# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0656f2db-446e-5981-91d9-d11f927f67e6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.07.2010 D-4608/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4608-2010_2010-07-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4608/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr.

A._______, geboren (...),
Nepal,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Juni 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4608/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2009 in der Schweiz um 
Asyl nachsuchte, wobei er keine Identitätspapiere einreichte,

dass er  anlässlich  der  Erstbefragung im Empfangs-  und Verfahrens-
zentrum  B._______  vom 26. Oktober  2009  und  der  Anhörung  nach 
Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 
142.31)  durch das BFM vom 4. Januar 2010 im Wesentlichen geltend 
machte, dass fünf Tage nach der Entmachtung des Königs im Frühjahr 
2008 Maoisten in sein Dorf gekommen seien und von seinem Vater – 
der Dorfchef und führendes Mitglied der Königspartei  gewesen sei – 
50'000 Rupien (NPR) verlangt hätten, die der Vater auch bezahlt habe, 

dass  zehn  oder  fünfzehn  Tage  später  erneut  sechs  Maoisten  von 
seinem  Vater  einen  Geldbetrag,  nunmehr  100'000 NPR,  verlangt 
hätten,

dass es zu einem handgreiflichen Streit  zwischen den Maoisten auf 
der  einen  Seite  und  seinem  Vater,  ihm  und  seiner  Frau  auf  der 
anderen  Seite  gekommen sei,  als  der  Vater  den geforderten  Betrag 
nicht habe bezahlen können,

dass sein  Vater  bei  dem Streit  von den Maoisten mit  einem Busch-
messer tödlich verletzt worden sei, worauf diese geflohen seien, 

dass er – der Beschwerdeführer – aus Angst, ebenfalls umgebracht zu 
werden, da für ihn klar gewesen sei, dass er als nächster an der Reihe 
sein würde,  noch am selben Tag zu Fuss nach C._______ (A1 S. 1 
und 4) respektive D._______, dem Hauptort  des Distrikts C._______ 
(A10  S. 4  f.),  geflohen  sei,  wo  er  sich  in  der  Folge  während  etwa 
fünfzehn Monaten in einem Hotel namens E._______ versteckt habe, 

dass  er  seine  Frau  und  die  (Kinder)  bei  den  Schwiegereltern 
zurückgelassen habe,

dass der Hotelbesitzer ihm schliesslich zur Ausreise geraten habe, da 
die Maoisten immer wieder in dem Hotel nach ihm gefragt hätten, 

dass er drei Monate vor seiner Ausreise einen Pass beantragt und am 
nächsten Tag bereits erhalten habe, 

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dass er zudem das Elternhaus und sein Land dem Hotelbesitzer ver-
kauft  habe,  um  den  Schlepper,  den  der  Hotelbesitzer  für  ihn 
organisiert  habe,  zu  bezahlen  (insgesamt  zirka  1'050'000 NPR 
respektive zirka 14'000 USD), 

dass er Nepal schliesslich am 17. Oktober 2009 zusammen mit dem 
Schlepper verlassen habe und via F._______ in ein ihm unbekanntes 
Land geflogen sei, von wo aus er in die Schweiz weitergereist sei, 

dass  er  seinen  Pass und  den  Nationalitätenausweis  dem Schlepper 
überlassen habe, da dieser ihm gesagt habe, er würde die Dokumente 
hier  nicht  mehr  benötigen,  weshalb  er  –  der  Schlepper  –  diese der 
Familie in Nepal zurückbringen werde (vgl. A1 S. 4, A10 S. 3), 

dass  bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise der  Einzel-
heiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den 
Akten verwiesen wird (vgl. A1 und A10),

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Juni 2010 – eröffnet am 22. Juni 
2010 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf  das Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus 
der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, wobei es dem 
Beschwerdeführer eine Ausreisefrist bis zum 19. Juli 2010 setzte, 

dass der Beschwerdeführer dagegen mit Eingabe vom 25. Juni 2010 
beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  einreichte,  worin  um 
Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  um  Anerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  und  Gewährung  des  Asyls,  eventualiter  um 
Feststellung  der  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit 
des  Wegweisungsvollzugs  und  um  Gewährung  der  vorläufigen  Auf-
nahme ersucht wurde, 

dass im Weiteren um vorsorgliche Anweisung der Vollzugsbehörden, 
die  Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimatstaat  sowie  jegliche  Daten-
weitergabe an denselben zu unterlassen, eventualiter um Anweisung 
der Vorinstanz, eine allenfalls bereits erfolgte Datenweitergabe offen-
zulegen, ersucht wurde,

dass zudem in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2  des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021)  und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

