# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c97e6ab3-2109-5e7a-ba36-b688d60ba5de
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.07.2019 720 18 368/178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-368-178_2019-07-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Juli 2019 (720 18 368 / 178) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 
Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Auf das verwaltungsexterne Gutachten 
kann abgestellt werden 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
A.1 Der 1961 geborene A.____ arbeitete zuletzt bis 31. Dezember 2009 als Monteur bei der 
B.____ AG. Am 17. März 2010 meldete er sich unter Hinweis auf Durchblutungsstörungen in den 
Händen und Füssen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leis-
tungen an. Weil nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse eine volle 
Arbeitsfähigkeit vorlag, schloss die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) das Verfahren mit Ver-
fügung vom 2. Juni 2010 rechtskräftig ab.   
 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A.2 Am 28. Januar 2016 ging bei der IV-Stelle erneut ein Leistungsgesuch des Versicherten 
ein. Er machte geltend, an Durchblutungsstörungen in den Händen und Füssen sowie unter ver-
steiften Zehen zu leiden, weshalb er um Ausrichtung einer Rente ersuchte. Die IV-Stelle klärte in 
der Folge den rechtserheblichen Sachverhalt ab und lehnte das Leistungsgesuch von A.____ - 
nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 2. November 2018 erneut ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 8. November 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte sinngemäss die Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer Rente. Unter Hinweis auf seinen Ge-
sundheitszustand machte er im Wesentlichen geltend, es sei ihm entgegen der Auffassung der 
IV-Stelle nicht mehr möglich, einer Arbeit nachzugehen bzw. eine solche überhaupt zu finden. 
 
C. Am 11. Januar 2019 liess sich die IV-Stelle vernehmen und beantragte die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Am 19. April 2019 reichte der Versicherte, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Daniel 
Altermatt, seine Replik ein. Er beantragte, die angefochtene Verfügung vom 2. November 2018 
sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den medizinischen Sachverhalt 
mittels eines polydisziplinären Gutachtens abzuklären. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 
Zur Begründung wurde sinngemäss geltend gemacht, dass sich der angefochtene Entscheid auf 
unzureichende medizinische Unterlagen stütze. Insbesondere sei das von der IV-Stelle bei Dr. 
med. C.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, eingeholte rheumatologische Gutachten 
vom 24. Mai 2017 veraltet und ohne Beweiswert. 
 
E. In ihrer Duplik vom 21. Mai 2019 schloss die Beschwerdegegnerin erneut auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde vom 8. November 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend 
ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2. November 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
  
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2).  
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem 
im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG aus-
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 
2).  
  
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist.  
  
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b).  

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
4.3  Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 
Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsver-
gleich; Art. 28a Abs. 2 IVG).  
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung der Invalidität bildet die Frage, in welchem Ausmass die 
versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist.  
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterla-
gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können 
(vgl. BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle ande-
ren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 232 
E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls stellte die IV-Stelle in erster Linie auf das von ihr 
bei Dr. C.____ in Auftrag gegebene Gutachten ab, welches am 24. Mai 2017 erging. Dr. C.____ 
diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom 
mit/bei degenerativen Veränderungen mit Chondrosen L2/3 und L3/4, Osteochondrose L4/5 mit 
Antelisthesis L4/5, Osteochondrose L5/S1, keine Zeichen für Wurzelkompromittierung (MRI der 
Lendenwirbelsäule [LWS] 14. Juli 2016) und einen Verdacht auf Morbus Winiwarter-Bürger 
mit/bei Status nach thorakoskopischer Sympathektomie beidseits bei acraler Durchblutungsstö-
rung beider oberer Extremitäten am 22. März 2010. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
bestünden beidseits Spreizfüsse, ein Status nach Metallentfernung am Meta-Tarso-Phalangeal-
Gelenk (MTP) rechts, Hohmann Dig. III rechts bei Krallenzehe Dig. III rechts am 27. Februar 
2017, ein Status nach MTP-1-Arthrodese rechts bei Grosszehengrundarthrose rechts, Hohman 
Dig. II rechts bei Hammerzehe Dig. II rechts am 23. November 2015, ein chronischer Aethylabu-
sus mit in diesem Rahmen Vitamin B12-Mangel, eine Polyneuropathie (seit 02/2016) bei Vitamin 
B12-Mangel und ein persistierender Nikotinabusus. In der Gesamtwürdigung führte Dr. C.____ 
aus, dass ein langgezogener Rundrücken bis weit in die LWS hinein bestehe. Die Halswirbelsäule 
(HWS) sei ohne Schmerzen frei beweglich, die Brustwirbelsäule (BWS) sei um ein Drittel einge-
schränkt und endphasig würden lumbal Schmerzen ausgelöst. Die LWS sei ebenfalls um ein 
Drittel eingeschränkt mit jeweils Schmerzangabe lumbal. Auf Befragung hin habe der Versicherte 
angegeben, dass beim Vornüberbeugen stärkere Schmerzen als beim Aufrichten vorlägen, wobei 
kein Hochkletterphänomen zu verzeichnen sei. Eine radikuläre Problematik bestehe hingegen 
nicht. Der periphere Gelenkstatus zeige keine Auffälligkeit im Bereich der Hände, Ellbogen und 
Schultern, wobei die Muskulatur allgemein nicht sehr kräftig sei. Die Hüften und die Knie seien 
schmerzfrei. Es bestünden beidseits Spreizfüsse, wobei der rechte Fuss durch die Operation gut 
korrigiert worden sei, sich aber plantar noch das Bild einer Beschwielung bei Spreizfüssen zeige. 
Die rechte Zehe III sei noch etwas postoperativ geschwollen, aber reizlos. An den oberen Extre-
mitäten seien Kraft, Sensibilität und Reflexbild normal, wobei auch hier die Muskulatur ausge-
sprochen schwach ausgebildet sei. Dies sei allerdings nicht nur an den oberen Extremitäten fest-
zustellen, sondern auch an den Beinen und am Rumpf. Dies wiederspiegle sich in einem BMI von 
19,0 kg/m2, d.h. an der Grenze zum Untergewicht. An den unteren Extremitäten sei die Kraft 
normal, wobei der Versicherte grosse Mühe habe, auf die Zehen und Fersen zu stehen und auf 
ein Böckli zu steigen. Sobald er sich muskulär anstrenge, habe er nicht nur einen Tremor im 
Bereich der Hände, sondern am ganzen Körper, d. h. auch im Bereich der Beine und des Rumpfs. 
Die Sensibilität im Bereich der Beine werde als normal angegeben, wobei die Vibrationsempfin-
dung klar nach distal abnehme und der Verdacht auf eine erhebliche Polyneuropathie bestehe. 
Auch die anamnestische Angabe, dass er z. B. Mühe habe, Münzen mit den Fingern aufzuneh-
men, spreche für diese Diagnose. Weiter führte Dr. C.____ aus, dass das MRI vom 14. Juli 2016 
eine Mehretagendegeneration auf praktisch vier Etagen mit deutlicher Osteochondrose L4/5 und 
L5/S1 und leichtem Wirbelgleiten L4/5 aufgrund einer Gefügestörung zeige. Dies würden auch 
die ergänzenden konventionellen Röntgenaufnahmen vom 10. Februar 2017 dokumentieren. Auf 
der Höhe L4/5 fänden sich Traktionsspuren als mögliche lnstabilitätshinweise. Klinisch wirke sich 
dies aber nicht im Sinne einer klinischen Instabilität aus, denn es läge weder ein Aufrichteschmerz 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

noch ein Hochkletterphänomen vor. Zusammengefasst bestehe ein deutliches Lumbovertebral-
syndrom aufgrund ausgeprägter degenerativer Veränderungen lumbal, welche die Beschwerden 
erklären würden. 
 
Des Weiteren läge anamnestisch ein chronischer Aethylabusus vor. Unübersehbar zeige der Ex-
plorand dessen multiple Zeichen. So wirke er deutlich vorgealtert, habe eine Rubeosis faciei nicht 
nur des Gesichts, sondern praktisch der gesamten Haut, einen Tremor und einen pfefferminzar-
tigen Fötor. Weiter zeige er eine generalisierte Muskelabnahme bis zur Atrophie und eine Poly-
neuropathie an den Füssen und den Händen mit einer typischen Vibrations- und Reflexabschwä-
chung nach distal. Es seien also diverse Zeichen eines chronischen Aethylabusus unübersehbar 
vorhanden.  
 
Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. C.____ fest, dass der Beschwerdeführer in seinem erlernten Beruf 
als Bauschreiner nicht mehr arbeitsfähig sei, weil er wegen der Gefässerkrankung die feinmoto-
rischen Fähigkeiten dafür nicht mehr besässe. Bezüglich einer Verweistätigkeit definierte 
Dr. C.____ ein Belastungsprofil, gemäss welchem dem Beschwerdeführer von Seiten der Gefäs-
serkrankung der Hände keine manuell schwer belastenden Arbeiten, keine Arbeiten in der Nässe 
und in der Kälte sowie keine Arbeiten mit Schlag- oder Vibrationsbelastungen zumutbar seien. In 
Bezug auf die degenerative Rückenproblematik kämen keine schweren oder dauernd mittel-
schweren Arbeiten in Frage. Er könne keine Arbeiten dauernd sitzend oder stehend, in Zwangs-
stellungen, repetitiv nur bückend oder dauernd Überkopf ausüben. Betreffend die Beschwerden 
in den Füssen könne er eine Gehstrecke von 80 - 100 m absolvieren. In einer solchen Verweistä-
tigkeit, welche die oben genannten Restriktionen berücksichtige, bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 100 % bezogen auf ein Ganztagspensum ab dem 14. Juli 2016. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte ihre Verfügung vom 2. November 2018 bei der Beurteilung des Ge-
sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf das Gut-
achten von Dr. C.____ vom 24. Mai 2017. Sie ging davon aus, dass der Versicherte in einer 
seinem Leiden angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Daran ist nichts auszusetzen. 
Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtun-
gen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen 
sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das dem Rentenentscheid zugrunde gelegte 
Gutachten erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine taugliche medizini-
sche Beurteilungsgrundlage. Das Gutachten von Dr. C.____ weist weder formale noch inhaltliche 
Mängel auf und ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2) - für die streitigen 
Belange umfassend. Seine Feststellungen beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksich-
tigten die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der im Zeitpunkt der Exploration vorhandenen 
Vorakten abgegeben worden und leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
sowie der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Zusammenfassend ist daher nicht zu be-
anstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Beurteilung auf die Ausführungen von Dr. C.____ 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

vom 24. Mai 2017 abstellte und davon ausging, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten 
Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. 
 
7.2.1 Daran ändern die Einwände in der Beschwerde und in der Replik nichts. Der Beschwer-
deführer bringt insbesondere vor, dass das Gutachten von Dr. C.____ veraltet und unvollständig 
sei, da es die gesundheitliche Entwicklung bis zur Verfügung vom 2. November 2018 nicht be-
rücksichtige. So habe Dr. C.____ die Frakturen der LWK 4 und 5 und die Osteoponie im Rahmen 
seiner Beurteilung nicht beachtet. Mit dem Beschwerdeführer ist einig zu gehen, dass diese Di-
agnosen im Gutachten nicht miteinbezogen werden konnten, weil er sich die Frakturen der LWK 
4 und 5 erst nach der Begutachtung bei Dr. C.____ zuzog und die Osteoponie später diagnosti-
ziert wurde. Im Austrittsbericht der Spital D.____ AG vom 28. Juni 2018, wo der Beschwerdefüh-
rer vom 31.  Mai 2018 bis 15. Juni 2018 stationär behandelt wurde, wurde unter Hinweis auf eine 
MRI-Untersuchung der LWS am 19. Januar 2018 erwähnt, dass sich der Beschwerdeführer auf 
Höhe LWK 4 und 5 Frakturen zugezogen habe, welche aktuell aber nur mehr subakut seien. Mit 
dem Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ist deshalb davon auszugehen, dass die 
nach der Begutachtung bei Dr. C.____ diagnostizierten Wirbelbrüche keinen Einfluss auf die vom 
Gutachter vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung haben. In Bezug auf die Osteoponie ist zu-
dem festzustellen, dass diese medikamentös behandelbar ist und keinen Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit hat (vgl. RAD-Bericht vom 26. April 2019). Soweit der Beschwerdeführer im Zusammen-
hang mit den lumbalen Beschwerden weiter geltend macht, dass die Beurteilung von Dr. C.____ 
unhaltbar sei, weil er die Facettengelenksarthrose nicht berücksichtigt habe, kann ihm ebenfalls 
nicht gefolgt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Facettengelenksarthrose im Zeitpunkt der 
Untersuchung bereits vorlag und von Dr. C.____ auch erwähnt wurde (vgl. Zusammenfassung 
der Krankengeschichte, S. 8 des Gutachtens). Er wies zudem auf die beim Beschwerdeführer 
durchgeführte Facettengelenksinfiltration hin, weshalb der Beschwerdeführer aus dieser Argu-
mentation nichts zu seinen Gunsten ableiten kann.  
 
7.2.2 Der Beschwerdeführer moniert weiter, dass im Zeitpunkt der Untersuchung bei Dr. 
C.____ noch keine lumboischialgieformen Beschwerden bestanden und keine Ausstrahlungen in 
die Beine vorgelegen hätten. Zwischenzeitlich seien bildgebend im MRI-Bericht auf zwei Etagen 
Diskushernien festgestellt worden, welche jeweils die Nervenwurzeln tangieren würden. Zudem 
sei die Verdachtsdiagnose einer beidseitigen Sakroiliitis gestellt worden. Diese neuen Befunde 
seien im Rahmen der Begutachtung nicht beachtet worden. Es trifft zu, dass der Beschwerdefüh-
rer im Zeitpunkt der Begutachtung keine Ausstrahlungen in die Beine verspürte. Weiter steht aber 
fest, dass der Beschwerdeführer bereits vor der Begutachtung durch Dr. C.____ an Diskusprotru-
sionen litt. Im Bericht der F.____ vom 14. Juli 2016 wurde nämlich eine flache zirkuläre Diskus-
vorwölbung, was gleichbedeutend mit Protrusion ist, erwähnt. Diese Diagnose wurde im Bericht 
der Spital D.____ AG vom 19. Januar 2018 bestätigt. Damit gehen die Argumente des Beschwer-
deführers fehl. In Bezug auf die ebenfalls vorgebrachte Tangierung der Nervenwurzeln ist entge-
gen der Auffassung des Beschwerdeführers dem Bericht der Spital D.____ AG vom 19. Januar 
2018 einzig eine mögliche leichte Tangierung ohne Kompression oder Obliteration zu entnehmen. 
Schliesslich ist auch betreffend die Verdachtsdiagnose der beidseitigen chronisch-rezidivieren-

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

den Sakroiliitis, welche im Bericht der Radiologie des Spitals G.____ vom 22. August 2017 erst-
mals erwähnt wurde (vgl. act. 72), festzuhalten, dass diese im Rahmen der Untersuchung in der 
Spital D.____ AG von Januar 2018 nicht mehr vorgelegen hat. Daraus kann geschlossen werden, 
dass sich dieser Verdacht nicht erhärtet und sich der Allgemeinzustand des Beschwerdeführers 
nicht verändert hat.  
 
7.2.3 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, Dr. C.____ habe in seiner Zumutbarkeitsbeur-
teilung die Polyneuropathie in den Fingern und den Zehen nicht berücksichtigt. Zudem habe er 
die Gangunsicherheit ausser Acht gelassen. Auch aus dieser Argumentation kann der Beschwer-
deführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. C.____ brachte in seiner Zumutbarkeitsbeurtei-
lung klar zum Ausdruck, dass der Beschwerdeführer keine Tätigkeiten mehr ausüben könne, bei 
welchen die Feinmotorik der Finger erforderlich sei. Ebenso erachtet er den Versicherten für ma-
nuell schwer belastende Arbeiten als nicht mehr arbeitsfähig. In Bezug auf die ebenfalls von der 
Polyneuropathie betroffenen Zehen/Füsse bedachte Dr. C.____ in seiner Zumutbarkeitsbeurtei-
lung, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Beschwerden in den Füssen eine Gehstrecke 
von noch 80 – 100 m zumutbar sei. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass 
im Austrittsbericht der Spital D.____ AG vom 28. Juni 2018 keine Hinweise auf eine Gangunsi-
cherheit festgehalten werden. Aufgrund dieser Ausführungen ist davon auszugehen, dass die 
Polyneuropathie der Hände und Füsse durch Dr. C.____ angemessen berücksichtigt wurde. 
 
7.2.4 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass Dr. C.____ die kognitiven Beschwerden 
wie Schwindelanfälle, Wortfindungsstörungen und Vergesslichkeit nicht in seine Beurteilung mit-
einbezogen habe. Dabei ist mit dem RAD-Arzt Dr. E.____ festzustellen, dass der Beschwerde-
führer in Bezug auf diese Beeinträchtigungen sowohl neurologisch wie auch psychiatrisch abge-
klärt worden ist (vgl. Bericht von Dr. E.____ vom 6. April 2019). Gemäss den Ausführungen im 
Austrittsbericht des Spitals H.____, Orthopädie und Traumatologie, vom 23. Oktober 2017, wo 
sich der Beschwerdeführer nach einem Sturzereignis am 14. Oktober 2017 aufgrund einer Ver-
langsamung, kognitiven Defiziten und einer Dysarthrie in der Zeit vom 18. bis 23. Oktober 2017 
aufhielt, zeigte ein MRI des Schädels keine intrakraniellen Blutungen oder Raumforderungen. Im 
Zeitpunkt des Entlassens sei der Beschwerdeführer jedoch in einem guten Allgemeinzustand ge-
wesen und die Symptomatik vom Eintrittstag sei komplett regredient gewesen. Im Rahmen des 
stationären Aufenthalts in der Spital D.____ AG in der Zeit vom 31. Mai 2018 bis 14. Juni 2018 
konnten die vorliegend monierten kognitiven Beschwerden gar nicht erhoben werden. Auch unter 
diesem Aspekt kann der Beschwerdeführer daher nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
 
7.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass das rheumatologische Gutachten von Dr. C.____ 
vom 24. Mai 2017 eine zuverlässige Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Zeitpunkt 
des Verfügungserlasses erlaubt. Die nach der Begutachtung ergangenen Berichte vermögen die 
Feststellungen von Dr. C.____ nicht in Zweifel zu ziehen. Zu beachten ist ferner, dass niemand 
ausser der Hausarzt Dr. med. I.____, FMH Innere Medizin, von einer 100%igen Arbeitsunfähig-
keit des Beschwerdeführers ausging (vgl. Bericht vom 22. Mai 2018). Mangels Begründung kann 
aber auf diese Einschätzung nicht abgestellt werden. Es ist demnach davon auszugehen, dass 
dem Beschwerdeführer aufgrund der im Gutachten von Dr. C.____ gestellten Diagnosen die Aus-

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

übung einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist. Daran ändert auch das Urteil des Bun-
desgerichts vom 11. Juli 2019, 9C_724/2018, wonach auch bei Suchterkrankungen ein struktu-
riertes Beweisverfahren durchzuführen sei, nichts, war dieser Entscheid im Zeitpunkt der vorlie-
genden Beurteilung doch noch nicht publiziert und deshalb vorliegend nicht anwendbar. Es be-
steht daher in antizipierter Beweiswürdigung kein Grund, weitere (fach-)ärztliche Abklärungen 
vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. März 2008, 9C_561/2007, E. 5.2.1; BGE 
124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 
8.1 Der Beschwerdeführer macht im Weiteren sinngemäss geltend, die ihm gutachterlich 
attestierte Restarbeitsfähigkeit sei angesichts seines Alters nicht mehr verwertbar.  
 
8.2 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der 
Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und be-
ruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Res-
terwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachge-
fragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht 
mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine 
vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begrün-
det. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel 
bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art 
und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- 
und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan-
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von 
Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
8.3 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine 
berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung 
steht. Wie das Bundesgericht im Entscheid 138 V 457 ff. präzisiert hat, ist für den Zeitpunkt, in 
welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter 
zu beantworten ist, nicht etwa auf den Zeitpunkt des Verfügungserlasses, sondern auf das Fest-
stehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen (E. 3.3 des ge-
nannten Urteils). Vorliegend verschaffte das von der Verwaltung eingeholte rheumatologische 
Gutachten von Dr. C.____ vom 24. Mai 2017, welches nach dem oben Gesagten (vgl. E. 6.1 
hiervor) die massgebende medizinische Grundlage für die angefochtenen Verfügungen bildete, 
abschliessende Klarheit darüber, dass bzw. in welchem Umfang dem Versicherten die Ausübung 
einer Erwerbstätigkeit aus medizinischer Sicht zumutbar ist. Im genannten Zeitpunkt, in welchem 
demnach über die Verwertbarkeit der verbliebenen Erwerbsfähigkeit entschieden werden konnte, 
war der Beschwerdeführer etwas mehr als 55 Jahre und 8 Monate alt. Bis zum Erreichen des 
AHV-Alters verblieb ihm somit noch eine Aktivitätsdauer von knapp 9 Jahren und 4 Monate. Vor 
diesem Hintergrund und im Lichte der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die 
Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (vgl. etwa die im Urteil 
des Bundesgerichts vom 10. September 2013, 8C_345/2013, wiedergegebene Kasuistik), kann 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

klarerweise nicht gesagt werden, dass dem Beschwerdeführer die Verwertung der ihm gutachter-
lich attestierten Restarbeitsfähigkeit altersbedingt nicht mehr möglich sei. Darüber hinaus ist die 
Restarbeitsfähigkeit mit 100 % zu hoch und das Anforderungsprofil zu wenig eingeschränkt, als 
dass - unabhängig vom Alter des Versicherten - von einer praktischen Unverwertbarkeit der Rest-
arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausgegangen werden müsste. 
 
9.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-vergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
9.2 Die IV-Stelle nahm in ihrer Verfügung vom 2. November 2018 den erforderlichen Ein-
kommensvergleich vor. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutba-
rem Invalideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 22 % ermittelt. Die konkrete Berechnung, die 
vom Versicherten nicht beanstandet wurde, erweist sich als rechtens, weshalb diesbezüglich auf 
die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 2. November 2018 verwie-
sen werden kann. Da der aktuell ermittelte Invaliditätsgrad des Versicherten unter 40 % liegt, hat 
dieser keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
10. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochtenen 
Verfügung vom 2. November 2018 einen Rentenanspruch des Versicherten zu Recht abgelehnt 
hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen 
werden muss. 
 
11. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, 
in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Bei diesem Verfahrensausgang besteht 
kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 60 lit. g ATSG e contrario). 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwerde-
führer auferlegt und mit dem Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- 
verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht