# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 877ad819-d354-586d-959a-71200bb34c32
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.06.2014 100 2012 456
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2012-456_2014-06-11.pdf

## Full Text

100.2012.456U   publiziert in BVR 2014 S. 451
KEP/GEU/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Juni 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum und Keller
Gerichtsschreiberin Geiser Keller 

Grüne Partei Bern - Demokratische Alternative 
Verein, handelnd durch die statutarischen Organe, Luternauweg 8, 3006 Bern
Beschwerdeführer

gegen

B.___ GmbH
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdegegnerin

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Baubewilligungsbehörde, Bauinspektorat, Bundesgasse 38, Postfach, 3001 Bern

betreffend Bewilligung für Seilpark im Wald (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern vom 13. November 2012; RA Nr. 110/2012/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Einwohnergemeinde (EG) Bern bewilligte der B.___ GmbH am 23. Februar 2004 
auf dem Grundstück Bern 4 (Kirchenfeld/Schosshalde) Gbbl. Nr. 1________ das 
«Erstellen eines Abenteuer- und Erlebnisparks mit Hochseilgarten bestehend aus 5 
Parcours im bestehenden Baumbestand des nordöstlichen Dählhölzliwaldes». In den 
folgenden Jahren erstellte die B.___ GmbH verschiedene Infrastrukturbauten 
(Barcontainer, Materiallager, Kasse und Ausrüstungslager, WC) auf der genannten 
Parzelle, ohne die nötigen Bewilligungen einzuholen, und erweiterte den Seilpark 
zudem um weitere Seilparcours. Am 21. März 2006 stellte die B.___ GmbH ein 
(nachträgliches) Baugesuch für die Infrastrukturbauten (ohne Barcontainer), welche die 
EG Bern mit Gesamtentscheid vom 30. August 2007 befristet bis Ende 2010 bewilligte. 
Diese befristete Bewilligung verlängerte die EG Bern am 29. Juli 2011 bis Ende 2012. 
Am 9. Oktober 2008 und am 14. Juli 2009 stellte die B.___ GmbH weitere Baugesuche 
im Zusammenhang mit den genannten Infrastrukturbauten; diese Verfahren wurden 
jeweils infolge Rückzugs des Baugesuchs abgeschrieben. Auf Aufforderung der 
zuständigen Behörden reichte die B.___ GmbH am 20. Dezember 2010 erneut ein 
Baugesuch für den Seilpark ein, der folgende Elemente umfasste:

– Anpassung des Seilparkperimeters von 11,7 auf 6,9 ha

– Kennzeichnung des Seilparks beim Waldeingang Thunplatz (Reklame)

– Beleuchtung der Infrastrukturbauten und Anlageteile

– Überdachung des öffentlichen Picknickplatzes mit einer Plane (saisonal)

– Infowände 

– Standort für eine Anhängeleiter (während Betriebszeiten)

– Standort Rettungsfahrzeug

– Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung 

– Baute für WC-Anlagen und Materiallager 

– Waldlehrpfad (14 Posten)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 3

Mit Ausnahme der Baute für WC-Anlagen und Materiallager, welche in einer Zone für 
öffentliche Nutzungen (ZöN) auf dem Grundstück Bern 4 (Kirchenfeld/Schosshalde) 
Gbbl. Nr. 2________ geplant ist, sollen sämtliche Bauten und Anlagen im Wald 
(Parzelle Nr. 1________) errichtet werden. Gegen das Seilparkprojekt erhob nebst 
anderen der Verein Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative Einsprache. Die EG 
Bern bewilligte das Vorhaben mit Gesamtentscheid vom 5. Januar 2012 und wies die 
Einsprachen ab. 

B.

Dagegen erhob der Verein Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative am 
6. Februar 2012 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern (BVE). Diese gelangte zur vorläufigen Beurteilung, dass die Baute für 
Kasse, Kiosk und Ausrüstung einer Rodungsbewilligung bedürfe und ersuchte die 
B.___ GmbH am 3. April 2012, ein Rodungsgesuch einzureichen. Diese kam der 
Aufforderung nach und ergänzte das Gesuch am 19. Juli 2012. Nach der Publikation 
im Amtsblatt vom 2. August 2012 gingen mehrere Einsprachen ein. Am 13. November 
2012 entschied die BVE (soweit interessierend) was folgt:

«1. Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als die Baute für Kasse, Kiosk 
und Ausrüstung einer Rodungsbewilligung bedarf (vgl. dazu Ziffer 3 
nachstehend). Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen und der 
Gesamtentscheid der Stadt Bern vom 5. Januar 2012 bestätigt. 

2. Der Gesamtentscheid der Stadt Bern vom 5. Januar 2012 wird wie folgt 
ergänzt:

a) Die Baubewilligung für die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung wird bis 
31.12.2030 befristet.

b) Die Seilparkanlage darf die Anzahl von 150 Plattformen nicht 
überschreiten.

3. Die beantragte Ausnahmebewilligung zur temporären Rodung (gemäss Plan 
der Rodungsfläche Infrastruktur Seilpark Bern 1:500 vom 26.06.2012, 
gestempelt vom Rechtsamt BVE am 29.09.2012) wird unter den nachstehend 
genannten Bedingungen, Auflagen und Hinweisen erteilt: 

3.1 Bedingungen
3.1.1 Die Rodungsbewilligung (Frist bis zur Erstbeanspruchung der 

Zweckentfremdung des Waldbodens) wird bis 31.12.2015 befristet.
3.1.2 […]
3.1.3 Zur Sicherstellung der Wiederinstandstellung der Rodungsfläche hat die 

Gesuchstellerin eine Gesamt-Kaution von Fr. 30'000.- in Form einer 
unbefristeten Bankgarantie (Solidarbürgschaft gemäss Art. 496 ff. OR) zu 
leisten. Diese Kaution umfasst auch die von der Waldabteilung 5 verlangte 
Kaution für den Rückbau und die Wiederherstellung der Seilpark-Parcours. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 4

Sie ist nach Rechtskraft des Entscheids dem Amt für Wald des Kantons Bern, 
Fachbereich Waldrecht, Laupenstrasse 22, 3011 Bern zuzustellen. Nach 
Eingang der schriftlichen Bestätigung des zuständigen Forstdienstes, wonach 
der Rückbau der ganzen Anlage, die Wiederherstellung des Areals und der 
beanspruchten Bäume sowie der temporären Rodungsfläche richtig aus-
geführt und gesichert sind, wird die Kaution an die Gesuchstellerin 
zurückgegeben. 

3.2 Auflagen
3.2.1 Die Beanspruchung der Rodungsfläche hat unter grösstmöglicher Schonung 

des Baumbestandes zu erfolgen. Verbleibende Bäume und nicht 
beanspruchte Flächen sind gegen Beschädigungen zu schützen. Deponien 
aller Art sowie das Abstellen von Geräten und Maschinen ausserhalb der 
Rodungsfläche auf Waldareal sind verboten. Während der Bauzeit darf nur 
die befestigte Waldstrasse für Transporte und zur Deponierung von Mate-
rialien kurzfristig beansprucht werden. 

3.2.2 Die auf der temporären Rodungsfläche zu erstellenden Bauten und Anlagen 
dürfen nicht flächig fundiert und nicht unterkellert werden. Die Eingriffe in den 
gewachsenen Waldboden sind möglichst gering (in Tiefe und flächiger 
Ausdehnung) zu halten, damit die Wurzeln und der Wurzelraum der 
umliegenden Bäume funktionsfähig erhalten bleiben. 

3.2.3 Die Bauten und Anlagenteile sind optisch so zu gestalten, dass sie sich gut 
ins Landschaftsbild einfügen. Glänzende Oberflächen und grelle Farben sind 
– ausser wenn sie aus Sicherheitsgründen nötig sind – zu vermeiden. Ebenso 
ist auf Beleuchtungen ausserhalb der Betriebszeiten vollständig zu verzichten. 

3.2.4 Als Wiederherstellung für die temporäre Rodung wird die Gesuchstellerin 
verpflichtet, auf der Parzelle Grundbuchblatt Nr. 1________, Gemeinde Bern, 
eine Fläche von 175 m2 nach den Weisungen und unter Aufsicht der 
Waldabteilung 5, bis ein Jahr nach Betriebseinstellung des Seilparks, jedoch 
spätestens bis zum 31.12.2030, zu rekultivieren und nötigenfalls zu begrünen 
und mit standortgerechten Baum- und Straucharten anzupflanzen.

3.2.5 Die Waldabteilung 5 ist zu allfälligen Bausitzungen oder Infor-
mationsveranstaltungen einzuladen (sofern Wald betroffen oder thematisiert 
ist). 

3.2.6 Im gesamten beanspruchten Areal des Seilparks müssen allenfalls 
auftretende invasive Neophyten nach Weisungen der Waldabteilung auf 
Kosten der Gesuchstellerin bekämpft werden. Die Gesuchstellerin hat 
während der ganzen Betriebsdauer des Seilparks die Flächen regelmässig 
(mind. zweimal jährlich) zu kontrollieren. 

3.3 [Hinweise]

4. [Verfahrenskosten]

5. [Parteikosten]»

C.

Am 14. Dezember 2012 hat der Verein Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der Entscheid der BVE vom 
13. November 2012 sei aufzuheben und dem Bauvorhaben sei der Bauabschlag zu 
erteilen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 5

Die B.___ GmbH beantragt mit Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2013, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Die BVE 
verlangt mit Vernehmlassung vom 18. Januar 2013 ebenfalls die Abweisung der 
Beschwerde. Die EG Bern verzichtet mit Eingabe vom 14. Januar 2013 unter Hinweis 
auf ihren Gesamtentscheid vom 5. Januar 2012 auf eine Stellungnahme bzw. einen 
Antrag. 

Nach Abschluss eines zweiten Schriftenwechsels hat die EG Bern dem 
Verwaltungsgericht die amtlichen Akten mehrerer abgeschlossener Verfahren 
betreffend den Seilpark eingereicht. 

Am 30. Januar 2014 erstattete das Amt für Wald des Kantons Bern (KAWA) auf 
Ersuchen des Instruktionsrichters hin einen Amtsbericht zur Bewilligung von Seilparks 
im Wald. Der Verein Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative hat sich am 7. März 
2014 dazu geäussert. Die B.___ GmbH hat mitgeteilt, dass sie die Auffassung des 
KAWA teile und keine weiteren Bemerkungen zum Amtsbericht habe. Die BVE und die 
EG Bern haben auf eine Stellungnahme dazu verzichtet. 

Erwägungen:

Inhaltsübersicht

1. Eintreten und Kognition

2. Streitgegenstand und Beweismittel

3. Allgemeine Voraussetzungen Bauen im Wald

4. Erwägungen der Vorinstanz und Argumente der Parteien

5. Waldrechtliche Einordnung der Bauten und Anlagen 

6. Bewilligung für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen

7. Rodungsbewilligung

8. Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der Bauzone

9. Baute für WC-Anlagen und Materiallager 

10. Ergebnis und Kosten

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 6

1. Eintreten und Kognition

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. 

1.2 Gemäss Art. 79 Abs. 2 VRPG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde – nebst 
den gemäss Abs. 1 Legitimierten – jede andere Person, Organisation oder Behörde 
befugt, die durch Gesetz oder Dekret dazu ermächtigt ist. 

1.2.1 Der Beschwerdeführer ist als Verein im Sinn von Art. 60 ff. des Schwei-
zerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) organisiert. Zu seinen dauernden 
Hauptaufgaben gehören «die Wahrung der Anliegen kantonaler wie eidgenössischer 
Gesetzgebung über Raumplanung, Bau- und Strassenbauwesen, Umwelt-, Gewässer- 
und Tierschutz, Wasserbau und Wassernutzung, Forst, Jagd und Fischerei, Natur-, 
Heimat- und Denkmalschutz, Lufthygiene, Lärmbekämpfung, See- und 
Flussuferschutz, Landwirtschaft und Meliorationen sowie Energie» (vgl. Art. 3 der 
Statuten vom 1.2.2012 [act. 3A]). Der Beschwerdeführer rügt, der Seilpark 
widerspreche dem Grundsatz der Walderhaltung, verstosse gegen Art. 24 ff. des 
Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, 
RPG; SR 700) und die Baute für WC-Anlagen und Materiallager ausserhalb des 
Waldes sei nicht zonenkonform. Da er nicht gesamtschweizerisch tätig ist, ergibt sich 
seine Legitimation nicht aus Art. 46 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 
über den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) i.V.m. Art. 12 des Bundesgesetzes vom 
1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451). Das RPG sieht keine 
Beschwerdebefugnis für Organisationen vor (vgl. Art. 34 RPG). Zu prüfen ist deshalb, 
ob der Beschwerdeführer nach dem kantonalen Recht legitimiert ist. 

1.2.2 Gemäss Art. 10 des Koordinationsgesetzes vom 21. März 1994 (KoG; 
BSG 724.1) richten sich die Einsprache- und Beschwerdebefugnis auch im 
koordinierten Verfahren nach der besonderen Gesetzgebung. Die Legitimation soll 
durch das Koordinationsgesetz weder erweitert noch eingeschränkt werden (Vortrag 
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion zum Koordinationsgesetz, in Tagblatt des 
Grossen Rates 1994, Beilage 12, S. 8). 

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1.2.3 Der Beschwerdeführer ist eine juristische Person und verfolgt rein ideelle 
Zwecke, weshalb er gemäss Baugesetz grundsätzlich beschwerdeberechtigt ist 
(Art. 79 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 40a und 35a Abs. 1 des Baugesetzes vom 9. Juni 
1985 [BauG; BSG 721.0]). Gemäss Art. 35c Abs. 3 BauG können die privaten 
Organisationen nach Art. 35a BauG nur Rügen erheben in Rechtsbereichen, die seit 
mindestens zehn Jahren Gegenstand ihres statutarischen Zwecks bilden. Nach Art. 35 
Abs. 2 Bst. b und Art. 35a Abs. 2 BauG in der bis Ende August 2009 geltenden 
Fassung vom 22. März 1994 (BAG 94-76) waren private Organisationen in Form einer 
juristischen Person einsprache- und beschwerdebefugt, soweit die Anliegen des 
Baugesetzes nach den Statuten zu ihren dauernden Hauptaufgaben gehörten. Nach 
den neuen Bestimmungen muss es sich weiterhin um Organisationen handeln, die sich 
statutengemäss mit den Anliegen der Baugesetzgebung im weitesten Sinn (inkl. 
Umweltschutzgesetzgebung) befassen; dass diese eine Hauptaufgabe sind, wird 
jedoch nicht mehr vorausgesetzt. Erfasst werden alle wenigstens in den Grundzügen 
materiell geregelten Sachbereiche. Gleichgültig ist, ob das Anliegen der Baugesetz-
gebung durch eidgenössische, kantonale oder kommunale Vorschriften geregelt ist 
(Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 4./3. Aufl. 2013/2010, 
Art. 35-35c N. 24 mit Hinweisen).  

1.2.4 Der Beschwerdeführer ist aufgrund seiner statutarischen Zwecke ohne weiteres 
legitimiert, soweit er eine Verletzung der Art. 24 ff. RPG (vgl. auch Art. 81 ff. BauG) und 
der Zonenbestimmungen (Art. 77 BauG) geltend macht, da er damit Anliegen des 
Baugesetzes vertritt. Laut Art. 50 Abs. 2 des Kantonalen Waldgesetzes vom 5. Mai 
1997 (KWaG; BSG 921.11) richtet sich das Verfahren im Bereich der 
Waldgesetzgebung nach den Vorschriften über die Verwaltungsrechtspflege, welche 
die Beschwerdebefugnis von Organisationen nicht regeln. Die Rügen betreffend 
Walderhaltung kann er trotz Fehlens einer Bestimmung zur ideellen 
Verbandsbeschwerde im KWaG vorbringen (vgl. aber auch BVR 2006 S. 335 
[VGE 21598/21602-21604U2 vom 14.6.2005], nicht publ. E. 1.3.2, wo die Frage im 
Zusammenhang mit einer Rüge betreffend Waldabstand offengelassen wurde): Die 
Voraussetzung «Verfolgung von Anliegen des Baugesetzes» wird praxisgemäss 
grosszügig bejaht (vgl. VGE 2009/206 vom 24.11.2009, E. 1.2.3 mit Hinweisen). Zu 
den Anliegen des Baugesetzes gehört insbesondere der Schutz der natürlichen 
Lebensgrundlagen, worunter auch die Walderhaltung fällt (vgl. Art. 54 Abs. 2 Bst. a 
BauG; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 54 N. 8 und 11; vgl. auch Art. 35-35c N. 24). Im 
Übrigen besteht ein enger Sachzusammenhang zwischen den umstrittenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 8

waldrechtlichen Bewilligungen und der Bewilligung gemäss Art. 24 RPG. Diese 
Bestimmung verlangt eine Interessenabwägung, in der alle vom Projekt betroffenen 
öffentlichen und privaten Interessen zu ermitteln, zu beurteilen und im Entscheid 
möglichst umfassend zu berücksichtigen sind (Art. 3 der Raumplanungsverordnung 
vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, 
Art. 24 N. 21 ff.). Die Interessen an der Walderhaltung lassen sich somit bei der 
Prüfung der Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG für 
eine Baute im Wald nicht ausklammern (vgl. auch Art. 5 Abs. 2 Bst. b WaG; Federico 
Durband, Bauten und Anlagen im Wald in der Praxis des Bundesgerichts, in Infor-
mationshefte Raumplanung 1/1993 S. 25 f.). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass 
der Beschwerdeführer bezüglich aller Rügen zur Beschwerde befugt ist. Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Es auferlegt sich eine gewisse Zurückhaltung, 
soweit für die Beurteilung besondere Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich sind, über 
die es nicht gleichermassen verfügt wie die Verwaltungsbehörden mit ihren Fachleuten 
und -stellen (BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 80 N. 9). 

2. Streitgegenstand und Beweismittel

2.1 In seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde beanstandet der Beschwerdeführer 
die Seilparcours an sich, die ebenfalls im Wald geplante Baute für Kasse, Kiosk und 
Ausrüstung (dazu nachfolgend E. 3 ff.) sowie die Baute für WC-Anlagen und 
Materiallager in der ZöN (hinten E. 9). Die weiteren Gegenstände des Bewilligungs- 
und Beschwerdeverfahrens (Infowände, Waldlehrpfad usw.) sind nicht Thema des 
vorliegenden Verfahrens.

2.2 Die BVE hat sich auf die Fachmeinung des KAWA gestützt, welches auch vor 
Verwaltungsgericht einen Amtsbericht eingereicht hat. Es besteht kein Grund, die 
Fachmeinung wegen angeblicher «Befangenheit» in Frage zu stellen (vgl. 
Beschwerde, S. 7 Ziff. 3.4), zumal der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem 
Amtsbericht des KAWA vom 30. Januar 2014 keine entsprechenden Vorwürfe erhebt 
(Stellungnahme vom 7.3.2014 zum Amtsbericht KAWA [act. 24A]). Ob die 

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Fachmeinung des KAWA überzeugt, ist im Übrigen keine Frage der Befangenheit, 
sondern der materiellen Beurteilung der Beschwerde. 

3. Allgemeine Voraussetzungen Bauen im Wald

3.1 Das Waldareal ist durch die Forstgesetzgebung umschrieben und geschützt 
(Art. 18 Abs. 3 RPG). Die Nutzungsordnung innerhalb des Waldareals wird somit im 
Wesentlichen durch die Forstgesetzgebung bestimmt, welche darauf ausgerichtet ist, 
die verschiedenen Waldfunktionen zu fördern (BGE 123 II 499 E. 3b/bb; 
Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 18 N. 55). Die dauernde oder vorübergehende 
Zweckentfremdung von Waldboden (Rodung) ist gemäss Art. 4 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 
WaG verboten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Ausnahmebewilligung 
erteilt werden (Rodungsbewilligung; Art. 5 Abs. 2-4 WaG). Nicht als Rodung gilt die 
Beanspruchung von Waldboden für forstliche Bauten und Anlagen sowie für 
nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen (Art. 49 Abs. 3 WaG i.V.m. Art. 4 Bst. a der 
Verordnung vom 30. November 1992 über den Wald [Waldverordnung, WaV; 
SR 921.01]). Nutzungen, die zwar keine Rodung darstellen, jedoch wie die 
nichtforstlichen Kleinbauten und -anlagen die Funktionen oder die Bewirtschaftung des 
Waldes gefährden oder beeinträchtigen, sind unzulässig (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 WaG). 
Aus wichtigen Gründen können die Kantone solche Nutzungen unter Auflagen und 
Bedingungen bewilligen (sog. nachteilige Nutzungen; Art. 16 Abs. 2 WaG; zum Ganzen 
auch BGE 139 II 134 E. 6.2).

3.2 Aus raumplanungsrechtlicher Sicht stellt der Wald Nichtbaugebiet dar. Soweit 
eine Baute oder Anlage in Frage steht, die mit der waldrechtlichen Nutzungsordnung 
nicht vereinbar und damit nicht zonenkonform ist (Art. 22 Abs. 2 Bst. a RPG), bedarf es 
deshalb einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG (Art. 11 WaG und Art. 14 
Abs. 2 WaV; zum Ganzen Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 18 N. 57 und Art. 22 N. 58). 
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten nur solche Bauten und Anlagen 
als zonenkonform, die für die zweckmässige Bewirtschaftung des Waldes notwendig 
und nicht überdimensioniert sind, sofern ausserdem keine überwiegenden öffentlichen 
Interessen gegen deren Errichtung sprechen (BGE 123 II 499 E. 2). Obschon 
Freizeiteinrichtungen der Erholungsfunktion als Teil der Wohlfahrtsfunktion des Waldes 
dienen können (vgl. dazu hinten E. 6.2), gelten sie grundsätzlich als nicht 
zonenkonform, weshalb eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG nötig ist (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 10

Samuel Kissling, Freizeitaktivitäten ausserhalb der Bauzonen, in Raum & Umwelt 
3/2009 S. 1 ff., 10). 

4. Erwägungen der Vorinstanz und Argumente der Parteien 

4.1 Die BVE hat die Seilparcours als nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen 
eingestuft und die Voraussetzungen für deren Bewilligung als nachteilige Nutzung 
bejaht (angefochtener Entscheid, E. 3c und E. 4i). Sodann ist sie zum Schluss 
gekommen, dass für die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung eine 
Rodungsbewilligung nötig sei und dass diese erteilt werden könne (angefochtener 
Entscheid, E. 3d und E. 6). Weiter hat sie erkannt, dass sowohl für die Baute für 
Kasse, Kiosk und Ausrüstung als auch für die Seilparcours eine Ausnahmebewilligung 
gemäss Art. 24 RPG zu erteilen sei (angefochtener Entscheid, E. 5 und E. 4b-h). 

4.2 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, sowohl die waldrechtlichen 
Bewilligungen als auch die Bewilligung nach Art. 24 RPG seien zu Unrecht erteilt 
worden. Als Hauptargumente bringt er vor, es lägen keine wichtigen Gründe für das 
Bauen im Wald vor. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz könnten die ansteigenden 
Besucherzahlen, das wertvolle Erlebnis- und Sportangebot und der Stellenwert des 
Seilparks für den Tourismusstandort nicht als solche gelten. Zudem seien weder die 
Seilparcours noch die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung auf einen Standort im 
Wald angewiesen. 

4.3 Die Beschwerdegegnerin bringt demgegenüber vor, das Angebot des Seilparks 
entspreche dem Bedürfnis nach einer naturnahen und wertvollen Freizeit- und 
Sportanlage in Stadtnähe, welche die Ausübung gesundheitsfördernder Aktivitäten 
ermögliche. Die Parkbetreiberin engagiere sich zudem im Bereich Ausbildung und 
Sicherheitstechnik. Obwohl nicht von der Stadt Bern unterstützt, werde der Seilpark 
doch regelmässig im «Berner Ferienpass» aufgeführt. Die Baute für Kasse, Ausrüstung 
und Kiosk sei betriebsnotwendig und erlaube zudem die Beaufsichtigung der 
Parcoursbesucher. Ausserhalb des Waldes habe kein Standort dafür gefunden werden 
können. Der Dählhölzliwald sei ein sehr wichtiger Erholungswald und werde bereits 
von zahlreichen Spaziergängern, Hundehaltern, Familien und Sporttreibenden besucht. 
Auch sein touristischer Stellenwert spreche für den Seilpark. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 11

5. Waldrechtliche Einordnung der Bauten und Anlagen 

5.1 Der zu beurteilende Seilpark besteht aus den Seilparcours und weiteren damit 
zusammenhängenden Bauten und Anlagen, insbesondere dem Gebäude für Kasse, 
Kiosk und Ausrüstung im Wald (vorne Bst. A). Innerhalb des Seilparkperimeters von 
6,9 Hektaren werden die verschiedenen Seilparcours in den bestehenden Bäumen 
installiert; die Parcours werden aus Plattformen und Verbindungselementen 
(Hängebrücken und Seilbahnen, vgl. Beschreibung Seilpark, einsehbar unter: 
<http://www.....ch>) gebildet. Es wurde darauf verzichtet, den genauen Verlauf der 
einzelnen Seilparcours festzulegen (vgl. auch Schreiben Beschwerdegegnerin vom 
30.3.2012, Vorakten BVE, act. 6A, pag. 53 und vom 26.5.2011, Vorakten Gemeinde, 
act. 6B, pag. 59). Die BVE hat den Gesamtentscheid aber insoweit ergänzt, als eine 
Anzahl von 150 Plattformen nicht überschritten werden darf. Für den Aufstieg zu den 
Parcours wird unter anderem eine Anhängeleiter verwendet (vgl. Allgemeine Er-
läuterungen zum Baugesuch, Vorakten Gemeinde, act. 6B, pag. 11; angefochtener 
Entscheid, Dispositiv Ziff. 2b). Zusätzlich zu den Seilparcours ist ein «Powerfan», ein 
an einem Einzelbaum installiertes «Ablassgerät» vorgesehen, welches freien Fall aus 
dreissig Metern Höhe erlaubt (vgl. Beschreibung Seilpark, einsehbar unter: 
<http://www.....ch>; Aktennotiz vom 13.2.2012 des KAWA, Vorakten Gemeinde, 
act. 6B, pag. 101).

5.2 Unter den Begriff der nachteiligen Nutzung im Sinn von Art. 16 WaG fallen 
insbesondere die nichtforstlichen Kleinbauten und -anlagen. Die Beurteilung, ob eine 
solche vorliegt, hat in erster Linie mit Blick auf den Umfang und die Intensität der 
Beanspruchung des Waldbodens zu erfolgen, wobei ein strenger Massstab anzusetzen 
ist, damit der Zweck der Waldgesetzgebung, namentlich die Erhaltung des 
Waldbestands, nicht weitgehend in Frage gestellt wird. Weist eine Baute eine derartige 
Grösse auf, dass von einer punktuellen oder unbedeutenden Beanspruchung des 
Waldbodens nicht mehr gesprochen werden kann, lässt sie sich bereits aus diesem 
Grund nicht mehr unter den Begriff der Kleinbaute im Sinn von Art. 4 Bst. a WaV 
subsumieren. Geht eine Baute allein unter dem Gesichtspunkt ihrer flächenmässigen 
Ausdehnung nicht über die genannte Beanspruchung hinaus, folgt daraus jedoch nicht 
zwingend, dass sie als Kleinbaute einzustufen ist. Vielmehr ist in einem solchen Fall 
weiter zu prüfen, ob ihr Zweck auch den Einbezug eines gewissen Umschwungs 
bedingt und wie intensiv die Nutzung in diesem Bereich ist. Ob eine Baute oder Anlage 
als nichtforstliche Kleinbaute oder -anlage im Sinn der Waldgesetzgebung in Betracht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 12

fällt, ist somit in jedem Einzelfall anhand der gesamten Umstände zu prüfen (BGE 139 
II 134 E. 6.2 mit Hinweisen). Art. 35 Abs. 2 der Kantonalen Waldverordnung vom 
29. Oktober 1997 (KWaV; BSG 921.111) in der bis zum 31. Dezember 2013 geltenden 
ursprünglichen Fassung (BAG 97-105; nachfolgend: aArt. 35 Abs. 2 KWaV) bezeichnet 
namentlich als nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen: 

a Sport- und Lehrpfade, 

b kleine erdverlegte Leitungen, Transformatorenstationen sowie Antennenanlagen, 

c Hochsitze,

d Bienenhäuschen,

e Material- oder Geräteschuppen zum Unterhalt öffentlicher Werke, 

f freie oder überdeckte Feuerstellen sowie Unterstände mit einer Grundfläche von 
höchstens 25 Quadratmetern und

g Zäune.

5.3 aArt. 35 Abs. 2 KWaV zählt Seilparcours bzw. Seilparks – anders als zum 
Beispiel Art. 13 Abs. 1 der Verordnung vom 30. Januar 2013 über den Wald und die 
Naturgefahren des Kantons Wallis (Systematische Gesetzessammlung des Kantons 
Wallis [SGS] 921.100) – nicht als nichtforstliche Kleinbauten bzw. -anlagen auf. Der 
Katalog ist indes nicht abschliessend («namentlich»; vgl. auch Vortrag der Volkswirt-
schaftsdirektion betreffend KWaV vom 15.10.1997, S. 10). Das Fehlen der Seilparks 
bzw. Seilparcours in der Aufzählung bedeutet demnach entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers noch nicht, dass sie nicht als nichtforstliche Kleinbauten bzw. -an-
lagen eingestuft werden können (vgl. Stellungnahme vom 7.3.2014 zum Amtsbericht 
KAWA [act. 24A], S. 2). Es kommt für die Beurteilung, ob die Seilparcours als 
nichtforstliche Kleinbauten bzw. -anlagen qualifiziert werden können, vielmehr 
entscheidend auf den Umfang und die Intensität der Beanspruchung des Waldbodens 
im konkreten Fall an. Daran ändert nichts, dass auch im Rahmen der am 1. Januar 
2014 in Kraft getretenen Revision von Art. 35 KWaV Seilparks nicht in die beispielhafte 
Aufzählung von Abs. 2 aufgenommen worden sind, bestehen doch keine Hinweise 
dafür, dass die Qualifikation von Seilparks als nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen 
ausdrücklich ausgeschlossen werden sollte (vgl. auch Amtsbericht KAWA vom 
30.1.2014 [act. 18], S. 8). Unter diesen Umständen muss nicht beantwortet werden, ob 
vorliegend die ursprüngliche oder die neue Fassung von Art. 35 KWaV anwendbar ist 
(vgl. Art. 36 Abs. 1 BauG; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 36 N. 1 ff.). 

5.4 Zu Umfang und Intensität der Beanspruchung des Waldbodens hat das KAWA 
ausgeführt was folgt (Amtsbericht KAWA vom 30.1.2014 [act. 18], S. 7):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 13

«Der seit zehn Jahren bestehende Seilpark verursacht nur an einigen wenigen, stark 
begangenen Orten (Einstiege, Informationsstellen, Aufenthalts- und Warteräume, 
Zugänge und unmittelbare Umgebung der Infrastruktur) eine so übermässige 
Beanspruchung des Waldbodens, dass dort die Bodenvegetation verschwunden, die 
nachhaltige Waldverjüngung unterbrochen ist und die natürlichen Waldfunktionen 
kleinflächig ausgefallen sind. Diese Schädigungen sind allerdings nicht grösser als 
nach einem intensiven Holznutzungseingriff, sie sind jedoch andauernd. Diese 
kleinflächigen Schädigungen stören jedoch das Bestandesgefüge nicht und stellen 
auch die Erfüllung der Waldfunktionen im Dählhölzliwald nicht in Frage. Ausser beim 
Kinderparcours im Eingangsbereich sind zusätzliche Trampelpfade durch Begleit-
personen und Zuschauer nicht festzustellen. Zudem ist festzuhalten, dass alle diese 
Beanspruchungen des Waldbodens, mit Ausnahme der mit Fahrzeugen befahrenen 
Stellen unmittelbar bei den Kleinbauten und entlang der breiten Waldstrassen, innert 
weniger Jahre reversibel sind, da der Waldboden nicht durch grosse Gewichte oder 
mechanische Veränderungen belastet wurde. Der Seilpark ist also für den 
Waldboden verträglicher als etwa ein Vitaparcours oder eine Bike-Downhillstrecke. 
Auch sind keine besonderen Umweltschäden (etwa durch Abfälle oder Flüssigkeiten) 
zu beobachten, bzw. sie werden durch den Betreiber des Seilparks kontrolliert und 
nötigenfalls weggeräumt.»

Aus dem Bericht folgt, dass der Waldboden nur punktuell stark beansprucht wird und 
entsprechende Folgen für die Waldfunktionen ersichtlich sind. Die den Seilparcours 
zuzurechnenden Elemente auf dem Waldboden sind – entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers (vgl. Stellungnahme vom 7.3.2014 zum Amtsbericht KAWA 
[act. 24A], S. 2) – mit verschiedenen in aArt. 35 Abs. 2 bzw. Art. 35 Abs. 2 KWaV 
aufgezählten Kleinbauten bzw. -anlagen vergleichbar (vgl. auch Amtsbericht KAWA 
vom 30.1.2014 [act. 18], S. 8): Die an den Bäumen befestigten Plattformen können mit 
Hochsitzen verglichen werden; da die Plattformen an den Bäumen befestigt werden, 
wird der Waldboden darunter jedoch nicht durch Tragelemente beansprucht. 
Ausserdem besteht nicht bei jeder Plattform ein Ein- bzw. Ausstieg zum bzw. vom 
Parcours. Es ist folglich nachvollziehbar, dass der Waldboden insbesondere bei den 
Ein- und Ausstiegen Zeichen der Benutzung durch Seilparkbesucherinnen und -be-
sucher zeigt, bei den übrigen Plattformen jedoch nicht oder höchstens in 
Ausnahmesituationen beansprucht wird, z.B. wenn der Parcours unterbrochen werden 
muss (vgl. auch Parcoursbeschreibung, einsehbar unter: <http://www.....ch>, Rubrik 
«Dokumente»). Die Seilbahnen und Hängebrücken haben keinen Bodenkontakt, 
weshalb sie ohne weiteres als Kleinbauten bzw. -anlagen eingestuft werden können. 
Die im Bereich der Kinderparcours entstandenen Trampelpfade sind schliesslich mit 
einem Sportpfad vergleichbar. Es versteht sich von selbst, dass nicht jede 
Ansammlung von Bauten und Anlagen, die den Waldboden je für sich betrachtet gar 
nicht oder nur unbedeutend beanspruchen, als nichtforstliche Kleinbauten bzw. -an-
lagen eingeordnet werden können; vielmehr ist die Beanspruchung des Waldbodens 
insgesamt von Bedeutung. Vorliegend kann ausgehend vom Amtsbericht des KAWA 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 14

und der Parcoursbeschreibung die mit den Seilparcours verbundene Beanspruchung 
des Waldbodens insgesamt noch als mit den grösser dimensionierten Beispielen von 
nichtforstlichen Kleinbauten bzw. -anlagen in Art. 35 Abs. 2 KWaV wie z.B. den Sport- 
und Lehrpfaden (Bst. a) oder den Rad- und Reitparcours (Bst. l) verglichen werden 
(vgl. auch Roger Zufferey, Aspects juridiques des activités de loisirs et de détente en 
forêt, in URP 2010 S. 337 ff., 351). Die Seilparcours stellen folglich grundsätzlich 
nichtforstliche Kleinbauten bzw. -anlagen dar und können bei Vorliegen der weiteren 
Voraussetzungen von Art. 35 Abs. 1 KWaV und Art. 16 Abs. 2 WaG als nachteilige 
Nutzung bewilligt werden (vgl. hinten E. 6), obwohl sie mit 6,9 Hektaren eine grosse 
Waldfläche beanspruchen. Die beträchtliche räumliche Ausdehnung des Parks ändert 
nichts daran, dass nur punktuell Waldboden beansprucht wird. Diese Fläche ist nicht 
so gross, dass sie den Rahmen einer nichtforstlichen Kleinbaute bzw. -anlage 
sprengen würde (vgl. auch vorne E. 5.2; BGer 1A.32/2004 vom 30.9.2004, in 
Pra 94/2005 Nr. 87 E. 3.1.5). 

5.5 Nicht mehr bestritten ist, dass die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung, 
welche für sich (inkl. Vordach) eine Waldfläche von ca. 80 m2 beansprucht, einer 
Rodungsbewilligung bedarf. Die Beschwerdegegnerin macht insgesamt eine 
Rodungsfläche von 175 m2 geltend, da der Umschwung der Baute insbesondere als 
Warteraum für die Seilparkbesucherinnen und -besucher und als Abstellfläche für den 
Rettungswagen intensiv genutzt wird (Ergänzung Rodungsgesuch vom 19.7.2012, 
Vorakten BVE, act. 6A, pag. 74; Amtsbericht KAWA vom 11.10.2012, Vorakten BVE, 
act. 6A, pag. 128). Es ist folglich in waldrechtlicher Hinsicht für den Seilpark eine 
Bewilligung für nichtforstliche Kleinbauten bzw. -anlagen (Seilparcours) sowie eine 
Rodungsbewilligung (Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung inkl. nahe Umgebung) 
nötig. Der Entscheid der BVE hält insoweit der Rechtskontrolle stand. 

6. Bewilligung für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen

6.1 Gemäss Art. 16 Abs. 2 WaG können die Kantone nachteilige Nutzungen aus 
wichtigen Gründen unter Auflagen und Bedingungen bewilligen (vorne E. 4.1). In 
diesem Sinn bestimmt Art. 52 Abs. 2 Bst. i KWaG i.V.m. Art. 35 Abs. 1 KWaV, dass 
nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen bewilligt werden können, wenn sie auf einen 
Standort im Wald angewiesen sind und die Waldfunktionen nur unwesentlich 
beeinträchtigen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 15

6.2 Der Wald erfüllt mehrere Funktionen. Art. 1 Abs. 1 Bst. c WaG zählt – Art. 77 
Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101) entsprechend und in Übereinstimmung mit 
Art. 51 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) – in nicht 
abschliessender Weise (sog. Multifunktionalität des Waldes) die drei grundlegenden 
Waldfunktionen auf, die Schutz-, die Wohlfahrts- und die Nutzfunktion. Schutzfunktion 
erfüllt der Wald, wenn er Menschenleben oder Sachwerte vor Naturereignissen 
schützt. Die Nutzfunktion beschreibt den Wald als Produktionsgrundlage für die 
Holzwirtschaft. Wohlfahrtsfunktion erfüllt der Wald schliesslich durch die Regulierung 
von Atmosphäre, Klima und Wasserhaushalt, durch seine Bedeutung als Er-
holungsraum für den Menschen sowie durch seine Bedeutung als Lebensraum für 
Tiere und Pflanzen. Die Wohlfahrtsfunktion enthält damit verschiedene Elemente, die 
nicht immer gleichgerichtet sind, sondern durchaus auch oft gegenläufigen Charakter 
haben können. Die Wohlfahrtsfunktion ist insbesondere in den grösseren 
Siedlungsgebieten von Bedeutung (zum Ganzen Stefan M. Jaissle, Der dynamische 
Waldbegriff und die Raumplanung, Diss. Zürich 1994, S. 4 ff.; Keller/Bernasconi, 
Juristische Aspekte von Freizeit und Erholung im Wald, hrsg. vom Bundesamt für 
Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL, 2005, S. 9; vgl. auch Amtsbericht KAWA vom 
30.1.2014 [act. 18], S. 3 f.). Gemäss Art. 5 KWaG bezweckt der Regionale Waldplan 
die Wahrung der öffentlichen Interessen am Wald und stellt die Koordination mit der 
Raumplanung sicher (Abs. 1). Er umschreibt für das gesamte Waldareal insbesondere 
die Entwicklungsabsichten und enthält die Bewirtschaftungsgrundsätze (Abs. 2; vgl. 
auch Art. 20 Abs. 2 WaG). Als notwendiger Inhalt gelten dementsprechend Aussagen 
zu den Waldfunktionen (genauer zum Inhalt der regionalen Waldpläne: Art. 6 Abs. 1 
KWaV; vgl. auch Information der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern [VOL] zur 
Regionalen Waldplanung, einsehbar unter: <http://www.vol.be.ch>, Rubriken 
«Wald/Planung & Grundlagen/Regionale Waldplanung»). Gerade in urbanen Räumen 
und in touristischen Gebieten ist die Bedeutung des Waldes für Freizeit und Erholung 
hoch. Deshalb soll der Erholungsfunktion gegenüber anderen Zielen der 
Waldbewirtschaftung auf planerischer Ebene Priorität zuerkannt werden (Roger 
Zufferey, a.a.O., S. 338; Bernasconi/Schroff, Freizeit und Erholung im Wald, hrsg. vom 
Bundesamt für Umwelt BAFU, 2008, S. 43 f.). In diesem Sinn bezeichnet der «Regio-
nale Waldplan Bern 2003-2017» (nachfolgend: Waldplan Bern, einsehbar unter 
<http://www.vol.be.ch>, Rubriken «Wald/Planung & Grundlagen/Regionale 
Waldplanung») den Dählhölzliwald als sehr wichtigen Erholungswald. Die 
Erholungsfunktion als Teil der Wohlfahrtsfunktion steht demnach im Vordergrund (vgl. 
zum Ganzen auch Amtsbericht KAWA vom 30.1.2014 [act. 18], S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 16

6.3 Zur Beeinträchtigung der Waldfunktionen durch die Seilparcours ergibt sich 
Folgendes: 

6.3.1 Aus der Einordnung der Seilparcours als nichtforstliche Kleinbauten bzw. -
anlagen folgt bereits, dass die Waldfunktionen nicht allzu stark beeinträchtigt werden, 
könnten sie doch sonst von vornherein nicht als solche gelten (vorne E. 5.4). Das 
KAWA hat dazu Nachstehendes ausgeführt (Amtsbericht KAWA vom 30.1.2014 
[act. 18], S. 7):

«Eine gutachtliche, forstfachliche Beurteilung des heute genutzten Areals des 
Seilparks zeigt, dass die beanspruchten rund 6,90 ha Wald ein gleiches Waldbild mit 
annähernd gleicher Funktionserfüllung zeigen wie benachbarte Bestände ohne 
Seilparkanlagen im stark begangenen Dählhölzliwald. Der Seilparkbetrieb hat also – 
mit Ausnahme des zentralen Einstiegsbereichs mit sehr konzentrierter Nutzung und 
Besucherfrequenz – nur unbedeutenden Einfluss auf das Waldbild und auf die 
Waldfunktionen. Nicht beurteilen lässt sich auf diese Art allerdings eine mögliche, 
kleinflächige Veränderung im Bestand der Vögel und Kleinsäuger im betroffenen 
Waldgebiet.

[…]

Der seit zehn Jahren bestehende Seilpark ist sehr vorbildlich in den Bäumen 
angelegt und eingerichtet. Zudem werden die Einrichtungen regelmässig kontrolliert, 
angepasst, gelockert oder baumschonend verschoben. Die Schäden an den 
betroffenen Bäumen sind erstaunlich gering. Das Bestandesgefüge wird dadurch 
auch nach mehrjährigem Betrieb in keiner Weise beeinträchtigt. Zudem plant der 
Seilpark zusammen mit dem Forstbetrieb des Waldeigentümers und in Absprache 
mit dem Forstdienst Massnahmen zur Förderung der natürlichen Waldverjüngung 
(durch Waldpflegeeingriffe und zusätzliche Besucherlenkung). Damit können die 
betroffenen Waldbestände auch ihre angestammten Waldfunktionen weiterhin 
nachhaltig erfüllen. Waldbesuchende, die nicht den Seilpark benützen möchten, 
finden im betroffenen Waldgebiet weiterhin ihre Erholung – im Eingangsbereich mit 
der Hauptinfrastruktur vielleicht etwas eingeschränkt. Der Seilpark hat sogar 
zusätzliche Erholungseinrichtungen geschaffen (Picknickplatz, Bänke, 
Naturbeobachtungsplattform, Waldlehrpfad, Informationstafeln) und damit für 
Waldbesuchende die Erholungsfunktion in der Gesamtbilanz verbessert. Die 
Schutzwirkung des Waldes, die sich in diesem Teil des Dählhölzliwaldes auf 
allgemeinen Schutz von Umwelt, Wasser, Landschaft und Boden beschränkt, weil 
dem Wald keine besondere Schutzfunktion vor Naturgefahren zukommt, hat sich mit 
dem Seilparkbetrieb auch nicht verändert. Die Holzproduktionsfunktion ist durch den 
Seilpark zwar technisch etwas behindert, die Leistungsfähigkeit des Waldes ist aber 
nicht eingeschränkt und der Eigentümer/Bewirtschafter ist für die wirtschaftlichen 
Mehrkosten entschädigt. Bleibt die Naturschutzfunktion des Waldes im 
Einflussbereich des Seilparks: Hier sind keine geschützten oder besonders 
schützenswerten Tier- oder Pflanzenarten betroffen und keine seltenen Lebens-
räume gefährdet. Es ist aber denkbar, dass gewisse Vogelarten und Kleinsäugetiere 
das Gebiet des Seilparks aufgrund der häufigen und langfristigen Störungen als 
Lebensraum verlassen haben. Insgesamt kann das Gebiet des Seilparks aber 
weiterhin als intakte Waldgesellschaft und vielfältiger Lebensraum wahrgenommen 
werden. Der Seilpark in seiner heutigen Grösse und Betriebsart kann deshalb auch 
nach zehnjähriger Betriebszeit als mit den Waldfunktionen des Dählhölzliwaldes 
vereinbar bezeichnet werden.»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 17

6.3.2 Insbesondere unter Berücksichtigung der gemäss Waldplan Bern sehr 
wichtigen Erholungsfunktion des Dählhölzliwaldes ist nachvollziehbar, dass die 
Einschränkung der Nutzfunktion (Holzproduktion) von der Fachbehörde als 
unwesentlich eingestuft wird und der Schutzfunktion keine besondere Bedeutung 
zukommt. Die Erholungsfunktion hat im Dählhölzliwald gemäss Waldplan Bern «erste 
Priorität» (vgl. Objektblatt Nr. 20; vorne E. 6.2). Der Beschwerdeführer geht jedoch 
davon aus, dass der Seilpark der Erholungsfunktion des Waldes nicht entspricht. Unter 
Hinweis auf den Internetauftritt der Beschwerdegegnerin führt er aus, dass beim 
Seilpark nicht die Erholungsfunktion des Waldes im Vordergrund stehe, sondern das 
«aufregende Erlebnis», der «Nervenkitzel» und die «Steigerung des Adre-
nalinspiegels». Der natürliche Wald werde «nur zur Kulisse instrumentalisiert». Im 
Waldplan Bern werde der Seilpark denn auch nicht erwähnt (vgl. Beschwerde, S. 4 
Ziff. 1.2.2, S. 6 f. Ziff. 3.1). 

6.3.3 Es trifft zu, dass der Wald von verschiedenen Personen mit unterschiedlichen 
Bedürfnissen zur Erholung genutzt wird. Je intensiver die Nutzung eines Waldes zu 
Freizeitzwecken ist, desto eher treten Auseinandersetzungen auf, beispielsweise 
zwischen Spaziergängerinnen und Spaziergängern und Bikerinnen oder Bikern. 
Gründe für Konflikte sind häufig Konkurrenz um Infrastruktur, Störung durch Lärm, 
Schäden durch die ausgeübten Aktivtäten und weitere (vgl. Bernasconi/Schroff, a.a.O., 
S. 38). Insbesondere mit Waldbesuchenden, welche primär Ruhe und Entspannung 
suchen, können die mit dem Seilpark verbundenen Aktivitäten zu Nutzungskonflikten 
führen (vgl. auch Andreas Bernasconi, Seilparks in der Schweiz, in Wald und Holz 
4/2011 S. 36 ff., 39). So können unter anderem für andere Waldbesuchende störende 
Lärmimmissionen entstehen (vgl. auch Beschwerde, S. 7 Ziff. 3.3). Daraus folgt jedoch 
nicht bereits, dass die Seilparcours mit der Erholungsfunktion des Waldes unvereinbar 
sind, bestehen doch verschiedenste Bedürfnisse von Erholungssuchenden im Wald; 
welche Nutzungen der Erholungsfunktion am besten entsprechen, lässt sich nicht 
allgemein und absolut sagen. Wie das KAWA zu Recht festhält, bietet der 
Dählhölzliwald weiterhin die Möglichkeit für andere Freizeitaktivitäten, zumal sich die 
Seilparcours in einem beschränkten Perimeter befinden. Dass die Nutzung des Waldes 
durch den Seilpark im Eingangsbereich andere Erholungssuchende möglicherweise 
einschränkt, heisst demnach noch nicht, dass ein grundsätzlicher Widerspruch mit der 
Erholungsfunktion des Waldes besteht. Dies bedeutet keine «Geringschätzung der 
Erholungsfunktion des Waldes» (Beschwerde, S. 7 Ziff. 3.3), sollen doch im Wald 
verschiedene Formen der Erholung möglich bleiben. Es trifft zu, dass das Betreten des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 18

Waldes gemäss Art. 699 ZGB jedermann gestattet ist und die Kantone gemäss Art. 14 
Abs. 1 WaG dafür zu sorgen haben, dass der Wald der Allgemeinheit zugänglich ist 
(vgl. Beschwerde, S. 6 f. Ziff. 3.1). Können in räumlich begrenzten Bereichen des 
Waldes gewisse Aktivitäten nur eingeschränkt ausgeübt werden, führt dies jedoch noch 
nicht zu einer Verletzung des Betretungsrechts. Auch eine Feuerstelle oder ein 
Vitaparcours schränken Spaziergängerinnen und Spaziergänger oder andere 
Nutzerinnen und Nutzer des Waldes ein. Hinzu kommt, dass der Seilpark – anders als 
es der Beschwerdeführer darstellt – nicht nur dem Vergnügen dient, sondern einen 
engen Bezug zum Wald aufweist und den Besuchenden den Erholungs- und 
Naturraum Wald näher bringt (Amtsbericht KAWA vom 30.1.2014 [act. 18], S. 3; vgl. 
auch hinten E. 7.3.3). Seilparks gehören denn auch zu den typischen Wald-
Freizeitangeboten (Bernasconi/Schroff, a.a.O., S. 22). Eine Beeinträchtigung der 
Erholungsfunktion des Dählhölzliwaldes durch die Seilparcours ist demnach zu ver-
neinen. 

6.3.4 Den Ausführungen des KAWA zufolge ist auch die Naturschutzfunktion als Teil 
der Wohlfahrtsfunktion des Waldes insgesamt nicht beeinträchtigt; das Gebiet der 
Seilparcours könne weiterhin als intakte Waldgesellschaft und vielfältiger Lebensraum 
wahrgenommen werden und die Schäden an den Bäumen seien erstaunlich gering. 
Zwar sei es denkbar, dass gewisse Vogelarten und Kleinsäugetiere das Gebiet des 
Seilparks verlassen haben (vorne E. 6.3.1). Dem Bericht der Abteilung Naturförderung 
(ANF) des Amts für Landwirtschaft und Natur (LANAT) vom 4. Oktober 2012, welcher 
im Zusammenhang mit dem Rodungsgesuch für das Gebäude für Kasse, Kiosk und 
Ausrüstung erstellt wurde (Vorakten BVE, act. 6A, pag. 106 f.), ist zu entnehmen, dass 
im Einflussbereich des Vorhabens (inkl. unmittelbare Umgebung) keine inventarisierten 
Biotope von nationaler oder regionaler Bedeutung bestehen. Seltene oder geschützte 
Pflanzen und Tiere sind nicht bekannt. Die BVE hat sodann den Vorgaben des KAWA 
und der ANF entsprechend die Auflage in ihren Entscheid aufgenommen, wonach das 
Auftreten von invasiven Neophyten (gebietsfremde Pflanzen) bekämpft werden muss 
(vgl. angefochtener Entscheid, Ziff. 3.2.6; Bericht ANF vom 4.10.2012, Ziff. 4.3). Damit 
ergibt sich, dass auch die Naturschutzfunktion höchstens geringfügig beeinträchtigt 
wird bzw. Massnahmen gegen Störungen ergriffen worden sind. Der pauschale 
Hinweis des Beschwerdeführers, die «massiven Lärmeinwirkungen des Seilparks» 
beeinträchtigten die Lebensbedingungen der Tiere (Beschwerde, S. 5 Ziff. 1.2.5), 
erweist sich demnach als unbegründet. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 19

6.4 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass die Seilparcours die anderen 
Waldfunktionen, d.h. die Nutz- und die Naturschutzfunktion zwar betreffen. Von einer 
wesentlichen Beeinträchtigung kann aber nicht gesprochen werden. 

6.5 Die Bewilligung für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen setzt – wie die 
Rodungsbewilligung (Art. 5 Abs. 2 Bst. a WaG) – weiter Standortgebundenheit und das 
Vorliegen wichtiger Gründe voraus (vorne E. 6.1). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ist die Standortgebundenheit als Voraussetzung der 
Rodungsbewilligung nicht in einem absoluten Sinn zu verstehen, besteht doch fast 
immer eine gewisse Wahlmöglichkeit. Entscheidend ist, ob die Gründe der 
Standortwahl die Interessen der Walderhaltung überwiegen. Die Bejahung der relativen 
Standortgebundenheit setzt indessen ebenfalls voraus, dass eine umfassende 
Abklärung von Alternativstandorten stattgefunden hat (BGE 120 Ib 400 E. 4c, 119 Ib 
397 E. 6a, 117 Ib 325 E. 2; BGer 1A.168/170/172/174/2005 vom 1.6.2006, in 
URP 2006 S. 705 E. 3.1; VGE 22500 vom 11.7.2007, Hinweis in URP 2008 S. 265, 
E. 8.1 mit Hinweis auf BVR 2003 S. 257 E. 13c). Mit anderen Worten muss der 
Standort im Wald im Vergleich zu anderen Standorten aus höherwertigen Gründen 
zwingend sein. Die Voraussetzungen der Standortgebundenheit gemäss Art. 5 Abs. 2 
Bst. a WaG und die überwiegenden Interessen nach Art. 5 Abs. 2 WaG stehen hierbei 
in engem Zusammenhang (BGer 1A.32/2004 vom 30.9.2004, in Pra 94/2005 Nr. 87 
E. 4.1; zum Ganzen auch Stefan M. Jaissle, a.a.O., S. 139 f., 142, 255 f.). Dasselbe 
muss für das Verhältnis der Voraussetzungen der wichtigen Gründe und der 
Standortgebundenheit für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen gelten. Bei der 
Beurteilung, ob eine nichtforstliche Kleinbaute auf einen Standort im Wald angewiesen 
ist, ist jedoch zu beachten, dass für ihre Bewilligung als nachteilige Nutzung im Sinn 
von Art. 16 Abs. 2 WaG zwar wichtige Gründe vorliegen müssen. Da eine 
nichtforstliche Kleinbaute die Walderhaltung jedoch anders als eine Rodung nicht in 
gleichem Mass in Frage stellt, kann nicht verlangt werden, dass für die Gründe der 
Standortwahl gleich hohe Anforderungen gelten, wie sie im Zusammenhang mit einer 
Rodungsbewilligung zu verlangen wären (vgl. auch Keel/Zimmermann, 
Bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Waldgesetzgebung 2000-2008, in URP 2009 
S. 237 ff., 276).

6.6 Wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, sind Seilparcours grundsätzlich 
auch zwischen künstlichen Tragkonstruktionen möglich, welche in einer Halle errichtet 
werden (Beschwerde, S. 6 Ziff. 3.1). Wichtigster Bestandteil der Seilparcours des hier 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 20

umstrittenen Seilparks sind die Bäume. Wie das KAWA treffend festhält, sind diese 
bzw. ein Standort im Wald nötig, um das gewünschte Naturerlebnis im Freien zu 
vermitteln. Mangels ebenso geeigneter Standorte ausserhalb des Waldes müssen die 
Seilparcours im Wald folglich im Allgemeinen als relativ standortgebunden gelten 
(Amtsbericht KAWA vom 30.1.2014 [act. 18], S. 3; vgl. auch Samuel Kissling, a.a.O., 
S. 18; Thomas Widmer Dreifuss, Planung und Realisierung von Sportanlagen, Diss. 
Zürich 2002, S. 164, wonach sich verschiedene Arten grösserer Sportanlagen schon 
von ihrer Natur her nicht innerhalb des Baugebiets verwirklichen lassen). Aus dem 
Amtsbericht des KAWA geht sodann hervor, weshalb der konkrete Standort im 
Dählhölzliwald gewählt wurde: Da der Standort in der Nähe des Thunplatzes mit 
öffentlichem Verkehr und «Langsamverkehr» besser erreichbar ist als der ursprünglich 
im Bremgartenwald vorgesehene, wurde der Dählhölzliwald vorgezogen. Weiter spricht 
die sehr wichtige Erholungsfunktion für den Dählhölzliwald. Die Nähe zum öffentlichen 
Verkehr und zum Siedlungsgebiet und die Anbindung an Velo- und Fusswege sind 
weitere gewichtige Gründe für den Standort, wie das KAWA zutreffend ausführt. Für 
den Standort am Eingang des Dählhölzliwaldes in der Nähe des Thunplatzes spricht 
sodann, dass der Bereich um den Tierpark bereits sehr intensiv genutzt ist und andere 
Gebiete, die weniger häufig begangen werden, geschont werden sollen. Schliesslich ist 
auch die bestehende Erschliessung des Standorts mit Waldstrassen und die Eignung 
des Waldbestands hervorzuheben. Zu Letzterem führt das KAWA aus, dass sich dieser 
durch viele vitale, grosse aber nicht überalterte Bäume für die Installation der 
Seilparcours auszeichne. Ausserdem weist er keine grossen Verjüngungsflächen oder 
besondere Naturlebensräume auf und ist von der Topografie und den Boden-
verhältnissen her geeignet, da steileres Gelände mehr Schäden und Immissionen 
sowie zusätzliche Sicherheitsprobleme zur Folge hätte. Auch die Waldeigentümerin 
bevorzugt den Standort (zum Ganzen Amtsbericht KAWA vom 30.1.2014 [act. 18], 
S. 6). Damit hat eine genügende Standortevaluation stattgefunden und die zuständige 
Fachbehörde hat deren Ergebnis ausführlich begründet. Zu prüfen bleibt, ob wichtige 
Gründe für die Standortwahl im Wald vorliegen, welche die (geringfügigen) nachteiligen 
Auswirkungen auf den Wald (vorne E. 6.3 f.) zu rechtfertigen vermögen: 

6.7

6.7.1 Die BVE hat dazu festgehalten, am Seilpark bestehe ein grosses öffentliches 
Interesse, da er ein zeitgemässes, breite Bevölkerungsgruppen ansprechendes 
Freizeitangebot darstelle, die Ausübung gesundheitsfördernder Aktivitäten ermögliche 

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sowie grossen Stellenwert für den Tourismusstandort Bern habe. Ausserdem diene der 
Seilpark der wichtigen Erholungsfunktion des Dählhölzliwaldes. Wichtige Gründe seien 
folglich gegeben (angefochtener Entscheid, E. 4i mit Verweis auf E. 4e). Das KAWA 
führt dazu aus, die Seilparcours seien als Freizeitangebot für die Bevölkerung, für den 
Tourismus und aus wirtschaftlicher Sicht (volkswirtschaftlicher Umsatz, Arbeitsplätze, 
Einkommensmöglichkeiten) wichtig. Nicht zu vernachlässigen sei zudem «die indirekte 
Wirkung des Seilparks, der Menschen in den Wald führt, ihnen den Erholungs- und 
Naturraum Wald näher bringt und ihnen durch die besonderen Einblickperspektiven auf 
dem Seilpark auch wertvolle Erlebnisse und neues Verständnis für die Natur ermög-
licht». Seilparkbesuche seien zudem nachweislich wertvoll für die Per-
sönlichkeitsbildung, das Selbstvertrauen, das Verantwortungsbewusstsein sowie 
körperliche und mentale Stärkung der Besuchenden (Amtsbericht KAWA vom 
30.1.2014 [act. 18], S. 3). 

6.7.2 Der Beschwerdeführer meint demgegenüber, die ansteigenden Besucherzahlen 
seien kein wichtiger Grund für den Seilpark. Mit dieser Begründung könnten zahlreiche 
weitere «Unternehmungen der Freizeitindustrie» im Wald errichtet werden. Da der 
Seilpark nicht öffentlich zugänglich und der Eintritt sehr teuer sei, bestehe auch kein 
öffentliches Interesse daran. Er diene denn auch nicht vorwiegend der Erholung im 
Sinn der Erholungsfunktion des Waldes, sondern nur dem Vergnügen (vgl. auch vorne 
E. 6.3.2). Insbesondere der sog. «Powerfan» (vorne E. 5.1) zeige, dass es in erster 
Linie um den «Adrenalinkick» gehe (Stellungnahme vom 7.3.2014 zum Amtsbericht 
KAWA [act. 24A], S. 3). Im regionalen Waldplan sei der Seilpark nicht erwähnt. 
Tourismusinteressen könnten auch nicht berücksichtigt werden, da mit dieser 
Begründung der Waldschutz sonst an zahlreichen Orten in Frage gestellt würde. Im 
Übrigen bestreitet der Beschwerdeführer den Stellenwert für den Tourismus 
(Beschwerde, S. 3 f. Ziff. 1.2.1 f.; Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 1.3.2013 
[act. 9], S. 2 sowie Stellungnahme vom 7.3.2014 zum Amtsbericht KAWA [act. 24A], 
S. 1).

6.7.3 Art. 16 Abs. 2 WaG umschreibt nicht, was unter «wichtigen Gründen» zu 
verstehen ist. Keine Hinweise ergeben sich aus der WaV, dem KWaG und der KWaV. 
Im Zusammenhang mit Rodungen für Sportanlagen hat das Bundesgericht 
festgehalten, dass sich die wichtigen, die Walderhaltung überwiegenden Gründe für die 
Rodung aus öffentlichen oder privaten Interessen ergeben können (vgl. BGE 112 Ib 
564 E. 6 Ingress [Pra 76/1987 Nr. 268], 195 E. 2a; vgl. auch Stefan M. Jaissle, a.a.O., 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 22

S. 137). Eine Rodungsbewilligung für eine Roll-Rutschbahn hat es mit der Begründung 
verweigert, sie erschliesse weder «neue landschaftliche Aspekte» noch diene sie der 
sportlichen Betätigung; für die Besucherinnen und Besucher habe sie die Bedeutung 
einer «Festplatz-Installation» (BGE 108 Ib 267 E. 4). Für ein Sportzentrum (Fussball, 
Leichtathletik) hat es eine Rodung im konkreten Fall zugelassen. Es sei zu 
unterscheiden zwischen den mehr volkstümlichen Sportarten wie Fussball und Ski, 
welche einen gewissen erzieherischen Wert haben und der Volksgesundheit zugute 
kommen, und anderen sportlichen Betätigungen, die lediglich zur Unterhaltung oder 
zum Zeitvertrieb dienen, wie das Tontaubenschiessen und die Benützung von 
Rutschbahnen. Es lasse sich daher nicht bestreiten, dass im konkreten Fall die 
Erstellung der für das Fussballspiel und die Leichtathletik erforderlichen Anlagen einem 
gestiegenen Bedürfnis der örtlichen Bevölkerung entspreche (BGE 112 Ib 564 E. 6a 
[Pra 76/1987 Nr. 268] mit Hinweisen). Bei der Interessenabwägung im Zusammenhang 
mit einer Rodungsbewilligung für einen Golfplatz hat das Bundesgericht insbesondere 
berücksichtigt, dass der Golfsport im damaligen Zeitpunkt nur von einer 
verhältnismässig beschränkten Zahl von Liebhaberinnen und Liebhabern betrieben 
werde, im Gegensatz etwa zum Skilauf. Die richtige Auslegung der Forstgesetzgebung 
erlaube es nicht, dass Rodungen im Interesse des Tourismus mit einer zu 
weitgehenden Toleranz bewilligt werden (BGE 112 Ib 556 E. 3 [Pra 76/1987 Nr. 28]). 
Aus der Rechtsprechung ist zusammenfassend zu schliessen, dass an Sportanlagen 
ein anerkanntes öffentliches Interesse besteht, soweit sie nicht ausschliesslich einem 
exklusiven Kreis von Benützerinnen und Benützern offenstehen und nicht nur dem 
Vergnügen dienen. Es muss jedoch in jedem Einzelfall ermittelt werden, ob und in wel-
chem Mass eine Sportart bzw. die dafür nötige Anlage im öffentlichen Interesse liegt 
(vgl. Thomas Widmer Dreifuss, a.a.O., S. 2 f., 12 ff., 197 f.).

6.7.4 Die Seilparcours sind wie gesehen als nichtforstliche Kleinbauten zu 
qualifizieren und stellen keine Rodung dar. Die hiervor zitierte Rechtsprechung kann 
dennoch als Hinweis für die eine nachteilige Nutzung rechtfertigenden Gründe dienen. 
Dabei ist zu beachten, dass diese Nutzung einen weit geringeren Eingriff in den Wald 
bedeutet als eine Rodung (vgl. vorne E. 6.5). Jedenfalls können für eine nachteilige 
Nutzung sowohl öffentliche als auch private Gründe angeführt werden. Es hat eine 
Interessenabwägung zwischen den Interessen an den Seilparcours und den konkreten 
Interessen der Walderhaltung zu erfolgen. Hier sind Letztere wie gesehen nicht stark 
beeinträchtigt (vgl. vorne E. 6.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 23

6.7.5 Die Seilparcours dienen der sehr wichtigen Erholungsfunktion des 
Dählhölzliwaldes (vorne E. 6.3.3). Bereits darin ist ein wichtiger Grund für die 
nichtforstlichen Kleinbauten und -anlagen zu erblicken. Anders als der 
Beschwerdeführer meint, dürfen die Besucherzahlen berücksichtigt werden, zeigen sie 
doch auf, dass ein breites Publikum von den Seilparcours und der so ermöglichten 
Erholungsnutzung des Waldes profitieren will. Auch das Bundesgericht hat das 
Bedürfnis der örtlichen Bevölkerung (im Zusammenhang mit einer Rodung) an einer 
Sportanlage berücksichtigt (vorne E. 6.7.3). Die Seilparcours unterscheiden sich weiter 
insoweit von den vom Beschwerdeführer angeführten Formen der «Freizeitindustrie» 
wie «Freiluftdiscos» und dergleichen als sie der sportlichen Betätigung dienen. Zwar 
sind Seilparks eine neuere Erscheinung und können deshalb nicht mit etablierten 
Sportarten dienenden Anlagen wie Fussball- oder Tennisplätzen verglichen werden. 
Ohne Zweifel dienen Seilparcours jedoch der sportlichen Betätigung, beinhalten sie 
doch Kletter- und Geschicklichkeitselemente (vgl. zum Begriff des Sports Thomas 
Widmer Dreifuss, a.a.O., S. 11 f.). Zudem zeigt – nebst den hohen Besucherzahlen 
des hier umstrittenen Seilparks – das breite Angebot an Seilparks in der Schweiz (vgl. 
<http://www.seilparks.ch>), dass diese sich steigender Beliebtheit erfreuen. Dass ein 
Eintrittspreis für den Seilpark verlangt wird, bedeutet nicht, dass er nur einem 
beschränkten Kreis zugänglich ist. Die Preise (Einzeleintritt Erwachsene: Fr. 38.--; 
Saisonkarte Erwachsene: Fr. 190.--; einsehbar unter: <http://www.....ch>) sind 
vergleichbar mit denjenigen für andere Sportangebote. So entspricht der Einzeleintritt 
etwa der Miete für eine Stunde Hallentennis, die Saisonkarte ist aber wesentlich billiger 
als etwa für eine Saison-Mitgliedschaft in einem Tennisclub (vgl. dazu auch hinten 
E. 9). Sodann ist dem Sport- und Bewegungskonzept der Stadt Bern vom 2. Februar 
2011 (1. Aufl. 2011, einsehbar unter: <http://www.bern.ch>, Rubriken 
«Mediencenter/Medienmitteilungen Gemeinderat, Direktionen und Bereich Statistik») 
zu entnehmen, dass die Outdoor- und Trendsportanlagen, wozu der Seilpark zählt, 
einen wichtigen Beitrag zur Sport- und Bewegungsförderung leisten (Anhang 1, 
Analyse Sportanlagen IST, S. 32 f.; vgl. auch Anhang 2, Soll-Angebote an 
Sportanlagen und Bewegungsräumen Stadt Bern, S. 35). Die Seilparcours dienen 
demnach nicht nur dem Vergnügen und können nicht mit den genannten Beispielen 
wie Rutschbahnen oder Anlagen zum Tontaubenschiessen verglichen werden. Es trifft 
zu, dass der «Powerfan» als von den Seilparcours unabhängiger Anlageteil nicht in 
gleichem Mass sportlichen Zwecken dient. Solche eher dem Vergnügen als dem Sport 
dienenden Installationen dürfen nicht ausgebaut werden (vgl. auch Aktennotiz KAWA 
vom 13.2.2012, Vorakten Gemeinde, act. 6B, pag. 101 f., Ziff. 2 und 4). Der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 24

bestehende «Powerfan» ist gegenüber den Seilparcours von untergeordneter 
Bedeutung und führt nicht dazu, dass die ganze Seilparcoursanlage als nicht mehr 
dem Sport und der Bewegung dienend zu qualifizieren ist. 

6.7.6 Damit ergibt sich, dass wichtige Gründe für die Seilparcours sprechen, da sie 
einerseits der Erholungsfunktion des Waldes dienen und andererseits als Sport- bzw. 
Bewegungsanlagen im öffentlichen Interesse liegen. Die wichtigen Gründe vermögen 
die geringfügigen Beeinträchtigungen der übrigen Waldfunktionen (vorne E. 6.4) und 
damit die Standortwahl im Wald zu rechtfertigen (vgl. als gegenteiliges Beispiel für das 
Überwiegen des Walderhaltungsinteresses im Zusammenhang mit einer Paintball-An-
lage VGer SO 7.11.2007, in SOG 2008 Nr. 18 E. 4a). Ob auch Gründe des 
Tourismusstandorts Bern für den Seilpark sprechen und inwieweit diese berücksichtigt 
werden könnten, kann unter diesen Umständen offenbleiben.

6.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Voraussetzungen 
der Bewilligung für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen bzw. nachteiliger Nutzung 
zu Recht bejaht hat. 

7. Rodungsbewilligung 

7.1 Weiter ist zu prüfen, ob die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung die 
Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 5 Abs. 2-4 WaG erfüllt. 
Grundvoraussetzung hierfür ist, dass für die Rodung wichtige Gründe bestehen, die 
das Interesse an der Walderhaltung überwiegen. Dabei gilt die gesetzliche Vermutung, 
dass das Interesse an der Walderhaltung grundsätzlich höher zu werten ist als 
gegenüberstehende Interessen an der Rodung. Das Walderhaltungsinteresse hat 
folglich nur zurückzutreten, wenn ein überwiegendes Rodungsinteresse dargetan 
werden kann. Dieser Nachweis obliegt nach dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut der 
gesuchstellenden Person. Dabei können die vorgebrachten Interessen sowohl 
öffentlicher als auch privater Natur sein. Zum vornherein ausser Betracht fallen jedoch 
rein finanzielle Interessen, wie die möglichst einträgliche Nutzung des Bodens oder die 
billige Beschaffung von Land für nichtforstliche Zwecke (Art. 5 Abs. 3 WaG). Ferner 
muss das Werk, für das die Rodung anbegehrt wird, auf den vorgesehenen Standort 
angewiesen sein (Art. 5 Abs. 2 Bst. a WaG; vorne E. 6.5), es muss die 
Voraussetzungen der Raumplanung sachlich erfüllen und die Rodung darf zu keiner 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 25

erheblichen Gefährdung der Umwelt führen (Art. 5 Abs. 2 Bst. b und c WaG). Ausser-
dem ist dem Natur- und Heimatschutz Rechnung zu tragen (Art. 5 Abs. 4 WaG; zum 
Ganzen BGer 1A.32/2004 vom 30.9.2004, in Pra 94/2005 Nr. 87 E. 4.1).  

7.2

7.2.1 Zu prüfen ist zunächst, ob die geforderte relative Standortgebundenheit 
gegeben ist (vorne E. 6.5). 

7.2.2 Unter Hinweis auf die Verfügung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung 
des Kantons Bern (AGR) vom 31. Oktober 2011 (Vorakten Gemeinde, act. 6B, 
pag. 79 ff.) und den Amtsbericht des KAWA vom 11. Oktober 2012 (Vorakten BVE, 
act. 6A, pag. 126 ff.) hat die BVE zur Standortgebundenheit insbesondere ausgeführt, 
dass der Standort des Gebäudes unmittelbar bei den Seilparcours viel vorteilhafter als 
ein weiter entfernt in der Bauzone liegender sei. Der geplante Standort erlaube eine 
einfache Abwicklung des Anmeldevorgangs und der Abgabe der Ausrüstung sowie die 
Instruktion in unmittelbarer Nähe der Parcours. Ausserdem sei so auch das 
fachkundige Personal in unmittelbarer Nähe anwesend, um die notwendige Aufsicht 
und das schnelle Handeln bei Notfällen zu garantieren. Ausserdem sollen die 
Seilparkbesuchenden von Beginn an in die richtige Umgebung versetzt werden. 
Insgesamt sei die Baute in unmittelbarer Nähe der Seilparcours für die Registrierung, 
Instruktion, Ausrüstung und Überwachung der Seilparkbesuchenden und damit für 
einen fachgerechten, sicheren und kundenfreundlichen Betrieb erforderlich (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 6d mit Hinweis auf E. 5d). – Der Beschwerdeführer macht 
geltend, die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung sei nicht auf einen Standort im 
Wald angewiesen. Erst als die Beschwerdegegnerin ausserhalb des Waldes keine 
Möglichkeit für die Infrastrukturbaute fand, habe sie behauptet, auf den Standort im 
Wald angewiesen zu sein. Gegen die Standortgebundenheit spreche sodann, dass die 
Infrastrukturbauten anderer Seilparks ausserhalb des Waldes gebaut worden seien 
(Seilpark Gantrisch und Seilpark Kloten; Beschwerde, S. 4 f. Ziff. 1.2.3).

7.2.3 Es trifft zu, dass die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung grundsätzlich in der 
Bauzone erstellt werden könnte. Die Beschwerdegegnerin hat sich bemüht, Standorte 
für beide Infrastrukturbauten in der Bauzone in unmittelbarer Nähe des Waldes zu 
finden und hat demnach eine genügende Standortevaluation vorgenommen (vgl. 
Beilagen zum Rodungsgesuch, Vorakten BVE, act. 6A, nach pag. 68), was der 
Beschwerdeführer auch nicht bestreitet. Aus der Tatsache, dass bei anderen Seilparks 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 26

die Infrastrukturbauten in der Bauzone erstellt wurden, kann er nichts ableiten; die 
Standortgebundenheit ist im Einzelfall zu prüfen. Die Seilparcours als Hauptbestandteil 
des Seilparks sind im Wald relativ standortgebunden (vorne E. 6.6). Wie die BVE in 
nachvollziehbarer Weise begründet, muss sich die minimale Infrastruktur in der Nähe 
der (standortgebundenen) Seilparcours befinden. Auch insoweit bringt der 
Beschwerdeführer keine Argumente vor, weshalb die überzeugenden Ausführungen 
der Vorinstanz und der Fachbehörden nicht zutreffen sollten; sein Hinweis, 
Alternativstandorte seien vor Errichtung der streitbetroffenen Baute oder Anlage 
abzuklären, ist zwar grundsätzlich richtig, vermag aber die in der Sache für die 
Standortgebundenheit sprechenden Faktoren nicht in Frage zu stellen. Die Not-
wendigkeit der Infrastrukturbaute für den Seilpark stellt einen objektiven und wichtigen 
Grund dar, der den vorgesehenen Standort gegenüber einem in der Bauzone, jedoch 
weit entfernt vom Seilpark liegenden Standort als viel vorteilhafter erscheinen lässt. Die 
relative Standortgebundenheit der Infrastrukturbaute als (notwendiger) Bestandteil des 
Seilparks ist demnach zu bejahen. 

7.3

7.3.1 An den Seilparcours als Sport- bzw. Bewegungsanlage und als Einrichtungen 
zu Erholungszwecken besteht ein ausgewiesenes öffentliches Interesse (vorne 
E. 6.7.5 f.). Die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung ist für den Betrieb des 
Seilparks zwingend nötig; das öffentliche Interesse an den Seilparcours erstreckt sich 
demnach auch auf die Infrastrukturbaute (vgl. auch hinten E. 9.3). Es ist nicht 
grundsätzlich zu beanstanden, dass Esswaren und Getränke verkauft werden, solange 
dies von untergeordneter Bedeutung ist und keine weiteren baulichen Massnahmen 
erfordert (vgl. auch vorne E. 6.7.5 a.E. betreffend «Powerfan»). Zu prüfen bleibt, ob die 
wichtigen Gründe, die eine nachteilige Nutzung (Seilparcours) vorliegend rechtfertigen 
können, auch das Walderhaltungsinteresse im konkreten Fall überwiegen. 

7.3.2 Grundsätzlich sind Sportanlagen ausserhalb des Waldes zu erstellen. Eine 
Opferung von Waldfläche rechtfertigt sich nur, wenn besondere Gründe dafür 
vorliegen. Es besteht eine reichhaltige bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Rodung 
für Skianlagen. Ferner hat sich das Bundesgericht mit Rodungen für Fussball- und 
Golfplätze, Rollrutsch- und Finnenbahnen auseinandergesetzt (Stefan M. Jaissle, 
a.a.O., S. 211 ff.; vorne E. 6.7.3). Es gelten strenge Voraussetzungen für eine 
Rodungsbewilligung für Sportanlagen. Der bundesgerichtlichen Praxis zufolge können 
Rodungen für Sportanlagen bzw. touristische Anlagen nur bewilligt werden, wenn das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 27

Projekt eine verhältnismässig beschränkte Waldfläche beansprucht und von 
wesentlicher, lebenswichtiger Bedeutung für eine kleine Ortschaft oder eine ganze 
Gegend ist (BGE 112 Ib 556 E. 2b [Pra 76/1987 Nr. 28]). Letztere Voraussetzung ist 
jedoch dann zu relativieren, wenn es sich um eine kleine Rodungsfläche handelt. So 
hat das Bundesgericht die Rodung von 1'920 m2 Wald für ein Golfprojekt mit einer 
Gesamtfläche von 69 ha im Wallis nicht grundsätzlich ausgeschlossen (Thomas 
Widmer Dreifuss, a.a.O., S. 466; BGer 1A.33/35/37/1992 vom 21.7.1994, E. 4b/aa und 
4c/aa). Sodann erachtete es eine Rodung für eine Finnenbahn als zulässig, obwohl 
nicht davon ausgegangen werden kann, dass eine solche von lebenswichtiger 
Bedeutung für eine Ortschaft sein kann (Thomas Widmer Dreifuss, a.a.O., S. 466 mit 
Hinweis auf ein unveröffentlichtes höchstrichterliches Urteil vom 29.1.1990). Das 
Bundesgericht hat kleinflächige Rodungen zugelassen, sobald dafür einigermassen 
hörenswerte Gründe ins Feld geführt werden (vgl. BGer 1C_462/2012 vom 6.2.2014, 
E. 8.2, 1A.232.2006 vom 10.4.2007, E. 3.3; vgl. auch BGer 1C_621/2012 vom 
14.1.2014, E. 6; Keel/Zimmermann, a.a.O., S. 263; Stefan M. Jaissle, a.a.O., S. 211 f.). 
Es hat bei der Interessenabwägung zudem beachtet, dass Bäume erhalten werden 
(vgl. BGer 1A.232/2006 vom 10.4.2007, E. 3.3). In die Abwägung sind nicht nur die 
Auswirkungen der Rodung als solcher einzubeziehen, sondern auch diejenigen der 
anstelle des Waldes zu errichtenden Sportanlage (BGE 108 Ib 167 E. 7). Im 
Zusammenhang mit einer Rodung für eine Finnenbahn hat das Bundesgericht in einem 
unveröffentlichten Entscheid berücksichtigt, dass der Wald auch Erholungsfunktionen 
zu erfüllen hat (Thomas Widmer Dreifuss, a.a.O., S. 464 mit Hinweis). In einem weite-
ren Fall hat es die Rodungsbewilligung für eine Roll-Rutschbahn unter anderem mit der 
Begründung verweigert, die geplante Anlage diene nicht der sportlichen Betätigung 
und erschliesse auch keine neuen landschaftlichen Aspekte (BGE 108 Ib 267 E. 4). 
Daraus ist zu schliessen, dass diese Punkte im umgekehrten Fall für die Zulässigkeit 
einer Rodung sprechen könnten.  

7.3.3 Die beanspruchte Rodungsfläche beträgt 175 m2 (vorne E. 5.5) und ist damit 
sehr klein. Bei dieser geringen Rodungsfläche kann nicht gefordert werden, dass der 
Seilpark von lebenswichtiger Bedeutung für Bern ist, weshalb nicht näher auf die 
Bedeutung für den Tourismus bzw. den volkswirtschaftlichen Umsatz einzugehen ist 
(vgl. auch vorne E. 6.7.6). Zu beachten ist sodann, dass keine Waldbäume gefällt 
werden müssen. Es erfolgt somit zwar eine Zweckentfremdung von Waldboden, der 
Eingriff ist jedoch nicht so stark wie bei einer Abholzung. Die Rodungsbewilligung 
verbietet denn auch die auf der temporären Rodungsfläche zu erstellenden Bauten und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 28

Anlagen flächig zu fundieren und zu unterkellern; die Eingriffe in den gewachsenen 
Waldboden sind möglichst gering (in Tiefe und flächiger Ausdehnung) zu halten, damit 
die Wurzeln und der Wurzelraum der umliegenden Bäume funktionsfähig erhalten 
bleiben (angefochtener Entscheid, Ziff. 3.2.2 der Auflagen). Die Beschwerdegegnerin 
ist sodann insbesondere verpflichtet, die Rodungsfläche unter grösstmöglicher 
Schonung des Baumbestands zu beanspruchen und verbleibende Bäume und nicht 
beanspruchte Flächen gegen Beschädigungen zu schützen (angefochtener Entscheid, 
Ziff. 3.2.1 der Auflagen). Damit wird die Zweckentfremdung des Waldbodens möglichst 
gering gehalten. Sodann ist geplant, das Gebäude mit Holz zu verschalen (vgl. 
Verfügung AGR vom 31.10.2011, Vorakten Gemeinde, act. 6B, pag. 81); es ist 
demnach zu erwarten, dass es sich gut in den Wald integrieren wird. Im Übrigen ist die 
Beschwerdegegnerin aufgrund einer Auflage (angefochtener Entscheid, Ziff. 3.2.3) 
verpflichtet, die Baute so zu gestalten, dass sie sich gut ins Landschaftsbild einfügt 
(vorne Bst. B). Die Auswirkungen der Rodung und des Gebäudes für Kasse, Kiosk und 
Ausrüstung können somit insbesondere aufgrund der geringen Fläche nicht als 
bedeutend bezeichnet werden. Weiter bringt der Seilpark den Seilparkbesucherinnen 
und -besuchern den Erholungs- und Naturraum Wald näher (vorne 6.3.3). 
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die gewichtigen Gründe, die für den Seilpark 
sprechen (vorne E. 7.3.1), das entgegenstehende Walderhaltungsinteresse 
überwiegen. 

7.4 Art. 5 Abs. 2 Bst. b WaG, welcher verlangt, dass die Voraussetzungen der 
Raumplanung sachlich erfüllt sind, soll eine minimale Koordination zwischen dem 
waldrechtlichen Rodungsbewilligungsverfahren und dem Baubewilligungsverfahren 
sichern (Stefan M. Jaissle, a.a.O., S. 144; Thomas Widmer Dreifuss, a.a.O., S. 469 f.). 
Das KAWA hat die Verfügung des AGR vom 31. Oktober 2011 in seinem Amtsbericht 
vom 11. Oktober 2012 berücksichtigt (Vorakten BVE, act. 6A, pag. 130). Im Übrigen ist 
auf E. 8 zu verweisen.

7.5 Der Beschwerdeführer geht davon aus, dass die übermässigen 
Lärmeinwirkungen des Seilparks eine Gefährdung der Umwelt darstellen (Beschwerde, 
S. 5 Ziff. 1.2.5). – Eine Rodung kann unter anderem Umweltgüter wie reine Luft, 
sauberes Wasser oder Ruhe vor Lärm beeinträchtigen (Thomas Widmer Dreifuss, 
a.a.O., S. 470; Stefan M. Jaissle, a.a.O., S. 143). Es ist zwar davon auszugehen, dass 
der Betrieb des Seilparks mit einem gewissen Lärm verbunden ist. Wie gesehen steht 
der Park dennoch im Einklang mit der Erholungsfunktion des Waldes (vorne E. 6.3.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 29

Der Beschwerdeführer selber beschreibt den Lärm als «stark störende sirrende 
Geräusche in hoher Tonlage» (Beschwerde, S. 7 Ziff. 3.3). Dass die durch die 
Seilbahnen verursachten Geräusche ein solches Ausmass annehmen, dass von einer 
Gefährdung des Umweltguts Ruhe gesprochen werden könnte, ist jedoch nicht zu 
erwarten. Dasselbe gilt für die durch den normalen Betrieb des Seilparks, 
insbesondere durch Stimmen der Besucherinnen und Besucher im Eingangsbereich 
entstehenden Geräusche. Dass andere Gefährdungen der Umwelt gegeben wären ist 
weder vorgebracht noch ersichtlich (vgl. Amtsbericht KAWA vom 11.10.2012, Vorakten 
BVE, act. 6A, pag. 130). 

7.6 Dem Fachbericht Naturschutz der ANF ist zu entnehmen, dass die Rodung zu 
keinen Eingriffen in geschützte und schützenswerte Biotope im Sinn der 
Naturschutzgesetzgebung und zu keiner Zerstörung von Vorkommen geschützter 
Pflanzenarten oder Brutstätten geschützter Tierarten führt. Ausnahmebewilligungen 
seien keine erforderlich und der Rodung sei unter Auflagen zuzustimmen (Vorakten 
BVE, act. 6A, pag. 106 f.). Der Beschwerdeführer bestreitet diese Ausführungen nicht. 

7.7 Die Rodungsbewilligung soll nur temporär bis ins Jahr 2030 erteilt werden. Dies 
entspricht der Praxis beim Kiesabbau und bei Deponien und ist dort verbunden mit der 
Etappierung der Abbau- bzw. Ablagerungsnutzung (Stefan M. Jaissle, a.a.O., S. 152). 
Vorliegend trägt die Behandlung als temporäre Rodung dem Umstand Rechnung, dass 
der Bedarf nach Freizeitnutzung dem Wandel der Zeit unterworfen ist. Damit wird 
sichergestellt, dass die Rodungsfläche wieder zu Wald wird, wenn der Seilpark 
aufgegeben wird (Ergänzung Rodungsgesuch vom 19.7.2012, Vorakten BVE, act. 6A, 
pag. 73; Amtsbericht KAWA vom 11.10.2012, Vorakten BVE, act. 6A, pag. 128). Wie 
der Beschwerdeführer richtig festhält, muss auch eine vorübergehende 
Zweckentfremdung den Rodungsvoraussetzungen genügen. Wie sich aus den 
vorstehenden Erwägungen ergibt, hat die BVE diese zu Recht bejaht. Von einer 
«grosszügigeren» Beurteilung aufgrund der Befristung kann nicht die Rede sein (vgl. 
Beschwerde, S. 6 Ziff. 2). Es besteht auch keine Umgehung der 
Wiederaufforstungspflicht nach Art. 7 WaG, ist doch die Beschwerdegegnerin 
verpflichtet, zur Sicherstellung der Wiederinstandstellung der Rodungsfläche eine 
Kaution von Fr. 30'000.-- zu leisten (angefochtener Entscheid, Ziff. 3.1.3 der 
Bedingungen; vgl. auch Keel/Zimmermann, a.a.O., S. 267).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 30

7.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene Entscheid auch 
betreffend die Rodungsbewilligung für die Baute für Kasse, Kiosk und Ausrüstung der 
Rechtskontrolle standhält. 

8. Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der Bauzone 

8.1 Standortgebunden gemäss Art. 24 Bst. a RPG sind nach ständiger 
bundesgerichtlicher Praxis Bauten, wenn sie aus technischen oder betriebs-
wirtschaftlichen Gründen oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort 
ausserhalb der Bauzone angewiesen sind (sog. positive Standortgebundenheit), oder 
wenn ein Werk aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausgeschlossen ist (sog. 
negative Standortgebundenheit). Dabei genügt eine relative Standortgebundenheit: Es 
ist nicht erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt; es müssen 
jedoch besonders wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vorgesehenen 
Standort gegenüber anderen Standorten innerhalb der Bauzone als viel vorteilhafter 
erscheinen lassen. Auf subjektive Vorstellungen und Wünsche von Einzelnen kann es 
ebensowenig ankommen wie auf die persönliche Zweckmässigkeit und 
Bequemlichkeit. Angesichts der vom RPG bezweckten Trennung zwischen Bau- und 
Nichtbaugebiet stellt die Praxis an die Voraussetzungen der Standortgebundenheit 
generell strenge Anforderungen (BGE 136 II 214 E. 2.1; Waldmann/Hänni, a.a.O., 
Art. 24 N. 8 ff.; vgl. auch vorne E. 6.5). Ob ein Bauvorhaben aus objektiven Gründen 
auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist, lässt sich nur gestützt auf 
eine umfassende Berücksichtigung möglicher Alternativstandorte beantworten. Eine 
umfassende Prüfung möglicher Alternativstandorte ist demnach bereits im Rahmen der 
Prüfung der Standortgebundenheit nach Art. 24 Bst. a RPG und nicht erst bei der 
Interessenabwägung nach Bst. b vorzunehmen (BGE 136 II 214 E. 2.2; BVR 2008 
S. 385 E. 4.3.1, 2007 S. 351 E. 4.1). 

8.2 Das Verwaltungsgericht hat zur Frage der Standortgebundenheit gemäss Art. 5 
Abs. 2 Bst. a WaG festgehalten, dass auf die zu Art. 24 Bst. a RPG ergangene 
Rechtsprechung abgestellt werden könne (VGE 22500 vom 11.7.2007, Hinweis in 
URP 2008 S. 265, E. 8.1; vgl. auch Keel/Zimmermann, a.a.O., S. 264). Folglich kann 
vorliegend im Wesentlichen auf die Erwägungen zur Standortgebundenheit im 
Zusammenhang mit den waldrechtlichen Bewilligungen verwiesen werden (E. 6.6 und 
7.2; vgl. auch E. 7.4). Die Ausführungen des für die Erteilung der Ausnahmebewilligung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 31

gemäss Art. 24 RPG zuständigen AGR decken sich im Wesentlichen mit denjenigen 
des KAWA. So legt das AGR im Zusammenhang mit den Seilparcours dar, dass ein 
Seilpark, der vom Betriebskonzept her die gewachsenen Waldbäume zu 
Erlebniszwecken nutzt, auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen sei. 
Aufgrund der bestehenden Erschliessung und der bereits vorbestehenden Nutzung des 
Dählhölzliwaldes als Wald mit ausgeprägter Erholungsfunktion lägen ausreichende 
objektive Gründe für die Anerkennung der Standortgebundenheit vor; eine genügende 
Standortevaluation habe stattgefunden. Der Seilpark sei zudem aus betrieblichen und 
Sicherheitsgründen auf eine minimale Infrastruktur angewiesen (vgl. Verfügung AGR 
vom 31.10.2011, Vorakten Gemeinde, act. 6B, pag. 80 f.).  

8.3 Die Vorbringen des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang 
(Beschwerde, S. 6 f. Ziff. 3.1) wurden bereits behandelt (vorne E. 6.6 und 7.2). Soweit 
er zusätzlich vorbringt, einzelne Anlagenteile («Powerfan») seien nicht 
standortgebunden, ist ihm entgegenzuhalten, dass der Seilpark als Ganzes zu 
betrachten ist und er als solcher als standortgebunden gilt. Dass einzelne Teile für sich 
ausserhalb des Waldes bzw. in der Bauzone erstellt werden könnten, führt nicht dazu, 
dass die Standortgebundenheit der ganzen Anlage in Frage zu stellen ist. 

8.4 Der Beschwerdeführer bringt vor, der Seilpark sei insbesondere für ältere 
Personen und Menschen mit Behinderung nicht zugänglich. Öffentliche Bauten 
müssten in jedem Fall allgemein zugänglich sein. Für nicht allgemein zugängliche 
Bauten wie den Seilpark könne kein überwiegendes öffentliches Interesse geltend 
gemacht werden. – Die Fachstelle Hindernisfreies Bauen Kanton Bern (procap) wurde 
vorschriftsgemäss in das Baubewilligungsverfahren einbezogen und ihre Anliegen 
wurden in die Baubewilligung aufgenommen (vgl. Vorakten Gemeinde, act. 6B, 
pag. 44 ff., 52 ff. und 61 ff.; Gesamtentscheid vom 5.1.2012, Bedingungen/Auflagen 
Allgemein Ziff. 4). Der Zugang zum Seilpark steht somit grundsätzlich auch Menschen 
mit Behinderung offen. Dass ein öffentliches Interesse am Seilpark besteht, wurde 
bereits dargelegt (vorne E. 6.7.5 f.). Das Vorbringen des Beschwerdeführers vermag 
das Ergebnis der Interessenabwägung nicht zu beeinflussen. 

8.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die BVE zu Recht auch die 
Voraussetzungen von Art. 24 RPG bejaht hat. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 32

9. Baute für WC-Anlagen und Materiallager 

9.1 Die Baute für WC-Anlagen und Materiallager liegt gemäss dem Nut-
zungszonenplan der EG Bern (NZP; SSSB 721.41) in der Zone für private Bauten und 
Anlagen im allgemeinen Interesse FA*, die Grundstücke für stark durchgrünte Anlagen 
umfasst (Art. 24 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 der Bauordnung der Stadt Bern vom 
24. September 2006 (BO; SSSB 721.1). Es handelt sich um eine Zone für öffentliche 
Nutzungen im Sinn von Art. 77 BauG. Gemäss Art. 77 Abs. 1 BauG bezeichnen die 
Gemeinden die für Bauten und Anlagen im öffentlichen Interesse verwendeten oder 
noch benötigten Grundstücke oder Grundstücksteile als Zonen für öffentliche Nut-
zungen (Freiflächen). Diese sind insbesondere auszuscheiden für Spiel- und 
Sportanlagen (Art. 77 Abs. 1 Bst. d BauG). – Der Beschwerdeführer bringt vor, die 
Baute für WC-Anlagen und Materiallager sei nicht zonenkonform. Der Seilpark liege 
weder im öffentlichen Interesse noch sei er der Allgemeinheit zugänglich. 

9.2 Bauten und Anlagen im öffentlichen Interesse sind Bauwerke, die – ungeachtet 
der Eigentümerin oder des Eigentümers – im weitesten Sinn Aufgaben des modernen 
Leistungs- und Sozialstaats wahrzunehmen helfen. Zu denken ist an Schulhäuser, 
Spitäler, öffentliche Verwaltungsgebäude, Alters- und Pflegeheime usw., aber auch an 
Bauten privater Bauherrschaft, wie etwa Schwimmbäder, Tennisanlagen, 
Schrebergärten und Pfadfinderheime. Voraussetzung ist, dass die Bauten 
grundsätzlich der Öffentlichkeit zugänglich sind. Allerdings ist es durchaus möglich, 
dass der öffentliche Zugang rechtlich oder faktisch eingeschränkt werden kann. Das 
Kriterium der Allgemeinzugänglichkeit bedeutet mithin nicht, dass eine Anlage, um im 
öffentlichen Interesse zu liegen, schlechthin jedermann zur Verfügung zu stehen hat 
(BGer 1C_310/2011 vom 10.11.2011, in ZBl 2012 S. 371 E. 2.4, 1C_235/2011 vom 
17.2.2012, E. 5.2, 1A.96/2002 vom 12.2.2003, E. 3.4, 1P.498/2000 vom 29.3.2001, 
E. 4c, auch zum Folgenden; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 77 N. 2; Bernhard Waldmann, 
Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen, in BR 2003 S. 87 ff., 89). Das Bundes-
gericht hat es für das Kriterium der Allgemeinzugänglichkeit genügen lassen, dass der 
Beitritt zum fraglichen Verein (Tennis- bzw. Fussballclub) finanziell verhältnismässig 
günstig war und darüber hinaus unabhängig von der Vereinsmitgliedschaft auch den 
Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde in gewissem Umfang offen stand. 
Auch an kommerziell betriebenen Sportanlagen kann ein qualifiziertes öffentliches 
Interesse bestehen (Thomas Widmer Dreifuss, a.a.O., S. 198). Sog. Annex-Anlagen, 
die in dienender Funktion eng mit der Hauptbaute verknüpft sind, an der ein öffent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 33

liches Interesse besteht, sind grundsätzlich als zonenkonform einzustufen (BGer 
1C_310/2011 vom 10.11.2011, in ZBl 2012 S. 371 E. 2.5 f.).  

9.3 Eine WC-Anlage sowie ein Materiallager gehören zum üblichen 
Ausbaustandard einer Sportanlage (vgl. auch BGer 1P.498/2000 vom 29.3.2001, 
E. 4c). Der Seilpark liegt als Sport- und Bewegungsanlage im öffentlichen Interesse 
(vorne E. 6.7.5 f.). Es wird zwar eine Eintrittsgebühr erhoben. Diese kann entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers jedoch nicht als so hoch gelten, dass die Allgemeinheit 
nicht vom Seilpark Gebrauch machen könnte. Es trifft zu, dass der Einzeleintrittspreis 
höher ist als derjenige für ein öffentliches Hallenbad (vgl. Stellungnahme vom 
1.3.2013, S. 2). Der Saisonpreis liegt jedoch deutlich unter dem Preis für die 
Saisonmitgliedschaft im Tennisclub, auf dessen (in der Zone FA* gelegenen) Gelände 
die Baute geplant ist (Beitrag Aktivmitglied: Fr. 530.--; vgl. Mitgliederbeiträge 
Tennisclub …, einsehbar unter: <http://www...ch>). Hinzu kommt, dass der Seilpark 
über Anlageteile verfügt, die ohne Eintrittsgebühr der Allgemeinheit zugänglich sind 
(Naturbeobachtungsplattform, Waldlehrpfad, Picknickplatz; vgl. Allgemeine 
Erläuterungen zum Baugesuch, Vorakten Gemeinde, act. 6B, pag. 11, Ziff. 1.1.1/2). 
Der Seilpark erfüllt demnach auch das Kriterium der Allgemeinzugänglichkeit. Im 
Übrigen ist auf die zutreffenden Erwägungen der BVE zu verweisen (angefochtener 
Entscheid, E. 8). Die Baute für WC-Anlagen und Materiallager erweist sich somit als 
zonenkonform.

9.4

9.4.1 Erstmals vor Verwaltungsgericht macht der Beschwerdeführer schliesslich 
geltend, das Gebäude halte den Waldabstand nicht ein (Beschwerde, S. 8 Ziff. 4). 

9.4.2 Gemäss Art. 34 Abs. 1 Bst. e KWaV in der geltenden und in der ursprünglichen 
Fassung (BAG 97-105) gilt der gesetzliche Waldabstand für alle 
baubewilligungspflichtigen Vorhaben, mit Ausnahme von Bauten, die nicht für den 
Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, Lagergebäuden und ähnlichen Anlagen sowie 
unterirdischen Bauten, sofern ein minimaler Waldabstand von 15 Metern eingehalten 
wird und die Zustimmung der betroffenen Waldeigentümerin oder des 
Waldeigentümers vorliegt. Die Waldabteilung kann beim Vorliegen besonderer 
Verhältnisse Ausnahmen vom Waldabstand bewilligen (Art. 26 Abs. 1 KWaG i.V.m. 
Art. 34 Abs. 2 KWaV). Die Ausnahmen vom Waldabstand sind namentlich im Licht der 
von Art. 17 WaG geschützten Waldfunktionen zu beurteilen. Unzulässig sind Bauten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 34

welche durch eine zu enge Nachbarschaft zum Wald die Qualität des Waldrands 
beeinträchtigen und dadurch eine oder mehrere der gesetzlichen Waldfunktionen 
ernsthaft gefährden (BGer 1A.93/2005 und 1P.251/2005 vom 23.8.2005, in ZBl 2006 
S. 601 E. 2.3, 1C_621/2012 vom 14.1.2014, E. 8.1, 1A.183/2001 vom 18.9.2002, 
E. 9.1; Keel/Zimmermann, a.a.O., S. 277 f.). 

9.4.3 Die Beschwerdegegnerin hat ein Ausnahmegesuch für das Unterschreiten des 
Mindestabstands von 15 m gestellt (vgl. Vorakten Gemeinde, act. 6B, pag. 13, 22). Die 
Waldabteilung 5 Bern-Gantrisch hat in ihrem Amtsbericht vom 10. Oktober 2011 
festgehalten, dass die Walderhaltung durch die geplanten Bauten gesichert bleibt und 
die Waldbewirtschaftung dadurch nicht verunmöglicht wird (Vorakten Gemeinde, 
act. 6B, pag. 76 ff., S. 2 Ziff. 1). Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, inwieweit die 
Waldfunktionen durch die Ausnahmebewilligung gefährdet sein sollten, was denn auch 
nicht ersichtlich ist. Unter diesen Umständen vermag er die Zulässigkeit der 
Ausnahmebewilligung nicht in Frage zu stellen. 

9.5 Der Entscheid der BVE hält demnach auch betreffend Bewilligungsfähigkeit der 
Baute für WC-Anlagen und Materiallager der Rechtskontrolle stand. 

10. Ergebnis und Kosten 

Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdeführer die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und der Beschwerdegegnerin die 
Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die 
Beschwerdegegnerin ist gemäss Unternehmens-Identifikationsnummer-Register (UID-
Register; einsehbar unter: <https://www.uid.admin.ch>) mehrwertsteuerpflichtig und 
kann somit die von ihrem Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer 
eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen. In solchen Fällen ist der 
Partei tatsächlich kein Aufwand angefallen und eine Abgeltung der Mehrwertsteuer 
käme einer mit Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG unvereinbaren 
Überentschädigung gleich. Nach neuer Praxis des Verwaltungsgerichts ist deshalb die 
in der Kostennote aufgeführte Mehrwertsteuer auf dem Honorar bei der Bestimmung 
des Parteikostenersatzes nicht zu berücksichtigen (VGE 2013/137 vom 26.5.2014, E. 6 
[nicht rechtskräftig; zur Publ. bestimmt]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.06.2014, Nr. 100.2012.456U, Seite 35

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht die Parteikosten, festgesetzt auf Fr. 6'100.--, zu ersetzen.  

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer 
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Bundesamt für Raumentwicklung
- dem Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- dem Amt für Wald des Kantons Bern
- dem Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.