# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8643bccd-dff3-5303-9ac5-f3ac92237b97
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 26.06.2018 B 2018/65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-65_2018-06-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/65

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 06.02.2020

Entscheiddatum: 26.06.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 26.06.2018
Schulrecht. Nichtbestehen Fachmaturität. Benotung schriftliche 
Fachmaturitätsarbeit mit ganzen und halben Noten. Voraussetzung zur 
Zulassung an die mündliche Präsentation ist ein genügend bewerteter 
schriftlicher Teil der Fachmaturitätsarbeit. Bei der vorliegend strittigen 
Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit mit der Note 3,9 handelt es 
sich um eine Schlussnote. Die Leistung ist in ganzen oder halben Noten zu 
bewerten (Art. 2 Abs. 2 des Reglements über die Abschlussprüfung der 
Fachmittelschule und die Fachmaturität). Die strittige Note der schriftlichen 
Fachmaturitätsarbeit von 3,9 ist auf die genügende Note 4 aufzurunden und 
der Beschwerdeführer ist zur mündlichen Präsentation zuzulassen 
(Verwaltungsgericht, B 2018/65).

Entscheid vom 26. Juni 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Steiner; Gerichtsschreiberin Schambeck

Verfahrensbeteiligte

G.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch lic. iur. H.__,

gegen

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Erziehungsrat des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz

und

Kantonsschule X.__, Rektorat,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Nichtbestehen Fachmaturität

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. G.__ besuchte im Schuljahr 2016/17 das dritte und damit letzte Schuljahr der 

Fachmittelschule (FMS), Berufsfeld Gesundheit, an der Kantonsschule X.__. Im Frühjahr 

2017 reichte er seine Fachmaturitätsarbeit zum Thema „Z.__“ ein. Mit Verfügung vom 

28. April 2017 teilte der Rektor der Kantonsschule X.__ G.__ mit, dass der schriftliche 

Teil der Fachmaturitätsarbeit von den Betreuern und der drittkorrigierenden Lehrperson 

als ungenügend bewertet worden sei. Er habe die Möglichkeit, bis am 2. Juni 2017 eine 

nachgebesserte schriftliche Fachmaturitätsarbeit abzugeben. Der Termin für die 

Präsentation der nachgebesserten Arbeit werde auf den 20. Juni 2017 festgesetzt. Am 

15. Juni 2017 verfügte der Rektor der Kantonsschule X.__ das Nichtbestehen der 

Fachmaturitätsarbeit. Auch der nachgebesserte Teil der schriftlichen 

Fachmaturitätsarbeit sei von den Betreuern und der drittkorrigierenden Person mit der 

Note 3,9 als ungenügend bewertet worden.

B. Gegen die Verfügung vom 15. Juni 2017 legte G.__, vertreten durch H.__, Rekurs 

beim Erziehungsrat ein. Er beantragte, dass die Verfügung aufgehoben, die schriftliche 

Arbeit mit einer Note 4 bewertet und er zur mündlichen Präsentation zugelassen werde. 

In der Sitzung vom 15. Februar 2018 (Versand: 19. Februar 2018) beschloss der 

Erziehungsrat die Abweisung des Rekurses. Es würden keine Anhaltspunkte vorliegen, 

wonach die schriftliche Arbeit von G.__ unkorrekt, widersprüchlich oder in 

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rechtswidriger Weise geprüft worden wäre. Es bestehe somit kein Anlass, die 

Verfügung betreffend Nichtbestehen der Fachmaturität aufzuheben oder die Note der 

schriftlichen Fachmaturitätsarbeit zu korrigieren. Eine Zulassung an die mündliche 

Präsentation der ungenügenden Arbeit sei bei diesem Verfahrensausgang nicht 

möglich.

C.

a. Mit Eingabe vom 5. März 2018 erhob G.__ (Beschwerdeführer), vertreten durch H.__, 

Beschwerde gegen den Entscheid des Erziehungsrates vom 15. Februar 2018 beim 

Verwaltungsgericht. Er stellte die Rechtsbegehren, dass der Entscheid des 

Erziehungsrates aufzuheben und ihm die Fachmaturität zu verleihen oder die Sache an 

den Erziehungsrat zurückzuweisen sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zudem 

sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung zu erteilen, sodass die Kantonsschule X.__ zu verpflichten sei, 

unverzüglich mit unbefangenen Experten die mündliche Präsentation abzunehmen.

b. Den prozessualen Antrag betreffend aufschiebende Wirkung zog G.__ mit Schreiben 

vom 13. März 2018 zurück. Zudem erklärte er, dass er unentgeltlich vertreten werde.

c. Der Präsident des Verwaltungsgerichts verfügte am 4. April 2018 die Abweisung des 

Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege.

d. Der Erziehungsrat (Vorinstanz) ersuchte in seiner Vernehmlassung vom 27. April 

2018 um Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des 

Beschwerdeführers. Denselben Antrag stellte auch der Rektor der Kantonsschule X.__ 

(Beschwerdegegnerin) in ihrer Vernehmlassung vom 9. Mai 2018.

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die 

Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. (...).

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2. Vor Verwaltungsgericht können gemäss Art. 61 Abs. 1 und Abs. 2 VRP nur 

Rechtsverletzungen sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden; 

die Rüge der Unangemessenheit ist – mit hier nicht einschlägigen Ausnahmen – 

ausgeschlossen. Im Rahmen von Ermessensentscheiden stellen der Missbrauch sowie 

die Überschreitung oder Unterschreitung des Ermessensspielraums 

Rechtsverletzungen dar. Demgegenüber stellt die bloss unzweckmässige Ausübung 

des Ermessens keine Rechtsverletzung dar und kann vor Verwaltungsgericht nicht 

gerügt werden. Eine Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörde Ermessen 

ausübt, wo für dieses nach Gesetz kein Raum besteht. Eine Ermessensunterschreitung 

liegt vor, wenn sich eine Behörde gebunden fühlt, obwohl ihr Ermessen zusteht bzw. 

sie auf die Ausübung des ihr zustehenden Ermessens ganz oder teilweise verzichtet. 

Ermessensmissbrauch wird angenommen, wenn die Ermessensausübung nicht 

pflichtgemäss erfolgte, namentlich wenn sie von sachfremden Kriterien geleitet oder 

überhaupt unmotiviert ist. Die Ermessensbetätigung hat sich an den allgemeinen 

Rechtsgrundsätzen, den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien und den (weiteren) 

verfassungsrechtlichen Schranken, insbesondere den Grundsatz der Rechtsgleichheit, 

der Verhältnismässigkeit oder das Verbot der Willkür, zu orientieren (vgl. zum Ganzen 

Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 739 

ff.).

2.1. Unter Umständen steht bereits die Natur der Streitsache einer unbeschränkten 

Nachprüfung des angefochtenen Entscheids entgegen. Diesfalls ist eine (weitere) 

Einschränkung der Kognition auch ohne gesetzliche Grundlage zulässig und verletzt 

den Gehörsanspruch der Parteien (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) nicht. Namentlich bei der materiellen 

Bewertung von Prüfungsleistungen (Benotung) ist dies der Fall. Das Verwaltungsgericht 

auferlegt sich bei der Überprüfung von Prüfungsleistungen eine gewisse 

Zurückhaltung, indem es nicht ohne Not von den Beurteilungen der Experten abweicht. 

Diese Zurückhaltung wird damit begründet, dass der Rechtsmittelbehörde zumeist 

nicht alle massgeblichen Faktoren der Bewertung bekannt sind und es ihr deshalb 

nicht möglich ist, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen des 

Beschwerdeführers und der Leistungen der übrigen Kandidaten zu machen. Eine freie 

und umfassende Überprüfung der Prüfungsbewertung würde die Gefahr von 

Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlung gegenüber anderen Kandidaten in sich 

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bergen. Überdies haben Prüfungen häufig Spezialgebiete zum Gegenstand, in denen 

die Rechtsmittelbehörde über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt (BGE 131 I 467 E. 

3.1, BGer 2P.44/2007 vom 2. August 2007 E. 2.2, BVGer B-2613/2012 vom 15. März 

2013 E. 2.2, VerwGE B 2017/220 vom 19. März 2018 E. 4). Diese Zurückhaltung ist 

jedoch lediglich bei der an sich freien Überprüfung von Bewertungsfragen zulässig. 

Rügen, die organisatorische bzw. verfahrensrechtliche Gesichtspunkte oder die 

Auslegung und Anwendung von Rechtssätzen betreffen, haben die 

Rechtsmittelinstanzen im Rahmen ihrer Kognition uneingeschränkt zu überprüfen 

(VerwGE B 2017/220 vom 19. März 2018 E. 4, B 2014/151 vom 4. Dezember 2014 

E. 2.2, www.gerichte.sg.ch).

2.2. Strittig ist vorliegend die Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit des 

Beschwerdeführers. Somit liegt ein gestützt auf schulische Leistungsbewertungen 

gefällter Ermessensentscheid vor. Das Verwaltungsgericht setzt sich nach dem 

Gesagten nur insoweit mit den Rügen des Beschwerdeführers auseinander, als dieser 

vorbringt, dass die Notengebung lediglich aus halben und ganzen Noten bestehen 

dürfe und Verfahrensmängel bei der Beurteilung der Arbeit begangen worden seien.

3. Die Vorinstanz gelangte zusammengefasst zum Schluss, dass keine Hinweise auf 

eine krasse Fehleinschätzung bei der Beurteilung der Fachmaturitätsarbeit vorliegen 

würden. Die Anmerkungen der Betreuer würden nicht unangemessen und willkürlich 

erscheinen. Die Kritik an der Arbeit sei angebracht. Die Bewertung der schriftlichen 

Arbeit sei weder in stossender noch unhaltbarer Weise erfolgt. Die Einschätzung der 

zweiten Lehrperson, vorliegend die Prorektorin, teile die Ansichten des Betreuers und 

der Lehrperson. Gegen sie würde auch kein Ausstandsgrund im Sinne von 

Befangenheit vorliegen. Ein Schüler habe sich Kritiken, Entscheidungen oder Rügen 

von Lehrpersonen bzw. der Schulleitung gefallen zu lassen, ohne dass diese dadurch 

für künftige Beurteilungen befangen seien. Indizien einer „ausgeprägten Feindschaft“ 

zwischen der Prorektorin und dem Beschwerdeführer seien weder augenscheinlich 

noch vom Beschwerdeführer substantiiert worden. Das Ausstandsbegehren habe sich 

überdies lediglich auf den Ausschluss von der mündlichen Präsentation bezogen.

4. Dagegen bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass gemäss 

Reglement über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität nur 

http://www.gerichte.sg.ch

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ganze und halbe Noten zulässig seien, so dass die erreichte Note von 3,933 auf eine 4 

aufzurunden sei. Die Vorinstanz habe auf den Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit der 

Fachmittelschulen des Kantons St. Gallen verwiesen. Darin fehle allerdings eine 

Bestimmung, welche mit der Vergabe von Dezimalnoten das Abweichen vom 

Reglement über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität 

erlauben würde. Es sei rechtswidrig, wenn die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz 

die Bestimmungen dieses Leitfadens anwenden würden. Die Bewertung der 

schriftlichen Arbeit mit der Note 3,9 widerspreche dem Reglement. Diese Note sei auf 

die Note 4 aufzurunden und somit sei die Arbeit als genügend zu bewerten. Damit wäre 

er zur mündlichen Präsentation zuzulassen gewesen. Weiter beanstandet der 

Beschwerdeführer, dass gemäss dem Reglement über die Abschlussprüfung der 

Fachmittelschule und die Fachmaturität bei einer Zweitbeurteilung der schriftlichen 

Arbeit durch eine weitere Lehrperson die definitive Note gemeinsam mit der ersten 

Lehrperson festgesetzt werden müsse. Dies sei im vorliegenden Fall nicht erfolgt. 

Zudem sei die Lehrperson, welche die zweite Beurteilung vorgenommen habe, 

befangen. Es handle sich dabei um die Prorektorin und diese habe schon einige 

Entscheide gegen ihn getroffen, ihm unter anderem einen Verweis und Eintrag im 

Zeugnis wegen angeblich unentschuldigten Absenzen gegeben.

5.

5.1. Der Beschwerdeführer besuchte die FMS, Berufsfeld Gesundheit, an der 

Kantonsschule X.__. Er verfügt über den Fachmittelschulausweis vom 8. Juli 2016 und 

machte einen Praxiseinsatz im I.__. Im Rahmen der Abschlussprüfung zur 

Fachmaturität beschäftigte er sich in seiner schriftliche Fachmaturitätsarbeit mit dem 

Thema „Z.__“. Diese Arbeit lehnte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 15. Juni 

2017 aufgrund der erzielten ungenügenden Note 3,9 ab und der Beschwerdeführer 

bestand die Fachmaturität folglich nicht. Dieser Entscheid wurde durch die Vorinstanz 

bestätigt.

Die Beschwerdegegnerin ist eine staatliche Mittelschule, weshalb bei der Prüfung der 

im Raum stehenden Fragen das Mittelschulgesetz sowie die dazugehörige Verordnung 

zu berücksichtigen sind (Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 lit.  c und Art. 4 Abs. 1 lit. a des 

Mittelschulgesetzes; sGS 215.1, MSG). In Art. 34 MSG wird festgehalten, dass die 

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Leistungen der Schülerinnen und Schüler in einem Zeugnis mit Noten bewertet werden. 

Reglemente des Erziehungsrates ordnen Aufnahme, Beförderung, Übertritt und 

Abschlussprüfung (Art. 35 Abs. 1 MSG). Der Mittelschulverordnung (sGS 215.11, MSV) 

ist betreffend die Leistungsbewertung im Zeugnis in Art. 14 Abs. 1 unter anderem zu 

entnehmen, dass halbe Noten zulässig sind. Spezifische Bestimmungen über die 

Abschlussprüfung für die Fachmaturität fehlen sowohl im MSG als auch in der MSV. In 

Anwendung von Art. 35 MSG erliess der Erziehungsrat das Reglement über die 

Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität (https://

www.schule.sg.ch mittelschule/handbuch_mittelschulen/abschlusspruefungen).

Gemäss Art. 26 dieses Reglements wird die Fachmaturität erteilt, wenn ein 

Fachmittelschulausweis im gewählten Berufsfeld vorliegt, die zusätzliche Leistung 

(Praktikum) als genügend und die Fachmaturitätsarbeit wenigstens mit der Note 4 

bewertet wird. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Betreffend die 

vorliegend strittige Fachmaturitätsarbeit finden sich in Art. 25  bis 25  des 

Reglements spezifische Bestimmungen. Allgemein wird für die Erstellung der 

Fachmaturitätsarbeit auf Art. 1 bis 4 des Reglements über die Abschlussprüfung der 

Fachmittelschule und die Fachmaturität über die selbständige Arbeit verwiesen, soweit 

dieses Reglement nichts anderes bestimmt (Art. 25  Abs. 1 des Reglements). Der 

genügend bewertete schriftliche Teil der Fachmaturitätsarbeit zählt zu drei Vierteln für 

die Gesamtnote (Art. 25  Abs. 1 des Reglements). Voraussetzung zur Zulassung an 

die mündliche Präsentation ist ein genügend bewerteter schriftlicher Teil der 

Fachmaturitätsarbeit. Die mündliche Präsentation zählt zu einem Viertel für die 

Gesamtnote (Art. 25 des Reglements). Wird der schriftliche Teil mit einer 

ungenügenden Note bewertet, kann sie einmal in einer von der Rektorin oder dem 

Rektor festgelegten Frist nachgebessert werden. Ein nachgebesserter schriftlicher Teil 

wird höchstens mit der Note 4.0 bewertet. Wird der schriftliche Teil ein zweites Mal mit 

einer ungenügenden Note bewertet, ist die Fachmaturität nicht bestanden (Art. 25

Abs. 2 des Reglements).

5.2. Im vorliegenden Fall wurde die vom Beschwerdeführer verfasste schriftliche 

Fachmaturitätsarbeit zum Thema „Z.__“ ein erstes Mal durch seinen Betreuer bzw. 

seine Lehrperson sowie die Fachperson bzw. seinen Praktikumsbetreuer, den Leiter 

des I.__, kontrolliert und bewertet. Die Bewertung erfolgte mittels des 

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Bewertungsbogens für natur- und geisteswissenschaftlichen Fachmaturitätsarbeit 

gemäss dem „Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit“ des Kantons St. Gallen. Dabei 

werden einerseits das Produkt (u.a. Sprache, Gliederung und Inhalt) sowie der Prozess 

(u.a. Analyseprozess und Engagement) je separat mit Punkten bewertet. Sowohl beim 

Produkt als auch beim Prozess ergibt die erzielte Gesamtpunktzahl danach je einzeln 

eine Note. Das Produkt der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit des Beschwerdeführers 

wurde von der Lehrperson und dem Praktikumsbetreuer mit 49 Punkten bewertet. 

Davon wurden 4 abgezogen, da die Arbeit zu wenig Worte enthielt (2‘854 Wörter 

anstatt 3‘000). Insgesamt erreichte der Beschwerdeführer somit eine 

Produktbeurteilung von 45 Punkten, woraus eine Note von 3,75 (Note = Punktzahl/12) 

resultierte. Bei der Prozessbeurteilung gaben die Lehrperson und der 

Praktikumsbetreuer dem Beschwerdeführer 34 Punkte und eine Note von 3,4 (Note = 

Punktzahl/10). Da die Arbeit als ungenügend eingestuft wurde, erfolgte eine Bewertung 

durch eine zweite Lehrperson, vorliegend durch die Prorektorin. Diese bewertete die 

Arbeit mit 48 Punkten, wovon 4 Punkte wegen zu wenig Worten abgezogen wurden. 

Gestützt auf diese Punktzahl gab sie dem Beschwerdeführer die Note 3,66. Mit 

Verfügung vom 28. April 2017 eröffnete der Rektor dem Beschwerdeführer, dass seine 

Fachmaturitätsarbeit als ungenügend eingestuft werde und er Gelegenheit zur 

Nachbesserung erhalte. Die nachgebesserte Fachmaturitätsarbeit wurde wiederum 

durch die Lehrperson und den Praktikumsbetreuer überprüft und beurteilt. Bei der 

Produktbeurteilung erzielte der Beschwerdeführer 49 Punkte und folglich die Note 4,08. 

Der Prozess wurde mit 35,5 Punkten und mit der Note 3,55 bewertet. Auf den 

Beurteilungsbögen finden sich handschriftliche Bemerkungen. Zudem wurde die 

Punktzahl der ersten und der nachgebesserten Version am 7. Juli 2017 kurz schriftlich 

begründet. Auch die zweite Lehrperson, wiederum die Prorektorin, kontrollierte und 

bewertete die Fachmaturitätsarbeit nochmals. Sie machte darauf aufmerksam, dass im 

Vergleich zur ersten Arbeit eine sprachlich unkorrigierte Fassung als Vorlage 

genommen worden sei. Sie gab dem Beschwerdeführer für das Produkt 47,5 Punkte 

und eine Note von 3,95. Selbst die nachgebesserte schriftliche Fachmaturitätsarbeit 

(Produkt und Prozess) des Beschwerdeführers wurde somit als ungenügend eingestuft.

5.3. Gemäss den Bestimmungen zur selbständigen Arbeit, welche sachgemäss auf die 

Fachmaturität anwendbar sind, wird eine nach der Erstkorrektur ungenügende 

schriftliche Arbeit durch eine zweite Lehrperson bewertet. Die definitive Note wird von 

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beiden bewertenden Lehrpersonen gemeinsam festgesetzt (Art. 2 Abs. 3 des 

Reglements über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität). 

Dieses Vorgehen ist in gleicher Weise auch im „Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit“ des 

Kantons St. Gallen vorgesehen (S. 18). Unbestritten ist, dass nebst der Beurteilung 

durch den Betreuer und den Praktikumsbetreuer eine zweite Beurteilung durch die 

Prorektorin vorgenommen wurde. Den vorliegenden Akten nicht zu entnehmen ist, dass 

die definitive Note - wie im Reglement verlangt - von beiden bewertenden 

Lehrpersonen gemeinsam festgesetzt wurde. Die Erstbeurteilung der Lehrperson und 

dem Praktikumsbetreuer enthält keine Datumsangabe. Die Zweitbeurteilung der 

Prorektorin bezüglich die erste Arbeit erfolgte am 28. April 2017. Gleichentags 

versandte die Beschwerdegegnerin die Verfügung über die ungenügende schriftliche 

Fachmaturitätsarbeit. Bei der Beurteilung der nachgebesserten schriftlichen 

Fachmaturitätsarbeit fehlt sowohl bei der Beurteilung durch die Lehrperson als auch 

bei der zweiten beurteilenden Lehrperson eine Datumsangabe. Die Lehrperson gab 

dem Beschwerdeführer bei der Produktbeurteilung eine 4,08 und beim Prozess eine 

3,55. Die Prorektorin als zweite beurteilende Lehrperson bewertete das Produkt mit 

einer 3,95. Auch bei diesen beiden unterschiedlichen Bewertungen fehlt es 

offensichtlich an einer gemeinsamen Festsetzung der definitiven Note. Die Lehrperson 

nahm am 7. Juli 2017 – erst nach Erlass der Verfügung vom 15. Juni 2017 betreffend 

Nichtbestehen der Fachmaturität – schriftlich zur ersten und zur nachgebesserten 

Version der Fachmaturitätsarbeit Stellung. Dieser Stellungnahme ist weder ein Hinweis 

noch eine Auseinandersetzung mit der Zweitmeinung der Prorektorin zu entnehmen. 

Dass von einer gemeinsamen Beurteilung abgesehen wurde, ergibt sich auch aus der 

tabellarischen Übersicht über den zeitlichen Ablauf des Verfahrens, welche die 

Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 26. Januar 2018 einreichte, sowie der 

Berechnung der Note gemäss der Stellungnahme vom 15. August 2017 (Schnitt von 

3,933 aus den gewichteten Noten 4,1 (50%) und 3,6 (25%)). Nach dem Stand der 

Akten steht damit fest, dass die beiden bewertenden Lehrpersonen nicht gemeinsam 

über die definitive Note nach Art. 2 Abs. 3 des Reglements über die Abschlussprüfung 

der Fachmittelschule und die Fachmaturität entschieden haben. Folglich liegt ein 

Verfahrensmangel vor. Da allerdings selbst mit der höheren Note der betreuenden 

Lehrperson von 4,08 im Durchschnitt eine ungenügende Note von 3,9 resultiert, ist 

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nachfolgend zu prüfen, ob bei der schriftlichen Arbeit lediglich ganze oder halbe Noten 

zu verteilen sind bzw. die Note 3,9 aufzurunden gewesen wäre.

5.4. Die Vorinstanz sowie die Beschwerdegegnerin gehen davon aus, dass die Vergabe 

der Dezimalnoten rechtens sei. Es sei nur die gesamte Fachmaturitätsarbeit (Produkt, 

Arbeitsprozess, Präsentation) mit ganzen und halben Noten zu bewerten. Die 

Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass sie für die Bewertung der 

Fachmaturitätsarbeit den „Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit“ des Kantons St. Gallen 

angewandt habe. In diesem Leitfaden wird unter anderem die Gewichtung der natur- 

und geisteswissenschaftlichen Fachmaturitätsarbeit festgehalten (S. 10). Danach soll 

das Produkt zu 50%, der Arbeitsprozess und die Präsentation je zu 25% gewichtet 

werden. Aus diesen Leistungsteilbereichen ergebe sich die gerundete Schlussnote (S. 

