# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70bbd353-b8ce-5af7-8291-fa7085f4721d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 11.07.2018 ZK1 2017 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-66_2018-07-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 11. Juli 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 66          24. Juli 2018

(Mit Urteil 5A_769/2018 vom 14. März 2019 ist das Bundesgericht auf die gegen die-
ses Urteil erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Schnyder
Richter Pedrotti und Brunner
Aktuarin ad hoc Riesen-Ryser

In der zivilrechtlichen Berufung

der X._____, Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Erich Vogel, Bahnhofstrasse 56, 7302 Landquart,

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Imboden vom 15. November 2016, mitgeteilt am 
6. April 2017, in Sachen der Klägerin und Berufungsklägerin gegen Y._____ und 
Z._____, Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Sandro Pa-
tuzzo, via Nassa 25 / riva Vincenzo Vela 12, 6900 Lugano,

betreffend Besitzesschutz, Eigentumsfreiheitsklage,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ ist Alleineigentümerin der Parzelle Nr. Z.2_____, einem Grundstück 
mit 5 m2 Grundstückfläche, sowie Miteigentümerin im Umfang von 2/100 an dem 
daran anschliessenden Grundstück Nr. Z.3 _____, einer Zufahrtsstrasse mit einer 
Gesamtfläche von 122 m2, beides Plan _____, B._____, Grundbuch O.1_____. 
Darüber hinaus verfügt sie über eine Personaldienstbarkeit in Form eines alleinigen, 
übertragbaren und vererblichen Benützungsrechts am Aussenabstellplatz AP5 mit 
entsprechendem Fuss- und Fahrwegrecht zu Lasten von Parzelle Nr. Z.4_____ (zwei 
Mehrfamilienhäuser mit 1‘801 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung, Plan 
_____, B._____, Grundbuch O.1_____), die an die Parzelle Nr. _____ anschliesst.

Y._____ und Z._____ sind Eigentümer der Parzelle Nr. Z.5_____, einem bebauten 
Grundstück, das an die Parzelle Nr. Z.4_____ angrenzt, sowie Dienstbarkeitsberech-
tigte bezüglich eines Fuss- und Fahrwegrechts zu Lasten der bereits erwähnten Par-
zelle Nr. Z.4_____, beides Plan _____, B._____, Grundbuch O.1_____. Ferner steht 
ihnen ein Benutzungsrecht an einer auf Parzelle Nr. Z.6_____ befindlichen Garage 
zu.

B. Mit Eingabe vom 11. Juli 2014 beantragte X._____ beim Einzelrichter des Be-
zirksgerichts Imboden den Erlass eines gerichtlichen Verbots im Sinne von Art. 258 
ZPO. Das Gesuch wurde mit Entscheid vom 23. Juli 2014, mitgeteilt am gleichen 
Tag, gutgeheissen und das gerichtliche Verbot wie folgt im Amtsblatt des Kantons 
Graubünden vom 31. Juli 2014 publiziert:

„Das Begehen und das Befahren sowie das Abstellen und Parkieren von 
Fahrzeugen aller Art auf den Liegenschaften Nr. Z.3_____ und Z.2_____ so-
wie auf dem Aussenabstellplatz AP5 und dessen Zufahrt auf der Liegenschaft 
Nr. Z.4_____, alle Plan _____, B._____, Grundbuch O.1_____, ist für Unbe-
rechtigte gerichtlich verboten. Widerhandlungen können auf Antrag mit Busse 
bis zu CHF 2‘000.00 bestraft werden.“

C. Gegen dieses gerichtliche Verbot reichten Y._____ und Z._____mit Eingabe 
vom 27. September 2014 fristgerecht Einsprache ein. In der Folge stellte X._____ am 
1. Oktober 2014 beim Vermittleramt des Bezirks Imboden ein Schlichtungsgesuch. 
An der Schlichtungsverhandlung vom 28. Oktober 2014 konnten sich die Parteien 
nicht einigen, weshalb X._____ am 3. November 2014 die Klagebewilligung bezog. 
Diese enthält folgende Rechtsbegehren:

Klagende Partei:

1. Die Einsprache der Beklagten vom 27. September 2014 (Postaufgabe 29. 
September 2014) gegen das am 31. Juli 2014 im Kantonsamtsblatt Nr. 31 
vom 31. Juli 2014 publizierte gerichtliche Verbot der Klägerin sei aufzu-
heben.

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2. Den Beklagten sei das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art 
auf der Liegenschaft Nr. Z.3_____ und das Begehen und Befahren sowie 
das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Liegen-
schaft Nr. Z.2 _____ sowie auf dem Aussenabstellplatz AP5 und dessen 
Zufahrt auf der Liegenschaft Nr. Z.4_____, alle Plan _____, B._____, 
Grundbuch O.1_____, zu verbieten.

3. Das gerichtliche Verbot gemäss Ziff. 2 hiervor sei im Falle der Wider-
handlung unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB bzw. Art. 258 Abs. 
1 ZPO anzuordnen.

4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Beklagten.

Beklagte Partei:

1. Abweisung der Klage.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.

D. Mit Klageschrift vom 23. Januar 2015 prosequierte X._____ die Klagebewilli-
gung rechtzeitig an das Bezirksgericht Imboden. Das Rechtsbegehren liess sie dabei 
weitestgehend unverändert, einzig bezüglich der Kosten- und Entschädigungsfolgen 
verlangte sie eine solidarische Überbindung an Y._____ und Z._____. Am 16. März 
2015 reichten Y._____ und Z._____ ihre Klageantwort in italienischer Sprache ein. 
Das Bezirksgericht Imboden retournierte die Eingabe am 23. März 2015 mit dem 
Hinweis, dass im Bezirk Imboden die Amtssprachen Deutsch und Romanisch gelten 
würden. Gleichzeitig verfügte die Bezirksgerichtsvizepräsidentin Imboden, dass das 
Verfahren in Deutsch geführt werde, und sie setzte Y._____ und Z._____ Frist an, 
die Eingabe in Deutsch einzureichen. Dieser Aufforderung kamen Y._____ und 
Z._____ am 27. April 2015 und damit rechtzeitig nach. Das Rechtsbegehren ent-
sprach dabei der Klagebewilligung. Die Replik datiert vom 19. Juni 2015, die Duplik 
vom 31. August 2015. Beide Parteien hielten in ihren jeweiligen Rechtsschriften an 
ihren Rechtsbegehren fest. 

E. Am 20. Juli 2016, mitgeteilt am selben Tag, erliess die Bezirksgerichtsvizeprä-
sidentin Imboden die Beweisverfügung. Sie erklärte die eingereichten Urkunden als 
relevant und ordnete von Amtes wegen einen Augenschein an betreffend Grösse 
und Lage der in Frage stehenden Parzellen Nr. Z.3_____, Nr. Z.2 _____ und Nr. 
Z.4_____ mit Aussenparkplatz Nr. 5 sowie die dortige Verkehrssituation. Schliesslich 
wies sie darauf hin, dass über die Durchführung einer Parteibefragung an der Haupt-
verhandlung entschieden werde. Die Beweisverfügung blieb unangefochten. 

F. Anlässlich des Augenscheins am 15. November 2016 waren neben dem Be-
zirksgericht Imboden in Fünferbesetzung X._____ in Begleitung ihres Ehemannes, 
ihr Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Erich Vogel, sowie Y._____ anwesend. Da 
neben dem vorliegenden Verfahren am Bezirksgericht Imboden ein weiteres Verfah-

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ren bezüglich des von X._____ erwirkten gerichtlichen Verbots geführt wurde, näm-
lich ein Verfahren zwischen X._____ und A._____, in dem ebenfalls ein Augenschein 
angeordnet worden war, nahm am 15. November 2016 auch A._____ am Augen-
schein teil. Alle Parteien erhielten Gelegenheit, sich zu dem sie betreffenden Sach-
verhalt zu äussern. Im Anschluss an den Augenschein fand die Hauptverhandlung, 
welche beide Verfahren umfasste, vor dem Bezirksgericht Imboden statt; es nahmen 
die bereits erwähnten Personen und Z._____ teil.

Mit Entscheid vom 15. November 2016, mitgeteilt am 6. April 2017, erkannte das Be-
zirksgericht Imboden in vorliegendem Verfahren:

1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird es Y._____ und 
Z._____gerichtlich verboten, den auf der Liegenschaft Nr.Z.4 _____, Plan 
Nr. _____ (B._____, O.1_____) sich befindlichen Aussenabstellplatz Nr. 
5 zu begehen, zu befahren, darauf Fahrzeuge abzustellen und zu parkie-
ren.

2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 4‘500.00 gehen zu Lasten der 
Klägerin. Sie werden ab dem von X._____ geleisteten Kostenvor-
schuss von CHF 5‘000.00 bezogen, unter Erstattung des Restbetra-
ges von CHF 500.00 nach Rechtskraft des Urteils und nach Vorlage 
eines Einzahlungsscheins.

b) Die Klägerin wird zudem verpflichtet, die Beklagten nach Massgabe 
von Art. 111 Abs. 2 ZPO ausseramtlich mit CHF 5‘000.00 (inkl. 
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4. a) (Rechtsmittelbelehrung.)

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid.)

5. (Mitteilung.)

G. Gegen diesen Entscheid führt X._____ mit Eingabe vom 20. Mai 2017 Beru-
fung beim Kantonsgericht von Graubünden. Sie beantragt:

1. Ziff. 2 und Ziff. 3 des Entscheids des Bezirksgerichts Imboden vom 15. 
November 2016 (Proz.Nr. Z.1_____) seien aufzuheben.

2. Die Einsprache der Beklagten bzw. Berufungsbeklagten vom 27. Sep-
tember 2014 (Postaufgabe am 29. September 2014) gegen das am 31. 
Juli 2014 im Kantonsamtsblatt Nr. 31 vom 31. Juli 2014 publizierte ge-
richtliche Verbot der Klägerin bzw. Berufungsklägerin sei aufzuheben.

3. Den Beklagten bzw. Berufungsbeklagten sei das Abstellen und Parkieren 
von Fahrzeugen aller Art auf der Liegenschaft Nr. Z.3_____ und das Be-
gehen und Befahren sowie das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen 
aller Art auf der Liegenschaft Nr. Z.2_____, alle Plan _____, B._____, 
Grundbuch O.1_____, zu verbieten.

4. Das gerichtliche Verbot gemäss Ziff. 3 hiervor sei im Falle der Wider-
handlung unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB bzw. 258 Abs. 1 
ZPO anzuordnen.

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5. Unter vollumfänglicher solidarischer Kosten und Entschädigungsfolge für 
beide Instanzen zu Lasten der Beklagten bzw. Berufungsbeklagten.

Mit Eingabe vom 12. Juni 2017 verzichteten Y._____ und Z._____ auf die Einrei-
chung einer Berufungsantwort.

H. Mit Schreiben vom 5. Februar 2018 gab der Vorsitzende der I. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts Graubünden den Parteien Gelegenheit, zur Frage des Streitwer-
tes Stellung zu nehmen, woraufhin sich Y._____ und Z._____ am 12. Februar 2018 
und X._____ am 21. Februar 2018 vernehmen liessen.

I. Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen in 
den Rechtsschriften und Stellungnahmen wird, soweit erforderlich, im Folgenden 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen 
Entscheid in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit, welcher mit Berufung ange-
fochten werden kann, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren mindestens CHF 10‘000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Massgebend ist 
dabei der Streitwert, welcher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des erstin-
stanzlichen Urteils noch streitig war (Martin H. Sterchi, in: Berner Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Bern 2012, N 29 ff. zu Art. 308 ZPO; Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, N 39 f. zu Art. 
308 ZPO; Karl Spühler, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. 
Auflage, Basel 2017, N 9 zu Art. 308 ZPO; Myriam A. Gehri, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Zürich 2010, N 6 zu Art. 308 ZPO; 
Kurt Blickenstorfer, in: Brunner/Gasser/Schwander, Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2016, N 30 zu Art. 308 ZPO). Vorliegend ver-
langte die Berufungsklägerin vor der Urteilsfällung der Vorinstanz die Aufhebung der 
Einsprache der Berufungsbeklagten gegen das von der Berufungsklägerin erwirkte 
gerichtliche Verbot sowie das Aussprechen verschiedener Verbote mitsamt Strafan-
drohung durch das Gericht. Die Berufungsbeklagten hielten an ihrer Einsprache fest 
und lehnten die beantragten Verbote ab. Damit lauteten die Rechtsbegehren nicht 
auf eine bestimmte Summe. Gemäss Gesetz hat in einem solchen Fall das Gericht 
den Streitwert festzusetzen, sofern sich die Parteien darüber nicht einig sind oder 
ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (vgl. Art. 91 Abs. 2 ZPO). Aus Art. 91 Abs. 
2 ZPO ergibt sich, dass es primär Sache der Parteien ist, den Streitwert zu bestim-

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men. Art. 221 Abs. 1 lit. c ZPO hält denn auch fest, dass der Streitwert in der Klage 
anzugeben ist. Für die Klageantwort gilt Art. 221 ZPO sinngemäss (Art. 222 Abs. 2 
ZPO). Das heisst, die beklagte Partei muss den in der Klage angegebenen Streitwert 
substanziiert bestreiten. Äussert sie sich nicht dazu beziehungsweise erfolgt lediglich 
eine pauschale Bestreitung mit einer Floskel, ist der von der Klägerschaft angegebe-
ne Streitwert anerkannt und liegt eine stillschweigende Einigung der Parteien auf 
diesen Wert vor (vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 4A_83/2016 vom 
22. September 2016 E. 4.4 mit Hinweisen). Das Gericht hat den Parteien Gelegen-
heit zu geben, sich zum Streitwert zu äussern, falls sie das nicht bereits in der Klage 
und Klageantwort tun. Wenn sich die Parteien nicht einigen, so muss das angerufene 
Gericht den Streitwert festsetzen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 4A_119/2011 
vom 28. Juni 2011 E. 1.6). In den vorinstanzlichen Rechtsschriften haben die Partei-
en die Frage diskutiert, ob die Sache im ordentlichen oder im vereinfachten Verfah-
ren zu behandeln sei. Dabei haben sie sich – selbstredend – auch zum Streitwert 
geäussert. Während die Berufungsklägerin geltend gemacht hat, der Streitwert liege 
zweifellos über CHF 30‘000.00, haben die Berufungsbeklagten dagegen gehalten, 
der Streitwert übersteige keinesfalls CHF 30‘000.00. Eine Einigung der Parteien über 
den Streitwert hat mithin nicht vorgelegen. Es wäre daher an der Vorinstanz gewe-
sen, den Streitwert festzulegen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die 
Frage des Streitwertes nicht thematisiert; es finden sich jedenfalls keine Erwägungen 
dazu. Sie hat den Streitwert in der Folge im angefochtenen Urteil auch nicht festge-
stellt, obwohl es sich vorliegend um eine vermögensrechtliche Streitsache handelt. 
Einzig die Tatsache, dass die Klage im ordentlichen Verfahren behandelt worden ist, 
kann als Hinweis gewertet werden, dass die Vorinstanz wohl von einem Streitwert 
von mehr als CHF 30‘000.00 ausgegangen ist. Wie sie dazu gekommen ist und wel-
chen Streitwert sie konkret angenommen hat, ergibt sich aus dem angefochtenen 
Entscheid jedoch nicht. Für das Berufungsverfahren ist es nun an der I. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts, den Streitwert festzusetzen (vgl. auch Art. 112 Abs. 1 lit. d 
BGG). Der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin ist im Berufungsverfahren in seiner 
Stellungnahme zum Streitwert mit Verweis auf die Replik im vorinstanzlichen Verfah-
ren davon ausgegangen, dieser liege über CHF 30‘000.00. Der Rechtsvertreter der 
Berufungsbeklagten hat in seiner Stellungnahme ausgeführt, der Streitwert könne 
kaum über CHF 5‘000.00 liegen, da es sich um ein Durchfahrverbot oder Parkverbot 
auf einer dreieckigen Fläche von 5 m2 (Grundstück Parz. Nr. Z.2_____) handle, das 
sich mitten in der Strasse Parz. Nr. Z.3_____ befinde und deren Bestandteil sei, auf 
welcher Strassenparzelle die Berufungsbeklagten als Dienstbarkeitsberechtigte ein 
Fuss- und Fahrwegrecht besitzen würden.

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Den Ausführungen der Berufungsbeklagten kann nicht zugestimmt werden. Es trifft 
zwar zu, dass sie ein Fuss- und Fahrwegrecht auf der Strassenparzelle Nr. Z.3_____ 
besitzen (Akten der Vorinstanz, act. II/3, S. 2). Die Parzelle Nr. Z.2_____ ist jedoch 
kein Bestandteil dieser Strassenparzelle. Sie ist klarerweise ein eigenständiges 
Grundstück (Akten der Vorinstanz, act. II/4). Das auf der Strassenparzelle lastende 
Fuss- und Fahrwegrecht zu Gunsten des Grundstücks der Berufungsbeklagten er-
fasst die Parzelle Nr. Z.2_____ daher nicht. Weiter ist entgegen den Ausführungen 
der Berufungsbeklagten festzustellen, dass es vorliegend nicht allein um die Parzelle 
Nr. Z.2_____ geht. Vielmehr hat die Berufungsklägerin bereits im vorinstanzlichen 
Verfahren verlangt, dass gegenüber den Berufungsbeklagten auch mit Bezug auf die 
Parzelle Nr. Z.3_____ ein Verbot ausgesprochen werde, ebenso bezüglich des Aus-
senabstellplatzes AP5 und dessen Zufahrt auf der Parzelle Nr. Z.4_____. Im Zeit-
punkt der Urteilsfällung durch die Vorinstanz waren davon die Verbote bezüglich der 
Parzellen Nr. Z.3_____ und Nr. Z.2_____ noch strittig. Es geht damit vorliegend nicht 
allein um Parzelle Nr. Z.2_____. 

Die Berufungsklägerin wiederum hat in ihrer Stellungnahme zur Frage des Streitwer-
tes für die Begründung ihrer Auffassung, dass der Streitwert über CHF 30‘000.00 
liege, auf ihre Replik im vorinstanzlichen Verfahren verwiesen. Dies genügt nicht. Die 
Parteien haben ihre Argumente im Berufungsverfahren vielmehr in den Eingaben 
selbst vorzutragen. Für die Berufungsschrift hält dies Art. 311 Abs. 1 ZPO ausdrück-
lich fest. Es gilt aber auch für Stellungnahmen, die das Berufungsgericht einfordert, 
denn es ist kein Grund ersichtlich, an diese weniger hohe Anforderungen zu stellen 
als an Berufung, Berufungsantwort, Replik, Duplik etc., erhalten die Parteien mit der 
Möglichkeit einer Stellungnahme doch Gelegenheit, sich ebenso zu für die Beurtei-
lung der Berufung relevanten Fragen zu äussern. Daher genügt es auch in einer 
Stellungnahme nicht, für die Begründung auf andere Schriftsätze zu verweisen, ohne 
die entsprechenden Argumente in der Stellungnahme selbst zu wiederholen. Es ist 
nicht Aufgabe des Gerichts, die Argumente, die für den Standpunkt einer Partei spre-
chen oder sprechen könnten, in verschiedenen Dokumenten zusammenzusuchen. 
Der Verweis der Berufungsklägerin auf ihre Ausführungen in der Replik im vorin-
stanzlichen Verfahren genügt daher den Begründungsanforderungen im Berufungs-
verfahren nicht und die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts hat sich mit den Aus-
führungen in der Replik aus dem Verfahren vor der Vorinstanz nicht zu befassen. 
Selbst wenn die Argumente aber überprüft werden müssten, vermöchten sie nicht zu 
überzeugen. Wie die Kosten der aufwändigeren Baulogistik beim Bau des Hauses 
der Berufungsbeklagten auf ihrer Parzelle Nr. Z.5_____ sowie allfällige Schäden an 
der Zufahrtsstrasse Parzelle Nr. Z.3_____ den Streitwert beeinflussen könnten, wäre 
schlicht nicht ersichtlich. Dies insbesondere untere Berücksichtigung, dass die Beru-

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fungsbeklagten unabhängig vom von der Berufungsklägerin beantragten Verbot kein 
dingliches oder obligatorisches Recht besitzen, die Parzellen Nr. Z.2_____ und Nr. 
Z.4_____ samt Aussenabstellplatz AP5 zu benutzen (vgl. Erwägung 5) und auf der 
Parzelle Nr. Z.3_____ zu Gunsten der Parzelle Nr. Z.5_____ der Berufungsbeklagten 
zwar eine Dienstbarkeit in Form eines Fuss- und Fahrwegrechts lastet (Akten der 
Vorinstanz, act. II/3, S. 2 unten), diese aber jedenfalls ein Parkieren nicht erlaubt. 
Insoweit würden die von der Berufungsklägerin beantragten Verbote kaum etwas 
verbieten, was die Berufungsbeklagten rechtlich gesehen auch so schon nicht dür-
fen. Eine aufwändigere Baulogistik, weil die Parzellen Nr. Z.2_____ und Nr. 
Z.4_____ nicht benutzt werden dürfen, hätte daher grundsätzlich nichts mit den vor-
liegend beim Entscheid der Vorinstanz strittigen Punkten zu tun. Dasselbe wäre be-
züglich allfälliger Schäden an der Strassenparzelle Nr. Z.3_____ zu sagen, die die 
Berufungsklägerin durch den Baustellenverkehr als möglich erachtet. Sie würden den 
Streitwert offensichtlich nicht beeinflussen. Schliesslich wäre auch das Argument der 
Berufungsklägerin, dass der Betrag von CHF 30‘000.00 ohnehin überschritten werde, 
zumal eine über mehrere Generationen dauernde direkte und sich in einem hochwer-
tigen Ausbaustandard befindliche Zufahrtsmöglichkeit zur eigenen Liegenschaft ei-
nen weit höheren Wert aufweise, zurückzuweisen, wie sich aus den nachfolgenden 
Überlegungen ergibt. 

Bei der Berechnung des Streitwerts einer Unterlassungsklage ist der Wert der Klage 
für die Klagepartei massgeblich, und nicht etwa die Kosten oder der entgangene 
Gewinn des Beklagten bei der Befolgung oder Vollstreckung des gutheissenden Ur-
teils (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich LK040004/U vom 8. September 
2005 E. III./1). Vorliegend ist daher für die Festlegung des Streitwertes der durch die 
Behinderung, die durch die Unterlassungsklage beseitigt werden soll, eingetretene 
Wertverlust für die Berufungsklägerin massgeblich. Bei einer Strasse beziehungs-
weise einem Grundstück, das keine andere Nutzung hat, als begangen oder befah-
ren zu werden, ist in erster Linie darauf abzustellen, um wie viel der Wert der da-
durch erschlossenen Grundstücke beeinträchtigt wird. Der Streitwert kann daher vor-
liegend ermittelt werden, indem vom effektiven Interesse der Berufungsklägerin an 
der uneingeschränkten Zufahrt zu ihrem Parkplatz ausgegangen wird. Der Wert des 
Eigentums der Berufungsklägerin an der Parzelle Nr. Z.2_____ sowie zu 2/100 an 
der Strassenparzelle Nr. Z.3_____ kann dahingegen vernachlässigt werden. Um den 
Wert der Benutzung des Parkplatzes für die Berufungsklägerin zu ermitteln, bietet es 
sich an, von den Mietkosten für einen Parkplatz auszugehen. Die Miete für einen 
Aussenparkplatz in der Gemeinde O.1_____ dürfte in der Grössenordnung von CHF 
100.00/Monat liegen, was einem Betrag von CHF 1‘200.00/Jahr entspricht. Kapitali-
siert nach Art. 92 Abs. 1 ZPO ergibt dies einen Wert von CHF 24‘000.00. Der durch 

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die Behinderung – welche durch die Unterlassungsklage beseitigt werden soll – ein-
getretene Wertverlust ist nach richterlichem Ermessen zu schätzen und dürfte in et-
wa bei der Hälfte des Wertes liegen, mithin bei CHF 12‘000.00. Der vorliegend 
massgebliche Streitwert wird daher mit CHF 12‘000.00 beziffert. Er liegt somit über 
dem für die Berufung notwendigen Betrag von CHF 10‘000.00. Der Entscheid der 
Vorinstanz ist mit Berufung anfechtbar. 

b) Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen Ent-
scheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungswei-
se seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und be-
gründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Imboden (seit 
1. Januar 2017: Regionalgericht Imboden) vom 15. November 2016 wurde den Par-
teien am 6. April 2017 begründet mitgeteilt (angefochtener Entscheid, act. B.1) und 
ging der Berufungsklägerin gemäss ihren Angaben in der Berufungsschrift am 7. 
April 2017 zu (act. A.1, S. 3 oben). Die Berufung der Berufungsklägerin erfolgte mit 
Eingabe vom 20. Mai 2017 unter Berücksichtigung des Fristenstillstands über Ostern 
(Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO) fristgerecht. Da die Rechtsschrift zudem den übrigen 
Formerfordernissen entspricht, ist auf die Berufung einzutreten. Die Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungs-
gesetzes zur ZPO (EGzZPO; BR 210.100).

2. Die Berufungsklägerin beantragt in der Berufung, es seien die Ziffern 2 und 3 
des angefochtenen Entscheids aufzuheben. Nachdem die Berufungsbeklagten auf 
eine Berufungsantwort verzichtet und auch keine Anschlussberufung erhoben haben, 
ist Ziffer 1 des vorinstanzlichen Entscheids nicht angefochten worden und damit in 
Rechtskraft erwachsen (vgl. Art. 315 Abs. 1 ZPO). Unter diesen Umständen hat sich 
die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts nicht weiter mit der Frage des Erlasses eines 
Verbots gegenüber den Berufungsbeklagten mit Bezug auf den Aussenparkplatz 
AP5 zu befassen. 

Was nun die Zufahrt zum Aussenparkplatz AP5 auf der Parzelle Nr. Z.4_____ betrifft, 
so bezieht das in Ziffer 1 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids formulierte 
Verbot diese offensichtlich nicht mit ein. Der Wortlaut des Verbots ist diesbezüglich 
klar. Auch die Erwägungen der Vorinstanz sprechen dafür, dass sie für die Zufahrt 
zum Aussenparkplatz AP5 auf der Parzelle Nr. Z.4_____ kein Verbot aussprechen 
wollte. So hat sie festgehalten, dass mit Bezug auf den Aussenparkplatz AP5 seitens 
der Berufungsbeklagten kein Interesse an einer Nutzung ersichtlich sei, noch beste-
he eine irgendwie geartete Notwendigkeit. Dann hat sie weiter ausgeführt: „Der Au-
genschein hat insoweit ein klares Bild ergeben: Wendemanöver beziehungsweise ein 
Aus- oder Einparken durch die Beklagten oder deren Besucher/ Lieferanten sind un-

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ter Inanspruchnahme des Vorplatzes von Parzelle Nr. Z.4_____ möglich; der Ausse-
nabstellplatz AP5 wird dafür nicht benötigt“ (act. B.1, S. 9 lit. d). Indem die Vorinstanz 
davon ausging, dass Wendemanöver beziehungsweise das Aus- oder Einparken un-
ter Inanspruchnahme des Vorplatzes von Parzelle Nr. Z.4_____ möglich seien, hat 
sie klar zu erkennen gegeben, dass sie die Nutzung des Vorplatzes durch die Beru-
fungsbeklagten und deren Besucher beziehungsweise Lieferanten als notwendig und 
möglich erachtete. Das kann nur bedeuten, dass sie auf der Zufahrt zum Aussen-
parkplatz AP5 auf der Parzelle Nr. Z.4_____ kein Verbot aussprechen wollte. 
Gemäss angefochtenem Entscheid hat die Vorinstanz mithin dem Antrag der Beru-
fungsklägerin, den Berufungsbeklagten das Begehen und Befahren sowie das Ab-
stellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Zufahrt zum Aussenabstell-
platz AP5 auf der Parzelle Nr. Z.4_____ zu verbieten, nicht entsprochen. Die Beru-
fungsklägerin hat mit der Berufung zwar die Aufhebung der Ziffer 2 des angefochte-
nen Entscheids verlangt, in welchem die Klage abgewiesen wird, soweit sie über das 
von der Vorinstanz ausgesprochene Verbot bezüglich des Aussenparkplatzes AP5 
hinausgeht, was auch den Antrag bezüglich der Zufahrt zum Aussenabstellplatz AP5 
auf der Parzelle Nr. Z.4_____ betrifft. In der Begründung der Berufung hat die Beru-
fungsklägerin dann aber festgestellt, die Berufung beschränke sich „auf das Abstel-
len und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Liegenschaft Nr. Z.3_____ und 
das Begehen und Befahren sowie das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller 
Art auf der Liegenschaft Nr. Z.2_____“ (act. A.1, S. 3 Ziff. B.1.). Die Berufungskläge-
rin hat damit nicht angefochten, dass die Vorinstanz kein Verbot bezüglich der Zu-
fahrt zum Aussenparkplatz AP5 auf der Parzelle Nr. Z.4_____ ausgesprochen hat. In 
diesem Punkt ist der vorinstanzliche Entscheid mithin ebenso unangefochten geblie-
ben und daher in Rechtskraft erwachsen. Ein Verbot bezüglich der Zufahrt zum Aus-
senparkplatz AP5 auf der Parzelle Nr. Z.4_____ ist folglich nicht Gegenstand des 
vorliegenden Berufungsverfahrens.

3. Gemäss Rechtsbegehren verlangt die Berufungsklägerin in einem ersten 
Punkt, dass die Einsprache der Berufungsbeklagten gegen das von ihr erwirkte ge-
richtliche Verbot aufgehoben werde. Diesem Begehren kann von vornherein nicht 
stattgegeben werden. Offensichtlich unterliegt die Berufungsklägerin dem Irrtum, 
dass die „Anerkennungsklage“, welche zur Durchsetzung eines Verbots gegen einen 
Einsprecher erhoben werden muss und bei der es sich um eine Eigentumsfreiheits- 
oder Besitzesschutzklage handelt, das Verfahren nach Art. 258 ff. ZPO fortsetzt. 
Dem ist aber nicht so. Vielmehr sind das Verfahren nach Art. 258 ff. ZPO, welches zu 
einem gerichtlichen Verbot führt, das sich gegen einen unbekannten Personenkreis 
richtet, und die nach einer Einsprache gegen ein gerichtliches Verbot zu erhebende 
„Anerkennungsklage“, mit welcher ein Verbot gegen den Einsprecher durchgesetzt 

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werden soll, zwei unterschiedliche, von einander unabhängige Verfahren. Das Ver-
fahren betreffend gerichtliches Verbot ist spätestens mit der Einsprache beendet. 
Aufgrund der Einsprache aber wirkt das gerichtliche Verbot gegen den Einsprecher 
nicht (Art. 260 Abs. 2 1. Satz ZPO); das Verbot ist unmittelbar ex lege im Verhältnis 
zum Einsprecher hinfällig. Gegenüber dem Einsprecher zeigt sich die Rechtslage 
damit so, wie wenn kein Verfahren nach Art. 258 ff. ZPO durchgeführt worden wäre. 
Will der Gesuchsteller ein Verbot auch gegenüber dem Einsprecher durchsetzen, hat 
er ein neues, von Art. 258 ff. ZPO völlig unabhängiges Eigentumsfreiheits- oder Be-
sitzesschutzverfahren zu instanzieren. Der in Art. 260 Abs. 2 2. Satz ZPO enthaltene 
Hinweis, dass bei einer Einsprache zur Durchsetzung des Verbots – gegenüber dem 
Einsprecher – beim Gericht Klage zu erheben sei, hält lediglich eine verfahrensrecht-
liche Selbstverständlichkeit fest und ist keinesfalls als Anhaltspunkt dafür zu sehen, 
dass das Verfahren gemäss Art. 258 ff. ZPO mit einer Klage weiterzuführen sei. Der 
Gesuchsteller hat mithin nach einer Einsprache gegen ein gerichtliches Verbot eine 
Klage im ordentlichen beziehungsweise vereinfachten (bei Vorliegen der Vorausset-
zungen sogar summarischen) Verfahren anzuheben, will er auch gegen den Ein-
sprecher ein Verbot erwirken. Dringt er mit seiner Klage durch, so wird vom Gericht 
gegenüber dem Einsprecher ein Verbot ausgesprochen. Es wird nicht das gerichtli-
che Verbot gemäss Art. 258 ff. ZPO bestätigt, sondern das Urteil enthält ein ei-
genständiges, vom gerichtlichen Verbot unabhängiges Verbot, das allein gegenüber 
dem Einsprecher wirkt. Damit aber besteht keine rechtliche Grundlage, die Einspra-
che gegen ein gerichtliches Verbot aufzuheben. Auf den Antrag der Berufungskläge-
rin, die Einsprache des Berufungsbeklagten gegen das von ihr erwirkte gerichtliche 
Verbot aufzuheben, wird daher nicht eingetreten.

4. Mit Bezug auf die Parzelle Nr. Z.3_____ verlangt die Berufungsklägerin, es sei 
den Berufungsbeklagten zu verbieten, auf dieser Parzelle Fahrzeuge aller Art abzu-
stellen und zu parkieren. In der Berufung führt sie aus, die Behauptung der Vor-
instanz, es sei ein „eigentliches Abstellen“ nicht zu erwarten, beruhe auf Vermutun-
gen und Spekulationen. Gemäss Art. 648 Abs. 1 ZGB dürfe jeder Miteigentümer die 
Sache insoweit vertreten, gebrauchen und nutzen, als es mit den Rechten der ande-
ren verträglich sei. Als Korrelat dazu verlange Art. 737 ZGB, dass der Dienstbar-
keitsberechtigte sein Recht möglichst schonend ausübe und er [recte: der Dienstbar-
keitsbelastete] nichts unternehme, was die Ausübung der Dienstbarkeit verhindere 
oder erschwere. Ein dauerhaftes Abstellen und Parkieren widerspreche nicht nur die-
sem gesetzlichen Anspruch, sondern ebenso der Zweckbestimmung der Strassenpa-
rzelle Nr. Z.3_____ mit einer Breite von 2.75 m – 3.0 m. Offensichtlich seien derartige 
Handlungen nicht mit den Rechten der übrigen Miteigentümer und Dienstbarkeitsbe-

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rechtigten vereinbar. Indem die Vorinstanz diesen Rechtsanspruch der Berufungs-
klägerin und der weiteren Miteigentümer negiere, handle sie rechtswidrig.

Die Berufungsklägerin behauptet nicht, dass die Berufungsbeklagten Fahrzeuge auf 
der Parzelle Nr. Z.3_____ abstellen oder parkieren und damit das Eigentum der Mit-
eigentümer stören beziehungsweise das Ausüben der Dienstbarkeit für andere 
Dienstbarkeitsberechtigte erschweren oder verunmöglichen würden oder dass mit 
entsprechenden Handlungen der Berufungsbeklagten in naher Zukunft zu rechnen 
sei, geschweige denn belegt sie Entsprechendes. Allein aus dem Hinweis, dass die 
Berufungsbeklagten als Dienstbarkeitsberechtigte nicht befugt seien, Fahrzeuge auf 
der Parzelle Nr. Z.3_____ abzustellen und zu parkieren, lässt sich nicht ableiten, die 
Berufungsbeklagten würden genau dies tun beziehungsweise es sei zu befürchten, 
sie würden dies in Zukunft tun. Bereits im vorinstanzlichen Verfahren hat es die Beru-
fungsklägerin mit Bezug auf die Parzelle Nr. Z.3_____ unterlassen, eine (aktuell be-
stehende oder konkret drohende) Störung ihres Eigentums durch die Berufungsbe-
klagten zu behaupten und zu belegen. Das Gericht kann jedoch kein Verbot aus-
sprechen, wo keine Besitzes- oder Eigentumsstörung besteht oder konkret droht. 
Denn der Eigentümer hat offensichtlich kein schützenswertes Interesse, eine Besit-
zes- oder Eigentumsstörung mit einem Verbot abzuwehren beziehungsweise zu ver-
hindern, wenn eine (gegenwärtige oder in naher Zukunft zu erwartende) Störung 
nicht einmal behauptet ist. Man kann ein gerichtliches Verbot nicht gewissermassen 
„auf Vorrat“ oder vorsorglich erwirken. Fehlt aber ein schützenswertes Interesse, so 
ist die Prozessvoraussetzung des Rechtsschutzinteresses (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO) 
nicht gegeben. Prozessvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen (Art. 60 
ZPO), und zwar in jedem Prozessstadium (BGE 130 III 430 E. 3.1), also auch noch 
im Rechtsmittelverfahren (vgl. Simon Zingg, in: Berner Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, Bern 2012, N 34 zu Art. 60 ZPO; PKG 2009 Nr. 4). Steht fest, 
dass eine Prozessvoraussetzung fehlt, darf zur Sache nicht verhandelt werden und 
es ergeht ein Nichteintretensentscheid (Urteil des Bundesgerichts 4A_229/2017 vom 
7. Dezember 2017 E. 3.2). Der Umstand, dass die Berufungsklägerin im erstinstanz-
lichen Verfahren kein schützenswertes Interesse am Erlass eines Verbots bezüglich 
der Parzelle Nr. Z.3_____ behauptet hat, weshalb kein Rechtsschutzinteresse gege-
ben ist und es damit an einer Prozessvoraussetzung fehlt, ist mithin auch im vorlie-
genden Berufungsverfahren zu beachten. Auf die Klage kann nicht eingetreten wer-
den, soweit beantragt wird, es sei den Berufungsbeklagten zu verbieten, auf der Par-
zelle Nr. Z.3_____ Fahrzeuge aller Art abzustellen und zu parkieren. Nachdem die 
Vorinstanz den entsprechenden Antrag der Berufungsklägerin materiell beurteilt und 
abgewiesen hat, ist davon auszugehen, dass sie vom Vorliegen eines Rechtsschut-
zinteresses ausgegangen ist. Es hat sich nun aber gezeigt, dass dem nicht so ist. 

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Weil Prozessvoraussetzungen in jedem Prozessstadium von Amtes wegen zu prüfen 
sind, ist der angefochtene Entscheid in diesem Punkt ex officio zu korrigieren und ins 
Dispositiv des vorliegenden Urteils ist aufzunehmen, dass auf die Klage in diesem 
Punkt nicht eingetreten werden kann.

Da es die Berufungsklägerin bereits im erstinstanzlichen Verfahren versäumt hat, ein 
schützenswertes Interesse daran zu behaupten, dass den Berufungsbeklagten ver-
boten werde, Fahrzeuge aller Art auf der Parzelle Nr. Z.3_____ abzustellen oder zu 
parkieren, kann in diesem Punkt wegen fehlenden Rechtsschutzinteresses auf die 
Klage nicht eingetreten werden. Auch im Berufungsverfahren bringt die Berufungs-
klägerin keine Behauptung vor, wonach die Berufungsbeklagten Fahrzeuge auf der 
Parzelle Nr. Z.3_____ abstellen oder parkieren würden,  beziehungsweise dass da-
mit zu rechnen sei, sie würden dies in naher Zukunft tun. Die Berufungsklägerin 
kommt in diesem Punkt der in Art. 311 Abs. 1 ZPO statuierten Begründungspflicht 
nicht nach, was dazu führt, dass auf ihre entsprechenden Anträge nicht eingetreten 
werden kann (BGE 138 III 374).

Im Übrigen könnte die Klage in diesem Punkt auch materiell nicht gutgeheissen wer-
den, weil eine (aktuell bestehende oder in naher Zukunft drohende) Störung nicht 
nachgewiesen ist. Denn die (bestehende oder zukünftige) Störung gehört zum Klage-
fundament einer jeden Eigentumsfreiheits- oder Besitzesschutzklage (vgl. Art. 641 
Abs. 2 ZGB; Art. 928 Abs. 2 ZGB). Fehlt der Nachweis einer bestehenden oder in 
naher Zukunft drohenden Störung, so ist die Klage abzuweisen. Nachdem die Beru-
fungsklägerin das Vorliegen einer bestehenden oder zukünftigen Störung, die den 
Berufungsbeklagten anzulasten wäre, nicht nachgewiesen hat, müsste ihre Klage 
bezüglich des für die Parzelle Nr. Z.3_____ beantragten Verbots abgewiesen wer-
den, selbst wenn auf den Antrag eingetreten werden könnte. 

5. Was nun die Parzelle Nr. Z.2_____ betrifft, so hat die Berufungsklägerin in der 
Replik im vorinstanzlichen Verfahren behauptet, die Berufungsbeklagten würden das 
Grundstück regelmässig befahren (Akten der Vorinstanz, act. I/4, S. 7 oben). Die Be-
rufungsbeklagten wiederum haben dies in der Duplik nicht bestritten (Akten der Vor-
instanz, act. I/5). In der Klageantwort wiederum haben die Berufungsbeklagten selbst 
ausgeführt, da die Parzelle Nr. Z.2_____ nicht von der Zufahrtsstrasse Parzelle Nr. 
Z.3_____ unterschieden werden könne, könne versehentlich ein Benutzer „eventuell 
unvermeidbar Parz. Nr. Z.2_____ berühren“ (Akten der Vorinstanz, act. I/3b, S. 3 Ziff. 
4.2.1 in fine). Damit gestehen sie zu, dass es geschehen kann, dass Benutzer der 
Parzelle Nr. Z.3_____, mithin auch sie selbst, die Parzelle Nr. Z.2_____ benutzen. 
Zudem hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid festgestellt, der Augenschein 
habe ergeben, dass es aufgrund der Lage der Parzelle Nr. Z.2_____ durchaus vor-

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kommen könne, dass im Zuge des Ein- und Ausparkierens von Fahrzeugen oder 
auch im Zuge von Anlieferungen ein Befahren und – kurzzeitiges – Abstellen darauf 
stattfinde; gerade die besondere Lage dieses eigentlichen Miniaturgrundstückes 
bringe es mit sich, dass die Berufungsbeklagten im Zusammenhang mit der Nutzung 
ihrer Parzelle Nr. Z.5_____ immer wieder damit in Berührung kämen (act. B.1, S. 6 
unten und S. 7 oben; vgl. auch die bereits zitierte Feststellung der Vorinstanz, dass 
gemäss Augenschein Wendemanöver beziehungsweise ein Aus- oder Einparken 
durch die Berufungsbeklagten oder deren Besucher/Lieferanten unter Inanspruch-
nahme des Vorplatzes von Parzelle Nr. Z.4_____ möglich seien [act. B.1, S. 9 lit. d]). 
Die Parteien haben diese Feststellungen der Vorinstanz nicht gerügt, so dass sie als 
anerkannt gelten können. Unter diesen Umständen ist erstellt, dass die Berufungs-
beklagten die Parzelle Nr.Z.2 _____ befahren und auch ein – kurzzeitiges – Abstel-
len möglich ist. Nachdem die Vorinstanz das kurzzeitige Abstellen von Fahrzeugen 
vor allem im Zusammenhang mit der Anlieferung von Gütern (wie Möbel) für die Be-
rufungsbeklagten als möglich erachtet hat und nachdem es keine Zufahrt bis zum 
Haus der Berufungsbeklagten gibt, so dass bei Anlieferungen die Güter noch über 
eine gewisse Strecke zum Haus gebracht werden müssen, kann das von der Vorin-
stanz zugestandene „kurzzeitige“ Abstellen zweifellos so lange dauern, dass es unter 
den Begriff „parkieren“ subsumiert werden muss. Die von der Vorinstanz getroffene 
Feststellung umfasst daher auch die Möglichkeit, dass Fahrzeuge von Personen, die 
mit den Berufungsbeklagten in Verbindung stehen, auf der Parzelle Nr. Z.2_____ – 
wenn allenfalls auch nur kurzzeitig – parkiert werden. Unbestritten ist im Weiteren, 
dass die Parzelle Nr. Z.2_____ im Alleineigentum der Berufungsklägerin steht und 
die Berufungsbeklagten keine dingliche Berechtigung (weder Eigentum noch Dienst-
barkeit) an der Parzelle haben. Dass die Berufungsbeklagten über ein obligatori-
sches Recht verfügen würden, die Parzelle Nr. Z.2_____ zu befahren und zu bege-
hen sowie Fahrzeuge darauf abzustellen und zu parkieren, wird von keiner Seite gel-
tend gemacht. Den Berufungsbeklagten steht damit kein Recht zu, die Parzelle Nr. 
Z.2_____ in irgendeiner Weise zu nutzen beziehungsweise zu benutzen. Die Beru-
fungsklägerin dahingegen hat aufgrund des ihr zustehenden Eigentums an der Par-
zelle Nr. Z.2_____ das Recht, jede Störung ihres Eigentums zu unterbinden. Dass 
ein unberechtigtes Begehen und Befahren sowie ein unberechtigtes Abstellen und 
Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Parzelle Nr. Z.2_____ eine Störung des 
Eigentums der Berufungsklägerin ist, braucht nicht weiter erläutert zu werden. In die-
sem Zusammenhang ist der Vorinstanz zu widersprechen, die festgehalten hat, es 
sei nicht ersichtlich, inwieweit die Berufungsklägerin durch ein Begehen, Befahren, 
Abstellen oder Parkieren seitens der Berufungsbeklagten in ihren Rechten massge-
blich tangiert sei. Das Eigentum verschafft dem Eigentümer alle Befugnisse über eine 
Sache, die nicht durch Rechtsordnung oder Rechtsgeschäft ausgenommen werden. 

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Es ist das dingliche Vollrecht, das dem Eigentümer jede potenzielle Nutzung und je-
de rechtliche Verfügung über die Sache erlaubt. Das Eigentum ist ein absolutes 
Recht. Grundsätzlich hat der Eigentümer einen Eingriff in sein Eigentum daher nur zu 
dulden, wenn er durch die Rechtsordnung oder ein Rechtsgeschäft dazu verpflichtet 
ist. Ob der Eingriff in das Eigentum schwer wiegt oder nicht, spielt insoweit keine Rol-
le; der Eigentümer muss einen Eingriff grundsätzlich nicht akzeptieren, der weder 
von der Rechtsordnung noch durch ein Rechtsgeschäft legitimiert ist. Daher ist das 
von der Vorinstanz herangezogene Merkmal der Massgeblichkeit der Störung nicht 
entscheidend. Wenn die Berufungsbeklagten die Parzelle Nr. Z.2_____ begehen, 
befahren, Fahrzeuge darauf abstellen oder parkieren, ohne über eine dingliche oder 
obligatorische Berechtigung zu verfügen, so ist die Berufungsklägerin auf jeden Fall 
in ihrem Eigentum genügend tangiert, um gegen diese Störung ihres Eigentums vor-
zugehen.

Die Vorinstanz hat das anbegehrte Verbot bezüglich der Parzelle Nr. Z.2_____ abge-
lehnt mit dem Hinweis, dass das Eigentumsrecht und die daraus fliessenden Abwehr-
rechte nicht schrankenlos bestehen würden. Sie hätten sich vielmehr an dem auszu-
richten, was recht und billig sei. So erfahre eine nutzlose Rechtsausübung, also Ver-
haltensweisen, die für den Rechtsinhaber von keinerlei oder von bloss geringem Nut-
zen seien, einen Dritten indes nachhaltig behindern und damit einer Schikane gleich-
kommen würden, gestützt auf Art. 2 Abs. 2 ZGB keinen Rechtsschutz. Aufgrund der 
Nähe der Parzelle Nr. Z.2_____ zu den von den Berufungsbeklagten genutzten Ga-
ragen sei nicht auszuschliessen, dass zumindest ein Teilbereich dieser Parzelle be-
fahren werde. Dasselbe gelte wegen der relativ beengten Platzverhältnisse für den 
Fall von Anlieferungen. Es stelle nachgerade eine Selbstverständlichkeit dar, dass 
Grundstückeigentümer zuweilen Anlieferungen erhielten und von den Grundstücks-
nachbarn dabei üblicherweise erwarten dürften, die Nachbarschaft werde auf kurz-
zeitige Behinderungen mit Verständnis reagieren. Grösse und effektiv fehlende Nut-
zungsmöglichkeit der Parzelle Nr. Z.2_____ würden das Amtsverbot, soweit es sich 
gegen die Berufungsbeklagten richte, als schikanös erscheinen lassen. Soweit es um 
das Grundstück Nr. Z.2_____ gehe, müsse die Abwehr vermeintlich ungerechtfertig-
ter Einwirkungen als nutzlose Rechtsausübung im Sinne von Art. 2 Abs. 2 ZGB ta-
xiert werden. Aus diesem Grund sei die Klage insoweit abzuweisen. 

Es trifft durchaus zu, dass auch die Ausübung des Eigentumsrechts unter dem Vor-
behalt des Rechtsmissbrauchs steht. Allerdings findet immer nur der offenbare Miss-
brauch eines Rechts keinen Rechtsschutz (Art. 2 Abs. 2 ZGB). Ein offenbarer 
Rechtsmissbrauch ist nur mit grösster Zurückhaltung anzunehmen und im Zweifel ist 
das formelle Recht zu schützen; je mehr das zu schützende formelle Recht absolute 

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Geltung beansprucht, desto restriktiver muss Rechtsmissbrauch angenommen wer-
den. Das gilt insbesondere für das absolute Recht auf Eigentum (vgl. zum Ganzen 
das Urteil des Bundesgerichts 5A_655/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2.2.1). Dennoch ist 
auch bei der Abwehr von Eigentumsstörungen Rechtsmissbrauch denkbar, zum Bei-
spiel in der Form eines krassen Missverhältnisses der Interessen. Bei der Prüfung 
der Rechtsmissbräuchlichkeit eines Verhaltens ist aber auch zu fragen, ob und in-
wieweit das Verhalten der Gegenpartei sich auf deren Recht auswirkt, rechtsmiss-
bräuchliches Verhalten der anderen Partei zu rügen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_655/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2.2.2). Wie die Vorinstanz festgehalten hat, hat 
sich am Augenschein gezeigt, dass die Ein- und Ausfahrt aus den beiden Garagen, 
die die Berufungsbeklagten benutzen und an denen sie gemäss unwidersprochenen 
Ausführungen der Berufungsklägerin in der Berufungsschrift mittels einer Dienstbar-
keit dinglich berechtigt sind, nur mit Schwierigkeit möglich ist, ohne die Parzelle Nr. 
Z.2_____ zumindest teilweise zu befahren. Entsprechendes ergibt sich aus dem 
Grundbuchplan zusammen mit den in den Akten vorhandenen Fotographien (Akten 
der Vorinstanz, act. II/13 – 15; act. III/1). 

Aufgrund der Grenzen der Parzelle Nr. Z.6_____ (Eigentümer A._____) ist offen-

sichtlich, dass die darauf errichteten Garagen nur mit Einschränkungen befahren 

werden können, ohne dass die Parzelle Nr. Z.2_____ zu tangieren. Nachdem der 

Grenzverlauf allen Beteiligten klar war – der Inhalt des Grundbuchs, zu welchem 

auch die entsprechenden Pläne gehören (Art. 942 Abs. 2 ZGB), wird in Art. 970 Abs. 

4 ZGB als bekannt vorausgesetzt - können sich weder der Eigentümer der Parzelle 

Nr. Z.6_____, noch die Berufungsbeklagten als Berechtigte von dort befindlichen Ga-

ragen darauf berufen, dass sie die Parzelle Nr. Z.2_____ gutgläubig benutzten und 

weiterhin benutzen dürfen. Bereits bei der Errichtung der Garagen musste dem 

Eigentümer von Parzelle Nr. Z.6_____ klar sein, dass die entsprechende Zufahrt 

über die Wegparzelle Nr. Z.3_____ und anschliessend über sein eigenes Grundstück 

zwar möglich sein würde, aber aufgrund der Nähe zur Grundstückgrenze eben nur 

mit Einschränkungen. Dass im Zeitpunkt der Errichtung der Garagen ein Wegrecht 

oder ein anderweitiges Benutzungsrecht zu Lasten von Parzelle Nr. Z.2_____ und zu 

Gunsten von Parzelle Z.6_____ bestanden hätte, wird weder behauptet, noch geht 

dies aus den Verfahrensakten hervor. Wer nun aber eine Baute errichtet, von der er 

weiss oder wissen muss, dass diese aufgrund ihrer Nähe zur Grundstücksgrenze nur 

mit Einschränkungen bestimmungsgemäss genutzt werden kann, darf nicht erwarten, 

dass der Nachbar allfällige Übergriffe auf sein Terrain dulden wird, ohne dass ein 

entsprechendes dingliches oder obligatorisches Recht besteht (vgl. für eine 

17 / 24

vergleichbare Ausgangslage im Zusammenhang mit der Einräumung eines Notwegs: 

BGE 136 III E. 5.4.3. in fine). Der Eigentümer von Parzelle Nr. Z.6_____, auf welcher 

die fraglichen Garagen liegen, hat somit keinen Anspruch – auch nicht unter dem 

Aspekt von Treu und Glauben – auf Benutzung der Parzelle Nr. Z.2 _____. Weil 

niemand mehr Rechte übertragen kann, als ihm selbst zukommen (nemo plus iuris 

transferre potest quam ipse habet), haben auch die Berufungsbeklagten, deren 

eigenes Grundstück Nr. Z.5_____ weder ein  Recht zu Gunsten der Parzelle Nr. 

Z.3_____ noch mit dieser eine gemeinsame Grenze hat - keinen besseren 

Rechtsanspruch als der Eigentümer der Parzelle Nr. Z.6_____ auf die Benützung der 

Parzelle Nr. Z.2_____. Die Einräumung eines dinglichen oder obligatorischen 

Rechtes auf Benutzung der auf Parzelle Nr. Z.6_____ gelegenen Garagen durch den 

Eigentümer dieses Grundstücks zu Gunsten der Berufungsbeklagten war nicht 

geeignet, die Rechtslage hinsichtlich der im Eigentum der Berufungsklägerin 

stehenden Parzelle Nr. Z.2_____ in irgendeiner Weise zu verändern. Ein Vertrag zu 

Lasten Dritter ist ohne dessen Zustimmung – die hier fraglos nicht vorliegt – im 

Verhältnis zum Dritten unwirksam. Wie das Bundesgericht in BGer 5A_732/2010, E. 

3 festhielt, ist die Rechtsfigur, dass zwei Parteien einen am Vertragsschluss 

unbeteiligten Dritten verpflichten können, dem schweizerischen Recht fremd und 

würde der Privatautonomie widersprechen. Hinzu kommt, dass auch den 

Berufungsbeklagten der Grenzverlauf  bewusst sein musste, ebenso, dass ihnen 

lediglich das Recht zustand, über die Parzellen Nr. Z.3_____ und Nr. Z.6_____ zu 

fahren. Ein gutgläubiges Befahren von Parzelle Nr. Z.2_____ in dem Sinne, dass die 

Berufungsbeklagten von einer entsprechenden Berechtigung ausgehen durften, liegt 

nicht vor, und wird auch gar nicht behauptet. Die entsprechende Begründung der 

Beklagten beschränkt sich auf reine Praktikabilitätsgesichtspunkte. Bei dieser 

Sachlage, bei welcher den Berufungsbeklagten klar sein musste, dass sie die auf der 

Nachbarparzelle Nr. Z.6_____ befindlichen Garagen aufgrund der positiven 

Rechtslage nur mit Einschränkungen würden benutzen können und dass die 

Nutzung von Parzelle Nr. Z.2_____ nicht rechtlich abgesichert sein würde, können 

sie sich gegenüber der Berufungsklägerin nicht auf Rechtsmissbrauch berufen, wenn 

diese die Störung ihres Eigentums unterbinden will. Das entsprechende Vorgehen 

mag aus Sicht der Berufungsbeklagten vielleicht kleinlich erscheinen, es ist aber 

nicht rechtsmissbräuchlich. Die Berufungsbeklagten können sich nicht darüber be-

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klagen, dass ihnen die Ausübung einer widerrechtlichen Handlung verunmöglicht 

werden soll (vgl. BGE 103 II 96 E. 4). 

Das Verhalten der Berufungsklägerin ist aber auch noch aus einem weiteren Grund 

nicht rechtsmissbräuchlich. Die Berufungsklägerin hat ein konkretes Interesse daran, 

dass die Parzelle Nr. Z.2_____ frei ist, beziehungsweise von möglichst wenigen 

Fahrzeugen benutzt wird, denn dies dient dazu, den möglichst jederzeitigen Zugang 

zu ihrem Aussenparkplatz AP5 auf der Parzelle Nr. Z.4_____ zu sichern. Auch wenn 

die von den Berufungsbeklagten ausgehende Beeinträchtigung relativ gering ist, ist 

sie doch vorhanden, und insofern ein rechtlich geschütztes Interesse gegeben. Auch 

wenn auf ihrer Parzelle Nr. Z.2_____ ein Wegrecht zu Gunsten der Parzelle Nr. 

Z.4_____ besteht, ist sie nicht gehalten, allfälligen Dienstbarkeitsberechtigten an Pa-

rzelle Nr. Z.6_____, die bereits über die Wegparzelle Nr. Z.3_____ voll erschlossen 

ist, die Benützung ihres Grundstücks zu gestatten. Dem Eigentümer eines mit einem 

Wegrecht belasteten Grundstück kann nicht – mit dem Argument, dass der Weg oh-

nehin bestehe und insofern kaum eine Beeinträchtigung eintrete – zugemutet wer-

den, unbeteiligten Dritten die Benutzung des Wegs zu gestatten. Wenn die Beru-

fungsbeklagten die Benützung der Parzelle Nr. Z.2_____ als wünschenswert erach-

ten, so haben sie sich mit der Eigentümerin über die entsprechenden Modalitäten zu 

einigen. Die Weigerung der Berufungsklägerin, die Benutzung ihrer Parzelle durch 

nicht Berechtigte zu dulden, widerspricht nicht dem in Art. 2 ZGB verankerten Grund-

satz von Treu und Glauben. 

Insgesamt gesehen ergibt sich, dass die Argumentation der Vorinstanz, die Beru-
fungsklägerin verhalte sich rechtsmissbräuchlich, nicht zutrifft. Andere rechtliche 
Gründe, weshalb die Berufungsklägerin den Berufungsbeklagten die Benutzung der 
Parzelle Nr. Z.2_____ gestatten müsste, machen die Berufungsbeklagten im Beru-
fungsverfahren nicht geltend. Damit aber ist die Klage bezüglich der Parzelle Nr. 
Z.2_____ gutzuheissen. Die Berufung ist in diesem Punkt folglich berechtigt, der vor-
instanzliche Entscheid wird insoweit aufgehoben und den Berufungsbeklagten wird 
gerichtlich verboten, die Parzelle Nr. Z.2_____ zu begehen, zu befahren, Fahrzeuge 
darauf abzustellen und zu parkieren.

6. Die Berufungsklägerin verlangt mit der Berufung darüber hinaus, das gegen 
die Berufungsbeklagten bezüglich der Parzelle Nr. Z.2_____ auszusprechende Ver-
bot sei „im Falle der Widerhandlung unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB 

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bzw. Art. 258 Abs. 1 ZPO anzuordnen“. Denselben Antrag hat sie bereits in der Kla-
ge gestellt (Akten der Vorinstanz, act. I/2, S. 2 Ziff. I.3). Die Vorinstanz hat sich mit 
diesem Antrag in den Erwägungen des angefochtenen Entscheids nicht auseinan-
dergesetzt. Gemäss Dispositiv hat sie die Klage insoweit aber abgewiesen (vgl. Ziff. 
1 in Verbindung mit Ziff. 2 des Dispositivs, act. B.1, S. 11). In der Begründung der 
Berufung setzt sich die Berufungsklägerin weder mit den fehlenden Erwägungen der 
Vorinstanz zur Frage der Strafandrohung noch mit der Ablehnung des entsprechen-
den Antrags auseinander, vor allem erhebt sie keine Rügen; sie führt mit keinem 
Wort aus, weshalb eine Strafandrohung in das Verbot aufzunehmen wäre; sie äus-
sert sich schlicht überhaupt nicht zu der Frage der Strafandrohung. Der Berufung 
fehlt insoweit die notwendige Begründung (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO). Das hat zur 
Folge, dass die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts in diesem Punkt auf die Berufung 
nicht eintritt. Damit bleibt es bei der vorinstanzlichen Abweisung des entsprechenden 
Antrags und das vorliegend auszusprechende Verbot bezüglich der Parzelle Nr. 
Z.2_____ ist mit keiner Strafandrohung zu versehen. 

Im Weiteren hat die Vorinstanz das von ihr gegenüber den Berufungsbeklagten aus-
gesprochene Verbot, den Aussenparkplatz AP5 zu begehen und zu befahren und 
Fahrzeuge aller Art darauf abzustellen und zu parkieren, mit keiner Strafandrohung 
versehen, obwohl die Berufungsklägerin eine solche in der Klage beantragt hat. Wie 
bereits ausgeführt, hat sich die Vorinstanz mit dem Antrag der Berufungsklägerin, die 
von ihr verlangten Verbote mit einer Strafandrohung zu versehen, in den Erwägun-
gen des angefochtenen Entscheids nicht auseinandergesetzt. Sie hat den Antrag 
gemäss Dispositiv aber abgelehnt (Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 des Dispositivs, 
act. B.1, S. 11). Die Berufungsklägerin hat nun zwar die Aufhebung der Ziffer 2 des 
angefochtenen Entscheids, mit welcher der Antrag abgelehnt worden ist, verlangt. 
Sie hat es aber zum einen unterlassen, den Antrag zu stellen, dass das von der Vor-
instanz bezüglich des Aussenparkplatzes AP5 ausgesprochene Verbot mit einer 
Strafandrohung zu versehen sei (vgl. Rechtsbegehren der Berufung, act. A.1, S. 2). 
Zum andern äussert sie sich in der Begründung der Berufung zur Frage der Strafan-
drohung nicht. Sie setzt sich insofern nicht mit dem angefochtenen Entscheid aus-
einander und sie erhebt vor allem keine Rügen. Es fehlt damit auch in diesem Punkt 
an der notwendigen Begründung der Berufung (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Insgesamt 
kann auf die Berufung insoweit mangels Antrag und mangels Begründung nicht ein-
getreten werden. Es hat mithin mit der Abweisung des entsprechenden Antrags 
durch die Vorinstanz sein Bewenden.

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass den Berufungsbeklagten neu vom Gericht 
verboten wird, die Parzelle Nr. Z.2_____ zu begehen, zu befahren, Fahrzeuge aller 

20 / 24

Art darauf abzustellen oder zu parkieren. Die Berufung ist daher teilweise gutzuheis-
sen und der vorinstanzliche Entscheid bezüglich der Parzelle Nr. Z.2_____ aufzuhe-
ben. Des Weiteren ist der angefochtene Entscheid von Amtes wegen zu korrigieren, 
soweit die Vorinstanz die Klage mit Bezug auf das für die Parzelle Nr. Z.3_____ be-
antragte Verbot abgewiesen hat, anstatt wegen fehlendem Rechtsschutzinteresse 
nicht darauf einzutreten. Schliesslich wirkt sich der Umstand, dass ein Verbot bezüg-
lich der Parzelle Nr. Z.2_____ ausgesprochen wird, auf die Verlegung der Kosten 
aus. Die Ziffern 2 und 3 des angefochtenen Entscheids sind mithin aufzuheben und 
die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts hat in diesem Rahmen einen neuen Ent-
scheid zu fällen.

8. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch 
über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Da-
bei geht es nicht darum, die von der Vorinstanz vorgenommene Kostenverteilung – 
unter Berücksichtigung des neuen Entscheids – zu überprüfen. Vielmehr entscheidet 
die Rechtsmittelinstanz unabhängig von der vorinstanzlichen Kostenverteilung und 
allein aufgrund des von ihr getroffenen neuen Entscheids.

Die Prozesskosten, die aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung beste-
hen (Art. 95 Abs. 1 ZPO), werden grundsätzlich der unterliegenden Partei auferlegt 
(vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Pro-
zesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Vorlie-
gend hat sich gezeigt, dass die Berufungsklägerin mit ihrer Klage durchdringt soweit 
die Parzelle Nr. Z.2_____ und den Aussenparkplatz AP5 betreffend. Nicht eingetre-
ten wird auf die Klage jedoch mit Bezug auf das beantragte Verbot auf der Parzelle 
Nr. Z.3_____. Bereits von der Vorinstanz rechtskräftig abgewiesen worden ist das 
verlangte Verbot auf der Zufahrt zum Aussenparkplatz AP5 auf der Parzelle Nr. 
Z.4_____. Schliesslich bleibt es auch bei der von der Vorinstanz vorgenommenen 
Abweisung des Antrages, die Verbote mit einer Strafandrohung zu versehen. Damit 
ist die Berufungsklägerin in etwa zur Hälfte mit ihrer Klage durchgedrungen. Es recht-
fertigt sich unter diesen Umständen, die Prozesskosten des vorinstanzlichen Verfah-
rens zu 50 % der Berufungsklägerin und zu 50 % den Berufungsbeklagten aufzuer-
legen. Die Gerichtskosten der Vorinstanz in Höhe von CHF 4‘500.00 sind daher im 
Umfang von CHF 2‘250.00 von der Berufungsklägerin und im gleichen Umfang von 
CHF 2‘250.00 von den Berufungsbeklagten zu tragen. Die Gerichtskosten werden 
gesamthaft von dem von der Berufungsklägerin im vorinstanzlichen Verfahren geleis-
teten Kostenvorschuss von CHF 5‘000.00 bezogen, unter Erstattung des Restbetra-
ges von CHF 500.00 durch das Regionalgericht Imboden nach Rechtskraft des vor-
liegenden Urteils. Die Berufungsbeklagten werden unter solidarischer Haftbarkeit 

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verpflichtet, der Berufungsklägerin die von ihnen zu tragenden CHF 2‘250.00 zu er-
statten (Art. 111 Abs. 2 ZPO).

Was nun die Parteientschädigungen betrifft, so sind diese im selben Verhältnis zu 
verteilen wie die Gerichtskosten. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, 
dass das Kantonsgericht von Graubünden in neuerer Zeit bezüglich der Bestimmung 
der aussergerichtlichen Entschädigung eine Praxisänderung vorgenommen hat. Die 
Berechnung der Parteientschädigung erfolgt nun nach der Quoten- beziehungsweise 
Bruchteilsverrechnung. Dabei wird zunächst das anteilsmässige Unterliegen und Ob-
siegen ermittelt. Die Quoten beziehungsweise Bruchteile des jeweiligen Obsiegens 
beider Parteien werden sodann gegenseitig verrechnet. Die mehrheitlich obsiegende 
Partei erhält als Parteientschädigung schliesslich die mit der Differenz der verrechne-
ten Bruchteile beziehungsweise Quoten multiplizierte Honorarforderung (vgl. zum 
Beispiel Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 21 vom 23. November 
2017 E. 6.2 mit Hinweis). Vorliegend nun hat sich ergeben, dass die Parteien im vor-
instanzlichen Verfahren je in etwa zur Hälfte obsiegt haben. Unter Verrechnung der 
Quoten von je ½ ergibt sich, dass keine Partei der anderen eine Parteientschädigung 
schuldet. Im vorinstanzlichen Verfahren wird daher keine Parteientschädigung zuge-
sprochen.

9. Zu Recht macht die Berufungsklägerin schliesslich geltend, die Vorinstanz ha-
be es unterlassen, die Kosten des Schlichtungsverfahrens zu verlegen. Die Beru-
fungsklägerin hat ebenso richtigerweise darauf hingewiesen, dass die Kosten des 
Schlichtungsverfahrens bei Einreichung der Klage zu der Hauptsache geschlagen 
werden (Art. 207 Abs. 2 ZPO); sie gehören dann zu den Gerichtskosten (Art. 95 Abs. 
2 lit. a ZPO). Der erstinstanzliche Richter hat daher auch über die (endgültige) Verle-
gung der Kosten des Schlichtungsverfahrens zu entscheiden. Vorliegend haben die 
Kosten des Schlichtungsverfahrens gemäss Klagebewilligung CHF 500.00 betragen 
und sie sind mit dem Kostenvorschuss in nämlicher Höhe verrechnet worden, den die 
Berufungsklägerin in jenem Verfahren geleistet hat (Akten der Vorinstanz, act. I/1, S. 
2). Da die Parteien im erstinstanzlichen Verfahren – wie gesehen – je zur Hälfte ob-
siegt haben, haben sie je ½ der Kosten des Schlichtungsverfahrens zu tragen. 
Nachdem die Kosten der Vermittlung gänzlich mit dem von der Berufungsklägerin 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet worden sind, haben die Berufungsbeklagten 
der Berufungsklägerin ihren Anteil von CHF 250.00 unter solidarischer Haftbarkeit zu 
ersetzen. Die Berufung ist in diesem Punkt mithin teilweise gutzuheissen (teilweise 
deshalb, weil die Berufungsklägerin gemäss Antrag bezüglich der Kostenverteilung 
im Rechtsbegehren der Berufung die Auferlegung sämtlicher Kosten des Schlich-

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tungsverfahrens an die Berufungsbeklagten beantragt hat) und der angefochtene 
Entscheid ist insoweit aufzuheben.

10. Abschliessend sind die Prozesskosten des Berufungsverfahrens (Gerichtskos-
ten und Parteientschädigung; Art. 95 Abs. 1 ZPO) zu verlegen. Es hat sich vorliegend 
gezeigt, dass die Berufung teilweise gutzuheissen ist. Damit hat keine Partei 
vollständig obsiegt, weshalb die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens 
zu verteilen sind (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Die Berufungsklägerin hat mit ihrer Berufung 
verlangt, dass auf den Parzellen Nr. Z.3_____ und Nr. Z.2_____ gegenüber den Be-
rufungsbeklagten ein Verbot ausgesprochen werde, das zudem mit einer Strafandro-
hung zu versehen sei. Daneben hat sie auch darauf hingewiesen, dass die Vorin-
stanz die Kosten des Schlichtungsverfahrens nicht verlegt hat. Durchgedrungen ist 
sie mit der Berufung bezüglich des Verbots auf der Parzelle Nr. Z.2_____ (jedoch 
ohne Strafandrohung) sowie bezüglich der Kosten des Schlichtungsverfahrens, wo-
bei diesbezüglich nur teilweise, nachdem den Berufungsbeklagten nur die Hälfte der 
Kosten auferlegt wird. Insgesamt gesehen ist die Berufungsklägerin daher in etwa mit 
der Hälfte dessen durchgedrungen, was sie mit der Berufung erreichen wollte. Es 
rechtfertigt sich unter diesen Umständen, die Prozesskosten des Berufungsverfah-
rens je zur Hälfte auf die Berufungsklägerin und auf die Berufungsbeklagten zu ver-
teilen. Damit gehen die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens, die gestützt auf Art. 
9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf 
CHF 4‘000.00 festgesetzt werden, zu je CHF 2‘000.00 zu Lasten der Berufungsklä-
gerin und der Berufungsbeklagten. Die Gerichtskosten werden mit dem von der Beru-
fungsklägerin geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 4‘000.00 verrechnet 
(Art. 111 Abs. 1 ZPO). Die Berufungsbeklagten werden unter solidarischer Haftbar-
keit verpflichtet, der Berufungsklägerin die von ihnen zu tragenden CHF 2‘000.00 zu 
erstatten (Art. 111 Abs. 2 ZPO).

Da die gesamten Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens zu verlegen 
sind, sind die ausseramtlichen Kosten der Parteien gemäss demselben Verteil-
schlüssel wie die Gerichtskosten zu verlegen. Nachdem vorliegend beide Parteien je 
in etwa zur Hälfte obsiegt haben, zeigt sich nach Verrechnung der jeweiligen Quoten 
von ½, dass keine Partei der anderen eine Parteientschädigung schuldet. Im Beru-
fungsverfahren wird daher keine Parteientschädigung zugesprochen.

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III. Demnach wird erkannt

1. Soweit auf die Berufung eingetreten werden kann, wird sie teilweise gutge-
heissen und die Ziffern 2 und 3 des angefochtenen Entscheids werden aufge-
hoben.

2. a) Auf die Klage wird nicht eingetreten bezüglich des Antrags auf Aufhebung 
der Einsprache von Y._____ und Z._____ gegen das am 31. Juli 2014 im 
Kantonsamtsblatt Nr. 31 vom 31. Juli 2014 publizierte gerichtliche Verbot. 

b) Auf die Klage wird nicht eingetreten, soweit verlangt wird, es sei den Beru-
fungsbeklagten zu verbieten, Fahrzeuge aller Art auf der Parzelle Nr. 
Z.3_____ abzustellen und zu parkieren.

c) Y._____ und Z._____ wird gerichtlich verboten, die Liegenschaft Nr. 
Z.2_____, Plan _____, B._____, Gemeinde O.1_____, zu begehen, zu 
befahren, darauf Fahrzeuge aller Art abzustellen und zu parkieren.

3. a) Die Gerichtskosten des Regionalgerichts Imboden von CHF 4‘500.00 wer-
den X._____ sowie Y._____ und Z._____ – letztere solidarisch haftend -  
im Umfang von je CHF 2‘250.00 auferlegt. Sie werden gesamthaft von 
dem von X._____ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 5‘000.00 bezo-
gen, unter Erstattung des Restbetrages von CHF 500.00 durch das Regi-
onalgericht Imboden nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils. Y._____ 
und Z._____ werden solidarisch verpflichtet, X._____ den von ihnen zu 
tragenden Anteil von CHF 2‘250.00 zu erstatten (Art. 111 Abs. 2 ZPO). 

b) Die Kosten des Vermittleramtes des Bezirks Imboden von CHF 500.00 
werden in der Höhe von je CHF 250.00 X._____ sowie Y._____ und 
Z._____ – letztere solidarisch haftend -  auferlegt. Sie werden im vollen 
Betrag von CHF 500.00 mit dem von X._____ im Vermittlungsverfahren 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Y._____ und Z._____ werden 
solidarisch verpflichtet, X._____ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 
den auf sie entfallenden Anteil von CHF 250.00 zu erstatten.

c) Es werden im vorinstanzlichen Verfahren keine Parteientschädigungen 
zugesprochen.

4. a) Die Gerichtskosten des Kantonsgerichts von Graubünden von CHF 
4‘000.00 werden X._____ sowie Y._____ und Z._____ – letztere solida-

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risch haftend -  im Umfang von je CHF 2‘000.00 auferlegt. Sie werden ins-
gesamt mit dem von X._____ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 
4‘000.00 verrechnet. Y._____ und Z._____ werden solidarisch verpflichtet, 
X._____ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils den auf sie entfallen-
den Anteil von CHF 2‘000.00 zu erstatten.

b) Es werden im Berufungsverfahren keine Parteientschädigungen zuge-
sprochen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30‘000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesgerichts-
gesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundes-
gericht geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. 
BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Be-
schwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: