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**Case Identifier:** 31c8ba7a-7f5d-5811-b549-f8cd91f45c5e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.12.2014 IV 2014/289
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-289_2014-12-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/289

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2020

Entscheiddatum: 11.12.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 11.12.2014
Art. 28 IVG. Würdigung der medizinischen Aktenlage mit insgesamt drei 
polydisziplinären Gutachten. Rückweisung zur weiteren Abklärung des 
somatischen und allenfalls auch des psychischen Gesundheitszustandes. 
Die invalidisierende Wirkung der beim Beschwerdeführer vorliegenden 
mittelgradigen depressiven Episode kann nicht mit dem Argument verneint 
werden, er habe keine konsequente Depressionstherapie befolgt (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Dezember 2014, 
IV 2014/289).

Entscheid Versicherungsgericht, 11.12.2014

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Nadja Francke Zubair

Entscheid vom 11. Dezember 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Jacober, Oberer Graben 44, Postfach, 

9001 St. Gallen.

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente und unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren

Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ meldete sich am 7. Mai 2007 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (vgl. IV-act. 1). Am 1. 

August 2006 hatte der Versicherte eine Kniedistorsion links erlitten. Infolge der 

daraufhin im Spital B.___ durchgeführten Kniegelenksarthroskopie vom 1. September 

2006 war es zu Komplikationen im Heilungsverlauf gekommen, welche weitere 

operative Eingriffe erforderlich gemacht hatten (IV-act. 13). Seitdem litt der Versicherte 

unter persistierenden Schmerzen und war nur noch mit Hilfe von Gehstöcken mobil. 

Der Regionale Ärztliche Dienst der IV-Stelle (RAD) veranlasste in der Folge eine 

Begutachtung des Versicherten in der C.___ AG (IV-act. 17). Im entsprechenden 

Gutachten vom 25. Februar 2008 wurden als Diagnosen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen eine posttraumatische Gonarthrose links, ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie beidseitige Fersenschmerzen 

genannt. Der psychiatrische Gutachter gab als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung an. Betreffend die Arbeitsfähigkeit hielten die 

Gutachter fest, dass die angestammte schwere Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer 

Drechslerei dem Versicherten seit dem 1. August 2006 nicht mehr zumutbar sei. Eine 

leidensadaptierte Tätigkeit sei ganztags zumutbar, wobei vermehrte Pausen (insgesamt 

eine Stunde pro Tag) zugestanden werden sollten (IV-act. 29). Mit einer Verfügung vom 

21. Juli 2008 wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten ab (IV-act. 51). 

Gleichzeitig wurde ein Verfahren zur Abklärung von beruflichen Massnahmen eröffnet 

(IV-act. 52). Im Rahmen eines Verzahnungsprogramms des D.___ zeigte sich, dass der 

Versicherte nur eine Arbeitsleistung von etwa 20% erbringen konnte (IV-act. 61). Aus 

diesem Grund holte die IV-Stelle Berichte der behandelnden Ärzte ein. Dr. med. E.___, 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gab in ihrem Bericht vom 15. Januar 2009 als 

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psychiatrische Diagnose eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem 

Syndrom an. Sie hielt fest, dass diese im Rahmen einer längeren depressiven Reaktion 

als Anpassungsstörung entstanden sei. Die Prognose sei noch nicht absehbar. Aus rein 

psychiatrischer Sicht bestehe für die bisherige Tätigkeit seit dem 14. Oktober 2008 eine 

50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 67). Auf Veranlassung des RAD (IV-act. 68) wurde 

der Versicherte polydisziplinär in der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) 

Ostschweiz begutachtet. Im entsprechenden Gutachten vom 10. Juli 2009 wurden 

folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit angegeben: Coxarthrose 

links, Gonarthrose links nach medialer Meniskektomie, chronisches lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom, Ansatztendinopathie Ferse plantar beidseits, Tendosynovitis 

Bizepssehne beidseits, rezidivierende Thrombophlebitiden, postthrombotisches 

Syndrom, chronische venöse Insuffizienz, leichte bis mittelgradige depressive Episode 

ohne somatisches Syndrom sowie Verdacht auf psychische Überlagerung der 

körperlichen Beschwerden. Der orthopädische Gutachter führte in der Beurteilung aus, 

es hätten sich radiologisch ausgeprägte degenerative Veränderungen an linkem Hüft- 

und Kniegelenk nachweisen lassen, welche die diesbezüglich geklagten Beschwerden 

erklärten. Der Zustand rechtfertige auch die Benutzung der Stöcke. Wegen der 

Arthrosen seien sowohl die Steh- als auch die Sitzdauer eingeschränkt. Es müssten 

immer wieder Positionswechsel vorgenommen werden. Im Stehen bestehe ausserdem 

eine Behinderung durch den beidseitigen Fersenschmerz. Die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. In einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe eine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40%. Der psychiatrische Gutachter hielt fest, 

dass sich die von Dr. E.___ attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit nicht mehr bestätigen 

lasse. Aktuell liege noch eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode vor, welche 

zu einer höchstens 40%igen Arbeitsunfähigkeit führe. Die psychiatrische Behandlung, 

welche bereits gute Wirkung gezeigthabe, sollte fortgesetzt werden. Aus 

polydisziplinärer Sicht gingen die Gutachter von einer Arbeitsunfähigkeit in Höhe von 

50% aus (IV-act. 73). Mit einer Verfügung vom 27. Juli 2010 sprach die IV-Stelle dem 

Versicherten ein halbe Rente mit Wirkung ab dem 1. September 2008 zu (IV-act. 107).

A.b  Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde mit 

einem Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Oktober 

2012 teilweise gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung wurde aufgehoben und die 

Sache im Sinn der Erwägungen zur weiteren Abklärung und anschliessender Neuver­

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fügung an IV-Stelle zurückgewiesen. In den Erwägungen wurde im Wesentlichen 

festgehalten, dass die polydisziplinäre Arbeitsfähigkeitsschätzung im MEDAS-

Gutachten nicht hinreichend begründet und daher nicht nachvollziehbar sei. In 

somatischer Hinsicht sei unklar, ob die attestierte 40%ige Arbeitsunfähigkeit mittels der 

stattgefundenen bildgebenden Untersuchungen objektiv hinreichend zu begründen sei. 

Im Hinblick auf die psychiatrisch attestierte Einschränkung gehe aus dem Gutachten 

nicht hervor, ob eine Beurteilung der zumutbaren Willensanstrengung zur Überwindung 

der Schmerzen erfolgt sei (IV-act. 130).

A.c  Gemäss einem Bericht des Psychiatrischen Zentrums F.___ vom 15. März 2013 

war der Versicherte vom 12. September 2011 bis 10. Juli 2012 in der Tagesklinik 

behandelt worden. Als psychiatrische Diagnose wurde eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom, angegeben. 

Die behandelnde Ärztin hielt fest, der Versicherte leide seit mehreren Jahren an einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gekoppelt mit mehreren somatischen 

Beschwerden. Diese habe zunehmend zu einem sozialen Rückzug sowie Abbau einer 

tragfähigen Tagesstruktur geführt. Der Versicherte befinde sich seit längerer Zeit in 

ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Die bisherige Tätigkeit 

als Baustellenmitarbeiter sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Aufgrund der 

chronischen depressiven Erkrankung leide er unter einem Belastbarkeits- und 

Leistungsdefizit sowie Konzentrationsmangel. Es habe sich gezeigt, dass er auch Mühe 

habe, die Tagesstruktur in der Tagesklink aufrecht zu erhalten. Die Ursache der 

Arbeitsunfähigkeit liege im somatischen Bereich (IV-act. 143).

A.d  Am 11. März 2013 berichtete der Hausarzt Dr. med. G.___, Innere Medizin FMH, 

dass der Gesundheitszustand des Versicherten seit Januar 2009 insgesamt stationär 

sei. Mit einer Besserung des Gesundheitszustandes sei nicht zu rechnen. Im Gegenteil 

sei davon auszugehen, dass sowohl bezüglich der Gonarthrose links als auch 

bezüglich der bekannten Coxarthrose eine Progression der degenerativen 

Veränderungen eintreten werde. Als Folge der Mobilisation an Stöcken sei es zusätzlich 

auch zu zunehmenden Überlastungsschmerzen im Bereich des rechten 

Schultergelenks gekommen. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Aufgrund 

des Verlaufs, insbesondere auch der Beschäftigung im D.___, sei, abgesehen von kurz 

dauernden Einsätzen (zwei bis drei Stunden pro Tag) in einer geschützten Werkstatt, 

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keine Möglichkeit einer leidensadaptierten Tätigkeit ersichtlich (IV-act. 146). Auch die 

behandelnde Psychiaterin Dr. E.___ gab gemäss ihrem Verlaufsbericht vom 17. April 

2013 einen stationären Gesundheitszustand des Versicherten an. Als psychiatrische 

Diagnosen nannte sie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom, sowie eine mittelgradige depressive 

Episode mit somatischem Syndrom. Sie führte aus, dass die depressive Antriebs- und 

Stimmungslage sowie die Schmerzen des Versicherten trotz regelmässiger 

psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung in ambulantem Setting und trotz 

Medikamentenwechsel nicht wesentlich hätten beeinflusst werden können. Es handle 

sich um eine chronifizierte depressive und Schmerzproblematik, die sich schon seit 

Jahren bzw. seit dem Unfall im Jahre 2006 mit vier nachfolgenden Knieoperationen 

entwickelt habe. Die seit 2008 entstandene depressive Verstimmung habe sich 

ebenfalls chronifiziert und sei therapieresistent geblieben. Es könne mit keiner 

Besserung der Arbeitsfähigkeit durch die psychiatrische Behandlung gerechnet 

werden. In der bisherigen Tätigkeit als Drechsler/ Spitzer sei der Versicherte seit 2006 

zu 100% arbeitsunfähig. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe nur eine 

Arbeitsfähigkeit für eine Tätigkeit in geschütztem Rahmen bzw. für eine seinen 

körperlichen Leiden angepasste Tätigkeit. In einer solchen Tätigkeit sei der Versicherte 

zu 50% arbeitsfähig mit einer 70%igen Leistungsfähigkeit (IV-act. 147).

A.e  Auf Veranlassung des RAD (IV-act. 136) wurde der Versicherte im August/Sep­

tember 2013 im Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen AG (ZIMB) 

polydisziplinär begutachtet. Im entsprechenden Gutachten vom 13. Januar 2014 

wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt: Mittelgradige 

depressive Episode ohne somatisches Syndrom, posttraumatische medial und 

femorobital betonte Pangonarthrose links Grad III bis IV nach Kellgren, medial betonte 

Gonarthrose des rechten Kniegelenks gemäss Kellgren Grad I bis II, Coxarthrose des 

linken Hüftgelenks gemäss Kellgren Grad III sowie primäre Varikosis curum beidseits. 

Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde insbesondere ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom aufgeführt. Der internistische 

Gutachter hielt fest, der Versicherte sei aufgrund seiner Varikosis für rein stehende 

Tätigkeiten nicht mehr geeignet. Ansonsten ergäben sich aus internistischer Sicht keine 

Einschränkungen seiner zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Der chirurgisch-orthopädische 

Gutachter führte aus, dass sich beim Versicherten unter Berücksichtigung der 

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klinischen und radiologischen Untersuchungsbefunde ein stringentes 

Beschwerdemuster der geklagten Schmerzsymptomatik hinsichtlich des linken 

Hüftgelenks sowie beider Kniegelenke gezeigt habe. Die Beschwerden im Bereich der 

Schulter- sowie der Ellenbogengelenke liessen sich hingegen nicht objektivieren und 

entbehrten jedweder morphologischer Korrelation. Aufgrund der ausgeprägten 

Pangonarthrose im Bereich des linken Kniegelenks, der medial betonten Gonarthrose 

des rechten Kniegelenks sowie der linksseitigen Hüftgelenksarthrose könne der 

Versicherte seine als schwer einzustufende, angestammte Tätigkeit nicht mehr 

ausüben. Für eine als leicht einzustufende, überwiegend sitzende Tätigkeit sei der 

Versicherte hingegen unter Beachtung der Schonkriterien für Patienten mit 

Hüftgelenks- und Kniegelenksarthrose aus rein orthopädisch-unfallchirurgischer Sicht 

zu 100% arbeitsfähig. Der psychiatrische Gutachter hielt fest, dass durch die 

mittelgradige depressive Episode eine 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht bestehe. Diese Einschränkung sei mit einer verminderten 

Belastbarkeit des Versicherten sowie seiner raschen Erschöpfung zu begründen. Es 

bestünden weiterhin subjektiv erlebte Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. 

Durch die Depression seien die Auffassungsgabe des Versicherten und das flexible 

Denken vermindert. Die Arbeitsfähigkeit von 50% beziehe sich jeweils auf einen ganzen 

Tag. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung liege beim Versicherten nicht vor. 

Aus interdisziplinärerer Sicht hielten die Gutachter fest, dass der Versicherte in der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit seit dem 1. September 2006 zu 100% arbeitsunfähig sei. 

In einer den körperlichen Leiden optimal angepassten Tätigkeit sei der Versicherte 

zwischen Ende April 2007 und Ende 2008 zu 100% arbeitsfähig gewesen. Seit Anfang 

2009 bzw. seit dem Vorliegen der depressiven Symptomatik sei dem Versicherten noch 

eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit zumutbar (IV-act. 159). Gemäss seiner Stellungnahme 

vom 23. Januar 2014 beurteilte der RAD das Gutachten als ausführlich, schlüssig und 

nachvollziehbar (IV-act. 160). Der Rechtsdienst der IV-Stelle führte am 4. Februar 2014 

aus, dass der im ZIMB-Gutachten diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode 

mit somatischem Syndrom schon vom Schweregrad der Depression her keine 

invalidisierende Beeinträchtigung beigemessen werden könne. Leichte bis höchstens 

mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis seien therapierbar. 

Angesichts der gutachterlichen Therapieempfehlungen und weil lediglich einmal pro 

Monat eine Therapiesitzung bei der Psychiaterin Dr. E.___ stattfinde, könne nicht von 

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einer konsequenten ambulanten Behandlung gesprochen werden, die letztlich infolge 

Resistenz der Krankheit als gescheitert betrachtet werden müsste. In rechtlicher 

Hinsicht sei eine invalidisierende Wirkung des psychischen Leidens zu verneinen. 

Damit sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer somatisch angepassten Tätigkeit 

auszugehen (IV-act. 164).

A.f   Gestützt auf die Stellungnahme des Rechtsdienstes stellte die IV-Stelle dem Ver­

sicherten mit einem Vorbescheid vom 5. Februar 2014 die Einstellung der Rente in 

Aussicht (IV-act. 168). Gegen diesen Vorbescheid liess der Versicherte am 12. März 

2014 einwenden, dass die Stellungnahme des Rechtsdienstes unhaltbar sei, da sie im 

Widerspruch stehe zu den fachkompetenten ärztlichen Beurteilungen der ZIMB-

Gutachter und des RAD, welcher sich den Ausführungen der Gutachter vollumfänglich 

angeschlossen habe (IV-act. 172). Am 10. April 2014 hielt der Rechtsvertreter 

ergänzend fest, dass im Gutachten ausdrücklich festgehalten worden sei, dass beim 

Versicherten keine somatoforme Schmerzstörung oder ein sonstiges syndromales 

Beschwerdebild vorliege. Aufgrund dieser Feststellung hätten die Gutachter mit der 

Meinung des medizinischen Laien konfrontiert und zur Stellungnahme eingeladen 

werden müssen. Auch die behandelnde Psychiaterin Dr. E.___ habe gemäss ihrer 

Stellungnahme vom 2. April 2014 das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung 

verneint und daher jede Diskussion der Försterkriterien als hinfällig erachtet. Zudem 

habe sie festgehalten, dass beim Versicherten mit Sicherheit eine invalidisierende 

Wirkung des psychischen Leidens auf die Arbeitsfähigkeit bestehe. Beim 

Einkommensvergleich sei entsprechend dem Gutachten von einer höchstens 50%igen 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit auszugehen. Aufgrund des hohen 

Alters, der somatischen Einschränkungen und des reduzierten Beschäftigungsgrades 

sei beim Invalideneinkommen zudem ein Abzug vom Tabellenlohn von 25% 

vorzunehmen. Aus dem Einkommensvergleich resultiere somit ein IV-Grad von 62%, 

womit der Versicherte Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe (IV-act. 177). Dr. E.___ 

hatte auf Anfrage des Rechtsvertreters am 2. April 2014 berichtet, dass sich die beim 

Versicherten vorliegende mittelgradige depressive Episode langsam entwickelt und 

über die Jahre verselbständigt habe. Die Diagnose sei aufgrund der diagnostischen 

Leitlinien des ICD-10 gestellt worden, da der Versicherte folgende Kriterien erfülle: 

Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und 

Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit sowie Schlafstörungen. 

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Eine somatoforme Schmerzstörung habe weder von ihr noch von einem anderen 

Kollegen diagnostiziert werden können, da die somatischen Beschwerden 

objektivierbar seien. Der Versicherte sei in seiner bisherigen Tätigkeit als Drechsler zu 

100% arbeitsunfähig und in einer leidensadaptierten Tätigkeit in geschütztem Rahmen 

zu 50% arbeitsfähig mit einer 70%igen Leistungsfähigkeit. Die mit Sicherheit 

bestehende invalidisierende Wirkung des psychischen Leidens auf die Arbeitsfähigkeit 

(endogene Depression) sei auch im Gutachten bestätigt worden. Es bestehe ein 

ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens. Während der gesamten 

Behandlung habe der Versicherte keine Aggravations- und Simulationstendenzen 

gezeigt (IV-act. 178). Der Mitarbeiter des Rechtsdienstes hielt am 22. April 2014 fest, es 

sei eine Rechtsfrage, ob die ärztlicherseits diagnostizierten Leiden den Rechtsbegriff 

der invalidisierenden Krankheit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG erfüllten. Beim 

Beschwerdeführer sei das nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung verlangte 

Erfordernis für die Annahme einer invalidisierenden Wirkung einer mittelschweren 

depressiven Störung, nämlich dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt 

werde, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweise, nicht erfüllt. Deshalb sei von 

der im medizinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen. Dem 

Bericht von Dr. E.___ vom 2. April 2014 seien keine relevanten Aspekte zu entnehmen, 

die Anlass für eine andere Betrachtung bieten oder weitere medizinische Abklärungen 

erforderlich machen würden (IV-act. 179). Mit einer Verfügung vom 24. April 2014 

stellte die IV-Stelle die dem Versicherten bisher ausgerichtete halbe Rente per sofort 

ein und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (IV-act. 181).

B.    

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 28. Mai 

2014. Darin beantragte der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

Josef Jacober, die Verfügung vom 24. April 2014 sei aufzuheben und ihm sei aufgrund 

eines Invaliditätsgrades von mindestens 60% ab dem 1. September 2008 eine 

Dreiviertelsrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Ergänzung des 

interdisziplinären ZIMB-Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der 

Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen bzw. die aufschiebende 

Wirkung sei wiederherzustellen. Im Verfahren vor dem Versicherungsgericht und für 

das Vorbescheidverfahren sei dem Rechtsvertreter die unentgeltliche Rechtspflege zu 

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gewähren. Der Rechtsvertreter führte zur Begründung zunächst an, die 

Beschwerdegegnerin habe durch die angefochtene Verfügung das rechtliche Gehör 

verletzt, da sie sich nicht mit den Vorbringen des Beschwerdeführers im 

Vorbescheidverfahren auseinandergesetzt habe. Weiter hielt der Rechtsvertreter fest, 

dass bei einem sachgemäss erstellten medizinischen Gutachten – wie es vorliegend 

unstreitig gegeben sei – die medizinischen Tatsachenfeststellung nicht willkürlich 

abgeändert oder von ihr abgewichen werden könne und dürfe. Genau dies habe die 

Beschwerdegegnerin aber getan, indem sie entgegen aller medizinischer 

Feststellungen, ohne Rückfrage an die Gutachter völlig unbegründet behauptet habe, 

in rechtlicher Hinsicht liege keine invalidisierende Wirkung des psychischen Leidens 

vor. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung könne die invalidisierende Wirkung 

einer mittelgradigen depressiven Störung nicht schlechthin ausgeschlossen werden. 

Sämtliche von der Beschwerdegegnerin zitierten Bundesgerichtsentscheide befassten 

sich mit somatoformen Schmerzstörungen oder sonstigen vergleichbaren unklaren 

syndromalen Zuständen. Dies entspreche aber nicht der Situation des 

Beschwerdeführers, welcher neben der mittelgradigen depressiven Episode diverse 

somatische Leiden, und nicht "bloss" eine somatoforme Schmerzstörung habe, was 

auch von den behandelnden Ärzten bestätigt werde. Dem Argument der 

Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer keine konsequente 

Depressionstherapie befolge, sei entgegenzuhalten, dass der Beschwerdeführer seit 

dem 14. Oktober 2007 bei Dr. E.___ in Behandlung stehe, bereits eine 10-monatige 

Behandlung im Psychiatrischen Zentrum F.___ absolviert habe und neben der 

internistischen Medikation auch Medikamente zur Behandlung der Depression erhalte. 

Hinzu komme, dass auch die RAD-Ärztin keine Therapiemöglichkeit mehr gesehen 

habe, welche die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit verbessern könnte. Keine der 

medizinischen Fachpersonen habe zum Ausdruck gebracht, dass die 

Depressionstherapie nicht konsequent verfolgt werde. Betreffend die unentgeltliche 

Rechtspflege samt unentgeltlicher Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren 

habe die Beschwerdegegnerin die bundesgerichtliche Rechtsprechung missachtet, 

indem sie nicht über das Gesuch entschieden habe (act. G 1).

B.b  Am 4. Juli 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde. In formeller Hinsicht hielt sie fest, dass ein allfälliger Anspruch auf 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht Teil des Anfechtungsgegenstandes und 

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daher in diesem Verfahren nicht zu prüfen sei. Über das Gesuch werde demnächst 

entschieden. Betreffend die gerügte Verletzung der Begründungspflicht sei 

festzuhalten, dass in der angefochtenen Verfügung die leitgebenden Überlegungen 

genannt worden seien. Die Begründungspflicht verlange nicht, dass sich die Behörde 

mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand einlässlich 

auseinandersetze. Eine allfällig vorliegende Verletzung der Begründungspflicht wäre 

jedenfalls als geheilt anzusehen. In materieller Hinsicht führte die Beschwerdegegnerin 

aus, es sei entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers in sämtlichen Fällen 

gesundheitlicher Beeinträchtigungen, somit auch bei Depressionen, keineswegs allein 

Sache der im konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, selber 

abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle verbindlich zu entscheiden, ob das 

medizinisch festgestellte Leiden zu einer Arbeitsunfähigkeit führe. Die 

Arbeitsunfähigkeit sei ein unbestimmter Rechtsbegriff des formellen Gesetzes, welcher 

vom Bundesgericht allgemein konkretisiert und von den rechtsanwendenden Behörden 

praktisch gehandhabt werde. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung verlange 

zudem eine Prüfung aller Beweismittel, somit auch des Sachverständigengutachtens, 

auf Beweiseignung- und kraft im Einzelfall hin. Schliesslich gebiete das Prinzip des 

rechtsgleichen Gesetzesvollzugs eine administrative bzw. gerichtliche Überprüfung der 

ärztlichen Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit auf ihre beweisrechtlich erforderliche 

Schlüssigkeit im Einzelfall hin. Vorliegend gehe aus dem ZIMB-Gutachten hervor, dass 

die 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers allein mit der 

mittelschweren depressiven Störung zu begründen sei. Nebst den auf den Unfall vom 

1. August 2006 zurückzuführenden Knieschmerzen leide der Beschwerdeführer seit 

Jahren an multiplen Schmerzen am Bewegungsapparat, insbesondere auch an einem 

chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndrom. Die vom Beschwerdeführer anlässlich 

der Begutachtung geklagten Schmerzen im Bereich der Schulter- und 

Ellenbogengelenke hätten nicht nachvollzogen werden können. Somit bestehe in 

wesentlichem Ausmass seit längerer Zeit eine organisch nicht erklärbare 

Schmerzproblematik. Nach der Aktenlage sei zu schliessen, dass sich die depressive 

Symptomatik infolge der Schmerzsymptomatik entwickelt habe, womit es sich nicht 

um ein selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives 

Leiden handle und daher invaliditätsrechtlich keine weitergehende Bedeutung habe. 

Hinzu komme, dass keine konsequente Depressionstherapie durchgeführt werde, 

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obwohl leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen depressiver Natur 

im Prinzip therapeutisch angehbar seien. Der psychiatrische Gutachter des ZIMB habe 

eine intensivere Gesprächstherapie mit wöchentlichen Terminen und eine Überprüfung 

der antidepressiven Medikation empfohlen. Zudem habe er eine stationäre Therapie als 

sinnvoll erachtet. Der Beschwerdeführer nehme jedoch nur sporadisch (1x im Monat) 

einen Termin bei der behandelnden Psychiaterin wahr. Weiter habe das Medikament 

Trittico unter dem therapeutischen Bereich gelegen. Die zumutbaren 

Behandlungsmöglichkeiten seien somit nicht optimal und nachhaltig ausgeschöpft 

worden, womit dem depressiven Leiden keine invalidisierende Wirkung beigemessen 

werden könne (act. G 5).

B.c   Mit einer Replik vom 14. August 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter brachte vor, das Medikament Trittico sei 

im Rahmen der Behandlung in der Tagesklinik F.___ eingestellt worden. Der Gutachter 

habe lediglich eine höhere Dosis empfohlen. Ein Compliance-Problem bestehe seitens 

des Beschwerdeführers nicht. Trotz der langandauernden Behandlung und 

vorhandener Motivation beim Beschwerdeführer sei es in der Tagesklinik F.___ nicht 

gelungen, eine nennenswerte Verbesserung herbeizuführen. Ein davor begonnenes 

Arbeitsprojekt der Gemeinde mit dem Ziel, die Depression zu bekämpfen, sei ebenfalls 

erfolglos gewesen und habe abgebrochen werden müssen. Der psychiatrische ZIMB-

Gutachter sei zum Schluss gekommen, dass mittlerweile ein Chronifizierungsprozess 

stattgefunden habe. Die Behandlungsempfehlungen seien wohl eher auf den Erhalt des 

aktuellen Gesundheitszustandes gerichtet. Auch die RAD-Ärztin habe festgehalten, 

dass sie die vom Gutachter empfohlenen therapeutischen Massnahmen zwar als 

medizinisch sinnvoll erachte, aber dass aus versicherungsmedizinischer Sicht dadurch 

nicht mit einer relevanten Besserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei. Die 

Beschwerdegegnerin spreche die beiden Begriffe Therapierbarkeit und 

Überwindbarkeit des Leidens an. Sie gehe damit offensichtlich nach wie vor entgegen 

allen ärztlichen Einschätzungen – insbesondere des ZIMB-Gutachtens und der 

Äusserung des RAD – in willkürlicher Art und Weise davon aus, dass beim 

Beschwerdeführer eine somatoforme Schmerzstörung vorliege und die Depression 

lediglich eine Begleiterscheinung davon darstelle. Eine Depression gehöre nicht zu der 

Gruppe von Krankheitsbildern, welche analog in die für die somatoforme 

Schmerzstörung geschaffene Schmerzpraxis einbezogen werde. Das Kriterium der 

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Überwindbarkeit sei vorliegend deshalb gar nicht anwendbar. Die Gutachter hätten 

lediglich bei den Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom erwähnt. Ein Grossteil der vom Beschwerdeführer 

empfundenen Schmerzen – gerade auch im Bereich der Hüfte und damit der unteren 

Wirbelsäule – seien jedoch objektivierbar. Aus diesem Grund hätten die Gutachter auch 

folgerichtig eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom 

diagnostiziert. Bezüglich der Therapierbarkeit sei festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer regelmässig Termine bei der behandelnden Psychiaterin 

wahrnehme. Seine Compliance sei unproblematisch und er würde auch häufigere 

Therapiesitzungen wahrnehmen. Dass die Psychiaterin der Auffassung sei, dass eine 

höhere Therapiedichte keine Besserung herbeiführen würde bzw. zum Erhalt der 

aktuellen Gesundheitszustandes nicht notwendig sei, könne dem Beschwerdeführer 

nicht zum Vorwurf gemacht werden. Betreffend das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung sei ihm mit einem standardisierten Schreiben der 

Beschwerdegegnerin vom 28. Juli 2014 mitgeteilt worden, dass die Voraussetzungen 

erfüllt seien (act. G 8). 

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 10).

Erwägungen:

1.     

1.1   In formeller Hinsicht hat der Beschwerdeführer zunächst eine Verletzung seines 

Anspruchs auf rechtliches Gehör gerügt. Die Beschwerdegegnerin habe sich in der 

angefochtenen Verfügung mit den Einwänden zum Vorbescheid nicht ausreichend 

auseinander gesetzt. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) folgt 

unter anderem die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. 

Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person 

diesen in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann; in diesem 

Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 

Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt 

(Bundesgerichtsentscheid vom 4. Mai 2009, 8C_541/2008; BGE 134 I 83 E. 4.1). Nicht 

erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten 

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einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 

(Bundesgerichtsentscheid vom 28. Oktober 2008, 9C_508/2008; BGE 133 III 439 E. 

3.3). Die Beschwerdegegnerin hat zu den Einwänden der Beschwerdeführerin insofern 

Stellung genommen, als sie angab, gemäss dem Rechtsdienst handle es sich bei der 

Beurteilung, ob ein ärztlich diagnostiziertes Leiden invalidisierende Wirkung habe, um 

eine Rechtsfrage. In diesem Lichte könnten sich Konstellationen ergeben, bei welchen 

von der im medizinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen sei. 

