# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f244eec-53a4-5b93-a359-0a8ac66591a1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 14.02.2023 S 2021 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2021-102_2023-02-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 21 102

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser und Pedretti

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 14. Februar 2023

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen

B._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid,

Beschwerdegegnerin

und

C._____,
Beigeladene

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. C._____, Jahrgang 1974, war bei der D._____ in E._____ angestellt und 

bei der B._____ AG obligatorisch gegen Unfälle versichert. Mit 

Unfallmeldung vom 14. Februar 2020 meldete die Arbeitgeberin von 

C._____ der B._____ AG, dass diese am Abend des 12. Februar 2020 auf 

dem Maiensäss E._____ bzw. vor der Schlittenfahrt nach Hause 

umgefallen sei und sich dabei das linke Knie verletzt habe. Die 

Erstbehandlung erfolgte am Unfalltag beim Hausarzt Dr. med. F._____, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, welcher mit Arztzeugnis vom 

19. Februar 2020 die Verdachtsdiagnose einer Meniskusläsion links 

stellte. Im Befund beschrieb er eine leichte Schwellung, Lachman negativ, 

keine vermehrte Aufklappbarkeit sowie Schmerzen bei Rotation; der 

Röntgenbefund habe keinen Hinweis auf eine frische ossäre Läsion 

gegeben. Er verordnete Analgesie und Ruhigstellung, attestierte C._____ 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 13. Februar 2020 bis auf 

Weiteres und gab betreffend Kausalität an, dass ausschliesslich 

Unfallfolgen vorlägen. Die B._____ AG erbrachte die gesetzlichen 

Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung).

2. Am 14. Februar 2020 wurde im Spital G._____ ein MRI des linken Knies 

durchgeführt. Im Befund hielt Dr. med. H._____, Facharzt für Radiologie, 

insbesondere fest, das vordere und hintere Kreuzband sei ebenso 

durchgängig abgrenzbar wie das mediale und laterale Kollateralband. 

Seine Beurteilung lautete wie folgt: Mukoide Degeneration des lateralen 

Meniskus im Bereich des Vorder- und Hinterhornes, im letztgenannten mit 

horizontalem Einriss. Reizzustand des lateralen Hoffa'schen Fettkörpers 

sowie Hinweis auf Bursitis infrapatellaris superficialis. Bis zu zweitgradige 

Knorpelläsion im retropatellaren Gelenkkompartiment. 

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3. Auf dem Fragebogen zum Ereignis vom 12. Februar 2020 gab C._____ 

am 21. Februar 2020 an, in physiotherapeutischer Behandlung zu sein; 

ausserdem beurteilte sie den Heilverlauf als "langsam besser".

4. In seinem Bericht vom 28. November 2020 wies der Hausarzt Dr. med. 

F._____ folgende Diagnosen aus: Kniedistorsion links am 12. Februar 

2020 bei Status nach MRI vom 14. Februar 2020 mit Nachweis eines 

horizontalen Risses des lateralen Meniskushinterhorns. Ausserdem hielt 

er fest, die Patientin habe sich am 27. November 2020 erneut in seiner 

Sprechstunde gemeldet wegen bestehender Schmerzen im Bereich 

beider Kniegelenke. Rechts zeige sich das Bild einer Chondropathie. Links 

bestünden weiterhin Schmerzen im Bereich des lateralen Gelenkspalts, 

am ehesten im Rahmen der bekannten Meniskusläsion. 

5. In der Folge wurden weitere fachärztliche Abklärungen am Spital G._____ 

durchgeführt. Dr. med. I._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Leitender Arzt 

Orthopädie, hielt in seinem Bericht vom 9. Dezember 2020 die Diagnose 

einer symptomatischen lateralen Meniskusläsion links bei mässiggradiger 

femoropatellärer Chondropathie fest. Es bestehe eine Rupturbildung im 

Bereich des lateralen Meniskus sowohl im Vorderhorn als auch im 

Hinterhorn. Bei entsprechender Symptomatik ohne Verbesserung durch 

konservative Massnahmen müsse der Patientin hier die Durchführung 

einer Kniegelenksarthroskopie angeboten werden. 

6. Am 14. Dezember 2020 führte Dr. med. I._____ eine operative 

Kniearthroskopie links mit Refixation des lateralen Meniskus (FiberStitch) 

und Plicaresektion durch. Dem Operationsbericht vom 29. Dezember 

2020 ist folgende Diagnose zu entnehmen: Radiär-Läsion lateraler 

Meniskus (Pars intermedial links) sowie Plica centralis.

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7. In seiner Aktenbeurteilung vom 13. Januar 2021 stellte der beratende Arzt 

Dr. med. J._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Vertrauensarzt SGV, fest, 

dass C._____ gemäss MRI vom 14. Februar 2020 eine unfallfremde 

mukoide Degeneration des lateralen Meniskus im Bereich des Vorder- und 

Hinterhornes aufgewiesen habe und keine ligamentären 

Begleitverletzungen sowie kein Nachweis eines entsprechenden 

Knochenmarködems vorgelegen hätten bzw. habe. Das Ereignis vom 

12. Februar 2020 habe (lediglich) zu einer vorübergehenden 

Verschlimmerung geführt und der Status quo sine sei per 12. März 2020 

erreicht gewesen. Die Operation vom Dezember 2020 habe nur 

möglicherweise in einem kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 

12. Februar 2020 gestanden. Schliesslich empfahl er was folgt: Es liege 

eine degenerative laterale Meniskusläsion vor und der Status quo sine sei 

vier Wochen nach dem Ereignis erreicht worden.

8. Am 20. Januar 2021 teilte die B._____ AG C._____ mit, sie könne für das 

Ereignis vom 12. Februar 2020 keine weiteren Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung erbringen. Die aktuellen Beschwerden 

seien krankheitsbedingt und das Ereignis vom 12. Februar 2020 habe 

(lediglich) zu einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt. Der Status 

quo sine sei bereits am 12. März 2020 erreicht worden. Die zu Unrecht 

erbrachten Leistungen würden indessen nicht zurückgefordert. 

9. Im Verlaufsbericht vom 2. Februar 2021 hielt Dr. med. I._____ fest, sechs 

Wochen postoperativ zeige sich bei der Patientin ein guter Verlauf mit 

praktisch vollständiger Schmerzfreiheit im Bereich des Kniegelenks links.

10. Am 3. Februar 2021 intervenierte der Hausarzt Dr. med. F._____ 

telefonisch bei der B._____ AG gegen die Einstellung der Leistungen. Mit 

Datum vom 30. März 2021 intervenierte er zudem –  ebenso wie C._____ 

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selbst – per Brief, worin er insbesondere festhielt, dass vor dem Ereignis 

vom 12. Februar 2020 bei C._____ keine Beschwerden vorgelegen hätten 

und seit der Operation eine deutliche Besserung eingetreten sei.

11. In einer erneuten Stellungnahme vom 1. April 2021 bestätigte der 

beratende Arzt Dr. med. J._____ seine bisherige Beurteilung. 

12. In der Folge holte die B._____ AG beim beratenden Arzt Dr. med. 

K._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates und Vertrauensarzt SGV, eine Zweitmeinung ein. In 

seiner Aktenbeurteilung vom 27. April 2021 betonte dieser im 

Wesentlichen, dass im MRI (vom 14. Februar 2020) keine frische 

unfallkausale Läsion des lateralen Meniskus und insbesondere keine 

Radialläsion im Intermediärbereich habe nachgewiesen werden können. 

Ebenso wenig hätten die bei einer akuten traumatischen Meniskusläsion 

üblicherweise vorhandenen Begleitverletzungen (Bone bruise, 

ligamentäre Verletzungen etc.) belegt werden können. Das Ereignis vom 

12. Februar 2020 sei zudem nicht geeignet gewesen, eine traumatische 

Meniskusläsion zu verursachen. Eine orthopädische Behandlung sei erst 

ab November 2020 erfolgt, wobei anlässlich der Operation vom 

14. Dezember 2020 eine degenerative Komplexläsion des lateralen 

Meniskus bestätigt worden sei mit einer im MRI vom 14. Februar 2020 

nicht nachgewiesenen Radiärläsion in der Intermediärzone, welche somit 

erst nachträglich nach dem MRI vom 14. Februar 2020 aufgetreten sei. 

Zusammenfassend hielt er fest, dass C._____ am 12. Februar 2020 eine 

vorübergehende Verschlechterung eines degenerativen Vorzustandes am 

lateralen Meniskus des linken Kniegelenkes ohne Nachweis von 

ereigniskausalen strukturellen Körperschädigungen erlitten habe und der 

Status quo sine vier, spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis 

erreicht worden sei.

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13. Mit Verfügung vom 7. Mai 2021 stellte die B._____ AG die Leistungen per 

12. März 2020 ein. Begründend hielt sie fest, der Status quo sine sei am 

12. März 2020 erreicht gewesen.  

14. Hiergegen erhob die A._____ als Krankenversicherung von C._____ am 

4. Juni 2021 Einsprache. In ihrer Begründung hielt sie fest, das 
Beschwerdebild sei unbestritten und es sei erst durch den Unfall vom 

12. Februar 2020 zu anhaltenden Kniebeschwerden gekommen. 

Umstritten sei der Erstbefund mittels MRI bzw. die Darstellung des 

Vertrauensarztes der B._____ AG, wonach wegen fehlender 

Begleitbefunde im MRI (kein "bone bruise" sowie kein Hämarthros) kein 

unfallbedingter Meniskusriss vorhanden sei. Die Darstellung des 

Vertrauensarztes berücksichtige den klinischen Verlauf nicht oder zu 

wenig. Da der Eingriff mittels Arthroskopie erst viele Monate später, am 

14. Dezember 2020, erfolgt sei, könne der Befund nicht mehr wegweisend 

sein, um eine unfall- oder krankheitsbedingte Läsion zu unterscheiden, da 

eine Chronifizierung der Beschwerden bzw. eine sekundäre Degeneration 

des Meniskus auf Basis des Unfalls in diesem Zeitraum jedenfalls 

eintreten könne. Es sei daher weniger auf die Bildgebung bzw. den 

intraoperativen Befund als auf den postoperativen Heilverlauf mit 

Genesung abzustellen. Der Unfall sei anerkannt worden. Ein Meniskusriss 

sei eine Listenverletzung, folglich eine unfallähnliche Körperschädigung, 

weshalb der Unfallversicherer bis zum Zustand der Beschwerdefreiheit 

wie vor dem Unfall leistungspflichtig sei; dieser Zustand sei erst 

postoperativ erreicht worden. Aus diesem Grund gingen die 

Behandlungskosten für die Knieverletzung bis nach der Operation bzw. 

erreichter Beschwerdefreiheit zu Lasten der Unfallversicherung.

15. Mit Einspracheentscheid vom 3. September 2021 wies die B._____ AG 

die Einsprache der A._____ ab. Unbestritten sei, dass das gemeldete 

Ereignis den Unfallbegriff erfülle. Der Status quo sine sei indessen vier, 

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spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis erreicht worden. Die 

Leistungseinstellung per 12. März 2020 werde, unter Verzicht auf 

Rückforderungen bereits erbrachter Leistungen, bestätigt.

16. Hiergegen erhob die A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 

5. Oktober 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Dabei stellte sie folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei der Einspracheentscheid vom 8. [recte: 3.] September 2021 
aufzuheben.

2. Es seien die Leistungen für die Periode zwischen dem 13. März 2020 und 
dem 14. April 2021 nach UVG zu übernehmen. 

Begründend hielt sie fest, die B._____ AG sei sowohl aufgrund des 

anerkannten Unfallereignisses als auch aufgrund des Vorhandenseins 

einer Listenverletzung leistungspflichtig. Die Rissverletzung sei ab dem 

Unfalldatum bis zur Operation symptomatisch geblieben und erst durch 

die nachhaltige Besserung nach der Operation zum klinisch 

festgehaltenen Zustand vor dem Unfall (Beschwerdefreiheit im linken 

Knie) zurückgeführt worden. Zwar seien degenerative Veränderungen 

vorhanden gewesen; der B._____ AG gelinge der Beweis, dass die 

Beschwerden überwiegend krankheitsbedingt gewesen seien, jedoch 

nicht. Der unfallkausale Zusammenhang zur Notwendigkeit der Operation 

sei erstellt.

17. Mit Schreiben vom 7. Oktober 2021 lud die Instruktionsrichterin C._____ 

(nachfolgend: Beigeladene) zur Teilnahme am vorliegenden Verfahren 

ein. Die Beigeladene liess sich nicht vernehmen.

