# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 85a772b2-335e-5098-9ff6-72179704a26a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-07-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.07.2021 C-2825/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2825-2020_2021-07-15.pdf

## Full Text

f  B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2825/2020 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J u l i  2 0 2 1   

Besetzung 
 Einzelrichter David Weiss,  

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

vertreten durch Sylvia Schüpbach, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführerin,  
 

 
gegen 

 
 

Swissmedic Schweizerisches Heilmittelinstitut,  

Hallerstrasse 7, Postfach, 3000 Bern 9,    

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Heilmittelgesetz, Arzneimittelwerbung,  

Verfügung der Swissmedic vom 28. April 2020. 

 

 

 

C-2825/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A. A._______ AG (nachfolgend: Zulassungsinhaberin oder Beschwer-

deführerin) mit Sitz in B._______ bezweckt laut Handelsregistereintrag 

(…). Sie ist unter anderem Zulassungsinhaberin des Präparates 

C._______ (Zulassungs-Nummer: […]). Laut Patienteninformation handelt 

es sich bei diesem Arzneimittel um ein (… [Angaben zur Indikation] >, ab-

gerufen am 14.07.2021). 

B.  

Nach Eröffnung eines Verwaltungsmassmahmeverfahrens wegen Verstos-

ses gegen die Bestimmungen der Arzneimittelwerbung und Gewährung 

des rechtlichen Gehörs im Vorbescheidverfahren erliess das Schweizeri-

sche Heilmittelinstitut Swissmedic (nachfolgend: Vorinstanz) am 28. April 

2020 folgende Verfügung (Akten der Vorinstanz [act.] 51 - 63):  

1. Die Veröffentlichung der Werbung (Inserat), wie sie in der Zeitschrift 

«D._______» (Ausgabe […]) für C._______, erschienen ist, wird verboten.  

2. Ein Vorschlag (Plan) zur Umsetzung der Neuplatzierung vom Firmenslo-

gan in aller Publikumswerbung der Firma A.______ (die das A._______ 

Firmenlogo beinhalten) inkl. Umsetzungstermine ist der Abt. MKA bis am 

12. Mai 2020 einzureichen.  

3. Zuwiderhandlungen gegen Ziffer 1 des Verfügungsdispositivs können ge-

mäss Art. 87 Abs. 1 Bst. g HMG mit Busse bis CHF 50'000.- bestraft wer-

den.  

4. Das vorliegende Verwaltungsmassnahmeverfahren gegen die Firma 

A._______ AG wegen Verstosses gegen das Heilmittelgesetz und die Arz-

neimittel-Werbeverordnung wird geschlossen. 

5. Die Gebühr wird auf CHF 1'200.- festgesetzt und der A._______ AG zur 

Bezahlung auferlegt. 

C.   

Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch 

Rechtsanwältin Sylvia Schüpbach, mit Eingabe vom 29. Mai 2020 (BVGer 

act. 1) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit folgenden Anträ-

gen:  

1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 28. April 2020 sei aufzuheben. 

C-2825/2020 

Seite 3 

2. Eventualiter: Der Beschwerdeführerin sei zu erlauben, die Aussage (…) 

in der Werbung weiterhin zu verwenden.  

3. Eventualiter: Der Beschwerdeführerin sei zu erlauben, ihren Slogan (…) 

weiterhin zu verwenden. 

4. Sub-eventualiter: Der Beschwerdeführerin sei eine vom Gericht zu be-

stimmende, aber angemessen lange Frist zu erteilen, innert der sie Vor-

schläge zum Umplatzieren des Slogans (…) in der Arzneimittelwerbung 

einreichen soll. 

5. Sub-sub-eventualiter: Die Vorinstanz sei anzuweisen, der Beschwerde-

führerin eine angemessen lange Frist zu erteilen, innert der sie Vor-

schläge zum Umplatzieren des Slogans (…) in Arzneimittelwerbungen 

einreichen kann. 

