# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21ed1fb7-3ffb-5909-be35-139ded78bc63
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-02
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.11.2021 S 2021 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-54_2021-11-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 2. November 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________, Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, 
Direktion Bern, Monbijoustrasse 68, Postfach, 3001 Bern

gegen

Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Dufourstrasse 40, 
9001 St. Gallen
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Unfallbegriff/unfallähnliche Körperschädigung)

S 2021 54

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Urteil S 2021 54

A. Der Versicherte, A.________, geb. 1994, war bei der C.________ AG als Kellner 
angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Helvetia Schweizerische 
Versicherungsgesellschaft AG (in der Folge Helvetia genannt) obligatorisch gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (UV-act. 1). Am 22. August 2019 
meldete der Versicherte der Helvetia, dass er sich am 2. August 2019 beim 
Tischtennisspielen am rechten Kniegelenk verletzt habe (UV-act. 1), wogegen er 
anlässlich der erstmaligen Arztkonsultation im Spital D.________ gegenüber den 
behandelnden Ärzten den 23. Juli 2019 als Schadensdatum angab (UV-act. 6). Die 
Knieverletzung wurde seit dem 2. August 2019 konservativ und mit ambulanter 
Physiotherapie behandelt (UV-act. 6). Am 18. August 2019 erlitt der Versicherte eine 
erneute Kniedistorsion beim Schwimmen, woraufhin am 27. August 2019 das Knie des 
Versicherten operiert wurde (UV-act. 12). Am 22. Januar 2020 informierte die Helvetia 
A.________ mit formloser Mitteilung über die Ablehnung der Übernahme der 
Behandlungen ab dem 21. August 2019, weil diese gemäss ihrem beratenden Arzt 
überwiegend wahrscheinlich nicht mehr auf den Unfall vom 2. August 2019 
zurückzuführen seien (UV-act. 37). Am 8. Mai 2020 erfolgte die entsprechende, 
gleichlautende anfechtbare Verfügung der Helvetia (UV-act. 61). Mit Schreiben vom 
30. Juni 2020 liess A.________ vorsorglich Einsprache gegen die Verfügung der Helvetia 
erheben und begründete diese mit der Eingabe vom 30. Juli 2020 (UV-act. 58 und 64). Er 
machte geltend, dass das Ereignis vom 2. August 2019 (sic) als Unfall im Rechtssinne zu 
qualifizieren sei und die Beurteilung des von der Helvetia beigezogenen Arztes auf 
falschen Annahmen zum Unfallhergang und der unrichtigen medizinischen Qualifikation 
des Scheibenmeniskus als degenerativen Vorzustand beruhe. Die dokumentierten 
degenerativen Merkmale seien auf den traumatisch bedingten Abriss eines 
Meniskusanteils zurückzuführen und damit direkt unfallkausal. Darüber hinaus seien keine 
krankhaften Vorzustände oder solche degenerativer Art dokumentiert oder bekannt (UV-
act. 64/3). Mit Einspracheentscheid vom 10. März 2021 wies die Helvetia die Einsprache 
ab (UV-act. 70).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 20. April 2021 machte A.________, 
vertreten durch RA B.________, geltend, dass der Einspracheentscheid vom 10. März 
2021 aufzuheben sei. Die Helvetia habe betreffend den Unfall vom 23. Juli 2019 die 
Leistungen als Unfallversicherung bis zum Erreichen des status quo sine vel ante zu 
erbringen. Eventualiter sei ein medizinisches Gutachten von einem unabhängigen Dritten 
einzuholen (act. 1 S. 2).

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Urteil S 2021 54

C. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Mai 2021 schloss die Versicherung unter 
Verweis auf die Ausführungen in ihrem Einspracheentscheid vom 10. März 2021 auf 
Abweisung der Beschwerde. Sie begründete dies damit, dass bei vorliegendenfalls nicht 
erfülltem Unfallbegriff der festgestellte Meniskusriss überwiegend wahrscheinlich 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei, womit keine 
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die mit Unfallmeldung vom 22. August 2019 
gemeldeten Kniebeschwerden rechts bestehe (act. 3 S. 5).

