# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32db5267-2799-5e3c-bcae-05ba33131661
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.08.2013 UV 2012/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-75_2013-08-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/75

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 05.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2013
Art. 6 UVG. Die Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin erfolgte 
ungerechtfertigt. Der Nachweis des Dahinfallens des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten 
Schulterbeschwerden und dem Unfallereignis wurde von der 
Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenüglich dargetan (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. August 2013, UV 
2012/75).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Annina Baltisser

Entscheid vom 5. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

c/o Fortuna Rechtsschutz Versicherung AG, Soodmattenstrasse 2, 8134 Adliswil,

gegen

Visana Versicherungen AG, Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Visana Services AG, Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 15,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war seit dem 1. September 2007 bei Dr. med. B.___, Fachärztin FMH für 

Allgemeine Innere Medizin, angestellt und dadurch bei der Visana Versicherungen AG 

(nachfolgend: Visana) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er 

sich gemäss Bagatellunfallmeldung vom 28. Oktober 2008 am 27. September 2008 an 

der rechten Schulter verletzte (UV-act. 2). Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. C.___, 

FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, gab im Bericht vom 

28. Oktober 2008 an, bei der Untersuchung habe sich eine freie 

Schultergelenksbeweglichkeit mit endphasiger Schmerzhaftigkeit nur bei 

Aussenrotation, insbesondere gegen Widerstand, gezeigt (UV-act. 7). Im Bericht vom 

12. August 2009 führte Dr. C.___ aus, radiologisch zeige sich ein unauffälliges 

Glenohumeralgelenk mit Akromion Typ II bei gleichzeitig ausgeprägtem 

spitzzulaufendem Sporn und einem gerade noch normalen akromiohumeralen Abstand 

von rund acht Millimetern sowie AC-Gelenksarthrose bei rund ca. halbe Schaftbreite 

nach kranial überstehender Clavicula im AC-Gelenk (UV-act. 8). Die Visana erbrachte 

die gesetzlichen Leistungen.

A.b  Am 7. Februar 2011 meldete die Arbeitgeberin, der Versicherte sei am 2. Februar 

2011 in einem Bergrestaurant mit Skischuhen auf dem Plattenboden ausgerutscht und 

hingefallen. Dabei habe er sich die rechte Schulter und das linke Knie verletzt (UV-act. 

12). Eine am 9. Februar 2011 durchgeführte MRI-Arthrographie der rechten Schulter 

ergab eine breitflächige transmurale Ruptur von Supra- und Infraspinatussehne, eine 

mittelgradige AC-Arthrose sowie eine degenerative Auffaserung der langen 

Bizepssehne (UV-act. 13). Am 16. Februar 2011 diagnostizierte Dr. med. D.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Schulthess Klinik, Zürich, einen Status nach direkter 

Traumatisierung der rechten Schulter am 2. Februar 2011, eine Arthro-MR-

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tomographisch ausgedehnte ältere posterosuperiore Läsion der Rotatorenmanschette 

(Supraspinatus- und Infraspinatussehne) mit Retraktion des Sehnenstumpfes bis zum 

Glenoid und in den schräg-sagittalen Schnitten ausgeprägte Atrophie der betroffenen 

Rotatorenmanschetten-Muskulatur mit beginnender Verfettung Goutalier Stadium I-II, 

nebenbefundlich eine mittelgradige AC-Gelenksarthrose und degenerative Auffaserung 

der langen Bicepssehne. Dr. D.___ führte im Weiteren aus, aufgrund der Bildgebung 

müsse von

einer frischen Traumatisierung der rechten Schulter bei jedoch schon vorbestehender 

älterer posterosuperiorer Läsion der Rotatorenmanschette ausgegangen werden. Bei 

Beschwerdepersistenz könne im Verlauf eine Schulterarthroskopie rechts im Sinne 

eines Débridements evaluiert werden (UV-act. 15). Mit Schreiben vom 24. März 2011 

diagnostizierte Dr. C.___ eine ausgedehnte posterosuperiore 

Rotatorenmanschettenläsion rechts und führte im Weiteren aus, diese sei, wie von Dr. 

D.___ angenommen, möglicherweise vorbestehend. Dennoch schienen die 

degenerativen Veränderungen an der Muskulatur dafür zu wenig stark ausgeprägt, so 

dass fraglich sei, ob nicht ein erheblicher Teil der jetzt vorliegenden Läsion frischen 

Ursprungs sei (UV-act. 17). In den Berichten vom 26. April 2011 und 23. August 2011 

führte Dr. D.___ aus, die Schulterfunktion sei in Kenntnis der ausgedehnten 

Rotatorenmanschettenläsion sehr gut erhalten bzw. weiterhin frei und symmetrisch im 

Vergleich zur linken Seite. In therapeutischer Hinsicht wolle der Versicherte den 

weiteren Verlauf abwarten und es werde weiterhin konservativ verfahren (UV-act. 19 

ff.).

A.c  Am 22. März 2012 wurde im Kantonsspital E.___ eine MRI-Arthrographie der 

rechten Schulter durchgeführt. Diese ergab einen im Verlauf etwa unveränderten Status 

der Rotatorenmanschette mit Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne sowie eine 

Retraktion der Sehnenstümpfe mit zunehmender Atrophie und Verfettung der 

Muskelbäuche, etwa unveränderte AC-Arthrose und degenerativ signalveränderte 

lange Bizepssehne sowie (was aber wohl eine Falschangabe sein dürfte) "eine intakte 

Infraspinatussehne" (UV-act. 24). Prof. Dr. med. F.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im 

Bericht vom 22. Mai 2012 aus, die Röntgenbilder würden eine Verschlechterung 

gegenüber dem Befund vom letzten Herbst mit einer acromiohumeralen Distanz von 

4mm und einer leichten subacromialen Arthrose zeigen. Hinsichtlich des weiteren 

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Verlaufs bestehe die Möglichkeit, die Situation zu akzeptieren, was sich bei der relativ 

guten Funktion rechtfertigen liesse. Möglich sei auch eine Schmerzverbesserung durch 

ein arthroskopisches, subacromiales Débridement oder eine Verbesserung der 

Schulterfunktion durch einen Latissimus dorsi-Transfer (UV-act. 26).

A.d  Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, führte als beratender Arzt der Visana in seiner Beurteilung vom 

25. Mai 2012 aus, der Unfall vom 2. Februar 2011 sei nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit (teil-)ursächlich für die gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Der 

Status quo sine sei spätestens nach drei bis sechs Monaten erreicht worden (UV-act. 

28). Der beratende Arzt Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in der Beurteilung vom 5. Juni 2012 

aus, gemäss den vorliegenden Berichten habe der Unfall vom 27. September 2008 

nicht zu einer relevanten Verletzung der Schulter geführt. Aufgrund der vorliegenden 

Unterlagen sei davon auszugehen, dass sich die Läsion der Rotatorenmanschette 

unabhängig von Unfallereignissen zwischen August 2009 (gemeint wohl: September 

2008) und Februar 2011 degenerativ entwickelt habe (UV-act. 30).

A.e  Gestützt auf die Beurteilungen der beratenden Ärzte vom 25. Mai 2012 und 5. Juni 

2012 eröffnete die Visana dem Versicherten mit Verfügung vom 6. Juni 2012 die 

Einstellung der bisherigen Versicherungsleistungen per 2. August 2011 und verneinte 

darüber hinaus einen Anspruch auf Versicherungsleistungen gestützt auf einen Rückfall 

zum Ereignis vom 27. September 2008 (UV-act. 39).

A.f Am 15. Juni 2012 wurde der Versicherte in der Uniklinik Balgrist, Zürich, an der 

rechten Schulter operiert (Latissimus dorsi-Transfer rechts; UV-act. 54, vgl. auch UV-

act. 26).

A.g  Gegen die Verfügung vom 6. Juni 2012 erhob der Versicherte am 3. Juli 2012 

Einsprache und machte sinngemäss geltend, der Fallabschluss durch die Visana sei zu 

früh erfolgt, da er sich noch in ärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung 

befunden habe. Im Falle einer Ablehnung eines Leistungsanspruchs im Zusammenhang 

mit dem Ereignis vom 2. Februar 2011 sei von einem Rückfall zum Ereignis vom 27. 

September 2008 auszugehen (UV-act. 49).

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A.h  In der Beurteilung vom 31. Juli 2012 führte Dr. H.___ aus, im MRI vom 9. Februar 

2012 hätten verschiedene strukturelle Alterationen festgestellt werden können, von 

denen keine in erkennbarer Weise auf das Ereignis vom 2. Februar 2011 

zurückzuführen sei. Hinsichtlich des Ereignisses vom 27. September 2008 führte er 

aus, eine akute Verletzung relevanten Ausmasses sei aufgrund des Berichtes von Dr. 

C.___ vom 12. August 2008 weitestgehend auszuschliessen. Nachdem somit keines 

der beiden erwähnten Ereignisse mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zur Läsion der 

Rotatorenmanschette geführt habe, dürfe, im Sinne eines Ausschlussverfahrens, davon 

ausgegangen werden, dass sich die Läsion krankheitshalber entwickelt habe (UV-act. 

56).

A.i Mit Einspracheentscheid vom 24. August 2012 wies die Visana die Einsprache des 

Versicherten vom 3. Juli 2012 ab. Die beratenden Ärzte Dr. G.___ und Dr. H.___ seien 

zum Schluss gekommen, dass das Ereignis vom 2. Februar 2011 zu einer 

vorübergehenden Symptomatisierung eines Vorzustandes geführt habe und der Status 

quo sine nach spätestens sechs Monaten erreicht worden sei. Unter diesen 

Umständen sei eine Zuordnung der bestehenden Beschwerden zum Ereignis vom 2. 

Februar 2011 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. 

Nicht überwiegend wahrscheinlich sei gestützt auf die Ausführungen von Dr. H.___ eine 

Zuordnung der Schulterbeschwerden zum Ereignis vom 27. September 2008. Die 

medizinischen Beurteilungen der beratenden Ärzte seien schlüssig und nachvollziehbar 

(UV-act. 71).

A.j Im Bericht vom 18. September 2012 führte Dr. med. I.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, die 

Beschwerden des Versicherten, welche zur Operation vom 15. Juni 2012 geführt 

hatten, seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Ereignisse vom 27. 

September 2008 und 2. Februar 2011 zurückzuführen, da vor dem ersten Unfallereignis 

absolut keine Schulterbeschwerden bestanden hätten. Die grosse posterosuperiore 

Rotatorenmanschettenruptur, welche das MRI vom 9. Februar 2011 gezeigt habe, sei 

einerseits über die Jahre nach dem ersten Sturzereignis vom 27. September 2008 

entstanden, durch das zweite Sturzereignis vom 2. Februar 2011 aber zusätzlich 

traumatisiert und bestimmt auch vergrössert worden. Der Versicherte befände sich 

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zurzeit noch in der postoperativen Rehabilitationsphase (UV-act. 78). Am 30. Oktober 

2012 hielt Dr. H.___ an seiner Beurteilung vom 31. Juli 2012 fest (UV-act. 79).

B.

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 24. August 2012 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 25. September 2012 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Angelegenheit an die 

Vorinstanz zurückzuweisen und es seien weitere medizinische Abklärungen 

anzuordnen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

an, es sei nicht nachvollziehbar, dass die beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin, 

ohne ihn jemals untersucht zu haben, zum Schluss kämen, dass die Beschwerden 

degenerativer Natur seien. Dies ergebe sich nicht aus den Arztzeugnissen der 

behandelnden Ärzte und sei aktenwidrig. Auch Dr. I.___ bestätige in seinem Bericht 

vom 18. September 2012, dass der Status quo sine noch nicht erreicht sei. Somit habe 

die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt nicht richtig abgeklärt (act.

G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2012 beantragt die 

Beschwerdegegnerin, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, da der 

Beschwerdeführer die Beschwerde gegen die Visana Services AG und damit gegen die 

falsche Partei richte. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen. Indem drei bis sechs 

Monate nach dem Ereignis vom 2. Februar 2011 der Status quo sine erreicht worden 

sei, seien die im Anschluss geklagten Beschwerden aufgrund der Aktenlage keinesfalls 

mehr adäquat kausal auf den Unfall vom 2. Februar 2011 zurückzuführen. Ein Rückfall 

zum Ereignis vom 27. September 2008 scheitere bereits am Nachweis der natürlichen 

Kausalität (act. G 5).

B.c  In der Replik vom 21. Januar 2013 (act. G. 7) und der Duplik vom 22. März 2013 

(act. G 11) halten beide Parteien an ihren Anträgen fest. Auf die Begründungen in den 

einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

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Erwägungen:

1. 

Vorab ist zu prüfen, ob auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beschwerdegegnerin 

verneint diese Frage mit der Begründung, die Beschwerde richte sich gegen die Visana 

Services AG und damit gegen die falsche Partei. Passivlegitimiert sei die Visana Ver­

sicherungen AG (act. G 5). Der Vorwurf, die falsche Partei sei belangt worden, verfängt 

allerdings nicht. Zwar geht die Parteistellung der Visana Versicherungen AG im 

vorliegenden Verfahren aus den Akten klar hervor; der Einspracheentscheid vom 24. 

August 2012 (UV-act. 71), gegen welchen sich die Beschwerde vom 25. September 

2012 (act. G 1) richtet, bezeichnet die Visana Versicherungen AG und nicht die Visana 

Services AG als Partei. Allerdings muss sich die Beschwerdegegnerin entgegenhalten 

lassen, dass die Abgrenzung der Visana Versicherungen AG von der Visana Services 

AG der beschwerdeführenden Partei mitunter Schwierigkeiten bereiten kann, zumal 

Letztere auf den relevanten Dokumenten – so insbesondere auf der Verfügung vom 6. 

Juni 2012 (UV-act. 39) und dem Einspracheentscheid – als Kontaktadresse aufgeführt 

ist. Vor diesem Hintergrund ist die Bezeichnung der Beschwerdegegnerin von Amtes 

wegen zu berichtigen. Die Bestreitung der Passivlegitimation durch die 

Beschwerdegegnerin erweist sich unter diesen Umständen als überspitzt formalistisch. 

Da auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen, insbesondere jene der örtlichen und 

sachlichen Zuständigkeit, erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2. 

2.1 In materieller Hinsicht ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin die 

Versicherungsleistungen, welche sie im Anschluss an das Unfallereignis vom 2. Februar 

2011 ausgerichtet hatte, zu Recht auf den 2. August 2011 einstellte.

2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

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Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177, E. 3.1 mit Hinweisen). Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Im Bereich 

klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle; sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne Weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen).

2.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. 

Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 

erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

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überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich 

fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (vgl. dazu Th. Locher, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.). Da es sich hierbei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 

der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 

E. 2 mit Hinweisen). Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des 

Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung 

immer noch eine Teilursache darstellt. Für die Verneinung muss nicht etwa der Beweis 

für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor 

geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder 

degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

329 E. 3b). Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis 

zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte 

Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 18. Dezember 2003, U 258/02, sowie vom 31. August 2001, U 

285/00).

2.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 33 ff. zu Art. 43).

3. 

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3.1 Der Beschwerdeführer stellt sich u.a. auf den Standpunkt, dass die 

Leistungseinstellung zu früh erfolgt sei, da die Behandlung noch nicht abgeschlossen 

gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Leistungseinstellung auf die 

Beurteilungen der beratenden Ärzte Dr. G.___ und Dr. H.___ vom 25. Mai 2012 und 5. 

Juni 2012 (UV-act. 28 ff.), gemäss welchen der Status quo sine nach sechs Monaten 

und damit am 2. August 2011 erreicht worden sei.

3.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend 

für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Auch den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 

353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 

mit Hinweisen). An die Beweiswürdigung von Stellungnahmen versicherungsinterner 

Ärztinnen und Ärzte sind jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, 

sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 472 E. 4.7).

3.3 Der die Beschwerdegegnerin beratende Arzt Dr. G.___ führt in seiner Beurteilung 

vom 25. Mai 2012 (UV-act. 28) hinsichtlich des Ereignisses vom 2. Februar 2011 aus, 

bereits im MRI vom 9. Februar 2011 seien keine somatisch nachweisbaren 

Veränderungen festgestellt worden. Durch das Ereignis vom 2. Februar 2011 sei es zu 

einer vorübergehenden Symptomatik (Schmerzauslösung) gekommen und es hätten 

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sich im Verlauf keine somatisch nachweisbaren Komplikationen gezeigt, welche die 

Heilung beeinträchtigt hätten. Es bestünden ausschliesslich degenerative und 

unfallunabhängige Beeinträchtigungen und die Befunde wiesen auf einen 

unfallunabhängigen und seit längerer Zeit andauernden, vorbestehenden Prozess hin. 

Der Status quo sine sei spätestens nach drei bis sechs Monaten erreicht worden. Diese 

Aussage von Dr. G.___, wonach im MRI vom 9. Februar 2011 keine somatisch 

nachweisbaren Veränderungen festgestellt worden seien, steht mit der vorliegenden 

Aktenlage insofern im Widerspruch, als im besagten MRI vom 9. Februar 2011 u.a. der 

Befund einer breitflächigen transmuralen Ruptur von Supra- und Infraspinatussehne 

und somit eine somatisch nachweisbare Veränderung erhoben wurde (UV-act. 13). 

Dass der Unfall vom 2. Februar 2011 nicht überwiegend wahrscheinlich (teil-)ursächlich 

für die gesundheitlichen Beschwerden des Beschwerdeführers ist, kann somit 

entgegen den Ausführungen von Dr. G.___ nicht durch den MRI-Befund vom 9. Februar 

2011 gestützt werden. Darüber hinaus ist die Beurteilung hinsichtlich der übrigen 

Aktenlage unvollständig, zumal sich Dr. G.___ auch nicht mit der damals auf den 15. 

Juni 2012 geplanten Operation (Latissimus dorsi-Transfer rechts; vgl. UV-act. 54) 

auseinandersetzt. Sodann enthält sich der beratende Arzt bei seiner Beurteilung, 

wonach ein Status quo sine spätestens nach drei bis sechs Monaten erreicht worden 

sei, jeglicher Begründung. Zwar handelt es sich beim Status quo sine um einen 

hypothetischen Zustand, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen 

lässt (vgl. das Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2). Jedoch 

vermag vor dem Hintergrund der vorliegenden Aktenlage eine allein auf 

Erfahrungswerte abgestützte und nicht näher begründete Festlegung des Erreichens 

des Status quo sine der Beweisanforderung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nicht zu genügen.

3.4 Der beratende Arzt Dr. H.___ führt in der Beurteilung vom 31. Juli 2012 (UV-

act. 56) seinerseits aus, keine der verschiedenen strukturellen Alterationen 

(strukturellen Veränderungen), welche im MRI vom 9. Februar 2011 festgestellt worden 

seien, sei in erkennbarer Weise auf das Ereignis vom 2. Februar 2011 zurückzuführen. 

Vielmehr seien sämtliche als pathologisch zu bewertenden Befunde als unfallfremd zu 

bezeichnen. Die Aktivierung von Beschwerden durch ein Sturzereignis sei plausibel, 

doch könne aufgrund allgemeiner Erfahrung davon ausgegangen werden, dass diese 

Schmerzen nach spätestens drei bis sechs Monaten abklingen würden, nachdem keine 

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traumatisch bedingten Strukturveränderungen hätten festgestellt werden können. 

Damit beschränkt sich auch Dr. H.___ im Wesentlichen auf Ausführungen zum MRI 

vom 9. Februar 2011. Eine Auseinandersetzung mit der gesamten medizinischen 

Aktenlage sowie den neueren Befunden findet nicht statt. Vor diesem Hintergrund 

überzeugt das von Dr. H.___ angewendete Ausschlussverfahren, wonach davon 

ausgegangen werden dürfe, dass sich die Läsion der Rotatorenmanschette rein 

krankheitshalber entwickelt habe, nicht.

3.5 Im Widerspruch zu den Aktenbeurteilungen von Dr. G.___ und Dr. H.___ steht 

sodann der Bericht von Dr. I.___ vom 18. September 2012 (UV-act. 78), gemäss 

welchem die Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf die beiden Ereignisse vom 27. September 2008 und 2. Februar 

2011 zurückzuführen seien. Dabei vermag insbesondere die Aussage Dr. I.___, wonach 

sich in der MRI-Untersuchung vom 22. März 2012 (UV-act. 24) eine klare Zunahme der 

fettigen Infiltration der Infraspinatusmuskulatur sowie eine weitere Atrophisierung der 

Supraspinatusmuskulatur gezeigt habe und dies darauf hindeute, dass ein wesentlicher 

Teil der im ersten MRI vom 9. Februar 2011 erkannten Ruptur frisch gewesen sei, da 

eine solche Dynamik bei initial lang bestehender chronischer degenerativer Ruptur 

nicht zu erwarten gewesen wäre, Zweifel an der Schlüssigkeit der Feststellungen der 

beratenden Ärzte zu begründen.

3.6 Insgesamt ist der Wegfall der Unfallkausalität durch die Beurteilungen der 

beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin somit nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.

4. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Dahinfallen des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 2. Februar 2011 und den 

über den 2. August 2011 hinaus geklagten Schulterbeschwerden nicht rechtsgenüglich 

dargetan ist. Die Einstellung der Leistungen durch die Beschwerdegegnerin per 2. 

August 2011 erweist sich damit als ungerechtfertigt. Bei dieser Ausgangslage erübrigt 

sich die Prüfung eines Rückfalls zum Ereignis vom 27. September 2008. Im Hinblick auf 

eine spätere Leistungseinstellung wird es sich angesichts der widersprüchlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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medizinischen Aktenlage aufdrängen, den Beschwerdeführer durch einen 

unabhängigen, auf Schulterchirurgie spezialisierten, Facharzt untersuchen zu lassen.

4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 24. August 2012 gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer über den 2. August 2011 

hinaus die gesetzlichen Leistungen für den am 2. Februar 2011 erlittenen Unfall 

auszurichten.

4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Eine 

Parteientschädigung ist dem nicht durch einen Rechtsanwalt vertretenen 

Beschwerdeführer nicht zuzusprechen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid aufgehoben und die 

Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer über den 2. August 2011 

hinaus die gesetzlichen Leistungen für den am 2. Februar 2011 erlittenen Unfall zu 

erbringen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2013
	Art. 6 UVG. Die Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin erfolgte ungerechtfertigt. Der Nachweis des Dahinfallens des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten Schulterbeschwerden und dem Unfallereignis wurde von der Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenüglich dargetan (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. August 2013, UV 2012/75).

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