# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 85ee146f-c1e6-5e92-a20f-c05ffd098151
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-07
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 07.11.2023 RR.2022.233
**Docket/Reference:** RR.2022.233
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2022-233_2023-11-07

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Entscheid vom 7. November 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Daniel Kipfer Fasciati und Felix Ulrich,  
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwältin Meret Lotter,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT III DES KANTONS ZÜ-
RICH,  

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-
land 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2022.233 
 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen führt gegen A. ein Strafverfahren 
wegen Vergewaltigung (Verfahrensakten der Staatsanwaltschaft III des Kan-
tons Zürich [nachfolgend «Verfahrensakten»], Urk. 2).  
 
Kurz zusammengefasst wird A. verdächtigt, am 25. Juni 2011 gegen 
02:30 Uhr auf einem Waldparkplatz der Z.-strasse auf der Gemarkung 
Y. (DE) in einem verriegelten Personenwagen gegen den erklärten Willen 
der Geschädigten B. vaginalen Geschlechtsverkehr gegen diese erzwungen 
zu haben, wobei die Geschädigte aufgrund der Gesamtumstände nicht mehr 
in der Lage gewesen sei, sich physisch zur Wehr zu setzen (Verfahrensak-
ten, Urk. 1 S. 1).  
 
 

B. In diesem Zusammenhang ersuchte die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tien-
gen mit Rechtshilfeersuchen vom 17. Mai 2022 die Staatsanwaltschaft III des 
Kantons Zürich (nachfolgend «Staatsanwaltschaft III») um Entnahme eines 
Mundhöhlenabstrichs von A. und, für den Fall der Weigerung, die Entnahme 
einer Blutprobe durch einen Arzt und sodann die Übermittlung des gewon-
nenen Materials (Verfahrensakten, Urk. 1).  

 
Zur Begründung verwies die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen auf die 
beigelegten IP-Nachrichten vom 10. und 13. Mai 2022 von Interpol Bern an 
Interpol Wiesbaden (Verfahrensakten, Urk. 2/2 und 2/3) und den gestützt 
darauf ergangenen Beschluss des Amtsgerichts Waldshut-Tiengen vom 
16. Mai 2022 zur Entnahme eines Mundhöhlenabstrichs von A. und für den 
Fall der Weigerung die Entnahme einer Blutprobe durch einen Arzt (Verfah-
rensakten, Urk. 2/1).  
 
Mit der ersten IP-Nachricht vom 10. Mai 2022 informierte Interpol Bern die 
deutschen Behörden darüber, dass der Abgleich der von den deutschen Be-
hörden übermittelten Daktyspur 1-D1 in deren Strafverfahren wegen Verge-
waltigung mit der in der nationalen (automatisierten Fingerabdruck-Identifi-
kations-System) AFIS-Datenbank einen Treffer auf den in der Schweiz ver-
zeichneten A. erzielt habe, welcher am 29. März 2022 im Kanton Zürich we-
gen Betrugs erkennungsdienstlich behandelt worden sei. Im Anhang wurden 
ihnen auch die Fingerabdrücke und das Foto von A. übermittelt (Verfahren-
sakten, Urk. 2/2).  
 
Mit der zweiten IP-Nachricht von Interpol Bern vom 13. Mai 2022 erfuhren 
die deutschen Behörden, dass A. sich bis mindestens am 14. Juni 2022 im 
Kanton Zürich in Untersuchungshaft befinden werde und die Staats-

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anwaltschaft Limmattal / Albis die zuständige Strafverfolgungsbehörde sei 
(Verfahrensakten, Urk. 2/3).  
 
Das deutsche Amtsgericht hielt in seinem Beschluss vom 16. Mai 2022 ein-
leitend fest, dass gegen A. aufgrund der bisherigen Ermittlungen, insbeson-
dere der im Jahre 2011 gesicherten daktyloskopischen Spur und der auf ihn 
weitgehend zutreffenden äusserlichen Beschreibung der Verdacht auf Ver-
gewaltigung bestehe. Es erwog, dass die molekulargenetische Untersu-
chung der Körperzellen zur Feststellung des DNA-Identifizierungsmusters 
zum Zweck der Identitätsfeststellung im hängigen Strafverfahren erforderlich 
sei. Es führte aus, dass Vergleichsmaterial vorliege, nämlich ein DNA-Mus-
ter, welches im Jahre 2011 durch einen Genitalabstrich an der Geschädigten 
habe sichergestellt werden können, sowie ein weiteres DNA-Muster an 
einem Gegenstand, welchen die Geschädigte im Zuge ihrer Flucht aus dem 
Auto mit sich genommen habe. Beide DNA-Spuren würden von einer identi-
schen männlichen Person stammen. Ein molekulargenetischer Abgleich der 
Spuren mit dem DNA-Muster von A. sei für die Erforschung des Sachverhalts 
erforderlich. Es hielt abschliessend fest, dass Feststellungen über andere als 
die im Beschluss genannten Tatsachen nicht erfolgen dürfen (Verfahrensak-
ten, Urk. 2/1).  
 
 

C. Im Strafverfahren STR/2021/1002751 der Staatsanwaltschaft Limmattal / Al-
bis gegen A. wegen Betrugs etc. war am 28. März 2022 eine erkennungs-
dienstliche Erfassung von A. durch die Kantonspolizei Zürich erfolgt, welche 
die Abnahme eines Wangenschleimhautabstrichs beinhaltete (Verfahrens-
akten, Urk. 5 S. 3). 
 
 

D. Mit Eintretensverfügung vom 27. Mai 2022 trat die Staatsanwaltschaft III auf 
das deutsche Rechtshilfeersuchen vom 17. Mai 2022 ein und zog die Unter-
lagen zur erkennungsdienstlichen Erfassung von A. vom 28. März 2022 aus 
dem Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis in Kopie bei. 
Gleichzeitig hielt die Staatsanwaltschaft III in der Eintretensverfügung fest, 
der Wangenschleimhautabstrich von A. vom 28. März 2022 des Forensi-
schen Instituts Zürich, Erkennungsdienst, werde nach Abschluss des 
Rechtshilfeverfahrens der ersuchenden Behörde, vertreten durch Kriminal-
oberkommissar C. des Kriminalkommissariats Waldshut, herausgegeben 
(Verfahrensakten, Urk. 5 S. 3). Darüber wurde das Forensische Institut Zü-
rich informiert mit dem Auftrag zur einstweiligen Aufbewahrung des erhobe-
nen Materials des Wagenschleimhautabstrichs (Verfahrensakten, Urk. 5 
S. 4). 
 

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E. Die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis übermittelte der Staatsanwaltschaft 
III mit E-Mail vom 31. Mai 2022 (Verfahrensakten, Urk. 8/2) das «DNA Merk-
blatt zur Lagerhaltung / Individualverfügung» des Forensischen Instituts Zü-
rich (Verfahrensakten, Urk. 8/3) und das Formular «Erkennungsdienstliche 
Erfassung / Antrag DNA-Profilerstellung» vom 28. März 2022 (Verfahrens-
akten, Urk. 8/4).  
 
 

F. Mit Schreiben vom 5. Juli 2022 liess A. durch seine Rechtsvertreterin erklä-
ren, dass er der Herausgabe des am 28. März 2022 erhobenen Wangen-
schleimhautabstrichs und der dazu erstellten Unterlagen des Erkennungs-
dienstes nicht zustimme (Verfahrensakten, Urk. 9/8).  
 
 

G. Innert mehrfach erstreckter Frist reichte die Rechtsvertreterin von A. mit 
Schreiben vom 26. September 2022 dessen Stellungnahme zum deutschen 
Rechtshilfeersuchen ein und beantragte die Abweisung des Rechtshilfeer-
suchens, unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen 
(Verfahrenskaten, Urk. 9/15).  
 
Im Wesentlichen machte die Rechtsvertreterin geltend, in den Rechtshilfe-
akten würden sich keine Beweismittel befinden, weshalb A. die Grundlage 
des Rechtshilfeersuchens nicht überprüfen könne. Damit sei sein Anspruch 
auf rechtliches Gehör und ein faires Verfahren verletzt worden. Folglich sei 
die Herausgabe des Wangenhautabstrichs an die ersuchende Behörde un-
zulässig (Verfahrenskaten, Urk. 9/15, S. 2). Die Herausgabe sei weiter un-
zulässig, weil dessen Abnahme im Rahmen des Strafverfahrens der Staats-
anwaltschaft Limmattal / Albis bereits unzulässig gewesen sei. In diesem 
Strafverfahren werde der Tatverdacht des Betrugs etc. erhoben. Zu dessen 
Aufklärung sei die Erstellung eines DNA-Profils offenkundig weder erforder-
lich noch geeignet. Es handle sich um das Ergebnis einer unzulässigen 
Zwangsmassnahme, deshalb sei dieser Wangenschleimhautabstrich nicht 
verwertbar und könne den deutschen Behörden nicht übermittelt werden 
(Verfahrenskaten, Urk. 9/15, S. 2 f.). Die Herausgabe sei ferner deshalb aus-
geschlossen, weil er längst hätte vernichtet werden müssen, so sei keine 
Analyse innerhalb von drei Monaten nach der Probenahme gemäss Art. 9 
Abs. 1 lit. b DNA-Profil-Gesetz veranlasst worden (Verfahrenskaten, 
Urk. 9/15, S. 3).  
 
 

H. Mit Schreiben vom 27. September 2022 beantragte die Rechtsvertreterin 
von A. im Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis die Ver-
nichtung des Wangenschleimhautabstrichs (Verfahrensakten, Urk. 8/6), was 

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die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis per E-Mail vom 29. September 2022 
unter Hinweis auf die Eintretensverfügung vom 29. Mai 2022 abschlägig be-
antwortete (Verfahrensakten, Urk. 8/5). 
 
 

I. Mit Schlussverfügung vom 11. November 2022 ordnete die Staatsanwalt-
schaft III in Dispositiv Ziffer 2 die rechtshilfeweise Herausgabe folgender Un-
terlagen an die ersuchende Behörde an (Verfahrensakten, Urk. 10): 
 
«-  E-Mail der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis betreffend Unterlagen 

zur erkennungsdienstlichen Erfassung vom 31. Mai 2022, 
- DNA-Merkblatt zur Lagerhaltung des Forensischen Instituts Zürich vom 

29. März 2022, 
- Formular Erkennungsdienstliche Erfassung / Antrag DNA-Profilerstel-

lung vom 28. März 2022». 
 
In Dispositiv-Ziffer 2 verfügte sie, der Wangenschleimhautabstrich von A. 
vom 28. März 2022 des Forensischen Instituts Zürich, Erkennungsdienst, 
werde nach Abschluss des Rechtshilfeverfahrens fachgerecht der ersuchen-
den Behörde herausgegeben. 
 
 

J. Dagegen lässt A. durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 20. De-
zember 2022 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts erheben (act. 1). Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen 
Schlussverfügung und die Abweisung des deutschen Rechtshilfeersuchens, 
soweit darauf eingetreten werden könne. Eventualiter sei die Schlussverfü-
gung aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung die Staatsanwalt-
schaft II zurückzuweisen, unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen (act. 1 S. 2). 
 
 

K. Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») verzichtete mit Schreiben vom 
9. Januar 2023 auf die Einreichung einer Beschwerdeantwort und beantragt 
die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies es 
auf die Erwägungen in der angefochtenen Schlussverfügung (act. 6). Mit 
Schreiben vom 13. Januar 2023 reichte die Staatsanwaltschaft III die Be-
schwerdeantwort ein, welcher sie die Abweisung der Beschwerde beantragt, 
soweit darauf eingetreten werde (act. 7).   
 
Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 9. Februar 2023 seine Be-
schwerdereplik ein (act. 10). Mit Schreiben vom 13. Februar 2023 verzichtete 

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das BJ (act. 12) und mit Schreiben vom 14. Februar 2023 (act. 13) verzich-
tete die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer Beschwerdeduplik. 
Über diese Eingaben wurden alle Parteien mit Schreiben vom 15. Februar 
2023 in Kenntnis gesetzt (act. 14). 
 
 

L. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Deutschland sind primär das 

Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in 
Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1), das hierzu ergangene zweite Zusatzproto-
koll vom 8. November 2001 (ZPII EUeR; SR 0.351.12) sowie der Vertrag 
vom 13. November 1969 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und der Bundesrepublik Deutschland über die Ergänzung des EUeR und die 
Erleichterung seiner Anwendung (SR 0.351.913.61) massgebend. Ausser-
dem gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 
19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 
14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen [SDÜ]; CELEX-
Nr. 42000A0922[02]; Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19–62; Text 
nicht publiziert in der SR, jedoch abrufbar auf der Website der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen Ab-
kommen mit der EU», 8.1 Anhang A; https://www.admin.ch/opc/de/euro-
pean-union/international-agreements/008.html) zur Anwendung (TPF 2009 
111 E. 1.2 S. 113). Günstigere Bestimmungen bilateraler oder multilateraler 
Übereinkünfte zwischen den Vertragsparteien bleiben unberührt (Art. 48 
Abs. 2 SDÜ; Art. 26 Abs. 2 und 3 EUeR).  
 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 
gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 
SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 
Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur 
Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 
nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn es geringere 
Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 142 IV 250 
E. 3; 140 IV 123 E. 2; jeweils m.w.H.). Vorbehalten bleibt die Wahrung der 

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Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 123 II 595 E. 7c; TPF 2016 65 
E. 1.2).  
 

