# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19c06620-16be-5857-821d-0c2fd35dcafe
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 17.03.2022 120 2021 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2021-84_2022-03-17.pdf

## Full Text

1/14

Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2021/84

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 17. März 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

Herrn F.________
Beschwerdegegner

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

sowie

Baupolizeibehörde der Gemeinde Ersigen, Gemeindeverwaltung, Rumendingenstrasse 1, 
Postfach 18, 3423 Ersigen

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Ersigen vom 11. Oktober 2021 
(Photovoltaikanlage)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner ist Eigentümer der Parzelle Ersigen (Niederösch) Gbbl. 
Nr. I.________. Die Parzelle Nr. I.________ liegt gemäss der baurechtlichen Grundordnung in der 
Einfamilienhauszone E2.1 Auf der Parzelle Nr. I.________ befinden sich zwei Gebäude: Das 
Wohnhaus J.________strasse Nr. 14 sowie die Nebenbaute J.________strasse Nr. 14a. Die 
Nebenbaute J.________strasse Nr. 14a wurde mit Gesamtentscheid vom 5. Juni 2009 als 
Ponystall bewilligt. Das Satteldach der Nebenbaute ist beidseitig mit Modulen einer 
Photovoltaikanlage belegt. Am 11. August 2020 meldete der Beschwerdegegner der Gemeinde 
die Anlage mit dem Meldeformular für Solaranlagen (MfS) als baubewilligungsfreie Solaranlage. 

1 Vgl. Zonenplan der Gemeinde Niederösch vom 28. Juni 2002, genehmigt am 9. Oktober 2002 durch das Amt für 
Gemeinden und Raumordnung (AGR).

BVD 120/2021/84 

2/14

Die Gemeinde prüfte die Unterlagen und beurteilte die Photovoltaikanlage als baubewilligungsfrei. 
In der Folge liess der Beschwerdegegner die Anlage im Herbst 2020 installieren.

2. Mit Eingabe vom 22. März 2021 reichten die Beschwerdeführenden bei der Gemeinde eine 
baupolizeiliche Anzeige ein. Sie beschwerten sich besonders über störende 
Sonnenlichtreflexionen, welche die Solarmodule auf dem Ostdach der Nebenbaute des 
Beschwerdegegners verursachen. Sie beantragten die Eröffnung eines Baupolizeiverfahrens und 
die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, d.h. die Entfernung der Module bzw. das 
Umplatzieren der Module auf das Dach des Hauptgebäudes J.________strasse Nr. 14. Die 
Gemeinde eröffnete daraufhin ein baupolizeiliches Verfahren. Sie stellte unter anderem fest, dass 
der Beschwerdegegner die Nebenbaute J.________strasse Nr. 14a, die als Ponystall bewilligt 
worden ist, umgebaut hatte und neu als Poolhaus nutzt. In der Wiederherstellungsverfügung vom 
11. Oktober 2021 entschied die Gemeinde – soweit hier von Interesse – Folgendes:
«4.1.1 Die Einwohnergemeinde Ersigen kommt zum Schluss, dass die Photovoltaikanlage auf dem 

Gebäude «J.________strasse 14a» in Niederösch gestützt auf die Richtlinien über 
baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien genügend angepasst und 
somit baubewilligungsfrei ist.

(…)
4.2.1 Der Grundeigentümer der Parzelle Nr. I.________ wird aufgefordert, die ausgeführten Bauarbeiten 

im Rahmen der Umnutzung vom Ponystall in ein Poolhaus auf der Parzelle Nr. I.________ am 
Gebäude «J.________strasse 14a» in Niederösch bis spätestens am 31. Januar 2022 rückgängig 
zu machen. Das Gebäude «J.________strasse 14a» in Niederösch ist auf den ursprünglichen und 
rechtmässigen Zustand gemäss Baubewilligung vom 5. Juni 2009 zurückzubauen und darf nicht 
wieder als Poolhaus genutzt werden.

(…).»

Zur Frage, ob bezüglich der Photovoltaikanlage Massnahmen zur Reduktion der Blendungen 
gestützt auf das Umweltschutzrecht nötig sind, verfügte die Vorinstanz nichts. Zur Blendwirkung 
hielt die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einzig fest, die Solaranlage sei nach einem 
Schreiben der Beschwerdeführenden mit noch reflexionsärmeren Modulen ausgestattet worden. 
Daraus folgerte sie, dass die angezeigte Partei versucht habe, die Strahlenemissionen soweit zu 
begrenzen, wie dies technisch und betrieblich möglich und auch wirtschaftlich tragbar sei.

3. Am 10. November 2021 reichte der Beschwerdegegner ein nachträgliches Baugesuch ein 
für die Nutzungsänderung des Ponystalls zu einem Lagerraum für Poolmöbel und zu einem 
Technikraum für die Pooltechnik. Diesbezüglich eröffnete die Gemeinde ein nachträgliches 
Baubewilligungsverfahren.

4. Gegen die Ziffer 4.1.1 der Verfügung der Gemeinde vom 11. Oktober 2021 reichten die 
Beschwerdeführenden sodann Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
(BVD) ein. Sie stellen folgende Rechtsbegehren:
«1. Es sei festzustellen, dass Ziff. 4.1.1 der Wiederherstellungsverfügung der Baukommission Ersigen 
vom 11. Oktober 2021 nichtig sei.
Eventualiter: Die Ziffer 4.1.1 der Wiederherstellungsverfügung der Baukommission Ersigen vom 11. Oktober 
2021 sei aufzuheben.

2. Der Grundeigentümer des Grundstücks Niederösch-Gbbl. Nr. I.________ sei im Zusammenhang mit 
dem rechtswidrigen Bau der Solaranlage zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes, unter 
Androhung der Ersatzvornahme, zu verurteilen.
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -»
Die Beschwerdeführenden stellen sich zunächst auf den Standpunkt, mangels sachlicher 
Zuständigkeit der Baukommission Ersigen sei die Ziffer 4.1.1 der Wiederherstellungsverfügung 

BVD 120/2021/84 

3/14

nichtig. Sie machen geltend, über die Frage der Baubewilligungspflicht der Photovoltaikanlage 
hätte nicht die Baukommission Ersigen, sondern das Regierungsstatthalteramt Emmental 
entscheiden müssen. Weiter rügen sie, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör 
verletzt. Sie habe ihre Vorbringen weder gehört noch sorgfältig und ernsthaft geprüft. Auch bringen 
sie vor, die
Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig abgeklärt und willkürlich festgestellt. Sie sind 
zudem der Meinung, die Solaranlage sei nicht nach dem Stand der Technik reflexionsarm gebaut 
worden. Damit erfülle die Anlage eine Voraussetzung von Art. 32a Abs. 1 RPV2, unter welcher 
Solaranlagen nach Bundesrecht ohne Baubewilligung installiert werden dürften, nicht. Schliesslich 
machen die Beschwerdeführenden geltend, die Solaranlage verursache auf ihrem Grundstück 
unzumutbare Blendungen und verstosse gegen die Vorschriften des Umweltrechts. Sie verlangen 
die Demontage oder Umplatzierung der strittigen Solaranlage.

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet3, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte bei der Gemeinde die Vorakten und die Akten zum 
Meldeverfahren betreffend die strittige Photovoltaikanlage ein. In der Stellungnahme vom 
8. Dezember 2021 schliesst die Gemeinde auf Abweisung der Beschwerde. In der 
Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2021 beantragt der Beschwerdegegner die Abweisung 
der Rechtsbegehren der Beschwerdeführenden, soweit darauf eingetreten werden könne. Zudem 
beantragt der Beschwerdegegner die Sistierung des Verfahrens, bis rechtskräftig über das 
nachträgliche Baubewilligungsverfahren betreffend die Nutzungsänderung des Ponystalls 
entschieden sei. Mit Instruktionsverfügung vom 17. Dezember 2021 erhielten die 
Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, sich zur Frage der Verfahrenssistierung zu äussern. Die 
Beschwerdeführenden beantragten, das Verfahren sei nicht zu sistieren. Auch die Gemeinde teilte 
mit, eine Sistierung des Verfahrens sei aus ihrer Sicht nicht erforderlich.

Auf die Rechtsschriften und die vorhandenen Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG4 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 
BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD 
ist daher für die Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Die Beschwerdeführenden sind als Adressaten und Anzeigende durch die angefochtene 
Verfügung beschwert und daher zur Beschwerde legitimiert. Auf ihre form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Der Streitgegenstand braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber 
auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den 

2 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).
3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

BVD 120/2021/84 

4/14

Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für dessen 
Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt somit die Verfügungs- oder 
Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf 
des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.5

b) Anfechtungsobjekt ist die Wiederherstellungsverfügung der Vorinstanz vom 11. Oktober 
2021. Die Beschwerde richtet sich indes einzig gegen die Ziffer 4.1.1 der 
Wiederherstellungsverfügung. Darin hielt die Vorinstanz fest, die Photovoltaikanlage auf dem 
Gebäude «J.________strasse 14a» sei baubewilligungsfrei. Zur Thematik der Blendwirkung bzw. 
Umweltschutzkonformität der Solaranlage äusserte sich die Vorinstanz nicht und verzichtete auf 
die Anordnung von baupolizeilichen Massnahmen. Gegenstand des Beschwerdeverfahrenes ist 
somit die Frage, ob diese Beurteilung der Vorinstanz korrekt ist und sie zu Recht auf die 
Anordnung von baupolizeilichen Massnahmen verzichtete. Nicht Streitgegenstand ist die 
Wiederherstellungsverfügung bezüglich der Umnutzung des Ponystalls in ein Poolhaus (Ziffer 
4.2.1 der Wiederherstellungsverfügung). Diesbezüglich hat der Beschwerdegegner bei der 
Gemeinde Ersigen ein nachträgliches Baugesuch eingereicht.

3. Zuständigkeit

a) Zunächst bringen die Beschwerdeführenden vor, über die Frage, ob die Photovoltaikanlage 
einer Baubewilligung bedürfe, hätte nicht die Baukommission Ersigen, sondern das 
Regierungsstatthalteramt Emmental entscheiden müssen. Nach Art. 48 Abs. 2 Bst. a BewD6 sei 
die Regierungsstatthalterin oder der Regierungsstatthalter befugt, im Zweifelsfall zu entscheiden, 
ob ein Bauvorhaben einer Baubewilligung bedarf und welcher Art diese ist. Da umstritten sei, ob 
die Photovoltaikanlage einer Baubewilligung bedürfe, hätte die Vorinstanz die Angelegenheit dem 
Regierungsstatthalteramt überweisen müssen. Da dies nicht geschehen sei, sei die 
Wiederherstellungsverfügung nichtig. Aus prozessökonomischen Gründen mache es aber wenig 
Sinn, das zuständige Regierungsstatthalteramt über die Frage der Baubewilligungspflicht 
entscheiden zu lassen, da letztlich auch gegen einen Feststellungsentscheid des 
Regierungsstatthalteramtes die BVD Rechtsmittelinstanz sei. In jedem Fall sei die Nichtigkeit der 
Ziffer 4.1.1 der Wiederherstellungsverfügung jedoch festzustellen, da die Gemeinde Ersigen 
sachlich nicht zuständig sei.

b) In der Stellungnahme vom 8. Dezember 2021 hielt die Vorinstanz fest, nach der Prüfung der 
in Art. 32a RPV aufgeführten Punkte sei sie zum Schluss gelangt, dass es sich klar um eine 
baubewilligungsfreie Anlage zur Gewinnung von erneuerbarer Energie handle. Über die 
Baubewilligungspflicht hätten demnach keine Zweifel bestanden. Der Beizug das 
Regierungsstatthalteramts sei daher nicht nötig gewesen. Der Beschwerdegegner stellt sich 
indessen auf den Standpunkt, die Beschwerdeführenden brächten die Einrede der sachlichen 
Unzuständigkeit der Gemeinde Ersigen bedenklich spät vor. Ein solches Verhalten sei unter 
Beachtung der Grundsätze von Treu und Glauben nicht zu schützen.

c) Bestehen Zweifel, ob ein Bauvorhaben einer Baubewilligung bedarf, kann darüber der 
Entscheid des Regierungsstatthalteramts verlangt werden (Art. 48 Abs. 2 Bst. a BewD). Dieses 
Verfahren soll vor allem den Gemeinden die Möglichkeit geben, sich rechtlich abzusichern, bevor 
sie gegenüber Bauwilligen oder Dritten Auskunft über die Baubewilligungspflicht geben oder 
allenfalls ein Wiederherstellungsverfahren (Art. 46 ff. BauG) einleiten. Damit kann allenfalls 
unnötigen Baubewilligungs- und Wiederherstellungsverfahren vorgebeugt werden (Grundsatz der 

5 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.
6 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).

BVD 120/2021/84 

5/14

Prozessökonomie).7 Weiter ist auf Feststellungsbegehren nach Art. 48 Abs. 2 Bst. a BewD nur 
einzutreten, wenn ein schutzwürdiges Interesse nachgewiesen ist (Art. 50 Abs. 2 VRPG8). Da es 
sich dabei um ein Feststellungsbegehren handelt, ist ein ausgewiesenes, aktuelles 
Feststellungsinteresse notwendig.9 Nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts 
fehlt dieses schutzwürdige Interesse, wenn das Bauvorhaben bereits realisiert ist und im Rahmen 
des Wiederherstellungsverfahrens über die Baubewilligungspflicht zu befinden ist.10

d) Im vorliegenden Fall prüfte die Vorinstanz die strittige Photovoltaikanlage im Meldeverfahren 
ohne Beteiligung der Beschwerdeführenden. Sie gelangte zum Schluss, dass die Solaranlage den 
Anforderungen von Art. 18a Abs. 1 RPG11 und Art. 32a Abs. 1 RPV sowie den kantonalen 
Richtlinien entspreche. Zweifel über die Baubewilligungspflicht bestanden somit entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführenden nicht. In dieser Verfahrenskonstellation scheidet die 
Durchführung eines Feststellungsverfahrens nach Art. 48 Abs. 2 Bst. a BewD von vornherein aus. 
Eine nachträgliche Kontrolle bleibt dennoch möglich. Einwände von Nachbarn gegen 
Solaranlagen, die im Meldeverfahren geprüft worden sind, sind als baupolizeiliche Anzeige 
entgegenzunehmen. Die Frage der Baubewilligungspflicht oder vermutete Verstösse gegen 
materielle Vorschriften, die Nachbarn gegen die Solaranlage vorbringen, sind demzufolge 
nachträglich im baupolizeilichen Wiederherstellungsverfahren nach Art. 45 ff. BauG zu prüfen, 
wenn diese nicht offensichtlich unbegründet sind.

e) Aufgrund der baupolizeilichen Anzeige der Beschwerdeführenden war die Vorinstanz im 
vorliegenden Fall denn auch gehalten, bezüglich der installierten Solaranlage ein 
Baupolizeiverfahren zu eröffnen. Wie ausgeführt, ist nach der Rechtsprechung des 
Verwaltungsgerichts die Frage der Baubewilligungspflicht im laufenden baupolizeilichen 
Wiederherstellungsverfahren zu entscheiden. Mangels eines Feststellungsinteressens hätte das 
Regierungsstatthalteramt Emmental auf ein allfälliges Feststellungsbegehren der Vorinstanz gar 
nicht eintreten dürfen. Das prozessuale Vorgehen der Baukommission Ersigen war somit richtig 
und nicht nichtig. In diesem Punkt ist die Beschwerde unbegründet.

f) Die Baukommission der Gemeinde Ersigen ist nach Art. 63 Abs. 4 GBR12 die zuständige 
Baubewilligungs- und Baupolizeibehörde. Sie war als Baupolizeibehörde folglich sachlich 
zuständig und hat im baupolizeilichen Verfahren zu Recht über die Frage der 
Baubewilligungspflicht der strittigen Solaranlage auf der Nebenbaute L.________strasse Nr. 14a 
entschieden. Der Antrag der Beschwerdeführenden, wonach die Nichtigkeit von Ziffer 4.1.1 der 
Wiederherstellungsverfügung der Baukommission Ersigen vom 11. Oktober 2021 festzustellen 
sei, ist abzuweisen.

4. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Vorinstanz habe ihre Vorbringen weder 
gehört noch sorgfältig und ernsthaft geprüft noch in der Entscheidfindung berücksichtigt. Dadurch 
habe die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtliches Gehör verletzt. Die 
Beschwerdeführenden bemängeln zudem, die Vorinstanz sei auf die umweltschutzrechtlichen 
Rügen nicht eingegangen. Ihre Beurteilung gründe auf einer unvollständigen und unrichtigen 
Sachverhaltsfeststellung. Sie verlangen die Durchführung eines Augenscheins.

7 VGE 2015/76 vom 15. Februar 2016, E. 2.4 publiziert in BVR 2016 S. 273 ff.
8 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
9 BVR 2016 S. 273 E. 2.2.
10 VGE 2012/101 vom 2. April 2013, E. 3.1; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 
Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 1a N. 5.
11 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
12 Baureglement vom 6. Juni 2005 der Einwohnergemeinde Gemeinde, genehmigt am 18. Juli 2005 durch das AGR.

BVD 120/2021/84 

6/14

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG gibt den Parteien das Recht, sich 
zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern.

Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest; sie sind nicht an die Beweisanträge 
der Parteien gebunden (Art. 18 VRPG). Der Anspruch auf rechtliches Gehör verpflichtet aber die 
Behörden, die von den Parteien angebotenen Beweise abzunehmen, sofern diese nötig sind für 
die Klärung des Sachverhalts. Wenn die Behörde bei freier, pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung gelangt, die vorhandenen Akten erlaubten die richtige und vollständige Feststellung 
des Sachverhalts oder die behauptete Tatsache sei für die Entscheidung der Streitsache nicht von 
Bedeutung, so kann sie auf das Erheben weiterer Beweise verzichten. Diese sogenannte 
antizipierte Beweiswürdigung verletzt den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht.13

Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt auch, dass die Behörde die Vorbringen der 
Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der 
Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der 
Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten 
auseinandergesetzt hat.14

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs führt deshalb grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine 
Gehörsverletzung kann aber dann geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe 
Kognition hat wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein 
Nachteil erwächst.15

c) Im vorliegenden Fall hat sich die Vorinstanz in Ziffer 3.2 der Wiederherstellungsverfügung 
vom 11. Oktober 2021 mit der strittigen Photovoltaikanlage und den Voraussetzungen für deren 
Bewilligungsfreiheit gemäss Art. 32a RPV vertieft auseinandergesetzt. Zusammengefasst erwog 
sie, die strittige Anlage unterliege nicht der Baubewilligungspflicht, trete nicht «prominent» in 
Erscheinung und sei mit reflexionsarmen Modulen ausgestattet. Eine sachgerechte Anfechtung 
der Verfügung war damit möglich. Es ist nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit jedem 
Argument eingehend auseinandersetzt. Die Vorinstanz war somit nicht gehalten, noch detaillierter 
auf die Vorbringen der Beschwerdeführenden einzugehen und diese zu prüfen. Damit hat sich die 
Vorinstanz mit den für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkten bezüglich der 
Baubewilligungspflicht genügend auseinandergesetzt. Wie die Beurteilung der Vorinstanz 
bezüglich der Baubewilligungspflicht zu würdigen ist, ist keine Fragen des rechtlichen Gehörs. 
Diesbezüglich liegt keine Gehörsverletzung vor.

d) Betreffend den Vorwurf der Beschwerdeführenden, die Vorinstanz sei auf ihre Vorbringen 
bezüglich der Blendungen nicht genügend eingegangen und habe den Sachverhalt zur 
Blendwirkung nicht richtig abgeklärt, präsentiert sich die Sachlage wie folgt: Die Kritik der 
Beschwerdeführenden betreffend die ungenügende Sachverhaltsabklärung der Blendwirkung 
erweist sich als begründet, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen (vgl. Erwägung 6e). 

13 BVR 2017 S. 255 E. 5.1, 2012 S. 252 E. 3.3.3, je mit Hinweisen.
14 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7.
15 BGE 142 II 218 E. 2.8.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 9 bis 11.

BVD 120/2021/84 

7/14

Dieser Verfahrensmangel ist aber keine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der vollständigen 
Feststellung des Sachverhalts.

5. Baubewilligungspflicht der Solaranlage

a) Gemäss Art. 18a Abs. 1 RPG bedürfen in Bau- und in Landwirtschaftszonen auf Dächern 
genügend angepasste Solaranlagen keiner Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 1 RPG. Was unter 
dem Begriff «genügend angepasst» zu verstehen ist, definiert Art. 32a Abs. 1 RPV näher. Im 
Einzelnen müssen baubewilligungsfreie Solaranlagen nach Art. 32a Abs. 1 RPV die folgenden 
vier kumulativen Gestaltungsanforderungen erfüllen, damit sie auf der Dachfläche von Gesetzes 
wegen als genügend angepasst gelten:
«Bst. a: Die Oberkante jedes Moduls darf im rechten Winkel höchstens 20 cm über der Dachfläche liegen;
Bst. b: Die Anlage darf in der Ansicht (von vorne) und in der Aufsicht (von oben), das Dach nicht 

überragen;
Bst. c: Solaranlagen müssen nach dem Stand der Technik reflexionsarm ausgeführt werden;
Bst. d: Die Solaranlage muss (auf jeder Dachfläche) als zusammenhängende, kompakte Fläche installiert 

werden.»

Unbestritten ist zwischen den Parteien, dass die Solaranlage die Voraussetzungen von Art. 32a 
Abs. 1 Bst. a, b und d RPV, unter welchen Solaranlagen ohne Baubewilligung auf 
Gebäudedächern angebracht werden dürfen, erfüllt sind. Weitere Bemerkungen dazu erübrigen 
sich deshalb.

b) Streitig ist vorliegend, ob die Solaranlage auf dem Gebäudedach der Nebenbaute 
J.________strasse Nr. 14a die Voraussetzung von Art. 32a Abs. 1 Bst. c RPV erfüllt. Danach 
müssen Solaranlagen «nach dem Stand der Technik reflexionsarm» ausgeführt sein. 
Reflexionsarm ist nach überwiegendem Verständnis nicht mit «blendfrei» gleichzusetzen.16 
Entsprechend kann eine Photovoltaikanlage nach dem Stand der Technik reflexionsarm 
ausgeführt und damit dem Meldeverfahren zugänglich sein, selbst wenn sie eine Blendung 
verursacht. Was unter der Formulierung «nach dem Stand der Technik reflexionsarm» genau zu 
verstehen ist, lässt der Verordnungstext offen. In der Lehre wird die Meinung vertreten, im Kontext 
von Art. 18a Abs. 1 RPG handle es sich im Kern um eine gestalterische Anforderung, die auf die 
Beschichtung der Solarzellen und auf den Montagerahmen abziele.17 Dadurch würden einerseits 
die Nachbarn bzw. die Umgebung vor Blendungen geschützt. Andererseits werde damit aber auch 
eine ortsbildverträgliche Materialisierung erreicht. Diese Auffassung überzeugt. Sie deckt sich 
zum einen mit dem Sinn und Zweck der Regelung von Art. 18a RPG, wonach mithilfe eines 
vereinfachten Verfahrens die Nutzung der Sonnenenergie im Sinn des Klimaschutzes gefördert 
werden soll. Zum andern dient eine reflexionsarme Ausführung aber auch dem Ortsbild und dem 
umweltrechtlichen Vorsorgeprinzip.18 Dies kommt auch in den Materialien zu Art. 32a Abs. 1 Bst. c 
RPV zum Ausdruck. Darin wird festgehalten, dass die Vermeidung von Reflexionen mit Blick auf 
die Nachbarschaft letztlich auch im Eigeninteresse des Anlageeigentümers liege, um einer 
Sanierungspflicht zu entgehen.19

16 Vgl. Jäger Christoph, in Schriften zum Energierecht Band/Nr. 19, Aktuelle Herausforderungen beim Bau von 
Energieanlagen, 2021, N. 46.
17 Vgl. Christoph Jäger, in Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, zu Art. 18a 
N 20.
18 Vgl. Art. 11 Abs. 2 USG.
19 Vgl. Erläuternder Bericht des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) zur Teilrevision vom 2. April 2014 der 
Raumplanungsverordnung, S. 14 (abrufbar unter: https://www.are.admin.ch > Raumentwicklung & Raumplanung > 
Raumplanungsrecht > Revision des Raumplanungsgesetzes > Revision RPG 1).

