# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b0b20ce-afac-5d65-88a8-b857078b4bec
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.10.2017 UV 2016/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-85_2017-10-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/85

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 16.10.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 16.10.2017
Art. 43 Abs. 1 und 2 ATSG. Das bereits vorliegende polydisziplinäre 
Gutachten ist nicht beweiskräftig. Die angefochtene Zwischenverfügung, mit 
welcher eine neue Begutachtung angeordnet wurde, ist damit zu bestätigen. 
Der Fragekatalog der Beschwerdegegnerin an die beauftragten Gutachter ist 
nicht zu beanstanden. Die detaillierten Ergänzungsfragen des 
Beschwerdeführers sind im Kern bereits im Fragekatalog der 
Beschwerdegegnerin enthalten und erbringen keinen Mehrwert zur 
Sachverhaltsermittlung, weshalb die Beschwerdegegnerin sie zu Recht nicht 
zugelassen hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 16. Oktober 2017, UV 2016/85).Beim Bundesgericht angefochten.

Entscheid vom 16. Oktober 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/85           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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gegen

CSS Versicherung AG, Recht & Compliance,

Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Begutachtung (Zulässigkeit)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war als Lehrbeauftragter an der Kantonsschule B.___ beim Kanton St. Gallen 

angestellt, als er am 25. Juli 2009 während seiner Ferien in C.___ auf einer Wanderung 

stürzte. Er zog sich dabei ein hirnorganisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma 

sowie eine Maxillarknochen-, Jochbogen- und Orbitabodenfraktur zu (UV-act. 11, 21, 

28, 36). Die CSS Versicherung AG (nachfolgend CSS) erbrachte Heilbehandlungs- und 

Taggeldleistungen (vgl. UV-act. 3, 160). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend SUVA) übernahm für die CSS die Schadensabwicklung.

A.b  Mit Schreiben vom 1. Februar 2011, bestätigt durch Verfügung vom 18. März 2013 

(UV-act. 214) und Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2013 (UV-act. 229), stellte 

die CSS gestützt auf die verwaltungsinternen Berichte von med. pract. D.___, Facharzt 

FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Versicherungspsychiatrischer Dienst der 

SUVA, vom 8. Oktober 2010 (UV-act. 144) sowie von Dr. med. E.___, Facharzt FMH für 

Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, Abteilung Versicherungsmedizin der 

SUVA, vom 25. Januar 2011 (UV-act. 160.1) ihre Leistungen per 28. Februar 2011 ein 

(UV-act. 160). Die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde vom 17. 

Januar 2014 wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 

14. August 2014 (UV 2014/1) ab (UV-act. 235).

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A.c  Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte am 30. September 2014 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen 

Bundesgericht und beantragte sinngemäss, es sei ihm unter dessen Aufhebung und 

unter Berücksichtigung des noch nicht erstellten MEDAS-Gutachtens bezüglich der 

Untersuchungen vom 7. bis 10. Juli 2014 eine Invalidenrente der Unfallversicherung 

sowie eine Integritätsentschädigung zuzusprechen. Das polydisziplinäre MEDAS-

Gutachten vom 26. September 2014 reichte der Versicherte mit Eingabe vom 9. 

Oktober 2014 nach (vgl. UV-act. 246). Mit Urteil vom 27. April 2015 (8C_721/2014) 

hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut. Es hob den Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2014 und den 

Einspracheentscheid der CSS vom 17. Dezember 2013 auf und wies die Sache zu 

neuer Verfügung an die CSS zurück. Hinsichtlich des eingereichten polydisziplinären 

MEDAS-Gutachtens hielt das Bundesgericht fest, dieses stelle, da es erst nach dem 

angefochtenen Entscheid entstanden sei, ein echtes Novum dar. Dessen Vorbringen 

vor Bundesgericht sei praxisgemäss unzulässig. Des Weiteren begründete das 

Bundesgericht seinen Rückweisungsentscheid wie folgt: Die CSS habe ihre 

Leistungseinstellung massgeblich auf die Gutachten des med. pract. D.___ vom 8. 

Oktober 2010 und des Dr. E.___ vom 25. Januar 2011 gestützt. Bei diesen beiden 

Gutachten handle es sich einerseits um verwaltungsinterne Gutachten und andererseits 

um reine Aktengutachten, was im Rahmen der Beweiswürdigung zu berücksichtigen 

sei. Der zu beurteilende Gesundheitsschaden berühre angesichts der beim Unfall vom 

25. Juli 2009 erlittenen Verletzungen mehrere Fachrichtungen. Nachdem die CSS ihre 

Leistungseinstellung lediglich auf eine psychiatrische und eine neurologische 

Beurteilung abgestützt habe, könne nicht gesagt werden, dass der 

Gesundheitszustand des Versicherten allseitig abgeklärt worden sei. Es bleibe 

anzufügen, dass auch keine interdisziplinäre Diskussion der beiden beteiligten SUVA-

Ärzte stattgefunden habe. Nach der Rechtsprechung bedürfe es zu einer 

überzeugenden psychiatrischen Exploration in aller Regel eines Gesprächs mit dem 

Patienten, sei doch gerade im Rahmen der Psychiatrie der persönliche Eindruck von 

ausschlaggebender Bedeutung. Weder med. pract. D.___ noch Dr. E.___ hätten jedoch 

den Versicherten persönlich gesehen, sondern sich alleine auf die vorhandenen Akten 

gestützt. Aktengutachten seien jedoch nur beweistauglich, sofern es im Wesentlichen 

lediglich um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts gehe. 

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Dies sei in der zu beurteilenden Angelegenheit nicht der Fall, da insbesondere streitig 

sei, ob der Versicherte im Nachgang zum Schädelhirntrauma eine 

Persönlichkeitsveränderung durchgemacht habe und im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung noch unter den Folgen eines organischen Psychosyndroms 

gelitten habe. Weiter hätten die beiden Ärzte mangels persönlichen Eindrucks keine 

zuverlässigen Schlussfolgerungen über den Stand der Beschwerden bei 

Leistungseinstellung abgeben können. Diese Mängel würden auch durch die 

einlässliche Auseinandersetzung mit den Vorakten nicht aufgehoben, zumal die 

behandelnden Beteiligten, welche verschiedenen Fachrichtungen angehörten, eine 

gegenteilige Meinung geäussert hätten. Insgesamt würden die Aktengutachten von Dr. 

