# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d260ae7-ea62-5bf1-bc9b-9038c045b5b4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.10.2015 200 2014 755
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-755_2015-10-09.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 3. Juni 2016 gutgeheissen und 
das Urteil aufgehoben (8C_846/2015).

200 14 755 IV
LOU/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. Oktober 2015

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, lic.iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Juni 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene, alleinstehende A.________ (nachfolgend Versicherter 
bzw. Beschwerdeführer) arbeitet seit 2001 als … bei der D.________, wo-
bei er das Pensum von anfänglich 100% per April 2005 auf 80% reduzierte 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
[act. II], 1; 57 S. 4). Am 13. April 2010 meldete sich der Versicherte unter 
Hinweis auf die Folgen einer im Februar 2009 erlittenen Hirnblutung sowie 
einen im März 2010 diagnostizierten hochgradigen Verdacht auf eine Neu-
rosarkoidose (act. II 13 S. 8) bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an (act. II 1). Die IVB tätigte erwerbliche und 
medizinische Abklärungen und sprach dem Versicherten diverse Hilfsmittel 
(act. II 18; 21; 25; 31) sowie ein Arbeitstraining in seiner angestammten 
Tätigkeit bei der D.________ zu (act. II 35). Im November 2011 schloss die 
IVB die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ab (act. II 47). Nachdem 
sie bei Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und 
Anästhesiologie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), einen ärztlichen 
Bericht (act. II 45) eingeholt hatte und durch ihren Abklärungsdienst einen 
Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung (act. II 52) und Haushalt (act. II 
57) erstellen liess, gewährte die IVB dem Versicherten mit Mitteilung vom 
8. Juni 2012 (act. II 66) ab Januar 2011 eine Hilflosenentschädigung leich-
ten Grades. Ferner sprach sie ihm mit vier unangefochten gebliebenen 
Verfügungen vom 5. Juli 2012 (act. II 69 ff.) ab Oktober 2010 eine ganze, 
ab Juni 2011 eine Dreiviertels- und ab September 2011 eine (bis Dezember 
2011 befristete) Viertelsrente zu, wobei die IVB der Ermittlung der Invali-
ditätsgrade jeweils die gemischte Methode (Erwerb: 80%; Haushalt: 20%) 
zugrunde legte. 

B.

Mit Schreiben vom 6. Juli 2013 (act. II 77) teilte der Versicherte der IVB mit, 
sein Gesundheitszustand habe sich in letzter Zeit verschlechtert und er 
müsse sein aktuelles Arbeitspensum von 60% „nach Absprache mit [sei-

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nem] Hausarzt verringern.“ Hierauf klärte die IVB den Sachverhalt ab, in-
dem sie medizinische Berichte – insbesondere einen ärztlichen Bericht von 
Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Physi-
kalische Medizin und Rehabilitation FMH sowie Tropenmedizin und Reise-
medizin FMH (RAD; act. II 82) – einholte und durch ihren Abklärungsdienst 
zwei Abklärungsberichte Haushalt (act. II 79; 88) erstellen liess. Mit Vorbe-
scheid vom 13. Februar 2014 stellte die IVB dem Versicherten bei einem 
nach Massgabe der gemischten Methode (Erwerb: 80%; Haushalt: 20%) 
ermittelten Invaliditätsgrad von 35% die Ablehnung eines Rentenanspruchs 
in Aussicht (act. II 88 S. 8; 89). Dagegen erhob der Versicherte Einwand 
(act. II 90), woraufhin die IVB eine Stellungnahme ihres Abklärungsdienstes 
einholte (act. II 93). Am 26. Juni 2014 verfügte die IVB – bei einem Invali-
ditätsgrad von nunmehr 37% – wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt (act. 
II 94). 

C.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch den B.________, lic. iur. 
C.________, mit Eingabe vom 18. August 2014 Beschwerde erheben und 
folgendes Rechtsbegehren stellen: 

Die Verfügung vom 26. Juni 2014 sei aufzuheben und es sei dem Beschwer-
deführer eine Viertelsrente zuzusprechen.

- Unter Entschädigungsfolge -

In der Begründung lässt der Beschwerdeführer vorbringen, die Reduktion 
des Arbeitspensums sei seinerzeit (im April 2005) erfolgt, damit er mehr 
Freizeit habe. Er sei alleinstehend und habe keine familiäre Verpflichtun-
gen. Folglich führe die Reduktion des Arbeitspensums nicht zur Anwen-
dung der gemischten Methode. Vielmehr sei er im Gesundheitsfall als im 
Umfang von 80% erwerbstätig einzustufen, womit bei einem nach Massga-
be der Einkommensvergleichsmethode ermittelten Invaliditätsgrad von 
40.28% ein Viertelsrentenanspruch resultiere. 

Mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2014 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. Es sei nicht davon auszuge-
hen, dass der Beschwerdeführer das Arbeitspensum im Hinblick auf mehr 

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freie Zeit für seine Hobbys reduziert habe. Er habe anlässlich der Haushal-
tabklärungen im Rahmen der sogenannten spontanen „Aussage der ersten 
Stunde" nichts dergleichen geltend gemacht. Vielmehr habe der Beschwer-
deführer anlässlich der ersten Erhebung im Haushalt vom 28. Februar 2012 
erklärt, er habe aus persönlichen Gründen bzw. weil für ihn ein 80%-
Pensum finanziell ausreichend gewesen sei, ab dem Jahre 2005 bzw. bis 
vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens zu 80% gearbeitet und würde 
auch bei guter Gesundheit zu 80% als … arbeiten. Ausserdem habe er 
unter dem Punkt „Wohnungspflege" angegeben, er habe vor Eintritt des 
Gesundheitsschadens die Wohnungspflege selber besorgt, jeweils einmal 
pro Woche oder allenfalls einmal alle zwei Wochen am Samstag. Unter 
Punkt „Wäsche und Kleiderpflege" habe er erklärt, er habe vor Eintritt der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung die Wäsche selber gemacht. Anlässlich 
der im Rahmen der Neuanmeldung erfolgten zweiten Erhebung im Haus-
halt vom 16. Juli 2013 habe der Beschwerdeführer seine Angaben im ers-
ten Haushaltbericht bestätigt. Solchen von der versicherten Person im 
Rahmen einer Haushaltabklärung abgegebene Angaben, die noch nicht 
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art geprägt seien, werde rechtsprechungsgemäss 
regelmässig erhöhtes Gewicht beigemessen. Vorliegend gebe es denn 
auch keine Anzeichen, wonach der Beschwerdeführer nicht in der Lage 
gewesen sei, die ihm gestellte Statusfrage einwandfrei zu erfassen. Mit den 
erwähnten Aussagen seien somit Anhaltspunkte gegeben, dass der Be-
schwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seine Erwerbstätig-
keit (auch) reduziert habe, um die Führung des Haushalts zu ermöglichen. 
Im Übrigen sei zu erwähnen, dass ein alleinlebender 45-jähriger Mann oh-
ne Betreuungspflichten und mit einer Erwerbssituation von 50-89% gemäss 
den Erhebungen des Bundesamtes für Statistik 15,8 Stunden Hausarbeit 
pro Woche verrichte. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass die Verfü-
gung vom 5. Juli 2012, welche auf der Anwendung der gemischten Metho-
de (80% Erwerb und 20% Haushalt) beruht habe, unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen sei.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Juni 2014 (act. II 
94). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3

2.3.1 Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein, so hat sie die 
Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades 
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei 
einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 S. 132). Die 
Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung 
des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch dann, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im 

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üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; AHI 1997 S. 288 E. 2b).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Mit in Rechtskraft erwachsenen Verfügungen vom 5. Juli 2012 
(act. II 68 ff.) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine 
abgestufte und bis 31. Dezember 2011 befristete Invalidenrente zu. Mit 
Bezug auf den vorliegend streitigen Rentenanspruch (vgl. E. 1.2 vorne) 
liegt somit eine Neuanmeldung vor. 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 8

Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die Eintre-
tensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Schluss 
gekommen ist, der Beschwerdeführer sei nicht in rentenbegründendem 
Ausmass invalid. Massgebende Vergleichszeitpunkte bilden die Verfügun-
gen vom 5. Juli 2012 und die nunmehr angefochtene Verfügung vom 
26. Juni 2014 (vgl. E. 2.3.4 vorne). 

3.2 Bei Erlass der Verfügungen vom 5. Juli 2012 präsentierten sich 
der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
wie folgt: 

3.2.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, diagnostizierte im Bericht vom 24. Juli 2011 (act. II 43 S. 1 ff.) einen 
hochgradigen Verdacht auf Neurosarkoidose. Der Gesundheitszustand sei 
stationär. Die Arbeitsunfähigkeit als … betrage ab dem 18. Juli 2011 wahr-
scheinlich dauernd 30% (S. 1). Ob diese Arbeitsfähigkeit längerfristig auf-
rechterhalten werden könne, werde sich in den nächsten Monaten zeigen 
(S. 3). 

