# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b996b3bb-fbb6-5378-9745-08c4cc3a5390
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 04.04.2014 LA130042
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA130042_2014-04-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LA130042-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. M. Schaffitz und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschrei-

berin lic. iur. R. Blesi Keller  

Urteil und Beschluss vom 4. April 2014 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Beklagte und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Klägerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Forderung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 4. Abteilung, vom 
31. Oktober 2013 (AH130124-L) 

- 2 - 

Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2): 

"1. Es sei die Beklagte zur Zahlung von CHF 7'838.55 brutto sowie 
von CHF 4'303.55 netto, je nebst Zins zu 5% seit dem 4. Mai 
2013 zu verurteilen. 

2. Unter Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten 
der Beklagten." 

 
 

Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 4. Abteilung, Einzelrichter,  
vom 31. Oktober 2013 (Urk. 17 S. 11 f.): 

"1. In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klä-
gerin Fr. 10'931.85 netto nebst Zins zu 5 % seit 4. Mai 2013 zu 
bezahlen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 
3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschä-

digung von Fr. 2'940.– (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
4. [Mitteilungssatz] 
5. [Rechtsmittelbelehrung]" 

 
 
 

Berufungsanträge: 

der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 16 S. 2): 
 

"Es seien das Dispositiv des Urteils des Arbeitsgerichts Zürich vom 
31. Oktober 2013 wie folgt aufzuheben: 
- Ziffer 1 im Betrag von CHF 9'181.85 zuzüglich Zins zu 5% seit 

4. Mai 2013 und 
- Ziffer 3 vollständig; 
unter Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbeklagten; die Kos-
ten fallen ausser Ansatz." 

 
 

- 3 - 

der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 19 S. 2): 
 

"1. Es sei die Berufung der Beklagten vollumfänglich abzuweisen und 
das erstinstanzliche Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 4. Abtei-
lung, vom 31. Oktober 2013 (AH130124-L), zu bestätigen. 

2. Unter Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten 
der Beklagten." 

 
 

Erwägungen: 

I. 

 1.1. Die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) betreibt in Zürich 

ein Yoga Studio. Die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) arbeitete 

ab dem 1. März 2011 im Stundenlohn auf Abruf am Front Desk dieses Studios 

(Urk. 4/2). Der vereinbarte Stundenlohn betrug ab August 2012 Fr. 28.– brutto 

(inkl. 8,33 % Ferienentschädigung; Urk. 4/4/9). 

 1.2. Der Front Desk wird von 08.30 Uhr bis (mindestens) 12.00 Uhr sowie ab 

16.30 Uhr von einem Mitarbeiter betreut (Urk. 12/3). Am 1. Mai 2013 war die Klä-

gerin in der ersten Schicht eingeteilt. Um 11.50 Uhr kaufte eine Kundin bei ihr ein 

Jahresabonnement zum (reduzierten) Preis von Fr. 1'750.–. Die Kundin bezahlte 

in bar. Die Klägerin erfasste das Jahresabonnement im Kundenadministrations-

system "Mindbody" und stellte der Kundin eine Quittung aus (Urk. 4/5). Die Bu-

chung erfolgte in der Rubrik "Payment Method" unter "Other" anstatt unter "Cash". 

Dieses falsche Vorgehen hatte zur Folge, dass die Buchung im Kundenadminist-

rationssystem nicht als Barzahlung ausgewiesen wurde (Urk. 10 S. 2 f.; Urk. 11 

S. 2 f.; Prot. Vi S. 10 und 15). Die Klägerin kassierte die Fr. 1'750.– bei der Kun-

din ein und legte das Geld, gemäss eigener Sachdarstellung, in die Kasse. Dabei 

unterliess sie es, die Bareinnahme im Kassensystem zu erfassen. Gemäss eige-

ner Sachdarstellung geschah dies, da sie gleichzeitig mit der Kundin und einer 

Yogalehrerin in ein Gespräch vertieft und dadurch abgelenkt war (Urk. 10 S. 3). 

- 4 - 

Da das Kundenadministrations- und das Kassensystem voneinander getrennt 

sind, müssen Zahlungen in beiden Systemen erfasst werden (Urk. 11 S. 2 f.). 

Um 12.07 Uhr druckte die Klägerin den Kassenbericht aus, welcher lediglich Bar-

einnahmen von Fr. 81.– auswies (Urk. 4/6). Die Klägerin vermerkte die Barein-

nahmen von Fr. 81.–, gemäss eigener Sachdarstellung, nachdem sie sich ein 

Stockwerk höher zur Toilette begeben hatte, kurz vor 12.30 Uhr auf dem "Kas-

senübergabe-Übernahmeprotokoll" (fortan Übergabeprotokoll), indem sie einen 

Kassenstock von Fr. 495.50 visierte (Übernahmebetrag von Fr. 414.50, Überga-

bebetrag von Fr. 495.50; Urk. 4/7). Entgegen den Weisungen zählte die Klägerin 

den Kassenbestand nicht mehr nach (Urk. 10 S. 3). 

