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**Case Identifier:** f7e14421-fa18-5361-b56e-df7e18fa4936
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 01.12.2025 WBE.2024.410
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2024-410_2025-12-01.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2024.410 / sr / we 
(2024-001249)  

Art. 107 

 

 

Urteil vom 1. Dezember 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Lang 

Verwaltungsrichterin Steiger  

Gerichtsschreiberin Ruchti      

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____,   

vertreten durch lic. iur. Raphael J.-P. Meyer, Rechtsanwalt, 

Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf    

 

gegen 

 
   

Vorinstanzen  Gemeinderat Q._____,    

 

  Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5000 Aarau   

handelnd durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für 

Umwelt, Buchenhof, 5001 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Immissionen 

 

Entscheid des Regierungsrats vom 16. Oktober 2024 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

A._____ betreibt in der Landwirtschaftszone der Gemeinde Q._____ auf 

der Parzelle Nr. aaa einen Landwirtschaftsbetrieb mit 

Schweinemasthaltung. Ab Sommer 2019 gingen beim Gemeinderat 

Q._____ verschiedene Reklamationen von Anwohnern über vom Schwei-

nemaststall ausgehende Geruchsimmissionen ein.  

 

2. 

Am 26. November 2021 reichten diverse Anwohner beim Gemeinderat 

Q._____ eine Immissionsklage betreffend die Geruchsimmissionen ein. 

Der Gemeinderat Q._____ leitete die Klage mit Protokollauszug vom 

6. Dezember 2021 zur weiteren Prüfung und Entscheidung an das Depar-

tement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), Abteilung für Umwelt, weiter. 

 

3. 

Nach aufforderungsgemässer Nachbesserung der Immissionsklage (mit 

Anträgen und Begründung), Einholung von Stellungnahmen bei A._____ 

und beim Departement Finanzen und Ressourcen (DFR), Abteilung 

Landwirtschaft Aargau, Durchführung eines Augenscheins vor Ort, 

Entgegennahme der Sanierungsvorschläge von A._____ sowie 

Gewährung des rechtlichen Gehörs an alle Verfahrensbeteiligten entschied 

das BVU, Abteilung für Umwelt, am 20. November 2023: 

 

1. 
A._____ respektive B._____ (Anm. der Redaktion: angeblicher Pächter) 
dürfen im Schweinemaststall auf Parzelle aaa in Q._____ nach 120 Tagen 
nach Rechtskraft der vorliegenden Verfügung noch maximal 170 
Mastschweine halten. 
 
2. 
12 Monate nach Rechtskraft der vorliegenden Verfügung ist es A._____ 
sowie B._____ untersagt, im Schweinemaststall auf Parzelle aaa in 
Q._____ neue Schweine einzustallen, ausser folgende Vorgaben sind 
vollumfänglich erfüllt: 
 
a. Windschutznetze sind allseitig um den Auslauf installiert (jeweils 

von 1. März bis 31. Oktober), inkl. horizontale Windschutznetze, 
die den Auslauf überspannen; die Spalten zwischen den Wind-
schutznetzen sind so schmal als dies technisch und betrieblich 
möglich ist; die Absaugung von Luft in den Ausläufen mit perforier-
ten Rohren entlang jeder Boxe ist installiert und in Betrieb, alle ge-
fasste Abluft aus Stall und Laufhöfen wird über einen Abluftwä-
scher geführt und danach über einen Kamin abgeleitet, und 
 

b. die Kaminmündung ist zumindest 0.5 m über alle Hindernisberei-
che (Gebäude, Dächer, Silos, Bäume, Sträucher usw.) im Umkreis 

 - 3 - 

 

 

von 10 m zu führen und südlich des Schweinemaststalls zu platzie-
ren, und 

 

c. der Abluftwäscher entspricht dem Stand der Technik (< 300 Ge-
ruchseinheiten [GE] / m3; kein Rohgasgeruch im Reingas feststell-
bar; automatische, leitfähigkeitsgesteuerte Abschlämmung; elek-
tronisches Betriebstagebuch), und 

 

d. die Garantie des Herstellers, dass < 300 Geruchseinheiten (GE) / 
m3 jederzeit eingehalten werden können, kein Rohgasgeruch im 
Reingas feststellbar ist, eine automatische, leitfähigkeitsgesteuer-
te Abschlämmung vorhanden ist und der Nachweis des ordnungs-
gemässen Betriebs über ein elektronisches Betriebstagebuch mit 
allen relevanten Parametern zum Nachweis des ordnungsgemäs-
sen Betriebs vorhanden ist, wurde der Abteilung für Umwelt 
schriftlich zugestellt, und 

 

e. der Auftrag an eine qualifizierte und betreffend Probanden-Bege-
hung erfahrenen Institution/Fachfirma für eine einjährige Bege-
hung gemäss der Empfehlung zur Beurteilung von Gerüchen (Ge-
ruchsempfehlung) des BAFU, Entwurf vom Dezember 2015, wur-
de von A._____ respektive B._____ schriftlich erteilt und der 
Abteilung für Umwelt ist eine Kopie der Auftragserteilung 
zugestellt worden. 

 

3. 
Spätestens 13 Monate nach Rechtskraft der vorliegenden Verfügung muss 
die Probanden-Begehung gestartet sein. Während der Probanden-Bege-
hung muss der Schweinemaststall voll belegt sein. Zeitnah nach Beendi-
gung der Begehung, spätestens aber 26 Monate nach Rechtskraft der vor-
liegenden Verfügung ist der Abteilung für Umwelt der Abschlussbericht der 
Fachfirma zukommen zu lassen. 
 
4. 
Falls bei der Begehung übermässige Immissionen festgestellt werden, ist 
es A._____ respektive B._____ untersagt, nach Vorliegen der Resultate 
der Probanden-Begehung im Mastschweinestalle auf Parzelle aaa in 
Q._____ neue Schweine einzustallen. Falls der Abschussbericht der 
Fachfirma nicht innerhalb von 26 Monaten nach Rechtskraft der 
vorliegenden Verfügung vorliegt, ist es A._____ respektive B._____ 
ebenfalls untersagt, im Mastschweinestall auf Parzelle aaa in Q._____ 
neue Schweine einzustallen. 
 
5. 
Im Übrigen wird die Immissionsklage betreffend Antrag 1 (sofortige 
Schliessung des Schweinemaststalls) sowie Antrag 2 (Kein Ausbringen 
von Hofdünger auf der Weide bei den Häusern) abgewiesen. 
 
6. 
A._____ wird verpflichtet, die Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 1'800.– 
zu tragen. 
 
7. 
Es werden keine Parteikosten zugesprochen. 

 

 - 4 - 

 

 

B. 

Auf Beschwerde von A._____ entschied der Regierungsrat am 16. Oktober 

2024 (RRB Nr. 2024-001249): 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
 
2. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Regierungsrat, bestehend 
aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.– sowie der Kanzleigebühr und den 
Auslagen von Fr. 284.40, insgesamt Fr. 2'284.40, werden dem Beschwer-
deführer A._____ auferlegt. Unter Berücksichtigung des geleisteten 
Kostenvorschusses von Fr. 2'000.– hat er somit noch Fr. 284.40 zu 
bezahlen. 
 
3. 
Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 

 

C. 

1. 

Diesen Entscheid liess A._____ mit Beschwerde vom 22. November 2024 

beim Verwaltungsgericht anfechten, mit den Anträgen: 

 

1. 
Es sei der Beschluss des Regierungsrats Aargau vom 16. Oktober 2024 
aufzuheben und es sei die Erstinstanz zu verpflichten, den Entscheid vom 
20. November 2023 wie folgt anzupassen: 
 
a. Es seien die Disp. Ziff. 2e, 3 und 4 der Verfügung vom 20. Novem-

ber 2023 aufzuheben und auf die Auflage bzgl. Durchführung einer 
Probandenbegehung zu verzichten. 
 

b. Es sei Disp. Ziff. 2 der Verfügung vom 20. November 2023 zu er-
gänzen, dass die Sanierungsfrist stillsteht, wenn im Baubewilli-
gungsverfahren zur Umsetzung der Sanierungsmassnahmen von 
Seiten der Beschwerdegegner (richtig: Immissionskläger) oder an-
deren Dritten das Rechtsmittel erhoben wird. 

 

2. 
Eventualiter sei die Sache zur nochmaligen Beurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8.1% MWST) zu Las-
ten des Kantons Aargau und der Beschwerdegegner. 

 

2. 

Mit Eingabe vom 19. Dezember 2024 erklärten vier Immissionskläger sinn-

gemäss, sich nicht am vorliegenden Verfahren zu beteiligen. Von den übri-

gen Immissionsklägern kam innerhalb der in der Instruktionsverfügung vom 

4. Dezember 2024 angesetzten Frist bis 20. Januar 2025 keine Rückmel-

dung, wonach sie sich am Verfahren beteiligen wollten. 

 

 - 5 - 

 

 

3. 

Das BVU, Abteilung für Umwelt, beantragte mit Beschwerdeantwort vom 

9. Januar 2025 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Der Gemein-

derat Q._____ liess sich innert der Antwortfrist nicht vernehmen. 

 

4. 

In der Replik vom 31. Januar 2025 bekräftigte der Beschwerdeführer sei-

nen Standpunkt. 

 

D. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall am 1. Dezember 2025 beraten und 

entschieden. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Der angefochtene Entscheid des Regie-

rungsrats ist verwaltungsintern letztinstanzlich. Das Verwaltungsgericht ist 

somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

 

2. 

Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten. 

 

3. 

Mit der Beschwerde ans Verwaltungsgericht können die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen ge-

rügt werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Überdies ist bei Immissionen die Rüge 

der Unangemessenheit zulässig (§ 55 Abs. 3 lit. d VRPG). 

 

II. 

1. 

Umstritten ist zum einen die Zulässigkeit dessen, nach Umsetzung der (von 

der Abteilung für Umwelt angeordneten und vom Beschwerdeführer akzep-

tierten) Sanierungsmassnahmen am Schweinemaststallgebäude (Disposi-

tiv-Ziffer 2 lit. a–d des Entscheids vom 20. November 2023 [Vorakten, 

act. 244–255]) noch eine Erhebung zur Frage der (danach verbleibenden) 

Übermässigkeit der vom Schweinemaststall verursachten Geruchsimmis-

sionen durchzuführen und sich dafür der Methode der "Begehung" (oder 

"Probanden-Begehung") zu bedienen (vgl. zu dieser Methode die Empfeh-

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lung zur Beurteilung von Gerüchen, Geruchsempfehlung, Entwurf Dezem-

ber 2015, herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt [BAFU] [nachfol-

gend: Geruchsempfehlung], A3 S. 23 ff). 

 

Andererseits verlangt der Beschwerdeführer die zusätzliche Anordnung 

eines Stillstands der in Dispositiv-Ziffer 2 des Entscheids vom 20. Novem-

ber 2023 vorgesehenen 12-monatigen Sanierungsfrist während eines all-

fälligen Rechtsmittelverfahrens gegen die Baubewilligung für die von ihm 

zu ergreifenden Sanierungsmassnahmen.    

 

2. 

2.1. 

Zur Zulässigkeit der Probanden-Begehung erwog die Vorinstanz, der Erfolg 

einer nach Art. 16 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über den Umwelt-

schutz vom 7. Oktober 1983 (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) und 

Art. 8 Abs. 1 der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV; 

SR 814.318.142.1) erforderlichen Sanierung einer übermässige Immissio-

nen verursachenden Anlage sei gemäss dem Regelungsgehalt von Art. 9 

Abs. 1 und 2 LRV vom Nachweis abhängig, dass die sanierte Anlage da-

nach keine übermässigen Immissionen mehr verursache. Dieser Nachweis 

sei anhand einer Erhebung zu erbringen: Bei Gerüchen, bei denen keine 

Immissionsgrenzwerte bestünden, gelte die Immission als übermässig, 

wenn aufgrund einer Erhebung feststehe, dass sie einen wesentlichen Teil 

der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich störe (Art. 2 Abs. 5 lit. b 

LRV) (angefochtener Entscheid, Erw. 1.2). 

 

Die verfügte Probanden-Begehung stelle zweifellos eine solche Erhebung 

dar. Deren Eignung werde vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Er brin-

ge einzig vor, dass es mildere und kostengünstigere Erhebungs-Massnah-

men gäbe. Nach seinem Dafürhalten könnte zunächst eine neuerliche Im-

missionsklage abgewartet, ein erneuter Augenschein durch die Gemeinde 

oder den Kanton angeordnet oder eine Befragung der betroffenen Anwoh-

ner über die Häufigkeit der auftretenden Geruchsbelästigungen durchge-

führt werden. Es könne indessen nicht angehen, einen neuerlichen Konflikt 

zum Indikator über den Erfolg oder Misserfolg von Sanierungsmassnah-

men zu machen. Eine neuerliche Immissionsklage wäre in diesem Fall vor-

programmiert. Es könne auch nicht im Interesse des Beschwerdeführers 

liegen, wenn die Beurteilung der geruchsvermindernden Wirksamkeit der 

Sanierungsmassnahmen vom subjektiven Wohlwollen seiner Nachbarn ab-

hängig gemacht werde. Das vorliegend vorhandene hohe Konfliktpotenzial 

spreche auch gegen eine Befragung der betroffenen Anwohnerinnen und 

Anwohner. Ausserdem seien wissenschaftlich fundierte Befragungen, 

wenn sie objektive und belastbare Aussagen hervorbringen sollen, wegen 

ihrer methodischen Anforderungen (ausreichende Anzahl an betroffenen 

Haushalten; Bildung einer Kontrollgruppe von sicher nicht betroffenen 

Haushalten) nicht von vornherein kostengünstiger als die angeordnete Pro-

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banden-Begehung. Letztere werde aber im Vergleich mit anderen Metho-

den in jedem Fall als unabhängig und rechtssicher beurteilt, weshalb ihr 

auch der Vorzug zu geben sei. Demgegenüber vermöge ein einzelner 

Augenschein von Behörden keine ausreichende Sicherheit betreffend das 

Ausmass der Geruchsimmissionen zu erbringen. 

 

Der Argumentation des Beschwerdeführers, eine Probanden-Begehung 

wäre erst angezeigt, wenn sich nach dem Einbau des Abluftwäschers keine 

Verbesserung der Geruchssituation ergebe, könne nicht gefolgt werden. 

