# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93b5dc55-1f04-51b0-a019-80e19c274235
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-28
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 28.06.2017 SK 2016 399
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-399_2017-06-28.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 16 399+400

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 28. Juni 2017 

Besetzung Oberrichter Aebi (Präsident i.V.), Oberrichter Schmid, Oberrichter 
Kiener
Gerichtsschreiber Müller  

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

Gegenstand Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz sowie Wider-
rufsverfahren

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Einzelgericht) vom 28. September 2016 (PEN 16 432) 

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Am 28. September erkannte die Gerichtspräsidentin des Regionalgerichts Bern-
Mittelland (nachfolgend auch: Vorinstanz) Folgendes (pag. 191 ff.):

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

des Fahrens in fahrunfähigem Zustand infolge qualifizierter Blutalkoholkonzentration (2.06 
Gewichtspromille), begangen am 08.01.2016 in Bern,

und in Anwendung der Art. 34, Art. 47 StGB, Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG, Art. 426 ff. StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu CHF 170.00, ausmachend total CHF 12‘750.00.

2. Zur Bezahlung der Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 2‘900.00 
und Auslagen von CHF 1‘301.10, insgesamt bestimmt auf CHF 4‘201.10.

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Kosten der Staatsanwaltschaft CHF 1'500.00
Kosten des Zwangsmassnahmengerichts CHF 400.00
Kosten des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 1'000.00
Total CHF 2'900.00

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 600.00. Die reduzier-
ten Verfahrenskosten betragen damit CHF 3‘601.10.

II.

Der A.________ mit Urteil des Tribunal de police de l’arrondissement de l’Est vaudois (Nr.________) 
vom 13.11.2013 für eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 90.00 gewährte bedingte Vollzug 
wird widerrufen. 

Die Strafe ist zu vollziehen.

Die Kosten des Widerrufsverfahrens von CHF 150.00 werden dem Verurteilten auferlegt.

Kosten der Staatsanwaltschaft CHF 1'201.10
Kosten des Gerichts CHF 100.00
Total CHF 1'301.10

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III.

Weiter wird verfügt:

1. Der regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, z.Hd. Staatsanwalt C.________, schriftlich zu 
eröffnen.

2. Schriftlich mitzuteilen nach Eintritt der Rechtskraft:
- Tribunal de police de l’arrondissement de l’Est vaudois,
- der Koordinationsstelle Strafregister (KOST),
- dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern, Abteilung Administrative Ver-

kehrssicherheit (SVSA).  

2. Prozessgeschichte

Am 25. Mai 2016 wurde A.________ (nachfolgend: Berufungsführer) mit Strafbe-
fehl der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland wegen eines Vergehens 
gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) durch Fahren in fahrunfähi-
gem Zustand infolge qualifizierter Blutalkoholkonzentration (2.06 Gewichtspromille), 
begangen am 8. Januar 2016, zwischen ca. 02:30 und 04:50 Uhr in Bern, schuldig 
erklärt. Dem Berufungsführer wurde eine Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je 
CHF 250.00, ausmachend CHF 18‘750.00, auferlegt. Zudem wurde der mit Urteil 
des Tribunal de Police de l‘arrondissement de L’Est vaudois (Nr.________, pag. 74 
ff.) vom 13. November 2013 für eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 90.00 
gewährte bedingte Vollzug widerrufen (pag. 148 f.). 

Gegen diesen Strafbefehl erhob der Berufungsführer Einsprache. Am 28. Septem-
ber 2016 fand vor der Vorinstanz die Hauptverhandlung statt (pag. 180 ff.). Glei-
chentags erging das bereits aufgeführte Strafurteil (vorne E. I.1.). 

3. Berufung

Am 29. September 2016 meldete der Berufungsführer frist- und formgerecht Beru-
fung gemäss Art. 399 Abs. 1 Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312) 
an (pag. 227). Am 14. November 2016 stellte die Gerichtspräsidentin den Parteien 
die Urteilsbegründung zu. In der fristgerecht eingereichten Berufungserklärung vom 
23. November 2016 beantragte der Berufungsführer was folgt (pag. 233 f.):

A. Das Urteil vom 29. September 2016 wird vollumfänglich angefochten.

B. Mit seiner Berufung beantragt der Beschuldigte seinen Freispruch und entsprechende Kostenfol-
ge. Er wird vor den Strafkammern im Wesentlichen dieselben Anträge stellen, wie er sie vor dem 
erstinstanzlichen Gericht am 29. September 2016 gestellt hat.

Zudem beantragt der Beschuldigte somit den Verzicht auf den Widerruf des bedingten Vollzugs 
bezüglich Urteil des Tribunal de police de l’arrondissement de l’Est vaudois.

C. Der Beschuldigte stellt im Hinblick auf das obergerichtliche Verfahren keine Beweisanträge.

Mit Eingabe vom 29. November 2016 erklärte sich der Berufungsführer mit der 
Durchführung des schriftlichen Verfahrens einverstanden (pag. 239). Am 30. No-

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vember 2016 verzichtete die Generalstaatsanwaltschaft auf die Teilnahme am obe-
rinstanzlichen Verfahren (pag. 241 f.). Gleichentags ordnete die Verfahrensleitung 
die Durchführung des schriftlichen Verfahrens an (pag. 243 f.). In der Berufungsbe-
gründung vom 1. März 2017 stellte und begründete der Berufungsführer folgende 
Rechtsbegehren (pag. 271 ff.): 

Hauptanträge:

1. Der Beschuldigte sei freizusprechen von der Beschuldigung des Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand infolge qualifizierter Blutalkoholkonzentration, angeblich begangen am 08.01.2016 in Bern.

2. Die Kosten des Verfahrens für beide Instanzen seien dem Staat aufzuerlegen.

3. Es sei dem Beschuldigten eine angemessene Entschädigung für seine Verteidigungsrechte vor 
beiden Instanzen zu gewähren.

4. Das Urteil des Tribunal de police de l’arrondissement de l’Est vaudois vom 13.11.2013 sei nicht zu 
widerrufen.

Eventualantrag (im Fall der Verurteilung):

5. Die Geldstrafe sei der aktuellen Einkommenssituation des Beschuldigten anzupassen und ent-
sprechend herabzusetzen. 

4. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das angefochtene Urteil ist von der Kammer vollumfänglich zu überprüfen. Sie ver-
fügt über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO). Da einzig der Berufungsfüh-
rer ein Rechtsmittel ergriffen hat, darf die Kammer das angefochtene Urteil nicht zu 
seinem Nachteil abändern (Art. 391 Abs. 2 StPO).

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

5. Vorwurf gemäss Strafbefehl

Dem Berufungsführer wird im Strafbefehl folgender Sachverhalt zur Last gelegt 
(pag. 148 f.): [Der Berufungsführer] führte den Personenwagen BMW […] obwohl er wusste, dass 
er aufgrund seines Alkoholkonsums fahrunfähig war. Die Blutalkoholkonzentration betrug dabei min-
destens 2.06 Gewichtspromille (vorsätzlich). Aufgrund seiner Angetrunkenheit war er nicht mehr in 
der Lage, seinen Personenwagen korrekt zu parkieren.

6. Vorwurf gemäss Vorinstanz

Die Vorinstanz nahm folgenden Sachverhalt an (pag. 217 f.): In casu fand man den Be-
schuldigten schlafend hinter dem Steuer seines Fahrzeuges, bei welchem Motor und Abblendlicht 
eingeschaltet waren. Das Fahrzeug war quer über zwei Parkfelder und einen Teil des Trottoirs par-
kiert. […] Bei seinem Auffinden durch die Polizei stand der Beschuldigte nachweislich unter starkem 
Alkoholeinfluss. […] Die Würdigung sämtlicher Beweise und Indizien führt zum Ergebnis, dass der 
Beschuldigte sein Fahrzeug in angetrunkenem Zustand um zwischen 02:30 Uhr und 04:50 Uhr an der 
D.________-Strasse parkierte. Woher er genau kam und wie weit er gefahren war, kann nicht mehr 
eruiert werden. Im Tatzeitpunkt betrug sein Promillegehalt mindestens 2.06 Gewichtspromille und 
maximal 2.6 Gewichtspromille.

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7. Vorbringen der Verteidigung

7.1 Der Berufungsführer bestreitet, am 8. Januar 2016 in Bern infolge qualifizierter 
Blutalkoholkonzentration in fahrunfähigem Zustand gefahren zu sein. Er verneine 
zwar nicht, dass er sich anlässlich des Eintreffens der Patrouille des Botschafts-
schutzes um 04:50 Uhr mit laufendem Motor und eingeschaltetem Abblendlicht 
schlafend in seinem auf einem öffentlichen Parkplatz schlecht parkierten Wagen 
befunden habe und unter dem Einfluss des Alkoholkonsums vorerst kaum zu we-
cken und kaum ansprechbar gewesen sei. Er gehe davon aus, dass er aufgrund 
dieser Ausgangslage – und wohl auch wegen des abrupten Weckens – anfänglich 
inkohärente und unhöfliche Aussagen gemacht habe. Dafür habe er sich entschul-
digt. Indes bestreite er, in diesem Zustand gefahren oder in der Absicht zu fahren, 
in sein Fahrzeug gestiegen zu sein. Er sei nach dem Konsum von Alkohol mitten in 
der Nacht von seiner Zweitwohnung (Arbeiten und Wohnen) an der E.________-
Strasse 56 zu Fuss zu seinem am Vorabend an der D.________-Strasse 68 in Eile 
schlecht parkierten Wagen gegangen, um Gegenstände zu suchen. Er sei in den 
Wagen eingestiegen. Er habe sich entschlossen, im Wagen auf dem iPhone ge-
speicherte Musik zu hören. Er habe den Betriebsknopf zum Aktivieren des Stroms 
betätigt, womit offenbar der Motor gestartet und das Abblendlicht eingeschaltet 
worden sei. Nach einiger Zeit sei er offensichtlich eingeschlafen und dann von der 
Patrouille des Botschaftsschutzes vorgefunden worden. Die Verteidigung bringt 
vor, dieser Kern der Aussagen sei konstant geblieben, auch wenn sich der Beru-
fungsführer möglicherweise zu sekundären Fragen geirrt habe oder aufgrund des 
Alkoholkonsums nicht mehr in der Lage gewesen sei, den Zeitablauf mit Sicherheit 
zu rekonstruieren. Der zentrale Kern stehe nicht im Widerspruch zu anderen, ob-
jektiven Beweismitteln – insbesondere nicht zu den erhobenen Randdaten des Mo-
biltelefons. Er sei auch kompatibel mit dem Umstand, dass der Berufungsführer am 
8. Januar 2016 keine Fahrt mit dem eigenen Fahrzeug habe antreten müssen, 
sondern lediglich mit dem Zug und später mit dem Flugzeug.  