D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an den gestellten 
Anträgen fest (act. 5 und 7). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [VV UVG; 
BGS 842.5]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist 
vorliegend gestützt auf Art. 58 Abs. 1 ATSG – Zuständigkeit am Wohnsitz der versicherten 
Person – gegeben, lebt der Beschwerdeführer doch in E.________/ZG. Der angefochtene 
Einspracheentscheid datiert vom 10. März 2021 (BF-act. 4). Die Beschwerdeschrift trägt 
das Datum des 20. April 2021, wurde gleichentags der Post übergeben und ging am 
darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt unter Berücksichtigung von 
Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG als gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält Antrag und Begründung. Damit ist 
den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. 
Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.

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2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 
832.20) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer 
Unfallfolgen.

2.2
2.2.1 Erste Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ist das 
Vorliegen eines Unfalls resp. einer unfallähnlichen Körperschädigung. Als Unfall gilt die 
plötzliche, nicht beabsichtigte, schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Artikel 
6 Abs. 2 UVG enumeriert abschliessend die Körperschädigungen, die, sofern sie nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind, auch ohne 
ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt werden. Aufgezählt werden a) 
Knochenbrüche, b) Verrenkungen von Gelenken, c) Meniskusrisse, d) Muskelrisse, e) 
Muskelzerrungen, f) Sehnenrisse, g) Bandläsionen und h) Trommelfellverletzungen.

2.2.2 Damit ein Ereignis als Unfall qualifiziert werden kann, müssen nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung alle erwähnten Elemente kumulativ erfüllt sein, 
ansonsten muss es gegebenenfalls unter den Begriff der Krankheit subsumiert werden 
(BGE 129 V 402 E. 2.1).

2.2.3 Im Speziellen bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, 
formulierte das Bundesgericht das Erfordernis der besonders sinnfälligen Verumständung. 
Danach ist es zuweilen schwierig zu entscheiden, ob eine Gesundheitsschädigung die 
Folge eines Unfalles oder aber einer Krankheit ist. Dies gilt insbesondere für gewisse 
typische Gesundheitsschäden, die erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von 
Krankheit, insbesondere von vorbestandenen degenerativen Veränderungen eines 
Körperteils innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufes auftreten können. In 
derartigen Fällen müssen die Merkmale des Unfallbegriffs besonders deutlich erfüllt sein. 
Vor allem muss die unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen 
Umständen (beispielsweise Ausgleiten oder Schlag) gesetzt worden sein, denn das 
Begriffsmerkmal der Aussergewöhnlichkeit bezieht sich nach der Definition des Unfalles 
nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst (BGE 99 V 136 
E. 1 mit Hinweisen). Schliesslich kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren 
Faktors nach Lehre und Rechtsprechung in einer unkoordinierten Bewegung – d.h. einer 
Störung der körperlichen Bewegung durch etwas “Programmwidriges“ wie Stolpern, 

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Ausgleiten, Anstossen oder ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes etc. – bestehen 
(RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa). Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, 
dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der 
Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 
gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung 
ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen, denn der äussere Faktor – Veränderung 
zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich 
ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1). Nicht als Unfallereignis anerkannt 
werden somit Ereignisse, die ihre Ursache ausschliesslich im Körperinnern haben (Ueli 
Kieser, Kommentar ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 4 N 86). Das blosse Auftreten von 
Schmerzen mit einem "Knall" im linken Knie ist kein äusserer (schädigender) Faktor (BGer 
8C_456/2018 vom 12. September 2018 E. 6.3.2).

2.2.4 Im Weiteren setzt die Leistungspflicht der Unfallversicherung voraus, dass neben 
dem natürlichen auch ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 
Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 117 V 359 E. 5a; 115 V 133 E. 4a). Mit der Theorie des 
adäquaten Kausalzusammenhangs wird dem rechtlich bestehenden Bedürfnis nach 
Eingrenzung und Auswahl von Tatsachen aus der natürlichen Kausalkette Rechnung 
getragen. Der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs als einer Rechtsfrage 
kommt somit die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 117 V 369 E. 4a; 115 V 133 
E. 7 in fine).

2.2.5 Keine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht nach der Rechtsprechung, 
wenn der Unfall blosse Gelegenheits- oder Zufallsursache des Gesundheitsschadens ist 
(BGer 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 4.2). Gemeint sind dabei Fälle, in denen ein 
pathologischer, aber allenfalls klinisch stummer, Vorzustand besteht, welcher durch den 
Unfall aktiviert wird, zu dessen Aktivierung aber nicht unbedingt ein Unfallereignis nötig 
gewesen wäre (Rumo–Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 
S. 54).

2.3

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2.3.1 Nach dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz haben 
der Unfallversicherer, und im Streitfall das Gericht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu 
ermitteln. Indessen ist die Person, die Leistungen verlangt, ihrerseits verpflichtet, dabei 
mitzuwirken. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue 
oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens 
als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des 
Unfallversicherers (BGE 114 V 298 E. 5b). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst zwar 
eine Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien 
tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte 
ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt allerdings erst dann zur Anwendung, wenn im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein überwiegend wahrscheinlicher Sachverhalt 
ermittelt werden kann (BGE 115 V 133 E. 8a).

2.3.2 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Zu beachten ist dabei jedoch, dass das 
Sozialversicherungsgericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen darf, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich 
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3a).

2.3.3 Der Beweismaxime, wonach die sogenannten "spontanen Aussagen der ersten 
Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die 
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder 
anderer Art beeinflusst sein können, ist entsprechend Rechnung zu tragen. Wechselt die 
versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit, kommt den Angaben, die sie kurz 
nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen, die sie 
beispielsweise nach einer – einlässlich begründeten und mit Beispielen aus der Praxis 

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versehenen – Ablehnungsverfügung bzw. nach einem ablehnenden Einspracheentscheid 
des Versicherers tätigte (BGE 121 V 45 E. 2a; BGer 8C_637/2016 vom 13. Dezember 
2016 E. 3.2). Hat der Unfallversicherer den Sachverhalt mittels Frageblättern detailliert 
erhoben und damit seine Verpflichtung zur richtigen und vollständigen 
Sachverhaltsfeststellung erfüllt, überzeugt es rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die 
versicherte Person den Sachverhalt erst im Einsprache- oder im Beschwerdeverfahren 
ergänzt und erst dann wichtige Aspekte erstmals erwähnt (EVG U 148/01 vom 27. Juni 
2002 E. 2b). Die genannte Beweismaxime ist nach der bundesgerichtlichen Praxis 
Bestandteil der freien Beweiswürdigung. Entscheidend ist indes, dass das 
Untersuchungsprinzip grundsätzlich die Abklärung des Sachverhalts solange verlangt, bis 
er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Wirklichkeit entspricht. Bei Widersprüchen 
sind diese, soweit möglich, vorerst aus dem Wege zu räumen. Erst wenn es keine 
weiteren Möglichkeiten gibt, den Sachverhalt abzuklären, kommen die Beweisregeln – wie 
die zitierte Beweismaxime – überhaupt zur Anwendung (BGer 8C_27/2019 vom 
20. August 2019 E. 5.2).

3.
3.1 Als erstes ist in der Folge zu prüfen, ob vorliegend von einem Unfallereignis im 
Sinne von Art. 4 ATSG ausgegangen werden kann. Die Beschwerdegegnerin kam im 
angefochtenen Einspracheentscheid zum Schluss, es habe sich beim Vorfall vom 23. Juli 
2019 um keinen Unfall gehandelt. Es fehle am ungewöhnlichen äusseren Faktor, da der 
Beschwerdeführer beim Tischtennisspielen ohne Beeinflussung durch einen 
ungewöhnlichen äusseren Faktor das rechte Knie verdreht habe. Ob das reine Verspüren 
eines Knackens (ohne Schmerzempfinden) den Begriff des Unfalls überhaupt erfüllen 
kann, könne offen bleiben. Auch das geschilderte Schwimmen am 18. August 2019 erfülle 
den Begriff des Unfalls in Ermangelung eines ungewöhnlichen Faktors nicht. 
Dementsprechend seien die Voraussetzungen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 ATSG für 
beide geschilderten Ereignisse nicht erfüllt (BF-act. 4).

3.2 Der Beschwerdeführer machte dabei geltend, dass die Schilderungen des 
Unfallhergangs sich nicht voneinander unterscheiden und sich widerspruchsfrei 
ineinanderfügen würden. Es sei zu bemerken, dass Deutsch nicht die Muttersprache des 
Beschwerdeführers sei und er daher eine gewisse Mühe bekundet habe, sich gegenüber 
den Medizinalpersonen sowie der Versicherung präzise auszudrücken. Der genaue 
Unfallhergang ergäbe sich ohne Weiteres aus den Akten und lasse sich wie folgt 
zusammenfassen: Der Beschwerdeführer sei beim Tischtennisspielen infolge einer 

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brüsken Bewegung ausgerutscht, woraufhin er ein Knacken im rechten Kniegelenk 
wahrgenommen habe. Dieser Unfallhergang solle auch die Grundlage für die 
medizinischen Beurteilungen bilden (act. 1).

4. Die Akten und Fakten sind nun nach dem in der Sozialversicherung generell 
herrschenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu würdigen.

4.1 Vorab stellt sich die Frage, wie sich das Ereignis tatsächlich zugetragen hatte bzw. 
ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgeht, dass kein ungewöhnlicher äusserer 
Faktor vorhanden ist.

4.1.1 Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer gemäss dem Bericht des Spitals 
D.________ vom 2. August 2019 den Geschehensablauf folgendermassen geschildert 
hat, als dass er beim Tischtennisspielen plötzlich ein Knacken im Kniegelenk gehört, 
anschliessend jedoch keine weiteren Schmerzen verspürt habe. Im Verlauf der Woche 
seien dann vor allem nach Belastung wiederholt ein solches Knacken und Schmerzen 
lateral im Kniegelenk aufgetreten. Die Schmerzen seien vor allem am Morgen nach dem 
Aufstehen und nach längerer Belastung vorhanden. Ansonsten habe der Patient nie 
Probleme mit diesem Knie gehabt und auch nicht mit anderen Gelenken (vgl. UV-act. 6). 
Im Rahmen einer Sprechstunde im Spital D.________ hat der Beschwerdeführer am 
21. August 2019 von einem Sturz bzw. einem Verdrehen des Knies Ende Juli gesprochen. 
Er habe Physiotherapie gemacht, danach seien die Beschwerden deutlich verbessert 
gewesen. Nun habe er vor zwei Tagen erneut ein Schmerzereignis beim Schwimmen 
gehabt, seitdem könne er das Knie kaum mehr bewegen (UV-act. 18). Gemäss der 
Schadenmeldung des Beschwerdeführers vom 22. August 2019 habe er eine brüske 
Bewegung gemacht und einen Tag später starke Schmerzen verspürt. Als beteiligte 
Person hat der Beschwerdeführer F.________ angegeben (UV-act. 1). Im allgemeinen 
Fragebogen der Helvetia gab der Beschwerdeführer am 28. November 2019 an, dass er 
beim Tischtennisspielen ausgerutscht sei. Als Zeuge gab er G.________ an (UV-
act. 23/2). Der vom Beschwerdeführer beauftragte Dr. med. H.________, Arzt für 
Chirurgie/Unfallchirurgie und FMH Handchirurgie, beschreibt in seinem Gutachten das in 
Frage stehende Ereignis gleich zwei Mal, wobei sich die Darstellungen insofern 
unterscheiden, als dass einerseits der Beschwerdeführer beim Tischtennisspielen ein 
Distorsionstrauma mit hör- und spürbarem Knacken im rechten Kniegelenk erlitten und 
andererseits der Beschwerdeführer sich nach Ausrutschen mit dem rechten Bein eine 
Distorsion/Kontusion im Bereich des rechten Kniegelenks zugezogen habe (UV-act. 54). In 

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der Folge hielt die Helvetia am 8. Mai 2020 mit Verfügung an der Sachverhaltsfeststellung 
fest, dass der Beschwerdeführer beim Tischtennisspielen eine brüske Bewegung gemacht 
habe (UV-act. 61/15). In der Stellungnahme von Dr. H.________ zum Gutachten von Dr. 
med. I.________, Facharzt für Chirurgie, vom 13. Juli 2020 schreibt Ersterer schliesslich, 
dass der Beschwerdeführer beim Tischtennisspielen mit dem rechten Fuss auf feuchtem 
Untergrund ausgerutscht sei und sich dabei das Knie verdreht habe. In derselben 
Stellungnahme beschreibt Dr. H.________ den Bewegungsablauf als plötzliches 
Wegrutschen des in diesem Fall rechten Fusses nach aussen (UV-act. 65).

4.1.2 Vorliegend ist auf die sogenannten "spontanen Aussagen der ersten Stunde" 
abzustellen, da der Beschwerdeführer seine Darstellung der Ereignisse im Laufe der Zeit 
immer wieder in erheblicher Weise geändert hat. Bei der erstmaligen Schilderung am 
2. August 2019 habe er nur ein Knacken im Knie gehört. Diese Darstellung entspricht der 
Schadenmeldung etwa drei Wochen nach der Erstbehandlung, worin nur von einer 
brüsken Bewegung die Rede ist (vgl. UV-act. 1). Darauf ist vorliegend abzustellen. 
Demgegenüber berichtete er anlässlich einer Sprechstunde am 21. August 2019 im Spital 
D.________ von einem Sturz bzw. einem Verdrehen des Knies und schliesslich im 
allgemeinen Fragebogen am 28. November 2019, dass er beim Tischtennisspielen 
ausgerutscht sei (vgl. UV-act. 18 und 23/2). Abgesehen davon variiert auch die 
Schilderung hinsichtlich der Schmerzangaben immer wieder. Gemäss dem Bericht des 
Spitals D.________ vom 2. August 2019 sind erst im Verlauf der Woche nach dem 
Ereignis Schmerzen aufgetreten. Hingegen gibt der Beschwerdeführer in der 
Schadenmeldung vom 22. August 2019 an, dass er bereits am Tag darauf starke 
Schmerzen gespürt habe. Im Hinblick auf die letztere Darstellung erscheint jedoch fraglich, 
weshalb der Beschwerdeführer in dieser Situation eine Woche mit einem Arztbesuch 
zugewartet hat. Ebenfalls wird vom Beschwerdeführer einerseits F.________ als beteiligte 
Person, andererseits G.________ als Zeuge angegeben (vgl. UV-act. 1 und 23/2). 
Zusammengefasst werden durchwegs unterschiedliche Angaben gemacht, die nicht als 
Präzisierung einer einheitlichen Darstellung erscheinen. Wenn sodann auf die initialen 
Aussagen des Beschwerdeführers abgestellt wird, ist von einer brüsken Bewegung bzw. 
einem Knacken im Knie auszugehen. Rechtsprechungsgemäss ist ein "Knall" in einem 
Knie kein äusserer Faktor, womit dieses Element vorliegend ebenfalls mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit verneint werden muss (vgl. E. 2.2.3).

4.2 In Ermangelung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors verneinte die 
Beschwerdegegnerin deshalb zu Recht das Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne 

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von Art. 4 ATSG. Ein Eingehen auf die übrigen Elemente gemäss Art. 4 ATSG erübrigt 
sich, da alle Elemente kumulativ erfüllt sein müssten, damit ein Ereignis als Unfall 
qualifiziert werden könnte.

5. In der Rechtsprechung führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 
Abs. 2 lit. a–h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es 
handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer 
übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner 
Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachwies für eine vorwiegende Bedingtheit durch 
Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner 
Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer 
Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie 
von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte 
Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst 
dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der 
Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen 
Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. 
Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige 
ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – 
nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten 
Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist 
(BGer 8C_618/2019 vom 18. Februar 2020 E. 5 mit Hinweisen).

Vorab ist demnach zu klären, ob beim Beschwerdeführer eine Listenverletzung gemäss 
Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegt.

5.1 Die per 1. Januar 2017 neu in Art. 6 Abs. 2 UVG übernommene Liste entspricht 
derjenigen von aArt. 9 Abs. 2 UVV. Die zur Verordnungsbestimmung entwickelte 
Rechtsprechung zur Qualifikation der dort aufgeführten Körperschädigungen behält daher 
weiterhin ihre Gültigkeit. Zweck des Instituts der unfallähnlichen Körperschädigung besteht 
gemäss BGE 123 V 43 E. 2b nicht darin, krankhafte oder degenerative Körperschäden 
von der obligatorischen Unfallversicherung auszuschliessen, sondern vielmehr darin, 
zugunsten der Versicherten die oft schwierige Abgrenzung zwischen Unfall und Krankheit 
zu vermeiden (BGer 8C_618/2019 vom 18. Februar 2020 E. 6.2.2 f. mit Hinweisen). 

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5.2 Vorliegend unbestritten und gemäss den Befunden des MRI vom 20. August 2019 
von Dr. med. J.________, Leitender Arzt Radiologie, bestand ein komplexer 
Korbhenkel/Lappen-Riss des Aussenmeniskus mit Einschlagen nach interkondylär (UV-
act. 17). Dies wird noch einmal im Operationsbericht von Dr. med. K.________, 
Assistenzarzt Spital D.________, vom 27. August 2019 bestätigt, nämlich zeige sich eine 
komplexe Rissbildung mit ausgeprägter horizontaler Risskomponente von der Wurzel des 
Hinterhorns und ventral bis an den Übergang der Pars intermedia zum Vorderhorn 
reichend (UV-act. 12). Demnach ist ein Meniskusriss mit dem erforderlichen Beweisgrad 
erstellt und folglich greift für diese Körperschädigung die Vermutung der Leistungspflicht 
des Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG.

6. Zu prüfen bleibt, ob der Helvetia den Entlastungsbeweis gestützt auf 
beweiskräftige ärztliche Einschätzungen und mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit gelingt. Dabei ist nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung 
vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder 
Erkrankung zurückzuführen ist.

6.1 Im Operationsbericht vom 27. August 2019 wird beim Beschwerdeführer die 
Diagnose einer komplexen Aussenmeniskusläsion mit luxiertem Korbhenkel Knie rechts 
mit/bei: grossvolumigem Aussenmeniskus, Differentialdiagnose discoid, Status nach 
Kniedistorsion am 23. Juli 2019 und am 18. August 2019, gestellt. Es wurde eine 
Arthroskopie rechts mit lateraler Teilmeniskektomie durchgeführt (UV-act. 12). Gemäss 
dem Sprechstundenbericht vom 28. Oktober 2019 am Spital D.________ habe der 
Beschwerdeführer im Alltag sowie bei der Physiotherapie keinerlei Schmerzen. Blockaden 
würden verneint und das Knie rechts zeige ein reizloses Integument und reizlos verheilte 
Zugangsnarben nach Arthroskopie. Im Prozedere hält Dr. med. L.________, Chefarzt für 
Orthopädie und Traumatologie, einen problemlosen Verlauf acht Wochen nach lateraler 
Teilmeniskektomie fest. Bei discoidem Meniskus bestehe ein erhöhtes Risiko für eine 
erneute Meniskusläsion. Deshalb würde das Spital D.________ intensives Krafttraining 
beider unteren Extremitäten zur Kniegelenkstabilisierung empfehlen (UV-act. 46/20).

6.2 Die Helvetia stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 10. März 2021 im 
Wesentlichen auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. I.________ bzw. dessen 
Gutachten vom 26. April 2020. Dieser fasste zuerst die medizinischen Akten zusammen 
und kam zum Schluss, dass ein Scheibenmeniskus lateral vorbestehend gewesen sei und 
zur frühzeitigen Degeneration neige. Die Beschreibung eines Komplexrisses im 

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Operationsbericht spreche ebenfalls für eine Degeneration. Unter der Annahme einer 
leichten Distorsion, für die es im MRI keinerlei Anhalt gäbe, könne eine Kausalität zum 
geschilderten Ereignis für 10 Tage gesehen werden. Für die Operation vom 27. August 
2019 bestehe keine Unfallkausalität mehr und der Status quo ante sei am 20. August 2019 
wieder erreicht gewesen. Eine Listenverletzung i.S.v. Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG bestehe 
zwar, sei jedoch im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 % auf Abnützung oder 
Erkrankung zurückzuführen. Beim Versicherten bestehe ein Scheibenmeniskus und diese 
Menisken würden vermehrt bzw. per se zu Rissbildungen neigen. Ein adäquates Ereignis, 
Distorsion Unterschenkel gegen Oberschenkel, insbesondere um einen Aussenmeniskus 
zu schädigen, habe nicht stattgefunden. Zusammengefasst habe kein Unfall 
stattgefunden, der geeignet gewesen wäre, insbesondere einen Aussenmeniskus zu 
schädigen. Ausserdem zeige sich hier eine discoide Verformung des Aussenmeniskus und 
diese Veränderung neige per se zur Rissbildung. Dies sei dem Versicherten auch von der 
behandelnden Klinik deutlich kommuniziert worden.

6.3 In Anbetracht des Vorstehenden geht Dr. I.________ zu Recht von einem 
Scheibenmeniskus aus, ist dieser doch bereits im Operationsbericht dokumentiert und 
anschliessend gemäss Sprechstundenbericht im Speziellen bei dem weiteren Prozedere 
beachtet (vgl. UV-act. 12 und 46/20). Doktor I.________ stützt sich demnach bei seiner 
Einschätzung auf eine dokumentierte Ausgangslage. Sein Gutachten begründet und 
untermauert Dr. I.________ zudem mit einschlägiger Literatur (vgl. UV-act. 47). In 
Anbetracht dessen ist festzustellen, dass das Gutachten von Dr. I.________ schlüssig und 
nachvollziehbar ist und ihm voller Beweiswert zukommt.

6.4 Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind rechtsprechungsgemäss 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen.

6.4.1 Der Beschwerdeführer berief sich im Einspracheverfahren wie auch in der 
Beschwerdeschrift auf die Beurteilung von Dr. H.________. Dieser führte in seiner 
Beurteilung vom 26. April 2020 aus, dass degenerative Läsionen des Innen- oder 
Aussenmeniskus sich ab dem Alter von 45 Jahren aufwärts nahezu regelhaft finden 
würden, wobei daraus resultierende Meniskusläsionen oft über lange Zeit asymptomatisch 
blieben. Begleitend dazu fänden sich nahezu immer ebenfalls degenerative 
Veränderungen im Bereich des Gelenkknorpels und der übrigen Kniebinnenstrukturen. Bei 
einem wie im vorliegenden Fall 24-jährigen seien isolierte degenerative Veränderung an 

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Urteil S 2021 54

einem der beiden Menisken äusserst selten vorzufinden, dies zum Beispiel seit Kindheit 
und Jugend vorbestehenden Beinachsenveränderungen wie X-Bein oder O-Bein oder bei 
Profifussballern, welche jedoch meistens traumatische Meniskusläsionen erleiden würden, 
was im vorliegenden Fall nicht dokumentiert sei. In der einschlägigen Literatur würden zur 
Annahme einer unfallbedingten Meniskusläsion weitere Schäden im Bereich des 
Kapselbandapparates gefordert oder aber eine auf eine erhebliche Distorsion hinweisende 
umschriebene knöcherne Läsion im Sinne eines Bone bruise (Knorpelödem), was im 
vorliegenden Fall im MRI auch in typischer Weise an der gegenüberliegenden medialen 
Seite gefunden worden sei. Die im Operationsbericht beschriebenen degenerativen 
Veränderungen des gerissenen Korbhenkelanteils seien nicht mit den sonst über einen 
längeren Zeitraum entstehenden Veränderungen bei allgemeiner Degeneration eines 
Gelenks zu verwechseln. Nach traumatisch bedingtem Abriss eines Meniskusanteils mit 
mehreren Einklemmungsvorgängen durch Dislokation der abgerissenen Strukturen stelle 
sich wegen der grenzwertigen Durchblutungssituation im Meniskusbereich schon bereits 2 
Wochen posttraumatisch eine degenerative Veränderung ein, die eine Naht des Risses 
verunmögliche. Auch intraoperativ seien, wie schon im präoperativen MRI, keine weiteren 
degenerativen Veränderungen im Bereich des Innenmeniskus, der Kreuzbänder oder 
sämtlicher Knorpelflächen vorgefunden worden. Insgesamt sei im vorliegenden Fall beim 
jugendlichen Alter des Versicherten von einem, gemäss anamnestischer Schilderung und 
adäquatem Unfallhergang, unfallkausalem Riss im Bereich des Aussenmeniskus 
auszugehen, dies mit überwiegender Wahrscheinlichkeit. Ein Status quo ante würde nach 
Teilresektion des rupturierten Aussenmeniskus nicht mehr eintreten, es bestehe 
theoretisch ein gewisses Risiko für die vorzeitige Ausbildung einer lateral betonten 
Kniegelenkarthrose (UV-act. 54). Am 13. Juli 2020 nahm Dr. H.________ sodann Stellung 
zum Gutachten von Dr. I.________ und hielt fest, dass ein sogenannter 
Scheibenmeniskus eine angeborene Variante sei, die bei 1–3 % der Bevölkerung 
gefunden würde. Eine solche Variante finde sich in überwiegender Zahl im lateralen 
Kniegelenksanteil, also beim Aussenmeniskus. Daraus lasse sich zwanglos schliessen, 
dass hier nicht ein degenerativer Vorzustand oder eine Erkrankung massgeblich an der 
traumatisch bedingten Korbhenkelläsion des Aussenmeniskus mitgewirkt, sondern eine 
angeborene Formvariante bestanden habe, die nicht mit derartigen Begriffen 
gleichzusetzen sei. Ebenso könnten erlittene Meniskusrisse über eine längere Zeit 
symptomlos bleiben und erst bei Einklemmung eines gerissenen Anteils im Gelenk klinisch 
in Erscheinung treten. Dies sei im vorliegenden Fall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
so zu beurteilen (UV-act. 65).

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Urteil S 2021 54

6.4.2 Vorliegend vermag die Einschätzung von Dr. H.________ keine auch nur geringen 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von Dr. I.________ 
erwecken. Erstens geht Dr. H.________ in seiner Beurteilung, von einem falschen 
Ereignis – nämlich einem Ausrutschen – aus, wie in Erwägung 4 vorstehend dargelegt 
wurde. Vorliegend ist ein Ausrutschen jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt und das Gutachten in dieser Hinsicht nicht verwendbar. Zweitens beschreibt Doktor 
H.________ in seinem Gutachten das in Frage stehende Ereignis gleich mehrmals, wobei 
sich die Darstellungen voneinander unterscheiden und insofern auch widersprechen. 
Einerseits habe der Beschwerdeführer beim Tischtennisspielen ein Distorsionstrauma mit 
hör- und spürbarem Knacken im rechten Kniegelenk erlitten und andererseits sich nach 
Ausrutschen mit dem rechten Bein eine Distorsion/Kontusion im Bereich des rechten 
Kniegelenks zugezogen (vgl. UV-act. 54). Schliesslich sei der Beschwerdeführer beim 
Tischtennisspielen mit dem rechten Fuss auf feuchtem Untergrund ausgerutscht und habe 
sich dabei das Knie verdreht. Der Bewegungsablauf wird als plötzliches Wegrutschen des 
in diesem Fall rechten Fusses nach aussen beschrieben. Dabei sei es zu einer abrupten, 
mit einer Rotationsbewegung verbundenen Druckbelastung des lateralen 
Kniegelenkbereichs gekommen, bei gleichzeitigem reflexartigem Versuch durch Streckung 
des Beines die Stabilität mit Hilfe von gleichzeitiger gegenläufiger Rotationsbewegung 
wieder zu erlangen (vgl. UV-act. 65). Diesen Hergang hat weder der Beschwerdeführer 
selber in dieser Form beschrieben noch erscheint er gemäss Erwägung 4 vorstehend mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zutreffend. Doktor H.________ kann sich demzufolge 
nicht darauf abstützen.

6.4.3 Schliesslich kann Dr. H.________ auch nicht Zweifel am Gutachten von 
Dr. I.________ erwecken, wenn er das junge Alter des Beschwerdeführers aufführt. 
Gemäss Dr. H.________ seien bei einem wie im vorliegenden Fall 24-jährigen isolierte 
degenerative Veränderung an einem der beiden Menisken äusserst selten vorzufinden 
und insgesamt beim jugendlichen Alter des Versicherten von einem, gemäss 
anamnestischer Schilderung und adäquatem Unfallhergang unfallkausalem Riss im 
Bereich des Aussenmeniskus auszugehen, dies mit überwiegender Wahrscheinlichkeit. 
Dabei stützt sich Dr. H.________ wiederum auf den von ihm hergeleiteten Sachverhalt 
und lässt ausser Acht, dass einem Scheibenmeniskus ein erhöhtes Risiko für Läsionen 
und Rissbildungen immanent ist, auch bei jungen Personen, wie es bereits im 
Sprechstundenbericht vom 28. Oktober 2019 festgehalten wird (vgl. UV-act. 46/20). Des 
Weiteren äussert er sich inhaltlich weder zur Fachliteratur, die von Dr. I.________ 
aufgeführt wird, noch belegt er seine Aussagen mit entsprechenden Quellen.

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6.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Beschwerdegegnerin zu Recht 
auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes abgestützt hat. An dessen Einschätzung 
vermag Dr. H.________ keine auch nur geringen Zweifel zu begründen. Demzufolge liegt 
eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG vor, diese ist aber mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen, womit der Beschwerdegegnerin der Entlastungsbeweis gelingt. Sie stellte 
mithin berechtigterweise fest, dass ab dem 21. August 2019 keine Leistungspflicht des 
gesetzlichen Unfallversicherers mehr bestehe (vgl. UV-act. 61/16).

7. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG kostenpflichtig, wenn dies im 
jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das UVG sieht dies nicht vor, womit das 
Verfahren kostenlos ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer in 
Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 2. November 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am