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**Case Identifier:** 2d5f8185-6e72-5bce-8d24-4ef5a2ca6ff3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.05.2020 720 19 359/92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-359-92_2020-05-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 7. Mai 2020 (720 19 359 / 92) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1960 geborene A.____ war seit 1. Juni 1996 als Kranführer bei der B.____ AG 
angestellt. Mit Gesuch vom 26. April 2016 meldete er sich unter Hinweis auf verschiedene so-
matische und psychische Gesundheitsbeeinträchtigungen bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach ersten Abklärungen der gesundheitli-
chen und der erwerblichen Verhältnisse gewährte die IV-Stelle Basel-Landschaft dem Versi-
cherten ab anfangs August 2016 als berufliche Massnahme der IV ein Belastbarkeitstraining bei 
der Stiftung C.____. In dessen Verlauf gelangte die Abteilung Berufsberatung der IV-Stelle je-

 

 
 
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doch zur Auffassung, dass aufgrund des Gesundheitszustands des Versicherten keine berufli-
chen Massnahmen möglich seien. Dies teilte sie A.____ am 12. September 2016 mit, gleichzei-
tig orientierte sie ihn darüber, dass man das Dossier zur Prüfung eines allfälligen Rentenan-
spruchs an die hierfür zuständige Abteilung weiterleite. Letztere gab in der Folge zusätzliche 
Abklärungen - insbesondere zum aktuellen Gesundheitszustand des Versicherten - in Auftrag. 
Nachdem deren Ergebnisse vorlagen, ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 16 %, 
worauf sie - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 4. Oktober 2019 
einen Rentenanspruch von A.____ ablehnte. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwalt Daniel Altermatt namens und im Auftrag 
von A.____ am 4. November 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuhe-
ben und es sei dem Beschwerdeführer auf den frühestmöglichen Zeitpunkt eine ganze Rente 
zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme neuer medizinischer Abklärun-
gen an die IV-Stelle zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 
beantragte er sodann, es sei ihm eine Frist zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebe-
gründung zu gewähren.  
 
Nachdem das Kantonsgericht dem Rechtsvertreter des Versicherten aufgrund der von ihm ge-
schilderten besonderen Umstände eine entsprechende Nachfrist gewährt hatte, reichte dieser 
am 25. November 2019 die in Aussicht gestellte ergänzende Beschwerdebegründung nach.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Dezember 2019 beantragte die IV-Stelle die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
D. In seiner Replik vom 9. März 2020 beschränkte sich der Rechtsvertreter des Versicher-
ten auf den Hinweis, dass er vollumfänglich an sämtlichen Rechtsbegehren und Ausführungen 
gemäss der Beschwerdeschrift vom 4. November 2019 und der ergänzenden Beschwerdebe-
gründung vom 25. November 2019 festhalte. Von der Einholung einer Duplik der IV-Stelle wur-
de deshalb abgesehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 4. November 2019 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
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2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  

 

 
 
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3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-

 

 
 
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holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
vom 6. März 2019, 9C_609/2018, E. 3.2.2).  
 
5.1 Vorliegend gab die IV-Stelle im Hinblick auf die Beurteilung des aktuellen Gesund-
heitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten bei den Dres. med. D.____, Rheumato-
logie FMH, und E.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein bidisziplinäres (rheumatolo-
gisches/psychiatrisches) Gutachten in Auftrag.  
 
5.1.1 Im rheumatologischen Teilgutachten vom 9. August 2018 gelangte Dr. D.____ zur Auf-
fassung, dass sich beim Versicherten keine rheumatologischen Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit finden liessen. Als Leiden ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diag-
nostizierte er (1) ausgeprägte Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung mit pseudoneurologi-
schen Ausfällen, positiven Waddell-Zeichen, Fibromyalgie-Druckpunkten und -Kontrollpunkten 
sowie variablen Bewegungsausmassen der Wirbelsäule, nicht einem rheumatologischen 
Krankheitsbild entsprechend, (2) eine klinisch leichtgradige muskuläre Dysbalance am Schul-
tergürtel beidseits (Trapezius, Levator scapulae), (3) klinisch einen Verdacht auf beginnende 
degenerative Kniegelenksveränderungen rechts, (4) Spreizfüsse, (5) Diskopathien HWK5 – 
HWK7 mit Diskushernie HWK6/7 rechts, klinisch aktuell asymptomatisch, und (6) einen Status 
nach Distorsion Dig. II links am 26.08.2016. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Exploranden 
führte Dr. D.____ aus, dass aus rein rheumatologischer Sicht sowohl im angestammten Beruf 
als auch in anderen Tätigkeiten keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Entsprechend 
seien dem Versicherten prinzipiell jegliche Tätigkeiten zumutbar.  
 
