# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61c43bfa-9a18-5ce6-8fd9-9daca6479a64
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.05.2013 PS130061
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS130061_2013-05-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS130061-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Hodel und Ersatzrichter lic. iur. P. Raschle sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. F. Gohl Zschokke. 

Urteil vom 15. Mai 2013 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ Personalvorsorgestiftung,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Konkurseröffnung 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 
Dielsdorf vom 16. April 2013 (EK130108) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1. Die Schuldnerin ist seit dem tt.mm.1975 im Handelsregister des Kantons 

Zürich eingetragen. Gemäss Handelsregistereintrag bezweckt sie in erster Linie 

die Projektierung und Ausführung von Bau-, Umbau- und Unterhaltsarbeiten aller 

Art, ferner den Betrieb eines Sanitär- und Heizungsinstallationsgeschäftes (vgl. 

act. 5/3 und act. 6). 

1.2. Mit Urteil vom 16. April 2013, 10:00 Uhr, eröffnete das Konkursgericht des 

Bezirksgerichtes Dielsdorf den Konkurs über die Schuldnerin für eine Forderung 

der Gläubigerin von Fr. 19'102.40 nebst 5 % Zins seit 1. Oktober 2012, Fr. 153.-- 

Restanz aus Abrechnung 6.2012, Fr. 50.-- Mahnkosten und Fr. 239.-- 

Betreibungskosten (act. 3 = act. 7 = act. 8/5). Gegen diesen Entscheid erhob die 

Schuldnerin mit persönlich überbrachter Eingabe vom 19. April 2013 (act. 2) 

rechtzeitig Beschwerde (vgl. act. 7/1). Sie verlangte, die Konkurseröffnung sei 

aufzuheben und es sei die Schuldnerin wieder in die Verfügung über ihr 

Vermögen einzusetzen. Überdies ersuchte die Schuldnerin darum, es sei ihrer 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen (act. 2 S. 2 und S. 18). 

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 19. April 2013 (act. 9) wurde der Beschwerde 

einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt. Gleichzeitig wurde der 

Schuldnerin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.– angesetzt. 

Offenbar am selben Tag nahm die Schuldnerin eine berichtigte Version des 

Urteils des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 16. April 2013, 

10:00 Uhr, in Empfang, welche am 18. April 2013 zur Post gegeben worden war 

(vgl. act. 8/9, act. 14/1, act. 14/2 und act. 13 S. 2 f.). Während in der ersten 

Fassung die Spruchgebühr auf Fr. 200.-- angesetzt, der Schuldnerin auferlegt und 

aus dem Barvorschuss der Gläubigerin bezogen sowie der Rest des Vorschusses 

dem Konkursamt überwiesen wurde (vgl. act. 3 S. 2, Dispositivziffer 3), wurde in 

der neuen Version festgehalten, die Spruchgebühr von Fr. 200.-- sei von der 

- 3 - 

Schuldnerin bezahlt worden, und angeordnet, der Barvorschuss der Gläubigerin 

in der Höhe von Fr. 1'800.-- sei dem Konkursamt zu überweisen (vgl. act. 8/9 S. 2, 

Dispositivziffer 3). 

1.4. Mit persönlich überbrachter Eingabe vom 26. April 2013 (act. 13) ergänzte 

die Schuldnerin – noch innerhalb der zehntägigen Rechtsmittelfrist (vgl. act. 7/1) – 

ihre Beschwerde und reichte weitere Unterlagen ein (act. 14/1-20). Der 

Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet (vgl. act. 5/9, act. 10/1 und act. 12). 

2. Materielles 

2.1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im 

Rechtsmittelverfahren aufgehoben werden, wenn die Schuldnerin ihre 

Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen der drei gesetzlich 

vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterlegung oder 

Gläubigerverzicht) nachweist. Ein solcher kann sich auch erst innert der 

Rechtsmittelfrist verwirklicht haben (BGE 136 III 295). 

2.2. Vor Ablauf der Rechtsmittelfrist hat die Schuldnerin Belege dafür 

eingereicht, dass sie der Gläubigerin die Konkursforderung samt Zinsen und 

Betreibungskosten vollständig bezahlt hat (act. 5/4, act. 5/6 und act. 5/7). 

