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**Case Identifier:** 5779f001-4f85-5a11-a437-3d8fefd62b53
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.04.2021 I 2021 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-3_2021-04-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 3

Entscheid vom 12. April 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

C.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Unfallkausalität; Leistungspflicht aus 
Listendiagnose Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 19__) war als Sachbearbeiterin bei der D.________ an-
gestellt und dadurch bei der E.________ (nachfolgend: E.________) obligato-
risch unfallversichert. Aufgrund von Schulterbeschwerden rechts suchte 
A.________ am 13. Oktober 2020 Dr.med.univ. (A) F.________ (Facharzt für In-
nere Medizin, G.________) auf, welcher gleichentags ein MRI durchführen liess 
und A.________ daraufhin mit Schreiben vom 16. Oktober 2020 an die 
H.________ in I.________ überwies (vgl. Vi-act. 4 S. 2 und 3). 

B. Am 27. Oktober 2020 ersuchte das Spital J.________ die E.________ um 
Kostengutsprache für die geplante Operation vom 5. November 2020 von 
A.________ nach Unfall. Dies, nachdem A.________ gemäss Bericht vom 28. 
Oktober 2020 von Dr.med K.________ (Chirurgie FMH, H.________) untersucht 
wurde und er die Operationsindikation stellte (vgl. Vi-act, 4 S. 4). Die Kostengut-
sprache wurde durch die E.________ mangels Schadenmeldung nicht erteilt (vgl. 
Vi-act. 3). 

C. Mit Bagatellunfall-Meldung vom 29. Oktober 2020 informierte die Arbeitge-
berin von A.________ die E.________ über den Unfall vom 16. Februar 2019, 
15:00 Uhr, in Brunni. A.________ sei mit ihren Crossblades ausgerutscht und 
gestürzt (vgl. Vi-act. 15 S. 1: "En descendant en crossblade (ski), Mme 
A.________ est tombée à cause d'un tas de neige gelé."). Als Verletzung wurde 
eine Kontusion (vgl. Vi-act. 15 S. 1: "contusion") an der rechten Schulter angege-
ben; erstbehandelnder Arzt sei Dr.med.univ. (A) F.________ gewesen. Eine Ar-
beitsunfähigkeit bestand nicht (vgl. Vi-act. 14 S. 2). 

D. Nach Einholen der Arztberichte und zusätzlichen Auskünften von 
A.________ sowie der Konsultation des RVK-Arztes verfügte die E.________ am 
2. November 2020 die Ablehnung von Leistungen für Schulterbeschwerden ab 
2020 mangels natürlicher Kausalität zwischen der Gesundheitsschädigung und 
dem versicherten Ereignis (vgl. Vi-act. 17 S. 1 - 2; 20 S. 3 - 4). 

E. Am 9. November 2020 erhob A.________ gegen die Verfügung vom 2. No-
vember 2020 Einsprache (vgl. Vi-act. 22), welche die E.________ mit Einspra-
cheentscheid vom 11. Dezember 2020 abwies (vgl. Vi-act. 25 S. 1 - 4). 

F. A.________ lässt am 25. Januar 2021 (Postaufgabe gleichentags) frist- 
und formgerecht Beschwerde (unter Berücksichtigung des in Art. 38 Abs. 4 Bst. c 
ATSG festgelegten Fristenstillstandes [18. Dezember bis 2. Januar des Folgejah-

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res]) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit folgenden Anträgen er-
heben:

1. "Es sei die Verfügung vom 2. November 2020 sowie der Einspracheentscheid 
vom 11.12.2020 aufzuheben und der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leis-
tungen (Krankenkostenübernahme, Taggelder etc.) zuzusprechen.

2. Alles unter ordentlicher und ausserordentlicher Kostenfolge zulasten der Be-
schwerdegegnerin."

Im Übrigen beantragt A.________, eventualiter seien weitere Sachverhaltsab-
klärungen vorzunehmen und ein externes Gutachten anzuordnen (vgl. Be-
schwerde Ziff. 29; 35). 

G. Mit Vernehmlassung vom 9. Februar 2021 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde, die Bestätigung des Einspracheentscheides vom 
11. November 2020 sowie keine Vergütung der Kosten.

H. Mit Eingabe vom 17. Februar 2021 (Posteingang 26.2.2021) nimmt die Be-
schwerdeführerin zur Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung, worauf die Vor-
instanz am 3. März 2021 (Posteingang 4.3.2021) eine Klarstellung einreicht.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Vorinstanz lehnt ihre Leistungspflicht ab mit der Begründung, die von 
der Beschwerdeführerin geklagten und im Oktober 2020 erstmals ärztlich unter-
suchten Schulterbeschwerden rechts könnten nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 16. Februar 2019 zurückgeführt wer-
den, entsprechend mangle es an der natürlichen Kausalität zwischen dem Unfall 
und den Schulterbeschwerden rechts. Dem widerspricht die Beschwerdeführerin; 
die Beschwerden bestünden erst seit dem Unfall, degenerative Veränderungen 
schliesse der behandelnde Arzt aus und zudem liege mit der Partialruptur der 
Supraspinatussehne eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f des Bundes-
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 vor. 

Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin am 16. Februar 2019 einen Skiun-
fall mit Sturz auf die Schulter rechts (und den Ellbogen) erlitt und dies einen Un-
fall nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 darstellt. Unbestritten ist 
ebenso die Diagnose einer Partialruptur der Supraspinatussehne rechts, die am 
5. November 2020 operativ versorgt wurde. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, 
ob das Unfallereignis ursächlich ist für die geklagten Schulterbeschwerden rechts 

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oder die Vorinstanz die natürliche Kausalität und damit ihre Leistungspflicht zu 
Recht verneint hat.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das 
Gesetz nichts Anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzli-
che, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusse-
ren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperli-
chen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

Zudem erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei Knochenbrüchen, Ver-
renkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, Seh-
nenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht vor-
wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (vgl. Art. 6 Abs. 2 
UVG).

2.2.1 Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht grundsätzlich nur, so-
weit der eingetretene Gesundheitsschaden Folge eines versicherten Risikos ist. 
Zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden wird somit ein natürlicher, 
als auch ein adäquater Kausalzusammenhang vorausgesetzt (vgl. BSK-Hofer, 
Art. 4 ATSG, in: Frésard-Fellay/Klett/K.________ [Hrsg.], BSK Allgemeiner Teil 
des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020, Rz. 56; BSK-Nabold, Kommentar zu 
Art. 6 UVG, in: Frésard-Fellay/K.________/Pärli [Hrsg.], BSK Unfallversiche-
rungsgesetz, Basel 2019, Rz. 48 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 Erw. 3.1). Steht 
fest, dass ein allenfalls gegebener natürlicher Kausalzusammenhang nicht 
adäquat wäre, kann die Leistungspflicht ohne weitere Abklärungen zum Bestand 
des natürlichen Kausalzusammenhangs verneint werden (vgl. BGE 135 V 465 
Erw. 5.1). Ist der natürliche Kausalzusammenhang zu verneinen, erübrigen sich 
Weiterungen zur Adäquanz (vgl. Urteil BGer 8C_833/2016 vom 14.6.2017 Erw. 
5.2). Ist anderseits die Adäquanz zu verneinen, kann die Frage der natürlichen 
Kausalität offengelassen werden (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 5.1).

2.2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann (vgl. BSK-Nabold, Art. 6 UVG, Rz. 51). Entsprechend dieser 
Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist. Vielmehr genügt rechtsprechungsgemäss bereits eine gerin-
ge Teilursache (vgl. BGE 123 V 43 Erw. 2.b). Eine schadenauslösende traumati-
sche Einwirkung ist auch dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 

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Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später eingetreten wä-
re, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunktes des Schadeneintritts eine 
unerlässliche Bedingung (conditio sine qua non) darstellt. Anders verhält es sich, 
wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache der Gesundheitsschädi-
gung ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu 
rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnis-
ses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen. Einem 
Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilur-
sache nur dann zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache 
resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösen-
de Faktor gleichsam beliebig und austauschbar darüber erschiene (vgl. BSK-
Hofer, Art. 4 ATSG, Rz. 61 mit Hinweisen auf Urteile BGer 8C_380/2011 vom 
20.10.2011 Erw. 4.2; 8C_ 847/2016 vom 5.4.2017 Erw. 5.3.2; 8C_337/2016 vom 
7.7.2016 Erw. 4.1; vgl. auch BSK-Nabold, Art. 6 UVG, Rz. 56 mit Hinweis auf 
EVG U 413/05 Erw. 4).

2.2.3  Das Auftreten von Beschwerden nach einem Unfallereignis ist für sich al-
lein kein genügender Nachweis für den Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Gesundheitsschädigung. Die Regel "post hoc ergo propter hoc" hat daher im 
Rahmen der Kausalitätsbeurteilung keine beweisrechtliche Bedeutung (vgl. BSK-
Hofer, Art. 4 ATSG, Rz. 60 mit Hinweisen auf BGE 142 V 325 Erw. 2.3.2.2; 
BGE 119 V 335 Erw. 2b/bb; Urteile BGer 8C_560/2017 vom 3.5.2018 Erw. 6.2; 
8C_856/2017 vom 2.5.2018 Erw. 5.3; vgl. sogenannter "post hoc ergo propter 
hoc"-Fehlschluss; vgl. etwa Urteile BGer 8C_178/2010 vom 22.6.2020 Erw. 4.1; 
8C_626/2009 vom 9.11.209 Erw. 3.2).

2.2.4  Auch wenn ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall 
und einem Gesundheitsschaden einmal vorliegt, kann diese in der Folge wieder 
entfallen, womit auch die Leistungspflicht der Unfallversicherung endet. Im Ideal-
fall kommt es nach einem Unfall zu einer vollständigen Abheilung der Unfallfol-
gen; es wird also wieder derjenige Gesundheitszustand erreicht, der unmittelbar 
vor dem Unfall bestanden hat ("status quo ante"). War die Gesundheit der versi-
cherten Person bereits vor dem Unfall beeinträchtigt, so entfällt der natürliche 
Kausalzusammenhang auch beim Erreichen desjenigen Zustandes, der sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf der Vorerkrankung auch ohne Unfall 
früher oder später eingestellt hätte ("status quo sine"). Die Leistungseinstellung 
aufgrund des Erreichens des status quo sine ist indessen der versicherten Per-
son dann nur schwer vermittelbar, wenn der krankhafte Vorzustand klinisch 
stumm war, mithin zu keinen Beschwerden geführt hatte. Steht medizinischer-
seits fest, dass keiner der beiden Status je wieder erreicht werden kann, so 

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spricht die Rechtsprechung von einer "richtungsgebenden Verschlimmerung" 
(vgl. BSK-Nabold, Art. 6 UVG, Rz. 54).

2.3 Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber 
die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie-
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (vgl. BSK-Hofer, Art. 4 ATSG, Rz. 58 mit Hinweisen auf BGE 
142 V 435 Erw. 1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1; vgl. BGE 119 V 335 Erw. 1). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1). 

2.4  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlagge-
bend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 
351 Erw. 3a; BGE 122 V 157 Erw. 1c mit Hinweisen). 

Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss 
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 

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auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 
139 V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der Er-
fahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa-
tienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich 
nicht nur für Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (vgl. Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. Urteil BGer 8C_68/2020 vom 11.3.2020 Erw. 5.1 m.w.H.). 

Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverlässig. Für 
die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von persön-
lichen Untersuchungen vorliegen (vgl. RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (vgl. Urteile BGer 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2; 
8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

2.5 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne 
der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversiche-

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rungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammen-
tragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess 
tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle 
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweis-
regel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 
des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sach-
verhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirk-
lichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_663/2009 
vom 27.4.2010 Erw. 2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung 
des Gehörsanspruches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwal-
tung oder der Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung 
gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich 
oder der angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der 
damit verbundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das 
rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 erblickt werden (vgl. BGE 
122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 
Erw. 3c je mit Hinweisen).

2.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Die Verwaltung als verfügende 
Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als 
bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozial-
versicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben 
vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (vgl. BGE 138 V 218 
Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). 

3.1 In ihren Einspracheentscheid 11. Dezember 2020 führte die Vorinstanz 
aus, die Schulterbeschwerden rechts der Beschwerdeführerin, welche erstmals 
im Oktober 2020 ärztlich behandelt wurden, seien nicht mit überwiegender 

