# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4ff837d-1480-5946-ae36-6f70ee15b3ed
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.02.2024 720 21 247 / 31 (720 2021 247 / 31)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-247---31_2024-02-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Februar 2024 (720 21 247 / 31) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Berechnung von Validen- und Invalideneinkommen eines selbständig Erwer-

benden 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Holger Hügel, Rechtsan-
walt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1958 geborene A.____ meldete sich am 26. September 2018 bei der IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und er-
werblichen Verhältnisse und durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle mit Ver-
fügung vom 24. Juni 2021 einen Rentenanspruch ab mit der Begründung, es liege keine Invalidi-
tät vor.  
 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Holger Hügel, mit Schreiben 
vom 31. August 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er im Wesentlichen, es sei die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, na-
mentlich eine Invalidenrente, zuzusprechen. Eventualiter sei zur Abklärung des medizinischen 
Sachverhalts, namentlich zu seinem Gesundheitszustand und dessen Verlauf sowie dessen Aus-
wirkungen auf seine Erwerbsfähigkeit ein medizinisches Gutachten einzuholen. Sub-eventualiter 
sei nach Aufhebung der Verfügung die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und 
diese zu verpflichten, zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts, ein mono- oder bidiszipli-
näres Gutachten einzuholen und auf Basis dieser gutachterlichen Beurteilung über seine Ansprü-
che auf Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung zu entscheiden; unter o/e-Kos-
tenfolge.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 27. September 2021 beantragte die IV-Stelle, dass die Be-
schwerde abzuweisen sei.  
 
D. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 10. Februar 2022 gelangte das Kantonsgericht 
zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medi-
zinische Aktenlage nicht möglich sei. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und bei 
Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, ein Gutachten in Auftrag zu geben. 
Nachdem Einwände gegen Dr. B.____ vorgebracht worden waren, beauftragte das Kantonsge-
richt die academy of swiss insurance medicine (asim) mit der Erstellung eines orthopädischen 
Gutachtens. Nach Durchsicht der Akten erachtete die asim eine Begutachtung in den Disziplinen 
Neurologie und Wirbelsäulenchirurgie als angezeigt. In der Folge erteilte das Kantonsgericht der 
asim den Auftrag, ein bidisziplinäres Gutachten in den Fachdisziplinen Neurologie und Wirbel-
säulenchirurgie inklusive versicherungsmedizinischer Fallführung zu erstellen. Das von der asim 
erstellte Gerichtsgutachten datiert vom 31. Dezember 2022. Den Parteien wurde in der Folge 
Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten sowie zu den Auswirkungen der medizinischen Beur-
teilung auf den Leistungsanspruch zu äussern. 
 
E. Die Beschwerdegegnerin führte mit Schreiben vom 14. Februar 2023 aus, gemäss dem 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) könne auf das Gerichtsgutachten abgestellt werden. Aus 
dem Gutachten ergebe sich, dass beim Beschwerdeführer in der angestammten und angepass-
ten Tätigkeit vom 12. April 2018 bis 9. März 2021 von einer 80%igen Arbeitsunfähigkeit und ab 
10. März 2021 von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Somit habe der Beschwerde-
führer Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente vom 1. April 2019 bis 30. Juni 2021. 
Aufgrund der 25%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab 
10. März 2021 bestehe nach dreimonatiger Karenzfrist ab 1. Juli 2021 kein Rentenanspruch 
mehr.  
 
F. Der Beschwerdeführer führte mit Eingabe vom 20. März 2023 aus, auf das schlüssige 
und nachvollziehbare Gutachten könne abgestellt werden. Er beantragte, die Angelegenheit sei 
zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, namentlich zur 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Durchführung eines gewichteten Betätigungsvergleichs; eventualiter sei dem Beschwerdeführer 
ab März 2019 bis März 2023 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.   
 
G. Mit Eingabe vom 26. April 2023 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Begehren ge-
mäss Stellungnahme vom 14. Februar 2023 fest. 
H. Auch der Beschwerdeführer hielt mit Schreiben vom 22. Mai 2023 im Wesentlichen an 
seinen Ausführungen und Rechtsbegehren fest. 
 
I. Mit Schreiben vom 12. Juni 2023 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf weitere Aus-
führungen und verwies auf ihre bisherigen Eingaben. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte – 
Beschwerde des Versicherten vom 31. August 2021 ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht grund-
sätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 466 E. 1), und weil ferner das 
Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeit-
punkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 24. Juni 2021) eingetretenen Sachverhalt ab-
stellt (BGE 130 V 138 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b), sind im vorliegenden Fall die Bestimmungen des 
IVG in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hin-
weis). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Be-
schwerdeführers zu Recht abgewiesen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 
ATSG) sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
3.3.1 So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende 
Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten und Expertinnen ab, deren Aufgabe 
es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Ge-
richtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in über-
zeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann 
ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexpertinnen 
oder -experten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens 
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt 
hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen).  
 
3.3.2 Im Weiteren ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex-
terner Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (BGE 126 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. September 2015, 8C_431/2015, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage. 
5.1 Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer ab 1. März 2019 bis 28. Februar 2023 
(AHV-Berentung des Beschwerdeführers per 1. März 2023) Anspruch auf eine ganze Invaliditäts-
rente hat. Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 
24. Juni 2021 gestützt auf das Gutachten der PMEDA Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen 
AG (PMEDA) vom 29. Dezember 2020 ab.  
 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3.2 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 
10. Februar 2022 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass auf das Gutachten der 
PMEDA nicht abgestellt werden könne. Vorweg wurde festgehalten, dass zwar auf die Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit in den Teilbereichen Innere Medizin, Angiologie, Neurologie und Psy-
chiatrie abgestellt werden könne und folglich in diesen Disziplinen keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit bestehe. Hingegen könne auf das orthopädische Teilgutachten von Dr. med. 
C.____ nicht abgestellt werden. Dr. C.____ habe zwar eine klinische Befunderhebung durchge-
führt und sei zum Ergebnis gelangt, dass der "hiesige objektive orthopädische Befund" keine 
behinderungsrelevante orthopädische Gesundheitsstörung mit dauerhaftem Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erkennen liesse. Jedoch habe er kein Profil der an-
gestammten Tätigkeit erstellt. Weiter habe er die bildgebenden Untersuchungen betreffend HWS, 
BWS und LWS des D.____-Spitals vom 18. September 2020 und die MRT-Untersuchung der 
BWS des E.____-Spitals vom 10. März 2020 zwar erwähnt, aber nicht diskutiert. Auch sei der 
Gutachter nicht auf die vom behandelnden Arzt in Bezug auf den Rücken angegebenen Probleme 
bzw. Diagnosen und vorgenommenen Eingriffe eingegangen. Er habe auch nicht berücksichtigt 
bzw. diskutiert, dass der behandelnde Arzt bereits seit Mai 2018 eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit 
ausgewiesen habe. Es sei auch unklar geblieben, ob der Gutachter – im Gegensatz zum behan-
delnden Arzt – keine Diagnosen habe herleiten können oder ob er solche als sich nicht auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirkend erachtet habe (vgl. dazu die ausführliche Begründung im Beschluss 
des Kantonsgerichts vom 10. Februar 2022). Das Gericht beschloss deshalb ein Gerichtsgutach-
ten in Auftrag zu geben. 
 
6. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts hat das Kantonsgericht ein bidiszipli-
näres Gutachten in den Fachdisziplinen Neurologie und Wirbelsäulenchirurgie inklusive versiche-
rungsmedizinische Fallführung bei der asim in Auftrag gegeben. Das Gutachten wurde am 
31. Dezember 2022 erstattet.  
 
Die Parteien haben gegenüber dem Gerichtsgutachten zu Recht keine Einwände erhoben. Es 
genügt denn auch den praxisgemässen Anforderungen (vgl. dazu Erwägung 3.2 hiervor) vollum-
fänglich, so dass darauf abzustellen ist. Die Gutachter kamen zum Schluss, dass der Beschwer-
deführer für den Zeitraum von 2011 bis März 2021 in seiner selbständigen Tätigkeit deutlich re-
duziert arbeitsfähig war und gehen von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80 % sowohl 
in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit aus. Sie halten weiter fest, dass 
sich eine Schwierigkeit aus dem Umstand ergebe, dass die Beschwerden im Jahr 2011 akut auf-
getreten seien und seither weiter persistiert hätten. Die Arbeitsunfähigkeiten seien jedoch erst ab 
April 2018 aktenkundig attestiert worden. Ab März 2021 sei eine deutliche Besserung des Ge-
sundheitszustands eingetreten, weshalb die Gutachter ab diesem Zeitpunkt von einer 75%igen 
Arbeitsfähigkeit sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit ausgehen.  
 
