# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecd3847e-c5a9-5e63-bac7-264e8d74ff57
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2025 E-8070/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8070-2025_2025-10-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8070/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richter Markus König,   

Gerichtsschreiberin Jessica Püringer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Mag. iur. Jonas Inama,  

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren (…), 

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 14. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

E-8070/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin suchte am 25. Mai 2025 – zusammen mit ih-

ren Eltern und minderjährigen Geschwistern – in der Schweiz um Asyl 

nach. Dabei reichte sie unter anderem einen gültigen griechischen Aufent-

haltstitel und ihre Tazkira zu den Akten.  

A.b Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass sie am (…) 2025 bereits in Griechenland um Asyl ersucht 

hat.  

B.  

B.a Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und 

Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Abkommen vom 

28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Re-

gierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen 

mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die grie-

chischen Behörden am 2. Juni 2025 um Rückübernahme der Beschwerde-

führerin. 

B.b Die griechischen Behörden stimmten dem Ersuchen um Rücküber-

nahme der Beschwerdeführerin am 13. Juni 2025 zu und teilten mit, der 

Beschwerdeführerin sei am (…) 2025 in Griechenland Asyl gewährt wor-

den und sie verfüge über eine bis am (…) 2028 gültige Aufenthaltsbewilli-

gung.  

C.  

Am 9. September 2025 wurde der Beschwerdeführerin im Rahmen eines 

persönlichen Gesprächs das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nicht-

eintretensentscheid und zur Möglichkeit der Überstellung in einen sicheren 

Drittstaat (Griechenland) gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

gewährt. Dabei führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, dass 

sie nicht mehr wisse, wann sie ihre griechischen Reisedokumente erhalten 

habe, sich jedoch daran erinnern könne, dass ihr Asylentscheid am (…) 

2025 ergangen sei. Auf Nachfrage erklärte sie, dass sie am (…) 2025 mit 

dem Flugzeug aus Griechenland ausgereist sei. Wie viel die Reise von 

Griechenland in die Schweiz gekostet habe, könne sie nicht sagen, da ihr 

Vater die Organisation übernommen habe. Dieser habe die Reise mit 

E-8070/2025 

Seite 3 

Ersparnissen aus dem Verkauf ihres Hab und Guts in Afghanistan sowie 

teilweise durch geliehenes Geld finanziert. 

Als Grund für ihre Ausreise aus Griechenland führte sie an, dass die Le-

bensbedingungen im Camp sehr schlecht und unhygienisch gewesen 

seien. Das Essen sei ungeniessbar gewesen, es habe keinen Arzt gege-

ben und während ihrer Periode habe sie zwei Wochen lang starke Blutun-

gen gehabt, ohne medizinische Hilfe zu erhalten. Im Camp habe keine Si-

cherheit, insbesondere für Mädchen, geherrscht. Sie habe die sanitären 

Anlagen nicht allein aufsuchen können, da es keine getrennten Toiletten 

oder Duschen gegeben habe. Zudem habe es kein warmes Wasser gege-

ben, und sie habe sich beim Duschen stets unwohl und ungeschützt ge-

fühlt. Sie sei durch Männer verbal belästigt worden. Nach dem Erhalt ihres 

Asylentscheids sei ihr zudem das Essen gestrichen worden. Anschlies-

send habe sie in alten Zelten leben müssen, wo die hygienischen Zustände 

noch schlechter gewesen seien und es viele Insekten und Kakerlaken ge-

geben habe. 

Es habe zwar einen Englischkurs gegeben, dieser sei jedoch schlecht or-

ganisiert gewesen. Sie habe gehört, dass in der Schweiz die Menschen-

rechte respektiert würden, und hoffe, sich hier eine Zukunft aufbauen und 

in Frieden leben zu können. Sie wünsche sich, in der Schweiz zur Schule 

zu gehen, da sie in Griechenland keine Zukunft gesehen habe. Ihre Familie 

sei nicht unterstützt worden, und die Sprachbarriere habe sich als grosse 

Hürde erwiesen. Die Behörden hätten ihnen täglich mitgeteilt, dass sie das 

Camp verlassen müssen, ohne ihnen eine Alternative aufzuzeigen.  