3.2.2 Mit ärztlichem Bericht vom 16. August 2011 (act. II 45 S. 6 ff.) hielt 
Dr. med. E.________ (RAD) im Wesentlichen folgende Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 7): 

- Hochgradiger Verdacht auf Neurosarkoidose (ED 1/10)

- Status nach AV-Malformation links parietal postzentral (ED 2/09; Parenchym-
blutung)

- Status nach Kraniotomie und makroskopisch kompletter Entfernung der AV-
Malformation links parietal 8/09

- Status nach rezidivierender Urosepsis

- Klinisch manifeste Osteoporose (LWK 1 + BWK 5-Kompressionsfraktur)

Es bestehe eine Einschränkung der Mobilität (Gehen mit Hilfsmitteln wie 
Rollator im Büro, Elektrorollstuhl ausser Haus und mit Gehstöcken) sowie 
eine Lichtempfindlichkeit und Ermüdbarkeit bei visuellen Tätigkeiten; es 
seien wegen Rücken- und Schulterschmerzen sowie Visusproblemen am 
Bildschirm vermehrt Pausen notwendig. Die bisherige Tätigkeit als … bei 
der D.________ sei gemäss den vorliegenden Unterlagen und „heutigem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 9

Telefonat“ mit dem Hausarzt Dr. med. G.________ in einem zeitlichen 
Pensum von sechs Stunden pro Tag mit einer Leistungseinschränkung von 
ca. 50% (vermehrter Pausenbedarf wegen Schmerzen im Rahmen der os-
teoporotischen Kompressionsfrakturen der Wirbelsäule, erhöhte Ermüdbar-
keit sowie Lichtempfindlichkeit und Visusprobleme) weiterhin zumutbar 
(S. 7). Der Krankheitsverlauf der Neurosarkoidose und somit die Ausprä-
gung der funktionellen Einschränkungen wie u.a. die Gangstörung bei 
rechtsbetonter Paraparese, die sensomotorischen Defizite des linken Arms 
und die neurogene Blasenstörung könnten nicht exakt vorausgesagt wer-
den. Laut Auskunft des Hausarztes Dr. med. G.________ könne nicht mehr 
mit einer weiteren Besserung gerechnet werden (S. 8). 

3.3 Für den Zeitraum zwischen Erlass der Verfügungen vom 5. Juli 
2012 und der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2014 er-
geben die Akten mit Bezug auf den Gesundheitszustand und die Arbeits-
fähigkeit des Beschwerdeführers im Wesentlichen das folgende Bild:

3.3.1 Am 6. Juli 2013 (act. II 77) teilte der Beschwerdeführer der Be-
schwerdegegnerin mit, sein Gesundheitszustand habe sich in letzter Zeit 
verschlechtert und er müsse – nach Absprache mit seinem Hausarzt – sein 
aktuelles Arbeitspensum von 60% verringern. 

Im Rahmen der Haushaltabklärungen vom 16. Juli 2013 (act. II 79 S. 2 ff.) 
gab der Beschwerdeführer an, seit dem April 2012 habe er es über ein Jahr 
lang mit einem Arbeitspensum von 60% probiert. Er sei chronisch an sei-
nem Limit und übermüdet. Seit dem 24. Juni 2013 habe er sein Arbeitspen-
sum auf 21 Stunden (50%) reduziert (S. 2). 

3.3.2 Im Bericht vom 22. Juli 2013 (act. II 80 S. 2) hielt Dr. med. 
G.________ fest, bisher habe der Beschwerdeführer versucht, eine effekti-
ve Arbeitsfähigkeit von 60% (25,2 Stunden pro Woche) zu erreichen. Trotz 
aktuell ziemlich stabiler Situation gerate der Beschwerdeführer dadurch 
immer wieder in Erschöpfungszustände, welche eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit nach sich ziehe, zuletzt vom 9. bis 23. Juni 2013. Deswegen sei 
es medizinisch dringend indiziert, die Arbeitsfähigkeit auf 50% zu reduzie-
ren. Er empfehle wie bisher, die Arbeit auf vier Tage aufzuteilen, wovon 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 10

mindestens ein Tag Arbeit vom Domizil des Beschwerdeführers aus aus-
zuüben sei. 

3.3.3 Mit ärztlichem Bericht vom 2. August 2013 (act. II 82 S. 2 f.) hielt 
Dr. med. F.________ (RAD) fest, eine Verschlechterung des medizinischen 
Zustandes könne nicht nachgewiesen werden. Es sei aber nachvollziehbar, 
dass das ursprünglich zumutbare Pensum von 60% auf Grund der vielfa-
chen Einschränkungen durch eine neurologische Erkrankung zu hoch ge-
griffen gewesen sei. Längerfristig könne offenbar nur mit einem 50%-
Pensum für die externe Arbeit gerechnet werden. Eine genauere Analyse 
der Zumutbarkeit sei medizinisch-theoretisch nicht möglich. Seit dem 
1. September 2011 habe der Beschwerdeführer in einem 60%-Pensum 
gearbeitet, nachdem er sich teilweise von seiner schweren Krankheit erholt 
habe. Nun habe sich gezeigt, dass das Pensum etwas reduziert werden 
müsse, damit es auf die Länge aufrechterhalten werden könne. Dieser 
Schritt sei nachvollziehbar, denn die praktische Erprobung der zumutbaren 
Leistung mit den multiplen Behinderungen über ein Jahr und mehr sei ein 
sehr wichtiger Bestandteil der versicherungsmedizinischen Beurteilung.

3.3.4 Mit Bericht vom 4. März 2014 (act. II 90 S. 2) hielt Dr. med. 
G.________ fest, behinderungsbedingt sei eine normale Arbeitszeit knapp 
machbar. Auch für die Bewältigung des übrigen Alltags brauche der Be-
schwerdeführer viel Zeit und Kraft. Deswegen sei eine zusätzliche Belas-
tung durch Pikettdienst respektive Nachtarbeit nicht realisierbar. 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 11

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5 Die im Recht liegenden Unterlagen erlauben eine zuverlässige 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsunfähigkeit des Be-
schwerdeführers sowie der Frage nach dem Vorliegen eines Revisions-
grundes (vgl. E. 3.4 hiervor). Demnach hat sich sein Gesundheitszustand 
seit dem 5. Juli 2012 nicht wesentlich verändert. Auch weiterhin leidet der 
Beschwerdeführer an diversen neurologischen Einschränkungen, für deren 
Auswirkungen er eine Hilflosenentschädigung leichten Grades bezieht (act. 
II 59). Indessen hat sich im Verlauf respektive seit Erlass der Verfügungen 
vom 5. Juli 2012 herausgestellt, dass die Attestierung einer seit Juli 2011 
(act. II 43 S. 1) bestehenden 60%igen Arbeitsfähigkeit (24 Stunden pro 
Woche respektive vier mal sechs Stunden pro Tag) zu optimistisch war, 
weshalb Dr. med. G.________ im Bericht vom 22. Juli 2013 (act. II 80 S. 2) 
nunmehr eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestierte, was von Dr. med. 
F.________ (RAD) als nachvollziehbar beurteilt wurde (act. II 82 S. 2). In-
soweit hat sich der im Wesentlichen unverändert gebliebene Gesundheits-
zustand in einer Reduktion des funktionellen Leistungsvermögens und 
somit erwerblich manifestiert (vgl. E. 2.3.2 vorne), welcher Umstand denn 
auch von keiner Seite in Frage gestellt wird. Anzufügen ist, dass Dr. med. 
G.________ bereits im Bericht vom 24. Juli 2011 gewisse Zweifel ob der 
Dauerhaftigkeit der (damals) attestierten (und auf ein 80%-Pensum bezo-
genen) 70%igen Arbeitsfähigkeit durchblicken liess (act. II 43 S. 3). Mithin 
ist – nachdem die Beschwerdegegnerin in den Verfügungen vom 5. Juli 
2012 ab September 2011 noch ein zumutbares Arbeitspensum von 24 
Stunden (vier mal sechs Stunden) pro Woche zugrunde gelegt hatte (vgl. 
etwa act. II 72 S. 11) – insoweit ein Revisionsgrund im Sinne einer Ände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen erstellt. Ferner hat der Arbeitgeber 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 12

dem Beschwerdeführer eine seinen Leiden besser angepasste Stelle (mit 
einem 50%-Pensum) angeboten, in deren Rahmen er keinen Pikettdienst 
mehr zu leisten hat (act. II 87 S. 2). In dieser beruflichen Veränderung ist 
ein zusätzlicher Revisionsgrund zu erblicken. 

Aus dem Dargelegten folgt, dass der Rentenanspruch umfassend und ohne 
Bindung an die früheren Invaliditätsschätzungen zu prüfen ist (vgl. E. 2.3.3 
vorne). Insofern kann die Beschwerdegegnerin aus dem geltend gemach-
ten Umstand, wonach die auf der Anwendung der gemischten Methode 
beruhenden Verfügungen vom 5. Juli 2012 unangefochten in Rechtskraft 
erwachsen seien, nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

4.

4.1

4.1.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren 
Invaliditätsbemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 
IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich nach den Verhält-
nissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung (vgl. BGE 
129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hypothetische An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 13

nahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im 
Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 334 E. 3.2 S. 338, 125 V 146 
E. 2c S. 150).

4.1.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten 
ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Dies 
ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs.

Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich 
im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen 
Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch 
im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 
28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der 
Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 
zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der 
Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 S. 20 f.).

4.1.3 Gemäss Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) gelten als Aufgabenbereich der im 
Haushalt tätigen Versicherten insbesondere die übliche Tätigkeit im 
Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische 
Tätigkeiten. Die Verwaltung hat den Begriff des massgebenden 
Aufgabenbereichs in ihren Weisungen näher konkretisiert. Nach Rz. 3082 
des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung (KSIH, in der ab 1. Januar 2014 und ebenso ab 1. 
Januar 2015 geltenden Fassung) dürfen nur Tätigkeiten berücksichtigt 
werden, die einer Erwerbstätigkeit gleichgestellt werden können wie z.B. 
die Hausarbeit, die Vermögensverwaltung und der nicht entlöhnte karitative 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 14

Einsatz. Gemäss derselben Randziffer sind reine Freizeitbeschäftigungen 
ausser Acht zu lassen. 

Nach der Rechtsprechung stellt Art. 27 IVV lediglich eine definitorische 
Hilfsbestimmung für die häufigste Gruppe Nichterwerbstätiger dar, und es 
ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, auch andere Tätigkeiten als 
Aufgabenbereiche von Nichterwerbstätigen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG 
anzuerkennen. So wurde als Aufgabenbereich auch die unentgeltliche 
Pflege und Betreuung von Angehörigen anerkannt. Verneint wurde ein 
Aufgabenbereich demgegenüber in Bezug auf die Ausübung eines Hobbys, 
beispielsweise eine sportliche Betätigung (BGE 141 V 15 E. 4.4 S. 22). 

4.1.4 Gestützt auf Art. 28a Abs. 3 IVG wird in der Rechtsprechung in der 
Regel davon ausgegangen, dass Erwerbstätigkeit und nichterwerblicher 
Aufgabenbereich in dem Sinne komplementär sind, als was nicht 
Erwerbstätigkeit ist, unter die Besorgung des Haushaltes fällt. Mit anderen 
Worten geben die beiden Bereiche zusammen im Regelfall einen Wert von 
100% bzw. entspricht der Haushaltanteil der Differenz zwischen dem 
Erwerbsanteil und einem 100%-Pensum (BGE 141 V 15 E. 4.5 S. 22 f.). 

Erfolgt jedoch die Reduktion des zumutbaren erwerblichen Arbeitspen-
sums, ohne dass die dadurch frei werdende Zeit für die Tätigkeit in einem 
Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG verwendet wird, ist dies für die 
Methode der Invaliditätsbemessung ohne Bedeutung. Die Gründe für eine 
ohne Gesundheitsschaden bloss teilzeitlich ausgeübte Erwerbstätigkeit 
sind für die Wahl der Bemessungsmethode lediglich insofern von Interesse, 
als sie in Zusammenhang stehen mit der Tätigkeit in einem Aufgabenbe-
reich nach Art. 5 Abs. 1 IVG (und Art. 8 Abs. 3 ATSG). Insbesondere wer-
den allein stehende Personen bei einer Reduktion des 
Beschäftigungsgrades aus freien Stücken nicht gleichsam automatisch zu 
Teilerwerbstätigen mit einem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufs-
ausübung. Ist im konkreten Fall von einer Teilzeiterwerbstätigkeit ohne 
Aufgabenbereich auszugehen, so gelangt die gemischte Methode nicht zur 
Anwendung (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54).

4.2 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung 
vom 26. Juni 2014 wie schon in den Verfügungen vom 5. Juli 2012 von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 15

einem Status 80% Erwerb und 20% Haushalt aus, wohingegen der Be-
schwerdeführer geltend macht, er habe damals (im April 2005) sein Pen-
sum auf 80% gesenkt, um mehr Freizeit zu haben, weshalb er als im Ge-
sundheitsfall (ausschliesslich) zu 80% Erwerbstätiger einzustufen sei. 
Umstritten ist somit dieser Status respektive die Frage, ob der Beschwerde-
führer als Gesunder neben der Erwerbstätigkeit (auch) in einem Aufgaben-
bereich tätig wäre. Unbestritten ist demgegenüber, dass der 
Beschwerdeführer im Gesundheitsfall auch weiterhin einer 80%igen Er-
werbstätigkeit nachginge, was mit Blick auf die entsprechenden Erhebun-
gen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden ist (vgl. act. II 57 S. 7; 
88 S. 3). 

4.3 Mit Bezug auf die vorliegend (einzig) strittige Statusfrage lässt sich 
den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen: 

4.3.1 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 28. März 2012 (act. II 57 
S. 2 ff.) wurde festgehalten, der Beschwerdeführer sei ledig und kinderlos 
und wohne alleine in einer Mietwohnung im Stadtzentrum (S. 3). Er habe 
anfänglich ein 100%-Pensum bestritten, dieses in der Folge jedoch „aus 
persönlichen Gründen“ auf 80% reduziert. Er habe gut verdient, weshalb 
für ihn ein 80%-Pensum finanziell ausreichend gewesen sei (S. 4). Mit Be-
zug auf die Aufgaben im Haushalt wurde festgehalten, der Beschwerdefüh-
rer sei gemäss eigenen Angaben immer „kochfaul“ gewesen (S. 13). Aus 
invaliditätsfremden Gründen habe er vor der Erkrankung mehrheitlich aus-
wärts gegessen (S. 14). Die Wohnungspflege habe er vor Eintritt des Ge-
sundheitsschadens einmal pro Woche oder allenfalls alle zwei Wochen am 
Samstag besorgt (S. 14). Die Wäsche habe er selber gemacht; Bügel- und 
Flickarbeiten habe er bei Bedarf der Mutter übergeben (S. 15). 

4.3.2 Im Rahmen des Einwandverfahrens gegen den Vorbescheid vom 
13. Februar 2014 (act. II 89) hielt der Beschwerdeführer fest, die damalige 
Reduktion des Arbeitspensums sei erfolgt, um seinen Hobbys (Rudern, 
Joggen) nachgehen zu können. Er habe sein Pensum nicht reduziert, um 
den Haushalt verrichten zu können (act. II 90 S. 1). 

4.3.3 In seiner Stellungnahme vom 19. Mai 2014 (act. II 93 S. 2 ff.) hielt 
der Abklärungsdienst nach telefonischer Rücksprache mit dem Beschwer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 16

deführer fest, gemäss seinen Angaben habe der Beschwerdeführer nach 
seiner Pensumreduktion von 100 auf 80% jeweils am Freitag frei gehabt. 
Sein Hobby, das Rudern, habe er vom Frühling bis in den Herbst hinein 
jeweils am Mittwochabend und/oder am Samstag/Sonntag (wetterabhän-
gig) ausgeübt. Der Beschwerdeführer sei in einem … aktiv. Das Training 
habe einmal pro Woche, jeweils am Mittwochabend, stattgefunden. Der 
Beschwerdeführer sei jeweils am Freitag oder am Wochenende Joggen 
gegangen. Zudem habe er einmal pro Woche an einem Tag/Abend Kraft-
training gemacht. An einem Wettkampf, Marathon oder Lauf habe er nie 
teilgenommen. Die Haushaltarbeiten habe der Beschwerdeführer jeweils 
am Freitag, Samstag und Sonntag erledigt respektive auf die fraglichen 
Tage verteilt, wobei er auch das Wetter mitberücksichtigt habe (S. 3). 

4.4

4.4.1 Aus dem Dargelegten folgt und ausschlaggebend ist, dass sich der 
Beschwerdeführer gemäss seinen gegenüber der Abklärungsperson im 
Rahmen der Erhebungen im Haushalt im Februar 2012 gemachten Anga-
ben – welchen im Sinne von Aussagen der ersten Stunde rechtspre-
chungsgemäss erhöhter Stellenwert zukommt (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 28. Mai 2014, 8C_817/2013, E. 4.2.1) – im 
April 2005 aus freien Stücken dazu entschieden hatte, sein Arbeitspensum 
„aus persönlichen Gründen“ von zuvor 100% auf neu 80% zu reduzieren 
(act. II 57 S. 4). Es bestehen keine Hinweise in den Akten, dass er diese 
Pensumreduktion zugunsten eines Aufgabenbereichs im Sinne von Art. 5 
Abs. 1 und 28a Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 27 IVV vorgenommen hätte respekti-
ve, dass im Zeitpunkt der Pensumreduktion eine im vorliegenden Kontext 
rechtlich relevante (und nachhaltige) Änderung in den persönlichen Ver-
hältnissen des Beschwerdeführers eingetreten wäre, welche ihn zu dieser 
Massnahme bewogen hätte und welche den Schluss auf eine kausale Ver-
knüpfung von Pensumreduktion und Annahme eines Aufgabenbereichs 
zuliesse. Vielmehr gab der Beschwerdeführer gegenüber der Abklärungs-
person an, er habe gut verdient, weshalb für ihn ein 80%-Pensum ausrei-
chend gewesen sei, welche Aussage im Lichte seiner sozialen und 
persönlichen Verhältnisse (vgl. E. 4.4.2 nachstehend) sowie mit Blick auf 
das damals erzielte Gehalt (vgl. act. II 11 S. 3) ohne weiteres plausibel er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 17

scheint. Ob der Beschwerdeführer – wie er in seinem Einwand vom 5. März 
2014 (act. II 90 S. 1) gegen den Vorbescheid geltend machte und welche 
Vorbringen vor dem Hintergrund seiner Angaben im Telefongespräch vom 
14. Mai 2014 mit dem Abklärungsdienst (act. II 93 S. 3) entgegen der Auf-
fassung der Beschwerdegegnerin nicht per se in Widerspruch zu seinen 
Angaben im Abklärungsbericht vom 28. März 2012 (act. II 57 S. 4) stehen – 
den freien Wochentag für sportliche Tätigkeiten nutzte, kann dahingestellt 
bleiben: Einerseits ist ohne rechtlichen Belang, wie er seine frei gewordene 
Zeit verwendete (vgl. E. 4.1.4 vorne); andererseits liegt mit Bezug auf die 
Ausübung von Hobbys praxisgemäss ohnehin kein invalidenversicherungs-
rechtlich relevanter Aufgabenbereich vor (vgl. E. 4.1.3 vorne). 

4.4.2 Entgegen der Beschwerdegegnerin bestehen sodann insbesonde-
re auch keine hinreichenden Anhaltspunkte dahingehend, dass der Be-
schwerdeführer sein Arbeitspensum für die Erledigung des Haushaltes 
reduzierte: Zunächst vermag der Umstand allein, dass der Beschwerdefüh-
rer überhaupt einen Haushalt zu führen hat(te), für sich allein noch keinen 
entsprechenden Aufgabenbereich zu begründen, werden doch alleinste-
hende Personen rechtsprechungsgemäss nicht automatisch zu Teiler-
werbstätigen mit einem Aufgabenbereich Haushalt, wenn sie ihr Pensum – 
wie hier – aus freien Stücken reduzieren (vgl. E. 4.1.4 vorne). Hieran hat 
auch BGE 141 V 15 nichts geändert, welcher zwar die grundsätzliche 
Komplementarität von Erwerbstätigkeit und nichterwerblichem Aufgabenbe-
reich in dem Sinne postuliert, als was nicht Erwerbstätigkeit ist, unter die 
Besorgung des Haushalts fällt, indes insoweit lediglich – aber immerhin – 
von einem Regelfall ausgeht (vgl. E. 4.1.4 vorne). Ein solcher Regelfall ist 
aufgrund der konkreten Umstände vorliegend jedoch nicht gegeben: Der 
Beschwerdeführer ist ledig, kinderlos und wohnt alleine in einer 3½-
Zimmerwohnung (act. II 57 S. 3), seit April 2013 zu Eigentum (act. II 88 
S. 2), wobei der Umzug behinderungsbedingt erfolgte (act. II 79 S. 4). Be-
treuungsaufgaben hat er keine. Gemäss seinen Angaben im Abklärungsbe-
richt vom 28. März 2012 betrieb er die Haushaltführung mit sehr geringem 
Aufwand; insbesondere gab der Beschwerdeführer an, vor der Erkrankung 
mehrheitlich auswärts gegessen zu haben, weil er „kochfaul“ (gewesen) 
sei; die Wohnungspflege habe er vor Eintritt des Gesundheitsschadens 
einmal wöchentlich, manchmal auch nur einmal in zwei Wochen am Sams-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 18

tag (also ausserhalb der üblichen Arbeitszeit) bewerkstelligt. Bügel- und 
Flickarbeiten habe er zudem bei Bedarf der Mutter übergeben (vgl. act. II 
57 S. 14 f.). Nichts anderes folgt sodann aus den Abklärungsberichten vom 
23. Juli 2013 (act. II 79) und 31. Januar 2014 (act. II 88). Unter diesen Um-
ständen kommt der Haushaltführung qualitativ wie quantitativ eine bloss 
untergeordnete Bedeutung zu, weshalb sie nicht einer Erwerbstätigkeit 
gleichgestellt werden kann (vgl. E. 4.1.3 vorne). Demnach erweist sich der 
Schluss der Beschwerdegegnerin auf eine im Gesundheitsfall 20%ige 
Tätigkeit im Aufgabenbereich Haushalt als unzulässig. 

Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer gegen die Verfü-
gungen vom 5. Juli 2012, in welchen von einer 20%igen Tätigkeit im Haus-
halt ausgegangen wurde, nicht opponierte: Einerseits präjudiziert der 
damals festgelegte Status nicht auch jenen im vorliegenden Verfahren, da 
der Rentenanspruch dem Gesagten zufolge umfassend zu prüfen ist (vgl. 
E. 3.5 vorne). Andererseits hatte der damals nicht anwaltlich vertretene 
Beschwerdeführer kaum Anlass, die Verfügung anzufechten, wurde ihm 
doch eine – wenn auch abgestufte und befristete – Invalidenrente zuge-
sprochen. Schliesslich dringt die Beschwerdegegnerin auch mit dem Hin-
weis, gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) betrage die durchschnittliche 
Hausarbeit eines alleinstehenden 45jährigen Mannes ohne Betreuungs-
pflichten und mit einem Erwerbspensum von 50-89% pro Woche durch-
schnittlich 15,8 Stunden (vgl. BFS, 03 - Arbeit und Erwerb, Unbezahlte 
Arbeit, Tabelle T 3.6.2.4, Haus- und Familienarbeiten: Alleinlebende Män-
ner nach Altersgruppen und Erwerbssituation 2013, Zeitaufwand in Stun-
den pro Woche [arithmet. Mittelwert]), nicht durch: Rechtsprechungs-
gemäss hat sich die Prüfung der im Gesundheitsfall ausgeübten 
erwerblichen Tätigkeit stets nach den konkreten Gegebenheiten des 
Einzelfalles zu bestimmen und kann sich nicht auf eine Bezugnahme auf 
die allgemeine Lebenserfahrung oder statistische Erhebungen und 
Erfahrungswerte beschränken (Entscheid des BGer vom 12. November 
2013, 9C_311/2013, E. 5.1). Nichts Anderes kann mit Bezug auf den 
Aufgabenbereich gelten. Im Übrigen ist zu betonen, dass – würde auf die 
nämliche Statistik abgestützt – allein für die Zubereitung der Mahlzeiten, 
den Abwasch und das Putzen der Küche rund 7 Stunden pro Woche zu 
veranschlagen wären, was vorliegend offensichtlich nicht zutreffen kann, da 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 19

der Beschwerdeführer – wie dargelegt – kaum selber kochte. Mithin kann 
nicht auf die angerufenen statistischen Werte abgestellt werden.  

4.4.3 Aus dem Dargelegten folgt, dass der Beschwerdeführer als Ge-
sunder überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich im erwerblichen Be-
reich im Umfang eines 80%-Pensums tätig wäre. Demnach ist für die 
Ermittlung des Invaliditätsgrades nachfolgend die Einkommensvergleichs-
methode zugrunde zu legen (vgl. E. 4.1.2 und 4.1.4 vorne). 

4.5

4.5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
pass-ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.5.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsver-
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

4.6

4.6.1 Hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens ist überwie-
gend wahrscheinlich erstellt, dass der Beschwerdeführer (auch) als Ge-
sunder weiterhin als … bei der D.________ arbeiten würde, zumal die 
Aktenlage nicht den Schluss auf eine überwiegend wahrscheinlich ander-
weitige berufliche Entwicklung zulässt. Der von der Beschwerdegegnerin 
dem Valideneinkommen gestützt auf die Angaben des Arbeitgebers (act. II 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 20

87 S. 2) zugrunde gelegte Jahreslohn von Fr. 97‘460.80 (Fr. 121‘826.-- x 
0.8) ist nicht zu beanstanden. Richtigerweise hat die Beschwerdegegnerin 
sodann im Vorbescheidverfahren die jährlichen Pikettzulagen mitberück-
sichtigt und diese im Sinne eines Durchschnittswerts auf Fr. 4‘268.50 
(Fr. 4‘497.-- [2007] + Fr. 4‘040.-- [2008] / 2) veranschlagt (vgl. act. II 90 
S. 3; 93 S. 2). Da die Pikettzulage grundsätzlich jedes Jahr gleich bleibt 
(vgl. act. II 56 S. 1), ist fraglich, ob die von der Beschwerdegegnerin inso-
weit per 2013 erfolgte Indexierung korrekt ist. Dies kann jedoch offen blei-
ben, da – wie nachfolgend zu zeigen ist – auch ohne Indexierung 
respektive unter Zugrundelegung eines Valideneinkommens von 
Fr. 101‘729.30 (Fr. 97‘460.80 + Fr. 4‘268.50) ein rentenbegründender Inva-
liditätsgrad resultiert. 

4.6.2 Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist unbestritten, dass dem 
Beschwerdeführer nur mehr ein Pensum von 50% zuzumuten ist (vgl. act. II 
80 S. 2; 82 S. 2) und er seine Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 
ausschöpft. Entsprechend stellte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 
Angaben des Arbeitgebers auf den aktuell bei der D.________ im Rahmen 
eines 50%-Pensums erzielten Verdienst von Fr. 60‘913.-- (Fr. 121‘826.-- x 
0.5) ab (act. II 87 S. 1). Nachdem keine Hinweise dahingehend bestehen, 
wonach es sich beim ausbezahlten Lohn um einen Soziallohn handelt (vgl. 
E. 4.5.2 vorne), ist dies nicht zu beanstanden. Ferner sind dem Beschwer-
deführer – was ebenso von keiner Seite in Frage gestellt wird – Pikettdiens-
te nicht mehr zumutbar (act. II 90 S. 2), weshalb die entsprechenden 
Zulagen beim Invalideneinkommen nicht zu berücksichtigen sind. 

4.6.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 40‘816.30 und damit ein Invaliditätsgrad von 
gerundet 40% (Fr. 40‘816.30 / Fr. 101‘729.30 x 100 [zur Rundung: vgl. 
BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123]), womit ein Anspruch auf Ausrichtung einer 
Viertelsrente besteht (vgl. E. 2.2 vorne).

Die Neuanmeldung erfolgte am 6. Juli 2013 (act. II 77), womit der Anspruch 
am 1. Januar 2014 beginnt (Art. 28 Abs. 1 und  29 Abs. 1 IVG; vgl. Ent-
scheid des BGer vom 3. März 2015, 8C_872/2014, E. 4.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 21

4.7 Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfü-
gung vom 26. Juni 2014 (act. II 94) aufzuheben und es ist dem Beschwer-
deführer ab Januar 2014 eine Viertelsrente auszurichten. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). 

Mit Kostennote vom 24. September 2014 hat lic. iur. C.________ ein Hono-
rar von Fr. 812.50 sowie Auslagen von Fr. 37.-- und die Mehrwertsteuer 
von Fr. 67.95 geltend gemacht. Der gesamte Parteikostenersatz wird somit 
auf Fr. 917.45 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2015, IV/14/755, Seite 22

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 26. Juni 2014 aufgehoben und es wird dem Be-
schwerdeführer ab Januar 2014 eine Viertelsrente zugesprochen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 700.-- 
wird dem Beschwerdeführer nach Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 917.45 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteu-
er), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.