BVD 120/2021/84 

8/14

c) In der angefochtenen Verfügung und in der Stellungnahme vom 8. Dezember 2021 hielt die 
Vorinstanz fest, die Anlage sei nach dem Stand der Technik reflexionsarm ausgeführt worden. Die 
Solaranlage trete nicht «prominent» in Erscheinung. Zudem dürfe die Reflexionsarmut nicht mit 
«blendfrei» gleichgesetzt werden.

d) Die Beschwerdeführenden stellen sich auf den Standpunkt, es seien keine reflexionsarmen 
Module verbaut worden und die Blendwirkung sei bei der Planung nicht genügend berücksichtigt 
worden. Daraus folgern sie, die Anlage sei in Verletzung von Art. 32a Abs. 1 Bst. c RPV nicht nach 
dem Stand der Technik reflexionsarm ausgeführt worden, weshalb die Baubewilligungspflicht zu 
bejahen sei.

e) Der Beschwerdegegner entgegnet, die Photovoltaikanlage bestehe aus Modulen eines 
Standardmodells, welche nach dem Stand der Technik reflexionsarm seien. Im Zuge eines 
Versuches sei sogar ein Standardmodul durch ein noch reflexionsärmeres ersetzt worden. Dabei 
hätten die Beschwerdeführenden keinen Erfolg beobachten können. Es sei daher nachvollziehbar, 
dass er nicht alle Module umgerüstet habe, sondern wiederum zum Standardmodell zurückgekehrt 
sei.

f) Im vorliegenden Fall wurden die Solarmodule auf den beiden Dachseiten des Poolhauses 
mit Befestigungselementen über der bestehenden Dacheindeckung montiert. Diese Montageart 
der Solaranlage wird als «Dachaufbau» bezeichnet. Es ist aktenkundig, dass auf den beiden 
Dachflächen des ehemaligen Ponystalls «Standardsolarmodule» verbaut worden sind. Nach 
aktuellem Kenntnisstand werden heute selbst Standardprodukte mit reflexionsarmen Oberflächen 
versehen. Solarzellen respektive PV-Module können so einen möglichst hohen Energieertrag 
erzeugen.20 Mit reflexionsarmen Oberflächen lassen sich nach heutigen Kenntnisstand 
Blendungen von Photovoltaikanlagen grundsätzlich zuverlässig verhindern.21 Mit dieser 
Materialisierung erfüllen daher selbst Standardmodule die Vorgabe der Reflexionsarmut nach 
Art. 32a Abs. 1 Bst. c RPV. Für sogenannte blendfreie Module, d.h. Module, die das reflektierte 
Licht so stark streuen, dass eine Blendung praktisch ausgeschlossen werden kann, liegen heute 
kaum Betriebserfahrungen vor und sie werden auf dem Markt nur von wenigen Herstellern 
angeboten.22 Solche Prototyp-Module können gestützt auf Art. 32a Abs. 1 Bst. c RPV nicht 
verlangt werden. Ansonsten würde Art. 18a Abs.1 RPG seines Sinngehalts entleert. Dass die 
Vorinstanz davon ausging, dass die strittige Solaranlage nicht prominent in Erscheinung tritt und 
mit den Standardmodulen die Anforderung von Art. 32a Abs. 1 Bst. c RPV erfüllt, d.h. die ganze 
Anlage nach dem Stand der Technik reflexionsarm gebaut worden ist, ist sachlich haltbar und 
rechtlich vertretbar. Für den Umstand, dass die verbauten Standardmodule auf dem Ostdach die 
Vorgabe der Reflexionsarmut erfüllen spricht ausserdem, dass sich das Reflexions- und 
Blendverhalten nach den Angaben der Beschwerdeführenden selbst mit einem Modul, das noch 
reflexionsärmer ist als das Standardmodul, nicht veränderte. Daraus ist zu schliessen, dass die 
angeblichen Blendstörungen eine stark situativ geprägte Komponente aufweisen. Hinzu kommt, 
dass die Solarmodule der Photovoltaikanlage auf dem Westdach offenbar zu keinen 
Blendstörungen führen. Mit der Argumentation, die Solaranlage sei nie mit reflexionsarmen 
Modulen ausgestattet worden, stossen die Beschwerdeführenden somit ins Leere.

g) Anders als die Beschwerdeführenden meinen, kann hier in Bezug auf die Blendwirkung auch 
nicht im Voraus von einer kritischen Photovoltaikanlage gesprochen werden. In den kantonalen 

20 Vgl. Christof Bucher, in Bulletin.ch, Reflexionen an Photovoltaikanlagenabrufbar, Fachartikel vom 24. September 
2021, S. 38 abrufbar unter: https://www.bulletin.ch/de/news-detail/reflexionen-an-photovoltaikanlagen.html (letztmals 
besucht am 14. März 2022).
21 Vgl. Christof Bucher, a.a.O., S. 41; vgl. auch Entscheid vom 14. Februar 2020 des Departements Bau, Verkehr und 
Umwelt des Kantons Aargau in AGVE 2020 S. 541 f.
22 Vgl. Christof Bucher, a.a.O., S. 41.

BVD 120/2021/84 

9/14

Richtlinien «Baubewilligungsfreie Anlangen zur Gewinnung erneuerbarer Energien»23 werden in 
Bezug auf die Blendwirkung besonders nordseitig montierte Anlagen mit einem Anstellwinkel von 
steiler als 60° als heikel bezeichnet. Kritisch einzustufen sind zudem Photovoltaikanlagen auf 
Gebäuden an Süd- oder Westhängen. Eine derartige Konstellation liegt hier nicht vor. Schliesslich 
ist nach der Eignungskarte des Bundes das Ostdach des ehemaligen Ponystalls (Gebäude 
J.________strasse Nr. 14a) für die Nutzung von Sonnenenergie als «sehr gut» geeignet 
eingestuft.24 Dementsprechend hoch ist die Erwartung, dass auf der ostseitigen Dachhälfte ein 
hoher Energieertrag resultiert. Mit Blick auf die Energienutzung erscheint die Montage der 
Solarmodule auf dem Ostdach als nachvollziehbar. Diesbezüglich kann nicht von einem Fehler in 
der Planung gesprochen werden. Schliesslich sind die Solarmodule auf beiden Dachhälften zu 
kompakten Feldern zusammengefasst. Sie wirken daher nicht als Fremdkörper und stören auch 
das Ortsbild nicht.

h) Damit steht fest, dass die Vorinstanz die strittige Photovoltaikanlage in der Ziffer 4.1.1 der 
angefochtenen Verfügung zu Recht als bewilligungsfrei qualifizierte. Soweit die Frage der 
Baubewilligung betreffend, ist die Beschwerde ebenfalls unbegründet. Der Eventualantrag der 
Beschwerdeführenden, wonach die Ziffer 4.1.1 der Wiederherstellungsverfügung der 
Baukommission Ersigen vom 11. Oktober 2021 aufzuheben sei, ist abzuweisen.

6. Blendung und Sachverhaltsabklärung

a) Als Zwischenergebnis steht fest, dass die strittige Photovoltaikanlage nicht der 
Baubewilligungspflicht unterliegt und daher formell rechtmässig ist. Damit hat sich die Sache 
entgegen der Auffassung der Vorinstanz und des Beschwerdegegners aber noch nicht erledigt. 
Ein Verzicht auf die Baubewilligungspflicht bedeutet nicht automatisch deren materielle 
Rechtmässigkeit. Die Befreiung von der Baubewilligungspflicht im Meldeverfahren entbindet nicht 
von der Einhaltung der anwendbaren Vorschriften und der Einholung anderer Bewilligungen.25 
Ebenso können nach Art. 1b Abs. 3 BauG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 Bst. c BauG gegen 
baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen im Wiederherstellungsverfahren baupolizeiliche 
Massnahmen bzw. gestützt auf das USG26 Emissionsbeschränkungsmassen verfügt werden, 
wenn sie die öffentliche Ordnung stören, namentlich wenn dadurch der Umweltschutz 
beeinträchtigt wird. Dementsprechend stellen Emissionsbegrenzungen im Sinne von Art. 11 
und 12 USG auch polizeiliche Massnahmen dar.27 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist die 
Sache, d.h. ob die strittigen Solaranlage mit dem USG vereinbar ist, nicht auf privatrechtlichem 
Weg, sondern im baupolizeilichen Wiederherstellungsverfahren zu klären. Denn als Einwirkungen 
gelten nach Art. 7 USG unter anderem Strahlen, die durch den Bau und Betrieb von Anlagen 
erzeugt werden. Dazu gehört auch das Sonnenlicht, das von einer Solaranlage reflektiert wird.28 
Insofern trägt die Bauherrschaft, die das Meldeverfahren dem Baubewilligungsverfahren 
vorgezogen hat das Risiko, eine bereits erstellte Anlage, die die Voraussetzungen des 
Meldeverfahrens zwar erfüllt, aber den Anforderungen des USG nicht genügt, in einem späteren 
Verfahren allenfalls anpassen zu müssen.

b) Die Beschwerdeführenden sind der Meinung, die Blendungen, die die Photovoltaikanlage 
auf ihrem Grundstück verursache, seien unzumutbar und stelle eine Verletzung der 
umweltrechtlichen Vorschriften dar. Namentlich seien die Sitzplätze im Gartenbereich, das 

23 Vgl. Richtlinien «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien» Januar 2015 (abrufbar unter: 
https://www.jgk.be.ch/ > Baubewilligungen > Publikationen).
24 Vgl. www.bfe.admin.ch / Themen / Geodaten / Solar / Solarenergie / Eignung Hausdach / Links / Sonnendach.ch.
25 Vgl. Art. 1b Abs. 2 BauG; vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1b N. 3.
26 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
27 Schrade/Loretan, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 1998, Art. 11 N. 18.
28 Vgl. Griffel/Rausch, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 7 N. 11.

BVD 120/2021/84 

10/14

Wohnzimmer, die Küche und auch die Kinderzimmer von den Sonnenlichtreflexionen betroffen. 
Die Intensität der Blendungen nehme ein solches Mass an, dass die Rollstoren runtergelassen 
werden müssten. Sie befürchten zudem, durch die starken Blendungen würden die Augen ihrer 
Kinder einer potentiellen Verletzung ausgesetzt. Die Blenddauer betrage in der Regel eineinhalb 
Stunden und trete während mehrerer Monate am späten Nachmittag bzw. frühen Abend auf. Die 
Blendungen seien daher nicht als umweltschutzrechtlicher Bagatellfall zu qualifizieren. Die 
Beschwerdeführenden verlangen gestützt auf das Umweltschutzgesetz (USG) eine Reduktion 
oder Begrenzung der Emissionen, soweit dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich 
tragbar sei. Zur Reduktion der Blendung falle die Demontage oder Umplatzierung der Solaranlage 
in Betracht. Die Beschwerdeführenden bemängeln, die Vorinstanz sei auf die 
umweltschutzrechtliche Thematik nicht weiter eingegangen. Ihre Beurteilung gründe auf einer 
unvollständigen und unrichtigen Sachverhaltsfeststellung. Sie verlangen die Durchführung eines 
Augenscheins.

c) Zur Frage, ob bezüglich der Photovoltaikanlage Massnahmen zur Reduktion der 
Blendungen gestützt auf das Umweltschutzrecht nötig sind, verfügte die Vorinstanz nichts. Zur 
Blendwirkung hielt die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung lediglich fest, die Solaranlage 
sei nach einem Schreiben der Beschwerdeführenden mit noch reflexionsärmeren Modulen 
ausgestattet worden. Daraus folgerte sie, dass die angezeigte Partei versucht habe, die 
Strahlenemissionen soweit zu begrenzen, wie dies technisch und betrieblich möglich und auch 
wirtschaftlich tragbar sei.

d) Im vorliegenden Fall befindet sich der Standort der strittigen Photovoltaikanlage in der 
Wohnzone. Die ostseitige Dachhälfte des ehemaligen Ponystalls ist mit 16 Solarmodulen bestückt 
und umfasst eine Fläche von rund 32 m2. Die Neigung des Ostdaches beträgt 25 Grad.29 Der 
ehemalige Ponystall grenzt ostseitig unmittelbar an die Nachbarparzelle Nr. A.________ der 
Beschwerdeführenden. Das Ostdach mit den Solarmodulen ist dem nördlich liegenden Wohnhaus 
sowie dem Garten der Beschwerdeführenden zugewandt. Die Distanz zwischen dem ehemaligen 
Ponystall und dem Wohnhaus der Beschwerdeführenden beträgt rund 10 m. Aktenkundig ist 
weiter, dass die Beschwerdeführenden von den Räumen an der Südfassade und dem 
Gartensitzplatz aus direkten Sichtkontakt auf das ostseitige Solardach des Beschwerdegegners 
haben. Bei diesen Gegebenheiten kann nicht ausgeschlossen werden – obwohl hier die Gläser 
des verbauten Modultyps dem Stand der Technik entsprechen –, dass auf dem Grundstück der 
Beschwerdeführenden an Orten, wo sich Personen während längerer Zeit aufhalten, kritische 
Blendungen auftreten können. Fotos, die die Beschwerdeführenden als Beilagen zur Beschwerde 
eingereicht haben, belegen dies.30 Hier kann somit nicht von bedeutungslosen Lichtimmissionen 
gesprochen werden. Die Thematik der Lichtimmissionen hat die Vorinstanz in der angefochtenen 
Verfügung indessen nicht oder nur ungenügend beurteilt. Auch hat sich die Vorinstanz mit den 
detaillierten Rügen der Beschwerdeführenden zur Blendung nicht oder nur ungenügend 
auseinandergesetzt (vgl. Erwägung 4d).

e) Vorliegend ist eine zuverlässige Beurteilung, ob die Reflexionen der Module auf dem 
Ostdach im Sinne des USG störend oder zumutbar sind, infolge der mangelhaften 
Sachverhaltsabklärung nicht möglich. Ob die Vorinstanz im Wiederherstellungsverfahren zu Recht 
auf Massnahmen zur Reduktion der fraglichen Blendungen gestützt auf das USG verzichtete, kann 
unter den gegebenen Umständen nicht beurteilt werden. Die Blendungswirkung von spiegelnden 
Flächen hängt im Wesentlichen von der Intensität der Reflexionen und deren Einwirkdauer ab. 
Die Intensität der Reflexionen ihrerseits ist abhängig von der Oberflächenbeschaffenheit des 
Materials und vom Einstrahlungswinkel der Sonne. Für eine seriöse Beurteilung der Frage, ob die 
Reflexionen der Anlage im Sinne des USG störend oder zumutbar sind, sind daher zusätzliche 

29 Vgl. Beilage 8 in den Vorakten der Gemeinde Ersigen.
30 Vgl. Fotos in den Beilagen 4 bis 10 zur Baubeschwerde der Beschwerdeführenden vom 12. November 2021.

BVD 120/2021/84 

11/14

und umfangreiche Sachverhaltsabklärungen nötig. Zu klären ist, wo genau sich die kritischen 
Immissionsorte in- und ausserhalb der Wohnliegenschaft der Beschwerdeführenden befinden. Um 
die genauen Blendzeiten zu ermitteln, ist allenfalls ein Blendgutachten einzuholen. Gemäss der 
kürzlich aktualisierten Vollzugshilfe «Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen» des 
Bundesamts für Umwelt (BAFU) muss die Beurteilung, ob eine Reflexion im Einzelfall übermässig 
oder zumutbar ist, zudem weiterhin aufgrund von Begehungen vor Ort und der subjektiven 
Einschätzung von Experten erfolgen, da mangels empirischer Grundlagen über das 
Belästigungspotenzial von reflektiertem Sonnenlicht kein Grenz- oder Richtwert besteht.31 Zur 
Ermittlung des Sachverhalts, bzw. um sich einen Eindruck von der konkreten Intensität der 
umstrittenen Blendwirkung zu verschaffen, ist demzufolge die Durchführung eines Augenscheins 
unerlässlich. Die zuständige Fachbehörde, d.h. die Abteilung Immissionsschutz des Amtes für 
Umwelt und Energie (AUE), ist dabei miteinzubeziehen. Beim AUE wird sodann eine 
Stellungnahme zur Zumutbarkeit der Blendwirkung einzuholen sein. Danach hat die Vorinstanz in 
einer anfechtbaren Verfügung darüber zu entscheiden, ob die Blendungen zumutbar sind oder 
nicht. Dabei muss den Beschwerdeführenden in jedem Fall vor dem Entscheid Gelegenheit 
gegeben werden, sich zu einem allfälligen Blendgutachten und der Beurteilung der Fachbehörde 
schriftlich zu äussern (Art. 24 VRPG). Falls die Anlage stört, ist darüber zu befinden, in welchem 
Umfang in der Wiederherstellungsverfügung Massnahmen zur Beseitigung der Störung 
anzuordnen sind. Ebenso wird in der Verfügung zu beurteilen sein, ob sich die Blendungen im 
Rahmen der vorsorglichen Emissionsbegrenzung, d.h. unabhängig von der bestehenden 
Belastung, mit verhältnismässigen Massnahmen weiter reduzieren lassen (Art. 11 Abs. 2 USG).32

f) Mit dem Verzicht auf den Beizug des AUE, das Einholen eines Blendgutachtens und der 
Durchführung eines Augenscheins hat die Vorinstanz den Sachverhalt ungenügend abgeklärt. In 
diesem Punkt ist die Beschwerde begründet. Ob die Vorinstanz in der angefochtenen 
Wiederherstellungsverfügung zu Recht auf Massnahmen zur Reduktion der Blendung verzichtet 
hat, kann nach dem Gesagten nicht beurteilt werden. Die Angelegenheit ist damit noch nicht 
entscheidreif. Zufolge der fehlenden Entscheidreife rechtfertigt es sich hier, die Sache betreffend 
die Blendwirkung der Solarmodule auf dem Ostdach der Nebenbaute J.________strasse Nr. 14a 
gestützt auf Art. 72 Abs. 1 VRPG zur Fortsetzung des Wiederherstellungsverfahrens an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Insoweit wird die Beschwerde gutgeheissen. Bei diesem 
Verfahrensausgang erübrigt es sich, im Beschwerdeverfahren einen Augenschein durchzuführen.

