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**Case Identifier:** 1d14f433-a23f-5c8b-85c9-ae686b520931
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 00.00.0000 200 2021 552
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-552_0000-00-00.pdf

## Full Text

200 21 552 SCHG
ACT/COC/SEE

Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten 
des Kantons Bern

Teilurteil vom 27. Januar 2022

Vorsitzender Verwaltungsrichter Ackermann
Fachrichter Fürsprecher Kurt und Rechtsanwalt Gafner
Gerichtsschreiberin Collatz

1. CSS Kranken-Versicherung AG (BAG Nr. 8)
Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern

2. Aquilana Versicherungen (BAG Nr. 32)
Bruggerstrasse 46, 5401 Baden

3. SUPRA-1846 SA (BAG Nr. 62)
Av. de la Rasude 8, 1006 Lausanne

4. Sumiswalder Krankenkasse (BAG Nr. 194)
Spitalstrasse 47, 3454 Sumiswald

5. Genossenschaft Krankenkasse Steffisburg (BAG Nr. 246)
Unterdorfstrasse 37, Postfach, 3612 Steffisburg

6. CONCORDIA Schweiz. Kranken- und Unfallversicherung AG 
(BAG Nr. 290)
Bundesplatz 15, 6002 Luzern

7. Atupri Gesundheitsversicherung (BAG Nr. 312)
Zieglerstrasse 29, 3000 Bern

8. Avenir Assurance Maladie SA (BAG Nr. 343)
Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

9. Krankenkasse Luzerner Hinterland (BAG Nr. 360)
Luzernstrasse 19, 6144 Zell LU

10. KPT Krankenkasse AG (BAG Nr. 376)
Wankdorfallee 3, Postfach, 3001 Bern

11. ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (BAG Nr. 455)
Bahnhofstrasse 13, 7302 Landquart

12. Easy Sana Assurance Maladie SA (BAG Nr. 774)
Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

13. EGK Grundversicherungen AG (BAG Nr. 881)
Birspark 1, 4242 Laufen 

14. sodalis gesundheitsgruppe (BAG Nr. 941)
Balfrinstrasse 15, 3930 Visp

15. SWICA Krankenversicherung AG (BAG Nr. 1384)
Römerstrasse 38, 8401 Winterthur 

16. Mutuel Assurance Maladie SA (BAG Nr. 1479)
Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

17. AMB Assurance SA (BAG Nr. 1507)
Route de Verbier 13, 1934 Le Châble VS

18. INTRAS Kranken-Versicherung AG (BAG Nr. 1529)
Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern

19. Philos Assurance Maladie SA (BAG Nr. 1535)
Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

20. Assura-Basis SA (BAG Nr. 1542)
Avenue C.-F. Ramuz 70, 1009 Pully

21. Visana AG (BAG Nr. 1555)
Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 16

22. sana24 AG (BAG Nr. 1568)
Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 16

23. Arcosana AG (BAG Nr. 1569)
Tribschenstrasse 21, 6002 Luzern

24. vivacare AG (BAG Nr. 1570)
Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 16

25. Sanagate AG (BAG Nr. 1577)
Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern

26. Gemeinsame Einrichtungen KVG
Industriestrasse 78, 4600 Olten

vertreten durch tarifsuisse ag, Römerstrasse 20, Postfach 1561, 
4502 Solothurn, Postadresse: Lagerstrasse 107, 8004 Zürich
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar A.________
Klägerinnen

gegen

Spital B.________ AG 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beklagte

betreffend Klage vom 29. Juli 2021; Teilurteil bezüglich Auskunftserteilung 
resp. Akteneinsicht

Teilurteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 27. Januar 2022, 200/21/552 Seite 3

Sachverhalt:

A.

Mit Gesuch um Ladung zur Vermittlungsverhandlung vom 30. November 
2020 beantragten 26 Krankenversicherer (Gesuchstellerinnen bzw. Kläge-
rinnen), vertreten durch die tarifsuisse ag (tarifsuisse), diese wiederum ver-
treten durch Rechtsanwalt und Notar A.________, beim Schiedsgericht in 
Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern, die Spital B.________ 
AG (Gesuchsgegnerin bzw. Beklagte) sei zu verpflichten, der tarifsuisse als 
Vertreterin der Gesuchstellerinnen Einsicht in die Akten zu den Rechnun-
gen 1 - 55 gemäss Sammelurkunde 9 der Gesuchsbeilagen zu geben. Fer-
ner wurde die Rückforderung von ausgerichteten Honoraren betreffend "CT 
Wirbelsäule" und "CT Gesichtsschädel, Nasennebenhöhle, Oberkiefer, Un-
terkiefer, Zähne, Kiefergelenke und Schädelbasis" für den Zeitraum 1. Ja-
nuar 2016 bis 31. August 2020 in nicht abschliessend bestimmter Höhe 
beantragt. Mit Stellungnahme vom 28. Januar 2021 schloss die Gesuchs-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________, auf Abwei-
sung der Klage. Anlässlich der Vermittlungsverhandlung vom 6. Mai 2021 
kam keine Einigung zu Stande und den Gesuchstellerinnen wurde die Kla-
gebewilligung mit Klagefrist von drei Monaten, laufend ab dem 6. Mai 2021, 
erteilt. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- wurden ihnen auferlegt (vgl. 
Entscheid vom 6. Mai 2021, SCHG/2020/888; Akten der Klägerinnen [act. I] 
20).

B. 

Am 29. Juli 2021 erhoben die Gesuchstellerinnen, vertreten durch die 
tarifsuisse, diese weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
A.________, gegen die Gesuchsgegnerin beim Schiedsgericht in Sozial-
versicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern Klage mit folgenden Rechts-
begehren:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der tarifsuisse ag, als Vertreterin 
des jeweiligen Versicherers, sämtliche notwendigen Auskünfte 

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über die Dossiers zu den Rechnungen 1 - 55 gemäss Sammel-
urkunde 9 des Beweismittelverzeichnisses, mindestens jedoch fol-
gende Auskünfte zu den Rechnungen 1 - 55 gemäss Sammel-
urkunde 9 des Beweismittelverzeichnisses zu erteilen: 
a. Kopien der radiologischen Befundung pro Rechnung (auf eine 

Art und Weise, welche die eindeutige Zuordnung der Befun-
dung zur jeweiligen Rechnung ermöglicht); 

b. Kopien des ärztlichen Auftrages des Zuweisers pro Rechnung 
(auf eine Art und Weise, welche die eindeutige Zuordnung der 
Befundung zur jeweiligen Rechnung ermöglicht).

2. Den Klägerinnen sei nach Erteilung der Auskunft bzw. Gewährung 
der Akteneinsicht Gelegenheit zur Anpassung der Rechtsbegehren 
zu geben.

Ferner wurde beantragt, die Beklagte sei zur Zahlung von mindestens 
Fr. 1'736'181.99 (für Forderungen betreffend Tarifposition 39.4100 resp. 
den Bereich CT Wirbelsäule, Zahlstelle ZSR-Nr. …), von mindestens Fr. 
603'009.17 (für Forderungen betreffend Tarifposition 39.4100 resp. den 
Bereich CT Wirbelsäule, Zahlstelle ZSR-Nr. …), von mindestens 
Fr. 515'370.65 (für Forderungen betreffend Tarifposition 39.4030 resp. den 
Bereich CT Gesichtsschädel, Nasennebenhöhlen, Oberkiefer, Unterkiefer, 
Zähne, Kiefergelenke und Schädelbasis, Zahlstelle ZSR-Nr. …) und von 
mindestens Fr. 228'221.74 (für Forderungen betreffend Tarifposition 
39.4030 resp. den Bereich CT Gesichtsschädel, Nasennebenhöhlen, Ober-
kiefer, Unterkiefer, Zähne, Kiefergelenke und Schädelbasis, Zahlstelle 
ZSR-Nr. …) jeweils für den Zeitraum 1. Januar 2016 bis 31. August 2020 
zu verpflichten; vorbehältlich eines Nachtrages während des Verfahrens.

Mit prozessleitender Verfügung vom 2. August 2021 teilte der Instruktions-
richter den Parteien mit, da der Rückforderungsanspruch massgeblich vom 
Anspruch auf Auskunftserteilung resp. Akteneinsicht abhänge, rechtfertige 
es sich, zunächst ein Teilurteil zur Auskunftserteilung resp. Akteneinsicht 
zu fällen, weshalb das Verfahren vorerst auf diesen Anspruch beschränkt 
werde. 

Mit partieller Klageantwort vom 31. August 2021 beantragte die Beklagte, 
weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________, die Klage auf 

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Auskunftserteilung/Akteneinsicht sei abzuweisen. Eventualiter wurde bean-
tragt, die Klage auf Auskunftserteilung sei für diejenigen Fälle abzuweisen, 
welche die Klägerinnen 20, 21, 22, 24 sowie 2, 4, 5, 9, 11, 14 beträfen.

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 7. September 
2021) machten die Klägerinnen am 24. September 2021 namentlich Aus-
führungen zur Frage, ob die 55 Rechnungen das Vergütungsmodell des 
Typus DRG betreffen. Die Beklagte liess sich in der Folge nicht mehr ver-
nehmen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Gemäss Art. 89 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 
über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) sind Streitigkeiten zwi-
schen Versicherern und Leistungserbringern durch ein Schiedsgericht zu 
entscheiden. Dies gilt gemäss Art. 22 Abs. 2 der Verordnung über die 
Krankenversicherung vom 27. Juni 1995 (KVV, SR 832.102) i.V.m. Art. 89 
KVG auch für gemeinsame Einrichtungen (Klägerin 26). Die Kantone kön-
nen die Aufgaben des Schiedsgerichts dem kantonalen Versicherungsge-
richt übertragen (Art. 89 Abs. 4 Satz 3 Halbsatz 1 KVG), was der Kanton 
Bern getan hat (Art. 40 des kantonalen Gesetzes vom 6. Juni 2000 betref-
fend die Einführung der Bundesgesetze über die Kranken-, die Unfall- und 
die Militärversicherung [EG KUMV; BSG 842.11]).

1.2 Im vorliegenden Verfahren ist eine Streitigkeit zwischen Kranken-
versicherern und einem Leistungserbringer zu beurteilen, weshalb die 
sachliche Zuständigkeit des Schiedsgerichts gegeben ist. Ferner hat die 
Beklagte ihren Sitz in Bern (vgl. www.zefix.ch), womit auch die örtliche Zu-
ständigkeit gegeben ist (Art. 89 Abs. 2 KVG). Die Vertretungsvollmacht von 
tarifsuisse für das vorliegende Verfahren ergibt sich aus dem Handelsregis-
ter (vgl. www.zefix.ch) bzw. den eingereichten Prozessvollmachten (vgl. 

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act. I 3; Art. 46 Abs. 2 EG KUMV i.V.m. Art. 15 des kantonalen Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). 
Sodann ist der Rechtsvertreter der tarifsuisse ordnungsgemäss bevoll-
mächtigt (act. I 2). Auf die form- (Art. 46 Abs. 2 EG KUMV i.V.m. Art. 32 
Abs. 2 und 3 VRPG) und – mit Blick auf die mit VGE SCHG/2020/888 
(act. I 20) erteilte Klagebewilligung vom 6. Mai 2021 – fristgerecht einge-
reichte Klage vom 29. Juli 2021 (Art. 45 Abs. 3 EG KUMV) ist somit einzu-
treten.

1.3

1.3.1 Im Klageverfahren ergibt sich der Streitgegenstand einzig aus den 
Rechtsbegehren der Klage, und allenfalls, soweit zulässig, der Widerklage 
(vgl. BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26). Innerhalb des Streitgegenstands ist das 
Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten in Durchbrechung der 
Dispositionsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (vgl. 
Art. 46 Abs. 2 EG KUMV i.V.m. Art. 84 Abs. 3 VRPG). Das Gericht würdigt 
die Vorbringen der Parteien in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht nach 
pflichtgemässem Ermessen. Es kann unter Wahrung des rechtlichen 
Gehörs zu Ungunsten der klagenden Partei entscheiden oder dieser mehr 
zusprechen, als sie verlangt hat (Art. 46 Abs. 2 EG KUMV i.V.m. Art. 92 
Abs. 1 und 3 Satz 2 VRPG). 

1.3.2 Vorliegend machen die Klägerinnen zwei voneinander getrennte 
Ansprüche geltend, nämlich denjenigen auf Auskunftserteilung resp. Akten-
einsicht und denjenigen auf Rückforderung zu Unrecht ausgerichteter Leis-
tungen (Klage S. 3 ff. Rechtsbegehren 1 ff. und S. 20 Ziff. 18). Diese bei-
den materiell-rechtlichen Ansprüche sind zwar faktisch miteinander ver-
bunden, indem der Rückforderungsanspruch je nach Umfang der Akten-
einsicht in anderer Höhe geltend gemacht werden kann, rechtlich sind die 
Ansprüche jedoch selbstständig. Insbesondere ist die Akteneinsicht nicht 
Tatbestandselement des Rückforderungsanspruchs. Es rechtfertigt sich 
daher, vorerst ein eigenständiges Teilurteil (vgl. dazu MARKUS MÜLLER, in 
HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 32) über den An-
spruch auf Auskunftserteilung resp. Akteneinsicht zu fällen (vgl. diesbezüg-
lich die prozessleitende Verfügung vom 2. August 2021). Nichts am materi-

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ellen Gehalt dieses Anspruchs ändert, dass die Klägerinnen den entspre-
chenden Antrag zusätzlich als Verfahrensantrag stellen (Klage S. 6 f. Ziff. 8 
resp. S. 26). 

Damit ist vorerst einzig zu prüfen, ob die Beklagte der tarifsuisse als Vertre-
terin der Klägerinnen sämtliche notwendigen Auskünfte über die Dossiers 
zu den Rechnungen 1 - 55 (act. I 9) zu erteilen hat.

1.4 Das KVG schreibt vor, dass das Verfahren einfach und rasch zu 
sein und das Schiedsgericht die für den Entscheid erheblichen Tatsachen 
unter Mitwirkung der Parteien festzustellen hat, wobei es die notwendigen 
Beweise erhebt und in der Beweiswürdigung frei ist (Art. 89 Abs. 5 KVG). 
Der Kanton regelt das Weitere (Art. 89 Abs. 5 Halbsatz 1 KVG). Das Klage-
verfahren richtet sich vorbehältlich abweichender Regelungen des 
EG KUMV (Art. 46 Abs. 2 EG KUMV) nach dem VRPG. Die Bestimmungen 
des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) finden gemäss Art. 1 Abs. 2 
lit. e KVG beim Verfahren vor dem kantonalen Schiedsgericht (Art. 89 
KVG) keine Anwendung.

1.5 Das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten urteilt in 
Dreierbesetzung. Es besteht aus einem Mitglied einer Abteilung des Ver-
waltungsgerichts als neutralem Vorsitzenden und je einer Vertreterin oder 
einem Vertreter der betroffenen Versicherer und Leistungserbringer. Diese 
werden von der oder dem neutralen Vorsitzenden bezeichnet (Art. 56 
Abs. 4 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]; vgl. 
auch Art. 89 Abs. 4 Sätze 2 und 3 KVG).

2.

2.1 Die zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abge-
rechneten Leistungen müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich 
sein (Art. 32 Abs. 1 KVG). Die Leistungserbringer haben sich in ihren Leis-
tungen auf das Mass zu beschränken, das im Interesse der Versicherten 
liegt und für den Behandlungszweck erforderlich ist (Art. 56 Abs. 1 KVG). 

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Für Leistungen, die über dieses Mass hinausgehen, kann die Vergütung 
verweigert werden. Eine nach diesem Gesetz dem Leistungserbringer zu 
Unrecht bezahlte Vergütung kann zurückgefordert werden (Art. 56 Abs. 2 
KVG). 

2.2 Gemäss Art. 42 Abs. 1 KVG schulden die Versicherten den Leis-
tungserbringern die Vergütung der Leistung, soweit die Versicherer und 
Leistungserbringer nichts anderes vereinbart haben. Die Versicherten ha-
ben in diesem Fall gegenüber dem Versicherer einen Anspruch auf Rück-
erstattung (System des Tiers garant). Versicherer und Leistungserbringer 
können vereinbaren, dass der Versicherer die Vergütung schuldet (System 
des Tiers payant; Art. 42 Abs. 2 KVG). 

Nach Art. 42 Abs. 3 KVG muss der Leistungserbringer dem Schuldner eine 
detaillierte und verständliche Rechnung zustellen. Er muss ihm auch alle 
Angaben machen, die er benötigt, um die Berechnung der Vergütung und 
die Wirtschaftlichkeit der Leistung überprüfen zu können. Im System des 
Tiers payant erhält die versicherte Person eine Kopie der Rechnung, die an 
den Versicherer gegangen ist. Bei stationärer Behandlung weist das Spital 
die auf Kanton und Versicherer entfallenden Anteile je gesondert aus. Der 
Bundesrat regelt die Einzelheiten. Die Leistungserbringer haben auf der 
Rechnung nach Abs. 3 die Diagnosen und Prozeduren nach den Klassifika-
tionen in den jeweiligen vom zuständigen Departement herausgegebenen 
schweizerischen Fassungen codiert aufzuführen. Der Bundesrat erlässt 
ausführende Bestimmungen zur Erhebung, Bearbeitung und Weitergabe 
der Daten unter Wahrung des Verhältnismässigkeitsprinzips (Art. 42 
Abs. 3bis KVG). Der Versicherer kann zusätzliche Auskünfte medizinischer 
Natur verlangen (Art. 42 Abs. 4 KVG). Der Leistungserbringer ist in be-
gründeten Fällen berechtigt und auf Verlangen der versicherten Person in 
jedem Fall verpflichtet, medizinische Angaben nur dem Vertrauensarzt oder 
der Vertrauensärztin des Versicherers nach Art. 57 KVG bekannt zu geben 
(Art. 42 Abs. 5 KVG).

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2.3

2.3.1 Gemäss Art. 84 Abs. 1 KVG sind die mit der Durchführung, der Kon-
trolle oder der Beaufsichtigung der Durchführung dieses Gesetzes oder des 
Bundesgesetzes vom 26. September 2014 betreffend die Aufsicht über die 
soziale Krankenversicherung (Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, 
KVAG; SR 832.12) betrauten Organe befugt, die Personendaten, einsch-
liesslich besonders schützenswerter Daten und Persönlichkeitsprofile, zu 
bearbeiten oder bearbeiten zu lassen, die sie benötigen, um die ihnen nach 
diesem Gesetz oder nach dem KVAG übertragenen Aufgaben zu erfüllen, 
namentlich um Leistungsansprüche zu beurteilen sowie Leistungen zu be-
rechnen, zu gewähren und mit Leistungen anderer Sozialversicherungen 
zu koordinieren (lit. c) und um Statistiken zu führen (lit. g).

2.3.2 Sofern kein überwiegendes Privatinteresse entgegensteht, dürfen 
Organe, die mit der Durchführung, der Kontrolle oder der Beaufsichtigung 
der Durchführung dieses Gesetzes oder des KVAG betraut sind, Daten in 
Abweichung von Art. 33 ATSG anderen mit der Durchführung sowie der 
Kontrolle oder der Beaufsichtigung der Durchführung dieses Gesetzes oder 
des KVAG betrauten Organen bekannt geben, wenn die Daten für die Erfül-
lung der ihnen nach diesem Gesetz oder dem KVAG übertragenen Aufga-
ben erforderlich sind (Art. 84a Abs. 1 lit. a KVG).

Die Versicherer treffen die erforderlichen technischen und organisatori-
schen Massnahmen zur Sicherstellung des Datenschutzes; sie erstellen 
insbesondere die gemäss Verordnung vom 14. Juni 1993 zum Bundesge-
setz über den Datenschutz (VDSG; SR 235.11) notwendigen Bearbeitungs-
reglemente. Diese werden dem oder der Eidgenössischen Datenschutz- 
und Öffentlichkeitsbeauftragten zur Beurteilung vorgelegt und sind öffent-
lich zugänglich (Art. 84b KVG). 

2.4 Die Versicherer dürfen einem anderen Unternehmen der Versiche-
rungsgruppe, einem Verband der Versicherer oder Dritten Aufgaben über-
tragen (Art. 6 Abs. 1 KVAG). Die Versicherer müssen sicherstellen, dass 
die Aufsicht über übertragene Aufgaben uneingeschränkt wahrgenommen 
werden kann (Art. 6 Abs. 3 KVAG).

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Verträge oder sonstige Absprachen zur Übertragung von wesentlichen 
Aufgaben, namentlich der Leistungsprüfung, dem Inkasso, dem Rech-
nungswesen und der Policenverwaltung, müssen zwei Monate vor Beginn 
ihrer Gültigkeit bei der Aufsichtsbehörde eingereicht werden (Art. 7 Abs. 2 
der Verordnung vom 18. November 2015 betreffend die Aufsicht über die 
soziale Krankenversicherung [Krankenversicherungsaufsichtsverordnung, 
KVAV; SR 821.121]).

3.

Die Aktivlegitimation der Klägerinnen und die Passivlegitimation der Be-
klagten sind vorliegend nicht bestritten und es bestehen keine Anzeichen 
für Umstände, die diese Voraussetzungen in Frage stellen könnten; die 
Aktivlegitimation und die Passivlegitimation ergeben sich aus Art. 56 Abs. 2 
KVG. 

4.

4.1 Die Leistungserbringer in der Krankenversicherung dürfen als einzi-
ge Partei in der Schweiz echte Verträge zu Lasten Dritter abschliessen, 
indem sie mit Versicherten einen Behandlungsvertrag abschliessen, wobei 
die Kosten von den Versicherungen bezahlt werden müssen. Damit der 
zahlende Dritte die Begründetheit der geltend gemachten Forderungen 
– und im Bereich der obligatorischen Krankenversicherung auch die Einhal-
tung der Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit 
(WZW-Kriterien; Art. 32 Abs. 1 KVG; vgl. Klage S. 20 f. Ziff. 19) – prüfen 
kann, hat er Einsichtsrechte resp. die Leistungserbringer haben Auskunfts-
pflichten: Nach Art. 42 Abs. 3 KVG muss der Leistungserbringer dem 
Schuldner eine detaillierte und verständliche Rechnung zustellen er muss 
ihm auch alle Angaben machen, die er benötigt, um die Berechnung der 
Vergütung und die Wirtschaftlichkeit der Leistung überprüfen zu können. 
Da nach Art. 42 Abs. 3 Satz 3 KVG im System des tiers payant – wie hier 
(Klage S. 12 Ziff. 12) – der Versicherte eine Kopie der Rechnung erhält, 
bedeutet dies, dass der Krankenversicherer das Original dieser detaillierten 

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Rechnung erhält. Die Leistungserbringer haben nach Art. 42 Abs. 3bis KVG 
auf den Rechnungen die Diagnosen codiert anzubringen. Die Klägerinnen 
sind somit verpflichtet und befugt, zur Prüfung der Wirtschaftlichkeit der 
Leistungen die notwendigen Daten zu erheben und in der Folge auch aus-
zuwerten. Dies wird von der Beklagten denn auch nicht bestritten (partielle 
Klageantwort S. 5 Ziff. 14). Art. 42 Abs. 3, 3bis und 4 KVG stellen im Übri-
gen eine formellgesetzliche Grundlage im Sinne von Art. 17 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG; SR 
235.1) dar (GEBHARD EUGSTER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
KVG, 2. Aufl. 2018, Art. 42 N. 10; VOKINGER/ZOBL in: BLECHTA/
COLATRELLA/RÜEDI/STAFFELBACH [Hrsg.], Basler Kommentar zum Kranken-
versicherungsgesetz/Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, 2020, Art. 42 
KVG N. 22). 

4.2 Vorliegend klagen die Klägerinnen jedoch nicht ein Akteneinsichts-
recht für sich selber ein, sondern sie beantragen, dass die Beklagte der 
tarifsuisse, welche sich im Auftrag der Klägerinnen unter anderem mit Tarif-
anwendungsfragen hinsichtlich der zu Lasten der obligatorischen Kranken-
versicherung fakturierenden Leistungserbringer befasst, Akteneinsicht zu 
55 anonymisierten Rechnungen (act. I 9) zur Überprüfung der WZW-
Kriterien gemäss Art. 32 Abs. 1 KVG zu gewähren habe (Klage S. 8 Ziff. 2 
und S. 10 f. Ziff. 9). Dies wird von der Beklagten insbesondre aufgrund der 
fehlenden gesetzlichen Grundlage bestritten (partielle Klageantwort S. 11 
Ziff. 31, S. 14 Ziff. 41).

Die Krankenversicherer dürfen jegliche Aufgaben (mit Ausnahme der in 
Art. 6 Abs. 2 KVAG erwähnten, hier nicht massgebenden Aufgaben) an 
Dritte delegieren, ohne ihre Bewilligung zu verlieren; sie müssen die Auf-
sicht uneingeschränkt wahrnehmen können (Art. 6 Abs. 1 und 3 KVAG; vgl. 
E. 2.4 hiervor). Damit dürfen sie auch die Rechnungsprüfung delegieren. 
Dies haben die Klägerinnen vorliegend getan und diese an die tarifsuisse 
übertragen (Klage S. 8 Ziff. 2, S. 11 Ziff. 10 und S. 22; vgl. auch act. I 3 und 
11). Dies bedeutet in der Folge, dass gleichzeitig mit der Delegation die 
dafür notwendigen Massnahmen übergehen; der Dienstleister wird zur 
Hilfsperson des Krankenversicherers und Letzterer muss sich jedes Han-
deln des Dienstleisters anrechnen lassen, was auch allfällige Verletzungen 

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des Datenschutzes beinhaltet. Es ist denn auch nicht einsichtig, weshalb 
allein die Datenbearbeitung übergehen sollte, nicht aber der direkte Ver-
kehr mit den Leistungserbringern inklusive der Datenherausgabe. Vielmehr 
würde durch den mehrstufigen resp. mehrfachen Datenverkehr (Leistungs-
erbringer – Versicherer und Versicherer – Dritter) eine Gefahr für den Da-
tenschutz entstehen. Damit sind die Risikosphären betreffend Datenschutz 
klar abgegrenzt. Im Übrigen wird die Datenherausgabe in Art. 42 Abs. 3 
und 4 KVG (vgl. E. 2.2 hiervor) auch nicht auf den Kreis der Krankenversi-
cherer beschränkt (anders in der partiellen Klageantwort S. 8 Ziff. 21 und 
S. 10 Ziff. 29), sondern vielmehr ist von "Schuldner" die Rede. In Art. 84a 
Abs. 1 lit. a KVG werden die Leistungserbringer ermächtigt, Daten den 
Krankenversicherern auszuhändigen und diesen wiederum wird in Art. 84 
lit. c und g KVG erlaubt, die Daten zu bearbeiten; dabei muss der Daten-
schutz sichergestellt sein (Art. 84b KVG; vgl. E. 2.3 hiervor). Entgegen der 
Auffassung der Beklagten (partielle Klageantwort S. 10 Ziff. 27 ff.) bedeutet 
die nicht explizite Erwähnung delegierter Tätigkeiten aber nicht, dass die 
Daten den Umweg über die Krankenkassen nehmen müssen, denn durch 
die Delegation geht – wie zuvor ausgeführt – auch das Recht auf Daten-
herausgabe über. Dem in der partiellen Klageantwort (S. 4 Ziff. 8) erwähnte 
Patientengeheimnis wird so Rechnung getragen.  

Anders als in der partiellen Klageantwort (S. 9 f. Ziff. 26) ausgeführt, ist die 
Delegation von Aufgaben denn auch nicht bewilligungspflichtig. Art. 7 
Abs. 2 KVAV (vgl. E. 2.4 hiervor) verlangt keine Bewilligung der Delegation 
durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG), sondern allein eine rechtzeiti-
ge Information; eine Bewilligung bedürfte im Übrigen einer formellgesetzli-
chen Grundlage, eine Verordnung reicht dafür wohl nicht aus. Die in der 
partiellen Klageantwort (S. 11 Ziff. 30) erwähnten umfangreichen Pflichten 
bei der direkten Datenherausgabe an die tarifsuisse (die korrekte Delegati-
on der Leistungsprüfung, deren Bewilligung durch das BAG, die aussch-
liessliche Nutzung der Daten zum in der Delegationsvereinbarung vorgese-
henen Zweck, die Sicherheit der Datenbearbeitung und -aufbewahrung 
durch die tarifsuisse, die Sicherheit der Datenübermittlung an die tarif-
suisse) wären – wie die Beklagte selber ausführt – unmöglich zu erfüllen; 
dies wäre aber in jedem Fall so, weshalb die gesetzlich vorgesehene Mög-
lichkeit der Delegation illusorisch und unterlaufen würde. Die Beklagte hat 

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denn auch nicht alle von ihr erwähnten Umstände zu überprüfen; vielmehr 
geht die Pflicht zur Wahrung des Datenschutzes auf die Klägerinnen über, 
die – wie zuvor dargelegt wurde – für das Verhalten ihrer Hilfsperson tarif-
suisse verantwortlich sind. Art. 59a Abs. 6 KVV schreibt – wie in der partiel-
len Klageantwort S. 8 Ziff. 22 erwähnt – zwar vor, dass Versicherer über 
eine zertifizierte Datenannahmestelle verfügen müssen. Aus der Marginalie 
der Norm ist jedoch klar ersichtlich, dass dies allein im Rahmen der Rech-
nungsstellung bei einem Vergütungsmodell des Typus DRG gilt. Diese 
Voraussetzung hat wohl auch für den Dritten zu gelten, wenn an ihn Aufga-
ben delegiert werden. Diese Frage kann jedoch offen bleiben, denn hier 
handelt es sich nicht um ein Vergütungsmodell des Typus DRG (Eingabe 
der Klägerinnen vom 24. September 2021 S. 3 f. Ziff. 31 und S. 5 Ziff. 33), 
weshalb die Vorschrift des Art. 59a Abs. 6 KVV nicht zum Tragen kommt. 

4.3 Soweit die Beklagte die Auffassung vertritt, dass die hochsensiblen 
medizinischen Unterlagen nur an einen vertrauensärztlichen Dienst der 
zuständigen Krankenkasse ausgehändigt werden dürfen (partielle Klage-
antwort S. 7 Ziff. 19), kann ihr nicht gefolgt werden. Gemäss Art. 42 Abs. 5 
KVG wird dem Datenschutz Rechnung getragen, indem der Leistungser-
bringer in begründeten Fällen berechtigt ist, medizinische Angaben dem 
Vertrauensarzt des Versicherers bekannt zu geben (vgl. E. 2.2 hiervor). 
Da – wie zuvor dargelegt wurde (E. 4.2 hiervor) – gemäss Art. 6 Abs. 1 
KVAG eine Delegation von Aufgaben zulässig ist, hat dies auch für die ver-
trauensärztliche Tätigkeit zu gelten, zumal diese in den Ausnahmen von 
Art. 6 Abs. 2 KVAG nicht aufgeführt ist. Damit kann auch diese delegiert 
werden. Wenn die tarifsuisse anbietet, die Daten seien ihrem Vertrauens-
arzt einzureichen (Klage S. 22), steht dies deshalb einer Herausgabe nicht 
entgegen. Dabei kann offen bleiben, ob die tarifsuisse überhaupt über ei-
nen Vertrauensarzt im Sinne des Art. 57 KVG verfügen kann (partielle Kla-
geantwort S. 7 Ziff. 20); denn auch ein angestellter Arzt der tarifsuisse un-
tersteht der beruflichen Schweigepflicht und ist sowohl durch seine Tätig-
keit als auch durch seine Stellung einem Vertrauensarzt gleichgestellt. Eine 
direkte Herausgabe ist deshalb möglich und es muss – entgegen der Auf-
fassung der Beklagten (partielle Klageantwort S. 7 Ziff. 19) – nicht der Um-
weg über den Vertrauensarzt der jeweiligen Krankenkasse gewählt werden. 

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4.4 Dass die Klägerinnen nicht abschliessend dargelegt haben, warum 
die eingeforderten Daten für die fragliche Wirtschaftlichkeitsprüfung geeig-
net und erforderlich seien, ändert vorliegend nichts (anders die Auffassung 
in der partiellen Klageantwort S. 14 Ziff. 40). Wenn – wie hier – eine Pflicht 
zur Datenherausgabe besteht, ist es irrelevant, ob die Klägerinnen diese 
Daten – hier 55 konkrete Rechnungen (act. I 9) – benötigen, um einzelne 
Positionen zurückzufordern oder um eine Hochrechnung zu erstellen (par-
tielle Klageantwort S. 13 f. Ziff. 38); diese Frage resp. ob dies zulässig ist 
oder nicht, wird erst im späteren Verlauf des Verfahrens im Zusammen-
hang mit einer allfälligen Rückforderung zu prüfen sein. Es wird im Übrigen 
zu Recht nicht bestritten, dass die Unterlagen zu den 55 Rechnungen ge-
eignet und erforderlich sind, um die WZW-Kriterien und damit die Leis-
tungspflicht in diesen 55 Fällen zu prüfen (partielle Klageantwort S. 13 
Ziff. 37).  

4.5 Schliesslich stehen – entgegen der Auffassung in der partiellen Kla-
geantwort (S. 2 Ziff. I 1, S. 4 f. Ziff. 10 f., S. 12 f. Ziff. 32 ff.) – auch die mit 
gewissen Klägerinnen abgeschlossenen Fallmanagement-Vereinbarungen, 
deren Ziel es unter anderem ist, Differenzen betreffend die WZW-Kriterien 
sowie Abrechnungsdifferenzen speditiv und in einem geregelten Verfahren 
zu bereinigen (partielle Klageantwort S. 4 Ziff. 10), der Aktenherausgabe an 
die tarifsuisse nicht entgegen. Denn einerseits ist in den Vereinbarungen 
keine Klausel enthalten, dass das darin enthaltene Vorgehen ausschliess-
lich sei (insbesondere Präambel und Art. 2 der Vereinbarungen zum admi-
nistrativen Fall-Management; Akten der Beklagten im Verfahren 
SCHG/2020/888 [act. II] 1 – 3; jeweils S. 1 f.), und andererseits können 
diese Vereinbarungen eine zulässige Delegation von Aufgaben der Kläge-
rinnen an Dritte nicht verhindern.

4.6 Aufgrund des Dargelegten ist die Beklagte in Gutheissung der Klage 
zu verpflichten, der tarifsuisse sämtliche notwendigen Auskünfte über die 
Dossiers zu den Rechnungen 1 - 55 gemäss Sammelurkunde 9 (act. I 9) zu 
erteilen, wobei die Herausgabe der Unterlagen an einen von der tarifsuisse 
bezeichneten Arzt zu erfolgen hat.

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4.7 Durch die Gutheissung des Antrags auf Auskunftserteilung resp. 
Akteneinsicht wird der entsprechende Beweisantrag in der Klage (S. 6 
Ziff. 8 resp. S. 26) gegenstandslos.

5.

Angesichts des Umstandes, dass es sich vorliegend um ein Teilurteil han-
delt (vgl. E. 1.3.2 hiervor), werden sowohl die Verfahrenskosten wie auch 
die Parteientschädigung mit dem nachfolgenden Teilurteil über den Rück-
forderungsanspruch festzulegen und aufzuerlegen sein.

Demnach entscheidet das Schiedsgericht:

1. In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der tarif-
suisse ag sämtliche notwendigen Auskünfte über die Dossiers zu den 
Rechnungen 1 - 55 gemäss Sammelurkunde 9 des Beweismittelver-
zeichnisses zu erteilen. Die Herausgabe der Unterlagen hat an einen 
von der tarifsuisse ag bezeichneten Arzt zu erfolgen. 

2. Für dieses Teilurteil werden weder separate Verfahrenskosten erhoben 
noch wird eine separate Parteientschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar A.________ z.H. der Klägerinnen  
- Rechtsanwältin Dr. iur. C.________ z.H. der Beklagten
- Bundesamt für Gesundheit 

Namens des Schiedsgerichts:

Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Teilurteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Be-
gründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.