# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07d4a953-4087-591b-807d-b0ed6f331ccf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 02.11.2022 B 2022/111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2022-111_2022-11-02.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2022/111

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 10.01.2023

Entscheiddatum: 02.11.2022

Entscheid Verwaltungsgericht, 02.11.2022
Steuerrecht. Steuerobjekt der vorliegend zu beurteilenden Besteuerung 
nach Art. 72 Abs. 1 lit. c StG bildet hauptsächlich der Gewinn aus der 
Veräusserung einer Immobilie, welcher der Beschwerdeführerin als 
Gesellschafterin einer einfachen Gesellschaft teilweise zufloss. Für die 
Besteuerung massgebend ist der Wertzuwachsgewinn, der sich aus der 
Differenz zwischen dem Veräusserungserlös und dem Anlagewert bzw. den 
Anschaffungskosten ergibt (Verwaltungsgericht, B 2022/111). Die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 
26. Juli 2023 abgewiesen (Verfahren 9C_10/2023).

Entscheid vom 2. November 2022

Besetzung

Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Geertsen

Verfahrensbeteiligte

X.__ AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch CASU Schläpfer & Partner GmbH, Kantonsstrasse 9, Postfach 114, 

8864 Reichenburg,

gegen

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St.Galler Gerichte

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Gegenstand

Kantonssteuern aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2014

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

Die X.__ AG mit Sitz in A.__, Kanton G.__, verfolgte gemäss Handelsregisterauszug bis 

zum .__ 201_ (Datum des Tagebucheintrags der Statutenänderung) folgenden Zweck: 

Beratung und Optimierung in sämtlichen Bau- und Liegenschaftenfragen bezüglich 

Planung, Finanzierung, Ausführung und Bewirtschaftung; Ausführung der geplanten, 

projektierten und optimierten Baumassnahmen gesamthaft oder in Teilen als Total- 

oder Generalunternehmerin oder im Auftrag auf Abrechnung; vollständige 

Zweckumschreibung gemäss Statuten. Als einziges Mitglied des Verwaltungsrates 

amtet R.__ (<www.zefix.admin.ch>; abgerufen am 27. September 2022).

A.a. 

Das Steueramt des Kantons St. Gallen teilte der X.__ AG am 7. August 2018 mit, 

aufgrund einer internen steueramtlichen Meldung habe es erfahren, dass sie sich an 

der Finanzierung des Erwerbs der Immobilie H.__-strasse 00__, Y.__, durch die 

Q.__ AG beteiligt habe (siehe hierzu die Vereinbarung «Projektentwicklung B.__» vom 

22. April 2010, act. G 3.5). Im 2014 sei der X.__ AG einerseits das (ursprüngliche) 

Darlehen (über CHF 2'000'000, vgl. lit. H des Schreibens der X.__ AG vom 31. März 

A.b. 

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B.

Gegen den Einspracheentscheid vom 31. März 2021 erhob die X.__ AG am 10. Mai 

2021 Rekurs und beantragte darin dessen Aufhebung sowie eine neuerliche 

Veranlagung der Kantonssteuern gemäss der von ihr vertretenen Sichtweise (act. 

G 6.1). Die Verwaltungsrekurskommission wies den Rekurs mit Entscheid vom 25. April 

2022, I/1-2021/64, ab und auferlegte die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von 

CHF 1'000 der X.__ AG (act. G 9.8).

