# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51c166c5-46c8-5745-9405-dd1d86a6b2c2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.03.2021 SB200329
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200329_2021-03-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200329-O/U/jv 
 
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, lic. iur. C. Maira und  

lic. iur. B. Amacker sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Hunziker 

 
Urteil vom 22. März 2021 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

 

gegen 

 

1. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. Th. Brändli, 

2. Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. F. Stadelmann, 

Anklägerinnen und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfache Drohung etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  
7. Abteilung - Einzelgericht, vom 8. November 2019 (GG190098)  

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 10. April 2019 

(Urk. D1/21) sowie die Nachtragsanklage der Staatsanwaltschaft I des Kantons 

Zürich vom 26. Juli 2019 (Urk. 42/12) sind diesem Urteil beigeheftet. 

Entscheid der Vorinstanz 
(Urk. 47 S. 57 ff.) 

"Es wird verfügt: 

1. Prozess Nr. GG190167-L wird mit dem vorliegenden Prozess-Nr. GG190098-L vereinigt 

und unter der letztgenannten Prozess-Nr. weitergeführt. Der Prozess-Nr. GG190167-L wird 

als durch Vereinigung erledigt abgeschrieben. 

2. Schriftliche Mitteilung gemäss nachfolgendem Urteil. 

Sodann wird erkannt: 

1. Das Verfahren wird in Bezug auf versuchte Drohung zum Nachteil von B._____ im Sinne 

von Art. 180 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 StGB (Dossier 1) eingestellt. 

2. Der Beschuldigte ist schuldig 

– der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB; 

– der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 

lit. a StGB; 

– der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 

lit. b StGB; 

– des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 

StGB. 

3. Vom Vorwurf der mehrfachen Körperverletzung wird der Beschuldigte freigesprochen. 

4. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten, wovon 1 Tag durch 

Haft erstanden ist, sowie mit einer Busse von Fr. 4'000.–. 

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festge-

setzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

-   3   - 

6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 40 Tagen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ Fr. 1'200.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 1. August 2018 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin C._____ für die 

mehrfache Drohung dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststel-

lung des Umfanges des Schadenersatzanspruches und der Kausalität wird die 

Privatklägerin C._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. Hinsichtlich der mehrfa-

chen Tätlichkeiten wird das Feststellungsbegehren der Privatklägerin C._____ abgewiesen.  

9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger B._____ für die 

mehrfachen Tätlichkeiten dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen 

Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches und der Kausalität wird der Pri-

vatkläger B._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 1'500.– zuzüglich 5 % Zins 

ab 15. November 2017 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

11. Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltliche Rechtsvertre-

terin der Privatklägerin C._____ mit Fr. 4'869.10 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher Rechtsver-

treter des Privatklägers B._____ mit Fr. 3'363.70 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

aus der Gerichtskasse entschädigt. 

13. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'500.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 755.00   Auslagen der Untersuchung 

Fr. 4'363.80   amtliche Verteidigung 

 

14. Die Kosten der Untersuchung, des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der 

amtlichen Verteidigung durch Rechtsanwalt X2._____, sowie der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatkläger werden dem Beschuldigten auferlegt. 

-   4   - 

15. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im Betrag von Fr. 4'363.80 werden auf die Gerichts-

kasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ für das Verfahren GG190167-

L (Nachtragsanklage) eine Prozessentschädigung von Fr. 1'525.45 (inkl. Mehrwertsteuer 

und Barauslagen) zu bezahlen.  

17. [Mitteilung] 

18. [Rechtsmittel]" 

 

Berufungsanträge: 
 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 71 S. 1) 

1. Der Beschuldigte sei in allen Anklagepunkten von Schuld und Strafe freizu-

sprechen. Die Zivilansprüche der Privatklägerschaft seien abzuweisen. 

2. Eventualiter, im Falle einer allfälligen auch teilweisen Verurteilung gemäss 

Anklageschrift, sei der Beschuldigte milde zu bestrafen. 

3. Dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz. 

b) Der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

(Urk. 56; schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im 

angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 47 S. 5 f. E. I.1.-4.). 

1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich wurde der Beschuldigte gemäss dem 

eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositiv verurteilt. Gegen dieses Urteil 

meldete der Beschuldigte fristgemäss Berufung an (Urk. 44). Ihr begründetes 

Urteil versandte die Vorinstanz am 31. Juli 2020 (Urk. 49/1-5). Fristgerecht reichte 

der Beschuldigte mit Eingabe vom 24. August 2020 seine Berufungserklärung ein. 

Gleichzeitig beantragte er, es sei ihm für das Berufungsverfahren Rechtsanwalt 

lic. iur. X1._____ als amtlicher Verteidiger zu bestellen (Urk. 52). 

1.3. Mit Verfügung vom 26. August 2020 wurde Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

für das Berufungsverfahren als amtlicher Verteidiger eingesetzt. Gleichzeitig ging 

die Berufungserklärung an die Anklägerin 1 und 2 sowie die Privatkläger und wur-

de diesen Frist angesetzt, um zu erklären, ob Anschlussberufung erhoben wird 

oder um ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen; ferner wurde der Be-

schuldigte aufgefordert, das Datenerfassungsblatt sowie Unterlagen zu seinen fi-

nanziellen Verhältnissen einzureichen (Urk. 54). 

1.4. Die Anklägerin 1 teilte mit Eingabe vom 8. September 2020 mit, auf eine 

Anschlussberufung zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

zu beantragen (Urk. 56). Mit Eingabe vom 15. September 2020 erklärte die An-

klägerin 2, auf eine Anschlussberufung zu verzichten, und dass sie sich am weite-

ren Verfahren nicht aktiv beteiligen wolle (Urk. 61). Die Privatkläger liessen sich 

innert Frist nicht vernehmen. Mit Eingabe vom 10. September 2020 reichte der 

Beschuldigte das Datenerfassungsblatt ein (Urk. 57). Am 11. März 2021 teilte der 

Vertreter des Privatklägers B._____, Rechtsanwalt lic. iur. Z._____, mit, er ver-

zichte auf eine Teilnahme an der Berufungsverhandlung und das Einreichen einer 

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Kostennote (Urk. 65). Mit Eingabe vom 15. März 2021 reichte die amtliche Vertei-

digung ihre Honorarnote ein (Urk. 67). 

1.5. Am 22. März 2021 fand die Berufungsverhandlung in Anwesenheit des 

Beschuldigten und seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, 

statt (Prot. II S. 4). Im Anschluss an die Verhandlung erging nachfolgendes Urteil. 

2. Umfang der Berufung 

Vom Beschuldigten nicht angefochten werden die vorinstanzliche Verfahrens-

einstellung (Dispositiv-Ziffer 1), der vorinstanzliche Freispruch (Dispositiv-Ziffer 3), 

die Entschädigungen der unentgeltlichen Vertretungen der Privatkläger zu Lasten 

der Staatskasse (Dispositiv-Ziffern 11 und 12), die vorinstanzliche Kostenfest-

setzung (Dispositiv-Ziffer 13) sowie die Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

zu Lasten der Staatskasse (Dispositiv-Ziffer 15, erster Satzteil), was er anlässlich 

der heutigen Berufungsverhandlung bestätigte (Prot. II S. 5; vgl. auch Urk. 52 S. 1 

und Urk. 71 S. 1). Dementsprechend ist das vorinstanzliche Urteil in den Dis-

positiv-Ziffern 1, 3, 11-13 und 15 teilweise (in Bezug auf den ersten Satzteil) in 

Rechtskraft erwachsen. Dies ist vorab mittels Beschluss festzustellen (Art. 404 

Abs. 1 StPO). Soweit das vorinstanzliche Urteil zur Disposition steht, ist das 

Verschlechterungsverbot im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO zu berücksichtigen. 

3. Prozessuales 

3.1. Bei den vorliegend zu prüfenden Straftatbeständen der Tätlichkeiten im 

Sinne von Art. 126 StGB sowie der Drohung im Sinne von Art. 180 StGB handelt 

es sich an sich um Antragsdelikte. Die Privatklägerin C._____ und der 

Beschuldigte waren jedoch zu den jeweiligen Tatzeitpunkten verheiratet, weshalb 

die Tatbestände der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB sowie der 

Drohung gemäss Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB von Amtes wegen zu prüfen sind. Der 

Privatkläger B._____ stand im Tatzeitraum unter der Obhut des Beschuldigten, 

weshalb der Tatbestand der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB 

ebenfalls von Amtes wegen zu prüfen ist. 

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3.2. Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, 

sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkläger zu beteiligen. Der Strafantrag ist 

dieser Erklärung gleichgestellt. Die Erklärung ist gegenüber einer Straf-

verfolgungsbehörde spätestens bis zum Abschluss des Vorverfahrens abzugeben 

(Art. 118 Abs. 1 bis 3 StPO). Die Geschädigten C._____ und B._____ haben sich 

mittels Einreichung des Formulars "Geltendmachung von Rechten als Privatklä-

gerschaft" bzw. Strafantragsstellung je rechtzeitig als Straf- und Zivilkläger konsti-

tuiert (Urk. D1/2-3; Urk. D1/11/4; Urk. D1/12/4; Urk. 42/1/2;). 

3.3. Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Er-

wähnung findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch 

auf rechtliches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu be-

gründen. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von 

denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. 

Es darf sich aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss 

sich nicht ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen 

Einwand auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für 

den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger 

Motivationsaufwand kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich 

Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes 

Argument gefordert würde (vgl. dazu statt Weiterer Urteil des Bundesgerichtes 

6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit Hinweisen). 

II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Ausgangslage / Vorbringen des Beschuldigten 

1.1. Betreffend die dem Beschuldigten zur Last gelegten Anklagevorwürfe kann 

auf die beigeheftete Anklageschrift der Anklägerin 1 vom 10. April 2019 

(Urk. D1/21) sowie die Nachtragsanklage der Anklägerin 2 vom 26. Juli 2019 

verwiesen werden (Urk. 42/12). 

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1.2. Der Beschuldigte stellte sämtliche Anklagevorwürfe sowohl im bisherigen 

Verfahren, als auch im Berufungsverfahren in Abrede und beantragt dementspre-

chend, er sei vollumfänglich von Schuld und Strafe freizusprechen. Nachfolgend 

ist deshalb zu prüfen, ob sich der Anklagesachverhalt in tatsächlicher Hinsicht 

anhand der verwertbaren Beweismittel mit rechtsgenügender Sicherheit erstellen 

lässt. Anschliessend ist der erstellte Sachverhalt rechtlich zu würdigen. 

1.3. Betreffend das Vorgehen bei der Sachverhaltserstellung und der Beweis-

würdigung kann vorab – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Die Vorinstanz hat 

richtig erwogen, das zur Erstellung des Anklagesachverhalts vorliegend im 

Wesentlichen die Aussagen der Privatkläger und des Beschuldigten zu würdigen 

sind. Ebenso hat die Vorinstanz richtig ausgeführt, dass für die Sachverhalts-

erstellung in erster Linie die Glaubhaftigkeit der Aussagen relevant sei und nicht 

einfach auf die Persönlichkeit oder allgemeine Glaubwürdigkeit einer Person 

abgestellt werden dürfe (Urk. 47 S. 7 f. E. II.). 

2. Komplott-Theorie 

2.1. Die Verteidigung des Beschuldigten machte bereits im vorinstanzlichen 

Verfahren sinngemäss geltend, es sei vorliegend von einem Komplott seitens der 

Privatkläger auszugehen, indem diese ihre Aussagen abgesprochen und ihn 

absichtlich zu Unrecht belastet hätten. Hinsichtlich der Motivlage für die Falsch-

belastungen liess der Beschuldigte vorbringen, die Privatklägerin habe sich in der 

Ehe nicht mehr wohlgefühlt, was ein typischer Motivator für Falschaussagen sei. 

Sie habe sich von ihm emotional entfernt und sich aus der Ehe befreien wollen. 

Sie habe mutwillig Konflikte zwischen ihm und dem Privatkläger herbeigeführt und 

den Eklat am 18. Juni 2018 gesucht. Er werde von ihr regelrecht verteufelt. Als 

weiterer Motivator fielen die aus Sicht des Beschuldigten massiv überhöhte 

Genugtuungsforderungen der Privatkläger in Betracht. Es sei gut vorstellbar, dass 

die Privatklägerin den Privatkläger im Hinblick auf eine finanzielle Besserstellung 

zu seinen Aussagen motiviert habe. Beim Privatkläger sei – wie dies auch der 

Schulsoziarbeiter gesagt habe – das Lügen immer wieder ein Thema. Schliesslich 

sei auch eigentümlich, dass die Privatkläger erst Strafantrag gestellt hätten, als 

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die Ereignisse bereits weit zurückgelegen hätten (Prot. S. 24 ff.). Auch in der 

Berufungserklärung hielt der Beschuldigte an dieser Argumentation fest und liess 

erneut sinngemäss vorbringen, er sei quasi Opfer eines Komplotts geworden. Die 

zu beurteilenden Straftaten stünden allesamt vor dem Hintergrund eines Ehe-

konfliktes, in welchem die Privatklägerin die gemeinsamen Kinder, insbesondere 

den Privatkläger, auf ihre Seite gezogen habe (Urk. 52). Anlässlich der heutigen 

Berufungsverhandlung stellte die Verteidigung die allgemeine Ehe- und Familien-

situation im hier interessierenden Zeitraum und die von ihr ins Feld geführten 

Motive der Privatkläger für Falschaussagen erneut sehr ausführlich dar, ohne sich 

indes mit der Qualität der Aussagen der Privatkläger näher auseinanderzusetzen 

(Urk. 71). 

2.2. Die Vorinstanz hat die Einwände der Verteidigung im angefochtenen Urteil 

im Rahmen der Beweiswürdigung zutreffend abgehandelt, worauf zunächst ver-

wiesen werden kann (Urk. 47 S. 12 und 25 E. II. A. 1. e. und II. A. 3. e.). Dass 

sich die Privatklägerin vom Beschuldigten trennen wollte, ist unbestritten und 

wurde von ihr in der Untersuchung auch wiederholt zu Protokoll gegeben ("Ich 

kann wirklich nicht mehr. Ich will ihn auch nicht mehr sehen. Er soll uns in Ruhe 

lassen." "Ich will das auch nicht mehr, weil ich keine Gefühle mehr für ihn habe 

und auch keine Lust mehr."; Urk. D1/5/1 F/A 32, 36). Daraus kann aber entgegen 

der Verteidigung nicht geschlossen werden, dass sie die angeklagten Vorfälle frei 

erfunden hat, um sich aus der Ehe mit dem Beschuldigten zu befreien (es sei an 

dieser Stelle erwähnt, dass das Verschuldensprinzip im Scheidungsrecht längst 

abgeschafft wurde), oder um im Eheschutz-/Scheidungsverfahren besser da zu 

stehen. Vielmehr erhellt aus ihren Depositionen ("Das einzige, was sich an jenem 

Tag [18. Juni 2018 = Tag der polizeilichen Anzeigeerstattung] änderte, war, dass 

ich diese Situation nicht mehr akzeptierte"; vgl. Urk. D1/5/2 F/A 13), dass sie das 

Verhalten des Beschuldigten über lange Zeit erduldete und sich nicht gegen ihn 

zur Wehr setzte. Dementsprechend geht auch der Einwand der Verteidigung fehl, 

wonach die Privatklägerin den Eklat am 18. Juni 2018 gesucht hätte. Vielmehr 

erscheint die Anzeigeerstattung der Privatklägerin als Ergebnis eines längeren, 

inneren Prozesses. Schlicht aktenwidrig ist das Vorbringen der Verteidigung, 

wonach die anklagebegründenden Ereignisse im Zeitpunkt der Anzeigeerstattung 

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bereits weit zurückgelegen hätten, was sich bereits anhand des Anklagesachver-

halts widerlegen lässt. Sodann ist bereits an dieser Stelle zu betonen, dass beide 

Privatkläger – wie nachfolgend dargetan wird – im gesamten Verfahren zurück-

haltend und frei von Aggravierungstendenzen ausgesagt haben sowie auch 

entlastende Momente nannten. Hätten die Privatkläger – wie die Verteidigung 

insinuiert – den Beschuldigten zu Unrecht belasten wollen, dann wären wohl ganz 

andere Vorwürfe zu erwarten gewesen. Soweit diese Zivilforderungen stellen, 

handelt es sich um ein ihnen von Gesetzes wegen zustehendes Recht, weshalb 

allein daraus nicht auf ein Komplott geschlossen werden kann. Insgesamt kann 

aus den Vorbringen der Verteidigung nichts zulasten der allgemeinen Glaub-

würdigkeit der Privatkläger oder der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen abgeleitet 

werden. Weiter sind auch keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich, wonach sich die 

Privatkläger gegen den Beschuldigten verschworen und ihn absichtlich falsch 

belastet hätten. Die von der Verteidigung geltend gemachte These des Komplotts 

kann damit verworfen werden. 

3. Dossier 1; mehrfache Tätlichkeiten zum Nachteil von B._____ 

3.1. Anklagevorwurf 

Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, er habe von April 2017 bis 18. Juni 

2018 den Privatkläger B._____ am damals gemeinsamen Wohnort an der 

D._____-strasse ..., in ... Zürich, regelmässig, durchschnittlich zweimal pro Wo-

che, mehrheitlich mit einem Hosengurt gegen dessen Rücken und Beine, teilwei-

se mit der Faust bzw. Hand gegen die Schultern, den Rücken und die Beine ge-

schlagen. Aufgrund der Schläge mit dem Hosengurt habe der Privatkläger diverse 

Blutergüsse sowie erhebliche Schmerzen erlitten, was der Beschuldigte bei seiner 

Vorgehensweise zumindest billigend in Kauf genommen habe. Im Anschluss an 

die Schläge habe der Beschuldigte den Privatkläger zudem regelmässig bespuckt 

(Urk. D1/21 S. 2 f.). 

 

 

-   11   - 

3.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Nachdem der Beschuldigte zu Anfang der Untersuchung den Anklagevorwurf 

noch gänzlich in Abrede gestellt hatte, räumte er in der Folge sowie vor Vor-

instanz ein, den Privatkläger einmal mit dem weichen Ende eines Hosengürtels 

geschlagen und dabei dessen Beine getroffen zu haben. Seines Wissens habe 

der Privatkläger von diesem Vorfall keine Blutergüsse davongetragen (vgl. dazu 

im Einzelnen Urk. D/1/4/1-3, Prot. S. 14 ff.). Auch anlässlich der Berufungs-

verhandlung hat der Beschuldigte anerkannt, den Privatkläger einmal geschlagen 

zu haben (Urk. 70 S. 5). 

3.3. Würdigung 

3.3.1. Sachverhalt 

3.3.2. Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel zur Erstellung des zu 

beurteilenden Vorwurfs zutreffend aufgeführt, die wesentlichen Aussagen der Be-

teiligten richtig wiedergegeben und diese anschliessend, unter Berücksichtigung 

der dazu gemachten Ausführungen der Verteidigung, einer sorgfältigen Prüfung 

unterzogen und zutreffend gewürdigt (Urk. 47 S. 8 ff. E. II. A. 1. a.-e.), worauf 

zunächst verwiesen werden kann. 

3.3.3. Mit der Vorinstanz ist insbesondere davon auszugehen, dass die stimmi-

gen, plausiblen, reflektierten, strukturgleichen und im Wesentlichen widerspruchs-

freien Aussagen des Privatklägers sehr glaubhaft sind und überzeugen. Der 

Privatkläger zeigte sich anlässlich der Videobefragung vom 18. Januar 2019 sehr 

bemüht, das Geschehene möglichst tatsachengetreu wiederzugeben, wobei kein 

besonderer Belastungseifer noch Aggravierungstendenzen erkennbar sind. So 

führte er aus, der Beschuldigte habe ihn meistens auf den Rücken und die Beine 

geschlagen, hingegen nicht ins Gesicht (Urk. D1/6/1 ab 00:10:19), oder, der 

Beschuldigte habe ihn – im Gegensatz zur Schwester – nie mit dem Metallteil des 

Gürtels geschlagen (a.a.O. ab 00:48:45). Originell schilderte der Privatkläger zu-

dem das erste Mal, als ihn der Beschuldigte gemäss seiner Erinnerung schlug: Er 

habe Geburtstag gehabt und nur weil die Privatklägerin ein Stück Kuchen in den 

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Kühlschrank getan habe, und das dem Beschuldigten nicht gepasst habe, habe er 

sie beide geschlagen (a.a.O. ab 00:47:40). Es ist nur schwerlich vorstellbar, dass 

sich der Privatkläger dies ausgedacht haben könnte. Authentisch wirkt auch seine 

Erklärung für das Verhalten des Beschuldigten, nämlich dass dieser selber von 

seinem Vater geschlagen worden sei (a.a.O. ab 00:15:04), was der Beschuldigte 

selbst bestätigt hat (Prot. S. 21). Für die Darstellung des Beschuldigten bzw. des-

sen Verteidigung, wonach der Privatkläger zum Lügen neige und von der Privat-

klägerin zu den belastenden Aussagen motiviert worden sei, zeigen sich hingegen 

keinerlei Anhaltspunkte. Im Gegenteil spricht der Umstand, dass der Privatkläger 

auch entlastende Momente nannte (bspw. auch hinsichtlich der physischen Ge-

walt gegenüber der Privatklägerin: So habe der Beschuldigte die Privatklägerin in 

den letzten Jahren nicht mehr so geschlagen; a.a.O. ab 00:17:30) ebenfalls für 

die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen. Er gab auch unumwunden zu, wenn er 

Konflikte zwischen dem Beschuldigten und der Privatklägerin nicht selber wahr-

genommen hatte. Weiter lassen sich die Aussagen des Privatklägers zwanglos 

mit jenen der Privatklägerin, welche ebenfalls glaubhaft erscheinen, in Einklang 

bringen. Zudem werden sie zumindest teilweise durch die Zugaben des Beschul-

digten gestützt. Demgegenüber sind die wenig konsistenten, in der Sache immer 

wieder ausweichenden und vom eigenen Verhalten ablenkenden Aussagen des 

Beschuldigten – wobei dieses Aussageverhalten in sämtlichen Einvernahmen 

zum Ausdruck kommt – soweit er den Anklagevorwurf bestreitet, nicht glaubhaft, 

teilweise sinnbefreit und vermögen keine begründeten Zweifel an den glaubhaften 

Aussagen der beiden Privatkläger aufkommen lassen. Geradezu abenteuerlich 

mutet sodann das Vorbringen des Beschuldigten an, wonach die Privatklägerin 

die von ihm eingestandene Züchtigung provoziert haben soll (Prot. S. 20 f.). Der 

eingeklagte Sachverhalt ist damit erstellt. 

3.3.4. Rechtliche Würdigung 

Die Vorinstanz hat den erstellten Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt 

(Urk. 47 S. 33-36 E. III. A. 1.), darauf kann verwiesen werden. Die Verteidigung 

machte anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung ein elterliches Züchti-

gungsrecht als Rechtfertigungsgrund geltend (Urk. 71 S. 8). Das erhebliche 

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physisch gewalttätige Verhalten des Beschuldigten über einen längeren Zeitraum 

hinweg lässt sich in keinerlei Hinsicht mit einem etwaigen aus der elterlichen 

Sorge resultierenden Züchtigungsrecht, unabhängig von dessen heute noch 

anerkannten Form, rechtfertigen. 

4. Dossier 1; mehrfache Drohung zum Nachteil von C._____ 

4.1. Anklagevorwurf 

4.1.1. Erster Sachverhaltsabschnitt 

Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, an einem nicht näher bestimm-

baren Vormittag Ende Dezember 2017 / Anfang Januar 2018 in der Küche der 

damals gemeinsamen Wohnung an der D._____-strasse ..., in ... Zürich, im Ver-

lauf einer verbalen Auseinandersetzung mit der Privatklägerin C._____ aus einer 

Schublade ein Küchenmesser (Länge von ca. 30 cm) behändigt und dieses in 

Richtung der Privatklägerin gehalten zu haben, welche dabei gewesen sei, das 

Geschirr abzuwaschen, und dabei sinngemäss geäussert zu haben, er werde ihr 

die Kehle durchzuschneiden. Dadurch habe sich die Privatklägerin in ihrem Si-

cherheitsgefühl erheblich beeinträchtigt gefühlt, was der Beschuldigte beabsichtigt 

oder aber zumindest billigend in Kauf genommen habe. 

4.1.2. Zweiter Sachverhaltsabschnitt 

Weiter wird dem Beschuldigten vorgeworfen, im März oder April 2018, ebenfalls in 

der Küche der oben erwähnten Örtlichkeit, als die Privatklägerin den Abwasch 

getätigt und sich dabei einen Schritt vom Fenster entfernt befunden habe, dieser 

gegenüber sinngemäss geäussert zu haben, er werde sie aus dem Fenster 

werfen. Dadurch habe sich die Privatklägerin in ihrem Sicherheitsgefühl erheblich 

beeinträchtigt gefühlt, was der Beschuldigte beabsichtigt oder aber zumindest 

billigend in Kauf genommen habe. 

4.1.3. Dritter Sachverhaltsabschnitt 

Schliesslich wird dem Beschuldigten zur Last gelegt, am Abend des 18. Juni 2018 

im Korridor der oben erwähnten Örtlichkeit ein Sparschwein aus Keramik 

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behändigt, hochgehalten und angedeutet zu haben, es nach der Privatklägerin zu 

werfen. Diese sei dadurch in grosse Angst versetzt worden, indem sie körperliche 

Übergriffe seitens des Beschuldigten erwartet habe, was der Beschuldigte 

gewusst und gewollt oder zumindest billigend in Kauf genommen habe (vgl. zum 

Ganzen Urk. D1/21 S. 3-4). 

4.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Dieser Anklagevorwurf wird vom Beschuldigten vollumfänglich bestritten (vgl. 

dazu im Einzelnen Urk. D/1/4/1-3, Prot. S. 14 ff., Urk. 70 S. 6). 

4.3. Würdigung 

4.3.1. Sachverhalt 

Vor dem Hintergrund, dass jeweils niemand anderes als der Beschuldigte und die 

Privatklägerin bei den Vorfällen zugegen war, es sich mithin um Vier-Augen-

Delikte handelt, die vorliegend im Raum stehen, weshalb bei der Erstellung des 

strittigen Sachverhalts deren Aussagen ausschlaggebend sind, hat die Vorinstanz 

die massgebenden und soweit entscheidrelevant zu würdigenden Beweismittel 

zutreffend dargestellt, worauf verwiesen werden kann. Schliesslich kann bereits 

an dieser Stelle festgehalten werden, dass die Vorinstanz die vorliegenden Be-

weise unter Bezugnahme auf die Vorbringen der Verteidigung im Hinblick auf den 

strittigen Sachverhalt grundsätzlich überzeugend gewürdigt hat (Urk. 57 S. 13 ff. 

E. II. A. 2. a.-e.), weshalb auf die entsprechenden Ausführungen vorab ebenfalls 

verwiesen werden kann. 

4.3.1.1. Erster Sachverhaltsabschnitt 

4.3.1.1.1. Es ist der Verteidigung insofern beizupflichten, als die Aussagen des 

Beschuldigten zufolge Bestreitens des Vorwurfs naturgemäss mit weniger Detail-

reichtum verbunden sind (Prot. II S. 11), was ihm grundsätzlich nicht zum Nachteil 

gereichen darf. Dennoch gibt es einige Auffälligkeiten, welche Zweifel an der 

Glaubhaftigkeit seiner Aussagen wecken. So fällt auf, dass sich der Beschuldigte 

zum Kerngeschehen dieses Vorwurfs ebenfalls nur ausweichend äusserte. So 

-   15   - 

machte er vor Vorinstanz Ausführungen dazu, wie er ständig und mit aller Kraft 

versucht habe, seine Familie zu retten und sie zurückzugewinnen und wie er alles 

versucht habe, um seine Familie glücklich zu machen, anstatt sich zum Anklage-

vorwurf zu äussern (Prot. S. 17). Dabei findet sich in den Aussagen des Beschul-

digten auch eine Tendenz zu Übertreibungen (Die Zeit, während welcher er 

zusammen mit seiner Familie in der Schweiz gelebt habe, habe er "ständig auf 

Knien bettelnd verbracht"; Prot. S. 17). Weiter fällt auf, dass er versucht, die Pri-

vatklägerin in einem schlechten Licht darzustellen (Sie wisse nicht, was sie rede; 

vgl. Prot. S. 18; Sie habe immer die Kinder gegen ihn aufgehetzt und ihn provo-

zieren wollen; vgl. Urk. D1/4/3 F/A 3 und 8; Sie habe einfach nicht normal mit ihm 

in einer Ehe leben wollen; a.a.O. F/A 9). Auch seine zusammenhangslose Aus-

führung, wonach die Privatklägerin im Jahr 2016 eine Affäre mit einem Nachbarn 

gehabt haben soll (Prot. S. 15), erscheint als hilfloser Versuch, ein unvorteilhaftes 

Bild von ihr zu zeichnen. Die Depositionen des Beschuldigten zum Vorwurf sind 

immer wieder von ausufernden Schilderungen betreffend Nebensächlichkeiten 

geprägt (So auf die Frage, ob er sich zu den Aussagen der Privatklägerin äussern 

wolle, wo er unter anderem ausführte, ihr Adamsapfel habe sich von oben nach 

unten bewegt, was zeige, dass sie Angst vor der Befragung gehabt habe [dies 

wohl als Indiz für angebliche absichtliche Falschaussagen]; Urk. D1/4/3 F/A 6). 

Soweit der Beschuldigte vorbringt, die Aussagen der Privatklägerin seien dadurch 

motiviert, dass sie höherem Stress, insbesondere verursacht durch Ausbildung, 

Haushalt und Kinderbetreuung und Geldsorgen, unterlegen sei (Urk. D1/4/2 

F/A 21 und 37), ist festzuhalten, dass eine solche Stresssituation in den Akten 

keine Stütze findet, aber selbst wenn die Privatklägerin aus den vom Beschuldig-

ten vorgebrachten Gründen "gestresst" gewesen wäre, dies noch kein plausibles 

Motiv für Falschaussagen zu begründen vermag. 

4.3.1.1.2. Die Aussagen der Privatklägerin sind mit der Vorinstanz lebensnah, de-

tailliert, wirken authentisch und erscheinen insgesamt glaubhaft (Urk. 47 S. 20 f. 

E. II. A. 2. e.). In Bezug auf diesen Sachverhaltsabschnitt ist zudem zu berück-

sichtigen, dass die Erinnerung an ein bestimmtes Erlebnis mit der Zeit naturge-

mäss abnimmt, was sich regelmässig im Detailierungsgrad der Aussagen nieder-

schlägt. Vorliegend lag der Vorfall im Zeitpunkt der ersten Befragung bereits rund 

-   16   - 

ein halbes Jahr zurück, was erklärt, weshalb die diesbezüglichen Schilderungen 

der Privatklägerin weniger detailreich als diejenigen zum Vorfall sind, welcher zur 

polizeilichen Anzeigeerstattung führte (dritter Sachverhaltsabschnitt). Die Privat-

klägerin führte in den Einvernahmen konstant, im Wesentlichen widerspruchsfrei 

und schlüssig aus, der Beschuldigte habe etwa Ende Dezember 2017/Anfang 

Januar 2018 im Rahmen eines Streites ein ca. 30 cm langes Rüstmesser aus der 

Küche ergriffen und sie damit bedroht, was sie ernst genommen habe 

(Urk. D1/5/1 F/A 29; Urk. D1/5/2 F/A 33 f. und 60). Insbesondere besteht der von 

der Verteidigung in der Untersuchung aufgegriffene Widerspruch in ihren Aus-

sagen (vgl. Urk. D1/5/2 F/A 59) bei genauerer Betrachtung nicht. So führte sie am 

18. Juni 2018 gegenüber der Polizei in Bezug auf Drohungen des Beschuldigten 

mit einem Messer aus, der Beschuldigte habe gesagt, er würde ihr das Messer in 

den Bauch rammen (Urk. D1/5/1 F/A 29). Im Rahmen der staatsanwaltschaft-

lichen Einvernahme vom 5. Oktober 2018 führte sie von sich aus konkretisierend 

– nicht abweichend, wie es von der Verteidigung dargestellt wurde (Urk. D1/5/2 

F/A 59) – aus, beim ersten Vorfall mit dem Messer zu Beginn der Ehe habe der 

Beschuldigte gesagt, er würde ihr das Messer in den Bauch rammen und beim 

zweiten Vorfall – welcher schliesslich Eingang in die Anklage fand – habe der 

Beschuldigte "Wenn das so weitergeht, dann werde ich dir irgendwann die Kehle 

aufschneiden" oder so ähnlich zu ihr gesagt (Urk. D1/5/2 F/A 33). Entsprechend 

vermag denn auch ihre Ausführung zu überzeugen, wonach sie die beiden 

Vorfälle mit dem Messer bei der Polizei noch nicht einzeln, sondern allgemein 

geschildert habe. Lebensnah wirkt und zeugt von selbst Erlebtem insbesondere 

auch die Aussage, dass der Beschuldigte bemerkt habe, dass sie verängstigt 

gewesen sei und zu ihr gesagt "ah, du hast ein gelbliches Gesicht", weshalb er 

das Messer zurückgelegt habe (Urk. D1/5/2 F/A 37). Ebenfalls nachvollziehbar 

erscheint – entgegen der Ansicht der Verteidigung (Prot. II S. 9) – dass die Privat-

klägerin nicht bereits früher zur Polizei ging, ist es doch geradezu typisch und 

entspricht der allgemeinen Lebenserfahrung, dass die Opfer oft sehr lange in von 

gewalttätigen Übergriffen geprägten Ehen verharren. 

4.3.1.1.3. Insgesamt vermag der Beschuldigte die glaubhaften Depositionen der 

Privatklägerin nicht zu entkräften. Bei dieser Ausgangslage bestehen keine ver-

-   17   - 

nünftigen Zweifel daran, dass sich der Sachverhalt wie eingeklagt zugetragen hat. 

Der äussere Sachverhalt ist damit erstellt. Was den inneren Sachverhalt anbe-

langt, ist an dieser Stelle festzuhalten, dass der Beschuldigte das Küchenmesser 

wissentlich und willentlich in Richtung der Privatklägerin hielt und ebenso 

wissentlich und willentlich die eingeklagte Äusserung tätigte. Weiter wird darauf 

im Rahmen der rechtlichen Würdigung eingegangen. 

4.3.1.2. Zweiter Sachverhaltsabschnitt 

4.3.1.2.1. Die Vorinstanz hat richtig erkannt, dass die diesbezüglichen Depositio-

nen des Beschuldigten auch hier von weitschweifigen Schilderungen zum allge-

meinen Familienleben geprägt sind, wobei immer wieder auffällt, dass er einer-

seits versucht, sich in ein vorteilhaftes Licht zu rücken und andererseits, die Pri-

vatklägerin ungünstig darzustellen. Mit Blick auf das Kerngeschehen beschränkte 

er sich jedoch darauf, den Vorwurf pauschal zu bestreiten (Urk. 47 S. 21 E. II. 

A. 2. e. ii.). Es kann im Übrigen auf das vorstehend Ausgeführte verwiesen wer-

den, was auch bezüglich dieses Sachverhaltsabschnitts zutrifft (E. II. 4.3.1.1.1.). 

Die Aussagen des Beschuldigten erweisen sich somit als wenig glaubhaft. 

4.3.1.2.2. Die Schilderungen der Privatklägerin erweisen sich mit der Vorinstanz 

als stimmig, lebensnah und authentisch (Urk. 47 S. 21 E. II. A. 2. e. ii.). In Korrek-

tur zu den Ausführungen der Vorinstanz ist lediglich festzuhalten, dass die Privat-

klägerin im Einklang mit dem Anklagesachverhalt angegeben hat, der Beschuldig-

te habe ihr letztmals im März oder April 2018 damit gedroht, sie aus dem Fenster 

zu werfen (Urk. D1/5/2 F/A 67). Sodann finden die Aussagen der Privatklägerin 

eine gewisse Stütze durch die ebenfalls glaubhaften Depositionen des Privat-

klägers, was die Vorinstanz richtig erkannt hat. Dieser schilderte ebenfalls, dass 

der Beschuldigte einmal zu ihm gesagt habe, dass er ihn aus dem Fenster werfen 

werde, damit endlich Ruhe im Haus sei (Urk. D1/6/1 S. 6 ab 00:28:33). Insbeson-

dere ist auch kein Widerspruch in den Schilderungen der Privatklägerin zu 

erblicken, soweit sie gegenüber der Polizei ausführte, sie wisse vielleicht, dass 

der Beschuldigte seine Drohungen nicht umsetzen würde, habe aber gleichwohl 

grosse Angst vor ihm, jedes Mal verdrehe und verschliesse sich dabei ihr Magen 

(Urk. D1/5/1 F/A 32). Dies untermauert viel mehr die glaubhaften Aussagen der 

-   18   - 

Privatklägerin, wonach sich solche Situationen offenbar wiederholten und einem 

Beziehungsmuster entsprachen. Vor diesem Hintergrund erscheinen ihre Aus-

sagen durchaus verständlich. Jedenfalls kann daraus nicht geschlossen werden, 

die Privatklägerin habe in dieser Situation keine Angst gehabt. So gab die Privat-

klägerin bei der Staatsanwaltschaft nachvollziehbar an, dass sie in jenem Moment 

versucht habe, sich selbst davon zu überzeugen, dass eine Person jemanden 

nicht aus dem Fenster werfen könne. Dies sei jedoch unabhängig davon ge-

wesen, dass sie grosse Angst gehabt habe (Urk. D1/5/2 F/A 62). Weiter gab sie 

zu Protokoll, sie habe vor allem dann vor dem Beschuldigten Angst gehabt, wenn 

sie sich in der Nähe des Fensters aufgehalten habe (Urk. D1/5/2 F/A 44), was in 

Bezug auf den eingeklagten Vorfall, welcher sich in der Küche ereignete, der Fall 

war. Dass die Privatklägerin durch die Drohung in erhebliche Angst versetzt 

wurde, erscheint nicht zuletzt auch deshalb nachvollziehbar, weil der Beschuldigte 

der Privatklägerin physisch (in Bezug auf Körpergrösse und -gewicht) offenbar 

weit überlegen war und sich innerhalb der Familie wiederholt gewalttätig zeigte. 

