# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2fdb99d-5816-58b5-a50a-574546ebf6f9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 13.11.2023 SB230215
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230215_2023-11-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB230215-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Oberrichterin lic. iur. S. Fuchs 

und Ersatzoberrichterin lic. iur. C. Jost sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Kümin Grell 

 

Urteil vom 13. November 2023 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 
vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge  

B._____ 

vertreten durch Inhaber der elterlichen Sorge  

C._____ 

verteidigt durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

 
gegen 

 
Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich,  
vertreten durch Oberjugendanwalt lic. iur. S. Zimmerlin, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Sachbeschädigung etc.  

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Horgen, Jugendgericht,  
vom 12. Dezember 2022 (DJ220005) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Jugendanwaltschaft Limmattal / Albis vom 1. September 

2022 (Urk. 13) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 40 S. 29 f.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 StGB; 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; 

− der mehrfachen Übertretung der Verordnung über die Strassenverkehrsregeln 
im Sinne von Art. 96 VRV in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 und Abs. 3 VRV. 

2. Der Beschuldigte wird zu einer persönlichen Leistung von 10 Tagen verpflichtet. 

3. Der Vollzug der persönlichen Leistung wird im Umfang von 5 Tagen aufgeschoben 

und die Probezeit auf 6 Monate festgesetzt. Im Übrigen wird die persönliche Leis-

tung vollzogen. 

4. Die Privatklägerin D._____ AG wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 die weiteren Kosten betragen; 

Fr. 200.00 Gebühr Anklagebehörde. 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt, aber definitiv abgeschrieben. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel)" 

- 3 - 

 

Berufungsanträge 
(Prot. II S. 3 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 55 S. 2) 

1. Die Berufung des Beschuldigten sei gutzuheissen, d.h. es seien die Zif-

fern 1 bis 3 des Urteils des Bezirksgerichts Horgen (Jugendgericht) vom 

12. Dezember 2022 (Geschäftsfall-Nr.: DJ220005-F/UB/NP) aufzuhe-

ben. 

2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Störung des Eisenbahnverkehrs 

freizusprechen.  

3. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Sachbeschädigung freizuspre-

chen. 

4. Die Strafe sei angemessen zu reduzieren. 

5. Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse.  

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 46) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Mit Urteil des Jugendgerichts des Bezirks Horgen vom 12. Dezember 2022 

wurde der Beschuldigte gemäss eingangs wiedergegebenem Urteilsdispositiv 

schuldig gesprochen (Urk. 40).  

- 4 - 

2. Der Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem 

angefochtenen Entscheid (Urk. 40 S. 4 f.). Die Vorinstanz eröffnete den Entscheid 

mündlich am 12. Dezember 2022 (Prot. I S. 13). Die mit Eingabe vom 15. De-

zember 2022 (Datum Poststempel; Urk 36) erklärte Berufung erweist sich als 

rechtzeitig. Die Privatklägerin und die Jugendanwaltschaft erhoben keine Beru-

fung.  

3. Das begründete Urteil (Urk. 38 = Urk. 40) wurde der Verteidigung am 28. 

März 2023 und den Eltern des Beschuldigten am 29. März 2023 zugestellt (Urk. 

39). Die Berufungserklärung wurde am 13. April 2023 zur Post gegeben (Urk. 42), 

womit die Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO gewahrt ist. Die Jugendanwaltschaft er-

hob keine Anschlussberufung (Urk. 46). 

4. Am 20. Juli 2023 wurden die Parteien zur Berufungsverhandlung vorgeladen 

(Urk. 49). Die Oberjugendanwaltschaft wurde fakultativ vorgeladen, womit ihrem 

Dispensationsgesuch vom 5. Mai 2023 (Urk. 46) bereits stattgegeben wurde. 

5. Zur Berufungsverhandlung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand 

(Art. 14 JStPO), erschien der Beschuldigte in Begleitung seiner Verteidigung so-

wie seines gesetzlichen Vertreters (Prot. II S. 3). Das Urteil erging im Anschluss 

an die Berufungsverhandlung (Prot. II S. 5 ff.). 

