# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 746a60f0-c386-5d67-a25d-b7cf4f09559e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250133-O3
**Docket/Reference:** UE250133-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250133-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: UE250133-O/U/AEP

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, lic. iur. B. Stiefel und 

Oberrichterin lic. iur. K. Eichenberger sowie Gerichtsschreiberin 

Dr. iur. I. Babic

Verfügung und Beschluss vom 2. September 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG in Law X._____,

gegen

1.

2.

B._____,  

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 

Beschwerdegegnerinnen

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Limmat vom 25. März 2025

- 2 -

Erwägungen:

I.

1. Mit Eingabe vom 26. Februar 2025 liess A._____ (nachfolgend: Beschwerde-

führer)  bei  der  Staatsanwaltschaft  Zürich-Limmat  (nachfolgend:  Staatsanwalt-

schaft)  Strafanzeige  gegen  B._____  (nachfolgend:  Beschwerdegegnerin)  wegen 

Nötigung etc. erstatten (Urk. 3/5). Hintergrund der Strafanzeige bildet im Wesentli-

chen die Rückzahlung eines Darlehens. Gemäss Beschwerdeführer habe die Be-

schwerdegegnerin ihn dazu gedrängt, ihr den Betrag von Fr. 9'200.– zurückzuzah-

len, obwohl sie in der Vergangenheit mitgeteilt habe, das Darlehen in eine Schen-

kung umzuwandeln. Sie habe ihn zudem genötigt, gegen seinen Willen Dokumente 

zu unterzeichnen und diverse Personen benutzt, um ihn zur Rückzahlung zu drän-

gen (Urk. 3/5 und Urk. 3/2 S. 1). 

2. Mit Verfügung vom 25. März 2025 nahm die Staatsanwaltschaft eine Strafun-

tersuchung gegen die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a und 

lit. b StPO nicht anhand, da die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersu-

chung nicht gegeben seien (Urk. 6 = 3/2). Dagegen liess der Beschwerdeführer am 

7. April 2025 rechtzeitig (vgl. Urk. 3/3-4 und Urk. 10/6) Beschwerde erheben und 

folgende Anträge stellen (Urk. 2 S. 2):

"1. Es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben.

 2. Es sei die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl anzuweisen, eine Straf-

untersuchung zu eröffnen und durchzuführen.

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwert-

steuer zu Lasten des Staates.

 4. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege un-
ter Beiordnung der Unterzeichneten als unentgeltlicher Rechtsbei-
stand zu gewähren."

3.

Die  Untersuchungsakten  der  Staatsanwaltschaft  wurden  beigezogen 

(Urk. 10). Nachdem sich die Beschwerde – wie zu zeigen sein wird – als unbegrün-

det erweist, kann davon abgesehen werden, die Beschwerdeschrift der Staatsan-

waltschaft zur Stellungnahme zu übermitteln (Art. 390 Abs. 2 StPO). Das Verfahren 

ist spruchreif.

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4.

Nachfolgend ist nur insoweit auf die Eingaben und Argumente der Parteien 

und die weiteren Akten einzugehen, als sich diese für die Entscheidfindung als re-

levant erweisen (vgl. BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_46/

2018 vom 14. Februar 2018 E. 4).

II.

1.

Angefochten  ist  eine  Nichtanhandnahmeverfügung  der  Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde bei der III. Strafkammer des Obergerichts des Kan-

tons  Zürich  zulässig  (Art. 310  Abs. 2  i. V. m.  Art. 322  Abs. 2  und  Art. 393  Abs. 1 

lit. a StPO und § 49 GOG). Die Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Be-

merkungen Anlass bzw. sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Straf-

untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der 

Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht 

ergibt. Demgegenüber eröffnet die Staatsanwaltschaft keine Untersuchung, wenn 

die Führung eines Verfahrens gestützt auf die ersten Ermittlungsergebnisse oder 

die Strafanzeige geradezu als aussichtslos erscheint. In diesen Fällen verfügt sie 

gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Straf-

anzeige  oder  des  Polizeirapports  feststeht,  dass  die  fraglichen  Straftatbestände 

oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (lit. a), Verfahrenshin-

dernisse bestehen (lit. b) oder aus den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf eine 

Strafverfolgung  zu  verzichten  ist  (lit.  c).  Eine  Nichtanhandnahme  gestützt  auf 

Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO darf nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fäl-

len ergehen. Sie darf mit anderen Worten nur verfügt werden, wenn mit Sicherheit 

feststeht, dass der zur Beurteilung vorliegende Sachverhalt unter keinen Straftat-

bestand fällt oder gar nicht verfolgbar ist. Im Zweifelsfall ist grundsätzlich – dem 

aus dem Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz "in dubio pro duriore" folgend – 

ein  Verfahren  zu  eröffnen.  Der  Staatsanwaltschaft  und  der  Beschwerdeinstanz 

steht dabei ein gewisser Ermessensspielraum zu (VOGELSANG, in: Basler Kommen-

tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 6 und N. 8 f. zu Art. 310 

- 4 -

StPO; BGE 137 IV 285 E. 2.3; Urteile des Bundesgerichts 6B_291/2022 vom 4. Mai 

2022 E. 3.1 und 6B_594/2021 vom 6. September 2021 E. 7).

3.

3.1 In der Strafanzeige vom 26. Februar 2025 wirft der Beschwerdeführer der Be-

schwerdegegnerin  vor,  sie  habe  ihn  zur  Rückzahlung  von  insgesamt  Fr. 9'200.– 

gedrängt, obwohl sie am 12. Oktober 2024 ausdrücklich mitgeteilt habe, sie werde 

das  Darlehen  in  eine  Schenkung  umwandeln  und  der  Betrag  sei  nicht  mehr  ge-

schuldet. Zwischen 2020 und 2024 habe er der Beschwerdegegnerin gesamthaft 

Fr. 61'170.– geliehen und dieses Darlehen am 16. Dezember 2024 mit einer sechs-

monatigen Frist gekündigt. Nach einem Besuch bei ihren Eltern am 23. Dezember 

2024 habe sie ihn unter Druck gesetzt, sie zwei Tage später in Zürich zu treffen. 

Dort habe sie ihn gezwungen, ein von ihr vorbereitetes Dokument zu unterzeich-

nen, wonach er auf sämtliche offenen Forderungen verzichte. Dabei habe sie ihm 

mit einer Betreibung oder der Übergabe der Forderung an ein Inkassobüro gedroht. 

Zusätzlich  sei  ein  weiteres  Dokument  unterzeichnet  worden,  wonach  beide  Par-

teien  auf  die  Einleitung  einer  Betreibung  verzichten  würden.  Am  19. November 

2024 habe er eine Beziehung zu einer Frau namens C._____ aufgebaut. Ab Januar 

2025 habe die Beschwerdegegnerin diese Beziehung benutzt, um ihn unter Druck 

zu setzen – unter anderem mit dem Ziel, die Fr. 9'200.– zurückzuerhalten und das 

Mandat mit seiner Anwältin zu beenden. Es bestehe der Verdacht, dass dies durch 

die Beschwerdegegnerin organisiert worden sei. Zudem habe sie ihm erklärt, sie 

sei  mit  einer  Notarin,  einem  Wirtschaftsfachmann  sowie  einem  Staatsanwalt  be-

freundet, welche sie unentgeltlich berieten. Darüber hinaus habe sie ihn mehrfach 

bei ihren Eltern einer "Gehirnwäsche" unterzogen. Die Eltern sowie C._____ hätten 

gezielt Druck auf ihn ausgeübt. Dabei sei der Beschwerdegegnerin bewusst gewe-

sen, dass er an einem Hirntumor leide und daher besonders leicht zu beeinflussen 

sei. Durch diese mehrschichtige Druckausübung habe sie erreicht, dass er ihr trotz 

vorherigem Verzicht erneut Geld ausbezahlt, zwei Dokumente gegen seinen Willen 

unterzeichnet  und  auf  seine  eigenen  Forderungen  verzichtet  habe  (Urk. 3/5 

S. 2 ff.).

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3.2 Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli-

chen, es sei unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in 

der  Vergangenheit  Geld  geliehen  habe.  Es  sei  jedoch  fraglich,  ob  es  sich  dabei 

(nach  wie  vor)  um  ein  Darlehen  handle  oder  ob  daraus  zwischenzeitlich  eine 

Schenkung geworden sei. Dies sei eine zivilrechtliche Frage, welche auf dem Zivil-

weg zu klären sei, genauso wie die Frage, ob die unterzeichneten Vereinbarungen 

rechtsgültig  seien  oder  ob  ein  Willensmangel  bestanden  habe.  Bei  der  Ankündi-

gung, rechtliche Schritte im Sinne einer Betreibung einzuleiten, handle es sich um 

das gesetzlich vorgesehene Mittel, um eine Forderung durchzusetzen. Ebenso sei 

es legitim, eine Forderung an ein Inkassobüro abzutreten. Damit fehle es an der 

erforderlichen Rechtswidrigkeit des Nötigungsmittels, weshalb eine Bestrafung we-

gen Nötigung oder Drohung entfalle. Hinweise auf einen Betrug ergäben sich aus 

der Strafanzeige keine (Urk. 6 S. 2). 

3.3 Der Beschwerdeführer wiederholte in der Beschwerde mehrheitlich die bereits 

in der Strafanzeige gemachten Vorbringen. Sodann führte er aus, aufgrund seines 

Hirntumorleidens  ein  besonders  schutzwürdiges  Opfer  zu  sein.  Er  habe  der  Be-

schwerdegegnerin  ein  Darlehen  von  Fr. 61'170.–  gewährt,  wovon  lediglich 

Fr. 7'130.– zurückbezahlt worden seien. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits habe 

ihm Fr. 10'000.– geliehen, wovon Fr. 3'000.– zurückbezahlt worden seien. In einer 

existenzbedrohenden finanziellen Lage im Jahr 2024, welche der Beschwerdegeg-

nerin bekannt gewesen sei, habe sie zunächst auf eine Rückforderung verzichtet, 

später dennoch Druck auf ihn ausgeübt – auch über Drittpersonen. Er sei der An-

sicht, dass er durch Drohungen zu einem Verhalten gezwungen worden sei, das 

seinem Willen widersprochen habe, womit der Tatbestand der Nötigung erfüllt sei. 

Eine besondere Intensität des Zwangs sei hierfür nicht erforderlich. Die Staatsan-

waltschaft verkenne, dass die eingesetzten Mittel – insbesondere Betreibung und 

Inkasso – nur bezüglich der Forderung der Beschwerdegegnerin legitim seien, nicht 

jedoch im Zusammenhang mit seiner Forderung. Selbst bei unterstellter Legitimität 

bestehe ein deutliches Missverhältnis zwischen Mittel und Zweck, da nur die Be-

schwerdegegnerin profitiert habe, während er auf Fr. 54'040.– verzichtet und zu-

sätzlich Fr. 7'000.– habe leisten müssen. Eventualiter liege auch ein Betrugsver-

dacht vor, da ein arglistiges Lügengebäude im Raum stehe. Die entsprechenden 

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Abklärungen könne einzig die Staatsanwaltschaft im Rahmen von Ermittlungen vor-

nehmen (Urk. 2 S. 3 ff.).

4.

4.1 Es  ist  grundsätzlich  unbestritten,  dass  es  zwischen  dem  Beschwerdeführer 

und  der  Beschwerdegegnerin  (mindestens)  ein  Darlehensgeschäft  gegeben  hat. 

Der Beschwerdeführer stellt auch nicht in Abrede, dass er der Beschwerdegegnerin 

grundsätzlich Geld schulde bzw. geschuldet habe. Er macht jedoch geltend, dass 

eine gegenseitige Schuld bestehe und sie ihn – nachdem sie zunächst auf ihren 

Teil der Forderung verzichtet habe – unter Androhung der Einleitung einer Betrei-

bung und mit weiteren Mitteln genötigt habe, den an sie noch ausstehenden Betrag 

zu bezahlen. 

4.2 Der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer jemanden 

durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschrän-

kung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. 