In der Heimat habe sie zwar bis zur 6. Klasse die Schule besucht, jedoch 

nicht regelmässig, da die Schulen zeitweise geschlossen gewesen seien. 

In ihrem Dorf habe es zudem nur eine Schule bis zur 6. Klasse gegeben, 

und Mädchen hätten nach dieser Stufe nicht weiter zur Schule gehen dür-

fen. Nach dem Schulabschluss sei sie zu Hause geblieben, habe sich mit 

Frisuren und dem Haareschneiden beschäftigt und sich diese Tätigkeit 

selbst beigebracht. Eine Erwerbstätigkeit habe sie in diesem Bereich je-

doch nicht ausgeübt. Sie habe lediglich ihrer Mutter, ihren Schwestern und 

Freundinnen die Haare geschnitten. Sie sei nicht berufstätig gewesen, son-

dern habe ihrer Mutter im Haushalt geholfen. Sie spreche Dari, Farsi und 

habe unterwegs ein wenig Englisch gelernt. 

  

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Seite 4 

D.  

D.a Am 1. Oktober 2025 wandte sich das SEM an den zuständigen Pfle-

gedienst und ersuchte um Einsicht in medizinische Unterlagen der Be-

schwerdeführerin sowie um Auskunft betreffend allfällige ausstehende 

Arzttermine. 

D.b Der zuständige Pflegedienst stellte gleichentags die medizinischen 

Unterlagen der Beschwerdeführerin – einen Arztbericht vom 23. April 2025, 

sowie das Verlaufsblatt der medizinischen Betreuung – dem SEM zu und 

informierte darüber, dass die Beschwerdeführerin keine weiteren Arztter-

mine habe. 

E.  

E.a Am 10. Oktober 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf – zusammen mit den editionspflichtigen Akten – an die Be-

schwerdeführerin zur Stellungnahme.  

E.b Gleichentags nahm die Beschwerdeführerin Stellung zum unterbreite-

ten Entscheidentwurf und legte im Wesentlichen dar, dass sie in Griechen-

land keine Zukunftsperspektive gesehen habe. Eine Integration sei ihr nicht 

möglich gewesen, da sie in einer kleinen Stadt ohne Arbeitsmöglichkeiten 

gelebt, über keine sozialen Kontakte verfügt und die Sprache nicht habe 

erlernen können. Sie sei in Griechenland diskriminiert worden und habe 

sich nicht wie ein Mensch behandelt gefühlt. Nach ihrer Vertreibung aus 

dem Camp durch die Sicherheitskräfte habe sie mit ihrer Familie kurzzeitig 

auf einem Feld gelebt. Sie hätten kein Geld gehabt, um eine Unterkunft zu 

mieten, und keinerlei Unterstützung erhalten. Auch der Versuch, Hilfe 

durch Hilfsorganisationen zu erlangen, sei erfolglos geblieben. Sie und ihre 

Familie hätten über keine finanziellen Mittel verfügt und seien gezwungen 

gewesen, sich Geld zu leihen, um weiterzureisen. Eine Integration in Grie-

chenland sei ohne Unterstützung unmöglich gewesen. Sie habe an starken 

Schmerzen im Arm, an der Schulter und im Nacken sowie an zweiwöchi-

gen Blutungen gelitten – ebenso wie ihre Mutter und Schwestern. Eine me-

dizinische Versorgung habe nicht stattgefunden, und die verabreichten 

Schmerzmittel seien wirkungslos geblieben. 

Auch die vom SEM genannten Organisationen könnten sie (die Beschwer-

deführerin) in der Praxis nicht von einer drohenden Obdachlosigkeit schüt-

zen, was für vulnerable Personen wie sie – insbesondere auch unter Be-

rücksichtigung der gesundheitlichen Situation – schwerwiegende Folgen 

haben könne, weshalb sie in der Schweiz vorläufig aufzunehmen sei.  

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Seite 5 

F.  

Mit Verfügung vom 14. Oktober 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a in Verbindung mit Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG auf das 

Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht ein, ordnete die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug an, forderte sie auf, die Schweiz am 

Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen und händigte 

ihr die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. 

G.  

Mit Eingabe vom 21. Oktober 2025 erhob die Beschwerdeführerin, han-

delnd durch den rubrizierten Rechtsvertreter, beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde gegen diese Verfügung und beantragt, diese sei vollum-

fänglich aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das Asylge-

such einzutreten und ihr die vorläufige Aufnahme zu gewähren; eventuali-

ter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, das vorliegende Dossier 

(N […]) sei aufgrund des persönlichen und sachlichen Zusammenhangs 

mit demjenigen ihrer Eltern und der minderjährigen Geschwister (N […]) 

koordiniert zu behandeln und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung 

unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu gewähren.  

H.  

Am 27. Oktober 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein-

gang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

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Seite 6 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie 

ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.  

1.4 Das vorliegende Verfahren wird aufgrund des engen sachlichen und 

persönlichen Zusammenhanges antragsgemäss mit demjenigen der Eltern 

und der minderjährigen Geschwister (E-[…]; N […]) koordiniert behandelt. 

2.  

2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). Hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des 

Wegweisungsvollzugs hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorge-

nommen, weshalb das Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit 

ohne Einschränkung prüft. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Für die beantragte – aber nicht näher begründete – Rückweisung der Sa-

che zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zwecks weiterer Sachverhalts-

abklärungen besteht keine Veranlassung, da – wie im Folgenden zu zeigen 

ist – der Sachverhalt rechtsgenüglich erstellt ist und in den Akten auch 

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Seite 7 

keine Verfahrensfehler erkennbar sind. Das entsprechende Eventualbe-

gehren ist abzuweisen. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, die 

Beschwerdeführerin sei im sicheren Drittstaat Griechenland als Flüchtling 

anerkannt und Griechenland habe ihrer Rückübernahme zugestimmt. Sie 

könne dorthin zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in Verletzung des 

Non-Refoulement-Prinzips befürchten zu müssen. Es sei daher in Anwen-

dung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht auf ihr Asylgesuch einzutreten. 

In seiner Verfügung hielt das SEM mit ausführlichem Verweis auf  

die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts (Referenzurteil E-3427/2021,  

E-3431/2021 vom 28. März 2022) fest, es könne weiterhin davon ausge-

gangen werden, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für 

anerkannte Schutzberechtigte grundsätzlich zulässig und zumutbar sei. 

Für Familien mit Kindern sei der Vollzug der Wegweisung ebenfalls zumut-

bar, falls günstige Voraussetzungen oder Umstände vorlägen. Allein die 

Tatsache, dass sich die bisherige Integration als schwierig erwiesen habe, 

lasse den Vollzug der Wegweisung noch nicht als unzumutbar erscheinen. 

Es gehe aus den Akten nicht hervor, dass sie alles ihr Zumutbare unter-

nommen habe, um in Griechenland zu ihren Rechten und den ihr zustehen-

den Leistungen zu kommen, und habe nicht dargelegt, inwiefern sie nicht 

über die Ressourcen verfügen sollte, um ihre Rechte in Griechenland gel-

tend zu machen. Vielmehr habe sie ihren Angaben zufolge das Camp nicht 

verlassen, die Behörden nicht kontaktiert und kurze Zeit nach Erhalt der 

Reisedokumente Griechenland verlassen.  

Schutzberechtigte, welche in Griechenland nicht in der Lage seien, ihren 

Lebensunterhalt selbstständig zu bestreiten, könnten beim griechischen 

Staat das Garantierte Mindesteinkommen (Ελάχιστο Εγγυημένο Εισόδημα; 

EEE) beantragen, wobei das EEE ein umfassendes Unterstützungskon-

zept sei, welches auf drei Grundpfeilern – finanzielle Einkommensunter-

stützung, soziale Dienstleistungen sowie berufliche Integration – beruhe. 

Der entsprechende Antrag könne bei einem Gemeindezentrum oder einem 

Migrant Integration Center (MIC) eingereicht werden, wobei die MIC wei-

tere Unterstützungsleistungen anböten. Bis zur Genehmigung des Antrags 

auf das EEE, welche in der Regel innerhalb eines Monats erfolge und für 

jeweils sechs Monate gelte, habe die Beschwerdeführerin gemäss der 

Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

13. Dezember 2011 (sogenannte Qualifikationsrichtlinie) Anspruch auf 

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Seite 8 

Unterstützungsleistungen. Diese könnten direkt bei den zuständigen Be-

hörden – nötigenfalls auch auf dem Rechtsweg – eingefordert werden. 

Ausserdem stünden Schutzberechtigten in Griechenland ein weiteres In-

tegrationsprojekt, HELIOS+, sowie zahlreiche Nicht-Regierungsorganisati-

onen mit diversen Unterstützungsangeboten (beispielsweise die Organisa-

tion «Afghan Migrants & Refugees Community in Greece» betreffend Un-

terstützung für afghanische Staatsangehörige) zur Verfügung. Soweit die 

Beschwerdeführerin gemäss Stellungnahme zum Entscheidentwurf vom 

HELIOS+-Programm keine Kenntnis gehabt habe, sei ihren Ausführungen 

nicht zu entnehmen, dass sie sich umfassend zu informieren versucht 

habe. Sie habe insbesondere nicht darlegen können, welche Bemühungen 

sie unternommen habe, um eine Unterkunft oder eine Arbeit zu finden und 

habe es von Vorneherein unterlassen, sich in Griechenland um eine wirt-

schaftliche und gesellschaftliche Integration zu bemühen. Trotz gewisser 

gesundheitlicher Beeinträchtigungen seien bei der Beschwerdeführerin 

grundsätzlich die Voraussetzungen gegeben, um in Griechenland eine Ar-

beitstätigkeit aufzunehmen. Eine separate «Aufenthaltsbewilligung» im en-

geren Sinne sei dabei für eine Arbeitsaufnahme – wie in der Stellungnahme 

behauptet – nicht erforderlich. Was das Erlernen der griechischen Sprache 

betreffe gebe es zudem kostenlose Sprach- wie auch Computerkursange-

bote (Greek Council for Refugees), nach denen sie sich erkundigen könne. 

Der medizinische Sachverhalt sei ausreichend erstellt, um die Zulässigkeit 

und Zumutbarkeit des Wegeweisungsvollzugs nach Griechenland prüfen 

zu können. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin lasse so-

dann nicht darauf schliessen, dass es sich bei ihr um eine äusserst vul-

nerable Person handle. Ohnehin könne davon ausgegangen werden, dass 

die Beschwerdeführerin in Griechenland als Schutzberechtigte eine adä-

quate medizinische Behandlung erhalten würde. Es sei ihr daher zuzumu-

ten, sich bei Bedarf in Griechenland selbständig, allenfalls mit Unterstüt-

zung örtlicher Hilfs- und Gesundheitsorganisationen, um eine ärztliche Be-

treuung zu bemühen. Ihren Aussagen sei im Übrigen zu entnehmen, dass 

sie in Griechenland medizinische Hilfe aufgesucht und eine medikamen-

töse Behandlung erhalten habe, auch wenn diese ihren Erwartungen mög-

licherweise nicht entsprochen habe. Insgesamt seien ihre gesundheitlichen 

Probleme weder in ihrer Schwere noch in den erforderlichen Behandlun-

gen derart spezifisch, dass eine Überstellung nach Griechenland eine Ver-

letzung von Art. 3 EMRK darstellen würde.  

