# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67ac73ac-5513-505f-96fc-61519958bfd8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.10.2018 710 18 203/289
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-18-203-289_2018-10-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Oktober 2018 (710 18 203 / 289) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

Organhaftung nach Art. 52 AHVG. Länderübergreifender Sachverhalt gemäss FZA. Sozi-

alversicherungsunterstellung nach internationalen Sozialversicherungsabkommen CH-

EU. Ergänzende Abklärungen im Hinblick auf die AHV-Beitragspflicht eines allenfalls 

gleichzeitig in mehreren Mitgliedstaaten erwerbstätigen Arbeitnehmers. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, 

Kantonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Schadenersatz 
 
 
 
A. Die B.____ GmbH (GmbH) war ab 1. Juni 2004 als beitragspflichtige Arbeitgeberin bei 
der Ausgleichskasse Basel-Landschaft (Kasse) angeschlossen. Seit deren Eintragung im Han-
delsregister figurierte A.____ zunächst als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunter-
schrift und seit dem 16. November 2015 nur noch als Gesellschafter mit Einzelunterschrift die-
ser Gesellschaft. Nachdem die GmbH mit Wirkung vom 1. September 2015 ihr Domizil einge-
büsst hatte, erfolgte für ihre Löschung am 5. Januar 2016 ein erster Rechnungsruf.  

 
 
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B. Am 12. April 2016 erhielt die Kasse Kenntnis, dass die GmbH in den Jahren 2010 bis 
2015 offenbar keinerlei Beiträge für ihren in Frankreich wohnhaften Angestellten C.____ abge-
rechnet hatte. Die Kasse konnte die von C.____ eingereichten  Lohnunterlagen in der Folge 
zwar verarbeiten, die resultierenden Lohnbeiträge wegen der Einbüssung des Domizils der 
GmbH aber nicht mehr im ordentlichen Verfahren einvernahmen. Nachdem die GmbH am 
19. Oktober 2016 im Handelsregister infolge Domizilaufgabe gelöscht worden war, sah sich die 
Kasse in der Folge veranlasst, die für C.____ ausstehenden Lohnbeiträge mittels einer Scha-
denersatzverfügung geltend zu machen. 
 
C. Mit Verfügung vom 6. April 2017 forderte die Kasse von A.____ deshalb Schadener-
satz für ausstehende Lohnbeiträge betreffend C.____ für die Zeit ab Oktober 2010 bis Dezem-
ber 2015 in der Höhe von Fr. 27‘131.80. Eine dagegen erhobene Einsprache hiess sie nach 
ergänzenden Abklärungen mit Einspracheentscheid vom 14. Mai 2018 teilweise gut und redu-
zierte den Schadenersatzbetrag auf Fr. 21‘721.15 mit der Begründung, dass die tatsächlichen 
Zahlungseingänge gestützt auf die Bankauszüge von C.____ als Lohnbasis herangezogen 
worden seien. 
 
D. Hiergegen erhob A.____ am 13. Juni 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kan-
tons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte 
sinngemäss, der angefochtene Entscheid der Kasse sei aufzuheben. Zur Begründung machte 
er im Wesentlichen geltend, dass die GmbH ihren Sitz bei der D.____ Treuhand AG (AG) ge-
habt habe, für welche deren Geschäftsführer und Gesellschafter E.____ verantwortlich gewe-
sen sei. Verantwortlich für die Geschäftsführung der GmbH sei ebenfalls E.____ gewesen. Die-
ser habe sämtliche offiziellen Dokumente, wie insbesondere auch steuer- und sozialrechtliche 
Erklärungen unterzeichnet. Die gesamte Korrespondenz sei stets über den Sitz der AG abgewi-
ckelt worden. Die Rolle des Beschwerdeführers habe sich auf die Entwicklung der Produkte, 
deren Bewirtschaftung und die Kundenbeziehung beschränkt. C.____ sei mit der Entwicklung 
einer Internetseite und diversen Tätigkeiten betreffend die Informatik für die GmbH beschäftigt 
gewesen. Daneben habe er auch die Unternehmung F.____ geführt, über welche er auch die 
Informatikdienstleistungen für die GmbH erbracht habe. C.____ sei daher für seine eigene Un-
ternehmung selbst verantwortlich und nicht Arbeitnehmer gewesen. Im Jahr 2013 habe B.____ 
ausserdem in Frankreich die Unternehmung G.____ gegründet. Die entsprechenden Abrech-
nungen für die Bemühungen von C.____ seien über E.____ bzw. über die AG erfolgt. C.____ 
seinerseits habe seine Sozialversicherungsbeiträge selbständig abgerechnet.  
 
E. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 24. Juli 2018 auf Abweisung der Be-
schwerde. Dabei hielt sie insbesondere daran fest, dass auf den entsprechenden Zahlungen 
der GmbH an C.____ keine Sozialversicherungsabgaben in Frankreich entrichtet worden seien. 
 
F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 14. August 2018 wurde die Angelegenheit dem 
Gericht zur Beurteilung überwiesen. 
 

 
 
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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwä-
gungen einzugehen. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechtes (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der Versi-
cherungsträger Beschwerde erhoben werden. Jeder Kanton bestellt ein Versicherungsgericht 
als einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung 
(Art. 57 ATSG). Laut § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Kantonsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentschei-
de der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG sachlich zuständig. 
 
1.2 Nach Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG für Be-
schwerden betreffend Schadenersatzansprüche der Ausgleichskassen das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons zuständig, in dem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat, beziehungs-
weise die als Arbeitgeberin auftretende juristische Person ihr statutarisches Domizil hat, unge-
achtet des jeweiligen Wohnsitzes der in Anspruch genommenen Organe. Bevor sie mangels 
Domizils von Amtes wegen aus dem Handelsregister gelöscht worden war, hatte die GmbH 
ihren Sitz im Kanton Basel-Landschaft. Damit ist auch die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts zu bejahen. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist somit 
einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 52 Abs. 1 AHVG hat ein Arbeitgeber, welcher der Versicherung durch ab-
sichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden zufügt, diesen zu 
ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die 
Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Perso-
nen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den 
ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG). Die Haftung nach Art. 52 AHVG sieht eine 
Verschuldenshaftung nach öffentlichem Recht vor. Damit eine Schadenersatzpflicht entstehen 
kann, müssen alle Haftungsvoraussetzungen gegeben sein, d.h. es muss ein Schaden einge-
treten sein, der auf widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten der Arbeitgeberin und –
 subsidiär – des verantwortlichen Organs zurückzuführen ist. 
 
2.2 Der Schaden der Ausgleichskasse besteht bei einer Anwendung von Art. 52 Abs. 1 
AHVG darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe des 
Schadens entspricht dabei dem Betrag, den die Kasse nicht erhältlich machen kann. Verwal-
tungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszinsen 
bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 384 
E. 3bb mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 27. August 2013, 9C_646/2012, 
E. 4.1; zum Ganzen: THOMAS NUSSBAUMER, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatz-
prozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Nachdem die Kasse im vorlie-

 
 
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genden Fall erst im April 2016 Kenntnis über ein Anstellungsverhältnis zwischen der GmbH und 
C.____ erhalten hatte, konnten die nachträglich von C.____ eingereichten Lohnunterlagen sei-
tens der Kasse zwar verarbeitet, infolge der Einbüssung des Domizils der GmbH per Septem-
ber 2015 jedoch nicht mehr im ordentlichen Bezugsverfahren geltend gemacht werden (Akt 121 
zur Vernehmlassung der Kasse). Die Beschwerdegegnerin macht auf der Basis der ein-
spracheweise detailliert überprüften Banküberweisungen an C.____ deshalb einen Schaden 
infolge ungedeckt gebliebener Beitragsforderungen im Umfang Fr. 21‘721.15 geltend. Diese 
Schadenshöhe ist vom Beschwerdeführer nicht bestritten worden, sodass das Kantonsgericht 
keine Veranlassung hat, die Berechnung eingehend zu überprüfen. Der Verwaltungsprozess ist 
zwar vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, dieser entbindet jedoch die rechtsuchende Par-
tei nicht davon, selber die Beanstandungen vorzubringen und ihrerseits zur Feststellung des 
Sachverhaltes beizutragen (Urteil des EVG vom 21. April 2006, H 157/05, E. 2.2). Mangels of-
fenkundiger Anhaltspunkte für Berechnungsfehler ist die Schadensberechnung der Beschwer-
degegnerin daher zu bestätigen und vorbehältlich der Versicherungsunterstellung (vgl. hierzu 
nachfolgende Erwägungen 5. ff.) von einem vorliegend relevanten Schadensbetrag von 
Fr. 21‘721.15 auszugehen (vgl. auch Urteil des ehemaligen Eidgenössischen Versicherungsge-
richts EVG, seit 1. Januar 2008 Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen, H1/06 vom 30. 
November 2006, E. 2.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Der Schaden der Ausgleichskasse muss auf ein widerrechtliches Verhalten zurückzu-
führen sein. Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 schreibt vor, dass der Arbeit-
geber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit 
seinen eigenen Beiträgen der Ausgleichskasse periodisch zu entrichten hat. Diese werden von 
der Ausgleichskasse aufgrund der voraussichtlichen Lohnsumme festgesetzt, wobei die Arbeit-
geber wesentliche Änderungen der Lohnsumme während des Jahres zu melden haben. Nach 
Ablauf einer Abrechnungsperiode, welche jeweils das Kalenderjahr umfasst, nimmt die Aus-
gleichskasse aufgrund der Abrechnung der Arbeitgeber den Ausgleich zwischen den geleiste-
ten Akontobeiträgen und den tatsächlich geschuldeten Beiträgen vor, wobei ausstehende Bei-
träge innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen sind (Art. 36 Abs. 3 und 4 AHVV). 
Diese Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorge-
schriebene öffentlich-rechtliche Aufgabe. Dazu erklärte das Bundesgericht wiederholt, dass die 
Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe eine Missachtung von Vorschriften im Sinne 
von Art. 52 AHVG bedeute und die volle Schadensdeckung nach sich ziehe (BGE 111 V 173 
E. 2 und 118 V 195 E. 2a; Urteil des EVG vom 21. April 2006, H 157/05, E. 4.1; vgl. auch 
MARCO REICHMUTH, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, Frei-
burg 2008, Rz. 504). Im vorliegenden Fall muss der GmbH insofern eine Missachtung von Vor-
schriften vorgeworfen werden, als sie in den Jahren 2010 bis 2015 den ihr obliegenden Abrech-
nungs- und Zahlungsverpflichtungen betreffend C.____ nicht nachgekommen ist, so dass  letzt-
lich Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der nunmehr geltend gemachten 
Höhe von Fr. 21‘721.15 offen geblieben sind. Vorbehältlich der Versicherungsunterstellung von 
C.____ (nachfolgende Erwägungen 5. ff.) hat die GmbH somit gegen die ihr obliegenden ge-
setzlichen Pflichten als Arbeitgeberin verstossen und damit öffentlich-rechtliche Vorschriften 
verletzt. 

 
 
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2.4 Zwischen dem bei der Ausgleichskasse eingetretenen Schaden und dem pflichtwidri-
gen Verhalten der Arbeitgeberin bzw. ihrer Organe muss sodann ein adäquater Kausalzusam-
menhang bestehen (BGE 119 V 406 E. 4a mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts vom 
2. November 2012, 9C_369/2012 und 9C_370/2012, E. 7.1; so auch Urteile des Kantonsge-
richts vom 7. April 2016, 710 14 238/84, E. 6 und vom 10. Dezember 2015, 710 14 283/326, 
E. 3.4). Vorliegend ist offensichtlich, dass die Nichterfüllung der der GmbH als Arbeitgeberin 
obliegenden Pflicht zur vollständigen Begleichung der paritätischen Sozialversicherungsbeiträ-
ge für den bei der Kasse entstandenen Schaden kausal ist und dass ein derartiges Verhalten 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, den 
eingetretenen Erfolg zu bewirken. Ein adäquater Kausalzusammenhang wäre somit ebenfalls 
gegeben.  
 
2.5 Art. 52 Abs. 1 AHVG setzt für die Haftbarkeit des Arbeitgebers voraus, dass die Miss-
achtung von Vorschriften in absichtlicher oder grobfahrlässiger Weise erfolgt ist. Sowohl den 
Arbeitgeber wie auch das allfällige Arbeitgeberorgan muss ein Verschulden treffen; verlangt 
wird somit ein doppeltes oder zweistufiges Verschulden (REICHMUTH, a.a.O., Rz. 535). Das 
Bundesgericht geht in seiner Praxis allerdings davon aus, dass bei Verletzung der Beitragszah-
lungs- und Abrechnungspflicht ein Verschulden des Arbeitgebers grundsätzlich gegeben ist. 
Lediglich wenn besondere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als er-
laubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen, entfällt eine Haftung (THOMAS NUSSBAUMER, Die 
Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG [Haftung des Verwaltungsrates], in: 
AJP 1996 S. 1077 f. mit Hinweisen auf BGE 108 V 186 E. 1b und ZAK 1985 S. 576 E. 2). In 
diesem Zusammenhang ist zu betonen, dass fehlende finanzielle Mittel der Gesellschaft für sich 
allein keinen Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund darstellen, da ansonsten die Haf-
tungsvorschrift von Art. 52 Abs. 1 AHVG weitgehend ihres Gehaltes entleert würde. Es liegen 
weder Anhaltspunkte vor noch werden solche geltend gemacht, die das fehlerhafte Verhalten 
der GmbH im Zusammenhang mit der Beitragsabrechnung und -ablieferung als gerechtfertigt 
erscheinen liessen, beziehungsweise ein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahr-
lässigkeit ausschliessen würden. Besondere Umstände, welche die Verletzung der Beitragszah-
lungspflicht ausnahmsweise als gerechtfertigt erscheinen lassen, sind jedenfalls nicht ersicht-
lich. Dies wäre namentlich dann der Fall, wenn Sozialversicherungsbeiträge vorübergehend in 
der Absicht zurückbehalten worden wären, in einer schwierigen finanziellen Situation die Exis-
tenz des Unternehmens zu retten (BGE 108 V 187 E. 2). Solche Bemühungen – etwa die Einlei-
tung von Sanierungsmassnahmen – sind hier nicht gegeben. Die Schadenersatzforderung hat 
ihre Ursache klarerweise in einer Missachtung der Vorschriften zur Beitragszahlungs- und Ab-
rechnungspflicht. Da die Missachtung dieser Pflichten als schuldhaftes Verhalten zu qualifizie-
ren ist, müsste die Haftung der GmbH für den entstandenen Schaden grundsätzlich bejaht wer-
den.  
 
3.1 Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, die im Zeitpunkt der Geltendmachung der 
Haftung nicht mehr besteht oder infolge Konkurseröffnung nicht mehr belangbar ist, so können 
gegebenenfalls subsidiär die verantwortlichen Organe in Anspruch genommen werden 
(BGE 123 V 15 E. 5b, 122 V 66 E. 4a, 119 V 405 E. 2, 114 V 219 ff. E. 3). In BGE 129 V 11 ff. 

 
 
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hat das Bundesgericht diese Rechtsprechung bestätigt und entschieden, dass kein Anlass be-
stehe, von der konstanten Rechtsprechung zur Arbeitgeber-Organhaftung abzuweichen 
(BGE 129 V 11 ff. E. 3 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch NUSSBAUMER, Haf-
tung des Verwaltungsrates, S. 1071 ff., insbesondere S. 1075 f.). 
 
3.2 Bei der Prüfung der Organhaftung bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung 
(GmbH) ist zu beachten, dass diese grundsätzlich eine dreiteilige Organisation aufweist: Von 
Gesetzes wegen sind als Organe die Gesellschafterversammlung (Art. 804 ff. des Bundesge-
setzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Fünfter Teil: Obligati-
onenrecht [OR], vom 30. März 1911), die Geschäftsführung und Vertretung (Art. 809 ff. OR) 
sowie die Revisionsstelle (vgl. Art. 818 OR) vorgesehen. Grundsätzlich sieht das Gesetz in 
Art. 809 Abs. 1 OR die sogenannte Selbstorganschaft vor, d.h. die Geschäftsführung und Ver-
tretung erfolgt durch alle Gesellschafter. In dieser Konstellation ist dann auch jeder Gesellschaf-
ter zugleich Organ der Gesellschaft (ROLAND TRUFFER/DIETER DUBS, Kommentar zum schwei-
zerischen Privatrecht, Obligationenrecht II, 5. Aufl., Basel/Frankfurt am Main 2016, N 1 ff. zu 
Art. 808). 
 
3.3 Rechtsprechungsgemäss sind bei einer Aktiengesellschaft alle Mitglieder des Verwal-
tungsrates unabhängig davon, welche Aufgaben sie tatsächlich erfüllen, Organe im formellen 
Sinn (Urteil des Bundesgerichts vom 30. September 2011, 9C_317/2011, E. 4.1.1) und damit 
grundsätzlich haftbar. Gemäss Art. 827 OR gelten für die Verantwortlichkeit der bei der Gesell-
schaftsgründung beteiligten und der mit der Geschäftsführung und der Kontrolle einer GmbH 
betrauten Personen sowie der Liquidatoren die Bestimmungen über die Aktiengesellschaft ana-
log. Die Kriterien, welche die Rechtsprechung für die Organhaftung bei der Aktiengesellschaft 
gebildet hat, lassen sich daher auf die Organe einer GmbH übertragen (vgl. THOMAS 
NUSSBAUMER, Das Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG, in: Schaffhauser/Kieser 
[Hrsg.], Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 104). Ist demnach 
eine GmbH als Selbstorganschaft organisiert, herrscht in Bezug auf Art. 52 AHVG Klarheit über 
die haftbaren Organe. Alle Gesellschafter sind in analoger Anwendung von Art. 754 OR in Ver-
bindung mit Art. 759 Abs. 1 OR sowohl der Gesellschaft als auch den Gesellschaftsgläubigern 
für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung der 
ihnen obliegenden Pflichten verursachen, wobei sie solidarisch dafür haften, wenn sie für den 
gleichen Schaden verantwortlich sind (BGE 114 V 214 E. 3). 
 
4.1 Gemäss dem Handelsregisterauszug des Kantons Basel-Landschaft war der Be-
schwerdeführer zunächst als Gesellschafter sowie auch als Geschäftsführer mit Einzelunter-
schriftsberechtigung im Handelsregister eingetragen. Seit 16. November 2015 fungierte er bis 
zur Löschung der GmbH anschliessend als Gesellschafter mit Einzelunterschrift. Während der 
Periode, für welche C.____ den unstrittig gebliebenen Banküberweisungen zufolge als potenti-
eller Arbeitnehmer der GmbH in Frage kommt, hatte der Beschwerdeführer somit unbestritte-
nermassen eine Gesellschafterstellung inne. In dieser Eigenschaft unterstand er der formellen 
Organhaftung. Zu beachten ist jedoch, dass nicht jedes der Gesellschaft anzulastende Ver-
schulden auch ein solches ihrer Organe ist. Vielmehr ist abzuwägen, ob und inwieweit eine 
Handlung der juristischen Person einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche 

 
 
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respektive faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Das Bundesgericht betont in 
seiner – zur Organhaftung bei der Aktiengesellschaft entwickelten – Rechtsprechung allerdings 
regelmässig, dass an die Sorgfaltspflicht der Organe grundsätzlich strenge Anforderungen zu 
stellen sind (ZAK 1985 S. 620). Es ist vom Leitsatz des Bundesgerichts auszugehen, gemäss 
welchem eine grobe Fahrlässigkeit dann besteht, „wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, 
was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beacht-
lich hätte einleuchten müssen.“ Für das Organ einer Firma ist das Mass der zu verlangenden 
Sorgfalt abzustufen, entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmännischen Belangen 
derjenigen Arbeitgeberkategorie, welcher der Betreffende angehört, üblicherweise erwartet 
werden kann und muss (ZAK 1985 S. 260 mit Hinweisen). Ob ein Organ schuldhaft gehandelt 
hat, hängt demnach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm 
übertragen wurden. Dabei kann vereinfachend gesagt werden, dass je kleiner und überschau-
barer die Tätigkeit einer Firma ist, desto eher davon ausgegangen werden kann, dass die Or-
gane über sämtliche Geschäfte Bescheid wissen und daher auch Kenntnis davon haben, wenn 
in Einzelfällen die Abrechnung über Lohnbeiträge nicht erfolgt ist oder ausstehende Beitrags-
zahlungen nicht geleistet werden (BGE 108 V 202 E. 3a; Urteil des EVG vom 19. Juli 1996, H 
308/95, E. 5a). In diesem Fall wird die Grobfahrlässigkeit regelmässig gegeben sein (BGE 103 
V 125; THOMAS NUSSBAUMER, Haftung des Verwaltungsrates, a.a.O., S. 1078). 
 
