# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e58aeedc-80ed-5048-b8d6-ffe073c6f875
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.03.2024 200 2023 808
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-808_2024-03-25.pdf

## Full Text

200 23 808 IV
JAP/IMD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. März 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezog zwischen dem 1. Juni 2013 und dem 31. Juli 2014 eine ganze Rente 
der Invalidenversicherung (IV; Akten der IV [act. II] 100; Urteil des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Mai 2015, IV/2015/180 [act. II 
111]). Auf eine im Oktober 2015 erfolgte Neuanmeldung (act. II 120) trat 
die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit unangefochten ge-
bliebener Verfügung vom 16. Februar 2016 (act. II 134) nicht ein.

Nach erneuter Anmeldung zum Leistungsbezug im August 2018 (act. II 
147) verneinte die IVB mit Verfügung vom 20. April 2020 (Akten der IV 
[act. IIA] 198) bei einem Invaliditätsgrad von 20 % einen Rentenanspruch. 
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies die dagegen erhobene 
Beschwerde (act. IIA 201 S. 3 ff.) mit Urteil vom 1. Oktober 2020, 
IV/2020/379, ab (act. IIA 208). Das Bundesgericht bestätigte dieses Urteil 
mit Entscheid vom 14. April 2021, 8C_696/2020 (act. IIA 221).

B.

Noch während des beim Bundesgericht hängigen Beschwerdeverfahrens 
meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine gesundheitliche Ver-
schlechterung wiederum bei der IVB zum Leistungsbezug an (Brief vom 
4. Januar 2021 [act. IIA 214]). Die IVB tätigte erwerbliche und medizinische 
Abklärungen. Gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten der C.________ 
AG (MEDAS) vom 22. Mai 2023 (Akten der IV [act. IIB] 285.1-285.9) stellte 
sie mit Vorbescheid vom 16. Juni 2023 (act. IIB 293) die Verneinung eines 
Rentenanspruchs in Aussicht. Nach dagegen erhobenen Einwänden (act. 
IIB 296) und einer diesbezüglichen Stellungnahme des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes vom 27. September 2023 (act. IIB 303 f.) verfügte sie am 
11. Oktober 2023 wie angekündigt (act. IIB 305). 

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C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
B.________, mit teilweise handschriftlich verfasster Eingabe vom 13. No-
vember 2023 Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 14. November 2023 (zunächst per Fax) machte die 
Rechtsvertreterin materielle Ausführungen und stellte Antrag auf Aufhe-
bung der angefochtenen Verfügung und Zusprache einer ganzen Invaliden-
rente. Am 19. November 2023 reichte sie ein bereinigtes Doppel (Maschi-
nenschrift) der Beschwerde vom 13. November 2023 zu den Akten.

Mit Eingabe vom 8. Dezember 2023 reichte die Rechtsvertreterin einen 
Bericht des Spitals D.________ vom 16. November 2023 (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 14) ein.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 10. Januar 
2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 29. Januar 2024 replizierte der Beschwerdeführer.

Am 16. Februar 2024 ging eine weitere Eingabe des Beschwerdeführers 
vom 14. Februar 2024 samt Verlaufsbericht von Prof. Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 31. Januar 2024 
(act. I 17) beim Verwaltungsgericht ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. Oktober 2023 
(act. IIB 305). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine schwere 
Verletzung des rechtlichen Gehörs dahingehend geltend, dass ihm im Ein-
wandverfahren verweigert worden sei, die Rohdaten bezüglich der SKID-II-
Diagnostik (Strukturiertes Klinisches Interview für DSM-Diagnostik) einzu-
sehen (Beschwerde S. 3 Ziff. 1; Replik S. 3; act. IIB 296 S. 4, 301; vgl. act. 
I 4).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-

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wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Als dessen Teilgehalt umfasst der An-
spruch auf rechtliches Gehör auch das Recht, Einsicht in sämtliche verfah-
rensbezogenen Akten zu nehmen, die geeignet sind, Grundlage eines 
späteren Entscheids zu bilden (BGE 143 V 71 E. 4.1 S. 72; SVR 2021 AHV 
Nr. 17 S. 53 E. 2.1). Aus Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich nach ständiger 
Rechtsprechung indessen kein Anspruch auf Einsicht in rein interne Akten, 
die für die interne Meinungsbildung bestimmt sind und welchen kein Be-
weischarakter zukommt (BGE 129 V 472 E. 4.2.2 S. 478, 125 II 473 E. 4a f. 
S. 474, 115 V 297 E. 2g/aa S. 303). Dementsprechend besteht auch im 
Rahmen einer Begutachtung grundsätzlich kein Anspruch auf Einsicht in 
die der internen Meinungsbildung dienenden Notizen des Gutachters oder 
generell in das Gutachten vorbereitende Arbeitsunterlagen, wie Hilfsmittel 
für die Erstellung eines Gutachtens, etwa schriftliche Aufzeichnungen über 
Testergebnisse oder andere Befunde. Das Gericht kann indessen zum Bei-
zug solcher Dokumente verpflichtet sein, wenn dies im Einzelfall zur Über-
prüfung der Grundlagen und Schlussfolgerungen eines Gutachtens ange-
zeigt erscheint (zum Ganzen: SVR 2011 IV Nr. 47 S. 142; Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 9. November 2017, 8C_466/2017, E. 4.1.2 
m.w.H.).

2.3 Nach dem Dargelegten besteht grundsätzlich kein Anspruch auf 
Einsicht in den vom Exploranden ausgefüllten und als interne Akten zu 
qualifizierenden Screeningfragebogen des SKID-II (vgl. dazu etwa REN-
TROP/MÜLLER/BÄUML [Hrsg.], Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychothera-
pie, 4. Aufl. 2009, S. 12 f.). In nachvollziehbarer Weise bezeichnete die 
MEDAS ihre diesbezügliche "Geheimhaltung" in der an die Beschwerde-
gegnerin adressierte E-Mail vom 29. August 2023 (act. IIB 301 S. 1) als 
selbstverständlich, zumal zum Bezug dieser Tests gegenüber dem Anbieter 
zum Schutz vor Missbrauch durch unkontrollierte Weiterverbreitung eine 
Facharzturkunde Psychiatrie und Psychotherapie oder ein Diplom in Psy-
chologie vorzulegen seien. Ebenso wies die MEDAS zutreffend darauf hin, 
dass es sich bei den Tests nicht um eine Interpretation, sondern um eine 
Auswertung handle. Der Beizug dieses Dokuments zur Überprüfung der 
Grundlagen und Schlussfolgerungen des psychiatrischen Teilgutachtens 

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war – wie nachfolgend aufgezeigt wird – nicht angezeigt. Eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs liegt damit nicht vor.

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG und der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) in Kraft 
getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; AS 2021 705). In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 148 V 162 E.  3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213). Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 11. Oktober 2023 
(act. IIB 305), womit sie nach dem Inkrafttreten der WEIV vom 19. Juni 
2020 erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen 
Entstehung eines Rentenanspruchs mit Blick auf die im Januar 2021 erfolg-
te Neuanmeldung (act. IIA 214) vor dem 1. Januar 2022 (vgl. Art. 29 Abs. 1 
IVG), weshalb die diesbezüglichen Bestimmungen des IVG, des ATSG und 
der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung massgebend sind 
(fortan aArt; vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozial-
versicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversiche-
rung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

3.2 Was die im Januar 2023 in Auftrag gegebene (act. IIA 260) und im 
Februar bzw. März 2023 durchgeführte (act. IIB 285.1 S. 3 Ziff. 2) polydis-
ziplinäre Begutachtung durch die MEDAS betrifft, sind nach dem allgemei-
nen intertemporalrechtlichen Grundsatz (vgl. E. 3.1 hiervor) in Bezug auf 
die verfahrensrechtlichen Grundsätze zur Auswahl einer sachverständigen 
Person, die Partizipationsrechte der versicherten Personen sowie die 
Durchführung der Begutachtung als solche die ab 1. Januar 2022 gelten-
den Bestimmungen der WEIV massgebend.

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

3.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist 
(BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221).

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

3.5 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gülti-
gen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versi-
cherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 
sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

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3.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

3.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.8

3.8.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 
die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Inva-
lidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. 
Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn 
angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls 
sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. 
SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung soll ver-
hindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112; 
Entscheid des BGer vom 26. Juni 2023, 8C_661/2022 [zur Publikation vor-
gesehen], E. 3.6.2; SVR 2022 IV Nr. 35 S. 115 E. 5.1).

3.8.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-

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sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

3.8.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.8.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

4.

4.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
vom 4. Januar 2021 (act. IIA 214) eingetreten ist und den Rentenanspruch 
in der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2023 (act. IIB 305) mate-
riell geprüft hat. Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – vom Gericht 
nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob 
im massgebenden Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 
20. April 2020 (act. IIA 198) und der Verfügung vom 11. Oktober 2023 (act. 
IIB 305) eine Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten 

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ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer für den Leistungsanspruch 
erheblichen Weise zu beeinflussen.

4.2 In medizinischer Hinsicht basierte die rechtskräftige Verfügung 
vom 20. April 2020 (act. IIA 198; vgl. VGE IV/2020/379 [act. IIA 208]; 
BGer 8C_696/2020 [act. IIA 221]) auf dem von Dr. med. F.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstellten psychiatrischen 
Gutachten vom 26. September 2019 (act. II 171.1) bzw. dessen Stellung-
nahme vom 12. Februar 2020 (act. IIA 194). Der Gutachter diagnostizierte 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein paranoides Zustandsbild (ICD-
10 F22.0); als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er 
eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0; act. II 171.1 S. 32 Ziff. 6). Er 
attestierte eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % in jedweder 
Tätigkeit (act. II 171.1 S. 37 Ziff. 8.2; act. IIA 194 S. 2). 

4.3 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2023 
(act. IIB 305) stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das MEDAS-
Gutachten vom 22. Mai 2023 (act. IIB 285.1-285.9). Diesem sind die fol-
genden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen 
(act. IIB 285.1 S. 7 Ziff. 4.3):

1. Fatigue-Syndrom (ICD-10 G93.3) bei St. n. Morbus-Hodgkin-Erkran-
kung (ICD-10 C81.9), ED 2010, Rezidiv 2012, St. n. nach Chemothe-
rapie und Radiotherapie (2010) sowie Hochdosis-Chemotherapie und 
autologer Stammzellentransplantation (2013), seither in kompletter 
Remission

2. Polyneuropathie bei Z. n. Krebserkrankung (Morbus Hodgkin) mit 
konsekutiver Hochdosis-Chemotherapie (vier Zyklen) und zusätzli-
chem Diabetes mellitus, Erstsymptomatik 01/2011, Erstdiagnose 
11/2020 (ICD-10 G62.88)

3. Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (MRI LWS vom 08.04.2010: 
Nachweis einer kleinen, extraforaminalen Diskushernie rechts, Höhe 
L2/3 ohne wesentliche Beeinträchtigung der L2-Wurzel; MR LWS vom 
28.01.2020: relative Enge in Segment LWK 5 / SWK 1 rechts mit Tan-
gierung der Nervenwurzel S1 rechts, eine Neurokompression ist ge-
gebenenfalls unter Belastung möglich; ICD-10 M54.5)

4. Zervikovertebrales und -spondylogenes Schmerzsyndrom (MRI HWS 
vom 16.08.2021: foraminale Stenosen HWK 5/6 rechts und HWK 6/7 
beidseits; ICD-10 M54.2).

In internistischer Hinsicht führte Dr. med. G.________, Fachärztin für All-
gemeine Innere Medizin und für Allergologie und klinische Immunologie, 

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aus, es bestünden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
(act. IIB 285.3 S. 8 Ziff. 6.3).

Aus dem von Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemein Innere Medizin 
und für Hämatologie, verfassten onkologischen Teilgutachten geht hervor, 
derzeit könne von einer kompletten Remission des Morbus Hodgkin aus-
gegangen werden. Somit seien aus rein onkologischer Sicht Einschränkun-
gen der Arbeitsfähigkeit nach zehn Jahren rezidivfreiem Krankheitsverlauf 
durch die Lymphomerkrankung per se nicht ausreichend begründet. Aller-
dings klage der Explorand auch über eine Erschöpfung, die in den Unterla-
gen bereits als eine Cancer-related Fatigue (CrF) gewertet werde. Es be-
stehe Tumorfreiheit, klinisch sichere Hinweise auf eine tumorassoziierte 
Krankheitsaktivität fänden sich nicht. In den Laboruntersuchungen fänden 
sich keine Hinweise auf eine signifikante sekundär organspezifische Ursa-
che einer Fatigue-Symptomatik. Nichtsdestotrotz könne auch nach vielen 
Jahren eine Fatigue-Symptomatik persistieren. Diese werde aus onkologi-
scher Sicht als allenfalls sehr geringer Teil der Gesamtsymptomatik einge-
ordnet und in einer Grössenordnung von etwa 25 % Einschränkung des 
Leistungsvermögens (bezogen auf ein 100 %-Pensum) in angestammter 
und 10 - 20 % in adaptierter Tätigkeit gewertet (act. IIB 285.4 S. 10 f. 
Ziff. 6.3). Schwere und schwerste körperliche Tätigkeiten seien nicht mehr 
vorstellbar. Leichte Tätigkeiten ohne hohe körperliche Anforderungen, ins-
besondere in Bezug auf exogene Belastungsfaktoren (v.a. sehr starke Hit-
ze oder Temperaturen unter null Grad) sollten in einem Pensum von sieben 
Stunden (80 %) täglich möglich sein (act. IIB 285.4 S. 12 Ziff. 7.2, S. 13 
Ziff. 8). 

Dr. med. I.________, Fachärztin für Neurologie, hielt aus neurologischer 
Sicht fest, in Zusammenschau der ausführlichen Anamnese, des neurologi-
schen Untersuchungsbefundes sowie der Aktenlage sei von einer Poly-
neuropathie gemischter Ätiologie bei Zustand nach Krebserkrankung (Mor-
bus Hodgkin) mit konsekutiver Hochdosis-Chemotherapie und zusätzli-
chem Diabetes mellitus auszugehen. Die Missempfindungen an allen vier 
Extremitäten fänden Einordnung im Rahmen der Polyneuropathie. Die 
Symptome der Polyneuropathie seien aktuell nicht sehr weit fortgeschritten 
(keine Stand- oder Gangataxie). Zudem könne eine Neurapraxie (leichteste 

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Form von Nervenschädigung) des Nervus peroneus superficialis rechts bei 
Zustand nach Ganglionexzision und Ganglionrezidiv am ventralen oberen 
Sprunggelenk bestätigt werden. Bezüglich der foraminalen Stenosen HWK 
5/6 und HWK 6/7 beidseits finde sich kein neurologisches Korrelat bei feh-
lenden objektivierbaren dazu passenden sensomotorischen Ausfällen 
(act. IIB 285 S. 10 Ziff. 6.3). In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit (act. IIB 285.5 S. 12 f. Ziff. 8).

Dem orthopädisch-traumatologischen Teilgutachten von Dr. med. 
J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, ist zu entnehmen, dass sich in der klinischen Unter-
suchung klassische pathologische Befunde, jedoch auch Zeichen der Ver-
deutlichung gefunden hätten. Bezüglich der lumbospondylogenen und der 
zervikovertebralen/-spondylogenen Schmerzsymptomatik habe sich in der 
klinischen Untersuchung keine radikuläre Symptomatik gezeigt. Aktuell 
seien die Beschwerden nicht sehr ausgeprägt. Das aktuelle HWS-MRI zei-
ge foraminale Stenosen auf den Höhen HWK 5/6 rechts und HWK 6/7 
beidseits. Weder anamnestisch noch klinisch ergäben sich Hinweise, dass 
diese aktuell symptomatisch wären (act. IIB 285.6 S. 10 Ziff. 6.2). Der Ex-
plorand sei in der Lage, körperlich nur leichte bis mittelschwere Tätigkeiten 
auszuüben (act. IIB 285.6 S. 14 Ziff. 7.2). In einer angepassten Tätigkeit 
bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit (act. IIB 285.6 S. 15 Ziff. 8).

In psychiatrischer Hinsicht hielt Dr. med. K.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie und für Neurologie, fest, während der Untersu-
chung habe sich eine für die Arbeitsfähigkeit relevante Krankheitsentität 
nicht ermitteln lassen. Es hätten sich lediglich eine undifferenzierte Somati-
sierungsstörung (ICD-10: F45.1) sowie – ausschliesslich aktenanamnes-
tisch – der Verdacht auf vermeintliche Präsenz einer wahnhaften Störung 
(ICD-10: F22.0) ergeben. Es habe Widersprüche zwischen dem Verhalten 
des Exploranden in der Untersuchungssituation und der Beschreibung sei-
nes Alltages gegeben. Das Auftreten sei sehr dynamisch, rechthaberisch 
und mit sehr starkem Willen gewesen, den Gutachter zu überzeugen, dass 
alles, was er sage, so stimme und zweifelsfrei als Tatsache im Raum stehe 
(act. IIB 285.7 S. 9 Ziff. 6.2). Die verschiedenartigen aktuell zur Darstellung 
gebrachten Symptomkonstellationen erklärten sich völlig hinreichend vor 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 13

dem Hintergrund von Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der 
Lebensbewältigung (ICD-10: Z73) im Sinne einer Akzentuierung von Per-
sönlichkeitszügen mit paranoid-deprimierter, hypochondrischer sowie parti-
ell querulatorischer Komponente (act. IIB 285.7 S. 10 Ziff. 6.3). 

Im Rahmen der Konsensbeurteilung erachteten die MEDAS-Gutachter den 
Beschwerdeführer aufgrund der CrF in einer optimal adaptierten Tätigkeit 
als zu maximal 20 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (act. IIB 285.1 
S. 9 Ziff. 4.3, S. 11 Ziff. 4.7). Der Beschwerdeführer sei in der Lage, körper-
lich nur leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne exogene Belastungsfak-
toren (z.B. starke mechanische oder thermische Belastungen) auszuüben. 
Dies mit der Möglichkeit, sich immer wieder auch hinsetzen zu können und 
der Möglichkeit der eigen gewählten Positionswechsel. Nicht zumutbar sei-
en Gerüst- und Leitertätigkeiten oder an anderen Orten mit Absturzgefahr 
(keine Eigen- oder Fremdgefährdung), Tätigkeiten mit repetitivem Heben 
von Lasten über 15 kg und Arbeiten in Zwangshaltungen. Eine wechselnde 
Tätigkeit mit Sitzen, Stehen und Gehen sei anzuraten (act. IIB 285.1 S. 10 
Ziff. 4.7). Im Vergleich zur medizinischen Aktenlage, die der Verfügung vom 
20. April 2020 zu Grunde gelegen habe, sei neu eine Neurapraxie ab Sep-
tember 2020 und eine Polyneuropathie ab November 2020 gesichert, zu-
dem bestehe ein chronisches Zervikalsyndrom bei foraminalen Stenosen 
HWK 5/6 rechts und HWK 6/7 beidseits mit Erstdiagnose im August 2021 
(act. IIB 285.1 S. 12 Ziff. 4.9/2.).

4.4

4.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 14

4.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.4.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

4.5 Das MEDAS-Gutachten vom 22. Mai 2023 (act. IIB 285.1-285.9)
– basierend auf einer allgemein-internistischen, onkologischen, neurologi-
schen, orthopädisch-traumatologischen und psychiatrischen Untersuchung 
– erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.4.2 f. 
hiervor). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Ab-
klärungen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der 
geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beur-
teilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die ge-
zogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvoll-
ziehbar, umfassend und einlässlich begründet. Die Beurteilung des Ge-
sundheitszustandes erfolgte unter Einbezug sämtlicher hier relevanter me-
dizinischer Fachdisziplinen und beruht auf kongruenten Einschätzungen 
anlässlich der interdisziplinären Konsensbeurteilung (vgl. act. IIB 285.1 S. 5 
ff. Ziff. 4 ff.). Das von den Gutachtern erstellte Zumutbarkeitsprofil (act. IIB 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 15

285.1 S. 10 Ziff. 4.7) trägt den körperlichen Einschränkungen des Be-
schwerdeführers vollumfassend Rechnung. Dem Gutachten (inkl. Teilgut-
achten) kommt somit voller Beweiswert zu. Daran ändert die vom Be-
schwerdeführer geäusserte Kritik nichts.

4.5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die MEDAS habe eine falsche 
Tatsache beurkundet, indem sie für den nach durchgeführter Exploration 
verstorbenen psychiatrischen Gutachter in Vertretung den Schlusskonsens 
unterschrieben und dies im Gutachten nicht offengelegt habe (vgl. dazu 
act. IIB 296 S. 1; Beschwerde S. 3 Ziff. 2; Replik S. 3).

Zwar haben sämtliche Sachverständigen die Konsensbeurteilung zu unter-
schreiben (vgl. Anhang V Ziff. 4.9 des Kreisschreibens des Bundesamts für 
Sozialversicherungen über das Verfahren in der Invalidenversicherung 
[KSVI]; Leitlinien der Swiss Insurance Medicine [SIM] zur Konsensbeurtei-
lung bei bi- und polydisziplinären Begutachtungen in der Versicherungsme-
dizin, Stand: 4. Dezember 2020, S. 5 Ziff. 4.1.2) und ist unklar, ob Dr. med. 
G.________, welche ihre Unterschrift für den psychiatrischen Gutachter 
"i.V." leistete (act. IIB 285.1 S. 17), hierzu tatsächlich befugt war. Wie es 
sich damit verhält, kann im Rahmen der freien Beweiswürdigung aber offen 
bleiben. Denn vor seinem Tod am 16. Juli 2023 (act. I 8; act. IIB 305 S. 2) 
unterschrieb Dr. med. K.________ das von ihm erstellte Teilgutachten vom 
23. März 2023 (act. IIB 285.7 S. 16) und er nahm zweifelsohne auch an der 
Konsensbesprechung vom 27. April 2023 teil (act. IIB 285.1 S. 15 Ziff. 5). 
Es bestehen nicht die geringsten Anhaltspunkte dafür, dass die interdiszi-
plinäre Schlussfolgerung, wonach die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20 
% auf die CrF zurückzuführen ist (act. IIB 285.1 S. 9 Ziff. 4.3 i.f., 285.4 S. 
11 Ziff. 6.3 i.f. und S. 13 Ziff. 8), das Ergebnis der Konsensbeurteilung un-
ter sämtlichen beteiligten Sachverständigen nicht korrekt wiedergibt. Weil 
aus Sicht der psychiatrischen Fachdisziplin weder eine Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit noch eine relevante ressourcenhemmende 
Wirkung der Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit resultierte 
(act. IIB 285.7 S. 10 Ziff. 6.3, 285.7 S. 11 f. Ziff. 8), fehlte es von vornherein 
an einer im Rahmen der Gesamtbetrachtung zu berücksichtigenden Wech-
selwirkung (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1 S. 430) zwischen dem psychischen 
und körperlichen Gesundheitszustand. Im Übrigen scheint der Beschwer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 16

deführer zu verkennen, dass im onkologischen Teilgutachten nicht etwa der 
Anteil der CrF an der Gesamtsymptomatik mit einem Viertel beziffert (Be-
schwerde S. 3 Ziff. 3; Replik S. 3), sondern die Leistungseinschränkung in 
der angestammten Tätigkeit auf etwa 25 % geschätzt wurde (act. IIB 285.4 
S. 11 Ziff. 6.3). Der Anteil an der Gesamtsymptomatik wurde als allenfalls 
sehr gering gewertet, eine nähere Quantifizierung war jedoch nicht erfor-
derlich, da die restliche Symptomatik keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit hat.

4.5.2 Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, das psychia-
trische Teilgutachten sei nicht gesetzeskonform, da auf der Tonaufnahme 
Gutachtenspassagen offensichtlich weggeschnitten oder nicht aufgenom-
men worden seien, insbesondere fehle der Hinweis auf den Beginn und 
das Ende der Exploration (Eingabe vom 14. November 2023 S. 1 f., Replik 
S. 1 f.).

Hierzu ist festzuhalten, dass keine Hinweise auf eine Manipulation der 
Tonaufnahme bestehen. Beginn und Ende des Untersuchungsgesprächs 
wurden vom psychiatrischen Sachverständigen auf der Tonaufnahme ver-
merkt. Zudem lief während der kurzen Toilettenpause (act. IIC [Tonspur 
des psychiatrischen Teilgutachtens, 1h 29min 21sec bis 1h 32min 26sec]) 
die Aufnahme weiter. Dass der Gutachter sowie der Beschwerdeführer die 
jeweiligen Uhrzeiten nicht explizit bestätigten, schmälert den Beweiswert 
des Gutachtens nicht, zumal Art. 7k Abs. 6 der Verordnung vom 11. Sep-
tember 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV; SR 830.11) offensichtlich lediglich als eine Ordnungsvorschrift zu 
werten ist (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 
3. Oktober 2022, IV/2022/283, E. 3.3.1) und die im Teilgutachten angege-
bene Untersuchungszeit (14.00 Uhr bis 15.57 Uhr [act. IIB 285.7 S. 1]) mit 
der Länge der Tonspur auf dem Datenträger (act. IIC [Tonspur des psych-
iatrischen Teilgutachtens]) übereinstimmt. Selbstredend wurde das Ausfül-
len des Screeningfragebogens des SKID-II, welches ausserhalb des aufzu-
zeichnenden Untersuchungsgesprächs mit Anamneseerhebung und der 
Beschwerdeschilderung durch die versicherte Person liegt, nicht mittels 
Tonaufnahme dokumentiert (vgl. Art. 7k Abs. 1 ATSV).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 17

4.5.3 Die MEDAS zog für die Untersuchungen eine Dolmetscherin für 
die … Sprache bei (act. IIB 285.1 S. 3). Diesbezüglich rügt der Beschwer-
deführer, die Dolmetscherin habe "vorschriftswidrig" das psychiatrische 
Gutachtensgespräch bereits nach einer Stunde verlassen, ohne dass dies 
aus dem Gutachtenstext hervorgehe (Eingabe vom 14. November 2023 S. 
2).

Der aus … stammende Beschwerdeführer ist … Staatsbürger und lebt seit 
2008 in der Schweiz (act. II 2 S. 1 Ziff. 1.6, S. 2 Ziff. 2.4, S. 3 Ziff. 4.1; 6 S. 
1). Sowohl aus den Akten (act. II 73.1 S. 14 Ziff. 3, 171.1 S. 31 Ziff. 4.2; 
act. IIA 219 S. 11) als auch aus der Tonaufnahme (act. IIC [Tonspur des 
psychiatrischen Teilgutachtens]) ergibt sich, dass er hinreichend Deutsch 
spricht bzw. versteht. Als sich die Dolmetscherin nach einer Stunde verab-
schiedete (act. IIC [Tonspur des psychiatrischen Teilgutachtens: 1h 2min 
5sec]), war der Beschwerdeführer mit der Fortführung des psychiatrischen 
Untersuchungsgesprächs ohne Dolmetscherin denn auch einverstanden. 
Der Gutachter hielt überdies transparent fest, dass das Gespräch teilweise 
direkt mit dem Exploranden in Deutsch erfolgte (act. IIB 285.7 S. 6 Ziff. 
4.2). Demnach ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer denn 
auch nicht konkret vorgebracht, dass es aufgrund sprachlicher Schwierig-
keiten zu Missverständnissen zwischen dem Gutachter und ihm gekommen 
wäre; schon bei der Begutachtung durch Dr. med. F.________ im Jahr 
2015 konnte die Dolmetscherin nach 45 Minuten entlassen werden, da ihre 
Dienste nicht benötigt wurden (act. II 17.1 S. 31 Ziff. 4.2).

4.5.4 Am 8. März 2023 erfolgte eine venöse Blutentnahme mit ansch-
liessender Analytik (act. IIB 285.7 S. 8 Ziff. 4.3, S. 9 Ziff. 6.2; 285.8 S. 1 ff.). 
Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach bereits am 22. Februar 
2023 eine "Blutprobe" gemacht worden sei, deren Auswertung sich nicht in 
den Akten befinde (Eingabe vom 14. November 2023 S. 2; Replik S. 2), 
findet keinen Rückhalt in der Tonaufnahme. Es wurde lediglich über eine 
künftige Laboruntersuchung gesprochen, welcher sich der Beschwerdefüh-
rer noch unterziehen müsse (act. IIC [Tonspur des psychiatrischen Teilgut-
achtens: ab 1h 57min 18sec]). Ob diese ursprünglich allenfalls an einem 
anderen Datum als dem 8. März 2023 geplant war, ist irrelevant.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 18

4.5.5 Auch die Rüge, wonach die Tonaufnahme des psychiatrischen 
Teilgutachtens entgegen des Gutachtentextes keine Beschwerdeschilde-
rung enthalte (Eingabe vom 14. November 2023 S. 1), hält einer näheren 
Betrachtung nicht stand. Die Beschwerdegegnerin zeigte in der Beschwer-
deantwort unter exemplarischer Angabe von konkreten Stellen auf der 
Tonspur zutreffend auf (S. 3 lit. C. Ziff. 7), dass der Beschwerdeführer an-
lässlich des Explorationsgesprächs wiederholt und ausgiebig seine Be-
schwerden schildern konnte. Zudem wurde auch die systematische psych-
iatrische Anamnese erhoben (act. IIC [Tonspur des psychiatrischen Teil-
gutachtens: ab 1h 6min, ab 1h 13min 48sec, ab 1h 37min 53sec, 1h 46min 
30sec]).

4.5.6 Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die im psychiatrischen Teilgutach-
ten wiedergegebenen Aussagen bezüglich Autofahrt nach … und familiäre 
Beziehung (act. IIB 285.7 S. 8 f. Ziff. 6.1, S. 11 Ziff. 7.2) falsch sein sollen 
(vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 2, Eingabe vom 14. November 2023 S. 2, Replik 
S. 2). Der Beschwerdeführer gab gegenüber Dr. med. K.________ an, er 
sei zuletzt um die Weihnachtszeit im Jahr 2022/2023 nach … gereist (act. 
IIC [Tonspur des psychiatrischen Teilgutachtens: ab 1h 52min 50sec]). Of-
fensichtlich berücksichtigte der psychiatrische Gutachter im Hinblick auf die 
Konsensbeurteilung vor dem Finalisieren seines Teilgutachtens (zulässi-
gerweise) auch die während der Explorationen in den anderen Fachberei-
chen erfolgten Angaben des Beschwerdeführers, insbesondere in der fe-
derführenden allgemein-internistischen Exploration, wo der Beschwerde-
führer angab, er sei nach … mit einem Kleinbus hin- bzw. mit dem Flug-
zeug zurückgereist (act. IIB 285.3 S. 4 f. Ziff. 3.2; act. IIC [Tonspur des all-
gemein-internistischen Teilgutachtens: ab 38min 24sec]), er lenke – wenn 
auch selten – einen Personenwagen (act. IIB 285.3 S. 4 Ziff. 3.2; act. IIC 
[Tonspur des allgemein-internistischen Teilgutachtens ab 37min 20sec]). 
Dass der Beschwerdeführer mit seiner Familie sehr gute Beziehungen ha-
be (act. IIB 285.7 S. 11 Ziff. 7.2), lässt sich ebenfalls ohne weiteres aus den 
Angaben gegenüber den übrigen Sachverständigen schliessen. So erklärte 
er, in der Familie hätten sie einen sehr guten Kontakt (act. IIB 285.6 S. 4 
Ziff. 3.2; act. IIC [Tonspur des orthopädischen Teilgutachtens: ab 26min 
16sec]) und er führe eigentlich eine glückliche Ehe (act. IIB 285.5 S. 5 Ziff. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 19

3.2; act. IIC [Tonspur des neurologischen Teilgutachtens: ab 39min 
30sec]).

4.5.7 Der psychiatrische Gutachter hatte Kenntnis der Vorakten, insbe-
sondere des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. F.________ vom 
26. September 2019 (act. II 171.1), des nervenfachärztlichen Sachverstän-
digen-Gutachtens von Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie und 
Psychiatrie (…), vom 18. November 2020 (act. IIA 239 S. 20 ff.) sowie der 
Berichte der behandelnden Ärzte (vgl. dazu act. IIB 285.7 S. 2 Ziff. 2, 
285.2; act. IIA 285.12). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers 
(Beschwerde S. 2 f. Ziff. 1) wurden die Vorakten auch in die medizinische 
Würdigung einbezogen (act. IIB 285.7 S. 2 Ziff. 2, S. 8 f. Ziff. 6.1 f., S. 14 
Zusatzfragen 1 f.). Der Gutachter legte denn auch dar, dass und weshalb 
er gestützt auf den von ihm erhobenen psychopathologischen Befund zu 
einer anderen Schlussfolgerung als die beiden früheren Experten gelangte 
(act. IIB 285.7 S. 9 Ziff. 6.2). Zutreffend wies die Beschwerdegegnerin 
darüber hinaus auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hin, wonach 
nicht erwartet werden kann, dass sich Experten im Rahmen eines Begut-
achtungsauftrages mit jeder einzelnen abweichenden Auffassung von Be-
rufskollegen explizit auseinandersetzen (Entscheid des BGer vom 26. Au-
gust 2011, 8C_379/2011, E. 3.2; Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 5).

4.5.8 Die erst im Beschwerdeverfahren aufgelegten Berichte (act. I 15 f.) 
wecken keine Zweifel an der Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens. Im 
neurologischen sowie im orthopädischen Teilgutachten wurden die funktio-
nellen Einschränkungen bzw. die Sensibilität und Motorik bezüglich Wir-
belsäule und Extremitäten klinisch geprüft (act. IIB 285.5 S. 7 Ziff. 4.3, 
285.6 S. 6 Ziff. 4.3 Ziff. 6.2). In den fachärztlichen Beurteilungen wurden 
auch die objektiven Befunde der bildgebenden Untersuchungen, insbeson-
dere auch das im Bericht von Dr. med. M.________, Fachärztin für Neuro-
chirurgie, vom 15. September 2023 (act. I 15) diskutierte MRI der Halswir-
belsäule vom 16. August 2021, miteinbezogen (act. IIB 285.5 S. 9 f. 
Ziff. 6.2 f., 285.6 S. 10 Ziff. 6.2). Aus dem Bericht von Dr. med. 
M.________ ergeben sich keine Erkenntnisse, die von den Gutachtern un-
berücksichtigt blieben. Die behandelnde Ärztin sprach denn auch von al-
tersgerechten Veränderungen (act. I 15 S 2). Soweit sie sich darüber hin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 20

aus – in allgemeiner Weise – zum psychischen Gesundheitszustand äus-
serte, vermag dies bereits aufgrund des fehlenden entsprechenden Fach-
arzttitels keine Zweifel am psychiatrischen Teilgutachten (act. IIB 285.7) zu 
wecken. Was die im Bericht von Dr. med. N.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und 
für Handchirurgie, vom 3. Juli 2023 (act. I 16) diagnostizierte beginnende 
Rhizarthrose mit begleitendem Ganglion CMC I links betrifft, ist nicht er-
sichtlich, inwiefern sich dies auf das gutachterlich definierte Zumutbar-
keitsprofil (act. IIB 285.1 S. 10 Ziff. 4.7) auswirken sollte, zumal die dadurch 
verursachten Schmerzen von Dr. med. N.________ als diskret qualifiziert 
wurden (act. I 16 S. 2). Schliesslich ergibt sich auch aus dem Bericht von 
Prof. Dr. med. E.________ vom 31. Januar 2024 (act. I 16) nicht Neues. 
Vielmehr hielt der Arzt fest, die Symptome der CrF seien seit der letzten 
Exploration gleich geblieben. Dabei verwies er auf seinen Bericht vom 
10. November 2020 (act. IIA 214 S. 2 ff.), welcher in die Beurteilung der 
Gutachter miteinfloss (act. IIB 285.2 S. 28 Ziff. 182; act. IIA 285.4 S. 2 
Ziff. 2). Eine im Zeitraum nach der Begutachtung bis zum Erlass der ange-
fochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2023 (act. IIB 305) eingetretene 
relevante Gesundheitsveränderung ist auch mit Blick auf die beschwerde-
weise eingereichten medizinischen Unterlagen nicht ausgewiesen. In anti-
zipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b 
S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) erübrigen 
sich weitere medizinische Sachverhaltserhebungen, insbesondere in Form 
des beantragten polydisziplinären Gerichtsgutachtens (Eingabe vom 
14. November 2023 S. 2).

4.5.9 Da die MEDAS-Gutachter keine psychiatrische Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellten (act. IIB 285.1 S. 7 Ziff. 4.3, 285.7 
S. 9 f. Ziff. 6.3), erübrigt sich eine Indikatorenprüfung im Rahmen eines 
strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 269).

4.6 Gestützt auf das nach dem Gesagten beweiskräftige MEDAS-
Gutachten vom 22. Mai 2023 (act. IIB 285.1-285.9) ist erstellt, dass der 
Beschwerdeführer weiterhin zu 20 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit 
eingeschränkt ist (act. II 285.1 S. 10 f. Ziff. 4.7). Im massgebenden Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 21

gleichszeitraum (vgl. dazu E. 4.1 hiervor) ist in medizinischer Hinsicht inso-
fern eine Veränderung eingetreten, als die Einschränkung von 20 % nicht 
mehr psychisch (vgl. E. 4.2 hiervor), sondern somatisch bedingt ist und 
nunmehr mit Blick auf das gutachterlich definierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
act. IIB 285.1 S. 10 Ziff. 4.7, S. 12 Ziff. 4.9) auch eine qualitative Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit besteht. Angesichts der in quantitativer 
Hinsicht identisch gebliebenen Restarbeitsfähigkeit ist diese medizinische 
Veränderung grundsätzlich nicht geeignet, den Rentenanspruch zu beein-
flussen, zumal sich auch das einschränkender formulierte Zumutbar-
keitsprofil hier nicht auf den Rentenanspruch niederschlägt. Ob ein Neu-
anmeldungsgrund zu bejahen ist, kann letztlich aber offen bleiben, da auch 
eine freie Prüfung des Rentenanspruchs (vgl. E. 3.8.4 hiervor) im Ergebnis 
nichts ändert (vgl. nachfolgend).

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
das (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Aufgrund der im Januar 2021 erfolgten Anmeldung 
zum Rentenbezug (act. IIA 214) sowie unter der Prämisse einer erfüllten 
Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ist der (hypothetische) Beginn des Ren-
tenanspruchs auf Juli 2021 festzusetzen (Art. 29 Abs. 1 IVG).

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Lässt sich aufgrund 
der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 22

realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statisti-
sche Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen 
der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöh-
nung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen 
Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 
22 S. 71 E. 4.2).

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 23

174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; 
SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3).

5.4 Die Beschwerdegegnerin bemass das Validen- und das Invaliden-
einkommen auf der Grundlage desselben Tabellenlohns gemäss 
LSE 2020, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Totalwert, Kompetenzniveau 1, 
Männer (act. IIB 305 S. 1 f.). Dies gibt zu keinen Beanstandungen Anlass 
und wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht als falsch gerügt.

Einen (behinderungsbedingt oder anderweitig begründeten) Abzug vom 
Tabellenlohn nahm die Beschwerdegegnerin nicht vor (act. IIB 305 S. 1 f.). 
Sind wie vorliegend leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar (act. IIB 
285.1 S. 10 Ziff. 4.7), ist allein deswegen auch bei eingeschränkter Leis-
tungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, da der Tabellenlohn im 
Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren 
Tätigkeiten umfasst (Entscheid des BGer vom 30. März 2009, 9C_72/2009, 
E. 3.4). Zudem wären – da sowohl das Validen- als auch das Invalidenein-
kommen anhand statistischer Tabellenlöhne zu ermitteln sind – die invali-
ditätsfremden Gesichtspunkte bei beiden Vergleichseinkommen zu berück-
sichtigen (vgl. Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, 
E. 5). Schliesslich ergibt sich auch aufgrund des Alters des Beschwerde-
führers – 52 Jahre im Zeitpunkt der Begutachtung (vgl. dazu BGE 143 V 
431 E. 4.5.1 S. 433) – keine Notwendigkeit eines Abzuges (Entscheid des 
BGer vom 15. September 2016, 8C_482/2016, E. 5.4.3). Zu diskutieren 
wäre allenfalls ein Abzug für Teilzeitarbeit (vgl. etwa Entscheid des BGer 
vom 25. Februar 2020, 8C_729/2019, E. 5.3.3.1), erachten die MEDAS-
Gutachter doch maximal eine Präsenz von sieben Stunden in einer lei-
densangepassten Tätigkeit als zumutbar (act. IIB 285.1 S. 10 Ziff. 4.7). 
Allerdings änderte sich auch bei Gewährung eines Abzuges von höchstens 
10 % am Ergebnis nichts (vgl. sogleich).

5.5 Es resultiert ein Invaliditätsgrad von höchstens 28 %, da der Inva-
liditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (hier 20 % [vgl. E. 4.6 hiervor]) 
unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (hier maximal 10 % 
[vgl. E. 5.4 hiervor]) entspricht, wenn Validen- und Invalideneinkommen 
aufgrund des gleichen Tabellenlohns bestimmt werden (in BGE 148 V 321 
nicht publizierte E. 6.2 des Entscheids des BGer vom 27. Juni 2022, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 24

8C_104/2021). Folglich besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. 
E. 3.5 hiervor). Damit ist die angefochtene Verfügung vom 11. Oktober 
2023 (act. IIB 305) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. März 2024, IV/23/808, Seite 25

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingaben des Beschwerdeführers vom 29. Ja-

nuar und vom 14. Februar 2024)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.