# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2650ad5-1f4e-5040-98d9-597b1a8c69f3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.12.2008 C-377/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-377-2006_2008-12-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-377/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-
Carpani, Richter Bernard Vaudan, 
Gerichtsschreiber Thomas Segessenmann.

1. X._______,
2. Y._______,
beide vertreten durch Advokatin Ursula Metzger Junco P., 
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Ausnahme von der zahlenmässigen Begrenzung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-377/2006

Sachverhalt:

A.
X._______  (im  Folgenden:  Beschwerdeführerin),  geboren  1968, 
stammt aus Ecuador und ist Mutter von fünf Kindern. Sie verliess ihr 
Heimatland gemäss eigenen Angaben im Jahre 1996 in Richtung Spa-
nien, reiste im Oktober 1998 in die Schweiz ein und hält sich seither 
ohne wesentliche Unterbrüche in unserem Land auf. Während des bis-
herigen Aufenthalts in der Schweiz arbeitete sie im Gastgewerbe und 
als Hausangestellte. Vier ihrer Kinder leben bei ihrer Mutter in Ecua-
dor.

Bei Y._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer), geboren 1990, han-
delt es sich um den zweitältesten Sohn der Beschwerdeführerin. Die-
ser lebt seit ca. April 2002 bei seiner Mutter in der Schweiz.

B.
Am 20. Oktober  1999  wurde  die  Beschwerdeführerin  beim Versuch, 
von Frankreich her kommend ohne gültiges Visum in die Schweiz ein-
zureisen, an der Grenze zurückgewiesen und fremdenpolizeilich ver-
warnt.

C.
Ein erstes informelles Gesuch um Erteilung einer Härtefallbewilligung 
durch  das  Komitee  "Sans-Papiers"  Nordwestschweiz  wurde  von den 
Einwohnerdiensten des Kantons Basel-Stadt (nachfolgend: EWD) mit 
Schreiben vom 24. Januar 2002 aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer 
der Beschwerdeführerin in der Schweiz als offensichtlich aussichtslos 
erachtet.

D.
Nachdem die schweizerischen Grenzkontrollbehörden bei einer Brief-
postkontrolle  zwei  ecuadorianische Reisepässe sichergestellt  hatten, 
führte die Kantonspolizei  Basel-Stadt  am 8. Dezember 2002 bei  der 
auf dem Brief angegebenen Adresse in Basel eine Kontrolle durch. In 
der kontrollierten Wohnung konnten die Beschwerdeführerin mit ihrem 
Sohn sowie  verschiedene weitere Verwandte  (Bruder, Schwester  mit 
Kind, Cousin) angetroffen werden. Die fraglichen Personen verfügten 
nicht über die erforderliche Aufenthaltserlaubnis in der Schweiz.

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E.
Mit  Eingabe  vom 10. Dezember  2002 reichte  die  Anlaufstelle  Sans-
papiers in Basel bei den EWD ein Härtefallgesuch zugunsten der Be-
schwerdeführerin ein. Darin wurde im Wesentlichen ausgeführt, diese 
stamme aus einer armen ecuadorianischen Bauernfamilie, welche auf 
der Suche nach Arbeit in die Stadt gezogen sei. Die Beschwerdeführe-
rin  habe drei  Schwestern und einen Bruder. Ausser einer Schwester 
seien alle Geschwister nach Europa emigriert. Die Beschwerdeführerin 
habe nur die Primarschule besucht und im Alter von zwölf Jahren zu 
arbeiten beginnen müssen. Als sie wegen der schlechten wirtschaftli-
chen Lage in Ecuador keine Möglichkeit mehr gesehen habe, ihre Kin-
der und ihre Mutter durchzubringen, sei sie im Jahre 1996 nach Spani-
en und zwei Jahre später in die Schweiz gezogen. Ihre Mutter ziehe 
die vier Kinder auf und betreue den Grossvater. Die Beschwerdeführe-
rin komme neben dem Unterhalt für ihre Kinder auch für einen grossen 
Teil des Unterhalts ihrer Mutter und ihres Grossvaters auf. Die in Spa-
nien geborenen Zwillinge seien eine Frühgeburt gewesen und hätten 
bei der Geburt schwere gesundheitliche Schäden davongetragen. Die 
Mutter der Beschwerdeführerin sei herzkrank und ebenfalls auf medizi-
nische Behandlung angewiesen. Auch für diese Kosten habe die Be-
schwerdeführerin  –  zusammen  mit  ihren  Geschwistern  –  aufzukom-
men. Die Beschwerdeführerin habe sich in der Schweiz tadellos ver-
halten  und  gut  integriert.  Sie  habe  verschiedene  schweizerische 
Freundinnen und Freunde gefunden und sie sei eine wegen ihrer Ehr-
lichkeit  und ihrer  lebensbejahenden Haltung allseits  geschätzte  Per-
son.  Von  Oktober  2000  bis  Januar  2001  habe  sie  sodann  einen 
Deutschkurs besucht. Eine Rückkehr nach Ecuador würde für sie eine 
wirtschaftliche und soziale Katastrophe darstellen. Das hypothetische 
Einkommen, das sie in ihrem Heimatland mit ihrer geringen Schulbil-
dung erzielen  könnte,  würde ihr  unmöglich  erlauben,  für  die  Kosten 
des Unterhalts sowie die medizinischen Kosten ihrer Familienangehö-
rigen aufzukommen. Ein genügend hohes Einkommen könne eine al-
leinstehende Frau in ihrer Position nur durch Prostitution erzielen. In 
der Schweiz habe sie hingegen gute berufliche Perspektiven, weshalb 
nicht zu erwarten sei, dass sie dem Staat in absehbarer Zukunft zur 
Last fallen würde.

F.
Am 25. Juli 2003 räumten die EWD das rechtliche Gehör zur beabsich-
tigten  Abweisung  des Gesuchs ein. Allein  aufgrund der  Aufenthalts-
dauer der Beschwerdeführenden in der Schweiz sei nicht ohne Weite-

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res von einem schwerwiegenden persönlichen Härtefall  auszugehen. 
Das klaglose Verhalten sowie der gute Leumund könnten aufgrund der 
diversen  Empfehlungsschreiben von Bekannten und potenziellen  Ar-
beitgebern als gegeben betrachtet  werden. Die soziale und sprachli-
che Integration scheine jedoch noch nicht derart fortgeschritten, dass 
eine Rückkehr nicht zugemutet werden könnte. Zudem halte sich na-
hezu die gesamte Familie in Ecuador auf. Dies spreche gegen das Vor-
liegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls und sei beson-
ders zu gewichten. Bezüglich der ungenügenden Erwerbsaussichten in 
Ecuador hielten die EWD schliesslich fest, dass die wirtschaftliche Si-
tuation  eines  Staates  alle  dort  lebenden  Personen  treffe  und  somit 
nicht geeignet sei, einen individuellen Härtefall zu begründen.

G.
Von der Gelegenheit des rechtlichen Gehörs machte die Beschwerde-
führerin  mit  Eingabe vom 26. September 2003 Gebrauch. Der  Argu-
mentation der EWD hielt sie entgegen, dass die wirtschaftliche Situati-
on, welche sie bei einer Rückkehr in ihr Heimatland erwarten würde, 
sehr  wohl  mitzuberücksichtigen  sei.  Das  Kind  Z._______,  einer  der 
beiden Zwillinge, leide an einer schweren und fortgeschrittenen kindli-
chen Skoliose des thoraco-lumbalen Bereichs. Solche Skoliosen hät-
ten  die  Tendenz,  sich  bis  zum  Ende  des  Wachstumsalters  zu  ver-
schlimmern und auch zu Beeinträchtigungen der  inneren Organe zu 
führen. Eine operative Aufrichtung und Fixierung der Wirbelsäule sei 
im Allgemeinen die einzige Massnahme, die eine schwere Verkrüppe-
lung und Invalidisierung verhindern könne. Da Z._______ erst  sechs 
Jahre alt sei, sei davon auszugehen, dass sich sein gesundheitlicher 
Zustand noch verschlechtern  werde. Das Korsett,  das er  jetzt  trage, 
müsse regelmässig angepasst werden und eine Operation sei unum-
gänglich. Bei einer Rückkehr nach Ecuador wäre eine angemessene 
medizinische Behandlung von Z._______ nicht mehr möglich, da die 
Beschwerdeführerin  in ihrem Heimatland nicht  auf  die Unterstützung 
ihrer Familie zählen könnte. Niemand habe eine feste Arbeit  und die 
ganze Familie sei auf die Unterstützung durch die beiden Schwestern 
in der Schweiz angewiesen. Seit der Ausschaffung des Bruders wür-
den nun acht  Personen im "Haus"  der  Familie  auf  einer  Fläche von 
ca. 30-40 m2 wohnen. Die Lebensbedingungen der Beschwerdeführe-
rin seien daher gegenüber dem durchschnittlichen Schicksal von ecua-
dorianischen Staatsangehörigen massiv erschwert.

In einem ergänzenden persönlichen Schreiben erklärte die Beschwer-

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deführerin, sie sei mit zwölf Jahren arbeiten gegangen. Als 13-jährige 
sei sie vergewaltigt worden. Mit 16 Jahren habe sie ihr erstes Kind be-
kommen. Der Kindsvater habe jedoch nichts von ihr und dem Kind wis-
sen wollen. Das Gleiche sei ihr auch beim zweiten Kind widerfahren. 
Als sie später versucht habe, sich wirtschaftlich selbstständig zu ma-
chen, habe sie sich verschuldet. Bei der Arbeit in einer Fabrik habe sie 
dann einen weiteren Mann kennengelernt. Dieser habe ihr angeboten, 
ihre Schulden zurückzubezahlen, wenn sie ihn heirate. Sie habe das 
Angebot  ausgeschlagen,  sei  jedoch mit  ihm zusammengezogen,  um 
ihn besser kennenzulernen. Nach einem Monat sei sie erneut schwan-
ger geworden. Als der Mann davon erfahren habe, sei  er nicht mehr 
bereit gewesen, die Schulden zu begleichen und habe sie verlassen. 
Sie habe in der Folge ihren wenigen Schmuck und den ihrer Schwes-
ter verkauft, um mit Meeresfrüchten in den grossen Hotels handeln zu 
können. Ein Jahr lang sei alles gut gegangen. Dann sei sie jedoch mit 
falschen Checks betrogen worden. Als Folge davon habe sie ihre Miete 
nicht mehr bezahlen können und sei vom Vermieter auf die Strasse ge-
stellt worden. Nach einer kurzen Bekanntschaft mit einem Mann sei sie 
erneut schwanger geworden. Sie sei dann auf den Rat ihrer Schwester 
hin  nach  Spanien  gegangen.  Als  sie  den  Leuten,  bei  denen  sie  in 
Spanien gelebt  habe,  von der Schwangerschaft  erzählt  habe,  hätten 
diese  einen  Termin  für  eine  Abtreibung  organisiert.  Sie  habe  sich 
jedoch nicht dazu durchringen können, die Abtreibung vornehmen zu 
lassen. Sechs Monate später seien die Zwillinge zur Welt gekommen. 
Sie habe die beiden Babys mit  drei  Monaten nach Ecuador zu ihrer 
Familie schicken müssen, da sie nicht selber für sie habe sorgen kön-
nen. Während der Zeit in der Schweiz hätten ihr zwei Mal Männer an-
geboten, sie zu heiraten. Aber so etwas wolle sie nicht machen, nur 
wegen einem Papier. 

H.
Mit Verfügung vom 20. April 2004 lehnten die EWD das Gesuch um Er-
teilung einer  kantonalen Aufenthaltsbewilligung ab und  forderten  die 
Beschwerdeführerin auf, das Gebiet des Kantons Basel-Stadt zu ver-
lassen. Die EWD hielten im Wesentlichen an der am 25. Juli 2003 zum 
rechtlichen Gehör unterbreiteten Position fest. Ergänzend wurde aus-
geführt, dass die medizinischen Probleme der Zwillinge für sich alleine 
keinen Härtefall zu begründen vermöchten, da sich diese nicht in der 
Schweiz aufhalten würden und es sich nicht um Krankheiten handle, 
deren Behandlung in Ecuador unmöglich sei. Bezüglich der Familien-
angehörigen wurde sodann darauf hingewiesen, dass das Härtefallge-

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such der Schwester  der Beschwerdeführerin  inzwischen abgewiesen 
worden sei und sich demnach keine Familienangehörigen mehr recht-
mässig in der Schweiz aufhalten würden. Im Weiteren spreche auch 
der Umstand,  dass das Härtefallgesuch erst  eingereicht  worden sei, 
als die Beschwerdeführerin aufgrund der polizeilichen Kontrolle mit ei-
ner formlosen Wegweisung habe rechnen müssen, gegen die Erteilung 
einer  Aufenthaltsbewilligung.  Zur  wirtschaftlichen  Situation  im  Her-
kunftsland  sei  schliesslich  festzuhalten,  dass  die  Existenz  bzw. das 
Fehlen eines Sozialversicherungsnetzes in einem Staat alle seine Be-
wohnerinnen  in  gleicher  Weise  treffe.  Somit  könne  dieser  Umstand 
nicht einen individuellen Härtefall begründen. 

I.
Gegen  diese  Verfügung  legte  die  Beschwerdeführerin  beim  Polizei- 
und Militärdepartement (heute: Sicherheitsdepartement) des Kantons 
Basel-Stadt mit Eingaben vom 5. und 28. Mai 2004 Rekurs ein. Darin 
machte sie im Wesentlichen geltend, sie lebe seit bald sechs Jahren in 
der Schweiz. Sie habe einen grossen Freundes- und Bekanntenkreis 
und ihre Deutschkenntnisse hätten sich aufgrund ihrer aktiven Bemü-
hungen und des Besuchs eines  weiteren Deutschkurses  verbessert, 
sodass sie sich nun im Alltagsleben auf Deutsch verständigen könne. 
Sie  habe  auch  verschiedene  Arbeitsangebote.  Es  sei  unbestritten, 
dass sie im Falle einer Bewilligungserteilung in der Lage wäre, selbst-
ständig  für  sich  und  ihre  Familie  aufzukommen.  Ferner  verfüge  sie 
über einen guten Leumund und sei nicht vorbestraft. In Ecuador wäre 
es ihr demgegenüber aufgrund ihrer Herkunft  aus ärmlichen Verhält-
nissen und ihrer minimalen Schulbildung nicht möglich, eine Stelle zu 
finden, an der sie genügend Geld für die Versorgung der Familie und 
die  Finanzierung  der  dringend  notwendigen  medizinischen  Behand-
lung des Kindes Z._______ verdienen würde. Schliesslich genüge es 
nicht,  ihre Situation mit  den Lebensbedingungen anderer alleinerzie-
hender Mütter in ihrem Heimatland zu vergleichen. Ihr Schicksal müs-
se vielmehr mit demjenigen eines durchschnittlichen ecuadorianischen 
Staatsangehörigen verglichen werden. Durch die Vergewaltigung in der 
Kindheit sei sie bis heute traumatisiert. Sie habe für fünf Kinder aufzu-
kommen, wovon eines schwer behindert sei und teure Therapien brau-
che.  Ihr  Schicksal  sei  daher  auch  gemessen  an  demjenigen  einer 
durchschnittlichen alleinerziehenden Mutter in Ecuador unvergleichlich 
schwerer. Der Beschwerdeführer habe sich sodann in den zwei Jah-
ren, in denen er hier zur Schule gehe, gut in das hiesige System integ-
riert. Er  besuche zusätzlich Computerkurse und nehme Klavierunter-

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richt. Er habe die jahrelange Trennung von der Mutter nur schwer ver-
arbeiten können und sei deswegen in Ecuador in psychologischer Be-
handlung gestanden. In der Schweiz habe er endlich eine Lebensper-
spektive gefunden. 

J.
Am 6. Mai 2005 wies das Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-
Stadt den Rekurs der Beschwerdeführerin ab. Zur Begründung wurde 
namentlich  festgehalten,  das  Verhalten  der  Beschwerdeführerin  er-
scheine aufgrund ihrer familiären Situation verständlich und nachvoll-
ziehbar, unterscheide sich darin jedoch nicht von einer Vielzahl ande-
rer Ausländerinnen und Ausländer, die in der Schweiz ihren Lebensun-
terhalt und denjenigen ihrer Familie sicherstellen wollten. Mit der Ertei-
lung einer Härtefallbewilligung werde nicht bezweckt, eine allfällige fi-
nanzielle Unterstützung von in der Heimat verbliebenen Angehörigen 
zu ermöglichen. Eine solche Erweiterung des Anwendungsbereichs sei 
mit  der strengen Praxis unvereinbar und würde im Widerspruch zum 
Einzelfall- und Ausnahmecharakter dieser Bestimmung stehen. In der 
Gesamtwürdigung  dürfe  schliesslich  auch  die  Tatsache  einbezogen 
werden, dass die Beschwerdeführerin zwar alleinstehend sei, aber in 
der Heimat einen erwachsenen Sohn habe, der zum Unterhalt der Fa-
milie beitragen könne. Die Lebensbedingungen der Beschwerdeführe-
rin seien gemessen am durchschnittlichen Schicksal von anderen aus-
ländischen  Personen,  die  ebenfalls  die  Schweiz  verlassen  müssten, 
nicht in einem gesteigerten Mass in Frage gestellt. Insbesondere lebe 
nahezu die gesamte Familie in der Heimat Ecuador.

K.
Die  Beschwerdeführerin  erhob  gegen  diesen  Entscheid  am  18.  Mai 
2005 beim Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt Beschwerde. Diese 
Eingabe  wurde  mit  Entscheid  des  Justizdepartements  des  Kantons 
Basel-Stadt vom 30. Juni 2005 als Sprungrekurs an das kantonale Ver-
waltungsgericht überwiesen. 

L.
Mit Urteil  vom 5. August 2005 bestätigte das Appellationsgericht des 
Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht den Entscheid des kanto-
nalen Sicherheitsdepartements und wies die dagegen gerichtete Be-
schwerde ab. 

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M.
Am 21. Dezember 2005 ging beim Regierungsrat des Kantons Basel-
Stadt eine Petition zugunsten der Beschwerdeführenden ein. 

N.
Mit  Regierungsratsbeschluss  vom 23. Mai  2006  wurde  in  der  Folge 
entschieden, das Dossier der Beschwerdeführenden dem Bundesamt 
für  Migration (BFM) als Härtefall  zu unterbreiten. Das Sicherheitsde-
partement des Kantons Basel-Stadt unterbreitete dem BFM am 6. Juni 
2006 den entsprechenden Antrag.

O.
Am 4. Juli 2006 räumte die Vorinstanz den Beschwerdeführenden das 
rechtliche Gehör im Hinblick auf die beabsichtigte Ablehnung des Ge-
suchs um Ausnahme von der zahlenmässigen Begrenzung ausländi-
scher Personen ein. Die Beschwerdeführenden reichten am 7. Oktober 
2006 eine Stellungnahme dazu ein. 

P.
Mit  Verfügung vom 1. November 2006 verweigerte das BFM die Zu-
stimmung zur Erteilung einer humanitären Aufenthaltsbewilligung. Zur 
Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, die Beschwer-
deführerin sei im Alter von 30 Jahren in die Schweiz eingereist und ha-
be folglich einen grossen Teil ihres Lebens im Heimatland verbracht. 
Der Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt der Einreise bereits zwölf Jah-
re alt gewesen. Somit habe auch er die für ihn wichtigen, prägenden 
Jahre in Ecuador verbracht. Es könne daher davon ausgegangen wer-
den, die Beschwerdeführenden seien nicht  derart  in der Schweiz in-
tegriert, dass eine Rückkehr ins Heimatland eine echte Entwurzelung 
darstellen würde. Ein Grossteil der Verwandten der Beschwerdeführe-
rin würden in Ecuador leben. Eine Wiedereingliederung in die dortige 
Gesellschaft  dürfte  somit  –  mit  entsprechender  Unterstützung  durch 
die dort lebenden Verwandten – möglich sein. Dies gelte insbesondere 
für den Beschwerdeführer, der sich im zehnten Schuljahr befinde bzw. 
der in der Schweiz noch keine Lehre/Weiterbildung angefangen habe. 
Dem Beschwerdeführer sei  es zuzumuten,  die weitere Ausbildung in 
Ecuador zu absolvieren. Im Übrigen sei dieser mit der südamerikani-
schen Kultur bestens vertraut. Im vorliegenden Fall würden vorwiegend 
wirtschaftliche Gründe geltend gemacht, von denen alle Bewohnerin-
nen und Bewohner Ecuadors in ähnlichen Verhältnissen gleichermas-
sen betroffen seien. Die Situation der Beschwerdeführerin unterschei-

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de sich nicht massgeblich von derjenigen vieler anderer illegaler Arbei-
terinnen und Arbeiter, welche die Schweiz selbst nach einem langen 
Aufenthalt verlassen müssten. Die Aufenthaltsbewilligung aus humani-
tären Gründen diene zudem nicht dazu, den Aufenthalt von sich illegal 
in der Schweiz aufhaltenden Personen zu regeln. 

Q.
Gegen diese Verfügung reichten die Beschwerdeführenden mit Einga-
be  ihrer  Rechtsvertreterin  vom 6. Dezember  2006 beim Eidgenössi-
schen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Beschwerde ein. Darin 
beantragten sie, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und es 
sei  ihnen eine Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen aus-
zustellen. In prozessualer Hinsicht wurde zudem darum ersucht, den 
noch minderjährigen Beschwerdeführer persönlich anzuhören. 

R.
In der Vernehmlassung vom 9. Mai 2007 beantragt das BFM die Ab-
weisung der Beschwerde. 

S.
Mit Replik vom 20. Juni 2007 halten die Beschwerdeführenden an ihrer 
Beschwerde sowie deren Begründung fest. Ergänzend reichten sie ei-
ne schriftliche Bestätigung 18. Mai 2007 betreffend die Aufnahme des 
Beschwerdeführers in die Berufswahlklasse [...] zu den Akten.

T.
Mit ergänzender Eingabe vom 3. Juni 2008 reichten die Beschwerde-
führenden  verschiedene  Beweismittel,  insbesondere  betreffend  die 
aktuelle schulische Situation und die beruflichen Integrationsaussich-
ten des Beschwerdeführers, zu den Akten.

U.
Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hält die Vorinstanz mit er-
gänzender  Vernehmlassung  vom 4. Juli  2008  an  der  angefochtenen 
Verfügung sowie der ersten Vernehmlassung vom 9. Mai 2007 fest.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Verfügungen des BFM, mit denen über die Ausnahme von der zahlen-
mässigen Begrenzung ausländischer Personen befunden wird, unter-
liegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. 

1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist,  die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen 
Rekurs-  oder  Schiedskommissionen  oder  den  Beschwerdediensten 
der Departemente hängigen Rechtsmittel  und wendet das neue Ver-
fahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VGG). Das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  richtet  sich  nach  dem VwVG,  soweit  das  Gesetz 
nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Das Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts  ist  endgültig  (Art.  1  Abs. 2  VGG i.V.m. Art.  83  Bst.  c 
Ziff. 5  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110],  mutatis  mutandis  anwendbar  auf  die  Ausnahmen von den 
Höchstzahlen).

1.3 Die Beschwerdeführenden sind als Adressaten der Verfügung vom 
1. November  2006  zur  Beschwerde  legitimiert  (vgl.  Art.  48  Abs.  1 
VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist so-
mit  einzutreten,  soweit  die  Ausnahme  von  der  zahlenmässigen  Be-
grenzung zur Diskussion steht (vgl. Art. 49 ff. VwVG). Auf das Begeh-
ren um Ausstellung einer kantonalen Aufenthaltsbewilligung ist hinge-
gen nicht einzutreten, da dies nicht Gegenstand des vorliegenden Ver-
fahrens  bildet  (vgl.  auch  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C-328/2006 vom 20. Dezember 2007, E. 1.4).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes sowie, wenn nicht eine kantonale Behörde 

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als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit gerügt wer-
den  (Art.  49  VwVG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet  im  Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides (vgl. Urteil  des Bundesgerichts  2A.451/2002 vom 28. März 
2003, E. 1.2, sowie Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-137/2006 
vom 31. März 2008, E. 2 mit Hinweis).

3.
Mit  dem  Inkrafttreten  des  Bundesgesetzes  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20) am 1. Januar 2008 wurde das ehe-
malige Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Nieder-
lassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121) sowie die ehemalige Verord-
nung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Auslän-
der (BVO, AS 1986 1791) abgelöst (vgl. Art. 125 AuG i.V.m. Ziff. I des 
Anhangs zum AuG sowie Art. 91 Ziff. 5 der Verordnung vom 24. Okto-
ber 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 
142.201]). Auf Gesuche, die vor diesem Zeitpunkt eingereicht wurden, 
bleibt das bisherige Recht anwendbar (vgl. Art. 126 Abs. 1 AuG). Die 
angefochtene Verfügung erging vor dem Inkrafttreten des AuG. Für die 
materielle Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ist daher auf die 
altrechtliche  Regelung,  insbesondere  die  Ausführungsbestimmungen 
der BVO, abzustellen.

4.
4.1 Der Bundesrat hat verschiedene Begrenzungsmassnahmen vorge-
sehen,  um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Bestand der 
schweizerischen  und  dem  der  ausländischen  Wohnbevölkerung  zu 
wahren, günstige Rahmenbedingungen für die Eingliederung der hier 
wohnenden und arbeitenden Ausländerinnen und Ausländer zu schaf-
fen, die Arbeitsmarkstruktur zu verbessern und eine möglichst ausge-
glichene Beschäftigung zu sichern (Art. 1 BVO [vgl. neu Art. 3 AuG]). 
Zu  diesem  Zweck  legt  der  Bundesrat  nach  Art.  12  BVO  (bzw. neu 
Art. 20 AuG i.V.m. Art. 19 und 20 VZAE sowie deren Anhängen 1 und 
2)  Höchstzahlen  für  ausländische  Personen  fest,  die  auf  Bund  und 
Kantone  aufgeteilt  werden. Von diesen  Höchstzahlen  ausgenommen 
sind ausländische Personen, wenn ein schwerwiegender persönlicher 
Härtefall  oder  staatspolitische  Gründe  vorliegen  (Art.  13  Bst.  f  BVO 

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[vgl. neu Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG]). 

Ausnahmen von der zahlenmässigen Begrenzung nach Art. 13 Bst. f 
BVO (bzw. neu  Abweichungen  von den  Zulassungsvoraussetzungen 
nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG) fallen in die Zuständigkeit des BFM 
und nicht in diejenige der Kantone (Art. 18 Abs. 4 ANAG i.V.m. Art. 52 
Bst. a  BVO [bzw. neu Art. 40 Abs. 1 und Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 
VZAE sowie Ziff. 1.3.2 der BFM-Weisungen zum Ausländerbereich]). 
Die  Vorinstanz  und  mithin  auch  das  Bundesverwaltungsgericht  sind 
daher  nicht  an  die  Einschätzung der  kantonalen Behörde  gebunden 
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-196/2006 vom 26. Okto-
ber 2007 [BVGE 2007/45], nicht publizierte E. 3).

4.2 Art. 13 Bst. f BVO hat zum Ziel, jenen Ausländerinnen und Auslän-
dern die Anwesenheit in der Schweiz zu erleichtern, die grundsätzlich 
den  Begrenzungsmassnahmen  unterstehen  würden,  bei  denen  sich 
diese Zulassungsregelung jedoch aufgrund besonderer Umstände als 
Härte auswirken würde. Aus der Formulierung von Art. 13 Bst. f BVO 
ergibt  sich,  dass  dieser  Bestimmung  Ausnahmecharakter  zukommt 
und dass die Voraussetzungen zur Anerkennung eines Härtefalles re-
striktiv zu handhaben sind. Die betroffene Person muss sich in einer 
persönlichen Notlage befinden. 

Dies  bedeutet  praxisgemäss,  dass  ihre  Lebens-  und  Existenzbedin-
gungen,  gemessen  am  durchschnittlichen  Schicksal  von  ausländi-
schen Personen, in gesteigertem Mass in Frage gestellt sein müssen 
bzw. die Verweigerung einer Ausnahme von den Höchstzahlen für sie 
mit  schweren Nachteilen verbunden wäre. Bei  der  Beurteilung eines 
Härtefalles müssen sämtliche Umstände des jeweiligen Einzelfalls be-
rücksichtigt  werden. Die  Anerkennung  als  Härtefall  setzt  nicht  zwin-
gend voraus, dass die Anwesenheit in der Schweiz das einzige Mittel 
zur Verhinderung einer persönlichen Notlage darstellt. Auf der anderen 
Seite genügen eine lang dauernde Anwesenheit und eine fortgeschrit-
tene soziale und berufliche Integration sowie ein klagloses Verhalten 
für sich alleine nicht, um einen schwerwiegenden persönlichen Härte-
fall zu begründen. Vielmehr wird vorausgesetzt, dass die ausländische 
Person so enge Beziehungen zur Schweiz unterhält, dass von ihr nicht 
verlangt werden kann, in einem anderen Land, insbesondere in ihrem 
Heimatstaat zu leben. Berufliche, freundschaftliche und nachbarschaft-
liche Beziehungen, welche die betroffene Person während ihres Auf-
enthaltes  in  der  Schweiz  knüpfen  konnte,  genügen  normalerweise 

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nicht  für  eine  Ausnahme von  der  zahlenmässigen  Begrenzung  (vgl. 
insbesondere BGE 130 II 39 E. 3 S. 41 f. und BVGE 2007/45 E. 4.2, je 
mit  Hinweisen). Immerhin  werden bei  einer  sehr  langen Aufenthalts-
dauer weniger hohe Anforderungen an das Vorliegen besonderer Um-
stände  wie  etwa  eine  überdurchschnittliche  Integration  oder  andere 
Faktoren gestellt, welche die Rückkehr ins Heimatland als ausgespro-
chen schwierig erscheinen lassen (BGE 124 II 110 E. 3 S. 113).

Rechtswidrige Aufenthalte werden bei der Härtefallprüfung grundsätz-
lich nicht berücksichtigt. In solchen Fällen hat die Behörde jedoch zu 
prüfen, ob sich die betroffene Person aus anderen Gründen in einer 
schwerwiegenden persönlichen Notlage befindet. Dazu ist auf ihre fa-
miliären Beziehungen in der Schweiz und in ihrem Heimatland sowie 
auf ihre gesundheitliche und berufliche Situation, ihre soziale Integrati-
on  sowie  die  weiteren  Umstände  des  Einzelfalles  abzustellen.  In 
diesem Zusammenhang ist  auch das Verhalten der  Behörden – bei-
spielsweise  ein  nachlässiger  Wegweisungsvollzug  –  zu  berücksichti-
gen (vgl. BGE 130 II 39 E. 3 S. 42 mit Hinweis).

Bei Härtefallgesuchen von Familien darf schliesslich die Situation der 
einzelnen Mitglieder nicht isoliert, sondern muss im familiären Kontext 
betrachtet  werden. Das Schicksal  der  Familie  stellt  eine Einheit  dar, 
und es wäre schwierig, das Vorliegen eines Härtefalles beispielsweise 
einzig  für  die  Eltern  oder  nur  für  die  Kinder  anzunehmen  (BVGE 
2007/16 E. 5.3 S. 19).

5.
5.1 Zur persönlichen Situation der heute 40-jährigen Beschwerdefüh-
rerin  ist  vorweg  festzuhalten,  dass  sie  sich  inzwischen  zwar  bereits 
seit zehn Jahren (illegal) in der Schweiz aufhält, jedoch den weitaus 
überwiegenden Teil ihres bisherigen Lebens in Ecuador verbracht hat. 
Zudem leben  vier  ihrer  fünf  Kinder  sowie  –  mit  Ausnahme einer  in 
Spanien wohnhaften Schwester – sämtliche weiteren Verwandten in ih-
rem  Heimatland.  Aus  den  geltend  gemachten  regelmässigen  Geld-
überweisungen der Beschwerdeführerin nach Ecuador kann ferner ge-
schlossen  werden,  dass  sie  trotz  mehrjähriger  Landesabwesenheit 
und der damit einhergehenden Einschränkung der persönlichen Kon-
takte zu ihrer Familienangehörigen mit diesen noch immer eng verbun-
den ist.  Soweit  vorgebracht  wird,  die  Beschwerdeführerin  verfüge  in 
der Schweiz über einen grossen Freundes- und Bekanntenkreis, fällt 
sodann auf, dass die eingereichten Referenzschreiben in erster Linie 

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von  Personen  stammen,  bei  welchen  die  Beschwerdeführerin  als 
Haushalthilfe  und/oder  Kinderbetreuerin  gearbeitet  hat  bzw.  welche 
bereit  wären,  sie  im  Falle  der  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung 
anzustellen. Zu ihren Gunsten ist diesbezüglich immerhin anzumerken, 
dass  sie  sich  abgesehen  von  der  Missachtung  ausländerrechtlicher 
Vorschriften in unserem Land bisher klaglos verhalten hat und dass sie 
im Falle  einer Legalisierung ihres Aufenthalts  gute Aussichten hätte, 
sich ihr wirtschaftliches Fortkommen aus eigenen Kräften sichern zu 
können. Die Beschwerdeführerin hat im Weiteren gemäss eigenen An-
gaben in der Schweiz zwei Sprachkurse absolviert und ist im heutigen 
Zeitpunkt in der Lage, sich im Alltagsleben auf Deutsch zu verständi-
gen. 

Nach dem Gesagten geht das Bundesverwaltungsgericht davon aus, 
dass die Beschwerdeführerin während ihres bisherigen Aufenthalts in 
der Schweiz verschiedene Integrationsbemühungen unternommen hat, 
dass jedoch keine genügenden Anhaltspunkte für eine besonders weit 
fortgeschrittene  soziale  oder  sprachliche  Integration  in  der  Schweiz 
vorliegen. 

5.2 Im Weiteren mag es zwar durchaus verständlich erscheinen, dass 
die Beschwerdeführerin  durch ihre Emigration nach Europa versucht 
hat, ihren wirtschaftlichen Nöten in Ecuador zu entfliehen. Wirtschaftli-
che Schwierigkeiten im Heimatland sind indessen in aller Regel nicht 
geeignet, eine Ausnahme von den Höchstzahlen zu rechtfertigen. Auch 
wenn die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Herkunft aus armen Ver-
hältnissen und ihrer fehlenden beruflichen Ausbildung bei einer Rück-
kehr  in  ihr  Heimatland  mit  erheblichen  Problemen  konfrontiert  sein 
dürfte, den notwendigen Lebensunterhalt für sich und ihre Familie be-
streiten  zu  können,  sind  ihre  Lebens-  und  Daseinsbedingungen  ge-
messen am durchschnittlichen Schicksal anderer ausländischer Perso-
nen, welche die Schweiz verlassen müssen, doch nicht in einem derart 
gesteigerten Masse in  Frage gestellt,  dass allein  aus diesem Grund 
von einem persönlichen Härtefall gesprochen werden könnte (vgl. Ur-
teil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-378/2006  vom 12.  September 
2008 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Diesbezüglich ist namentlich da-
rauf hinzuweisen, dass das offenbar nach wie vor vorhandene familiä-
re Beziehungsnetz vor Ort  auch für  die wirtschaftliche Reintegration 
der Beschwerdeführerin im Heimatland hilfreich sein dürfte. Zudem be-
finden sich ihre drei älteren Kinder mittlerweile im erwerbsfähigen Alter 

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(16, 18 bzw. 23 Jahre) und sind deshalb grundsätzlich ebenfalls in der 
Lage, zum Unterhalt der Familie beizutragen.

5.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, bei einer Rückfüh-
rung nach Ecuador nicht (mehr) für die medizinische Behandlung ihres 
Sohnes  Z._______  aufkommen  zu  können,  der  an  einer  schweren 
kindlichen Skoliose im thoraco-lumbalen Bereich leide, ist sodann fest-
zuhalten,  dass  sich  der  Härtefall  im  Sinne  von  Art.  13  Bst. f  BVO 
grundsätzlich  in  der  gesuchstellenden  Person  selber  verwirklichen 
muss (vgl. Urteil  des Bundesgerichts 2A.89/2000 vom 21. März 2000 
E. 1a). Von dieser Regel wird praxisgemäss – in analoger Anwendung 
der aus Art. 8 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) abgeleiteten 
Kriterien  –  nur  dann  ausnahmsweise  abgewichen,  wenn  in  der 
Schweiz lebende Angehörige in einem besonderen Abhängigkeitsver-
hältnis zur gesuchstellenden Person stehen bzw. eine besonders enge 
persönliche und affektive Beziehung zu dieser unterhalten (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 2A.92/2007 vom 21. Juni 2007 E. 4.3, 2A.76/2007 
vom 12. Juni 2007 E. 5.1 und 2A.627/2006 vom 28. November 2006 
E. 4.2.1). Ein entsprechendes Abhängigkeitsverhältnis kann beispiels-
weise vorliegen,  wenn die gesuchstellende Person für  den Unterhalt 
von in der Schweiz lebender engster Angehöriger aufkommt, deren an-
gemessenes  Fortkommen  andernfalls  nicht  gewährleistet  wäre  (vgl. 
Urteil  des Bundesgerichts  2A.76/2007 vom 12. Juni  2007 E. 5.1  mit 
Hinweisen). Eine solche Konstellation liegt hier indessen nicht vor. Der 
Sohn Z._______ lebt bei der Grossmutter in Ecuador. Der Sorge um 
die Gewährleistung seiner notwendigen medizinischen Pflege kann da-
her unter dem Blickwinkel von Art. 13 Bst. f BVO – auch wenn sie im 
Rahmen  einer  Gesamtwürdigung  mitzuberücksichtigen  ist –  kein  er-
hebliches Gewicht beigemessen werden.

Im Übrigen ist aufgrund der vorinstanzlichen Abklärungen davon aus-
zugehen,  dass  eine  adäquate  medizinische  Behandlung  von 
Z._______ grundsätzlich auch in Ecuador möglich wäre und dort  bei 
verschiedenen  staatlichen  und  privaten Institutionen  um Übernahme 
der Kosten des von den behandelnden Ärzten als notwendig erachte-
ten orthopädischen Eingriffs zur Stabilisierung der Wirbelsäule ersucht 
werden  könnte.  Aus  den  von  der  Beschwerdeführerin  eingereichten 
Akten  ist  nicht  ersichtlich,  dass  ein  entsprechendes  Gesuch  einge-
reicht oder bereits behandelt worden wäre. Da die Beschwerdeführerin 
ihren in der Schweiz erzielten Verdienst gemäss eigenen Angaben für 

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die  Bestreitung  ihres  persönlichen  Lebensunterhalts  und  desjenigen 
ihrer Familienangehörigen (inkl. Deckung der laufenden medizinischen 
Kosten) benötigt, erscheint es ferner zumindest fraglich, ob ein allfälli-
ger weiterer Aufenthalt  in der Schweiz einen massgeblichen Einfluss 
auf die Chancen des Sohnes Z._______ hätte, in Ecuador in den Ge-
nuss der erforderlichen medizinischen Behandlung bzw. des erwähn-
ten chirurgischen Eingriffs zu kommen.

5.4 Soweit  die  Beschwerdeführerin  schliesslich  vorbringt,  in  ihrem 
Heimatland als Jugendliche vergewaltigt worden zu sein, weshalb eine 
Rückkehr dorthin mit einer Retraumatisierung verbunden wäre, fehlt es 
an hinreichend konkreten Hinweisen oder entsprechenden Unterlagen, 
welche diese Befürchtung untermauern würden. Auch sonst sind aus 
den Akten keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass der gesundheit-
liche Zustand der Beschwerdeführerin einen weiteren Verbleib in der 
Schweiz nahelegen würde.

5.5 Im Sinne eines Zwischenergebnisses befindet sich die Beschwer-
deführerin – zumindest bei einer isolierten Betrachtung ihrer persönli-
chen  Situation  –  demnach  nicht  in  einer  schwerwiegenden  Notlage, 
welche eine Ausnahme von den bundesrätlichen Höchstzahlen verlan-
gen würde.

6.
Demgegenüber  präsentiert  sich  die  persönliche  Situation  des  Be-
schwerdeführers  – insbesondere im Hinblick auf  seine Integration  in 
die schweizerischen Verhältnisse bzw. seine Reintegrationsaussichten 
in Ecuador – als heikler. 

6.1 Der Beschwerdeführer reiste offenbar im April  2002 im Alter von 
knapp zwölf Jahren in die Schweiz ein, wo er seither angeblich ohne 
Unterbruch  lebt  und  die  für  die  persönliche  Sozialisation  besonders 
prägenden  Jahre  der  Adoleszenz  verbracht  hat  (vgl.  Urteile  des 
Bundesgerichts  2A.679/2006  vom  9.  Februar  2007  E.  3  sowie 
2A.578/2005  vom  3.  Februar  2006  E.  3.1,  je  mit  Hinweisen).  Sein 
Freundes- und Bekanntenkreis befindet sich hier in der Schweiz. Dies-
bezüglich lassen die vorliegenden Akten indessen nicht darauf schlies-
sen, dass besonders enge persönliche Beziehungen zu hier lebenden 
Personen bestehen würden. In seinem Heimatland Ecuador befinden 
sich  sodann  noch  verschiedene  Familienangehörige,  insbesondere 
seine Geschwister,  diese hat  er  jedoch seit  seiner Ausreise im April 
2002 nicht mehr gesehen. Auf der anderen Seite dürfte er durch seine 

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Mutter  und  weitere  Verwandte,  die  sich  zumindest  zeitweise  in  der 
Schweiz  aufgehalten  haben,  sowie  durch  mutmassliche  telefonische 
und schriftliche Kontakte mit den in Ecuador verbliebenen Familienan-
gehörigen nach wie vor mit der spanischen Sprache und mit der Kultur 
seines Heimatlandes vertraut sein.

6.2 Aufgrund der eingereichten Bestätigungen und Zeugnisse sind die 
schulische  Integration  des  Beschwerdeführers  in  der  Schweiz  als 
durchschnittlich und seine beruflichen Integrationsaussichten im hiesi-
gen Arbeitsmarkt  als  relativ  schwierig  zu  bezeichnen. Im aktuellsten 
Bericht  der  Schule  A._____  in  Basel  wird  zwar  ausgeführt,  der  Be-
schwerdeführer verfüge über eine gute Grundbildung im sprachlichen 
wie im mathematisch-technischen Bereich und gehe mit viel Eigenini-
tiative, zuverlässig und selbstständig an gestellte Aufgaben heran. Zu-
dem zeige er  sich in  der Planung seines Einstiegs in die Berufswelt 
sehr  engagiert  und  interessiert  (vgl.  Bericht  der  Schule  A._______ 
vom 19. Mai 2008). Im Weiteren geht aus den Akten hervor, dass er 
Anstrengungen für den Beginn einer höheren schulischen Ausbildung 
(Vorkurs  Schule  B._______)  sowie  einer  beruflichen  Lehrausbildung 
(Schnupperlehre Architekturbüro) unternommen hat. Die Zulassung zu 
Ersterem scheiterte jedoch an einer ungenügenden Prüfungsleistung 
und auch bezüglich Letzterem müssen angesichts der mittelmässigen 
Schulnoten, der lediglich als genügend bis gut beurteilten Leistungen 
im Rahmen der Schnupperlehre sowie aufgrund des für den Beginn ei-
ner Berufslehre schon relativ fortgeschrittenen Alters zumindest gewis-
se Fragezeichen gesetzt  werden. Es muss daher  bezweifelt  werden, 
ob ihm im Falle der Gewährung der Ausnahme von den Höchstzahlen 
eine erfolgreiche berufliche Integration in der Schweiz gelingen würde. 
Die  entsprechende  Prognose  im  Heimatland  fällt  sodann  wohl  nicht 
günstiger, aber auch nicht wesentlich schlechter aus. Die vergleichs-
weise  schwierigeren  Arbeits-  und  Lebensbedingungen  in  Ecuador 
dürften die Integration des Beschwerdeführers in den dortigen Arbeits-
markt  –  insbesondere  vor  dem  Hintergrund  seiner  fortgeschrittenen 
Angewöhnung  an  die  sozioökonomischen  Verhältnisse  in  der 
Schweiz – zu Beginn zweifellos erschweren. Dafür dürften ihm in sei-
nem Heimatland die hier erworbenen sprachlichen und übrigen schuli-
schen Kenntnisse von Nutzen sein. Im Übrigen kann auch davon aus-
gegangen werden, dass ihm das vor Ort vorhandene grosse familiäre 
Beziehungsnetz erleichtern wird, in Ecuador wirtschaftlich Fuss zu fas-
sen.

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6.3 Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer zwar eine relativ 
lange  und  für  seine  persönliche  Sozialisation  wichtige  Zeit  in  der 
Schweiz  verbracht.  Seine  Eingliederung  in  die  schweizerischen  Ver-
hältnisse  kann  indessen  nicht  als  derart  fortgeschritten  bezeichnet 
werden, dass bei einer Rückkehr nach Ecuador von einer eigentlichen 
Entwurzelung gesprochen werden müsste. Der Beschwerdeführer be-
findet sich im heutigen Zeitpunkt auch nicht in einer Situation, in wel-
cher er eine begonnene schulische oder berufliche Ausbildung abbre-
chen müsste (vgl. Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-378/2006 
vom 12. September 2008 E. 6.3 mit Hinweisen). Zudem präsentieren 
sich seine wirtschaftlichen Integrationsaussichten im Falle eines weite-
ren Verbleibs in der Schweiz nicht wesentlich günstiger als bei einer 
Rückkehr nach Ecuador. Bei dieser Sachlage liegt im Lichte der bishe-
rigen Praxis keine Härtefallsituation im Sinne von Art. 13 Bst. f  BVO 
vor, welche eine Ausnahme von den Höchstzahlen rechtfertigen würde 
(vgl.  auch  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-6693/2007  vom 
1. Februar 2008).

7.
Der Vollständigkeit halber ist an dieser Stelle schliesslich festzuhalten, 
dass  die  Frage,  ob  gestützt  auf  Art.  12  des  Übereinkommens  vom 
20. November 1989 über die Rechte des Kindes (im Folgenden: KRK, 
SR 0.107)  ein  unbedingter  Anspruch  auf  persönliche  Anhörung  des 
Beschwerdeführers durch die Vorinstanz bestanden hätte, angesichts 
der mittlerweile eingetretenen Volljährigkeit letztlich offen bleiben kann 
(vgl.  PATRICK SUTTER, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Ver-
waltungsverfahren  [VwVG],  Christoph  Auer/Markus  Müller/Benjamin 
Schindler (Hrsg.), Zürich/St. Gallen 2008, Art. 30 Rz. 13 ff.).

8.
Zusammenfassend  kommt  das  Bundesverwaltungsgericht  somit  zum 
Schluss,  dass  das  Vorliegen  eines  schwerwiegenden  persönlichen 
Härtefalles  zu  verneinen  ist.  Die  Beschwerde  ist  daher  abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind den Beschwerdeführenden 
die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten retour)
- die Bevölkerungsdienste und Migration Basel-Stadt  (Einschreiben; 

Akten retour)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Ruth Beutler Thomas Segessenmann

Versand: 

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