# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23f145a3-b1eb-50c6-a4f6-77f04d788a16
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-27
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 27.10.2016 106 2016 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2016-71_2016-10-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2016 71

Urteil vom 27. Oktober 2016

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Jérôme Delabays, Catherine Overney
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Partei A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Kurt Gaensli

in der Angelegenheit betreffend

B.________

Gegenstand Festlegung des Aufenthaltsortes

Beschwerde vom 17. August 2016 gegen den Entscheid des 
Friedensgerichts des Sensebezirks vom 6. Juli 2016

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. B.________, geboren im Jahr 2012, ist der Sohn von A.________, geboren 1993, und 
C.________, geboren 1991. Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet. Sie leben getrennt. 
Gemäss dem am 8. August 2012 genehmigten Unterhaltsvertrag üben die Eltern die gemeinsame 
elterliche Sorge über ihren Sohn aus.  

Mit Beschluss vom 29. Februar 2012 errichtete das Friedensgerichts des Sensebezirks 
(nachfolgend: das Friedensgericht) auf Antrag der Eltern eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne 
von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB über B.________. Es ernannte D.________ vom Jugendamt 
Freiburg zur Erziehungsbeiständin und setzte ihre Aufgaben fest.

Am 20. Juni 2012 wurde den Eltern gestützt auf Art. 310 ZGB die Obhut über ihr Kind entzogen 
und dieses in einer Institution platziert.

Im November 2012 trat A.________ zusammen mit B.________ in das Mutter-Kind-Haus 
E.________ ein. Sie verblieben dort bis August 2013. Am 7. August 2013 wurde das Kind ohne 
behördliche Anordnung – sprich im Einvernehmen mit seinen Eltern – bei der Familie F.________ 
platziert. B.________ lebt seither dort. A.________ trat am 30. November 2013 nochmals in das 
Mutter-Kind-Haus ein, welches sie im Frühjahr 2015 wieder verliess. Sie bezog in der Folge eine 
Wohnung in G.________, zuerst alleine, dann mit ihrem neuen Freund, mit welchem sie per 1. Juli 
2016 in den Kanton H.________ zog. 

B. Mit Schreiben vom 19. April 2016 gelangte A.________ an das Jugendamt und führte aus, 
sie wolle ihren Sohn zurückhaben. Zur Begründung erklärte sie, es seien in der Vergangenheit 
mehrere Vorfälle passiert, welche sie an der Eignung von Frau F.________ als Pflegemutter 
zweifeln liessen. 

Am 22. Juni 2016 kündigte der Rechtsvertreter von A.________ den Pflegevertrag mit der Familie 
F.________ per 31. Juli 2016. 

C. Mit Schreiben vom 16. Juni 2016 wandte sich die Beiständin an das Friedensgericht und 
beantragte die Festlegung des Aufenthaltsortes von B.________; sie schlug vor, die Platzierung 
des Kindes bei der Familie F.________ aufrechtzuerhalten. 

Am 1. Juli 2016 stellte A.________ ihrerseits einen Antrag auf Rückplatzierung des Kindes in ihre 
Obhut und Errichtung einer Familienhilfe. Eventualiter beantragte sie den Abschluss eines neuen 
Pflegevertrages mit einer geeigneten Pflegefamilie in I.________. In beiden Fällen ersuchte sie um 
umgehende Übertragung der Beistandschaft an die KESB J.________.

Die Eltern und die Erziehungsbeiständin wurden am 6. Juli 2016 angehört. Es wurde zudem ein 
aktueller Bericht über die Pflegefamilie F.________ eingeholt. 

Mit Entscheid vom 6. Juli 2016 wurde u.a. A.________ das Aufenthaltsbestimmungsrecht über 
ihren Sohn entzogen und dieser bis auf weiteres bei der Familie F.________ platziert. Das 
Friedensgericht legte das Besuchsrecht der Eltern fest und wies den Antrag auf Platzierung in 
einer Pflegefamilie in der Umgebung von I.________ ab. Es sah auch vor, dass aufgrund des 
Wohnsitzes der Kindsmutter die Massnahmen so rasch als möglich an die KESB J.________ zur 
Weiterführung zu übertragen sind, wobei diese ersucht wird, abzuklären, ob und unter welchen 
Bedingungen eine Rückplatzierung von B.________ zur Mutter möglich ist. 

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D. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 17. August 2016 Beschwerde. Sie beantragt 
unter Kostenfolge, die Ziffern 2, 3, 5 und 8 des Entscheides seien aufzuheben. B.________ sei in 
die Obhut seiner Mutter zurück zu platzieren unter Beizug einer Familienhilfe. Eventualiter sei eine 
Neuplatzierung des Kindes bei einer geeigneten Pflegefamilie in I.________ respektive in näherer 
Umgebung der Kindsmutter zu verfügen. 

Das Friedensgericht schloss am 1. September 2016 auf Abweisung der Beschwerde. C.________ 
nahm nicht Stellung. 

Erwägungen

1. a) Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 
Bst. c des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine 
Organisation und seine Arbeitsweise [RKG]) ist zuständig für die Beschwerden gegen Entscheide, 
die von der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des 
Gesetzes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG]).

b) Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind in 
Kindesschutzverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB).

c) Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b ZGB). Der 
angefochtene Entscheid wurde dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 18. Juli 2016 
zugestellt, so dass die am 17. August 2016 eingereichte Beschwerde rechtzeitig erfolgt ist.

d) Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind namentlich die am Verfahren beteiligten Personen und 
die der betroffenen Person nahestehenden Personen zur Beschwerde befugt.

Vorliegend wurde namentlich das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Beschwerdeführerin 
betreffend ihren Sohn aufgehoben und dessen Platzierung angeordnet. Die Beschwerdeführerin ist 
somit zur Erhebung der Beschwerde befugt.

e) Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die 
Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren 
Grundsätze der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz 
(KOKES-Praxisanleitung Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34).

f) Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der 
Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit 
aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

g) Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und – im Gegensatz zur Beschwerde gegen 
einen Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbringung (Art. 450e Abs. 1 ZGB) – 
begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB).

h) Das Friedensgericht hat mit Entscheid vom 6. Juli 2016 einer allfälligen Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung entzogen (Art. 450c ZGB). 

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2. Die Beschwerdeführerin beantragt, die Ziffern 2 (Entzug Aufenthaltsbestimmungsrecht), 
3 (Platzierung bei der Familie F.________), 5 (Besuchsrecht) und 8 (Abweisung Antrag auf 
Platzierung in einer Pflegefamilie in der Umgebung von I.________) des angefochtenen 
Entscheides seien aufzuheben. 

Sie bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe den Sachverhalt nicht richtig, bzw. nicht 
vollständig abgeklärt, insbesondere betreffend die aktuelle Situation der Mutter und der damit 
verbundenen Frage, ob eine Rückplatzierung dem Kindeswohl entgegensteht. So seien u.a. die 
Berichte überholt; weder die Beiständin noch die Vorinstanz hätten sich ein Bild über die neue 
Situation gemacht (u.a. Wohnung in G.________); die Vorinstanz stütze sich weitgehend auf die 
Aussagen der Beiständin, welche sich klar gegen eine Rückplatzierung geäussert habe und mit 
welcher die Kommunikation seit geraumer Zeit nicht mehr ideal funktioniere. Die 
Beschwerdeführerin habe ihre Vergangenheit hinter sich gelassen und ihr Leben in Ordnung 
gebracht, so dass es keinen Grund dafür gebe, dass sie sich nicht selbst um ihren Sohn kümmern 
könnte. Sie rügt ebenfalls die Unangemessenheit in Bezug auf den Entzug des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts, da zumindest eine mildere Massnahme geprüft werden müsste, 
nämlich die Rückplatzierung mit der Aufrechterhaltung der Erziehungsbeistandschaft sowie der 
Errichtung einer wöchentlichen Familienhilfe. Subsidiär sei das Kind nicht mehr bei der Familie 
F.________ sondern in der Umgebung der Mutter zu platzieren: Die bisherige Pflegefamilie 
entspreche nicht mehr dem Idealbild. Im näheren Umfeld liesse sich eine mindestens gleich gute 
Pflegefamilie finden. In diesem Fall sei eine Familie in der Nähe besser geeignet, den Kontakt 
zwischen Eltern und Kind zu verbessern. 

Die anderen Punkte des Entscheides, so namentlich die Abweisung des Antrages auf Wechsel der 
Erziehungsbeiständin (Ziffer 1) und die dieser übertragenen Aufgaben (Ziffern 6 und 7) werden 
nicht angefochten. 

Der Kindesvater hat im Beschwerdeverfahren nicht Stellung genommen, obwohl ihm dazu 
Gelegenheit geboten wurde. Im erstinstanzlichen Verfahren hat er sich gegen die Rückplatzierung 
seines Sohnes in die Obhut der Mutter und für die Platzierung bei der Familie F.________ 
ausgesprochen, wobei zu bemerken ist, dass er mit dieser verwandt ist. 

3. a) Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die 
Kindesschutzbehörde es den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, diesen wegzunehmen 
und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). Vorgenannter Artikel gliedert 
sich in die Bestimmungen über den Kindesschutz ein, welche in Art. 307 ff. ZGB normiert sind, und 
dient der Abwendung einer Gefährdung des Kindeswohls. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist 
ein Teilaspekt der elterlichen Sorge (Art. 301a Abs. 1 ZGB). Dieses beinhaltet das Recht über den 
Aufenthaltsort eines Kindes zu bestimmen, d.h. darüber zu entscheiden, ob das Kind im Haushalt 
der Eltern, dauernd oder zeitweise bei Verwandten oder einer anderen Pflegefamilie, in einem 
Internat oder einem Heim lebt (HÄFELI, Grundriss zum Erwachsenenschutzrecht mit einem Exkurs 
zum Kindesschutz, 2013, Rz. 41.28).

Die Gefährdung im Sinne von Art. 310 Abs. 1 ZGB muss darin liegen, dass das Kind in der 
elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und 
sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung 
zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern 
oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden 
an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle 
Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist immer die mildeste 
Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese sollen elterliche 

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Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität). Die Entziehung der elterlichen 
Obhut ist daher nur zulässig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder von 
vornherein als ungenügend erscheinen (Urteil BGer 5A_615/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2.2 
mit Hinweisen). Darüber hinaus ist vorausgesetzt, dass das Kind in angemessener Weise 
untergebracht wird. Kriterien bilden die Kontinuität (Bewahrung bisheriger positiver Momente, z.B. 
Pflegefamilie am Wohnort, welche den Schulbesuch im bisherigen Umfeld ermöglicht), aber auch 
die besondere Eignung einer bestimmten Institution (BREITSCHMID, in BSK ZPO I, 5. Aufl. 2014, 
Art. 310 ZGB N 9). Der laufende Kontakt mit den Eltern ist durch Besuche, Briefe und Telefonate 
aufrecht zu erhalten (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 ZGB N 10).

b) Den Akten kann insbesondere Folgendes entnommen werden: Alle – auch die 
Beschwerdeführerin (vgl. Protokoll vom 6. Juli 2016, S. 5) – sind sich einig, dass es B.________ 
grundsätzlich gut geht und er ein glückliches Kind ist. Er lebt seit August 2013 bei der Familie 
F.________ in K.________. Er besucht dort die Spielgruppe und einmal in der Woche kommt eine 
Früherzieherin in die Pflegefamilie; der Junge profitiert sehr davon und hat bereits grosse 
Fortschritte gemacht (vgl. Bericht vom 1. Juli 2016). Seine Eltern üben in verschiedenen Umfängen 
ein Besuchsrecht aus. Der Vater absolviert zurzeit eine Drogenentzugstherapie und ist daher 
weder für das Kind, noch für die Mutter eine Stütze. Die Beschwerdeführerin, geboren 1993, hat 
ihrerseits eine lange Vorgeschichte mit Aufenthalten in verschiedenen Institutionen. Es wird im 
Beschwerdeverfahren nicht bestritten, dass aus deren Berichten namentlich hervorgeht, dass sie 
nicht in der Lage ist, für ihren Sohn zu sorgen. So kann namentlich dem Bericht vom 14. Mai 2015 
des Mutter-Kind-Hauses entnommen werden, dass äussere Einflüsse sie schnell ins Wanken 
bringen und es somit gut möglich ist, dass sie wieder in ihre alten, verankerten Muster zurückfällt, 
was während des Aufenthaltes im Haus phasenweise der Fall war. Es wird auch nicht bestritten, 
dass sich die Zusammenarbeit mit der Beschwerdeführerin in der Vergangenheit schwierig 
gestaltet hat. Dies ist heute zum Teil noch so (vgl. u.a. Schreiben Jugendamt vom 16. Juni 2016; 
E-Mail Pflegefamilie vom 29. Juni 2016). Die Beschwerdeführerin hat seit Februar 2016 einen 
neuen Partner und wohnt seit einigen Monaten mit ihm zusammen. Welcher Arbeit genau er 
nachgeht, konnte die Beschwerdeführerin anlässlich der Einvernahme durch das Friedensgericht 
nicht sagen (vgl. Protokoll vom 6. Juli 2016, S. 4), dies obschon ihr Rechtsvertreter am 1. Juli 2016 
schrieb, dass eine Hochzeit in Planung sei. Es ist somit offensichtlich, dass es sich zurzeit noch 
nicht um eine gefestigte und stabile Partnerschaft handelt. Die Beschwerdeführerin hat 
gesundheitliche Probleme; sie verfügt nur über eine Niere, was ihr im Alltag Schwierigkeiten bieten 
kann (vgl. u.a. Jahresbericht Jugendamt 2015, Berichte des Mutter-Kind-Hauses). Sie ist IV-
Bezügerin und möchte nun eine Schulung zur SRK-Pflegehelferin absolvieren, wobei jedoch nicht 
klar ist, ob sie zu dieser Schulung effektiv zugelassen wird, bzw. ob sie ihr eine 
Wiedereingliederung in den freien Arbeitsmarkt ermöglichen wird, wie sie es sich erhofft. Auch dies 
wird im Beschwerdeverfahren nicht bestritten. Anlässlich der Einvernahme vom 6. Juli 2016 durch 
das Friedensgericht konnte festgestellt werden, dass sich die Beschwerdeführerin selbst nicht 
ganz im Klaren ist, wie die Ausbildung verlaufen soll. Sie ist sich jedoch sicher, dass sie den 
Mietzins der neuen Wohnung (CHF 1‘700.-/Monat) „locker“ bezahlen könnte, wenn sie den 
vorerwähnten Kurs machen würde, sollte die neue Partnerschaft in die Brüche gehen 
(vgl. Protokoll vom 6. Juli 2016, S. 6). Seit letztem Frühling ist das Verhältnis zur Pflegefamilie 
angespannt: Die Beschwerdeführerin macht ihr neuerdings diverse Vorwürfe, welche die 
Pflegeaufsicht jedoch nicht feststellen respektive bestätigen konnte. Offenbar mischt sich auch ihr 
Freund in die Kontakte mit dieser Familie ein (vgl. E-Mail Pflegefamilie vom 29. Juni 2016). Mehr 
als einmal haben die Beschwerdeführerin und ihr Freund das Kind nicht zur vorgesehenen Uhrzeit 
zur Familie F.________ zurückgebracht (vgl. Protokoll vom 6. Juli 2016, S. 3; E-Mail Pflegefamilie 
vom 29. Juni 2016). Mit Bericht der Pflegeaufsicht vom 1. Juli 2016 wurde bestätigt, dass diese 

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Familie weiterhin als Pflegeplatz geeignet ist und sie auch ihre Grenzen kennt, bzw. entsprechend 
handeln kann, namentlich mit Blick auf die gesundheitlichen Probleme der Pflegemutter (vgl. 
Bericht vom 1. Juli 2016). 

Insgesamt erweckt die Beschwerdeführerin den Eindruck, zurzeit noch eine wenig stabile Situation 
zu leben und eine unrealistische Vorstellung ihrer Zukunft zu haben, selbst wenn auch 
hervorgehoben werden muss, dass sie zumindest phasenweise versucht, ihre allgemeine Situation 
zu verbessern und sie schon einiges erreicht hat. Auch geht das, was sie will weiterhin den 
Bedürfnissen des Kindes vor: So stellt sie z.B. subsidiär den Antrag, dass B.________ die 
Pflegefamilie wechseln solle, u.a. damit die Fahrten für das Besuchsrecht kürzer seien, obschon 
sie selbst entschieden hat, ins J.________ zu ziehen. Zu keinem Zeitpunkt setzt sie sich jedoch 
mit der Frage auseinander, was es für das Kind heisst, die Pflegefamilie zu verlassen, bei welcher 
es seit seinen 1½ Jahren lebt und aufgewachsen ist, um in einer neuen, ihm fremden Familie und 
Umgebung platziert zu werden. So konnte sie auch die Frage des Friedensgerichts, was ihr durch 
den Kopf gehe, wenn sie sich in das Kind hineinversetze, nicht beantworten (vgl. Protokoll vom 
6. Juli 2016, S. 6). Der Hof nimmt schliesslich auch die Aussage des Vaters anlässlich der Sitzung 
des Friedensgerichts zur Kenntnis, gemäss welcher die Beschwerdeführerin ihn kurz vorher 
gefragt habe, „ob seine Mutter Gras brauchen könne. Er sehe B.________ schlecht dort oben, 
wenn mit Gras gehandelt werde“ (vgl. Protokoll vom 6. Juli 2016, S. 8). 

Unter diesen Umständen ist der Vorinstanz zuzustimmen, wenn sie von einer Gefährdung des 
Kindes ausgeht, sollte es umgehend in die Obhut der Mutter rückplatziert werden, dies selbst bei 
Errichtung einer Familienhilfe: Diese kann wenn nötig nur beschränkt handeln und die 
Beschwerdeführerin hat in der Vergangenheit zu Genüge gezeigt, dass sie Mühe hat, mit ihrem 
Helfernetzwerk zusammen zu arbeiten. Daran vermag auch die Tatsache, dass die Beiständin 
offenbar die Wohnung in G.________ nicht besichtigt hat, nichts zu ändern, da sich die Situation 
und deren Stabilität nicht alleine an einer ordentlichen Haushaltsführung bemisst, wie die 
Vorinstanz richtigerweise festgehalten hat. Die blosse Möglichkeit, dass die Beschwerdeführerin 
den Bedürfnissen ihres Sohnes heute allenfalls gerecht werden könnte, hält vor dem Kindeswohl, 
das es stets zu wahren gilt, nicht stand. Da sie sich grundsätzlich gegen eine Platzierung wehrt 
und sie im Juni 2016 sogar den Pflegevertrag mit der Familie F.________ kündigen liess, hat ihr 
das Friedensgericht zu Recht das Aufenthaltsbestimmungsrecht über B.________ entzogen und 
ihn bis auf weiteres bei dieser Familie platziert, bzw. den Antrag auf Platzierung in einer 
Pflegefamilie in der Umgebung von I.________ abgewiesen. Der Vorinstanz ist auch zuzustimmen, 
wenn sie festhält, dass eine allfällige Rückplatzierung nur schrittweise und unter fachkundiger 
Anleitung geschehen kann, und die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde nun 
abzuklären hat, ob und unter welchen Bedingungen eine solche Rückplatzierung möglich ist. Nur 
so kann sichergestellt werden, dass eine Rückplatzierung sowohl für das Kind als auch für die 
Mutter schonend verläuft und zu einem Erfolg wird, sprich dass das Kind nicht nach einiger Zeit 
wieder fremdplatziert werden muss. Sicherlich durfte die Mutter sich schon zeitweise alleine um 
ihren Sohn kümmern; dies kann jedoch nicht mit einer vollständigen Rückplatzierung verglichen 
werden, u.a. da sie wusste, dass B.________ nach einigen Tagen wieder zur Pflegefamilie 
zurückgehen würde. 

Zusammenfassend überwiegen die Bedürfnisse von B.________ den Wunsch der 
Beschwerdeführerin, im jetzigen Zeitpunkt mit ihm in einem Haushalt zu leben. Damit sind die von 
der Vorinstanz getroffenen Massnahmen geeignet, erforderlich und verhältnismässig. Die Rügen 
der Beschwerdeführerin gehen fehl. Die Vorinstanz hat weder den rechtserheblichen Sachverhalt 
unrichtig oder unvollständig festgestellt, noch das Recht verletzt; ihr Entscheid ist auch nicht 
unangemessen. 

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c) Die Beschwerdeführerin stellt zwar verschiedene Beweisanträge (Beschwerde, Seite 6), 
erwähnt aber mit keinem Wort, zu welchen genauen Sachverhaltspunkten die Beweise 
abzunehmen sind. Sie begründet sie auch nicht. Es ist somit für den Hof nicht ersichtlich, was sie 
an den vorerwähnten Schlussfolgerungen ändern könnten. Sie werden somit abgewiesen.

d) Das Besuchsrecht der Eltern ist bereits geregelt. Der Vater hat es nicht angefochten. Die 
Beschwerdeführerin hat einzig dessen Aufhebung im Zusammenhang mit der Rückplatzierung des 
Kindes beantragt, und nicht dessen allfällige Abänderung bei Abweisung der Beschwerde 
bezüglich der anderen Punkte. 

e) Aufgrund dieser Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen und der Entscheid vom 
6. Juli 2016 zu bestätigen. 

4. a) Die Beschwerdeführerin beantragt die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege für das 
Beschwerdeverfahren. 

Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen 
Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZPO). Der 
Beschwerdeführerin wurde im erstinstanzlichen Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zwar 
gewährt, jedoch hat sich ihre persönliche und finanzielle Situation verändert, indem sie mit ihrem 
Freund zusammengezogen ist. So weist sie nun bei einem zivilprozessualen Zwangsbedarf (vor 
Steuern, welche weder dargelegt noch belegt sind) von CHF 2‘177.30 (Grundbetrag Paar + 
Zuschlag von 20%: CHF 1‘020.-; Wohnkosten (1/2): CHF 850.-; Grundprämie KVG: CHF 307.30) 
und verfügbaren Mitteln von rund CHF 2‘750.- einen monatlichen Saldo von CHF 572.70 auf. 
Selbst wenn ihr Rechtsvertreter keine Kosten betreffend ihren Sohn geltend macht (z.B. Kosten für 
die Ausübung des Besuchsrechts) und sich noch auf die alten Kosten seiner Mandantin bezieht, ist 
davon auszugehen, dass solche bestehen und sie zu berücksichtigen sind. Die Rechtsbegehren 
waren zudem im vorliegenden Fall nicht ganz aussichtslos. Das Gesuch ist somit gutzuheissen. 

b) Aus Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO geht hervor, dass die unentgeltliche Rechtsbeiständin 
oder der unentgeltliche Rechtsbeistand vom Kanton angemessen entschädigt wird, wenn die 
unentgeltlich prozessführende Partei unterliegt.

Die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivilsachen wird aufgrund des 
Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads der Angelegenheit festgesetzt 
(Art. 57 Abs. 1 JR). Massgebend ist jener Aufwand, den ein Anwalt mit durchschnittlicher 
Arbeitserfahrung zur korrekten Führung des Verfahrens benötigt. Verrichtungen, welche in diesem 
Zusammenhang nicht erforderlich waren, sind nicht einzubeziehen (vgl. Urteil KG FR 106 2014 
155 vom 18. Dezember 2014 E. 3). Der Stundenansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR).

Aufgrund des für die vorliegende Zivilsache erforderlichen Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit 
und des Schwierigkeitsgrades der Angelegenheit wird die amtliche Entschädigung von 
Rechtsanwalt Kurt Gaensli auf einen Betrag von CHF 720.-, zuzüglich Auslagen von CHF 36.- 
(5%) sowie der MwSt. von CHF 60.50, insgesamt ausmachend CHF 816.50, festgesetzt.

5. Die Beschwerdeführerin ist mit ihren Begehren nicht durchgedrungen. Damit werden ihr 
grundsätzlich die Prozesskosten auferlegt (Art. 95, 104 Abs. 1 und 106 Abs. 1 ZPO).

Die Gerichtskosten werden pauschal auf einen Betrag von CHF 600.- festgesetzt (Art. 19 JR) und 
der Beschwerdeführerin auferlegt, unter Vorbehalt des ihr gewährten Rechts der unentgeltlichen 
Rechtspflege (Art. 122 Abs. 1 Bst. b ZPO). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid vom 6. Juli 2016 des Friedensgerichts des Sensebezirks wird bestätigt. 

II. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

A.________ wird für das Berufungsverfahren die vollständige unentgeltliche Rechtspflege 
erteilt, unter Beiordnung von Rechtsanwalt Kurt Gaensli als amtlicher Rechtsbeistand.

III. Die Gerichtskosten, bestimmt auf einen Betrag von CHF 600.-, werden A.________ 
auferlegt, unter Vorbehalt der ihr gewährten unentgeltlichen Rechtspflege.

IV. Die amtliche Entschädigung von Rechtsanwalt Kurt Gaensli wird auf CHF 816.50, inkl. MwSt. 
von CHF 60.50, festgesetzt.

V. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 27. Oktober 2016/swo

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin
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