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**Case Identifier:** b62087bf-b9b4-5bab-a250-7637af528247
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.01.2007 UV 2006/31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-31_2007-01-05.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/31

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 05.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 05.01.2007
Art. 10 ff. UVG. Kausalität bei Verletzung der Halswirbelsäule ohne das 
"bunte Beschwerdebild" im Sinn der Rechtsprechung und bei psychischer 
Fehlentwicklung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 5. Januar 2007, UV 2006/31).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Wolfgang Mayer

Entscheid vom 5. Januar 2007

In Sachen

M.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Storchenegger, Rorschacher Strasse 107, 

9000 X.___,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Eugen Mätzler, Poststrasse 23, 9001 X.___,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) M.___, geboren 1953, war seit dem 1. Oktober 1987 bei der F.___ als (angelernte) 

Mitarbeiterin in der Produktion angestellt und damit bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (im Folgenden: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung der Arbeitgeberin 

vom 10. Februar 2003 erlitt die Versicherte am 20. August 2002 einen Unfall, als sie 

nach der Arbeit in der Fussgängerzone in der Multergasse, X.___, von einem Velofahrer 

angefahren wurde und deswegen gemäss eigenen Angaben nach hinten auf den 

Rücken stürzte und sich am Boden den Kopf anschlug. Die Versicherte zog sich dabei 

eine Schürfung am Hinterkopf, blutende Schürfwunden an den Ellbogen und diverse 

blaue Flecken zu, doch kam es weder zu einer Bewusstlosigkeit noch zu einer 

Amnesie. Sie telefonierte ihrem Ehemann und konnte mit ihm nach Hause gehen, ohne 

einen Arzt aufsuchen zu müssen. Am nächsten Tag ging sie wie üblich zur Arbeit.

b) Am 22. August 2002 suchte die Versicherte dann wegen Schmerzen am ganzen 

Körper ihren Hausarzt, Dr. med. A.___, Spezialarzt FMH für Innere Medizin auf (vgl. 

dazu die Berichte des Aussendienstmitarbeiters der Suva vom 16. und 24. April 2003, 

ein Arztbericht zur Erstbehandlung von Dr. A.___ existiert nicht, entsprechende 

Bestätigungen dieser Behandlung erfolgten später im Schreiben vom 1. Oktober 2004 

an den Haftpflichtversicherer des Radfahrers sowie im Schreiben vom 20. Mai 2005 an 

den Rechtsvertreter der Versicherten), welcher angesichts der geltend gemachten 

Beschwerden Medikamente abgab, aber keine weiteren Untersuchungen vornahm oder 

Röntgenbilder anfertigte. Innerhalb einer Woche gingen die Schmerzen dann 

weitgehend zurück, so dass die Versicherte nahezu beschwerdeG.___ war (nur noch 

gelegentliche Kopfschmerzen), bis es im Verlauf des Monats Oktober 2002 wieder zu 

einer Zunahme der zervikalen Kopfschmerzen kam. Vom 9. Januar 2003 an ging die 

Versicherte nicht mehr zur Arbeit, und am 14. Januar 2003 trat im Anschluss an das 

Spinning-Training ein komisches Gefühl im Kopf auf, welches in der folgenden Nacht 

zu massiven Kopf- und Nackenschmerzen führte, so dass sich die Versicherte am 15. 

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Januar 2003 wegen starker Schmerzen im Bereich des Kopfes und der Halswirbelsäule 

(HWS) wieder zu Dr. A.___ in medizinische Behandlung begab (vgl. dazu den ärztlichen 

Zwischenbericht vom 28. Februar 2003).

c) Im ärztlichen Zwischenbericht vom 28. Februar 2003 diagnostizierte Dr. A.___ ein 

posttraumatisches Zervikalsyndrom mit zervikokranialen Kopfschmerzen und 

bescheinigte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100% ab 15. Januar 2003. 

Zum bisherigen Verlauf der Beschwerden hielt Dr. A.___ fest, dass sich die Versicherte 

im Spätsommer und Herbst des vergangenen Jahres ganz leidlich gefühlt habe und 

erst im Verlauf des Oktobers 2002 wieder zervikale Kopfschmerzen aufgetreten seien, 

derentwegen sie jedoch keinen Arzt aufgesucht habe. Obwohl sich die zervikokranialen 

Schmerzen weiter zugespitzt hätten, habe sich die Patientin erst am 15. Januar 2003 in 

ärztliche Obhut begeben. Da sie oft beteuert habe, dass sie vor dem Unfall nie an 

Kopfschmerzen gelitten habe, müsse das momentane Beschwerdebild im Rahmen der 

Folgen des am 20. August 2002 erlittenen Unfalls gesehen werden. Am 6. und 11. März 

2003 wurde die Versicherte von Dr. med. B.___, Facharzt für Neurologie untersucht. 

Dessen Diagnose lautete auf Status nach HWS-Distorsions¬trauma mit 

invalidisierender Schmerzsymptomatik, Verdacht auf Thoracic-Outlet-Syn¬drom 

(wegen vorbestehender kleiner Halsrippe rechts) mit belastungsabhängiger 

Muskelschwäche in den Armen und Dekompensation einer vorbestehenden 

ausgeprägten skoliotischen Fehlhaltung der Wirbelsäule durch das Unfallereignis. Die 

Schmerzen seien vor allem linksbetont und strahlten nun auch in den linken und 

rechten Arm aus. Auffallend sei die massive Haltungsproblematik der gesamten 

Wirbelsäule bei Beinlängendifferenz und ausgeprägter Skoliose lumbal-rechtskonvex 

sowie auf der Höhe der HWS linkskonvex mit Kyphosierung der Brustwirbelsäule 

(BWS) und vertikaler Protraktion von HWS und Kopf. Die radiologischen 

Untersuchungen zeigten degenerative Veränderungen wie Osteochondrosen der 

vierten und sechsten zervikalen Bandscheibe mit regionaler Spondylose, generalisierte 

Spondylarthrosen, eine Inklinationsblockade und vermehrte Beweglichkeit C5 bis C7 

bei der Reklination und eine Einengung der Neuroforamina C6/7 beidseits. Im Bereich 

der Kopf- und Hirnnerven bestünden lediglich ausgeprägte und schmerzhafte 

Muskelverkrampfungen, im Bereich der Arme sei der Befund unauffällig, die geklagte 

Schwäche lasse sich nicht reproduzieren (vgl. Bericht vom 17. März 2003). Nach einer 

weiteren Untersuchung in der Schmerzsprechstunde des Kantonsspitals X.___ am 26. 

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März 2003 diagnostizierte Dr. med. C.___, Oberarzt Anästhesie, den Verdacht auf 

zervikogene Kopfschmerzen bei Facettensyndrom (Schmerzen belasteter 

Wirbelgelenke und/oder verspannter Muskulatur ohne Reizung der Nerven oder 

Nervenwurzeln) nach HWS-Distorsionstrauma und bestätigte die Diagnose der 

Dekompensation einer vorbestehenden skoliotischen Wirbelsäulenfehlhaltung (vgl. 

Bericht vom 26. März 2003).

d) Vom 13. Mai bis 10. Juni 2003 hielt sich die Versicherte in der Rehaklinik Y.___ auf. 

Sie klagte über im Januar 2003 plötzlich wieder aufgetauchte und seitdem anhaltende 

Schmerzen am gesamten Körper (insbesondere Muskelschmerzen), massive 

Kopfschmerzen, Nackenschmerzen mit Ausstrahlungen in beide Arme (rechts mehr als 

links) bis in die Hände, Schluckschmerzen, schmerzabhängige Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, schmerzbedingte Schlafstörungen, beidseitige 

Ohrenschmerzen, häufigen Schwindel und gelegentliches Erbrechen. Die rehabilitativen 

Massnahmen führten trotz grosser Motivation der Versicherten zu keiner 

nennenswerten Besserung der Schmerzsymptomatik. Die Diagnose lautete auf 

persistierendes Zervikozephal- und Zervikobrachialsyndrom beidseits bei 

degenerativen Veränderungen, Schmerzgeneralisierung bei Gefahr einer 

Chronifizierung der Schmerzsymptomatik und Anpassungsstörung (depressiv-

ängstliche Reaktion gemischt). Die Patientin bleibe vorerst zu 100% arbeitsunfähig, 

insbesondere weil ihre bisherige Tätigkeit (Präzisionsarbeit in der Optik-Branche) als 

stark nacken- und schultergürtelbelastend zu werten sei.

e) Auf Empfehlung der Rehaklinik Y.___ begab sich die Versicherte im Oktober 2003 bei 

Dr. med. D.___, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH in psychiatrische 

Behandlung. Im Bericht vom 25. Februar 2004 wies Dr. D.___ darauf hin, dass das 

beschwerdeG.___e Intervall von zwei bis drei Monaten in der Zeit nach dem Unfall und 

die Vielzahl der Schmerzen und Störungen bei Wirkungslosigkeit sämtlicher 

Medikamente rätselhaft seien, weshalb mit der Beteiligung psychischer Faktoren zu 

rechnen sei. Aufgrund seiner Erfahrungen mit Personen aus südlichen Ländern, welche 

auf ihre somatischen Störungen psychisch übermässig reagieren würden, denke er 

aber vielmehr an Momente der Regression (Abwehrmechanismus) als an solche der 

Depression. Die Regression sei neurotisch, unbewusst gesteuert, mentalitätsbedingt 

und kaum therapierbar. Eine Besserungsmöglichkeit sei im Moment deshalb leider 

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nicht in Sicht. Eine daraufhin von der Suva veranlasste eingehende psychiatrische 

Begutachtung erfolgte am 14. und 15. Juni 2006 bei Dr. med. E.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie. Dessen psychiatrische Diagnosen lauten auf 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), einhergehend mit einer 

mittelgradigen depressiven Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) bei 

einer leistungsbetonten Persönlichkeitsstruktur (ICD-10 Z73.1) mit histrionischen 

Zügen. Es handle sich bei diesen Diagnosen um psychogene Störungen, die mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen seien. Aus 

psychiatrischer Sicht sei die Versicherte zu 100% arbeitsunfähig (Gutachten vom 7. Juli 

2004).

f) Die am 8./9. November 2004 und 11. April 2005 beim Zentrum Z.___ durchgeführten 

abschliessenden Untersuchungen zur Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

bestätigten im Wesentlichen die bisherigen Ergebnisse. Die Diagnose von Dr. med. 

F.___, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation/Rheumatologie, 

lautete auf unspezifisches, okzipital, zervikal sowie lumbal betontes Panvertebral- bis 

Ganzkörper-Schmerz¬syndrom bei geringgradigen klinischen Befunden im Bereich der 

unteren HWS, degenerativen Veränderungen der unteren HWS sowie radiologisch 

einseitiger kurzer Halsrippe und ausgeprägter Symptomausweitung, sodann auf 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), einhergehend mit einer 

mittelgradigen depressiven Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) bei 

leistungsbetonter Persönlichkeitsstruktur (ICD-10 Z73.1) mit histrionischen Zügen. Ein 

Zusammenhang des heutigen Zustandsbildes mit dem Unfallereignis werde höchstens 

noch als möglich erachtet. Die Leistungsbereitschaft der Patientin habe wegen der 

deutlichen Selbstlimitierung bei den Tests nicht zuverlässig beurteilt werden können. 

Über die Zumutbarkeit der angestammten Tätigkeit lasse sich deshalb keine definitive 

Aussage machen, aufgrund der psychischen Verfassung sei eine Wiedereingliederung 

gegenwärtig aber sehr unwahrscheinlich (Gutachten vom 2. Mai 2005).

g) Mit Verfügung vom 23. August 2005 stellte die Suva die Versicherungsleistungen auf 

den 31. August 2005 ein. Sie wies darauf hin, dass keine behandlungsbedürftigen 

Unfallfolgen mehr vorlägen. Die jetzt noch geklagten Beschwerden seien organisch als 

Folge des erlittenen Unfalls nicht mehr erklärbar. Gemäss fachärztlicher Beurteilung 

seien psychische Gründe dafür verantwortlich, die nicht in einem rechtserheblichen 

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Zusammenhang mit dem Unfall stünden. Die gegen diese Verfügung gerichtete 

Einsprache der Versicherten vom 26. September 2005 wurde von der Suva mit 

Entscheid vom 27. Januar 2006 abgewiesen.

h) Die IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons X.___ sprach der 

Versicherten mit Wirkung ab 15. Januar 2004 wegen lang dauernder Krankheit auf der 

Basis eines Invaliditätsgrades von 100% eine ganze Rente der Invalidenversicherung 

(IV) zu (Verfügung vom 24. Oktober 2005).

B.- a) Gegen den Einsprache-Entscheid der Suva vom 27. Januar 2006 richtet sich die 

von Rechtsanwalt lic. iur. Markus Storchenegger, St. Gallen, für die Versicherte am 1. 

Mai 2006 eingereichte Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 

über den 31. August 2005 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. – Zur 

Begründung wird geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin gehe von einem 

organisch nicht erklärbaren Beschwerdebild aus, das von einer somatoformen 

Schmerzstörung mit mittelgradiger Depression beherrscht werde. Die weiteren 

somatischen Diagnosen wie das persistierende Zervikozephal- und 

Zervikobrachialsyndrom, die geringgradigen klinischen Befunde und degenerativen 

Veränderungen im Bereich der unteren HWS und die radiologisch einseitige kurze 

Halsrippe würden schlicht ausgeblendet. Es könne deshalb keine Rede davon sein, 

dass es beim Beschwerdebild der Beschwerdeführerin an objektivierbaren 

somatischen Befunden fehle. So habe denn auch Dr. D.___ im Bericht vom 26. März 

2004 zu Handen der Generali Versicherungen noch erklärt, dass die somatischen 

Störungen weitaus im Vordergrund stünden, währenddem psychische Störungen nur 

im Hintergrund zu vermuten seien. Sodann stammten die letzten neurologischen 

Befunde vom März 2003 und seien nicht mehr aktuell. Ob eine hirnorganische Störung 

vorliege, sei bis heute nicht abgeklärt worden. Dies sei nun im gerichtlichen Verfahren 

durch Einholung eines neurologischen und neuropsychologischen Gutachtens 

nachzuholen. Die Wirbelsäulen-Problematik sei vor dem Unfall kompensiert gewesen 

und habe durch den Unfall eine dramatische Schmerzentwicklung und psychische 

Fehlentwicklung ausgelöst, wie sie die Beschwerdeführerin ohne Unfallereignis in 

diesem Umfang nie und nimmer erlebt hätte. Unerheblich sei, dass es zwischen dem 

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Unfall und der vollständigen Dekompensation einige Monate mit einer relativen 

BeschwerdeG.___heit gegeben habe. Denn eine mit einer Latenzzeit von einigen 

Monaten auftretende massive Schmerzsymptomatik schliesse eine adäquate Kausalität 

nicht aus. Zudem habe es unzweifelhaft Brückensymptome gegeben. Bei den 

gegebenen Umständen seien sowohl die natürliche als auch – gemäss geltender 

Gerichtspraxis zu den Schleudertrauma-Fällen – die adäquate Kausalität zwischen 

Unfall und aktuellen Beschwerden zu bejahen.

b) Die Beschwerdegegnerin stellt in ihrer Beschwerdeantwort vom 28. Juni 2006 Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde. Bereits der natürliche Kausalzusammenhang sei 

gestützt auf das Gutachten von Dr. F.___ zu verneinen, da wahrscheinliche organische 

Unfallfolgen nicht nachweisbar seien. Auch eine richtungsweisende Verschlechterung 

der vorbestehenden skoliotischen Fehlhaltung der Wirbelsäule durch den Unfall sei von 

Dr. F.___ als nicht nachvollziehbar bezeichnet worden. Ein somatisches 

Beschwerdebild sei zwar vorhanden, doch sei es nicht unfallkausal. Von einer aktuellen 

neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung seien keine neuen 

Ergebnisse zu erwarten, denn es hätten bei sämtlichen medizinischen Untersuchungen 

keine Hinweise auf neuropsychologische Defizite festgestellt werden können. 

Schliesslich könne der adäquate Kausalzusammenhang nicht nach der 

Schleudertrauma-Praxis geprüft werden, da es an einem typischen Beschwerdebild 

nach dem Unfall fehle. Ausser der geschilderten Schmerzproblematik mit Schmerzen 

am ganzen Körper seien innert der massgebenden Latenzzeit von 72 Stunden keine 

Beschwerden aufgetreten. Die zur Bejahung der Adäquanz erforderlichen Kriterien 

lägen weder gehäuft noch einzeln in besonders ausgeprägter Form vor, so dass auch 

die adäquate Kausalität zu verneinen sei.

c) Mit Replik vom 1. September 2006 machte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin geltend, dass diese beim Unfall einen heftigen Schlag auf den 

Hinterkopf erlitten habe und gemäss ärztlicher Feststellung sehr wohl kurz das 

Bewusstsein verloren habe. Sodann sei ein hirnorganischer Defekt sehr wahrscheinlich, 

nachdem sich die Beschwerdeführerin beim heftigen Aufschlagen auf das 

Strassenpflaster eine massive Hirnerschütterung zugezogen habe. Im Weiteren gebe es 

organisch ausgewiesene Unfallfolgen wie die Arthrose, insbesondere die mit dem 

Unfall ausgelöste Arthrosebildung im HWS-Bereich, und auch die Konzentrations- und 

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Denkfähigkeitsstörungen stellten ein organisches Substrat dar. Eine neurologische und 

neuropsychologische Abklärung sei deshalb unerlässlich. Schliesslich müsse das 

Gutachten von Dr. F.___ als unseriös bezeichnet werden, nachdem Dr. med. G.___ die 

an zwei Tagen durchgeführten Untersuchungen wegen der darauf folgenden 

monatelangen vollständigen Arbeitsunfähigkeit nicht mehr zu Papier gebracht und Dr. 

F.___ als Notlösung das Gutachten nach einer ergänzenden, lediglich einstündigen 

Untersuchung erstellt habe. Es sei deshalb ein Obergutachten anzuordnen.

d) Mit Duplik vom 19. September 2006 hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass die 

nachträglich behauptete Bewusstlosigkeit in den Akten nirgends eine Stütze finde. 

Hinsichtlich des Gutachterwechsels von Dr. G.___ zu Dr. F.___ seien sämtliche 

Vorgänge in den Akten dokumentiert und der Beschwerdeführerin somit seit langem 

bekannt. Dennoch weise sie erst in der Replik auf die ihrer Meinung nach erheblichen 

Mängel hin. Die Darstellung der Beschwerdeführerin in der Replik gebe die 

tatsächlichen Vorgänge verzerrt wieder, so dass es nicht angebracht sei, von einem 

unseriösen Gutachten zu sprechen.

e) Die Verfahrensbeteiligten haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung 

verzichtet.

II.

1.- Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche 

Bestimmungen im Bereich des Unfallversicherungsrechts geändert worden. Weil in 

zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des 

zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 E. 1; 

vorliegend: Unfallereignis vom 20. August 2002), und weil das Versicherungsgericht bei 

der Beurteilung eines Falls grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des 

streitigen Einsprache-Entscheids (hier: 27. Januar 2006) eingetretenen Sachverhalt 

abstützt (BGE 121 V 366 E. 1b; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101), stellt sich die Frage, ob 

die vor oder nach dem 1. Januar 2003 geltenden Bestimmungen anwendbar sind. Da 

das InKraft-Treten des neuen Gesetzes indessen für die vorliegend streitige 

Angelegenheit keine materielle Änderung bewirkt, rechtfertigt es sich, in Anwendung 

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des Grundsatzes der Widerspruchslosigkeit der Rechtsordnung und des daraus 

abgeleiteten Geltungsprinzips, wonach geltendes neues Recht generell anwendbar ist 

(RALPH JÖHL, Übergangsrechtliche Probleme im Leistungsrecht der 

Sozialversicherung, Diss. X.___ 1996, S. 1 ff.), das seit 1. Januar 2003 geltende Recht 

anzuwenden.

2.- a) Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht bezüglich des Unfalls 

vom 20. August 2002 und erbrachte für die Zeit vom 15. Januar 2003 (Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit) bis 31. August 2005 entsprechende Versicherungsleistungen. 

Umstritten ist, ob sie auch für die nach dem 31. August 2005 (Leistungseinstellung) 

geltend gemachten Beschwerden wie andauernde Ganzkörperschmerzen, 

insbesondere – vor allem linksseitige – Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Nacken 

und in der linken Schulter, verbunden mit einem Taubheitsgefühl in der linken 

Körperhälfte, sodann weniger ausgeprägte Schmerzen in der übrigen linken und in der 

rechten Körperseite, generalisierte Müdigkeit, schmerzbedingte Schlafstörungen (vgl. 

Gutachten von Dr. F.___ vom 2. Mai 2005), Brechreiz, Vergesslichkeit, 

Konzentrationsstörungen (vgl. Beschwerdeschrift S. 5) und die daraus resultierende 

vollständige Arbeitsunfähigkeit aufzukommen hat.

b) Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes (EVG; ab 1. 

Januar 2007 Bundesgericht) kann ein nach einem versicherten Unfall aufgetretenes 

Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, wenn und soweit es sicher oder 

doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von jenem Unfall herrührt (natürliche 

Kausalität; BGE 115 V 133 und 399 sowie 117 V 359 und 369). Die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 

(BGE 119 V 338 und 118 V 289). Das Gericht hat vielmehr jene Ursache als kausal zu 

betrachten, die es von allen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 119 V 9 E. 3c/aa 

mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem 

Unfall adäquat-kausal zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, 

sondern die objektive Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist 

(SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein 

Ereignis geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere 

Ursachen vernünftigerweise nicht zu denken ist (BGE 117 V 359 und 112 V 30). 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang 

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zu beurteilen, während es dem Gericht obliegt, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 V 30). Nicht jeder 

natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher Hinsicht adäquat. Der 

adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum naturwissenschaftlichen 

Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität übernommen wurde, aber der 

Einschränkung bedarf, um für die rechtliche Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine 

vernünftige Begrenzung der Haftung zu ermöglichen (BGE 122 V 415 E. 2c und 123 III 

110 E. 3a).

c) Bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS oder äquivalenter Verletzung spielt bei 

klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung praktisch 

keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen 

(BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Dagegen ist bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht 

(hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden wie folgt zu differenzieren: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der 

HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirn-

Trauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 

115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass eine 

versicherte Person eine der erwähnten Verletzungen erlitten hat, muss geprüft werden, 

ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur psychischen 

Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a 

und 382 E. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b).

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d) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 122 V 160 E. 1c; RKUV 1991 Nr. 

U 133 S. 311 mit Hinweisen). Diese Anforderungen gelten insbesondere auch für 

spezialärztliche Gutachten. Zu beachten ist sodann, dass der Versicherer bei der 

Einholung von Gutachten sinngemäss nach den Bestimmungen des 

Bundeszivilprozesses (BZP; SR 273) zu verfahren und insbesondere die in Art. 57 ff. 

BZP genannten Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (BGE 125 

V 353 E. 3b/bb). Im Hinblick auf die Geltendmachung allfälliger Einwendungen ist der 

Versicherte über die Person des Gutachters vor dessen Bestellung ins Bild zu setzen. 

Sodann ist ihm Gelegenheit einzuräumen, sich zu den Fragen an den Sachverständigen 

zu äussern sowie Abänderungs- und Ergänzungsanträge zu stellen (RKUV 1993 Nr. U 

167 S. 96 f. E. 5b).

e) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen 

sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG, vgl. auch Art. 61 

lit. c ATSG; ULRICH MEYER-BLASER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 

Zürich 1997, S. 229). Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (Urteil des EVG vom 

3. Juli 2002 [I 537/01] in Sachen B., E. 1c).

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3.- a) Zu prüfen ist im Folgenden, ob die von der Beschwerdeführerin geltend 

gemachten Beschwerden (vgl. Erwägung 2a) in einem kausalen Zusammenhang mit 

dem Unfallereignis vom 20. August 2002 stehen.

b) Die Beschwerdeführerin hatte am 20. August 2002 einen Unfall mit Sturz auf den 

Strassenboden erlitten. Der Unfallablauf ist unklar, die Darstellungen der 

Beschwerdeführerin und des Velofahrers widersprechen sich. Zugunsten der 

Beschwerdeführerin ist von ihrer eigenen Schilderung auszugehen, wonach sie auf den 

Rücken stürzte und sich am Boden den Kopf anschlug. Ausser blutenden 

Schürfwunden an den Ellbogen, einer Schürfung am Hinterkopf und diversen blauen 

Flecken zog sie sich jedoch keine äusserlich sichtbaren Verletzungen zu. Echtzeitliche 

Akten zu diesem Ereignis fehlen. In der Replik vom 1. September 2006 brachte ihr 

Rechtsvertreter zusätzlich vor, dass die Beschwerdeführerin beim heftigen Aufschlagen 

mit dem Kopf auf das Strassenpflaster kurz das Bewusstsein verloren und sich eine 

massive Hirnerschütterung zugezogen haben dürfte. Diese Darstellung steht indessen 

in klarem Widerspruch zu den Akten, hat die Beschwerdeführerin doch eine 

Bewusstlosigkeit in der Untersuchung bei Dr. B.___ vom 6. März 2003 nicht nur nicht 

angegeben, sondern bei der Befragung durch den Aussendienstmitarbeiter der 

Beschwerdegegnerin am 16. April 2003, bei den Untersuchungen in der Rehaklinik 

Y.___ im Mai/Juni 2003 und schliesslich auch bei der umfassenden Begutachtung im 

Z.___ im November 2004/April 2005 ausdrücklich verneint. Da sie im Weiteren auch 

eine Amnesie verneinte, und gemäss eigenen Angaben nach dem Sturz mit dem 

Radfahrer die Adresse austauschen, ihrem Ehemann telefonieren und anschliessend 

mit diesem nach Hause gehen konnte, ist davon auszugehen, dass sie entgegen der 

Behauptung ihres Rechtsvertreters in der Replik keine Hirnerschütterung erlitten hat. 

Wegen Schmerzen am ganzen Körper suchte die Beschwerdeführerin dann am 22. 

August 2002, also zwei Tage nach dem Unfall, ihren Hausarzt Dr. A.___ auf, der jedoch 

angesichts des Beschwerdebildes kein Arztzeugnis UVG ausstellte und lediglich 

Schmerzmittel abgab, ohne weitere Untersuchungen vorzunehmen oder Röntgenbilder 

anzufertigen. Auch blieb die Beschwerdeführerin trotz des Unfalls hundertprozentig 

arbeitsfähig. Nach einer Woche waren die Beschwerden dann weitgehend 

zurückgegangen, so dass die Beschwerdeführerin bis auf gelegentliche 

Kopfschmerzen nahezu beschwerdefrei war und neben der Arbeit wie bis anhin zwei- 

bis dreimal pro Woche das Fitnesstraining (Krafttraining und Spinning) besuchen 

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konnte. Weitere Angaben zu den Beschwerden in der Zeit nach dem Unfall sind den ab 

Februar 2003 entstandenen Akten nicht zu entnehmen.

Im Oktober 2002 kam es gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin zu einer 

Zunahme der zervikalen Kopfschmerzen. Vom 9. Januar 2003 an ging die Versicherte 

nicht mehr zur Arbeit, und am 15. Januar 2003 begab sie sich zu Dr. A.___ in 

medizinische Behandlung, nachdem sie am 14. Januar 2003 im Anschluss an ein 

Spinning-Training ein komisches Gefühl im Kopf gehabt habe und es in der folgenden 

Nacht zu starken Kopf- und Nackenschmerzen gekommen sei (vgl. dazu das 

Gutachten von Dr. F.___ vom 2. Mai 2005, S. 4). Dr. A.___ diagnostizierte ein 

posttraumatisches Zervikalsyndrom mit zervikokranialen Kopfschmerzen (ärztlicher 

Zwischenbericht vom 28. Februar 2003). Als erster Arzt diagnostizierte Dr. B.___ 

aufgrund der am 6. und 11. März 2003 durchgeführten neurologischen und 

radiologischen Untersuchungen einen Status nach einem HWS-Distorsionstrauma. Die 

Beschwerdeführerin klage über vor allem linksbetonte Kopf- und Nackenschmerzen, 

die in beide Arme ausstrahlten. Dazu stellte Dr. B.___ fest, dass es zur Entwicklung 

einer invalidisierenden Schmerzsymp-tomatik und zur Dekompensation einer 

vorbestehenden ausgeprägten skoliotischen Fehlhaltung der Wirbelsäule gekommen 

sei. Sodann bestehe wegen einer ebenfalls vorbestehenden kleinen Halsrippe rechts 

der Verdacht auf ein Thoracic-Outlet-Syndrom. Es bestünden degenerative 

Veränderungen im unteren Bereich der HWS. Im Bereich der Kopf- und Hirnnerven 

stellte Dr. B.___ keine neurologischen Auffälligkeiten, sondern lediglich ausgeprägte 

und schmerzhafte Muskelverkrampfungen fest. Die belastungsabhängige 

Muskelschwäche in den Armen sei nicht erklärbar (Bericht vom 17. März 2003). Beim 

Aufenthalt in der Rehaklinik Y.___ klagte die Beschwerdeführerin zusätzlich über 

verstärkte Ausstrahlung der Schmerzen in den rechten Arm, über Schluckschmerzen, 

schmerzabhängige Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, schmerzbedingte 

Schlafstörungen, beidseitige Ohrenschmerzen, häufigen Schwindel und gelegentliches 

Erbrechen und machte damit eine weitere Verstärkung der bisherigen Beschwerden 

sowie eine Symptomausweitung geltend.

c) Ob die Beschwerdeführerin beim Sturz auf den Strassenboden tatsächlich eine 

HWS-Distorsion erlitten hat, ist fraglich und im Nachhinein nicht mehr feststellbar. Im 

Gutachten der Z.___ vom 2. Mai 2005 weist Dr. F.___ darauf hin, dass der 

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Unfallmechanismus beim Zusammenstoss als absolut unklar und unbekannt 

bezeichnet werden müsse und an der im Februar/März 2003 gestellten Diagnose eines 

zervikozephalen und zervikovertebralen Syndroms nach einem HWS-Trauma "stark zu 

zweifeln" sei. Die Annahme einer HWS-Distorsion erscheint aber auch deshalb 

zweifelhaft, weil innerhalb der ersten drei Tage nach dem Unfall das "bunte 

Beschwerdebild" im Sinn der Rechtsprechung (BGE 117 V 359 ff.) nicht aufgetreten ist. 

Dieses für eine dem Schleudertrauma ähnliche Verletzung der HWS typische 

Beschwerdebild war in den ersten Tagen nach dem Unfall mit den geklagten 

Ganzkörperschmerzen nur ansatzweise gegeben. Die weiteren Beschwerden wurde 

von der Beschwerdeführerin erst Monate später geltend gemacht. Für den vom 

Rechtsvertreter nachträglich geltend gemachten Bewusstseinsverlust und die erstmals 

in der Replik erwähnte massive Hirnerschütterung gibt es keine Anhaltspunkte. 

Vielmehr hält Dr. F.___ diesbezüglich fest, dass ein Bewusstseinsverlust wie auch eine 

Commotio cerebri bzw. ein "minimal/mild traumatic brain injury" sowohl aufgrund der 

Akten als auch aufgrund der Schilderung der Patientin ausser Betracht fielen. Ein 

Bewusstseinsverlust sei von der Beschwerdeführerin bis anhin klar verneint worden. 

Für eine traumatische Hirnverletzung fehlten verschiedene Elemente wie die spontane 

Schilderung entsprechender Symptome, fehlender Bewusstseinsverlust und fehlende 

Amnesie und schliesslich das Auffallen von kognitiven Problemen bei den 

Untersuchungen bzw. deren Hervorhebung in den Akten. Hinzu komme, dass die 

Beschwerden im Sinn von Schmerzen weit überwiegend vorherrschten. Leichte 

kognitive Störungen im Sinne einer rascheren Ermüdbarkeit oder einer verminderten 

Konzentrationsfähigkeit seien allein durch die Schmerzen begründbar. Aus diesem 

Grund sei auch auf eine neuropsychologische Austestung verzichtet worden (vgl. 

Gutachten vom 2. Mai 2005, S. 10, 13). Insgesamt seien die objektivierbaren Befunde 

im Vergleich zu den das gesundheitliche Befinden wesentlich stärker beeinflussenden 

Aspekten des Schmerzverhaltens und der durch den Psychiater festgestellten 

mittelschweren depressiven Entwicklung äusserst gering. Aus somatischer Sicht halte 

er einen Zusammenhang zwischen dem heutigen Zustandsbild und dem Unfallereignis 

höchstens noch für möglich (Gutachten vom 2. Mai 2005, S. 14).

d) Der Unfall hatte mit den erlittenen Schürfungen und Prellungen zu Verletzungen 

geführt, die grundsätzlich als leicht bezeichnet werden können. Aus diesem Grund 

hatte Dr. A.___ denn auch auf die Erstellung eines Arztzeugnisses UVG und weitere 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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medizinische Abklärungen verzichtet. Die Beschwerdeführerin war wegen ihrer 

anfänglichen Beschwerden weder arbeitsunfähig geworden noch hatte sie während 

längerer Zeit an erheblichen Schmerzen zu leiden. Schon im März 2003 hatte Dr. B.___ 

keine neurologischen Auffälligkeiten und insbesondere auch keine eigentlichen 

Unfallverletzungen mehr feststellen können, sondern die Beschwerden mit der 

Dekompensation der vorbestehenden Fehlhaltung der Wirbelsäule begründet. Dazu 

hielt er fest, dass der funktionelle Hauptbefund sicherlich die massive, vorbestehende 

und chronifizierte Haltungsproblematik mit Skoliose der Wirbelsäule und weitgehend 

fixierter Flexionsfehlhaltung sei. Für Dr. B.___ war es angesichts dieses Befundes sogar 

eher erstaunlich, dass die Beschwerdeführerin über so lange Zeit vor dem Unfall bei 

ihrer Arbeitstätigkeit mit repetitiver Verstärkung der Flexionshaltung keine 

Beschwerden angegeben habe (vgl. Bericht vom 17. März 2003). Bei den 

Untersuchungen in der Rehaklinik Y.___ wurde der bestimmende Einfluss der 

vorbestehenden Wirbelsäulenproblematik und der degenerativen Veränderungen an 

der HWS auf die aktuelle Schmerzsituation bestätigt. Durch den Unfall und die starke 

Arbeitsbelastung in der Zeit nach dem Unfall sei es wahrscheinlich zu einer Aktivierung 

der Arthrose gekommen, was schlussendlich zur Dekompensation der skoliotischen 

Fehlhaltung der Wirbelsäule geführt habe. Ein anderweitiger somatischer Befund wurde 

nicht erhoben. Die Ärzte der Klinik stellten jedoch einen erheblichen psychischen Anteil 

an der Schmerzsymptomatik fest, indem sie eine Schmerzgeneralisierung bei Gefahr 

einer Chronifizierung der Schmerzsymptomatik und eine Anpassungsstörung mit 

gemischt depressiv-ängstlicher Reaktion diagnostizierten und die Empfehlung einer 

psychiatrischen Begleitung abgaben (vgl. Bericht vom 22. Juli 2003). Im 

psychiatrischen Gutachten von Dr. E.___ vom 7. Juli 2004 wird die Tendenz zur 

Verstärkung der psychischen Komponente mit der Diagnose einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), einhergehend mit einer mittelgradigen 

depressiven Störung mit somatischem Syndrom, bestätigt. Das Charakteristikum der 

somatoformen Störung ist die wiederholte Darbietung körperlicher Symptome in 

Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz 

wiederholter negativer Ergebnisse und Beteuerung der Ärzte, dass die Symptome nicht 

körperlich begründbar sind (vgl. WHO und DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], 

Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V, 5. Aufl. Bern 

2005, S. 183). Im Gutachten von Dr. F.___ ist von einem unspezifischen okzipital, 

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zervikal sowie lumbal betonten Panvertebral- bis Ganzkörper-Schmerzsyndrom bei 

geringgradigen klinischen Befunden im Bereich der unteren HWS, degenerativen 

Veränderungen der unteren HWS sowie radiologisch einseitiger kurzer Halsrippe und 

ausgeprägter Symptomausweitung, sodann von einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), einhergehend mit einer mittelgradigen depressiven 

Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), die Rede. Diese Diagnosen 

zeigen, dass mit der vorbestehenden skoliotischen Fehlhaltung der Wirbelsäule 

zusammenhängende somatische Beschwerden zwar vorhanden sind, diese aber zu 

einem erheblichen Teil psychisch überlagert sind.

e) Aufgrund der medizinischen Akten steht fest, dass es einige Monate nach dem Unfall 

zu einer Schmerz- und psychischen Fehlentwicklung gekommen ist, wobei die Frage 

nach dem Kausalzusammenhang zwischen Unfall und aktuellen Beschwerden aus 

psychiatrischer Sicht gemäss Dr. E.___ zu bejahen ist (Gutachten vom 7. Juli 2004, S. 

12), aus somatischer Sicht jedoch gemäss Dr. F.___ nur als möglich und nicht als 

überwiegend wahrscheinlich bezeichnet werden kann (vgl. Gutachten vom 2. Mai 2005, 

S. 14). Angesichts der verhältnismässig geringen Anfangsbeschwerden und der rund 

zweimonatigen, nahezu beschwerdefreien Zeit bis zur recht plötzlich eintretenden 

Arbeitsunfähigkeit im Januar 2003 erscheint es denn auch als fraglich, ob die von Dr. 

F.___ als unspezifisch und äusserst gering bezeichneten somatischen Befunde 

(Gutachten vom 2. Mai 2005, S. 13 und 14) auf den Unfall zurückgeführt werden 

können. Denn die akuten Beschwerden wurden bei einem Spinning-Training ausgelöst, 

und die Dekompensation der Wirbelsäulenproblematik kann auch durch dieses Training 

erfolgt sein. Dazu hält Dr. F.___ fest, dass eine eigentliche 

"Chronifizierungsentwicklung" gar nicht stattgefunden habe, sondern die Entwicklung 

gemäss den sehr konsistenten und detaillierten Angaben der Patientin vielmehr "sehr 

perakut" aufgetreten sei (vgl. Gutachten vom 2. Mai 2005, S. 10). Schon die natürliche 

Kausalität ist somit unklar, doch kann diese Frage offen gelassen werden, da jedenfalls 

die Adäquanz angesichts des als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen einzustufenden Ereignisses, das nur zu geringfügigen Verletzungen mit kurzer 

Schmerzphase ohne Arbeitsunfähigkeit und ohne Notwendigkeit einer besonderen 

ärztlichen Behandlung führte, offensichtlich zu verneinen ist.

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f) Bei diesem Ergebnis erübrigen sich die Veranlassung einer neurologischen sowie 

neuropsychologischen Abklärung und die Einholung eines rheumatologisch-

arbeitsmedi¬zinischen Obergutachtens. Das Gutachten des Z.___, auf welches in 

erster Linie abgestellt wird und das nach dem gesundheitsbedingten Ausfallen von Dr. 

G.___ im Wesentlichen von Dr. F.___ ausgearbeitet wurde, setzt sich umfassend mit 

der Beschwerdesymptomatik auseinander. Die getätigten Untersuchungen sind 

transparent dokumentiert, die Untersuchungsergebnisse ausführlich dargestellt und die 

Schlussfolgerungen überzeugend begründet. Obwohl die Beschwerdeführerin die 

Feststellungen im Gutachten schon seit langem kannte und die Mängel nach Meinung 

ihres Rechtsvertreters derart erheblich sind, dass sie das Gutachten als unseriös 

erscheinen liessen, hat sie ihre Einwände erst in der Replik vorgebracht, ohne dabei 

substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die Ergebnisse nicht überzeugen. Die pauschalen 

Einwände gegen das Gutachten des Z.___ halten einer näheren Überprüfung nicht 

stand und sind daher zurückzuweisen.

4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen und der 

angefochtene Einsprache-Entscheid vom 27. Januar 2006 zu bestätigen. Für dieses 

Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.01.2007
	Art. 10 ff. UVG. Kausalität bei Verletzung der Halswirbelsäule ohne das "bunte Beschwerdebild" im Sinn der Rechtsprechung und bei psychischer Fehlentwicklung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Januar 2007, UV 2006/31).

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