# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ffff165a-9ddb-52aa-b30e-d70c0fedcd48
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-14
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 14.08.2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-14--A_2025-08-14.pdf

## Full Text

Feldeggweg 1 
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Eidgenössischer Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB 

 
 

 

 

Bern, 14. August 2025 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

im Schlichtungsverfahren zwischen 

X 
(Antragsteller) 

und 

Bundeskanzlei BK 

I Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Die Fachstelle Personensicherheitsprüfungen der Bundeskanzlei1 (Fachstelle PSP BK) ist zustän-
dig für die Sicherheitsprüfung von Personen, die durch den Bundesrat gewählt werden (Top Kader 
Bund), und Personen, welche Funktionen mit sicherheitsempfindlichen Tätigkeiten ausüben (s. 
detailliert in Art. 16 Abs. 3 der Verordnung über die Personensicherheitsprüfungen, VPSP; SR 
128.31). Insbesondere kann die Fachstelle PSP BK2 erweiterte Sicherheitsprüfungen mit mündli-
cher Befragung gemäss Art. 30 Bst. b i.V.m. Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Bundesgesetzes über die 
Informationssicherheit, Informationssicherheitsgesetz, ISG; SR 128) durchführen. Deren Ziel ist 
es, bei Personen, welche sicherheitssensible Arbeit verrichten sollen, allfällige mit ihnen verbun-
dene Sicherheitsrisiken aufzudecken. Der Begriff “Sicherheitsrisiko” wurde in Art.  38 ISG konkre-
tisiert. Es werden verschiedene Themengebiete befragt, die in Art. 27 Abs. 2 ISG aufgeführt sind 
und in Anhang 7 der VPSP detailliert aufgelistet werden, wie bspw. sicherheitsrelevante Daten 
über die Lebensführung der betroffenen Person, insbesondere über ihre engen persönlichen Be-
ziehungen und familiären Verhältnisse, ihre finanzielle Lage und ihre Beziehungen zum Ausland. 
Für die mündlichen Befragungen wird ausdrücklich spezifiziert, dass “sämtliche Daten” erhoben 
und bearbeitet werden können (Anhang 7 zur VPSP Ziff. 2 Bst. d). Die erweiterten Personensi-
cherheitsprüfungen werden regelmässig wiederholt (Art. 43 Abs. 1 Bst. b ISG). Die Bundeskanzlei 
(BK) veröffentlicht eine sogenannte “Broschüre PSP” mit den wichtigsten Informationen.3 

 
1  Fachstelle Personensicherheitsprüfungen (zuletzt abgerufen am 11. August 2025).  
2  In Anwendung von Art. 19 Abs. 2 VPSP. 
3  Fachstelle Personensicherheitsprüfungen (zuletzt abgerufen am 11. August 2025). 

https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/bk/organisation-der-bundeskanzlei/fachstelle-personensicherheitspruefungen-bk.html
https://www.bk.admin.ch/bk/de/home/bk/organisation-der-bundeskanzlei/fachstelle-personensicherheitspruefungen-bk.html

 
 

 

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2. Mit einem ersten Zugangsgesuch verlangte der Antragsteller (Journalist) am 29. Oktober 2023 
gestützt auf das Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsge-
setz, BGÖ; SR 152.3) bei der Bundeskanzlei (BK) Zugang zum "[s]trukturierte[n] Leitfaden/Frage-
bogen, der Grundlage für die Personensicherheitsprüfungen seitens der Bundeskanzlei ist". Nach-
dem ihm die BK den Zugang verweigert hatte, empfahl der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte (Beauftragter) am 14. Mai 20244 einen teilweisen Zugang zum Frage-
bogen "Befragung PSP". Er kam zum Schluss, dass die Offenlegung einzelner Fragen und Passa-
gen des besagten Fragebogens die zielkonforme Durchführung konkreter behördlicher Massnah-
men (konkret das Ergebnis der mündlichen Befragungen der Fachstelle PSP BK) 
höchstwahrscheinlich ernsthaft beeinträchtigen könnte (Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ). Die darauffol-
gende Verfügung der BK vom 4. Juni 2024, mit welcher der Zugang vollumfänglich verweigert 
wurde, blieb unangefochten. 

3. Am 12. August 2024 ersuchte der Antragsteller bei der BK um Zugang zum “erarbeiteten qualita-
tiven Fragebogen”. Er begründete sein Zugangsgesuch wie folgt: “Aufgrund der Causa […] hat 
die Kritik an der PSP zugenommen. Es besteht ein öffentliches Interesse an der Arbeit der PSP. 
Aufgrund des personellen Wechsels in der Bundeskanzlei – es gibt einen neuen Bundeskanzler 
und neue Vizekanzler – gehe ich davon aus, dass die BK eine Neubewertung dieses Gesuches, 
das Sie letztes Jahr noch abgelehnt haben, vornimmt.” Dabei kündigte er seine Absicht betreffend 
das weitere Vorgehen an: “Sollten Sie mein Gesuch erneut ablehnen, werde ich erneut eine 
Schlichtung beantragen und, sollten Sie die Empfehlung der Schlichtung erneut ablehnen, 
werde ich dieses Mal dagegen klagen.” 

4. Am 13. August 2024 antwortete die BK dem Antragsteller wie folgt: “Hiermit bestätigen wir den 
Erhalt Ihres Gesuches. Wir werden Ihnen fristgerecht antworten.” 

5. Am 30. August 2024 teilte ihm die BK mit, dass sie das Gesuch “erneut ablehnen [muss]” und 
begründete ihre Ablehnung wie folgt: “Zum einen, weil Ihr erstes Gesuch vom 29. Oktober 2023 
mit der Verfügung von der BK vom 5. [recte 4.] Juni 2024 in formelle Rechtskraft erwachsen ist, 
nachdem Sie die Rechtsmittelfrist unbenutzt haben ablaufen lassen. Mit Ablauf der Rechtsmittel-
frist wird die Verfügung formell rechtskräftig. Zum anderen haben sich inzwischen – wie Sie das 
korrekt erfasst haben – zwar personelle Änderungen in der BK ergeben, rechtliche Änderungen 
im BGÖ sind aber nicht erfolgt. Massgebend für die Beurteilung eines Zugangsbegehrens ist die 
rechtliche und nicht die personelle Lage. An der Rechtslage hat sich nichts geändert.” 

6. Am 30. August 2024 reichte der Antragsteller einen Schlichtungsantrag beim Beauftragten ein. 

7. Am 11. September 2024 bestätigte der Beauftragte gegenüber dem Antragsteller den Eingang 
des Schlichtungsantrages und bat ihn, ihm mitzuteilen, ob sich das aktuelle Zugangsgesuch auf 
das gleiche Dokument beziehe wie sein erstes Zugangsgesuch und die Empfehlung des Beauf-
tragten vom 14. Mai 2024 (Ziff. 2). Mit E-Mail vom 15. September 2024 teilte ihm der Antragsteller 
mit, dass es sich um das gleiche Dokument handelt. 

8. Am 16. September 2024 informierte der Beauftragte die BK, dass ein Schlichtungsantrag einge-
reicht wurde und forderte sie dazu auf, die betroffenen Dokumente sowie bei Bedarf eine ergän-
zende Stellungnahme einzureichen. Dabei präzisierte er, dass es sich um das gleiche Dokument 
handelte, welches Gegenstand der Empfehlung vom 14. Mai 2024 war. 

9. Am 27. September 2024 reichte die BK eine Stellungnahme ein. Darin führte sie aus, dass “[d]as 
erneute Gesuch vom 12. August 2024 […] keine Noven [enthält]. Seit dem ersten Gesuch vom 
29. Oktober 2023 hat sich an der Rechtslage [Hervorhebung im Originaltext] nichts geändert, was 
wir dem Gesuchsteller per Mail vom 30. August 2024, […], mitgeteilt haben. Der Gesuchsteller 
verlangt das gleiche Dokument wie mit seinem Gesuch vom 29. Oktober 2023. Wir verweisen auf 
unsere Stellungnahme vom 10. November 2023 zu diesem Gesuch, auf die ergänzende Stellung-
nahme der BK vom 24. November 2023, auf die Empfehlung des EDÖB vom 14. Mai 2024 und 
auf die Verfügung der BK vom 4. Juni 2024.” Nachdem der Antragsteller die ordentliche Rechts-
mittelfrist zur Verfügung der BK vom 4. Juni 2024 unbenutzt ablaufen lassen hatte (Ziff. 2), ist die 

 
4  Empfehlung vom 14. Mai 2024: BK / Fragebogen «Befragung PSP» (zuletzt abgerufen am 11. August 2025). 

https://backend.edoeb.admin.ch/fileservice/sdweb-docs-prod-edoebch-files/files/2024/11/05/1febcd15-32a4-42d8-9ec6-45b9dc930772.pdf

 
 

 

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BK der Auffassung, dass “sein Recht auf einen Weiterzug seines Anliegens verwirkt und die Ver-
fügung vom 4. Juni 2024 […] in Rechtskraft erwachsen [ist]. Dem [Antragsteller] jetzt nochmals 
[Hervorhebung im Originaltext] das Recht auf Zugang nach BGÖ und die damit zusammenhän-
gende Verfahrensmöglichkeit nach BGÖ mit Abschluss im VwVG mittels Verfügung einzuräumen, 
nur weil er die Rechtsmittelfrist verpasst hat, erachten wir […] als fragwürdig. Unserer Ansicht 
nach hat der EDÖB immer die Möglichkeit, ein Verfahren abzuschreiben, so auch noch zum jetzi-
gen Zeitpunkt. Der Entscheid des EDÖB, vorliegend ein Schlichtungsverfahren durchzuführen, 
wirft unseres Erachtens überdies grundsätzliche Fragen zum Wesen und zur Wirksamkeit der 
Rechtsmittelfrist an sich auf. Die Rechtsmittelfrist zur ersten Verfügung wird in gewisser Weise 
obsolet, wenn im Anschluss daran erneut ein identisches Verfahren in Gang gesetzt werden 
kann.”   

10. Im Rahmen des ersten Schlichtungsverfahrens reichte die BK am 24. November 2023 eine Stel-
lungnahme ein, in der sie zunächst ausführte, sie habe als Gegenstand des Zugangsgesuches 
ein einziges Dokument identifiziert, welches als amtliches Dokument im Sinne von Art. 5 BGÖ zu 
qualifizieren sei. Weiter erklärte sie den Ablauf der Personensicherheitsprüfung anhand der zum 
Zeitpunkt der Gesuchbeurteilung geltenden Normen: "Nach Artikel 12 Absatz 2 Bst. a PSPV5 führt 
die Fachstelle BK eine 'erweiterte Personensicherheitsprüfung mit Befragung' - ausgenommen 
der in [Bst.  a Ziff. 1 bis 5] genannten Personen – bei allen Personen durch, die vom Bundesrat 
ernannt werden.[…] Die Fachstelle PSP BK führt diese Prüfungen somit im Auftrag des Bundes-
rates durch und die Prüfungsergebnisse sind Teil der Bundesratsgeschäfte im Hinblick auf die 
Ernennung durch den Bundesrat.[…] Zu diesen Bundesratsgeschäften (Personalgeschäfte des 
Bundesrates) gibt es nie eine Ämterkonsultation, sondern nur ein Mitberichtsverfahren, zu dessen 
amtlichen Dokumenten kein Recht auf Zugang besteht (Art.  8 Abs.  1 BGÖ). Nach Art. 19 Abs. 3 
BWIS6 ist die Personensicherheitsprüfung durchzuführen, bevor das Amt oder die Funktion über-
tragen oder der Auftrag erteilt wird. Die Personensicherheitsprüfung ist somit eine (von mehreren) 
Voraussetzungen für die Ernennung durch den Bundesrat [Hervorhebungen im Originaltext]." Ge-
mäss der BK sei somit "[d]er vorliegend anbegehrte Fragebogen […] der Sphäre des Bundesrates 
zuzuordnen. Nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a BGÖ im Umkehrschluss ist der Bundesrat als 
Kollegialbehörde vom persönlichen Geltungsbereich des BGÖ ausgenommen [Hervorhebung im 
Originaltext] und somit ist das verlangte Dokument nicht vom Geltungsbereich des BGÖ erfasst." 
Weiter erklärte die BK, selbst wenn das verlangte Dokument vom Geltungsbereich des Öffentlich-
keitsgesetzes erfasst wäre, seien mehrere Ausnahmebestimmungen dieses Gesetzes erfüllt:  
- Bei der Personensicherheitsprüfung mit Befragung sei "[…] der Fragebogen die Grundlage für 

die Durchführung der Befragung und das zentrale Element bei jeder dieser Personensicher-
heitsprüfung. Die Fragen sind im Fragebogen festgehalten. Damit ist die Voraussetzung erfüllt, 
wonach 'ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Dokument und dem 
jeweiligen konkreten politischen oder administrativen Entscheid erforderlich' sein muss. […] 
Das Dokument darf bei einem laufenden Verfahren nicht zugänglich gemacht werden, weil 
nach Artikel 8 Absatz 2 BGÖ amtliche Dokumente erst zugänglich gemacht werden dürfen, 
wenn der politische oder administrative Entscheid, für den sie die Grundlage darstellen, getrof-
fen ist. Da der Fragebogen Grundlage für jeden administrativen Entscheid (Verfügung nach 
Artikel 22 PSPV) ist und es – neben den abgeschlossenen – immer laufende und künftige 
Verfahren gibt, kann der Fragebogen nie zugänglich gemacht werden. In Artikel 8 BGÖ nimmt 
der Gesetzgeber selber eine Auflistung von bestimmten Kategorien amtlicher Dokumente vor, 
für welche er selber die Geheimhaltung im Sinne von 'negativen' Ausnahmen verlangt, ohne 
dass die Behörde über eine mögliche Beeinträchtigung zu schützender Interessen befinden 
muss [Hervorhebungen im Originaltext]; kurz der Gesetzgeber hat in den Fällen nach Artikel 8 
BGÖ bereits entschieden […], womit keine inhaltliche Prüfung der Dokumente stattfinden 
muss." 

- Abschliessend legte die BK dar, dass "[s]elbst wenn der Fragebogen nicht als nicht absolut 
zugängliches amtliches Dokument im Sinne von Artikel 8 BGÖ betrachtet werden würde, würde 
das Ergebnis einer materiellen Prüfung nach Artikel 7 BGÖ ebenfalls dazu führen, dass er nicht 

 
5  In der Fassung in Kraft bis 31.12.2023. 
6  In der Fassung in Kraft bis 31.12.2023. 

 
 

 

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zugänglich gemacht werden kann. […] Die Fachstelle Personensicherheitsprüfungen der Bun-
deskanzlei ist zuständig für dieses Prüfverfahren. Die zielkonforme Durchführung dieser be-
hördlichen Massnahme – die erweiterte Personensicherheitsprüfung mit Befragung – würde 
jedoch durch den Zugang des Fragebogens [Hervorhebungen im Originaltext] beeinträchtigt 
werden (Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe b BGÖ). Eine Befragung kann nicht zielkonform durch-
geführt werden, wenn die befragte Person die Fragen bereits kennt. Daher kann der Zugang 
zum Fragebogen auch aus materiellen (inhaltlichen) Gründen nicht gewährt werden". 

11. In ihrer Verfügung vom 4. Juni 2024 berief sich die BK nur noch auf die Art. 8 Abs. 2 und Art. 7 
Abs. 1 Bst. b BGÖ. Im Wesentlichen übernahm sie die gleichen Argumente ihrer Stellungnahme 
an den Beauftragten vom 24. November 2023 (Ziff. 10). 

12. Am 30. September 2025 informierte der Beauftragte die BK, dass er die Frage des formellen Ver-
fahrenseintritts prüfen werde, und bat sie um Mitteilung, ob sich die BK in dieser Frage abschlies-
send geäussert habe. 

13. Am 7. Oktober 2024 antwortete die BK, dass sie sich zur formellen Frage des Verfahrenseintritts 
am 27. September 2024 (Ziff. 9) abschliessend geäussert habe und sei “dem EDÖB dankbar, 
dass er diese Frage nun prüft.”  

14. Am 16. Juli 2025 informierte der Beauftragte die Beteiligten, dass er ein Schlichtungsverfahren 
eröffnet habe und dieses schriftlich durchführen werde. Zudem räumte er ihnen die Möglichkeit zu 
einer ergänzenden Stellungnahme gemäss Art. 12 Abs. 2 der Verordnung über das Öffentlich-
keitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR. 152.31) ein. 

15. Am 17. Juli 2025 teilte die BK dem Beauftragten unter anderem mit, dass sie an ihrer materiellen 
Rechtsauffassung festhalte: “Der Fragebogen PSP ist die Grundlage für die Befragung [Hervor-
hebung im Originaltext] im Rahmen von Personensicherheitsprüfungen. Ohne diese Fragen kön-
nen die Befragungen nicht durchgeführt werden. Damit ist der Fragebogen PSP gestützt auf Arti-
kel 8 Absatz 2 BGÖ integral nicht zugänglich [ist] und zwar so lange wie er als Grundlage für die 
Befragungen dient.” 

16. Der Antragsteller reichte im Schlichtungsverfahren keine ergänzende Stellung ein. 

17. Auf die weiteren Ausführungen des Antragstellers und der BK sowie auf die eingereichten Unter-
lagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

II Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

18. Gegenüber dem Antragsteller (Ziff. 5) lehnte die BK das Zugangsgesuch mit der Begründung ab, 
ihre Verfügung vom 4. Juni 2024 sei in formelle Rechtskraft erwachsen. Gegenüber dem Beauf-
tragten (Ziff. 9) ging sie auf dieses Vorbringen vertiefter ein, indem sie dazu erläuterte, dass der 
Antragsteller “sein Recht auf einen Weiterzug seines Anliegens verwirkt [hatte]”, nachdem er “die 
ordentliche Rechtsmittelfrist zur Verfügung vom 4. Juni 2024 unbenutzt […] ablaufen lassen 
[hatte].” Die BK erachtet als fragwürdig, dem Antragsteller “jetzt nochmals das Recht auf Zugang 
nach BGÖ und die damit zusammenhängende Verfahrensmöglichkeit nach BGÖ mit Abschluss 
im VwVG mittels Verfügung einzuräumen, nur weil er die Rechtsmittelfrist verpasst hat.” Aufgrund 
dieser Ausführungen ist nicht klar, ob die BK die Auffassung vertritt, die Voraussetzungen für die 
Eröffnung eines Schlichtungsverfahrens seien nicht gegeben, zumal sie in der gleichen Stellung-
nahme an den Beauftragten schliesslich aufführt, dass der Beauftragte “immer die Möglichkeit 
[hat], ein Verfahren abzuschreiben, so auch noch zum jetzigen Zeitpunkt.” Am 7. Oktober 2024 
teilte die BK dem Beauftragten jedoch ausdrücklich mit, dass sie ihm dankbar sei, wenn er die 
formelle Frage des Verfahrenseintritts prüfe (Ziff. 13). Die BK stellt somit die Erfüllung der formel-
len Voraussetzungen für die Eröffnung eines Schlichtungsverfahrens in Frage. 

19. Gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ kann eine Person einen Schlichtungsantrag stellen, deren 
Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert wird. Der 
Schlichtungsantrag ist dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten innert 

https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2006/355/de#art_8
https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2006/355/de#art_8

 
 

 

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20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme oder nach Ablauf der der Behörde für die Stellung-
nahme zur Verfügung stehenden Frist schriftlich zu stellen (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

20. Vorliegend reichte der Antragsteller ein Zugangsgesuch bei der BK ein. Mit der Einreichung eines 
Zugangsgesuches wird das Verfahren für den Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeleitet.7 Die 
BK bestätigte dem Antragsteller den Erhalt des Zugangsgesuches (Ziff. 4) und antwortete an-
schliessend, dass sie das Zugangsgesuch “erneut ablehnen [muss]” (Ziff. 5). Bei dieser Antwort 
handelt es sich formell um eine Stellungnahme gemäss Art. 12 Abs. 4 BGÖ. Der Antragsteller ist 
somit als Teilnehmer an einem vorangegangenen Gesuchsverfahren gemäss Art.  10 - 12 BGÖ 
zur Einreichung eines Schlichtungsantrags berechtigt (Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Sein Schlich-
tungsantrag wurde formgerecht (einfache Schriftlichkeit) und fristgerecht (innert 20 Tagen nach 
Empfang der Stellungnahme der Behörde) beim Beauftragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 
Der Schlichtungsantrag des Antragstellers erfüllt demnach alle gesetzlichen Voraussetzungen, 
weshalb darauf einzutreten ist. Die Eröffnung des Schlichtungsverfahrens hat der Beauftragte den 
Beteiligten am 16. Juli 2025 ausdrücklich mitgeteilt (Ziff. 14).  

21. Nicht zu folgen ist der Auffassung der BK, wonach der Beauftragte "immer die Möglichkeit" hat, 
ein Schlichtungsverfahren abzuschreiben, "so auch noch zum jetzigen Zeitpunkt" (Ziff. 9). Tritt der 
Beauftragte auf einen Schlichtungsantrag ein, so hat er diesen materiell zu behandeln.8 Das 
Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder allen 
Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.9 Kommt 
eine Schlichtung zustande, so gilt das Verfahren gemäss Art. 13 Abs. 3 BGÖ als erledigt. Kommt 
keine Schlichtung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, ist der 
Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der Angelegenheit eine 
Empfehlung abzugeben. Ein Schlichtungsverfahren wird vom Beauftragten abgeschrieben, wenn 
die antragstellende Person ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommt,10 indem sie an der geplan-
ten Schlichtungssitzung nicht teilnimmt. In diesem Fall gilt der Schlichtungsantrag als zurückge-
zogen (Art. 12b Abs. 3 VBGÖ). Der Beauftragte schreibt das Schlichtungsverfahren als gegen-
standslos ab, wenn die antragstellende Person während des Schlichtungsverfahrens den Antrag 
zurückzieht11 oder wenn die Behörde während dem Schlichtungsverfahren den Zugang gewährt 
oder das verlangte Dokument veröffentlicht hat (Art.  6 Abs. 3 BGÖ). Vorliegend zog weder der 
Antragsteller seinen Antrag zurück noch gewährte die BK den Dokumentzugang oder veröffent-
lichte das Dokument. Somit besteht keine Konstellation für eine Abschreibung. Angesichts der 
Tatsache, dass der Beauftragte in gleicher Sache bereits eine Empfehlung abgegeben hat, hat er 
aus Effizienzgründen entschieden, das Schlichtungsverfahren schriftlich durchzuführen und direkt 
eine Empfehlung abzugeben, deren materielle Begründung mit jener seiner Empfehlung vom 14. 
Mai 2024 identisch ist. 

22. Die BK ist der Auffassung, der Antragsteller habe “sein Recht auf einen Weiterzug seines Anlie-
gens verwirkt”, da die Verfügung vom 4. Juni 2024 in formelle Rechtskraft erwachsen ist. Da der 
Antragsteller anlässlich des ersten Zugangsgesuches und der darauffolgenden Verfügung keine 
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hatte, soll ihm demnach mit dem vorliegen-
den Zugangsgesuch keine Möglichkeit offenstehen, sein ursprüngliches Anliegen nachzuholen. 
Die BK führt vorliegend nicht weiter aus, aus welchen Gründen und/oder aufgrund welcher ge-
setzlichen Bestimmungen bei unterlassen der Einreichung einer Beschwerde beim Bundesver-
waltungsgericht die Durchführung eines neuen Schlichtungsverfahrens gestützt auf ein neues, 
von der Verwaltung materiell behandeltes Zugangsgesuch unzulässig sein sollte. Ausschlagge-
bend ist vorliegend, dass die BK auf das identische Zugangsgesuch vom 30. August 2024 formell 
eingetreten ist und dieses materiell erneut abgelehnt hat. Die so erfolgte Bearbeitung des Gesu-
ches durch die BK hat zur Konsequenz, dass der Beauftragte bei gesetzeskonformer Einreichung 

 
7  Note de l’Office fédéral de la justice du 8 mars 2023 « Questions diverses relatives à la procédure de médiation LTrans » du 8 mars 2023, ch. 

2.1 in fine (nur auf Französisch) notiz-mediation-f (13).pdf. 
8  Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, BBl 2003 1963 (zitiert 

BBl 2003), BBl 2003 2024. 
9 BBl 2003 2024. 
10  Bundesamt für Justiz, Änderung der Öffentlichkeitsverordnung – Kommentar der neuen Bestimmungen, 11. März 2011, S. 3 zu Art. 12 Abs. 3 

und 4. 
11  SCHNEIDER/ROTH, in:  Blechta/Vasella [Hrsg.], Basler Kommentar zum Öffentlichkeitsgesetz (zit. BSK BGÖ), 4. Aufl., Basel 2024, Art. 14 Rz 32. 

 
 

 

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eines Schlichtungsantrags ein Schlichtungsverfahren durchführen muss12 (Ziff. 20).  
Im Übrigen gilt es zu bedenken, dass die Geltendmachung von Ansprüchen nach Öffentlichkeits-
gesetz jedermann offensteht und grundsätzlich beliebig viele Personen unabhängig voneinander 
Zugang zu identischen Dokumenten verlangen können (Art. 2 VBGÖ). Überdies hält die Botschaft 
zum Öffentlichkeitsgesetz explizit fest, dass “die blosse wiederholte Gesuchseinreichung nicht an 
sich missbräuchlich ist”13 und dass “ein neues Verfahren durch Einreichung eines Gesuches bei 
der zuständigen Behörde angehoben werden [kann]”, wenn die Frist für einen Schlichtungsantrag 
verpasst wurde.14 Selbst wenn das Vorgehen des Antragstellers unbestrittenermassen zusätzli-
chen Verwaltungsaufwand verursacht, braucht ein allfälliger Rechtsmissbrauch nicht näher be-
handelt zu werden, nachdem die BK selbst auf das identische Zugangsgesuch eingetreten ist, 
sodass der Beauftragte das Schlichtungsverfahren nach den Vorgaben des Öffentlichkeitsgeset-
zes durchzuführen hat.  

B. Materielle Erwägungen 

23. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 VBGÖ die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit 
der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.15 

24. Schlichtungsgegenstand dieses Verfahrens ist der Fragebogen der BK mit dem Titel «Befragung 
PSP», welcher Gegenstand des ersten Schlichtungsverfahrens war (Ziff. 8 der Empfehlung vom 
14. Mai 2024). Andere Dokumente, welche das besagte Dokument inzwischen ersetzen, wurden 
dem Beauftragten nicht zugestellt und von der BK auch nicht erwähnt. Der Fragebogen besteht 
hauptsächlich aus Fragen, welche nach Themenbereichen gegliedert sind; dazu enthält er Instruk-
tionen zur Durchführung der Sicherheitsrisikoprüfung. Das Dokument stellt somit nur eine Grund-
lage für die Durchführung der Befragung dar und enthält keine Angaben über eine konkrete Kan-
didatin oder einen konkreten Kandidaten (Ziff. 14 der Empfehlung vom 14. Mai 2024) Unbestritten 
ist, dass der Fragebogen ein amtliches Dokument im Sinne von Art.  5 BGÖ ist (Ziff. 15 der Emp-
fehlung vom 14. Mai 2024). 

25. In ihrer früheren Stellungnahme an den Beauftragten (Ziff. 10), auf welche die BK vorliegend ver-
weist, argumentierte sie, dieser Fragebogen sei der "Sphäre des Bundesrates" zuzuordnen, weil 
die erweiterte Personensicherheitsprüfung mit Befragung, welche mit Hilfe dieses Dokumentes 
durchgeführt wird, eine der Voraussetzungen für die Ernennung der befragten Person durch den 
Bundesrat sei. Somit sei der Fragebogen vom persönlichen Geltungsbereich des Öffentlichkeits-
gesetzes nicht erfasst. Allerdings wurde dieses Argument in der Verfügung vom 14. Mai 2024 
sowie in den aktuellen Stellungnahmen an den Beauftragten (Ziff. 9 und 15) nicht mehr vorge-
bracht. Daher ist zunächst zu klären, ob der verlangte Fragebogen unter den persönlichen Gel-
tungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes fällt (Art. 2 Abs. 1 BGÖ). 

26. Das Öffentlichkeitsgesetz gilt gemäss Art. 2 Abs. 1 Bst. a BGÖ für die Bundesverwaltung. Der 
Begriff Bundesverwaltung ist in Artikel 178 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV; SR 101) und in Art. 2 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes 
(RVOG; SR 172.010) definiert. Es handelt sich dabei um die gesamte, dem einzelnen Bundes-
ratsmitglied in seiner Funktion als Departementschefin oder Departementschef unterstellte Ver-
waltung, d.h. die Departemente und Ämter sowie die BK. Demgegenüber ist der Bundesrat als 
Regierung, d.h. im Kernbereich seines Handelns als oberste leitende und vollziehende und im 
Kollegium entscheidende (Art. 177 Abs. 1 BV) Behörde des Bundes (Art. 174 BV; Art. 1 RVOG), 
dem Öffentlichkeitsgesetz nicht unterstellt. Für sein Regierungshandeln ist der Bundesrat als von 
der Verwaltung unabhängige politische Behörde daher vom persönlichen Geltungsbereich des 
Öffentlichkeitsgesetzes ausgenommen (Art. 2 Abs. 1 Bst. a BGÖ e contrario). Handelt der Bun-
desrat oder die Bundesrätin hingegen als Departementsvorsteher oder Departementsvorsteherin 

 
12  Vgl. Urteil BGer 1C_353/2019 vom 18 März 2020 E. 2.2 betreffend Gesetz vom 9. September 2009 über die Information und den Zugang zu 

Dokumenten (InfoG, SR/FR 17.5). 
13  BBL 2003 2017. 
14  BBL 20023 2024. 
15  GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ), Art. 13, Rz 8. 

 
 

 

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und somit als Chef oder Chefin der Verwaltung, ist für dieses Verwaltungshandeln der persönliche 
Geltungsbereich gegeben und das Öffentlichkeitsgesetz anwendbar (Art.  2 Abs.  1 Bst.  a 
BGÖ).16 Befasst sich ein Bundesrat oder eine Bundesrätin mit einem Bundesratsgeschäft, bedeu-
tet dies nicht ipso facto, dass alle Dokumente eines solchen Dossiers Ausdruck des Regierungs-
handelns sind.17 Entscheidend ist das Dokument. Dies gilt auch für Personalgeschäfte, bei wel-
chen der Bundesrat einen Beschluss fällt. Dazu führt das Bundesgericht in einem Entscheid18 aus, 
dass es sich bei der Ernennung oder Aufhebung des Arbeitsverhältnisses eines Amtsdirektors 
oder einer Amtsdirektorin, beim unterzeichneten Antrag des federführenden Departements und 
des Bundesratsbeschlusses zwar um Regierungshandeln handelt, welches vom Geltungsbereich 
des Öffentlichkeitsgesetzes nicht erfasst wird. So ist der Entscheid des Bundesrates, der für die 
Gültigkeit des Vertrages erforderlich ist, als Regierungshandeln vom Geltungsbereich ausge-
schlossen, während jedoch der zuvor ausgearbeitete öffentlich-rechtliche Arbeitsvertrag bzw. Auf-
hebungsvertrag hingegen als Verwaltungshandeln dem Öffentlichkeitsgesetz unterliegt. Vorlie-
gend verhält es sich nicht anders als im dargelegten Entscheid. Auch wenn der Bundesrat einen 
Entscheid infolge des Ergebnisses der Personensicherheitsprüfung fällt, sind damit nicht alle Un-
terlagen betreffend die Durchführung der Personensicherheitsprüfung dem Anwendungsbereich 
des Öffentlichkeitsgesetzes entzogen. Nach Ansicht des Beauftragten handelt es sich beim ver-
langten Fragebogen um ein Dokument der Fachstelle PSP BK, welche diesen im Rahmen ihrer 
Verwaltungsaufgabe (Durchführung von Personensicherheitsprüfungen) erstellt hat und hierfür 
benutzt. Daher ist nicht von einem Regierungshandeln des Gesamtbundesrates auszugehen, son-
dern vielmehr vom Verwaltungshandeln der Fachstelle PSP BK; diese untersteht dem persönli-
chen Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes (Art.  2 Abs.  1 Bst.  a BGÖ), weshalb das Öf-
fentlichkeitsgesetz anwendbar ist. 

27. Zwischenergebnis: Beim verlangten Fragebogen handelt es sich um ein amtliches Dokument der 
BK (Art. 5 BGÖ), die unter den persönlichen Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes fällt 
(Art. 2 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Somit ist das Öffentlichkeitsgesetz anwendbar. 

28. Die Anwendbarkeit des Öffentlichkeitsgesetzes gilt nicht absolut. Daher ist zu prüfen, ob eine Be-
stimmung nach Art.  7 ff. BGÖ dem Zugang zum verlangten Dokument entgegensteht. 

29. In ihrer früheren Stellungnahme an den Beauftragten (Ziff. 10) argumentierte die BK, der verlangte 
Fragebogen sei ein Dokument des Mitberichtsverfahrens, zu welchem kein Recht auf Zugang be-
steht (Art. 8 Abs. 1 BGÖ). Weil die Fachstelle PSP BK die Personensicherheitsprüfungen mit Be-
fragung im Auftrag des Bundesrates durchführt, seien deren Ergebnisse Teil der Bundesratsge-
schäfte im Hinblick auf die Ernennung der jeweiligen Personen durch den Bundesrat. Zu diesen 
Bundesratsgeschäften gibt es nie eine Ämterkonsultation, sondern nur ein Mitberichtsverfahren, 
zu dessen amtlichen Dokumenten kein Recht auf Zugang besteht. Allerdings wurde dieses Argu-
ment in der Verfügung vom 14. Mai 2024 sowie in den aktuellen Stellungnahmen an den Beauf-
tragten (Ziff. 9 und 15) nicht mehr vorgebracht. 

30. Der Bundesrat fasst gemäss Art. 3 Abs. 1 der Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverord-
nung (RVOV; SR 172.010.1) seine Beschlüsse in der Regel gestützt auf schriftliche Anträge und 
nach abgeschlossenem Mitberichtsverfahren. Nach Art. 8 Abs. 1 BGÖ besteht kein Recht auf 
Zugang zu amtlichen Dokumenten des Mitberichtsverfahrens. Zweck der Verweigerung des Zu-
gangs ist die Wahrung des Kollegialitätsprinzips im Sinne von Art. 12 RVOG. Die Bestimmung 

 
16  BGE 136 II 399 E. 2.2 und 2.3.4; Urteil BVGer A-4500/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.1 f.; Notiz des Bundesamtes für Justiz BJ "Auslegeord-

nung zu ausgewählten Aspekten des Öffentlichkeitsgesetzes vom 12.10.2020", S. 2 f.; Fragen- und Antwortenkatalog des EDÖB vom 13. Okto-
ber 2022 für die Anhörung durch die GSK vom 28. Oktober 2022 zum BGÖ, S. 5 f (abrufbar unter https://www.edoeb.admin.ch/e-
doeb/de/home.html > Öffentlichkeitsprinzip > Services BGÖ [zuletzt abgerufen am 11. August 2025]); Bundesamt für Justiz und Eidg. 
Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, Umsetzung des Öffentlichkeitsprinzips in der Bundesverwaltung: Häufig gestellte Fragen, 7. Au-
gust 2013, Ziff. 2.2.2. 

17  Urteil des BVGer A-4500/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.2.2. 
18  BGE 136 II 399 E. 2.3.4. 

 
 

 

8/14 

schützt die freie Meinungs- und Willensbildung des Bundesrates bzw. den Entscheidungsprozess 
des Bundesrates.19 Der Ausschluss des Rechts auf Zugang zu diesen Dokumenten ist endgültig.20 

31. Als Mitberichtsverfahren wird der letzte Verfahrensschritt vor einem Entscheid des Bundesrats 
bezeichnet. Es sieht vor, die Geschäfte, welcher der Bundesrat zu beschliessen hat, dessen Mit-
gliedern zum Mitbericht resp. zur Stellungnahme vorzulegen. Das Mitberichtsverfahren beginnt 
gemäss Art. 5 Abs. 1bis RVOV mit der Unterzeichnung des Antrags durch das federführende De-
partement. Diesen unterzeichneten Bundesratsantrag überreicht das federführende Departement 
der BK zur Durchführung des Mitberichtsverfahrens. Das Mitberichtsverfahren endet mit der Be-
schlussfassung durch den Bundesrat (Bundesratsbeschluss).21 

32. Die Begrifflichkeit der Bestimmung von Art. 8 Abs. 1 BGÖ stimmt mit der Legaldefinition des Mit-
berichtsverfahrens nach RVOG überein, betrifft aber gemäss Rechtsprechung nur einen Teil des-
selben. Die Ausnahme nach Art. 8 Abs. 1 BGÖ umfasst sämtliche während der Dauer des Mitbe-
richtsverfahrens erstellten Dokumente, welche der Vorbereitung eines Entscheids des Bundesrats 
dienen, wie Mitberichte der anderen Departemente und den nachfolgenden Briefwechsel ein-
schliesslich der formellen Vorschläge, die von konsultierten Stellen ausgehen,22 sowie der Ent-
würfe, die im Zuge des Mitberichtsverfahren zu Mitberichten, Repliken und Dupliken erarbeitet 
werden. Unter die Ausnahme fallen weiter die persönlichen Aufzeichnungen der Bundesratsmit-
glieder, ihrer Beraterinnen und Berater sowie weiterer Mitarbeitenden.23 

33. Von der Bestimmung von Art. 8 Abs. 1 BGÖ nicht erfasst und somit nach den Vorgaben des 
Öffentlichkeitsgesetzes grundsätzlich zugänglich sind sämtliche Dokumente, die vor dem Beginn 
des Mitberichtsverfahrens erstellt wurden und deren Inhalt über den Meinungs- und Willensbil-
dungsprozess bzw. die Entscheidfindung des Bundesratskollegiums keinen Aufschluss gibt. Dies 
betrifft insbesondere Beilagen zum unterzeichneten Bundesratsantrag,24 die vor der Eröffnung 
des Mitberichtsverfahrens erstellt wurden, sowie den fertig gestellten, nicht unterzeichneten Ent-
wurf des Bundesratsantrags inkl. Beilagen. Nicht unter Art. 8 Abs. 1 BGÖ fallen ausserdem amt-
liche Dokumente des Ämterkonsultationsverfahrens,25 ein auf Verlangen der Departementschefin 
oder des Departementschefs oder des Generalsekretariats angepasster Antragsentwurf und Do-
kumente, die die Vorsteherin oder der Vorsteher des Departements zur Korrektur an das Amt 
zurückschickt.26 

34. Wie von der BK dargelegt, handelt es sich beim zu beurteilenden Fragebogen um ein Dokument, 
welches einzig der Fachstelle PSP BK als Grundlage für die Durchführung der erweiterten Perso-
nensicherheitsprüfung mit Befragung dient (Ziff. 10). Somit ist offensichtlich, dass der Fragebogen 
nicht im Verlauf eines konkreten Mitberichtsverfahrens erstellt worden ist, und auch nicht der Vor-
bereitung eines konkreten Entscheids des Bundesrats dient.  

35. Abgesehen davon führt die Fachstelle PSP BK erweiterte Personensicherheitsprüfungen mit Be-
fragung auch bei Kandidatinnen und Kandidaten durch, die nicht vom Bundesrat ernannt werden 

 
19  HÄNER, in: BSK BGÖ), Art. 8 Rz 2 mit H. auf die Empfehlung EDÖB vom 12. Dezember 2022, E. 33; Fragen- und Antwortenkatalog des EDÖB 

vom 13. Oktober 2022 für die Anhörung durch die GSK vom 28. Oktober 2022 zum BGÖ, S. 6 f. (abrufbar unter https://www.edoeb.admin.ch/e-
doeb/de/home.html > Öffentlichkeitsprinzip > Services BGÖ [zuletzt abgerufen am 11. August 2025]). 

20  Urteil des BVGer A-2070/2017 vom 16. Mai 2018 E. 4.3.4.2. 
21  Urteil des BVGer A-2070/2017 vom 16. Mai 2018 E. 4.3.4.2. 
22  Urteil des BVGer A-4500/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.5.2.3. 
23  Zum Ganzen: BGE 136 ll 399 E. 2.3.3; Urteile des BVGer A-2070/2017 vom 16. Mai 2018 E. 4.3.4.2, A-4500/2013 vom 27. Februar 2014 

E. 3.5.2.3 und A-4049/2009 vom 3. Mai 2010 E. 8.1; Bundesamt für Justiz, Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung – Erläu-
terungen, 24. Mai 2006, S. 25; Fragen- und Antwortenkatalog des EDÖB vom 13. Oktober 2022 für die Anhörung durch die GSK vom 28. Okto-
ber 2022 zum BGÖ, S. 7 (abrufbar unter https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home.html > Öffentlichkeitsprinzip > Services BGÖ [zuletzt 
abgerufen am 11. August 2025]). 

24  Urteil des BVGer A-4500/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.5.2.3; Bundesamt für Justiz, Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwal-
tung – Erläuterungen, 24. Mai 2006, S. 25. 

25  E contrario aus Art. 8 Abs. 3 BGÖ, wonach der Bundesrat ausnahmsweise beschliessen kann, dass Dokumente des Ämterkonsultationsverfah-
rens auch nach der Beschlussfassung nicht zugänglich sind (vgl. BJ/EDÖB, Umsetzung des Öffentlichkeitsprinzips in der Bundesverwaltung: 
Häufig gestellte Fragen, 7. August 2013, Ziff. 5.1.3); vgl. auch Urteil des BVGer A-4500/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.5.2.3 m. H. 

26  Zum Ganzen: Fragen- und Antwortenkatalog des EDÖB vom 13. Oktober 2022 für die Anhörung durch die GSK vom 28. Oktober 2022 zum 
BGÖ, S. 7 (abrufbar unter https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home.html > Öffentlichkeitsprinzip > Services BGÖ [zuletzt abgerufen am 11. 
August 2025]); BGE 136 ll 399 E. 2.3.3; Urteile des BVGer A-6313/2015 vom 27. April 2016 E. 5.4.1 und A-4049/2009 vom 3. Mai 2010 E. 8.1; 
Bundesamt für Justiz und Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, Umsetzung des Öffentlichkeitsprinzips in der Bundes-
verwaltung: Häufig gestellte Fragen, 7. August 2013, Ziff. 4.2.1. 

 
 

 

9/14 

(Art. 19 Abs. 2 VPSP). Auch für die Durchführung dieser Befragungen kommt der Fragebogen zur 
Anwendung. Jedenfalls ist aus den dem Beauftragten vorliegenden Unterlagen nichts anderes 
ersichtlich resp. wurde von der BK nicht vorgebracht. Daraus folgt, dass der verlangte Fragebogen 
ebenfalls in Auswahlverfahren angewendet wird, in welchen der Bundesrat nicht involviert ist.  

36. Zwischenergebnis: Der verlangte Fragebogen kann nicht als Dokument des Mitberichtsverfahrens 
im Sinne der Rechtsprechung qualifiziert werden. 

37. In ihrer früheren Stellungnahme an den Beauftragten (Ziff. 10) berief sich weiter die BK auf Art. 8 
Abs. 2 BGÖ, wonach amtliche Dokumente erst zugänglich gemacht werden dürfen, wenn der po-
litische oder administrative Entscheid, für den sie die Grundlage darstellen, getroffen sei. Sie 
führte dazu aus, die Personensicherheitsprüfung mit Befragung sei das zentrale Element der Per-
sonensicherheitsprüfungen. Weil die Fragen im verlangten Fragebogen festgehalten seien, be-
stehe ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem verlangten Dokument und 
dem jeweiligen konkreten politischen oder administrativen Entscheid. Weil der Fragebogen 
Grundlage für jeden (auch zukünftigen) administrativen Entscheid darstelle, könne er daher nie 
zugänglich gemacht werden. Diese Auffassung bestätigte die BK auch in ihrer Verfügung vom 14. 
Mai 2024 und in der aktuellen Stellungnahme an den Beauftragten (Ziff. 15). 

38. Amtliche Dokumente dürfen gemäss Art. 8 Abs. 2 BGÖ von einer Behörde erst zugänglich ge-
macht werden, wenn der politische oder administrative Entscheid, für den sie die Grundlage dar-
stellen, bereits getroffen ist. Das Recht auf Zugang wird demnach nur befristet verweigert und 
prinzipiell wiederhergestellt, sobald der fragliche Entscheid getroffen ist. Ziel von Art. 8 
Abs. 2 BGÖ ist es, der Behörde die Möglichkeit der freien Meinungsbildung zu sichern, abge-
schirmt von äusserem Druck, welche die sofortige Offenlegung der fraglichen Dokumente verur-
sachen könnte. Die Bestimmung bezweckt somit die Gewährleistung der geschützten behördli-
chen Meinungsbildung bei anstehenden Entscheiden ohne Störungen und äussere 
Beeinflussungen.27 Im Grunde kann jedes amtliche Dokument für einen noch ausstehenden poli-
tischen oder administrativen Entscheid herangezogen werden und so dem Zugang nach Öffent-
lichkeitsgesetz entzogen werden. Um zu verhindern, dass damit das Öffentlichkeitsgesetz ausge-
hebelt werden könnte, wird für die Einschränkung eines Zugangs zu einem Dokument nach Art.  8 
Abs.  2 BGÖ kumulativ vorausgesetzt, dass zwischen dem Dokument und dem jeweiligen politi-
schen oder administrativen Entscheid ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang besteht und 
das Dokument für den betreffenden Entscheid von beträchtlichem materiellem Gewicht ist. Eine 
beliebige, sehr lockere Verbindung zwischen Dokument und Entscheid genügt nicht.28 Gemäss 
Empfehlungspraxis des Beauftragten ist eine gewisse zeitliche Nähe zwischen dem ausstehenden 
behördlichen Entscheid und dem Zugangsverfahren erforderlich, zumal die verlangten Dokumente 
sonst nicht als eigentliche Entscheidgrundlage geltend können.29 

39. Wie bereits ausgeführt, handelt es sich beim angeforderten Dokument um einen standardmässi-
gen Fragebogen mit zusätzlichen Instruktionen, den die BK als Grundlage für die Personensicher-
heitsprüfung mit Befragung benützt (Ziff. 24). Dieses Dokument enthält keine konkreten Angaben 
über Kandidaten oder Kandidatinnen. Wenn geltend gemacht wird, ein Dokument diene bei künf-
tigen gleichgelagerten Fällen als Grundlage, genügt dies nach Lehre und Rechtsprechung nicht.30 
So verhält es sich mit dem Argument der BK, wonach der Fragebogen Grundlage für jeden (auch 
zukünftigen) administrativen Entscheid sei (Ziff. 37). Weiter nannte die BK nicht, welcher konkrete 
Entscheid aussteht und zu welchem Zeitpunkt dieser gefällt wird. So ist die Verbindung zwischen 
dem verlangten Dokument und dem konkreten Entscheid vorliegend nicht ersichtlich. Der Beauf-
tragte gibt noch zu bedenken, dass nur das Ergebnis einer Befragung und nicht der Fragebogen 
selber als Entscheidgrundlage für den Bundesrat dienen kann. Aufgrund dieser Sachlage legte 
die BK nach Ansicht des Beauftragten im Schlichtungsverfahren bis anhin nicht dar, mit welchem 
Entscheid der verlangte Fragebogen in einem direkten und unmittelbaren Zusammenhang steht 
und dieser für einen konkreten Entscheid von beträchtlichem materiellem Gewicht ist, mithin die 

 
27  MAHON/GONIN, in: Handkommentar BGÖ, Art. 8, Rz.32; Urteil des BVGer A-6313/2015 vom 27. April 2016 E. 5.4. 
28  Urteil des BVGer A-3367/2017 vom 3. April 2018 E. 8.4.1 m.H.; A-6313/2015 vom 27. April 2016 E. 5.4; A-6291/2013 vom 28. Oktober 2014 

E. 7.1.3; A-3631/2009 vom 15. September 2009 E. 3.5.1; MAHON/GONIN, in: Handkommentar BGÖ, Art. 8 Rz. 30. 
29  Empfehlung EDÖB vom 15. Mai 2020: ISB / Berichte "Informatiksicherheit Bund" 2014-2018, Ziff. 28. 
30  HÄNER, in: BSK BGÖ, Art. 8 Rz 10 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung. 

 
 

 

10/14 

zuständige Behörde in ihrer Entscheidfindung massgeblich beeinflussen würde. Demzufolge sind 
die Anforderungen der Rechtsprechung, welche für das Vorliegen des Ausnahmegrundes nach 
Art.  8 Abs.  2 BGÖ sprechen, nach Ansicht des Beauftragten nicht erfüllt. Daher ist ein genereller 
Aufschub der Zugangsgewährung zum verlangten Dokument nach dieser Bestimmung nicht ge-
rechtfertigt. Anzumerken sei noch, dass die BK eine definitive Zugangsverweigerung geltend ge-
macht hat, indem sie ausführte, es gebe "immer laufende und künftige Verfahren". In diesem Zu-
sammenhang ist zu bedenken, dass Art. 8 Abs. 2 BGÖ lediglich eine befristete Verweigerung 
vorsieht, d.h. einen Aufschub des Zugangs (Ziff. 38). Die Bestimmung knüpft direkt an die Eigen-
schaft des Dokumentes an, das die Grundlage des in Frage stehenden Entscheidungsprozesses 
bildet und diesen umfasst schützt.31 Sobald der fragliche politische oder administrative Entscheid 
für den das fragliche Dokument die Grundlage darstellt, getroffen ist (Art.  8 Abs.  2 BGÖ), kann 
die Behörde weiterhin den Zugang verweigern, wenn im konkreten Fall eine der Ausnahmeklau-
seln von Art. 7 BGÖ vorliegt.32 

40. Zwischenergebnis: Nach Ansicht des Beauftragten hat die BK bis anhin nicht mit der von der 
Rechtsprechung erforderlichen Begründungsdichte dargetan, dass es sich um einen besonderen 
Fall im Sinne von Art. 8 Abs. 2 BGÖ handelt. 

41. Zu prüfen bleibt, ob und inwiefern der nachgesuchte Zugang zum verlangten Dokument nach 
Art.  7 BGÖ einzuschränken ist. 

42. In ihrer früheren Stellungnahme an den Beauftragten (Ziff. 10) berief sich die BK subsidiär auf die 
Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ und argumentierte, das Ergebnis einer ma-
teriellen Prüfung dieser Norm führe dazu, dass der Fragebogen nicht zugänglich gemacht werden 
könne: "Eine Befragung kann nicht zielkonform durchgeführt werden, wenn die befragte Person 
die Fragen bereits kennt. Daher kann der Zugang zum Fragebogen auch aus materiellen (inhalt-
lichen) Gründen nicht gewährt werden." Diese Auffassung bestätigte die BK auch in ihrer Verfü-
gung vom 14. Mai 2024, jedoch in der aktuellen Stellungnahme an den Beauftragten (Ziff. 15). 

43. Für das Vorliegen der Ausnahmebestimmungen nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ müssen kumulativ fol-
gende zwei Bedingungen gegeben sein: Erstens muss das von der Behörde geltend gemachte 
Interesse durch die Offenlegung erheblich beeinträchtigt werden, eine bloss geringfügige oder 
unangenehme Konsequenz gilt nicht als Beeinträchtigung. Zweitens muss ein ernsthaftes Risiko 
bestehen, dass die Beeinträchtigung eintritt. Ist eine solche lediglich denkbar oder im Bereich des 
Möglichen, darf der Zugang nicht verweigert werden. Der im Öffentlichkeitsgesetz verankerte 
Schutzmechanismus von Geheimhaltungsinteressen gemäss Art. 7 Abs. 1 BGÖ beruht einzig auf 
dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Schadensrisikos. Ein abstraktes Gefährdungsrisiko für 
die auf dem Spiel stehenden Interessen reicht jedoch nicht aus. Die Lehre verlangt, dass die auf-
grund der Offenlegung drohende Verletzung eine gewisse Erheblichkeit aufweisen und ein ernst-
haftes Risiko für deren Eintreten bestehen müsse. Dies sei dann als gegeben zu erachten, wenn 
der Schaden nach dem üblichen Lauf der Dinge mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt. Nach der 
Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz genügt das Bestehen einer gewissen Wahrscheinlichkeit, 
dass der Zugang zu einem amtlichen Dokument eines der in Art. 7 BGÖ aufgelisteten Interessen 
beeinträchtigen würde. Laut Bundesgericht muss eine Verletzung der jeweiligen privaten oder öf-
fentlichen Interessen aufgrund der Zugänglichkeit des betreffenden Dokuments wahrscheinlich 
erscheinen, wobei nicht jede geringfügige oder unangenehme Konsequenz als Beeinträchtigung 
gelten kann.33 Misslingt der Behörde der Beweis, ist der Zugang grundsätzlich zu gewähren.34 
Liegt hingegen ein Ausnahmetatbestand nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ vor, darf der Zugang nicht ohne 
Weiteres verweigert werden, sondern es ist im Einzelfall zu prüfen, ob gegebenenfalls in Anwen-
dung des Verhältnismässigkeitsprinzips (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV) ein eingeschränkter Zugang in 
Frage kommt, etwa durch Anonymisierung, Einschwärzen, Teilveröffentlichung oder zeitlichen 
Aufschub.35 

 
31  Urteil des BVGer A-6313/2015 vom 27. April 2016 E. 5.4. 
22 MAHON/GONIN, in: Handkommentar BGÖ, Art. 8 Rz. 32 f. 
33  BGE 133 II 209 E. 2.3.3; zum Schadensrisiko siehe COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 7 Rz. 4; BGE 142 II 324 E 3.4. 
34  Urteil des BVGer A-1732/2018 vom 26. März 2019 E. 8. 
35  Urteil des BVGer A-2565/2020 vom 17. Januar 2022 E. 3.4. 

 
 

 

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44. Gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ wird der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, 
aufgeschoben oder verweigert, wenn durch seine Gewährung die zielkonforme Durchführung kon-
kreter behördlicher Massnahmen beeinträchtig würde. Dieser Ausnahmegrund stellt sicher, dass 
Informationen geheim gehalten werden können, die der Vorbereitung konkreter behördlicher 
Massnahmen dienen. Geschützt sind insbesondere die Ermittlungen, die Inspektionen und die 
administrativen Überwachungen, mit denen sichergestellt werden soll, dass sich die Bürgerinnen 
und Bürger an das Gesetz halten. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 
ist dabei zu verlangen, "dass im Zeitpunkt der Beurteilung des Zugangsgesuchs die Durchführung 
einer (oder von einzelnen) klar definierten behördlichen Massnahme beeinträchtigt zu werden 
droht."36 Die aufgrund der Zugangsgewährung drohende Verletzung der mit der behördlichen 
Massnahme verfolgten Ziele muss von einem gewissen Gewicht sein37 und die Geheimhaltung 
der Information muss Bedingung für den Erfolg der entsprechenden Massnahme bilden. Mit an-
deren Worten muss die Geheimhaltung dieser Vorkehrungen den Schlüssel zu ihrem Erfolg dar-
stellen.38 Die Geheimhaltung der entsprechenden Informationen muss nicht zwingend einzelfall-
bezogen sein, sondern kann auch eine allgemeine Vorgehensweise zum Gegenstand haben.39 
Unter Umständen kann sie auch die Praxis einer Behörde betreffen.40 So kann die Bestimmung 
in weniger offensichtlichen Fällen zur Anwendung kommen, sofern aufgrund der Umstände mit 
hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der Erfolg einer konkreten behördlichen 
Massnahme – oder bereits die Massnahme selbst – durch die Zugänglichmachung von ihrer Vor-
bereitung dienender Informationen ganz oder teilweise vereitelt würde.41 Länge und Komplexität 
der Kausalkette zwischen der Zugänglichmachung der entsprechenden Informationen und einer 
allfälligen ganzen oder teilweisen Vereitelung des Massnahmerfolgs oder der Massnahme selbst 
sind demnach für die Anwendung von Art.  7 Abs.  1 Bst. b BGÖ nicht an sich, sondern nur inso-
weit von Belang, als sie sich auf die Folgeprognose auswirken. Je länger und komplexer die Kau-
salkette ist, desto schwieriger dürfte es in der Regel sein, mit der erforderlichen hohen Wahr-
scheinlichkeit eine ganz oder teilweise Vereitelung des Massnahmerfolges oder der Massnahme 
selbst als Folge der Zugangsgewährung zu prognostizieren. Zu beachten ist, dass die erforderli-
che Prognose – da sie sich auf einen künftigen Sachverhalt bezieht – nicht allein auf "harten Fak-
ten" beruhen kann, sondern sich zwangsläufig auch auf Annahmen, Vermutungen oder Hypothe-
sen stützen muss, die aufgrund der Umstände des konkreten Falles gebildet werden.42 Die 
Bekanntgabe behördeninterner Anleitungen methodischer und taktischer Natur ist aber nicht in 
jedem Fall geeignet, den Erfolg der entsprechenden Massnahmen infrage zu stellen.43 Nicht von 
Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ erfasst ist jedoch die allgemeine Aufgabenerfüllung oder Aufsichtstätig-
keit einer Behörde insgesamt.44 

45. Die BK nannte keinen konkret ausstehenden Entscheid. Sie machte sinngemäss geltend, durch 
den Zugang zum Fragebogen würde die zielkonforme Durchführung der erweiterten Personensi-
cherheitsprüfung mit Befragung durch die Fachstelle PSP BK an sich beeinträchtigt. Somit wird 
als konkrete behördliche Massnahme die Tätigkeit der Befragung im Allgemeinen definiert. Nach 
der Rechtsprechung sind allgemein gehaltene Formulare nicht als eine konkrete behördliche  
Massnahme zu betrachten,45 allerdings kann die Tätigkeit einer Behörde eine konkrete behördli-
che Massnahme darstellen.46 Bei Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für Führungspositionen 
mit sensibler Tätigkeit bewerben, deren Besetzung eine Ernennung durch den Bundesrat erfor-
dert, prüft die BK allfällige Sicherheitsrisken (Art. 27 Abs. 1 ISG). Diese Tätigkeit der BK betrifft 

 
36  Urteil des BVGer A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 6.1. 
37  BGE 144 II 77 E. 4.3. 
38  Urteile des BVGer A-3443/2010 vom 18. Oktober 2010 E. 5.2; A-700/2015 vom 26. Mai 2015 E. 5.1. 
39  Urteil des BVGer A-683/2016 vom 20. Oktober 2016 E. 5.4.1. 
40  Urteil des BGer 1C_412/2022 vom 9. August 2023 E. 5.1. 
41  Urteil des BGer 1C_412/2022 vom 9. August 2023 E. 5.1; A-2459/2021 vom 27. Juli 2023 E. 7.1; A-4521/2020 vom 29. März 2022 E. 4.1 f. 
42  Urteil des BVGer A-2459/2021 vom 27. Juli 2023 E. 7.1. 
43  STEINEM, in: BSK/BGÖ, Art. 7 BGÖ Rz. 20 m. H. auf die Rechtsprechung. 
44  BGE 144 II 77 E. 4.2 f. 
45  Urteils des BVGer A-4521/2020 vom 29. März 2022 E. 4.5.3 f. 
46  Urteil des BVGer A-2459/2021 vom 27. Juli 2023 E. 7.2 (Entscheid beim BGer angefochten). 

 
 

 

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eine relativ begrenzte Anzahl von möglichen Adressatinnen und Adressaten, welche theoretisch 
den Verlauf der Befragung beeinflussen könnten, wenn diese Personen den Inhalt des Fragebo-
gens kennen würden. So kann vorliegend nach Ansicht des Beauftragten angesichts der Durch-
führung von Personensicherheitsprüfungen durch die Fachstelle PSP BK von einer konkreten be-
hördlichen Massnahme ausgegangen werden. 

46. Strittig bleibt, inwiefern die Zugänglichkeit des verlangten Fragebogens die Durchführung der er-
weiterten Personensicherheitsprüfung mit Befragung gefährden könnte. Dabei ist zu prüfen, ob 
die Ausführungen der BK zur Wahrscheinlichkeit oder zur Erheblichkeit der befürchteten Beein-
trächtigung zu überzeugen vermögen.  

47. Die BK verweigerte den Zugang zum Fragebogen vollständig mit der pauschalen Begründung, 
dass eine Befragung nicht zielkonform durchgeführt werden kann, wenn die befragte Person die 
Fragen bereits kennt (Ziff. 10). Diese Argumentation erfasst den ganzen Fragebogen; näheres 
führt die BK nicht aus. Insbesondere ist sie nicht auf die einzelnen Fragen und Fragestellungen 
und auf die Instruktionen eingegangen und hat es unterlassen, nachvollziehbar zu belegen, inwie-
weit die Offenlegung aller im Fragebogen enthaltenen Informationen die Durchführung der Befra-
gung beeinträchtigen oder ihr Ergebnis beeinflussen könnte.  

48. Die zu befragenden Prüfbereiche und somit ein Teil der Fragen sind bereits bekannt, zumal die 
Prüfbereiche in Art. 27 Abs. 2 ISG aufgeführt sind und in Anhang 7 der VPSP detailliert aufgezählt 
werden: Demnach werden sicherheitsrelevante Daten über die Lebensführung der betroffenen 
Person erhoben, insbesondere über ihre engen persönlichen Beziehungen und familiären Ver-
hältnisse, ihre finanzielle Lage und ihre Beziehungen zum Ausland. Daraus folgt, dass Kandida-
tinnen und Kandidaten vor der Befragung bereits wissen, über welche Themenbereiche sie befragt 
werden, über welche Themen sie nicht befragt werden dürfen und sich den Fragenkatalog min-
destens teilweise vorstellen können. Es ist auch denkbar, dass Personen, die eine solche Befra-
gung schon erlebt haben, aktuelle Kandidatinnen und Kandidaten über die ihnen damals gestell-
ten Fragen und über ihre Erfahrung informieren bzw. bei einer erneuten Prüfung sich an die 
damaligen Fragen erinnern können. Der Beauftragte stellt daher fest, dass Kandidatinnen und 
Kandidaten bereits ohne Kenntnis des verlangten Fragebogens Informationen zur Verfügung ha-
ben (können), um sich für die anstehende Befragung so vorzubereiten können, dass für sie un-
günstige Antworten (zumindest teilweise) vermieden werden können.47 Der Beauftragte gibt auch 
zu bedenken, dass die Möglichkeit, sich auf die Befragung vorzubereiten, nicht bedeuten muss, 
dass die Befragung nicht erfolgreich geführt und beurteilt werden kann. Die Befragungen werden 
von "Risk Profilers" durchgeführt,48 deren zentrale Aufgabe es ist, bei den einzelnen Kandidatin-
nen und Kandidaten allfällige Sicherheitsrisiken hervorzuheben und zu beurteilen. Schliesslich 
wird die Aussagekraft der Befragung im Bericht Aeschlimann zuhanden der BK49 grundsätzlich in 
Frage gestellt, indem er ausführt, dass "[d]ie Qualität dieser Form der Personensicherheitsprüfung 
[…] denn auch erheblich von der Aussagebereitschaft und der Ehrlichkeit der betroffenen Person 
sowie der Vollständigkeit der Aussagen ab[hängt]." Letztlich ist für die Beurteilung allfälliger Si-
cherheitsrisiken die persönliche Befragung der betroffenen Person nur ein Mittel der Datenerhe-
bung durch die Fachstelle PSP BK (Ziff. 1). 

49. Demzufolge ist nach Ansicht des Beauftragten die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 
Bst. b BGÖ für eine vollständige Verweigerung des Zugangs zum verlangten Fragebogen nicht 
gegeben. Die BK konnte bis anhin nicht überzeugend darlegen, dass die Befragung nur erfolgreich 
durchgeführt werden kann, wenn der gesamte Fragebogen geheim bleibt. Es ist nicht mit hoher 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass infolge der Zugänglichkeit einzelner Passagen des 
Fragebogens, die BK die Personensicherheitsprüfung mit Befragung nicht mehr durchführen 
könnte. So erfüllen nach Ansicht des Beauftragten die Einleitung (erste Seite) und der Abschluss 
(Abschnitt in der letzten Seite) des Fragebogens die Voraussetzungen von Art. 7 Abs. 1 
Bst. b BGÖ nicht. Ebenfalls verhält es sich mit den meisten Titeln des Fragebogens: Beim Teil A 

 
47  Aus dem Fragebogen ist zumindest nicht ersichtlich, dass ein solcher Austausch verboten wäre. 
48  Art. 6 des Geschäftsreglement der Fachstelle Personensicherheitsprüfungen der Bundeskanzlei (zuletzt abgerufen am 11. August 2025). 
49  Arthur Aeschlimann, Bericht zuhanden der Schweizerischen Bundeskanzlei betreffend die Arbeitsgrundlagen und die Arbeitsinstrumente, das 

Verfahren und die Verantwortlichkeiten bei Personensicherheitsprüfungen durch die FS PSP BK sowie die Verhältnismässigkeit bei deren 
Sachverhaltsabklärungen, Bern 15. April 2012, S. 18-19 (zuletzt abgerufen am 11. August 2025). 

https://www.bk.admin.ch/dam/bk/de/dokumente/personal-und-ressourcen/Gesch%C3%A4ftsreglement%20FS%20PSP%20BK%20Stand%2020240122.pdf.download.pdf/Gesch%C3%A4ftsreglement%20FS%20PSP%20BK%20Stand%2020240122.pdf
https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/26919.pdf
https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/26919.pdf
https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/26919.pdf

 
 

 

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die Titel bis zur zweiten Gliederungsebene (Buchstaben A bis G), beim Teil B die Titel bis zur 
ersten Gliederungsebene (d.h. nur der Titel von Teil B) und beim Teil C die Titel bis zur dritten 
Gliederungsebene (Buchstaben A bis C und Ziff. 1 bis 5 jedes einzelnen Buchstabens). Zu diesen 
Passagen des Fragebogens ist der Zugang zu gewähren. 

50. Der Beauftragte schliesst hingegen nicht aus, dass einzelne Fragen und einzelne Passagen mit 
Instruktionen den Verlauf der Befragung höchstwahrscheinlich beeinflussen könnten und damit 
den Ausnahmegrund nach Art.  7 Abs. 1 Bst.  b BGÖ rechtfertigen. Daher können einzelne Fragen 
und Passagen, deren Offenlegung die zielkonforme Durchführung der Befragung ernsthaft beein-
trächtigen würde, abgedeckt werden.  

51. Zusammengefasst gelangt der Beauftragte damit zu folgendem Ergebnis:  
- Beim verlangten Fragebogen handelt es sich um ein amtliches Dokument der BK (Art. 5 BGÖ), 

die unter den persönlichen Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes fällt (Art. 2 Abs. 1 
Bst. a BGÖ). Somit ist das Öffentlichkeitsgesetz anwendbar.  

- Der verlangte Fragebogen ist kein Dokument des Mitberichtsverfahrens im Sinne von Art.  8 
Abs.  1 BGÖ. 

- Für das verlangte Dokument sind nach der Rechtsprechung die Voraussetzungen für einen 
Zugangsaufschub nach Art.  8 Abs.  2 BGÖ nicht erfüllt. 

- Die BK konnte bisher nicht überzeugend darlegen, dass der Ausnahmegrund nach Art.  7 
Abs.  1 Bst. b BGÖ für den gesamten Inhalt des Fragebogens gilt: Der Zugang zur Einleitung, 
zum Abschluss und zu den Titeln des Fragebogens ist gemäss den Erwägungen in Ziffer 49 
zu gewähren. Jedoch enthält der Fragebogen einzelne Fragen und Passagen, deren Offenle-
gung das Ergebnis der Befragungen höchstwahrscheinlich ernsthaft beeinträchtigen könnte 
(Ziff. 50). Daher identifiziert die BK diese Passagen, sofern die Geheimhaltung dieser Informa-
tionen den Schlüssel zum Erfolg der Befragung darstellen. Diese Passagen kann die BK ge-
stützt auf Art.  7 Abs.  1 Bst.  b BGÖ einschwärzen.  

 

Dispositiv auf der nächsten Seite 

  

 
 

 

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III Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlich-
keitsbeauftragte:  

52. Die Bundeskanzlei gewährt einen teilweisen Zugang zum Fragebogen “Befragung PSP” im Sinne 
der Erwägungen in Ziffer 51. 

53. Der Antragsteller kann innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung bei der Bundes-
kanzlei den Erlass einer Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfah-
ren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) verlangen, wenn er mit der Empfehlung 
nicht einverstanden ist (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

54. Die Bundeskanzlei erlässt eine Verfügung, wenn sie mit der Empfehlung nicht einverstanden ist 
(Art. 15 Abs. 2 BGÖ). 

55. Die Bundeskanzlei erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser Empfehlung oder 
nach Eingang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung (Art. 15 Abs. 3 BGÖ). 

56. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am Schlichtungsver-
fahren Beteiligten wird der Name des Antragstellers anonymisiert (Art. 13 Abs. 3 VBGÖ). 

57. Die Empfehlung wird eröffnet: 

- Einschreiben mit Rückschein (R)  
X 

 

- Einschreiben mit Rückschein (R)  
Bundeskanzlei 
3003 Bern 

 
 

 
 
 
 

 

Adrian Lobsiger 
Der Beauftragte 
 

Alessandra Prinz 
Juristin Direktionsbereich 
Öffentlichkeitsprinzip  
 

 

 

	I Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte:
	57. Die Empfehlung wird eröffnet:
	- Einschreiben mit Rückschein (R)  X
	- Einschreiben mit Rückschein (R)  Bundeskanzlei