# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eead8f28-1c04-59ef-8c92-8555996293ef
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.06.2024 UV 2023/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-26_2024-06-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/26

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.07.2024

Entscheiddatum: 18.06.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2024
Art. 6 UVG. Art. 18 ff. UVG. Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs der psychischen Beschwerden in Anwendung der 
Kriterien der sogenannten "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133). 
Beweiswürdigung ärztlicher Berichte. Der Beschwerdeführer ist unter 
Berücksichtigung der als unfallkausal anerkannten organischen 
Beschwerden in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. 
Einkommensvergleich. Rentenanspruch in gleicher Höhe wie bereits 
zugesprochen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 2024, UV 
2023/26). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_471/2024.

Entscheid vom 18. Juni 2024

Besetzung

Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2023/26

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ GmbH (sowie der C.___ GmbH [act. G7.3.1 f.]) tätig und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 16. Juli 2007 mit 

seinem Motorrad stürzte (act. G7.3.12, G7.3.123). Die behandelnden Ärzte des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), wo sich der Versicherte vom 17. Juli bis 9. August 

2007 stationär befunden hatte, hielten in ihrem Austrittsbericht vom 10. August 2007 

als Diagnosen eine Polytraumatisierung nach Motorradunfall mit komplexer, instabiler 

Beckenfraktur Typ C mit offener Alafraktur links, Symphysensprengung, ausgedehntem 

pelvinen Hämatom nach Ruptur der Arteria iliaca links, Ruptur des 

Nierenbeckenkelchsystems (Nierentrauma IV ) links, komplettem Urethra-Abriss (Pars 

membranacea) und Läsion des Nervus ischiadicus links mit hochgradigem Verdacht 

auf Kontinuitätsunterbrechung (Nervus femoralis intakt) sowie ausgedehnte, multiple 

Hautablederungen/Schürfungen fest (act. G7.3.8). Während des Aufenthalts im KSSG 

waren zwei operative Eingriffe erfolgt (act. G7.3.3, G7.3.8). Die behandelnden Ärzte des 

KSSG attestierten dem Versicherten vom 17. Juli bis 30. September 2007 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. G7.3.8). Die Suva erbrachte Heilkosten- und 

Taggeldleistungen (act. G7.3.4, G7.3.59, G7.3.96).

A.a. 

o

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Vom 9. August bis 13. Oktober 2007 befand sich der Versicherte zur stationären 

Rehabilitation in der Klinik Valens. Die dort behandelnden Ärzte attestierten dem 

Versicherten für die Dauer des Aufenthalts eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. act. 

G7.3.174-66 ff.). Am 17. Oktober und 21. November 2007 unterzog sich der Versicherte 

im KSSG zwei operativen Eingriffen (act. G7.3.19 f., G7.3.44, G7.3.46).

A.b. 

Nach einer Untersuchung im KSSG vom 4. Februar 2008 diagnostizierten die 

zuständigen Ärzte einen Ausriss des Plexus lumbosacralis links. Sie beurteilten in ihrem 

Bericht vom 6. Februar 2008, der Nervenwurzelausriss sei nicht rekonstruierbar. Es sei 

eine Harmonisierung des Gangbildes anzustreben; dies durch eine Arthrodese des 

oberen Sprunggelenks (OSG) oder ansonsten durch eine Peroneus-Schiene (act. 

G7.3.43)

A.c. 

Am 22. Oktober 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie übernehme die 

Kosten für die 1. Phase der Umschulung gemäss Eingliederungsplan (individueller 

Vorkurs beim D.___) vom 27. Oktober 2008 bis 28. März 2009 (act. G7.3.80). Am 23. 

April 2009 erfolgte die Kostengutsprache für die 2. Phase der Umschulung (Hauptkurs 

beim D.___) zum Technischen Kaufmann vom 20. April 2009 bis 27. März 2010 (act. 

G7.3.93). Der IV-Berufsberater hielt in einem Bericht vom 26. März 2010 fest, das 

Ausbildungsziel habe sich unterdessen geändert. Gemäss dem ursprünglichen 

Eingliederungsplan vom 12. August 2008 wäre vorgesehen gewesen, dass der 

Versicherte sich ab dem Frühjahr 2010 für die eidg. Prüfung vorbereite und diese im 

Herbst 2010 absolviere. Nun sei die ehemalige Arbeitgeberin bereit, ihm einen 

Ausbildungsplatz zum Verkaufsleiter zur Verfügung zu stellen, was seitens der 

Berufsberatung unterstützt werde (act. G7.3.174-203 f.). Am 30. März 2010 erteilte die 

IV-Stelle Kostengutsprache für die Umschulung zum Verkaufsleiter vom 18. April 2010 

bis 31. Oktober 2011 (act. G7.3.116).

A.d. 

Nachdem der Versicherte die eidgenössische Prüfung im Anschluss an seine 

Umschulung zum Verkaufsleiter nicht bestanden hatte, verfügte die IV-Stelle am 1. 

März 2012, sie komme nicht für die Kosten einer Wiederholung auf. Er habe auch ohne 

den Abschluss eine Festanstellung in dieser Tätigkeit und sei in der Lage, ein 

rentenausschliessendes Einkommen zu generieren (act. G7.3.150, vgl. G7.3.148, 

G7.3.174-232 f.). Die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde (act. 

A.e. 

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G7.3.174-249) hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid 

vom 21. November 2013 gut und hielt fest, der Versicherte habe Anspruch auf die 

Weiterführung der Umschulung zum eidg. dipl. Verkaufsleiter (Entscheid IV 2012/125).

Am 16. Mai 2012 untersuchte Suva-Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, den 

Versicherten. Er beurteilte am 23. Mai 2012, objektiv fände sich eine erhebliche 

Beeinträchtigung des Gehvorgangs. Aus fachärztlicher Sicht sei der gegenwärtige 

Zustand mit Läsion des linksseitigen Plexus lumbosacralis durch weitere medizinische 

Massnahmen nicht zu verbessern. Dem Versicherten sei eine vollschichtige adaptierte 

Tätigkeit zuzumuten (act. G7.3.163). Dr. E.___ schätzte den Integritätsschaden am 12. 

Juni 2012 auf 40 % (act. G7.3.164, vgl. bzgl. Integritätsschaden auch act. G7.3.130, 

G7.3.133).

A.f. 

Mit Schreiben vom 25. Juni 2012 stellte die Suva ihre Heilkosten- und 

Taggeldleistungen per 30. Juni 2012 ein (act. G7.3.167). Mit Verfügung vom 2. April 

2013 hielt die Suva fest, dass der Versicherte auf weitere Abklärungen bezüglich eines 

möglichen Rentenanspruchs verzichte. Sie sprach ihm eine Integritätsentschädigung 

basierend auf einer Integritätseinbusse von 40 % zu (act. G7.3.198).

A.g. 

Der Versicherte hatte die Suva am 17. Juli 2012 über die Auflösung der C.___ 

GmbH informiert (act. G7.3.179). Zudem hatte er der Suva am 5. Dezember 2012 

mitgeteilt, er habe seine Arbeit (bei der B.___ AG [vgl. act. G7.3.461]) per 31. Dezember 

2012 verloren (act. G7.3.186).

A.h. 

Am 12. Juni 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie übernehme die 

Kosten für die Umschulung zum Dipl. Marketing- und Verkaufsleiter vom 7. April 2014 

bis 30. Juni 2015. Zusätzlich absolviere der Versicherte während dieser Zeit ein 

Praktikum (act. G7.3.214).

A.i. 

Aufgrund eines infizierten Ulcus plantar über Metatarsale I Köpfchen Fuss links 

befand sich der Versicherte vom 9. Januar bis 11. Februar 2015 (mit einer kurzzeitigen 

Entlassung am 30. Januar 2015) stationär im KSSG und unterzog sich dort mehreren 

operativen Eingriffen (act. G7.3.234, G7.3.238, vgl. act. G7.3.223). Suva-Kreisärztin 

med. pract. F.___, Fachärztin Chirurgie, beurteilte am 22. Januar 2015, das Ulcus 

A.j. 

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plantar links sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal (act. G7.3.224; bzgl. der auf 

den Aufenthalt im KSSG folgenden stationären Rehabilitation vgl. act. G7.3.259 und 

G7.3.277).

Nachdem es im Bereich des Ulcus an der Fusssohle zu einem langsamen 

Heilungsverlauf gekommen war (vgl. Bericht des KSSG vom 30. März 2015, act. 

G7.3.259), berichteten die behandelnden Ärzte des KSSG am 20. April 2015 über ein 

chronisches Ulcus über dem Metatarsalköpfchen 1 links (act. G7.3.254; bzgl. 

wiederholt auftretender Ulcera vgl. act. G7.3.289, 7.3.380-10 ff.).

A.k. 

Am 13. Mai 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, er habe die Umschulung 

zum Dipl. Marketing- und Verkaufsleiter erfolgreich absolviert (act. G7.3.284). Der 

Versicherte war in einem Pensum von 100 % tätig (act. G7.3.289).

A.l. 

Mit Vorbescheid vom 10. Juli 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 14 % in Aussicht (act. 

G7.3.304).

A.m. 

Der Versicherte war aufgrund der kurz zuvor beendeten Tätigkeit (act. G7.4.3) bei 

der G.___ AG erneut bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 21. Juli 2019 in eine Glasscheibe stolperte und sich dabei 

Schnittverletzungen am Unterarm und der Hand rechts zuzog (act. G7.4.1 f.). Der 

Versicherte befand sich vom 21. bis 29. Juli 2019 stationär im KSSG. Die dort 

behandelnden Ärzte diagnostizierten eine tiefe Schnittverletzung des Vorderarms 

rechts, einen neuropathischen Fuss links und einen Status nach Polytrauma bei 

Motorradunfall 2007. Sie attestierten dem Versicherten vom 21. Juli bis 29. September 

2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. G7.4.18-6 f.). Am Unfalltag hatte sich der 

Versicherte im KSSG einer operativen Versorgung der Schnittverletzung des Unterarms 

rechts unterzogen (act. G7.4.18-4 f.). Die Suva erbrachte Heilkosten- und 

Taggeldleistungen (act. G7.4.9).

A.n. 

Am 12. August 2019 meldete der Versicherte der Suva telefonisch einen Rückfall. 

Er habe erneut starke Schmerzen am Fuss. Dieser habe sich wie vor Jahren wieder 

"geöffnet" (act. G7.3.305).

A.o. 

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Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, berichtete am 13. 

August 2019 über ein neuropathisch bedingtes Druckulcus plantar in Höhe Metatarsale 

I Köpfchen Fuss links und ein chronisches neuropathisches Schmerzsyndrom Bein 

links (act. G7.3.307). Suva-Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für Chirurgie, beurteilte am 

25. Oktober 2019, bezüglich der erneuten Fussbeschwerden links bestehe mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Teilkausalität zum Ereignis vom 16. Juli 2007 

(act. G7.3.314).

A.p. 

Dr. med. J.___, FMH Chirurgie, attestierte dem Versicherten vom 30. September 

bis 17. November 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. G7.4.29, bzgl. weiterer 

Arbeitsunfähigkeitsatteste vgl. act. G7.4.69 und act. G7.4.86).

A.q. 

Die behandelnden Ärzte des KSSG hatten am 3. Oktober 2019 berichtet, die 

Streckung der Finger der rechten Hand sei noch nicht vollständig möglich. Ebenfalls 

bestünden Einschränkungen bei der Extension und Flexion des Handgelenks sowie 

beim Faustschluss (act. G7.4.24).

A.r. 

Dr. H.___ berichtete am 14. Februar 2020, bei erfolgter Schonung sei es nicht 

mehr zur Eröffnung des Druckulcus plantar gekommen. Er gehe jedoch davon aus, 

dass sich bei einem erneuten Arbeitsversuch höchstwahrscheinlich die vorherige 

Situation (erneute Ausbildung eines Druckulcus) wieder einstellen werde. Bezüglich des 

linken Beines sei davon auszugehen, dass sich keine Restitutio ad integrum erreichen 

lasse (act. G7.3.326). In seinem Bericht vom 19. August 2020 hielt Dr. H.___ fest, es sei 

erneut zu einem Druckulcus am Fuss links gekommen. Es sei davon auszugehen, dass 

eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit nicht zu erreichen sei. Inwiefern eine Integration in 

einen adaptierten Arbeitsalltag möglich sei, müsse evaluiert werden (act. G7.3.340).

A.s. 

Dr. J.___ hatte am 24. Juli 2020 über eine im Vordergrund stehende 

Sensibilitätsstörung mit Dysästhesie und inkomplettem Faustschluss bei Status nach 

komplexer Schnittverletzung berichtet (act. G7.3.339-6). Er hatte dem Versicherten 

vom 1. März bis 28. Juli 2020 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (act. 

G7.3.339-7).

A.t. 

Am 21. Oktober 2020 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie übernehme die 

Kosten für ein Belastbarkeitstraining vom 19. Oktober 2020 bis 18. Januar 2021, 

A.u. 

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durchgeführt von der K.___ AG (act. G7.3.338). Sie sprach ihm für die Dauer der 

Eingliederungsmassnahme ein Taggeld zu (act. G7.3.342). Am 27. November 2020 

teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, die Mitteilung vom 21. Oktober 2020 werde 

aufgrund seines instabilen Gesundheitszustandes per 25. November 2020 aufgehoben; 

die beruflichen Massnahmen seien abgebrochen worden (act. G7.3.356).

Dr. J.___ hatte am 5. November 2020 berichtet, die rechte Hand des Versicherten 

könne derzeit lediglich als Zudienhand für leichte Tätigkeiten eingesetzt werden. Es 

bestehe eine erhebliche schmerzbedingte Einschränkung auch beim Benützen einer 

Tastatur oder einer Computermaus. Eine Arbeitsfähigkeit lasse sich derzeit nicht 

beziffern (act. G7.3.344; vgl. auch den gleichentags von Dr. H.___ verfassten Bericht in 

act. G7.3.345).

A.v. 

Dr. med. L.___, Fachärztin für Neurologie, führte (auf Zuweisung der Suva bzw. 

von Dr. J.___; vgl. act. G7.3.359, G7.3.368) am 5. Februar 2021 eine neurologische und 

elektrophysiologische Untersuchung der unteren und oberen Extremitäten des 

Versicherten durch. In ihrem gleichentags verfassten Bericht hielt sie als Diagnosen 

eine traumatische, auch axonale Läsion des Plexus lumbosacralis links anlässlich 

Polytrauma (16. Juli 2007), eine elektrophysiologisch komplette Denervation des 

Musculus tibialis anterior links, eine Handverletzung rechts (21. Juli 2019) und einen 

Verdacht auf ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS, auch Morbus Sudeck 

genannt) fest. Sie beurteilte, aus neurologischer Sicht sei die Wiederaufnahme einer 

beruflichen Tätigkeit unvorstellbar (act. G7.3.376). 

A.w. 

Im Auftrag der Suva (vgl. act. G7.3.425) wurde der Versicherte am 22. Dezember 

2021 bezüglich der Folgen seiner Schnittverletzung am rechten Unterarm von Dr. med. 

M.___, Fachärztin für Neurologie, elektrophysiologisch untersucht. Sie beurteilte tags 

darauf, die Verletzung des Nervus ulnaris sei grundsätzlich recht gut verheilt, es 

bestünden aber noch leichte Restsymptome. Die im Vorfeld gestellte 

Verdachtsdiagnose eines CRPS lasse sich nicht sicher untermauern. Sie gehe davon 

aus, dass bezüglich der Nervenläsion ein Endzustand erreicht sei (act. G7.3.428).

A.x. 

Nach einer Untersuchung vom 26. Januar 2022 beurteilte Suva-Kreisarzt Dr. med. 

N.___, Facharzt für Chirurgie, am 9. Februar 2022, es liege ein dauerhaft stabiler 

A.y. 

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B.  

Zustand bezüglich der Unfallfolgen vor, ohne Änderung zur Voruntersuchung vom 16. 

Mai 2012. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (act. 

G7.3.433). Am 10. Februar 2022 schätzte er den Integritätsschaden bezüglich des 

Unfalls vom 16. Juli 2007 unverändert auf 40 % und denjenigen bezüglich des Unfalls 

vom 21. Juli 2019 (neu) auf 10 % (act. G7.3.434, G7.4.203).

Mit Schreiben vom 24. März 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie stelle 

die Heilkostenleistungen per sofort und die Taggeldleistungen per 31. Mai 2022 ein. 

Zum Erhalt des Gesundheitszustandes übernehme sie über den Abschluss hinaus 

gewisse (näher umschriebene) Behandlungen und ärztliche Untersuchungen (act. 

G7.4.219).

A.z. 

Mit Verfügung vom 4. April 2022 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung 

ab 1. Juni 2022 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 14 % sowie eine 

Integritätsentschädigung für den Schaden an der rechten Hand entsprechend einer 

Integritätseinbusse von 10 % zu (act. G7.3.449).

A.aa. 

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. R. 

Pedergnana, St. Gallen, am 10. Mai 2022 Einsprache (act. G7.3.452).

B.a. 

Dr. H.___ berichtete am 1. Juni 2022, seit zwei bis drei Wochen habe sich erneut 

eine offene Druckstelle unter dem Grosszehenballen eingestellt. Seiner Ansicht nach 

seien die neuropathischen Schmerzen verbunden mit der Funktionseinschränkung des 

linken Beins ausreichende Befunde, die den Versicherten für eine Wiedereingliederung 

in den "zweiten Arbeitsweg" ausschliessen würden. Er attestierte dem Versicherten 

vom 23. Mai bis 24. Juli 2022 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. G7.3.464, vgl. 

act. G7.3.458; weiteres Arbeitsunfähigkeitsattest vgl. act. G7.3.525). Dr. N.___ hielt am 

6. September 2022 an seiner Beurteilung vom 9./10. Februar 2022 fest (act. G7.3.471).

B.b. 

Aufgrund eines akuten Erysipels (bzw. plantares Druckulcus und Verdachts auf ein 

beginnendes Erysipel; vgl. act. G7.3.500) am Fuss links und einem neuropathischen 

Schmerzsyndrom befand sich der Versicherte vom 3. bis 9. November 2022 stationär in 

der Klinik O.___ (act. G7.3.485, vgl. act. G7.3.520). Am 2. Mai 2023 meldete der 

B.c. 

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C.  

Versicherte der Suva einen Rückfall zum Unfall vom 16. Juli 2007 (act. G7.3.514). Dr. 

N.___ befand am 12. Juni 2023, die Behandlungskosten ab 3. November 2022 könnten 

übernommen werden, weil es sich überwiegend wahrscheinlich um einen Rückfall mit 

erneuter Verschlimmerung handle (act. G7.3.536). Die Suva erteilte entsprechende 

Kostengutsprachen (vgl. act. G7.3.544 ff.).

Der behandelnde Dr. med. P.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

hatte in seinem Bericht vom 26. Januar 2023 als Diagnosen eine schwere depressive 

Episode bei Status nach schwerem Motorradunfall 2007 (ICD-10: F32.2), chronische 

Schmerzen seit dem Unfall 2007 und eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach 

jahrelangen Schmerzen und Depressionen (ICD-10: F62.1) festgehalten (act. G7.3.497).

B.d. 

Mit Entscheid vom 8. März 2023 hatte die Suva die Einsprache abgewiesen (act. 

G7.3.503).

B.e. 

 Dagegen hatte der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. Gallen, am 24. April 2023 Beschwerde 

erhoben und beantragt, der Einspracheentscheid vom 8. März 2023 sei aufzuheben 

und es sei ihm spätestens ab 12. August 2019 eine ganze Rente zuzusprechen. Es sei 

vom Gericht ein polydisziplinäres Gutachten betreffend die Arbeitsunfähigkeit und die 

Unfallkausalität in Auftrag zu geben; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 

G1). Er hatte unter anderem einen Bericht von Dr. L.___ vom 3. April 2023 und den 

Schlussbericht über die Integrationsmassnahme bei der K.___ AG vom 27. November 

2020 einreichen lassen (act. G1.4 f.).

C.a. 

Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 22. August 2023 die 

Abweisung der Beschwerde (act. G7). Sie reichte zwei Stellungnahmen von Kreisarzt 

Dr. N.___ vom 12. Juni und 19. Juli 2023 ein (act. G7.1 f.).

C.b. 

Mit Replik vom 22. Dezember 2023 liess der Beschwerdeführer an seinen 

Rechtsbegehren festhalten und diverse ärztliche Berichte einreichen (act. G15 ff.).

C.c. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist die Höhe und der 

Beginn des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers gegenüber der 

Beschwerdegegnerin. Bezüglich der zugesprochenen Integritätsentschädigung 

basierend auf einem Integritätsschaden von 10 % ist die Verfügung vom 4. April 2022 

mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen (act. G7.3.449, G7.3.452).

Mit Duplik vom 13. Februar 2024 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag 

auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde fest und reichte eine Beurteilung von 

Kreisarzt Dr. N.___ vom 1. Februar 2024 ein (act. G19 f.).

C.d. 

Der Beschwerdeführer liess am 1. März 2024 eine Stellungnahme zur Eingabe der 

Beschwerdegegnerin sowie einen Bericht von Dr. med. Q.___, Oberärztin 

Kinderorthopädie, Klinik R.___, vom 28. Februar 2024 einreichen (act. G21, G21.1). Die 

Beschwerdegegnerin reichte am 8. April 2024 eine diesbezügliche Stellungnahme und 

eine Kurzbeurteilung von Dr. N.___ vom 25. März 2024 ein (act. G23, G23.1).

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Die 

vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der 

Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen 

der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Ist die 

versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat sie Anspruch 

auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad der für den Rentenanspruch 

massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich 

zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum 

1.1. 

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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche 

Versicherungsleistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG). Eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. 

zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben medizinischer 

Sachverständiger angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang 

ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 

134 V 111 f. E. 2.1, BGE 127 V 103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen 

die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der 

natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs. In diesen Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung 

nach der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 (sogenannte "Psycho-Praxis") 

vorzunehmen.

1.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

1.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/31

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2.

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, eine Rente sei spätestens ab 12. 

August 2019 geschuldet (act. G1), während die Beschwerdegegnerin erst von einem 

Rentenbeginn ab 1. Juni 2022 ausgeht. Nachfolgend ist mithin zu prüfen, welche 

Unfallrestfolgen beim Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind und wann in Bezug auf diese der Fallabschluss 

bzw. die Rentenprüfung (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) vorzunehmen war. Der 

Beschwerdeführer knüpft bezüglich Rentenbeginn am Datum seiner telefonischen 

Rückfallmeldung an, wobei er erneute starke Schmerzen am Fuss beklagte (act. 

G7.3.305). Der Zeitpunkt der Rückfallmeldung kann jedoch nicht identisch sein mit dem 

Rentenbeginn, zumal damals offensichtlich noch kein stabiler medizinischer 

Endzustand vorlag (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Zudem wurden die 

Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle erst per 25. November 2020 abgeschlossen 

bzw. abgebrochen. Ein Fallabschluss bzw. ein Rentenanspruch konnte somit 

zumindest nicht per 11. bzw. 12. August 2019 erfolgen. Zu prüfen ist mithin der von der 

Beschwerdegegnerin festgelegte Rentenbeginn. Die Beschwerdegegnerin stützte sich 

dabei insbesondere auf die Beurteilung von Dr. N.___ vom 9. Februar 2022 (act. 

G7.3.433) ab. Hinzuweisen ist darauf, dass der Beschwerdeführer der 

Beschwerdegegnerin am 2. Mai 2023 erneut einen Rückfall zum Unfall vom 16. Juli 

2007 meldete (act. G7.3.514). Gestützt auf eine Beurteilung von Dr. N.___ (vgl. act. 

G7.3.536) anerkannte die Beschwerdegegnerin den Rückfall und übernahm die 

Behandlungskosten ab 3. November 2022 erneut (act. G7.3.544 ff.). Die ab 3. 

November 2022 erneut eingetretene Verschlimmerung des Gesundheitszustandes des 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann 

rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 

ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/31

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Beschwerdeführers ist nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids 

vom 8. März 2023 und damit vorliegend auch nicht Streitgegenstand.

Vorerst sind der Zeitpunkt des medizinischen Endzustands (Fallabschluss) und die 

dann noch bestehenden unfallkausalen somatischen Beschwerden bezüglich des 

Unfalls vom 16. Juli 2007 zu prüfen.

2.1. 

Dr. N.___ beurteilte am 9. Februar 2022, der Motorradunfall vom 16. Juli 2007 mit 

der schweren und komplexen Beckenverletzung links sowie die gleichzeitig 

unfallkausal verursachte Läsion des Plexus lumbo-sacralis links hätten dauerhafte und 

erhebliche Gesundheitsschäden im Bereich des linken Beckens, Beines und Fusses 

sowie eine unfallkausale erektile Dysfunktion verursacht. Seitdem seien unvermeidbare 

Komplikationen im Bereich des linken Fusses jeweils fachgerecht und erfolgreich 

behandelt worden, so dass der dauerhafte stabile Zustand habe aufrechterhalten 

werden können. Im Zeitpunkt seiner Untersuchung vom 26. Januar 2022 habe erneut 

ein dauerhaft stabiler Zustand zu den Unfallfolgen, unverändert zur kreisärztlichen 

Untersuchung vom 16. Mai 2012, vorgelegen. Die klinischen Befunde bei der 

Untersuchung vom 26. Januar 2022 hätten sich unverändert gezeigt zu denjenigen vom 

16. Mai 2012 (act. G7.3.433, vgl. act. G7.3.163). Dr. N.___ hielt als Befunde unter 

anderem fest, der Beschwerdeführer zeige zu ebener Erde ein links hinkendes, 

sogenanntes Stepper-Gangbild "wund" mit positivem Trendelenburgzeichen aufgrund 

fehlender aktiver Beckenstabilisierung. Dabei sei er mit einem Heidelberger-Winkel und 

mit nach Mass angefertigter Fusssohlenbettung versorgt. Es bestehe eine vollständige 

Atrophie der Becken- und Glutealmuskulatur links. Die Standvarianten könnten links 

nicht ausgeführt werden und auch das Einnehmen der Hocke und Knien seien nicht 

möglich. Bei der grobneurologischen Untersuchung hätten eine vollständige Parese im 

Bereich des linken Unterschenkels mit dadurch aufgehobener aktiver Fusshebung und 

-senkung sowie eine vollständige Parese der Fussmuskulatur mit aufgehobener 

Zehenbeweglichkeit bestanden. Ebenso sei die Sensibilität im Endversorgungsgebiet 

des Nervus tibialis vollständig aufgehoben. Im Gegensatz zur aufgehobenen aktiven 

Beweglichkeit im linken Sprunggelenk sei die passive Beweglichkeit im 

physiologischen Ausmass erhalten. Der linke Fuss zeige eine Spitzfusskontraktion mit 

dystrophen, zum Untersuchungszeitpunkt reizlosen Weichteilverhältnissen bei atropher 

Fussbinnenmuskulatur und aufgehobener Fusssohlenbeschwielung ohne zum 

Untersuchungszeitpunkt entzündliche Veränderungen oder Ulcera. Gesamthaft seien 

die klinischen Befunde zum linken Becken, Bein und Fuss gleichbleibend zur 

kreisärztlichen Untersuchung vom 16. Mai 2012. Die neurologische Untersuchung vom 

5. Februar 2021 (Dr. L.___ [Suva-act. G7.3.376]) und die urologische 

2.1.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/31

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Kontrolluntersuchung vom 9. April 2021 hätten ebenfalls gleichbleibende Befunde 

bestätigt. Auch eine computertomographische Kontrolluntersuchung des Beckens vom 

13. Juli 2021 habe einen gleichbleibenden Befund im Vergleich zu den Voraufnahmen, 

ohne Zeichen einer Hüftgelenksarthrose links, dokumentiert. Dr. N.___ fasste 

zusammen, aus medizinischer Sicht bestünden keine Einwände gegen einen erneuten 

administrativen Fallabschluss aufgrund der gleichbleibenden und dauerhaft stabilen 

Befunde auf dem Fachgebiet der Orthopädie und Traumatologie, der Neurologie sowie 

der Urologie (act. G7.3.433).

Dr. N.___ hatte unter anderem auf die neurologische und elektrophysiologische 

Untersuchung von Dr. L.___ vom 5. Februar 2021 verwiesen. Diese ging 

übereinstimmend mit Dr. N.___ von einem Endzustand mit bleibendem Dauerschaden 

aus (act. G7.3.376).

2.1.2. 

Die untersuchenden medizinischen Fachpersonen der Klinik R.___, wo auch 

Ganganalysen bei erwachsenen Patienten durchgeführt werden (vgl. act. G15), 

berichteten am 2. November 2023 ausführlich über die Einschränkungen im Gang des 

Beschwerdeführers und hielten fest, mit der derzeitigen Orthese fände sich eine gute 

Verbesserung des Gangbildes. Eine weiterführende Therapie zur Verbesserung der 

Glutealinsuffizienz links bestehe orthopädischerseits nicht (act. G15.1). Dieser Bericht 

widerspricht der Beurteilung von Dr. N.___ nicht und steht einem Fallabschluss per 31. 

Mai 2022 nicht entgegen. Dr. Q.___ hielt sodann in ihrem Bericht vom 28. November 

2023 fest, es bestehe eine deutliche Fehlbelastung mit Kompensationsbewegungen 

sowohl im Bereich der unteren Extremität als auch im Bereich des Oberkörpers und 

des Beckens. Mit der Orthesen-Versorgung sei das Gangbild partiell gebessert. Es 

müsse permanent auf eine gute Passform derselben geachtet werden, um das Risiko 

auf Ulcusbildung so niedrig wie möglich zu halten. Eine weiterführende (operative) 

Therapie zur Verbesserung der Beckenstabilisation links werde orthopädischerseits 

nicht gesehen (act. G15.6). Wie Dr. N.___ am 1. Februar 2024 (act. G19.1) zu Recht 

bemerkte, wurde die Ganganalyse im Rahmen des anerkannten Rückfalls vom 3. 

November 2022 durchgeführt und hat damit keine Relevanz für die Beurteilung des 

Endzustandes per 31. Mai 2022. Dr. Q.___ führte am 28. Februar 2024 aus, aus 

orthopädischer Sicht sei es überwiegend wahrscheinlich, dass die Gangprobleme und 

die Minderinnervation, welche sie nach der Untersuchung vom 2. November 2023 

festgehalten habe, schon länger bestehend gewesen seien – vermutlich seit dem Unfall 

im Jahr 2007 – und sich nicht erst zwischen dem 26. Januar 2022 und November 2023 

spontan entwickelt hätten (act. G21.1). Dr. N.___ pflichtete Dr. Q.___ am 25. März 2024 

insofern bei, als die Gangstörungen durch den Unfall vom Jahr 2007 verursacht worden 

2.1.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/31

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seien und eine Verschlechterung des Gangbildes im Verlauf nicht ausgeschlossen sei. 

Dies widerspreche aber nicht seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung und auch 

nicht der Tatsache, dass die Gangbildanalyse eben erst im Rahmen der 

Rückfallabklärung und –behandlung am 31. Oktober 2023 durchgeführt worden sei und 

damit die Feststellung von Dr. Q.___ einer Verschlechterung im Verlauf bestätige. Diese 

wesentliche Verschlimmerung sei mit der Rückfallanerkennung vom 3. November 2022 

auch berücksichtigt worden. Die am 9. Februar 2022 bereits bestehende Gangstörung 

habe er damals in seine Beurteilung miteinbezogen. In den versicherungsmedizinischen 

Beurteilungen fände sich nirgendwo die von Dr. Q.___ als falsch erwähnte Aussage, 

wonach die Gangprobleme sich "spontan zwischen dem 26. Januar 2022 und dem 3. 

November 2023 entwickelt hätten". Vielmehr habe auch bereits vor dem 26. Januar 

2022 eine unfallkausale Gangbildstörung bestanden, wobei diesbezüglich damals aber 

ein dauerhaft stabiler Zustand vorgelegen habe, welchen er entsprechend gewürdigt 

habe. Allerdings sei es am 3. November 2022 zu einem erneuten Rückfall gekommen. 

Er habe bereits am 9. Februar 2022 auf dieses Risiko hingewiesen (act. G23.1). Die 

Stellungnahmen von Dr. Q.___ sind damit nicht geeignet, die überzeugende Beurteilung 

von Dr. N.___ in Zweifel zu ziehen.

Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, ein CRPS am Bein 

links habe nicht ausgeschlossen werden können (vgl. act. G1), ist festzuhalten, dass in 

den medizinischen Akten keine Hinweise auf das Vorliegen eines solchen bestehen. Dr. 

N.___ prüfte am 26. Januar 2022 die Kriterien eines CRPS insofern, als er ausführte, im 

Bereich der linken Beckenseite bestünden reizlose Operationsnarben ventral, lateral 

und dorsal. Ansonsten seien die Hautverhältnisse der unteren Extremitäten (beidseits) 

bezüglich Farbe, Temperatur, Feuchtigkeitsgehalt und Behaarung beidseits 

physiologisch ungestört ausgebildet. Es liege eine seitengleiche regelrechte 

Durchblutung der unteren Extremitäten (beidseits) vor (act. G7.3.433). Es ist damit nicht 

nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer das Vorliegen eines CRPS am Bein 

links in Betracht zieht (bzgl. eines solchen am Arm rechts vgl. die nachfolgende E. 

2.2.2).

2.1.4. 

Auch aus den weiteren medizinischen Akten ergeben sich keine Hinweise, 

welche gegen einen medizinischen Endzustand bezüglich der im Zusammenhang mit 

dem Unfall vom 16. Juli 2007 stehenden Beschwerden im Zeitpunkt der Einstellung der 

vorübergehenden Versicherungsleistungen und einer Rentenprüfung per 1. Juni 2022 

sprechen würden.

2.1.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/31

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Weiter zu beurteilen sind der Zeitpunkt des Fallabschlusses und die dann noch 

bestehenden somatischen Restbeschwerden im Zusammenhang mit dem Unfall vom 

21. Juli 2019.

2.2. 

Dr. N.___ beurteilte am 26. Januar 2022, als dauerhaft verbleibende, 

unfallkausale Folgen der komplexen Schnittverletzung vom 21. Juli 2019 im Bereich 

des rechten Unterarms hätten sich bei seiner Untersuchung eine sensomotorische 

distale und dauerhafte Läsion des Nervus ulnaris mit dadurch bedingter Atrophie der 

ulnaren Handbinnenmuskulatur, eine Sensibilitätsstörung des Endversorgungsgebiets 

des Nervus ulnaris rechts, ein Beuge- und Streckdefizit des rechten Ring- und 

Kleinfingers mit dadurch verursachtem inkomplettem Faustschluss, eine 

Kraftminderung bei der groben Kraft rechts und einem Streckdefizit des rechten Ring- 

und Kleinfingers sowie eine eingeschränkte Handspanne rechts gefunden. Diese 

dauerhafte Funktionsstörung und die distale, sensomotorische Läsion des Nervus 

ulnaris rechts verursachten eine dauerhafte und erhebliche Gesundheitsschädigung der 

rechten Hand, die durch weitere Behandlungsmassnahmen nicht gebessert werden 

könne. Rein unfallkausal zur Schnittverletzung am rechten Unterarm seien nach 

Behandlungsabschluss keine weiteren Behandlungsmassnahmen medizinisch sinnvoll 

indiziert, auch nicht auf neurologischem Fachgebiet, da keine Besserung erreicht 

werden könne. Er schlussfolgerte überzeugend, es bestünden zum Schadenfall vom 

21. Juli 2019 keine medizinischen Einwände gegen einen administrativen Fallabschluss 

(act. G7.3.433).

2.2.1. 

Dr. L.___ äusserte am 5. Februar 2021 hinsichtlich der Handverletzung rechts 

beim Unfall vom 21. Juli 2019 den Verdacht auf ein CRPS. Eine Irritation des Nervus 

medianus rechts sei klinisch möglich, eine relevante Läsion des Nerven habe sie 

elektrophysiologisch aber nicht nachweisen können. Sie empfehle zur 

Schmerzlinderung zunächst lokale schmerzstillende Massnahmen. Bei Bedarf könne 

wieder eine systemische Medikation gegen neuropathische Schmerzen probiert 

werden (act. G7.3.376). Am 23. Dezember 2021 wurde der Beschwerdeführer bezüglich 

seiner Schnittverletzung am rechten Arm durch Dr. M.___ neurologisch und 

elektrophysiologisch untersucht. Diese beurteilte gleichentags, auch mehr als zwei 

Jahre nach dem Trauma habe sich die Handfunktion nicht vollständig erholt. Neben der 

eingeschränkten Beuge- und weniger auch Streckfähigkeit der Langfinger, die 

wahrscheinlich als Folge der Sehnenverletzungen einzuordnen sei, sei aus 

neurologischer Sicht die leichte Schwäche im Bereich der ulnarisversorgten kleinen 

Handmuskeln relevant, ebenso wie im Nervenversorgungsgebiet die prädominante 

Sensibilitätsstörung, welche sie als Restsymptom der Nervenverletzung werte. 

2.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/31

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Elektrophysiologisch zeige sich zwar eine normalisierte motorische 

Ulnarisneurographie; eine Aussage darüber, ob sich tatsächlich alle Nervenfasern 

erholt hätten, sei mit dieser aber nicht möglich und der Befund der sensiblen 

Neurographie könnte die Einschätzung einer unvollständigen Nervenregeneration 

untermauern. Daneben bestünden aber auch Schmerzen und eine 

Berührungsempfindlichkeit, die durch die Nervenläsion nicht erklärt seien. In diesem 

Zusammenhang habe die voruntersuchende Dr. L.___ im Februar 2021 die 

Verdachtsdiagnose eines CRPS geäussert. Obwohl der Beschwerdeführer die hierfür 

typische Allodynie (Überempfindlichkeit für Berührung) beschreibe, seien die 

berichteten Symptome und die klinischen Befunde nicht ausreichend, um diese 

Diagnose zu stellen. Von den vier anamnestischen Kriterien werde nur eines, nämlich 

die Allodynie, erfüllt und von den klinischen Kriterien ebenfalls nur dieses eine. Die 

reduzierte Fingerbeweglichkeit sehe sie nicht in einem entsprechenden 

Zusammenhang, sondern als Folge der damaligen Sehnenverletzung. Dr. M.___ hatte 

als neurologischen Befund unter anderem festgehalten, der Beschwerdeführer habe 

eine reizlose Z-Narbe über dem gesamten rechten Unterarm. Die rechte Hand sei leicht 

geschwollen, aber nicht gerötet oder überwärmt. Es bestehe ein normales Haar- und 

Nagelwachstum sowie symmetrisches Schwitzen. Bei der Sensibilitätsprüfung habe 

der Beschwerdeführer eine Überempfindlichkeit für Berührungsreize im Bereich der 

rechten Handfläche, eine veränderte Sensibilität auch am Handrücken und allen 

Fingern, ulnarseitig betont, sowie am Unterarm ventralseitig angegeben. Dr. M.___ 

schloss damit ein CRPS der Hand rechts überzeugend aus. Weiter ging Dr. M.___ 

übereinstimmend mit Dr. N.___ vom Erreichen eines Endzustandes bezüglich der 

Nervenläsion (Verletzung des Nervus ulnaris) aus (act. G7.3.428).

Insgesamt lagen im Zeitpunkt der Einstellung der vorübergehenden Leistungen per 

31. Mai 2022 zwar noch unfallkausale somatische Beschwerden (Beeinträchtigung des 

Gehvorgangs, Beeinträchtigung der Sensibilität im Bereich der Dermatome L5 sowie 

S1, herabgesetzte linksseitige Beinbelastbarkeit, reduzierte Beweglichkeit im linken 

Sprunggelenk, erhebliche Atrophie der linksseitigen Gesässmuskulatur, Atrophie der 

ulnaren Handbinnenmuskulatur, Sensibilitätsstörung des Endversorgungsgebiets des 

Nervus ulnaris rechts, Beuge- und Streckdefizit des rechten Ring- und Kleinfingers mit 

dadurch verursacht inkomplettem Faustschluss, Kraftminderung bei der groben Kraft 

rechts, eingeschränkte Handspanne rechts [act. G7.3.163, G7.3.433]) vor, 

diesbezüglich war jedoch ein medizinischer Endzustand erreicht. Soweit der 

Beschwerdeführer geltend machen lässt (act. G1, G15), die kreisärztliche 

Untersuchung vom 26. Januar 2022 sei nicht in Kenntnis wesentlicher Berichte, 

insbesondere dem Schlussbericht von K.___ AG und dem Bericht von Dr. med. S.___, 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/31

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3.

Weiter bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen noch unter natürlich und adäquat kausalen psychischen 

Unfallfolgen litt. Dr. P.___ bestätigte am 26. Januar 2023, dass sich der 

Beschwerdeführer bei ihm in psychiatrischer Behandlung befinde und diagnostizierte 

eine schwere depressive Episode (ICD-10: F32.2), einen Status nach schwerem 

Motorradunfall 2007 mit seither bestehenden chronischen Schmerzen sowie eine 

andauernde Persönlichkeitsänderung nach jahrelangen Schmerzen und Depressionen 

(ICD-10: F62.1). Er stellte die psychiatrische Beeinträchtigung in Zusammenhang mit 

dem Unfall vom Jahr 2007 (act. G7.3.497).

Fachärztin für Neurochirurgie, vom 9. September 2019 (act. G7.3.318), erfolgt, 

erscheint dies nicht problematisch. Die genannten Berichte sind für die Situation im 

Zeitpunkt der Rentenprüfung bereits aufgrund ihres älteren Datums wenig 

aussagekräftig. Die Beurteilung von Dr. S.___ beruht im Vergleich zu jener der 

Neurologin Dr. L.___ vom 5. Februar 2021 (act. G7.3.376) nicht auf einer 

Befundaufnahme. Zum Bericht der K.___ AG, welcher insbesondere eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung enthält, äusserte sich Dr. N.___ sodann am 12. Februar 

2024 (act. G19.1, vgl. nachfolgend E. 4.4). Weitere medizinische Abklärungen, 

insbesondere das vom Beschwerdeführer beantragte polydisziplinäre 

Gerichtsgutachten (act. G1), erübrigen sich damit. Der entsprechende Antrag ist 

abzuweisen.

Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vom 

Unfallereignis auszugehen. Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

ist im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung 

der Versicherten eine objektivierte Betrachtungsweise angezeigt (BGE 115 V 139 E. 6 

mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfall besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung 

der Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle 

nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, 

eingeteilt in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in 

einen dazwischenliegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen 

kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/31

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allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken.

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 139 ff. E. 6a-c). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Kommt keinem Einzelkriterium ein besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, 

so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso 

mehr, je leichter der Unfall ist. Diese Würdigung führt zur Bejahung oder Verneinung 

des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass nach weiteren Ursachen geforscht 

werden muss, die eine psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben 

könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32).

3.2. 

Vorliegend verlor der Beschwerdeführer am 16. Juli 2007 die Herrschaft über sein 

Motorrad, stürzte, schlitterte über die Strasse und kollidierte mit einem Holzpfahl (act. 

G7.3.12-13). Dieses Ereignis ist mit der Beschwerdegegnerin (vgl. act. G7.3.503) 

höchstens als mittelschwerer Unfall im engeren Sinne zu qualifizieren. Am 21. Juli 2019 

stolperte der Beschwerdeführer sodann in eine Glasscheibe (act. G7.4.1 f.). Auch bei 

diesem Unfall ist (zugunsten des Beschwerdeführers) maximal von einem 

mittelschweren Unfall im engeren Sinn auszugehen.

3.3. 

Damit bedarf es für die Bejahung eines adäquaten Kausalzusammenhangs der 

Erfüllung von drei Adäquanzkriterien (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 

2010, 8C_897/2009, E. 4.5, vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 20/31

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und vom 21. August 2015, 8C_529/2015, E. 3.3.1 mit Hinweisen), wobei die Folgen der 

organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen 

sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010, 8C_903/2009, E. 4.6).

Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten 

ist auch, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, die noch nicht für die Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann 

(vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142). Vorliegend bestehen keine Hinweise auf dramatische 

Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit der Unfälle im Sinne der 

Rechtsprechung.

3.4.1. 

Der Beschwerdeführer erlitt beim Unfall vom 16. Juli 2007 ein Polytrauma mit 

verschiedenen Verletzungen (act. G7.3.8, vgl. Sachverhalt A.a). Im weiteren Verlauf der 

ärztlichen Behandlungen wurde zudem ein Ausriss des Plexus lumbosacralis links 

festgestellt (act. G7.3.43). Am 21. Juli 2019 zog sich der Beschwerdeführer eine tiefe 

Schnittverletzung des Vorderarms rechts mit Durchtrennung diverser Strukturen zu 

(act. G7.4.18). Obwohl der Beschwerdeführer ein Polytrauma erlitt, erscheinen die 

Verletzungen - aufgrund ihrer besonderen Art und Schwere - nicht als geeignet, 

psychische Fehlreaktionen auszulösen (vgl. die Kasuistik im Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. November 2012, 8C_398/2012, E. 6.2).

3.4.2. 

Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab entscheidend. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die 

Art und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine 

Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 20. Oktober 2006, U 488/05, E. 3.2.3; BGE 134 V 

128, E. 10.2.3). Eine Behandlung, die lediglich noch der Erhaltung des 

Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung 

grundsätzlich nicht relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen 

kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Der 

Beschwerdeführer war vom 17. Juli bis 9. August 2007 im KSSG hospitalisiert und 

unterzog sich dort am 17. Juli 2007 zwei operativen Eingriffen (act. G7.3.3, G7.3.8). 

Anschliessend befand er sich vom 9. August bis 13. Oktober 2007 in der Klinik Valens 

3.4.3. 

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/3164e1b5-c740-4ebc-a8e5-6c00a452ecef/citeddoc/22409dc6-add8-4c0d-9777-51aa1731ebb6/source/document-link

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(act. G7.3.174-66 ff.). Am 17. Oktober und 21. November 2007 erfolgten zwei weitere 

operative Eingriff im KSSG (act. G7.3.19 f., G7.3.44, G7.3.46). Im weiteren Verlauf 

erfolgten lediglich Kontrolluntersuchungen bzw. ärztliche Abklärungen (vgl. u.a. act. 

G7.3.43, G7.3.71). Nach einer Abschlussuntersuchung durch Kreisarzt Dr. E.___ stellte 

die Beschwerdegegnerin ihre vorübergehenden Leistungen per 30. Juni 2012 ein (act. 

G7.3.167). Aufgrund eines (als unfallkausal anerkannten [act. G7.3.224]) infizierten 

Ulcus plantar links befand sich der Beschwerdeführer vom 9. Januar bis 11. Februar 

2015 stationär im KSSG und unterzog sich dort mehreren operativen Eingriffen (act. 

G7.3.234, G7.3.238). Im Anschluss erfolgte eine stationäre Rehabilitation (act. 

G7.3.259, G7.3.277). Aufgrund des langsamen Heilungsverlaufs im Bereich des Ulcus 

an der Fusssohle sowie im Verlauf wiederholt aufgetretener Ulcera, erfolgten im Jahr 

2015 diverse ärztliche Behandlungen (act. G7.3.254, G7.3.259, G7.3.289, G7.3.380-10 

ff.). Nach dem Unfall vom 21. Juli 2019 befand sich der Beschwerdeführer bis zum 29. 

Juli 2019 stationär im KSSG, wo die Schnittverletzung des Unterarms rechts am 

Unfalltag operativ versorgt worden war (act. G7.4.18-4 ff.). Am 13. August 2019 

berichtete Dr. H.___ über ein neuropathisch bedingtes Druckulcus plantar in Höhe 

Metatarsale I Köpfchen Fuss links und ein chronisches neuropathisches 

Schmerzsyndrom (act. G7.3.307). Im weiteren Verlauf erfolgten diverse 

Kontrolluntersuchungen bezüglich der Schnittverletzung am Arm rechts und des 

Druckulcus plantar (act. G7.4.24, G7.3.326, G7.3.339 f., G7.3.344 f.). Am 5. Februar 

und 22. Dezember 2021 wurde der Beschwerdeführer im Auftrag der 

Beschwerdegegnerin durch die Dres. L.___ und M.___ abgeklärt (act. G7.3.376, 

G7.3.428). Insgesamt wurde der Beschwerdeführer aufgrund der Unfallfolgen zwar 

über einen langjährigen Zeitraum ärztlich behandelt. Abgesehen von den unmittelbar 

nach den beiden Unfällen bzw. gemeldeten Rückfällen erfolgten Behandlungen und 

operativen Eingriffen ist die ärztliche Behandlung jedoch als nicht besonders intensiv 

zu betrachten, zumal teilweise über mehrere Jahre keine ärztlichen Behandlungen 

dokumentiert sind. Zudem fanden grösstenteils Kontrolluntersuchungen und 

Abklärungsmassnahmen statt, welche nicht einer zielgerichteten Behandlung dienten. 

Das Kriterium der langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist damit zu verneinen.

Der Beschwerdeführer klagte gegenüber den behandelnden Ärzten vor allem 

initial nach dem Unfall vom 16. Juli 2007 über Schmerzen (vgl. act. G7.3.8, 7.3.174-67). 

Am 29. Juli 2008 hielt der behandelnde Arzt des KSSG fest, der Beschwerdeführer sei 

subjektiv mit dem Behandlungsergebnis weitgehend zufrieden und berichte noch über 

eine mässige, intermittierend auftretende Schmerzsymptomatik. Der Analgetikabedarf 

habe im Verlauf deutlich reduziert werden können (act. G7.3.71). Anlässlich der 

3.4.4. 

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kreisärztlichen Untersuchung vom 16. Mai 2012 klagte der Beschwerdeführer sodann 

noch über bei Wetterwechsel auftretende Schmerzen im Bereich des linken 

Hüftgelenks. Bei längeren Wegstrecken habe er nach zirka einer halben Stunde 

Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte. In längeren Standphasen bemerke er 

auftretende Rückenschmerzen (act. G7.3.163). Dr. H.___ berichtete am 13. August 

2019 über ein chronisches neuropathisches Schmerzsyndrom Bein links (act. 

G7.3.307). Bezüglich des Unfalls vom 21. Juli 2019 befand Dr. J.___ am 5. November 

2020, es bestehe eine erhebliche schmerzbedingte Einschränkung der rechten Hand 

auch beim Benützen einer Tastatur oder einer Computermaus (act. G7.3.344). Dr. L.___ 

hielt am 5. Februar 2021 sodann anamnestisch fest, der Beschwerdeführer habe Ein- 

und Durchschlafstörungen wegen seiner starken Schmerzen im linken Bein und in der 

rechten Hand (act. G3.3.376). Gegenüber Dr. N.___ machte der Beschwerdeführer am 

26. Januar 2022 geltend, am schlimmsten seien seine Phantomschmerzen, die immer 

wieder und plötzlich einschiessend, elektrisierend und brennend, vorhanden seien. 

Auch bezüglich der Schnittverletzungen am Unterarm bestünden teilweise Schmerzen 

(act. G7.3.433). Das Kriterium der Dauerschmerzen ist insgesamt zwar zu bejahen, dies 

aber nicht in ausgeprägter Weise, zumal die Schmerzen eher situativ auftreten und 

nicht pausenlos bestehen.

Es liegen keine Hinweise für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, vor.

3.4.5. 

Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2, und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Vorliegend bestehen keine Hinweise auf einen 

besonders schwierigen Heilungsverlauf. Es traten zwar als Folge des Unfalls vom 16. 

Juli 2007 wiederholt Ulcera am Fuss links auf, diese heilten jedoch jeweils wieder 

komplikationslos ab (vgl. act. G7.3.234, G7.3.254, G7.3.289, G7.3.380-10 ff., G7.3.326, 

G7.3.340). Das Kriterium ist damit zu verneinen. 

3.4.6. 

Der Beschwerdeführer war nach seinem Unfall vom 16. Juli 2007 mehrere 

Monate lang zu 100 % arbeitsunfähig, wobei entsprechende 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse nur unvollständig vorhanden sind (vgl. act. G7.3.8, 

G7.3.174-66 ff.). Vom 27. Oktober 2008 bis 31. Oktober 2011 absolvierte der 

Beschwerdeführer einen individuellen Vorkurs, eine Umschulung zum Technischen 

Kaufmann und sodann eine Umschulung zum Verkaufsleiter (act. G7.3.80, G7.3.93, 

3.4.7. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 23/31

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G7.3.116) und war daneben arbeitstätig. Obwohl er die eidgenössische Prüfung im 

Anschluss an seine Umschulung nicht bestanden hatte, hatte er gemäss Verfügung der 

IV-Stelle vom 1. März 2012 eine Festanstellung und war in der Lage, ein 

rentenausschliessendes Einkommen zu generieren (act. G7.3.150). Kreisarzt Dr. E.___ 

attestierte dem Beschwerdeführer am 16. Mai 2012 ebenfalls eine volle Arbeitsfähigkeit 

in einer adaptierten Tätigkeit (act. G7.3.163). Vom 7. April 2014 bis 30. Juni 2015 

absolvierte der Beschwerdeführer (erneut) eine Umschulung zum diplomierten 

Marketing- und Verkaufsleiter sowie ein Praktikum (act. G7.3.214). Am 13. Mai 2016 

teilte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit, er habe die Umschulung erfolgreich 

abgeschlossen (act. G7.3.284). Der Beschwerdeführer war in einem Pensum von 100 

% erwerbstätig (act. G7.3.289). Kurz vor seinem Unfall vom 21. Juli 2019 war er 

ebenfalls zu 100 % (temporär) beschäftigt (act. G7.4.3). Die behandelnden Ärzte 

attestierten dem Beschwerdeführer (mit einem Unterbruch bzw. fehlendem Zeugnis 

vom 18. November bis 31. Dezember 2019) vom 12. Juli 2019 bis 28. Juli 2020 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. G7.4.18-6 f., G7.4.29, G7.4.69, G7.4.86). Ab 19. 

Oktober 2020 absolvierte der Beschwerdeführer ein Belastbarkeitstraining, welches 

jedoch per 25. November 2020 abgebrochen werden musste (act. G7.3.338, G7.3.356). 

Dr. L.___ hielt am 5. Februar 2021 die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit aus 

neurologischer Sicht für unvorstellbar (act. G7.3.376, vgl. dazu jedoch die 

nachfolgenden Ausführungen in E. 4 ff.). Dr. N.___ beurteilte am 26. Januar 2022 

sodann, in einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (act. 

G7.3.433). Insgesamt war der Beschwerdeführer nach seinem Unfall vom 16. Juli 2007 

über mehrere Monate voll arbeitsunfähig, danach bestand bis zu seinem Unfall vom 21. 

Juli 2019 jedoch (mit kurzen Unterbrüchen) für eine Umschulung bzw. adaptierte 

Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Anschliessend war der Beschwerdeführer 

erneut bis längstens zur Untersuchung durch Dr. N.___ vom 26. Januar 2022 zu 100 % 

arbeitsunfähig. Seither besteht eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für adaptierte 

Tätigkeiten (vgl. dazu die nachfolgende E. 4 ff.). Das Kriterium der langen Dauer der 

physisch bedingten Arbeitsfähigkeit ist damit zu bejahen, jedoch nicht in besonders 

ausgeprägter Weise.

Da somit zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, keines jedoch in 

besonders ausgeprägter Weise, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

Unfällen vom 16. Juli 2007 sowie vom 21. Juli 2019 und den im Zeitpunkt der 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen vom 31. Mai 2022 geklagten psychischen 

Beschwerden zu verneinen. Bei diesem Ergebnis kann die Frage der natürlichen 

Kausalität offenbleiben (BGE 135 V 465 E. 5).

3.4.8. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 24/31

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4.

Unter Berücksichtigung der unfallkausalen somatischen Beschwerden ist nachfolgend 

die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit zu prüfen.

Dr. N.___ beurteilte am 26. Januar 2022, unter Berücksichtigung der dauerhaft 

verbleibenden Unfallfolgen des Motorradunfalls vom 16. Juli 2007 und der komplexen 

Schnittverletzung am rechten Unterarm vom 21. Juli 2019 sei für den allgemeinen 

Arbeitsmarkt eine zeitlich unlimitierte Arbeitsfähigkeit, ganztägig mit einem Pensum von 

100 %, für angepasste leichte Tätigkeiten in Wechselposition ausgewiesen. Die 

Tätigkeit sollte weit überwiegend sitzend, gelegentlich kurz stehend oder gehend auf 

ebenem Untergrund, nicht auf Leitern, Gerüsten oder ungesicherten Arbeitsstellen, 

nicht auf unebenem oder abschüssigem Untergrund, nicht kniend, hockend oder 

kauernd, mit leichten Tätigkeiten manuell rechts ohne Schläge, Vibrationen und 

Kälteexposition sowie ohne Kraftansprüche an die rechte Hand und ohne 

feinmotorische manuelle Tätigkeiten rechts sein (act. G7.3.433). Diese Einschätzung ist 

angesichts der vorhandenen somatischen Einschränkungen plausibel.

4.1. 

Die Beurteilung von Dr. L.___ vom 5. Februar 2021, mithin über ein Jahr vor dem 

Rentenbeginn, aus neurologischer Sicht sei die Wiederaufnahme einer beruflichen 

Tätigkeit – unabhängig von der Arbeit – unvorstellbar, ist demgegenüber nicht 

nachvollziehbar (act. G7.3.376). Dies zumal Dr. L.___ sie nicht begründete und 

insbesondere nicht erklärte, weshalb selbst eine ideal adaptierte Tätigkeit (allenfalls mit 

reduziertem Pensum) aus ihrer Sicht unmöglich sein sollte. Zudem ist darauf 

hinzuweisen, dass Dr. L.___ ein CRPS an der Hand rechts vermutete (act. G7.3.376), 

sich dieser Verdacht jedoch im Verlauf nicht bestätigte (act. G7.3.428). Eine Beurteilung 

der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines CRPS könnte damit ohnehin nicht 

berücksichtigt werden. Weiter ist mit Dr. N.___ (act. G7.3.471) darauf hinzuweisen, 

dass der Beschwerdeführer sich im Zeitpunkt der Beurteilung von Dr. L.___ am 5. 

Februar 2021 mitten in der Behandlungsphase eines Rückfalls aufgrund damaliger 

Komplikationen befand. Dies im Gegensatz zur Untersuchung vom 26. Januar 2022 

durch Dr. N.___, als wieder ein dauerhaft stabiler Zustand zu den Unfallfolgen bestand. 

Der Einschätzung von Dr. L.___ kann auch unter diesem Aspekt kein Beweiswert 

zukommen. Soweit Dr. L.___ am 29. November 2023 bemängelte, Dr. N.___ habe ihren 

neurologischen Befund vom 5. Februar 2021 in seinem Untersuchungsbericht vom 9. 

Februar 2022 nicht korrekt zitiert (act. G15.3), ist dies – mit Dr. N.___ (act. G19.1) – 

nicht nachvollziehbar. Selbst wenn eine geringfügige Abweichung bei der Wiedergabe 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 25/31

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desselben bestehen sollte, ist ohnehin nicht ersichtlich, inwiefern dies die Beurteilung 

von Dr. N.___ in Frage stellen sollte.

Dr. H.___ hatte am 19. August 2020 beurteilt, aufgrund der Gesamtsituation sei 

davon auszugehen, dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit nicht zu erreichen sei. 

Diese sei sowohl durch die vorhandenen, neuropathischen Phantomschmerzen, als 

auch die rezidivierenden, neurogen bedingten Druckulzerationen verursacht. Inwieweit 

eine Integration in einen adaptierten Arbeitsalltag möglich sei, müsse evaluiert werden 

(act. G7.3.340). Auch diese Aussage ist insofern wenig aussagekräftig, als sie bereits 

knapp zwei Jahre vor dem Zeitpunkt der Rentenprüfung erfolgte. Zudem machte Dr. 

H.___ keine abschliessende Aussage zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit, 

sondern hielt explizit eine Evaluation für notwendig. Am 1. Juni 2022 befand Dr. H.___ 

sodann, in Anbetracht der Gesamtsituation empfehle er eine nochmalige Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit. Seiner Ansicht nach seien die neuropathischen Schmerzen 

verbunden mit der Funktionseinschränkung des linken Beines ausreichende Befunde, 

die den Beschwerdeführer für eine "Wiedereingliederung in den zweiten Arbeitsweg" 

ausschlössen. Durch die neurologischen Defizite bestehe das hohe Risiko, dass die 

rezidivierend auftretenden Ulzerationen zu einer Infektsituation exazerbieren könnten 

(act. G7.3.464). Das theoretische Risiko eines Infektes rechtfertigt es jedoch nicht, den 

Beschwerdeführer als arbeitsunfähig zu betrachten. Zudem kann das Risiko von 

weiteren Ulzerationen mit einer entsprechenden Adaption der Tätigkeit 

(wechselbelastend, hauptsächlich sitzend) minimiert werden. Dasselbe gilt für die von 

Dr. H.___ erwähnten neuropathischen Schmerzen und die Funktionseinschränkung des 

linken Beines. Zudem äusserte sich Dr. H.___ erneut nicht abschliessend zur 

Arbeitsfähigkeit, sondern empfahl eine nochmalige Beurteilung. Dr. N.___ hielt am 6. 

September 2022 in Kenntnis der Beurteilung von Dr. H.___ an seiner Einschätzung vom 

9. Februar 2022 fest. Er führte aus, es sei medizinisch nicht nachvollziehbar, worauf Dr. 

H.___ die Diagnose eines neuropathischen Schmerzsyndroms in seinen Berichten 

stütze, zumal diese Diagnose in den neurologischen Berichten von Dr. L.___ (vgl. dazu 

die nachfolgende E. 4.4) und Dr. M.___ nicht erwähnt sei und eine solche nur durch 

Fachärztinnen/Fachärzte auf neurologischem Fachgebiet gestellt werden dürfte. 

Abschliessend sei festzuhalten, dass sich der Bericht von Dr. H.___ vom 1. Juni 2022 

auf eine am 24. Mai 2022 akut erforderlich gewordene Behandlung eines erneuten und 

akut aufgetretenen Ulcus am Fuss beziehe. Der Bericht habe keinerlei Bezug oder 

Relevanz für seine vorgängige Beurteilung vom 9. Februar 2022 (act. G7.3.471).

4.3. 

Mit seiner Beschwerde liess der Beschwerdeführer ein Schreiben von Dr. L.___ 

vom 3. April 2023 einreichen. Diese führte aus, der Beschwerdeführer sei ihr für die 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 26/31

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Untersuchung vom 5. Februar 2021 zugewiesen worden. Die Frage nach 

neuropathischen Schmerzen sei ihr nicht gestellt worden, weshalb sie diesen Begriff 

auch nicht expressis verbis erwähnt habe. Der Beschwerdeführer habe ihr am 5. 

Februar 2021 aber detailliert heftige Schmerzen geschildert, welche neuropathischen 

Schmerzen entsprächen und ohne Zweifel Folgen der traumatischen Läsion des Plexus 

lumbosacralis links anlässlich des schweren Motorradunfalls vom 16. Juli 2007 seien. 

Diese invalidisierenden Schmerzen mit erheblicher Störung der Nachtruhe schränkten 

den Beschwerdeführer im Alltag schwer ein und müssten obligat bei der Beurteilung 

der Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden. Die Konsultation sei einmalig gewesen, 

weshalb sie die weitere gesundheitliche Entwicklung nicht habe verfolgen und nichts 

zum Heilungsverlauf habe sagen können. Allerdings habe der Chronifizierungsprozess 

hinsichtlich der neuropathischen Schmerzen auf sie schon weit (irreversibel?) 

fortgeschritten gewirkt (act. G1.4, vgl. auch die Stellungnahme von Dr. L.___ vom 29. 

November 2023 in act. G15.3). Auch die behandelnden Ärzte des KSSG berichteten am 

9. November 2023 über ein neuropathisches Schmerzsyndrom (act. G15.5). 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass Dr. N.___ die geklagten Schmerzen bei der 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und der Umschreibung der Adaptionskriterien 

durchaus berücksichtigte, auch wenn er die Schmerzen nicht als neuropathisch 

qualifizierte (vgl. act. G7.3.433). Dr. N.___ führte am 19. Juli 2023 unter Bezugnahme 

auf das Schreiben von Dr. L.___ vom 3. April 2023 aus, an seiner bisherigen 

medizinischen Beurteilung der Zumutbarkeit/Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit vom 9. Februar 2022 könne bis zum erneuten Rückfall mit Verschlimmerung 

ab dem 3. November 2022 festgehalten werden (act. G7.2).

Weiter liess der Beschwerdeführer geltend machen (act. G1), die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. N.___ widerspreche dem Schlussbericht vom 27. 

November 2020 über die erfolgte Integrationsmassnahme bei der K.___ AG. Der 

Verantwortliche der K.___ AG beurteilte damals, der Gesundheitszustand habe sich im 

Verlauf der Massnahme verschlechtert und der Beschwerdeführer habe wieder offene 

Stellen an seinem Fuss. Er habe nach eigener Angabe immer noch grosse Schmerzen, 

welche es ihm schwierig machten, sich zu konzentrieren und es ihm verunmöglichten, 

sich über einen längeren Zeitraum mit etwas zu beschäftigen. Die Präsenzzeit 

schwanke derzeit zwischen 15 Minuten und maximal zwei Stunden täglich. Leider habe 

sich gezeigt, dass der Beschwerdeführer trotz des angepassten Arbeitsplatzes Mühe 

mit Sitzen und Stehen gehabt habe und es nicht über einen längeren Zeitraum 

ausgehalten habe. Das Belastungstraining sei aufgrund des verschlechterten 

Gesundheitszustandes abgebrochen worden. Die Arbeitsleistung könne aufgrund des 

gesundheitlichen Zustandes des Beschwerdeführers nicht beurteilt werden und sei 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 27/31

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5.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer ideal adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln. Der 

Einkommensvergleich wird vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestritten (vgl. 

act. G1).

derzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar (act. G1.5). Abklärungen, wie sie 

bei der K.___ AG durchgeführt werden, sind in erster Linie dazu bestimmt, im Rahmen 

der beruflichen Massnahmen eine geeignete Umschulungsmöglichkeit oder eine den 

persönlichen Fähigkeiten und Beschränkungen der versicherten Person entsprechende 

Arbeit zu definieren. Sie erweisen sich aber in der Regel als ungeeignet, den 

Arbeitsfähigkeitsgrad objektiv zu bestimmen (vgl. Entscheide des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. August 2010, IV 2008/508 E. 2.3, 

und vom 25. November 2016, IV 2014/355, E. 3.2.5). Dr. N.___ führte am 12. Februar 

2024 nachvollziehbar aus, der Bericht der K.___ AG datiere mehr als ein Jahr vor seiner 

versicherungsmedizinischen Untersuchung vom 26. Januar 2022 und bestätige diese 

insofern, als im Zeitpunkt des Abbruchs der Eingliederungsmassnahme bei der K.___ 

AG noch kein dauerhaft stabiler medizinischer Zustand vorgelegen habe. Ein solcher 

habe erst im Zeitpunkt seiner Untersuchung vom 26. Januar 2022 bestanden. Folglich 

stehe der Schlussbericht der K.___ AG in keinem Widerspruch zu seiner Beurteilung 

vom 9. Februar 2022 (act. G19.1).

Dr. H.___ berichtete am 6. Dezember 2023, der Beschwerdeführer stehe seit 2019 

in seiner fachärztlichen Behandlung. Laut Angaben des Beschwerdeführers bestünden 

weiterhin elektrisierende Schmerzen und chronische Ulzerationen am Fuss. Derzeit sei 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres als Status quo anzusehen (act. 

G15.2). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Beurteilung von Dr. H.___ nach dem 

Rückfall vom 3. November 2022 erfolgte und daraus kein Rückschluss auf die 

Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der Rentenprüfung per 1. Juni 2022 möglich ist.

4.6. 

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 

mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). Ist 

ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die versicherte Person zur Zeit des Unfalls 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 28/31

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arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige Stelle auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum 

Rentenbeginn verloren, können die Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 

(LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen werden (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 2.3.1). Der Beschwerdeführer 

war vor dem Unfall im Jahr 2007 bei den Unternehmen B.___ GmbH sowie der C.___ 

GmbH als Anlage- und Apparatebauer tätig (act. G7.3.1 f., G7.3.123). Er war auch 

Teilhaber beider Unternehmen (act. G7.3.53) und blieb nach dem Unfall (während 

seiner Umschulung zum Technischen Kaufmann bzw. Verkaufsleiter) weiterhin dort 

beschäftigt, dies jedoch vermehrt im planerischen, organisatorischen Bereich (act. 

G7.3.145, G7.3.174-132). Der Beschwerdeführer informierte die Beschwerdegegnerin 

am 17. Juli 2012 über die Auflösung der C.___ GmbH (act. G7.3.170). Am 5. Dezember 

2012 teilte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin sodann telefonisch mit, er 

habe die Arbeit per 31. Dezember 2012 mangels Leistung verloren (act. G7.3.186). Der 

Geschäftsführer der B.___ AG führte am 22. Juni 2022 aus, die Leistung des 

Beschwerdeführers habe stetig abgenommen, was dieser mit seinen Schmerzen, den 

dagegen eingenommenen Medikamenten und der daraus resultierenden Erschöpfung/

Unkonzentriertheit erklärt habe. Dazwischen habe er auch weiterhin Probleme am Fuss 

(offene Stellen) gehabt. Die Präsenz im Betrieb und auf den Baustellen hätten stetig ab- 

und Unstimmigkeiten mit Mitarbeitern/Lieferanten dafür eher zugenommen. Sie hätten 

daraufhin das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Der Zusammenhang zwischen Unfall und 

fehlender Leistung sei für ihn nachvollziehbar (act. G7.3.461). Diese rund zehn Jahre 

nach der Kündigung erfolgte Begründung derselben widerspricht den telefonischen 

Angaben des Beschwerdeführers kurz vor Ablauf der Kündigungsfrist. Es lässt sich 

damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eruieren, ob der Verlust der 

Arbeitsstelle bei der B.___ AG (vorwiegend) unfallbedingt war. Bis kurz vor seinem 

Unfall vom 21. Juli 2019 war der Beschwerdeführer sodann lediglich temporär bei der 

G.___ AG beschäftigt (act. G7.4.3). Da damit nicht erstellt ist, dass der 

Beschwerdeführer im Validenfall noch bei einem der erwähnten Unternehmen 

beschäftigt wäre, ist der Validenlohn gestützt auf die LSE zu bestimmen. Die 

Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. März 2023 

Daten aus der LSE 2018 verwendet (act. G7.3.503). Dies ist jedoch insofern nicht 

korrekt, als bei der Ermittlung der Vergleichseinkommen mithilfe der Tabellenlöhne der 

LSE rechtsprechungsgemäss die aktuellsten statistischen Daten zu verwenden sind.  

Im Bereich der Unfallversicherung ist diesbezüglich der Zeitpunkt des 

Einspracheentscheids massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 14. November 

2023, 8C_235/2023, E. 3.2 und E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Im Zeitpunkt des 

vorliegenden Einspracheentscheids war die LSE 2020 bereits veröffentlicht (Datum der 

Veröffentlichung: 23. August 2022), weshalb diese massgeblich ist. Laut LSE 2020, 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 29/31

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Tabelle TA1, belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) im Baugewerbe 

(Wirtschaftszweig 41-43), Kompetenzniveau 2, Männer, auf Fr. 6'069.-- pro Monat bzw. 

Fr. 72'828.-- jährlich. Aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im 

Baugewerbe von 41.3 Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2022 

(Index 2020: 2'298, 2022: 2'305) ergibt sich ein massgebliches Jahreseinkommen von 

Fr. 75'424.--.

 5.2. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen 

ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, 

und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 

Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich, weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 

so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen 

werden (BGE 135 V 301 E. 5.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat erfolgreich 

eine Umschulung (durch die IV-Stelle) absolviert (act. G7.3.284), ist jedoch derzeit nicht 

arbeitstätig. Es rechtfertigt sich daher, das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE 

2020, Tabelle TA1, Zentralwert für Männer im Kompetenzniveau 2 (praktische 

Tätigkeiten) festzulegen. Der entsprechende Lohn belief sich im Jahr 2020 auf Fr. 

5'791.-- pro Monat bzw. Fr. 69'492.-- jährlich. Aufgerechnet auf die betriebsübliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und angepasst an die 

Nominallohnentwicklung bis 2022 (Index 2020: 2'298, 2022: 2'305) ergibt sich ein 

massgebliches Jahreseinkommen von Fr. 72'666.--.

5.2.1. 

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter-)Tätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

5.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 30/31

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der 

Beschwerdeführer hat gewisse qualitative Einschränkungen (vgl. act. G7.3.433). Er ist 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt 

und muss mit leicht unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen 

Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: 

Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil des Bundesgerichts 

vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E 3.1.2). Damit ist vorliegend die Gewährung eines 

Tabellenlohnabzugs angezeigt. Die Beschwerdegegnerin hat einen solchen von 10 % 

gewährt, womit sich ein Invalideneinkommen von Fr. 65'399.-- (90 % von Fr. 72'666.--) 

und damit leicht abweichend von der Berechnung der Beschwerdegegnerin (14 % [act. 

G7.3.503]) ein Invaliditätsgrad von rund 13 % ergeben würde. Die Frage nach der Höhe 

des Tabellenlohnabzugs ist jedoch eine typische Ermessensfrage (BGE 137 V 71 E. 5.2 

S. 73; 126 V 75 E. 6 S. 81). Deshalb drängt es sich vorliegend nicht auf, die Ermittlung 

des Invaliditätsgrads durch die Beschwerdegegnerin unter diesem Titel zu korrigieren, 

zumal mit einem lediglich minimal höheren Tabellenlohnabzug von 10.3 % (was 

abgerundet 10 % entspricht) ein Invalideneinkommen von Fr. 65'181.-- (89.7 % von Fr. 

72'666.--) und damit gerundet – entsprechend der Berechnung der 

Beschwerdegegnerin (act. G7.3.503) – ein Invaliditätsgrad von 14 % resultiert.

Insgesamt ist damit der von der Beschwerdegegnerin berechnete Invaliditätsgrad 

von 14 % nicht zu beanstanden.

5.3. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 8. März 

2023 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

6.2. 
bis

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf die beantragte 

Parteientschädigung (vgl. act. G1).

6.3. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf://137-V-71:de&number_of_ranks=0#page71
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf://126-V-75:de&number_of_ranks=0#page75

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 31/31

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2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2024
	Art. 6 UVG. Art. 18 ff. UVG. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs der psychischen Beschwerden in Anwendung der Kriterien der sogenannten "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133). Beweiswürdigung ärztlicher Berichte. Der Beschwerdeführer ist unter Berücksichtigung der als unfallkausal anerkannten organischen Beschwerden in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Einkommensvergleich. Rentenanspruch in gleicher Höhe wie bereits zugesprochen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 2024, UV 2023/26). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_471/2024.

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