Mit der zulässigen Verknüpfung von Sanierungsmassnahmen und einer da-

ran anschliessenden Probanden-Begehung werde sichergestellt und auf 

belastbare Weise objektive Gewissheit geschaffen, dass künftig keine 

übermässigen Immissionen mehr aufträten (angefochtener Entscheid, 

Erw. 1.3). 

 

2.2. 

2.2.1. 

Der Beschwerdeführer rügt zunächst, es brauche Stand heute (vor Umset-

zung der angeordneten Sanierungsmassnahmen) keine Erhebung zur 

Frage der Übermässigkeit der durch den Schweinemaststall verursachten 

Geruchsimmissionen. Diese dürften in Anbetracht dessen, dass sich ein 

wesentlicher Teil der Nachbarschaft der Immissionsklage angeschlossen 

habe und der halbe Mindestabstand gemäss FAT-Bericht Nr. 476 (ohne 

bauliche Anpassungen) gegenüber mehreren Liegenschaften nicht einge-

halten werde, vorausgesetzt werden. Die Vorinstanz veranstalte hier ein 

Durcheinander zwischen Art. 2 Abs. 5 LRV, der übermässige Geruchsim-

missionen bei fehlenden Grenzwerten definiere, und Art. 9 Abs. 1 und 2 

LRV betreffend die Verschärfung der Emissionsbegrenzungen zwecks Ver-

meidung von übermässigen Immissionen. Die Sanierung bestehender sta-

tionärer Anlagen sei in den Art. 7 ff. LRV geregelt. Entgegen der Auffas-

sung der Vorinstanz existiere keine gesetzliche Pflicht, dass der Erfolgs-

nachweis einer Sanierung mit der Durchführung einer Erhebung erbracht 

werden müsse. Bezeichnenderweise zitierten die Vorinstanzen dafür we-

der eine entsprechende Gesetzesbestimmung noch eine andere Quelle für 

diese Schlussfolgerung. 

 

2.2.2. 

Der Beschwerdeführer scheint mit seiner Argumentation vorab auszublen-

den, dass die von ihm kritisierte Erhebung (Probanden-Begehung) nicht 

etwa auf Basis des derzeitigen baulichen Zustands seines Schweinemast-

stalls mit sicheren Indikatoren für übermässige Geruchsimmissionen, son-

dern erst nach Umsetzung der gleichzeitig angeordneten Sanierungsmass-

nahmen zur Verminderung der Geruchsimmissionen durchgeführt wird.  

 

Der Grund für diese Erhebung ist darin zu erblicken, dass derzeit unsicher 

ist und sich nicht hinreichend abschätzen lässt, ob die angeordneten Sa-

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nierungsmassnahmen tatsächlich zielführend sind und bewirken werden, 

dass danach keine übermässigen Geruchsimmissionen mehr auftreten (die 

Abteilungen für Umwelt und Landwirtschaft Aargau scheinen daran erheb-

liche Zweifel zu hegen; vgl. dazu die Ausführungen in Erw. 2.7.2.1 des Ent-

scheids vom 20. November 2023 [Vorakten, act. 248 f.]). Weshalb eine sol-

che Erfolgskontrolle von Sanierungsmassnahmen (mit ungewissem Wir-

kungsgrad) unzulässig und nicht in der Umweltschutz- bzw. Luftreinhalte-

gesetzgebung angelegt sein sollte, ist nicht ersichtlich. Im Gegenteil liegt 

das Ziel der Sanierungspflicht an bestehenden Anlagen gemäss Art. 16 

Abs. 1 USG und Art. 8 LRV ganz offensichtlich darin, dass danach keine 

übermässigen Immissionen mehr auftreten. Zu diesem Zweck müssen – je 

nach Situation – Emissionsbegrenzungen in Anwendung von Art. 9 LRV 

verschärft werden, und zwar im Idealfall in dem Ausmass, dass es danach 

zu keinen übermässigen Immissionen mehr kommt. Sollte dies nicht gelin-

gen, stehen Betriebsbeschränkungen bis hin zur Stilllegung einer Anlage 

während einer im Einzelfall zu bestimmenden Sanierungsfrist im Raum 

(vgl. Art. 8 Abs. 2 und 3 LRV) im Raum, falls keine Erleichterungen nach 

Massgabe von Art. 17 USG und Art. 11 LRV gewährt werden können.  

 

Eine Sanierung ohne Erfolgskontrolle, d.h. ohne Feststellung dessen, dass 

die danach verursachten Immissionen nicht mehr übermässig sind, wäre 

hingegen eine bloss halbherzige Umsetzung der Umweltschutzgesetzge-

bung, ein Stehenbleiben auf halbem Weg. Die Erreichung des Sanierungs-

ziels (Senkung der Immissionen auf ein zulässiges Mass) bliebe in diesem 

Fall ungewiss. Trotz dieser Ungewissheit von einer sanierten Anlage aus-

zugehen, wie es der Beschwerdeführer fordert, wäre falsch. Weil für Ge-

ruchsimmissionen von Betrieben der landwirtschaftlichen Tierhaltung keine 

Immissionsgrenzwerte gemäss Anhang 7 LRV existieren, lässt sich die 

Frage nach der Übermässigkeit der Immissionen auch im Nachgang zu 

einer erfolgten Sanierung nur anhand einer Erhebung dazu beantworten, 

ob die Immissionen einen wesentlichen Teil der Bevölkerung (weiterhin) in 

ihrem Wohlbefinden stören (vgl. Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV). Die Vorinstanzen 

haben somit die Bestimmungen des USG und der LRV vollständig korrekt 

angewandt; diese bieten eine (genügende) Grundlage für eine Erhebung 

zur Frage der Übermässigkeit der Geruchsimmissionen, die vom Schwei-

nemaststall des Beschwerdeführers nach Umsetzung der Sanierungs-

massnahmen noch verursacht werden. 

 

2.3. 

2.3.1. 

Der Beschwerdeführer scheint es hingegen auch ohne solche Erhebung für 

hinreichend gesicherte Erkenntnis zu halten, dass nach Umsetzung der Sa-

nierungsmassnahmen keine übermässigen Geruchsimmissionen mehr 

auftreten. Aus seiner Sicht werden die Windschutznetze durch Vermeidung 

von Windverfrachtungen zu einer Verbesserung der Geruchssituation bei-

tragen. Die Luft aus den drei bestehenden Kaminen werde neu in die Ab-

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luftwaschanlage eingeleitet. Die Gerüche aus dem Auslauf würden mit per-

forierten Absaugrohren entlang der Seitenwände in jeder Bucht (Absaug-

leistung ca. 2'000 m3 pro Stunde) zentralisiert und ebenfalls der Abluft-

waschanlage zugeführt. Es erfolge nur noch ein Luftaustritt aus der Abluft-

waschanlage rund 12 m über Terrain. Damit seien die Voraussetzungen 

gemäss FAT-Bericht Nr. 476 erfüllt, um bei der Lüftung (Korrekturfaktor fk7) 

einen Faktor von 0,8 (anstelle von 1,2) einzusetzen. Der geplante HK-Bio-

Luftwäscher weise die folgenden Leistungsdaten auf: Gerüche → Wir-

kungsgrad bis zu 90%; Staub → Wirkungsgrad mindestens 90%; Ammo-

niak→ Reduktion durchschnittlich 70%. Damit erfülle die Abluftwaschanla-

ge auch die Voraussetzungen dafür, dass wegen Geruchsreduzierung der 

Stallabluft (Korrekturfaktor fk8) bloss noch ein Faktor von maximal 0,3 (an-

stelle von 1,0) einzusetzen wäre. 

 

Dadurch verringere sich der Mindestabstand gemäss FAT-Bericht Nr. 476 

bei bewilligten 170 Schweinemastplätzen auf 30,8 m, was einen halben 

Mindestabstand von 15,4 m ergebe, der gegenüber keiner Wohnbaute in 

der Nachbarschaft des Schweinemaststalls unterschritten wäre. Damit 

könnten die Immissionen nicht mehr als übermässig bezeichnet werden. 

Es sei weiter zu erwähnen, dass ein Teil der Immissionskläger weggezogen 

und insofern nicht mehr betroffen sei. Andere Immissionskläger wohnten in 

einer deutlich grösseren Entfernung zum Schweinemaststall als die praxis-

gemäss für eine Betroffenheit vorausgesetzten 100 m. Gegenüber den 

übrigen Immissionsklägern werde mit den geplanten Sanierungsmassnah-

men der ganze Mindestabstand eingehalten. Es könne daher nicht mehr 

von einem wesentlichen Teil der Bevölkerung gesprochen werden, der in 

seinem Wohlbefinden erheblich gestört werde. 

 

Die Vorinstanz habe sich nicht mit den geruchsmindernden Massnahmen 

des Beschwerdeführers befasst, sondern bloss erwähnt, dass er aus den 

von ihm angeführten Vergleichsfällen nichts zu seinen Gunsten ableiten 

könne. Entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen hätten die Erstinstanz 

und die Abteilung Landwirtschaft Aargau das Potenzial der Abluftwaschan-

lage nicht berücksichtigt, weil sie dessen Einfluss auf die Geruchssituation 

bei Stallsystemen mit Ausläufen in Abrede gestellt hätten. Der Beschwer-

deführer habe Vergleichsbeispiele angeführt, um aufzuzeigen, dass sich 

die Lüftungstechnik weiterentwickelt habe und Abluftwaschanlagen auch 

bei solchen Stallsystemen Wirkungen erzielten. Die Vorinstanz habe den 

Sachverhalt in diesem Punkt unzureichend abgeklärt und ihr Ermessen un-

zureichend ausgeübt. 

 

2.3.2. 

Würde für die Lüftung ein Korrekturfaktor (fk7) von 0,8 eingesetzt, würde 

bei der Haltung von 170 Mastschweinen (Vor-, Endmast und Aufzucht) mit 

einer Geruchbelastung (GB) von 34 (170 x 0,2 pro Tier) und eines daraus 

resultierenden Normabstands von 111,63 m (vgl. Vorakten, act. 65) der 

 - 10 - 

 

 

Mindestabstand gemäss FAT-Bericht Nr. 476 immer noch 71,45 m (111,63 

x 0,8 [für die Aufstallung und Entmistung; fk3] x 0,8 [für die Lüftung; fk7]) 

betragen, und der halbe Mindestabstand folglich 35,7 m. Mit einem unbe-

stritten gebliebenen Abstand von 25 m gegenüber einer Wohnzone würde 

also der Mindestabstand weiterhin deutlich unterschritten. 

 

Nur wenn obendrein der Korrekturfaktor fk8 für die Geruchsreduzierung der 

Stallabluft von 1,0 auf 0,3 herabgesetzt würde, würde sich der Mindestab-

stand auf 21,43 m (111,63 m x 0,8 [für die Aufstallung und Entmistung; fk3] 

x 0,8 [für die Lüftung; fk7] x 0,3 [für die Geruchsreduzierung der Stallabluft; 

fk8]) verringern und läge – auch ohne Halbierung – unterhalb dem tatsäch-

lichen Abstand gegenüber einer Wohnzone. Die (volle) Berücksichtigung 

der Geruchsreduzierung der Stallabluft nach Massgabe des Systems des 

FAT-Berichts Nr. 476 verbietet sich jedoch allein schon deshalb, weil die 

Geruchsimmissionen im vorliegenden Fall nicht nur von der Stallabluft, son-

dern auch von der Abluft des Auslaufs herrühren. Ob sich die aus dem 

Aussenbereich stammenden Geruchsimmissionen mit einer Abluftwasch-

anlage in gleichem Masse reduzieren lassen wie die Stallabluft, ist zu be-

zweifeln, selbst wenn die Lüftungstechnik seit dem FAT-Bericht Nr. 476 aus 

dem Jahr 1995 in dieser Hinsicht enorme Fortschritte erzielt haben sollte.  

 

Trotz Verwendung von (vertikalen und horizontalen) Windschutznetzen um 

den Auslauf und die Absaugung von Luft im Auslauf mit perforierten Rohren 

entlang jeder Boxe dürfte es kaum gelingen, die Auslauf-Abluft in gleichem 

Masse der Abluftwaschanlage zuzuführen wie die Abluft aus einer ge-

schlossenen Gebäudehülle. Zu diesem nachvollziehbaren Schluss gelang-

ten auch die Abteilungen für Umwelt und Landwirtschaft Aargau (vgl. 

Erw. 2.7.2.1 des Entscheids vom 20. November 2023; Vorakten, act. 249 

Rückseite). Dies gilt umso mehr, als die Windschutznetze in den Winter-

monaten (November bis Februar) gemäss den Vorgaben des RAUS-Pro-

gramms nicht bzw. nicht über die gesamte Auslauffläche gespannt werden 

dürfen, weil sie diese beschatten (vgl. Anhang 6 Bst. B Ziff. 1.5 der Verord-

nung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 

2013 [Direktzahlungsverordnung, DZV; SR 910.13]). Im Entscheid vom 

20. November 2023, Erw. 2.7.2.1, hat die Abteilung für Umwelt sodann 

schlüssig dargelegt, dass und weshalb biologische Abluftreinigungsverfah-

ren im Temperaturbereich von 20–37°C effizienter sind und ein Fassen der 

Abluft im Aussenbereich aufgrund stark schwankender Temperaturen nicht 

oder weniger sinnvoll ist. Hinzu kommt, dass mit einem Wirkungsgrad von 

bis und mit 90% der gemäss FAT-Bericht Nr. 476 erforderliche minimale 

Wirkungsgrad von 80% nicht (jederzeit) gewährleistet ist. Beim stark und 

stechend riechenden Gas Ammoniak beträgt der durchschnittliche Wir-

kungsgrad jedenfalls lediglich 70% (vgl. Beschwerdebeilage 14; Vorakten, 

act. 188).  

 

 - 11 - 

 

 

Vor diesem Hintergrund verzichteten die Vorinstanzen zu Recht auf eine 

Verringerung des Mindestabstandes und stellten stattdessen darauf ab, 

dass die Geruchsimmissionen der Schweinemasthaltung nach Umsetzung 

der verfügten Sanierungsmassnahmen weiterhin übermässig sein könnten, 

weshalb eine Erhebung der Geruchsbelastung im sanierten Zustand nottut. 

Daran vermag auch das vom Beschwerdeführer schon bei der Abteilung 

für Umwelt vorgebrachte Vergleichsbeispiel einer anderen, anscheinend 

erfolgreich sanierten Tierhaltungsanlage mit Abluftwaschanlage nichts zu 

ändern, zumal die dortigen Abstände zu Wohnzonen offenbar wesentlich 

grösser sind als im vorliegenden Fall und die Vergleichbarkeit jener Anlage 

mit derjenigen des Beschwerdeführers mangels Kenntnis der genaueren 

Umstände auch noch in anderer Hinsicht nicht garantiert ist (vgl. Entscheid 

vom 20. November 2023, Erw. 2.7.2.1; Vorakten, act. 248). Vor Verwal-

tungsgericht bringt der Beschwerdeführer (erneut) nichts vor, was an dieser 

Einschätzung der Abteilung für Umwelt Zweifel aufkommen liesse. Auf-

grund seiner Mitwirkungspflicht (§ 23 Abs. 1 VRPG) hätte der Beschwerde-

führer dartun und belegen müssen, inwiefern sich die Verhältnisse beim 

Vergleichsobjekt 1:1 auf den vorliegenden Fall übertragen und verlässlich 

darauf schliessen lassen, dass die Verwendung einer Abluftwaschanlage 

die Geruchsimmissionen von Tierhaltungsanlagen mit oder ohne Auslauf 

ähnlich stark verringert und auch bei einem Abstand von nur 25 m zu einer 

Wohnzone keine übermässigen Geruchsimmissionen mehr erwarten lässt. 

Dergleichen ist seinen Eingaben bei der Abteilung für Umwelt, namentlich 

vom 16. Mai 2023 (Beschwerdebeilage 10; Vorakten, act. 190 f.), nicht zu 

entnehmen. Der Vorwurf an die Adresse der Vorinstanz betreffend unvoll-

ständige Abklärung des Sachverhalts geht daher fehl.  

 

Nicht stichhaltig ist schliesslich die Argumentation des Beschwerdeführers 

die Geruchsimmissionen seiner Schweinemasthaltung störten nur einen 

unwesentlichen Teil der Bevölkerung erheblich im Wohlbefinden. Richtig 

ist, dass sich innerhalb eines Radius von 53,5 m (halber Mindestabstand 

gemäss FAT-Bericht Nr. 476 im unsanierten Zustand; vgl. Vorakten, 

act. 65) oder 35,7 m (halber Mindestabstand gemäss FAT-Bericht Nr. 476 

bei einer Kaminlüftung senkrecht über Dach unter Verwendung eines Kor-

rekturfaktors fk7 von 0,8) um die Schweinemastanlage (Gebäude Nr. 415) 

nur einige wenige Wohnbauten befinden. Zumindest bei diesen Gebäuden 

lassen sich übermässige Geruchsimmissionen auch nach Umsetzung der 

Sanierungsmassnahmen aber nicht mit genügender Sicherheit oder Wahr-

scheinlichkeit ausschliessen, woran nichts ändert, dass die Immissionsklä-

ger, die darin wohnten (Immissionskläger 6–8 und 20; vgl. Vorakten, 

act. 17), mittlerweile weggezogen sind. Es ist davon auszugehen, dass 

neue Bewohner in die betreffenden Gebäude eingezogen sind, für welche 

die Geruchsbelastung nicht minder stark ist. Ob Geruchsimmissionen nur 

in einem Umkreis von 100 m rund um die Schweinemastanlage wahrzu-

nehmen sind (sog. Einwirkungsbereich), wie der Beschwerdeführer anzu-

nehmen scheint, ist mit Rücksicht darauf, dass die meisten Immissionsklä-

 - 12 - 

 

 

ger ausserhalb eines Radius von 100 m rund um das Gebäude Nr. 415 

wohnen (vgl. Vorakten, act. 17), mit erheblichen Zweifeln behaftet. Selbst 

wenn es aber so wäre und nur Wohnbauten im vom Beschwerdeführer er-

wähnten 100-m-Umkreis von Geruchsimmissionen betroffen wären, was 

immer noch auf relativ wenige Wohnbauten zutrifft, sind übermässige Ge-

ruchsimmissionen deswegen nicht ausgeschlossen (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 1C_260/2016 vom 6. Juni 2017, Erw. 4.4.4). Der wesentliche 

oder repräsentative Teil der Bevölkerung, der gemäss Art. 2 Abs. 5 lit. b 

LRV für die Annahme von übermässigen Immissionen im Wohlbefinden er-

heblich gestört bzw. beeinträchtigt werden muss, bezieht sich nicht auf die 

Gesamtbevölkerung einer Siedlung, sondern nur auf jenen Teil der Bevöl-

kerung, der die Geruchsimmissionen überhaupt wahrnimmt, d.h. der im 

Ausbreitungsgebiet wohnt. Der übrige, die Geruchsimmissionen nicht 

wahrnehmende Teil der Bevölkerung einer Siedlung kann durch diese von 

vornherein nicht gestört werden. Würde man stattdessen als Bezugsgrösse 

die Gesamtbevölkerung einer Siedlung heranziehen, wären übermässige 

Immissionen nur bei grossräumigen Ausbreitungen oder sehr dicht besie-

delten Gebieten denkbar. Um festzustellen, ob im vorliegenden Fall der von 

den Geruchsimmissionen betroffene Teil der Bevölkerung (innerhalb des 

Ausbreitungsgebiets oder Einwirkungsbereichs) davon erheblich im Wohl-

befinden gestört wird, bedarf es in Übereinstimmung mit den Vorinstanzen 

einer Erhebung. 

 

2.4. 

2.4.1. 

Diesbezüglich stellt sich der Beschwerdeführer (weiterhin) auf den Stand-

punkt, die Probanden-Begehung stelle eine zu kostenintensive und daher 

unverhältnismässige Erhebungsmethode dar, die seine Finanzen über-

mässig belaste. Mit geschätzten Kosten von Fr. 30'000.00 bis Fr. 50'000.00 

würden die Sanierungskosten nochmals um bis zu 50% erhöht. Die Vorin-

stanz habe sich – wie bereits die Erstinstanz – nicht mit der Frage befasst, 

ob es mildere bzw. kostengünstigere Möglichkeiten für den Nachweis der 

erfolgreichen Sanierung gäbe. Er (der Beschwerdeführer) habe vorge-

schlagen, nach Abschluss der Sanierungsarbeiten zunächst abzuwarten, 

ob die Beschwerdegegner (richtig: Immissionskläger, denn am vorliegen-

den Verfahren haben sich diese nicht beteiligt), soweit diese überhaupt 

noch legitimiert seien, erneut eine Immissionsklage gegen seine Schwei-

nemastanlage erheben würden oder eine Verbesserung der Geruchssitua-

tion feststellten. Sodann könnte zunächst ein Augenschein durch Ge-

meinde und Kanton angeordnet oder eine Befragung der betroffenen An-

wohner über die Häufigkeit der auftretenden Geruchsbelästigungen durch-

geführt werden. Diese Massnahmen wären mit tieferen Kosten für den Be-

schwerdeführer verbunden und stellten daher mildere Eingriffe in dessen 

Rechte dar. 

 

 - 13 - 

 

 

Das vorliegend "vorhandene Konfliktpotenzial" werde nicht in Abrede ge-

stellt. Es betreffe aber primär die Immissionskläger 1 und 2, deren Wohn-

bauten sich nach Umsetzung der Sanierungsmassnahmen mit einer ange-

passten Mindestabstandsrechnung ausserhalb der Hüllkurve des fragli-

chen Stalls befänden. Sie wären voraussichtlich nicht mehr legitimiert, eine 

erneute Klage einzureichen. In jedem Fall rechtfertige dieses Argument 

nicht, den Beschwerdeführer vorsorglich mit einer zusätzlichen Investition 

von Fr. 30'000.00 bis Fr. 50'000.00 zu belasten. Der Einschätzung der 

Vorinstanz, ein einzelner behördlicher Augenschein vermöge keine ausrei-

chende Sicherheit betreffend das Ausmass der Immissionen zu erbringen, 

könne nicht zugestimmt werden. Die Aussagekraft könne durch die Durch-

führung mehrerer Augenscheine bei unterschiedlichen Witterungsbedin-

gungen erhöht werden. Es gebe somit durchaus Erhebungsmethoden, die 

geeignet und weniger kostenintensiv als eine Probanden-Begehung seien. 

 

2.4.2. 

Den Vorinstanzen lässt sich entgegen den Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers nicht vorwerfen, sie hätten sich nicht mit anderen (milderen) Varianten 

von Erhebungen der Geruchsimmissionen befasst. Vielmehr haben sie die 

vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Alternativmassnahmen (behörd-

licher Augenschein oder Befragung der betroffenen Bevölkerung) geprüft 

und als weniger zwecktauglich als die angeordnete Probanden-Begehung 

verworfen bzw. in Bezug auf eine Befragung der betroffenen Bevölkerung 

auch eine Kosteneinsparung für den Beschwerdeführer angezweifelt.  

 

Gar nichts tun und die Erreichung des Sanierungsziels (Senkung der Ge-

ruchsimmission auf ein maximal zulässiges Mass, bei welchem keine er-

hebliche Störung im Wohlbefinden eines wesentlichen Teils der von den 

Immissionen betroffenen Bevölkerung mehr vorliegt) im Dunkeln zu lassen, 

stellte für die Vorinstanzen zu Recht keine valable Option dar. Das hiesse, 

die Durchsetzung des Umweltschutzrechts von der Opposition und der Be-

harrlichkeit der von den Immissionen betroffenen Bevölkerung abhängig zu 

machen. Im Übrigen muss man sich vor Augen halten, dass es über Jahre 

hinweg Reklamationen aus der Bevölkerung gegen die Schweinemasthal-

tung des Beschwerdeführers gab und die Anwohner, die sich schliesslich 

zu einer Immissionsklage formierten, nicht mehr und nicht weniger als die 

Stilllegung der Schweinemasthaltung des Beschwerdeführers forderten. 

Mit den angeordneten Sanierungsmassnahmen samt Erfolgskontrolle 

durch Probanden-Begehung ging die Abteilung für Umwelt weniger weit, 

was die Immissionskläger akzeptiert und den Entscheid vom 20. November 

2023 nicht an den Regierungsrat weitergezogen haben. Ohne Verifizierung 

dessen, ob die angeordneten Sanierungsmassnahmen überhaupt eine 

Wirkung zeitigen und fortan keine übermässigen Geruchsimmissionen 

mehr auftreten, stünde man jedoch wieder am Ausgangspunkt. Nur schon 

die erneute und aufgrund der verhärteten Fronten auch sehr wahrscheinli-

che Gegenwehr eines einzelnen unzufriedenen Anwohners würde dazu 

 - 14 - 

 

 

führen, dass zwingend mittels einer Erhebung überprüft werden müsste, ob 

kein entsprechender Verstoss gegen die Luftreinhalte-Verordnung mehr 

vorliegt. Eine endgültige Befriedung der Situation ist somit höchstens zu 

erwarten, wenn eine Erhebung sich über die Zulässigkeit von nicht (mehr) 

als übermässig einzustufenden Geruchsimmissionen ausweist oder die 

Schweinemasthaltung stillgelegt wird. Das belegen die Ausführungen der 

Immissionskläger in der Eingabe an die Vorinstanz vom 9. Februar 2024 

(Vorakten, act. 273 ff.) zur Genüge. 

 

Der Vorinstanz ist ferner darin beizupflichten, dass behördliche Augen-

scheine, auch wenn mehrere davon bei unterschiedlichen Wind- und Wet-

terverhältnissen durchgeführt würden, kein objektives und belastbares Er-

gebnis zur Frage der Übermässigkeit von Geruchsimmissionen liefern kön-

nen. Der Geruchsempfehlung des BAFU ist zu entnehmen, dass Erhebun-

gen im Sinne von Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV mittels standardisierter Verfahren 

und Kriterien durchzuführen sind, mit denen Geruchsimmissionen metho-

disch erfasst werden. Eine entsprechende Methodik, die vor allem deshalb 

unerlässlich ist, weil Geruchswahrnehmungen von den einzelnen Personen 

je nach ihrer Erfahrung und Exposition unterschiedlich ausfallen (vgl. Ge-

ruchsempfehlung, S. 7), vermag ein behördlicher Augenschein nicht zu bie-

ten. Stattdessen empfiehlt es sich unbedingt, auf die vom BAFU in der Ge-

ruchsempfehlung vorgestellten, wissenschaftlich entwickelten Methoden 

zurückzugreifen.  

 

Dazu gehören vorab die vom Beschwerdeführer gegenüber einer Proban-

den-Begehung favorisierten, in Anhang A2 (S. 18 ff.) der Geruchsempfeh-

lung beschriebenen mündlichen (nicht: telefonischen) oder schriftlichen Be-

fragungen anhand eines eigens dafür kreierten standardisierten Fragebo-

gens (im Anhang A5 der Geruchsempfehlung). Als erster Schritt muss da-

bei der Einwirkungsbereich der Geruchsquelle aufgrund der eingegange-

nen Beschwerden abgeschätzt oder anhand Ausbreitungsrechnungen 

nach Anhang A1 oder orientierende Begehungen bestimmt werden. Inner-

halb des Einwirkungsbereichs sind – allenfalls unter Beizug eines Experten 

– Befragungsgebiete mit einer homogenen Geruchsbelastung festzulegen, 

wofür der Abstand zur Quelle, die Hauptwindrichtung und die Topografie 

angemessen zu berücksichtigen sind. Zudem ist zwingend ein Kontrollge-

biet einzubeziehen, in welchem mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Im-

missionen der untersuchten Quelle zu erwarten sind (Geruchsempfehlung, 

S. 18 f.). Wichtig ist die Vermeidung einer Beeinflussung, z.B. durch Me-

dien, welche die Ergebnisse verfälschen könnte. Und erfahrungsgemäss 

sollten pro Befragungsgebiet mindestens 50 Haushalte angeschrieben und 

ein Rücklauf von mindestens 50% erreicht werden, damit eine Befragung 

als repräsentativ bezeichnet werden kann (Geruchsempfehlung, S. 19). 

Mündliche Befragungen müssten von speziell geschulten Interviewern 

durchgeführt werden (Geruchsempfehlung, S. 20). Auf den S. 20 f. und 22 

der Geruchsempfehlung werden schliesslich die Auswertung und Beurtei-

 - 15 - 

 

 

lung der Befragungsergebnisse beschrieben, die ebenfalls eine gewisse 

Expertise erfordern und mit denen folglich ein spezialisiertes Unternehmen 

betraut werden müsste.  

 

Aus alledem ergibt sich, dass sich die Methode der Befragungen im vorlie-

genden Fall nicht oder höchstens bedingt eignet, um festzustellen, ob die 

Geruchsimmissionen der Schweinemasthaltung des Beschwerdeführers 

übermässig sind. Zum einen gibt die Vorinstanz zu Recht zu bedenken, 

dass das vorhandene und vom Beschwerdeführer auch anerkannte Kon-

fliktpotenzial zwischen ihm und (einzelnen) Anwohnern gegen eine Anwen-

dung dieser Methode spricht. Eine Beeinflussung der befragten Personen 

durch einzelne Anwohner, denen der Beschwerdeführer selbst einen ho-

hen Anteil am entstandenen Konflikt zuschreibt, lässt sich nicht ausschlies-

sen. Auf der anderen Seite ist fraglich, ob der Beschwerdeführer seinerseits 

ein für ihn negatives Befragungsergebnis, speziell vor dem Hintergrund 

möglicher Beeinflussungen durch einzelne Anwohner, akzeptieren würde. 

Derweil gewährleistet die von der Abteilung für Umwelt angeordnete und 

von der Vorinstanz bestätigte, in Anhang 3 (S. 23 ff.) der Geruchsempfeh-

lung beschriebene Begehung durch ortsfremde und auf ihre geruchssenso-

rische Eignung überprüfte Probanden auf jeden Fall unabhängige und ver-

mutlich auch qualifiziertere Resultate.  

 

Zum anderen dürften aufgrund der kleinräumigen Verhältnisse von den Ge-

ruchsimmissionen der Schweinemasthaltung des Beschwerdeführers ins-

gesamt zu wenig Haushalte in einem zu unterschiedlichen Ausmass (für 

die Bildung von homogenen Befragungsgebieten mit mindestens 50 Haus-

halten) betroffen sein, um repräsentative Ergebnisse liefern zu können. 

Auch die Geruchsempfehlung, S. 11 und 23, rät in solchen Situationen da-

zu, (anstelle von Befragungen) bevorzugt Probanden-Begehungen anzu-

wenden, wenn eine standardisierte, von den Betroffenen unabhängige Be-

urteilung mit hoher Rechtssicherheit notwendig wird, weil ein zu hohes Kon-

fliktpotenzial oder zu wenige Betroffene wissenschaftlich fundierte Befra-

gungen ausschliessen.  

 

In Würdigung der gesamten Umstände ist somit nicht zu beanstanden, 

dass sich die Abteilung für Umwelt für die Erhebungsmethode der Proban-

den-Begehung entschieden hat. Es handelt sich um eine bezogen auf die 

konkreten Verhältnisse im vorliegenden Fall klar geeignetere Massnahme 

als Befragungen der betroffenen Bevölkerung und erst recht als sich keiner 

wissenschaftlichen Methodik bedienende und daher zur Feststellung von 

übermässigen Geruchsimmissionen völlig untauglich erscheinende be-

hördliche Augenscheine. Abgesehen davon erscheint dem Verwaltungsge-

richt der Hinweis der Vorinstanz berechtigt, dass auch seriös vorbereitete 

und durchgeführte, wissenschaftlich fundierte Befragungen mit professio-

neller Auswertung und Beurteilung der Ergebnisse hohe Kosten verursa-

chen würden, die nicht oder nicht bedeutend geringer wären als die Kosten 

 - 16 - 

 

 

für eine Probanden-Begehung. Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Art. 5 

Abs. 2 BV) ist demgemäss gewahrt.  

 

3. 

3.1. 

In Bezug auf den vom Beschwerdeführer beantragten Stillstand der Sanie-

rungsfrist während allfälliger Rechtsmittelverfahren gegen die Baubewilli-

gung für Sanierungsmassnahmen gelangte die Vorinstanz zum Schluss, 

dem Beschwerdeführer fehle es an einem aktuellen und praktischen Inte-

resse an einer entsprechenden Änderung des Entscheids der Abteilung für 

Umwelt vom 20. November 2023. Im jetzigen Zeitpunkt sei noch nicht ein-

mal klar, ob der Beschwerdeführer für die Sanierungsmassnahmen über-

haupt ein Baubewilligungsgesuch einreichen werde. Damit erweise sich die 

Frage nach der Notwendigkeit eines Fristenstillstands für den Fall der 

Rechtsmittelerhebung gegen eine allfällige Baubewilligung als rein hypo-

thetisch. In ihrer Stellungnahme vom 20. Februar 2024 habe die Abteilung 

für Umwelt für den Fall der Fälle eine Verlängerung der Sanierungsfrist in 

Aussicht gestellt. Mangels aktueller Beschwer sei auf die Beschwerde in 

diesem Punkt nicht einzutreten. 

 

Selbst wenn aber der Beschwerdeführer aktuell beschwert wäre, erwiese 

sich seine Beschwerde als unbegründet. Die Sanierungsfrist habe zum 

Zweck, dass die Schweinemasthaltung des Beschwerdeführers möglichst 

rasch keine übermässigen Geruchsimmissionen mehr verursache. Der 

vom Beschwerdeführer verlangte Stillstand der Sanierungsfrist biete Raum 

für verschiedene Verzögerungsmöglichkeiten. Ausserdem bestünden noch 

andere prozessuale Mittel, um situationsgerecht die verzögernde Wirkun-

gen von Rechtsmitteln zu verhindern (Entzug der aufschiebenden Wirkung 

gemäss § 46 Abs. 1 VRPG oder Gestattung eines vorzeitigen Baubeginns 

gemäss § 46 Abs. 2 VRPG [i.V.m. § 65 Abs. 2 des Gesetzes über Raum-

entwicklung und Bauwesen vom 19. Januar 1993 {Baugesetz, BauG; 

SAR 713.100}]). Es mache frühestens dann Sinn, über solche Massnah-

men zu befinden, wenn sich anhand von eingereichten Einwendungen ab-

schätzen lasse, wie umstritten das Bauvorhaben des Beschwerdeführers 

sei (angefochtener Entscheid, Erw. 2).  

 

3.2. 

Der Beschwerdeführer kritisiert, ohne den von ihm beantragten Fristenstill-

stand könnten seine Bemühungen zur Sanierung seines Schweinemast-

stalls in schikanöser Weise unterlaufen werden und ihn in einen "Mehrfron-

ten-Krieg" mit der Baubewilligungsbehörde bezüglich der Baubewilligung 

und der Abteilung für Umwelt bezüglich der Verlängerung der Sanierungs-

frist verwickeln. Ein solches Fristenregime sei willkürlich und schikanös. Es 

entspreche der allgemeinen Praxis in Sanierungsverfahren, dass bei Ver-

zögerungen, die nicht vom Betreiber der zu sanierenden Anlage zu verant-

worten seien, die Fristen stillstünden. 

 - 17 - 

 

 

 

Er (der Beschwerdeführer) habe mehrfach bestätigt, dass er die geplanten 

Sanierungsmassnahmen umsetzen wolle. Tue er dies nicht innerhalb von 

12 Monaten seit Rechtskraft des Sanierungsentscheids, dürfe er keine 

neuen Schweine mehr einstallen. Dieses Risiko bestehe insbesondere im 

Falle von Verzögerungen durch baurechtliche Einsprachen gegen die Sa-

nierungsmassnahmen. In einem solchen Szenario wäre er dem "Goodwill" 

der Abteilung für Umwelt ausgeliefert, um neue Schweine einstallen zu kön-

nen. Dass diese in solchen Situationen "in der Regel" Fristverlängerungen 

gewähre, sei keine Garantie dafür, dass auch er im konkreten Fall von einer 

Fristverlängerung profitieren könnte. Insofern sei die Verneinung eines ak-

tuellen und praktischen Interesses an der von ihm beantragten Fristenstill-

standregelung widersprüchlich und falsch. 

 

Gar keinen Sinn ergebe die von der Vorinstanz präsentierte materielle 

Eventualbegründung. Zwar habe die Sanierungsfrist tatsächlich zum 

Zweck, dass Sanierungsmassnahmen rasch umgesetzt würden. Die bean-

tragte Anpassung des Fristenregimes würde aber ihm (dem Beschwerde-

führer) keinen Raum für Verzögerungstaktiken bieten. Er habe den Antrag 

bewusst so gestellt und derart eng formuliert, dass die Sanierungsfrist nur 

stillstehe, wenn Dritte Rechtsmittel gegen die baulichen Massnahmen zur 

Verbesserung der Geruchssituation ergreifen würden. Es mute äusserst 

zynisch an, wenn ihn die Vorinstanz bezüglich der Erhebung der Geruchs-

immissionen nicht dem "subjektiven Wohlwollen seiner Nachbarn auslie-

fern wolle" und deshalb deren Befragung als Erhebungsmethode aus-

schliesse, aber gleichzeitig nichts dagegen einzuwenden habe, dass die 

Nachbarn durch baurechtliche Einsprachen und Rechtsmittel die Umset-

zung der Sanierungsmassnahmen verzögern und dadurch die Einstallung 

von neuen Schweinen verhindern könnten. 

 

3.3. 

In der Tat kann dem Beschwerdeführer ein aktuelles und praktisches Inte-

resse an der von ihm verlangten Fristenstillstandregelung eher nicht abge-

sprochen werden, weil diese Regelung seine Rechtsposition im Falle von 

nicht rechtsgenüglich auszuschliessender Opposition in einem mutmass-

lich erforderlichen baurechtlichen Verfahren gegen die von ihm zu ergrei-

fenden Sanierungsmassnahmen eindeutig stärken würde. Demzufolge be-

stand gegen die Zulässigkeit seiner Beschwerde in diesem Punkt kein le-

gitimationsrechtliches Hindernis.  

 

In der Sache ist indessen die Haltung der Vorinstanz vertretbar, dass mit 

der in Frage stehenden Fristenstillstandregelung Raum für weitere Verzö-

gerungen bei der Umsetzung der vom Beschwerdeführer nicht angefochte-

nen Sanierungsmassnahmen eröffnet würde, und zwar nicht nur für Verzö-

gerungen, für die der Beschwerdeführer keine Verantwortung trägt. Durch 

Absprache mit einem zur baurechtlichen Einwendung und zu anschliessen-

 - 18 - 

 

 

den Beschwerden gegen die Baubewilligung berechtigten Dritten könnte 

der Beschwerdeführer eine ihm unliebsame und kostenintensive Sanierung 

um weitere Jahre verzögern. Wenn er ernsthaft gewillt wäre, die ihm aufer-

legten Sanierungsmassnahmen rasch umzusetzen, hätte er dafür zeitnah 

nach dem Entscheid der Abteilung für Umwelt vom 20. November 2023 ein 

Baugesuch stellen können. Seine diesbezügliche Untätigkeit zeugt von 

einer geringen Umsetzungsbereitschaft, was das Risiko für weitere Verzö-

gerungsmanöver als erhöht erscheinen lässt. Andererseits gibt es keinen 

Grund zur Annahme, dass sich die zuständige Baubehörde (Gemeinderat 

Q._____ und kantonale Abteilung für Baubewilligungen) einem Antrag auf 

vorzeitigen Baubeginn für amtlich verfügte Sanierungsmassnahmen ver-

weigern und zudem die Abteilung für Umwelt eine Fristverlängerung für die 

Sanierungsmassnahmen ohne konkrete Hinweise auf eine Beteiligung des 

Beschwerdeführers an Verzögerungshandlungen ablehnen würden. Dem 

"Goodwill" der Abteilung für Umwelt wäre der Beschwerdeführer dabei in-

sofern nicht ausgesetzt, als er eine verweigerte Verlängerung der Sanie-

rungsfrist bei Bedarf wiederum bei den Rechtsmittelinstanzen anfechten 

könnte, samt Antrag auf Erlass einer vorsorglichen Fristverlängerung. 

 

Entsprechend besteht auch insoweit kein Anlass, den vorinstanzlichen Ent-

scheid zu korrigieren.   

 

4. 

Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Beschwerde als unbegrün-

det und ist abzuweisen. Weil der Erfolg der angeordneten Sanierungs-

massnahmen im Hinblick auf die erforderliche Reduktion der Geruchsim-

missionen bis zur Grenze der nicht mehr erheblichen Störung des Wohlbe-

findens eines wesentlichen Teils der davon betroffenen Bevölkerung unsi-

cher ist und nicht auf andere, kostengünstigere Weise objektiv und verläss-

lich festgestellt werden kann, ist die Verpflichtung des Beschwerdeführers 

zur Durchführung bzw. Beauftragung einer Erfolgskontrolle in Form einer 

Probanden-Begehung recht- und verhältnismässig.  

 

Für die Anordnung eines Stillstandes der Sanierungsfrist während allfälliger 

Rechtsmittelverfahren gegen die Baubewilligung für die (baulichen) Sanie-

rungsmassnahmen besteht kein zwingender Bedarf. Vielmehr könnte eine 

solche Anordnung unerwünschte Anreize für weitere Verzögerungen bei 

der Umsetzung der Sanierungsmassnahmen setzen. 

 

III. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die verwal-

tungsgerichtlichen Verfahrenskosten zu tragen (§ 31 Abs. 2 VRPG). Par-

teikosten sind keine zu ersetzen, auch nicht an die obsiegenden, aber nicht 

anwaltlich vertretenen Parteien Regierungsrat und Gemeinderat Q._____ 

(§ 29 VRPG). 

 

 - 19 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 3'000.00, sind vom Beschwerdeführer zu bezahlen. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter) 

den Regierungsrat 

den Gemeinderat Q._____ 

das Bundesamt für Umwelt 

 

Mitteilung an: 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für Umwelt 

das Departement Finanzen und Ressourcen, Landwirtschaft Aargau 
 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-recht-

lichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des Bun-

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichts-

gesetz, BGG; SR 173.110]). 

 

 
 

 - 20 - 

 

 

   

Aarau, 1. Dezember 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Winkler Ruchti