II. Prozessuales 

1. Der Beschuldigte verlangt Freisprüche in Bezug auf die Vorwürfe der 

Störung des Eisenbahnverkehrs und der Sachbeschädigung sowie eine ange-

messene Reduktion der Strafe (Urk. 55 S. 2). Die Berufung des Beschuldigten 

richtet sich nicht gegen die Verurteilung wegen mehrfacher Übertretung der 

Verkehrsregelverordnung, womit das Urteil in diesem Punkt – also Dispositiv-Ziff. 

1 al 3 – in Rechtskraft erwachsen ist. Ebenso in Rechtskraft erwachsen sind die 

Verweisung des Schadensersatzbegehrens der D._____ auf den Zivilweg (Dispo-

sitiv Ziff. 4) und die Kostenregelung (Dispositiv-Ziff. 5). Hiervon ist Vormerk zu 

nehmen. 

- 5 - 

 Im Umfang der Berufungsanträge – also der beantragten Aufhebung von 

Dispositiv Ziff. 1 al 1 und 2 sowie Dispositiv Ziff. 2 und 3 – ist der angefochtene 

Entscheid unter Berücksichtigung des Verschlechterungsverbots im Sinne von 

Art. 391 Abs. 2 StPO zu prüfen. 

2. Der am tt.mm.2006 geborene Beschuldigte war im Zeitpunkt der ihm 

gemäss Anklage vorgeworfenen Taten am 8. August 2021 15 Jahre alt und am 

15. Mai bzw. 2. Juli 2022 16 Jahre alt.  

 Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über das Jugendstrafrecht vom 20. Juni 

2003 (JStG) regelt dieses Gesetz die Sanktionen, welche gegenüber Personen 

zur Anwendung kommen, die vor Vollendung des 18. Altersjahres eine nach dem 

Strafgesetzbuch (StGB) oder einem anderen Bundesgesetz mit Strafe bedrohte 

Tat begangen haben. Anwendbar sind somit das Jugendstrafgesetz (JStG) sowie 

die Jugendstrafprozessordnung (Art. 1 JStPO). Die Berufungsinstanz entscheidet 

gemäss Art. 40 JStPO über Berufungen gegen erstinstanzliche Urteile des Ju-

gendgerichts. Da keine weiteren Regelungen zur Berufung vorgesehen sind, gel-

ten gemäss Art. 3 JStPO überdies die Bestimmungen der StPO sinngemäss für 

das Jugendstrafverfahren. 

3. Soweit nachfolgend auf Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid verwiesen wird, erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO 

(vgl. dazu BGer. 6B_570/2019 vom 23. September 2019, E. 4.2, m.w.H.), auch 

ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet. 

4. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und je-

des einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (BGE 141 IV 249, 

E. 1.3.1, mit Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit in der Begründung 

auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. 

5. Die Vorinstanz hat mit zutreffender Argumentation, auf die zu verweisen ist, 

eine Verletzung des Anklageprinzips verneint. Die Verteidigung erwähnte zwar in 

ihrer Berufungserklärung das Anklageprinzip (Urk. 42 S. 3 f.), setzte sich aber mit 

- 6 - 

der diesbezüglichen Argumentation der Vorinstanz (Urk. 40 S. 6 f.) nicht ausei-

nander, womit sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen. 

III. Sachverhalt 

1. Der dem Beschuldigten vorgeworfene Sachverhalt ergibt sich aus der An-

klage (Urk. 13). Der Beschuldigte ist nicht geständig und hat die Aussagen wei-

testgehend verweigert (Urk. 4/2, Urk. 4/4, Prot. I S. 8 ff., Urk. 54 S. 2 f.).  

 Die Strafbehörden setzten zur Wahrheitsfindung alle nach dem Stand von 

Wissenschaft und Erfahrung geeigneten Beweismittel ein, die rechtlich zulässig 

sind (Art. 139 Abs. 1 StPO). Beweismittel sind unter anderem die von den Straf-

behörden zusammengetragenen Akten (Art. 100 Abs. 1 lit. b StPO). Der Polizei-

rapport ist ein zulässiges Beweismittel (so explizit Urteil des Bundesgerichts 

6B_1057/2013 vom 19. Mai 2014 E. 2.3). Eine belastende Zeugenaussage ist 

grundsätzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte den Belastungszeugen we-

nigstens einmal während des Verfahrens in direkter Konfrontation befragen konn-

te (BGE 133 I 33 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1057/2013 vom 19. Mai 

2014 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 6B_886/2017 vom 26. März 2018 E. 2.3.2) 

 Beim Erstellen des Sachverhalts würdigt das Gericht die Beweise frei nach 

seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 

StPO). Die relevanten Grundsätze ergeben sich bereits aus dem vorinstanzlichen 

Entscheid (Urk. 40 S. 8 f.). Darauf ist ebenso zu verweisen wie auf die detailliert 

wiedergegebenen und zulasten des Beschuldigten verwertbaren Aussagen des 

Zeugen E._____ (Urk. 40 S. 10 ff.), auf die mit der Vorinstanz abzustellen ist. 

2.1. Gemäss Polizeirapport handelt es sich beim beschädigten D._____-Zug um 

eine Lokomotive der Linie …, welche jeweils um xx.54 in F._____ abfährt. Die 

Alarmierung der Polizei erfolgte um 18:59 Uhr (Urk. 1/1 S. 5), diejenige des Zeu-

gen E._____ um ca. 19.00 Uhr (Urk. 4/19 S. 7; Urk. 4/6 S. 1). Die Beschädigung 

der Lokomotive erfolgte also vor 19.00 Uhr.  

 Mit der Vorinstanz ist aufgrund der verlässlichen und konstanten Aussagen 

des Zeugen E._____ davon auszugehen, dass dieser den Beschuldigten und 

- 7 - 

G._____ um ca. 19.23 Uhr (vgl. Urk. 4/6 S. 1) auf der Fussgängerbrücke 

beobachtete, wie beide, als ein Zug vorbei fuhr, je eine Wurfbewegung ausführten 

und der Zeuge auch einen Aufprall hörte (Urk. 40 S. 12 f.). Darauf gestützt ist ein 

Bewerfen eines Zuges mit einem Gegenstand von einem gewissen Gewicht durch 

den Beschuldigten (und G._____) um ca. 19.23 Uhr – und damit rund 30 Minuten 

nach der Beschädigung der Lokomotive – erstellt (so auch die Meinung des Ju-

gendgerichts Schwyz betreffend G._____, Urk. 43/3 = Urk. 53 S. 10). 

2.2. Die Fotodokumentation des Sachschadens an der Lokomotive zeigt, dass 

am Scheibenwischer der Frontscheibe am oberen Ende ein roter Fetzen hängt 

und sich von dort auf der Frontscheibe für einen Einschlag auf einer Scheibe typi-

sche spinnennetzförmige Beschädigungen ausbreiten (Urk. 1/4 S. 5 f.). Bei die-

sem roten Fetzen handelt es sich um einen verknoteten, zerrissenen Ro-

bidogsack, der spurenkundlich ausgewertet wurde. Daktyloskopische Spuren oder 

DNA-Spuren wurden darauf nicht gefunden (Urk. 5/10 und 5/11).  

 Aufgrund der Fotodokumentation erscheint plausibel, dass die Frontscheibe 

der Lokomotive beschädigt wurde, weil sich im sichergestellten Robidogsack vor 

dem Aufprall ein harter Gegenstand befand, der die Scheibe beschädigte und der 

durch den Aufprall weggeschleudert wurde. Dabei stellt sich die naheliegende 

Frage, ob der Zug, welcher die besagte Fussgängerbrücke in F._____ kurz vor 

19.00 Uhr passierte, ebenfalls schon vom Beschuldigten (und G._____), und zwar 

mit ebendiesem Robidogsack, beworfen wurde.  

2.3. Dem Polizeirapport ist zu entnehmen, dass von der Einsatzzentrale in Zürich 

die Meldung gekommen sei, dass Jugendliche Züge bewerfen würden (Urk. 1/1 

S. 5). Der Zeuge E._____ erklärte, er sei von der Einsatzzentrale informiert wor-

den, dass ein durchfahrender Zug mit Steinen bzw. Gegenständen beworfen wor-

den sei (Urk. 4/19 S. 5), wobei er in der polizeilichen Einvernahme noch detaillier-

ter angab, er sei alarmiert worden, dass ein fahrender Zug von einer Brücke run-

ter mit Wurfgeschossen beworfen worden sei (Urk. 4/6 S. 1). 

 Der Lokführer des fraglichen Zuges, H._____, erklärte gemäss Polizei-

rapport, er habe Leute bemerkt, die auf dieser Brücke gestanden hätten, er habe 

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aber nicht erkennen können, wer das gewesen sei, oder eine Beschreibung 

machen. Es habe plötzlich einen lauten Knall auf der Frontscheibe gegeben. Was 

genau den Zug getroffen habe, wisse er nicht, aber die Frontscheibe sei danach 

defekt gewesen (Urk. 1/1 S. 4). Zwischen den von H._____ beobachteten "Leuten 

auf der Brücke" und der Beschädigung des Zuges besteht ein offensichtlicher Zu-

sammenhang. Es ist daher davon auszugehen, dass der Sachschaden an der 

Frontscheibe des Zuges durch Bewerfen des Zuges mit einem Gegenstand von 

der Fussgängerbrücke aus verursacht wurde. Die besagte Fussgängerbrücke un-

ter der …-Brücke über den Bahngeleisen befindet sich ausserhalb des Zentrums 

von F._____ und ist schwach frequentiert. Dass von ebendieser Fussgängerbrü-

cke aus andere Personen nur gerade eine halbe Stunde vor dem Beschuldigten 

und G._____ ebenfalls und in derselben Manier einen Zug beworfen hatten, wäre 

ein sehr grosser Zufall, zumal nicht von einem üblichen Verhalten die Rede ist. 

Dass die Polizeipatrouille, welche um 19.05 vor Ort war, keine Jugendlichen an-

traf, spricht nicht gegen eine Täteridentität im besagten Sinne. Die Täter können 

sich versteckt oder zwischenzeitlich vom Ort entfernt haben. Schliesslich kommt 

hinzu, dass der Beschuldigte wie auch G._____ von seinem Recht, die Aussagen 

zu verweigern, Gebrauch machte. Zwar darf der Umstand, dass sich ein Beschul-

digter auf sein Aussageverweigerungsrecht beruft, allein nie als Beweis seiner 

Schuld interpretiert werden. Jedoch ist es unter gewissen Umständen zulässig, 

das Schweigen zum Nachteil des Beschuldigten in die Beweiswürdigung einzube-

ziehen. Dies ist nach der Rechtsprechung der Fall, wenn belastende Beweismittel 

vorliegen und sich der Beschuldigte weigert, zu seiner Entlastung erforderliche 

Angaben zu machen, obschon eine Erklärung angesichts der belastenden Bewei-

selemente vernünftigerweise erwartet werden dürfte (zuletzt Urteil des Bundesge-

richts 6B_843/2018 Erw. 1.5. vom 8. Januar 2019). So wäre es dem Beschuldig-

ten (und G._____) durchaus zuzumuten gewesen, darzulegen, dass sie erst nach 

dem fraglichen Zeitpunkt auf die besagte Fussgängerbrücke kamen resp. mit dem 

ersten Vorfall vor 19 Uhr nichts zu tun haben. Eine entsprechende Erklärung blieb 

jedoch wie erwähnt aus. Aufgrund der aufgeführten Indizienkette, bestehen mit 

der Vorinstanz keine vernünftigen Zweifel daran, dass der Beschuldigte zusam-

men mit G._____ Gegenstände von einem gewissen Gewicht auf den vor 19 Uhr 

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vorbeifahrenden Zug … geworfen und die Frontscheibe dadurch beschädigt hat. 

In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die 

gefundenen, aufgerissenen Robidogsäcke, wovon sich einer im Scheibenwischer 

der Frontscheibe des Zugs verfing, mit unbekanntem Inhalt gefüllt und vom 

Beschuldigten (und G._____) als Wurfgeschosse benutzt worden waren (Urk. 40 

S. 14 f.). Der Sachverhalt ist demzufolge erstellt.  

3.1. Die Ausserverkehrsnahme des Zuges resp. der Unterbruch des Bahnver-

kehrs und allfällige Verspätungen durch Fahrt auf Sicht waren eine Folge der Be-

schädigung der Frontscheibe, welche dem Beschuldigten (und G._____) anzulas-

ten ist. 

3.2. Der Sachverhalt ist somit auch diesbezüglich erstellt.   

IV. Rechtliche Würdigung 

1. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass es sich vorliegend um mittäter-

schaftliches Zusammenwirken des Beschuldigten und G._____ handelt, wobei es 

für die rechtliche Beurteilung keine Rolle spielt, wer den konkreten Hundekotsack, 

der den Taterfolg herbeigeführt hat, geworfen hatte (Urk. 40 S. 16). Dass nun 

G._____ betreffend den Vorwurf, die Frontscheibe des Zugs vor 19.00 Uhr be-

schädigt zu haben, sowie hinsichtlich des Folgevorwurfs der Störung des Eisen-

bahnverkehrs vom Jugendgericht Schwyz freigesprochen wurde, mag für den Be-

schuldigten unbefriedigend sein. Ein Recht auf Gleichbehandlung im Unrecht gibt 

es nicht. Immerhin ging auch das Jugendgericht Schwyz davon aus, dass die bei-

den Beschuldigten – wie vom Zeugen E._____ beobachtet – einen Gegenstand 

von der Brücke hinunter gegen den Zug geworfen haben (Urk. 53 S. 12). 

2. Festzuhalten ist sodann, dass der erstellte Sachverhalt betreffend die 

Tathandlungen, welche der Zeuge E._____ um ca. 19.23 Uhr effektiv beobachtete 

(und welche durch das Jugendgericht Schwyz bezüglich G._____ als versuchte 

Sachbeschädigung qualifiziert wurden, Urk. 43/3 = Urk. 53), aufgrund des Ver-

schlechterungsverbots nicht zu einer Verurteilung des Beschuldigten in diesem 

Punkt führen darf.  

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3. Störung des Eisenbahnverkehrs 

3.1. Der Straftatbestand der Störung des Eisenbahnverkehrs gemäss Art. 238 

aStGB wurde per 1. Juli 2023 aufgehoben und in die nach wie vor geltende Be-

stimmung "Störung des öffentlichen Verkehrs" gemäss Art. 237 StGB integriert. 

Im vorliegenden Fall und mit Blick auf Art. 25 Abs. 1 JStG (Höchststrafe in jedem 

Fall ein Jahr Freiheitsentzug) kann das neue Recht nicht als milder angesehen 

werden, weshalb Art. 238 aStGB zur Anwendung kommt (vgl. Art. 2 Abs. 2 StGB).  

3.2. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt handelt es sich bei der Störung des 

Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 aStGB um ein konkretes Gefährdungs-

delikt (Urk. 40 S. 17). Entgegen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 55 S. 9) ent-

stand durch die in der Anklage umschrieben Tathandlungen sehr wohl eine kon-

krete Gefahrenlage, denn das Bewerfen der Züge mit Gegenständen war - wie die 

Vorinstanz zutreffend ausführte (Urk. 44 S. 17) - durchaus geeignet, eine Schnell-

bremsung zu verursachen, deren Haltedruck eine konkrete Gefährdung von Leib 

und Leben der sich im Zug befindlichen Fahrgäste zur Folge hatte. Damit hat der 

Beschuldigte den objektiven Tatbestand der Störung des Eisenbahnverkehrs 

erfüllt.  

3.3. Ebenfalls aus dem vorinstanzlichen Entscheid zu übernehmen ist, dass der 

Beschuldigte eine Störung des Eisenbahnverkehrs in Form einer Schnellbrem-

sung zumindest billigend in Kauf genommen hat, wodurch er wissentlich eine Ge-

fahr für Leib und Leben der sich im Zug befindlichen Menschen herbeigeführt hat 

(Urk. 40 S. 18). Der subjektive Tatbestand der Störung des Eisenbahnverkehrs im 

Sinne von Art. 238 Abs. 1 aStGB ist damit ebenfalls erfüllt, weshalb - mangels 

Vorliegens von Rechtfertigungsgründen - der Beschuldigte entsprechend schuldig 

zu sprechen ist.  

4. Sachbeschädigung 

4.1. Durch die in der Anklage umschriebenen Tathandlungen wurde die Front-

scheibe des Triebzugs … beschädigt. Dadurch entstanden der Privatklägerin ein 

Sachschaden sowie Folgeschäden aufgrund der Betriebsstörung und der 

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Ausserbetriebnahme des Zugs. Der objektive wie auch der subjektive Tatbestand 

von Art. 144 Abs. 1 StGB sind demnach erfüllt.  

4.2. Mangels Rechtfertigungsgründe ist der Beschuldigte in Übereinstimmung mit 

der Vorinstanz (Urk. 40 S. 19) der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

V. Sanktion 

1. Die Vorinstanz erwog mit Blick auf Art. 10 f. JStG, dass der Beschuldigte 

nicht nur tatbestandsmässig und rechtswidrig, sondern auch schuldhaft gehandelt 

hat. Nachfolgend ist eine Strafe ohne zusätzliche Schutzmassnahmen im Sinne 

von Art. 12 ff. JStG auszufällen, da solche vorliegend nicht angezeigt sind und 

von Seiten der Jugendanwaltschaft auch nicht beantragt wurden (so auch Vo-

rinstanz in Urk. 40 S. 20).  

2. Die relevanten Strafzumessungsregeln wurden im vorinstanzlichen Urteil 

korrekt und detailliert wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen wird (Urk. 40 

S. 21 f.).  

3.1. Auch die Erwägungen der Vorinstanz zur objektiven und subjektiven 

Tatschwere hinsichtlich der Störung des Eisenbahnverkehrs und der Sachbe-

schädigung sind zu übernehmen (Urk. 40 S. 23). Hervorzuheben ist dabei, dass 

das Handeln des Beschuldigten zu einer nicht zu unterschätzenden Gefährdung 

der sich im Zug befindlichen Fahrgäste führte und auch für den Bahnbetrieb er-

hebliche Konsequenzen hatte. Hinzu kommt, dass sich solche Vorfälle auf Lok-

führer traumatisch auswirken können. Mit der Vorinstanz ist von einem nicht mehr 

leichten Verschulden auszugehen. Eine Einsatzstrafe von 10 Tagen erscheint an-

gemessen.  

3.2. Hinsichtlich der nunmehr bereits rechtskräftigen Verurteilung wegen mehr-

facher Übertretung der Verkehrsregeln ist hervorzuheben, dass der Beschuldigte 

in unberechtigter Weise eine Person auf seinem Motorrad mitführte. Und obwohl 

er bezüglich der ersten Fahrt bereits in einem Strafverfahren stand, tat er dassel-

be nur rund zwei Monate später nochmals. Auch entfernte der Beschuldigte für 

- 12 - 

die zweite Fahrt das L-Schild, um weniger aufzufallen bzw. zu verschleiern, dass 

er bloss über einen Lernfahrausweis verfügte. Insgesamt erscheint unter Hinweis 

auf die ebenfalls zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zur objektiven und 

subjektiven Tatschwere (Urk. 40 S. 24) grundsätzlich eine Verpflichtung des Be-

schuldigten zu einer persönlichen Leistung von zwei Tagen als angemessen. 

Wenn die Vorinstanz hierfür aber keine Strafe ausfällte, sondern erwog, diese De-

likte fielen für die Gesamtstrafe und unter Berücksichtigung der Asperation nicht 

mehr ins Gewicht (ebd.), ist dies bereits angesichts des Verschlechterungsverbots 

zu übernehmen.  

3.3. Zur Täterkomponente ist auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen 

zu verweisen (Urk. 40 S. 25) und festzuhalten, dass auch nach der Einvernahme 

im Berufungsverfahren (Urk. 54) keine strafmindernden oder erhöhenden 

Umstände ersichtlich sind. 

4. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz erscheint vorliegend die Ausfällung 

einer Freiheitsstrafe nicht angezeigt. Es ist damit insgesamt auf eine Verpflichtung 

des Beschuldigten zu einer persönlichen Leistung im Sinne von Art. 23 JStG von 

10 Tagen zu erkennen.  

VI. Vollzug  

 Die Vorinstanz stellte dem Beschuldigten eine gute Legalprognose. Sie 

erwog, der Vollzug der Strafe sei deshalb grundsätzlich aufzuschieben, aus 

erzieherischen Überlegungen rechtfertige es sich jedoch, die Strafe teilbedingt 

auszusprechen (Urk. 40 S. 26). Mit dieser Begründung schob die Vorinstanz den 

Vollzug der persönlichen Leistung im Umfang von 5 Tagen auf und sprach in Be-

zug auf die restlichen 5 Tage den Vollzug aus, was angemessen erscheint und zu 

übernehmen ist. Eine Probezeit von 6 Monaten bezüglich der aufgeschobenen 5 

Tage erscheint zweckmässig, weshalb auch vorliegend eine solche anzusetzen 

ist.  

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VII. Kosten 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die erstinstanzliche Kostenregelung 

(Dispositiv-Ziff. 6) zu bestätigen, das heisst die Kosten der Vorinstanz inklusive 

die Gebühr für das Vorverfahren sind dem Beschuldigten grundsätzlich aufzuerle-

gen, jedoch mangels eigenen Einkommens und mangels solidarischer Haftung 

der Eltern definitiv abzuschreiben (vgl. Urk. 40 S. 28 f.).  

2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 44 Abs. 2 JStPO i.V.m. Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen 

Urteil unterliegt der Beschuldigte mit seiner Berufung vollständig. Die Kosten des 

Berufungsverfahrens sind daher dem Beschuldigten aufzuerlegen, jedoch wiede-

rum und mit derselben Begründung wie vorstehend unter Ziff. 1 erwähnt auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Von der Zusprechung einer Parteientschädigung ist 

ausgangsgemäss abzusehen (Art. 429 Abs. 1 StPO e contrario).  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Jugendgerichts Horgen vom 

12. Dezember 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− […] 

− […] 

− der mehrfachen Übertretung der Verordnung über die Strassenverkehrsregeln im 
Sinne von Art. 96 VRV in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 und Abs. 3 VRV 

2.-3. […] 

4. Die Privatklägerin D._____ AG wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. 

- 14 - 

5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'500.00 die weiteren Kosten betragen; 

Fr. 200.00 Gebühr Anklagebehörde. 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

6. […] 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 

aStGB 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

2. Der Beschuldigte wird zu einer persönlichen Leistung von 10 Tagen ver-

pflichtet. 

3. Der Vollzug der persönlichen Leistung wird im Umfang von 5 Tagen aufge-

schoben und die Probezeit auf 6 Monate festgesetzt. Im Übrigen wird die 

persönliche Leistung vollzogen.  

4. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziff. 6) wird bestätigt. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, 

aber definitiv auf die Gerichtskasse genommen.  

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die gesetzlichen Vertreter des Beschuldigten (versandt) 

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− die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich (versandt) 
− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft (versandt) 
(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− die gesetzlichen Vertreter des Beschuldigten 
− die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Jugendanwaltschaft Limmattal / Albis 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

- 16 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 13. November 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. B. Gut 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kümin Grell 
 

 
 

	Urteil vom 13. November 2023
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:  (Urk. 40 S. 29 f.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 StGB;
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB;
	 der mehrfachen Übertretung der Verordnung über die Strassenverkehrsregeln im Sinne von Art. 96 VRV in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 und Abs. 3 VRV.

	2. Der Beschuldigte wird zu einer persönlichen Leistung von 10 Tagen verpflichtet.
	3. Der Vollzug der persönlichen Leistung wird im Umfang von 5 Tagen aufgeschoben und die Probezeit auf 6 Monate festgesetzt. Im Übrigen wird die persönliche Leistung vollzogen.
	4. Die Privatklägerin D._____ AG wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber definitiv abgeschrieben.
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge (Prot. II S. 3 f.)
	1. Die Berufung des Beschuldigten sei gutzuheissen, d.h. es seien die Ziffern 1 bis 3 des Urteils des Bezirksgerichts Horgen (Jugendgericht) vom 12. Dezember 2022 (Geschäftsfall-Nr.: DJ220005-F/UB/NP) aufzuheben.
	2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Störung des Eisenbahnverkehrs freizusprechen.
	3. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Sachbeschädigung freizusprechen.
	4. Die Strafe sei angemessen zu reduzieren.
	5. Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse.
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang
	1. Mit Urteil des Jugendgerichts des Bezirks Horgen vom 12. Dezember 2022 wurde der Beschuldigte gemäss eingangs wiedergegebenem Urteilsdispositiv schuldig gesprochen (Urk. 40).
	II. Prozessuales
	1. Der Beschuldigte verlangt Freisprüche in Bezug auf die Vorwürfe der Störung des Eisenbahnverkehrs und der Sachbeschädigung sowie eine angemessene Reduktion der Strafe (Urk. 55 S. 2). Die Berufung des Beschuldigten richtet sich nicht gegen die Verur...
	Im Umfang der Berufungsanträge – also der beantragten Aufhebung von Dispositiv Ziff. 1 al 1 und 2 sowie Dispositiv Ziff. 2 und 3 – ist der angefochtene Entscheid unter Berücksichtigung des Verschlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO zu...
	2. Der am tt.mm.2006 geborene Beschuldigte war im Zeitpunkt der ihm gemäss Anklage vorgeworfenen Taten am 8. August 2021 15 Jahre alt und am 15. Mai bzw. 2. Juli 2022 16 Jahre alt.
	III. Sachverhalt
	IV. Rechtliche Würdigung
	VI. Vollzug
	VII. Kosten

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Jugendgerichts Horgen vom 12. Dezember 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 […]
	 […]
	 der mehrfachen Übertretung der Verordnung über die Strassenverkehrsregeln im Sinne von Art. 96 VRV in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 und Abs. 3 VRV

	2.-3. […]
	4. Die Privatklägerin D._____ AG wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	6. […]
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 aStGB
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB

	2. Der Beschuldigte wird zu einer persönlichen Leistung von 10 Tagen verpflichtet.
	3. Der Vollzug der persönlichen Leistung wird im Umfang von 5 Tagen aufgeschoben und die Probezeit auf 6 Monate festgesetzt. Im Übrigen wird die persönliche Leistung vollzogen.
	4. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Ziff. 6) wird bestätigt.
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber definitiv auf die Gerichtskasse genommen.
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die gesetzlichen Vertreter des Beschuldigten (versandt)
	 die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich (versandt)
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklägerschaft (versandt)
	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die gesetzlichen Vertreter des Beschuldigten
	 die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 die Jugendanwaltschaft Limmattal / Albis

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.