7. Unumstritten ist, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich bei einer Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von 80 % Anspruch auf eine volle Invalidenrente hat. Strittig sind nunmehr zwei 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Punkte: Einerseits der Beginn des Anspruchs auf eine volle Invalidenrente (März oder April 2019) 
und andererseits, ob die Rente bis Juni 2021, also drei Monate nach Eintritt der Besserung des 
Gesundheitszustands im März 2021, oder bis zur Pensionierung im Februar 2023 auszurichten 
ist.  
 
7.1 In Bezug auf den Beginn des Rentenanspruchs ist vorweg festzuhalten, dass sich der 
Beschwerdeführer am 26. September 2018 zum Leistungsbezug angemeldet hat, weshalb der 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG der 1. März 2019 ist 
(sechs Monate nach Anmeldung). Es stellt sich nunmehr die Frage, wann das Wartejahr gemäss 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zu Laufen begonnen hat.  
 
7.1.1 Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass eine deutlich reduzierte Arbeitsfä-
higkeit in seiner selbstständigen Tätigkeit bereits für den Zeitraum ab 2011 angenommen werden 
könne, weshalb das Wartejahr dann zu laufen begonnen habe. Aus diesem Grund habe er An-
spruch auf eine ganze Rente bereits ab März 2019.  
 
7.1.2 Die IV-Stelle ihrerseits macht geltend, dass eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers erstmals im April 2018 ärztlich attestiert worden ist, womit das Wartejahr im April 2019 ab-
gelaufen sei. Folglich habe der Beschwerdeführer ab April 2019 Anspruch auf eine ganze Rente. 
 
7.1.3 Im Gutachten vom 31. Dezember 2022 wird in einer retrospektiven Einschätzung festge-
halten, dass ab 2011 von einer deutlich reduzierten Arbeitsfähigkeit in der selbständigen Tätigkeit 
auszugehen sei. Zu Recht weisen die Gutachter jedoch darauf hin, dass die Beschwerden 2011 
akut aufgetreten sind und seither persistierten, die Arbeitsunfähigkeit jedoch erst ab April 2018 
aktenkundig attestiert worden ist. Die Annahme der Arbeitsunfähigkeit vor April 2018 beruht im 
Wesentlichen auf den Angaben des Beschwerdeführers. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass 
die Krankentaggeldversicherung von einer – teilweisen – Arbeitsunfähigkeit ebenfalls ab April 
2018 ausgegangen ist und sich in den Akten keine früheren ärztlichen Arbeitsunfähigkeitszeug-
nisse befinden. Demzufolge ist mit der IV-Stelle davon auszugehen, dass das Wartejahr im April 
2018 zu Laufen begonnen hat und folglich ein Anspruch auf eine Invalidenrente frühestens ab 
April 2019 zu bejahen ist.  
 
7.2. Weiter ist umstritten, bis wann die Rente auszurichten ist. Wie bereits ausgeführt, war der 
Beschwerdeführer bis 9. März 2021 (Zeitpunkt des operativen Eingriffs mit wesentlicher Verbes-
serung des Gesundheitszustands) zu 80 %, danach zu 25 % arbeitsunfähig. Damit ist die ab April 
2019 geschuldete ganze Rente unter Berücksichtigung der Karenzfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV 
jedenfalls noch drei Monate über den 9. März 2021 hinaus zu leisten, also mindestens bis Ende 
Juni 2021.  
 
8. Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer über den 1. Juli 2021 hinaus bis zur Ausrich-
tung der Altersrente per März 2023 Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Die IV-Stelle lehnt für 
diesen Zeitraum einen Rentenanspruch ab. Sie vertritt die Auffassung, dass der Beschwerdefüh-
rer im Gesundheitsfall als Angestellter seiner Aktiengesellschaft ein Einkommen von jährlich 
Fr. 61'250.-- erzielen würde. In Bezug auf den Invalidenlohn führt die IV-Stelle vorweg aus, dem 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Beschwerdeführer sei die bisherige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vollum-
fänglich zumutbar. Sinnvollerweise sei deshalb auf die LSE-Tabellenlöhne abzustellen. Gestützt 
darauf gelangt sie auf ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 51'282.50, womit ein IV-Grad 
von 16 % resultiere. Damit bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Demgegenüber bean-
tragt der Beschwerdeführer, es sei ihm eine ganze Invalidenrente über den 1. Juli 2021 hinaus 
bis Februar 2023 auszurichten. Er bringt vor, er sei als Inhaber seiner Firma als selbständig Er-
werbender einzustufen, weshalb ein gewichteter Betätigungsvergleich durchzuführen sei. Dies 
sei bisher nicht geschehen. Folglich sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
Eventualiter wird geltend gemacht, dass – falls kein Betätigungsvergleich, sondern ein Einkom-
mensvergleich durchgeführt würde – von einem Valideneinkommen auf der Basis seines Einkom-
mens vor seiner Selbständigkeit, also von einem Durchschnittswert von ca. Fr. 272'000.-- bzw. 
einem LSE-Tabellenwert von ca. Fr. 165'000-- auszugehen sei. In Bezug auf das Invalidenein-
kommen geht der Beschwerdeführer von verschiedenen Varianten aus, aus denen sich jeweils 
auch für die Zeit nach März 2021 ein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergibt. 
 
8.1 Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das diese nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdiffe-
renz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
vgl. BGE 104 V 136). Die nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs erforderli-
che Ermittlung oder Schätzung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen kann sich na-
mentlich bei Selbstständigerwerbenden als schwierig oder unmöglich erweisen. Diesfalls ist in 
Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich durchzu-
führen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten 
Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätzliche Un-
terschied dieses ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode besteht 
darin, dass die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als sol-
chem bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbe-
dingte Behinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung 
besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen ei-
ner erwerbstätigen Person kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbsein-
busse gleichen Umfangs zur Folge zu haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf 
das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, 
wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfä-
higkeit zu bestimmen ist (BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 135 E. 2a und b; AHI 1998 S. 119 [I 83/97 
E. 1a] und S. 251 [I 432/97 E. 2b]; Urteil des Bundesgerichts vom 17. November 2015, 
8C_492/2015, E. 2.1).  
 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.2.1 Vorweg ist die Frage zu beantworten, ob der Beschwerdeführer als selbständig oder un-
selbständig Erwerbender einzustufen ist. Der Beschwerdeführer erachtet sich als selbständig Er-
werbender, die IV-Stelle hingegen geht davon aus, der Beschwerdeführer sei als Angestellter 
seiner eigenen Firma und damit als unselbständig Erwerbender einzustufen.  
 
Die Frage, ob jemand im Einzelfall als selbstständig oder unselbstständig erwerbend zu gelten 
hat, beurteilt sich rechtsprechungsgemäss nicht aufgrund der Rechtsnatur des Vertragsverhält-
nisses. Ausschlaggebend ist vielmehr die wirtschaftliche Stellung, also die Frage, ob der Be-
schwerdeführer einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftspolitik und Entwicklung der Firma 
nehmen kann (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 2015, 9C_453/2014, E. 4.1; KASPAR 
GERBER, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, IVG, Bern 2022, Art. 28a, 
Rz. 87). 
 
Bei der Firma des Beschwerdeführers, der F.____ AG, handelt es sich um eine Aktiengesell-
schaft, in welcher der Beschwerdeführer als Präsident des Verwaltungsrates mit Einzelunter-
schrift über die Geschicke der Gesellschaft selbst bestimmt. Zudem hat er – wie er selbst angibt 
– beachtliche private Mittel in die Gesellschaft investiert. Vor diesem Hintergrund erscheint offen-
sichtlich, dass der Beschwerdeführer als selbstständig Erwerbender zu betrachten ist. Gestützt 
darauf hat der Beschwerdeführer beantragt, dass die Angelegenheit zur Vornahme eines gewich-
teten Betätigungsvergleichs an die Vorinstanz zurückzuweisen sei.  
 
8.2.2 Ein gewichteter Betätigungsvergleich, wie er vom Beschwerdeführer verlangt wird, er-
scheint im vorliegenden Fall allerdings nicht möglich. Dies deshalb nicht, weil nicht feststeht und 
auch nicht mehr festgestellt werden kann, was der Beschwerdeführer im Gesundheitsfalle in sei-
ner Firma verdienen könnte. Dieser Ausgangswert muss zur Vornahme eines gewichteten Betä-
tigungsvergleichs feststehen. Diesbezüglich kann festgehalten werden, dass es zweifellos nicht 
angeht, als Valideneinkommen den früheren Verdienst des Beschwerdeführers als unselbständig 
Erwerbender heranzuziehen, da er diese Tätigkeit freiwillig aufgegeben hat und damals nicht ab-
sehbar war, wie sich die selbständige Tätigkeit nach Gründung der Aktiengesellschaft im Jahr 
2009 entwickeln würde. Die erste Phase ab 2009, also ab Gründung der Aktiengesellschaft bis 
zum Auftreten der Beschwerden im März 2011, ist nicht geeignet, als Bemessungsgrundlage zu 
dienen, da sich die Gesellschaft damals in der Start- und Aufbauphase befand und für diesen 
Zeitraum keine verwertbaren Geschäftszahlen vorliegen. Aber auch in der zweiten Phase ab 
2011 ist die Bestimmung eines Valideneinkommens nicht zuverlässig möglich, da beim Be-
schwerdeführer ab 2011 gesundheitliche Beschwerden aufgetreten sind, ohne dass Klarheit be-
stünde, inwieweit sich diese auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt haben. Damit sind die ab die-
sem Zeitpunkt erzielten Einkünfte bzw. die Geschäftsergebnisse der Aktiengesellschaft nicht ge-
eignet, als Valideneinkommen zu dienen. Anzumerken bleibt, dass die Aktiengesellschaft regel-
mässig erhebliche Verluste verzeichnet hat.  
 
Gestützt auf diese Erwägungen fällt die Vornahme eines gewichteten Betätigungsvergleiches 
ausser Betracht. 
 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.2.3 Im Folgenden ist weiter zu prüfen, ob vorliegend ein Einkommensvergleich nach der all-
gemeinen Methode vorgenommen werden kann.  
 
Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im mas-
sgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen 
würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer 
Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, 
ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor 
Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom-
mensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 
mit Hinweisen).   
 
Der Beschwerdeführer erachtet zur Berechnung des Valideneinkommens – wie bereits angeführt 
– entweder das Einkommen von rund Fr. 272'000.--, welches er vor der Aufnahme der selbstän-
digen Erwerbstätigkeit erzielte, oder einen LSE-Tabellenwert von ca. Fr. 165'000-- als massge-
bend. Diesbezüglich ist nochmals festzustellen, dass der Beschwerdeführer seine unselbständige 
Tätigkeit von sich aus aufgegeben hat und zweifellos nicht damit rechnen konnte, in Zukunft ein 
mit dem ehemaligen Einkommen aus seiner unselbständigen Tätigkeit vergleichbares Einkom-
men zu erzielen. Jedenfalls hat er in seiner selbständigen Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Ge-
sundheitsbeschwerden ein deutlich geringeres Einkommen erzielt bzw. sich auszahlen lassen, 
als er zuvor während seiner Tätigkeit als unselbständig Erwerbender verdient hat. Anzeichen, 
dass er mit seiner selbständigen Erwerbstätigkeit ein ähnlich hohes Einkommen wie zuvor erzie-
len könnte, liegen keine vor. Es sind jedoch auch keine Hinweise vorhanden, dass der Beschwer-
deführer nach der Gründung seiner eigenen Aktiengesellschaft und der Aufnahme der selbstän-
digen Tätigkeit zu irgendeinem Zeitpunkt die Absicht gehabt hat, wieder eine unselbständige Tä-
tigkeit aufzunehmen. Aus diesem Grund kann weder von seinem ehemaligen Einkommen als 
unselbständig Erwerbender noch von einem LSE-Wert zur Festsetzung des Valideneinkommens 
ausgegangen werden. Aber auch der von der Beschwerdegegnerin verwendete Wert von 
Fr. 61'250.-- ist dazu nicht geeignet. Dieses Einkommen beruht zwar auf der Arbeitgeberbeschei-
nigung vom 4. November 2018, welche vom Beschwerdeführer selbst ausgestellt wurde, stellt 
aber ein Einkommen dar, das bereits durch die damalige Arbeitsunfähigkeit beeinträchtigt war. 
Ausserdem zeigt sich, dass dieser jährlich ausbezahlte Betrag vom Beschwerdeführer festgesetzt 
wurde und in keinem Verhältnis zu den Geschäftsergebnissen steht, da die Gesellschaft regel-
mässig erhebliche Verluste verzeichnete. Der Betrag von Fr. 61'250.-- konnte nur ausbezahlt 
werden, weil der Beschwerdeführer der Gesellschaft mittels Darlehen erhebliche Geldmittel zur 
Verfügung gestellt hat. Auch dieses Einkommen ist folglich nicht geeignet, als Valideneinkommen 
herangezogen zu werden.  
 
8.3 In Bezug auf das Invalideneinkommen gehen beide Parteien von Lohnangaben in der LSE 
aus und gelangen zu einem jährlichen Einkommen von Fr. 51'282.-- bzw. von Fr. 54'334.--. Damit 
gehen die Parteien davon aus, dass dem Beschwerdeführer nach der Besserung seines Gesund-
heitszustands im März 2021 die Aufnahme einer unselbständigen Tätigkeit zuzumuten war. Auf-
grund der Gesamtumstände erscheint dies dem Beschwerdeführer jedoch entgegen der 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Auffassung der Parteien nicht zumutbar und entspricht auch nicht seinen Absichten, wie sich aus 
dem neurologischen Gutachten ergibt. Im Zeitpunkt des Rentenbeginns im April 2019 war der 
Beschwerdeführer 61-jährig, im März 2021 – im Zeitpunkt der gutachterlich festgestellten 75%i-
gen Arbeitsfähigkeit – bereits 63-jährig und im Zeitpunkt, als er Kenntnis von dieser medizinischen 
Einschätzung hatte – Ende Dezember 2022 –, beinahe 64-jährig. Angesichts der kurzen Zeit-
spanne, während der er noch einer unselbständigen Tätigkeit hätte nachgehen können, erscheint 
ein Wechsel in eine solche Tätigkeit unrealistisch, dies auch unter Berücksichtigung, dass er im 
März 2021 bereits während rund 13 Jahren nicht mehr einer unselbständigen Erwerbstätigkeit 
nachgegangen ist. Zudem hat er gegenüber dem neurologischen Gutachter erklärt, er wolle das 
Geschäft (also seine selbständige Tätigkeit) auch nach seiner Pensionierung weiterführen und 
dieses mit den heimischen Kunden aufrechterhalten. 
 
8.4 Gestützt auf diese Erwägungen ergibt sich, dass vorliegend selbst eine hypothetische Er-
mittlung der Erwerbseinkommen – sowohl des Validen- wie auch des Invalideneinkommens – 
nicht möglich ist.  
 
9. Der Invaliditätsgrad ist durch Prozentvergleich (BGE 114 V 310 E. 3a) zu ermitteln, wenn 
Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig 
grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, 
die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, 
mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges 
Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhält-
nisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Um-
fang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 Prozent (Art. 28 
Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundesgerichts vom 15. September 
2020, 8C_285/2020, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
9.1 Vorliegend ist also zu prüfen, inwieweit der Beschwerdeführer nach der Operation im März 
2021 im Vergleich zur Zeit vor Eintritt seiner gesundheitlichen Beschwerden in der Ausübung der 
Tätigkeit in seiner Aktiengesellschaft in Prozenten eingeschränkt ist.  
 
9.1.1 Vorweg ist auf das Belastungsprofil für eine angepasste Tätigkeit ab März 2021 einzu-
gehen, welches im Gerichtsgutachten wie folgt umschrieben wird: 
 - Keine schweren und mittelschweren Tätigkeiten 
 - Keine Zwangshaltungen der Wirbelsäule, insbesondere nicht gebückt und vorgeneigt,  
  keine forcierten oder repetitiven grösseren Rotationsbewegungen (speziell unter Last) und 
  keine forcierten Seitenneigungen  
 - Heben und Tragen von Lasten bis 5 Kilo frei, bis 10 Kilo körpernah möglich 

- Keine Exposition zu Erschütterungen, Schlägen, Vibrationen, Kälte und Nässe 
- Möglichkeit zu frei wählbaren Wechselpositionen, inklusive optimaler ergonomischer Ar-

beitsplatzgestaltung (z.B. optimal eingestellter Arbeitsstuhl, Stehpult). 
Diesem Belastungsprofil entsprechend seien körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten 
mit freier Pausengestaltung optimal angepasst. Die Gutachter halten in Bezug auf die aktuelle 
Arbeitsfähigkeit fest, dass basierend auf den aktuellen Beschwerden und den objektivierbaren 

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Befunden von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit gemäss obi-
gem Profil auszugehen sei. Die Reduktion um 25 % begründe sich mit einem erhöhten Pausen-
bedarf zur Verhinderung von Schmerzexazerbationen. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit im glei-
chen Aufgabenbereich (eigene Firma F.____ AG) im Heimmarkt, mit Bestellungseingang online 
oder telefonisch, einfachen Büroarbeiten und Buchhaltungsarbeiten, Vorbereiten des Versands 
(Pakete mit geringem Gewicht) und einfachen Botengängen zur Post, ohne wesentliche Reisetä-
tigkeit, sei optimal angepasst und sollte entsprechend zu 75 % möglich sein. 
 
9.1.2 Der Beschwerdeführer hat im Rahmen der Arbeitgeberbescheinigung im November 
2018 eine Beschreibung seiner Tätigkeit in seiner Firma vorgenommen. Dabei hat er im Wesent-
lichen folgende Aufgaben angeführt:  
 
 - Für interkontinentale Messen seien 20 % seiner Tätigkeit zu veranschlagen; das gehe 
  nicht mehr. 
 - Für Europa Messen und Seminare seien 15 % zu veranschlagen; das gehe eben- 
  falls nicht. 
 - Für Schweizer Messen und Seminare seien 15 % zu veranschlagen; das gehe eben-
  falls nicht. 
 - Für Kundenbesuche in der Schweiz und Autofahrten seien 30 % einzurechnen; das 
  gehe nicht. 
 - Für Waren bereitstellen und versenden seien 5% einzurechnen; das gehe. 
 - Für die Administration seien 15 % zu veranschlagen; auch das gehe. 
 
Dies ergibt eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80 %, wie sie für die Zeit ab April 2018 
auch vom Gerichtsgutachter ermittelt wurde. Zu beachten ist bei diesen Angaben des Beschwer-
deführers, dass diese vor der Operation im März 2021 erfolgten, die dann zu einer wesentlichen 
Verbesserung seines Gesundheitszustandes geführt hat.  
 
9.1.3 Gestützt auf das Gerichtsgutachten ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer 
auch nach der Operation und der dadurch erzielten Verbesserung des Gesundheitszustandsder 
Besuch von interkontinentalen Messen, die 20 % seiner Tätigkeit ausmachen, aufgrund langer 
Flugreisen nicht mehr zumutbar ist. Dass der Beschwerdeführer keine Messen in Europa mehr 
besuchen kann und auch keine Seminare, was gemäss seinen Angaben 15 % der Arbeitszeit 
ausmachen würde, kann dem Gutachten hingegen nicht entnommen werden. Damit verbleibt es 
bei der Einschränkung von 20 % für die interkontinentalen Messen. Alle anderen Arbeitsbereiche 
seiner bisherigen Tätigkeit sind dem Beschwerdeführer gestützt auf das Gerichtsgutachten zu-
mutbar. Im Ergebnis ergibt sich, dass der Beschwerdeführer nur in Bezug auf den Besuch der 
interkontinentalen Messen eingeschränkt ist und auf diese verzichten muss. Wie der Beschwer-
deführer anlässlich der neurologischen Begutachtung selbst angegeben hat, plante er, seine 
Firma mit den heimischen Stammkunden weiterzuführen. Es ist damit davon auszugehen, dass 
sich der Verzicht auf den Besuch von interkontinentalen Messen auf Umsatz und Gewinn bzw. 
Verlust der Aktiengesellschaft und damit auf das Einkommen des Beschwerdeführers nur in ge-
ringem Umfang auswirkt. Aber selbst wenn sich die Einschränkung im Umfang von 20 % in der 
Tätigkeit auch finanziell um 20 % auswirken würde, würde der Schwellenwert von 40 %, der zu 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

einem Rentenanspruch führt, nach seiner Operation im März 2021 klarerweise nicht erreicht. 
Demzufolge hat der Beschwerdeführer ab Juli 2021 keinen Anspruch auf eine Invalidenrente 
mehr.  
 
10. Gestützt auf diese Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzu-
heissen ist, als in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 24. Juni 2021 festgestellt wird, 
dass der Beschwerdeführer ab 1. April 2019 bis 30. Juni 2021 Anspruch auf eine ganze Invali-
denrente hat. 
 
11.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Da es vorliegend um die Bewilli-
gung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts-
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 
Abs. 1bis IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind sie von 
der Beschwerdegegnerin zu tragen. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- wird ihm zurückerstattet. 
 
11.2 Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 10. Februar 2022 ausführlich dargelegt, lag 
der angefochtenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. Juni 2021 ein in medizinischer 
Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Insbesondere erachtete das Kantons-
gericht das Verwaltungsgutachten der PMEDA vom 7. Januar 2021 als nicht aussagekräftig. 
Demzufolge sind die Kosten für das Gerichtsgutachten der asim in der Höhe von insgesamt 
Fr. 12'341.40 gemäss Rechnung vom 31. Dezember 2022 der Beschwerdegegnerin aufzuerle-
gen (BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 E. 4.4). 
 
11.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer deshalb 
eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertre-
ter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 4. Juli 2024 einen Aufwand von insge-
samt 49,5833 Stunden geltend gemacht, wobei ein Aufwand von 3 Stunden für eine zweite Par-
teiverhandlung mitberücksichtigt wurde. Da jedoch keine zweite Parteiverhandlung mehr stattge-
funden hat und die Teilnahme an der Urteilsberatung praxisgemäss nicht entschädigt wird, ist der 
dafür geltend gemachte Aufwand von 3 Stunden abzuziehen. Damit resultiert ein geltend ge-
machter Aufwand von rund 46,5 Stunden. Dieser Aufwand erweist sich selbst unter Berücksich-
tigung der Durchführung einer Parteiverhandlung und der Einholung eines Gerichtsgutachtens im 
Vergleich zu ähnlichen Fällen als deutlich zu hoch. Angesichts der stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen erscheint erscheint ein solch hoher Aufwand nicht notwendig und kann folglich der 
Gegenpartei nicht auferlegt werden. Unter Berücksichtigung dieser Umstände und der Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer nur teilweise obsiegt, erscheint eine Reduktion des zu entschädigen-
den Aufwands um 16,5 Stunden angebracht. Damit ergibt sich ein zu entschädigender Aufwand 
von 30 Stunden, was einen im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen nach wie vor sehr hohen 
Aufwand darstellt. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent-
schädigen. Zudem werden eine Spesenpauschale von 3 % geltend gemacht sowie Fahrspesen 
in der Höhe von Fr. 44.80 und weitere Auslagen von  

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Fr. 6.--. Nicht nachvollziehbar erscheinen angesichts der Kleinspesenpauschale die weiteren 
Auslagen in der Höhe von Fr. 6.--. Ebenfalls nicht vollumfänglich zu entschädigen ist der Betrag 
von Fr. 44.80, da neben der Fahrt an die Parteiverhandlung vom 10. Februar 2022 auch ein Be-
trag von Fr. 22.40 für die Fahrt an die heutige Urteilsberatung geltend gemacht wird. Da die Teil-
nahme an der Urteilsberatung nicht zu entschädigen ist, gilt dies auch für die diesbezüglichen 
Fahrspesen. Somit verbleiben eine Spesenpauschale von 3 % und Fahrspesen von Fr. 22.40 zu 
entschädigen. Damit ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine 
reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 8'343.95 (30 Std. à Fr. 250.-- und Auslagen 
von Fr. 247.40 zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7 %) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzu-
sprechen. 
 
 
 

  

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 24. Juni 2021 aufgehoben und festgestellt wird, dass der 
Beschwerdeführer ab dem 1. April 2019 bis 30. Juni 2021 Anspruch auf 
eine ganze Invalidenrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 800.-- sowie die Kosten für das 
Gutachten der asim vom 31. Dezember 2022 in der Höhe von insgesamt 
Fr. 12'341.40 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.  

 3. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 8'343.95 (inkl. Aus-
lagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht