# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c3a1dd1-5125-5c75-aa92-a21765a51253
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.03.2025 A-1698/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1698-2022_2025-03-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1698/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Alexander Misic (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,  

Richterin Iris Widmer,    

Gerichtsschreiberin Ana Pajovic. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ Foundation,  

c/o (…),   

vertreten durch  

Dr. iur. Roland Bühler, Rechtsanwalt,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

(…),    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-NL). 

 

 

 

A-1698/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Mit Schreiben vom (…) richtete die zuständige niederländische Be-

hörde (Belastingdienst/Central Liaison Office Almelo; nachfolgend: BD) ge-

stützt auf Art. 26 des Abkommens vom 26. Februar 2010 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Niederlande 

zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom 

Einkommen (SR 0.672.963.6; nachfolgend: DBA CH-NL) ein Amtshilfeer-

suchen betreffend B._______ (nachfolgend auch: betroffene Person) an 

die Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV (nachfolgend: Amtshilfeersu-

chen). 

A.b Die BD beschrieb den massgebenden Sachverhalt im Wesentlichen 

wie folgt: Für den verstorbenen C._______ sei im Jahr (…) eine (…) (Stif-

tung), die «A._______ Foundation» (nachfolgend auch: beschwerdebe-

rechtigte Person) gegründet worden. Aufgrund der vorliegenden Erkennt-

nisse sei die niederländische Finanzverwaltung der Auffassung, dass 

C._______ möglicherweise bis zu seinem Tod die Verfügungsmacht über 

das Vermögen der Stiftung gehabt habe. Vor seinem Tod habe C._______ 

einen «letter of wishes» erstellt, in dem er erkläre, dass nach seinem Tod 

(…) (betroffene Person) Mitberechtigte der beschwerdeberechtigten Per-

son werde, und dass sie auf jeden Fall zu einer Ausschüttung in Höhe von 

EUR (…).- plus Inflationsausgleich pro Monat berechtigt sei. Bei Auflösung 

stehe ihr (der betroffenen Person) das restliche Vermögen der beschwer-

deberechtigten Person zu. Die niederländische Finanzverwaltung müsse 

die Berechtigung der betroffenen Person als Erbin von C._______ zur be-

schwerdeberechtigten Person feststellen. 

A.c Die BD ersuchte daher die ESTV betreffend Einkommenssteuer für 

den Zeitraum vom (…) bis (…) sowie betreffend Erbschaftsteuer für das 

Jahr (…) um folgende Informationen: 

a) Die Übertragungsurkunde des formellen Gründers der beschwerdeberech-

tigten Person in Bezug auf die Rechte und Befugnisse des Gründers der 

beschwerdeberechtigten Person;  

b) Die Satzungen und den «letter of wishes» der beschwerdeberechtigten 

Person;  

c) Die Übermittlung der vollständigen Korrespondenz mit einer Bank in Bezug 

auf die Eröffnung eines Bankkontos für die beschwerdeberechtigte Person 

(Kontoeröffnungsanträge eines Bankkontos);  

A-1698/2022 

Seite 3 

d) «Fragebogen»/«Teilnehmerliste» (oder: «Aufnahmeformular»), das für die 

faktische Gründung der Stiftung erstellt wurde von oder im Auftrag der Per-

son, für die die beschwerdeberechtigte Person letztendlich gegründet 

wurde (Hinterperson);  

e) Dienstleistungsvertrag/Managementvertrag, der zwischen der Hinterper-

son und der Verwaltung der beschwerdeberechtigten Person abgeschlos-

sen wurde; 

f) Ausweispapiere der Hinterperson (oder «Ultimate Beneficial Owner»), wie 

eine Kopie des Reisepasses; 

g) Belege, die sich auf die wichtigsten verwaltungstechnischen Entscheidun-

gen beziehen, die getroffen wurden, und zwar z.B. die Entscheidung, eine 

Zuwendung zu machen, Gerichtsurteile, Begutachtungen, Zweitbegutach-

tungen usw.;  

h) Vermögensverwaltungsvertrag/Vermögensverwaltungsverträge in Bezug 

auf Investitionen, die von der beschwerdeberechtigten Person geführt wer-

den;  

i) (Kopien) der Darlehensverträge in Bezug auf die von der beschwerdebe-

rechtigten Person gewährten Darlehen;  

j) Geschäftsentscheidungen: beurkundete Entscheidungen durch die Ver-

waltung, zum Beispiel die Eröffnung eines Bankkontos bei einer Bank;  

k) Letter(s) of attorney: erteilte Vollmacht/Vollmachten (an zum Beispiel der 

Hinterperson der Stiftung) in Bezug auf die Bankkonten der beschwerde-

berechtigten Person;  

l) Erklärung des wirtschaftlich Letztbegünstigten «Ultimate Beneficial Ow-

ner» der Bank;  

m) Formular «Establishment of the beneficial owner» (Feststellung des wirt-

schaftlich Letztbegünstigten), das bei der Eröffnung eines Bankkontos zu 

erstellen ist;  

n) Der vollständige Inhalt der Akte zu der Kundenannahme (oder Compliance 

Daten [Steuerkonformitätsdaten]), die von der Verwaltung der beschwer-

deberechtigten Person bzw. von der Treuhandgesellschaft, die die Verwal-

tung über die beschwerdeberechtigte Person hat, geführt werden;  

  

A-1698/2022 

Seite 4 

o) Die vollständige Korrespondenz zwischen der Verwaltung der beschwer-

deberechtigten Person, Hinterperson/Hinterpersonen, Berater/Steuerbera-

ter der Hinterperson/Hinterpersonen, Vermögensverwalter, Beirat und Auf-

sichtsrat (E-Mail-Nachrichten, Briefe, Telefonvermerke, Telefax-Nachrich-

ten usw.);  

p) Die Bilanzen und Erfolgsrechnungen der beschwerdeberechtigten Person 

und ggf. ihre Beteiligungen in Bezug auf den Zeitraum vom (…) bis zum 

(…). Wenn diese nicht erstellt wurden, gerne die Übermittlung einer Über-

sicht pro Jahr der Besitztümer und Schulden. 

A.d Die ESTV hat mit Schreiben vom 8. Februar 2022 die beschwerdebe-

rechtigte Person über das Amtshilfeersuchen und über die beabsichtigte 

Übermittlung der Informationen orientiert.  