Beim Nötigungsmittel der Androhung ernstlicher Nachteile stellt der Täter dem Op-

fer ein Übel in Aussicht, dessen Eintritt er als von seinem Willen abhängig erschei-

nen  lässt.  Ernstlich  sind  Nachteile,  wenn  ihre  Androhung  nach  einem  objektiven 

Massstab geeignet ist, auch eine besonnene Person in der Lage des Betroffenen 

gefügig zu machen und so seine freie Willensbildung oder -betätigung zu beschrän-

ken (Urteil des Bundesgerichts 6B_979/2018 vom 21. März 2019 E. 1.2.2 m. w. H.). 

Bei der Nötigung bedarf die Rechtswidrigkeit einer besonderen Prüfung. Die Nöti-

gung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur dann unrechtmässig, 

wenn  das  Mittel  oder  der  Zweck  unerlaubt  ist,  wenn  das  Mittel  zum  erstrebten 

Zweck nicht im richtigen Verhältnis steht oder wenn die Verknüpfung zwischen ei-

nem  an  sich  zulässigen  Mittel  und  einem  erlaubten  Zweck  rechtsmissbräuchlich 

oder sittenwidrig ist. Letzteres trifft insbesondere zu, wenn zwischen dem Gegen-

stand der Drohung und demjenigen der Forderung kein sachlicher Zusammenhang 

besteht  (Urteil  des  Bundesgerichts  6B_979/2018  vom  21. März  2019  E. 1.2.3 

m. w. H.).

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Die Androhung einer Betreibung bei Nichtbezahlung einer bestrittenen Forderung 

kann grundsätzlich unter die Tatbestandsvariante der Androhung eines ernstlichen 

Nachteils  subsumiert  werden  und,  soweit  Rechtswidrigkeit  vorliegt,  einen  Nöti-

gungsversuch darstellen. Dient die Betreibungsandrohung der Durchsetzung einer 

nicht  bestehenden  Forderung,  ist  Rechtswidrigkeit  gegeben  (vgl.  Urteil  des  Bun-

desgerichts 6B_1074/2016 vom 20. Juli 2017 E. 2.3). Nötigung scheidet jedoch un-

ter Umständen aus, wenn derjenige, der Druck ausübt, auf den von ihm beabsich-

tigten  Erfolg  Anspruch  zu  haben  glaubt  (DELNON/RÜDY,  in:  Basler  Kommentar, 

Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 57 zu Art. 181 StGB).

4.3 Aus der Sachdarstellung in der Strafanzeige, der Beschwerde sowie den bei-

gezogenen Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer und die Beschwerdegeg-

nerin am 24. November 2023 einen Darlehensvertrag über Fr. 10'000.– schlossen, 

wobei der Beschwerdeführer als Darlehensnehmer fungierte (Urk. 10/2/2). Gemäss 

den darin festgehaltenen Modalitäten war das Darlehen auf erstes Verlangen der 

Darlehensgeberin  innert  einer  Frist  von  sechs  Monaten  ab  Geltendmachung  zu-

rückzuzahlen (Urk. 10/2/2 Ziff. 4). Die Beschwerdegegnerin kündigte das Darlehen 

per April 2024 und setzte dem Beschwerdeführer eine Rückzahlungsfrist bis Ende 

Jahr.  In  der  Folge  erfolgten  Teilzahlungen  von  insgesamt  Fr. 2'950.–.  Mit  E-Mail 

vom 9. Dezember 2024 forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer 

auf, den Restbetrag von Fr. 7'000.– bis spätestens 31. Dezember 2024 zu über-

weisen, wobei sie anmerkte, ihm Fr. 50.– "für D._____" zu schenken (vgl. Urk. 10/

2/4). Anschliessend erinnerte sie ihn mehrfach an die noch ausstehende Rückzah-

lung (Urk.  10/2/9). Aus einer Chat-Konversation mit (mutmasslich) der Schwester 

des Beschwerdeführers ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zunächst offen-

bar auf die Restschuld habe verzichten wollen (vgl. Urk.  10/2/3). Am 16. Dezember 

2024 liess der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin über seine Rechtsver-

treterin ein Schreiben zukommen, in welchem er nicht nur ihre Restforderung be-

stritt, sondern im Gegenzug eine Gegenforderung von Fr. 53'860.– geltend machte 

(Urk.  10/2/7).  Am  23. Dezember  2024  unterzeichneten  die  Parteien  zwei  Doku-

mente. Im ersten Dokument mit dem Titel "Bestätigung über den Verzicht aller of-

fenen Forderungen aus dem Schreiben vom 16. Dezember 2024 von RA X._____, 

E._____" bestätigte der Beschwerdeführer die Forderung der Beschwerdegegnerin 

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und verzichtete im Gegenzug auf sämtliche in jenem Schreiben geltend gemachten 

Gegenforderungen (Urk. 10/2/12). Im zweiten Dokument hielten die Parteien fest, 

bis zum 31. Dezember 2024 auf die Einleitung gegenseitiger Betreibungen verzich-

ten zu wollen (Urk. 10/2/13).

Die Beschwerdegegnerin forderte den Beschwerdeführer wiederholt zur Rückzah-

lung auf. Unabhängig von der Frage, ob die Forderung der Beschwerdegegnerin 

zivilrechtlich begründet ist, ergibt sich aus dem festgestellten Sachverhalt, dass sie 

mit ihrem Vorgehen ein zumindest vertretbares und grundsätzlich berechtigtes In-

teresse verfolgte. Die Androhung rechtlicher Schritte, namentlich einer Betreibung, 

stand  im  sachlichen  Zusammenhang  mit  der  geltend  gemachten  Forderung  und 

stellt ein objektiv zulässiges Durchsetzungsmittel dar. Dies gilt selbst bei zivilrecht-

lich fraglicher Durchsetzbarkeit (z. B. infolge Verzichts oder Schenkung), da solche 

Fragen ausschliesslich im Zivilverfahren zu klären sind. Der Strafrechtsschutz greift 

nicht vor, solange das Verhalten im Rahmen gesetzlicher Mittel bleibt und kein kras-

ses Missverhältnis vorliegt, was hier nicht der Fall ist (vgl. BGE 138 IV 13 E. 2.3.3). 

Weder  der  verfolgte  Zweck  (Rückzahlung)  noch  das  eingesetzte  Mittel  (Betrei-

bungsandrohung) erweisen sich als unzulässig oder rechtsmissbräuchlich.

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, sich psychisch unter Druck gesetzt 

und um seine wirtschaftliche Existenz – insbesondere seinen Hof – gefürchtet zu 

haben,  begründet  dieses  subjektive  Empfinden  keine  strafbare  Nötigung.  Straf-

rechtlich relevant ist nicht das persönliche Belastungsempfinden, sondern einzig, 

ob ein objektiv unerlaubtes Mittel verwendet wurde. Dass sich der Beschwerdefüh-

rer unter Druck fühlte, ist nachvollziehbar, genügt aber nicht für die Bejahung des 

Tatbestands. Es ist weder ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin Einfluss auf 

seine wirtschaftliche Existenz hatte, noch wird dargetan, worauf sich diese Angst 

konkret stützen soll. Die blosse Befürchtung eines wirtschaftlichen Schadens – zu-

mal  ohne  entsprechende  Einwirkungsmöglichkeit  der  Beschwerdegegnerin  –  ge-

nügt für die Bejahung eines tatbestandsmässigen Zwangs im Sinne von Art. 181 

StGB  nicht.  Vor  diesem  Hintergrund  ist  das  Verhalten  der  Beschwerdegegnerin 

nicht  geeignet,  die  für  Art. 181  StGB  geforderte  Eingriffsintensität  zu  erreichen. 

Hinzu kommt, dass laut Beschwerdeführer seine Schwester seit Mitte Oktober 2024 

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seine  finanziellen  Angelegenheiten  verwaltet.  Dies  wirft  die  Frage  auf,  ob  er  die 

fraglichen Zahlungen überhaupt selbständig hätte tätigen können. Sodann ist fest-

zuhalten, dass das Ausüben von Druck – selbst wenn dieser von der betroffenen 

Person als belastend empfunden wird – nicht mit strafrechtlich relevantem Zwang 

gleichzusetzen ist. Das Strafrecht schützt nicht vor jeglicher Einflussnahme im Rah-

men rechtlich zulässiger Interessenverfolgung. Vielmehr setzt der Tatbestand der 

Nötigung die Anwendung eines unerlaubten Mittels voraus, welches objektiv geeig-

net ist, die Entscheidungsfreiheit einer besonnenen Person in vergleichbarer Lage 

in  unzulässiger  Weise  einzuschränken  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  6B_979/

2018 vom 21. März 2019 E. 1.2.2).

Auch der Einwand, er sei aufgrund eines Hirntumors besonders beeinflussbar ge-

wesen und habe die Vereinbarungen vom 23. Dezember 2024 unter Druck unter-

zeichnet, ist nicht geeignet, eine strafbare Nötigung zu begründen. Ob ein Vertrag 

wirksam zustande kam, ein Willensmangel im Sinne von Art.  23 ff. OR vorliegt oder 

eine Übervorteilung nach Art.  21 OR gegeben sein könnte, sind Fragen, die – wie 

bereits erwogen – ausschliesslich das Zivilrecht betreffen. Das Strafrecht setzt dort 

ein, wo klare strafbare Verhaltensweisen, wie Gewalt, arglistige Täuschung oder 

rechtswidrige Drohung, nachweisbar sind. Die hier geschilderte Konstellation be-

trifft weitgehend die zivilrechtliche Gültigkeit von Erklärungen und Vereinbarungen. 

In diesem Zusammenhang ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu ver-

weisen, wonach Uneinigkeiten zwischen den Parteien betreffend die Auslegung ei-

nes Vertrags wie auch Leistungsstörungen bei der Vertragserfüllung rein zivilrecht-

liche Angelegenheiten darstellen, welche nicht im Strafverfahren, sondern vor ei-

nem  Zivilgericht  zu  klären  sind  (Urteile  des  Bundesgerichts  6B_364/2013  vom 

29. August  2013  E. 3.3.3;  6B_235/2014  vom  26. Mai  2014  E. 3.2;  6B_582/2014 

vom 7. Januar 2015 E. 2.8).

5.

5.1 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  die  Beschwerdegegnerin  habe  ihn 

durch  Druckausübung  über  Drittpersonen  und  gezielte  Beeinflussungen  zur  Ver-

pflichtung  der  Rückzahlung  eines  nicht  (mehr)  geschuldeten  Betrags  sowie  zum 

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Verzicht auf eigene Forderungen gebracht. Damit sei möglicherweise der Tatbe-

stand des Betrugs im Sinne von Art. 146 StGB erfüllt. 

5.2 Des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer in 

der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch 

Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in ei-

nem  Irrtum  arglistig  bestärkt  und  so  den  Irrenden  zu  einem  Verhalten  bestimmt, 

wodurch  dieser  sich  selbst  oder  einen  andern  am  Vermögen  schädigt.  Damit  je-

mand  überhaupt  Geschädigter  eines  Betrugs  im  Sinne  dieser  Bestimmung  sein 

kann,  wird  mithin  vorausgesetzt,  dass  zufolge  eines  durch  arglistige  Täuschung 

herbeigeführten Irrtums eine Vermögensdisposition getätigt wird die zu einer per-

sönlichen  unmittelbaren  Vermögensschädigung  führt  (MAEDER/NIGGLI,  in:  Basler 

Kommentar, a. a. O., N. 132 zu Art. 146 StGB).

5.3 Gemäss Vorbringen des Beschwerdeführers habe die Beschwerdegegnerin 

ihn am 23. Dezember 2023 unter sozialen Druck gesetzt, unter anderem durch ein 

Treffen bei ihren Eltern, und seine Beziehung zu Frau C._____ instrumentalisiert, 

um ihn zusätzlich zu beeinflussen. Er sieht darin ein Lügengebäude und wirft der 

Beschwerdegegnerin arglistiges Verhalten vor. Wie bereits erwogen, sind zur Er-

öffnung einer Strafuntersuchung erhebliche und konkrete Hinweise auf eine straf-

bare Handlung erforderlich. Der Anfangsverdacht muss auf einer plausiblen Tatsa-

chengrundlage beruhen; blosse Vermutungen genügen nicht (vgl. vorstehend E. II./

2.). Die Ausführungen des Beschwerdeführers stützen sich auf nicht näher belegte 

Behauptungen, die nicht hinreichend substanziiert und in den Akten auch nicht ob-

jektiv bestätigt sind. Aus den Akten geht vielmehr hervor, dass die Beschwerde-

gegnerin ihre Forderung wiederholt offen und transparent kommuniziert hat, insbe-

sondere über zahlreiche Chat-Nachrichten (vgl. Urk. 10/2/9). Es fehlt an einer ge-

zielten Täuschung über Tatsachen. Auch eine komplexe, schwer durchschaubare 

Lügenkonstruktion – wie sie für das Tatbestandsmerkmal der Arglist vorausgesetzt 

wird – ist nicht erkennbar. Die blossen sozialen oder emotionalen Verstrickungen 

zwischen den Beteiligten genügen für sich allein nicht, um die Opferseite in straf-

rechtlich relevanter Weise in die Irre zu führen. Auch bei Annahme eines psychisch 

belasteten  Zustands  des  Beschwerdeführers  zum  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung 

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am 23. Dezember 2024 lässt sich kein strafrechtlich relevanter Täuschungsakt er-

kennen. Die Erklärung des Verzichts auf eigene Forderungen erfolgte nach Akten-

lage freiwillig, ungeachtet allfälliger emotionaler Einflüsse. Eine allfällige Irrtumser-

regung durch die Beschwerdegegnerin ist nicht erkennbar, geschweige denn eine 

Vermögensverfügung,  die  kausal  auf  eine  arglistige  Täuschung  zurückzuführen 

wäre. Ob ein allfälliger Willensmangel oder eine Übervorteilung vorgelegen haben 

könnten, ist – wie von der Staatsanwaltschaft richtig festgehalten – zivilrechtlich zu 

beurteilen  (Urk. 6  S. 2).  Ein  Anfangsverdacht  für  ein  Betrugsdelikt  im  Sinne  von 

Art.  146 StGB liegt nicht vor.

6.

Zusammenfassend kann dem vom Beschwerdeführer zur Anzeige gebrach-

ten  Sachverhalt  kein  strafbares  Verhalten  der  Beschwerdegegnerin  entnommen 

werden. Damit hat die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung zu Recht nicht 

an die Hand genommen. Die Beschwerde ist abzuweisen.

III.

1.

Der Beschwerdeführer hat Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege gestellt (Urk. 2 S. 1).

2. Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen 

Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren 

nicht  aussichtslos  erscheint.  Wie  die  vorstehenden  Erwägungen  zeigen,  war  die 

Beschwerde von vornherein aussichtslos. Dementsprechend ist der Antrag auf Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen. Folglich erübrigt es sich zu 

prüfen, ob der Beschwerdeführer mittellos ist.

3.

Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 

StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Zeitauf-

wands  des  Gerichts  ist  die  Gerichtsgebühr  für  das  Beschwerdeverfahren  auf 

Fr. 1'200.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG).

4.

Aufgrund seines Unterliegens ist dem Beschwerdeführer für das Beschwer-

deverfahren  keine  Entschädigung  zuzusprechen.  Mangels  Umtriebe  –  die  Be-

schwerdegegnerin wurde nicht zur Stellungnahme aufgefordert – ist der Beschwer-

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degegnerin  ebenfalls  keine  Prozessentschädigung  für  das  Beschwerdeverfahren 

zuzusprechen (Art. 436 StPO i. V. m. Art. 429 f. StPO).

Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. D. Oehninger)

1.

Das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 

Rechtspflege wird abgewiesen.

2.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittel gemäss nachfolgendem Beschluss.

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die  Gerichtsgebühr  für  das  Beschwerdeverfahren  wird  festgesetzt  auf 

Fr. 1'200.– und dem Beschwerdeführer auferlegt. 

1.

2.

3.

Für  das  Beschwerdeverfahren  werden  keine  Entschädigungen  zugespro-

chen.

4.

Schriftliche Mitteilung an:







Rechtsanwältin M.A. HSG in Law X._____, zweifach, für sich und den 
Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)

die Beschwerdegegnerin (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, ad …, unter gleichzeitiger Rück-
sendung  der  beigezogenen  Akten  (Urk.  10;  gegen  Empfangsbestäti-
gung)

5.

Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der ge-

mäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bun-

desgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgeset-

zes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

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richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 2. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

Dr. iur. I. Babic