# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80223b38-e583-585d-8bae-59aab1e9aefe
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.04.2014 PD140001
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PD140001_2014-04-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PD140001-O/ U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichterin lic. iur. M. Stamm-

bach sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Graf 

Urteil vom 24. April 2014 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Aberkennungsklägerin und Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

B._____,  
Aberkennungsbeklagter und Beschwerdegegner, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Aberkennung 
 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes des Mietgerichtes Zürich 
vom 21. Januar 2014 (MG130048) 

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Erwägungen: 

I. 

1. Mit Eingabe vom 18. November 2013 erhob die Beschwerdeführerin 

beim Mietgericht Zürich eine Aberkennungsklage (act. 7/1). Mit Verfügung vom 

21. November 2013 wurde dem Beschwerdegegner das Doppel der Aberken-

nungsklage zugestellt und der Beschwerdeführerin Frist zur Leistung eines Kos-

tenvorschusses von Fr. 1'533.– angesetzt (act. 7/6). Mit Schreiben vom 

9. Dezember 2013 ersuchte die Beschwerdeführerin um eine Fristerstreckung. 

Die Frist wurde ihr daraufhin bis am 16. Dezember 2013 letztmals erstreckt 

(act. 7/9 und 7/10). Mit Schreiben vom 16. Dezember 2013 teilte die Beschwerde-

führerin mit, sie habe auf ihr Fristerstreckungsgesuch keine Antwort erhalten, sie 

bitte um Mitteilung (act. 7/11). Mit Verfügung vom 6. Januar 2014 wurde der Be-

schwerdeführerin eine letzte Frist von 10 Tagen angesetzt, um den verlangten 

Kostenvorschuss zu bezahlen, mit dem Hinweis, dass bei Säumnis auf die Klage 

nicht eingetreten werde (act. 7/13). Diese Verfügung wurde von der Beschwerde-

führerin am 10. Januar 2014 entgegengenommen (act. 7/14). Mit Eingabe vom 

20. Januar 2014 ersuchte die Beschwerdeführerin erneut um eine Fristerstre-

ckung und monierte, der zu leistende Kostenvorschuss sei im Verhältnis zur gel-

tend gemachten Forderungssumme unverhältnismässig hoch und sei deshalb zu 

reduzieren (act. 7/16). Mit Verfügung vom 21. Januar 2014 wurde das Fristerstre-

ckungsgesuch der Beschwerdeführerin abgewiesen (act. 7/17 = act. 3). 

2. Gegen diese Verfügung des Einzelgerichts des Mietgerichts Zürich 

vom 21. Januar 2014 erhebt die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 20. Januar 

2014 (Poststempel 10. Februar 2014) rechtzeitig (vgl. act. 18) Beschwerde. Sie 

beantragt, die Vorinstanz sei anzuweisen das Fristerstreckungsgesuch zu bewilli-

gen und es sei ihr eine letztmalige Nachfrist anzusetzen. Weiter habe die Vor-

instanz den Nachweis über die Erteilung der ersten Fristerstreckung zu erbringen 

(act. 2 S. 1). Mit Verfügung vom 25. Februar 2014 wurde der Beschwerdeführerin 

Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses für das Beschwerdeverfahren ange-

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setzt (act. 8). Der Vorschuss ging am 18. März 20014 bei der Gerichtskasse ein 

(act. 10). 

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 7/1-19). Auf das 

Einholen einer Beschwerdeantwort bzw. einer Stellungnahme der Vorinstanz 

wurde verzichtet (Art. 322 Abs. 1 ZPO und Art. 324 ZPO). 

II. 

1. Die Vorinstanz begründete die Abweisung des Fristerstreckungsge-

suchs der Beschwerdeführerin damit, dass die Erstreckung einer Nachfrist zwar 

grundsätzlich möglich sei, das Gericht das Erfordernis der zureichenden Gründe 

jedoch restriktiv auslege. Die Beschwerdeführerin habe das Fristerstreckungsge-

such vom 20. Januar 2014 lediglich damit begründet, dass sie bereits einmal um 

eine Fristerstreckung ersucht habe. Damit würden keine zureichenden Gründe für 

eine weitere Fristerstreckung vorliegen. Zudem sei der Beschwerdeführerin be-

reits ausreichend Zeit zur Leistung des Kostenvorschusses eingeräumt worden. 

Die Höhe des Kostenvorschusses werde aufgrund der Gebührenverordnung des 

Obergerichts festgelegt und sei abhängig von der Höhe des Streitwerts. Die Be-

schwerdeführerin habe die Möglichkeit gehabt, gegen die Verfügungen vom 

21. November 2013 und 6. Januar 2014 Beschwerde zu erheben (act. 3 S. 2 f.). 

2. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, sie habe da-

von ausgehen dürfen, dass ihr eine zweite oder zumindest letzte nicht erstreckba-

re Frist gemäss ZPO angesetzt würde. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, 

dass ihr erstmalig mit Verfügung vom 6. Januar 2014 die Frist erstreckt worden 

sei. Ihr erstes Ersuchen mit Schreiben vom 9. Dezember 2013 sei – entgegen den 

vorinstanzlichen Ausführungen, wonach ihr eine erstmalige Fristerstreckung bis 

16. Dezember 2013 gewährt worden sei – unbeantwortet geblieben. Es obliege 

der Vorinstanz, den Nachweis für diese Erstreckung zu erbringen. Sie (die Be-

schwerdeführerin) habe innert der mit Verfügung vom 6. Januar 2014 angesetzten 

Frist um eine zweite Fristerstreckung ersucht und sei in der Folge sehr über den 

Inhalt der angefochtenen Verfügung erstaunt gewesen (act. 2 S. 2 f.). 

- 4 - 

3. Gerichtliche Fristen können aus zureichenden Gründen erstreckt wer-

den, wenn das Gericht vor Fristablauf darum ersucht wird (Art. 144 Abs. 2 ZPO). 

Zureichende Gründe liegen vor, wenn sie geeignet waren, die rechtzeitige Vor-

nahme der Prozesshandlung zu hindern. Das Gericht entscheidet darüber nach 

pflichtgemässem Ermessen. Gesetzlichen Anspruch auf eine Fristerstreckung hat 

die gesuchstellende Partei nicht; Art. 144 Abs. 2 ZPO ist eine Kann-Vorschrift. 

Liegen zureichende Gründe aber vor, muss die Fristerstreckung bewilligt werden; 

sie abzulehnen, stellt eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs dar. Als zu-

reichende Gründe gelten beispielsweise Krankheit, Spitalaufenthalt, Todesfall, Mi-

litärdienst, Inhaftierung, Abwesenheit, Arbeitsüberlastung, Distanz und Ausland-

aufenthalt. Massgebend sind stets die konkreten Umstände des Einzelfalls (BAR-

BARA MERZ, DIKE-Kommentar ZPO, Art. 144 N 6 ff.). Die Begründung eines Frist-

erstreckungsgesuchs ist unabdingbar. Die vorgebrachten Gründe sind zu belegen 

oder zumindest glaubhaft darzutun (BK ZPO I-FREI, Art. 144 N 11).  

Die ZPO regelt nicht, wie oft eine Frist erstreckt werden kann. Dem Gericht 

wird damit ein weiter Ermessensspielraum eingeräumt. Das Gericht hat einerseits 

für eine zügige Vorbereitung und Durchführung des Verfahrens zu sorgen. Ande-

rerseits hat es auf die konkreten Umstände Rücksicht zu nehmen und zu prüfen, 

innerhalb von welchem Zeitraum die Partei objektiv betrachtet bei den gegebenen 

Verhältnissen in der Lage sein wird, die verlangte Prozesshandlung vorzunehmen 

(BARBARA MERZ, DIKE-Kommentar ZPO, Art. 144 N 15 f.). In der Praxis bezeich-

net das Gericht die zum zweiten oder dritten Mal verlängerte Frist häufig als uner-

streckbar (einmalig, letztmalig), womit es zum Ausdruck bringt, dass eine weitere 

Fristverlängerung nicht in Frage komme, ausser in Notfällen oder kumulativ oder 

alternativ mit Zustimmung der Gegenpartei. Solange eine Frist nicht als uner-

streckbar bezeichnet wird, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf eine kurze 

Nachfrist (ZK ZPO-STAEHELIN, Art. 144 N 6). 

4. Bei der vorliegend zu beurteilenden Fristerstreckung handelt es sich 

um eine richterliche Frist, die aus zureichenden Gründen erstreckt werden kann. 

Die Beschwerdeführerin begründete ihr Fristerstreckungsgesuch lediglich damit, 

dass sie in guten Treuen habe davon ausgehen dürfen, dass ihr die Frist noch-

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mals erstreckt werde. Welche (zureichenden) Gründe sie an der rechtzeitigen 

Vornahme der Prozesshandlung – hier die Zahlung des Kostenvorschusses – 

hinderten, legte sie nicht dar. Bei der zu erstreckenden Frist in der Verfügung vom 

6. Januar 2014 handelte es sich um eine angesetzte "letzte Frist von 10 Tagen" 

(vgl. act. 13 S. 2). Die Vorinstanz hat damit klar zum Ausdruck gebracht, dass es 

sich bei dieser Frist um eine unerstreckbare letzte Frist handelte bzw. keine weite-

re Fristerstverlängerung erteilt werde.  

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist nicht von Belang, ob sie 

die erste von ihr beantragte und von der Vorinstanz bewilligte Fristerstreckung er-

halten hat oder nicht. Denn die Beschwerdeführerin hat in dieser Zeit mit der Vor-

nahme der Prozesshandlung zugewartet und sie kam damit, auch ohne schriftli-

che Bestätigung, in den Genuss einer (faktischen) Erstreckung. Festzuhalten 

bleibt überdies, dass die Beschwerdeführerin insgesamt über sieben Wochen Zeit 

hatte, den von der Vorinstanz verlangen Kostenvorschuss zu bezahlen. Es stellt 

sich dennoch die Frage, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin eine kurze 

Nachfrist im Sinne einer Notfrist hätte ansetzen müssen. Dies ist zu verneinen; 

die Beschwerdeführerin hat in keiner Weise dargetan, ob und aus welchen Grün-

den sie verhindert gewesen sei, den Vorschuss fristgerecht zu bezahlen. 

 5. Dem Vorstehenden folgend erweist sich die Beschwerde der Be-

schwerdeführerin gegen die angefochtene Verfügung vom 21. Januar 2014 als 

unbegründet und ist abzuweisen. 

III. 

 Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Die Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 9 Abs. 1 GebV OG in 

Verbindung mit § 12 GebV OG auf Fr. 250.– festzusetzen. Mangels Umtrieben ist 

dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt, der 

Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvor-

schuss verrechnet. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage einer Kopie von act. 2, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzli-

chen Akten – an das Einzelgericht des Mietgerichts Zürich, je gegen Emp-

fangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
rund Fr. 8'500.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Graf 
 
versandt am: 
 

	Urteil vom 24. April 2014
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage einer Kopie von act. 2, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Einzelgericht des Mietgerichts Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...