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**Case Identifier:** 91312bdf-3d1b-5777-8de0-973564109cad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.05.2017 200 2016 1206
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1206_2017-05-29.pdf

## Full Text

200 16 1206 UV
GRD/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 29. Mai 2017

Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, 
lic. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

Sympany Versicherungen AG
Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 10. November 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2017, UV/16/1206, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Sympany Versicherungen AG (Sympany 
bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er gemäss 
Bagatellunfall-Meldung am 27. August 2014 auf einer steilen sowie schma-
len Treppe mit einem schweren Reisekoffer (zirka 30kg) in der rechten 
Hand ausrutschte und den Koffer hochzog, um die Personen auf der Trep-
pe weiter unten nicht zu gefährden, wobei er sich an der rechten Schulter 
sowie am rechten Unterarm verletzt haben soll (Akten der Sympany, Ant-
wortbeilage [AB] 1). Im Zusammenhang mit diesem Ereignis erbrachte die 
Sympany zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form 
von Heilbehandlung. Mit Verfügung vom 5. April 2016 (AB 8) stellte sie die-
se vorübergehenden Leistungen per 28. Februar 2015 ein. Daran hielt sie 
auf Einsprache hin (AB 9) mit Entscheid vom 10. November 2016 (AB 11) 
fest.

B.

Mit Eingabe vom 7. Dezember 2016 erhob der Versicherte, vertreten durch 
lic. iur. C.________ von der B.________, Beschwerde und beantragte, die 
Verfügung vom 5. April 2016 respektive der Einspracheentscheid vom 
10. November 2016 sei kostenfällig aufzuheben und ihm seien weiterhin 
die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen auszurichten; eventualiter 
sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurück-
zuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2017 schloss die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2017, UV/16/1206, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten. Soweit mit der Beschwerde jedoch auch die Ver-
fügung vom 5. April 2016 (AB 8) mitangefochten wurde, hat ein Forumsver-
schluss zu erfolgen. Zwar ist die Einsprache kein devolutives Rechtsmittel, 
ein Einspracheentscheid tritt jedoch an die Stelle der ursprünglichen Verfü-
gung (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 S. 411), weshalb die überschiessende 
Anfechtung der ursprünglichen Verfügung zur Folge hat, dass insoweit auf 
die Beschwerden nicht einzutreten ist (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 60 N. 7).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 10. No-
vember 2016 (AB 10). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die ge-
setzlichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Er-
eignis vom 27. August 2014 bzw. einer Berufskrankheit und dabei insbe-
sondere, ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen 
zulässigerweise per 28. Februar 2015 einstellte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2017, UV/16/1206, Seite 4

1.3 Mangels attestierter Arbeitsunfähigkeit steht kein Taggeldanspruch 
in Frage und soweit aktenkundig beschränkte sich die Heilbehandlung nach 
dem Abschluss der konservativen orthopädischen Therapie im November 
2015 (AB 5) hauptsächlich auf Akupunktur (AB 6, 9/2). Die D.________ als 
Trägerin der obligatorischen Krankenpflegeversicherung hat gegen die Ver-
fügung vom 5. April 2016 (AB 8) kein Rechtsmittel ergriffen und ihre Leis-
tungspflicht damit akzeptiert. Folglich ist der Beschwerdeführer in Bezug 
auf eine über den 28. Februar 2015 hinausgehende Heilbehandlung höchs-
tens noch von der Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) betrof-
fen. Der Streitwert liegt vor diesem Hintergrund jedenfalls unter 
Fr. 20‘000.--, weshalb die Beurteilung der Streitigkeit in die einzelrichterli-
che Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab eine Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101]; BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2008 UV Nr. 1 S. 2 E. 3.2), da 
sich die Beschwerdegegnerin überhaupt nicht dazu geäussert habe, wes-
halb keine Berufskrankheit vorliege (Beschwerde S. 4 Ziff. 5).

2.2 Die Begründungsdichte des Einspracheentscheids vom 10. Novem-
ber 2016 (AB 11) ermöglichte dessen sachgerechte und zielgerichtete An-
fechtung und ist nicht zu beanstanden, zumal sich die Verwaltung nicht 
ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen 
Einwand auseinandersetzen muss, sondern sich vielmehr auf die wesentli-
chen Gesichtspunkte beschränken kann (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 
124 V 180 E. 1a S. 181). Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem 
Einspracheentscheid auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes, der sich 
wiederum mit der Frage einer allenfalls vorliegenden Berufskrankheit be-
fasste (AB 10/7). Überdies könnte eine erfolgte (leichte) Verletzung des 
rechtlichen Gehörs in Anbetracht der uneingeschränkten Kognition des 

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angerufenen Gerichts ohnehin als geheilt gelten (vgl. BGE 137 I 195 
E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

Es sind demnach die materiellen Rügen im Zusammenhang mit dem strei-
tigen Anspruch zu prüfen. 

3.

3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

3.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt im Weiteren einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

3.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 

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E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Zu 
den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts «conditio sine qua non» war. Anders verhält es sich, wenn der Un-
fall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani-
fest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 
E. 4.2.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-

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chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358).

4.

4.1 Es ist unbestritten und erstellt, dass das Ereignis vom 27. August 
2014 zufolge der unkoordinierten Bewegung (Ausgleiten mit reflexartigem 
Hochziehen des rechten Arms) die kumulativen Tatbestandsvoraussetzun-
gen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 3.1 hiervor) erfüllt 
bzw. zumindest unter die unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne der 
intertemporalrechtlich anwendbaren Rechtslage (vgl. Abs. 1 der Überg-
angsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG) zu 
subsumieren wäre. Hinzu kommt, dass die Beschwerdegegnerin zunächst 
Leistungen in Form von Heilbehandlung erbrachte, womit sie das Vorliegen 
der Anspruchsvoraussetzungen anerkannte (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 1. Februar 2011, 8C_895/2010, E. 5.1).

4.2 Den Akten lassen sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

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4.2.1 Die erstbehandelnde (AB 1/1 Ziff. 10) Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, gab im Bericht vom 7. Oktober 
2014 (AB 2) an, der Beschwerdeführer sei bereits im Juni 2014 mit dem 
Fahrrad auf die rechte Seite gestürzt und habe in der Folge rechtsseitige 
Ellenbogen- und Schulterschmerzen verspürt. Er habe damals keinen Arzt 
konsultiert und die Schmerzen hätten ohne Therapie innerhalb von vier 
Wochen spontan gebessert. Durch das erneute Trauma vom 27. August 
2014 sei es zur Exazerbation der Restbeschwerden am rechten Ellenbogen 
gekommen. Ein über 30kg schwerer Aktenkoffer sei ihm aus der rechten 
Hand geglitten und das Nachgreifen habe ein Zugtrauma am rechten El-
lenbogengelenk verursacht. Dr. med. E.________ befundete am 16. Sep-
tember 2014 eine Tendinose des Musculus extensor carpi radialis (langer 
radialer Handstrecker) rechts, ging dementsprechend von einer Epikondyli-
tis humeri radialis aus und überwies den Beschwerdeführer an Dr. med. 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates.

4.2.2 Dr. med. F.________ bestätigte im Konsiliarbericht vom 21. Oktober 
2014 (AB 3) im Sinne einer Verdachtsdiagnose die Epikondylitis. Er hielt es 
für möglich, dass es aufgrund der beiden Traumaereignissen auch zu Mi-
kroläsionen in der gemeinsamen Sehne gekommen sei, für eine Fraktur 
fänden sich hingegen keine klinischen Hinweise. Er sehe aktuell lediglich 
die Möglichkeit mit den bereits eingeleiteten Physiotherapieübungen und 
der Stosswellentherapie fortzufahren. 

Im Verlaufsbericht vom 14. November 2014 (AB 4) hielt Dr. med. 
F.________ fest, dass es unter Analgesie und Stretching-Übungen der 
Vorderarmmuskulatur zu einer Besserung der Situation gekommen sei, 
nach vermehrter beruflicher Tätigkeit träten jedoch nach einigen Stunden 
erneut Schmerzen im Ellenbogengelenk auf. Es werde vorerst der weitere 
Spontanverlauf unter Schonung abgewartet und bei Bedarf eine klinische 
Verlaufskontrolle durchgeführt. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe nicht.

Eine durch den Orthopäden veranlasste bildgebende Untersuchung vom 
4. November 2015 (MRI Ellenbogen rechts) offenbarte eine diskrete Parti-
alläsion der Extensorensehne direkt am Ansatz des Epikondylus humeri 
radialis bei einem ansonsten normalen Befund. Im Bericht vom 6. Novem-

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ber 2015 (AB 5) passte Dr. med. F.________ die Diagnose entsprechend 
an und vermutete, dass diese Sehnenläsion unfallbedingt sei. Er empfahl 
die Weiterführung der Physiotherapie mit Stosswellentherapie sowie die 
Aufnahme einer Akupunkturbehandlung.

4.2.3 Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
gab in einem auf den 28. Januar 2011 (richtig wohl: 2016) datierten Bericht 
(AB 6) an, sie habe den Beschwerdeführer dreimal mit Hilfe der Ohr-
Akupunktur sowie einer lokalen Lasertherapie im Bereich des rechten 
Ellenbogens behandelt, wobei die Intensität der Schmerzen bereits rückläu-
fig gewesen sei. 

4.2.4 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, ge-
langte als beratender Arzt der Beschwerdegegnerin am 10. Februar 2016 
aufgrund der Akten zum Schluss, dass die Beschwerden nicht mehr mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 27. August 2014 
zurückzuführen seien. Es liege eine Epikondylitis ohne relevante objekti-
vierbare strukturelle traumatische Läsion vor. Der Sehnenriss vermöge die 
Unfallkausalität nicht zu beweisen, zudem seien Längsrisse eher degenera-
tiv bedingt. Der Status quo sine sei sechs Monate nach dem Ereignis er-
reicht worden (AB 7).

4.2.5 Mit Schreiben vom 26. April 2016 (AB 9/2) vertrat Dr. med. 
F.________ die Ansicht, dass ein eindeutiges Traumaereignis als Ursache 
für die Beschwerden vorliege, so dass mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit von einer unfallbedingten Ursache ausgegangen werden könne. Im 
MRI hätten sich keine Hinweise für eine Epikondylitis gezeigt, so dass eine 
krankheitsbedingte Ursache als unwahrscheinlich angesehen werden kön-
ne. Ferner sei der Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis beschwerde-
frei gewesen.

4.2.6 Im Rahmen des Einspracheverfahrens hielt Dr. med. H.________ in 
einer versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 5. Oktober 2016 
(AB 10/1-8) an seiner bisherigen Beurteilung fest. Er erklärte unter ande-
rem, nach dem Fahrradsturz im Juni 2014 sowie dem Ereignis vom 27. Au-
gust 2014 habe sich ein Beschwerdebild entwickelt, welches für eine Epi-
kondylitis humeri radialis typisch sei. Die Partialläsion der gemeinsamen 

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Extensoren beweise die Unfallkausalität nicht, denn es handle sich nicht 
um einen spezifisch traumatischen Befund, da Sehnenrisse auch überlas-
tungsbedingt bzw. degenerativ auftreten könnten. Ein partieller oder kom-
pletter Sehnenriss sei im Übrigen auch bei Tendinosen bekannt. Vorliegend 
sprächen zudem auch das Alter des Beschwerdeführers sowie die Be-
schwerdepersistenz für eine degenerative Ursache. Des Weiteren liege 
auch keine Berufskrankheit vor. Da der betroffene Arm auch im Alltag ein-
gesetzt werde, könne nicht mit der notwendigen Wahrscheinlichkeit bewie-
sen werden, dass die Epikondylitis stark überwiegend durch die … des 
Beschwerdeführers verursacht worden sei. Es liege höchstens eine durch 
das Ereignis vom 27. August 2014 ausgelöste vorübergehende, nicht aber 
eine richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes vor.

Am 24. Oktober 2016 wies Dr. med. H.________ präzisierend bzw. ergän-
zend darauf hin (AB 10/9-11), dass es sich bei der Epikondylitis um ein 
nicht entzündliches Krankheitsbild handle, weshalb ein fehlender bildge-
bender Nachweis eines Entzündungsprozesses dieser Diagnose nicht ent-
gegenstehe und auch nicht für eine traumatische Ursache spreche.

4.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 

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wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

4.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 10. November 2016 (AB 11) auf die versicherungsmedi-
zinischen Stellungnahmen von Dr. med. H.________ vom 5. Oktober 
(AB 10/1-8) bzw. 24. Oktober 2016 (AB 10/9-11). Diese Beurteilungen er-
füllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Anforderungen (vgl. E. 4.3 hier-
vor) und erbringen vollen Beweis. 

4.4.1 Dass der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin keine klinische 
Exploration durchführte, ist nicht geeignet, den Beweiswert seiner Ein-
schätzungen zu erschüttern, konnte er sich anhand der wesentlichen Vor-
akten und insbesondere des bildgebenden Befundes vom 4. November 
2015 (AB 5) doch ein insgesamt lückenloses Bild verschaffen (vgl. RKUV 
2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

4.4.2 Dr. med. H.________ setzte sich eingehend mit der divergierenden 
Auffassung des behandelnden Dr. med. F.________ auseinander und be-
gründete seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar und überzeugend. 
Zwar verfügt der Letztere über einen für den hier zu beurteilenden Ge-
sundheitsschaden spezifischeren Facharzttitel, der Erstere vermochte aber 
einleuchtend aufzuzeigen, dass auf die vom Orthopäden vertretene Ansicht 
nicht abgestellt werden kann. 

Die Aussage von Dr. med. F.________, dass sein Patient vor dem inkrimi-
nierten Ereignis vom 27. August 2014 beschwerdefrei gewesen sei 
(AB 9/2), steht der Annahme eines (asymptomatischen) krankhaften Vor-
zustandes nicht entgegen und wäre überdies als «post hoc ergo propter 
hoc»-Argumentation (wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann 
als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten 

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ist) für sich allein auch nicht geeignet, eine über den 28. Februar 2015 hin-
ausgehende natürliche Unfallkausalität zu begründen (vgl. BGE 119 V 335 
E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3; AB 10/6). Im Übrigen 
widerspricht die Behauptung einer initialen Beschwerdefreiheit ohnehin den 
Ausführungen von Dr. med. E.________, die auf im August 2014 noch be-
stehende Residualbeschwerden aus dem Fahrradsturz vom Juni 2014 hin-
wies (AB 2). 

Ebenso zutreffend legte Dr. med. H.________ dar (AB 10/11), dass die 
fehlenden Entzündungszeichen nicht gegen das Vorliegen einer von den 
Dres. med. E.________ und F.________ (AB 2-4) anfänglich selbst als 
Verdachtsdiagnose in Betracht gezogenen Epikondylitis sprechen. Denn 
obwohl dieser Begriff ein entzündliches Grundgeschehen impliziert, kann 
histopathologisch keine akute oder chronische Inflammation nachgewiesen 
werden (MEFFERT/JAKUBIETZ, Epicondylitis humeri radialis et ulnaris, in: 
ULRICH STÖCKLE [Hrsg.], Ellenbogenchirurgie, 1. Aufl. 2010, S. 16).

Des Weiteren zeigte der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin überzeu-
gend auf (AB 7, 10/6 f., 10/10), dass auch die medizin-wissenschaftlichen 
Erkenntnisse – insbesondere die Epidemiologie sowie die Art des Sehnen-
risses – eher für eine degenerative Ätiologie sprechen (vgl. PLAASS/WEISS-
KOPF [Hrsg.], Die Sehne, Leitfaden zur Behandlung von Sehnenpathologi-
en, 2017, S. 122; REIMER/PARIZEL/STICHNOTH [Hrsg.], Klinische MR-
Bildgebung, 2013, S. 239). 

4.4.3 Dass ein Vorzustand vorlag, welcher durch das versicherte Ereignis 
vom 27. August 2014 aktiviert bzw. verschlimmert wurde und sich spätes-
tens 28. Februar 2015 wieder so präsentierte, wie er sich auch ohne Unfall 
eingestellt hätte (Status quo sine), wird seitens des Beschwerdeführers 
mittlerweile nicht mehr explizit bestritten. Vielmehr macht er geltend, die 
Epikondylitis sei als Berufskrankheit zu werten (Beschwerde S. 4 ff. 
Ziff. 5.2 ff.). Wie nachfolgende aufgezeigt wird, besteht aber auch unter 
diesem Titel keine weitere Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2017, UV/16/1206, Seite 13

5.

5.1 Als Berufskrankheiten gelten gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG Krankhei-
ten (vgl. Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder 
vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht 
worden sind. Der Bundesrat erstellt eine Liste dieser Stoffe und Arbeiten 
sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegations-
norm und Art. 14 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfall-
versicherung (UVV; SR 832.202) hat der Bundesrat in Anhang 1 zur UVV 
eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen 
erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine «vorwiegende» Verursachung 
von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten gege-
ben, wenn diese mehr wiegen als alle anderen mitbeteiligten Ursachen, 
mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen (BGE 
133 V 421 E. 4.1 S. 425, 119 V 200 E. 2a S. 200; SVR 2011 UV Nr. 5 S. 17 
E. 2.2; Entscheid des BGer vom 6. November 2014, 8C_429/2013, 
E. 5.1 f.). 

5.2 Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch ande-
re Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich 
oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. 
Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die da-
durch entstehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 
zur UVV entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, 
oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. 
Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des «ausschliesslichen 
oder stark überwiegenden» Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufs-
krankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht 
worden ist. Dabei ist grundsätzlich in jedem Einzelfall Beweis darüber zu 
führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%ige) bis aus-
schliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 2b 
S. 186 und E. 4b S. 189, 119 V 200 E. 2b S. 201; SVR 2010 UV Nr. 11 
S. 45 E. 3). An die Annahme einer Berufskrankheit sind relativ strenge An-
forderungen zu stellen. Verlangt wird, dass die versicherte Person für eine 
gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist. Die einmalige 
gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung ein-

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tritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist 
die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 
E. 2b S. 186; SVR 2007 UV Nr. 27 S. 91 E. 2).

6.

6.1 Die Epikondylitis zählt gemäss geltender Rechtsprechung nicht zu 
den Krankheiten gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG (i.V.m. Art. 14 UVV und An-
hang 1 zur UVV), eine Leistungspflicht fällt aber in Betracht, soweit die er-
höhten Anforderungen der Generalklausel von Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt 
sind (vgl. Entscheid des BGer vom 6. März 2013, 8C_598/2012, E. 4.4 mit 
Hinweisen; SVR 2005 UV Nr. 6 S. 18 E. 3.3; Empfehlung Nr. 02/2008 der 
ad-hoc-Kommission Schaden UVG).

6.2 Der Beschwerdeführer ist bei seiner Arbeitgeberin seit 1. Januar 
2014 mit einem Vollpensum als … angestellt (AB 1). Er arbeitet bis zu zwölf 
Stunden täglich, wobei er den grössten Teil der Arbeitszeit am Computer 
verbringt und es ihm aus Zeitgründen nicht möglich ist, die Computer-Maus 
mit der linken Hand zu bedienen (AB 6; Beschwerde S. 6 Ziff. 5.3). Nach-
dem er bereits nach dem Fahrradsturz im Juni 2014 erste Symptome ver-
spürte, nahm der Beschwerdeführer ausweislich der Akten am 16. Sep-
tember 2014 erstmals ärztliche Behandlung in Anspruch (AB 2). Zwar wäre 
auch eine allfällige zusätzliche Expositionsdauer vor der aktuellen Versi-
cherungsdeckung bei der Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 9 Abs. 3 UVG) 
einzubeziehen (vgl. E. 6.1 hiervor), das Erheben einer weiteren Berufs-
anamnese (Beschwerde S. 5 Ziff. 5.2) erübrigt sich hier indes (antizipierte 
Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Wohl kann die Textein-
gabe am Computer oder die exzessive Anwendung durch Computermaus 
(«Maushand») eine prädisponierende Tätigkeit für Überlastungsschäden im 
Ansatzbereich der Sehne des ulnaren Handstreckers darstellen (vgl. STÄB-
LER/STEINBORN, Erkrankungen der Sehnenansätze, in AXEL STÄBLER 
[Hrsg.], Muskuloskelettales System 3, 2005, S. 78), was allenfalls glei-
chermassen für den langen radialen Handstrecker gilt. Wird durch das Be-
wegen der Computermaus und die dabei eingenommene Stellung/Haltung 
der Hand und des Arms eine Schmerzreaktion aber bloss ausgelöst oder 

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veranlasst, nicht aber verursacht, kann nicht von einer stark überwiegen-
den Ursache im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG gesprochen werden (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 21. Januar 2014, 8C_702/2013, E. 4.2).

Biomechanisch erfolgt die Texteingabe am Computer bzw. das Bedienen 
der Computermaus relativ körpernah, mit äusserst geringen Kraftanforde-
rungen an die Hand und wiederholten Regenerationszeiten, was bereits auf 
der übergeordneten Ebene der allgemeinen medizinischen Erkenntnisse 
(vgl. BGE 126 V 183 E. 4c S. 189) gegen eine hohe Erkrankungswahr-
scheinlichkeit an Epikondylitis spricht (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts 
vom 10. November 2005, UV 58273, E. 8.2.2). Mit der Beschwerdegegne-
rin (Beschwerdeantwort S. 6 Ziff. 6) ist denn auch ohne weiteres davon 
auszugehen, dass empirisch nicht nachgewiesen ist, dass bei Personen, 
die Computerarbeit verrichten, die Epikondylitis mehr als viermal häufiger 
verbreitet ist als in anderen Berufsgruppen oder in der Allgemeinbevölke-
rung. Es fehlt also an einem qualifizierten Nachweis der Berufsbedingtheit 
des Leidens. Hinzu kommt, dass auch die untergeordnete Ebene der Be-
weisführung im streitigen Einzelfall (vgl. BGE 126 V 183 E. 4c S. 189 f.) 
dagegen spricht, dass die Epikondylopathie stark überwiegend wahrschein-
lich durch die Computerarbeit verursacht wurde. So wies Dr. med. 
H.________ zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführer den rechten 
Arm – nebst der ergonomisch adaptierten Berufstätigkeit (AB 4) – auch im 
Alltag einsetzt (AB 10/7). Zudem ist – wie erwähnt – kein hoher Krafteinsatz 
erforderlich, tritt keine zusätzliche Vibrationsbelastung auf, besteht mit dem 
Lebensalter des Beschwerdeführers ein epidemiologisch relevanter Co-
Faktor (vgl. VGE UV 58273 E. 8.3.3) und wurde die Epikondylitis durch den 
Fahrradsturz im Juni 2014 sowie die unkoordinierte Bewegung im August 
2014 aktiviert bzw. verschlimmert. Der gesamten medizinischen Aktenlage 
lassen sich keine Aussagen entnehmen, welche verlässlich den Schluss 
auf eine 75%ig wahrscheinliche Verursachung des Leidens durch die Be-
rufstätigkeit gestatten; entsprechende Umstände werden vom Beschwerde-
führer auch nicht substanziiert vorgebracht.

6.3 Weil nach dem Gesagten keine Berufskrankheit vorliegt und nach 
dem versicherten Ereignis vom 27. August 2014 der Status quo sine 
spätestens am 28. Februar 2015 eingetreten ist, hat die Beschwerdegegne-

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rin die vorübergehenden Leistungen zu Recht per dato terminiert. Die ge-
gen den Einspracheentscheid vom 10. November 2016 (AB 11) erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
-  B.________ z.H. des Beschwerdeführers
-  Sympany Versicherungen AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.