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ersucht  wurde,  wobei  diesbezüglich  eine  Fürsorgeabhängigkeits-
bestätigung vom 24. Juni 2010 eingereicht wurde, 

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Stützung  seiner  Beschwerdevor-
bringen – auf  die,  soweit  notwendig,  im Rahmen der  nachfolgenden 
Erwägungen  einzugehen  ist  –  folgende  Dokumente  zu  den  Akten 
reichte:  Postversandquittungen  vom  25. Januar  2010  und  10. Juni 
2010, Schülerkarte, Bestätigungsschreiben der Schule, Zahlungsbeleg 
(50'000 NPR),  Bestätigung  des  „Village  Development  Committee“ 
(VDC) hinsichtlich der Stellung seines Vaters und dessen Tötung, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 29. Juni  2010  beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gemäss Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist-  und  formgerecht  ein -
gereichte  Beschwerde  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
einzutreten ist (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf  das Asylgesuch nicht  eingetreten ist,  wobei 
bei  Nichteintretensentscheiden gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 

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Abs. 3 AsylG auch die Flüchtlingseigenschaft zum Prozessgegenstand 
gehört  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungs-
gerichts [BVGE] 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass mithin auf den Antrag in der Beschwerdeschrift, das Asylgesuch 
sei gutzuheissen, nicht einzutreten ist, 

dass indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – 
um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde, 

dass  nach  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht  ein-
getreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innert 
48 Stunden  nach  Einreichung  des  Gesuchs  Reise-  oder  Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird  oder  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass unter den Begriff  „Reise- oder Identitätspapier“  gemäss Art.  32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur Dokumente fallen,  die von den heimatlichen 
Behörden  zum  Zweck  des  Identitätsnachweises  ausgestellt  worden 
sind,  weshalb  grundsätzlich  nur  Reisepässe  oder  Identitätskarten 
diese  Anforderungen  erfüllen,  nicht  aber  zu  anderen  Zwecken  aus-
gestellte  Dokumente  wie  Führerausweise  oder  Geburtsurkunden 
(Art. 1  der  Asylverordnung 1  vom 11. August  1999  über  Verfahrens-
fragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. BVGE 2007/7 E. 6),

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dass der  vom Beschwerdeführer  auf  Beschwerdeebene eingereichte 
Schülerausweis kein rechtsgenügliches Papier im Sinne der erwähnten 
Bestimmung darstellt  und es sich damit  erübrigt,  auf  die diesbezüg-
lichen Ausführungen in der Beschwerdeschrift näher einzugehen, 

dass der Beschwerdeführer somit  trotz  entsprechender Aufforderung 
keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere eingereicht hat 
(vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2), 

dass die Erklärungen des Beschwerdeführers, er habe dem Schlepper 
sowohl den Reisepass als auch den Nationalitätenausweis überlassen, 
da  dieser  ihm gesagt  habe,  er  werde  die  Papiere  seiner  Familie  in 
Nepal zurückbringen, da er – der Beschwerdeführer – diese nicht mehr 
brauche (vgl. A1 S. 4, A10 S. 3), nicht glaubhaft erscheinen, zumal er 
demgegenüber auf Beschwerdeebene vorbrachte, der Schlepper habe 
die  Papiere  während  der  Reise  als  Pfand  behalten,  da  er  (der  Be-
schwerdeführer)  den  Restbetrag  für  dessen  Dienste  am  Reiseziel 
habe bezahlen müssen, 

dass somit nach erfolgter Abrechnung für den Beschwerdeführer kein 
Anlass mehr bestanden hätte, die Dokumente gänzlich dem Schlepper 
zu überlassen, zumal auch einem reiseunerfahrenen Asylgesuchsteller 
die  Wichtigkeit  des  Identitätsnachweises  gegenüber  den  aus-
ländischen Asylbehörden bewusst sein dürfte, 

dass  auch  die  Vorbringen  hinsichtlich  der  Ausweiskontrollen  auf  der 
durch  mehrere  Länder  führenden  Reiseroute,  wonach  der  Be-
schwerdeführer den Reisepass nur ein einziges Mal bei einer Grenz-
kontrolle  habe vorweisen müssen (vgl. A1 S. 6),  nicht  realistisch er-
scheinen, zumal auch bei einem Transit Passkontrollen beim Wieder-
einstieg  stattfinden,  da  die  Fluggesellschaften  verpflichtet  sind,  die 
Identität der Flugpassagiere und die Gültigkeit deren Papiere, inklusive 
Visa für das Zielland, zu überprüfen, 

dass somit keine entschuldbaren Gründe für das Versäumnis des Be-
schwerdeführers,  innert  der  gesetzlichen  Frist  rechtsgenügliche 
Identitätsdokumente einzureichen, vorliegen, 

dass  der  Beschwerdeführer  zwar  gemäss  Vorbringen  in  der  Be-
schwerdeschrift  versucht  habe,  seine  Ehefrau  zwecks  Papier-
beschaffung  schriftlich  zu  kontaktieren  (vgl.  Postquittungen  vom 
25. Januar 2010 und 10. Juni 2010), wobei er mittlerweile von einem 

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Schulfreund  erfahren  habe,  dass  der  Schlepper  die  Identitäts-
dokumente noch nicht bei der Familie abgegeben habe,

dass  jedoch  ein  nachträglicher  Eingang  rechtsgenüglicher  Papiere 
nicht  zur  Aufhebung  des  Nichteintretensentscheids  zu  führen  ver-
möchte, da – wie oben dargelegt – das Unterlassen der Einreichung 
von Identitätspapieren innert Frist nicht entschuldbar ist und überdies 
–  wie  nachfolgend  aufgezeigt  –  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  vor-
liegen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1999 Nr. 16 E. 5), 

dass  sodann  die  Vorinstanz  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers, 
seinen  Heimatstaat  wegen  der  Angst  vor  Verfolgung  durch  die 
Maoisten, die seinen Vater anlässlich eines Streits um die Bezahlung 
von  Erpressungsgeldern  getötet  hätten,  verlassen  zu  haben,  zu-
treffend mangels Substanz und Realkennzeichen als  konstruiert  und 
damit nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG erachtet hat,

dass  hierzu  auf  die  zu  bestätigenden  Erwägungen  in  der  an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich die Argumente in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen in 
einer Wiederholung der bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend 
gemachten  Vorbringen  erschöpfen,  und  der  Beschwerdeführer  auch 
mit  den  diesbezüglich  eingereichten  Beweismitteln  (Bestätigung  des 
VDC-Sekretariats  und  Zahlungsbeleg  über  50'000 NPR)  keine  asyl-
rechtlich relevante Verfolgung zu begründen vermag, 

dass  der  Inhalt  der  VDC-Bestätigung  lediglich  die  Schilderung  des 
Beschwerdeführers  wiedergibt  und  somit  auf  dessen  Angaben  be-
ruhen muss, zumal gemäss seinen Ausführungen bei dem fraglichen 
Streit mit den Maoisten neben ihm nur seine Frau und sein Vater zu-
gegen gewesen seien (vgl. A10 S. 5), mithin kein Vertreter des VDC, 
der  die  Ereignisse  als  Augenzeuge  bestätigen  könnte,  weshalb 
grundsätzlich  davon auszugehen  ist,  dass  es  sich  bei  der  besagten 
Bestätigung um ein Gefälligkeitsschreiben handelt, 

dass  zudem  selbst  bei  Annahme  der  Glaubhaftigkeit  des  tödlichen 
Streits  nicht  plausibel  erscheint,  weshalb  die  Maoisten  den  Be-
schwerdeführer, der sich gemäss eigenen Angaben – im Gegensatz zu 
seinem Vater – nicht konkret für die Politik interessiert oder engagiert 

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habe  (vgl.  A10  S. 8),  trotz  der  Machterlangung  und  somit  des 
Erreichens ihres Ziels noch monatelang verfolgt hätten, 

dass  zudem  nicht  nachvollziehbar  erscheint,  wie  die  Maoisten  den 
Aufenthaltsort  des  Beschwerdeführers  aufgespürt  hätten,  obwohl  sie 
ihm nach dem Streit nicht gefolgt, sondern selbst geflohen seien,

dass überdies  nicht  glaubhaft  erscheint,  dass  die Maoisten den Be-
schwerdeführer  in  all  den  Monaten  nie  in  dem  Hotel  angetroffen 
hätten, obwohl sie dort immer wieder aufgetaucht seien und nach ihm 
gefragt hätten, zumal er das Hotel wiederholt  für Behördengänge im 
Zusammenhang  mit  den  Ausreisevorbereitungen  habe  verlassen 
müssen (vgl. A10 S. 8),

dass  es  im  Übrigen  unverständlich  wäre,  weshalb  der  Beschwerde-
führer  trotz  der  angeblichen  Verfolgung  mit  der  Ausreise  noch  fast 
eineinhalb Jahre zugewartet haben sollte, zumal dieses Verhalten nicht 
demjenigen einer Person entspräche, die einen Drittstaat  um Schutz 
vor Verfolgung in ihrem Heimatland nachsuchen will, 

dass  somit  keine  Abklärungen  im  Sinne  von  Art.  32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig erscheinen,

dass das Bundesamt demzufolge zu Recht  auf  das  Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  wenn 
sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet,

dass  der  Beschwerdeführer  über  keine derartige  Bewilligung  verfügt 
und  auch  keinen  Anspruch  auf  eine  solche  geltend  machen  kann, 
weshalb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 

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Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass der Wegweisungsvollzug vorliegend in Beachtung dieser völker- 
und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 Abs. 1 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für 
eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  im 
Heimatstaat droht, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass in  Nepal  keine Situation allgemeiner  Gewalt  oder  kriegerischer 
Auseinandersetzungen  herrscht,  aufgrund  derer  die  Bevölkerung 
konkret gefährdet wäre und eine Rückführung dorthin als generell un-
zumutbar  betrachtet  werden  müsste  (vgl.  Friedensabkommen 
zwischen der Regierung und den Maoisten vom 21. November 2006, 
Wahl der verfassungsgebenden Versammlung am 10. April  2008, Ab-
schaffung der Monarchie und Neugestaltung des Landes als Republik 
durch die verfassungsgebende Versammlung am 28. Mai 2008),

dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  –  soweit  aktenkundig  – 
gesunden  Beschwerdeführers  auch  in  individueller  Hinsicht  als  zu-
mutbar erweist (Art. 83 Abs. 4 AuG), da er bis zu seiner Ausreise in 

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Nepal  gelebt  hat  und  somit  mit  den  dortigen  Verhältnissen  bestens 
vertraut  ist,  im  Heimatstaat  über  ein  verwandtschaftliches  Be-
ziehungsnetz  verfügt  und  in  der  Lage  war,  den  Lebensunterhalt  für 
sich und seine Familie als (Beruf) zu bestreiten (vgl. A1 S. 1 ff.),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  möglich  ist,  da  keine  Voll-
zugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  dem  Be-
schwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), 

dass  somit  keine  Wegweisungshindernisse  vorliegen,  weshalb  die 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme nicht  in  Betracht  fällt  und  der 
Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art.  106 
AsylG),  weshalb  sie  zu  bestätigen  und die  Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  sich  das  Gesuch  um  Erlass  vorsorglicher  Massnahmen  als 
gegenstandslos erweist, da der Beschwerdeentscheid sofort getroffen 
wird,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses mit  vorliegendem Urteil  ohne vorgängige Instruktion  eben-
falls gegenstandslos geworden ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren und daher das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwvG 
– ungeachtet der Bedürftigkeit  des Beschwerdeführers – abzuweisen 
ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ([VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  nach  Versand  des  vor-
liegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Einzahlungsschein, 
Beweismittel im Original retour)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Susanne Burgherr

Versand: 

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