# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a21a3124-3e6b-54bb-8b1f-e4d47d9c100b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 13.04.2021 R 2018 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2018-102_2021-04-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 18 102

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
Richter Audétat, Racioppi 
Aktuarin Parolini

URTEIL

vom 13. April 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Martin Killias,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde B._____,

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Corina Caluori,

Beschwerdegegnerin

und

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C._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger,

Beschwerdegegner

betreffend Baueinsprache

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1. C._____ ist seit 2005 Eigentümer der Parzelle N._____ im Weiler D._____ 

in der Gemeinde B._____. Diese liegt in der Dorfkernzone, in der die Ge-

staltungsberatung obligatorisch ist. Das ursprüngliche, auf der Parzelle 

N._____ stehende Wohnhaus mit Stallscheune aus dem frühen 18. Jahr-

hundert wurde auch "E._____", "F._____" oder "G._____" genannt. Im Ge-

nerellen Gestaltungsplan ist es als erhaltenswerte Baute aufgeführt.

2. Der am 27. September 2011 genehmigte Quartierplan D._____ umfasst 

den nördlichen Teil des Weilers mit den dortigen, ursprünglich noch nicht 

überbauten Parzellen, jedoch nicht die Parzelle N._____. Das Gestaltungs-

konzept des Quartierplans wurde von Architekt H._____ erarbeitet, der in 

der Folge als Bauberater für Bauvorhaben innerhalb des Quartierplanperi-

meters tätig war. Bauberater für das übrige Gemeindegebiet war bzw. ist 

Architekt I._____, dem ab Februar 2017 auch die Aufgabe als Gestaltungs-

berater für das Quartierplangebiet D._____ übertragen wurde. 

3. Neben der Parzelle N._____ befindet sich die Parzelle O._____, ebenfalls 

in der Dorfkernzone von D._____. Deren Eigentümerin ist die A._____ AG. 

Diese Aktiengesellschaft bezweckt u.a. den Kauf und Verkauf, die Ver-

marktung, Vermietung und Verpachtung von Immobilien. Präsident des 

Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift ist J._____.

4. Im Jahr 2008 hatte Architekt J._____ ein Umbauprojekt für "E._____" auf 

Parzelle N._____ erarbeitet. Im Jahr 2016 projektierte der Architekt 

K._____ einen Neubau. Im Zusammenhang mit Letzterem bewilligte die 

Baubehörde der Gemeinde B._____ am 20. Juli 2016 im Sinne eines Vor-

entscheids das Gesuch um Abbruch des bestehenden Gebäudes, behielt 

sich jedoch die Bewilligung für ein Neubauprojekt aufgrund eines ordentli-

chen Baugesuchs vor. 

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5. Mit Baugesuch vom 23. Dezember 2016 ersuchte C._____ um Bewilligung 

für den Abbruch des bestehenden Gebäudes und den von K._____ in Zu-

sammenarbeit mit dem Architekturbüro L._____ geplanten Neubau eines 

Ferienhauses auf Parzelle N._____. Dagegen erhob die A._____ AG mit 

Eingabe vom 1. Februar 2017 Einsprache. Unterzeichnet war diese Ein-

gabe von J._____ und M._____. Mit Schreiben vom 6. Juni 2017 liess die 

Denkmalpflege Graubünden der Gemeinde das Inventarblatt der kantona-

len Inventarliste der schutzwürdigen Bauten, Anlagen und Ortsbilder zum 

fraglichen Gebäude Nr. P._____ "als Position der Denkmalpflege" zur 

Kenntnis zukommen.

6. Mit einem zweiten, am 23. März 2018 eingereichten Baugesuch beantragte 

C._____ erneut um Erteilung der Bewilligung für den Abbruch des beste-

henden Gebäudes auf Parzelle N._____ und den Neubau eines Ferienhau-

ses mit im Gegensatz zum ursprünglichen Projekt leicht abgeänderter Fas-

sadengestaltung. Am 6. April 2018 zog C._____ das erste Baugesuch vom 

23. Dezember 2016 zurück, worauf die Gemeinde jenes Baubewilligungs-

verfahren mit Verfügung vom 3. Mai 2018 infolge Rückzugs abschrieb.

7. Gegen das zwischen dem 8. und 28. Juni 2018 öffentlich aufgelegte Bau-

gesuch vom 23. März 2018 erhob J._____ bzw. die A._____ AG am 26. 

Juni 2018 Einsprache; er bzw. sie beantragte sinngemäss die Verweige-

rung der nachgesuchten Abbruch- und Neubaubewilligung.

8. Mit Eingabe vom 20. September 2018 ersuchte der Bündner Heimatschutz 

beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons 

Graubünden (nachfolgend EKUD) um vorsorgliche Unterschutzstellung 

von "E._____" (Wohnhaus und Stallscheune). 

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9. Mit Einspracheentscheid vom 26. November 2018, mitgeteilt am 27. No-

vember 2018, wies die Gemeinde B._____ die Einsprache gegen das Bau-

gesuch vom 23. März 2018 ab. Für das Einspracheverfahren erhob sie 

keine Kosten. Gleichentags erteilte sie, mittels separatem Bauentscheid, 

die Baubewilligung für den Abbruch des bestehenden Gebäudes auf der 

Parzelle N._____ und den Neubau des geplanten Wohnhauses unter Auf-

lagen und Einräumung eines Näherbaurechts zu Lasten der gemeindeei-

genen (Strassen-)Parzelle 944 in Form eines noch abzuschliessenden öf-

fentlich-rechtlichen Vertrags. Die Gemeinde führte aus, der kommunale 

Gestaltungsberater sei im Rahmen einer umfassenden Interessenabwä-

gung zum Schluss gelangt, dass ein Abbruch des bestehenden Gebäudes 

und ein Neubau von hoher architektonischer Qualität unter Einhaltung be-

stimmter gestalterischer Auflagen vertretbar seien. Dieser Auffassung 

schliesse sich die Gemeinde an. 

10. Am Tag nach Mitteilung des Bauentscheids, am 28. November 2018, wurde 

das Gebäude auf der Parzelle N._____ abgebrochen. Vom abgebrochenen 

Haus blieben am folgenden Tag noch Holzteile, Teile der Dachsteinplatten 

und Reste des Mauerwerks im Sockelbereich zurück.

11. Mit Eingabe vom 29. November 2018 ersuchte die A._____ AG beim Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden um sofortige Verfügung eines 

Baustopps. Mit Verfügung vom 30. November 2018 ordnete der Instrukti-

onsrichter superprovisorisch an, dass bis zu seinem Entscheid über die all-

fällige definitive Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung das Baumate-

rial des damals teilweise oder ganz abgebrochenen Gebäudes nicht ent-

sorgt werden dürfe und auf Parzelle N._____ zu belassen sei. Er unter-

sagte die Vornahme weiterer Bauarbeiten, insbesondere von Aushubarbei-

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ten. Im Übrigen wies er das Gesuch der A._____ AG betreffend Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung ab, soweit er darauf eintrat. 

12. Mit Vernehmlassung vom 11. Dezember 2018 zum Gesuch um Verfügung 

eines Baustopps beantragte C._____, auf das Gesuch sei insoweit nicht 

einzutreten, als mit diesem beantragt werde, ihm sei zu verbieten, das auf 

Parzelle N._____ in B._____/D._____ lagernde Abbruchmaterial abzu-

transportieren, zu entsorgen und weitere Abbrucharbeiten auszuführen. 

Die Gemeinde reichte keine Stellungnahme ein. 

13. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2018 untersagte der Instruktionsrichter 

C._____ im Sinne einer vorsorglichen Massnahme, auf Parzelle N._____ 

Aushubarbeiten und Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Erstellung 

des Ersatzneubaus gemäss den bewilligten Plänen auszuführen. Im Übri-

gen wies er das Massnahmegesuch ab, soweit er darauf eintrat. Die Ver-

fügung blieb unangefochten.

14. Mit Entscheid vom 28. Dezember 2018 schrieb das EKUD das Verfahren 

betreffend vorsorgliche Unterschutzstellung des Gebäudes auf Parzelle 

N._____ infolge Gegenstandslosigkeit als erledigt ab. 

15. Gegen den (Bau- und) Einspracheentscheid der Gemeinde vom 26. No-

vember 2018, mitgeteilt am 27. November 2018, erhob die A._____ AG 

(nachfolgend Beschwerdeführerin) am 28. Dezember 2018 Beschwerde an 

das Verwaltungsgericht. Sie stellte folgende Rechtsbegehren:

"1. Es sei der angefochtene Beschluss des Gemeinderates aufzuheben.

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2. Die Baubewilligung zur Erstellung eines Neubaus gemäss Ziff. 2 des 

genannten angefochtenen Entscheides sei zu widerrufen.

3. Es sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, anstelle des zerstörten 

Gebäudes Nr. P._____ (E._____) auf der Parzelle Nr. N._____ einen 

in seinem äusseren Erscheinungsbild dem zerstörten Original mög-

lichst nahekommenden Neubau zu errichten.

4. Bei diesem Neubau sollen die detaillierten Planauflagen des Vorgän-

gerbaus massgeblich sein. Abweichungen vom äusseren Erschei-

nungsbild seien nur zu gestatten, soweit sich dies als technisch zwin-

gend erweist.

5. Der Wiederaufbau gemäss Antrag 3 und 4 soll innert zweier Jahre ab 

Rechtskraft des Urteils abgeschlossen sein.

6. Zur Sicherung der loyalen Umsetzung des Wiederaufbaus habe die 

Vorinstanz H._____ als Berater beizuziehen.

7. Es sei ein Augenschein durchzuführen.

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen."

16. Der Instruktionsrichter sistierte das Verfahren mit Verfügung vom 3. Januar 

2019 bis feststehen würde, ob die am 28. Dezember 2018 ergangene Ver-

fügung des EKUD angefochten würde oder nicht. Am 14. Februar 2018 

teilte der Rechtsvertreter von C._____ mit, dass das Verfahren wohl defini-

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tiv abgeschlossen sei, zumal weder er noch sein Mandant in dieser Ange-

legenheit etwas gehört hätten. 

17. Mit Vernehmlassung vom 4. März 2019 beantragte C._____ (nachfolgend 

Beschwerdegegner), die Beschwerde sei, soweit darauf eingetreten wer-

den könne, kosten- und entschädigungsfällig abzuweisen.

18. Mit Vernehmlassung vom 8. März 2019 beantragte die Gemeinde B._____ 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kosten- und entschädigungsfällige 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne.

19. Mit Replik vom 1. April 2018 (recte: 2019) hielt die Beschwerdeführerin an 

ihren in der Beschwerde gestellten Anträgen fest.

20. Mit Duplik vom 10. Mai 2019 hielt der Beschwerdegegner unverändert an 

seinen Anträgen fest.

21. Mit Duplik vom 13. Mai 2019 hielt auch die Beschwerdegegnerin unverän-

dert an ihren Anträgen fest.

22. Mit Triplik vom 23. Mai 2018 (recte: 2019) äusserte sich die Beschwerde-

führerin zu den Ausführungen in der Duplik vom 10. Mai 2019 des Be-

schwerdegegners 2 bzw. vom 13. Mai 2019 der Beschwerdegegnerin. 

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23. Mit Schreiben vom 24. Mai 2019 reichte der Rechtsvertreter des Beschwer-

degegners 2, mit Schreiben vom 31. Mai 2019 der Rechtsvertreter der Be-

schwerdeführerin die Honorarnote ein.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die weiteren 

Ausführungen in den Rechtsschriften der Parteien wird, soweit entscheid-

relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen 

Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder eidgenös-

sischem Recht endgültig sind. Der angefochtene Einspracheentscheid so-

wie die Baubewilligung des Gemeinderats vom 26. November 2018 (Akten 

Beschwerdeführerin [Bf-act.] 1, Akten Beschwerdegegnerin [Bgin-act.] 16 

und 17, Akten Beschwerdegegner [Bg-act.] 9 und 10) stellen einen kom-

munalen Entscheid im Sinne von Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG dar. Dagegen 

steht kein anderes Rechtsmittel als die Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

zur Verfügung (vgl. Art. 92 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden [KRG; BR 801.100], Art. 46 der Raumplanungsverordnung für 

den Kanton Graubünden [KRVO; BR 801.110] sowie Art. 107 Abs. 2 des 

Baugesetzes der Gemeinde B._____ [nachfolgend BG]). Dieser ist auch 

nicht endgültig (vgl. Art. 33 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumpla-

nung [RPG; SR 700]), womit die örtliche und sachliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. 

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2. Den Rechtsschutz im Falle von Verfügungen, die sich – wie vorliegend der 

angefochtene Einspracheentscheid und die Baubewilligung vom 26. No-

vember 2018 – auf das RPG und dessen kantonale und eidgenössische 

Ausführungsbestimmungen stützen, regelt Art. 33 RPG. Gemäss Art. 33 

Abs. 3 lit. a RPG muss das kantonale Recht die Legitimation mindestens 

im gleichen Umfang wie für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten an das Bundesgericht gewährleisten. Damit gelten die Legiti-

mationserfordernisse von Art. 89 i.V.m. Art. 111 Abs. 1 und Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) auch für das 

kantonale Rechtsmittelverfahren nach Art. 33 RPG (vgl. AEMISEG-

GER/HAAG, in: AEMISEGGER/KUTTLER/MOOR/HAAG [Hrsg.], Kommentar zum 

RPG, Zürich 2010, Art. 33 Rz. 53 mit weiteren Hinweisen), wobei das kan-

tonale Recht den Kreis der Beschwerdebefugten weiter fassen kann (AEMI-

SEGGER/HAAG, a.a.O., Art. 33 Rz. 53). Gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG ist zur 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (lit. a), wer durch den angefochtenen Entscheid oder 

Erlass besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung hat (lit. c). 

Im kantonalen Recht regelt Art. 50 VRG die Legitimation zur Beschwerde 

vor Verwaltungsgericht. Demnach ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch 

den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse 

an seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vor-

schrift dazu ermächtigt ist. Diese Umschreibung geht nicht über die in 

Art. 89 Abs. 1 und Abs. 2 BGG beschriebene hinaus, weshalb bezüglich 

Beschwerdelegitimation im kantonalen Beschwerdeverfahren auf Art. 89 

Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. Art. 111 Abs. 1 und Abs. 2 BGG und die dazu er-

gangene Rechtsprechung abgestellt werden kann.

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2.1. Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. November 2018 (Bf-

act. 1, Bgin-act. 16, Bg-act. 9) trat die Beschwerdegegnerin auf die Ein-

sprache von J._____ bzw. der Beschwerdeführerin vom 26. Juni 2018 

(Bgin-act. 14, Bg-act. 7) mit der Begründung ein, der Einsprecher sei als 

Eigentümer der Nachbarparzelle O._____ unbestrittenermassen einspra-

chelegitimiert. 

2.1.1. Der Beschwerdegegner bestreitet in seiner Vernehmlassung vom 4. März 

2019 und in der Duplik vom 10. Mai 2019 die Beschwerdelegitimation der 

Beschwerdeführerin mit der Begründung, dass im Verfahren vor der Ge-

meinde nur J._____ und nicht die Beschwerdeführerin Einsprache erhoben 

und die Gemeinde diese auch als Eingabe einer Einzelperson behandelt 

habe. Vor Verwaltungsgericht hätte daher nur J._____ Beschwerde erhe-

ben dürfen, nicht aber die Beschwerdeführerin, die gar nicht Adressatin des 

angefochtenen Einspracheentscheids sei.

Auch die Beschwerdegegnerin äussert sich in ihrer Vernehmlassung vom 

8. März 2019 und in der Duplik vom 13. Mai 2019 zur Beschwerdelegitima-

tion der Beschwerdeführerin. Sie führt aus, im Gegensatz zur ersten Ein-

sprache vom 1. Februar 2017 habe die Einsprache vom 26. Juni 2018 ge-

gen das zwischen dem 8. und dem 28. Juni 2018 aufgelegte Baugesuch 

vom 23. März 2018 als Eingabe von J._____ verstanden werden müssen, 

zumal sie in dessen Namen verfasst worden sei. Der Umstand, dass die 

Gemeinde fälschlicherweise ausgeführt habe, er sei als Eigentümer der 

Nachbarparzelle zur Einsprache legitimiert, sei für ihn ohne weiteres er-

kennbar gewesen. Demgegenüber gehe die Beschwerdeführerin im Be-

schwerdeverfahren implizit davon aus, dass sie Einsprache erhoben habe 

und dass ihre Einsprache abgewiesen worden sei. In diesem Zusammen-

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hang sei festzuhalten, dass sowohl J._____ als auch die Beschwerdefüh-

rerin von dem – zu Handen von J._____ an die Zustelladresse der Be-

schwerdeführerin adressierten – Einspracheentscheid und dem gleichen-

tags eröffneten Baubescheid Kenntnis erhielten. Insofern hätten beide kei-

nen Rechtsnachteil erlitten.

2.1.2. Die Beschwerdeführerin entgegnet in ihrer Replik vom 1. April 2019 und in 

der Triplik vom 23. Mai 2019 im Wesentlichen, J._____ sei beherrschender 

und einzelzeichnungsberechtigter Aktionär der Familien-AG, weshalb er 

die auf Briefpapier der Beschwerdeführerin verfasste Einsprache vom 26. 

Juni 2018 auch allein habe unterzeichnen dürfen. Als Privatperson und 

Nichteigentümer der fraglichen Nachbarparzelle wäre er gar nicht legiti-

miert gewesen, Einsprache zu erheben. Die Beschwerdegegnerin verhalte 

sich widersprüchlich, wenn sie im kommunalen Verfahren auf die Einspra-

che eintrete, im Beschwerdeverfahren jedoch geltend mache, sie hätte dar-

auf nicht eintreten dürfen. Würde die Legitimation nicht bejaht, stellte dies 

eine klassische Form von überspitztem Formalismus dar. Im Übrigen sei 

das Verwaltungsgericht auf das Gesuch um Erlass eines sofortigen Bau-

stopps eingetreten, weil es davon ausging, dass die Einsprache von der 

Beschwerdeführerin erhoben worden sei.

2.2. Im Rubrum der Beschwerdeschrift vom 28. Dezember 2018 ist die Be-

schwerdeführerin aufgeführt. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass 

J._____ die Beschwerdeführerin als deren Verwaltungsratspräsident ver-

tritt. Als Partei des vorliegenden Beschwerdeverfahrens tritt also eindeutig 

die Beschwerdeführerin auf und nicht J._____ als Privatperson. Damit ist 

zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin am vorinstanzlichen Verfahren teil-

genommen hat oder nicht (Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG). Klar ist, dass die Be-

schwerdeführerin Eigentümerin der fraglichen Nachbarparzelle O._____ ist 

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und nicht J._____, der somit persönlich – im Gegensatz zur Beschwerde-

führerin – die Voraussetzungen von Art. 89 Abs. 1 lit. b (besonderes 

Berührtsein) und lit. c (schutzwürdiges Interesse) BGG, soweit ersichtlich, 

gar nicht erfüllt und insofern weder einsprache- noch beschwerdeberechtigt 

ist.

2.2.1. Die massgebliche Einsprache vom 26. Juni 2018 (Bgin-act. 14, Bg-act. 7) 

wurde auf dem Briefpapier der Beschwerdeführerin (A._____ AG) verfasst 

und von J._____ unterzeichnet. Für andere Eingaben verwendete die Be-

schwerdeführerin dasselbe Briefpapier (vgl. Einsprache vom 1. Februar 

2017 [Bgin-act. 9], Beschwerde vom 28. Dezember 2018, Vollmacht vom 

26. März 2019 [BfReplik-act. 1]). Der Absender bzw. Briefkopf (A._____ 

AG) ist dabei jeweils auf dem Papier rechts im Querformat aufgeführt. Für 

die A._____ AG sind gemäss Handelsregisterauszug sowohl J._____ wie 

auch M._____ einzelzeichnungsberechtigt, die übrigen Mitglieder des Ver-

waltungsrats sind kollektivzeichnungsberechtigt (zu zweien). Während die 

frühere Einsprache vom 1. Februar 2017 (Bgin-act. 9) gegen das Bauge-

such vom 23. Dezember 2016 (Bg-act. 3) von J._____ und M._____ unter-

zeichnet ist, trägt die hier massgebliche Einsprache vom 26. Juni 2018 

(Bgin-act. 14, Bg-act. 7) nur die Unterschrift von J._____. Während der 

Briefkopf und die Einzelzeichnungsberechtigung von J._____ für die Be-

schwerdeführerin als Partei des vorinstanzlichen Verfahrens sprechen, ist 

der Umstand, dass die Einsprache vom 1. Februar 2017 in der "wir"-Form 

verfasst ist, die Einsprache vom 26. Juni 2018 hingegen in der "ich"-Form 

und die Unterschrift von J._____ keinen Hinweis auf die Eigenschaft als 

Verwaltungsratspräsident der Beschwerdeführerin enthält, ein Indiz dage-

gen. In der ersten Einsprache vom 1. Februar 2017 wurde erwähnt, dass 

die Einsprecherin Eigentümerin der Nachbarparzelle sei. Dass in der zwei-

ten Einsprache vom 26. Juni 2018 nicht mehr auf die Eigentümereigen-

schaft hingewiesen wird, spricht nach Ansicht des Gerichts und entgegen 

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den Ausführungen des Beschwerdegegners nicht zwingend dafür, dass 

J._____ nunmehr für sich allein und nicht für die A._____ AG sprechen 

wollte. Immerhin war der Gemeinde spätestens seit dem ersten Einspra-

cheverfahren bekannt gewesen, dass die hiesige Beschwerdeführerin Ei-

gentümerin der Parzelle O._____ war und nicht J._____ persönlich. In je-

dem Fall, nicht nur bei Zweifeln an der Parteieigenschaft, hätte die Ge-

meinde von Amtes wegen die Legitimation und damit die Eigentümerschaft 

bzw. gegebenenfalls, wie der Beschwerdegegner ausführt, auch eine Nut-

zungsberechtigung prüfen müssen. Stattdessen führte sie selbst, im Ru-

brum des angefochtenen Einsprachentscheids vom 26. November 2018, 

als Partei in zweideutiger Weise "J._____, c/o A._____ AG" auf, ging von 

J._____ als Einsprecher aus und bezeichnete ihn, den Einsprecher, – fäl-

schlicherweise und wider besseres Wissens – als Eigentümer der Nachba-

rparzelle O._____. Bei all dem ist schliesslich zu berücksichtigen, dass die 

Beschwerdeführerin beim Verfassen der Einsprache vom 26. Juni 2018 

(Bgin-act. 14, Bg-act. 7) nicht anwaltlich vertreten war und, nach eigenen 

Angaben (vgl. Triplik vom 23. Mai 2019 Rz. 3) sowie der Formulierung nach 

zu urteilen, wohl auch (noch) nicht im Hintergrund juristisch unterstützt 

wurde. Unter all diesen Umständen ist nach Ansicht des Gerichts davon 

auszugehen, dass die A._____ AG am vorinstanzlichen Einspracheverfah-

ren teilgenommen hat und nicht J._____ als Privatperson. Das Gegenteil 

anzunehmen, würde einen unzulässigen überspitzten Formalismus darstel-

len, mithin eine sachlich nicht gerechtfertigte Strenge, die der rechtssu-

chenden Beschwerdeführerin den Rechtsweg in unzulässiger Weise ver-

sperren würde (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1C_267/2007 und 

1C_269/2007 vom 28. Februar 2008 E.10.1).

2.2.2. Damit kann festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin die Voraus-

setzungen von Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG i.V.m. Art. 33 RPG erfüllt, weshalb 

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grundsätzlich (vgl. die Ausnahmen in den Erwägungen 3.2.2. und 3.4) auf 

die Beschwerde einzutreten ist. 

3. Im Nachfolgenden ist, als weitere Prozessvoraussetzung, zu prüfen, ob mit 

der Beschwerde vom 28. Dezember 2018 ein gültiger Anfechtungsgegen-

stand in das Beschwerdeverfahren eingebracht worden ist oder nicht.

3.1. Die Beschwerdegegnerin erliess am 26. November 2018 den Einspra-

cheentscheid (Bf-act. 1, Bgin-act. 16, Bg-act. 9) und gleichzeitig, in einer 

separaten Verfügung, die Baubewilligung (Bgin-act. 17, Bg-act. 10). 

3.1.1. Sowohl die Beschwerdegegnerin wie auch (zumindest sinngemäss) der 

Beschwerdegegner rügen, dass die Beschwerdeführerin fälschlicherweise 

lediglich den Einspracheentscheid, jedoch nicht auch die Baubewilligung 

vom 26. November 2018, die dem Einsprecher unbestrittenermassen 

gleichzeitig zugestellt worden sei, angefochten habe, weshalb die Abbruch- 

und Baubewilligung in Rechtskraft erwachsen sei. Zudem bringt der Be-

schwerdegegner vor, die Beschwerde richte sich, sofern die Baubewilli-

gung doch angefochten sei, lediglich gegen die Bewilligung des Ersatzneu-

baus, nicht jedoch gegen die Bewilligung des Abbruchs. Damit stelle die 

Abbruchbewilligung nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens dar und 

die Frage, ob dieser Teil der Beschwerde wegen des in der Zwischenzeit 

erfolgten Abbruchs gegenstandslos geworden sei, stelle sich nicht mehr.

3.1.2. Die Beschwerdeführerin legt in ihrer Replik vom 1. April 2019 und in der 

Triplik vom 23. Mai 2019 diesbezüglich dar, schon der Ingress der Be-

schwerdeschrift verweise darauf, dass es ihr sowohl um den Abbruch wie 

auch um den Ersatzneubau ging. Auch im Einspracheentscheid seien 

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beide Aspekte thematisiert worden. Im Bauentscheid sei es um technische 

Fragen gegangen, darin fehle sogar eine Bewilligung für den Abbruch des 

alten und die Erstellung des neuen Baus. Dass sie sowohl die Abbruch- wie 

auch die Baubewilligung habe anfechten wollen, gehe auch aus den Anträ-

gen (Aufhebung Entscheid, Widerruf Baubewilligung, Verpflichtung zur Er-

stellung eines dem Original möglichst nahekommenden Neubaus, mithin 

die weitestmögliche Wiederherstellung des Vorzustands) klar hervor. So-

fern von "Widerruf" der Baubewilligung für den Neubau die Rede sei, so sei 

klar, dass es – schon mangels Rechtskraft des Entscheids als Vorausset-

zung für einen Widerruf – um die Aufhebung desselben gehe; dies ergebe 

sich im Übrigen auch aus der Begründung. Schliesslich sei auch klar, dass 

gegen beide Entscheide der Vorinstanz ein einziges Rechtsmittel gegeben 

sein müsse; eine Partei könne nicht gezwungen werden, mit separaten 

Rechtsmitteln sowohl gegen den Einspracheentscheid als auch gegen die 

Baubewilligung vorzugehen.

3.1.3. Gemäss langjähriger Praxis des Verwaltungsgerichts können Einspra-

cheentscheide, die nicht gleichzeitig auch die Baubewilligung enthalten 

oder gleichzeitig mit der Baubewilligung ergehen, nicht als Entscheide im 

Sinne des heutigen Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG gelten (vgl. PVG 1991 Nr. 22, 

der noch auf Art. 13 Abs. 1 lit. a des früheren Gesetzes über die Verwal-

tungsgerichtsbarkeit [aVGG] verweist). Das Verwaltungsgericht hielt im zi-

tierten Entscheid fest, dass einem blossen Einsprache-Abweisungsent-

scheid keinerlei selbständige Rechtswirkung zukomme, dass ein solcher 

insbesondere dem Baugesuchsteller noch keinerlei Rechte gewähre 

(PVG 1991 Nr. 22). Ob gebaut werden dürfe oder nicht, entscheide sich 

allein anhand des Baubescheids, mit dessen Erlass erst gegebenenfalls 

feststehe, dass die Gemeinde das Bauvorhaben bewillige. Der Baube-

scheid sei den Einsprechern selbst dann zu eröffnen, wenn der Einspra-

cheentscheid separat ergangen sei, und erst von diesem Zeitpunkt an laufe 

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die Rechtsmittelfrist (PVG 1991 Nr. 22 mit Hinweis auf PVG 1976 Nr. 110). 

Dementsprechend schreibt auch Art. 46 KRVO vor, dass die kommunale 

Baubehörde, nach Abschluss des Auflageverfahrens sowie Einholung not-

wendiger Stellungnahmen anderer betroffener Behörden, über das Bauge-

such und allfällige Einsprachen entscheidet und den Bauentscheid erlässt 

(Abs. 1) sowie, dass Bauentscheide den Baugesuchstellenden und allfälli-

gen Einsprechenden gleichzeitig zu eröffnen sind (Abs. 2 Satz 1).

3.1.4. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin am 26. November 2018 in sepa-

raten Verfügungen sowohl den Einspracheentscheid wie auch die Baube-

willigung erlassen und diese am 27. November 2018 u.a. den Einsprechern 

mitgeteilt (Bf-act. 1, Bgin-act. 16, Bg-act. 9 und Bgin-act. 17, Bg-act. 10). 

Im Rubrum der Beschwerde vom 28. Dezember 2018 führte die Beschwer-

deführerin auf, dass sich die Rechtsschrift gegen den Entscheid "betreffend 

Bewilligung zum Abbruch des 'E._____' (…) und die Bewilligung zur Erstel-

lung eines Ersatzbaus (Einspracheentscheid vom 26. November 2018)" 

richte. In den Rechtsbegehren ist die Rede von "Beschluss des Gemeinde-

rats" (Ziff. 1) und Widerruf der "Baubewilligung" (Ziff. 2). Auch wenn die 

Formulierung formal-juristisch in verschiedener Hinsicht unpräzis ist, geht 

aus dem Gesamtzusammenhang (inkl. Begründung der Beschwerde) zu-

mindest sinngemäss hervor, dass die Beschwerdeführerin gegen das ge-

samte Bauvorhaben (Abbruch und Neubau) vorgehen und dass sie sowohl 

den Einspracheentscheid wie auch die Baubewilligung aufgehoben haben 

möchte. In diesem Sinne nennt sie sowohl den Einspracheentscheid (im 

Rubrum) wie auch die Baubewilligung (in Ziff. 2 der Rechtsbegehren). Das 

Gericht geht damit davon aus, dass korrekterweise sowohl der Einspra-

cheentscheid wie auch die Baubewilligung vom 26. November 2018 An-

fechtungsgegenstand sind; dies trotz des Umstands, dass der Baube-

scheid von der Beschwerdeführerin nicht ins Recht gelegt wurde. Anders 

zu entscheiden, würde auch hier einen überspitzten Formalismus bedeuten 

- 18 -

(vgl. dazu auch Erwägung 2.2.1 und Urteil des Bundesgerichts 

1C_267/2007 und 1C_269/2007 vom 28. Februar 2008 E.10.1). Ebenfalls 

schadet es der Beschwerdeführerin nicht, dass sie einen "Widerruf" bean-

tragt, obwohl damit offensichtlich nicht ein "Widerruf" im juristisch-techni-

schen Sinn (wofür das Verwaltungsgericht gar nicht zuständig wäre, vgl. 

Art. 25 VRG), sondern die Aufhebung der ebenfalls angefochtenen Baube-

willigung gemeint sein muss. 

3.2. Gemäss Art. 51 Abs. 2 VRG können die Parteien Rechtsbegehren, die sie 

im vorinstanzlichen Verfahren gestellt haben, nicht ausdehnen. Zulässig 

sind jedoch neue Tatsachenbehauptungen und Beweisanträge (Art. 51 

Abs. 3 VRG).

3.2.1. Die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner rügen eine unzuläs-

sige Erweiterung der Rechtsbegehren, weil die Anträge in den Ziffern 3-6 

der beschwerdeführerischen Rechtsbegehren über den Streitgegenstand 

hinausgingen. Ihrer Ansicht nach kann auf die Beschwerde auch aus die-

sem Grund nicht eingetreten werden.  

3.2.2. Mit Eingabe vom 26. Juni 2018 (Bgin-act. 14, Bg-act. 7) hatte die hiesige 

Beschwerdeführerin gegen das Bauprojekt des Beschwerdegegners Ein-

sprache erhoben. Ihre Rügen richteten sich hauptsächlich gegen den Ab-

bruch des bestehenden Gebäudes (Erhalt des bestehenden Hauses), je-

doch auch gegen den geplanten Neubau (Ortsbild). Die Beschwerdegeg-

nerin setzte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. Novem-

ber 2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16, Bg-act. 9) mit diesen Einwänden ausein-

ander, wies sie als unbegründet ab und hielt fest, dass die Baubewilligung 

erteilt werden könne. Wenn nun die Beschwerdeführerin in ihrer Be-

schwerde vom 28. Dezember 2018 die Aufhebung des Einspracheent-

- 19 -

scheids und der Baubewilligung sowie die Beachtung bestimmter Vorga-

ben für die Prüfung des Neubaus beantragt, verlangt sie weniger als die 

gänzliche Verweigerung der Baubewilligung, was grundsätzlich zulässig 

ist. Neu macht sie aber geltend, dass der Neubau in seinem äusseren Er-

scheinungsbild dem zerstörten Original möglichst nahe kommen solle, 

während sie in ihrer Einsprache vom 26. Juni 2018 auf den Gestaltungs-

plan des Quartierplans D._____ sowie die Bauberatungspflicht hingewie-

sen und sinngemäss gerügt hatte, das Bauprojekt passe nicht ins Ortsbild. 

Zudem hatte sie dargelegt, dass die im Quartierplanbereich erstellten Neu-

bauten alle aus massivem Strickholz gebaut seien und sich so dem Er-

scheinungsbild der bestehenden Gebäude anpassten. Konkret verlangt die 

Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde den originalgetreuen Wiederauf-

bau (Ziff. 3) nach den detaillierten Planaufnahmen des Vorgängerbaus 

(Ziff. 4) innerhalb von zwei Jahren (Ziff. 5) sowie den Beizug von Architekt 

H._____ als Bauberater (Ziff. 6). Damit geht sie mit ihrer Beschwerde in 

unzulässiger Weise über die in ihrer Einsprache vom 26. Juni 2018 effektiv 

gestellten Rechtsbegehren hinaus, obwohl sie dieselben bereits damals 

hätte stellen können. Auf die Ziffern 3-6 ihrer Rechtsbegehren kann somit 

nicht eingetreten werden. 

3.3. Schliesslich ist zu prüfen, ob die Abbruchbewilligung vom 26. November 

2018 (Bgin-act. 17, Bg-act. 10) infolge des in der Zwischenzeit erfolgten 

Abbruchs des fraglichen Gebäudes gegenstandslos geworden ist oder 

nicht.

3.3.1. Der Beschwerdegegner macht geltend, das Thema des Abbruchs sei in der 

Zwischenzeit gegenstandslos, weil das Gebäude heute nicht mehr existiere 

und mit den übriggebliebenen Materialien auch nicht mehr aufgebaut wer-

den könne. Gegenstand der verwaltungsgerichtlichen Beurteilung könne 

daher nur noch das Ersatzbauprojekt sein, nicht hingegen die Frage, ob die 

- 20 -

Voraussetzungen des Abbruchs gegeben waren, der Abbruch also recht-

mässig war oder nicht.

3.3.2. Die Beschwerdeführerin führt dazu aus, die Argumentation der Gegenpar-

teien sei schockierend, würde diese doch darauf hinauslaufen, dass rechts-

widrige Abbrüche nicht mehr richterlich überprüft werden könnten. Die Tat-

sache, dass das Unterschutzstellungsverfahren beim EKUD infolge Zer-

störung des fraglichen Kulturguts als gegenstandslos erklärt worden sei, 

bedeute nicht, dass dies auch für die Rechtsbegehren der Beschwerdefüh-

rerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu gelten habe. Gegenstand 

des Beschwerdeverfahrens sei die Frage, ob ein Ersatzneubau zu errichten 

sei, der den Situationswert des Altbaus wiederherstelle, oder ob ein Neu-

bau erstellt werden dürfe. Vorfrageweise stelle sich sehr wohl die Frage, 

ob der Abbruch von "E._____" rechtmässig erfolgt sei. Mit ihrer Argumen-

tation wollten die Gegenparteien eine richterliche Überprüfung ihres Vorge-

hens verhindern. Dies sei bedenklich, zumal sie von dem seit 20. Septem-

ber 2018 beim EKUD laufenden Unterschutzstellungsverfahren seit Okto-

ber 2018 gewusst und dieses mit Fristerstreckungsgesuchen hinausgezö-

gert hätten, während die Beschwerdegegnerin, entgegen ihrer Zusiche-

rung, bis zum Entscheid des EKUD keine Baubewilligung zu erteilen, eine 

solche am 26. November 2018 dennoch erliess, und der Beschwerdegeg-

ner seine Vernehmlassung dem EKUD erst nach erfolgtem, offenbar auf 

den Erlass der Bewilligung hin minutiös geplantem Abbruch einreichte. Der 

Abbruch sei entgegen allen Regeln von Treu und Glauben und auch mate-

riell rechtswidrig erfolgt, weil "E._____" nicht umfassend begutachtet und 

seine Unterschutzstellung hintertrieben worden sei. Damit seien die Vor-

aussetzungen für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, mit-

hin zumindest des Situationswerts, gegeben.

- 21 -

3.3.3. Gemäss Art. 20 VRG schreibt eine Behörde das Verfahren als erledigt ab, 

wenn im Laufe des Verfahrens das rechtserhebliche Interesse am Erlass 

eines Entscheids in der Sache wegfällt, insbesondere aufgrund des Rück-

zugs der Begehren, der Rücknahme des angefochtenen Entscheids oder 

eines Vergleichs. Die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den Abbruch von 

"E._____" bewilligen durfte oder nicht, wurde vorliegend nicht mittels eines 

Rückzugs, eines Vergleichs oder einer Entscheidrücknahme erledigt; sie 

steht damit immer noch im Raum. Auch wenn das Gebäude bereits abge-

brochen ist, kann der Beschwerdeführerin ein Rechtsinteresse daran, zu 

wissen, ob die von ihr gerügte Abbruchbewilligung korrekt war oder nicht, 

nicht abgesprochen werden. Je nachdem könnten sich aus der Antwort auf 

diese Frage weitere rechtliche Schritte ergeben, zumal nicht von der Hand 

zu weisen ist, dass das Verhalten gegenüber dem EKUD einerseits und der 

Zeitpunkt des Abbruchs andererseits, der sozusagen parallel mit dem Er-

halt der entsprechenden Bewilligung am 28. November 2018 startete und 

somit dessen vorgängige Organisation und insbesondere das Bereitstellen 

auch schwerer Baumaschinen vor Ort erforderte, durchaus gewisse Fragen 

aufwerfen könnte, die jedoch nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

zu beurteilen sind. Insofern kann entgegen den Ausführungen des Be-

schwerdegegners nicht von Gegenstandslosigkeit desjenigen Teils der Be-

schwerde, der die Abbruchbewilligung betrifft, gesprochen werden.

3.4. Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass die Prozessvor-

aussetzungen, insbesondere die Beschwerdelegitimation und die Frage 

nach dem korrekten Anfechtungsgegenstand, in Bezug auf die Ziffern 1, 2 

und 7 der Rechtsbegehren zu bejahen sind und damit in diesem Umfang 

auf die Beschwerde vom 28. Dezember 2018 einzutreten ist. 

- 22 -

4. Gemäss Art. 11 VRG erhebt die Behörde die notwendigen Beweise, wobei 

sie an Begehren zur Ermittlung des Sachverhalts nicht gebunden ist 

(Abs. 3). Als Beweismittel dienen der Behörde neben dem Wissen ihrer Mit-

glieder sowie den amtlichen Akten (Art. 12 Abs. 1 lit. a VRG) und Urkunden 

(lit. b) u.a. auch die Befragung von Beteiligten und Auskunftspersonen 

(lit. d) sowie der Augenschein (lit. e). Reichen diese Beweismittel zur Ab-

klärung des Sachverhalts nicht aus, können Behörden von Amtes wegen 

oder auf Antrag hin Zeugen einvernehmen (Art. 12 Abs. 2 VRG).

4.1. Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde vom 28. Dezember 

2018 die Durchführung eines Augenscheins (Ziff. 7) und macht diesbezüg-

lich geltend, damit könne gezeigt werden, dass der geplante Neubau das 

Ortsbild von D._____ beeinträchtige. In der Replik vom 1. April 2018 bean-

tragt die Beschwerdeführerin die Einvernahme des Architekten H._____ als 

Zeugen im Zusammenhang mit den Vorgängen bei der Quartierplanausar-

beitung und seiner Aufgabe als ehemaliger Bauberater der Gemeinde.

4.2. Dem Gericht stehen für die Beurteilung der Angelegenheit u.a. sämtliche 

Baugesuchsakten inkl. Pläne (Bgin-act. 13, Bg-act. 6) sowie Fotos des ur-

sprünglichen Gebäudes auf Parzelle N._____ (Bf-act. 4, 5, BfReplik-

act. 11, Bgin-act. 18, Bg-act. 11, 14) zur Verfügung, sodass sich die Mit-

glieder des Gerichts ein ausreichendes Bild der Situation vor Ort machen 

konnten. Die Durchführung eines Augenscheins erweist sich als nicht not-

wendig, weshalb dieser Beweisantrag abgelehnt wird. 

4.3. Auch die Zeugeneinvernahme des Architekten H._____ erscheint dem Ge-

richt nicht erforderlich, zumal nicht ersichtlich ist, inwiefern die angeblich 

offenen Fragen rund um die Rolle und Aufgabe des ehemaligen Baubera-

ters entscheidrelevant wären. Die Meinung von H._____ zu dem seit 2016 

- 23 -

in Frage stehenden Neubaukonzept (Abbruch und Ersatzneubau) geht im 

Übrigen aus einem Mail vom 7. Mai 2016 an die Beschwerdegegnerin her-

vor (Bf-act. 2, Beilage zu Bf-act. 7).  Damit ist auch dieser Beweisantrag 

abzulehnen.

5. Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin den Abbruch von 

"E._____" und den Ersatzneubau gemäss Baugesuch vom 23. März 2018 

(Bgin-act. 13, Bg-act. 6) zu Recht bewilligte oder nicht. 

5.1. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Frage, ob das frag-

liche Gebäude auf Parzelle N._____ unter weitergehenden Schutz hätte 

gestellt werden müssen bzw. ob der Beschwerdegegner und allenfalls auch 

die Beschwerdegegnerin Solches mit seinem/ihrem Verhalten gegenüber 

dem EKUD in dem seit September 2018 laufenden Unterschutzstellungs-

verfahren (Erlass vorsorglicher Massnahmen im Sinne von Art. 27 des Ge-

setzes über den Natur- und Heimatschutz im Kanton Graubünden [Kanto-

nales Natur- und Heimatschutzgesetz, KNHG; BR 496.000]) bewusst ver-

eitelt haben könnten, indem sie diese Behörde irregeführt hätten mit ihren 

Gesuchen, die Frist zur Stellungnahme bis zum 30. November 2018 zu er-

strecken (BfReplik-act. 2c und 2d), bzw. seitens der Gemeinde auch mit 

der Zusicherung, während des Unterschutzstellungsverfahrens keine Bau-

bewilligung zu erteilen (BfReplik-act. 3 S. 3, Bg-act. 12) und mit der am 

23. November 2018 (Freitag) kurzfristig erfolgten (nämlich drei Tage vor 

Erlass der Baubewilligung vom 26. November 2018 [dem darauffolgenden 

Montag]) Mitteilung an das EKUD (Bgin-act. 21), dass der ordentliche Ge-

schäftsgang nun weitergeführt werde. 

5.2. Des Weiteren ist festzuhalten, dass mit einem Bauvorhaben begonnen wer-

den darf, sobald die Baubewilligung schriftlich vorliegt (Art. 91 Abs. 1 

- 24 -

Satz 1 KRG). Satz 2 dieser Bestimmung enthält den Vorbehalt anderslau-

tender Anordnungen in einem Rechtsmittelverfahren (Art. 91 Abs. 1 Satz 2 

KRG). Der Vorbehalt in Satz 2 bezieht sich auf Fälle, in denen beim Ver-

waltungsgericht Beschwerde erhoben wurde: diesfalls ist denkbar, dass 

der/die instruierende Richter/Richterin die Bauarbeiten von Amtes wegen 

oder auf Antrag des Beschwerdeführers mit vorsorglicher Verfügung ein-

stellt (vgl. Arbeitshilfe des Departements für Volkswirtschaft und Soziales 

Graubünden [DVS] zum KRG, Art. 91 Abs. 1, S. 93). Diese Bestimmung 

wurde – durchaus gewollt – (bau-)gesuchsteller-freundlich ausformuliert 

(vgl. dazu Botschaft der Regierung an den Grossen Rat Nr. 3/2004-2005, 

zu Art. 96 E-KRG [heute Art. 91 KRG], S. 366). Dass diese geänderte Be-

stimmung, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, Bundesrecht verlet-

zen soll, insbesondere Art. 33 Abs. 2 RPG, ist nicht ersichtlich, zumal die 

volle Überprüfung des Baubescheids durch wenigstens eine Beschwerde-

behörde weiterhin gewährleistet bleibt. Im Gegenzug zu dieser Lockerung 

trägt nun die Bauherrschaft das Risiko eines gegebenenfalls anderslauten-

den Beschwerdeentscheids, wenn sie – zulässigerweise – vor Eintritt der 

Rechtskraft zu bauen beginnt. Daran ändert angesichts des Vorrangs des 

kantonalen Rechts (Art. 85 Abs. 1 KRG, vgl. auch Erwägung 6) nichts, dass 

die Gemeinde ihr Baugesetz offenbar noch nicht an diese Änderung ange-

passt hat und der insofern nicht mehr KRG-konforme Art. 98 BG noch vor-

sieht, dass mit den Bauarbeiten erst begonnen werden darf, wenn die Bau-

bewillig erteilt wurde und rechtskräftig ist.

Davon ausgehend, dass die Baubewilligung dem Beschwerdegegner 

tatsächlich am 26. November 2018 zugestellt wurde, war er nach dem 

Wortlaut des Gesetzes berechtigt, sofort nach deren (postalischen) Entge-

gennahme zum Abbruch des Gebäudes zu schreiten, auch wenn die 

Rechtskraft der fraglichen Baubewilligung erst nach Ablauf der 30-tägigen 

- 25 -

Rechtsmittelfrist bzw. nach einem allfälligen Beschwerdeverfahren ablief 

bzw. ablaufen würde. Ob er mit seinem Wissen und Verhalten der Be-

schwerdeführerin auf unrechtmässige Art und Weise die Möglichkeit, mit-

tels Begehren um superprovisorische Massnahmen dagegen vorzugehen, 

genommen haben könnte, muss hier ebenfalls nicht entschieden werden.

5.3. Schliesslich muss vorliegend auch nicht über eine Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustandes im Sinne von Art. 94 KRG oder Art. 47 KNHG 

geurteilt werden. Eine solche setzt die Feststellung eines materiell vor-

schriftswidrigen Zustands und eine Anordnung, diese zu beseitigen, voraus 

(Art. 94 Abs. 1 KRG) bzw. die Beschädigung oder Zerstörung eines ge-

schützten Objekts und die Verpflichtung, diese rückgängig zu machen, die 

Kosten der Beseitigung des Schadens zu übernehmen oder angemesse-

nen Ersatz zu leisten (Art. 47 Abs. 1 KNHG). Ersteres (Anordnung zur Be-

seitigung) liegt (vorerst) in der Zuständigkeit der kommunalen Baubehörde 

(Art. 94 Abs. 2 Satz 1 KRG und Art. 47 Abs. 2 KNHG), Zweiteres (Wieder-

herstellung nach KNHG) setzt die vorgängig erfolgte Unterschutzstellung 

des fraglichen Objekts voraus. Dasselbe gilt für die Frage, ob aus Gründen 

der Verhältnismässigkeit oder des Vertrauensschutzes von der Anordnung 

von Wiederherstellungsmassnahmen ganz oder teilweise abzusehen ist 

(Art. 94 Abs. 4 KRG). In diesem Fall hätte die kommunale Baubehörde eine 

Duldungsverfügung zu erlassen (Art. 94 Abs. 4 KRG). Dies alles ist nicht 

Gegenstand des vorliegend zu prüfenden Bau- und Einspracheentscheids 

vom 26. November 2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 und 17, Bg-act. 9 und 10), 

sondern müsste, wenn schon, in einem separaten Verfahren von der Ge-

meinde bzw. gegebenenfalls vom Kanton beurteilt werden, bevor das Ver-

waltungsgericht in einem gegen einen entsprechenden Entscheid angeho-

benen Beschwerdeverfahren darüber entscheiden könnte.

- 26 -

6. Die Kontrollbefugnis des Verwaltungsgerichts bezieht sich gemäss Art. 51 

Abs. 1 VRG auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens (lit. a) sowie auf unrichtige oder unvollständige 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (lit. b). Bezüglich der Ko-

gnition des Verwaltungsgerichts gilt es festzuhalten, dass die Bündner Ge-

meinden in weiten Bereichen des Bauwesens und der Raumplanung auto-

nom sind (BGE 128 I 3 E.2b, BGE 118 Ia 446 E.3c; Urteile des Verwal-

tungsgerichts R 14 98 vom 10. Februar 2015 E.3a und R 11 07 vom 

21. Juni 2011 E.2.a), d.h. in Bezug auf all jene Fragen, die im kantonalen 

Gesetz nicht abschliessend geregelt sind und bei denen den Gemeinden 

eine relativ erhebliche Gestaltungsfreiheit zusteht, stellen die Vorschriften 

der kommunalen Bauordnungen autonomes Gemeinderecht dar. Bei deren 

Anwendung und Auslegung auferlegt sich das Verwaltungsgericht Zurück-

haltung, dies ganz besonders, wenn ästhetische, nämlich die Ortsbild-

pflege und das kommunale Stil- und Geschmacksempfinden betreffende, 

sowie örtliche Verhältnisse zu würdigen sind. Dies gilt gerade dort, wo die 

Natur der Streitsache Schwierigkeiten bereiten kann, etwa bei der Frage, 

ob sich ein Bauteil in die bauliche Umgebung einfüge oder das Ortsbild 

nicht beeinträchtige, und wo im besonderen Masse örtliche Verhältnisse zu 

würdigen sind (Urteil des Verwaltungsgerichts R 14 98 vom 10. Februar 

2015 E.3.a). Die Gemeinden sind in der Regel besser in der Lage, die Bau- 

und Ortsbildgeschichte, ihre Absichten in der Ortsbildpflege und das kom-

munale Stil- und Geschmacksempfinden zu berücksichtigen. Dabei kann 

aber nicht allein der Geschmack der Baubehörde dafür massgebend sein, 

was architektonisch gut gestaltet ist oder sich an die landschaftliche und 

bauliche Umgebung anpasst; dies lässt sich vernünftigerweise nur nach all-

gemeingültigen architektonischen und objektivierbaren Kriterien beurteilen 

(zum Ganzen: BGE 128 I 3 E.2b, BGE 118 Ia 446 E.3c; Urteile des Verwal-

tungsgerichts R 14 98 vom 10. Februar 2015 E.3a, R 11 109 vom 27. März 

- 27 -

2012 E.1, R 11 7 vom 21. Juni 2011 E.2.a und R 03 8 vom 10. April 2003 

E.1a; PVG 1994 Nr. 19).

Den Gemeinden kommt demnach gemäss konstanter Rechtsprechung ein 

geschützter Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu, in den das Gericht 

nur eingreift, wenn die Gemeinde diesen missbraucht oder überschritten 

hat. Die Kognition des Verwaltungsgerichts beschränkt sich damit praktisch 

auf eine Willkürprüfung, d.h. das Verwaltungsgericht kann nur dann ein-

greifen, wenn der sich gestützt auf autonomes Gemeinderecht erlassene 

Entscheid als sachlich unvertretbar erweist oder gegen allgemeine Rechts-

grundsätze verstösst (Urteile des Verwaltungsgerichts R 14 98 vom 10. Fe-

bruar 2015 E.3a, R 11 109 vom 27. März 2012 E.1, R 11 7 vom 21. Juni 

2011 E.2.a und R 07 44 vom 30. August 2007 E.2; PVG 1994 Nr. 19). 

7. Im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid vom 26. November 2018 

(Bf-act. 1, Bgin-act. 16 und 17, Bg-act. 9 und 10) verneinte die Gemeinde 

eine Verletzung des BG, insbesondere von Art. 59 und Art. 60 BG. Gemäss 

diesen Bestimmungen sei ein Abbruch für das im Generellen Gestaltungs-

plan als erhaltenswert aufgeführte Gebäude auf Parzelle N._____ nicht 

ausgeschlossen, dies im Gegensatz zu den dort als schützenswert be-

zeichneten Bauten. Der von ihr beigezogene Bauberater sei zum eindeuti-

gen Schluss gekommen, dass der Abbruch des Gebäudes und ein Neubau 

von hoher architektonischer Qualität unter Einhaltung bestimmter gestalte-

rischer Auflagen vertretbar sei. Der Erhalt des fraglichen Gebäudes sei 

nicht möglich bzw. nicht zumutbar gewesen, weil es sich in einem zu 

schlechten baulichen Zustand befunden habe. Der geplante Neubau sei 

von hervorragender architektonischer Qualität und erfülle die gestalteri-

schen Auflagen des Bauberaters, weshalb sie die Bewilligung erteilt und 

die Einsprache als unbegründet abgewiesen habe.

- 28 -

7.1. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde vom 28. Dezember 

2018 geltend, das geschlossene Ortsbild von D._____ habe einen hohen 

historischen Wert. Mit dem im Jahr 2011 erarbeiteten Quartierplan sei er-

reicht worden, dass die Einzigartigkeit der Siedlung erhalten werde, indem 

sich die neu zu erstellenden Bauten ins Ortsbild einfügten. Die Gestaltungs-

beratung sei obligatorisch, zudem sei ein Gestaltungskonzept erarbeitet 

worden. Dass "E._____", das einen markanten Abschluss einer Baugruppe 

am oberen Rand des Weilers gebildet habe, nicht als schützenswertes Ge-

bäude in den Quartierplan aufgenommen worden sei, sei schwer verständ-

lich. Die Gestaltung des vom Beschwerdegegner geplanten Neubaus ent-

halte ortsfremde Elemente und wirke skurril (Hauptbaukörper aus Sichtbe-

ton, Balkon an der Giebelfassade aus Beton und Glas, ovales Dachfens-

ter). Die Gemeinde habe mit der Bewilligung des Bauprojekts das BG miss-

achtet und auch die Beurteilung des ehemaligen Gestaltungsberaters igno-

riert, indem sie diesen durch einen anderen Architekten ersetzt habe. Der 

einzig gangbare Weg, das schützenswerte Ortsbild von D._____ wieder-

herzustellen, bestehe darin, den zerstörten Altbau soweit möglich und sich 

am Erscheinungsbild des Altbaus originalgetreu orientierend wiederaufzu-

bauen. Dies sei machbar, zumal das Gebäude im Jahr 2007 aufgenommen 

worden sei, die entsprechenden Pläne verfügbar und umsetzbar seien. Mit 

den heutigen Techniken der Rekonstruktion könne der sogenannte Situati-

onswert wiederhergestellt werden. Sie, die Beschwerdeführerin, sei be-

rechtigt einzufordern, dass sich der Beschwerdegegner denselben Regeln 

zu unterziehen habe, die auch sie selbst beim Bau ihrer Häuser auf der 

Nachbarparzelle zu beachten hatte. Der Beschwerdegegner könne sich 

nicht auf die Unverhältnismässigkeit der Wiederherstellung des rechtmäs-

sigen Zustands berufen, zumal er treuwidrig vorgegangen sei. Die Be-

schwerdeführerin verweist in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des 

Zürcher Baurekursgerichts vom 18. Februar 2016 (BRGE IV Nr. 0020-

- 29 -

0021/2016, bes. E.5.2, 5.4.2 und 6.2), in dem unter vergleichbaren Um-

ständen die Rekonstruktion eines Baudenkmals angeordnet worden sei. 

In der Replik vom 1. April 2019 und in der Triplik vom 23. Mai 2019 führt 

die Beschwerdeführerin auch mit Hinweis auf das Inventarblatt der Denk-

malpflege Graubünden weiter aus, "E._____" besitze ein hohes, wohl auf 

die Zeit vor 1700 zurückreichendes Alter, hohe architekturhistorische Qua-

litäten und einen ausserordentlich hohen Situationswert. Nichts deute dar-

auf hin, dass sich die Beschwerdegegnerin mit der auch von der Denkmal-

pflege Graubünden dargelegten Schutzwürdigkeit des Gebäudes vertieft 

auseinandergesetzt habe. Vielmehr habe sie im Verbund mit dem Be-

schwerdegegner darauf hingearbeitet, die Unterschutzstellung zu hinter-

treiben. Mit seinem Verhalten (Abbruch und Entsorgung der Balken) habe 

der Beschwerdegegner eine nähere dendrochronologische bzw. denkmal-

pflegerische Untersuchung verhindert. Damit müsse die Schutzwürdigkeit 

anhand der vorhandenen Akten beurteilt werden. Das Gebäude sei des-

halb nur als erhaltenswürdig eingestuft gewesen, weil die Gegenparteien 

einer kantonalen Unterschutzstellung zuvorgekommen seien. Die vorge-

nommene Interessenabwägung sei fehlerhaft, zumal ein denkmalpflegeri-

sches, auf sachlichen und wissenschaftlichen Kriterien abgestütztes Gut-

achten nie erstellt worden sei. Sollte man das Inventarblatt genügen lassen, 

hätte sich die Beschwerdegegnerin in unzulässiger Weise darüber hinweg-

gesetzt. Aktenwidrig sei die Behauptung, dass das Haus unrettbar verloren 

gewesen sei. Der Beschwerdegegner habe den Unterhalt des Gebäudes 

offenbar stark vernachlässigt, weshalb ein Abbruch nicht mehr mit der Un-

verhältnismässigkeit von Erhaltungsmassnahmen begründet werden 

könne. Von wem auch immer das Neubauprojekt stamme, es passe nicht 

in das Ortsbild von D._____. Störend seien vor allem die Wahl von Steinen 

und Sichtbeton, verbunden mit einem grossen Balkon auf der Talseite und 

einem Dachflächenfenster. Holz fehle gänzlich, womit es für den Weiler 

- 30 -

D._____ nicht typisch sei und die Aussage der Gegenparteien, es entspre-

che in optima forma dem Situationswert des Vorgängerbaus unverständlich 

erscheine. Die von J._____ erstellten Bauten auf Parzelle O._____ würden, 

entgegen den Behauptungen des Beschwerdegegners, alle planerischen 

und baugesetzlichen Vorgaben einhalten. Der Gestaltungsplan sei auch in 

Auftrag gegeben worden, um die Qualität dieser Bauten weiterzuführen 

und die konstruktive Grundstruktur der leerstehenden Ställe zu erhalten. 

7.2. Der Beschwerdegegner bestreitet in seiner Vernehmlassung vom 4. März 

2019 und in der Duplik vom 10. Mai 2019 den Vorwurf, die Baubehörde 

habe sich über die Erkenntnis von Fachleuten hinweggesetzt. Vielmehr sei 

das Projekt vom jetzigen Bauberater begleitet und als den gestalterischen 

Vorgaben entsprechend beurteilt worden. Der Umstand, dass das fragliche 

Gebäude im Generellen Gestaltungsplan als erhaltenswerte Baute aufge-

führt sei, bedeute nur, dass bei Umbauten die wesentlichen Elemente der 

äusseren Erscheinung zu erhalten seien, über Ersatzbauten werde nichts 

gesagt. Die Parzelle N._____ sei nicht Teil des Quartierplans, somit könn-

ten dessen Gestaltungsrichtlinien kein Grund für die Verweigerung der 

Baubewilligung sein. Im Übrigen könne auch bei den neu erstellten Bauten 

nicht von überlieferter Bauweise gesprochen werden (z.B. wegen der Über-

höhe und der üppigen Befensterung). Bis zum Bau dieser Häuser sei 

"E._____" frei dagestanden, nur mit losem Bezug zum Weiler D._____. Mit 

den gestalterisch prägenden Neubauten sei eine Zäsur zum Siedlungskern 

geschaffen worden und "E._____" habe, was seine Erscheinung angehe, 

seine Selbständigkeit verloren. Der geplante Ersatzbau stimme mit den pla-

nungsrechtlichen Vorgaben bzw. mit den gestalterischen Vorschriften für 

D._____ überein. Für die beantragte Wiederherstellung bzw. Rekonstruk-

tion mangle es an einer gesetzlichen Grundlage. Auch das EKUD habe 

festgehalten, dass ein Wiederaufbau angesichts des durch den Abbruch 

erlittenen Substanzverlustes wohl nicht mehr in Frage komme. Vorliegend 

- 31 -

könne es höchstens um das Schutzziel des Situationswerts gehen, nämlich 

um die Erhaltung einer seit längerer Zeit bestehenden und für das Ortsbild 

bedeutungsvollen baulichen Situation. Wegen der in der unmittelbaren Um-

gebung neu erstellten Bauten habe "E._____" seine ursprüngliche Bedeu-

tung für das Orts- und Landschaftsbild verloren. Unter diesem Aspekt wäre 

es daher verfehlt, wenn an Stelle des abgebrochenen ein identisches Ge-

bäude erstellt werden müsste; die massgebliche Referenz zu den errichte-

ten Neubauten könne nur durch ein Gebäude von grosser Ausdrucksstärke 

hergestellt werden, das im Sinne einer Balance seinerseits einen Akzent 

setze. Dies gelinge dem eingereichten und bewilligten Bauprojekt in her-

vorragender Weise (Gebäudeabmessungen, Volumen, Proportionen). Be-

sonders daran sei der Verzicht auf Holzteile und die Ausgestaltung der Fas-

sadenteile über dem Sockel mit feinstrukturiertem Beton. 

7.3. Die Beschwerdegegnerin weist in ihrer Vernehmlassung vom 8. März 2019 

und in der Duplik vom 13. Mai 2019 den Vorwurf, sie habe sich über die 

Meinung von Bauberatern und Fachexperten hinweggesetzt, als unzutref-

fend zurück. Die fragliche Bauparzelle befinde sich in der Dorfkernzone, in 

der erhöhte Gestaltungsanforderungen gelten würden; die Parzelle sei er-

schlossen und das Bauvorhaben sei zonenkonform. Der Generelle Gestal-

tungsplan, in dem das Gebäude als erhaltenswert aufgeführt sei, sei vom 

Stimmvolk angenommen und von der Regierung genehmigt worden; es 

gebe keine Gründe, diese Qualifikation als rechtswidrig anzusehen. Der 

Bauberater der Gemeinde sei zum Schluss gekommen, dass ein Abbruch 

vertretbar sei und der Neubau hohen architektonischen Qualitätsan-

sprüchen genüge sowie ortstypisch verankert sei. Für sie habe es keinen 

Anlass gegeben, an der Fachkompetenz des Bauberaters und an seiner 

Beurteilung zu zweifeln; von Gefälligkeitsgutachten könne nicht gespro-

chen werden. Das Neubauprojekt halte sich in Bezug auf Proportionen und 

Lage an das vorbestandene Gebäude, es weise zudem die typischen Merk-

- 32 -

male von D._____ auf (keine grossen Fensterflächen, Materialisierung, An-

lage mit zwei Zeilen von giebelständigen Bauten). Obwohl die Parzelle aus-

serhalb des Quartierplans D._____ liege, würden die in den entsprechen-

den Vorschriften festgelegten konstruktiven Materialien Holz und Stein ver-

wendet; selbst im Quartierplanperimeter wäre Beton also zulässig. Die 

Frage, ob die Abbruchbewilligung zulässig war, sei zu bejahen, zumal es 

sich bei "E._____" gemäss Generellem Gestaltungsplan lediglich um eine 

erhaltenswerte (und nicht schützenswerte) Baute gehandelt habe. Aus dem 

Inventar der Denkmalpflege Graubünden, in dem die Baute mit dem 

Schutzstatus "erhaltenswert" aufgeführt sei, könne für das vorliegende Ver-

fahren nichts abgeleitet werden. Dieses diene ohnehin nur als Hinweisin-

ventar für die Gemeinde und die Eigentümer, es entfalte keine Rechts- oder 

Schutzwirkung. Die Gemeinde habe in einer umfassenden Abwägung ge-

prüft, ob ein Erhalt des Gebäudes möglich und ein Ersatz durch den ge-

planten Neubau gerechtfertigt wäre. Sie sei zum Schluss gekommen, dass 

eine Sanierung, ein Umbau oder der Erhalt nicht zumutbar seien, weil der 

bauliche Zustand des in den letzten Jahren unbewohnten und verfallenen 

Gebäudes zu schlecht gewesen sei. Den Vorwurf, die Gemeinde habe mit 

ihrem Verhalten gegenüber dem EKUD einer kantonalen Unterschutzstel-

lung zuvorkommen wollen, weise sie als reine Mutmassung zurück. In Be-

zug auf den Neubau habe sich die Gemeinde vertieft mit dem Schutzgehalt 

des Gebäudes auseinandergesetzt; sie habe die Rechtslage eingehend 

geprüft und beurteilt und habe das Einspracheverfahren mit Mitteilung an 

den Kanton mit dem vom Heimatschutz initiierten Verfahren beim EKUD 

koordiniert. Der Neubau sei von hervorragender architektonischer Qualität 

und passe hervorragend ins Ortsbild. Auch die übrigen gestalterischen Auf-

lagen würden mit dem Neubau berücksichtigt. Das von der Beschwerde-

führerin erwähnte ISOS-Inventar entfalte im Baubewilligungsverfahren 

keine direkte Wirkung. Ohnehin sei darin das Ortsbild von D._____ lediglich 

als von lokaler Bedeutung klassifiziert; das Gebäude auf Parzelle N._____ 

- 33 -

werde dort gar nicht erwähnt, somit habe es keine besondere Bedeutung 

für das Ortsbild. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte orts-

bildprägende Bedeutung lasse sich damit nicht begründen. Für die von der 

Beschwerdeführerin verlangten Anordnungen (Erstellung eines möglichst 

originalgetreuen Neubaus nach Planaufnahmen des Vorgängerbaus inner-

halb der nächsten zwei Jahre unter Beizug des ehemaligen Bauberaters) 

gebe es, abgesehen davon, dass diese Rechtsbegehren über den Streit-

gegenstand hinausgehen würden, keine rechtliche Grundlage. 