4.2 Bei der GmbH handelte es sich um eine sehr kleine, offensichtlich überschaubar organi-
sierte Unternehmung mit sehr einfacher Verwaltungsstruktur. Bei derart leicht überschaubaren 
Verhältnissen muss von einem Gesellschafter einer GmbH verlangt werden, dass er den Über-
blick über alle wesentlichen Belange des Unternehmens hat. In diesen Konstellationen werden 
praxisgemäss auch erhöhte Anforderungen an Kenntnis und Erledigung von Abrechnungs- und 
Zahlungsverkehr gegenüber der Kasse gestellt. Es kann dabei auf die analog zur Anwendung 
gelangende Rechtsprechung verwiesen werden, wonach bei einfachen Verhältnissen von ei-
nem Organ einer Aktiengesellschaft, das die Verwaltung der Gesellschaft zu besorgen hat, in 
der Regel der Überblick über alle wesentlichen Belange selbst dann verlangt werden kann, 
wenn es seine Befugnisse weitgehend an einen Geschäftsführer delegiert hat (BGE 108 V 199 
E. 3b). Auch bei einer insbesondere wie vorliegend einfach strukturierten GmbH hat sich des-
halb jeder Gesellschafter periodisch über den Geschäftsgang und die wichtigsten Geschäfte zu 
orientieren, auch wenn sie nicht zu seinem primären Aufgabenbereich gehören. Er muss Rapp-
orte verlangen, ist verpflichtet, diese sorgfältig zu studieren und muss nötigenfalls ergänzende 
Auskünfte einholen, um Irrtümer abzuklären und bei Unregelmässigkeiten eingreifen zu können. 
Die Rechtslage ist insoweit nicht anders als bei einer Aktiengesellschaft (BGE 114 V 223 E. 4a). 
Angesichts der offensichtlich sehr kleinen Organisationsstruktur hätte der Beschwerdeführer 
daher im vorliegenden Fall über sämtliche sozialversicherungsrechtlichen Belange und in die-
sem Zusammenhang insbesondere auch über die Abrechnung der Lohnbeiträge Bescheid wis-
sen und entsprechenden Einfluss nehmen müssen. Die Tatsache, dass dies unterblieb, ist – 
entgegen seinen Vorbringen in der Beschwerde – als Grobfahrlässigkeit zu qualifizieren. Ein 
persönliches Verschulden des Beschwerdeführers wäre daher ebenfalls grundsätzlich zu beja-
hen. 
 

 
 
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4.3 Wenn der Beschwerdeführer zu seiner persönlichen Entlastung geltend macht, dass 
nicht er, sondern E.____ der eigentliche Geschäftsführer der GmbH gewesen sei, läuft dieser 
Einwand dem vorstehend Gesagten zufolge ins Leere. Kraft seiner formellen Organstellung 
hätte er darauf achten müssen, dass keine Beitragsausstände entstehen und ein Lohn nur in 
dem Umfang ausgerichtet wird, als die darauf geschuldeten Beiträge auch tatsächlich bezahlt 
werden. Daran würde auch nichts ändern, wenn er die Geschäftsführungskompetenzen dele-
giert hätte. Hintergrund bildet der Umstand, dass es rechtsprechungsgemäss nicht ausreicht, 
wenn zwar geeignetes Personal in Form eines (faktischen) Geschäftsführers ausgewählt wird, 
dieses dann jedoch nur ungenügend überwacht wird. In seiner formellen Organeigenschaft als 
Gesellschafter der GmbH kann sich der Beschwerdeführer jedenfalls nicht damit entlasten, 
dass sich seine Rolle auf die Produkte-Entwicklung und die Kundenbeziehungen beschränkt 
habe. Als formelles Organ wäre er vielmehr verpflichtet gewesen, die Geschäftstätigkeit der 
GmbH gesamthaft zu überwachen und in diesem Zusammenhang insbesondere auch zu klä-
ren, wer für die sozialversicherungsrechtliche Unterstellung von C.____ zuständig gewesen 
wäre. Dies aber hat der Beschwerdeführer unterlassen. Ausser den vorstehend genannten 
Einwänden bringt er keine Gründe vor, die geeignet wären, die Missachtung der Beitragszah-
lungspflicht als gerechtfertigt oder zumindest als entschuldbar erscheinen zu lassen. Auch die 
Akten enthalten keine zusätzlichen Anhaltspunkte, die gegen eine Schadenersatzpflicht des 
Beschwerdeführers sprechen würden.  
 
5. Dem soeben Gesagten zufolge wäre die Haftung des Beschwerdeführers auf der Grund-
lage der schweizerischen Rechtsordnung gemäss Art. 52 AHVG somit grundsätzlich zu beja-
hen. Indessen ist zu berücksichtigen, dass der vorliegenden Streitsache ein länderübergreifen-
der Sachverhalt zu Grunde liegt, der auf der Grundlage von Art. 8 und 15 des Abkommens vom 
21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäi-
schen Gemeinschaft und ihren Mitgliedern andererseits über die Freizügigkeit (FZA) in Verbin-
dung mit Art. 3 Abschnitt A Ziffer 3 und 4 des Anhangs II zum FZA zu beurteilen ist. Dabei gilt 
es vorfrageweise zu klären, ob der in Frankreich wohnhafte Arbeitnehmer überhaupt unter die 
nach schweizerischem Recht zu bestimmende Abgabepflicht von Sozialversicherungsbeiträgen 
gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG fällt.  
 
5.1 Seit dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Schweiz und der 
Europäischen Gemeinschaft im Jahr 2002 regeln EU-Verordnungen die Koordination der Sys-
teme der sozialen Sicherheit. Am 1. April 2012 traten neue Bestimmungen zwischen der EU 
und der Schweiz in Kraft, wonach die zuvor gültigen Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 (AS 
2004 121) und Nr. 574/72 (AS 2005 3909) durch die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 
(SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11) ersetzt worden sind (nachfol-
gend VO). Auf den hier zu beurteilenden grenzüberschreitenden Sachverhalt sind diese Ver-
ordnungen in persönlicher und sachlicher Hinsicht ohne weiteres anwendbar (BGE 144 V 210). 
In Bezug auf die zeitliche Geltung hat eine differenzierte Betrachtungsweise Platz zu greifen. 
Generell ist zu beachten, dass vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung hatten (BGE 132 V 215 
E. 3.1.1). Anders verhält es sich indes mit verfahrensrechtlichen Neuerungen. Diese sind man-

 
 
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gels gegenteiliger Übergangsbestimmungen mit dem Tag des Inkrafttretens sofort und in vollem 
Umfang anwendbar (BGE 132 V 215 E. 3.1.2 mit Hinweis). Es sind demnach jene Bestimmun-
gen anwendbar, welche für den jeweils strittigen Beurteilungszeitraum Geltung hatten (BGE 130 
V 329 E. 2.3). Mit Blick auf die vorliegend umstrittene Beitragszeit für C.____ zwischen Oktober 
2010 bis Dezember 2015 resultiert deshalb, dass hinsichtlich des bis 31. März 2012 eingetrete-
nen Sachverhalts namentlich die Bestimmungen der VO Nr. 1408/71 und Nr. 572/72 Anwen-
dung finden. Mit Blick auf die ab 1. April 2012 bis Ende 2014 zu beurteilende Beitragspflicht 
erweisen sich sodann die VO Nr. 883/2004 und Nr. 987/2009 als relevant; ab 1. Januar 2015 
bis Ende 2015 sind schliesslich überdies die auf den 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Ände-
rungen gemäss Verordnung (EU) Nr. 465/2012 (AS 2015 345) zu beachten.  
 
5.2.1 Die für die Periode zwischen Oktober 2010 bis März 2012 massgebliche Rechtslage 
gemäss VO Nr. 1408/71 und Nr. 574/72 stellt sich wie folgt dar: Die Art. 13-17a VO Nr. 1408/71 
entscheiden als Kollisionsnormen über die anzuwendenden Rechtsvorschriften. Während 
Art. 13 gemäss dessen Titel allgemeine Regelungen beinhaltet, sehen die Art. 14-17a des Titels 
II der VO Nr. 1408/71 diverse Sonderregelungen vor. Als Grundregel bestimmt Art. 13 Abs. 1 
VO Nr. 1408/71, dass Personen, für die diese Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften nur eines 
Mitgliedstaats unterliegen (BGE 143 V 402 E. 6.3.2; BGE 139 V 216 E. 2.3 mit Hinweisen; 
BGE 133 V 137 E. 6.1; BGE 132 V 53 E. 6.5; Urteil 9C_409/2016 vom 21. Dezember 2016 
E. 5.1, in: SVR 2017 AHV Nr. 8 S. 19). Grundsätzlich ist demnach sowohl auf unselbständig 
Beschäftigte als auch auf selbständig tätige Personen die sogenannte „lex loci laboris“ anwend-
bar. Demnach unterstehen Personen grundsätzlich dem Sozialversicherungsrecht desjenigen 
Staats, auf dessen Territorium sie ihre Erwerbstätigkeit ausüben. Diese Anknüpfung gilt unab-
hängig vom Wohnort (Art. 13 Abs. 2 Bst. a und b VO Nr. 1408/71 [Beschäftigungsland-, Tätig-
keitsland-, oder Erwerbsortprinzip]; BGE 132 V 53 E. 4.1).  
 
Art. 14 bis 17 VO Nr. 1408/71 sehen jedoch abweichende Zuständigkeitsregeln insbesondere 
für jene Personen vor, die gewöhnlich in zwei oder mehr Mitgliedstaaten nach Art. 14 Abs. 2, 
Art. 14a Abs. 2 oder Art. 14c VO Nr. 1408/71 erwerbstätig sind (SVR 2006 KV Nr. 33 S. 123). 
Von besonderem Interesse sind hier zwei Fallkonstellationen, für welche das Wohnortprinzip 
gilt: Einerseits unterliegt eine Person den Rechtsvorschriften jenes Mitgliedstaats, in dessen 
Gebiet sie wohnt, wenn sie eine abhängige Tätigkeit zum Teil im Gebiet ihres Wohnsitzstaates 
ausübt oder wenn sie für mehrere Unternehmen oder mehrere Arbeitgeber abhängig tätig ist, 
die ihren Sitz oder Wohnsitz im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten haben (Art. 14 Abs. 2 lit. b 
Bst. i VO Nr. 1408/71). Andererseits unterliegt gemäss Art. 14a Abs. 2 Satz 1 VO Nr. 1408/71 
eine Person, die eine selbständige Tätigkeit gewöhnlich im Gebiet von zwei oder mehr Mitglied-
staaten ausübt, ebenfalls den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet sie 
wohnt, wenn sie ihre Tätigkeit zum Teil im Gebiet dieses Mitgliedstaats ausübt. Für beide Aus-
nahmefälle gilt, dass die betroffene Person für die Anwendung der nach dieser Norm bestimm-
ten Rechtsvorschriften so behandelt wird, als ob sie ihre gesamten Erwerbstätigkeiten im Ge-
biet des betreffenden Wohnmitgliedstaats ausüben würde (Art. 14d Abs. 1 VO Nr. 1408/71; Ur-
teile 9C_409/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 7.2.1, in: SVR 2017 AHV Nr. 8 S. 19, und 
9C_560/2015 vom 15. April 2016 E. 3.2.2 am Ende). 
 

 
 
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5.2.2 Titel II der im vorliegenden Fall für die Periode zwischen April 2012 bis Ende 2014 an-
wendbaren VO Nr. 883/2004 (vgl. oben, Erwägung 5.2 zuvor) enthält ebenfalls allgemeine Kol-
lisionsregeln zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften. Wie bereits Art. 13 
Abs. 1 VO Nr. 1408/71 (vgl. Erwägung 5.3.1 zuvor) legt Art. 11 Abs. 1 VO Nr. 883/2004 zu-
nächst den kollisionsrechtlichen Grundsatz der Einheitlichkeit der anwendbaren Rechtsvor-
schriften in dem Sinne fest, wonach für die betroffene Person die Rechtsvorschriften nur eines 
Mitgliedstaats massgebend sind. Unverändert gelten auch unter der Herrschaft der VO Nr. 883/ 
2004 bei Arbeitnehmenden und selbständig Erwerbenden sodann grundsätzlich weiterhin die 
Rechtsvorschriften jenes Mitgliedstaats, in dem sie ihre Tätigkeit ausüben (Erwerbsortprinzip; 
Art. 11 Abs. 3 Bst. a VO Nr. 883/2004; BGE 143 V 52 E. 6.2.1; BGE 140 V 98 E. 6.3; Urteil 
8C_273/2015 vom 12. August 2015 E. 3.2; vgl. E. 5.2.1 hiervor).  
 
Ausnahmsweise unterliegt demgegenüber auch eine Person, die gewöhnlich in zwei oder mehr 
Mitgliedstaaten eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausübt, weiterhin den Rechtsvorschriften 
des Wohnmitgliedstaats, wenn sie dort – neu – einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt 
(Art. 13 Abs. 2 Bst. a VO Nr. 883/2004; BGE 144 V 210). Diese Bestimmung bezieht sich na-
mentlich auf Personen, die gleichzeitig oder abwechselnd eine oder mehrere gesonderte selb-
ständige Tätigkeiten in zwei oder mehr Mitgliedstaaten ausüben, und zwar unabhängig von der 
Eigenart ihrer Tätigkeiten (Art. 14 Abs. 6 VO Nr. 987/2009). Die Ausübung eines wesentlichen 
Teils der selbständigen Erwerbstätigkeit in einem Mitgliedstaat bedeutet, dass die betreffende 
Person dort einen quantitativ erheblichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt, was aber nicht notwendi-
gerweise den grössten Teil ihrer Tätigkeit darstellen muss. Als Orientierungskriterien werden 
der Umsatz, die Arbeitszeit, die Anzahl der erbrachten Dienstleistungen sowie das Einkommen 
herangezogen. Wird im Rahmen einer Gesamtbetrachtung der genannten Kriterien ein Anteil 
von weniger als 25 % erreicht, so ist dies ein Anzeichen dafür, dass ein wesentlicher Teil der 
Tätigkeit nicht in dem entsprechenden Mitgliedstaat ausgeübt wird (Art. 14 Abs. 8 Bst. b VO Nr. 
987/2009). Auch diesfalls gilt, dass die betroffenen Personen für die Zwecke der nach diesen 
Bestimmungen ermittelten Rechtsvorschriften so behandelt werden, als ob sie ihre gesamte 
selbständige Erwerbstätigkeit in ihrem Wohnsitzstaat ausüben und dort ihre gesamten Einkünf-
te erzielen würden (Art. 13 Abs. 5 VO Nr. 883/2004). Art. 13 Abs. 1 lit. a VO Nr. 883/2004 legt 
sodann auch eine Ausnahme im Sinne des Wohnortsprinzips für abhängig Beschäftigte fest. 
Demnach unterliegt eine unselbständig tätige Person ebenfalls den Rechtsvorschriften nur ihres 
Wohnsitzstaates, wenn sie dort – ebenfalls neu – einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausübt. 
Übt sie hingegen in ihrem Wohnmitgliedstaat keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit aus, unter-
liegt sie primär den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem ihr Arbeitgeber seinen Sitz 
oder Wohnsitz hat (lit. b derselben Bestimmung).  
 
Der Vollständigkeit halber ist in diesem Zusammenhang sodann auf die in Kapitel II Art. 6 
Abs. 1 Bst. a bis c VO Nr. 987/2009 festgelegten "Vorschriften über die Zusammenarbeit und 
den Datenaustausch" hinzuweisen, in welchen die vorläufige Anwendung der Rechtsvorschrif-
ten eines Mitgliedstaats geregelt wird. Besteht danach zwischen den Trägern oder Behörden 
zweier oder mehrerer Mitgliedstaaten eine Meinungsverschiedenheit darüber, welche Rechts-
vorschriften anzuwenden sind, so unterliegt die betreffende Person vorläufig den Rechtsvor-
schriften eines dieser Mitgliedstaaten, sofern in der VO Nr. 987/2009 nichts anderes bestimmt 

 
 
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ist, wobei die Rangfolge wie folgt festgelegt wird: a) den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, 
in dem die Person ihrer Beschäftigung oder selbständigen Erwerbstätigkeit tatsächlich nach-
geht, wenn die Beschäftigung oder selbständige Erwerbstätigkeit nur in einem Mitgliedstaat 
ausgeübt wird; b) den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats, in dem die Person einen Teil 
ihrer Erwerbstätigkeit(en) ausübt oder in dem sie nicht beschäftigt ist oder eine selbständige 
Tätigkeit ausübt; c) den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, deren Anwendung zuerst bean-
tragt wurde, wenn die Person einer Erwerbstätigkeit oder mehreren Erwerbstätigkeiten in zwei 
oder mehreren Mitgliedstaaten nachgeht. 
 
5.2.3 Was schliesslich die ab Januar 2015 bis Ende 2015 fragliche Beitragsperiode (oben, 
Erwägung 5.2) betrifft, enthalten die auf den 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Änderungen 
gemäss VO (EU) Nr. 465/2012 in Art. 1 Ziffer 6 eine zusätzliche Ausnahme im Sinne des Wohn-
ortprinzips. Ergänzend sieht Art. 13 Abs. 1 Ziffer  lit. a Bst. iv VO Nr. 883/2004 vor, dass eine 
Person selbst dann den Rechtsvorschriften ihres Wohnsitzstaates unterliegt, wenn sie im 
Wohnsitzmitgliedstaat keinen wesentlichen Teil ihrer (selbständigen oder unselbständigen) Tä-
tigkeit ausübt. Voraussetzung ist diesfalls, dass sie hierbei bei zwei oder mehr Unternehmen 
oder Arbeitgebern beschäftigt ist, von denen mindestens zwei ihren Sitz oder Wohnsitz in ver-
schiedenen Mitgliedstaaten ausserhalb des Wohnmitgliedstaats haben.  
 
5.3 Dies soweit die komplexe internationale Rechtslage, wie sie im vorliegenden Fall zu be-
achten ist. Etwas Abweichendes sieht auch die Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversi-
cherungen (BSV) über die Versicherungspflicht in der AHV/IV (WVP) nicht vor. Nach Rz. 2013 
und 2014 WVP (in den seit 1. Januar 2010 geltenden Fassungen) hängt die Versicherungsun-
terstellung von Personen, die in mehreren Staaten arbeiten, ebenfalls davon ab, ob sie unselb-
ständig oder selbständig erwerbstätig sind. Dabei wird die Frage des Beitragsstatuts (Arbeit-
nehmende oder selbständig Erwerbende) aufgrund des nationalen Rechts jenes Staates be-
stimmt, in welchem die jeweilige Erwerbstätigkeit ausgeübt worden ist. Insoweit gilt das Er-
werbsortsprinzip, wie es als Grundsatz auch in den dargelegten internationalen Abkommen je-
weils im Vordergrund steht. Für die Annahme einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz ist dabei  
nicht erforderlich, dass sich die natürliche Person, welcher der wirtschaftliche Ertrag ihrer Tätig-
keit zufliesst, sich in der Schweiz aufhalten muss. Es genügt, dass sich die massgebende Er-
werbstätigkeit in der Schweiz vollzieht. Mit Blick auf die hier strittigen Verhältnisse ist in Bezug 
auf die von C.____ gegenüber der GmbH erbrachten Tätigkeit der Jahre 2010 bis 2015 mithin 
entscheidend, wo sich der Mittelpunkt des wirtschaftlichen Sachverhalts befindet, der dieser 
Tätigkeit erwerblichen Charakter verliehen hat (BGE 119 V 65 E. 3b). Dieser Mittelpunkt liegt 
hier in der Schweiz: Den vorliegenden Akten zufolge war C.____ offenbar mit dem Aufbau und 
der Überwachung von IT-Lösungen und der Betreuung von Internetseiten der GmbH tätig (Akt 
181 zur Vernehmlassung der Kasse). Ob er diese Tätigkeit der Darstellung des Beschwerdefüh-
rers zufolge physisch in der Schweiz ausgeführt hat, spielt bei einer wirtschaftlichen Betrach-
tungsweise keine Rolle. Es kann in diesem Zusammenhang auf die in BGE 119 V 65 beurteilte 
Konstellation verwiesen werden, wonach sogar die Leitung eines Unternehmens, unabhängig 
davon, ob sie in der Schweiz oder massgeblich vom Ausland aus erfolgt, als in der Schweiz 
ausgeübte Tätigkeit zu gelten hat. In der vom Bundesgericht beurteilten Konstellation ging es 
um die Leitung einer Firma, im hier zu beurteilenden Fall um das Erstellen und das Unterhalten 

 
 
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von Internetseiten, welche unbestritten von der Schweiz aus betrieben worden war. Der Mittel-
punkt des wirtschaftlichen Geschehens, welches der Tätigkeit von C.____ gegenüber der 
GmbH einen erwerblichen Charakter verliehen hat, befand sich somit auch hier unzweifelhaft in 
der Schweiz.  
 
5.4 Der Beschwerdeführer bringt nun aber vor, dass C.____ in Frankreich die Unterneh-
mung F.____ geführt habe, über welche er auch die von ihm zu Gunsten der GmbH erbrachten 
Informatikdienstleistungen abgerechnet habe. C.____ sei für seine eigene Unternehmung selbst 
verantwortlich und nicht Arbeitnehmer der GmbH gewesen. Ausserdem habe er im Jahr 2013 in 
Frankreich die Unternehmung G.____ gegründet. Der Beschwerdeführer stellt sich damit letzt-
lich auf den Standpunkt, dass C.____ der AHV-rechtlichen Versicherungspflicht in der Schweiz 
nicht unterstellt gewesen sei und die GmbH gegenüber der Kasse deshalb weder einer Bei-
trags- noch einer Schadenersatzpflicht unterliegen könne. Die Kasse vertritt den gegenteiligen 
Standpunkt. Sie bringt vor, ihre Abklärungen in Frankreich hätten ergeben, dass für die von der 
GmbH an C.____ getätigten Überweisungen in Frankreich keine Sozialversicherungsabgaben 
geleistet worden seien. Auch die Beitragspflicht nach den Bestimmungen des Freizügigkeitsab-
kommens habe geklärt werden können. Die Lohnzahlungen der GmbH an C.____ seien zu 
Recht in der Schweiz zu Lasten der GmbH abgerechnet worden. 
 
5.5 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist in der fraglichen Periode von einer 
unselbständigen Tätigkeit von C.____ im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit bei der GmbH 
auszugehen. Hierfür sprechen die Lohnabrechnungen der GmbH, welche im Zeitraum von Ok-
tober 2010 bis Dezember 2015 in den Akten liegen (Akt 57-119 zur Vernehmlassung der Kas-
se) und welchen basierend auf einem monatlichen Brutto-Lohn von Fr. 2‘675.— entsprechende 
Abzüge der schweizerischen Sozialversicherungsbeiträge zu entnehmen sind. Daran vermag 
nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer den eigenen Aussagen zufolge selbst offenbar 
nie irgendwelche Lohnabrechnungen ausgestellt hat (Akt 179 zur Vernehmlassung der Kasse). 
Hintergrund bildet die Tatsache, dass er als formelles Organ verpflichtet gewesen wäre, die 
Geschäftstätigkeit der GmbH gesamthaft zu überwachen und in diesem Zusammenhang insbe-
sondere auch zu klären, wer für die sozialversicherungsrechtliche Unterstellung von C.____ 
zuständig gewesen wäre (oben, Erwägung 4.3). Für das AHV-Statut von C.____ als unselb-
ständiger Arbeitnehmer spricht sodann die Aussage des ehemaligen Geschäftsführers und Ge-
sellschafters E.____, wonach der Lohn von C.____ beim zuständigen Quellensteueramt ange-
meldet sowie auch bezahlt und dies dem Beschwerdeführer auch mitgeteilt worden sei, so dass 
der Versicherte mangels Bestätigung einer selbständigen Tätigkeit als Angestellter der GmbH 
abzurechnen sei (Akt 166 zur Vernehmlassung der Kasse). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, 
dass der Kasse auf Anfrage von den französischen Behörden am 12. September 2017 mitge-
teilt worden war, dass C.____ zwischen Januar 2001 bis August 2002 in der Eigenschaft als 
Inhaber einer Einzelfirma und selbständig erwerbstätige Person einer elsässischen Sozialversi-
cherungseinrichtung angeschlossen war, aktuell jedoch keine Kenntnis betreffend eine Wieder-
aufnahme seiner selbständigen Erwerbstätigkeit bestehe (Akt 185 zur Vernehmlassung der 
Kasse). Mit Blick auf diese Aktenlage ist die Kasse in Bezug auf die hier fragliche Tätigkeit von 
C.____ bei der GmbH zu Recht von einer unselbständigen Tätigkeit ausgegangen.  
 

 
 
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5.6.1 Mit Blick auf den länderübergreifenden Sachverhalt hat die Kasse – wie soeben darge-
legt – geprüft, ob die französischen Behörden Kenntnis betreffend eine selbständige Tätigkeit 
von C.____ besitzen (Akt 184 und 185 zur Vernehmlassung der Kasse). Zudem hat sie den 
Versicherten angefragt, wie es sich in Bezug auf seine Unternehmung G.____ verhalte (Akt 160 
zur Vernehmlassung der Kasse). Schliesslich hat sie C.____ um Auskunft ersucht, ob er in den 
Jahren 2010 bis 2016 in Frankreich selbständig oder unselbständig erwerbstätig gewesen sei 
und in welchem Pensum und zu welchem Jahreslohn er dabei gearbeitet habe (Akt 157 zur 
Vernehmlassung der Kasse). Wenn die Kasse gestützt auf diese Abklärungen, insbesondere 
auf die Antwort der französischen Behörden, nunmehr den Standpunkt vertritt, dass keine An-
zeichen dafür bestünden, dass C.____  in der Schweiz nicht der Beitragspflicht unterstehen 
würde, greift ihre Sichtweise jedoch zu kurz. Aus der eingegangenen Bestätigung der französi-
schen Behörden vom 12. September 2017 geht einzig hervor, dass diese keine Kenntnis betref-
fend eine Wiederaufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit von C.____ besitze. Diese Aus-
kunft deckt sich zwar mit den Aussagen des Versicherten, wonach er im Zusammenhang auch 
mit der Firma G.____ keiner selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehe, sondern nur als Präsi-
dent dieser Unternehmung eingetragen sei (Akt 160 zur Vernehmlassung der Kasse). Aus die-
sen Umständen alleine lässt sich jedoch noch nicht der Schluss ziehen, dass C.____ in der 
Schweiz der Beitragspflicht unterstehen würde. Den zitierten Bestimmungen zufolge (oben, Er-
wägungen 5.1 ff) ist nicht minder relevant, ob und allenfalls in welchem Umfang der Versicherte 
zwischen 2010 und 2015 nebst seiner unselbständigen Tätigkeit bei der GmbH in der Schweiz 
auch in Frankreich eine teilweise bzw. wesentliche Tätigkeit in unselbständiger Stellung er-
bracht hat. Hintergrund bilden die (bis Ende März 2012 massgebenden) vom Erwerbsortprinzip 
abweichenden Ausnahmebestimmungen von Art. 14 Abs. 2 lit. b Bst. i VO Nr. 1408/71, wonach 
eine Person den Rechtsvorschriften ihres Wohnsitzstaats unterliegt, wenn sie eine abhängige 
Tätigkeit teilweise im Gebiet dieses Staates ausübt oder wenn sie für mehrere Unternehmen 
oder mehrere Arbeitgeber abhängig tätig ist, die ihren Sitz oder Wohnsitz im Gebiet verschie-
dener Mitgliedstaaten haben (oben, Erwägung 5.2.1). Nichts anderes gilt für die Zeit ab April 
2012, sofern eine unselbständige Person zusätzlich auch in ihrem Wohnsitzstaat im Umfang 
von mindestens 25% einer unselbständigen Tätigkeit nachgegangen ist (Art. 13 Abs. 1 lit. a VO 
Nr. 883/2004; oben Erwägung 5.2.2). Die Tatsache, dass in Frankreich keine Sozialversiche-
rungsabgaben auf den hier strittigen Lohn der GmbH geleistet worden sind, ändert daran nichts. 
 
5.6.2 Der Versicherte hat gegenüber der Kasse angegeben, zwischen 2010 und 2016 nur für 
die GmbH gearbeitet zu haben (Akt 161 zur Vernehmlassung der Kasse). Seine Aussage ge-
nügt als Beweis jedoch nicht. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Versicherte ein 
nicht unmassgebliches Interesse daran hat, in der Schweiz in den Genuss von arbeitslosenver-
sicherungsrechtlichen Leistungen zu gelangen (Akt 23 zur Vernehmlassung der Kasse). Seine 
eigenen Aussagen alleine können den massgebenden Anforderungen an eine objektive Abklä-
rung des Sachverhalts von Amtes wegen daher nicht genügen. Vielmehr muss berücksichtigt 
werden, dass sich in den Akten eine Rechnungskopie der F.____ vom 19. Februar 2010 befin-
det, der zufolge ursprünglich offensichtlich noch jene Dienstleistungen des Versicherten gegen-
über der GmbH abgerechnet worden waren, für welche C.____ anschliessend von der GmbH 
ab Oktober 2010 als Unselbständiger einen Lohn erhalten hat (Akt 181 zur Vernehmlassung der 
Kasse). Ob der Versicherte ab Oktober 2010 ausschliesslich für die GmbH tätig war, ist auf-

 
 
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grund seiner eigenen Aussagen jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. 
Ebenso ist es möglich, dass er in unselbständiger Stellung für die F.____ für weitere Kunden – 
in Frankreich oder im Ausland – IT-Dienstleistungen erbracht hat. Ohne ergänzende Abklärun-
gen hinsichtlich einer allfälligen unselbständigen Tätigkeit bei der F.____, welche im Übrigen bis 
heute noch immer existiert, oder bei einem anderen Arbeitgeber, kann deshalb entgegen der 
von der Kasse vertretenen Auffassung nicht gesagt werden, dass die länderübergreifende Zu-
ständigkeit gemäss FZA und mit ihr die sozialversicherungsrechtliche Unterstellung unter das 
schweizerische Recht abschliessend geklärt sei. Ebenso lassen der Umstand, dass die F.____ 
noch immer existiert, und der Versicherte den eigenen Aussagen zufolge seit März 2016 wieder 
als Mitarbeiter einer französischen Firma angestellt sei (Akt 160 zur Vernehmlassung der Kas-
se), den gegenteiligen Schluss zu. Die Kasse wird in diesem Sinne deshalb nicht nur eine paral-
lele, unselbständige Erwerbstätigkeit bei der F.____ zu prüfen haben, sondern im Austausch 
mit den französischen Behörden auch zu klären haben, ob der Versicherte gemäss den eigenen 
Aussagen zufolge in der fraglichen Periode nicht allenfalls auch für einen sonstigen Arbeitgeber 
in unselbständiger Stellung (teilweise oder mindestens im Umfang von 25%) tätig gewesen ist. 
Sofern sich in der fraglichen Periode eine unselbständige Erwerbstätigkeit im entsprechenden 
Umfang erhärten liesse, wäre ausnahmsweise nicht vom Erwerbsort-, sondern vom Wohnsitz-
prinzip auszugehen. Diesfalls würde der Versicherte nicht dem schweizerischen AHVG unter-
stehen, was bedeuten würde, dass der Kasse mit Blick auf die bereits einvernahmten Lohn-
Beiträge zu Lasten der GmbH letztlich kein Schaden im Sinne von Art. 52 AHVG entstanden 
wäre. 
 
5.7 Zusammengefasst resultiert, dass die Kasse im Sinne der Erwägungen ergänzend ab-
zuklären haben wird, wie es sich hinsichtlich einer unselbständigen Erwerbstätigkeit von C.____ 
in Frankreich verhält. Danach wird sie erneut über die Unterstellung unter das schweizerische 
AHVG zu entscheiden und entsprechend neu zu verfügen haben. Die Beschwerde ist bei die-
sem Ergebnis gutzuheissen und im Sinne der Erwägungen zur weiteren Abklärung und zur 
Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
 
6. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten ist zu verzichten. Die ausserordentlichen Kos-
ten sind mangels anwaltlicher Vertretung des Beschwerdeführers wettzuschlagen. 
 
7. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-

 
 
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weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2). Beim vorliegenden 
Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. 
Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bun-
desgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese 
erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt 
unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 
14. Mai 2018 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklä-
rung im Sinne der Erwägungen und zur Neuverfügung an die Vo-
rinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.