# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25b4ff22-d94e-5abe-a1ec-a3637708927b
**Source:** Bern (entscheidsuche) (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-11-12
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 12.11.2024 SK 2023 251
**Docket/Reference:** SK 2023 251
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2023-251_2024-11-12.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 23 251

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 12. November 2024 

Besetzung Oberrichter Knecht (Präsident i.V.), 
Oberrichterin Friederich Hörr, Oberrichter Wuillemin
Gerichtsschreiber Parli

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt H.________, Kantonale Staatsanwaltschaft für 
Wirtschaftsdelikte, Speichergasse 12, 3011 Bern 

Anschlussberufungsführerin

und

C.________ GmbH
v.d. Rechtsanwalt D.________

Straf- und Zivilklägerin

Gegenstand qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung (mehrfach)

Berufung gegen das Urteil des Kantonalen Wirtschaftsstrafge-
richts (Kollegialgericht) vom 23. Januar 2023 (WSG 22 13+14)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Kantonale Wirtschaftsstrafgericht (Kollegialgericht; nachfolgend Vorinstanz) 
fällte am 23. Januar 2023 über A.________ das folgende Urteil (pag. 18 453 ff.; 
Hervorhebungen im Original; Auslassungen in eckigen Klammern):

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung, 

1. mehrfach begangen zwischen dem 31. Juli 2017 und dem 28. Dezember 2018 in 
I.________(Ort), J.________(Ort) und K.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im 
Deliktsbetrag von CHF 315'191.45 und EUR 24'346.40 (Ziff. I.1.1.1 der Anklageschrift);

2. mehrfach begangen zwischen dem 24. November 2017 und dem 23. Oktober 2018 in 
J.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von EUR 210'500.00 
(Ziff. I.1.1.2 der Anklageschrift);

3. mehrfach begangen zwischen dem 28. Dezember 2018 und dem 1. November 2019 in 
I.________(Ort) und J.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von 
CHF 5'500.00 und EUR 279'188.92 (Ziff. I.1.1.3 der Anklageschrift);

4. mehrfach begangen zwischen dem 17. April 2018 und dem 23. Oktober 2019 in J.________(Ort) 
zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von EUR 262'600.00 (Ziff. I.1.1.4 der An-
klageschrift);

5. begangen im September 2019 in U.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im De-
liktsbetrag von CHF 11'320.00 (Ziff. I.1.1.5 der Anklageschrift);

6. begangen am 26. September 2019 in V.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im 
Deliktsbetrag von EUR 23'000.00 (Ziff. I.1.1.6 der Anklageschrift);

7. mehrfach begangen zwischen dem 29. Mai 2018 und dem 30. Oktober 2019 in J.________(Ort) 
zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von CHF 26'749.90 (Ziff. I.1.1.7 der An-
klageschrift);

und in Anwendung der Artikel
40, 47, 49 Abs. 1, 67 Abs. 1 (a)StGB
158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB
418 Abs. 1, 422, 426 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten.

2. Es wird ein Tätigkeitsverbot für die Dauer von 5 Jahren ausgesprochen. A.________ wird es 
während dieser Zeit untersagt, Vermögen eines anderen in Ausübung einer beruflichen Tätigkeit 
zu verwalten und eine solche Vermögensverwaltung in Ausübung einer beruflichen Tätigkeit zu 
beaufsichtigen.

3

3. zur Bezahlung der auf ihn entfallenden Verfahrenskosten, ausmachend CHF 27'341.25 und 
sich zusammensetzend aus:

[Tabelle Verfahrenskosten]

II.

[Straf- und Sanktionenpunkt betreffend E.________

III.

Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt L.________ 
wird wie folgt bestimmt:

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 135.00 200.00 CHF 27’000.00
Reisezuschlag CHF 150.00
Auslagen MWST-pflichtig CHF 750.00
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 27’900.00 CHF 2’148.30
Amtliches Honorar CHF 30’048.30

./. Kostenvorschuss vom 7. Juni 2021 CHF 6’462.00
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 23’586.30

volles Honorar 135.00 250.00 CHF 33’750.00
Reisezuschlag CHF 150.00
Auslagen MWST-pflichtig CHF 750.00
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 34’650.00 CHF 2’668.05
Total CHF 37’318.05

nachforderbarer Betrag 7’269.75

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt L.________ für die amtliche Verteidigung von 
A.________ mit CHF 30'048.30 (inkl. Auslagen und MWST), unter Abzug des bereits geleisteten Kos-
tenvorschusses vom 7. Juni 2021 noch mit CHF 23'586.30.

A.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung von CHF 30'048.30 
zurückzuzahlen und Rechtsanwalt L.________ die Differenz von CHF 7'269.75 zwischen der amtli-
chen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhält-
nisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

IV.

[Entschädigungspunkt betreffend E.________]

V.

1. Die Zivilklage der C.________ GmbH gegen A.________ und E.________ wird teilweise gut-
geheissen und A.________ und E.________ werden in Anwendung von Art. 41 OR und 
Art. 126 StPO unter solidarischer Haftbarkeit verurteilt, der C.________ GmbH 
CHF 1'258'614.50 zu bezahlen. Soweit weitergehend wird die Zivilklage auf den Zivilweg ver-
wiesen.

2. A.________ und E.________ werden in Anwendung von Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO unter solida-
rischer Haftbarkeit verurteilt, der C.________ GmbH eine Parteientschädigung in Höhe von 
CHF 25'000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen. 

3. Für die Beurteilung der Zivilklage werden keine Verfahrenskosten ausgeschieden. 

4

VI.

Folgende Gegenstände verbleiben als Beweismittel bei den Akten:

1. Betreffend A.________ (Ziff. II.1.4.1 der Anklageschrift):

- 1 Ordner "Unterlagen C.________ G.________", rot (Ass.-Nr. 2041)

- 1 Ordner "2019 A.________", gelb (Ass.-Nr. 2042)

- 1 Box "M.________(AG) Unterlagen" (Ass.-Nr. 2045)

2. [Betreffend E.________]

[Eröffnungs- und Mitteilungsformel]

2. Berufung und Wechsel der amtlichen Verteidigung

Gegen dieses Urteil meldete Rechtsanwalt L.________ namens und im Auftrag von 
A.________ mit Eingabe vom 30. Januar 2023 fristgerecht die Berufung an 
(pag. 18 454). Die erstinstanzliche Urteilsbegründung datiert vom 30. Mai 2023 
(pag. 18 470 ff.). 

Mit Verfügung vom 31. Mai 2023 betraute die Generalstaatsanwaltschaft des Kan-
tons Bern (nachfolgend Generalstaatsanwaltschaft) Staatsanwalt H.________, 
Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte (nachfolgend Staatsanwaltschaft), mit der 
Wahrnehmung der generalstaatsanwaltschaftlichen Aufgaben vor den Strafkam-
mern des Obergerichts (pag. 18 682).

Rechtsanwalt B.________ reichte am 19. Juni 2023 für A.________ form- und 
fristgerecht die Berufungserklärung ein (pag. 18 701 ff.), erklärte darin «vollumfäng-
lich» Berufung und stellte gleichzeitig ein Gesuch um Wechsel der amtlichen Ver-
teidigung. Die Verfahrensleitung hiess das Gesuch mit Verfügung vom 5. Oktober 
2023 gut, entliess Rechtsanwalt L.________ mit Wirkung per 5. Oktober 2023 aus 
dem amtlichen Mandat und ordnete A.________ Rechtsanwalt B.________ als 
amtlichen Verteidiger bei (pag. 18 980).

Die Generalstaatsanwaltschaft erklärte mit Eingabe vom 27. Juni 2023 ihrerseits 
die Anschlussberufung zur Berufung von A.________, beschränkt auf die Bemes-
sung der Strafe (pag. 18 717 f.).

Die C.________ GmbH (nachfolgend auch Straf- und Zivilklägerin), vertreten durch 
Rechtsanwalt D.________, liess sich nicht vernehmen und verzichtete damit still-
schweigend auf die Erklärung einer Anschlussberufung.

Der im erstinstanzlichen Verfahren Mitbeschuldigte E.________ hatte mit Eingabe 
vom 31. Januar 2023 durch seinen amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt 
N.________, ebenfalls Berufung gegen die ihn betreffenden Urteilspunkte ange-
meldet (pag. 18 456) und durch Rechtsanwältin F.________ mit Eingabe vom 19. 
Juni 2023 – nebst einem (später gutgeheissenen) Gesuch um Wechsel der amtli-
chen Verteidigung – frist- und formgerecht Berufung erklärt (pag. 18 689 ff.). Am 4. 
November 2024 zog E.________ seine Berufung zurück (pag. 18 1124). Diesen 
Rückzug nahm die Verfahrensleitung mit Verfügung vom 5. November 2024 zur 
Kenntnis und widerrief die Vorladung von E.________ (unter Verzicht auf dessen in 
Aussicht genommene Einvernahme) und seiner amtlichen Verteidigerin (pag. 18 

5

1132). An der Berufungsverhandlung nahm E.________ nicht teil. Nach Einlangen 
der Honorarnote von Rechtsanwältin F.________ und der privatklägerischen Ver-
tretung sowie nach Gewährung des rechtlichen Gehörs erging am 12. November 
2024 der Abschreibungsbeschluss betreffend die Berufung von E.________ (pag. 
18 1230 ff.).

Die auf die Berufung von A.________ (nachfolgend: Beschuldigter) beschränkte 
Berufungsverhandlung vor der 2. Strafkammer fand am 6. November 2024 statt 
(pag. 18 1138 ff.). 

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Im Hinblick auf die Berufungsverhandlung wurden von Amtes wegen über den Be-
schuldigten ein Straf- und Betreibungsregisterauszug (datierend vom 24. bzw. 
18. Oktober 2024, pag. 18 1072 f. bzw. 18 1057.1 ff.) sowie ein Leumundsbericht 
samt Formular über die wirtschaftlichen Verhältnisse (datierend vom 25. Oktober 
2024, pag. 18 1100) eingeholt. Zudem wurden bei der 2. Strafkammer des Oberge-
richts des Kantons Bern die Akten des den Beschuldigten betreffenden Verfahrens 
SK 19 295 (nachfolgend als ‘Bilderhandelfall’ bezeichnet) ediert (vgl. pag. 18 1024).

Der Beschuldigte liess seinerseits mit Eingabe vom 11. Oktober 2024 durch 
Rechtsanwalt B.________ drei Beweisergänzungsanträge stellen (Einvernahme 
von O.________ und Rechtsanwalt Dr. P.________ als Zeugen sowie Erkennung 
eines Ausdrucks einer E-Mail von Q.________ an Herrn R.________ zu den Akten; 
pag. 18 1038 ff.).

Rechtsanwalt D.________ beantragte mit Eingabe vom 22. Oktober 2024 seiner-
seits namens der Straf- und Zivilklägerin die Befragung von Frau S.________ als 
Zeugin (pag. 18 1063).

Mit Verfügung vom 24. Oktober 2024 wurden die Beweisanträge des Beschuldigten 
auf Einvernahme von O.________ und Rechtsanwalt Dr. P.________ als Zeugen 
begründet abgewiesen. Der Antrag auf Erkennen des eingereichten Ausdrucks der 
E-Mail von Q.________ an Herrn R.________ vom 19. Januar 2019 zu den Akten 
wurde demgegenüber gutgeheissen (pag. 18 1081).

Der Beweisantrag der Straf- und Zivilklägerin auf Einvernahme von Frau 
S.________ als Zeugin wurde anlässlich der Berufungsverhandlung vorfrageweise 
infolge Gegenstandslosigkeit (Rückzug des Beweisantrags) als erledigt abge-
schrieben (pag. 18 1140).

Anlässlich der Berufungsverhandlung wurden einerseits G.________

Im Rahmen der Einvernahme des Beschuldigten wurde schliesslich ein von der 
Verteidigung eingereichtes und dem Beschuldigten vorgehaltenes Dokument zu 
den Akten erkannt (Kontoauszug der T.________ (Bank), datierend vom 8. August 
2019, beinhaltend eine Auflistung pendenter Zahlungsaufträge sowie handschriftli-
che Notizen, pag. 18 1171 und pag. 18 1182). 

6

4. Anträge der Parteien

4.1 Beschuldigter 

Rechtsanwalt B.________ stellte namens und im Auftrag des Beschuldigten die 
folgenden Anträge (pag. 18 1186; ohne Hervorhebungen gemäss Original):

1. Das Urteil des Kantonalen Wirtschaftsstrafgerichts vom 23. Januar 2023 (WSG 22 12+14 SCR) 
sei aufzuheben.

2. Der Berufungsführer sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen.

3. Es sei kein Tätigkeitsverbot auszusprechen.

4. Die Zivilklage sei abzuweisen, eventualiter auf den Weg des Zivilprozesses zu verweisen.

5. Die beschlagnahmten Gegenstände seien dem Berufungsführer herauszugeben.

6. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen und der Berufungsführer sei ange-
messen zu entschädigen.

4.2 Generalstaatsanwaltschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft stellte und begründete anlässlich der Berufungsver-
handlung folgende Anträge (pag. 18 1184 f.; Hervorhebungen im Original):

I.

A.________ sei schuldig zu erklären:

der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung,

1. mehrfach begangen zwischen dem 31. Juli 2017 und dem 28. Dezember 2018 in I.________(Ort), 
J.________(Ort) und K.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von 
CHF 315'191.45 und EUR 24'346.40 (Ziff. I.1.1.1 der Anklageschrift);

2. mehrfach begangen zwischen dem 24. November 2017 und dem 23. Oktober 2018 in 
J.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von EUR 210'500.00 (Ziff. 
I.1.2.2 der Anklageschrift);

3. mehrfach begangen zwischen dem 28. Dezember 2018 und dem 1. November 2019 in 
I.________(Ort) und J.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von 
CHF 5'500.00 und EUR 279'188.92 (Ziff. I.1.1.3 der Anklageschrift);

4. mehrfach begangen zwischen dem 17. April 2018 und 23. Oktober 2019 in J.________(Ort) zum 
Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von EUR 262'600.00 (Ziff. I.1.1.4 der Anklage-
schrift);

5. begangen im September 2019 in U.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im De-
liktsbetrag von CHF 11'320.00 (Ziff. I.1.1.5 der Anklageschrift);

6. begangen am 26. September 2019 in V.________(Ort) zum Nachteil der C.________ GmbH im 
Deliktsbetrag von EUR 23'000.00 (Ziff. I.1.1.6 der Anklageschrift);

7. mehrfach begangen zwischen dem 29. Mai 2018 und dem 30. Oktober 2019 in J.________(Ort) 
zum Nachteil der C.________ GmbH im Deliktsbetrag von CHF 26'749.90 (Ziff. I.1.1.7 der Ankla-
geschrift);

7

und er sei in Anwendung von
Art. 40, 47, 49 Abs. 1 (a)StGB
Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB,
Art. 418 Abs. 1, 422, 426 Abs. 1, 428 Abs. 1 StPO

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren als Zusatzstrafe zur Strafe gemäss Urteil des Obergerichts 
des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 24. August 2020 (SK 19 295);

2. zur Bezahlung der auf ihn entfallenden erstinstanzlichen Verfahrenskosten im Betrag von 
CHF 27'341.25

3. zur Bezahlung der oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. CHF 1'000.00 gemäss Art. 21 Abs. 1 
Bst. a VKD).