7. Sistierung

a) Der Beschwerdegegner beantragt die Sistierung des Verfahrens. Er argumentiert, die 
vorliegend zur Diskussion stehende Photovoltaikanlage werde obsolet, wenn das Poolhaus, für 
das er ein nachträgliches Baugesuch eingereicht habe, wider Erwarten nicht bewilligt werden 
sollte. Das Beschwerdeverfahren hänge damit unweigerlich vom Ausgang das hängigen 
Baugesuchsverfahren bei der Vorinstanz ab.

b) Die Beschwerdeführenden beantragten, das Verfahren sei nicht zu sistieren. Auch die 
Gemeinde teilte mit, eine Sistierung des Verfahrens sei aus ihrer Sicht nicht erforderlich.

c) Mit dem vorliegenden Entscheid erübrigt es sich, über das Sistierungsgesuch zu 
entscheiden. Es würde am Rechtsschutzinteresse fehlen, in diesem Stadium des 
Beschwerdeverfahrens das Sistierungsgesuch zu behandeln. Es ist mit dem vorliegenden 
Endentscheid gegenstandslos geworden und daher als erledigt vom Geschäftsverzeichnis 

31 Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen, des Bundesamts für Umwelt (BAFU), 1. Aufl. 2021, S. 41 ff. 
(abrufbar unter: www.bafu.admin.ch / Themen / Elektrosmog und Licht / Vollzugshilfen).
32 Vgl. BGer 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 E. 6.

BVD 120/2021/84 

12/14

abzuschreiben. Die BVD hätte sich im Beschwerdeverfahren infolge der mangelhaften 
Sachverhaltsabklärung aber ohnehin nicht materiell zur Umweltverträglichkeit der Anlage äussern 
können. Insoweit hätte kein Grund für eine
Sistierung des Beschwerdeverfahrens bestanden, da zwischen dem Ausgang des 
Beschwerdeverfahrens und dem nachträglichen Baugesuchsverfahren keine direkte Abhängigkeit 
bestand. Wie erwähnt, wird die Sache bezüglich der Photovoltaikanlage zur Fortsetzung des 
baupolizeilichen Verfahrens an die Vorinstanz zurückgewiesen. Es ist dem Beschwerdegegner 
somit unbenommen, im Wiederherstellungsverfahren wiederum einen Sistierungsantrag zu 
stellen.

8. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für 
besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben 
werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf CHF 2000.00 (Art. 103 
Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV33).

Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale 
Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Nach Art. 108 Abs. 2 
VRPG werden Behörden keine Verfahrenskosten auferlegt, ausser sie sind in ihren eigenen 
Vermögensinteressen betroffen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der Antrag 
der Beschwerdeführenden in Ziffer 2 ihres Rechtsbegehrens ist dahingehend gutgeheissen, dass 
die Sache zur Fortsetzung des baupolizeilichen Verfahrens im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückgewiesen wird. Insoweit ist auch die Rüge betreffend die mangelhafte 
Sachverhaltsermittlung begründet (vgl. Erwägung 4d). Die Vorinstanz hat im Baupolizeiverfahren 
darüber zu befinden, ob Massnahmen gestützt auf das USG anzuordnen sind. In diesem Punkt 
gelten die Beschwerdeführenden als obsiegend bzw. der Beschwerdegegner als unterliegend. Im 
Übrigen wird die Beschwerde jedoch abgewiesen. Namentlich unterliegen die 
Beschwerdeführenden mit ihren Anträgen in Ziffer 1 ihres Rechtsbegehrens (Feststellung der 
Nichtigkeit der Ziffer 4.1.1 der Wiederherstellungsverfügung und eventuell Aufhebung der Ziffer 
4.1.1 der Wiederherstellungsverfügung). Diesbezüglich gelten die Beschwerdeführenden als 
unterliegend und der Beschwerdegegner als obsiegend. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist 
es somit gerechtfertigt, beide Parteien als je zur Hälfte als obsiegend bzw. unterliegend zu 
betrachten. Demzufolge sind die Verfahrenskosten von CHF 2000.00 je zur Hälfte, ausmachend 
je CHF 1000.00, den Beschwerdeführenden und dem Beschwerdegegner zur Bezahlung 
aufzuerlegen. Die Beschwerdeführenden haften für ihren Anteil an den Verfahrenskosten 
solidarisch.

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Weder die Kostennote des Rechtsvertreters der 
Beschwerdeführenden noch die Kostennote des Rechtsvertreters des Beschwerdegegners geben 
Anlass zu Bemerkungen.

33 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

BVD 120/2021/84 

13/14

Die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdeführenden beläuft sich auf CHF 3583.20 
(Honorar: CHF 3270.00, Auslagen: CHF 57.00, Mehrwertsteuer: CHF 256.20) und diejenige des 
Rechtsvertreters des Beschwerdegegners auf CHF 3333.30 (Honorar: CHF 3000.00, Auslagen: 
CHF 95.00, Mehrwertsteuer: CHF 238.30). Analog zu den Verfahrenskosten gelten die Parteien 
auch in Bezug auf die Verlegung der Parteikosten als je zur Hälfte obsiegend bzw. unterliegend.

Der Beschwerdegegner hat demnach den Beschwerdeführenden die Hälfte ihrer Parteikosten von 
CHF 3583.20, ausmachend CHF 1'791.60, zu ersetzen. Weiter haben die Beschwerdeführenden 
dem Beschwerdegegner die Hälfte seiner Parteikosten von CHF 3333.30, ausmachend 
CHF 1666.65, zu bezahlen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass die Sache betreffend die 
Blendwirkung der PV-Solarmodule auf der Nebenbaute J.________strasse Nr. 14a zur 
Fortsetzung des baupolizeilichen Verfahrens im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde 
Ersigen zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Das Gesuch um Sistierung des Beschwerdeverfahrens wird als erledigt vom 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 2000.00 werden je zur Hälfte, ausmachend je CHF 1000.00, 
den Beschwerdeführern und dem Beschwerdegegner zur Bezahlung auferlegt. Die 
Beschwerdeführenden haften für ihren Anteil an den Verfahrenskosten solidarisch. Das 
Inkasso erfolgt mit separater Zahlungseinladung.

4. a) Der Beschwerdegegner hat den Beschwerdeführenden die Hälfte ihrer Parteikosten von 
CHF 3583.20 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer), ausmachend CHF 1'791.60, zu 
ersetzen.

b) Die Beschwerdeführenden haben dem Beschwerdegegner die Hälfte seiner Parteikosten 
von CHF 3333.30 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer), ausmachend CHF 1666.65, zu 
ersetzen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt G.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde Ersigen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

BVD 120/2021/84 

14/14

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Rückweisungsentscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden, wenn 
die Voraussetzungen nach Art. 61 i.V.m. Art. 74 Abs. 3 VRPG erfüllt sind. Eine allfällige 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.