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**Case Identifier:** 4e6216bb-00ed-55f6-81c8-8c8d9b80de6d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.08.2021 200 2021 198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-198_2021-08-25.pdf

## Full Text

200 21 198 IV
ACT/COC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. August 2021

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch die B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
bewirtschaftet seit 1992 als Hausfrau und … zusammen mit ihrem Ehe-
mann einen … (Akten der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 1) 
und bezieht – ausgehend von einem Status 55% Erwerb und 45% Haushalt 
– bei einem Invaliditätsgrad von 50% seit 1. Februar 2008 eine halbe Inva-
lidenrente (Verfügung vom 25. Januar 2011; AB 67 S. 2 ff.); dies wurde 
revisionsweise bestätigt (Mitteilung vom 22. März 2013; AB 91).

Im Rahmen einer im Mai 2015 eingeleiteten Revision von Amtes wegen 
machte die Versicherte eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes 
geltend (AB 97). Daraufhin veranlasste die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) unter anderem eine bidisziplinäre Begutachtung durch 
die Dres. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, und D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise vom 9. Dezember 2015; 
AB 108.1) sowie einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (AB 159). Mit 
Vorbescheid vom 8. November 2018 (AB 162) stellte die IVB – ausgehend 
von einem Status 55% Erwerb und 45% Haushalt (AB 159 S. 9 Ziff. 5) – ab 
1. Mai 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 100% die Ausrichtung einer 
ganzen Invalidenrente und ab 1. Oktober 2016 bei einem Invaliditätsgrad 
von 41% die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht. Nach erhobenem 
Einwand (AB 167) veranlasste die IVB eine bidisziplinäre Verlaufsbegut-
achtung durch Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie und für Neurologie, und Dr. med. F.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
(Expertise vom 11. März 2020; AB 249.1; vgl. auch die Stellungnahme von 
Dr. med. F.________ vom 21. Juli 2020; AB 260). Ferner wurde ein neuer 
Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb erstellt (AB 263). Mit Vorbescheid vom 
2. September 2020 (AB 264) stellte die IVB – weiterhin ausgehend von 
einem Status 55% Erwerb und 45% Haushalt – ab 1. Mai 2016 bei einem 
Invaliditätsgrad von 100% die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente, ab 
1. Oktober 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 41% die Ausrichtung einer 

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Viertelsrente, ab 1. Januar 2019 bei einem Invaliditätsgrad von 100% die 
Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente und ab 1. Mai 2020 bei einem 
Invaliditätsgrad von 44% die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aussicht. 
Damit zeigte sich die Versicherte abermals nicht einverstanden (AB 269). 
Am 5. Februar 2021 verfügte die IVB wie im Vorbescheid angekündigt und 
sprach ab dem 1. Mai 2016 eine ganze Invalidenrente, ab 1. Oktober 2016 
eine Viertelsrente, ab 1. Januar 2019 eine ganze Invalidenrente und ab 
1. Mai 2020 eine Viertelsrente zu (AB 285).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, am 
9. März 2021 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung sowie die Ausrichtung mindestens einer halben Invaliden-
rente ab 1. Mai 2020. Eventualiter beantragte sie die Rückweisung der Sa-
che an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen. Am 25. März 
und 20. April 2021 gingen weitere Eingaben der Beschwerdeführerin beim 
Gericht ein. 

Mit Beschwerdeantwort vom 26. April 2021 schloss die Beschwerdegegne-
rin unter Hinweis auf eine Stellungnahme ihres Abklärungsdienstes vom 
14. April 2021 (AB 289) auf Abweisung der Beschwerde.

