# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9734c5a-1c0d-514b-847c-23c33e2e734f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.02.2022 720 21 243/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-243-44_2022-02-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Februar 2022 (720 21 243 / 44) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Verwaltungsgutachten beweiskräftig und Entscheid einer befristeten Rente nicht zu be-

anstanden. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Egzon Rexhaj 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1966 geborene A.____ meldete sich am 15. Oktober 2013 unter Hinweis auf eine 
Sinusvenenthrombose bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sie arbeitete seit 
2007 als Büro-Aushilfe in einem 40%igen Pensum im Betrieb ihres Ehemannes, bei der 
B.____ GmbH. Nach der Sinusvenenthrombose im Jahr 2013 gab sie die Erwerbstätigkeit im 
Betrieb ihres Ehemannes auf. Im Verlauf des Verfahrens wurden psychische Probleme sichtbar 

 
 
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und es kamen auch orthopädische Probleme hinzu. Zur Abklärung des Leistungsanspruchs wur-
den von der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) wegen der langen und umfangreichen Krank-
heitsgeschichte insgesamt drei Gutachten in Auftrag gegeben. Nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens wurde A.____ mit Verfügung vom 13. August 2021 eine befristete und folgen-
dermassen abgestufte Rente zugesprochen: eine Dreiviertelsrente vom 1. September bis 31. De-
zember 2015, eine ganze Rente vom 1. Januar bis Ende September 2016, eine ganze Rente vom 
1. Mai bis 31. Dezember 2017, eine Viertelsrente vom 1. Januar 2018 bis 28. Februar 2019 und 
eine ganze Rente vom 1. März bis 30. Juni 2019. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, mit 
Eingabe vom 25. August 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei die gesetzliche Invalidenrente zu bezahlen. Eventu-
aliter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen. Subeventualiter sei die Sache zur gutachterlichen 
Abklärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdebeklagte zu-
rückzuweisen. Die Beschwerdeführerin rügte zunächst die fehlende Beweiskraft des Gutachtens 
des Medizinischen Zentrum Römerhof (MZR). Es stehe in krassem Widerspruch zu sämtlichen 
früheren Beurteilungen und befasse sich insbesondere im psychiatrischen Teilgutachten nicht mit 
den Vorakten. Das MZR wäre verpflichtet gewesen, die Diagnose der rezidivierenden depressi-
ven Störung zu übernehmen, weil es mangels eigener echtzeitlicher Untersuchungen nicht in der 
Lage gewesen sei, abweichende Beurteilungen der Diagnosen in der Vergangenheit zu stellen. 
Eine Diagnose, die über mehrere Jahre hinweg durch andere Fachärzte bestätigt wurde, einfach 
zu kippen, sei nicht zulässig. Das Argument, wonach die psychiatrische Behandlung seit zwei 
Jahren nicht mehr durchgeführt werde und deshalb nicht von einer depressiven Erkrankung aus-
zugehen sei, greife nicht, weil eine psychiatrische Behandlung und die Medikation bei Vorliegen 
einer psychiatrischen Diagnose nicht zwingend erforderlich seien. Im Weiteren sei mittlerweile 
eine Verschlechterung eingetreten und es gebe neben den Beschwerden, die sich im Rahmen 
des Pensums niederschlagen, auch Umstände, welche einen leidensbedingten Abzug begründen 
würden. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 20. September 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 

 
 
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vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 
354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 
2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard (z.B. BGE 130 
V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 

 
 
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einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den er-
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-
grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (vgl. 
BGE 141 V 15 E. 3.2). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich 
im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach 
Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs-
tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 
zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung 
(vgl. BGE 144 I 21 E. 2.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 20 E. 3.1). 
Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch er-
werbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im 
Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 
Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück-
sichtigen (BGE 125 V 150 E. 2c). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-

 
 
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teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der lnvaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 

 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 
125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 
Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollstän-
dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dau-
ert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen 
hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Unter-
suchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 

 
 
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6. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin liegen im Wesentli-
chen die folgenden ärztlichen Unterlagen vor: 
 
6.1 Im Arztbericht vom 14. Mai 2013 hält Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, 
fest, dass bei der Patientin am 11. April 2013 nach einem MRI eine Sinusvenenthrombose im 
Sinus sagittalis superior, übergehend auf den rechten Sinus transversus, mit reaktiver beidseiti-
ger meningealer Reizung, diagnostiziert wurde. Die initiale notfallmässige Selbstvorstellung der 
Patientin sei am 10. April 2013 aufgrund einer Hypästhesie am linken Unterarm mit Ausbreitung 
auf die linke Gesichtshälfte sowie einer begleitenden Kraftminderung in der linken Hand erfolgt. 
Zudem habe sich die Patientin seit ca. zwei Wochen über generalisierte Kopfschmerzen mit re-
zidivierendem Erbrechen beklagt. Während des Krankenhausaufenthaltes sei es auch zu fokalen 
epileptischen Anfällen gekommen. Ein Verlaufs-EEG vom 18. April 2013 habe aber einen Rück-
gang der Epileptogenese im Vergleich zur Voruntersuchung vom 15. April 2013 gezeigt. Im Wei-
teren habe eine Verlaufs-Bildgebung mittels MRT eine Regredienz der beschriebenen Sinus-
venenthrombose gezeigt. Die Patientin sei am 2. Mai 2013 in gebessertem Allgemeinzustand 
nach Hause entlassen worden. 
 
6.2 Im Juni 2015 erging das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene bidisziplinäre neurolo-
gisch-psychiatrische Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Neurologie, und Dr. med. E.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie. 
 
