# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f736be25-22b1-560e-89c4-18b6e32236ac
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2025 F-3675/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3675-2025_2025-12-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3675/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 2 5    

Besetzung 
 Richter Basil Cupa (Vorsitz), 

Richterin Aileen Truttmann,  

Richterin Regula Schenker Senn,    

Gerichtsschreiberin Andrea Beeler. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch MLaw Bahman Ghafouri,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 8. Mai 2025. 

 

 

 

F-3675/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 2. März 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass er am 11. Januar 2025 in Bulgarien aufgegriffen worden 

war und dort am 20. Januar 2025 bereits ein Asylgesuch eingereicht hatte. 

A.b Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 20. März 2025 im 

Rahmen der Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende 

(Erstbefragung UMA) das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichtein-

tretensentscheid und der Möglichkeit der Überstellung nach Bulgarien, 

dessen Zuständigkeit für die Behandlung des Asylgesuchs grundsätzlich in 

Frage komme. 

A.c Das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals B._______ erstellte 

am 2. April 2025 gestützt auf eine Altersabklärung ein rechtsmedizinisches 

Gutachten. 

A.d Am 7. April 2025 ersuchte die Vorinstanz die bulgarischen Behörden 

um Wiederaufnahme gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b, c oder d der Ver-

ordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestim-

mung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaats-

angehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags 

auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). Die 

bulgarischen Behörden stimmten dem Wiederaufnahmeersuchen am 

9. April 2025 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO zu. 

A.e Am 29. April 2025 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer das 

rechtliche Gehör zur beabsichtigten Änderung seines Geburtsdatums im 

Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den 1. Januar 2007 

(anstatt (…) 2008). Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 5. Mai 

2025 Stellung. Gleichentags passte die Vorinstanz das Geburtsdatum im 

ZEMIS auf den 1. Januar 2007 an und versah es mit einem Bestreitungs-

vermerk. 

A.f Mit Verfügung vom 8. Mai 2025 – eröffnet am 13. Mai 2025 – trat die 

Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

seine Überstellung nach Bulgarien an und forderte ihn auf, die Schweiz am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. 

F-3675/2025 

Seite 3 

B.  

B.a Mit Rechtsmitteleingabe vom 20. Mai 2025 liess der Beschwerdeführer 

beim Bundesverwaltungsgericht beantragen, in Aufhebung der angefoch-

tenen Verfügung sei die Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch ein-

zutreten. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 

Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventu-

aliter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Ein-

holung von individuellen schriftlichen Zusicherungen der bulgarischen Be-

hörden an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ferner sei die Vorinstanz anzu-

weisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) 2008 anzupassen. Im 

Sinne einer superprovisorischen Massnahme sei die Vorinstanz anzuwei-

sen, sein Geburtsdatum bis zu einem rechtskräftigen Urteil auf den (…) 

2008 anzupassen. Ebenfalls seien die Vollzugsbehörden im Sinne einer 

superprovisorischen Massnahme unverzüglich anzuweisen, von einer 

Überstellung nach Bulgarien abzusehen. Der Beschwerde sei die aufschie-

bende Wirkung zu erteilen. Schliesslich ersuchte der Beschwerdeführer 

unter Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung.  

B.b Am 21. Mai 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an. 

B.c Mit Zwischenverfügung vom 2. Juni 2025 hiess der Instruktionsrichter 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut. 

B.d Mit Urteil F-3876/2025 vom 26. November 2025 hiess das Bundesver-

waltungsgericht eine Rechtsverweigerungsbeschwerde in Bezug auf die 

Anpassung des Geburtsdatums des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den 

(…) 2008 gut.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die vorliegende Beschwerde richtet sich sowohl gegen den ZEMIS-

Eintrag betreffend das Geburtsdatum des Beschwerdeführers als auch ge-

gen den Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG 

(SR 142.31) betreffend dessen Asylgesuch. Mit Urteil F-3876/2025 vom 

26. November 2025 entschied das Bundesverwaltungsgericht im Zusam-

menhang mit der festgestellten formellen Rechtsverweigerung, dass das 

Beschwerdeverfahren gegen den Nichteintretensentscheid (F-3675/2025) 

F-3675/2025 

Seite 4 

neben dem Beschwerdeverfahren betreffend Datenbereinigung im ZEMIS 

separat geführt werde (a.a.O. E. 1.1, Dispositiv-Ziff. 2). Streitgegenständ-

lich ist im vorliegenden Rechtsmittelverfahren damit nurmehr der Nichtein-

tretensentscheid betreffend das Asylgesuch des Beschwerdeführers. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übri-

gen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist 

[Art. 108 Abs. 3 AsylG] und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind erfüllt. Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des Wiederaufnahmeverfahrens 

(Art. 23–25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich keine (erneute) Zuständig-

keitsprüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr statt (vgl. zum Ganzen 

BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1). 

3.3 Im Falle einer unbegleiteten minderjährigen Person ohne familiäre An-

knüpfungspunkte zu einem anderen Mitgliedstaat ist gemäss Art. 8 Abs. 4 

Dublin-III-VO der Staat zuständig, in welchem jene einen Antrag auf inter-

nationalen Schutz gestellt hat, sofern es dem Wohl des Minderjährigen 

dient. Als Minderjähriger gilt ein Drittstaatsangehöriger unter achtzehn Jah-

ren (Art. 2 Bst. i Dublin-III-VO; Art. 1a Bst. d der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Unbegleitete Minderjährige sind 

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Seite 5 

vom Wiederaufnahmeverfahren ausgenommen (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, 

Dublin-III-VO, Wien 2014, Kap. 15 f. zu Art. 8). 

3.4 Im Asylverfahren ist die Minderjährigkeit – der allgemeinen asylrechtli-

chen Beweisregel folgend – von der beschwerdeführenden Person zumin-

dest glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.3 m.w.H.). Im Rahmen 

einer Gesamtwürdigung ist eine Abwägung sämtlicher Anhaltspunkte vor-

zunehmen, die für oder gegen die Richtigkeit der betreffenden Altersanga-

ben sprechen. Wesentlich sind dabei als für echt befundene Identitätspa-

piere oder Angaben der betroffenen Person (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5 

m.w.H.).  

4.  

Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob der Beschwerdeführer die behaup-

tete Minderjährigkeit zumindest glaubhaft machen konnte. 

4.1 Das Resultat eines Altersgutachtens stellt nur ein Element bei der Be-

urteilung der Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Minderjährigkeit dar 

(vgl. BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). Das Mindestalter des Beschwerdeführers 

liegt gemäss der medizinischen Altersabklärung bei der Schlüsselbein- res-

pektive Skelettaltersanalyse bei 16.4 beziehungsweise 16.1 Jahren. Bei 

der zahnärztlichen Untersuchung ergab sich ein Durchschnittsalter von 20 

bis 21 Jahren, wobei für das festgestellte Mineralisationsstadium der Weis-

heitszähne in der wissenschaftlichen Referenzliteratur kein Mindestalter 

angegeben werde. In einer Zusammenschau der Befunde sei von einem 

Mindestalter von 16.4 Jahren auszugehen. Diese Erkenntnis sei mit dem 

vom Beschwerdeführer angegebenen Alter von 17 Jahren vereinbar, wobei 

sein Durchschnittsalter zwischen 18 und 21 Jahren liege. Wie die Vor-

instanz zu Recht erwogen hat, lässt sich dem Altersgutachten folglich keine 

eindeutige Aussage zur Minder- beziehungsweise Volljährigkeit des Be-

schwerdeführers entnehmen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.). 

4.2  

4.2.1 Der Beschwerdeführer vermag sein angebliches Geburtsdatum nicht 

anhand rechtsgenüglicher Identitätsdokumente zu belegen. Bei der einge-

reichten E-Tazkira handelt es sich lediglich um eine Kopie, die weder auf 

ihre Echtheit noch auf ihren Inhalt überprüfbar ist. Dementsprechend 

kommt ihr ein äusserst geringer Beweiswert zu. 

4.2.2 Auf dem Personalienblatt ist als Geburtsdatum des Beschwerdefüh-

rers der (…) März 2008 angegeben. Zwar trifft es zu, dass er dieses 

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Seite 6 

Formular gemäss entsprechendem Vermerk nicht selbst ausgefüllt hat. In-

dessen hat er die Wahrheit der dort gemachten Angaben unterschriftlich 

bestätigt. Während der Erstbefragung UMA gab der Beschwerdeführer 

dann zunächst an, er wisse nicht genau, wann er geboren sei, nur um auf 

die gleich anschliessende Frage, wie es denn zum Geburtsdatum auf dem 

Personalienblatt gekommen sei, zu antworten, er wisse, dass er am 

(…) Februar 2008 geboren sei. Die diesbezügliche Erklärung des Be-

schwerdeführers, er habe das «vorhin» nicht so ganz verstanden, verstehe 

es aber jetzt, vermag auch angesichts dessen, dass er zu Beginn der Be-

fragung angegeben hat, den Dolmetscher sehr gut zu verstehen, nur wenig 

zu überzeugen. In der Erstbefragung UMA sagte er sodann mehrmals aus, 

er habe sich die E-Tazkira im Alter von 17 Jahren ausstellen lassen. Diese 

Aussage stimmt jedoch nicht mit den Angaben in der E-Tazkira überein. 

Demnach wurde er am (…) Februar 2008 geboren und das Dokument 

wurde am (…) Mai 2024, also als er angeblich 16 Jahre und (…) Monate 

alt war, ausgestellt. Berücksichtigt man das Ausstellungsdatum des Doku-

ments, erweisen sich auch seine Aussagen, wonach er es sich einen Mo-

nat vor Ausreise habe ausstellen lassen und vier Monate von Afghanistan 

bis in die Schweiz (wo er am 2. März 2025 eingereist ist) unterwegs gewe-

sen sei, als nicht stimmig. Schliesslich sind die Aussagen zu seiner Biogra-

fie widersprüchlich. So gab er in der Erstbefragung UMA zunächst zu Pro-

tokoll, er sei mit sieben Jahren eingeschult worden und habe mit zehn Jah-

ren die Schule verlassen. Nach der Schule habe er mehrere Jahre nichts 

gemacht, bevor er Holzarbeiten verrichtet habe. Im weiteren Verlauf der 

Befragung führte er aus, er habe vor seiner Arbeit, etwa drei bis vier Jahre 

seit er die Schule verlassen habe, nichts gemacht. Auf die gleich darauffol-

gende Frage, wann er begonnen habe zu arbeiten, antwortete er jedoch, 

er sei 16 Jahre alt oder etwas jünger gewesen, was sich mit den zuvor 

gemachten Aussagen nicht vereinbaren lässt.  

4.2.3 Hinzu kommt, dass das in Bulgarien registrierte Geburtsdatum ([…] 

2004) respektive die dort erfassen Personalien («C._______») von den 

hierzulande gemachten Angaben abweichen. Der Beschwerdeführer gab 

zur anderslautenden Registrierung in Bulgarien anlässlich der Erstbefra-

gung UMA lediglich zu Protokoll, dass er den Behörden gesagt habe, er 

heisse «A._______» und sei 17 Jahre alt; was die Behörden aufgeschrie-

ben hätten, wisse er nicht. Es handelt sich hierbei jedoch um eine unbe-

legte Parteibehauptung. Die pauschalen Ausführungen in der Stellung-

nahme zum rechtlichen Gehör vom 5. Mai 2025, wonach etwa «die Flucht-

situation, sprachliche Hürden, mögliche Missverständnisse mit 

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Seite 7 

Dolmetschenden und psychische Belastungen» zu dieser Unstimmigkeit 

geführt hätten, vermögen ebenso nicht zu überzeugen.  

4.2.4 Nach dem Gesagten sind die Aussagen des Beschwerdeführers zu 

seinem Geburtsdatum respektive den Personalien unglaubhaft. Das einzig 

objektive Beweismittel, die Kopie der E-Tazkira, ist vorliegend von äusserst 

geringem Beweiswert. Es hätte dem Beschwerdeführer oblegen, substan-

tiierte und konsistente Angaben zu seiner Biografie und seinen Personalien 

zu machen. Stattdessen sind seine Aussagen vage, wenig überzeugend 

und weisen in mehrfacher Hinsicht Widersprüche auf. Einen objektiv nach-

vollziehbaren Grund für die unterschiedlichen Personalien respektive das 

divergierende Geburtsdatum in Bulgarien blieb der Beschwerdeführer 

gänzlich schuldig. Es bestehen erhebliche Zweifel an den Angaben des 

Beschwerdeführers zu seinem Alter und damit auch der geltend gemach-

ten Minderjährigkeit. Es liegt hier kein Zweifelsfall vor. Die Vorinstanz hat 

sich hinlänglich dazu geäussert, inwiefern seine Angaben zum Geburtsda-

tum beziehungsweise Alter nicht glaubhaft sind. Dem ist nichts hinzuzufü-

gen. 

4.3 Schliesslich hat die Vorinstanz im Wiederaufnahmeersuchen vom 

7. April 2025 gegenüber den bulgarischen Behörden unter Beilage des Al-

tersgutachtens einlässlich dargelegt, warum sie von der Volljährigkeit des 

Beschwerdeführers ausgeht und eine Altersanpassung beabsichtigt. Die 

bulgarischen Behörden haben das vorinstanzliche Wiederaufnahmeersu-

chen am 9. April 2025 akzeptiert und somit die Einschätzung der Vorinstanz 

zur Volljährigkeit des Beschwerdeführers explizit geteilt.  

4.4 Im Ergebnis konnte der Beschwerdeführer die geltend gemachte Min-

derjährigkeit nicht zumindest glaubhaft machen. Folglich gelangt Art. 8 

Abs. 4 Dublin-III-VO nicht zur Anwendung und der Beschwerdeführer ist 

vom Wiederaufnahmeverfahren nicht ausgenommen (siehe E. 3.3 hiervor). 

5.  

Nach dem Gesagten ist die staatsvertragliche Zuständigkeit Bulgariens für 

die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens grundsätzlich ge-

geben. Daran ändert auch das Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, 

wonach er in Bulgarien bei der Polizei seine Fingerabdrücke habe abgeben 

müssen, aber keinen Asylantrag gestellt habe. Es ist an dieser Stelle daran 

zu erinnern, dass die Dublin-III-VO den Antragstellenden kein Wahlrecht 

hinsichtlich des Mitgliedstaates gewährt, der ihren Antrag prüfen soll 

(BVGE 2010/5 E. 8.3). 

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Seite 8 

6.  

Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts weist 

das Asylverfahren in Bulgarien keine systemischen Schwachstellen ge-

mäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf (vgl. Urteile des BVGer F-7195/2018 

vom 11. Februar 2020 [als Referenzurteil publiziert] E. 6.6.7; jüngst 

F-8167/2025 vom 17. November 2025 E. 7.2; F-8446/2025 vom 10. No-

vember 2025 E. 4.1; F-8255/2025 vom 5. November 2025 E. 5.2). Der Be-

schwerdeführer hat sich durch seine Weiterreise in die Schweiz dem Asyl-

verfahren in Bulgarien eigenverantwortlich entzogen. Mangels anderweiti-

ger Hinweise ist davon auszugehen, dass die bulgarischen Behörden in 

seinem Fall ein faires Asyl- und Wegweisungsverfahren unter Beachtung 

des Non-Refoulement-Gebots durchführen werden. Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO findet folglich keine Anwendung.  

7.  

Verbleibt zu prüfen, ob das Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 erster 

Satz Dublin-III-VO beziehungsweise Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 auszuüben ist.  

7.1 Bulgarien ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105), des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30), des Zusatzprotokolls der FK vom 3. Januar 1967 

(SR 0.142.301) sowie des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form 

von Rassendiskriminierung vom 21. Dezember 1965 (CERD, SR 0.104) 

und hat die diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen zu beach-

ten. 

7.2 Auch angesichts der anerkanntermassen schwierigen Bedingungen für 

Asylsuchende in Bulgarien lassen die Vorbringen des Beschwerdeführers 

(Gewaltanwendung durch die bulgarischen Behörden, prekäre Unterbrin-

gungsbedingungen, fehlende medizinische Versorgung) nicht den Schluss 

zu, er habe bei einer Überstellung nach Bulgarien mit hoher Wahrschein-

lichkeit eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung im Sine von 

Art. 3 EMRK zu gewärtigen. Sollte er nach seiner Rückkehr von Behörden-

vertretern rechtswidrig behandelt werden, hat er sich an das bulgarische 

Justizwesen oder die dortigen Aufsichtsbehörden zu wenden. Dies gilt 

auch bei einer allfälligen Einschränkung der ihm zustehenden Aufnahme-

bedingungen (vgl. Art. 26 der Richtlinie des Europäischen Parlaments und 

des Rates 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für 

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Seite 9 

die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen [Auf-

nahmerichtlinie]).  

7.3 In Bezug auf seinen Gesundheitszustand gab der Beschwerdeführer 

anlässlich der Erstbefragung UMA zu Protokoll, dass es ihm zurzeit ge-

sundheitlich gut gehe. Körperliche Beschwerden habe er keine, nur zwei 

Beulen auf dem Kopf, wo er in Bulgarien mit einem Gewehrkolben geschla-

gen worden sei. Es tue nicht weh, aber die Beulen seien noch da. Auf die 

Frage nach seinem psychischen Befinden, erwiderte der Beschwerdefüh-

rer, dass es ihm sonst gut gehe. Allfällige gesundheitliche Leiden des Be-

schwerdeführers erreichen offensichtlich nicht einen derartigen Schwere-

grad, der die Annahme rechtfertigen würde, eine Überstellung nach Bulga-

rien sei nicht – oder nur nach der Einholung einer individuellen Garantie 

der bulgarischen Behörden – mit Art. 3 EMRK vereinbar (vgl. BVGE 2011/9 

E. 7; Urteile des EGMR Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, 

Grosse Kammer 41738/10, §§ 180-193 m.H., bestätigt durch Savran ge-

gen Dänemark vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer 57467/15, §§ 121 

ff). Im Übrigen verfügt Bulgarien über eine ausreichende medizinische Inf-

rastruktur. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, den Antragstellern die er-

forderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversorgung 

und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schwe-

ren psychischen Störungen umfasst, zugänglich zu machen (Art. 19 Abs. 1 

Aufnahmerichtlinie), wobei Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen die 

erforderliche medizinische oder sonstige Hilfe (einschliesslich nötigenfalls 

einer geeigneten psychologischen Betreuung) zu gewähren ist (Art. 19 

Abs. 2 Aufnahmerichtlinie).  

7.4 Schliesslich besteht auch kein Anlass, die Vorinstanz anzuweisen, ex-

plizit Zusicherungen hinsichtlich angemessener Unterbringung, medizini-

scher Versorgung, Ernährung sowie Zugang zu einem fairen Asylverfahren 

bei den bulgarischen Behörden einzuholen. Der entsprechende Subeven-

tualantrag ist abzuweisen.  

7.5 Somit stehen weder Art. 3 EMRK noch andere völkerrechtliche Bestim-

mungen einer Überstellung des Beschwerdeführers nach Bulgarien entge-

gen. Die Vorinstanz hat das Selbsteintrittsrecht gemäss Art. 17 Abs. 1 Dub-

lin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zutreffend nicht ausgeübt. Das ihr 

zustehende Ermessen hat sie in Vornahme einer hinreichenden Einzelfall-

prüfung rechtskonform ausgeübt (vgl. BVGE 2015/9 E. 8).  

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Seite 10 

8.  

8.1 Nach dem Gesagten ist die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 

des Beschwerdeführers, welcher als Volljähriger zu geltend hat, nicht ein-

getreten und hat seine Wegweisung nach Bulgarien angeordnet. Der 

rechtserhebliche Sachverhalt ist hinlänglich erstellt, weshalb der nicht nä-

her begründete Eventualantrag auf Rückweisung der Sache an die Vo-

rinstanz zur Neubeurteilung abzuweisen ist. Die angefochtene Verfügung 

erweist sich als rechtmässig (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist 

abzuweisen.  

8.2 Mit dem vorliegenden Urteil fällt der angeordnete Vollzugsstopp dahin. 

Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist mit heutigem 

Datum gegenstandslos geworden.  

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Indessen wurde ihm mit Zwi-

schenverfügung vom 2. Juni 2025 die unentgeltliche Prozessführung ge-

währt, weshalb auf die Auferlegung von Verfahrenskosten zu verzichten ist.  

(Dispositiv nächste Seite)  

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Andrea Beeler 

 

 

 

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