Hinsichtlich des Vorbringens betreffend die häusliche Gewalt durch den 

Vater der Beschwerdeführerin habe sie – bei Bedarf – die Möglichkeit, bei 

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der 24-Stunden-Hotline «SOS 15900» anzurufen, oder sich an das For-

schungszentrum für die Gleichstellung von Mann und Frau (KETHI) zu 

wenden. Darüber hinaus stünden in ganz Griechenland 44 Beratungsstel-

len für Frauen und 19 Frauenhäuser zu Verfügung.  

Somit sei es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, die in Art. 83 Abs. 5 

AIG (SR 142.20) verankerte Legalvermutung umzustossen. Der Vollzug 

der Wegweisung nach Griechenland sei zulässig und zumutbar, weshalb 

der Antrag auf vorläufige Aufnahme in der Schweiz abzuweisen sei.  

5.2 Dem hielt die Beschwerdeführerin in der Beschwerde, nebst der Wie-

derholung ihrer bisherigen Ausführungen, im Wesentlichen entgegen, bei 

einer Rückkehr nach Griechenland aufgrund der gravierenden Mängel im 

griechischen Asylsystem in eine existenzielle Notlage zu geraten, weshalb 

Art. 3 EMRK verletzt würde. 

Insbesondere sei anzumerken, dass die Existenz von Hilfsorganisationen 

in Griechenland noch nichts über deren Funktionieren aussage. Gemäss 

öffentlichen Quellen würden betroffenen Rückkehrern keine Informationen 

bereitgestellt. Zudem sei aus den öffentlichen Berichten zu schliessen, 

dass bei einer Rückkehr der Beschwerdeführerin keine begünstigenden 

Umstände vorlägen (Schweizerische Flüchtlingshilfe, SFH; Mitteilung vom 

2.10.2025; Obdachlosigkeit, https://www.fluechtlingshilfe.ch/medienmittei-

lungen/verschaerfte-griechenland-rechtsprechung). Sie habe sich nicht 

bereits längere Zeit in Griechenland aufgehalten, verfüge über keine 

Kenntnisse der griechischen Sprache und sie sei nie in Griechenland be-

rufstätig gewesen. Mit Verweis auf Berichte der Stiftung Pro Asyl bestehe 

sodann ein grundsätzlicher Mangel an Ressourcen sowie Kapazitäten und 

kein tatsächlicher Zugang zu Gesundheitsdiensten, Arbeitsmarkt und 

Wohnraum.  

Ferner würden zurückgewiesene Schutzberechtigte bei einer Rückkehr 

von der griechischen Polizei am Flughafen zur Feststellung ihrer Identität 

kurz festgehalten und in der Regel nach einigen Stunden freigelassen. Die 

griechische Polizei verfüge am Flughafen weiterhin über keine Dolmet-

scher oder Dolmetscherinnen für die Kommunikation mit Abgeschobenen, 

nicht einmal für Arabisch und Farsi. Schutzberechtigte, die aus anderen 

Ländern zurück nach Griechenland abgeschoben würden, würden  

von griechischen Behörden keinerlei Informationen erhalten, wohin sie sich 

in Bezug auf Unterbringungsmöglichkeiten, Unterstützung oder für 

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behördliche Angelegenheiten wenden können. Damit sei der Wegwei-

sungsvollzug nach Griechenland unzulässig und unzumutbar.   

6.  

6.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn die asyl-

suchende Person in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten 

hat (Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG).  

6.2 Das SEM stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, dass 

es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), um 

einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). 

Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass die Beschwer-

deführerin in Griechenland als Flüchtling anerkannt wurde und die griechi-

schen Behörden ihrer Rückübernahme ausdrücklich zustimmten.  

6.3 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten.  

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG). Vorliegend ist der Wegweisungsvollzug in Bezug auf 

Griechenland zu prüfen. 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

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Seite 11 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

8.2.2 Bei Griechenland handelt es sich um einen sicheren Drittstaat, in wel-

chem die Beschwerdeführerin Schutz vor Rückschiebung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 AsylG findet (vgl. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Das Land ist 

sodann Signatarstaat der EMRK, der FoK und der FK, des FK-Zusatzpro-

tokolls vom 31. Januar 1967 sowie der KRK und kommt seinen diesbezüg-

lichen völkerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt 

das Bundesverwaltungsgericht an, dass die Lebensbedingungen in Grie-

chenland schwierig sind. Trotz gewisser Schwachstellen kann aber nicht 

von einem dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Es exis-

tieren in Griechenland verschiedene Angebote, die Schutzberechtigten of-

fenstehen, auch wenn die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und 

Infrastrukturhilfen und Angebote bisher vor allem von internationalen Akt-

euren in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und fi-

nanziert worden sind. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesver-

waltungsgericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätz-

lich in der Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken. Auch ist 

davon auszugehen, dass Rückkehrenden keine menschenunwürdige Be-

handlung droht, weshalb für sie kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen 

Behandlung besteht (vgl. Urteil des BVGer D-2586/2025 vom 11. Septem-

ber 2025 E. 8.1 [als Referenzurteil publiziert]; vgl. jüngst auch Urteil des 

BVGer D-7316/2025 vom 2. Oktober 2025 E. 7.2.2).  

8.2.3 Angesichts der Tatsache, dass auf das Asylgesuch der Beschwerde-

führerin in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht eingetreten 

werden konnte, ist nicht von einer asylrechtlich erheblichen Gefährdung 

auszugehen und sind den Akten keine Hinweise auf eine Verletzung des in 

Art. 5 AsylG verankerten Prinzips des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment zu entnehmen.  

8.2.4 Die Beschwerdeführerin wurde in Griechenland als Flüchtling aner-

kannt. Sie kann sich dort somit – wie die Vorinstanz in ihrer Verfügung zu 

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Seite 12 

Recht aufgezeigt hat (s. angefochtene Verfügung S. 7 f.) – auf die Garan-

tien der Qualifikationsrichtlinie berufen (insbesondere die Regeln betref-

fend den Zugang zu Beschäftigung [Art. 26], zu Bildung [Art. 27], zu Sozi-

alhilfeleistungen [Art. 29], zu medizinischer Versorgung [Art. 30] und zu 

Wohnraum [Art. 32]), auf die sich Griechenland als EU-Mitgliedstaat behaf-

ten lassen muss. Auch unter Berücksichtigung der teils schwierigen Le-

bensbedingungen in Griechenland ist nicht von einem «real risk» auszuge-

hen, wonach die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr nach Griechen-

land einer menschenrechtswidrigen Behandlung ausgesetzt sein wird. Es 

obliegt ihr, bei den zuständigen Behörden ihre Rechte geltend zu machen, 

nötigenfalls mithilfe einer der in Griechenland zahlreich vorhandenen Hilfs-

organisationen. Es liegen nach dem Gesagten keine stichhaltigen Anhalts-

punkte dafür vor, dass die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr nach 

Griechenland einer menschenunwürdigen oder erniedrigenden Behand-

lung ausgesetzt wäre. 

8.2.5 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.2 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG in Verbindung mit Anhang 2 zu Art. 18 

der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Aus-

weisung sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen 

(VVWAL; SR 142.281) besteht die Vermutung, dass eine Wegweisung 

nach Griechenland in der Regel zumutbar ist. Es obliegt der betroffenen 

Person, diese Vermutung umzustossen. Dazu hat sie ernsthafte Anhalts-

punkte dafür vorzubringen, dass die Behörden im konkreten Fall das Völ-

kerrecht verletzten, ihr nicht den notwendigen Schutz gewährten oder sie 

menschenunwürdigen Lebensumständen aussetzten respektive dass sie 

im Fall einer Rückkehr nach Griechenland dort aufgrund von individuellen 

Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine 

 existenzielle Notlage geraten würde (vgl. Referenzurteil des BVGer  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.4). Die Legalvermu-

tung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung gilt bezüglich 

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Seite 13 

Griechenlands grundsätzlich auch für vulnerable Personen, wie zum Bei-

spiel Personen, die an gesundheitlichen Problemen leiden, welche nicht 

als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind (vgl. a.a.O. E. 11.5.1; 

bestätigt durch Urteil des BVGer D-2586/2025 vom 11. September 2025 E. 

8.2 [als Referenzurteil publiziert]).  

Sind Familien mit Kindern betroffen, welche ebenfalls als vulnerable Per-

sonen bezeichnet werden können, erachtet das Bundesverwaltungsgericht 

den Vollzug der Wegweisung als zumutbar, falls günstige Voraussetzungen 

oder Umstände vorliegen. In jedem Fall sind im Rahmen der Abwägung 

sämtliche konkreten Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, wie Al-

ter, Gesundheitszustand, Ausbildung, Fremdsprachenkenntnisse und Be-

rufserfahrung der Betroffenen, aber auch ob und inwieweit sie eigene, 

ihnen zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungsweise bereits 

versucht haben, in Griechenland Hilfen in Anspruch zu nehmen. Allein die 

Tatsache, dass sich die bisherige Integration der betroffenen Personen in 

Griechenland als schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der Wegwei-

sung noch nicht als unzumutbar erscheinen. Entscheidend ist, ob die be-

troffenen Personen bei einer Rückkehr trotz ihnen zumutbarer Anstrengun-

gen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage ge-

raten würden, die sie nicht aus eigener Kraft abwenden könnten (vgl. a.a.O. 

E. 11.5.2). 

8.3.3 Aufgrund der Aktenlage ist nicht davon auszugehen, dass es sich bei 

der Beschwerdeführerin um eine äusserst vulnerable Person im Sinne der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts handelt. Die Vorinstanz 

zeigte in der angefochtenen Verfügung ausführlich und nachvollziehbar 

auf, weshalb sie unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zur Er-

kenntnis gelangt ist, dass der Wegweisungsvollzug für sie zumutbar ist 

(s. angefochtene Verfügung S. 8 ff.). Zudem liess sie ebenfalls im Sinne 

der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung miteinfliessen, ob 

und inwieweit die Beschwerdeführerin eigene, ihr zumutbare Anstrengun-

gen unternommen beziehungsweise bereits versucht hat, in Griechenland 

Hilfen in Anspruch zu nehmen oder die griechische Sprache zu erlernen. 

Die Beschwerdeführerin muss sich dabei vorhalten lassen, dass sie Grie-

chenland knapp drei Monate nach der Schutzgewährung bereits wieder 

verlassen hat und in die Schweiz gereist ist. Dies steht im Widerspruch zu 

allfälligen langfristigen Verbesserungsbemühungen ihrer Situation in Grie-

chenland. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin  

bei einer erneuten Rückkehr nach Griechenland trotz der von der Vo-

rinstanz detailliert aufgezeigten und von ihr zu erwartenden zumutbaren 

E-8070/2025 

Seite 14 

Anstrengungen (beispielsweise mit Blick auf Arbeit, Spracherlernung, all-

fällig notwendige finanzielle, soziale oder medizinische Leistungen) mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten 

wird, die sie nicht aus eigener Kraft abwenden kann.  

Mit ihren Ausführungen in der Beschwerde gelingt es ihr nicht, die geltende 

Legalvermutung umzustossen. Inwieweit sie in Griechenland erfolglos ei-

gene, ihr zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungsweise be-

reits versucht hat, in Griechenland Hilfen in Anspruch zu nehmen, wird in 

der Rechtsmitteleingabe weder substanziiert aufgezeigt noch belegt. Zwar 

dürfte sie bei einer Rückkehr nach Griechenland mit gewissen Herausfor-

derungen im Alltag konfrontiert sein; diese erscheinen bei zumutbarer Ei-

geninitiative jedoch nicht unüberwindbar. Es ist erneut darauf hinzuweisen, 

dass sie sich als anerkannter Flüchtling in Griechenland auf die Qualifika-

tionsrichtlinie berufen kann. Auch ist festzuhalten, dass die Nichtregie-

rungsorganisationen in Griechenland von verschiedenen Akteuren (wie 

etwa der Europäischen Union) gerade finanziert werden, um staatliche An-

gebote zu ergänzen (vgl. Referenzurteil des BVGer E-3427/2021,  

E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 9). Es ist der Beschwerdeführerin zu-

zumuten, sich bei Bedarf an die griechischen Behörden oder an karitative 

Organisationen zu wenden. Falls ihr entsprechende Leistungen (Zugang 

zu medizinischer Versorgung etc.) verwehrt werden, hat sie die erforderli-

che Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern, zumal es sich bei 

Griechenland um einen Rechtsstaat mit einem funktionierenden Justizsys-

tem handelt. Sollte sie erneut unangemessenem Verhalten ausgesetzt 

sein, kann sie an die zuständigen staatlichen Stellen gelangen; diese sind 

ohne Weiteres als schutzfähig und -willig zu erachten (vgl. Urteil des 

BVGer D-2287/2024 vom 26. April 2024 E. 9.4). Ausserdem ist davon aus-

zugehen, dass sie und ihre Familie – wie bereits während ihres vorherigen 

Aufenthalts in Griechenland – von Freunden oder Verwandten aus dem 

Ausland finanzielle Unterstützung erhalten kann, sollte dies erforderlich 

sein. 

8.3.4 Sodann ist gemäss konstanter Praxis aus medizinischen Gründen 

nur dann auf eine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu schlies-

sen, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Zielstaat nicht zur 

Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährden-

den Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person 

führen würde. Dabei wird als wesentlich die allgemeine und dringende  

medizinische Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer men-

schenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt 

E-8070/2025 

Seite 15 

jedenfalls noch nicht vor, wenn im Zielstaat keine dem schweizerischen 

Standard entsprechende medizinische Behandlung verfügbar ist (vgl. 

BVGE 2011/50 E. 8.3 oder etwa Urteil des BVGer E-1899/2023 vom 

13. April 2023 E. 7.3.4). 

8.3.5 Die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin sind nicht 

von einer derartigen Schwere, dass sie der Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs entgegenstehen. Die von der Rechtsprechung für die Unzu-

mutbarkeit des Vollzugs geforderte hohe Schwelle ist nicht erreicht. Zumal 

gemäss Angaben des zuständigen Pflegediensts auch keine weiteren Arzt-

termine geplant sind. So geht das Gericht – wie bereits das SEM – denn 

auch davon aus, die Behandlung von allenfalls noch bestehenden gesund-

heitlichen Problemen der Beschwerdeführerin (u.a. Hals-, und Körper-

schmerzen sowie Angststörungen) auch in Griechenland aufgrund des dort 

erhaltenen Schutzstatus gewährleistet sein wird (vgl. Urteil des BVGer  

D-7316/2025 vom 2. Oktober 2025 E. 7.3.2).  

8.3.6 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 

13. Juni 2025 der Rückübernahme der Beschwerdeführerin explizit zuge-

stimmt haben und sie über eine bis zum (…) 2028 gültige Aufenthaltsbe-

willigung verfügt (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und es der Beschwerdeführerin 

obliegt, nötigenfalls bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken 

(vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

E-8070/2025 

Seite 16 

10.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da sich die Begehren entsprechend den vorstehenden Erwä-

gungen von vornherein als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 

erwiesen haben.  

10.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwer-

deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 1’000.– festzu-

setzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-8070/2025 

Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

3. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4. 

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Jessica Püringer 

 

 

Versand: