# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 188209ef-9a5f-5907-80b0-5efef8e1efcb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.09.2011 D-4907/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4907-2011_2011-09-13.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4907/2011

U r t e i l   v om   1 4 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis,
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

Parteien A._______, geboren am (…), Kenia,
alias B._______, geboren am (…),
Somalia,
vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, Zürcher Beratungsstelle 
für Asylsuchende, (…),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);
Verfügung des BFM vom 31. August 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin am 11. August 2011 auf dem Luftweg nach 
Zürich­Kloten  gelangte  und  am  12. August  2011  am  Flughafen  ein 
Asylgesuch stellte,

dass  das  BFM  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung  vom  12. August 
2011  die  Einreise  in  die  Schweiz  vorläufig  verweigerte  und  ihr  für  die 
Dauer von maximal 60 Tagen den Transitbereich des Flughafens Zürich­
Kloten als Aufenthaltsort zuwies,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom 
15. August 2011 sowie der einlässlichen Anhörung vom 25. August 2011 
zur Begründung ihres Asylgesuches im Wesentlichen geltend machte, sie 
sei  somalische  Staatsangehörige  muslimischen  Glaubens  und  stamme 
aus  C._______  (Provinz  Jubbada  Hoose),  wo  sie  bis  zum  1. Juli  2011 
gemeinsam  mit  ihrer  Mutter,  ihrem  Stiefvater,  vier  Geschwistern,  vier 
Halbgeschwistern,  ihrer Grossmutter,  zwei Onkeln mütterlicherseits  und 
zwei Cousins gelebt habe,

dass der Verdienst  ihrer Mutter gerade ausgereicht habe, um die ganze 
Familie durchzubringen,

dass ihr Vater im Jahre 1998 zufolge Krankheit gestorben sei,

dass  am  28. Juni  2011  ein  Angehöriger  der  islamischen  Al­Shabab­
Milizen, den man D._______ genannt habe, in Begleitung zweier weiterer 
Männer  bei  ihrer  Familie  erschienen  sei  und  erklärt  habe,  sie,  die 
Beschwerdeführerin, heiraten zu wollen,

dass  ihre  Familienangehörigen  diesem  Ansinnen  aus  Angst,  im  Falle 
einer Widerrede umgebracht zu werden, zugestimmt hätten,

dass der um ihre Vermählung ersuchende Mann sie mitgenommen und in 
einem  Haus,  wo  bereits  andere  Frauen  sowie  mehrere  Kinder  gelebt 
hätten, in einem Zimmer eingesperrt habe,

dass Jamal sie am späten Nachmittag des dritten Tags in ihrem Zimmer 
aufgesucht  und  ihr  eröffnet  habe,  diese  Nacht  gemeinsam  mit  ihr 
zubringen zu wollen,

dass er dabei das Fenster des Zimmers geöffnet habe, um den Raum zu 
lüften,

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dass  sie  in  der  Folge  im Schutze  der Dämmerung  durch  jenes  Fenster 
aus  dem  Haus  geflüchtet  und  zu  ihren  Familienangehörigen 
zurückgekehrt sei,

dass einer ihrer Onkel sie in einem anderen Haus versteckt habe,

dass ein Mann sie am darauffolgenden Morgen beziehungsweise Abend 
abgeholt  und  in  ein Flüchtlingslager  namens E._______ gebracht  habe, 
wo sie, ohne registriert zu werden, ungefähr einen Monat lang im Hause 
einer Familie gelebt habe,

dass  sie  dort  erfahren  habe,  dass  ihr  Onkel  von  Angehörigen  der  Al 
Shabab  umgebracht  worden  sei,  weil  er  sie  versteckt  beziehungsweise 
ihr die Flucht ermöglicht habe,

dass schliesslich ein kontaktierter Schlepper ein Foto von  ihr angefertigt 
habe, um einen Pass für ihre Reise zu besorgen,

dass  sie  das  Flüchtlingslager  am  6. August  2011  zusammen  mit  dem 
Schlepper verlassen habe,

dass  sie  schliesslich  am  11. August  2011  via  ihr  unbekannte  Orte  und 
Länder in die Schweiz gelangt sei,

dass die Flughafenpolizei einen mit einem Foto der Beschwerdeführerin 
versehenen  kenianischen  Reisepass  sicherstellte,  an  dem  gemäss 
Bericht  des  Urkundenlabors  der  Kantonspolizei  Zürich  keine  objektiven 
Fälschungsmerkmale festgestellt werden konnten,

dass die Beschwerdeführerin dem BFM am 26. August 2011 mittels des 
Schweizerischen Roten Kreuzes einen somalischen Geburtsschein faxte,

dass das BFM mit – selben Tags eröffneter – Verfügung vom 31. August 
2011  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  ablehnte  und  deren 
Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich­Kloten sowie 
den Wegweisungsvollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
anführte,  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  hielten  den 
Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht stand,

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dass  insbesondere  ihre  geltend  gemachte  somalische  Identität  nicht 
glaubhaft sei und davon ausgegangen werde, sie besitze die kenianische 
Staatsbürgerschaft,

dass  das  BFM  ferner  festhielt,  die  somalische  Staatsangehörigkeit  der 
Beschwerdeführerin sei auch angesichts ihrer lückenhaften Aussagen zu 
ihrer angeblichen Heimat unglaubhaft,

dass  das  BFM  den  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Kenia  als  zulässig, 
zumutbar und möglich bezeichnete,

dass  der  Beschwerdeführerin  gemäss  Dispositiv  Ziff.  6  der 
angefochtenen  Verfügung  bei  deren  Eröffnung  die  editionspflichtigen 
Akten gemäss Aktenverzeichnis ausgehändigt wurden,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  7. September  2011  (Datum 
Poststempel)  durch  ihre  Rechtsvertreterin  Beschwerde  gegen  die 
Verfügung vom 31. August 2011 einreichte,

dass  sie  beantragte,  der  Entscheid  des  BFM  vom  31. August  2011  sei 
aufzuheben und ihr die Einreise zu genaueren Abklärungen zu bewilligen,

dass  eventualiter  die  Unzulässigkeit,  allenfalls  die  Unzumutbarkeit  des 
Vollzugs  der  Wegweisung  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen sei,

dass  ihr  ferner  die  unentgeltliche Prozessführung  unter  Entbindung  von 
der Kostenvorschusspflicht zu gewähren sei,

dass  auf  die  Beschwerdevorbringen  im  Einzelnen,  soweit 
entscheidwesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass  die  Beschwerde  und  die  vorinstanzlichen  Akten  am  7. September 
2011 beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

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20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG), und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführerin  die  Verfügung  des 
BFM  vom  31. August  2011  lediglich  hinsichtlich  des 
Wegweisungsvollzugs angefochten hat, weshalb die Verfügung des BFM, 
soweit  die  Nichtzuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft,  die 
Verweigerung des Asyls und die Anordnung der Wegweisung betreffend, 
rechtskräftig geworden ist,

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dass  somit  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung entgegenstehen, da das BFM eine vorläufige Aufnahme von 
Ausländern  anzuordnen  hat,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  als 
unzulässig, unzumutbar oder unmöglich zu erkennen ist (vgl. Art. 44 Abs. 
2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass das Bundesverwaltungsgericht nach eingehender Prüfung der Akten 
in  Übereinstimmung  mit  dem  BFM  zur  Ansicht  gelangt,  dass  die 
angebliche  somalische  Staatsangehörigkeit  der  Beschwerdeführerin  als 
unglaubhaft  erscheint  und  vielmehr  von  ihrer  kenianischen  Nationalität 
ausgegangen werden muss,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  überzeugend  und 
rechtskonform die Gründe genannt hat, die zu dieser Erkenntnis führen,

dass  die  Vorbringen  in  der  Beschwerde  nicht  geeignet  sind,  zu  einer 
anderen Erkenntnis zu führen, vermag doch die Beschwerdeführerin den 
Erwägungen der Vorinstanz nichts Substanzielles entgegenzuhalten,

dass zunächst  festzuhalten  ist, dass am von der Flughafenpolizei Zürich 
anlässlich  der  Einreise  der  Beschwerdeführerin  sichergestellten 
kenianischen  Reisepass  laut  einem  Untersuchungsbericht  des 
Urkundenlabors  der  Kantonspolizei  Zürich  vom  11. August  2011  keine 
objektiven Fälschungsmerkmale festgestellt werden konnten,

dass  deshalb  grundsätzlich  von  der  Echtheit  des  sichergestellten 
kenianischen Reisepasses auszugehen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Weiteren  –  wie  vom  BFM  zutreffend 
erwogen  wurde  –  bis  heute  keinerlei  somalische  Identitätspapiere 
eingereicht hat,

dass  daran  entgegen  der  Annahme  in  der  Beschwerde  der  Umstand 
nichts zu ändern vermag, dass die Beschwerdeführerin  im Rahmen des 
vorinstanzlichen  Verfahrens  eine  Faxkopie  ihres  angeblichen 
Geburtsscheins eingereicht hat,

dass  ein  Geburtsschein  nämlich  die  Anforderungen  an  ein 
rechtsgenügliches  Identitätspapier  im  Sinne  von  Art.  1  Bst.  c  der 
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen  (AsylV 1, 
SR 142.311) nicht  zu erfüllen  vermag  (vgl. BVGE 2007/7 E.  4–6, S.  58 
ff.),

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dass die pauschale Aussage der Beschwerdeführerin, der sichergestellte 
kenianische Reisepass gehöre nicht ihr, sondern sei von ihrem Schlepper 
organisiert  worden  (vgl.  Beschwerde  S.  2  unten),  angesichts  fehlender 
somalischer  Reise­  beziehungsweise  Identitätspapiere  als 
Schutzbehauptung zu qualifizieren ist,

dass  im  Weiteren  auch  die  lückenhaften  Länderkenntnisse  der 
Beschwerdeführerin  zu  Somalia  an  ihrer  entsprechenden 
Staatsangehörigkeit zweifeln lassen,

dass  sie  zwar  beispielsweise  einige  Stadtteile  ihrer  angeblichen 
Heimatstadt  C._______  sowie  einen  nahegelegenen  Fluss  zu  nennen 
wusste,

dass  sie  indessen  spontan  nicht  in  der  Lage  war,  die  Landeswährung 
Somalias  zu  nennen  beziehungsweise  Angaben  zu  den  Distanzen 
zwischen  C._______  und  Mogadischu  beziehungsweise  zwischen 
C._______  und  Kismayo  (Hauptstadt  der  Provinz  Jubbada  Hoose)  zu 
machen,

dass es sich bei letzteren Punkten um derart elementare Fragestellungen 
handelt,  dass  deren  Nichtbeantwortung  ebenfalls  ein  wichtiges  Indiz 
wider  die  behauptete  somalische  Staatsangehörigkeit  der 
Beschwerdeführerin darstellt,

dass  demgegenüber  die  Erklärungen  in  der  Beschwerde,  sie  habe  die 
Landeswährung Somalias aus Nervosität vor den befragenden Polizisten 
nicht  spontan  nennen  können  beziehungsweise  sie  sei  mangels 
Schulbildung und Reiselust auch nicht in der Lage gewesen, Angaben zu 
den  Distanzen  zwischen  den  erwähnten  Städten  zu  machen,  wenig 
plausibel anmuten und deshalb nicht zu überzeugen vermögen,

dass  nach  dem  Gesagten  von  der  kenianischen  und  nicht  der 
somalischen  Staatsangehörigkeit  der  Beschwerdeführerin  auszugehen 
ist,

dass  der  Sachverhalt  hinreichend  erstellt  und  genügend  abgeklärt  ist, 
weshalb der Antrag  in der Beschwerde, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und ihr die Einreise zu genaueren Abklärungen zu bewilligen, 
abzuweisen ist,

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dass zur Vermeidung weiterer Wiederholungen auf die zutreffenden und 
zu  bestätigenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung 
verwiesen werden kann,

dass  es  sich  erübrigt,  auf  weitere  Vorbringen  in  der  Beschwerde 
einzugehen, zumal sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen,

dass  deshalb  im Falle  der Beschwerdeführerin  keine Gründe  ersichtlich 
sind, die  in  rechtserheblicher Weise gegen den vom BFM angeordneten 
Vollzug der Wegweisung  sprechen würden, mithin  von der Zulässigkeit, 
Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges auszugehen ist 
(Art. 83 Abs. 2 – 4 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  der 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  keine  glaubhaften  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  im  Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101), 
von  Art. 3  des Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter 
und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung 
oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
der Beschwerdeführerin droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass es der Beschwerdeführerin – wie bereits erwähnt – nicht gelungen 
ist,  ihre  somalische  Staatsangehörigkeit  glaubhaft  zu  machen,  sondern 
vielmehr davon auszugehen ist, dass es sich bei ihr um eine kenianische 
Staatsangehörige handelt,

dass in Kenia keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, welche für die 
Beschwerdeführerin  bei  ihrer  Rückkehr  zu  einer  konkreten  Gefährdung 
führen würde,

dass  lediglich  der  Vollständigkeit  halber  in  diesem  Zusammenhang 
anzumerken  ist,  dass  die  von  der  Beschwerdeführerin  gesprochene 
Sprache Somali auch im Nordosten Kenias gesprochen wird,

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dass  den Akten  ferner  keinerlei Hinweise  auf  gesundheitliche Probleme 
der Beschwerdeführerin zu entnehmen sind,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  schliesslich  möglich  ist,  da  keine 
Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  die 
Beschwerdeführerin im Besitze eines gültigen Reisepasses ist,

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 
von  Anfang  an  als  aussichtslos  erwiesen  hat,  womit  der 
Beschwerdeführerin  die  Kosten  des  Verfahrens  aufzuerlegen  sind  (vgl. 
Art. 63 Abs.  1 VwVG  sowie Art. 1 ­ 3  des Reglements  vom 21.  Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass  das  Gesuch  um  Entbindung  von  der  Kostenvorschusspflicht  mit 
vorliegendem Endentscheid gegenstandslos geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite).

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Contessina Theis Philipp Reimann

Versand: