# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2276e3b7-e425-518d-bc53-64fb5bdc3463
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.05.2024 D-3235/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3235-2024_2024-05-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3235/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richterin Aileen Truttmann;   

Gerichtsschreiber Nikola Nastovski. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Marek Wieruszewski,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 10. Mai 2024 / N (…). 

 

 

D-3235/2024 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 16. April 2024 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der «Eurodac»-Datenbank 

vom 18. April 2024 ergab, dass er am 11. April 2024 in Kroatien ein Asyl-

gesuch gestellt hatte, 

dass am 19. April 2024 seine Personalien aufgenommen wurden und er 

gleichentags die ihm zugewiesene Rechtsvertretung des Bundesasylzent-

rums (BAZ) der Region B._______ mandatierte,  

dass das SEM gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen 

oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend Dublin-III-VO) am 19. April 2024 

die kroatischen Behörden um Übernahme des Beschwerdeführers er-

suchte,  

dass ihm anlässlich des Dublin-Gesprächs vom 29. April 2024 das rechtli-

che Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit Kroatiens, zu einer allfälligen 

Rückkehr dorthin sowie zu seinem Gesundheitszustand gewährt wurde,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Mai 2024 diverse medizi-

nische Berichte zu den Akten reichte, namentlich einen Pflegebericht des 

BAZ B._______, einen Laborbefund sowie einen Befundbericht (vgl. SEM-

Akte 17/17), 

dass er am 6. Mai 2024 einen medizinischen Bericht des BAZ B._______ 

einreichte (vgl. SEM-Akte 18/3), 

dass die kroatischen Behörden das Ersuchen innerhalb der Frist gemäss 

Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO unbeantwortet liessen, 

dass das SEM mit Verfügung vom 10. Mai 2024 – eröffnet am 15. Mai 

2024 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 

Wegweisung aus der Schweiz nach Kroatien anordnete, den Beschwerde-

führer zum Verlassen der Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der 

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Beschwerdefrist aufforderte, den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der 

Wegweisung beauftragte, die editionspflichtigen Akten aushändigte und 

feststellte, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wir-

kung zu, 

dass die Rechtsvertretung im Bundesasylzentrum (BAZ) der Region 

B._______ ihr Mandat am 15. Mai 2024 niederlegte, 

dass die aktuelle Rechtsvertretung des Beschwerdeführers mit Vollmacht 

vom 16. Mai 2024 mandatiert wurde, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Mai 2024 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und darin 

beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und das SEM 

anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten und das Asylverfahren in der 

Schweiz durchzuführen; eventualiter sei die angefochtene Verfügung auf-

zuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an das SEM zurückzu-

weisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

zu verzichten, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

23. Mai 2024 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 des Bundesgeset-

zes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [VGG; 

SR 173.32] und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes über das Bun-

desgericht vom 17. Juni 2005 [BGG; SR 173.110]), 

dass sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz über das Verwaltungs-

verfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021), dem VGG und 

dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG 

und Art. 6 AsylG),  

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dass sich die Kognition des Gerichts beziehungsweise die zulässigen Rü-

gen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vor-

instanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 

VI/5 E. 3.1, 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 

unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständig-

keit mit Zustimmung einer zweiten Richterin oder eines zweiten Richters 

zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass in der Beschwerde gerügt wurde, die Vorinstanz habe den Sachver-

halt in Bezug auf die Situation als Dublin-Rückkehrer nach Kroatien nur 

unzureichend abgeklärt und sinngemäss ihre Begründungspflicht verletzt 

(vgl. Beschwerdeschrift, S. 3 ff.), 

dass das Verwaltungs- respektive Asylverfahren vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht wird (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG), wonach die 

Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen, die rechtlich relevanten Um-

stände abzuklären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen hat 

(vgl. BVGE 2015/10 E. 3.2 m.w.H), 

dass die Sachverhaltsfeststellung namentlich unvollständig ist, wenn die 

Behörde trotz Untersuchungsmaxime den Sachverhalt nicht von Amtes 

wegen abgeklärt oder nicht alle für die Entscheidung wesentlichen Sach-

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umstände berücksichtigt hat (vgl. BVGE 2008/43 E. 7.5.6; ferner AUER/BIN-

