# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e107677-396f-59ce-bfef-59bbb98d2eab
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 11.10.2016 R 2016 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2016-11_2016-10-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 16 11

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
Richter Audétat, Racioppi 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 11. Oktober 2016

in den verwaltungsrechtlichen Streitsachen

A._____ sel., 

und

B._____,
alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Marti,

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally,

Beschwerdegegnerin
und

C._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Burtscher,

Beschwerdegegner

betreffend Baueinsprache  

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1. Am 3. Juni 2015 ging beim Bauamt X._____ das Gesuch von C._____ um 

Erstellung eines Zweifamilienhauses in X._____, D._____, auf Parzelle 

1764, ein. Parzelle 1764 liegt in der W2 und weist eine Grundstücksfläche 

von 592 m² auf. Die zur Verfügung stehende BGF beträgt 266.40 m². Das 

eingereichte Projekt konsumiert 257.82 m² BGF. Somit verbleibt gemäss 

Baugesuch eine BGF von 8.58 m² als Reserve. 

2. Parzelle 1764 grenzt im Norden an die Via D._____. Südlich verläuft die 

Via E._____. Parzelle 1764 soll einerseits verkehrsmässig von der Via 

D._____, also von Norden her, auf ein auf der Nordwestseite des projek-

tierten Gebäudes geplantes Parkdeck für einen Abstellplatz sowie über 

Parzelle 507 und zu einem kleinen Teil über Parzelle 1445 zur Via 

E._____ erschlossen werden. Die südliche, untere Erschliessung ist für 

zwei im Südosten in einer Unterniveaugarage auf Parzelle 1764 geplante 

Autoeinstellplätze bestimmt. 

3. Dagegen erhoben A._____, verstorben am 3. November 2014, vertreten 

durch den Sohn einerseits und B._____ anderseits (STW-Eigentümer auf 

Parzelle 1559 und Miteigentümer von Parzelle 1660) am 29. Juni 2015 

Einsprache. 

4. Am 31. August 2015 beantragte C._____ u.a., auf die Einsprache von 

A._____ sei nicht einzutreten. Im Übrigen sei die gegen sein Bauvorha-

ben erhobene Einsprache abzuweisen.

5. Am 9. November, mitgeteilt am 4. Dezember 2015, wies die Gemeinde 

X._____ die Einsprache, soweit sie darauf eintrat, ab und bewilligte das 

Baugesuch.

Der Nachweis, dass der Sohn von A._____ sel. (nachfolgend F._____) 

berechtigt sei, den Nachlass bzw. die Erbengemeinschaft zu vertreten 

oder allenfalls in eigener Sache als STW-Eigentümer von Parzelle 1559 

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aufzutreten, sei bis anhin nicht erbracht worden. Jemand, der tot sei, kön-

ne nicht legitimiert sein. Deshalb könne hier auf die Einsprache der ver-

storbenen A._____, vertreten durch deren Sohn, nicht eingetreten wer-

den.

Betreffend Erschliessung der Bauparzelle werde gerügt, diese müsste 

nicht über Parzelle 507 zur Via E._____, sondern über die Via D._____ 

erschlossen werden. Die Neigung der Strasse über Parzelle 507 betrage 

mehr als 12 % und führe zu Lärmbelastungen. Sie genüge nicht, weil sie 

unübersichtlich und zu schmal und zu stark geneigt sei und weil es sich 

nur um ein vertraglich begründetes Wegrecht handle. Es gebe aber keine 

Verpflichtung der Gemeinde, Parzelle 1764 über die Via D._____ zu er-

schliessen. Eine strassenmässige Erschliessung von Parzelle 1764 über 

Parzelle 507 sei nicht per se unzulässig. Die Erschliessung sei rechtlich 

gesichert, weil eine entsprechende Grunddienstbarkeit zugunsten von Pa-

rzelle 1764 und zulasten von Parzelle 507 bestehe. Ob die Zufahrt auch 

tatsächlich genüge, hange von der beanspruchten Nutzung und ander-

seits von den massgeblichen örtlichen Umständen ab. Die VSS-Norm-en 

könnten bei der Beurteilung des Ausbaugrades für eine hinreichende Zu-

fahrt als Entscheidungshilfe beigezogen werden, stellten aber nur Richtli-

nien dar. Ihre Anwendung müsse vor den allgemeinen Rechtsgrundsät-

zen, insbesondere der Verhältnismässigkeit, standhalten. Seien Er-

schliessungsstrassen bereits vorhanden, dürfe eine Bewilligung für eine 

Neubaute nur dann mit der Begründung der ungenügenden Erschliessung 

verweigert werden, wenn die zur Verfügung stehende Strasse den neu zu 

erwartenden Verkehr offensichtlich nicht aufzunehmen vermöge (polizeili-

cher Notstand). Hier gehe es nicht um eine neue, sondern um eine beste-

hende Strasse. Sie solle lediglich ein Zweifamilienhaus erschliessen, was 

zwar zu zusätzlichen Fahrbewegungen führe. Die Strasse sei jedoch auf 

ein minimales Verkehrsaufkommen ohne Durchgangsverkehr beschränkt. 

Art. 12 Abs. 2 BG beziehe sich auf offene Garagenrampen, nicht aber auf 

eine Zufahrtsstrasse. Weil die Zufahrtsstrasse nur zwei Abstellplätze in 

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der Tiefgarage erschliesse, sei die geltend gemachte Lärmbelastung un-

begründet. Die bestehende Strasse genüge als hinreichende Zufahrt.

Die Einsprecher machten weiter geltend, gegenüber Parzelle 1641 müsse 

das Bauprojekt den kleinen Grenzabstand von 4 m in der W2 einhalten. 

Die Südwestfassade inkl. Parkdeck als längste Fassade sei die Hauptfas-

sade. Beim Parkdeck handle es sich aber nicht um ein Gebäude, weswe-

gen dieses nicht zur Gebäudelänge hinzugerechnet werden müsse. Die 

grössere Seite des kleinsten, das Gebäude begrenzenden Rechtecks sei 

die Südostfassade mit 11.95 m und nicht die Südwestfassade mit 10.45 

m. Somit sei die Südostfassade die Hauptfassade. Die Hauptwohnräume 

seien zudem nach Südosten ausgerichtet. Die Südwestfassade erscheine 

wegen der kleinen und geringen Anzahl Fenster nicht als Hauptfassade. 

Der Abstand von der Südwestfassade zu Parzelle 1641 betrage 4.01 m, 

womit der kleine Grenzabstand von 4 m hier eingehalten sei. Gegenüber 

Parzelle 1660 sei nach Auffassung der Einsprecher der Grenzabstand 

verletzt, da ein Grenzbaurecht nur an der parallel zur Via D._____ verlau-

fenden Grenze, nicht jedoch an der Südwestgrenze, bestehe. Diese 

Grenze verlaufe schräg zur Via D._____. Das Parkdeck sei eine Mauer, 

welche einen Teil der Gebäudehülle darstelle, weswegen mit Errichtung 

des Parkdecks der Grenzabstand hier unterschritten werde. Die Vertie-

fung zwischen der Via D._____ und dem gewachsenen Terrain sei hier 

indessen als Folge der Nivellierung der neuen Zufahrtsrampe mittels Auf-

schüttungen aufgefangen worden. Beim Parkdeck, welches das gewach-

sene Terrain überrage, handle es sich somit um eine Terrainveränderung 

in Form einer Aufschüttung. Diese werde gegen die benachbarte Parzelle 

1660 mit einer Mauer abgeschlossen. Diese, Parzelle 1660 zugewandte 

und das Parkdeck umschliessende Mauer sei damit nicht Teil der Gebäu-

dehülle, sondern eine hinterfüllte Mauer (Futtermauer). Futtermauern 

dürften an der Grenze errichtet werden, soweit sie nicht höher als 1 m 

seien, bei Mehrhöhe sei ein Grenzabstand im Ausmass der Mehrhöhe, 

maximal 2.5 m, einzuhalten. Im konkreten Fall liege die hinterfüllte Mauer 

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beim massgebenden Grenzpunkt 1.28 m über dem gewachsenen Terrain, 

weshalb sie hier einen Grenzabstand von 0.28 m einhalten müsse. Sie 

halte dort einen Grenzabstand von 0.3 m ein. Bis zum Anschluss an die 

Via D._____ sei die Futtermauer nicht höher als 1 m.

Die Gebäudehöhen seien an den Eckpunkten 1, 2, 3, 4 und 5 zu messen. 

Eckpunkt 2 sei nur als "Gebäudenebenecke" zu qualifizieren, da er auf 

die Höhe des Firstes zu liegen komme. Für die Bemessung der Firsthöhe 

gebe es eine eigene Definition (Art. 49 Abs. 2 i.V.m. Art. 45 BG). Damit 

sei die maximal zulässige Gebäudehöhe von 7.5 m (Art. 49 Abs. 1 BG 

und Art. 45 [Zonenschema]) eingehalten. Sie wäre es gar dann, wenn 

Eckpunkt 2 auch berücksichtigt würde. Vor der Autoeinstellhalle befinde 

sich aber keine Gebäudehauptecke, weswegen dieser Bereich für die Be-

rechnung der Gebäudehöhe nicht massgebend sei.

Die Tiefgaragenfassade rage tatsächlich mehr als 1.6 m über das abge-

grabene Terrain hinaus, weswegen eine Teilfläche des Ski-/Veloraums 

mit einer Raumtiefe von 4 m zur BGF zu zählen sei. Damit sei zusätzlich 

eine Fläche von 10.69 m² als BGF-pflichtig zu berücksichtigen. Die Nut-

zungsreserve gemäss Baueingabe betrage 8.56 m² BGF, somit resultiere 

als Zwischenresultat eine Übernutzung von -2.11 m². Indessen könne die 

Fläche im DG, wo die Treppe in das OG führe, von der BGF in Abzug ge-

bracht werden. Diese Fläche sei fälschlicherweise zweimal im OG und im 

DG angerechnet worden, dürfe aber nur einmal angerechnet werden. Im 

Zweifamilienhaus seien drei Treppen vorgesehen, wobei die erste Treppe 

dem UG, die zweite dem EG und die dritte Treppe dem OG anzurechnen 

sei. Daraus folge, dass die Fläche im DG, wo die in das OG führende drit-

te Treppe nochmals abgebildet sei, nicht ein zweites Mal an die BGF des 

DG angerechnet werden dürfe. Sie sei schon dem OG zugerechnet. Die 

zu viel angerechnete Fläche betrage ca. 3.5 m², womit letztlich eine BGF-

Reserve von 1.39 m² bestehe. Das Parkdeck inklusive Aussentreppe sei 

kein Gebäude, weswegen es bei der BGF nicht zu berücksichtigen sei.

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Auf Parzelle 507 existiere ein Bauverbot. Der jeweilige Eigentümer dieser 

Parzelle dürfe auf einer im Situationsplan bezeichneten Fläche keinerlei 

Hochbauten errichten. Indessen rage an dieser Stelle keine Baute über 

das gewachsene Terrain hinaus, auch nicht die Tiefgarage, und diese ha-

be mithin keine Einwirkung auf Parzelle 1559. Die Tiefgarage könne des-

halb wie eine unterirdische Baute betrachtet werden. Es könne hier nicht 

davon gesprochen werden, dass die zivilrechtliche Bauberechtigung zu-

folge Verletzung des Bauverbots offensichtlich fehle. Damit sei auf diese 

Rüge nicht einzutreten.

Der Gemeindevorstand trat auf die Einsprache von A._____., vertreten 

durch F._____, nicht ein. Die Einsprachen von B._____ und der Erben-

gemeinschaft G._____ sel., wies er ab. Gleichzeitig bewilligte er das Bau-

gesuch unter Auflagen und Bedingungen. Für die drei Pflichtparkplätze 

verfügte er, dass diese nur als Parkplätze für die entsprechenden Woh-

nungen genutzt werden dürften. Zwei Parkplätze befänden sich im UG, 

einer im DG auf einer offenen Rampe. Diese Eigentumsbeschränkung sei 

im Grundbuch anzumerken.

Zudem verfügte der Gemeindevorstand, dass das ganze Haus dauernd 

als Haupt- im Sinne von Art. 28 BG resp. als Erstwohnung gemäss Art. 

75b BV genutzt werden müsse. Auch dies sei im Grundbuch anzumerken.

6. Am 19. Januar 2016 (Eingabe ersetzt durch Eingabe vom 20. Januar 

2016 [Poststempel]) erhoben A._____, vertreten durch ihren Sohn, 

F._____, sowie B._____ (Beschwerdeführer) gegen den Bau- und Ein-

spracheentscheid der Gemeinde X._____ vom 9. November 2015 beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde und beantrag-

ten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei C._____ die 

Baubewilligung auf Parzelle 1764 nicht zu erteilen.

A._____. sei am 3. November 2014 verstorben. Die Erben F._____ und 

I._____ hätten die Erbschaft ausgeschlagen. Voraussichtlich werde der 

Nachlass der Verstorbenen amtlich liquidiert werden. Bis zur amtlichen 

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Liquidation habe aber F._____, welcher von seiner Mutter zu Lebzeiten 

auch über den Tod hinaus bevollmächtigt worden sei, alles vorzukehren, 

um das Eigentum zu erhalten und zu schützen. Er verfüge über die nötige 

Bevollmächtigung. Sobald feststehe, wer Erbe im Nachlass von A._____ 

sei, würden die Erben namentlich an Stelle der Verstorbenen aufgeführt 

werden. Bis zum Zeitpunkt der Einreichung der vorliegenden Beschwerde 

hätten die Söhne das Erbe ausgeschlagen. Es werde deshalb am zustän-

digen Amt liegen, die Erben festzustellen und allenfalls den Nachlass zu 

liquidieren. Dieses werde auch darüber zu befinden haben, ob in das vor-

liegende Verfahren eingetreten werde oder nicht. Erst, wenn die Erben 

oder dieses Amt die Führung des Prozesses ablehnten, entfalle die Voll-

macht des unterzeichneten Rechtsanwaltes und damit die Legitimation 

zur Beschwerde. Im Zeitpunkt der Einreichung der Baueinsprache wie 

auch im Zeitpunkt der Einreichung der vorliegenden Beschwerde sei so-

wohl die Legitimation wie auch die Vertretungsbefugnis gegeben gewe-

sen, weswegen auf die Beschwerde einzutreten sei.

C._____ und die Gemeinde X._____ machten geltend, das Bauvorhaben 

könne über die Via E._____ erschlossen werden. Die Gemeinde mache 

geltend, die Zufahrt sei grundbuchlich gesichert. Dies sei nur teilweise 

richtig. Unbestritten sei zugunsten von Parzelle 1764 und zulasten von 

Parzelle 507 ein Fuss- und Fahrwegrecht eingetragen. Dieses Recht be-

inhalte aber nur das Recht, über Parzelle 507 zu Parzelle 1764 zu gehen 

und zu fahren, jedoch nicht das Recht, auf Parzelle 507 eine irgendwie 

geartete Weganlage im Sinne einer Zufahrt zu Parzelle 1764 zu erstellen. 

Die tatsächlichen örtlichen Verhältnisse erlaubten die Erschliessung von 

der Via E._____ aus nicht. Die von C._____ eingereichten Vogelschaubil-

der seien veraltet. Auf Parzelle 1559 stehe jetzt das Haus der Beschwer-

deführer. Das alte Wohnhaus D._____ sei abgerissen worden und der Zu-

fahrtsweg, soweit er auf Parzelle 1559 gelegen habe, sei aufgehoben. 

Soweit er auf Parzelle 507 gelegen habe, sei er mit Sträuchern über-

wachsen und im Gelände sei nur noch eine teilweise mit Gras überwach-

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sene Wegspur erkennbar. Ohne bauliche Massnahmen sei die Zufahrt 

von der Via E._____ über Parzelle 507 nicht möglich. Eine Einwilligung 

der Eigentümer von Parzelle 507 zur Erstellung einer Weganlage für die 

Erschliessung von Parzelle 1764 liege nicht vor, ebenso wenig eine Bau-

bewilligung. Aufgrund des vorliegenden Baugesuches, welches den 

Strassenausbau nicht beinhalte, könne das Bauprojekt nicht von der Via 

E._____ aus erschlossen werden. Möglich sei nur die Erschliessung von 

der Via D._____ her. Eine solche Erschliessung bedingte aber eine völlig 

andere Konzeption des Bauvorhabens.

Die Gemeinde behaupte, es stehe nicht die Erstellung einer neuen, son-

dern die Beurteilung einer bestehenden Strasse zur Diskussion. Dies tref-

fe nicht zu, weil die ehemalige Strasse nicht mehr bestehe. Das Wegrecht 

beinhalte nicht das Recht zur Erstellung einer neuen Strasse und eine 

Baubewilligung dafür liege nicht vor. Eine Bewilligung könne nicht erteilt 

werden, da die Zufahrt von der geplanten Tiefgarage zur Via E._____ in 

den Geltungsbereich von Art. 12 BG falle. Um eine Gemeindestrasse 

handle es sich hier nicht, sondern um eine Zu- respektive Ausfahrt von 

einer Tiefgarage zu einer öffentlichen Strasse. Art. 12 BG unterscheide 

zwei Fälle, Einstellhallen und Garagen mit direkter Ausfahrt auf öffentliche 

Strassen etc. und anderseits Einstellhallen und Garagen welche via eine 

Rampe oder einen Weg zur öffentlichen Strasse erschlossen würden. Der 

zweite Fall läge hier vor, wenn eine Erschliessung über die Via E._____ in 

Betracht gezogen würde. Diese dürfe die maximale Neigung von 12 % 

nicht übersteigen. Hier werde aber diese Neigung massiv überschritten.

Die Liegenschaft der Beschwerdeführer, Parzelle 1559, sowie Parzellen 

1641, 1449 und 1445, würden durch die neue Verkehrserschliessung und 

die damit verbundene erhebliche Lärmbelastung betroffen. In Anbetracht 

der Steilheit der Zufahrt sei besonders im Winter mit zusätzlichen Lärm-

immissionen durch die Zufahrten und die Schneeräumungsarbeiten zu 

rechnen. Diese seien insbesondere deshalb übermässig, weil eine Er-

schliessung über die Via D._____ wie bei den Nachbargrundstücken ohne 

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weiteres möglich wäre. Parzelle 1764 grenze auf einer Länge von 3.5 m 

an die Via D._____.

Das Bauvorhaben müsse einen grossen Grenzabstand von 8 m und ei-

nen kleinen von 4 m einhalten. Art. 54 Abs. 1 BG definiere den Begriff der 

Hauptfassade nicht. Der Grenzabstand werde in Art. 51 BG bestimmt. Die 

Behauptung der Gemeinde, das BG enthalte keine Definition der Haupt-

fassade, stimme nicht und der Verweis auf VGU R 13 133 gehe deshalb 

fehl. Hauptfassade sei die längste Fassade, was e contrario aus Art. 51 

Abs. 2 Satz 2 BG folge. Dort stehe, dass bei Bauten mit allseitig gleich 

langen Fassaden der grosse Grenzabstand von der Süden am nächsten 

stehenden Fassade zu liegen habe. Die in VGU R 13 133 erwähnten Kri-

terien betreffend Festlegung der Hauptfassade könnten hier deshalb nicht 

beigezogen werden. Bei der Festlegung der längeren Fassade und derje-

nigen, welche Süden am nächsten stehe, könne nicht auf VGU R 04 38 

abgestellt werden. Dieser habe eine andere Gemeinde betroffen. Zwar 

trage Art. 51 BG den Titel "Grenz- und Gebäudeabstand". In Art. 51 Abs. 

1 BG werde aber vorerst der Grenzabstand definiert und der Gebäudeab-

stand definiere sich anhand des Grenzabstandes. Der Grenzabstand wie-

derum knüpfe nicht an den Begriff des Gebäudes, sondern an den Begriff 

der Baute an. Art. 51 Abs. 2, Abs. 4 und Abs. 5 BG spreche klar von Bau-

ten, somit seien Bauten und nicht Gebäude gemeint. Gemäss Art. 51 BG 

umfasse der Begriff "Baute“, "Gebäude" und die in VGU R 04 38 definier-

te Baute. Die dort vom Verwaltungsgericht gemachte Differenzierung tref-

fe hier nicht zu, weswegen für die Fassadenbemessung die gesamte Bau-

te mit zu berücksichtigen sei. Selbst aber bei Vornahme dieser Differen-

zierung gemäss VGU R 04 38 komme man zum gleichen Schluss. Die 

hier massgebenden Flächen seien in den Plänen B 7, B 14, B 15 und B 

16 des Baugesuches farblich hervorgehoben worden. Somit stelle das 

Parkdeck nicht einfach eine von zwei Futtermauern begrenzte Gelän-

deaufschüttung dar, sondern es sei ein oberirdischer dreidimensionaler 

Stahlbetonrahmen, welcher auf 8 m Länge und auf einer Höhe von 4 m 

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an den Wohnkomplex des Gebäudes angebaut sei. Die Mauern um-

schlössen vierseitig einen abgeschlossenen Raum mit einer Länge von 

10.4 m (Pläne B 7, B 14, B 15, B 16). Auch wenn dieser Bauteil primär als 

Parkdeck und für das Begehen und Befahren von Fahrzeugen vorgese-

hen sei, könne er einen Raum bilden, welcher zum Schutze von Men-

schen oder Sachen diene und somit sei es ein Gebäude. Der Teil sei bei 

der Bemessung der Gesamtlänge der Fassade mit zu berücksichtigen. 

Die Fassadenlänge betrage somit 17.65 m. Sie sei die Hauptfassade. Sie 

liege gemäss B 5 bedeutend näher Süden zugeneigt. Hier müsse der 

grosse Grenzabstand eingehalten werden, was hier nicht der Fall sei. 

Auch die Hauptfassaden auf Nachbarparzellen 1559 und 1641 seien ein-

deutig nach Süd-Südwest respektive nach Süden ausgerichtet. Von der 

Talseite her betrachtet werde das ganze Gebäude als ein Block wahrge-

nommen. Das Tiefgaragendach respektive das Korridordach erscheine 

nicht als neues Terrain. Damit trete das ganze Gebäude mit einer Höhe 

von über 13 m dominant gegenüber dem Dorf in Erscheinung. Wie die 

Gebäudehöhe zu messen sei, ergebe sich aus Art. 49 BG. Weil hier kein 

Niveaupunkt festgelegt sei, gelte das gewachsene Terrain. Bei Abgra-

bungen sei die Gebäudehöhe vom neugestalteten Terrain aus zu mes-

sen. Massgebend für die Bemessung der Gebäudehöhe sei der Schnitt 

gemäss Beilage 6. 

Der Ausgangspunkt für die Höhe D-D1 sei nicht auf der Kote 0.00, son-

dern auf der Kote -3.61 festzulegen, womit sich bei Punkt D-D1 eine Höhe 

von 12.09 m ergebe. Damit werde bereits die zulässige Gesamthöhe von 

10.5 m überschritten. Die Festlegung des Punktes D auf der Höhe 0.00 

wäre nur dann zulässig, wenn beim Punkt 0.00 vom neugestalteten Ter-

rain ausgegangen werden könnte. Dort könne aber kein neues Terrain 

gestaltet werden. Auf der Decke über dem Korridor müsse nämlich eine 

Isolierung mit einer Gesamtstärke von mindestens 0.3 m erstellt werden. 

Würde dort ein neues Terrain gestaltet, müsste noch ein Oberbodenauf-

bau von mindestens 0.8 m vorgenommen werden. Somit müsse C._____ 

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dort auf der Isolationsschicht eine Rollkiesaufschüttung oder einen Plat-

tenbelag anbringen, womit sich das Dach des Korridors und der Einstell-

halle nicht als neues Terrain präsentiere. Dieses liege vielmehr unter der 

Abgrabung am Fuss der Autoeinstellhalle auf der Kote -4.37 respektive 

beim Eckpunkt D-D1 auf Kote -3.81. Selbst, wenn man bei den Eckpunk-

ten D und E nicht vom Niveau der Tiefgarage sondern vom Niveau des 

Korridors (Kote -3.81) ausgehe, werde die Gebäudehöhe in der maximal 

zulässigen Höhe von 10.5 m wie auch im Durchschnitt als Gesamthöhe 

überschritten und sei damit nicht zulässig.

Die BGF-Korrektur bei der Treppe stehe im Widerspruch zu Art. 46 Abs. 2 

BG. Das Parkdeck sei zudem, weil es einen Bestandteil des Gebäudes 

darstelle, in die entsprechende Nutzfläche gemäss Art. 46 Abs. 2 BG bei 

der BGF miteinzubeziehen. 

Die Beschwerdeführer machten die Verletzung des Bauverbotes beim 

Zivilrichter geltend.

7. Am 1. März 2016 nahm C._____ (Beschwerdegegner) Stellung und bean-

tragte, auf die Beschwerde von A._____. sei nicht einzutreten, eventuali-

ter sei sie abzuweisen. Die Beschwerde von B._____ sei abzuweisen.

Der Beschwerdegegner argumentierte im Wesentlichen gleich wie die 

Beschwerdegegnerin. Zusätzlich oder anderweitig führt er aus, dass die 

Vorinstanz zu Recht auf die Einsprache der Verstorbenen A._____ nicht 

eingetreten sei. Nachdem F._____ auch die vorliegende Beschwerde im 

Namen der Verstorbenen erhoben habe, sei folgerichtig auch auf die vor-

liegende Beschwerde nicht einzutreten.

1970 habe G._____ H._____ das Durchfahrtsrecht auf der schon zu die-

sem Zeitpunkt bestehenden Zufahrtsstrasse zu Gunsten von Parzelle 

1559 und zulasten von Parzelle 507 zur Erschliessung von Parzelle 1559 

eingeräumt. H._____ habe dann Parzelle 1559 überbaut, die Zufahrts-

strasse zu diesem Grundstück ausgebaut und diese über Jahrzehnte als 

Zufahrt benützt. Diese befinde sich angesichts ihres Alters in einem guten 

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Zustand. Sie sei zu 90 % asphaltiert und im unteren Teil bestehe sie aus 

einer Bollensteinausrollierung. Sie sei auch im Zonenplan eingezeichnet 

und stelle eine gemäss Art. 90 BG zulässige private Erschliessungsstras-

se dar. An ihrer engsten Stelle sei sie 2.07 m breit. Die rechtlich zuge-

standene Breite der Zufahrtsstrasse betrage mit einer Ausnahme (2.42 m) 

mehr als 2.5 m. Das Gebäude auf Parzelle 1559 sei in der Zwischenzeit 

abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt worden. Die Strasse reiche 

indessen heute noch in Parzelle 1559 hinein. Sollte sich wider Erwarten in 

Zukunft erweisen, dass die heutige Breite der Zufahrtsstrasse nicht aus-

reichend sei, müssten die Eigentümer von Parzelle 507 eine Verbreite-

rung gemäss Grunddienstbarkeitsplan akzeptieren. Die bestehende Zu-

fahrtsstrasse weise eine gewisse Steilheit auf, könne aber problemlos ge-

nutzt werden. Würde sie nicht den geltenden Vorschriften entsprechen, 

wäre sie gestützt auf den Besitzstand und den Vertrauensschutz als 

genügend zu qualifizieren. Art. 81 Abs. 1 KRG sehe vor, dass rechtmäs-

sig erstellte Bauten und Anlagen, die den geltenden Vorschriften nicht 

mehr entsprächen, erhalten und erneuert werden dürften. Im Zuge des 

Neubaus auf Parzelle 1559 durch H._____ und des damit verbundenen 

Ausbaus der Zufahrtsstrasse auf Parzelle 507 habe die Baubehörde die 

strassenseitige Erschliessung über Parzelle 507 bewilligt. Im Vertrauen 

auf den Bestand der baurechtlichen Rechtmässigkeit der bestehenden 

Zufahrtsstrasse habe der Beschwerdegegner 1986 Parzelle 1764 erwor-

ben. Als Nutzungsberechtigter der Zufahrtsstrasse habe er somit einen 

rechtlich geschützten Anspruch am Bestand und an der bestandes-

gemässen Nutzung dieser Verkehrsanlage.

B._____ habe in der Zwischenzeit die zivilrechtliche Klage betreffend Ver-

letzung des Bauverbots bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks einge-

reicht. Weil die Beschwerdeführer keine weiteren materiellen Ausführun-

gen zum Bauverbot machten, anerkennten sie das Nichteintreten der Vor-

instanz auf diese Einsprache. Somit sei das Bauverbot nicht mehr Ge-

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genstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Es liege aber keine 

Verletzung desselben vor.

8. Am 8. März 2016 beantragte die Gemeinde X._____ (Beschwerdegegne-

rin) die Abweisung der Beschwerde.

Auf die Beschwerde von A._____ sel. sei sie zu Recht nicht eingetreten. 

F._____ habe die vorliegende Beschwerde, wie schon die Baueinsprache 

vom 29. Juni 2015, im Namen der Verstorbenen erhoben. Im Namen ei-

ner Verstorbenen könne ein Prozess zwar im Namen der bisherigen Par-

tei und mit Wirkung für die noch unbekannten Rechtsnachfolger weiterge-

führt, aber nicht neu angehoben werden. A._____ sel. sei bereits vor der 

Rechtshängigkeit des Einspracheverfahrens verstorben.

Unter den Begriff "hinreichende Erschliessung" von Art. 22 Abs. 1 lit. b 

i.V.m. Art. 19 Abs. 1 RPG sei eine für die betreffende Nutzung in rechtli-

cher und tatsächlicher Hinsicht gesicherte Zufahrt zu verstehen.

Die Zufahrt sei rechtlich durch eine Grunddienstbarkeit zulasten von Par-

zelle 507 und zugunsten von Parzelle 1764 gesichert.

In der Beschwerde R 16 11 werde im Wesentlichen vorgebracht, eine 

Zufahrt über die Via E._____ lasse sich ohne bauliche Massnahmen nicht 

realisieren. In der Beschwerde R 16 12 werde beanstandet, die Erschlies-

sung über Parzelle 507 sei aufgrund ihrer Breite, Unübersichtlichkeit und 

Beschaffenheit als Zufahrt nicht geeignet. Zudem werde in beiden Verfah-

ren gerügt, die Zufahrt sei zu steil (Art. 12 BG) und führe zu Lärmbelas-

tungen. Art. 12 Abs. 1 BG komme aber nicht zum Tragen, weil es hier 

nicht um eine Einstellhalle oder Garage mit direkter Ausfahrt auf öffentli-

che Strassen etc. handle. Sinn und Zweck von Art. 12 BG sei es, diejeni-

gen Zu- und Ausfahrten zu regeln, welche direkt auf öffentliche Strassen 

etc. führten. Doch selbst, wenn Art. 12 Abs. 2 Satz 1 BG über die maxi-

male Rampenneigung von 12 % auf die hier bestehende Situation ange-

wendet werden müsste, wäre die Bestimmung eingehalten. “Rampe“ sei 

nämlich nur der Vorplatz unmittelbar vor der Unterniveaugarage. Dort sei 

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aber die maximale Neigung von 12 % nicht überschritten. Die daran an-

schliessende Zufahrtsstrasse auf Parzelle 507 sei keine Rampe, weswe-

gen Art. 12 Abs. 2 BG dort keine Anwendung finde.

Hier sei nur ein Zweifamilienhaus zu erschliessen, weswegen ein be-

scheidenerer Zufahrtsweg genüge. Die VSS-Normen könnten hier als 

Entscheidungshilfen beigezogen werden, jedoch nur als Richtlinien. Die 

Anwendung im Einzelfall müsse vor allgemeinen Rechtsgrundsätzen, ins-

besondere dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit, standhalten.

Schon deshalb, weil es hier nicht um den Bau einer neuen Strasse gehe, 

erwiesen sich die Einwände der Beschwerdeführer als unbehelflich. Hier 

sei nur zu prüfen, ob eine bereits bestehende Strassenerschliessung eine 

hinreichende Zufahrt darstelle. Die Strasse bestehe bereits. Wenn sie 

nach Auffassung der Beschwerdeführer nicht die Anforderungen einer 

genügenden Erschliessung erfülle, heisse das nicht, dass keine Strasse 

vorhanden sei. Sie sei zwar relativ schmal und teilweise nicht ganz über-

sichtlich, zur Zeit aber wohl aufgrund der angrenzenden Bäume und 

Sträucher. Diese könnten aber gestützt auf Art. 737 ZGB zurückgeschnit-

ten werden. Bei angepasster Fahrweise drohe weder auf der Strasse 

noch bei der Einfahrt Gefahr. Die Zufahrtsstrasse diene zudem bloss der 

Erschliessung eines Zweifamilienhauses mit den in der Einstellhalle vor-

gesehenen zwei Autoeinstellplätzen (VGU R 04 76/77/78). Im Hinblick auf 

den Zweck der Baute und den damit verbundenen geringen Verkehr sei 

die Zufahrt hinreichend. Durch die Realisierung eines Zweifamilienhauses 

mit zwei Einstellplätzen in Bezug auf diese Zufahrt werde keine Ausnah-

mesituation geschaffen. Zudem sei die Liegenschaft ebenfalls über die 

Via D._____ erschlossen und somit bestehe auch eine genügende 

Zugänglichkeit für Feuerwehr, Sanität, Kehrichtabfuhr etc.. Auch die 

Lärmbelastung werde minimal sein.

Art. 75 Abs. 1 KRG regle die Abstände von Gebäuden. Art. 51 Abs. 1 BG 

unterscheide zwischen dem grossen und dem kleinen Grenzabstand. Der 

grosse betrage in der W2 8 m und der kleine 4 m. Die Gemeinde verlange 

- 15 -

somit grössere Grenzabstände als das KRG mit 2.5 m. Aber auch Art. 51 

BG beziehe sich nur auf die Bauabstände von Gebäuden. Dies gehe auch 

aus Art. 51 BG hervor, weil dieser von Fassaden spreche. Damit sei klar, 

dass nur solche Bauten unter Art. 51 BG zu subsumieren seien, welche 

dem Gebäudebegriff zu genügen vermöchten. Das Parkdeck vermöge 

aber gerade die für die Bejahung des Gebäudebegriffs massgebenden 

Kriterien der dreidimensionalen Schutzwirkung und der überwiegend 

räumlichen Abgeschlossenheit eines Baukörpers nicht zu erfüllen. Sei das 

Parkdeck kein Gebäude, finde konsequenterweise auch der Gebäudeab-

stand keine Anwendung. Das Parkdeck sei als Futtermauer zu qualifizie-

ren. Hier sei die Vertiefung zwischen der Via D._____ und dem gewach-

senen Terrain als Folge der Nivellierung der neuen Zufahrtsrampe mittels 

Aufschüttungen aufgefangen worden. Das Parkdeck stelle somit eine 

Aufschüttung dar. Gegen die benachbarte Parzelle 1641 werde es mit ei-

ner Mauer abgeschlossen. Diese der Parzelle 1641 zugewandte und das 

Parkdeck abschliessende Mauer sei nicht als Teil der Gebäudehülle, son-

dern als Futtermauer zu sehen. Für Futtermauern sehe die kommunale 

Bauordnung keinen Grenzabstand vor. Gemäss Art. 76 Abs. 2 KRG dürf-

ten die Futtermauern an die Grenze errichtet werden, sofern sie nicht 

höher als 1 m seien. Seien sie höher, hätten sie einen Grenzabstand im 

Ausmass der Mehrhöhe, maximal aber von 2.5 m, einzuhalten. Der 

Grenzabstand sei gemäss Grundriss DG eingehalten.

Der grosse Grenzabstand sei von der Hauptfassade, welche Süden am 

nächsten stehe, einzuhalten. Art. 51 BG kenne keine allgemeine Definiti-

on der Hauptfassade. Es lasse sich daraus nicht entnehmen, dass als 

Hauptfassade die längste Fassade gelte. Wäre dem so, würde der Zusatz 

"allseitig" keinen Sinn machen. Aber auch wenn als Hauptfassade die mit 

der längsten Gebäudeseite bestimmt würde, könnte nicht die Südwest-

fassade als Hauptfassade qualifiziert werden. Beim Parkdeck handle es 

sich nicht um ein Gebäude, weswegen dieses für die Berechnung der 

Gebäudelänge gemäss Art. 50 Abs. 1 BG keine Bedeutung habe. Die 

- 16 -

grössere Seite des kleinsten, das Gebäude begrenzenden Rechteckes 

sei demnach die Südostfassade mit einer Länge von 11.95 m, nicht die 

Südwestfassade mit einer Länge von 10.45 m. Die Hauptfassade sei so-

mit die Südostfassade. Dort lägen auch die Hauptwohnräume. Die Süd-

westfassade erscheine aufgrund der kleinen und geringen Anzahl Fenster 

nicht als Hauptfassade (VGU R 13 133 E.6b).

Von der Südostfassade sei der grosse, von den übrigen Fassaden der 

kleine Grenzabstand einzuhalten. Der Grenzabstand vor der Südwestfas-

sade betrage 4.01 m. Der kleine Grenzabstand sei somit eingehalten.

Die der Parzelle 1660 zugewandte und das Parkdeck abschliessende 

Mauer sei kein Teil der Gebäudehülle, sondern eine Futtermauer. Aus 

dem Grundriss DG gehe hervor, dass die hinterfüllte Mauer beim mass-

gebenden Grenzpunkt 1.28 m über dem gewachsenen Terrain liege, 

weswegen die Futtermauer 0.28 m Grenzabstand einhalten müsse. Beim 

besagten Grenzpunkt halte sie einen Abstand von 0.3 m ein. Bis zum An-

schluss an die Via D._____ verringere sich die Höhe der Futtermauer auf 

null und demnach auch der Grenzabstand. Dieser sei eingehalten.

Als Gebäudehöhe gelte gemäss Art. 49 BG das Mittel aller Gebäude-

hauptecken, gemessen vom gewachsenen Boden bis zum Schnittpunkt 

der Fassade mit der Dacheindeckung und bei Abgrabungen vom neuge-

stalteten Terrain aus. Bei Hauptbauten in Hanglage dürfe die Gebäu-

dehöhe auf der Talseite die maximal zulässige Höhe nicht um mehr als 3 

m übersteigen. Als Bauten in Hanglage gälten Gebäude, oder, bei geglie-

derten Bauten, Gebäudekörper, die vollständig an einem Hang mit einer 

durchschnittlichen Neigung von mindestens 25 % lägen. Hier in der W2 

betrage die maximale Gebäudehöhe 7.5 m (Art. 45 BG). Unbestritten stel-

le das Gebäude eine Baute an Hanglage dar und es dürfe auf der Talseite 

die zulässige Gebäudehöhe um maximal 3 m überschreiten. Uneinigkeit 

herrsche dagegen, welches der massgebende untere Punkt für die Be-

messung der Gebäudehöhe sei. Die Unterniveaugarage sei bei der 

Höhenberechnung mit zu berücksichtigen. Vorliegend werde kein neues 

- 17 -

Terrain ausgestaltet. Vor der Autoeinstellhalle befänden sich keine Ge-

bäudehauptecken, weshalb dieser Bereich für die Berechnung der Ge-

bäudehöhen nicht massgebend sei. Sollte die Gebäudehöhe nicht vom 

Fuss der Autoeinstellhalle gemessen werden, sei die Höhe bei D-D1 von 

der Kote  -3.81, also ab dem Boden der Unterniveaugarage, zu messen. 

Zur Begründung werde angeführt, über der Garage könne kein neues 

Terrain gestaltet werden. Hier werde die Unterniveaugarage im Bereich 

der zunächst erfolgten Abgrabung gebaut. Die Decke der Unterniveauga-

rage bzw. des Korridors bilde im Endzustand den neugestalteten Gelän-

deverlauf und sei damit massgebend für die Festlegung der Messweise. 

Liege das neu gestaltete Terrain unterhalb des gewachsenen Bodens, 

bestehe eine Abgrabung. Dies habe zur Folge, dass die Gebäudehöhe 

von diesem neu gestalteten Terrain aus zu messen sei. Liege das neu 

gestaltete Terrain oberhalb des gewachsenen Bodens, bestehe eine Auf-

schüttung. Diesfalls sei vom gewachsenen Terrain aus zu messen. Im 

konkreten Fall verlaufe das neu gestaltete Terrain OK Unterniveaugarage 

bzw. das darüberliegende Erdmaterial identisch mit dem gewachsenen 

Boden (Plan Südostfassade). Hier gebe es deshalb weder eine Abgra-

bung noch eine Aufschüttung und es sei bei den massgeblichen Haupt-

gebäudeecken 4 und 5 ab gewachsenem Boden zu messen. Für Mess-

punkt D-D1 resultiere eine Höhe von 8.065 m und für Messpunkt E-E1 ei-

ne Höhe von 8.590 m. Nebst den Eckpunkten 4 und 5 an der Südwest-

fassade gälten die Eckpunkte 1, 3 und 6 an der Nordwestfassade als 

Hauptgebäudeecken. Der Eckpunkt 2 sei lediglich als “Gebäudeneben-

ecke“ zu qualifizieren. Der Einbezug des Eckpunktes 2 in die Berechnung 

der Gebäudehöhe mache keinen Sinn, weil dort der Gebäudefirst liege, 

dessen maximale Höhe in Art. 49 Abs. 2 BG in Verbindung mit dem Zo-

nenschema Art. 45 BG definiert werde. Es ergebe sich somit eine Gebäu-

dehöhe von 6.957 m, womit die Höhe von 7.5 m nicht überschritten wer-

de. Sogar wenn der Eckpunkt 2 für die Berechnung berücksichtigt würde, 

würde nur eine Gebäudehöhe von 7.098 m resultieren.

- 18 -

Die Tiefgaragenfassade rage tatsächlich um jeweils 1.6 m über das ab-

gegrabene Terrain hinaus, weswegen der Ski- und Veloraum mit einer 

Raumtiefe von 4 m zu berücksichtigen sei. Damit sei die Fläche von 10.69 

m² zusätzlicher BGF zu berücksichtigen. Damit resultiere angesichts der 

Nutzungsreserven 8.58 m² und den genannten 10.69 m² BGF eine Über-

nutzung von -2.11 m² welche sich aber durch die Nichtberücksichtigung 

der Fläche im DG, wo die Treppe hinunter ins OG führe, wiederum aufhe-

be. Diese Korrektur sei möglich, weil Treppenflächen nur einmal einkalku-

liert werden müssten. Die Fläche im DG, wo die Treppe hinunter ins OG 

führe, sei fälschlicherweise zweimal (im OG und im DG) berücksichtigt 

worden. Sie sei folglich von der BGF abzuziehen. Die zwei dem UG und 

im EG anzurechnenden Treppen seien aufgrund der 1.6 m-Regel gemäss 

Art. 46 Abs. 4 BG nicht AZ-pflichtig. Die BGF der dritten Treppe sei in der 

OG-Fläche korrekt berücksichtigt. Im DG sei somit keine vierte, nicht exis-

tierende Treppenfläche anzurechnen. Somit sei die Fläche von 3.5 m² ab-

zuziehen von der BGF und es resultiere eine Reserve von rund 1.39 m² 

BGF. Das Parkdeck sei bei der Berechnung nicht mit einzubeziehen, da 

es kein Gebäude sei.

Das angebliche Bauverbot wäre vom Zivilrichter zu beurteilen.

9. Am 4. Mai 2016 hielten die Beschwerdeführer replicando an ihren Anträ-

gen fest. Neu sei der Enkel K._____, welcher das Erbe nicht ausgeschla-

gen habe, rechtmässiger Erbe von A._____. Er trete an ihrer Stelle in den 

Prozess ein.

Hier gelte es, das vorliegende Bauvorhaben zu beurteilen. Die Bauge-

suchsunterlagen enthielten keinen Ausbau einer Zufahrtsstrasse von der 

Via E._____ her. Somit müssten auf Parzelle 507 bauliche Massnahmen 

getroffen werden, welche bewilligungspflichtig seien. Somit verfüge das 

Bauvorhaben über keine bewilligte Zufahrt und sei als nicht erschlossen 

zu qualifizieren. Die Erbengemeinschaft H._____ bestreite die genügende 

Erschliessung gestützt auf den mit dem Beschwerdegegner abgeschlos-

- 19 -

senen Dienstbarkeitsvertrag. Dieser verpflichte den belasteten Grundei-

gentümer lediglich zu einem Dulden. Eine neue Weganlage dürfe nicht 

erstellt werden. Ohne neue Weganlage könne sie ihr Bauvorhaben auch 

nicht erschliessen. Der Hinweis auf Art. 741 ZGB betreffend Unterhalt 

nütze dem Beschwerdegegner nichts. Die Zufahrt zu Parzelle 1559 sei 

aufgegeben worden und diese werde neu über die Via D._____ erschlos-

sen. Die gleiche Erschliessungspflicht über die Via D._____ bestehe auch 

zulasten der Liegenschaft des Beschwerdegegners. Der Verzicht auf die 

Erschliessung über die Via E._____ und die Ausübung des entsprechen-

den Wegrechts müsse vor 2008 erfolgt sein. Auch wenn eine neue We-

ganlage erstellt werden dürfte, müsste  diese ordentlich bewilligt werden. 

Die Strasse falle sehr wohl unter Art. 12 BG. Sie könnte somit nicht bewil-

ligt werden. Parzelle 1764 sei gemäss der Verkehrsplanung der Be-

schwerdegegnerin über die Via D._____ zu erschliessen, welche an Par-

zelle 1764 anstosse. Die Gemeinde habe ihre Erschliessungsplanung 

durchzusetzen und die Erschliessung über Parzelle 507 abzulehnen. Das 

Parkdeck bilde einen abgeschlossenen Raum. Selbst wenn der Raum 

aufgeschüttet würde, ändere dies am Erscheinungsbild und an der Beur-

teilung der Frage der Hauptfassade nichts. Selbst wenn man das Park-

deck nicht berücksichtige, sei im Sinne von Art. 51 Abs. 2 BG von allseitig 

gleich langen Fassaden auszugehen, womit der grosse Grenzabstand 

wiederum gegenüber Parzelle 1641 gewahrt werden müsse. VGU R 13 

133 sie hier nicht direkt anwendbar. Das Gericht habe dort eine andere 

kommunale Regelung zu beurteilen gehabt. Das vorliegende Parkdeck 

bilde ein wesentliches konstruktives Element des Wohnhauses, indem es 

nicht nur baulich an das Wohnhaus anschliesse und mit diesem eine Ein-

heit bilde, sondern auch funktional das Bauvorhaben ermögliche. Es sei 

bei der Gebäudelänge zu berücksichtigen. Treppen dürften gemäss BG 

nicht bei der Berechnung der Ausnützung in Abzug gebracht werden. Das 

Parkdeck sei ebenfalls in die BGF-pflichtige Fläche mit einzubeziehen.

- 20 -

10. Am 2. Juni 2016 hielt die Beschwerdegegnerin (Gemeinde) duplicando an 

ihren Anträgen fest.

Die damalige Verkäuferin habe dem Käufer C._____ (Beschwerdegegner) 

mittels Errichtung einer neuen Grunddienstbarkeit den Zugang und die 

Zufahrt mit Motorfahrzeugen zugunsten von Parzelle 1764 und zulasten 

von Parzelle 507 eingeräumt. Dies habe mit der Dienstbarkeit zu Gunsten 

von Parzelle 1559 und zulasten von Parzelle 507 nichts zu tun. Es spiele 

keine Rolle, ob mit der Überbauung von Parzelle 1559 die Zufahrt über 

die Via E._____ aufgegeben worden sei. Die Beschwerdeführer bemän-

gelten das Ungenügen der Zufahrt ohne bauliche Massnahmen und deren 

Steilheit. Die VSS-Norm SN 640 045 unterscheide Kategorien von Er-

schliessungsstrassen. Hier liege der Typ mit den geringsten Anforderun-

gen gemäss Norm, ein Zufahrtsweg, vor. Ein Zufahrtsweg stelle gemäss 

Norm die zweckmässige Lösung für die Erschliessung von bis zu 30 

Wohneinheiten mit einem Verkehrsaufkommen bis zu 50 Fahrzeugen in 

der massgebenden Stunde dar. Hier würden maximal zwei Wohneinhei-

ten erschlossen. Eine solche Erschliessungsstrasse (Zufahrtsweg) könne 

eine Länge von 40-80 m mit einem Fahrstreifen von reduzierter Breite 

aufweisen und müsse keine besonderen Massnahmen für Veloverkehr 

und Fussgänger und keine Markierungen aufweisen, nicht durchgehend 

befahrbar sein und in der Regel keine Wendemöglichkeit aufweisen. 

Massgebender Begegnungsfall sei ein Personenwagen mit einem Velo 

bei stark reduzierter Geschwindigkeit. Diese VSS-Norm könne als Richtli-

nie und Entscheidungshilfe beigezogen werden. Der hier zur Diskussion 

stehende Zufahrtsweg sei zweckmässig. Der Zufahrtsweg müsse nicht 

verbreitert werden und die Neigung sei nicht zu beanstanden. 

11. Am 6. Juni 2016 hielt auch der Beschwerdegegner duplicando an seinen 

Rechtsbegehren fest.

Zur Begründung brachte er noch ergänzend vor: Die Erbenstellung von 

K._____ werde bestritten. Es liege kein Beweis für dessen Erbenstellung 

- 21 -

vor. Der Beschwerdegegner sei berechtigt, allfällige Schäden der Fahr-

bahn im Rahmen der zulässigen Rechtsausübung gemäss Art. 737 ZGB 

und der Unterhaltspflicht gemäss Art. 741 ZGB zu beheben. Es stimme 

nicht, dass die Vegetationsschicht auf null auslaufe. Der von den Be-

schwerdeführern geforderte Abschluss mit einer Stützmauer von 80 cm 

sei nicht notwendig. Die auf der Garagendecke geplante Begrünung sei 

nachvollziehbar. Der Platz vor der Garage messe an den breitesten Stel-

len rund 9.5 × 12 m. Wie dem nun eingereichten Plan 'Wendeplatz' ent-

nommen werden könne, könnten die zur und von der Autoeinstellhalle 

fahrenden Autos unter Inanspruchnahme der vorhandenen Zufahrtsfläche 

problemlos wenden, sogar ein SUV mit einer Länge von 5 m, einer Breite 

von 1.9 m und einem Wenderadius und 7.5 m. Die Steilheit des Geländes 

könne aufgrund der Fotos beurteilt werden. 

12. Am 10. Juni 2016 reichte Rechtsanwalt Burtscher noch seine Honorarno-

te über total Fr. 4‘241.05 (Honorar 15 ¼ h à Fr. 250.-- = Fr. 3‘812.50, Bar-

auslagen 3 % der Honorarsumme = Fr. 114.40, Mehrwertsteuer 8 % auf 

Fr. 3‘926.90 = Fr. 314.15; ohne Augenschein) beim Gericht ein.  

13. Am 15. September 2016 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) ei-

nen Augenschein durch, an welchem für die Beschwerdeführer (im Ver-

fahren R 16 11) deren Rechtsvertreter (RA lic. iur. Werner Marti) teilnahm. 

Von Seiten der Beschwerdeführerin (im Verfahren R 16 12) war L._____ 

(Mutter von M._____ und N._____) in Begleitung ihres Rechtsvertreters 

(RA Dr. iur. Josi Battaglia) anwesend. Die Beschwerdegegnerin (Gemein-

de) war durch den Präsidenten der Baukommission und ihren Rechtsver-

treter (RA Dr. iur. Duri Pally) präsent. Der Beschwerdegegner (Bauherr) 

war durch seinen Architekten und Projektverfasser (zugleich Schwieger-

sohn des Beschwerdegegners) und seinen Rechtsvertreter (RA lic. iur. 

Benno Burtscher) vertreten. Allen Anwesenden wurde im Verlaufe der 

Geländebegehung an drei verschiedenen Standorten die Möglichkeit ge-

- 22 -

boten, sich zu den Ein- und Ausfahrtsverhältnissen im Zufahrtbereich ab 

der südlich gelegenen Via E._____ hinauf zur Hangparzelle 1764 (Neu-

bau Zweifamilienhaus), zur geplanten Tiefgarageneinfahrt an der Südo-

stecke auf Bauparzelle 1764 sowie zu den bestehenden Raum- und Er-

schliessungsverhältnissen oberhalb des Baugrundstücks Parzelle 1764 

auf Strassenparzelle 1563 und nahe Parkflächenparzelle 1660 (Eigentü-

mer Beschwerdeführer im Verfahren R 16 11) zu äussern. Von Seiten des 

Gerichts wurden zudem noch 16 Fotos von der aktuellen Erschliessungs-, 

Überbauungs- und Nutzungssituation erstellt und dem Protokoll des Au-

genscheins beigefügt. In Berücksichtigung und Kenntnis der neuesten 

Rechtsprechung des Bundesgerichts betreffend Protokollierungspflicht 

(vgl. Urteil 1C_457/2015 vom 3. Mai 2016 E.2.3 und 2.4) wurden die Par-

teien vom Instruktionsrichter – zur Wahrung des rechtlichen Gehörs vor 

der Urteilsfällung – angefragt, ob sie die Zustellung des Augenscheinpro-

tokolls wünschten oder ob sie darauf verzichten würden. Der Anwalt der 

Beschwerdeführerin (im Parallelverfahren R 16 12) ersuchte darauf um 

Zustellung des Protokolls und damit der Möglichkeit zur Stellungnahme, 

was folgerichtig rechtsgleich natürlich auch für die übrigen Parteien zu 

gelten hat.

 

14. Am 4. Oktober 2016 wurde das Augenscheinprotokoll vom 15. September 

2016 entsprechend den Rückmeldungen der Parteien vom 27. September 

2016 (Beschwerdegegnerin und Beschwerdegegner - beide mit Verzicht 

auf weitere Stellungnahmen) und vom 30. September 2016 (Beschwerde-

führerin im Parallelverfahren R 16 12) noch angepasst, korrigiert und er-

gänzt. Auf eine erneute Zusendung der Fotos wurde verzichtet.

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

- 23 -

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist der Einsprache- und Baubewilligungsentscheid vom 

9. November, mitgeteilt am 4. Dezember 2015, der Beschwerdegegnerin 

(Gemeinde), worin sie die Einwände und Bedenken der Beschwerdefüh-

rer (Miteigentümer der Parzellen 1559/1660) gegen das Neubauvorhaben 

auf Parzelle 1764 des Beschwerdegegners – soweit sie darauf eintrat – 

abwies und zeitgleich dem Beschwerdegegner die angestrebte Baubewil-

ligung (Neubau Zweifamilienhaus mit Tiefgarage auf Parzelle 1764 und 

Zufahrt von unten über die Parzellen 507 und 1445 ab der südlich verlau-

fenden Via E._____ sowie einem Autoabstellplatz im Norden ab der Via 

D._____) erteilte (vgl. im Sachverhalt Ziff. 5, hiervor), wogegen sich die 

Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 19./20. Januar 2016 (Sachverhalt 

Ziff. 6) beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zur Wehr setz-

ten und die Aufhebung des angefochtenen Einsprache- und Baubewilli-

gungsentscheids verlangten. Beschwerdethema bildet dabei in formeller 

Hinsicht zuerst die Legitimation der Beschwerdeführer. In materieller Hin-

sicht sind die Nutzungsberechtigung der Zufahrt von Süden ab der Via 

E._____ über die Parzellen 507 und 1445 (über eine Länge von rund 100 

Metern) und somit die Erschliessung des Bauprojekts, die Einhaltung der 

gesetzlichen Grenz- und Gebäudeabstände (insbesondere im nördlichen 

Bereich der Zufahrtsrampe zum Parkdeck/Dachabstellplatz für ein Fahr-

zeug gegenüber den Parzellen 1660 und 1641 bzw. im Bereich der Tief-

garageneinfahrt an der Südgrenze von Parzelle 1764) sowie die Einhal-

tung der gesetzlichen Höhenbau- und Ausnützungsvorschriften des zwei-

gliedrigen Gesamtbauvorhabens (in Hanglage: Oberirdischer Baukörper A 

[Wohnhaus] mit Zufahrtsrampe im Norden; unterirdischer Baukörper B 

[Tiefgarage mit zwei Autoeinstellplätzen] im Süden) auf Parzelle 1764 zu 

prüfen und zu entscheiden. 

- 24 -

2. Nach Art. 50 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100) ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen 

Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhe-

bung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu er-

mächtigt ist. Im konkreten Fall ist dazu strittig, ob A._____ selig, verstor-

ben am 3. November 2014 und somit vor Einreichung der Einsprache 

vom 29. Juni 2015 durch ihren Sohn F._____, überhaupt als beschwerde-

legitimiert bezeichnet werden kann, nachdem auch die Beschwerde vom 

19./20. Januar 2016 – zusammen mit dem Beschwerdeführer B._____ – 

namens von A._____. eingereicht wurde und ein entsprechender Erben-

nachweis samt Prozessvollmacht durch F._____ nicht erbracht worden 

ist. Aus Sicht des Gerichts war es seitens der Beschwerdegegnerin wohl 

überspitzt formalistisch, auf die Beschwerde von A._____. nur deshalb 

nicht einzutreten, weil die Beschwerde in ihrem Namen und nicht im Na-

men ihrer Erbengemeinschaft oder der Erben erhoben wurde. Richtig ist 

zwar, dass die Einsprache vom 29. Juni 2015 und die Beschwerde vom 

19./20. Januar 2016 im Namen der Verstorbenen und nicht im Namen ih-

rer Erbengemeinschaft oder der gesetzlich korrekt ermittelten und na-

mentlich genannten Erben erhoben wurden. Allerdings wurde von der Be-

schwerdegegnerin überhaupt nicht geltend gemacht, es existierten Erben, 

sondern es wurde die Liquidation der Erbschaft in Aussicht gestellt. In 

diesem Falle hätten die Beschwerdeführer aber auch beweisen müssen, 

dass das betreffende Amt Einsprache bzw. Beschwerde erhoben hat. 

Dies ist bis anhin aber nicht erfolgt. Unter diesem Aspekt ist der Nichtein-

tretensentscheid der Vorinstanz daher vertretbar. Die aufgeworfene Ein-

tretensfrage der Legitimation von A._____. kann aber offen bleiben, weil 

der zweite Beschwerdeführer B._____ allseits unbestritten zur Beschwer-

deerhebung als unmittelbar betroffener Nachbar (Miteigentümer Parz. 

1559/1660) des Bauprojekts auf Parzelle 1764 legitimiert ist und somit auf 

seine Beschwerde einzutreten ist. Damit sind die materiellen Rügen auf 

jeden Fall zu prüfen.

- 25 -

3. a) In materieller Hinsicht ist zunächst die Nutzungsberechtigung der Zufahrt 

von Süden ab der Via E._____ über die Parzellen 507 und 1445 (über ei-

ne Länge von ca. 100 Metern und einem Steigungsgefälle zwischen 11-

13 % [1. Teilabschnitt ab Strasseneinfahrt], 13-16 % [2. Abschnitt

/Mittelbereich] bis 19 % [3. Abschnitt vor Tiefgarageneinfahrt]) und somit 

die Erschliessung des Bauprojekts zu entscheiden. Nach Art. 19 Abs. 1 

Satz 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) ist 

Land erschlossen, wenn die für die betreffende Nutzung (hier: Wohnnut-

zung/W2) hinreichende Zufahrt besteht. Gemäss Art. 58 Abs. 3 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) 

umfasst die Feinerschliessung den Anschluss der einzelnen Baugrunds-

tücke (Parzelle 1764) an die Hauptstränge der Groberschliessungsanla-

gen (Via E._____ im Süden bzw. Via D._____ im Norden). Im kommuna-

len Baugesetz (BG) der Beschwerdegegnerin (Gemeinde) sind die Vor-

schriften betreffend Zu- und Ausfahrten in Art. 12 BG wie folgt formuliert: 

Einstellhallen und Garagen mit direkter Ausfahrt auf öffentliche Strassen, 
Wege und Plätze müssen einen Vorplatz von mindestens 5 m Länge und 
3 m Breite aufweisen (Abs. 1). Offene Rampen dürfen eine maximale 
Neigung von 12 % aufweisen. Bei Rampen an öffentliche oder öffentlich 
zugängliche Strassen muss zwischen der Strassengrenze und dem Be-
ginn der Neigung ein Vorplatz mit einer Neigung von höchstens  5 % und 
von mindestens 4 m Länge vorhanden sein (Abs. 2). Bei Vorliegen be-
sonderer Verhältnisse, insbesondere in der Kernzone, kann die Bau-
behörde davon abweichende Masse gestatten (Abs. 3). Die Baubehörde 
kann die Erstellung gemeinschaftlicher Zu- und Ausfahrten vorschreiben 
oder die Eigentümer bestehender Anlagen verpflichten, Dritten die Mit-
benützung gegen angemessene Entschädigung zu gestatten, sofern sich 
dies im öffentlichen Interesse als notwendig erweist (Abs. 4). Anpassun-
gen von Garagenausfahrten bei Strassenneubauten oder bei Verbreite-
rungen gehen zu Lasten des Grundeigentümers, wenn der Strassenbau 
die Bau- und Niveaulinie resp. die gesetzlichen Abstände einhält (Abs. 5). 

