# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c686939-ceac-5e73-9349-cb0aaa36a3f3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.12.2008 D-8147/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8147-2008_2008-12-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8147/2008
law/bah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 10. Dezember 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8147/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 -  eröffnet am 
11. Dezember  2008  -  in  Anwendung von  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylge-
such des Beschwerdeführers vom 25. Juni 2008 nicht eintrat, die Weg-
weisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. Dezember 2008 ge-
gen diese Verfügung Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung 
des BFM sei aufzuheben und sein Asylgesuch sei gutzuheissen, even-
tuell  sei  die  Wegweisungsverfügung  aufzuheben  und  die  vorläufige 
Aufnahme anzuordnen,

dass er ferner beantragte, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 
im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu ge-
währen,

und zieht in Erwägung,

dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde - mit Ausnahme 
des Antrags auf  Gutheissung des Asylgesuchs (vgl. Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.)  -  einzutreten und diese in  Anwendung 
des  AsylG,  der  Asylverordnung 1  vom 11. August 1999  über  Verfah-
rensfragen  (AsylV 1,  SR 142.311),  des  VwVG, des  Bundesgesetzes 
vom  17. Juni 2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG, 
SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht  (BGG,  SR 173.110),  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezem-
ber 2005 über die  Ausländerinnen und Ausländer (AuG,  SR 142.20), 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2) 
zu beurteilen ist,

dass für  den zur  Begründung des Asylgesuches geltend gemachten 
Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum Vallorbe vom 6. August 2008 und der Anhörung zu den 
Asylgründen vom 25. November 2008 sowie auf die angefochtene Ver-

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D-8147/2008

fügung zu verweisen ist (vgl. daselbst, Sachverhaltszusammenfassung 
S. 2),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung dargelegt hat, weshalb 
die  Voraussetzungen  für  einen  Nichteintretensentscheid  gemäss 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und weshalb die 
Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug anzuordnen ist, 

dass in der Beschwerde rudimentär der zur Begründung des Asylgesu-
ches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und angefügt wird, ge-
mäss  dem  Wortlaut  von  Art. 1  A  Abs. 2  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30) sei der Beschwerdeführer als Flüchtling anzusehen, 

dass zudem geltend gemacht wird, es gebe keine Garantie auf Rück-
kehr in Sicherheit und Würde, vielmehr befürchte er bei einer Rückkehr 
Behandlungen ausgesetzt zu werden, die gegen Art. 3 der Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101) verstossen würden,

dass  die  Beschwerde  keine  weiteren  Ausführungen  enthält,  mithin 
nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM 
unzutreffend  sein  sollen,  und  auch  aus  den  Akten  nicht  ersichtlich 
wird,  inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletzen, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  fest-
stellen oder unangemessen sein könnte,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen 
ist, dass  das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 
die Wegweisung verfügt und deren Vollzug angeordnet hat,

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit summa-
rischer  Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit  Zustimmung 
eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist  und  die  Kosten des  Verfahrens  von Fr. 600.-- dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Einzahlungsschein, 
Verfügung des BFM im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (kantonale Behörde)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

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