2020 in act. G 9.6.7) zurückbezahlt und ihr ein Verkaufsgewinn zugewiesen worden 

(zum Kaufvertrag vom 24. Dezember 2014 siehe act. G 9.6.7). Andererseits habe sie 

auch an den in der Q.__ AG vereinnahmten Mietzinsen dieser Immobilie partizipiert. Vor 

diesem Hintergrund ersuchte das Steueramt die X.__ AG für die Abklärung ihrer 

Steuerpflicht im Kanton St. Gallen um Einreichung verschiedener Unterlagen (siehe 

hierzu sowie zu den Mahnschreiben vom 6. Dezember 2018 und vom 19. November 

2019 act. G 9.6.7). Am 31. März 2020 reichte die X.__ AG verschiedene Dokumente ein 

und stellte sich auf den Standpunkt, dass im Kanton St. Gallen keine sekundäre 

Steuerpflicht bestehe (act. G 9.6.7). Das Steueramt des Kantons St. Gallen stellte mit 

Verfügung vom 15. September 2020 fest, dass die X.__ AG grundsätzlich seit dem 

22. April 2010 (Datum der Unterzeichnung der Vereinbarung «Projektentwicklung B.__», 

enthalten in act. G 9.6.7) bzw. per 1. Januar 2010 (Beginn der entsprechenden 

Steuerperiode) aufgrund der wirtschaftlichen Zugehörigkeit im Kanton St. Gallen der 

(beschränkten) Steuerpflicht unterliege. Aufgrund der Verjährungsfristen beginne die 

Steuerpflicht erst per 1. Januar 2013. Nachdem die Liegenschaft H.__-strasse 00__, 

Y.__, veräussert worden bzw. das «Projekt B.__» handelsrechtlich im 2014 

erfolgswirksam realisiert worden sei, ende die (beschränkte) Steuerpflicht der X.__ AG 

im Kanton St. Gallen per 31. Dezember 2014. Der Erfolg aus dem «Projekt B.__» sei 

objektmässig dem Kanton St. Gallen zuzuweisen (act. G 3.8). Die dagegen am 

21. Oktober 2020 erhobene Einsprache wies das Steueramt ab (Einspracheentscheid 

vom 13. November 2020, act. G 3.4).

In der definitiven Veranlagungsverfügung vom 20. Januar 2021 setzte das Steueramt 

des Kantons St. Gallen die von der X.__ AG zu entrichtenden Kantonssteuern für das 

Jahr 2014 gestützt auf einen ermittelten steuerbaren Reingewinn von CHF 731'300 und 

ein steuerbares Eigenkapital von CHF 210'000 auf CHF 91'869.55 fest (act. G 3.18). Die 

X.__ AG erhob dagegen am 25. Februar 2021 Einsprache (act. G 9.6.6), die das 

Steueramt des Kantons St. Gallen abwies (Einspracheentscheid vom 31. März 2021, 

act. G 9.6.8).

A.c. 

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C.  

Die X.__ AG (Beschwerdeführerin) erhob am 13. Juni 2022 Beschwerde gegen den 

Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 25. April 2022. Sie beantragte, der 

angefochtene Entscheid sei aufzuheben und sie sei im Sinn der 

Beschwerdebegründung für die Steuerperiode 2014 neu zu veranlagen; unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. In der Beschwerdebegründung vertrat sie im Wesentlichen 

die Auffassung, sie unterliege zwar infolge wirtschaftlicher Zugehörigkeit zum Kanton 

St. Gallen der beschränkten Steuerpflicht. Dieser sei deshalb nachträglich berechtigt, 

den im Geschäftsjahr 2014 realisierten Buchgewinn aus dem «Projekt B.__» 

objektmässig zu besteuern. Der Beschwerdegegner habe jedoch verfahrensrechtliche 

Pflichten (explizit genannt: Art. 176 und Art. 166 des Steuergesetzes [StG; sGS 811.1] 

betreffend Durchführung der Veranlagung und Beweisabnahme) missachtet, zumal ihm 

die Vereinbarung vom 22. April 2010 bereits von der Q.__ AG im Rahmen von deren 

Steuerdeklaration 2010 zur Kenntnis gebracht worden sei. Sie (die Beschwerdeführerin) 

hätte daher schon ab der Steuerperiode 2010 aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit 

zum Kanton St. Gallen der beschränkten Steuerpflicht unterlegen. Allein schon der 

grobe Verstoss gegen Art. 166 StG rechtfertige die Kosten- und Entschädigungsfolgen 

dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Im Rahmen des «Projekts B.__» sei mit 

Vereinbarung zwischen der «Z.__ AG» (gemäss Handelsregister wohl: Z1.__ AG) und 

der Q.__ AG vom 16. März 2010 (act. G 3.13) zugunsten der federführenden «Z.__ AG» 

ein jährlicher Zins von 8 % auf deren Einlage vereinbart worden. In Kenntnis dieser 

vertraglichen Bestimmung hätte sie, die Beschwerdeführerin, gegenüber der einfachen 

Gesellschaft «Projekt B.__» eine prozentual gleichwertige Nachbesserung von Ziff. 1.4 

der Vereinbarung vom 22. April 2010 verlangt. Diese Zinskomponente hätte das 

Nettoergebnis des «Projekts B.__» belastet. Dass es dazu nicht gekommen sei, liege 

einzig in der Verletzung der Verfahrenspflichten durch den Beschwerdegegner 

begründet. Unter Berücksichtigung der Verzinsung der aus Eigenmitteln finanzierten 

Einlage von CHF 2'000'000 resultiere aus dem «Projekt B.__» kein steuerbares 

Ergebnis im Kanton St. Gallen (anrechenbarer Verlust von insgesamt CHF 210'101). Bei 

Anrechnung der jährlichen Verzinsung der Kapitaleinlage für das Geschäftsjahr 2014 im 

Betrag von insgesamt CHF 246'316.30 werde ein Nettoergebnis vorab der 

anrechenbaren Steuerlasten von rund CHF 36'200 dem Kanton St. Gallen zur 

ausschliesslichen Besteuerung zugeführt. Ausserdem rügte die Beschwerdeführerin 

eine interkantonale Doppelbesteuerung (act. G 1).

C.a. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Anfechtungsobjekt bildet der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 

25. April 2022, I/1-2021/64, betreffend die Kantonssteuern aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2014 (act. G 9.8). Das Verwaltungsgericht ist 

zum Entscheid in der Sache zuständig. Als Steuerpflichtige, deren Begehren mit dem 

angefochtenen Entscheid abgewiesen wurde, ist die Beschwerdeführerin zur 

Beschwerdeerhebung befugt (Art. 196 Abs. 1 StG). Die 30tägige Beschwerdefrist 

(Art. 196 Abs. 1 StG) wurde mit der am 13. Juni 2022 erhobenen Beschwerde gegen 

den am 6. Mai 2022 versandten und am 13. Mai 2022 zugestellten Entscheid (vgl. act. 

G 3.3) gewahrt. Diese erfüllt zudem formell und inhaltlich die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 161 StG i.V.m. Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Wie die Vorinstanz bereits zutreffend darlegte (E. 2 des angefochtenen Entscheids, act. 

G 9.8), wurde mit dem Einspracheentscheid vom 13. November 2020 rechtskräftig 

festgestellt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit zum 

Kanton St. Gallen (beschränkt) für den Gewinn aus dem «Projekt B.__» steuerpflichtig 

ist. Gegenstand des vorinstanzlichen sowie des vorliegenden Verfahrens bildet nur 

noch die Frage nach der Höhe der daraus resultierenden Kantonssteuern aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2014.

Sowohl die Vorinstanz (act. G 8) als auch der Beschwerdegegner (act. G 11) 

verzichteten auf eine Vernehmlassung.

C.b. 

Juristische Personen mit Sitz und tatsächlicher Verwaltung ausserhalb des Kantons 

sind aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, u.a. wenn sie an 

Grundstücken im Kanton Eigentum, dingliche Rechte oder diesen wirtschaftlich 

gleichkommende persönliche Nutzungsrechte haben (Art. 72 Abs. 1 lit. c StG). Bei 

wirtschaftlicher Zugehörigkeit beschränkt sich die Steuerpflicht auf die Teile des 

Gewinns und des Kapitals, für die gemäss Art. 72 StG eine Steuerpflicht im Kanton 

besteht (Art. 73 Abs. 2 StG). Die Abgrenzung der Steuerpflicht für u.a. Grundstücke 

erfolgt im Verhältnis zu andern Kantonen und zum Ausland nach den Grundsätzen des 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/8

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Bundesrechts über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 74 Abs. 1 

StG). Steuerobjekt der vorliegend zu beurteilenden Besteuerung nach Art. 72 Abs. 1 

lit. c StG bildet hauptsächlich der Gewinn, der im Jahr 2014 aus der Veräusserung der 

Immobilie H.__-strasse 00__ realisiert wurde und der Beschwerdeführerin als 

Gesellschafterin einer einfachen Gesellschaft teilweise zufloss. Für die Besteuerung 

massgebend ist der Wertzuwachsgewinn. Dieser ergibt sich aus der Differenz zwischen 

dem Veräusserungserlös und dem Anlagewert bzw. den Anschaffungskosten 

(Kaufpreis plus wertvermehrende Aufwendungen; Höhn/Mäusli, Interkantonales 

Steuerrecht, 4. Auflage, 2000, § 28 N 11 und N 39; vgl. auch M. Oertle, in: Zweifel/

Beusch/de Vries Rilingh [Hrsg.], Basler Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 

Interkantonales Steuerrecht, 2. Auflage, 2021, § 33 N 57).

Zunächst rügt die Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner habe bei der Prüfung 

der Steuerdeklaration 2010 durch die Q.__ AG verfahrensrechtliche Pflichten verletzt. 

Denn schon damals sei ihm die Vereinbarung vom 22. April 2010 vorgelegen. Diese 

hätte von ihm materiell fundiert geprüft und als Gesellschaftervertrag im Sinn von 

Art. 530 ff. des Obligationenrechts (OR; SR 220) qualifiziert werden müssen (act. G 1, 

S. 3). Aus diesem Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin schon deshalb nichts zu 

ihren Gunsten abzuleiten, weil sie im Verfahren der Veranlagung der Steuern der 

Q.__ AG nicht Partei oder sonstwie daran beteiligt war. Sie legt weder dar noch ist 

ersichtlich, dass die von ihr im dortigen Verfahren behauptete Pflichtverletzung des 

Beschwerdegegners ihre Stellung als im Kanton St. Gallen (beschränkt) 

Steuerpflichtige rechtswirksam betroffen hätte. Irgendwie geartete Aufklärungs- oder 

Beratungspflichten in Bezug auf die zivilrechtliche Basis für eine die 

Beschwerdeführerin betreffende Steuerpflicht oblagen dem Beschwerdegegner 

überdies offenkundig nicht. Unter diesen Umständen durfte sowohl der 

Beschwerdegegner als auch die Vorinstanz im Einklang mit den von der 

Beschwerdeführerin angerufenen Art. 166 Abs. 1 oder Art. 176 StG (act. G 1, S. 3 f.) 

jedenfalls auf weitere Abklärungen verzichten und es kann offenbleiben, ob die das 

Veranlagungsverfahren der Q.__ AG beschlagenden Vorwürfe zutreffen.

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/8

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3.

Was die von der Beschwerdeführerin gerügte interkantonale Doppelbesteuerung 

anbelangt (act. G 1, S. 6), so haben sowohl der Beschwerdegegner (act. G 9.6.8, S. 4) 

als auch die Vorinstanz (act. G 9.8, E. 2d) zu Recht auf die zur Erschöpfung der 

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, sie hätte bei früherer Kenntnis des 

Zinsanspruchs der «Z.__ AG» in Abänderung der Ziffer 1.4 der Vereinbarung vom 

22. April 2010 «mit gehörigem Nachdruck» gegenüber der einfachen Gesellschaft 

«Projekt B.__» eine Verzinsung ihrer Einlage geltend gemacht und durchgesetzt (act. 

G 1, S. 5).

2.3. 

Vorab ist festzuhalten, dass keinerlei rechtsgenügliche Hinweise auf einen 

Kausalzusammenhang zwischen der von der Beschwerdeführerin gerügten 

Verfahrenspflichtverletzung und der unterbliebenen Vereinbarung eines Zinsanspruchs 

bestehen. Denn der Beschwerdeführerin wäre es bereits vor dem Abschluss der 

Vereinbarung vom 22. April 2010 und unabhängig von der Qualifikation als einfache 

Gesellschaft im Rahmen der Vertragsverhandlungen freigestanden, sich über allfällige 

anderen Geschäftspartnern von der Q.__ AG gewährte Zinsansprüche zu informieren 

oder wenigstens diesbezüglich eine Meistbegünstigungsklausel zu vereinbaren, zumal 

sie gemäss ihrer Darstellung eine starke Verhandlungsmacht besass (siehe hierzu 

vorstehende E. 2.3). Sie unterliess solche Vorkehrungen und offenbar wurde im 

Rahmen der Vertragsverhandlungen zur Vereinbarung vom 22. April 2010 ein 

Zinsanspruch nicht thematisiert. Diese Umstände sprechen dafür, dass es sich beim 

Zinsanspruch um einen aus der Sicht der Beschwerdeführerin für den Vertragsschluss 

nicht wesentlichen Gesichtspunkt handelte und sie unbekümmert um allfällige 

Zinsansprüche der weiteren Beteiligten die Vereinbarung schloss. Ihre Ausführungen 

zur Durchsetzung eines nachträglichen Zinsanspruchs – deren rechtliche Aussichten 

ohnehin fraglich wären – scheinen denn auch ausschliesslich auf nachträglichen 

steuerrechtlichen Motiven zu beruhen.

2.3.1. 

Die unter Ausblendung des Zinsaspekts vom Beschwerdegegner vorgenommene 

Berechnung der Kantonssteuern aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2014 ist – wie bereits im Rekursverfahren (E. 2c des angefochtenen 

Entscheids, act. G 9.8) – an sich unbestritten geblieben, weshalb auf die 

entsprechende schlüssig begründete Veranlagungsberechnung verwiesen werden kann 

(act. G 3.18).

2.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/8

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ordentlichen Rechtsmittel gegen die Entscheide des zweitveranlagenden Kantons 

alternative Möglichkeit eines Revisionsgesuchs im erstveranlagenden Kanton G.__ 

hingewiesen (zur interkantonalen Doppelbesteuerung als allfälliger Revisionsgrund 

siehe das Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juni 2022, 2C_673/2021, E. 5.1; siehe 

zum Revisionsanspruch bei Konstellationen interkantonaler Doppelbesteuerung 

M. E. Looser, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Bundesgesetz über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Auflage, 2017, Art. 51 N 24e).

4.

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

für den Ausgang des Veranlagungs-, Einsprache-, Rekurs- sowie 

Beschwerdeverfahrens relevante Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften, die 

eine andere Verteilung der amtlichen Kosten zu begründen vermag (Art. 95 Abs. 2 

VRP), ist zu verneinen (siehe vorstehende E. 2.2 f.). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 2'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). 

Der von der Beschwerdeführerin im gleichen Umfang geleistete Kostenvorschuss ist ihr 

daran vollumfänglich anzurechnen. Ausseramtliche Kosten sind bei diesem Ausgang 

nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die amtlichen Kosten von CHF 2'000 werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Der 

von ihr geleistete Kostenvorschuss von CHF 2'000 wird ihr daran vollumfänglich 

angerechnet.

3.

Es werden keine ausseramtlichen Kosten entschädigt.

 

 

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