# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61d5e408-14ac-5d69-8acb-4df19c974551
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 06.12.2021 110 2021 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-37_2021-12-06.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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BVD 110/2021/37

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 6. Dezember 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

Herrn E.________
Beschwerdeführer 3

Frau F.________
Beschwerdeführerin 4

Frau G.________
Beschwerdeführerin 5

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________

und

Herrn J.________
Beschwerdegegner 1

Frau K.________
Beschwerdegegnerin 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt B.________

sowie

Regierungsstatthalteramt Oberaargau, Schloss, Postfach 175, 3380 Wangen an der Aare

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Madiswil, Bauverwaltung, 
Obergasse 2, 4934 Madiswil

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 2. Februar 2021 
(bbew 26/2020; Einfamilienhaus mit überdeckter Garage)

BVD 110/2021/37 

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I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerschaft reichte am 6. Januar 2020 bei der Gemeinde Madiswil ein 
Baugesuch ein für den Neubau eines Einfamilienhauses mit einer überdeckten Garage auf der 
Parzelle Madiswil 4 (Leimiswil) Grundbuchblatt Nr. O.________. Die Parzelle liegt in der 
Wohnzone W2-7.5. Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderem die Beschwerdeführenden 
Einsprache. Am 11. Januar 2021 teilte der Projektverfasser dem Regierungsstatthalteramt 
Oberaargau telefonisch mit, dass nicht die Beschwerdegegnerschaft den Neubau realisieren 
werde, aber das Baugesuch weiter behandelt werden soll. Das auf den 12. Januar 2021 
angesetzte Bereinigungsgespräch vor Ort beim Bauplatz wurde in der Folge abgesagt. 

Mit Gesamtentscheid vom 2. Februar 2021 erteilte das Regierungsstatthalteramt Oberaargau die 
Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 4. März 2021 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen die Aufhebung des Gesamt-
entscheids vom 2. Februar 2021. Als Eventualbegehren stellen sie den Antrag, der 
Gesamtbauentscheid sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an das 
Regierungsstatthalteramt Oberaargau zurückzuweisen. Zudem sei für die überreglementarische 
Höhe der Stützmauer die Publikation der Ausnahmebewilligung durchzuführen. In prozessualer 
Hinsicht beantragen sie die Durchführung eines Augenscheins auf dem Baugrundstück mit 
anschliessendem Bereinigungsgespräch. Vorab verweisen sie auf ein fehlendes schutzwürdiges 
Interesse der Beschwerdegegnerschaft an der Erteilung der Baubewilligung, da diese das Projekt 
nicht mehr umsetzen wolle. Weiter machen sie geltend, die Bauparzelle sei Bestandteil der 
Überbauung Züenti [recte: Zünti], welche bis zur Revision 2013 zur Überbauungsordnung Züenti 
[recte: Zünti]1 gehört habe und anschliessend in die Zone W2 überführt worden sein. Die UeO 
Zünti sei zumindest als Auslegungshilfe beizuziehen. In diesem Zusammenhang thematisieren sie 
insbesondere die Frage der Firstrichtung. Zudem verweisen sie auf eine nachträgliche Änderung 
im Umgebungsgestaltungsplan und bringen vor, es sei ohne Publikation und 
Ausnahmebewilligung eine Stützmauer genehmigt worden. 

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Beschwerdegegnerschaft beantragt in 
ihrer Beschwerdeantwort vom 7. April 2021 die Abweisung der Beschwerde. Sowohl die 
Gemeinde Madiswil als auch das Regierungsstatthalteramt Oberaargau schliessen in ihren 
Stellungnahmen vom 7. April 2021 auf Abweisung der Beschwerde.  

4. Nach summarischer Prüfung der Akten und Unterlagen teilte das Rechtsamt mit Verfügung 
vom 11. Mai 2021 mit, die geplante L-förmige Stützmauer verletzt die zulässige Höhe gemäss 
Art. 9 Abs. 4 GBR3. Die Parteien erhielten Gelegenheit, zur Einschätzung Stellung zu nehmen. 
Die Beschwerdeführenden äusserten sich in ihrer Stellungnahme vom 20. Mai 2021 zu den 
Eingaben des ersten Schriftenwechsels. Zur Frage der Stützmauer machten sie keine 
Ausführungen. Sie ersuchten jedoch um Zustellung einer allfälligen Projektänderung zur 
Stellungnahme. Die Gemeinde Madiswil führte in ihrer Stellungnahme vom 27. Mai 2021 aus, die 
Mauer sei nötig, um das bestehende Terrain zu sichern und gehöre zur Gesamtbaute. Auch das 
Regierungsstatthalteramt Oberaargau hält in seiner Stellungnahme vom 31. Mai 2021 fest, die 

1 Überbauungsordnung Zünti der Gemeinde Leimiswil [heute: Madiswil] vom 13. Dezember 1997, genehmigt durch das 
Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) am 20. Januar 1998 (nachfolgend: UeO Zünti).
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
3 Baureglement der Gemeinde Madiswil vom 5. Dezember 2013, genehmigt durch das AGR am 16. Dezember 2014 
(GBR).

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Mauer gelte als Teil der Garage und nicht als Stützmauer im eigentlichen Sinn. Die erforderlichen 
Masse seien eingehalten. Die Gesamtbaute inkl. Garageneinfahrt und Terrasse entspreche dem 
Baureglement der Gemeinde Madiswil. Die nunmehr anwaltlich vertretene 
Beschwerdegegnerschaft machte in ihrer Stellungnahme vom 30. Juni 2021 geltend, Ziel der 
Stützmauer sei einzig die Zufahrt in die Garage zu verbessern und diene damit letztlich der 
Erschliessung. Sie sei Teil der Einfahrt und Garage, weshalb es sich daher nicht um eine von Art. 
9 GBR erfasste Stützmauer handle. 

5. Mit Verfügung vom 8. Juli 2021 holte das Rechtsamt beim Amt für Gemeinden und 
Raumordnung (AGR), Abteilung Bauen, einen Fachbericht bezüglich der L-förmigen Stützmauer 
südwestlich des projektierten Gebäudes ein. In der Folge erhielten die Parteien die Möglichkeit, 
sich zum Fachbericht des AGR, Abteilung Bauen, vom 4. August 2021 zu äussern. Das 
Regierungsstatthalteramt reichte am 20. August 2021 eine Stellungnahme ein. Jene der 
Beschwerdeführenden datiert vom 30. August 2021. Statt einer Stellungnahme reichte die 
Beschwerdegegnerschaft am 31. August 2021 eine Projektänderung ein (bestehend aus den 
Unterlagen «Umgebungsplan 1:200», «Südostfassade 1:100» und «Südwestfassade 1:100», alle 
vom 30. August 2021, gestempelt vom Rechtsamt der BVD am 1. September 2021). Die 
Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, sich zur Projektänderung zu äussern. Die Gemeinde 
teilte in ihrer Eingabe vom 1. Oktober 2021 mit, aus ihrer Sicht könne der Projektänderung 
zugestimmt werden. Die Beschwerdeführenden verzichteten in ihrem Schreiben vom 6. Oktober 
2021 auf eine Stellungnahme zur eingereichten Projektänderung. Die Beschwerdegegnerschaft 
hielt in ihrer Stellungnahme vom 6. Oktober 2021 an den bisherigen Ausführungen fest. Die 
Parteianwälte reichten nach Aufforderung die Kostennoten ein. 

6. Auf die Rechtsschriften sowie die Vorakten und den Fachbericht des AGR, Abteilung Bauen, 
wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG4. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er – 
unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG5 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist 
somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig. 

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Einsprache abgewiesen wurde, sind 
durch den vorinstanzlichen Gesamtentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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2. Projektänderung

a) Die Beschwerdegegnerschaft plant den Neubau eines Einfamilienhauses mit überdeckter 
Garage. Gemäss den bewilligten Planunterlagen soll auf der südwestlichen Seite des Neubaus 
eine mit dem Gebäude verbundene L-förmige Stützmauer erstellt werden. Mit der Projektänderung 
vom 31. August 2021 (bestehend aus den Unterlagen «Umgebungsplan 1:200», «Südostfassade 
1:100» und «Südwestfassade 1:100», alle vom 30. August 2021, gestempelt vom Rechtsamt der 
BVD am 1. September 2021) verzichtet die Beschwerdegegnerschaft auf jenen Teil der 
projektierten Mauer, der parallel zur südwestlichen Hausfassade im Rasenbereich steht. 
Gleichzeitig beabsichtigt sie die rechtwinklig vom geplanten Neubau verlaufende Mauer zu 
reduzieren und abzuschrägen. Zudem plant sie eine Absturzsicherung. 

b) Gemäss Art. 43 BewD6 kann die Bauherrschaft während der Hängigkeit eines 
Baubewilligungsverfahrens oder eines nachfolgenden Beschwerdeverfahrens vor der BVD eine 
Projektänderung einreichen, ohne dass deshalb ein neues Baubewilligungsverfahren eingeleitet 
werden muss. Eine Projektänderung liegt vor, wenn das Bauvorhaben in seinen Grundzügen 
gleich bleibt (Art. 43 Abs. 1 BewD). Ein Bauvorhaben ist in den Grundzügen verändert, wenn ein 
Hauptmerkmal wie Erschliessung, Standort, äussere Masse, Geschosszahl, Geschosseinteilung 
oder Zweckbestimmung wesentlich verändert wird oder wenn eine Mehrzahl geringer Änderungen 
dem Bau oder der Anlage eine gegenüber dem ursprünglichen Projekt veränderte Identität 
verleiht. Eine blosse Reduktion der Abmessungen, auch wenn sie beträchtlich ist, bedeutet in der 
Regel noch keine grundlegende Änderung.7 Erfolgt die Projektänderung im 
Baubeschwerdeverfahren, sind die Gemeinde, die Gegenpartei und die von der Projektänderung 
berührten Dritten anzuhören (Art. 43 Abs. 3 BewD). Nach der Bestimmung von Art. 43 Abs. 2 
BewD, welche im Beschwerdeverfahren sinngemäss anwendbar ist, kann die Beschwerdeinstanz 
das Verfahren ohne erneute Veröffentlichung fortsetzen bzw. die Änderung des bewilligten 
Projekts ohne neues Baugesuchverfahren gestatten, wenn öffentliche oder wesentliche 
nachbarliche Interessen nicht zusätzlich betroffen sind. Das geänderte Projekt tritt an die Stelle 
des ursprünglichen Bauprojekts. Das heisst, dass mit der Vorlage der Projektänderung das 
ursprüngliche Gesuch im Umfang der Änderung als zurückgezogen gilt.8

c) Das umstrittene Bauvorhaben bleibt auch nach der Projektänderung in den Grundzügen 
gleich. Die Änderung gegenüber dem ursprünglichen Projekt beschränkt sich einzig darauf, auf 
einen Teil der geplanten L-förmigen Stützmauer ganz zu verzichten und in einem anderen Bereich 
diese zu reduzieren sowie abzuschrägen und mit einer Absturzsicherung zu versehen. Die 
geplante Änderung kann deshalb als Projektänderung behandelt werden. Den 
Verfahrensbeteiligten wurde Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Dritte sind durch die 
Projektänderung nicht neu betroffen. Schliesslich werden durch die Projektänderung keine 
öffentlichen oder wesentlichen nachbarlichen Interessen zusätzlich berührt, da bereits im 
ursprünglichen Bauprojekt eine Stützmauer an besagter Stelle geplant war, die nun mit der 
Projektänderung reduziert wird. Die Voraussetzungen von Art. 43 BewD sind folglich eingehalten 
und eine erneute Publikation der Projektänderung ist nicht erforderlich. Eine Rückweisung an die 
Vorinstanz zur Weiterbehandlung ist ebenfalls nicht nötig. Die neuen Planunterlagen zur 
Projektänderung (bestehend aus den Unterlagen «Umgebungsplan 1:200», «Südostfassade 
1:100» und «Südwestfassade 1:100») ersetzen jene Pläne, welche dem Entscheid der Vorinstanz 
zugrunde liegen. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist somit nur das geänderte Projekt 
gemäss den Planunterlagen vom 30. August 2021 mit Stempel des Rechtsamt der BVD vom 1. 

6 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 32 - 32d 
N. 12a.
8 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32 - 32d N. 13c.

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September 2021. Ob das von der Vorinstanz beurteilte Projekt auf Grundlage der alten Pläne 
bewilligungsfähig gewesen wäre, ist nicht mehr zu prüfen. Über das geänderte Projekt wurde noch 
nicht entschieden. Es bleibt zu prüfen, ob die Projektänderung bewilligt werden kann (vgl. hierzu 
E. 7).

3. Schutzwürdiges Interesse der Bauherrschaft, Interessenkollision der Gemeinde

a) Die Beschwerdeführenden rügen, es fehle der Beschwerdegegnerschaft an einem 
schutzwürdigen Interesse an der Erteilung der Baubewilligung. Indem diese gegenüber dem 
Regierungsstatthalteramt mitgeteilt habe, sie hätte kein Interesse mehr an der Umsetzung ihres 
Projekts, sei das Interesse an der Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens weggefallen. 

Demgegenüber bekräftigt die Beschwerdegegnerschaft in ihrer Beschwerdeantwort weiterhin das 
Interesse am Bauprojekt und an der erteilten Baubewilligung. 

Das Regierungsstatthalteramt hält hierzu fest, die Schutzwürdigkeit bestimme sich nach 
objektiven Kriterien und hänge nicht davon ab, wie weit sich jemand subjektiv betroffen und in 
seinen Rechten beeinträchtigt fühle. An der Nähe der Person zur Entscheidsache habe sich nichts 
geändert. 

b) Die Eigenschaft als Bauherr bzw. Baugesuchsteller wirkt sich auf die persönliche Geltung 
der Baubewilligung aus: Die Baubewilligung gilt für den Gesuchsteller, den Eigentümer des 
Baugrundstücks sowie für deren Rechtsnachfolger, sofern die Bewilligungserteilung nicht vom 
Nachweis besonderer Voraussetzungen abhängig war (Art. 42 Abs. 1 BauG). Als Bauherrschaft 
tritt demnach auf, wer eine Baubewilligung zu seinen Gunsten erlangen will. 

c) Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden hat die Beschwerdegegnerschaft nicht ihr 
Desinteresse an der Umsetzung des Projekts mitgeteilt. Zum einen hat sie mit ihrer 
Beschwerdeantwort explizit ihr Interesse am Bauprojekt und an der erteilten Baubewilligung 
mitgeteilt. Zum anderen geht auch aus dem angefochtenen Entscheid nichts Gegenteiliges hervor. 
So hat das Regierungsstatthalteramt unter Ziffer 1.13 Folgendes festgehalten: 

«Am 11.01.2021 teilte der Projektverfasser telefonisch mit, dass nicht die Gesuchsteller den Neubau 
realisieren werden, das Gesuch aber weiter behandelt werden soll. Verschiedene Möglichkeiten würden 
geprüft.» 

Die Beschwerdegegnerschaft hat somit kundgetan, dass sie auch weiterhin eine Baubewilligung 
zu ihren Gunsten erlangen will. Selbst wenn die Beschwerdegegnerschaft das Projekt nicht selber 
realisieren will, hat sie Anspruch auf eine Baubewilligung. Ihr schutzwürdiges Interesse ist somit 
gegeben.

Zu beachten bleibt Folgendes: Gemäss Grundstückdaten-Informationssystem GRUDIS liegt die 
Bauparzelle Madiswil 4 (Leimiswil) Grundbuchblatt Nr. O.________ im Eigentum der 
Einwohnergemeinde Madiswil. Aus den Vorakten geht hervor, dass der öffentlich beurkundete 
Kaufvertrag am 26. November 2019 unterzeichnet wurde und die Eigentumsübertragung mit 
Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung erfolgt.9 Weitergehende Auflagen sind weder 
aktenkundig noch wurden solche geltend gemacht. Die angefochtene Baubewilligung ist auch 
nicht an besondere Voraussetzungen wie Bauen in Landwirtschaftszone oder ausserhalb der 
Bauzone geknüpft und es bildet auch keine Ausnahmebewilligung mit Bezug auf persönliche oder 

9 Vorakten, pag. 45.

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betriebliche Verhältnisse der Gesuchstellenden den massgebenden wichtigen Grund (vgl. Art. 105 
Abs. 1 BauV10). Demnach ist die Baubewilligung auch für einen Rechtsnachfolger gültig. Die Rüge 
betreffend fehlendes schutzwürdiges Interesse ist folglich unbegründet. 

d) Die Beschwerdeführenden machen in ihrer Beschwerde (Randziffer 21) sinngemäss eine 
Befangenheit resp. Interessenkollision der Gemeinde Madiswil geltend, da diese als 
Grundeigentümerin des Baugrundstücks ein Interesse am Verkauf des Baulands und deshalb an 
der Genehmigung des Bauprojekts habe. 

Mit Verfahrensprogramm vom 29. April 2020 stellte das Regierungsstatthalteramt Oberaargau 
seine Zuständigkeit fest und holte in der Folge bei der Gemeinde Madiswil einen Amtsbericht ein.11 
Dieser datiert vom 29. Juni 2020.12 Die Baubewilligung wurde am 2. Februar 2021 durch das 
Regierungsstatthalteramt erteilt. 

Baubewilligungsbehörde ist die Regierungsstatthalterin bzw. der Regierungsstatthalter oder die 
zuständige Behörde von Gemeinden, die nach dem Ergebnis der letzten Volkszählung mindestens 
10'000 Einwohner aufweisen (Art. 33 Abs. 1 BauG). Die Gemeinden mit weniger als 10'000 
Einwohnern (kleine Gemeinden) sind zuständig für die Beurteilung der im Baubewilligungsdekret 
umschriebenen Bauvorhaben mit geringem Koordinationsaufwand (Art. 33 Abs. 2 BauG). In 
jedem Fall zuständig ist der Regierungsstatthalter oder die Regierungsstatthalterin, wenn das 
Bauvorhaben für Zwecke der Gemeinde bestimmt ist (Art. 33 Abs. 1 BauG i.V.m. Art. 8 Abs. 2 
BewD). Der Begriff «für Zwecke der Gemeinde bestimmt» ist weit auszulegen: Damit soll die 
institutionelle Unbefangenheit der Gemeinde als Baubewilligungsbehörde gewährleistet werden. 
Die Bestimmung ist daher nicht nur anwendbar, wenn es um Bauvorhaben wie Schulhäuser, 
Verwaltungsgebäude für die Gemeinde und dergleichen geht, sondern stets dann, wenn die 
Gemeinde am Vorhaben ein so starkes Interesse hat, dass ihre Unbefangenheit als gefährdet 
erscheint.13 

Die Gemeinde Madiswil hat bei der vorläufigen formellen Prüfung des Baugesuchs im Formular 
1.0.2 darauf hingewiesen, dass sie Eigentümerin des Baugrundstücks und das Bauvorhaben für 
Zwecke der Gemeinde bestimmt sei.14 Demnach wurde das Baugesuch der 
Beschwerdegegnerschaft zu Recht durch den Regierungsstatthalter behandelt. Die Anhörung der 
Gemeinde entspricht den Verfahrensvorschriften und dient der Vorbereitung des Entscheids (vgl. 
Art. 20 Abs. 1 BewD). Die Prüfung und Beurteilung des Baugesuchs oblag aber dem 
Regierungsstatthalter als zuständige Baubewilligungsbehörde. Vorliegend ist nicht ersichtlich, 
dass der eingereichte Amtsbericht der Gemeinde Madiswil nicht verwertbar wäre oder dass der 
Regierungsstatthalter seine Aufgaben nicht korrekt wahrgenommen hätte. Auch diese Rüge ist 
abzuweisen.  

4. Einigungsverhandlung, Schlussbemerkungen

a) Die Beschwerdeführenden rügen sinngemäss eine Verletzung ihrer Verfahrensrechte. In 
prozessualer Hinsicht halten die Beschwerdeführenden fest, die ersatzlose Streichung des 
angesetzten Augenscheins mit anschliessendem Bereinigungsgespräch und das Erteilen der 
Baubewilligung ohne nochmalige Gelegenheit zur Stellungnahme hätten sie erstaunt zur Kenntnis 

10 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).
11 Vorakten, pag 63 f. sowie pag. 74.
12 Vorakten, pag. 134 ff.
13 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Art. 33 N. 3 mit weiteren Hinweisen.
14 Vorakten, pag. 50.

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genommen. Sie hätten ein Problem mit dem Projekt und dies würde bleiben, wenn das Projekt 
weiterverkauft würde. 

Das Regierungsstatthalteramt führt hierzu in seiner Stellungnahme aus, der geplante 
Augenschein mit anschliessendem Bereinigungsgespräch sei unter anderem aufgrund der 
anhaltenden COVID-19-Pandemie abgesagt worden. Zudem handle es sich dabei nicht um einen 
zwingenden Bestandteil des Einspracheverfahrens und es bestehe auch kein grundsätzlicher 
Anspruch dazu. 

b) Gemäss Art. 34 Abs. 1 BewD kann die Baubewilligungsbehörde eine Einigungsverhandlung 
durchführen, sofern die Beteiligten nicht darauf verzichten. Aus der „Kann“-Formulierung ergibt 
sich, dass es im Ermessen der Bewilligungsbehörde steht, ob sie eine Einigungsverhandlung 
durchführt oder nicht. Die Parteien haben keinen Anspruch auf die Durchführung einer 
Einigungsverhandlung.15 Wie die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme ausgeführt hat, wurde der 
Augenschein unter anderem aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie abgesagt. 
Unabhängig von der Frage, wie eine Einigungsverhandlung unter Einhaltung der behördlichen 
Schutzmassnahmen zu organisieren wäre, kann – wie vorstehend ausgeführt – die 
Bewilligungsbehörde auf die Durchführung einer Einigungsverhandlung verzichten. Dies stellt 
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, selbst wenn von den Parteien kein entsprechender 
Verzicht vorliegt.16 Auch ein bereits angeordneter und in der Folge wieder abgesetzter Termin zur 
Einigungsverhandlung ändert an dieser Rechtslage nichts. Die Rüge der Beschwerdeführenden 
erweist sich als unbegründet.

c) Indem die Beschwerdeführenden weiter eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend 
machen, weil nach Absage des Augenscheins samt Einigungsverhandlung die Baubewilligung 
ohne erneute Gelegenheit zu Schlussbemerkungen erteilt worden sei, kann ihnen ebenfalls nicht 
gefolgt werden. Die Beschwerdeführenden 1 und 2 haben bereits mit ihrer Einsprache vom 2. Juni 
2020 die Durchführung einer Einigungsverhandlung sowie einen Augenschein beantragt.17 An 
diesen Verfahrensanträgen haben sie in ihrer Stellungnahme vom 2. September 2020 
festgehalten.18 Nach einer ersten vorläufigen Einschätzung zeigte das Regierungsstatthalteramt 
den Parteien mit Verfügung vom 4. November 2020 die voraussichtliche Bewilligungsfähigkeit des 
Bauprojekts und damit die Abweisung der Beschwerden an und setzte gleichzeitig Frist zur 
Einreichung allfälliger Schlussbemerkungen.19 Sowohl die Beschwerdeführende 5 als auch die 
Beschwerdeführenden 3 und 4 teilten mit Schreiben vom 17. November 202020 bzw. 1. Dezember 
202021 ihr Festhalten an der Einsprache mit. Schlussbemerkungen haben sie keine eingereicht. 
Hingegen haben die Beschwerdeführenden 1 und 2 am 7. Dezember 2020 Schlussbemerkungen 
eingereicht und dabei erneut auf den beantragten Augenschein samt Einigungsverhandlung 
verwiesen.22 Nach Eingang sämtlicher Schlussbemerkungen setzte das Regierungsstatthalteramt 
Oberaargau mit Verfügung vom 10. Dezember 2020 ein Bereinigungsgespräch vor Ort beim 
Baugrundstück für den 14. Januar 2021 an. Dieses Bereinigungsgespräch wurde vom 
Regierungsstatthalteramt kurz vor dem angesetzten Termin wieder abgesagt. Zwar hat das 
Regierungsstatthalteramt mit dem Ansetzten des Ortstermins bei den Parteien eine gewisse 
Erwartungshaltung ausgelöst. Da die Beschwerdeführenden aber weder geltend machen noch für 

15 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 35-35c N. 31.
16 Vgl. dazu Anita Horisberger Jecklin, Vom Umgang mit Einsprachen, in: KPG-Bulletin 1/1999 S. 13 Ziff. II.1; Michel 
Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 19.
17 Vorakten, pag. 179.
18 Vorakten, pag. 93.
19 Vorakten, pag. 117.
20 Vorakten, pag. 118.
21 Vorakten, pag. 122.
22 Vorkaten, pag. 124-126. 

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die BVD ersichtlich ist, dass im Vertrauen auf das Bereinigungsgespräch Dispositionen getroffen 
wurden, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden konnten, bleibt das Vorgehen des 
Regierungsstatthalteramts ohne Konsequenz. Das Verhalten des Regierungsstatthalteramts wiegt 
demnach nicht so schwer, dass dadurch ein Verstoss gegen Treu und Glauben vorliegt. Zudem 
sind zwischen dem Einreichen der Schlussbemerkungen und dem Absetzen des Augenscheins 
samt Einigungsverhandlung keine neuen Vorbringen eingegangen oder neue Prozesshandlungen 
vorgenommen worden. Sämtliche Beschwerdeführenden haben sich somit genügend äussern 
können, weshalb ihr rechtliches Gehör nicht verletzt wurde. Auch diese Rüge ist somit 
abzuweisen.

5. Anwendbare Zonenvorschriften

a) Weiter bringen die Beschwerdeführenden vor, die Bauparzelle sei Bestandteil der 
Überbauung Zünti. Die Gestaltung der Bauzone stütze sich auf die UeO Zünti. Durch die 
Gemeindefusion mit Madiswil und der Revision 2013 sei die Bauzone in die Wohnzone W2 
verlagert worden. Es könne nicht angehen, nun Bauten ohne Einbezug dieser UeO zu bewilligen. 
Zumindest sei diese als Auslegungshilfe (Quartierüblichkeit etc.) beizuziehen.

Die Beschwerdegegnerschaft hält fest, das Projekt entspreche dem geltenden Baureglement. 
Auch das Regierungsstatthalteramt und die Gemeinde bringen vor, die UeO sei mit der 
Baureglementsrevision 2012/13 aufgehoben und das Baugebiet Zünti der Wohnzone W2 
zugeführt worden. 

b) Bauvorhaben sind zu bewilligen, wenn sie den bau- und planungsrechtlichen Vorschriften 
und den nach anderen Gesetzen im Baubewilligungsverfahren zu prüfenden Vorschriften 
entsprechen, die öffentliche Ordnung nicht gefährden und wenn ihnen keine Hindernisse der 
Planung im Sinne der Artikel 36 und 62 entgegenstehen (Art. 2 Abs. 1 BauG). Soweit das 
Bundesrecht nichts anderes bestimmt, sind Bauvorhaben nach dem zur Zeit der Einreichung des 
Baugesuchs geltenden Recht zu beurteilen (Art. 36 Abs. 1 BauG).

c) Die Ortsplanungsrevision der Gemeinde Madiswil wurde am 5. Dezember 2013 durch die 
Einwohnergemeinde Madiswil beschlossen und am 16. Dezember 2014 durch das AGR 
genehmigt. Das Baureglement wie auch der Zonenplan traten am Tag nach der Publikation durch 
das AGR in Kraft. Mit Inkrafttreten der baurechtlichen Grundordnung wurden unter anderem die 
bisherigen Ortsplanungen mit all ihren Änderungen des Ortsteils Leimiswil bestehend aus 
Baureglement und Zonenplan aufgehoben (vgl. Art. 43 Abs. 1 GBR). Aus Art. 43 Abs. 2 GBR geht 
zudem hervor, welche Überbauungsordnungen mit dem Inkraftsetzen dieser baurechtlichen 
Grundordnung in Kraft bleiben. Alle weiteren bisher geltenden Überbauungsordnungen des 
Ortsteils Leimiswil wurden aufgehoben. Darunter fällt auch die UeO Zünti. 

d) Gemäss dem anwendbaren Zonenplan liegt die Bauparzelle Madiswil 4 (Leimiswil) 
Grundbuchblatt Nr. O.________ in der W2-7.5 (Wohnzone 2-geschossig mit Fassadenhöhe 
7.5 m).23 Dass die UeO Zünti mit der Ortsplanungsrevision aufgehoben und das Baugrundstück 
in die Wohnzone überführt wurde, wird denn auch von den Beschwerdeführenden zu Recht nicht 
bestritten. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden ist das Verhältnis zwischen der 
aufgehobenen UeO Zünti und dem Baureglement klar. Indem die UeO Zünti aufgehoben wurde, 
sind die Bestimmungen dieser Sondernutzungszone nicht mehr anwendbar und haben weder 
nachwirkende Geltung noch müssen diese als Auslegungshilfe beigezogen werden. Es besteht 

23 Zonenplan der Einwohnergemeinde Madiswil vom 5. Dezember 2013, genehmigt durch das AGR am 16. Dezember 
2014.

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für die BVD keinen Anlass, beim AGR einen Fachbericht über das Verhältnis zwischen der 
aufgehobenen UeO Zünti und dem Baureglement einzuholen. Der gestellte Beweisantrag wird 
abgewiesen. Es liegt auch keine Ungleichbehandlung vor. Der in Art. 8 Abs. 1 BV24 und Art. 10 
Abs. 1 KV25 enthaltene Grundsatz der Rechtsgleichheit verpflichtet die rechtsanwendenden 
Behörden, gleiche Sachverhalte mit gleichen relevanten Tatsachen gleich zu behandeln, es sei 
denn, ein sachlicher Grund rechtfertige eine unterschiedliche Behandlung.26 Da vorliegend das 
anwendbare Recht geändert hat, liegt ein sachlicher Grund vor. Nach dem Gesagten gelten für 
die Parzelle Madiswil 4 (Leimiswil) Grundbuchblatt Nr. O.________ demnach die Regelungen zur 
Zeit der Einreichung des Baugesuchs. Der Zonenplan und das Baureglement vom 5. Dezember 
2013 sind anwendbar. 

6. Firstrichtung

a) Die Bauparzelle Madiswil 4 (Leimiswil) Grundbuchblatt Nr. O.________ liegt innerhalb der 
H.________strasse. Die Beschwerdegegnerschaft plant auf dieser Parzelle den Neubau eines 
Einfamilienhauses. Als Dachform ist ein Satteldach vorgesehen und die Fristrichtung verläuft 
hangabwärts von nord-west nach süd-ost. 

b) Die Beschwerdeführenden machen geltend, das Bauvorhaben habe sich an den 
bestehenden Bauten mit der Firstrichtung parallel zum Hang verlaufend anzupassen. Dies 
begründen sie mit Verweis auf Art. 7 Abs. 1 UeO Zünti sowie Art. 10 Abs. 4 GBR. 

Sowohl die Beschwerdegegnerschaft als auch das Regierungsstatthalteramt und die Gemeinde 
verweisen in ihren Stellungnahmen auf den Fachbericht der kantonalen Kommission zur Pflege 
der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) vom 13. Oktober 2020, mit welchem das Bauvorhaben 
positiv beurteilt worden sei.27 

c) Wie vorstehend ausgeführt (E. 5d), wurde die UeO Zünti mit der Ortsplanungsrevision 
aufgehoben. Vorliegend anwendbar ist die baurechtliche Grundordnung vom 5. Dezember 2013. 
Gemäss Art. 10 Abs. 4 GBR haben sich Neubauten innerhalb bereits überbauter Gebiete in der 
Stellung den bestehenden Gebäuden anzupassen.

d) Auf Ersuchen der Beschwerdeführenden 1 und 2 holte das Regierungsstatthalteramt 
Oberaargau im Baubewilligungsverfahren bei der OLK einen Fachbericht ein.28 Diese beschrieb 
in ihrem Bericht29 das Baugrundstück und seine Umgebung wie folgt: 

«Mit einer gewissen Verwandtschaft zu den umliegenden Bauernhöfen ist die H.________ eine kleine, recht 
kompakte Gruppe von Einfamilienhäusern, erschlossen durch eine H.________strasse. 
Eine der letzten beiden Parzellen soll nun ebenfalls mit einem Einfamilienhaus bebaut werden. Die Parzelle 
an starker Hanglage ist langgezogen in nord-südlicher Richtung und folgt auf der Westseite dem 
geschwungenen Verlauf der Strasse. Der langgestreckte Neubau von 14.14  x 7.09 m und einer maximalen 
Gebäudehöhe von 7.50 m orientiert sich an der schlanken Parzellenform. 

24 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).
25 Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1).
26 Statt vieler BGE 136 I 345 E. 5 mit Hinweisen; VGE 2016/242 vom 8. Juni 2017 E. 5.3; Tschannen/Zimmerli/Müller, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Auflage 2014, § 23 N. 11 f.
27 Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerschaft vom 7. April 2021, Stellungnahme des Regierungsstatthalteramts 
Oberaargau vom 7. April 2021, Stellungnahme der Gemeinde Madiswil vom 7. April 2021.
28 Vorakten, pag. 92 ff. (Schreiben Beschwerdeführenden 1+2 vom 2. September 2020) sowie pag. 100 (Verfügung 
des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 8. September 2020).
29 Vorakten, pag. 160 f. 

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Die Dachfirste der angrenzenden Bauten orientieren sich zwischen West und Nordwest, der First des 
Neubaus ist genordet. 
Insbesondere die Firstrichtung wird in den vorliegenden Einsprachen beanstandet.»

Zur Frage, ob sich das geplante Bauvorhaben genügend in das Orts- und Landschaftsbild 
einordne und welche Farbgebung für die Anlage allenfalls gewählt werden müsse, führte die OLK 
sodann aus:

«Im sehr heterogenen Bestand an der H.________ fügt sich das Einfamilienhaus selbstverständlich 
zwischen die Nachbarsbauten ein und verbindet das Quartier zu einem kompakten Ganzen. Auf die Vielfalt 
der in der Nachbarschaft verwendeten Farben und Materialien reagiert der Neubau richtigerweise ruhig und 
wirkt mit einer vorvergrauten Fassade verbindend. 

In der Tat scheint die nach Norden abgedrehte Firstrichtung auf den ersten Blick nicht zwingend. Sie ist aber 
in Anbetracht der Ausrichtung der Parzelle verständlich und sinnvoll. Im Vergleich zu den Umliegenden 
Weilern fällt auf, dass die Querstellung einzelner Dächer hier durchaus ein ortstypisches 
Gestaltungselement ist und sich das Bauvorhaben gerade auch dadurch in das weitere Orts- und 
Landschaftsbild einzuordnen vermag.»

Die OLK hielt abschliessend fest, dass sich das vorliegende Projekt sowohl volumetrisch wie auch 
farblich in seine Umgebung einfüge und aus ihrer Sicht so unterstützt werden könne. 

e) Das Luftbild zeigt, dass in der Umgebung des umstrittenen Bauvorhabens nicht alle 
Fristrichtungen gleich ausgerichtet sind.30 So ist beispielsweise die Firstrichtung der Baute an der 
H.________ 84 anders ausgerichtet als jene des Gebäudes an der H.________ 83 oder auch als 
jene der direkt angrenzenden Gebäuden an der H.________ 86 und 87. Darauf hat auch bereits 
die Bau- und Planungskommission der Gemeinde Madiswil im vorinstanzlichen Verfahren in ihrem 
Amtsbericht vom 29. Juni 2020 verwiesen. Sie führte dabei aus, gemäss Orthofoto seien die 
Fristrichtungen nicht einheitlich oder parallel zur Strasse ausgerichtet und auch rund um die noch 
freie Parzelle seien diverse Firstrichtungen vorhanden.31 Wie unter E. 3d ausgeführt, liegen keine 
Anhaltspunkte vor, dass der Amtsbericht der Gemeinde Madiswil und somit die Ausführungen zur 
Fristrichtung wegen den eigenen Interessen der Gemeinde als Grundeigentümerin der 
Bauparzelle nicht verwertbar wären. Denn auch die zusätzlich beigezogene OLK sieht gemäss 
ihrem Fachbericht vom 13. Oktober 2020 die Querstellung einzelner Dächer als ein ortstypisches 
Gestaltungselement.32 Für die BVD besteht kein Anlass, von der Einschätzung der Gemeinde 
Madiswil sowie der OLK abzuweichen. Den schlüssigen und plausiblen Beurteilungen kann gefolgt 
werden. Die nach Norden abgedrehte Firstrichtung ist mit Blick auf die in nordsüdlicher Richtung 
langgezogene Parzelle an starker Hanglage verständlich und sinnvoll. Das Bauvorhaben vermag 
sich in die bestehende Bebauungsstruktur zu einem kompakten Ganzen einzufügen und es 
entsteht eine gute Gesamtwirkung. Es ist daher mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf das 
Orts- und Landschaftsbild zu rechnen. Die Beschwerdeführenden vermögen mit ihren Vorbringen 
daran nichts zu ändern. Auch die Durchführung eines Augenscheins mit anschliessendem 
Bereinigungsgespräch ist nicht erforderlich. Der gestellte Beweisantrag wird abgewiesen. Nach 
dem Gesagten erweist sich die Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegründet.

7. Stützmauer 

30 Vgl. <https://www.swisstopo.admin.ch/de/karten-daten-online/karten-geodaten-online/lubis.html>, unter Links 
«Zugang zum LUBIS Viewer», Auswahl «Hintergrund» > «Luftbild».
31 Vorakten, pag. 134 ff.
32 Vorakten, pag. 161.

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a) Nachdem den Verfahrensbeteiligten der Fachbericht des AGR, Abteilung Bauen, eröffnet 
wurde, reichte die Beschwerdegegnerschaft am 31. August 2021 eine Projektänderung 
(bestehend aus den Unterlagen «Umgebungsplan 1:200», «Südostfassade 1:100» und 
«Südwestfassade 1:100», alle vom 30. August 2021, gestempelt vom Rechtsamt der BVD am 1. 
September 2021) ein. Mit dieser Projektänderung passt die Beschwerdegegnerschaft das 
Bauprojekt in Bezug auf die L-förmige Stützmauer an. Während die rechtwinklig vom Neubau weg 
verlaufende Mauer in der Höhe auf 2.00 m reduziert und in südwestlicher Richtung gegen die 
Parzellengrenze hin abgeschrägt sowie mit einer Absturzsicherung versehen wird, verzichtet die 
Beschwerdegegnerschaft gänzlich auf die parallel zur südwestlichen Hausfassade im 
Rasenbereich geplante Stützmauer. Die Projektänderung ersetzt – wie vorstehend unter E. 2 
dargestellt – das ursprüngliche Projekt. Nur dieses ist zu beurteilen.

b) Die Beschwerdeführenden haben auf eine Stellungnahme zur eingereichten 
Projektänderung verzichtet. Die Beschwerdegegnerschaft hat im Beschwerdeverfahren 
ausgeführt, die Mauer sei Teil der Einfahrt und der Garage des geplanten Bauvorhabens. Die 
Gemeinde Madiswil vertritt die Auffassung, die Mauer sei Teil des Gebäudes und gehöre zur 
Gesamtbaute. Es handle sich ihrer Ansicht nach nicht um eine Stützmauer im Sinne von Art. 9 
Abs. 4 GBR. Das AGR hält in seinem Bericht fest, die rechtwinklig vom Gebäude weglaufende 
Mauer könne als Bestandteil der Rampe/Zufahrt bzw. – wie die Gemeinde Madiswil es beurteilt – 
als Teil des Gebäudes angesehen werden.

c) Gemäss Art. 9 Abs. 4 GBR sind Stützmauern, auf die aus Gründen der schwierigen 
Topographie nicht verzichtet werden kann, in Grund- und Aufriss zu gliedern. Stützmauern auf 
einer Länge von mehr als 30 m oder einer Höhe von mehr als 1.20 m (bis maximal 2.00 m Höhe) 
werden nur in begründeten Ausnahmefällen bewilligt. Die vorliegend umstrittene Bestimmung zu 
den Stützmauern findet sich im Kapitel «II Bauweise» unter der Marginalie 
«2. Umgebungsgestaltung». 

d) Die rechtwinklig vom Gebäude weglaufende Mauer ist Bestandteil der Rampe/Zufahrt. Die 
Gemeinde beurteilt sie als Teil des Gebäudes und nicht als Stützmauer im Sinne von Art. 9 Abs. 4 
GBR. Diese Auffassung wird vom AGR bestätigt. Art. 9 Abs. 4 GBR regelt gemäss der Systematik 
des Baureglements die Umgebungsgestaltung. Da die Mauer nicht der Umgebungsgestaltung 
dient, ist die Auffassung der Gemeinde, dass die Mauer nicht die Vorgaben von Art. 9 Abs. 4 GBR 
einhalten muss, rechtlich haltbar. Damit entfällt auch die Durchführung einer allfälligen Publikation 
der Ausnahmebewilligung wie es die Beschwerdeführenden mit ihrem Rechtsbegehren Ziffer 2.2. 
gestellt haben, weshalb dieses Eventualbegehren abgewiesen wird. Da die Mauer die 
baurechtlichen Masse einhält, kann die Projektänderung bewilligt werden.

8. Ergebnis und Kosten

a) Zusammenfassend ergibt sich, dass die UeO Zünti mit der Ortsplanungsrevision 2012/13 
aufgehoben wurde und das Bauvorhaben somit nach dem heute geltenden Recht zu beurteilen 
ist. Die geplante Firstrichtung passt sich innerhalb des bereits überbauten Gebiets an. Das 
umstrittene Bauvorhaben wurde im Baubewilligungsverfahren von der OLK positiv beurteilt. Es 
fügt sich gut in das bestehende Quartier ein. Da die massgeblichen Sachverhaltselemente anhand 
der zur Verfügung stehenden Akten und Pläne genügend überprüft bzw. festgestellt werden 
konnten, kann auf den von den Beschwerdeführenden beantragten Augenschein mit 
anschliessendem Bereinigungsgespräch sowie den Amtsbericht des AGR verzichtet werden. Die 
Projektänderung vom 31. August 2021 (bestehend aus den Unterlagen «Umgebungsplan 1:200», 
«Südostfassade 1:100» und «Südwestfassade 1:100», alle vom 30. August 2021, gestempelt vom 

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Rechtsamt der BVD am 1. September 2021) ist zu bewilligen. Im Übrigen ist der Gesamtentscheid 
des Regierungsstatthalteramts vom 2. Februar 2021 zu bestätigen und die Beschwerde 
abzuweisen.
b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr 
(Art. 103 Abs. 1 VRPG33). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine 
Pauschalgebühr von CHF 200.00 bis CHF 4000.00 je Beschwerde erhoben (Art. 103 Abs. 2 VRPG 
i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV34). In Anwendung dieser Bestimmungen wird die Pauschale auf 
CHF 2100.00 festgelegt. 

Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale 
Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Als unterliegend gilt 
auch, wer den Einwänden der Behörden oder der Gegenpartei durch eine Projektänderung 
Rechnung trägt. Im vorliegenden Verfahren haben die Beschwerdeführenden mit ihrer 
Beschwerde die Stützmauer gerügt. Gestützt auf eine summarische Prüfung des Rechtsamts der 
BVD sowie nach Vorliegen des Fachberichts des AGR, Abteilung Bauen, vom 4. August 2020 hat 
die Beschwerdegegnerschaft eine Projektänderung eingereicht und damit eine Änderung der 
Mauer bei der Rampe/Zufahrt vorgenommen. Die Beschwerdegegnerschaft gilt in diesem Punkt 
als unterliegend. Im Übrigen wird der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramts 
Oberaargau vom 2. Februar 2021 bestätigt. Diesbezüglich gelten die Beschwerdeführenden als 
unterliegend. Bei diesem 
Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, der Beschwerdegegnerschaft ein Drittel der 
Verfahrenskosten, ausmachend CHF 700.00, zur Bezahlung aufzuerlegen. Auf die 
Beschwerdeführenden entfallen zwei Drittel der Verfahrenskosten. Demnach werden ihnen 
Verfahrenskosten im Betrag von CHF 1400.00 zur Bezahlung auferlegt. Die Parteien haften für 
die ihnen auferlegten Verfahrenskosten je solidarisch (Art. 106 VRPG).

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder Wett-
schlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Wie bereits ausgeführt, unterliegen die Beschwerdeführenden 
zu zwei Drittel. Sie haben daher der Beschwerdegegnerschaft zwei Drittel der Parteikosten zu 
ersetzen. Die Beschwerdegegnerschaft unterliegt zu einem Drittel, weshalb sie den 
Beschwerdeführenden ein Drittel ihrer Parteikosten zu ersetzen haben.

Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden Aufwand 
(Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Kostennote der Beschwerdeführenden von CHF 2190.20 gibt zu 
keinen Bemerkungen Anlass. Die Kostennote des Anwalts der Beschwerdegegnerschaft beläuft 
sich auch CHF 3388.35 (Honorar CHF 3100.00, Auslagen CHF 46.10, Mehrwertsteuer 
CHF 242.25). Die Beschwerdegegnerschaft war zu Beginn des Beschwerdeverfahrens nicht 
anwaltlich vertreten. Erst nach Abschluss des ersten Schriftenwechsels erfolgte die 
Mandatsanzeige. Im weiteren Beschwerdeverfahren hat der Anwalt der Beschwerdegegnerschaft 
eine Stellungnahme zur summarischen Prüfung des Rechtsamts sowie ein Schreiben mit der 
Projektänderung und ein weiteres Schreiben mit der Bestätigung der bisherigen Ausführungen 
eingereicht. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Honorar von CHF 2000.00 als angemessen. 
Die Parteikosten der Beschwerdegegnerschaft betragen demnach CHF 2203.65 (Honorar 
CHF 2000.00, Auslagen CHF 46.10, Mehrwertsteuer CHF 157.55).

33 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
34 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerschaft zwei Drittel ihrer Parteikosten, 
ausmachend CHF 1469.10 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen. Die 
Beschwerdegegnerschaft hat den Beschwerdeführenden ein Drittel ihrer Parteikosten, 
ausmachend CHF 730.05 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen. 

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III. Entscheid

1. Die Projektänderung vom 31. August 2021 wird bewilligt gemäss nachfolgenden Plänen:
- Umgebungsplan 1:200
- Südostfassade 1:100
- Südwestfassade 1:100
alle vom 30. August 2021, gestempelt vom Rechtsamt der BVD am 1. September 2021.

Im Übrigen wird der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramts Oberaargau vom 
2. Februar 2021 bestätigt und die Beschwerde abgewiesen.

2. a) Den Beschwerdeführenden werden Verfahrenskosten im Umfang von CHF 1400.00 
zur Bezahlung auferlegt. Sie haften solidarisch für diesen Betrag. Eine separate 
Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

b) Der Beschwerdegegnerschaft werden Verfahrenskosten im Umfang von CHF 700.00 
zur Bezahlung auferlegt. Sie haften solidarisch für diesen Betrag. Eine separate 
Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. a) Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerschaft Parteikosten im 
Umfang von CHF 1469.10 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

b) Die Beschwerdegegnerschaft hat den Beschwerdeführenden Parteikosten im Umfang 
von CHF 730.05 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen. 

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt B.________, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Oberaargau, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Madiswil, Bauverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.