18. In ihrer Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2021 beantragte die B._____ 

AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, 

unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. In ihrer Begründung 

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hielt sie im Wesentlichen Folgendes fest: Der Sachverhalt sei nicht 

bestritten. Demnach sei die Beigeladene am 12. Februar 2020 auf einem 

Maiensäss in E._____ vor der Schlittenfahrt nach Hause umgefallen, 

wobei sie sich das linke Knie verletzt habe. Wie der beratende Arzt Dr. 

med. J._____ in seinen zwei Beurteilungen festgehalten habe, habe eine 

degenerative laterale Meniskusläsion vorgelegen und der Status quo sine 

sei vier Wochen nach dem Ereignis erreicht gewesen. Es fehle eine 

wissenschaftlich nachvollziehbare Begründung für eine traumatische 

Meniskusläsion. Auch der beratende und zweitbeurteilende Arzt Dr. med. 

K._____ sei von einer vorübergehenden Verschlechterung eines 

degenerativen Vorzustandes am lateralen Meniskus des linken 

Kniegelenkes ohne Nachweis von ereigniskausalen strukturellen 

Körperschädigungen ausgegangen und habe den Status quo sine 

ebenfalls nach vier, spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis als 

erreicht erklärt. Die Beschwerdeführerin stelle dies in der Beschwerde 

nicht mehr in Frage. Ein Nachweis von ereigniskausalen strukturellen 

Körperschädigungen liege denn auch nicht vor. Insbesondere fehlten im 

MRI auch der Nachweis der bei einer traumatischen Meniskusläsion 

praktisch immer vorhandenen Begleitverletzungen (ligamentäre 

Verletzungen, Bone bruise, etc.) und der Nachweis eines intraartikulären 

Ergusses oder Hämarthros. Vielmehr sei ein eindeutiger Vorzustand mit 

einer degenerativen, klinisch anscheinend stummen Läsion des lateralen 

Meniskus links aufgezeigt worden. Bei der Rissverletzung handle es sich 

um einen degenerativen Radiärriss im Rahmen einer degenerativen 

Komplexläsion des lateralen Meniskus. Da ein Unfallereignis bejaht 

worden sei, sich der Status quo sine aber eingestellt habe, entfalle die 

Prüfung einer Leistungspflicht aufgrund einer Listenverletzung unter 

Hinweis auf BGE 146 V 51 E.9.1.  

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19. Am 12. November 2021 (Poststempel) hielt die Beschwerdeführerin 

replicando an ihren bisherigen Rechtsbegehren fest und sie vertiefte ihre 

bisherigen Standpunkte. 

20. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 22. November 

2021 auf die Einreichung einer Duplik. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 3. September 2021. Ein solcher Entscheid 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons angefochten werden, in dem die versicherte Person 

oder – wie vorliegend – die Beschwerde führende Dritte zur Zeit der 

Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Zur Bestimmung der örtlichen 

Zuständigkeit ist bei Leistungsstreitigkeiten der Wohnsitz der Beschwerde 

führenden Drittperson jedoch nur dann von Belang, wenn ein solcher der 

versicherten Person nicht besteht (KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 

Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 58 Rz. 18 und 21 m.w.H.). Die versicherte 

Beigeladene wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Krankenversicherung 

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der Beigeladenen ist die Beschwerdeführerin vom angefochtenen 

Einspracheentscheid berührt und sie weist ein schutzwürdiges Interesse 

an dessen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG), da der Einspracheentscheid 

unmittelbar ihre prinzipielle Leistungspflicht begründet (vgl. BGE 134 V 

153 E.5.3.1). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 12. Februar 

2020 (Umfallen vor Schlittenfahrt) zu Recht per 12. März 2020 eingestellt 

hat oder ob sie verpflichtet gewesen wäre, diese Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) über den 12. März 2020 hinaus resp. 

antragsgemäss bis am 14. April 2021 zu erbringen. 

3. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die Versicherte Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Zudem hat 

sie Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie infolge eines Unfalles voll oder 

teilweise arbeitsunfähig ist (Art. 16 Abs. 1 UVG). Als Unfall gilt die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 6 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG). 

Dass das Ereignis vom 12. Februar 2020 (Umfallen vor Schlittenfahrt) als 

Unfall i.S.v. Art. 6 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist, ist 

vorliegend unbestritten. Umstritten ist demgegenüber das Erreichen des 

Status quo sine per 12. März 2020 (vgl. dazu nachstehende 

Erwägungen 3.1 f.).

3.1. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt unter anderem einen 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und 

eingetretenem Schaden voraus. Ursachen im Sinne des natürlichen 

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Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 

der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der 

Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 

die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der freien Beweiswürdigung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E.1, 129 V 177 E.3.1). 

3.2. Hat ein Unfallversicherer die Unfallkausalität bejaht und Leistungen 

erbracht, entfällt seine Leistungspflicht erst, wenn der gesundheitliche 

Schaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft dann zu, wenn entweder der "krankhafte" Gesundheitszustand, 

wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder 

aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später 

eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 

allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

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nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 

nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Dabei muss 

nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche 

Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es 

Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative 

Veränderungen sind, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, ob diese also dahingefallen sind. Ebenso 

wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass 

kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person 

nun bei voller Gesundheit sei (vgl. BGE 146 V 51 E.5.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 11. März 2020 E.3.2, 8C_840/2019 vom 

14. Februar 2020 E.3.2, 8C_570/2014 vom 9. März 2015 E.6.2, 

8C_17/2017 vom 4. April 2017 E.2.2 m.w.H.).

4.1. Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren wird vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 ATSG). Das Gericht hat den 

rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative 

und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien 

abzuklären und festzustellen. Aus der Untersuchungsmaxime folgt auch 

das Prinzip der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an keine 

förmlichen Beweisregeln gebunden ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte 

Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf dessen 

Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 

Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet 

(BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 

8C_745/2020 vom 29. März 2021 E.1.3, 9C_439/2020 vom 18. August 

2020 E.1.3). 

4.2.1. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 

V 157 E.1c; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 

26. Juli 2022 E.3.2.1, 9C_528/2021 vom 11. Februar 2022 E.4.1). 

4.2.2. Gemäss Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 

Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht 

zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 

Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall 

ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 

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an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1, 139 V 

225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 125 V 351 E.3b/ee; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_740/2020 vom 7. April 2021 E.2.2). 

4.2.3. Auch ein reines Aktengutachten ist gemäss Rechtsprechung 

beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der 

Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_397/2019 vom 6. August 2019 E.4.3 m.w.H.). Dabei geht es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts, mithin rückt die direkte 

ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2, 

8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3, 8C_780/2016 vom 24. März 2017 

E.6.1, je m.w.H.).

4.2.4. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Hausärzte, 

ist schliesslich zu beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen 

Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster 

Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren 

Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die 

Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des 

Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen 

Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a. Aus 

diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

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Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig 

gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je 

in Frage kommen. Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen 

nicht von seiner Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch 

die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 

mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (vgl. 

BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_301/2021 vom 23. 

Juni 2021 E.5.2.2, 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.1.2, 8C_245/2011 

vom 25. August 2011 E.5.3, 8C_907/2009 vom 12. Februar 2010 E.1.1).

5. Vorliegend gelangte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 

Beurteilungen der beratenden Ärzte Dr. med. J._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vom 13. Januar 2021 und 1. April 2021 sowie Dr. med. K._____, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vom 27. April 2021 zum Schluss, dass der Status 

quo sine, d.h. der Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 

Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder 

später eingestellt hätte, per 12. März 2020 erreicht war. Nachfolgend gilt 

es somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die 

Beurteilungen der beratenden Ärzte abgestellt hat oder ob Zweifel an 

deren Zuverlässigkeit oder Schlüssigkeit bestehen. Dabei gilt es darauf 

hinzuweisen, dass die beratenden Ärzte Dr. med. J._____ und Dr. med. 

K._____ mit Bezug auf den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilungen 

versicherungsinternen Ärzten gleichgestellt sind (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4, 8C_608/2015 vom 

- 16 -

17. Dezember 2015 E.3.3.3 und 8C_557/2015 vom 7. Oktober 2015 E.5.2 

m.w.H.). 

5.1. In seiner Beurteilung vom 13. Januar 2021 gelangte der beratende 

Facharzt Dr. med. J._____ zum Schluss, dass eine degenerative laterale 

Meniskusläsion vorliege und der Status quo sine vier Wochen nach dem 

Ereignis erreicht worden sei (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-

act.] 19). Dies bestätigte er in seiner zweiten Beurteilung vom 1. April 

2021, worin er zudem festhielt, dass eine wissenschaftlich 

nachvollziehbare Begründung für eine traumatische Meniskusläsion fehle 

(vgl. Bg-act. 29). Der Hergang des Ereignisses sei nicht geeignet 

gewesen, eine traumatische Meniskusläsion zu verursachen. Darüber 

hinaus hielt er fest, dass im MRI (vom 14. Februar 2020) eine ausgeprägte 

Degeneration des Meniskus, nicht aber Begleitverletzungen bzw. ein 

korrespondierendes Knochenmarködem vorgelegen hätten (vgl. Bg-

act. 29 und 19). 

5.2. Auch der beratende Facharzt Dr. med. K._____ kam in seiner 

Zweitbeurteilung vom 27. April 2021 zum Schluss, dass das Ereignis vom 

12. Februar 2020 nicht geeignet gewesen sei, eine traumatische 

Meniskusläsion zu verursachen. Ein traumatischer Riss eines Meniskus 

werde verursacht durch eine gewaltsame Verdrehung des Unterschenkels 

gegenüber dem Oberschenkel oder bei einem Beuge-Drehsturz mit 

festgesetztem Fuss. Ein solcher Unfallmechanismus sei beim Ereignis 

vom 12. Februar 2020 (Sturz auf einem Schlittelweg) nicht nachgewiesen. 

Darüber hinaus hielt er fest, dass im MRI vom 14. Februar 2020, d.h. 2 

Tage nach dem Ereignis, eine vorbestehende degenerative Läsion des 

lateralen Meniskus ohne Nachweis von unfallkausalen zusätzlichen 

Schädigungen am lateralen Meniskus vorgelegen habe. Zudem fehle im 

MRI auch der Nachweis der bei einer traumatischen Meniskusläsion 

praktisch immer vorhandenen Begleitverletzungen (ligamentäre 

- 17 -

Verletzungen, Bone bruise, etc.) und eines intraartikulären Ergusses oder 

Hämarthros. Weiter wies er darauf hin, dass eine orthopädische 

Behandlung erst ab November 2020 erfolgt sei, wobei anlässlich der 

Operation vom 14. Dezember 2020 eine degenerative Komplexläsion des 

lateralen Meniskus bestätigt worden sei mit einer im MRI vom 14. Februar 

2020 nicht nachgewiesenen Radiärläsion in der Intermediärzone, welche 

somit erst nachträglich nach dem MRI vom 14. Februar 2020 aufgetreten 

sei. Vom Hausarzt der Versicherten werde vorgebracht, der Radiärriss des 

lateralen Meniskus sei klar traumatisch verursacht; im vorliegenden Fall 

handle es sich jedoch um einen degenerativen Radiärriss im Rahmen 

einer degenerativen Komplexläsion des lateralen Meniskus, wobei, wie 

erwähnt, der Radiärriss im MRI vom 14. Februar 2020 nicht nachgewiesen 

worden sei und somit erst nach dem Ereignis aufgetreten sei. Zudem 

werde vom Hausarzt vorgebracht, dass das Knie nach dem Ereignis 

geschwollen gewesen sei, was auf eine Einblutung ins Gelenk infolge der 

Meniskusläsion hinweise. Im MRI-Bericht vom 14. Februar 2020 sei 

jedoch weder ein Gelenkerguss noch ein Hämarthros beschrieben. Vom 

Hausarzt werde zudem vorgebracht, dass die Versicherte vor dem 

Ereignis vom 12. Februar 2020 keine Beschwerden am linken Kniegelenk 

gehabt habe; dies sei jedoch kein Beweis, dass die Meniskusläsion durch 

das Ereignis verursacht worden sei (sog. post hoc, propter hoc-Bias). 

Zusammenfassend habe die Versicherte am 12. Februar 2020 eine 

vorübergehende Verschlechterung eines degenerativen Vorzustandes am 

lateralen Meniskus des linken Kniegelenkes ohne Nachweis von 

ereigniskausalen strukturellen Körperschädigungen erlitten. Der Status 

quo sine sei demzufolge vier, spätestens sechs Wochen nach dem 

Ereignis erreicht worden (vgl. zum Ganzen Bg-act. 30).

6.1. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts erscheinen die 

Beurteilungen der Dres. med. J._____ und K._____, wonach die 

- 18 -

Meniskusläsion(en) im linken Knie nicht traumatisch, sondern degenerativ 

bedingt seien, bzw. das Ereignis vom 12. Februar 2020 lediglich zu einer 

vorübergehenden Verschlechterung (= Schmerzen bei 

Rotation/Belastung, vgl. dazu Bg-act. 6 und 12) eines degenerativen 

Vorzustandes geführt habe, als schlüssig, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei. Sie wurden in Kenntnis und unter 

Würdigung sämtlicher Akten abgegeben (vgl. Bg-act. 30 S. 1 f.), wobei der 

Umstand, dass es sich um reine Aktenbeurteilungen handelt, deren 

Beweiskraft nicht entgegensteht. So ergeben die im Recht liegenden 

Akten – d.h. der lückenlose Untersuchungsbefund vom Hausarzt Dr. med. 

F._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (vgl. Bg-act. 6 

[Erstbehandlung vom 12. Februar 2020] sowie Bg-act. 14 [Konsultation 

vom 27. November 2020]), das MRI von Dr. med. H._____, Facharzt für 

Radiologie, vom 14. Februar 2020 (vgl. Bg-act. 12) sowie der 

Untersuchungs- und Operationsbericht von Dr. med. I._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vom 9. Dezember bzw. 29. Dezember 2020 (vgl. Bg-act. 16 und 17) – ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status, 

welche Daten zudem unbestritten sind. Bei den Beurteilungen der 

beratenden Ärzte ging es somit im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts, 

womit die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 

Hintergrund rückt. Abgesehen davon vermögen auch die 

beschwerdeführerischen Vorbringen und die Beurteilungen des 

behandelnden Hausarztes Dr. med. F._____ – wie in nachstehender 

Erwägung 6.2 dargelegt wird – keine auch nur geringen Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen der Dres. med. 

J._____ und K._____ zu wecken.

- 19 -

6.2. Zunächst gilt es festzuhalten, dass sowohl die Beschwerdeführerin als 

auch der Hausarzt Dr. med. F._____ das Vorliegen eines degenerativen 

Vorzustandes am Meniskus im linken Knie explizit bestätigen (vgl. 

Beschwerde S. 2 sowie Bg-act. 22; vgl. auch Bg-act. 12 [MRI vom 

14. Februar 2020]). Sodann bestreitet die Beschwerdeführerin das 

Erreichen des Status quo sine per 12. März 2020 nicht substanziiert. 

Vielmehr darf aufgrund der Akten davon ausgegangen werden, dass die 

unmittelbar nach dem Ereignis vom 12. Februar 2020 aufgetretenen 

Kniebeschwerden (= Schmerzen bei Rotation/Belastung, vgl. dazu Bg-

act. 6 und 12) unter Physiotherapie und Ruhigstellung langsam besser 

wurden. So gab die Beigeladene auf einem Fragebogen vom 21. Februar 

2020, also eine gute Woche nach dem Unfallereignis, an, dass der 

Heilverlauf unter Physiotherapie "langsam besser" sei (vgl. Bg-act. 8; vgl. 

auch Bg-act. 14 [Bericht von Dr. med. F._____ vom 28. November 2020, 

wonach unter Physiotherapie eine Besserung der Beschwerden 

eingetreten sei und sich die Beigeladene {erst} Ende November 2020 

erneut bei ihm gemeldet habe] und Bg-act. 16). Sodann ist unbestritten, 

dass der intraoperativ festgestellte Radiärriss in der Intermediärzone des 

Meniskus im linken Knie (vgl. Bg-act. 17 [Operationsbericht vom 

29. Dezember 2020]) im MRI vom 14. Februar 2020 noch nicht ersichtlich 

war; diese Verletzung geht somit – wie der beratende Arzt Dr. med. 

K._____ nachvollziehbar darlegt – nicht auf das Ereignis vom 12. Februar 

2020 zurück. Darüber hinaus wurden im MRI vom 14. Februar 2020 weder 

ligamentäre Schäden noch ein Bone bruise befundet, sodass das 

Vorliegen ereigniskausaler struktureller Körperschädigungen von Seiten 

der beratenden Ärzte Dres. med. J._____ und K._____ nachvollziehbar, 

schlüssig und widerspruchsfrei ausgeschlossen wurde. Hieran vermag 

das Vorbringen des Hausarztes Dr. med. F._____ anlässlich eines 

Telefonats mit der Beschwerdegegnerin vom 3. Februar 2021, wonach 

das Knie bei der Erstbehandlung am 12. Februar 2020 geschwollen 

- 20 -

gewesen sei, was auf eine Einblutung im Knie und somit auf eine frische 

Verletzung hinweise (vgl. Bg-act. 22), nichts zu ändern, zumal er diese 

Vermutung nicht medizinisch belegt; zudem hielt er im Arztzeugnis vom 

19. Februar 2020 selber fest, dass sich im Röntgenbefund keine Hinweise 

auf frische ossäre Läsionen fänden (vgl. Bg-act. 6). Schliesslich vermag 

auch der Umstand, dass die Beigeladene aufgrund von Schmerzen im 

Bereich beider Kniegelenke Ende November 2020 erneut ihren Hausarzt 

Dr. med. F._____ aufsuchte (vgl. Bg-act. 14), an den Feststellungen der 

beratenden Ärzte, wonach die Meniskusläsion(en) im linken Knie nicht 

traumatisch, sondern degenerativ bedingt war(en), bzw. das Ereignis vom 

12. Februar 2020 lediglich zu einer vorübergehenden Verschlechterung (= 

Schmerzen bei Rotation/Belastung, vgl. dazu Bg-act. 6 und 12) eines 

degenerativen Vorzustandes geführt hatte, nichts zu ändern; dieser 

Umstand bestätigt deren Feststellungen vielmehr. Sodann folgt die 

Argumentation des behandelnden Hausarztes Dr. med. F._____, dass die 

Beigeladene vor dem Unfall keine Beschwerden im Bereich der 

Kniegelenke gehabt habe (vgl. Bg-act. 22 und 28), der beweisrechtlich 

unzulässigen Formel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. statt vieler Urteil des 

Bundesgerichts 8C_758/2020 vom 14. April 2021 E.5.2.3 m.w.H.). 

Lediglich der Vollständigkeit halber gilt es zudem festzuhalten, dass 

aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung und Fokussierung auf die 

Behandlung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten Stellung 

beziehen, eine Leistungserbringung allein gestützt auf ihre Beurteilungen 

kaum je in Frage kommt (vgl. dazu vorstehende Erwägung 4.2.4). 

6.3. Nach dem Gesagten ist es somit überwiegend wahrscheinlich, dass das 

Ereignis vom 12. Februar 2020 lediglich zu einer vorübergehenden 

Verschlechterung (= Schmerzen bei Rotation/Belastung) eines 

degenerativen Vorzustandes im linken Knie geführt hat und der Zustand, 

- 21 -

wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf des krankhaften 

Vorzustands auch ohne Unfall eingestellt hätte, am 12. März 2020 erreicht 

war bzw. das Ereignis vom 12. Februar 2020 keine auch nur geringe 

Teilursache für die Meniskusläsion(en) mehr bildete. Da es keinen Hinweis 

auf ein nach dem Unfall vom 12. Februar 2020 eingetretenes initiales 

Ereignis gibt, erübrigt sich sodann auch die Prüfung der Leistungspflicht 

nach Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. BGE 146 V 51 E.9.2).      

7. Im Ergebnis ist die Einstellung der Leistungen per 12. März 2020 somit 

nicht zu beanstanden. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

3. September 2021, worin die Leistungseinstellung per 12. März 2020 

unter Verzicht auf Rückforderungen bereits erbrachter Leistungen 

bestätigt wurde, erweist sich als rechtens, weshalb die Beschwerde 

abzuweisen ist.

8.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, 

wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die 

Sonderbestimmungen zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen 

keine generelle Kostenpflicht vor. Damit sind 

unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 

der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in 

casu nicht vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens 

(Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren sind daher keine Kosten zu erheben.

8.2. Der obsiegenden, mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 

Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu 

(vgl. Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch FORSTER, in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, Zürich/Basel/Genf 2021, 

Art. 61 Rz. 86; KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz. 219). Auch der nicht anwaltlich 

- 22 -

vertretenen Beigeladenen, welche sich am vorliegenden Verfahren nicht 

beteiligt hat, steht praxisgemäss keine Parteientschädigung zu. 

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]