Der Berufungsführer erhebe gegenüber der im Urteil vorgenommen Beweiswürdi-
gung die Rüge, dass ihm zu Unrecht nicht glaubhafte Aussagen angelastet würden. 
Dies obschon ihm aufgrund der Umstände in jedem Punkt präzise Aussagen gar 
nicht möglich gewesen seien. Objektive Beweismittel, wonach er in angetrunkenem 
Zustand gefahren oder mit dieser Absicht in seinen Wagen gestiegen wäre, 
bestünden keine. Die Beobachtungen der Zeugen würden sich einzig auf einen auf 
einem Parkplatz stehenden Wagen beziehen. Auch die Randdaten des Mobiltele-
fons erlaubten keinen Rückschluss, dass er den Wagen gelenkt habe. Im Gegen-
teil: Zwischen der letzten aufgezeichneten Tätigkeit vom Vortag, 7. Januar 2016 
(SMS an die Garage von 20:41 Uhr, wonach der Autoschlüssel nicht im Kasten 
«pas dans la boîte» gewesen sei), bis zum ersten Telefon vom nächsten Morgen 
um 07:59 Uhr (nach der Polizeikontrolle) herrsche Funkstille. Dies spreche dafür, 
dass entgegen dem ersten Teil der Aussage des Berufungsführers bei der Staats-
anwaltschaft sein Mobiltelefon nach der SMS vom 7. Januar 2016 um 20:41 Uhr im 
Fahrzeug geblieben sei, bis er in der Nacht dahin gegangen sei, um insbesondere 
dieses Telefon zu suchen. Vor diesem Hintergrund seien die Schlussfolgerungen 

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der Vorinstanz nicht korrekt, wonach die Beweiswürdigung auch wegen wider-
sprüchlicher Angaben zum Tagesablauf zu seinen Ungunsten ausfalle. Wenn der 
Berufungsführer (wie es am plausibelsten erscheine) mit dem Zug erst um 19:55 
Uhr in Bern eingetroffen sei, habe er in der Innenstadt den Anruf seiner Mutter um 
19:55 Uhr entgegennehmen, mit dem Taxi zur Garage am F.________-Ring fah-
ren, sein Auto in Besitz nehmen und die Fahrt zu seinem Wohnquartier antreten 
können, wobei er um 20:41 Uhr eine SMS über die Antenne G.________-Platz 7 
versendet habe. 

Das erstinstanzliche Urteil messe verständlicherweise dem Umstand Bedeutung 
zu, dass der Motor beim Eintreffen der Patrouille gelaufen sei. Dass die Abblend-
lichter eingeschaltet gewesen seien, sei bloss eine Konsequenz des laufenden Mo-
tors. Heute seien die meisten Wagen so eingestellt, dass die Lichter mit dem Be-
trieb des Motors eingeschaltet würden. Der Begriff des Führens eines Motorwa-
gens bedeute, dass dieser in Betrieb sei und in Bewegung genommen werde, so-
dass die Betriebsgefahr entstehe (WEISSENBERGER, Kommentar SVG, 2. Aufl. 
2014, N. 15 zu Art. 1 sowie N. 6 zu Art. 91 SVG). Das sei hier nicht der Fall. Ein 
laufender Motor könne gleichbedeutend sein mit dem Versuch des Fahrens. Das 
setze jedoch voraus, dass der Lenker den Motor gestartet habe mit der Absicht, 
wegzufahren. Dieser Umstand treffe vorliegend nicht zu. Er entspreche auch nicht 
der Anklage (Strafbefehl), die auf einem Fahren vor dem Parkieren und Einschlafen 
beruhe. Der Berufungsführer unterbreite folgende Begründung: Anlässlich des Ein-
treffens der Patrouille um 04:50 Uhr habe er in seinem Wagen geschlafen und sei 
kaum zu wecken gewesen. In dieser Situation sei kein Wegfahren unmittelbar be-
vorstehend und auch nicht seine Absicht gewesen. Nun seien sowohl die Staats-
anwaltschaft wie auch das Regionalgericht überzeugt, dass der Berufungsführer ir-
gendwann zwischen 02:30 Uhr und 04:50 Uhr in angetrunkenem Zustand gefahren 
sei und dass er seinen Wagen danach auf dem Parkplatz an der D.________-
Strasse infolge seines Zustands schlecht parkiert habe. Diese Hypothese sei je-
doch nicht erwiesen. Wie bereits erwähnt, habe der Berufungsführer beim Eintref-
fen der Patrouille geschlafen. Zudem sei das Licht im Innenbereich aktiviert gewe-
sen. Das entspreche nicht der Theorie, wonach der Berufungsführer gefahren wä-
re, dann schlecht parkiert hätte und unter dem Einfluss von Alkohol und der Er-
schöpfung eingeschlafen wäre. Es hätte für ihn keinen Grund gegeben, die Innen-
beleuchtung zu aktivieren. Zudem wäre es eher plausibel, in dieser Situation den 
Motor abzuschalten. Schliesslich sei der Berufungsführer offenbar nicht angegurtet 
gewesen, was gegen eine Fahrt und einen unmittelbar nach dem Parkieren einge-
tretenen Schlaf spreche. 

Im Urteil beanspruche die Vorinstanz zu Recht den Grundsatz der freien Beweis-
würdigung. Die Überzeugung müsse jedoch auf objektiven Gegebenheiten beruhen 
und nachvollziehbar sein. Die freie Beweiswürdigung sei kein Freipass für eine will-
kürliche Überbewertung von isolierten Elementen. Das Urteil beruhe auf der Über-
zeugung der Gerichtspräsidentin, dass ein so schlechtes Parkieren, wie es der Be-
rufungsführer getätigt habe, nur im Zustand der Fahrunfähigkeit (hier wegen Alko-
holkonsums) möglich sei. Es sei nicht denkbar, dass ein «normaler» Lenker nur 
annähernd so schlecht parkiere, auch wenn er unter Zeitdruck und Stress stehe. 
Diese persönliche Überzeugung, so natürlich sie auf den ersten Blick erscheine, sei 

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als Grundlage eines Schuldspruchs nicht geeignet: Die Aussage, wonach der Beru-
fungsführer sich am Vorabend des Vorfalls in Bezug auf eine geschäftliche Ver-
pflichtung (Skype-Gespräch) in Verzug befunden habe und unter Stress gewesen 
sei, sei glaubwürdig. Sie werde im Urteil nicht in Frage gestellt. Er habe zur Zeit 
des Geschehens eine doppelte berufliche Tätigkeit ausgeübt: als leitender Arbeit-
nehmer eines Grossbetriebs einerseits, als Geschäftsführer seiner eigenen Unter-
nehmung andererseits. Die Überzeugung der Gerichtspräsidentin, dass ein so 
schlechtes Parkieren nur im Zustand der Fahrunfähigkeit möglich sei, sei nicht 
zwingend. Realistisch erscheine diese Annahme nur, wenn der Lenker beim Par-
kieren einen Schaden verursache und diesen wegen seines Zustands nicht bemer-
ke oder ignoriere. Eine solche Annahme erscheine eventuell auch nachvollziehbar, 
wenn der Lenker seinen Wagen auf privatem Boden, auf einer befahrenen Fahr-
bahn, auf Tramschienen oder sonst wie auf eine Weise parkiere, die einen Scha-
den verursache oder eine Gefahr für Dritte bedeute. Das sei hier nicht der Fall. Der 
Parkplatz an der D.________-Strasse befinde sich ausserhalb der Innenstadt. Es 
sei ein Parkplatz und keine Fahrbahn. Das Manöver sei in der Nacht erfolgt, auf ei-
nem gemäss den Fotos wohl zu jener Zeit mehrheitlich leeren Parkplatz, und das 
Parkieren sei für eine beschränkte Zeit geplant gewesen, da am nächsten Morgen 
die Ehefrau oder die Sekretärin des Berufungsführers beauftragt gewesen seien, 
mit dem Wagen an einen anderen Ort zu fahren. Es sei kein Schaden entstanden. 
Es sei kein anderes Fahrzeug behindert worden. Wenn beim Berufungsführer we-
gen beruflicher Überlastung und Stress psychologisch andere Prioritäten als das 
richtige Parkieren sein Verhalten bestimmt hätten, bedeute dies nicht zwingend, 
dass er aufgrund von übermässigem Alkoholkonsum fahrunfähig gewesen sei.

Somit sei das Falschparkieren kein Beweis für ein Fahren in fahrunfähigem Zu-
stand. Eine solche Folgerung sei unter dem Aspekt der Unschuldsvermutung nicht 
zulässig. Zudem könne das falsche Einparken den Aussagen des Berufungsführers 
entsprechen, er habe unter Zeitdruck notfallmässig parkiert. Immerhin sei der Wa-
gen nicht irgendwo in der Natur parkiert worden. Die vom Berufungsführer geschil-
derte Situation, er habe in seinem Wagen Gegenstände holen wollen (Laptop, 
eventuell Mobiltelefon), er habe danach Musik gehört und sei dabei eingeschlafen, 
seien der Gerichtspräsidentin nicht glaubwürdig erschienen. Es sei gemäss der 
Vorinstanz nicht logisch, im Januar so zu handeln und sich der Kälte auszusetzen, 
obschon die Zweitwohnung an der E.________-Strasse nur wenige Gehminuten 
vom Parkplatz entfernt sei. Zudem sei gemäss den Zeugen im Wagen keine Musik 
zu hören gewesen. 

Das Regionalgericht verkenne dabei aber, dass der Berufungsführer alles andere 
als nüchtern gewesen sei. In diesem Zustand sei man weniger kälteempfindlich 
und überlege nicht durchwegs rational. Das führe regelmässig zum Kältesterben 
von Obdachlosen oder von im Freien eingeschlafenen angetrunkenen Personen. 
Auch sei beweismässig nicht erstellt, welche Kleidung der Berufungsführer getra-
gen habe. Ob schliesslich Musik gelaufen sei oder nicht, sei nicht massgebend. Es 
sei möglich, dass die Musik während des Schlafs zu einem Ende gekommen sei. 

7.2 Sollte es schliesslich entgegen den Hauptanträgen zu einem Schuldspruch kom-
men, sei die Geldstrafe aufgrund einer seit dem Urteil der Vorinstanz eingetretenen 

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neuen Tatsache anzupassen. Der Berufungsführer habe seine Arbeitsstelle bei 
H.________-France verloren. Um einen Rechtsstreit zu vermeiden, hätten die Par-
teien am 17. Februar 2017 eine Vereinbarung abgeschlossen, wonach der Arbeits-
vertrag des Berufungsführers am 7. April 2017 aufgelöst werde. Die Entschädigun-
gen der Arbeitslosenversicherung seien noch unbekannt. Es sei jedoch mit einer 
empfindlichen Einkommenseinbusse zu rechnen.   

8. Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt generell

Wie die Vorinstanz festhält, ist unbestritten, dass der Zeitungsbote I.________ ge-
gen 05:00 Uhr auf einen parkierten BMW aufmerksam wurde, bei welchem der Mo-
tor in Betrieb war (pag. 37). Er meldete dies einem Fahrzeug des Botschaftsschut-
zes (pag. 30, 37), woraufhin die Patrouille – bestehend aus J.________ und 
K.________ – den Berufungsführer schlafend in seinem Wagen mit laufendem Mo-
tor und eingeschaltetem Abblendlicht vorfand (pag. 28, 32). Der Wagen stand quer 
über zwei Parkfelder und über einen Teil des Trottoirs (pag. 10 ff.). Auf Klopfen des 
Botschaftsschutzes reagierte der Berufungsführer nicht, weshalb J.________ die 
Autotüre öffnete (pag. 29 f.). Der Zündschlüssel befand sich in der Mittelkonsole 
(pag. 20, 31). Nach dem Aufwachen verhielt sich der Berufungsführer unkooperativ 
und verweigerte den Alkoholtest (pag. 31, 34). Die vom Botschaftsschutz aufgebo-
tene Polizeipatrouille musste dem Berufungsführer Handschellen anlegen, um ihn 
auf die Wache mitnehmen zu können. Auch gegen diese Handlung wehrte er sich 
(pag. 35). Aus der Blutalkoholanalyse ergab sich eine auf 04:50 Uhr rückgerechne-
te Blutalkoholkonzentration von mindestens 2.06 und maximal 2.66 Gewichtspro-
mille (pag. 40).  

Bestritten ist, ob der Berufungsführer in dieser Nacht respektive in den frühen Mor-
genstunden des 8. Januar 2017 in angetrunkenen Zustand mit qualifizierter Blutal-
koholkonzentration ein Motorfahrzeug geführt/parkiert hat oder nicht. Ferner ist in 
diesem Zusammenhang umstritten, wie es dazu kam, dass er angetrunken in sei-
nem Fahrzeug angetroffen wurde. 

9. Beweismittel

9.1 Fotografien des parkierten Fahrzeugs

Das Fahrzeug des Berufungsführers stand gemäss den Fotografien schräg über 
die Breite von zwei Parkfeldern und über die Länge der Parkfelder hinaus auf das 
Trottoir parkiert, so dass für Fussgänger nur ein schmaler Weg freiblieb 
(pag. 10 ff.). Der Abstand zwischen der Fahrzeugfront und dem Zaun war klein, cir-
ca 40 bis 60 Zentimeter (pag. 13). Die Parkfelder stehen im rechten Winkel zur 
Strasse und sind gut sichtbar in weisser Farbe markiert.

9.2 Aussagen des Berufungsführers

Bei der Polizei gab der Berufungsführer an, er glaube nicht, dass der Motor gelau-
fen sei, er habe nur den Startknopf gedrückt, um Musik zu hören. Das Licht sei ein-
geschaltet gewesen (pag. 20). Gefahren sei er nicht, er habe das Auto schon am 
Vorabend um 19:00 Uhr dort parkiert, nachdem er vom Flughafen Basel nach Bern 
gefahren sei. Falsch parkiert habe er, weil er schnell in die Wohnung habe gehen 

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wollen (pag. 20). Er habe zwischen Mitternacht und 02:30 Uhr vier Gläser Grappa 
getrunken. Danach sei er zum Fahrzeug gegangen, da er Koffer und Computer ha-
be holen wollen. Er sei eingestiegen, habe Musik gehört und sei eingeschlafen 
(pag. 20 unten). 

Bei der Staatsanwaltschaft gab der Berufungsführer an, er sei am 7. Januar 2016 
aus R.________ gekommen. Sein Auto sei wegen eines Reifens in Reparatur ge-
wesen (pag. 22 Z 11 f.). Danach sei er zur Wohnung an der E.________-Strasse 
gefahren (pag. 22 Z 12 f.). Auf Vorhalt einer SMS mit dem Inhalt «La clef n etait 
pas danns la boite» erklärte er, er habe nicht den richtigen Code für den Apparat 
bei der Autogarage erhalten (pag. 22 Z 15 ff.). Er habe trotzdem wegfahren kön-
nen, weil er den Zweitschlüssel dabei gehabt habe (pag. 22 Z 18). Die SMS habe 
er erst zuhause geschrieben (pag. 22 Z 19). Er sei wegen eines Skypetelefonats 
nach Amerika gestresst gewesen. Weil er keinen Parkplatz gefunden habe, sei er 
zum L.________-Park gefahren, wo er das Auto nicht korrekt parkiert habe 
(pag. 22 Z 22 ff.). Er sei um 20:00 Uhr zuhause gewesen, um zu skypen (pag. 22 
Z 29). Das Gespräch habe rund eine Stunde gedauert. Während dieses Gesprächs 
habe er die SMS geschrieben (pag. 22 Z 32). Nach dem Gespräch habe er weiter-
gearbeitet (pag. 22 Z 33). Wann er angefangen habe zu trinken, könne er nicht sa-
gen. Er habe mit den Analysen bis etwa 01:00 Uhr weitergemacht und ein wenig 
vor Mitternacht angefangen zu trinken (pag. 22 Z 40 ff.). Als er später habe ent-
spannen wollen, habe er gemerkt, dass ihm das Telefon fehle (pag. 22 Z 47, pag. 
23 Z 48). Er habe zur Musik entspannen wollen. Die Musik sei im Auto gewesen 
(pag. 23 Z 48 f.). Ob er den Motor gestartet habe, wisse er nicht mehr (pag. 23 
Z 50). Als er Musik gehört habe, sei er eingeschlafen. Auf jeden Fall habe er nicht 
Auto fahren wollen (pag. 23 Z 51). Auf Vorhalt seiner Aussagen bei der Polizei gab 
er an, er habe sein Fahrzeug nicht genau um 19:00 Uhr, sondern kurz vor 20:00 
Uhr parkiert (pag. 23 Z 58). Weiter sei seine Aussage, wonach er vier Gläser Grap-
pa getrunken habe, nicht korrekt. Er habe ein wenig Wein und eine halbe Flasche 
Grappa getrunken. Das entspreche etwa seinen Blutalkoholwerten (pag. 23 Z 62 
f.). Es sei nicht das erste Mal, dass er mit Alkohol erwischt worden sei und er wis-
se, dass es für ihn Folgen haben könne (pag. 23 Z 65 ff.). Als die Polizei gekom-
men sei, habe er zuerst ein Licht gesehen. Dann sei die Türe geöffnet worden 
(pag. 23 Z 77 f.). Dass der Polizist die Türe habe öffnen können, zeige, dass der 
Gangwahlhebel in die Funktion «P» (Park) gestellt gewesen sei (pag. 23 Z 82 f.). 
Der Berufungsführer gab zudem an, er besitze nur ein Telefongerät, welches er 
privat und für das Geschäft nutze (pag. 24 Z 93). Auf die Frage, wie er eine SMS 
habe schreiben können, wenn sein iPhone im Auto gewesen sei, antwortete er, er 
wisse nur, dass er die SMS von seinem iPhone geschrieben habe. Er könne nicht 
sagen, wann er diese SMS geschickt habe (pag. 24 Z 102 ff.). Nach Verlesen des 
Protokolls fügte er an, er wisse nicht, ob er die SMS vielleicht schon vor 20:00 Uhr 
geschrieben habe. Sicher wisse er, dass er nicht zum Auto gegangen sei, um die 
SMS zu schreiben und ohne iPhone zurück in die Wohnung gegangen sei (pag. 24 
Z 108 ff.). Er sei zu 100% sicher, dass das iPhone im Auto gewesen sei und er es 
habe holen wollen (pag. 24 Z 115). Nach Verlesen des Protokolls änderte er diese 
Aussage und gab an, er habe nicht ganz sicher sein können. Sein iPhone hätte 
auch im Briefkasten oder auf der Strasse sein können (pag. 24 Z 117 ff.). Er sei 

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nicht bereits nach dem Skypegespräch zum Parkplatz gegangen, um das Auto rich-
tig zu parkieren, weil er im Arbeitsmodus und unter Druck gewesen sei (pag. 24 Z 
121 ff.).

Anlässlich der Hauptverhandlung korrigierte der Berufungsführer seine Aussagen 
bei der Staatsanwaltschaft (pag. 22 Z 27 f.) und gab an, er habe nicht gemeint, 
dass das Skypegespräch genau um 20:00 Uhr stattgefunden habe. Das stimme 
auch mit den Geo-Auswertungen überein. Die SMS habe er nicht von zuhause aus 
geschickt (pag. 183 Z 26 ff.). Diese Korrektur erklärte er damit, dass er von der 
Staatsanwaltschaft mit der Frage überrascht worden sei. Wenn man so viel arbeite 
wie er, sei man gestresst. Der Vergleich seiner Agenda mit den Telefonauswertun-
gen ergebe, dass er eine Verspätung von 40 Minuten gehabt habe (pag. 183 Z 36 
ff.). Die SMS habe er im Auto auf dem Weg nach Hause geschrieben (pag. 184 
Z 2 ff.). Nach dieser SMS seien keine Telefonate mehr durchgeführt worden. Nor-
malerweise sei er nach 21:00 Uhr noch am Telefon beschäftigt (pag. 184 Z 9 f.). 
Die Wahrscheinlichkeit, dass er ein Telefonat geführt oder eine SMS geschickt hät-
te, sei extrem hoch, wenn er im Ausgang gewesen wäre (pag. 184 Z 11 f.). Er sei 
nicht nach Hause gegangen, weil seine Frau geschlafen habe und er sie nicht habe 
stören wollen, da sie eine Brustkrebsoperation gehabt habe (pag. 184 Z 25 ff.). Der 
Anruf, welcher am 7. Januar 2016 um 19:55 Uhr bei ihm eingegangen sei und 53 
Sekunden gedauert habe, sei von der Mutter gewesen (pag. 185 Z 9 ff.). Er sei bei 
diesem Anruf in der Nähe der Garage gewesen (pag. 185 Z 18). Er sei nicht wahn-
sinnig viel mit dem Auto unterwegs. Er reise sehr viel (pag. 185 Z 27 f.). An diesem 
Tag habe er einen Termin in St. Louis gehabt und habe zurück nach Fribourg ge-
hen müssen. Weil er am Tag zuvor eine Vollbremsung habe einlegen müssen, sei 
sein Fahrzeug in der Garage gewesen (pag. 185 Z 29 ff.). Auf die Frage, ob er das 
Parkmanöver beschreiben könne, antwortete der Berufungsführer, in Eile gewesen 
zu sein, weil er das Skypegespräch habe durchführen müssen. Beim L.________-
Park sei es dunkel gewesen. Er sei nicht sicher, ob ein anderes Auto komisch par-
kiert gewesen sei. Er sei angekommen, habe parkiert, sei ausgestiegen und zur 
Wohnung gerannt, nachdem er das Fahrzeug abgeschlossen habe (pag. 186 Z 1 
ff.). Wenn er sage, er sei zu seiner Wohnung gerannt, meine er jene an der 
E.________-Strasse; dort, wo er arbeite (pag. 186 Z 5 f.). Auf die Frage, weshalb 
er seine Aussage bezüglich des Alkoholkonsums bei der Staatsanwaltschaft korri-
giert habe, gab er an, man könne sich bei 2 Promille im Blut vorstellen, dass er sich 
bei der Polizei geirrt habe. Der Kontakt mit der Polizei sei nicht angenehm gewe-
sen. Man habe angenommen, dass er die belgische Botschaft habe in die Luft 
sprengen wollen. Dies habe der Zeitungsbote gesagt (pag. 187 Z 4 ff.).

9.3 Zeugenaussagen

J.________ bestätigte seine Angaben im Berichtsrapport vom 23. Januar 2016 
(pag. 23 Z 9 f.). Der Zeitungsbote habe gesagt, dass bei der D.________-Strasse 
schon länger ein Fahrzeug stehe, welches den Motor laufen habe (pag. 27 Z 13 ff.). 
Sonst habe er nichts gesagt (pag. 27 Z 18). Der Berufungsführer habe den Motor 
selbst ausgeschaltet (pag. 28 Z 21). Es sei das Abblendlicht eingeschaltet gewesen 
(pag. 28 Z 29). Im BMW hätten sie keine alkoholischen Getränke feststellen kön-
nen (pag. 28 Z 31 f.). Geschlafen habe der Berufungsführer sitzend, den Kopf ge-

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gen vorne gebeugt, jedoch nicht über das Lenkrad (pag. 28 Z 46). Die Türe habe 
er, J.________, geöffnet. Sie sei ohne Weiteres zu öffnen gewesen (pag. 29 Z 66).

K.________ sagte aus, sie seien vom Zeitungsboten angehalten worden. Er habe 
gesagt, dass ein verdächtiges Fahrzeug an der D.________-Strasse stehe, der 
Motor laufe und das Licht brenne (pag. 30 Z 12 f.). Auf mehrmaliges Klopfen an die 
Autoscheibe habe der Berufungsführer nicht reagiert (pag. 30 Z 16). Es sei ihres 
Wissens J.________ gewesen, welcher die Autotür geöffnet habe. Danach hätten 
sie den Berufungsführer nochmals angesprochen, worauf er nicht reagiert habe 
(pag. 30 Z 17 f.). Sie hätten ihn an der Schulter berühren und etwas schütteln müs-
sen. Es habe recht viel gebraucht, bis er erwacht sei (pag. 30 Z 18 f.). Sie hätten 
Alkoholgeruch im Auto wahrgenommen (pag. 31 Z 20 f.). Als der Berufungsführer 
erwacht sei, habe er offensichtlich nicht gewusst, was los sei. Sie hätten ihn mehr-
mals auffordern müssen, den Motor auszuschalten. Den Schlüssel habe er nicht 
abgeben wollen (pag. 31 Z 21 ff.). Er habe versucht wegzulaufen (pag. 31 Z 29). Er 
habe ihnen die Ausweispapiere gegeben, nachdem er diese gefunden habe. Er sei 
stark getorkelt und habe kaum stehen können (pag. 31 Z 30). Er habe mehrheitlich 
französisch gesprochen, da er gemerkt habe, dass sie auch französisch spreche 
(pag. 31 Z 38). Da sie kein Gerät für einen Alkoholtest im Auto gehabt hätten, habe 
J.________ eine Patrouille angefunkt (pag. 31 Z 40 f.). Der Berufungsführer sei 
ausfällig geworden, sei ihr sehr nahe gekommen und habe sie am Arm berührt 
(pag. 31 Z 41 f.). Wenn sie ihm gesagt hätten, dass sie ihm Handschellen anlegen 
müssten, habe er sich jeweils wieder beruhigt (pag. 31 Z 46 f.). Er habe sich der 
Kontrolle entziehen wollen (pag. 31 Z 48). Als die andere Patrouille gekommen sei, 
habe er sich ein wenig beruhigt, jedoch den Alkoholtest verweigert (pag. 31 Z 49 
f.). Die Kollegen hätten ihm Handschellen anlegen müssen, da er sich geweigert 
habe, auf die Wache zu gehen (pag. 31 Z 51 f.). Den Motor habe er selbst ausge-
schaltet (pag. 31 Z 55). Es sei das Abblendlicht eingeschaltet gewesen (pag. 32 Z 
59). Der Berufungsführer habe ein Handy gehabt. An einen Laptop könne sie sich 
nicht erinnern (pag. 32 Z 68). Der Beschuldigte sei normal gesessen, der Kopf sei 
seitwärts auf die Schulter gebeugt gewesen. Er sei nicht angegurtet gewesen 
(pag. 32 Z 71). Sie sei nicht mehr ganz sicher, glaube aber, er habe keine Jacke 
getragen (pag. 32 Z 75 f.). Er habe die Polizisten quasi so behandelt, als hätten sie 
kein Recht, ihn zu kontrollieren. Er sei unkooperativ gewesen (pag. 32 Z 80 ff.).

M.________, Kantonspolizei Bern, gab an, die Kollegen vom Botschaftsschutz sei-
en vor Ort gewesen, als er hinzugekommen sei. Die Kollegin habe sie über die Si-
tuation orientiert (pag. 34 Z 11 ff.). Das Gespräch mit dem Berufungsführer sei 
schwierig gewesen (pag. 34 Z 14 f.). Er habe mehrheitlich französisch gesprochen 
und nur schlecht deutsch (pag. 34 Z 15 f.). Er habe den Alkoholtest verweigert 
(pag. 34 Z 17). Er habe ihnen die Wohnung an der E.________-Strasse zeigen 
wollen. Da sie ihm geglaubt hätten, dass er dort wohne, habe es in diesem Moment 
für sie keine Rolle gespielt, dort vorbei zu gehen (pag. 35 Z 22 ff.). Welchen Grund 
der Berufungsführer für den Besuch seiner Wohnung genannt habe wisse er, 
M.________, nicht mehr (pag. 35 Z 29). Im Fahrzeug hätten sie keine alkoholi-
schen Getränke feststellen können (pag. 35 Z 34). Koffer und Laptop seien im Wa-
gen gewesen, vermutlich auch das Handy (pag. 35 Z 37). Sie hätten dem Beru-
fungsführer Handschellen anlegen müssen, um ihn auf die Wache mitzunehmen 

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(pag. 35 Z 41 f.). Er habe sich passiv gewehrt und sich am Zaun festgehalten (pag. 
35 Z 46 f.). Er habe mit dem Berufungsführer deutsch gesprochen und das Gefühl 
gehabt, dieser habe ihn verstanden (pag. 35 Z 50 f.). Der Berufungsführer habe 
eventuell einen Mantel getragen, er sei sich aber nicht mehr sicher (pag. 35 Z 5). 
Bei der Einvernahme sei das Gespräch besser verlaufen. Der Berufungsführer ha-
be sich beruhigt gehabt (pag. 36 Z 58). 

I.________ gab an, vor dem Taxometer beim N.________ einen BMW bemerkt zu 
haben, bei welchem der Motor und die Innenbeleuchtung eingeschaltet gewesen 
seien (pag. 37 Z 13 ff.). Er habe den Botschaftsschützern gesagt, dass dort ein 
Fahrzeug stehe. Als er von der O.________-Strasse zurückgekommen sei, sei ein 
zweiter Polizeiwagen dort gewesen. Es sei ein Geschrei gewesen (pag. 37 Z 16 f.). 
Er habe nicht gesehen, dass der BMW bewegt worden sei (pag. 38 Z 24). 

9.4 Ergebnis forensisch-toxikologische Alkoholbestimmung

Bei der forensisch-toxikologischen Alkoholbestimmung konnte eine auf den Tat-
zeitpunkt zurückgerechnete Blutalkoholkonzentration mit einem Minimalwert von 
2.06 Gewichtspromille und einem Maximalwert von 2.66 Gewichtspromille festge-
stellt werden (pag. 40). Dabei wurde das Trinkende auf 02:30 Uhr, die Ereigniszeit 
auf 04:50 Uhr festgelegt (pag. 39). 

9.5 Auswertung des Mobiltelefons

Für den 7. Januar 2016 wurde die Auswertung der Mobilfunkdaten des Mobiltele-
fons des Berufungsführers angeordnet (pag. 91 f.). Mit der Überwachung sollte ge-
klärt werden, ob seine Angaben zum Aufenthaltsort zutreffend gewesen sind 
(pag. 86). Der exakte Standort kann dabei trotz Auswertung der Antennen nicht mit 
Sicherheit ermittelt werden. Zwar wird eine Verbindung normalerweise über die 
nächste Antenne geleitet, doch wird diese automatisch auf eine andere umgeleitet, 
wenn die am nächsten liegende ausgelastet ist. Den Auswertungen kann entnom-
men werden, dass sich der Berufungsführer zwischen 08:00 Uhr und 13:40 Uhr in 
der Region Basel und in Frankreich aufgehalten hat (pag. 95). Am Nachmittag fan-
den zwei Telefonate in R.________ statt. Um 19:55 Uhr wurde er von einer belgi-
schen Nummer angerufen. Das Telefonat dauerte 53 Sekunden und wurde über 
die Antenne P.________-Gasse 14, 3011 Bern abgewickelt. Um 20:41 schickte der 
Berufungsführer eine SMS. Versendet wurde diese über die Antenne am 
G.________-Platz 7, 3011 Bern. Danach fanden bis am nächsten Morgen um 
07:59 Uhr keine Aktivitäten mehr statt.

9.6 Eingaben des Berufungsführers

Aus dem eingereichten Handelsregisterauszug ist ersichtlich, dass der Berufungs-
führer bei der Q.________ AG mit Sitz in R.________ Mitglied des Verwaltungsrats 
und zur Einzelunterschrift berechtigt ist (pag. 123 f.).

Der Mietvertrag der Liegenschaft an der E.________-Strasse 56, 3005 Bern, 
bestätigt das Mietverhältnis zwischen der S.________ AG und A.________, 
Q.________ AG (pag. 125 ff.). 

Die Auszüge aus der digitalen Agenda des Berufungsführers zeigen für den 7. Ja-
nuar 2016 verschiedene Einträge. Für den Vormittag sind Einträge für Saint Louis 

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vorhanden, am Nachmittag ist für 14:30 Uhr ein Telefonat eingetragen. Um 
16:00 Uhr ist ein Meeting in R.________ für die T.________ eingetragen. Zwischen 
19:15 Uhr und 20:15 Uhr sollte das Abholen des BMWs erfolgen, zwischen 
20:00 Uhr und 21:00 Uhr ist das Telefonat via Skype eingeschrieben und ab 
21:45 Uhr schliesslich ist ein Eintrag für histologische Arbeiten vorhanden (pag. 
130). Der Auszug für den Folgetag zeigt einen Eintrag zwischen 09:00 Uhr und 
16:00 Uhr in Yverdon-les-Bains und um 17:30 Uhr einen Flug von Genf nach Brüs-
sel (pag. 131).

Des Weiteren wurde eine Übersicht von Hotelbuchungen, unter anderem für die 
Nacht vom 6. Januar 2016 auf den 7. Januar 2016 eingereicht. Ersichtlich ist, dass 
eine Buchung für das U.________ (Hotel) ursprünglich für die Nacht des 6. Januar 
2016 gebucht, danach jedoch widerrufen wurde. Das Hotel V.________ wurde für 
diese Nacht gebucht und bezahlt (pag. 132). 

Endlich wurde ein Screenshot betreffend den SMS-Verkehr zwischen der Auto 
W.________ AG und dem Berufungsführer eingereicht. Letzterer erhielt am 7. Ja-
nuar 2016 um 13:37 Uhr eine SMS mit der Bekanntgabe der Adresse X.________-
Strasse 36, 3014 Bern und dem Code „4351“. Um 20:41 Uhr antwortete der Beru-
fungsführer mit «Bonsoir! La clef n etait pas danns la boite!» (pag. 133).   

