# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f827349-9570-5527-a3c8-3da549adee65
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.06.2019 BB.2019.110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2019-110_2019-06-19.pdf

## Full Text

Beschluss 19. Juni 2019 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A., 

vertreten durch Rechtsanwalt Hans-Jörg Metz, 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

   Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. 

Art. 322 Abs. 2 StPO) betreffend B.; Kostenvor-

schuss (Art. 383 Abs. 2 StPO)  

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2019.110 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft am 17. Mai 2018 A. im Verfahren SV.15.1462 als 

beschuldigte Person einvernommen hat; 

 

- A. anlässlich dieser Einvernahme […] B. sowie weitere unbestimmte Ent-

scheidungsträger der FIFA wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss 

Art. 158 StGB angezeigt hat; 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 4. September 2018 die Strafsa-

che gegen B. bzw. weitere Entscheidungsträger der FIFA nicht anhand nahm 

(act. 2.1); 

 

- gegen diese Nichtanhandnahmeverfügung A. mit Schreiben seines Anwalts 

vom 23. Mai 2019 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts erhoben hat (act. 1); 

 

- mit Einschreiben vom 28. Mai 2019 der Rechtsvertreter von A. gestützt auf 

Art. 383 Abs. 1 StPO zur Leistung eines Kostenvorschusses von      

Fr. 2'000.-- bis 11. Juni 2019 aufgefordert wurde (act. 3); er sodann darauf 

hingewiesen wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten 

werde (Art. 383 Abs. 2 StPO); 

 

- dieses Schreiben dem Beschwerdeführer am 31. Mai 2019 zugestellt worden 

ist (act. 3A); 

 

- innert Frist und bis dato weder der Kostenvorschuss geleistet noch ein Ge-

such um unentgeltliche Prozessführung gestellt wurde (act. 9). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die Be-

schwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 

Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz die Privatklägerschaft ver-

pflichten kann, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen 

Sicherheit zu leisten, wobei Art. 136 StPO vorbehalten bleibt (Art. 383 

Abs. 1 StPO);  

- 3 - 

 

 

- falls die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet wird, die Rechtsmittelinstanz 

auf das Rechtsmittel nicht eintritt (Art. 383 Abs. 2 StPO);  

 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag 

spätestens am letzten Tag der Frist zu Gunsten der Behörde der Schweize-

rischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz 

belastet worden ist (Art. 91 Abs. 5 StPO); 

 

- der Kostenvorschuss bis zum 11. Juni 2019 nicht eingegangen ist und der 

Beschwerdeführer auch nicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege im Sinne von Art. 136 StPO ersucht hat;   

 

- der Beschwerdeführer damit die ihm zur Leistung des Kostenvorschusses 

anberaumte Frist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf die Beschwerde 

androhungsgemäss nicht einzutreten ist; 

 

- unter diesen Umständen nicht geprüft werden muss, ob die Beschwerde 

überhaupt fristgerecht eingereicht worden ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos-

ten zu tragen haben (Art. 428 Abs. 1 StPO);  

 

- die Gerichtsgebühr auf das reglementarische Minimum von Fr. 200.-- festzu-

setzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR). 

 

  

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 21. Juni 2019 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Hans-Jörg Metz  

- Bundesanwaltschaft) 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.