# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 760b1593-6f36-5db2-867e-b2df41d85fc1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2008 B-3553/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3553-2007_2008-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-3553/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter David Aschmann (Vorsitz), 
Richter Francesco Brentani, Richter Marc Steiner, 
Richter Bernard Maitre, Richter Hans Urech,
Gerichtsschreiberin Katja Stöckli.

X._______,
vertreten durch Fürsprecher Prof. Dr. Jürg Simon, 
Lenz & Staehelin, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum, 
Vorinstanz.

Markeneintragungsgesuch 10518/2002 SWISS ARMY.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-3553/2007

Sachverhalt:

A.
Mit Eingabedatum vom 10. Dezember 2002 ersuchte die Beschwerde-
führerin das Eidgenössische Institut  für Geistiges Eigentum („Vorins-
tanz“) die Wortmarke mit  Gesuchs-Nr. 10518/2002 SWISS ARMY für 
folgende Waren und Dienstleistungen einzutragen: 

3: Waschmittel, Rasiercreme, Parfüm, Eau de Toilette, Hautmilch, und Make-
up, insbesondere Nagellack, Lidschatten, Lippenstift, Deodorant, Rasierwas-
ser und Puder.

6: Verpackungsbehälter und -folien aus Metall; Lasthaken aus Metall, insbeson-
dere für den Einsatz mit Helikoptern.

8: Handbetätigte Werkzeuge und Geräte; Messerschmiedewaren, Gabeln und 
Löffel; Hieb- und Stichwaffen.

9: Wissenschaftliche, Schiffahrts-, Vermessungs-, fotografische, Film-, opti-
sche, Wäge-, Mess-, Signal-, Kontroll-, Rettungs- und Unterrichtsapparate 
und -instrumente; Apparate und Instrumente für die Leitung, die Verteilung, 
die Umwandlung, die Speicherung, die Regulierung oder die Steuerung von 
elektrischem Strom; Geräte zur Aufzeichnung, Übertragung und Wiedergabe 
von Ton und Bild; Magnetaufzeichnungsträger, Schallplatten; Verkaufsauto-
maten und Mechaniken für geldbetätigte Apparate; Registrierkassen, Re-
chenmaschinen, Datenverarbeitungsgeräte und Computer; EDV-Programme, 
insbesondere für Ausbildung; Schutzbekleidungen; Helme; Brillen, Brillenfas-
sungen; Simulatoren; Feldstecher, Vergrösserungsgläser/Lupen, Winkel- und 
Neigungsmesser; Blitzlichtgeräte; Feuerlöschgeräte. 

11: Beleuchtungs-, Heizungs-, Dampferzeugungs-, Koch-, Kühl-, Trocken-, Lüf-
tungs- und Wasserleitungsgeräte sowie sanitäre Anlagen; Taschenlampen. 

12: Fahrzeuge, insbesondere Fahrzeuge für den militärischen Einsatz, gepan-
zerte Fahrzeuge, Apparate zur Beförderung auf dem Lande, in der Luft oder 
auf dem Wasser; Fluggeräte für Beobachtungszwecke; Zubehör (soweit in 
Klasse 12 enthalten) und Teile von Luft- und Raumfahrt-Fahrzeugen; Fahrrä-
der. 

13: Schusswaffen, Munition und Geschosse, Schiesspulver, Schwarzpulver, Ex-
plosivstoffe, Sprengstoffe, Feuerwerkskörper, Patronentaschen.

14: Uhren und andere Zeitmessinstrumente; Schmuckwaren. 

16: Druckereierzeugnisse, Schreibwaren, Lehr- und Unterrichtsmittel
(ausgenommen Möbel); Verpackungsmaterial aus Papier, Karton, Kunststoff  
(soweit in Klasse 16 enthalten). 

18: Leder und Lederimitationen sowie Waren daraus (soweit in Klasse 18 enthal-
ten), insbesondere Taschen, Rucksäcke, Materialtaschen, Reisetaschen, 
Regenschirme, Verpackungsmaterial.

20: Verpackungsbehälter aus Kunststoffen, Schirmständer, Schlafsäcke für 
Campingzwecke.

21: Glas-, Porzellan- und Steingutwaren für Haushalt und Küche; Feldflaschen 
und Kochgeschirr. 

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22: Seile, Netze, Tarnnetze, Zelte, Planen, Segel. 

24: Webstoffe und Textilwaren (soweit in Klasse 24 enthalten); Bett- und Tisch-
decken. 

25: Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen; Handschuhe; Gürtel;  
Skischuhe. 

28: Spiele, Spielzeug; Turn- und Sportartikel; Brettspiele, Kinder- und Gesell-
schaftsspiele, Puppen; Gymnastik- und Sportartikel, insbesondere Ski, Ski-
stöcke, Futterale für Skis und Skibindungen, Tennisschläger, Tennisbälle, 
Futterale für Tennisschläger, Drachen und Bälle, Spielzeugfiguren, Puppen-
kleider und Zubehör (soweit in Klasse 28 enthalten), Spielbausteine, Skate-
boards, Rollschuhe, Ballone, Zusammensetzspiel, Fitnessgeräte, Windsurf-
ausrüstungen, insbesondere Surfbretter. 

29: Fleisch, Fisch, Geflügel und Wild; Fleischextrakte; konserviertes, getrockne-
tes und gekochtes Obst und Gemüse; Gallerten (Gelees), Konfitüren, Frucht-
mus; Eier, Milch und Milchprodukte; Speiseöle und -fette; Lebensmittel für 
Zwischenverpflegung, nämlich eine Mischung mit verarbeiteten Nüssen und 
Sonnenblumenkernen als Hauptbestandteile.

30: Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Reis, Tapioka, Sago, Kaffee-Ersatzmittel; Mehle 
und Getreidepräparate; Brot, feine Backwaren und Konditorwaren, Speise-
eis; Honig, Melassesirup; Hefe, Backpulver; Salz, Senf; Essig, Saucen 
(Würzmittel); Gewürze; Kühleis. 

32: Biere; Mineralwässer und kohlensäurehaltige Wässer und andere alkohol-
freie Getränke; Fruchtgetränke und Fruchtsäfte; Sirupe und andere Präpara-
te für die Zubereitung von Getränken. 

33: Alkoholische Getränke (ausgenommen Biere). 

34: Streichhölzer, Aschenbecher; Zigaretten und Feuerzeuge. 

Sämtliche vorerwähnten Erzeugnisse schweizerischer Herkunft.

37: Reparaturwesen, Installationsarbeiten, Restaurierungs- und Konservierungs-
arbeiten im Zusammenhang mit Akten (aus Papier). 

39: Transportwesen; Verpackung und Lagerung von Waren, insbesondere Archi-
vierung von Akten (aus Papier); Veranstaltung von Reisen. 

40: Materialbearbeitung. 

41: Erziehung; Ausbildung; sportliche und kulturelle Aktivitäten. 

42: Wissenschaftliche und industrielle Forschung, Qualitätsprüfungen; Erstellen 
von Programmen für die Datenverarbeitung. 

43: Verpflegung; Beherbergung von Gästen. 

44: Dienstleistungen eines Arztes; Dienstleistungen eines Tierarztes; Gesund-
heits- und Schönheitspflege für Menschen und Tiere; Dienstleistungen im 
Bereich der Land-, Garten- und Forstwirtschaft. 

45: Sicherheitsdienstleistungen für den Schutz von Sachwerten und Individuen.

B.
Mit  Schreiben  vom  11.  März  2003  beanstandete  die  Vorinstanz  im 
Rahmen der  Markenprüfung  das  Zeichen. Sie  machte  insbesondere 

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geltend,  SWISS  ARMY  sei  für  die  zurückgewiesenen  Waren  und 
Dienstleistungen beschreibend. 

C.
Die Beschwerdeführerin antwortete mit Schreiben vom 17. November 
2003, dass sie das Zeichen SWISS ARMY nicht als dem Gemeingut 
zugehörig  betrachtet,  und  wies  auf  die  ausländische  Prüfungspraxis 
hin. Im Weiteren warf sie der Vorinstanz eine willkürliche Änderung ih-
rer Rechtsauffassung vor. Mit Schreiben vom 29. Juni 2004 teilte die 
Beschwerdeführerin der Vorinstanz einen Vertreterwechsel mit. 

D.
Am 15. Juli 2004 fand eine konsultative Besprechung zwischen der Be-
schwerdeführerin  und  der  Vorinstanz  statt.  Mit  Stellungnahme  vom 
3. September 2004 hielt die Vorinstanz an der Zurückweisung des Zei-
chens SWISS ARMY für einen grossen Teil der Waren und Dienstleis-
tungen fest. 

E.
Am 4. Januar 2005 teilte die Beschwerdeführerin der Vorinstanz einen 
erneuten Vertreterwechsel mit. In einem Schreiben vom 10. Mai 2005 
hielt  sie  an  ihrem  Standpunkt  fest  und  verlangte  im  Weiteren  eine 
Gleichbehandlung in Bezug auf die Marke Nr. 444'683 SWISS ARMY.

F.
Mit Schreiben vom 21. Februar und 28. August 2006 hielten beide Sei-
ten an ihren Standpunkten fest. 

G.
Mit  Verfügung  vom  20.  April  2007  betreffend  Markeneintragungsge-
such-Nr.  10518/2002  anerkannte  die  Vorinstanz  die  grundsätzliche 
Markenfähigkeit des Zeichens SWISS ARMY und trug es für folgende 
Waren und Dienstleistungen ein:

3: Rasiercreme, Parfüm, Eau de Toilette, Hautmilch, und Make-up, insbesonde-
re Nagellack, Lidschatten, Lippenstift, Deodorant, Rasierwasser und Puder.

9: Verkaufsautomaten und Mechaniken für geldbetätigte Apparate; Registrier-
kassen, Blitzlichtgeräte. 

14: Schmuckwaren.

18: Regenschirme; Verpackungsmaterial (soweit in Klasse 18 enthalten).

20: Schirmständer, Schlafsäcke für Campingzwecke. 

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28: Tennisschläger, Tennisbälle, Futterale für Tennisschläger, Drachen und Bälle, 
Skateboards, Rollschuhe, Ballone, Fitnessgeräte, Windsurfausrüstungen, 
insbesondere Surfbretter.

32: Biere.

33: Alkoholische Getränke (ausgenommen Biere).

34: Streichhölzer, Aschenbecher; Zigaretten und Feuerzeuge.

Sämtliche vorerwähnten Erzeugnisse schweizerischer Herkunft.

37: Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten im Zusammenhang mit Akten 
(aus Papier).

39: Archivierung von Akten (aus Papier); Veranstaltung von Reisen.

44: Gesundheits- und Schönheitspflege für Menschen und Tiere; Dienstleistun-
gen im Bereich der Land-, Garten- und Forstwirtschaft.

In Bezug auf die nachfolgenden Waren und Dienstleistungen wies die 
Vorinstanz die Marke SWISS ARMY wegen beschreibenden Charak-
ters zurück: 

3: Waschmittel.

6: Verpackungsbehälter und -folien aus Metall, Lasthaken aus Metall, insbe-
sondere für den Einsatz mit Helikoptern.

8: Handbetätigte Werkzeuge und Geräte; Messerschmiedewaren, Gabeln 
und Löffel; Hieb- und Stichwaffen.

9: Wissenschaftliche, Schiffahrts-, Vermessungs-, fotografische, Film-, opti-
sche, Wäge-, Mess-, Signal-, Kontroll-, Rettungs- und Unterrichtsappara-
te und -instrumente; Apparate und Instrumente für die Leitung, die Vertei-
lung, die Umwandlung, die Speicherung, die Regulierung oder die Steue-
rung von elektrischem Strom; Geräte zur Aufzeichnung, Übertragung und 
Wiedergabe von Ton und Bild; Magnetaufzeichnungsträger, Schallplatten; 
Rechenmaschinen, Datenverarbeitungsgeräte und Computer; EDV-Pro-
gramme, insbesondere für Ausbildung; Schutzbekleidungen; Helme; Bril-
len, Brillenfassungen; Simulatoren; Feldstecher, Vergrösserungsglä-
ser/Lupen, Winkel- und Neigungsmesser; Feuerlöschgeräte.

11: Beleuchtungs-, Heizungs-, Dampferzeugungs-, Koch-, Kühl-, Trocken-, 
Lüftungs- und Wasserleitungsgeräte sowie sanitäre Anlagen; Taschen-
lampen.

12: Fahrzeuge, insbesondere Fahrzeuge für den militärischen Einsatz, ge-
panzerte Fahrzeuge, Apparate zur Beförderung auf dem Lande, in der 
Luft oder auf dem Wasser; Fluggeräte für Beobachtungszwecke; Zubehör 
(soweit in Klasse 12 enthalten) und Teile von Luft- und Raumfahrt-Fahr-
zeugen; Fahrräder.

13: Schusswaffen, Munition und Geschosse, Schiesspulver, Schwarzpulver, 
Explosivstoffe, Sprengstoffe, Feuerwerkskörper, Patronentaschen.

14: Uhren und andere Zeitmessinstrumente.

16: Druckereierzeugnisse, Schreibwaren, Lehr- und Unterrichtsmittel (ausge-
nommen Möbel); Verpackungsmaterial aus Papier, Karton, Kunststoff (so-
weit in Klasse 16 enthalten).

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18: Leder und Lederimitationen sowie Waren daraus (soweit in Klasse 18 
enthalten), insbesondere Taschen, Rucksäcke, Materialtaschen, Reiseta-
schen.

20: Verpackungsbehälter aus Kunststoffen.

21: Glas-, Porzellan- und Steingutwaren für Haushalt und Küche; Feldfla-
schen und Kochgeschirr.

22: Seile, Netze, Tarnnetze, Zelte, Planen, Segel.

24: Webstoffe und Textilwaren (soweit in Klasse 24 enthalten); Bett- und 
Tischdecken.

25: Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen; Handschuhe; Gürtel;  
Skischuhe.

28: Spiele, Spielzeug; Turn- und Sportartikel; Brettspiele, Kinder- und Gesell-
schaftsspiele, Puppen; Gymnastik- und Sportartikel, insbesondere Ski,  
Skistöcke, Futterale für Skis und Skibindungen, Spielzeugfiguren, Pup-
penkleider und Zubehör (soweit in Klasse 28 enthalten), Spielbausteine, 
Zusammensetzspiel.

29: Fleisch, Fisch, Geflügel und Wild; Fleischextrakte; konserviertes, getrock-
netes und gekochtes Obst und Gemüse; Gallerten (Gelees), Konfitüren, 
Fruchtmus; Eier, Milch und Milchprodukte; Speiseöle und -fette; Lebens-
mittel für Zwischenverpflegung, nämlich eine Mischung mit verarbeiteten 
Nüssen und Sonnenblumenkernen als Hauptbestandteile.

30: Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Reis, Tapioka, Sago, Kaffee-Ersatzmittel;  
Mehle und Getreidepräparate; Brot, feine Backwaren und Konditorwaren, 
Speiseeis; Honig, Melassesirup; Hefe, Backpulver; Salz, Senf; Essig, 
Saucen (Würzmittel); Gewürze; Kühleis.

32: Mineralwässer und kohlensäurehaltige Wässer und andere alkoholfreie 
Getränke; Fruchtgetränke und Fruchtsäfte; Sirupe und andere Präparate 
für die Zubereitung von Getränken.

Sämtliche vorerwähnten Erzeugnisse schweizerischer Herkunft.

37: Reparaturwesen, Installationsarbeiten.

39: Transportwesen; Verpackung und Lagerung von Waren.

40: Materialbearbeitung.

41: Erziehung; Ausbildung; sportliche und kulturelle Aktivitäten.

42: Wissenschaftliche und industrielle Forschung, Qualitätsprüfungen; Erstel-
len von Programmen für die Datenverarbeitung.

43: Verpflegung; Beherbergung von Gästen.

44: Dienstleistungen eines Arztes; Dienstleistungen eines Tierarztes.

45: Sicherheitsdienstleistungen für den Schutz von Sachwerten und Individu-
en.

H.
Mit Datum vom 23. Mai 2007 erhob die Beschwerdeführerin gegen den 
Entscheid der Vorinstanz Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. 
Sie stellte darin folgende Anträge:

Seite 6

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1. "Ziff. 1 der Verfügung der Vorinstanz vom 20. April 2007 sei aufzu-
heben.

2. Das  Zeichen  SWISS  ARMY  (Markeneintragungsgesuch  10518/ 
2002) sei für alle beanspruchten Waren und Dienstleistungen im 
Markenregister einzutragen; 

3. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen."

I.
Mit  Vernehmlassung vom 16. August 2007 beantragte die Vorinstanz 
unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin die Abweisung der 
Beschwerde. 

J.
Die Beschwerdeführerin  ist  bereits  Inhaberin einer identischen Wort-
marke  SWISS  ARMY  Nr.  P-444'683  mit  Hinterlegungsdatum  vom 
19. Dezember 1996 für folgende Waren und Dienstleistungen: 

3: Waschmittel, Rasiercreme, Parfüm, Eau de Toilette, Hautmilch, und Make-
up, insbesondere Nagellack, Lidschatten, Lippenstift, Deodorant, Rasierwas-
ser und Puder.

6: Verpackungsbehälter und -folien aus Metall; Lasthaken aus Metall, insbeson-
dere für den Einsatz mit Helikoptern.

8: Handbetätigte Werkzeuge und Geräte (gelöscht am 28. Februar 2008); Mes-
serschmiedewaren (gelöscht am 28. Februar 2008), Gabeln und Löffel; Hieb- 
und Stichwaffen.

9: Wissenschaftliche, Schiffahrts-, Vermessungs-, elektrische, fotografische, 
Film-, optische, Wäge-, Mess-, Signal-, Kontroll-, Rettungs- und Unterrichts-
apparate und -instrumente; Schutzbekleidungen; Helme; Brillen, Brillenfas-
sungen; EDV-Programme, insbesondere für Ausbildung; Simulatoren; Feld-
stecher, Vergrösserungsgläser/Lupen, Winkel- und Neigungsmesser; Blitz-
lichtgeräte. 

11: Taschenlampen. 

12: Fahrzeuge, insbesondere Fahrzeuge für den militärischen Einsatz, gepan-
zerte Fahrzeuge, Apparate zur Beförderung auf dem Lande, in der Luft oder 
auf dem Wasser; Fluggeräte für Beobachtungszwecke; Zubehör (soweit in 
Klasse 12 enthalten) und Teile von Luft- und Raumfahrt-Fahrzeugen; Fahrrä-
der. 

13: Schusswaffen, Munition und Geschosse, Schiesspulver, Schwarzpulver, Ex-
plosivstoffe, Sprengstoffe, Feuerwerkskörper, Patronentaschen.

14: Uhren und andere Zeitmessinstrumente; Schmuckwaren. 

16: Druckereierzeugnisse, Schreibwaren, Lehr- und Unterrichtsmittel (ausge-
nommen Möbel); Verpackungsmaterial aus Papier, Karton, Kunststoff (soweit  
in Klasse 16 enthalten). 

18: Leder und Lederimitationen sowie Waren daraus (soweit in Klasse 18 enthal-
ten), insbesondere Taschen, Rucksäcke, Materialtaschen, Reisetaschen, 
Regenschirme, Verpackungsmaterial.

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20: Verpackungsbehälter aus Kunststoffen, Schirmständer, Schlafsäcke für 
Campingzwecke.

21: Glas-, Porzellan- und Steingutwaren für Haushalt und Küche; Feldflaschen 
und Kochgeschirr. 

22: Seile, Netze, Tarnnetze, Zelte, Planen, Segel. 

24: Textilstoffe. 

25: Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen; Handschuhe; Gürtel;  
Skischuhe. 

28: Brettspiele, Kinder- und Gesellschaftsspiele, Puppen; Gymnastik- und Sport-
artikel, insbesondere Ski, Skistöcke, Futterale für Skis und Skibindungen, 
Tennisschläger, Tennisbälle, Futterale für Tennisschläger, Drachen und Bälle, 
Spielzeugfiguren, Puppenkleider und Zubehör (soweit in Klasse 28 enthal-
ten), Spielbausteine, Skateboards, Rollschuhe, Ballone, Zusammen-
setzspiel, Fitnessgeräte, Windsurfausrüstungen, insbesondere Surfbretter. 

29: Lebensmittel für Zwischenverpflegung, nämlich eine Mischung mit verarbei-
teten Nüssen und Sonnenblumenkernen als Hauptbestandteile.

34: Streichhölzer, Aschenbecher; Zigaretten und Feuerzeuge. 

Sämtliche vorerwähnten Erzeugnisse schweizerischer Herkunft.

37: Reparaturwesen, Installationsarbeiten, Restaurierungs- und Konservierungs-
arbeiten im Zusammenhang mit Akten (aus Papier). 

39: Verpackung und Lagerung von Waren, insbesondere Archivierung von Akten 
(aus Papier). 

40: Materialbearbeitung. 

41: Ausbildung. 

42: Wissenschaftliche und industrielle Forschung, Erstellen von Programmen für 
die Datenverarbeitung. 

Aus  diesem  Grund  räumte  das  Bundesverwaltungsgericht  der  Be-
schwerdeführerin mit Verfügung vom 16. Oktober 2007 die Möglichkeit 
ein, sich zur Frage der Beschwerdelegitimation in Bezug auf gewisse 
Waren und Dienstleistungen zu äussern.

K.
Am 17. Dezember 2007 reichte die Beschwerdeführerin eine Begrün-
dung ihrer  Beschwerdelegitimation ein und beantragte die Durchfüh-
rung  einer  mündlichen  und  öffentlichen  Verhandlung. Die  Vorinstanz 
verzichtete  am 17. Januar  2008  auf  eine  Stellungnahme zu  diesem 
Schreiben.

L.
Am 6. März 2008 fand am Bundesverwaltungsgericht in Zollikofen eine 
mündliche  und  öffentliche  Verhandlung  statt,  anlässlich  derer  beide 
Seiten ihre Standpunkte nochmals darlegten und begründeten.

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M.
Mit  Verfügung  vom 12.  März  2008  wurde  Richterin  Maria  Amgwerd 
durch Richter Francesco Brentani ersetzt. Die Beschwerdeführerin ver-
zichtete mit Schreiben vom 19. März 2008 trotz der Umbesetzung der 
Spruchkammer auf eine Wiederholung der mündlichen Verhandlung.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung von Beschwerden 
gegen  Eintragungsverfügungen  der  Vorinstanz  in  Markensachen  zu-
ständig (Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
[VGG, SR 173.32]). Die Beschwerde wurde in der gesetzlichen Frist 
von  Art.  50  Abs. 1  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom 20. De-
zember 1968 (VwVG, SR 172.021) eingereicht und der verlangte Kos-
tenvorschuss rechtzeitig geleistet.

2.
Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung 
besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG). Die Re-
gelung  der  allgemeinen  Beschwerdebefugnis  nach  Art.  48  Abs.  1 
VwVG stimmt mit derjenigen für die Beschwerde an das Bundesgericht 
überein (BBl  2001 4409). Ein schutzwürdiges Interesse ist  gegeben, 
wenn der angefochtene Entscheid geeignet ist, eine rechtmässige Si-
tuation  herzustellen  und  erlittene  Nachteile  zu  beheben.  Der  Be-
schwerdeführer hat darzutun, dass der angefochtene Akt fehlerhaft ist 
und ihm Nachteile verursacht oder ihn eines Vorteils beraubt ("materi-
elle Beschwer", BBl 2001 4329).

In diesem Kontext ist vorliegend zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin 
durch den angefochtenen Entscheid auch in dem Umfang materiell be-
schwert ist, als sie eine gleichlautende Marke für dieselben Waren und 
Dienstleistungen bereits besitzt,  wie sie sie mit  der strittigen Anmel-
dung erneut beansprucht. Den von der ersten Eintragung verliehenen 
Schutz als solchen vermöchte die identische zweite Eintragung nicht 
zu steigern. Zwar eröffnet die zweite Eintragung der Marke allenfalls 
eine erneute fünfjährige Karenzfrist unter Art. 12 Abs. 1 des Marken-
schutzgesetzes vom 28. August 1992 (MSchG, SR 232.11). Doch ver-
dient  sie  dafür,  als  "Wiederholungsanmeldung",  nach einem Teil  der 
Lehre keinen Rechtsschutz (CHRISTOPH WILLI,  in: Markenschutzgesetz, 

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Kommentar zum schweizerischen Markenrecht unter Berücksichtigung 
des  europäischen  und  internationalen  Markenrechts,  Zürich  2002, 
Art. 11 N. 63; anderer Ansicht LUCAS DAVID, in: Kommentar zum schwei-
zerischen Privatrecht, Markenschutzgesetz/Muster- und Modellgesetz, 
Basel 1999, MSchG Art. 12 N. 8).

Im Jahre 1992 wurde mit der Änderung des MSchG (AS 1997 1028) 
indessen die freie Übertrag- und Lizenzierbarkeit der Marke eingeführt 
und damit begründet, dass eine Marke "nicht mehr derart wie ehedem" 
an  einen  bestimmten  Geschäftsbetrieb  gebunden  sei  (BBl  1991  I 
27 f.). In einer Gesetzesrevision per 1. Juli 2008 wurde diese frühere 
Herkunftsgebundenheit der Marke durch eine neue Prozessführungs-
befugnis  von  Exklusivlizenznehmern  weiter  liberalisiert.  Auch  diese 
können  nun  Ansprüche  aus  der  Marke  geltend  machen  (AS  2008 
2574). An einer Mehrzahl von gleichlautenden Markeneintragungen mit 
Überschneidungen im Waren- und Dienstleistungsbereich (z.B. "Druck-
sachen")  können darum insbesondere im Hinblick auf  eine effiziente 
Lizenzierung der Marke schützenswerte Interessen bestehen. Im vor-
liegenden Fall ist nicht auszuschliessen, dass sowohl für die angefoch-
tene als auch für die bereits eingetragene Marke eine Exklusivlizenz 
eingeräumt worden ist. In diesem Fall würden beide Lizenznehmer ein 
schutzwürdiges Interesse an den jeweiligen Markeneintragungen ha-
ben. Bei  nicht  identisch  formulierten  Waren-  und Dienstleistungsver-
zeichnissen der zu vergleichenden Marken wäre es überdies schwie-
rig, den kongruenten Bereich überhaupt zu bestimmen. Die materielle 
Beschwer einer abgewiesenen Markenanmelderin ist darum in der Re-
gel  unabhängig  von  ihrem bestehenden  Markenportefeuille  zu  beja-
hen, solange nicht anzunehmen ist, dass sie gar keinen Gebrauch der 
Marke beabsichtigt (vgl. BGE 127 III 164 E. 1a Securitas), wofür vorlie-
gend keine Anzeichen bestehen. Auf die Beschwerde ist somit einzu-
treten.

3.
Die  Vorinstanz  begründet  die  Teilzurückweisung  des  angemeldeten 
Zeichens damit, dass die Schweizer Armee ein "Sondermarkt" und mit 
Waren und Dienstleistungen dieses Sondermarkts eng verbunden sei, 
da  nicht  nur  intrinsisch armeebezogene Waren wie  Waffen oder  Ar-
meefahrzeuge, sondern auch die meisten Gebrauchsgegenstände und 
Verbrauchswaren, die in Einrichtungen der Schweizer Armee verwen-
det  oder  an  ihre  Angehörigen  abgegeben  werden,  in  einer  von  der 
marktüblichen  Ausstattung  abweichenden,  besonderen  Ausführungs-

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form verwendet würden. Das Zeichen "SWISS ARMY" sei für  solche 
Waren und Dienstleistungen unmittelbar beschreibend.

4.
Die Vorinstanz bestreitet mit ihrem Argument zurecht nicht die Hinter-
legerlegitimation der Beschwerdeführerin. Jede Person darf eine Mar-
ke hinterlegen (Art. 28 Abs. 1 MSchG). Die Einschränkung im ehemali-
gen Markenschutzgesetz, wonach nur Industrielle, Produzenten, Han-
deltreibende  oder  öffentliche  Verwaltungen  eine  Marke  hinterlegen 
konnten,  wenn sie in  der  Schweiz oder  einem Gegenrechtsstaat  ein 
Produktionsgeschäft  oder  eine  Handelsniederlassung  betrieben  (vgl. 
Art.  7  Ziff.  1-3  des  aufgehobenen  Bundesgesetzes  betreffend  den 
Schutz der Fabrik- und Handelsmarken, der Herkunftsbezeichnungen 
von Waren und der gewerblichen Auszeichnungen vom 26. September 
1890  ["aMSchG"],  in:  Schweizerische  Bundeskanzlei,  Bereinigte 
Sammlung der Bundesgesetze und Verordnungen 1848-1947, Band 2, 
Bern 1949, S. 846 f.), wurde mit dem geltenden Gesetz fallen gelassen 
(vgl. Botschaft zum MSchG, BBl 1991 I 32). Seither ist ein schützens-
wertes Interesse der hinterlegenden Person im Hinterlegungsverfahren 
grundsätzlich nicht mehr zu prüfen. Eine Geschäftstätigkeit, die mit an-
deren in Konkurrenz treten kann, wird nicht mehr vorausgesetzt (ERWIN 
MATTER, Kommentar zum Bundesgesetz betreffend den Schutz der Fab-
rik- und Handelsmarken, der Herkunftsbezeichnungen von Waren und 
der  gewerblichen  Auszeichnungen,  Zürich  1939,  S. 126 f.,  PETER E. 
WILD,  Die Hinterlegereigenschaft  im neuen Markenschutzgesetz, AJP 
1993, S. 525 f.,  DAVID, a.a.O., MSchG Art. 28 N. 3). Ob die Beschwer-
deführerin ausschliesslich oder zeitweise an einem Sondermarkt auf-
tritt,  ist  somit  für ihre Eigenschaft  als Markenhinterlegerin nicht rele-
vant.

5.
Stattdessen  argumentiert  die  Vorinstanz,  die  Schweizer  Armee  ver-
wende die  in  ihren Einrichtungen benützten oder  ihren Angehörigen 
abgegebenen Waren in einer eigens für sie hergestellten Ausführungs-
form.  Durch  ihre  Eigenheiten  und  Beschaffungspolitik,  und  zudem 
durch ihre Marktgrösse, präge sie ein ganzes Waren- und Dienstleis-
tungssortiment  im  Sinne  eines  Sondermarkts.  Den  schweizerischen 
Abnehmern, vor allem aktuellen und ehemaligen Dienstpflichtigen, sei 
dies  bekannt.  Die  massgeblichen  Abnehmerkreise  fassten  die  Be-
zeichnung SWISS ARMY deshalb als direkten Bezug auf Waren oder 
Dienstleistungen  dieses  besonderen  Sortiments  auf.  SWISS  ARMY 

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bezeichne im Umfang, in dem Waren und Dienstleistungen mit spezifi-
scher Bauweise und Ausgestaltung einen Sondermarkt und darum ei-
nen solchen Schluss nahelegten, unmittelbar die Destinatärin solcher 
Waren und Dienstleistungen, weise zudem unmittelbar auf den Inhalt 
von  thematischen  Waren  und  Dienstleistungen  (z.B.  "EDV-Program-
men, insbesondere für Ausbildungszwecke" oder "Armeemeisterschaf-
ten") hin oder beschreibe wesentliche Eigenschaften von Waren oder 
Dienstleistungen.  Darum  könne  die  Marke  nur  für  jene  Waren  und 
Dienstleistungen zugelassen werden, für welche die Schweizer Armee 
keine spezifische Bauweise und Ausgestaltung verwende.

6.
Nach Art. 2 Bst. a MSchG sind Zeichen, die Gemeingut sind, vom Mar-
kenschutz ausgeschlossen, es sei denn, dass sie sich im Verkehr für 
die Waren oder Dienstleistungen durchgesetzt haben, für die sie bean-
sprucht werden. Ob eine Marke Gemeingut ist,  ist aus der Sicht der 
angesprochenen Abnehmerkreise dieser Waren oder Dienstleistungen 
zu prüfen (BGE 128 III 451 E. 1.6  Première, BGE 116 II 611 f. E. 2c 
Fioretto; EUGEN MARBACH, Die Verkehrskreise im Markenrecht, sic! 2007, 
S.  5). Englische  Ausdrücke  können  Gemeingut  sein,  falls  sie  von 
einem  erheblichen  Teil  dieser  Abnehmerkreise  verstanden  werden 
(BGE  129  III  228  E.  5.1  Masterpiece,  Urteil  des  Bundesgerichts 
4A.5/2003  vom  22. Dezember  2003  E.  3.1-3.2  Discovery  Travel  & 
Adventure Channel; CLAUDIA KELLER, Do you speak english?, sic! 2008, 
S. 485 ff.).

Zum Gemeingut  zählen unter  anderem Angaben, die ausschliesslich 
spezifische  Merkmale  wie  die  Art,  Beschaffenheit,  Menge,  Bestim-
mung usw. der Waren oder Dienstleistungen beschreiben, für welche 
die Marke beansprucht wird (BGE 129 III 228 E. 5.1 Masterpiece, BGE 
128 III 450 f. E. 1.5 Première). Einem solchen Zeichen fehlt gewöhnlich 
erstens  die  nötige  Unterscheidungskraft,  da  es  von  den  Abneh-
merkreisen  nicht  als  Kennzeichen  aufgefasst  wird,  keinen  "be-
trieblichen Herkunftshinweis" enthält und sich deshalb, in einer Formu-
lierung des Bundesgerichts, nicht dafür eignet, einer Käuferschaft mit 
manchmal ungenügenden Marktkenntnissen zu helfen, ein auf Grund 
von  bestimmten  Merkmalen  geschätztes  Produkt  in  der  Menge  des 
Angebots wiederzufinden (BGE 122 III 383 E. 1 Kamillosan, BGE 119 
II  475  E. 2c  Radion).  Oft  besteht  daran  zweitens  auch  ein  Freihal-
tebedürfnis des Marktes zugunsten anderer Anbieter, die das Zeichen 
für die Bezeichnung ihrer  Waren oder Dienstleistungen ebenfalls be-

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nötigen und welchen ein solcher Verzicht nicht zugemutet werden kann 
(EUGEN MARBACH,  in:  Roland  von  Büren/Lucas  David  [Hrsg.],  Schwei-
zerisches  Immaterialgüter-  und  Wettbewerbsrecht  [SIWR],  Bd.  III, 
Basel 1996, S. 34, CHRISTOPH WILLI, a.a.O., Art. 2 N. 38 ff., DAVID, a.a.O., 
MSchG Art. 2  N. 5). Die Frage,  ob ein solches Marktverständnis  nur 
originär, bei der Aufnahme des Markengebrauchs, bestanden hat, oder 
ob es sich später infolge eines langjährigen Gebrauchs gewandelt und 
das Zeichen sich für die angemeldeten Waren und Dienstleistungen im 
Verkehr durchgesetzt hat, wie Art. 2 Bst. a MSchG es vorbehält, wird 
nach  der  Praxis  im  Eintragungsverfahren  nur  als  Einrede  berück-
sichtigt,  und  zwar  nur,  wenn  der  Anmelder  bei  der  Vorinstanz  den 
Registervermerk "durchgesetzte Marke" für seine Marke beantragt hat. 
Fehlt ein entsprechender Antrag, wie im vorliegenden Fall, ist bloss die 
originäre  Unterscheidungskraft  der  Marke  zu  prüfen  (Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B-7396/2006  vom  14.  März  2007  E.  13 
Turbinenfuss und  B-1759/2007 vom 26. Februar 2008 E. 8  Pirates of 
the Caribbean).

Dadurch wird das Vorliegen einer originären Unterscheidungskraft al-
lerdings nicht für alle Marken ausgeschlossen, die einzig aus Bestand-
teilen der Alltagssprache bestehen, welche je einzeln die gekennzeich-
neten Waren oder Dienstleistungen beschreiben. Originär unterschei-
dungskräftige Gesamtzeichen können auch durch eine ungewöhnliche 
Komposition  von  für  sich  genommen  beschreibenden  Bestandteilen 
oder  dadurch  geschaffene Sinnbezüge  erlangt  werden  (BGE 103 Ib 
271  E.  2a  Red  &  White,  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-7404/2006 vom 9. Oktober 2007 E. 7 New Wave, Urteil der Rekurs-
kommission für geistiges Eigentum [RKGE] vom 19. Mai 2006 E. 3 in 
sic! 2006 S. 773 British American Tobacco Switzerland). Entscheidend 
ist  einerseits,  ob  das  angemeldete  Zeichen  von den  massgeblichen 
Verkehrskreisen  bloss  als  Anpreisung,  Inhalts-  oder  anderweitige 
Sachangabe  oder  aber  als  betrieblicher  Herkunftshinweis  aufgefasst 
wird, und anderseits, ob an ihm ein Freihaltebedürfnis besteht.

7.

7.1 Die  Marke  der  Beschwerdeführerin  setzt  sich  aus  den  Zeichen 
SWISS und  ARMY zusammen.  Die  beiden  Bestandteile  werden  als 
Wörter  der  englischen  bzw. amerikanischen  Sprache  ohne  Weiteres 
erkannt.  SWISS  zählt  in  der  Schweiz  zum  englischen  Grundwort-
schatz, wird von den massgeblichen Abnehmerkreisen verstanden und 

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mit "Schweizer"  (als Adjektiv oder Substantiv),  "schweizerisch",  "Eid-
genosse/in" oder "eidgenössisch" übersetzt. Auch das Zeichen ARMY 
gehört  zum hiesigen englischen  Grundwortschatz  und  wird  von den 
massgeblichen Abnehmerinnen und Abnehmer verstanden. Es wird im 
Allgemeinen mit "Armee", "Heer" oder "Landstreitkräfte" übersetzt. Das 
Zeichen SWISS ARMY wird damit ohne Zuhilfenahme der Fantasie als 
englischsprachige Bezeichnung für die Schweizer Armee erkannt.

7.2 Die Schweizer Armee wird von der Beschwerdeführerin betrieben 
und von ihrem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und 
Sport verwaltet. Sie hat die Aufgabe, den nationalen Frieden zu erhal-
ten und zu verteidigen, die innere Sicherheit zu wahren, ausserordent-
liche Lagen zu bewältigen und Beiträge zur internationalen Friedens-
förderung zu leisten (Art. 1 des Bundesgesetzes vom 3. Februar 1995 
über  die  Armee  und  die  Militärverwaltung  [Militärgesetz,  MG,  SR 
510.10]). Auch wenn neben ihr kantonale Polizeikorps, andere schwei-
zerische Sicherheitseinrichtungen (z.B. das Bundesamt für wirtschaftli-
che Landesversorgung) und private Bewachungsfirmen bestehen,  ist 
die  Schweizer  Armee mindestens  für  einen wesentlichen Teil  dieses 
anspruchsvollen Aufgabenkatalogs allein zuständig. Aus Gründen der 
Sicherheit  und Effizienz,  unabhängig  von der  wirtschaftlichen Markt-
macht oder Bekanntheit bei der Warenbeschaffung durch die Schwei-
zer Armee, ist die Bildung von weiteren Schweizer Armeen auch nicht 
in Zukunft zu erwarten. An der Verwendung der Bezeichnung SWISS 
ARMY für typische Aufgaben einer Armee kann deshalb kein Freihalte-
bedürfnis  anderer  öffentlicher  oder  privater  Sicherheitseinrichtungen 
bestehen. Vielmehr wäre es im Lichte des ernsten Zwecks der Schwei-
zer Armee irreführend und unangemessen, andere bewaffnete Korps, 
sei  es  die  Schweizergarde  im  Vatikan,  besondere  Sicherheitsstellen 
des Bundes oder der Kantone oder eine private Sicherheitsfirma im In- 
oder Ausland, als "Schweizer Armee" oder als SWISS ARMY zu be-
zeichnen.

Die Zuordnung des Zeichens SWISS ARMY zur Beschwerdeführerin 
entsteht  damit  bereits  aufgrund  des  allgemeinen  Publikumswissens 
über die öffentlichen Aufgaben der Armee und durch die Kombination 
der beiden Wortbestandteile; also unabhängig von bestimmten Waren 
und/oder Dienstleistungen und unabhängig von seiner Verkehrsdurch-
setzung. Das Zeichen SWISS ARMY wird von den massgeblichen Ab-
nehmerkreisen dadurch nicht als Sachbezeichnung für eine von meh-

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reren  konkurrierenden  schweizerischen  Streitmächten,  sondern  als 
originäres Kennzeichen für die Schweizer Armee verstanden.

7.3 Dass  "Schweizer  Armee",  worauf  die  Vorinstanz  zutreffend  hin-
weist, auf Englisch mit "Swiss Armed Forces" übersetzt werden müss-
te, ändert  hieran nichts. Das Kennzeichen SWISS ARMY kann auch 
als Kürzung (sog. truncation) einer Produktmarkenserie von der Bauart 
"Swiss Army Tent", "Swiss Army Rifle",  "Swiss Army Knife" usw. ver-
standen werden, die "Swiss" und "Army" grammatikalisch korrekt als 
Adjektive verwendet,  ohne dass die Kürzung SWISS ARMY dadurch 
generisch verstanden würde. Auch für  Personen mit  guten Englisch-
kenntnissen liegt es somit grundsätzlich wesentlich näher, die Marke 
als  Kennzeichen  denn  als  beschreibende  Angabe  aufzufassen.  Die 
Vorinstanz bestätigt dies, wenn sie ausführt, dass das Zeichen unmit-
telbar an die Schweizer Armee als Bestellerin bestimmt konfektionier-
ter  und ausgestalteter  Dienstleistungen denken lasse (ebenso Urteil 
des Bundesgerichts 4A.5/2003 vom 22. Dezember 2003 E. 3.2 Disco-
very Travel & Adventure Channel).

7.4 Ob dieses abstrakte Kennzeichenverständnis auch im Zusammen-
hang mit den beanspruchten Waren und Dienstleistungen zutrifft oder 
im Kontext eines bestimmten Angebots zugunsten einer beschreiben-
den Interpretation verloren gehen kann, die in diesem Zusammenhang 
näher liegt, wäre zwar noch im Einzelnen zu prüfen. Indessen handelt 
es sich bei den Waren und Dienstleistungen, für die die Marke bean-
standet  wurde,  unbestrittenermassen  um  typische  Armeewaren  und 
-dienstleistungen, die damit nur umso mehr an die Schweizer Armee 
erinnern lassen, ohne dass sich in Bezug auf das Bestehen einer ein-
zigen Schweizer Armee die Marktsituation dafür verändert. Für ein ab-
weichendes Verständnis der Marke im konkreten Zusammenhang mit 
den einzelnen Waren oder Dienstleistungen bestehen darum keine An-
zeichen.

8.
Insbesondere  vermag die  Unterscheidungskraft  der  Marke entgegen 
der  Ansicht  der  Vorinstanz  nicht  darunter  zu  leiden,  dass  die  Be-
schwerdeführerin entsprechende Waren und Dienstleistungen in gros-
sen Mengen und spezifischer Qualität oder Ausstattung einkauft, des-
halb als Abnehmerin auf einem faktischen "Sondermarkt" auftritt  und 
hierfür Bekanntheit erlangt haben soll. Vielmehr entspricht es, wie er-
wähnt,  dem  Zweck  der  Marke,  individuell  gestaltete  Waren  oder 

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Dienstleistungen zu kennzeichnen, damit sie das Publikum in der Men-
ge des Angebots wiederfinden kann. Weder die Ungewöhnlichkeit der 
Ausführung noch die Bekanntheit  des Markeninhabers vermögen die 
Unterscheidungskraft  der  Marke  deshalb  zu  beeinflussen.  Dass  für 
ihre eigenwilligen Kreationen bekannte Anbieter auf dem rückwärtigen 
Markt entsprechend konstruierte und gestaltete Waren oder Dienstleis-
tungen einkaufen, damit sie sie später unter ihrer Marke weiterverkau-
fen können, ist vielmehr alltäglich und schadet der Unterscheidungs-
kraft  der  Marken  keineswegs. Von vielen  bekannten  Anbietern  kann 
ohne Einbusse an Unterscheidungskraft  gesagt  werden,  ihre Marken 
liessen  eine  spezifische  Bauweise  und  Ausgestaltung  der  damit  ge-
kennzeichneten  Waren  erwarten,  prägten  einen  (rückwärtigen)  Son-
dermarkt und wiesen darum unmittelbar auf die Destinatärin auf die-
sem Sondermarkt hin, wie die Vorinstanz der Beschwerdeführerin vor-
werfen möchte. Eine Schwächung entsprechender Marken kann in ei-
ner solchen Bekanntheit aber nicht gesehen werden. Die Inhaber be-
kannter Marken sind sogar frei, Erwartungen des Publikums zu enttäu-
schen, indem sie schlechtere oder unerwartete Ware unter dem Zei-
chen anbieten, solange sich diese Erwartungen nicht auf den Sinnge-
halt der Marke, sondern nur auf ihre Verkehrsbekanntheit stützen. Die 
Vorinstanz macht nicht geltend und es bestehen auch keine Anzeichen 
dafür, dass der Sinngehalt der Marke SWISS ARMY Erwartungen ei-
ner bestimmten Beschaffenheit oder Standardausführung wecken, die 
mit den betreffenden Waren oder Dienstleistungen nicht erfüllt werden 
könnten,  so  dass  die  Marke  diesbezüglich  irreführend  wäre  (Art.  2 
Bst. c  MSchG). Weitergehend wird  die  Beschwerdeführerin  durch ihr 
Beschaffungsverhalten markenrechtlich nicht verpflichtet, so dass die 
Marke vollumfänglich zur Eintragung zuzulassen ist.

9.
Die Beschwerde ist  damit gutzuheissen und die Vorinstanz anzuwei-
sen,  die  Marke  SWISS  ARMY  für  alle  angemeldeten  Waren  und 
Dienstleistungen im schweizerischen Markenregister einzutragen.

10.
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens sind  keine Kosten zu erheben, 
und  der  Beschwerdeführerin  ist  der  geleistete  Kostenvorschuss  von 
Fr. 3'500.- zurückzuerstatten (Art. 62 Abs. 2 VwVG). Der Beschwerde-
führerin "kann" eine Parteientschädigung zulasten der Vorinstanz als 
autonomer  Anstalt  mit  eigener  Rechtspersönlichkeit  zugesprochen 
werden  (Art.  64  Abs.  1  VwVG),  doch  verzichtet  das  Bundesverwal-

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tungsgericht hierauf, wenn eine Bundesbehörde obsiegt (Art. 7 Abs. 3 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Somit ist auch keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen, Ziff. 1 der Verfügung des Eidge-
nössischen Instituts  für  Geistiges Eigentum vom 20. April  2007 wird 
aufgehoben und dieses angewiesen, die Marke für alle angemeldeten 
Waren und Dienstleistungen im schweizerischen Markenregister  ein-
zutragen.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Der  geleistete  Kosten-
vorschuss von Fr. 3'500.- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 10518/2002; Gerichtsurkunde)
- das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (Gerichtsurkun-

de)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

David Aschmann Katja Stöckli

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die folgende Seite verwiesen.

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt 
werden (Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch-
tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerde-
führer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 28. August 2008

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