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Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 16. Februar 2019 zurückzuführen. Die 
Vorinstanz stützte sich dabei auf den Bericht von Dr.med. L.________ (Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Ver-
trauensarzt SGV) vom 29. Oktober / 3. November 2020. Danach habe keine er-
eignisnahe medizinische Behandlung stattgefunden (was von der Versicherten 
bestätigt werde), obwohl bei einer traumatischen Ruptur eine unmittelbare, 
schmerzhafte Funktionseinschränkung der Schulter eintreten würde mit der Not-
wendigkeit einer zeitnahen Behandlung. Zudem sei ein direkter Sturz auf die 
Schulter nicht geeignet, eine Teilruptur der Supraspinatussehne zu verursachen. 
Der natürliche Kausalzusammenhang sei daher nur als möglich zu bezeichnen, 
was für eine Leistungspflicht des UVG-Versicherers nicht genügend sei. Seitens 
der Beschwerdeführerin würden keine medizinischen Argumente vorgebracht, 
welche die begründete und nachvollziehbare Stellungnahme von Dr.med. 
L.________ widerlegen oder entkräften würden. Dass die Beschwerdeführerin 
vor dem Ereignis vom 16. Februar 2019 beschwerdefrei gewesen sei, vermöge 
keinen Kausalzusammenhang darzulegen. Gemäss geltender Rechtsprechung 
genüge eine zeitliche Begründung im Sinne der Formel "post hoc ergo propter 
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung als durch den Un-
fall verursacht gelte, weil sie nach diesem aufgetreten sei, nicht. Auch könne die 
Tatsache, dass die Ärzte von einer posttraumatischen Diagnose sprechen wür-
den, nicht eindeutig die Kausalitätsfrage betreffend interpretiert werden, da diese 
lediglich auf die zeitliche Reihenfolge bezogen sei.

3.2 Die Beschwerdeführerin hält dem beschwerdeweise entgegen, dass sie 
seit dem Unfallereignis immer Schmerzen in der rechten Schulter gehabt habe, 
im Berufsalltag weniger, dafür beim Putzen, Haare machen; insbesondere seien 
auch Nacht- und Ruheschmerzen aufgetreten. Sie sei eine Nehmernatur, habe 
auf eine Spontanheilung gehofft und sich mehr oder weniger mit den Einschrän-
kungen arrangiert. Viele Monate später sei sie bei einer Gesundheitssendung auf 
ihr Beschwerdebild aufmerksam geworden, weil der Patient in der Sendung die 
gleichen Symptome und Schmerzen wie sie beschrieben habe. Aufgrund dessen 
habe sie sich weiter abklären lassen und ihr Hausarzt habe einen Sehnenriss mit 
leichter Versteifung festgestellt. Da ihre Beschwerden erst ab dem Unfallereignis 
eingesetzt hätten, könne ihr kein Vorwurf gemacht werden, dass sie eine harte 
Nehmernatur sei und daher erst nach Monaten zum Arzt gegangen sei. Zudem 
gehe ihr behandelnder Chirurg aufgrund des Bildmaterials (MRI-Bilder, Operati-
onsvideo) klar von einer traumatischen Einwirkung auf die Supraspinatussehne 
aus. Die Begründung von Dr.med. L.________ sei sehr knapp ausgefallen und 
seine medizinischen Annahmen würden nicht mittels Literatur belegt. Er würde 
auf Erfahrungswerte zurückgreifen, die wohl im Allgemeinen ihre Berechtigung 

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haben können, doch nicht jedem Einzelfall gerecht würden. Insbesondere wirke 
seine Behauptung, dass ein Sturzereignis keinen Supraspinatussehnenriss ver-
ursachen könne, recht pauschal und sei nicht medizinisch begründet. Der Sach-
verhalt scheine nicht genügend abgeklärt. Der behandelnde Arzt Dr.med. 
K.________ halte fest, dass die Heilbehandlung der Beschwerdeführerin noch 
nicht abgeschlossen sei. Die Beschwerdeführerin habe beim letzten Besuch eine 
deutliche Steifigkeit gezeigt. Zur Unfallkausalität halte er zwar fest, dass die Su-
praspinatussehnenruptur theoretisch traumatisch oder auch degenerativ habe 
auftreten können. Während der Arthroskopie hätten sich jedoch keine degenera-
tiven Veränderungen am Gelenk gezeigt, sondern nur eine diskrete Läsion des 
Pulley-Systems (Rotatorenintervallschlinge), was einen Anteil der Rotatorenman-
schette beinhalten würde. Diese Läsion habe zu einer Instabilität der Bizepsseh-
ne geführt, welche schliesslich für die Schmerzen verantwortlich sei. Aufgrund 
des MRI sowie aufgrund der arthroskopischen Befunde seien somit erhebliche 
Vorzustände auszuschliessen. Nach der Erfahrung von Dr.med. K.________ 
weise überdies jeder Patient über 25 Jahren degenerative Veränderungen auf. 
Allein aufgrund der zeitlichen Diskrepanz könne somit nicht gesagt werden, dass 
die Supraspinatussehnenruptur (allein) degenerativer Natur gewesen sei. Insge-
samt komme Dr.med. K.________ daher zum Schluss, dass die Supraspinatus-
sehnenruptur mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallkausal angesehen 
werden müsse. Interessant sei dabei seine Feststellung, dass er die Bizepsseh-
ne für die Schmerzen als verantwortlich sehe. Dies würde bedeuten, dass der 
Supraspinatussehnenriss auch ohne weiteres seit 20 Monaten existent gewesen 
sein könnte, ohne Schmerzen zu verursachen. Dies würde einerseits erklären, 
dass die Beschwerdeführerin die Schmerzen mit viel Ausdauer ertragen konnte, 
und andererseits wäre damit auch nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin 
erst bei der Gesundheitssendung auf eine Verletzung der Supraspinatussehne 
aufmerksam wurde und sich daraufhin näher habe abklären lassen. Schliesslich 
würden die Schmerzen nach Meinung der Vorinstanz die schmerzhaften Be-
schwerden nach acht bis zwölf Wochen abklingen. Mangels typischer Symptome 
bei degenerativen Veränderungen wie fettiges Gewebe oder Abnützung am Ge-
lenk müsse von einer traumatischen Verletzung der Supraspinatussehne ausge-
gangen werden. 

4.1 Der angefochtene Entscheid stützt sich auf die Beurteilung des die Vor-
instanz beratenden Arztes Dr.med. L.________ vom 29. Oktober / 3. November 
2020 ab. Es ist damit die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Beurteilungen 
von versicherungsinternen Ärzten zu beachten (vgl. Urteil BGer 8C_646/2019 
vom 6.3.2020 Erw. 4.3), wonach nur auf deren Feststellungen abgestellt werden 
kann, wenn keine auch nur geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und 

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Schlüssigkeit bestehen (vgl. BGE 142 V 58 Erw. 5.1 m.w.H.; VGE I 2019 27 vom 
27.9.2019 Erw. 6.1; vorstehend Erw. 2.4). Zu prüfen ist damit, ob der Stellung-
nahme von Dr.med. L.________ volle Beweiskraft zukommt und sich die Vor-
instanz bei ihrer Leistungsverweigerung zu Recht darauf abstützte.

Zum Unfallereignis vom 16. Februar 2019 und den daran anschliessenden Ge-
sundheitsverlauf ergibt sich aus den Akten: 

4.2 Wegen Schulterbeschwerden suchte die Beschwerdeführerin ihren Haus-
arzt Dr.med.univ. (A) F.________ auf, der ein Arthro-MRI des rechten Schulter-
gelenks veranlasste, das am 13. Oktober 2020 durchgeführt wurde. M.________ 
(FMH Radiologie, N.________ AG, I.________) berichtete dem Hausarzt folgen-
des (vgl. Vi-act. 4 S. 2):

Indikation:
Seit sechs Monaten Schmerzen.
Regelrechte Artikulationsstellung im AC-Gelenk sowie im Glenohumeralgelenk. 
Das Acromion ist lateral abfallend hakenförmig angelegt, prädisponierend für ein 
Impingement. Die Supraspinatussehne weist eine ausgedehnte gelenkseitige Par-
tialruptur auf. Kein Nachweis einer fettigen Muskelatrophie. Begleitend geringgra-
dig vermehrte Exsudation in der Bursa subdeltoidea, einer geringgradigen Begleit-
bursitis entsprechend. Die Infraspinatussehne ist intakt. Die Subscapularissehne 
ist intakt. Die Sehne des Caput longum musculus bizeps ist intakt. Das Labrum 
glenoidale ist intakt.

Beurteilung:
Ausgedehnte gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne. Keine fettige 
Muskelatrophie.

4.3 Am 16. Oktober 2020 überwies Dr.med.univ. (A) F.________ die Be-
schwerdeführerin an die H.________ in I.________ (vgl. Vi-act. 4 S. 3):

[…]. Frau A.________ hat seit sechs Monaten Schmerzen im Bereich der rechten 
Schulter, die auf konservative Massnahmen und Physiotherapie mal besserten und 
dann wieder verschlechterten. Sie kann den Arm nach vorne unbeschränkt heben, 
zur Seite aber ist bei 90° Schluss. Schürzengriff ist recht gut möglich. Es findet sich 
ein Druckschmerz über dem Acromioclaviculargelenk. Im durchgeführten MRI aus-
gedehnte gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne ohne fettige Atro-
phie. […].

4.4 Auf Zuweisung durch den Hausarzt untersuchte Dr.med. K.________ die 
Beschwerdeführerin. Seinem Bericht vom 28. Oktober 2020 ist zu entnehmen 
(vgl. Vi-act. 4 S. 4):

Diagnose
• Supraspinatuspartialruptur rechts
• Beginnende Kapsulitis
• Leichte Dekompensation des rechten Ellbogens reaktiv

12

Anamnese
Frau A.________ ist im Februar 2019 mit Kurzskiern gestürzt und hat sich eine 
massive Schulterprellung zugezogen. Initial konnte sie den Arm fast nicht bewe-
gen. Sie hat selber versucht etwas zu behandeln. Die Situation ist aber nicht bes-
ser geworden. Über die Corona-Zeit hat sie sich zurückgehalten aber jetzt bei euch 
gemeldet. Du hast eine MRI-Untersuchung durchführen lassen welche eine subto-
tale Ruptur der Supraspinatussehne zeigt.

Befunde
Im heutigen Untersuch inspektorisch unauffällige Schulter. HWS frei beweglich. 
Keine Druckdolenz über SC- und AC-Gelenk. AC-Gelenk-Tests unauffällig. Druck-
dolenz über dem Bizeps. Flexionseinschränkung von 20° und Abduktionsein-
schränkung von 10° gegenüber der Gegenseite. Aussenrotation noch gleichmäs-
sig. RM-Tests für Supraspinatus- und Bizepssehne massiv positiv. Subskapulari-
soberrand-Tests positiv. Infraspinatus unauffällig.

Beurteilung/Prozedere
Wegen den leichten Ellbogenbeschwerden habe ich die Patientin noch von 
O.________ anschauen lassen. Hier sollte vorläufig kein Behandlungsbedarf vor-
liegen. Wegen der Schulter habe ich der Patientin so schnell wie möglich einen 
OP-Ter-min in J.________ gegeben.

4.5 Gemäss Bagatellunfall-Meldungen vom 27. / 29. Oktober 2020 ist die Be-
schwerdeführerin am 16. Februar 2019 um 15:00 Uhr in Brunni mit ihren 
Crossblades wegen gefrorenen Schnees ausgerutscht und rechtsseitig auf den 
Ellbogen / die Schulter gestürzt (vgl. Vi.-act. 13 S. 2 - 3; 15 S. 1).

Im ihr unterbreiteten Fragebogen führte die Beschwerdeführerin am 29. Oktober 
2020 aus, sie sei am 16. Februar 2019 um ca. 15:00 Uhr bei der Talabfahrt in 
Brunni mit den Crossblades auf Ellbogen / Schulter der rechten Seite gestürzt. 
Über einer eisigen Stelle habe sich Matsch-Schnee befunden, deswegen sei sie 
hängen geblieben und anschliessend gestürzt. Eine unbekannte männliche Per-
son habe ihr beim Aufstehen geholfen. Sie sei oft mit Crossblades unterwegs 
und die Bedingungen seien normal gewesen. Unmittelbar nach dem Sturz hätten 
sich Schmerzen bemerkbar gemacht. Seit ca. einem ½ Jahr erwache sie fast   
jede Nacht aufgrund der Schmerzen, deshalb sei sie zum Arzt gegangen. Am 
13. Oktober 2020 habe sie das erste Mal einen Arzt aufgesucht; Dr.med.univ. (A) 
F.________. Anschliessend sei sie bei Dr.med. K.________ gewesen. Aktuell 
verspüre sie nachts Ruheschmerzen in der Schulter und wenn sie die Arme über 
den Kopf nach oben heben würde. Zudem habe sie stechende Schmerzen im El-
lenbogen. Bezüglich bisherigen Behandlungen gab die Beschwerdeführerin an, 
dass die Operation am 5. November 2020 im Spital J.________ durchgeführt 
werde und sie bis anhin selber Übungen gemacht und Salbe eingestrichen habe. 
Es seien keine Medikamente verordnet worden. Erst seit dem Sturz würde sie an 
Beschwerden der rechten Schulter und/oder Ellbogen leiden (vgl. Vi-act. 19).