Der Beschuldigte vermag den glaubhaften Ausführungen der Privatkläger nichts 

Überzeugendes entgegenzusetzen und es kann mit der Vorinstanz nicht auf seine 

Angaben abgestellt werden. Demgegenüber wirken die Schilderungen der Privat-

kläger insgesamt derart authentisch, dass ein nicht erlebnisbasierter Hintergrund 

ausgeschlossen werden kann. 

4.3.1.2.3. Insgesamt vermag der Beschuldigte die glaubhaften Depositionen der 

Privatklägerin nicht zu entkräften. Der äussere Sachverhalt ist damit erstellt. Was 
den inneren Sachverhalt anbelangt, ist an dieser Stelle festzuhalten, dass der 

Beschuldigte die erstellte Äusserung wissentlich und willentlich machte. Weiter 

wird darauf im Rahmen der rechtlichen Würdigung eingegangen. 

4.3.1.3. Dritter Sachverhaltsabschnitt 

4.3.1.3.1. Mit der Vorinstanz ist zunächst festzuhalten, dass der Beschuldigte und 

die Privatklägerin die Rahmenumstände bzw. den Konfliktherd weitgehend 

deckungsgleich schilderten, wohingegen deren Aussagen sich in Bezug auf das 

Kerngeschehen diametral gegenüberstehen. So vertritt der Beschuldigte den 

Standpunkt, dass die Privatklägerin ihn angeschrien habe, wohingegen er sich 

-   19   - 

überwiegend deeskalierend und passiv verhalten haben will, indem er sich 

zurückgezogen und dadurch die Auseinandersetzung beendet haben will 

(Urk. D1/4/1 F/A 4; Urk. D1/4/2 F/A 11; Urk. D1/4/3 F/A 21). Die Privatklägerin hat 

die Dynamik des Kerngeschehens zwischen ihr und dem Beschuldigten bzw. die 

Bedrohungssituation in tatsächlicher und emotionaler Hinsicht sehr differenziert, 

konstant, lebensnah, zurückhaltend und schlüssig geschildert, ohne den Beschul-

digten unnötig zu belasten. Zudem zeigen ihre Aussagen keinerlei Aggravierungs-

tendenzen. Weiter vermochte die Privatklägerin anlässlich ihrer Ausführungen die 

mit ihren Handlungen logisch verknüpften Gedanken zu beschreiben und sehr 

einfühlbar ihre Empfindungen während des Vorfalls zu schildern ("Ich blieb dies-

mal standhaft und wollte nicht klein beigeben, wie sonst so oft. Ich war verzwei-

felt, hatte keine Geduld mehr. Ich hatte genug von diesem Schreien und der Ge-

walt meines Mannes."; vgl. Urk. D1/5/1 F/A 16). Auch finden sich in ihren Deposi-

tionen anschauliche und plausible Interaktionsschilderungen (z.B. wie die Töchter 

E._____ und F._____ in das Geschehen eingegriffen und den Beschuldigten be-

sänftigt hätten; a.a.O. D1/5/1 F/A 17 und 18). Nicht zuletzt sind die Vorbringen be-

treffend die Drohgebärde mit einem Sparschwein aus Keramik derart originell, 

dass sich kaum vorstellen lässt, dass die Privatklägerin diese erfunden hat, was 

ebenfalls als Realitätszeichen zu werten ist. Insgesamt weisen die Aussagen der 

Privatklägerin keinerlei Lügensignale auf, weshalb darauf abzustellen ist. 

4.3.1.3.2. Die Aussagen des Beschuldigten geben zum Kerngeschehen weniger 

her, was jedoch angesichts dessen, dass er den Vorfall bestreitet, nicht per se als 

Lügensignal zu werten ist. Immerhin fällt auf, dass er – auch hier – einerseits ver-

sucht, die Privatklägerin in ein schlechtes Licht zu rücken, und andererseits sich 

selbst als mustergültigen Ehemann präsentiert. Zudem leuchtet nicht ein und 

vermochte der Beschuldigte auch nicht nachvollziehbar zu erklären, weshalb 

unmittelbar nach dem Vorfall die Polizei alarmiert wurde, wenn er sich doch weit-

gehend deeskalierend und passiv verhielt, wie von ihm behauptet wird. Insgesamt 

vermögen die Depositionen des Beschuldigten keine vernünftigen Zweifel an den 

glaubhaften Aussagen der Privatklägerin zu wecken. 

-   20   - 

4.3.1.3.3. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz lässt sich nicht erstellen, was 

die Gebärde mit dem Sparschwein bei der Privatklägerin ausgelöst hat bzw. ob 

sie dadurch in Schrecken oder Angst versetzt wurde, da diesbezüglich keine Aus-

sagen von ihr vorliegen. Damit ist nicht erstellt, dass die Privatklägerin durch die 

Gebärde des Beschuldigten "in grosse Angst versetzt wurde". Im übrigen Umfang 

ist der äussere Sachverhalt erstellt. Was den inneren Sachverhalt anbelangt, ist 

an dieser Stelle festzuhalten, dass der Beschuldigte die Gebärde wissentlich und 

willentlich machte. Weiter wird darauf im Rahmen der rechtlichen Würdigung 

eingegangen. 

4.3.2. Rechtliche Würdigung 

4.3.2.1. Erster Sachverhaltsabschnitt 

4.3.2.2. Wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt, 

wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft 

(Art. 180 Abs. 1 StGB). Der Täter muss dem Geschädigten einen schweren Nach-

teil in Aussicht stellen und diesen, damit die Tat vollendet ist, tatsächlich in Angst 

oder Schrecken versetzen. Geschützte Rechtsgüter sind die innere Freiheit und 

das Sicherheitsgefühl. Die Drohung braucht nicht ernst gemeint, sondern nur 

nach der Vorstellung des Täters wirksam zu sein. Auch eine Scheindrohung ohne 

tatsächliche Gefahr für das Opfer (z.B. Drohung mit ungeladener Waffe) kann die 

beabsichtigte Wirkung erzielen. Der Täter muss zum Ausdruck bringen, dass die 

Zufügung des angedrohten Übels von seinem Willen abhängig ist; dass dem 

tatsächlich so ist, ist nicht notwendig. Tut er das nicht, ist von einer blossen 

Warnung auszugehen. Das Übel kann auf irgendeine Weise angekündigt werden, 

so durch Wort, Schrift, konkludente Handlungen oder auch über eine Drittperson. 

Wenn die Drohung verbal erfolgt, ist sie nicht ausschliesslich nach den gefallenen 

Äusserungen zu beurteilen; vielmehr kommt es darauf an, ob diese Äusserungen 

nach den gesamten Umständen geeignet gewesen sind, das Opfer in Angst und 

Schrecken zu versetzen. Dabei ist grundsätzlich ein objektiver Massstab anzu-

legen, wobei in der Regel auf das Empfinden eines vernünftigen Menschen mit 

einigermassen normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen ist (vgl. dazu statt 

Weiterer DONATSCH in OFK StGB, 20. Aufl., N 1-5 zu Art. 180, mit Verweisen auf 

-   21   - 

die einschlägige Rechtsprechung). Gemäss erstelltem Sachverhalt hat der 

Beschuldigte ein ca. 30 cm langes Küchenmesser in Richtung der Privatklägerin 

gehalten und dabei sinngemäss ihr gegenüber geäussert, er werde ihre Kehle 

durchschneiden, womit er ihr einen schweren Nachteil in Aussicht stellte. Mit 

seiner Äusserung brachte der Beschuldigte zum Ausdruck, dass die Zufügung 

des angedrohten Übels von seinem Willen abhängig ist. Die Äusserung war nach 

den gesamten Umständen, namentlich vor dem Hintergrund, dass es sich um ein 

Verhaltensmuster des Beschuldigten handelte und er sich gegenüber der Familie 

auch wiederholt gewalttätig zeigte, auch bei Ansetzung eines objektiven Mass-

stabes durchaus geeignet, einen vernünftigen Menschen mit durchschnittlicher 

Belastbarkeit in Angst oder Schrecken zu versetzen. Das Handeln des Beschul-

digten ist damit als objektiv tatbestandsmässig im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB 

zu qualifizieren. Gemäss erstelltem Sachverhalt fühlte sich die Privatklägerin 

durch das Handeln des Beschuldigten in ihrem Sicherheitsgefühl erheblich 

beeinträchtigt, womit das objektive Tatbestandselement des Taterfolges erfüllt ist. 

4.3.2.3. In subjektiver Hinsicht erfordert Art. 180 Abs. 1 StGB Vorsatz bzw. 

Eventualvorsatz. Der Täter muss den Willen haben, sein Opfer in Schrecken oder 

Angst zu versetzen und er muss sich bewusst sein, dass seine Drohung diese 

Wirkung hervorruft oder dies zumindest in Kauf nehmen (vgl. dazu statt Weiterer 

DELNON/RÜDY in BSK StGB II, 4. Aufl., N 33 zu Art. 180). Erstellt ist, dass der 

Beschuldigte die Äusserung und die Gebärde mit dem Küchenmesser wissentlich 

und willentlich tätigte, mithin die Tathandlung direktvorsätzlich beging. Aber auch 

in Bezug auf den Taterfolg handelte der Beschuldigte direktvorsätzlich, um der 

Privatklägerin Angst einzujagen und seinen Willen durchzusetzen, was sich 

insbesondere daran zeigt, dass er das Messer zurücklegte, als er bemerkte, dass 

die Privatklägerin durch sein Handeln verängstigt war. Die Vorinstanz hat damit 

das Verhalten des Beschuldigten zu Recht als Drohung im Sinne von Art. 180 

Abs. 1 StGB in Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB qualifiziert. 

4.3.2.4. Zweiter Sachverhaltsabschnitt 

Die Vorinstanz hat den Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt (Urk. 47 S. 36 f. 

E. III. A. 2. ii.), worauf zu verweisen ist. Erstellt ist, dass der Beschuldigte die 

-   22   - 

Privatklägerin mit Wissen und Willen bedrohte, mithin die Tathandlung direkt-

vorsätzlich beging. Bezüglich des Taterfolges handelte der Beschuldige ebenfalls 

direktvorsätzlich. 

4.3.2.5. Dritter Sachverhaltsabschnitt 

Die Vorinstanz hat das Handeln des Beschuldigten zu Recht als objektiv tat-

bestandsmässig im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB qualifiziert. Entgegen der 

Vorinstanz lässt sich wie ausgeführt mit den verwertbaren Beweismitteln nicht er-

stellen, was die Drohgebärde mit dem Sparschein bei der Privatklägerin auslöste 

bzw. ob diese dadurch in Schrecken oder Angst versetzt wurde. Damit fehlt es am 

objektiven Tatbestandselement des Taterfolges und es kommt eine versuchte 

Tatbegehung in Betracht, was allerdings voraussetzt, dass sich der eingeklagte 

innere Sachverhalt bzw. ein vorsätzliches Handeln des Beschuldigten erstellen 

lässt, mithin der subjektive Tatbestand erfüllt ist, was in einem nächsten Schritt zu 

prüfen ist. Erstellt ist, dass der Beschuldigte die Drohgebärde mit Wissen und 

Willen machte, mithin die Tathandlung direktvorsätzlich beging. Bezüglich des 

Taterfolges handelte der Beschuldige auch hier direktvorsätzlich, so wollte er im 

Bewusstsein des Umstandes, dass ein Bewerfen mit einem Keramikgegenstand 

erhebliche Verletzungen nach sich ziehen kann, die Privatklägerin mit der Droh-

gebärde einschüchtern und im Rahmen des ehelichen Konfliktes seine Meinung 

bzw. seinen Willen durchsetzen, was die Vorinstanz zutreffend erkannt hat (vgl. 

Urk. 47 S. 37 E. 3 III. A. 2. iii.). Der Beschuldigte ist deshalb der versuchten 

Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 

lit. a und Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

4.3.3. Fazit 

Der Beschuldige hat sich mangels Vorliegen von Rechtfertigungs- und Schuld-

ausschlussgründen gesamthaft der mehrfachen, teilweise versuchten, Drohung 

im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 lit. a und 

Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht. 

-   23   - 

5. Dossier 1; mehrfache Tätlichkeiten zum Nachteil von C._____ 

5.1. Anklagevorwurf 

Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, an zwei nicht mehr näher 

bestimmbaren Tagen im März 2018 am damals gemeinsamen Wohnung an der 

D._____-strasse ..., in ... Zürich, der Privatklägerin anlässlich zweier Auseinan-

dersetzungen jeweils eine Ohrfeige mit der linken Hand versetzt zu haben 

(Urk. D1/21 S. 4-5). 

5.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Dieser Anklagevorwurf wird vom Beschuldigten bestritten (vgl. dazu im Einzelnen 

Urk. D/1/4/1-3, Prot. S. 14 ff., Urk. 70 S. 6). 

5.3. Würdigung 

5.3.1. Sachverhalt 

Die Vorinstanz hat die relevanten Aussagen der Privatkläger und des Beschuldig-

ten richtig zusammengefasst und überzeugend gewürdigt (Urk. 57 S. 23-25 E. II. 

A. 3. a.-e.), worauf zunächst verwiesen werden kann. Die nachfolgenden Erwä-

gungen sind deshalb lediglich als punktuell ergänzende und rekapitulierende zu 

verstehen. Dieser Vorwurf stützt sich im Wesentlichen auf die glaubhaften Aus-

sagen der Privatklägerin, die schlüssig mit den ebenfalls glaubhaften Aussagen 

des Privatklägers korrespondieren. Sowohl die Vorbringen der Privatklägerin als 

auch jene des Privatklägers wirken erlebt, zeichnen sich durch Zurückhaltung und 

ein augenscheinliches Bestreben aus, den Beschuldigten nicht übermässig zu be-

lasten. Sodann wurden auch entlastende Momente genannt. Für die Darstellung 

der Verteidigung, wonach die Aussagen der Privatklägerin das Produkt einer 

rechtlichen Beratung seien (Urk. 71 S. 11), liegen demgegenüber keinerlei An-

haltspunkte vor. Vielmehr schilderte sie – wie auch der Privatkläger – anschaulich 

und nachvollziehbar die wiederkehrende Gewalttätigkeit des Beschuldigten. Es ist 

daher auf diese Aussagen, anders als auf die Bestreitungen des Beschuldigten, 

worin dieser denkbar unbehelflich versucht, ein Motiv für die von ihm behaupteten 

Falschaussagen der Privatklägerin zu kreieren (psychischer Druck/Stress), 

-   24   - 

abzustellen. Insgesamt bestehen damit keine vernünftigen Zweifel daran und ist 

erstellt, dass sich der Sachverhalt wie eingeklagt zugetragen hat. 

5.3.2. Rechtliche Würdigung 

Die Vorinstanz hat den erstellten Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt 

(Urk. 47 S. 38 E. III. A. 3.), darauf kann verwiesen werden. 

6. Dossier 3; Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen 

6.1. Anklagevorwurf 

Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, im Wissen um das ihm mit polizei-

licher Verfügung vom 19. Juni 2018 auferlegte und mit Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich vom 3. Juli 2018 bis am 3. Oktober 2018 verlängerte Kontaktverbot zur 

Privatklägerin diese am 26. August 2018 um 12:44 Uhr auf ihrem Mobiltelefon 

angerufen zu haben (Urk. D1/21 S. 5). 

6.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Nachdem der Beschuldigte in der Untersuchung den Anklagevorwurf einge-

standen hatte, machte er vor Vorinstanz geltend, infolge Hasch-Konsums nicht 

bemerkt zu haben, dass er den Anruf getätigt habe (Urk. D1/4/3 F/A 23; Prot. I 

S. 18). Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung machte er demgegenüber 

geltend, aufgrund seiner misslichen Lage vergessen zu haben, dass es ihm ver-

boten war, die Privatklägerin zu kontaktieren (Urk. 70 S. 6). Durch seine Verteidi-

gung liess er dazu sowohl vor Vorinstanz als auch im Berufungsverfahren geltend 

machen, es sei zugunsten des Beschuldigten von fehlender Zurechnungsfähigkeit 

auszugehen (Prot. I S. 30; Urk. 52 S. 2 Ziff. 4, Urk. 71 S. 10, Prot. II S. 12). 

6.3. Würdigung 

6.3.1. Sachverhalt 

Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel zutreffend aufgeführt und über-

zeugend gewürdigt (Urk. 57 S. 25-16 E. II. B. a.-b.), weshalb auf diese Erwä-

gungen vorab verwiesen werden kann. Die Anklage stützt sich hauptsächlich auf 

-   25   - 

das im inkriminierten Zeitpunkt bestehende Kontakt- und Rayonverbot, welches 

mit Hinweis auf die Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB angeordnet wurde, und 

wovon der Beschuldigte Kenntnis hatte (vgl. Urk. D5/7 S. 7; Urk. D5/3; 

Urk. D1/4/3 F/A 23), und die vom Beschuldigten im Beisein seines Verteidigers 

anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 18. März 2019 ge-

machten Zugaben, die sich zwanglos mit den Aussagen der Privatklägerin, dem 

Standbild ihres Mobiltelefons betreffend die Telefonnummer des Beschuldigten 

und der Anrufliste in Einklang lassen bringen (Urk. D1/5/2 F/A 45-47;  

Urk. D3/2/1-2; Urk. D3/3/2; vgl. zur Telefonnummer des Beschuldigten auch 

Urk. D1/1 S. 1). Die Zugaben des Beschuldigten sind stimmig und glaubhaft, ganz 

im Gegensatz zu seinen vor Vorinstanz nachgeschobenen Relativierungen, die 

als reine Schutzbehauptungen zu taxieren sind. Es bestehen damit keine Zweifel 

daran und ist erstellt, dass sich der Sachverhalt wie eingeklagt zugetragen hat. 

6.3.2. Rechtliche Würdigung 

Die Vorinstanz hat den erstellten Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt 

(Urk. 47 S. 38 E. III. B.), darauf kann verwiesen werden. Für den Standpunkt der 

Verteidigung betreffend fehlende Schuldfähigkeit des Beschuldigten bestehen 

keinerlei objektiven Anhaltspunkte, weshalb die diesbezüglichen Vorbringen als 

Schutzbehauptungen zu taxieren sind. Im Übrigen kann diesbezüglich ebenfalls 

auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (a.a.O. S. 40 

E. III. E.; vgl. dazu auch nachfolgend unter E. II. 10.). Mangels Vorliegen von 

Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründen ist der Beschuldigte damit des 

Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 StGB schuldig 

zu sprechen. 

7. Dossier 4; Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen 

7.1. Anklagevorwurf 

Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, im Wissen um das ihm mit polizei-

licher Verfügung vom 19. Juni 2018 auferlegte und mit Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich vom 3. Juli 2018 bis am 3. Oktober 2018 verlängerte Kontakt- und Rayon-

-   26   - 

verbot zur Privatklägerin und seinen Kindern sich am 29. August 2018 an den 

Wohnort seiner Familie an der D._____-strasse ..., in ... Zürich, begeben zu ha-

ben, vor die Wohnungstüre gestanden zu sein und die Türfalle betätigt zu haben 

(Urk. D1/21 S. 5). 

7.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Dieser Anklagevorwurf wird vom Beschuldigten bestritten (vgl. dazu im Einzelnen 

Urk. D/1/4/3, Prot. S. 14 ff., Urk. 70 S. 7). 

7.3. Würdigung 

7.3.1. Sachverhalt 

Die Vorinstanz hat auch in diesem Punkt die wesentlichen Aussagen der Beteilig-

ten richtig aufgeführt und diese anschliessend zutreffend gewürdigt (Urk. 57 

S. 26-28 E. II. C. a.-e.), worauf vollumfänglich verwiesen werden kann. Lediglich 

teilweise rekapitulierend und ergänzend ist nochmals festzuhalten, dass die kon-

stanten Aussagen der beiden Privatkläger übereinstimmen, keine wesentlichen 

Ungereimtheiten aufweisen, äusserst lebensecht erscheinen und damit glaubhaft 

sind. Zum inkriminierten Zeitpunkt bestand ein Kontakt- und Rayonverbot im 

Sinne der Anklageschrift, welches mit Hinweis auf die Strafandrohung gemäss 

Art. 292 StGB angeordnet wurde, und wovon der Beschuldigte Kenntnis hatte 

(Urk. D3/2/1-2). In Bezug auf die Aussagen des Beschuldigten hat die Vorinstanz 

zu Recht festgehalten, dass diese von Ausflüchten geprägt sind und er insbeson-

dere kein Alibi zu nennen vermochte, welches hätte überprüft werden können. 

Zudem entspricht es mit der Vorinstanz dem Verhaltensmuster des Beschuldig-

ten, dass er neben dem Telefonanruf auch die persönliche Kontaktaufnahme 

anstrebte. Es bestehen damit keine vernünftigen Zweifel daran und ist erstellt, 

dass sich der Sachverhalt wie eingeklagt zugetragen hat. 

7.3.2. Rechtliche Würdigung 

Die Vorinstanz hat den erstellten Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt 

(Urk. 47 S. 39 E. III. C.), darauf kann verwiesen werden. 

-   27   - 

8. Dossier 5; mehrfacher Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen 

8.1. Anklagevorwurf 

Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, im Wissen um das ihm mit polizei-

licher Verfügung vom 19. Juni 2018 auferlegte und mit Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich vom 3. Juli 2018 bis am 3. Oktober 2018 verlängerte Kontakt- und Rayon-

verbot zur Privatklägerin und seinen Kindern sich am 15. September 2018 um 

16:20 Uhr und 17:09 Uhr an den Wohnort seiner Familie an der D._____-strasse 

..., in ... Zürich, begeben zu haben, vor die Wohnungstüre gestanden zu sein und 

die Türfalle betätigt zu haben (Urk. D1/21 S. 6). 

8.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Auch dieser Anklagevorwurf wird vom Beschuldigten bestritten (vgl. dazu im 

Einzelnen Urk. D/1/4/3, Prot. S. 14 ff., Urk. 70 S. 7). 

8.3. Würdigung 

8.3.1. Sachverhalt 

Die Vorinstanz hat auch in diesem Punkt die relevanten Beweismittel zur 

Erstellung des beurteilenden Vorwurfs zutreffend aufgeführt, die wesentlichen 

Aussagen der Beteiligten richtig wiedergegeben und diese anschliessend, unter 

Berücksichtigung der dazu gemachten Ausführungen der Verteidigung, einer 

sorgfältigen Prüfung unterzogen und zutreffend gewürdigt (Urk. 57 S. 26-30 E. II. 

D. a.-d.), worauf vollumfänglich verwiesen werden kann. Auch hier gilt, das der 

Sachverhalt insbesondere aufgrund der detailreichen, realitätsnahen und stimmi-

gen Aussagen der Privatklägerin zweifelfrei erstellt ist und die Bestreitungen des 

Beschuldigten als reine Schutzbehauptungen anzusehen sind. 

8.3.2. Rechtliche Würdigung 

Die Vorinstanz hat den erstellten Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt 

(Urk. 47 S. 39 E. III. C.), darauf kann verwiesen werden. 

-   28   - 

9. Nachtragsanklage 

9.1. Anklagevorwurf 

Die Anklägerin 2 wirft dem Beschuldigten vor, am 11. April 2019, um ca. 

17:05 Uhr, an der G._____-strasse ..., in … Zürich, seine von ihm getrennt 

lebende Ehegattin, die Privatklägerin, getroffen und dabei gefragt zu haben, was 

sie ihm nur angetan habe, wie sie ihm so etwas habe antun können, wie sie sich 

so etwas habe erlauben können und gesagt zu haben, sie habe die Familie 

zerstört, womit er auf das damals von der Privatklägerin gegen ihn angestrengte 

und pendente Strafverfahren betreffend häusliche Gewalt angesprochen habe. 

Sodann habe er mehrfach gesagt, es sei ihre Schuld, sie solle sich daran erin-

nern, dass sie sterben müsse. Diese Worte hätten bei der Privatklägerin vor dem 

Hintergrund der letzten Anzeige gegen den Beschuldigten betreffend Tätlichkei-

ten, Drohung etc. zu einer massiven Einschränkung des Sicherheitsgefühls ge-

führt, was der Beschuldigte auch bezweckt, zumindest jedoch in Kauf genommen 

habe (Urk. 42/12 S. 2). 

9.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Auch dieser Anklagevorwurf wird vom Beschuldigten bestritten (vgl. dazu im Ein-

zelnen Urk. 42/3/1-3, Prot. S. 14 ff.). 

9.3. Würdigung 

9.3.1. Sachverhalt 

9.3.1.1. Die Vorinstanz hat auch in diesem Punkt eine korrekte und inhaltlich 

überzeugende Würdigung der relevanten Beweismittel, der Aussagen der Privat-

klägerin und des Beschuldigten, vorgenommen (Urk. 57 S. 30-32 E. II. E. a.-d.), 

worauf vorab verwiesen werden kann. 

9.3.1.2. In Ergänzung zu den Erwägungen der Vorinstanz ist zunächst auf die bei 

der Polizei deponierten Aussagen der Privatklägerin zum Kerngeschehen hinzu-

weisen, die weitestgehend exakt mit dem eingeklagten Sachverhalt übereinstim-

men (Urk. 42/2/1 F/A 13). Konkret gab die Privatklägerin an, vom Beschuldigten 

-   29   - 

insgesamt zweimal mit dem Tod bedroht worden zu sein (a.a.O.), was sie gegen-

über der Staatsanwaltschaft bestätigte (Urk. 42/2/2 F/A 13). Mit der Vorinstanz 

weisen die Aussagen der Privatklägerin sodann verschiedene Realitätskriterien 

auf, welche vorliegend für deren Glaubhaftigkeit sprechen. Die Privatklägerin hat 

sowohl in der polizeilichen als auch in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme 

detaillierte und konstante Aussagen gemacht, welche jedoch nicht in einem 

solchen Masse deckungsgleich sind, als dass sie als erlernt erscheinen würden. 

Minutiös schilderte sie den genauen Gesprächsinhalt im Kernbereich. Insgesamt 

erscheinen deren Schilderungen glaubhaft, weshalb darauf abzustellen ist. Insbe-

sondere erscheint vor dem Hintergrund des bereits laufenden Strafverfahrens und 

der Tatsache, dass der Beschuldigte bereits in der Vergangenheit zu gewalt-

tätigem und drohendem Verhalten in der Familie neigte, auch plausibel, dass die 

Aussagen des Beschuldigten zu einer massiven Einschränkung des Sicherheits-

gefühls bei der Privatklägerin führten. 

9.3.1.3. In Bezug auf die Aussagen des Beschuldigten fällt mit der Vorinstanz auf, 

dass er sich in der ersten polizeilichen Einvernahme nicht an den genauen Ort 

des Zusammentreffens mit der Privatklägerin zu erinnern vermochte (Urk. 42/3/1 

F/A 10). Sodann liegt der Ort des Zusammentreffens entgegen den diesbezüg-

lichen Ausführungen des Beschuldigten nicht auf dem Weg zwischen seinem 

Wohnort, dem Geschäft H._____ und der Schule des Privatklägers, welche 

Örtlichkeiten er – wie er behauptet – an jenem Tag aufsuchen wollte. Dies lässt 

Zweifel an dessen Behauptung aufkommen, wonach er zufällig auf die Privatklä-

gerin getroffen sei. Plausibler erscheint, dass er die Privatklägerin in der Nähe der 

"KITA" abgepasst hat. Sodann fällt auch betreffend diesen Anklagesachverhalt 

auf, dass der Beschuldigte versucht, die Privatklägerin zu diskreditieren und ihre 

Glaubwürdigkeit zu untergraben. So machte er ungefragt und zusammenhangslos 

Ausführungen dazu, wie ein Nachbar zu ihm gesagt habe, dass seine Tochter 

auch schon alleine zuhause gewesen und ununterbrochen geweint habe, sowie 

dass die Privatklägerin gesagt habe, sie habe kein Interesse an den Kindern, 

womit er offenbar die Privatklägerin als Mutter in ein schlechtes Licht zu rücken 

versucht (Urk. 42/3/1 F/A 23). Mit der Vorinstanz stellte er auch hier wiederholt ein 

Verhältnis zwischen der Privatklägerin und einem Nachbarn in den Raum 

-   30   - 

(Urk. 42/3/1 F/A 13; Urk. 42/3/2 F/A 9), was ebenfalls als Versuch erscheint, die 

Privatklägerin schlecht zu machen. Zudem brachte er bei der Staatsanwaltschaft 

angebliche Aussagen der Privatklägerin vor (z.B. er habe sie mit Gürtel ge-

schlagen), die diese im vorliegenden Verfahren gar nie gemacht hatte (Urk. 42/3/2 

F/A 10 und 13). Damit erscheinen die Aussagen des Beschuldigten wenig 

glaubhaft. Insgesamt vermag der Beschuldigte die glaubhaften Depositionen der 

Privatklägerin nicht zu entkräften. 

9.3.1.4. Damit bestehen keine vernünftigen Zweifel daran, dass sich der Vorfall 

wie eingeklagt zugetragen hat. Aufgrund der konstanten Depositionen der Privat-

klägerin ist erstellt, dass der Beschuldigte die Privatklägerin zweimal sinngemäss 

mit dem Tod bedroht hat. 

9.3.2. Rechtliche Würdigung 

Die Vorinstanz hat den erstellten Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt 

(Urk. 47 S. 39 f. E. III. D.), darauf kann verwiesen werden. 

10. Schuldfähigkeit 

Mit der Vorinstanz sind keine Anhaltspunkte für eine Schuldunfähigkeit oder 

verminderte Schuldfähigkeit in den Deliktszeitpunkten gegeben (Urk. 47 S. 40 f. 

E. III. E.), auf die entsprechenden Ausführungen kann verwiesen werden. 

11. Ergebnis 

Der Beschuldigte ist der mehrfachen, teilweise versuchten, Drohung im Sinne von 

Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB und Art. 22 

Abs. 1 StGB, der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB, der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne 

von Art. 126 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 126 Abs. 2 lit. b StGB sowie des 

mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 

StGB schuldig zu sprechen. 

-   31   - 

III. Sanktion und Vollzug 

1. Vorbemerkungen 

Die Vorinstanz hat zunächst zutreffend festgehalten, dass das seit 1. Januar 2018 

geltende neue Sanktionenrecht keine praktischen Auswirkungen auf die vor-

liegende Strafzumessung hat. Weiter hat die Vorinstanz die allgemeinen Straf-

zumessungsregeln zutreffend wiedergegeben und den konkreten Strafrahmen 

richtig dargestellt, worauf verwiesen werden kann (Urk. 47 S. 41-43 E. IV. A.-B.). 

Ergänzend ist festzuhalten, dass die Deliktsmehrheit in Bezug auf die Drohungen 

innerhalb des ordentlichen Strafrahmens straferhöhend zu berücksichtigen ist. 

2. Konkrete Strafzumessung für die Drohungen 

2.1. Tatkomponente 

2.1.1. Die Vorinstanz hat zunächst das objektive und subjektive Tatverschulden 

für die Drohung in der ehelichen Wohnung mit dem Küchenmesser abgehandelt 

und dazu zutreffende Ausführungen gemacht, auf die vollumfänglich verwiesen 

werden kann (Urk. 47 S. 43 f. E. IV. C. 1.-2.). Aufgrund des gesamten, noch 

leichten Tatverschuldens erscheint eine hypothetische Einsatzstrafe von 

90 Tagessätzen Geldstrafe bzw. drei Monaten Freiheitsstrafe als angemessen. 

2.1.2. Weiter hat die Vorinstanz die weiteren Drohungen unter Anwendung des 

Asperationsprinzips von Art. 49 Abs. 1 StGB straferhöhend berücksichtigt. Die 

Vorinstanz hat diese Drohungen gesamthaft unter dem Aspekt des objektiven und 

subjektiven Tatverschuldens gewürdigt (Urk. 47 S. 44 f. E. IV. C. 3.). Hierzu ist 

festzuhalten, dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Gesamt-

strafenbildung grundsätzlich für jeden Normverstoss (in Bezug auf welchen auf 

dieselbe Sanktionsart erkannt wird) einzeln eine (hypothetische) Strafe zu er-

mitteln ist. Wenn indes nicht ein deutlich schwereres Delikt zusammen mit einer 

oder wenigen weiteren, leichter wiegenden Nebentat(en) zu sanktionieren ist, ist 

es jedoch ausnahmsweise angebracht, die Delikte und die kriminelle Energie in 

einem Gesamtzusammenhang zu betrachten. Diesfalls ist es nicht angezeigt, für 

jeden Normverstoss einzeln eine (hypothetische) Strafe zu ermitteln. Sind ver-

-   32   - 

schiedene Straftaten zeitlich und sachlich derart eng miteinander verknüpft, dass 

sie sich nicht sinnvoll auftrennen und für sich allein beurteilen lassen, verletzt es 

gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zudem kein Bundesrecht, wenn 

das Gericht nicht für jedes Delikt eine hypothetische Strafe festsetzt, sondern 

diese in einem Gesamtzusammenhang würdigt (BGer 6B_210/2017 vom 

25. September 2017, E. 2.2.1. mit Verweisen auf die einschlägige Rechtspre-

chung). Vor dem Hintergrund, dass die einzelnen Drohungen vorliegend in einem 

Gesamtkontext stehen, ist das Vorgehen der Vorinstanz nicht zu beanstanden, 

wonach sie diese in einem Gesamtzusammenhang gewürdigt und die Einsatzstra-

fe unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips um insgesamt 90 Tagessätze 

Geldstrafe bzw. drei Monate Freiheitsstrafe erhöht hat. Es kann auf die dies-

bezüglich zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 47 

S. 44 f. E. IV. C. 3.). Ergänzend bzw. konkretisierend ist lediglich festzuhalten, 

dass der Beschuldigte die Privatklägerin gemäss erstelltem Sachverhalt der 

Nachtragsanklage insgesamt zweimal indirekt mit dem Tod bedroht hat. 

Insgesamt rechtfertigt sich aufgrund der weiteren Drohungen unter Anwendung 

des Asperationsprinzips eine Straferhöhung um 90 Tagessätze Geldstrafe bzw. 

drei Monate Freiheitsstrafe auf 180 Tagessätze Geldstrafe bzw. sechs Monate 

Freiheitsstrafe vorzunehmen. 

2.1.3. Strafreduzierend wirkt sich aus, dass die Drohung mit dem Sparschwein 

aus Keramik im Versuchsstadium stecken blieb, weshalb die unter Berück-

sichtigung des Asperationsprinzips festgesetzte Einsatzstrafe um 30 Tagessätze 

Geldstrafe bzw. einen Monat Freiheitsstrafe zu reduzieren ist. 

2.2. Täterkomponente 

Was die Täterkomponente anbelangt, so kann was die persönlichen Verhältnisse 

des Beschuldigten betrifft, vorab ebenfalls auf die zutreffenden Ausführungen im 

Entscheid der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 47 S. 45 E. IV. C. 4.). Dazu ist 

aufgrund der anlässlich der Berufungsverhandlung gemachten Aussagen des 

Beschuldigten ergänzend festzuhalten, dass sein Arbeitspensum 80% beträgt und 

er monatlich ungefähr Fr. 2'600.-- netto verdient (Urk. 70 S. 3). Die nicht ganz ein-

fache von Gewalt geprägte Kindheit des Beschuldigten ist leicht strafreduzierend 

-   33   - 

zu berücksichtigen. Strafzumessungsneutral ist die Vorstrafenlosigkeit sowie das 

fehlende Geständnis bzw. die fehlende Einsicht und Reue zu berücksichtigen. 

Demgegenüber fällt das mehrfache Delinquieren während laufender Strafuntersu-

chung bzw. während laufendem Strafverfahren (mehrfacher Ungehorsam gegen 

amtliche Verfügungen [Dossiers 3-5] und Drohung gemäss Nachtragsanklage) 

straferhöhend ins Gewicht. Insgesamt überwiegen die straferhöhenden Gründe 

die strafreduzierenden. Die Beurteilung der Täterkomponente ergibt, dass die 

unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips festgesetzte Einsatzstrafe um 

30 Tagessätze Geldstrafe bzw. einen Monat Freiheitsstrafe auf 180 Tagessätze 

Geldstrafe bzw. sechs Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen ist. 

2.3. Sanktionsart 

2.3.1. Die Vorinstanz hat zur Wahl der Sanktionsart sinngemäss erwogen, eine 

Geldstrafe erscheine aufgrund der beengten finanziellen Situation des Beschul-

digten voraussichtlich nicht vollziehbar. Zudem müsse aufgrund der fortgesetzten 

Delinquenz des Beschuldigten während laufendem Strafverfahren davon ausge-

gangen werden, dass eine Geldstrafe den Beschuldigten nicht von der Begehung 

weiterer Delikte abhalten würde (Urk. 47 S. 46 E. IV. C. 6.). 

2.3.2. Bestimmt es das Gesetz nicht anders, so beträgt die Geldstrafe mindestens 

drei und höchstens 180 Tagessätze (Art. 34 Abs. 1 Satz 1). Gemäss Art. 41 

Abs. 1 StGB kann das Gericht statt auf eine Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe er-

kennen, wenn (a) eine solche geboten erscheint, um den Täter von der Begehung 

weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten oder (b) eine Geldstrafe voraus-

sichtlich nicht vollzogen werden kann. Mit Art. 41 StGB hat der Gesetzgeber für 

Strafen unter sechs Monaten eine gesetzliche Prioritätsordnung zugunsten nicht 

freiheitsentziehender Sanktionen eingeführt. Bei der Wahl der Sanktionsart ist als 

wichtiges Kriterium die Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswir-

kungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu 

berücksichtigen. Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll bei alternativ zur 

Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sank-

tionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche 

-   34   - 

Freiheit des Betroffenen eingreift (BGer 6B_210/2017 vom 25. September 2017, 

E. 2.2.2. mit Verweisen auf die einschlägige Rechtsprechung). 

2.3.3. In Bezug auf mittellose Täter sollte nicht talis qualis eine Freiheitsstrafe 

ausgesprochen werden. Ansonsten würde diese Täterschicht ab einer gewissen 

Anzahl Tagessätze a priori von dieser milderen Strafart ausgeschlossen, was 

nicht der ratio legis entspräche. Soweit bei solchen Tätern die Möglichkeit und Be-

reitschaft für einen Geldstrafenvollzug in Form von gemeinnütziger Arbeit besteht, 

sollte bei der Frage der Vollzugsmöglichkeit dieser Vollzugsalternative Rechnung 

getragen werden (DONATSCH in OFK StGB, 20. Aufl., N 2c zu Art. 41). Das be-

scheidene Einkommen des Beschuldigten (vgl. dazu vorstehend unter E. III. 2.2.) 

kann ihm nicht zum Nachteil gereichen. Jedenfalls verstösst die Vorinstanz gegen 

Bundesrecht, indem sie allein gestützt auf die finanzielle Situation des Beschul-

digten zum Schluss kommt, eine Geldstrafe sei voraussichtlich nicht vollziehbar. 

