# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 295cce98-e775-5ed7-9f30-add75c475431
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.03.2013 UH120318
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH120318_2013-03-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UH120318-O/U/br 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, Dr. P. Martin und  

lic. iur. W. Meyer sowie die Gerichtsschreiberin Dr. C. Schoder 

 

Beschluss vom 22. März 2013 
 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführer 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  
Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Freigabe von Vermögenswerten  
 
 
Beschwerde gegen die Verfügung (Schreiben) der Staatsanwaltschaft III des 
Kantons Zürich vom 10. Oktober 2012, B-2/2007/417 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führt gegen A._____ eine 

Strafuntersuchung wegen gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfäl-

schung. A._____ wird vorgeworfen, gemeinsam mit B._____ über mehrere 

amerikanische Mittelsmänner namens der illiquiden und überschuldeten 

C._____ AG mit Büros in D._____ diversen Gesellschaften und Privatperso-

nen die Vermittlung und Strukturierung von Finanzierungen in Millionenhöhe 

angeboten zu haben, obwohl weder die C._____ AG noch der Beschuldigte 

selbst über Vermögenswerte verfügt habe, um die den Geschädigten in 

Aussicht gestellten Mittel zu verschaffen oder die Kapitalaufnahme auf dem 

Kapitalmarkt abzusichern. Dabei habe der Beschuldigte gefälschte Konto-

auszüge der C._____ AG und andere wahrheitswidrige Vermögensnachwei-

se verwendet oder mit der Ausstellung von ungedeckten Zahlungsgarantien 

Ersatzleistungen in Aussicht gestellt, um die Geschädigten über die Verfüg-

barkeit von Vermögenswerten zu täuschen und sie damit zur Zahlung von 

Vorschüssen für die von der C._____ AG zu erbringenden Leistungen zu 

veranlassen. Diese Vorschüsse hätten der Beschuldigte und B._____ unter 

sich aufgeteilt und für alte Verbindlichkeiten oder eigene Bedürfnisse ver-

wendet. 

2. Auf Gesuch der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich ordnete das 

Fürstliche Landgericht E._____ am 27. September 2011 die Sperrung der 

Bankkonten des Beschuldigten bei der Bank F._____ in E._____ und die 

Beschlagnahme sämtlicher von der Bank verwalteten Vermögenswerte an. 

3. Am 4. Oktober 2012 (Urk. 3/16) ersuchte der Beschuldigte die Staatsanwalt-

schaft um Freigabe von Fr. 40'000.-- vom Bankkonto Nr. … bei der F._____ 

in E._____, um für sich und seine Frau den Lebensunterhalt bestreiten zu 

können. Mit Schreiben vom 10. Oktober 2012 (Urk. 3/17 = Urk. 5) wies die 

Staatsanwaltschaft das Gesuch ab. 

- 3 - 

4. Mit Eingabe vom 19. Oktober 2012 (Urk. 2) erhob A._____ bei der III. Straf-

kammer Beschwerde mit dem Antrag, von seinem Konto bei der F._____ in 

E._____, Konto-Nr. …, sei umgehend der Betrag von Fr. 40'000.-- zwecks 

Deckung der notwendigen Lebenskosten frei zu geben, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten des Staates. 

5. Nach bewilligter Fristverlängerung (Urk. 9) nahm die Staatsanwaltschaft am 

21. November 2012 Stellung mit dem Antrag, auf die Beschwerde sei nicht 

einzutreten, eventuell das Verfahren zu sistieren, bis ein rechtskräftiger Ent-

scheid betreffend die Beschlagnahmeverfügungen vom 4., 5. und 11. Juli 

2012 vorliege (Urk. 11). Gemäss den Ausführungen der Staatsanwaltschaft 

sei das betreffende Konto des Beschwerdeführers mit Verfügung des fürstli-

chen Landgerichts E._____ vom 27. September 2011 gesperrt worden. Die 

Sperre sei einerseits gestützt auf ein Rechtshilfeersuchen der Staatsanwalt-

schaft III des Kantons Zürich, anderseits gestützt auf ein selbständiges Ver-

fahren der … Behörden betreffend Geldwäscherei erfolgt. Die schweizeri-

schen Behörden seien für die Herausgabe der gesperrten Guthaben bei der 

F._____ in E._____ örtlich nicht zuständig. Hinzu komme, dass der Be-

schwerdeführer die auf dem betreffenden Konto bei der F._____ liegenden, 

am 27. September 2011 beschlagnahmten Vermögenswerte mit Ehevertrag 

vom 12. Januar 2012 seiner Frau G._____ übertragen habe. Sämtliche An-

sprüche an diesen Guthaben seien auf die Ehefrau übergegangen. Aus die-

sem Grund sei der Beschwerdeführer zur Beschwerdeerhebung gegen die 

verweigerte Freigabe dieser Vermögenswerte nicht legitimiert. Soweit den-

noch auf die Beschwerde eingetreten werde, seien die Entscheide in den 

Verfahren UH120222-UH120225 betreffend die Beschlagnahme weiterer 

Vermögenswerte des Beschwerdeführers abzuwarten, da die vorgetragenen 

Rügen des Beschwerdeführers mit diesen weiteren Verfahren in unmittelba-

rem Zusammenhang stünden. 

6. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2012 (Urk. 14) replizierte der Beschwerdefüh-

rer unter Aufrechterhaltung seiner Anträge. Zu dieser Eingabe nahm die 

Staatsanwaltschaft am 21. Dezember 2012 Stellung (Urk. 19). Der Be-

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schwerdeführer liess sich am 18. Januar 2013 nochmals vernehmen (Urk. 

23). Die Staatsanwaltschaft verzichtete am 1. Februar 2013 auf nochmalige 

Stellungnahme (Urk. 27). 

7. Am 23. November 2012 entschied die III. Strafkammer des Obergerichts des 

Kantons Zürich, dass auf die Beschwerden gegen die Beschlagnahmeverfü-

gungen vom 4., 5. und 11. Juli 2012 (Verfahren UH120222, UH120223, 

UH120224, UH120225) nicht eingetreten wird.  

8. Infolge der neuen Konstituierung der III. Strafkammer des Obergerichts des 

Kantons Zürich per 1. Januar 2013 ergeht der vorliegende Beschluss nicht in 

der den Parteien angekündigten Besetzung. 

II. 

1. Die Sperre des Bankkontos (Konto-Nr. …) bei der F._____ in E._____ und 

die Beschlagnahme der dort liegenden Vermögenswerte erfolgten zum ei-

nen auf Antrag der hiesigen Staatsanwaltschaft, zum anderen im Rahmen 

eines weiteren, in H._____ eingeleiteten Strafuntersuchungsverfahrens we-

gen Geldwäscherei. Die hiesigen Behörden sind nicht befugt, über die Frei-

gabe des Guthabens oder eines Teils davon zu entscheiden, sondern könn-

ten bloss dessen Freigabe beantragen. Zuständig für den Entscheid über die 

Freigabe ist einzig das Fürstliche Landgericht E._____, das die Kontosperre 

angeordnet hat. Das Rechtsbegehren kann daher nur als Begehren um An-

ordnung der Antragstellung auf Freigabe von Vermögenswerten behandelt 

werden. 

2.  

2.1 Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 

Änderung eines Entscheids hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 

Abs. 1 StPO). Im Falle einer Kontosperre, bei der es sich um eine Forde-

rungsbeschlagnahme im Sinn von Art. 266 Abs. 4 StPO handelt, ist nach der 

Praxis nur der Kontoinhaber als Vertragspartner der Bank, nicht auch der an 

- 5 - 

den Bankguthaben wirtschaftlich Berechtigte zur Beschwerdeerhebung legi-

timiert (Urteil des Bundesgerichts 1B_94/2012 vom 2. April 2012 E. 2.1 mit 

Hinweisen auf BGE 133 IV 278 E. 1.3; 128 IV 145 E. 1a; 108 IV 154 E. 1a; 

Entscheide des Bundesstrafgerichts BB.2012.146 vom 30. Januar 2013 E. 

1.3; BB.2012/71 vom 20. Dezember 2012 E. 1.2). 

2.2 Laut Ehevertrag vom 12. Januar 2012 (Urk. 12), in welchem der Beschwer-

deführer und seine Frau rückwirkend auf den Zeitpunkt der Eheschliessung 

am 19. April 1996 den Güterstand der Gütertrennung vereinbarten, fallen die 

Vermögenswerte auf dem Bankkonto (Konto-Nr. …) bei der F._____ in die 

Vermögensmasse der Ehefrau. Der Ehevertrag wurde zeitlich nach der Kon-

tosperre durch das Fürstliche Landgericht E._____ abgeschlossen. Ob die 

vertragliche Vermögenszuweisung der beschlagnahmten Bankguthaben an 

die Ehefrau des Beschwerdeführers Gültigkeit beanspruchen kann, wäre 

deshalb an sich zu prüfen. Entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft ist 

diese Frage im vorliegenden Zusammenhang aber bedeutungslos, da der 

Beschwerdeführer im einen wie im anderen Fall Inhaber des betreffenden 

Kontos ist. Nur er als Kontoinhaber, nicht auch seine Frau als an den Bank-

guthaben wirtschaftlich Berechtigte, ist nach dem oben Gesagten berechtigt, 

gegen die Kontosperre bzw. die Ablehnung des Gesuchs um teilweise Auf-

hebung der Beschlagnahme der auf dem Konto liegenden Vermögenswerte 

Beschwerde zu erheben. Die Eintretensvoraussetzung der Beschwerdelegi-

timation ist somit gegeben. 

2.3 Die übrigen Beschwerdevoraussetzungen sind ebenfalls erfüllt und geben zu 

keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

3.1 Im Falle einer Beschlagnahme zur Kostendeckung im Sinn von Art. 268 Abs. 

1 StPO hat die Strafbehörde auf die Einkommens- und Vermögensverhält-

nisse der beschuldigten Person und ihrer Familie Rücksicht zu nehmen (Art. 

268 Abs. 2 StPO). Von der Beschlagnahme ausgenommen sind Vermö-

genswerte, die nach Art. 92-94 SchKG nicht pfändbar sind (Art. 268 Abs. 3 

StPO). Bei der Kostendeckungsbeschlagnahme bestehen grundsätzlich 

zwei Vorgehensweisen. Zum einen kann schon bei der Sperre oder der Be-

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schlagnahme dem längerfristigen Mittelbedarf des Beschuldigten Rechnung 

getragen werden, indem ein Teil der Vermögenswerte von der Beschlag-

nahme ausgenommen wird. Zum anderen kann der Beschuldigte, wenn 

sämtliche Vermögenswerte mit Beschlag belegt werden, darauf verwiesen 

werden, je nach Bedarf Freigabegesuche zu stellen (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 1A.265/2000 vom 28. November 2000 E. 2d/bb). Dabei obliegt es 

dem Beschuldigten, nachvollziehbar darzulegen, weshalb er nicht in der La-

ge ist, für den eigenen und den Lebensunterhalt seiner Familie zu sorgen 

(Urteil des Bundesgericht 1B_198/2012 vom 14. August 2012 E. 3.5). 

3.2 Laut Beschwerdeschrift (Urk. 2 S. 4) belaufen sich die Fix- und Lebenshal-

tungskosten des Beschuldigten und seiner Frau auf monatlich Fr. 9'525.-- 

(Hypothekarzinsen für das Wohnhaus … : Fr. 4'225.--; Krankenkasse: Fr. 

600.--; Versicherungen: Fr. 2'000.--; Kommunikation: Fr. 200.--; Lebensun-

terhalt, Haustiere, Auto: Fr. 1'500.--). Hinzu kämen die jährlichen Kosten für 

den Liegeplatz der beschlagnahmten Motoryacht von rund Fr. 10'000.-- so-

wie die ausstehenden Kosten für das "Einwintern" derselben im Betrag von 

Fr. 5'632.--. 

 Der Beschwerdeführer macht geltend, er und seine Frau würden seit dem 

Jahr 2009 von ihren Reserven leben (Urk. 2 S. 3). Seit seiner Entlassung 

aus der Untersuchungshaft Mitte Dezember 2011 sei er arbeitslos. Zwar 

bemühe er sich um eine neue Anstellung. Infolge des laufenden Strafverfah-

rens finde er jedoch keine neue Arbeitsstelle im Finanzbereich mehr (Urk. 2 

S. 3). Seine Frau könne ebenfalls nichts zur Besserung der finanziellen Si-

tuation beitragen. Sie sei schon seit längerer Zeit nicht mehr erwerbstätig. 

Zudem habe sie mit psychischen Problemen zu kämpfen und sei seit dem 

21. September 2012 krank geschrieben. Ihr persönliches Konto sei bereits 

im Minus. Dennoch habe das Sozialamt ihr Gesuch um Sozialhilfe abschlä-

gig beantwortet (Urk. 2 S. 3-4). 

Er, der Beschwerdeführer, sei für die C._____ AG unentgeltlich tätig und 

habe erfolglos versucht, Vermögenswerte dieser Unternehmung zu liquidie-

ren (Urk. 2 S. 3). Die Aktien der C._____ AG könnten nicht verkauft werden, 

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da es sich um nicht börsenkotierte Wertpapiere handle (Urk. 2 S. 5). Das-

selbe gelte für seine Beteiligungen an weiteren Gesellschaften (I._____, 

J._____ AG). (Urk. 2 S. 6-7). Aufgrund der Beschlagnahme seiner sonstigen 

Vermögenswerte, d.h. des Wohnhauses …, des Ferienhauses in K._____, 

der Schuldbriefe und der Motoryacht, könne er diese nicht verkaufen (Urk. 2 

S. 4-5). Die Beschlagnahme des Kontos bei der F._____ sei unverhältnis-

mässig. Die Staatsanwaltschaft berücksichtige einseitig die Interessen der 

Geschädigten, obwohl die elementarsten Lebenshaltungskosten von ihm, 

dem Beschwerdeführer, und seiner Frau nicht mehr gedeckt seien (Urk. 2 S. 

8). Eine Sicherstellung in der Höhe von Fr. 500'000.--, wie sie der Staatsan-

walt vorschlage, komme nicht in Frage, da er über diese Mittel nicht mehr 

verfüge (Urk. 2 S. 6). 

3.3 Die Staatsanwaltschaft (Urk. 19 S. 3-4) begründete die Abweisung des Ge-

suchs um Vermögensfreigabe damit, dass der Beschwerdeführer seine Be-

mühungen, eine neue Anstellung zu suchen, nicht belegt habe. Ebenso we-

nig habe er Belege dafür eingereicht, dass er versuche, Vermögenswerte 

der C._____ AG zu veräussern. Der Beschwerdeführer sei dieser Obliegen-

heit nicht nachgekommen, obwohl er zur Einreichung von Belegen aufgefor-

dert worden sei. Auch habe er es unterlassen, die Bemühungen für den Ver-

kauf oder die Belehnung seiner Wertpapiere nachzuweisen. 

 Seit November 2011 habe der Beschwerdeführer ungefähr alle drei Monate 

Bedürftigkeit geltend gemacht und eine Vermögensfreigabe beantragt. Da-

bei habe er es aber unterlassen, die nicht gesperrten Vermögenswerte bei 

der Bank L._____ und der Bank M._____ sowie den Besitz von Wertpapie-

ren offenzulegen. Der Wertpapierbesitz sei im Übrigen der Grund dafür, 

dass das Sozialamt die Leistung von Sozialhilfe abgelehnt habe. Auch die 

Überweisungen der N._____ AG in der Höhe von Fr. 10'000.-- und Fr. 

20'000.-- im Juni und April 2012 auf das Konto bei der Bank M._____ habe 

der Beschwerdeführer nicht erwähnt und plausibel begründet. Ferner habe 

er den Erlös von Fr. 50'000.-- aus dem Verkauf eines Motorfahrzeuges ver-

schwiegen. In Anbetracht des Umstandes, dass der Beschwerdeführer bis 

- 8 - 

Juli 2012 noch fast Fr. 25'000.-- für reine Risikoversicherungen eingezahlt 

habe, könne der Lebensunterhalt des Ehepaares nicht ernsthaft bedroht 

gewesen sein. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer im März 2012 bei 

der O._____ LLC in P._____ neue geschäftliche Aktivitäten aufgenommen 

habe. 

3.4 Der von der Staatsanwaltschaft vertretene Standpunkt ist nicht zu beanstan-

den. Auch in der Triplik (Urk. 23) im vorliegenden Beschwerdeverfahren un-

terlässt es der Beschwerdeführer, über seine Bemühungen um eine neue 

Anstellung und über den Versuch, Vermögenswerte der C._____ AG zu li-

quidieren, konkrete Auskünfte zu erteilen und Belege einzureichen. Im Ge-

genteil vertritt der Beschwerdeführer offenbar den Standpunkt, [Zitat] "dass 

sich der Beschuldigte gegenüber der Staatsanwaltschaft nicht betr. seine 

Bemühungen um Stellensuche rechtfertigen muss" (Urk. 23 S. 2). Die 

Transaktionen von und an die N._____ AG begründete der Beschwerdefüh-

rer lediglich mit einem "geplatzten Geschäft" und dem nachträglichen Ver-

zehr der Gelder für den Lebensunterhalt (Urk. 23 S. 3). Diese Begründung 

der Transaktionen ist nicht nachvollziehbar. Dasselbe gilt für die unbelegten 

Ausführungen, wonach der Beschwerdeführer seit März 2012 zwar als Ma-

nager der O._____ LLC eingetragen, der Eintrag jedoch in Zusammenhang 

mit einer Transaktion erfolgt sei, welche letztendlich nicht habe durchgeführt 

werden können, und woraus kein Einkommen resultiere (Urk. 23 S. 4). Die 

Behauptung des Beschwerdeführers, über keine finanziellen Mittel für den 

Lebensunterhalt mehr zu verfügen, ist in Anbetracht der Undurchsichtigkeit 

seiner Vermögenslage und seiner geschäftlichen Aktivitäten nicht glaubhaft. 

Die Staatsanwaltschaft hat das Freigabegesuch deshalb zu Recht abgewie-

sen. 

3.5 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 

demnach abzuweisen. Die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach 

ihm bis anhin noch nicht vollständig Akteneinsicht gewährt wurde, sind im 

vorliegenden Verfahren unerheblich. 

- 9 - 

9. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Gerichtskos-

ten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Diese werden in Anwendung von § 17 

Abs. 1 der Gebührenverordnung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 

8. September 2010 auf Fr. 800.-- festgesetzt. Die Zusprechung einer Ent-

schädigung fällt ausser Betracht. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.-- festgesetzt und dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt. 

3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers, zweifach, für sich 
und den Beschwerdeführer (gegen Gerichtsurkunde); 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad B-2/2007/417 (gegen 
Empfangsschein); 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad B-2/2007/417, unter 
Rücksendung der Akten (gegen Empfangsschein). 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die wei-

teren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen 

Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

 

- 10 - 

Zürich, 22. März 2013 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Präsident: 

 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Dr. C. Schoder 
 

	Beschluss vom 22. März 2013
	
	Erwägungen:
	I.

	1. Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führt gegen A._____ eine Strafuntersuchung wegen gewerbsmässigen Betrugs und Urkundenfälschung. A._____ wird vorgeworfen, gemeinsam mit B._____ über mehrere amerikanische Mittelsmänner namens der illiqu...
	2. Auf Gesuch der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich ordnete das Fürstliche Landgericht E._____ am 27. September 2011 die Sperrung der Bankkonten des Beschuldigten bei der Bank F._____ in E._____ und die Beschlagnahme sämtlicher von der Bank ve...
	3. Am 4. Oktober 2012 (Urk. 3/16) ersuchte der Beschuldigte die Staatsanwaltschaft um Freigabe von Fr. 40'000.-- vom Bankkonto Nr. … bei der F._____ in E._____, um für sich und seine Frau den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Mit Schreiben vom 10....
	4. Mit Eingabe vom 19. Oktober 2012 (Urk. 2) erhob A._____ bei der III. Strafkammer Beschwerde mit dem Antrag, von seinem Konto bei der F._____ in E._____, Konto-Nr. …, sei umgehend der Betrag von Fr. 40'000.-- zwecks Deckung der notwendigen Lebenskos...
	5. Nach bewilligter Fristverlängerung (Urk. 9) nahm die Staatsanwaltschaft am 21. November 2012 Stellung mit dem Antrag, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventuell das Verfahren zu sistieren, bis ein rechtskräftiger Entscheid betreffend die B...
	6. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2012 (Urk. 14) replizierte der Beschwerdeführer unter Aufrechterhaltung seiner Anträge. Zu dieser Eingabe nahm die Staatsanwaltschaft am 21. Dezember 2012 Stellung (Urk. 19). Der Beschwerdeführer liess sich am 18. Januar...
	7. Am 23. November 2012 entschied die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, dass auf die Beschwerden gegen die Beschlagnahmeverfügungen vom 4., 5. und 11. Juli 2012 (Verfahren UH120222, UH120223, UH120224, UH120225) nicht eingetreten w...
	8. Infolge der neuen Konstituierung der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich per 1. Januar 2013 ergeht der vorliegende Beschluss nicht in der den Parteien angekündigten Besetzung.
	II.
	1. Die Sperre des Bankkontos (Konto-Nr. …) bei der F._____ in E._____ und die Beschlagnahme der dort liegenden Vermögenswerte erfolgten zum einen auf Antrag der hiesigen Staatsanwaltschaft, zum anderen im Rahmen eines weiteren, in H._____ eingeleitete...
	2.
	2.1 Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 Abs. 1 StPO). Im Falle einer Kontosperre, bei der es sich um eine Forderungsbeschlagnahme im Sinn v...
	2.2 Laut Ehevertrag vom 12. Januar 2012 (Urk. 12), in welchem der Beschwerdeführer und seine Frau rückwirkend auf den Zeitpunkt der Eheschliessung am 19. April 1996 den Güterstand der Gütertrennung vereinbarten, fallen die Vermögenswerte auf dem Bankk...
	2.3 Die übrigen Beschwerdevoraussetzungen sind ebenfalls erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
	3.1 Im Falle einer Beschlagnahme zur Kostendeckung im Sinn von Art. 268 Abs. 1 StPO hat die Strafbehörde auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der beschuldigten Person und ihrer Familie Rücksicht zu nehmen (Art. 268 Abs. 2 StPO). Von der Besch...
	3.2 Laut Beschwerdeschrift (Urk. 2 S. 4) belaufen sich die Fix- und Lebenshaltungskosten des Beschuldigten und seiner Frau auf monatlich Fr. 9'525.-- (Hypothekarzinsen für das Wohnhaus … : Fr. 4'225.--; Krankenkasse: Fr. 600.--; Versicherungen: Fr. 2'...
	Der Beschwerdeführer macht geltend, er und seine Frau würden seit dem Jahr 2009 von ihren Reserven leben (Urk. 2 S. 3). Seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft Mitte Dezember 2011 sei er arbeitslos. Zwar bemühe er sich um eine neue Anstellun...
	Er, der Beschwerdeführer, sei für die C._____ AG unentgeltlich tätig und habe erfolglos versucht, Vermögenswerte dieser Unternehmung zu liquidieren (Urk. 2 S. 3). Die Aktien der C._____ AG könnten nicht verkauft werden, da es sich um nicht börsenkotie...
	3.3 Die Staatsanwaltschaft (Urk. 19 S. 3-4) begründete die Abweisung des Gesuchs um Vermögensfreigabe damit, dass der Beschwerdeführer seine Bemühungen, eine neue Anstellung zu suchen, nicht belegt habe. Ebenso wenig habe er Belege dafür eingereicht, ...
	Seit November 2011 habe der Beschwerdeführer ungefähr alle drei Monate Bedürftigkeit geltend gemacht und eine Vermögensfreigabe beantragt. Dabei habe er es aber unterlassen, die nicht gesperrten Vermögenswerte bei der Bank L._____ und der Bank M.____...
	3.4 Der von der Staatsanwaltschaft vertretene Standpunkt ist nicht zu beanstanden. Auch in der Triplik (Urk. 23) im vorliegenden Beschwerdeverfahren unterlässt es der Beschwerdeführer, über seine Bemühungen um eine neue Anstellung und über den Versuch...
	3.5 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist demnach abzuweisen. Die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach ihm bis anhin noch nicht vollständig Akteneinsicht gewährt wurde, sind im vorliegenden Verfahren unerheblich.
	9. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Diese werden in Anwendung von § 17 Abs. 1 der Gebührenverordnung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 8. September 2010 auf Fr. 800.-- fes...
	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 den amtlichen Verteidiger des Beschwerdeführers, zweifach, für sich und den Beschwerdeführer (gegen Gerichtsurkunde);
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad B-2/2007/417 (gegen Empfangsschein);
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, ad B-2/2007/417, unter Rücksendung der Akten (gegen Empfangsschein).

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. ...