5.1.2 Dr. E.____ gelangte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 31. Juli 2018 zum 
Schluss, dass sich beim Versicherten auch aus psychiatrischer Sicht keine Krankheit mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren lasse. Als Leiden ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit würden eine Dysthymie (ICD-10 F34.1) und - differenzialdiagnostisch - eine re-
zidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Epi-
sode (ICD-10 F33.00) vorliegen. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit sei davon auszugehen, dass 
von etwa Dezember 2015 bis Juni 2016 eine mittelgradige depressive Episode vorgelegen ha-
be. Retrospektiv sei deswegen von einer etwa 40 %-igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in 
diesem Zeitraum auszugehen. Seit Mitte 2016 lasse sich aus psychiatrischer Sicht keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit mehr begründen.  
 
5.1.3 Im Rahmen ihrer bidisziplinären Konsensbeurteilung wiesen die Dres. D.____ und 
E.____ darauf hin, dass sich aus rheumatologischer Sicht keine Krankheit mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit stellen lasse. Somit könne als gemeinsame interdisziplinäre Gesamtbeurtei-
lung uneingeschränkt diejenige des psychiatrischen Gutachtens übernommen werden. 
 

 

 
 
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5.2.1 Die IV-Stelle holte zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts den Ver-
laufsbericht der Klinik F.____ vom 14. November 2018 ein. Darin hielt Dr. med. G.____, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, diagnostisch sei beim Versicherten weiterhin von 
einer chronischen Schmerzstörung mit psychologischen und somatischen Faktoren auszuge-
hen. Nach wie vor bestehe eine chronische Affektstörung im Sinne einer Dysthymie, zeitweilig 
würden auch die formellen Kriterien einer mittelgradigen depressiven Episode erreicht. Zusam-
menfassend könne aus psychiatrischer Sicht festgehalten werden, dass sowohl medikamentöse 
Therapieversuche als auch supportive, strukturierende, sozialpsychiatrische Interventionen zur 
Aktivierung, Klärung und Veränderung von Alltagsverhalten, bislang keine ausreichenden Erfol-
ge erbracht hätten. Der Patient zeige weiterhin ein kaum differenziertes Störungskonzept. Er 
bleibe zwar gegenüber psychologischen Faktoren prinzipiell offen, er nehme jedoch die Limitie-
rungen in der Alltagsmobilität wesentlich über die Schmerzsymptomatik wahr. Es bestehe keine 
aktive Auseinandersetzung mit beruflichen Perspektiven. Hinsichtlich beruflicher Reintegration 
sei weiterhin von einer ungünstigen Prognose auszugehen. Im Rahmen der ambulanten Be-
handlung sei eine weitere Betreuung des Patienten durch das gemeindepsychiatrische Betreu-
ungsteam in einem niederschwelligen begleitenden Setting geplant. 
 
5.2.2 In der Folge ersuchte die IV-Stelle die Gutachter, d.h. insbesondere den psychiatri-
schen Experten Dr. E.____, um eine Stellungnahme zu diesem Verlaufsbericht. In seinem Ant-
wortschreiben vom 14. Januar 2019 wies Dr. E.____ darauf hin, dass sich Dr. G.____ in seinen 
Ausführungen praktisch ausschliesslich auf die subjektiv geklagten Beschwerden des Versi-
cherten stütze. Es werde keine Beschwerdevalidierung vorgenommen. In Bezug auf die von 
Dr. G.____ diagnostizierte chronische Schmerzstörung mit psychologischen und somatischen 
Faktoren habe er in seinem Gutachten vom 31. Juli 2018 eingehend dargelegt, dass aus rein 
psychiatrischer Sicht die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht ge-
stellt werden könne, weil die Kriterien hierfür als nicht erfüllt zu betrachten seien. Dr. G.____ 
unterlasse es, Belastungen zu beschreiben, welche schwerwiegend genug wären, um in einem 
ursächlichen Zusammenhang mit den Schmerzen zu stehen. Alleine aufgrund einer Dysthymie 
lasse sich indes eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht begründen, handle es sich doch 
bei der Dysthymie nicht um eine Diagnose mit Krankheitswert. Die Argumente des behandeln-
den Psychiaters im Bericht vom 14. November 2018 würden ihn, so das Fazit von Dr. E.____, 
insgesamt nicht in einem Ausmass überzeugen, das ihn veranlassen würde, von der Diagnose-
stellung und der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in seinem Gutachten abzuweichen. 
 
5.3 In seiner Beurteilung vom 22. Januar 2019 gelangte Dr. med. H.____, Facharzt für 
Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, zur 
Auffassung, dass die Feststellungen der Gutachter Dres. D.____ und E.____ aus versiche-
rungsmedizinscher Sicht sachlich fundiert und nachvollziehbar seien. Auch die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit erscheine auf dieser Grundlage weitgehend einleuchtend. Die Gutachter wür-
den sich in ihrer Beurteilung allerdings nicht zum Einfluss der aktuellen Medikation auf die Ar-
beitsfähigkeit des Exploranden in seiner angestammten Tätigkeit als Kranführer äussern. Der 
Versicherte nehme mehrere zentral wirksame Medikamente ein, welche die Reaktionsfähigkeit 
wesentlich beeinflussen könnten. Aus arbeitsmedizinscher Sicht sei die Tätigkeit als Kranführer 
damit sowohl wegen erhöhter Fremd-, als auch erhöhter Eigengefährdung mit überwiegender 

 

 
 
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Wahrscheinlichkeit nicht leidensgerecht. Das Belastungsprofil einer Verweistätigkeit beschrieb 
der RAD-Arzt dahingehend, dass leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten in 
temperierten Räumlichkeiten, ohne erhöhte Anforderungen an die Konzentration und die Reak-
tionsfähigkeit, ohne repetitives Knien oder repetitive Überkopfarbeiten, ohne erhöhte Unfallge-
fahr (Leitern/Gerüste, Bedienen gefährlicher Maschinen) und ohne Fahr-, Steuer- oder Überwa-
chungstätigkeiten in Frage kämen. An einem entsprechend angepassten Arbeitsplatz könne der 
gutachterlichen Annahme einer 100 %-igen Arbeitsfähigkeit ohne Weiteres gefolgt werden. Die-
ser Einschätzung schloss sich in der Folge der RAD-Arzt Dr. med. I.____, Facharzt für Ortho-
pädie, in seiner Beurteilung vom 5. September 2019 an. 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 4. Oktober 2019 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die Ergeb-
nisse, zu denen die Gutachter Dres. D.____ und E.____ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 
31. Juli/ 9. August 2018 und die RAD-Ärzte Dres. H.____ und I.____ in ihren Beurteilungen vom 
22. Januar 2019 und 5. September 2019 gelangt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass 
der Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Kranführer vollständig arbeitsunfähig sei. Die 
Verrichtung einer leidensadaptierten Tätigkeit - mit dem von den Dres. H.____ und I.____ for-
mulierten Anforderungsprofil - sei ihm hingegen seit Juni 2016 ganztags zumutbar. Diese vor-
instanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hier-
vor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier 
keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. D.____ und E.____ vom 31. Juli/9. August 
2017 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht ver-
langt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen 
Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen ab-
weichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander und es vermag auch in den Schlussfolge-
rungen weitestgehend zu überzeugen. Einzig was die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit und in schweren Verweistätigkeiten betrifft, rechtfertigt es sich, auf die 
für den Versicherten etwas günstigeren Einschätzungen der RAD-Ärzte Dres. H.____ und 
I.____ abzustellen.  
 

6.2 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Be-
weiskraft des Gutachtens der Dres. D.____ und E.____ vom 31. Juli/9. August 2017 - samt er-
gänzender Einschätzungen der RAD-Ärzte Dres. H.____ und I.____ vom 22. Januar 2019 und 
5. September 2019 - in Frage zu stellen.  
 
6.3.1 Der Beschwerdeführer rügt, dass der rheumatologische Gutachter Dr. D.____ die vom 
Hausarzt Dr. med. J.____, Allgemeinmedizin FMH, in seinem Bericht vom 9. Juni 2016 doku-
mentierten Befunde bzw. Beschwerden der Brust- und Lendenwirbelsäule (Thorakolumbalgien), 

 

 
 
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die auch in das rechte Bein ausstrahlen würden (Lumboischialgien rechts bei ISG-Blockade 
rechts), ebenso wenig berücksichtigt habe wie die von Dr. J.____ diagnostizierten, auch in die 
Arme ausstrahlenden Kopf- und Nackenschmerzen (chronische Zervikozephalgie und chroni-
sche Zerviokobrachialgien). Diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. Die IV-Stelle weist in 
ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hin, dass Dr. D.____ die von Dr. J.____ angeführten 
Beschwerden an Kopf und Rücken vollumfänglich untersucht hat. Im Gegensatz zum Hausarzt 
konnte der rheumatologische Gutachter allerdings in diesen Bereichen keine relevanten organi-
schen Einschränkungen erheben und somit die beschriebenen Beeinträchtigungen aus fach-
ärztlicher Sicht nicht bestätigen.  
 
6.3.2 Gegen die beweisrechtliche Verwertbarkeit des rheumatologischen Teilgutachtens 
spricht für den Beschwerdeführer sodann der Umstand, dass ihm Dr. D.____ sogar für die an-
gestammte Tätigkeit als Kranführer eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiere. Dem Be-
schwerdeführer ist dahingehend beizupflichten, dass dieser Einschätzung des Gutachters nicht 
gefolgt werden kann. Die beiden RAD-Ärzte Dres. H.____ und I.____ haben in ihren Beurtei-
lungen vom 22. Januar 2019 und 5. September 2019 mit schlüssiger Begründung, auf die an 
dieser Stelle vollumfänglich verwiesen werden kann, aufgezeigt, dass beim Versicherten in der 
bisher ausgeübten Tätigkeit als Kranführer von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszuge-
hen ist. Ebenso sind die beiden RAD-Ärzte bei der Formulierung des Belastungsprofils der 
Verweistätigkeiten, die dem Versicherten noch zumutbar sind, im Vergleich zu Dr. D.____ in 
nachvollziehbarer Weise von zusätzlichen Einschränkungen ausgegangen. Aus dem Umstand, 
dass die IV-Stelle bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten nicht vollumfänglich 
auf die Einschätzung von Dr. D.____ abgestellt, sondern die geschilderten, von den RAD-
Ärzten postulierten "Korrekturen" und Anpassungen der gutachterlichen Zumutbarkeitsbeurtei-
lung berücksichtigt hat, kann nun aber entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht 
auf eine fehlende Schlüssigkeit und - generell - eine beweisrechtliche Unverwertbarkeit der üb-
rigen Ergebnisse des rheumatologischen Teilgutachtens von Dr. D.____ geschlossen werden. 
Dieses vermag - wie oben ausgeführt (vgl. E. 6.1 hiervor) - in den übrigen Punkten durchaus zu 
überzeugen.  
 
6.3.3 Im Weiteren ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass auch auf das psychiatri-
sche Gutachten von Dr. E.____ nicht abgestellt werden könne. Dieses sei unvollständig, insbe-
sondere werde die von den behandelnden Ärzten mehrfach erwähnte Schmerzstörung bei den 
Diagnosen nicht aufgeführt. Letzterer Hinweis ist zwar zutreffend, Dr. E.____ legt aber in sei-
nem Gutachten (vgl. dessen S. 13) und nochmals in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 
14. Januar 2019 (vgl. E. 5.2.1) einlässlich dar, dass aus rein psychiatrischer Sicht die Diagnose 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht gestellt werden kann, weil die Kriterien 
hierfür als nicht erfüllt zu betrachten sind. Diesen schlüssigen gutachterlichen Ausführungen, 
auf die verwiesen werden kann, ist nichts beizufügen.  
 
6.3.4 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wird die beweisrechtliche Verwert-
barkeit des psychiatrischen Teilgutachtens auch durch den Verlaufsbericht der Klinik F.____ 
vom 14. November 2018 nicht in Frage gestellt. Dieser enthält keinerlei Aussagen zur Arbeits-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit oder zu möglichen Verweistätigkeiten und er setzt sich 

 

 
 
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auch nicht mit den abweichenden Einschätzungen des Gutachters auseinander. Dazu kommt, 
dass sich Dr. E.____ in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 14. Januar 2019 einlässlich 
mit der Diagnosestellung im erwähnten Verlaufsbericht befasst und nachvollziehbar aufgezeigt 
hat, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.  
 
6.3.5 Als unbegründet erweist sich schliesslich der Einwand des Beschwerdeführers, das 
psychiatrische Teilgutachten sei unverwertbar, weil kein strukturiertes Beweisverfahren anhand 
der Kriterien gemäss BGE 141 V 281 durchgeführt worden sei. Dem ist entgegenzuhalten, dass 
Dr. E.____ im psychiatrischen Teilgutachten durchaus eine inhaltliche Prüfung der massgebli-
chen Standardindikatoren vorgenommen hat (vgl. Ziff. 7, S. 15 - 17 des Gutachtens). Überdies 
hat die RAD-Ärztin Dr. med. K.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in ihrer Beurteilung 
vom 4. Juni 2019 die wesentlichen Punkte dieser gutachterlichen Indikatorenprüfung zusam-
mengefasst.  
 
7.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Die IV-Stelle nahm in der 
angefochtenen Verfügung vom 4. Oktober 2019 den erforderlichen Einkommensvergleich vor. 
Da der Beschwerdeführer seit Eintritt der Gesundheitsschädigung keiner Erwerbstätigkeit mehr 
nachging, setzte die IV-Stelle das Invalideneinkommen zu Recht unter Beizug der Tabellenlöh-
ne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik fest (vgl. 
dazu BGE 126 V 75 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 321 E. 3b/aa). Auf diese Weise errech-
nete sie ein zumutbares Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 66‘652.--. Anschliessend 
stellte sie diesen Betrag dem Valideneinkommen von Fr. 79‘300.-- gegenüber und ermittelte so 
einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 16 %. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer beanstandet im Zusammenhang mit der genannten Berechnung 
einzig, dass ihm die IV-Stelle bei der Bemessung des Invalideneinkommens keinen Abzug vom 
Tabellenlohn gewährt habe.  
 
7.3.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti-
schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Per-
sonen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt 
des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in 
der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht errei-
chen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Fol-
ge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Um-
stand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 
Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll 
aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür be-
stehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesund-
heitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-
schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der 

 

 
 
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Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabel-
lenlohnes zu begrenzen (BGE 134 V 322 E. 5.2; vgl. zum Ganzen auch BGE 126 V 75 E. 5b/bb 
und cc).  
 
7.3.2 Während die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung keinen Abzug vom Tabellen-
lohn vornahm, ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass ihm ein solcher zu gewähren sei. 
Zur Begründung verweist er einzig auf seine "unbestrittenen gesundheitlichen Beschwerden". In 
ihrer Vernehmlassung macht die IV-Stelle geltend, dass das ärztlicherseits umschriebene An-
forderungsprofil leidensangepasster Arbeiten die Einsatzmöglichkeiten im niedrigsten Kompe-
tenzniveau nur mässig stark einschränke, weshalb die Vornahme eines Abzugs vom Tabellen-
lohn nicht angezeigt sei. Selbst wenn man jedoch einen Abzug gewähren würde, käme aber 
höchstens ein solcher von 5 % in Frage. Diese vorinstanzliche Betrachtungsweise dürfte wohl 
zutreffend sein, wie es sich damit verhält, kann letztlich aber offen bleiben. Denn selbst bei Vor-
nahme des maximal zulässigen Abzugs vom Tabellenlohn von 25 % würde sich vorliegend 
nämlich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergeben. Somit kann von Weiterungen zu 
dieser Frage abgesehen werden.  
 
7.4 Die vorinstanzliche Bemessung des massgebenden Validen- und des zumutbaren In-
valideneinkommens erweist sich (auch) in den übrigen Punkten als korrekt. Die von der IV-
Stelle ermittelten Zahlen sind denn auch - abgesehen vom vorstehend erörterten Einwand - in 
der vorliegenden Beschwerde nicht weiter beanstandet worden. Unter diesen Umständen kann 
hier von weiteren Ausführungen zum Einkommensvergleichen abgesehen und stattdessen voll-
umfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 4. Okto-
ber 2019 verwiesen werden.  
 
8.  Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die IV-Stelle in der angefochtenen 
Verfügung einen Rentenanspruch des Versicherten zu Recht abgelehnt hat. Die hiergegen er-
hobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. 
 
9.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle.  
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 
 
 
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