II.

Es sei A.________ im Sinne von Art. 67 Abs. 1 StGB für die Dauer von 5 Jahren zu verbieten, in 
Ausübung einer hauptberuflichen, nebenberuflichen oder organisierten ausserberuflichen Tätigkeit 
Vermögen eines anderen zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen.

III.

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. Die Entschädigungen für die amtliche Verteidigung von A.________ im oberinstanzlichen Verfah-
ren sei gerichtlich zu bestimmen.

2. Die beschlagnahmten Gegenstände seien als Beweismittel bei den Akten zu belassen.

4.3 Straf- und Zivilklägerin

MLaw W.________ beantragte anlässlich der Berufungsverhandlung für die Straf- 
und Zivilklägerin unter Verweis auf die Ausführungen der Generalstaatsanwalt-
schaft sinngemäss die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils mit entsprechen-
der Entschädigungsfolge (pag. 18 1179).

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochte-
nen Punkten (Art. 404 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; 
SR 312.0]). 

Durch den Berufungsrückzug von E.________ sind die ausschliesslich ihn betref-
fenden Punkte des Urteils in Rechtskraft erwachsen (Ziff. II., IV., teilweise V. und 
VI.2. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs). Diese bilden damit nicht mehr Ver-
fahrensgegenstand.

Der Beschuldigte hat das erstinstanzliche Urteil hingegen mit Ausnahme der Höhe 
der amtlichen Entschädigung von Rechtsanwalt L.________ (Ziff. III. des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs) vollumfänglich angefochten. Die Kammer hat somit 
das Urteil der Vorinstanz – soweit den Beschuldigten betreffend und mit genannter 
Ausnahme – gesamthaft neu zu beurteilen. Sie verfügt dabei über volle Kognition 
(Art. 398 Abs. 2 StPO). Die Höhe der amtlichen Entschädigung von Rechtsanwalt 

8

L.________ für das erstinstanzlichen Verfahren ist dagegen unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen.

Aufgrund der beschränkten Anschlussberufung der Generalstaatsanwaltschaft darf 
das Urteil gegen den Beschuldigten, soweit die Höhe einer allfällig auszusprechen-
den Strafe betreffend, auch zu dessen Nachteil abgeändert werden (Art. 391 Abs. 2 
StPO e contrario). Im Weiteren gelangt das Verschlechterungsverbot (Verbot der 
«reformatio in peius») zur Anwendung (Art. 391 Abs. 2 StPO).

II. Materielles

6. Grundsätze der Beweiswürdigung

Betreffend die allgemeinen Grundsätze der Beweiswürdigung kann auf die zutref-
fenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 18 521 f.; S. 52 f. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung).

7. Angeklagter, bestrittener und unbestrittener Sachverhalt sowie Vorbemer-
kungen zur Beweiswürdigung

Dem Beschuldigten wird in insgesamt sieben verschiedenen Ziffern der Anklage-
schrift vom 11. Juli 2022 (pag. 16 001 001 ff.) im Wesentlichen vorgeworfen, als 
Geschäftsführer der Straf- und Zivilklägerin (C.________ GmbH) diverse Transak-
tionen bzw. Vermögensdispositionen zu deren Nachteil vorgenommen zu haben. 

Namentlich soll er diversen dubiosen Personen hohe Geldsummen überwiesen 
oder Bar übergeben haben, dies in der Hoffnung, im Gegenzug Kredite in Millio-
nenhöhe erhältlich zu machen. Den Transaktionen sollen indessen keine schriftli-
chen Verträge, Übergabequittungen oder Vereinbarungen von Sicherheiten und 
somit weder eine adäquate Gegenleistung noch beweisgeeignete Urkunden zu-
grunde gelegen haben, die über den Rechtsgrund der Vermögensdispositionen 
Aufschluss gegeben hätten. Zudem hätten die erhofften Kredite dem Beschuldigten 
persönlich und nicht der Straf- und Zivilklägerin gewährt werden sollen. In einer 
weiteren Ziffer wird dem Beschuldigten vorgeworfen, Gelder von der C.________ 
GmbH auf sein eigenes Konto überwiesen und anschliessend – ohne ersichtlichen 
Grund – an unbekannte Personen im Ausland weitergeleitet zu haben. Schliesslich 
soll der Beschuldigte gemäss der letzten Anklageziffer mit Geldern der C.________ 
GmbH und wiederum ohne ersichtlichen Grund Rechnungen einer anderen GmbH 
bezahlt bzw. dieser diverse Geldbeträge überwiesen haben. Durch dieses Verhal-
ten soll der Beschuldigte in Verletzung seiner Pflichten als Geschäftsführer die 
Straf- und Zivilklägerin an deren Vermögen geschädigt haben.

In allgemeiner Weise kann vorweggenommen werden, dass die einzelnen Hand-
lungen bzw. Transaktionen des Beschuldigten selbst kaum bestritten und mittels 
objektiver Beweismittel weitestgehend belegt sind. Der Beschuldigte bzw. dessen 
Verteidigung machten denn auch vielmehr geltend, das Ehepaar G.________ sei 
über alles informiert gewesen bzw. habe Kenntnis von sämtlichen Finanztransakti-
onen gehabt. Ferner stellten sie sich auf den Standpunkt, diese seien durchwegs 
im Interesse des Ehepaars G.________ bzw. der C.________ GmbH gewesen.

9

Für die Klärung der bestrittenen und jede Anklageziffer betreffenden Beweisfragen 
ist es notwendig, zunächst einen allgemeinen Überblick über die Gesellschafts-
struktur der C.________ GmbH, die involvierten Charaktere und deren Beziehung 
zueinander bzw. die Beziehungsdynamik innerhalb des Umfelds der C.________ 
GmbH zu erörtern. Dies scheint nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund angezeigt, 
dass sämtliche Delikte, die dem Beschuldigten vorgeworfen werden, dieses Umfeld 
und damit zusammenhängende Geschäftsprozesse betreffen und insofern eng mit-
einander verknüpft sind bzw. in weiten Teilen aufeinander aufbauen. Entsprechend 
wird der Struktur der Vorinstanz folgend zunächst ein allgemeiner Überblick über 
die Person des Beschuldigten, über das Ehepaar G.________ sowie über deren 
Unternehmen und vorliegende Straf- und Zivilklägerin, die C.________ GmbH, ge-
währt, wie auch die Beziehung zwischen dem Beschuldigten und weiteren beteilig-
ten Personen sowie deren Rollen in der C.________ GmbH erörtert, bevor auf die 
konkreten Anklagevorwürfe eingegangen wird.

Ferner ist im Sinne einer Vorbemerkung festzuhalten, dass die Vorinstanz sowohl 
die allgemeine Beweiswürdigung wie auch die einzelnen Anklagepunkte umfas-
send, akribisch und weitgehend gleich wie die Kammer gewürdigt hat. Vor diesem 
Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass sich die Kammer der vorinstanzli-
chen Würdigung sowie deren Ergebnissen jeweils weitgehend anschliessen kann, 
werden die vorinstanzlichen Erwägungen der besseren Übersicht halber direkt in 
die nachfolgende Urteilsbegründung eingebunden. Zu diesen Erwägungen finden 
sich punktuell – teilweise in eckigen Klammern direkt in der zitierten Erwägung – 
Anmerkungen, Abweichungen, Ergänzungen oder Präzisierungen der Kammer. Die 
vorinstanzlichen Erwägungen werden dabei stets mit den originalen Hervorhebun-
gen und mit geringerer Schriftgrösse wiedergegeben.

In Übereinstimmung mit der Vorinstanz werden schliesslich die Akten des Vorver-
fahrens ohne Präfix zitiert (z.B. pag. 01 001 001), die Akten der Vorinstanz mit dem 
Präfix ‘WSG’ (z.B. pag. WSG 18 001) und die Akten des Berufungsverfahrens wie-
derum ohne Präfix (beginnend mit pag. 18 677 aufsteigend). 

8. Beweismittel

Die Vorinstanz hat sowohl vor dem allgemeinen Abschnitt ihrer Beweiswürdigung 
wie auch vor der Würdigung der einzelnen Anklagepunkte jeweils die relevanten 
Beweismittel bzw. die Aussagen der Beteiligten zusammenfassend wiedergege-
ben; darauf kann verwiesen werden. Auf eine (erneute) Zusammenfassung – auch 
der oberinstanzlich erhobenen Beweise (vgl. E. I.3 hiervor) – wird verzichtet. So-
weit sich (ergänzende) Bemerkungen zu den einzelnen Beweismitteln aufdrängen, 
erfolgen diese unmittelbar im Rahmen der nachfolgenden Beweiswürdigung.

10

9. Allgemeines zur C.________ GmbH und das 'X.________ (Produkt)-Umfeld' 
sowie zu den beiden Beschuldigten und ihre Beziehung zueinander

9.1. Ausgangslage: Ehepaar G.________, X.________ (Produkt) und C.________ 
GmbH

Q.________, Jahrgang ________, ist – wie die Vorinstanz ausführlich darlegte – 
gelernter Elektroingenieur HTL, der sich später der Heilkunde zugewandt und letzt-
lich das Produkt «X.________», angepriesen als Hochfrequenz-Therapiegerät für 
Schmerzbehandlung, entwickelt hat (vgl. auch ‹X.________ (Webseite)›, zuletzt 
besucht am 16. Juni 2025). Er ist Inhaber der immaterialgüterrechtlich geschützten 
Marke 'X.________' (vgl. die Datenbank des Eidgenössischen Instituts für Geisti-
ges Eigentum). Aus den Aussagen seiner Ehefrau G.________ ergibt sich, dass 
die X.________ (Produkt) eine vergoldete oder versilberte «Röhre» ist, die elektro-
nische, batteriebetriebene Teile enthält, und die äusserlich angewendet werden 
kann. Im angeklagten Deliktszeitraum bewegte sich der Kaufpreis der X.________ 
(Produkt) im Bereich von etwas über CHF 1'500.00 und CHF 2'000.00 (pag. 04 001 
351 ff.). 

Die X.________ (Produkt) wurde bis Ende 2016 über die bereits 1993 gegründete 
Y.________ AG vertrieben, in der Q.________ und G.________ die einzigen Ver-
waltungsräte waren. Q.________ und G.________ traten per 30. Januar 2017 aus 
dem Verwaltungsrat aus, wählten Z.________ (der im Jahr 2018 alle Aktien der 
Y.________ AG hielt) als neuen (einzigen) Verwaltungsrat der Y.________ AG und 
betrieben die Geschäfte im Zusammenhang mit der X.________ (Produkt) nun-
mehr über die C.________ GmbH weiter. Am 4. Juli 2018 wurde über die 
Y.________ AG der Konkurs eröffnet und am 16. November 2020 wurde sie aus 
dem Handelsregister gelöscht. Im Konkursverfahren wurden Forderungen von über 
CHF 4,92 Mio. kolloziert. Nach der Verwertung der sich dazumal im Eigentum der 
Y.________ AG befindenden Liegenschaft 'AO.________’ wurden Verlustscheine 
in der Höhe von rund CHF 2,9 Mio. ausgestellt. Die Steuerverwaltung des Kantons 
Bern verzeichnete einen Verlust in der Höhe von über CHF 1 Mio., die 
AA.________ AG einen solchen von rund CHF 1,5 Mio. (vgl. die edierten Konkurs-
akten der Y.________ AG pag. WSG 19 001 ff.). 

Die C.________ GmbH wurde ihrerseits am 15. März 2016 als AB.________ 
GmbH im Handelsregister eingetragen und am 19. Januar 2017 in C.________ 
GmbH umfirmiert. Zweck der C.________ GmbH war bzw. ist die «Herstellung und 
de[r] Vertrieb von Produkten im gesundheitlichen und medizinischen Bereich» (vgl. 
den Handelsregisterauszug der C.________ GmbH sowie pag. 04 001 004). Wie 
hiervor erwähnt, wurde der Vertrieb der X.________ (Produkt) im Laufe der Zeit 
von der finanziell angeschlagenen Y.________ AG auf die C.________ GmbH 
übertragen. Der Hauptabsatzmarkt für die X.________ (Produkt) war Deutschland, 
wobei die C.________ GmbH die Geräte praktisch ausschliesslich an die Unter-
nehmen AC.________ und AD.________ GmbH verkaufte (vgl. beispielhaft 
pag. 07 071 016 f., 07 072 036 ff.; vgl. auch die oberinstanzliche Aussage des Be-
schuldigten auf pag. 18 1156 Z. 13 f.). In der Schweiz wurden und werden die 
Geräte direkt an Endabnehmer verkauft, wobei Q.________ im In- und Ausland 

11

Seminare abhält und so einen Grossteil der Abnehmer findet (vgl. beispielhaft 
pag. 07 175 011, 07 175 114, 07 175 221, die Aussagen von Q.________ sowie 
‹X.________ (Website)› und das Organigramm auf pag. 07 056 002).

