# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c134b1f5-a555-5bf6-af77-357017f8b573
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-21
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 21.05.2024 VBE.2023.282
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-282_2024-05-21.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2023.282 / ss / ks       
Art. 70 

 

 

Urteil vom 21. Mai 2024 
 
 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Jacober 

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiber Siegenthaler  

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Michèle Wehrli Roth, Rechtsanwältin, 

Kirchplatz 14, 4800 Zofingen  

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau  

 

 
   

Beigeladene   B._____  

 

  
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 10. Mai 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1986 geborene Beschwerdeführer leidet an der Charcot-Marie-Tooth-

Erkrankung (CMT). Am 2. September 2005 meldete er sich zum Bezug von 

Leistungen (Hilfsmittel [Schuheinlagen und Physiotherapie]) der Eidgenös-

sischen Invalidenversicherung (IV) bei der Beschwerdegegnerin an, wel-

che ihm mit Verfügung vom 4. April 2006 Kostengutsprache für orthopädi-

sche Spezialschuhe erteilte. Das Leistungsbegehren in Bezug auf die Kos-

tengutsprache für Physiotherapie wurde mit Verfügung vom 2. Februar 

2006 von der Beschwerdegegnerin abgewiesen. 

 

1.2. 

Nach erneuter Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von 

Leistungen (berufliche Massnahmen [Umschulung auf eine neue Tätigkeit, 

Arbeitsvermittlung]) am 4. Dezember 2007 gewährte die Beschwerdegeg-

nerin dem Beschwerdeführer, der ursprünglich eine Anlehre als Schreiner 

bzw. Holzbearbeiter, Fachrichtung Bau/Fenster, absolviert hatte, berufliche 

Massnahmen, welche nach einer Kurzausbildung im Bereich Logistik mit 

Verfügung vom 16. Juni 2011 abgeschlossen wurden. 

 

1.3. 

Am 9. August 2019 meldete sich der Beschwerdeführer unter Angabe der 

CMT und von Fussbeschwerden erneut zum Leistungsbezug (berufliche 

Massnahmen / Rente) an. Nachdem die Beschwerdegegnerin berufliche 

und medizinische Abklärungen getätigt hatte, verfügte sie am 6. Januar 

2020 – nach Rücksprache mit ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) 

und durchgeführtem Vorbescheidverfahren – die Abweisung des Renten-

begehrens. Die dagegen gerichtete Beschwerde wurde vom hiesigen Ver-

sicherungsgericht mit Urteil vom 1. Juli 2020 (VBE.2020.63) abgewiesen. 

 

1.4. 

Nach erneuter Anmeldung zum Leistungsbezug (Rente) am 7. Oktober 

2020 wurde dem Beschwerdeführer nach Rücksprache mit dem RAD mit 

Vorbescheid vom 22. Oktober 2021 in Aussicht gestellt, dass auf das Be-

gehren mangels Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung nicht 

eingetreten werde. Aufgrund dagegen erhobener Einwände empfahl der 

RAD eine bidisziplinäre (Orthopädie; Neurologie) Begutachtung. Gestützt 

auf das entsprechende Gutachten der Academy of Swiss Insurance Medi-

cine (asim), Basel, vom 29. November 2022 verfügte die Beschwerdegeg-

nerin am 10. Mai 2023 nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren die Ab-

weisung des Rentenbegehrens. 

 

 - 3 - 

 

 

2. 

2.1. 

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 8. Juni 2023 frist-

gerecht Beschwerde und beantragte Folgendes: 

 

"1. Die Verfügung vom 10. Mai 2023 sei aufzuheben. 
 
 2. Der rechtserhebliche Sachverhalt sei abzuklären und im Nachgang sei 

nochmals über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu ent-
scheiden. 

 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 5. Juli 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 12. Juli 2023 wurde die 

B._____ als aus den Akten erkennbare berufliche Vorsorgeeinrichtung des 

Beschwerdeführers im Verfahren beigeladen. Diese liess sich in der Folge 

nicht vernehmen. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin mit Ver-

fügung vom 10. Mai 2023 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 155) zu Recht ei-

nen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere 

Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderun-

gen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprü-

che des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind da-

her nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Bestim-

mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben beziehungs-

weise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 

2022 E. 3.2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 

S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchsbeginn vor dem 1. Januar 

2022 streitig sind, ist für deren Beurteilung die bis zum 31. Dezember 2021 

geltende Rechtslage massgebend. 