13

4.6 Im Zusammenhang mit der Klärung ihrer Leistungspflicht ersuchte die Vor-
instanz die RVK um eine medizinische Stellungnahme von Dr.med. L.________. 
Dieser beantwortete die ihm unterbreiteten Fragen am 29. Oktober 2020 (ange-
passt 3.11.2020) wie folgt (vgl. Vi-act. 18; 21; Fragen sind im Original in französi-
scher Sprache):

1. Diagnose(n)?
Supraspinatussehnen-Partialruptur rechts

2. Liegt eine Körperverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG vor? Wenn ja, 
welche? 
Lit. f Sehnenrisse

Ist diese Körperverletzung überwiegend (> 50%) verschleiss- oder krankheits-
bedingt?
Ja, Begründung siehe Frage 4

3. Gibt es Elemente, die nicht ereignisbezogen sind? Wenn ja, welche?
Ja, Ruptur Supraspinatussehne rechts

4. Besteht ein eindeutiger Kausalzusammenhang zwischen den aktuellen 
Störungen und dem betreffenden Ereignis? Wahrscheinlich? Nur möglich? 
Ausgeschlossen? Was sind die Gründe dafür?
Nur möglich. Das Ereignis vom 16.2.2019 ist ereigniszeitnahe nicht dokumen-
tiert. Eine ereigniszeitnahe medizinische Behandlung fand nicht statt. Die Un-
fallmeldung erfolgte anscheinend erst am 27.10.2020. Die erste Behandlung 
fand erst am 13.10.2020, d.h. 20 Monate nach dem Ereignis statt. Das Ereig-
nis vom 16.2.2019 (direkter Sturz auf die rechte Schulter) war nicht geeignet, 
eine Teilruptur der Supraspinatussehne zu verursachen. Zudem führt eine 
traumatische Ruptur der Supraspinatussehne zu einer unmittelbaren, 
schmerzhaften Funktionseinschränkung der Schulter mit der Notwendigkeit 
einer zeitnahen Behandlung. Die Läsion der Supraspinatussehne ist mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ verursacht. Ein kausaler Zusam-
menhang mit dem Ereignis vom 16.2.2019 ist lediglich möglich.

5. Im Falle einer Verschlimmerung eines früheren Zustands, wann ist der Status 
quo ante/sine erreicht? Aus welchen Gründen?
ST. quo sine nach Schulterkontusion erreicht 8 bis spätestens 12 Wochen 
nach Ereignis

6. Welches ist die aktuelle medizinische Behandlung?
Operative Behandlung (arthroskopische Refixation der Supraspinatussehne 
rechts) vorgesehen für 5.11.2020

6.1 Ist die Operation vom 05.11.2020 medizinisch indiziert und mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit kausal mit dem Ereignis vom 16.02.2019?
Die operative Behandlung ist medizinisch indiziert. Ein kausaler Zusammen-
hang des vorgesehenen Eingriffes mit dem Ereignis vom 16.02.2020 (recte 
16.02.2019) ist lediglich möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich. Der 
Eingriff dient der Behandlung eines unfallfremden degenerativen Zustandes.

Wenn ja, soll diese Operation stationär durchgeführt werden? Wenn ja, wie-
viele Hospitalisationstage?

14

Stationäre Durchführung des nicht unfallkausalen Eingriffes notwendig, Dauer 
3 Tage.

6.2 Gibt es andere medizinische und paramedizinische Behandlungen im Zu-
sammenhang mit dem Unfall, die den aktuellen Zustand deutlich verbessern 
würden? Wenn ja, welche (bitte auch Dauer und Häufigkeit angeben).
Physiotherapie postoperativ 2-3x/Woche für 4 - 6 Monate

7. Arbeitsfähigkeit:
Wenn der Kausalzusammenhang zwischen Unfall vom 16. Februar 2019 und 
Operation vom 5. November 2020 mindestens wahrscheinlich ist, wie lange ist 
die voraussichtliche postoperative Arbeitsunfähigkeit zu akzeptieren? Anzu-
merken ist, dass die Versicherte seit dem 30. September 2020 nicht mehr An-
gestellte der D.________ ist (arbeitslos).
Postoperative AUF nicht unfallkausal, für Büroarbeiten AUF 100% postop. 
voraussichtlich 6-8 Wochen

8. Prognostischer Dauerschaden?
Kein verbleibender Schaden zu erwarten.

4.7 Am 5. November 2020 erfolgte bei Diagnose "Supraspinatusvorderrand-
läsion mit instabiler LBS Schulter rechts" eine Schulterarthroskopie mit Dekom-
pression, Bizepssehnentenodese und Supraspinatussehnenreinsertion rechts. Im 
Operationsbericht hielt Dr.med. K.________ u.a. fest (vgl. Vi-act. 24 S. 6 – 7):

Technisches Vorgehen: […] Einbringen der Optik von dorsal ins Gelenk. Der Ein-
griff wird videodokumentiert. Gelenkflächen absolut unauffällig. Kapselbandapparat 
absolut unauffällig auch im Rezessus frei. Subscapularis bland. Bizepsanker stabil. 
Bizeps deutlich gerötet und aufgefasert, sowie Pulley-Läsion des Supraspinatus-
vorrandes. Infraspinatus und Teres unauffällig. Nun Débridement. […] Anschlies-
send Einbringen der Optik subacromial. Hier Bursektomie. […].

4.8 Am 18. November 2020 beantwortete Dr.med.univ. (A) F.________ den 
ärztlichen Erstbericht der Vorinstanz wie folgt (vgl. Vi-act. 10 S. 3 - 4; 24):

1. Erstbehandlung:
13.10.2020

2. Angaben des Patienten; Unfallhergang und Beschwerden, Rückfall:
Am 19.02.2019 (recte: 16.02.2019) mit Kurzskiern gestürzt und sich eine mas-
sive Schulterprellung zugezogen. Initial konnte sie den Arm fast nicht mehr be-
wegen, Selbsttherapieversuch, die Situation sei nicht besser geworden.

3. Gibt es besondere Umstände, welche den Heilungsverlauf ungünstig beeinflus-
sen können?
nein

4. Morphologisches Schadensbild: 
DD über dem Bizeps

Funktionelles Schadensbild:
Flexionseinschränkung von 20° und Abduktionseinschränkung von 10° ge-
genüber der Gegenseite Aussenrotation noch gleichmässig. RM-Tests f. Supra-
spinatus- und Bizepssehne massiv pos. Subskapularisoberrand-Test pos. 

15

Untersuchungen und bildgebende Verfahren mit Kopien der Befunde:
Artho-MRI Schulter rechts 13.10.2020: ausgedehnte gelenkseitige Partialruptur 
der Supraspinatussehne

5. Diagnose(n):
Supraspinatuspartialruptur mit instabiler LBS Schulter rechts

6. Kausalität: Sind die unter Ziffer 4 erhobenen Befunde mit dem vom Patienten 
geltend gemachten Ereignis vereinbar und erscheinen plausibel?
Ja

7. a) Therapie: Prozedere/Vorschläge:
Schulterarthroskopie durch Dr. K.________ H.________ I.________

b) Ist der Patient hospitalisiert?
05.-07.11.2020 Spital J.________

8. Arbeitsunfähigkeit:
100% 05.11.2020 bis auf weiteres

9. Behandlungsabschluss:
nein Nachbehandlung durch Dr. K.________

4.9 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ersuchte der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin Dr.med. K.________ um die Beantwortung von Fragen, 
worauf dieser am 14. Januar 2021 folgendes ausführt (vgl. Bf-act. 2.2):

1. Erachten Sie die Heilbehandlung bei Frau A.________ als abgeschlossen 
bzw. ist davon auszugehen, dass noch eine namhafte Besserung des Ge-
sundheitszustandes erreicht werden kann?

Die Heilbehandlung bei Frau A.________ ist voraussichtlich vorläufig noch nicht 
abgeschlossen. Die Patientin zeigte beim letzten Untersuch eine deutliche Stei-
figkeit. Eine postoperative Einsteifung der Schulter dauert zwischen 6 und 12 
Monaten.

2. Waren die Beschwerden bis zur Operation vom 05.11.2020 nach Ihrer Ein-
schätzung zum Schadenereignis vom 16.02.2019 unfallkausal?

Die Patientin erlitt am 16.02.2019 einen Unfall. Auf Grund unserer Unterlagen 
und der Zusage der Patientin hatte die Patientin vorbestehend keinerlei 
Schulterprobleme. Im durchgeführten MRI zeigte sich eine Partialruptur der Su-
praspinatussehne die vom Alter her auch rein theoretisch degenerativ aufgetre-
ten sein könnte.
Der gleiche Befund wurde anschliessend in der Arthroskopie genaustens beur-
teilt. Während der Arthroskopie zeigten sich keine degenerativen Veränderun-
gen im Gelenk sondern nur diese diskrete Läsion des Pulley-Systems was ein 
Anteil der Rotatorenmanschette beinhaltet. Diese Läsion führte zu einer Instabi-
lität der Bizepssehne welche schlussendlich für die Schmerzen verantwortlich 
war.

3. Könnte es sein, dass bereits erhebliche Vorzustände bestanden haben 
und somit eher von einem Krankheitsgeschehen auszugehen ist?

Aufgrund des MRI's sowie der intraoperativen Befunde (Dokumentation und 
vollumfängliche Filmdokumentation) können erhebliche Vorzustände ausge-
schlossen werden. 

16

4. Wie stellen Sie sich zur Argumentation der E.________ wie oben be-
schreiben, namentlich lange Phase, Sturz nicht geeignet?

Dies ist eine juristische Frage die Sie sich selber beantworten können. Die Kau-
salitätsabklärungen sind schon seit Jahren ein Dilemma. Jeder Patient über 25 
zeigt degenerative Veränderungen. Diese müssen aber nicht immer symptoma-
tisch sein. Ein Unfall kann eine Veränderung dermassen nachteilig verstärken, 
dass erst dann die Symptomatik relevant wird. Von diesem Denken her wäre es 
eigentlich sinnvoll, nach 40 keine Unfallversicherung mehr zu machen, da in je-
dem Fall degenerative Vorveränderungen bestehen. 

Die zeitliche Kausalität ist ein Passus der sich in letzter Zeit sehr häufig einge-
schlichen hat. Seit die P.________ in dieser Beziehung massiv mehr Härte 
zeigt (was über einen Monat nicht beim Hausarzt oder Vertrauensarzt gewesen 
ist, gilt nicht mehr als Unfall) wird hier mit extrem harten Bandagen gekämpft. 

5. Erfüllt die beiliegende der RKV vom 29.10.2020 die beweisrechtlichen Vor-
aussetzungen?

Ich lese regelmässig Gutachten von Vertrauensärzten. Dieses Gutachten von 
Dr. L.________ ist korrekt und nachvollziehbar. Es ist natürlich ein Dilemma, 
wenn zwischen Unfall und Erstbehandlung mehr als ein Jahr verstreicht. 

5. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin besteht vorliegend keine 
Veranlassung, an der Beurteilung von Dr.med. L.________ zu zweifeln. Vielmehr 
kommt ihr voller Beweiswert zu, weshalb die Vorinstanz darauf abstellen durfte 
und ihre Leistungspflicht zu Recht verneinte.

5.1 Die Beurteilung von Dr.med. L.________ vom 29. Oktober / 3. November 
2020 basiert auf sämtlichen greifbaren medizinischen Akten. Auch setzte er sich 
mit dem von der Beschwerdeführerin beschriebenen Unfallhergang und dem Ge-
sundheitsverlauf auseinander. Seine Ausführungen hierzu sind wohl kurz gehal-
ten, erscheinen aber nachvollziehbar und schlüssig. Daran ändert die Tatsache, 
dass die Beurteilung vor der Schulterarthroskopie und damit vor Erstellung des 
Operationsberichtes erfolgt ist, nichts. Denn im Operationsbericht (oben Erw. 4.7) 
wird nur bestätigt, was bereits bekannt war. Weder wird eine neue Diagnose ge-
stellt noch ein neuer Befund erhoben. Nachdem sodann Diagnose und Befunde 
unbestritten sind, ist auch nicht zu beanstanden, dass eine Aktenbeurteilung er-
folgt ist und Dr.med. L.________ die Beschwerdeführerin nicht persönlich unter-
sucht hat.

5.2 Dr.med. L.________ erkennt zu Recht, dass das Unfallereignis vom 
16. Februar 2019 nicht ereigniszeitnah dokumentiert wurde. Sachverhaltsmässig 
ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin 20 Monate nach dem Unfall vom 16. Fe-
bruar 2019 zuwartete, bis sie sich erstmals in eine ärztliche Behandlung begab. 
Die Beschwerdeführerin bestreitet dies nicht. 

17

Dies ist eine sehr lange Dauer, was einen Kausalzusammenhang zwar als mög-
lich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich erscheinen lässt (vgl. Urteil BGer 
8C_519/2020 vom 20.1.2021 Erw. 5.4). Entsprechend stellte auch Dr.med. 
K.________ fest, dass es ein Dilemma sei, wenn zwischen Unfall und Erstbe-
handlung mehr als ein Jahr verstreiche. Zudem fällt auf, dass im Bericht des 
erstbehandelnden Arztes vom Oktober 2020 dokumentiert ist, die Beschwerden 
würden seit sechs Monaten bestehen, was ebenfalls gegen einen Zusammen-
hang spricht.

5.3 Ist zu ergänzen, dass die Feststellung von Dr.med. L.________, wonach 
eine traumatische Ruptur der Supraspinatussehne zu einer unmittelbaren, 
schmerzhaften Funktionseinschränkung der Schulter mit der Notwendigkeit einer 
zeitnahen Behandlung führe, ebenfalls nicht zu beanstanden ist (vgl. etwa Urteil 
BGer 8C_630/2020 vom 28.1.2021 Erw. 4.3.3). Die Beschwerdeführerin macht 
wohl geltend, unmittelbar nach dem Sturz Schmerzen verspürt zu haben. Den-
noch steht fest, dass erst die Schmerzen ab ca. April 2020, mithin über ein Jahr 
später, die Beschwerdeführerin nach weiteren sechs Monaten veranlasst haben, 
einen Arzt aufzusuchen. Damit bleibt eine traumatische Verletzung wohl möglich, 
sie ist aber nicht überwiegend wahrscheinlich.

5.4 Zu Recht erwähnt die Vorinstanz sodann, dass das Auftreten von Be-
schwerden nach einem Unfallereignis für sich allein kein genügender Nachweis 
für den Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung ist 
(vgl. Erw. 2.2.3). Auskünfte, die allein auf der Argumentation beruhen, die ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten, sind 
beweisrechtlich nicht zu verwerten (vgl. zur Unzulässigkeit der Beweismaxime 
"post hoc ergo propter hoc", Urteil BGer 8C_241/2020 vom 29.5.2020 Erw. 3).

5.5 Das Unfallereignis wird von der Beschwerdeführerin selber als Skisturz auf 
Ellbogen Schulter rechte Seite beschrieben; über einer eisigen Stelle habe sich 
Matsch-Schnee befunden, deswegen sei sie hängengeblieben und anschlies-
send gestürzt (vgl. oben Erw. 4.5). In der Bagatellunfall-Meldung wird eine Kon-
tusion/Prellung der Schulter erwähnt (Vi-act. 14, 15) und Dr.med. K.________ 
spricht in seinem Bericht vom 28. Oktober 2020 von einer massiven Schulterprel-
lung (vgl. oben Erw. 4.4), was von Dr.med.univ. (A) F.________ im ärztlichen 
Erstbericht vom 18. November 2020 wiederholt wird (vgl. oben Erw. 4.8). Mit 
Blick auf die Rechtsprechung ist daher nicht zu beanstanden, wenn Dr.med. 
L.________ zur Beurteilung gelangt ist, ein direkter Sturz auf die Schulter sei 
nicht geeignet, eine Teilruptur der Supraspinatussehne zu verursachen (vgl. hier-
zu jüngstens das Urteil BGer 8C_519/2020 vom 20.1.2021 Erw. 5.4; siehe auch 

18

Urteile BGer 8C_446/2019 vom 22.10.2019 Erw. 5.2.2 f. mit weiteren Hinweisen; 
8C_98/2019 vom 18.7.2019). 

5.6 Unbehelflich ist der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe 
den Sachverhalt, den Unfallhergang zu wenig abgeklärt. Gemäss eigener Aus-
sage gibt es für den Sturz keine nennbaren Zeugen (vgl. Vi-act. 19); auch in der 
Bagatellunfall-Meldung wird keine Angabe über anwesende Personen gemacht 
(Vi-act. 15). Die Beschwerdeführerin selber hatte mehrfach die Möglichkeit, den 
Unfallhergang zu beschreiben. Auf diese Hergangsbeschriebe ist abzustellen 
(Aussage der ersten Stunde; vgl. BGE 143 V 168 Erw. 5.2.2). Es überzeugt nicht, 
wenn - mangels Zeugen - einzig die Beschwerdeführerin den Unfallhergang wei-
ter spezifizieren könnte und dies nach abschlägigem Entscheid mit Begründung 
der Leistungsablehnung. Kommt hinzu, dass die Vorinstanz die tatsächlichen 
Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hatte und damit ihre Ver-
pflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts erfüllt hat. Der Versicherer ist nicht gehalten, die versicherte Person 
im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur weiteren Substantiierung des 
gemeldeten Geschehnisses aufzufordern (vgl. Urteil BGer 8C_225/2019 vom 
20.8.2019 Erw. 3.3).

5.7 Wenn der Unfallmechanismus, die Kontusion der Schulter, nicht geeignet 
war, eine Partialruptur der Supraspinatussehne zu verursachen, so ist auch die 
weitere Feststellung von Dr.med. L.________ nachvollziehbar, dass nämlich der 
Unfall nur zu einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt hat. Die von der 
Beschwerdeführerin angeführten Zweifel an seiner weiteren Aussage, mit dem 
Erreichen des status quo sine nach Schulterkontusion sei acht bis spätestens 
zwölf Wochen nach Ereignis erreicht (vgl. oben Erw. 4.6), werden nicht weiter 
begründet. Im Lichte der Rechtsprechung ist die Aussage zudem nicht zu bean-
standen (vgl. Urteile BGer 8C_388/2020 vom 27.8.2020 Erw. 3.1; 8C_446/2019 
vom 22.10.2019 Erw. 5.2.2, 8C_98/2019 vom 18.7.2019, 8C_317/2008 vom 
27.11.2008, wo das Bundesgericht das Erreichen des status quo sine vel ante 
nach diesem Zeitraum bei Schulterprellung/-kontusion jeweils nicht beanstande-
te).

5.8 Dr.med. K.________ nimmt - entgegen der Auffassung der Beschwerde-
führerin - nicht eindeutig Stellung zur Kausalität. Weder im Bericht vom 28. Okto-
ber 2020 noch im Operationsbericht vom 5. November 2020 beurteilt er die Ge-
nese. Einzig die Anamnese enthält einen Verweis auf den Skiunfall (Vi-act. 24 
S. 5-7). Auch im Bericht zuhanden des Rechtsvertreters vom 14. Januar 2021 
widerspricht Dr.med. K.________ der Beurteilung von Dr.med. L.________ nicht. 

19

Er schreibt gar, die im MRI gezeigte Partialruptur der Supraspinatussehne könne 
vom Alter der Beschwerdeführerin her (Jg. 19__) rein theoretisch auch degenera-
tiv aufgetreten sein. Eine Begründung, dass sie entgegen dem überwiegend 
wahrscheinlich dennoch auf den Skiunfall vom 16. Februar 2019 zurückzuführen 
ist, stellt dies keinesfalls dar. Dr.med. K.________ macht auch keine Ausführun-
gen, warum vorliegend die Ruptur traumatisch bedingt sein soll; er legt keine Ar-
gumente dar, die seines Erachtens für eine Unfallkausalität sprechen. Auch seine 
Feststellung, aufgrund des MRI vom 13. Oktober 2020 und der intraoperativen 
Befunde könnten erhebliche Vorzustände ausgeschlossen werden, ergänzt er 
nicht mit der Begründung, dass die diagnostizierte Supraspinatus-Partialruptur 
rechts deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den rund 20 Monate 
zurückliegenden Skiunfall zurückzuführen ist. Dr.med. K.________ selber macht 
vielmehr keine Aussage zur Kausalität der Partialruptur. Die Frage, ob der Her-
gang des Skiunfalls geeignet sei, die diagnostizierte Gesundheitsschädigung zu 
verursachen, lässt Dr.med. K.________ unbeantwortet. Vor allem aber stellt er 
abschliessend fest, die Beurteilung von Dr.med. L.________ sei korrekt und 
nachvollziehbar (vgl. Bf-act. 2.2). Mithin schliesst er selbst Zweifel an dieser ver-
sicherungsinternen Beurteilung aus.

5.9 Soweit der Hausarzt Dr.med.univ. (A) F.________ gegenüber der Vor-
instanz die Frage der Vereinbarkeit der Befunde mit dem geltend gemachten Er-
eignis mit 'Ja' beantwortet (vgl. oben Erw. 4.8), so lässt er dem keinerlei Begrün-
dung folgen. Sodann fällt auf, dass der Hausarzt weder gegenüber dem Radiolo-
gen noch dem Orthopäden einen Skiunfall als Ursache benennt, sondern einzig 
von seit sechs Monaten anhaltenden Schmerzen berichtet. Zudem hält auch 
Dr.med. L.________ die Kausalität nicht für unmöglich. Eine nur plausible Ver-
einbarkeit genügt aber nicht, damit der Unfallversicherer Leistungen erbringen 
muss. Die Ursächlichkeit muss überwiegend wahrscheinlich sein.

5.10 Damit aber besteht für das Gericht keine Veranlassung, der Beurteilung 
von Dr.med. L.________ nicht vollen Beweiswert beizumessen. Denn wenn be-
züglich der entscheidwesentlichen medizinischen Tatsachen keine vom Bericht 
des die Versicherung beratenden Arztes abweichende Stellungnahmen anderer 
medizinischer Fachpersonen vorliegen, so sind Zweifel in aller Regel zu vernei-
nen (vgl. Urteil BGer 8C_106/2020 vom 17.3.2020 Erw. 4.1). Andere Gründe, 
weshalb nicht auf seine Beurteilung abzustellen ist, bestehen nicht. Es ist daher 
nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz gestützt auf die Beurteilung von 
Dr.med. L.________ feststellte, der Skiunfall vom 16. Februar 2019 sei mögli-
cherweise, nicht jedoch überwiegend wahrscheinlich natürlich kausal für die 
Schulterbeschwerden, die am 5. November 2020 operativ saniert wurden. Damit 

20

eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht, muss die natürliche Kausa-
lität jedoch überwiegend wahrscheinlich feststehen. Im Rahmen der antizipierten 
Beweiswürdigung ist auch auf die Einholung weiterer Gutachten zu verzichten, 
weil nicht damit gerechnet werden kann, dass diese zwei Jahre nach dem stritti-
gen Ereignis noch neue Erkenntnisse zu erbringen vermöchten.

6.1 Zu Unrecht hält die Beschwerdeführerin die Leistungspflicht der Vorinstanz 
auch deshalb für gegeben, weil mit der diagnostizierten Partialruptur der Supra-
spinatussehne eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG vorliege. 

Diesbezüglich hält die Beschwerdeführerin zwar korrekt fest, dass bei Vorliegen 
einer Listendiagnose der Versicherer leistungspflichtig ist, soweit er nicht den 
Nachweis zu erbringen vermag, dass die Körperschädigung nicht vorwiegend auf 
Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (vgl. Art. 6 Abs. 2 UVG). Die Be-
schwerdeführerin lässt aber ausser Acht, dass gemäss Rechtsprechung die Fra-
ge nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis auch nach der 
UVG-Revision relevant ist (vgl. Urteile BGer 8C_382/2020 vom 3.12.2020 
Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 146 V 51 Erw. 8.6; 8C_819/2019 vom 26.2.2020 
Erw. 5.1). Mithin ist das Vorliegen einer Listendiagnose nicht ausreichend; ver-
langt ist zusätzlich ein initiales Ereignis (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 8.6). Vorliegend 
ist einzig der Skiunfall vom 16. Februar 2019 aktenkundig; auch die Beschwerde-
führerin macht ausdrücklich kein anderes Ereignis geltend (vgl. insbesondere 
Eingabe vom 17.2.2021). Wenn aber der natürliche Kausalzusammenhang zwi-
schen einem anerkannten Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG (Unfall vom 
16.2.2019) und einer Listenverletzung wie vorliegend auszuschliessen ist, dann 
erübrigt sich eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG, wenn kein 
anderes initiales Ereignis als Verletzungsursache in Frage kommt (vgl. BGE 146 
V 51 Erw. 9.2). Denn mit dem Ausschluss des Kausalzusammenhangs zum an-
erkannten Unfallereignis ist der Gegenbeweis im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG 
(dass die Partialruptur vorwiegend auf Abnützung und/oder Erkrankung zurück-
zuführen ist) ohne weiteres erbracht. 

6.2 Unbehilflich ist auch die beschwerdeführerische Darstellung, weil degene-
rative Veränderungen im Schultergelenk durch Dr.med. K.________ ausge-
schlossen worden seien, müsse folgerichtig ein anderes Unfallereignis verant-
wortlich gewesen sein. Zum einen ist die Schlussfolgerung, mangels degenerati-
ver Veränderungen sei die Partialruptur der Supraspinatussehne traumatischer 
Natur, nicht zwingend. Auch Dr.med. K.________ machte diese Schlussfolge-
rung nicht und er schloss zudem nicht aus, dass die Partialruptur degenerativer 
Genese ist (siehe im Übrigen oben Erw. 5). Zum andern setzt die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers zwingend ein Unfallereignis nach Art. 4 ATSG (oder für 

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die Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG zumindest ein erinnerliches initiales 
Ereignis) voraus. Vorliegend ist nur ein Ereignis bekannt und dieses ist - wie 
ausgeführt - nicht überwiegend wahrscheinlich ursächlich für die geklagten Be-
schwerden. Ein anderes Ereignis vermag selbst die Beschwerdeführerin nicht zu 
nennen. Wenn aber kein Unfallereignis und kein erinnerliches initiales Ereignis 
(für eine unfallähnliche Körperschädigung) vorliegt, ist eine Leistungspflicht des 
Unfallversicherers ausgeschlossen. 

7. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. 

8.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG). Diesem Ausgang 
entsprechend besteht für die Beschwerdeführerin kein Anspruch auf eine Partei-
entschädigung.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 133 ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. April 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. April 2021