# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe069e78-9180-55b6-8702-2316a5d648b4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.08.2008 C-1002/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1002-2007_2008-08-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1002/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Blaise Vuille, 
Richter Andreas Trommer, 
Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger.

1. N._______,
2. B._______,
beide vertreten durch Fürsprecher Nicolas De Cet,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Einreisebewilligung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1002/2007

Sachverhalt:

A.
Der  1986  geborene  mazedonische  Staatsangehörige  B._______ 
(nachfolgend: Gesuchsteller bzw. Beschwerdeführer 2) beantragte am 
22. November 2006 bei der Schweizer Botschaft  in Skopje die Ertei-
lung eines Einreisevisums für einen dreimonatigen Besuchsaufenthalt 
bei  seinem  Onkel  N._______  (nachfolgend:  Gastgeber  bzw. 
Beschwerdeführer  1).  Nach  formloser  Verweigerung  übermittelte  die 
Vertretung das Gesuch der Vorinstanz zum Entscheid.

B.
Nachdem die zuständige Behörde der Stadt Biel (Fremdenpolizei der 
Stadt  Biel,  Abteilung  Bevölkerung)  beim  Gastgeber  zusätzliche 
Abklärungen vorgenommen hatte, wies die Vorinstanz das Gesuch um 
Bewilligung der  Einreise  mit  Verfügung  vom 8. Januar  2007 ab. Zur 
Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die Wiederausreise 
des Gesuchstellers aufgrund der wirtschaftlichen und soziokulturellen 
Verhältnisse  in  Mazedonien  nicht  als  gesichert  angesehen  werden 
könne.  Dem  Gesuchsteller  würden  in  seinem  Herkunftsland  zudem 
keine  zwingenden  beruflichen  oder  familiären  Verpflichtungen  oblie-
gen,  welche  Gewähr  für  eine  fristgerechte  Wiederausreise  bieten 
könnten.

C.
Mit  am  7. Februar  2007  beim  Bundesverwaltungsgericht  erhobener 
Beschwerde beantragen die Beschwerdeführer 1 und 2 die Aufhebung 
der Verfügung vom 8. Januar 2007 sowie die Rückweisung der Streit-
sache an die Vorinstanz zwecks Erteilung einer Besuchsaufenthaltsbe-
willigung zugunsten des  Beschwerdeführers 2. Als  Begründung brin-
gen sie im Wesentlichen vor, der Beschwerdeführer 1 habe alle für den 
Aufenthalt  des  Beschwerdeführers 2  in  der  Schweiz  notwendigen 
Garantien geleistet und im Weiteren auch die Zusicherung abgegeben, 
er  werde  sich  dafür  einsetzen,  dass  sein  Neffe  die  Schweiz  nach 
einem bewilligten Aufenthalt  wieder verlassen werde. Weiter  machen 
sie  geltend,  die  Vorinstanz  habe  zu  Unrecht  dem  Umstand  nicht 
Rechnung getragen,  dass  der  Beschwerdeführer  1  bereits  mehrfach 
Freunde und Verwandte aus Mazedonien zu Besuch empfangen habe 
und diese Personen jeweils fristgerecht wieder ausgereist seien.

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D.
In ihrer Vernehmlassung vom 2. April 2007 spricht sich die Vorinstanz 
unter Erläuterung der bereits erwähnten Gründe für die Abweisung der 
Beschwerde  aus. Der  Gesuchsteller  stamme aus  einer  Region,  aus 
der als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen und soziokulturel-
len  Verhältnisse  der  Zuwanderungsdruck  anhaltend  stark  sei.  Der 
Gesuchsteller sei zudem jung, ledig und ohne besondere  berufliche, 
familiäre oder gesellschaftliche Verpflichtungen im Herkunftsland, die 
für eine anstandslose und fristgerechte Wiederausreise Gewähr bieten 
könnten.

E.
Mit verfahrensleitender Anordnung vom 11. April 2007 wurde den Be-
schwerdeführern  die  Möglichkeit  gewährt,  zur  Vernehmlassung  der 
Vorinstanz Stellung zu nehmen. Mit Replik vom 18. April 2007 verzich-
teten die Beschwerdeführer auf das Vorbringen weiterer Argumente.

F.
Auf den weiteren Akteninhalt wird – soweit rechtserheblich – in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
– unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG genannten  Ausnahmen  – Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genann-
ten Behörden. Dazu gehört auch das BFM, das mit der in Frage ste-
henden  Verweigerung  der  Einreisebewilligung  eine  Verfügung  im er-
wähnten Sinne und daher ein zulässiges Anfechtungsobjekt erlassen 
hat. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesver-
waltungsgericht entscheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bun-
desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Gemäss Artikel 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG,  sofern  das  Gesetz  nichts 
anderes bestimmt.

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1.3 Die Beschwerdeführer sind gemäss Art. 48 VwVG zur Beschwerde 
legitimiert; auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten (Art. 49 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  – die  Unangemessenheit  gerügt 
werden  (Art. 49  VwVG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet  im 
Beschwerdeverfahren das  Bundesrecht  von Amtes wegen an. Es  ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden  und  kann  die  Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den 
geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend 
ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. 
E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 
vom  28. März  2003,  sowie  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-135/2006 vom 20. Dezember 2007, E. 2 mit weiteren Hinweisen).

3.
Am 1. Januar 2008 traten das neue Bundesgesetz vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie 
die dazu gehörigen Ausführungsverordnungen in Kraft (u.a. die Verord-
nung vom 24. Oktober  2007 über  das Einreise-  und Visumverfahren 
[VEV, SR 142.204]). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, 
die vor dem Inkrafttreten des AuG eingereicht worden sind, das bishe-
rige Recht anwendbar. Das Gesuch, auf welches sich die angefochte-
ne  Verfügung  bezieht,  erging  vor  dem  Inkrafttreten  des  AuG.  Die 
materielle  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  erfolgt  somit 
nach der altrechtlichen Regelung. Massgebend sind daher insbeson-
dere das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Nie-
derlassung der Ausländer (aANAG, BS 1 121, zum vollständigen Quel-
lennachweis  vgl. Ziff. I  des  Anhangs zum AuG) und die  Verordnung 
vom 14. Januar 1998 über die Einreise und Anmeldung von Auslände-
rinnen und Ausländern (aVEA, AS 1998 194, zum vollständigen Quel-
lennachweis vgl. Art. 39 VEV).

4.
Ausländer und Ausländerinnen sind zur Anwesenheit  in der Schweiz 
berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung 

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haben  oder  keiner  solchen  bedürfen  (Art.  1a  aANAG).  Gewisse 
Gruppen  von  Ausländerinnen  und  Ausländern  benötigen  für  die 
Einreise in die Schweiz ein Visum (vgl. Art. 3 ff. aVEA).

4.1 Für die Erteilung von Einreisevisa ist das BFM zuständig (Art. 18 
aVEA),  welches  im  Rahmen  der  gesetzlichen  Vorschriften  und  der 
Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen entscheidet (Art. 4 
und Art. 16 Abs. 1 aANAG, Art. 9 aVEA). Das schweizerische Recht 
räumt  somit  weder  ein  allgemeines  Recht  auf  Einreise  noch  einen 
Anspruch auf Erteilung eines Visums ein (vgl. PETER UEBERSAX, Einreise 
und  Anwesenheit  in:  Peter  Uebersax/Peter  Münch/Thomas 
Geiser/Martin  Arnold  (Hrsg.),  Ausländerrecht,  Ausländerinnen  und 
Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht,  Steuerrecht und Sozial-
recht der Schweiz, Basel/Genf/München 2002, Rz. 5.28). Dem behörd-
lichen Ermessen steht deshalb im Falle der Erteilung einer Einreisebe-
willigung  ein  weiterer  Spielraum  offen  als  beispielsweise  bei  der 
Verlängerung  einer  allmählich  den  Vertrauensschutz  verfestigenden 
Anwesenheitserlaubnis.  Dies  gilt  namentlich  für  die  Beurteilung  von 
Einreisegesuchen für touristische bzw. besuchsweise Aufenthalte von 
bis zu drei Monaten, die bewilligungsfrei sind, aber der Visumspflicht 
unterliegen  (vgl.  Art.  2  Abs.  1  aANAG  i.V.m.  den  massgeblichen 
Visumsbestimmungen).

4.2 Ein Einreisevisum wird verweigert, wenn die in Art. 1 aVEA aufge-
führten Voraussetzungen nicht erfüllt  sind (vgl. Art. 14 Abs. 1 aVEA). 
Insbesondere  müssen  Gesuchstellerinnen  und  Gesuchsteller,  die  in 
die  Schweiz  reisen  möchten,  Gewähr  bieten,  dass  sie  fristgerecht 
wieder ausreisen werden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c aVEA).

5.
Zwischen  der  Schweiz  und  Mazedonien  besteht  kein  Staatsvertrag, 
welcher dem Gesuchsteller einen Anspruch auf Einreise und Aufent-
halt  in  der  Schweiz  vermitteln  würde. Er  unterliegt  den  allgemeinen 
Einreisevoraussetzungen (vgl. Art. 1–5 aVEA), namentlich der Visums-
pflicht, da mazedonische Staatsangehörige davon nicht befreit sind.

6.
Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss ein 
zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der Regel 
keine  gesicherten  Feststellungen,  sondern  lediglich  Voraussagen 
machen. Dabei  rechtfertigt  es  sich,  Einreisegesuchen  von  Personen 
aus Staaten mit politisch oder wirtschaftlich vergleichsweise ungünsti-

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gen Verhältnissen mit einer gewissen Zurückhaltung zu begegnen, da 
die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht mit dem 
Ziel  und  Zweck  einer  zeitlich  befristeten  Einreisebewilligung  in 
Einklang  steht.  Es  sind  dabei  jedoch  auch  die  Umstände  des 
konkreten Einzelfalls zu würdigen. Insbesondere ist zu überprüfen, ob 
die Vorinstanz unter  Berücksichtigung der Verhältnisse im Herkunfts-
land  des  Gesuchstellers  und  seiner  persönlichen  Lebensumstände 
einen ermessensfehlerfreien Entscheid getroffen hat.

6.1 Die wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen in Mazedo-
nien  gestalten  sich  für  breite  Bevölkerungsschichten  nach  wie  vor 
schwierig.  Obschon  das  Wirtschaftswachstum  seit  dem  Krisenjahr 
2001 kontinuierlich gesteigert werden konnte, lag die offizielle Arbeits-
losenquote  mit  34.8 %  im  Jahre  2007  im  europäischen  Vergleich 
weiterhin  überdurchschnittlich  hoch  (Quelle:  U.S.  Departement  of 
State, <http://www.state.gov  >, Countries > Background Notes > Mace-
donia,  Stand: April  2008,  besucht  am 25. Juli  2008). Trotz grösserer 
Arbeitsmarktdynamik  reichen  die   geschaffenen  Arbeitsstellen  nicht, 
um eine  merkliche  Reduktion  der  Arbeitslosenquote  herbeizuführen, 
welche eine der höchsten sowohl in Osteuropa als auch in der Balkan-
region  darstellt  (Quellen:  Weltbank,  <http://www.worldbank.org  >, 
Countries  >  FYR of  Macedonia  >  Country  Brief,  Stand:  April  2008, 
sowie  Wiener  Institut  für  Internationale  Wirtschaftsvergleiche, 
<http://www.wiiw.ac.at      >      ,       Country expertise, beide besucht am 25. Juli 
2008). Das  Durchschnittsnettogehalt  eines  Berufstätigen  betrug  im 
Jahre 2006 bloss USD 3'052 (Quelle: Weltbank, Western Balkan Inte-
gration  and  the  EU:  an  Agenda  for  Trade  and  Growth,  2008,  S. 2, 
online zu finden unter <http://www.worldbank.org>,   Countries > FYR of 
Macedonia > Western Balkan Integration and the EU: an Agenda for 
Trade and Growth, besucht am 25. Juli 2008). Ein Viertel der mazedo-
nischen Bevölkerung lebte im Jahre 2007 in Armut (Quelle: Weltbank, 
<http://www.worldbank.org  >, Countries > FYR of Macedonia > Country 
Brief, Stand: April 2008, besucht am 25. Juli 2008). Entsprechend hoch 
ist der Anteil jener, die versuchen, nach Westeuropa – und unter ande-
rem auch in  die  Schweiz  – zu gelangen,  um sich  unter  günstigeren 
Lebensbedingungen eine bessere Existenz aufzubauen. Die Tendenz 
zur Auswanderung zeigt  sich erfahrungsgemäss besonders stark  bei 
jüngeren  Personen  und  wird  vor  allem dann  noch  begünstigt,  wenn 
bereits Verwandte oder Bekannte im Ausland leben und dementspre-
chend  ein  minimales  Beziehungsnetz  besteht.  Im  Falle  der  Schweiz 
führt dies angesichts der restriktiven fremdenpolizeilichen Zulassungs-

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http://www.state.gov/
http://www.worldbank.org.mk/
http://www.worldbank.org.mk/
http://www.worldbank.org.mk/
http://www.worldbank.org.mk/
http://www.wiiw.ac.at/
http://www.worldbank.org.mk/

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regelung nicht selten zur Umgehung ausländerrechtlicher Bestimmun-
gen.

6.2 Bei  der  Risikoanalyse  betreffend  die  gesicherte  Wiederausreise 
sind  aber  nicht  nur  solch  allgemeine  Umstände  zu  berücksichtigen, 
sondern – wie vorstehend ausgeführt  – sämtliche Gesichtspunkte des 
konkreten  Einzelfalles.  Obliegt  einem  Beschwerdeführer  im  Heimat-
staat beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder 
familiäre Verantwortung, kann dieser Umstand die Prognose begünsti-
gen. Umgekehrt muss bei Beschwerdeführern, die in ihrem Heimatland 
keine  besonderen  Verpflichtungen  haben,  das  Risiko,  dass  sie  sich 
nach einer bewilligten Einreise nicht gemäss den ausländerrechtlichen 
Regeln verhalten, als hoch eingeschätzt werden.

Beim  Gesuchsteller  handelt  es  sich  um  einen  22-jährigen  ledigen 
Mann,  der  offenbar  über  keine  Arbeitsstelle  verfügt,  sondern  sich 
gemäss  seinen  Angaben  im  Visumsantrag  sowie  im  Schreiben  vom 
20. November 2006 an die Auslandvertretung in Skopje in Ausbildung 
befindet. Über seine Familie ist nichts bekannt, ausser dass sein Onkel 
– der Beschwerdeführer 1 – und dessen Ehefrau in der Schweiz leben. 
Zum aktuellen Stand der Ausbildung und dem konkreten Berufsziel ist 
ebenfalls nichts bekannt. Entsprechend lässt sich auch nicht abschät-
zen,  welche  beruflichen  respektive  wirtschaftlichen  Perspektiven  der 
Gesuchsteller in seinem Herkunftsland hat. Vor dem Hintergrund der 
aufgezeigten Verhältnisse vor Ort versteht es sich jedoch von selbst, 
dass alleine der Umstand einer laufenden Berufsbildung nicht  schon 
den  Schluss  auf  intakte  Zukunftsperspektiven  im  Heimatland  und 
damit auf ein nicht vorhandenes Emigrationsrisiko zulässt. Demgegen-
über ist mit dem Gastgeber und Beschwerdeführer 1 bereits ein naher 
Familienangehöriger  des  Gesuchstellers  in  die  Schweiz  übersiedelt. 
Diesem  Gesichtspunkt  gilt  es  bei  der  Beurteilung  des  vorliegenden 
Einreisegesuchs  ebenfalls  Rechnung  zu  tragen.  Den  Angaben  des 
Gesuchstellers lässt sich somit nicht entnehmen, dass er über familiä-
re,  gesellschaftliche  oder  berufliche  Verpflichtungen  in  seinem 
Herkunftsland  verfügen  würde,  die  –  der  dortigen  ungünstigen  wirt-
schaftlichen Lage zum Trotz – für seine fristgerechte und anstandslose 
Wiederausreise  sprechen  respektive  die  daran  bestehenden  Zweifel 
beheben würden.

Für  seine  im  erstinstanzlichen  Verfahren  vorgetragene  Behauptung 
(vgl. das Schreiben vom 20. November 2006), er sei bereits zwei- oder 

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dreimal  in  der  Schweiz  gewesen und fristgerecht  wieder  ausgereist, 
reichte  der  Beschwerdeführer 2  keine  Belege  ein  und  es  findet  sich 
dafür  auch  in  den  Akten  keine  Bestätigung.  Er  kann  daraus  somit 
ebenso wenig für sich ableiten wie aus seinen Beteuerungen, er werde 
fristgerecht  wieder ausreisen. Die offensichtlich wahrheitswidrige An-
gabe  könnte  im  Gegenteil  Zweifel  an  seinen wahren  Absichten  auf-
kommen lassen.

7.
Der Beschwerdeführer 1 hat  sich bereit  erklärt,  für  die Lebensunter-
haltskosten  des  Beschwerdeführers  2  während  des  geplanten 
Besuchsaufenthaltes  aufzukommen  (vgl.  Unterhaltsverpflichtung  vom 
8. bzw. 15. Dezember  2006). Weiter  will  er  für  dessen anstandslose 
und fristgerechte Wiederausreise einstehen (vgl. das Schreiben vom 
13. sowie die Verpflichtungserklärung vom 8./15. Dezember 2006). Die 
Integrität des Beschwerdeführers 1 in seiner Eigenschaft als Gastge-
ber  wird  nicht  in  Zweifel  gezogen. Indessen sind  bei  der  Abwägung 
des Risikos einer nicht fristgerechten Wiederausreise nicht so sehr die 
Einstellung und Absichten des Gastgebers, sondern in erster Linie das 
mögliche Verhalten des Gastes selbst von Bedeutung. Nur Letzterer ist 
in der Lage, hinreichend Gewähr für eine fristgerechte und anstandslo-
se Wiederausreise zu  bieten. Der  Gastgeber  kann zwar  für  gewisse 
finanzielle  Risiken Garantie  leisten,  nicht  aber  – mangels rechtlicher 
und  faktischer  Durchsetzbarkeit  – für  ein  bestimmtes  Verhalten  des 
Gastes  (vgl.  anstelle  vieler:  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-801/2006  vom  29. November  2007  E. 5.4  und  C-790/2006  vom 
20. November 2007 E. 5.4).

Dementsprechend  vermögen  die  Beschwerdeführer  auch  aus  dem 
Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer  1  angeblich  bereits  früher 
andere  aus  Mazedonien  stammende  Personen  zu  Besuch  bei  sich 
empfangen hat, nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, selbst wenn diese 
Personen  fristgerecht  wieder  ausgereist  sein  sollten  (Beschwerde 
S. 3). Massgeblich für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ist 
– wie erwähnt – in erster Linie, ob dem Beschwerdeführer 2 in seinem 
Herkunftsland genügend verbindliche Verpflichtungen obliegen, welche 
Gewähr für  seine Wiederausreise bieten. Aus dem Dargelegten geht 
hervor, dass dies nicht der Fall ist. Im Übrigen wurde auch nicht darge-
tan,  inwiefern  die  Verhältnisse,  in  welchen  sich  der  Beschwerdefüh-
rer 2 befindet, vergleichbar sein sollen mit denjenigen früherer Besu-
cherinnen oder Besucher.

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8.
Gestützt  auf  vorstehende  Erwägungen  durfte  die  Vorinstanz  davon 
ausgehen, die fristgerechte und anstandslose Wiederausreise sei nicht 
gewährleistet  (vgl.  Art. 14  Abs. 1  i.V.m.  Art. 1  Abs. 2  Bst. c  aVEA). 
Daraus folgt, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht ver-
letzt.  Der  rechtserhebliche Sachverhalt  wurde  richtig  und  vollständig 
festgestellt  und  die  Vorinstanz  hat  das  ihr  zustehende  Ermessen 
pflichtgemäss und zutreffend ausgeübt (Art. 49 VwVG). Die Beschwer-
de ist daher abzuweisen.

9.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind den Beschwerdefüh-
rern  die  Kosten  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Die  Verfah-
renskosten  sind  auf  Fr. 600.– festzusetzen  (Art. 1,  Art. 2  und  Art. 3 
Bst. b  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

(Dispositiv S. 10)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.– verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] retour)
- die Fremdenpolizei der Stadt Biel, Abteilung Bevölkerung

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Viviane Eggenberger

Versand:

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