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**Case Identifier:** da484c54-a45c-56d3-be84-e2563e9001ea
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-28
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 28.05.2024 WBE.2023.328
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2023-328_2024-05-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2023.328 / ME / wm 
(BK FHNW Nr. 22.011)  

Art. 57 

 

Urteil vom 28. Mai 2024 
 

 

Besetzung  Verwaltungsrichter Michel, Vorsitz 

Verwaltungsrichter Brandner 

Verwaltungsrichterin Tschudin 

Gerichtsschreiber Meier 

Rechtspraktikant C. Müller 

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____,   

        

gegen 

 

 
   

  Pädagogische Hochschule der FHNW,  

handelnd durch die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW 

     

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Bewertung IAL Fachdidaktik Wirtschaft 

und Recht 1 und 2 

 

Entscheid der Beschwerdekommission Fachhochschule Nordwestschweiz 

vom 30. August 2023 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

A._____ absolviert seit dem Herbstsemester 2021 den Diplomstu-

diengang Sekundarstufe II (Lehrdiplom für Maturitätsschulen) an der Pä-

dagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). 

Das erste Semester verbrachte er im Rahmen eines Mobilitätsaufenthalts 

an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg (D). Im Frühjahrsse-

mester 2022 absolvierte er an der Pädagogischen Hochschule der FHNW 

Prüfungen unter anderem in den Modulen Individuelle Arbeitsleistung 

(IAL) Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 sowie IAL Fachdidaktik Wirt-

schaft und Recht 2. 

 

2. 

Am 3. August 2022 verfügte die Pädagogische Hochschule den Leis-

tungsausweis für das Frühjahrssemester 2022, wobei die Module IAL 

Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 sowie IAL Fachdidaktik Wirtschaft 

und Recht 2 je mit der ungenügenden Note 3 bewertet wurden. 

 

Gegen die Verfügung erhob A._____ Einsprache, welche der Direktor der 

Pädagogischen Hochschule mit Entscheid vom 5. Dezember 2022 

abwies. 

 

B. 

1. 

Gegen den Einspracheentscheid erhob A._____ mit Eingabe vom 

24. Dezember 2022 Beschwerde bei der Beschwerdekommission FHNW, 

unter anderem mit dem Antrag, es seien die beiden als ungenügend 

bewerteten Modulprüfungen zu annullieren und zu wiederholen. 

 

2. 

Die Beschwerdekommission FHNW entschied am 30. August 2023: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten 
werden kann. 
 

2. Der Beschwerdeführer trägt die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens von CHF 600.–. 

 

C. 

1. 

Gegen den Entscheid der Beschwerdekommission FHNW erhob A._____ 

mit Eingabe vom 29. September 2023 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

mit folgenden Anträgen: 

 

 - 3 - 

 

 

1. Es sei der Entscheid der BK FHNW vom 30.08.2023 aufzuheben 
und es sei durch die Beschwerdegegnerin die Prüfungsbewer-
tungen IAL FDWR 1, IAL FDWR 2 zu annullieren und diese Prü-
fungsleistungen rückwirkend über die Studienvereinbarung anzu-
rechnen. Gleichermassen sollen die IAL P3 und IAL-Er-
ziehungswissenschaften rückwirkend über die Studienverein-
barung angerechnet werden. 
 

2. Eventualiter sei der Entscheid der BK FHNW vom 30.08.2023 
aufzuheben und es sei durch die Beschwerdegegnerin eine Wie-
derholung der Prüfungen IAL FDWR 1 und IAL FDWR 2 für den 
Beschwerdeführer durchzuführen. Die Wiederholung der Prü-
fungsleistungen ist vor einer anderen neutralen Prüfungsinstanz 
durchzuführen und es ist sicherzustellen, dass das Gleichheits-
prinzip eingehalten wird, indem Ausgleichsmassnahmen getrof-
fen werden (bspw. Individuelle Unterstützung der prüfenden In-
stanz inkl. Feedbacks zu Unterrichtsentwürfe und Entwicklungs-
potential im Rahmen eines zusätzlichen Praktikums bei der Be-
legung der IAL P3, Anpassung der Prüfungen, Wiederholung der 
angerechneten Module an der PH FHNW). 
 

3. Eventualiter sei der Entscheid der BK FHNW vom 30.08.2023 
aufzuheben und der Beschwerdegegnerin (bzw. Vorinstanz) zur 
Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen der angerufenen In-
stanz zurückzuweisen. 
 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt.) zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin bzw. der Staatskasse. 

 

2. 

Die FHNW stellte in der Beschwerdeantwort vom 23. November 2023 fol-

gende Anträge: 

 

1. Die Beschwerde sei gesamthaft abzuweisen, soweit überhaupt 
darauf eingetreten werden kann. 
 

2. Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulas-
ten des Beschwerdeführers. 

 

3. 

Der Beschwerdeführer hielt in der Replik vom 15. Januar 2024 an den ge-

stellten Anträgen fest. Gleichentags reichte er ein als "Aktennotiz" betitel-

tes Schreiben ein.  

 

4. 

Die FHNW wiederholte die gestellten Anträge in der Duplik vom 

16. Februar 2024. 

 

5. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall am 28. Mai 2024 beraten und ent-

schieden. 

 
 

 - 4 - 

 

 

   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gemäss § 33 Abs. 4 des Staatsvertrags zwischen den Kantonen Aargau, 

Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn über die Fachhochschule 

Nordwestschweiz (FHNW) vom 27. Oktober 2004 (SAR 426.070) befindet 

die Beschwerdekommission unter anderem über Beschwerden gegen 

Verfügungen der FHNW. Entscheide der Beschwerdekommission können 

an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau weitergezogen werden 

(§ 33 Abs. 6 Staatsvertrag FHNW). Dieses ist somit zur Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde zuständig. 

 

2. 

Für das Verfahren gilt das Recht des Kantons Aargau (§ 33 Abs. 3 

Staatsvertrag FHNW). 

 

3. 

3.1. 

Das Rechtsmittelverfahren wird durch den Streitgegenstand begrenzt, der 

seinerseits durch den angefochtenen Entscheid, das Anfechtungsobjekt, 

bestimmt wird. Nur was Gegenstand des ursprünglichen Verwaltungsver-

fahrens war bzw. hätte sein sollen – oder allenfalls im verwaltungsinter-

nen Beschwerdeverfahren zusätzlich geregelt wurde – kann im verwal-

tungsgerichtlichen Verfahren Streitgegenstand sein (BGE 125 V 413 ff.; 

Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2022.414 vom 24. Mai 2023, 

Erw. I/4.1; MICHAEL MERKER, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollver-

fahren nach dem aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, 

Kommentar zu den §§ 38-72 [a]VRPG, Zürich 1998, § 38 N. 3; § 39 

N. 24 f.). 

 

3.2. 

Mit Begehren Ziff. 1 beantragt der Beschwerdeführer unter anderem, es 

seien Studienleistungen in IAL P3 und IAL Erziehungswissenschaften 

"rückwirkend über die Studienvereinbarung" anzurechnen.  

 

Die erwähnten Module IAL P3 und IAL Erziehungswissenschaften waren 

nicht Gegenstand des erstinstanzlichen Entscheids vom 3. August 2022 

(Beschwerdeantwortbeilage 2): In diesen Fachgebieten wurden keine Prü-

fungen abgelegt und daher sind sie im Leistungsausweis für das Früh-

jahrssemester 2022 nicht enthalten. Es ist nicht ersichtlich und wird vom 

Beschwerdeführer auch nicht dargetan, dass die Module korrekterweise 

hätten Gegenstand des erstinstanzlichen Entscheids sein sollen oder 

dass diesbezüglich im verwaltungsinternen Beschwerdeverfahren Rege-

lungen getroffen worden wären. Daher kann die beantragte "rückwirken-

de" Anrechnung der vom Beschwerdeführer erwähnten Studienleistungen 

 - 5 - 

 

 

nicht Gegenstand des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwer-

deverfahrens sein. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

 

Der Vollständigkeit halber rechtfertigt sich folgender Hinweis: Die Vor-

instanz trat auf das Rechtsbegehren, (unter anderem) die IAL Erzie-

hungswissenschaften und P3 rückwirkend anzurechnen, nicht ein, da sie 

erst nach Ablauf der gesetzlichen Beschwerdefrist von 30 Tagen gestellt 

worden seien. Entsprechend den obigen Darlegungen hätte auf das Be-

gehren ohnehin nicht eingetreten werden dürfen, da die umstrittene An-

rechnung nicht Gegenstand des angefochtenen Prüfungsentscheids war 

bzw. hätte sein müssen. 

 

3.3. 

Für das 1. und 2. Semester an der Pädagogischen Hochschule wurde ein 

sog. Learning Agreement (unterzeichnet am 28. Oktober 2021 bzw. 