E.___ und med. pract. D.___ keine ausreichende Grundlage bilden, um die 

Leistungseinstellung zu begründen. Der vorinstanzliche Entscheid sei deshalb 

aufzuheben und die Sache an die CSS zurückzuweisen, damit diese den 

Leistungsanspruch unter Einbezug einer externen polydisziplinären Begutachtung neu 

beurteile (UV-act. 246).

B.   

B.a  In der Folge zog die SUVA die Akten der liechtensteinischen Invalidenversicherung 

bei (UV-act. 247) und legte den Fall, insbesondere das MEDAS-Gutachten vom 26. 

September 2014, der Abteilung Versicherungsmedizin vor (UV-act. 251). Diese kam 

zum Schluss, dass das Gutachten nicht verwertbar sei, da unter anderem keine 

Kausalitätsbeurteilung erfolgt sei. Es müssten aber auch noch die Unterlagen der IV-

Stelle St. Gallen beigezogen werden (UV-act. 254). Vom Kantonsspital St. Gallen 

(KSSG) wurden das neurologische Gutachten vom 25. November 2013 und das MRI 

Neurocranium nativ vom 29. November 2013 beigezogen (UV act. 258 und 259). Mit 

Schreiben vom 22. März 2016 teilte der Case Manager der SUVA dem Versicherten 

mit, dass vorgesehen sei, ein interdisziplinäres Gutachten mit den Fachrichtungen 

Neurologie (Schwergewicht und Federführung durch Dr. med. F.___), Psychiatrie (durch 

Dr. med. G.___) und Neuropsychologie (durch Prof. Dr. rer. nat. H.___) realisieren zu 

lassen. Er erhielt Gelegenheit, sich zur Notwendigkeit der Begutachtung an sich, zur 

vorgeschlagenen Begutachtungsstelle und zum Fragenkatalog mit Sachverhalt zu 

äussern (UV-act. 268).

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B.b  In seiner Stellungnahme vom 14. Juli 2016 hielt der Versicherte im Wesentlichen 

fest, der Schadenfall sei ausreichend mit medizinischen Berichten und Bildgebungen 

dokumentiert und es sei nicht anzunehmen, weitere Abklärungen würden für die 

Beurteilung des Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, weshalb darauf verzichtet 

werden könne. Entgegen der von der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA 

geäusserten Auffassung bestätige das Ärztekonsilium der Schweizerischen 

Invalidenversicherung das MEDAS-Gutachten vollumfänglich, insbesondere im Hinblick 

auf die polydisziplinäre Kausalitätsbeurteilung. Das MRI vom 29. November 2013 

belege sodann auch für die Zeit nach dem 1. März 2013 das Vorliegen einer - von Dr. 

E.___ bestrittenen - organisch-strukturellen Hirnschädigung. Von den Ärzten seien 

einzig Sturzfolgen erhoben und diagnostiziert worden; es handle sich um eine 

Gesundheitsbeeinträchtigung, die seit dem Sturzereignis vom 25. Juli 2009 eine 

Arbeitsunfähigkeit und eine Erwerbseinbusse von 100% verursache. Des Weiteren 

befasst sich die Stellungnahme mit dem von der SUVA vorgeschlagenen Fragenkatalog 

und den einleitenden Ausführungen unter “Problemstellung“. Diese seien einseitig 

suggestiv und würden die Gutachter in deren objektiver Expertise beeinflussen (vgl. 

UV-act. 277, worin sich auch der Bericht IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 18. 

März 2016 sowie der ausführliche ärztliche Bericht vom 21. September 2015 zuhanden 

der Verwaltungskommission für die Soziale Sicherheit der Wanderarbeiter befinden).

B.c  Mit Schreiben vom 25. Juli 2016 stellte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland der 

SUVA ihren gleichentags erlassenen Vorbescheid zu, gemäss welchem sie die 

leistungsverweigernde Verfügung vom 15. Juli 2011 in Wiedererwägung ziehen und 

einen aufgrund der Folgeschäden des Sturzes vom 25. Juli 2009 seit 1. Juli 2010 

bestehenden Anspruch auf eine ganze Rente anerkennen werde (UV-act. 279). Am 18. 

August 2016 teilte die SUVA dem Versicherten zurückkommend auf seine 

Stellungnahme mit, dass weder das Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 26. 

September 2014 noch die übrigen seit dem Urteil des Bundesgerichts vom 27. April 

2015 ergangenen medizinischen Akten die von diesem geforderte Neubeurteilung unter 

Einbezug einer externen polydisziplinären Begutachtung zu ersetzen vermöchten. Sie 

halte deshalb an der angeordneten Begutachtung fest. Aufgrund seiner Ausführungen 

habe sie die Formulierung unter “Problemstellung“ etwas angepasst; seine im 

Zusammenhang mit unterschiedlichen ärztlichen Beurteilungen gestellten expliziten 

Fragen seien überflüssig, weil die entsprechende Auseinandersetzung ohnehin zu einer 

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korrekten Begutachtung gehöre (UV-act. 281). Am 10. September 2016 hielt der 

Versicherte an seinen Fragen fest. Er wies allerdings darauf hin, dass das vom 

Bundesgericht geforderte polydisziplinäre Gutachten mit dem fehlerfreien MEDAS-

Gutachten vom 26. September 2014 bereits vorliege. Nur weil es im Ergebnis nicht den 

Vorstellungen der SUVA entspreche, dürfe es nicht als nicht ausreichend abqualifiziert 

werden. Die Ursächlichkeit des Unfalls für die Gesundheitsschäden sei im Gutachten 

ebenso festgestellt wie die Art der Gesundheitsschäden und deren Ausmass (UV-act. 

288).

B.d  Am 22. November 2016 hielt die CSS in einer Zwischenverfügung fest, das 

Bundesgericht habe das MEDAS-Gutachten bei seinem Rückweisungsentscheid 

gekannt, also vermöge dieses die geforderte externe Begutachtung nicht zu ersetzen. 

Das Gutachten werde sie wie vorgeschlagen in Auftrag geben. Gegen die 

vorgeschlagenen Gutachter seien keine Einwände erhoben worden. Die vom 

Versicherten gestellten Zusatzfragen vermöchten nicht zur Feststellung des 

Sachverhalts beizutragen; es werde deshalb nur der etwas angepasste Fragenkatalog 

unterbreitet (UV-act. 293).

C.  

C.a Gegen diese Zwischenverfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 23. 

Dezember 2016. Der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer) beantragt darin 

deren Aufhebung und die Zusprache einer vollen Invalidenrente der Unfallversicherung 

sowie einer Integritätsentschädigung ohne neuerliche externe polydisziplinäre 

Begutachtung. Eventuell seien seine Zusatzfragen den Gutachtern zu stellen; der 

Fragekatalog und die “Problemstellung“ der CSS (nachfolgend Beschwerdegegnerin) 

seien im Sinne seiner Begehren anzupassen. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen 

seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Eventuell sei die unentgeltliche 

Rechtspflege zu bewilligen (act. G1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2017 

die Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G3).

Erwägungen

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1.   

Nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 

Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen 

sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen. Gegen diese steht direkt die 

Beschwerde nach Art. 56 Abs. 1 ATSG zur Verfügung (vgl. UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl. 2015, N 44 zu Art. 52). Gemäss Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 46 

Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) 

sind Zwischenverfügungen allerdings nur dann ausnahmsweise selbständig anfechtbar, 

wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. Die 

Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung stellt einen Schritt während des 

Verfahrens dar (vgl. KIESER, a.a.O., N 47 zu Art. 52), welcher bei fehlendem Konsens 

grundsätzlich in Form einer anfechtbaren Zwischenverfügung zu erlassen ist (vgl. 

KIESER, a.a.O., N 27 zu Art. 44 mit Hinweis auf die die frühere Rechtsprechung 

ändernden BGE 132 V 93, 137 V 256 f. und 138 V 323). Der Beschwerdeführer wohnt in 

I.___ und damit im Ausland. Zuständig zur Beurteilung seiner Beschwerde ist deshalb 

nach Art. 58 Abs. 2 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem sein 

letzter schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat. Der letzte schweizerische 

Arbeitgeber war die Kantonsschule B.___ im Kanton St. Gallen. Der von der 

Zwischenverfügung berührte und an ihrer Aufhebung interessierte Beschwerdeführer 

(Art. 59 ATSG) hat seine Beschwerde fristgerecht (Art. 60 ATSG) beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen eingereicht. Sie ist ausreichend begründet 

und erfüllt auch die übrigen formellen Anforderungen an eine Beschwerde (Art. 61 lit. b 

ATSG). Im angefochtenen Zwischenentscheid wurde eine interdisziplinäre 

Begutachtung des Beschwerdeführers angeordnet. Wie nachfolgend ausgeführt, wäre 

eine solche mit einem Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Beschwerdeführers 

verbunden (vgl. E. 5.5, BGE 137 V 257), was einen nicht wieder gutzumachenden 

Nachteil bedeuten würde. Es ist somit auf die Rechtsvorkehr einzutreten.

2.   

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde ist der Zwischenentscheid vom 

22. November 2016, womit die Beschwerdegegnerin eine polydisziplinäre 

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Begutachtung durch Dr. F.___, Dr. G.___ und Prof. H.___ anordnete. Diese sollten eine 

integrative Gesamtbeurteilung durch Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie 

aufgrund des Fragenkatalogs vom 18. August 2016 mit Sachverhalt und 

“Problemstellung“ (vgl. UV-act. 280) abgeben. Es ist die Zulässigkeit dieser Anordnung 

zu prüfen. Nicht verfügt hat die Beschwerdegegnerin über den Rentenanspruch und die 

Integritätsentschädigung. Diese gehören nicht zum Anfechtungsgegenstand. Auf den 

Antrag auf Zusprechung entsprechender Versicherungsleistungen ist daher nicht 

einzutreten.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hatte im Nachgang zum Unfall des Beschwerdeführers vom 

25. Juli 2009 Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen erbracht. Diese stellte sie per 

28. Februar 2011 ein (UV-act. 160). Wie einleitend dargestellt, geschah dies gestützt 

auf die verwaltungsinternen Berichte von med. pract. D.___ (UV-act. 144) und Dr. E.___ 

(UV-act. 160.1). Diese stellten nach Auffassung des Bundesgerichts keine 

ausreichende Grundlage für die Leistungseinstellung dar, weshalb es die Sache mit 

Urteil vom 27. April 2015 an die Beschwerdegegnerin zurückwies, damit sie den 

Leistungsanspruch unter Einbezug einer externen polydisziplinären Begutachtung neu 

beurteile (UV-act. 246). In diesem Zeitpunkt lag das Gutachten der MEDAS Ostschweiz 

vom 26. September 2014, welches die Fachbereiche Neurologie, Psychiatrie/

Psychotherapie und Neuropsychologie umfasste, anders als zur Zeit, als das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen seinen Entscheid gefällt hatte (14. August 

2014), bereits vor. Der Beschwerdeführer hatte es dem Bundesgericht nach Erhalt 

eingereicht. Das Bundesgericht befand, dass es sich bei diesem Beweismittel um ein 

echtes Novum handle, weil nicht erst der vorinstanzliche Entscheid zu seiner Erstellung 

Anlass gab (Art. 99 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 

173.110]). Solche Beweismittel sind unzulässig (Urteil des Bundesgerichts vom 30. 

Januar 2015, 8C_277/2014 E. 2 mit Hinweis); sie können im Verfahren nicht 

berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Mai 2010, 2C_761/2009 E. 

4.2). Die Beschwerdegegnerin hat die Rückweisung des Bundesgerichts zur 

Neubeurteilung des Leistungsanspruchs “unter Einbezug einer externen 

polydisziplinären Begutachtung“ so interpretiert, als könne das in jenem Zeitpunkt 

bereits vorhandene MEDAS-Gutachten dieses Erfordernis nicht erfüllen. Diese 

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Interpretation ist unzutreffend. Das Bundesgericht konnte dieses Gutachten nach dem 

Gesagten bei seiner Entscheidfindung gar nicht berücksichtigen, auch wenn es ihm in 

dem Sinn bekannt war, als der Beschwerdeführer es während des noch hängigen 

Verfahrens als Beweismittel eingereicht hatte. Ob die vom Bundesgericht gewählte 

Formulierung der Rückweisung, die gerade nicht von einer neuen polydisziplinären 

Begutachtung spricht, impliziert, auf eine solche sei angesichts der vorhandenen 

MEDAS-Begutachtung zu verzichten, ist angesichts des Berücksichtigungsverbots 

echter Noven nicht anzunehmen. Die Formulierung lässt die Berücksichtigung des 

fraglichen MEDAS-Gutachtens als Beweismittel im wieder aufzunehmenden 

Verwaltungsverfahren aber jedenfalls grundsätzlich zu.

4.   

4.1  Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen 

Auskünfte ein (vgl. zum Untersuchungsgrundsatz Urteil des Bundesgerichts vom 1. 

April 2011, 8C_73/2011 E. 4.1). Als Beweismittel haben Gutachten im 

sozialversicherungsrechtlichen Leistungsverfahren insbesondere bei der Feststellung 

einer gesundheitlichen Beeinträchtigung eine herausragende Bedeutung (vgl. KIESER, 

a.a.O., N 41 zu Art. 43 mit Hinweis auf N 14ff. zu Art. 44). Die Untersuchungen sind 

einzustellen, wenn die Akten vollständig sind, das heisst, wenn die inhaltlichen und 

beweismässigen Anforderungen, welche an die einzelnen Beweismittel gestellt werden, 

erfüllt sind und eine Würdigung dieser Beweismittel mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Sachverhalt ergibt. Es besteht 

insoweit kein Anspruch bzw. keine Berechtigung, zusätzliche “second opinions“ 

einzuholen, und zwar weder seitens der versicherten Person noch seitens des 

Versicherungsträgers (vgl. KIESER, a.a.O., N 27 zu Art. 43). Soweit ärztliche oder 

fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich 

die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).

4.2  Für das Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

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Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).

4.3  Im Nachgang zum bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid wurde das 

Gutachten der MEDAS Ostschweiz der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA 

vorgelegt (UV-act. 251). Die einzige aktenkundige Würdigung dieses massgeblichen 

Beweismittels durch die Beschwerdegegnerin stammt vom 7. September 2015. Med. 

pract. J.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH und Fachärztin für 

Neurologie FMH, und med. pract. K.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

stellten lediglich fest, das Gutachten der MEDAS Ostschweiz sei für sie (gemeint die 

Beschwerdegegnerin) nicht verwertbar, da unter anderem keine Kausalitätsbeurteilung 

erfolgt sei. Eine weitere Würdigung des Gutachtens nahmen sie nicht vor, obwohl die 

Beschwerdegegnerin dazu im Rahmen der korrekten Umsetzung des 

bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheides verpflichtet gewesen wäre. Um den 

Zwischenentscheid, mithin die Notwendigkeit einer weiteren polydisziplinären 

Begutachtung, überprüfen zu können, sind die unterlassenen Würdigungen 

nachfolgend nachzuholen und die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens vom 26. 

September 2014 gerichtlich zu beurteilen.

5.   

5.1  Die MEDAS-Gutachter listeten als Hauptdiagnosen mit Einschränkung der 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein organisches Psychosyndrom bei Status nach Schädel-

Hirn-Trauma am 25. Juli 2009 mit retrograder Amnesie und Kurzzeitgedächtnisstörung 

für mehrere Tage (ICD-10: F07.2) sowie eine Fraktur des Jochbeins, des Jochbogens 

und des Orbitabodens rechts auf (UV-act. 243, S. 37). Aus psychiatrischer Sicht sei der 

Beschwerdeführer seit dem Sturzereignis vom 25. Juli 2009 sowohl für die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit als auch für allfällige somatisch adaptierte Tätigkeiten zu 100% 

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arbeitsunfähig. Aus somatischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (UV-

act. 243, S. 43 und 45).

5.2  Das MEDAS-Gutachten, insbesondere das Teilgutachten von Dr. med. L.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, enthält nur wenige anamnestische 

Angaben über die Zeit vor dem Unfall vom 25. Juli 2009 (vgl. UV-act. 243, S. 21, 30 

und 37). Dr. L.___ hielt zwar fest, der Beschwerdeführer habe schon vor dem Unfall an 

Depressionen gelitten, welche gegenwärtig remittiert seien, und sei deswegen in 

fachärztlicher psychotherapeutischer Behandlung gewesen. Weiter gab Dr. L.___ einige 

psychiatrische Vorakten auszugsweise wieder, setzte sich jedoch nicht vertieft mit 

diesen auseinander (vgl. UV-act. 243, S. 33 f.). Wie nachfolgend ausgeführt, ist damit 

die Schlussfolgerung von Dr. L.___, wonach es sich aus psychiatrischer Sicht um ein 

im Vordergrund stehendes organisches Psychosyndrom nach Schädel-Hirn-Trauma 

handle (UV-act. 243, S. 34), nicht nachvollziehbar.

5.2.1      PD Dr. med. M.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, hatte 

in seinem Gutachten vom 11. Juli 2006 festgehalten, beim Beschwerdeführer bestehe 

seit der Adoleszenz eine erheblich schwere Sozialphobie. Gemäss seinem Gutachten 

hat der Beschwerdeführer trotz zwei abgeschlossener Studien beruflich nie wirklich 

Fuss fassen können und war in unterschiedlichen Berufsfeldern jeweils nicht längere 

Zeit tätig (UV-act. 99). Prof. Dr. med. N.___ und Dr. med. O.___, Klinik für Neurologie, 

KSSG, hatten in ihrem Gutachten vom 5. November 2013 auf bereits während der 

Schulzeit kaum vorhandene soziale Kontakte hingewiesen. Es sei ein Drama gewesen, 

dass seine Mutter nicht mitgekommen sei, als er sein Studium in P.___ aufgenommen 

habe. Auch bei der beruflichen Tätigkeit seien soziale Kontakte schwierig gewesen, es 

sei zu Kündigungen und psychischen Problemen gekommen. Die Beziehung mit seiner 

späteren Frau sei anfangs schwierig gewesen, da er keine Nähe habe ertragen können. 

Seine Probleme im Umgang mit Menschen, ein verminderter Antrieb sowie eine 

depressive Stimmungslage seien vor und nach dem Unfall gleich gewesen (bei den 

ZAS-Akten).

5.2.2      Dr. med. Q.___, Facharzt für Psychiatrie, hatte den Beschwerdeführer im 

Zeitraum vom 27. Februar 2004 bis 27. Dezember 2006 wegen einer reaktiven 

depressiven Störung (Schreiben vom 26. Januar 2010; UV-act. 56) behandelt und ihm 

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von Januar 2006 bis Januar 2007 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert (UV-act. 

144, S. 4 f., vgl. UV-act. 63 bis 75). Dr. Q.___ hatte am 27. Dezember 2006 

festgehalten, der Beschwerdeführer komme mit seiner Situation weiterhin schlecht 

zurecht, sei wütend, leicht kränkbar und zeige die Symptome einer emotional instabilen 

Persönlichkeit vom Borderline-Typ. Die depressive Symptomatik sei jedoch 

zwischenzeitlich remittiert (UV-act. 63). Der Dokumentation über die Behandlung bei 

Dr. Q.___ ist ausserdem zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer sich bereits vor 

2004 während mehrerer Jahre aufgrund der emotional instabilen Persönlichkeit vom 

Borderline Typ in psychotherapeutischer Behandlung befunden hatte (UV-act. 95). Dr. 

Q.___ hatte am 20. April 2010 berichtet, die bis 2006 bestehende Depression sei durch 

einen schweren Partnerkonflikt, sowie durch Konflikte am Arbeitsplatz und durch eine 

äussert rigide Persönlichkeitsstruktur mit zwanghaften und schizoiden 

Persönlichkeitsanteilen verursacht worden. Trotz intensiver Psychotherapie sowie einer 

medikamentösen Therapie sei es im Verlauf der depressiven Erkrankung zu einer 

chronischen Suizidalität sowie fast zu einer Invalidisierung gekommen. Die aktuelle 

Situation werde durch den stattgehabten Unfall in C.___ noch verkompliziert. Aufgrund 

der Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers bestehe seit Jahren ein dysthymes 

Zustandsbild, welches sich bei exogenen Belastungsmomenten zu mittelgradig bis 

schwer ausgeprägten Episoden entwickeln könne. Bei Rückkehr in den Lehrberuf sei 

sowohl aufgrund dieser Neigung als auch aufgrund des bestehenden leichtgradigen 

organischen Psychosyndroms mit neuerlichen depressiven Episoden zu rechnen (UV-

act. 111). Der Beschwerdeführer hatte anlässlich einer Besprechung vom 18. Januar 

2010 mit dem Case Manager der Suva angegeben, im Oktober 2007 seien seine 

Depressionen verschwunden gewesen. Schwerwiegend während der ganzen 

vergangenen Zeit sei auch gewesen, dass seine Frau zunehmend Ansprüche in Bezug 

auf die Kinder geltend gemacht habe. Unmittelbar vor dem Islandurlaub habe sie einen 

Antrag auf Änderung des Besuchsrechts gestellt. Zum Zeitpunkt seiner Ferien in C.___ 

sei seine psychische Verfassung wiederum nicht sehr stabil gewesen (UV-act. 50).

5.2.3      Zusammenfassend hatte med. pract. D.___ am 8. Oktober 2010 festgehalten, 

es seien verschiedene unfallfremde Faktoren bekannt, die den psychischen Zustand 

des Beschwerdeführers massgeblich beeinflussten, deren psychische Folgen sich als 

neurokognitive Störungen zeigten und das kognitive Leistungsprofil des 

Beschwerdeführers beeinflussten. So werde seit mindestens der Adoleszenz das 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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Bestehen einer schweren sozialen Phobie sowie einer emotional instabilen 

Persönlichkeitsstörung mit zwischenmenschlichen Beziehungsschwierigkeiten; eine 

rezidivierende depressive Störung mit Episoden im Jahre 2004 und 2007 sowie, 

vermutlich schon vor dem Ferienaufenthalt im Juli 2009, eine aktuelle depressive 

Episode mit Ablehnung einer antidepressiven Medikation; und zahlreiche psychosoziale 

Belastungsfaktoren (Schwierigkeiten die Verletzungen zu verarbeiten, Scheidung und 

Trennung von seinen Kindern mit persistierenden juristischen Streitereien, Angst vor 

Rückkehr zur Lehrertätigkeit im Frontalunterricht, Fehlen eines tragfähigen sozialen 

Umfeldes an seinem Wohnort, Fixierung an eine Mediationsausbildung in R.___ als 

alleinige richtungsweisende Zukunftsperspektive) beschrieben. Aus psychiatrischer 

Sicht und angelehnt an die verschiedenen Berichte der behandelnden Psychiater/

Psychologen und Psychotherapeuten bestünden kaum Anhaltspunkte für die 

Entwicklung direkter psychischer Folgen nach dem Sturz im Sinne einer 

psychotraumatologischen Reaktion. Die Entwicklung einer Anpassungsstörung könnte 

am Anfang postuliert werden, wobei aufgrund der Unterlangen anzunehmen sei, dass 

eher unfallfremde Belastungsfaktoren sowie die auf die vorbestehenden psychischen 

Störungen zurückzuführenden Beschwerden diese bedingten bzw. bald in den 

Vordergrund rückten. Es sei anzunehmen, dass die Folgen des Unfalls kaum einen 

Einfluss auf das Weiterbestehen der psychiatrischen Diagnosen ausübten. Das damals 

diagnostizierte organische Psychosyndrom sei eine direkte Unfallfolge gewesen, zum 

jetzigen Zeitpunkt sei jedoch das Weiterbestehen desselben als kritisch anzusehen. Es 

sei anzunehmen, dass das organische Psychosyndrom remittiert sei und das die zum 

Teil weiter beschriebenen Beschwerden auf die anderen psychiatrischen Störungen 

zurückzuführen seien (UV-act. 144, S. 10).

5.2.4      Damit bestehen insgesamt zahlreiche Hinweise auf bereits vor dem Unfall 

bestehende bzw. nicht unfallkausale psychische Probleme, welche mindestens 

zeitweise zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führten (vgl. bezüglich der vor 

dem MEDAS-Gutachten bestehenden Aktenlage und der damals verneinten 

Unfallkausalität der Restbeschwerden Entscheid des Versicherungsgericht St. Gallen 

vom 14. August 2014; UV-act. 235). Dr. L.___ stellte den Sachverhalt vor dem Unfall 

unvollständig dar, setzte sich nicht ausreichend mit den Vorakten auseinander und 

begründete seine abweichende Einschätzung nicht überzeugend. Er begründete zwar, 

die vom behandelnden Psychiater erwähnten schizoiden Persönlichkeitsanteile 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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könnten nicht ausgeschlossen werden, da die kognitiven und emotionalen Störungen 

des hirnorganischen Psychosyndroms im Vordergrund stünden. Depression und/oder 

Angst gehörten zum Bild eines organischen Psychosyndroms. Es sei klinisch 

nachvollziehbar, dass sich die Symptome dieser verschiedenen Diagnosen mit dem 

organischen Psychosyndrom überlappten (UV-act. 243, S. 34). Woraus er aber schloss, 

das organische Psychosyndrom stehe im Vordergrund, ist nicht ersichtlich.

5.3  Dr. L.___ stützte seine Diagnose des noch persistierenden organischen 

Psychosyndroms zudem massgeblich auf die Ergebnisse der neuropsychologischen 

Untersuchung.

5.3.1      Die neuropsychologische Teilgutachterin lic. phil. S.___, Fachpsychologin für 

Neuropsychologie FSP, hielt fest, der Beschwerdeführer habe in der überwiegenden 

Mehrheit der durchgeführten Testverfahren deutlich unterdurchschnittliche Ergebnisse 

erbracht, d.h. die Leistungen lägen eine bis mehr als drei Standardabweichungen 

unterhalb des Mittelwertes der Alters- und Bildungsgruppe. Die Ergebnisse der 

Symptomvalidierung seien in drei verschiedenen Verfahren in allen Effort-Kennwerten 

auffällig. Die cut-off-Werte für adäquate Leistungsmotivation würden zum Teil sehr 

deutlich unterschritten. Auch das Leistungsprofil über die verschiedenen Untertests im 

Vergleich zur Referenzgruppe sei nicht plausibel. So erreiche der Beschwerdeführer die 

schwächsten Leistungen in den einfachsten Tests, während bei den schwierigen Tests 

ein geringerer Abstand zur Referenzgruppe bestehe. Bei einer authentischen 

Gedächtnisstörung wäre jedoch genau das umgekehrte Profil zu erwarten. Die erzielten 

Werte des Beschwerdeführers in den Effort-Tests lägen weit unter dem Bereich 

verschiedener klinischer Populationen mit guter Anstrengungsbereitschaft inklusive 

Schädel-Hirn-Trauma-Patienten, depressiver Patienten und solchen mit objektivierten 

Gedächtnisdefiziten. Das Profil des Beschwerdeführers zeige eine hohe 

Übereinstimmung im Profil mit Personen, die eine Gedächtnisstörung simulieren 

sollten. Die Ergebnisse des Beschwerdeführers lägen etwa im Bereich von 

hospitalisierten Demenz-Patienten im fortgeschrittenen Stadium. Für eine 

fortgeschrittene Demenz oder ein ähnlich schweres Zustandsbild gebe es beim 

Beschwerdeführer weder aus der klinischen Symptomatik, noch aus dem 

Fähigkeitsniveau im Alltag Hinweise. Auch innerhalb der übrigen durchgeführten 

neuropsychologischen Testverfahren zeigten sich Auffälligkeiten und Inkonsistenzen, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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die auf eine neuropsychologisch unplausible Symptomproduktion hinwiesen und nicht 

mit den wissenschaftlichen Modellen pathologischer Hirnfunktion zu erklären seien. Die 

Ergebnisse der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung seien daher insgesamt 

als nicht valide einzuschätzen und wiesen auf eine nicht ausreichende 

Anstrengungsbereitschaft hin. Lic. phil. S.___ beurteilte, aus neuropsychologischer 

Sicht ergäben sich aus der Zusammenschau der Verhaltensbeobachtung, des 

Vergleichs der Testleistungen im Verlauf, des Testprofils und der Ergebnisse der 

Symptomvalidierung Hinweise für vor allem nicht-authentische neuropsychologische 

Störungen. Somit könnten aufgrund der aktuell erhobenen Testwerte weder Art und 

Ausmass der kognitiven Defizite, noch Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 

angegeben werden. Über die Gründe der neuropsychologisch unplausiblen 

Symptomproduktion und deren Bewusstheitsgrad könnten aus neuropsychologischer 

Sicht keine sicheren Angaben gemacht werden. In Frage komme neben 

schwerwiegenden psychopathologischen und hirnorganischen Zuständen, welche die 

Willensfreiheit oder das Urteilsvermögen stark einschränkten, auch eine bewusste 

Aggravation oder Simulation kognitiver Beeinträchtigungen (UV-act. 243-31 ff.).

5.3.2      Dr. L.___ führte aus, zum klinischen Bild eines organischen Psychosyndroms 

gehöre auch, dass durch psychologische Tests kein deutlicher objektiver Nachweis 

einer deutlichen Beeinträchtigung zu erheben sei, was erkläre, weshalb 

testpsychologische Untersuchungen zu verschiedensten Schlussfolgerungen kommen 

könnten. Auch die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung vom 10. Juli 

2014 seien nicht eindeutig und hinsichtlich einer hirnorganischen Schädigung auch 

nicht aufschlussreich (UV-act. 243, S. 34). Ob sich mit dieser Begründung die sehr 

auffälligen und gemäss lic. iur. S.___ nicht validen, inkonsistenten Testergebnisse der 

neuropsychologischen Untersuchung erklären lassen, erscheint fraglich. Daran ändert 

auch der Hinweis Dr. L.___s, wonach es sich bei der Neuropsychologie um eine 

Hilfswissenschaft handle, die letztendlich die Ätiologie und die invalidisierende Wirkung 

einer gefundenen Pathologie nicht für sich alleine beurteilen könne, nichts (UV-act. 243, 

S. 34 f.). Zwischen psychologischen Problemen und neuropsychologischen kognitiven 

Leistungen können Wechselbeziehungen bestehen. Bei auffälligen Testwerten kann 

deshalb nicht ohne weiteres auf eine traumatisch bedingte organische Unfallfolge 

geschlossen werden; die Ursache der kognitiven Beeinträchtigungen kann auch 

psychisch bedingt sein. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass auch frühere 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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neuropsychologische Testungen, so insbesondere die Abklärung vom 5. November 

2013 im KSSG (bei den ZAS-Akten), bereits zu auffälligen, inkonsistenten und nur 

bedingt nachvollziehbaren Ergebnissen geführt hatten, was von den MEDAS-

Gutachtern anerkannt wurde (vgl. UV-act. 243, S. 40 f.).

5.4  Vor diesem Hintergrund überzeugen die Diagnosestellung des noch 

persistierenden organischen Psychosyndroms und die Begründung für eine 

traumatische Ursächlichkeit desselben durch Dr. L.___ nicht. Neben den nicht 

aufschlussreichen neuropsychologischen Untersuchungsergebnissen hat Dr. L.___ die 

für ein organisches Psychosyndrom notwendigen Kriterien mit kaum aussagekräftigen 

Hinweisen begründet. So erwähnte er beispielsweise Klagen über unangenehme 

Empfindungen und allgemeines Krankheitsgefühl, emotionale Labilität und Reizbarkeit 

durch emotionale Erregung und Stress provozierbar, wie sie auch mit anderen 

psychischen Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht werden könnten. Inwiefern, 

wie von ihm erwähnt, die angestrebte Umschulung zum Mediator in R.___ eine 

hypochondrische, überwertige Idee sein soll, ist sodann nicht erkennbar (vgl. UV-act. 

243, S. 34), zumal der Beschwerdeführer die Ausbildung mindestens teilweise 

erfolgreich absolvieren konnte (vgl. Neurologische Abklärung des KSSG vom 5. 

November 2013; bei den ZAS-Akten, S. 9) und andere Ärzte die Ausbildung als möglich 

bzw. gar besonders geeignet erachteten (UV-act. 111, UV-act. 117). Schliesslich 

begründete Dr. L.___ auch nicht, weshalb die Diagnose des organischen 

Psychosyndroms zu einer Arbeitsunfähigkeit von 100% sowohl für die zuletzt 

ausgeübte, als auch allfällige somatisch adaptierte Tätigkeiten führen sollte (vgl. UV-

act. 243, S. 35).

5.5  Damit ist die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens, insbesondere des 

psychiatrischen Teilgutachtens, für das vorliegende unfallversicherungsrechtliche 

Verfahren zu verneinen. Die Unfallkausalität der noch vorhandenen Beschwerden und 

eine allfällige unfallbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lassen sich nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen. Die beabsichtigte polydisziplinäre 

Begutachtung zur vollständigen Sachverhaltsfeststellung ist zudem verhältnismässig, 

zumal der damit verbundene Eingriff in die Persönlichkeit des Beschwerdeführers (vgl. 

Art. 10 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; BV, SR 

101) nicht besonders schwer wiegt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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6.   

Weiter beantragt der Beschwerdeführer eventualiter, der Fragekatalog bzw. die 

“Problemstellung“ der Beschwerdegegnerin seien abzuändern. Die nachfolgenden 

Ausführungen beziehen sich auf die nach Intervention des Beschwerdeführers (vgl. UV-

act. 277) bereits leicht angepassten Formulierungen (vgl. UV-act. 280 f.).

6.1  In der den Fragekatalog einleitenden “Problemstellung“ hielt die 

Beschwerdegegnerin fest, der Beschwerdeführer sei bereits vor dem Unfall wegen 

Sozialphobie, depressiver Episode und Persönlichkeitsproblematik in psychiatrischer 

Behandlung gewesen. Nach dem Unfall vom 25. Juli 2009 habe sich der Zustand 

verschlechtert. Die letzte neuropsychologische Testung habe widersprüchliche 

Befunde ergeben, welche eine zuverlässige Beurteilung nicht zugelassen hätten. Die 

Versicherungsleistungen seien mangels einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit per 28. 

Februar 2011 eingestellt worden. Im anschliessenden Beschwerdeverfahren habe das 

Bundesgericht mit Urteil vom 27. April 2015 die Sache nach Durchführung einer 

externen polydisziplinären Begutachtung und zur Neubeurteilung zurückgewiesen (UV-

act. 280). Die “Problemstellung“ ist damit eine kurze Zusammenfassung des 

Sachverhaltes und entspricht dem gängigen Vorgehen bei Gutachtensaufträgen. 

Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (act. G1) ist der wiedergegebene 

Verlauf nicht objektiv falsch, sondern entspricht im Wesentlichen den vorherigen 

Erwägungen (vgl. E. 5). Ein Suggestivcharakter ist nicht erkennbar, zumal der im 

Vergleich zur ersten Version der “Problemstellung“ (vgl. UV-act. 267) nicht mehr explizit 

erwähnte Vorzustand ein für die Beurteilung des Kausalzusammenhanges notwendiges 

Kriterium ist. Die medizinische Beurteilung obliegt sodann ohnehin ausschliesslich den 

beauftragten Gutachtern, welche sich nicht zwingend an die Feststellungen der 

Beschwerdegegnerin halten müssen.

6.2  Der Fragekatalog der Beschwerdegegnerin enthält die zur Beurteilung der 

Leistungsansprüche notwendigen Fragen (UV-act. 280). Der Beschwerdeführer bringt 

dagegen im Wesentlichen vor, die Fragen seien bereits durch das MEDAS-Gutachten 

und die weiteren vorliegenden Akten beantwortet (act. G1). Dem ist mit Verweis auf die 

Erwägungen bezüglich der Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens (E. 5) nicht zu folgen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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6.3  Insgesamt ist der Fragekatalog der CSS inklusive “Problemstellung“ damit nicht zu 

beanstanden und der Antrag des Beschwerdeführers auf Korrektur derselben abzu-

weisen.

7.   

Schliesslich ist darüber zu befinden, ob die Zusatzfragen des Beschwerdeführers an 

die Gutachter zulässig sind.

7.1  Der Beschwerdeführer hat grundsätzlich einen Anspruch darauf, Ergänzungsfragen 

an die Gutachter zu stellen (Art. 42 ATSG, KIESER, a.a.O., N 26 zu Art. 42 mit Hinweis), 

was ihm die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 22. März 2016 ermöglicht hat 

(vgl. UV-act. 268). Sehr detaillierte, umfangreiche Fragen, wie sie der Beschwerdeführer 

stellen möchte, sind jedoch weder üblich, noch sinnvoll. Es besteht ein 

Zusammenhang zwischen Fragestellung und Qualität der Gutachten. Durch verfeinerte 

Fragen und mit zunehmender Anzahl derselben steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der 

Gutachter bei der Beantwortung mindestens einen relevanten Fehler begeht, der das 

gesamte Gutachten in seiner Funktion als Beweismittel gefährdet. Der 

Gutachtensauftrag sollte auf wenige, mit grösserer Zuverlässigkeit beantwortbare 

Fragen beschränkt werden, damit vertrauenswürdige Antworten erwartet werden 

können (JÖRG JEGER, Gute Frage – schlechte Frage: Der Einfluss der Fragestellung 

auf das Gutachten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], 

Sozialversicherungsrechtstagung 2009, 2010, S. 177 und 197, vgl. BGE 137 V 210, E. 

3.4.2.9, BGE 141 V 330).

7.2  Die Fragen des Beschwerdeführers zielen vor allem auf die Auseinandersetzung 

der Gutachter mit den Vorakten ab und dienen der Aufdeckung von Inkonsistenzen. 

Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht (UV-act. 293), gehört dies 

ohnehin zu einer korrekten Begutachtung, weshalb sich explizite, detaillierte Fragen 

erübrigen und nicht geeignet sind, zur Feststellung des massgebenden Sachverhalts 

beizutragen (vgl. Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für 

Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychischer Störungen, in: 

Schweizerische Ärztezeitung, 2004, S. 1049 f.). Im Kern sind die Fragen des 

Beschwerdeführers bereits im Fragekatalog der Beschwerdegegnerin (UV-act. 280) 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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enthalten. So ist die Frage des Beschwerdeführers, ob der Befund vom 21. August 

2009 zum am Magnetresonanz Institut I.___ erstellten MRI korrekt sei, mindestens 

implizit in der offener formulierten Frage der Beschwerdegegnerin nach 

Gesundheitsschäden, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einem 

organischen Substrat beruhen und mit welchen Befunden sich dies objektivieren lasse 

(UV-act. 280, Frage 3), enthalten. Dasselbe gilt für die Fragen des Beschwerdeführers 

bezüglich des Befunds des Kantonsspitals St. Gallen vom 5. November 2013 zum 

damals aktuellen zerebralen MRI und der darauf basierenden Beurteilung (vgl. act. G1, 

S. 12). Es ist sodann nicht Aufgabe der Gutachter, die Korrektheit der Feststellungen 

von Dr. L.___ zur Neuropsychologie als Hilfswissenschaft zu beurteilen. Die 

neuropsychologischen Befunde werden sie bereits aufgrund des Fragekatalogs der 

Beschwerdegegnerin erheben (vgl. UV-act. 280, Frage 1). Soweit die Fragen des 

Beschwerdeführers auf den vor dem Unfall allenfalls bereits bestehenden 

Gesundheitszustand abzielen (insbesondere Fragen zum Gutachten von PD Dr. M.___ 

vom 11. Juli 2006), haben sie den gleichen Hintergrund wie die Frage der 

Beschwerdegegnerin nach der Trennung von Gesundheitsschäden mit und ohne 

kausalen Zusammenhang zum Unfall bzw. unfallfremde Faktoren (UV-act. 280, Frage. 

3, 4). Es liegt in der Kompetenz der Gutachter, die Relevanz von Vorakten zu beurteilen 

und entsprechende Schwerpunkte zu setzen. Die umfangreichen Fragen zu einzelnen 

Vorakten bzw. Auszügen davon, wie sie der Beschwerdeführer stellen möchte, könnten 

dazu führen, dass die Gutachter einen stärkeren Fokus auf aus ihrer Sicht weniger 

relevante Vorakten legen müssten.

7.3  Der Antrag des Beschwerdeführers auf Zulassung seiner Ergänzungsfragen ist 

damit abzuweisen.

8.   

8.1  Nach dem Gesagten ist auf den Antrag auf Zusprechung einer Invalidenrente und 

einer Integritätsentschädigung nicht einzutreten. Im Übrigen ist die Beschwerde 

abzuweisen.

8.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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8.3  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Als Versicherungsträger hat die obsiegende Beschwerdegegnerin 

praxisgemäss keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, soweit - wie vorliegend - 

die Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen 

ist (vgl. KIESER, a.a.O., N 199 zu Art. 61). 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Auf den Antrag auf Zusprechung einer Invalidenrente und einer 

Integritätsentschädigung wird nicht eingetreten.

2.   

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.   

Für dieses Verfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.10.2017
	Art. 43 Abs. 1 und 2 ATSG. Das bereits vorliegende polydisziplinäre Gutachten ist nicht beweiskräftig. Die angefochtene Zwischenverfügung, mit welcher eine neue Begutachtung angeordnet wurde, ist damit zu bestätigen. Der Fragekatalog der Beschwerdegegnerin an die beauftragten Gutachter ist nicht zu beanstanden. Die detaillierten Ergänzungsfragen des Beschwerdeführers sind im Kern bereits im Fragekatalog der Beschwerdegegnerin enthalten und erbringen keinen Mehrwert zur Sachverhaltsermittlung, weshalb die Beschwerdegegnerin sie zu Recht nicht zugelassen hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Oktober 2017, UV 2016/85).Beim Bundesgericht angefochten.

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