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**Case Identifier:** 8546b6ec-19ee-5a2a-b8a0-843073624779
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 07.06.2021 IV 2019/178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-178_2021-06-07.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/178

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.12.2021

Entscheiddatum: 07.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 07.06.2021
Art. 28 Abs. 1 IVG. Art. 16 ATSG. Rente der Invalidenversicherung. 
Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Arbeitsunfähigkeitsattest 
aus rein neuropsychologischer Sicht. Fehlende ICD-10 Diagnose. Frage nach 
der objektiven Nachweisbarkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 7. Juni 2021, IV 2019/178). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_526/2021.

Entscheid vom 7. Juni 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2019/178

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Linda Keller, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

IV-Leistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im Januar 2017 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 23). Sie gab an, sie habe sich bereits im Dezember 

2016 zum Leistungsbezug angemeldet, versehentlich aber nicht das entsprechende 

Formular, sondern ein Früherfassungsformular eingereicht (vgl. IV-act. 2). Sie habe eine 

kaufmännische Lehre abgeschlossen und anschliessend Praktika als Journalistin 

absolviert. Sie arbeite im Stundenlohn als Mitarbeiterin eines Fernsehsenders in einem 

flexiblen Pensum, das sich durchschnittlich bei etwa 60 Prozent bewege. 

Krankheitsbedingt arbeite sie teilweise weniger. Die Arbeitgeberin der Versicherte 

berichtete im Februar 2017 (IV-act. 30), diese arbeite als freie Mitarbeiterin für 

redaktionelle und administrative Aufgaben. Die Arbeitszeit belaufe sich auf etwa 30 

Stunden pro Woche; das übliche Vollpensum im Betrieb betrage 42 Stunden pro 

Woche. Der Lohn belaufe sich auf 26.70 Franken pro Stunde respektive 

durchschnittlich auf etwa 3’500 Franken pro Monat. Der Allgemeinmediziner Dr. med. 

B.___ gab im März 2017 an (IV-act. 34–1 f.), die Versicherte leide an chronisch 

rezidivierenden Schwindelattacken mit Seh- und Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, 

Kopfweh sowie Tinnitus unklarer Ätiologie (differentialdiagnostisch funktionell). Zudem 

bestehe ein hochgradiger Verdacht auf eine vestibuläre Migräne. Die Arbeitsfähigkeit 

werde durch die Müdigkeit, die Schwindelanfälle („aktuell besser“), die 

Konzentrationsstörungen und das Kopfweh eingeschränkt. Das zumutbare Pensum 

betrage 5–6 Stunden pro Tag. Dem Bericht lag unter anderem ein 

Untersuchungsbericht betreffend eine Ende Oktober 2016 durch die Klinik C.___ des 

Spitals D.___ durchgeführte neuropsychologische Testung bei (IV-act. 34–8 ff.). In jener 

A.a. 

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Testung war ein testpsychologisch kognitiver Normalbefund bei einer subjektiv als 

schwer erlebten motorischen und kognitiven Fatigue erhoben worden. Am 11. April 

2017 notierte Dr. med. E.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), 

angesichts der Ergebnisse der umfassenden Untersuchungen, die durchgeführt 

worden seien, sei davon auszugehen, dass die Versicherte in der Lage sei, ein 

Vollpensum zu leisten (IV-act. 40).

Im Juli 2017 beauftragte die IV-Stelle die estimed AG mit einer polydisziplinären 

Begutachtung der Versicherten (IV-act. 58). Mit einer Mitteilung vom 4. August 2017 

wies die IV-Stelle das Begehren der Versicherten um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen mit der Begründung ab, zurzeit seien – mit Blick auf die 

anstehende Begutachtung – keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen angezeigt 

(IV-act. 63). Am 14. April 2018 erstellte die estimed AG das von der IV-Stelle in Auftrag 

gegebene Gutachten (IV-act. 85). Der neurologische Sachverständige hielt fest, die 

