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**Case Identifier:** 821b3bf1-6a32-5d53-aa32-da6b100c3438
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.05.2024 PA240013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA240013_2024-05-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PA240013-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw T. Rumpel

Beschluss und Urteil vom 10. Mai 2024

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

betreffend fürsorgerische Unterbringung

Beschwerde gegen einen Entscheid des Einzelgerichtes o.V. des Bezirksge-
richtes Pfäffikon vom 22. April 2024 (FF240003)

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Erwägungen:

1.

1.1. Nachdem sich die 32-jährige Beschwerdeführerin im Herbst 2023 rund ei-

nen Monat infolge einer ärztlichen fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik 

Hard der Integrierten Psychiatrie Winterthur-Zürcher Unterland (ipw) aufgehalten 

hatte (act. 8/6 S. 4; act. 8/7/2 = act. 8/88/2 = act. 6, fortan zitiert als act. 6; 

act. 8/9/17), absolvierte sie in der Folge auf Anmeldung/Zuweisung durch die 

KESB des Bezirks Pfäffikon ZH (fortan KESB) vom 29. Februar 2024 bis 15. März 

2024 ein Home-Treatment der ipw integrierte Psychiatrie Winterthur 

(act. 8/27+32; act. 8/50/2). Im Abschlussbericht des Home-Treatments vom 

20. März 2024 wurde unter anderem empfohlen, einen stationären Aufenthalt der 

Beschwerdeführerin auch gegen ihren Willen anzuordnen und die Anordnung ei-

ner Beistandschaft zu prüfen (act. 8/50/2). Die KESB holte bei Dr. med. B._____, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Gutach-

ten über die Beschwerdeführerin ein; dieses datiert vom 2. April 2024 (act. 8/46; 

act. 8/55/2). Darin kam die Gutachterin zum Schluss, der gegenwärtige Gesund-

heitszustand der Beschwerdeführerin erfordere eine stationäre Behandlung. Mit 

Entscheid der KESB vom 5. April 2024 wurde für die Beschwerdeführerin eine für-

sorgerische Unterbringung in der Integrierten Psychiatrie Winterthur-Zürcher Un-

terland (ipw), Klinik Schlosstal, in Winterthur (fortan Klinik Schlosstal), angeord-

net. Gleichzeitig wurde Rechtsanwältin lic. iur. X._____ als Verfahrensbeiständin 

eingesetzt (act. 3/4 = act. 8/67).

1.2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

12. April 2024 beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Winterthur Beschwerde 

(act. 3/1), das mangels örtlicher Zuständigkeit auf die Beschwerde nicht eintrat, 

die Beschwerde jedoch samt Akten (act. 3/1-7) an das zuständige Einzelgericht 

des Bezirksgerichts Pfäffikon ZH (fortan Vorinstanz) weiterleitete (act. 1; act. 3/7 = 

act. 8/84). Mit Verfügung vom 17. April 2024 lud die Vorinstanz zur Anhö-

rung/Hauptverhandlung in den Räumlichkeiten der Klinik Schlosstal auf den 22. 

April 2024 vor. Im Weiteren wurde der KESB im Sinne von Art. 450d ZGB Frist 

zur Stellungnahme oder Wiedererwägung angesetzt und die Klinik Schlosstal zur 

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Einreichung von weiteren Unterlagen aufgefordert (act. 4). Die Klinik Schlosstal 

reichte den Austrittsbericht der Klinik Hard vom 25. Oktober 2023 und einen zu-

sammenfassenden Verlaufsbericht der Klinik Schlosstal vom 17. April 2024 ein 

(act. 6 und 7; vgl. auch act. 8/92). Die KESB verzichtete auf eine Vernehmlassung 

(act. 9). Anlässlich der Anhörung/Hauptverhandlung vom 22. April 2024 wurde die 

Beschwerdeführerin angehört und Dr. med. C._____ von der Klinik Schlosstal so-

wie die Verfahrensbeiständin konnten sich zur Sache äussern (Prot. Vi. S. 4 ff.). 

Mit Entscheid vom 22. April 2024 wies die Vorinstanz die Beschwerde der Be-

schwerdeführerin ab (act. 13 = act. 17 [Aktenexemplar] = act. 19, fortan zitiert als 

act. 17).

1.3. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 27. April 2024 

(Datum Poststempel) Beschwerde bei der Kammer (act. 18). Die vorinstanzlichen 

Akten – inkl. Akten der KESB (act. 8/1-92) – wurden beigezogen (act. 1-15). Von 

der Einholung von Stellungnahmen ist abzusehen (§ 66 Abs. 1 EG KESR). Das 

Verfahren erweist sich als spruchreif.

2.  

2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung (Art. 426 ff. ZGB) ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zuständig-

keit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zuständig-

keit des Obergerichtes vor (§ 62 Abs. 1 und § 64 EG KESR; § 30 GOG). Mangels 

ausdrücklicher Regelung im Bundesrecht untersteht das zweitinstanzliche Verfah-

ren vor Obergericht dem kantonalen Recht (vgl. Art. 450f ZGB; vgl. BGer 

5A_112/2015 vom 17. Dezember 2015 E. 2.1. m.w.H.). Gemäss § 40 EG KESR 

richtet sich das Verfahren vor beiden gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär 

nach den Bestimmungen des ZGB und des EG KESR. Enthalten diese Gesetze 

keine Bestimmungen, gelten für die Verfahren die Bestimmungen des GOG (§ 40 

Abs. 2 EG KESR) und subsidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (§ 40 

Abs. 3 EG KESR). Bei einem Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen Un-

terbringung beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids 

(Art. 450b Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen. Es ist unter-

schriftlich festzuhalten, dass eine gerichtliche Beurteilung verlangt wird, jedoch 

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sind – auch bei anwaltlicher Vertretung – weder formelle Anträge, noch eine Be-

gründung notwendig (vgl. statt Vieler Art. 450e Abs. 1 ZGB; BGE 133 III 353 E. 2).

2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von 

Amtes wegen (sog. uneingeschränkte Untersuchungsmaxime; Art. 446 Abs. 1 

ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen der fürsor-

gerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Beschwerdeinstanz über volle 

Kognition. Im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung geht es damit nicht 

bloss um die Rechtskontrolle des vorinstanzlichen Entscheids. Vielmehr hat die 

zweite Beschwerdeinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für 

eine Massnahme nach den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind (OGer ZH PA220001 vom 

14. Januar 2022 E. 2.2).

2.3. Nach Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen gestützt auf 

ein Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden. Das in Beach-

tung von Art. 450e Abs. 3 ZGB einzuholende Gutachten hat es der Beschwerdein-

stanz zu ermöglichen, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen 

zu beantworten. Das Gutachten hat sich insbesondere über den Gesundheitszu-

stand der betroffenen Person, aber auch darüber zu äussern, wie sich allfällige 

gesundheitliche Störungen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefähr-

dung oder einer Verwahrlosung auswirken können und ob sich daraus ein Hand-

lungsbedarf ergibt. Im Weiteren hat die begutachtende Person Antwort darauf zu 

geben, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behand-

lung bzw. Betreuung unerlässlich ist. Dabei ist auch darüber Auskunft zu geben, 

ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 

verfügt und ob ein geeigneter Behandlungsplan sowie eine geeignete Einrichtung 

vorhanden sind (BGE 143 III 189 E. 3.3).

2.4. Die rechtzeitig erhobene Beschwerde (act. 18; vgl. act. 14/1 zur Rechtzei-

tigkeit) genügt den dargestellten gesetzlichen Anforderungen. Ebenso entspricht 

das vorhandene Gutachten vom 2. April 2024 (act. 52/2) – worauf sich auch die 

Vorinstanz stützte (vgl. act. 17 E. 3.2, 3.3.3 und 3.4.2) – den erforderlichen Vor-

aussetzungen. Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass nicht auf das Gutachten 

abgestellt werden könnte.

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3.

3.1. Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an einer 

geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten 

Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung 

nicht anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belas-

tung und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betrof-

fene Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unter-

bringung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB).

Eine fürsorgerische Unterbringung setzt neben dem Vorhandensein eines 

materiellen Einweisungsgrundes voraus, dass eine besondere Schutzbedürftigkeit 

besteht, die eine nur in einer Einrichtung erbringbare Behandlung und Betreuung 

erforderlich macht. Die fürsorgerische Unterbringung stellt einen schweren Eingriff 

in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar. Sie hat deshalb stets dem 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu genügen, wonach keine weniger ein-

schneidende Massnahme zum Schutz der betroffenen Person zur Verfügung ste-

hen darf, die fürsorgerische Unterbringung zur Wiedererlangung von Selbststän-

digkeit geeignet sein muss und der Freiheitsentzug als angemessen zu erschei-

nen hat (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 22 ff.; 

Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-

schutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006, S. 7001 ff., S. 7062, nachfol-

gend zitiert als Botschaft Erwachsenenschutz).

3.2. Schwächezustand

3.2.1. Voraussetzung der fürsorgerischen Unterbringung ist zunächst das Vorlie-

gen eines Schwächezustandes. Die möglichen Schwächezustände werden dabei 

in Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt: psychische Störung, geistige 

Behinderung oder schwere Verwahrlosung (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBER-

GER, a.a.O., Art. 426 N 12). Bei psychischen Störungen handelt es sich um erheb-

liche, objektiv feststellbare Abweichungen vom normalen Erleben oder Verhalten, 

wobei Denken, Fühlen und Handeln betroffen sind. Damit von einer psychischen 

Störung gesprochen werden kann, muss ein Krankheitsbild vorliegen, welches er-

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hebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten hat. Massge-

blich ist, ob die betroffene Person ihre Entscheidungsfreiheit behalten hat und am 

sozialen Leben teilnehmen kann. Eine soziale Störung allein reicht mit anderen 

Worten für das Feststellen einer psychischen Störung nicht aus (vgl. BSK ZGB I-

GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 15 f.).

3.2.2. Die Gutachterin Dr. med. B._____ hielt in ihrem Gutachten vom 2. April 

2024 fest, dass bei der Beschwerdeführerin eine schizoaffektive Störung (ICD-10 

F25.0) vorliege. Da Faktoren vorlägen, die die Krankheitsprognose verschlechtern 

würden, sei eine chronische schizoaffektive Störung und damit ein dauerhaftes 

Anhalten des Schwächezustands wahrscheinlich (act. 8/55/2 S. 36 F/A1 f.).

3.2.3. Auch dem Austrittsbericht der Klinik Hard vom 25. Oktober 2023 ist zu ent-

nehmen, dass bei der Beschwerdeführerin gemäss Klassifikation nach ICD-10 

eine gemischte schizoaffektive Störung vorliege (act. 6).

3.2.4. Aus dem Abschlussbericht des Home-Treatments vom 20. März 2024 geht 

hervor, dass bei der Beschwerdeführerin eine gemischte schizoaffektive Störung 

(F25.2) und ein Abhängigkeitssyndrom durch Tabak (F17.2) bestehe (act. 8/50/2).

3.2.5. Dr. med. C._____ der Klinik Schlosstal bestätigt anlässlich der Verhandlung 

vom 22. April 2024, bei der Beschwerdeführerin ebenfalls von einer schizoaffekti-

ven Störung nach ICD-10 F25 auszugehen (Prot. Vi. S. 11).

3.2.6. Demgegenüber erklärte die Beschwerdeführerin anlässlich der Verhand-

lung vom 22. April 2024, keine psychische Störung zu haben (Prot. Vi. S. 5), was 

sie gemäss Ausführungen der Verfahrensbeiständin auch in der Nachbespre-

chung betont habe. Die Beschwerdeführerin habe erklärt, die Diagnose einer schi-

zoaffektiven Störung stimme nicht (act. 18 Ziff. II.2 S. 3). Die Verfahrensbeistän-

din hingegen stellt die Diagnose nicht in Abrede (vgl. act. 18 Ziff. II.3 S. 5 i.V.m. 

act. 10 Ziff. II.5. S. 8).

3.2.7. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz (vgl. act. 17 E. 3.2) und gestützt auf 

das Gutachten (act. 8/55/2 S. 36 F/A1 f.) sowie die Einschätzung der Fachperso-

nen der Kliniken (act. 6; act. 8/50/2; Prot. Vi. S. 11) ist bei der Beschwerdeführerin 

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von einer psychischen Störung in Form einer schizoaffektiven Störung und damit 

von einem Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB auszugehen.

3.3. Schutzbedürfnis und Verhältnismässigkeit

3.3.1. Für die fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung wird überdies vor-

ausgesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nö-

tig ist und nicht anders, namentlich mit milderen Massnahmen, als durch die für-

sorgerische Unterbringung erfolgen kann (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen 

Worten muss die betroffene Person eines besonderen Schutzes bedürfen, der 

eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann; die Freiheitsentzie-

hung muss die persönliche Fürsorge für die betroffene Person sicherstellen. 

Diese umfasst einerseits therapeutische Massnahmen und andererseits jede 

Form von Betreuung, derer eine Person für ein menschenwürdiges Dasein bedarf. 

Darunter fallen insbesondere elementare Bedürfnisse wie Essen, Körperpflege 

und Kleidung. Die Behandlung kann auch eine körperliche Krankheit betreffen, 

sofern dafür eine Freiheitsentziehung notwendig erscheint. Dem Schutz der Um-

gebung kommt nur, aber immerhin, eine subsidiäre Bedeutung zu (Art. 426 Abs. 2 

ZGB). Eine Fremdgefährdung ist damit weder eine Unterbringungsvoraussetzung, 

noch vermag sie für sich alleine eine fürsorgerische Unterbringung zu rechtferti-

gen. Der Schutz und die Belastung anderer Personen darf jedoch in die Beurtei-

lung miteinbezogen werden (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 

a.a.O., Art. 426 N 8 ff., N 22 ff. und N 41 ff.).

Zusammengefasst stellt sich somit die Frage, mit welchen konkreten Ge-

fahren für die Gesundheit oder das Leben der Beschwerdeführerin bzw. von Drit-

ten zu rechnen ist, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krank-

heit bzw. die Betreuung unterbleibt, und wie sich allfällige gesundheitliche Störun-

gen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefährdung oder einer Ver-

wahrlosung auswirken können sowie ob sich daraus ein Handlungsbedarf ergibt. 

Ist ein Handlungsbedarf festgestellt, ist sodann zu klären, ob aufgrund dessen 

eine stationäre Behandlung bzw. Betreuung im Rahmen einer fürsorgerischen Un-

terbringung unerlässlich ist.

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3.3.2. Gemäss Gutachten von Dr. med. B._____ vom 2. April 2024 seien die Sym-

ptome der schizoaffektiven Störung insbesondere psychopharmakologisch, aber 

auch unterstützend mit Therapien, gut behandelbar, wodurch die – die kognitiven 

Fähigkeiten und den Realitätsbezug einschränkende – Krankheitsaktivität redu-

ziert werden könne. Die psychopharmakologische Behandlung sei beim statio-

nären Aufenthalt in der IPW bereits etabliert worden. Antipsychotika könnten den 

Krankheitsverlauf günstig beeinflussen, jedoch habe die Beschwerdeführerin 

diese unregelmässig eingenommen und nehme sie auch gegenwärtig nicht ein. 

Die Beschwerdeführerin sei sowohl behandlungs- als auch betreuungsbedürftig, 

habe jedoch kein Krankheitsbewusstsein oder eine entsprechende Einsicht. Es 

bestehe eine Selbst- sowie eine Fremdgefährdung. Der gegenwärtige Zustand 

der Beschwerdeführerin erfordere die stationäre, fürsorgerische Unterbringung in 

einer psychiatrischen Einrichtung (act. 8/55/2 S. 37 ff. F/A 2 ff.).

3.3.3. Dr. med. C._____ hielt anlässlich der Verhandlung vom 22. April 2024 fest, 

dass die Beschwerdeführerin keine Krankheitseinsicht und Behandlungsbereit-

schaft zeige, sie jedoch die Medikamente derzeit einnehme. Durch die medika-

mentöse Behandlung habe sich die psychotische Symptomatik zwar etwas redu-

ziert. Die Beschwerdeführerin fühle sich aber noch immer von Dämonen beses-

sen. Die Klinik arbeite weiterhin an der richtigen medikamentösen Einstellung. Dr. 

med. C._____ bestätigt, ebenfalls von einer Behandlungs- und Betreuungsbedürf-

tigkeit der Beschwerdeführerin sowie dem Erfordernis der Unterbringung in einer 

Einrichtung auszugehen (Prot. Vi. S. 10 ff.).

3.3.4. Die Beschwerdeführerin lässt in der Beschwerde ausführen, nicht krank zu 

sein und umgehend aus der Klinik austreten zu wollen. Sie fühle sich weder beob-

achtet noch höre sie Stimmen. Sie sei schon lange nicht mehr betreuungs- und 

behandlungsbedürftig (act. 18 Ziff. II.2 S. 3). Die Verfahrensbeiständin hält in der 

Beschwerde fest, dass die Beschwerdeführerin klarer, fitter und örtlich orientiert 

gewirkt habe anlässlich ihres Besuchs in der Klinik vom 26. April 2024. Dr. med. 

C._____ habe mitgeteilt, dass sie zur Stabilisierung der Beschwerdeführerin der-

zeit von einer Behandlungsdauer von einem Monat ausgehe. Sie (die Ärztin) habe 

anlässlich des Besuchs bestätigt, dass die Beschwerdeführerin gut auf die Medi-

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kamente gemäss Behandlungsplan reagiere und bereits Fortschritte bezüglich ih-

res Energielevels ersichtlich seien. Gemäss Einschätzung der Verfahrensbeistän-

din sei angesichts der erst kurzen Behandlungsdauer, der Erfahrungen in der Ver-

gangenheit und der aktuellen Ausführungen der Beschwerdeführerin mit hoher 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sie die Medikamente zu Hause er-

neut absetzen würde (act. 18 Ziff. II.2 f. S. 3 ff.). Sie gehe infolge eines objektivier-

ten Ansatzes nach wie vor von einer Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit 

sowie der Notwendigkeit der Behandlung und Betreuung in einer Klinik im Sinne 

einer fürsorgerischen Unterbringung aus (act. 18 Ziff. III.3 S. 5 .i.V.m. 10 Ziff. II.5 

S. 9).

3.3.5. Die Beschwerdeführerin ist verheiratet und Mutter von zehn- und elfjährigen 

Mädchen. Sie litt vor der Einweisung an ausgeprägten wahnhaften Wahrnehmun-

gen und Stimmenhören. Dies belastete das familiäre Umfeld ausserordentlich und 

überforderte den Ehemann sowie die Kinder. Das bisher intakte Familiengefüge 

drohte auseinanderzubrechen (u.a. act. 20/1). Aus den letzten Ausführungen der 

Verfahrensbeiständin geht hervor, dass sich der Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführerin während des bisherigen stationären Klinikaufenthalts bereits 

verbessert habe. Jedoch bedarf es nach wie vor der medikamentösen Einstellung 

bzw. Stabilisierung gemäss ärztlicher Einschätzung, um eine weitergehende und 

nachhaltige Verbesserung zu erzielen. Bei einer jetzigen Beendigung der fürsor-

gerischen Unterbringung wäre zu befürchten, dass die Beschwerdeführerin die 

Medikamente nicht mehr zuverlässig einnehmen und sich ihr Zustand sogleich 

wieder verschlechtern würde, wodurch sowohl eine Selbst- als auch indirekt zu-

folge der Überforderung des familiären Umfelds eine Fremdgefährdung, nament-

lich der Kinder, drohen würde. Einerseits scheint die Beschwerdeführerin ohne die 

notwendige Medikation nicht mehr in der Lage zu sein, ihre Selbstfürsorge zu ge-

währleisten. Es würde gemäss Gutachten eine wahnbedingte Mangelernährung 

drohen. Ebenso sei mit wahngeleiteten Unfällen im Alltag zu rechnen. Anderer-

seits besteht ein Gefährdungspotential mit Blick auf Auseinandersetzungen mit 

dem Ehemann und weiteren nahen Verwandten. Die gut etablierte Familienstruk-

tur mit dem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern würde erneut zu 

zerbrechen drohen, was den Zustand und die Situation der Beschwerdeführerin 

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wiederum verschlechtern würde. Es ist insgesamt nach wie vor von einer beson-

deren Schutzbedürftigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen. Es ist daher der 

Einschätzung der Gutachterin und der behandelnden Ärztin zu folgen, aufgrund 

des aktuellen Behandlungs- und Betreuungsbedürfnisses sei die stationäre Unter-

bringung geeignet und erforderlich, um die notwendige Verbesserung des psychi-

schen Zustands der Beschwerdeführerin sicherzustellen.

3.4. Aufgrund des Gesagten und in Übereinstimmung mit der Vorinstanz sind 

die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung im Sinne von Art. 426 

ZGB zum heutigen Zeitpunkt erfüllt. Daher ist die Beschwerde abzuweisen.

3.5. Die Klinik Schlosstal, als zuständige Einrichtung mit Entscheidkompetenz 

zur Entlassung (vgl. act. 8/4 Dispositiv-Ziffer 2), ist der Vollständigkeit halber dar-

auf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 426 Abs. 3 ZGB 

umgehend aus der fürsorgerischen Unterbringung zu entlassen ist, sollten die 

Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung nicht mehr erfüllt sein. Wann 

eine hinreichende Stabilisierung bzw. Zustandsverbesserung erreicht sein wird, ist 

im jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht abschätzbar.

4.  

4.1. Beim vorliegenden Verfahrensausgang würde die Beschwerdeführerin 

grundsätzlich kostenpflichtig. Umständehalber ist jedoch auf die Erhebung einer 

Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren zu verzichten. Folglich ist das 

Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung als gegenstandlos geworden abzuschreiben.

4.2. Was das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtsverbeiständung und Bestellung von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

als unentgeltliche Rechtsbeiständin (act. 18 S. 2 und 10) betrifft, geht aus dem 

Entscheid der KESB vom 5. April 2024 hervor, dass Rechtsanwältin lic. iur. 

X._____ gestützt auf Art. 449a ZGB von der KESB bereits als Verfahrensbeistän-

din bestellt wurde (act. 8/67). Sinn und Zweck der Beistandschaft nach dieser Be-

stimmung ist die Wahrung der Rechte der betroffenen Person durch eine in für-

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sorgerischen und rechtlichen Belangen erfahrene Person. Dies bedingt, dass die 

Verfahrensbeistandschaft auch die Berechtigung zur Ergreifung von Rechtsmitteln 

gegen den Entscheid der KESB beinhaltet. Das "Verfahren bezüglich der Über-

prüfung der fürsorgerischen Unterbringung", für welches die KESB die Verfah-

rensbeiständin bestellte, umfasst somit auch die kantonalen Rechtsmittelverfah-

ren (vgl. OGer ZH PA220055 vom 2. März 2023 E. III. i.V.m. E. II.6.2 m.w.H.). Da-

mit steht die Verfahrensbeiständin (auch) mit Blick auf ihre Tätigkeit als Vertrete-

rin des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren in einem Mandatsverhältnis 

mit der KESB bzw. mit dem Gemeinwesen, weshalb sich deren Entschädigungen 

nach dem entsprechenden KESB-Entscheid richtet (vgl. act. 8/67 Dispositiv-Zif-

fern 5 und 6). Für eine Bestellung als unentgeltliche Rechtsbeiständin nach Art. 

118 Abs. 1 lit. c ZPO bleibt danach kein Raum. Daher ist auf das Gesuch des Be-

schwerdeführers um unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht einzutreten. Auf 

diese Rechtsprechung sind die Vorinstanzen hinzuweisen.

Es wird beschlossen:

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen 

Prozessführung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Auf das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsbeistän-

din in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird nicht eingetreten.

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittel mit dem nachfolgenden Erkenntnis.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es wird für das zweitinstanzliche Verfahren keine Gerichtsgebühr erhoben.

3. Schriftliche Mitteilung an die Verfahrensbeiständin im Doppel für sich und 

zuhanden der Beschwerdeführerin, die Klinik Schlosstal IPW, die KESB des 

Bezirks Pfäffikon ZH (mit besonderem Hinweis auf E. 4.2), sowie an das Ein-

zelgericht des Bezirksgerichts Pfäffikon (mit besonderem Hinweis auf 

E. 4.2), je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw T. Rumpel

versandt am:
13. Mai 2024