Am 18. Mai 2021 ging eine Stellungnahme der Beschwerdeführerin beim 
Gericht ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Juni 2021 orientierte der Instrukti-
onsrichter aufgrund einer summarischen Prüfung der Sach- und Rechts-
lage über eine mögliche Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen 
und eine dadurch allenfalls drohende Schlechterstellung (reformatio in pei-
us) und bot der Beschwerdeführerin Gelegenheit zur Stellungnahme resp. 
zum Rückzug der Beschwerde. Am 21. Juli 2021 ging die Kostennote der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin beim Gericht ein. Zu der in Aus-
sicht gestellten Schlechterstellung liess sie sich nicht vernehmen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Februar 2021 
(AB 285). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 
der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbe-
fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen 
Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben 
(BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a; SVR 2019 IV Nr. 32 S. 100 
E. 3.2). Folglich ist vorliegend der grundsätzliche Anspruch auf eine Invali-
denrente, unter Einschluss der unbestritten gebliebenen (Beschwerde S. 2 
Ziff. 2) Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab 1. Mai 2016, einer Vier-
telsrente ab 1. Oktober 2016 und einer ganzen Invalidenrente ab 1. Januar 
2019 bis 30. April 2020, zu prüfen.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in 
Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie un-
fähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spe-
zifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

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Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Metho-
de; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

Vorab ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG 
vorliegt, d.h. ob eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnis-
sen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1). Zu vergleichen ist dazu 
der Sachverhalt zur Zeit der Verfügung vom 25. Januar 2011 (AB 67 
S. 2 ff.) mit demjenigen, der sich bis zur angefochtenen Verfügung vom 
5. Februar 2021 (AB 285) entwickelt hat (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 S. 351, 
125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Da anlässlich 
der Rentenbestätigung vom 22. März 2013 (AB 91) keine umfassende ma-
terielle Prüfung durchgeführt wurde, ist die entsprechende Mitteilung inso-

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weit unbeachtlich (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 
S. 220 E. 2). An den massgebenden Vergleichszeitpunkten ändert nichts, 
dass eine allfällige Rentenerhöhung frühestens auf den Zeitpunkt der von 
Amtes wegen eingeleiteten Revision (hier Mai 2015; vgl. AB 97) erfolgen 
kann (Art. 88bis Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 

Das Bestehen eines Revisionsgrundes kann vorliegend ohne weiteres be-
jaht werden. Denn alleine schon mit den am 19. Juni 2012, am 18. Dezem-
ber 2014, am 4. Februar 2016 und am 31. Januar 2019 erfolgten Rücken-
operationen (AB 112 S. 1, 149 S. 1 und S. 4, 178 S. 1, 249.3 S. 54 f.) ist 
seit der Verfügung vom 25. Januar 2011 offenkundig und unbestrittener-
massen eine relevante Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten, 
zumal das Erfordernis einer auf Dauer gerichteten Änderung mit Ablauf der 
dreimonatigen Wartezeit grundsätzlich erfüllt ist (vgl. Entscheid des Bun-
desgerichts vom 18. April 2017, 9C_675/2016, E. 2.3.1). Dass eine Ver-
schlechterung eingetreten ist, wird denn auch vom Gutachter Dr. med. 
F.________ explizit bestätigt (AB 249.1 S. 13, 249.3 S. 75 und S. 77 Ziff. 
8.1). Folglich ist der Leistungsanspruch vorliegend in rechtlicher und 
tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 
198 E. 4b S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5). 

4.

Was den Status betrifft (Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall), wurde die Beschwerdeführerin im Abklärungs-
bericht Haushalt/Erwerb vom 24. August 2020 (AB 263) zu 55% als Er-
werbstätige (Mitarbeit im Betrieb) und zu 45% als Hausfrau eingestuft (S. 5 
Ziff. 3.2, S. 7 Ziff. 5; vgl. auch AB 60 S. 3 f. Ziff. 4 f.). Diese Einschätzung 
ist mit Blick auf die gesamten Umstände nicht zu beanstanden und wird 
auch nicht bestritten (Beschwerde S. 3 Ziff. 4). Damit findet für die Invali-
ditätsbemessung die gemischte Methode Anwendung (vgl. E. 2.3 hiervor).

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5.

5.1 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeitsfähigkeit lässt sich den 
Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

5.1.1 Die Dres. med. C.________ und D.________ diagnostizierten im 
bidisziplinären Gutachten vom 9. Dezember 2015 (AB 108.1) mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit ein failed low back surgery syndrome sowie 
Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2; S. 41 Ziff. 11.1). 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie eine anhaltende so-
matoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und akzentuierte ängstliche 
selbstunsichere Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) auf (S. 42 Ziff. 11.2). 
Aufgrund der Angst und depressiven Störung gemischt mit geringer Beein-
trächtigung der emotionalen Belastbarkeit, der geistigen Flexibilität, des 
Antriebs, der Motivation, der Interessen, der Kontaktfähigkeit und der Dau-
erbelastbarkeit betrage die Arbeitsfähigkeit als … und Hausfrau aus rein 
psychiatrischer Sicht bei voller Stundenpräsenz seit Januar 2013 75%. Aus 
orthopädischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit als Hausfrau seit dem 
Zeitpunkt der jetzigen Begutachtung bei voller Stundenpräsenz 60%. Die 
Arbeitsfähigkeit als Mitarbeiterin in einem … betrage seit dem Zeitpunkt der 
jetzigen Begutachtung gesamthaft bei voller Stundenpräsenz 35% (S. 42 
Ziff. 12.1). Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbe-
lastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne überdurchschnittliche 
Dauerbelastung und mit vermehrter Rücksicht und Verständnis könnten 
aus orthopädischer (recte: psychiatrischer) Sicht seit jeher bei voller Stun-
denpräsenz zu 100% zugemutet werden. Körperlich leichte Tätigkeiten in 
temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend, ohne häu-
fige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen, könnten seit dem 
Zeitpunkt der jetzigen Begutachtung gesamthaft bei voller Stundenpräsenz 
zu 80% zugemutet werden (S. 43 Ziff. 12.2).

5.1.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
13. März 2019 (AB 184 S. 2 ff.) ein residuelles Schmerzsyndrom im thora-
kolumbalen Übergang und im rechten Bein sowie ein chronisches 
Schmerzsyndrom im Bereich des zervikothorakalen Überganges/Verspan-
nungen und Ausstrahlungen über die Schulterblätter bis in den Arm rechts 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 9

mit Einschlafen der rechten oberen Extremität (S. 2 f.). Es bestehe eine 
Versteifung der halben Wirbelsäule, d.h. von thorakal bis sakral, dies we-
gen immer wieder auftretender Anschlusspathologien. In Anbetracht der 
Krankengeschichte und der Länge der Versteifung und insbesondere der 
Schmerzen auch im Nacken- und Schulterbereich könne eine Re-
Integration in den Arbeitsprozess nicht mehr erfolgen. Die Beschwerdefüh-
rerin könne in Zukunft nur noch leichte Tätigkeiten im Haushalt und auf 
dem … durchführen, dies insbesondere wegen der Progredienz der Krank-
heit. Würde sie wieder vermehrt arbeiten, käme es unweigerlich zu einer 
Anschlusspathologie und als Folge zu einer weiteren Versteifung. Deshalb 
werde dringend empfohlen, eine Invalidenrente für mindestens 80% zuzu-
sprechen (S. 3).

5.1.3 Prof. Dr. med. E.________ und Dr. med. F.________ diagnostizier-
ten im bidisziplinären Gutachten vom 11. März 2020 (AB 249.1) mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom mit intermittierendem lumbospondylogenem Schmerz-
syndrom ohne Radikulopathie bei failed back surgery (ICD-10 M54.1), ein 
chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom ohne Radikulopathie (ICD-
10 M35.0) sowie Angst und Depression gemischt (ICD-10 F41.2). Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie namentlich eine Persönlich-
keitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1), chronische Schmerzen bei Störungen 
des Bewegungsapparates (ICD-10 R52) sowie Probleme in der Beziehung 
zu angeheirateten Verwandten (Schwiegereltern; ICD-10 Z63.1) und mit 
ökonomischen Verhältnissen (ICD-10 Z59) auf (S. 7 f.). 

Aus psychiatrischer Sicht führte Prof. Dr. med. E.________ aus, die psy-
chische Symptomatik sei Folge der akzentuierten Persönlichkeit und der 
chronischen Schmerzerkrankung, wobei die Beschwerdeführerin im Rah-
men der leichten Psychopathologika ein an ihre somatischen Behinderun-
gen angepasstes Aktivitätsniveau und eine soziale Teilhabe habe aufrecht 
erhalten können. Belastend wirkten sich psychosoziale Faktoren aus 
(Schwiegereltern und finanzielle Probleme; S. 10 Ziff. 4.4; AB 249.2 S. 85 
Ziff. 7.2). Aus psychiatrischer Sicht liege ein minimer Gesundheitsschaden 
vor. Die von Dr. med. D.________ (im Gutachten vom 9. Dezember 2015) 
attestierte 100%-ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und die 

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75%-ige Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als … und Hausfrau bei verminder-
ter emotionaler Belastbarkeit, reduzierter geistiger Flexibilität und vermin-
dertem Antrieb und Interessen könnten aktuell unverändert bestätigt wer-
den. Im Haushalt bestünden keine Einschränkungen (AB 249.1 S. 11 Ziff. 
4.7/4.8; 249.2 S. 86 Ziff. 7.4 und S. 88 Ziff. 8).

Aus orthopädischer Sicht führte Dr. med. F.________ aus, die Beschwer-
deführerin sei in der biomechanischen Funktion ihrer Hals- und Lendenwir-
belsäule (HWS und LWS) limitiert mit einer daraus unweigerlich erwach-
senden Einschränkung der Steh- und Gehfähigkeit. Die festgestellten we-
sentlichen Gesundheitsstörungen ergäben nachfolgende Leistungsein-
schränkungen in qualitativer Sicht: Schwerst- und Schwerarbeiten, ständige 
mittelschwere Arbeiten, Heben und Tragen von Lasten körperfern über 5kg 
ohne technische Hilfsmittel, Heben und Tragen von Lasten körpernah über 
8kg ohne technische Hilfsmittel, repetitive stereotype Bewegungsabläufe, 
Tätigkeiten mit vermehrter Vibrationsbelastung, Tätigkeiten mit Pressen 
oder Stemmen, welche zu einer intraspinalen Druckerhöhung führten, das 
mehr als gelegentliche Heben von Lasten über die Horizontale, Tätigkeiten 
mit Rotation der Brustwirbelsäule (BWS)/LWS im Sitzen/Stehen mit Ge-
wichtsbelastung, mehr als gelegentliche Überkopftätigkeiten, Tätigkeiten 
mit mehr als gelegentlicher Kopfumwendbewegung, das Besteigen von 
Leitern, Gerüsten oder schrägen Ebenen, mehr als gelegentlich Tätigkeiten 
im Hocksitz, Tätigkeiten mit repetitivem Bücken, Kauern und Hocken, 
Tätigkeiten mit mehr als gelegentlich auftretender, monotoner stehender 
oder gehender Körperhaltung, Tätigkeiten im Freien, ohne Schutz vor Käl-
te, Zugluft, Nässe sowie Tätigkeiten auf regen- und eisglattem Untergrund, 
Tätigkeiten unter Zeitdruck und Akkordarbeit (AB 249.1 S. 9 Ziff. 4.3; 249.3 
S. 73 f. Ziff. 8). Die angestammte mittelschwere bis schwere körperliche 
Tätigkeit als … könne die Beschwerdeführerin spätestens seit der am 
31. Januar 2019 erfolgten Iumbalen Spondylodese nicht mehr wettbe-
werbsfähig ausführen. Unter Mithilfe ihres Ehemanns und des im Haushalt 
lebenden Sohnes sei sie in der Lage, den Haushalt aufrecht zu erhalten. 
Ohne Mithilfe sei von einer 50%-igen Reduktion ihrer Leistungsfähigkeit 
auszugehen. Diese ergebe sich in der Folge der reduzierten Belastbarkeit 
und Durchhaltefähigkeit, den vermehrten Pausen sowie der reduzierten 
Arbeitsschnelligkeit. Unter Wahrung der qualitativen Schonkriterien bestehe 

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für eine rückenadaptierte angepasste Tätigkeit mit intermittierender ste-
hender, gehender und sitzender Körperposition bezogen auf ein volles 
Pensum eine quantitativ limitierte Arbeitsfähigkeit von 70%. Dies spätes-
tens seit der am 31. Januar 2019 erfolgten lumbalen Spondylodese. Die 
Einschränkung von 30% ergebe sich in der Folge der reduzierten Belast-
barkeit und Durchhaltefähigkeit, den vermehrten Pausen sowie der redu-
zierten Arbeitsschnelligkeit (AB 249.1 S. 12; 249.3 S. 76 Ziff. 1 - 3).

Aus bidisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, es bestehe 
kein additiver Effekt der genannten Teilarbeitsunfähigkeiten. Die Funktions-
einschränkungen auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet seien als 
führend anzusehen (AB 249.1 S. 14 Ziff. 4.9). 

5.1.4 Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin nahm Dr. med. F.________ 
am 21. Juli 2020 nochmals Stellung (AB 260). Da eine mehrsegmentale 
lumbale Spondylodese eine Rekonvaleszenz von längstens zwölf Monaten 
bedinge, habe die Rekonvaleszenzphase nach der Operation vom 31. Ja-
nuar 2019 spätestens am 31. Januar 2020 geendet. Für die Dauer der Re-
konvaleszenz könne vollumfänglich auf die fachliche Beurteilung von 
Dr. med. G.________ abgestellt werden (S. 1). In einer ideal adaptierten 
Tätigkeit liege ein Rendement von 30% vor, entsprechend einer ganztägi-
gen Anwesenheit mit einer Leistungseinbusse von 30% bedingt durch die 
Notwendigkeit häufigerer kurzer Arbeitsunterbrechungen und Positions-
wechsel. Es werde empfohlen, drei Mal täglich eine Pause von 30 Minuten 
sowie einmalig eine Pause von 63 Minuten zu gewähren, in welcher sich 
die Beschwerdeführerin für längere Zeit in einer liegenden Körperposition 
erholen könne (S. 4). 

5.1.5 Dr. med. G.________ wiederholte im Bericht vom 31. August 2020 
(AB 269 S. 3 f.) die zuvor gestellten Diagnosen (S. 3; vgl. AB 184 S. 2 ff.). 
Insgesamt habe sich die schwierige gesundheitliche Situation nicht verän-
dert. Sobald sich die Beschwerdeführerin körperlich etwas mehr belaste, 
habe sie Schmerzen im Bereich der LWS, aber auch im Bereich der HWS. 
Ferner attestierte er eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit auch für leichte kör-
perliche Tätigkeiten, ohne Heben von Lasten und ohne repetitives Beugen 
des Oberkörpers (S. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 12

5.1.6 Dr. med. G.________ bestätigte im Bericht vom 7. Dezember 2020 
(AB 282) abermals die zuvor gestellten Diagnosen (S. 1; vgl. AB 184 
S. 2 ff. und 269 S. 3 f.). Die Beschwerdeführerin habe einen neuen 
Schmerz im Bereich der BWS, vor allem distal und rechts. Die Ursache 
dieser Beschwerden sei wahrscheinlich eine Anschlusspathologie der BWS 
oberhalb der durchgeführten Spondylodese bis auf Th9. Das heisse, dass 
die Bandscheiben etwa von Th5 bis Th9 zwischenzeitlich stark abgenützt 
seien. Die Schmerzen seien wahrscheinlich durch diese Osteochondrose 
verursacht. Weiter habe die Beschwerdeführerin zunehmende Schmerzen 
im Bereich des Nackens. Dort habe sie wahrscheinlich eine C6 und C7 
Nervenwurzelreiz-/Ausfallsymptomatik (S. 2). Sie sei weiterhin 100% ar-
beitsunfähig geschrieben. Sie könne nur leichte Tätigkeiten ausüben ohne 
Heben von schweren Lasten und ohne repetitives Beugen des Oberkörpers 
(S. 3). 

5.1.7 Die Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, bestätigte im – im vorliegenden Beschwerdeverfahren ein-
gereichten – Bericht vom 18. März 2021 (Beschwerdebeilage [BB] 11), 
dass die Beschwerdeführerin seit dem letzten Jahr wegen mehrerer 
schwerwiegender akuter und neu diagnostizierter chronischer Erkrankun-
gen bei ihr in Behandlung stehe, aufgrund welcher sie bis auf Weiteres 
reduziert körperlich belastbar sei.

5.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 13

nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

5.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
massgeblich auf das bidisziplinäre Gutachten vom 11. März 2020 
(AB 249.1) von Prof. Dr. med. E.________ und Dr. med. F.________ ge-
stützt. Die Gutachter haben sich in ihren ärztlichen Beurteilungen in Kennt-
nis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Ein-
schränkungen auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbeson-
dere gestützt auf ihre eigenen Untersuchungen getroffen. Die Ausführun-
gen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand nachvollziehbar begründet. Somit erfüllt das Gutachten – samt den 
beiden Teilgutachten – die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 5.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (BGE 137 V 
210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). 

5.3.1 Aus psychiatrischer Sicht legte Prof. Dr. med. E.________ unter 
Beizug der klassifikatorischen Vorgaben der ICD-10 einlässlich dar, dass 
die Beschwerdeführerin (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) an Angst 
und Depression gemischt leidet und dass in der bisherigen Tätigkeit eine 
75%-ige und in einer angepassten Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit 
besteht (AB 249.1 S. 8, S. 10 f. Ziff. 4.4 und 4.7/4.8; 249.2 S. 81 ff. Ziff. 6.2 
f. und 7.4). Diese Einschätzung ist nicht nur in sich nachvollziehbar und 
überzeugend, sondern sie steht im Einklang mit derjenigen von Dr. med. 
D.________ im bidisziplinären Gutachten vom 9. Dezember 2015 
(AB 108.1 S. 41 ff. Ziff. 11.1 und 12.1 f.) und wird denn auch zu Recht nicht 
bestritten. Darauf ist abzustellen. Berichte, die die Beurteilung des Gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 14

ters in Zweifel ziehen würden, finden sich in den Akten nicht und wurden 
auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht eingereicht.

Im Zusammenhang mit dem vom Gutachter erhobenen psychischen Ge-
sundheitsschaden sowie der daraus abzuleitenden Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit ist ein gesondertes strukturiertes Beweisverfahren (BGE 
143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296) durch das Gericht nicht 
nötig. Ein solches bleibt entbehrlich, wenn – wie hier – im Rahmen be-
weiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit (in einer ange-
passten Tätigkeit) in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und 
allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikati-
on oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann 
(vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3 S. 417). Darüber ist die aus psychiatrischer 
Sicht (in der angestammten Tätigkeit) attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht 
mit den aus somatischer Sicht festgestellten Einschränkungen der Arbeits-
fähigkeit zu addieren (AB 249.1 S. 14 Ziff. 4.9), womit sich auch insofern 
eine Indikatorenprüfung erübrigt. 

5.3.2 Aus orthopädischer Sicht legte Dr. med. F.________ schlüssig dar, 
dass die Beschwerdeführerin mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an 
einem chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndrom mit intermittieren-
dem lumbospondylogenem Schmerzsyndrom ohne Radikulopathie bei fai-
led back surgery und einem chronischen zervikozephalen Schmerzsyn-
drom ohne Radikulopathie leidet (AB 249.1 S. 7 f., 249.3 S. 54 f. Ziff. 6.1) 
und dass in einer rückenadaptierten angepassten Tätigkeit mit intermittie-
render stehender, gehender und sitzender Körperposition und unter Wah-
rung der Schonkriterien eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit besteht (volles Pen-
sum mit einer 30%-igen Leistungsminderung). Dabei erklärte er die 30%-
ige Leistungsminderung plausibel mit der reduzierten Belastbarkeit und 
Durchhaltefähigkeit, den vermehrten Pausen sowie der reduzierten Ar-
beitsschnelligkeit. Die angestammte Tätigkeit als … erachtete der Gutach-
ter dagegen als nicht mehr zumutbar (AB 249.1 S. 9 Ziff. 4.3 und S. 12; 
249.3 S. 73 f. Ziff. 8 und S. 76 Ziff. 1 - 3). Weiter begründete Dr. med. 
F.________ nachvollziehbar, dass die Rekonvaleszenz nach der Operation 
vom 31. Januar 2019 ein Jahr gedauert habe, wobei diesbezüglich auf die 
Beurteilung von Dr. med. G.________ abgestellt werden könne (AB 260 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 15

S. 1), mithin in dieser Zeit eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bestand (vgl. 
u.a. AB 184 S. 3, 198 S. 2). Die gestellten Diagnosen und das erstellte Zu-
mutbarkeitsprofil sind bereits für sich, aber auch unter Berücksichtigung der 
medizinischen Akten schlüssig, weshalb darauf abgestellt werden kann. 

Am Beweiswert des Gutachtens ändert nichts, dass Dr. med. G.________ 
in den Berichten vom 13. März 2019 (AB 184 S. 2 ff.) und vom 31. August 
2020 (AB 269 S. 3 f.) eine Re-Integration in den Arbeitsprozess als unzu-
mutbar bezeichnete resp. eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierte, 
weist er darin doch auf keine neuen, dem Gutachter nicht bekannten Ele-
mente hin. Vielmehr spricht der behandelnde Orthopäde von einem insge-
samt nicht veränderten Zustand (AB 269 S. 4). Darüber hinaus setzte sich 
Dr. med. F.________ mit der von Dr. med. G.________ erwähnten drohen-
den Verschlechterung bei einer Weiterführung einer Erwerbstätigkeit 
(AB  184 S. 3; vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 6) auseinander und legte über-
zeugend dar, dass sich die gesundheitliche Situation bei einer Verwertung 
der Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht verschlechtere 
(AB 249.3 S. 81 Ziff. 8.3). Damit droht eine Verschlechterung allein, wenn 
die Beschwerdeführerin ihr nicht zumutbare Arbeiten ausführt. Auch der 
Bericht von Dr. med. H.________ vom 18. März 2021 (BB 11) vermag die 
Beurteilung von Dr. med. F.________ nicht in Zweifel zu ziehen, zumal sich 
die Hausärztin weder konkret zu den gestellten Diagnosen noch zu der 
bestehenden Arbeitsfähigkeit äusserte. 

Gestützt auf den Bericht von Dr. med. G.________ vom 7. Dezember 2020 
(AB 282), welcher vor dem vorliegend massgebenden Zeitpunkt der ange-
fochtenen Verfügung am 5. Februar 2021 (AB 285) verfasst wurde und 
damit zu berücksichtigen ist (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 
E. 2.1 S. 140), ist jedoch unklar, ob sich der (somatische) Gesundheitszu-
stand seit der Begutachtung durch Dr. med. F.________ (erneut) verändert 
hat. Denn im besagten Bericht erwähnte der behandelnde Orthopäde einen 
"neuen Schmerz" in der BWS. Dabei ging er davon aus, dass es sich dabei 
"wahrscheinlich" um eine Anschlusspathologie handle, wobei die Band-
scheiben "etwa von Th5 bis Th9" zwischenzeitlich stark abgenutzt seien 
(AB 282 S. 2). Der Gutachter untersuchte anlässlich der Begutachtung vom 
25. Februar 2020 zwar auch die BWS und stellte dabei gewisse Einschrän-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 16

kungen fest (AB 249.3 S. 5 und S. 32). Eine bildgebende Untersuchung der 
BWS erfolgte jedoch offenbar nicht (vgl. AB 249.3 S. 49 ff.). Damit bleibt 
ungeklärt, ob sich im massgebenden Zeitraum bis zum Verfügungserlass 
die gesundheitliche Situation nochmals verändert hat. Diesbezüglich er-
weist sich der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt.

5.4 Unter diesen Umständen kann vorliegend keine abschliessende 
Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung auf die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit vorgenommen werden. Die Beschwerde ist 
deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den me-
dizinischen Sachverhalt im Zusammenhang mit den neu geltend gemach-
ten Beschwerden in Bereich der BWS rechtsgenüglich – z.B. durch eine 
Untersuchung durch den RAD oder eine Nachbegutachtung – abklären 
lasse. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin über den Rentenan-
spruch neu zu verfügen. Da diese Phase im Verwaltungsverfahren bisher 
nicht gutachterlich erhoben wurde und insoweit eine Ergänzung notwendig 
ist, ist die Rückweisung zulässig (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100, 137 V 210 
E. 4.4.1.4 S. 264; SVR 2016 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.1). Dies entspricht denn 
auch dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 2, 
Rechtsbegehren 3). Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Juni 2021 
wurde die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit einer reformatio in peius 
hingewiesen (vgl. BGE 137 V 314).

5.5 Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann im Übrigen nicht absch-
liessend über die in der Beschwerde (S. 3 ff. Ziff. 4) beanstandete Beurtei-
lung der Einschränkungen im Aufgabenbereich entschieden werden; im-
merhin fällt aber auf, dass die Abklärungsfachperson im Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 24. August 2020 (AB 263) die Mithilfe der Familien-
angehörigen nur in einem geringen Ausmass berücksichtigt hat (Geschirr 
nach dem Essen abräumen [S. 11], Wegtragen des Abfalls [S. 12], Ausla-
den der gekauften Getränke [S. 12], Legen der schmutzigen Wäsche ne-
ben die Waschmaschine [S. 13], Verräumen der gewaschenen Kleider [S. 
13]). Damit geht – entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 4 Ziff. 4) 
– aus dem genannten Abklärungsbericht in keiner Weise hervor, dass die 
Familienangehörigen einen "grossen Teil" des Haushalts erledigen sollten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 17

5.6 Abschliessend bleibt darauf hinzuweisen, dass das Dokument 
AB 68 nicht die Beschwerdeführerin betrifft und aus den amtlichen Akten zu 
entfernen ist.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikos-
tenersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechts-
schutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund 
eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, 
welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. 
Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung 
festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juris-
tinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversiche-
rungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertre-
tung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rund-
schreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung 
für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle 
der Vertretung durch Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 18

Berufsverbände wird der Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten 
Vertretung auf Fr. 180.-- und bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertre-
tung auf Fr. 100.-- festgelegt.

Die Beschwerdeführerin wird durch Rechtsanwältin I.________ der 
B.________ vertreten. Deren Kostennote vom 20. Juli 2021 ist nicht zu 
beanstanden. Entsprechend wird die Parteientschädigung auf Fr. 1'260.-- 
(7 Stunden à Fr. 180.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 35.60, somit auf total 
Fr. 1'295.60, festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der 
Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 5. Februar 2021 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'295.60 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2021, IV/21/198, Seite 19

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.