Überdies hat die Schuldnerin eine Bestätigung des Konkursamts C._____ vom 

18. April 2013 (act. 5/8) beigebracht, gemäss welcher die Schuldnerin dem 

Konkursamt einen Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- geleistet habe, der die 

Kosten des Konkursamtes zu decken vermag. Die erstinstanzliche Spruchgebühr 

von Fr. 200.-- hat die Schuldnerin noch vor der Konkurseröffnung bei der 

Vorinstanz einbezahlt (act. 5/4 S. 2; vgl. auch 8/9 S. 2 und act. 13 S. 3). Mit den 

erwähnten Unterlagen hat die Schuldnerin den Konkursaufhebungsgrund der 

Tilgung im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG nachgewiesen.  

2.3. Um die Aufhebung der Konkurseröffnung zu erreichen, hat die Schuldnerin 

überdies ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen. Zahlungsfähigkeit bedeutet, 

dass ausreichende, liquide Mittel vorhanden sind, mit denen die Gläubiger bei 

Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden können. Die Schuldnerin hat 

- 4 - 

deshalb aufzuzeigen, dass sie in der Lage ist, ihren laufenden Verbindlichkeiten 

nachzukommen sowie die bestehenden Schulden abzutragen. Bloss 

vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen die Schuldnerin noch nicht als 

zahlungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich jedoch, wenn keine 

Anhaltspunkte für eine Verbesserung ihrer finanziellen Lage zu erkennen sind und 

die Schuldnerin deshalb auf unabsehbare Zeit hinaus als illiquid erscheint. Der 

Umstand, dass offene Betreibungen mittlerweile von der Schuldnerin beglichen 

wurden, darf als Indiz dafür gelten, dass keine dauerhafte Illiquidität vorliegt.  

2.4. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage einer Gesellschaft vermittelt insbesondere das Betreibungsregister. Dies hat 

auch die Schuldnerin richtig erkannt und mit Eingabe vom 19. April 2013 einen 

Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes D._____ vom 18. April 2013 

(act. 5/23) über die letzten fünf Jahre eingereicht. Dieser weist neben der 

Konkursforderung der Gläubigerin 36 weitere Betreibungsforderungen über 

insgesamt Fr. 340'323.70 aus.  

Vorab ist zu bemerken, dass 12 Betreibungen über insgesamt Fr. 104'401.30 

bereits erloschen sind (Betr.-Nrn. …, …, …, …, …, …, …, …, …, …, … und …). 

Überdies wurden elf Forderungen über total Fr. 79'856.50 noch vor der 

Konkurseröffnung beglichen (Betr.-Nrn. …, …, …, …, …, …, …, …, …, …, …). 

Danach hat die Schuldnerin weitere sieben Forderungen im Umfang von Fr. 

45'953.75 getilgt (Betr.-Nrn. …, …, …, …, …, … und …; vgl. act. 5/23, act. 14/14-

17). Zudem hat sie eine Forderung von Fr. 54'884.75 (Betr. Nr. …) insoweit 

unbestritten im Umfang von Fr. 48'000.-- beglichen, wobei sich die Schuldnerin und 

die Vertreterin der betreffenden Gläubigerin darüber uneinig sind, ob heute noch ein 

Restbetrag von Fr. 2'699.75 (bzw. Fr. 3'336.15; act. 2 S. 16 und act. 14/18 S. 1) 

oder – wegen inzwischen aufgelaufener Zinsen und Kosten – ein solcher von 

Fr. 8'089.55 offen sei (vgl. act. 13 S. 7 und act. 14/18-20). Die von der Schuldnerin 

behauptete Verrechnung mit zwei Forderungen von Fr. 2'554.20 und Fr. 1'630.80 

erscheint angesichts der ins Recht gereichten Unterlagen als plausibel (vgl. act. 

14/18 und act. 14/20). Ebenso ihre Bestreitung, dass die geltend gemachten 

Verzugszinsen (Zinssatz und Zinsenlauf) und weiteren Kosten berechtigt seien (act. 

- 5 - 

13 S. 7). Es ist hier deshalb auf die glaubhafte Sachverhaltsdarstellung der 

Schuldnerin abzustellen, wonach lediglich noch ein Betrag von Fr. 2'699.75 

geschuldet sei. 

Folglich ist von offenen Betreibungsforderungen der Schuldnerin von Fr. 44'363.45 

auszugehen. Positiv zu werten ist, wie die Schuldnerin zutreffend bemerkt hat 

(act. 2 S. 16), dass darunter weder Mietforderungen noch Arbeitnehmerforderungen 

zu finden sind. 

Gemäss der von der Schuldnerin eingereichten Kreditorenliste bestehen ihr 

gegenüber per 17. April 2013 offene Forderungen in der Höhe von Fr. 869'167.46 

(act. 5/13; vgl. auch act. 2 S. 11). Zu Recht weist die Schuldnerin darauf hin, dass 

zahlreiche der Forderungen noch nicht fällig sind (act. 2 S. 11; vgl. act. 5/13 S. 2 

ff.). Es handelt sich hierbei um einen Gesamtbetrag von rund Fr. 60'000.--, der am 

Stichtag 17. April 2013 noch nicht fällig war. Dieser ist ebenfalls zu berücksichtigen, 

da auch noch nicht fällige Forderungen der Schuldnerin (im Betrag von total 

Fr. 488'491.30) in ihre Debitorenliste per 17. April 2013 Eingang gefunden haben 

(vgl. act. 5/12). Abzuziehen sind indessen die im Betreibungsregister vermerkten 

und zum Teil auch zwischenzeitlich bezahlten Forderungen, namentlich diejenigen 

der Schuldnerin von Fr. 12'250.20, Fr. 12'348.30 und Fr. 13'563.70, der E._____ 

von Fr. 3'745.--, der F._____ GmbH von Fr. 4'536.--, der G._____ AG von Fr. 

777.60 sowie der H._____ Genossenschaft von Fr. 3'336.15 (vgl. act. 5/13 S. 14, S. 

15, S. 26 und S. 27 sowie act. 5/23 S. 2 f.). Neben den offenen 

Betreibungsforderungen von Fr. 44'363.45 bestehen somit Kreditorenforderungen 

von Fr. 818'610.51.  

Zudem ist zu berücksichtigen, dass das Konto der Schuldnerin bei der … Bank per 

17. April 2013 einen negativen Saldo von Fr. 182'184.33 aufwies (vgl. act. 5/5 S. 1). 

Es ist folglich von Verbindlichkeiten der Schuldnerin von total rund Fr. 1'045'158.-- 

auszugehen. 

2.5. Demgegenüber verfügt die Schuldnerin ihren eigenen Angaben zufolge per 

17. April 2013 über offene Debitorenforderungen von insgesamt Fr. 895'744.15, 

wovon Fr. 231'316.05 seit mehr als 30 Tagen überfällig seien (act. 2 S. 11 und 

- 6 - 

act. 13 S. 7). Ihre Angaben untermauert die Schuldnerin mit einer entsprechenden 

Debitorenliste (act. 5/12). Es erscheint glaubhaft, wenn die Schuldnerin erklärt, in 

der Sanitär-Branche erfolge die Begleichung der Rechnungen traditionell mit 

Verspätung (act. 2 S. 11). Dennoch ist nicht ohne weiteres davon auszugehen, 

dass die im fraglichen Dokument aufgeführten zwei Forderungen gegenüber der 

I._____ AG aus dem Jahr 2006 und 2008 über insgesamt rund Fr. 137'000.-- (vgl. 

act. 5/12 S. 2) noch einbringlich sind. Es sind deshalb lediglich offene 

Debitorenforderungen im Umfang von rund Fr. 760'000.-- zu berücksichtigen. 

2.6. Des weiteren führt die Schuldnerin finanzielle Ansprüche aus Rückbehalten 

und einem Stehbetrag von insgesamt rund Fr. 170'000.-- an, welche ihr aus der 

Durchführung von vier Bauprojekten zustehen sollen (act. 2 S. 14 und act. 13 

S. 5). Entsprechende Forderungen, welche in der Debitorenliste nicht 

berücksichtigt wurden (vgl. act. 5/12, insbesondere S. 4, S. 5 und S. 15), 

erscheinen auf Grund der eingereichten Akontoabrechnungen und 

Werkvertragsauszüge als glaubhaft (vgl. act. 5/18-21 und act. 14/5-8). 

