# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be5b1c54-8625-593a-83c8-fc41306f3871
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.08.2018 I 2018 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-44_2018-08-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 44

Entscheid vom 9. August 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Rentenhöhe)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1964) war vom 1. Januar 2007 bis 30. April 2017 als Gip-
ser bei der C.________ AG in D.________ angestellt und dadurch bei der Suva 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. 

B. Am 8. November 2010 rutschte A.________ auf einer Baustelle aus und 
verletzte sich an der rechten Schulter. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht; 
im Juni 2011 konnte der Fall abgeschlossen werden. Am 30. August 2013 melde-
te die Arbeitgeberin einen Rückfall. Die Suva anerkannte den Rückfall vorerst 
nicht (vgl. VGE I 2014 16 vom 23.7.2014), bis ein Gutachten des Kantonsspitals 
H.________ vom 28. September 2015 feststellte, die rückfallweise geklagten 
rechtsseitigen Schulterbeschwerden seien unfallkausal. Mit Schreiben vom 
14. Januar 2016 wurde der Rückfall anerkannt.

C. Am 26. September 2014 fiel A.________ im Magazin der Arbeitgeberin in 
ein Wasserrückhaltebecken und erlitt dabei eine komplexe Knieverletzung rechts. 
Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht. Während eines Rehabilitationsaufent-
haltes in der Rehabilitationsklinik I.________ (vom 9.3.2016 bis 13.4.2016) klagte 
A.________ über plötzlich einschiessende Schmerzen ins linke Knie. Eine dies-
bezügliche Leistungspflicht lehnte die Suva mit Schreiben vom 28. April 2016 
formlos ab.

D. Mit Verfügung vom 3. Mai 2017 sprach die Suva A.________ eine Invali-
denrente nach UVG bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 51% und bei einem 
versicherten Verdienst von Fr. 122'940.-- zu; einen Anspruch auf eine Integritäts-
entschädigung verneinte sie.

Gegen diese Verfügung liess A.________ am 6. Juni 2017 Einsprache erheben 
mit dem Rechtsbegehren, es sei ab dem 1. Mai 2017 bis auf weiteres eine volle 
Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter seien weitere medizinische Abklärun-
gen vorzunehmen. Mit Einspracheentscheid vom 29. März 2018 wies die Suva 
die Einsprache ab.

E. Am 8. Mai 2018 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid vom 
29. März 2018 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Be-
schwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei der angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 29. März 
2018 sowie der damit bestätigte Entscheid vom 3. Mai 2017 aufzuheben.

2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die ge-
setzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen.

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3. Insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde-
führer anstelle der zugesprochenen Rente eine ganze Invalidenrente bzw. 
eventuell eine angemessen erhöhte Invalidenrente zu entrichten.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegne-
rin.

Mit Vernehmlassung vom 29. Juni 2018 beantragt die Suva die Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und die Bestätigung des Einspra-
cheentscheides vom 29. März 2018.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht infolge der Unfälle vom 8. No-
vember 2010 (bzw. des Rückfalles) und vom 26. September 2014. Mit Verfügung 
vom 3. Mai 2017 sprach sie dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente UVG bei 
einem Invaliditätsgrad von 51% zu, lehnte aber einen Anspruch auf eine Inte-
gritätsentschädigung ab (Vi-act. II 231). 

1.1 Mit der Einsprache vom 6. Juni 2017 brachte der Beschwerdeführer einzig 
Rügen im Zusammenhang mit der Invalidenrente vor, wogegen die Ablehnung 
der Integritätsentschädigung unangefochten blieb. Die Ablehnung der Integritäts-
entschädigung ist damit nicht Gegenstand der vorliegenden Verwaltungsge-
richtsbeschwerde. Mithin ist die Verfügung vom 3. Mai 2017, soweit sie einen 
Anspruch auf Integritätsentschädigung verneint, in Rechtskraft erwachsen.

1.2 Unbestritten ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invaliden-
rente UVG. Hingegen habe die Suva - nach Ansicht des Beschwerdeführers - 
das Invalideneinkommen nicht korrekt festgestellt und damit den Invaliditätsgrad 
falsch ermittelt. Bestritten ist mithin die Höhe des Invaliditätsgrades, wobei der 
Beschwerdeführer das von der Suva auf Fr. 124'800.-- festgesetzte Validenein-
kommen anerkennt (Beschwerdeschrift Ziff. II.7). Zu beurteilen gilt es daher 
nachfolgend einzig das Invalideneinkommen.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicher-
te Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versi-
cherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch 
auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG). Wird der Versicherte infolge des Unfal-
les zu mindestens 10% invalid im Sinne von Art. 8 Bundesgesetz über den All-

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gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 
2000, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). 

2.2 Der Grad der Invalidität bestimmt sich nach Art. 16 ATSG. Danach wird für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versi-
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre.

2.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtspre-
chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher 
die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität keine Er-
werbstätigkeit aus, ist somit kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gege-
ben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder die LSE-
Tabellenlöhne oder - soweit die Suva der Unfallversicherer ist - die sogenannten 
DAP-Zahlen (Arbeitsplatz-Dokumentation der Suva) herangezogen werden (BGE 
143 V 295 Erw. 2.2; BGE 135 V 297 Erw. 5.2; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 130, 8C 
7/2014 Erw. 7.1; Urteil BGer 8C_378/2017 vom 29.11.2017). Wird auf Tabellen-
löhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten 
veröffentlichten Tabellen zu verwenden (BGE 142 V 178 Erw. 2.5.8.1; Urteil 
9C_414/2017 vom 25.9.2017 Erw. 4.2). 

2.4 Die DAP-Datenbank steht nur der Suva, nicht aber den anderen zugelas-
senen Unfallversicherern im Sinne von Art. 58 UVG zur Verfügung (BGE 139 V 
592 Erw. 7.1). Die Suva ihrerseits ist indes nicht frei, ob sie auf die LSE-Tabellen 
oder die DAP-Zahlen abstellen will. Vielmehr hat sie die DAP-Methode stets 
dann zur Anwendung zu bringen, wenn sie im Einzelfall die bundesgerichtlichen 
Vorgaben einhalten kann (Urteil BGer 8C_433/2016 vom 11.8.2016 Erw. 5.3). 

2.4.1 Nach der Rechtsprechung setzt das Abstellen auf DAP-Lohnangaben     
voraus, dass sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf 
zumutbare Arbeitsplätze stützt. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die 
Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden do-
kumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den 
Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entspre-
chenden Gruppe. Damit wird auch die Überprüfung des Auswahlermessens hin-
reichend ermöglicht, und zwar in dem Sinn, dass die Kenntnis der dem verwen-

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deten Behinderungsprofil entsprechenden Gesamtzahl behinderungsbedingt in 
Frage kommender Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnitts-
lohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von 
der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. 
Der versicherten Person ist sodann das rechtliche Gehör zu gewähren, indem die 
für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit 
den erwähnten zusätzlichen Angaben aufgelegt werden und die versicherte Per-
son Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versi-
cherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der 
DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, 
damit sich die Suva im Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist 
die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genü-
gen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer-
den; die Suva hat diesfalls im Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der 
LSE-Löhne zu ermitteln (Urteil BGer 8C_378/2017 vom 29.11.2017 Erw. 4.4). 

2.4.2 Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die 
Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die 
Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-
Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen 
(BGE 139 V 592 Erw. 6). Ein Wechsel zur Bemessung des Invalideneinkommens 
nach der LSE-Methode ist allerdings erst möglich, wenn sich ein von der Suva 
ursprünglich verwendetes DAP-Profil im kantonalen Gerichtsverfahren als un-
brauchbar herausstellt und die Suva nach Aufforderung des Gerichts nicht in der 
Lage ist, ein anderes, verwendbares Profil beizubringen (Urteil 8C_182/2017 
vom 10.4.2017 Erw. 3.3).

2.5 Wie bereits zuvor erwähnt (vgl. hierzu oben Erw. 2.2), ist für die Ermittlung 
des Invalideneinkommens von der zumutbaren beruflichen Leistungsfähigkeit der 
versicherten Person auszugehen.

2.5.1 Dabei ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der 
Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die 
normativ vorgegebenen Kriterien je aus ihrer Sicht zu beurteilen. Bei der Ab-
schätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Sache ist es, 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Lau-
fe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersu-
chung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu er-
heben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Folgenabschätzung 

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der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit 
kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz 
zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 
eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich be-
gründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die 
juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zu-
gemutet werden können (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.1; BGE 140 V 193 Erw. 3.2; 
BGE 137 V 64 Erw. 5.1).

2.5.2 Für die juristische Beurteilung bilden somit die ärztlichen Angaben eine we-
sentliche Grundlage. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist dabei 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson be-
gründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Den Berichten versicherungsinterner 
Ärzte kann dabei rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, so-
fern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 
1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versiche-
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen-
heit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrau-
en in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-
gen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind er-
gänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

2.6 Schliesslich hat die Beurteilung bezogen auf einen ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt zu erfolgen (vgl. hierzu oben Erw. 2.2). Dieser ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Ar-
beitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt so-
wohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Vorausset-
zungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei ist nicht von rea-
litätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren ver-
langt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (Urteil BGer 9C_910/2011 
vom 30.3.2012 Erw. 3.1). Je restriktiver das medizinische Anforderungsprofil um-

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schrieben ist, desto eingehender ist in der Regel die Verwertbarkeit auf dem all-
gemeinen Arbeitsmarkt abzuklären und nachzuweisen. Der ausgeglichene Ar-
beitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Ar-
beitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil BGer 9C_124/2010 vom 
21.9.2010 Erw. 2.2). Von einer Arbeitsgelegenheit kann jedoch dann nicht mehr 
gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränk-
ter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht 
kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch-
schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden 
Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil BGer 
8C_133/2018 vom 26.6.2018 Erw. 2.2.1).

3.1 Gemäss Beschwerdeführer hat die Suva zu Unrecht festgestellt, es lägen 
hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils keine widersprüchlichen ärztlichen Feststel-
lungen vor. Seines Erachtens steht das vom Kreisarzt definierte Zumutbar-
keitsprofil in Widerspruch zur Beurteilung der BEFAS J.________. Diese basiere 
auf einlässlichen Abklärungen, weshalb auf die Beurteilung der BEFAS 
J.________ abzustellen sei. Aufgrund der darin festgehaltenen multiplen und 
vielseitigen sowie massiven Einschränkungen sei ein in Frage kommendes 
Betätigungsfeld gar nicht mehr erkennbar, weshalb von einer nicht mehr verwert-
baren Arbeitsfähigkeit auszugehen und eine volle Rente zuzusprechen sei. Ge-
gebenenfalls sei ein einschlägiges arbeitsmedizinisches Gutachten einzuholen.

3.2 Was die medizinische Beurteilung des Gesundheitszustandes des Be-
schwerdeführers resp. seiner zumutbaren beruflichen Leistungsfähigkeit anbe-
langt, so ergibt sich aus den Akten was folgt:

3.2.1 Zur Frage, ob die am 30. August 2013 gemeldeten, rechtsseitigen Schul-
terbeschwerden als Rückfall bezogen auf das Unfallereignis vom 8. November 
2010 zu qualifizieren sind, wurde im Kantonsspital H.________ ein Gutachten 
eingeholt (Vi-act. I 107). Am 14. Juli 2015 erfolgte dazu eine persönliche Unter-
suchung des Beschwerdeführers. In der Folge bejahten die Gutachter, dass mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Kausalzusammenhang zwischen dem Un-
fallereignis vom 8. November 2010 und der am 23. September 2013 diagnosti-
zierten vollständigen Ruptur der rechten Supraspinatussehne bestand. Aufgrund 
der persönlichen Untersuchung hielten die Gutachter den status quo sine nach 
der Schultergelenksarthroskopie rechts mit Naht der Supraspinatussehne und 
Acromioplastik vom 4. Dezember 2013 im Zeitpunkt des Untersuchs klinisch als 
erreicht. Der Beschwerdeführer berichte über minime verbliebene Restbe-

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schwerden, lediglich nach langer Tätigkeit. Im Rahmen der Untersuchung finde 
sich eine ausgesprochen gute Beweglichkeit der rechten Schulter mit einem 
Constant score von 87 Punkten. Dementsprechend bestünden bezüglich der 
rechten Schulter keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerde-
führer hatte im April 2014 die Arbeit als Gipser wieder aufgenommen.

3.2.2 Nach dem Unfallereignis vom 26. September 2014 wurde gleichentags ein 
CT des rechten Knies und am 29. September 2014 ein MRI desselbigen erstellt 
(Vi-act. II 14f.). Anlässlich der Sprechstunde im Spital D.________ vom 30. Sep-
tember 2014 wurden die folgenden Diagnosen herausgearbeitet (Vi-act. II 13):

Ossärer Ausriss des hinteren Kreuzbandes
Mediale Bandläsion Grad III
Oberflächliche Knorpelverletzung laterales Condylus
Verdacht auf randständige Verletzung des medialen Meniskus

Dem Beschwerdeführer wurde eine offene Reposition des ossär ausgerissenen 
hinteren Kreuzbandes an der Tibia mittels modifiziertem Tricky-Zugang empfoh-
len, was der Beschwerdeführer zugunsten einer Zweitmeinung ablehnte. Diese 
holte er in der K.________ (Klinik) ein (Vi-act. II 16). Da sich der Beschwerdefüh-
rer trotz Befund relativ gut mobil zeigte und die Abklärungen bereits wesentliche 
arthrotische Veränderungen ergaben, wurde trotz grundsätzlicher OP-Indikation 
ein konservatives Vorgehen empfohlen. 

3.2.3 Am 24. März 2015 suchte der Beschwerdeführer wegen anhaltender Be-
schwerden im rechten Knie das Zentrum für Unfallchirurgie der Klinik L.________ 
auf (Vi-act. II 47). Nach dem Untersuch wurde nicht davon ausgegangen, dass 
sich die vorhandene Instabilität unter konservativer Therapie nach dieser Zeit 
noch bessern werde. Am 27. März 2015 wurde ein CT und MRI des rechten 
Knies angefertigt. Sechs Monate nach Unfall zeigte sich als Befund (Vi-act. II 50):

Knöcherner Ausriss des hinteren Kreuzbandes am dorsalen Tibiaplateau mit einer 
mehrfachen Fraktur des dislozierten Knochenfragments. Unauffälliger Verlauf des 
vorderen Kreuzbandes.

Die mediale Femurkondyle zeigt zentral einen ca. 0.6 x 1.5 cm grossen Knorpelde-
fekt mit Knorpelglatze. Unauffälliger Knorpelüberzug entlang des Tibiakopfes. Ent-
lang des lateralen Gleitlagers kommen lediglich Höhenminderungen sowie Erosio-
nen zur Darstellung, die allerdings nicht bis zur Kortikalis reichen (Chondropathie 
2. Grades).

Der Meniskus zeigt medial und lateralseits leichte Signalalteration jedoch ohne 
Nachweis eines Meniskusrisses. Allerdings erscheint die Basis des Aussenmenis-
kus leicht luxiert. Dort auch Nachweis einer Teilruptur des lateralen Kollateralban-
des in kranioventraler Lokalisation. Unauffälliger Verlauf des inneren Kollateral-
bandes.

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Chondropathie 3. Grades am medialen Patellapol mit Knorpeldefekten, die bis an 
die Corticalis heranreichen. Dort mit angrenzendem Knochenödem im Sinne einer 
aktivierten Chondropathie.

Dem Beschwerdeführer wurde eine stabilisierende Operation empfohlen. Am 
22. April 2015 erfolgte eine Kniegelenksarthroskopie rechts mit Débridement me-
dialer Femurcondylus und Mikrofrakturierung, hinterer Zugang zum Kniegelenk 
und Débridement der Knorpelfragmente und des distalen Anteiles des hinteren 
Kreuzbandes (Vi-act. II 56). Am 29. Juni 2015 erfolgte eine weitere Kniegelenk-
sarthroskopie rechts mit Ersatzplastik des hinteren Kreuzbandes mit Semitendi-
nosussehne (Vi-act. II 71). Vier Monate postoperativ berichtete der operierende 
Chirurg Dr.med. E.________ (FMH Chirurgie, spez. Allgemeinchirurgie und 
Traumatologie, Facharzt für Unfallchirurgie ESBQ), es finde sich eine gute Stabi-
lität des Gelenkes. Der Aufbau der Oberschenkelmuskulatur sei jedoch noch völ-
lig ungenügend (Umfangdifferenz re-li von -3.5cm), der Muskelaufbau müsse for-
ciert werden (Vi-act. II 96). Gemäss Verlaufsbericht vom 29. Dezember 2015 
(sechs Monate postoperativ) zeigte sich ein sehr guter Verlauf (Vi-act. II 104).

3.2.4 Am 18. Februar 2016 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch 
Dr.med. F.________ (Vi-act. II 114). Er gelangte zur Beurteilung, der Beschwer-
deführer habe sich insgesamt nach dem schweren Knietrauma und den erfolgten 
Operationen gut erholt. Im Vordergrund stünden aktuell noch belastungsabhän-
gige Schmerzen, insbesondere im medialen Anteil des Knies, die sich vornehm-
lich beim Treppensteigen sowie bei Positionen mit hockender oder kniender Hal-
tung äusserten und für die wohl die Ruptur der medialen Bandstrukturen ursäch-
lich seien. Die klinische Untersuchung objektiviere noch ein deutliches mus-
kuläres Defizit auf der rechten, operierten Seite; der Beschwerdeführer zeige sich 
in der Situation des Treppensteigens, sowie des Einnehmens und Aufrichtens 
aus der Hocke noch deutlich eingeschränkt und schmerzbelastet. Bezüglich 
Tätigkeitsprofil hielt der Kreisarzt fest:

Der Versicherte ist beruflich als Gipser tätig. In dieser Tätigkeit ist er grundsätzlich 
schwerer bis schwerster körperlicher Arbeit ausgesetzt. Es werden am Tag repeti-
tiv Treppen, Leitern oder Gerüste bestiegen. Hierbei ist der Versicherte mit dem 
Tragen schwerer Gewichte zwischen 25 - 50 kg belastet. In der aktuellen Restbe-
schwerdesituation ist eine Reintegration in diese Berufstätigkeit nicht denkbar. 
Auch langfristig ist bei dem ausgedehnten Knie-Binnenschaden und der ange-
stammten beruflichen Tätigkeit eher von einer ungünstigen Konstellation auszuge-
hen, sodass dem Versicherten zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit nahegelegt werden 
sollte, einen beruflichen Wechsel in eine körperlich nicht stark belastende Tätigkeit 
vorzunehmen.

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Der Kreisarzt empfahl zur Verbesserung der beruflichen Reintegration die Auf-
nahme einer stationären Rehabilitation sowie eine weitere kreisärztliche Untersu-
chung ein Jahr nach Operation.

3.2.5 Vom 9. März 2016 bis 13. April 2016 befand sich der Beschwerdeführer in 
der Rehabilitationsklinik I.________ mit dem Hauptziel einer allgemeinen Vorbe-
reitung auf eine berufliche oder schulische Reintegration in einer späteren Reha-
phase (Vi-act. II 144). Gemäss Austrittsbericht konnte dieses Ziel weitgehend er-
reicht werden. Zur Arbeitsfähigkeit / Zumutbarkeit und Eingliederungsperspektive 
hält der Bericht fest:

Zumutbarkeit für die berufliche Tätigkeit als Gipser (Arbeitsvertrag ist vorhanden):

Arbeitszeit: Ganztags.

Spezielle Einschränkungen: Gelegentliches Hantieren von Lasten bis max. mittel-
schwer. Häufiges Treppen- und Leiternsteigen nach Möglichkeit auf ein absolut 
notwendiges Minimum beschränken.

Der Patient hat mit seinem Arbeitgeber einen Einsatz halbtags (AUF 50%) verein-
bart. Mittel- bis längerfristig gesehen muss unter Berücksichtigung der unfallbe-
dingten Verletzungsfolgen am rechten Knie davon ausgegangen werden, dass der 
Patient die erforderlichen körperlichen Voraussetzungen für einen vollschichtigen 
Einsatz in seiner bisherigen Tätigkeit als Gipser mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 
nicht mehr erreichen dürfte.

Ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit: 50 % ab 18.04.2016

Zumutbarkeit für andere berufliche Tätigkeiten:

Mittelschwere Arbeit.

Arbeitszeit: Ganztags.

Spezielle Einschränkungen: Knie rechts: Wechselbelastend (Stehen/Gehen bis 
max. etwa 1 1/2 Stunden) ohne Tätigkeit länger dauernd in der Hocke und/oder auf 
den Knien sowie ohne häufiges Treppen und/oder Leitern Steigen.

Empfehlungen/ Prozedere beruflich:

Vorgehen besprochen mit (Versicherung): Frau M.________, Schadenspezialistin 
Suva ________: Gleicher Arbeitsplatz - bisherige Arbeit reduziert. Wir empfehlen 
eine Leistungsprüfung im Betrieb nach ca. 4 Wochen.

Im Sinne einer Übergangslösung wäre auch eine Weiterbeschäftigung des Patien-
ten in einer leichteren Verweistätigkeit gemäss obenstehendem Zumutbarkeitspro-
fil vorstellbar und wird vom Patienten auch gewünscht. Dieser Arbeitsversuch soll 
auch dem Patienten Gelegenheit geben, seine Möglichkeiten und Grenzen im wei-
teren Einsatz auf den Baustellen auszuloten.

Mittel- bis längerfristig betrachtet erachten wir die Prognose hinsichtlich eines wei-
teren Verbleibs in seinem bisherigen Beruf als ungünstig, weshalb zu gegebenem 
Zeitpunkt eine berufliche Umorientierung ins Auge gefasst werden sollte (bei dieser 
Gelegenheit könnte die weitere berufliche Zukunft des Patient allenfalls in der 
agenturinternen Berufsberatung der Suva nochmals evaluiert werden).

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3.2.6 Am 18. April 2016 startete der Beschwerdeführer bei seiner Arbeitgeberin 
einen Arbeitsversuch als Gipser. Es zeigte sich, dass er infolge der Verletzung 
am rechten Knie die geforderte körperliche Leistung als Gipser nicht zu erbringen 
vermochte, da dem Beschwerdeführer das Knien nicht mehr möglich war. Er 
nahm beim Knien zudem eine Fehlhaltung ein, weshalb in absehbarer Zeit Rü-
ckenbeschwerden zu befürchten waren (Vi-act. II 145 und 147). Der Arbeitsver-
such wurde daher am 27. April 2016 abgebrochen. 

3.2.7 Am 13. Juni 2016 erfolgte eine weitere kreisärztliche Untersuchung. Unter 
Beizug der Akten und nach persönlichem Untersuch gelangte Dr.med. 
G.________ (FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates) zur folgenden Beurteilung:

Der Versicherte berichtet über ein unregelmässig auftretendes InstabiIitätsgefühl 
beim Treppabgehen und unangenehmes Druckgefühl im rechten Knie nach länge-
rem Gehen, eine Schwellung am rechten Knie würde nicht auftreten. Die Beweg-
lichkeit im rechten Knie habe sich zwischenzeitlich verbessert. Mit der rechten 
Schulter eigentlich keine Probleme, beim schweren Heben spürbar.

Objektiv keine Bewegungseinschränkung rechtes Knie im Seitenvergleich, klinisch 
kein Hinweis auf intraartikulären Reizzustand, Insuffizienz des hinteren Kreuzban-
des bei vermehrter Translation ventro-dorsal, seitenvergleichend geringe Atrophie 
des Musculus vastus medialis rechts. Gering eingeschränkte Beweglichkeit im 
rechten Schultergelenk im Seitenvergleich ohne subjektiv funktionelle Einschrän-
kung, konventionelle radiologisch 02/2016 minimer Humeruskopfhochstand als 
Hinweis auf eine gewisse Insuffizienz der Rotatorenmanschette.

Zusammenfassend Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes rechts nach Kniege-
lenksarthroskopie rechts mit Ersatz des hinteren Kreuzbandes mittels Semitendi-
nosus-Sehne von ipsilateral am 29.06.2015 nach Kniedistorsion rechts am 
26.09.2014.

An der rechten Schulter ordentliches Operationsergebnis zweieinhalb Jahre nach 
Schultergelenksarthroskopie rechts mit Naht der Supraspinatussehne am 
04.12.2013 nach Ereignis am 15.11.2010 ohne funktionelle Einschränkung bei ge-
ring eingeschränktem Funktionsgriff und verbliebener geringer Belastungsintole-
ranz der rechten Schulter.

Mit einer weiteren Verbesserung des Gesundheitszustandes am rechten Schulter-
gelenk und am rechten Knie ist nicht mehr zu rechnen. Für das rechte Kniegelenk 
kann zur Erhaltung des Gesundheitszustandes eine Kostenbeteiligung von Seiten 
der Suva für ein einjähriges Fitness-Abo gutgeheissen werden, Beenden der lau-
fenden Physiotherapie-Serie, anschliessend keine weitere Physiotherapie ange-
zeigt. Für das rechte Schultergelenk eigene Übungen zum Erhalt des Zustandes.

Am rechten Kniegelenk und an der rechten Schulter wird derzeit die Erheblich-
keitsgrenze zur Ausrichtung einer Integritätsentschädigung nicht erreicht.

Unter Berücksichtigung der Zumutbarkeit für die rechte Schulter und das rechte 
Knie keine dauerhaft belastenden Armvorhaltetätigkeiten rechts, kein häufiges An-
heben schwerer Gewichte über Kopf. Keine beruflichen Tätigkeiten, die mit abrup-
ten Stoss- oder Zugbelastung für die rechte Schulter verbunden sind. Kein häufi-

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ges Gehen im Gelände, kein häufiges Steigen auf Leitern und Gerüste, kein häufi-
ges Treppensteigen, keine knienden und/oder kauernden Tätigkeiten.

Unter Berücksichtigung der Zumutbarkeit für das rechte Schultergelenk und das 
rechte Knie können leichte bis mittelschwere wechselbelastende körperliche Tätig-
keiten vollschichtig durchgeführt werden.

3.2.8 Im Mai 2015 meldete sich der Beschwerdeführer bei der IV-Stelle für eine 
berufliche Integration / Rente an (Vi-act. II 60), worauf er auf den 25. August 
2015 zu einem Abklärungsgespräch eingeladen wurde (Vi-act. II 84). Mit Schrei-
ben vom 11. Februar 2016 wurde dem Beschwerdeführer angezeigt, dass keine 
Frühinterventionsmassnahmen möglich seien (Vi-act. II 111). Am 23. März 2016 
wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass die Voraussetzungen für eine Be-
rufsberatung erfüllt seien (Vi-act. II 131). Nach ersten Abklärungen stand eine 
Tätigkeit als Bus- & Lastwagenchauffeur im Vordergrund, was vom Kreisarzt als 
denk- und zumutbar erachtet wurde (Vi-act. II 169). Vom 10. Oktober 2016 bis 
4. November 2016 fand eine BEFAS-Abklärung in J.________ statt (Vi-act. II 
191).

Im Schlussbericht der BEFAS J.________ vom 28. November 2016 wurde die 
Arbeitsfähigkeit als Gipser als nicht mehr gegeben beurteilt, da der Beruf häufi-
ges Arbeiten auf Gerüsten und Leitern, Deckenarbeiten unter Gewichtsbelastung 
wie auch das Tragen von Lasten impliziere. Gefordert sei eine wechselbelasten-
de Tätigkeit; insbesondere längere Belastungsphasen der Kniegelenke und Ar-
beiten über Kopf besonders unter Gewichtsbelastungen seien zu meiden. Die 
Frage, ob andere Tätigkeiten zumutbar seien, wird mit 'ja' beantwortet. Schwere 
körperliche Arbeiten seien nicht mehr möglich. In einer wechselbelastenden 
Tätigkeit, die seinen kognitiven Fähigkeiten entsprochen habe, habe er keine 
eingeschränkte Leistungsfähigkeit gezeigt. Dies entspreche auch der Selbstein-
schätzung der körperlichen Fähigkeiten, bei welchen er einen Paktscore von 118 
(von 200) Punkten erreicht habe, was für leichte Arbeit qualifiziere. Er sei im-
stande, eine wechselbelastende Tätigkeit im unteren Gewichtssegment (bis 10 
kg) durchzuführen. Eine Einschränkung der Arbeitszeit sei nicht indiziert und bei 
indizierten Tätigkeiten bestehe keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Die 
BEFAS J.________ erachtete bei Berücksichtigung der körperlichen Einschrän-
kungen leichte Montagetätigkeiten, die Mitarbeit in einer industriellen Produktion 
sowie Verpackungs- und Versandarbeiten als zumutbar. Gegebenenfalls kämen 
auch Fahrdienste in Betracht, wobei ein häufiges Aufstehen im Hinblick auf die 
Kniebelastung eher ungünstig sei.

Am 13. April 2017 teilte die IV-Stelle der Suva mit, die Arbeitsvermittlung werde 
abgeschlossen. Der Beschwerdeführer erwähne immer wieder, dass er nicht ar-
beitsfähig sei und verweise auf die ärztlichen Zeugnisse (Vi-act. II 219).

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3.2.9 Nach einer weiteren Verlaufskontrolle vom 17. Januar 2017 hält der Opera-
teur Dr.med. E.________ fest (Vi-act. II 199):

Insgesamt sehr guter Verlauf. Die diskrete Rest-Instabilität posterior kann muskulär 
gut kompensiert werden. Aufgrund der medialen Gonarthrose ist das Gelenk sicher 
nicht mehr voll belastbar. In seinem alten Beruf als Gipser erachte ich den Patien-
ten nicht als arbeitsfähig. Zurzeit läuft eine Umschulung durch die IV. In einer an-
gepassten, kniegelenksschonenden Tätigkeit ist der Patient meines Erachtens je-
doch arbeitsfähig. Ich habe vorläufig keine weiteren Nachkontrollen geplant.

4.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit 
als Gipser nicht weiterführen kann. Sämtliche ärztlichen Berichte sprechen eine 
Zumutbarkeit ab. Dies wird entsprechend auch von der Suva berücksichtigt und 
in der Verfügung vom 3. Mai 2017 entsprechend bestätigt (Vi-act. II 231).

4.2 Soweit der Beschwerdeführer jedoch geltend macht, aufgrund der multiplen 
und vielseitigen sowie massiven Einschränkungen sei ein in Frage kommendes 
Betätigungsfeld gar nicht mehr erkennbar, finden sich dazu in den medizinischen 
Berichten überhaupt keine Hinweise. Sämtliche Abklärungen (Rehaklinik 
I.________, Kreisarzt, BEFAS J.________) wie auch die Beurteilung des behan-
delnden Arztes (Dr.med. E.________) ergaben, dass der Beschwerdeführer in 
einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist. Insbesondere auch die BEFAS 
J.________, auf dessen Bericht laut Beschwerdeführer abzustützen ist, hält aus-
drücklich fest, eine Einschränkung der Arbeitszeit sei nicht indiziert und bei indi-
zierten Tätigkeiten bestehe keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Mithin 
ist entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätig-
keit von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen.

4.3 Gemäss angefochtener Verfügung (bestätigt durch den angefochtenen 
Einspracheentscheid) kann der Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht trotz 
den verbleibenden Unfallrestfolgen am rechten Knie und an der rechten Schulter 
noch eine leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit, ohne wiederhol-
te gewichtsbelastende Vorhaltetätigkeiten ganztags ausführen (Vi-act. II 231). 
Die Suva berücksichtigt bei dieser Einschätzung namentlich die medizinischen 
Berichte der Rehaklinik I.________, die Kreisärztliche Untersuchung vom 13. Ju-
ni 2016 sowie die Abklärung der BEFAS J.________ (vgl. Zusammenfassung der 
Entscheidungsgrundlagen für die Rentenfestsetzung Ziff. 9; Vi-act. II 232). Ent-
gegen der Darstellung des Beschwerdeführers sind diese medizinischen Beurtei-
lungen nicht widersprüchlich und es ist daher auch nicht zu beanstanden, wenn 
die Suva als zusammenfassende Beurteilung zur entsprechend zitierten Ein-
schätzung gelangte.

14

4.3.1 Gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik I.________ vom 15. April 2016 (Vi-
act. II 144) sind dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der unfallbeding-
ten Verletzungsfolgen mittelschwere Arbeiten zumutbar. Die Arbeit sollte für das 
rechte Knie wechselbelastend sein (Stehen/Gehen bis max. etwa 1,5h) und ohne 
Tätigkeiten länger dauernd in der Hocke und/oder auf den Knien. Zu vermeiden 
sind ebenso häufiges Treppen- und/oder Leiternsteigen. Diese Beurteilung stützt 
sich unter anderem auch auf durchgeführte Leistungstests ab (Vi-act. II 144 S. 
9/10). Dabei wurde aufgrund von medizinischen Überlegungen die maximale Be-
lastung beim Heben unten auf 22.5kg, beim Heben horizontal auf 25kg, beim 
Heben oben auf 12.5kg und beim einseitigen Tragen jeweils auf 12.5kg festge-
legt. Dieses Limit wurde in allen Tests problemlos erreicht. Die tiefe Hocke konn-
te wegen Schmerzangabe im rechten Knie nicht erreicht werden. Treppensteigen 
(100 Stufen) war wechselschrittig ohne Handlauf möglich, wobei sich nach 60 
Stufen ein Zittern der rechten hinteren Oberschenkelmuskulatur zeigte und der 
Beschwerdeführer nach dem Test ein Müdigkeitsgefühl im rechten Bein angab. 
Aufgrund dessen erklärte die Rehaklinik I.________ eine mittelschwere (15 - 
25kg), wechselbelastende Tätigkeiten für zumutbar, was indes über die von der 
Suva angenommene Zumutbarkeit (leicht bis mittelschwer, 10 - 15 kg) hinaus-
geht.

4.3.2 Der Kreisarzt führte am 13. Juni 2016 eine persönliche Untersuchung durch 
(Vi-act. 156). Seine Beurteilung, der Beschwerdeführer könne leichte bis mittel-
schwere wechselbelastende körperliche Tätigkeiten vollschichtig durchführen, 
entspricht dabei sowohl den ihm gegenüber gemachten Angaben des Beschwer-
deführers als auch dem erhobenen Befund. So führte der Beschwerdeführer aus, 
mit der rechten Schulter eigentlich keine Beschwerden zu haben, die Beweglich-
keit sei nicht eingeschränkt, beim schweren Heben würde er sie spüren. Das 
rechte Knie könne er zwischenzeitlich besser bewegen; beim Treppabgehen 
müsse er noch aufpassen, er verspüre dabei eine leichte Instabilität. Nach dem 
Training bestehe eine gewisse Müdigkeit, in der Nacht komme es je nach Belas-
tung innwendig zu Beschwerden im rechten Knie. Längere Gehstrecken in nor-
malem Tempo könne er eigentlich problemlos zurücklegen. Der Untersuch der 
Schultergelenke ergab einen seitengleichen Nackengriff, Schürzengriff re bis L2, 
li bis Th8; der Faustschluss re war kräftig. Die aktive Anteversion re 160°, li 180°. 
Das Gangbild mit Konfektions-Sportschuhen war zügig und hinkfrei; der Barfuss-
gang zeigte ein dezentes Schonhinken rechts. Zehen- und Fersengang problem-
los; bipedales Hüpfen flüssig, monopedales Hüpfen re unsicher; Kniehocke bis 
90° Flexion unter Abstützen der Unterarme auf den Oberschenkeln problemlos. 
Die Beweglichkeit der Knie zeigte sich seitengleich. Es zeigte sich keine intraarti-
kuläre Ergussbildung, eine etwas adhärente Patella, schmerzfreie Gelenkspalten 

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medial und lateral. Die Seitenbänder in Streckstellung und 30° Beugung waren 
stabil, das vordere Kreuzband mit hartem Anschlag, verlängerter Weg dorsal in 
ap-Translation. Entsprechend schlüssig ist die Beurteilung des Kreisarztes, wo-
nach eine Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes rechts verbleibe. Die rechte 
Schulter sei ohne funktionelle Einschränkung bei gering eingeschränktem Funk-
tionsgriff und verbleibender geringer Belastungsintoleranz. Ebenso schlüssig er-
weist sich die vom Kreisarzt eingeschätzte zumutbare berufliche Leistungsfähig-
keit des Beschwerdeführers (Erw. 3.2.7).

4.3.3 Während des Aufenthaltes in der BEFAS J.________ (10.10.2016 bis 
4.11.2016) hatte der Beschwerdeführer verschiedene Tests und Übungen zur 
Abklärung der schulisch-intellektuellen und den manuellen Fähigkeiten und Auf-
gaben zur Selbsteinschätzung zu absolvieren sowie praktische Einsätze in me-
chanisch-technischen Bereichen und Büro/Dienstleistung (Vi-act. II 191). Der Be-
schwerdeführer zeigte sich gemäss Schlussbericht engagiert und bekundete 
ausser bei längerdauernden stehenden Arbeiten keine Schmerzen. Es zeigten 
sich grosse (unfallfremde) schulisch/intellektuelle und sprachliche Einschränkun-
gen, aber auch vielseitige handwerkliche Begabungen. Er erwies sich als ge-
schickter Praktiker mit einem guten Vorstellungsvermögen. Im handwerklichen 
Bereich eigne sich der Beschwerdeführer sowohl für fein-, mittel- als auch grob-
motorische Aufgaben. Medizinisch wurde festgehalten, es hätten sich gonarthro-
tische Veränderungen im Knie rechts eingestellt, die zu belastungsabhängigen 
Schmerzen mit Kniegelenkserguss führen. Er sei aktuell in der Lage, das Knie 
ca. zwei Stunden zu belasten bis Symptome auftreten. Im Verlaufe der Abklärung 
seien bei wechselbelastender Tätigkeit keine Beschwerdemeldungen aufgetre-
ten; bei rein sitzender Tätigkeit beklage er Rückenschmerzen, die möglicherwei-
se auch durch Verkrampfung bei Überforderung am PC ausgelöst seien. Bei län-
gerer Arbeit (> 1 1/2h) an der Drehbank seien Knieschmerzen einhergehend mit 
einem Reizerguss aufgetreten. Das rechte Schultergelenk weise eine leichte Ein-
schränkung der Rotation auf, die Elevation des Armes gegen Widerstand löse 
Schmerz aus. Aufgrund dieser Beeinträchtigungen sei eine wechselbelastende 
Tätigkeit gefordert, die insbesondere längere Belastungsphasen der Kniegelenke 
und Arbeiten über Kopf besonders unter Gewichtsbelastungen meide. Schwere 
körperliche Arbeiten seien nicht mehr möglich. 

Wenn der Schlussbericht der BEFAS J.________ festhält, der Beschwerdeführer 
sei imstande, eine wechselbelastende Tätigkeit im unteren Gewichtssegment (bis 
10kg) durchzuführen, dann bleibt diese Einschätzung etwas unter jener des 
Kreisarztes (leicht bis mittelschwer) und unter jener der Rehaklinik I.________ 
(mittelschwer). Aus der Begründung ergibt sich indes auch, dass diese Einschät-

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zung nicht bloss die medizinische Beurteilung, sondern ebenso die Selbstein-
schätzung des Beschwerdeführers berücksichtigt. In der ärztlichen Stellungnah-
me werden explizit nur schwere Arbeiten ausgeschlossen. Gleichzeitig wird fest-
gehalten, gemäss Selbsteinschätzung der körperlichen Fähigkeiten qualifiziere er 
sich für leichte Arbeiten, zumal im praktischen Einsatz festgestellt wurde, dass 
bei wechselbelastenden Tätigkeiten keine Beschwerdemeldungen aufgetreten 
seien.

4.3.4 Von widersprüchlichen medizinischen Berichten kann damit nicht die Rede 
sein. Alle Beurteilungen schliessen schwere Arbeiten aus; alle erachten wech-
selbelastende Tätigkeiten als zwingend. Die Rehaklinik I.________ berücksichtigt 
bei ihrer Beurteilung, dass der Beschwerdeführer im Leistungstest für mittel-
schwere Arbeiten qualifizierte und J.________ berücksichtigt die Selbsteinschät-
zung des Beschwerdeführers, wonach er sich leichte Arbeiten zutraut. Zudem ist 
erstellt, dass auch der behandelnde Arzt den Beschwerdeführer in einer ange-
passten, kniegelenksschonenden Tätigkeit als arbeitsfähig beurteilte. Der Be-
schwerdeführer selber legt keine abweichenden ärztlichen Berichte vor, die auf 
ein eingeschränkteres Zumutbarkeitsprofil schliessen liessen.

4.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, das von der Suva ermittelte Invali-
deneinkommen basiere unzulässigerweise auf der Annahme, es seien dem Be-
schwerdeführer auch mittelschwere Tätigkeiten zumutbar. Mithin gehe die Suva 
von einem falschen Belastungsprofil aus. Wie eben aufgezeigt, geht die Suva 
entgegen dieser Darstellung nicht davon aus, es seien dem Beschwerdeführer 
mittelschwere Tätigkeiten zumutbar. Vielmehr ging die Suva bei der Festlegung 
des Invalideneinkommens von einer leichten bis mittelschweren wechselbelas-
tenden Tätigkeit, ohne wiederholte gewichtsbelastende Vorhaltetätigkeiten aus. 
'Leicht bis mittelschwer' umfasst Arbeiten bis 15kg, mittelschwer von 15 bis 25kg 
(vgl. Kategorien der Arbeitsschwere im Bericht Rehaklinik I.________, Vi-act. II 
134). Damit hat die Suva dem Tätigkeitsprofil zweifelsohne eine tiefere Kategorie 
zugemutet, als ihr vom Beschwerdeführer vorgeworfen wird. Dass aufgrund der 
medizinischen Berichte leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, wurde 
bereits ausgeführt (vgl. Erw. 4.3) und ist denn auch nicht zu beanstanden.

4.5 Zusammenfassend ist daher nicht zu beanstanden, sondern nachvollzieh-
bar und schlüssig, wenn die Suva auf der Basis der medizinischen Berichte (wo-
bei die Rehaklinik I.________ aufgrund einer erfolgreichen Testung wechselbe-
lastende, mittelschwere Arbeiten, der Kreisarzt aufgrund seiner Angaben und der 
persönlichen Untersuchung wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätig-
keiten und J.________ nach Testung, praktischen Einsätzen und Selbsteinschät-

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zung wechselbelastende, leichte Tätigkeiten als zumutbar erachteten) zur Ein-
schätzung gelangte, der Beschwerdeführer könne noch eine leichte bis mittel-
schwere wechselbelastende Tätigkeit, ohne wiederholte gewichtsbelastende 
Vorhaltetätigkeiten ganztags ausführen. Damit aber erübrigt sich insbesondere 
auch das Einholen des beantragten einschlägigen arbeitsmedizinischen Gutach-
tens. Von einem solchen sind keine von den vorliegenden medizinischen Beurtei-
lungen abweichenden Ergebnisse zu erwarten. 

5.1 Die Suva ermittelte das Invalideneinkommen anhand der DAP-Listen (Vi-
act. II 228). Sie hat dabei fünf DAP ausgewählt, welche allesamt selten oder nie 
Heben und Tragen von höchstens leichten Gewichten (5 - 10kg) bis Lendenhöhe 
und nie ein Heben von Gewichten über Brust- oder Kopfhöhe erfordern. Damit 
wurde effektiv eine tiefere Anforderung als die zumutbare berufliche Leistungs-
fähigkeit berücksichtigt, was dem Beschwerdeführer zugutekommt.

5.2.1 Überhaupt ist festzuhalten, dass es sich bei den fünf von der Suva ausge-
wählten Arbeitsplätzen um zumutbare DAP Arbeitsplätze handelt. Zumutbar sind 
leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne wiederholte ge-
wichtsbelastende Vorhaltetätigkeiten. Zu vermeiden sind belastende Armvorhal-
tetätigkeiten rechts, häufiges Anheben schwerer Gewichte über Kopf, abrupte 
Stoss- oder Zugbelastung für die rechte Schulter, häufiges Gehen im Gelände, 
häufiges Steigen auf Leitern und Gerüste oder Treppensteigen sowie kniende 
und/oder kauernde Tätigkeiten (Vi-act. II 156). Zudem hat sich in der BEFAS 
J.________ gezeigt, dass der Beschwerdeführer handwerkliche Begabung zeigt, 
ein geschickter Praktiker ist und sich sowohl für fein-, mittel- als auch grobmotori-
sche Aufgaben eignet. Zu beachten sind seine beschränkte Lernfähigkeit sowie 
die geringen Deutschkenntnisse (Vi-act. II 191). 

5.2.2 Bei den fünf ausgewählten DAP Arbeitsplätzen handelt es sich um einen 
Mitarbeiter Ausrüsterei (Ausrüsten von Formulargarnituren und Blocks), um Mon-
tage / Verpackung (Montieren, Zusammensetzen, Beschriften von Kleinteilen aus 
Kunststoff und Metall sowie verpacken derselben), el. Montage von Geräten 
(Endmontage von Geräten), Düsenendmontage (Endmontage, Prüfung und Ver-
packung) sowie Wirbelsintern von Metallteilen (Vi-act. II 228). Es handelt sich be-
züglich Hantieren mit Gegenständen allesamt um leichte / feinmotorische bis 
mittlere Aufgaben, die meistens sitzend, nur teilweise stehend resp. in Wechsel-
belastung ausgeführt werden können. Es sind nur in einem Fall Gehstrecken von 
> 50m erforderlich, nie im Gelände oder auf Treppen oder Leitern. Nachdem 
auch der Bericht der BEFAS J.________ festhält, bei indizierter Tätigkeit sei kei-
ne zeitliche Einschränkung notwendig, ist es unproblematisch, dass nur eine 

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ausgewählte Stelle auch in Teilzeitarbeit möglich ist. Zudem erlauben alle ausser 
eine Arbeitsstelle das Einschalten von Pausen. Schliesslich ist keine Arbeitsstelle 
besonders exponiert. Mithin entsprechen alle fünf ausgewählten DAP Arbeitsstel-
len der zumutbaren beruflichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers; es 
sind allesamt Arbeitsstellen, welche der Beschwerdeführer ausüben kann.

5.2.3 Die fünf DAP Arbeitsstellen wurden aus einer Gesamtliste von 160 Stellen 
der Region N.________, die dem medizinischen Leistungsprofil entsprechen, 
ausgewählt. Der Minimallohn (1. Dezil) über die gesamte Liste beträgt 
Fr. 44'200.--, der Maximallohn (9. Dezil) Fr. 77'390.-- und der Durchschnitt der 
Durchschnittslöhne Fr. 58'188.--. Der Durchschnitt der fünf ausgewählten DAP 
Arbeitsstellen beträgt Fr. 60'596.60 (auf das Jahr 2017 hochgerechnet 
Fr. 60'813.--) bzw. 4.5% mehr als der Durchschnitt aller gelisteten Durchschnitts-
löhne. Die Auswahl liegt damit noch klar im Auswahlermessen der Suva; es han-
delt sich bei Betrachtung der Gesamtliste um fünf repräsentative Arbeitsstellen 
der Gruppe. Dies vor allem auch wenn berücksichtigt wird, dass dem Beschwer-
deführer - entgegen seiner medizinisch nicht belegten Behauptung von vielseiti-
gen und massiven Einschränkungen - leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zu-
mutbar sind, die ausgewählten DAP Arbeitsstellen aber allesamt nur leichte Ar-
beiten beinhalten. Mithin hat die Vorinstanz das Leistungspotential des Be-
schwerdeführers bei der Auswahl der DAP Arbeitsstellen nicht ausgeschöpft. Der 
Versicherte bringt denn auch nichts vor, was die fünf konkret ausgewählten Ar-
beitsplätze als für ihn unzumutbar bzw. in Bezug auf die gesamte Liste als nicht 
repräsentativ erscheinen lassen würde.

5.2.4 Zusammenfassend durfte (und musste) die Suva in Anbetracht der konkre-
ten zumutbaren beruflichen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und der 
dadurch möglichen Gesamtzahl an dokumentierten Arbeitsplätzen das Invaliden-
einkommen mittels DAP-Lohnvergleich ermitteln. Die von der Suva konkret aus-
gewählten fünf DAP Arbeitsstellen sind repräsentativ, entsprechen dem medizini-
schen Leistungsprofil des Beschwerdeführers und liegen damit im Auswahler-
messen der Suva. 

5.3 Der Beschwerdeführer verlangt einen Abzug von 25% vom Tabellenlohn, 
da er seine Arbeitskraft nur mit zusätzlichen, sehr erheblichen Einbussen allen-
falls noch verwerten könne.

5.3.1 Der Beschwerdeführer verkennt dabei, dass rechtsprechungsgemäss im 
Rahmen des DAP-Systems, bei welchem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeits-
beurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätig-
keiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht sind. Abzüge 

19

sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmässige Reduktionen medi-
zinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der 
Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung ge-
tragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeita-
rbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der 
LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-
Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und 
ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten 
Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 129 V 472 Erw. 4.2.3; Urteil 
BGer 8C_541/2012 vom 31.10.2013 Erw. 7.3). 

5.3.2 Vorliegend rechtfertigt es sich nicht, trotz Anwendung des DAP-
Lohnvergleiches einen Abzug vorzunehmen. Einerseits ist die Spannbreite der 
fünf ausgewählten DAP Arbeitsstellen mit einem durchschnittlichen Minimallohn 
von Fr. 55'505.-- und einem durchschnittlichen Maximallohn von Fr. 65'688.-- 
nicht sehr hoch; der durchschnittliche Minimallohn liegt weniger als 10% unter 
dem durchschnittlichen Durchschnittslohn. Es handelt sich allesamt um leichte 
(Hilfs-)Arbeiten. Die vom Beschwerdeführer während der Testung gezeigten Leis-
tungen erlauben ihm die Ausübung all dieser Arbeiten trotz anerkanntermassen 
beschränkten intellektuellen und sprachlichen Fähigkeiten. Der Bericht hält denn 
auch explizit fest, dem Beschwerdeführer seien leichte Montagetätigkeiten, die 
Mitarbeit in einer industriellen Produktion sowie Verpackungs- und Versandarbei-
ten zumutbar (Vi-act. II 191 S. 10). Die fünf ausgewählten DAP Arbeitsstellen 
entsprechen diesem Beschrieb, weshalb es sich rechtfertigt, vom Durchschnitts-
lohn der fünf DAP Arbeitsstellen auszugehen.

6. Zusammenfassend ist der von der Suva getätigte DAP-Lohnvergleich nicht 
zu beanstanden. Zu bestätigen ist damit auch das auf Fr. 60'813.-- eingeschätzte 
Invalideneinkommen. Bei einem (unbestrittenen) Valideneinkommen von 
Fr. 124'800.-- resultierte daraus ein Invaliditätsgrad von 51.27%. Damit erweist 
sich die Beschwerde als unbegründet. Der Einspracheentscheid vom 29. März 
2018 und die diesem zugrundeliegende Verfügung vom 3. Mai 2017 sind zu 
bestätigen.

7. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

Bei diesem Verfahrensausgang besteht für den Beschwerdeführer kein Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 9. August 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. September 2018