# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e11cab0-2e31-5cf8-ab94-768c5109824f
**Source:** Nidwalden (NW)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-10
**Language:** de
**Title:** Nidwalden Gerichte 10.04.2025 38119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/NW_Gerichte/NW_OG_001_38119_2025-04-10.pdf

## Full Text

GERICHTE    VERWALTUNGSGERICHT  Bahnhofplatz 3, Postfach 1241, 6371 Stans  

Tel. 041 618 79 70, www.nw.ch 

 

 

VA 24 16 

Entscheid vom 6. Januar 2025 

Verwaltungsabteilung 

 

 

Besetzung Präsidentin Livia Zimmermann, Vorsitz, 

Verwaltungsrichter Pascal Ruch, 

Verwaltungsrichter Hubert Rüttimann, 

Verwaltungsrichter Beat Schneider, 

Verwaltungsrichter Andreas Stump, 

Gerichtsschreiber Florian Marfurt. 

 

 

 

Verfahrensbeteiligte A.__, 

vertreten durch MLaw Michael Zgraggen, Rechtsanwalt, 

Zgraggen Bachmann Huber, Rathausplatz 7, Postfach, 6460 

Altdorf, 

Beschwerdeführer, 

gegen 

B.__, 

vertreten durch Dr. iur. André Britschgi, Rechtsanwalt, 

Durrer Britschgi Advokatur Notariat, Dorfplatz 6, Postfach 

138, 6371 Stans, 

 

Beschwerdegegnerin, 

und 

Regierungsrat des Kantons Nidwalden, 

Dorfplatz 2, Postfach 1246, 6371 Stans, 

 

vertreten durch den Rechtsdienst des Kantons Nidwalden, 

Dorfplatz 2, Postfach 1246, 6371 Stans, 

Vorinstanz, 

und 

2 │ 21 

 

 

Baudirektion Nidwalden,  

Buochserstrasse 1, Postfach 1241, 6371 Stans, 

Kant. Gesamtbewilligungsbehörde, 

sowie 

Gemeinderat Y.__, 

Baubewilligungsbehörde. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegenstand Abbruch und Baubewilligung 

Beschwerde gegen den Beschluss des Regierungsrates des 

Kantons Nidwalden vom 21. Mai 2024 (RRB Nr. 329). 

3 │ 21 

 

 

Sachverhalt: 

A.  

Die B.__ («Beschwerdegegnerin») reichte am 21. November 2022 ein Gesuch um Abbruch 

eines Wohnhauses und den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf der Parzelle X.__, ein  

(vi-VI1-B-2). Dagegen erhob unter anderem A.__ («Beschwerdeführer») Einwendung und be-

antragte sinngemäss, das Baugesuch sei abzuweisen. Mit Beschluss Nr. 171 vom 25. Sep-

tember 2023 wies der Gemeinderat Y.__ («Baubewilligungsbehörde») sämtliche Einwendun-

gen ab (vi-VI1-B-42) und erteilte gleichentags mit Beschluss Nr. 172 die Baubewilligung unter 

Bedingungen und Auflagen (vi-VI1-B-1). 

Der Beschwerdeführer erhob daraufhin am 18. Oktober 2023 beim Regierungsrat Nidwalden 

(«Vorinstanz») Verwaltungsbeschwerde und beantragte im Wesentlichen die Aufhebung des 

Gemeinderatsbeschlusses und die Nichtgenehmigung des Bauvorhabens, eventualiter die 

Rückweisung der Sache an die Vorinstanz (vi-BF1-A). Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 329 

vom 21. Mai 2024 wies die Vorinstanz die Beschwerde ab, auferlegte dem Beschwerdeführer 

die amtlichen Kosten und verpflichtete ihn zur Ausrichtung einer Parteientschädigung an die 

Beschwerdegegnerin (BF-Bel. 1). 

 

B.  

Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 17. Juni 2024 Verwaltungsgerichtsbeschwerde und 

stellte die nachfolgenden Anträge (amtl. Bel. 1): 

 «1. Der angefochtene Beschluss Nr. 329 des Regierungsrats vom 21. Mai 2024 sowie die angefochtenen 

Entscheide des Gemeinderats Y.__ vom 25. September 2023 seien aufzuheben. 

2. Das Bauvorhaben Abbruch und Neubau X.__, sei in der publizierten Form nicht zu genehmigen. 

3. Evtl.: Die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen zurückzuweisen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.» 

Den angeforderten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.– bezahlte der Beschwerde-

führer innert angesetzter Frist (amtl. Bel. 2). 

 

C.  

Mit Eingabe vom 26. Juli 2024 reichte der Beschwerdeführer beim Gericht zusätzlich ein Ver-

kehrsgutachten ein (amtl. Bel. 5 und 5a). Die Vorinstanz schloss in ihrer Stellungnahme vom 

5. August 2024 auf Abweisung der Beschwerde (amtl. Bel. 7). Die Baubewilligungsbehörde 

4 │ 21 

 

 

verzichtete mit Schreiben vom 4. Juli 2024 auf eine Beschwerdeantwort (amtl. Bel. 8; 

vgl. ebenfalls Schreiben vom 8. August 2024, amtl. Bel. 8A). Die Baudirektion Nidwalden sah 

mit Schreiben vom 14. August 2024 von einer Stellungnahme ab (amtl. Bel. 9). Mit Beschwer-

deantwort vom 4. September 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin die Verwaltungsge-

richtsbeschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen, soweit darauf einzu-

treten sei, sowie die privatrechtlichen Vorbringen an den Zivilrichter zu verweisen (amtl. 

Bel. 10).  

 

D.  

Im Zuge eines zweiten Schriftenwechsels hielten der Beschwerdeführer und die Beschwerde-

gegnerin an ihren jeweiligen Anträgen fest (amtl. Bel. 12 und 17), während die Vorinstanz, die 

Baudirektion Nidwalden sowie die Baubewilligungsbehörde auf eine Stellungnahme verzich-

teten (amtl. Bel. 14-16). 

Damit war der Rechtsschriftenwechsel abgeschlossen (amtl. Bel. 18). Die Rechtsvertreter der 

Parteien reichten sodann aufforderungsgemäss ihre Kostennoten ein. 

 

E.  

Die Verwaltungsabteilung des Verwaltungsgerichts Nidwalden hat die vorliegende Streitsache 

anlässlich ihrer Sitzung vom 6. Januar 2025 abschliessend beurteilt. Auf die Ausführungen der 

Parteien wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

5 │ 21 

 

 

Erwägungen: 

1.  

1.1  

Angefochten ist der Regierungsratsbeschluss RRB Nr. 329 vom 21. Mai 2024, mit dem die 

Vorinstanz die Verwaltungsbeschwerde des Beschwerdeführers abwies. Letztinstanzliche 

Entscheide einer Verwaltungsbehörde – worunter der Regierungsrat fällt (Art. 4 Abs. 2 i.V.m. 