6.2.1 Dr. D.____ hält in seinem neurologischen Teilgutachten vom 22. Juni 2015 fest, dass 
sich nur noch ein diskreter Hinweis auf die Sinusvenenthrombose finden lasse. Ansonsten würde 
ein unauffälliger Neurostatus bei normalem Hirnnervenbefund, symmetrischen Reflexen, intakter 
Kraft, Trophik und Sensibilität vorliegen. Im Bereich der Körperachse würde sich aktuell ein leicht 
bis mässig ausgeprägtes Cervicalsyndrom sowie ein leicht ausgeprägtes Lumbovertebralsyn-
drom finden lassen. Die verhaltensneurologische Untersuchung sei offensichtlich nicht valide. 
Einerseits würde ein ausgesprochen heterogenes Leistungsniveau vorliegen. Andererseits sei es 
im Untersuchungsverlauf zu Inkonsistenzen gekommen, konkret würden die durchgeführten Va-
lidierungsverfahren auf einen ungenügenden Effort hinweisen. Es habe aber auch zusätzliche 
Auffälligkeiten gegeben, so habe die Versicherte im Rey-Auditory-Verbal-Learning-Test beim 
Spätabruf nur zwei Begriffe wiedergeben können. Im Weiteren sei auch die einfache Aufmerk-
samkeit bei Sequenzabruf stark vermindert gewesen. Die bereits bei einfachsten Verfahren ver-
minderten Leistungen würden in keiner Weise zum klinischen Eindruck und zur selbständigen 
Lebensführung passen. Es sei deshalb von nicht authentischen kognitiven Defiziten auszugehen, 
welche die Plausibilitätsgrenze von cerebral verursachten Funktionsstörungen nach einer Sinus-
venenthrombose weit überschreiten würden. Gegen eine schwere Beeinträchtigung würden auch 
der EEG-Befund mit normaler Grundaktivität, ohne Herdbefund sowie ohne Anhaltspunkte für 
cerebrale Übererregbarkeiten sprechen. Allfällige Restsymptome der durchgemachten Sinus-
venenthrombose kognitiver Art seien durch die artifizielle Verzerrung verdeckt. Solche könnten 
allenfalls im Sinne einer leichten Beeinträchtigung vorliegen. Aus neurologischer Sicht würden 
sich aktuell keine weiteren therapeutischen Massnahmen aufdrängen. Weiter sei aus neurologi-
scher Sicht von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem Zeitpunkt der Sinusvenenthrombose 

 
 
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im April 2013 bis im April 2014 auszugehen. Ab 1. April bis 1. Oktober 2014 sei in der ange-
stammten Tätigkeit als Mitarbeiterin im Betrieb des Ehemannes eine 50%ige Einschränkung be-
zogen auf die damals ausgeübte Tätigkeit von 30 % nachvollziehbar; dasselbe gelte auch für den 
Haushalt in dieser Phase. Ab 1. Oktober 2014 gelte sowohl für den Haushalt als auch für die 
Tätigkeit im Betrieb eine 20%ige Einschränkung wegen der von der Versicherten beklagten Fati-
gue. 
 
6.2.2 Dr. E.____ diagnostizierte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 22. Juni 2015 
eine mittelgradig depressive Episode. Diese bestehe schon seit Längerem. Die Versicherte sei 
eindeutig gedrückter Stimmung, wirke interesselos, freudlos, der Antrieb sei vermindert, auch die 
Psychomotorik sei vermindert, die Stimme sei leise und schwach. Weiter habe sie Konzentrati-
ons-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme. Das Selbstwertgefühl der Versicherten sei 
deutlich vermindert und sie hätte Mühe, mit ihrer Selbstveränderung zurechtzukommen. Weiter 
sei die affektive Schwingungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Sie führe verglichen zu früher ein 
deutlich reduziertes Leben. Primär berichte sie über ihre depressive Symptomatik, während die 
Schmerzproblematik nicht mehr das Gewicht von damals habe. Dass die Versicherte im Rahmen 
ihrer Depressivität die Schmerzen weniger gut verarbeiten könne, hänge mit der negativen Be-
einflussung der Coping-Mechanismen als Folge der Depression zusammen. Gleichzeitig würden 
die Schmerzen die depressiven Gefühle der Versicherten verstärken. Betrachte man den bishe-
rigen Verlauf, so müsse zumindest der Verdacht auf eine anhaltend somatoforme Schmerzstö-
rung diagnostiziert werden. Zudem sei sie in der Anwendung ihrer fachlichen Kompetenzen auf-
grund ihrer depressiven Symptomatik, ihrer Energielosigkeit und den kognitiven Einschränkungen 
beeinträchtigt. Berücksichtige man die zumutbare Willensanstrengung, die funktionellen Ein-
schränkungen, die objektiven Befunde und den bisherigen Verlauf, so sei aus psychiatrischer 
Sicht eine 40%ige Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit, bezogen auf eine 
100%ige Tätigkeit, begründet.  
 
6.2.3 Im Rahmen der Konsensbesprechung kamen die Referenten nach eingehender Diskus-
sion zum Schluss, dass die neurologische Beurteilung im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit mass-
gebend sei. 
 
6.3 Da seit der bidisziplinären neurologisch-psychiatrischen Begutachtung im Juni 2015 eine 
Knieoperation erfolgte und ein Sinusvenenthrombosen-Rezidiv auftrat, erging im November 2016 
im Auftrag der IV-Stelle ein weiteres Gutachten. Diesmal handelte es sich um ein polydiszipilinä-
res Gutachten von Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates, med. prakt. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. H.____, 
FMH Allgemeine Innere Medizin, und Dr. med. I.____, FMH Neurologie. 
 
6.3.1 Med. prakt. G.____ hält in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2. November 2016 
fest, dass die von der Versicherten berichteten Wortfindungsstörungen und Konzentrationsstö-
rungen im 80-minütigen Explorationsgespräch nicht hätten beobachtet werden können. Sie habe 
dem Gespräch bestens folgen können und habe direkt und adäquat geantwortet. Das Teilgutach-
ten von Dr. E.____ vom 22. Juni 2015 als solches bezeichnet med. prakt. G.____ dann auch als 

 
 
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in sich schlüssig und nachvollziehbar. Als objektivierbare Befunde liessen sich zu diesem Zeit-
punkt eine depressive Symptomatik mit herabgesetzter Grundstimmung, eingeschränkter 
Schwingungsfähigkeit, Ängsten, vermindertem Antrieb, verminderten Vitalgefühlen, Müdigkeit 
und ohne Medikamente deutliche Schlafstörungen eruieren. Die Schwere der Befunde würde ei-
ner mittelgradigen depressiven Störung entsprechen. Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte 
und den Hinweisen, dass die Patientin wahrscheinlich schon seit vielen Jahren unter depressiven 
Symptomen gelitten habe, geht med. prakt. G.____ im Weiteren von einer rezidivierenden de-
pressiven Störung bei der Versicherten aus. Auffallend sei, dass die Versicherte die depressive 
Symptomatik verdrängen würde und ihre Symptomatik neben den körperlichen Problemen vor 
allem auf die geschilderten kognitiven Einschränkungen beziehen würde. Durch die beschriebene 
mittelgradige depressive Symptomatik sei die Versicherte weniger belastbar, leicht verlangsamt 
und brauche mehr Pausen. Einschränkend sei weiter, dass die Versicherte eine gewisse Selbst-
limitierung zeige, sich als krank ansehe und sich in einer Krankenrolle bewege. Bezüglich Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit geht med. prakt. G.____ aus rein psychiatrischer Sicht sowohl in 
der bisherigen wie auch in adaptierter Tätigkeit von einer 40%igen Einschränkung ab Gutachten-
datum aus. 
 
6.3.2 Dr. H.____ diagnostizierte in ihrem allgemein-internistischen Teilgutachten vom 2. No-
vember 2016 keine Krankheiten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. 
 
6.3.3 Im neurologischen Teilgutachten vom 2. November 2016 hält Dr. I.____ fest, dass das 
Hauptleiden auf neurologischem Gebiet eine Thrombophilieneigung mit Status nach zweimaliger 
Sinusvenenthrombose im April 2013 und April 2016 sei. Daher werde jetzt die Dauerantikoagu-
lation durchgeführt, weshalb eigen- und fremdgefährdende Tätigkeiten, auch Allgemeintätigkei-
ten mit erheblicher Verletzungsgefahr nicht mehr durchgeführt werden könnten. Gemäss Angabe 
der Versicherten würden seit der Sinusvenenthrombose vom April 2013 neuro-kognitive Ein-
schränkungen bestehen, welche sich durch die erneute Sinusvenenthrombose im April 2016 nicht 
verstärkt hätten. Gemäss Dr. I.____ würde sich klinisch-neurologisch, abgesehen von einer leich-
ten Verlangsamung des Arbeitstempos, keine Einschränkung der neurokognitiven Fähigkeiten 
erkennen lassen. Authentische kognitive Störungen in Sprache, Denken und exekutiven Funkti-
onen seien aus neuropsychologischer Sicht genügend wahrscheinlich, wobei der Funktions-
schweregrad nicht bestimmt werden könne. Für das präsentierte neuropsychologische Funkti-
onsprofil seien bei gesamtheitlicher Bewertung aller Befunde die erlittenen beiden Sinus-
venenthrombosen nicht vorwiegend ursächlich, sondern mehr der chronische Schlafmittelabu-
sus, die Einnahme kognitiv dämpfender Antikonvulsiva und vorwiegend eine allgemeine psycho-
pathologische Dsyfunktionalität. Neurologisch betrachtet seien nur minime hirnsubstanziell be-
dingte, unspezifische kognitive Einschränkungen und der kognitiv dämpfende Einfluss von An-
tikonvulsiva zu berücksichtigen. Eventuelle Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit infolge kogniti-
ver Defizite seien aufgrund psychischer Störungen Gegenstand des psychiatrischen Teilgutach-
tens. Bezüglich der von Dr. D.____ in seinem neurologischen Teilgutachten vom 22. Juni 2015 
festgestellten 100%igen Arbeitsunfähigkeit zwischen April 2013 und April 2014 hält Dr. I.____ 
fest, dass diese schwierig nachzuvollziehen sei, da sich der Verlauf der Sinusvenenthrombose 
durch eine zunehmende Normalisierung, auch der bildmorphologischen Befunde, gekennzeich-
net habe. Die ausschliesslich fokalen epileptischen Krampfanfälle seien nicht dyskognitiv und 

 
 
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darüber hinaus gut behandelbar. Aus neurologischer Sicht würden sich nur Einschränkungen be-
züglich Tätigkeiten mit Eigen- und Fremdgefährdungspotenzial ergeben. Allerdings sei durch die 
rezidivierenden Gesichtsschmerzen rechts und durch die Einnahme von Antikonvulsiva mit kog-
nitiv dämpfenden Effekten eine Leistungsminderung von 20 % in jeglicher Tätigkeit anzunehmen. 
 
6.3.4 Dr. F.____ war für die orthopädische Begutachtung verantwortlich. Sie hält in ihrem Teil-
gutachten vom 2. November 2016 fest, dass die Versicherte an einem cervico-lumbalen 
Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik bei radiologisch leicht degenerativen Verände-
rungen leide. Weiter würde sie an belastungsabhängigen Schmerzen des rechten Kniegelenks 
bei leichter medial betonter Gonarthrose leiden. Am linken Knie würden zudem schmerzhafte 
Bewegungseinschränkungen bei Status nach Knie-Totalendoprothese vom 2. September 2015 
bestehen. Aus orthopädischer Sicht sei die Versicherte für leichte Tätigkeiten, wie die Bürotätig-
keit in der Automechanikwerkstatt ihres Mannes, ohne die Notwendigkeit des Hebens schwerer 
Gegenstände und ohne Zwangshaltungen einsetzbar. Es bestehe aber die Notwendigkeit verlän-
gerter Pausen, weshalb von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Aus polydiszipli-
närer Sicht, unter Berücksichtigung des negativen Leistungsbildes, würde die Arbeitsunfähigkeit 
ab dem 1. Oktober 2016 40 % betragen und sei durch die psychische Verfassung begründet. 
 
6.4 Im Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 16. November 2017 hält 
Dr. med. J.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, fest, dass wegen persistierender Schmerzen 
im September 2017 eine Infiltration des linken Knies erfolgt sei. Dementsprechend habe sich der 
Heilungsprozess offensichtlich verzögert. Bei der Nachkontrolle im Oktober 2017 habe sich aber 
ein deutlich gebessertes Bild gezeigt, weshalb davon auszugehen sei, dass spätestens ab die-
sem Zeitpunkt der Status quo ante wieder erreicht worden sei. Die Arbeitsunfähigkeit im Verlaufe 
der Zeit würde sich wie folgt zeigen: 40 % ab 1. Oktober 2016, 100 % ab 16. Februar 2017, 40 % 
ab 1. Oktober 2017. 
 
6.5 Wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustandes und weiteren operativen Ein-
griffen seit der Vorbegutachtung vom 2. November 2016 erfolgte im Auftrag der IV-Stelle das 
polydisziplinäre Gutachten vom 16. Dezember 2019. Es handelt sich um das Gutachten von 
Dr. med. K.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. L.____, FMH Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Dr. med. M.____, FMH Neurologie, Dr. med. 
N.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie und Dr. sc. hum. Dipl. Psych. O.____. 
 
6.5.1  Dr. K.____ hält im internistischen Teilgutachten vom 16. Dezember 2019 fest, dass aus 
internistischer Sicht keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen würden. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit würde eine Hypercholesterinämie vorliegen. In der bis-
herigen Tätigkeit seien aus internistischer Sicht acht Stunden Arbeit am Tag in einem 100%igen 
Pensum möglich. 
 
6.5.2 Im Teilgutachten Orthopädie vom 16. Dezember 2019 hält Dr. L.____ folgende Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: Ein Cervikalsyndrom ohne radikuläre Ausfälle, 
ein pseudoradikuläres Lumbalsyndrom bei diskreten multisegmentalen Spondylarthrosen und 

 
 
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Status nach Knie-Totalendoprothese mit Retropatellarersatz links. Ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit seien die Diagnosen beginnende mediale und retropatellare Gonarthrose rechts, 
Metatarsalgie beidseits und Übergewicht. Das linke und das rechte Kniegelenk seien beide reiz-
los und frei beweglich gewesen. In den aktuellen Röntgenaufnahmen des linken Kniegelenkes 
vom 18. September 2019 würde sich eine intakte Knie-Totalendoprothese mit angedeutetem, la-
teral betontem Osteolysesaum um die femorale Komponente darstellen. Die angegebenen Blo-
ckierungen im linken Kniegelenk beim Aufstehen aus dem Sitz hätten aufgrund der erhobenen 
Befunde nicht nachvollzogen werden können. Beide Sprunggelenke seien reizlos und frei beweg-
lich gewesen. Aus orthopädisch-traumatologischer Sicht würden Einschränkungen für körperlich 
mittelschwere Tätigkeiten mit Zwangshaltungen der Hals- und Lendenwirbelsäule, mit Hocken 
oder Knien und mit erhöhter Sturzgefahr bestehen. Die Versicherte sehe sich subjektiv zu keiner 
beruflichen Tätigkeit in der Lage, weil sie nicht länger als 30 bis maximal 60 Minuten stehen, 
sitzen oder laufen könne. Gemäss Dr. L.____ sei dies diskrepant zu den angegebenen Aktivitä-
tenniveaus in den Bereichen Freizeit und Haushalt. So sei die Versicherte in der Lage, ihren 
Haushalt mitzuversorgen, tagsüber zahlreichen Aktivitäten nachzugehen, Auto zu fahren, öffent-
liche Verkehrsmittel zu benutzen und auch in den Urlaub nach X.____ zu fliegen. Auch die ange-
gebene Stärke der Schmerzen sei diskrepant zu den erhobenen klinischen und radiologischen 
Untersuchungsbefunden gewesen. 
 
6.5.3 Dr. M.____ hält in seinem neurologischen Teilgutachten vom 16. Dezember 2019 fest, 
dass keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen. Ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit sei der Status nach Sinusvenenthrombose im Sinus sagittalis superior und 
transversus rechts mit symptomatisch einfach fokal epileptischen Anfällen und mit rezidivierender 
passagerer brachiofazialer sensibler Hemisymptomatik links. Unter antikonvulsiver Therapie sei 
sie anfallsfrei. Auch ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei der Status nach Rezidiv einer 
Sinusvenenthrombose im Sinus sigmoideus rechts nach Beendigung der antikoagulatorischen 
Therapie. Ebenfalls ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine iatrogene Schädigung 
des Nervus saphenus links und ein chronisches zervikales und lumbales Syndrom. Die über viele 
Jahre bestehenden Nackenschmerzen würden sich aus neurologischer Sicht nicht erklären las-
sen, weshalb diese in erster Linie orthopädisch eingeschätzt werden müssten. Ähnlich sei die 
Situation in der lumbalen Wirbelsäule. Auch hier würde die Versicherte einen lokalen Schmerz 
ohne jegliche Ausstrahlung in die Beine beklagen. Bezüglich neuropsychologischen Defiziten hält 
Dr. M.____ fest, dass es nicht gänzlich ausgeschlossen sei, dass subtile neuropsychologische 
Einschränkungen Folge der zweimaligen Sinusvenenthrombose seien. Wahrscheinlich sei dies 
aber nicht, da sich in der Bildgebung keine entsprechende strukturelle Hirnläsion habe nachwei-
sen lassen. Aus Sicht von Dr. M.____ seien die Sinusvenenthrombosen komplett ausgeheilt. Die 
Versicherte habe keine Kopfschmerzen angegeben, welche im Vorgutachten noch beklagt wor-
den seien. Auch sei sie seit Jahren anfallsfrei. Sie habe lediglich noch ein gelegentliches kurzes 
Elektrisieren im Bereich des rechten Mundwinkels beklagt, welches schwierig einzuordnen sei, 
denn für einen fokalen sensiblen epileptischen Anfall sei die Episode zu kurz und das sensible 
Areal würde auch eher einem peripheren Nerv entsprechen. Die beidseitigen Kniebeschwerden 
und Schmerzen im Vorfussbereich hätten sich nicht neurologisch erklären lassen. Ebenso wenig 
hätten sich die beklagten neuropsychologischen Auffälligkeiten im Gespräch nachvollziehen las-
sen. Eine Gesprächsführung sei, ohne Hinweise auf Konzentrations- oder Auffassungsstörungen, 

