# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef179129-ee17-5062-8e47-cb134c19b08a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 19.08.2014 U 2013 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2013-97_2014-08-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

U 13 97

1. Kammer 

bestehend aus

Verwaltungsrichter Audétat als Vorsitzender, Vizepräsident Priuli 

und Verwaltungsrichter Stecher, Aktuar Gross

URTEIL
vom 19. August 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubün-

den,

Beschwerdegegner

betreffend Abschlussprüfung Bachelor

- 2 -

1. A._____ hat im Frühjahr 2011 sein Studium an der B._____ in Angriff ge-

nommen. Das Studienreglement sieht vor, dass die Wiederholung der un-

genügenden und nicht bestandenen Module nur einmal möglich ist und 

dabei die zweite Note zählt. Der Student hat die Module Steuerrecht (4 

ETCS-Punkte, Note 3.5) und Entrepreneurial Accounting 4 (4 ETCS-

Punkte, Note 2.5) wiederholt und in beiden Prüfungen im zweiten Versuch 

je eine halbe Note schlechter abgeschnitten. Damit überschritt er mit 12 

Minuspunkten die maximalen Minus-Kreditpunkte (zulässig wären max. 

10-Minuspunkte).

2. Am 17. Oktober 2012 erhob A._____ beim Hochschulrat der B._____ 

Einsprache. Er beantragte, dass in Bezug auf die Bewertung der Prüfung 

eine Ausnahme sowie ein ergänzender Prüfungsversuch genehmigt wer-

de; weiter verlangte er, dass ihm alle Prüfungskopien per Post zugesandt 

würden, dass die an der Hochschule D._____ (Deutschland) erbrachten 

Studienleistungen in Englisch anerkannt würden und dass sämtliche Stu-

dienleistungen im Zeugnis aufgelistet würden. Darauf trat die B._____ mit 

Entscheid vom 5. November 2012 wegen Fristverpassung nicht ein. Mit 

Entscheid vom 21. März 2013 hob das Departement für Erziehung-, Kul-

tur- und Umwelt (EKUD) des Kantons Graubünden auf Beschwerde hin 

diesen Nichteintretensentscheid auf und wies die Sache zurück an die 

B._____ zur Neubeurteilung. Die B._____ kam bei erneuter, diesmal in-

haltlicher Prüfung der Einsprache zum Schluss, dass das Vorgehen der 

B._____ mängelfrei war und wies in ihrem Entscheid vom 2. Juli 2013 die 

Einsprache ab.

3. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ mit Eingabe vom 24. Juli 2013 

Beschwerde an das EKUD. Unter formellen Aspekten machte er geltend, 

dass die im Verlauf des zweiten Einspracheverfahrens vom Hochschulrat 

der B._____ beim zuständigen Studienleiter Prof. C._____ eingeholte 

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Stellungnahme keine Unterschrift des Verfassers trage und daher im an-

gefochtenen Entscheid keine Beachtung hätte finden dürfen; weiter hätte 

der Hochschulrat der B._____ keine Ermittlung des Sachverhaltes durch-

geführt. Ausserdem bestehe der begründete Verdacht, dass der ange-

fochtene Entscheid in Verletzung der Ausstandsvorschriften gemäss Art. 

6a VRG ergangen sei. In materieller Hinsicht verletzte der angefochtene 

Entscheid das Behindertengleichstellungsgesetz, indem A._____ vorge-

halten werde, er wäre verpflichtet gewesen, vor einer Prüfung die 

B._____ über seine Epilepsie-Erkrankung zu informieren bzw. ein ent-

sprechendes Gutachten einzureichen. Schliesslich sei dem angefochte-

nen Entscheid fälschlicherweise als Sachverhalt zugrunde gelegt, dass 

A._____ am 22. September 2012 von der B._____ dessen erzielten No-

ten durch ein Bachelor-Zeugnis schriftlich mitgeteilt worden sein sollen, 

was nicht den Fakten entspreche. Die B._____ beantragte die Abweisung 

der Beschwerde. 

4. Mit Entscheid (Departementsverfügung) vom 24./29. Oktober 2013 wies 

das EKUD (Beschwerdegegner) die Beschwerde ab.

5. Mit Eingabe vom 23. November 2013 beantragte A._____ (Beschwerde-

führer) sinngemäss die Aufhebung des Entscheides der Vorinstanz sowie 

desjenigen des Hochschulrates der B._____. Weiter beantragte er eine 

Prüfung gemäss Art. 6a ff. VRG in Bezug auf die Mitglieder des Hoch-

schulrates der B._____. Schliesslich wird beantragt, dass der Fall zur er-

neuten Beurteilung an eine andere Behörde bzw. Instanz verwiesen wer-

de, ersatzweise sollte das Verwaltungsgericht eine Sachbeurteilung des 

Falles vornehmen. Für die Begründung beantragte der Beschwerdeführer 

eine Nachfrist bis Ende 2013. Der Instruktionsrichter klärte den Be-

schwerdeführer mit Schreiben vom 26. November 2013 über die Anforde-

rungen an eine Beschwerdeschrift gemäss Art. 38 VRG auf und gewährte 

- 4 -

ihm zur Behebung der vorhandenen Mängel eine nicht erstreckbare Frist 

bis zum 6. Dezember 2013. Mit Eingabe vom 4. Dezember 2013 reichte 

der Beschwerdeführer seine verbesserte Beschwerde ein.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Entscheid vom 24./29. Oktober 

2013, worin das EKUD (Beschwerdegegner) die formellen und materiellen 

Einwände des Beschwerdeführers gegen die (nichtbestandene) Ab-

schlussprüfung zum Bachelor an der B._____ für unbegründet erachtete 

und darum auf dem dafür (verwaltungsintern) vorgesehenen Rechtsmit-

telweg ablehnte, wogegen sich der Beschwerdeführer - innert der 30-

tägigen Anfechtungsfrist nach Art. 52 Abs. 1 des Gesetzes über die Ver-

waltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) - mit Beschwerde vom 23. No-

vember 2013 frist- und formgerecht beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden zur Wehr setzte. Zu prüfen und zu klären ist hier, ob der Be-

schwerdegegner (verfahrensrechtlich) korrekt vorgegangen ist und sich 

der strittige Abweisungsentscheid (materiell) als rechtmässig erweist.

2. In formeller Hinsicht gilt es zunächst festzuhalten, dass die Parteien ihre 

Rechtsbegehren, welche sie im vorinstanzlichen Verfahren gestellt haben, 

gemäss Art. 51 Abs. 2 VRG nicht später beliebig ausdehnen bzw. erwei-

tern können. Eine solch unzulässige Erweiterung der [ursprünglich] noch 

vor dem Hochschulrat der B._____ gestellten Rechtsbegehren [nämlich: 

Ausnahme bei Prüfungsbewertung machen und weiteren Prüfungsver-

such erlauben] hat der Beschwerdeführer im konkreten Fall aber gerade 

vorgenommen, indem er vor dem Verwaltungsgericht neuerdings und zu-

sätzlich noch die „Feststellung seines Anspruchs auf ein Bachelor-

Zeugnis im Original“ beantragte. Dieser weitergehende Streitpunkt wurde 

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von ihm weder im Einspracheverfahren vor dem Hochschulrat der 

B._____ (vgl. vorne im Sachverhalt Ziff. 2) noch im verwaltungsinternen 

Beschwerdeverfahren vor dem EKUD (vgl. im Sachverhalt Ziff. 3) bean-

tragt, weshalb das Gericht diesen nachgeschobenen „Zusatzantrag“ - um 

den gesetzlich vorgeschriebenen Instanzenzug einzuhalten - zum vorne-

herein nicht materiell behandeln darf und deshalb auf die entsprechend 

erweiterte Beschwerde vom 23. November 2013 überhaupt nicht eintritt.

3. a) Materiell ist als Erstes der Antrag auf Prüfung des Vorliegens eines 

Ausstandsgrunds bei einem oder mehrerer Mitglieder des Hochschulrates 

der B._____ im Sinne von Art. 6a ff. VRG zu klären. Der Beschwerdegeg-

ner lehnte diesen Antrag ab, soweit er darauf überhaupt eintrat. Dem An-

trag fehle ein konkretes Ausstandsbegehren gegen eine bestimmte Per-

son noch sei der Antrag nachvollziehbar begründet. Der Beschwerdefüh-

rer verhalte sich zudem widersprüchlich, wenn er die Verletzung von 

Ausstandspflichten durch den Hochschulrat rüge und gleichzeitig die 

Rückweisung der Sache an eben diesen Hochschulrat beantrage. Der 

Beschwerdeführer hält dem entgegen, dass sich sein Antrag auf Prüfung 

der Verletzung von Ausstandsvorschriften gegen sämtliche Mitglieder des 

Hochschulrates richte und damit konkret genug sei. Der Hochschulrat ha-

be es versäumt, den Sachverhalt korrekt festzustellen. Der Mangel sei 

erst nach Erlass der Verfügung zu erkennen gewesen, weshalb der Be-

schwerdeführer zu Recht die beantragte Überprüfung im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens vor dem EKUD verlangt habe. Nach Auffassung 

des streitberufenen Gerichts bringt der Beschwerdeführer mit seiner Rüge 

die Ausstandsregeln gemäss Art. 6a ff. VRG und die Beschwerdegründe 

gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. b bzw. Art. 51 Abs. 1 lit. b VRG durcheinander. 

Für einen Ausstandsgrund liefert der Beschwerdeführer jedenfalls keiner-

lei Anhaltspunkte respektive sind solche in keiner Weise ersichtlich. Auch 

zu Art. 11 VRG (Untersuchungsgrundsatz und Mitwirkungspflicht zur Er-

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mittlung des Sachverhalts) hat der Beschwerdeführer eine falsche Vor-

stellung. Das Gericht sieht deswegen in der Vorgehensweise und im Er-

gebnis der Sachverhaltsfeststellung des Hochschulrates und des EKUD 

keinerlei Mängel, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt offensichtlich 

unbegründet ist und sicherlich keinen Rechtsschutz verdient.

b) Der Beschwerdeführer kritisierte weiter, dass es der von Prof. C._____ 

eingereichten Stellungnahme vom 16. April 2013 zur Notengebung und 

Prüfungsbewertung an der nötigen Unterschrift gefehlt habe, weshalb 

diese Eingabe ungültig und aus dem Recht zu weisen sei. Der Beschwer-

deführer vertritt somit die Ansicht, dass die betreffende Erkenntnisquelle 

ohne Unterschrift des Verfassers nicht rechtsgültig sei. Folge davon sei, 

dass dieses Dokument rechtlich gesehen überhaupt nicht existiere, wes-

halb man auch nicht darauf abstellen könne. Es liege damit ein Verstoss 

gegen Art. 13 Abs. 4 VRG vor, wonach die Vorschriften der Zivilprozess-

ordnung über den Urkundenbeweis und das Verweigerungsrecht auch 

hier sinngemäss Anwendung fänden. Der Beschwerdegegner stuft dem-

gegenüber den Schriftenwechsel des Hochschulrates als korrekt durchge-

führt ein. Ein Formfehler sei nicht ersichtlich. Auch das Verwaltungsge-

richt vermag keinen Formfehler zu entdecken. Eine fehlende Unterschrift 

macht eine erläuternde Stellungnahme zu einem Sachgeschäft bestimmt 

(noch) nicht ungültig. Der Beschwerdeführer brachte hierzu insbesondere 

nicht vor, die unsignierte Stellungnahme stamme gar nicht vom zuständi-

gen Prüfungsexperten Prof. C._____; für eine solche Annahme liegen 

denn auch keinerlei Indizien vor. Was der Beschwerdeführer mit dem 

Verweis auf Art. 13 Abs. 4 VRG bezwecken wollte, ist für das Gericht im 

Dunkeln geblieben. Die Stellungnahme wurde daher korrekterweise zu 

den Akten genommen, was diesbezüglich zur Abweisung der Beschwerde 

führt.

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c) Soweit der Beschwerdeführer den Vorwurf erhob, es hätte für den Ent-

scheidungsträger (Beschwerdegegner) die Pflicht bestanden, sich ein ei-

genes Bild der Sachlage zu machen, kann dieser Sichtweise ebenfalls 

nicht gefolgt werden. Gemäss Beschwerdeführer reicht es für die Erfas-

sung und Ermittlung des Sachverhalts nicht aus, nur die Parteien an-

zuhören; vielmehr hätte sich der Beschwerdegegner in eigener Regie 

nochmals vertieft mit der ganzen Angelegenheit beschäftigen und ausein-

andersetzen müssen. Der Beschwerdegegner geht auf dieses Argument 

nicht ein. Nach Ansicht des Gerichts verkennt der Beschwerdeführer hier-

bei die Natur von Entscheiden: Der Entscheid selber ist Ausdruck des Bil-

des, welches sich der Entscheidungsträger vom zu beurteilenden Sach-

verhalt gemacht hat. Auch in dieser Beziehung ist die Beschwerde vom 

23. November 2013 demnach abzuweisen.

d) Zur vorgängigen Meldepflicht einer Krankheit (anlässlich bevorstehender 

Prüfungen) führte der Beschwerdeführer weiter aus, dass weder dem Be-

hindertengleichstellungsgesetz (BehiG; SR 151.3) noch dem Studien- und 

Prüfungsreglement der B._____ (StuPr-Regl.) eine Anordnung zu ent-

nehmen sei, woraus sich eine Pflicht ergebe, eine Krankheit, welche im 

Sinne des BehiG als Behinderung gelte, vor der Ablegung einer Prüfung 

zu melden. Eine nachträgliche Meldung müsse deshalb genügen, um in 

den Genuss eines Nachteilsausgleichs zu gelangen. Der Beschwerde-

gegner hielt dem entgegen, dass gemäss ständiger Praxis die Annullie-

rung bzw. Wiederholung oder allenfalls die Neubeurteilung einer bereits 

durchgeführten Prüfung aus nachträglich geltend gemachten Gründen für 

eine Krankheit oder Behinderung ausgeschlossen sei. Im Übrigen habe 

der Beschwerdeführer trotz angeblich bestehender gesundheitlicher Be-

einträchtigungen die fraglichen Prüfungen absolviert und damit bewusst 

das Risiko eines Misserfolges in Kauf genommen, weshalb ein Anspruch 

auf Annullierung bzw. Wiederholung oder Neubewertung der abgelegten 

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Prüfung verwirkt sei. Das Gericht vertritt in diesem Zusammenhang fol-

gende Meinung: Zum einen ist die Aussage des Beschwerdeführers, er 

leide an einer Epilepsie, nicht nachgewiesen. Immerhin gilt es dazu nicht 

zu übersehen, dass es gemäss Beschwerdeschrift vom 17. Oktober 2012 

(Einsprache an den Hochschulrat der B._____) ein entsprechendes Arzt-

zeugnis eines in X._____ praktizierenden Neurologen geben soll, welches 

allerdings nicht in den eingereichten Prozessakten zu finden ist. Die 

B._____ hat das Vorliegen einer Krankheit aber zumindest nicht in Frage 

gestellt; ohne Dokumentation der Krankheit ist es jedoch schwierig, die 

Anwendbarkeit des Behindertengleichstellungsgesetzes zu prüfen. Im 

Zweifel ist somit von der Anwendbarkeit desselben auszugehen. Zudem 

ist auch dem Studien- und Prüfungsreglement keine Regelung zu ent-

nehmen, wonach das Vorliegen einer Beeinträchtigung irgendwelche Er-

leichterungen im Prüfungswesen mit sich bringen würde. Ein solcher An-

spruch lässt sich auch nicht aus dem Behindertengleichstellungsgesetz 

herleiten; dessen Art. 2 Abs. 5 (BehiG) lautet nämlich wie folgt:

5Eine Benachteiligung bei der Inanspruchnahme von Aus- und Weiterbil-
dung liegt insbesondere dann vor, wenn:
a.
die Verwendung behinderungsspezifischer Hilfsmittel oder der Beizug 
notwendiger persönlicher Assistenz erschwert werden;
b.
die Dauer und Ausgestaltung des Bildungsangebots sowie Prüfungen den 
spezifischen Bedürfnissen nicht angepasst sind.

Daraus lässt sich leicht ersehen, dass die Bestimmungen des Behinder-

tengleichstellungsgesetzes im Bereich der Aus- und Weiterbildung insbe-

sondere auf die Diskriminierungsfreiheit bezüglich der Rahmenbedingun-

gen von Bildungsangeboten (inkl. Prüfungen) zielen und gerade nicht auf 

deren Inhalte (wie z.B. mildere Notengebung oder Möglichkeit mehrfacher 

Prüfungswiederholungen für gesundheitlich angeschlagene Prüflinge). 

Aus dem aktuell geltenden Behindertengleichstellungsgesetz lässt sich 

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speziell auch kein Anspruch darauf ableiten, eine Behinderung im Sinne 

des BehiG erst nach abgelegter Prüfung anmelden zu dürfen. Hätte die 

B._____ wohl rechtzeitig von der Beeinträchtigung des Beschwerdefüh-

rers gewusst, hätte sie in der Prüfungsorganisation entsprechend darauf 

Rücksicht nehmen können (z.B. mittels Pausen während den Prüfungen, 

längere Pausen zwischen den Prüfungen oder Ähnliches). Indem der Be-

schwerdeführer seine Beeinträchtigung, welche ihn zum Ausgleich von 

Benachteiligungen im Sinne von Art. 2 Abs. 5 BehiG berechtigen würde, 

nicht rechtzeitig (vorgängig) offenbarte, hat er jedoch eine entsprechende 

Berücksichtigung (aus zeitlichen Gründen) verwirkt. Wie genau die 

B._____ einen allfälligen Anspruch aus dem Behindertengleichstellungs-

gesetz im Zusammenhang mit dem Ablegen von Prüfungen umsetzen 

würde, ist ihr überlassen, wobei ihr ein erheblicher Ermessensspielraum 

einzuräumen wäre. Betont sei an dieser Stelle lediglich nochmals, dass 

es beim Schutz- und Wirkungsbereich des BehiG einzig um den organisa-

torischen Rahmen von Prüfungen, nicht aber auch um den Inhalt (von 

Prüfungsaufgaben oder bezüglich Notengebung nach absolvierter Prü-

fung) gehen kann. So gesehen lässt sich aus dem Behindertengleichstel-

lungsgesetz denn auch sicherlich kein Anspruch auf eine mildere Bewer-

tung von Prüfungsergebnissen ableiten und selbst eine zusätzliche Wie-

derholungsmöglichkeit (mehr als 2x) erschiene unsachgemäss. Die Be-

schwerde vom 23. November 2013 scheitert deshalb auch unter diesem 

Aspekt.

e) Im Wesentlichen monierte der Beschwerdeführer ausserdem noch, dass 

ihm keine genügende Einsicht in seine Prüfungsunterlagen gewährt wor-

den sei. Dazu gilt es klarzustellen, dass der Termin für die Prüfungsein-

sicht vor Ort (also am Einschreibe-, Studien- und Prüfungsort in X._____) 

den Prüfungsteilnehmern am 25. September 2012 per E-Mail (mit folgen-

dem Wortlaut) mitgeteilt wurde: „Am Montag, 1. Oktober 2012, findet um 

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17.00 Uhr im Raum F1.07 die Prüfungseinsicht für das FS_12 statt. Bitte 

teilt mir bis morgen Mittwochabend, 26.09.2012, mit, ob und, falls ja, wel-

che Prüfung ihr einsehen möchtet“. Diese Mitteilung sei formaljuristisch 

nicht korrekt erfolgt und es könne deswegen aus dem Umstand, dass sich 

der Beschwerdeführer für eine Prüfungseinsicht nicht angemeldet habe, 

nicht geschlossen werden, dass er darauf verzichtet habe. Der Be-

schwerdeführer verweist diesbezüglich auf Art. 23 VRG (Formerfordernis 

für Mitteilung des Entscheids). Die Ankündigung sei ausserdem zu kurz-

fristig erfolgt, unter Berücksichtigung der geographischen Entfernung des 

Einsichtsberechtigten zum Einsichtsort. Die Prüfungseinsichtsmodalitäten 

des geltenden Art. 14 des Studien- und Prüfungsreglements (StuPr-Regl.) 

seien mit Art. 8 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft (BV; SR 101; Art. 8 BV; Gebot der Rechtsgleichheit) nicht ver-

einbar. Der Beschwerdegegner vermag im Gegensatz dazu kein vorwerf-

bares Handeln der B._____ in Bezug auf die Prüfungseinsicht zu erken-

nen. Zudem sei die geographische Distanz des Beschwerdeführers vom 

Wohnort in Deutschland zur Schule in X._____ selbstgewählt, weshalb er 

die sich daraus ergebenden Konsequenzen auch selber zu tragen habe. 

Der Hinweis auf Art. 23 VRG sei ebenfalls unbehelflich, gehe es dort doch 

um die Mitteilung von Entscheiden. 

Art. 14 des Studien-/Prüfungsreglements (zum Einsichtsrecht) lautet  wie 

folgt:
1Das Recht zur Einsichtnahme in einen Leistungsnachweis kann bean-
sprucht werden, wenn ein Modul als Ganzes nicht bestanden ist. Es er-
streckt sich in diesem Fall auf alle im Rahmen des Moduls erbrachten 
Studienleistungen.
2Die Studienleitung kann zusätzlich zu einzelnen Leistungsnachweisen 
ein Einsichtsrecht gewähren, wenn sie dies als didaktisch sinnvoll oder 
notwendig erachtet.  

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts erscheint die sich darauf stüt-

zende Praxis der B._____ als sachgerecht, zumal der Beschwerdeführer 

nicht bestritten hat, die fragliche E-Mail vom 25. September 2013 (Einla-

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dung zur Einsichtnahme; sechs Tage später) erhalten und verstanden zu 

haben. Soweit er sich darauf beruft, eine solche Mitteilung sei rechtsun-

wirksam, ist er nicht zu hören, denn es gibt keine Formvorschriften für 

derartige Mitteilungen. Die geographische Distanz für den Beschwerde-

führer zwischen Wohnort (Wohn-/Aufenthaltsort: Deutschland) zum Studi-

enplatz (CH-X._____; Reisedistanz direkter Weg/Luft-linie 199 Km; mit 

dem Auto Entfernung 270 Km - Fahrzeit 2 Stunden 40 Minuten; mit der 

Bahn bzw. öffentlichen Verkehrsmitteln - Fahrzeit rund 5 Std.) kann der 

B._____ nicht zum Vorwurf gemacht werden. Der Beschwerdeführer hat 

im Verlauf des ganzen Verfahrens nie einen Antrag gestellt, in die Prü-

fungen am Standort der Schule zu einem anderen Zeitpunkt Einsicht 

nehmen zu wollen, sondern deren Zustellung an sich per Post verlangt. 

Ein solches Recht bzw. eine Pflicht der B._____ lässt sich aus dem Stu-

dien- und Prüfungsreglement aber nicht herleiten. Dass die Prüfungsein-

sicht am Standort der Schule zu erfolgen hat, ist sowohl aus logistischen 

und administrativen Gründen als auch aus Gründen der Gleichbehand-

lung aller Studierenden gerechtfertigt. Im Weitern kann von einem Stu-

denten, der sich für den Besuch der Schule in X._____ entschlossen hat, 

erwartet werden, dass er sich für eine allfällig gewünschte Prüfungsein-

sichtnahme an den Ort der Schule begibt. Daraus eine Verletzung von 

Art. 8 Abs. 1 (Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich) bzw. Abs. 2 BV 

(Diskriminierungsverbot) abzuleiten, ist abstrus. Der Beschwerdeführer 

dringt deshalb mit dieser Argumentationskette vor Gericht ebenfalls nicht 

durch, was auch in diesem Rügepunkt zur Abweisung der Beschwerde 

vom 23. November 2013 führt.

f) Zusammengefasst ergibt sich, dass dem Beschwerdegegner kein Fehl-

verhalten vorgeworfen werden kann, da dem Beschwerdeführer nichts 

vorenthalten wurde, was er gestützt auf das Behindertengleichstellungs-

gesetz hätte verlangen können. Da sich der Beschwerdeführer nicht vor-

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gängig bei der Prüfungsleitung gemeldet hat und über seine gesundheitli-

chen Probleme informiert hat, verwirkte er selbst sein Anfechtungsrecht 

auf Durchführung einer ihm (auch organisatorisch) zumutbaren Prüfungs-

abwicklung. Die persönliche Einsichtnahme der Prüfungsresultate am 

Einschreibe- und Studienort in X._____ und damit auch die Anreise aus 

dem Ausland zum (via E-Mail) mitgeteilten Einsichtstermin (6 Tage 

später) geben folglich zu keiner berechtigten Kritik Anlass.

4. a) Der angefochtene Entscheid vom 24./29. Oktober 2013 erweist sich dem-

nach in jeder Beziehung als rechtmässig und vertretbar, was zu seiner 

Bestätigung und somit im Ergebnis zur Abweisung der dagegen erhobe-

nen Beschwerde vom 23. November 2013 führt (vgl. E.3a-f), soweit dar-

auf überhaupt eingetreten werden kann (vgl. E.2).

b) Bei diesem Ausgang des Prozessverfahrens sind die Gerichtskosten ge-

stützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem Beschwerdeführer auf-

zuerlegen. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht dem Beschwer-

degegner gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu, da er lediglich in seinem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegte.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 800.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 266.--

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zusammen Fr. 1'066.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Auf die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 24. De-

zember 2014 nicht eingetreten (2C_1168/2014).