Hierfür müssten weitere Gesichtspunkte wie beispielsweise ein Fehlen eines 

Aufenthaltsrechts in der Schweiz oder eine vollstreckbare Landesverweisung etc. 

hinzukommen, welche den Einzug einer Geldstrafe per se verunmöglichten. 

2.3.4. Mit der Vorinstanz ist zwar festzuhalten, dass der Beschuldigte mehrfach 

während laufendem Strafverfahren delinquiert hat. Hingegen liess die Vorinstanz 

unberücksichtigt, dass der Beschuldigte keinerlei Vorstrafen aufweist. Zudem hat 

sich der Beschuldigte seit den vorliegend zu beurteilenden Delikten (seit 11. April 

2019) wohlverhalten (Urk. 51). Ferner ist zu berücksichtigen, dass sich die vorlie-

gend zu beurteilende Delinquenz offenbar vor dem Hintergrund von Problemen 

beim familiären Zusammenleben abspielte und sich die Situation aufgrund des 

Umstandes, dass der Beschuldigte nicht mehr mit den Privatklägern zusammen-

lebt, weitgehend entschärft haben dürfte. Aufgrund des Gesagten erweist sich die 

Geldstrafe als erforderliche, geeignete und verhältnismässige Sanktion. Die 

Vorinstanz hat damit gegen Bundesrecht verstossen, indem sie auf eine 

Freiheitsstrafe erkannt hat. Unter Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse 

des Beschuldigten erweist sich ein Tagessatz von Fr. 30.-- als angemessen 

(Art. 34 Abs. 1 StGB). 

 

-   35   - 

2.4. Vollzug 

Die Vorinstanz hat zutreffend ausgeführt, dass vorliegend die Voraussetzungen 

für den bedingten Vollzug gegeben sind und die Probezeit auf zwei Jahre festzu-

setzen ist (Urk. 47 S. 46 f. E. IV.C. 7.), darauf kann verwiesen werden. 

2.5. Fazit 

In Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe ist der Beschuldigte mit einer 

Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.--, entsprechend Fr. 5'400.--, zu 

bestrafen. Der Vollzug der Geldstrafe ist unter Ansetzung einer Probezeit von 

zwei Jahren aufzuschieben. Der Anrechnung der erstandenen Haft von einem 

Tag steht nichts entgegen. 

3. Konkrete Strafzumessung für die Übertretungen 

3.1. Die Vorinstanz hat die allgemeinen Bemessungsregeln der Busse und de-

ren Maximalhöhe korrekt dargestellt. Weiter hat sie ausgehend von der aufgrund 

des konkreten Verschuldens schwersten Tat (mehrfache Tätlichkeiten zum Nach-

teil des Privatklägers) unter Berücksichtigung der relevanten Strafzumessungs-

faktoren zu Recht eine Einsatzstrafe gebildet und diese aufgrund der weiteren 

Übertretungen unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips erhöht, worauf 

vorab verwiesen werden kann (Urk. 47 S. 47-49 E. IV. D. 1.-4.). Die vorinstanz-

liche Einsatzstrafe erweist sich indes angesichts der bescheidenen finanziellen 

Verhältnisse des Beschuldigten als zu hoch und ist bei Fr. 2'000.-- anzusetzen. 

Die von der Vorinstanz vorgenommene Erhöhung der Einsatzstrafe aufgrund der 

weiteren Übertretungen um insgesamt Fr. 1'000.-- (um Fr. 400.-- aufgrund der 

mehrfachen Tätlichkeiten zum Nachteil der Privatklägerin, und um weitere 

Fr. 600.-- aufgrund des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen) 

erweist sich demgegenüber als angemessen. Insgesamt erscheint für die Über-

tretungen eine Busse von Fr. 3'000.-- als dem Verschulden und den finanziellen 

Verhältnissen des Beschuldigten angemessene Strafe. 

3.2. Gemäss Art. 106 Abs. 2 StGB spricht das Gericht im Urteil für den Fall, 

dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von min-

-   36   - 

destens einem Tag und höchstens drei Monaten aus. Wird nebst der Busse eine 

Geldstrafe ausgesprochen, gibt es an sich keinen Grund, bei der Bemessung der 

Ersatzfreiheitsstrafe von einem anderen Satz auszugehen (BGE 134 IV 77). Wür-

de vorliegend vom Tagessatz von Fr. 30.-- ausgegangen, fiele die Ersatzfreiheits-

strafe höher als drei Monate aus. Unter Berücksichtigung des Verschlechterungs-

verbots erweist sich vorliegend als angemessen, für die Ersatzfreiheitsstrafe 

einen Umwandlungssatz von einem Tag Ersatzfreiheitsstrafe pro Fr. 100.-- Busse 

festzulegen. Es ist deshalb eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen anzuordnen. 

4. Auszufällende Strafe 

In Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe ist der Beschuldigte mit einer 

Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 30.--, wovon ein Tag durch Haft erstanden 

ist, sowie mit einer Busse von Fr. 3'000.-- zu bestrafen. Der Vollzug der Geld-

strafe ist unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben. Die 

Busse ist zu bezahlen. Für den Fall des schuldhaften Nichtbezahlens der Busse 

ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen anzuordnen. 

IV. Zivilansprüche 

1. Schadenersatzforderung der Privatklägerin C._____ 

1.1. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der 

Privatklägerin C._____ für die mehrfache Drohung dem Grundsatze nach scha-

denersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des 

Schadenersatzanspruches und der Kausalität wurde die Privatklägerin auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. Hinsichtlich der mehrfachen Tätlichkeiten 

wurde ihr Feststellungsbegehren abgewiesen (Urk. 47 S. 58 Dispositiv-Ziffer 8). 

1.2. Gemäss Art. 126 Abs. 3 Satz 1 StPO kann das Gericht die Zivilklage nur 

dem Grundsatz nach entscheiden und sie im Übrigen auf den Zivilweg verweisen, 

wenn die vollständige Beurteilung des Zivilanspruchs unverhältnismässig aufwen-

dig wäre. Ein solcher liegt etwa dann vor, wenn bei Körperschäden zur Fest-

stellung der Schadenshöhe lang dauernde Begutachtungen notwendig wären, der 

Heilungsvorgang noch nicht abgeschlossen ist, allfällige Spätfolgen abzuwarten 

-   37   - 

oder komplexe Schadensberechnungen vorzunehmen sind. Entscheidend ist, ob 

das Strafverfahren durch die Behandlung der Zivilklage unzumutbar verzögert 

würde. In einem solchen Fall kann das Strafgericht die Beurteilung der Zivilklage 

auf die Frage beschränken, ob und aus welchen Rechtsgründen der Zivilkläger-

schaft Forderungen zustehen und die Bestimmung der Höhe der Ansprüche dem 

Zivilgericht überlassen. Auch die Beurteilung des (adäquaten) Kausalzusammen-

hangs zwischen einer Gesundheitsstörung der geschädigten Person und dem 

strafbaren Verhalten kann ausnahmsweise dem Zivilgericht überlassen werden. 

Beim Grundsatzentscheid handelt es sich in der Regel um ein Feststellungsurteil 

über den Bestand der Zivilansprüche (DOLGE in BSK StPO, 2. Aufl., N 45 und 48 

zu Art. 126). 

1.3. Die Vorinstanz hat vorliegend richtig erkannt, dass die vom Beschuldigten 

gegenüber der Privatklägerin verübten Tätlichkeiten nicht geeignet erscheinen, 

eine Therapienotwendigkeit zu begründen. Es fehlt diesbezüglich von vornherein 

an der Kausalität zwischen Tat und (möglichem) Schaden. Der Vorinstanz ist 

auch zuzustimmen, soweit sie unter sorgfältiger Würdigung der Vorbringen der 

Vertretung der Privatklägerin und der Verteidigung zum Schluss kommt, dass die 

erstellten Drohungen demgegenüber geeignet erscheinen, einen Therapie-

notwendigkeit hervorzurufen, die vollständige Beurteilung des Schadenersatz-

anspruchs im vorliegenden Strafverfahren jedoch insbesondere mit Blick auf die 

Kausalität zwischen Tat und Schaden und der noch nicht abschliessend 

feststehenden Schadenshöhe unverhältnismässig aufwändig wäre. Auf die ent-

sprechenden Erwägungen der Vorinstanz kann vollumfänglich verwiesen werden 

(Urk. 47 S. 50-52 E. V. 2.). Damit ist die entsprechende vorinstanzliche Regelung 

zu bestätigen. 

2. Schadenersatzforderung des Privatklägers B._____ 

Die Vorinstanz hat festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privat-

kläger B._____ für die mehrfachen Tätlichkeiten dem Grundsatze nach schaden-

ersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatz-

anspruches und der Kausalität wurde der Privatkläger auf den Weg des Zivilpro-

zesses verwiesen (Urk. 47 S. 58 Dispositiv-Ziffer 9). Zwecks Vermeidung von 

-   38   - 

Wiederholungen kann grundsätzlich vollumfänglich auf die sorgfältigen und zutref-

fenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (a.a.O. S. 52 f. E. V. 3.). 

Ergänzend ist lediglich hinzuzufügen, dass angesichts der Häufung der gegen 

den Privatkläger gerichteten Schläge, welche regelmässig unter Zuhilfenahme ei-

nes Gürtels verübt wurden, und dessen noch sehr jungen Alters, dieser in seiner 

physischen und psychischen Integrität über einen langen Zeitraum massiv gestört 

wurde, weshalb ein durch die Taten des Beschuldigten adäquat kausal verursach-

ter Schaden durchaus möglich erscheint. Die entsprechende vorinstanzliche Re-

gelung ist daher zu bestätigen. 

3. Genugtuungsforderung der Privatklägerin C._____ 

3.1. Die Vorinstanz verpflichtete den Beschuldigten, der Privatklägerin eine 

Genugtuung in Höhe von Fr. 1'200.-- zuzüglich 5 % Zins ab 1. August 2018 als 

Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wurde das Genugtuungsbegehren der 

Privatklägerin abgewiesen (Urk. 47 S. 58 Dispositiv-Ziffer 7). 

3.2. Vorliegend geht es um die Beurteilung von vorsätzlich verübten Delikten 

gegen die körperliche Integrität und die innere Freiheit der Willensbildung und  

-betätigung der Privatklägerin, wobei diese durch das Verhalten des Beschuldig-

ten erhebliche immaterielle Unbill erlitten hat. So ist gestützt auf ihre glaubhaften 

Aussagen im Rahmen des erstellten Sachverhalts davon auszugehen, dass sie  

– insbesondere durch die Häufung der gegen sie gerichteten Drohungen – in 

ihrem Wohlbefinden über einen längeren Zeitraum massiv gestört wurde. 

Erschwerend kommt hinzu, dass ihr die Delikte von ihrem Ehemann und somit 

eigentlich einer nahen Vertrauensperson zugefügt wurden. Zudem wurde zumin-

dest einmal ein Küchenmesser eingesetzt, um der Drohung Nachdruck zu ver-

leihen. Vor diesem Hintergrund erscheint die von der Vorinstanz zugesprochene 

Genugtuung in der Höhe von Fr. 1'200.-- den konkreten Umständen angemessen, 

weshalb die entsprechende vorinstanzliche Regelung zu bestätigen ist. 

-   39   - 

4. Genugtuungsforderung des Privatklägers B._____ 

4.1. Die Vorinstanz verpflichtete den Beschuldigten, dem Privatkläger eine 

Genugtuung in Höhe von Fr. 1'500.-- zuzüglich 5 % Zins ab 15. November 2017 

als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wurde das Genugtuungsbegehren 

des Privatklägers abgewiesen (Urk. 47 S. 58 Dispositiv-Ziffer 10). Die Vorinstanz 

hat die Anspruchsvoraussetzungen sowie die vorliegend relevanten Be-

messungskriterien sorgfältig und zutreffend gewürdigt, darauf kann verwiesen 

werden (a.a.O. S. 52 f. E. V. 4.). Vor diesem Hintergrund erscheint die von der 

Vorinstanz zugesprochene Genugtuung in der Höhe von Fr. 1'500.-- den 

konkreten Umständen angemessen, weshalb die entsprechende vorinstanzliche 

Regelung ebenfalls zu bestätigen ist. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Vorinstanzliches Verfahren 

Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten der Untersuchung und des erst-

instanzlichen Verfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung 

durch Rechtsanwalt MLaw X2._____ und der unentgeltlichen Vertretung der Pri-

vatkläger, dem Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung durch Rechtsanwalt MLaw X2._____ und der unentgeltlichen Vertretung der 

Privatkläger sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzah-

lungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO und Art. 138 

Abs. 1 StPO vorbehalten. Unter Hinweis auf die zutreffenden Ausführungen 

(Urk. 47 S. 56 f. E. VI. 3.) ist zudem Dispositiv-Ziffer 16 des vorinstanzlichen Ent-

scheids zu bestätigen. 

2. Berufungsverfahren 

2.1. Die Gebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf Fr. 3'000.-- 

festzusetzen. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach 

Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der 

Beschuldigte obsiegt in Bezug auf die Wahl der Sanktionsart betreffend die Ver-

gehen. Zudem ist die Drohung mit dem Sparschwein im Versuchsstadium stecken 

geblieben. Im Übrigen unterliegt er mit seinen Anträgen. Daher sind ihm die 

-   40   - 

Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Ver-

teidigung, im Umfang von drei Vierteln aufzuerlegen und im übrigen Umfang auf 

die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind im 

Umfang von drei Vierteln einstweilen und im übrigen Umfang definitiv auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten im Umfang 

von drei Vierteln bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

2.2. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. 

X1._____, reichte mit Eingabe vom 15. März 2021 seine Honorarnote mit der Auf-

listung seiner Aufwendungen und Auslagen im Berufungsverfahren ein (Urk. 67). 

Sie sind ausgewiesen und erweisen sich als angemessen. Dementsprechend ist 

Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ mit Fr. 6'135.80 aus der Gerichtskasse zu ent-

schädigen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, 

vom 8. November 2019 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1.  Das Verfahren wird in Bezug auf versuchte Drohung zum Nachteil von B._____ im 

Sinne von Art. 180 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 StGB (Dossier 1) eingestellt. 

2. […] 

3. Vom Vorwurf der mehrfachen Körperverletzung wird der Beschuldigte freigesprochen. 

4.-10. […] 

11. Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltliche 

Rechtsvertreterin der Privatklägerin C._____ mit Fr. 4'869.10 (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher 

Rechtsvertreter des Privatklägers B._____ mit Fr. 3'363.70 (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

-   41   - 

13. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'500.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 755.00   Auslagen der Untersuchung 

Fr. 4'363.80   amtliche Verteidigung 

14. […] 

15. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im Betrag von Fr. 4'363.80 werden auf die 

Gerichtskasse genommen; […]" 

2. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der mehrfachen, teilweise versuchten, Drohung im Sinne von Art. 180 

Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB und Art. 22 

Abs. 1 StGB; 

− der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 in Ver-

bindung mit Abs. 2 lit. a StGB; 

− der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 in Ver-

bindung mit Abs. 2 lit. b StGB; 

− des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne 

von Art. 292 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 

Fr. 30.--, wovon ein Tag durch Haft erstanden ist, sowie mit einer Busse von 

Fr. 3'000.--. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die 

Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 

30 Tagen. 

-   42   - 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ Fr. 1'200.-- 

zuzüglich 5 % Zins ab 1. August 2018 als Genugtuung zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

5. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin 

C._____ für die mehrfache Drohung dem Grundsatze nach schadenersatz-

pflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzan-

spruches und der Kausalität wird die Privatklägerin C._____ auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. Hinsichtlich der mehrfachen Tätlichkeiten wird 

das Feststellungsbegehren der Privatklägerin C._____ abgewiesen.  

6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger 

B._____ für die mehrfachen Tätlichkeiten dem Grundsatze nach schadener-

satzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadener-

satzanspruches und der Kausalität wird der Privatkläger B._____ auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 1'500.-- zu-

züglich 5 % Zins ab 15. November 2017 als Genugtuung zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens, mit 

Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung durch Rechtsanwalt 

MLaw X2._____ und der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger, werden 

dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung durch 

Rechtsanwalt MLaw X2._____ und der unentgeltlichen Vertretung der Pri-

vatkläger werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rück-

zahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO und 

Art. 138 Abs. 1 StPO vorbehalten. 

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ für das Ver-

fahren GG190167-L (Nachtragsanklage) eine Prozessentschädigung von 

Fr. 1'525.45 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen. 

10. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   43   - 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'135.80   amtliche Verteidigung 

11. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt 

und im übrigen Umfang auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden im Umfang von drei Vierteln einstweilen und 

im übrigen Umfang definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzah-

lungspflicht des Beschuldigten im Umfang von drei Vierteln bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

12. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt) 
− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (versandt) 
− die Vertretung der Privatklägerin C._____, Rechtsanwältin lic. iur. 

Y._____, im Doppel für sich und die Privatklägerin (versandt) 
− die Vertretung des Privatklägers B._____, Rechtsanwalt lic. iur. 

Z._____, im Doppel für sich und den Privatkläger (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
− die Vertretung der Privatklägerin C._____, Rechtsanwältin lic. iur. 

Y._____, im Doppel für sich und die Privatklägerin 
− die Vertretung des Privatklägers B._____, Rechtsanwalt lic. iur. 

Z._____, im Doppel für sich und den Privatkläger 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen 
Mitteilungen betr. Vorabbeschluss Dispositiv-Ziff. 1.1. und 1.3. 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

-   44   - 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich. 

13. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 22. März 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. S. Volken 
 

 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw N. Hunziker 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zur Beachtung: 

-   45   - 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 22. März 2021
	Anklage:
	Entscheid der Vorinstanz (Urk. 47 S. 57 ff.)
	"Es wird verfügt:
	1. Prozess Nr. GG190167-L wird mit dem vorliegenden Prozess-Nr. GG190098-L vereinigt und unter der letztgenannten Prozess-Nr. weitergeführt. Der Prozess-Nr. GG190167-L wird als durch Vereinigung erledigt abgeschrieben.
	2. Schriftliche Mitteilung gemäss nachfolgendem Urteil.
	Sodann wird erkannt:
	1. Das Verfahren wird in Bezug auf versuchte Drohung zum Nachteil von B._____ im Sinne von Art. 180 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 StGB (Dossier 1) eingestellt.
	2. Der Beschuldigte ist schuldig
	– der mehrfachen Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB;
	– der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 lit. a StGB;
	– der mehrfachen Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 lit. b StGB;
	– des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen im Sinne von Art. 292 StGB.
	3. Vom Vorwurf der mehrfachen Körperverletzung wird der Beschuldigte freigesprochen.
	4. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten, wovon 1 Tag durch Haft erstanden ist, sowie mit einer Busse von Fr. 4'000.–.
	5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen.
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ Fr. 1'200.– zuzüglich 5 % Zins ab 1. August 2018 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin C._____ für die mehrfache Drohung dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches und der Kausalität wird die...
	9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger B._____ für die mehrfachen Tätlichkeiten dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches und der Kausalität wir...
	10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ Fr. 1'500.– zuzüglich 5 % Zins ab 15. November 2017 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	11. Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin C._____ mit Fr. 4'869.10 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher Rechtsvertreter des Privatklägers B._____ mit Fr. 3'363.70 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	13. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	14. Die Kosten der Untersuchung, des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung durch Rechtsanwalt X2._____, sowie der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger werden dem Beschuldigten auferlegt.
	15. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im Betrag von Fr. 4'363.80 werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ für das Verfahren GG190167-L (Nachtragsanklage) eine Prozessentschädigung von Fr. 1'525.45 (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen.
	17. [Mitteilung]
	18. [Rechtsmittel]"
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 47 S. 5 f. E. I.1.-4.).
	1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich wurde der Beschuldigte gemäss dem eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositiv verurteilt. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte fristgemäss Berufung an (Urk. 44). Ihr begründetes Urteil versandte die Vo...
	1.3. Mit Verfügung vom 26. August 2020 wurde Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ für das Berufungsverfahren als amtlicher Verteidiger eingesetzt. Gleichzeitig ging die Berufungserklärung an die Anklägerin 1 und 2 sowie die Privatkläger und wurde diesen Fr...
	1.4. Die Anklägerin 1 teilte mit Eingabe vom 8. September 2020 mit, auf eine Anschlussberufung zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils zu beantragen (Urk. 56). Mit Eingabe vom 15. September 2020 erklärte die Anklägerin 2, auf ei...
	1.5. Am 22. März 2021 fand die Berufungsverhandlung in Anwesenheit des Beschuldigten und seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, statt (Prot. II S. 4). Im Anschluss an die Verhandlung erging nachfolgendes Urteil.

	2. Umfang der Berufung
	Vom Beschuldigten nicht angefochten werden die vorinstanzliche Verfahrenseinstellung (Dispositiv-Ziffer 1), der vorinstanzliche Freispruch (Dispositiv-Ziffer 3), die Entschädigungen der unentgeltlichen Vertretungen der Privatkläger zu Lasten der Staa...

	3. Prozessuales
	3.1. Bei den vorliegend zu prüfenden Straftatbeständen der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 StGB sowie der Drohung im Sinne von Art. 180 StGB handelt es sich an sich um Antragsdelikte. Die Privatklägerin C._____ und der Beschuldigte waren jedoch zu...
	3.2. Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkläger zu beteiligen. Der Strafantrag ist dieser Erklärung gleichgestellt. Die Erklärung ist gegenüber einer Strafverfolgun...
	3.3. Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Er-wähnung findet. We...
	II.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung

	1. Ausgangslage / Vorbringen des Beschuldigten
	1.1. Betreffend die dem Beschuldigten zur Last gelegten Anklagevorwürfe kann auf die beigeheftete Anklageschrift der Anklägerin 1 vom 10. April 2019 (Urk. D1/21) sowie die Nachtragsanklage der Anklägerin 2 vom 26. Juli 2019 verwiesen werden (Urk. 42/12).
	1.2. Der Beschuldigte stellte sämtliche Anklagevorwürfe sowohl im bisherigen Verfahren, als auch im Berufungsverfahren in Abrede und beantragt dementsprechend, er sei vollumfänglich von Schuld und Strafe freizusprechen. Nachfolgend ist deshalb zu prüf...
	1.3. Betreffend das Vorgehen bei der Sachverhaltserstellung und der Beweiswürdigung kann vorab – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Die Vorinstanz hat richtig erwogen, das zur E...

	2. Komplott-Theorie
	2.1. Die Verteidigung des Beschuldigten machte bereits im vorinstanzlichen Verfahren sinngemäss geltend, es sei vorliegend von einem Komplott seitens der Privatkläger auszugehen, indem diese ihre Aussagen abgesprochen und ihn absichtlich zu Unrecht be...
	2.2. Die Vorinstanz hat die Einwände der Verteidigung im angefochtenen Urteil im Rahmen der Beweiswürdigung zutreffend abgehandelt, worauf zunächst verwiesen werden kann (Urk. 47 S. 12 und 25 E. II. A. 1. e. und II. A. 3. e.). Dass sich die Privatkläg...

	3. Dossier 1; mehrfache Tätlichkeiten zum Nachteil von B._____
	3.1. Anklagevorwurf
	Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, er habe von April 2017 bis 18. Juni 2018 den Privatkläger B._____ am damals gemeinsamen Wohnort an der D._____-strasse ..., in ... Zürich, regelmässig, durchschnittlich zweimal pro Woche, mehrheitlich mit ...
	3.2. Standpunkt des Beschuldigten
	Nachdem der Beschuldigte zu Anfang der Untersuchung den Anklagevorwurf noch gänzlich in Abrede gestellt hatte, räumte er in der Folge sowie vor Vorinstanz ein, den Privatkläger einmal mit dem weichen Ende eines Hosengürtels geschlagen und dabei desse...
	3.3. Würdigung
	3.3.1. Sachverhalt
	3.3.2. Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel zur Erstellung des zu beurteilenden Vorwurfs zutreffend aufgeführt, die wesentlichen Aussagen der Beteiligten richtig wiedergegeben und diese anschliessend, unter Berücksichtigung der dazu gemacht...
	3.3.3. Mit der Vorinstanz ist insbesondere davon auszugehen, dass die stimmigen, plausiblen, reflektierten, strukturgleichen und im Wesentlichen widerspruchsfreien Aussagen des Privatklägers sehr glaubhaft sind und überzeugen. Der Privatkläger zeigte ...
	3.3.4. Rechtliche Würdigung
	Die Vorinstanz hat den erstellten Sachverhalt rechtlich zutreffend gewürdigt (Urk. 47 S. 33-36 E. III. A. 1.), darauf kann verwiesen werden. Die Verteidigung machte anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung ein elterliches Züchtigungsrecht als Rech...

	4. Dossier 1; mehrfache Drohung zum Nachteil von C._____
	4.1. Anklagevorwurf
	4.1.1. Erster Sachverhaltsabschnitt
	Die Anklägerin 1 wirft dem Beschuldigten vor, an einem nicht näher bestimmbaren Vormittag Ende Dezember 2017 / Anfang Januar 2018 in der Küche der damals gemeinsamen Wohnung an der D._____-strasse ..., in ... Zürich, im Verlauf einer ver