# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 522d6259-cd9c-5487-89a4-bd21f19f8d9a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 04.11.2025 BZ 2025 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-117_2025-11-04.pdf

## Full Text

20251010_170204_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 117

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 4. November 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. C.________ des Betreibungsamtes Hünenberg
(Beschwerde gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 26. August 
2025)

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Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 26. August 2025 eröffnete die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug 
auf Antrag der B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in der Betreibung 
Nr. C.________ des Betreibungsamtes Hünenberg über die A.________ AG (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) den Konkurs (Forderungsbetrag inkl. Zinsen und Kosten: CHF 551.10). 
Zur Begründung hielt die Einzelrichterin im Wesentlichen fest, die Parteien seien auf den 
26. August 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, aber nicht er-
schienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören lassen, weshalb 
der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin sei als Aktien-
gesellschaft im Handelsregister eingetragen und unterliege daher der Konkursbetreibung. Im 
vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Konkurseröffnung erfüllt, weshalb 
über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. SchKG und Art. 251 ZPO der Konkurs 
zu eröffnen sei (Vi act. 4; EK 2025 531). 

2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 5. September 2025 Beschwerde 
beim Obergericht des Kantons Zug ein und beantragte, "die Konkurseröffnung [sei] zurück-
zunehmen, so dass die Gesellschaft weiter bestehen und die anstehenden Geschäfte durch-
führen [könne]" (act. 1).

3. Mit Eingabe vom 27. Oktober 2025 ersuchte die Beschwerdeführerin um Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung und reichte neu einen Betreibungsregisterauszug ein. 

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt. 

Erwägungen

1. Die Voraussetzungen zur Konkurseröffnung waren im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Ent-
scheids erfüllt. Es lagen damals keine Konkurshinderungsgründe vor, weder in formell- noch 
in materiellrechtlicher Hinsicht (Art. 172 ff. SchKG). Namentlich war in jenem Zeitpunkt die 
Schuld weder getilgt noch gestundet (Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Die Vorinstanz war daher ver-
pflichtet, dem Konkursbegehren ohne Weiteres stattzugeben und über das in der Schweiz 
gelegene Vermögen der Beschwerdeführerin den Konkurs zu eröffnen.

2. Nach Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung aufheben, 
wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, 
dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der 
geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist 
(Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). 

Bei der 10-tägigen Rechtsmittelfrist von Art. 174 Abs. 1 SchKG handelt es sich um eine ge-
setzliche Frist. Die Konkursaufhebungsgründe gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG sind 
daher nur zu berücksichtigen, wenn sie sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben 
und urkundlich nachgewiesen werden. Ferner muss innert der Rechtsmittelfrist die Zahlungs-
fähigkeit glaubhaft gemacht werden. Es ist nicht statthaft, die Frist zur Beibringung der 
gehörigen Unterlagen zu verlängern (vgl. BGE 139 III 491 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 

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5A_977/2022 vom 28. Februar 2023 E. 2.1.2). Der von der Beschwerdeführerin erstmals am 
27. Oktober 2025 eingereichte Betreibungsregisterauszug kann daher im Beschwerdeverfah-
ren nicht mehr berücksichtigt werden. 

3. Die Beschwerdeführerin hinterlegte am 8. September 2025 – innerhalb der zehntägigen 
Rechtsmittelfrist – bei der Gerichtskasse einen Betrag von CHF 551.00 zugunsten der Be-
schwerdegegnerin. Damit hat die Beschwerdeführerin die Forderung der Beschwerdegegne-
rin inkl. Zinsen und Kosten von CHF 551.10 nur im Umfang von CHF 551.00 gedeckt; 
10 Rappen wurden nicht hinterlegt. Folglich ist der in Art. 174 Abs. 2 Ziff. SchKG erwähnte 
Konkursaufhebungsgrund nicht gegeben. Bereits aus diesem Grund ist die Beschwerde ab-
zuweisen. 

4. Weiter hat die Beschwerdeführerin ihre Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft gemacht. 

4.1 Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente 
sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver-
wirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, 
dass die Zahlungsfähigkeit des Schuldners wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungs-
unfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, ins-
besondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des schuldnerischen Unternehmens 
nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vor-
zulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der 
Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer 
ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren 
vollstreckbaren Betreibungen vorliegen. Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum 
Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister; vorzu-
legen ist ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Zahlungsfähigkeit 
bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur Begleichung der fälligen Schulden vorhanden 
sind. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner, der beispielsweise Kon-
kursandrohungen anhäufen lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere 
Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner 
noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 
für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare 
Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund 
der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck. Dabei sind 
auch Betreibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, im Rahmen der Gesamt-
betrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. Der Schuldner ist daher 
grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungsregister nicht als erledigt aufgeführten Forde-
rung Stellung zu nehmen und behauptete Zahlungsvereinbarungen und geleistete Raten zu 
belegen (Urteile des Bundesgerichts 5A_353/2022 vom 31. August 2022 E. 2.3 und 2.5.2 
und 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 und 3.3, je mit Hinweisen). Bei der 
Beurteilung der Zahlungsfähigkeit kommt dem Richter ein weiter Ermessensspielraum zu 
(vgl. Giroud/ Theus Simoni, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 26).

4.2. Zur Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit reichte die Beschwerdeführerin einzig eine 
(kommentierte) Vermögensübersicht per 31. August 2025 zu den Akten (act. 1/1). Dem-
gemäss verfügt sie über flüssige Mittel in Höhe von CHF 279.53 (Bank D.________: CHF 

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0.00; Bank E.________: CHF 79.53; Cash: CHF 200.00), Wertschriften "F.________ 400'000 
Stck" im Wert von CHF 182'760.30 und eine kurzfristige Forderung "G.________ von 
CHF 78'633.75. Nach Angaben der Beschwerdeführerin beträgt der Marktwert der 
F.________ ("F.________"), einer Gold-Mining Gesellschaft, derzeit lediglich 0,0001 USD 
pro Aktie, was bei 400'000 Aktien einem Gesamtwert von USD 40.00 (und nicht wie in der 
Vermögensübersicht angegeben von CHF 182'760.30) entsprechen würde. Weiter konnte die 
Forderung gegenüber der "G.________ – so die Beschwerdeführerin – seit Jahren nicht ein-
getrieben werden und auch ein schweizerischer Garantiegeber hat sich bisher der Zahlungs-
pflicht entzogen. Aktuell ist daher von einem Umlaufvermögen von lediglich CHF 279.53 und 
USD 40.00 auszugehen. Diesem Umlaufvermögen stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in 
Höhe von CHF 194'198.10 (Steuern 2022-2024: CHF 11'438.10; "Darlehen F.________": 
CHF 182'760.00) gegenüber. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind daher durch das Um-
laufvermögen nicht ansatzweise gedeckt. Frühere Bilanzen und Erfolgsrechnungen liegen 
nicht vor. Bankauszüge wurden ebenfalls nicht eingereicht. Weil den Akten kein – rechtzeitig 
eingereichter – Betreibungsregisterauszug zu entnehmen ist, kann auch nicht beurteilt wer-
den, ob die Beschwerdeführerin stets sämtlichen Verpflichtungen rechtzeitig nachkam. Dies 
dürfte nicht der Fall sein. Aus der Geschäftskontrolle der Zuger Gerichte geht hervor, dass 
gegen die Beschwerdeführerin bereits ein weiteres Konkursbegehren anhängig gemacht 
wurde; die offene Forderung samt Zinsen und Kosten beläuft sich auf CHF 103'577.55 (vgl. 
Verfahren EK 2025 639 [Konkursverfahren] und BA 2025 19 [Beschwerde gegen die Kon-
kursandrohung]). Die Beschwerdeführerin erwähnt diese Konkursforderung in der Beschwer-
deschrift mit keinem Wort. Wie sie diese Schuld begleichen will, ist nicht ersichtlich. Damit 
konnte die Beschwerdeführerin die Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft machen, so dass auch 
die zweite Voraussetzung zur Aufhebung der Konkurseröffnung nach Art. 174 Abs. 2 SchKG 
nicht erfüllt ist. 

5. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Damit ist das am 
27. Oktober 2025 gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos geworden. 
Da der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zuerkannt wurde, muss das Datum der 
Konkurseröffnung nicht neu auf den Zeitpunkt des vorliegenden Beschwerdeentscheides 
festgesetzt werden. Es bleibt beim Entscheid der Einzelrichterin, wonach der Konkurs am 
26. August 2025 eröffnet wurde. 

6. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin auf-
zuerlegen und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 106 Abs. 1 
und Art. 111 Abs. 1 ZPO). Der Restbetrag ist zuhanden der Konkursmasse an das Konkur-
samt Zug zu überweisen.  

 

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Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine Spruchgebühr von 
CHF 750.00 auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'800.00 
verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'050.00 wird zusammen mit dem hinterlegten Betrag 
von CHF 551.00 zuhanden der Konkursmasse an das Konkursamt Zug überwiesen. 

3. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (EK 2025 531)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Hünenberg (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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