6. Bei Gutheissen von Begehren nach Ziffern 2 - 5 sei die Gebühr für das 

Verwaltungsmassnahmeverfahren (Ziffer 5 des angefochtenen Verfü-

gungsdispositivs) durch das Gericht angemessen zu reduzieren. 

D.  

Am 18. Juni 2020 ging der mit Zwischenverfügung vom 4. Juni 2020 ein-

verlangte Kostenvorschuss von Fr. 5’000.- bei der Gerichtskasse ein 

(BVGer act. 3 und 5).  

E.  

Mit Eingabe vom 18. August 2020 (BVGer act. 9) stellte die Vorinstanz die 

Verfahrensanträge, das Beschwerdeverfahren C-2825/2020 sei bis zum 

Abschluss des Wiedererwägungsverfahrens und zum Erlass einer neuen 

Verfügung durch die Vorinstanz zu sistieren (Ziff. 1); eventualiter sei dem 

Schweizerischen Heilmittelinstitut unter Einräumung einer neuen Frist von 

mindestens vier Wochen Gelegenheit zu geben, eine Vernehmlassung zur 

Beschwerde vom 29. Mai 2020 einzureichen und die Vorakten vorzulegen 

(Ziff. 2).  

F.  

Die Beschwerdeführerin stimmte der Sistierung des Beschwerdeverfah-

rens mit Eingabe vom 21. September 2020 zu (BVGer act. 12). 

G.  

Unter Verweis auf die von der Vorinstanz in Aussicht gestellte Wiedererwä-

gungsverfügung reichte die Rechtsvertreterin am 4. Dezember 2020 ihre 

Honorarnote ein (BVGer act. 14 samt Beilage). 

C-2825/2020 

Seite 4 

H.  

Mit Eingabe vom 5. Januar 2021 übermittelte die Vorinstanz dem Bundes-

verwaltungsgericht ihre Wiedererwägungsverfügung vom 4. Januar 2021 

(BVGer act. 15 samt Beilage). Darin ordnete sie neu Folgendes an:  

1. Die Verfügung vom 28. April 2020 in Sachen «ZL-Nr. (…)  – C._______ – 

Printwerbung – Verstoss gegen die Bestimmungen über die Arzneimittel-

werbung» wird von Amtes wegen in Wiedererwägung gezogen und wie 

folgt geändert:  

1.1 Die Ziffern 2 und 5 werden aufgehoben.  

1.2 Es wird festgestellt, dass sich die A._______ AG dazu verpflichtet hat, 

sämtliche Werbematerialien für das Arzneimittel C._______, welche 

sich ohne grösseren Aufwand entsprechend ändern lassen, so rasch 

als möglich und alle übrigen Plakate und Drucksachen (bspw. Kartons 

in Apotheken, etc.) bis spätestens 31. Dezember 2022 anzupassen. 

1.3 Das grosse Wandplakat, mit welchem das Arzneimittel Echinaforce 

forte Tabletten am Sitz der A._______ AG in B._______ beworben 

wird, darf unverändert weiterverwendet werden. Die A._______ AG 

hat sich verpflichtet, diese Werbung im Sinne der am 19. November 

2020 erzielten Einigung anzupassen, sobald das Plakat ersetzt wer-

den muss.  

1.4 Die Gebühr für das mit Vorbescheid vom 24. Februar 2020 eröffnete 

Verwaltungsmassnahmeverfahren wegen Verstosses gegen die Wer-

bebestimmungen der Heilmittelgesetzgebung wird auf CHF 800.- fest-

gesetzt und der A._______ AG zur Bezahlung auferlegt.  

2. Für das vorliegende Wiedererwägungsverfahren werden keine Gebühren 

erhoben.  

 

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 13. Januar 2021 übermittelte der Instruktions-

richter der Beschwerdeführerin die Eingabe der Vorinstanz vom 5. Januar 

2021 samt der Wiedererwägungsverfügung vom 4. Januar 2021 und er-

suchte sie, bis zum 12. Februar 2021 dazu Stellung zu nehmen, ob die 

Vorinstanz in der neuen Verfügung vom 4. Januar 2021 vollumfänglich den 

in der Beschwerde gestellten Begehren entsprochen habe und das Verfah-

ren abgeschrieben werden könne. Ferner gab er der Vorinstanz – unter 

Verweis auf die beigefügte Eingabe der Beschwerdeführerin vom 4. De-

zember 2020 und die Anwaltsrechnung vom 11. Juni 2020 – Gelegenheit, 

C-2825/2020 

Seite 5 

bis zum 12. Februar 2021 zur Festsetzung der Parteientschädigung Stel-

lung zu nehmen (BVGer act. 16).  

J.  

Die Vorinstanz stellte mit Eingabe vom 11. Februar 2021 den Antrag, die 

Kosten des Verfahrens in der Beschwerdesache C-2825/2020 seien voll-

umfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (BVGer act. 17). 

K.  

Mit Verfügung vom 1. März 2021 orientierte der Instruktionsrichter die Vor-

instanz darüber, dass die Beschwerdeführerin innert offener Frist auf eine 

Stellungnahme verzichtet habe. Zudem übermittelte er der Beschwerde-

führerin die Stellungnahme der Vorinstanz vom 11. Februar 2021 und 

schloss den Schriftwechsel per 11. März 2021 ab (BVGer act. 18).  

L.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten ist 

– soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-

sentlichen nach den Vorschriften des VwVG und des VGG. 

1.2 Die Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache richtet 

sich nach Art. 31 ff. VGG. Danach beurteilt das Bundesverwaltungsgericht 

insbesondere Beschwerden gegen Verfügungen der Anstalten und Be-

triebe des Bundes (Art. 33 Bst. e VGG). Da das Heilmittelinstitut eine öf-

fentlich-rechtliche Anstalt des Bundes bildet (Art. 68 Abs. 2 des Bundesge-

setzes über Arzneimittel und Medizinprodukte vom 15. Dezember 2000 

[Heilmittelgesetz, HMG, SR 812.21]), die angefochtene Anordnung ohne 

Zweifel als Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist 

und zudem keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundes-

verwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Sache zuständig. 

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei 

teilgenommen, ist als Adressatin durch die angefochtene Verfügung vom 

C-2825/2020 

Seite 6 

28. April 2020 besonders berührt und hat an deren Aufhebung oder Ände-

rung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem auch 

der Verfahrenskostenvorschuss innert der auferlegten Frist geleistet 

wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-

ten. 

2.  

2.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG entscheidet der Instruktionsrichter 

als Einzelrichter über die Abschreibung von gegenstandslos gewordenen 

Verfahren.  

2.2 Gemäss Art. 58 Abs. 1 VwVG kann die Vorinstanz bis zu ihrer Vernehm-

lassung ihren ursprünglichen Entscheid in Wiedererwägung ziehen. Die 

Beschwerdeinstanz führt die Behandlung der Beschwerde fort, soweit 

diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos ge-

worden ist (Art. 58 Abs. 3 Satz 1 VwVG). Die strittig gebliebenen Teile der 

angefochtenen Verfügung sind von der Beschwerdeinstanz zu beurteilen. 

Soweit die Vorinstanz die Begehren der Beschwerdeführerin anerkannt 

hat, kann die Beschwerde als gegenstandslos geworden abgeschrieben 

werden (AUGUST MÄCHLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar 

zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [nachfolgend: VwVG-

Kommentar], 2. Aufl. 2019, N 22 zu Art. 58 VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEU-

BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Handbücher für 

die Anwaltspraxis, Bd. X, 2. Aufl. 2013, S. 235 Rz. 3.224).  

2.3 Die Vorinstanz hat dem Bundesverwaltungsgericht am 5. Januar 2021 

eine Kopie der Wiedererwägungsverfügung vom 4. Januar 2021 zugestellt 

(BVGer 15 samt Beilage). Zur Frage des Instruktionsrichters, ob die Vor-

instanz in der Wiedererwägungsverfügung den in der Beschwerde gestell-

ten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen habe und das Verfahren 

abgeschrieben werden könne (Verfügung vom 13. Januar 2021; BVGer 

act. 16), hat sich die Beschwerdeführerin innert offener Frist nicht verneh-

men lassen. Es ist daher zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin weiterhin 

ein Rechtsschutzinteresse an der Fortsetzung des Beschwerdeverfahrens 

hat.  

2.4 Streitgegenstand der angefochtenen Verfügung bildeten zwei von der 

Vorinstanz beanstandete Werbeaussagen. Zum einen stufte sie den unmit-

telbar beim Produktenamen platzierten Slogan (…) als Verstoss gegen 

Art. 22 Bst. k der Verordnung über die Arzneimittelwerbung (Arzneimittel-

C-2825/2020 

Seite 7 

Werbeverordnung, AWV, SR 812.212.5) ein. Zum andern qualifizierte sie 

die Werbeaussage (…) als Verstoss gegen Art. 22 Bst. g AWV.  

Bezüglich der letztgenannten Aussage ist die Vorinstanz dem Antrag der 

Beschwerdeführerin vollumfänglich gefolgt, so dass diesbezüglich von 

vornherein kein aktuelles Rechtsschutzbedürfnis an einer Überprüfung 

durch das Bundesverwaltungsgericht mehr ersichtlich ist. Bezüglich des 

Slogans (…) haben sich die Parteien laut Wiedererwägungsverfügung vom 

4. Januar 2021 dahingehend geeinigt, dass die Werbeaussage neu unmit-

telbar zum «A.Vogel-Logo» verschoben und zudem noch etwas verkleinert 

werden soll (vgl. dazu die an der Einigungsverhandlung vom 19. November 

2020 fotografisch festgehaltene Version; Beilage zu BVGer act. 15). Damit 

haben die Parteien bezüglich des zweiten Streitgegenstandes eine Eini-

gung erzielt. Auch mit der neu auf Fr. 800.- festgesetzten Gebühr für das 

Verwaltungsverfahren hat sich die Beschwerdeführerin im Ergebnis einver-

standen erklärt.  

Nachdem die Parteien – im Zuge des Beschwerdeverfahrens – in allen re-

levanten Aspekten der angefochtenen Verfügung eine Einigung erzielt ha-

ben und die Vorinstanz ihre Verfügung vom 28. April 2020 in Wiedererwä-

gung gezogen und durch die neue Verfügung vom 4. Januar 2021 ersetzt 

hat, ist die Beschwerde infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben, zu-

mal die Wiedererwägungsverfügung die beschwerdeweise gerügten As-

pekte einer neuen einvernehmlichen Regelung zugeführt hat, welcher auch 

die Beschwerdeführerin zugestimmt hat. Einer materiell-rechtlichen Prü-

fung des aussergerichtlichen Vergleichs bedarf es bei dieser Sachlage 

nicht mehr (vgl. dazu auch THOMAS PFISTERER, VwVG-Kommentar, N. 52 

zu Art. 33b VwVG; Urteil des BVGer B-5961/2014 vom 27. Mai 2014).  

2.5 Gründe, welche im Sinne einer Ausnahme eine Abweichung vom Er-

fordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses zu rechtfertigen vermöch-

ten (vgl. statt vieler: BGE 138 II 42 E. 1.3 S. 45; 135 I 79 E. 1.1 S. 81; 131 

II 670 E. 1.2 S. 674 mit Hinweisen; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungs-

verfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, 

Rz. 946), sind nicht ersichtlich und werden von den Parteien auch nicht 

vorgebracht. Daraus folgt, dass die Beschwerde im einzelrichterlichen Ver-

fahren zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben ist. 

3.  

Zu prüfen ist im Weiteren, welche Partei die Verfahrenskosten zu tragen 

hat und ob eine Parteientschädigung auszurichten ist.  

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C-2825/2020 

Seite 8 

3.1  

3.1.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Wird ein Verfahren gegenstandslos, so 

werden die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt, deren Ver-

halten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat. Ist das Verfahren ohne Zutun 

der Parteien gegenstandslos geworden, so werden die Kosten auf Grund 

der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrunds festgelegt (Art. 5 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Massgebend ist 

das Verhalten, allerdings nicht als solches, vielmehr ist dieses nach mate-

riellen Kriterien zu bestimmen. Zu fragen ist also nach dem materiellen 

Grund für das formelle Verhalten, und insofern ist es unerheblich, wer die 

Prozesshandlung vornimmt, welche die Vorinstanz zur Abschreibung ver-

anlasst (Urteile des BGer 2C_564/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.4; 

8C_60/2010 vom 4. Mai 2010 E. 4.2.1). 

3.1.2 Die Kosten der Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht setzen 

sich zusammen aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen. Sie sind unter 

Berücksichtigung des Streitwerts sowie des Umfangs und der Schwierig-

keit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Par-

teien festzusetzen. In Streitigkeiten ohne Vermögensinteresse beträgt die 

Gerichtsgebühr bei einzelrichterlicher Streiterledigung zwischen Fr. 200.- 

und Fr. 3'000.- (vgl. Art. 63 Abs. 4bis VwVG i.V.m. Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1, 

Art. 3 Bst. a VGKE). 

3.1.3 Soweit die Vorinstanz die Aussage (…) als Verstoss gegen Art. 22 

Bst. g AWV beanstandet hat, ist die Beschwerdeführerin mit ihrem Be-

schwerdeantrag vollumfänglich durchgedrungen. In Bezug auf die Bean-

standung der unmittelbar bei der Präparatebezeichnung platzierten Wer-

beaussage (…) war ihrem Begehren – mit Blick auf die von den Parteien 

getroffene Vereinbarung – kein Erfolg beschieden. Bei diesem Verfahrens-

ausgang haben die Parteien die Gegenstandslosigkeit zu gleichen Teilen 

zu vertreten, so dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin zur Hälfte 

aufzuerlegen sind.  

3.1.4 In Anbetracht des für die bisherige Verfahrensführung entstandenen 

Aufwandes (abgeschlossener Schriftenwechsel und Sistierungsverfahren) 

sind die Verfahrenskosten auf Fr. 1'000.- festzusetzen. Als teilweise unter-

liegende Partei hat die Beschwerdeführerin einen Betrag von Fr. 500.- zu 

tragen. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- 

C-2825/2020 

Seite 9 

entnommen; der Restbetrag von Fr. 4‘500.- ist der Beschwerdeführerin 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids auf ein von ihr 

bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten. Der teilweise unterliegen-

den Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 

Abs. 2 VwVG). 

3.2  

3.2.1 Nach Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz  

oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zusprechen. Nach Art. 7 VGKE haben obsiegende Parteien 

Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen not-

wendigen Kosten (Abs. 1). Obsiegt eine Partei nur teilweise, so ist die Par-

teientschädigung entsprechend zu kürzen (Abs. 2). Wird das Verfahren ge-

genstandslos, so prüft das Gericht, ob eine Parteientschädigung zuzuspre-

chen ist (Art. 15 Satz 1 VGKE). Für die Festsetzung der Parteientschädi-

gung gilt Art. 5 VGKE dabei sinngemäss (Art. 15 Satz 2 VGKE). Bei gege-

benen weiteren Voraussetzungen hat demnach diejenige Partei eine Par-

teientschädigung auszurichten, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit 

bewirkt hat (Art. Art. 5 Satz 1 VGKE).  

Die Parteientschädigung umfasst dabei die Kosten der Vertretung sowie 

allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Die Kosten 

der Vertretung umfassen gemäss Art. 9 Abs. 1 VGKE das Anwaltshonorar 

(Bst. a), den Ersatz der Auslagen (Bst. b) und der Mehrwertsteuer (Bst. c). 

Das Anwaltshonorar wird nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertre-

ters oder der Vertreterin bemessen (Art. 10 Abs. 1 VGKE), wobei der Stun-

densatz für Anwälte und Anwältinnen mindestens Fr. 200.- und höchstens 

Fr. 400.- beträgt (Art. 10 Abs. 2 VGKE). Die Partei, die Anspruch auf Par-

teientschädigung erhebt, hat dem Bundesverwaltungsgericht vor dem Be-

schwerdeentscheid eine detaillierte Kostennote einzureichen, aus welcher 

hervorgehen muss, welche Arbeiten durchgeführt worden sind und wer 

wieviel Zeit zu welchem Tarif aufgewendet hat (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜH-

LER, a.a.O., Rz. 4.84 f.). 

3.2.2 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 4. Dezem-

ber 2020 ihre Honorarnote für den Zeitraum vom 30. April bis 29. Mai 2020 

eingereicht (Beilage zu BVGer act. 14). Darin wird ein Honorar von 

C-2825/2020 

Seite 10 

Fr. 16‘625.- (exkl. Barauslagen und MWSt) geltend gemacht. Daraus resul-

tiert beim vorliegend verrechneten Stundensatz von Fr. 380.- ein geltend 

gemachter Zeitaufwand von 43.75 Stunden.  

Vor dem Hintergrund, dass nur der notwendige Aufwand zu entschädigen 

ist (Urteil des BGer 8C_426/2018 vom 10. August 2018 E. 5.3), ist dieser 

überdurchschnittlich hohe Aufwand in Anbetracht der zu beurteilenden 

Rechtsfragen, des keineswegs besonders komplexen Sachverhalts sowie 

der aktenkundigen Eingaben der Beschwerdeführerin nicht gerechtfertigt, 

weshalb die Kostennote zu kürzen ist. Mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle 

(vgl. dazu Urteile des BVGer C-595/2015 vom 19. Juni 2018 E. 11.3; C-

4698/2015 vom 11. Dezember 2017 E. 8.2; C-1858/2011 vom 23. Dezem-

ber 2013 E. 8.2) ist der geltend gemachte Aufwand auf 20 Stunden zu re-

duzieren. Insgesamt ist demnach ein anrechenbarer Zeitaufwand von 

20 Stunden und damit ein Honorar von Fr. 7'600.- (20 Stunden à Fr. 380.- 

pro Stunde) angemessen. Der verlangte pauschale Auslagenersatz ist un-

zulässig (vgl. Urteile des BVGer A-4556/2011 vom 27 März 2012 E. 3.1.3 

und C-5670/2015 vom 30. November 2017 E. 7.2.2). Vielmehr ist auf den 

tatsächlichen Spesenaufwand abzustellen, der hier allerdings nicht ausge-

wiesen und aufgrund der Akten auf insgesamt Fr. 150.- festzusetzen ist. 

Unter Berücksichtigung der Barauslagen von Fr. 150.- und der Mehrwert-

steuer von Fr. 596.75 (= 7.7 % von Fr. 7‘750.-) resultiert ein Betrag von 

Fr. 8'346.75. Aufgrund der teilweisen Verursachung der Gegenstandslosig-

keit durch die Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz der Beschwerdefüh-

rerin eine um 50 % gekürzte Parteientschädigung von Fr. 4‘173.40 (inkl. 

Barauslagen und MWSt) auszurichten.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

C-2825/2020 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten von Fr. 500.- auferlegt 

und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- entnommen. Der 

Restbetrag von Fr. 4'500.- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 4‘173.40 zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahlungsadresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement des Innern EDI (Einschreiben) 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Roland Hochreutener 

 

 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen). 

C-2825/2020 

Seite 12 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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