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**Case Identifier:** f63046c1-602b-5fd9-b10b-897455905d0c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.06.2021 200 2021 231
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-231_2021-06-25.pdf

## Full Text

200 21 231 IV
SCI/SVE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Juni 2021

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. März 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
leidet seit Geburt an einer hochgradigen Schwerhörigkeit bei Rötelnembry-
opathie, und bezog in diesem Zusammenhang diverse Leistungen der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV; vgl. Akten der IV-Stelle Bern [IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 3.1, 8, 13, 14, 37, 43).

Im August 2017 (nach Früherfassung im Juli 2017 [AB 47]) meldete sich 
die Versicherte unter Hinweis auf eine mittelgradige Depression sowie eine 
Hörbehinderung erstmals zur beruflichen Integration bzw. zum Rentenbe-
zug an (AB 50). Die IVB tätigte in der Folge erwerbliche sowie medizinische 
Abklärungen und veranlasste insbesondere eine otorhynolaringologisch-
psychiatrische Begutachtung (Expertise vom 17. April 2018; AB 87 f.). Mit 
Mitteilungen vom 28. Mai (AB 94), 31. Oktober (AB 119) und 21. Dezember 
2018 (AB 122) gewährte sie Frühinterventionsmassnahmen in Form von 
Arbeitsplatzerhalt und Job-Coaching. Ferner veranlasste sie eine Ab-
klärung an Ort und Stelle (Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 8. Au-
gust 2018 [AB 104]). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 106, 
112 f.) verneinte die IVB mit Verfügung vom 11. Oktober 2018 (AB 116) – 
in Anwendung der gemischten Methode (Status 80 % Erwerb und 20 % 
Aufgabenbereich Haushalt) – bei einem Invaliditätsgrad von 35 % einen 
Rentenanspruch. Diese Verfügung blieb unangefochten. Mit Mitteilung vom 
26. März 2019 (AB 126) schloss die IVB die beruflichen Massnahmen ab.

Die Versicherte meldete sich im Juli 2020 abermals zur Früherfassung 
(AB 129) und zum Hilfsmittelbezug (AB 133) an. Mit Mitteilung vom 8. Sep-
tember 2020 (AB 139) erteilte die IVB Kostengutsprache für eine rechtssei-
tige Hörgerätversorgung. Die IVB tätigte zudem neuerlich erwerbliche und 
medizinische Abklärungen und holte insbesondere eine Stellungnahme 
beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Stellungnahme vom 1. Dezember 
2020 [AB 142]) ein und veranlasste eine Abklärung an Ort und Stelle (Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 27. Januar 2021 [AB 152]). Mit Vor-
bescheid vom 29. Januar 2020 (AB 155) stellte die IVB in Aussicht, einen 

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Rentenanspruch – wiederum in Anwendung der gemischten Methode (Sta-
tus 80 % Erwerb und 20 % Aufgabenbereich Haushalt) – bei einem Invali-
ditätsgrad von 31 % zu verneinen. Nach dagegen erhobenem Einwand 
(AB 159) entschied sie mit Verfügung vom 12. März 2021 (AB 165) wie 
angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 22. März 2021 Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern und beantragte sinn-
gemäss, in Aufhebung der Verfügung vom 12. März 2021 sei ihr eine Inva-
lidenrente zuzusprechen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 6. Mai 2021 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) 
Beschwerden gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im 
vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch 
den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des 

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Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. März 2021 
(AB 165). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und in diesem Zu-
sammenhang insbesondere, ob seit der Verfügung vom 11. Oktober 2018 
(AB 116) eine anspruchsrelevante Veränderung ausgewiesen ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 

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Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist 
noch nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob 
dies zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem 
Einfluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4

2.4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 6

geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 
ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betäti-
gungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

2.4.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.4.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invali-
ditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der 
Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert 
(Art. 27bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Die Berechnung des Invali-
ditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 
ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage 
einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die 
prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäfti-
gungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, 
gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads 
in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale An-
teil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Ver-
gleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden 
wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet 
(Art. 27bis Abs. 4 IVV).

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2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.5.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.5.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 

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demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin meldete sich am 13. Juli 2020 abermals zur 
Früherfassung an (AB 129), was jedoch keine Anmeldung zum Leistungs-
bezug darstellt (vgl. MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invaliden-
versicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 12 Rz. 1; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 9. September 2014, 9C_463/2014, E. 3.2). Auf Anmel-
dung vom 23. Juli 2020 betreffend Hilfsmittel (AB 133) hin prüfte die Be-
schwerdegegnerin sodann zutreffend (vgl. BGE 121 V 195 E. 2 S. 197; 
SVR 2013 AHV Nr. 12 S. 47 E. 3.2; Bundesamt für Sozialversicherung 
[BSV], Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversi-
cherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, Rz. 2029) auch den Rentenan-
spruch (erneut) materiell. Praxisgemäss ist die Eintretensfrage durch das 
Gericht daher nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist 
zu prüfen, ob eine für den Leistungsanspruch relevante Veränderung in 

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den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist (vgl. E. 2.5.1 hiervor), die 
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit einen allfälligen Leistungsan-
spruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5.3 hiervor). Dabei ist der Sachverhalt im 
Zeitpunkt der ursprünglichen leistungsverneinenden Verfügung vom 
11. Oktober 2018 (AB 116) mit demjenigen der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 12. März 2021 (AB 165) zu vergleichen.

3.2 Bei Erlass der Verfügung vom 11. Oktober 2018 (AB 116) präsen-
tierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt:

3.2.1 In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des otorhinolaryngolo-
gisch-psychiatrischen Gutachtens vom 17. April 2018 (AB 87 f.) diagnosti-
zierten die Dres. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, und C.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie, mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit eine höchstgradige Schallempfindungs-
schwerhörigkeit rechts und eine funktionelle Taubheit links sowie ohne Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Anpassungsstörung, länge-
re depressive Reaktion (AB 88.2 S. 3 Ziff. 4.2). In der bisherigen als auch in 
einer angepassten Tätigkeit bestehe seit dem 1. Juli 2017 eine Arbeits-
fähigkeit von 60 % (AB 88.2 S. 4 Ziff. 4.7 f.). 

3.2.2 Im Austrittsbericht  des Spitals D.________ vom 9. Mai 2018 (AB 92 
S. 2) wurden als Diagnosen am rechten Fuss ein Hämatom nach offener 
Revision und Neurolyse des Nervus peroneus superficialis am 17. April 
2018 (vgl. AB 92 S. 6) sowie eine ältere tiefe Teilvenenthrombose rechts 
am 28. April 2018 aufgeführt.

3.2.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Kar-
diologie und Arbeitsmedizin, führte in der RAD-ärztlichen Stellungnahme 
vom 15. Mai 2018 (AB 90) aus, in gesamthafter Würdigung der aktenkundi-
gen Befunde und der aktuell vorgelegten Gutachten sei davon auszugehen, 
dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit im … bei der F.________ von der Be-
schwerdeführerin nicht mehr geleistet werden könne, wobei die Einschrän-
kung spätestens seit der umfassenden Diagnostik des Hörvermögens im 
Spital G.________ im Januar 2016 bestehe (S. 7 f.). In gesamthafter Wür-
digung der differenzierten Befunderhebung des HNO-ärztlichen Gutachtens 
(vgl. AB 88.1), welches ausgezeichnet ausgearbeitet und nachvollziehbar 

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sei, insbesondere wegen der plausiblen und definitiven Erklärung der ope-
rativen Versorgung mit Colchea-Implantat (CI; AB 90 S. 5), sei die Be-
schwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit aufgrund der schicksals-
haft erworbenen, auch nach CI fortbestehenden Einschränkung des Hör-
verständnisses als dauerhaft eingeschränkt einzuschätzen. Es sei eine 
dauerhafte Minderung des Restleistungsvermögens in angepasster Tätig-
keit gegeben. Medizinisch-theoretisch sei das leistbare Pensum auf 70 % 
eingeschränkt (sechs Stunden täglich an fünf Werktagen) mit einer zusätz-
lichen Leistungsminderung von 20 % aufgrund der notwendigen Anpas-
sung der betrieblichen Kommunikation mit erhöhtem Zeitbedarf und der 
signifikant erhöhten Ermüdbarkeit aufgrund der 2-Kanal-Kommunikation 
über Hörgeräte und Lippenlesen (AB 90 S. 8). 

3.3 Für die Zeit nach Erlass der Verfügung vom 11. Oktober 2018 
(AB 116) lässt sich den Akten in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 
das Folgende entnehmen:

3.3.1 In der ärztlichen Erstexpertise für die Hörgeräteversorgung vom 
17. August 2020 (AB 138 S. 2) führte Dr. med. H.________, Facharzt für 
Oto-Rhino-Laryngologie, einen Hörverlust Reintonaudiogramm von 95.7 % 
rechts und von 100 % links und einen Hörverlust Sprachaudiogramm von 
100 % sowohl rechts als auch links auf. Der erreichte Wert des Gesamt-
Hörverlustes wurde mit 98.9 % beziffert. Ergänzend hierzu hielt derselbe 
Arzt im Bericht vom 18. August 2018 (AB 138 S. 7) eine höchstgradige 
Form der Innenohrschwerhörigkeit fest.

3.3.2 In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 1. Dezember 
2020 (AB 142) führte Dr. med. I.________, Praktischer Arzt und Facharzt 
für Arbeitsmedizin, aus, es könne weitestgehend auf die Ausführungen des 
RAD vom 15. Mai 2018 (AB 90) zurückgegriffen werden. Zusätzlich sei 
nunmehr zu beachten, dass es kein nachweisbares Einsilben-Verständnis 
mehr mit einem Hörverlust für Zahlen auf der rechten Seite gebe. Man 
könne davon ausgehen, dass dies zu einer zusätzlichen Ermüdung bei 
ihrer Tätigkeit führe. Das Zumutbarkeitsprofil habe sich weiter verschlech-
tert. Dies begründe sich aus dem Facharztbericht von 
Dr. med. H.________ vom 21. (richtig: 17.) August 2020 (vgl. AB 138). Die 
Beschwerdeführerin könne nunmehr höchstens zu 50 % mit einer Leis-

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tungsminderung von 20 % seit dem 21. August 2020 eingesetzt werden 
(S. 4).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der 
versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und 
Ärzte mitzuberück-sichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren 

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Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der 
pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 
E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das 
Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 
65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469). 

Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Be-
weisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen 
von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-
den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind 
oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ih-
rem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 
der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 
als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif-
ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der 
früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 
welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver-
lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und 
Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2018 
IV Nr. 13 S. 41 E. 4.2.2).

3.5

3.5.1 Im otorhinolaryngologisch-psychiatrischen Gutachten vom 17. April 
2018 (AB 87 f.) wurde der Beschwerdeführerin in der interdisziplinären Ge-
samtbeurteilung (AB 88.2) eine Arbeitsfähigkeit von 60 % attestiert (S. 4 
Ziff. 4.7 f.). Weshalb der RAD-Arzt Dr. med. E.________ das Leistungspro-
fil in seiner Stellungnahme vom 15. Mai 2018 (AB 90 S. 8) anders festlegte 
(Arbeitsfähigkeit von 70 % mit 20%iger Leistungseinschränkung), ist nicht 
ersichtlich und wurde von ihm denn auch nicht differenziert dargelegt. Die-
se Einschätzung überzeugt nicht, zumal Dr. med. E.________ nicht über 
den dazu notwendigen Facharzttitel verfügt, kann doch eine fachärztliche 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit grundsätz-
lich nur gestützt auf eine ebenfalls fachärztlich abweichende Beurteilung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 13

entkräftet werden (Entscheid des BGer vom 13. November 2018, 
8C_584/2018, E. 4.1.1.2). Nichtsdestotrotz stellte der Abklärungsdienst auf 
eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 56 % (Arbeitsfähigkeit von 70 % 
mit einer zusätzlichen Leistungsminderung von 20 % [AB 90 S. 8]) ab, wor-
aus sich ein ungewichteter Invaliditätsgrad von 44 % im Bereich Erwerb 
ergab (AB 104 S. 6 Ziff. 5.2). Die Einschätzung von Dr. med. E.________ 
und das darauf basierende Vorgehen der Beschwerdegegnerin wirkte sich 
zu Gunsten der Beschwerdeführerin aus. Im Aufgabenbereich ging der 
Abklärungsdienst von keiner Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus (AB 
104 S. 10).

Parallel zur Fertigstellung des Gutachtens erfolgte eine Operation am rech-
ten Fuss (vgl. AB 92 S. 2 und 6, 152), ohne dass aber nach der kurzum 
erfolgten Revisionsoperation fachärztlich noch Einschränkungen attestiert 
worden wären (vgl. AB 92, 95, 98). 

Was den Sachverhalt bei Erlass der Verfügung vom 11. Oktober 2018 
(AB 116) hinsichtlich Status und Erwerb angeht, ging die Beschwerdegeg-
nerin in Anwendung der gemischten Methode (vgl. E. 2.4.2 hiervor) von 
einem Status 80 % Erwerb und 20 % Aufgabenbereich Haushalt aus (vgl. 
AB 104 S. 5 Ziff. 4). Dieser Status überzeugt mit Blick auf die Aussage der 
Beschwerdeführerin, wonach sie bei guter Gesundheit zu einem Pensum 
von 80 % arbeiten würde (AB 104 S. 4 Ziff. 3.3). 

Mit Verfügung vom 11. Oktober 2018 (AB 116) wurde der Rentenanspruch 
bei einem Status von 80 % Erwerb und 20 % Aufgabenbereich Haushalt 
und einem Invaliditätsgrad von 35% verneint. 

3.5.2 Tatsächlich war die Beschwerdeführerin sowohl vor als auch nach 
der Rentenverfügung formell noch in einem 80.5 %-Pensum angestellt (vgl. 
AB 62 S. 3 Ziff. 2.9 [100 / 41 Stunden x 33 Stunden], 104 S. 4 Ziff. 3.3), 
ohne dass dieser Umstand bei der Bemessung der Invalidität Berücksichti-
gung fand. Dies zu Recht. Dieses Pensum konnte die Beschwerdeführerin 
auf Dauer nicht mehr wahrnehmen. Entsprechend der gutachterlichen Ein-
schätzung, wonach die Beschwerdeführerin auf Dauer zu 40 % arbeitsun-
fähig ist (AB 88.2 S. 4 Ziff. 4.7 f.), wurde im Rahmen beruflicher Integrati-
onsmassnahmen das Arbeitsverhältnis bei der bisherigen Arbeitgeberin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 14

angepasst, die Beschwerdeführerin an einen neuen Arbeitsort versetzt und 
erfolgte schliesslich per 1. März 2019 eine Reduktion des Pensums auf 
61 % (vgl. AB 125, 127, 148 S. 2 Ziff. 2.3, 152 S. 3 Ziff. 3.2, 159 S. 2). Der 
Grundlohn blieb dabei unverändert (vgl. AB 127).

3.5.3 Vor Erlass der Verfügung vom 12. März 2021 (AB 165) kam der 
RAD-Arzt, Dr. med. I.________, in seiner Stellungnahme vom 1. Dezember 
2021 (AB 142) zum Schluss, es sei zu einer gesundheitlichen Verschlech-
terung gekommen. Das Zumutbarkeitsprofil habe sich weiter verschlechtert, 
was sich aus dem Bericht von Dr. med. H.________ vom 21. (richtig: 17.) 
August ergebe. Einerseits verfügt Dr. med. I.________ als Praktischer Arzt 
und Arbeitsmediziner diesbezüglich jedoch nicht über die erforderliche 
otorhinolaryngologische Fachkompetenz (BGer 8C_584/2018, E. 4.1.1.2). 
Andererseits war bereits der Begutachtung eine fast vollständige Taubheit 
zugrunde gelegt worden. Schliesslich gab die Beschwerdeführerin überdies 
beschwerdeweise an, dass sie das aktuelle 60 %-Pensum (derzeit) noch 
leisten könne, was mit den (fehlenden) Absenzen gemäss Bericht der Ar-
beitgeberin (AB 148 S. 8 Ziff. 7.1) übereinstimmt. Allein der Umstand, dass 
die Beschwerdeführerin ein stärkeres Hörgerät benötigt (AB 157 S. 5), be-
gründet keine rentenrelevante Veränderung. 

Tatsächlich ist folglich weder auf gesundheitlicher noch erwerblicher Ebene 
eine massgebliche Veränderung eingetreten. Selbst wenn jedoch zufolge 
der nun angenommenen geringen Einschränkungen im Aufgabenbereich 
von einer Veränderung ausgegangen würde und damit eine allseitige neue 
Prüfung zu erfolgen hätte, würde dies am Ergebnis nichts ändern, wie 
nachfolgend aufzuzeigen ist.

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet beschwerdeweise die ihres Er-
achtens von der Beschwerdegegnerin getroffene Annahme, wonach sie 
mehr als die aktuellen 60 % arbeiten könne; diese Rüge hat ihren Ursprung 
wohl in dem im Vergleich zur letzten Verfügung von der Beschwerdegegne-
rin ermittelten tieferen Invaliditätsgrad. In dieser Hinsicht war bzw. ist das 
Vorgehen der Beschwerdegegnerin in der Tat nicht korrekt (vgl. auch E. 4.4 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 15

hiernach). Mit der Beschwerdeführerin ist davon auszugehen, dass derzeit 
(noch) eine Arbeitsfähigkeit im tatsächlich geleisteten Pensum von 60 % 
(effektiv 61%; vgl. u.a. AB 127) besteht (vgl. E. 3.5.2 f.).

4.2 Aufgrund der Akten erstellt ist weiter, dass die Beschwerdeführerin 
seit August 2014 einem Arbeitspensum im Umfang von 80.5 % in der 
F.________ (100 / 41 Stunden x 33 Stunden; vgl. AB 62 S. 3 Ziff. 2.9) 
nachging. Sie selbst gab an, das Pensum auf 60 % reduziert zu haben, weil 
sie Mühe mit dem Gehör habe, wodurch ihre Belastbarkeit eingeschränkt 
sei und sie viel Erholung benötige (AB 152 S. 3 Ziff. 3.2). Die Reduktion 
des Arbeitspensums steht mit der gutachterlichen Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit in Übereinstimmung und erfolgte in Absprache mit der Be-
schwerdegegnerin. Bei guter Gesundheit würde sie weiterhin in einem 
80 %-Pensum arbeiten (S. 4 Ziff. 3.3). Damit ist der Invaliditätsgradbemes-
sung (vgl. E. 3.5.2 f. hiervor) ein Status von 80.5 % Erwerb und 19.5 % 
Aufgabenbereich Haushalt zugrunde zu legen und der Invaliditätsgrad ent-
sprechend der gemischten Methode (vgl. E. 2.4.2 hiervor) zu berechnen. 

4.3 Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades ist demnach zunächst 
die Einschränkung im Erwerbsbereich nach der allgemeinen Methode des 
Einkommensvergleichs zu bestimmen.

4.3.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). 

4.3.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BfS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 16

zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 
E. 5.1.3). 

4.3.3 Die Beschwerdeführerin leidet seit Geburt an einer schweren Hör-
behinderung (AB 88.2 S. 3 Ziff. 4.1). Allerdings konnte sie zwei Lehren ab-
solvieren (vgl. AB 152 S. 3 Ziff. 3.1) und war anschliessend während Jah-
ren im eigenen Familienbetrieb tätig. Diese Tätigkeit gab sie nach der Er-
krankung ihres Ehemannes auf und war seit 2011 bei der F.________ im 
… (vgl. AB 87.1 S. 13 Ziff. 3.2.7), seit August 2014 in einem 80.5 %-
Pensum, angestellt (vgl. AB 62 S. 3 Ziff. 2.9, 88.2 S. 2 Ziff. 3, 104 S. 4 
Ziff. 3.3). 

Im Laufe der Jahre kam es zu Veränderungen im persönlichen und fami-
liären Umfeld der Beschwerdeführerin und sie nahm deswegen die Tätig-
keit bei der F.________ auf. Es ist überwiegend wahrscheinlich, dass sie 
auch bei guter Gesundheit einer Tätigkeit in der F.________ nachgehen 
würde. Folglich hätte die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des 
Invaliditätsgrades auch weiterhin auf das damals effektiv erzielte und der 
ersten Verfügung vom 11. Oktober 2018 (AB 116) zugrunde gelegte Ein-
kommen abstellen müssen (vgl. E. 4.3.1 hiervor). Nicht von Relevanz ist 
dabei, dass die Beschwerdeführerin inzwischen – bei gleichbleibendem 
Lohn (vgl. AB 127) – den Arbeitsplatz in die F.________ … wechselte, er-
folgte dies doch parallel zu den privaten Veränderungen und im Rahmen 
von Eingliederungsmassnahmen, unterstützt durch die F.________ (vgl. 
AB 125, 127, 148 S. 2 Ziff. 2.3, 152 S. 3 Ziff. 3.2, 159 S. 2). Mithin kann der 
Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie für die Festlegung des 
Valideneinkommens auf einen Tabellenlohn abstellte (vgl. AB 152 S. 6 
Ziff. 5.2).

Gemäss Arbeitgeberfragebogen (AB 62 S. 3 Ziff. 2.10) verdiente die Be-
schwerdeführerin ab dem 1. Januar 2017 bei der F.________ in einem 
Pensum von 80.5 % Fr. 45'786.--. Indexiert pro 2020 (mangels verfügbarer 
Werte für das Jahr 2021) gemäss Tabelle T1.2.15 (Nominallohnindex, 
Frauen, 2016-2020, lit. g [Ziff. 47]; 2017: 101.4, 2020: 104.5) resultierte ein 
auf 100 % hochgerechnetes Valideneinkommen (vgl. Art. 27bis Abs. 2 und 3 
IVV) von Fr. 58'615.85 (Fr. 45'786.-- / 101.4 x 104.5 / 80.5 x 100). Es han-
delt sich hierbei um einen dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 17

die …-Gruppe unterstehenden Lohn (vgl. AB 127), womit ohne weiteres auf 
diesen abgestellt werden kann (vgl. Entscheid des BGer vom 14. April 
2020, 8C_88/2020, E. 3.2.2 mit Hinweis auf SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115). 

Diesem Valideneinkommen wäre der derzeit effektiv bei der F.________ im 
60 %-Pensum erzielte Verdienst von Fr. 35'178.-- (AB 148 S. 5, 150.1 S. 3 
[13 x Fr. 2'706.--]) gegenüberzustellen. 

Folglich ergäbe sich für den Bereich Erwerb eine ungewichtete Einschrän-
kung von 39. 98 % ([Fr. 58'615.85 - Fr. 35'178.--] x 100 / Fr. 58'615.85) 
resp. ausgehend von einem Status Erwerb von 80.5 % eine gewichtete 
Einschränkung von 32.18 % (39.98 % x 0.805 [Erwerb]).

4.3.4 Im von der Beschwerdeführerin nicht bestrittenen und beweiskräf-
tigen (vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 
2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2) Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 
27. Januar 2021 (AB 152) ermittelte die Beschwerdegegnerin anhand des 
Betätigungsvergleichs eine Einschränkung von ungewichtet 2.2 % (S. 12 
Ziff. 8) im Aufgabenbereich Haushalt. Dies entspräche gewichtet einer Ein-
schränkung von 0.429 % (2.2 % x 0.195 [Aufgabenbereich Haushalt]). 

4.4 Zusammengerechnet beträgt der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der 
Verfügung vom 12. März 2021 (AB 165) gerundet 33 % (32.18 % [Ein-
schränkung Erwerb] + 0.429 % [Einschränkung Aufgabenbereich Haushalt]; 
vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 f. S. 123).

Anlässlich des Erlasses der ersten Verfügung vom 11. Oktober 2018 
(AB 116) hätte der Invaliditätsgrad bei korrekter Betrachtung und in der 
Annahme fehlender Beeinträchtigungen im Aufgabenbereich Haushalt (vgl. 
AB 104 S. 10 Ziff. 8) mit einer bereits zu diesem Zeitpunkt bestehenden 
Einschränkung von 40 % im Bereich Erwerb (vgl. AB 88.2 S. 4 Ziff. 4.7 f.) –
gewichtet bei einem Status 80.5 % Erwerb (vgl. AB 62 S. 3 Ziff. 2.9) – da-
mals (lediglich) 32.2 % (40 x 0.805) bzw. gerundet 32 % betragen (vgl. 
E. 4.3.3 per analogiam). Insgesamt wäre der Invaliditätsgrad damit entge-
gen der Annahme der Beschwerdegegnerin bei richtiger Betrachtung – 
wenn auch nicht rentenrelevant – seit der letzten Verfügung um 1 % ge-
stiegen (vgl. E. 4.1 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 18

5.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 12. März 2021 
(AB 165) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 
festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 19

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, IV/21/231, Seite 20

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.