# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c063405e-7631-5a87-90a7-6266a17cfe26
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 26.09.2023 RV230016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RV230016_2023-09-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RV230016-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 26. September 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

betreffend Vollstreckung (Rechtsverweigerung) 

Beschwerde gegen ein Schreiben des Einzelgerichts Audienz am  
Bezirksgericht Zürich vom 4. September 2023 
 
  

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Erwägungen: 

1. a) Mit Schreiben vom 4. September 2023 teilte das Bezirksgericht 

Zürich, Einzelgericht Audienz (Vorinstanz), dem Beschwerdeführer mit, dass bei 

ihnen zum wiederholten Male eine vom 30. Juli 2023 datierende "Vollstreckungs-

gegenklage" eingegangen sei. Diese enthalte jedoch keine Geschäftsnummer 

und auch kein Rechtsbegehren, weshalb sie weder einem bestehenden Geschäft 

zugeordnet noch als neues Geschäft behandelt werden könne. Offenbar ziele die 

Eingabe darauf ab, sich über das Betreibungsamt Zürich 4 zu beschweren; für 

derartige Beschwerden sei jedoch das Einzelgericht Audienz nicht zuständig. Die 

Eingabe werde daher wieder zurückgesandt (Urk. 2). 

b) Am 12. September 2023 reichte der Beschwerdeführer (unter Beilage 

des obgenannten Schreibens) beim Obergericht eine – an die Vorinstanz adres-

sierte – Eingabe ein, welche inhaltlich kaum verständlich war. Es machte den An-

schein, als ob der Beschwerdeführer geltend machen wolle, dass er sich bereits 

mehrfach beschwert habe, die Vorinstanz jedoch darauf nicht eingegangen sei 

und nun erklärt habe, nicht zuständig zu sein, um nichts unternehmen zu müssen. 

Er lasse sich jedoch nicht unterdrücken. Seine Rechte würden immer verzögert 

und missbraucht. Es solle ihm mitgeteilt werden, wer zuständig sei (Urk. 1). 

c) Mit Schreiben vom 14. September 2023 wurde dem Beschwerdeführer 

mitgeteilt, dass seine Eingabe vom 12. September 2023 kaum verständlich sei 

und unklar bleibe, was er vom Obergericht wolle. Aus seiner Eingabe sei auch 

nicht ersichtlich, ob sie eine Rechtsverweigerungsbeschwerde darstellen solle 

(weshalb zur Kostenersparnis kein Beschwerdeverfahren eröffnet worden sei). 

Wenn doch, müsste er dies dem Obergericht bis am 27. September 2023 mittei-

len (Urk. 4). 

d) Mit Schreiben vom 21. September 2023 teilte der Beschwerdeführer 

(soweit verständlich) mit, dass es sich um eine Beschwerde handle und "somit 

den Falls aufgenommen" werden solle (Urk. 5). Entsprechend wurde hierorts ein 

Beschwerdeverfahren eröffnet. 

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2. a) Die "Vollstreckungsgegenklage" nennt als Parteien den Be-

schwerdeführer und das Betreibungsamt Zürich 4 sowie B._____ und als Betreff 

"zugestellte Pfändungen & Verlustschein ohne anhalten die entsprechende Rei-

henfolge von den Verfahren" (Urk. 3 S. 1). Sie ist sodann, wie die Beschwerde-

schrift, in kaum verständlicher Sprache abgefasst (soweit nicht bloss Gesetzes-

bestimmungen oder Bundesgerichtsentscheide zitiert werden). Wie die Vorinstanz 

korrekt dargelegt hat (Urk. 2), ist dieser Eingabe kein klares, an die Vorinstanz ge-

richtetes Rechtsbegehren zu entnehmen und es kann letztlich nur vermutet wer-

den, dass der Beschwerdeführer sich über die Handlungen des Betreibungsamts 

Zürich 4 beschweren will (die Zwangsvollstreckung solle für ungültig erklärt wer-

den; Urk. 3 am Schluss). Beschwerden gegen Verfügungen eines Betreibungsam-

tes sind jedoch nicht beim Einzelgericht Audienz am Bezirksgericht Zürich – an 

dieses war die Eingabe vom 30. Juli 2023 adressiert (vgl. Urk. 3 S. 1) – einzu-

reichen, sondern bei der unteren kantonalen Aufsichtsbehörde über Betreibungs-

ämter (Art. 17 SchKG; diese befindet sich zwar auch am Bezirksgericht Zürich, ist 

jedoch eine eigene Abteilung). Diesbezüglich hat die Vorinstanz ihre Zuständig-

keit zu Recht verneint.  

b) Nach dem Gesagten liegt keine Rechtsverweigerung vor. Die Rechts-

verweigerungsbeschwerde ist abzuweisen. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren ist von einem Streitwert von 

Fr. 8'145.-- auszugehen (vgl. Urk. 3 Blatt 3). Die zweitinstanzliche Entscheidge-

bühr ist auf Fr. 300.-- festzusetzen (vgl. Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV 

SchKG). 

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerdeschrift kein Gesuch 

um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren gestellt (Urk. 1; al-

lerdings in seiner "Vollstreckungsgegenklage", Urk. 3 Blatt 7). Ein solches wäre 

allerdings ohnehin abzuweisen gewesen, denn der Anspruch auf unentgeltliche 

Rechtspflege setzt in jedem Fall voraus, dass die Rechtsbegehren nicht aus-

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sichtslos erscheinen (Art. 117 lit. b ZPO); die Beschwerde ist jedoch als aus-

sichtslos anzusehen (vgl. vorstehende Erwägungen). 

d) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Rechtsverweigerungsbeschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerde-

führer auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer und an die Vorinstanz (zh. 

Bezirksrichterin lic. iur. E. Stoffel), je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 8'145.--. 

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Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 26. September 2023  

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
ip 

	Urteil vom 26. September 2023
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Rechtsverweigerungsbeschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer und an die Vorinstanz (zh. Bezirksrichterin lic. iur. E. Stoffel), je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...