1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 
sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 
VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 
lit. a Ziff. 1 Bundesgesetz vom 19. März 2010 über die Organisation der 
Strafbehörden des Bundes [StBOG; SR 173.71]), wenn das IRSG nichts an-
deres bestimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG).  

 
 
2.  
2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden 

Bundesbehörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenver-
fügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts (Art. 80e Abs. 1 IRSG). Die entsprechende Beschwerdefrist beträgt 
30 Tage (Art. 80k IRSG).  
 

2.2  
2.2.1 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer 

Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Personen, gegen 
die sich das ausländische Strafverfahren richtet, sind unter denselben Be-
dingungen beschwerdelegitimiert (Art. 21 Abs. 3 IRSG).  
 
Bei der rechtshilfeweisen Herausgabe von Beweismitteln im Sinne von 
Art. 74 IRSG wird im Falle der Erhebung von Konteninformationen der jewei-
lige Kontoinhaber als persönlich und direkt betroffen (im Sinne von Art. 80h 
lit. b und Art. 21 Abs. 3 IRSG) angesehen (Art. 9a lit. a IRSV), im Falle von 
Hausdurchsuchungen der jeweilige Eigentümer oder Mieter (Art. 9a lit. b 
IRSV). Das Analoge gilt nach der Rechtsprechung für Personen, gegen die 
– im Rechtshilfeverfahren – unmittelbar Zwangsmassnahmen angeordnet 
werden (BGE 128 II 211 E. 2.3 S. 217; 123 II 153 E. 2b S. 157). 
 
Bei Beweismitteln, die sich aufgrund eines nationalen Strafverfahrens bereits 
im Besitz einer schweizerischen Strafverfolgungsbehörde befinden, sind – 
im Rechtshilfeverfahren – keine Zwangsmassnahmen erforderlich (BGE 126 
II 462 E. 4b). Diesfalls besteht die Rechtshilfemassnahme im Beizug dieser 
Beweismittel aus den schweizerischen Strafakten und die anschliessende 
Anordnung der rechtshilfeweisen Herausgabe der beigezogenen Beweismit-
tel an die ersuchende Behörde. Ordnet die ausführende Behörde die rechts-
hilfeweise Herausgabe von Akten eines schweizerischen Strafverfahrens 

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oder Teilen davon an, vermag der Umstand, dass in jenem Verfahren unmit-
telbar Zwangsmassnahmen angeordnet worden waren, per se nicht die Le-
gitimation der von jenen Zwangsmassnahmen betroffenen Person zur Be-
schwerde im Rahmen der Rechtshilfe zu begründen. Nach der Rechtspre-
chung gilt es mit Blick auf die Beschwerdelegitimation nach Inhalt der zu 
übermittelnden Aktenstücke und weiteren Umständen zu differenzieren (Ent-
scheid des Bundestrafgerichts RR.2021.35 vom 2. November 2022 E. 2.3).  
 

2.2.2 In der angefochtenen Schlussverfügung wurde die rechtshilfeweise Heraus-
gabe des im nationalen Strafverfahren erhobenen Wangenschleimhautab-
strichs des Beschwerdeführers vom 28. März 2022 sowie von zwei dazuge-
hörigen Unterlagen (DNA-Merkblatt zur Lagerhaltung des Forensischen In-
stituts Zürich Formular vom 29. März 2022 und Erkennungsdienstliche Er-
fassung / Antrag DNA-Profilerstellung vom 28. März 2022) samt Übermitt-
lungsschreiben der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis angeordnet 
(s. supra lit. I).  
 
Die Entnahme eines Wangenschleimhautabstrichs stellt keinen invasiven 
Eingriff in die körperliche Sphäre dar und die Erstellung eines DNA-Profils 
auf der Basis eines Wangenschleimhautabstrichs kommt einer erkennungs-
dienstlichen Massnahme gleich. Erkennungsdienstliche Massnahmen und 
die Aufbewahrung der Daten stellen nach der Rechtsprechung einen leichten 
Eingriff in das Recht auf persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV), auf infor-
mationelle Selbstbestimmung und auf Familienleben (Art. 13 Abs. 2 BV und 
Art. 8 EMRK) dar (BGE 147 I 372 E. 2.2 bzw. offen gelassen in E. 2.3.3, ob 
mit Bezug auf den Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung an der 
bisherigen Rechtsprechung festgehalten werden kann; 145 IV 263 E. 3.4; 
134 III 241 E. 5.4.3 S. 247; 128 II 259 E. 3.3 S. 269 f.; Urteile des Bundes-
gerichts 1B_324/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2.2; 1B_57/2013 vom 2. Juli 
2013 E. 3.2).  
 
Wie bereits ausgeführt, befanden sich vorliegend die streitigen Beweismittel 
aufgrund eines nationalen Strafverfahrens im Besitz einer schweizerischen 
Strafverfolgungsbehörde (s. supra lit. C), weshalb diesbezüglich der Be-
schwerdeführer im Rechtshilfeverfahren nicht durch eine Zwangsmass-
nahme unmittelbar und direkt betroffen war.  
 
Allerdings ist vorliegend zu berücksichtigen, dass in der Schweiz vom Wan-
genschleimhautabstrich des Beschwerdeführers kein DNA-Profil erstellt wor-
den ist und aus erkennungsdienstlicher Sicht der Wangenschleimhautab-
strich für sich allein noch keine Aussagekraft hat. Erst die Analyse des Wan-
genschleimhautabstrichs durch einen Sachverständigen liefert das ge-
wünschte DNA-Identifizierungsmuster ihres Trägers. In casu soll die im 

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schweizerischen Strafverfahren – mit der Abnahme des Wangenschleim-
hautabstrichs – begonnene Zwangsmassnahme mit der Erstellung des DNA-
Profils im deutschen Strafverfahren abgeschlossen werden.  
 
Aus diesem Grund hat der Beschwerdeführer als durch eine Zwangsmass-
nahme im Rechtshilfeverfahren unmittelbar und direkt betroffen zu gelten. 
Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen An-
lass. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 
 
 

3.  
3.1 Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 
mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Gewäh-
rung der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die 
aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 
E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009 E. 1.6; 
TPF 2011 97 E. 5).  
 

3.2 Ebenso wenig muss sich die urteilende Instanz mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid we-
sentlichen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die Behörde wenigs-
tens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf 
welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 139 IV 179 E. 2.2; 
Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 16. Juli 2004 E. 5.2, mit weiteren 
Hinweisen). 
 
 

4.  
4.1 Der Beschwerdeführer rügt, im Rechtshilfeersuchen und im Beschluss des 

deutschen Amtsgerichts werde nicht dargelegt, woraus sich ein Tatverdacht 
gegen den Beschwerdeführer ergeben solle. Eine hinreichend präzise Um-
schreibung der Verdachtsgründe, wie es die Rechtsprechung verlange, 
könne darin nicht erkannt werden (act. 1 S. 8 ff.). Andernfalls könnten gegen 
jede Person Zwangsmassnahmen ergriffen werden und eine «fishing expe-
dition» würde zugelassen (act. 1 S. 12). 
 

4.2 In diesem Zusammenhang macht der Beschwerdeführer des Weiteren eine 
Verletzung der Begründungspflicht geltend (act. 1 S. 7). So habe die Be-
schwerdegegnerin in der Schlussverfügung nicht ausgeführt, woraus sie 
einen Tatverdacht gegen ihn erkenne. Es werde nicht dargetan, auf welche 
im Rechtshilfeersuchen oder im darin erwähnten Beschluss aufgeführten 

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Umstände abgestellt worden sei und von welchen Überlegungen sich die 
Vorinstanz habe leiten lassen (act. 1 S. 7). 
 

4.3 Gemäss Art. 14 EUeR müssen die Rechtshilfeersuchen insbesondere Anga-
ben über den Gegenstand und den Grund des Ersuchens enthalten (Ziff. 1 
lit. b). Ausserdem müssen sie die strafbare Handlung bezeichnen und eine 
kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Ziff. 2). Art. 28 Abs. 2 und 3 
IRSG und Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende Voraussetzungen an 
das Rechtshilfeersuchen. Diese Angaben müssen der ersuchten Behörde 
die Prüfung erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit gegeben ist (Art. 5 Ziff. 1 
lit. a EUeR), ob die Handlungen, wegen denen um Rechtshilfe ersucht wird, 
nicht ein politisches oder fiskalisches Delikt darstellen (Art. 2 lit. a EUeR) und 
ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gewahrt wird (BGE 129 II 97 
E. 3.1; TPF 2015 110 E. 5.2.1 S.112; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 195 f.).  
 

4.4 Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im Rechts-
hilfeersuchen keine hohen Anforderungen. Von den Behörden des ersu-
chenden Staates kann nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, der 
Gegenstand des hängigen Strafverfahrens bildet, bereits lückenlos und völlig 
widerspruchsfrei darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des Rechts-
hilfeverfahrens unvereinbar, ersucht doch ein Staat einen anderen gerade 
deswegen um Unterstützung, damit er die bisher im Dunkeln gebliebenen 
Punkte aufgrund von Beweismitteln, die sich im ersuchten Staat befinden, 
klären kann. Es reicht daher aus, wenn die Angaben im Rechtshilfeersuchen 
den schweizerischen Behörden ermöglichen zu prüfen, ob ausreichend kon-
krete Verdachtsgründe für eine rechtshilfefähige Straftat vorliegen, ob Ver-
weigerungsgründe gegeben sind bzw. in welchem Umfang dem Begehren 
allenfalls entsprochen werden muss. Es kann auch nicht verlangt werden, 
dass die ersuchende Behörde die Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Be-
weisen belegt. Der Rechtshilferichter hat weder Tat- noch Schuldfragen zu 
prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen, son-
dern ist vielmehr an die Sachdarstellung im Ersuchen gebunden, soweit sie 
nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräf-
tet wird (vgl. BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 85 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge-
richts 1A.90/2006 vom 30. August 2006 E. 2.1; TPF 2007 150 E. 3.2.4).  
 

4.5 Dem deutschen Rechtshilfeersuchen und beigelegten Beschluss des deut-
schen Amtsgerichts ist folgender Sachverhaltsvorwurf zu entnehmen (Ver-
fahrensakten; Urk. 1 und 2/1): 
 
Am 25. Juni 2011 gegen 02:30 Uhr habe die Geschädigte B. die Discothek 
«D.» in X. (DE) verlassen und sei zu Fuss zum Grenzübergang X. (DE)-

- 11 - 

 

 

W. (CH) gegangen, um über diesen nach V. (CH) zu gelangen. In W. (CH) 
habe der zufällig vorbeifahrende Beschwerdeführer (A.) mit seinem schwar-
zen Geländewagen neben der Geschädigten angehalten und gefragt, ob er 
sie mitnehmen solle. Die Geschädigte habe das Angebot angenommen und 
sei in den Pkw eingestiegen. Entgegen seines Angebotes, die Geschädigte 
nach V. (CH) zu fahren, habe der Beschwerdeführer jedoch umgedreht und 
sei über die Z.-strasse in Richtung U. (DE) gefahren, wobei er nie die Absicht 
gehabt habe, die Geschädigte nach V. (CH) zu bringen, sondern vielmehr 
mit ihr an einer entlegenen Stelle den Geschlechtsverkehr habe vollziehen 
wollen. Dabei habe er angegeben, beim Schnellrestaurant E. noch etwas zu 
Essen besorgen zu wollen. Da die Geschädigte schon zu diesem Zeitpunkt 
dies nicht gewollt habe, habe der Beschwerdeführer die Zentralverrieglung 
betätigt, damit der Geschädigten ein Verlassen des Fahrzeugs, auch auf-
grund der Geschwindigkeit desselben, unmöglich sein sollte. An einem 
Waldparkplatz an der Z.-strasse auf der Gemarkung Y. (DE) habe der Be-
schwerdeführer das Fahrzeug angehalten, den Beifahrersitz herunter ge-
stellt, sich über die Geschädigte gebeugt und ihr die Strumpfhose sowie 
ihren Slip herunter gestreift. Zuvor habe er der Geschädigten mit den Worten 
«Das ist nur ein Spiel» die Augen verbunden. Obwohl die Geschädigte ihren 
entgegen stehenden Willen geäussert habe und dies der Beschwerdeführer 
erkannt habe, habe dieser vaginal den Geschlechtsverkehr an der Geschä-
digten ausgeübt, welche sich aufgrund eines aus der Situation resultieren-
den Schocks nicht physisch zur Wehr habe setzen können. Anschliessend 
habe der Beschwerdeführer mit seinem Mobiltelefon Fotos vom Vaginalbe-
reich der Geschädigten angefertigt. Als der Beschwerdeführer im Anschluss 
das Fahrzeug verlassen habe, um sich seine Kleidung wieder anzuziehen, 
habe die Geschädigte die Gelegenheit benutzt, fluchtartig das Fahrzeug ver-
lassen und sei teilweise barfuss die Z.-strasse in Richtung ZZ. (DE) und von 
dort auf die YY.-strasse gerannt, wo sie ein vorbeifahrendes Fahrzeug zum 
Anhalten gebracht habe. Dieser Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer 
bestehe aufgrund der bisherigen Ermittlungen, insbesondere der im Jahre 
2011 gesicherten daktyloskopischen Spur und der auf ihn weitgehend zutref-
fenden äusserlichen Beschreibung. 
 

4.6 Offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche, welche das deutsche 
Rechtshilfeersuchen sofort entkräften würden, sind der vorstehend wieder-
gegebenen Sachverhaltsdarstellung nicht zu entnehmen. Der geschilderte 
Sachverhaltsvorwurf erlaubt sodann ohne weiteres die Prüfung der doppel-
ten Strafbarkeit als auch der Verhältnismässigkeit der beantragten Rechts-
hilfemassnahme. So ist offensichtlich, dass sowohl eine Subsumtion prima 
facie unter dem Tatbestand der Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 StGB 
als auch der sachliche Zusammenhang zwischen dem im Rechtshilfe-

- 12 - 

 

 

ersuchen geschilderte Tatvorwurf und der Rechtshilfemassnahme zu beja-
hen ist. Die deutschen Behörden schildern im Einzelnen unter Hinweis auf 
die Nachrichten von Interpol Bern (s. supra lit. B), weshalb der Verdacht auf 
den Beschwerdeführer gefallen und dessen Wangenschleimhautabstrich er-
forderlich sei (s. supra E. 4.5). Von einer «fishing expedition» kann keine 
Rede sein. Soweit der Beschwerdeführer das Fehlen von Beweismitteln und 
Angaben dazu im Rechtshilfeersuchen rügt, verkennt er zum einen, dass in 
jedem Fall nicht verlangt werden kann, dass die ersuchende Behörde die 
Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Beweisen belegt. Zum anderen über-
sieht er, dass im Rechtshilfeverfahren weder Tat- noch Schuldfragen zu prü-
fen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen ist 
(s. supra E. 4.4). Entsprechend geht auch die Rüge fehl, die Beschwerde-
gegnerin habe ihre Begründungspflicht verletzt, indem sie sich nicht dazu 
geäussert habe, woraus sich der Tatverdacht ergebe. Die ausführende Be-
hörde und das Rechtshilfegericht sind an die Sachdarstellung im Ersuchen 
gebunden, soweit diese nicht durch offensichtliche Mängel im Sinne der 
Rechtsprechung sofort entkräftet wird, welche der Beschwerdeführer mit sei-
nen Einwendungen gerade nicht aufzuzeigen vermag. Die Schilderung des 
Tatvorwurfs im deutschen Rechtshilfeersuchen genügt nach dem Gesagten 
den Anforderungen an die Darstellung des Sachverhalts gemäss Art. 14 
Ziff. 2 EUeR sowie Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG i.V.m. Art. 10 IRSV. Zusam-
menfassend erweisen sich die vorstehenden Rügen als unbegründet. 
 
 

5.  
5.1 Der Beschwerdeführer rügt, im deutschen Strafverfahren sei ihm das recht-

liche Gehör nicht gewährt worden. Er sei in jenem Verfahren nicht einbezo-
gen worden, obwohl es sich um die Frage nach der Zulässigkeit einer 
Zwangsmassnahme und damit um einen schwerwiegenden Eingriff in die 
Persönlichkeitsrechte des Beschwerdeführers gehe. Der Beschluss sei ihm 
nicht einmal gültig zugestellt worden. Er habe keine Möglichkeit gehabt, ein 
Rechtsmittel dagegen zu ergreifen und/oder eine Verteidigung zu mandatie-
ren. Die Rechtmässigkeit der ersuchten Zwangsmassnahme würde einen 
hinreichenden Tatverdacht voraussetzen, was nicht gegeben sei (act. 1 
S. 9 f.). 
 

5.2 Einem Rechtshilfeersuchen wird nicht entsprochen, wenn Gründe für die An-
nahme bestehen, dass das Verfahren im Ausland den in der EMRK oder im 
Internationalen Pakt vom 16. Dezember 1966 über bürgerliche und politische 
Rechte (UNO-Pakt II; SR 0.103.2) festgelegten Verfahrensgrundsätzen nicht 
entspricht (Art. 2 lit. a IRSG). 
 

- 13 - 

 

 

Art. 2 IRSG soll verhindern, dass die Schweiz die Durchführung von Straf-
verfahren oder den Vollzug von Strafen unterstützt, in welchen den Personen 
die ihnen in einem Rechtsstaat zustehenden und insbesondere durch die 
EMRK und den UNO-Pakt II umschriebenen Minimalgarantien nicht gewährt 
werden oder welche den internationalen Ordre public verletzen (BGE 130 II 
217 E. 8.1 S. 227; 129 II 268 E. 6.1 S. 271, je m.w.H.). Aus dieser Zielsetzung 
ergibt sich, dass einzelne Verfahrensverstösse im ausländischen Untersu-
chungsverfahren für sich allein nicht genügen, um die Rechtshilfe auszu-
schliessen; es ist in erster Linie Aufgabe der Rechtsmittelinstanzen des er-
suchenden Staates, solche Verfahrensfehler zu korrigieren und sicherzustel-
len, dass dem Beschuldigten trotzdem ein faires Strafverfahren garantiert 
wird. Der Ausschluss der Rechtshilfe rechtfertigt sich nur, wenn das auslän-
dische Strafverfahren insgesamt die durch die EMRK und den UNO-Pakt II 
umschriebenen Minimalgarantien nicht erfüllt (Urteil des Bundesgerichts 
1A.226/2000 vom 6. November 2000 E. 3b).  
 

5.3 Es ist nicht ersichtlich, dass die deutschen Behörden im vorliegenden Ver-
fahren gegen elementare Verfahrensgrundsätze des internationalen Rechts 
oder des schweizerischen Ordre Public verstossen hätten. Festzuhalten 
bleibt, dass Deutschland sowohl Vertragsstaat der EMRK als auch des UNO-
Pakts II ist. Bei einem Staat wie Deutschland wird die Beachtung der darin 
statuierten Garantien vermutet. Sollte es im Strafverfahren allenfalls zu einer 
Verletzung der Verteidigungsrechte des Beschwerdeführers gekommen sein 
oder kommen, kann der Beschwerdeführer dies in Deutschland vor den über-
geordneten Instanzen rügen. Die Überwachung des Strafprozesses im ersu-
chenden Staat ist Aufgabe der deutschen Justiz. Es bestehen keine Anhalts-
punkte, dass insoweit kein wirksamer Rechtsschutz gegeben ist.  
 

 
6.  
6.1 Der Beschwerdeführer bringt im Eventualstandpunkt vor, im schweizeri-

schen Strafverfahren seien die Voraussetzungen für den Wangenschleim-
hautabstrich nicht gegeben gewesen. Die damalige Abnahme im Strafver-
fahren wegen Betrugs etc. verletze in mehrfacher Hinsicht Bundesrecht. Ein 
rechtswidrig erlangter Beweis sei per se zu vernichten und könne folglich 
auch nicht Gegenstand eines Rechtshilfeverfahrens sein. Hinzu komme, 
dass der unzulässigerweise abgenommene Wangenschleimhautabstrich 
schon längstens hätte vernichtet werden müssen (act. 1 S. 11).  
 

6.2 Der im Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis gestellte 
Antrag auf Vernichtung des Wangenschleimhautabstrichs wurde nach des-
sen Beizug für das Rechtshilfeverfahren gestellt (s. supra lit. H). Vor Einlei-
tung des Rechtshilfeverfahrens hat der Beschwerdeführer im Strafverfahren 

- 14 - 

 

 

der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis im Zusammenhang mit dem ihm 
abgenommenen Wangenschleimhautabstrich keine Rechtsmittel (so die 
strafrechtliche Beschwerde im Sinne von Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO; für die 
kantonalzürcherische Praxis betreffend erkennungsdienstliche Erfassung 
und Abnahme eines Wangenschleimhautabstrichs mit Erstellen eines DNA-
Profils s. an Stelle vieler Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts 
des Kantons Zürich UH210270 vom 29. Dezember 2021) erhoben und es 
liegen diesbezüglich auch keine Entscheide vor. Die vom Beschwerdeführer 
erhobenen Einwände sind nicht vom Rechtshilfegericht zu entscheiden. Viel-
mehr sind sie gegebenenfalls im deutschen Strafverfahren vorzubringen. Die 
Rüge zielt nach dem Gesagten ins Leere. 
 
 

7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.  
 
 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Für die Berechnung 
der Gerichtsgebühren gelangt gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG das Reglement 
des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren 
und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur 
Anwendung (Art. 53 Abs. 2 lit. a, Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 4bis lit. a 
und Abs. 5 VwVG sowie Art. 8 Abs. 3 lit. a BStKR). Unter allen relevanten 
Umständen ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 5‘000.-- anzusetzen, unter Anrech-
nung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

- 15 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un-

ter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 
 
 

Bellinzona, 7. November 2023 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwältin Meret Lotter 
- Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge-
reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der 
Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 
schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 
BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massge-
bend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die 
auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be-
schwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Ge-
genständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbe-
reich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein 
besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass 
elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere 
Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).