# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d08d5f17-4cb4-518f-87b6-c9ac099bbbb8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 31.05.2017 IV 2014/241
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-241_2017-05-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/241

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 31.05.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 31.05.2017
Art. 17 Abs. 1 ATSG. Art. 28 Abs. 1 IVG. Rentenrevision. Massgebender 
Sachverhalt für die Beantwortung der Frage nach einer anspruchsrelevanten 
Veränderung nach der Rentenzusprache (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Mai 2017, IV 
2014/241).

Entscheid Versicherungsgericht, 31.05.2017

Entscheid vom 31. Mai 2017

Besetzung                                                                      

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin

Monika Gehrer-Hug, Versicherungsrichterin Ralph Jöhl;

Gerichtsschreiber Tobias Bolt           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

IV 2014/241             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach 29, 

8887 Mels,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich im Dezember 2001 zum Bezug einer Rente der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Im Januar 2002 berichtete der Chirurg Dr. med. 

B.___ (IV-act. 6–1 ff.), die Versicherte leide an einem lumbospondylogenen Syndrom 

rechts, an einer Periarthropathia humero-scapularis tendinotica rechts, an einer 

Doppelniere, an Fibromyalgien sowie an Stimmungsschwankungen. Seit dem 18. 

November 2000 und bis auf weiteres sei sie vollständig arbeitsunfähig. Die IV-Stelle 

ging gestützt auf einen Bericht der Klinik Valens vom 20. November 2000 (IV-act. 6–8 

ff.) davon aus, dass der Versicherten leidensadaptierte Tätigkeiten mit vermehrten 

Pausen zumutbar seien. Mit einer Verfügung vom 21. August 2002 wies sie das 

Rentenbegehren deshalb ab (IV-act. 23). Mit einem Entscheid vom 12. August 2003 (IV 

2002/183; vgl. IV-act. 30) hob das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen diese 

Verfügung auf; es wies die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die IV-

Stelle zurück. Am 6. Januar 2004 berichtete der Rheumatologe Dr. med. C.___ (IV-act. 

35), die Versicherte sei nach wie vor vollständig arbeitsunfähig. In einer adaptierten 

Tätigkeit sollte sie aber zu 50 Prozent arbeitsfähig sein. Der Allgemeinmediziner Dr. 

med. D.___ berichtete am 6. März 2004 (IV-act. 37), die Versicherte leide an einer 

schweren reaktiven Depression und sei deshalb momentan nicht in der Lage, einer 

Erwerbstätigkeit nachzugehen. Am 12. März 2004 notierte Dr. med. E.___ vom IV-

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internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD; IV-act. 38), der Hausarzt Dr. D.___ habe ihm 

anlässlich eines Telefonats „absolut glaubwürdig“ eine Depression geschildert. Nach 

Ansicht von Dr. E.___ sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten 

ausgewiesen. Mit einer Verfügung vom 16. April 2004 und vom 16. Juni 2004 sprach 

die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2001 eine ganze Rente 

zu (IV-act. 45 f.).

A.b  Im August 2012 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf, einen Fragebogen für die 

Revision der Invalidenrente auszufüllen (IV-act. 66). Diese gab an, ihr 

Gesundheitszustand habe sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Der 

Allgemeinmediziner Dr. med. F.___ bestätigte dies im Oktober 2012 (IV-act. 73). Trotz 

mehreren Anfragen der IV-Stelle nahm Dr. C.___ keine Stellung zum Krankheitsverlauf 

in den letzten Jahren. Am 18. März 2013 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf zu 

begründen, weshalb sie die psychiatrische Behandlung abgebrochen habe (IV-act. 77). 

Am 21. März 2013 teilte Dr. F.___ der IV-Stelle mit (IV-act.78), seines Wissens sei die 

Versicherte wegen eines chronischen Rückenleidens berentet. Sie habe sich nie in 

psychiatrischer Behandlung befunden. Am 29. April 2013 notierte der RAD-Arzt Dr. 

med. G.___ (IV-act. 85), anhand der medizinischen Akten lasse sich das Vorliegen einer 

schwergradigen depressiven Störung nicht belegen. Retrospektiv könne nicht 

festgestellt werden, ob die Versicherte je an einer schweren depressiven Störung 

gelitten habe. Jedenfalls empfehle er zur Standortbestimmung die Einholung eines 

polydisziplinären Gutachtens. Am 12. Dezember 2013 erstattete die medizinische 

Abklärungsstelle (MEDAS) Zentralschweiz im Auftrag der IV-Stelle ein solches 

Gutachten (IV-act. 94). Die Sachverständigen hielten fest, die Versicherte leide an 

einem chronischen unspezifischen lumbalen Schmerzsyndrom, an einer 

subsyndromalen Depression (Differentialdiagnose: Dysthymia), anamnestisch an einer 

leichtgradigen Urinbelastungsinkontinenz sowie an einer wiederholt festgestellten 

Mikrohämaturie. Aus rheumatologischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand im 

Vergleich zu jenem gemäss dem Bericht der Klinik Valens aus dem Jahr 2000 nicht 

wesentlich verändert. Der Versicherten seien körperlich belastende Tätigkeiten nicht 

mehr zumutbar. Körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten seien 

dagegen unter gewissen Einschränkungen im Umfang von etwa 70 Prozent zumutbar. 

Aus urologischer Sicht bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Aus 

psychiatrischer Sicht sei die Versicherte zu 75 Prozent arbeitsfähig. Zum Verlauf könne 

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keine zuverlässige Stellungnahme abgegeben werden, da sich die Versicherte nie in 

psychiatrischer Behandlung befunden habe. Aufgrund der Aktenlage sei aber davon 

auszugehen, dass sich die depressive Störung seit dem Jahr 2004 wesentlich 

verbessert habe. Der RAD-Arzt Dr. G.___ erachtete das Gutachten als überzeugend (IV-

act. 95).

A.c  Mit einem Vorbescheid vom 31. Januar 2014 kündigte die IV-Stelle der 

Versicherten die „Einstellung“ der Invalidenrente aufgrund eines nicht mehr 

rentenbegründenden Invaliditätsgrades von 30 Prozent an (IV-act. 99). Dagegen 

wandte die Versicherte am 19. Februar 2014 ein (IV-act. 100–1), ihr 

Gesundheitszustand habe sich seit der Rentenzusprache nicht verbessert, sondern 

sogar verschlechtert. Ihrer Eingabe lag ein ärztliches Attest von Dr. F.___ bei, der den 

Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz vorgeworfen hatte, den „eigentlichen 

Grund der Berentung“, nämlich den kompletten Verlust der statisch wichtigsten 

Bandscheibe L5/S1 als Schmerzursache nicht anerkannt und als Bagatelle abgetan zu 

haben, was medizinisch nicht haltbar sei (IV-act. 100–2 f.). Die RAD-Ärzte Dr. G.___ 

und Dr. med. H.___ notierten am 6. März 2014 (IV-act. 101), die Kritik von Dr. F.___ sei 

nicht geeignet, ernsthafte Zweifel an der Überzeugungskraft des Gutachtens der 

MEDAS Zentralschweiz zu wecken. Mit einer Verfügung vom 25. März 2014 hob die IV-

Stelle die laufende Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden 

Monats auf (IV-act. 102).

B.   

B.a  Dagegen liess die nun anwaltlich vertretene Versicherte (nachfolgend: die 

Beschwerdeführerin) am 7. Mai 2014 eine Beschwerde erheben (act. G 1). Ihr 

Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der Verfügung und führte zur Begründung 

dieses Antrages an, die ursprüngliche Rentenzusprache sei nicht nur wegen einer 

schweren Depression erfolgt. Zudem belegten die Akten nicht, dass die 

Beschwerdeführerin damals wirklich schwer depressiv gewesen sei. Der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich jedenfalls in den vergangenen 

zehn Jahren nicht wesentlich verändert. Der psychiatrische Sachverständige der 

MEDAS Zentralschweiz habe das Vorliegen einer schweren Depression einfach 

unterstellt und daraus abgeleitet, diese Störung sei teilremittiert. Es liege kein 

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Revisionsgrund vor. Überdies hätte die IV-Stelle (nachfolgend: die 

Beschwerdegegnerin) vor der Aufhebung der laufenden Rente ohnehin berufliche 

Eingliederungsmassnahmen durchführen müssen.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 13. August 2014 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, die Sachverständigen der 

MEDAS Zentralschweiz hätten eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der 

Beschwerdeführerin nach der Rentenzusprache explizit bestätigt. Sollte das Gericht 

dennoch zur Auffassung gelangen, dass die Revisionsvoraussetzungen nicht erfüllt 

seien, sei die angefochtene Verfügung mit der substituierenden Begründung der 

Wiedererwägung zu schützen.

B.c  Die Beschwerdeführerin liess am 25. September 2014 an ihrem Antrag festhalten 

(act. G 6) und einen Bericht des Psychiatrie-Zentrums I.___ vom 23. September 2014 

einreichen (act. G 6.1), laut dem sie aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung 

mit einer gegenwärtig schwergradigen Episode und einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Die Behandlung hatte am 7. 

Mai 2014 begonnen.

B.d  Die Beschwerdegegnerin hielt am 9. Oktober 2014 ebenfalls an ihrem Antrag fest 

und führte aus, das Attest des Psychiatrie-Zentrums vom 23. September 2014 sei nicht 

genügend beweiskräftig (act. G 8).

B.e  Am 27. Januar 2017 forderte das Versicherungsgericht das Psychiatrie-Zentrum 

I.___ auf anzugeben (act. G 10), was der Grund für die erheblichen Differenzen 

hinsichtlich der Diagnosestellung und der Arbeitsfähigkeitsschätzung zwischen dem 

Bericht vom 23. September 2014 und dem Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 

12. Dezember 2013 sei. Nachdem die ärztliche Leitung des Psychiatrie-Zentrums 

mitgeteilt hatte, dass sowohl der damals behandelnde Assistenzarzt als auch der 

Oberarzt, der diesen supervisiert habe, nicht mehr beim Psychiatrie-Zentrum 

arbeiteten, ersuchte das Versicherungsgericht das Psychiatrie-Zentrum am 3. Februar 

2017, die am 27. Januar 2017 gestellte Frage anhand der Akten zu beantworten (act. G 

11). Am 6. Februar 2017 führte das Psychiatrie-Zentrum aus (act. G 12), die 

Beschwerdeführerin sei im Zeitraum vom 7. Mai 2014 bis zum 5. Januar 2015 

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insgesamt zu 14 Konsultationen erschienen. Sie habe jeweils von einem 

Familienangehörigen begleitet werden müssen, der übersetzt habe. Nach der letzten 

Konsultation habe die Beschwerdeführerin nicht mehr – auch nicht telefonisch – 

erreicht werden können. Die Beschwerdegegnerin hielt am 6. März 2017 fest (act. G 

14), das Schreiben vom 6. Februar 2017 nenne keinen Grund für die Abweichungen 

vom Gutachten der MEDAS Zentralschweiz bezüglich der Diagnose und der 

Arbeitsfähigkeit. Die Diskrepanz könnte von aggravatorischen Tendenzen vor dem 

Hintergrund eines möglichen Verlustes einer ganzen Rente beeinflusst gewesen sein. 

Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Stellungnahme zur Antwort des 

Psychiatrie-Zentrums I.___ (act. G 16).

B.f  Schon am 14. März 2017 hatte der Hausarzt Dr. F.___ darauf hingewiesen (act.G 

15), dass sich die Chronizität der mehrfach beschriebenen Abnutzungserscheinungen 

nicht ändern lasse. Angesichts des objektivierbaren, eindeutig sichtbaren 

radiologischen Befundes sei das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin vollauf 

berechtigt. Die Beschwerdegegnerin nahm am 30. März 2017 Stellung dazu (act. G 18). 

Sie hielt fest, der fast komplette Verlust der Bandscheibe L5/S1, den Dr. F.___ erwähnt 

habe, sei schon von den Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz berücksichtigt 

worden. Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 19).

Erwägungen

1.   

Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente 

revisionsweise für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 

(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Die Notwendigkeit einer solchen Korrektur einer formell 

rechtskräftig und damit verbindlich zugesprochenen Rente liegt darin begründet, dass 

sich deren Zusprache für die Zukunft naturgemäss nicht auf einen mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelten 

Sachverhalt, sondern nur auf eine Sachverhaltsprognose stützen kann. In aller Regel 

lautet diese Prognose, dass sich der relevante Sachverhalt nicht verändern werde. 

Kommt es nach der Rentenzusprache zu einer Sachverhaltsveränderung, verliert die 

Prognose ihre Plausibilität. Sie muss für die Zukunft durch eine neue Prognose ersetzt 

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werden, die lauten muss, der nun aktuelle Sachverhalt werde sich nicht verändern. Nur 

so kann sichergestellt werden, dass die Rente weiterhin – trotz der 

Sachverhaltsveränderung – den massgebenden tatsächlichen Verhältnissen entspricht 

(vgl. zum Ganzen RALPH JÖHL, Die Revision nach Art. 17 ATSG, in: JaSo 2012, S. 153 

ff.).

2.   

2.1  Mit der ursprünglichen rentenzusprechenden Verfügung vom 16. April 2004 und 

vom 16. Juni 2004 ist der Beschwerdeführerin eine ganze Rente bei einem 

Invaliditätsgrad von 100 Prozent zugesprochen worden. In medizinischer Hinsicht kann 

sich jene Verfügung weder auf die Berichte der Klinik Valens noch auf jene von Dr. 

B.___ oder Dr. C.___ gestützt haben, denn die Klinik Valens und Dr. C.___ hatten der 

Beschwerdeführerin noch eine Restarbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten 

attestiert und auf das Attest von Dr. B.___ hatte die Beschwerdegegnerin nicht 

abstellen wollen. Aus den Akten ergibt sich zweifelsfrei, dass die Angabe des 

Hausarztes Dr. D.___, die Beschwerdeführerin sei schwergradig depressiv und daher 

vollständig arbeitsunfähig, in medizinischer Hinsicht die Grundlage der 

rentenzusprechenden Verfügung gebildet hat. Der RAD-Arzt Dr. E.___ hat nämlich nach 

dem Eingang des entsprechenden Berichtes ein Telefonat mit Dr. D.___ geführt und 

dann festgehalten, dass die Angaben überzeugend seien und folglich von einer 

vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden müsse. Gestützt darauf hat die 

Beschwerdegegnerin dann die ganze Rente zugesprochen, was sich auch dem 

Übersichtsblatt entnehmen lässt (IV-act. 39). Die ursprüngliche Rentenzusprache hat 

also auf der Prognose beruht, die Beschwerdeführerin werde wegen einer 

schwergradigen depressiven Störung bis auf weiteres vollständig arbeitsunfähig 

bleiben.

2.2  Laut dem überzeugenden rheumatologischen Teilgutachten der MEDAS 

Zentralschweiz hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Vergleich 

zum im Bericht der Klinik Valens beschriebenen Befund und damit auch seit der 

Rentenzusprache nicht wesentlich verändert. Daran ändert auch die Stellungnahme 

des Hausarztes Dr. F.___ vom 14. März 2017 nichts, denn diese ist erst lange nach 

dem Erlass der angefochtenen Verfügung verfasst worden, enthält (trotzdem) keine 

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Hinweise auf eine zwischenzeitlich eingetretene relevante Verschlechterung des 

rheumatologischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und nimmt keinen 

Bezug auf den massgebenden klinischen Befund. Entgegen der offenbar von Dr. F.___ 

vertretenen Ansicht begründet ein radiologischer Befund nicht bereits per se eine 

Arbeitsunfähigkeit oder gar eine Invalidität, denn für die Arbeitsfähigkeitsschätzung und 

für die Invaliditätsbemessung ist in erster Linie der klinische Befund massgebend, weil 

dieser direkte Rückschlüsse auf die Zumutbarkeit der Verrichtung einer 

Erwerbstätigkeit zulässt. In rheumatologischer Hinsicht hat sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin also nach der Rentenzusprache 

überwiegend wahrscheinlich nicht wesentlich verändert. Eine die körperlichen 

Einschränkungen berücksichtigende adaptierte Tätigkeit wäre zu 70 Prozent zumutbar. 

Die nach der Rentenzusprache erstmals berichteten urologischen Beschwerden wirken 

sich gemäss dem ebenfalls überzeugenden urologischen Teilgutachten der MEDAS 

Zentralschweiz nicht wesentlich auf die Arbeitsfähigkeit aus, sodass sich auch 

diesbezüglich der rentenrelevante Sachverhalt nicht verändert hat. Der psychiatrische 

Sachverständige hat seine Beurteilung nur auf die von ihm selbst in der persönlichen 

Untersuchung erhobenen Befunde stützen können, da sich die Beschwerdeführerin nie 

in einer psychiatrischen Behandlung befunden hatte und da folglich keine 

psychiatrischen Berichte vorhanden gewesen sind, die er hätte würdigen können. Sein 

Teilgutachten enthält aber eine ausführliche und anschauliche Befundschilderung, 

anhand derer er nachvollziehbar und überzeugend begründete Schlussfolgerungen 

hinsichtlich der Diagnose und der Arbeitsfähigkeitsschätzung abgeleitet hat. Rund ein 

Jahr nach der psychiatrischen Untersuchung hat dann aber das Psychiatrie-Zentrum 

I.___ berichtet, die Beschwerdeführerin leide an einer schwergradigen depressiven 

Episode und sei deshalb vollständig arbeitsunfähig. Der entsprechende Bericht vom 

23. September 2014 enthält zwar keine Befundschilderung, die diese Diagnosestellung 

und Arbeitsfähigkeitsschätzung begründen könnte. Daraus kann aber nicht ohne 

Weiteres abgeleitet werden, die behandelnden Ärzte hätten den psychischen 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bloss anders als der psychiatrische 

Sachverständige der MEDAS Zentralschweiz beurteilt. Ebenso gut möglich ist, dass 

sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach der Begutachtung 

verschlechtert hat oder dass erst im Verlauf der ab Mai 2014 begonnenen Behandlung 

eine depressive Störung entdeckt worden ist, die der psychiatrische Sachverständige 

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noch nicht oder nicht im vollen Ausmass hatte feststellen können. Mit der Rückfrage 

beim Psychiatrie-Zentrum I.___ vom 27. Januar 2017 hat das Versicherungsgericht in 

Erfahrung bringen wollen, welche dieser Möglichkeiten die überwiegend 

wahrscheinliche Sachverhaltsvariante sei. Der Antwort des Psychiatrie-Zentrums lässt 

sich aber keine Aussage zur entsprechenden Frage des Versicherungsgerichtes 

entnehmen, denn diese beschränkt sich nur auf eine Zusammenfassung der 

Krankenakte, die aber bei lediglich 14 Konsultationen im Zeitraum von rund neun 

Monaten ohnehin nicht sehr umfangreich ausgefallen ist. Die damals behandelnden 

Ärzte werden sich heute wohl kaum mehr mit jener Gewissheit an die Einzelheiten der 

Behandlung erinnern können, dass sie die überwiegend wahrscheinlich richtige Antwort 

auf die Frage geben könnten. In antizipierender Beweiswürdigung kann von einer 

Rückfrage bei den damals behandelnden Ärzten keine wesentliche neue Erkenntnis 

erwartet werden, weshalb von einer solchen weiteren Rückfrage abzusehen ist. Damit 

liegt hinsichtlich der Situation im hier massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der 

angefochtenen Verfügung (März 2014) eine objektive Beweislosigkeit hinsichtlich des 

Vorliegens einer stärker ausgeprägten psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung als 

der vom psychiatrischen Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz beschriebenen 

Störung vor, die sich mangels einer spezifischeren gesetzlichen Regelung in analoger 

Anwendung des Art. 8 ZGB zulasten der Beschwerdeführerin auswirkt. 

Zusammenfassend finden sich also weder im psychiatrischen Teilgutachten der 

MEDAS Zentralschweiz noch in den übrigen Akten Hinweise, die Zweifel an der 

Überzeugungskraft der im psychiatrischen Teilgutachten enthaltenen Diagnosen und 

Arbeitsfähigkeitsschätzung wecken würden. Gestützt auf dieses Teilgutachten steht 

folglich mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, 

dass die Beschwerdeführerin im Verfügungszeitpunkt an keiner relevanten depressiven 

Störung gelitten hat, jedoch aufgrund der chronischen Schmerzstörung zu 25 Prozent 

arbeitsunfähig gewesen ist. Auch die Konsensbeurteilung der Sachverständigen der 

MEDAS Zentralschweiz überzeugt. Aus polydisziplinärer Sicht respektive gesamthaft ist 

deshalb von einer Arbeitsfähigkeit von 70 Prozent auszugehen. Eine andauernde 

Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands seit der Begutachtung ist 

zumindest nicht bis zum Verfügungsdatum nicht ausgewiesen.

2.3  Die der ursprünglichen rentenzusprechenden Verfügung zugrundeliegende 

Prognose, die Beschwerdeführerin werde aufgrund einer schwergradigen depressiven 

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Störung vollständig arbeitsunfähig bleiben, ist bei diesem Ergebnis nicht mehr plausibel 

gewesen. Zwar hat der psychiatrische Sachverständige der MEDAS Zentralschweiz 

mangels Vorakten weder das Vorliegen einer schwergradigen depressiven Störung im 

Zeitpunkt der Rentenzusprache sicher bestätigen noch zum genauen Verlauf der 

depressiven Störung in der Zeit zwischen der Rentenzusprache und der Begutachtung 

durch ihn Stellung nehmen können. Das ändert aber nichts daran, dass die in der 

rentenzusprechenden Verfügung enthaltene, massgebende Prognose nicht mehr 

plausibel gewesen ist und deshalb im Zuge einer Revision durch eine neue Prognose 

hat ersetzt werden müssen. Da keine Meldepflichtverletzung vorliegt, kann auch der 

genaue Zeitpunkt der Sachverhaltsveränderung keine relevante Rolle spielen, denn 

gemäss dem Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV hat die Rente erst auf das Ende des der 

Zustellung der Revisionsverfügung folgenden Monats angepasst werden dürfen. Die 

Voraussetzungen des Art. 17 Abs. 1 ATSG für eine Rentenrevision sind vorliegend 

jedenfalls erfüllt.

2.4  Gestützt auf die überzeugend begründete Konsensbeurteilung der 

Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz ist davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin zwar nicht mehr die zuletzt ausgeübte, dafür aber eine andere, 

leidensadaptierte Tätigkeit im Umfang von 70 Prozent ausüben könnte. Vor dem Eintritt 

der Gesundheitsbeeinträchtigung ist sie als Hilfsarbeiterin tätig gewesen. Die Akten 

enthalten keinen Hinweis auf eine unterdurchschnittliche Leistungsfähigkeit. Mit Blick 

auf den massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt beziehungsweise unter 

Ausblendung der invalidenversicherungsrechtlich nicht massgebenden Zwänge des 

tatsächlichen Arbeitsmarktes ist folglich davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin heute ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen durchschnittlichen Hilfsarbeiterinnenlohn er¬zielen 

könnte. Da der allgemeine Hilfsarbeitermarkt auch Tätigkeiten kennt, die die von den 

Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz beschriebenen Anforderungen an eine 

leidensadaptierte Tätigkeit erfüllen und da die Beschwerdeführerin folglich trotz ihrer 

Gesundheitsbeeinträchtigung wieder als Hilfsarbeiterin arbeiten und – mit den 

nachfolgend erwähnten Einschränkungen – einen durchschnittlichen 

Hilfsarbeiterinnenlohn erzielen könnte, entspricht der Ausgangswert des 

zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens dem Valideneinkommen; für beide 

Einkommen ist auf den Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne abzustellen. 

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Mathematisch kann der genaue Betrag bei der Berechnung des Invaliditätsgrades 

keine Rolle spielen. Der Invaliditätsgrad kann mit anderen Worten anhand eines 

sogenannten Prozentvergleichs berechnet werden, bei dem der Invaliditätsgrad dem 

Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls korrigiert um einen Abzug vom Tabellenlohn von 

maximal 25 Prozent (vgl. BGE 126 V 75), entspricht. Praxisgemäss wird in Fällen wie 

dem vorliegenden ein Tabellenlohnabzug von zehn Prozent berücksichtigt. Der 

Invaliditätsgrad beträgt folglich 37 Prozent (= 1 – 0,9 × 0,7). Die Voraussetzungen des 

Art. 28 Abs. 1 IVG für einen Weiterbezug der bisherigen Rente sind somit nicht mehr 

erfüllt, weshalb die Rente auf das Ende des der Zustellung der angefochtenen 

Verfügung folgenden Monats, also per Ende April 2014, aufzuheben ist.

3.   

Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtmässig, weshalb die 

Beschwerde abzuweisen ist. Die gemäss dem Art. 69 Abs. 1bis IVG zu erhebenden und 

angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken 

festzusetzenden Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen. Diese Gebühr ist durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 

Franken gedeckt. Eine Parteientschädigung fällt bei diesem Ausgang ausser Betracht.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese 

Gebühr ist durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.

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