Die Stammanteile an der C.________ GmbH hielt zunächst (ab der Umfirmierung 
am 19. Januar 2021) die am 21. September 2016 gegründete AE.________ GmbH, 
deren eingetragene Gesellschafter ursprünglich Q.________ und G.________ wa-
ren. Nachdem Q.________ am 5. Januar 2017 aus der Gesellschaft ausgeschie-
den war, hielt G.________ sämtliche Stammanteile an der AE.________ GmbH. 
Der Zweck der AE.________ GmbH war die Vermittlung von Liegenschaften, 
Schätzungen und Expertisen sowie weitere Dienstleistungen im Immobilienbereich. 
Am 21. August 2019, sprich gegen Ende des vorliegend relevanten Deliktszeit-
raums, schied die AE.________ GmbH aus der C.________ GmbH aus und 
G.________ sowie Q.________ übernahmen je 67 Stammanteile à CHF 100.00, 
AG.________ (der Bruder von Q.________) die restlichen 66 Stammanteile. Zum 
Hintergrund dieses Geschäftskonstrukts erwog die Vorinstanz das Folgende 
(pag. WSG 18 525; S. 56 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Fest steht, dass spätestens seit Anfang 2017 absehbar war, dass die AA.________ AG die Hypo-
thek auf der Liegenschaft 'AO.________’, welche der Y.________ AG gehörte, künden würde, so 
dass die Übernahme der Geschäfte der Y.________ AG durch die C.________ GmbH zweifellos 
einen Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Y.________ AG hatte. Die 
C.________ GmbH wurde nicht neu gegründet, sondern es wurde eine bestehende Gesellschaft 
übernommen und umfirmiert. Die Stammanteile der C.________ GmbH wurden nicht direkt durch 
G.________ gehalten, sondern bis zum Einstieg von AG.________ Ende August 2019 durch die 
AE.________ GmbH. An dieser wiederum hielt G.________ ab dem 5. Januar 2017 sämtliche 
Stammanteile. G.________ war nicht in der Lage zu erklären, warum man überhaupt eine weitere 
GmbH benötigte, statt die X.________ direkt über die AE.________ GmbH zu vertreiben. Auch wird 
aus den Aussagen nicht klar, ob dieses Konstrukt auf die Initiative von A.________, der schon 2016 
für die Y.________ AG tätig gewesen war (vgl. dazu die Rechnung vom 13. Juli 2016 [ausgestellt 
von der Einzelunternehmung des Beschuldigten AI.________ für «Arbeiten in Zusammenhang mit 
dem X.________», pag. 04 103 003 ff.]), zurückzuführen ist. Denkbar ist ebenso, dass es, wie von 
A.________ behauptet, Z.________ war, welcher dem Ehepaar G.________ nahelegte, so vorzu-
gehen. Denkbar ist aber auch, dass es, wie von G.________ angedeutet, G.________ selbst waren, 
welche die AE.________ GmbH als Muttergesellschaft ins Spiel brachten. Das Gericht lässt den 
Sinn bzw. den Ursprung dieses Konstrukts offen. Für die rechtliche Würdigung ist jedoch der Um-
stand, dass die C.________ GmbH praktisch während der ganzen angeklagten Deliktszeit im Eigen-
tum einer weiteren GmbH stand, die ihrerseits wiederum von einer einzigen Person, nämlich 
G.________, gehalten wurde, durchaus von Bedeutung. Darauf wird zurückzukommen sein.

Die Kammer schliesst sich dieser vorinstanzlichen Schlussfolgerung an. Auch ihr 
erschliesst sich der Sinn des Konstrukts nicht. Entscheidend ist letztlich die wirt-
schaftliche Betrachtung, die sich durch das Zwischenschalten einer (Mutter-)Ge-
sellschaft nicht ändert. Fakt ist, dass die C.________ GmbH für den Grossteil des 
Deliktszeitraums im Alleineigentum der AE.________ GmbH stand, die ihrerseits 
einzig von G.________ gehalten wurde.

Der Beschuldigte wurde seinerseits am 11. Januar 2017 ins Handelsregister der 
C.________ GmbH eingetragen, dies als Geschäftsführer mit Einzelunterschrift. 
Gleichzeitig erhielt G.________ ihrerseits Einzelzeichnungsberechtigung ohne 

12

Funktionen (vgl. auch das Protokoll der ausserordentlichen Gesellschafterver-
sammlung vom 11. Januar 2017 auf pag. 04 002 642 f., welche vom Beschuldigten 
geleitet wurde). Am 12. November 2019 und mithin kurz vor der eingereichten 
Strafanzeige wurde der Beschuldigte schliesslich wieder aus dem Handelsregister 
gelöscht. Neu wurden Q.________ und G.________ mit Einzelzeichnungsberechti-
gung eingetragen (wobei G.________ ihre Einzelzeichnungsberechtigung behielt, 
vgl. hierzu auch pag. 04 002 644). 

Weitere Einzelheiten über die C.________ GmbH sind sodann der erstinstanzli-
chen Urteilsbegründung auf S. 56 f. (pag. WSG 18 525 f.) zu entnehmen:

Die C.________ GmbH beschäftigt(e) mehrere (Teilzeit-)Angestellte, zum einen in der Administrati-
on, zum anderen für die Endmontage und den Versand der X.________. Sie hatte über Jahre hin-
weg die gleichen Mitarbeitenden, bezahlte diesen recht gute Löhne, berechnete die Sozialversiche-
rungsabgaben ordentlich und lieferte diese ab, war diesbezüglich also ein ordentlich geführtes klei-
nes Unternehmen. Dass hingegen auf die Buchhaltungen und Abschlüsse der Jahre 2017 und 2018 
nicht vollumfänglich abgestellt werden kann, ergibt sich aus den in der Anklageschrift aufgeführten 
Sachverhalten, den […] Aussagen E.________ sowie den Aussagen von AJ.________. Aus den 
vollständig in den Akten vorhandenen Bankauszügen der C.________ GmbH geht hervor, dass die-
se jährlich mehrere hunderttausend Franken Umsatz erzielen konnte und wesentlich mehr einnahm, 
als sie ihren Lieferanten bezahlen musste, grundsätzlich folglich ein erfolgreiches Unternehmen 
war. Umsatz und Ertrag nahmen 2018 gegenüber 2017 zweifellos zu, wenn auch wohl nicht im von 
A.________ behaupteten Umfang. Auch lässt sich nicht klären, inwieweit die Umsatz- und Ertrags-
steigerung dessen Verdienst war. Mindestens in dubio pro reo ist A.________ jedoch zugute zu hal-
ten, dass die C.________ GmbH in den Jahren seiner Tätigkeit als Geschäftsführer grundsätzlich 
erfolgreich tätig war. Es sei dazu auch auf die Aussagen von AJ.________ verwiesen, der zutref-
fend angab, wenn nicht Geld für die dubiosen Darlehensgeschäfte aus der C.________ GmbH ab-
geflossen wäre, hätten die offenen Rechnungen auch ohne Geldeinschüsse von AK.________ pro-
blemlos bezahlt werden können.

Dass sich nicht klären lässt, inwieweit die Umsatz- und Ertragssteigerung der Ver-
dienst des Beschuldigten war, ist zwar korrekt, spielt indes bei den vorliegend zu 
beurteilenden Anklagepunkten, welche spezifische Handlungen zum Nachteil der 
C.________ GmbH zum Inhalt haben, letztlich keine Rolle, vermag doch ein Han-
deln des Beschuldigten im Interesse der Gesellschaft bzw. das Sich-Einsetzen für 
mehr Umsatz und Gewinn allfälliges strafbares Verhalten nicht zu rechtfertigen 
bzw. zu kompensieren. Ferner ist festzuhalten, dass die hohen Umsätze und Ge-
winne es dem Beschuldigten überhaupt erst ermöglichten, die inkriminierten Ge-
schäfte einzugehen und namentlich hohe Vorleistungen für leere Versprechungen 
auf Kosten der C.________ GmbH zu tätigen.

Wie die Vorinstanz sodann zu Recht festgehalten hat, erscheint nach dem Gesag-
ten durchaus zutreffend, wenn sich Q.________ selbst als «Urkern» der 
C.________ GmbH bezeichnet, obwohl er keine formelle Rolle in dieser innehatte. 
Dies im Gegensatz zur Y.________ AG, in der er Verwaltungsrat war. Q.________ 
ist der Erfinder und das ‘öffentliche Gesicht' des von der C.________ GmbH ver-
triebenen Produkts X.________.

Seine Frau G.________, Jahrgang ________, war – wie bereits erwähnt – im an-
geklagten Deliktszeitraum in der C.________ GmbH nebst dem Beschuldigten ein-
zelzeichnungsberechtigt und hielt sämtliche Stammanteile an der AE.________ 

13

GmbH, der Muttergesellschaft der C.________ GmbH. Zu ihrer Person ergibt sich 
aus der erstinstanzlichen Urteilsbegründung, S. 54, im Wesentlichen was folgt 
(pag. WSG 18 523):

[G.________] war früher eine bekannte ________ (Beruf). […] An der erstinstanzlichen Hauptver-
handlung gab sie ausserdem an, eine Handelsschule gemacht und eine Schauspiel- und Musikaus-
bildung absolviert zu haben. Sie bezeichnete ihre Buchhaltungskenntnisse als "dürftig". Das Gericht 
erachtet es gestützt auf ihre Aussagen wie auch die der übrigen Befragten als erwiesen, dass sie 
weder eine Ahnung von Buchhaltung noch eine solche von der Führung eines Geschäfts mit mehre-
ren hunderttausend Franken Umsatz hat. So sagte auch E.________ aus, der Sachverstand von 
G.________ punkto Buchhaltung sei "Null" [pag. 05 011 007 Z. 198]; AJ.________ gab in seiner 
Einvernahme zu Protokoll, die buchhalterischen Kenntnisse von G.________ und Q.________ sei-
en nicht so gut, bei der Buchhaltung müsse man "ihnen beiden beistehen, sie sind beide dort nicht 
sehr versiert" [pag. 05 105 005 Z. 187 ff: «[...] sie [G.________] kennt die Buchhaltung nicht von der 
gleichen Seite wie eben Herr A.________ oder jemand, der die Buchhaltung täglich anschaut. Sie 
hat sicher nicht die gleichen Kenntnisse über Buchhaltung und Budget, das muss man ihr anders 
erklären, damit sie versteht, worum es geht»]. Illustrativ ist auch die Antwort G.________ auf die 
Frage an der Hauptverhandlung, wie sie ihre Fähigkeiten zur Führung eines Unternehmens ein-
schätze: "Ich würde schauen, dass die Angestellten korrekt behandelt werden, dass man schaut, 
wer welche Fähigkeiten hat, und dass man gut zusammen auskommen kann". Sie wirkt in ihren 
Aussagen und den in den Akten vorhandenen WhatsApp-Unterhaltungen (vgl. etwa pag. 05 501 
014 ff., 05 501 037 ff.) eher naiv und vertrauensselig, vermittelnd zwischen ihrem dominanten (und 
häufig abwesenden, vgl. etwa pag. 05 501 125 ff., 05 501 155) Mann und dem ähnlich dominanten 
A.________. Sie hinterfragte grundsätzlich wenig von dem, was ihr erzählt wurde. Auch 
Q.________ fehlt im Übrigen eine betriebswirtschaftliche Ausbildung. […] 

Mit der Vorinstanz hält auch die Kammer bereits an dieser Stelle beweiswürdigend 
fest, dass es dem Ehepaar G.________ am nötigen Wissen (und in Bezug auf 
Q.________ am nötigen Interesse) fehlte, um die Tätigkeiten des Beschuldigten 
und von E.________ beaufsichtigen zu können. Das Ehepaar bzw. G.________ 
wurde zwar von A.________ teilweise bzw. regelmässig in allgemeiner Art und 
Weise über die von ihm getroffenen finanziellen Entscheidungen der C.________ 
GmbH informiert (vgl. ausführlich insbesondere E. 9.5 hiernach). Sie verfügte(n) je-
doch über keine ausreichenden Finanz- und Buchhaltungskenntnisse, um die An-
gaben und Vorkehrungen kritisch zu prüfen und zu hinterfragen. Dies anerkannte 
auch G.________ selbst, führte sie doch auf die Frage nach ihren Buchhaltungs-
kenntnissen und -fähigkeiten im Deliktszeitraum aus, sie sei nicht Buchhalterin und 
auch nicht geschult, und sei davon ausgegangen, dass, wenn sie einen Buchhalter 
und Treuhänder habe, dieser zu 100% alles richtig mache (pag. 05 101 006 Z. 183 
ff.). Das fehlende Wissen in hier relevanten Belangen (Gesellschaftsrecht, Ge-
schäftsführung, Buchhaltung, Finanzen, etc.) kommt auch in diversen weiteren 
Aussagen von G.________ zum Ausdruck. So konnte sie etwa nicht genau sagen, 
wie aus der AB.________ GmbH die C.________ GmbH wurde (Umfirmierung, 
Mantelgesellschaft; pag. 05 100 002 Z. 31 f.) und weshalb ein Firmenkonstrukt mit 
Tochter-GmbH gewählt wurde (AE.________ GmbH und C.________ GmbH; pag. 
05 101 003 Z. 76). Auch konnte sie keine Angaben zum Umsatz machen («Mit 
Zahlen tue ich mich immer etwas schwer. Ich möchte nichts Falsches sagen, das 
könnte man in der Buchhaltung nachschauen», pag. 05 100 003 Z. 70 f.) und nicht 
sagen, was für ein Arbeitsverhältnis mit dem Beschuldigten bestand oder im Ein-

14

zelnen vereinbart worden war («Wir haben nie einen Vertrag gemacht, er hatte 
aber auch nie einen Lohn. Er hatte aber regelmässig monatlich wie Spesen ver-
langt oder genommen. Aber das ist alles registriert. Wir hatten nie einen Vertrag 
über z.B. 10'000.- oder 5'000.- im Monat oder so», pag. 05 100 005 Z. 168 ff.). Fer-
ner liess sich G.________ offenbar selbst bei gesellschaftsfremden Zahlungen von 
der Erforderlichkeit/Sinnhaftigkeit der Zahlung überzeugen («Das hatte aber rein 
gar nichts mit uns zu tun. Er hat das mit dem Buchhalter so abgesprochen, aus 
steuerlichen Gründen oder so, damit er keinen Lohnausweis brauche», pag. 05 100 
005 Z. 195 ff.) und unterliess eine eigene Kontrolle der Tätigkeiten ihrer Mitarbeiter 
(«Ich schaue nicht regelmässig die Konten an, ich denke, dass unsere Leute das 
schon richtig machen», pag. 05 100 006 Z. 225 f.). Von fehlender Kompetenz in 
gesellschaftsrechtlichen Belangen zeugt auch der Umstand, dass G.________ 
nicht sagen konnte, ob die AE.________ GmbH (d.h. indirekt sie) die Jahresrech-
nung der C.________ GmH kontrolliert und formell genehmigt sowie die Decharge 
erteilt hat (pag. 05 101 007 Z. 210 und 215 f.; was darauf schliessen lässt, dass ihr 
nicht einmal bewusst war, dass sie dies hätte tun müssen). Bezeichnend ist 
schliesslich die wiederholt getätigte Aussage von G.________, wonach der Be-
schuldigte erklärt habe, ‘AV.________’ könne einen grösseren Geldbetrag «gene-
rieren» (pag. 18 1144 Z. 33 ff.), womit sie sich offenbar zufriedengab.

Zum anderen – und dies ist in rechtlicher Hinsicht relevant – fehlte es Q.________ 
und G.________ an der nötigen (transparenten) Informationsdichte, um die Trag-
weite der Handlungen des Beschuldigten und das von ihm eingegangene Ge-
schäftsrisiko zu erkennen. Dieser Punkt wird in E. 9.5. hiernach eingehend erörtert.

Diese Umstände führten dazu, dass der Beschuldigte durch den sowohl fachlichen 
wie auch konkreten Wissensvorsprung in der C.________ GmbH bzw. mit deren 
Geldern tun konnte, was er wollte, und steuern konnte, welche Informationen 
G.________ und Q.________ in welcher Form erhalten und welche Schlüsse sie 
daraus ziehen sollten (vgl. eingehend E. 9.5. hiernach). 

9.2. Die weiteren Problemfelder: 'AO.________ (Liegenschaft)’ / AP.________ (Liegen-
schaft) 9 und 11 in J.________(Ort) / Liegenschaft in AL.________(Ort) / Steuer-
schulden

Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, machte der Beschuldigte in seinen Einver-
nahmen und Eingaben wiederholt geltend, er habe Geld auftreiben müssen für den 
'AO.________ (Liegenschaft)’, die AP.________ (Liegenschaft) in J.________(Ort), 
das Elternhaus von Q.________ in AL.________(Ort) und für die Begleichung der 
Steuerschulden der G.________ (vgl. etwa pag. 04 100 004 ff., 07 056 029 ff.). 
Oberinstanzlich brachte er die Geldbeschaffung in erster Linie mit dem 
‘AO.________ (Liegenschaft)’ sowie teilweise mit der ‘AP.________ (Liegenschaft) 
in Verbindung. Diese beiden Immobilien wiesen zumindest indirekt tatsächlich ei-
nen gewissen Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der C.________ GmbH 
auf (pag. WSG 18 526 ff.; S. 57 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Zum besseren Verständnis der Aussagen bzw. zur Würdigung der Behauptungen A.________, 
warum er die Mittel der C.________ GmbH in der angeklagten Art ausgegeben habe, ist nachfol-
gend kurz auf die genannten Liegenschaften und die Steuerschulden einzugehen.

15

Zum 'AO.________ (Liegenschaft)’: Die Y.________ AG kaufte die Liegenschaft Gbbl.-
Nr. ________ in der Gemeinde K.________(Ort) (ein kleines Dorf im Berner Seeland in der Nähe 
von AN.________(Ort)) per 1. September 2010 von einer Erbengemeinschaft für nur 
CHF 510'000.00 (vgl. den Grundbuchauszug auf pag. 07 455 001 ff. bzw. den Kaufvertrag auf pag. 
WSG 19 053 ff.). Wie sich aus Dokumenten in den Nebenakten ergibt, befand sich auf dem Grunds-
tück seit 1893 eine Gastwirtschaft namens 'AO.________’. Daher sprechen sämtliche Beteiligte im-
mer nur vom 'AO.________ (Liegenschaft)’. Q.________ beabsichtigte, aus dem eher einfachen 
Restaurant ein Zentrum mit Hotelzimmern, Seminarräumen, gehobener Gastronomie und einer Piz-
zeria zu machen (vgl. etwa die Auflistung der Investitionskosten auf pag. 07 056 086). Wie sich aus 
dem […] Schreiben der AA.________ AG ergibt, wurde 2012 mit dem Umbau begonnen, wobei die 
Bank eine Hypothek von total CHF 3,3 Mio. gewährt hatte. Es fehlten jedoch massiv Mittel, um den 
Umbau fertigstellen zu können. Insbesondere konnte keine neue Lüftung eingebaut werden, wes-
halb auch das Restaurant nicht in Betrieb genommen werden konnte. Die AA.________ AG kündig-
te Mitte 2017 die Hypothek, nach dem Konkurs der Y.________ AG wurde der 'AO.________’ 
schliesslich 2019 zwangsversteigert. […] A.________ behauptete stets, der 'AO.________’ sei das 
'Herzensprojekt' Q.________s gewesen, es sei immer darum gegangen, diesen für Q.________ zu 
'retten' (vgl. pag. 04 100 004 f.). Q.________ wurde bei seiner Einvernahme nicht nach der Bedeu-
tung des 'AO.________’ für ihn gefragt. Er behauptete einfach – fälschlicherweise –, wenn 
A.________ nicht gewesen wäre, hätten sie den 'AO.________’ noch. G.________ bestätigte an 
der Hauptverhandlung die Bedeutung des 'AO.________’, der ihnen ans Herz gewachsen sei, für 
sie und ihren Mann, und zwar auch in der Zeit von 2017 bis 2019. Die 'Rettung' des 'AO.________’ 
war tatsächlich immer wieder Gegenstand von Gesprächen und WhatsApp-Korrespondenzen zwi-
schen A.________ und G.________. Auch bestand insofern eine Verbindung zur C.________ 
GmbH, als dass dieser die Nutzniessung am 'AO.________’ eingeräumt worden war, sie im Gegen-
zug jedoch den Unterhalt sicherzustellen hatte (vgl. pag. WSG 18 107 ff.). Dies ergab indes be-
triebswirtschaftlich keinen Sinn, da praktisch die ganze Geschäftstätigkeit der C.________ GmbH 
vom 52 km entfernten J.________(Ort) aus erfolgte (vgl. die entsprechende Aussage G.________ 
G.________). Objektiv betrachtet waren die 'Rettungsversuche' für den 'AO.________’ daher nicht 
im Interesse der C.________ GmbH.

G.________ bestätigte oberinstanzlich, dass der ‘AO.________ (Liegenschaft)’ 
insbesondere ihrem Mann am Herzen gelegen habe und man im ‘AO.________ 
(Liegenschaft)’ Seminare, Tagungen und Kurse für die C.________ GmbH hätte 
durchführen wollen (pag. 18 1151 Z. 7 und 14).

Zur AP.________ (Liegenschaften) 9 und 11: Das Ehepaar G.________ kaufte schon 1980 ein 
Grundstück in der Gemeinde J.________(Ort), einer kleinen Gemeinde im Amtsbezirk 
I.________(Ort). Der Kaufpreis betrug rund CHF 120'000.00. 2013 kaufte es die Nachbarliegen-
schaft für CHF 500'000.00 dazu, heute tragen die Grundstücke die Bezeichnungen AP.________ 9 
und 11 (vgl. zum Ganzen pag. WSG 18 167 ff.). Das Ehepaar wohnt in der AP.________ (Liegen-
schaft), dort befinden sich auch die Produktionsstätte und die Büros der C.________ GmbH. For-
mell hatte die C.________ GmbH ihren Sitz bis Anfang 2020 in AH.________(Ort) im 'AO.________ 
(Liegenschaft)’, faktisch wurde jedoch praktisch nur in AM.________ (Ort) gearbeitet und fanden 
auch alle Besprechungen zwischen A.________ und G.________ dort statt, was sich sowohl aus 
den Aussagen wie auch aus den vielen WhatsApp-Nachrichten (vgl. beispielsweise pag. 05 501 
040, 05 501 112) ergibt. Offenbar konnte mangels finanzieller Mittel der Bau des Mehrfamilienhau-
ses auf dem Grundstück AP.________ zunächst nicht fertiggestellt werden. Details dazu ergeben 
sich aus den Akten nicht. Einzig aus WhatsApp- und E-Mail-Korrespondenzen mit den Käufern einer 
der Wohnungen, dem Ehepaar AQ.________ (welches die Stockwerkeigentumseinheit im Septem-
ber 2019 an AG.________ verkaufte, vgl. pag. WSG 18 184 ff.), und einer Mieterin, sowie aus di-
versen WhatsApp-Nachrichten zwischen G.________ und A.________ beispielsweise betreffend 

16

nicht funktionierender Heizung, nicht erscheinender Arbeiter etc. ist ersichtlich, dass die Probleme 
recht massiv waren (vgl. z.B. pag. 05 501 044 ff., 05 501 059, 05 501 099, 05 501 103 ff., 05 502 
095, WSG 18 276 ff.). Ob die Behauptung von A.________, er habe dafür gesorgt, dass ausstehen-
de Handwerkerrechnungen bezahlt werden konnten [so implizit auch oberinstanzlich, etwa pag. 18 
1157 Z. 31 f.], zutreffend ist, ist aus den Akten nicht direkt ersichtlich, in dubio pro reo ist davon 
auszugehen, dass dem so war. Denn dass sich G.________ oft hilfesuchend an A.________ wand-
te, wenn es im AM.________(Ort) Ärger gab, ist aufgrund der soeben zitierten WhatsApp-
Korrespondenz erstellt (vgl. illustrativ überdies pag. 05 501 111 oder die WhatsApp-Nachricht von 
G.________ an A.________ vom 19. März 2018, "Für Y.________ (AG) AP.________ (Liegen-
schaft) 9 ist ein eingeschr Brief vom Handeslreg amt bern gekommen, Pöstler wartet, dollen wir ihn 
snnehmen? Er kann ihn nichr zurücknehmen. Sollen wir verweigern???", auf pag. 05 502 032.

Letzten Endes spielt es keine Rolle, ob dank der Bemühungen des Beschuldigten 
ausstehende Handwerkerrechnungen bezahlt werden konnten. Dem Beschuldigten 
werden andere Handlungen zur Last gelegt, welche nicht durch anderweitige Hand-
lungen zu Gunsten der geschädigten Gesellschaft und deren Gesellschafter kom-
pensiert werden können bzw. rechtmässig werden. Die von der Vorinstanz zitierte 
Nachricht von G.________ an den Beschuldigten bezüglich des eingeschriebenen 
Briefs des Handelsregisteramts zeigt im Übrigen wiederum ihre Abhängigkeit bzw. 
ihr blindes Vertrauen in den Beschuldigten hinsichtlich finanzieller, strategischer 
und rechtlicher Belange.

Das Elternhaus von Q.________ steht in AL.________(Ort) im Kanton AR.________, einer kleinen 
Gemeinde mit rund 800 Einwohnern am Fuss des AS.________ (Bern). Nach dem Tod seines Va-
ters übernahm Q.________ das Elternhaus zu Alleineigentum, wobei sein Bruder AG.________ und 
seine Mutter AT.________ ein Vorkaufsrecht und seine Mutter zusätzlich ein Wohnrecht erhielten. 
Auf dem Grundstück lastete eine Hypothek von CHF 565'500.00, Gläubigerin war wie beim 
'AO.________ (Liegenschaft)’ die AA.________ AG. Mit Kaufvertrag vom 6. April 2018 verkaufte 
Q.________ das Grundstück an die AU.________ GmbH, handelnd durch E.________, zum Preis 
von CHF 950'000.00, wobei der Kaufpreis abzüglich der Hypothek gemäss separater Vereinbarung 
zu zahlen gewesen wäre und nie floss (vgl. pag. 07 453 001 ff., 05 011 025, WSG 18 117). Inwie-
weit es vor dem Abschluss dieses Vertrags Bemühungen seitens A.________, E.________ oder 
Dritten gab, die Hypothek abzulösen, ergibt sich aus den Akten nicht. Zutreffend ist aber die Aussa-
ge A.________s, auch diesbezüglich habe Q.________ finanzielle Probleme gehabt, für die er und 
E.________ eine Lösung hätten finden sollen und schliesslich auch gefunden hätten (vgl. pag. WSG 
18 117, 05 100 016). Nebst der Strafanzeige gegen A.________ und E.________ strebte 
Q.________, vertreten auch dort durch Rechtsanwalt D.________, gegen die AU.________ GmbH 
vor dem Richteramt AR.________(Kreis) einen Prozess um Rückabwicklung des Grundstückkauf-
vertrags an, der in [einem] Vergleich endete (vgl. die Klage auf pag. WSG 18 114 ff.). Der Vergleich 
wurde nach Aussage von E.________ nicht abschliessend vollzogen; Q.________ bezahlte die 
CHF 100'000.00 nicht und die AU.________ GmbH ist mittlerweile Konkurs (vgl. pag. WSG 18 387).

Dass das Ehepaar G.________ tatsächlich massive Steuerschulden hatte, ergibt sich aus den […] 
von Rechtsanwalt D.________ eingereichten Unterlagen, sowie aus den Aussagen G.________. 
Die Ursachen dafür gehen aus den Akten nicht klar hervor. Das Ehepaar G.________ versuchte die 
Schuld dafür teilweise E.________ in die Schuhe zu schieben (vgl. pag. 04 301 002), doch ange-
sichts der enormen Ausstände dürfte die Ursache kaum nur in schlecht ausgefüllten Steuerer-
klärungen zu suchen sein. Aus den mündlichen Angaben der Steuerverwaltung ist zu schliessen, 
dass diese seit Jahren offene Veranlagungen des Ehepaars G.________ zu bearbeiten versucht 
und von "komplexen Verhältnissen" ausgeht. Es kann nicht Ziel dieses Verfahrens sein, diese steu-
erlichen Hintergründe zu 'entwirren', sondern es bleibt lediglich festzustellen, dass, wie von 

17

A.________ ausgesagt, die Steuerausstände enorm waren (pag. 05 001 003 Z. 61 ff.) und, wie 
ebenfalls von ihm angegeben (pag. 04 100 004), monatlich CHF 10'000.00 aus der C.________ 
GmbH an die Steuerverwaltung abflossen. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl das Ehepaar G.________ privat als auch die von 
ihm geführte Y.________ AG massive finanzielle Probleme hatte, als A.________ Anfang 2017 zum 
Geschäftsführer der C.________ GmbH gemacht wurde.

Dieser Schlussfolgerung schliesst sich die Kammer an.

An dieser Stelle ist auf das oberinstanzlich vorgebrachte Hauptargument des Be-
schuldigten einzugehen, wonach das Ganze nie passiert wäre, wenn er bereits 
damals von der bankseitigen Kündigung der Hypothek für den ‘AO.________ (Lie-
genschaft)’ gewusst hätte (pag. 18 1155 Z. 31 f.; pag. 18 1161 Z. 21 ff.; pag. 18 11 
66 Z. 15). Die AA.________ (Bank) habe 3 Monate nach seiner Tätigkeitsaufnah-
me bei der C.________ GmbH die Hypothek für den ‘AO.________ (Liegenschaft)’ 
mit Schreiben vom 12. Juni 2017 gekündigt. Dieses Schreiben habe er erst im Sep-
tember bzw. Anfang Oktober 2022 über seinen Anwalt erhalten. Hätte er dieses 
vorher gehabt, hätte er keine Kredite für den ‘AO.________ (Liegenschaft)’ einzu-
holen versucht, sondern sich ausschliesslich auf die C.________ GmbH konzen-
triert (pag. 18 1161 Z. 21 ff.). Er hätte gesehen, dass das Ganze nicht mehr finan-
zierbar wäre und hätte niemandem Geld geben müssen (pag. 18 1170 Z. 6 ff.). Er 
sei in die Irre geführt worden (pag. 18 1173 Z. 15 f.). Dem ist entgegenzuhalten, 
dass der Beschuldigte die Kündigung der Hypothek einerseits bereits in seiner Stel-
lungnahme vom 15. Mai 2020 erwähnte, in welcher er retrospektiv seine Gründe für 
die Kreditaufnahme darlegte, und mithin die gekündigte Hypothek als im Aus-
gangszeitpunkt (Jahre 2017 und 2018) für die Kreditbeschaffung mitursächlich er-
klärte (pag. 04 100 004). Andererseits gab der Beschuldigte anlässlich seiner poli-
zeilichen Einvernahme vom 6. Mai 2020 zu Protokoll, er habe im 2017/2018 ver-
sucht, die Finanzierung des ‘AO.________ (Liegenschaft)’ zu ermöglichen, weil 
damals eine Betreibung der Bank über CHF 3,5 Mio. reingekommen sei, «weil die 
Hypothek gekündigt wurde» (pag. 05 001 004 Z. 103 ff.). Es finden sich weitere 
solche Aussagen in den Akten, die selbiges belegen (etwa pag. 05 001 010 Z. 431, 
Aussage vom 6. Mai 2020: «[…] da es um die Finanzierung des AO.________ 
(Liegenschaft)’ ging, als G.________ die Hypothek gekündigt worden ist.»). Nicht 
nur ist damit widerlegt, dass der Beschuldigte erst im September/Oktober 2022 
Kenntnis von der Kündigung der Hypothek erlangt hat. Vielmehr ergibt sich aus den 
genannten Aktenstellen zugleich, dass gerade die Kündigung der Hypothek den 
Beschuldigten dazu veranlasste, die vorliegend zu beurteilenden Kredite beschaf-
fen zu wollen.

9.3. Zur Person des Beschuldigten

Zum Beschuldigten erwog die Vorinstanz – soweit vorliegend von Relevanz – was 
folgt (pag. WSG 18 528 ff.; S. 59 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Die wirtschaftlichen Verhältnisse des zum Urteilszeitpunkt knapp 69 Jahre alten A.________ waren 
schon 2017 katastrophal: Er hatte keine feste Anstellung, wies Verlustscheine in Millionenhöhe auf 
und musste seit Jahren regelmässig von seinem Bruder und E.________ unterstützt werden, um 
seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie bestreiten zu können (vgl. Nebenaktenordner Ass.-

18

Nr. 2042, pag. 228 ff. und 422; Hauptakten, pag. 07 405 001 ff., 10 003 010 ff. und WSG 18 333 
Z. 51 ff.). […] Der Eindruck Q.________s, A.________ habe seit Beginn seiner Tätigkeit als Ge-
schäftsführer der C.________ GmbH die Absicht gehabt, ihn auszubooten und die C.________ 
GmbH bzw. X.________ an sich zu reissen, dürfte nicht ganz falsch gewesen sein (vgl. dazu u.a. 
den sichergestellten Entwurf für einen Vertrag zur Abtretung der Stammanteile der C.________ 
GmbH an A.________ im Nebenaktenordner Ass.-Nr. 2041, pag. 154). In der naiven G.________ 
fand A.________ das perfekte 'Opfer', das ihm das Ruder bedenkenlos überliess und ihn in der 
C.________ GmbH nach Belieben schalten und walten liess. […] Das Gericht erhielt an der Haupt-
verhandlung den Eindruck, A.________ wäre gerne der grosse CEO gewesen, gerne ebenso erfolg-
reich wie sein Bruder AK.________, und dass ihm dazu jedes Mittel recht gewesen war. Ohne die 
Beweiswürdigung und rechtliche Würdigung zu den einzelnen angeklagten Sachverhalten vorweg-
zunehmen, kommt das Gericht zum Schluss, dass A.________ nicht das naive Opfer von 
'AV.________’, AW.________ oder AX.________ war […]:

- Zunächst einmal war A.________ vor dem Konkurs seines eigenen Unternehmens, der 
AY.________ AG, ein relativ erfahrener, recht gut ausgebildeter Geschäftsmann, der eigentlich 
genau weiss, dass man bei seriösen Geschäften nicht Geld vorausbezahlen muss, bevor man 
Geld bekommt (vgl. pag. WSG 18 346). Bezeichnend dazu war die Aussage von AK.________ 
an der Hauptverhandlung: "Es ist nie gut, wenn ich Geld gebe, um Geld zu bekommen", was 
er auch seinem Bruder gesagt haben wird (pag. WSG 18 337).

- Hinzu kommt, dass A.________ schon seit mindestens dem Jahr 2000 wiederholt in solch du-
biose Finanzgeschäfte verwickelt war und hunderttausende von Franken an Dritte übergeben 
hatte, ohne so je an das grosse Geld zu gelangen. Es wurden deshalb gegen ihn bereits meh-
rere Strafverfahren geführt (vgl. dazu pag. WSG 18 035/1). A.________ wusste genau, dass er 
sich mit 'AV.________’, AW.________ und AX.________ mit höchst zweifelhaften Gestalten 
einliess, dass es nicht um seriöse Geschäfte gehen konnte. Wären die Darlehenszusagen se-
riös gewesen, dann gäbe es nachvollziehbare Verträge, hätte es keiner Bargeldübergaben be-
durft, hätte keine 'Offshore AG' gegründet werden müssen etc. […].

- Entscheidend gegen die (reine, denn in gewissem Sinne kroch er 'AV.________’, 
AW.________ und AX.________ natürlich tatsächlich auf den Leim […]) Opferrolle 
A.________ spricht, dass er fremdes Geld, nämlich das der C.________ GmbH, einsetzte, um 
eigenes Geld zu erhalten: Der Kredit der AZ.________ (Gesellschaft) ('AV.________’) sollte 
an die ihm gehörende M.________ AG gehen, die Gelder von AX.________ direkt an ihn pri-
vat. 

Festzuhalten ist aber auch, dass A.________ für die C.________ GmbH tatsächlich arbeitete. So-
wohl aus den Aussagen von G.________ und von AJ.________ wie auch aus den vorhandenen Ak-
ten ergibt sich, dass er sich um Umsatzsteigerungen kümmerte, mit Lieferanten Kontakt hatte, es 
ihm tatsächlich wie von ihm ausgesagt gelang, das 'Swiss Label' zu erhalten oder zumindest zu hal-
ten (ein von einem privaten Verein vergebenes Label in Form einer Armbrust zur Promotion von 
überwiegend in der Schweiz hergestellten Produkten, mit dem Q.________ heute noch wirbt, vgl. 
‹www.________.ch›) und dass er (wenn auch nicht immer erfolgreich) versuchte, die weiteren Pro-
bleme des Ehepaars G.________ in den Griff zu bekommen. Offenbar hatte er zu allen Angestellten 
der C.________ GmbH ein gutes Verhältnis und war gemäss den Aussagen von AJ.________ 
während seiner Tätigkeit als Geschäftsführer eigentlich unbestritten. Auch BA.________ bezeichne-
te A.________ an der Hauptverhandlung als angenehm, er habe nie Probleme mit ihm gehabt. Zu-
sammenfassend erachtet es das Gericht auch aufgrund seines persönlichen Eindrucks als erstellt, 
dass A.________ eine gewinnende, freundliche Persönlichkeit hat und es ihm immer wieder gelingt, 
sein Gegenüber von seinen […] Projekten zu überzeugen. Er verfolgte aber im angeklagten Delikts-
zeitraum primär seine eigenen Interessen und war den Anforderungen an einen seriösen Geschäfts-

19

führer eigentlich nicht gewachsen. An der Hauptverhandlung zeigte sich zudem auch, dass er 
durchaus aufbrausend und 'unangenehm' werden kann, wenn ihm sein Gegenüber verbal Wider-
stand entgegensetzt [hierzu passt auch, dass er – als er entmachtet wurde – gleich zum Gegenan-
griff überging und das Ehepaar G.________ bei der Steuerverwaltung anschwärzte, pag. 04 100 
123 ff.]. Gerade G.________ dürfte diese Auseinandersetzungen gescheut haben. Abschliessend 
sei bemerkt, dass A.________ auch nach der erneuten Verfahrenseröffnung gegen ihn im genau 
gleichen Stil weitermachte, das zeigt die Anzeige von BB.________ vom 11. Januar 2022 bzw. der 
mit ihr abgeschlossene Darlehensvertrag vom 26. Oktober 2020 mehr als deutlich. Dieser Vorfall 
rundet das Bild von A.________ in bezeichnender Weise ab.

Die Vorinstanz bezeichnete den Beschuldigten sodann als ‘Phantasten’, «weil er 
von Geschäften mit China, Nigeria, Griechenland und Südafrika träumte, und sich 
schon als CEO eines grossen Konzerns sah, der Millionen brauchte, um die Pro-
duktion 'vorfinanzieren' zu können» (pag. WSG 18 529; S. 60 der erstinstanzlichen 
Urteilsbegründung). Die Verteidigung wendete diesbezüglich ein, ein Phantast sei 
ein Mensch mit überspannten Ideen, der nicht zwischen Realität und Träumen un-
terscheiden könne, der sich Ideen hingebe, die nicht Wirklichkeit seien und sich 
dabei nicht von Naturgesetzen irritieren lasse; einer, der andere Menschen von 
seinen Ideen überzeugen könne, weil er selbst davon überzeugt sei. Es sei wider-
sprüchlich – so die Verteidigung weiter –, wenn man einem Phantasten unterstelle, 
er habe genau gewusst, dass er sich auf dubiose Geschäfte einlasse. Es könne 
nicht beides gleichzeitig zutreffen (pag. 18 1175). Abweichend zur Vorinstanz er-
kennt die Kammer im Beschuldigten keinen Phantasten, der die Realität verkannte. 
Zwar trifft zu, dass er grosse, kaum realisierbare Pläne und Ideen verfolgte. Für de-
ren Umsetzung ging er jedoch im vollen Bewusstsein und auf Kosten der 
C.________ GmbH äusserst leichtfertig grosse Risiken ein (Kreditbeschaffung im 
Ausland zur Expansion des Geschäfts und Rettung des ‘AO.________ (Liegen-
schaft)’ bei bzw. mittels zweifelhaften, ihm nicht näher bekannten Personen). Er 
handelte mithin in Kenntnis der eingegangenen bzw. von ihm geschaffenen Ge-
schäftsrisiken zu Lasten der Gesellschaft (eingehend hierzu E. 10 hiernach).

Betreffend die Persönlichkeit des Beschuldigten findet sich in den Akten ferner die 
Einschätzung der 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern, welche in 
einem früheren Strafverfahren gegen den Beschuldigten (‘Bilderhandel’) das Fol-
gende ausführte, das weitgehend mit dem Eindruck der Kammer im vorliegenden 
Verfahren korreliert (edierte Akten SK 19 294 + 295; pag. 18 1845 ff.):

A.________ wuchs – wie das WSG zutreffend erwog – in einer angesehenen Familie als eines von 
zwölf Kindern auf einem Bauernhof in BC.________(Ort) auf, absolvierte eine Lehre als Heizungs-
monteur, bildete sich in diesem Bereich weiter und machte später sowohl im Beruf als auch im Mi-
litär Karriere. 1988 machte sich A.________ selbständig und im Jahr 1996 ging seine Firma Kon-
kurs. Die Kammer geht wie das WSG davon aus, dass dies der entscheidende Bruch in A.________ 
Leben war. 

[...]

Das Verfahren Oberland und das vorliegende Verfahren zeigen, dass es A.________ jahrelang 
schaffte, das Vertrauen verschiedenster – auch ihm anfänglich fremder – Personen und gestande-
ner Geschäftsmänner zu gewinnen, dieselben für sich einzunehmen, sie immer wieder mit neuen 
Geschichten zu beruhigen, hinzuhalten, zu vertrösten und zu weiteren Investitionen zu bewegen. Er 
wird dabei einerseits – wie die Vorinstanz zutreffend erwog – von seiner bodenständigen Herkunft, 
seinen angesehenen Eltern und seinem Bruder – dem «AK.________ (Übername)» – wie auch von 
seiner militärischen Vergangenheit und seinen früheren beruflichen Erfolgen profitiert haben [...]. 

20

Andererseits wird A.________ seine offensichtliche Gabe, zu reden, geholfen haben, über einen 
beachtlichen Zeitraum eine Geschichte gegenüber diversen Personen stimmig aufzubauen und auf-
recht zu halten, ohne sich dabei in eklatante Widersprüche zu verwickeln. Es äusserten mehrere 
Geschädigte, A.________ sei ein sehr begabter Redner und könne die Leute in seinen Bann ziehen 
und faszinieren. [...]. Zuletzt dürfte A.________ gedient haben, dass er – falls nötig – bestimmt, laut 
und einschüchternd auftreten kann, wovon unter anderem seine Äusserungen und seine aufbrau-
sende Art im «letzten Wort» der Berufungsverhandlung zeugen […]. 

In der Berufungsverhandlung kam denn auch klar zum Ausdruck, dass A.________ einerseits über 
ein immenses Selbstbewusstsein verfügt und sich andererseits stark selbstbemitleidet. Er betonte 
zum einen wiederholt, selbst Opfer von R.________ geworden und von diesem «brandschwarz» 
angelogen worden zu sein [...]. Im Rahmen der Erstellung des jüngsten Informationsberichts gab 
A.________ ausserdem an, er sei eine sehr zielstrebige Person, die immer versuche, das Beste zu 
geben und in deren Natur es liege, hilfsbereit zu sein. Er unterstütze die Leute wo nötig, sei sehr of-
fen und kommunikativ, habe keine Geheimnisse und hasse Lügen. Er wisse, dass andere Leute ihn 
sehr mögen würden und dass er sowohl im Familien- als auch im Arbeitsumfeld sehr beliebt sei. Je-
der, der ihn kenne, wisse, dass er sehr viel Wert auf Korrektheit, Ehrlichkeit und Vertrauen lege, 
was er von seinen Eltern geerbt habe und weshalb er beruflich auch immer erfolgreich gewesen sei. 
Er fühle sich befähigt, die Welt im Positiven zu verändern […]. Angesichts der finanziellen Verhält-
nisse von A.________, seiner Vorstrafe und dem aktuellen Verfahren sind diese Aussagen als Hohn 
zu bezeichnen. Schliesslich spricht das «letzte Wort» von A.________ in der Berufungsverhandlung 
Bände, wonach sein Vater ihm auf dem Sterbebett liegend gesagt haben soll: «A.________ du bist 
der Aufrichtigste, Ehrlichste von allen Kindern». Zwar habe sein Vater damit nicht sagen wollen, 
seine Geschwister seien nicht aufrichtig, jedoch sei er (A.________) immer derjenige gewesen, der 
für alle da gewesen sei […]. Da A.________ bei den Eltern nie zurückbezahlte Darlehen in grosser 
Höhe aufgenommen hatte, dürften die Worte aufrichtig und ehrlich nicht geäussert worden sein.

[...]

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der redegewandte und gegenüber Dritten bestimmt 
auftretende A.________ im relevanten Zeitraum über keinerlei Kunstkenntnisse verfügte sowie in 
desolaten finanziellen Verhältnissen lebte und sich heute als Opfer verkaufen will, das von anderen 
– insb. von R.________ – benutzt, belogen und übers Ohr gehauen wurde.

Betreffend das Vorleben des Beschuldigten kann aus den Akten entnommen wer-
den, dass er in der Zeit vom 13. Oktober 1999 bis Mai 2006 in der Absicht, Geld für 
seinen Lebensunterhalt und für diverse angeblich erfolgreiche Projekte zu beschaf-
fen, mehreren Personen (u.a. E.________) vorspielte, er verfüge über lukrative In-
vestitionsmöglichkeiten, welche in Kürze grosse Gewinne abwerfen würden. Diese 
Angaben habe er mit zahlreichen Erklärungen vorgetragen und zum Teil mit Ur-
kunden belegt. Dadurch sowie durch sein überzeugendes, als kompetent erschei-
nendes Auftreten, sein gewinnendes Wesen sowie in vielen Fällen auch aufgrund 
eines teilweise auf geschäftlicher Ebene vorbestehenden Vertrauensverhältnisses 
habe er die besagten Personen veranlasst, ihm zum Teil über längere Zeiträume 
Geldbeträge im Umfang von gesamthaft CHF 848'152.20 als Darlehen zur Bestrei-
tung seines Lebensunterhalts oder zur Investition in die angegebenen Projekte zu 
überlassen. Dies im Vertrauen darauf, dass der Beschuldigte in der Lage sei, aus 
den in Aussicht gestellten Investitionen Erträge zu erwirtschaften, welche er zur 
Rückzahlung der Darlehen verwenden könne. Wenn die Geschädigten Zweifel ge-
hegt hätten, sei es dem Beschuldigten gelungen, jene mit weiteren Erklärungen 
und Vertröstungen immer wieder zu zerstreuen. In Wirklichkeit sei der Beschuldigte 

21

zu keinem Zeitpunkt in der Lage und bereit gewesen, eine Rückzahlung vorzuneh-
men, zumal er während des gesamten Zeitraums kein Einkommen erzielt habe, 
hoch verschuldet gewesen sei und seinen Lebensunterhalt allein aus den Darle-
henszahlungen der verschiedenen Geschädigten bestritten habe (edierte Akten SK 
19 294 + 295, pag. 19 364 f.). 

Aktenkundig ist ferner ein Bericht vom 10. Mai 2007 des damaligen Bewährungs-
helfers des Beschuldigten, in welchem dieser die Zusammenarbeit als schwierig 
bezeichnete. Der Beschuldigte habe selten das eingehalten, was er versprochen 
habe. Seine geschäftlichen Tätigkeiten seien aus Sicht des Bewährungshelfers 
«sehr verworren und undurchsichtig» – der Beschuldigte weigere sich, Auskunft zu 
geben (edierte Akten SK 19 294 + 295, pag. 19 013). Aus dem Ermittlungsbericht 
vom 29. Juni 2009 geht schliesslich hervor, der Beschuldigte habe gegenüber ver-
schiedenen Personen erklärt, er dürfe sich in der Schweiz um keine Anstellung be-
werben, weil er in CN.________ (Land) ‘immatrikuliert’ sei, um damit zu rechtferti-
gen, dass er sich seit dem Konkurs seiner Heizungsfirma im Jahr 1996 nie mehr 
ernsthaft um eine Anstellung bemüht hatte (Akten SK 19 295, pag. 19 077).

Das Ausgeführte zeigt, dass der Beschuldigte bereits seit vielen Jahren ein zwei-
felhaftes Geschäftsgebaren an den Tag legt. Die dargelegten Einschätzungen von 
diversen Personen und Behörden spiegeln sich auch im vorliegenden Verfahren 
und in den angeklagten Sachverhalten wieder. Auch vorliegend sieht sich der Be-
schuldigte mit dem Vorwurf konfrontiert, insbesondere G.________ mit vor-
getäuschter Kompetenz, grossen Worten und Versprechungen sowie undurchsich-
tigen Erklärungen für sich eingenommen und von seinen Geschäftshandlungen 
überzeugt zu haben. So trug er auch im vorliegenden Strafverfahren – zuletzt an-
lässlich seiner oberinstanzlichen Einvernahme – wiederholt weitschweifige und teils 
absurde, aber Kompetenz vortäuschende Erklärungen vor. Gleichzeitig wies er 
sämtliche Schuld von sich und stellte sich als Opfer dar, das in die Irre geführt wor-
den sei. Damit einhergehend zitierte er oberinstanzlich eine angebliche Nachricht 
seiner Schwester, die ihn in den höchsten Tönen gelobt und ihn als Menschen be-
zeichnet habe, der «zu gut für diese Welt» sei. Er sei einfach immer mit schlechten 
Leuten zusammengekommen, die ihn ausgenutzt und seine Gutmütigkeit miss-
braucht hätten (pag. 18 1163 Z. 7 ff.). Die Parallelen zu den referierten Charakteri-
sierungen aus früheren Verfahren sind eindrücklich.

Wie nachfolgend noch näher dargelegt wird, geht auch die Kammer davon aus, 
dass der Beschuldigte das Talent besitzt, sein Gegenüber in wortgewandter Manier 
von seiner vermeintlichen fachlichen Kompetenz und seinen Ideen zu überzeugen. 
Dies gelang ihm auch im vorliegenden Fall, indem er das Vertrauen insbesondere 
von G.________ gewinnen und sie von seiner angeblichen Kompetenz sowie vom 
angeblich zu erwartenden Erfolg seines Handelns überzeugen konnte. Diese Er-
kenntnis korreliert nicht zuletzt mit der Einschätzung seines Bruders AK.________, 
welcher über den Beschuldigten sagte: «...das ist das, was er kann, mit den Leuten 
reden» (pag. WSG 18 333 Z 73 f.), sowie: «Er konnte die Projekte ja auch immer 
sehr glaubwürdig rüberbringen» (pag. WSG 18 338 Z. 237 f.). Der Beschuldigte 
lässt sich – jedenfalls seit dem erwähnten Bruch in seinem Leben (Konkurs seiner 
Heizungsfirma im Jahr 1996) – offenbar nicht davon abbringen, gegenüber Perso-

22

nen in seinem Umfeld (sogar wiederholt) wortgewandt grosse und leere Verspre-
chungen zu machen und sie mit seinem Handeln um ihr Vermögen zu bringen oder 
– soweit E.________ betreffend – sogar als Komplizen einzuspannen. 

Mittlerweile weist der Betreibungsregisterauszug des Beschuldigten Verlustscheine 
von über CHF 3 Mio. auf. Zudem wurde er am 11. Juni 2024 über einen Betrag von 
CHF 29,7 Mio. betrieben (pag. 18 1057.1 ff.). Seine Erklärung, wonach ihm jemand 
Geld schulde und er deswegen seine eigene Forderung an die Gesellschaft abge-
treten habe, die ihn nun auf seine Instruktion hin betrieben habe, damit diese einen 
Titel erhalte, um gegen seinen Schuldner bzw. dementsprechend gegen die Bank 
vorgehen zu können (pag. 18 1154 Z. 27 ff. mit Protokollberichtigung vom 19. Juni 
2025), steht sinnbildlich für die hiervor erwähnten absurden Erklärungsversuche 
des Beschuldigten. Auf Vorhalt, wonach die ihn betreibende Gesellschaft nun über 
einen Titel gegen ihn selbst verfüge, gab er lediglich zur Antwort: «Ja. Aber es ist 
so: Er hat es so aufgegleist, damit wir das so machen können» (pag. 18 1154 Z. 
37). Auf weitere Frage, ob ihm denn bewusst sei, dass er nun als Schuldner einer 
Forderung über knapp CHF 30 Mio. betrieben werde, antwortete er bloss: «Ja, weil 
er einen Titel gegenüber der Bank haben muss. Das haben wir zusammen bespro-
chen» (pag. 18 1164 Z. 41 f.). Mit «er» meine er einen Professor aus Deutschland, 
der die Sache übernommen habe und ihr auf den Grund gehen wolle, um zu 
schauen, was da überhaupt passiert sei (pag. 18 1164 Z. 36 f.). 

Der Beschuldigte hat damit vor oberer Instanz – wie bei anderen Gelegenheiten 
zuvor – illustrativ aufgezeigt, wie er unsinnige finanzielle Vorgänge in selbstüber-
zeugter und bestimmter Manier als geschäftstüchtiges, gewieftes Handeln verkauft. 
Anlässlich seiner oberinstanzlichen Einvernahme gab er zudem wiederholt keine 
Antwort auf die ihm gestellten Fragen, sondern erläuterte stattdessen in teilweise 
schwer verständlichen, verschachtelten Sätzen andere (Geschäfts-)Vorgänge, die 
er zuweilen willkürlich mit Zahlen und Berechnungen sowie mit mehr oder weniger 
passenden Fachausdrücken schmückte. Er musste deshalb wiederholt aufgefordert 
werden, die ihm gestellte Frage zu beantworten. Eine Bankangestellte der 
T.________ (Bank) beschrieb das Verhalten des Beschuldigten in einer bankinter-
nen E-Mail vom 18. März 2020, die sie verfasste, nachdem der Beschuldigte sie 
über seine Projekte (Vertrieb der X.________ und Kredite von AX.________ und 
der BD.________ (Bank) im Gesamtbetrag von EUR 17.7 Mio.) unterrichtet hatte, 
treffend wie folgt: «Herr A.________ tritt sehr überzeugend auf und kann sich gut 
verkaufen, gibt aber auch bei Nachfragen nicht detaillierte Auskunft. Er hat keine 
konkreten Belege oder Beweise, nur schön gestaltete Produktprospekte und vor al-
lem viele Infos, welche er mit grossen Geschichten und Erlebnissen aus der Ver-
gangenheit verknüpft. Ich persönlich würde eine Weiterführung der Geschäftsbe-
ziehung nicht befürworten» (pag. 07.108 003). Anders als die Bankangestellte 
konnte er mit diesem Auftreten das in finanziellen Belangen kaum versierte und 
naiv agierende Ehepaar G.________ von sich und seinen Vorhaben überzeugen.

9.4. Die Beziehung des Beschuldigten zu E.________ und zum Ehepaar G.________ 

Betreffend das Verhältnis des Beschuldigten zum Mitbeschuldigten E.________, 
der infolge seines Berufungsrückzugs rechtskräftig wegen Gehilfenschaft zu den 

23

vorliegend zu beurteilenden Delikten verurteilt wurde, führte die Vorinstanz das 
Folgende aus (pag. 18 531; S. 62 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung:

A.________ und E.________ kennen sich schon sehr viele Jahre (gemäss den Angaben von 
E.________ seit den siebziger Jahren, vgl. pag. WSG 18 381). E.________ bezeichnet A.________ 
als seinen Freund, was er auch an der Hauptverhandlung bestätigte (pag. WSG 18 381). Auch 
A.________ sagte an der Hauptverhandlung aus, er und E.________ seien Freunde und stünden 
nach wie vor in regelmässigem Kontakt (pag. WSG 18 351). Offenkundig ist für das Gericht, dass 
A.________ E.________ ausnützte und wohl nach wie vor ausnützt, ihn sozusagen als 'private 
Bank' betrachtet, an die er sich immer wieder wenden kann, wenn er gerade 'klamm' ist. Nachweis-
lich erhielt er von E.________ allein zwischen dem 27. September 2018 und dem 29. April 2020 
CHF 26'900.00 und EUR 30'000.00 ([…]). Zudem trat E.________ ihm seine (zu Recht oder Unrecht 
bestehende) Forderung gegenüber der C.________ GmbH aus der Schlussrechnung der 
'BE.________ AG' in der Höhe von CHF 40'859.50 ab. An der Hauptverhandlung sagten beide Be-
schuldigte aus, E.________ habe A.________ letztmals vor ca. einem halben Jahr Geld gegeben, 
wobei der eine von CHF 300.00 der andere von CHF 600.00 bis CHF 700.00 sprach. […] 

Zur Beziehung zwischen dem Beschuldigten und dem Ehepaar G.________ erwog 
die Vorinstanz sodann was folgt (pag. 18 531 ff.; S. 62 ff. der erstinstanzlichen Ur-
teilsbegründung):

Unbestritten ist, dass sich A.________ und das Ehepaar G.________ ca. Mitte 2015 über 
Z.________ kennenlernten. Dieser führte damals die Buchhaltung der Y.________ AG und war ei-
ner der Geldgeber im 'Bilderhandel'. Über die Beziehung zwischen Z.________ und dem Ehepaar 
G.________ ist nichts weiter bekannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er es war, der 
G.________ veranlasste, ebenfalls in den 'Bilderhandel' zu investieren. Erstellt ist nämlich, dass das 
Ehepaar G.________ ab Dezember 2015 in diesem Zusammenhang total CHF 180'000.00 an 
A.________ übergab. […] Auf entsprechende Frage erklärte G.________ an der Hauptverhandlung, 
die von ihr und ihrem Mann in den 'Bilderhandel' investierten CHF 180'000.00 hätten teilweise von 
der Y.________ AG und teilweise von ihnen privat gestammt. Sie gab an, A.________ habe ihnen 
erzählt, sie würden das Geld in wenigen Tagen zurückerhalten, und machte sinngemäss geltend, 
sie hätten auf einen Gewinn gehofft. Das Gericht erachtet es daher als erstellt, dass sich 
G.________ vom 'Bilderhandel' eine hohe Rendite und damit Geld für den weiteren Ausbau des 
'AO.________ (Liegenschaft)’ erhofften. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass 
G.________ (Ehepaar) A.________ schon rund eineinhalb Jahre vor Beginn seiner Tätigkeit als 
Geschäftsführer der C.________ GmbH kennengelernt und ihm eine grosse Geldsumme anvertraut 
hatten, die sie Anfang 2017 noch nicht zurückerhalten hatten.

Anders als man es aufgrund der Aussagen der Beteiligten zunächst vermuten könnte, begann 
A.________ nicht erst Anfang 2017, als er Geschäftsführer der C.________ GmbH wurde, für das 
Ehepaar G.________ zu arbeiten. Er stellte schon ab dem 13. Juli 2016 über seine Einzelfirma 
AI.________ Rechnungen an die Y.________ AG, dies für "ausgeführte Arbeiten in Zusammenhang 
mit dem X.________" ([…]). Die Hauptverhandlung brachte kein Licht in die Hintergründe dieser 
Rechnungen. Unbestritten ist jedoch, dass A.________ schon vor seiner Einsetzung als Geschäfts-
führer der C.________ GmbH mit dem Ehepaar G.________ in Kontakt war. A.________ versuchte 
es so darzustellen, als seien er und Z.________ auf die Idee gekommen, dass er Geschäftsführer 
der C.________ GmbH werden sollte, damit er deren anstehende Probleme lösen könne. 
G.________ sagte dagegen sinngemäss aus, A.________ sei als Geschäftsführer angestellt wor-
den, um seine Schulden aus dem 'Bilderhandel' abzuarbeiten, was dieser vehement bestritt. 
Q.________ stellte es so dar, als habe A.________ ihnen "unter die Arme zu greifen" wollen, auch, 
weil er aus dem 'Bilderhandel' noch Schulden bei ihnen gehabt habe. G.________ sagte zusätzlich 
aus, sie hätten geglaubt, dass man mit A.________ mehr aus der Firma herausholen könne, dass 

24

ein frischer Wind komme, und dass er ihnen "etwas Gutes" tun wolle. Das Gericht ist davon über-
zeugt, dass es A.________ mit seiner überzeugenden Art gelang, das Ehepaar G.________ kom-
plett für sich einzunehmen und es davon zu überzeugen, dass die Verkäufe von X.________ unter 
seiner Führung massiv steigen würden, also mehr Gewinn erzielt werden könne, und er ganz gene-
rell die Lösung aller finanziellen Probleme bringen könne. Diesen Eindruck bestätigte G.________ 
an der Hauptverhandlung erneut und ergänzte, sie habe A.________ in den Jahren 2017 bis 2019 
"sehr" vertraut, da dieser immer alles so gut habe erklären können, "warum etwas war und auch 
warum etwas gerade nicht klappte." Sie habe gedacht, er könne die Firma "gut führen"; er habe ge-
sagt, "was gemacht wird" (pag. 05 101 004, WSG 18 311). 

Anlässlich ihrer oberinstanzlichen Einvernahme führte G.________ auf die Frage, 
weshalb sie den Beschuldigten als Geschäftsführer ihrer Gesellschaft engagiert 
habe, nachdem sie ihm im Rahmen des ‘Bilderhandels’ CHF 180'000.00 anvertraut 
und nicht zurückerhalten habe, aus, der Beschuldigte habe sich «gut erklären» 
können. Man habe gedacht, man könne neu anfangen und ihm noch eine Chance 
geben (pag. 18 1148 Z. 15 ff.). Der Beschuldigte sei da gewesen, um für sie das 
Geld zurückzuerhalten, und habe ab dem ersten Tag gesagt, in ein paar Tagen 
hätten sie das Geld zurück, das sei kein Problem. Er habe fast jeden Tag gesagt, 
das Geld komme, also hätten sie gedacht, er habe es gut im Griff, denn er habe es 
so gut übermitteln können. Sie hätten gedacht, er könnte etwas für sie machen, da 
er ihnen ja etwas schuldig gewesen sei. Er habe ihrer Ansicht nach sehr gute Ideen 
gehabt, wie man das Geschäft aufbauen könnte (pag. 18 1142 Z. 23 ff.). Seiner 
Expansionsstrategie sei man «positiv» gegenübergestanden, weil man das Gefühl 
gehabt habe, es sei eine gute Sache. Er habe es auch sehr gut rübergebracht. Sie 
hätten dann nicht diejenigen sein wollen, die dieser Expansion im Wege stehen 
(pag. 18 1151 Z. 21 f.). Letztlich ist es irrelevant, aus welchen Gründen der Be-
schuldigte als Geschäftsführer der C.________ GmbH eingesetzt wurde. Wie zu 
zeigen sein wird, ging es dem Beschuldigten jedenfalls nicht darum, seine Schul-
den aus dem ‘Bilderhandel’ abzubauen (vgl. insbesondere E. 10.2.3. hiernach).

Das Gericht erachtet es als erstellt, dass G.________ als damals einzige – mittelbare – Anteilsinha-
berin an der C.________ GmbH A.________ grosses Vertrauen entgegenbrachte. Dessen Tätigkeit 
als Geschäftsführer war nicht vertraglich geregelt, es gab weder einen Arbeitsvertrag noch eine 
Stellenbeschreibung, welche seine Kompetenzen umschrieben hätte. Er hatte auf allen Bankkonti 
Einzelzeichnungsberechtigung (vgl. pag. 07 107 002, 07 171 017, 07 221 012) und die Aussage 
G.________s, sie habe die Bankauszüge nur sporadisch kontrolliert, erscheint glaubhaft. Sie kon-
trollierte auch nicht regelmässig, wie viel Geld A.________ für sich selbst als Honorar aus der Ge-
sellschaft entnahm. Aus den Akten ergibt sich, dass es sich dabei um eine erhebliche Summe han-
delte: Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, überwies sich A.________ nämlich innerhalb von gut 
zwei Jahren (von Mitte September 2017 bis November 2019) total CHF 162'689.50 bzw. bezog die-
se in bar, wobei die Staatsanwaltschaft diese Summe als gerechtfertigte Honorare bzw. Mietzins-
zahlungen akzeptierte.

Die von der Vorinstanz in einer Tabelle aufgeführten, total CHF 162’689.50 betra-
genden Geldbezüge des bzw. Überweisungen an den Beschuldigten ergeben ei-
nen durchschnittlichen Monatslohn von netto rund CHF 6'257.00 (vgl. pag. WSG 18 
533 f.; S. 64 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Diesen Gesamtbetrag 
zahlte sich der Beschuldigte in den rund zwei Jahre aus, in denen er für die 
C.________ GmbH tätig war (ohne Berücksichtigung aller weiteren Gelder, die an 
den Beschuldigten gingen). Die erwähnte Tabelle zeigt eindrücklich, dass der Be-

25

schuldigte auch in Bezug auf seinen eigenen Lohn nach eigenem Gutdünken und 
ohne Opposition seitens G.________ handeln konnte (vgl. etwa pag. 05 101 008 Z. 
264 ff.: Auf die Frage, ob die Bezüge vorgängig oder im Nachhinein von jemandem 
kontrolliert und gutgeheissen worden seien, antwortete sie: «Voraus sicher nicht. 
Aber man hat einfach im Nachhinein gesehen, was alles fortgegangen ist»; oder 
aber pag. 05 100 005 Z. 193 ff., wonach man später gemerkt habe, dass er ein 
Haus in Toffen gemietet habe und dafür einen monatlichen Mietzins von fast CHF 
3'000.00 über die C.________ GmbH habe bezahlen lassen). Dies spiegelt sich 
auch in der oberinstanzlichen Aussage von G.________ wieder, wonach man mit 
dem Beschuldigten keinen festen Betrag abgemacht habe, sie aber ab und zu vom 
Buchhalter eine Abrechnung des an die Gesellschaft des Beschuldigten 
(AI.________ AG) überwiesenen Betrags gesehen habe und sich gedacht habe, 
der Beschuldigte müsse ja auch etwas verdienen für seine Arbeit (pag. 18 1146 Z. 
42 f.). Zudem habe er regelmässig – ca. CHF 500.00 bis CHF 1'000.00 pro Monat 
– aus der Barkasse verlangt (pag. 18 1147 Z. 10 f.).

Weniger klar ist, warum G.________ A.________ dermassen vertraute. Er brachte keinerlei Erfah-
rung im Geschäftsbereich der C.________ GmbH mit; nichts in seinem bisherigen Werdegang deu-
tete darauf hin, dass er sich schon länger in ähnlichen Kreisen wie G.________ bewegt haben 
könnte. Auch sonst qualifizierte ihn eigentlich nichts für die Rolle als Geschäftsführer der 
C.________ GmbH. Das Gericht geht davon aus, dass es A.________ mit seinem Auftreten und 
seinem überzeugenden Wesen gelungen sein muss, insbesondere G.________ 'einzuwickeln'. Hät-
te das Gericht einen Betrug zu beurteilen, könnte man G.________ als typisches Betrugsopfer be-
zeichnen, das zuerst an die Geschichten des Täters glaubt und glauben will, und das später an die 
Geschichten glauben muss, weil es schon so viel Geld verloren hat. 

Die Kammer schliesst sich der Einschätzung der Vorinstanz an, wonach sich der 
Beschuldigte gegenüber dem Ehepaar G.________ als ein in Finanzbelangen er-
fahrener Geschäftsmann darstellte, der es versteht, eine Gesellschaft zu führen, 
den Umsatz zu steigern bzw. den Gewinn zu maximieren und das Produkt – die 
X.________ – «gross zu machen». Mit seinem gewinnenden und überzeugenden 
Auftreten konnte der Beschuldigte dem Ehepaar G.________ seine Ideen verkau-
fen und sie mit leeren Versprechungen überzeugen und hinhalten. Diese beschrie-
bene Dynamik in seiner Beziehung zum Ehepaar G.________ widerspiegelt sich 
nicht zuletzt darin, dass mit dem Beschuldigten kein Arbeitsvertrag abgeschlossen 
wurde, er sich autonom und ohne wirkliche Kontrolle durch G.________ seinen 
Lohn auszahlte und G.________ oberinstanzlich auf die Frage, ob es ihr nicht selt-
sam erscheine, wenn der Geschäftsführer einer GmbH ohne schriftlichen Arbeits-
vertrag und ohne irgendwelche Abmachungen zu arbeiten beginne, antwortete: 
«Doch schon, aber weil er es so rüberbringen konnte – er mache das jetzt, er helfe, 
er tue. Der Eindruck kam einfach so gut rüber, dass er das gut organisieren kann» 
(pag. 18 1148 Z. 29 f.). Diese Aussage demonstriert sinnbildlich das blinde Ver-
trauen, welches das Ehepaar G.________ dem Beschuldigten entgegenbrachte.

9.5. Das Wissen des Ehepaars G.________

Auf diesen Aspekt wird nachfolgend in Bezug auf die einzelnen Anklageziffern noch 
isoliert einzugehen sein. Vorab wird indes der Vorinstanz folgend in allgemeiner 
Weise der Informationsfluss zwischen dem Beschuldigten und G.________ erör-

26

tert. Da Q.________ – wie hiervor dargelegt – formell keine Rolle in der 
C.________ GmbH oder in deren Muttergesellschaft (AE.________ GmbH) inne-
hatte und alle Beteiligten aussagten, es sei vor allem G.________ gewesen, die 
sich um das Administrative der C.________ GmbH gekümmert habe, liegt der Fo-
kus nachfolgend auf G.________. 

Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, war das Credo oder die Quintessenz der 
Antworten des Beschuldigten auf alle kritischen Fragen in der Untersuchung, die 
G.________ hätten über alles Bescheid gewusst (pag. WSG 18 535 f.; S. 66 f. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Noch bevor A.________ bei seiner ersten Einvernahme ein konkreter Vorhalt ge-
macht wurde, sagte er bereits aus, dass Frau G.________ immer über alles im Bild 
gewesen sei, ebenfalls Q.________. Er habe sie immer über alles informiert. Nicht 
nur informiert, sie hätten auch Einsicht in sämtliche Unterlagen gehabt, einfach al-
les (pag. 05 001 003 Z. 78 ff.). Diese vorauseilende Rechtfertigung ist auffällig und 
macht die Aussage nicht besonders glaubhaft, zumal sie sehr absolut und übertrie-
ben daherkommt («über alles [...] immer über alles [...] einfach alles»). Direkt an-
schliessend führte er auf die Frage, wie erfolgreich das Unternehmen sei, aus, wie 
erfolgreich er selbst für die Gesellschaft gewirtschaftet und was sie alles dank ihm 
in den letzten Jahren erreicht habe (pag. 05 001 003 Z. 83 ff.).

Im Verlauf der Einvernahme fügte er sodann auffällig oft seinen Aussagen an, dass 
G.________ bzw. das Ehepaar G.________ über alles informiert und alles in deren 
Interesse gewesen sei (vgl. u.a. pag. 05 001 004 Z. 102 «nach Absprache», Z. 110 
f. «immer mit Frau G.________ abgesprochen», Z. 120 «Es war alles abgespro-
chen», pag. 05 001 005 Z. 151 «Immer in Absprache mit G.________», Z. 157 «Ich 
habe alles gemacht. In Absprache mit G.________», Z. 190 f. «nach Absprache mit 
G.________ abgesprochen haben», Z. 192 f. «mit dem Einverständnis von 
G.________ gemacht», pag. 05 001 006 Z. 223 «nach Absprache mit 
G.________», Z. 232 «Das habe ich mit G.________ auch so abgesprochen», pag. 
05 001 007 Z. 268 f. «Aber das war immer mit G.________ abgesprochen gewe-
sen, immer», pag. 05 001 008 «Das war aber in Absprache mit G.________. Sie 
hat gewusst, wann ich gegangen bin», pag. 05 001 009 Z. 393 f. «und das im Wis-
sen der G.________», Z. 395 «Es war alles abgesprochen mit ihr», Z. 399 
«G.________s wussten dies [...] alle wussten es», pag. 05 001 010 Z. 425 f. «Auch 
hier waren G.________s im Bild. Das lief alles in Absprache», Z. 433 f. «alles ge-
macht im Einverständnis mit G.________», pag. 05 001 012 Z. 555 «Das war alles 
so abgesprochen mit G.________. Sicher haben beide G.________s davon ge-
wusst», pag. 05 001 014 Z. 640 f. «Aber auch hier alles war abgesprochen mit 
G.________», Z. 652 «Aber G.________s wussten dies immer. Praktisch jedes 
Mal habe ich im Rahmen eines Barbezugs G.________ darüber in Kenntnis ge-
setzt», pag. 05 001 016 Z. 722 «Das war abgesprochen mit G.________», pag. 05 
001 018 Z. 843 «Auch das haben die G.________s gewusst», pag. 05 001 019 Z. 
867 f. «G.________s wussten immer alles. Ebenso ist alles in der Buchhaltung er-
fasst», Z. 894 «das wussten auch die G.________s», pag. 05 001 022 Z. 1044 und 
1049 f. «Auch hier waren die G.________s im Bild darüber», pag. 05 001 026 Z. 
1235 f. «Auch hier waren die G.________s im Bild», pag. 05 001 028 Z. 1366 

27

«G.________ wussten über alles bescheid»; ferner: «G.________ konnte online, 
also im Internetbanking, immer schauen, was genau vor sich geht, da sie den Zu-
gang dazu hatte» (pag. 05 001 009 Z. 383 f.) und «Eben wie gesagt, wenn ich et-
was unrechtes getan hätte, hätte G.________ dies online ja gesehen.» (pag. 05 
001 009 Z. 394 f.)

Auch bei der zweiten Einvernahme fügte er immer wieder an, dass G.________s 
im Bild gewesen seien oder zumindest hätten sehen können, was er gemacht ha-
be, v.a. immer dann, wenn er mit Fragen in die Enge getrieben wurde bzw. bei der 
Beantwortung in Erklärungsnot geriet (vgl. u.a. pag. 05 002 004 Z. 95 f.: «Es wurde 
immer abgesprochen», pag. 05 002 005 Z. 129: «G.________ konnte täglich kon-
trollieren im E-Banking was ein und ausgegangen ist», Z. 139: «konnten das immer 
sehen, wenn ich etwas bezogen habe. [...] Das ist alles dort drin ersichtlich», pag. 
05 002 006 Z. 169: «Sie wussten, dass ich zwischendurch bezogen habe. [...] Es 
ist ja alles aufgeführt in den AI.________ (Gesellschaft des Beschuldigten) Bezü-
gen»; pag. 05 002 009 Z. 316 f.: «Aber G.________s waren immer im Bilde über 
das»; pag. 05 002 010 Z. 336: «G.________ wusste das»; pag. 05 002 011 Z. 393: 
«Das ist alles deklariert»; pag. 05 002 013 Z. 434 f.: «Wie bereits gesagt 
Q.________ und G.________ waren im Bilde. Sie haben auch jedes Papier gese-
hen»; pag. 05 002 014 Z. 484 ff.: «Ja das war ein Fehler. [...] G.________s wuss-
ten das auch»; pag. 05 002 016 Z. 555 f.: «Q.________ und G.________ haben 
das gewusst», Z. 564: «Das war alles abgesprochen», Z. 568: «Es war sicher ab-
gesprochen»; pag. 05 002 017 Z. 604 f.: «G.________ war über jeden Bezug im 
Bild. Q.________ hingegen nicht immer»).

Im Rahmen seiner dritten Einvernahme verwies er ebenfalls immer wieder darauf, 
dass G.________s alles gewusst hätten, v.a., wenn hartnäckig nachgefragt wurde 
oder ihm eine kritische Frage gestellt wurde (pag. 05 003 002 Z. 45: «G.________s 
haben das auch gewusst»; pag. 05 003 003 Z. 84: «Dies immer in Absprache mit 
G.________s, die haben alles gewusst. In den Whatsapps haben sie sich auch be-
dankt»; pag. 05 003 005 Z. 150 f.: «Mehr kommunizieren als ich, kann man eigent-
lich gar nicht»; pag. 05 003 006 Z. 177: «Das war alles mit G.________ abgespro-
chen», Z. 181 f.: «G.________ war immer im Bild, weil sie das am PC verfolgen 
konnte», Z. 197 «Aber auch das wusste das ganze Büro»; pag. 05 003 007 Z. 237: 
«Es war abgesprochen mit G.________»; pag. 05 003 008 Z. 249: «Es war alles 
immer abgesprochen»; pag. 05 003 010 Z. 328: «Das wussten G.________s», Z. 
352: «Das in Absprache mit G.________ [...]»; pag. 05 003 012 Z. 407: «Ich sorgte 
für Liquidität. G.________s wussten immer alles. G.________s haben nie etwas 
dazu beigetragen»; pag. 05 003 015 Z. 524 f.: «Das hatten wir so besprochen»). 

Oberinstanzlich erwähnte er auf die Frage nach der Aufgabenverteilung, man habe 
«alles miteinander besprochen, immer […]. Wir hatten auch wöchentlich bzw. prak-
tisch jeden Tag einen Meinungsaustausch» (pag. 18 1156 Z. 1). Tagtäglich habe 
man das Programm durchgegeben, was man mache, wo man hingehe. «Es war ein 
täglicher Austausch […]. Tagtäglich haben wir über alles gesprochen» (pag. 18 
1156 Z. 22). Es sei nichts gegangen, ohne dass die Leute es nicht gewusst hätten 
(pag. 18 1158 Z. 29). Andernorts führte er aus, er habe den G.________s «meis-
tens», aber «nicht immer» mitgeteilt, dass er Zahlungen auslöse, denn er habe das 

28

mit dem Geld des Bruders getan, nicht mit dem Geld der C.________ GmbH (pag. 
18 1161 Z. 2 f.). Ferner erklärte der Beschuldigte, er habe es ihnen «immer am fol-
genden Tag» gesagt (pag. 18 1162 Z. 18), wobei er auf Nachfrage ausführte, dies 
habe nur die weitergeleiteten Zahlungen von BG.________ und BH.________ an 
AX.________ betroffen, sonst habe er sie vorgängig informiert (pag. 18 1162 Z. 27 
f.). Anschliessend führte er erneut aus: «Ja klar, ich habe sie immer informiert. 
Dies, obschon ich eigentlich sagen kann, dass ich das mit dem Geld meines Bru-
ders bezahlt habe. Das ist das Schizophrene» (pag. 18 1162 Z. 23 f.), sowie: «so 
ausführlich kann man ja gar nicht miteinander kommunizieren (pag. 18 1162 Z. 29 
f.).

Ein anderes Bild ergibt sich aus den glaubhaften Aussagen von G.________: Mit 
der Vorinstanz ist zunächst festzuhalten, dass der Beschuldigte G.________ davon 
überzeugte, die C.________ GmbH brauche viel Geld, weil zur Steigerung des 
Verkaufs der X.________ (Produkt) in deren Vorproduktion investiert werden müs-
se (vgl. etwa pag. 05 001 006 Z. 230 ff., pag. WSG 18 359 Z. 428 ff., pag. 18 1143 
Z. 11 ff. oder pag. 18 1148 Z. 31 ff.). Zur Aufgabenverteilung gab G.________ obe-
rinstanzlich zu Protokoll, sie habe das Gefühl gehabt, der Beschuldigte sei sehr 
kompetent gewesen und habe gewusst, wie mit den Leuten umzugehen sei (pag. 
18 1142 Z. 35 f.). Er sei zuständig gewesen, sie sei einfach im Hintergrund der 
C.________ GmbH gewesen. Weil er – wie er immer gesagt habe – bei allem wirk-
lich drausgekommen sei, habe sie sich gedacht, man könne ihm vertrauen (pag. 18 
1143 Z. 2 ff.). Sie habe eher Organisatorisches gemacht, wie etwa Anlässe organi-
sieren (pag. 18 1143 Z. 8). Finanzielles habe sie weniger gemacht, weil der Be-
schuldigte immer gesagt habe, er habe alles gut im Griff, es komme gut. Man müs-
se einfach mehr Ressourcen haben, um das Geschäft aufzubauen, mehr von der 
X.________ (Produkt) produzieren können, um sie weitreichender zu vertreiben 
(pag. 18 1143 Z. 11 ff.). Entsprechend habe sie – anders als nach der Entlassung 
des Beschuldigten – keinen Überblick über den Zahlungsprozess gehabt. 
AJ.________ habe jeweils die Rechnungen eigegeben und der Beschuldigte habe 
dann schliesslich die Zahlungen ausgelöst (pag. 05 100 007 Z. 309 f. und pag. 05 
100 008 Z. 320 ff., wonach AJ.________ dazu gar nicht die Berechtigung gehabt 
habe, was der Aussage des Beschuldigten widerspricht, wonach er [der Beschul-
digte] nie eine Zahlung ausgelöst habe, pag. 18 1162 Z. 44 f.). 

Mit der Vorinstanz und gestützt auf die hiervor bereits angeführten Aussagen von 
G.________ ist ferner davon auszugehen, dass der Beschuldigte von Anfang an 
von einer Wachstumsstrategie sprach, die sie grundsätzlich mitgetragen hat. Wei-
ter ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte schon bald nach seinem Eintritt in 
die C.________ GmbH von Darlehensaufnahmen und damit zusammenhängenden 
Geldzahlungen sprach (vgl. auch die Aussage von G.________, wonach der Be-
schuldigte jeden Tag gesagt habe, was er mache und der Tenor gewesen sei, dass 
man, wolle man viele X.________ verkaufen, zuerst Geld haben müsse, damit man 
die Lieferanten vorausbezahlen könne, pag. 05 101 004 Z. 103 ff.). Auch sagte 
G.________ – was zugleich für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen spricht – teilwei-
se aus, sie sei gut informiert worden (vgl. pag. 05 101 018 Z. 645 ff.) und der Be-
schuldigte habe «meistens informiert, was er im Plan hat und was er anreissen will, 
damit wir neue Geschäftsbeziehungen bekommen» (pag. 05 101 005 Z. 141 f.). Bei 

29

Unsicherheiten gab sie mitunter an, es sei gut möglich, dass er sie informiert habe 
(etwa pag. 05 101 013 Z. 438 f.). Insbesondere war G.________ bekannt, dass der 
Beschuldigte versuchte, über einen gewissen 'AV.________’ und die M.________ 
AG, über eine Bank in der Türkei und über AX.________ an Geld zu kommen, in-
dem er ihnen Geld zukommen liess bzw. Vorleistungen mit Mitteln der C.________ 
GmbH erbrachte (vgl. u.a. pag. 05 101 021 Z. 748 f. oder pag. 18 1147 Z. 6 f.). 
Auch war ihr teilweise bekannt, wofür er mehrfach Geld übergeben «musste» (so 
namentlich bei den Geldern zu Gunsten von AX.________, welcher mit den Geldü-
bergaben geholfen werden sollte, ihre Erbschaft zu erlangen, damit sie anschlies-
send einen grösseren Kredit gewähren konnte; nicht jedoch etwa bei 
‘AV.________’, vgl. pag. 05 101 010 Z. 346 f.) und welchem Ziel die Zahlungen 
gedient hätten (Vorproduktion der X.________ (Produkt) und Rettung des 
‘AO.________ (Liegenschaft)’, vgl. etwa pag. 05 101 004 Z. 110 f.). Vor oberer In-
stanz rekapitulierte G.________, dass der Beschuldigte oft seinen Plan gezeigt ha-
be, was er machen könne und müsse bzw. was er geplant habe. Um mehr 
X.________ (Produkt) zu produzieren, müsse man im Voraus alles organisieren 
(Vorauszahlungen an Fabrikanten und Hersteller etc.). Die Pläne hätten mehr die 
Finanzierung betroffen (pag. 18 1143 Z. 22 ff.). Er habe manchmal gesagt, man 
müsse schauen, dass man Geldgeber habe. Er schaue, dass er zu Geld komme, 
welches er ihnen dann zur Verfügung stellen könne. Es sei immer darum gegan-
gen, dass er dann schaue, dass er zu Geld komme, er könne das machen (pag. 18 
1144 Z. 7 ff.). Er habe es raffiniert wiedergeben können, er habe gute Beziehungen 
auf alle Seiten (pag. 18 1144 Z. 15 f.).

Bei der Lektüre der weiteren Aussagen von G.________ wird jedoch rasch ersicht-
lich, dass sie keine Kenntnis der tatsächlichen Geschäftsabwicklung bzw. der kon-
kreten Begebenheiten der Kreditbeschaffungsbemühungen hatte. So legte 
G.________ wiederholt konstant und glaubhaft dar, dass sie nicht gewusst habe, 
unter welchen Bedingungen und wie leichtfertig der Beschuldigte ominösen und 
ihm nicht näher bekannten Personen Geld übergeben hatte (vgl. etwa pag. 05 101 
015 Z. 522, wonach ihr nicht bekannt gewesen sei, dass es für die Überweisungen 
keine vertraglichen Grundlagen gegeben habe). Auch wusste sie teils nicht, für wen 
die (teilweise von ihr selbst) abgehobenen Beträge vorgesehen waren, da man kei-
ne Quittungen gehabt habe (pag. 05 101 008 Z. 248 ff.), und gab sie mehrfach an, 
oftmals erst im Nachhinein informiert worden zu sein bzw. die Überweisungen und 
Abhebungen erst später bemerkt resp. gesehen zu haben (vgl. u.a. pag. 05 100 
005 Z. 193; pag. 05 100 006 Z. 225; vgl. ferner: pag. 05 100 006 Z. 235; pag. 05 
101 016 Z. 542 ff. sowie pag. 05 101 010 Z. 336 ff.: «Aber die Beträge waren mir 
erst bekannt, als es schon gemacht wurde. Sie haben mir im Nachhinein erklärt, 
was gemacht werden musste»). Damit fehlte G.________ – soweit sie überhaupt 
vorgängig informiert worden war – die Kenntnis über die konkrete Abwicklung bzw. 
die Modalitäten der Transaktionen (Geldübergabe ohne Abschluss schriftlicher Ver-
träge, ohne Vereinbarung von Sicherheiten oder Ausstellung von Quittungen, keine 
Kenntnis über die Identität der Empfänger, vgl. etwa pag. 05 100 012 f.) und waren 
ihr die mit diesen Transaktionen einhergehenden Verlustrisiken demzufolge auch 
nicht bekannt. 

30

Dass G.________ vom Beschuldigten nicht umfassend über die Hintergründe und 
die Realisation der Transaktionen sowie über die Risikokomponente informiert 
worden war, kommt in etlichen ihrer Aussagen zum Ausdruck. So gab sie etwa an, 
nicht genau mitbekommen zu haben, was alles rausgegangen sei (pag. 18 1146 Z. 
11), und sie habe sich von seinen wiederholten Beteuerungen, dass es gut komme 
und das Geld gleich kommen werde, überzeugen lassen (pag. 18 1146 Z. 23 ff.; 
vgl. etwa auch pag. 18 1144 Z. 41 f., wonach er sie stets hingehalten habe mit der 
Phrase «jetzt sei es dann gut, bald komme das Geld»). Bereits früh im Verfahren 
sagte sie zudem aus, sie sei fast jeden Tag mit dem Beschuldigten zusammenge-
sessen, doch sei dies gewesen, um behaupten zu können, sie habe alles gewusst. 
Was dahintergesteckt habe, habe sie nicht gewusst (pag. 05 100 010 Z. 423 ff.). 
Der Beschuldigte habe immer gesagt, er «habe so viel Geld zu gut, 5 Mio oder so, 
und wenn das Geld käme könne er es uns geben und damit könnten wir fertig bau-
en. Es war ständig ein Versprechen von ihm, das sehr sehr weit ging. Er erzählte 
auch immer davon, dass er aus der Türkei Geld zugut hätte. Er ging sogar einmal 
nach CF.________(Stadt) und glaubte mit einem guten Vertrag zurück zu kehren. 
Aber das war auch nicht der Fall» (pag. 05 100 005 Z. 180 ff.). Auf Vorhalt der 
Aussagen des Beschuldigten, wonach sämtliche Geldtransaktionen im Wissen und 
Einverständnis von ihr erfolgt seien, führte G.________ aus, es sei natürlich raffi-
niert, da er jedes Mal gesagt habe, wo er hingehe (sei es in die Ostschweiz, nach 
Zürich oder Deutschland zu Frau AX.________), aber was effektiv dabei rausge-
schaut habe, ob er Geld geholt oder Geld übergeben habe, das sei eine andere 
Sache (pag. 18 1147 Z. 24 ff.). Andernorts gab sie auf denselben Vorhalt an: «nein, 
er hat so viel direkt selber gemacht. Das könnte ich so nicht sagen. Im Detail wurde 
ich nie so unterrichtet. Weil Herr E.________ und Herr A.________ haben das ge-
meinsam gemacht» (pag. 05 101 013 Z. 457 ff.). Auch habe sie im Verhalten des 
Beschuldigten kein Risiko gesehen, weil er es so gut habe erklären können, dass 
für sie alles gut sei, wenn er zum versprochenen Geld komme (pag. 18 1149 Z. 10 
und Z. 20). Die Risikokomponente sei vom Beschuldigten «weniger» angesprochen 
worden (pag. 18 1149 Z. 27). Gleiches geht aus früheren Aussagen von 
G.________ hervor, wie etwa: «die Eventualitäten wurden schon ab und zu be-
sprochen. A.________ konnte das immer so sagen, dass er Belege habe, dass es 
überwiesen werde. Aber danach war es nicht so. Er konnte uns immer wieder da-
von überzeugen, dass das Geld kommt und alles gut wird» (pag. 05 101 012 Z. 414 
ff.). Dass er G.________ nicht über die Risiken dieser Geschäfte informiert hat, ge-
stand der Beschuldigte im Übrigen selbst ein (pag. 18 1