# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a451782d-e681-5613-bb84-08fa72df7966
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 27.01.2023 510 2022 56 (510 22 56)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2022-56_2023-01-27.pdf

## Full Text

Seite 1 

Urteil vom 27. Januar 2023 (510 22 56) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Arbeitszimmerabzug während Covid-19 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Gerichtsschreiberin N. Waldmeier 
 
 

Parteien A.B.____ und B.B. ____,  
 
 Rekurrenten 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2020 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
Seite 2   

Sachverhalt: 

      

A. 

Mit Verfügung der Staatssteuer 2020 vom 20. Januar 2022 wurde das steuerbare Einkommen 

der Pflichtigen auf Fr. 560'044.-- und das satzbestimmende Einkommen auf Fr. 280'022.-- ver-

anlagt. Bei den übrigen berufsnotwendigen Kosten (Ziff. 520) des Ehemanns wurden statt des 

in der Steuererklärung deklarierten Betrags von Fr. 3'622.-- lediglich Fr. 500.-- akzeptiert, da die 

Steuerverwaltung keinen Arbeitszimmerabzug, dafür aber einen Abzug für die üblichen Berufs-

auslagen gewährte.  

 

 

B. 

Mit Eingabe vom 30. Januar 2022 erhoben die Pflichtigen Einsprache, wobei sie unter anderem 

ausführten, dass die vier Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit eines Arbeitszimmers beim 

Ehemann erfüllt seien, weil dieser im Jahr 2020 seit Mitte März lediglich an 11 Tagen ganz oder 

teilweise im Büro gewesen sei. Über das ganze Jahr gerechnet und unter Berücksichtigung der 

Ferien habe er etwa 75% von zu Hause aus gearbeitet, was weit über den geforderten 40% 

liege. Da er zur effizienten Arbeit neben einem Laptop auch einen zweiten Bildschirm, eine se-

parate Tastatur und eine ergonomische Maus benötige, bedürfe er zu Hause eines dedizierten, 

ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatzes. Aufgrund vertraulicher Besprechungen sei es not-

wendig, dass er über einen geschlossenen Raum verfüge. Demzufolge hätten die Pflichtigen 

ein Zimmer als Arbeitsplatz ausgeschieden. Die Corona Task Force seiner Arbeitgeberin, der 

C.____ AG, habe die Mitarbeitenden in drei Kategorien eingeteilt. Der Pflichtige gehöre der Ka-

tegorie III an, weshalb er erst nach einem Ramp-Up Plan zurück an seinen Arbeitsplatz gehen 

dürfe. Da es bis jetzt noch gar nicht so weit gekommen sei, dürfe er derzeit keinen Arbeitsplatz 

bei der C.____ AG nutzen. Folglich sei der Abzug eines Arbeitszimmers in Höhe von  

Fr. 2'762.-- zu gewähren. 

 

Die Steuerverwaltung hiess die Einsprache mit Entscheid vom 12. Juli 2022 in einem hier nicht 

weiter relevanten Punkt teilweise gut und führte im Wesentlichen aus, dass ein Abzug für die 

Benutzung eines privaten Arbeitszimmers aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen und der 

aktuellen Rechtsprechung nur unter bestimmten Bedingungen gewährt werden könne. Einer-

seits müsse die steuerpflichtige Person regelmässig einen wesentlichen Teil der beruflichen 

Arbeit zu Hause erledigen. Andererseits müsse sie in ihrer Privatwohnung über einen separaten 

Raum verfügen, der zur Hauptsache beruflichen und nicht privaten Zwecken diene. In Sinne 

einer verfahrensökonomischen Lösung und unter Berücksichtigung der besonderen Situation 

infolge Covid-19 werde grundsätzlich kein zusätzlicher Abzug für das Arbeitszimmer gewährt. 

Stattdessen würden weiterhin die üblichen Berufsauslagen, welche bei einer Tätigkeit am ange-

stammten Arbeitsplatz angefallen wären, als Abzüge akzeptiert werden. Demzufolge werde kein 

zusätzlicher Abzug für ein Arbeitszimmer gewährt.  

 

 

 

 

 

 
 
Seite 3   

C. 

Mit Schreiben vom 14. Juli 2022 erheben die Pflichtigen Rekurs mit den Begehren, (1) es sei 

Punkt 1.3 des Einspracheentscheids vom 12. Juli 2022 aufzuheben; (2) der Abzug für das Ar-

beitszimmer in Höhe von Fr. 2'762.-- sei zu gewähren; (3) allfällige Kosten und Gebühren die-

ses Rekurses seien vom Kanton zu tragen. Im Rekurs führen die Rekurrenten im Wesentlichen 

aus, dass die vier Kriterien für die Abzugsfähigkeit eines Arbeitszimmers in casu unbestritte-

nermassen gegeben seien. Die Steuerverwaltung stütze sich im Einspracheentscheid jedoch 

nicht auf das Gesetz vom 7. Februar 1974 über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuerge-

setz, StG; SGS 331) und die Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Dezember 2005 (Vo StG, 

SGS 331.11), sondern auf die FAQ zu Corona, für welche keine rechtliche Grundlage bestehe. 

Unter Verweis auf eine besondere Situation werde die Gewährung eines Abzuges für das Ar-

beitszimmer abgelehnt. Diese Ablehnung bestätige einmal mehr, dass die Erfüllung der Vo-

raussetzungen gemäss dem Steuergesetz und der Verordnung zum Steuergesetz unbestritten 

sei und die Einsprache aus verfahrensökonomischen Gründen abgewiesen werde. Mutmasslich 

werde mit dem Begriff «verfahrensökonomisch» gemeint, dass es angesichts der erhöhten Zahl 

betroffener Steuerpflichtigen schlicht einfacher sei, das Steuergesetz sowie die Verordnung 

zum Steuergesetz zu ignorieren. Dies sei aber bereits aus rechtsstaatlicher Hinsicht kein recht-

lich akzeptabler Grund.  

 

Die Steuerverwaltung beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 23. August 2022 die Abweisung 

des Rekurses. Zur Begründung führt sie insbesondere aus, dass aufgrund der ausserordentli-

chen Situation im Jahr 2020 auch die Steuerverwaltung schnell und pragmatisch habe vorge-

hen müssen. Wegen der im Jahr 2020 geltenden Homeoffice-Empfehlung bzw. -Pflicht hätten 

viele unselbständig Erwerbende nicht mehr an ihrem gewohnten Arbeitsplatz gearbeitet, son-

dern zu Hause. Für diese Zeit habe sich die Steuerverwaltung im Sinne einer verfahrensöko-

nomischen Lösung entschieden, dass grundsätzlich kein zusätzlicher Abzug für ein Arbeits-

zimmer gewährt werde, die Steuerpflichtigen dafür aber weiterhin die üblichen Berufsauslagen 

(insb. Arbeitsweg und Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung) geltend machen können. Die 

seitens der Steuerverwaltung zeitlich beschränkte Vereinfachung während der ausserordentli-

chen Lage sei deshalb für alle Betroffenen eine willkommene und sachgerechte Erleichterung 

gewesen. Die sowohl bundesrechtliche als auch kantonale gesetzliche Grundlage und Praxis 

bei der Gewährung eines Arbeitszimmerabzugs sei für «normale», d. h. ordentliche Situationen 

im Erwerbsleben, konzipiert. Zudem sei die Nutzung der heimischen Einrichtung und des Platz-

bedarfs sicher nicht immer gleich wie bei den bisher für den Abzug qualifizierenden Situationen. 

Ein Arbeitszimmerabzug solle dann gewährt werden, wenn aus beruflichen Gründen tatsächlich 

ein komplettes Zimmer nicht für andere private Zwecke mehr zu gebrauchen sei. Aufgrund der 

modernen Technik werde beim Homeoffice aber in vielen Fällen lediglich ein Schreibplatz mit 

Stromzufuhr und Internetzugang benötigt. Folglich sei für die Zeit der ausserordentlichen Lage 

wohl oftmals nur ein «Telearbeitsplatz» eingerichtet worden, welcher aber keine Rechtfertigung 

in der Formel für ein ganzes Arbeitszimmer finde. Es wäre nicht gerechtfertigt, die Berech-

nungsmethode für den Arbeitszimmerabzug (Mietzins bzw. Mietwert ÷ Anzahl Zimmer + 

1 [Zimmer]) auch für eine platzmässig sehr beschränkte Nutzung für das Homeoffice anzuwen-

den. Ansätze für praktikable Kürzungen bei kleiner Fläche oder gemischter Nutzung von Zim-

mern würden sich generell nur schwer finden lassen.  

