# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** decc2946-782d-5ef6-b79f-a0bca36e1196
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2008 C-2907/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2907-2008_2008-10-20.pdf

## Full Text

C-2907/2008

Abtei lung II I

Postfach
CH-3000 Bern 14
Telefon +41 (0)58 705 26 20
Fax +41 (0)58 705 29 80
www.bundesverwaltungsgericht.ch

Geschäfts-Nr. C-2907/2008
pem/gro

{T 1/2}

Z w i s c h e n v e r f ü g u n g  v o m 
2 0 .  O k t o b e r  2 0 0 8  

In der Beschwerdesache

Daler Spital, Stiftung Jules Daler Spital, 
route de Bertigny 34, 1700 Freiburg,
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Tomas 
Poledna, Bellerivestrasse 241, Postfach 865, 
8034 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsrat des Kantons Freiburg,
rue des Chanoines 17, 1700 Freiburg,
Vorinstanz,

Beschluss des Staatsrats des Kantons Freiburg vom 
31. März 2008 betreffend Spitalliste – Wahrnehmung der 
Parteirechte durch die Clinique Générale Garcia 
Ste-Anne SA,

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Parteien

Gegenstand

C-2907/2008

Sachverhalt:

A.
Mit Beschluss vom 31. März 2008 hat der Staatsrat des Kantons Frei-
burg  (nachfolgend: Staatsrat)  gestützt  auf  den  Spitalplanungsbericht 
gleichen Datums die Freiburger Spitalliste erlassen. Gemäss Ziff. 2.6.4 
(in  Verbindung  mit  Ziff.  2.6.6)  des  Anhangs  zum  Beschluss  wurden 
dem Daler Spital, einer anerkannten gemeinnützigen privatrechtlichen 
Stiftung mit  Sitz  in  Freiburg,  welche von der öffentlichen Hand nicht 
subventioniert  wird,  keine  Leistungsaufträge  mehr  für  die  Bereiche 
Orthopädie, Oto-Rhino-Laryngologie (ORL), pneumologische Chirurgie 
sowie für die Implantation und Revision von Herzschrittmachern erteilt. 
Weiter  verfügte der Staatsrat in Ziff. 2.6.5 desselben Anhangs,  dass 
die Zahl der bewilligten Betten im Daler Spital im Jahresdurchschnitt 
61 Betten betrage, darunter 60 KVG-Betten.    

B.
Gegen diesen Beschluss hat das Daler Spital (nachfolgend: Beschwer-
deführer)  am 2. Mai  2005 (recte: 2008)  beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhoben. 

Der Beschwerdeführer beantragte, Ziff. 2.6.4 der angefochtenen Spi-
talliste insoweit abzuändern, als ihm Leistungsaufträge für die Berei-
che Orthopädie, ORL, pneumologische Chirurgie sowie für die Implan-
tation und Revision von Herzschrittmachern zu erteilen seien. Ferner 
sei Ziff. 2.6.5 der Spitalliste insofern abzuändern, als dem beschwer-
deführenden Spital im Jahresdurchschnitt insgesamt 61 Betten – ohne 
Festlegung einer fixen Anzahl der KVG- beziehungsweise Zusatzversi-
cherungsbetten – zuzuweisen seien.  

Zur  Begründung  führte  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  aus, 
dass sich aufgrund der angefochtenen Spitalliste die Clinique Généra-
le Garcia Ste-Anne SA als einzige Privatklinik im Kanton Freiburg auf 
die Bereiche Orthopädie und ORL konzentrieren könne, was die Erhal-
tung des status quo in dieser Klinik, jedoch eine Streichung von über 
15% der  Aktivitäten  beim  Beschwerdeführer  bedeute. Zudem werde 
das Kriterium der kritischen Grösse bei den Fallzahlen der beiden Pri-
vatspitäler nicht einheitlich und nicht nachvollziehbar angewandt; der 
Konzentrationsprozess werde nur in eine Richtung, zu Lasten des Be-
schwerdeführers, betrieben. Ferner seien insbesondere die Kosten pro 
Fall in der Orthopädie nicht in Betracht gezogen worden, entstünden 

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doch namentlich  durch  die  Konzentration  der  Orthopädie  in  der  Cli-
nique Générale Garcia Ste-Anne SA Mehrkosten von 18.5%, so dass 
das vom Staatsrat angerufene Argument der künftigen Einsparung von 
Investitionen  verfehlt  sei.  Weiter  führte  der  Beschwerdeführer  aus, 
dass die Anzahl und Charakterisierung der betriebenen Betten, soweit 
Ziff. 2.6.5 festhalte, dass das Daler Spital 61 Betten betreiben dürfe, 
"darunter 60 KVG-Betten", rechtlich nicht haltbar oder zumindest miss-
verständlich sei. So fehle für eine entsprechende Bestimmung – falls 
sie  als  Abgrenzung  zu  den  Betten ausserhalb  der  Krankenversiche-
rung (Unfall- oder Militärversicherungsbetten) verstanden werde – die 
Rechtsgrundlage; verstehe man jedoch unter dem unklaren Begriff die 
Betten der allgemeinen Abteilung, so verstosse dies gegen die bisheri-
ge  Bedarfsabdeckung  und  stelle  den  Beschwerdeführer  vor  grosse 
strukturelle und finanzielle Probleme, seien doch zur Zeit 26% seiner 
Patienten zusatzversichert. Demgegenüber seien der Clinique Généra-
le Garcia Ste-Anne SA der Betrieb von 9 Zusatzversicherungsbetten 
zugesprochen worden. 

C.
Mit Eingabe vom 23. Mai 2008 beantragte die Clinique Générale Gar-
cia Ste-Anne SA (nachfolgend: Gesuchstellerin), ihr sei im vorliegen-
den  Verfahren  aufgrund  ihrer  Parteistellung  Akteneinsicht  und  die 
Möglichkeit zur Stellungnahme zu gewähren.

D.
Mit Eingabe vom 16. Juni 2008 teilte der Staatsrat mit, dass er nichts 
gegen die  Teilnahme der  Gesuchstellerin  als  Partei  im vorliegenden 
Verfahren  einzuwenden  habe. Am 8. Juli  2008  beantragte  er  in  der 
Hauptsache die Abweisung der Beschwerde. Santésuisse beantragte 
mit Eingabe vom 18. Juli 2008 in der Hauptsache ebenfalls die Abwei-
sung der Beschwerde. 

E.
Mit Eingabe vom 21. Juli 2008 beantragte der Beschwerdeführer, der 
Gesuchstellerin  die  Parteistellung  abzusprechen.  Zur  Begründung 
führte er aus, deren Rechte und Pflichten würden durch das vorliegen-
de Verfahren nicht  berührt. Ebensowenig sei  eine  Beiladung als  Ne-
benpartei, mit der die Rechtskraft des anstehenden Entscheids auf die 
beigeladene  Person  ausgedehnt  würde,  in  Betracht  zu  ziehen,  da 
– insbesondere mit Blick auf den Umstand, dass im vorliegenden ge-
richtlichen Verfahren gar nicht rechtskräftig entschieden werden kön-

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ne, ob und wie die Lage der Gesuchstellerin reformiert  werde bezie-
hungsweise zu reformieren sei – diese kein eigenes, unmittelbares In-
teresse am Ausgang des Verfahrens habe. Gegen eine allfällige  die 
Gesuchstellerin  belastende  Neugestaltung  der  Spitalliste  könne  sich 
jene mit einem Rechtsmittel zur Wehr setzen. 

F.
Mit Eingabe vom 25. August 2008 beantragte die Gesuchstellerin, es 
sei festzustellen, dass ihr Parteistellung zukomme, eventualiter sei sie 
zum Verfahren beizuladen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Laut Art. 34 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht 
vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerden  gegen  die  Zulassung  von Spitälern  nach 
Art. 39 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenver-
sicherung (KVG, SR 832.10). 

Aufgrund von Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG 
nichts anderes bestimmt. 

Die Instruktion des Verfahrens und mithin der Erlass von Zwischenver-
fügungen obliegt nach Art. 39 Abs. 1 VGG dem Instruktionsrichter. 

2.
Aufgrund der Parteibegehren – welche durch die Beschwerdebegrün-
dung (lediglich) konkretisiert  werden können (vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bun-
des, 2. Aufl., Zürich 1998,  Rz. 403 ff., insbesondere 406, mit Hinwei-
sen)  –  bildet  Streitgegenstand  im  vorliegenden  Hauptverfahren,  ob 
dem Beschwerdeführer in Ergänzung zu Ziff. 2.6.4 des Anhangs des 
vorinstanzlichen  Beschlusses  vom  31.  März  2008  Leistungsaufträge 
für die Bereiche Orthopädie, ORL, pneumologische Chirurgie sowie für 
die Implantation und Revision von Herzschrittmachern zu erteilen sind, 
und  ob  Ziff. 2.6.5  desselben  Anhangs  dahingehend  abzuändern  ist, 
dass die Zahl der ihm bewilligten Betten im Jahresdurchschnitt 61 Bet-

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ten – ohne Festlegung einer fixen Anzahl der KVG- beziehungsweise 
Zusatzversicherungsbetten – beträgt. 

Im vorliegenden Zwischenentscheid ist  zu befinden über den Antrag 
der Gesuchstellerin auf Gewährung der Parteirechte, in concreto auf 
Gewährung der Akteneinsicht und der Möglichkeit zur Stellungnahme.

3.
Als  Parteien  gelten  im  Bundesverwaltungsverfahren  gemäss  Art.  6 
VwVG alle Personen, deren Rechte oder Pflichten die Verfügung be-
rühren soll,  sowie andere Personen,  Organisationen oder Behörden, 
denen ein Rechtsmittel gegen die Verfügung zusteht. Massgebend für 
die Parteistellung im vorliegenden gerichtlichen Verfahren sind die Vor-
schriften über die Beschwerdelegitimation (BGE 124 V 393 E. 2a, BGE 
123 II 376 E. 2). Nach Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde legiti-
miert, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder kei-
ne Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (a), durch die angefochtene 
Verfügung besonders berührt ist (b) und ein schutzwürdiges Interesse 
an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (c).  Der  Beschwerdeführer 
muss durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann be-
troffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Bezie-
hung zur Streitsache stehen. Ob die besondere Beziehungsnähe ge-
geben ist, muss jeweils unter Berücksichtigung der Umstände des Ein-
zelfalls  entschieden werden. Das Interesse eines Beschwerdeführers 
ist schutzwürdig, wenn er durch das Beschwerdeverfahren einen mate-
riellen oder ideellen Nachteil von sich abwenden kann (BGE 131 II 587 
E. 2.1, BGE 123 II  376 E. 2, BGE 121 II  176 E. 2, BGE 120 Ib 379 
E. 4b). Diese Anforderung ist besonders zentral bei Beschwerden von 
Dritten, die nicht Verfügungsadressaten sind, und soll  die Popularbe-
schwerde ausschliessen (BGE 131 II  587 E. 3;  FRITZ GYGI,  Vom Be-
schwerderecht  in  der  Bundesverwaltungsrechtspflege,  recht  1986, 
S. 10). 

3.1 Zunächst ist für die Beschwerdelegitimation erforderlich, dass der 
Dritte am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen oder keine Mög-
lichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG):

Die Gesuchstellerin hatte im Verfahrensverlauf mehrmals Gelegenheit, 
sich zur Spitalplanung – sowohl hinsichtlich ihrer eigenen Stellung als 
auch hinsichtlich jener des Beschwerdeführers – zu äussern. So hatte 
sie insbesondere mit Eingabe vom 8. Mai 2007 beantragt, dass ihr in 
den Bereichen Orthopädie, Neurochirurgie, ORL, innere Medizin und 

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Onkologie exklusive Leistungsaufträge erteilt werden; für die Bereiche 
Gynäkologie und Chirurgie seien hingegen sowohl der Gesuchstellerin 
als  auch  dem  Beschwerdeführer  Leistungsaufträge  zu  erteilen  (vgl. 
auch die Eingabe der Gesuchstellerin vom 9. September 2007).  

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Gesuchstellerin am Verfahren 
vor der Vorinstanz teilgenommen hat (vgl. auch nachfolgend E. 3.3; ISA-
BELLE HÄNER, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
prozess, Zürich 2000, Rz. 265 ff.). 

3.2 Die  Gesuchstellerin  sieht  ihre  besondere  Beziehungsnähe  zur 
Streitsache darin, dass im Fall  der Gutheissung der Beschwerde die 
Spitalliste – durch das Gericht selbst oder durch die Vorinstanz – zu 
Gunsten  des  Beschwerdeführers  revidiert  würde,  was  sich  entspre-
chend zum Nachteil der Gesuchstellerin auswirkte. 

Im Folgenden ist  daher zu prüfen,  ob die Gesuchstellerin  durch das 
vorliegende Verfahren besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges 
Interesse an dessen Ausgang hat. 

3.2.1 Nach ständiger Rechtsprechung sind Konkurrenten eines Bewil-
ligungsinhabers nicht schon aufgrund der blossen Befürchtung, in ihrer 
Marktstellung beeinträchtigt zu werden, zur Beschwerde legitimiert, er-
gibt sich doch aus Beeinträchtigungen, die im Prinzip des freien Wett-
bewerbs begründet sind, keine schutzwürdige Beziehungsnähe (BGE 
125 I 7 E. 3d). Erforderlich ist vielmehr eine spezifische Beziehungsnä-
he, die von der einschlägigen gesetzlichen Ordnung erfasst wird. So 
kann  ein  schutzwürdiges  Interesse  für  Konkurrenten  in  Wirtschafts-
zweigen vorliegen, die durch wirtschaftspolitische oder sonstige spezi-
elle Regelungen (z.B. Kontingentierung) in eine solche besondere Be-
ziehungsnähe untereinander versetzt werden. Dies ist namentlich dann 
der Fall, wenn der staatlich zu bewilligende Marktzutritt von einer ge-
wissen Bedürfnisprüfung abhängt und konkurrierende Gesuche gegen-
einander abzuwägen sind. Ferner ist ein Konkurrent zur Beschwerde 
legitimiert, soweit er geltend macht, andere Konkurrenten würden pri-
vilegiert behandelt  (zum Ganzen: BGE 127 II 264 E. 2c, BGE 125 I 7 
E.  3d  und  e,  BGE  123  II  376  E.  5b;  Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.19/2006  vom  24.  Mai  2006,  E.  2.2;  RENÉ A.  RHINOW/GERHARD 
SCHMID/GIOVANNI BIAGGINI,  Öffentliches  Wirtschaftsrecht,  Basel/Frankfurt 
1998, S. 351, insbesondere Rz. 29 ff.;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich  1998,  Rz. 554;  LUCRETIA GLANZMANN-TARNUTZER,  Die  Legitimation 

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des Konkurrenten zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundes-
gericht, St. Gallen 1997, insbesondere S. 107 und 122).  

3.2.2 Um  zur  Tätigkeit  zu  Lasten  der  sozialen  Krankenversicherung 
zugelassen und  gemäss  Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG in die nach Leis-
tungsaufträgen in Kategorien gegliederte kantonale Spitalliste aufge-
nommen zu werden, müssen Spitäler die in Art. 39 Abs. 1 Bst. a-c KVG 
umschriebenen Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzungen er-
füllen. Diese Prüfung  erfolgt  in  erster  Linie  durch die  Behörden  des 
Standortkantons, welche aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse der lo-
kalen Verhältnisse dazu am besten in  der  Lage sind (RKUV 4/1997 
262 E. 4.1). 

Weiter müssen die Spitäler für die Zulassung nach Art. 39 Abs. 1 Bst. 
d KVG der von einem oder mehreren Kantonen gemeinsam aufgestell-
ten  Planung  für  eine  bedarfsgerechte  Spitalversorgung entsprechen, 
wobei private Trägerschaften angemessen zu berücksichtigen sind. 

Aus der Entstehungsgeschichte von Artikel 39 Abs. 1 Bst. d KVG ergibt 
sich, dass nach dem Willen des Parlaments der Abbau von Überkapa-
zitäten im Spitalbereich auch ohne formellen Bedürfnisnachweis gebo-
ten ist  (vgl. Amtl. Bull. 1993 N 1727 und 1863 f.; Amtl. Bull. 1993 S 
1077 f. und 1994 94). Zwar haben die eidgenössischen Räte diesen 
Nachweis bei den ausserordentlichen Massnahmen zur Eindämmung 
der  Kostenentwicklung  gestrichen  (Amtl.  Bull.  1992  S  1318  ff.  und 
1322; Amtl. Bull. 1993 N 1865 und 1870). Angesichts der Vorgeschich-
te kann dieser  Umstand indes die  Annahme nicht  stützen,  dass die 
Räte für ausserordentliche Lagen eine Steuerung des Angebots nicht 
gewollt hätten, bedeute, dass dies erst recht für die Planung des Nor-
malfalls  im Spitalbereich gelten müsse. Der Regierungsrat  kann und 
muss  daher  gemäss  Bundesrecht  einen  Abbau der  Überkapazitäten 
an Spitalbetten in der allgemeinen Abteilung anstreben (zur Spitalliste 
Zürich vgl. RKUV 3/1999 225 E. 3.4.2-3.4.4). Dies gilt nicht nur für die 
erstmalige Zulassung neuer oder bestehender Privatspitäler zur Tätig-
keit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und für 
die Aufnahme solcher Spitäler in eine Spitalliste, sondern auch dann, 
wenn ein Kanton in einer neuen Spitalliste die Leistungsaufträge von 
Spitälern gegenüber der alten Spitalliste einschränkt, wie dies vorlie-
gend zutrifft.

Durch die genannten Voraussetzungen soll eine Koordination der Leis-
tungserbringer,  eine  optimale  Ressourcennutzung  und  die  Eindäm-

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mung der Kosten erreicht werden (Botschaft des Bundesrates über die 
Revision der Krankenversicherung vom 6. November 1991, BBl 1992 I 
167). 

3.2.3 Wie ausgeführt  (vgl. E. 3.2.1) verschaffen die einem Unterneh-
men aus im Prinzip des freien Wettbewerbs begründeten Beeinträchti-
gungen erwachsenden faktischen Nachteile  in der  Regel  noch keine 
Legitimation zur Konkurrentenbeschwerde. Vorliegend werden jedoch 
die  Konkurrenten durch die  gesetzliche Ordnung in  einem weiterge-
henden  Masse  erfasst,  indem  wie  aufgezeigt  im  Rahmen  der  nach 
Art. 39 Abs. 1 Bst. d KVG vorgeschriebenen bedarfsgerechten Planung 
bei der Erstellung der Spitalliste insbesondere ein Abbau von Überka-
pazitäten anzustreben ist und somit die Aufnahme eines Spitals in die 
Spitalliste (auch) von einer Bedürfnisprüfung abhängt. Damit findet im 
Bereich  der  Spitalplanung die  Wirtschaftsfreiheit  nur  beschränkt  An-
wendung,  und der  Wettbewerb kann seine Funktionen als  Koordina-
tions-  und  Steuerungsprinzip  nur  beschränkt  entfalten  (vgl.  hierzu 
RKUV 4/1997 257 ff. E. 11.2 und 11.3, mit Verweis auf das Gutachten 
der  Wettbewerbskommission  zuhanden  des  Bundesamtes  für  Justiz 
zur  Frage  der  Anwendbarkeit  des  Bundesgesetzes  vom  6.  Oktober 
1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen [Kartell-
gesetz; SR 251] im Bereich des Gesundheitswesens).  Wiewohl keine 
eigentliche Kontingentierung besteht und die vom Kanton zu treffende 
selektive Auswahl  nicht  (oder  zumindest  nicht  vornehmlich) auf  wirt-
schaftspolitischen Überlegungen beruht, schaffen die dargelegten Be-
sonderheiten doch eine spezielle Beziehungsnähe zwischen den Kon-
kurrenten, die weiter geht als in jenen Fällen, in denen ein Dritter in ei-
nem  System  des  freien  Wettbewerbs  (ohne  Geltendmachung  einer 
rechtsungleichen Behandlung) lediglich die einem Konkurrenten erteil-
te Betriebsbewilligung oder Baubewilligung anfechten will. 

Im  vorliegenden  Zusammenhang  erblickt  das  Bundesverwaltungsge-
richt  die  schützenswerten  Interessen  eines  Dritten,  einem nicht  be-
schwerdeführenden Privatspital,  einerseits  darin,  dass eine aufgrund 
des Beschwerdeverfahrens indizierte Revision der Spitalplanung inso-
fern eine Änderung der Spitalliste mit sich bringen könnte, als dessen 
Leistungsaufträge eingeschränkt  würden; andererseits aber auch da-
rin,  dass  –  sofern  der  beschwerdeführenden  Partei  zusätzliche  Lei-
stungsaufträge erteilt, jene des Dritten jedoch nicht geändert würden – 
sich  die  Versicherten  fortan  in  beiden  Privatspitälern  zu  Lasten  der 

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obligatorischen  Krankenversicherung  stationär  behandeln  lassen 
könnten und somit dem Dritten eine finanzielle Einbusse drohte.

Diese schützenswerte  Beziehungsnähe kann zwischen Konkurrenten 
jedenfalls dann nicht abgesprochen werden, wenn wie im vorliegenden 
Fall  in einem Kanton (neben einem öffentlichen Spital)  lediglich zwei 
private Spitäler (desselben Bezirks)  Leistungsaufträge in bestimmten 
Leistungsbereichen wahrnehmen möchten.

3.3 Vor diesem Hintergrund ergibt  sich,  dass der Gesuchstellerin  im 
vorliegenden  Beschwerdeverfahren  Parteistellung  zukommt  (vgl.  je-
doch den unveröffentlichten Entscheid  des Bundesrates  vom 17. Ja-
nuar 2007, E. 2, in dem dieser mit Verweis auf den [insofern] korrek-
ten,  ebenfalls  unveröffentlichten  Entscheid  des  Bundesrates  vom 
25. November 1998, E. 3, wonach eine einzelne Institution eine kanto-
nale Spital- oder Pflegeheimliste nur insoweit anfechten könne, als ih-
re eigenen schützenswerten Interessen reichten, ohne weitere Begrün-
dung festhielt, dass Mitbewerber in einem Evaluationsverfahren betref-
fend die Erstellung einer Pflegeheimliste keine direkten Anträge gegen 
bestimmte Mitbewerber stellen, sondern nur ihre eigene Bewerbung in 
einem besseren Licht erscheinen lassen könnten; somit seien sie nicht 
Gegenparteien und besässen in diesem Umfang keinen Anspruch auf 
rechtliches  Gehör. Eine  solche  Praxis  ist  nach  dem Gesagten  nicht 
weiter haltbar.).

4.
Aufgrund ihrer Parteistellung ist folglich das Gesuch der Gesuchstelle-
rin um Gewährung der Akteneinsicht und der Möglichkeit zur Stellung-
nahme, namentlich gestützt auf Art. 29 VwVG in Verbindung mit Art. 31 
VwVG, gutzuheissen. 

Vor der Gewährung dieser Parteirechte ist  jedoch dem Beschwerde-
führer Frist anzusetzen zur Stellungnahme, ob er der Einsichtnahme in 
bestimmte  Aktenstücke  wesentliche  private  Interessen  nach  Art.  27 
Abs. 1 Bst. b VwVG entgegenzusetzen hat, so dass der Gesuchsteller 
– sofern es sich hierbei um massgebliche Akten handeln würde – über 
deren  wesentlicher  Inhalt  in  geeigneter  Form in  Kenntnis  zu  setzen 
wäre (Art. 28 VwVG). 

5.
Die  Beiladung  der  Gesuchstellerin  in  das  vorliegende  Verfahren  er-
weist sich somit als nicht notwendig (vgl. in diese Richtung auch PETER 

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SALADIN,  Das  Verwaltungsverfahrensrecht  des  Bundes,  Basel  1979, 
S. 187;  MARINO LEBER,  Die  Beteiligten  am  Verwaltungsprozess,  recht 
1985, S. 29; siehe auch die Hinweise bei ISABELLE HÄNER, Die Beteiligten 
im  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsprozess,  Zürich  2000, 
Rz. 298.).

6.
Die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde bemisst sich am Streit-
gegenstand. Aufgrund des in  casu eingeschränkten Streitgegenstan-
des (siehe oben E. 2) erfasst sie – trotz des eben Gesagten (vgl. ins-
besondere E. 3.2.3) – im vorliegenden Fall lediglich die Ziff. 2.6.4 (in 
Verbindung  mit  Ziff. 2.6.6)  und  Ziff.  2.6.5  des  vorinstanzlichen  Be-
schlusses vom 31. März 2008 (im Ergebnis gleich die ständige Praxis 
des EJPD als Instruktionsbehörde des Bundesrates, vgl. z.B. die [nicht 
publizierte]  Zwischenverfügung  97-41-0121  vom 23. Dezember  1997 
E. 7.1).  

7.
Über die Kosten für diesen Zwischenentscheid und allfällige Parteient-
schädigungen wird zusammen mit dem Entscheid in der Hauptsache 
zu befinden sein.

8.
Dieser Entscheid unterliegt keiner Beschwerde, da der Endentscheid 
endgültig ist (Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]).

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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Gesuch der Gesuchstellerin um Gewährung der Parteirechte im 
vorliegenden Verfahren, in concreto um Akteneinsicht und Möglichkeit 
zur Stellungnahme, wird gutgeheissen. Nach Eingang der nachfolgend 
in Ziff. 2 erwähnten Stellungnahme des Beschwerdeführers wird das 
Bundesverwaltungsgericht dem Gesuchsteller Frist zur Wahrnehmung 
des rechtlichen Gehörs ansetzen.   

2.
Der  Beschwerdeführer  wird  eingeladen,  bis  zum  5.  November  2008 
Stellung zu nehmen, ob der Einsichtnahme in bestimmte Aktenstücke 
wesentliche private Interessen entgegenstehen.

3.
Über die Kosten für diesen Zwischenentscheid und allfällige Parteient-
schädigungen wird mit dem Entscheid in der Hauptsache befunden.

4.
Diese Verfügung geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: Ver-
nehmlassung der Gesuchstellerin)

- die Gesuchstellerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Einschreiben mit Rückschein: Beilage: Vernehmlas-

sung der Gesuchstellerin)

Der Instruktionsrichter:  Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli  Dominique Gross 

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