Versicherte leide an einem phobischen Schwindel, an chronischen migräniformen 

Kopfschmerzen (differentialdiagnostisch: an einer vestibulären Migräne) und an einem 

Tinnitus beidseits. Der objektive klinische Befund der neurologischen Untersuchung sei 

unauffällig gewesen. Beim Blindstrichgang habe sich ein funktionell oder psychogen 

imponierendes theatralisches Rudern gezeigt, das als eine Verdeutlichung zu 

qualifizieren sei. Aus neurologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Der internistische Sachverständige hatte keine fachspezifische 

Gesundheitsbeeinträchtigung feststellen und folglich auch keine Arbeitsunfähigkeit 

attestieren können. Die oto-rhino-laryngologische Sachverständige hatte eine 

vestibuläre Migräne und einen kompensierten Tinnitus beidseits diagnostiziert. Sie hielt 

fest, während der Attacken der vestibulären Migräne sei die Versicherte jeweils für 

mehrere Wochen vollständig arbeitsunfähig gewesen. Seit über einem Jahr seien keine 

Symptome mehr aufgetreten. Die vestibuläre Migräne begründe keine längerfristige 

funktionelle Einschränkung. Bei gehäuften Episoden müsste zunächst die 

medikamentöse Therapie ausgebaut werden. Aus oto-rhino-laryngologischer Sicht 

könne zusammenfassend keine relevante Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Der 

psychiatrische Sachverständige führte aus, aus psychiatrischer Sicht liege keine 

Gesundheitsbeeinträchtigung vor, weshalb auch keine Arbeitsunfähigkeit zu attestieren 

sei. Inwieweit die von der Versicherten erlebten kognitiven Einschränkungen rein 

A.b. 

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subjektiver Natur seien, müsse sich bei der neuropsychologischen Untersuchung 

zeigen. Die neuropsychologische Sachverständige hielt fest, in der 

neuropsychologischen Testung hätten sich leichte bis mittelschwere 

neuropsychologische Störungen beim Lernen und bei der Konzentration gezeigt, die 

bei einer „gerichteten mentalen Aktivität“ zu einem rascheren Ermüden führten und die 

Arbeitsfähigkeit deshalb auf 60 Prozent einschränkten. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit 

sei als ideal leidensadaptiert zu qualifizieren, weshalb sowohl für diese wie auch für 

andere leidensadaptierte Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent zu 

attestieren sei. Die aktuelle Untersuchung habe deutlich mehr Zeit als jene im Spital 

D.___ in Anspruch genommen. Bei der mehrstündigen Testung seien deutlich auffällige 

Leistungen beim verbalen und visuellen Lernen, im Frischgedächtnis und bei 

Konzentrationsanforderungen objektivierbar gewesen. Ansonsten sei das kognitive 

Leistungsniveau – wie in der Voruntersuchung im Spital D.___ – überwiegend 

unauffällig und gut gewesen. In ihrer Konsensbeurteilung stellten die Sachverständigen 

auf das Arbeitsfähigkeitsattest im neuropsychologischen Teilgutachten ab. Die IV-Stelle 

forderte die Sachverständigen am 30. Mai 2018 auf (IV-act. 89), eine Stellungnahme 

des neurologischen und des psychiatrischen Sachverständigen zum 

neuropsychologischen Teilgutachten einzuholen. Die beiden Sachverständigen sollten 

das neuropsychologische Teilgutachten diskutieren und darlegen, wie die erhobenen 

Befunde bei fehlenden Diagnosen erklärt werden könnten. Zudem sollten sie eine 

plausible Begründung für die postulierte Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent nachliefern. 

Der psychiatrische und der neurologische Sachverständige der estimed AG 

antworteten am 17. März 2019 (IV-act. 101), es sei „durchaus vorstellbar“, dass sich 

auch ohne das Bestehen einer „klassischen psychiatrischen Erkrankung“ 

neuropsychologische Defizite „ausgeprägterer Art“ zeigten. Die neuropsychologische 

Untersuchung habe Störungen im Bereich der Kognition aufgezeigt, die „nicht 

unbedingt“ im Psychostatus „schwerwiegend offensichtlich“ sein müssten. Nach einer 

Besprechung und Durchsicht des Gutachtens sei es aus psychiatrischer Sicht 

„durchaus nachvollziehbar und begründbar“, dass eine Arbeitsunfähigkeit im 

angegebenen Ausmass bestanden habe. Die RAD-Ärztin Dr. E.___ notierte im April 

2019 (IV-act. 104), die Sachverständigen hätten auch in ihrer ergänzenden 

Stellungnahme keine überzeugende Begründung für das Attest einer Arbeitsunfähigkeit 

von 40 Prozent geliefert. Bei der Durchsicht des neuropsychologischen Teilgutachtens 

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B.  

falle auf, dass die Sachverständige „dem FSMC Score und dem FEDA“ einen hohen 

Stellenwert beigemessen habe. Diese Ergebnisse würden aber nur subjektive Angaben 

der Versicherten abbilden. In der eigentlichen Untersuchung seien nur leichte 

Einschränkungen der Aufmerksamkeit sowie des sprachlichen und visuell-räumlichen 

Lernens festgestellt worden. Der RAD-Psychiater Dr. med. F.___ habe in einer internen 

Besprechung festgehalten, dass auf eine neuropsychologische Beurteilung nicht 

abgestellt werden könne, wenn diese nicht mit einer Diagnose einer psychischen oder 

neurologischen Erkrankung einher gehe. Aus versicherungsmedizinischer Sicht liege 

kein Gesundheitsschaden mit einer Diagnose nach dem ICD-10 vor. Folglich müsse 

von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.

Mit einem Vorbescheid vom 25. April 2019 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit 

(IV-act. 107), dass sie die Abweisung des Begehrens um berufliche Massnahmen und 

die Abweisung des Rentenbegehrens vorsehe. Zur Begründung führte sie an, es liege 

keine Gesundheitsbeeinträchtigung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 

Dagegen liess die Versicherte am 28. Mai 2019 einwenden (IV-act. 110), das Gutachten 

der estimed AG belege eine Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent. Da die Versicherte ohne 

die Gesundheitsbeeinträchtigung voll erwerbstätig wäre, sei der Invaliditätsgrad mittels 

eines Einkommensvergleichs zu berechnen, der bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 

40 Prozent zu einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent führen müsse, 

weshalb die Versicherte einen Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente habe. Mit 

einer Verfügung vom 3. Juni 2019 wies die IV-Stelle das Begehren der Versicherten um 

berufliche Massnahmen und das Rentenbegehren der Versicherten ab (IV-act. 113).

A.c. 

Am 8. Juli 2019 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 3. Juni 2019 erheben (act. G 1). Ihre 

Rechtsvertreterin beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die 

Zusprache einer Invalidenrente „basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 Prozent“ und eventualiter die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens. Zur 

Begründung führte sie aus (vgl. act. G 5), das Gutachten der estimed AG habe 

kognitive Defizite nachgewiesen und objektiviert, die eine Arbeitsunfähigkeit von 40 

Prozent begründeten. Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) habe 

B.a. 

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dieses Arbeitsunfähigkeitsattest mit der Begründung ignoriert, es sei keine Diagnose 

gestellt worden. Die Sachverständigen der estimed AG hätten allerdings in ihrer 

ergänzenden Stellungnahme überzeugend aufgezeigt, dass die Diagnosestellung 

irrelevant sei und dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer kognitiven Defizite zu 40 

Prozent arbeitsunfähig sei.

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 28. Oktober 2019 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 7). Zur Begründung führte sie an, eine rentenbegründende 

Invalidität setze einen Gesundheitsschaden im Rechtssinne voraus. Eine allfällige 

Arbeitsunfähigkeit könne sich nur aus einer „nach ICD-10 codierten Diagnose“ ableiten. 

Ohne eine solche Diagnose liege kein Gesundheitsschaden vor, der eine 

Erwerbsunfähigkeit bewirke. Da die estimed AG zwar eine Arbeitsunfähigkeit von 40 

Prozent wegen kognitiver Defizite attestiert, aber keine Diagnose nach ICD-10 gestellt 

habe, liege kein relevanter Gesundheitsschaden vor, weshalb kein Rentenanspruch 

bestehe.

B.b. 

Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Replik (act. G 11).B.c. 

Am 11. März 2021 ersuchte das Versicherungsgericht die neuropsychologische 

Sachverständige der estimed AG um eine Ergänzung ihres Teilgutachtens (act. G 13). 

Das Gericht wies darauf hin, dass das Attest einer Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent 

angesichts des als weitestgehend unauffällig bezeichneten objektiven Befundes 

hinsichtlich der neurokognitiven Fähigkeiten nicht nachvollziehbar sei. Für das Gericht 

sei nicht klar, ob das Arbeitsunfähigkeitsattest auf die als schwer erlebte kognitive und 

motorische Fatigue zurückzuführen sei, aber das Gutachten enthalte jedenfalls keinen 

Hinweis auf einen Befund, der die subjektiv erlebte Fatigue objektiviert hätte. 

Zusammenfassend fehle eine überzeugende Begründung für das Attest einer 

Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent selbst für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten. Die 

neuropsychologische Sachverständige antwortete am 20. März 2021 (act. G 14), die 

Untersuchung habe leichte bis mittelschwere kognitive Defizite beim verbalen und 

visuell-räumlichen Lernen, im Frischgedächtnis, bei der verbal-kognitiven 

Umstellfähigkeit und bei Konzentrationsleistungen ergeben. Dabei handle es sich 

„mitnichten“ um einen weitestgehend unauffälligen Befund. Die Beschwerdeführerin sei 

zwar aufgrund ihres mehrheitlich guten kognitiven Leistungspotentials grundsätzlich in 

B.d. 

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der Lage, die komplexen kognitiven Anforderungen in der Tätigkeit als 

Fernsehjournalistin zu bewältigen, aber dazu müsse sie eine maximale psychomentale 

Anstrengung und eine maximale Fokussierung der Aufmerksamkeit aufbieten. Als Folge 

dieser andauernd erforderlichen überhöhten psychomentalen Anstrengung stelle sich 

im Tagesverlauf regelhaft eine mit der beruflichen Beanspruchung einhergehende 

rasche geistige Ermüdung ein. Die Beschwerdeführerin benötige deshalb eine 

verlängerte Erholungs- und Regenerationsphase, bevor sie sich erneut ihrem 

Tageswerk zuwenden könne. In der angestammten Tätigkeit gebe es durchaus 

Aufgaben, die ein einfacheres kognitives Anforderungsprofil beinhalteten. Die 

Beschwerdeführerin habe sich in Eigenregie beigebracht, diese einfacheren Aufgaben 

im Wechsel mit den komplexeren und anspruchsvolleren geistigen Aufgaben so in ihren 

Berufsalltag einzubauen, dass sie ihre Tätigkeit trotz der neuro-kognitiven Defizite 

weiter ausüben könne. Aufgrund dieser Kompensationsmöglichkeit müsse die 

angestammte Tätigkeit als ideal angepasste Verweistätigkeit qualifiziert werden. Das 

Arbeitspensum sei um 30–50 Prozent respektive um 40 Prozent reduziert. Würde die 

Tätigkeit nur aus den vorbeschriebenen Hilfstätigkeiten bestehen, wäre der 

Beschwerdeführerin aus rein neuropsychologischer Sicht ein Arbeitspensum von 70–90 

Prozent zumutbar.

Die Beschwerdegegnerin machte am 15. April 2021 geltend (act. G 16), es fehle 

noch immer an einer nach dem ICD-10 codierten Diagnose, weshalb sie an ihrer 

Auffassung festhalte, dass keine „invalidisierende“ Gesundheitsbeeinträchtigung 

vorliege. Die neuropsychologische Sachverständige habe darauf hingewiesen, dass es 

Tätigkeiten gebe, für die die Beschwerdeführerin zu 70–90 Prozent arbeitsfähig sei. 

Aufgrund des „eher niedrigen“ Valideneinkommens resultiere bei einer Berechnung des 

Invaliditätsgrades ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 70–90 Prozent für einfache 

Tätigkeiten kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.

B.e. 

Die Beschwerdeführerin liess am 10. Mai 2021 festhalten (act. G 19), die 

neuropsychologische Sachverständige habe ausdrücklich festgehalten, dass die 

ausgeübte Tätigkeit als eine ideal angepasste Tätigkeit zu qualifizieren sei. Das sei 

massgebend. Der Beschwerdeführerin könne ein Stellenwechsel nicht zugemutet 

werden.

B.f. 

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Erwägungen

1.

Die angefochtene Verfügung betrifft zwei voneinander unabhängige Gegenstände, 

nämlich einerseits das Begehren der Beschwerdeführerin um berufliche Massnahmen 

und andererseits das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin. Die beiden 

Gegenstände sind nicht miteinander „verschmolzen“, nur weil die Beschwerdegegnerin 

eine Verfügung erlassen hat, die beide betroffen hat; sie sind weiterhin voneinander 

unabhängig geblieben und haben deshalb je ein eigenes rechtliches Schicksal gehabt. 

Das bedeutet, dass es der Beschwerdeführerin frei gestanden hat, eine Beschwerde 

gegen beide Verfügungsinhalte oder aber auch nur gegen einen der beiden 

Verfügungsinhalte zu erheben. Die Beschwerdeführerin hat zwar die integrale 

Aufhebung der Verfügung vom 3. Juni 2019 beantragt, aber die sorgfältige Auslegung 

sowohl ihrer Beschwerdeschrift als auch der ergänzenden Beschwerdebegründung 

zeigt eindeutig, dass sich ihre Beschwerde nur gegen die Abweisung ihres 

Rentenbegehrens und nicht auch gegen die Abweisung ihres Begehrens um berufliche 

Massnahmen gerichtet hat. Folglich ist jener Verfügungsinhalt, der die beruflichen 

Massnahmen betroffen hat, unangefochten geblieben und damit verbindlich geworden. 

Dieses Beschwerdeverfahren kann deshalb nur die Abweisung des Rentenbegehrens 

betreffen, was bedeutet, dass nur ein allfälliger Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin den Streitgegenstand dieses Beschwerdeverfahrens bildet.

2.  

Laut dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

verbessern kann, die während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem 

Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, einen Anspruch auf eine 

Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss dem 

Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach 

der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger beruflicher 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei einer 

ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem 

Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre.

2.1. 

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Die Beschwerdeführerin hat eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, eine 

Berufsmatura absolviert und während drei Semestern berufsbegleitend Kommunikation 

studiert. Sie hätte also im sogenannten hypothetischen „Gesundheitsfall“ 

branchenübergreifend einer kaufmännischen Tätigkeit nachgehen oder aber im 

journalistischen Bereich eine qualifizierte Arbeit ausüben können. Mit dem nicht 

abgeschlossenen Studium und den Praktika im journalistischen Bereich hätte sie 

bestenfalls Tätigkeiten im Kompetenzniveau 3 gemäss der Definition in der Schweizer 

Lohnstrukturerhebung (LSE) in den Branchen 58–60 (Verlagswesen, audio-visuelle 

Medien, Rundfunk) ausführen können. Der statistische Zentralwert der entsprechenden 

Löhne hat sich gemäss den neusten Ergebnissen der LSE (2018) auf 6’782 Franken bei 

einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche und unter 

Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 40,9 Stunden 

(Branchen 58–60) auf 83’215 Franken pro Jahr belaufen. Mit einer 

branchenübergreifenden kaufmännischen Tätigkeit hätte die Beschwerdeführerin kein 

höheres Erwerbseinkommen erzielen können. Mit den ihr zur Verfügung stehenden 

Erwerbsmöglichkeiten hätte die Beschwerdeführerin als Valide also ein 

Erwerbseinkommen von 83’215 Franken erzielen können, weshalb das 

Valideneinkommen nicht höher als dieser Betrag sein kann.

2.2. 

Zur Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

trotz der gesundheitlichen Beschwerden hat die Beschwerdegegnerin die estimed AG 

mit der Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens beauftragt. Die Sachverständigen 

der estimed AG haben sich eingehend mit den medizinischen Vorakten auseinander 

gesetzt und sie haben die Beschwerdeführerin umfassend persönlich untersucht. Sie 

sind folglich mit dem für ihre Beurteilung massgebenden medizinischen Sachverhalt 

bestens vertraut gewesen. In ihrem Gutachten haben sie sowohl die subjektiven 

Angaben der Beschwerdeführerin als auch die von ihnen erhobenen objektiven 

Befunde ausführlich wiedergegeben, weshalb kein Grund zur Annahme besteht, dass 

sie wesentliche Aspekte übersehen haben könnten. Der neurologische, der 

internistische und der psychiatrische Sachverständige sowie die oto-rhino-

laryngologische Sachverständige haben anhand der von ihnen erhobenen objektiven 

klinischen Befunde überzeugend begründet dargelegt, dass ein phobischer Schwindel, 

chronische migräniforme Kopfschmerzen und ein beidseitiger Tinnitus zu 

diagnostizieren seien und dass sich keine dieser Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit auswirke. Im Gutachten der 

estimed AG finden sich keine Widersprüchlichkeiten und in den übrigen medizinischen 

Akten findet sich nichts, das Zweifel an der Überzeugungskraft der sorgfältig 

begründeten Diagnosestellung und Arbeitsfähigkeitsschätzung wecken würde. Im 

2.3. 

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Rahmen der Begutachtung ist auch eine neuropsychologische Testung durchgeführt 

worden, bei der sich leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störungen beim 

Lernen und bei der Konzentration gezeigt haben. Der psychiatrische und der 

neurologische Sachverständige der estimed AG haben in ihrer ergänzenden 

Stellungnahme festgehalten, sie hätten zwar in ihrem Fachgebiet keine 

Gesundheitsbeeinträchtigung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren 

können und ihnen seien auch bei der persönlichen Untersuchung keine relevanten 

kognitiven Einschränkungen aufgefallen, es sei aber „durchaus vorstellbar“, dass 

solche kognitiven Defizite vorlägen, die sich nur bei einer intensiven Testung zeigten, 

sich aber durchaus auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Diese Ausführungen sind 

grundsätzlich nachvollziehbar. Dem neuropsychologischen Testbericht lässt sich 

allerdings entnehmen, dass die objektiv festgestellten Auffälligkeiten nur geringfügig 

ausgeprägt gewesen sind, auch wenn die neuropsychologische Sachverständige in 

ihrer ergänzenden Stellungnahme zuhanden des Gerichtes nachträglich ausgeführt hat, 

dass der Befund „mitnichten“ als weitestgehend unauffällig qualifiziert werden könne. 

In ihrem Testbericht hatte sie nämlich festgehalten: „Bei der aktuellen Untersuchung 

fand sich […] wiederum ein überwiegend unauffälliges und gutes kognitives 

Leistungsniveau“ (IV-act. 85–79). Die neuropsychologische Sachverständige hat die 

intellektuelle Leistungsfähigkeit als überdurchschnittlich, die Sprachfunktionen als gut, 

die kommunikativen Fertigkeiten sowie die bildungsentsprechenden schulspezifischen 

Fertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen ebenfalls als gut, die exekutiven 

Funktionen als weitgehend unauffällig und das Langzeitgedächtnis sowie die 

Aufmerksamkeitsteilfunktionen als gut bezeichnet. Sie hat nur – bei einem sehr deutlich 

erhöhten Angst-Anspannungsniveau – zum Teil deutlich auffällige Leistungen beim 

verbalen und visuell-räumlichen Lernen, im Frischgedächtnis und bei den 

Konzentrationsleistungen objektivieren können. Bezüglich der 

Konzentrationsleistungen hat sie in der Befundschilderung aber nicht auf „deutlich 

auffällige“, sondern nur auf eine teilweise leichte Verlangsamung hingewiesen. Mit Blick 

auf die Voruntersuchung am Spital D.___ im November 2016 hat sie festgehalten, dass 

sich „wiederum ein überwiegend unauffälliges und gutes kognitives Leistungsniveau“ 

gezeigt habe. Neu habe sich bei einer längeren Untersuchungsdauer aber eine 

zunehmende Erschöpfung gezeigt. Die Interpretation der Ausführungen im 

neuropsychologischen Teilgutachten und in der nachträglichen Stellungnahme 

zuhanden des Versicherungsgerichtes führt zum Schluss, dass diese zunehmende 

Erschöpfung die zentrale Begründung für das Attest einer Arbeitsunfähigkeit aus 

neuropsychologischer Sicht gebildet hat. Diese zunehmende Erschöpfung ist aber 

objektiv nicht nachgewiesen; die Beurteilung der Auswirkungen dieser zunehmenden 

Erschöpfung auf die Arbeitsfähigkeit beruht auf den subjektiven Angaben der 

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Beschwerdeführerin. Dem Bericht über die neuropsychologische Testung lässt sich 

nicht entnehmen, dass die zunehmende Erschöpfung hätte objektiviert werden können. 

Auch die übrigen Sachverständigen, insbesondere der psychiatrische und der 

neurologische Sachverständige, haben keine objektiven klinischen Anhaltspunkte für 

die von der Beschwerdeführerin beklagte zunehmende Erschöpfung feststellen können. 

Von einer erneuten Begutachtung kann in antizipierender Beweiswürdigung bezüglich 

der zunehmenden Erschöpfung kein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden, 

weil die Begutachtung durch die estimed AG trotz der lege artis durchgeführten 

Untersuchungen keine objektiven Anhaltspunkte ergeben hat und weil deshalb von 

jeder weiteren lege artis durchgeführten Begutachtung erwartet werden muss, dass 

sich die zunehmende Erschöpfung nicht objektiv wird nachweisen lassen. Folglich liegt 

bezüglich der geltend gemachten zunehmenden Erschöpfung eine objektive 

Beweislosigkeit vor, deren Folgen die Beschwerdeführerin zu tragen hat. Das bedeutet, 

dass mangels eines objektiven Nachweises einer zunehmenden Erschöpfung das 

neuropsychologische Arbeitsunfähigkeitsattest bei der Invaliditätsbemessung nicht 

berücksichtigt werden kann. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass selbst bei einer 

Berücksichtigung der subjektiv geklagten zunehmenden Erschöpfung kein 

Arbeitsunfähigkeitsgrad von 40 Prozent für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten 

ausgewiesen wäre, denn die Behauptung der neuropsychologischen 

Sachverständigen, die aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin als kognitiv 

anspruchsvoll zu qualifizierende Tätigkeit mit vielen unterschiedlichen Arbeiten in einem 

hektischen Umfeld sei als ideal leidensadaptiert zu qualifizieren, überzeugt nicht. In 

einer wirklich ideal leidensadaptierten Tätigkeit, das heisst in einer Tätigkeit, die keine 

hohen Anforderungen an die kognitiven Fähigkeiten stellt, müsste ausgehend von den 

Ausführungen im neuropsychologischen Teilgutachten trotz der teilweise leichten 

Verlangsamung bezüglich der Konzentrationsfähigkeit und trotz der leichten 

Einschränkungen bezüglich der Lernfähigkeit von einer deutlich höheren 

Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Das hat die neuropsychologische 

Sachverständige in ihrer ergänzenden Stellungnahme zuhanden des Gerichtes 

eingeräumt, als sie festgehalten hat, dass für kognitiv wenig anspruchsvolle Tätigkeiten 

ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 70–90 Prozent zu attestieren sei. Damit hat sie deutlich 

gemacht, dass die angestammte und aktuell ausgeübte Tätigkeit eben nicht ideal 

leidensadaptiert ist, denn als ideal leidensadaptiert ist jene Tätigkeit zu qualifizieren, in 

der die Beschwerdeführerin den höchsten Arbeitsfähigkeitsgrad erreichen kann. Bei 

einer Berücksichtigung der subjektiv geklagten zunehmenden Erschöpfung müsste 

folglich von einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 70–90 Prozent für ideal leidensadaptierte 

Tätigkeiten ausgegangen werden. Der Umstand, dass die Sachverständigen der 

estimed AG für diese objektivierten Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit keine nach 

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3.  

Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. Die angesichts des durchschnittlichen 

Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten sind der 

unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen; sie sind durch den von ihr 

geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Die Kosten für die 

ergänzenden Ausführungen der neuropsychologischen Sachverständigen von ebenfalls 

600 Franken (act. G 14.1) sind als Kosten für eine Sachverhaltsabklärungsmassnahme 

zu qualifizieren, die bereits im Verwaltungsverfahren hätte durchgeführt werden 

müssen, weshalb sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind (vgl. Art. 45 Abs. 1 

ATSG). Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

dem ICD-10 codierte Diagnose haben stellen können, ist entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin irrelevant, denn die Arbeitsfähigkeitsschätzung ergibt sich nicht 

aus der Diagnose, sondern aus den objektiven funktionellen Beeinträchtigungen. 

Könnte die zunehmende Erschöpfung objektiv nachgewiesen werden, müsste sie 

folglich bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt werden, selbst wenn dafür 

keine nach dem ICD-10 codierte Diagnose gestellt werden könnte. Die 

Berücksichtigung der von der neuropsychologischen Sachverständigen attestierten 

Arbeitsunfähigkeit bei der Invaliditätsbemessung scheitert also nicht an der fehlenden 

Diagnose, sondern an der Unmöglichkeit, die zunehmende Erschöpfung objektiv 

nachzuweisen. Zusammenfassend ist in neuropsychologischer Hinsicht mangels einer 

objektiv nachweisbaren Einschränkung von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit 

auszugehen; gestützt auf das neurologische, das internistische, das oto-rhino-

laryngologische und das psychiatrische Teilgutachten der estimed AG steht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass die 

Beschwerdeführerin aus neurologischer, internistischer, oto-rhino-laryngologischer und 

psychiatrischer Sicht uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen ist, weshalb insgesamt 

von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen ist. Das zumutbarerweise 

erzielbare Invalideneinkommen entspricht damit dem Valideneinkommen, weshalb die 

Beschwerdeführerin nicht invalid im Sinne des Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG respektive im 

Sinne des Art. 8 Abs. 1 ATSG gewesen ist, was die Zusprache einer Rente der 

Invalidenversicherung ausschliesst.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/13

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St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Gerichtskosten von 600 Franken sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen; sie 

sind durch den Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt.

3.

Die Kosten von 600 Franken für die ergänzenden Ausführungen der 

neuropsychologischen Sachverständigen sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

4.

Das Begehren der Beschwerdeführerin um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.06.2021
	Art. 28 Abs. 1 IVG. Art. 16 ATSG. Rente der Invalidenversicherung. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Arbeitsunfähigkeitsattest aus rein neuropsychologischer Sicht. Fehlende ICD-10 Diagnose. Frage nach der objektiven Nachweisbarkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juni 2021, IV 2019/178). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_526/2021.

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