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**Case Identifier:** 98bb4152-1b8d-54f0-b7d0-aa64bc1be9c8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 29.04.2014 S 2013 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-117_2014-04-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 117

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser, 

Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Brülisauer

URTEIL
vom 29. April 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Castelberg, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ arbeitete im Zeitpunkt des Unfalls bei der B._____ AG im 

Reinigungsdienst und war damit bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA) obligatorisch 

unfallversichert. Am 16. Dezember 2012 rutschte er beim Spazieren auf 

Schnee bzw. Eis aus und stürzte. Der Hausarzt Dr. med. C._____ 

diagnostizierte am 17. Dezember 2012 eine Distorsion des rechten Knies 

mit erheblichem Knorpeldefekt distale Trochleaanteile im Sinne einer 

Chondropathie Grad IV, eine retropatelläre Chondropathie II sowie eine 

Distorsion des rechten Hüftgelenks mit geringgradiger Zerrung des 

Musculus gluteus minimus rechts. Die Schadenmeldung UVG datiert vom 

10. Januar 2013. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

2. Nach kreisärztlicher Untersuchung und nochmaliger MRI-Abklärung 

eröffnete die SUVA mit Verfügung vom 21. Mai 2013 A._____, dass seine 

heute bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern 

ausschliesslich krankhafter Natur seien. Der Fall werde deshalb per 

30. Juni 2013 abgeschlossen und ein weiterer Anspruch auf 

Versicherungsleistungen werde abgelehnt. Dagegen erhob A._____ am 

29. Mai 2013 Einsprache. In seiner Begründung vom 21. Juni 2013 warf 

er die Frage einer allenfalls vorliegenden Berufskrankheit auf. In 

Anbetracht der verfügbaren medizinischen Dokumentationen könne die 

Beurteilung des Kreisarztes nicht akzeptiert werden.

3. Die SUVA wies die Einsprache mit Entscheid vom 27. August 2013 ab. Es 

gebe keine Hinweise für das Vorliegen einer Berufskrankheit. Die 

kreisärztliche Beurteilung sei schlüssig und nachvollziehbar. 

Abweichende ärztliche Beurteilungen seien nicht vorhanden. 

Dementsprechend sei davon auszugehen, dass spätestens ab dem 

30. Juni 2013 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Status quo sine 

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erreicht respektive keine Unfallfolgen mehr gegeben seien, so dass kein 

Anspruch auf weitere Leistungen der SUVA bestehe.

4. Am 27. September 2013 erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) 

gegen diesen Einspracheentscheid Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden und beantragte, der angefochtene 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und es sei die Leistungspflicht der 

SUVA auch nach dem 30. Juni 2013 festzustellen bzw. die SUVA zu 

entsprechenden Leistungen (Taggeld, Behandlungskosten) zu 

verpflichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Im Wesentlichen führte er aus, dass es nicht 

um die Begründung gehe, dass keine Berufskrankheit vorliege, sondern 

dass der Status quo sine per 30. Juni 2013 nicht erreicht sei. Die 

kreisärztliche Beurteilung vom 29. April 2013 widerspreche der Aussage 

des Kreisarztes gegenüber dem Beschwerdeführer und seinem Sohn. 

Auch liege der kreisärztliche Bericht im Widerspruch zu den Befunden 

und den Arztberichten der Klinik D._____ und des Diagnosezentrums 

E._____ sowie des Hausarztes. Der Unfall stehe mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit für die heute bestehende Arbeitsunfähigkeit in 

natürlicher und adäquater Kausalität. Die medizinische Behandlung sei 

nicht abgeschlossen und der Endzustand sei noch nicht erreicht, weshalb 

die Beschwerdegegnerin weiterhin leistungspflichtig sei. 

5. In ihrer Vernehmlassung vom 20. November 2013 beantragte die SUVA 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27. August 2013. Unter 

Verweis auf ihre Ausführungen im Einspracheentscheid hielt sie im 

Wesentlichen ergänzend fest, dass der Einspracheentscheid betreffend 

Berufskrankheit in teilweise Rechtskraft erwachsen sei. Die Formel "post 

hoc, ergo propter hoc" könne nicht als Beweis betrachtet werden und 

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erlaube nicht, den natürlichen Kausalzusammenhang mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Zusammenfassend sei allen 

medizinischen Beurteilungen gemeinsam, dass die Ärzte von einer 

Traumatisierung eines degenerativ vorgeschädigten Knies anlässlich des 

gemeldeten Unfalls ausgingen. Die Traumatisierung habe überwiegend 

wahrscheinlich nicht zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung der 

vorbestehenden Schäden geführt. Entgegen den Ausführungen des 

Beschwerdeführers habe der Kreisarzt ihm kein Übergewicht attestiert 

und sie habe auch nicht eine über den 30. Juni 2013 hinaus bis heute 

bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit anerkannt.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, im Rahmen der 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Einspracheentscheid vom 

27. August 2013, worin die Beschwerdegegnerin die Einstellung von 

Unfallversicherungsleistungen ab dem 30. Juni 2013 bestätigt und somit 

weitere Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung abgelehnt hat. 

Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund von 

Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 ATSG in 

Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung 

der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Der Beschwerdeführer ist 

als Adressat des Einspracheentscheids beschwert und folglich zur 

Erhebung der Beschwerde legitimiert (Art. 59 ATSG i.V.m. Art. 50 VRG). 

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Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 

somit einzutreten. 

b) Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer 

für die Folgen des Unfalls vom 16. Dezember 2012 über den 30. Juni 

2013 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen 

Unfallversicherung hat. Das Vorliegen einer Berufskrankheit ist 

demgegenüber nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Der 

Beschwerdeführer verneinte das Vorliegen einer solchen in seiner 

Beschwerde vom 27. September 2013 explizit, womit der 

Einspracheentscheid vom 27. August 2013 in dieser Hinsicht in 

Teilrechtskraft erwachsen ist.

2. a) Versicherungsleistungen des Unfallversicherers werden gemäss Art. 6 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen Schädigung ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 

177 E.3 mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53). Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 

deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 

nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit 

eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 

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für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 

Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 

Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 

gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E.3.1 mit weiteren 

Hinweisen). Ursachen im Sinne des adäquaten Kausalzusammenhangs 

sind Ereignisse, die nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet sind, einen 

Gesundheitsschaden von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der 

Eintritt dieses Gesundheitsschadens also durch das Ereignis allgemein 

als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E.3.2). 

b) Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 

überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruht. Dies trifft dann zu, wenn der (krankhafte) Gesundheitszustand 

erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante), oder wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 

hätte (Status quo sine; Urteil des Bundesgerichts 8C_84/2010 vom 1. Juni 

2010 E.2.1; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54). 

c) Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht 

allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 

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ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 

um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast nicht 

bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_79/2011 vom 9. März 2011 E.2.2, 8C_101/2008 vom 

6. August 2008 E.2.2; vgl. zum Ganzen auch RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 54 f.). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen 

Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder 

Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom 

Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 

voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen 

des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahingefallen sind (Urteile des Bundesgerichts 8C_79/2011 vom 9. März 

2011 E.2.2, 8C_901/2009 vom 14. Juni 2010 E.3.2). Dabei ist zu 

beachten, dass die Parteien im Sozialversicherungsprozess eine 

Beweislast nur insofern tragen, als im Falle der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 261 E.3b). 

Zudem ist auch zu berücksichtigen, dass sich oftmals der konkrete 

Zeitpunkt, an dem der Status quo sine erreicht wurde, von der Natur der 

Sache her nicht tagesgenau feststellen lässt, sondern lediglich mehr oder 

minder präzise geschätzt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 

8C_341/2009 vom 24. Juli 2009 E.4.2).

3. a) Zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 

Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsrichter auf Unterlagen 

angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist dabei entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

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in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). 

Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. In Bezug auf Berichte von Hausärzten 

darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 

Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen. Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 

Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht 

zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein 

strenger Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 

122 V 157 E.1c mit Hinweisen).

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b) Die Beschwerdegegnerin stellte die Versicherungsleistungen auf den 

30. Juni 2013 ein und lehnte einen Anspruch auf weitere 

Versicherungsleistungen über dieses Datum hinaus ab mit der 

Begründung, dass der Status quo sine erreicht sei respektive keine 

Unfallfolgen mehr vorlägen. Sie stützte in medizinischer Hinsicht auf die 

Beurteilungen des Kreisarztes Dr. med. F._____, Facharzt für Chirurgie 

FMH, ab, welche schlüssig und nachvollziehbar seien. Letzterer gelange 

im Untersuchungsbericht vom 29. April 2013 und in der im Nachgang zur  

zweiten MRI-Abklärung vom 10. Mai 2013 ergänzenden Beurteilung vom 

16. Mai 2013 zum Schluss, dass degenerative Veränderungen vorlägen 

und keine richtungsgebende Verschlimmerung gegeben sei, nachdem die 

degenerativen Veränderungen seit dem Unfall bei nahezu 

deckungsgleichen Voraufnahmen nicht wesentlich zugenommen hätten. 

Es sei davon auszugehen, dass eine entsprechende Distorsion innerhalb 

von sechs Monaten vollumfänglich abheile. Abweichende ärztliche 

Beurteilungen seien nicht vorhanden. Demgegenüber rügt der 

Beschwerdeführer, der kreisärztliche Bericht stehe im Widerspruch zu 

den Befunden und den Arztberichten der Klinik D._____, des 

Diagnosezentrums E._____ sowie des Hausarztes. Für die Ärzte sei klar, 

dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall vollständig beschwerdefrei 

gewesen sei und der Unfall für den heutigen Zustand mit Sicherheit 

zumindest mitursächlich und mit grosser, jedenfalls überwiegender 

Wahrscheinlichkeit sogar allein ursächlich sei. Zudem stehe die 

kreisärztliche Beurteilung im Widerspruch zur Aussage, welche der 

Kreisarzt gegenüber dem Beschwerdeführer und seinem Sohn anlässlich 

der Untersuchung gemacht habe. 

c) Nachfolgend gilt es demnach zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu 

Recht auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. F._____ abgestellt 

hat, mithin ob die kreisärztliche Beurteilung den beweisrechtlichen 

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Anforderungen genügt (vgl. vorne E.3a). Hierzu ist zunächst zu beachten, 

dass das erste MRI vom 31. Dezember 2012 gemäss Bericht des 

Radiologen Dr. med. G._____ (SUVA-act. 43 und 44) im vom Unfall 

betroffenen Becken rechts eine geringgradige Zerrung des Musculus 

gluteus minimus rechts am muskulotendinösen Übergang ergab. 

Ansonsten wurden betreffend Becken keine weiteren Auffälligkeiten 

festgestellt. Im vom Unfall betroffenen rechten Knie wurde ein erheblicher 

Knorpeldefekt betreffend die distalen Trochleaanteile mit subchondralen 

Zystchen und perifokal entzündlicher Aktivität im Sinne einer Grad IV-

Chondropathie, eine retropatelläre Chondropathie Grad II sowie eine 

degenerative Binnensignalsteigerungen am medialen und lateralen 

Meniskushinterhorn ohne nachweisbare Rissbildung festgestellt. Das MRI 

erbrachte keinen Nachweis einer ligamentären Läsion. Der Kreisarzt Dr. 

med. F._____ veranlasste schliesslich eine weitere radiologische 

Untersuchung, um – wie er in seinem Untersuchungsbericht vom 29. April 

2013 festhielt – die strukturellen Unfallfolgen beurteilen zu können; denn 

falls degenerative Veränderungen nicht namhaft zugenommen hätten, sei 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer eine Distorsion erlitten 

habe, welche ohne richtungsgebende Verschlimmerung abgeheilt und die 

degenerativen Veränderungen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit unfallkausal seien (SUVA-act. 40/6). Das 

entsprechende Verlaufs-MRI vom 10. Mai 2013 ergab gemäss dem 

Radiologen Dr. med. H._____ bezüglich Becken rechts keinen Nachweis 

einer eindeutigen Pathologie im Bereich des Beckenskeletts. Dr. med. 

H._____ führte aus, dass die in der Voruntersuchung beschriebene, kaum 

wahrnehmbare Signalanhebung am muskulotendinösen Übergang des 

Gluteus minimus rechts jetzt nicht mehr eindeutig nachweisbar sei. Es 

lägen keine eindeutigen posttraumatischen Residuen vor. Betreffend 

rechtes Knie ist der Beurteilung des Radiologen Dr. med. H._____ im 

Weiteren zu entnehmen, dass sich die Untersuchung praktisch identisch 

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zur Voruntersuchung darstelle, namentlich würden erhebliche Läsionen 

am lateralen Femurkondylus ventral und in der Trochlea mit reaktiven 

Knochenmarködem und beginnenden kleinen Zystenbildungen vorliegen. 

Das Knochenmarködem scheine ebenfalls weitgehend stationär, sodass 

vermutlich keine wesentliche Progredienz vorliege, ebenso auch keine 

Regredienz der entzündlichen reaktiven Knochenmarkveränderungen. 

Unverändert zeigten sich geringe Degenerationen der Menisci. Die 

übrigen Befunde seien unauffällig bei lediglich minimalsten kleinen 

oberflächlichen retropatellären Knorpelläsionen. Sodann habe das MRI 

ergeben, dass die Patella beidseitig leicht dezentriert sei, links eher etwas 

ausgeprägter als rechts ohne starke Gelenkspaltsverschmälerung 

femoropatellär (SUVA-act. 48).

In seiner ergänzenden Beurteilung vom 16. Mai 2013 (SUVA-act. 51) kam 

der Kreisarzt Dr. med. F._____ unter Berücksichtigung der Befunde der 

beiden MRI vom 31. Dezember 2012 (SUVA-act. 43 und 44) und vom 

10. Mai 2013 (SUVA-act. 48) zum Schluss, dass insgesamt keine 

namhafte Zunahme der degenerativen Veränderungen dargestellt werden 

könne. Beidseits könne eine Patelladysplasie mit Lateralisation der 

Kniescheiben bestätigt werden. Die radiologische Veränderung sei eher 

linksbetont. Insgesamt könne aufgrund der Kniekonfiguration und der 

Lateralisation Patella eine Degeneration im Bereich des lateralen 

femoropatellären Gelenks überwiegend wahrscheinlich begründet 

werden. Eine strukturelle, richtungsgebende Verschlimmerung des 

krankheitsbedingten Vorzustands sei höchstens möglicherweise 

vorliegend. Im Bereich des Beckens könnten keine strukturellen 

Unfallfolgen überwiegend wahrscheinlich bestätigt werden. Entsprechend 

könne innerhalb der nächsten zwei bis vier Wochen im Rahmen der 

Unfallfolgen die Arbeit wieder aufgenommen werden. Eine langfristige 

Einschränkung sei nicht zu erwarten. Ebenfalls sei davon auszugehen, 

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dass eine Kontusion bzw. eine Distorsion im Normalfall innerhalb von 

sechs Monaten vollumfänglich abheile.

Diese Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. F._____ ist angesichts der 

bildgebenden Abklärungen, der kreisärztlichen Untersuchung des 

Beschwerdeführers und der entsprechenden Beurteilung von Dr. med. 

F._____ vom 29. April 2013 unter Berücksichtigung der medizinischen 

Vorakten (SUVA-act. 40) nicht zu beanstanden. Der kreisärztliche Bericht 

ist umfassend und schlüssig. Den Akten sind auch keine abweichenden 

ärztlichen Beurteilungen zu entnehmen, welche die Einschätzung von Dr. 

med. F._____ in Zweifel ziehen könnten. Aus diesen ergibt sich vielmehr, 

dass sowohl die Fachärzte für orthopädische Chirurgie der Klinik 

D._____,  Dres. med. I._____ (SUVA-act. 14) und K._____ (SUVA-

act. 73/3), als auch  der Hausarzt Dr. med. C._____, Facharzt FMH für 

Innere Medizin (SUVA-act. 37), von einer Traumatisierung der 

vorbestehenden degenerativen Veränderungen im Knie rechts durch den 

Unfall vom 16. Dezember 2012 ausgegangen sind. Auch der Radiologe 

Dr. med. H._____ hielt in seinem  Bericht vom 17. September 2013 

(SUVA-act. 88) fest, dass sich im Verlauf eine deutliche Regredienz des 

Knochenmarködems zeige, sodass sicher eine recht deutliche 

traumatische Komponente vorgelegen habe. Von der Bildgebung her 

handle es sich am wahrscheinlichsten um eine vorbestehende 

Knorpelschädigung mit durch den Unfall deutlicher Traumatisierung. Ob 

es zu einer Progredienz der Knorpelschäden gekommen sei, könne nicht 

mit Sicherheit bestimmt werden, da unmittelbar nach dem Unfall keine 

Untersuchung vorliege. Im Weiteren hält er fest, dass es MR-

tomographisch nicht mit Sicherheit möglich sei, zwischen einer 

ursprünglich traumatischen oder allenfalls auch degenerativen 

Erkrankung zu unterscheiden. Dennoch lege er seine Hand nicht ins 

Feuer, dass es sich um einen rein degenerativen Prozess handle. Aus 

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den vorhandenen medizinischen Akten kann somit – entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers – nicht entnommen werden, dass die 

Ärzte den Unfall vom 16. Dezember 2012 für den heutigen Zustand mit 

Sicherheit mitursächlich respektive überwiegend wahrscheinlich sogar 

allein ursächlich einschätzen. Ebenso kann der Beschwerdeführer aus 

dem von ihm vorgebrachten Einwand, dass er vor dem Unfall vollständig 

beschwerdefrei gewesen sei, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Gemäss 

ständiger Rechtsprechung kann die Formel "post hoc, ergo propter hoc" – 

wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den 

Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist – nicht als 

Beweis betrachtet werden und erlaubt nicht, einen natürlichen 

Kausalzusammenhang mit der geforderten überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 335 E.2b/bb; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_151/2012 vom 12. Juli 2012 E.5.4). Selbst wenn 

schliesslich Dr. med. K._____ am 27. Juni 2013 (SUVA-act. 73/3) eine 

stationäre Rehabilitation in L._____ empfohlen hat, so kann auch daraus 

nicht geschlossen werden, dass der Status quo sine nicht erreicht sei. 

Eine Rehabilitation kann grundsätzlich auch bei krankheitsbedingten 

Beschwerden sinnvoll sein. Insgesamt ist damit nicht zu beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die praktisch identischen MRI 

vom 31. Dezember 2012 und vom 10. Mai 2013 bezüglich der 

degenerativen Befunde und den medizinischen Beurteilungen ihres 

Kreisarztes nicht von einer überwiegend wahrscheinlichen 

richtungsgebenden, sondern von einer vorübergehenden 

Verschlimmerung der vorbestehenden degenerativen Veränderungen im 

Knie rechts durch den Unfall und im Bereich des Beckens mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit von keinen strukturellen Unfallfolgen 

ausgegangen ist. Sie hat zu Recht festgestellt, dass der Status quo sine 

bezüglich der Unfallfolgen spätestens per 30. Juni 2013 erreicht ist. Auch 

ist folgerichtig nicht zu beanstanden, dass sich die Beschwerdegegnerin 

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damit auch nicht mehr mit der Frage des Grads der Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers ab dem Juli 2013 auseinandergesetzt hat. Der 

Auffassung des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe seine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit über den 30. Juni 2013 hinaus bis heute 

anerkannt, ist damit nicht zu folgen. Auch zielt die Rüge ins Leere, dass 

der Kreisarzt Dr. med. F._____ den Beschwerdeführer zu Unrecht als 

übergewichtig bezeichnet habe. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

ausführt, zitierte der Kreisarzt in seinem Bericht vom 29. April 2013 

(SUVA-act. 40/1) diesbezüglich den Arztbericht der Klinik D._____ vom 

8. Februar 2013 (SUVA-act. 14), wo klinisch unter anderem ein 

erhebliches Übergewicht festgestellt wurde. Im Übrigen hat auch der 

Hausarzt Dr. med. C._____ im Bericht vom 22. Januar 2013 (SUVA-

act. 12/1) Adipositas diagnostiziert.

d) Zum Beweis der behaupteten Widersprüche zwischen der Aussage des 

Kreisarztes gegenüber dem Beschwerdeführer und seinem Sohn und 

seiner kreisärztlichen Beurteilung verlangte der Beschwerdeführer die 

während der kreisärztlichen Untersuchung vom 29. April 2013 gemachten 

Videoaufnahmen. Dem entgegnet die Beschwerdegegnerin, dass der 

Kreisarzt Dr. med. F._____ während der Untersuchung keine 

Videoaufnahmen gemacht habe. Der Beschwerdeführer habe vermutlich 

die an der Decke des Untersuchungszimmers installierte 

Überwachungskamera bemerkt. Diese diene jedoch nicht der Aufnahme 

der kreisärztlichen Untersuchung, sondern schalte sich erst ein, wenn der 

Kreisarzt wegen einer Notfallsituation den im Untersuchungsraum 

installierten Knopf drücke. Das Drücken des Knopfs veranlasse 

gleichzeitig eine Alarmierung der Polizei. Diese Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin erscheinen plausibel und nachvollziehbar. Das 

Editionsbegehren erweist sich demnach als gegenstandlos. 

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4. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass vorliegend im Bereich des 

rechten Knies nicht von einer überwiegend wahrscheinlichen 

richtungsgebenden Verschlimmerung der vorbestehenden degenerativen 

Veränderungen durch den Unfall ausgegangen werden kann. Im Bereich 

des Beckens können mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

Unfallfolgen bestätigt werden. Der aktuelle Gesundheitsschaden beruht 

nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen, womit der 

Status quo sine erreicht ist. Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu 

Recht die Versicherungsleistungen per 30. Juni 2013 eingestellt. Der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 27. August 2013 erweist sich 

demnach als rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der 

Beschwerde führt. 

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen − ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung − kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]