2.7. Schliesslich macht die Schuldnerin geltend, sie habe noch weitere 

Forderungen, welche in der von ihr eingereichten Debitorenliste unberücksichtigt 

geblieben seien und sich auf total Fr. 28'926.40 belaufen würden. So habe sie vor 

der Konkurseröffnung Sanitärarbeiten für Fr. 8'358.65 ausgeführt und Waren im 

Wert von Fr. 8'015.50 geliefert, welche teilweise in Rechnung gestellt, aber in den 

Debitoren noch nicht erfasst worden seien. Überdies seien Arbeiten für Frau 

J._____ im Wert von rund Fr. 4'200.-- ausgeführt worden, wobei bislang nur der 

Boiler im Wert von Fr. 1'625.-- in Rechnung gestellt worden sei. Ferner sei noch 

ein Rückbehalt von zehn Prozent gemäss der zweiten Akontorechnung 

ausstehend (act. 2 S. 14 f. und act. 13 S. 6). Die erwähnten Ansprüche aus 

Arbeiten und Lieferungen von Fr. 8'358.65 und Fr. 8'015.50 erscheinen unter 

Berücksichtigung der eingereichten Rechnungen (vgl. act. 14/9+10) als glaubhaft. 

Ebenso die geltend gemachte Forderung aus Rückbehalt, welche offenbar Fr. 

8'352.45 beträgt (vgl. act. 14/12 S. 2). Mit Bezug auf den Arbeitsrapport 

betreffend Frau J._____ (vgl. act. 14/11) ist indessen zu bemerken, dass dieser 

weder von der Kundin unterzeichnet ist noch einen Hinweis auf die von der 

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Schuldnerin behauptete Tatsache enthält, die Arbeiten seien Fr. 4'200.-- wert. Es 

erscheint daher lediglich ein zusätzlicher Betrag von Fr. 24'726.60 als plausibel.  

Berücksichtigt man den Kassenbestand von Fr. 10'266.85, das …-Konto mit Fr. 

2'829.30 und das …-Konto mit Fr. 37'786.24 (vgl. act. 5/14), stehen der 

Schuldnerin insgesamt rund Fr. 1'005'609.-- zur Begleichung der ihr gegenüber 

erhobenen Ansprüche zur Verfügung. Es fehlen somit rund Fr. 39'500.--. 

2.8. Die Schuldnerin hat eine Bestätigung ihrer Buchhalterin K._____ vom 19. 

April 2013 (act. 14/3) beigebracht, gemäss welcher die Buchhaltung ordentlich 

geführt werde und zur Zeit keine Überschuldung bestehe (act. 2 S. 13 und act. 13 

S. 3 f.). Aus dem ebenfalls eingereichten provisorischen Zwischenabschluss per 

17. April 2013 geht hervor, dass die Schuldnerin gemäss ihrer Bilanz über Aktiven 

von Fr. 1'803'907.07 verfügt, welchen ein kurzfristiges Fremdkapital von 

Fr. 1'187.249.07 gegenübersteht (act. 5/14; vgl. auch act. 2 S. 12). Daraus lässt 

sich indessen nichts zu Gunsten der Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin ableiten. 

Würde man auf die in der Zwischenbilanz aufgeführten Zahlen abstellen, welche 

von einer für die Schuldnerin günstigeren Situation ausgehen als unter Ziffer 2.4 

ff. hiervor beschrieben (vgl. act. 5/14), so wäre von einem Liquiditätsgrad 2 (Quick 

Ratio) der Schuldnerin von lediglich 18,44 % auszugehen ([liquide Mittel + 

kurzfristige Forderungen] x 100 : kurzfristiges Fremdkapital). Diese Kennzahl 

drückt die Zahlungsbereitschaft eines Unternehmens aus und sollte 100 % 

ergeben. Die Schuldnerin wäre folglich als illiquid zu qualifizieren. 