1. November 2021) geschlossen. Darin wurde festgelegt, welche an der 

Universität Oldenburg belegten Kurse mit wie vielen Kreditpunkten ange-

rechnet werden (Beschwerdeantwortbeilage 1). Damit wusste der Be-

schwerdeführer vor seinem Studienantritt in Oldenburg und insbesondere 

vor den umstrittenen Prüfungen, dass er in den Fächern IAL Fachdidaktik 

Wirtschaft und Recht 1 und 2 an der Pädagogischen Hochschule eine 

Prüfung ablegen musste bzw. dass diesbezüglich keine Anrechnung er-

folgen würde. Ein Gesuch um Abänderung der Vereinbarung bzw. um An-

rechnung weiterer Studienleistungen aus dem Mobilitätsaufenthalt hat der 

Beschwerdeführer nicht gestellt. Ein entsprechendes Gesuch stünde auch 

in keinem Zusammenhang mit der vorliegenden Prüfungsbeschwerde, 

welche die korrekte Bewertung der Prüfung und den ordnungsgemässen 

Prüfungsablauf zum Gegenstand hat, und müsste separat beurteilt wer-

den. Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es seien ihm bezüglich der 

Module IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 und 2 aufgrund des Stu-

diums in Oldenburg zusätzliche Leistungsnachweise zu erlassen (vgl. An-

trag Ziff. 1), ist somit auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. 

 

4. 

4.1. 

Gemäss § 42 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG; 

SAR 271.200) ist zur Beschwerde befugt, wer ein schutzwürdiges eigenes 

Interesse an der Aufhebung oder der Änderung des Entscheids hat. 

 

Dieses Interesse kann rechtlicher oder auch bloss tatsächlicher Natur 

sein. Ein schutzwürdiges Interesse liegt dann vor, wenn die tatsächliche 

oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers durch den Ausgang des 

Verfahrens beeinflusst werden kann. Es besteht im praktischen Nutzen, 

den die erfolgreiche Beschwerde dem Beschwerdeführer eintragen wür-

de, das heisst in der Abwendung eines materiellen oder ideellen Nach-

 - 6 - 

 

 

teils, den der angefochtene Entscheid für ihn zur Folge hätte (Aargaui-

sche Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2002, S. 278, Erw. 4a; 

Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2022.414 vom 24. Mai 2023, 

Erw. I/5.1; MERKER, a.a.O., § 38 N. 129). 

 

4.2. 

Entsprechend § 7 Abs. 4 der Studien- und Prüfungsordnung der Pädago-

gischen Hochschule FHNW (StuPO PH FHNW) vom 1. Januar 2017 (Be-

schwerdeantwortbeilage 11) wird der Kompetenzerwerb in einem Modul 

mit einem oder mehreren Leistungsnachweisen überprüft und bewertet. 

IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 und IAL Fachdidaktik Wirtschaft 

und Recht 2 sind Pflichtmodule, wobei bei ersterem eine schriftliche und 

beim zweiten eine mündliche Prüfung durchgeführt wird. Die Bewertung 

erfolgt anhand einer 6er-Skala (§ 7 Abs. 6 lit. c StuPO PH FHNW). Damit 

ein entsprechendes Modul bestanden ist, muss es mindestens mit der ge-

rundeten Note 4 bewertet werden (§ 7 Abs. 4 StuPO PH FHNW). Ein nicht 

bestandenes Modul kann einmal wiederholt werden (§ 7 Abs. 12 StuPO 

PH FHNW). Die erbrachten Leistungen werden pro Semester mittels ei-

nes Leistungsausweises ausgewiesen. Er umfasst alle in diesem Semes-

ter absolvierten Module mit den entsprechenden Leistungsbewertungen 

sowie den vergebenen ECTS-Punkten (European Credit Transfer System) 

und ist als einsprachefähige Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung auszu-

stellen (§ 7 Abs. 10 StuPO PH FHNW). 

 

In Beschwerdeverfahren zu Examensbewertungen ist das schutzwürdige 

Interesse in der Regel nur gegeben, wenn bei einer ungenügenden Ge-

samtbeurteilung die sich daraus ergebende Diplomverweigerung oder 

Nichtpromotion angefochten wird. Demgegenüber sind Einzelnoten als 

Begründungselemente grundsätzlich nicht selbständig anfechtbar. Dies ist 

nur ausnahmsweise möglich, wenn an die Höhe der einzelnen Noten be-

stimmte Rechtsfolgen geknüpft sind (vgl. BGE 136 I 229, Erw. 2.2; AGVE 

2010, S. 236; Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2023.221 vom 

20. Dezember 2023, Erw. I/2; VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HUBER, in: 

Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, Art. 48 

N. 16). Der Beschwerdeführer ficht ungenügende Bewertungen zweier 

Module an, die er während des Frühjahrssemesters 2022 absolvierte. 

Diese sind Bestandteil einer Leistungsbewertung, die im Rahmen seines 

Diplomstudiengangs ausgestellt wurde. Nach der Praxis ist eine Fachno-

te, deren Erhöhung aufgrund des Prüfungsreglements dazu führt, dass 

die Prüfung in diesem Fach nicht wiederholt werden muss, selbständig mit 

Beschwerde anfechtbar (vgl. BVGE 2009/10, Erw. 6.2.5; MARANTELLI-

SONANINI/HUBER, a.a.O., Art. 48 N. 16). Im vorliegenden Fall muss der 

Beschwerdeführer die Module IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 

sowie IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 2 aufgrund der ungenügen-

den Bewertungen wiederholen. Zusätzlich steht ihm diesbezüglich nur 

noch ein Versuch offen. Diese Rechtsfolgen sind je für sich ausreichend, 

 - 7 - 

 

 

um ein schutzwürdiges Interesse des Beschwerdeführers an der Be-

schwerdeführung zu bejahen. 

 

5. 

Soweit der Beschwerdeführer das Verhalten der Dozentin der Module IAL 

Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 sowie IAL Fachdidaktik Wirtschaft 

und Recht 2 ihm gegenüber kritisiert (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, 

S. 8 f.) und damit ein aufsichtsrechtliches Einschreiten des Verwaltungs-

gerichts erreichen will, darf auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 

Dem Verwaltungsgericht kommt gegenüber der FHNW und deren Dozie-

renden keinerlei Aufsichtskompetenz zu. 

 

6. 

Schliesslich beansprucht der Beschwerdeführer eine Entschädigung von 

der Pädagogischen Hochschule für den Fall, dass er Fachdidaktik-Module 

wiederholen müsse (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 11; Replik, 

S. 12 f.). 

 

Das Verwaltungsgericht kann im Beschwerdeverfahren nicht über Scha-

denersatzforderungen des Beschwerdeführers befinden. Unter den Vor-

aussetzungen des Haftungsgesetzes vom 24. März 2009 (HG; 

SAR 150.200) und der Haftungsverordnung vom 13. Januar 2010 (HV; 

SAR 150.211) ist es im Klageverfahren für Staatshaftungsansprüche zu-

ständig (§ 11 HG). Das Klageverfahren unterscheidet sich in mehrfacher 

Hinsicht vom Beschwerdeverfahren, etwa indem es im Klageverfahren an 

einem Anfechtungsobjekt fehlt, das Verwaltungsgericht erstinstanzlich 

entscheidet, das Zivilprozessrecht sinngemäss zur Anwendung gelangt 

(vgl. § 63 VRPG) und die Verfahrensparteien nicht identisch sind (vgl. 

Entscheid des Verwaltungsgerichts WKL.2020.1 vom 5. November 2020, 

Erw. I/1.2; WBE.2018.151 vom 4. Juni 2019, Erw. II/2.1). 

 

Auf das Entschädigungsbegehren des Beschwerdeführers kann somit 

nicht eingetreten werden. 

 

7. 

Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist unter Vorbehalt vorstehender 

Erw. 3, 5 und 6 einzutreten. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sind 

somit verfahrensrechtliche Fragen und die Benotung im Zusammenhang 

mit den ungenügend bewerteten Modulen IAL Fachdidaktik Wirtschaft und 

Recht 1 und 2. 

 

8. 

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen ge-

rügt werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). 

 

 - 8 - 

 

 

9. 

Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass die FHNW die Beschwerde-

antwort nach Ablauf der richterlich erstreckten Frist erstattete (Replik, 

S. 1). Dies trifft zu und hat zur Folge, dass die Rechtsschrift praxisgemäss 

noch im Rahmen der Untersuchungsmaxime (§ 17 Abs. 1 VRPG) zu be-

rücksichtigen ist, d.h. insbesondere soweit damit neue tatsächliche Vor-

bringen erfolgen (vgl. Entscheid des Verwaltungsgerichts 

WBE.2019.147/150 vom 7. September 2020, Erw. II/1.2; WBE.2019.358 

vom 24. März 2020, Erw. I/4). 

 

II. 

1. 

1.1. 

Der Beschwerdeführer beanstandet, die Dozentin habe ihm in den Modu-

len IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 sowie IAL Fachdidaktik Wirt-

schaft und Recht 2 nicht die erforderliche Unterstützung zukommen las-

sen. Im E-Mail vom 22. Juni 2021 habe die Studiengangsleitung bestätigt, 

dass der nötige Support nicht geleistet werde. Damit sei ihm zugleich 

auch mitgeteilt worden, er habe sich die fehlenden Inhalte selbst anzueig-

nen (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 3 f., 7; Beschwerdebeilage 7). 

 

1.2. 

