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**Case Identifier:** f216152b-9b74-50b6-ac5a-a5c05f864aec
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.07.2018 200 2018 255
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-255_2018-07-05.pdf

## Full Text

200 18 255 IV
SCI/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juli 2018

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, lic.iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer), gelernter ..., zwischen 1998 und 2010 in ... wohnhaft, arbeitete bis 
anfangs 2012 im Rahmen der ... in ... (Akten der IV-Stelle Bern [nachfol-
gend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II], 4 S. 4; 7; 17; 95.1 S. 8). Im 
Jahr 2013 kehrte er in die Schweiz zurück (act. II 95.1 S. 8), wo er sich im 
September 2014 bei der IV-Stelle Basel-Stadt unter Hinweis auf diverse 
somatische Erkrankungen – insbesondere die Folgen einer im Juni 2013 
ausgebrochenen Malaria – sowie eine depressive Störung zum Leistungs-
bezug anmeldete (act. II 4). Nachdem der Versicherte mitgeteilt hatte, er 
habe seinen Wohnsitz in ... im Kanton Bern (act. II 16), überwies die IV-
Stelle Basel-Stadt das Dossier der IVB (act. II 23), welche den Sachverhalt 
in erwerblicher Hinsicht weiter abklärte und Berichte der behandelnden 
Ärzte einholte. Ferner veranlasste sie im D.________ (nachfolgend 
MEDAS) eine polydisziplinäre (allgemeininternistische, orthopädische, neu-
rologische, gastroenterologische, pneumologische, neuropsychologische 
und psychiatrische) Begutachtung (Expertise vom 9. Januar 2017 [act. II 
95.1 S. 2 ff.]). Mit Vorbescheid vom 3. April 2017 (act. II 99) stellte die IVB 
dem Versicherten die Ausrichtung einer rückwirkend abgestuften, bis Juli 
2016 befristeten Invalidenrente bzw. die Verneinung eines Rentenan-
spruchs über den Juli 2016 hinaus in Aussicht. Dagegen erhob der Versi-
cherte Einwand und beantragte die Ausrichtung einer unbefristeten ganzen 
Invalidenrente ab Juni 2014, wobei er u.a. weitere Berichte behandelnder 
Ärzte einreichte (act. II 100 S. 25-29; 111 S. 3 ff.). Nachdem die IVB ihrer-
seits weitere Arztberichte sowie zwei Stellungnahmen bei der MEDAS (act. 
II 108; 118) eingeholt hatte, sprach sie dem Versicherten mit Verfügung 
vom 23. Februar 2018 (act. II 124 S. 2 ff.) ab März 2015 eine ganze sowie 
ab Oktober 2015 eine halbe Invalidenrente zu und verneinte einen 
Rentenanspruch ab Oktober 2016.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 3

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch den B.________, lic. iur. 
C.________, mit Eingabe vom 5. April 2018 Beschwerde erheben. Er stellt 
die folgenden Rechtsbegehren: 

Es sei die Verfügung vom 23. Februar 2018 insofern aufzuheben, als dem 
Beschwerdeführer auch ab dem 1. Oktober 2016 eine Rente auszurichten sei.

- unter Entschädigungsfolge -

In der Begründung beanstandet der Beschwerdeführer den Einkommens-
vergleich bzw. die Höhe des Validen- und Invalideneinkommens, wobei er 
einen Invaliditätsgrad von 77.3% bzw. 61.2% geltend macht. 

Mit gleichentags erfolgter Eingabe stellt der Beschwerdeführer ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege.

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2018 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

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gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 23. Februar 2018 
(act. II 124 S. 2 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invali-
denrente. 

Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung einer Rente „auch ab 
dem 01.10.2016“, womit er die im Zeitraum von März 2015 bis Oktober 
2016 erfolgte (abgestufte) Rentenzusprache (act. II 124 S. 2) nicht bean-
standet. In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt jedoch 
ein Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder be-
fristete Invalidenrente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die 
Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprü-
fungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten ge-
bliebenen Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung 
ausgenommen blieben (BGE 125 V 413). Folglich sind vorliegend nicht nur 
die vom Beschwerdeführer beschwerdeweise beanstandeten Rentenbe-
zugszeiten, sondern ist der gesamte Leistungszeitraum zu beurteilen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (vgl. E. 2.1 vorne) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb u.a. 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar 
(BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 

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streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

2.3.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Mit Bezug auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit 
präsentieren sich die Akten im Wesentlichen wie folgt:

3.1.1 Vom 4. Juni bis 22. Juli 2013 war der Beschwerdeführer infolge 
einer Malaria tropica mit disseminierter Gerinnungsaktivierung und Multior-
ganversagen im E.________ hospitalisiert (act. II 6 S. 4, 13-16). 

3.1.2 Vom 23. Oktober bis 6. Dezember 2013 erfolgte bei Störungen 
durch Alkohol (ICD-10 F10.2) und depressiver Symptomatik (ICD-10 F32.2) 
eine erste Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik F.________ Im ent-
sprechenden Austrittsbericht vom 17. Januar 2014 (act. II 13 S. 3-6) wurde 

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festgehalten, der Beschwerdeführer habe den Alkoholentzug erfolgreich 
abschliessen und die Abstinenz im Verlauf gut aufrechterhalten können 
(S. 6). 

3.1.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie, hielt im Bericht 
vom 9. Juli 2014 (act. II 6 S. 4-6) fest, das aktuelle Hauptsymptom seien 
konstant vorhandene, belastungsabhängig verstärkte Schmerzen an den 
Zehen beidseits. Der Befund entspreche einer schmerzhaften distal-
symmetrischen sensiblen Polyneuropathie, als deren Ursache in erster 
Linie eine alkoholtoxische Schädigung in Frage komme. Da die Zehen aber 
mit Ausnahme von Dig. II rechts schön verheilt seien, dürfte die Hauptpro-
blematik bezüglich der Schmerzen polyneuropathisch bedingt sein. Im kli-
nischen Status seien ansonsten die langsam ausgeführten feinmotorischen 
Bewegungen beider Hände etwas auffallend. Auch beklage der Beschwer-
deführer gewisse kognitive Defizite, wobei solche im anamnestischen Ge-
spräch nicht manifest seien (S. 5). 

3.1.4 Vom 20. Juni bis 15. Juli 2014 erfolgte wegen erneut vermehrtem 
Alkoholkonsum eine weitere Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik 
F.________. Im entsprechenden Austrittsbericht vom 4. August 2014 (act. 
II 13 S. 7-11) wurden die folgenden Diagnosen gestellt: 

• Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10 F33.1)

• Störungen durch Alkohol/Abhängigkeitssyndrom (F10.2)
• Äthyltoxische Leberzirrhose Child A 
• Distal symmetrische, schmerzhafte Polyneuropathie
• V. a. erworbene kognitive Störung, leichtgradig
• COPD Gold II
• Essentielle (primäre) Hypertonie (ICD-10 I10)
• Behandlung mit Phenprocoumon (Marcotimar) bei

- St. n. Malaria falciparum (06/2013) mit
- transientem Multiorganversagen
- und aktuell multiplen Nekrosen der Extremitäten mit Antibioti-

kadauertherapie

Im Anschluss an den Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik F.________ 
trat der Beschwerdeführer in die vom 15. Juli bis 7. Oktober 2014 dauernde 
Langzeitbehandlung in der Klinik H.________ über (act. II 13 S. 11; 15 
S. 11). 

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3.1.5 Vom 22. bis 25. August 2014 war der Beschwerdeführer zwi-
schenzeitlich im Spital I.________ hospitalisiert. Im entsprechenden Aus-
trittsbericht vom 26. August 2014 (act. II 18 S. 34-36) wurde festgehalten, 
am 22. August 2014 sei eine Teilamputation des Dig II am Fuss rechts er-
folgt (S. 34). Die Arbeitsunfähigkeit betrage bis am 5. Oktober 2014 100% 
(S. 35). Der Beschwerdeführer sei in der Folge beschwerdefrei und gut 
mobil gewesen (act. II 18 S. 39).

3.1.6 Im Austrittsbericht der Klinik H.________ vom 21. Oktober 2014 
(act. II 15 S. 8-12) wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe am 7. 
Oktober 2014 nach dreimonatigem Aufenthalt in psychophysisch kompen-
siertem Zustand aus der stationären Therapie entlassen werden können (S. 
9). Die Arbeitsunfähigkeit betrage aus psychischer Sicht mehr als 80% (act. 
II 15 S. 4). 

Vom 22. Oktober bis 23. Dezember 2014 erfolgte eine teilstationäre Thera-
pie in der Klinik H.________. Im entsprechenden Austrittsbericht vom 24. 
Dezember 2014 (act. II 46 S. 14 f.) wurde festgehalten, der Beschwerde-
führer werde am 5. Januar 2015 zu 50% in der Arbeitsintegration des 
J.________ eine Tätigkeit übernehmen mit dem Ziel, nach ca. einem Monat 
eine Beschäftigung auf dem freien Arbeitsmarkt zu übernehmen (S. 15). 

3.1.7 Im Bericht des Spitals I.________ vom 5. Februar 2015 (act. II 48 
S. 12 f.) wurde nach Durchführung einer Spiroergometrie im Wesentlichen 
festgehalten, bei fehlender Ausbelastung zeige sich eine grenzwertig mit-
telgradig eingeschränkte globale körperliche Leistungsfähigkeit. Es ergä-
ben sich keine Hinweise für eine kardiale, ventilatorische oder 
diffusionstechnische Limitation (S. 13).

Mit weiterem Bericht vom 13. Februar 2015 (act. II 48 S. 9-11) hielten die 
behandelnden Ärzte fest, bei polygraphisch nachgewiesenem obstruktivem 
Schlafapnoesyndrom sei dem Beschwerdeführer ein APAP-Gerät abgege-
ben worden (S. 10).

3.1.8 Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie, hielt im Bericht 
vom 19. März 2015 (act. II 39 S. 2-6) fest, aus medizinischer Sicht sei das 
Hauptereignis der letzten Jahre die beinahe tödlich verlaufende Malaria 
falciparum Erkrankung 2013 gewesen. Diese habe zu erheblichen Organ-

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schädigungen geführt, welche glücklicherweise an den inneren Organen 
kompensiert seien. Die disseminierte intravasale Gerinnung habe aber zu 
einer schweren Schädigung der peripheren Zirkulation geführt, die Zehen 
hätten zwar letztlich nicht alle amputiert werden müssen; nach wie vor be-
stehe aber eine verminderte Kraft sowie eine typische Schmerzhaftigkeit 
und Überempfindlichkeit des Gewebes. Das Beschwerdebild an den Zehen 
sei durch die Komplikation der Malaria hinreichend erklärt. Im Übrigen sei-
en die Befunde vereinbar mit einer diskreten sensiblen Polyneuropathie 
(S. 3). Die Arbeitsunfähigkeit betrage seit dem 1. Juli 2013 bis auf Weiteres 
100% (S. 4). 

3.1.9 Im Rahmen einer neuropsychologischen Abklärung in den psych-
iatrischen Diensten L.________ vom 27. März 2015 (act. II 46 S. 9-13) 
wurde festgehalten, am Wesentlichsten auffallend sei eine deutlich vermin-
derte Daueraufmerksamkeit mit konsekutivem Leistungseinbruch nach zwei 
Stunden. Die Defizite seien am ehesten mit einer hirnorganischen Schädi-
gung (z.B. im Rahmen einer langjährigen Alkoholabhängigkeit) in Zusam-
menhang zu bringen. Es sei eine Einschränkung des Arbeitspensums auf 
zwei Stunden am Stück vorstellbar (S. 12). 

3.1.10 Med. pract. M.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-
therapie, bei welcher der Beschwerdeführer ab Januar 2015 in Behandlung 
stand, hielt im Bericht vom 12. Mai 2015 (act. II 46 S. 2-8) unter Diagnosen 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
aktuell teilremittiert mit kognitiver Störung (ICD-10 F33.4) sowie ein chroni-
sches Schmerzsyndrom fest (S. 2). Durch die kognitive Störung sei die 
bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsangepasste 
Tätigkeit sei allenfalls zwei bis drei Stunden pro Tag mit Pausen möglich 
(S. 5). 

3.1.11 Im Bericht des Spitals I.________ vom 26. August 2015 (act. II 69 
S. 26-28) wurde nach Durchführung einer Spiroergometrie im Wesentlichen 
festgehalten, bei guter Ausbelastung ergebe sich eine leichtgradig einge-
schränkte körperliche Leistungsfähigkeit. Bei aufgebrauchter Atemreserve 
bestehe primär eine ventilatorische Leistungslimitierung, hingegen kein 
Hinweis für eine kardiale oder diffusionstechnische Limitation. Die Leis-

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tungsfähigkeit sei nach erfolgter Rehabilitation besser im Vergleich zur 
Voruntersuchung von Februar 2015 (S. 28).

3.1.12 Im Bericht des Spitals I.________ vom 6. November 2015 (act. II 
69 S. 12-14) wurde festgehalten, der Beschwerdeführer leide an chroni-
schen Schmerzen, wahrscheinlich vaskulär bedingt bei Zustand nach mul-
tiplen Nekrosen in den unteren Extremitäten. Bevor eine rückenmarksnahe 
Schmerztherapie ausgetestet werde, sollte die medikamentöse und kon-
servative Therapie weiter ausgeschöpft werden, zumal der Beschwerdefüh-
rer noch mobil sei und sich häufiger im Ausland befinde (S. 13 f.).

Mit weiterem Bericht vom 15. Februar 2016 (act. II 76 S. 2 f.) wurde festge-
halten, durch die Wärme während eines Urlaubes in ... berichte der Be-
schwerdeführer von einer bis jetzt anhaltenden Verbesserung der 
Beweglichkeit beider Füsse. Es werde weiter eine intensive Therapie bei-
der Beine durchgeführt (S. 2). 

3.1.13 Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 9. Januar 2017 (act. 
II 95.1 S. 2 ff.) wurden interdisziplinär die folgenden Diagnosen gestellt 
(S. 34 f.): 

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Leichtes bis mittelschweres kognitives Defizit (ICD-10 F06.7) bei
- Zustand nach Multiorganversagen bei Malaria tropica 2013
- Zustand nach Alkoholabusus

2. Ataxie (ICD-10 R27.0) bei Polyneuropathie (ICD-10 G62.1) und Zerebel-
lopathie (ICD-10 G92) bei o.g. Erkrankungen

3. Chronisch obstruktive Pneumopathie, Stadium GOLD Il, Risikogruppe B 
(ICD-10 J44.9)
- mittelschwere obstruktive Ventilationsstörung mit ventilatorischen 

Reserven von 63% am 15.11.2016
- Spiroergometrie mit verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit mit 

einer maximalen Sauerstoffaufnahme von 18.2 ml/min/kg (62% Soll) 
bei unvollständigem Aufbrauchen der ventilatorischen Reserven am 
15.11.2016

- anhaltender Nikotinkonsum (40-60 Packyears) (ICD-10 F17.1)

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)

2. Status nach Alkoholabhängigkeit, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.20)
- Leberzirrhose Child A (IC D-10 K70.3), klinisch kompensiert

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- portalhypertensive Gastropathie (ICD-10 K29)

3. Schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom, Erstdiagnose 01/2015 (ICD-
10 G47.3)
- 11/2014 Epworth Sleepiness Score 18/24 Punkte
- 26.01.2015 Respiratorische Polygraphie mit einem Apnoe-

/Hypopnoe-Index von 61.3/h und einem Desaturationsindex von 
59.5/h mit einer mittleren Sauerstoffsättigung von 86.4%

- Risikofaktoren: Adipositas (BMI 34.4 kg/m2), enger Rachen und Na-
senseptumdeviation

- aPAP-Therapie vom 02/2015 - 06/2016
- BiPAP-Therapie seit 06/2016

4. Chronische Fussbeschwerden beidseits (ICD-10 M79.67/298.8)
- Status nach Malaria tropica 2013 mit Multiorganversagen, dissemi-

nierter Gerinnungsaktivierung und partieller trockener Nekrose Dig 
II/IV beidseits

- Status nach Teilamputation Dig II rechts am 22.08.2014 bei chroni-
schem Infekt (Orthopädie Spital I.________)

5. Seit zwei bis drei Monaten bestehende Schulterbeschwerden der domi-
nanten rechten Seite (ICD-10 M25.61/M75.4)
- klinisch Zeichen des subakromialen Impingements sowie der frozen 

shoulder

6. Reflux-Oesophagitis (ICD-10 K21.0)

7. Asymptomatische Cholezystolithiasis (ICD-10 K80.20)

8. Beginnendes metabolisches Syndrom
- Diabetes mellitus Typ 2 (1CD-10 E11.9); noch ohne medikamentöse 

Behandlung (HbA1c 7%, Norm bis 6.3%)
- Adipositas (BMI 33 kg/m2) (ICD-10 E66.0)
- arterielle Hypertonie (ICD-10 I10); unter medikamentöser Behand-

lung nicht vollständig kompensiert

In der Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, im Vordergrund der 
Beschwerden seien die Schmerzen in Beinen und Füssen gestanden. Zu-
sätzlich habe der Beschwerdeführer Müdigkeit und Konzentrationsproble-
me angegeben, welche seit dem Einsatz des Beatmungsgerätes rückläufig 
seien. Aufgrund der kognitiven Einschränkungen und der Schmerzen sei 
die Leistungsfähigkeit aus neurologischer Sicht um 30% eingeschränkt, 
worin auch die neuropsychologisch festgestellte kognitive Störung berück-
sichtigt sei (S. 35). Aufgrund der Einschränkungen der Lungenfunktion bei 
COPD seien dem Beschwerdeführer aus pneumologischer Sicht körperlich 
schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Körperlich 
leichte, vorwiegend sitzende Arbeiten seien ganztags möglich. Das 
Schlafapnoesyndrom habe aus pneumologischer Sicht keinen zusätzlichen 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 36). 

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Aus polydisziplinärer Sicht sei der Beschwerdeführer für eine körperlich 
leichte, vorwiegend sitzende und kognitiv nicht beanspruchende Tätigkeit 
zu 70% arbeits- und leistungsfähig, in einem ganztägigen Pensum mit ver-
mehrten Pausen und etwas vermindertem Rendement verwertbar. Körper-
lich schwere und mittelschwere Tätigkeiten und solche mit Anforderungen 
an das Gleichgewichtssystem sowie hoher kognitiver Flexibilität seien nicht 
mehr zumutbar (S. 36). Zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit hielten die Gut-
achter fest, der Beschwerdeführer sei für jegliche Tätigkeiten von Juli 2013 
bis Dezember 2014 100% arbeitsunfähig gewesen. Von Januar 2015 bis 
Juni 2015 habe eine 25%ige, von Juli 2015 bis Juni 2016 eine 50%ige und 
ab Juli 2016 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten mit 
den neurologisch und neuropsychologisch erwähnten qualitativen Ein-
schränkungen bestanden (S. 35 f.).

