# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 714f73f3-f88e-5c89-b0f4-048444309e7b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.02.2024 E-1044/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1044-2024_2024-02-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1044/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richterin Deborah D’Aveni; 

Gerichtsschreiberin Carolina Bottini. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); 

Verfügung des SEM vom 13. Februar 2024. 

 

 

 

E-1044/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Gemäss eigenen Angaben verliess der Beschwerdeführer seinen Heimat-

staat am 15. November 2023. Am 18. Januar 2024 suchte er in der 

Schweiz um Asyl nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) 

vom 19. Januar 2024 ergab, dass er am 3. Januar 2024 in Kroatien ein 

Asylgesuch eingereicht hatte. 

C.  

Am 23. Januar 2024 fand die Personalienaufnahme statt. 

D.  

Im Rahmen des sogenannten Dublingesprächs (Art. 5 der Verordnung [EU] 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaates, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen 

oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig ist [nachfolgend: Dublin-III-VO]) vom 25. Januar 

2024 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer im Beisein seiner zuge-

wiesenen Rechtsvertretung das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Kroati-

ens für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zu einer 

Überstellung dorthin sowie zum medizinischen Sachverhalt (vgl. SEM-Ak-

ten […] [A] 13). 

Der Beschwerdeführer machte dabei im Wesentlichen geltend, in Kroatien 

nach einem Unfall, bei dem er eine Beinverletzung erlitten habe, von der 

Polizei aufgegriffen worden zu sein. Er sei nicht behandelt worden und 

habe ungefähr fünf bis sechs Tage dort in einem Camp gelebt. Gegen eine 

Rückkehr dorthin spreche die unterlassene Behandlung, sowie dass er nir-

gends eine vergleichbare Angst verspürt habe und in Kroatien weder Per-

spektiven noch jemanden habe. In der Schweiz lebe sein Onkel. Psychisch 

gehe es dem Beschwerdeführer gut und physisch mittlerweile auch. 

E.  

Am 26. Januar 2024 ersuchte das SEM die kroatischen Behörden um 

Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dub-

lin-III-VO. 

E-1044/2024 

Seite 3 

F.  

Mit Schreiben vom 9. Februar 2024 entsprachen die kroatischen Behörden 

dem Ersuchen um Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 20 

Abs. 5 Dublin-III-VO. 

G.  

Mit Verfügung vom 13. Februar 2024 (eröffnet am 15. Februar 2024) trat 

das SEM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

seine Wegweisung aus der Schweiz in den zuständigen Dublin-Staat Kro-

atien an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Be-

schwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig stellte es fest, einer allfälligen Be-

schwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu. 

H.  

Am 15. Februar 2024 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM 

die Beendigung ihres Mandates mit. 

I.   

Gegen die Verfügung des SEM vom 13. Februar 2024 erhob der Be-

schwerdeführer am 16. Februar 2024 Beschwerde an das Bundesverwal-

tungsgericht. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und die Vorinstanz anzuweisen, sein Asylgesuch zu prüfen. In prozessua-

ler Hinsicht ersucht er um Gewährung der aufschiebenden Wirkung und 

um unentgeltliche Prozessführung, unter Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses. 

Der Beschwerdeschrift beigelegt war insbesondere ein von den Beteiligten 

unterschriebener Bericht über den Verkehrsunfall vom (…) 2024. Demnach 

habe die Polizei ihre Mobiltelefone beschlagnahmt und sie aufgrund des 

Autounfalles für einen Tag in Gewahrsam genommen. Am Folgetag hätten 

sie ihnen Fingerabdrücke abgenommen, wobei den Beteiligten nicht be-

wusst gewesen sei, dass diese für das Asylverfahren verwendet würden. 

J.  

Am 20. Februar 2024 ordnete die zuständige Instruktionsrichterin des Bun-

desverwaltungsgerichts superprovisorisch einen Vollzugsstopp an. 

 

  

E-1044/2024 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungs-

gericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Asyls zu-

ständig und entscheidet über diese in der Regel – so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist zur Be-

schwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden – wie die vorliegende 

– wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 

Bst. e AsylG). Der Beschwerdeentscheid ist nur summarisch zu begründen 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

1.4 Auf einen Schriftenwechsel wurde in Anwendung von Art. 111a Abs. 1 

AsylG verzichtet. 

2.  

Die Kognition und die zulässigen Rügen umfassen die Verletzung von Bun-

desrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) 

sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

 

3.  

Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsuchende 

in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen 

Staates prüft das SEM die Zuständigkeitskriterien nach Dublin-III-VO. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird. Das Verfahren zur Bestimmung des zu-

ständigen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat 

erstmals ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO).  

E-1044/2024 

Seite 5 

Im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) findet 

demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach 

Kapitel III statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.). 

Die Zuständigkeit ergibt sich direkt aus Art. 18 Abs. 1 Bst. b–d beziehungs-

weise Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer 

F-1959/2023 vom 19. April 2023 E. 3.2 m.w.H.). 

4.2 Ein Abgleich mit Eurodac ergab, dass der Beschwerdeführer am 3. Ja-

nuar 2024 in Kroatien ein Asylgesuch eingereicht hat. Dass er sich dessen 

nicht bewusst gewesen sei, als er seine Fingerabdrücke gegeben habe, 

ändert daran nichts. Kommt hinzu, dass ein Mitgliedstaat auch dann für die 

Prüfung eines Antrags um internationalen Schutz zuständig ist, wenn die 

betreffende Person – ohne einen Asylantrag gestellt zu haben – illegal ein-

gereist und erfasst worden ist (Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO). Überdies stützt 

sich die Abnahme von Fingerabdrücken illegal einreisender ausländischer 

Personen und Asylsuchender auf Art. 14 Abs. 1 der Verordnung (EU) 

Nr. 603/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 (Eurodac-Verordnung). Sodann haben die kroatischen Behörden der 

Wiederaufnahme des Beschwerdeführers zugestimmt. Die grundsätzliche 

Zuständigkeit Kroatiens ist damit gegeben.  

Aus Art. 16 Dublin-III-VO kann der Beschwerdeführer schon deshalb nichts 

zu seinen Gunsten ableiten, da die Beziehung zu seinem in der Schweiz 

lebenden Onkel nicht unter die in diesem Artikel aufgezählten familiäre Be-

ziehungen fällt, in denen zwischen den Beteiligten ein Abhängigkeitsver-

hältnis bestehen muss. 

5.  

Im Lichte von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO ist zu prüfen, ob es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedin-

gungen für Asylsuchende in Kroatien würden systemische Schwachstellen 

aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden 

Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grundrechtecharta mit sich 

bringen würden. 

Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts wei-

sen das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Kroatien keine 

systemischen Schwachstellen auf (vgl. unter vielen: Urteile des BVGer 

F‑773/2024 vom 13. Februar 2024 E. 7.3; F-80/2024 vom 17. Januar 2024 

E. 7.2; D‑7179/2023 vom 8. Januar 2024 E. 6.2; je mit Hinweisen auf das 

Referenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9.5). 

E-1044/2024 

Seite 6 

Demnach sind Dublin-Überstellungen nach Kroatien grundsätzlich sowohl 

in «take-charge» (Aufnahme) als auch in «take-back» (Wiederaufnahme) 

Verfahren zulässig. 

6.  

6.1 Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht ist zwingend auszuüben, wenn die Überstellung 

der betroffenen Person in den an sich zuständigen Mitgliedstaat zu einer 

Verletzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schweiz führen würde 

(vgl. BVGE 2015/9 E. 8.2.1).  

6.2 Bei der Beurteilung des Selbsteintritts gilt zu beachten, dass Kroatien 

Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 

gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende 

Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 

1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des 

Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und ver-

pflichtet ist, seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen 

nachzukommen. Es darf davon ausgegangen werden, dieser Staat aner-

kenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richt-

linien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 

26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-

kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 

2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-

nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-

merichtlinie) ergeben. Die Vermutung, Kroatien halte seine völkerrechtli-

chen Verpflichtungen ein, kann im Einzelfall widerlegt werden. Dazu muss 

die gesuchstellende Person konkrete Indizien dartun können, dass im Falle 

ihrer Überstellung zwingende völkerrechtliche Bestimmungen verletzt wür-

den (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.). 

6.3 Im Vorbringen des Beschwerdeführers, die kroatische Polizei habe an-

lässlich eines Verkehrsunfalles versäumt, ihn über seine Rechte zu beleh-

ren und ihm ein Unfallprotokoll auszuhändigen, liegt kein konkretes Indiz 

dafür, dass bei einer Überstellung zwingende völkerrechtliche Bestimmun-

gen verletzt würden. Auch erweist sich die geltend gemachte eintägige 

Festnahme nicht per se als unrechtmässig, war der Beschwerdeführer 

E-1044/2024 

Seite 7 

doch in einen Verkehrsunfall verwickelt und zudem illegal in Kroatien ein-

gereist. Schliesslich kann den kroatischen Behörden auch nicht vorgewor-

fen werden, dass sie den Beschwerdeführer – unter Wahrung seiner Ver-

fahrensrechte – noch nicht angehört hätten, zumal er das Camp bereits 

wenige Tage später verlassen habe. Mit seinen Ausführungen vermag er 

kein konkretes und ernsthaftes Risiko darzutun, die kroatischen Behörden 

würden in seinem Fall bei der Rückkehr ihren völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nicht nachkommen. Es bestehen keine Gründe für die Annahme, er 

hätte keinen Zugang zu einem rechtsstaatlichen Asylverfahren und Kroa-

tien werde den Grundsatz des Non-Refoulement missachten und den Be-

schwerdeführer zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein 

Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-

fährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würden, zur Ausreise in ein solches 

Land gezwungen zu werden. Auf die zutreffende Erwägung in der ange-

fochtenen Verfügung und die entsprechenden Hinweise kann verwiesen 

werden. Soweit der Beschwerdeführer auf Beschwerdestufe vorbringt, er 

sei traumatisiert, ist festzustellen, dass er im Rahmen des Dublingesprä-

ches ausgesagt hatte, es gehe ihm gut, insbesondere auch psychisch. Un-

abhängig davon verfügt Kroatien – wie vom SEM ausführlich dargelegt – 

über eine ausreichende medizinische Infrastruktur, sodass er sich dort be-

handeln lassen könnte, sollte dies notwendig sein. 

7.  

Schliesslich ist die angefochtene Verfügung unter dem Blickwinkel der An-

wendung der Kann-Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 – hinsichtlich 

derer das SEM über einen (durch das Bundesverwaltungsgericht lediglich 

eingeschränkt überprüfbaren) Ermessensspielraum verfügt – nicht zu be-

anstanden (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f. und Art. 106 Abs. 1 Bst. a und b 

AsylG).  

 

8.  

Das SEM ist demnach zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-

rers nicht eingetreten und hat seine Wegweisung nach Kroatien angeord-

net (Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG und Art. 44 AsylG). Die angefochtene Ver-

fügung erweist sich als rechtmässig (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

9.  

Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung ist abzuweisen, da die Begehren zum Zeitpunkt der 

Gesuchstellung als aussichtslos zu bezeichnen waren. Damit ist eine der 

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Seite 8 

kumulativen Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt. Bei 

diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

(…) festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

10.  

Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses so-

wie jenes um aufschiebende Wirkung erweisen sich mit vorliegendem Ent-

scheid als gegenstandlos. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. Die Verfahrenskosten von (…) werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Esther Marti Carolina Bottini