 
 
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problemlos möglich gewesen. Im Vergleich zum Vorgutachten liessen sich aktuell weder ein Ge-
sichtsschmerz noch ein chronischer Kopfschmerz diagnostizieren. Unklar sei die Bemerkung der 
Advokatin, wonach bei der Versicherten erneut epileptische Anfälle aufgetreten seien, aufgrund 
derer sie hätte hospitalisiert werden müssen. Die Versicherte habe dies nicht erwähnt und auch 
in den Akten würde sich nichts dazu finden. Dr. M.____ attestiert eine volle Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit. 
 
6.5.4 Frau O.____ war für das neuropsychologische Teilgutachten zuständig. Sie hält darin 
fest, dass aufgrund aggravierendem Verhalten weder eine Diagnose mit als auch ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne. Unter diesen Umständen würden die Ergeb-
nisse der Leistungstests inhaltlich nicht ausgewertet werden und wegen mangelnder Mitarbeit 
keine verwertbaren neuropsychologischen Befunde liefern können, da sie wahrscheinlich nicht 
das effektiv vorhandene Leistungsniveau abbilden würden. Andererseits würde auch das Risiko 
bestehen, dass tatsächliche und spezifische kognitive Defizite differenzialdiagnostisch nicht fest-
gestellt werden könnten. 
 
6.5.5 Dr. N.____ hält in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 16. Dezember 2019 fest, 
dass keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehen würden. Ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit sei die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10 F45.41). Aktuell würde seit zwei Jahren keine psychiatrische Behand-
lung mehr stattfinden. Bis auf Zolpidem habe die Versicherte auch keine Psychopharmaka ein-
genommen, wobei die Laborbefunde gegen eine Abhängigkeit sprechen würden. Es liege keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor und die Versicherte könne in der zuletzt ausgeübten Tä-
tigkeit als Bürogehilfin im Betrieb des Ehemannes acht Stunden am Tag arbeiten. Aus psychiat-
rischer Sicht könne in der aktuellen Untersuchung die von med. prakt. G.____ bei der Versicher-
ten festgestellte rezidivierende depressive Störung nicht bestätigt werden. Die Versicherte habe 
in den letzten zwei Jahren auf psychiatrische Behandlung verzichtet, ohne einen depressiven 
Rückfall zu erleiden. Gemäss ihrer Aussage brauche sie das nicht und sie fühle sich psychisch 
gesund. 
 
6.6 In der RAD-Beurteilung vom 19. Dezember 2019 hält Dr. med. P.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, dass das MZR-Gutachten vom 
16. Dezember 2019 die bekannten, justiziablen Kriterien erfülle. Formell seien die orthopädischen 
Diagnosen jedoch unter Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufzulisten, weil sie 
die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ausdrücklich nicht limitieren würden. Ab 
17. Mai 2017 sei bis anhin und bis auf Weiteres von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 
 
6.7 Im RAD-Bericht vom 28. Juli 2020 hält Dr. P.____ fest, dass für die Zeitspanne zwischen 
dem 16. Februar und dem 1. Oktober 2017 entgegen der Arbeitsunfähigkeitsverlaufsbeurteilung 
des MZR-Gutachtens von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss Verlaufsbeurteilung des 
RAD vom 16. November 2017 auszugehen sei. Auch bezüglich der Zeitspanne zwischen dem 
17. Dezember 2018 bis 18. März 2019 hält Dr. P.____ fest, dass vom MZR-Gutachten abzuwei-
chen sei. Es sei dem ärztlichen Verlaufsbericht vom 28. Februar 2019 von Dr. med. Q.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zu folgen, wonach für 

 
 
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diese Zeitspanne aufgrund von Komplikationen nach Kryotherapie des Ramus infrapatellaris am 
linken Kniegelenk eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Vom 19. März 2019 an und 
bis auf Weiteres würde eine volle Arbeitsfähigkeit bestehen. 
 
6.8 Im Verlaufsbericht vom 17. September 2020 von Dr. med. R.____, Fachärztin für Ortho-
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erläutert sie die zwei Konsul-
tationen vom 10. August 2020 und vom 17. September 2020. In der Konsultation vom 10. August 
2020 habe sie beidseitig eine fortgeschrittene Tarsometatarsalgelenks-Arthrose (TMT-Arthrose) 
diagnostiziert. Beim linken Fuss würde im Weiteren der Verdacht auf ein grosses dorsales 
Ganglion bestehen. In der Konsultation vom 17. September 2020 sei das Ganglion durch ein MRI 
bestätigt worden. Die Patientin habe von massiven Beschwerden berichtet. In der Folge habe 
Dr. R.____ bei beiden Füssen eine Infiltration durchgeführt. 
 
6.9 Dem Einwand vom 6. Februar 2021 opponierend hält Dr. P.____ im RAD-Bericht vom 
16. Februar 2021 fest, dass am bisherigen Begutachtungsergebnis festzuhalten sei. Allein aus 
dem Umstand, dass die Begutachtung im MZR im September 2018/2019 erfolgt sei, würde sich 
das Argument der fehlenden Beweiskraft nicht nachvollziehen lassen, denn die Problematik rund 
um die Knieprothesensituation wie auch der Mittelfussgelenke sei vom MZR-Gutachten bereits 
hinlänglich gewürdigt worden. In diesem Sinne sei auch von orthopädischer Seite das Zumutbar-
keitsprofil ermittelt worden. Bezüglich einer von der Rechtsvertreterin eingewendeten Neuropa-
thie hält Dr. P.____ fest, dass die neurologische Begutachtung diesbezüglich keine objektivier-
baren Befunde geliefert habe. Vielmehr hätten sich die schmerzgeprägte Symptompräsentation 
im Bereich des Achsenorgans zervikal und lumbal neurologisch nicht zuordnen lassen. Auch die 
subjektiven Beschwerdeangaben bezüglich Konzentrationsstörungen seien neurologisch im aus-
drücklich langen Anamnesegespräch nicht verifizierbar gewesen. Neue medizinische Befunde, 
welche eine abweichende Beurteilung nahelegen würden oder gar belegen könnten, seien von 
der Rechtsvertreterin nicht vorgelegt worden, weshalb sich auch keine erneute Begutachtung 
aufdrängen würde. Bezüglich der Einwände gegen das psychiatrische Teilgutachten von Dr. 
N.____ hält Dr. P.____ fest, dass dieser aus psychiatrischer Sicht das Ergebnis der Vorbegut-
achtung von med. prakt. G.____, der bei der Versicherten eine rezidivierende depressive Störung 
festgestellt habe, im Rahmen der aktuellen Untersuchung nicht habe bestätigen können. Dr. 
N.____ würde dies letztlich nachvollziehbar damit begründen, dass die Versicherte in den letzten 
zwei Jahren trotz fehlender psychiatrischer Behandlung keinen depressiven Rückfall erlitten habe 
und auch in der aktuellen Begutachtung keine Hinweise auf eine depressive Störung feststellbar 
gewesen seien. Damit habe der psychiatrische Gutachter trotz knapper Ausführungen gleichwohl 
nachvollziehbar begründet, wie er zu seiner Beurteilung gekommen sei, die vom Vorgutachten in 
Sachen zumutbarer Arbeitsfähigkeit abweichen würde. Die angemahnte fehlende Diskussion ei-
ner Dissimulation in der aktuellen Begutachtung würde sich in der jüngsten Begutachtung offen-
sichtlich nicht stellen, weil die Versicherte diesbezüglich auch in der gezielten Exploration keiner-
lei Angaben gemacht habe und bereits seit zwei Jahren vor der Begutachtung keine psychiatri-
sche Behandlung mehr in Anspruch genommen worden sei. Im Weiteren sei es so, dass Dr. 
N.____ entgegen der Behauptung der Rechtsvertreterin sehr wohl die chronische Schmerzprob-
lematik in eine Diagnose gefasst habe, indem er sie nämlich als chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren, allerdings unter Diagnosen ohne Auswirkung auf die 

 
 
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Arbeitsfähigkeit, eingestuft habe. Zusammenfassend seien auch auf psychiatrischem Fachgebiet 
keine neuen medizinischen Erkenntnisse präsentiert worden, welche eine Abweichung vom vor-
liegend psychiatrischen Gutachten oder gar eine erneute Begutachtung begründen würden.  
 
7. Vorweg ist festzuhalten, dass die von der IV-Stelle vorgenommene Aufteilung der Berei-
che Haushalt und Erwerb sowie auch die Einschränkung im Haushaltsbereich von der Beschwer-
deführerin zu Recht nicht beanstandet werden. Auch die ermittelten Arbeitsunfähigkeiten gemäss 
den Vorgutachten werden von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht infrage gestellt. Sie erge-
ben sich aus der dokumentierten gesundheitlichen Entwicklung und den erforderlichen Rehabili-
tationszeiten nach den operativen Eingriffen. Hingegen wird die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
gemäss MZR-Gutachten vom 16. Dezember 2019 bestritten. Dieses Gutachten beleuchtet die 
Entwicklung des Gesundheitszustandes seit dem medexperts-Gutachten vom 2. November 
2016. Gemäss den Gutachtern des MZR sei es aus somatischer Sicht zu einer vorübergehenden 
Verschlechterung durch den Knietotalprothesenwechsel links am 16. Februar 2017 gekommen. 
Dieser Eingriff habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit drei Monate postoperativ nach sich gezo-
gen. Anschliessend ab Mitte Mai 2017 haben die Gutachter eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Beschäftigung attestiert. Diese 100%ige Arbeitsfähigkeit würde sich durch 
den Wegfall einer Einschränkung aus psychiatrischer Sicht erklären lassen. 
 
7.1 Im Gegensatz zum MZR-Gutachten hat die IV-Stelle nach dem Knietotalprothesenwech-
sel vom 16. Februar 2017 bis 1. Oktober 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und nach verzö-
gerter Heilung des Knies per 2. Oktober 2017 bis 16. Dezember 2018 eine 40%ige Arbeitsunfä-
higkeit angenommen. Für die 40%ige Arbeitsunfähigkeit ab 2. Oktober 2017 lassen sich, abge-
sehen von der Erklärung von Dr. J.____ vom 16. November 2017, der ab diesem Zeitpunkt die 
gleiche Arbeitsunfähigkeit wie vor der Operation vom 16. Februar 2017 annahm, keine ärztlichen 
Begründungen finden. Folgt man dem MZR-Gutachten, müsste für diese Zeit korrekterweise wohl 
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden. Dies 
kann aber schlussendlich offenbleiben, da bei der Anwendung der gemischten Methode des Ein-
kommensvergleiches für diese Zeit so oder anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad re-
sultiert. Entgegen dem MZR-Gutachten und unter Bezugnahme auf den Verlaufsbericht vom 
28. Februar 2019 von Dr. Q.____ nahm die IV-Stelle sodann für die Zeit vom 17. Dezember 2018 
bis 18. März 2019 zu Recht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit an, weil sich bei der Beschwerde-
führerin nach Kryotherapie des Ramus infrapatellaris am linken Knie eine heftige, aber vorüber-
gehende Schmerzzunahme eingestellt hatte. 
 