3.1.14 Im Bericht des Spitals I.________ vom 3. Mai 2017 (act. II 100 
S. 27 f.) wurde festgehalten, es sei zu einer stabilen Krankheitssituation auf 
weiterhin hohem Schmerzniveau gekommen. Die Arbeitsunfähigkeit betra-
ge 75%; es könnten lediglich leichte Tätigkeiten mit Wechselbewegung in 
einem geschützten Rahmen ohne grosse kognitive Leistungsfähigkeit 
durchgeführt werden (S. 28).

3.1.15 Dr. med. K.________ hielt im Bericht vom 11. Mai 2017 (act. II 100 
S. 25 f.) fest, drei Jahre nach dem Erstkontakt sei der Befund weder kli-
nisch noch elektrophysiologisch wesentlich verändert. Nach wie vor könne 
er am rechten N. suralis höchstens eine leichtgradige Neuropathie nach-
weisen. Bezüglich des Schmerzsyndroms könne er sich nicht konklusiv 
äussern. Er könne die Einschätzung der Gutachter hinsichtlich der Arbeits-
unfähigkeit nicht stützen. Es sei von einem andauernden Schmerzsyndrom 
mit invalidisierendem Charakter auszugehen (S. 26).

3.1.16 Mit Bericht vom 12. Mai 2017 (act. II 100 S. 29) diagnostizierte Dr. 
med. N.________, praktischer Arzt sowie Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, eine rezidivierende depressive Störung gegenwärtig schwere 
Episode in langsamer Remission (ICD-10 F33.2). Der Beschwerdeführer 
sei seit dem 24. Januar 2017 in Behandlung; unter der aktuellen Medikation 
komme es zu einer langsamen Besserung der Symptomatik.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 13

3.1.17 Im Bericht des Spitals I.________ vom 4. Juli 2017 (act. II 111 S. 
3-5) wurde festgehalten, in der Kontrolluntersuchung habe sich eine insuffi-
ziente Suppression der nächtlichen Atempausen gezeigt. Diese wäre durch 
die vermehrte Einnahme von Palladon bei Zahnextraktion vor ca. zwei Wo-
chen zu erklären. Aktuell sei der Beschwerdeführer psychisch stark belas-
tet aufgrund von mehreren u.a. sozialen Stressoren. Dies führe zu einer 
reduzierten Schlafzeit. Eine Reduktion des Nikotinkonsums sei bisher nicht 
umsetzbar gewesen, eine Rauchstoppberatung sei aktuell nicht gewünscht. 
Die einwandfreie Funktion des BiPAP-Gerätes sei überprüft worden und 
eine relevante Leckage habe nicht nachgewiesen werden können. Die Spi-
riva-Inhalation gelinge problemlos und werde nun regelmässig durchge-
führt. Hinweise für eine nächtliche Hypoventilation beständen aktuell nicht 
(S. 4).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 14

Im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Spezia-
lärzte, welche diesen Anforderungen entsprechen, kommt grundsätzlich 
(voller) Beweiswert zu, solange nicht konkrete Indizien gegen deren Zuver-
lässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). 

3.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 9. Januar 2017 (act. 
II 95.1 S. 2 ff.) erfüllt für sich sowie im Verbund mit den Stellungnahmen 
vom 3. Juli 2017 (act. II 108) und 23. Oktober 2017 (act. II 118) die Voraus-
setzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2.2 hiervor) und 
erbringt vollen Beweis. Es ist nachvollziehbar und die Schlussfolgerungen 
sind überzeugend begründet. Gegenteiliges wird beschwerdeweise zu 
Recht auch nicht vorgebracht. 

Die medizinische Beurteilung der MEDAS-Experten deckt sich im Wesentli-
chen mit jener der behandelnden Ärzte (vgl. E. 3.1 vorne). Soweit die vom 
Beschwerdeführer im Anschluss an die Erstellung des Gutachtens bzw. im 
Vorbescheidverfahren (act. II 100; 111 S. 2 ff.) ins Recht gelegten Berichte 
zu anderen Schlussfolgerungen und Folgeabschätzungen gelangen, ver-
mögen sie den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht zu schmälern: 
So wurde im Bericht des Spitals I.________ vom 3. Mai 2017 (act. II 100 
S. 27 f.) zwar eine Arbeitsunfähigkeit von 75% postuliert (S. 28). Gleichzei-
tig wird jedoch die Schmerzsituation seit September 2015 als stabil beur-
teilt, womit im Zeitpunkt der Begutachtung durch die MEDAS dasselbe 
Schmerzniveau bestand bzw. sich die medizinische Situation im Wesentli-
chen gleich darbot wie gegenüber den behandelnden Ärzten des Spitals 
I.________. Nach der Rechtsprechung ist ein Administrativgutachten nicht 
stets in Frage zu stellen, bloss weil es zu anderen Einschätzungen als die 
behandelnden Ärzte gelangt; vorbehalten bleiben Fälle, in welchen sich 
eine klärende Ergänzung oder direkt eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver 
ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 30. Mai 2018, 8C_55/2018, E. 6.2). Solche 
Aspekte werden im erwähnten Bericht nicht genannt und sind auch 
anderweitig nicht ersichtlich. Zudem wurde die Schmerzsituation im 
MEDAS-Gutachten aus verschiedenen fachmedizinischen Blickwinkeln und 
damit umfassend abgeklärt, worauf die Gutachter in ihrer Stellungnahme 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 15

vom 3. Juli 2017 denn auch zutreffend hinweisen (act. II 108 S. 2). Ferner 
gilt es zu berücksichtigen, dass subjektive Schmerzangaben der versicher-
ten Person eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähig-
keit jedenfalls nicht ohne Weiteres rechtsgenüglich nachzuweisen 
vermögen, sondern stets eine auf einer objektivierten Zumutbarkeitsprü-
fung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung basierende Plausibilitätsprüfung der geltend 
gemachten Funktionseinschränkungen zu erfolgen hat (BGE 142 V 106 E. 
4.4 S. 110, 140 V 290 E. 3.3.1 S. 296). Diese Voraussetzungen erfüllt der 
Bericht des Spitals I.________ nicht, stellten die behandelnden Ärzte für 
ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit doch im Wesentlichen auf die 
Schmerzangaben des Beschwerdeführers ab und fehlt es im genannten 
Bericht gleichzeitig an einer Darstellung der objektiven Befundlage, wes-
halb die postulierte Arbeitsunfähigkeit von 75% nicht nachvollzogen werden 
kann.

Sodann stellte auch der Neurologe Dr. med. K.________ im Bericht vom 
11. Mai 2017 (act. II 100 S. 25 f.) einen im Vergleich zur Untersuchung vor 
drei Jahren im Wesentlichen unveränderten Befund fest. Weiter hielt er 
fest, sich „bezüglich des Schmerzsyndroms […] nicht konklusiv äussern“ zu 
können (S. 26). Soweit er dennoch die Einschätzung der Gutachter zur 
Arbeitsfähigkeit kritisiert respektive dem Schmerzsyndrom „invalidisieren-
den Charakter“ attestiert, erweist sich dies als nicht überzeugend, weshalb 
auch dieser Bericht den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht schmä-
lert. 

Im Weiteren diagnostizierte Dr. med. N.________ im Bericht vom 12. Mai 
2017 zwar eine (in Remission) begriffene rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig schwere Episode (act. II 100 S. 29). Dies wird jedoch 
befundmässig nicht untermauert und es fehlen Einschätzungen zur Arbeits-
fähigkeit. Auch wenn berücksichtigt wird, dass die Behandlung bei Dr. med. 
N.________ erst seit dem 24. Januar 2017 erfolgt – mithin nach der 
(psychiatrischen Teil-)Begutachtung in der MEDAS – ist eine (dauerhafte) 
Verschlechterung des (psychischen) Gesundheitszustandes bzw. des funk-
tionellen Leistungsvermögens nicht mit dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit dargetan, womit auch dieser Bericht den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 16

Beweiswert des MEDAS-Gutachtens und die darin erfolgte Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit nicht in Frage stellt.

Schliesslich ändern auch die im September 2017 ins Recht gelegten diver-
sen Berichte des Spitals I.________ (act. II 111 S. 3 ff.) – der letzte datiert 
vom 4. Juli 2017 (vgl. S. 3 f.) – an den Schlussfolgerungen im MEDAS-
Gutachten nichts: Abgesehen davon, dass sich auch diese Berichte nicht 
zur Arbeitsfähigkeit äussern, vermögen sie keine wesentliche Änderung in 
den gesundheitlichen Verhältnissen seit der Begutachtung aufzuzeigen, 
was auch aus der Stellungnahme der MEDAS-Experten vom 23. Oktober 
2017 hervorgeht (vgl. act. II 118).

3.4 Somit liegen gemäss dem MEDAS-Gutachten diverse (somati-
sche) Beeinträchtigungen vor, welche die Arbeitsfähigkeit beeinflussen, 
wobei namentlich ein leichtes bis mittelschweres kognitives Defizit, eine 
Ataxie bei Polyneuropathie und Zerebellopathie sowie eine chronisch ob-
struktive Pneumopathie (Stadium GOLD II) das Leistungsvermögen im Um-
fang von 30% einschränken (act. II 95.1 S. 35 f.). Mit Bezug auf den Verlauf 
der Arbeitsunfähigkeit hielten die Gutachter fest, der Beschwerdeführer sei 
von Juli 2013 bis Dezember 2014 100% für jegliche Tätigkeiten arbeitsun-
fähig gewesen. Von Januar 2015 bis Juni 2015 habe eine 25%ige, von Juli 
2015 bis Juni 2016 eine 50%ige und ab Juli 2016 eine 70%ige Arbeits-
fähigkeit für angepasste Tätigkeiten mit den neurologisch und neuropsy-
chologisch qualitativen Einschränkungen bestanden (S. 36 f.). Die zuletzt 
attestierte Arbeitsfähigkeit von 70% beansprucht nach dem Dargelegten 
Gültigkeit bis mindestens zum massgeblichen Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung vom 23. Februar 2018.

Die von den MEDAS-Experten vorgenommene Abstufung der Arbeitsfähig-
keit hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 23. 
Februar 2018 übernommen (vgl. act. II 124 S. 5) und sie wird vom Be-
schwerdeführer nicht in Frage gestellt. Anzufügen bleibt immerhin, dass die 
seit Juni 2013 bis Dezember 2014 attestierte ununterbrochene 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit (für sämtliche Tätigkeiten) lediglich von den Dres. med. 
O.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, und K.________ 
(rückwirkend) bescheinigt (vgl. act. II 18 S. 3; 31 S. 4; 39 S. 4), nicht jedoch 
durch echtzeitliche Berichte durchgehend bestätigt wird, weshalb sich diese 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 17

Annahme – jedenfalls im Lichte von Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG bzw. im Hin-
blick auf die Zusprache einer (befristeten) ganzen Rente (vgl. E. 4.5.1 hin-
ten) – allein zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirkt (vgl. ULRICH 
MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
[IVG], 3. Aufl. 2014, S. 410, Rz. 9). Ebenso erweist sich die von den Gut-
achtern erst ab Juli 2016 attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit als eher wohl-
wollend, geht doch insbesondere aus dem Bericht des Spitals I.________ 
vom 15. Februar 2016 (act. II 76 S. 2 f.) hervor, dass der noch mobile und 
sich häufiger im Ausland befindende (vgl. act. II 69 S. 14) Beschwerdefüh-
rer nach einem Urlaub in ... über eine anhaltende Verbesserung der Be-
schwerden in den Füssen berichtete (act. II 76 S. 2). Ob damit – eingedenk 
der sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden kognitiven Defizite 
– die höhere Arbeitsfähigkeit nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt 
ausgewiesen wäre, lässt sich nicht mehr klären. Die Einschätzung wirkt 
sich letztlich allein zu Gunsten des Beschwerdeführers aus.

3.5 Zusammenfassend ist der Invaliditätsermittlung von Juli 2013 bis 
Dezember 2014 eine 100%ige, ab Januar 2015 bis Juni 2015 eine 75%ige, 
ab Juli 2015 bis Juni 2016 eine 50%ige und ab Juli 2016 eine 30%ige Ar-
beitsunfähigkeit zugrunde zu legen. Gestützt darauf ist nachfolgend – ba-
sierend auf der Einkommensvergleichsmethode – der Invaliditätsgrad zu 
ermitteln.

4.

4.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 18

tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn nach den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] 
vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung 
Tabellenlöhne gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezo-
gen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 
E. 7.1).

