# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21f17e29-208f-5946-8e30-7f32ae5fe5fc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-12-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.12.2012 D-6165/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6165-2012_2012-12-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-6165/2012 

law/fes 

 

 

  U r t e i l  v o m  11 .  D e z e m b e r  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;  

Gerichtsschreiberin Sarah Ferreyra. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Serbien, 

B._______, geboren (…), Ungarn, 

C._______, geboren (…), Serbien, 

(…), 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 21. November 2012 / N (…). 

 

 

D-6165/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 6. Januar 2012 in der Schweiz ein 

erstes Asylgesuch einreichten, welches sie jedoch gleichentags wieder 

zurückzogen, 

dass sie eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat anfangs April 2012 

erneut verliessen und am 19. April 2012 in die Schweiz gelangten, wo sie 

gleichentags ein zweites Mal um Asyl nachsuchten, 

dass das BFM am 26. April 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

(EVZ) Chiasso die Personalien der Beschwerdeführenden erhob und sie 

summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des 

Heimatlandes befragte, 

dass das BFM die Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 27. Juli 

2012 für den 13. August 2012 (Beschwerdeführer) beziehungsweise 

14. August 2012 (Beschwerdeführerin) zur Anhörung nach Bern-Wabern 

vorlud, 

dass die entsprechenden Kuverts von der Post am 8. August 2012 mit 

dem Vermerk "Nicht abgeholt" an das BFM retourniert wurden, 

dass der Beschwerdeführer am 13. August 2012 nicht zur Anhörung er-

schien, worauf die zuständigen kantonalen Behörden auf telefonische An-

frage des BFM erklärten, die Beschwerdeführenden seien seit dem 

31. Juli 2012 untergetaucht, 

dass das BFM mit Verfügung vom 14. August 2012 in Anwendung von 

Art. 32 Abs. 2 Bst. c des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 

SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat, die Wegweisung aus der 

Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die gegen diese Verfügung erhobene 

Beschwerde vom 22. August 2012 mit Urteil D-4378/2012 vom 28. August 

2012 guthiess und die Sache zur weiteren Behandlung an das BFM zu-

rückwies, 

dass das BFM die Beschwerdeführenden am 20. November 2012 zu den 

Asylgründen anhörte, 

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Seite 3 

dass sie zur Begründung des Asylgesuchs geltend machten, sie würden 

aufgrund ihrer gemischtnationalen Ehe diskriminiert, er sei Serbe, stam-

me aus der Gemeinde D._______ (Provinz Vojvodina), sie stamme aus 

Budapest, wohne seit 1994 in der Gemeinde D._______, ihre Tochter 

werde von den Mitschülern ausgestossen, komme jeden Tag weinend 

nach Hause, sei immer alleine, da sie keinen serbischen Vorname habe, 

sie (die Mutter) habe als Ungarin in Serbien keine Möglichkeit eine Ar-

beitsstelle zu finden, bekomme keine staatliche Unterstützung und habe 

keinen Freundeskreis, er werde in Serbien wegen seiner ungarischen 

Frau und in Ungarn wegen seiner serbischen Staatsangehörigkeit diskri-

miniert und könne keine Arbeitsstelle finden,  

dass er zudem wegen dem Haus seines Vaters seit zehn Jahren in einen 

Rechtsstreit verwickelt sei, da das Gericht das Testament seines Vaters 

nicht verlesen habe, weil ein Familienmitglied Schmiergeld bezahlt habe 

und in der Sache eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Men-

schenrechte (EGMR) hängig sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 21. November 2012 (Versand am 

23. November 2012) – in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf die 

Asylgesuche vom 19. April 2012 nicht eintrat, die Wegweisung aus der 

Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Bundesrat 

habe Serbien mit Beschluss vom 6. März 2009 und Ungarn mit Beschluss 

vom 25. Juni 2003 als verfolgungssichere Staaten (safe countries) im 

Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet, weshalb auf Asylgesu-

che dieser Staatsangehörigen nicht eingetreten werde, ausser es gebe 

Hinweise auf Verfolgung, 

dass die Beschwerdeführenden jedoch die geltend gemachten Diskrimi-

nierungen nicht differenziert zu schildern vermöchten und die mangelnde 

Substantiierung ihrer Äusserungen die Vermutung nahe lege, dass sich 

die Ereignisse nicht tatsächlich so abgespielt hätten, wie von ihnen dar-

gelegt,  

dass die Schilderungen oberflächlich und schemenhaft seien, greifbare 

und prägnante Schilderungen, inwiefern sie und ihre Tochter auf Grund 

der gemischtnationalen Ehe Diskriminierungen erfahren hätten, fehlen 

würden, 

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dass sich ihre Aussagen auf Wiederholungen der bereits gemachten Aus-

