Argument, bei richtiger 

Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor oder der Kausal-

zusammenhang habe gar nie bestanden oder sei dahingefallen. Eine 

solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der 

Unfallversicherer keine Leistungen zurückfordern will, wie es vorliegend 

gerade der Fall ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_474/2022 vom 

29. März 2023 E.3.2 und 8C_786/2021 vom 11. Februar 2022 E.2, je mit 

weiteren Hinweisen, u.a. auch auf BGE 146 V 51).

5.8. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 2. Februar 2022 damit als rechtens, womit die Beschwerde 

abzuweisen ist.

6.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen Versi-

cherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn 

dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Art. 105 ff. UVG sehen 

keine generelle Kostenpflicht vor. Damit sind unfallversicherungs-

rechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in der Regel weiterhin 

kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge mutwilligen oder 

leichtsinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine 

ATSG), was in casu nicht zutrifft. Somit sind für das vorliegende Verfahren 

keine Kosten zu erheben.

6.2. Ein Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin 

gemäss Art. 61 lit. g ATSG nicht zu.

- 26 -

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]