Die Beschwerdekommission FHNW erwog, es treffe zwar zu, dass der 

Beschwerdeführer keine Feedbacks der Dozentin zu Unterrichtsentwürfen 

erhalten habe, da er seine Praktika 1 und 2 im Rahmen seines Mobilitäts-

semesters in Oldenburg absolviert habe. Hingegen habe die Dozentin 

entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers diesem nicht jegliche 

Unterstützung verweigert. Eine mangelnde Unterstützung des Beschwer-

deführers durch die Dozentin sei nicht erstellt (angefochtener Entscheid, 

Erw. 4.2). 

 

1.3. 

Soweit der Beschwerdeführer eine fehlende Unterstützung beanstandet 

und mit dieser Argumentation eine Änderung des Learning Agreements 

erreichen will, ist nicht näher darauf einzugehen (vgl. vorne Erw. I/3.3). 

Relevant ist die Argumentation nur insofern, als er mit der angeblich un-

genügenden Unterstützung eine Benachteiligung bei den Prüfungen gel-

tend macht. 

 

Im E-Mail vom 22. Juni 2021, das mithin vor dem Abschluss des Learning 

Agreements datiert, wies die Studiengangleitung den Beschwerdeführer 

darauf hin, dass sich die IAL "über die gesamte Modulgruppe, also alle 

Module, erstreckt". Er wurde darauf aufmerksam gemacht, dass er sich 

die fehlenden Inhalte selbständig aneignen müsse und die Dozentin dafür 

"keinen Support" leisten könne (Beschwerdebeilage 7). Daraus kann der 

Beschwerdeführer nicht ableiten, die FHNW räume selber ein, die Dozen-

 - 9 - 

 

 

tin der Module IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1 sowie IAL Fachdi-

daktik Wirtschaft und Recht 2 habe ihn nicht ausreichend unterstützt. 

Vielmehr ergibt sich daraus, dass dem Beschwerdeführer vor dem Ab-

schluss des Learning Agreements und insbesondere lange vor den vorlie-

gend umstrittenen Prüfungen mitgeteilt worden war, er habe sich die für 

die IAL erforderlichen Kenntnisse unabhängig vom Mobilitätsaufenthalt 

selbst zu erarbeiten. Dass der Beschwerdeführer, der sich für einen Mobi-

litätsaufenthalt und die anschliessende Fortsetzung seines Studiums an 

der Pädagogischen Hochschule entschieden hatte, entsprechende An-

strengungen unternehmen musste, lässt sich jedenfalls im Rahmen der 

vorliegenden Überprüfung der Rechtmässigkeit der Bewertung sowie der 

Durchführung der umstrittenen Prüfungen nicht beanstanden. Die Stu-

dienvereinbarung ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. 

vorne Erw. I/3.3). 

 

2. 

2.1. 

Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, die Protokolle der mündlichen 

Prüfungen und Prüfungsunterlagen seien nachträglich angepasst worden. 

Entsprechende Änderungen und eine mangelnde Transparenz würden 

erhebliche Zweifel an der Objektivität des Prüfungsprozesses aufwerfen 

(Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 7). 

 

2.2. 

Der Direktor der Pädagogischen Hochschule führte im Einspracheent-

scheid vom 5. Dezember 2022 aus, an mündlichen Prüfungen sei neben 

der prüfenden Person die Anwesenheit einer Zweitperson notwendig (mit 

Verweis auf § 7 Abs. 16 StuPO PH FHNW). Das Protokoll sei von einem 

Dozenten in Fachdidaktik erstellt worden. An der Pädagogischen Hoch-

schule fänden zu viele Prüfungen statt, als dass immer ein Protokoll im 

Detail ausformuliert werden könnte. Daher werde es für Studenten, die 

das Akteneinsichtsrecht wahrnehmen wollten, so ausgefertigt, dass es für 

jedermann verständlich sei. Inhaltlich würden dabei keine Änderungen 

vorgenommen (Beschwerdebeilage 18; Beschwerdeantwortbeilage 6, 

S. 8; vgl. auch Duplik, S. 2). 

 

2.3. 