18). Hinsichtlich der vorliegend strittigen Frage, ob die ungenügende schriftliche Arbeit 

mit halben oder ganzen Noten zu bewerten ist, ist dem Leitfaden nichts zu entnehmen. 

Ein Rechenbeispiel der Gewichtung der Fachmaturitätsarbeits-Teile (Produkt, 

Arbeitsprozess, Präsentation) zeigt lediglich, dass die Schlussnote, welche auf 

Viertelnoten beruht, zu runden ist (Schlussnote 4,22 auf die gerundete Note 4,0, S. 18 

des Leitfadens).

5.5. Wie bereits ausgeführt, enthalten die spezifischen Bestimmungen betreffend die 

Fachmaturitätsarbeit (Art. 25  bis 25  des Reglements über die Abschlussprüfung 

der Fachmittelschule und die Fachmaturität) keine Regelungen betreffend die 

Bewertung mit ganzen und halben Noten. Damit sind die Bestimmungen in Art. 1 bis 4 

des Reglements über die selbständige Arbeit sachgemäss anwendbar. Die 

selbständige Arbeit wird mit Noten von 6 bis 1 bewertet. Noten von 6 bis 4 bezeichnen 

genügende, Noten unter 4 ungenügende Leistungen. Es werden nur ganze und halbe 

Noten erteilt (Art. 2 Abs. 2 des Reglements).

5.6. Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführer aufgrund der ungenügenden 

Arbeit im schriftlichen Teil nicht zur mündlichen Präsentation zugelassen. Die zu 

beurteilende Fachmaturitätsarbeit konnte somit nicht abschliessend mit einer 

Schlussnote bewertet werden; es liegen lediglich die Teilnoten in den Bereichen 

„Produkt“ und „Arbeitsprozess“ der schriftlichen Arbeit vor. Insofern konnte beim 

Beschwerdeführer zwar keine Gesamtbeurteilung vorgenommen werden, jedoch wurde 

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der schriftliche Teil abschliessend bewertet. Vorliegend hat die ungenügende 

Bewertung der schriftlichen Arbeit gleichzeitig das Nichtbestehen der Fachmaturität zur 

Folge. Die Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit entspricht demnach einer 

Schlussnote. Bei einer abschliessenden Beurteilung der schriftlichen 

Fachmaturitätsarbeit sind gemäss Art. 25  Abs. 1 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 des 

Reglements über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität 

folglich ganze und halbe Noten zu verteilen (vgl. beispielsweise auch die Regelungen in 

anderen Kantonen, welche ebenfalls nur ganze und halbe Noten zulassen: Leitfaden zu 

Fachmaturitätsarbeit im Kanton Bern Ziff. 5, Richtlinien zur Erlangung der 

Fachmaturität der Kantonsschule Rychenberg und Zürich Birg Ziff. 26, Leitfaden zur 

Fachmaturitätsarbeit Kanton Basel-Landschaft Ziff. 7.3, Leitfaden Fachmaturitätsarbeit 

Bündner Kantonsschule Ziff. 12). Eine konkrete Regelung betreffend Rundung findet 

sich nicht. Der Umstand, dass grundsätzlich mathematisch gerundet wird, erscheint 

indes ohne weiteres als sachgerecht und gegeben (VerwGE B 2017/220 vom 19. März 

2018 E. 7.5, B 2012/89 vom 24. Januar 2013 E. 2.4, www.gerichte.sg.ch). In dem von 

der Beschwerdegegnerin angewandten und von der Vorinstanz rechtens erklärten 

Leitfaden wird die Schlussnote ebenfalls nach den mathematischen Rundungsregeln 

auf- bzw. abgerundet (S. 18). Wie bereits ausgeführt (E. 5.3) hätte im vorliegend 

strittigen Fall die definitive Note zudem von beiden bewertenden Lehrpersonen 

gemeinsam festgesetzt werden müssen. Eine solche definitive Note fehlt jedoch. Die 

betreuende Lehrperson erteilte dem Beschwerdeführer für die nachgebesserte 

schriftliche Fachmaturitätsarbeit für das Produkt die Note 4,08 und für den Prozess die 

Note 3,55. Die vorliegend unbestrittene Gewichtung der beiden Teilleistungsbereiche 

Produkt (50%) und Arbeitsprozess (25%) gemäss dem Leitfaden ergibt eine Note von 

3,93 und somit eine gerundete Schlussnote von 4,0. Zum selben Ergebnis gelangt man 

bei der Berechnung der Note gemäss der Bewertung der zweiten Lehrperson. Sie 

bewertete das Produkt mit 3,95. Zusammen mit der Prozessbewertung der ersten 

Lehrperson mit der Note 3,55 resultiert daraus für die schriftliche Arbeit die Note 3,81, 

welche ebenfalls auf eine Schlussnote von 4,0 aufzurunden ist. Damit gilt die 

schriftliche Fachmaturitätsarbeit als genügend und der Beschwerdeführer erfüllt die 

Voraussetzung zur Zulassung an die mündliche Präsentation.

6. Der Beschwerdeführer verlangt, auf die Durchführung einer mündlichen Präsentation 

zu verzichten. Eine solche Präsentation mache keinen Sinn mehr, nachdem seit der 

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Erstellung der schriftlichen Arbeit mehr als ein Jahr vergangen sei. Dies gelte umso 

mehr, als dass ein Teil der Lehrerschaft und des Erziehungsrates für die Abnahme 

dieser Präsentation wegen Vorbefassung oder Befangenheit nicht mehr in Frage 

kommen würden. Aus diesem Grund habe das Verwaltungsgericht ihm die 

Fachmaturität direkt zu erteilen.

6.1. Wie bereits in den E. 5.1 und 5.6 ausgeführt, besteht die Fachmaturität aus einem 

schriftlichen Teil, welcher zu drei Vierteln für die Gesamtnote zählt, und aus einer 

mündlichen Präsentation, welche einen Viertel der Gesamtnote ausmacht (Art. 25

Abs. 1 und Art. 25  Abs. 2 des Reglements über die Abschlussprüfung der 

Fachmittelschule und die Fachmaturität). Eine abschliessende gerichtliche Beurteilung 

über das Bestehen oder Nichtbestehen der Fachmaturität ist aufgrund der fehlenden 

mündlichen Präsentation entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht möglich. 

Bezüglich einer allfälligen Befangenheit der Teilnehmer an der mündlichen Präsentation 

des Beschwerdeführers kann ebenfalls nicht abschliessend entschieden werden, da 

die Zusammensetzung dieses Gremiums nicht bekannt ist. Hinzuweisen bleibt, dass 

die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, dass eine Befangenheit oder Vorbefassung 

nicht ohne weiteres angenommen werden kann. Befangenheit ist in der Regel zu 

bejahen, wenn eine ausgeprägte Freundschaft oder Feindschaft besteht. Hinsichtlich 

einer allfälligen Vorbefassung einer Person ist entscheidend, dass das Verfahren in 

Bezug auf den konkreten Sachverhalt und die konkret zu entscheidenden 

(Rechts-)Fragen trotz der Vorbefassung als offen erscheinen muss und nicht der 

Anschein der Vorbestimmtheit erweckt werden darf (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 192 f.). 

Allein das persönliche Empfinden einer Partei reicht nicht aus. Vernünftige Gründe 

müssen das Misstrauen in die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit objektiv 

rechtfertigen (vgl. Cavelti/Vögeli, Rz. 191; BGer 2P.170/2000 vom 27. Oktober 2000 E. 

4b/aa, VerwGE B 2013/251 vom 24. März 2015 E. 2.3.2, www.gerichte.sg.ch).

7. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist festzuhalten, dass es sich bei der 

vorliegend strittigen Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit um eine 

Schlussnote handelt. Die Leistung ist in ganzen oder halben Noten zu bewerten. Die 

strittige Note der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit von 3,9 ist auf die genügende Note 

4 aufzurunden und der Beschwerdeführer ist zur mündlichen Präsentation zuzulassen. 

Damit ist die Beschwerde ausser im Antrag auf direkte Erteilung der Fachmaturität 

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begründet. Der Entscheid der Vorinstanz ist demnach aufzuheben und die Beschwerde 

teilweise gutzuheissen. Zufolge des Devolutiveffekts gilt auch die dem Entscheid der 

Vorinstanz zugrundeliegende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. Juni 2017 

als aufgehoben (BGE 134 II 142 E. 4.1, BGer 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 1.2).

8. Bei diesem Verfahrensausgang - Obsiegen des Beschwerdeführers in der 

Hauptsache und Unterliegen betreffend der direkten Erteilung der Fachmaturität - sind 

die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu vier Fünfteln der 

Beschwerdegegnerin und zu einem Fünftel dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 95 Abs.1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 ist angemessen (Art. 7 

Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenanteil des 

Beschwerdeführers von CHF 300 ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von 

CHF 1‘500 zu verrechnen. Der Restbetrag von CHF 1‘200 ist ihm zurückzuerstatten. 

Auf die Erhebung des Kostenanteils der Beschwerdegegnerin von CHF 1‘200 ist zu 

verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

8.1. Neu zu verlegen sind auch die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens, wobei 

diese Kostenverlegung in der Regel in Bezug auf die Beteiligten und deren Anteile 

analog dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vorgenommen wird (vgl. R. Hirt, Die 

Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. 

St. Gallen 2004, S. 103). Die Kosten des Rekursverfahrens von CHF 1‘400 werden 

darum dem Beschwerdeführer zu einem Fünftel und der Beschwerdegegnerin zu vier 

Fünfteln auferlegt. Der Kostenanteil des Beschwerdeführers von CHF 280 wird mit dem 

geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1‘000 verrechnet; der Restbetrag von CHF 720 

hat die Vorinstanz ihm zurückzuerstatten. Auf die Erhebung des Kostenanteils der 

Beschwerdegegnerin von CHF 1‘120 ist zu verzichten.

8.2. Nachdem der Beschwerdeführer zumindest im Grundsatz obsiegt hat, stellt sich 

die Frage der ausseramtlichen Entschädigung für das Beschwerdeverfahren. 

Voraussetzung für die Zusprache einer solchen Entschädigung ist ein Antrag (vgl. Hirt, 

a.a.O., S. 149). Der Beschwerdeführer stellte in seiner Beschwerde vom 5. März 2018 

einen entsprechenden Antrag. Mit Schreiben vom 9. März 2018 teilte der Präsident des 

Verwaltungsgerichts dem Vertreter mit, dass er nicht als berufsmässiger Vertreter gelte. 

Daraufhin hielt der Vertreter im Schreiben vom 13. März 2018 fest, dass er den 

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Beschwerdeführer unentgeltlich vertrete. Zu prüfen bleibt damit, ob dem 

Beschwerdeführer eine Umtriebsentschädigung zusteht.

Im Sinne von Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP mit Verweis auf die Vorschriften des 

Zivilprozessgesetzes zählen zu den amtlichen Kosten entweder die Auslagen für die 

Vertretung, soweit sie der Interessenwahrung dienen, oder die Reiseauslagen und eine 

angemessene Entschädigung des Zeitaufwandes, wenn der betreffende Beteiligte zum 

Erscheinen vor dem Richter verpflichtet ist oder die Sache selbst führt (Cavelti/Vögeli, 

a.a.O., Rz. 819). Das bedeutet, dass eine ausseramtliche Entschädigung maximal in 

dieser Höhe geltend gemacht werden kann, die auch vom betreffenden Beteiligten 

selbst beansprucht werden könnte. Allerdings stellt sich im Grundsatz die Frage, ob 

überhaupt ein Entschädigungsanspruch besteht, da dem Beteiligten keine 

Vertretungskosten erwachsen sind, weshalb nur mit guten Gründen eine 

Entschädigung von nachgewiesenen Auslagen erfolgen könnte (vgl. Cavelti/Vögeli, 

a.a.O., Rz. 842). Der Beschwerdeführer begründet keine zu entschädigenden Auslagen, 

weshalb von einer Umtriebsentschädigung abzusehen ist (vgl. VerwGE K 2014/2 vom 

25. Februar 2016 E. 4, B 2013/178 vom 12. Februar 2014 E. 4 und 5, 

www.gerichte.sg.ch).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid der Vorinstanz vom 

15. Februar 2018 aufgehoben.

2. Die schriftliche Fachmaturitätsarbeit des Beschwerdeführers wird mit der Note 4.0 

bewertet und der Beschwerdeführer ist zur mündlichen Präsentation zuzulassen.

3.1. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1‘500 tragen der 

Beschwerdeführer zu einem Fünftel und die Beschwerdegegnerin zu vier Fünfteln. Der 

Kostenanteil des Beschwerdeführers von CHF 300 wird mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss von CHF 1‘500 verrechnet; der Restbetrag von CHF 1‘200 wird ihm 

zurückerstattet. Auf die Erhebung des Kostenanteils der Beschwerdegegnerin von 

CHF 1‘200 wird verzichtet.

ter

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3.2. Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von CHF 1‘400 tragen der 

Beschwerdeführer zu einem Fünftel und die Beschwerdegegnerin zu vier Fünfteln. Der 

Kostenanteil des Beschwerdeführers von CHF 280 wird mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss von CHF 1‘000 verrechnet; den Restbetrag von CHF 720 erstattet 

ihm die Vorinstanz zurück. Auf die Erhebung des Kostenanteils der 

Beschwerdegegnerin von CHF 1‘120 wird verzichtet.

4. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Der Abteilungspräsident                Die Gerichtsschreiberin

Eugster                                          Schambeck

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 26.06.2018
	Schulrecht. Nichtbestehen Fachmaturität. Benotung schriftliche Fachmaturitätsarbeit mit ganzen und halben Noten. Voraussetzung zur Zulassung an die mündliche Präsentation ist ein genügend bewerteter schriftlicher Teil der Fachmaturitätsarbeit. Bei der vorliegend strittigen Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit mit der Note 3,9 handelt es sich um eine Schlussnote. Die Leistung ist in ganzen oder halben Noten zu bewerten (Art. 2 Abs. 2 des Reglements über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität). Die strittige Note der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit von 3,9 ist auf die genügende Note 4 aufzurunden und der Beschwerdeführer ist zur mündlichen Präsentation zuzulassen (Verwaltungsgericht, B 2018/65).

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