# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec9775bf-097c-51ab-a6f2-62b44dfac859
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.08.2008 UV 2007/30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-30_2008-08-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/30

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 18.08.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 18.08.2008
Art. 6 UVG. Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und 
Beschwerden im Bereich der BWS bei degenerativem Vorzustand. Der 
Status quo sine bei vorübergehender Verschlimmerung des degenerativen 
Vorzustandes war spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung wieder 
erreicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
18. August 2008, UV 2007/30).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 18. August 2008

in Sachen

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdeführerin,

und

S.___,

Beigeladene,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eliano Mussato, Bellevuestrasse 1b, Postfach, 

9401 Rorschach,

gegen

Helsana Versicherungen AG, Postfach, 8081 Zürich,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Die 1954 geborene S.___ war bei der A.___ als Zeitungsverträgerin tätig und 

dadurch bei der La Suisse Unfall-Versicherungs-Gesellschaft (La Suisse) obligatorisch 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 2. Dezember 

2001 wurde die Versicherte als Beifahrerin vorne rechts in einem Personenwagen 

sitzend in eine Kollision verwickelt. Gemäss Polizeirapport vom 19. Dezember 2001 

(Helsana-act. P 1) fuhr das Fahrzeug, in dem die Versicherte sass, frontal in die Seite 

eines von rechts in die Strasse einbiegenden, den Vortritt missachtenden Fahrzeugs. 

Bei der Erstbehandlung am 3. Dezember 2001 diagnostizierte Dr. med. B.___, 

Allgemeine Medizin FMH, eine Distorsion der Nacken-Rückenmuskulatur und 

Kontusionen im Bereich des Sicherheitsgurtes (Helsana-act. M 2). Die 

röntgenologische Untersuchung der Hals- und Brustwirbelsäule (HWS und BWS) vom 

10. Dezember 2001 (Helsana-act. M 1) ergab eine leichte S-förmige thorakale 

Skoliosestreckhaltung der HWS, eine beginnende Osteochondrose C4/C5 und C5/6 

mit Unkarthrose und leichter Spondylarthrose sowie eine diskrete Spondylose der BWS 

und gesamthaft geringfügige Veränderungen degenerativer Art. Sowohl die 

konventionellen Röntgenaufnahmen vom 21. Januar 2002 (Helsana-act. M 3) als auch 

die Kernspintomographie der BWS vom 28. März 2002 (Helsana-act. M 4) ergaben 

keine Hinweise auf ossäre Läsionen. Am 11. Juni 2002 erhob Dr. B.___ zusätzlich die 

Diagnose einer Zerrung im Bereich der mittleren BWS (Helsana-act. M 5). Im 

Arztzeugnis vom 12. September 2002 (Helsana-act. M 7) attestierte er vom 3. 

Dezember 2002 (recte: 2001) bis 30. Januar 2002 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Die 

Unfallbehandlung habe am 2. September 2002 abgeschlossen werden können.

A.b   Gemäss Bagatellunfallmeldung vom 4. Oktober 2002 (Helsana-act. Z 1) erlitt die 

Versicherte am 25. September 2002 zu Hause einen Schwindelanfall, wobei sie stürzte. 

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Dr. B.___ diagnostizierte eine Prellung der linken Schulter mit Impingement sowie eine 

Hüftprellung und Rippenkontusionen links. Der radiologische Befund ergab keine 

Frakturhinweise. Die Behandlung konnte am 15. Oktober 2002 abgeschlossen werden. 

Eine Arbeitsunfähigkeit infolge des Sturzes hat nicht bestanden (Helsana-act. Z 3 und 

6).

A.c    Im Bericht der Abteilung Rheumatologie und Rehabilitation des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 17. Juni 2003 (Helsana-act. M 9) wurde ein chronisches thorako-

vertebrales Schmerzsyndrom bei nur geringfügigen degenerativen Veränderungen der 

BWS festgehalten. Vom 29. September bis 25. Oktober 2003 erfolgte ein stationärer 

Aufenthalt in der Klinik Valens. Im Austrittsbericht vom 19. November 2003 (Helsana-

act. M 6) wurden u.a. die Diagnosen eines chronischen thorako-vertebralen 

Schmerzsyndroms und einer schmerzhaft eingeschränkten Schulterfunktion links 

erhoben. Bei einer interdisziplinären Begutachtung in der Klinik Valens wurde die 

Versicherte rheumatologisch-orthopädisch, neurologisch und internistisch untersucht. 

Sodann erfolgten eine psychiatrische Evaluation sowie eine Evaluation der 

arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit. Im Gutachten vom 9. Dezember 

2004 (Helsana-act. M 11) wurden ein therapierefraktäres chronifiziertes singuläres 

Schmerzsyndrom im Bereich der mittleren Brustwirbelsäule, ein Impingement-Syndrom 

rechts bei AC-Luxation Tossy I mit hakenförmigem Acromion sowie Ansatztendinose 

am Tuberculum majus, ein rezidivierendes lumbovertebrales und zervikozephales 

Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen und z. T. Wirbelsäulenfehlform und 

eine generalisierte Angststörung diagnostiziert.

A.d   Mit Verfügung vom 11. März 2005 eröffnete die La Suisse dem Rechtsvertreter 

der Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. Eliano Mussato, Rorschach, dass die 

gesetzlichen Leistungen per 2. September 2002 eingestellt würden. Gegen die 

Verfügung erhoben sowohl die Swica als Krankenversicherung der Versicherten am 23. 

März 2005 (Helsana-act. E 3) als auch der Rechtsvertreter der Versicherten am 12. April 

2005 (Helsana-act. E 4) Einsprache.

A.e   Im Einspracheverfahren holte die Helsana Versicherungen AG (Helsana), welche 

die La Suisse im Juli 2005 übernommen hatte, bei ihrem beratenden Arzt, Dr. med. 

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C.___, FMH Innere Medizin, speziell Rheumatologie, eine Stellungnahme zum 

Unfallereignis vom 2. Dezember 2001 ein.

A.f     Die gegen die Verfügung vom 11. März 2005 erhobenen Einsprachen wies die 

Helsana mit Einspracheentscheid vom 28. November 2006 ab.

B.        

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Swica erhobene 

Beschwerde vom 27. Februar 2007 mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für die Beschwerden der 

Versicherten im Bereich des Rumpfes und des Sternums als Folge des Unfalls vom 2. 

Dezember 2001 bis zum Behandlungsabschluss die gesetzlichen Leistungen, 

insbesondere auch für den Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Valens vom 29. 

September bis 25. Oktober 2003, zu erbringen. Zur Begründung wird im Wesentlichen 

ausgeführt, dass der Behandlungsabschluss nicht am 2. September 2002, sondern 

frühestens im März 2004 hätte geprüft werden können, zumal sich die Symptome bei 

der Versicherten erst nach dem Aufenthalt in der stationären Rehabilitation gebessert 

hätten. Auch die Unfallkausalität würde von der Beschwerdegegnerin fälschlicherweise 

verneint. Der Bericht des beratenden Arztes Dr. C.___ genüge den Anforderungen der 

Rechtsprechung an ein medizinisches Gutachten nicht. Die bei der Versicherten 

bestehende psychische Störung sei für die Frage der Kausalität nicht von Relevanz, da 

sie keine erheblichen Beeinträchtigungen hervorrufen würde und keine 

Behandlungsindikation bestünde. Bei der Versicherten stünden organische und nicht 

psychische Beeinträchtigungen im Vordergrund. Zudem habe das Gutachten der Klinik 

Valens explizit festgehalten, dass die Beschwerden im Bereich des mittleren Rumpfes, 

des Sternums und der rechten Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom 

Unfall vom 2. Dezember 2001 stammen würden und dass hier keine unfallfremden 

Faktoren vorlägen. Die Beschwerdegegnerin habe mit Bezug auf die Beschwerden im 

Bereich der BWS Leistungen mit Hinweis auf die fehlende Adäquanz abgelehnt. Dabei 

sei der natürliche Kausalzusammenhang offensichtlich gegeben, zumal bei der 

Versicherten eine organisch nachweisbare Behandlungsbedürftigkeit bestünde, 

weshalb der Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbständige Bedeutung mehr zukomme. Gemäss dem Gutachten der Klinik 

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Valens sei die Versicherte bezüglich ihrer Brustbeschwerden nach wie vor 

behandlungsbedürftig. Bezüglich der rechtsseitigen Schulterbeschwerden sei noch 

kein Leistungsentscheid ergangen. Diese Beschwerden seien aber auch nicht Auslöser 

der physiotherapeutischen und medikamentösen Behandlungen gewesen. 

Zusammenfassend sei auf das umfassende, überzeugende und den Anforderungen der 

Rechtsprechung genügende Gutachten der Klinik Valens abzustellen.

B.b Der Rechtsvertreter der als zum Prozess beigeladenen Versicherten schloss sich 

mit Schreiben vom 21. März 2007 (act. G 3) in Bezug auf Rechtsbegehren und 

Beschwerdebegründung vorbehaltlos der Eingabe der Beschwerdeführerin an.

B.c   In der Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Der status quo sine bezüglich der Beschwerden im 

Bereich der BWS aufgrund des unfallfremden Vorzustands sei wenige Wochen nach 

dem Unfall, spätestens jedoch am 2. September 2002 erreicht worden. Die 

Schulterbeschwerden seien nicht auf den Unfall zurückzuführen. Bezüglich des 

Zeitpunkts eines Behandlungsabschlusses sei irrelevant, wie lange die Versicherte 

unter Beschwerden gelitten habe, sondern ob die Beschwerden auf das Unfallereignis 

zurückzuführen seien. Es lägen keine organischen Unfallfolgen vor, und die 

Arbeitsfähigkeit sei im Rahmen des Arbeitspensums der Versicherten nicht 

eingeschränkt gewesen. Das Aktengutachten von Dr. C.___ genüge den Anforderungen 

der Rechtsprechung, es sei einleuchtend und von hohem Beweiswert.

B.d Die Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet.

Erwägungen:

1.         

Streitig ist vorliegend, ob die Einstellung der gesetzlichen Leistungen per 2. September 

2002 durch die Beschwerdegegnerin zu Recht erfolgte.

2.         

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2.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, BGE 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es 

dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht 

obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 

1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die Adäquanz gegenüber 

dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 

118 V 291 f. E. 3a).

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2.2    Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt 

erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. Das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss 

mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 

nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es 

sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende 

Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 

2000 S. 45, 1994 S. 328 Erw. 3b mit Hinweisen).

2.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte 

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kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). 

Die Rechtsprechung erachtet Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte im Stande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein 

lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 3b).

3.         

3.1    Im Gutachten der Klinik Valens vom 9. Dezember 2004 wurden u. a. die 

Diagnosen eines therapierefraktären chronifizierten Schmerzsyndroms im Bereich der 

mittleren Brustwirbelsäule, eines Impingement-Syndroms rechts bei AC-Luxation, eines 

rezidivierenden lumbovertebralen und zervikozephalen Schmerzsyndroms bei 

degenerativen Veränderungen sowie einer generalisierten Angststörung erhoben. Eine 

röntgenologische Untersuchung vom 3. August 2004 ergab eine Fehlhaltung der HWS 

in Form einer minimen zervikal rechtskonvexen, zervikothorakal linkskonvexen Skoliose 

sowie eine etwas ungenügende Inklination mit leichter Kyphosierung im Segment 

HWK4/6. Die BWS zeigte eine etwas verstärkte Kyphose ohne wesentliche 

Deformation der einzelnen Wirbelkörper sowie den Verdacht auf Osteopenie. Nach 

Auffassung der Klinikärzte würden die Beschwerden im Bereich des mittleren Rumpfes, 

des Sternums und der rechten Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom 

Unfall vom 2. Dezember 2001 stammen. Die diagnostizierte generalisierte Angststörung 

sei als unfallfremd zu qualifizieren. Im Bereich der Brustwirbelsäule und des 

Schultergelenks würden keine unfallfremden Faktoren vorliegen. Dr. C.___ hält im 

Aktengutachten vom 23. August 2006 (Helsana-act. M 13) fest, dass aufgrund des 

Unfallmechanismus ein chronisches Thorakovertebralsyndrom medizinisch nicht 

begründet sei. Es könne allenfalls von einer vorübergehenden Symptombildung oder 

Verschlechterung eines Vorzustandes ausgegangen werden, wobei der status quo sine 

wenige Wochen nach dem Unfall hätte erreicht sein müssen. 2 ½ Jahre später könnten 

die thorakovertebralen Beschwerden nicht mehr überwiegend wahrscheinlich als 

unfallkausal begründet werden, hierfür seien die unfallfremden Faktoren (Fehlform der 

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BWS mit Haltungsinsuffizienz) als relevant zu beurteilen und somit von einem 

schicksalhaften Verlauf auszugehen. 

3.2    Aufgrund der medizinischen Aktenlage sind den bildgebenden Untersuchungen 

keine organischen Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen zu entnehmen. Hingegen konnten an der Wirbelsäule degenerative 

Veränderungen und Fehlhaltungen festgestellt werden. Insbesondere wurde im Bereich 

der BWS eine Kyphose sowie der Verdacht auf Osteopenie diagnostiziert. Unbestritten 

geblieben ist, dass die im Gutachten der Klinik Valens festgestellte generalisierte 

Angststörung in keinem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 2. 

Dezember 2001 steht. Ein Zusammenhang zwischen der depressiven Symptomatik 

und dem Unfall ist hingegen laut Klinik Valens wahrscheinlich. Das depressive Syndrom 

sei aber im März 2002 abgeklungen (Helsana-act. M 11 S. 17). Da von der 

Beschwerdeführerin das Bestehen psychischer Beschwerden auch nicht geltend 

gemacht wurde, erübrigen sich diesbezüglich weitere Ausführungen. Ebenso erübrigen 

sich weitere Ausführungen über das lumbovertebrale und zervikozephale 

Schmerzsyndrom. Dem Bericht der Klinik Valens sind diesbezüglich keine weiteren 

Ausführungen zu entnehmen. Es bestand von daher offenbar Einigkeit, dass die 

erwähnten Schmerzsyndrome keine Unfallfolgen darstellen. Diese Annahme wird 

dadurch erhärtet, dass die Klinik Valens bei der Diagnoseerhebung die 

Schmerzsyndrome auf degenerative Veränderungen und z. T. auf die 

Wirbelsäulenfehlform - und somit auf unfallfremde Umstände - zurückführte. Die 

ebenfalls im Bericht der Klinik Valens vom 19. November 2003 diagnostizierte 

eingeschränkte Schulterfunktion links ist auf den Bagatellunfall vom 25. September 

2002 zurückzuführen (Helsana-act. Z 3) und bildet nicht Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens. Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich auch nicht geltend, inwiefern 

aufgrund der eingeschränkten Schulterfunktion links gesetzliche 

Versicherungsleistungen geschuldet wären. Somit gilt es im Folgenden zu beurteilen, 

ob die geklagten Beschwerden im Bereich der mittleren BWS und das Impingement-

Syndrom rechts als unfallkausale Beschwerden zu qualifizieren sind.

3.2.1             Im Gutachten der Klinik Valens vom 9. Dezember 2004 wurde erstmals die 

Diagnose eines Impingement-Syndroms rechts bei AC-Luxation erhoben. Das etwas 

dehiszente AC-Gelenk wurde als möglicher posttraumatischer Zustand nach einer AC-

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Luxation beschrieben. In sämtlichen vorangehenden medizinischen Berichten ist keine 

entsprechende Diagnose zu finden. Die Versicherte hat auch bei keiner ärztlichen 

Untersuchung Beschwerden im Schulterbereich rechts geltend gemacht. Insbesondere 

ist den medizinischen Akten nicht zu entnehmen, dass sich unmittelbar im Nachgang 

zum Unfall vom 2. Dezember 2001 Beschwerden im Bereich der rechten Schulter 

eingestellt hätten. Somit ist aufgrund der Aktenlage nicht nachvollziehbar, inwiefern die 

Gutachter der Klinik Valens die Beschwerden an der rechten Schulter mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 2. Dezember 2001 zurückführen 

können. Dies erstaunt umso mehr, als sie selber in der Anamnese ein Unfallereignis 

vom Januar 2001 aufführen, wobei sich die Beschwerdeführerin bei einem Sturz eine 

Kontusion der rechten Schulter zugezogen habe. Wenn überhaupt wäre somit das 

Impingement-Syndrom eher diesem Unfallereignis zuzuschreiben. Nachdem allerdings 

diesbezüglich keine echtzeitlichen Dokumente vorliegen und der Unfall nicht 

Gegenstand dieses Verfahrens bildet, ist darauf nicht weiter einzugehen. Die Bejahung 

des Kausalzusammenhangs wurde im Gutachten der Klinik Valens auch nicht 

hinreichend begründet und die Vorakten wurden nicht entsprechend gewürdigt. 