7.2 Die Beschwerdeführerin lässt einwenden, dass sich der psychiatrische Gutachter nicht 
mit den Vorakten befasst habe, insbesondere nicht mit den früheren Beurteilungen. Sie macht 
geltend, dass der psychiatrische Gutachter des MZR verpflichtet gewesen wäre, die Diagnose 
einer rezidivierenden depressiven Störung aus den früheren Gutachten zu übernehmen, weil er 
mangels echtzeitlicher eigener Untersuchungen gar nicht in der Lage gewesen sei, eine abwei-
chende Diagnose für die Vergangenheit zu stellen. Zwar ist der Beschwerdeführerin dahingehend 
beizupflichten, dass es wünschenswert gewesen wäre, eine Erklärung des psychiatrischen Gut-
achters des MZR, Dr. N.____, zur Entwicklung zu erhalten. Allerdings muss diesbezüglich be-
rücksichtigt werden, dass die Beschwerdeführerin sich in den zwei Jahren vor der Begutachtung 

 
 
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durch das MZR nicht mehr psychiatrisch hat behandeln lassen und darum auch keine echtzeitli-
chen Berichte für diese Zeit vorliegen. Ohne diese war es Dr. N.____ nicht möglich, eine aussa-
gekräftige Bewertung vorzunehmen. Er gibt denn auch nicht an, dass zu keiner Zeit eine depres-
sive Störung vorhanden gewesen wäre, sondern lediglich, dass im Untersuchungszeitpunkt diese 
Diagnose von ihm nicht mehr habe gestellt werden können, weil er in der Untersuchungssituation 
keine Anhaltspunkte für eine solche Störung feststellen konnte. Im Hinblick auf die Untersu-
chungsergebnisse erscheint dies auch nachvollziehbar. Des Weiteren ist der Beschwerdeführerin 
wohl zuzustimmen, wenn sie sagt, dass die Diagnose auf remittierte depressive Episode hätte 
lauten müssen. Für die Invalidenversicherung kommt es aber nicht vorwiegend auf die Diagnose 
an, sondern auf die Auswirkungen eines Leidens auf die Arbeitsfähigkeit. Bezüglich diesem Punkt 
gibt das psychiatrische Teilgutachten für die Zeit ab Dezember 2019 schlüssig Antwort, weshalb 
auch darauf abgestellt werden kann. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat Dr. 
N.____ auch Bezug auf die Vorbegutachtung durch med. prakt. G.____ und die damals festge-
stellte rezidivierende depressive Störung mittelgradiger Ausprägung genommen. Allein der Ver-
zicht auf psychiatrische Behandlung und Medikation in den zwei Jahren zuvor, ohne einen de-
pressiven Rückfall zu erleiden, spricht an sich noch nicht gegen eine psychische Beeinträchti-
gung. Relevant ist aber die darüber hinausgehende, schlüssig begründete Feststellung von Dr. 
N.____, dass es aktuell keine Hinweise auf eine depressive Störung geben würde. Damit ist für 
das Kantonsgericht erstellt, dass es seit der Begutachtung durch Dr. E.____ und 
med. prakt. G.____ zu einer Besserung des Gesundheitszustandes in psychiatrischer Hinsicht 
gekommen ist. Dass die Beschwerdeführerin seit zwei Jahren keine psychiatrische Behandlung 
und Medikation in Anspruch genommen hat, ist folglich für die Einschätzung nicht ausschlagge-
bend gewesen. 
 
7.3 Die Beschwerdeführerin wendet im Weiteren ein, dass Dr. N.____ im Gegensatz zu den 
Vorbegutachtern Dr. E.____ und med. prakt. G.____ die fehlenden Ressourcen nicht erkannt 
habe. Diesbezüglich muss ihr entgegengehalten werden, dass Dr. N.____ ein Mini-ICF-APP 
durchgeführt hat, mit welchem Fähigkeitsbeeinträchtigungen erfasst und ihre Schwere beurteilt 
werden. Dieses zeigte eine weitgehend uneingeschränkte Funktionsfähigkeit. Leichte Beein-
trächtigungen waren nur in den Bereichen Verkehrsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit und Kontaktfä-
higkeit zu Dritten auszumachen. Weiter wird eingewendet, dass Dr. N.____ nicht auf die Proble-
matik eines allfälligen Medikamentenübergebrauchs eingegangen sei. Hierzu ist festzuhalten, 
dass Dr. N.____ Laborbefunde vorlagen und er keine Auffälligkeiten feststellen konnte. Gemäss 
Dr. N.____ habe der von der Beschwerdeführerin angegebene regelmässige Konsum von Zolpi-
dem zwar für eine iatrogene Abhängigkeit gesprochen, allerdings sei der Plasmaspiegel des Zol-
pidems hierfür zu tief gewesen. Dr. N.____ hat sich dementsprechend durchaus mit den Res-
sourcen und einem allfälligen Medikamentenübergebrauch auseinandergesetzt. Aus der blossen 
Tatsache, dass er die Ressourcen als vorhanden betrachtet hat, kann die Beschwerdeführerin 
keine fehlende Beweiskraft des MZR-Gutachtens ableiten. 
 
7.4 Die Beschwerdeführerin spricht in ihrer Beschwerde auch die Aggravation an, die von 
Frau O.____ im neuropsychologischen Teilgutachten vom 16. Dezember 2019 festgestellt wurde. 
Diese Aggravation ging aus dem Antwortverhalten der Beschwerdeführerin im Rahmen der Ab-
klärung hervor. Die Beschwerdeführerin wendet ein, dass allein schon die Tatsache, dass das 

 
 
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Gutachten nur gestützt auf nicht näher dargelegte Testungen ohne Beilage der Testbögen eine 
Aggravation feststelle, führe dazu, das Gutachten in Zweifel ziehen zu müssen. Diesbezüglich ist 
zu bemerken, dass es üblich ist, Testbögen nicht beizulegen. Dies wird damit begründet, dass 
die Testbögen unter Verschluss bleiben müssen, weil ansonsten ständig andere Symptomvali-
dierungsverfahren zur Prüfung eines aggravatorischen Verhaltens entwickelt werden müssten. 
Diese Frage muss jedoch vorliegend nicht weiter vertieft werden. Entscheidend ist, dass einer-
seits die neuropsychologische Abklärung keine verwertbaren neuropsychologischen Befunde er-
geben hat, es andererseits aber dem neurologischen Gutachter Dr. M.____ gleichwohl möglich 
war, zu eruieren, ob die erlittenen Sinusvenenthrombosen weiterhin einschränkende Folgen ha-
ben. Dr. M.____ hat unter Verweis auf die Bildgebung und die Tatsache, dass die Beschwerde-
führerin laut eigener Aussage keine Kopfschmerzen mehr habe und im Weiteren seit Jahren an-
fallsfrei sei, feststellen können, dass diesbezüglich eine komplette Heilung eingetreten ist. 
 
7.5 Die Beschwerdeführerin wendet im Weiteren ein, dass die Beweiskraft des MZR-
Gutachtens auch deshalb anzuzweifeln sei, weil es die inzwischen eingetretene Verschlechte-
rung nicht berücksichtige. Sie hat im vorliegenden Verfahren die Untersuchungsberichte der be-
handelnden Orthopäden eingereicht, die nach dem MZR-Gutachten datieren. Daraus ergibt sich, 
dass sich die Beschwerdeführerin wegen der Knieproblematik und Problemen mit den Füssen 
Infiltrationen unterzogen hat, die zum Teil eine Verbesserung des Zustandes gebracht haben. 
Ausserdem hat sie sich neue Schuheinlagen anpassen lassen. Hier verkennt die Beschwerde-
führerin aber, dass die Kniebeschwerden nach Knietotalprothesenwechsel nicht nur in den Diag-
nosen, sondern auch in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden sind. Weiter 
wurden von der Beschwerdeführerin schon in der gutachterlichen Untersuchung Schmerzen in 
beiden Füssen angegeben. Die Experten sind davon ausgegangen, dass nur noch körperlich 
leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten möglich sind, ohne 
Zwangshaltung der Hals- und Lendenwirbelsäule, ohne Knien und ohne Hocken, sowie ohne er-
höhte Sturzgefahr. In einer solchen Tätigkeit attestieren sie eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab 
Mitte Mai 2017, drei Monate nach dem Knietotalprothesenwechsel. Dr. P.____ hat die neuen 
Berichte in der RAD-Beurteilung vom 17. September 2021 analysiert. Er erklärt darin schlüssig, 
dass sich mit den zusätzlichen Beschwerden und der eingeschränkten Belastbarkeit der Füsse 
nichts am gutachterlich ermittelten Zumutbarkeitsprofil ändert, weil die Gutachter bezüglich der 
unteren Extremitäten bereits massgebliche Funktionseinschränkungen berücksichtigt haben. Die 
Fussproblematik wirkt sich also nicht additiv zur Knieproblematik aus. Dr. P.____ erklärt darin 
weiter, dass die Versicherte in ihrer angestammten Tätigkeit rein administrativ, also körperlich 
leicht, schwerpunktmässig sitzend, in der Autowerkstatt ihres Ehemannes tätig gewesen ist, so-
dass bei massgeblich eingeschränkter Funktion der unteren Extremitäten, wie sie aus der 
Knieproblematik links schon berücksichtigt worden sind, nichts dazu komme. Folglich wurden die 
Problematiken rund um das Knie und die Füsse im MZR-Gutachten dadurch genügend gewürdigt, 
dass im Hinblick auf körperliche Tätigkeiten weitreichende Einschränkungen attestiert wurden. 
Der Ansicht der Beschwerdeführerin, wonach dem MZR-Gutachten aufgrund der zwischenzeitlich 
eingetretenen Verschlechterungen keine Beweiskraft zukomme, kann dementsprechend nicht 
gefolgt werden. 
 

 
 
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7.6 Die Beschwerdeführerin möchte sodann bei der Berechnung des Invalideneinkommens 
einen leidensbedingten Abzug berücksichtigt haben. Allerdings hat die IV-Stelle den Invaliditäts-
grad gestützt auf die Lohnverhältnisse in der letzten Anstellung im Betrieb des Ehemannes er-
mittelt. Dabei handelte es sich um konkrete Einkommenszahlen, die einerseits abgestimmt auf 
die Löhne ohne gesundheitliche Einschränkung unter Berücksichtigung des Erwerbspensums, 
dass die Versicherte im Gesundheitsfall gemäss ihren Angaben ausgeübt hätte, und andererseits 
des medizinisch zumutbaren Pensums im Betrieb des Ehemannes, abgestuft nach den fachärzt-
lich attestierten Arbeitsunfähigkeiten, berechnet wurden. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer 
Vernehmlassung zu Recht ausführt, entfällt bei einem solchen Prozentvergleich die Möglichkeit 
eines leidensbedingten Abzugs (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2011 
8C_241/2011 E. 3.2). 
 
7.7 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 13. August 2021 nicht zu be-
anstanden und die dagegen erhobene Beschwerde somit abzuweisen. 
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, wes-
halb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird 
keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwerde-
führerin auferlegt und mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.