# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59d9280a-b091-5549-8841-621aad94f790
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 25.02.2025 ZR1 2025 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-21_2025-02-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 25. Februar 2025

Referenz ZR1 25 21

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Bäder Federspiel
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden, vom 12. Februar 2025, mitgeteilt am 13. 
Februar 2025 

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Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 1997, wurde von Dr. med. B._____ mit 
Verfügung vom 8. Januar 2025 für eine Dauer von maximal sechs Wochen in der 
Klinik A._____ (nachfolgend: Klinik A._____) fürsorgerisch untergebracht.

B. Mit Antrag vom 3. Februar 2025 ersuchte die Klinik A._____ die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle Nordbünden (nachfolgend: 
KESB Nordbünden), um eine Verlängerung der bestehenden ärztlichen 
Unterbringung im Sinne einer behördlichen Unterbringung von A._____ in der Klinik 
A._____.

C. Mittels verfahrensleitender Verfügung vom 6. Februar 2025 beauftragte die 
KESB Nordbünden Dr. med. C._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, mit der Begutachtung von A._____.

D. Gestützt auf die am 7. Februar 2025 durchgeführte Exploration von A._____ 
bestätigte Dr. med. C._____ im Kurzgutachten vom 8. Februar 2025, dass ohne 
Behandlung und Betreuung eine deutliche Selbst- und Drittgefährdung bei A._____ 
bestehe.

E. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 12. Februar 2025 erkannte die KESB 
Nordbünden was folgt:

1. A._____ wird zur Behandlung und persönlichen Betreuung in den Klinik A._____ 
fürsorgerisch untergebracht (Art. 426 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 428 Abs. 1 ZGB).

2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:

a. Zuständig für die Entlassung von A._____ ist die ärztliche Leitung der Klinik 
A._____.

b. Die ärztliche Leitung der Klinik A._____ wird angewiesen, die KESB Graubunden, 
Zweigstelle Nordbünden, nach Entlassung von A._____ mit einem Austrittsbericht 
unter Hinweis auf allfällige Vereinbarungen über die Nachbetreuung zu informieren.

c. Konnte A._____ bis zum 15. Juli 2025 nicht entlassen werden und ist nach 
Einschätzung der ärztlichen Leitung der Klinik A._____ eine weitere fürsorgerische 
Unterbringung angezeigt, ist die KESB Graubünden, Zweigstelle Nordbünden, mit 
einem Verlaufsbericht zu informieren.

3. Die Kosten im Verfahren Prüfung fürsorgerische Unterbringung werden auf Fr. 2'195.80 
(inkl. Drittkosten von Fr. 1'395.80 für das Kurzgutachten von Dr. C._____) festgesetzt 
und beim Fall belassen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Mitteilung schriftlich Beschwerde 
beim Obergericht des Kantons Graubunden, Poststrasse 14, 7001 Chur, erhoben 
werden. Für diese gesetzlich angeordnete Frist gilt kein Fristenstillstand (Art. 439 in 
Verbindung mit 450 ff. ZGB, Art. 60 Abs. 1 und 4 EGzZGB). Die Beschwerde muss nicht 
begründet werden (Art. 450e Abs. 1 ZGB). Die Beschwerde hat - mit Ausnahme des 
Kostenpunktes - keine aufschiebende Wirkung (Art. 450e Abs. 2 ZGB).

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F. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
14. Februar 2025, eingegangen am 18. Februar 2025, Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Graubünden.

G. Mit Schreiben vom 18. Februar 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten 
zivilrechtlichen Kammer die KESB Nordbünden unter Fristsetzung bis zum 20. 
Februar 2025 um Einreichung einer Beschwerdeantwort und sämtlicher 
Verfahrensakten.

H. Am 18. Februar 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern 
die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht 
gegeben seien. Die Klinik A._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den 
wesentlichen Klinikakten über den Beschwerdeführer am 20. Februar 2025 beim 
Obergericht ein.

I. Mit Beschwerdeantwort vom 20. Februar 2025 beantragte die KESB 
Nordbünden die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 
könne, und übermittelte dem Obergericht sämtliche Verfahrensakten.

J. Am 25. Februar 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 24. Februar 2025 vorgeladen worden war. Der Beschwerdeführer 
nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv dem 
Beschwerdeführer, der KESB sowie der Klinik A._____ gleichentags zugestellt.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Entscheid betreffend 
fürsorgerische Unterbringung der KESB Nordbünden gemäss Art. 426 ff. ZGB. Das 
Obergericht ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 450 Abs. 1 ZGB 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BG 210.100]) und folglich zur Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.2. Gemäss Art. 429 Abs. 2 ZGB fällt die ärztliche Unterbringung spätestens 
nach Ablauf der maximalen Dauer von sechs Wochen dahin, sofern nicht ein 
vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der KESB vorliegt. Im vorliegenden Fall 
wurde mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 12. Februar 
2025 eine Verlängerung im Sinne von Art. 428 Abs. 1 ZGB behördlich angeordnet. 
Dagegen können die betroffene Person, eine ihr nahestehende Person oder 

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Personen, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
des angefochtenen Entscheids haben, innert zehn Tagen schriftlich beim 
zuständigen Gericht Beschwerde erheben (Art. 450 i.V.m Art. 450b Abs. 2 ZGB). 
Eine Begründung ist nicht notwendig (Art. 450 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 
ZGB). Vorliegend erfolgte die Beschwerde frist- und formgerecht.

1.3. Gemäss Art. 431 Abs. 1 ZGB überprüft die KESB Nordbünden spätestens 
sechs Monate nach einer Unterbringung, ob die Voraussetzungen noch erfüllt sind 
und ob die Einrichtung weiterhin geeignet ist. Sinn und Zweck dieser gesetzlichen 
Bestimmung ist es, unangebrachte Freiheitsentziehungen zu verhindern. Art. 431 
Abs. 1 ZGB ergänzt dabei nur den allgemeinen Grundsatz, wonach die betroffene 
Person zu entlassen ist, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung entfallen 
sind. Mit anderen Worten muss der Beschwerdeführer – vorausgesetzt sein Zustand 
verbessert sich – nicht zwingend bis zum 15. Juli 2025 in der fürsorgerischen 
Unterbringung verbleiben. Vielmehr ist der Beschwerdeführer nach Art. 426 Abs. 3 
ZGB zu entlassen, sobald die Voraussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr 
erfüllt sind bzw. sobald es sein Zustand zulässt. Zudem besteht für den 
Beschwerdeführer die Möglichkeit, jederzeit ein Entlassungsgesuch bei der KESB 
Nordbünden zu stellen (Art. 426 Abs. 4 ZGB). Diese Bestimmungen behalten auch 
bei einer behördlichen Unterbringung ihre Gültigkeit. Wenn nun die KESB 
Nordbünden im angefochtenen Entscheid die Klinik anweist, der KESB Nordbünden 
einen Verlaufsbericht zukommen zu lassen, falls sie der Ansicht ist, dass der 
Beschwerdeführer sechs Monate nach der Unterbringung noch nicht entlassen 
werden kann, verweist sie im Ergebnis nur auf die gesetzliche Regelung, welche 
zum Schutz des Beschwerdeführers besteht.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach Art. 
450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 

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Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Die Beschwerdeinstanz muss jedoch nicht zwingend 
ein neues Gutachten in Auftrag geben, wenn bereits im Verfahren vor der KESB ein 
solches erstellt worden ist (vgl. GEISER a.a.O., Art. 450e N. 19 f). Dr. med. C._____, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstattete im Verfahren vor der 
KESB am 8. Februar 2025 ein Gutachten, nachdem er den Beschwerdeführer am 
7. Februar 2025 persönlich in der Klinik A._____ untersucht hatte (E. 3, KESB-act 
483 S. 1547). Das Gutachten ist aktuell und ermöglicht es dem Gericht, die sich aus 
Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen zu beantworten. Es kann daher 
darauf abgestützt werden.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 
Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 25. Februar 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychischen 
Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 
wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 

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persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 
426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffenen 
Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, 
Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 [zit.: Botschaft], 
S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung allein wegen 
Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB keine genügende gesetzliche Grundlage. Mit 
anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich alleine nie ausschlaggebend 
für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

4.1.1. Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine 
der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, 
geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder 
Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_288/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen 
sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu 
rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer 
Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die 
freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.1.2. Zu klären ist also zunächst, ob der Beschwerdeführer an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.).

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4.2. Im Antrag vom 3. Februar 2025 der Klinik A._____ zur behördlichen 
Unterbringung wird als Hauptdiagnose eine paranoide Schizophrenie (F20.0), 
differentialdiagnostisch eine schizoaffektive Störung mit einer gegenwertigen 
manisch psychotischen Symptomatik, gestellt (KESB-act. 479 S. 1536). Im 
Gutachten wird ebenfalls eine paranoide Schizophrenie (F20.0) diagnostiziert. Des 
Weiteren würden psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen 
Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen und somit ein 
Abhängigkeitssyndrom (F19.2) vorliegen. Bei einer paranoiden Schizophrenie 
handelt es sich um eine psychische Erkrankung im medizinischen Sinne. Die 
Diagnose der Klinik A._____ wie auch des Gutachters ist für das Obergericht 
nachvollziehbar. Daraus kann geschlossen werden, dass beim Beschwerdeführer 
ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt.

4.3.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

4.3.2. Der Gutachter führt aus, dass derzeit nur eine stationäre Behandlung in einer 
psychiatrischen Klinik möglich sei, in welcher die entsprechende Medikation 
aufgrund der Beobachtungen angepasst und insbesondere auch zuverlässig 
verabreicht werden könne. Aufgrund seiner Schizophrenie sei der 
Beschwerdeführer derzeit weder behandlungseinsichtig noch sei er zur Kooperation 
fähig. Es bestehe auch kein Krankheitsgefühl (KESB-act. 483 S. 1547). Im Antrag 

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der Klinik A._____ wird festgehalten, dass die stationäre Unterbringung des 
Beschwerdeführers aufgrund seiner anhaltenden schweren psychotischen Störung 
mit fehlender Krankheitseinsicht, dem fortgesetzten Substanzkonsum und 
erheblichen Verhaltensauffälligkeiten zwingend erforderlich sei. Trotz wiederholter 
Behandlungsversuche zeige er keinerlei Einsicht in seine Erkrankung und 
verweigere eine freiwillige Therapie (KESB-act. 479 S. 1536). Im Bericht der Klinik 
A._____ vom 20. Februar 2025 wird ausgeführt, der Beschwerdeführer sei nur 
bedingt krankheits- und behandlungseinsichtig. An der Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung werde festgehalten (act. A.2). Anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 25. Februar 2025 wurde denn auch ersichtlich, dass der 
Beschwerdeführer nur bedingt behandlungseinsichtig ist. Gemäss seiner 
Auffassung sei er nicht schizophren. Er würde jedoch freiwillig in der Klinik 
verbleiben, damit er seine Medikamente erhalten könne. Der Substanzkonsum wird 
verharmlost, er konsumiere nur Cannabis, und als nicht massgebend angesehen. 
Die Beurteilung der Klinik A._____ und des Gutachters sind für das Obergericht 
nachvollziehbar, weshalb grundsätzlich von einer notwendigen Behandlung der 
festgestellten psychischen Störung, idealerweise im Rahmen eines weiteren 
stationären Aufenthalts, ausgegangen werden muss.

4.4.1. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Im Gutachten wird festgehalten, dass beim 
Beschwerdeführer ohne eine Behandlung und Betreuung eine deutliche Selbst- wie 
auch Drittgefährdung bestehe. Er sei in diesem Zustand nicht fähig, zuverlässig für 
sich selbst betreffend Ernährung, Wohnen und Hygiene zu sorgen. Zudem würde 
er sich durch den wahllosen Drogenkonsum weiter selbst gefährden. In seinem 
akut-psychotischen Zustand möglicherweise kombiniert mit Entzugssymptomen 
aufgrund des Drogenkonsums könne auch eine Drittgefährdung nicht 
ausgeschlossen werden (KESB-act. 483 S. 1547). Im Bericht der Klinik wird 
ausgeführt, dass der Beschwerdeführer in seiner gegenwärtigen Verfassung nicht 
in der Lage sei, die Konsequenzen und die Tragweite seiner Entscheidungen 
einzusehen, und die persönliche Fürsorge nicht tragen könne. Insbesondere seien 
auch Bereiche wie Selbstfürsorge, Wohnen, Hygiene und Ernährung betroffen. 
Aktuell gebe es aus Sicht der Behandler keine weniger einschneidenden 
Massnahmen als die Unterbringung in der Psychiatrie. Ebenso sei bei erheblicher 
Rückfallgefahr im Rahmen des doch regelmässigen Drogenkonsums auch mit 
fremdgefährdenden Verhaltensweisen zu rechnen (act. A.2). Im Antrag der Klinik 
A._____ an die KESB Nordbünden wird ausgeführt, dass eine sofortige Entlassung 
mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer erneuten psychotischen Dekompensation 
führen würde, da der Beschwerdeführer keinerlei Krankheitseinsicht zeige und die 

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Behandlung verweigere. Die fortgesetzte Eigengefährdung durch unkontrollierten 
Substanzkonsum, einschliesslich intravenöser Drogen, verstärke das Risiko für 
weitere gesundheitliche Schäden erheblich. Die Gefahr einer erneuten Intoxikation 
oder einer weiteren psychischen Eskalation sei ohne eine stationäre Behandlung 
sehr hoch. Des Weiteren wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer über keine 
stabile Wohnsituation, keine gesicherte finanzielle Existenz und keine tragfähigen 
sozialen Beziehungen verfüge. Es habe sich bereits gezeigt, dass er nicht in der 
Lage sei, für seine Grundbedürfnisse zu sorgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er 
obdachlos würde und sich in suchtbelastete Milieus begebe, sei sehr hoch. Zudem 
habe er auch mehrfach durch distanzloses, bedrohliches und aggressives Verhalten 
gegenüber dem Personal gezeigt, dass er eine potenzielle Gefahr für seine 
Umgebung darstelle. Er habe Pflegepersonen körperlich bedrängt, beleidigt und 
bedroht sowie Gegenstände gewaltsam an sich gerissen. Angesichts seiner 
psychotischen Symptomatik, der fehlenden Impulskontrolle und des fortgesetzten 
Substanzkonsums sei mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass sich dieses 
Verhalten im Falle einer Entlassung fortsetze oder eskaliere (KESB-act. 479 S. 
1536). Somit gehen sowohl der Gutachter als auch die Klinik A._____ von einer 
akuten und konkreten Selbst- und Drittgefährdung aus.

4.4.2. Die akute und konkrete Selbstgefährdung ist für das Obergericht 
nachvollziehbar. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den 
Zustand des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. 
Anlässlich der Hauptverhandlung vom 25. Februar 2025 konnte sich die 
Beschwerdeinstanz ein eigenes Bild vom Beschwerdeführer machen. Der 
Beschwerdeführer wirkte anlässlich der Befragung unruhig und logorrhoisch. Den 
Ausführungen des Vorsitzenden konnte er nicht in vollen Zügen folgen und die 
Fragen beantwortete er zwar, wobei er oftmals abschweifte. Er habe Beschwerde 
gegen die fürsorgerische Unterbringung vom 8. Januar 2025 erheben wollen. Nach 
Rückkehr vom Spital D._____ sei er geflüchtet und man habe Gras bei ihm im 
Zimmer gefunden. Er sei nicht schizophren, der Gutachter habe sich nur fünf 
Minuten Zeit genommen und könne dadurch nicht eine Diagnose erstellen. 
Konsumieren sei nicht illegal. Die Medikamente würden ihn stören und er vertrage 
diese nicht. Er wolle keine stationäre Behandlung, allenfalls aber eine ambulante 
Behandlung. Er wolle aber in der Klinik verbleiben, da er hier seine Medikamente 
erhalte, ohne welche er sterben würde. Der Beschwerdeführer schweift dabei immer 
wieder ab und wiederholt seine Geschichten in ausufernder Art und Weise. Ihm fällt 
es schwer, sich auf die wesentlichen Fragen zu konzentrieren. Der Zustand des 
Beschwerdeführers hat sich nach Auffassung des Gerichts im Vergleich zur 

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richterlichen Befragung vom 29. Januar 2025 im vorangehenden 
Beschwerdeverfahren (vgl. ZR1 25 8) verschlechtert.

4.4.3. Wie den Akten entnommen werden kann, besteht beim Beschwerdeführer 
neben der psychischen Erkrankung eine langjährige Drogenabhängigkeit. Nach der 
Entlassung aus der Klinik A._____ am 7. Januar 2025 wurde er am nächsten Tag 
bereits wieder in die Klinik eingewiesen, nachdem er wieder Substanzen konsumiert 
habe. Am 2. Februar 2025 wurden im Zimmer des Beschwerdeführers diverse 
Substanzen und wie auch eine gebrauchte leere Spritze und weitere Gegenstände 
gefunden, nachdem er die Klinik eigenmächtig verlassen hatte (KESB-act. 479 S. 
1536). Ausgehend von den Ausführungen der Klinik A._____ und des Gutachters 
kommt das Gericht zum Schluss, dass eine akute und konkrete Selbst- und 
Drittgefährdung offensichtlich derzeit besteht, wenn die Behandlung des 
Beschwerdeführers unterbleibt.

5. Schliesslich ist eine mildere Massnahme als die fürsorgerische 
Unterbringung für das Gericht zum Zeitpunkt des Entscheids nicht ersichtlich. Das 
Obergericht teilt die Auffassung des Gutachters, wonach gemessen an der 
Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers nur das Setting 
in der Klinik A._____ geeignet ist, um eine mögliche Stabilisierung zu erreichen 
(KESB-act. 483 S. 1551). Eine ambulante Behandlung erscheint aufgrund 
mangelnder Kooperationsfähigkeit und angesichts Krankheits- und 
Behandlungsuneinsichtigkeit nicht möglich. Zwar hat der Beschwerdeführer – wie 
schon im Verfahren ZR1 25 8 – zu Protokoll gegeben, dass er freiwillig in der Klinik 
verbleiben möchte. Diese Aussage erscheint jedoch vorgeschoben und ist 
jedenfalls noch nicht derart gefestigt, dass von einer genügenden Compliance 
auszugehen wäre, bei welcher von einer fürsorgerischen Unterbringung abgesehen 
werden könnte. Die behördlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung erscheint 
daher weiterhin als verhältnismässig. 

6. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Die Klinik A._____ der Klinik 
A._____ stellt für die aktuelle Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers ein 
geeignetes Setting dar, was auch der Gutachter bejaht hat (KESB-act. 483 S. 1551).

7. Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung vorliegend erfüllt sind. Die 
Beschwerde gegen die behördlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung ist 
daher abzuweisen. 

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8. Da der Beschwerdeführer vollumfänglich unterlegen ist, wären ihm die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es ist jedoch zu vermuten, dass der Beschwerdeführer nicht 
über die finanziellen Mittel zur Kostentragung verfügt, weil dieser gemäss Angaben 
vom 29. Januar 2025 eine IV-Rente und Ergänzungsleistungen bezieht. Er verfüge 
über kein Vermögen (vgl. ZR1 25 8). Unter Berücksichtigung der finanziellen 
Verhältnisse des Beschwerdeführers rechtfertigt es sich vorliegend, im Sinne von 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 
Daher verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 
CHF 1'500.00 beim Kanton Graubünden. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]