Abs. 1 Ziff. 2 VRG [NG 265.1]) – können mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Verwal-

tungsgericht angefochten werden (Art. 89 Abs. 1 VRG). Zuständig ist die Verwaltungsabtei-

lung, die in Fünferbesetzung entscheidet (Art. 31, Art. 33 Ziff. 3 und Art. 38 Abs. 1 GerG [NG 

261.1]). Das Verwaltungsgericht Nidwalden ist somit örtlich wie sachlich zuständig. Zur Be-

schwerde ist berechtigt, wer formell und materiell beschwert ist, d.h. wer vor der Vorinstanz 

am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Art. 70 Abs. 

1 Ziff. 1 VRG), durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist (Ziff. 2) und ein 

schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides hat (Ziff. 3). Der 

Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Nr. Z., GB Y, welche direkt an die vom Bauge-

such betroffenen Parzelle Nr. X, GB Y, angrenzt. Er steht damit in räumlicher Hinsicht ohne 

Weiteres in einer besonderen Beziehungsnähe zur Streitsache und weist ein schutzwürdiges 

Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids auf. Der Beschwerdeführer war 

im vorinstanzlichen Verfahren als Partei beteiligt. Er ist daher zur Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde legitimiert.  

Nachdem die Verwaltungsgerichtsbeschwerde form- und fristgerecht eingereicht wurde und 

die übrigen verfahrensrechtlichen Voraussetzungen zu keinen Bemerkungen Anlass geben, 

ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutreten und in der Sache zu entscheiden 

(vgl. Art. 54 f. VRG). 

 

1.2  

Da die Beschwerdegegnerin ihr Baugesuch am 21. November 2022 und damit nach Inkraft-

treten des PBG am 1. Januar 2015 eingereicht hat, sind auf das vorliegende Verfahren die 

Bestimmungen des PBG und dessen Vollzugsverordnung (PBV [NG 611.11]) anwendbar 

(vgl. Art. 174 Abs. 1 PBG). Die Mehrheit der Bestimmungen des PBG und der PBV sind für 

alle Gemeinden am 1. Januar 2015 respektive bis 1. Oktober 2018 in Kraft getreten, wobei die 

entsprechenden Bestimmungen des BauG (NG 611.01) und der dazugehörigen 

6 │ 21 

 

 

Bauverordnung (BauV; NG 611.011) ausser Kraft gesetzt wurden (vgl. Art. 178 Abs. 1 und 

Art. 207 PBG i.V.m. Ziff. 1 des Regierungsratsbeschlusses vom 18. September 2018 über das 

Inkrafttreten der Planungs- und Baugesetzgebung [RRB über das Inkrafttreten der Planungs- 

und Baugesetzgebung; NG 611.111]). Die übrigen Bestimmungen des PBG und der PBV, d.h. 

die Art. 2, 3, 16, 35 – 37, 42a, 46 – 68, 69a, 73, 75, 76, 94 – 98, 100 – 120, 123 – 140, 175, 

176, 177a – 177c PBG und die §§ 6, 7, 9 – 12, 31 – 39, 62a des PBV sowie die Interkantonale 

Vereinbarung vom 22. September 2005 über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB; NG 

611.2) treten gemeindeweise in Kraft, wobei die entsprechenden Bestimmungen des BauG 

und der BauV im gleichen Zeitpunkt gemeindeweise ausser Kraft treten (Art. 178 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 207 Abs. 2 und 4 PBG und Ziff. 2 RRB über das Inkrafttreten der Planungs- und Bauge-

setzgebung). In der vorliegend massgebenden Gemeinde Y.__ sind diese übrigen Bestimmun-

gen noch nicht in Kraft (Ziff. 2 Abs. 1 RRB über das Inkrafttreten der Planungs- und Bauge-

setzgebung). 

 

1.3  

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können nur Rechtsverletzungen gerügt werden, wo-

bei Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens ebenfalls als Rechtsverletzung gelten 

(Art. 90 VRG). Da das Verwaltungsgericht als einzige richterliche Behörde im innerkantonalen 

Verfahren eingesetzt ist, können sich Beschwerdeführer auch darauf berufen, die angefoch-

tene Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollstän-

dig festgestellten Sachverhalt (Art. 110 BGG [SR 173.110]). Die Parteien sind nach Massgabe 

des kantonalen Verfahrensrechts verpflichtet, Anträge zu stellen und in tatsächlicher Hinsicht 

ausreichend zu begründen, was folglich die Anwendung des Rügegrundsatzes nicht aus-

schliesst (Bernhard Ehrenzeller, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 

2018, N. 8 und N. 17 ff. zu Art. 110 BGG). Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsge-

richt können die Parteien und die Vorinstanz neue Tatsachen geltend machen und sich auf 

neue Beweismittel berufen (Art. 91 Abs. 1 VRG). Das Verwaltungsgericht ist verpflichtet, den 

angefochtenen Entscheid zu überprüfen, die Sache zu entscheiden oder zum neuen Entscheid 

an die zuständige Instanz zurückzuweisen (Art. 88 Abs. 2 VRG). Die im vorinstanzlichen Ver-

fahren zur Sache gestellten Anträge können die Parteien hingegen nicht ausdehnen oder in-

haltlich anpassen (Art. 91 Abs. 2 VRG). Das Verwaltungsgericht darf über die zur Sache ge-

stellten Parteianträge nicht hinausgehen (Art. 94 VRG). 

 

 

7 │ 21 

 

 

2.  

2.1  

Soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung der beiden Beschlüsse der Baubewilligungsbe-

hörde vom 25. September 2023 beantragt, ist darauf mit Blick auf den Devolutiveffekt nicht 

einzutreten, da diese durch den Entscheid der Vorinstanz ersetzt wurden (BGE 134 II 142 

E. 1.4).  

 

2.2  

Streitig und zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz die Bewilligung des Abbruchs des bestehenden 

Wohnhauses und des Neubaus eines Mehrfamilienhauses inklusive Photovoltaikanlage zu 

Recht geschützt hat. 

 

3.  

Der Beschwerdeführer bemängelt einzig die Erschliessung des Bauvorhabens, die er unter 

verschiedenen Gesichtspunkten als unzureichend beurteilt. So sei der Zufahrtsweg wegen 

seinen Dimensionen und fehlender Übersichtlichkeit nicht verkehrssicher (E. 5). Ausserdem 

biete er Rettungskräften in Notfällen keinen genügenden Zugang (E. 6). Schliesslich sei durch 

die Beschwerdegegnerin zwingend ein Wendeplatz zu realisieren (E. 7). 

 

4.  

4.1  

Gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG (SR 700) und Art. 134 Abs. 1 BauG dürfen Bauten und 

Anlagen nur auf erschlossenen Grundstücken erstellt werden. Ein Grundstück ist erschlossen, 

wenn unter anderem eine für die betreffende Nutzung hinreichende (rechtlich gesicherte) Zu-

fahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG, Art. 134 Abs. 2 Ziff. 1 BauG). Die Erschliessung beurteilt 

sich mithin anhand der beanspruchten Nutzung des Grundstücks und hängt von den massge-

blichen (namentlich örtlichen) Umständen des Einzelfalls ab. Hinter dem Erschliessungserfor-

dernis der Zufahrt gemäss Art. 19 Abs. 1 RPG stehen vorab verkehrs-, gesundheits- und feu-

erpolizeiliche Überlegungen. Eine hinreichende Zufahrt besteht, wenn die Zugänglichkeit so-

wohl für die Benützer der Bauten als auch für Fahrzeuge der öffentlichen Dienste (Feuerwehr, 

Krankenwagen, Kehrichtabfuhr, Elektrizitäts- und Wasserwerke etc.) gewährleistet ist. Bei der 

Beurteilung, ob eine Zufahrt ein Baugrundstück hinreichend erschliesst, steht den kantonalen 

8 │ 21 

 

 

und kommunalen Behörden ein erhebliches Ermessen zu (BGE 121 I 65 E.3a; Urteil des Bun-

desgerichts 1C_667/2017 vom 18. Juni 2018 E. 2.1). 

 

4.2  

Als hinreichende Zufahrt gilt nach § 48 BauV die entsprechend der vorgesehenen Nutzung 

gestaltete Verbindung von Grundstücken und darauf bestehenden oder vorgesehenen Bauten 

und Anlagen mit dem hinreichend ausgebauten Strassennetz der Groberschliessung (Abs. 1). 

Im Baugebiet gilt eine Zufahrt nur als hinreichend, wenn sie mindestens den Notfalleinsatz 

öffentlicher Dienste (Feuerwehr, Sanität) jederzeit gewährleistet (Notzufahrt; Abs. 2). Die Not-

zufahrt besteht aus einem Zufahrtsweg oder einer tragfähigen Fahrspur (Abs. 3). Auf eine Not-

zufahrt kann verzichtet werden, wenn der Notfalleinsatz der öffentlichen Dienste anderweitig 

gewährleistet ist (§ 50 BauV). 

 

5.  

5.1  

Im angefochtenen Entscheid ging die Vorinstanz zusammengefasst davon aus, die Erschlies-

sungsstrasse, der W.__, sei als Zufahrtsweg im Sinn der Norm Nr. 40 045 des Schweizeri-

schen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute («VSS») zu qualifizieren (VI1-B-1 

E. 2.5.2.3 ff.). Die empfohlene Gesamtlänge für Zufahrtswege werde nur um 8 m überschrit-

ten. Der W.__ könne insgesamt als übersichtlich bewertet werden. Sofern ein frühzeitiges Ab-

warten nicht möglich sei, könne beim Aufeinandertreffen zweier Fahrzeuge ausnahmsweise 

kurzzeitig auf die Vorplätze der angrenzenden Grundstücke ausgewichen werden. Mit Blick 

auf den Wunsch aller Benützer des W.__, die Sicherheit auf demselben zu erhöhen, appelliere 

man an die gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz der Eigentümer, dies zuzulassen. Die 

minimale Breite von 3 m über die gesamte Länge des Zufahrtswegs werde von den Parteien 

nicht bestritten, welche mit Blick auf die Möglichkeit des Ausweichens auf Vorplätze als aus-

reichend erachtet werde. Die Notwendigkeit des Rückwärtsfahrens könne so auf ein geringes 

Mass minimiert werden. Ergänzend bestehe auf der betroffenen Parzelle bereits ein Wohn-

haus, weshalb von einer genügenden Erschliessung auszugehen sei.  

  

9 │ 21 

 

 

5.2  

Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen vor, die Länge eines Zufahrtswegs 

gemäss VSS-Norm Nr. 40 045 zwischen 40 und 80 m werde beim W.__ mit 88 m um 10 % 

überschritten (amtl. Bel. 1 Ziff. B.4 ff. und 12 S. 4 f.). Auch die Mindestbreite für den Begeg-

nungsfall von 3 m werde nicht eingehalten, da der W.__ teilweise lediglich eine Breite von 

2,95 m aufweise. Die breiteste Stelle des W.__ befinde sich teilweise auf dem Grundstück 

eines Nachbarn (Parzelle Nr. _) und sei daher rechtlich nicht gesichert. Des Weiteren befinde 

sich in der Mitte des W.__ eine unübersichtliche 90°-Kurve. Die Einfahrt zum W.__ sei darüber 

hinaus nur über den Parkplatz der Denner-Filiale möglich. Dieser sei durch Autos und Fuss-

gänger stark frequentiert und beeinträchtige die Übersichtlichkeit. Der Parkplatz sei zudem als 

Teil der Erschliessung für die Abmessungen des Zufahrtswegs miteinzubeziehen. Mit der Re-

vision der Nutzungsplanung werde das Einbiegen auf den W.__ ebenfalls über eine 90°-Kurve 

geschehen, was der Übersichtlichkeit weiter abträglich sei. Die bereits bestehende 90°-Kurve 

in der Mitte des W.__ führe dazu, dass im nicht absehbaren Begegnungsfall eines der Fahr-

zeuge rückwärtsfahren müsse. Die Eigentümer seien zudem nicht verpflichtet, ihre Vorplätze 

zur Verfügung zu stellen und hätten sich allesamt unterschriftlich dagegen ausgesprochen. 

Künftig könnten die Vor- und Parkplätze entlang des W.__ sogar abgesperrt werden. 

 

5.3  

Die Beschwerdegegnerin hält sinngemäss dagegen, die Vorinstanz habe das ihr zustehende 

Ermessen bei der Beurteilung der hinreichenden Erschliessung korrekt ausgeübt (amtl. Bel. 10 

S. 7 ff. und 17 S. 6 ff.). Verlangt sei ohnehin keine ideale Zufahrt. Die Erschliessung entspre-

che von ihren Dimensionen her einer rechtsgenüglichen Zufahrt, selbst wenn die VSS-Normen 

nicht vollständig eingehalten seien. Die Verkehrssicherheit sei auch mit der 90°-Kurve in der 

Mitte des W.__ gewährleistet.  

 

5.4  

Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass es sich beim W.__ um einen Zufahrtsweg im Sinn 

der VSS-Norm Nr. 45 045 handelt. Zu diesem Schluss gelangten auch die Vorinstanz sowie 

das vom Beschwerdeführer eingereichte Verkehrsgutachten der D.__ AG vom 25. Juni 2024 

zum Thema der Erschliessung über den W.__ (amtl. Bel. 5A S. 11). Entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin handelt es sich bei dieser Expertise nicht um ein blosses Parteivorbrin-

gen (amtl. Bel. 10 S. 4). Gemäss Art. 53 VRG finden im Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren auf das Beweisverfahren ergänzend die Art. 150 – 193 der ZPO Anwendung. Nach der am 

10 │ 21 

 

 

1. Januar 2025 in Kraft getretenen Version von Art. 177 ZPO gelten auch private Gutachten 

der Parteien als Urkunden und damit als Beweismittel (vgl. auch Art. 407f ZPO zur Anwend-

barkeit der während eines hängigen Verfahrens in Kraft getretenen Bestimmungen). Damit 

untersteht das Gutachten vom 25. Juni 2024 der freien Beweiswürdigung durch das Gericht 

(Art. 157 ZPO).  

 

5.5  

Die Expertise kommt dabei zusammengefasst zum Schluss, der W.__ (im Gutachten als W.__ 

Abschnitt 2 bezeichnet) weise eine Länge von rund 90 m und eine Regelbreite von 3 m auf 

(amtl. Bel. 5A S. 12). Die punktuell auftretende absolute Engstelle betrage 2,95 m (vgl. S. 8). 

Der W.__ gelte in Anbetracht der Nutzungsstruktur, Funktion und Lage im Strassennetz als 

Zufahrtsweg. Mit Blick auf die maximale stündliche Belastung und die Regelfahrbahnbreite 

erfülle dieser die Anforderungen eines solchen Zufahrtswegs. 

 

5.6  

Die Sachverständigen der D.__ AG stellen damit klar, dass auch bei einer vergleichsweisen 

kleinen Überschreitung der Gesamtlänge bzw. Unterschreitung der Mindestbreite noch ein Zu-

fahrtsweg im Sinn der VSS-Normen vorliegt. Zudem gelten für die Dimensionierung der hin-

reichenden Zufahrten die Normen des VSS auch gemäss § 51 Abs. 2 BauV nur im Sinn von 

Richtlinien und damit nicht absolut. Soweit das Gesetz nicht ausdrücklich auf VSS-Normen 

verweist, sind diese nicht direkt anwendbar, sondern im Sinne einer Orientierungshilfe zu be-

rücksichtigen. Namentlich sind sie nicht schematisch und starr, sondern verhältnismässig und 

unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse anzuwenden, wobei den zuständigen Be-

hörden auch insoweit ein erheblicher Spielraum zusteht (Urteil des Bundesgerichts 

1C_341/2018 vom 16. Januar 2019 E. 2.1 a.E. und E. 3.3). Bundesrechtlich wird zudem keine 

Zufahrt verlangt, welche den Idealvorstellungen entspricht. Vielmehr genügt im Sinne einer 

Minimalanforderung eine Zufahrt, welche die Benützerinnen und Benützer der Baute und die 

übrigen Nutzerinnen und Nutzer öffentlicher Strassen keinen übermässigen Gefahren aussetzt 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_158/2022 vom 20. Dezember 2022 E. 3.1). Die marginalen 

Abweichungen von den Massen für Zufahrtswege nach den VSS-Normen sprechen deshalb 

nicht gegen eine zureichende Erschliessung. Daran ändert ebenfalls nichts, dass die breiteste 

Stelle des W.__ (bei einer Breite von 3,9 m; vgl. allerdings die Masse gemäss Auszug aus 

dem GIS, BG-Bel. 7) teilweise auf der Parzelle Nr. _, liegen soll und rechtlich nicht gesichert 

sei. Aus den Unterlagen geht nicht hervor, dass der W.__ zu einem wesentlichen Teil auf 

11 │ 21 

 

 

dieser Parzelle zu liegen käme. Somit ist auch nicht erkennbar, inwiefern – sollte der entspre-

chende Eigentümer die Zufahrt über seine Parzelle verbieten wollen – eine unzureichende 

Zufahrt resultieren könnte. Der Typus des Zufahrtswegs gemäss VSS-Norm 40 045 ist aus-

serdem zur Erschliessung von bis zu 30 Wohneinheiten ausgelegt (amtl. Bel. 5A S. 22). Diese 

Zahl wird vorliegend auch mit sieben neuen Wohneinheiten unterschritten. Die bestehende 

Zufahrt wäre unter den genannten Gesichtspunkten gegenwärtig grundsätzlich noch als genü-

gende Erschliessung für ein grösseres Bauprojekt normkonform. 

 

5.7  

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers rechtfertigt es sich nicht, die Länge des Park-

platzes der Denner-Filiale auf der Parzelle Nr. __ (Abschnitt 1 gemäss Gutachten der D.__ 

AG, amtl. Bel. 5A S. 12), von rund 50 m unbesehen dem W.__ (Abschnitt 2) anzurechnen. Es 

handelt sich dabei um einen allgemein zugänglichen und von einer unbestimmten Personen-

zahl verwendeten Parkplatz, der gänzlich andere Werte in der Verkehrsbelastung aufweist als 

der hintere Teil des W.__. Dieser wird bloss von einer sehr kleinen Zahl mit den Verhältnissen 

vertrauter Personen befahren. Aufgrund der beiden vollständig unterschiedlichen Ausgangs-

lagen drängt es sich analog dem Gutachten der D.__ AG vom 25. Juni 2024 daher auf, die 

beiden Abschnitte einzeln auf ihre Tauglichkeit als Zufahrt zu prüfen. 

Dabei ordnen die Experten der D.__ AG die Parkplatzanlage (Abschnitt 1) ebenfalls den Zu-

fahrtswegen zu, selbst wenn die maximale stündliche Belastung mit Fahrten von Personen-

wagen die normativen Vorgaben für Zufahrtswege übersteige (vgl. zu den Normwerten amtl. 

Bel. 5A S. 11). Denn Abschnitt 1 ist durchgehend befahrbar und das erhöhte Fahrtenaufkom-

men kann so über zwei Fahrgassen abgewickelt werden (S. 12). Inwiefern die Übersichtlichkeit 

auf dem betroffenen Parkplatz in nennenswerter Weise eingeschränkt sein soll, ist weder sub-

stantiiert dargelegt worden noch aus den Akten erkennbar. Einzig der Umstand, dass kein 

«eigentlicher Fahrbahnstreifen» vorhanden sei (amtl. Bel. 12 S. 5), begründet jedenfalls noch 

keine mit einer hinreichenden Erschliessung nicht vereinbare Situation. Die «Fahrbahn» auf 

der Parkierungsanlage entspricht dabei dem nicht mit Parkfeldern markierten Teil der Strasse, 

was auch im hier zu betrachtenden Fall keine Unklarheit hervorruft. Die Geschwindigkeit auf 

Parkplätzen ist dabei regelmässig stark reduziert, was auch die Gutachter D.__ AG zu Recht 

für die gesamte Erschliessung annahmen (S. 11). Die teilweise Unterschreitung der vorgese-

henen Fahrbahnbreite nach den VSS-Normen auf der Fahrgasse Ost um 30 cm (vgl. S. 8) wird 

zwar auch durch die Ausführungen der Beschwerdegegnerin nicht widerlegt (vgl. amtl. Bel. 10 

S. 6 und BG-Bel. 5; wobei S. 1 des Belegs fehlt und wohl deshalb unklar bleibt, wie einzig aus 

12 │ 21 

 

 

der gemessenen Breite des Parkfelds von 1,9 m ohne Weiteres auf die Breite der daneben 

bestehende Fahrgasse geschlossen werden soll). Wie bereits erwähnt, sind die VSS-Normen 

allerdings nicht mehr als Richtlinien, eine Mindestbreite der Fahrbahn ist weder in Gesetz noch 

Verordnung vorgesehen. Die vorliegende streckenweise geringe Unterschreitung der Mindest-

breite auf einer Fahrbahngasse auf Abschnitt 1 der Zufahrt fällt mit Blick auf die örtlichen Ver-

hältnisse und den durch das Projekt zu erwartenden geringen Mehrverkehr (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 1C_319/2021 vom 8. April 2022 E. 2.8) noch nicht massgebend ins Gewicht. 

Dieser Schluss wird durch die übereinstimmende Einschätzung der Gutachter der D.__ AG 

bestätigt, wonach das zusätzliche Verkehrsaufkommen sehr gering ausfalle und die Zufahrt 

dieses aufnehmen könne (S. 19). Die vom Beschwerdeführer erwähnte, leicht geänderte Ver-

kehrsführung am Rand der Parzelle Nr. __, gemäss der am 9. Dezember 2024 an der ausser-

ordentlichen Gemeindeversammlung der Gemeinde Y genehmigten Nutzungsplanrevision 

(vgl. amtl. Bel. 1 Ziff. 7 und BF-Bel. 6) begründet keine grundlegend andere Situation. Selbst 

wenn diese Änderung vorliegend bereits zu beachten wäre, führte sie daher zu keiner anderen 

Einschätzung. 

 

5.8  

Der Beschwerdeführer macht mit Verweis auf das Verkehrsgutachten vom 25. Juni 2024 gel-

tend, das Bauprojekt verschärfe bestehende Defizite der Verkehrssicherheit betreffend Über-

sichtlichkeit, Mischverkehr und die Notwendigkeit von Rückwärtsfahrten (amtl. Bel. 5). Klarzu-

stellen ist vorweg, dass das Gutachten der D.__ AG zum Schluss kommt, dass die Belastungs-

grenze für eine Erschliessungsstrasse vom Typ Zufahrtsweg nicht überschritten werde (amtl. 

Bel. 5A S. 21). Das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch das vorliegende Bauprojekt führe 

darüber hinaus nicht zu zusätzlichen Verkehrssicherheitsdefiziten. Allerdings verschärfe es 

bestehende Defizite, da mit mehr potenziellen Begegnungsfällen und dadurch mehr Konflikt-

situationen zu rechnen sei. Letzteres liesse sich aber bei praktisch sämtlichen Bauprojekten 

anführen. Die Frage der hinreichenden Zufahrt hängt allerdings von der beanspruchten Nut-

zung des Grundstücks sowie den massgeblichen örtlichen Umständen des Einzelfalls ab (Ur-

teil des Bundesgerichts 1C_487/2022 vom 26. März 2024 E. 4.1 mit Hinweisen). Betrachtet 

man den hier zu beurteilenden Fall, erweist sich das zusätzliche Verkehrsaufkommen als sehr 

gering (amtl. Bel. 5A S. 19), weshalb auch die Gefahr potenzieller Begegnungsfälle nicht er-

heblich zunimmt. Es trifft zu, dass aufgrund der 90°-Kurve in der Mitte des W.__ (Abschnitt 2) 

nicht der gesamte Zufahrtsweg einsehbar ist und es zu Situationen kommen kann, in denen 

ein Fahrzeug eine Strecke rückwärts zurücklegen muss. Das Rückwärtsfahren im Schritttempo 

ist jedoch bei der Unmöglichkeit zum Weiterfahren oder Wenden selbst über längere Strecken 

13 │ 21 

 

 

erlaubt (Art. 17 Abs. 2 und 3 der Verkehrsregelverordnung [VRV; SR 741.11]) und führt nicht 

ohne Weiteres zu einer unzureichenden Erschliessung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_319/2021 vom 8. April 2022 E. 3.4), auch wenn es mit Blick auf die Verkehrssicherheit 

nicht optimal ist. Jedoch dürften sich Rückwärtsfahrten in der Regel auf wenige Meter be-

schränken. Die maximal mögliche Länge des Rückwärtsfahrens kommt nur im Fall des Aufei-

nandertreffens zweier Fahrzeuge exakt an der 90°-Kurve in Frage, wobei von einem Fahrzeug 

eine der Hälften des W.__ (Abschnitt 2) vor oder nach der 90°-Kurve rückwärts zurückgelegt 

werden müsste (vgl. Art. 9 Abs. 2 VRV). Dies kann mit ungefähr 40 m nicht mehr als kurze, 

aber jedenfalls nicht problematische Länge bezeichnet werden. Bei den jeweils vollkommen 

geraden Teilstrecken in Abschnitt 2 des W.__ ist nämlich die Übersichtlichkeit auch beim Rück-

wärtsfahren durch nichts beeinträchtigt. Weitere Kurven, Hügel oder andere nennenswerte 

Hindernisse für die Sicht bestehen nicht. Es spricht deshalb auch nichts dagegen, dass in 

gewissem Umfang ein Mischverkehr (Schulweg, Fussgänger auf dem Parkplatz) vorhanden 

sein kann (vgl. etwa die Situation im Urteil des Bundesgerichts 1C_532/2010 vom 29. März 

2011 E. 2.5). Ohnehin wird jedenfalls der Abschnitt 2 nur von mit den Verhältnissen vertrauten 

Personen befahren, während auf der gesamten Zufahrt nur geringes Tempo erlaubt (vgl. Art. 4 

Abs. 1 VRV) und – aufgrund der Verhältnisse – möglich ist (vgl. auch amtl. Bel. 5A S. 11 a.E.). 

Aus diesen Gründen kann selbst bei der Möglichkeit von teilweise notwendigen Rückwärts-

fahrten noch nicht von einer ungenügenden Zufahrt ausgegangen werden. Dabei wird nicht 

verkannt, dass sich auf dem W.__ bereits einmal ein tragischer Unfall zugetragen hat. Als 

Folge dessen eine Erschliessung zu fordern, die jegliche Gefahr eines Unfalls ausschliesst, ist 

allerdings weder gesetzlich vorgesehen noch realistisch. Da keine neuen Verkehrsdefizite auf-

treten und bestehende nur marginal ungünstig beeinflusst werden, die Belastungsgrenzen aus 

Sicht der Sachverständigen aber eingehalten bleiben, liegt eine rechtsgenügliche Erschlies-

sung vor, welche die Benützer nicht übermässigen Gefahren aussetzt, wie es von der Recht-

sprechung gefordert wird. Wenn der Beschwerdeführer trotzdem auf der ungenügenden Ver-

kehrssicherheit beharrt, ist zusätzlich das Nachfolgende zu beachten. 

 

5.9  

Der angefochtene Regierungsratsbeschluss ging noch davon aus, dass den VSS-Normen fol-

gend kurzeitig auf Vorplätze der angrenzenden Grundstücke ausgewichen werden könne (BF-

Bel. 1 E. 2.5.4.2). Nach dem vorstehend Ausgeführten wird deutlich, dass die Verwendung der 

bestehenden Vorplätze für die Verkehrssicherheit zuträglich sein mag, für eine ausreichende 

Erschliessung jedoch nicht notwendig ist. Bei dem gering erhöhten Verkehrsaufkommen, der 

14 │ 21 

 

 

guten Übersichtlichkeit und allenfalls seltenen Fällen von Rückwärtsfahrten im Abschnitt 2 des 

W. kann auf die Inanspruchnahme der Vorplätze verzichtet werden. Zum selben Schluss ge-

langte das Gutachten der D.__ AG, welches das Sicherstellen von Ausweichstellen, allenfalls 

unter Einbezug von bestehenden Vorplätzen, zur Behebung der bestehenden Sicherheitsde-

fizite zwar empfiehlt (amtl. Bel. 5A S. 21), nicht aber als notwendig erachtet. 

Entgegen der Ansicht der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin vermögen die Anwohner 

des W.__ allerdings nicht gestützt auf die VSS-Normen zur Bereitstellung ihrer nicht dem all-

gemeinen Verkehr dienenden (und damit nicht öffentlichen) Vorplätze verpflichtet werden. 

Nachdem dies vorliegend auch nicht von Nöten ist, erübrigen sich grundsätzlich Weiterungen 

hierzu. Anzumerken bleibt, dass es für das Gericht befremdlich wirkt, wenn der Appell des 

Regierungsrats, im Interesse der Verkehrssicherheit gegenseitige Rücksicht und Toleranz wal-

ten zu lassen, offenbar dazu führte, dass fast alle Anwohner sich ausdrücklich gegen die Ver-

wendung ihrer Vorplätze als Ausweichstellen aussprachen (BF-Bel. 7). Soweit sie offenbar 

sogar mit Massnahmen zuungunsten einer besseren Erschliessung – nicht zuletzt für sich 

selbst und sämtliche übrigen Anwohner – drohen (amtl. Bel. 1 Ziff. B.9), sind sie klarerweise 

nicht länger von den offenbar bloss vorgeschobenen Bedenken um Verkehrssicherheit 

(vgl. amtl. Bel. 1 Ziff. B.14) motiviert. Vielmehr erwecken sie damit den Eindruck, es gehe 

ihnen um die rein schikanöse Ausübung ihrer Eigentumsrechte zur Durchsetzung ihrer Oppo-

sition gegen das Bauvorhaben. Dies genügt jedoch vorliegend nicht, um die Erschliessung als 

ungenügend erscheinen zu lassen. 

 

6.  

6.1  

Der Beschwerdeführer kritisiert den Regierungsratsbeschluss weiter zusammengefasst dahin-

gehend, dass die Zugänglichkeit des W.__ für Rettungskräfte nicht gewährleistet sei (amtl. 

Bel. 1 Ziff. B.10 ff. und 12 S. 6 f.). So entspreche der W.__ sowohl in seiner Breite als auch 

den Kurvenradien nicht den Richtlinien für Feuerwehrfahrzeuge. Nur mit zusätzlichen Brand-

schutznachweisen sei eine brandschutzrechtliche Bewilligung erteilt worden. Die Zugänglich-

keit für die Feuerwehr sei hingegen weiterhin nicht gegeben. Ähnliches gelte für die Ambu-

lanzfahrzeuge, wobei der von der Beschwerdegegnerin aufgelegte Bericht der C.__ AG eine 

Zufahrt mit Lieferwagen von 7 m Länge und 2,05 m Breite simuliere. Die VSS-Normen gingen 

bei Lieferwagen jedoch von einer Grundabmessung von 2,5 m mit einem Sicherheitszuschlag 

von 0,3 m pro Seite aus. Zudem habe die Vorinstanz die Rettungswagen der Stadt Zürich 

berücksichtigt, was vorliegend keine Aussagekraft habe. Aufgrund deren Breite von 2,25 m 

15 │ 21 

 

 

könne die Zugänglichkeit durch die Simulation der C.__ AG zudem nicht bestätigt werden. Den 

Rettungswagen sei es nicht möglich, zum Grundstück der Bauherrschaft zu gelangen. 

 

6.2  

Die Beschwerdegegnerin verweist diesbezüglich im Wesentlichen auf den Gesamtbewilli-

gungsentscheid vom 29. Juni 2023, wonach die Zugänglichkeit für die Feuerwehr gegeben sei 

(amtl. Bel 10 S. 8 und Ziff. 10 ff. sowie 17 Ziff. 6). Ausserdem habe die Simulation des Ingeni-

eurbüros C.__AG bestätigt, dass ein Krankenauto vor Ort zufahren und ebenfalls wenden 

könne, ohne hierfür fremde Parzellen in Anspruch nehmen zu müssen. 

 

6.3  

Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass der W.__ an sich vom Bauprojekt unbestritten nicht be-

rührt wird. Damit wäre die Zugänglichkeit für Notfahrzeuge – sollten die Argumente des Be-

schwerdeführers zutreffen – auch für sämtliche anderen über den W.__ erschlossenen Grund-

stücke nicht gewährleistet. Der Begründung der Beschwerde folgend und mit Blick auf die in 

E. 4.2 hiervor erwähnten Voraussetzungen, hätte somit keines der an den W.__ angrenzenden 

Grundstücke überbaut werden können. Das dies nicht zutrifft, ist aufgrund der tatsächlichen 

Verhältnisse offensichtlich. Zu den einzelnen vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Punkten 

ergibt sich das Nachfolgende. 

 

6.4  

Betreffend Zugänglichkeit für die Feuerwehr trifft es zwar zu, dass gemäss dem kantonalen 

Gesamtbewilligungsentscheid vom 29. Juni 2023 bzw. dem revidierten Brandschutznachweis 

vom 17. Mai 2023 die Zufahrtsstrasse und der Aufstellungsort für Feuerwehrfahrzeuge in ihrer 

Breite und den Kurvenradien nicht vollumfänglich der Richtlinie «Feuerwehrzufahrten, Bewe-

gungs- und Stellflächen» der Feuerwehr Koordination Schweiz («FKS») entsprechen (vi-VI1-

B-1 S. 18). Trotzdem habe nach Rücksprache mit der Nidwaldner Sachversicherung und der 

Ortsfeuerwehr Y.__ die Zugänglichkeit zu den Gebäudefassaden sichergestellt werden kön-

nen, während eine Personenrettung über die Südfassade mit der Schiebeleiter möglich sei. 

Das Treppenhaus sei von aussen direkt zugänglich. 

Wie bereits die Vorinstanz zu Recht festhielt (BF-Bel. 1 E. 2.7.2), gilt auch für die erwähnte 

Richtlinie der FKS das für die VSS-Normen Gesagte: Den entsprechenden Empfehlungen 

kommt kein absolut verbindlicher Charakter zu. Ohnehin ist sowohl der Zugang zu den Ge-

bäudefassaden als auch die Personenrettung sichergestellt. Dabei wurde auch die Bauweise 

16 │ 21 

 

 

des Projekts, insbesondere der erhöhte Feuerwiderstand der Aussenwände, in die Beurteilung 

miteinbezogen (vi-VI1-B-1 S. 18). Die Zugänglichkeit und der Notfalleinsatz der Feuerwehr 

sind damit gewährleistet, weshalb nach § 50 BauV sogar auf eine Notzufahrt verzichtet werden 

könnte. Die Erschliessung ist in dieser Hinsicht damit ebenfalls hinreichend. 

 

6.5  

Mit Blick auf die Zugänglichkeit für Fahrzeuge der Sanität stellt der Beschwerdeführer die Ein-

haltung der Vorgaben gemäss VSS-Normen für Krankenwagen, wie von der C.__ AG aufge-

zeigt (vgl. BG-Bel. 6 und 9), nicht in Frage. Sofern der Beschwerdeführer darauf hinweist, dass 

der Bericht der C.__ AG für die Zufahrt mit breiteren Lieferwagen nicht tauglich sei, mag dies 

zutreffen. Allerdings ist nicht einzusehen, wie für die hier interessierende Frage nach einer 

genügenden Notzufahrt die VSS-Normen für Lieferwagen anstelle der speziell auf Kranken-

wagen zugeschnittenen Vorgaben der VSS (welche von einer Breite von 2,05 m und einer 

Länge von 7 m ausgehen) zu beachten wären. 

Zudem besteht beim Beschwerdeführer offenbar Verwirrung über die verschiedenen in Nidwal-

den in Betrieb befindlichen Rettungswagen. Aus den von der Vorinstanz und der Beschwer-

degegnerin angerufenen (Zeitungs-)Berichten geht hervor, dass jedenfalls sowohl ein Modell 

Mercedes-Benz-Sprinter 519 CDI 4x4 als auch ein VW-Bus T6 zur Verfügung stehen (BF-

Bel. 1 E. 2.7.4.2 und BG-Bel. 11 [vgl. auch amtl. Bel. 10 S. 19 oben]). Zur Beurteilung der Er-

schliessung ist es jedoch nicht nötig, den Fahrzeugpark an Einsatzfahrzeugen mit den ent-

sprechenden Massen zu kennen. Jedenfalls vermag eine geringfügige Abweichung eines der 

Krankenwagen-Modelle von der VSS-Norm (offenbar um 20 cm Fahrzeugbreite, amtl. Bel. 1 

Ziff. B.11) erneut nicht automatisch eine ungenügende Erschliessung zu begründen. Ange-

sichts der Regelbreite des W.__ (Abschnitt 2) von 3 m (amtl. Bel. 5A S. 12, vgl. auch Auszug 

aus dem GIS, BG-Bel. 7) ist nicht erkennbar oder substantiiert dargelegt worden, weshalb ein 

2,25 m breiter Rettungswagen keinen Zugang zur Bauparzelle haben sollte oder nicht darauf 

wenden könnte, wie es durch die Simulation der C.__ AG bestätigt worden ist. Dabei ist eben-

falls zu beachten, dass die bekannten Fahrzeugmodelle der Rettungswagen gemäss den all-

gemein zugänglichen Angaben im Internet eine – teilweise erheblich – geringere Länge auf-

weisen, als es die VSS-Norm für Krankenwagen vorsieht und daher die Zugänglichkeit in Wirk-

lichkeit noch besser gewährleistet sein dürfte als im Bericht der C.__ AG dargestellt.  

Das Verkehrsgutachten der D.__ AG äussert sich darüber hinaus zum Befahren des W.__ mit 

Lieferwagen, wenn auch mit Blick auf den Baustellenverkehr. Dabei kommen die Sachverstän-

digen zusammengefasst zum Schluss, Rückwärtsfahrten von Baustellenfahrzeugen seien bei 

17 │ 21 

 

 

Begegnungsfällen infolge der unübersichtlichen Linienführung unvermeidlich (amtl. Bel. 5A 

S. 20). Man empfehle, den Baustellenverkehr auf das notwendige Minimum zu reduzieren. 

Das Befahren des W.__ mit Lieferwagen und Baustellenfahrzeugen ist daher auch gemäss 

den Verkehrsgutachtern durchaus möglich. Rückwärtsfahrten sind auch hier nur bei Begeg-

nungsfällen notwendig. Neben der Zugänglichkeit des W.__ mit Baustellenfahrzeugen er-

scheint damit auch die Notzufahrt bzw. der Notfalleinsatz der Sanität als genügend gesichert. 

Die Erschliessung genügt damit den Anforderungen von § 48 und 50 BauV. 

 

7.  

7.1  

Der Beschwerdeführer macht sodann sinngemäss geltend, die Frage eines Wendeplatzes sei 

von der Vorinstanz aus formellen Gründen nicht behandelt worden, obwohl die Notwendigkeit 

eines Wendeplatzes Gegenstand des Verfahrens sei (amtl. Bel. 1 Ziff. B.13). 

 

7.2  

Die Ansicht des Beschwerdeführers verdient insofern Zustimmung, als dass eine Zufahrt die 

übrigen Nutzerinnen und Nutzer öffentlicher Strassen keinen übermässigen Gefahren ausset-

zen darf (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_158/2022 vom 20. Dezember 2022 E. 3.1). Sofern 

die Verkehrssicherheit nur mit der Realisierung eines Wendeplatzes gewährleistet werden 

könnte, hätte die Frage – im Sinn der Erteilung einer Baubewilligung unter Bedingungen und 

Auflagen – auch im vorinstanzlichen Verfahren behandelt werden können. Die Vorinstanz 

durfte vorliegend jedoch ohne Weiteres auf eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem 

Thema verzichten, da die Notwendigkeit eines Wendeplatzes ohnehin nicht gegeben ist, wie 

nachfolgend gezeigt werden kann. 

 

7.3  

Wie bereits die Vorinstanz richtig ausführte und aus dem Verkehrsgutachten der D.__ AG her-

vorgeht, verlangen die VSS-Normen für Zufahrtswege in der Regel keinen Wendeplatz (BF-

Bel. 1 E. 2.6.2; amtl. Bel. 5A S. 11). Die weiterhin massgebenden konkreten Umstände des 

Einzelfalls könnten einen solchen zwar notwendig machen. Der W.__ kann jedoch gemäss 

gutachterlicher Feststellung das geringe zusätzliche Verkehrsaufkommen ohne bauliche An-

passungen aufnehmen, ohne dass neuen Defizite für die Verkehrssicherheit geschaffen wer-

den. Selbst zur Behebung der bestehenden Verkehrsdefizite wird von den Sachverständigen 

kein Wendeplatz empfohlen. Das vorliegend zu beurteilende Bauprojekt verfügt ausserdem 

18 │ 21 

 

 

über eine Einstellhalle, so dass die Bewohner auf jeden Fall eine Möglichkeit zum Wenden 

ihres Fahrzeugs haben, ohne dass der W.__ rückwärts befahren werden müsste. Ein Wende-

platz ist nach dem Gesagten daher mit Blick auf die Verkehrssicherheit – oder anderweitig – 

nicht notwendig und der vorinstanzliche Entscheid auch diesbezüglich zu bestätigen. 

 

7.4  

Nicht Teil des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die von den Parteien thematisierte 

Planänderung zur Erstellung eines Wendeplatzes, wofür erst noch eine Projektänderung ein-

zureichen sein werde (vgl. amtl. Bel. 10 S. 8 f. und Ziff. 13, 12 S. 3 f. und 17 S. 5). Jedenfalls 

kann allein aus den freiwilligen Bemühungen der Beschwerdegegnerin, die Verkehrssicherheit 

auf dem W.__ zu verbessern, nicht geschlossen werden, die Erschliessung sei ohne Wende-

platz unzureichend, wie dies der Beschwerdeführer tut. Weiterungen erübrigen sich hierzu. 

 

8.  

Der Beschwerdeführer bemängelt schliesslich, es sei von der Vorinstanz kein Augenschein 

durchgeführt worden und verlangt dies «für alle Vorbringen» erneut (amtl. Bel. 1 Ziff.B.3). Eine 

Begründung dafür, weshalb ein Augenschein durchzuführen sei, lässt sich seinen Rechts-

schriften hingegen nicht entnehmen. Es ist denn auch nicht einzusehen, weshalb trotz der 

zahlreichen Planunterlagen, verschiedenen Fotodokumentationen und gar gutachterlicher 

Analyse der örtlichen Verhältnisse eine Begehung vor Ort durch das Gericht nötig wäre. Nach-

dem der rechtserhebliche Sachverhalt bereits hinreichend erstellt ist, kann in antizipierter Be-

weiswürdigung auf einen Augenschein verzichtet werden (BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinwei-

sen). 

 

9.  

Zusammengefasst vermag die vorgesehene Zufahrt über den W.__ sowohl die bundesrechtli-

chen als auch kantonalen Anforderungen an eine rechtsgenügliche Erschliessung zu erfüllen. 

Es wurde gutachterlich bestätigt, dass die Vorgaben an einen Zufahrtsweg erfüllt werden, das 

geringe zusätzliche Verkehrsaufkommen aufgenommen werden kann und dabei weder die 

Belastungsgrenze überschritten wird noch neuen Verkehrsdefizite entstehen. Dass die Er-

schliessung teilweise über einen Parkplatz führt und der W.__ in seiner Mitte eine 90°-Kurve 

aufweist, wurde dabei berücksichtigt, vermag an den genannten Schlüssen jedoch nichts zu 

ändern. Bestehende Verkehrsdefizite werden nicht in derartiger Weise verschärft, dass die 

Verkehrssicherheit als gefährdet erscheint. Eine Notzufahrt ist ausserdem in genügendem 

19 │ 21 

 

 

Ausmass vorhanden, ansonsten aber der Notfalleinsatz der öffentlichen Dienste auch ander-

weitig gewährleistet ist. Ein Wendeplatz, wie ihn die Beschwerdegegnerin offenbar ohnehin 

plant, ist dabei nicht vonnöten. Bei einer gesamtheitlichen Betrachtung unter Einbezug der 

örtlichen Verhältnisse und künftigen Nutzung der Bauparzelle kommt das Gericht zum 

Schluss, dass die Erschliessung hinreichend ist. Die Vorinstanz hat mit ihrer Einschätzung das 

ihr zustehende, erhebliche Ermessen korrekt ausgeübt. Die Beschwerde erweist sich im 

Hauptstandpunkt als unbegründet. 

Ohne nähere Ausführungen verlangt der Beschwerdeführer sodann im Eventualantrag die 

Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz bzw. die Baubewilligungsbehörde. Da hier-

für jedoch kein Grund erkennbar oder vorgebracht worden ist, kann dem Antrag ebenfalls nicht 

gefolgt werden. Die Beschwerde ist damit vollumfänglich abzuweisen.  

 

10.  

10.1  

Die Kosten des Verwaltungsverfahrens umfassen die amtlichen Kosten (Gebühren und Aus-

lagen) sowie die Parteientschädigung (Art. 115 VRG). 

 

10.2  

Die Partei hat die amtlichen Kosten im Rechtsmittelverfahren zu tragen, wenn sie unterliegt, 

auf ihr Rechtsmittel nicht eingetreten wurde oder wenn sie das Rechtsmittel zurückgezogen 

hat (Art. 122 Abs. 1 VRG). 

Für das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht als Kollegialgericht beträgt die Ge-

bühr Fr. 100.– bis Fr. 7'000.– (Art. 17 Abs. 1 PKoG [NG 261.2]). Die Gebühr wird für das vor-

liegende Verfahren auf Fr. 4'000.– festgesetzt und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Sie wird mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet und ist bezahlt. 

 

10.3  

Im Rechtsmittelverfahren ist der ganz oder teilweise obsiegenden Partei eine angemessene 

Entschädigung zulasten der unterliegenden Partei zuzuerkennen (Art. 123 Abs. 2 VRG). Ste-

hen sich im Rechtsmittelverfahren Privatparteien gegenüber, hat in der Regel die unterlie-

gende Privatpartei die Parteientschädigung zu tragen (Abs. 3). 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädi-

gung auszurichten. Mit Kostennote vom 28. Oktober 2024 hat der Rechtsvertreter der 

20 │ 21 

 

 

Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von Fr. 3'083.65 (Honorar Fr. 2'728.– [9,92 

Stunden à Fr. 275.–], Auslagen Fr. 124.60, 8,1 % MWST Fr. 231.05) geltend gemacht (amtl. 

Bel. 19). Das geltend gemachte Honorar liegt im Honorarrahmen (vgl. Art. 47 Abs. 2 PKoG), 

ist angemessen und wird genehmigt. Entschädigungsberechtigt sind überdies die Auslagen 

(Art. 52 f. PKoG) sowie die Mehrwertsteuer (Art. 54 PKoG). Somit hat der Beschwerdeführer 

der Beschwerdegegnerin für das Verwaltungsgerichtsverfahren eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'083.65 zu bezahlen. 

Den am Verfahren beteiligten Gemeinwesen wird keine Parteientschädigung zugesprochen 

(Art. 123 Abs. 4 VRG). 

21 │ 21 

 

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. Die amtlichen Kosten des vorliegenden Verfahrens werden auf Fr. 4'000.– festgesetzt und 

dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvor-

schuss in gleicher Höhe verrechnet und sind bezahlt. 

 

3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'083.65 zu bezahlen. 

 

4. Dem am Verfahren beteiligten Gemeinwesen wird keine Parteientschädigung zugespro-

chen.  

 

5. [Zustellung]. 

 

 

Stans, 6. Januar 2025 

VERWALTUNGSGERICHT NIDWALDEN 

Verwaltungsabteilung 

Die Präsidentin 
 

 

lic. iur. Livia Zimmermann 

Der Gerichtsschreiber 

 

 

MLaw Florian Marfurt Versand:  

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 

Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden (Art. 82 ff. i.V.m. Art. 90 ff. 

BGG; SR 173.110). Bei Vor- und Zwischen-entscheiden ist die Beschwerde nur unter den Voraussetzungen von 

Art. 92 f. BGG zulässig. Die Beschwerde hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 

die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die 

als Beweismittel angeführten Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Für den 

Fristenlauf gelten die Art. 44 ff. BGG.