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**Case Identifier:** f333747e-ea22-5446-b09b-4d44ebcc8323
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 25.04.2022 I/1-2020/64, 65, 66, 67, 68, 69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_I-1-2020-64--65--66-_2022-04-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2020/64, 65, 66, 67, 68, 69

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 30.11.2022

Entscheiddatum: 25.04.2022

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 25.04.2022
Art. 82 Abs. 1 lit. b, Art. 84 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 58 Abs. 1 lit. a und b, 
Art. 59 DBG (SR 642.11), Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 OR (SR 220). Im 
Rahmen verschiedener Veranlagungen wurden dem Reingewinn 
verschiedene Beträge mangels geschäftlicher Begründetheit 
hinzugerechnet. Die eingereichten Belege sind nicht geeignet, die 
angeblichen Barzahlungen an Dritte nachzuweisen. Dass einzelne 
Rechnungen quittiert wurden, reicht allein nicht aus für den Nachweis der 
Zahlung. Vielmehr ist der konkrete Einzelfall zu prüfen. Auch wenn eine 
Barzahlung belegt wurde, ist damit deren geschäftlicher Hintergrund noch 
nicht dargetan. Die Rekurrentin kann sich in dieser Hinsicht nicht auf 
Branchenüblichkeit berufen. Sie hat die Geschäftsvorfälle ebenso 
nachvollziehbar zu dokumentieren wie alle anderen Steuerpflichtigen auch 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 26. April 2022, I/1-2020/64-69).

Entscheid siehe PDF

Kanton St. Gallen 

Gerichte 

 
 

 

Verwaltungsrekurskommission 

Abteilung I - 1. Kammer 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 25. April 2022 

Besetzung  Präsident Urs Gmünder, Richter Markus Frei und Richterin Barbara 

Steinbacher, Gerichtsschreiber Philipp Lenz  

   

Geschäftsnr.   I/1-2020/64, 65, 66, 67, 68, 69 

 

   

Parteien 

 

 A __ GmbH,  

Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwalt Armin Thaler und Rechtsanwältin Erna 

Sinanovic, at ag Rechtsanwälte und Steuerexperten, Gartenstrasse 8, 

Postfach 38, 9004 St. Gallen,  

 

  gegen 

  Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

und 

 

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundes-

steuer, Eigerstrasse 65, 3003 Bern,  

Beschwerdebeteiligte,  

 

Gegenstand  Kantonssteuern und direkte Bundessteuer aufgrund der Rech-

nungsabschlüsse per 31. Dezember 2013, 2014 und 2015 

 

I/1-2020/65 

 

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Sachverhalt: 

A.- Die A.__ GmbH mit Sitz in R.__ wurde am __ ins Handelsregister eingetragen. Deren 

Zweck ist unter anderem das Ausführen von Gipserarbeiten an Neu- und Umbauten im 

Innen- und Aussenbereich. Geschäftsführer und einziger Gesellschafter der mit einem 

Stammkapital von Fr. __ ausgestatteten Gesellschaft ist B.__; er ist einzelzeichnungsbe-

rechtigt. 

B.- Die A.__ GmbH deklarierte in den Steuererklärungen 2013, 2014 und 2015 steuerbare 

Reingewinne von Fr. 5'477.– (2013), Fr. 3'421.– (2014) und Fr. 15'169.– (2015) sowie Ei-

genkapitale von Fr. 33'780.– (2013), Fr. 37'201.– (2014) und Fr. 52'370.– (2015). Im Rah-

men der zeitweise sistierten Veranlagungsverfahren rechnete das Kantonale Steueramt 

den steuerbaren Reingewinnen 2013 und 2014 je Fr. 50'000.– und dem steuerbaren Rein-

gewinn 2015 Fr. 84'665.– hinzu. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Abzüge, namentlich 

der Steuerrückstellungen, wurde die A.__ GmbH mit Verfügungen vom 28. Juli 2017 für die 

Kantonssteuern 2013, 2014 und 2015 mit steuerbaren Reingewinnen von Fr. 45'400.– 

(2013), Fr. 43'400.– (2014), Fr. 66'800.– (2015) und steuerbaren Eigenkapitalen von 

Fr. 20'000.– (2013), Fr. 14'000.– (2014), Fr. 17'000.– (2015) sowie für die direkte Bundes-

steuer mit steuerbaren Reingewinnen von Fr. 45'400.– (2013), Fr. 43'400.– (2014) und 

Fr. 66'800.– (2015) veranlagt. Die am 28. August 2017 dagegen erhobenen Einsprachen 

wies das Kantonale Steueramt hinsichtlich der Steuerperioden 2013 und 2014 mit Entschei-

den vom 13. Februar 2020 ab. Die Einsprachen gegen die Veranlagungsverfügungen 2015 

wurden dagegen – ebenfalls mit Entscheiden vom 13. Februar 2020 – teilweise gutgeheis-

sen, der steuerbare Reingewinn auf Fr. 29'500.– und das steuerbare Eigenkapital auf 

Fr. 26'000.– festgesetzt. 

C.- Mit Eingaben vom 16. März 2020 erhob die A.__ GmbH bei der Verwaltungsrekurskom-

mission des Kantons St. Gallen (VRK) Rekurse (Kantonssteuern 2013-2015) und Be-

schwerden (direkte Bundessteuer 2013-2015) gegen die Einspracheentscheide des Kanto-

nalen Steueramts vom 13. Februar 2020. Sie beantragte, die steuerbaren Gewinne seien 

auf die ursprünglich deklarierten Beträge festzusetzen (2013: Fr. 5'477.–, 2014: Fr. 3'421.–, 

2015: Fr. 15'169.–), eventualiter sei festzustellen, dass keine verdeckten Gewinnausschüt-

tungen, sondern geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand vorgelegen habe. Die Ver-

fahren der einzelnen Steuerjahre seien zudem zu vereinigen. Mit Vernehmlassung vom 

8. Mai 2020 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Rekurse und Beschwerden. Die 

Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Stellungnahme zu den Beschwer-

den. Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin nahm zur Vernehmlassung des Kantonalen 

 

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Steueramts mit Eingabe vom 22. Juni 2020 schriftlich Stellung. Das Kantonale Steueramt 

verzichtete auf eine weitere schriftliche Eingabe. 

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen: 

 

I. Prozessuales 

1.- […] 

2.- […] 

3.- a) [ …] 

b) Die Steuerpflichtige stellte den Eventualantrag, es sei festzustellen, dass keine verdeckte 

Gewinnausschüttung, sondern geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand vorliege. Das 

Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung setzt ein spezifisches schutzwürdiges, 

rechtliches oder tatsächliches Interesse voraus. Schutzwürdig ist das Interesse dann, wenn 

der Private bei Verweigerung der nachgesuchten Feststellung Vorkehrungen treffen oder 

unterlassen würde und ihm dadurch Nachteile entstünden. Eine Feststellungsverfügung fällt 

hingegen ausser Betracht, wenn das schutzwürdige Interesse mit einer rechtsgestaltenden 

Verfügung gewahrt werden kann (BGE 137 II 199 E. 6.5; RHINOW/KOLLER/KISS/THURN-

HERR/BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl. 2014, N 1279 ff.). Hier ist zu unter-

suchen, ob verbuchter Aufwand geschäftsmässig begründet war. Die Vorinstanz hat zu 

Recht darauf hingewiesen, dass die Frage, ob verdeckte Gewinnausschüttungen oder ge-

schäftsmässig nicht begründeter Aufwand vorliege, keinen Einfluss auf die Gewinnsteuer 

habe. In beiden Fällen sind die entsprechenden Aufwendungen aufzurechnen. Relevant ist 

die Beantwortung der Frage hingegen im Zusammenhang mit der Steuerpflicht natürlicher 

Personen. Auf dieser Ebene ist zu prüfen, ob die Aufrechnung eines geschäftsmässig nicht 

begründeten Aufwands beim Gesellschafter als verdeckte Gewinnausschüttung der Ein-

kommenssteuer unterliegt. In diesem Verfahren geht es jedoch ausschliesslich um die 

Steuerpflichtige als juristische Person. Ein Feststellungsinteresse liegt daher nicht vor, wes-

halb auf den Eventualantrag nicht einzutreten ist. Im Übrigen ist auf die Rekurse und die 

Beschwerden einzutreten. 

 

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II. Kantonssteuern 

4.- Im Rekursverfahren ist streitig und zu prüfen, ob die Vorinstanz in den Steuerjahren 

2013 bis 2015 zu Recht verschiedene Barzahlungen an einzelne Unterakkordantinnen dem 

Reingewinn zugerechnete. Es handelt sich um folgende Aufrechnungstatbestände: 

Jahr 2013: 65 % der Barzahlungen an C.__ GmbH Fr. 50'000.– (E. 4c) 

Jahr 2014: 75 % der Barzahlungen an D.__ GmbH, Fr. 50'000.– (E. 4d) 
 E.__ GmbH und F.__ GmbH  

Jahr 2015: Barzahlungen an die G.__ GmbH Fr. 17'400.– (E. 4e) 
 und die H.__ GmbH. 

a) Die Vorinstanz brachte vor, dass in den Geschäftsjahren 2013 bis 2015 grössere Beträge 

jeweils bar an Unterakkordantinnen bezahlt worden seien. Die Rekurrentin habe entspre-

chende Rechnungen und Regierapporte eingereicht. Die Arbeiten seien auf den Rechnun-

gen ungenau umschrieben worden, wie z.B. "Gipserarbeiten – diverse Baustellen" oder "in-

nere Verputzarbeiten". Gemeinsam sei den Regierapporten, dass die jeweiligen Baustellen 

nicht bezeichnet und insbesondere keine Adressen angegeben worden seien. Entweder sei 

pauschal über einen gewissen Zeitraum oder tageweise abgerechnet worden, was in die-

sem Umfang unüblich sei. Zudem fehlten auf den Regierapporten die Namen der Mitarbei-

ter und die Unterschriften der beauftragten Unternehmen. Zweifel an der geschäftsmässi-

gen Begründetheit der Barzahlungen ergäben sich auch aus dem Umstand, dass die Re-

kurrentin keine Barumsätze verbucht habe. Sämtliche von ihr gestellten Rechnungen seien 

mittels Banküberweisung beglichen worden. Angesichts der hohen Verlust- und Diebstahl-

risiken sei nicht nachvollziehbar, weshalb derart hohe Summen an die Unterakkordantinnen 

in bar ausbezahlt worden seien. Weiter sei eine Gesellschaft nach Art. 957a OR verpflichtet, 

ihre Geschäftsvorfälle konkret und umfassend zu dokumentieren. Weder im Veranlagungs- 

noch im Einspracheverfahren seien aber entsprechende Unterlagen, wie Offerten, Werk-

verträge oder Korrespondenz, eingereicht worden. Dies erstaune, weil im Baugewerbe re-

gelmässig Garantieleistungen beansprucht würden, die vom Verursacher des Mangels er-

bracht werden müssten. Daher seien die Aufträge zumindest minimal zu dokumentieren, 

zumal die Steuerpflichtige mit den Unterakkordantinnen keine längerfristigen Geschäftsbe-

ziehungen gepflegt habe. Gerade bei solch neuen Geschäftsbeziehungen mit Jungunter-

nehmen sei eine vertragliche Absicherung besonders wichtig. Der Nachweis der geschäfts-

mässigen Begründetheit der streitigen Zahlungen sei nicht erbracht, weshalb die Aufrech-

nung zu Recht erfolgt sei.  

Die Rekurrentin hielt demgegenüber zusammengefasst fest, dass sie aufgrund des harten 

Preiskampfes im Baugewerbe jeden Auftrag habe annehmen müssen, um weitere Aufträge 

 

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vom grössten Auftraggeber zu erhalten. Zudem habe ihr Geschäftsführer seinen Führer- 

ausweis für die Dauer von zwei Jahren abgeben müssen und sei daher auf die Chauffeur-

dienste eines Mitarbeiters angewiesen gewesen. Entsprechend habe sie Unterakkordantin-

nen beiziehen müssen. Die Barzahlungen seien von deren Geschäftsführern auf den Rech-

nungen jeweils quittiert worden. Allein aus der Höhe der Beträge könnten sich keine Zweifel 

an der geschäftlichen Begründetheit der Aufwendungen ergeben. Die Regierapporte lägen 

vor und die Geschäftsvorfälle seien ordnungsgemäss verbucht worden. Weiter habe die 

Vorinstanz die ordnungsgemäss geführte Jahresrechnung nicht rechtsgenüglich angezwei-

felt und den Beweis der materiellen Unrichtigkeit nicht erbracht. Da sie einen Teil der Bar-

zahlungen an einen unabhängigen Dritten als geschäftsmässig begründet akzeptiert habe, 

sei es willkürlich, den Rest anders zu beurteilen. 

b) Ausgangspunkt für die Bemessung des steuerbaren Reingewinns ist der Saldo der Er-

folgsrechnung unter Berücksichtigung des Saldovortrages des Vorjahres (Art. 82 Abs. 1 

lit. b StG). Dieser Saldo wird unter anderem ergänzt durch alle vor Berechnung des Saldos 

der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teile des Geschäftsergebnisses, die nicht zur De-

ckung des geschäftsmässig begründeten Aufwands verwendet werden, wie zum Beispiel 

die Kosten für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Gegenständen des 

Anlagevermögens (Art. 82 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 StG). Aufwendungen werden bei der Berech-

nung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet sind (Art. 84 

Abs. 1 StG). Inhaltlich stimmen diese Vorschriften weitgehend mit dem Recht zur direkten 

Bundessteuer überein (Art. 58 Abs. 1 lit. a und b sowie Art. 59 DBG), weshalb nachfolgend 

auch auf die entsprechende Rechtsprechung und Lehre zu den bundesrechtlichen Vor-

schriften verwiesen werden kann. Mangels gesetzlicher Definition des Begriffs des ge-

schäftsmässig begründeten oder geschäftsmässig nicht begründeten Aufwands muss je-

weils im Einzelfall unter Würdigung aller Umstände bestimmt werden, ob ein steuerlich ab-

zugsfähiger Aufwand vorliegt. Neben den in Art. 84 StG aufgeführten Beispielen ist generell 

nur jener Aufwand abzugsfähig, welcher einem geschäftlichen Zweck dient. Eine Aufwen-

dung ist dann geschäftsmässig begründet, wenn der Betrieb und der mit ihm verfolgte 

Zweck der Gewinnerzielung mit der Aufwendung in einem kausalen Zusammenhang stehen 

(BRÜLISAUER/MÜHLEMANN, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], 3. Aufl. 2017, Art. 58 DBG N 182 f.). 

Beweisbelastet für diese steuermindernden Tatsachen ist gemäss der allgemeinen Beweis-

lastregel die steuerpflichtige Person (BGE 144 II 427 E. 8.3.1 S. 449; RICHNER/FREI/KAUF-

MANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Art. 123 N 77). Bei einer buchführen-

den Steuerpflichtigen gilt der Massgeblichkeitsgrundsatz. Die Steuerpflichtige erbringt den 

Beweis für grundsätzlich steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige Begründet-

 

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heit von Ausgaben usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungs-

gemässen Buchhaltung beruht (RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., Art. 123 N 85). 

Nach dem Belegprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die ein-

zelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 OR). Als Bu-

chungsbelege gelten schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in elektronischer oder 

vergleichbarer Form, die notwendig sind, um den einer Buchung zugrundeliegenden Ge-

schäftsvorfall oder Sachverhalt nachvollziehen zu können (Abs. 3). Für die Zwecke der 

Rechnungsrevision, aber auch für gezielte Nachforschungen im Zusammenhang mit der 

Steuerbemessung oder mit Sozialabgaben müssen die Buchungstatsachen bis zum Aus-

gangspunkt der ursprünglichen Transaktion zurückverfolgt werden können (Botschaft zur 

Revision des Aktien- und Rechnungslegungsrechts vom 21. Dezember 2007, BBl 2008 

1589, S. 1698). Kann die Steuerbehörde den Hauptbeweis der buchführenden steuerpflich-

tigen Person erschüttern (indem sie z.B. Umstände darzutun vermag, die Zweifel an der 

geschäftsmässigen Begründetheit von gewissen Aufwendungen aufkommen lassen), ist es 

wiederum an der steuerpflichtigen Person, diese Zweifel auszuräumen (vgl. RICHNER/FREI/  

KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., Art. 123 N 85). 

c) Im Jahr 2013 verbuchte die Rekurrentin insgesamt fünf Barzahlungen an die C.__ GmbH 

(nachfolgend C.__) im Gesamtbetrag von Fr. 75'000.– (13. Mai: Fr. 10'000.–, 28. Mai: 

Fr. 5'000.–, 7. Juni: Fr. 10'000.–, 24. August: Fr. 25'000.–, 30. September: Fr. 25'000.–). 

Die Buchungen erfolgten über das Konto Nr. 3900 (Unterakkordanten/Fremde Arbeiten) 

und wurden in der Erfolgsrechnung als Ertragsminderung ausgewiesen (act. 6/V/03c).  

aa) Die Rechnung vom 13. Mai 2013 über Fr. 10'000.– betraf Gipserarbeiten auf diversen 

Baustellen. Gemäss dem nicht datierten Regierapport handelte es sich jedoch nur um ein 

Objekt, ein Mehrfamilienhaus in Rorschacherberg. Danach sollen dort vom 1. bis 8. Mai 

2013 200 Arbeitsstunden geleistet worden sein. Die C.__ quittierte den Erhalt der Barzah-

lung auf der Rechnung (act. 6/V/03c/1). Die Rekurrentin machte geltend, dieser Betrag de-

cke sich mit demjenigen über Fr. 15'811.20, den sie der K.__ AG, L.__, am 26. April 2013 

in Rechnung gestellt habe (act. 2a/27). Aus den Akten erschliesst sich dies jedoch nicht. 

Die entsprechende Transferbuchung ist nicht nachvollziehbar. Einerseits ist der von der 

C.__ fakturierte Betrag nicht annähernd deckungsgleich mit dem streitigen Barbetrag von 

Fr. 10'000.–. Andererseits wurde die Rechnung der C.__ nach Zeitaufwand, die Rechnung 

an die K.__ AG hingegen nach Fläche abgerechnet (act. 6/X/01b/11). Weiter will die C.__ 

die Arbeiten gemäss Regierapport zwischen dem 1. und 8. Mai 2013 ausgeführt haben, die 

Rechnung an die K.__ AG datiert indes vom 26. April 2013, mithin vor Abschluss der Arbei-

ten. Die K.__ AG bestätigte gegenüber der Vorinstanz, dass die Arbeiten auf der Baustelle 

 

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"R.__" bereits vor Rechnungsstellung ausgeführt worden seien (act. 6/IX/04). Das Vorbrin-

gen der Rekurrentin, es sei logisch, dass bei Rechnungstellung nach Fläche keine Regie-

stunden verrechnet werden könnten und der Zeitpunkt der Arbeiten nicht ersichtlich sei, hilft 

vor diesem Hintergrund nicht weiter. Dass die Daten auf dem Regierapport nicht den ei-

gentlichen Arbeitsdaten entsprächen, weil die Regierapporte oftmals erst im Nachhinein in 

Eile erstellt würden, wie die Rekurrentin weiter vorbrachte, überzeugt ebenfalls nicht. Im 

Gegenteil, dies erweckt grundsätzliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Aufzeichnungen. 

Die Rechnung vom 13. Mai 2013 korreliert auch mit keiner anderen der K.__ AG gestellten 

Faktura, namentlich nicht mit derjenigen vom 9. Mai 2013. Gemäss Rapport vom 25. April 

2013 wurden vom 12. bis 20. April 2013 lediglich 15,5 Regiestunden in "R.__" geleistet 

(act. 6/X/01a/12). 

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass es an der Rekurrentin gelegen 

wäre, die geschäftlichen Transaktionen transparent und nachvollziehbar zu belegen. Dies 

betrifft namentlich auch die geltend gemachten Leistungen von Unterakkordanten, die ei-

nem ursprünglich der Rekurrentin erteilten, von ihr aber nicht selbst ausgeführten Auftrag 

zuzuordnen sind. Dem Gericht ist es nicht zuzumuten, in den Akten nach möglichen ge-

schäftlichen Zusammenhängen zu suchen. Die Rekurrentin kann sich in dieser Hinsicht 

nicht auf Branchenüblichkeit berufen. Sie hat die Geschäftsvorfälle ebenso nachvollziehbar 

zu dokumentieren wie alle anderen Steuerpflichtigen auch.  

bb) Gemäss der Rechnung vom 28. Mai 2013 verrichtete die C.__ vom 16. bis 29. Mai 2013 

Gipserarbeiten im Umfang von 100 Stunden auf "div. Baustellen". Aufgrund des nicht da-

tierten Regierapports wurde jedoch nur auf der Baustelle "H.__strasse" gearbeitet. An wel-

chem Ort das war, ist aus den Unterlagen nicht ersichtlich. Zwar wurde der K.__ AG für 

dieses Objekt Rechnung gestellt, jedoch bereits im 11. April 2013 für 27 Stunden und am 

9. Mai 2013 für 9 Stunden (act. 6/X/01a/12 und 13), somit vor dem von der C.__ angege-

benen Zeitraum. Die geschäftsmässige Begründetheit der Barzahlung ist daher nicht dar-

getan.  

cc) Gemäss Rechnung vom 7. Juni 2013 und entsprechendem Regierapport sind im Zeit-

raum zwischen 30. Mai und 6. Juni 2013 für die Baustelle "Mehrfamilienhaus R.__" Gipser-

arbeiten im Umfang von 200 Stunden zu je Fr. 50.– erbracht und nach Angaben der Rekur-

rentin bar beglichen worden. Die Rechnung vom 30. Mai 2013 an die K.__ AG in der Höhe 

von Fr. 20'356.90 (act. 2a/29) deute darauf hin, dass der Auftrag an die C.__ weiterverge-

ben worden sei. Ein Vergleich der beiden Rechnungen zeigt indessen, dass es nicht um 

 

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dieselbe Arbeitsleistung geht. In zeitlicher Hinsicht bestätigte die K.__ AG, dass die abge-

rechneten Arbeiten für die Baustelle in R.__ im Zeitpunkt der Rechnungsstellung, somit vor 

dem 30. Mai 2013, bereits ausgeführt worden seien (act. 6/IX/04). Dies steht im Wider-

spruch zu den rapportierten Daten der C.__ (30. Mai bis 6. Juni 2013). Zudem fakturierte 

die C.__ nach Zeitaufwand, während die Rekurrentin die Arbeiten nach Fläche in Rechnung 

stellte. Der Hinweis der Rekurrentin, wonach es in der Gipserbranche bei der Dokumentie-

rung öfters zu Datumsverwechslungen komme, hilft nicht weiter. Aufgrund der zeitlichen 

und inhaltlichen Diskrepanz zwischen beiden Rechnungen ist mit der Vorinstanz von er-

heblichen Zweifeln an der geschäftsmässigen Begründetheit der Zahlung auszugehen. 

Die Rekurrentin beantragt in diesem Zusammenhang die Edition der Jahresrechnung und 

der Steuererklärung der C.__, um nachzuprüfen, ob diese Gesellschaft den streitigen Be-

trag verbucht habe. Dies würde indes nicht weiterhelfen, denn die geschäftliche Begründet-

heit ergibt sich nicht aus dem blossen Buchungsvorgang, sondern aus Zweck und Hinter-

grund einer Transaktion. Der Beweisantrag ist daher abzuweisen. Ebenso ist der Antrag, 

V.__ persönlich zu befragen, abzuweisen. Gemäss der Rekurrentin habe dieser Mitarbeiter 

den Geschäftsführer, dem für mindestens zwei Jahre der Führerausweis entzogen worden 

sei, jeweils zu den Baustellen gefahren. Da jedoch unbestritten ist, dass die Rekurrentin auf 

Baustellen tätig war, kann auf die Befragung verzichtet werden.  

dd) Mit den Akontorechnungen der C.__ vom 24. August und 30. September 2013 wurden 

der Rekurrentin jeweils pauschal Fr. 25'000.– in Rechnung gestellt und von dieser angeb-

lich bar bezahlt. Gemäss den beiden Regierapporten sollen in den Zeiträumen vom 22. Juli 

bis 19. August 2013 und 2. September bis 27. September 2013 Aussenwärmdämmungen 

angebracht worden sein, und zwar auf den Baustellen "MFH S.__" und "MFH C__" 

(act. 6/V/03c); nähere Angaben zu Mengen und Zeiten fehlen. Die Rekurrentin führte aus, 

die Leistungen der K.__ AG seien mit Rechnungen vom 12. September 2013 (Fr. 17'946.–) 

und 27. September 2013 (Fr. 13'591.80) weiterverrechnet worden (act. 2a/30 und 31). Es 

fällt zunächst auf, dass die zwei Rechnungen der C.__ (act. 6/V03c/4 und 5) die BKP-Num-

mern 262.2 (Verputzte Aussenwärmdämmung) betrafen, während der K.__ AG am 27. Sep-

tember 2013 innere Verputzarbeiten (BKP 271.0) in Rechnung gestellt wurden. Ein sachli-

cher Zusammenhang zwischen diesen beiden Rechnungen ist nicht ersichtlich. Mit Rech-

nung vom 12. September 2013 stellte die Rekurrentin der K.__ AG Gipserarbeiten für di-

verse Baustellen in Rechnung. Gemäss den Rapporten betrafen die Arbeiten den Zeitraum 

vom 19. August bis 11. September 2013. Zu jenem Zeitpunkt lag zwar die Rechnung der 

C.__ vom 24. August 2013 vor. Diese betraf jedoch den Zeitraum vom 22. Juli bis 19. Au-

 

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gust 2013. Die zweite Rechnung der C.__ wurde erst später, am 30. September 2013, er-

stellt, weshalb diese Leistungen der K.__ AG nicht bereits am 12. September 2013 fakturiert 

werden konnten. Die Rekurrentin machte geltend, die C.__ sei wohl in Liquiditätsschwierig-

keiten gewesen, weshalb pauschal akonto Fr. 25'000.– überwiesen worden seien. Da es 

sich um Akontozahlungen gehandelt habe, sei der Zeitpunkt der Rechnungsstellung nicht 

entscheidend. Aus den Akten lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb die Rekurrentin der 

C.__ für Leistungen, die sie der K.__ AG mit insgesamt Fr. 31'087.80 (Fr. 17'496.– + 

Fr. 13'591.80) in Rechnung stellte, Akontozahlungen von insgesamt Fr. 50'000.– hätte leis-

ten sollen. Soweit auch hier die Edition der Jahresrechnung und der Steuererklärung bean-

tragt wurde, kann auf die vorstehenden Ausführungen (E. 4c/cc) verwiesen werden. Der 

Beweisantrag ist abzuweisen. 

ee) Die Rekurrentin macht unter Verweis auf die Rechtsprechung der VRK (VRKE I/1-

2016/127, 128 vom 18. August 2011 E. 3c, im Internet abrufbar unter: www.sg.ch/recht/ge-

richte und dort unter Rechtsprechung) geltend, die Rechnungen der C.__ seien jeweils quit-

tiert worden, was gemäss VRK grundsätzlich zum Nachweis der Zahlung ausreiche. In die-

ser Absolutheit trifft dies jedoch nicht zu. Zu prüfen ist vielmehr der konkrete Einzelfall. Auch 

wenn eine Barzahlung rechtsgenüglich belegt wurde, ist damit deren geschäftlicher Hinter-

grund noch nicht dargetan. Lässt sich dieser nicht nachweisen, ist von berechtigten Zwei-

feln an der geschäftlichen Begründetheit auszugehen. Dies ist hier der Fall, zumal auch die 

ordnungsgemässe Buchführung in Frage steht. So wies das Kassenkonto im September 

2013 einen Negativsaldo auf, was ein gewichtiges Indiz für das Vorhandensein nicht ord-

nungsgemäss verbuchter Geschäftsvorgänge ist (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-1635/2006 vom 27. August 2008). 

ff) Somit ergibt sich, dass die geschäftsmässige Begründetheit der im Jahr 2013 an die 

C.__ geleisteten Barzahlungen im Betrag von Fr. 75'000.– nicht dargetan ist. Die Vorinstanz 

verzichtete indes auf eine vollständige Aufrechnung, weil sie es als erwiesen erachtete, 

dass die C.__ im Auftrag der Steuerpflichtigen für deren Hauptkundin, die K.__ GmbH, in 

gewissem Umfang tätig war. Sie rechnete daher Fr. 50'000.– auf, was als zurückhaltend 

erscheint.  

d) Im Steuerjahr 2014 leistete die Rekurrentin Barzahlungen in der Gesamthöhe von 

Fr. 80'300.– an die D.__ GmbH, E.__ GmbH und die F.__ GmbH. Sie macht geltend, dass 

die diesen Unterakkordantinnen bar bezahlten Beträge mit den der K.__ AG in Rechnung 

gestellten Arbeiten übereinstimmten und daher geschäftsmässig begründet seien. 

 

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aa) Aus der Rechnung der D.__ GmbH vom 23. Mai 2014 und dem nicht datierten Re-

gierapport ergibt sich, dass zwischen dem 5. und 13. Mai 2014 auf der Baustelle "MFH 

R.__" Leistungen ("innere Verputzarbeiten") im Umfang von insgesamt 226 Stunden à 

Fr. 50.– (Fr. 11'300.–) erbracht wurden (act. 6/V/04b-1). Die Steuerpflichtige verweist in die-

sem Zusammenhang auf ihre Rechnungen vom 12. und 15. Mai 2014 an die K.__ AG. Darin 

seien Arbeiten auf der Baustelle "R.__" im Wert von Fr. 3'400.– (Anteil "R.__", Rechnung 

vom 12. Mai 2014) und Fr. 2'353.30.– (Rechnung 15. Mai 2014) fakturiert worden 

(vgl. act. 1a, S. 14 Ziff. 16). Die Vorinstanz habe wissentlich eine weitere Rechnung an die 

K.__ AG über Fr. 17'168.75 ausser Acht gelassen. Inwiefern eine Verbindung zwischen den 

beiden Rechnungen vom 12. und 15. Mai 2014 (act. 6/X/02b/23 und 26) und der Rechnung 

der D.__ GmbH vom 23. Mai 2014 bestehen soll, ist nicht nachvollziehbar. Einerseits stim-

men sie betragsmässig nicht überein, andererseits wurden der K.__ GmbH mit Rechnung 

vom 12. Mai 2014 für die Arbeiten vom 5. bis 9. Mai 2014 92 Stunden in Rechnung gestellt, 

auf dem Regierapport Nr. 5 der Steuerpflichtigen wurden in dieser Zeit aber 160 Stunden 

notiert. In der Rechnung vom 15. Mai 2014 (act. 6/X/02b/24) wurden zudem nicht Stunden, 

sondern Quadratmeter und Laufmeter fakturiert. Aus der im Rekurs- und Beschwerdever-

fahren neu eingebrachten Rechnung vom 15. Mai 2014 über Fr. 17'168.75 (act. 2a/31) 

ergibt sich ebenfalls keine eindeutige Übereinstimmung der Leistungen. Es ist daraus ins-

besondere nicht ersichtlich, wann die Arbeiten ausgeführt wurden. Die geschäftliche Be-

gründetheit der weiteren Rechnungen der D.__ GmbH im Gesamtbetrag von Fr. 23'000.–, 

datiert vom 5., 15. und 29. Dezember 2014 (act. 6/V/4b/6, 7 und 8), ist ebenfalls nicht dar-

getan. Da jeweils lediglich der Vermerk "div. Baustellen von K.__ GmbH" angebracht wurde, 

ist insbesondere nicht ersichtlich, wo gearbeitet worden sein soll. Damit ist nicht nachvoll-

ziehbar, ob tatsächlich Leistungen im verrechneten Umfang erbracht wurden.  

bb) Mit zwei Rechnungen der E.__ GmbH wurden pauschal je Fr. 13'500.– für Verputzar-

beiten in Rechnung gestellt (act. 6/V/04b/2 und 3). Die Rechnung vom 22. August 2014 

(act. 6/V/46) betraf "diverse Baustellen in X.__, Y.__, S.__". Nähere Angaben zu den Ob-

jekten wurden nicht gemacht. Aus dem nicht datierten Regierapport Nr. 7 ist einzig ersicht-

lich, dass insgesamt 250 Stunden aufgeschrieben wurden. Mit der zweiten Rechnung vom 

24. September 2014 wurden ebenfalls pauschal Fr. 13'500.– für Verputzarbeiten fakturiert. 

Die Rechnung stützte sich auf den nicht datierten "Vertrag Neubau MFH, B.__", den die 

Rekurrentin mit der E.__ GmbH abgeschlossen hatte. Auffallend ist, dass gemäss Rech-

nung alle Arbeiten am 24. September 2014 ausgeführt wurden. Bei einem Stundensatz von 

Fr. 50.– hätten folglich an einem einzigen Tag mehr als 30 Personen tätig sein müssen. 

Hinzu kommt, dass die Vertragspartner eine Auftragssumme von Fr. 13'500.– (inkl. 8 Pro-

 

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zent Mehrwertsteuer) vereinbart hatten, der Rechnungsbetrag dann aber als "Akontozah-

lung pauschal" bezeichnet wurde. Wegen all dieser Unstimmigkeiten ergeben sich auch 

hier erhebliche Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit der Barzahlungen. Es 

wäre an der Rekurrentin gelegen, diese auszuräumen. Da sie unterliess, die notwendige 

Klarheit zu schaffen, hat sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. 

cc) Die F.__ GmbH stellte der Steuerpflichtigen mit Rechnungen vom 20. Oktober und 

25. November 2014 Fr. 7'000.– und Fr. 12'000.– für Verputzarbeiten in Rechnung 

(act. 6/V4b/4). Sie betrafen "Diverse Baustellen" der K.__ AG. Um welche Baustellen es 

sich handelte, erschliesst sich aus den nicht datierten Regierapporten 12 und 13 nicht. Da-

her ist es nicht möglich, die notierten Stunden einzelnen Objekten zuzuordnen und die Leis-

tungen mit denjenigen abzustimmen, die der K.__ AG in Rechnung gestellt wurden. Auffällig 

ist zudem, dass es sich gemäss Rechnungsformularen um Akontozahlungen gehandelt ha-

ben soll. Schlussrechnungen finden sich in den Akten nicht. 

dd) Somit ergibt sich, dass der geschäftliche Hintergrund der Barzahlungen im Jahr 2014 

nicht nachvollziehbar ist. Namentlich sind die Zusammenhänge mit den für die K.__ AG 

ausgeführten Arbeiten nicht ausreichend dokumentiert. Die Vorinstanz erachtete aber auch 

hier einen Teilbetrag als geschäftsmässig begründet, weshalb sie den Aufrechnungsbetrag 

eher zurückhaltend auf Fr. 50'000.– festlegte. Gleichwohl besteht kein Anlass, daran etwas 

zu ändern.  

Soweit auch hier die Edition der Jahresrechnungen und der Steuererklärungen der 

D._ GmbH, der E.__ GmbH und der F.__ GmbH beantragt wurde, ist auf die Ausführungen 

in Erwägung 4c/cc zu verweisen. Die entsprechenden Beweisanträge sind abzuweisen.  

e) aa) Im Steuerjahr 2015 verbuchte die Steuerpflichtige folgende Barzahlungen: 

16.01.2015 G.__ GmbH (div. Bauten) Fr. 10'800.– 
27.05.2015 H.__ GmbH (EFH W.__) Fr. 8'000.– 
23.10.2015 H.__ GmbH (MFH A.__, N.__) Fr. 10'800.– 
07.12.2015 H.__ GmbH (MFH B.__) Fr. 3'000.– 
14.12.2015 H.__ GmbH (EFH C.__) Fr. 4'000.– 
28.12.2015 H.__ GmbH (MFH A.__, N.__) Fr. 20'000.– 
Total  Fr. 56'600.– 

Die Vorinstanz rechnete dem steuerbaren Reingewinn 2015 Fr. 42'000.– hinzu, weil sie den 

verbuchten Aufwand nicht als vollständig geschäftsmässig begründet erachtete 

(act. 6/VIII/01). Im Einspracheverfahren korrigierte sie diese Beurteilung und akzeptierte die 

Barzahlungen im Zusammenhang mit dem MFH A.__ (Fr. 10'800.– und Fr. 20'000.–) und 

 

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dem Einfamilienhaus in W.__ (Fr. 8'000.–). Sie reduzierte den Aufrechnungsbetrag auf 

Fr. 17'400.–, wobei sich rechnerisch ein Betrag von Fr. 17'800.– ergeben hätte. Somit sind 

noch folgende Barzahlungen streitig: 

 

16.01.2015 G.__ GmbH (div. Bauten) Fr. 10'800.– 
07.12.2015 H.__ GmbH (MFH B.__) Fr. 3'000.– 
14.12.2015 H.__ GmbH (EFH C.__) Fr. 4'000.– 
Total  Fr. 17'800.– 

bb) Gemäss der Quittung der G.__ GmbH arbeitete diese Gesellschaft 250 Stunden auf 

den Baustellen W.__, Q.__, H.__ und K.__, und zwar vom 25. November bis 30. Dezember 

2014. Auf den Regierapporten wurden jedoch 256 Stunden rapportiert (W.__: 128, Q.__: 

64, H.__: 48, K.__: 16). Da unklar ist, um welche Baustellen es sich handelte, verweist die 

Steuerpflichtige auf die Rechnungen der K.__ AG vom 8. Januar (inkl. Regierapport Nr. 62) 

und 15. Januar 2015 (act. 2a/18 und 19). Dies überzeugt indes nicht, denn während die 

G.__ GmbH bspw. rapportierte, am 29. Dezember in H.__ und am 30. Dezember 2014 in 

K.__ gearbeitet zu haben, stellte die Rekurrentin der Multigips am 29. und 30. Dezember 

2014 Arbeiten in W.__ in Rechnung. Die geschäftsmässige Begründetheit ist damit keines-

wegs dargetan, wie die Rekurrentin geltend machte. Hinsichtlich des Antrags auf Edition 

der Jahresrechnung und der Steuererklärung der G.__ GmbH kann auf die Ausführungen 

in Erwägung 4c/cc verwiesen werden. Er ist abzuweisen.  

cc) Die beiden Barzahlungsquittungen der H.__ GmbH betrafen nicht näher bezeichnete 

Baustellen in B.__ und C.__. Die Leistungen wurden pauschal mit Fr. 3'000.– und 

Fr. 4'000.– in Rechnung gestellt, wobei sich die Rekurrentin nicht dazu äusserte, in welchen 

Objekten gearbeitet wurde. Sie machte einzig gelten, die Aufträge seien von einem anderen 

Gipsergeschäft (P.__) an die H.__ GmbH weitervergeben worden. Die ins Recht gelegten 

Quittungen erhellen den Sachverhalt nicht weiter (act. 2a/21 und 23) belegen aber, dass 

diese Drittgesellschaft zwei Barzahlungen an die Steuerpflichtige leistete. Auf dem Kassen-

konto wurden am 7. Dezember 2015 Fr. 3'000.– und am 14. Dezember 2015 Fr. 4'000.– 

ertragswirksam über das Konto Nr. 3000 verbucht. Da die Zahlungen an die H.__ GmbH 

als Aufwand (Konto Nr. 4400) erfasst wurden, wirkten sich beide Transaktionen erfolgs-

neutral aus. Daher rechtfertigt sich eine Aufrechnung nicht. Somit ist der Rekurs in diesem 

Punkt gutzuheissen.  

dd) Der von der Vorinstanz im Jahr 2015 aufgerechnete Betrag erweist sich demnach als 

zu hoch. Er ist um Fr. 7'000.– zu reduzieren und auf Fr. 10'400.– festzulegen. 

 

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f) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs teilweise gutzuheissen ist. Der Ein-

spracheentscheid der Vorinstanz vom 13. Februar 2020 hinsichtlich der Kantonssteuern 

2015 ist aufzuheben. Die im Steuerjahr 2015 aufgerechneten Aufwände sind auf 

Fr. 10'400.– festzusetzen. Die Sache ist zu neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Übrigen (Kantonssteuern 2013 und 2014) ist der Rekurs 

abzuweisen.  

III. Direkte Bundessteuer 

5.- Art. 82 Abs. 1 und Art. 84 Abs. 1 StG entsprechen im Wesentlichen Art. 58 und 59 DBG. 

Diese Bestimmungen harmonieren mit Art. 24 und 25 StHG. Daraus folgt, dass die Erwä-

gungen zu den Kantonssteuern für die direkte Bundessteuer analog massgebend sind. Für 

die direkte Bundessteuer ergibt sich dasselbe Ergebnis wie bei den Kantonssteuern. Dem-

nach ist die Beschwerde ebenfalls teilweise gutzuheissen. Der Einspracheentscheid der 

Vorinstanz vom 13. Februar 2020 hinsichtlich der direkten Bundessteuer 2015 ist aufzuhe-

ben. Die im Steuerjahr 2015 aufgerechneten Aufwände sind um Fr. 7'000.– zu reduzieren 

und auf Fr. 10'400.– festzusetzen. Die Sache ist zu neuer Verfügung im Sinn der Erwägun-

gen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Übrigen (direkte Bundessteuern 2013 und 2014) 

ist die Beschwerde abzuweisen.  

IV. Kosten 

6.- [Kostenspruch] 

  

 

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Entscheid: 

1. Die Rekurse I/1-2020/64, 66 und 68 sowie die Beschwerden I/1-2020/65, 67, 69 wer-

den vereinigt und gemeinsam beurteilt. 

2. Der Rekurs hinsichtlich der Kantonssteuern 2015 wird teilweise gutgeheissen und der 

Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramts vom 13. Februar 2020 aufgehoben. 

Im Übrigen werden die Rekurse abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

3. Die Beschwerde hinsichtlich der direkten Bundessteuer 2015 wird teilweise gutgeheis-

sen und der Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramts vom 13. Februar 2020 

aufgehoben. Im Übrigen werden die Beschwerden abgewiesen, soweit darauf einzu-

treten ist 

4. Die Angelegenheit wird zu neuer Verfügung (Kantonssteuern und direkte Bundes-

steuer 2015) im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

5. Die Rekurrentin hat die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'500.– (Ent-

scheidgebühr) zu bezahlen, unter Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher 

Höhe.  

6. Die Beschwerdeführerin hat die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

Fr. 1'500.– (Entscheidgebühr) zu bezahlen, unter Verrechnung des Kostenvorschus-

ses in gleicher Höhe.  

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 25.04.2022
	Art. 82 Abs. 1 lit. b, Art. 84 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 58 Abs. 1 lit. a und b, Art. 59 DBG (SR 642.11), Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 OR (SR 220). Im Rahmen verschiedener Veranlagungen wurden dem Reingewinn verschiedene Beträge mangels geschäftlicher Begründetheit hinzugerechnet. Die eingereichten Belege sind nicht geeignet, die angeblichen Barzahlungen an Dritte nachzuweisen. Dass einzelne Rechnungen quittiert wurden, reicht allein nicht aus für den Nachweis der Zahlung. Vielmehr ist der konkrete Einzelfall zu prüfen. Auch wenn eine Barzahlung belegt wurde, ist damit deren geschäftlicher Hintergrund noch nicht dargetan. Die Rekurrentin kann sich in dieser Hinsicht nicht auf Branchenüblichkeit berufen. Sie hat die Geschäftsvorfälle ebenso nachvollziehbar zu dokumentieren wie alle anderen Steuerpflichtigen auch (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 26. April 2022, I/1-2020/64-69).

		2024-05-27T01:48:48+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen