# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d3232da-12d3-52c2-a3a1-3c306ef31e25
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.10.2008 B-4494/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4494-2008_2008-10-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-4494/2008

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 
Richterin Eva Schneeberger, Richter Ronald Flury; 
Gerichtsschreiber Corrado Bergomi.

Prüfungskommission _______,
Beschwerdeführerin,

gegen

X._______, 
Beschwerdegegner,

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT),
Effingerstrasse 27, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Berufsprüfung zum Verwaltungsfachmann für 
Personalvorsorge.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-4494/2008

Sachverhalt:

A.
X._______ legte im Herbst 2007 die Berufsprüfung zum Verwaltungs-
fachmann für Personalvorsorge ab. Am 27. Oktober 2007 teilte ihm die 
zuständige Prüfungskommission mit, er habe die Prüfung nicht bestan-
den.

Gegen  diesen  Entscheid  der  Prüfungskommission  legte 
X._______ am 29. November 2007 beim Bundesamt für Berufsbildung 
und Technologie  (Bundesamt; Vorinstanz)  Beschwerde  ein. Er  bean-
tragte, ihm seien in den Fächern „Rechtsgrundlagen“ und „Kapitalein-
lagen“ je die Note 4,0 zu erteilen. Zur Begründung machte er im We-
sentlichen  geltend,  seine  Prüfungsleistungen  in  den  angefochtenen 
Fächern seien unterbewertet worden.

In ihrer Stellungnahme vom 17. Januar 2008 beantragte die Prüfungs-
kommission  die  Abweisung  der  Beschwerde,  währenddem 
X._______  mit  Replik  vom 18. Februar  2008 an seiner  Beschwerde 
festhielt.

Mit Entscheid vom 18. Juni 2008 hiess das Bundesamt die Beschwer-
de gut und hob den angefochtenen Entscheid auf. Es hielt  fest, eine 
vom  Departement  oder  Bundesamt  noch  nicht  genehmigte  Regle-
mentsänderung,  welche  die  bisher  mögliche  Aufrundung  der  Durch-
schnitte auf halbe oder ganze Noten durch eine Aufrundung auf eine 
Dezimalstelle  ersetze,  sei  nichtig.  Deshalb  sei  die  einschlägige  Be-
stimmung des ursprünglichen Reglements anwendbar, selbst wenn die 
nichtige Reglementsänderung durch die Änderung im Berufsbildungs-
recht (Art. 34 Abs. 2 der Verordnung vom 19. November 2003 über die 
Berufsbildung,  Berufsbildungsverordnung,  BBV, SR 412.101)  bedingt 
sei. Die Positionen, die Fächer und der Gesamtdurchschnitt seien ent-
sprechend der immer noch gültigen Fassung des Reglements (Art. 17) 
auf halbe oder ganze Noten zu runden. In Anwendung dieser Bestim-
mung  habe  X._______  die  Prüfung  bestanden,  denn  er  besitze  nur 
eine ungenügende Note und der Gesamtdurchschnitt sei genügend. 

B.
Gegen diesen Entscheid  des  Bundesamtes erhob die  Prüfungskom-
mission für  die  eidgenössische  Berufsprüfung  zum Verwaltungsfach-
mann für Personalvorsorge (Beschwerdeführerin) am 4. Juli 2008 Be-

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schwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragt  die  Aufhe-
bung des angefochtenen Entscheids sowie die Zurückweisung der Sa-
che  an  das  Bundesamt  zur  Neubeurteilung.  Im  Wesentlichen  macht 
die  Beschwerdeführerin  geltend,  die  Vorinstanz  habe die  einschlägi-
gen Bestimmungen  des  Reglements  in  der  ursprünglichen  und  revi-
dierten Fassung sowie des revidierten Berufsbildungsrechts falsch in-
terpretiert und angewendet.

C.
Mit Vernehmlassung vom 9. Juli 2008 beantragt die Vorinstanz, auf die 
Beschwerde der Prüfungskommission sei unter Kostenfolge nicht ein-
zutreten, da diese nicht zur Beschwerde legitimiert sei.

Innert  der  ihm  vom  Bundesverwaltungsgericht  gesetzten  Frist  hat 
X._______  (Beschwerdegegner)  keine  Beschwerdeantwort  einge-
reicht. 

Mit Replik vom 19. September 2008 beantragt die Beschwerdeführerin, 
auf  die Beschwerde sei  einzutreten und diese sei  unter  Kostenfolge 
gutzuheissen. 

Auf  die  vorstehend  genannten  und  weitere  Vorbringen  der  Parteien 
wird, soweit sie rechtserheblich sind, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf  eine Beschwerde 
einzutreten ist, hat die entscheidende Instanz von Amtes wegen und 
mit freier Kognition zu prüfen (vgl. BVGE 2007/6 E. 1; BGE 130 II 65 
E. 1; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 73 mit 
Hinweisen). 

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021),  sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden, 
zu denen auch das BBT zählt (Art. 33 Bst. d VGG).

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Der  Entscheid  des  BBT  vom  18.  Juni  2008,  mit  welchem  die  Be-
schwerde gegen die Verweigerung der Erteilung des eidgenössischen 
Fachausweises „Verwaltungsfachmann für Personalvorsorge“ abgewie-
sen wurde, stellt  eine Verfügung nach Art. 5 VwVG dar. Diese Verfü-
gung kann im Rahmen der allgemeinen Bestimmungen über die Bun-
desverwaltungsrechtspflege (Art. 61  Abs. 2  des  Berufsbildungsgeset-
zes vom 13. Dezember 2002 [BBG, SR 412.10] i.V.m. Art. 44 ff. VwVG 
und Art. 31 VGG) mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht an-
gefochten werden.

1.2 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer: (a) vor der Vorinstanz am Ver-
fahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhal-
ten hat,  (b) durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist 
und (c) ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände-
rung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Zur Beschwerde berechtigt sind ferner 
Personen, Organisationen und Behörden, denen ein anderes Bundes-
gesetz dieses Recht einräumt (Art. 48 Abs. 2 VwVG).

1.3 Es ist zunächst zu prüfen, ob sich die Beschwerdeführerin auf das 
allgemeine Beschwerderecht im Sinne von Art. 48 Abs. 1 VwVG beru-
fen kann.

1.3.1 In  dieser  Hinsicht  gilt  es  anzumerken,  dass  in  Art.  48  Abs. 1 
VwVG, welcher in dieser Fassung seit 1. Januar 2007 in Kraft ist, die 
Rechtsprechung  zu  Art.  103  Bst.  a  des  alten  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  1943  über  die  Organisation  der  Bundesrechtspflege 
(OG) und zu Art. 48 Bst. a aVwVG kodifiziert ist (vgl. Urteil des Bun-
desverwaltungsgerichts  vom  9.  Mai  2007,  B-7551/2006,  E.  3.2.1). 
Art. 48 Abs. 1 VwVG ist  inhaltlich deckungsgleich mit  Art. 89 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bun-
desgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110).

Das  allgemeine  Beschwerderecht  gemäss  Art.  48  Abs.  1  VwVG  ist 
zwar an sich auf Privatpersonen zugeschnitten. Bereits unter dem bis-
herigen Recht und in der bisherigen Rechtsprechung zu Art. 103 Bst. a 
OG liess  das  Bundesgericht  nicht  nur  Privatpersonen sondern  auch 
ein Gemeinwesen oder ein anderer Träger hoheitlicher Aufgaben zur 
Beschwerde zu, sofern diese durch die angefochtene Verfügung oder 
den angefochtenen Entscheid gleich oder ähnlich wie ein Privater be-
troffen oder  aber  in  schutzwürdigen  eigenen hoheitlichen  Interessen 

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(rechtlicher oder tatsächlicher Natur) berührt waren (BGE 131 II 58 E. 
1.3; 131 II 753 E. 4.3.1; 124 II 304 f. E. 3B; 123 II 371 E. 2c). Letzteres 
ist namentlich der Fall, wenn ein Gemeinwesen in seinen vermögens-
rechtlichen Interessen tangiert  ist  (vgl. BGE 123 II  425 E. 3a; 123 II 
542  E.  2d).  Die  allgemeine  Beschwerdelegitimation  des  Gemeinwe-
sens ist zudem dann zu bejahen, wenn das Gemeinwesen als Träger 
öffentlicher Aufgaben schutzwürdige, spezifische öffentliche Interessen 
geltend machen kann und in einem Mass betroffen ist, das die Beja-
hung der  Rechtsmittelbefugnis  im als  verletzt  gerügten Aufgabenbe-
reich  rechtfertigen  lässt  (BERNHARD WALDMANN in  NIGGLI/UEBERSAX/ 
WIPRÄCHTIGER (Hrsg.),  Bundesgerichtsgesetz, Basel, 2008, N. 37 ff. zu 
Art. 89 BGG, insbesondere N. 43 mit Verweis auf BGE 123 II 371, 374 
f. E 2 c). 

1.3.2 Gemäss Art. 1 des Reglements über die Eidgenössische Berufs-
prüfung  zum  Verwaltungsfachmann  für  Personalvorsorge  führen  der 
Schweizerische Pensionskassenverband (ASIP) und der Verband Ver-
waltungsfachleute  für  Personalvorsorge (VPP) über  die  Verwaltungs-
fachschule  für  Personalvorsorge  aufgrund  der  Art.  50  ff.  BBG  und 
Art. 43 ff. BBV unter Aufsicht des BBT die Berufsprüfung zum „Verwal-
tungsfachmann für Personalvorsorge“ und zur „Verwaltungsfachfrau für 
Personalvorsorge“  durch.  Die  Durchführung  der  Prüfungen  ist  einer 
Prüfungskommission übertragen, die jeweils für eine vierjährige Amts-
dauer gewählt wird (Art. 5 Z. 1 Reglement). Die Prüfungskommission 
umfasst  mindestens  5  Mitglieder,  die  in  der  Regel  gleichzeitig  Prü-
fungsexperten  sind  (Art.  5  Z. 2  Reglement).  Die  Aufgaben  der  Prü-
fungskommission,  die  im  Zusammenhang  mit  der  Organisation  der 
Prüfungen stehen, sind in Art. 6 des Reglements  aufgezählt. 

Aus den soeben erwähnten Bestimmungen ergibt sich, dass die Fach-
schule für Personalvorsorge in ihrer Eigenschaft als Prüfungskommis-
sion  eine Körperschaft  darstellt,  die  mit  der  Erfüllung einer  hoheitli-
chen Aufgabe betraut ist. 

1.3.3 Im vorliegenden  Fall  tritt  die  Beschwerdeführerin  als  Organ  in 
Erscheinung,  welches  kraft  des  einschlägigen  Reglements  mit  der 
Durchführung der strittigen Prüfung betraut ist. Die Beschwerdeführe-
rin  macht  zu  Recht  nicht  geltend,  sie  sei  durch  den  angefochtenen 
Entscheid in ihren eigenen, insbesondere vermögensrechtlichen Inte-
ressen betroffen. In Anbetracht der von ihr in der Beschwerde bzw. Re-
plik  vorgebrachten Begründung ist  vielmehr  festzuhalten,  dass diese 

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als  prüfungsdurchführendes  Organ  einzig  rügt,  das  Reglement  und 
das Bundesrecht seien nicht richtig interpretiert und angewendet wor-
den. Der Beschwerdeführerin geht es demnach ausschliesslich um die 
richtige Anwendung des massgebenden Rechts. 

Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts begründet das 
blosse allgemeine Interesse an einer richtigen Anwendung des objekti-
ven Bundesrechts keine Beschwerdelegitimation des Gemeinwesens; 
insbesondere ist eine Vorinstanz nicht bereits wegen eines allfälligen 
Unterliegens in einem Rechtsmittelverfahren bzw. allein wegen der Tat-
sache beschwerdelegitimiert,  dass  sie  in  einem Bereich,  in  dem sie 
zur Rechtsanwendung zuständig ist, eine bestimmte Rechtsauffassung 
vertritt,  die in  Widerspruch zu jener einer anderen zuständigen bzw. 
übergeordneten Behörde oder Instanz steht (BGE 131 II 58, 62 E. 1.3; 
125 II 192, 194 f. E. 2a; 123 II 371, 375 E. 2d; weitere Entscheide zi-
tiert in Waldmann, a. a. O., N. 44 zu Art. 89 BGG). 

Vor diesem Hintergrund und in Anlehnung an die damals schon entwi-
ckelte Praxis des Bundesgerichts bezüglich der Beschwerdelegitima-
tion  des  Gemeinwesens im Sinne von Art. 103 lit. a  OG hat  die bis 
Ende 2006 als zuständige Vorgängerorganisation des Bundesverwal-
tungsgerichts  tätige  Rekurskommission  EVD  beschwerdeführenden 
Prüfungskommissionen die Beschwerdebefugnis mehrmals abgespro-
chen. Dies aber nur insoweit,  als die Beschwerde der Prüfungskom-
mission gegen einen Entscheid des  Bundesamtes gerichtet  war,  mit 
welchem ein Prüfungsentscheid aufgehoben und die Beschwerde ei-
nes  Prüfungskandidaten  gutgeheissen  wurde  (vgl.  unveröffentlichte 
Entscheide der Rekurskommission EVD HB/2006-11 vom 26. Juli 2006 
E. 1.2.3,  HB/2004-29 vom 20. September 2004 E. 1.3 f.,  HB/2003-4 
vom 28.  Juli  2003  E. 2.2).  Anders  entschied  die  Rekurskommission 
EVD in einem Verfahren betreffend eine von einer  Prüfungskommis-
sion gegen einen Kostenentscheid erhobene Beschwerde, da die Prü-
fungskommission  durch  den  angefochtenen  Kostenentscheid  gleich 
wie  ein  Privater  unmittelbar  in  ihren  Vermögensinteressen  betroffen 
war (Entscheid der Rekurskommission EVD HB/2000-017 vom 10. De-
zember 2001 E. 1.4.4). Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits Ge-
legenheit  gehabt,  die zitierte Rechtsprechung der Rekurskommission 
EVD zu bestätigen (BVGE B-7551/2006 E. 3.2.2 f.). Es sind vorliegend 
keine Gründe ersichtlich, wonach von dieser Praxis abgewichen wer-
den soll.

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1.3.4 Als  Zwischenergebnis  ist  demnach  festzuhalten,  dass  die  Be-
schwerdeführerin ihre Beschwerdelegitimation nicht auf Art. 48 Abs. 1 
VwVG zu stützen vermag, zumal ihr ein schutzwürdiges Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids abgeht.

1.4 Der  beschwerdeführenden  Prüfungskommission  steht  ebenso 
wenig  ein  Behördenbeschwerderecht  im  Sinne  von  Art.  48  Abs.  2 
VwVG  zu.  Damit  eine  Behörde  in  ihrer  Funktion  als  Trägerin  einer 
Verwaltungsaufgabe zur Beschwerde legitimiert ist, muss sie sich auf 
eine ausdrückliche, spezialgesetzliche Ermächtigung stützen können. 
Vorliegend sieht  indessen weder  das Berufsbildungsgesetz noch die 
Berufsbildungsverordnung  eine  solche  ausdrückliche  Ermächtigung 
vor. 

2.
Aus  den  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  Prüfungs-
kommission weder die Voraussetzungen gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG 
noch diejenigen gemäss Art. 48 Abs. 2 VwVG erfüllt. Sie ist daher nicht 
zur Beschwerde legitimiert, weshalb auf ihre Beschwerde nicht einge-
treten werden kann. 

3.
Bei diesem Verfahrensausgang wären der Beschwerdeführerin als un-
terliegende  Partei  die  Verfahrenskosten  aufzuerlegen (Art. 63  Abs. 1 
VwVG). Gemäss Art. 63 Abs. 2 Satz 2 VwVG werden anderen als Bun-
desbehörden, die Beschwerde führen und unterliegen,  Verfahrenskos-
ten auferlegt,  soweit  sich der Streit  um vermögensrechtliche Interes-
sen von Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht. Wie vorste-
hend festgehalten, sind vorliegend nicht die vermögensrechtlichen In-
teressen der Beschwerdeführerin tangiert. Daher rechtfertigt  es sich, 
der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

Der  obsiegenden  Partei  kann  von Amtes wegen oder  auf  Begehren 
eine  Entschädigung  zugesprochen  werden (Art. 64  Abs. 1  VwVG; 
Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]). Der Beschwerdegegner hat trotz entsprechender Auf-
forderung des Bundesverwaltungsgerichts  von der  Einreichung  einer 
Beschwerdeantwort abgesehen. Da er ausserdem nicht anwaltlich ver-
treten war und ihm auch keine notwendigen und verhältnismässig ho-
hen Kosten im Sinne des Verwaltungsverfahrensgesetzes erwachsen 

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sind,  besteht  vorliegend kein Anlass zur Entrichtung einer Parteient-
schädigung. Keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben Bundes-
behörden und, in der Regel, andere Behörden, die als Parteien auftre-
ten (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

4.
Dieser Entscheid kann nicht mit  Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 83 
Bst. t BGG). Er ist demnach endgültig.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi-
gung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- den Beschwerdegegner (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 122/trp; Einschreiben)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Francesco Brentani Corrado Bergomi

Versand: 22. Oktober 2008

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