# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 228464c6-d612-57a2-a804-ccc549fa24c3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2025 D-6907/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6907-2025_2025-09-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6907/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Mathias Lanz;   

Gerichtsschreiberin Sandra Bisig. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am 1. Januar 2007 (bestritten), 

Eritrea,   

vertreten durch Marc Richard,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 1. September 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6907/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 2. Juni 2025 in der Schweiz um Asyl nach-

suchte, 

dass er dabei angab, am (…) 2008 geboren und mithin minderjährig zu 

sein, 

dass er im Rahmen der Erstbefragung unbegleiteter minderjähriger Asyl-

suchender (EB UMA) vom 20. Juni 2025 – im Beisein seiner (zugewiese-

nen) Rechtsvertretung – namentlich zu seinem Alter, seiner Herkunft, sei-

ner Schulbildung und seinen familiären Verhältnissen im Heimatstaat be-

fragt wurde, 

dass er gemäss in den vorinstanzlichen Akten liegenden ärztlichen Unter-

lagen vom (…) bis (…) 2025 wegen einer offenen Lungentuberkulose hos-

pitalisiert war und die gegenwärtige Behandlung voraussichtlich bis zum 

(…) 2026 dauert, 

dass das SEM am 4. August 2025 das Geburtsdatum des Beschwerdefüh-

rers im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) – nach Durchfüh-

rung einer medizinischen Altersabklärung und entsprechender Gewährung 

des rechtlichen Gehörs – auf den 1. Januar 2007 festsetzte und dieses mit 

einem Bestreitungsvermerk versah, 

dass am 21. August 2025 – wiederum im Beisein seiner Rechtsvertretung 

– die Anhörung zu den Asylgründen stattfand, 

dass der Beschwerdeführer dabei – sowie bereits anlässlich der EB UMA 

– im Wesentlichen geltend machte, er sei eritreischer Staatsangehöriger 

und ethnischer Tigrinya, 

dass er im Dorf B._______ (Subzoba C._______, Zoba Debub) geboren 

sei und dort bis zu seiner Ausreise aus Eritrea zusammen mit seiner Fami-

lie gelebt habe, 

dass er die Schule bis zur dritten Klasse besucht, diese jedoch nicht abge-

schlossen habe, 

dass er neben der Schule in der Landwirtschaft geholfen und gelegentlich 

als Hirte gearbeitet habe, 

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Seite 3 

dass sein Vater während des Militärdienstes (…) verletzt worden sei und in 

der Folge vor Schmerzen wahnsinnig geworden beziehungsweise an einer 

Psychose erkrankt sei, 

dass er gewusst habe, dass er eines Tages auch in den Militärdienst ein-

rücken müsse, 

dass er jedoch nicht dasselbe Schicksal wie sein Vater habe erleiden wol-

len, 

dass er sich daher vor etwa sieben Jahren – er sei damals zehn Jahre alt 

gewesen – einer Gruppe von Leuten aus seinem Dorf, die zur Grenze auf-

gebrochen seien, angeschlossen und Eritrea mit diesen zusammen auf il-

legalem Weg verlassen habe, 

dass er namentlich über Äthiopien und Libyen, wo er jeweils um die drei-

einhalb Jahre verbracht habe, nach Italien und von dort in die Schweiz ge-

langt sei, 

dass zwei in Europa lebende Verwandte seine Reise bezahlt hätten, 

dass für seine detaillierten und weiteren Vorbringen auf die Protokolle in 

den Akten und die nachfolgenden Erwägungen verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. August 2025 – handelnd 

durch seine Rechtsvertretung – zum Entscheidentwurf des SEM Stellung 

nahm, 

dass er mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 29. August 2025 zwei 

Fotografien von ihm während seiner Zeit in Äthiopien und Libyen zu den 

vorinstanzlichen Akten reichte, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 1. September 2025 – gleichentags 

eröffnet – feststellte, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigen-

schaft nicht erfülle, sein Asylgesuch ablehnte und seine Wegweisung so-

wie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass sie gleichzeitig festhielt, sein Geburtsdatum werde auf den 1. Januar 

2007 geändert und im ZEMIS werde dabei ein Bestreitungsvermerk ange-

bracht, 

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. September 2025 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei in den Dispositivziffern 

4 und 5 (Wegweisungsvollzug) aufzuheben und die Vorinstanz sei anzu-

weisen, ihn in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, eventualiter sie die Sa-

che zur vollständigen Abklärung des Sachverhalts und Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und insbesondere um Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht seit dem 

11. September 2025 in elektronischer Form vorliegen (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG [SR 142.31]), 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 12. September 2025 den Eingang 

der Beschwerde bestätigte, 

 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Beschwerde ausschliesslich gegen den vom SEM angeord-

neten Wegweisungsvollzug richtet und demnach die vorinstanzliche Verfü-

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Seite 5 

gung vom 1. September 2025 in Rechtskraft erwachsen ist, soweit sie die 

Fragen der Flüchtlingseigenschaft, des Asyls und der Wegweisung betrifft, 

dass die Dispositivziffer 6 der vorinstanzlichen Verfügung (Datenänderung 

im ZEMIS) ebenfalls nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdever-

fahrens bildet, 

dass im Folgenden mithin nur zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Vollzug 

der Wegweisung zu Recht angeordnet hat, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. 

BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die in der Beschwerde erhobenen formellen Rügen unbegründet sind, 

zumal angesichts der nachstehenden Ausführungen – und unter Hinweis 

auf die Mitwirkungspflicht (Art. 8 AsylG) sowie die Substanziierungslast 

(Art. 7 AsylG) des Beschwerdeführers – nicht ersichtlich ist, inwiefern die 

Vorinstanz weitere Abklärungen zur Unterstützungsfähigkeit des familiären 

Beziehungsnetzes des Beschwerdeführers hätte vornehmen müssen, 

dass das SEM diesbezüglich im Übrigen seiner Begründungspflicht hinrei-

chend nachgekommen ist,  

dass es sodann keine weiteren Abklärungen zum medizinischen Sachver-

halt (allfällige Gefahr einer raschen Reinfektion mit Lungentuberkulose 

durch Kontakt mit infektiösen Personen und allfällige Gefahr einer Reakti-

vierung einer latenten Infektion) vornehmen und sich hierzu in der ange-

fochtenen Verfügung auch nicht äussern musste, zumal Abklärungen zu 

rein hypothetischen Zukunftsszenarien nicht erforderlich sind,  

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dass der Eventualantrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

daher abzuweisen ist, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass das SEM den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig bezeichnete 

und diesbezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Erwägungen in 

der angefochtenen Verfügung (Ziff. IV.1. [S. 9]) verwiesen werden kann, 

denen in der Beschwerde nichts entgegengehalten wird, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass gemäss geltender Rechtsprechung (vgl. Urteil des BVGer  

E-4609/2019 vom 30. August 2022 E. 9.2.3 mit Verweis auf das Referenz-

urteil D-2311/2016 vom 17. August 2017 E. 17) in Eritrea nicht von einem 

Krieg, Bürgerkrieg oder einer Situation allgemeiner Gewalt beziehungs-

weise einer generellen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ausge-

gangen werden kann, 

dass angesichts der schwierigen allgemeinen Lage jedoch in Einzelfällen 

nach wie vor eine Existenzbedrohung gegeben sein kann, wenn besondere 

Umstände vorliegen, 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung anführte, dass sich im Falle 

des Beschwerdeführers aus den Akten weder individuelle Gründe noch 

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Seite 7 

besondere Umstände ergeben würden, welche auf eine Existenzbedro-

hung schliessen und seinen Wegweisungsvollzug nach Eritrea unzumutbar 

erscheinen lassen würden,  

dass er ein junger, alleinstehender Mann sei, der in Eritrea über ein intaktes 

familiäres Beziehungsnetz und eine gesicherte Wohnsituation verfüge, 

dass ausserdem mehrere seiner Verwandten in Europa leben und dort ei-

ner Arbeit nachgehen würden, wobei sie ihn bereits in der Vergangenheit 

finanziell unterstützt hätten,  

dass vor diesem Hintergrund anzunehmen sei, dass es ihm trotz seiner 

längeren Landesabwesenheit möglich sei, sich in Eritrea – gegebenenfalls 

mit Hilfe seiner dort oder im Ausland lebenden Verwandten – eine existenz-

sichernde Lebensgrundlage aufzubauen und sich zu reintegrieren, 

dass diese Erwägungen im Wesentlichen zu bestätigen und die entspre-

chenden Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, eine Änderung der 

vorinstanzlichen Einschätzung zu bewirken, 

dass der wiederholte Verweis auf das Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts E-686/2018 vom 18. März 2022 (E. 6.3.2) ins Leere zielt, da diesem 

ein Sachverhalt zugrunde liegt, der mit dem vorliegenden Fall nicht ver-

gleichbar ist, 

dass die dortige Beschwerdeführerin nur noch über höchstens zwei Mit-

glieder der Kernfamilie (Bruder und Mutter) in Eritrea verfügte, wobei der 

Bruder seit dessen Zwangsrekrutierung unbekannten Aufenthalts war und 

die (zwischenzeitlich wohl aus Eritrea ausgereiste) Mutter selbst bei einem 

weiteren Aufenthalt in Eritrea aufgrund von Krankheit sowie Bettlägerigkeit 

pflegebedürftig gewesen wäre, 

dass beim Beschwerdeführer dagegen – neben seinem (angeblich) kran-

ken sowie arbeitsunfähigen Vater – auch alle weiteren Mitglieder der Kern-

familie (Mutter sowie fünf jüngere Geschwister) und im Übrigen einer seiner 

Onkel nach wie vor in seinem Herkunftsort auf einem Hof leben (vgl. Akten 

SEM […]-17/10 Ziff. 2.02; […]-32/14 F17 ff.), 

dass aufgrund der Akten davon auszugehen ist, dass der Beschwerdefüh-

rer bei einer Rückkehr nach Eritrea wieder zu Hause wird leben und in der 

Landwirtschaft wird mitarbeiten können (vgl. Akten SEM […]-32/14 F27 ff., 

82),  

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Seite 8 

dass angesichts dessen die Beschwerdevorbringen, wonach die Kernfami-

lie des Beschwerdeführers kaum ein tragfähiges familiäres Beziehungs-

netz begründe und das Gericht im bereits genannten Urteil festgestellt 

habe, dass trotz mehrjähriger Schulbildung in Eritrea und Berufserfahrung 

im Sudan kaum von einer beruflichen Perspektive in Eritrea ausgegangen 

werden könne, unbehelflich sind, 

dass der Beschwerdeführer sodann – in sinngemässer Übereinstimmung 

mit dem SEM – bei Bedarf die Hilfe seiner (sonstigen) in Eritrea und in 

Europa lebenden Verwandten in Anspruch nehmen könnte, 

dass er – neben dem bereits erwähnten Onkel – über zwei weitere Onkel 

sowie vier Tanten in Eritrea verfügt, wobei angesichts des entsprechenden 

Beschwerdevorbringens festzuhalten ist, dass er nur bezüglich zweier Tan-

ten explizit angab, keinen Kontakt zu haben (vgl. Akten SEM […]-32/14 F33 

ff.), 

dass seine Vorbringen zu deren angeblich nicht vorhandener Unterstüt-

zungsfähigkeit respektive -willigkeit unsubstanziiert ausgefallen sind (Ak-

ten SEM […]-32/14 F110; Beschwerde Ziff. 3.2.1), weshalb er daraus 

nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, 

dass das SEM schliesslich zu Recht darauf hinwies, dass er in Europa Ver-

wandte (einen Onkel in Holland, eine Tante in Deutschland und einen 

Cousin seiner Mutter in der Schweiz) hat (vgl. Akten SEM […]-17/10 Ziffn. 

3.02 f.), 

dass selbst wenn sein Onkel und seine Tante ihm – wie erstmals in der 

Stellungnahme zum Entscheidenwurf vorgebracht und in der Beschwerde 

wiederholt – das Geld für die Überfahrt von Libyen nach Italien lediglich 

geliehen haben sollen (vgl. dagegen Akten SEM […]-32/14 F60), davon 

ausgegangen werden darf, dass er bei Bedarf deren finanzielle Unterstüt-

zung in Anspruch nehmen kann,  

dass dies insbesondere auch für den in der Schweiz lebenden Cousin sei-

ner Mutter gilt, mit welchem er sich gut versteht (vgl. Akten SEM […]-32/14 

F39 ff.), 

dass daran die unsubstanziierte Behauptung in der Beschwerde, diese 

Verwandten hätten weder ihn noch seine in Armut lebende Familie zu ir-

gendeinem Zeitpunkt finanziell unterstützt, nichts zu ändern vermag, 

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dass ferner die Beschwerdevorbringen zur Entwurzelung des Beschwer-

deführers angesichts des bereits Ausgeführten ins Leere zielen, wobei ins-

besondere anzumerken ist, dass der vorgetragene Aufenthalt in Äthiopien 

(vgl. Akten SEM […]-18/10 Ziff. 5.02) in einem kulturell nahe verwandten 

Umfeld stattgefunden hat, 

dass schliesslich – in Übereinstimmung mit dem SEM – auch aus gesund-

heitlicher Sicht nichts gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

spricht (vgl. Akten SEM […]-32/14 F5 ff.), 

dass das SEM der voraussichtlichen Dauer der Behandlung der diagnosti-

zierten offenen Lungentuberkulose Rechnung getragen hat, indem es eine 

längere Ausreisefrist gewährt und den Beschwerdeführer auf die Möglich-

keit einer entsprechenden Verlängerung bei erforderlicher Weiterführung 

der Therapie hingewiesen hat, 

dass nach dem Gesagten der Wegweisungsvollzug insgesamt als zumut-

bar zu bezeichnen ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass somit der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen 

und die Beschwerde abzuweisen ist,  

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos ge-

worden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung un-

abhängig der geltend gemachten Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ab-

zuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-

gen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulati-

ven Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Sandra Bisig 

 

 

Versand: