# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f2128d7-4d00-5b6f-b845-fe6c9323bf1e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.04.2014 PS140066
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS140066_2014-04-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS140066-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. M. Hinden. 

Urteil vom 3. April 2014 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

B._____ Stiftung Berufliche Vorsorge,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Konkurseröffnung 

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren 

(Konkurssuchen) des Bezirksgerichtes Meilen vom 12. März 2014 (EK140038) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.  

Auf Gesuch der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin (im Folgenden: Gläubige-

rin) stellte das Betreibungsamt Pfannenstiel am 17. Oktober 2013 in der Betrei-

bung Nummer … einen Zahlungsbefehl gegen die Schuldnerin und Beschwerde-

führerin (im Folgenden: Schuldnerin) aus (act. 2). Am 28. November 2013 wurde 

die Konkursandrohung ausgestellt (act. 3). Mit Eingabe vom 11. Februar 2014 

stellte die Gläubigerin beim Bezirksgericht Meilen das Konkursbegehren für fol-

gende Forderungen: CHF 1'939.25 nebst Zins zu 5% seit 4. September 2013, 

CHF 400.00 (Bearbeitungsgebühren) und CHF 200.70 (Betreibungs- und Verfah-

renskosten), (act. 1). Am 17. Februar 2014 lud die Vorinstanz die Parteien zur 

Verhandlung vom 12. März 2014 vor (act. 5). Zur Verhandlung erschien niemand 

(Protokoll Vorinstanz S. 4). Mit Urteil vom 12. März 2014 eröffnete die Vorinstanz 

den Konkurs über die Schuldnerin (act. 13 = act. 5). Der Entscheid wurde der 

Schuldnerin am 17. März 2014 zugestellt (act. 14/1). Am gleichen Tag erhob die 

Schuldnerin Beschwerde gegen das Urteil (act. 2), im Wesentlichen mit der Be-

gründung, sie habe die Schuld der Gläubigerin bezahlt. Der entsprechende Beleg 

(Zahlungsauftrag) datiert vom 14. März 2014 und sieht eine Ausführung auf den 

17. März 2014 vor (vgl. act. 4). Mit Verfügung vom 18. März 2014 wurde der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung einstweilen nicht erteilt. Der Schuldnerin 

wurde eine Frist von zehn Tagen angesetzt, um für das Beschwerdeverfahren ei-

nen Vorschuss von CHF 750.00 zu leisten. Sie wurde mit detaillierten Hinweisen 

auf ihre Obliegenheit aufmerksam gemacht, vor Ablauf der Beschwerdefrist einen 

Konkurshinderungsgrund nachzuweisen und ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu 

machen (act. 9). Mit Eingabe vom 19. März 2014 (Datum Poststempel: 20. März 

2014) reichte die Schuldnerin noch rechtzeitig eine Beschwerdebegründung ein 

(act. 11). Der Kostenvorschuss wurde am 21. März 2014 durch eine Zahlung von 

CHF 1'000.00 geleistet (act. 15). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen. 

Das Verfahren ist spruchreif.  

- 3 - 

2.  

2.1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwer-

deverfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit 

glaubhaft macht und einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungs-

gründe (Tilgung, Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) urkundlich nachweist.  

Neue Behauptungen und Urkundenbeweise sind unabhängig davon, ob sie vor 

oder nach dem erstinstanzlichen Entscheid ergangen sind, zulässig, müssen in-

des vor Ablauf der Beschwerdefrist beigebracht werden (BGE 136 III 294, BGer 

vom 26. Juli 2013, 5A_258/2013, zur Publikation vorgesehen).  

Die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit setzt zunächst eine substantiierte 

Behauptung voraus. Der Schuldner muss somit seine finanziellen Verhältnisse 

zumindest in groben Zügen offen legen und anhand der Einnahmen und Ausga-

ben sowie der liquiden Mittel angeben, wie er die anstehenden Schulden bezah-

len kann. Auch wenn der Schuldner die Zahlungsfähigkeit nicht strikt beweisen, 

sondern nur glaubhaft machen muss, so genügen seine Behauptungen allein 

nicht. Er muss die Angaben durch objektive Anhaltspunkte untermauern, so dass 

das Gericht zur Überzeugung gelangen kann, dass die Behauptungen zutreffend 

sind, auch wenn das Gegenteil noch für möglich gehalten wird (BGE 132 III 715, 

BGer 5A_726/2010). Da vorliegend das Summarverfahren zur Anwendung kommt 

(Art. 251 lit. a ZPO), sind die Behauptungen anhand von Urkunden glaubhaft zu 

machen (Art. 254 Abs. 1 ZPO). Weitere Beweismittel können zwar gemäss Art. 

254 Abs. 2 ZPO ausnahmsweise zugelassen werden, doch gelten die Ausnah-

men insbesondere für Verfahren, in denen der Gesuchsteller den strikten Beweis 

erbringen muss, nicht aber wenn – wie vorliegend – in Bezug auf die Zahlungsfä-

higkeit die blosse Glaubhaftmachung genügt (BGE 138 III 636; KuKo-ZPO [Jent-

Sørensen], 2. Auflage, Art. 254 N 7).  

2.2. Die Beschwerdebegründung vom 19. März 2014 (act. 12) betrifft sowohl 

die Schuldnerin als juristische Person als auch C._____ als natürliche Person, 

dessen Konkurs in einem separaten Verfahren abgewickelt wird. Die Schuldnerin 

scheint nicht zwischen diesen beiden Personen zu unterscheiden und bringt in 

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Bezug auf die Zahlungsfähigkeit vor, sie sei daran, eine Liegenschaft zu verkau-

fen. Ob die Liegenschaft der Schuldnerin oder C._____ gehört, ist nicht klar. Dass 

der Schuldnerin als juristische Person aus dem Liegenschaftenverkauf Einkünfte 

zufliessen würden, ist weder behauptet noch belegt. Die Schuldnerin behauptet, 

dass ihr im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis am 19. März 2014 Bruttoeinnahmen 

von CHF 240'000.00 zugeflossen seien, womit ein "gesunder" Ertrag ausgewie-

sen sei. Dem ist nicht zuzustimmen, denn die Bruttoeinnahmen sagen über die 

Ertragslage gerade nichts aus. Die Schuldnerin hat keine Bilanz und Erfolgsrech-

nung eingereicht und auch keinen Betreibungsauszug oder einen vollständigen 

Bankauszug vorgelegt. So bleibt unklar, welche Ausgaben die Schuldnerin hat 

und welche Kreditoren sie noch bezahlen muss. Der als Computerausdruck ein-

gereichte Kontoauszug der Raiffeisenbank weist für den Zeitraum vom 1. Januar 

2013 bis am 20. März 2014 zwar Gutschriften von CHF 240'106.15 und einen 

Saldo per 20. März 2014 von CHF 286.18 aus (act. 12/2). Die Schuldnerin setzte 

indes den Filter "Gutschrift", so dass die Belastungen ausgefiltert wurden und 

nicht ersichtlich sind. Da auch nicht in groben Zügen behauptet und belegt wurde, 

welche Ausgaben die Schuldnerin zu bestreiten hat und wie hoch die ausstehen-

den Kreditoren sind, ist die Zahlungsfähigkeit trotz erheblicher Zahlungseingänge 

nicht glaubhaft gemacht. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die 

Schuldnerin in ihrer Eingabe vom 19. März 2014 die persönliche Befragung von 

C._____ offeriert hat. Denn zum einen ist die Zahlungsfähigkeit innerhalb der mitt-

lerweile abgelaufenen Beschwerdefrist glaubhaft zu machen und zum anderen ist 

in diesem Verfahren – wie schon erwähnt – nur der Urkundenbeweis zugelassen. 

Auch sonst liegt nichts vor, was ein glaubhaftes Bild der behaupteten Zahlungsfä-

higkeit gestatten würde. Der Konkurs ist deshalb nicht aufzuheben, auch wenn die 

Gläubigerin mit Eingabe vom 19. März 2014 auf die Durchführung des Konkurs-

verfahrens verzichtet hat (act. 14). 

Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Da der Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung nicht zuerkannt wurde, ist der Konkurs nicht neu zu eröffnen.  

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Die Kasse des Obergerichts ist anzuweisen, den über den Kostenvorschuss des 

Beschwerdeverfahrens hinaus geleisteten Betrag von CHF 250.00 dem Kon-

kursamt Männedorf zu überweisen.  

3.  

Ausgangsgemäss sind die Kosten dieses Verfahrens der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem von ihr geleisteten Kostenvor-

schuss zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO).  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 750.00 festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die Kasse des Obergerichts wird angewiesen, den verbleibenden 

Rest des Vorschusses im Betrag von CHF 250.00 dem Konkursamt Männe-

dorf zuhanden der Konkursmasse zu überweisen.  

3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an die Vorinstanz (unter Rück-

sendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Männedorf, fer-

ner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich 

und an das Betreibungsamt Pfannenstiel, je gegen Empfangsschein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic.iur. M. Hinden 
 
versandt am: 

 

	Urteil vom 3. April 2014
	Erwägungen:
	1.
	2.
	2.1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerdeverfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterlegung ...
	2.2. Die Beschwerdebegründung vom 19. März 2014 (act. 12) betrifft sowohl die Schuldnerin als juristische Person als auch C._____ als natürliche Person, dessen Konkurs in einem separaten Verfahren abgewickelt wird. Die Schuldnerin scheint nicht zwisch...
	Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Da der Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht zuerkannt wurde, ist der Konkurs nicht neu zu eröffnen.

	3.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 750.00 festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Kasse des Obergerichts wird angewiesen, den verbleibenden Rest des Vorschusses im Betra...
	3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Männedorf, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Pfan...
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...