 
 
Seite 4   

Im vorliegenden Fall sei erfahrungsgemäss davon auszugehen, dass das für das Homeoffice 

verwendete Zimmer während der ausserordentlichen Lage im Jahr 2020 sowie in den Vorjahren 

auch für private Angelegenheiten benutzt worden sei. Folglich handle es sich nicht um ein aus-

schliesslich beruflich bedingtes Arbeitszimmer, sondern bloss um einen temporär eingerichteten 

Telearbeitsplatz, weshalb eine zumindest hälftige Teilung des Arbeitszimmers in Höhe von 

Fr. 1'381.-- eher noch realistisch wäre. Die Berechnung der Rekurrenten ergäbe ein 7-Zimmer-

Einfamilienhaus. Ferner sei eine allfällige Fixkostenbeteiligung seitens der Arbeitgeberin nicht 

bekannt. Hinzu komme noch der wegfallende bzw. zu kürzende Abzug für das ganzjährige 

U-Abo in Höhe von Fr. 800.--, so dass im Endergebnis das Ganze betragsmässig wohl in etwa 

aufgehe.  

Aus letztgenanntem Grund sei der verfahrensökonomische Ansatz durchaus berechtigt, wenn 

man allein schon an alle betroffenen Mitarbeitenden der Pharmabetriebe, der Banken und Ver-

sicherungen in der Region Basel denke.   

 

Auf Nachfrage des Steuergerichts reichen die Rekurrenten am 23. Januar 2023 zusätzliche 

Unterlagen nach. 

 

Anlässlich der Verhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen fest. 

 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1.  

Das Steuergericht ist gemäss § 124 StG zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zuständig. 

Nach § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden 

Fall Fr. 3'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuergerichts als Einzel-

richter beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt 

sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten. 

 

 

2. 

Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die Kosten für ein Arbeitszimmer in Höhe von 2'762.-- 

als Berufskosten zum Abzug zuzulassen sind. 

 
2.1. Gemäss § 29 Abs. 1 lit. a StG werden von den steuerbaren Einkünften bei unselbständig 

Erwerbstätigen die Erwerbsunkosten abgezogen. Dies beinhaltet die Kosten für Fahrten zwi-

schen Wohn- und Arbeitsstätte, Mehrkosten der Verpflegung und für Schichtarbeit, die Kosten 

für Berufskleider, Schwerarbeit, besonderen Kleiderverschleiss, Berufswerkzeuge und Fachlite-

ratur, ferner die mit der Ausübung des Berufes zusammenhängenden Weiterbildungs- und Um-

schulungskosten und die statutarischen Mitgliederbeiträge des Berufsverbandes sowie ein zu-

sätzlicher Pauschalabzug von Fr. 500.-- für weitere Berufsauslagen. Zu den Erwerbsunkosten 

gehören insbesondere die Kosten für das private Arbeitszimmer; diese werden in der Verord-

nung zum Steuergesetz genauer erläutert.  

 
 
Seite 5   

Nach § 3 Abs. 1 lit. g Vo StG können Steuerpflichtige die Kosten für das private Arbeitszimmer 

in Abzug bringen, wenn sie einen wesentlichen Teil ihres Berufes ausserhalb des Arbeitsortes 

erledigen müssen, weil am Arbeitsort kein entsprechender Raum zur Verfügung steht, und sie 

ein Zimmer ihrer Privatwohnung mit einem entsprechend ausgeschiedenen Arbeitsplatz regel-

mässig für diese Berufstätigkeit benützen. Der Abzug bemisst sich nach der Formel «Eigen-

mietwert bzw. Mietzins ÷ (Anzahl Zimmer + 1)». 

 

2.2. Gemäss Praxis der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft werden im Rahmen 

der vorübergehenden Pflicht zum Arbeiten im Homeoffice in den Jahren 2020 und 2021 auf-

grund Covid-19 im Sinne einer verfahrensökonomischen Lösung und unter Berücksichtigung 

der besonderen Situation grundsätzlich keine zusätzlichen Abzüge für das Arbeitszimmer ge-

währt. Stattdessen können weiterhin die üblichen Berufsauslagen (insb. Arbeitsweg und Mehr-

kosten für auswärtige Verpflegung), welche bei einer Tätigkeit am angestammten Arbeitsplatz 

angefallen wären, deklariert werden.1 

 