8. Art. 73 Abs. 1 KRG schreibt vor, dass Siedlungen, Bauten und Anlagen 

nach den Regeln der Baukunst so zu gestalten und einzuordnen sind, dass 

mit der Umgebung und der Landschaft eine gute Gesamtwirkung entsteht. 

Auch die Gemeinde hat in Art. 59 ff. BG entsprechende Bestimmungen 

zum Ortsbild- und Landschaftsschutz erlassen. Demnach sind Bauvorha-

ben, einschliesslich Umgebungsgestaltung, die das Bild der Umgebung 

oder das Strassen-, Orts- und Landschaftsbild beeinträchtigen, nicht zuläs-

sig (…) (Art. 59 Abs. 1 BG). Besondere Rücksicht auf die bestehende Über-

bauung ist im Bereich und in der Nähe der Dorfkernzone geboten (Art. 59 

Abs. 2 BG). 

Die hier interessierende Parzelle N._____ liegt in der Dorfkernzone von 

D._____, jedoch nicht im Perimeter des Quartierplans D._____. Gemäss 

Art. 34 BG umfasst die Dorfkernzone den historischen Kern des Dorfes 

B._____; die Zonenvorschriften bezwecken dessen Erhalt und Sanierung 

(Art. 34 Abs. 1 BG). Bei allen Neubauten, Erneuerungen, Änderungen und 

Wiederaufbauten ist bei der Gestaltung (Material, Baukörper, Proportionen, 

Farbe, Dachform, Stellung, usw.) auf die überlieferte Bauweise des Dorfes 

Rücksicht zu nehmen, insbesondere in der Umgebung von künstlerisch 

oder historisch wertvollen Gebäuden (Art. 34 Abs. 2 BG). In der Dorfkern-

- 34 -

zone von D._____ ist die Gestaltungsberatung für sämtliche Bauaktivitäten 

zudem obligatorisch (Art. 4 Abs. 4 Satz 1 BG). Alle Bauabsichten sind vor 

dem Projektierungsstart zu melden, die Gemeinde orientiert und berät Bau-

herrschaften, Architektinnen und Architekten in Bezug auf die Gestaltung 

von Bauvorhaben in der Dorfkernzone von D._____ (Art. 4 Abs. 4 Satz 2 

und 3 BG). "E._____" ist im Generellen Gestaltungsplan der Gemeinde als 

wertvolles Gebäude bzw. als zu erhaltendes Objekt aufgeführt. Bei Umbau-

ten derartiger Objekte sind gemäss Art. 60 Abs. 3 BG die wesentlichen Ele-

mente der äusseren Erscheinung zu erhalten; nach Möglichkeit soll jedoch 

auch wohnhygienischen Gesichtspunkten angemessen Rechnung getra-

gen werden. 

8.1. Was die Frage des Abbruchs von "E._____" betrifft, argumentierte die Be-

schwerdegegnerin im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid vom 

26. November 2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 und 17, Bg-act. 9 und 10) da-

hingehend, dass ein Abbruch erhaltenswerter (im Gegensatz zu schützens-

werten) Bauten gesetzlich nicht ausgeschlossen und demnach unter be-

stimmten Voraussetzungen zulässig sei. Die Gemeinde habe für die Beur-

teilung des Bauvorhabens einen Gestaltungsberater beigezogen; sie 

schliesse sich dessen Schlussfolgerung an, dass ein Abbruch des beste-

henden Gebäudes und ein Neubau von hoher architektonischer Qualität 

unter Einhaltung bestimmter gestalterischer Auflagen vertretbar sei. Für die 

Zulässigkeit des Abbruchs sprächen der schlechte bauliche Zustand des 

Gebäudes, Sicherheitsüberlegungen, die Einhaltung energietechnischer 

und bauphysikalischer Anforderungen und ökonomische Gründe sowie, 

angesichts der tiefen Raumhöhen, die Unmöglichkeit einer zeitgemässen 

Wohnnutzung. Als weiteres Argument führte sie die hohe architektonische 

Qualität des Neubaus an.

- 35 -

8.1.1. "E._____" ist, wie erwähnt, im Generellen Gestaltungsplan als erhaltens-

werte Baute aufgeführt. Der Abbruch einer solchen Baute ist – im Gegen-

satz zu einer als schützenswert bezeichneten Baute – nicht grundsätzlich 

ausgeschlossen (Art. 60 Abs. 2 und 3 BG). Die Beschwerdegegnerin be-

fasste sich bereits seit mindestens Mai 2016 (vgl. Bgin-act. 5, Bg-act. 2) 

bzw. Dezember 2016 mit dem Bauprojekt, als der Beschwerdegegner ein 

erstes Baugesuch einreichte (Bg-act. 3), worauf im Juli 2017 mindestens 

eine Besprechung mit der Denkmalpflege und dem kommunalen Baubera-

ter stattfand (Bgin-act. 10, Bg-act. 4). Nach Eingang des aktuellen Bauge-

suchs vom 23. März 2018 (Bgin-act. 13, Bg-act. 6) beauftragte die Be-

schwerdegegnerin den seit Februar 2017 nicht nur für die übrigen Ortsteile, 

sondern auch für D._____ zuständigen Bauberater, Architekt I._____, zum 

Bauvorhaben Stellung zu nehmen (Bgin-act. 15, Bg-act. 8), bevor sie 

schliesslich anlässlich der Sitzung vom 26. November 2018 den Einspra-

cheentscheid fällte, die Baubewilligung erteilte und diese Entscheide am 

27. November 2018 mitteilte (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 und 17, Bg-act. 9 und 

10).

8.1.2.1.Vorerst ist festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte dafür bestehen, die 

Fachkompetenz und Unabhängigkeit des kommunalen Bauberaters in 

Zweifel zu ziehen; die entsprechende Kritik der Beschwerdeführerin am 

Wechsel vom ursprünglichen Bauberater für den Quartierplanperimeter, 

Architekt H._____, zum Architekten I._____ bezieht sich denn auch nicht 

auf dessen fachliche Qualifikation, sondern zielt auf die diesbezüglichen 

Umstände des seitens der Baubehörde vollzogenen Wechsels. Diese sind 

vorliegend aber nicht von Relevanz; dies umso weniger als dieser Wechsel 

bereits im Jahr 2016/2017 erfolgte (Bgin-act. 4-8), als zwar die Diskussion 

um Erhalt oder Abbruch von "E._____" bereits im Gang war, jedoch vor 

Einreichung des aktuell in Frage stehenden Baugesuchs am 23. März 2018 

(Bgin-act. 13, Bg-act. 6).

- 36 -

8.1.2.2.Der Bauberater hielt in seiner 1 ½-seitigen Stellungnahme vom 22. Mai 

2018/24. August 2018 (Bgin-act. 15, Bg-act. 8) einleitend einerseits fest, 

dass er auf die Vorgeschichte mit dem Wechsel der Bauberatung nicht ein-

gehe, andererseits, dass er den Ort vor dem Aktenstudium mit Gemeinde-

vertretern besichtigt habe. Auch hielt er fest, dass er zur Aufteilung und 

Organisation der Innenräume nicht Stellung nehme. Zum konkreten Projekt 

erklärte er, die Besichtigung habe gezeigt, dass es sich beim beschriebe-

nen Objekt zweifellos um ein wertvolles Gebäude handle, obwohl auch 

sichtbar sei, dass sich in den letzten Jahren niemand um das Haus geküm-

mert habe. Um die Hintergründe und Vorstellungen des Baugesuchstellers 

zu erfahren, habe er mit diesem und dessen Architekten, L._____, (ohne 

Anwesenheit von K._____) eine Besprechung organisiert und auch einen 

Vertreter der Denkmalpflege eingeladen. Ergänzend zum Gespräch sei 

eine Umbauprojektvariante besprochen worden. Diese habe gezeigt, dass 

der hintere Teil des Gebäudes neu erstellt werden müsste und im vorderen 

Teil weitreichende Massnahmen notwendig wären, um das Gebäude in ein 

zeitgemässes, funktionales (z.B. bezüglich Raumhöhen) und bezahlbares 

Objekt umzubauen. Die Eingriffe seien z.T. so stark, dass sie die Fragen 

von Abbruch und Erhalt verdeutlichten, ohne eine Antwort zu liefern. Dies 

alles habe der Gemeinde geholfen, den Entscheid zu fällen, dass das be-

stehende Haus abgebrochen werden könne; er als Bauberater könne die-

sen Entscheid vertreten. Alle seien sich einig gewesen, dass ein Neubau 

hohen architektonischen Ansprüchen genügen und ortstypisch verankert 

sein müsse. Das vorliegende Projekt sei daher mit zusätzlichen gestalteri-

schen Auflagen für die Baueingabe ergänzt worden: ähnliche Proportionen 

als Referenz zum bestehenden Gebäude, typische Merkmale von D._____ 

(Sockel, Dachausbildung, zurückhaltende Fassade, keine grossen Eingriffe 

in die Topografie, ruhige Dachlandschaft) sowie ökologische Bauweise und 

- 37 -

natürliche Materialien. Zum Schluss hielt der Bauberater fest, dass die ge-

stellten Anforderungen mit dem eingereichten Baugesuch erfüllt würden.

8.1.3. Aus den Akten ist ersichtlich, dass bereits anlässlich der Besprechung vom 

12. Juli 2017 mit Gemeindevertretern, der Bauherrschaft und dem Archi-

tekten L._____, dem kommunalen Bauberater und einem Vertreter der 

Denkmalpflege über die Möglichkeit des Erhalts des Gebäudes beraten 

worden war, wobei auch damals die Schwierigkeiten eines solchen – Kos-

ten-/Nutzenverhältnis, mangelnde Bewohnbarkeit – thematisiert wurden 

(vgl. entsprechende Aktennotiz; Bgin-act. 10, Bg-act. 4). Der Vertreter der 

Denkmalpflege erwähnte in diesem Zusammenhang das Inventarblatt zum 

Gebäude Nr. P._____, das er der Gemeinde im Vorfeld der Besprechung 

mit Schreiben vom 6. Juni 2017 mit dem Hinweis zugestellt hatte, dass die-

ses Eigentümerschaften, Planern und Architekten, Gemeinden und dem 

Kanton diene, sich über den Zweck und Umfang des Gebäudeerhalts sowie 

über eine weitere, dem Objekt angemessene Planung zu verständigen 

(Bgin-act. 19). 

8.1.4. Gemäss Art. 4 Abs. 1 Satz 1 KNHG erstellt der Kanton (…) kantonale In-

ventare der schutzwürdigen Objekte (Schutzobjekte), so auch ein Inventar 

der schutzwürdigen Bauten und Anlagen (Art. 25 KNHG). Die Aufnahme 

eines Objektes in ein kantonales Inventar stützt sich auf Kriterien wie Sel-

tenheit, Vielfalt, Gefährdung, Eigenart, ästhetische Werte, Lage, Grösse, 

ökologische Funktion und wissenschaftliche Bedeutung (Art. 4 Abs. 2 

KNHG); sie enthalten eine Umschreibung der Objekte, der Schutzziele, der 

massgeblichen Kriterien für ihre Einstufung sowie ihres Schutzstatus (Art. 4 

Abs. 3 KNHG). Die Inventare bilden Grundlagen im Sinne der Raumpla-

nungsgesetzgebung und entfalten ausschliesslich amtsinterne Wirkung 

(Art. 6 Abs. 1 KNHG). Solange über die Aufnahme eines inventarisierten 

- 38 -

Objektes in der Grundordnung nicht rechtsverbindlich entschieden ist, ent-

falten die entsprechenden Inventare im Baubewilligungsverfahren keine 

Wirkung (Art. 6 Abs. 2 KNHG). 

"E._____" figuriert auf der kantonalen Inventarliste der schutzwürdigen 

Bauten, Anlagen und Ortsbilder (Inventarblatt Nr. P._____; Bf-act. 4, Bgin-

act. 18). Darin werden das Gebäude und dessen Baugeschichte detailliert 

beschrieben und mit Fotos und Plänen veranschaulicht. Als Schutzziel wird 

der Erhalt des äusseren, weitgehend bauzeitlichen Erscheinungsbilds samt 

Öffnungen und Klappläden und der Eindeckung des Daches mittels Stein-

platten beim talseitigen Strickteil (Stube, Nebenstube, darüber liegende 

Kammern sowie Erschliessung) und bei der Stallscheune aufgeführt. Auf 

Dachaufbauten und Dachfenster solle verzichtet werden. Die bestehenden 

Fenster als wichtiges Element des äusseren Erscheinungsbildes seien zu 

erhalten oder betreffend Typologie und Material gleichwertig zu ersetzen. 

Im Inneren sei die Grundrissstruktur sowie der Stufentäfer zu erhalten.  

8.1.5. Der Weiler D._____ figuriert auch im Bundesinventar der schützenswerten 

Ortsbilder der Schweiz (ISOS) (Art. 4 ff. des Bundesgesetzes über den Na-

tur- und Heimatschutz [NHG; SR 451], Verordnung über das Bundesinven-

tar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz [VISOS; SR 451.12]) als 

Ortsbild von lokaler Bedeutung (Bgin-act. 20, Bg-act. 13). Besondere Er-

wähnung finden dort die Kapelle und u.a. die traditionellen Strickbauten, 

die durch Umbauten nur wenig verändert worden seien und somit ihre ur-

sprüngliche Gesamterscheinung wahrten. Nicht erwähnt werden einzelne 

Gebäude, auch nicht "E._____". Gemäss Art. 11 VISOS berücksichtigen 

die Kantone das ISOS bei ihren Planungen, insbesondere in der Richtpla-

nung (…) (Abs. 1). Sie sorgen dafür, dass das ISOS auf der Grundlage der 

- 39 -

kantonalen Richtpläne insbesondere bei der Nutzungsplanung Berücksich-

tigung findet (Art. 11 Abs. 2 VISOS).

8.1.6. Angesichts des grossen Ermessens, das der Gemeinde bei der Auslegung 

des kommunalen Baurechts zukommt (vgl. Erwägung 6), erachtet das Ge-

richt die Beurteilung der Beschwerdegegnerin betreffend den Abbruch von 

"E._____", die sich auf die fachmännische Beurteilung ihres Bauberaters 

abstützte, als nachvollziehbar. Wie sie im angefochtenen Bau- und Ein-

spracheentscheid vom 28. November 2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 und 17, 

Bg-act. 9 und 10) begründend darlegte, ist ein Abbruch erhaltenswerter 

Bauten unter gewissen Voraussetzungen zulässig. Die Beschwerdegegne-

rin verwies auf den schlechten Zustand des Gebäudes. Diesen veran-

schaulicht ein Foto auf dem Inventarblatt Nr. P._____ (Bf-act. 4, Bgin-

act. 18), auf dem die eingestürzte Rückwand zu sehen ist. Unbestritten ist, 

dass das Gebäude bereits seit Jahren nicht mehr bewohnt war und sich 

auch niemand darum gekümmert hatte. Insofern ist plausibel, dass die in-

volvierten Fachpersonen, wie der Bauberater in seiner Stellungnahme vom 

22. Mai 2018/24. August 2018 (Bgin-act.15, Bg-act. 8) und auch Gemein-

devertreter, Architekt und Denkmalpfleger bereits anlässlich der Bespre-

chung vom 12. Juli 2017 (Bgin-act. 10, Bg-act. 4) die Kosten für einen Er-

halt als sehr gross und das Kosten-/Nutzen-Verhältnis für eine Umbaupro-

jektvariante als unverhältnismässig erachteten, sodass ein Erhalt von 

"E._____" trotz seines historischen Wertes als unzumutbar gewertet wurde. 

Auf dem Inventarblatt Nr. P._____ und den Umbauplänen von J._____ aus 

dem Jahr 2008 (Bg-act. 1 Grundrisse, Schnitt A-A) ist auch ersichtlich, dass 

die Raumhöhen der beiden nach Südosten ausgerichteten Kammern im 

Eingangsgeschoss (Stube, Schlafzimmer) tief waren (ca. 1.80 m; vgl. im 

Gegensatz dazu auch den geplanten Teil im Bereich der Stallscheune mit 

Raumhöhen von ca. 2.20-2.70 m, Bg-act. 1). Unter diesen Umständen liegt 

auf der Hand, dass eine Wohnnutzung des bestehenden Gebäudes, nach 

- 40 -

heutigem Standard und wohnhygienischen Anforderungen, schwierig ge-

wesen wäre, nach Ansicht der Gemeinde gar unmöglich. Ferner spielten – 

von der Beschwerdegegnerin nicht näher umschriebene – Sicherheitsüber-

legungen und energietechnische sowie bauphysikalische Kriterien eine 

Rolle. 

Selbst aus den zusätzlichen Dokumenten – dem Inventarblatt Nr. P._____ 

der kantonalen Inventarliste der schutzwürdigen Bauten und Anlagen und 

dem ISOS-Inventar zum Weiler D._____ –, die allerdings im Baubewilli-

gungsverfahren keine direkten Rechtswirkungen entfalten (vgl. Erwä-

gung 8.1.4 und 8.1.5), lässt sich nicht entnehmen, dass das Gebäude auf 

der Parzelle N._____ als solches zwingend zu erhalten gewesen wäre. Da 

Solches auch in der bau- und raumplanerischen Grundordnung der Ge-

meinde (Baugesetz, Zonenplan, Genereller Gestaltungsplan) nicht vorge-

schrieben ist, kann der Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen werden, sie 

hätte mit Erteilung der Abbruchbewilligung gegen rechtliche Vorgaben ver-

stossen bzw. ihr Ermessen überschritten. 

8.2. Im Gegenzug zum bewilligten Abbruch von "E._____" verlangte die Ge-

meinde gestützt auf die Stellungnahme ihres Bauberaters vom 22. Mai 

208/24. August 2018 (Bgin-act. 15, Bg-act. 8), dass das Neubauprojekt ho-

hen architektonischen Anforderungen genüge und sich ortstypisch veran-

kere. Im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid vom 26. November 

2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 und 17, Bg-act. 9 und 10) erachtete sie diese 

Voraussetzungen als gegeben; sie führte begründend aus, der geplante 

Neubau sei von "hervorragender architektonischer Qualität" und passe "ge-

radezu hervorragend ins Ortsbild". Die wesentlichen Elemente der äusse-

ren Erscheinung des ursprünglichen Gebäudes wie z.B. Form, Stellung und 

Volumen würden "geradezu vorbildlich" übernommen. Die zusätzlichen, 

- 41 -

vom Bauberater verlangten gestalterischen Auflagen, dass mithin typische 

Merkmale von D._____ wie der Sockel, die Dachausbildung, eine zurück-

haltende Fassade, keine grossen Eingriffe in die Topographie und eine ru-

hige Dachlandschaft zu übernehmen und zeitgemäss zu interpretieren 

seien und dass eine ökologische Bauweise und natürliche Materialien zu 

wählen seien, würden "durchgängig berücksichtigt". 

8.2.1. Bereits gegen das erste Baugesuch vom 23. März 2016 (Bg-act. 3) hatte 

die Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache vom 1. Februar 2017 (Bgin-

act. 9) gestalterische Bedenken vorgebracht. Insbesondere hatte sie die 

beim Neubau vorgesehenen Steinplatten in Form von Strickbalken für die 

Fassade gerügt (vgl. Modellbild im ersten Baugesuch vom 23. Dezember 

2016, Bg-act. 3). Anlässlich der daraufhin einberufenen, bereits erwähnten 

Besprechung vom 12. Juli 2017 mit Gemeindevertretern, dem Architekten, 

dem Vertreter der Denkmalpflege sowie dem kommunalen Bauberater war 

darauf hingewiesen worden, dass ein Abbruch im Hinblick auf die hohe ar-

chitektonische Qualität des Neubauprojekts befürwortet werde (Ge-

meinde); das Volumen des neuen Gebäudes wurde für in Ordnung befun-

den, für problematisch hingegen das Material, nämlich der Stein (gemeint 

waren wohl die Steinplatten in Form von Strickbalken) (Vertreter der Denk-

malpflege) (Bgin-act. 10, Bg-act. 4). Diesbezüglich wurde dann seitens des 

Bauberaters eingewendet, dass für die Fassade Beton und nicht Stein ver-

wendet würde, falls das Projekt von Architekt K._____ erarbeitet würde. Im 

neuen, mit Baugesuch vom 23. März 2018 eingereichten Bauprojekt (Bgin-

act. 13, Bg-act. 6) sind eine ähnliche Grundform, Kubatur und Stellung des 

Baukörpers wie beim alten Gebäude (vgl. Situationsplan in Bgin-act. 13), 

ein Sockel aus Stein, die Fassade aus Beton und die Dachbedeckung aus 

Naturstein vorgesehen (vgl. Pläne, Detail Giebel und Baubeschrieb in Bgin-

act. 13). Neu hinzu kommen sollen ein vorstehender Balkon, mit Glasgelän-

der, abgestützt auf einer Säule, und eine grosszügige Verglasung des 

- 42 -

Wohnzimmers (vgl. Baubeschrieb in Bgin-act. 13). In ihrer Einsprache vom 

26. Juni 2018 (Bgin-act. 14, Bg-act. 7) rügte die Beschwerdeführerin unter 

Verweis auf das schützenswerte Ortsbild im Wesentlichen, dass für den 

Hauptkörper kein Holzstrick, sondern Sichtbeton, mithin ein ortsfremdes 

Element verwendet werde; störend seien auch der Sockel aus Naturstei-

nen, der Balkon an der Giebelfassade (mit Zementsäule und gläsernem 

Balkongeländer) und das ovale Dachflächenfenster aus Beton, das eine Art 

Lichtkamin bilde.

8.2.2. Zum Neubau hielt der Bauberater der Beschwerdegegnerin in seiner Stel-

lungnahme vom 22. Mai/24. August 2018 (Bgin-act. 15, Bg-act. 8) in einem 

einzigen Satz fest, dass die gestellten Anforderungen erfüllt seien; dies, 

nachdem er zuvor betont hatte, alle (ohne zu erwähnen, wen genau er da-

mit meine) seien sich einig gewesen, dass der Neubau hohen architektoni-

schen Ansprüchen genügen und ortstypisch verankert sein müsse. Dazu 

formulierte er die bereits erwähnten (vgl. Erwägung 8.1.2) gestalterischen 

Auflagen (Proportionen, typische Merkmale von D._____, Bauweise/Mate-

rialien). Nicht verständlich ist, dass er diese Auflagen in seiner Stellung-

nahme vom 22. Mai/24. August 2018 als Ergänzung des vorliegenden Pro-

jekts "für die Baueingabe" bezeichnete, nachdem das Baugesuch bereits 

davor, nämlich im März 2018 eingereicht worden war (Bgin-act. 13, Bg-

act. 6). Nicht haltbar ist, dass weder er noch die Beschwerdegegnerin in 

der Folge im Einzelnen darlegten, wie die verlangten Auflagen beim hier 

fraglichen Neubau effektiv ausgestaltet sind. Im angefochtenen Bau- und 

Einspracheentscheid vom 26. November 2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 

und 17, Bg-act. 9 und 10) wiederholte die Beschwerdegegnerin im Wesent-

lichen lediglich die vom Bauberater aufgeführten Kriterien wie die Über-

nahme und die zeitgemässe Interpretation der typischen Merkmale von 

D._____ (Sockel, Dachausbildung, zurückhaltende Fassade, keine gros-

sen Eingriffe in die Topographie, ruhige Dachlandschaft), die ökologische 

- 43 -

Bauweise sowie die Verwendung natürlicher Materialien, die sie, ohne wei-

ter darauf einzugehen, als "durchgängig berücksichtigt" erachtete. Einzig 

in Bezug auf die vom Bauberater verlangten ähnlichen Proportionen zum 

alten Bestand, legte die Beschwerdegegnerin dar, dass Form, Stellung und 

Volumen und damit die wesentlichen Elemente der äusseren Erscheinung 

"geradezu vorbildlich" übernommen würden. Die auffällig grosszügige Ver-

wendung von Superlativen täuscht hier gerade nicht darüber hinweg, dass 

nicht ersichtlich ist, inwiefern eine vertiefte fachmännische Auseinanderset-

zung mit dem Neubauprojekt stattgefunden hätte.

8.2.3. Dafür, dass dem Neubauprojekt hohe architektonische Qualität zukommt, 

scheint aufgrund der Angaben der Beschwerdegegnerin, des Bauberaters 

und des Beschwerdegegners allein der Name des Architekten K._____ zu 

sprechen. Dass dies tatsächlich so sein könnte, mag zutreffen, wird jedoch 

nirgends dargelegt. In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass 

die Qualität eines Bauprojekts trotz des diesbezüglich grossen Ermessens 

der Gemeinde gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach allge-

meingültigen architektonischen und objektivierbaren Kriterien zu beurteilen 

ist (vgl. Erwägung 6; BGE 128 I 3 E.2b, BGE 118 Ia 446 E.3c; Urteile des 

Verwaltungsgerichts R 14 98 vom 10. Februar 2015 E.3a u.a.).