 1.3. Am nächsten Tag, dem 2. Mai 2013, fielen den beiden Geschäftsführern 

der Beklagten, C._____ und D._____, die Differenzen zwischen dem "Mindbody" 

System, dem Kassenbeleg und dem Kassenprotokoll auf. Angeblich wurde dabei 

auch das Fehlen der eingenommenen Fr. 1'750.– in der Kasse festgestellt (Urk. 

11 S. 5). 

 1.4. Als die Klägerin am 3. Mai 2013 zur Arbeit erschien, wurde sie von den 

Geschäftsführern zur Rede gestellt. Im Anschluss an dieses Gespräch wurde ihr 

fristlos gekündigt (Urk. 11 S. 5). Mit Schreiben vom selben Datum bestätigte die 

Beklagte der Klägerin die fristlose Kündigung. Als Kündigungsgrund wurde neben 

dem Vorwurf der Entwendung auch "ein extrem fahrlässiger Umgang mit Geld" 

genannt (Urk. 4/3). Der Klägerin wurden in der Folge vom Aprillohn unter dem 

Vermerk "Fehlender Betrag in der Kasse am 1.5.13" Fr. 1'750.– abgezogen (Urk. 

4/4/1). 

 2. Mit Eingabe vom 19. Juli 2013 und der Klagebewilligung des Friedensrich-

teramtes der Stadt Zürich, Kreise …, vom 3. Juli 2013 hob die Klägerin vor Vo-

rinstanz eine Klage mit dem eingangs erwähnten Begehren an (Urk. 1; Urk. 3). 

Betreffend den Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens ist auf die Erwägungen 

der Vorinstanz zu verweisen (Urk. 17 S. 3 f.). Mit Urteil vom 31. Oktober 2013 

sprach die Vorinstanz der Klägerin Fr. 10'931.85 netto nebst Zins zu 5 % seit dem 

4. Mai 2013 zu (Urk. 17 S. 11, Urteil Dispositivziffer 1). Mit gleichentags ergange-

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ner Verfügung wurde das Verfahren im Umfang von Fr. 177.90 brutto zuzüglich 

Zinsen (eingeklagte Ferienentschädigung März 2013) als durch Anerkennung er-

ledigt abgeschrieben (Urk. 17 S. 11, Verfügung Dispositivziffer 1). Gegen das Ur-

teil der Vorinstanz hat die Beklagte fristgerecht Berufung erhoben (Urk. 14/2; Urk. 

16). Die Berufungsantwort datiert vom 17. Januar 2014 (Urk. 19). Sie wurde der 

Beklagten zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 20).  

 3. Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO muss die Berufung eine Begründung enthal-

ten. Dies bedeutet, dass sich der Berufungskläger substanziiert mit den angefoch-

tenen Urteilserwägungen auseinandersetzt und im Einzelnen aufzeigt, worin eine 

unrichtige Rechtsanwendung oder eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts 

(Art. 310 ZPO) liegt. Es genügt nicht, wenn der Berufungskläger bloss den vor  

Vorinstanz eingenommenen Rechtsstandpunkt wiederholt oder gar lediglich auf 

die Rechtsschriften in den Vorakten verweist. Vielmehr muss er die als fehlerhaft 

erachteten Erwägungen der Vorinstanz zum Ausgangspunkt seiner Kritik machen. 

Die Berufungsinstanz ist nicht verpflichtet, den angefochtenen Entscheid von sich 

aus auf alle denkbaren Mängel zu untersuchen, es sei denn, diese träten offen zu 

Tage (BGE 138 III 374, 375 E. 4.3.1; CAN 2012 Nr. 75 S. 206 f. sowie – mit weite-

ren Hinweisen – Seiler, Die Berufung nach ZPO, Basel 2013, N 893 ff., insb. 

N 896; Hohl, Procédure civil II, Bern 2010, N 2405 f.; Reetz/Theiler, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., N 36 zu Art. 311 ZPO; ZPO-

Rechtsmittel-Kunz, N 92 zu Art. 311 ZPO; CPC-Jeandin, N 3 zu Art. 311 CPC). Im 

Ergebnis bedeutet dies, dass die Berufungsbegründung mit den entsprechenden 

Rügen grundsätzlich den Umfang der Prüfungsbefugnis und der Prüfungspflicht 

der Berufungsinstanz umschreibt. Die Berufungsinstanz kann die gerügten Män-

gel frei und unbeschränkt überprüfen und sie muss sie auch überprüfen 

(Reetz/Hilber, a.a.O., Art. 310 N 5 f.). Dabei ist sie aufgrund der umfassenden 

Überprüfungsbefugnis nicht an die mit den Rügen vorgebrachten Argumente oder 

an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden, sie kann die Rügen auch mit ab-

weichenden Erwägungen gutheissen oder abweisen. 

 4. Die Berufung hemmt die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des ange-

fochtenen Entscheids im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Die Beklagte 

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anerkennt in der Berufung die eingeklagte Forderung in der Höhe von Fr. 1'750.– 

netto zuzüglich Zins von 5 % ab dem 4. Mai 2013 (Abzug angeblich fehlender  

Betrag in der Kasse beim Aprillohn; Urk. 16 S. 2, Rechtsbegehren und S. 9). Da-

mit ist das erstinstanzliche Urteil, insoweit die Vorinstanz die Klage im Umfang 

Fr. 1'750.– netto zuzüglich Zins von 5 % ab dem 4. Mai 2013 gutgeheissen hat, 

am 20. Januar 2014 (Eingang der Berufungsantwort) in Rechtskraft erwachsen; 

dies ist vorzumerken. Mithin ist im Berufungsverfahren noch über die Rechtmäs-

sigkeit der fristlosen Kündigung sowie allfällige finanzielle Folgen aus einer  

ungerechtfertigterweise ausgesprochenen Kündigung zu entscheiden (Urk. 17 

S. 4 ff.).  

 

II. 

 1. Nach Art. 337 OR kann der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer das Ar-

beitsverhältnis aus wichtigen Gründen jederzeit fristlos auflösen (Abs. 1). Als 

wichtiger Grund gilt namentlich jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein dem 

Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses 

nicht mehr zugemutet werden darf (Abs. 2). Nach der Rechtsprechung zu Art. 337 

OR ist eine fristlose Entlassung nur bei besonders schweren Verfehlungen des 

Arbeitnehmers gerechtfertigt. Diese müssen einerseits objektiv geeignet sein, die 

für das Arbeitsverhältnis wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerstören oder zu-

mindest so tief greifend zu erschüttern, dass dem Arbeitgeber die Fortsetzung des 

Vertrags nicht mehr zuzumuten ist, und anderseits auch tatsächlich zu einer der-

artigen Zerstörung oder Erschütterung des gegenseitigen Vertrauens geführt ha-

ben. Sind die Verfehlungen weniger schwerwiegend, so müssen sie trotz Verwar-

nung wiederholt vorgekommen sein. Ob die dem Arbeitnehmer vorgeworfene 

Pflichtverletzung die erforderliche Schwere erreicht, lässt sich nicht allgemein sa-

gen, sondern hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab. Über das 

Vorhandensein eines wichtigen Grundes zur fristlosen Entlassung entscheidet 

das Gericht nach seinem Ermessen (Art. 337 Abs. 3 OR; vgl. zum Ganzen Urteil 

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des Bundesgerichts 4A_685/2011 vom 24. Mai 2012 E. 4 mit Hinweisen). Die 

Beweis- und damit auch die Behauptungslast für das Vorliegen der Tatsachen, 

aus welchen die Berechtigung zur ausserordentlichen Kündigung abgeleitet wird, 

obliegt jener Partei, welche die Kündigung erklärt hat; vorliegend damit der Be-

klagten. Wird dieser Beweis nicht erbracht, ist die ausserordentliche Kündigung 

ungerechtfertigt.  

 2. Die Beklagte wirft der Klägerin auch im Berufungsverfahren einerseits ein 

strafbares Verhalten (Urk. 16 S. 4 ff.) und andererseits diverse Treuepflichtverlet-

zungen, welche gesamthaft gesehen eine fristlose Entlassung rechtfertigen wür-

den (Urk. 16 S. 6 ff.), vor.  

 3.1. Betreffend die nach Literatur und Rechtsprechung massgebenden  

Voraussetzungen dafür, dass bei einer durch den Arbeitnehmer begangenen 

strafbaren Handlung berechtigterweise eine fristlose Kündigung durch den Arbeit-

geber ausgesprochen werden darf, kann auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 16 S. 5 E. 4.2.2). Ergänzend sei angeführt, 

dass schon recht geringfügige Taten zur Rechtfertigung der fristlosen Kündigung 

genügen, wenn Opfer der strafbaren Handlungen der Arbeitgeber selber, dessen 

Kunden oder andere Mitarbeiter sind (BGE 130 III 28 E. 4.1).  

 3.2. Die Vorinstanz erwog, da die Beklagte davon ausgehe, ein Diebstahl 

könne der Klägerin nicht nachgewiesen werden, werde der Diebstahlsvorwurf im 

Prozess nicht mehr aufrecht erhalten. Jedenfalls seien die diesbezüglichen Vor-

bringen nicht weiter substanziiert und könnten deshalb auch nicht zum Beweis 

verstellt werden (Urk. 17 S. 6). Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beklagte in 

ihrer Berufungsbegründung nicht auseinander. Sie wurden somit nicht gerügt und 

haben, da sie nicht offensichtlich mangelhaft sind, Bestand. Folglich ist bei den 

nachfolgenden Erwägungen davon auszugehen, dass der Klägerin eine Entwen-

dung der Fr. 1'750.– aus der Kasse nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden 

kann.  

 3.3.1. Die Beklagte macht nun aber, wie bereits vor Vorinstanz (Prot. Vi 

S. 10; Urk. 11 S. 7), geltend, die Klägerin habe, wenn die Fr. 1'750.–, wie von ihr 

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behauptet, noch in der Kasse gewesen wären, im Übergabeprotokoll einen fal-

schen Bestand, nämlich nur Fr. 495.50 anstatt die sich zu diesem Zeitpunkt tat-

sächlich in der Kasse befindlichen Fr. 2'245.50 (Fr. 1'750.– plus Fr. 495.50), be-

stätigt. Dieses Vorgehen stelle eine Falschbeurkundung und damit eine strafbare 

Handlung dar (Urk. 16 S. 4). Die Vorinstanz hat das Vorliegen einer Falschbeur-

kundung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB mit der Begründung abgewie-

sen, diese setze in objektiver Hinsicht voraus, dass eine rechtlich erhebliche Tat-

sache unrichtig beurkundet werde. Die Falschbeurkundung erfordere nach der 

Rechtsprechung eine qualifizierte schriftliche Lüge. Eine solche werde nur ange-

nommen, wenn der Urkunde eine erhöhte Glaubwürdigkeit zukomme und ihr des-

halb besonderes Vertrauen entgegengebracht werde. Eine erhöhte Glaubwürdig-

keit sei dann gegeben, wenn allgemein gültige objektive Garantien die Wahrheit 

der Erklärung gewährleisteten, was insbesondere im Hinblick auf die kaufmänni-

sche Buchführung und ihre Bestandteile zu bejahen sei. Es sei nicht ersichtlich, 

dass dem Übergabeprotokoll eine erhöhte Glaubwürdigkeit zukomme. Das werde 

von der Beklagten auch nicht behauptet. Ein Vertrauen auf die Richtigkeit des 

Übergabeprotokolls sei daher strafrechtlich nicht geschützt (Urk. 17 S. 6 mit Ver-

weis auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung). Diese Erwägun-

gen stellt die Beklagte in der Berufung in Abrede (Urk. 16 S. 4 f.). 

 3.3.2. Zu Recht macht die Klägerin in der Berufungsantwort in diesem Zu-

sammenhang geltend, der Straftatbestand der Falschbeurkundung verlange wei-

tere objektive und subjektive Tatbestandselemente als die Urkundenqualität des 

Übernahmeprotokolls. So werde insbesondere eine Schädigungsabsicht zum ei-

genen oder fremden Vorteil verlangt (Urk. 19 S. 4).  

Der Täter muss bei einer Falschbeurkundung in der Absicht handeln, jemand am 

Vermögen oder anderen Rechten zu schädigen oder sich oder einem andern ei-

nen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Dabei 

muss sich bei der Schädigungsabsicht die angestrebte Benachteiligung gegen 

fremdes Vermögen oder fremde Rechte, insbesondere Persönlichkeitsrechte, 

richten. Das Handeln in Vorteilsabsicht muss sich nicht auf einen Vorteil vermö-

gensrechtlicher Natur richten. Es genügt jede Besserstellung, sei sie vermögens-

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rechtlicher oder sonstiger Natur. Der Vorteil kann auch bei einem Dritten beab-

sichtigt sein (zum Ganzen: BSK StGB-Boog, Art. 251 N 185 ff.).  

Die Beklagte legt weder vor erster noch vor zweiter Instanz dar, welche Schädi-

gungs- oder Vorteilsabsicht die Klägerin damit verfolgt haben soll, dass sie, als 

sie das Übergabeprotokoll ausfüllte, anstatt die sich effektiv in der Kasse befindli-

chen Fr. 2'245.50 nur Fr. 495.50 auf dem Protokoll vermerkte. Worin diese Ab-

sicht hätte liegen sollen, ist nicht ersichtlich. Dass die Klägerin mit diesem Vorge-

hen einer Drittperson zu einem unrechtmässigen Vorteil verhelfen wollte, wird 

nicht geltend gemacht. Eine Falschbeurkundung liegt damit nicht vor. Bei diesem 

Ergebnis muss auf die Ausführungen der Beklagten zur Urkundenqualität des 

Übergabeprotokolls nicht mehr weiter eingegangen werden (Urk. 16 S. 4 f.). Offen 

bleiben kann sodann, ob die Beklagte der Klägerin genügend substanziiert ein 

vorsätzliches und nicht bloss fahrlässiges Handeln beim Ausfüllen des Übernah-

meprotokolls respektive der Nichtzählung des Kassenbestandes vorwirft (Urk. 19 

S. 5).  

 3.4. Insoweit die Beklagte sich in der Berufung auf die Rechtsprechung zur 

Verdachtskündigung berufen will, ist darauf hinzuweisen, dass die Beklagte in 

keiner Art und Weise substanziiert darlegt, inwieweit die Klägerin die Aufklärung 

der angeblichen Entwendung der Fr. 1'750.– illoyal behindert haben soll oder in-

wieweit sie selbst die zumutbaren Abklärungen zur Erhärtung dieses Tatbestan-

des vorgenommen hat (Urk. 16 S. 6 mit Hinweisen). Die Tatsache allein, dass die 

Klägerin anlässlich des Gespräches am 3. Mai 2013, im Nachgang zu welchem 

ihr fristlos gekündigt wurde, nur behauptete, die Fr. 1'750.– in die Kasse gelegt zu 

haben, aber ansonsten schwieg (Urk. 11 S. 5) respektive immer wieder nur zuge-

geben habe, "was sie zugeben musste" (Prot. Vi. S. 16), vermag kein illoyales 

Verhalten zu begründen. Zudem legt die Beklagte nicht dar, was für Abklärungen 

sie nebst der Befragung der Klägerin noch getroffen hat, um die Sache zu erhel-

len. Nur am Rande sei erwähnt, dass nach Lehre und Rechtsprechung im Falle 

einer Verdachtskündigung der Lohnanspruch des Arbeitnehmers bis zum Ablauf 

der ordentlichen Kündigungsfrist gewahrt bleibt, so dass die Frage nur mit Bezug 

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auf eine allfällige Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR relevant werden könn-

te (Urteil des Bundesgerichts 4A_507/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 3.5). 

 3.5.1. Im Weiteren beruft sich die Beklagte zur Rechtfertigung der fristlosen 

Kündigung auf die folgenden Treue- und Sorgfaltspflichtverletzungen der Klägerin 

(Urk. 11 S. 6; Urk. 16 S. 8): 

− falsche Erfassung der erfolgten Barzahlung von Fr. 1'750.– im Kun-

densystem (nicht als Bargeschäft), 

− keine Erfassung der Barzahlung von Fr. 1'750.– im Kassensystem, 

− keine korrekte Kassenabrechnung, 

− keine Erfassung der erfolgten Barzahlung von Fr. 1'750.– im Überga-

beprotokoll und 

− keine Auszählung des Kassenbestandes. 

Zusätzlich habe es die Klägerin unterlassen, eine nachträgliche Buchung vorzu-

nehmen, obwohl sie Gelegenheit dazu gehabt hätte (Urk. 11 S. 5; Urk. 16 S. 8).  

Die Beklagte ist der Auffassung, diese Pflichtverletzungen würden, entgegen der 

Ansicht der Vorinstanz (Urk. 17 S. 6 ff.), genügend schwer wiegen, um eine frist-

lose Kündigung zu rechtfertigen (Urk. 16 S. 8). Da sich aus den Ausführungen der 

Beklagten in der Berufungsbegründung genügend substanziiert ergibt, dass sie 

geltend machen will, die Kombination der von ihr angeführten Pflichtverletzungen 

würde für eine fristlose Kündigung genügen (Urk. 16 S. 4 ff.), damit sinngemäss 

gerügt wird, Art. 337 OR sei von der Vorinstanz falsch angewendet worden, ist die 

Berufung in diesem Punkt nicht, wie von der Klägerin beantragt (Urk. 19 S. 9 f.), 

mangels rechtsgenügender Begründung abzuweisen.  

 3.5.2. Vorab sei an dieser Stelle nochmals in Erinnerung gerufen, dass der 

Klägerin eine Entwendung der Fr. 1'750.– aus der Kasse nicht nachgewiesen 

werden kann. Es ist damit davon auszugehen, dass die Fr. 1'750.– von ihr in die 

Kasse gelegt wurden und darin verblieben. Unbestritten ist nun, dass die Klägerin 

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die Fr. 1'750.– im Kundenadministrationssystem in der Rubrik "Payment Method" 

unter "Other" anstatt "Cash" verbuchte (Urk. 10 S. 2; Urk. 16 S. 3). Diese Verfeh-

lung allein vermag hingegen keine fristlose Entlassung zu rechtfertigen. Die Be-

antwortung der Frage, ob eine Barbezahlung in dieser Höhe, welche von beiden 

Parteien als ungewöhnlich bezeichnet wird, nun die Fehlbuchung eher nachvoll-

ziehbar macht, wie von der Vorinstanz angeführt (Urk. 17 S. 7), oder "gerade […] 

erstaunlich" erscheinen lässt, worauf sich die Beklagte beruft (Urk. 16 S. 7), kann 

offen bleiben.  

Unbestritten ist im Weiteren, dass die Klägerin die Barzahlung von Fr. 1'750.– 

nicht im Kassensystem erfasste (Urk. 10 S. 3; Urk 16 S. 3). Auch diese Verfeh-

lung vermag allein betrachtet, wovon wohl auch die Beklagte ausgeht (Urk. 16 

S. 8), keine fristlose Entlassung zu rechtfertigen. Ebenso verhält es sich mit der 

Tatsache, dass die Klägerin am 3. Mai 2013 keine korrekte "Nachbuchung" vor-

genommen hat (Urk. 11 S. 5; Urk. 16 S. 8). Die Gründe, welche zu diesen Fehlern 

führten, die Klägerin selbst gab an, die Buchung unterlassen zu haben, weil sie 

gleichzeitig mit einer Yogalehrerin und der Kundin in ein Gespräch vertieft und 

dadurch abgelenkt gewesen sei (Urk. 10 S. 3), können offen bleiben. Dass die 

Klägerin in der Folge auch keine korrekte Kassenabrechnung (im Sinne des Kas-

senberichts, Urk. 4/6, Urk. 11 S. 3) erstellt hat, ist, was von der Beklagten nicht 

bestritten wird (Urk. 16 S. 7), ein "unmittelbarer Folgefehler der unterbliebenen Er-

fassung der Barzahlung im Kassensystem" (Urk. 17 S. 7).  

Im Weiteren zählte nun aber die Klägerin bei Schichtende auch die Kasse nicht 

nach, was dazu führte, dass sie die erfolgte Barzahlung von Fr. 1'750.– nicht im 

Übergabeprotokoll erfasste, da sie die im Kassenbericht aufgeführten Bareinnah-

men von Fr. 81.– unbesehen, ohne den tatsächlichen Kassenbestand zu überprü-

fen, ins Übergabeprotokoll übertrug (Urk. 4/6 und 4/7). Die Vorinstanz bezeichne-

te auch diese zusätzlichen Pflichtverletzungen als Folgefehler der unterlassenen 

Erfassung der Barzahlung im Kassensystem. Zu Recht weist die Beklagte in der 

Berufung darauf hin, dass der Kassenbestand immer ausgezählt werden müsse. 

Dieses Fehlverhalten sei damit kein Folgefehler (Urk. 16 S. 7 f.). Gleich verhält es 

sich mit dem unbesehenen Eintrag der Fr. 495.50 ins Übergabeprotokoll. Hinge-

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gen können auch diese Pflichtverletzungen für sich allein betrachtet, zumindest 

ohne vorherige Abmahnung, eine fristlose Entlassung nicht rechtfertigen.  

 3.5.3. Zu prüfen bleibt jedoch, ob die Verletzungen gesamthaft betrachtet 

zur Aussprechung einer fristlosen Entlassung genügen. Die Beklagte berief sich 

denn vor Vorinstanz darauf, das gesamte Verhalten der Klägerin, insbesondere 

die Nichtauszählung der Kasse und die unbesehene Übertragung der Fr. 495.50 

ins Übergabeprotokoll, hätten dazu geführt, dass die "Sachverhaltsermittlung" (mit 

Bezug darauf, wann und von wem das Geld entwendet worden sei) wesentlich er-

schwert worden sei. Hierfür sei die Klägerin verantwortlich (Prot. Vi S. 15 f.). Dem 

kann nicht gefolgt werden. Zwar darf nicht übersehen werden, dass die Verfeh-

lungen der Klägerin gesamthaft betrachtet nicht mehr leicht wiegen und durchaus 

den Eindruck erwecken können, sie seien so geplant gewesen, um eine Entwen-

dung der Fr. 1'750.– zu decken respektive zu ermöglichen. Dennoch wiegen sie 

einerseits nicht derart schwer im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 

dass eine einmalige Kumulation der Verfehlungen bei der bis dahin einen unbe-

scholtenen Leumund aufweisenden und nicht abgemahnten Klägerin dazu führen 

würde, dass der Beklagten als ultimo ratio nur noch die fristlose Entlassung ge-

blieben und ihr eine Fortführung des Arbeitsverhältnisses um weitere zwei Monate 

nicht mehr zuzumuten gewesen wäre. In diesem Zusammenhang darf, entgegen 

den Ausführungen der Beklagten in der Berufung (Urk. 16 S. 8) und mit der Vor-

instanz (Urk. 17 S. 8), durchaus berücksichtigt werden, dass der nach der Schicht 

der Klägerin die Kasse übernehmende E._____ den Kassenbestand, entgegen 

der Weisungen der Beklagten, auch nicht zählte und das Übernahmeprotokoll 

nicht ausfüllte (Prot. Vi S. 7; Urk. 10 S. 4 f.). Dieses Fehlverhalten hat die Aufklä-

rung des Vorfalles des angeblichen Verschwindens der Fr. 1'750.– ebenfalls er-

schwert und ist nicht der Klägerin anzulasten. Andererseits wurde bereits ausge-

führt, dass eine von der Beklagten ausgesprochene Verdachtskündigung nicht ge-

rechtfertigt gewesen wäre (vgl. vorangehend II. Ziffer 3.4.).  

 3.6. Aufgrund der vorangehenden Erwägungen ist davon auszugehen, dass 

keine wichtigen Gründe vorlagen, welche die Entlassung der Klägerin rechtferti-

gen würden. Die fristlose Entlassung erfolgte ungerechtfertigt. 

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 4.1. Die Vorinstanz sprach der Klägerin Lohn von Mai bis Juli 2013 von brut-

to Fr. 7'660.65 respektive netto Fr. 7'181.85 nebst Zins zu 5 % ab dem 4. Mai 

2013 zu. Dies wurde in der Berufung nicht beanstandet. Es kann auf die zutref-

fenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 17 S. 8 E. 4.3.1. f. 

und S. 10 E. 4.4.).  

 4.2.1. Weiter erkannte die Vorinstanz auf eine Strafzahlung gemäss Art. 

337c Abs. 3 OR von Fr. 2'000.– netto (Urk. 17 S. 9 f.), was bei einem durch-

schnittlichen Monatslohn von Fr. 2'553.55 brutto knapp einem Nettomonatslohn 

entspricht.  

 4.2.2. Die Beklagte macht geltend, eine Pönale sei nicht geschuldet, weil der 

Klägerin ein erhebliches Selbstverschulden angelastet werden müsse und sie 

durch ihr Verhalten eine Aufklärung des Diebstahls der Fr. 1'750.– verhindert ha-

be. Ausserdem sei zu berücksichtigen, dass sie, die Beklagte, aufgrund des Ver-

haltens der Klägerin einen berechtigten Verdacht gehabt habe, diese habe sich 

unrechtmässig verhalten (Urk.11 S. 7; Urk. 16 S. 9 f.). 

 4.2.3. Was die allgemeinen Erwägungen zu den Voraussetzungen gemäss 

Literatur und Rechtsprechung für die Zusprechung einer Strafzahlung nach Art. 

337c Abs. 3 OR betrifft, ist auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu 

verweisen (Urk. 16 S. 5 E. 4.3.3.). 

 4.2.4. Bei der Strafzahlung ist das Mitverschulden des Arbeitnehmers zu be-

rücksichtigen (Streiff/von Kaenel/Rudolph, Praxiskommentar Arbeitsvertrag, 

7. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012, N 8 zu Art. 337c OR). Die Vorinstanz hat "re-

duzierend" berücksichtigt, dass die Klägerin im Vorfeld der Kündigung "Pflichtver-

letzungen beging, welche durchaus zu einer Abmahnung berechtigt hätten" (Urk. 

17 S. 10). Sie hat damit dem Selbstverschulden der Klägerin Rechnung getragen 

und die Pönale auf unter einen Nettomonatslohn festgesetzt. Dies ist nicht zu be-

anstanden. Im Weiteren kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 17 S. 10 E. 4.3.4.). Inwieweit die Klägerin, abgesehen 

von dem gemäss Beklagter der fristlosen Entlassung vorangehenden Gespräch, 

dessen Ablauf und Inhalt einerseits ungenügend substanziiert und andererseits 

- 14 - 

umstritten ist (Prot. Vi S. 5, S. 13 und S. 15 f.; Urk. 10 S. 2; Urk. 11 S. 5), die Auf-

klärung der Entwendung der Fr. 1'750.– im Nachgang zur fristlosen Entlassung 

durch welche Handlungen verhindert haben soll, legt die Beklagte nicht dar. Dass 

vorliegend die Voraussetzungen erfüllt wären, welche gemäss bundesgerichtli-

cher Rechtsprechung bei einer ausgesprochenen Verdachtskündigung die Ver-

weigerung der Zusprechung einer Strafzahlung zuliessen, wurde bereits verneint 

(vgl. II Ziffer 3.4.). Die Berufung ist in diesem Punkt abzuweisen.  

 4.2.5. Die der Klägerin von der Vorinstanz zugesprochene Strafzahlung in 

der Höhe von Fr. 2'000.– netto nebst 5 % Zins ab dem 4. Mai 2013 ist zu bestäti-

gen.  

 4.3. Entsprechend ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin Fr. 9'181.85 

netto (Fr. 7'181.85 plus Fr. 2'000.–) nebst Zins zu 5 % ab dem 4. Mai 2013 zu be-

zahlen. 

 

III. 

 1. Da der Streitwert des vorliegenden Verfahrens unter Fr. 30'000.– brutto 

liegt, werden weder für das erst- noch das zweitinstanzliche Verfahren Kosten er-

hoben (Art. 114 lit. c ZPO).  

 2. Die Beklagte wird für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren entschä-

digungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die von der Vorinstanz festgesetzte Ent-

schädigung von Fr. 2'722.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, mithin (gerundet) 

Fr. 2'940.– (Urk. 17 S. 11 und 12, Dispositivziffer 3), ist zu bestätigen. Für das 

zweitinstanzliche Verfahren ist von einem Streitwert von Fr. 9'660.65 (Fr. 7'660.65 

plus Fr. 2'000.–) auszugehen. Die Klägerin obsiegt vollumfänglich. Gestützt auf 

die §§ 4 Abs. 1 sowie 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV erscheint es angemessen, der 

Klägerin eine Parteientschädigung von Fr. 1'200.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, 

mithin Fr. 1'296.– zuzusprechen. 

- 15 - 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass das Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 4. Abtei-

lung, Einzelrichter, vom 31. Oktober 2013 am 20. Januar 2014 insoweit in 

Rechtskraft erwachsen ist, als die Beklagte verpflichtet wurde, der Klägerin 

Fr. 1'750.– netto zuzüglich 5 % Zins ab dem 4. Mai 2013 zu bezahlen.  

2. Schriftliche Mitteilung mit dem nachfolgenden Erkenntnis.  

 

und sodann erkannt: 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 9'181.85 netto nebst Zins von 

5 % seit dem 4. Mai 2013 zu bezahlen.  

2. Sowohl für das erst- als auch das zweitinstanzliche Verfahren werden keine 

Kosten erhoben.  

3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das erstinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung von Fr. 2'940.– zu bezahlen. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das zweitinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung von Fr. 1'296.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Arbeitsgericht Zürich, 

4. Abteilung, Einzelrichter, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

- 16 - 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine arbeits-
rechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 9'660.65. Die Beschwerde an das 
Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten 
die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 4. April 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. R. Blesi Keller 
 
 
versandt am: 
mc 

	Urteil und Beschluss vom 4. April 2014
	Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):
	Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 4. Abteilung, Einzelrichter,  vom 31. Oktober 2013 (Urk. 17 S. 11 f.):
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	1.1. Die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) betreibt in Zürich ein Yoga Studio. Die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) arbeitete ab dem 1. März 2011 im Stundenlohn auf Abruf am Front Desk dieses Studios (Urk. 4/2). Der ver...
	1.2. Der Front Desk wird von 08.30 Uhr bis (mindestens) 12.00 Uhr sowie ab 16.30 Uhr von einem Mitarbeiter betreut (Urk. 12/3). Am 1. Mai 2013 war die Klägerin in der ersten Schicht eingeteilt. Um 11.50 Uhr kaufte eine Kundin bei ihr ein Jahresabonne...
	1.3. Am nächsten Tag, dem 2. Mai 2013, fielen den beiden Geschäftsführern der Beklagten, C._____ und D._____, die Differenzen zwischen dem "Mindbody" System, dem Kassenbeleg und dem Kassenprotokoll auf. Angeblich wurde dabei auch das Fehlen der einge...

	II.
	 falsche Erfassung der erfolgten Barzahlung von Fr. 1'750.– im Kundensystem (nicht als Bargeschäft),
	 keine Erfassung der Barzahlung von Fr. 1'750.– im Kassensystem,
	 keine korrekte Kassenabrechnung,
	 keine Erfassung der erfolgten Barzahlung von Fr. 1'750.– im Übergabeprotokoll und
	 keine Auszählung des Kassenbestandes.

	III.
	Es wird beschlossen:
	und sodann erkannt:
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 9'181.85 netto nebst Zins von 5 % seit dem 4. Mai 2013 zu bezahlen.
	2. Sowohl für das erst- als auch das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'940.– zu bezahlen.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das zweitinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'296.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Arbeitsgericht Zürich, 4. Abteilung, Einzelrichter, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...