Zum Notwegrecht wird in Art. 14 Abs. 1 BG festgehalten: 

Die Baubehörde kann Grundeigentümer im Rahmen eines öffentlich-
rechtlichen Notwegrechts verpflichten, ihre Anlagen bzw. ihr Grundstück 
Dritten als Zufahrt zur Verfügung zu stellen, sofern die nachstehenden 
Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: Die Bauparzelle des Dritten ver-

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fügt über keine oder keine genügende Zufahrt; der Dritte kann eine genü-
gende Zufahrt nicht oder nur mit unzumutbaren Kosten erstellen; andere 
planerische Instrumente (Quartierplanung und dgl.) kommen nicht in Fra-
ge oder haben keine Lösung des Erschliessungsproblems gebracht; eine 
gütliche Einigung ist nachweislich gescheitert; die Belastung mit der ent-
sprechenden Grunddienstbarkeit erweist sich für den betroffenen Grun-
deigentümer als zumutbar. 

Im konkreten Fall gilt es zu betonen, dass den Nachbaren (Parzelle 1559) 

des Beschwerdegegners (Parzelle 1764) von der Beschwerdeführerin im 

Parallelverfahren R 16 12 (Eigentümerin der unterliegenden, südlich an-

grenzenden Parzellen 507 und 1445) bereits eine entsprechende Grund-

dienstbarkeit (Fuss- und Fahrwegrecht) eingeräumt und diese auch im 

Grundbuch allgemeinverbindlich eingetragen wurde. Es stellt sich vorlie-

gend insbesondere die Frage, ob die „Reaktivierung“ dieser Wegdienst-

barkeit im Zuge des Neubauprojekts auf Parzelle 1764 unter dem Aspekt 

einer genügenden Liegenschaftserschliessung nach Art. 19 Abs. 1 RPG 

i.V.m. Art. 58 Abs. 3 KRG und vor allem unter Berücksichtigung und Ein-

haltung der baugesetzlichen Vorgaben nach Art. 12 BG „Hauszufahrt“ und 

Art. 14 BG „Einräumung Notwegrecht bzw. Vollzug einer entsprechend 

bereits bestehenden Grunddienstbarkeit“ korrekt erfolgte oder ob diese 

(bis anhin privatrechtlich zugesicherte Zufahrt) im Zuge des hier zur Dis-

kussion stehenden Bauprojekts nicht bewilligungsfähig gewesen wäre.

b) Laut Art. 738 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 

210) ist für den Inhalt einer Dienstbarkeit der Grundbucheintrag massge-

bend, sofern sich die Rechte und Pflichten aus diesem deutlich ergeben. 

Ist der Eintrag nicht klar oder fehlt er, ist auf den Erwerbsgrund, d.h. den 

Dienstbarkeitsvertrag als Begründungsakt zurückzugreifen. Ist auch der 

Erwerbsgrund nicht schlüssig, kann sich der Inhalt der Dienstbarkeit aus 

der Art ergeben, wie sie während längerer Zeit unangefochten und in gu-

tem Glauben ausgeübt worden ist (Art. 738 Abs. 2 ZGB; vgl. BGE 132 III 

651 E.8 mit weiteren Hinweisen; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-

tons Graubünden [VGU] R 14 38 vom 13. Januar 2015 E.4d; PVG 2011 

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Nr. 19 E.3; PETITPIERRE, in: HONSELL/VOGT/GEISER, [Hrsg.], Basler Kom-

mentar zum Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., Basel 2011, Art. 738 N 4 ff.). Der 

längst erfolgte Eintrag im Grundbuch „Fuss- und Fahrweg“ sagt nichts 

zum Inhalt und vor allem nichts zum Umfang der Grunddienstbarkeit, 

ausser dass der Weg auch befahren werden darf. Für Näheres ist des-

halb auf den Erwerbsgrund abzustellen (vgl. BGE 128 III 169 E.3a, 137 III 

444 E.3; zudem Urteil des Bundesgerichts [BGU] 5A_625/2012 vom 21. 

Dezember 2012 E.3.2). Der Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit richten 

sich bei den ungemessenen Dienstbarkeiten nach den Bedürfnissen des 

herrschenden Grundstücks oder der dienstbarkeitsberechtigten Person, 

bei gemessenen Dienstbarkeiten hingegen nach den entsprechenden Be-

stimmungen im Grundgeschäft (BGU 5A_625/2012 E. 3.4.1). Die betref-

fende Bestimmung im Kaufvertrag zwischen der Beschwerdeführerin 

(Parallelverfahren R 16 12) und dem Beschwerdegegner (Bauherr) vom 

14./28. November 1986 lautet wie folgt: „Dem Eigentümer der Parzelle Nr. 

1764 wird das Recht eingeräumt, den im beiliegenden Situationsplan 

braun bemalten Abschnitt der Parzelle Nr. 507 unentgeltlich als Zugang 

und Zufahrt mit Motorfahrzeugen zu benützen. Der Unterhalt richtet sich 

nach Art. 741 ZGB.“ (s. Beilage 3 des Beschwerdegegners [Bg-act. 3]; 

Kaufvertrag vom 14. November 1986 mit Planskizze der Zufahrt bis zur 

Parzelle 1559). Die Grunddienstbarkeit ist somit örtlich genau festgelegt 

und lässt die Befahrbarkeit mit Motorfahrzeugen zu. Ein regelmässiges 

Befahren mit Motorfahrzeugen, welche in einer Doppelgarage unterge-

bracht werden können, im Normalfall also zwei Fahrzeuge, ist absolut im 

Rahmen dieser Dienstbarkeit. Es ergibt sich daher nicht nur keine Über-

beanspruchung, sondern nicht einmal eine Mehrbeanspruchung der 

dienstbarkeitsbelasteten Fläche. Die Instandhaltung respektive der Unter-

halt der bestehenden Strasse, allenfalls die Verbreiterung bis zum recht-

lich Zulässigen und das Zurückschneiden der sichtbehindernden Pflanzen 

– alles gemäss Art. 737 und Art. 741 ZGB – ist möglich. Die rechtliche Er-

schliessung ist damit auf jeden Fall gegeben. Es geht hier also einzig 

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noch um die Frage, ob die Erschliessung durch die bestehende Strasse 

mit der geplanten Anpassung des Vorplatzes vor der Doppelgarage auf 

Parzelle 1764 tatsächlich als hinreichend bezeichnet werden kann. Dabei 

ist davon auszugehen, da es sich hier um eine bestehende und nicht um 

eine neue Anlage handelt, die im Sinne von Art. 81 Abs. 1 KRG recht-

mässig erstellt worden ist sowie erhalten und erneuert werden darf. Die 

blosse Instandhaltung der bestehenden Strasse (Zufahrt) und das 

Zurückschneiden der sichtbehindernden Pflanzen ist auf jeden Fall auch 

ohne Bewilligung zulässig, weshalb nicht der jetzige Zustand als Beurtei-

lungsgrundlage für die Eignung der Zufahrt als tatsächliche Erschliessung 

von Parzelle 1764 massgebend ist, sondern derjenige Zustand nach Vor-

nahme des nötigen Strassenunterhalts und des Rückschnitts der Pflanzen 

und Gewächse entlang des beidseitigen Fahrbahnrands der bestehenden 

Zufahrt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer braucht es da-

her keine über den blossen Unterhalt bzw. Rückschnitt hinausgehenden 

Massnahmen. Diese Gegebenheit wurde am gerichtlichen Augenschein 

vom 15. September 2016 noch bestätigt (vgl. Gerichtsfotos 1, 3, 5, 6 und 

7 am Standort 1). Auch das Wenden oder Manövrieren von Fahrzeugen 

ist auf dem Platz vor der Tiefgarageneinfahrt gewährleistet (Gerichtsfoto 1 

am Standort 2; Beilage 2 der Beschwerdegegnerin [Bgin-act. 2], Grund-

risse – Abbildung ‚Untergeschoss Grundriss‘; Beilage 6 [Bgin-act. 6] Ka-

nalisationsplan; Beilagen 6 [Farbfoto], 7 [Zufahrt/Vorplatz] sowie Beilage 9 

[im Parallelverfahren R 16 12 - Wendeplatz] des Beschwerdegegners [Bg-

act. 6/7/9]). Die Neigung vor der Doppelgarage (Rampe bei Tiefgaragen-

ausfahrt) misst 9.3 % und ist daher mit Art. 12 Abs. 2 BG (Maximalnei-

gung 12 %) vereinbar (Bgin-act.2; Grundriss Untergeschoss mit Gefälle). 

Diese Massnahmen auf Parzelle 1764 des Beschwerdegegners sind im 

Baugesuch allesamt enthalten und auch bewilligt worden. Keine Rolle 

spielt, dass das Fuss- und Fahrwegrecht 1986 zu Gunsten von Parzelle 

1559 und zulasten von Parzelle 507 gelöscht wurde und die Zufahrt bis zu 

Parzelle 1559 damit aufgegeben wurde (vereinbarte Abgeltung bzw. Ent-

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schädigung für Löschung der Dienstbarkeit Fr. 40‘000.--), weil zugleich 

das neue Fuss- und Fahrwegrecht zu Gunsten von Parzelle 1764 und zu-

lasten von Parzelle 507 begründet wurde und allein diese Grunddienst-

barkeit vorliegend von Bedeutung ist. Eine gesetzliche Erschliessungs-

pflicht von Parzelle 1764 von oben ab der Via D._____ ist von Seiten der 

Beschwerdeführer bloss behauptet, aber nicht bewiesen worden. Nach 

Ansicht der Beschwerdegegnerin – welche die Erschliessung von unten 

ab der Via E._____ bewilligt hat, besteht eine solche Verpflichtung – we-

der gestützt auf Art. 58 KRG noch Art. 12 BG – jedenfalls nicht. Im Übri-

gen ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin bei ihrem Ent-

scheid über die Geeignetheit der Strasse als Erschliessungsanlage für die 

Parzelle 1764 die örtlichen Verhältnisse bestens kennt und daher auch 

bei ihrer Würdigung bezüglich vergleichbar steiler sowie ähnlich schmaler 

Zufahrten in der Gemeinde weder sachfremd noch gar willkürlich ent-

schied. Aufgrund der Akten und auch den am gerichtlichen Augenschein 

gewonnenen Erkenntnissen ist das streitberufene Gericht zur Überzeu-

gung gelangt, dass die Erschliessung (über die bereits bestehende Zu-

fahrt ab der Via E._____) somit durchaus als „hinreichend“ im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 RPG zu qualifizieren ist. Umgekehrt steht für das Gericht 

aufgrund seiner bisher dazu ergangenen Rechtsprechung ebenfalls fest, 

dass Art. 12 Abs. 2 BG auf die Zufahrtslänge von rund 100 m ab der Via 

E._____ nicht zur Anwendung kommt, da die Rampenneigung nur bei 

Ein- und Ausfahrten von Tiefgaragen gilt, die danach unmittelbar in eine 

Strasse einmünden und daher wegen ihrer Neigung eine ernsthafte po-

tentielle Gefahr für die übrigen Verkehrsteilnehmer auf der Strasse sowie 

den dortigen Gehsteiganlagen darstellen (vgl. VGU R 16 5 vom 8. Sep-

tember 2016 E. 2h und 2i; R 16 30 vom 8. September 2016 E.2b). Die 

VSS-Normen sind hier aus demselben Grunde nicht anwendbar, weil die-

se Richtlinien ausschliesslich auf die Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 

15 BG ausgerichtet sind, wonach Ausfahrten und Ausgänge auf Strassen 

die Benützer der Verkehrsanlagen nicht gefährden dürfen (Abs. 1) und 

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keine Seh- oder Sichtbehinderungen enthalten dürfen (Abs. 2). Dass der 

bestehende Einmündungsbereich unten ab der Via E._____ hinauf zur 

Hauszufahrt auf Parzelle 1445 (Eigentümerin im Parallelverfahren R 16 

12) bzw. zur fortgesetzten Zufahrt über die Parzelle 507 hangaufwärts bis 

zur Bauparzelle 1764 eine Gefahr für die übrigen Verkehrsteilnehmer auf 

der Via E._____ darstellen würde, wurde aber selbst von den Beschwer-

deführern zu Recht nicht behauptet (vgl. Gerichtsfotos 1, 2, 3 und 4 am 

Standort 1). Angesichts der geschilderten Orts- und Verkehrsverhältnisse 

hielt es das streitberufene Gericht auch nicht für erforderlich oder not-

wendig, zusätzlich eine Verkehrsfachperson zum Augenschein einzula-

den oder sogar - wie von der Beschwerdeführerin im Parallelverfahren R 

16 12 ausdrücklich beantragt - noch ein Gutachten über die Verkehrssi-

tuation (samt Einhalten der VSS-Normen) einzuholen, zumal das zustän-

dige Gericht (5. Kammer) doch schon viele ähnliche Situationen zu beur-

teilen hatte, weshalb es auch hier seine Spruchkompetenz ohne Begut-

achter wahrnimmt. Im Übrigen kann der Beschwerdegegnerin ebenfalls 

nicht zum Vorwurf gemacht werden, sie hätte aufgrund der Siedlungsent-

wicklung im Gebiet D._____ die gesamte Erschliessung der Parzelle 1764 

von oben ab der Via D._____ vorschreiben müssen, ungeachtet der Tat-

sache, dass diese Parzelle von unten her bereits heute über eine beste-

hende, hinreichende Erschliessung verfügt, welche auch für die Doppel-

garage im Südbereich der Parzelle 1764 problemlos erreichbar ist (vgl. 

Bgin-act. 5, Plan Strassenschnitt; Bg-act. 5, Zufahrt aus Vogelperspektive 

sowie Bg-act. 7, Zufahrt mit Vermessung Geo Grischa). Mit ihrem Ein-

wand der ungenügenden und rechtwidrigen Zufahrt und daher nicht bewil-

ligungsfähigen Erschliessung der Bauparzelle 1764 von unten ab der Via 

E._____ und über die Parzellen 507 und 1445 stossen die Beschwerde-

führer somit ins Leere.

4. a) Im Weiteren ist die Einhaltung der gesetzlichen Grenz- und Gebäudeab-

stände (speziell im nördlichen Bereich der Zufahrtsrampe zum Parkdeck/ 

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Dachabstellplatz für ein Fahrzeug gegenüber den beiden Parzellen 1660 

und 1641 bzw. im Bereich der Tiefgarageneinfahrt an der Südgrenze von 

Parzelle 1764) strittig geblieben und hier als nächstes zu prüfen. Gemäss 

Art. 75 KRG ist bei der Erstellung von Gebäuden, die den gewachsenen 

Boden überragen, gegenüber jedem Nachbargrundstück ein Grenzab-

stand von 2.5 m einzuhalten, sofern das Baugesetz der Gemeinde nicht 

grössere Grenzabstände vorschreibt (Abs. 1). Zwischen Gebäuden ist ein 

Grenzabstand von 5.0 m einzuhalten, sofern das Baugesetz der Gemein-

de nicht grössere Gebäudeabstände vorsieht (Abs. 2). Laut Art. 76 KRG 

gelten für offene, überdachte Flächen wie Unterstände und dergleichen 

die Grenzabstände für Gebäude, gemessen ab Dachtraufe bis zur Grund-

stücksgrenze (Abs. 1). Freistehende Mauern, hinterfüllte Mauern (Futter-

mauern), Böschungen und dergleichen dürfen an der Grenze errichtet 

werden, sofern sie nicht höher als 1.0 m sind. Überschreiten sie die Höhe 

von 1.0 m, haben sie einen Grenzabstand im Ausmass der Mehrhöhe, je-

doch maximal 2.5 m einzuhalten (Abs. 2). Nach Art. 44 Abs. 1 BG richten 

sich das Mass der Nutzung sowie die Grenz- und Gebäudeabstände nach 

dem Zonenschema (Regelbauweise). Laut Zonenschema in Art. 45 BG 

beträgt die Ausnützungsziffer (AZ) in der Wohnzone (W2) 0.45, die maxi-

mal zulässige Gebäudehöhe 7.50 m, die höchste Firsthöhe ab Gebäu-

dehöhe 3.00 m, die maximale Gebäudelänge 20.00 m, der kleine Grenz-

abstand 4.0 m und der grosse Grenzabstand 8.0 m. In Art. 51 BG wird 

zum Grenz- und Gebäudeabstand bestimmt: Der grosse Grenzabstand 

wird von derjenigen Hauptfassade gemessen, die Süden am nächsten 

steht. Der kleine Grenzabstand gilt für alle übrigen Fassaden (Abs. 1). 

Richten sich die Hauptfassaden nach Osten und Westen, ist der grosse 

Grenzabstand wahlweise vor der Ost- oder Westfassade einzuhalten. Bei 

Bauten mit allseitig gleich langen Fassaden, muss der grosse Grenzab-

stand vor der Süden am nächsten stehenden Fassade liegen (Abs. 2).

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b) Im konkreten Fall ist allseits unbestritten, dass das im Norden über eine 

Zufahrtsrampe ab der Via D._____ geplante Parkdeck – sofern es von 

zwei Futtermauern eingefasst wird und nicht als Gebäudehülle taxiert wird 

– den Grenzabstand von maximal 2.5 m zur westlich davon gelegenen 

Nachbarparzelle 1641 einhält (vgl. Beilage 2 der Beschwerdegegnerin 

[Bgin-act. 2]; Plan Dachgeschoss Grundriss mit entsprechenden Detail-

massangaben; Bgin-act. 7 mit Zufahrtsrampe; Gerichtsfoto 4 am Standort 

3). Umstritten ist allerdings, ob das oberirdische Parkdeck ein "Gebäude" 

im Sinne der Gerichtspraxis darstellt oder eben nicht (vgl. statt vieler: 

PVG 1989 Nr. 24; mit Präzisierungen in VGU R 04 90 vom 22. Februar 

2005 E.2, R 15 7 vom 1. September 2015 E.2b). Die Beschwerdeführer 

werfen hierzu zwei Themen auf. Zunächst machen sie geltend, dass der 

Grenz- und Gebäudeabstand in der besagten Gemeinde grundsätzlich 

nicht nur von Gebäuden, sondern auch von Bauten – also nicht nur von 

Gebäuden – eingehalten werden müsse. Sie stützen sich dabei auf Art. 

51 Abs. 2 BG, welcher diesbezüglich von „Bauten“ spricht. Allerdings ist 

die Annahme der Beschwerdeführer, nicht bloss Gebäude müssten die 

Grenz- und Gebäudeabstände einhalten, sondern generell alle Bauten, 

spitzfindig. Mit der Beschwerdegegnerin ist dazu festzuhalten, dass Art. 

51 BG nur die Bauabstände von Gebäuden betrifft, dies, weil mit dem Be-

griff „Baute“ in Art. 51 BG einzig „Gebäude“ gemeint sind und die Be-

stimmung im Zusammenhang mit der Bemessungsmethode ausdrücklich 

von Fassaden spricht. Zweitens führen die Beschwerdeführer für ihren 

Standpunkt an, das Parkdeck umschliesse den Raum auf vier Seiten 

(Parkdeck, Seitenmauern und Hausfassade) und sei somit ein Gebäude. 

Zu diesem Argument sind die Fassadenpläne zu konsultieren (vgl. Bgin-

act. 3; insbesondere Südwestfassade sowie Nordwest- und Nordostfas-

sade). Die Fassade Nordwest zeigt tatsächlich einen gegen den Betrach-

ter offenen, auf vier Seiten umbauten Raum, welcher leer ist. Es wurde 

anlässlich des gerichtlichen Augenscheins jedoch explizit bestätigt, dass 

der „Hohlraum“ noch mit Erdmaterial aufgefüllt werde. Die Beschwerde-

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gegnerin geht ebenso davon aus, dass es sich bei den seitlichen Mauern 

um Futtermauern handelt, was ja nicht möglich wäre, falls der Raum im 

Parkdeck leer (bzw. unaufgefüllt) bliebe. Den Grundrissplänen (Bgin-act. 

2) ist jedenfalls nicht zu entnehmen, dass der Raum unterhalb des Park-

decks vom Hausherrn einen Zugang erhalten sollte. Ebenfalls sind in den 

seitlichen Mauern keinerlei Öffnungen wie Fenster vorgesehen. Es ist 

folglich tatsächlich davon auszugehen, dass die Argumentation der Be-

schwerdegegnerin und des Beschwerdegegners korrekt ist, wonach es 

sich vorliegend um eine Aufschüttung handle. Diese Terrainveränderung 

wird gegen die im Osten direkt angrenzende Parzelle 1660 mit einer 

Mauer abgeschlossen. Diese hinterfüllte Mauer (Futtermauer) darf laut 

Art. 76 Abs. 2 KRG an der Grenze errichtet werden, soweit sie nicht höher 

als 1.0 m ist. Bei Überschreitung dieser Mauerhöhe ist ein Grenzabstand 

im Ausmass der Mehrhöhe einzuhalten. Hier misst die hinterfüllte Mauer 

beim massgebenden Grenzpunkt 1.28 m, weshalb ein Grenzabstand von 

0.28 m eingehalten werden muss. Der Abstand beträgt an der fraglichen 

Stelle 0.30 m und ist somit eingehalten, wobei sich die Mauer bis zur Via 

D._____ noch auf eine Höhe von 1.0 m absenkt und daher (mangels 

Mehrhöhe) dort gar keinen Grenzabstand mehr zu beachten hat (vgl. 

Bgin-act. 7; Bgin-act. 8.3; Gerichtsfotos 1 und 2 am Standort 3 sowie Foto 

5 am Standort 2). Im Übrigen sei lediglich noch erwähnt, dass es die 

schwierigen topografischen Verhältnisse (steile Hanglage) im Nordbereich 

der Bauparzelle 1764 auch räumlich nicht zugelassen hätten, alle drei 

Pflichtparkplätze oben entlang der Via D._____ zu erstellen. Die Parkie-

rungslösung mit einem Fahrzeug auf dem Parkdeck und der Möglichkeit 

von zwei Autoabstellplätzen in der Tiefgarage [unterirdischer Baukörper 

B] inkl. Zufahrt von unten ab der Via E._____ war demnach notgedrungen 

auch die zweckmässigste und beste Variante, um die Vorgaben nach Art. 

9 BG (Pflichtparkplätze) korrekt zu erfüllen. 

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c) Für die Bestimmung der Hauptfassade laut Art. 51 Abs. 1 BG, von wel-

cher der grosse Grenzabstand laut Zonenschema (s. Art. 45 BG – für W2 

– 8.0 m) einzuhalten ist, gilt es zunächst festzuhalten, dass das kommu-

nale Baugesetz tatsächlich keine klare Definition der Hauptfassade 

enthält, was selbst die Beschwerdegegnerin einräumte. Korrekterweise 

hielt die Beschwerdegegnerin überdies fest, auch aus Art. 51 Abs. 2 Satz 

2 BG lasse sich nicht entnehmen, dass als Hauptfassade die längste 

Fassade gelte. Wäre es anders, wäre die Südostfassade die Hauptfassa-

de, da das Parkdeck kein Gebäude darstellt und als Gebäudelänge die 

grösste Seite des kleinsten, das Gebäude begrenzenden Rechteckes gilt 

(Art. 50 Abs. 1 BG). Damit kommen für die Unterscheidung von Haupt- 

und Nebenfassaden die vom Verwaltungsgericht beispielhaft bereits im 

Urteil R 13 133 vom 1. Oktober 2013 E.6b aufgestellten Kriterien zur An-

wendung, da das Baugesetz der damaligen Gemeinde – gleichermassen 

wie dasjenige der Beschwerdegegnerin – ebenfalls keine Definition der 

Hauptfassade enthielt. Praxisgemäss sind zur Bestimmung der Hauptfas-

sade insbesondere die Lage der Hauptwohnräume, jedoch auch die Fas-

sadenfläche, die Gebäudelängen, die örtliche Lage des Gebäudes, die 

Besonnung sowie die Bauweise der Umgebung zu berücksichtigen. Als 

Hauptwohnräume gelten dabei nicht alle dem Wohnen, Arbeiten und 

Schlafen dienenden Räume. Massgebend sind vielmehr jene Räume, die 

von den Bewohnern am häufigsten benutzt werden. Deshalb sind unter 

Hauptwohnräumen in der Regel nur Wohn- und Esszimmer sowie andere 

Aufenthaltsräume zu verstehen. Bei Um- und Anbauten ist sodann nicht 

die Exposition des bestehenden Gebäudes massgebend, sondern der 

Bau, wie er sich nach den geplanten baulichen Veränderungen präsen-

tiert (HANS HAGMANN, Kommentar zur Bauordnung der Stadt Zug, Zürich 

1998, S. 49 f.). Dem Wortlaut von Art. 51 Abs. 1 BG könnte man ohne 

weiteres entnehmen, es gebe mehrere Hauptfassaden und massgebend 

sei diejenige, die Süden am nächsten steht. Indessen ist Art. 51 Abs. 1 

BG so auszulegen, dass zunächst zu bestimmen ist, welche Fassade die 

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Hauptfassade ist oder ob es mehrere gibt. Gibt es tatsächlich mehrere, so 

ist diejenige massgebend, welche Süden am nächsten steht. Gibt es aber 

nur eine, ist allein sie massgebend für die Einhaltung des grossen Grenz-

abstands, während für die übrigen Gebäudefassaden bloss der kleine 

Grenzabstand (in W2: 4.0 m) gilt. Im konkreten Fall gibt es aufgrund der 

eingangs erwähnten Qualifikationsmerkmale (Ausrichtung Hauptwohn-

räume, Fassadenfläche, Gebäudelänge, örtliche Lage und Besonnung 

des Gebäudes, Bauweise in der Umgebung) für das Gericht keinen Zwei-

fel, dass es tatsächlich nur eine Hauptfassade für das Neubauprojekt auf 

Parzelle 1764 gibt, nämlich die Südostfassade (vgl. Bgin-act. 2, Plan 

Grundrisse mit Raumnutzungseinteilung; Bgin-act. 3, Plan 

Schnitt/Fassaden bzw. Bgin-act. 4, Profilplan Südostfassade; Bgin-act.7, 

maximale Gebäudelänge an Südostfassade mit 11.95 m, nicht an Süd-

westfassade mit 10.45 m; Gerichtsfotos 1, 2 und 4 am Standort 2 bzw. 

Fotos 1 und 3 am Standort 3, welche die Ausrichtung der Gebäude in der 

Umgebung [inkl. Parzelle 1559] aufzeigen). Der grosse Grenzabstand von 

8.0 m in der hier massgebenden W2 ist auf der Südostfassade als Haupt-

fassade des Neubauprojekts auf Parzelle 1764 einzuhalten. Dieser 

Grenzabstand wird gemäss Katasterplan (Bgin-act. 7, oberirdischer 

Baukörper A [Wohngebäude] bis zur südlich nächstgelegenen Parzelle 

507) bei weitem eingehalten. Der kleine Grenzabstand von 4.0 m zur 

Nachbarparzelle 1641 im Westen wird aktenkundig gleichfalls eingehalten 

(vgl. Bgin-act. 2, Plan Grundrisse – Grenzabstand 4.01 m).    

5. a) Es sind damit immer noch die Einwände der Beschwerdeführer betreffend 

Überschreitung der Höhenbauvorschriften sowie der höchstzulässigen 

Ausnützungsziffer in der massgebenden W2 zu überprüfen, wobei es sich 

hier um ein zweigliedriges Bauvorhaben in Hanglage (mit oberirdischem 

Baukörper A [Wohnhaus] samt Zufahrtsrampe im Norden sowie unterirdi-

schem Baukörper B [Tiefgarage mit zwei Autoabstellplätzen] im Süden) 

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auf Parzelle 1764 handelt (vgl. Bgin-act. 7.2 – Skizze: Bauvolumen A/B). 

Die Bauvorschriften lauten diesbezüglich im Wesentlichen wie folgt: 

Nach Art. 49 BG gilt als Gebäudehöhe das Mittel aller Gebäudehaupt-
ecken, gemessen vom gewachsenen Boden bis zum Schnittpunkt der 
Fassade mit der Dacheindeckung. […]. Bei Abgrabungen ist die Gebäu-
dehöhe vom neu gestalteten Terrain aus zu messen. Ist im Zonenplan ein 
Bezugspunkt bzw. –niveau festgelegt, so wird die Gebäudehöhe auf der 
ganzen Parzelle ab dieser Höhe gemessen (Abs. 1). Bei Hauptbauten in 
Hanglage darf die Gebäudehöhe auf der Talseite die zulässige Maximal-
höhe nicht mehr als 3 m übersteigen. Als Bauten an Hanglage gelten Ge-
bäude oder, bei gegliederten Bauten, Gebäudekörper, die vollständig an 
einem Hang mit einer durchschnittlichen Neigung von mindestens 25 % 
liegen (Abs. 3). 
Nach Art. 46 BG ist die Ausnützungsziffer (AZ) die Verhältniszahl zwi-
schen der anrechenbaren Bruttogeschossfläche (BGF) der Gebäude und 
der anrechenbaren Landfläche (LF). Sie wird berechnet: (AZ = BGF:LF). 
Die massgebenden AZ sind im Zonenschema festgelegt. Die maximale 
AZ darf bei Neubauten, wesentlichen Umbauten und Erweiterungen nicht 
überschritten werden (Abs. 1). Als anrechenbare Bruttogeschossfläche 
gilt die Summe aller oberirdischen Geschossflächen im Aussenmass in 
Haupt-, An- und Nebenbauten einschliesslich Aussen- und Innentreppen 
(Abs. 2 Satz 2). Im Dachgeschoss sind ohne Rücksicht auf die Nutzung 
Raumteile anzurechnen, deren lichte Durchgangshöhe 1.60 m überschrei-
tet (Abs. 3). In Geschossen, die nicht vollständig über dem gewachsenen 
oder abgegrabenen Boden liegen, sind Raumteile ohne Rücksicht auf die 
Nutzung anzurechnen, die mehr als 1.60 m (UK Decke) über das ge-
wachsene oder abgegrabene Terrain hinausragen. Für die 1.60 m aus 
dem gewachsenen oder abgegrabenen Terrain herausragenden Fassa-
denteile wird in jedem Fall eine Teilfläche mit einer Raumtiefe von 4 m 
angerechnet, es sei denn, die effektive Raumtiefe sei geringer; diesfalls 
ist diese Raumtiefe massgebend (Abs. 4).

b) Was die konkret anzuwendende Bemessungsmethode und die zur Ermitt-

lung der Gebäudehöhe der Baukörper 1 und 2 massgebenden Gebäude-

eckwerte betrifft, so kann hierzu unverändert auf das in der Vernehmlas-

sung vom 8. März 2016 der Beschwerdegegnerin Gesagte hingewiesen 

werden, zumal die dort enthaltenen Ausführungen samt anschaulicher 

Gebäudeskizzen und Schnittpläne sowohl bezüglich der nur "angeblichen 

Überschreitung der Gebäudehöhe“ (vgl. lit. D; Ziff. 32-39) als auch der nur 

„angeblichen Überschreitung der Ausnützungsziffer“ (lit. E; Ziff. 40-44) in-

haltlich völlig zutreffend sind und absolut einleuchten, weshalb an dieser 

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Stelle selbsterklärend und ohne Vorbehalt auf das dortige Zahlenmaterial 

verwiesen werden darf. An den daraus korrekt gezogenen Schlussfolge-

rungen, wonach weder eine Verletzung der Höhenbauvorschriften (Art. 49 

BG) noch der Ausnützungsvorschriften (Art. 46 BG) vorliegt, gibt es aus 

Sicht des Gerichts nichts auszusetzen. Als Gebäudehauptecken (Haupte-

cken des Baukörpers A) gelten danach die beiden Eckpunkte 4 und 5 

(Südostfassade) und die Eckpunkte 1, 3 und 6 (Nordwestfassade). Eck-

punkt 2 muss nicht einbezogen werden, weil dort der Gebäudefirst liegt. 

Es ergibt sich daraus folgende Gebäudehöhenberechnung: D-D1 [8.065] 

+ E-E1 [8.590] + F-F1 [5.850] + A-A1 [5.835] + C-C1 [6.445] = 34.786 : 5 

= Gebäudehöhe 6.957 m. Die höchstzulässige Gebäudehöhe in der W2 

von 7.5 m gemäss Zonenschema (Art. 45 BG) ist somit eingehalten (vgl. 

Bgin-act. 3, Gebäudehöhenberechnungen - Schnitt A-A; Bgin-act. 4, Pro-

filplan Südostfassade einerseits, Dachaufsicht andererseits; bzw. Planab-

bildungen in Vernehmlassung vom 8. März 2016 S. 15, 16 und 17). Was 

die Ermittlung der anrechenbaren Bruttogeschossfläche und somit im Re-

sultat die Einhaltung der zulässigen Ausnützungsziffer von 0.45 in der W2 

angeht, so ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, wenn sie festhält, 

dass die Treppenfläche (als BGF) im Dachgeschoss irrtümlich doppelt (im 

OG und im DG) berücksichtigt wurde. Ferner ist zutreffend, dass die zwei 

dem UG und EG anzurechnenden Treppen wegen der 1.60 Meter-Regel 

(Art. 46 Abs. 4 BG) nicht AZ-pflichtig sind. Die fälschlicherweise zweimal 

berücksichtigte Treppenvorrichtung beträgt ca. 3.5 m2 und ist daher noch 

von der Bruttogeschossfläche in Abzug zu bringen, woraus am Ende eine 

Nutzungsreserve von 1.39 m2 resultiert. Der BGF-Nachweis (Art. 53 BG) 

wurde damit erbracht und die höchstzulässige AZ von 0.45 konnte einge-

halten werden (Grundstückfläche Parzelle 1764 total 592 m2 x 0.45 = 

BGF 266.4 m2; laut Tabelle Berechnungen im Baugesuch ermittelte BGF 

257.8 m2 [Bgin-act. 7.3]; Nutzungsreserve/Überschuss somit 8.6 m2). Die 

Beschwerdegegnerin räumte in der Vernehmlassung (Ziff. 41, S. 17 un-

ten) dazu aber noch selbst ein, dass die Tiefgaragenfassade (Baukörper 

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B) mehr als 1.6 m über das abgegrabene Terrain rage, weshalb noch eine 

Teilfläche des Ski-/Veloraums mit einer Raumtiefe von 4 m zur anrechen-

baren Bruttogeschossfläche zu zählen sei. Deswegen sei eine Fläche von 

10.69 m2 zusätzlich als BGF anzurechnen. Mit dieser Korrektur ergibt sich 

am Ende noch die erwähnte Nutzungsreserve von 1.39 m2 (BGF 257.8 + 

10.69 – 3.5 = 264.99 [+ 1.39] = 266.4 m2). Der Vorwurf der Verletzung der 

höchstzulässigen Ausnützungsziffer (0.45) ist damit unbegründet, da sich 

im konkreten Fall eine AZ von 0.448 (= 264.99 : 266.4 x 0.45) ergibt.

6. a) Der angefochtene Einsprache- und Baubewilligungsentscheid vom 9. 

November, mitgeteilt am 4. Dezember 2015, ist demzufolge in jeder Be-

ziehung rechtmässig, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde vom 19./20. Januar 2016 führt.

b) Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten 

gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG je zur Hälfte und unter solidarischer Haf-

tung den Beschwerdeführern (B._____ sowie den Erben von A._____ 

sel.) aufzuerlegen. Die beiden Beschwerdeführer haben den obsiegenden 

und anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner laut Art. 78 Abs. 1 VRG 

überdies unter solidarischer Haftung aussergerichtlich noch angemessen 

zu entschädigen, wobei in diesem Zusammenhang auf die Honorarnote 

vom 10. Juni 2016 des Rechtsvertreters (RA Benno Burtscher) des Be-

schwerdegegners über Fr. 4‘241.05 (inkl. MWST) abgestellt und diese – 

ergänzt durch den zusätzlichen Aufwand infolge Teilnahme am gerichtli-

chen Augenschein vom 15. September 2016 – ermessensweise vom Ge-

richt pauschal auf insgesamt Fr. 4‘700.-- (je Fr. 2'350.--) festgelegt wird. 

Eine solche Parteientschädigung steht der Beschwerdegegnerin nach Art. 

78 Abs. 2 VRG nicht zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis 

obsiegte.  

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 808.--

zusammen Fr. 3'808.--

gehen je zur Hälfte und unter solidarischer Haftung zulasten einerseits der 

Erben von A._____. und anderseits B._____ und sind innert 30 Tagen 

seit Zustellung dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Aussergerichtlich haben die Erben von A._____. und B._____ je hälftig 

und unter solidarischer Haftung C._____ mit insgesamt Fr. 4'700.-- (inkl. 

MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 7. August 

2017 abgewiesen (1C_590/2016).