8.2.4. Augenfällig ist vorliegend das Fehlen einer architektonischen Einordnung 

des Neubauprojekts und einer Auseinandersetzung mit der dagegen erho-

benen Kritik, insbesondere bezüglich der vom Bauberater formulierten Vor-

aussetzung der ortstypischen Verankerung. Während anhand der einge-

reichten Pläne, des Baubeschriebs und des Modellbildes (Bgin-act. 13, Bg-

act. 6) nachvollziehbar ist, dass das geplante Gebäude bezüglich Grund-

form, Volumen, Ausrichtung und Dachform mehrheitlich mit den entspre-

chenden Eigenschaften von "E._____" abgebrochenem "Hus" überein-

- 44 -

stimmt, wird mit keinem Wort darauf eingegangen, dass für die ursprünglich 

im Holzstrickbau erstellte Fassade kein Holz mehr verwendet werden soll, 

sondern diese neu in Beton mit einem Natursteinsockel geplant ist. Im Bau-

beschrieb (Bgin-act. 13) wird erwähnt, der Entwurf spiele mit dem Material 

Stein, mit dem in der Umgebung traditionell sehr oft gebaut und der in dif-

ferenzierter Ausprägung eingesetzt werde; die zweiteilige Aussenfassade 

werde geschichtet, im Untergeschoss dominierten grossformatige Steine. 

Bezüglich der eingesetzten Materialien – Beton und Stein – wird hervorge-

hoben, dass diese sehr robust seien und für Langlebigkeit ohne Verwitte-

rung im strengen Gebirgsklima stehen würden. Abgesehen davon, dass 

auch Holz langlebig und witterungsbeständig ist, gingen der Bauberater in 

seiner Stellungnahme vom 22. Mai/24. August 2018 (Bgin-act. 15, Bg-

act. 8) und auch die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Bau- und Ein-

spracheentscheid vom 26. November 2018 auf den bereits in der Einspra-

che vom 26. Juni 2018 (Bgin-act. 14, Bg-act. 7) erhobenen Einwand der 

Beschwerdeführerin, es fehle die traditionelle Strickbauweise, nicht ein. Die 

Beschwerdeführerin betont auch in ihrer Beschwerde vom 28. Dezember 

2018 unter Hinweis auf den (für die übrigen Parzellen geltenden) Quartier-

plan die Wichtigkeit, dass in D._____ massive Holzbauten im traditionellen 

Stil (Strickbau) gebaut würden. 

Angesichts des Umstands, dass gerade auch im kantonalen Inventar der 

schutzwürdigen Bauten, Anlagen und Ortsbilder (Inventarblatt Nr. P._____; 

Bf-act. 4, Bgin-act. 18) das äussere Erscheinungsbild des Strickteils und 

der Stallscheune (Erwägung 8.1.4) und im ISOS (Bgin-act. 20, Bg-act. 13) 

die traditionelle Strickbauweise und die entsprechende ursprüngliche Ge-

samterscheinung des Weilers D._____ besondere Erwähnung finden, ist 

unverständlich, dass weder der Bauberater noch die Beschwerdegegnerin 

dieses wichtige Element des Ortsbildes in die Diskussion um den Neubau 

aufnahmen und prüften. Dies gilt unabhängig davon, dass weder das kan-

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tonale Inventar noch das ISOS eine direkte bindende Rechtswirkung zeiti-

gen; immerhin sind diese Unterlagen – wie auch der für einen Teil des Wei-

lers D._____ geltende Quartierplan D._____ und der Generelle Gestal-

tungsplan – bei der Interpretation der hier massgeblichen Frage, was das 

Ortsbild charakterisiert, was zur überlieferten Bauweise gehört und womit 

eine gute Gesamtwirkung erzielt werden kann (vgl. Art. 73 Abs. 1 KRG, 

Art. 59 f. BG, Art. 34 BG und Erwägung 8), wertvolle Hilfen. Nicht verständ-

lich ist daher, dass sie bei der Entscheidfindung der Beschwerdegegnerin 

keinerlei Erwähnung fanden. Ebenso unbegründet und nicht nachvollzieh-

bar ist die Behauptung der Beschwerdegegnerin, die Fassade aus Beton 

in der für den Architekten K._____ typischen Ausgestaltung (mit kleinen 

runden Löchern) passe zum Ortsbild, sind doch in D._____, soweit ersicht-

lich, weder der Vorgängerbau noch andere Bauten ganz in Beton und nur 

die Kapelle sowie ein Wohnhaus in Stein gebaut. Daran ändert nichts, dass 

der (für die fragliche Parzelle N._____ nicht anwendbare) Quartierplan 

D._____ (Bf-act. 12, Bgin-act. 2, jeweils Anhang 4) die Verwendung von 

Beton, Naturstein und grauem Putz zulässt; immerhin führt der Quartierplan 

D._____ nebst dem Stein auch das Holz als konstruktives Material auf (Bf-

act. 12, Bgin-act. 2, jeweils Anhang 4). Auch dazu, wie der Balkon mit Glas-

geländer und das ovale Dachfenster aus Beton (eingeschnitten in die Na-

tursteinplatten) einzuordnen sind, äussern sich die Beschwerdegegnerin 

und ihr Bauberater nicht. Vielmehr betont die Beschwerdegegnerin darüber 

hinaus den touristischen Mehrwert, der sich daraus ergebe, dass auf ihrem 

Gemeindegebiet ein Gebäude eines weiteren bekannten Architekten ent-

stehe, und dass dieser Umstand im Rahmen der vorgenommenen Interes-

senabwägung dazu beigetragen habe, dass die Baubewilligung erteilt wer-

den konnte. Dabei fällt aber auf, dass selbst K._____ in seiner Bestätigung 

vom 19. Februar 2019 (BfReplik-act. 10, Bg-act. 15) von Beton und Glas 

als Kontrast zu den traditionellen Häusern spricht. Mithin scheint er auf den 

Gegensatz zwischen den traditionellen Materialien Stein und Holz einer-

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seits und seinem Bauprojekt andererseits und nicht auf Einpassung in das 

ursprüngliche Ortsbild, sondern in die nicht näher bezeichneten 'modernen 

Wohnbauten' zu setzen, wenn er schreibt: "Although the original traditional 

house had exterior wall composed of materials such as natural stone and 

wood, I strongly desire to replace with reinforced concrete (= Beton) as we 

conserve the form and the stone podium. Thus a traditional house (as a 

substitute for the old house) would act as a foreign body in the midst of 

modern life houses."

Schliesslich sei, wenn die Beschwerdegegnerin mit dem Hinweis auf welt-

bekannte Architektur argumentiert, darauf hingewiesen, dass auch der 

frühere Gestaltungsberater für den Quartierplanperimeter D._____, Archi-

tekt H._____, eine andere Meinung vertrat, wie er in einer am 7. Mai 2016, 

mithin zum früheren Projekt abgegebenen Stellungnahme zum Ausdruck 

brachte (Bf-act. 2 sowie Beilage zu einem persönlichen Brief vom 20. De-

zember 2018 an J._____ und dessen Familie, Bf-act. 7). Auch wenn er dies 

als Privatperson und nicht als Bauberater oder Begutachter tat, wäre sei-

tens der Gemeinde eine vertieftere Auseinandersetzung mit dem geplanten 

Neubau und den entsprechenden Vorbehalten, gerade im Hinblick auf des-

sen Passung zum Ortsbild von D._____, erst recht erforderlich gewesen, 

handelt es sich doch nicht nur bei J._____ und K._____, sondern auch bei 

H._____ um einen international anerkannten Architekten. Das Gericht er-

achtet die von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Abklärungen 

zum Neubauprojekt als unzureichend, weshalb der angefochtene Bau- und 

Einspracheentscheid vom 26. November 2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 

und 17, Bg-act. 9 und 10) aufgehoben und zu weiterer Abklärung bezüglich 

der geforderten architektonischen Qualität und der ortstypischen Veranke-

rung des Neubauprojekts, insbesondere was die umstrittenen Elemente 

Fassade, Sockel, Balkon und Dach betrifft, an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist. 

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8.3. Das Gericht kommt daher, zusammenfassend, zum Schluss, dass die Be-

schwerdegegnerin mit der Erteilung der Abbruchbewilligung den ihr bei Ge-

staltungsfragen zustehenden Ermessensspielraum nicht überschritten, je-

doch bei der Erteilung der Baubewilligung für das Neubauprojekt auf Par-

zelle N._____ keine ausreichenden Abklärungen vorgenommen hat, wes-

halb der angefochtene Einspracheentscheid und die Baubewilligung vom 

26. November 2018 (Bf-act. 1, Bgin-act. 16 und 17, Bg-act. 9 und 10), mit 

dem die Einsprache der Beschwerdeführerin vom 26. Juni 2018 (Bgin-

act. 14, Bg-act. 7) abgewiesen wurde, aufzuheben sind. Folglich ist die Be-

schwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist.

9. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kos-

ten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG), wobei mehreren Parteien die Kosten 

zu gleichen Teilen aufzuerlegen sind, soweit die Behörde nichts Anderes 

entscheidet (Art. 73 Abs. 2 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen aus der 

Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigungen und Mitteilungen des 

Entscheids sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr 

beträgt höchstens CHF 20'000.--, sie richtet sich nach dem Umfang und 

der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und der wirtschaft-

lichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2 VRG). 

9.1. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird die Staatsgebühr im Sinne von 

Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 4'000.-- festgesetzt. Sie wird zusammen mit 

den Kanzleiausgaben dem Ausgang des Verfahrens entsprechend den un-

terliegenden Parteien, nämlich der Beschwerdegegnerin und dem Be-

schwerdegegner, je zur Hälfte (Art. 73 Abs. 1 VRG) auferlegt. Der Antrag 

der Beschwerdeführerin, bei einem allfälligen Unterliegen ihrerseits bei der 

Verlegung der Verfahrenskosten und der aussergerichtlichen Entschädi-

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gung vom Unterliegerprinzip abzuweichen, ist bei diesem Verfahrensaus-

gang hinfällig. 

9.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel ver-

pflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit verursachten 

notwendigen Kosten zu ersetzen. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit 

öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird in der Regel 

keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wir-

kungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 VRG). 

9.2.1. Vorliegend wird die Parteientschädigung dem Ausgang des Beschwerde-

verfahrens entsprechend zu Gunsten der obsiegenden Beschwerdeführe-

rin und zu Lasten der unterliegenden Beschwerdegegnerin und des Be-

schwerdegegners zugesprochen. 

9.2.2. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin legte mit Schreiben vom 

31. Mai 2019 eine Honorarnote über CHF 9'125.-- (Honoraraufwand von 

März bis Mai 2019 von 36.5 h à CHF 250.--, keine Auslagen, keine MWST) 

ins Recht. Das Gericht erachtet den geltend gemachten Zeitaufwand ange-

sichts der gesamten Umstände, der Schwierigkeit der Angelegenheit und 

des Umfangs des Verfahrens als angemessen. Die Praxis des Verwal-

tungsgerichts (Praxisänderung vom 5. September 2017, vgl. dazu Urteile 

des Verwaltungsgerichts U 16 92 vom 25. Oktober 2017 E.13b, S 17 15 

vom 27. September 2017 E.7b und R 18 17 vom 18. September 2019 

E.9.2.1) geht gestützt auf die Verordnung über die Bemessung des Hono-

rars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung [HV; 

BR 310.250]) dahin, dass bei Einreichen einer Honorarvereinbarung der 

geltend gemachte Stundenansatz übernommen wird, sofern er den Ansatz 

von CHF 270.-- nicht überschreitet. Ist Letzteres der Fall, wird er auf 

CHF 270.-- herabgesetzt. Wird keine Honorarvereinbarung eingereicht, be-

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trägt der Stundenansatz höchstens CHF 240.-- (vgl. Praxisänderung vom 

5. September 2017). Angesichts dieser Praxis und weil keine Honorarver-

einbarung eingereicht wurde, ist die Honorarrechnung des Rechtsvertre-

ters der Beschwerdeführerin anzupassen, indem nicht ein Stundenansatz 

von CHF 250.--, sondern ein solcher von CHF 240.-- zur Anwendung ge-

langt. Damit resultiert ein zuzusprechendes Honorar von CHF 8'760.--. 

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Beschwerdegeg-

nerin und der Beschwerdegegner verpflichtet, die Beschwerdeführerin, je 

zur Hälfte, mit total CHF 8'760.-- aussergerichtlich zu entschädigen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der an-

gefochtene Einspracheentscheid und die Baubewilligung, beide vom 26. 

November 2018, mitgeteilt am 27. November 2018, werden aufgehoben 

und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zu weiteren Abklärungen 

bezüglich des Neubauprojekts an die Gemeinde B._____ zurückgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von CHF 4'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 998.--

zusammen CHF 4'998.--

gehen je zur Hälfte zulasten der Gemeinde B._____ und von C._____. 

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3. Die Gemeinde B._____ und C._____ haben die A._____ AG, je zur Hälfte, 

mit total CHF 8'760.-- aussergerichtlich zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Auf die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 4. Februar 

2022 nicht eingetreten (1C_288/2021).