sagen beschränkt hätten und lediglich von allgemeinem Charakter gewe-

sen seien,  

dass sie selbst auf wiederholtes Nachfragen hin zu ihren persönlichen Er-

lebnissen oder Wahrnehmungen nur allgemeine, plakative Aussagen ge-

macht hätten, wie, sie hätten keine Rechte, sie würden keine Arbeit fin-

den oder sie könnten ihr Kind nicht zur Schule schicken (vgl. act. B31/16 

S. 3, 5-7, B32/17 S. 6-9), 

dass der Umstand, dass die Beschwerdeführenden ihre bereits im Febru-

ar 2010 in Deutschland und am 6. Januar 2012 im EVZ Basel eingereich-

ten Asylgesuche zurückgezogen hätten und jeweils nach Serbien zurück-

gekehrt seien, die Unglaubhaftigkeit ihrer Fluchtgründe – namentlich die 

Diskriminierungen wegen der gemischtnationalen Ehe – erst recht un-

terstreiche, 

dass die Beschwerdeführenden Ende Juni 2012 bis am 13. August 2012 

aus dem ihnen zugewiesenen Wohnort verschwunden seien, sie angege-

ben hätten, in der Schweiz Ferien gemacht zu haben, jedoch ausserstan-

de gewesen seien, ihre rund sechswöchigen Ferienreise in der Schweiz 

einigermassen differenziert und detailliert zu schildern, weder sagen 

konnten, welche Ortschaften oder Gegenden der Schweiz sie besucht 

und wo sie übernachtet hätten noch die Klöster und Kirchen, die sie an-

geschaut hätten, hätten benennen und lokalisieren können (vgl. 

act. B31/16 S. 7-9, B32/17 S. 2-3), 

dass die vorgebrachten Erbschaftsstreitigkeiten gemeinrechtlicher Natur 

seien, wobei nichts in den Akten auf eine asylrechtlich relevante Motivati-

on hindeute, 

dass sich aus den Akten somit keine Hinweise ergäben, welche die wider-

legbare Vermutung des Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen könnten, 

dass es den Beschwerdeführern somit nicht gelinge, die Vermutung feh-

lender Verfolgung zu widerlegen, 

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 27. November 2012 

(Datum Poststempel: 29. November 2012) gegen diesen Entscheid beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und dabei sinngemäss 

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beantragten, es sei ihre Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen oder ihnen 

zumindest zu erlauben, den Ausgang des Verfahrens in Strassburg in der 

Schweiz abwarten zu können, 

dass sie zudem in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten, es sei ih-

nen die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit – unter nachfolgendem Vorbehalt – auf die frist- und formge-

recht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; 

Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32 - 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate-

riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-

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che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 

2011/30 E. 3 S. 568, BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), 

dass daher auf den Antrag, es sei die Flüchtlingseigenschaft der Be-

schwerdeführenden anzuerkennen, nicht einzutreten ist,  

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 

Kognition zukommt, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten 

nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Regelung) 

nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung (Art. 34 

Abs. 1 AsylG), 

dass der Bundesrat mit Beschluss vom 25. Juni 2003 Ungarn und mit Be-

schluss vom 6. März 2009 Serbien als verfolgungssichere Staaten (safe 

countries) im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet hat und 

von dieser Einschätzung im Rahmen der periodischen Prüfung (vgl. 

Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist, 

dass deshalb auf Asylgesuche serbischer und ungarischer Staatsangehö-

riger nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung, 

dass die Beschwerdeführenden als Begründung ihres Asylgesuchs erklär-

ten, sie würden in Serbien diskriminiert, 

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dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang erwähnte, der 

Staat habe ihm das Haus entzogen (vgl. act. B31/16 S. 3 F9), und präzi-

sierte, das Haus sei versiegelt ("blockiert") worden, um die Eigentumsan-

sprüche zu klären (vgl. act. B31/16 S 12 F100),  

dass diese auf eine Erbschaftsstreitigkeit zurückzuführenden Massnah-

men von vornherein nicht unter den bei der Anwendung von Art. 34 Abs. 1 

AsylG massgeblichen weiten Verfolgungsbegriff (vgl. BVGE 2011/8 E. 4.2 

S. 108 f.) fallen,  

dass der Beschwerdeführer zudem die Möglichkeit hatte, in der Sache 

rechtliche Schritte einzuleiten, soll doch in der Angelegenheit eine Klage 

beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hängig sein,  

dass ferner Widersprüche in den Aussagen der Beschwerdeführenden 

festzustellen sind, 

dass die Beschwerdeführerin erklärte, die jüngere Schwester des Be-

schwerdeführers sei die Gegenpartei bei der Erbschaftsstreitigkeit (vgl. 

act. B32/17 S. 14 F119 ff.), während der Beschwerdeführer angab, es sei 

die Ehefrau seines Bruders (vgl. act. B31/16 S. 4 F28), 

dass die Beschwerdeführerin ferner zu Protokoll gab, sie hätten sich vom 

Januar bis April 2012 in Serbien im Haus ihres Mannes aufgehalten, bis 

man ihnen das Haus weggenommen habe (vgl. act. B32/17 S 4 F22-25), 

der Beschwerdeführer demgegenüber auf die Frage, ob er nach dem Ver-

lassen der Schweiz wieder in ihr Haus zurückgekehrt sei, antwortete, das 

Haus sei blockiert und es gebe auch keinen Strom, er habe während des 

Gerichtsverfahrens bei Verwandten geschlafen, er sei im Haus gewesen, 

aber es sei momentan leer (vgl. act. B31/16 S. 12 F99-102), 

dass die geltend gemachten Diskriminierungen von Freunden und Ver-

wandten wegen ihrer gemischtnationalen Ehe nicht glaubhaft sind, zumal 

der Beschwerdeführer angab, er habe während des Gerichtsverfahrens 

bei Verwandten geschlafen, er habe eine breite Verwandtschaft, Freunde, 

die Familie E._______ sei gross in Serbien (vgl. act. B31/16 S. 12 

F100 f.), 

dass die Beschwerdeführenden auch hinsichtlich der geltend gemachten 

Diskriminierungen bei der Arbeitssuche widersprüchliche Aussagen 

machten, 

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dass die Beschwerdeführerin behauptete, ihr Mann habe keine Arbeit ge-

funden, weil er mit einer Ungarin verheiratet sei und in Serbien keiner po-

litischen Partei angehöre (vgl. act. B32/17 S. 10 F77 f.), der Beschwerde-

führer jedoch erklärte, er habe 1994 seine Frau kennen gelernt und seit 

diesem Zeitpunkt von Rückstellungen gelebt, die Kirche habe ihm gehol-

fen, sie hätten vier Jahre in Russland gelebt und sich in Klöstern auf-

gehalten, der Krieg sei gerade vorbei gewesen und es habe keine Arbeit 

gegeben (vgl. act. B31/16 S. 11), 

dass die Hänseleien von Mitschülern/Innen gegen die Tochter der Be-

schwerdeführenden wegen ihrer ungarischen Mutter und die Schwierig-

keiten sowie Unannehmlichkeiten der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer 

ungarischen Staatsangehörigkeit schon aufgrund ihrer geringen Intensität 

keine ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG sind und auch keine 

von Menschenhand verursachte Unbill darstellen, welche im Rahmen der 

Wegweisungsvollzugshindernisse gemäss Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) Bedeutung erlangen 

könnte (vgl. EMARK 2005 Nr. 8 E. 4 S. 79),  

dass sich die Beschwerdeführenden zudem aufgrund der ungarischen 

Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführerin in Ungarn niederlassen 

könnten, sie keine staatliche Verfolgung durch die ungarischen Behörden 

geltend machten, sondern nur allfällige Schwierigkeiten auf dem Arbeits-

markt, die Beschwerdeführerin dort über ein Gut in Budapest verfügt (vgl. 

act. B31/16 S. 12 F107), 26 Jahre dort gelebt hat, das Gymnasium be-

sucht und auf der (…) gearbeitet hat (vgl. act. B31/16 S. 3 F9), 

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelungen ist, rechtserheb-

liche Hinweise auf Verfolgung ersichtlich zu machen, weshalb der Nicht-

eintretensentscheid in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG zu bestätigen 

ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-

gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-

steht (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 S. 502, EMARK 2001 Nr. 21), weshalb 

die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmun-

gen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 

wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 

SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-

mäss ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flücht-

lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 

Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ueber-

sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, 

Rz. 11.148), und die Beschwerdeführenden auch gemäss Praxis des Eu-

ropäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des 

UN-Anti-Folterausschusses eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen 

oder glaubhaft machen müssen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung 

Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Gros-

se Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Be-

schwerde Nr. 37201/06, §§ 124 - 127, mit weiteren Hinweisen).  

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebli-

che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das 

in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und kei-

ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne 

von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

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Seite 10 

senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkom-

mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) 

und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 

Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er-

sichtlich sind, die den Beschwerdeführenden in Serbien oder in Ungarn 

droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage in Serbien und Ungarn noch individuelle 

Gründe auf eine konkrete Gefährdung der dreiköpfigen Familie im Falle 

einer Rückkehr in eines der beiden Länder schliessen lassen,  

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen in Serbien über 

eine grosses Verwandtschaftsnetz verfügt, bei der Marine gearbeitet hat, 

und sie in einer Gegend mir einer grossen ungarischen Minderheit lebten, 

wo es auch ungarische Schulen gibt, 

dass die Beschwerdeführerin in Ungarn über ein Gut, eine solide Ausbil-

dung und Arbeitserfahrung auf der Bank verfügt,  

dass auch hinsichtlich der Tochter nichts gegen den Wegweisungsvollzug 

spricht, 

dass die geltend gemachten Probleme mit der Schilddrüse des Be-

schwerdeführers (vgl. act. B11/12 S. 8 Rz. 7.01) sowie die psychischen 

Probleme ihrer Tochter (vgl. act. B32/17 S. 7 F53) sowohl in Serbien wie 

auch in Ungarn abgeklärt werden können, sofern dies nötig wäre, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit nicht als unzumutbar im 

Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG erweist, 

dass der Vollzug der Wegweisung den Beschwerdeführenden in den 

Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei 

der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 

AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), 

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Seite 11 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-

sen ist, soweit auf diese einzutreten ist,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung – 

unbesehen der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit - abzuwei-

sen ist, das die Begehren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als 

aussichtslos zu bezeichnen sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 

Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die zu-

ständige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Sarah Ferreyra 

 

 

Versand: