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**Case Identifier:** 32080073-c434-53ae-871a-1bf811358132
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.04.2017 200 2016 1205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1205_2017-04-12.pdf

## Full Text

200 16 1205 IV
SCJ/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. April 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Fürsprecherin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. November 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. April 2017, IV/16/1205, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 20. November 2015 unter Hinweis auf ein „Burnout mit 
Depression“ bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Antwortbeilage [AB] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) nahm Abklärungen in medizinischer und erwerblicher 
Hinsicht vor und holte insbesondere ein psychiatrisches Gutachten ein 
(AB 33.1). Gestützt darauf stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbe-
scheid vom 28. Juli 2016 (AB 39) die Abweisung des Rentenbegehrens in 
Aussicht, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Damit 
zeigte sich der – durch Fürsprecherin B.________ vertretene – Versicherte 
mit Einwand vom 26. August 2016 (AB 43) und vom 3. Oktober 2016 
(AB 47) nicht einverstanden. Die IVB hielt mit Verfügung vom 8. November 
2016 an ihrem Vorbescheid fest und wies das Leistungsbegehren ab 
(AB 51).

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte – weiterhin vertreten durch 
Fürsprecherin B.________ – am 7. Dezember 2016 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Er beantragt die Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen, 
insbesondere die Ausrichtung einer Invalidenrente (IV-Rente) und Prüfung 
von Wiedereingliederungsmassnahmen. Zudem sei ein unabhängiges Gut-
achten einzuholen, wobei die behandelnde Psychiaterin beizuziehen sei 
und ihm Gelegenheit gegeben werde, sich zu den Gutachtervorschlägen zu 
äussern.

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2017 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. April 2017, IV/16/1205, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 8. November 2016 
(AB 51). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Leistungen der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ist den Akten im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

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3.1.1 Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. C.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, stellte im Bericht vom 23. Juli 2015 (Be-
schwerdebeilage [BB] 4) die Diagnosen einer Angst und depressiven 
Störung gemischt (ICD-10: F41.2), Probleme mit Bezug auf Schwierigkei-
ten bei der Lebensbewältigung/Burnout-Syndrom (ICD-10: Z73.0) und be-
stimmte Behinderungen oder chronische Krankheiten in der Familienana-
mnese (ICD-10: Z82). Nach einer längeren Belastungssituation sowohl im 
Berufsleben wie auch in der Familie sei der Beschwerdeführer erkrankt. Es 
lägen Einschränkungen in der Bewältigung der alltäglichen Routine sowie 
der beruflichen Aufgaben vor und Ferien hätten keinen Erholungswert 
mehr. Es lägen eine stark verminderte Belastbarkeit und niedrige Stress- 
und Frustrationstoleranz vor und es beständen Auffassungs-, Konzentrati-
ons- und Merkfähigkeitsstörungen. Das formale Denken sei verlangsamt 
und grübelnd.

3.1.2 Im Austrittsbericht vom 26. Oktober 2015 zur stationären Behand-
lung vom 14. September 2015 bis zum 23. Oktober 2015 (AB 25 S. 7 ff.) 
stellten die Fachärzte der Abteilung Psychosomatik, Psychiatrie und Psy-
chotherapie an der Klinik D.________ folgende Diagnosen:

1. Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2)
2. Psychovegetativer Erschöpfungszustand (ICD-10: Z73.0) 
3. Gastroösophageale Refluxkrankheit (ICD-10: K21.9)
4. Gemischte Hyperlipidämie (ICD-10: E78.2)
5. Gilbert-Meulengracht-Syndrom (ICD-10: E80.4)
6. Status nach Hepatitis (in der Kindheit).

Bei Eintritt habe der Beschwerdeführer eine Angstsymptomatik und ein 
depressives Zustandsbild mit hauptsächlich bedrückter, ängstlicher Stim-
mungslage, Zukunftsängsten, Grübeln, vermindertem Antrieb, innerer Un-
ruhe und sozialem Rückzug gezeigt (S. 8). Im Verlauf sei es zu einer leich-
ten Verbesserung des psychischen Zustandes gekommen und der Be-
schwerdeführer habe ohne Selbst- und Fremdgefährdung nach Hause aus-
treten können (S. 9).

3.1.3 Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, diagnostizierte in seinem Bericht vom 24. Februar 2016 (AB 25 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. April 2017, IV/16/1205, Seite 6

S. 2 ff.) Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: 41.2) und einen 
psychovegetativen Erschöpfungszustand (ICD-10: Z73.0) mit Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer habe sich vom Wesen 
her wesentlich verändert und die Depression und Angststörung sei ihm 
deutlich anzumerken (S. 3). Während der ganzen Dauer der Behandlung 
seit Herbst 2015 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. Aller-
dings scheine der Beschwerdeführer noch nicht austherapiert, weshalb 
eine erneute psychiatrische Hospitalisation sinnvoll erscheine (S. 4).

3.1.4 Die Fachärzte der Abteilung Psychosomatik, Psychiatrie und Psy-
chotherapie an der Klinik D.________ führten in ihrem Austrittsbericht vom 
29. März 2016 (AB 31 S. 2 ff.) die folgenden Diagnosen auf:

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Epi-
sode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2)

2. Gastroösophageale Refluxkrankheit (ICD-10: K21.9)
3. Gilbert-Meulengracht-Syndrom (ICD-10: E80.4)
4. Psychovegetativer Erschöpfungszustand (ICD-10: Z73.0)
5. Gemischte Hyperlipidämie (ICD-10: E78.2)
6. Akute Infektion der oberen Atemwege (ICD-10: J06.9).

Der Beschwerdeführer habe bei Eintritt die Diagnosekriterien einer schwe-
ren depressiven Episode erfüllt (S. 3). Er habe sich gut auf das stationäre 
Setting einlassen können und sein Zustand habe sich während des Aufent-
halts merklich verbessert. Stabilisiert und frei von Suizidalität habe er aus 
der Klinik austreten können (S. 4). Ein ärztliches Zeugnis mit einer attestier-
ten Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 1. März bis zum 14. April 2016 sei 
ihm mitgegeben worden.

3.1.5 In seinem psychiatrischen Gutachten vom 22. Juni 2016 (AB 33.1) 
diagnostizierte Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, eine Angst- und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2, 
Beginn: September 2015, vorübergehende Verschlechterung Februar 2016 
bis April 2016) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6). Ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Überlastung bei der Arbeit (ICD-10: 
Z56). Von September bis November 2015 habe eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % bestanden (S. 8). Diese habe sich dann auf 80 % verbessert, worauf 

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es jedoch im Februar 2016 erneut zu einer 70 %igen Einschränkung ge-
kommen sei. Seit April 2016 betrage die Arbeitsfähigkeit 80 % bis 90 % und 
der Beschwerdeführer könne diese Arbeitsfähigkeit in seinem eigenen Be-
trieb verwerten. Die Prognose sei aus psychiatrischer Sicht nicht ungünstig. 
Es müsse jedoch darauf geachtet werden, dass der Beschwerdeführer sich 
nicht mehr unvernünftig überarbeite.

3.1.6 In seinem Bericht vom 3. Oktober 2016 (AB 47) kritisierte Dr. med. 
E.________ das psychiatrische Gutachten von Dr. med. F.________ vom 
22. Juni 2016 (AB 33.1) und führte aus, dass nicht auf dessen Einschät-
zung abgestellt werden könne.

3.1.7 Am 26. Oktober 2016 (AB 49) nahm Dr. med. F.________ Stellung 
zur Einschätzung von Dr. med. E.________ vom 3. Oktober 2016 (AB 47) 
und hielt an seiner Beurteilung im Gutachten vom 22. Juni 2016 (AB 33.1) 
fest.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
massgeblich auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. F.________ 
vom 22. Juni 2016 (AB 33.1) gestützt, in welchem dieser die Diagnose ei-
ner Angst- und depressiven Störung gemischt (ICD-10: F41.2) festgehalten 
hat (S. 11). Dieses Gutachten erfüllt die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten An-
forderungen (E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen 
beruhen auf eigenen Abklärungen des Gutachters und sind in Kenntnis der 
Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getrof-
fen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar, umfassend und einläss-
lich begründet. Schliesslich steht die Beurteilung mit den übrigen Akten in 
Übereinstimmung und sie findet in den vorliegenden medizinischen Unter-
lagen ihren Rückhalt. Auch die Erkenntnisse aus der persönlichen Untersu-
chung von Dr. med. F.________ flossen in die überzeugende Beurteilung 
ein, so dass darauf abzustellen ist.

3.4 Daran vermögen die Vorbringen im Bericht des behandelnden 
Hausarztes Dr. med. E.________ vom 3. Oktober 2016 (AB 47) nichts zu 
ändern. Mit den in diesem Bericht vorgetragenen Kritikpunkten setzte sich 
Dr. med. F.________ in seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2016 
(AB 49) in nachvollziehbarer und überzeugender Weise auseinander und 
führte aus, weshalb an seiner Beurteilung vom 22. Juni 2016 (AB 33.1) 
festzuhalten ist. Zum Beispiel wertete er das regelmässige Fitnesstraining 
als nur einen unter vielen Hinweisen dafür, dass der Beschwerdeführer 
eine regelmässige und aktive Tagesgestaltung pflege, und schloss daraus, 
dass keine schwere, blockierende psychische Krankheit mehr vorhanden 
ist. Wenn der Beschwerdeführer sich oft durch seine erbrachte Leistung 
definiert habe, so konnte Dr. med. F.________ dem durchaus zustimmen: 
es sei diesbezüglich aber Aufgabe des behandelnden Psychiaters, diese 
Verhaltensweise zu verbessern und es handle sich um eine psychologische 

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Problematik, welche nicht einer psychiatrischen Störung gemäss ICD-10 
entspreche (S. 3). Nicht folgen konnte der psychiatrische Gutachter damit 
dem Einwand von Dr. med. E.________, wonach diese Problematik der 
Selbstdefinition über die Leistung den Beschwerdeführer daran hindere, 
Selbstwert zu entwickeln. Die langjährige berufliche Überforderung auf-
grund zweier Arbeitsplätze müsse als krankheitsfremder Faktor gewichtet 
werden und es sei von einem Krankheitsgewinn auszugehen, wenn der 
Hausarzt eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen 
festgestellt habe (S. 4). 

Darüber hinaus sind die Ausführungen des behandelnden Hausarztes 
Dr. med. E.________ ohnehin nicht geeignet, die Beurteilung des psychia-
trischen Gutachters in Zweifel zu ziehen, denn der behandelnde Hausarzt 
verfügt nicht über einen zur Beurteilung und insbesondere auch Differen-
zierung von depressiven Erkrankungen notwendigen Facharzttitel in Psych-
iatrie (vgl. statt vieler: Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 22.März 
2010, 8C_83/2010, E.3.2.3, wonach die fachliche Qualifikation der Ärzte 
hinsichtlich des Beweiswertes ihrer Aussage von erheblicher Bedeutung 
ist). Zum anderen gilt auch zu beachten, dass das Gericht in Bezug auf 
Atteste von Hausärzten und behandelnden Ärzten wie Dr. med. 
E.________ der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass 
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3b cc S. 353). 

Schliesslich kann die Dauer der durchgeführten Untersuchung keine Rolle 
für den Beweiswert des psychiatrischen Gutachtens spielen, denn für den 
Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens kommt es grundsätzlich 
nicht auf die Dauer der Untersuchung an; massgebend ist in erster Linie, 
ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Immer-
hin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche 
Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie 
angemessen sein (Entscheid des BGer vom 29. März 2010, 8C_942/2009, 
E. 5.2), was bei den von Dr. med. F.________ veranschlagten 70 Minuten 
durchaus zutrifft (AB 49 S. 4).

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3.5 Der psychiatrische Gutachter Dr. med. F.________ hat in seinem 
Gutachten vom 22. Juni 2016 (AB 33.1) überzeugend ausgeführt, dass 
beim Beschwerdeführer eine Angst- und depressive Störung gemischt 
(ICD-10: F41.2) zu diagnostizieren war (S. 11). Diese Diagnosen haben 
denn auch sowohl die behandelnde Psychiaterin Dr. med. C.________ in 
ihrem Bericht vom 23. Juli 2015 (BB 4) wie auch die Fachärzte der Abtei-
lung Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie an der Klinik 
D.________ in ihrem Austrittsbericht vom 26. Oktober 2015 (AB 25 S. 7 ff.) 
gestellt. Dass auf die im zweiten Austrittsbericht vom 29. März 2016 (AB 31 
S. 2 ff.) festgehaltene Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, 
gegenwärtig schwere Episode, nicht abgestellt werden kann, hat Dr. med. 
F.________ schlüssig dargelegt, indem er ausführt, dass nicht nachvoll-
ziehbar sei, wenn anlässlich des Eintritts in die Klinik ein mittelgradiges 
depressives Zustandsbild festgehalten worden war und nach einer Stabili-
sierung in der Klinik über den Zeitraum von einem Monat bei Austritt dar-
aufhin eine schwere depressive Episode diagnostiziert werde (AB 33.1 
S. 9). Schliesslich hat auch der behandelnde Hausarzt Dr. med. 
E.________ in seinem Bericht 3. Oktober 2016 (AB 47) den „Druckfehler“ 
im Bericht vom 24. Februar 2016 selber korrigiert und angegeben, dass es 
an Stelle von „schwerer Depression“ korrekt „mittelschwere Depression“ 
hätte heissen sollen. Auf die von Dr. med. F.________ gestellte Diagnose 
einer Angst- und depressiven Störung gemischt (ICD-10: F41.2) ist deshalb 
abzustellen.

Der Sachverhalt ist damit rechtsgenüglich abgeklärt. Von weiteren medizi-
nischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb 
auf deren Durchführung – wie sie vom Beschwerdeführer eventualiter be-
antragt werden (Beschwerde vom 7. Dezember 2016, S. 2, Rechtsbegeh-
ren 2) – in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann (vgl. BGE 
122 V 157 E.1d S.162).

3.6 Dr. med. F.________ attestierte dem Beschwerdeführer in der bis-
herigen Tätigkeit eine wechselnde Arbeitsfähigkeit zwischen 50 % während 
der beiden stationären Aufenthalte im Oktober 2015 und im März 2016 so-
wie eine solche von 80 % bis 90 % seit Mai 2016 (AB 33.1 S. 13). Ob auf 
die entsprechenden Arbeitsunfähigkeiten abgestellt werden kann, mag letz-

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ten Endes offen zu bleiben, denn die Diagnose Angst und depressive 
Störung gemischt (ICD-10: F41.2) ist gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung per se im Grenzbereich dessen zu situieren, was noch als 
krankheitswertig im Sinne des Gesetzes anerkannt werden kann (Ent-
scheide des BGer vom 28. Juli 2008, 9C_636/2007, E. 3.3.2, und vom 
27. April 2007, I 164/06 E. 3.1). Die Kategorie kommt nur zum Tragen, 
wenn die Angst oder die Depression in leichter oder mittlerer Ausprägung 
vorhanden sind, jedoch beide nicht ein Ausmass erreichen, das eine Ein-
zeldiagnose rechtfertigen würde (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [HRSG.], 
Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 
Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 200). Die Beschwerde-
gegnerin geht denn in der angefochtenen Verfügung vom 8. November 
2016 (AB 51) auch davon aus, dass – noch – kein von den psychosozialen 
Belastungsfaktoren unabhängiger und mittlerweile verselbstständigter psy-
chischer Gesundheitsschaden vorliege. Aufgrund der vorliegenden Akten 
überzeugt dies: Eindeutig sind beim Beschwerdeführer invaliditätsfremde 
Faktoren wie eine langjährige Überlastung durch seine zweifache Arbeits-
tätigkeit als Angestellter und als selbständiger Unternehmer sowie familiäre 
Probleme gegeben (AB 33.1 S. 9). Zudem kann von einem Krankheitsge-
winn ausgegangen werden, ist doch die vom Hausarzt festgestellte 
100 %ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen nicht nachvoll-
ziehbar (vgl. E. 3.5 vorstehend). Zudem hat die Beschwerdegegnerin zu 
Recht auf die eher geringe Therapiefrequenz hingewiesen (Beschwerde-
antwort S. 2 Ziff. 5), spricht doch eine bloss alle drei Wochen stattfindende 
psychotherapeutische Behandlung (vgl. AB 33.1 S. 7) ebenfalls gegen eine 
ausgewiesene psychische Krankheit.

3.7 Zusammenfassend ist unter diesen Umständen ein invalidisierender 
Gesundheitsschaden nicht rechtsgenüglich erstellt.

4.

Nach dem hiervor Ausgeführten hat die Beschwerdegegnerin zu Recht 
einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers abgewiesen. Die ange-

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fochtene Verfügung vom 8. November 2016 (AB 51) ist nicht zu beanstan-
den und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.– , werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher 
Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder der Beschwerde-
führer (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) 
noch die obsiegende Beschwerdegegnerin als öffentlich-rechtliche Anstalt 
des Kantons Bern einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 
Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. April 2017, IV/16/1205, Seite 13

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecherin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.