Es fällt auf, dass in der Bilanz keine langfristigen Verbindlichkeiten aufgeführt sind 

(act. 5/14; vgl. act. 2 S. 12). Würde man das Gesellschafterdarlehen von 

Fr. 46'942.40, für welches eine Rangrücktrittserklärung vom 19. April 2013 vorliegt 

(act. 5/14 S. 1 und act. 5/16; vgl. auch act. 2 S. 12), nicht zu den kurzfristigen, 

sondern zu den langfristigen Verbindlichkeiten zählen, so würde die Schuldnerin 

zwar einen etwas höheren Liquiditätsgrad 2 von annähernd 20 % erreichen. Dies 

liesse sie jedoch noch keineswegs als liquid erscheinen. Zu ihren Gunsten ist aber 

zu berücksichtigen, dass sie gemäss ihrer Zwischenbilanz derzeit über einen 

Lagerbestand (Montage, Service und Handel) von insgesamt Fr. 1'107'348.-- und 

angefangene Arbeiten von Fr. 385'650.-- verfügt. Selbst wenn sie in näherer 

- 8 - 

Zukunft nur einen geringen Anteil davon verkaufen können sollte, würde dies ihre 

Liquiditätslage erheblich verbessern. 

2.9. Der Erfolgsrechnung der Schuldnerin per 17. April 2013 ist zu entnehmen, 

dass diese seit dem 1. Januar 2013 mit einem Aufwand von Fr. 1'063'007.94 

einen Ertrag von Fr. 1'373'831.35 d.h. einen Erfolg von Fr. 310'823.41 erzielte 

(act. 5/15). Auch wenn diverse Positionen wie Steuern etc. nicht berücksichtigt 

wurden (vgl. act. 5/15 S. 3), ist davon auszugehen, dass die Schuldnerin in den 

vergangenen Monaten ihre laufenden Kosten zu decken vermochte. 

2.10. Die Schuldnerin verweist schliesslich darauf, sie verfolge neu auch eine 

Diversifikationsstrategie, weil in ihrem Kernbereich, der Sanitärbranche, die 

Begleichung der Rechnungen durch die Debitoren traditionell mit Verspätung 

erfolge (act. 2 S.11, S. 12 und S. 15). Vor kurzem sei ihr der erfolgreiche 

Abschluss eines Vertrages mit dem Unternehmen L._____ AG im Bereich 

Desinfektionsdienstleistungen für Dosieranlagen gelungen, welche insbesondere 

in Spitälern zum Einsatz kämen. Auf Grund dieses Vertrages werde sie rund 500 

Einsätze im Jahr leisten und erwarte daraus eine Gewinnmarge von rund 40 % 

des Auftragswertes. Ihre diesbezüglichen Ausführungen untermauert die 

Schuldnerin durch Einreichen ihres Vertrages mit der L._____ AG vom 18. März 

2013 (act. 5/22). Es erscheint deshalb als glaubhaft, dass die Schuldnerin in 

Zukunft mit dem neuen Geschäftsfeld einen Gewinn erzielen kann, der es ihr 

ermöglicht, ihre Schulden zu tilgen. 

2.11. Bei der vorhandenen Aktenlage ist somit davon auszugehen, dass sich die 

Schuldnerin lediglich vorübergehend in einem Liquiditätsengpass befindet. In der 

Zukunft sollte sie ihre laufenden Kosten bestreiten sowie ihre Schulden (innerhalb 

eines Jahres) tilgen können. Damit erscheint die Zahlungsfähigkeit der 

Schuldnerin gerade noch als glaubhaft. Dies führt zur Gutheissung der 

Beschwerde und Aufhebung des Konkurses.  

- 9 - 

3. Kosten 

Die Kosten beider Instanzen hat die Schuldnerin zu tragen, da sie durch die 

verspätete Zahlung das Verfahren veranlasst hat. Es ist jedoch vorzumerken, 

dass die Schuldnerin die vorinstanzliche Spruchgebühr von Fr. 200.-- noch vor 

der Konkurseröffnung bezahlt hat (act. 5/4; vgl. auch act. 8/9 S. 2). 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des 

Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 16. April 2013, mit dem über die Schuldnerin 

der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Barvorschuss 

verrechnet. Auch die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 200.-- wird 

der Schuldnerin auferlegt, wobei Vormerk zu nehmen ist, dass die 

Schuldnerin diesen Betrag bereits bei der Gerichtskasse des 

Bezirksgerichtes Dielsdorf einbezahlt hat. 

3. Das Konkursamt C._____ wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten 

Totalbetrag von Fr. 5'800.-- (Fr. 4'000.-- Zahlung der Schuldnerin sowie 

Fr. 1'800.-- von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteter 

Barvorschuss) der Gläubigerin Fr. 1'800.-- und der Schuldnerin einen nach 

Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage der 

Doppel von act. 2 und act. 13, sowie an das Konkursgericht des 

Bezirksgerichtes Dielsdorf (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) 

und das Konkursamt C._____, ferner mit besonderer Anzeige an das 

Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt 

D._____, je gegen Empfangsschein. 

- 10 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. F. Gohl Zschokke 
 
versandt am: 
 
 

	Urteil vom 15. Mai 2013
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1.1. Die Schuldnerin ist seit dem tt.mm.1975 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Gemäss Handelsregistereintrag bezweckt sie in erster Linie die Projektierung und Ausführung von Bau-, Umbau- und Unterhaltsarbeiten aller Art, ferner den B...
	1.2. Mit Urteil vom 16. April 2013, 10:00 Uhr, eröffnete das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Dielsdorf den Konkurs über die Schuldnerin für eine Forderung der Gläubigerin von Fr. 19'102.40 nebst 5 % Zins seit 1. Oktober 2012, Fr. 153.-- Restanz au...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 19. April 2013 (act. 9) wurde der Beschwerde einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt. Gleichzeitig wurde der Schuldnerin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.– angesetzt. Offenbar am selben Tag...
	1.4. Mit persönlich überbrachter Eingabe vom 26. April 2013 (act. 13) ergänzte die Schuldnerin – noch innerhalb der zehntägigen Rechtsmittelfrist (vgl. act. 7/1) – ihre Beschwerde und reichte weitere Unterlagen ein (act. 14/1-20). Der Kostenvorschuss ...

	2. Materielles
	2.1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Rechtsmittelverfahren aufgehoben werden, wenn die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilg...
	2.2. Vor Ablauf der Rechtsmittelfrist hat die Schuldnerin Belege dafür eingereicht, dass sie der Gläubigerin die Konkursforderung samt Zinsen und Betreibungskosten vollständig bezahlt hat (act. 5/4, act. 5/6 und act. 5/7). Überdies hat die Schuldnerin...
	2.3. Um die Aufhebung der Konkurseröffnung zu erreichen, hat die Schuldnerin überdies ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichende, liquide Mittel vorhanden sind, mit denen die Gläubiger bei Fälligkeit ihre...
	2.4. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle Lage einer Gesellschaft vermittelt insbesondere das Betreibungsregister. Dies hat auch die Schuldnerin richtig erkannt und mit Eingabe vom 19. April 2013 einen Betreibungsregi...
	Vorab ist zu bemerken, dass 12 Betreibungen über insgesamt Fr. 104'401.30 bereits erloschen sind (Betr.-Nrn. …, …, …, …, …, …, …, …, …, …, … und …). Überdies wurden elf Forderungen über total Fr. 79'856.50 noch vor der Konkurseröffnung beglichen (Betr...
	Folglich ist von offenen Betreibungsforderungen der Schuldnerin von Fr. 44'363.45 auszugehen. Positiv zu werten ist, wie die Schuldnerin zutreffend bemerkt hat (act. 2 S. 16), dass darunter weder Mietforderungen noch Arbeitnehmerforderungen zu finden ...
	Gemäss der von der Schuldnerin eingereichten Kreditorenliste bestehen ihr gegenüber per 17. April 2013 offene Forderungen in der Höhe von Fr. 869'167.46 (act. 5/13; vgl. auch act. 2 S. 11). Zu Recht weist die Schuldnerin darauf hin, dass zahlreiche de...
	Zudem ist zu berücksichtigen, dass das Konto der Schuldnerin bei der … Bank per 17. April 2013 einen negativen Saldo von Fr. 182'184.33 aufwies (vgl. act. 5/5 S. 1). Es ist folglich von Verbindlichkeiten der Schuldnerin von total rund Fr. 1'045'158.--...
	2.5. Demgegenüber verfügt die Schuldnerin ihren eigenen Angaben zufolge per 17. April 2013 über offene Debitorenforderungen von insgesamt Fr. 895'744.15, wovon Fr. 231'316.05 seit mehr als 30 Tagen überfällig seien (act. 2 S. 11 und act. 13 S. 7). Ihr...
	2.6. Des weiteren führt die Schuldnerin finanzielle Ansprüche aus Rückbehalten und einem Stehbetrag von insgesamt rund Fr. 170'000.-- an, welche ihr aus der Durchführung von vier Bauprojekten zustehen sollen (act. 2 S. 14 und act. 13 S. 5). Entspreche...
	2.7. Schliesslich macht die Schuldnerin geltend, sie habe noch weitere Forderungen, welche in der von ihr eingereichten Debitorenliste unberücksichtigt geblieben seien und sich auf total Fr. 28'926.40 belaufen würden. So habe sie vor der Konkurseröffn...
	Berücksichtigt man den Kassenbestand von Fr. 10'266.85, das …-Konto mit Fr. 2'829.30 und das …-Konto mit Fr. 37'786.24 (vgl. act. 5/14), stehen der Schuldnerin insgesamt rund Fr. 1'005'609.-- zur Begleichung der ihr gegenüber erhobenen Ansprüche zur V...
	2.8. Die Schuldnerin hat eine Bestätigung ihrer Buchhalterin K._____ vom 19. April 2013 (act. 14/3) beigebracht, gemäss welcher die Buchhaltung ordentlich geführt werde und zur Zeit keine Überschuldung bestehe (act. 2 S. 13 und act. 13 S. 3 f.). Aus d...
	Es fällt auf, dass in der Bilanz keine langfristigen Verbindlichkeiten aufgeführt sind (act. 5/14; vgl. act. 2 S. 12). Würde man das Gesellschafterdarlehen von Fr. 46'942.40, für welches eine Rangrücktrittserklärung vom 19. April 2013 vorliegt (act. 5...
	2.9. Der Erfolgsrechnung der Schuldnerin per 17. April 2013 ist zu entnehmen, dass diese seit dem 1. Januar 2013 mit einem Aufwand von Fr. 1'063'007.94 einen Ertrag von Fr. 1'373'831.35 d.h. einen Erfolg von Fr. 310'823.41 erzielte (act. 5/15). Auch w...
	2.10. Die Schuldnerin verweist schliesslich darauf, sie verfolge neu auch eine Diversifikationsstrategie, weil in ihrem Kernbereich, der Sanitärbranche, die Begleichung der Rechnungen durch die Debitoren traditionell mit Verspätung erfolge (act. 2 S.1...
	2.11. Bei der vorhandenen Aktenlage ist somit davon auszugehen, dass sich die Schuldnerin lediglich vorübergehend in einem Liquiditätsengpass befindet. In der Zukunft sollte sie ihre laufenden Kosten bestreiten sowie ihre Schulden (innerhalb eines Jah...

	3. Kosten
	Die Kosten beider Instanzen hat die Schuldnerin zu tragen, da sie durch die verspätete Zahlung das Verfahren veranlasst hat. Es ist jedoch vorzumerken, dass die Schuldnerin die vorinstanzliche Spruchgebühr von Fr. 200.-- noch vor der Konkurseröffnung ...

	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 16. April 2013, mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Barvorschuss verrechnet. Auch die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 200.-- wird der Schuldnerin auferlegt, wobei...
	3. Das Konkursamt C._____ wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 5'800.-- (Fr. 4'000.-- Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'800.-- von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteter Barvorschuss) der Gläubigerin Fr. 1'800.--...
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage der Doppel von act. 2 und act. 13, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Dielsdorf (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt C._____, fern...
	5.  Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...