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**Case Identifier:** 33f2b9fb-a095-5a6c-8732-aa5ea221b954
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.06.2014 200 2013 785
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-785_2014-06-26.pdf

## Full Text

200 13 785 UV
SCJ/IMD/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Juni 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

und

C.________
Beigeladene 1

gegen

Sympany Versicherungen AG
Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel
Beschwerdegegnerin

und

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
Litigation Hauptbranchen, Postfach, 8085 Zürich
Beigeladene 2

betreffend Einspracheentscheid vom 8. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, UV/13/785, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1985 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war bei der Sympany Versicherungen AG (nachfolgend 
Sympany bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von 
Unfällen versichert, als er sich gemäss Schadenmeldung UVG vom 26. Juli 
2011 (Akten der Sympany [act. II] 1) am 23. Juli 2011 beim Fussballspielen 
das linke Knie verdrehte. Im ambulanten Behandlungsbericht des Spitals 
D.________ vom 26. Juli 2011 (act. II 2) wurde eine Kniedistorsion links 
diagnostiziert und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 25. Juli bis zum 
2. August 2011 attestiert. Am 2. August 2011 nahm der Versicherte seine 
Arbeit wieder auf (act. II 3).

Ab dem 1. Januar 2012 war der Versicherte bei der Zürich Versicherungs-
Gesellschaft AG (nachfolgend Zürich bzw. Beigeladene 2) obligatorisch 
gegen die Folgen von Unfällen versichert (act. II 7 S. 6). Dieser liess er 
über seinen Arbeitgeber am 14. März 2012 einen am 25. Februar 2012 
erlittenen Unfall melden, bei dem er eine Verdrehung/Verstauchung des 
linken Knies erlitten habe (act. II 7 S. 6). Am 24. April 2012 erfolgte ein ope-
rativer Eingriff am linken Knie (Akten des Versicherten [act. I] 4). Nach 
Rücksprache mit ihrem beratenden Arzt (act. II 7 S. 4 f.) teilte die Zürich 
dem Versicherten mit Schreiben vom 29. August 2012 mit, sie sei für die 
behandlungsbedürftigen Kniegelenksbeschwerden ab dem 27. Februar 
2012 nur vorübergehend leistungspflichtig. Aufgrund des dokumentierten 
Vorzustandes am medialen Seitenband sei der status quo ante per 23. 
April 2012 erreicht. Es werde ihm empfohlen, sich bezüglich der weiteren 
Heilbehandlung an die Sympany zu wenden (act. II 7 S. 2 f.).

Die Sympany nahm Rücksprache mit ihrem beratenden Arzt (act. II 9) und 
lehnte mit Verfügung vom 6. Dezember 2012 (act. II 10) die Ausrichtung 
von Versicherungsleistungen für die ab dem 24. April 2012 geklagten Be-
schwerden am linken Knie mangels Zusammenhangs mit dem Unfall vom 
23. Juli 2011 ab. Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 11) wies sie 
gestützt auf eine versicherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. med. 

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E.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 17. Juli 2013 (act. II 
12) mit Entscheid vom 8. August 2013 ab (act. II 13).

B.

Mit Eingabe vom 11. September 2013 erhob der Versicherte, vertreten 
durch B.________, Sozialversicherungsfachmann mit eidg. Fachausweis, 
Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei der Einspracheentscheid 
vom 8. August 2013 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflich-
ten, ihre Leistungen über den 23. April 2012 hinaus zu erbringen. Im Weite-
ren ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege.

Mit Beschwerdeantwort vom 9. Dezember 2013 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 5. Februar 2014 lud der Instruktions-
richter die Zürich und die C.________ (nachfolgend Beigeladene 1) zum 
Verfahren bei, stellte ihnen eine Kopie der Rechtsschriften der Parteien zu 
und gewährte ihnen die Möglichkeit zur Stellungnahme. 

Die Beigeladene 2 nahm mit Schreiben vom 20. Februar 2014, die Beige-
ladene 1 mit Eingabe vom 17. März 2014 Stellung zum Verfahren. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 8. August 
2013 (act. II 13). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
Unfallversicherung für die als Folgen des Ereignisses vom 23. Juli 2011 
geltend gemachten Beschwerden im linken Knie.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Die Versicherungsleistungen werden grundsätzlich auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversi-
cherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 832.202]). Bei einem Rückfall 

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handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten 
Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein 
scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psy-
chische Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten 
Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 2003 U 
487 S. 341 E. 2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsanspre-
cher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Un-
fall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall-
versicherers (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. September 
2008, 8C_102/2008, E. 2.2). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen 
dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, 
desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 
natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 U 275 S. 191 
E. 1c).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

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kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

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sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Im Zusammenhang mit der streitigen Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin bezüglich des Ereignisses vom 23. Juli 2011 ist vorab 
der medizinische Sachverhalt zu prüfen. Den Akten lässt sich diesbezüglich 
im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Bericht des Spitals D.________ vom 26. Juli 2011 (act. II 2) wur-
de festgehalten, der Patient habe sich am Samstag (23. Juli 2011) beim 
Fussballspielen eine Kniedistorsion links zugezogen. Aktuell beklage er 
unter der Belastung des Arbeitsalltages einen stechenden Schmerz lateral-
seits des linken Kniegelenks. Es fände sich kein sichtbarer Erguss, keine 
Rötung, keine Schwellung und keine Überwärmung. Es bestehe Druckdo-

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lenz im Bereich des lateralen Gelenkspalts und eine relative Insuffizienz 
des medialen Kollateralbandes. Das Kreuzband weise einen satten An-
schlag auf, der Lachman-Test sei negativ. Im hinteren Meniskushorn lateral 
fänden sich fragliche Meniskuszeichen. Eine ossäre Läsion liege nicht vor 
(act. II 6).

3.1.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 30. April 2012 bezüglich einer am 24. April 2012 durchgeführten Ope-
ration (act. I 4) eine chronische mediale Seitenbandinsuffizienz im Kniege-
lenk links mit Affektion des medialen Meniskusaufhängeapparats, einen 
Status nach Kniegelenksdistorsion links vom 25. Februar 2012 beim Fuss-
ballspiel, einen Status nach Kniegelenksdistorsion links im März (richtig: 
Juli) 2011 mit medialer Seitenbandzerrung sowie einen Status nach Distor-
sion mit Schwellung und Schmerzzuständen im Kniegelenk links zirka 
2003. Im Rahmen des Eingriffs führte Dr. med. F.________ eine diagnosti-
sche Kniearthroskopie links und eine offene mediale Seitenbandrekonstruk-
tion durch. 

3.1.3 In der medizinischen Beurteilung vom 17. August 2012 (act. II 7 
S. 4) führte der die Beigeladene 2 beratende Arzt Dr. med. G.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, aus, der Versicherte habe 
überwiegend wahrscheinlich eine vorbestehende Insuffizienz des medialen 
Seitenbandes im linken Kniegelenk. Aufgrund der im Anschluss an das 
Ereignis vom 25. Februar 2012 erhobenen Befunde lägen keine frischen 
traumatischen Läsionen am Bandapparat vor, weshalb die Zürich für die 
behandlungsbedürftigen Kniegelenksbeschwerden ab dem 27. Februar 
2012 nur vorübergehend leistungspflichtig sei. Das heisse, der status quo 
ante sei per 23. April 2012 einzuwenden, darüber hinaus sei aufgrund des 
dokumentierten Vorzustandes am medialen Seitenband der Vorversicherer 
leistungspflichtig. 

3.1.4 In der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 17. Juli 
2013 (act. II 12) verneinte Dr. med. E.________, Facharzt für Innere Medi-
zin FMH, einen Kausalzusammenhang zwischen der am 23. Juli 2011 erlit-
tenen Kniedistorsion links und den Beschwerden, aufgrund derer am 
24. April 2012 eine Operation durchgeführt wurde. Er hielt fest, bereits am 

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1. Oktober 2002 sei eine MRI-Untersuchung im linken Knie durchgeführt 
worden, wobei eine Verdickung und Signalalterationen im Bereich des me-
dialen Seitenbandes, vereinbar mit einem Zustand nach Zerrung, festge-
stellt worden seien. Aufgrund des Ereignisses vom 24. Juli 2011 hätten 
Beschwerden im Bereich der Knieaussenseite bestanden. In der klinischen 
Untersuchung hätten sich eine Druckdolenz im Bereich des äusseren (late-
ralen) Gelenkspalts sowie fragliche Meniskuszeichen im Aussenmeniskus-
bereich gezeigt. Eine relative Insuffizienz des medialen Kollateralbandes 
habe zwar ebenfalls bestanden, von einer damals akuten frischen Zerrung 
sei jedoch nicht auszugehen, da dabei eine Schmerzhaftigkeit sowie eine 
Druckdolenz in der Knieinnenseite zu erwarten wäre. Echtzeitlich sei zwar 
eine Kniedistorsion links diagnostiziert worden, die Hauptpathologie habe 
jedoch auf der Knieaussenseite und nicht auf der medialen Seite bestan-
den. Am 25. Februar 2012 habe sich der Versicherte erneut eine Kniedis-
torsion mit Kollateralbandzerrung Grad 1 zugezogen. Diese sei in der MRI-
Untersuchung zusammen mit einem bone bruise lateral nachgewiesen 
worden. Wegen ausgeprägter Instabilität im Bereich des medialen Seiten-
bands sei dieses am 24. April 2012 mittels eines operativen Eingriffs re-
konstruiert worden. Aufgrund der Aktenlage scheine es so, dass ein Vorzu-
stand aufgrund wiederholter Kniedistorsionen mit Innenbandzerrung vorlie-
ge. Es könne jedoch festgehalten werden, dass das Ereignis vom 23. Juli 
2011 nicht für die Seitenbandverletzung in Frage komme, da dabei keine 
Seitenbandzerrung auf der Knieinnenseite stattgefunden habe. Sechs bis 
acht Wochen nach dem Ereignis könne vom status quo ante ausgegangen 
werden. Es liege weder eine vorübergehende Verschlimmerung noch eine 
richtungsweisende Verschlechterung vor. Beim Ereignis vom 23. Juli 2011 
sei es zu einer Distorsion der Knieaussenseite gekommen, welche unter 
konservativer Therapie folgenlos abgeheilt sei. 

3.2 Die versicherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. med. 
E.________ vom 17. Juli 2013 (act. II 12) erfüllt die von der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert eines ärztlichen Berichts gestell-
ten Anforderungen (vgl. E. 2.5 hiervor). Sie ist für die streitigen Belange 
umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Die Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge ist einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, UV/13/785, Seite 10

begründet. Insbesondere hat Dr. med. E.________ nachvollziehbar und 
überzeugend ausgeführt, dass es beim Ereignis vom 23. Juli 2011 nicht zu 
einer medialen Seitenbandzerrung gekommen ist. Nichts daran zu ändern 
vermag die Tatsache, dass Dr. med. F.________ im Operationsbericht vom 
30. April 2012 (act. I 4) eine ebensolche diagnostiziert hat. Einerseits fehlt 
es an einer entsprechenden echtzeitlichen Diagnosestellung (vgl. act. II 2), 
andererseits scheint die Aussage von Dr. med. F.________ auf den Schil-
derungen des Beschwerdeführers zu beruhen, hält er doch im Schreiben 
vom 12. September 2012 (act. II 11 S. 3) fest, er sei in Bezug auf die Un-
fallursache und den Unfallhergang auf die Anamnese des Patienten ange-
wiesen. Gemäss diesem sei im Rahmen des Unfalles vom März 2011 (rich-
tig: Juli 2011) offenbar zu einer Zerrung des medialen Seitenbandes ge-
kommen. Auf die Einschätzung von Dr. med. E.________ (act. II 12 S. 8) 
ist dementsprechend abzustellen. Es ist mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit davon auszugehen, dass kein Kausalzusammenhang besteht zwi-
schen dem Unfallereignis vom 23. Juli 2011 und den Kniebeschwerden, 
welche zum operativen Eingriff vom 24. April 2012 geführt haben. Seitens 
des Beschwerdeführers wird dies denn auch nicht substantiiert bestritten. 

Angesichts des Ausgangs der mit heutigem Urteil entschiedenen vereinig-
ten Verfahren UV/2013/784 und UV/2013/820 erübrigt sich die von der Bei-
geladenen 2 mit Eingabe vom 20. Februar 2014 beantragte Beiladung der 
AXA Versicherungen AG.

3.3 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
8. August 2013 (act. II 13) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist unbe-
gründet und damit abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege vom 11. September 2013 ist damit – soweit die Verfahrens-
kosten betreffend – gegenstandslos und als erledigt abzuschreiben.

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4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 
Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung. Das nicht näher begründete Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege vom 11. September 2013 ist, soweit damit die un-
entgeltliche Verbeiständung im Beschwerdeverfahren beantragt wird, ohne 
Weiterungen abzuweisen, handelt es sich beim Vertreter des Beschwerde-
führers doch nicht um einen Anwalt oder eine Anwältin (Art. 111 Abs. 2 
VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen, soweit 
es nicht als erledigt abzuschreiben ist. 

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Sympany Versicherungen AG 
- Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
- C.________
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, UV/13/785, Seite 12

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.