Das VRPG schreibt eine Protokollierungspflicht nicht explizit vor. Aus der 

aus dem rechtlichen Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]; 

§ 21 f. VRPG) abgeleiteten Aktenführungspflicht ergibt sich kein Anspruch 

auf Protokollierung mündlicher Examen; diese Ausnahme vom Grundsatz 

der Protokollierungspflicht wird hauptsächlich mit Praktikabilitätsgründen 

gerechtfertigt (BERNHARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER, in: Praxiskom-

mentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, Art. 26 N. 40). § 7 

Abs. 16 StuPO PH FHNW schreibt (ebenfalls) nicht vor, dass über münd-

 - 10 - 

 

 

liche Prüfungen ein Protokoll geführt werden muss. Entsprechend ist es 

grundsätzlich zulässig, dass bei den mündlichen Prüfungen des Be-

schwerdeführers seitens der Pädagogischen Hochschule auf die Ausferti-

gung eines detaillierten Protokolls vorerst verzichtet wurde. Bei dieser 

Ausgangslage ist nach der ständigen bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung auch nicht zu beanstanden, wenn von der Zweitperson erstellte 

Handnotizen nicht zu den Akten gegeben werden; die Anwesenheit eines 

fachlich qualifizierten Beisitzers bietet ausreichend Gewähr für eine Ob-

jektivierung der Bewertung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_505/2019 

vom 13. September 2019, Erw. 4.1.1; 2D_29/2015 vom 27. November 

2015, Erw. 2.3; 2D_2/2010 vom 25. Februar 2011, Erw. 6; 2P.23/2004 

vom 13. August 2004, Erw. 2.4). Obwohl dies rechtlich nicht zwingend 

gewesen wäre, wurde für den Beschwerdeführer ein detailliertes Protokoll 

ausgefertigt, nachdem er Akteneinsicht verlangt hatte. Anhaltspunkte da-

für, dass das Protokoll inhaltlich unzutreffend oder zum Nachteil des Be-

schwerdeführers abgeändert worden wäre, bestehen nicht und werden 

vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan. Somit hält das Vorgehen den 

Vorgaben des Anspruchs auf rechtliches Gehör stand. 

 

Nichts anderes ergibt sich aus der vom Beschwerdeführer vorgenomme-

nen "Meta-Daten-Analyse" (Beschwerdebeilage 19). Daraus lässt sich 

ebenfalls nicht auf eine nachträgliche inhaltliche Abänderung von Doku-

menten schliessen. 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer rügt, anlässlich der 30-minütigen Vorbereitungszeit 

für die mündliche Prüfung im Modul IAL Fachdidaktik Wirtschaft und 

Recht 2 sei ihm zunächst ein Buch, das zu den vollständigen Prüfungsun-

terlagen gehörte, nicht zur Verfügung gestanden. Selbst wenn ihm das 

betreffende Buch nur für die Dauer von zwei Minuten gefehlt habe, habe 

er damit während 7 % der Vorbereitungszeit keinen Zugriff auf die voll-

ständigen Prüfungsunterlagen gehabt. Nicht relevant sei, wenn ihm die 

Vorinstanz vorhalte, den Fehler nicht unmittelbar nach der Prüfung ge-

meldet zu haben. Das Verhältnis zur Dozentin sei bereits damals ange-

spannt gewesen (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 7 f.). 

 

3.2. 

Die Beschwerdekommission FHNW erwog, es sei unbestritten, dass dem 

Beschwerdeführer zu Beginn der 30-minütigen Vorbereitungszeit das für 

die mündliche Prüfung benötigte Buch nicht zur Verfügung gestanden sei. 

Das Fehlen einer relevanten Prüfungsunterlage stelle grundsätzlich einen 

Verfahrensfehler dar. Es sei zwar nachvollziehbar, dass der psychische 

Stress bei einem Prüfungskandidaten kurzfristig ansteige, wenn ihm zu 

Beginn der Vorbereitungszeit eine Unterlage fehle. Der Beschwerdeführer 

habe es aber unterlassen auszuführen, wie es ihm dadurch in der Prüfung 

 - 11 - 

 

 

selbst verunmöglicht worden sei, seine Leistung abzurufen, mithin darzu-

legen, wie die Störung das Prüfungsergebnis negativ beeinflusst habe. 

Zudem hätte er seine Kritik unmittelbar im Anschluss an die mündliche 

Prüfung bzw. wenige Tage danach melden müssen (angefochtener Ent-

scheid, Erw. 5.3.2). 

 

3.3. 

Die Behauptung, er habe das betreffende Buch erst nach 10 Minuten sei-

ner 30-minütigen Vorbereitungszeit erhalten, hält der Beschwerdeführer 

vor Verwaltungsgericht nicht mehr aufrecht. Wird davon ausgegangen, 

dass die Dozentin dem Beschwerdeführer das Buch wenige Minuten nach 

Beginn der Vorbereitungszeit (mithin nicht der eigentlichen Prüfungszeit) 

nachreichte, kann für die mündliche Prüfung nicht mehr von einem mass-

geblichen Nachteil ausgegangen werden. Es ist plausibel, dass der Be-

schwerdeführer zunächst seine Vorbereitungszeit dazu nutzen musste, 

um die Prüfungsaufgabe zu studieren und sich einen Überblick über die 

Fragestellung zu verschaffen. Dass er unmittelbar zu Beginn zur Literatur 

greifen und diese heranziehen musste, ist nicht anzunehmen und wird 

auch nicht substantiiert behauptet. Entsprechend kann nicht davon aus-

gegangen werden, dass dem Beschwerdeführer ein nennenswerter Nach-

teil entstand, indem ihm bestimmte Literatur leicht verspätet übergeben 

wurde (wobei vorliegend offengelassen werden kann, ob er das Buch ho-

len musste oder ob es ihm gebracht wurde). Eine relevante Störung oder 

schwere Ablenkung, die das Prüfungsergebnis entscheidend beeinflussen 

konnte, lag somit nicht vor und wird auch nicht konkret dargetan (vgl. BGE 

147 I 73, Erw. 6.7; Urteile des Bundesgerichts 2D_29/2015 vom 

27. November 2015, Erw. 2.5; 2D_6/2010 vom 24. Juni 2010, Erw. 5.3.1). 

 

Soweit die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vorwirft, die betreffende 

Beanstandung erst nach dem Bekanntwerden des Prüfungsergebnisses 

und damit verspätet erhoben zu haben (angefochtener Entscheid, 

Erw. 5.3.2), bewegt sie sich innerhalb der Vorgaben der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung. Danach sind Verfahrensmängel im Prüfungsver-

fahren schnellstmöglich geltend zu machen. Dadurch soll mitunter verhin-

dert werden, dass sich der betroffene Prüfling im Verhältnis zu den ande-

ren Kandidatinnen und Kandidaten eine ihm nicht zustehende weitere 

Prüfungschance verschafft, indem er in Kenntnis des Verfahrensmangels 

die Prüfung zunächst fortsetzt und das Prüfungsergebnis abwartet (Urteile 

des Bundesgerichts 2C_122/2024 vom 5. März 2024, Erw. 2.3; 

2C_967/2022 vom 25. Mai 2023, Erw. 6.1; 2C_769/2019 vom 27. Juli 

2020, Erw. 7.2). 

 

Somit kann der gerügte Verfahrensfehler mangels Relevanz für das Prü-

fungsergebnis und wegen des Fehlens einer rechtzeitigen Rüge nicht zur 

Aufhebung des Prüfungsentscheids führen. 

 

 - 12 - 

 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer moniert, die zuständige Dozentin habe sich ihm 

gegenüber vor, während und nach der Prüfung "in unangemessener Wei-

se" verhalten. Auf zahlreiche Fragen zur Bewertung habe er keine ange-

messenen Antworten erhalten und es sei ihm verweigert worden, zusätzli-

che Unterlagen bereitzustellen. Die Dozentin habe auch eine Bespre-

chung nach den Prüfungen abgelehnt. Zudem hätten sich während und 

nach der umstrittenen Akteneinsicht weitere Vorfälle ereignet, die von der 

Vorinstanz nicht hinreichend berücksichtigt worden seien. Weiter habe er 

nicht während des gesamten Semesters Zugriff gehabt auf die elektroni-

sche Plattform, auf welcher sich die Modulunterlagen befunden hätten. 

Aus seiner Sicht bestehe keine Verpflichtung, die Kursunterlagen wäh-

rend des Semesters auf den eigenen Computer herunterzuladen. Aus 

Kapazitätsgründen bearbeite er Dokumente bevorzugt online oder lade 

bei Bedarf einzelne Dokumente hoch. Aufgrund des fehlenden Zugriffs auf 

die seinerzeitigen Unterlagen sei es ihm nicht möglich gewesen, das Prü-

fungsergebnis nachzuvollziehen. Schliesslich habe die zuständige Dozen-

tin das Gespräch vom 29. August 2022 ohne Vorabinformation auf Video 

aufgezeichnet (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 8 f.). 

 

4.2. 

Vorab ist wesentlich, dass der Beschwerdeführer nirgends substantiiert 

geltend macht, dass seine Prüfungen nicht korrekt bewertet worden seien. 

Soweit die erwähnten Vorbringen Entsprechendes suggerieren, ist folglich 

nicht näher darauf einzugehen. 

 

Die erwähnten Vorbringen lassen sich teilweise so verstehen, dass der 

Beschwerdeführer eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts geltend ma-

chen will (dagegen spricht allerdings die Systematik der Verwaltungsge-

richtsbeschwerde, wonach die Argumentation primär dazu dienen soll, bei 

einer Rückweisung und Wiederholung der Prüfung nicht wieder von der-

selben Dozentin geprüft zu werden). Allein aufgrund seiner Vorbringen ist 

aber nicht erkennbar, inwiefern es dem Beschwerdeführer nicht möglich 

gewesen wäre, den Prüfungsentscheid vor der Vorinstanz sowie vor dem 

Verwaltungsgericht adäquat anzufechten. Im Übrigen ist nicht dargetan, 

inwiefern der Beschwerdeführer zur wirkungsvollen Beschwerdeführung 

Einsicht in die seinerzeitigen Kursunterlagen benötigt und er formell da-

rum nachgesucht hätte. Der behauptete Ausschluss des Beschwerdefüh-

rers von der elektronischen Plattform betrifft – soweit vom Beschwerde-

führer belegt – im Übrigen nicht die Module IAL Fachdidaktik Wirtschaft 

und Recht 1 sowie IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 2, sondern an-

dere Kurse (Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 8; Beilage 23). Für auf-

sichtsrechtliche Belange ist das Verwaltungsgericht – wie vorne ausge-

führt (Erw. I/5) – nicht zuständig. 

 

 - 13 - 

 

 

5. 

5.1. 

Der Beschwerdeführer beanstandet, es verletze das Prinzip der Rechts-

gleichheit, wenn bei der Bewertung der Module keine Rücksicht auf sei-

nen vorangegangenen Auslandsaufenthalt genommen werde (Verwal-

tungsgerichtsbeschwerde, S. 10). 

 

5.2. 

Aus dem Gleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) wird für das Prüfungsrecht 

der Grundsatz der Chancengleichheit abgeleitet. Für die Prüfungsgestal-

tung ist die Chancengleichheit insofern wegleitend, als für alle Prüfungs-

kandidaten im Sinne formaler Gleichheit möglichst gleiche Bedingungen 

hergestellt werden sollen (BGE 147 I 73, Erw. 6.2; HERBERT PLOTKE, 

Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl. 2003, S. 442, 444). Einen Anspruch, 

dass bei der Bewertung der Module IAL Fachdidaktik Wirtschaft und 

Recht 1 sowie IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 2 Rücksicht auf den 

absolvierten Mobilitätsaufenthalt genommen wird, hat der Beschwerdefüh-

rer nicht und ergibt sich insbesondere auch nicht aus der zwischen ihm 

und der Pädagogischen Hochschule abgeschlossenen Studienvereinba-

rung. Ein Nachteilsausgleich, wie er zugunsten von Studierenden mit Be-

hinderungen aus dem Diskriminierungsverbot (Art. 8 Abs. 2 BV) abgeleitet 

wird, ist in diesem Zusammenhang nicht vorgesehen. Eine Verletzung des 

Gebots der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) liegt deswegen nicht vor. 

 

6. 

Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

III. 

1. 

Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die 

verwaltungsgerichtlichen Kosten zu tragen (§ 31 Abs. 2 VRPG). 

 

Die Staatsgebühr wird unter Berücksichtigung des Zeitaufwands und der 

Bedeutung der Sache auf Fr. 2'000.00 festgelegt (§ 3 Abs. 1 i.V.m. § 22 

Abs. 1 lit. c des Dekrets über die Verfahrenskosten vom 24. November 

1987 [Verfahrenskostendekret, VKD; SAR 221.150]). Für die Kanzleige-

bühr und die Auslagen wird auf §§ 25 ff. VKD verwiesen. 

 

2. 

Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (§ 29 i.V.m. § 32 Abs. 2 

VRPG). 

 

Aufwandentschädigungen für nicht anwaltlich vertretene Parteien und un-

abhängig vom Verfahrensausgang sind im Beschwerdeverfahren nicht 

 - 14 - 

 

 

vorgesehen (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde, S. 11; Replik, S. 12 f.; 

Replikbeilage 32). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 2'000.00 sowie der Kanzleigebühr und den Ausla-

gen von Fr. 215.00, gesamthaft Fr. 2'215.00, sind vom Beschwerdeführer 

zu bezahlen. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer 

die FHNW, Direktion 

 

Mitteilung an: 

die FHNW Beschwerdekommission 

 

 
   

Subsidiäre Verfassungsbeschwerde 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von verfassungsmässigen 

Rechten innert 30 Tagen seit Zustellung mit der subsidiären 

Verfassungsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag 

vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August 

und vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete 

Beschwerde muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern ist, sowie 

in gedrängter Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt 

Verfassungsrecht verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind 

beizulegen (Art. 113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]). 

 

  

 - 15 - 

 

 

 
   

Aarau, 28. Mai 2024 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Michel Meier