# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29754f34-5904-5ac4-b425-7ce848618ce8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.01.2012 E-996/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-996-2010_2012-01-17.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­996/2010

U r t e i l   v om   1 7 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;  
Gerichtsschreiber Simon Thurnheer.

Parteien A._______, geboren am (…),
Sri Lanka,  
vertreten durch B._______, 
Freiplatzaktion Basel Asyl und Integration, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 19. Januar 2010 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer  eigenen Angaben  zufolge am 3. März 2009 
seinen Heimatstaat verliess und auf dem Luftweg am selben Tag  in die 
Schweiz gelangte, wo er im Flughafen Zürich am folgenden Tag um Asyl 
nachsuchte,  wobei  ihm  die  Einreise  in  die  Schweiz  am  17. März  2009 
bewilligt wurde,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Flughafentransit  vom  6. März 
2009  sowie  der  Anhörung  vom  13. März  2009  zur  Begründung  seines 
Asylgesuchs  im Wesentlichen  geltend machte,  von März  2002  bis  Juni 
2008  in  C._______  und  anschliessend  bis  zu  seiner  Ausreise  im März 
2009 in D._______ gewohnt zu haben,

dass  er  zuvor  viele  Jahre  im  Vanni­Gebiet  in  verschiedenen 
Flüchtlingslagern gelebt habe, er 2002 mit seinen (…) und (…) zu seinem 
Elternhaus  nach  C._______  zurückgekehrt  sei  und  dort  ein  kleines 
Telekommunikationsbüro mit einem Faxgerät und (…) Telefonen eröffnet 
habe, 

dass  seine  Dienstleistungen  sowohl  von  der  lokalen  Bevölkerung  als 
auch der Armee genutzt worden seien, 

dass  im Sommer 2006  (…) und  (…) zu einer Hochzeit  ins Vanni­Gebiet 
gereist seien, 

dass  (…)  dort  von  den  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE) 
zwangsrekrutiert worden sei,

dass  (…)  und,  da  die  Zufahrtswege  von  der  srilankischen  Regierung 
gesperrt worden seien, auch (…) sich seither im Vanni­Gebiet aufhielten, 

dass die Behörden erfahren hätten, dass sich ein Teil seiner Familie  im 
Vanni­Gebiet befinde, 

dass im Juni 2008 zwei Männer in Zivil ihn gegen 20 Uhr aufgesucht, ihm 
Schläge  versetzt,  ihn  der  Unterstützung  der  LTTE  bezichtigt,  seine 
Identitätskarte  beschlagnahmt  und  von  ihm  verlangt  hätten,  sich  am 
nächsten Tag bei einem Militärstützpunkt zu melden,

dass er,  als er  sich am  folgenden Tag beim Stützpunkt  gemeldet habe, 
mit sandgefüllten Kabeln geschlagen, nackt an seinen Beinen aufgehängt 

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und  der  Unterstützung  der  LTTE  beschuldigt  worden  sei,  wobei  ihm 
vorgehalten  worden  sei,  dass  sich  seine  Familie  im  Vanni­Gebiet 
aufhalte,

dass  ihm  unterstellt  worden  sei,  seine  Kommunikationsapparate  im 
Dienste der LTTE zu nutzen,

dass  von  ihm  verlangt  worden  sei,  die  Namen  von  LTTE­Mitgliedern 
preiszugeben,

dass er dabei schwer gefoltert worden sei ([…]),

dass ausserdem Todesdrohungen ausgestossen worden seien,

dass  er  unter  dem  Eindruck  der  Folter  gewisse  ungerechtfertigte 
Unterstellungen bejaht habe, 

dass er nach diesem Geständnis unter der Auflage entlassen worden sei, 
sich täglich beim Stützpunkt zu melden und seine Unterschrift zu leisten,

dass  er  am  nächsten  Tag  zur  Unterschrift  erschienen  sei  und  seinen 
Ausweis zurückerhalten habe, 

dass  er  aber  am  darauffolgenden  Tag  wieder  schikaniert  und  bedroht 
worden  sei,  worauf  er  sich  entschlossen  habe,  sich  nicht  mehr  beim 
Stützpunkt zu melden, und untergetaucht sei,

dass  er  sich  zunächst  zu  einem  Freund  (E._______)  nach  D._______ 
begeben habe, wo er sich bis am 1. März 2009 versteckt habe,

dass während  dieser  Zeit  wiederholt  Soldaten  (…)  und  (…)  Familie mit 
dem Tode und der Wegnahme (…) Kinder bedroht hätten, wenn (…) ihn 
nicht aushändigen würde,

dass er schliesslich aus seiner Zwangslage nur noch einen Ausweg, die 
Ausreise ins Ausland, gesehen habe,

dass  er  über  seinen  Freund  einen  Passierschein  (Clearance)  nach 
Colombo erlangt habe,

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dass er am 1. März 2009 mit dem Motorrad nach Jaffna gefahren sei, von 
wo er mit einem Bus der Fluggesellschaft F._______ zum Flughafen von 
Palaly gebracht worden sei,

dass er am Flughafen von der CID kontrolliert worden und unter eigenem 
Namen nach Colombo geflogen sei, 

dass  er  am  3. März  2009  von  Colombo  unter  eigenem  Namen  einen 
Auslandflug angetreten habe,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 19. Januar 2010 – eröffnet am 21. Januar 2010 – ablehnte und die 
Wegweisung aus der Schweiz  anordnete,  den Vollzug der Wegweisung 
wegen  Unzumutbarkeit  aufschob  und  den  Beschwerdeführer  vorläufig 
aufnahm,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  vom 
Beschwerdeführer  geschilderte  Übergriff  im  Juni  2008,  namentlich  das 
mehrstündige  Verhör  unter  schwerer  Folter,  sei  bedauerlich  und  dürfe 
nicht  toleriert  werden,  indes  schütze  das  Schweizerische  Asylgesetz 
Personen vor  zukünftiger Verfolgung und diene nicht dem Ausgleich  für 
bereits erlittene Verfolgungsmassnahmen,

dass der erwähnte Vorfall zweifellos eine erhebliche  Intensität aufweise, 
sich  aber  auf  einen  Tag  beschränkt  und  mit  der  Entlassung  des 
Beschwerdeführers geendet habe,

dass  er  in  der  Folge  behördlich  gesucht  worden  sei,  liege  darin 
begründet, dass er seiner Meldepflicht nicht mehr nachgekommen sei, 

dass, da er gemäss eigenen Angaben nicht politisch aktiv sei und sich nie 
in  irgendeiner  Form  für  die  LTTE  engagiert  habe,  nicht  davon 
auszugehen sei, dass er von Seiten der srilankischen Behörden weitere 
Verfolgungsmassnahmen zu befürchten habe,

dass  seine  Vorbringen  daher  den  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhielten,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom 
18. Februar  2010  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundes­
verwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die 

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angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei hierzulande Asyl zu 
gewähren,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  unter  anderem  beantragte,  es 
sei  ihm  die  unentgeltliche  Prozessführung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  zu  gewähren  und  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
25. Februar  2010  die  Behandlung  des  Gesuchs  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Prozessführung  auf  einen  späteren  Zeitpunkt  verwies, 
antragsgemäss  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  verzichtete 
und  die  Vorinstanz  in  Anwendung  von  Art.  57  Abs.  1  VwVG  zu  einem 
Schriftenwechsel einlud, 

dass  das  BFM  in  seiner  Vernehmlassung  vom  8. März  2010  an  seiner 
Verfügung vollumfänglich festhielt, die Beschwerdeabweisung beantragte 
und  zur  Begründung  ergänzte,  dass  der  Beschwerdeführer  bei  seiner 
Ausreise aus Sri  Lanka unter  seinem Namen einen Passierschein nach 
Colombo  erhalten  habe,  trotz  Kontrolle  durch  das  CID  nach  Colombo 
geflogen  sei  und  mit  seinem  Reisepass  unter  eigenem  Namen  einen 
Auslandflug  von Colombo getätigt  habe, darauf  hinweise,  dass er  in Sri 
Lanka behördlich nicht gesucht werde,

dass die Vernehmlassung des BFM mit Zwischenverfügung vom 11. März 
2010  dem  Beschwerdeführer  mit  Replikrecht  zur  Kenntnis  gegeben 
wurde,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  25. März  2010  replizierte 
und eine Fürsorgebestätigung zu den Akten reichte,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

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dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass  es  dabei  auf  die  Intensität,  Gezieltheit  und  Aktualität  dieser 
Nachteile ankommt, 

dass  für  die  Anerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die 
Asylgewährung  nicht  der  Zeitpunkt  des Asylgesuchs,  sondern  derjenige 
des Entscheides massgeblich  ist  (vgl.  Entscheidungen  und Mitteilungen 
der  vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1994 
Nr. 6 E. 5 S. 52),

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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass  mit  der  Vorinstanz  festzuhalten  ist,  dass  der  Beschwerdeführer 
seitens  der  srilankischen  Behörden  keine  Verfolgungsmassnahmen  zu 
befürchten hat, da er kein Gefährdungsprofil aufweist und legal aus dem 
Lande ausgereist ist, 

dass zur Begründung der Vorinstanz zu ergänzen ist, dass die Vorfälle im 
Juni  2008  vor  dem  Hintergrund  der  damals  im  Lande  herrschenden 
Situation des Bürgerkrieges zu sehen sind, mit der Niederlage der LTTE 
im Mai 2009 sich die Situation seither jedoch grundlegend geändert hat,

dass  die  allgemeine  Sicherheits­  und  Menschenrechtslage  zwar  noch 
immer  nicht  befriedigend  ist,  die  Anzahl  von  Gewaltereignissen  wie 
Entführungen und "Killings" jedoch erheblich zurückgegangen ist,

dass zum jetzigen Zeitpunkt angesichts der Beendigung des Bürgerkriegs 
und  der  Niederlage  der  LTTE  erst  recht  davon  ausgegangen  werden 
kann, dass seitens der srilankischen Behörden kein Verfolgungsinteresse 
an seiner Person mehr besteht,

dass an dieser Einschätzung auch der auf Beschwerdeebene gemachte 
Einwand, er gelte in den Augen der srilankischen Behörden, weil er unter 
Folter  gestanden  habe,  die  LTTE  unterstützt  zu  haben,  als  deren 
Sympathisant  und  werde  als  solcher  noch  heute  von  politischer 
Verfolgung  bedroht,  nichts  zu  ändern  vermag,  zumal  er  trotz  seines 
Geständnisses unter Auflagen freigelassen worden ist,

dass  Entsprechendes  auch  in  Bezug  auf  das  auf  Beschwerdeebene 
gemachte  Vorbringen,  (…)  sei  im  Jahre  2009  noch  dreimal  von 
unbekannten Personen in Zivil nachts aufgesucht, nach dem Verbleib (…) 
befragt  und  bedroht  worden,  gilt,  zumal  dem  Gericht  keine  Hinweise 
vorliegen,  dass  die  geäusserten Drohungen  seither wiederholt  oder  gar 
wahrgemacht worden wären,

dass der in der Replik erhobene Einwand, die legale Ausreise könne nicht 
als Indiz für den Wegfall der Verfolgungsgefahr gewürdigt werden, da die 
Clearance  durch  Bestechung  erhalten  worden  sei,  bei  Bestehen  einer 
Clearance  aber  eine  reisende  Person  nicht  mehr  intensiv  kontrolliert 
werde, nicht zu überzeugen vermag,

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dass  vielmehr  dem  BFM  darin  zuzustimmen  ist,  dass  die  kontrollierte 
Ausreise  unter  eigenem  Namen  gegen  die  Annahme  spricht,  der 
Beschwerdeführer werde in Sri Lanka behördlich gesucht, 

dass  das  Vorbringen,  die  bedingte  Freilassung  im  Juni  2008,  sein 
Verstoss  gegen  die  Meldepflicht,  die  Bedrohung  der  Familie,  das 
Geständnis  des  Beschwerdeführers  und  seine  Vorgeschichte  seien 
Indizien,  die  für  dessen  anhaltende  Verfolgungsgefährdung  und 
Schutzbedürftigkeit sprächen, aus den oben genannten Gründen nicht zu 
überzeugen vermag,

dass die Folter, die der Beschwerdeführer im Juni 2008 eigenen Angaben 
zufolge  erlitten  hat,  zwar  eine  schwere  Menschenrechtsverletzung 
darstellt, aber nicht so schwer wiegt, dass ihm die Rückkehr im Sinne der 
Ausnahmebestimmung von Art. 1 C Ziff. 5 Abs. 2 des Abkommens vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) in 
seinen  Heimatstaat  aus  zwingenden  Gründen  trotz  Wegfalls  der 
Verfolgungsgefahr  nicht  mehr  zugemutet  werden  könnte  (vgl.  EMARK 
1996 Nr. 10; 1995 Nr. 16; 1993 Nr. 31),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass das BFM den Beschwerdeführer vorliegend wegen Unzumutbarkeit 
des Vollzugs vorläufig aufgenommen hat,

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dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  eine  Partei,  die  nicht  über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt,  auf 
Antrag hin  von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit wird,  sofern 
ihr Begehren nicht von vornherein aussichtslos erscheint  (Art. 65 Abs. 1 
VwVG),

dass  nicht  über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt,  wer  ohne 
Beeinträchtigung des notwendigen Lebensunterhaltes die Prozesskosten 
nicht zu bestreiten vermag,

dass  eine  Beschwerde  dann  als  aussichtslos  gilt,  wenn  die 
Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und 
deshalb  kaum als  ernsthaft  bezeichnet werden  können  (vgl.  BGE 128  I 
225 E. 2.5.3 S. 235 f., BGE 125 II 265 E. 4b S. 275),

dass die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 65 Abs. 
1  VwVG  durch  die  eingereichte  Fürsorgebestätigung  vom  22. Februar 
2010 belegt ist,

dass  die  in  der  Beschwerde  formulierten  Begehren  zum  Zeitpunkt  der 
Beschwerdeerhebung  auf  Grund  der  damaligen  Lageeinschätzung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  hinsichtlich  des  Wegweisungsvollzugs  nach 
Sri Lanka nicht als aussichtslos erschienen sind,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG somit gutzuheissen ist,

dass dem Beschwerdeführer somit keine Verfahrenskosten aufzuerlegen 
sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
gutgeheissen. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Simon Thurnheer