DER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über 

das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Auflage 2019, N 16 zu 

Art. 12 VwVG), 

dass sich die Vorinstanz – entgegen der in der Beschwerde vertretenen 

Auffassung – mit allfälligen systemischen Mängeln auseinandergesetzt 

und sich dabei auf umfangreiche Abklärungen durch die Schweizer Bot-

schaft in Kroatien abgestützt hat, 

dass somit der Sachverhalt vollständig erstellt wurde und sich die Vor-

instanz in der angefochtenen Verfügung unter E. II, S. 3 ff. auch rechts-

genüglich geäussert hat, 

dass sie damit auch ihrer Begründungspflicht nachgekommen ist, 

dass der blosse Umstand, dass der Beschwerdeführer die diesbezüglichen 

Schlussfolgerungen der Vorinstanz nicht teilt, keine Verletzung der Pflicht 

zur vollständigen Sachverhaltsabklärung der Vorinstanz zu begründen ver-

mag, sondern eine materielle Beurteilung über die vorgebrachten Überstel-

lungshindernisse betrifft, 

dass sich aufgrund des Gesagten die formelle Rüge als unbegründet er-

weist, weshalb keine Veranlassung besteht, die Sache an die Vorinstanz 

zurückzuweisen und das entsprechende Eventualbegehren abzuweisen 

ist, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG) und diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung 

kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) – wie 

im vorliegenden Fall – grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung 

nach Kapitel III stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 

8.2.1 m.w.H.), 

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dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, Antragstellende in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragstellende in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (nachfolgend: EU-Grundrechtecharta) mit 

sich bringen, und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein anderer zustän-

diger Mitgliedstaat bestimmt werden kann,  

dass der nach Dublin-III-VO zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, An-

tragstellende, die während der Prüfung ihres Antrags in einem anderen 

Mitgliedstaat einen Antrag gestellt haben oder die sich im Hoheitsgebiet 

eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhalten, nach Mass-

gabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestellten An-

trag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser 

Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht),  

dass dieses Selbsteintrittsrecht im Landesrecht in Art. 29a Abs. 3 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1; SR 142.311) konkretisiert 

wird und das SEM ein Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung aus huma-

nitären Gründen auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dublin-

III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,  

dass dies auch im Rahmen des take back-Verfahrens gilt und bei Vorliegen 

individueller völkerrechtlicher Überstellungshindernisse der Selbsteintritt 

zwingend ist (vgl. BVGE 2015/9 E. 8.2.1),  

dass die Vorinstanz anhand der Angaben in der Zentraleinheit Eurodac zu 

Recht die Zuständigkeit Kroatiens erkannte und die kroatischen Behörden 

– gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO – um Wiederaufnahme 

des Beschwerdeführers ersuchte, 

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dass die kroatischen Behörden dieses Gesuch unbeantwortet liessen, wo-

mit die Zuständigkeit Kroatiens im Sinne von Art. 25 Abs. 2 Dublin-III-VO 

grundsätzlich gegeben ist (vgl. SEM-Akte 21/1), 

dass damit das Vorbringen des Beschwerdeführers, die kroatischen Be-

hörden hätten der Übernahme nicht zugestimmt, fehlschlägt, 

dass er zudem geltend macht, er habe nie beabsichtigt, in Kroatien ein 

Asylgesuch zu stellen, 

dass er gegen seinen Willen festgehalten worden sei, physische Gewalt 

erfahren habe, keine Möglichkeit gehabt habe, mit den Beamten zu kom-

munizieren, und kein Dolmetscher hinzugezogen worden sei,  

dass das Asylverfahren in Kroatien systemische Mängel aufweise,  

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang diverse Beiträge 

und Urteile erwähnt, unter anderem einen Artikel des «Europäischen 

BürgerInnen Forums» (forumcivique.org) vom 20. Juli 2023, einen Bericht 

der NGO «Solidarité sans frontières», einen Bericht der Schweizerischen 

Flüchtlingshilfe (SFH), einen Bericht der Journalistengruppe «Lighthouse 

Reports» sowie Statistiken des «European Council on Refugees and 

Exiles» und «worlddata.info» (vgl. Beschwerdeschrift, S. 3 ff.), 

dass der Beschwerdeführer gemäss EURODAC-Datenbank am 11. April 

2024 in Vrbovsko (Kroatien) ein Asylgesuch gestellt hat (vgl. SEM-Akte 

7/1), 

dass seine Aussage, nie ein Asylgesuch in Kroatien einzureichen beab-

sichtigt zu haben, rechtlich nichts an der Zuständigkeit Kroatiens zu ändern 

vermag, zumal die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selbst zu wählen (vgl. BVGE 

2010/45 E. 8.3; Urteil des BVGer D-1032/2024 vom 28 Februar 2024 

E. 5.4), 

dass aufgrund der Aktenlage keine Sachverhaltsumstände ersichtlich sind, 

die in rechtserheblicher Weise gegen eine Überstellung in den zuständigen 

Dublin-Vertragsstaat Kroatien sprechen würden,  

dass sich die Abnahme der Fingerabdrücke von illegal einreisenden, aus-

ländischen Personen und Asylsuchenden auf Art. 14 Abs. 1 der Verord-

nung (EU) Nr. 603/2013 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 

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26. Juni 2013 (Eurodac-Verordnung) stützt und das Vorgehen der kroati-

schen Behörden insoweit nicht zu beanstanden ist, 

dass ungeachtet der anderslautenden Beschwerdevorbringen in dieser 

Hinsicht festzuhalten ist, dass Kroatien Signatarstaat der EMRK, des Über-

einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; 

SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung 

der Flüchtlinge (FK; SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 

31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist, wobei Kroatien nach Auffassung der 

Schweiz seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nach-

kommt,  

dass das Bundesverwaltungsgericht in seiner jüngst bestätigten Recht-

sprechung unter Berücksichtigung diverser staatlicher und nichtstaatlicher 

Quellen sowie der Rechtsprechung anderer Dublin-Staaten nicht davon 

ausgeht, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Kroatien 

würden systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 

und 3 Dublin-III-VO aufweisen (vgl. Referenzurteil des BVGer E-1488/2020 

vom 22. März 2023; statt vieler jüngst Urteil des BVGer F-2748/2024 vom 

16. Mai 2024 E. 7.3), 

dass auch unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer geschilder-

ten Erlebnisse und in der Beschwerde zitierten Berichte nicht davon aus-

zugehen ist, Kroatien verstosse systematisch gegen seine vertraglichen 

Verpflichtungen, weshalb die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO 

nicht gerechtfertigt ist, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, wonach er in Kroatien persönlich ernsthaft gefährdet wäre oder 

sich die kroatischen Behörden weigern würden, ihn aufzunehmen und sei-

nen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln der 

Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rats 2013/32/EU vom 

26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-

kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) zu prü-

fen,  

dass den Akten sodann auch keine Gründe für die konkrete Annahme zu 

entnehmen sind, Kroatien werde im Fall des Beschwerdeführers den 

Grundsatz des Non-Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein 

Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem 

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Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen 

würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden,  

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK 

darstellen kann (vgl. Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschen-

rechte [EGMR] Paposhvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse 

Kammer, 41738/10, §§ 180–193 m.w.H., bestätigt durch Savran gegen Dä-

nemark vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer 57467/15, §§ 121 ff.), 

dass der Beschwerdeführer aufgrund geltend gemachter Schmerzen am 

grossen Zeh, linken Knie, im rechten Ohr und am unteren Rücken ärztlich 

behandelt wurde, wobei eine starke Entzündung der eingewachsenen Fuss-

nägel, eine (…) und eine (…) diagnostiziert wurden,  

dass in Anbetracht dieser Diagnosen indes nicht von einem derart gravie-

renden Krankheitsbild ausgegangen werden kann, welches die Annahme 

der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinne der oben zitierten 

Rechtsprechung rechtfertigen würde (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-

2778/2024 vom 13. Mai 2024 E. 7.6),  

dass die dargelegten Leiden somit auch kein Hindernis für eine Überstel-

lung nach Kroatien darstellen, zumal Kroatien über eine ausreichende me-

dizinische Infrastruktur verfügt und es keinen Grund zur Annahme gibt, 

dem Beschwerdeführer werde dort im Rahmen seiner Aufnahme die not-

wendige medizinische Behandlung beziehungsweise Weiterbehandlung 

verweigert (zur medizinischen Versorgung in Kroatien vgl. statt vieler Re-

ferenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 10.2),  

dass sich der Beschwerdeführer im Übrigen bei Bedarf – entgegen der an-

derslautenden Beschwerdevorbringen – an die kroatischen Behörden wen-

den und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg 

einfordern kann (vgl. insb. Art. 26 der Richtlinie des Europäischen Parla-

ments und des Rats 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von 

Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz bean-

tragen, sog. Aufnahmerichtlinie), 

dass sich aus der Überstellung nach Kroatien mithin auch unter Berück-

sichtigung der gesundheitlichen Vorbringen des Beschwerdeführers keine 

Verletzung von Art. 3 EMRK oder anderer völkerrechtlicher Verpflichtun-

gen ergibt,  

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dass das SEM sodann in der Verfügung feststellte, dem aktuellen Gesund-

heitszustand werde bei der Organisation der Überstellung nach Kroatien 

Rechnung getragen, indem es die kroatischen Behörden im Sinne von 

Art. 31 und Art. 32 Dublin-III-VO vor der Überstellung über den Gesund-

heitszustand und die notwendige medizinische Behandlung informiere (vgl. 

Verfügung des SEM, S 6),  

dass demnach kein Grund für eine zwingende Anwendung der Ermessens-

klausel von Art. 17 Dublin-III-VO ersichtlich ist und den Akten auch nicht zu 

entnehmen ist, dass das SEM sein Ermessen bei der Prüfung von allfälli-

gen Überstellungshindernissen im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 nicht 

korrekt ausgeübt hätte,  

dass die Vorinstanz nach dem Gesagten zu Recht in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eingetreten ist und in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung 

nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass demnach die Beschwerde abzuweisen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich das Begehren auf Erlass des Kostenvorschusses als gegen-

standslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als offensichtlich aussichtlos zu 

bezeichnen sind, womit eine der kumulativen Voraussetzungen von Art. 65 

Abs. 1 VwVG nicht erfüllt ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 

Fr. 750.– (Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; 

SR 173.320.2]) dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Contessina Theis Nikola Nastovski