Zusammenfassend ist somit ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem 

Impingement-Syndrom und dem Unfall vom 2. Dezember 2001 nicht überwiegend 

wahrscheinlich, sondern höchstens möglich.

3.2.2             Im Gutachten der Klinik Valens wurde ein therapierefraktäres 

chronifiziertes singuläres Schmerzsyndrom im Bereich der mittleren BWS mit 

Hyperkyphose der BWS diagnostiziert. Die Beschwerden im Bereich des mittleren 

Rumpfes und des Sternums würden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Unfall 

vom 2. Dezember 2001 stammen. Im Bereich der Brustwirbelsäule würden keine 

unfallfremden Faktoren vorliegen. Auch diese Beurteilung des Kausalzusammenhangs 

wurde nicht weiter begründet. Insbesondere wurden bei der Einschätzung der 

Kausalität die unbestrittenermassen vorhandenen degenerativen Veränderungen an der 

BWS nicht mitberücksichtigt. Obwohl die Gutachter eine Hyperkyphose der BWS 

sowie den Verdacht auf Osteopenie festhielten, kamen sie zum Schluss, dass im 

Bereich der BWS keine unfallfremden Faktoren vorliegen würden. Das Gutachten ist 

somit auch diesbezüglich nicht hinreichend begründet und die Schlussfolgerungen sind 

nicht nachvollziehbar, weshalb auch in diesem Punkt nicht auf das Gutachten 

abgestellt werden kann. Dr. C.___ führte hingegen im Bericht vom 23. August 2006 

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nachvollziehbar aus, dass es beim Unfall vom 2. Dezember 2001 im Bereich der BWS 

zu einer vorübergehenden Symptombildung oder einer Verschlechterung eines 

Vorzustands gekommen sei. Der status quo sine sei bereits wenige Wochen nach dem 

Unfall wieder erreicht worden. Der Unfallmechanismus vermöge die Entstehung eines 

chronischen Thorakovertebralsyndroms medizinisch nicht zu begründen. Die weiterhin 

bestehenden Beschwerden seien auf degenerative Veränderungen zurückzuführen 

oder Folge einer unfallfremden nicht unerheblichen psychosozialen respektive 

familiären Belastung. Dem hinreichend begründeten und in den Schlussfolgerungen 

nachvollziehbaren Bericht kommt voller Beweiswert zu, es kann auf ihn abgestellt 

werden. Unter Berücksichtigung der vorliegenden medizinischen Akten kann eine 

strukturelle Verletzung oder richtunggebende Verschlimmerung eines Vorzustandes 

ausgeschlossen werden. Aufgrund des Unfallgeschehens und der Aktenlage - 

insbesondere den Ausführungen von Dr. C.___ - ist somit von einer vorübergehenden 

Symptombildung oder einer Verschlechterung eines Vorzustandes (Fehlform der BWS 

mit Haltungsinsuffizienz) auszugehen. Somit kann mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass spätestens im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung am 2. September 2002 der status quo sine wieder erreicht war 

und somit keine Unfallfolgen mehr gegeben waren. Diese Auffassung vertrat Dr. B.___ 

bereits im Arztzeugnis vom 12. September 2002 als er ausführte, dass die 

Unfallbehandlung am 2. September 2002 hätten abgeschlossen werden können und 

ein bleibender Nachteil wahrscheinlich nicht zu erwarten sei. Die über den 

Einstellungszeitpunkt hinaus geklagten Beschwerden sind überwiegend wahrscheinlich 

auf degenerative Veränderungen zurückzuführen. Die Leistungseinstellung per 2. 

September 2002 lässt sich daher nicht beanstanden.

4.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

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1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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