# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f94c5562-765a-54c3-88f6-284da441adbe
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.11.2018 200 2018 558
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-558_2018-11-07.pdf

## Full Text

200 18 558 IV
SCP/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. November 2018

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Juni 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/558, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1976 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im November 2012 unter Hinweis auf einen (zweiten) Multiple 
Sklerose-Schub bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV, Aktenbeilage [AB] 1). Die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) nahm medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen vor und erteilte Kostengutsprache für Integrations- (AB 33, 48, 
53, 81) sowie berufliche Eingliederungsmassnahmen (AB 85). Mit Verfü-
gung vom 7. Januar 2016 (AB 113) sprach sie der Versicherten – nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 90, 96, 103, 106) – bei einem 
Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 55 % rückwirkend per 1. August 2013 eine 
halbe IV-Rente zu. In Gutheissung einer dagegen erhobenen Beschwerde 
(AB 122) hob das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die angefochtene 
Verfügung mit Urteil vom 7. Juli 2016, IV/16/189, auf und sprach der Versi-
cherten ab dem 1. August 2013 eine Dreiviertelsrente bei einem IV-Grad 
von 64 % zu (AB 134).

B.

Im Rahmen einer im April 2017 von Amtes wegen eingeleiteten Revision 
(AB 168) gab die Versicherte an, ihr Gesundheitszustand habe sich ver-
schlechtert (AB 172). Die IVB traf wiederum erwerbliche und medizinische 
Abklärungen, namentlich unterbreitete sie die Akten dem Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD) zur Beurteilung. Gestützt auf dessen Bericht vom 
22. März 2018 (AB 211) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 13. April 2018 
(AB 213) die Ablehnung einer Rentenerhöhung bei einem unveränderten 
IV-Grad von 64 % in Aussicht. Am 21. Juni 2018 verfügte sie wie angekün-
digt (AB 226).

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C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 9. August 2018 Beschwerde mit dem An-
trag, die Verfügung vom 21. Juni 2018 sei aufzuheben und die Beschwer-
degegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 
1. Mai 2017 anstelle der bestehenden Dreiviertelsrente eine ganze Invali-
denrente auszurichten.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. September 2018 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Rückweisung der Sache zu weiteren medizinischen 
Abklärungen unter vorheriger Androhung einer "Reformatio in peius" und 
der Einräumung der Möglichkeit eines Beschwerderückzugs. Gleichzeitig 
reichte sie einen Bericht des RAD vom 21. August 2018 zu den Akten, 
worin Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurologie sowie Psychiatrie 
und Psychotherapie, festhielt, tendenziell sei seit der im Jahr 2014 erfolg-
ten Beurteilung von einer gesundheitlichen Besserung auszugehen.

Der Instruktionsrichter fasste in der prozessleitenden Verfügung vom 
19. September 2018 die medizinische Aktenlage zusammen und hielt fest, 
er gedenke, der Spruchbehörde die Rückweisung der Streitsache zur Er-
gänzung des medizinisch rechtserheblichen Sachverhaltes im Rahmen 
eines polydisziplinären Gutachtens zu beantragen. Unter Hinweis auf BGE 
137 V 314, wonach die Beschwerdeführerin selbst im Falle einer Rückwei-
sung zu weiteren Abklärungen auf eine ihr allenfalls drohende Schlechter-
stellung hingewiesen werden müsse, gab er ihr die Gelegenheit zum vor-
behaltlosen Rückzug der Beschwerde innert Frist.

Mit Eingabe vom 12. Oktober 2018 hielt die Beschwerdeführerin an der 
Beschwerde fest. Sie führte aus, die RAD-Ärztin Dr. med. C.________ be-
gründe die fehlende Verschlechterung der Gesundheitssituation insbeson-
dere damit, dass keine leistungsrelevante psychische Störung vorliege und 
verbale Lernleistung nicht beeinträchtigt sei. Diesbezüglich sei zu erwidern, 
dass die Verschlechterung der Gesundheitssituation nicht zentral in der 
psychischen Beeinträchtigung liege, sondern in der Verschlechterung der 
Grunderkrankung. Werde dies seitens der Beschwerdegegnerin bestritten, 
so sei dazu eine "saubere" medizinische Abklärung vorzunehmen und nicht 

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auf einen ohne persönliche Untersuchung erstellten RAD-Bericht abzustel-
len.

Die Beschwerdegegnerin hielt mit Eingabe vom 2. November 2018 an den 
bisher gestellten Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 21. Juni 2018 
(AB 226). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invali-
denversicherung und dabei insbesondere deren Erhöhung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 

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offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

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kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2017 IV Nr. 13 S. 31 E. 3, 
2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die 
von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärz-
tinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststel-
lungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollzieh-
baren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt 
der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 

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351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird 
das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

2.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist 
(BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-

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ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

3.

3.1 Die ursprüngliche Rentenzusprechung mittels Verfügung vom 
7. Januar 2016 (AB 113) basierte auf dem Bericht der RAD-Ärztin med. 
pract. D.________, Fachärztin für Neurologie sowie Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 3. Dezember 2014 (AB 77), worin diese eine multiple 
Sklerose sowie komorbide rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: 
F33.1) diagnostizierte. In einer leidensangepassten Tätigkeit erachtete sie 
ein Pensum von maximal 50 % als zumutbar.

Die mit vorliegend angefochtener Verfügung vom 21. Juni 2018 (AB 226) 
verweigerte Rentenerhöhung stützte die Beschwerdegegnerin auf den Be-
richt der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ vom 22. März 2018 (AB 211). 
Diese gelangte zum Schluss, es lägen keine objektiven Befunde vor, die 
leistungsrelevante funktionelle Defizite plausibel ausweisen würden. Seit 
April 2016 sei keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes objektiv 

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ausgewiesen. Vielmehr finde sich in den vorliegenden Befundberichten 
eine Diskrepanz zwischen subjektivem Befinden (subjektiven Klagen) und 
objektiven Befunden. In dem der Beschwerdeantwort beigelegten Bericht 
vom 21. August 2018 (in den Gerichtsakten; vgl. auch AB 242) nahm die 
RAD-Ärztin Stellung zu beschwerdeweise eingereichten medizinischen 
Berichten (Beschwerdebeilage [BB] 3 ff.) und hielt fest, das Vorliegen einer 
von den behandelnden Ärzten festgehaltenen leistungsrelevanten affekti-
ven Störung, einer hirnorganisch-bedingten Leistungsminderung wie auch 
einer höhergradigen Fatigue sei aufgrund der objektiven Befunde auszu-
schliessen. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit einer … sei vier bis 5 Stunden 
arbeitstäglich an fünf Tagen pro Woche zumutbar. Möglicherweise bestehe 
sogar ein höheres quantitatives Leistungsvermögen. Ihre Leistungsbeurtei-
lung entspreche in etwa dem von med. pract. D.________ im Bericht vom 
3. Dezember 2014 formulierten Zumutbarkeitsprofil. Tendenziell sei seither 
sogar von einer gesundheitlichen Besserung (Visuskorrektur, keine Nach-
weis einer Fehl- oder Mangelernährung, normales Hörvermögen, normale 
Lungenfunktion) auszugehen.

Nach dem Dargestellten zweifelt die RAD-Ärztin nach Einblick in die medi-
zinischen Berichte der behandelnden Ärzte (BB 3 ff.) nunmehr an der Rich-
tigkeit ihrer früheren Einschätzung vom 22. März 2018 (AB 211), basierend 
auf welcher die hier angefochtene Verfügung (AB 226) erlassen worden 
war, indem sie nunmehr auf eine mögliche Verbesserung des Gesund-
heitszustandes hinweist. Insofern kann auf diesen Bericht beweismässig 
von vornherein nicht abgestellt werden (vgl. E. 2.5 hiervor); hinzu kommt, 
dass sich aufgrund der Aktenlage weiterer Abklärungsbedarf hinsichtlich 
des psychischen und des somatischen Gesundheitszustandes der Be-
schwerdeführerin ergibt, wie dies in der prozessleitenden Verfügung vom 
19. September 2018 (in den Gerichtsakten) detailliert dargelegt worden ist. 
Darauf kann an dieser Stelle verwiesen werden.

3.2 Damit erweist sich der medizinische Sachverhalt hinsichtlich der 
hier zu beurteilenden Frage einer allfälligen wesentlichen gesundheitlichen 
Veränderung im massgebenden Vergleichszeitraum als ungenügend abge-
klärt. In Gutheissung der offensichtlich begründeten Beschwerde geht die 
Sache zurück an die Beschwerdegegnerin, damit sie eine polydisziplinäre 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/558, Seite 10

Begutachtung veranlasse und anschliessend über den Rentenanspruch 
neu verfüge. Da die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt bis anhin (quan-
titativ und qualitativ) nicht hinreichend geklärt hat, kommt die Rechtspre-
chung gemäss BGE 137 V 210 (Gerichtsgutachten) nicht zum Tragen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der von der Beschwerde-
führerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist ihr nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 
S. 43 E. 9.1).

Die Beschwerdeführerin wird durch Rechtsanwältin B.________ vertreten. 
Deren Kostennote vom 12. Oktober 2018 mit einem geltend gemachten 
Aufwand von 16 Stunden ist unter Berücksichtigung des Aktenumfangs und 
der zwei Eingaben nicht zu beanstanden. Entsprechend wird die Parteien-

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tschädigung auf Fr. 4'000.-- (16 Stunden à Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen 
von Fr. 237.60 und 7.7 % Mehrwertsteuer im Betrag von Fr. 326.30, somit 
auf total Fr. 4'563.90, festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegeg-
nerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 21. Juni 2018 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu 
verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 800.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'563.90 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer), zu ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt Ein-

gabe der Beschwerdegegnerin vom 2. November 2018)
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/558, Seite 12

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.