 

 - 4 - 

 

 

3. 

Vorliegend handelt es sich beim Rentenbegehren des Beschwerdeführers 

vom 7. Oktober 2020 (VB 109) um eine Neuanmeldung. Voraussetzung für 

einen Rentenanspruch ist daher insbesondere, dass seit der letzten rechts-

kräftigen Entscheidung im materiellen Sinn – hier der rentenablehnenden 

Verfügung vom 6. Januar 2020 (VB 88) – eine wesentliche Änderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invalidi-

tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 134 

V 131 E. 3 S. 132 f.; 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.). Das Vorliegen einer neuan-

meldungsrechtlich relevanten Veränderung des Gesundheitszustands ist 

– wie nachfolgend ausgeführt wird (E. 4 am Schluss) – aufgrund der akten-

kundigen medizinischen Berichte ausgewiesen und demnach zu Recht un-

bestritten. 

 

4. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

10. Mai 2023 (VB 155) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das 

bidisziplinäre Gutachten der asim vom 29. November 2022 (VB 148; Fach-

disziplinen Orthopädie und Neurologie). Die Gutachterinnen stellten in der 

interdisziplinären Gesamtbeurteilung die folgenden Diagnosen (VB 148 

S. 6): 

 

"Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

 1. Hereditäre sensomotorische Neuropathie Charcot-Marie-Tooth-Hoff-
mann-Syndrom (HMSN I) (ICD-10 G60.0) mit/bei: 

- klinisch-neurologisch distal symmetrischer Polyneuropathie mit Bein- 
und distal betonter (leicht linksbetonter) sensomotorischer schlaffer 
Tetraparese mit minimal neuropathischer Schmerzkomponente bei 
vordergründiger nozizeptiver Schmerzkomponente aufgrund des Läh-
mungsklumpfusses beidseits linksbetont […] 

 2. Reaktive muskuläre Rückenschmerzen infolge Fehlbelastung/Dysba-
lancen 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Femoroacetabuläres Impingement Typ CAM Hüfte bds"   

 

Die Gutachterinnen Dr. med. C._____, Fachärztin für Orthopädie und Trau-

matologie des Bewegungsapparates, und Dr. med. D._____, Fachärztin für 

Neurologie, hielten fest, dass beim Beschwerdeführer eine langsam fort-

schreitende Polyneuropathie mit ausgeprägten distal betonten Atrophien 

der unteren Extremitäten bestehe. Die Unterschenkelmuskulatur sei voll-

ständig betroffen mit am stärksten ausgeprägter Atrophie im Bereich der 

intrinsischen Fussmuskulatur, sodass ein "Lähmungsklumpfuss" neuroge-

nen Ursprungs resultiere. Die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwer-

den würden von dieser Fussdeformität bzw. der veränderten Statik des 

Fusses herrühren. Zudem lasse sich neurologisch eine sensomotorisch 

schlaffe Tetrasymptomatik nachweisen, welche nebst den unteren 

 - 5 - 

 

 

inzwischen auch die oberen Extremitäten, linksbetont, miteinbeziehen 

würde. So zeigten sich linksbetont leichtgradige Paresen der intrinsischen 

Hand-/Fingermuskulatur sowie linksseitig beginnende Sensibilitätsstörun-

gen. Aufgrund der ausgeprägten Tiefensensibilitätsstörung im Bereich der 

unteren Extremitäten resultiere auch eine sensibel ataktische Gangstörung 

bei erheblicher Einschränkung des Vibrations- und Lageempfindens mit – 

ohne Hilfsmittel – erhöhter Sturz- und Stolpergefahr. Die vom Beschwerde-

führer beklagten Rückenbeschwerden seien als reaktive muskuläre Rü-

ckenschmerzen infolge von Fehlbelastung/Dysbalance zu interpretieren 

(VB 148 S. 5 f.). 

 

Aus rein orthopädischer Sicht führe die schwere Fehlstellung beider Füsse 

zu einer pathologischen Druckverteilung mit entsprechendem Überdruck 

am lateralen Fussrand und medialen Vorfuss mit vermehrter Hornhautbil-

dung. Der massive Pes cavovarus begünstige darüber hinaus die Stand-/ 

Gangunsicherheit und Distorsionen. Relevanter seien aber die funktionel-

len Ausfälle im Schnittstellenbereich von Orthopädie und Neurologie im 

Sinne eines neurologisch bedingten hochgradig pathologischen Gangbil-

des, welches die ebenfalls vom Beschwerdeführer beschriebenen Rücken-

schmerzen begünstige. Gehstrecken von mehr als einigen hundert Metern 

seien nur mit Mühe zurückzulegen, ebenso die Überwindung von Treppen 

und dergleichen. Monotones längeres Stehen sei nur beschränkt möglich. 

Im Sitzen würden als Folge der muskulären Dysbalance und Fehlstatik un-

spezifische Rückenschmerzen limitieren, so dass der Beschwerdeführer 

stets die Möglichkeit haben müsse, die Position zu variieren. Die sensomo-

torische schlaffe Tetrasymptomatik führe zu einer signifikanten Limitierung 

der Geh- und Stehfähigkeit mit Erhöhung der Sturz- und Stolperneigung 

(VB 148 S. 6). Die Belastbarkeit sei insgesamt einerseits aufgrund der mo-

torischen Erschöpfung, andererseits durch die chronisch-nozizeptiven 

Schmerzen eingeschränkt (VB 148 S. 7). 

 

Die Gutachterinnen hielten sodann fest, dass in der bisherigen Tätigkeit als 

Kommissionierer konsensuell aus orthopädischer und neurologischer Sicht 

eine Arbeitsfähigkeit von 60 % bestehe. Es sei medizinisch plausibel, dass 

angesichts des körperlichen Belastungsprofils (überwiegend gehend und 

stehend) Einschränkungen der Leistungsfähigkeit aufgrund der belas-

tungsabhängigen Schmerzen und der motorischen Ermüdung bestünden 

(VB 148 S. 7). Die 60%ige Arbeitsfähigkeit gelte retrospektiv seit dem 

1. August 2019 – der erstmalig attestierten Reduktion der Arbeitsfähigkeit 

durch den behandelnden Arzt. Die Prognose sei schlecht: Es sei davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit in den 

nächsten Jahren nicht mehr (zumindest nicht mehr im aktuellen Pensum 

von 60 % [vgl. VB 148 S. 5]) ausführen könne. Spätestens dann bedürfe es 

Umschulungsmassnahmen. In einer (optimal) leidensangepassten Tätig-

keit bestehe derweil seit dem 1. August 2019 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit 

(voll zumutbare Präsenz mit erhöhtem Pausenbedarf). Eine solche Tätig-

 - 6 - 

 

 

keit entspreche einer körperlich leichten bis selten mittelschweren 

(max. 10kg), hauptsächlich sitzenden, wechselbelastenden Tätigkeit ohne 

Arbeiten auf unebenem Grund, in der Höhe oder auf Leitern und Gerüsten. 

Der Beschwerdeführer habe geeignetes Schuhwerk sowie mindestens 

Fussheberbandagen zu tragen. Er solle keine Tätigkeit mit erhöhtem An-

spruch an die Feinmotorik oder Fingerkoordination ausführen und die Tä-

tigkeit jederzeit unterbrechen können. Zudem scheine eine Rechenschwä-

che vorzuliegen. Diese habe sich bei den bisherigen, eher körperlich orien-

tierten Tätigkeiten nicht relevant auf die Arbeits-/Leistungsfähigkeit ausge-

wirkt. Sollten jedoch zukünftig Umschulungsmassnahmen notwendig wer-

den, das heisse spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem die bisherige Tätig-

keit nicht mehr ausgeführt werden könne, müsse eine erneute neurologi-

sche Begutachtung (zur Standortbestimmung) mit ergänzender neuropsy-

chologischer Untersuchung (zur Objektivierung einer allfälligen neuropsy-

chologischen Störung) erfolgen (VB 148 S. 8). Die Gutachterinnen hielten 

abschliessend fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde-

führers seit 2019 sukzessive verschlechtert habe, weswegen er seine bis-

herige Tätigkeit nicht mehr im 100%-Pensum ausüben könne (VB 148 S. 9; 

vgl. E. 3 hiervor). 

 

5. 

5.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

5.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

 

6. 

6.1. 

Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen der bidisziplinären asim-Begut-

achtung fachärztlich umfassend und in Kenntnis der Vorakten (VB 148 

S. 13 ff.) sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 

(VB 148 S. 19 ff. und 36 ff.) untersucht. Das Gutachten vom 29. November 

2022 bezieht die entsprechenden Teilgutachten mit ein (VB 148 S. 3 

 - 7 - 

 

 

und 5 ff.; 18 ff. insb. 24 ff.; 35 ff. insb. 40 ff.). Es wurden eigene Zusatzun-

tersuchungen durchgeführt (VB 148 S. 3 und 50 f.). Die Beurteilung der 

medizinischen Situation sowie die fachärztlichen Schlussfolgerungen sind 

nachvollziehbar begründet (VB 148 S. 5 ff.; 26 ff.; 45 ff.). Das Gutachten 

wird den von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen an eine be-

weiskräftige medizinische Stellungnahme demnach gerecht (vgl. E. 5.1. 

hiervor). Es ist somit grundsätzlich geeignet, den Beweis für den an-

spruchserheblichen medizinischen Sachverhalt zu erbringen. 

 

6.2. 

6.2.1. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, der medizinische Sachverhalt sei 

durch das Gutachten der asim vom 29. November 2022 nicht umfassend 

abgeklärt worden. So sei dem Gutachten einerseits zu entnehmen, dass 

der Beschwerdeführer eine vorwiegend sitzende Tätigkeit benötige, ande-

rerseits aber, dass gerade im Sitzen Rückenbeschwerden bestünden. 

Wenn die Beschwerdegegnerin den Einkommensvergleich mit Bezug-

nahme auf eine leidensangepasste sitzende Tätigkeit vornehme, müssten 

die Rückenbeschwerden und deren Auswirkungen weiter abgeklärt wer-

den. Dasselbe gelte für die Hüft- und Leistenbeschwerden, könne das von 

den Gutachterinnen diagnostizierte femoroacetabuläre "Impingement Typ 

CAM Hüfte beidseits" doch auch beim Sitzen zu Beschwerden führen. Ein 

entsprechender Abklärungsbedarf ergebe sich – wie die Gutachterinnen 

gar selbst ausführen würden – auch hinsichtlich der vorliegenden Rechen-

schwierigkeiten, gehe die Beschwerdegegnerin doch beim Einkommens-

vergleich davon aus, dass er die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausü-

ben könne (Beschwerde, Ziff. II. 2.3.).   

 

6.2.2. 

Wie aus den Ausführungen der Gutachterinnen hervorgeht (vgl. E. 4 hier-

vor), imponieren beim Beschwerdeführer in erster Linie die durch die diag-

nostizierte Neuropathie hervorgerufenen Beschwerden in den unteren Ext-

remitäten, welche sich primär negativ auf dessen Geh- und Stehfähigkeit 

auswirken (VB 148 S. 6). Die Gutachterinnen anerkannten durchaus, dass 

die letztlich durch die Neuropathie begründete Fehlbelastung bzw. musku-

lären Dysbalance zu (reaktiven muskulären) Rückenschmerzen geführt 

hätten, welche im Sitzen limitieren würden, und befanden deshalb, dass 

der Beschwerdeführer stets die Möglichkeit haben müsse, die Position zu 

variieren (VB 148 S. 6; S. 46). Entsprechend wird denn im Belastungsprofil 

für eine leidensangepasste Tätigkeit auch eine hauptsächlich (und nicht 

ausschliesslich) sitzende, wechselbelastende Tätigkeit vorgesehen (E. 4 

hiervor; VB 148 S. 8). Die Rückenbeschwerden, welche im Vergleich zu 

den Einschränkungen beim Gehen und Stehen klar zweitrangig erschei-

nen, wurden folglich durch die Definition des Belastungsprofil, wonach eine 

leidensangepasste Tätigkeit (unter anderem) wechselbelastend sein muss, 

hinreichend berücksichtigt. Weitere Abklärungen bezüglich der Rücken-

 - 8 - 

 

 

beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erübrigen 

sich damit.  

 

6.2.3. 

Dasselbe gilt entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers auch für 

das gutachterlich festgestellte femoroacetabuläre Impingement Typ CAM 

Hüfte beidseits. Die explizite Nennung dieser Diagnose unter "Diagnosen 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit" (E. 4 hiervor; VB 148 S. 6) zeigt 

zum einen auf, dass eine entsprechende organische Ursache zwar objek-

tiviert werden konnte, zum andern aber, dass die fachärztlichen Gutachte-

rinnen im konkreten Fall nicht davon ausgegangen sind, dass diese Beein-

trächtigung Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

haben würde. Das Vorbringen des Beschwerdeführers als medizinischer 

Laie (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_283/2017 vom 29. August 2017 

E. 4.1.2 und 9C_614/2015 vom 21. Juni 2016 E. 5.1), dass die entspre-

chende Diagnose auch beim Sitzen zu Beschwerden führen könne, ist dies-

bezüglich ebenso unbehelflich, wie der Verweis auf die Website der 

Schulthess-Klinik, gemäss welcher auch "Schwierigkeiten beim Treppen-

steigen oder Bergaufgehen sowie Beschwerden beim langen Sitzen Symp-

tome für ein femoroacetabuläres Impingement sein [könnten]" 

(https://www.schulthess-klinik.ch/de/hueftchirurgie/behandlung/hueftimpin 

gement#Symptome, besucht am 31. Oktober 2023), sind doch diese Aus-

führungen vage ("können") und allgemein gehalten und vermögen die kon-

kreten fachärztlichen Feststellungen der Gutachterinnen nicht in Zweifel zu 

ziehen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Rah-

men der orthopädischen Begutachtung denn auch selbst angab, dass ins-

besondere im Bereich der Hüftgelenke keine Probleme bestünden (VB 148 

S. 38). 

 

6.2.4. 

Was letztlich die von den Gutachterinnen vermutete ("scheint […] vorzulie-

gen", VB 148 S. 8), jedoch noch nicht auf ihren allfälligen (echten) Krank-

heitswert abgeklärte (vgl. VB 148 S. 47) Rechenschwäche des Beschwer-

deführers betrifft, ist anzumerken, dass sich durch eine entsprechende wei-

tere Einschränkung des Belastungsprofils einer Verweistätigkeit durch den 

Ausschluss auch von Tätigkeiten, die kein Rechnen voraussetzen – wie 

dies der Beschwerdeführer in der Beschwerde denn auch selbst getan hat 

(vgl. Beschwerde, Ziff. II. 2.4.) – wie sich im Folgenden ergibt, am Ergebnis 

eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades nichts ändern würde.  

 

6.3. 

Zusammenfassend ergeben sich aus den Ausführungen des Beschwerde-

führers keine Hinweise, welche geeignet sind, die Schlüssigkeit und Voll-

ständigkeit des bidisziplinären Gutachtens der asim vom 29. November 

2022 in Frage zu stellen (Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit, vgl. BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f. mit Hinweis auf BGE 129 V 177 

 - 9 - 

 

 

E. 3.1 S. 181). Somit ist dem Gutachten voller Beweiswert zuzuerkennen 

und es ist darauf abzustellen. Weitere Abklärungen versprechen keine zu-

sätzlichen wesentlichen Erkenntnisse, weshalb darauf in antizipierter Be-

weiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94) zu verzichten ist. 

 

Es ist demnach auf das Gutachten abzustellen, wonach in einer (optimal) 

leidensangepassten Tätigkeit unter Einhaltung des Belastungsprofils (vgl. 

E. 4 hiervor) rückwirkend seit dem 1. August 2019 eine 80%ige Arbeitsfä-

higkeit – bei voller Präsenz mit erhöhtem Pausenbedarf – besteht.  

 

7. 

7.1. 

Nicht gerügt wurde – abgesehen von der Geltendmachung eines leidens-

bedingten Abzugs von 20 % beim Invalideneinkommen (Beschwerde, 

Ziff. II. 4.; dazu nachfolgend) – der von der Beschwerdegegnerin in der an-

gefochtenen Verfügung vom 10. Mai 2023 zur Bemessung der Invalidität 

vorgenommene Einkommensvergleich. Dabei zog die Beschwerdegegne-

rin beim Valideneinkommen das Einkommen des Beschwerdeführers als 

Kommissionierer im Pensum von 100 % heran (Angaben der Arbeitgebe-

rin, VB 79 S. 7), beim Invalideneinkommen stellte sie auf die Tabellenlöhne 

der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ab (LSE 2018, Tabelle 

TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, Total, Männer), was ohne Ge-

währung eines leidensbedingten Abzugs zu einem IV-Grad von 6 % führte 

(VB 155 S. 2). 

 

7.2. 

7.2.1. 

Wie das hiesige Versicherungsgerichts bereits verbindlich im rechtskräfti-

gen Urteil vom 1. Juli 2020 festgehalten hat (VBE.2020.63 E. 3.3.; VB 102), 

hätte beim Valideneinkommen das vor der Umschulung (Grundkurs im Be-

reich der Lagerlogistik; vgl. VB 76 S. 3) erzielte Einkommen als Holzbear-

beiter Fachrichtung Bau/Fenster (vgl. Anlehr-Ausweis vom 11. August 

2006; VB 76 S. 5) zur Anwendung gelangen müssen, da das Validenein-

kommen anhand der Verhältnisse vor der invaliditätsbedingt erfolgten be-

ruflichen Eingliederung festzusetzen ist (MEYER/REICHMUTH, Rechtspre-

chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, N 54 zu Art. 28a IVG 

mit Hinweis auf SVR 2009 IV Nr. 34, 9C_24/2009). Entsprechend resultiert, 

wenn das Valideneinkommen analog dem Vorgehen im besagten Urteil 

vom 1. Juli 2020 anhand des für einen Holzbearbeiter, Fachrichtung 

Bau/Fenster (vgl. VB 76 S. 5), Kompetenzniveau 2, einschlägigen Tabel-

lenlohns berechnet wird, ein Valideneinkommen von Fr. 77'970.51 

(Fr. 6'135.00 [LSE 2020, TA1_tirage_skill_level, Pos. 31-33: Herstellung 

von Möbeln und von sonstigen Waren, Männer, Kompetenzniveau 2] / 40 x 

41.5 [durchschnittliche Wochenarbeitszeit 2021 in jenem Wirtschaftszweig, 

vgl. Tabelle T 03.02.03.01.04.01] / 105.7 x 107.9 [Nominallohnindex in 

 - 10 - 

 

 

jenem Wirtschaftszweig, Tabelle T1.10: geschlechterübergreifend, da für 

den betroffenen Wirtschaftszweig präziser als Tabelle T1.1.10, vgl. 

BGE 128 V 29 E. 1 S. 30: "möglichst genau ermitteln"] x 12). 

 

7.2.2. 

Auch das Invalideneinkommen wurde seitens der Beschwerdegegnerin in 

der angefochtenen Verfügung fehlerhaft berechnet. Angesichts der Anmel-

dung des Beschwerdeführers zum Leistungsbezug im Oktober 2020 ent-

stand unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG ein allfälliger 

Rentenanspruch frühestens am 1. April 2021. Entsprechend wäre nicht auf 

die Tabelle LSE 2018, sondern auf die im August 2022 und damit vor dem 

Verfügungszeitpunkt veröffentlichte Tabelle LSE 2020 abzustellen und der 

entsprechende Tabellenlohn zudem nicht per 2019, sondern per 2021 der 

Nominallohnentwicklung anzupassen gewesen. Entsprechend ergibt sich 

– noch ohne Berücksichtigung eines allfälligen leidensbedingten Abzugs – 

ein Invalideneinkommen von Fr. 52'257.69 (Fr. 5'261.00 [LSE 2020, 

TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1] / 40 x 41.7 

[durchschnittliche Wochenarbeitszeit 2021 Total, vgl. Tabelle 

T 03.02.03.01.04.01] / 106.8 x 106 [Nominallohnindex Männer Total, Ta-

belle T1.1.10] x 12 x 0.8 [Arbeitsunfähigkeit von 20 %]). 

 

7.3. 

7.3.1. 

Der Beschwerdeführer macht aufgrund der Vielzahl der Kriterien für eine 

angepasste Tätigkeit einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn in 

der Höhe von 20 % geltend (vgl. Beschwerde, Ziff. II. 2.4). 

 

7.3.2. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von lohnstatistischen An-

gaben ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 

hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon-

kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Ein Abzug soll 

aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall An-

haltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder 

mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfä-

higkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges 

ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalidenein-

kommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schät-

zen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen 

(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f.; 129 V 472 

E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 [insbesondere E. 5 S. 78 ff.]).  

 

 - 11 - 

 

 

7.3.3. 

Gemäss dem beweiskräftigen Gutachten der asim vom 29. November 2022 

(VB 148) ist der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten bis selten 

mittelschweren, vorwiegend sitzenden, wechselbelastenden, gewissen 

weiteren Einschränkungen Rechnung tragenden Tätigkeit zu 80 % arbeits-

fähig, wobei die 20%ige Einschränkung aus einem erhöhten Pausenbedarf 

bei vollzeitigem Pensum resultiert (vgl. E. 4 und 6.2.4. hiervor). Die gesund-

heitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers wurden bei dieser Ar-

beitsfähigkeitseinschätzung und der Definition des Zumutbarkeitsprofils be-

reits umfassend berücksichtigt, weshalb sie nicht zu einem zusätzlichen 

leidensbedingten Abzug führen können (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182 

mit Hinweisen sowie E. 9.2.5 S. 194). Hinzu kommt, dass der von der Be-

schwerdegegnerin zur Ermittlung des Invalideneinkommens angewandte 

Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 1 (vgl. VB 155 S. 2) auf einer Vielzahl 

von einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (vgl. LSE 

2020, TA1_tirage_skill_level) basiert. Daraus folgt, dass die bestehende 

leidensbedingte Einschränkung entgegen der Ansicht des Beschwerdefüh-

rers keinen Abzug vom Tabellenlohn zu begründen vermag. Dies gilt auch 

bei Berücksichtigung einer allfälligen Rechenschwäche, denn bei einfa-

chen Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 handelt es sich um intellektuell 

nicht anspruchsvolle Arbeiten, welche keine besonderen Rechenfähigkei-

ten voraussetzen. 

 

Dasselbe gilt für den Faktor Alter, da Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) altersunabhängig nachge-

fragt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 29. Februar 

2016 E. 3.4.2). Hinsichtlich des Merkmals der Dienstjahre ist zu beachten, 

dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je niedri-

ger das Kompetenzniveau ist. Mit Blick auf das der Festlegung des Invali-

deneinkommens zu Grunde liegende Kompetenzniveau 1 kommt einer lan-

gen Betriebszugehörigkeit daher keine relevante Bedeutung zu (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen). 

Der Beschwerdeführer stammt gemäss den Akten aus Kroatien und verfügt 

über eine Niederlassungsbewilligung C (VB 62), was statistisch betrachtet 

eine minimale Lohneinbusse zur Folge hat (BfS, Tabelle T12_b, 2020). 

Wenn einer versicherten Person eine ganztägige Arbeit mit eingeschränk-

ter Leistungsfähigkeit zumutbar ist, wie dies beim Beschwerdeführer der 

Fall ist, besteht sodann unter dem Aspekt "Teilzeitbeschäftigung" kein 

Raum für einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_708/2017 vom 23. Februar 2018 E. 9.2 mit Hinweisen). 

 

7.3.4. 

Somit würde einzig der Aufenthaltsstatus des Beschwerdeführers eine all-

fällige Vornahme eines (geringen) leidensbedingten Abzugs vom Invaliden-

einkommen rechtfertigen. Ein Abzug von mehr als 5 % fällt dabei nicht in 

Betracht. Selbst mit einem solchen Abzug würde lediglich eine Erwerbs-

 - 12 - 

 

 

einbusse von Fr. 28'325.70 (Fr. 77'970.51 - Fr. 52'257.69 x 0.95) und damit 

ein IV-Grad von 36 % (Fr. 28'325.70 / Fr. 77'970.51 x 100) resultieren, wel-

cher keinen Rentenanspruch begründen würde (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c 

IVG). 

 

Im Ergebnis ist die Verfügung vom 10. Mai 2023 (VB 155) damit nicht zu 

beanstanden. 

 

8. 

8.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

8.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

8.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

 - 13 - 

 

 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 21. Mai 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth Siegenthaler