# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf0ee742-7ebe-5f41-9cf9-f019e7a1b8f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2011 C-1851/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1851-2010_2011-09-21.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­1851/2010

U r t e i l   v om   2 1 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Andreas Trommer (Vorsitz),
Richter Bernard Vaudan,
Richterin Marianne Teuscher,
Gerichtsschreiberin Denise Kaufmann.

Parteien A._______,   
Beschwerdeführer, 
vertreten durch lic. iur. Lotti Sigg Bonazzi, Rechtsanwältin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Visum zu Besuchszwecken.

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Sachverhalt:

A. 
Der  1991  geborene  kenianische  Staatsangehörige  B._______  (im 
Folgenden:  Gesuchsteller)  beantragte  am  23.  November  und 
7. Dezember  2009  bei  der  Schweizerischen  Botschaft  in  Nairobi  ein 
Schengen­Visum  für  einen  sechswöchigen  Besuchsaufenthalt  bei 
A._______  (im  Folgenden:  Gastgeber  bzw.  Beschwerdeführer)  in 
C._______  (ZH).  Die  Schweizer  Vertretung  lehnte  es  ab,  in  eigener 
Kompetenz  ein  Visum  zu  erteilen,  und  leitete  das  Gesuch  zur  Prüfung 
und zum Entscheid an die Vorinstanz weiter.

B. 
Zum Antrag begrüsst, holte das Migrationsamt des Kantons Zürich beim 
Gastgeber  ergänzende  Auskünfte  ein  und  leitete  sie  an  die  Vorinstanz 
weiter.  Den  Auskünften  und  einem  Begleitbrief,  datiert  vom  27.  Januar 
2010,  kann  unter  anderem  entnommen werden,  dass  die  Freundin  des 
Gastgebers  eine  Halbschwester  des  Gesuchstellers  ist.  Nebst  dieser 
leben der Vater, die Stiefmutter und zwei Halbbrüder des Gesuchstellers 
in der Schweiz. 

C. 
Die Vorinstanz  lehnte  es  in  einer Verfügung  vom 19.  Februar  2010  ab, 
das beantragte Besuchsvisum zu erteilen. Dies  im Wesentlichen mit der 
Begründung,  die  anstandslose  und  fristgerechte  Wiederausreise  des 
Gesuchstellers nach einem Besuchsaufenthalt  könne nicht als gesichert 
betrachtet  werden.  Der  Gesuchsteller  stamme  aus  einer  Region,  aus 
welcher  als  Folge  der  dort  insbesondere  in  wirtschaftlicher  Hinsicht 
herrschenden  Verhältnisse  ein  anhaltend  starker  Zuwanderungsdruck 
festzustellen  sei.  Bei  ihm  selbst  seien  weder  familiäre 
Verantwortlichkeiten  noch berufliche Verpflichtungen oder  eine  spezielle 
Ausbildungssituation  erkennbar,  die  trotz  der  allgemeinen  Verhältnisse 
besondere  Gewähr  für  eine  Wiederausreise  bieten  könnten.  Eine 
fristgerechte Rückkehr nach Kenia könne im Weiteren auch deshalb nicht 
als gewährleistet betrachtet werden, weil schon versucht worden sei, dem 
Gesuchsteller  im  Familiennachzug  zu  einem  dauerhaften  Aufenthalt  in 
der  Schweiz  zu  verhelfen.  Es  bestehe  auch  kein  Anlass,  trotz  Fehlens 
von  Einreisevoraussetzungen  aus  besonderen,  beispielsweise 
humanitären Gründen ein Visum mit  räumlich beschränkter Gültigkeit zu 
erteilen.

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D. 
Mit Beschwerde vom 23. März 2011 lässt der Gastgeber beantragen, die 
vorinstanzliche  Verfügung  sei  aufzuheben,  und  das  gewünschte 
Besuchsvisum  sei  zu  erteilen.  Zur  Begründung  wird  im  Wesentlichen 
geltend  gemacht,  die  Vorinstanz  gehe  zu Unrecht  davon  aus,  dass  die 
Wiederausreise des Gesuchstellers nach einem Besuchsaufenthalt in der 
Schweiz  nicht  gesichert  sei.  Der  Gesuchsteller  habe  sich  in  der 
Vergangenheit  bereits  zweimal  zu  Besuch  bei  seinen  hier  lebenden 
Angehörigen  aufgehalten,  und  sei  jeweils  anstandslos  wieder  in  seine 
Heimat zurückgekehrt. In Kenia lebe er zusammen mit seiner Schwester, 
habe ein Studium begonnen und werde später einmal das Restaurant der 
Schwester  übernehmen  und  ein  gutes  Einkommen  erzielen  können. 
Obwohl  der  Gesuchsteller  in  Kenia  aufgewachsen  sei,  habe  stets  ein 
guter  Kontakt  zwischen  ihm  und  seinen  in  der  Schweiz  lebenden 
Familienangehörigen bestanden. Der nun gewünschte Besuchsaufenthalt 
sei  ursprünglich  eigentlich  als  Überraschung  für  die  Adoptivmutter  (der 
Gesuchsteller  sei  nach kenianischem Recht  von der Schweizer Ehefrau 
seines  Vaters  adoptiert  worden)  geplant  gewesen,  weil  diese  wegen 
gesundheitlicher Probleme während einiger Jahre nicht mehr nach Kenia 
habe reisen können. Vor diesem Hintergrund wäre in einer Verweigerung 
der Einreise möglicherweise sogar ein unzulässiger Eingriff  in das durch 
Art.  8  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  geschützte 
Familienleben  zu  sehen,  da  der  persönliche  Kontakt  zwischen  dem 
Gesuchsteller und seiner Adoptivmutter verunmöglicht würde.

E. 
Die Vorinstanz schliesst  in  ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2010 auf 
Abweisung der Beschwerde. In Berücksichtigung der familiären Situation 
und  vor  dem  Hintergrund  schwieriger  wirtschaftlicher  Verhältnisse  in 
Kenia,  fehlender  Verpflichtungen  des  Gesuchstellers  in  seiner  Heimat 
und  erfolgloser  Bemühungen  zu  einer  dauerhaften  Übersiedlung  in  die 
Schweiz  müsse  insgesamt  von  einem  hohen  Migrationsrisiko 
ausgegangen  werden.  Aus  der  anstandslosen  Rückkehr  des 
Gesuchstellers nach Besuchsaufenthalten  in den Jahren 2003 und 2004 
könne schon deshalb nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden, weil er 
damals  schon  aufgrund  seines  Alters  nicht  selbstbestimmt  über  seinen 
Aufenthaltsort habe entscheiden können.

F. 
In  einer  Replik  vom  12.  August  2010  hält  der  Beschwerdeführer  an 

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seinem  Rechtsbegehren  und  an  dessen  Begründung  fest.  Die  von  der 
Vorinstanz  zur  Beurteilung  des Visumantrags  herangezogenen Kriterien 
(allgemeine wirtschaftliche Lage  im Heimatland sowie  fehlende  familiäre 
Verantwortlichkeiten)  seien  willkürlich  bzw.  wirkten  sich  diskriminierend 
aus.  Insbesondere  sei  zu  berücksichtigen,  dass  der  Gesuchsteller  mit 
seiner  Schwester  und  deren  Familie  zusammen  lebe.  Er  helfe  im 
familieneigenen  Restaurationsbetrieb  mit  und  werde  bald  seinen 
Schulabschluss machen.  Im Weiteren  wird  gerügt,  die  Vorinstanz  habe 
die  Interessen  der  Beteiligten  an  einem  Besuchsaufenthalt  des 
Gesuchstellers  in der Schweiz unberücksichtigt gelassen. Die Einladung 
bezwecke  in erster Linie eine Begegnung mit der Adoptivmutter, welche 
aus gesundheitlichen Gründen  in naher Zukunft keine Möglichkeit habe, 
den  Gesuchsteller  in  Kenia  zu  besuchen. Was  das  von  der  Vorinstanz 
erwähnte Familiennachzugsbegehren betreffe, so dürfe dieses nicht dazu 
führen,  dass  dem  Gesuchsteller  nun  für  alle  Zukunft  Besuche  in  der 
Schweiz  verwehrt  würden.  Dies  vor  allem  auch  deshalb,  weil  der 
ablehnende Entscheid  damals  von der Familie  ohne weiteres akzeptiert 
worden sei und der Gesuchsteller nicht versucht habe, auf andere Weise 
hierher zu gelangen.

Zusammen  mit  der  Replik  liess  der  Beschwerdeführer  die  Kopie  einer 
undatierten  Stellungnahme  der  in  der  Schweiz  lebenden  Stief­  bzw. 
Adoptivmutter  des  Gesuchstellers  sowie  Kopien  von  Unfallscheinen 
(diese betreffend) zu den Akten reichen.

G. 
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  und  die  eingereichten  Unterlagen  wird, 
soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1.    Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 
20. Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021),  welche  von  einer  in  Art.  33 
VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  u.a. 
Verfügungen des BFM, mit denen die Erteilung eines Schengen­Visums 
zu  Besuchszwecken  verweigert  wird.  In  dieser Materie  entscheidet  das 

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Bundesverwaltungsgericht  endgültig  (Art.  83  Bst. c  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2.    Sofern  das  Verwaltungsgerichtsgesetz  nichts  anderes  bestimmt, 
richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem 
VwVG (Art. 37 VGG).

1.3.    Der  Beschwerdeführer  ist  gemäss  Art.  48  Abs.  1  VwVG  zur 
Beschwerde  berechtigt.  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Rechts­  und  Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines 
Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2 mit Hinweisen).

3. 
Der  angefochtenen  Verfügung  liegt  das  Gesuch  eines  kenianischen 
Staatsangehörigen um Erteilung eines Visums  für  einen sechswöchigen 
Aufenthalt  in der Schweiz zugrunde. Da sich der Gesuchsteller nicht auf 
die  EU/EFTA­Personenfreizügigkeitsabkommen  berufen  kann  und  die 
beabsichtigte  Aufenthaltsdauer  drei  Monate  nicht  überschreitet,  fällt  die 
vorliegende  Streitsache  in  den  persönlichen  und  sachlichen 
Anwendungsbereich  der  Schengen­Assoziierungsabkommen,  mit  denen 
die  Schweiz  den  Schengen­Besitzstand  und  die  dazugehörigen 
gemeinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  übernommen  hat.  Das 
Ausländergesetz  vom 16. Dezember  2005  (AuG, SR  142.20)  und  seine 
Ausführungsverordnung  gelangen  nur  soweit  zur  Anwendung,  als  die 
Schengen­Assoziierungsabkommen keine abweichenden Bestimmungen 
enthalten (Art. 2 Abs. 2 bis Abs. 5 AuG).

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4. 
Die Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums präsentieren sich im 
Anwendungsbereich der genannten Rechtsgrundlagen wie folgt:

4.1.    Das  schweizerische  Ausländerrecht  kennt  weder  ein  allgemeines 
Recht  auf  Einreise  noch  gewährt  es  einen  besonderen  Anspruch  auf 
Erteilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch 
– grundsätzlich  nicht  gehalten,  Ausländerinnen  und  Ausländern  die 
Einreise  zu  gestatten.  Vorbehältlich  völkerrechtlicher  Verpflichtungen 
handelt es sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum 
Bundesgesetz  über  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  8. März  2002, 
BBl 2002 3774; BGE 135 II 1 E. 1.1 mit Hinweisen). Das Schengen­Recht 
schränkt  die  nationalstaatlichen  Befugnisse  insoweit  ein,  als  es 
einheitliche  Voraussetzungen  für  Einreise  und  Visum  aufstellt  und  die 
Mitgliedstaaten  verpflichtet,  die Einreise bzw. das Visum zu verweigern, 
wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise 
bzw. Visum vermittelt auch das Schengen­Recht nicht (a.M. PHILIPP EGLI / 
TOBIAS  D.  MEYER,  in:  Martina  Caroni  /  Thomas  Gächter  /  Daniela 
Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum Bundesgesetz über die 
Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 5 N. 3 f.).

4.2.    Angehörige  von  Drittstaaten  dürfen  über  die  Aussengrenzen  des 
Schengen­Raums  für  einen  Aufenthalt  von  höchstens  drei  Monaten  je 
Sechsmonatszeitraums  einreisen,  wenn  sie  im  Besitz  gültiger 
Reisedokumente  sind,  die  zum  Grenzübertritt  berechtigen.  Ferner 
benötigen  sie  ein  Visum,  falls  ein  solches  nach  Massgabe  der 
Verordnung  (EG)  Nr.  539/2001  des  Rates  vom  15.  März  2001  zur 
Aufstellung  der  Liste  der  Drittländer,  deren  Staatsangehörige  beim 
Überschreiten der Aussengrenzen  im Besitz eines Visums sein müssen, 
sowie  der  Liste  der  Drittländer,  deren  Staatsangehörige  von  dieser 
Visumpflicht  befreit  sind,  erforderlich  ist.  Kein  Visum  benötigen 
Drittstaatsangehörige,  die  Inhaber  eines  gültigen  Aufenthaltstitels  sind 
oder über ein gültiges Visum  für den  längerfristigen Aufenthalt  verfügen 
(vgl.  Art. 5  Abs. 1  Bst. a  AuG,  Art. 2  Abs. 1  der  Verordnung  vom 
22. Oktober  2008  über  die  Einreise  und  die  Visumerteilung  [VEV,  SR 
142.204]  i.V.m.  Art. 5  Abs. 1  Bst. a  und  b  der  Verordnung  (EG)  Nr. 
562/2006  des  Europäischen  Parlaments  und  des  Rates  vom  15. März 
2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen 
durch Personen [nachfolgend: Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 105 
vom 13.04.2006, S. 1­32], Art. 4 VEV).

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4.3.    Im  Weiteren  müssen  Drittstaatsangehörige  den  Zweck  und  die 
Umstände  ihres  beabsichtigten  Aufenthalts  belegen  und  hierfür  über 
ausreichende  finanzielle Mittel verfügen  (Art. 5 Abs. 1 Bst. b AuG, Art. 2 
Abs. 1 VEV, Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 3 SGK sowie Art. 14 Abs. 1 Bst. 
a–c  der  Verordnung  [EG]  Nr. 810/2009  des  Europäischen  Parlaments 
und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft 
[nachfolgend:  Visakodex]).  Namentlich  haben  sie  in  diesem 
Zusammenhang  zu  belegen,  dass  sie  den  Schengen­Raum  vor  Ablauf 
des  bewilligungsfreien  Aufenthaltes  verlassen,  bzw.  ausreichende 
Gewähr  für  eine  fristgerechte Wiederausreise  zu  bieten  (Art.  14  Abs.  1 
Bst. d und Art. 21 Abs. 1 Visakodex sowie Art. 5 Abs. 2 AuG; vgl. dazu 
PHILIPP  EGLI  /  TOBIAS D. MEYER,  a.a.O.  Art.  5  N. 33).  Weiterhin  dürfen 
Drittstaatsangehörige nicht  im Schengener  Informationssystem (SIS) zur 
Einreiseverweigerung  ausgeschrieben  sein  und  keine  Gefahr  für  die 
öffentliche  Ordnung,  die  innere  Sicherheit,  die  öffentliche  Gesundheit 
oder  die  internationalen  Beziehungen  eines  Mitgliedstaats  darstellen 
(Art. 5 Abs. 1 Bst. c AuG, Art. 5 Abs. 1 Bst. d und e SGK).

4.4.   Eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 
Bst.  e SGK  ist  auch  dann  anzunehmen, wenn  die  drittstaatsangehörige 
Person  nicht  bereit  ist,  das  Hoheitsgebiet  des  Schengen­Raums 
fristgerecht  wieder  zu  verlassen  (vgl.  dazu  PHILIPP  EGLI  /  TOBIAS  D. 
MEYER,  a.a.O.,  Art.  5  N. 33;  ferner  Urteil  des  deutschen 
Bundesverwaltungsgerichts 1 C. 1.10 vom 11. Januar 2011 Rz. 29). Die 
Behörden haben daher zu prüfen und drittstaatsangehörige Personen zu 
belegen, dass die Gefahr einer  rechtswidrigen Einwanderung oder einer 
nicht fristgerechten Ausreise nicht besteht (Art. 14 Abs. 1 Bst. d und Art. 
21 Abs. 1 Visakodex). Die Gewähr der gesicherten Wiederausreise, wie 
sie Art. 5 Abs. 2 AuG verlangt, wenn nur ein vorübergehender Aufenthalt 
vorgesehen  ist,  steht  mit  dieser  Regelung  im  Einklang  (vgl.  BVGE 
2009/27  E.  5  mit  Hervorhebung  des  Zusammenhangs  zum 
Einreiseerfordernis  des  belegten  Aufenthaltszwecks  nach  Art.  5  Abs.  1 
Bst. c SGK).

4.5.    Sind  die  vorerwähnten  Einreisevoraussetzungen  (Visum 
ausgenommen) nicht erfüllt, darf ein  für den gesamten Schengen­Raum 
geltendes  "einheitliches  Visum"  (Art.  2  Ziff.  3  Visakodex)  nicht  erteilt 
werden (Art. 12 VEV, Art. 32 SGK). Hält es  jedoch ein Mitgliedstaat aus 
humanitären  Gründen,  aus  Gründen  des  nationalen  Interesses  oder 
aufgrund  internationaler  Verpflichtungen  für  erforderlich,  so  ist  er 
berechtigt,  der  drittstaatsangehörigen  Person,  welche  die  ordentlichen 

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Einreisevoraussetzungen  nicht  erfüllt,  ausnahmsweise  ein  "Visum  mit 
räumlich  beschränkter  Gültigkeit"  zu  erteilen  (Art.  2  Ziff.  4  Visakodex). 
Dieses  Visum  ist  grundsätzlich  nur  für  das  Hoheitsgebiet  des 
ausstellenden  Staates  gültig  (Art.  32  i.V.m.  Art.  25  Abs.  1  Bst.  a 
Visakodex;  unter  denselben  Voraussetzungen  kann  einer 
drittstaatsangehörigen  Person  die  Einreise  an  den  Aussengrenzen 
gestattet werden, vgl. Art. 5 Abs. 4 Bst. c SGK).

5. 
5.1.  Der Gesuchsteller unterliegt als kenianischer Staatsangehöriger der 
Visumspflicht  (Anhang  I  zur  Verordnung  (EG)  Nr. 539/2001  des  Rates 
vom 15. März 2001). Bei der Prüfung der Einreisevoraussetzungen nach 
Art.  5  Abs.  1  SGK  steht  die  Frage  der  gesicherten Wiederausreise  im 
Vordergrund,  welche  die  Vorinstanz  aufgrund  der  allgemeinen  Lage  im 
Heimatland  sowie  der  persönlichen  Verhältnisse  des  Gesuchstellers 
anzweifelt.  Dazu  lassen  sich  in  der  Regel  keine  gesicherten 
Feststellungen, sondern lediglich Prognosen treffen. Dabei sind sämtliche 
Umstände des konkreten Einzelfalles zu würdigen.

5.2.    Anhaltspunkte  zur  Beurteilung  der  Gewähr  für  eine  fristgerechte 
Wiederausreise  können  sich  aus  der  allgemeinen  Situation  im 
Herkunftsland  der  Besucherin  oder  des  Besuchers  ergeben. 
Einreisegesuche  von  Bürgerinnen  und  Bürgern  aus  Staaten  bzw. 
Regionen  mit  politisch  oder  wirtschaftlich  vergleichsweise  ungünstigen 
Verhältnissen  können  darauf  hindeuten,  dass  die  persönliche 
Interessenlage  in  solchen  Fällen  nicht  mit  dem  Ziel  und  Zweck  einer 
zeitlich  befristeten  Einreisebewilligung  in  Einklang  steht.  Das  Abstützen 
auf  die  Herkunft  einer  gesuchstellenden  Person  und  die 
Inanspruchnahme bestimmter allgemeiner Kriterien bei der Prüfung eines 
Gesuchs sind – entgegen der Meinung des Beschwerdeführers – weder 
diskriminierend noch willkürlich. Die unterschiedliche Behandlung je nach 
Herkunftsland  ist  schon  in  der  Regelung  der  Visumspflicht  bzw. 
Visumsbefreiung angelegt.

5.3.    Obwohl  Kenia  die  leistungsfähigste  Volkswirtschaft  in  der 
ostafrikanischen Region ausweisen kann, leben trotzdem knapp 60% der 
Bevölkerung  unterhalb  der  Armutsgrenze.  Ungefähr  25%  der 
Bevölkerung müssen mit  weniger  als  1  US­Dollar  pro  Tag  auskommen 
(Quelle:  Webseite  des  Deutschen  Auswärtigen  Amtes: 
www.auswaertiges­amt.de > Länder, Reise, Sicherheit > Auswahl Kenia > 
Wirtschaftspolitik,  Stand:  November  2010,  besucht  im  Juli  2011). 

http://www.auswaertiges-amt.de

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Geschätzte  40%  [Stand  2008]  der  arbeitsfähigen  Bevölkerung  sind 
arbeitslos  (Quelle:  Webseite  der  Central  Intelligence  Agency  [CIA]: 
www.cia.gov  >  The  World  Factbook  >  Auswahl  Kenya  >  Economy, 
besucht  im  Juli  2011).  Entsprechend  hoch  ist  der  Anteil  jener,  die 
versuchen, nach Westeuropa – unter anderem auch in die Schweiz – zu 
gelangen,  um  sich  unter  günstigeren  Bedingungen  eine  (bessere) 
Existenz  aufzubauen.  Diese  Tendenz  zur  Auswanderung  zeigt  sich 
erfahrungsgemäss  besonders  stark  bei  jüngeren  und  ungebundenen 
Personen,  die  bereits  über  ein  minimales  soziales  Beziehungsnetz  im 
Ausland (Verwandte oder Freunde) verfügen.  Im Falle der Schweiz führt 
dies  angesichts  der  restriktiven  Zulassungsregelung  nicht  selten  zur 
Umgehung ausländerrechtlicher Bestimmungen. 

5.4.    Bei  der  Risikoanalyse  sind  allerdings  nicht  nur  die  erwähnten 
allgemeinen  Umstände  und  Erfahrungen,  sondern  auch  sämtliche 
Gesichtspunkte  des  konkreten  Einzelfalles  zu  berücksichtigen.  Obliegt 
einer  gesuchstellenden  Person  im  Heimatland  beispielsweise  eine 
besondere  berufliche,  gesellschaftliche  oder  familiäre  Verantwortung, 
kann  dieser  Umstand  durchaus  die  Prognose  für  eine  anstandslose 
Wiederausreise begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in ihrer 
Heimat  keine  besonderen  Verpflichtungen  haben,  das  Risiko  für  ein 
ausländerrechtlich  nicht  regelkonformes  Verhalten  (nach  bewilligter 
Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt werden.

6. 
6.1.    Beim Gesuchsteller  handelt  es  sich  um  einen  20­jährigen  ledigen 
Mann.  Gemäss  den  im  Zusammenhang  mit  dem 
Familiennachzugsgesuch  am  12.  November  2006  abgegebenen 
schriftlichen Auskünften wurde er ausserehelich geboren. Sein Vater war 
schon  seit  1983  mit  einer  Schweizer  Bürgerin  (der  Stief­  bzw. 
Adoptivmutter)  verheiratet  und  lebte  hier  in  der  Schweiz.  Zu  seiner 
leiblichen  Mutter  (einer  tansanischen  Staatsangehörigen)  habe  der 
Gesuchsteller nie eine Beziehung gehabt. Er sei bei einer Tante und nach 
deren  Tod  bei  einem  Onkel  aufgewachsen.  Heute  lebt  er  bei  seiner 
Schwester  und  deren  Familie  in  einem  gemeinsamen  Haushalt  in 
Mombasa.  Damit mag  ein minimales  familiäres  Beziehungsnetz  vor Ort 
bestehen.  Eigentliche  Verpflichtungen  familiärer  Natur,  welche  die 
Prognose  einer  fristgerechten  und  anstandslosen  Wiederausreise  nach 
einem  Besuchsaufenthalt  in  der  Schweiz  begünstigen  könnten,  sind 
daraus  aber  nicht  abzuleiten.  Im Gegenteil:  Der Gesuchsteller,  der  sich 
noch  in  Ausbildung  befindet,  dürfte  in  gewisser  Weise  von  seiner 

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Schwester abhängig sein. Dass der Ehemann der Schwester beruflich oft 
im Ausland und sie selbst deshalb aus Sicherheitsgründen froh über die 
Anwesenheit des Bruders sei (wie die Adoptivmutter in ihrem undatierten, 
mit  der  Replik  eingereichten  Schreiben  ausführt),  mag  ein  Element  mit 
bindender Wirkung  sein,  kann  aber  sicherlich  nicht  von  einer  allfälligen 
Emigration  abhalten.  Auf  der  anderen  Seite  leben  mit  dem  Vater,  der 
Stief­  resp.  Adoptivmutter  und  den  drei  Halbgeschwistern  nahe 
Angehörige  in  der  Schweiz,  zu  denen  erklärtermassen  seit  je  her  eine 
enge  Beziehung  bestand.  Der  Besuch  dieser  Angehörigen  steht  denn 
auch im Vordergrund; dass der Freund der Halbschwester als Gastgeber 
und Beschwerdeführer auftritt, hat offensichtlich eher praktische Gründe. 
Vor  dem  aufgezeigten  familiären  Hintergrund  kann  tatsächlich  nicht 
ausgeschlossen werden,  dass beim Gesuchsteller  auch heute noch der 
Wunsch bestehen könnte, mit der Familie  in der Schweiz zusammen zu 
leben. 

6.2.  Tritt  hinzu,  dass  die  Zukunftspläne  und  ­perspektiven  des 
Gesuchstellers  –  gemessen  an  seinem  Alter  –  recht  unbestimmt 
erscheinen.  Im Zeitpunkt des Visumantrags ging er noch zur Schule, so 
den  Gesuchsakten  zu  entnehmen.  Ob  er  inzwischen  –  wie  damals 
geplant  –  die  Schule  erfolgreich  beendet  und  mit  einem  Studium 
begonnen hat,  ist nicht bekannt.  Im Fragebogen zum Visumsantrag vom 
23.  November  2009  vermerkte  der  Gesuchsteller,  er  werde  ein 
Ingenieurstudium  ergreifen,  machte  dann  aber  schon  zwei  Wochen 
später  am  8. Dezember  2009  in  einer  als  "appeal  against  rejection  of 
visting  visa"  betitelten  schriftlichen  Eingabe  gegenüber  der  Schweizer 
Vertretung in Nairobi geltend, er strebe eine juristische Karriere in seiner 
Heimat  an.  Die  in  der  Schweiz  lebenden  Angehörigen  gehen 
demgegenüber davon aus, dass der Gesuchsteller nach einem allfälligen 
Studium  den  familieneigenen  Restaurationsbetrieb  übernehmen  werde, 
welcher heute noch von der Schwester geführt wird (so die Adoptivmutter 
in der erwähnten schriftlichen Stellungnahme). Ob der Gesuchsteller das 
tatsächlich  will  und  welche  wirtschaftlichen  Perspektiven  dies  bieten 
könnte, darüber ist allerdings nichts bekannt. 

6.3.    Der  Beschwerdeführer  stösst  sich  daran,  dass  die  Vorinstanz  die 
seinerzeitigen  Bemühungen  des  Gesuchstellers  und  seiner  hier 
ansässigen Angehörigen für eine Aufenthaltsregelung in der Schweiz als 
Risiko  für  eine  nicht  anstandslose Wiederausreise wertet.  Zwar  trifft  zu, 
dass das  in Frage stehende Familiennachzugsverfahren  schon  fast  fünf 
Jahre  zurückliegt,  und  dem  Antrag  Veränderungen  in  den 

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Betreuungsverhältnissen  in  Kenia  zugrunde  gelegt  wurden.  Der 
Gesuchsteller  war  damals  noch  minderjährig,  und  die  Frage  einer 
Betreuung dürfte sich heute nicht oder zumindest nicht mehr im gleichen 
Masse stellen, zumal er ja jetzt bei der Schwerster lebt. Gerade vor dem 
Hintergrund  der  in  Kenia  vergleichsweise  prekären  wirtschaftlichen 
Verhältnisse  und  eingeschränkten  Berufsperspektiven  kann  aber  nicht 
ausgeschlossen  werden,  dass  ein  Leben  in  der  Schweiz  auch  aus 
solchen Gründen favorisiert wird. Kommt hinzu, dass die im Oktober 2006 
beantragte  Aufenthaltsregelung  in  der  Schweiz  damals  –  entgegen  der 
Darstellung  der  Adoptivmutter  in  ihrer  schriftlichen  Stellungnahme 
zuhanden des Beschwerdeverfahrens – nicht als vorübergehende Lösung 
präsentiert wurde und die Beteiligten klar  zum Ausdruck brachten, dass 
es ihnen nicht nur um die Sicherstellung der Betreuung, sondern um die 
Zusammenführung von Familienangehörigen ging.

6.4.   Nach dem bisher Gesagten durfte die Vorinstanz davon ausgehen, 
dass keine hinreichende Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose 
Wiederausreise  des  Gesuchstellers  nach  einem  Besuchsaufenthalt 
besteht.  An  dieser  Einschätzung  vermögen  die  gegenteiligen 
Zusicherungen  des  Beschwerdeführers  und  der  Stiefmutter  (in  ihrer 
vorerwähnten  Stellungnahme)  nichts  zu  ändern.  Der  Beschwerdeführer 
kann  zwar  als  Gastgeber  mit  rechtlich  verbindlicher  Wirkung  für 
bestimmte  finanzielle  Risiken  im  Zusammenhang  mit  dem 
Besuchsaufenthalt,  nicht  aber  für  ein  bestimmtes  Tun  oder Unterlassen 
seines Gastes einstehen (vgl. in diesem Zusammenhang BVGE 2009/27 
E. 9). 

6.5.  Gründe für die Ausstellung eines Visums mit räumlich beschränkter 
Gültigkeit (vgl. E. 4.5.) sind keine ersichtlich. Insbesondere kann nicht als 
erstellt  betrachtet  werden,  dass  es  der  Stiefmutter  des  Gesuchstellers 
aus  gesundheitlichen  Gründen  nicht  möglich  ist,  diesen  in  Kenia  zu 
besuchen.  Den  eingereichten  Unfallscheinen  lässt  sich  lediglich 
entnehmen,  dass  die  Stiefmutter  im  Zeitraum  des  Visumsverfahrens 
arbeitsunfähig war. Die Arbeitsunfähigkeit endete dann per 1. Juni 2010. 
Eine  allfällige  Reiseunfähigkeit  nach  diesem  Zeitpunkt  wurde  weder 
näher  erläutert  noch  belegt.  Bereits  aus  diesem  Grunde  verfängt 
schliesslich  auch  die  Rüge  nicht,  wonach  eine  Einreiseverweigerung 
einen  unzulässigen  Eingriff  in  das  von  Art.  8  EMRK  geschützte 
Familienleben  darstellen  würde  (vgl.  in  diesem  Zusammenhang  die 
Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C­6364/2009 vom 6. Juni 2011 E. 
6.3.1.  ff.  und  C­7190/2009  vom  17.  Juni  2011  E.  8.4.).  Sowohl  dem 

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Beschwerdeführer  wie  auch  den  in  der  Schweiz  lebenden  Angehörigen 
des  Gesuchstellers  ist  es  möglich  und  auch  zumutbar,  persönliche 
Kontakte durch Besuche in Kenia zu pflegen. 

7. 
Aus  vorstehenden Erwägungen  folgt,  dass  die  angefochtene Verfügung 
im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist 
daher abzuweisen.

8. 
Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art.  1, 2 und 3 
Bst.  b  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  700.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Beilage: Akten Ref­Nr. ZEMIS […])
– das Migrationsamt des Kantons Zürich (Beilage: Akten ZH […])

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Andreas Trommer Denise Kaufmann

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