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei davon auszugehen, dass leichte bis 

höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis 

therapierbar seien. Beim Beschwerdeführer sei die Voraussetzung für die Annahme 

einer invalidisierenden Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung, nämlich 

dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt werde, deren Scheitern das Leiden 

als resistent ausweise, nicht erfüllt (vgl. IV-act. 181). Das für die Abweisung des 

Rentengesuchs entscheidende Argument der Beschwerdegegnerin ist demnach, dass 

der Beschwerdeführer trotz rechtsprechungsgemäss grundsätzlicher Therapierbarkeit 

seines Leidens keine konsequente Depressionstherapie befolgt habe. Aus diesem 

Grund ist es zu vernachlässigen, dass die Beschwerdegegnerin zum Vorbringen des 

Rechtsvertreters im Einwand zum Vorbescheid, wonach beim Beschwerdeführer keine 

somatoforme Schmerzstörung vorliege, keine Stellung genommen hat. Die 

Beschwerdegegnerin hat ihre Verfügung unter den wesentlichen, entscheidrelevanten 

Aspekten kurz begründet. Zudem hat sie den vom Rechtsvertreter eingereichten 

Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr. E.___ vom 2. April 2014 ausdrücklich 

berücksichtigt. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt somit nicht vor. Falls 

dennoch von einer Verletzung ausgegangen werden müsste, so jedenfalls lediglich von 

einer leichten, welche zudem als geheilt gelten könnte (zum Ganzen: 

Bundesgerichtsentscheid vom 26. Juni 2007, I 496/06). Im Übrigen würde eine 

Rückweisung der Sache zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 

Verzögerungen führen, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der 

betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung nicht zu vereinbaren wären (BGE 

116 V 187 E. 3d). Der Beschwerdeführer selbst hat der materiellen Behandlung den 

Vorzug gegeben, indem er sämtliche materiellen Einwände aus dem 

Verwaltungsverfahren in der Beschwerde an das Gericht nochmals vorgebracht hat 

(vgl. act. G 1).

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1.2   Eine förmliche Behandlung des beschwerdeweise gestellten Antrags auf Wieder­

herstellung der mit der Verfügung entzogenen aufschiebenden Wirkung der 

Beschwerde erübrigt sich mit dem Vorliegen des Entscheids in der Sache; der Antrag 

wird hinfällig. Der Vollständigkeit halber ist aber festzuhalten, dass die vorliegend 

erfolgte Auszahlung der halben Invalidenrente sich nicht auf eine rechtskräftige 

Verfügung gestützt hat, da die leistungszusprechende Verfügung vom 21. Juli 2008 mit 

dem Urteil des Versicherungsgerichts vom 10. Oktober 2012 aufgehoben worden war. 

Für die (vorläufige) Weiterausrichtung der Rente hat daher gar keine Rechtsgrundlage 

mehr bestanden, womit die Rentenzahlung für die Zukunft voraussetzungslos hat 

gestoppt werden können.

1.3   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in formeller Hinsicht weiter 

gerügt, die Beschwerdegegnerin habe die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

missachtet, indem sie es unterlassen habe, über sein Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren zu entscheiden. Bei der Rüge des 

Rechtsvertreters handelt es sich um eine Rechtsverweigerungsbeschwerde gemäss 

Art. 56 Abs. 2 ATSG. Aus der Gutheissung einer Rechtsverweigerungsbeschwerde 

folgt, dass der Versicherungsträger durch die Gerichtsinstanz angewiesen wird, die 

fragliche Handlung vorzunehmen. Wie aus dem der Replik beigelegten Schreiben vom 

28. Juli 2014 hervorgeht, hat die Beschwerdegegnerin das Gesuch des 

Rechtsvertreters nachträglich bewilligt (vgl. act. G 8.1). Damit ist das Begehren des 

Rechtsvertreters gegenstandslos und die Rechtsverweigerungsbeschwerde hinfällig 

geworden. Wäre darüber zu entscheiden gewesen, hätte eine Rechtsverweigerung 

seitens der Beschwerdegegnerin verneint werden müssen. Der Rechtsvertreter hat das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung erstmals im Einwand vom 12. März 

2014 gestellt (vgl. IV-act. 172-6). In der Ergänzung zur Stellungnahme vom 10. April 

2014 hat er ausdrücklich an seinem Gesuch festgehalten (vgl. IV-act. 177-2). Kurz 

darauf ist am 24. April 2014 die angefochtene Verfügung ergangen. Entgegen der 

Ansicht des Rechtsvertreters ist es durchaus üblich, dass die Verwaltung über ein 

Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung nicht zusammen mit dem 

Leistungsbegehren, sondern in einer separaten Verfügung entscheidet (Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. November 2009, 8C_454/2009, E. 1.1). Die 

Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort vom 4. Juli 2014 denn auch 

festgehalten, dass sie demnächst über das Gesuch entscheiden werde (vgl. act. G 5) 

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und hat dieses schliesslich am 28. Juli 2014 gutgeheissen. Zwar wäre es aus Sicht des 

Rechtsvertreters wünschenswert gewesen, wenn die Beschwerdegegnerin über das 

Gesuch bereits im Rahmen des Vorbescheidverfahrens entschieden hätte, jedoch kann 

aus dem Umstand, dass erst nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung über das 

Gesuch entschieden worden ist keine Rechtsverweigerung der Beschwerdegegnerin 

abgeleitet werden, zumal der Entscheid auch zeitnah zur angefochtenen Verfügung 

erfolgt ist. Folglich wäre der entsprechende Teil des Beschwerdebegehrens 

abzuweisen gewesen, wenn er nicht durch die am 28. Juli 2014 nachträglich erteilte 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung gegenstandslos geworden wäre

2.     

2.1   In materieller Hinsicht ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers umstritten.

2.2   Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 

zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung 

des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt 

der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren 

Invalideneinkommens – und damit indirekt des Invaliditätsgrades – ist grundsätzlich der 

Grad der verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung normalerweise den 

ersten Schritt bei der Erhebung des massgebenden Sachverhalts bildet.

2.3   Die gesetzlichen Definitionen von Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit, Invalidität, 

Ermittlung des Invaliditätsgrades usw. stellen Rechtsbegriffe dar. Gerichtliche 

Schlussfolgerungen in ihrem Geltungsbereich, z.B. die Bejahung oder Verneinung einer 

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erheblichen Arbeitsunfähigkeit oder einer rentenbegründenden Invalidität, sind daher 

Akte der Rechtsanwendung und nicht Schritte der Sachverhaltsfeststellung. Indessen 

hängen Rechts- und Tatfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung aufs Engste 

miteinander zusammen, handelt es sich doch bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades 

um einen mehrstufigen Prozess, in dessen Verlauf mannigfaltige 

Tatsachenfeststellungen (einschliesslich Schätzungen) getroffen werden (BGE 132 V 

393 E. 3.1).

2.4   Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität 

bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 

die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

3.     

3.1   Vorab zu klären ist die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. 

Der Beschwerdeführer ist insgesamt drei Mal polydisziplinär begutachtet worden. Die 

Beschwerdegegnerin hat in rein medizinischer Hinsicht auf das ZIMB-Gutachten vom 

13. Januar 2014 abgestellt. Bezüglich der Arbeitsfähigkeitsschätzung ist sie jedoch 

vom Gutachten abgewichen. Sie hat die im Gutachten psychiatrisch begründete 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% in rechtlicher Hinsicht als nicht 

invalidisierend erachtet und ist daher von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers ausgegangen. Zu beurteilen ist im Folgenden zunächst, ob das 

ZIMB-Gutachten in medizinischer Hinsicht überzeugt und als Grundlage für eine 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung dienen kann.

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3.2   In somatischer Hinsicht stehen beim Beschwerdeführer die Knie- und 

Hüftbeschwerden im Vordergrund. Im Gutachten der AEH vom 25. Februar 2008 ist 

aus somatischer Sicht festgehalten worden, dass sich zumindest die Problematik des 

linken Knies nachvollziehen liesse, jedoch hätten sich sowohl in der Untersuchung, 

beim Herumgehen mit den Stöcken, als auch in der Evaluation der arbeitsbezogenen 

funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) einige Inkonsistenzen gefunden. Betreffend die 

anderen somatischen Beschwerden stehe eine ausgeprägte Dekonditionierung im 

Vordergrund (vgl. IV-act. 29-7). Als Schlussfolgerung der EFL haben die Gutachter 

ausgeführt, dass die Resultate der Belastbarkeitstests für die Beurteilung infolge 

erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenzen nur teilweise 

verwertbar seien. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mehr leisten 

könnte, als was er bei den Leistungstests gezeigt habe (vgl. IV-act. 29-8). Bezüglich der 

Arbeitsfähigkeit haben die Gutachter eine leichte vorwiegend sitzende Tätigkeit mit der 

Möglichkeit kurz aufzustehen und mit vermehrten Pausen (insgesamt 1 Stunde pro 

Tag) als zumutbar erachtet (vgl. IV-act. 29-9). Im folgenden Gutachten der MEDAS 

Ostschweiz vom 10. Juli 2009 hat Dr. med. H.___, Orthopädische Chirurgie FMH, 

festgehalten, dass sich beim Beschwerdeführer radiologisch ausgeprägte degenerative 

Veränderungen am linken Hüft- und Kniegelenk nachweisen liessen, welche die 

geklagten Beschwerden erklärten. Therapeutisch sei bei beiden Gelenken die 

Implantation eines Kunstgelenks angezeigt. Eine adaptierte Beschäftigung dürfe nur 

kurze Stehphasen beinhalten, beim Sitzen müssten halbstündliche Positionswechsel 

vorgenommen werden. Auch bei Berücksichtigung der (qualitativen) Einschränkungen 

verbleibe eine zusätzliche zeitliche Reduktion infolge der auftretenden Schmerzen und 

der vermehrten Pausen im Umfang von 40% (vgl. IV-act. 73). Das Versicherungsgericht 

hat im Urteil vom 10. Oktober 2012 bezüglich dieser Beurteilung kritisiert, dass Dr. 

H.___ keine Stellung genommen habe zu der deutlich optimistischeren Einschätzung 

der AEH-Gutachter. Es sei ungeklärt, ob die Differenz mit einer unterdessen 

verfügbaren genaueren Bildgebung oder aber mit eine allfälligen Verschlechterung des 

Zustands in den zwischen den Begutachtungen liegenden anderthalb Jahren zu 

erklären sei (vgl. IV-act. 130-12). Aus dem ZIMB-Gutachten vom 13. Januar 2014 geht 

hervor, dass Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie FMH, 

festgehalten hat, es zeige sich beim Beschwerdeführer unter Würdigung der klinischen 

und radiologischen Untersuchungsbefunde ein stringentes Beschwerdemuster der 

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geklagten Schmerzproblematik hinsichtlich des linken Hüftgelenks sowie beider 

Kniegelenke. Die Beschwerden im Bereich der Schulter- sowie der Ellenbogengelenke 

liessen sich hingegen nicht objektivieren. Für eine als leicht einzustufende, 

überwiegend sitzende Tätigkeit sei der Beschwerdeführer unter Beachtung der 

Schonkriterien für Patienten mit Hüft- und Kniegelenksarthrose aus rein orthopädisch-

unfallchirurgischer Sicht arbeitsfähig. Dem Beschwerdeführer sei jedoch alle 3 Stunden 

eine 30-minütige Pause zu ermöglichen (vgl. IV-act. 159-50). Aus den Gutachten der 

MEDAS und der ZIMB ergibt sich, dass beim Beschwerdeführer die im Vordergrund 

stehenden Knie- und Hüftbeschwerden objektivierbar sind. Gemäss den Gutachten der 

AEH sowie der ZIMB folgt aus den somatischen Beschwerden lediglich eine qualitative 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dr. H.___ von der MEDAS 

hatte hingegen eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und diese Einschränkung mit 

den auftretenden Schmerzen und dem vermehrten Pausenbedarf erklärt (vgl. IV-act. 

73-27). Festzuhalten ist, dass anlässlich der AEH-Begutachtung die Hüftarthrose des 

Beschwerdeführers noch nicht diagnostiziert worden war. Allenfalls ist die tiefere 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. H.___ mit der zusätzlichen Berücksichtigung der 

Hüftarthrose zu erklären. Die Beschwerdegegnerin hat jedoch eine Rückfrage an Dr. 

H.___ betreffend seine vom AEH-Gutachten abweichende

Arbeitsfähigkeitsschätzung unterlassen. Aus diesem Grund bleibt die vom 

Versicherungsgericht mit dem Urteil vom 10. Oktober 2012 aufgeworfene Frage, ob 

eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sei oder ob es sich um 

eine abweichende gutachterliche Beurteilung handle, letztlich weiterhin unklar. Der 

zuletzt somatisch begutachtende Dr. I.___ hat weder zum Gutachten der MEDAS noch 

zu jenem der AEH Stellung genommen. Um seine Einschätzung einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensadaptierten Tätigkeit würdigen 

zu können, erscheint eine Stellungnahme zu den vorangehenden Gutachten, 

insbesondere zu der doch deutlich abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. 

H.___, jedoch unerlässlich. Bei einem Vergleich der vorliegenden Gutachten in 

somatischer Hinsicht zeigen sich zudem nicht ohne Weiteres nachvollziehbare 

Unterschiede in der Diagnosestellung sowie in der Beurteilung: In den Gutachten der 

AEH und der MEDAS ist das chronische lumbovertebrale Schmerzsyndrom mit 

mehrsegmentären Spondylosen als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

qualifiziert worden (vgl. IV-act. 29-8, 73-25), während dem Dr. I.___ die gleiche 

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Diagnose ohne weitere diesbezüglichen Ausführungen unter den Diagnosen ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt hat (vgl. IV-act. 159-60). Weiter sind in 

den Gutachten der AEH und der MEDAS die vom Beschwerdeführer geklagten 

Fersenschmerzen als arbeitsfähigkeitsrelevante Diagnose aufgenommen worden. Dr. 

H.___ hat bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sogar ausdrücklich festgehalten, 

dass der Beschwerdeführer durch den beidseitigen Fersenschmerz zusätzlich zu den 

Knie- und Hüftbeschwerden im Stehen behindert sei (vgl. IV-act. 73-27). 

Demgegenüber hat Dr. I.___ im ZIMB-Gutachten keine die Fersen betreffende 

Diagnose genannt. Gemäss seinen Angaben hat der Beschwerdeführer anlässlich der 

Untersuchung nicht über Fersenschmerz geklagt (vgl. IV-act. 159-35). Zudem habe sich 

in der klinischen Untersuchung der Fersen kein auffälliger Befund gezeigt (vgl. IV-act. 

159-45). Es bleibt jedoch unklar, ob diesbezüglich seit der Begutachtung durch Dr. 

H.___ eine Verbesserung eingetreten ist oder ob Dr. I.___ den Gesundheitszustand 

anders beurteilt hat. Schliesslich besteht auch betreffend die Objektivierbarkeit und die 

Arbeitsfähigkeitsrelevanz der Ellenbogen- und Schulterbeschwerden des 

Beschwerdeführers Unklarheit. Im Gutachten der AEH ist als Diagnose ohne Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit eine Omarthrose beidseits genannt worden (vgl. IV-act. 29-23). 

Gemäss dem MEDAS-Gutachten hat Dr. H.___ eine Tendosynovitis der Bizepssehne 

beidseits mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit angegeben (vgl. IV-act. 73-25). Aus dem 

ZIMB-Gutachten geht hervor, dass beim Beschwerdeführer im August 2010 eine 

Bursektomie im Bereich des rechten Ellenbogengelenks nach Bursitis olecrani 

durchgeführt worden war (vgl. IV-act. 159-60). Für die vom Beschwerdeführer 

anlässlich der Befragung weiterhin geklagten Ellenbogen- und Schulterschmerzen hat 

Dr. I.___ in der klinischen Untersuchung keine entsprechenden Befunde erheben 

können (vgl. IV-act. 159-40 f., 159-50). Bei den Diagnosen finden die geklagten 

Schmerzen selbst unter den nicht arbeitsfähigkeitsrelevanten Diagnosen keine 

Berücksichtigung (vgl. IV-act. 159-59 f.). Die vom Beschwerdeführer gemachte 

Angabe, wonach er durch den ständigen Gebrauch der Gehstöcke Schmerzen in den 

Ellenbogen habe, erscheint nicht unplausibel (vgl. IV-act. 159-30). Durch das 

Erfordernis einer Bursektomie im Bereich des rechten Ellenbogengelenks im August 

2010 ist jedenfalls nachgewiesen, dass zumindest in der Vergangenheit ein 

organisches Korrelat für die Beschwerden rechtsseitig bestanden hat (vgl. IV-act. 

146-10 f.). Aus einem Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 12. Januar 2012 geht 

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zudem hervor, dass sich bei der am 17. Oktober 2011 durchgeführten Sonographie der 

Schultergelenke eine prominente Bursa subacromialis beidseits im Sinne einer 

möglichen chronischen Bursitis subacromalis gezeigt hat. Weiter hätten geringe 

Verkalkungen der Supraspinatussehne rechts sowie beginnende AC-Gelenksarthrosen 

beidseits bestanden (vgl. IV-act. 146-18). Vor diesem Hintergrund erscheinen die von 

Dr. I.___ durchgeführten Untersuchungen der Schulter- und Ellenbogengelenke sowie 

seine diesbezügliche Beurteilung als zu wenig umfassend. 

3.3   Zusammengefasst sind in somatischer Hinsicht ergänzende Abklärungen 

angezeigt, weshalb auf die Einschätzung im ZIMB-Gutachten, wonach der 

Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei, nicht 

abgestellt werden kann. Die Angelegenheit ist sinnvollerweise dem ZIMB-Gutachter Dr. 

I.___ zur Klärung der Fragen und erneuten Beurteilung – allenfalls unter Vornahme von 

weitergehenden Untersuchungen des Beschwerdeführers – vorzulegen. Dabei hat der 

Mediziner auch Stellung zu nehmen zum Gutachten der AEH vom 28. Februar 2008 

sowie insbesondere zum Gutachten der MEDAS vom 10. Juli 2009.

4.     

4.1   In psychiatrischer Hinsicht ist die im ZIMB-Gutachten genannte Diagnose einer 

mittelgradigen depressiven Episode aufgrund der Akten- und Befundlage gut 

nachvollziehbar. Je nach Ergebnis der ergänzenden somatischen Abklärungen ist 

jedoch auch der psychische Gesundheitszustand allenfalls ergänzend abzuklären und 

eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen. Der psychiatrische Gutachter des ZIMB hat 

zwar ausdrücklich festgehalten, dass beim Beschwerdeführer keine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung bestehe (vgl. IV-act. 159-67). Jedoch ist in der 

Vergangenheit von verschiedenen Ärzten auf eine mögliche psychische Überlagerung 

der Schmerzen des Beschwerdeführers hingewiesen worden. So hatte der 

psychiatrische MEDAS-Gutachter als Diagnose einen Verdacht  auf psychische 

Überlagerung der körperlichen Beschwerden angegeben (vgl. IV-act. 73-25). Weiter 

hatten sowohl die Ärzte des Psychiatrischen Zentrums F.___ als auch die behandelnde 

Psychiaterin Dr. E.___ eine mittelgradige depressive Störung mit somatischem 

Syndrom diagnostiziert (vgl. IV-act. 143, 147). Auch sind in sämtlichen Gutachten 

gewisse Inkonsistenzen anlässlich der somatischen klinischen Untersuchungen 

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beschrieben worden. Sollten die somatischen Abklärungen ergeben, dass ein 

arbeitsfähigkeitsrelevantes Schmerzsyndrom ohne organische Grundlage bestünde, so 

hätte der psychiatrische Gutachter zu prüfen, ob es sich hierbei um ein syndromales 

Beschwerdebild handelt. Bejahendenfalls hätte er bei seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung 

rechtsprechungsgemäss die Förster-Kriterien zu berücksichtigen und zu beurteilen, ob 

und inwiefern dem Beschwerdeführer die willentliche Überwindbarkeit der Schmerzen 

zumutbar ist (vgl. BGE 136 V 279 E 3.2.3). Weiter hätte der psychiatrische Gutachter 

dazu Stellung zu nehmen, ob die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode 

lediglich als Begleiterkrankung des syndromalen Beschwerdebildes zu sehen ist oder 

ob ihr ein eigenständiger Krankheitswert zukommt.

4.2   Zur invalidisierenden Wirkung einer mittelgradigen depressiven Episode bei 

gleichzeitigem Vorliegen eines Schmerzsyndroms ohne organische Grundlage kann 

grundsätzlich festgehalten werden, dass der Gesetzgeber im Rahmen der 6. IV-

Revision die invalidenversicherungsrechtlich (weiterhin) relevante Bedeutung 

depressiver Leiden deutlich hervorgehoben hat (Amtliches Bulletin Nationalrat, 

16. Dezember 2010, AB 2010 N 2117 ff.; vgl. auch Amtliches Bulletin Ständerat, 1. 

März 2011, AB 2011 S. 39 f.). Es widerspricht damit dem Willen des Gesetzgebers, 

wenn eine – sich auf ein klinisch festgestelltes depressives Leiden zurückzuführende – 

gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit vom Rechtsanwender bloss unter 

Hinweis auf das gleichzeitige Vorliegen eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren 

syndromalen Leidens korrigiert und als invalidenversicherungsrechtlich irrelevant erklärt 

wird. Dies gilt umso mehr, wenn das syndromale Krankheitsbild von der medizinischen 

Fachperson zur Begründung der Arbeitsunfähigkeit nicht herangezogen wird.

4.3   Selbst bei Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Episode mit eigenständigem 

Krankheitswert, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt, kann unter 

Umständen die invalidisierende Wirkung gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

noch deshalb verneint werden, weil keine konsequente Depressionstherapie 

durchgeführt worden ist, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist. Gemäss 

Bundesgericht gelten leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen als 

grundsätzlich therapeutisch angehbar (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2012, 

9C_736/2011, E. 4.2.2.1.). Die Ausschöpfung sämtlicher ärztlich empfohlener 

Therapiemassnahmen ist daher als Ausdruck des allgemeinen Grundsatzes der 

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Schadenminderungspflicht einer versicherten Person zu betrachten, wonach diese 

alles vorzukehren hat, um die Invalidität zu verringern (vgl. Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 7 N 34). Gemäss dem Bericht von Dr. E.___ vom 15. 

September 2009 ist der Beschwerdeführer seit Oktober 2007 in ambulanter 

Behandlung gewesen. Dr. E.___ hat festgehalten, dass der Beschwerdeführer 

anfänglich in 14-tägigen Abständen zur Gesprächstherapie gekommen sei und aktuell 

alle drei Wochen komme. Die Prognose sei nicht absehbar. Unter der Medikation mit 

Remeron und Sertralin bzw. nach der Medikamentenoptimierung sei es zu einer 

leichten Besserung der Schlafstörung gekommen (vgl. IV-act. 67-2 f.). Der 

psychiatrische MEDAS-Gutachter hat am 27. Mai 2009 festgehalten, dass die 

psychiatrische Behandlung bei Dr. E.___ fortgesetzt werden solle, da sie bereits gute 

Wirkung gezeigt habe. Man dürfe auf eine weitere Verbesserung des psychischen 

Zustands hoffen (vgl. IV-act. 73-38). Gemäss dem Austrittsbericht des Psychiatrischen 

Zentrums F.___ vom 16. Juli 2012 hatte der Beschwerdeführer vom 12. September 

2011 bis 12. Juli 2012 eine Behandlung in der Tagesklinik absolviert. Die behandelnde 

Ärztin hat ausgeführt, der Beschwerdeführer habe die Tagesklinik zunächst an vier 

Tagen in der Woche und dann aufgrund von Überforderung im Verlauf nur noch an drei 

Tagen in der Woche besucht. Er habe am gesamten multimodalen Therapieangebot 

teilgenommen. Der Beschwerdeführer habe von den gebotenen Therapien profitieren 

können und es sei eine Tagesstruktur aufgebaut worden. Jedoch hätten sich die 

depressiven Symptome nur teilweise remittieren lassen. Psychopharmakologisch sei 

die bereits installierte Therapie, bis auf eine Erhöhung der Tritticodosis von 50g auf 

100g wegen Einschlafproblemen, nicht verändert worden (vgl. IV-act. 146 f.). Im Bericht 

vom 15. März 2013 hat die behandelnde Ärztin festgehalten, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund der chronischen (psychischen) Erkrankung auch in Zukunft 

auf eine kontinuierliche integrative psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung 

angewiesen sein werde (vgl. IV-act. 143-1 f.). In ihrem Verlaufsbericht vom 17. April 

2013 hat Dr. E.___ einen stationären Gesundheitszustand angegeben. Sie hat 

festgehalten, dass die Antriebs- und Stimmungslage sowie die Schmerzen des 

Beschwerdeführers trotz regelmässiger psychiatrischer/psychotherapeutischer 

Behandlung in ambulantem Setting und Medikamentenwechsel nicht wesentlich hätten 

beeinflusst werden können. Die 10-monatige psychiatrische Behandlung in der 

Tagesklinik F.___ habe keine Veränderung der Schmerzsymptomatik des 

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Beschwerdeführers bewirkt. Es handle sich um eine chronifizierte depressive und 

Schmerzproblematik, welche sich seit Jahren entwickelt habe. Die seit 2008 

entstandene depressive Verstimmung sei therapieresistent geblieben. Mit einer 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch die psychiatrische Behandlung könne nicht 

gerechnet werden (vgl. IV-act. 147-1 f.). Im ZIMB-Gutachten vom 13. Januar 2014 hat 

der psychiatrische Gutachter festgehalten, er empfehle eine intensivere 

Gesprächstherapie mit wöchentlichen Terminen. Aufgrund der positiven Auswirkungen 

einer vorgegebenen Struktur auf den Beschwerdeführer sei eine teil- bzw. stationäre 

Therapie durchzuführen. Weiter solle die antidepressive Medikation überprüft werden. 

Insgesamt sei aber festzuhalten, dass mittlerweile ein Chronifizierungsprozess 

stattgefunden habe, wodurch es schwierig sein dürfte, den Beschwerdeführer aus 

seinem regressiven Prozess herauszuholen (vgl. IV-act. 159-58). Der RAD hat 

diesbezüglich am 23. Januar 2014 festgehalten, dass die vom psychiatrischen 

Gutachter empfohlenen therapeutischen Massnahmen medizinisch sinnvoll seien. Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht sei dadurch jedoch nicht mit einer 

arbeitsfähigkeitsrelevanten Verbesserung des Gesundheitszustandes zu rechnen (vgl. 

IV-act. 160-2).

4.4   Die Beschwerdegegnerin hat argumentiert, dass der Beschwerdeführer nicht 

sämtliche im ZIMB-Gutachten empfohlenen Therapiemassnahmen ausgeschöpft habe 

und damit die Voraussetzung für die Annahme einer invalidisierenden Wirkung der 

mittelgradigen depressiven Episode, namentlich die Befolgung einer konsequenten 

Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweise, nicht erfüllt 

habe. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer steht seit 

Oktober 2007 ununterbrochen in ambulanter Behandlung bei Dr. E.___. Weiter hat er 

eine rund 10-monatige Behandlung in der Psychiatrischen Tagesklinik F.___ absolviert. 

Zudem ist die antidepressive Medikation bei guter Compliance des Beschwerdeführers 

im Verlauf umgestellt und angepasst worden. Durch keine der Behandlungen hat eine 

wesentliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes erreicht werden 

können. Vielmehr hat Dr. E.___ in ihrem Verlaufsbericht vom 17. April 2013 den 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auch nach der Behandlung in der 

Tagesklinik F.___ als stationär beschrieben. Aus diesem Grund ist sie nachvollziehbar 

davon ausgegangen, dass aufgrund der eingetretenen Chronifizierung der Depression 

keine Verbesserung durch eine psychiatrische Behandlung erwartet werden könne (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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IV-act. 147-1 f.). Auch der psychiatrische ZIMB-Gutachter hat angegeben, dass beim 

Beschwerdeführer ein  Chronifizierungsprozess stattgefunden habe, wodurch es 

schwierig sein dürfte, den Beschwerdeführer aus seinem regressiven Prozess 

herauszuholen (vgl. IV-act. 159-58). Entsprechend der Ansicht des Rechtsvertreters ist 

davon auszugehen, dass die vom Gutachter empfohlenen Massnahmen aufgrund 

seiner Ausführungen eher auf den Erhalt des aktuellen Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers und der Verhinderung einer weiteren Verschlechterung gerichtet 

gewesen sind. Dem entspricht auch die Aussage des RAD, wonach die gutachterlich 

empfohlenen Massnahmen zwar medizinisch sinnvoll seien, aber dadurch nicht mit 

einer Verbesserung des Gesundheitszustandes zu rechnen sei (vgl. IV-act. 160-2). 

Angesichts der bereits erfolglos absolvierten Therapiemassnahmen bei nicht zu 

beanstandender Motivation und Compliance des Beschwerdeführers ist somit 

unwahrscheinlich, dass durch eine höhere Frequenz der Gesprächssitzungen bei Dr. 

E.___, eine erneute teilstationäre oder auch stationäre Behandlung oder eine 

Anpassung der Medikation eine Verbesserung der Depression bzw. der Arbeitsfähigkeit 

eintreten wird. Vor diesem Hintergrund muss die mittelgradige depressive Episode des 

Beschwerdeführers als weitgehend therapieresistent bezeichnet werden. Deren 

invalidisierender Charakter kann daher jedenfalls nicht mit dem Argument einer nicht 

konsequent befolgten Depressionstherapie verneint werden. 

5.     

5.1   Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung vom 24. April 2014 teilweise gutzuheissen, und die An­

gelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen und 

entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2   Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 

die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver­

sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat 

deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

5.3   Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei An­

spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs­

gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 

Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Für einen 

durchschnittlichen Vertretungsaufwand, wie es die vorliegende Angelegenheit erfordert 

hat, erscheint eine praxisgemäss pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Die Beschwerdegegnerin 

hat somit dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom

24. April 2014 aufgehoben; die Sache wird zur weiteren medizinischen Abklärung im 

Sinne der Erwägungen und anschliessender neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.      Die Beschwerde betreffend unentgeltlicher Rechtsverbeiständung im 

Verwaltungsverfahren wird abgeschrieben.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

4.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 11.12.2014
	Art. 28 IVG. Würdigung der medizinischen Aktenlage mit insgesamt drei polydisziplinären Gutachten. Rückweisung zur weiteren Abklärung des somatischen und allenfalls auch des psychischen Gesundheitszustandes. Die invalidisierende Wirkung der beim Beschwerdeführer vorliegenden mittelgradigen depressiven Episode kann nicht mit dem Argument verneint werden, er habe keine konsequente Depressionstherapie befolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Dezember 2014, IV 2014/289).

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