A.e Die beschwerdeberechtigte Person hat der ESTV mit Schreiben vom 

18. Februar 2022 mitgeteilt, dass sie (die beschwerdeberechtigte Person) 

die Zustimmungserklärung nicht unterzeichnen könne und keiner Weiter-

leitung von Informationen und Akten an die BD zustimme sowie um Zusen-

dung des niederländischen Ersuchens um Amtshilfe bitte.  

A.f Die ESTV hat der beschwerdeberechtigten Person mit Schreiben vom 

23. Februar 2022 das Amtshilfeersuchen zukommen lassen, wobei die be-

schwerdeberechtigte Person nicht darauf reagiert hat. 

A.g Nach Durchführung des innerstaatlichen Verfahrens erkannte die 

ESTV mit zwei Schlussverfügungen vom 7. März 2022, dass sie (die 

ESTV) dem BD Amtshilfe betreffend die betroffene Person leiste (Ziff. 1) 

und die folgenden von der beschwerdeberechtigten Person erhaltenen In-

formationen übermittle (Ziff. 2; Antworten kursiv): 

a) Die Übertragungsurkunde des formellen Gründers der beschwerdeberech-

tigten Person in Bezug auf die Rechte und Befugnisse des Gründers der 

Foundation;  

«Beiliegend erhalten Sie den Erstkontakt mit dem Stifter (…), wobei dieser 

das beigefügte Mandat an D.______ unterzeichnet hat. Zudem übergab 

der Stifter D._______ einen Zahlungsauftrag (…). Des Weiteren erhalten 

Sie in der Beilage die Gründungsurkunde der beschwerdeberechtigten Per-

son sowie eine verurkundete Vertretungsvollmacht des Stiftungsrates an 

D._______ (siehe Beilage […]).»  

b) Die Satzungen und den «letter of wishes» der beschwerdeberechtigten 

Person;  

A-1698/2022 

Seite 5 

«Diese entnehmen Sie bitte der Beilage (PDF 1, S. 40); Begünstigte sind: 

B._______, E._______ und F._______.»  

c) Die Übermittlung der vollständigen Korrespondenz mit einer Bank in Bezug 

auf die Eröffnung eines Bankkontos für die beschwerdeberechtigte Person 

(Kontoeröffnungsanträge eines Bankkontos);  

«Siehe Antwort zu a) und k) sowie Beilage ([…]).»  

d) «Fragebogen»/«Teilnehmerliste» (oder: «Aufnahmeformular»), das für die 

faktische Gründung der Stiftung erstellt wurde von oder im Auftrag der Per-

son, für die die beschwerdeberechtigte Person letztendlich gegründet 

wurde (Hinterperson);  

«Siehe Beilage. Es gibt keine Hinterpersonen. Eine Stiftung hat keine Ei-

gentümer. (…).»  

e) Dienstleistungsvertrag/Managementvertrag, der zwischen der Hinterper-

son und der Verwaltung der beschwerdeberechtigten Person abgeschlos-

sen wurde;  

«Es gibt keine Hinterpersonen.»  

f) Ausweispapiere der Hinterperson (oder «Ultimate Beneficial Owner»), wie 

eine Kopie des Reisepasses;  

«Es gibt keine Hinterpersonen. (…) (u.a. […]).»  

g) Belege, die sich auf die wichtigsten verwaltungstechnischen Entscheidun-

gen beziehen die getroffen wurden, und zwar z.B. die Entscheidung, eine 

Zuwendung zu machen, Gerichtsurteile, Begutachtungen, Zweitbegutach-

tungen usw.;  

«Die Stiftung hat bisher keine Ausschüttungen an die Begünstigten getä-

tigt.» 

h) Vermögensverwaltungsvertrag/Vermögensverwaltungsverträge in Bezug 

auf Investitionen, die von der beschwerdeberechtigten Person geführt wer-

den;  

«Für den ersuchten Zeitraum liegt/liegen kein/e Vermögenverwaltungsver-

trag/-verträge vor.» 

  

A-1698/2022 

Seite 6 

i) (Kopien) der Darlehensverträge in Bezug auf die von der beschwerdebe-

rechtigten Person gewährten Darlehen;  

«Die Stiftung hat keine Kredite vergeben.»  

j) Geschäftsentscheidungen: beurkundete Entscheidungen durch die Ver-

waltung, zum Beispiel die Eröffnung eines Bankkontos bei einer Bank;  

«Siehe oben».  

k) Letter(s) of attorney: erteilte Vollmacht/Vollmachten (an zum Beispiel der 

Hinterperson der Stiftung) in Bezug auf die Bankkonten der beschwerde-

berechtigten Person;  

«(…). (…) (siehe […]).» 

l) Erklärung des wirtschaftlich Letztbegünstigten «Ultimate Beneficial Ow-

ner» der Bank  

«Siehe u.a. […]»  

m) Formular «Establishment of the beneficial owner» (Feststellung des wirt-

schaftlich Letztbegünstigten), das bei der Eröffnung eines Bankkontos zu 

erstellen ist;  

«Siehe Antwort zu Frage l).»  

n) Der vollständige Inhalt der Akte zu der Kundenannahme (oder Compliance 

Daten (Steuerkonformitätsdaten), die von der Verwaltung der beschwerde-

berechtigten Person bzw. von der Treuhandgesellschaft, die die Verwal-

tung über die beschwerdeberechtigte Person hat, geführt werden;  

«Siehe Beilage.» 

o) Die vollständige Korrespondenz zwischen der Verwaltung der beschwer-

deberechtigten Person, Hinterperson/Hinterpersonen, Berater / Steuerbe-

rater der Hinterperson/Hinterpersonen, Vermögensverwalter, Beirat und 

Aufsichtsrat (E-Mail-Nachrichten, Briefe, Telefonvermerke, Telefax-Nach-

richten usw.);  

«Siehe Beilage.» 

p) Die Bilanzen und Erfolgsrechnungen der beschwerdeberechtigten Person 

und ggf. ihre Beteiligungen in Bezug auf den Zeitraum vom (…) bis zum 

(…). Wenn diese nicht erstellt wurden, gerne die Übermittlung einer Über-

sicht pro Jahr der Besitztümer und Schulden.  

«Die beschwerdeberechtigte Person übt keine Geschäftstätigkeit aus, (…) 

([…]).» 

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Seite 7 

Informationen, die nicht amtshilfefähig sind und nicht ausgesondert werden 

können, wurden von der ESTV geschwärzt. 

Gleichzeitig wies die ESTV die BD u.a. darauf hin, dass die unter Ziff. 2 

genannten Informationen im ersuchenden Staat nur in Verfahren gegen die 

betroffene Person verwendet werden dürfen (Ziff. 3). 

A.h Diese Schlussverfügungen wurden der betroffenen Person und der be-

schwerdeberechtigten Person je individuell eröffnet.  

A.i Die gegenüber der betroffenen Person eröffnete Schlussverfügung vom 

7. März 2022 erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

B.  

B.a Die beschwerdeberechtigte Person (nachfolgend: Beschwerdeführe-

rin) erhebt am 7. April 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

gegen die ihr eröffnete Schlussverfügung vom 7. März 2022. Sie beantragt, 

«die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei gutzuheissen, und 

die angefochtene Verfügung der ESTV vom 7. März 2022 sei teilweise, 

nämlich bezüglich Dispositiv-Ziffer 2, Bst. c, f, i, j, l, m, n, o und p aufzuhe-

ben» (Ziff. 1). Die Übermittlung der dort aufgeführten, von der Beschwer-

deführerin erhaltenen Informationen («Umschreibungen gemäss ange-

fochtener Verfügung») an den BD sei «zu verweigern» (Ziff. 2). Eventuell 

sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der 

Beschwerdeführerin seien für das vorliegende Beschwerdeverfahren keine 

Kosten aufzuerlegen, und dieser sei eine Parteientschädigung gemäss ein-

schlägigem Anwaltsgebührentarif zuzusprechen (Ziff. 3).  

Das Bundesverwaltungsgericht eröffnete das Verfahren unter der Nummer 

A-1698/2022. 

B.b Mit Schreiben vom 20. Juni 2022 stellt die betroffene Person ein «Ge-

such um Zustellung einer Abschrift der Klageschrift samt Beilagen und An-

setzung einer Frist zur Beschwerdeantwort respektive Stellungnahme» im 

Zusammenhang mit dem Verfahren A-1698/2022. Das Bundesverwal-

tungsgericht eröffnete jenes Verfahren unter der Nummer A-2713/2022. 

B.c Mit Urteil vom 29. November 2022 (A-2713/2022) wies das Bundes-

verwaltungsgericht «das Gesuch um Zustellung der Beschwerdeschrift im 

Zusammenhang mit dem Verfahren A-1698/2022 unter Ansetzung einer 

Frist für die Stellung von Rechtsbegehren als mögliche Gegenpartei im 

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Seite 8 

Beschwerdeverfahren A-1698/2022» ab. Das Urteil erwuchs unangefoch-

ten in Rechtskraft. 

B.d In ihrer Vernehmlassung vom 19. Mai 2022 schliesst die ESTV (nach-

folgend auch: Vorinstanz) auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. 

B.e Am 2. Juli 2024 sowie am 3. März 2025 teilte das Bundesverwaltungs-

gericht einen Wechsel im Spruchkörper (Instruktionsrichter und Gerichts-

schreiber bzw. Gerichtsschreiberin) mit.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in ihren Eingaben 

und die Akten wird – sofern dies für den Entscheid wesentlich ist – im Rah-

men der folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen des BD ge-

stützt auf Art. 26 DBA CH-NL zugrunde. Die Durchführung der mit diesem 

Abkommen vereinbarten Bestimmungen richtet sich nach dem Steuer-

amtshilfegesetz vom 28. September 2012 (StAhiG, SR 651.1; vgl. Art. 1 

Abs. 1 Bst. a StAhiG). Vorbehalten bleiben abweichende Bestimmungen 

des DBA CH-NL. 

1.2 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Zu den beim Bundesverwal-

tungsgericht anfechtbaren Verfügungen gehören auch die Schlussverfü-

gungen im Bereich der internationalen Amtshilfe in Steuersachen (Art. 32 

VGG e contrario und Art. 19 Abs. 1 und 5 StAhiG), womit seine Zuständig-

keit zur Beurteilung des vorliegend angefochtenen Entscheids gegeben ist. 

1.3  

1.3.1 Beschwerdeberechtigt sind gemäss Art. 19 Abs. 2 StAhiG die vom 

Amtshilfeersuchen direkt betroffene Person sowie weitere Personen unter 

den Voraussetzungen von Art. 48 VwVG.  

Eine allfällige Beschwerdelegitimation von Personen, welche – wie die Be-

schwerdeführerin – von einem Amtshilfeersuchen nicht formell betroffen 

A-1698/2022 

Seite 9 

sind, beschränkt sich in jedem Fall darauf, Einwände betreffend die unre-

digierte Übermittlung ihrer Daten zu rügen (Urteil des BVGer A-5794/2022 

vom 3. Juli 2023 E. 1.3.2 m.w.H.). Das Bundesverwaltungsgericht prüft die 

Übermittlung dieser Informationen unter dem Gesichtspunkt der voraus-

sichtlichen Erheblichkeit (E. 2.4.1 und 5.2).  

Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 2, 

Bst. c, f, i, j, l, m, n, o und p der Schlussverfügung. Dieser Antrag ist zuläs-

sig, da besagte Ziffern die Übermittlung von Daten der Beschwerdeführerin 

betreffen: (…) (Bst. c); (…) (Bst. f); (Kopien) der Darlehensverträge in Be-

zug auf die von der Beschwerdeführerin gewährten Darlehen (Bst. i); Ge-

schäftsentscheidungen (Bst. j); Erklärung des wirtschaftlich Letztbegüns-

tigten (Bst. l); vollständige Inhalt der Akte zu der Kundenannahme (oder 

Compliance Daten (Steuerkonformitätsdaten) (Bst. m); die von der Verwal-

tung der Beschwerdeführerin bzw. von der Treuhandgesellschaft, die die 

Verwaltung über die Beschwerdeführerin hat, geführt werden (Bst. n); voll-

ständige Korrespondenz zwischen der Verwaltung der Beschwerdeführe-

rin, Hinterperson/Hinterpersonen, Berater/Steuerberater der Hinterper-

son/Hinterpersonen, Vermögensverwalter, Beirat und Aufsichtsrat (E-Mail-

Nachrichten, Briefe, Telefonvermerke, Telefax-Nachrichten usw.) (Bst. o); 

die Bilanzen und Erfolgsrechnungen der A._______ Foundation (Bst. p). 

1.3.2 Die Beschwerde wurde zudem form- und fristgerecht eingereicht 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 19 Abs. 5 

StAhiG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht und der unrichtigen oder unvollständigen Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts auch die Unangemessenheit 

rügen (Art. 49 VwVG). 

2.2  

2.2.1 Staatsvertragliche Grundlage für die Leistung von Amtshilfe in Steu-

ersachen gegenüber den Niederlanden ist Art. 26 DBA CH-NL, welcher im 

Wortlaut weitgehend Art. 26 des Musterabkommens der Organisation für 

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Vermeidung 

von Doppelbesteuerung von Einkommen und Vermögen entspricht 

(vgl. Botschaft vom 25. August 2010 zur Genehmigung eines Doppel-

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Seite 10 

besteuerungsabkommens zwischen der Schweiz und den Niederlanden, 

BBl 2010 5787, 5800 zu Art. 26; BGE 143 II 136 E. 5.1.1). 

2.2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 DBA CH-NL sind Art. 26 DBA CH-NL sowie 

Paragraph XVII [vormals Paragraph XVI] des Protokolls vom 26. Februar 

2010 zum Abkommen (ebenfalls unter SR 0.672.963.61; nachfolgend: Pro-

tokoll 2010 zum DBA CH-NL) anwendbar auf Ersuchen, die am oder nach 

dem Datum des Inkrafttretens dieses Abkommens (also ab dem 9. Novem-

ber 2011) gestellt werden und welche Informationen betreffen, die sich auf 

einen Zeitraum beziehen, der am oder nach dem auf die Unterzeichnung 

des Abkommens folgenden 1. März (also per 1. März 2010) beginnt. Diese 

rückwirkende Anwendung neuer Amtshilfebestimmungen auf zurücklie-

gende Steuerperioden ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung zu-

lässig, weil es sich bei den Bestimmungen über die Amtshilfe um solche 

verfahrensrechtlicher Natur handle, die mit ihrem Inkrafttreten sofort an-

wendbar seien (BGE 143 II 628 E. 4.3; Urteil des BVGer A-3555/2018 vom 

11. Januar 2019 E. 1.1 m.w.H.; das Protokoll vom 12. Juni 2019 zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Nieder-

lande zur Änderung des Abkommens vom 26. Februar 2010 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Niederlande 

zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom 

Einkommen, in Kraft ab 30. November 2020, AS 2020 4839, ist vorliegend 

ohne Belang, da die damit verbundenen Änderungen – abgesehen von der 

zeitlichen Anwendbarkeit erst ab 1. Januar 2021 und Bezeichnung – ohne-

hin nicht die Amtshilfeklausel [gemäss Art. 26 DBA CH-NL] betreffen). 

 

2.3  

2.3.1 Gemäss Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-NL tauschen die zuständigen Behör-

den der beiden Vertragsstaaten unter sich diejenigen Informationen aus, 

die zur Durchführung des Abkommens oder zur Anwendung oder Durch-

setzung des innerstaatlichen Rechts betreffend für Rechnung der Vertrags-

staaten, ihrer politischen Unterabteilungen oder lokalen Körperschaften er-

hobenen Steuern jeder Art und Bezeichnung «voraussichtlich erheblich» 

sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Ab-

kommen widerspricht. Der Informationsaustausch ist dabei weder durch 

Art. 1 DBA CH-NL (persönlicher Geltungsbereich) noch durch Art. 2 DBA 

CH-NL (sachlicher Geltungsbereich) eingeschränkt.  

2.3.2 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts 

«voraussichtlich erheblich» gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, um eine in diesem Staat steuerpflichtige Person dort 

A-1698/2022 

Seite 11 

korrekt zu besteuern (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.1 und 141 II 436 E. 4.4.3; 

statt vieler: Urteil des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1). Der 

Zweck der Verweisung auf Informationen, die voraussichtlich erheblich 

sind, besteht darin, einen möglichst weitgehenden Informationsaustausch 

in Steuerbelangen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlau-

ben, «fishing expeditions» zu betreiben oder Informationen anzufordern, 

deren Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steu-

erpflichtigen Person unwahrscheinlich ist (Ziff. XVII Bst. c des Protokolls 

2010 zum DBA CH-NL). 

2.3.3 Das Erfordernis der voraussichtlichen Erheblichkeit und das Verbot 

der «fishing expeditions» stehen in Einklang mit dem Verhältnismässig-

keitsprinzip, das als verfassungsmässiger Grundsatz staatlichen Handelns 

(vgl. Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge- 

nossenschaft vom 18. April 1999 [SR 101) zwingend zu berücksichtigen ist 

(statt vieler: Urteil des BVGer A-5067/2021 vom 14. September 2023 

E. 2.3.3 m.w.H.). 

2.3.4 Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, 

wenn im Zeitpunkt der Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünf-

tige Möglichkeit besteht, dass sich die verlangten Informationen als erheb-

lich erweisen werden (BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Keine Rolle spielt, ob sich 

diese Informationen nach deren Übermittlung für die ersuchende Behörde 

als nicht erheblich herausstellen (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1). Ob eine 

Information erheblich ist, kann in der Regel nur der ersuchende Staat ab-

schliessend feststellen (BGE 143 II 185 E. 3.3.2 und 142 II 161 E. 2.1.1 f.; 

statt vieler: Urteil des BVGer A-4163/2019 vom 22. April 2020 E. 3.1.3). Die 

Rolle des ersuchten Staates beschränkt sich darauf, zu überprüfen, ob die 

vom ersuchenden Staat verlangten Informationen und Dokumente mit dem 

im Ersuchen dargestellten Sachverhalt zusammenhängen und ob sie mög-

licherweise dazu geeignet sind, im ausländischen Verfahren verwendet zu 

werden. In diesem Sinne hat der ersuchte Staat lediglich eine Plausibili-

tätskontrolle vorzunehmen (BGE 142 II 161 E. 2.1.1; vgl. Urteile des BVGer 

A-2454/2017 vom 7. Juni 2018 E. 2.1.1.1 m.w.H. und A-4218/2017 vom 

28. Mai 2018 E. 2.3.1). Vor diesem Hintergrund darf der ersuchte Staat 

Auskünfte mit der Begründung, die verlangten Informationen seien nicht 

«voraussichtlich erheblich», nur verweigern, wenn ein Zusammenhang 

zwischen den verlangten Angaben und der im ersuchenden Staat durch-

geführten Untersuchung wenig wahrscheinlich erscheint, sodass das Ersu-

chen als Vorwand für eine unbestimmte Suche nach Beweismitteln er-

scheint (BGE 144 II 206 E. 4.3, 143 II 185 E. 3.3.2 und 141 II 436 E. 4.4.3; 

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Seite 12 

statt vieler: Urteil des BVGer A-5067/2021 vom 14. September 2023 

E. 2.3.4 m.w.H.). 

2.3.5 Informationen können im abkommensrechtlichen Sinne nur dann als 

voraussichtlich erheblich qualifiziert werden, wenn sie (unter anderem oder 

ausschliesslich) Personen betreffen, deren unbeschränkte oder be-

schränkte Steuerpflicht im ersuchenden Staat während der massgebenden 

Zeitspanne im Ersuchen geltend gemacht wird (Urteil des BVGer  

A-1968/2023 vom 18. März 2024 E. 2.1.3 m.w.H.). 

2.4  

2.4.1 Die Übermittlung von Informationen zu nicht betroffenen Personen 

(«Drittperson») im Sinne von Art. 4 Abs. 3 StAhiG ist grundsätzlich nicht 

zulässig, es sei denn, die Informationen sind voraussichtlich erheblich und 

ihre Aushändigung verhältnismässig (vgl. BGE 143 II 506 E. 5.2.1 m.H.; 

Urteil des BGer 2C_537/2019 vom 13. Juli 2020 [in BGE 147 II 13 nicht 

publizierte] E. 4.3; Urteil des BVGer A-2453/2021 vom 3. Mai 2023 

E. 2.8.8 ff., auch zum Folgenden). Als «nicht betroffene Personen» gelten 

Personen, die nichts mit dem im Amtshilfeverfahren geschilderten Sach-

verhalt zu tun haben, deren Namen also rein zufällig in den zu übermitteln-

den Dokumenten auftauchen («fruit d'un pur hasard»; statt vieler: Urteil des 

BGer 2C_703/2020 vom 15. März 2021 E. 4.2.3; Urteile des BVGer  

A-1015/2015 vom 18. August 2016 E. 2 und A-2453/2021 vom 3. Mai 2023 

E. 2.8.8). Rechtsprechungsgemäss ist der Begriff der «nicht betroffenen 

Person» im Sinne von Art. 4 Abs. 3 StAhiG restriktiv zu verstehen (vgl. BGE 

142 II 161 E. 4.6.1 f.). 

Der Name einer nicht betroffenen Person kann somit in den zu übermitteln-

den Unterlagen nur belassen werden, wenn dies auch geeignet ist, die 

steuerliche Situation der vom Amtshilfeersuchen betroffenen Person zu er-

hellen (vgl. BGE 144 II 29 E. 4.2.3; Urteil des BVGer A-5067/2021 vom 

14. September 2023 E. 2.4.1 m.w.H.). 

2.4.2 Sollen Informationen über nicht betroffene Personen nicht übermittelt 

werden, so genügt es rechtsprechungsgemäss nicht, pauschal vorzubrin-

gen, dass es sich bei den in den zur Übermittlung vorgesehenen Unterla-

gen erwähnten Personen um unbeteiligte Dritte handle. Vielmehr ist in Be-

zug auf jedes einzelne Aktenstück anzugeben und im Einzelnen darzule-

gen, weshalb es im ausländischen Verfahren nicht erheblich sein kann (Ur-

teil des BVGer A-5067/2021 vom 14. September 2023 E. 2.4.2 m.w.H.). 

A-1698/2022 

Seite 13 

2.5 Ersuchte Informationen, die mangels voraussichtlicher Erheblichkeit 

bzw. mangels Erhältlichkeit nicht übermittelt werden dürfen, sind auszu-

sondern oder unkenntlich zu machen (Art. 8 Abs. 1 und 17 Abs. 2 StAhiG; 

vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.2 und 141 II 436 E. 4.4.3; Urteile des BGer 

2C_282/2021 vom 15. Juni 2022 E. 4.2.2 und 2C_687/2019 vom 13. Juli 

2020 E. 1.4.1; statt vieler: Urteil des BVGer A-5067/2021 vom 14. Septem-

ber 2023 E. 2.5 m.w.H.). 

2.6 Gemäss Paragraph XVII [zu Art. 26] Bst. b des Protokolls 2010 zum 

DBA CH-NL besteht zwischen den Vertragsparteien sodann Einvernehmen 

darüber, dass die Steuerbehörden des ersuchenden Staates bei der Stel-

lung eines Amtshilfebegehrens nach Art. 26 des Abkommens den Steuer-

behörden des ersuchten Staates die nachstehenden Angaben zu liefern 

haben: 

(i) die zur Identifikation der in eine Prüfung oder Untersuchung einbe-

zogenen Person(en) nötigen Informationen, insbesondere beste-

hend aus dem Namen und, sofern verfügbar, der Adresse, der Kon-

tonummer und weiteren Angaben, welche die Identifikation dieser 

Person erleichtern, wie Geburtsdatum, Zivilstand oder Steuernum-

mer; 

(ii) die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden; 

(iii) die Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hin-

sichtlich der Art und Form, in der der ersuchende Staat die Informa-

tionen vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht; 

(iv) den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden; 

(v) den Namen und, sofern bekannt, die Adresse des mutmasslichen 

Inhabers der verlangten Informationen. 

2.7 Enthält ein Amtshilfeersuchen alle Informationen, die gemäss dem an-

wendbaren Übereinkommen erforderlich sind, kann das Vorliegen einer 

sog. «fishing expedition» (vgl. E. 2.3.3) grundsätzlich verneint werden 

(vgl. Urteil des BGer 2C_953/2020 vom 24. November 2021 E. 3.3; Urteil 

des BVGer A-2797/2023 vom 3. April 2024 E. 2.2.2 m.w.H.). 

2.8 Gemäss dem Protokoll 2010 zum DBA CH-NL stellt der ersuchende 

Staat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann, wenn er 

alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen 

A-1698/2022 

Seite 14 

Mittel zur Beschaffung von Informationen ausgeschöpft hat (Ziff. XVII 

Bst. a des Protokolls 2010 zum DBA CH-NL; sog. Subsidiaritätsprinzip). 

Art. 6 Abs. 2 Bst. g StAhiG tritt hinter diese völkerrechtliche Bestimmung 

zurück (Art. 1 Abs. 2 StAhiG). 

2.9 Ein wichtiges Element in der internationalen Behördenzusammenarbeit 

bildet der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch 

oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit den in Art. 7 StAhiG 

genannten Konstellationen – prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachver-

haltsdarstellungen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln (sog. völ-

kerrechtliches Vertrauensprinzip; BGE 144 II 206 E. 4.4, 143 II 224 E. 6.3, 

142 II 218 E. 3.3 und 142 II 161 E. 2.1.3 f.; Urteil des BGer 2C_646/2017 

vom 9. April 2018 E. 2.5 m.w.H.; Urteil des BVGer A-3095/2018 vom 

29. Mai 2019 E. 2.5). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das ganze 

Amtshilfeverfahren. Entsprechend ist der ersuchte Staat an die Darstellung 

des Sachverhalts im Ersuchen soweit gebunden, als dass dieses nicht we-

gen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet 

werden kann (statt vieler: BGE 139 II 404 E. 9.5 und 128 II 407 E. 5.2.1; 

zum Ganzen: Urteil des BVGer A-5067/2021 vom 14. September 2023 

E. 2.9 m.w.H.). 

2.10 Das Amtshilfeverfahren betrifft nicht die materielle Seite des Steuer-

verfahrens. Es ist Sache des ersuchenden Staates, seine eigene Gesetz-

gebung auszulegen und deren Anwendung zu prüfen. Stellt sich eine Frage 

bei der Anwendung des internen Rechts des ersuchenden Staates, wie bei-

spielsweise die Verjährung der Steuerschuld oder des Steuerwohnsitzes, 

ist diese von den Behörden des ersuchenden Staates zu beantworten 

(BGE 144 II 206 E. 4.6; Urteile des BGer 2C_662/2021, 2C_663/2021 vom 

18. März 2022 E. 5.5.2 f., 2C_954/2015 vom 13. Februar 2017 E. 5.5 und 

2C_527/2015 vom 3. Juni 2016 E. 5.7; statt vieler: Urteil des BVGer  

A-5067/2021 vom 14. September 2023 E. 2.10 m.w.H.). 

Soweit das nationale Verfahrensrecht des ersuchenden Staates einer Ver-

wertung der im Amtshilfeverfahren ersuchten Informationen entgegen-

steht, hat die betroffene Person dies im Prinzip vor den Behörden des er-

suchenden Staates geltend zu machen (BGE 144 II 206 E. 4.6 und 142 II 

161 E. 2.2; Urteil des BVGer A-4830/2021 vom 23. Oktober 2023 E. 2.4.8 

m.w.H. [das BGer ist mit Entscheid 2C_621/2023 vom 21. November 2023 

auf die Beschwerde nicht eingetreten]). 

 

A-1698/2022 

Seite 15 

3.  

3.1 Vorliegend streitig und zu prüfen ist die in der Schlussverfügung vom 

7. März 2022 vorgesehene Amtshilfe an die BD. 

3.2 Die Parteien stellen sich im Wesentlichen auf die folgenden Stand-

punkte: 

3.2.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die ausländische Behörde 

zwei verschiedenartige Sachverhalte behaupte:  

Erstens solle C._______ die beschwerdeberechtigte Person errichtet ha-

ben, über deren Vermögen er aber wie über sein eigenes verfügt habe 

(folglich werde der Beschwerdeführerin eine fehlende Eigenständigkeit un-

terstellt). Daher stehe das Vermögen nach dessen Tod der betroffenen Per-

son als Erbin des Stifters zu, da das Vermögen als zu C._______ gehörend 

anzusehen sei. Die vorliegend errichtete (…)-Stiftung sei aber als unwider-

rufliche Stiftung errichtet worden, da bei der Gründung kein Widerrufsgrund 

geltend gemacht worden sei. Folglich stehe ihr sehr wohl eine Eigenstän-

digkeit zu.  

Zweitens behaupte die ausländische Behörde in ihrem Ersuchen, dass die 

betroffene Person gegen die Beschwerdeführerin Ansprüche auf Ausschüt-

tungen habe, d.h. sie sei Begünstigte der Stiftung. Die betroffene Person 

werde in den «Regulations» jedoch nicht etwa als Begünstigte, sondern als 

bloss potentiell Begünstigte aufgeführt. Weiter stehe in diesen «Regulati-

ons», dass kein solch potentiell Begünstigter irgendeinen Rechtsanspruch 

darauf habe, als Begünstigter ernannt zu werden oder die Verteilung des 

Stiftungsvermögens zu verlangen. Auch im «letter of wishes» von 

C._______vom (…) wünsche sich C._______ die betroffene Person als 

Begünstigte der Beschwerdeführerin, jedoch als blossen Vorschlag ohne 

rechtliche Verpflichtung. Somit habe namentlich auch die betroffene Per-

son keinerlei Ansprüche gegen die Beschwerdeführerin.  

Zudem habe die ESTV sie (die Beschwerdeführerin) gemäss Informations-

schreiben vom 8. Februar 2022 bloss als Informationsinhaberin betrachtet. 

Im Rahmen der Amtshilfe dürften daher einzig diejenigen Informationen 

übermittelt werden, die sich direkt auf das Verhältnis zwischen der Infor-

mationsinhaberin und der betroffenen (steuerpflichtigen) Person bezögen, 

nicht aber Informationen betreffend die juristische Person selbst, deren ei-

gene Besteuerung nicht zur Diskussion stehe.  

A-1698/2022 

Seite 16 

3.2.2 Die Vorinstanz entgegnet Folgendes: Die ESTV sei an die Darstel-

lung des Sachverhalts im Ersuchen insoweit gebunden, als diese nicht we-

gen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche von vornherein ent-

kräftet werden könne. Das vorliegende Ersuchen beinhalte konkrete Fra-

gen, die sich auf eine identifizierte Person im Rahmen einer im ersuchen-

den Staat laufende Untersuchung bezögen. Es seien alle Angaben/Voraus-

setzungen im vorliegenden Fall gegeben, weshalb nicht von einer «fishing 

expedition» ausgegangen werden. Die ESTV sei daher, da alle Fragen vor- 

aussichtlich erheblich seien, korrekterweise auf sämtliche Fragen des Er-

suchens eingetreten. 

Im vorliegenden Fall wolle – so die Vorinstanz weiter – die ausländische 

Behörde allgemein die Stellung von C._______ resp. die Berechtigung von 

der betroffenen Person feststellen. Da die Beschwerdeführerin jegliche 

Auskünfte verweigere, könne die BD (Finanzverwaltung) keine Einschät-

zung über das vorhandene Vermögen abgeben und inwieweit die be-

troffene Person dazu berechtigt gewesen sei. Mit den von der ESTV vor-

gesehenen Unterlagen könne die BD den Sachverhalt kontrollieren und si-

cherstellen, dass kein Steuersubstrat von den Niederlanden versteckt 

wurde resp. prüfen, ob die betroffene Person daran berechtigt sei. 

In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz weiter aus, dass gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung die rechtlichen Qualifikation eines 

Trusts eine materielle Frage sei, welche nicht von den Steuerbehörden des 

ersuchenden Staates zu entscheiden sei. Somit sei es nicht Aufgabe der 

ESTV abzuklären, wie die ausländische Behörde ihr Recht anwende, und 

die erfragten Informationen seien folglich zu übermitteln. 

Die Beschwerdeführerin sei von ihr (der ESTV) im Laufe des Verfahrens 

nicht mehr bloss als Informationsinhaberin, sondern als materiell betroffene 

Person betrachtet worden, ansonsten ihr kein rechtliches Gehör gewährt 

sowie keine Schlussverfügung zugestellt worden wäre. Folglich seien auch 

die Informationen gemäss Schlussverfügung, Dispositiv Ziff. 2 Bst. c, f, i, j, 

l, m, n und o zu übermitteln. 

4.  

4.1 Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin gemäss Art. 14 StAhiG am 

8. Februar 2022 unbestrittenermassen über das Amtshilfeersuchen infor-

miert (vgl. Beschwerde, Rz. 21). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

wird weder ernsthaft geltend gemacht noch ist eine solche für das Bundes-

verwaltungsgericht ersichtlich. 

A-1698/2022 

Seite 17 

4.2 Im vorliegenden Fall erfüllt das Amtshilfeersuchen die formellen 

Voraussetzungen (E. 2.2 und 2.6). Etwas anderes macht die Beschwerde-

führerin nicht geltend, und auch für das Bundesverwaltungsgericht ergibt 

sich aus den Akten nichts Abweichendes.  

4.3 Das Amtshilfeersuchen enthält zudem unbestrittenermassen alle Infor-

mationen, die gemäss dem anwendbaren Übereinkommen erforderlich 

sind (E. 2.6). Aus den Akten ergeben sich für das Bundesverwaltungsge-

richt keine entgegenstehenden Hinweise. Somit liegt keine «fishing expe-

dition» (vgl. E. 2.3.3 und 2.7) vor. 

5.  

5.1 Gemäss dem Amtshilfeersuchen (Sachverhalt Bst. A.b) will die BD die 

Berechtigung der betroffenen Person als Erbin von C._______ an der Be-

schwerdeführerin feststellen. Sollte die betroffene Person tatsächlich Erbin 

sein, wäre diese Information für die Erhebung der Einkommens- und Ver-

mögenssteuer der betroffenen Person relevant. Gestützt auf diesen Hinter-

grund fordert die BD eine Reihe von Informationen u.a. über die Beschwer-

deführerin ein (Sachverhalt Bst. A.c). 

5.2 Hinsichtlich der voraussichtlichen Erheblichkeit dieser Informationen 

haben sich sowohl die Vorinstanz (als ersuchte Behörde) als auch das Bun-

desverwaltungsgericht auf eine Plausibilitätskontrolle zu beschränken 

(E. 2.3.4). 

5.2.1 Die BD fragt u.a. nach den Bilanzen und Erfolgsrechnungen (Jahres-

rechnungen) im ersuchten Zeitraum (Sachverhalt Bst. A.c; Bst. p). Was die 

voraussichtliche Erheblichkeit von Jahresrechnungen (insbesondere Bi-

lanz und Erfolgsrechnung) betrifft, so hat das Bundesgericht diese zumin-

dest dann, wenn es dem ersuchenden Staat um die Kontrolle von Verrech-

nungspreisen geht, bejaht (BGE 143 II 185 E. 4.2 f.; Urteil des BVGer  

A-4103/2022 vom 8. April 2024 E. 4.2.3.3 m.w.H.). Da die Beschwerde-

führerin jedoch keine Geschäftstätigkeit ausübt, (…), führt sie keine Jah-

resrechnungen (Sachverhalt Bst. A.g). Demzufolge können solche auch 

nicht der BD übermittelt werden. Die Vorinstanz führt in ihrer Vernehmlas-

sung (Rz. 8) denn auch aus, es seien die Informationen gemäss Schluss-

verfügung, Dispositiv Ziff. 2 «Bst. c, f, i, j, l, m, n und o zu übermitteln» 

(ohne Bst. p). Somit erübrigen sich Weiterungen zu den Bilanzen und Er-

folgsrechnungen. 

A-1698/2022 

Seite 18 

5.2.2 Die Beschwerdeführerin äussert sich in ihrer Beschwerde für die Be-

gründung der Nichterheblichkeit der zur Übermittlung vorgesehenen (sie 

betreffenden) Informationen u.a. eingehend zur rechtlichen Qualifikation 

der Beschwerdeführerin als Stiftung (Beschwerde, Rz. 3 ff). Dies sind je-

doch materielle Fragen, die weder von der Vorinstanz noch vom Bundes-

verwaltungsgericht zu beurteilen sind, sondern die Beschwerdeführerin al-

lenfalls vor den niederländischen Steuerbehörden vorbringen kann 

(E. 2.10). Somit ist auch nicht weiter auf die beschwerdeführerischen Aus-

führungen zum «Gesetz über Stiftungen (…)» und die gestützt darauf er-

stellten «Regulations» (betreffend Begünstigte der Beschwerdeführerin) 

einzugehen (Beschwerde, Rz. 3 und 9), insbesondere nicht auf die (Un-

)Widerrufbarkeit von Stiftungen bzw. die «vom Stifter an die Stiftung erfolg-

ten Überweisungen ins Stiftungsvermögen» (Beschwerde, Rz. 4) sowie 

den fehlenden «Dauereinfluss des Stifters auf die Stiftungsverwaltung» 

(Beschwerde, Rz. 6) und die fehlenden Ansprüche der betroffenen Person 

«gegen die Beschwerdeführerin» (Beschwerde, Rz. 9). 

5.2.3 Mit dem «Vorschlag» im «letter of wishes» von C._______ vom (…) 

(nachfolgend: «letter of wishes»), die betroffene Person als Begünstigte 

der Beschwerdeführerin einzusetzen (Beschwerde, Rz. 9; Ingres und 

Ziff. 6, Abs. 3; Akten der Vorinstanz auf USB-Stick [act.] Nr. 4, S. 47 ff.), 

wird eine mögliche Verbindung zwischen der Beschwerdeführerin und der 

betroffenen Person geschaffen (siehe auch E. 5.2.4). Die genaue rechtli-

che Bedeutung dieses «letter of wishes» für die Besteuerung der betroffe-

nen Person in den Niederlanden bzw. ob und inwieweit dieser «Vorschlag» 

überhaupt gelebt wurde, sind wiederum materielle Fragen, die vorliegend 

nicht zu beurteilen und allenfalls den niederländischen Steuerbehörden 

vorzulegen sind (E. 2.10).  

5.2.4 Die ersuchten, die Beschwerdeführerin betreffenden Informationen 

umfassen u.a. Gründungs- und Übertragungsurkunden, diverse Korres-

pondenz, Verträge, Vollmachten usw. (E. 1.3.1). Diese Informationen sind 

grundsätzlich geeignet, um Hinweise und Rückschlüsse auf den von der 

ersuchenden Behörde geschilderten Sachverhalt zu geben. Insbesondere 

können sie Indizien auf eine Beziehung der Beschwerdeführerin mit der 

betroffenen Person enthalten (vgl. für eine ähnliche Konstellation betref-

fend DBA-CH-NL Urteil des BVGer A-5067/2021 vom 14. September 2023 

E. 3.3.1). Die Beschwerdeführerin führt selbst aus, dass die betroffene Per-

son «bloss potentiell Begünstigte der Beschwerdeführerin» ist (E. 3.2.1). 

Dies reicht zusammen mit der Erkenntnis der möglichen Verbindung zwi-

schen der Beschwerdeführerin und der betroffenen Person aufgrund des 

A-1698/2022 

Seite 19 

«letter of wishes» (E. 5.2.3) rechtsprechungsgemäss aus, um die voraus-

sichtliche Erheblichkeit der zu übermittelnden Information zu bejahen. 

Denn dadurch ist der Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben 

und der im ersuchenden Staat durchgeführten Untersuchung vorliegend 

nicht bloss «wenig wahrscheinlich», sodass das Amtshilfeersuchen als 

Vorwand für eine unbestimmte Suche nach Beweismitteln erscheint 

(E. 2.3.4). 

5.2.5 Die ersuchten Informationen («PDF 1-3»; act. 4 ff.; Sachverhalt 

Bst. A.g) sind nach dem Gesagten im Zeitpunkt der Einreichung des Ersu-

chens voraussichtlich erheblich, um eine im ersuchenden Staat im ersuch-

ten Zeitraum (E. 2.3.5) steuerpflichtige Person (die betroffene Person) dort 

korrekt zu besteuern (E. 2.3.4). Daran würde sich auch nichts ändern, 

wenn sich diese Informationen nach deren Übermittlung für die BD als nicht 

erheblich herausstellen würden (E. 2.3.4). Die Übermittlung der ersuchten 

Information ist auch nicht unverhältnismässig (E. 2.3.3 und 2.4.1), nach-

dem die Beschwerdeführerin beschwerdeweise nichts Entsprechendes 

vorbringt und die Vorinstanz in der Schlussverfügung vom 7. März 2022 

darauf hinweist, dass sie (die Vorinstanz) im Einklang mit der Rechtspre-

chung «Informationen, die nicht amtshilfefähig sind und nicht ausgesondert 

werden können», geschwärzt hat (E. 2.5; Dispositiv, Ziff. 2 am Ende; Sach-

verhalt Bst. A.g). 

6.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass es sich bei den vom BD ersuchten 

Informationen, in welchen auch die Beschwerdeführerin erwähnt ist, um 

voraussichtlich erhebliche Informationen für die korrekte Besteuerung der 

betroffenen Person in den Niederlanden im ersuchten Zeitraum (E. 2.3.5) 

handelt, deren Übermittlung nicht unverhältnismässig ist. Der Antrag der 

Beschwerdeführerin auf Aufhebung der Schlussverfügung der ESTV vom 

7. März 2022 ist daher abzuweisen. Damit und aufgrund der offenkundigen 

Spruchreife des vorliegenden Falls erübrigt sich auch die Prüfung des be-

schwerdeführerischen Eventualantrags auf Rückweisung der Angelegen-

heit an die Vorinstanz. Die angefochtene Schlussverfügung vom 7. März 

2022 ist nicht zu beanstanden, und die dort vorgesehene Amtshilfe an die 

BD mit den Informationen über die Beschwerdeführerin kann geleistet wer-

den. 

7.  

7.1 Ausgangsgemäss hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Ver-

fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der einbezahlte 

A-1698/2022 

Seite 20 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.- ist zur Bezahlung dieser Kos-

ten zu verwenden. 

7.2 Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 

VGKE). 

8.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) innerhalb von 10 Tagen nur dann mit 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-

richt weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet 

das Bundesgericht. 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.  

A-1698/2022 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 5'000.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.- wird 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Alexander Misic Ana Pajovic 

 

  

A-1698/2022 

Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der 

Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt 

ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-1698/2022 

Seite 23 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)