2.3. Die Lösung der Steuerverwaltung erscheint aus verfahrensökonomischen Gründen grund-

sätzlich sinnvoll und pragmatisch, da es eines immensen Aufwands der Steuerverwaltung be-

dürfte, um in jedem Einzelfall zu prüfen, ob eine steuerpflichtige Person während Covid-19 im 

Homeoffice gearbeitet hat oder nicht. Zudem bräuchte es auch von jedem Arbeitgeber einen 

Nachweis, zu wieviel Prozent ein Arbeitnehmer während eines Jahres zu Hause gearbeitet hat 

und wieviel davon effektiv unfreiwillig war. Schliesslich halten sich die Abzüge – entweder Ar-

beitszimmerabzug oder Abzug für Arbeitsweg und Mehrkosten für auswärtige Verpflegung – in 

ungefähr die Waage bzw. kann für eine steuerpflichtige Person in einem Fall der Arbeitszim-

merabzug vorteilhafter sein und in einem anderen Fall dafür der Abzug für Arbeitsweg und 

auswärtige Verpflegung. Dabei ist jedoch klar: Die beiden Arten Abzüge können nicht kumulativ 

gewährt werden. 

 

Von der pragmatischen Lösung der Steuerverwaltung, die Berufskostenabzüge so zuzulassen, 

als ob es kein Covid-19 bedingtes Homeoffice gegeben hätte, ist jedoch stets dann abzuwei-

chen, wenn eine steuerpflichtige Person mit dieser Lösung nicht einverstanden ist und die tat-

sächlich angefallenen Berufskosten substantiiert geltend macht.2 Der Kanton Basel-Landschaft 

hat für den Abzug der Berufskosten während Covid-19 keine Gesetzes- oder Verordnungsände-

rung erlassen. Mangels lex specialis gelangen folglich die generellen gesetzlichen Bestimmun-

gen zum Arbeitszimmerabzug zur Anwendung. Dabei ist unabhängig von Covid-19 zu beurtei-

len, ob die Voraussetzungen für den Arbeitszimmerabzug im jeweiligen Jahr erfüllt waren oder 

nicht. 

 

 

 

                                                
1 FAQ zu Corona, Steuerverwaltung Basel-Landschaft, Version vom 6. Dezember 2022. 
2 Vgl. KEVIN MÜLLER, Steuer Revue (StR) 76/2021, S. 309 

 
 
Seite 6   

2.4. Gemäss konstanter, kantonaler Praxis gelten für die Zulassung eines Arbeitszimmerabzu-

ges folgende kumulativ zu erfüllende Voraussetzungen:3 

1. Der zu Hause ausgeübte Anteil der Erwerbstätigkeit ist wesentlich, d. h. beträgt unge-

fähr 40% der gesamten Arbeitszeit.  

2. Am Arbeitsort stehen keine entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung (Aufwen-

dungen der steuerpflichtigen Person für ein privates Arbeitszimmer sind keine notwendi-

gen Berufskosten, wenn sie lediglich um ihrer grösseren Bequemlichkeit oder persönli-

cher Präferenzen willen den ihr am Arbeitsplatz zur Verfügung stehenden Arbeitsraum 

nicht benutzt)4.  

3. Die steuerpflichtige Person ist auf einen ruhigen, abgeschirmten und spezifisch einge-

richteten Arbeitsplatz angewiesen und benötigt für die Berufsausübung ein Arbeitszim-

mer.  

4. Ein besonderer Arbeitsplatz, der vorwiegend den Charakter eines Arbeitszimmers hat, 

muss auch tatsächlich im Privathaushalt ausgeschieden worden sein.  

 

2.5. Der Rekurrent hat mittels diverser Schreiben seiner Arbeitgeberin, der C.____ AG, nach-

gewiesen, dass er gezwungen war, von Mitte März 2020 bis Ende Jahr 2020 zu (nahezu) 100% 

von zu Hause aus zu arbeiten; entsprechend hat der Rekurrent ab März 2020 regelmässig ei-

nen wesentlichen Teil seiner Arbeit zu Hause erledigt. Gemäss den Schreiben der Arbeitgebe-

rin war dem Rekurrent der Zugang zu den Büroräumlichkeiten grundsätzlich untersagt; er durfte 

nur ausnahmsweise vor Ort arbeiten. Folglich stand dem Rekurrent am Arbeitsort kein Arbeits-

platz zur Verfügung. Ferner hat der Rekurrent plausibel dargelegt, dass er für die Berufsaus-

übung einen spezifisch eingerichteten Arbeitsplatz benötigt und aufgrund der vertraulichen Be-

sprechungen auf einen geschlossenen Raum für sich alleine angewiesen ist. Schliesslich hat 

der Rekurrent vorliegend auch einen separaten Raum ausgeschieden, der zur Hauptsache be-

ruflichen Zwecken dient, nämlich das auf den eingereichten Plänen vormals als «Herrenzim-

mer» bezeichnete Zimmer im Erdgeschoss des Einfamilienhauses.  

 

Im Ergebnis sind damit die Voraussetzungen für einen Arbeitszimmerabzug beim Ehemann 

erfüllt. Es kann offenbleiben, ob wie von der Steuerverwaltung vorgebracht, methodisch korrekt 

noch ein Abzug für die private Nutzung des Büros vorzunehmen wäre: Bei einer Arbeitszeit von 

40 bis 42 Stunden pro Woche, die der Rekurrent im Arbeitszimmer verbringt, wäre eine allfällige 

private Büronutzung von wenigen Stunden pro Woche vernachlässigbar und fiele nicht ins Ge-

wicht.  

 

2.6. Der Arbeitszimmerabzug bemisst sich nach der Formel «Eigenmietwert bzw. Mietzins ÷ 

(Anzahl Zimmer + 1)». Der Eigenmietwert beläuft sich unbestrittenermassen auf Fr. 22'101.--. 

Gemäss der Berechnung der Rekurrenten mit 7 Zimmern beträgt der Abzug Fr. 2'762.--. Den 

eingereichten Plänen zufolge handelt es sich jedoch um ein Einfamilienhaus mit nur 6 Zimmern, 

womit sich der Abzug auf Fr. 3'157.30 beläuft. Da der Rekurrent in der fraglichen Steuerperiode 

                                                
3 Vgl. § 3 Abs. 1 lit. g Vo StG; Urteil des Verwaltungsgerichts (heute: Kantonsgericht) vom 27. Januar 1988, publ. in: 

Basellandschaftliche Steuerpraxis (BlStPr.), Bd. X, S. 85 ff.; Entscheid des Steuergerichts (StGE) vom 19. Februar 

2016, 510 15 80, E. 2; StGE vom 5. November 2021, 510 21 25 E. 2.2. 
4 RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. Aufl. 2021, § 26 N 40. 

 
 
Seite 7   

2020 in Folge der Covid-19-Massnahmen erst ab März 2020 von zu Hause aus gearbeitet hat-

te, ist der Arbeitszimmerabzug pro rata temporis um 1/6 auf Fr. 2'631.10 zu kürzen. 

 

 

3. 

Die Berücksichtigung eines Arbeitszimmerabzuges für die Periode März bis Dezember 2020 

beim Ehemann hat zur Folge, dass im Gegenzug die Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeits-

stätte sowie die Mehrkosten für auswärtige Verpflegung nur für die Monate Januar und Februar 

gewährt werden können (vgl. Ziff. 2.3.). Entsprechend sind die für den Ehemann geltend ge-

machten Fahrtkosten von Fr. 800.-- (U-Abo) um 5/6 auf Fr. 133.35 zu kürzen. Mehrkosten für 

auswärtige Verpflegung wurden beim Ehemann nicht deklariert. 

 

 

4. 

Nach dem Ausgeführten ist der Rekurs teilweise gutzuheissen und zur Korrektur im Sinne der  

Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückzuweisen. 

 

Gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die 

Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271) 

werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-

mass auferlegt. Angesichts des überwiegenden Obsiegens der Rekurrenten sind die Gerichts-

kosten in Höhe von Fr. 500.-- vollumfänglich der Steuerverwaltung aufzuerlegen.  

 
 
Seite 8   

Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1.  

Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Steuerverwaltung wird angewiesen, für den Ehe-

mann einen Arbeitszimmerabzug von Fr. 2'631.10 zu gewähren und im Gegenzug dessen 

Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte auf Fr. 133.35 herabzusetzen. 

  

2.  

Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 500.-- werden der Steuerverwaltung des Kantons Basel-

Landschaft auferlegt. Den Rekurrenten wird der bereits bezahlte Kostenvorschuss in Höhe von 

Fr. 500.-- zurückerstattet. 

  

3.  

Mitteilung an die Rekurrenten (1), die Gemeinde D.____ (1) und die Steuerverwaltung des Kan-

tons Basel-Landschaft (3).