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, kann der entsprechende Ausgangswert 
(Tabellenlohn) um bis zu maximal 25% gekürzt werden, wenn persönliche 
und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, 
Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität resp. Aufenthaltskategorie oder 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben und die 
versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 
322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.2 Der Beschwerdeführer meldete sich im September 2014 bei der 
IV-Stelle des Kantons Basel-Stadt zum Leistungsbezug an (act. II 4 S. 6). 
Unter Berücksichtigung des im MEDAS-Gutachten postulierten Verlaufs der 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. act. II 95.1 S. 35 f.) ist das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG) erfüllt. Gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 19

spruch demnach frühestens im März 2015, nachdem die im August 2014 
erfolgte Anmeldung zur Früherfassung (act. II 1) keine Anmeldung bei der 
IV im Sinne von Art. 29 ATSG darstellt (vgl. Entscheide des BGer vom 
9. September 2014, 9C_463/2014, E. 3.2 und vom 11. Dezember 2015, 
9C_425/2015, E. 2.1). Dies ist denn auch unbestritten.

4.3

4.3.1 Der Beschwerdeführer absolvierte eine Lehre als ... (act. II 7) und 
arbeitete gemäss den anamnestischen Angaben im MEDAS-Gutachten 
zwischen 1980 bis 1998 in ..., wobei er zuletzt sechs Firmen gehabt und 
sich einen Lohn von (bis zu) Fr. 180‘000.-- jährlich ausbezahlt habe (act. II 
95.1 S. 12). Nach der Scheidung und dem Konkurs der Firmen (vgl. act. II 
100 S. 18-21) habe er „alles verloren“. Zwischen 1998 und 2010 lebte der 
Beschwerdeführer in ..., wo er gemäss seinen Angaben gegenüber den 
MEDAS-Gutachtern als ... im Aufbau von ... tätig war (act. II 95.1 S. 8). 
Später habe er mit seiner zweiten Ehefrau ... produziert, nach der Tren-
nung und dem Verkauf seines Hauses vorübergehend als Angestellter. 
Nachdem er keinen Lohn mehr erhalten habe, sei er 2010 in die Schweiz 
zurückgekehrt (S. 12). In der Folge sei er zwischen 2011-2013 (richtig 
wohl: 2012 [vgl. act. II 4 S. 4; 17 S. 2; 98 S. 4; 100 S. 12-14]) in ... in der ... 
tätig gewesen und habe sich dabei um die ... verschiedener ... gekümmert. 
Als sein Vertrag ausgelaufen und ein neues Projekt verzögert angelaufen 
sei, sei er 2013 in die Schweiz zurückgekehrt und habe hier eine Bera-
tungsfirma für ... aufbauen wollen, was jedoch durch den Ausbruch der 
Malaria verhindert worden sei (act. II 95.1 S. 12). 

4.3.2 Der Beschwerdeführer macht auch beschwerdeweise geltend, er 
hätte sich nach seiner Rückkehr in die Schweiz bei guter Gesundheit 
selbständig gemacht und ... beraten und gecoacht, weshalb von einem 
Valideneinkommen zwischen Fr. 130‘000.-- und Fr. 180‘000.-- bzw. 
Fr. 155‘000.-- auszugehen sei (Beschwerde, S. 4, Ziffer 1). Insoweit ver-
kennt der Beschwerdeführer, dass bei der Ermittlung des Valideneinkom-
mens nicht massgebend ist, was er bestenfalls verdienen könnte (BGE 135 
V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53), sondern was er im massgebli-
chen Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns – hier im März 2015 – 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 20

der tatsächlich verdient hätte (vgl. E. 4.1.1 vorne). Es bestehen in den Ak-
ten keine hinreichend konkreten Hinweise, wonach der Beschwerdeführer 
im Gesundheitsfall in der Schweiz tatsächlich eine Beratungsfirma gegrün-
det hätte. Selbst jedoch wenn im Umstand, wonach der Beschwerdeführer 
nach eigenen Angaben von ... aus bereits einen Businessplan erstellt ha-
ben will (Akten des Beschwerdeführers [act. I], 4), solche konkreten Hin-
weise zu erblicken wären, liesse dies noch nicht mit dem erforderlichen 
Beweisgrad auf die Erwirtschaftung eines Einkommens in der vom Be-
schwerdeführer beschwerdeweise geltend gemachten Höhe schliessen, 
hängt der wirtschaftliche Erfolg doch von sehr vielen (beeinflussbaren und 
unwägbaren) Faktoren ab. Zwar trifft es nach dem Dargelegten zu, dass 
der Beschwerdeführer in der Vergangenheit tatsächlich Einkommen in der 
angegebenen Höhe erzielte (vgl. act. II 98 S. 4 f.). Das damalige – bzw. 
letztmals im Jahre 1997 und damit vor 21 bzw. 18 Jahren – hohe Einkom-
men erwirtschaftete er jedoch insbesondere mit der Fabrikation von ... und 
dem Handel von Waren aller Art (act. II 98 S. 4 f.; 100 S. 20). Dieser Tätig-
keitsbereich unterscheidet sich wesentlich von jenem der Beratung, wes-
halb (sowohl unter zeitlichem wie auch unter sachlichem Blickwinkel) eine 
Extrapolation der damaligen Lohnentwicklung auf die hier zu beurteilenden 
(hypothetischen) Verhältnisse ohnehin ausser Betracht fiele. Daran ändert 
nichts, dass – wie der Beschwerdeführer weiter vorbringt – seine in ... le-
benden Töchter auf seine finanzielle Unterstützung angewiesen seien. 

Schliesslich ist unbestritten und anerkennt auch der Beschwerdeführer, 
dass die letzte Tätigkeit für die P.________ GmbH zeitlich befristet war, 
weshalb auch der im Rahmen dieser Tätigkeit erzielte Verdienst nicht dem 
Valideneinkommen zugrunde gelegt werden und damit auch offen bleiben 
kann, inwieweit die vom Beschwerdeführer vorgenommenen Einkommens-
berechnungen (vgl. act. I 4) zutreffen. Immerhin ist anzufügen, dass zum 
Valideneinkommen lediglich jene Zahlungen des Arbeitgebers gehören, auf 
welche paritätische Beiträge erhoben worden sind, wobei der IK-Auszug 
die massgebende Grundlage für dessen Ermittlung darstellt (vgl. Entscheid 
des BGer vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.2.2). Die vom Beschwer-
deführer vorgenommenen Berechnungen finden im IK-Auszug keine 
Bestätigung. Indem der Beschwerdeführer sodann für die Zeit nach Januar 
2012 bis zur Malariaerkrankung im Jahr 2013 keine längerdauernden un-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 21

selbständigen Tätigkeiten belegt hat und namentlich auch hinsichtlich des 
von 1998 bis 2010 dauernden Aufenthalts in ... keine zuverlässigen Rück-
schlüsse auf das Valideneinkommen möglich sind, hat die Beschwerde-
gegnerin für dessen Ermittlung zu Recht auf Tabellenlöhne gemäss LSE 
abgestellt (vgl. E. 4.1.1 vorne). 

4.3.3 Für diesen Fall macht der Beschwerdeführer jedoch geltend, mit 
Blick auf seine Berufsgeschichte und Fähigkeiten sei entgegen der Auffas-
sung der Beschwerdegegnerin nicht das Kompetenzniveau 1 (vgl. act. II 
124 S. 5), sondern das Kompetenzniveau 4 bzw. 3 zu berücksichtigen (Be-
schwerde, S. 4, Ziffer 2 f.). Entgegen seiner Auffassung ist das Vorgehen 
der Beschwerdegegnerin jedoch nicht zu beanstanden. Denn massgeblich 
ist im Ergebnis nicht die (hypothetisch) ausgeübte Tätigkeit, sondern das 
(hypothetisch) erzielte Einkommen. In der von vornherein befristeten An-
stellung der ... mit Einsatzort ... war ein Lohn von monatlich Fr. 5‘043.-- 
vereinbart (act. II 76). Aus dem IK-Auszug geht schliesslich hervor, dass 
der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr aus ... im Jahr 2010 keine 
beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hatte und für dieses Jahr für ihn 
vom Gemeinwesen (d.h. im Rahmen der Sozialhilfe) der Mindestbeitrag 
geleistet worden war. Auch für die Zeit ab Anfang 2011 bis zum Beginn der 
Anstellung für die Tätigkeit in ... im Juni 2011 ist keine beitragspflichtige 
Beschäftigung ausgewiesen (act. II 98 S. 4 f.). Gleiches gilt für die Zeit 
nach Beendigung des Einsatzes in ... ab Februar 2012 bis zum Ausbruch 
der Erkrankung im Juni 2013. Dies schliesst ein Abstellen auf das Kompe-
tenzniveau 3 oder 4 bzw. die entsprechenden hohen Durchschnittslöhne 
von – gemäss den Angaben in der Beschwerde – rund Fr. 90‘000.-- bis 
knapp Fr. 115‘000.-- aus. Mit Blick auf die Erwerbs- und Lohnsituation der 
vergangenen Jahre sowie die Tatsache, dass der Beschwerdeführer nach 
jahrelanger Auslandsabwesenheit nun (weitgehend) ohne die für den hiesi-
gen Arbeitsmarkt relevanten Fähigkeiten eine Stelle suchen muss, erweist 
sich das von der Beschwerdegegnerin zugrunde gelegte Valideneinkom-
men als grosszügig. 

4.4 Hinsichtlich des Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegne-
rin ebenfalls auf Tabellenlöhne gemäss LSE abgestellt (vgl. act. II 124 
S. 5), wobei sie das Kompetenzniveau 1 zugrunde legte. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 22

4.4.1 Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, es stelle sich die Fra-
ge, ob er seine Restarbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft überhaupt noch 
verwerten könne (Beschwerde, S. 5, Ziffer 2).

Nach der Rechtsprechung wird das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich 
ein invaliditätsfremder Faktor, als Kriterium anerkannt, welches zusammen 
mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen 
kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr 
nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die 
Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer 
wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige 
Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente 
begründet. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das 
verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 
verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, 
sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend 
können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner 
Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in 
diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene 
Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder 
Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein 
(BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 460; SVR 2016 IV Nr. 58 S. 192 E. 4.2.2).

Vorliegend war der Beschwerdeführer im für die Frage nach der Verwert-
barkeit der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit massgeblichen Zeitpunkt (BGE 
138 V 457 E. 3.3 S. 462) per Januar 2017 gut 59jährig. Damit blieb ihm 
eine erhebliche Aktivitätsdauer von mehr als fünf Jahren, wobei die Recht-
sprechung bereits eine verbleibende Aktivitätsdauer von zweieinhalb Jah-
ren als für die Verwertbarkeit grundsätzlich ausreichend taxiert (Entscheid 
des BGer vom 23. Januar 2018, 8C_645/2017, E. 4.2.2 und 4.3.2). Sodann 
haben die MEDAS-Gutachter hinsichtlich körperlich leichter, vorwiegend 
sitzender und kognitiv nicht beanspruchender Tätigkeiten eine 70%ige Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit in einem ganztägigen Pensum attestiert, wes-
halb die quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht gegen deren 
Verwertbarkeit spricht. Im Weiteren bestehen in psychischer Hinsicht keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 23

Einschränkungen hinsichtlich des Leistungsvermögens (act. II 95.1 S. 16; 
34) und die persönlichen Ressourcen sind gesundheitsbedingt nicht einge-
schränkt (S. 17). Dass sich der Beschwerdeführer subjektiv „kaum mehr 
arbeitsfähig fühlt“ bzw. „explizit eine Rente erwartet“ (S. 18), ist aus invali-
denversicherungsrechtlicher Sicht nicht massgebend. 

Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses 
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und 
weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl be-
züglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzun-
gen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Indem das 
Zumutbarkeitsprofil nicht besonders restriktiv formuliert ist, erweist sich die 
Arbeitsfähigkeit auch qualitativ nicht als dergestalt eingeschränkt, dass der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt eine entsprechende zumutbare Tätigkeit prak-
tisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkom-
men eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre. Dies gilt umso 
mehr, als der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenar-
beitsplätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen 
Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des 
Arbeitgebers rechnen können (SVR 2017 IV Nr. 64 S. 201 E. 4.1, 2011 IV 
Nr. 6 S. 18 E. 4.2.4). Insofern bleibt (auch) unter dem Blickwinkel der Ver-
wertbarkeit schliesslich anzumerken, dass Hilfsarbeiten auf dem massge-
blichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig 
nachgefragt werden (vgl. Entscheid des BGer vom 29. Mai 2018, 
9C_266/2017, E. 3.4.2; vgl. auch E. 4.4.2 sogleich). 

Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist demnach sowohl für sich 
genommen wie auch unter dem Gesichtswinkel des fortgeschrittenen Alters 
zu bejahen. 

4.4.2 Weiter macht der Beschwerdeführer unter Hinweis auf das einge-
schränkte Leistungsspektrum, das fortgeschrittene Alter sowie die um 30% 
verminderte Leistungsfähigkeit einen leidensbedingten Abzug von 25% 
statt den von der Beschwerdegegnerin gewährten 10% geltend (Beschwer-
de, S. 5, Ziffer 1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 24

Nach der Rechtsprechung zum leidensbedingten Abzug (vgl. E. 4.1.2 vor-
ne) darf das kantonale Gericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an 
die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf 
Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (Entscheid des 
BGer vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, E. 4.3). Praxisgemäss sind 
keine separat quantifizierten Abzüge je für die massgeblichen Kriterien 
vorzunehmen und diese zu addieren, sondern ist der Abzug unter 
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 
gesamthaft zu schätzen (Entscheid des BGer vom 26. April 2018, 
8C_699/2017, E. 3.1).

Wie in E. 3.4 vorne dargelegt, wurde im MEDAS-Gutachten unter Berück-
sichtigung sämtlicher körperlicher Einschränkungen eine Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 70% bei einem ganztägigen Pensum attestiert. Wenn 
die Beschwerdegegnerin aufgrund des eingeschränkten Tätigkeitsspek-
trums unter dem Aspekt der leidensbedingten Einschränkungen einen zu-
sätzlichen Abzug von 10% auf dem Tabellenlohn gewährte (act. II 124 
S. 5), so erweist sich dies somit zumindest als grosszügig, wird damit den-
selben gesundheitlichen Beeinträchtigungen doch zweimal Rechnung ge-
tragen. Jedenfalls besteht für einen weitergehenden Abzug kein Anlass, 
sind doch die Voraussetzungen hinsichtlich der invaliditätsfremden Gründe 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad nicht erfüllt: So werden – wie bereits dargelegt (vgl. E. 4.4.1 vorne) – 
Hilfsarbeiten auf dem massgeblichen ausgeglichenen hypothetischen Ar-
beitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt. Und auch mit Be-
zug auf die vorliegend noch mögliche Teilzeitbeschäftigung im Umfang von 
70% rechtfertigt sich mit Blick auf die vorzunehmende gesamthafte Be-
trachtung unter den vorliegend gegebenen Umständen kein weiterer Abzug 
(vgl. BGer 8C_699/2017, E. 3.1). 

Es besteht demnach kein triftiger Grund, den vorinstanzlich gewährten 
leidensbedingten Abzug von 10% zu erhöhen. 

4.5 Gestützt auf diese Feststellungen sind nachfolgend die Invali-
ditätsgrade zu ermitteln. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 25

4.5.1 Für die Zeit ab März 2015 (vgl. E. 4.2 hiervor) ergibt sich das Fol-
gende: 

Hinsichtlich des Valideneinkommens ist auf den Wert „Total“ von Tabelle 
TA1, Männer, Kompetenzniveau 1 der LSE 2014 abzustellen (vgl. E. 4.3 
vorne). Indem der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht aus-
schöpft respektive keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist für die Ermittlung 
des Invalideneinkommens ebenfalls auf statistische Werte gemäss LSE 
2014 abzustellen (vgl. E. 4.1.2 vorne), wobei dieselbe Tabellenposition wie 
beim Valideneinkommen zu berücksichtigen ist. Sind Validen- und Invali-
deneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erüb-
rigt sich rechtsprechungsgemäss deren genaue ziffernmässige Ermittlung: 
Der Invaliditätsgrad entspricht diesfalls dem Grad der Arbeitsunfähigkeit 
von 75% (vgl. E. 3.5 vorne) unter Berücksichtigung des Abzuges vom 
Tabellenlohn von maximal 10% (Entscheid des BGer vom 7. April 2016, 
9C_898/2015, E. 1; vgl. E. 4.4.2 vorne). Damit hat der Beschwerdeführer 
ab März 2015 bei einem Invaliditätsgrad von gerundet (zur Rundung: vgl. 
BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) maximal 78% (1 – [0.25 x 0.9]; zur Berech-
nung vgl. Entscheid des BGer vom 18. April 2017, 9C_675/2016, E. 3.1) 
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.5.2 Ab Juli 2015 bestand eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.5 vor-
ne), weshalb eine revisionsrelevante Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen gegeben und der Invaliditätsgrad neu zu ermitteln ist (vgl. E. 2.3 
vorne). 

Massgebend bleiben dieselben Bemessungsparameter. Der Invaliditäts-
grad entspricht demnach dem Grad der Arbeitsunfähigkeit von 50% (vgl. 
E. 3.5 vorne) unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn von 
maximal 10%, womit der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung von Art. 
88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 (IVV; SR 831.201) ab Oktober 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 
gerundet maximal 55% (1 – [0.5 x 0.9]) Anspruch auf eine halbe Invaliden-
rente hat (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.5.3 Schliesslich wurde dem Beschwerdeführer ab Juli 2016 eine 
30%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. E. 3.5 vorne), womit ein weiterer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 26

Revisionsgrund gegeben und der Rentenanspruch abermals neu zu ermit-
teln ist (vgl. E. 2.3 vorne). 

Bei weiterhin unveränderten Invaliditätsbemessungsgrundlagen entspricht 
der Invaliditätsgrad demnach dem Grad der Arbeitsunfähigkeit von 30% 
(vgl. E. 3.5 vorne) unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn 
von maximal 10%, womit der Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad 
von gerundet maximal 37% (1 – [0.7 x 0.9]) ab Oktober 2016 (Art. 88a Abs. 
1 IVV) keinen Anspruch auf eine Invalidenrente mehr hat (vgl. E. 2.2 vor-
ne). 

4.6 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung als 
rechtmässig und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

Mit der Abweisung der Beschwerde ist der Beschwerdeführer als unterlie-
gend zu betrachten. Damit wird er kostenpflichtig (Art. 108 VRPG), weshalb 
nachfolgend vorab das Gesuch um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Rechtspflege zu prüfen ist. 

5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. 

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der dokumentierten 
finanziellen Verhältnisse respektive seiner Sozialhilfebedürftigkeit ausge-
wiesen (act. I 3). Im Weiteren ist die Beschwerde nicht als aussichtslos zu 
qualifizieren, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinsicht-
lich der Verfahrenskosten gutzuheissen ist.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs.1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 27

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festgesetzt 
und dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt. Aufgrund der ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 5.1 hiervor) wird der Be-
schwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; 
SR 272) –  vorläufig von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

5.3 Infolge Unterliegens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss] und Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die obsiegende Beschwerdegeg-
nerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach allgemeinem 
sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege betreffend die Verfah-
renskosten wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2018, IV/18/255, Seite 28

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.