10. Beweiswürdigung durch die Vorinstanz

Die Vorinstanz würdigte die Beweise wie folgt: Als die Polizei zum Fahrzeug des Beschul-
digten kam, schlief dieser, der Motor lief und das Abblendlicht war eingeschaltet. Auf die Aufforderung 
der Beamten, den Motor auszuschalten und den Führerschein vorzuweisen, reagierte der Beschuldig-
te zunächst nicht und stieg dann torkelnd aus dem Fahrzeug aus. Im Fahrzeug und am Beschuldigten 
selbst bemerkten die Botschaftsschützer einen starken Alkoholgeruch (pag. 14). In der Folge verhielt 
sich der Beschuldigte sowohl gegenüber den Botschaftsschützern (pag. 14, 31 Z 24 ff.) als auch ge-
genüber der zweiten Patrouille (pag. 34 Z 14 ff., pag. 35 Z 41 f.) unkooperativ. Die Aussagen der 
Zeugen stimmen diesbezüglich überein. Aus den Zeugenaussagen geht hervor, dass ein Koffer und 
ein Laptop im Fahrzeug festgestellt werden konnten (pag. 35 Z 37 f.). Auch das Handy habe der Be-
schuldigte gehabt (pag. 32 Z 68). Grundsätzlich ist die Version des Beschuldigten, wonach er zu sei-
nem Auto ging, um diese Gegenstände zu holen und dann beim Musikhören einschlief, deshalb 
denkbar. Es geht jedoch aus keiner Zeugenaussage hervor, dass im Fahrzeug Musik lief, als der Be-
schuldigte schlafend aufgefunden wurde. Zudem hatte der Beschuldigte nach eigenen Angaben die 
Absicht, in der Wohnung an der E.________-Strasse mit Musik zu entspannen (pag. 22 Z 46 f., pag. 
23 Z 48 f.). War dies der Fall, hätte er nach allgemeiner Lebenserfahrung bloss die im Fahrzeug ver-
gessenen Gegenstände geholt und wäre danach in die gemütlichere Wohnung zurückgekehrt. Dies 
drängt sich umso mehr auf, als sich der Vorfall im Januar und damit im kältesten Monat des Jahres 
ereignet hat. Um also tatsächlich im Wagen entspannen zu können, musste der Motor des Fahrzeu-
ges einige Zeit laufen. Sowohl die Familienwohnung an der Y._________Strasse 9, als auch die Ge-
schäftswohnung an der E.________-Strasse 56 waren nur wenige Gehminuten vom Fahrzeug des 
Beschuldigten entfernt. Es wäre viel wahrscheinlicher, dass er in eine der beiden Wohnungen gegan-
gen wäre, um sich dort zu entspannen. Die Aussagen des Beschuldigten sind nicht glaubhaft.

Die Beweisfotos des parkierten Fahrzeuges des Beschuldigten zeigen, dass die Parkfelder senkrecht 
zur Strasse stehen und gut sichtbar markiert sind. Der Beschuldigte hat seinen Führerschein im Alter 
von 20 Jahren gemacht (pag. 185 Z 21). Selbst im Stress ist es einem ortskundigen und geübten 

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Lenker wie dem Beschuldigten ohne grosses Manövrieren und damit ohne Zeitverlust möglich, das 
Fahrzeug korrekt auf dem Parkfeld abzustellen. Die Aussage des Beschuldigten in der Hauptverhand-
lung, wonach wahrscheinlich auch ein anderes Fahrzeug ein bisschen komisch parkiert gewesen sei 
(pag. 186 Z 2f.), ist rein hypothetisch. Einerseits war von diesem Umstand bis zur Hauptverhandlung 
nie die Rede, sondern erst bei der Aufforderung, das Parkmanöver zu beschreiben. Andererseits ist 
eine derartige Konstellation schwer denkbar. Auf der rechten Seite des parkierten Wagens des Be-
schuldigten befand sich eine kleine Grünfläche und kein Parkfeld. Das Fahrzeug des Beschuldigten 
stand schräg zur linken Seite über das zweite Parkfeld. Wäre auf dem Parkfeld links vom Beschuldig-
ten ein Fahrzeug parkiert gewesen, sind zwei Möglichkeiten denkbar. Erstens, das Fahrzeug stand 
schräg zur rechten Seite oder gerade auf dem Parkfeld parkiert. In diesem Fall hätte der Beschuldigte 
das andere Fahrzeug bei seinem Parkmanöver touchiert, da er weit über die linke Seitenlinie hinaus 
parkierte. Zweitens, das andere Fahrzeug stand ebenfalls schräg zur linken Seite hin. In diesem Fall 
hätte sich für den Beschuldigten kein Grund ergeben, sein Fahrzeug derart schräg abzustellen, da er 
nicht durch das andere Fahrzeug behindert worden wäre. Zudem würde ein anderes falsch parkiertes 
Fahrzeug nicht erklären, wieso der Beschuldigte sein Fahrzeug weit über die Länge der Parkfelder 
und auf das Trottoir parkierte. Die Parkfelder weisen eine ausreichende Länge auf, was auf den Fotos 
deutlich ersichtlich ist (insb. pag. 11). 

Nach allgemeiner Lebenserfahrung ist kein Grund ersichtlich, ein Fahrzeug auf einem so einfachen 
und geräumigen Parkfeld derart schräg zu parkieren. Zum Parkmanöver selbst konnte der Beschul-
digte zudem keine genauen Angaben machen. Er stellte im Verlauf des Verfahrens bloss Mutmas-
sungen an. So etwa, dass es dunkel gewesen oder dass ein anderes Fahrzeug auch seltsam parkiert 
gewesen sei (pag. 186 Z 1 ff.). Er habe schnell in die Wohnung gehen wollen (pag. 20), da er unter 
Stress gestanden habe (pag. 22 Z 23 ff.). Wie viele Parkplätze belegt waren, als er selbst parkierte, 
wusste der Beschuldigte nicht mehr (pag. 186 Z 9). Insgesamt sind seine Aussagen zum Ablauf des 
Parkierens sehr karg. Er kann den Parkvorgang nicht nachvollziehbar schildern und korrigiert, bezie-
hungsweise erweitert seine gemachten Angaben im Verlaufe des Verfahrens. Hätte er das Fahrzeug 
tatsächlich nüchtern am Vorabend parkiert, wäre eine anschauliche Schilderung dieses Ablaufes 
möglich. Seine Aussagen sind jedoch abstrakt und deuten darauf hin, dass die Handlung so nicht 
stattgefunden hat. 

Widersprüchliche Aussagen machte der Beschuldigte auch zum Tagesablauf. Während er bei der Po-
lizei angab, das Fahrzeug um 19:00 Uhr am Vorabend so parkiert zu haben, nachdem er vom Flugha-
fen Basel nach Bern gefahren sei (pag. 20 Mitte), änderte er diese Aussage bei der Staatsanwalt-
schaft und gab an, er sei aus R.________ zurückgekommen (pag. 22 Z 11) und habe kurz vor 20:00 
Uhr parkiert (pag. 23 Z 58). Punkt 20:00 Uhr sei er Zuhause gewesen um zu skypen (pag. 22 Z 29). In 
diesem Fall wäre er für das geplante Skype-Gespräch jedoch nicht verspätet gewesen. Die Auswer-
tungen des Mobiltelefons des Beschuldigten bestätigten, dass er sich am Nachmittag des 07.01.2016 
in R.________ aufgehalten hatte (pag. 95). Spätestens um 19:55, als er einen Anruf seiner Mutter 
entgegennahm (pag. 185 Z 9 ff.), befand er sich in der Stadt Bern (pag. 95). Mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit kann gesagt werden, dass der Beschuldigte sich in der Berner Innenstadt befand, als er 
den Anruf seiner Mutter entgegennahm, da der Anruf über die Antenne an der P.________-Gasse 14 
abgewickelt wurde. Gemäss Aussagen des Beschuldigten befand er sich in der Nähe der Autogarage, 
als er den Anruf entgegennahm (pag. 185 Z 18). Betrachtet man die Antennendichte insbesondere 
der Berner Innenstadt, ist dies doch eher unwahrscheinlich.  Um 20:41 wurde die SMS über die An-
tenne am G.________-Platz 7 versendet (pag. 95). Der Beschuldigte befand sich damit immer noch in 
der Innenstadt. Wenn der Beschuldigte derart im Stress war wegen dem geplanten Skype-Telefonat, 
ist nicht nachvollziehbar, wozu er sich mindestens 45 Minuten in der Innenstadt aufhielt. Der Beschul-

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digte selbst wollte die SMS einmal von seiner Wohnung aus geschrieben haben (pag. 22 Z 32). Dies 
ist aufgrund der vorliegenden Auswertungen der Telefonverbindungen und dem dort eruierten Stand-
ort des Beschuldigten eher unwahrscheinlich. Zudem befand sich das Handy nach Angaben des Be-
schuldigten gerade nicht in der Wohnung, sondern im Fahrzeug (pag. 22 Z 47 ff.). Dann wiederum 
wollte der Beschuldigte die SMS unterwegs verschickt haben (pag. 184 Z 2 ff.). War dies der Fall, war 
der Beschuldigte nicht wie ursprünglich ausgesagt um 20:00 Uhr Zuhause. An der Hauptverhandlung 
erklärte er diesen Widerspruch dahingehend, er sei extrem gestresst gewesen und die Agenda in 
Verbindung mit den Telefonauswertungen ergebe eben eine Verspätung von 40 Minuten (pag. 183 Z 
36 ff.). 

Ob das fragliche Skype-Telefonat tatsächlich stattfand, lässt sich aus den vorhandenen Beweismitteln 
nicht erschliessen. Es gibt dafür nur die Aussagen des Beschuldigten und seine Agenda vom 
07.01.2016, mithin lediglich Parteibehauptungen. Die Agenda wurde zusammen mit anderen Doku-
menten am 01.03.2016 durch Rechtsanwalt B.________ eingereicht (pag. 120 ff., insb. 130 f.). Aus 
dem Dokument ist nicht ersichtlich, wann die verschiedenen Einträge erstellt wurden. Weiter kann al-
leine aus den Einträgen nicht geschlossen werden, dass die vorgesehenen Termine tatsächlich wahr-
genommen wurden. Dem Beschuldigten stand offen, weiterführende Belege einzureichen, welche 
darlegen, dass am 07.01.2016 zur fraglichen Zeit tatsächlich das Skype-Gespräch stattfand. Zwar ist 
der Beschuldigte in seinem Recht zu schweigen, zu bestreiten und nicht mitzuwirken geschützt. Er 
könnte aber als unmittelbar Betroffener im eigenen Interesse sachdienliche Hinweise zu seiner Ent-
lastung vorbringen (BGer 6B_605/2016 vom 15.09.2016 E. 2.9). Es wäre zur Unterstützung seiner 
Aussagen etwa sachdienlich gewesen, einen Nachweis für das Skype-Gespräch zu bringen. Diese 
Möglichkeit blieb ungenutzt. Das Skype-Gespräch sowie der geltend gemachte Zeitdruck werden 
deshalb alleine durch die Aussagen des Beschuldigten gestützt. Widersprüchlich sind die Aussagen 
des Beschuldigten auch bezüglich des Alkoholkonsums am fraglichen Abend. Gegenüber der Polizei 
gab er an, zwischen Mitternacht und 02:30 Uhr vier Gläser Grappa getrunken zu haben (pag. 20). 
Diese Aussage korrigierte er später bei der Staatsanwaltschaft und gab dort zu Protokoll, er habe et-
was Wein und eine halbe Flasche Grappa getrunken. Dies entspreche auch etwa den Blutalkoholwer-
ten (pag. 23 Z 62 f.). Wann er genau angefangen habe zu trinken, wisse er nicht mehr (pag. 22 Z 38 
ff.). Andere Fragen, wie etwa, was er gegessen habe an jenem Abend, beantwortete der Beschuldigte 
diffus und sehr ungenau (pag. 22 Z 37 f.). Er habe wahrscheinlich etwas Kaltes gegessen und nichts 
gekocht. Seine Aussage zum Alkoholkonsum änderte der Beschuldigte zudem erst, als die Blutalko-
holwerte vorlagen, er mithin annahm, dass seine ursprüngliche Angabe zu tief war. Als Mediziner war 
er zudem in der Lage, seine Aussagen den medizinischen Erkenntnissen anzupassen. 

Widersprüche finden sich nicht nur innerhalb der eigenen Aussagen des Beschuldigten, sondern auch 
zu den Akten bzw. zu Zeugenaussagen. So etwa sagte der Beschuldigte gegenüber der Staatsan-
waltschaft aus, als die Polizei gekommen sei, habe er zuerst ein Licht gesehen und dann sei die Türe 
geöffnet worden (pag. 23 Z 77 f.). Die Zeugin sagte hingegen aus, dass der Beschuldigte auf mehr-
maliges Klopfen gegen die Autoscheibe und Ansprechen nach dem Öffnen der Türe nicht reagiert ha-
be (pag. 30 Z 16 ff.). Vielmehr sei er erst durch Schütteln wach geworden (pag. 30 Z 18 f.). Entweder 
sah der Beschuldigte das Licht der Polizei bereits bevor die Türe geöffnet wurde und stellte sich 
schlafend, ansonsten wäre ein Schütteln durch die Polizei nicht notwendig gewesen. Oder er sah das 
Licht erst, nachdem die Türe geöffnet worden war und er wachgerüttelt wurde. Ebenfalls wird die 
Aussage des Beschuldigten, der Zeitungsträger habe gesagt, er hätte die Belgische Botschaft in die 
Luft sprengen wollen (pag. 187 Z 4 ff.) durch keine Zeugenaussage gestützt. Auffällig ist schliesslich 
die Art und Weise, wie der Beschuldigte seine Aussagen korrigiert. Die ursprünglichen Aussagen sind 
mehrheitlich spezifisch (er habe vier Gläser Grappa getrunken [pag. 20], er sei um Punkt 20:00 Uhr 

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Zuhause gewesen [pag. 23 Z 58], die korrigierten Aussagen viel vager. Die Änderungen der Aussa-
gen erfolgten zudem immer dann, wenn der Beschuldigte mit Unstimmigkeiten in seinen Aussagen, 
Indizien für fehlerhafte Aussagen oder gegenläufigen Beweisen konfrontiert wurde. So sagte der Be-
schuldigte vor Gericht aus, das Skype-Gespräch habe nicht genau um 20:00 Uhr stattgefunden, dies 
stimme so auch mit den Geo-Auswertungen überein (pag. 183 Z 25 ff.). Dasselbe Muster zeigte sich 
wie oben besprochen auch bezüglich der Aussage zum Alkoholkonsum nach Vorliegen der Laborwer-
te. Dies legt den Schluss nahe, dass der Beschuldigte seine Aussagen jeweils am Stand der Erkennt-
nisse anzupassen versuchte, seine Aussagen mithin zielgerichtet waren und nicht der Wahrheit ent-
sprachen. Insgesamt erscheinen die Aussagen des Beschuldigten nicht glaubhaft.

In casu fand man den Beschuldigten schlafend hinter dem Steuer seines Fahrzeuges, bei welchem 
Motor und Abblendlicht eingeschaltet waren. Das Fahrzeug war quer über zwei Parkfelder und einen 
Teil des Trottoirs parkiert. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung parkiert ein geübter und ortskundi-
ger Lenker in nüchternem Zustand sein Fahrzeug nicht in dieser Art und Weise, selbst dann nicht, 
wenn er unter grossem Zeitdruck steht. Dies entspricht vielmehr einer Handlung unter Einfluss von 
Alkohol. Bei seinem Auffinden durch die Polizei stand der Beschuldigte nachweislich unter starkem 
Alkoholeinfluss. Er ist Halter des Fahrzeuges, in welchem er gefunden wurde. Hinweise auf involvierte 
Drittpersonen liegen keine vor. Das Verhalten des Beschuldigten gegenüber der Polizei war unkoope-
rativ und er verweigerte zunächst auch den Alkoholtest. Er kannte die Konsequenzen bei Fahren in 
angetrunkenem Zustand und ist sich auch über die Folgen auf sein laufendes Einbürgerungsverfah-
ren bewusst. In den Aussagen der Zeugen lassen sich keine relevanten Widersprüche zu den ande-
ren Zeugenaussagen resp. zu den Akten feststellen. Das Aussageverhalten des Beschuldigten hin-
gegen war sehr inkonsistent und es finden sich viele Widersprüche innerhalb seiner Aussagen und zu 
den Aussagen der Zeugen. Der Beschuldigte passte seine Aussagen mehrfach am Stand des Verfah-
rens an und korrigierte bzw. änderte seine früheren Aussagen teilweise oder gänzlich. Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts ist es zulässig, aus der Gesamtheit der verschiedenen Indizien, 
welche je für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tat-
sache oder Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offen lassen, auf den vollen rechtsgenügenden 
Beweis von Tat oder Täter zu schliessen (BGer 6B_605/2016 vom 15.09.2016 E. 2.8). Der Grundsatz 
„in dubio pro reo“ findet auf das einzelne Indiz keine Anwendung, sondern entfaltet seine Wirkung bei 
der Beweiswürdigung als Ganzes. (BGer 6B_291/2016 vom 04.08.2016 E. 2.1). In vorliegendem Fall 
deuten sämtliche Beweise und Indizien daraufhin, dass der Beschuldigte sein Fahrzeug nicht in nüch-
ternem Zustand parkierte. Da Drittpersonen ausgeschlossen werden können, kommt als Täter nur der 
Beschuldigte in Frage. Obwohl der Beschuldigte im gesamten Verfahren bestritt, gefahren zu sein, 
nachdem er getrunken hatte, zeichnen die zahlreichen Widersprüche und Änderungen der Aussagen 
ein klares Bild und lassen keinen Zweifel offen, dass der Beschuldigte sein Fahrzeug in angetrunke-
nem Zustand geführt hat.

Schliesslich kam die Vorinstanz zu folgendem Beweisergebnis: Die Würdigung sämtli-
cher Beweise und Indizien führt zum Ergebnis, dass der Beschuldigte sein Fahrzeug in angetrunke-
nem Zustand um zwischen 02:30 Uhr und 04:50 Uhr an der D.________-Strasse parkierte. Woher er 
genau kam und wie weit er gefahren war, kann nicht mehr eruiert werden. Im Tatzeitpunkt betrug sein 
Promillegehalt mindestens 2.06 Gewichtspromille und maximal 2.6 Gewichtspromille.

11. Beweiswürdigung durch die Kammer 

Zu den theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung wird auf die Ausführungen 
der Vorinstanz verwiesen (pag. 203 f.) Ihnen braucht nichts beigefügt zu werden. 

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Ebenfalls kann in Bezug auf die konkrete Beweiswürdigung grundsätzlich auf die 
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (siehe vorne E. 10). Diese sind 
einlässlich, nachvollziehbar und in sich stimmig. Sie bedürfen mit Blick auf die obe-
rinstanzlichen Vorbringen des Berufungsführers nur weniger Ergänzungen.  

Es trifft tatsächlich zu, dass keine objektiven Beweismittel für die positive Tatsache 
existieren, dass der Berufungsführer angetrunken ein Motorfahrzeug gelenkt hat. 
Für eine strafrechtliche Verurteilung ist dies allerdings auch nicht in jedem Fall not-
wendig. Vorliegend erweist sich nämlich die Indizienlage als derart erdrückend, 
dass schlechterdings nur noch rein theoretisch davon ausgegangen werden könn-
te, dass der Berufungsführer nicht gefahren ist. Die vorhandenen Mosaikstücke 
zeigen ein ausreichend klares Bild und lassen willkürfrei den gegenteiligen Schluss 
zu. Die Polizeibehörden trafen eine unmissverständliche Situation an. Der Beru-
fungsführer schlief im Auto mit laufendem Motor, Musik lief keine; ob, respektive ab 
wann die Innenbeleuchtung aktiviert war, erscheint von höchst untergeordneter 
Bedeutung. Im Weiteren sind die berufungsführerischen Aussagen in mehrfacher 
Hinsicht – zum Tagesablauf generell, zum Zeitpunkt des (auch oberinstanzlich oh-
ne Nachweis gebliebenen) Skype-Gesprächs, zum angeblichen Grund dafür, dass 
er mitten in der Nacht zum Fahrzeug gegangen ist sowie zum Alkoholkonsum – wi-
dersprüchlich und unlogisch, passen nicht zur aufgefundenen Situation und sind 
daher insgesamt unglaubhaft, zumal sie mehrfach angepasst wurden. Dies zum 
Beispiel prominent hinsichtlich der vorgebrachten Eintreffenszeit an der 
D.________-Strasse (pag 20: 19:00 Uhr; pag. 23 Z 58: kurz vor 20:00 Uhr; pag 183 
Z 28 und pag. 183 Z 35 f.: ca. 20:40 Uhr), da andernfalls namentlich die Resultate 
der rückwirkenden Mobiltelefonüberwachung unerklärbar gewesen wären (vgl. 
pag. 95). Wenn man davon ausgeht, dass der Berufungsführer seinen Laptop für 
das Skype-Gespräch brauchte, passt zu seinen Schilderungen überdies nicht, dass 
sich gemäss der Zeugenaussage M.________ ein Laptop im Auto befunden hat 
(pag. 35 Z 37).

Insbesondere aber ist die Kammer überzeugt, dass der zweimal einschlägig vorbe-
strafte Berufungsführer das Fahrzeug nicht am Abend vorher und in nüchternem 
Zustand in dieser Art parkiert hat. Selbst unter grösstem beruflichen Stress und 
Zeitdruck ist es praktisch undenkbar, dass jemand ein Fahrzeug in nüchternem Zu-
stand derartig schräg über zwei Parkplätze und zudem soweit nach vorne parkiert, 
dass das Trottoir davor bis auf rund 50 Zentimeter blockiert wird. Wenn der Beru-
fungsführer vorbringt, er sei nicht angegurtet gewesen, was gegen eine Fahrt spre-
che, und der Wagen sei immerhin im Bereich der Parkplätze und nicht irgendwo in 
der Natur parkiert worden, so kann er daraus nichts für sich ableiten. Erstens ist es 
notorisch, dass viele Personen noch immer ohne Sicherheitsgurte Auto fahren. Und 
zweitens ist es freilich stets zumindest theoretisch möglich, dass Autofahrer noch 
unkonventioneller – irgendwo in der Natur oder sonst wo – parkieren und dabei 
gleich noch einen Schaden verursachen. Des Weiteren ergibt sich nichts zu seinen 
Gunsten, wenn der Berufungsführer behauptet, zuhause Alkohol getrunken zu ha-
ben. Selbstverständlich kann er auch erst nach dem beendeten Alkoholkonsum – 
aus welchen Gründen und wohin auch immer – ins Auto gestiegen und gefahren 
sein. Davon ist sogar eher auszugehen, zumal der Berufungsführer selber vor-
bringt, «in diesem Zustand» überlege man «auch nicht durchwegs rationell» [recte: 

18

rational]. Was schliesslich die vorgebrachte «Funkstille» gemäss den Mobilfunkda-
ten betrifft, so lässt diese nach Ansicht der Kammer weder für noch gegen den Be-
rufungsführer beweisrelevante Schlüsse zu. Sie vermag letztlich bloss aufzuzeigen, 
dass der Berufungsführer mit anderen Dingen als mit Telefonieren und Nachrichten 
schreiben beschäftigt war.

12. Fazit: Erwiesener Sachverhalt

Nach dem Gesagten ist der Beweisschluss der Vorinstanz, wonach der Berufungs-
führer, bevor er schlafend im Auto entdeckt wurde, mit dem Auto gefahren und die-
ses zum Schluss gemäss fotografisch dokumentierter Fundsituation abgestellt hat, 
zutreffend. Es liegt diesbezüglich keine Verletzung der Unschuldsvermutung vor. 
Das Beweisergebnis lautet mithin wie folgt: Der Berufungsführer parkierte sein 
Fahrzeug in angetrunkenem Zustand zwischen 02:30 Uhr und 04:50 Uhr an der 
D.________-Strasse. Woher er kam und wie weit er gefahren war, kann nicht mehr 
festgestellt werden. Im Tatzeitpunkt betrug sein Promillegehalt mindestens 2.06 
und maximal 2.6 Gewichtspromille.

III. Rechtliche Würdigung

13. Fahren in fahrunfähigem Zustand infolge qualifizierter Blutalkoholkonzentra-
tion

Gemäss Art. 91 Abs. 2 Bst. a SVG macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug auf einer 
öffentlichen Strasse im Sinne von Art. 1 SVG in angetrunkenem Zustand mit quali-
fizierter Blutalkoholkonzentration führt. Dies ist auch der Fall, wenn es sich um eine 
Fahrt von nur wenigen Zentimetern handelt (GIGER, SVG Kommentar, 8. Aufl. 
2014, N. 27 zu Art. 91 SVG). Der Tatbestand ist mit dem in Bewegung Setzen des 
Fahrzeugs vollendet (FAHRNI/HEIMGARTNER, in: Basler Kommentar SVG, 2014, 
N. 32 zu Art. 91 SVG). Wer wegen Alkohol-, Betäubungsmittel- oder Arzneimitte-
leinfluss oder aus anderen Gründen nicht über die erforderliche körperliche und 
geistige Leistungsfähigkeit verfügt, gilt nach Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 
Verkehrsregelverordnung (VRV; SR 741.11) während dieser Zeit als fahrunfähig 
und darf kein Fahrzeug führen. Bei Art. 91 SVG handelt es sich um ein abstraktes 
Gefährdungsdelikt. Für eine abstrakte Gefährdung reicht es aus, wenn durch das 
Verhalten in der Regel die Möglichkeit einer Rechtsverletzung herbeigeführt wird 
(FAHRNI/HEIMGARTNER, a.a.O., N. 6 zu Art. 91 SVG). Die Fahrunfähigkeit ist 
gemäss Art. 55 Abs. 6 SVG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Verordnung der Bundesversamm-
lung über Blutalkoholwerte im Strassenverkehr (SR 741.13; in der Fassung vom 
1. Januar 2005) in jedem Fall erwiesen bei einer Blutalkoholkonzentration von 
0.5 Gewichtspromille oder mehr. Als qualifiziert gilt eine Blutalkoholkonzentration 
von 0.8 Gewichtspromille oder mehr (Art. 1 Abs. 2 der genannten Verordnung). 
Strafbar sind sowohl die vorsätzliche als auch die fahrlässige Tatbegehung (Art. 91 
Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 100 Abs. 1 SVG). In Bezug auf ein qualifiziertes Fahren in 
fahrunfähigem Zustand gilt ein wissentliches und willentliches Handeln in der Regel 
als erwiesen, wenn ein Lenker mit einer Blutalkoholkonzentration, die klar über 

19

dem Grenzwert von 0.8 Gewichtspromille liegt, ein Fahrzeug führt (FAHR-
NI/HEIMGARTNER, a.a.O., N. 36 zu Art. 91 SVG).

Indem der Berufungsführer sein Fahrzeug am 8. Januar 2016 mit einer Blutalkohol-
konzentration von mindestens 2.06 Gewichtspromille an der D.________-Strasse 
in Bern parkierte, hat er sich des Fahrens in angetrunkenem Zustand mit qualifizier-
ter Blutalkoholkonzentration gemäss Art. 91 Abs. 2 Bst. a SVG i.V.m. Art. 55 Abs. 6 
SVG i.V.m. Art. 1 Abs. 2 Verordnung über Blutalkoholwerte im Strassenverkehr  
schuldig gemacht. Strafrechtlich angelastet wird ihm also – anders als der Beru-
fungsführer anzunehmen scheint (vgl. pag. 273) – nicht ein Versuch des Fahrens 
aufgrund des (mit der Absicht des Wegfahrens) gestarteten Motors, sondern das 
Heranfahren/Manövrieren/Parkieren auf einer öffentlichen Strasse. Bei dieser Blut-
alkoholkonzentration handelte er überdies vorsätzlich.

IV. Strafzumessung

14. Strafrahmen und Strafart

Nach Art. 47 Abs. 1 Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB; SR 311) misst das 
Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vor-
leben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Le-
ben des Täters. Das Verschulden bestimmt sich nach der Schwere der Verletzung 
oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Han-
delns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter 
nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 
Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB).

Wer sich gemäss Art. 91 Abs. 2 SVG strafbar macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 
drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Bestimmt es das Gesetz nicht anders, so be-
trägt die Geldstrafe höchstens 360 Tagessätze zu je höchstens CHF 3‘000.00 
(Art. 34 Abs. 1 und 2 StGB). Die Richtlinien des Verbands Bernischer Richterinnen 
und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte (VBRS) sehen für das Fahren in 
angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration ab 2,0 Gewichtspromil-
le als Referenzstrafe mindestens 75 Strafeinheiten vor. Ein Wiederholungsfall in-
nert fünf Jahren führt in der Regel zur Verdoppelung der Strafe. 

15. Tat- und Täterkomponenten 

Zu den Tat- und Täterkomponenten führte die Vorinstanz Folgendes aus: 

3. Tatkomponenten

3.1. Objektive Tatschwere 

Unter dem Titel der objektiven Tatschwere geht es sowohl um den Rang des beeinträchtigten 
Rechtsgutes als auch um das Ausmass seiner Beeinträchtigung, z.B. die Grösse des verursachten 
Schadens (vgl. STRATENWERTH, AT II, 2. Auflage 2006, § 6, N 19). Es ist in casu zunächst festzuhal-
ten, dass weder Personen- noch Sachschaden entstanden ist. Welche Strecke der Beschuldigte unter 
Alkoholeinfluss zurückgelegt hat, konnte nicht mehr eruiert werden. Die Gefährdung von weiteren 
Verkehrsteilnehmern war jedoch relativ gering, da das Fahrzeug mitten in der Nacht parkiert wurde. 
Aus diesen Gründen muss die Einsatzstrafe unter der Referenzstrafe liegen. 

20

3.2. Subjektive Tatschwere 

Die subjektive Tatschwere wird neutral bewertet. Das Motiv des Beschuldigten ist ungeklärt. 

3.3. Vermeidung der Gefährdung oder Verletzung des betroffenen Rechtsguts

Es geht um die Freiheit des Täters, sich für das Rechtsgut und gegen das Unrecht zu entscheiden. Je 
leichter es gewesen wäre, die Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt seine Entscheidung und 
damit die Schuld (BSK StGB I-WIPRÄCHTIGER/KELLER Art. 47 N 117 mit Hinweisen). Das Bundesge-
richt geht im Sinne einer Faustregel davon aus, dass die Schuldfähigkeit bei einer Blutalkoholkonzen-
tration von 2 Gewichtspromille oder mehr vermindert, bei 3 Gewichtspromille aufgehoben ist (BGE 
122 IV 49 E. 1b). Entscheidend für die Beurteilung der Schuldfähigkeit ist aber nicht die Blutalkohol-
konzentration als solche, sondern das Ausmass, in dem sie die Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit 
beeinträchtigt (BSK StGB I-BOMMER/DITTMANN Art. 19 N 62). 

Im vorliegenden Fall gibt es keine Hinweise darauf, dass von dieser Faustregel des Bundesgerichts 
abgewichen werden sollte. Die Blutalkoholkonzentration des Beschuldigten lag zum Tatzeitpunkt im 
Bereich von 2.06 und 2.6 Gewichtspromille. Seine Fähigkeit, die Rechtsverletzung zu vermeiden, war 
deshalb leicht eingeschränkt, was strafmindernd zu berücksichtigen ist. 

3.4. Fazit

Die Strafe wird nach Bewertung sämtlicher Tatkomponenten von den ursprünglichen 75 der Refe-
renzstrafe auf 40 Strafeinheiten reduziert. 

4. Täterkomponenten

4.1. Vorleben und persönliche Verhältnisse 

Das Gesetz fasst die Täterkomponenten unter den weiten Begriffen des Vorlebens, der persönlichen 
Verhältnisse des Schuldigen sowie den Beweggründen und Zielen des Täters zusammen. Einbezo-
gen wird hier ferner das Verhalten des Täters nach der Tat und im Strafverfahren (STRATENWERTH, AT 
II, 2. Auflage Bern 2006, § 6 N 52 ff.). Das Vorleben ist nur zu berücksichtigen, wenn und soweit es 
Rückschlüsse auf die Beurteilung von Tat und Täter zulässt (BSK Strafrecht I-WIPRÄCHTIGER, Art. 47 
N 95). Den Vorstrafen kommt eine ausserordentlich wichtige Rolle zu (BSK Strafrecht I-
WIPRÄCHTIGER, Art. 47 N 100 mit Hinweisen). 

Der Beschuldigte wurde in den letzten fünf Jahren zweimal verurteilt wegen [1] Fahrens in fahrunfähi-
gem Zustand (qualifizierte Blutalkoholkonzentration) und Vereitelung von Massnahmen zur Feststel-
lung der Fahrunfähigkeit (Versuch), rechtskräftig seit dem 11.10.2011 sowie [2] wegen Fahrens in 
fahrunfähigem Zustand (qualifizierte Blutalkoholkonzentration), Widerhandlung gegen das Bundesge-
setz über den Strassenverkehr und Übertretung der Verkehrsregelverordnung, rechtskräftig seit dem 
13.11.2013.  

Die Vorstrafen des Beschuldigten wirken sich in casu straferhöhend aus. Einerseits handelt es sich 
zum dritten Mal um das gleiche Delikt, nämlich Fahren in angetrunkenem Zustand mit jeweils qualifi-
zierter Blutalkoholkonzentration (0.93 Gewichtspromille [58] bzw. 1.87 Gewichtspromille [pag. 97]). 
Dem Beschuldigten wurde die Gültigkeit der Norm, gegen welche er erneut verstossen hat, in den 
beiden vorangehenden Verfahren verdeutlicht. Andererseits ist in zeitlicher Hinsicht festzuhalten, dass 
es sich vorliegend um die dritte Verurteilung wegen desselben Deliktes innerhalb von fünf Jahren 
handelt. Die Taten liegen mithin nicht weit auseinander, das Verhalten des Beschuldigten hat sich 
trotz zwei Verurteilungen nicht geändert. Dies, obwohl er sich in einem Einbürgerungsverfahren befin-
det und ihm die Konsequenzen einer erneuten Verurteilung gemäss eigenen Angaben bewusst waren 
(pag. 188). 

21

Zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ist auszuführen, dass er verheiratet ist und 
zwei Kinder hat. Er ist Mediziner und ist selbständig für die T.________ AG tätig und ist zudem in ei-
nem 100%-Pensum bei H.________ in Frankreich angestellt. Das Bruttojahreseinkommen beträgt 
CHF 150‘000.00, seine Frau verdient monatlich CHF 5‘000.00 netto. (pag. 182 Z. 21 ff.). Der jüngere 
Sohn geht noch zur Schule, der ältere macht die Ausbildung und muss noch unterstützt werden (pag. 
183 Z 1 ff.). Der Beschuldigte war zum Zeitpunkt der Tat beruflich stark eingespannt und trank regel-
mässig Alkohol (pag. 23 Z 65 ff., 183 Z 36 ff.). 

4.2. Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren

Der Beschuldigte verhielt sich nach der Tat unkooperativ und uneinsichtig gegenüber den Polizisten. 
Insbesondere verweigerte er auch die Alkoholprobe, weshalb er in Handschellen auf die Polizeiwache 
gebracht werden musste. Dieses Verhalten ist angesichts seiner maximalen Blutalkoholkonzentration 
zwar nicht entschuldbar, aber auch nicht straferhöhend. Im weiteren Verlauf des Verfahrens verhielt 
sich der Beschuldigte stets korrekt. 

4.3. Strafempfindlichkeit

Der Beschuldigte befindet sich im laufenden Einbürgerungsverfahren. Eine erhöhte Straf-
empfindlichkeit ist dennoch zu verneinen. Gemäss Bundesgericht muss die ausländische Person 
durch die strafrechtliche Verurteilung und den daraus resultierenden Widerruf der ausländerrechtli-
chen Bewilligung ungleich schwer getroffen werden wie andere ausländische Personen (BGer 
6B_274/2013 vom 20.10.2014 E. 3.4, 6B_289/2014 vom 13.05.2014 E. 1.3.2, je m.w.H.). Diese Praxis 
muss auch für den Ausländer mit laufendem Einbürgerungsverfahren gelten. Davon kann vorliegend 
nicht ausgegangen werden. 

4.4. Fazit

Aufgrund der obigen Ausführungen werden die Täterkomponenten in casu als straferhöhend betrach-
tet. Die Strafe wird auf 75 Strafeinheiten erhöht.

Diesen Ausführungen bleibt, unter Vorbehalt des unmittelbar Nachstehenden in 
Erwägung 16, grundsätzlich nichts beizufügen, ausser dass die Täterkomponente 
nicht die Beweggründe und Ziele des Täters umfasst (vgl. die aus Sicht der Kam-
mer unzutreffende Formulierung im erstinstanzlichen Urteil unter E. 4.1. Vorleben 
und persönliche Verhältnisse, 1. Absatz). Die Strafe wird deshalb – auch in 
Berücksichtigung des Verschlechterungsverbots – auf 75 Strafeinheiten festge-
setzt.

16. Konkretes Strafmass

Vorliegend ist eine Geldstrafe auszusprechen. Der Berufungsführer belegt, dass er 
seine Arbeitsstelle bei seinem Arbeitgeber H.________-France mit Wirkung auf 
den 7. April 2017 verloren hat (pag. 277). Es ist deshalb angezeigt, die Tagessatz-
höhe zu reduzieren. Die Vorinstanz ging von einer Tagessatzhöhe von CHF 170.00 
aus. Sie nahm dabei beim Berufungsführer ein Monatseinkommen von netto 
CHF 10‘833.00 an (pag. 190) und lag damit deutlich höher als in den früheren Ur-
teilen gegen den Berufungsführer (pag. 174 f.: Urteil des Regionalgerichts Bern-
Mittelland vom 11. Oktober 2011 und Urteil des Tribunal de police de L’Est vaudois 
vom 13. November 2013; Tagessatzhöhe je CHF 90.00). Es scheint mithin sachge-
recht, auf die Tagessatzhöhe in den vorangegangenen Urteilen zurückzukommen 

22

(und insofern in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 StGB mit einem derzeitigen Mo-
natseinkommen von ca. CHF 3‘800.00 netto zu kalkulieren). 

Nach Würdigung aller Tat- und Täterkomponenten erscheint für das hier zu beurtei-
lende Fahren in angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration 
von mindestens 2.06 Gewichtspromille eine Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je 
CHF 90.00, ausmachend total CHF 6‘750.00, als rechtlich korrekte Sanktion.

17. Strafvollzug

Wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Be-
gehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten, so schiebt das Gericht in 
der Regel den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Frei-
heitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren auf (Art. 42 
Abs. 1 StGB). Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer 
bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder 
zu einer Geldstrafe von mindestens 180 Tagessätzen verurteilt, so ist der Aufschub 
nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB).

Der Berufungsführer wurde in den letzten fünf Jahren zu zwei Geldstrafen von 50 
(pag. 174) beziehungsweise 60 Tagessätzen (pag. 175) verurteilt. Ein Anwen-
dungsfall von Art. 42 Abs. 2 StGB liegt daher nicht vor. Dem Berufungsführer wur-
de bei den zwei Verurteilungen der bedingte Vollzug gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB 
gewährt. Offensichtlich hatte dieser jedoch nicht die gewünschte Wirkung. Es han-
delt sich um die dritte Verurteilung wegen desselben Delikts innerhalb weniger Jah-
re, was auf ein Verhaltensmuster des Berufungsführers schliessen lässt. Es ist folg-
lich davon auszugehen, dass er durch die Gewährung des bedingten Strafvollzugs 
nicht von der Begehung weiterer Vergehen abzuhalten ist. Die Geldstrafe ist des-
halb unbedingt auszusprechen und zu vollziehen.

18. Widerruf

Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und 
ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten verüben wird, so widerruft das 
Gericht gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB die bedingte Strafe oder den bedingten Teil 
der Strafe. Ist nicht zu erwarten, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen 
wird, so verzichtet das Gericht auf einen Widerruf. Es kann den Verurteilten ver-
warnen oder die Probezeit um höchstens die Hälfte der im Urteil festgesetzten 
Dauer verlängern (Art. 46 Abs. 2 StGB). Entscheidendes Kriterium für respektive 
gegen den Widerruf des bedingten Strafvollzugs ist die Prognose. Als Widerrufs-
grund massgebend ist der Rückschluss auf wesentlich geringere als die ursprüng-
lich angenommenen Bewährungsaussichten. 

Der Berufungsführer hat sich während der Probezeit nicht deliktsfrei verhalten. Sei-
ne Vorstrafen sind einschlägig. Wie dargelegt, ist aufgrund der Vorgeschichte zu 
erwarten, dass er weitere Vergehen begehen wird. Der im Urteil des Tribunal de 
police de l’arrondissement de l’Est vaudois gewährte bedingte Vollzug der Gelds-
trafe ist daher zu widerrufen und die Strafe zu vollziehen.  

23

V. Kosten und Entschädigung

19. Erstinstanzliche Kosten

Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO werden die Verfahrenskosten der beschuldigten 
Person auferlegt, soweit sie verurteilt wird. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat 
der Berufungsführer die gesamten erstinstanzlichen Verfahrenskosten in der Höhe 
von CHF 4‘201.10 zu tragen (Gebühren CHF 2‘900.00, Auslagen CHF 1‘301.10). 

20. Oberinstanzliche Kosten

Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Ob-
siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Berufungsführer ist mit sei-
nen Anträgen oberinstanzlich vollumfänglich unterlegen, womit er die gesamten 
oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 800.00 zu tragen hat. Für das Wider-
rufsverfahren werden ihm zusätzlich CHF 200.00 auferlegt.

21. Entschädigung

Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen oder wird das 
Verfahren gegen sie eingestellt, hat sie Anspruch auf eine Entschädigung ihrer 
Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte (Art. 429 
Abs. 1 Bst. a StPO). Ansprüche auf Entschädigung im Rechtsmittelverfahren rich-
ten sich ebenfalls nach Art. 429 StPO (Art. 436 Abs. 1 StPO). Bei diesem Ausgang 
des Verfahrens hat der Berufungsführer weder für das erstinstanzliche noch für das 
oberinstanzliche Verfahren Anspruch auf eine Entschädigung. 

24

VI. Dispositiv

Die 2. Strafkammer erkennt:

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

des Fahrens eines Personenwagens in fahrunfähigem Zustand infolge qualifizierter 
Blutalkoholkonzentration (2.06 Gewichtspromille), begangen am 8. Januar 2016 in Bern,

und in Anwendung von

Art. 34, Art. 19 Abs. 2 und 47 StGB, 
Art. 91 Abs. 2 Bst. a SVG
Art. 2 Verordnung der Bundesversammlung über Alkoholgrenzwerte im Strassenverkehr
Art. 422, Art. 426 ff. StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu CHF 90.00, ausmachend total 
CHF 6‘750.00;

2. zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 4‘201.10;

3. zur Bezahlung der oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 800.00.

II.

Der A.________ mit Urteil des Tribunal de police de l’arrondissement de l’Est vaudois 
(Nr.________) vom 13. November 2013 für eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 
90.00 gewährte bedingte Vollzug wird widerrufen.

Die Strafe ist zu vollziehen.

Die Kosten des Widerrufsverfahrens, bestimmt auf CHF 300.00 (1. und 2. Instanz), 
werden A.________ auferlegt. 

III.

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Berufungsführer, v.d. Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz

25

- der Koordinationsstelle Strafregister (KOST)
- dem Tribunal de police de l’arrondissement de l’Est vaudois
- dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern, Abteilung Adminis-

trative Verkehrssicherheit (SVSA)

Bern, 28. Juni 2017
(Ausfertigung: 3. Juli 2017)

Im Namen der 2. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Aebi

Der Gerichtsschreiber:

Müller 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.