# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c199dff-a227-5291-8653-0bd696221f11
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.08.2010 D-5554/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5554-2010_2010-08-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5554/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid; 
Gerichtsschreiberin Anna Kühler.

A._______, geboren B._______,
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); Verfügung des BFM vom 14. Juli 2010 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5554/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der  Beschwerdeführer,  eigenen Angaben zufolge ein  nigeriani-
scher Staatsangehöriger der Volksgruppe Q._______ aus R._______ 
(S._______), am 6. April 2008 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 28. April  2008 im E._______ die Personalien des 
Beschwerdeführers  erhob,  ihn  summarisch  zum Reiseweg sowie  zu 
den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte und ihn am 
21. August 2008 einlässlich zu den Asylgründen anhörte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 12. September 2008 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31)  auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  mit  Urteil  vom 
6. Oktober 2008 abwies, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 9. Oktober 
2008 zum Verlassen der Schweiz eine Frist bis am 22. Oktober 2008 
ansetzte,

dass das Z._______ dem BFM mit Schreiben vom 18. November 2008 
mitteilte,  der  Beschwerdeführer  sei  seit  dem  8. Oktober  2008  ver-
schwunden,

dass der Beschwerdeführer am 25. März 2010 erneut in der Schweiz 
um Asyl nachsuchte, 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der 
Eurodac-Datenbank  ergab,  dass  dieser  am  1.  März  2009  und  am 
27. Oktober 2009 in Dänemark sowie am 4. März 2009 in U._______ 
daktyloskopisch erfasst worden war, 

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  D._______  vom 30.  März 
2010 vorbrachte, er habe gegenüber seinem ersten Asylgesuch vom 
6. April 2008 keine neuen Asylgründe vorzubringen, 

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dass  der  Beschwerdeführer  am  13.  April  2010  im  D._______  er-
gänzend zu seinem Reiseweg befragt  und ihm das rechtliche Gehör 
zum Umstand  gewährt  wurde,  wonach  mutmasslich  Dänemark  oder 
U._______  für  die  Durchführung  des  Asyl-  und  Wegweisungsver-
fahrens  zuständig  sei,  weshalb  gegebenenfalls  auf  sein  Asylgesuch 
nicht eingetreten werde, 

dass das BFM am 26. April beziehungsweise 10. Juni 2010 Dänemark 
um Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte, 

dass Dänemark mit Schreiben vom 23. Juni 2010 der Rückübernahme 
zustimmte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 14. Juli 2010 – eröffnet am 27. Juli  
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG  auf das Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung nach 
Dänemark sowie den Vollzug spätestens am Tag nach Ablauf der Be-
schwerdefrist anordnete,

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 
Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und es die Aus-
händigung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis  an 
den Beschwerdeführer verfügte, 

dass das BFM zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer habe 
vorgebracht, in U._______ ein Asylgesuch gestellt zu haben, er habe 
jedoch  bestritten,  in  Dänemark  um  Asyl  nachgesucht  zu  haben, 
obschon er sich mehrere Male in Dänemark aufgehalten habe und dort  
auch von der Polizei aufgegriffen und daktyloskopiert worden sei, 

dass das BFM weiter ausführte, aus den Eurodac-Treffern erhelle ein-
deutig,  dass  der  Beschwerdeführer  zweimal  in  Dänemark  um  Asyl 
nachgesucht habe, 

dass  Dänemark  gestützt  auf  das  Abkommen vom 26. Oktober  2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäi-
schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat 
oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungs-
abkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) und auf das Übereinkommen vom 
17.  Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 

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Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für  die Prüfung eines in der Schweiz,  in Island oder in Nor-
wegen  gestellten  Asylantrags  (Übereinkommen  vom  17.  Dezember 
2004, SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 
sei, 

dass Dänemark am 23. Juni 2010 einer Übernahme des Beschwerde-
führers gestützt auf Art. 4 Abs. 5 i.V.m. Art. 20 der Verordnung (EG) 
Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kri-
terien  und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats,  der  für  die 
Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger ei-
nes  Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt  hat  (Dublin-II-Ver-
ordnung) zugestimmt habe, 

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens zum 24. Dezember 2010 zu erfol-
gen habe, 

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person vom 
30. März 2010 und am 13. April  2010 das rechtliche Gehör gewährt 
worden sei, um zu allfälligen Gründen, die gegen seine Wegweisung 
nach Dänemark sprechen würden, Stellung zu nehmen, 

dass  der  Beschwerdeführer  insbesondere  ausgeführt  habe,  er  wolle 
nicht nach Dänemark oder U._______ zurückkehren, da es dort zu kalt 
sei, er habe sein ganzes Leben lang gelitten, sei jedes Mal abgelehnt 
worden, worauf er jeweils anderswohin habe gehen müssen, er wolle 
ein neues Leben anfangen und die Vergangenheit vergessen,

dass seine Aussagen jedoch die Rückführung nach Dänemark nicht zu 
verhindern vermöchten, da er keine relevanten Gründe geltend mache, 
welche die Zulässigkeit oder Zumutbarkeit einer solchen Massnahme 
in Frage stellen würden, 

dass auf das Asylgesuch daher nicht einzutreten sei und die Zulässig-
keit, Zumutbarkeit sowie Möglichkeit des Vollzugs zu bejahen seien, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 3. August 2010  (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die  Verfügung  vom  14.  Juli  
2010 sei aufzuheben, die Schweiz sei als zuständig für das Asylver-

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fahren  anzusehen  und  die  Vorinstanz  sei  anzuweisen,  materiell  auf 
das Asylgesuch einzutreten, im Sinne vorsorglicher Massnahmen sei 
die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehörden seien 
anzuweisen, von einer Überstellung nach Italien (recte: Dänemark) ab-
zusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die vorliegende Be-
schwerde entschieden habe, 

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses zu verzichten und es sei die unentgeltliche 
Prozessführung zu gewähren, 

dass  auf  die  Begründung,  soweit  entscheidwesentlich,  in  den  Er-
wägungen eingegangen wird, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Wegweisungsvollzug  im 
Rahmen einer vorsorglichen Massnahme (Art. 56 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren  [VwVG, SR 
172.021]) aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. August 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

dass  das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art.  52 
VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass der vorgängige Aufenthalt  des Beschwerdeführers in Dänemark 
feststeht und er diesen auch nicht bestreitet,

dass sein Vorbringen, er habe in Dänemark kein Asylgesuch gestellt, 
nicht glaubhaft ist, da es nicht dem Eurodac-Eintrag entspricht und die 
dänischen Behörden dem vorinstanzlichen Übernahmeersuchen, worin 
auf  die  in  Dänemark  eingereichten  Asylgesuche  Bezug  genommen 
worden war, nicht widersprachen,

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dass somit Dänemark für die Prüfung seines am 18. April 2010 in der 
Schweiz eingereichten Asylantrags zuständig ist (vgl. DAA, die Dublin-
II-Verordnung und die Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission 
vom  2.  September  2003  mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Ver-
ordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]),

dass die dänischen Behörden dem Ersuchen des BFM vom 26. April  
beziehungsweise  10.  Juni  2010  um  Übernahme  des  Beschwerde-
führers mit  Schreiben vom 23. Juni  2010 zustimmten,  womit  die Zu-
ständigkeit  Dänemarks  gemäss Dubliner  Verfahrensregelung definitiv 
geworden  ist  (vgl.  Art.  4  Abs.  5  i.V.m.  Art. 20  Abs.  1  Dublin-II-Ver-
ordnung),

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  ins-
besondere geltend macht,  er  habe in  Dänemark  nie ein  Asylgesuch 
gestellt, sondern nur in U._______,

dass er vor dem vermeintlichen Asylgesuch in Dänemark am 6. April 
2008 ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt  und sich auch hier auf -
gehalten habe, 

dass  die  Schweiz  erst  im  Dezember  2008  dem  Dublin-System bei -
getreten sei und er sich bis Februar/März 2009 noch in der Schweiz 
aufgehalten habe, 

dass  entgegen der  Auffassung  des BFM U._______ für  die  Prüfung 
des Asylgesuchs zuständig sei, wo er am 4. März 2009 tatsächlich ein 
Asylgesuch gestellt habe,

dass indessen beide Asylgesuche vor mehr als zwölf Monaten gestellt  
worden seien, weshalb die Zuständigkeit der beiden Staaten gemäss 
Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung erloschen sei, so dass nach Art. 10 
Abs. 2 Dublin-II-Verordnung derjenige Staat zuständig sei,  in dem er 
sich zuvor während mindestens fünf Monaten aufgehalten habe, 

dass  es  erwiesen  sei,  dass  er  sich  vor  der  Antragstellung  in 
U._______ vom April 2008 bis zum Februar/März 2009 – also mehr als 
fünf Monate – in der Schweiz aufgehalten habe, so dass die Schweiz 
für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig sei, 

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dass ferner auch die Tatsache, dass er zuerst in der Schweiz ein Asyl-
gesuch  gestellt  und  sich  ab  Dezember  (recte:  April)  2008  hier  auf-
gehalten habe, für die Zuständigkeit der Schweiz spreche, 

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, er  habe sich von April 
2008 bis Februar/März 2009 in der Schweiz aufgehalten, nicht erstellt 
ist, zumal das Z._______ dem BFM mit Schreiben vom 18. November 
2008  mitteilte,  der  Beschwerdeführer  sei  seit  dem  8. Oktober  2008 
verschwunden, 

dass die Bestimmung von Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung zudem 
vorliegend nicht anwendbar ist, da sich diese auf die illegale Einreise 
aus einem Drittstaat bezieht, 

dass als „Drittstaat“ im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung 
indessen jeder Staat zu verstehen ist, der nicht Mitgliedstaat der Dub-
lin-II-Verordnung ist  (vgl.  CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA SPRUNG,  Dublin II-
Verordnung, 3. Aufl., Wien/Graz 2010, S. 103 f.), 

dass aus den Ausführungen des Beschwerdeführers zum Reiseweg, 
welcher zum Teil mit Eurodac-Treffern belegt ist, nicht ersichtlich ist, er 
wäre aus einem solchen Drittstaat in die Schweiz eingereist, 

dass der Einwand des Beschwerdeführers, er habe in Dänemark nicht 
um Asyl nachgesucht, jedenfalls – wie bereits erwähnt – nicht mit den 
beiden Eurodac-Treffern übereinstimmt,

dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer zuerst in der Schweiz 
um  Asyl  nachgesucht  hatte,  nicht  entscheidwesentlich  ist,  da  sein 
Asylverfahren rechtskräftig abgeschlossen war, bevor die Dublin-II-Ver-
ordnung für die Schweiz in Kraft trat,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-

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weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zu-
ständigen Staat  handelt,  systembedingt  kein Raum bleibt  für  Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Aus-
länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorgehende 
Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach  Dänemark  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  be-
zeichnete,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
einzugehen,  da diese  an  der  Würdigung  des  vorliegenden  Sachver-
halts nichts zu ändern vermögen,

dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutun vermag, inwiefern 
die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheb-
lichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache die Anträge 
auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und auf 
Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  gegenstandslos 
werden,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unent -
geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet 
der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-  
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 

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Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das Z._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Anna Kühler

Versand: 

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