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**Case Identifier:** 409407ad-8556-5538-8269-08edb8eecb6a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.01.2018 200 2017 751
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-751_2018-01-17.pdf

## Full Text

200 17 751 IV
KOJ/BRM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Januar 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Braune

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2018, IV/17/751, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1977 geborene A.________ meldete sich am 4. November 2014 unter 
Hinweis auf seit vier Jahren bestehende Depressionen und einen Status 
nach mehreren Operationen bei der IV-Stelle Bern (IVB) für Berufliche In-
tegration/Rente an (Akten der IVB [act. II] 2). Die IVB holte medizinische 
(act. II 4, 21, 24) sowie erwerbliche (act. II 13) Unterlagen ein und liess den 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), B.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, zur gesundheitlichen Situation der Versicherten Stel-
lung nehmen; dieser empfahl eine bisdisziplinäre Begutachtung der Versi-
cherten unter Beteiligung der Fachrichtungen Psychiatrie und Orthopädie 
(act. II 26 S. 3 ff.). 

Das in der Folge bei der MEDAS C.________ (MEDAS), in Auftrag gege-
bene Gutachten wurde am 22. November 2016 erstattet (act. II 44.1). Am 
30. Januar 2017 wurde aufgrund der Erhebung vom 17. Januar 2017 ein 
Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb erstellt (act. II 47).

B.

Gestützt auf diese Abklärungen wurde der Versicherten bei einem ermittel-
ten Invaliditätsgrad von 5% mit Vorbescheid vom 3. Februar 2017 die Ab-
weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt (act. II 48). Am 2. 
August 2017 verfügte die IVB entsprechend dem Vorbescheid, nachdem 
die Versicherte, vertreten durch lic. iur. D.________, hiergegen am 27. Fe-
bruar (act. II 49) bzw. am 27. April 2017 (act. II 51) hatte Einwand erheben 
und die IVB den RAD hierzu hatte Stellung nehmen lassen (act. II 53); zu 
den erhobenen Einwänden äusserte sich die IVB in der Verfügung (act. II 
54). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2018, IV/17/751, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 31. August 2017 erhebt A.________, c/o lic. iur. 
D.________, Beschwerde und beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 
2. August 2017, die Veranlassung einer neuen Untersuchung in einer ge-
schlossenen Einrichtung und – falls dies abgelehnt werde – die Festlegung 
eines Invaliditätsgrades aufgrund der aktuellen Aktenlage von 100%. Zur 
Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die IVB die angefoch-
tene Verfügung lediglich auf die Stellungnahme des RAD stütze, dagegen 
die Berichte der behandelnden Ärzte, die hinsichtlich der zumutbaren 
Tätigkeit zu diametral entgegengesetzten Einschätzungen gelangt seien, 
bei der Beurteilung nicht berücksichtigt habe. Die Einschränkung der Be-
schwerdeführerin aufgrund psychischer und psychosozialer Probleme wer-
de auch durch die wiederholten stationären Behandlungen bestätigt. Eine 
Integration in den Arbeitsmarkt sei deshalb unrealistisch.

Ferner wurde sinngemäss um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge hinsichtlich der Verfahrenskosten nachgesucht.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2017 beantragt die IVB die 
Abweisung der Beschwerde. 

Mit Verfügung vom 24. Oktober 2017 wies der Instruktionsrichter das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege ab; der Kostenvorschuss wurde in der 
Folge aufforderungsgemäss geleistet.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 2. August 2017 (act. II 
54). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 
142 V 290 E. 4 S. 293). Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst 
wirklichkeitsgerechte Bemessung des IV-Grades. Entscheidend ist nicht, 
welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Ge-
sundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie 

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hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Ver-
hältnissen, erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen 
Folgendes entnehmen:

3.1.1 Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. E.________, Praktischer 
Arzt für Allgemeine Medizin, hielt in seinem Bericht vom 19. November 
2014 zuhanden der IVB als Diagnosen ein chronisches Schmerzsyndrom 
bei Status nach einigen Verletzungen (entsprechende Berichte wurden 
beigelegt) sowie eine mittelschwere bis schwere Depression bei ganz 
schwerer psychosozialer Situation fest. Aufgrund der familiären Situation 
(Ehemann psychisch und körperlich krank, Kinder ziemlich hyperaktiv) sei 
die Patientin sehr erschöpft, unruhig, leide unter Schlafstörungen und habe 
keine Kraft aus der Spirale herauszukommen. Bei schlechter Prognose 
wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. August 2014 bis auf 
weiteres bescheinigt (act. II 4 S. 2 ff.). Im Verlaufsbericht vom 19. Oktober 
2015 attestierte Dr. med. E.________ bei unveränderter Diagnostik einen 
stationären Gesundheitszustand (act. II 21). 

3.1.2 Dr. med. F.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, (bzw. 
die behandelnde Psychologin Dr. med. G.________) nannte im Bericht 
vom 1. Dezember 2015 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi-
sode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33), seit ca. 5 Jahren. Die Pati-
entin wirke mimiklos, traurig, vermeide den Blickkontakt; Konzentration und 
Aufmerksamkeit seien unauffällig, das formale Denken kohärent, sie ant-
worte knapp und oberflächlich, es bestünden keine psychotischen Sym-
ptome, aber Antriebslosigkeit, Gedankenkreisen, Schlafstörungen, Verlust 
der Lebensfreude, phasenweise impulsives Verhalten, sie lebe zurückge-
zogen, habe keine sozialen Kontakte, Suizidalität sei nicht vorhanden. We-
gen Konzentrationsstörung, Vergesslichkeit, rascher Überforderung bei 
Stressintoleranz, Einschränkung der Belastbarkeit aufgrund der chronifi-
zierten depressiven Stimmung, Verlust der Lebensfreude, Interesselosig-
keit sowie Erschöpfungszustand bestehe seit Sommer 2015 für eine (auch 
angepasste) erwerbliche Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 70% (act. II 
24).

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3.1.3 Im Rahmen einer stationären Behandlung vom 25. März bis 17. Juni 
2016 hielten die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) im Aus-
trittsbericht vom 5. Juli 2016 als Diagnosen eine Somatisierungsstörung 
(ICD-10: F45.0), eine Panikstörung (ICD-10: F41.0), psychische und Ver-
haltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom 
sowie eine arterielle Hypertonie und einen Vitamin-D-Mangel fest. Zur Ar-
beitsfähigkeit äusserte sich der Bericht nicht (act. II 40).

3.1.4 Nach entsprechenden (bildgebenden) Abklärungen der von der 
Versicherten seit Mitte 2015 geklagten, bis in die Schulter ausstrahlenden 
Handbeschwerden konnte Dr. med. H.________, FMH Orthopädische 
Chirurgie/Handchirurgie, in seinem Bericht vom 20. Juli 2016 einzig ein 
äusserst diskretes Karpaltunnelsyndrom rechts feststellen, bei ansonsten 
unauffälligem Befund (act. II 31). 

3.1.5 In der bidisziplinären Begutachtung konnten aus psychiatrischer 
Sicht keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben wer-
den; ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0), eine Pa-
nikstörung (ICD-10: F41.0) sowie eine chronische Schmerzstörung mit so-
matischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41). Aus orthopädischer 
Sicht beeinflussten eine Fasciitis plantaris rechts (ICD-10: M27.2) sowie 
chronische Ellenbogenschmerzen rechts (ICD-10: M79.62) die Arbeits-
fähigkeit; keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten ein klinisch mögli-
ches leichtgradiges subakromiales Impingement Schulter rechts (ICD-10: 
M75.4) sowie anamnestisch ein diskretes Karpaltunnelsyndrom rechts 
(ICD-10: G56.0) und ein multilokuläres Schmerzsyndrom, ausser an den 
genannten Lokalisationen ohne objektivierbares Korrelat (ICD-10: R52.9). 
Körperlich schwere und anhaltend mittelschwere Tätigkeiten seien der Pa-
tientin wegen der verminderten Belastbarkeit des rechten Armes und der 
rechten unteren Extremität nicht zumutbar. In körperlich leichten, wechsel-
belastenden Tätigkeiten, wo eine Hebe- und Traglimite von 5 kg nur aus-
nahmsweise und von 10 kg nicht überschritten werde, ohne übermässige 
Belastung der rechten Ferse und andauerndes Gehen sowie des rechten 
Ellbogens mit repetitiven Bewegungen des rechten Armes oberhalb der 
Horizontalen, bestehe ansonsten eine 100%ige Arbeits- und Leistungs-

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fähigkeit. Gemäss Prüfung der Indikatoren und Inkonsistenzen schränke 
die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
die Arbeitsfähigkeit nicht ein; ebenso wenig erreichten die affektiven 
Störungen (rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episo-
de, und Panikstörung) ein Ausmass, welches die Arbeitsfähigkeit wesent-
lich tangieren würde (act. II 44.1, insbesondere S. 20 ff.). 

3.1.6 In Berichten zuhanden des Vertreters der Versicherten im Vorbe-
scheidverfahren bestätigten die behandelnden Dres. med. E.________ und 
G.________ ihre bisherigen Beurteilungen, insbesondere auch hinsichtlich 
der attestierten Arbeits(un)fähigkeit (act. II 49 S. 4 und 5, 51 S. 3). 

3.1.7 In seiner Stellungnahme vom 7. Juli 2017 bezeichnete der RAD-Arzt 
Dr. med. B.________ das MEDAS-Gutachten vom 22. November 2016 als 
nachvollziehbar und schlüssig; im Rahmen des Vorbescheidverfahrens 
seien keine neuen medizinischen Sachverhalte vorgebracht worden, viel-
mehr stellten die Einschätzungen der behandelnden Ärzte eine andere 
Würdigung desselben Sachverhaltes dar. Weiterer Abklärungen bedürfe es 
nicht (act. II 53).

3.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

Das oben erwähnte bidisziplinäre Gutachten samt interdisziplinärer Beurtei-
lung (vgl. E. 3.1.5 hiervor) erfüllt die nach der geltenden höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an eine Expertise gestellten Anforderungen. Es ist für die 
streitigen Belange umfassend, beruht auf einlässlichen gutachterlichen 
Untersuchungen und wurde in Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksich-
tigung der geklagten Beschwerden abgegeben. Es überzeugt auch inhalt-
lich, indem es in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfol-
gerungen nachvollziehbar begründet sind (vgl. E. 2.4 hiervor). Namentlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2018, IV/17/751, Seite 10

wird der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin umfassend sowie 
unter Einbezug der anderweitigen aktenkundigen Arztberichte erhoben und 
gestützt darauf ihre aktuelle Arbeitsfähigkeit überzeugend und mit einlässli-
cher Begründung dargestellt. Ein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender 
bzw. invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden der Beschwerde-
führerin wird mit plausibler Begründung (act. II 44.1 S. 9 ff.) verneint. Eben-
so ist das Fazit, die orthopädischen Beschwerden mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit stünden der vollzeitlichen Ausübung einer angepassten 
körperlich leichten Tätigkeit nicht entgegen, schlüssig begründet (vgl. act. II 
44.1 S. 17 ff.). Die gutachterlichen Schlüsse werden zudem vom RAD 
bestätigt (act. II 53). Den medizinischen Grundlagen, auf welche sich die 
Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung stützt, kommt somit voller Beweis-
wert zu.

Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt nicht: Soweit die 
Beschwerdeführerin gestützt auf die Berichte der behandelnden Psycholo-
gin Dr. med. G.________ (act. II 49 S. 5) und des Allgemeinmediziners Dr. 
med. E.________ (act. II 49 S. 4, 51 S. 3) eine invalidisierende Leistungs-
einschränkung aus psychischen Gründen geltend macht, ist – worauf auch 
die IVB in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht hinweist – festzuhalten, dass 
es sich bei den erwähnten Personen nicht um psychiatrische Fachärzte 
handelt (vgl. dazu das Medizinalberuferegister, einsehbar unter 
www.medregom.ad-min.ch), womit deren Angaben zur psychisch beding-
ten Verminderung der Arbeitsfähigkeit nur beschränkte Aussagekraft zu-
kommt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 22. März 2010, 8C_83/2010, 
E. 3.2.3, sowie vom 20. November 2007, I 142/07, E. 3.4). In diesem Zu-
sammenhang ist sodann auf den eingeschränkten Beweiswert der Ein-
schätzung von behandelnden Ärzten hinzuweisen; in Bezug auf Atteste von 
Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). 
Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern 
ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerz-
therapeutisch tätigen Arzt (Entscheid des EVG vom 20. März 2006, 
I 655/05, E. 5.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2018, IV/17/751, Seite 11

Auch aus diesen Gründen ist der gutachterlichen Beurteilung der Vorzug 
gegenüber den Berichten der behandelnden Ärzte einzuräumen. 

Betreffend die Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushalt ist mit 
der Beschwerdegegnerin (vgl. Beschwerdeantwort Ziff. 6) davon auszuge-
hen, dass – unter Berücksichtigung des gutachterlich festgelegten Zumut-
barkeitsprofils sowie der Feststellungen im Abklärungsbericht, wonach die 
vom Ehemann angegebene Untätigkeit der Beschwerdeführerin im Haus-
halt medizinisch nicht nachvollziehbar sei (act. II 47 S. 6 unten) – bei einem 
unbestritten gebliebenen Status von 50% Erwerbstätigkeit und 50% Betäti-
gung im Aufgabenbereich Haushalt eine für einen rentenbegründenden 
Gesamt-IV-Grad notwendige Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt 
von 80% offensichtlich zu verneinen ist. 

Von weiteren Abklärungen sind angesichts der schlüssigen gutachterlichen 
Feststellungen und Einschätzungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, 
sodass von solchen in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 
E. 1d S. 162) abzusehen ist. Mangels eines psychischen Gesundheits-
schadens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erübrigen sich ferner 
Weiterungen im Lichte der vom Bundesgericht mit zwei Entscheiden vom 
30. November 2017 in den Verfahren 8C_130/2017 und 8C_841/2016 vor-
genommenen Praxisänderung (vgl. BGer 8C_130/2017 E. 7.1 und 8.1 mit 
Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 2 S. 285 ff.).

3.3 Die angefochtene Verfügung erweist sich nach dem Gesagten als 
rechtmässig, die dagegen erhobene Beschwerde ist dementsprechend 
abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.— bis Fr. 1’000.— festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Jan. 2018, IV/17/751, Seite 12

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.—, der unterliegenden Beschwerdeführerin 
auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie werden dem in gleicher Höhe geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.— werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.