# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef9ebdec-f08f-5053-bf14-a34e84e0f0e3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.02.2025 E-805/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-805-2025_2025-02-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-805/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla; 

Gerichtsschreiber Kevin Schori. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kamerun,   

vertreten durch Delia Moldovanyi, Rechtsanwältin,  

Rechtsschutz für Asylsuchende,  

Bundesasylzentrum Region (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);  

Verfügung des SEM vom 29. Januar 2025 / N (…). 

 

 

 

E-805/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 6. Januar 2025 am Flughafen Zürich 

um Asyl nach.  

A.b Mit Verfügung der Vorinstanz vom 8. Januar 2025 wurde ihm gemäss 

Art. 22 AsylG (SR 142.31) die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigert 

und der Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zugewie-

sen. 

B.  

B.a Anlässlich der Anhörung vom 22. Januar 2025 machte der Beschwer-

deführer im Wesentlichen Folgendes geltend: 

Er sei ethnischer (…) und stamme ursprünglich aus dem Dorf B._______ 

in C._______. Nach dem Schulabschluss habe er zunächst an der Univer-

sität in Yaoundé und anschliessend ein Jahr lang in Dubai studiert, wo er 

einen Bachelor in (…) gemacht habe. Im Jahr 2009 sei er nach Budapest 

gegangen und habe dort während zwei Jahren einen weiteren Bachelor 

gemacht. Anschliessend habe er in Oslo einen Masterabschluss erlangt 

und gar promoviert. Er habe bis Juni oder Juli 2023 in Norwegen gelebt 

und im Gastgewerbe gearbeitet. Da seine Aufenthaltsbewilligung nicht ver-

längert worden sei, sei er nach Kamerun zurückgekehrt.  

Zurück in Kamerun habe er versucht, sich mit seinem Ersparten ein Stand-

bein in verschiedenen Geschäftsbereichen (z.B. […]) aufzubauen. Wegen 

des Kriegszustands in Kamerun sei die Rückkehr sehr herausfordernd ge-

wesen. Am (…) 2023 hätten Separatisten das Haus der Familie in 

D._______ angegriffen, seine Cousine verletzt und deren Mann getötet. 

Am (…) 2024 sei er mit einem Taxi auf dem Weg nach E._______ gewe-

sen. An einem Kontrollposten habe ein Gendarm auf seinen Fahrer ge-

schossen, der ausgestiegen und auf die Sicherheitsbeamten zugegangen 

sei. Die Kugel habe eine unbeteiligte schwangere Frau getroffen, welche 

vor Ort verstorben sei. Danach sei er zu seinem Freund F._______ nach 

G._______ gezogen. Auch dort habe es immer wieder Schüsse und Erzäh-

lungen von erschossenen Menschen gegeben. Er habe rund drei Anrufe 

von Unbekannten erhalten, die ihn als Informant des Militärs bezeichnet 

hätten. Am (…) 2024 sei er mit einem öffentlichen Bus zu einer Trauerfeier 

für seinen Onkel gefahren. Auf dem Weg seien sie von bewaffneten Män-

nern angehalten und in einem Camp festgehalten worden. Man habe sie 

ausgeraubt und Lösegeld verlangt. Am (…) 2024 sei er mit Hilfe der 

E-805/2025 

Seite 3 

Nichtregierungsorganisation (NGO) «(…)» ([…]; nachfolgend: NGO), wel-

che sein Lösegeld bezahlt habe, freigekommen. Aus Dankbarkeit habe er 

sich sodann zunächst ehrenamtlich bei der NGO engagiert, später habe er 

auch einen Lohn erhalten. Am 24. September 2024 sei ein bekannter Se-

paratistenführer in Norwegen verhaftet worden. Da er ebenfalls in Norwe-

gen gelebt habe, sei er zum Ziel der Regierung geworden. So habe man 

ihn, als er von Norwegen nach Kamerun zurückgekommen sei, vier Stun-

den am Flughafen festgehalten und befragt. Am (…) 2024 sei er nach ei-

nem Besuch bei seiner Schwester in C._______ bei einem Kontrollposten 

von der Polizei angehalten und länger als 24 Stunden festgehalten worden, 

weil man ihn mit Terroristen in Verbindung gebracht habe. Die NGO habe 

aber einen Anwalt geschickt, welcher Nachweise über seine Arbeit bei der 

NGO und seine Entführung vorgelegt habe, wonach man ihn freigelassen 

habe. Zusammen mit einem Kollegen habe er später einen wissenschaftli-

chen Beitrag geschrieben und für eine Menschenrechtskonferenz in 

H._______ eingereicht. Er sei als Sprecher für den (…) 2025 nach 

H._______ eingeladen worden und habe ein Visum erhalten. Am (…) 2024 

sei er von Douala nach Paris geflogen, wo er erstmals erfahren habe, dass 

gegen ihn ein Einreiseverbot für den Schengenraum erlassen worden sei 

– vermutlich, weil er damals die Frist zur Ausreise aus Norwegen um zwei 

Tage überzogen habe. Zu dieser Zeit habe ihn zudem sein Chef angerufen 

und erzählt, dass die Polizei ihn suche und mit einem Haftbefehl im Büro 

gewesen sei. Am (…) 2024 sei er nach Douala zurückgeflogen und habe 

dann am Flughafen versucht, einen Direktflug nach H._______ zu organi-

sieren, weil er unbedingt an der Konferenz habe teilnehmen wollen. Er 

habe dann erst für den (…) 2025 einen Flug bekommen und daher nicht 

mehr an der Konferenz teilnehmen können. Sein Plan sei indes gewesen, 

nach der Konferenz ein Asylgesuch zu stellen. 

Für den detaillierten Sachverhalt wird auf die Ausführungen in der vor-

instanzlichen Verfügung verwiesen (vgl. a.a.O. Ziff. I.2). 

B.b Der Beschwerdeführer reichte zahlreiche (Ausweis-)Dokumente und 

Beweismittel (teilweise im Original) ein, unter anderem einen angeblichen 

Haftbefehl in Kopie. Für die vollständige und detaillierte Auflistung wird auf 

die angefochtene Verfügung verwiesen (vgl. a.a.O. Ziff. I.4 f.).  

C.  

Am 27. Januar 2025 händigte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den 

Entscheidentwurf zur Stellungnahme aus, welche tags darauf unter Bei-

lage weiterer Beweismittel einging.  

E-805/2025 

Seite 4 

D.  

Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 29. Januar 2025 verneinte die 

Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers und lehnte 

sein Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete sie die Wegweisung aus dem 

Transitbereich des Flughafens Zürich sowie den Vollzug an und händigte 

ihm die editionspflichtigen Akten aus.  

E.  

Mit Eingabe vom 5. Februar 2025 an das Bundesverwaltungsgericht bean-

tragte der Beschwerdeführer die Aufhebung der Verfügung vom 29. Januar 

2025, die Anerkennung als Flüchtling und die Gewährung von Asyl, even-

tualiter die Gewährung der vorläufigen Aufnahme sowie subeventualiter die 

Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur vollständigen Feststellung 

des Sachverhalts. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG inklu-

sive Kostenvorschussverzicht.  

Als Beweismittel lag der Beschwerde der angebliche Haftbefehl vom (…) 

2025 im Original bei, der bereits bei der Vorinstanz in Kopie eingereicht 

wurde.  

F.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

7. Februar 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

G.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird – soweit erheblich – in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

E-805/2025 

Seite 5 

1.2 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde des zu deren 

Einreichung legitimierten Beschwerdeführers ist einzutreten (Art. 105 und 

Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich vorliegend um ein solches Rechts-

mittel, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen von Asylvorbringen 

in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. 

Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 2013/11 

E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.). 

E-805/2025 

Seite 6 

5.  

5.1 Nach Ansicht der Vorinstanz vermochten die Vorbringen des Be-

schwerdeführers weder den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die Flücht-

lingseigenschaft (Vorbringen hinsichtlich der Entführung, Anrufe, Angriff in 

D._______, Schussabgabe auf Fahrer, Festhaltung durch Polizei, Befra-

gung am Flughafen) noch denjenigen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaft-

machen (Vorbringen hinsichtlich der Tätigkeit für die NGO, die Konferenz-

teilnahme sowie des Haftbefehls) zu genügen.  

5.2 Bei der Entführung durch Separatistenkämpfer und der Freilassung ge-

gen Lösegeld handle es sich weder um eine gezielte Verfolgung des Be-

schwerdeführers noch um ein Motiv im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG. Seine 

Entführung habe auf einem blossen Gewinnmotiv beruht. Weiter sei nicht 

ersichtlich, dass sich die Anrufe, der Angriff in D._______ oder die Schuss-

abgabe auf seinen Taxifahrer gegen ihn persönlich gerichtet hätten – diese 

Ereignisse seien als Teil der Konfliktsituation im Südwesten Kameruns zu 

sehen. Hinsichtlich der 24-stündigen Festnahme durch die Polizei oder die 

Befragung am Flughafen sei es grundsätzlich legitim, wenn die Behörden 

Hinweisen auf Verbindungen zu terroristischen Gruppierungen nachgin-

gen. Vorliegend sei er nach 24 Stunden wieder entlassen worden, nach-

dem sein Anwalt nachgewiesen habe, dass er solche Verbindungen nicht 

habe. Soweit er in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf erstmals pau-

schal behauptet habe, bei der Festnahme sei versucht worden, ihn ver-

schwinden zu lassen, sei dies als nachgeschoben zu bewerten. Die ge-

nannten Vorbringen seien somit flüchtlingsrechtlich nicht relevant. 

5.3 Im Weiteren sei es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, seine Tä-

tigkeit bei der NGO mit der angeblichen Teilnahme an einer Konferenz in 

H._______ glaubhaft darzutun. Trotz mehrfacher Nachfrage seien seine 

Schilderungen zur vorgebrachten Tätigkeit bei der NGO auffallend vage, 

detailarm und ohne persönlichen Bezug ausgefallen. Weder habe er den 

Veranstaltungsort der Konferenz in H._______ benennen noch konkrete 

Angaben zur Konferenz machen können, an welcher er in Kamerun bereits 

teilgenommen habe. Da diese erst im November 2024 stattgefunden habe, 

wäre zu erwarten gewesen, dass er diese nicht zunächst im Juli 2024 ver-

orte, zumal er erst im Juli angefangen habe, sich bei der NGO zu engagie-

ren. Sodann sei unter anderem nicht plausibel, dass er angeblich bereits 

mehrere wissenschaftliche Beiträge geschrieben, diese aber nirgendwo 

veröffentlicht habe. Weiter sei nicht nachvollziehbar, dass die Teilnahme an 

der Konferenz in H._______ für ihn so wichtig gewesen sein soll, dass er 

dafür freiwillig von Paris nach Douala zurückgeflogen sei, obwohl er zuvor 

E-805/2025 

Seite 7 

entschieden habe, nicht mehr nach Kamerun zurückzukehren. Bei einer 

akuten begründeten Furcht vor Verfolgung wäre zu erwarten gewesen, 

dass er in Frankreich ein Asylgesuch eingereicht hätte und nicht freiwillig 

zurück nach Kamerun gegangen wäre. Schliesslich seien seine Ausführun-

gen zum Anruf seines Chefs, in welchem dieser ihm vom Haftbefehl be-

richtet habe, auch auf Nachfrage unsubstanziiert und ohne persönliches 

Erleben ausgefallen. Ebenso habe er keinerlei Angaben zum Inhalt dieses 

Haftbefehls machen können. Seine Erklärung, es habe ihn nicht interes-

siert, überzeuge nicht. Ferner habe er nicht nachvollziehbar erklären kön-

nen, weshalb er einerseits aufgrund seiner Tätigkeit für die NGO als Feind 

der Regierung betrachtet werde, andererseits aber sein Anwalt seine Frei-

lassung unter anderem mit Tätigkeitsnachweisen für ebenjene NGO habe 

erwirken können.  

Darüber hinaus seien seine Angaben, wonach es in Kamerun keine Inter-

netadressen gebe und die NGO keine Internetseite habe, offensichtlich tat-

sachenwidrig. Auf der vorgeblichen Internetseite der NGO würden weder 

er noch sein Chef genannt und die Internetseite sei rund einen Monat vor 

seinem zweiten Visumsgesuch bei der Schweizer Botschaft in Yaoundé er-

stellt worden. Es sei nicht plausibel, dass er nicht mitbekommen haben soll, 

dass seine NGO neu eine Webseite eingerichtet habe. Es sei davon aus-

zugehen, dass es sich hierbei um eine für das Visumsgesuch erstellte In-

ternetseite handle. Sodann gebe es keine Hinweise darauf, dass die Kon-

ferenz in H._______ jemals stattgefunden habe. Es falle auch auf, dass er 

sein erstes Visumsgesuch für die Schweiz, welches er bereits kurz nach 

seiner Rückkehr nach Kamerun am (…) 2023 gestellt habe, erst auf kon-

krete Nachfrage genannt habe. Dies widerspreche seinem Vorbringen, er 

habe sich gefreut zurückzukommen, auch wenn er nicht freiwillig zurück-

gekehrt sei. Ebenso verwundere, dass er in kürzester Zeit zwei verschie-

dene Visumsgesuche bei der Schweizer Botschaft eingereicht habe, je-

weils mit abweichenden Besuchsgründen.   

Eine Verfolgung aufgrund seiner Tätigkeit für die NGO habe er daher nicht 

glaubhaft darzutun vermocht.  

5.4 Die von ihm eingereichten Beweismittel (Fotos, E-Mails, Unterlagen 

betreffend die NGO, wissenschaftlicher Beitrag, Brief von F._______ an die 

NGO) verfügten über keine Sicherheitsmerkmale und seien leicht zu fäl-

schen und käuflich zu erwerben respektive handle es sich hierbei um Ge-

fälligkeitsschreiben. Obwohl er angegeben habe, den Beitrag mit einem 

Co-Autor geschrieben zu haben, sei auf dem Beitrag nur sein Name 

E-805/2025 

Seite 8 

angegeben. Form und Qualität entsprächen sodann nicht den Standards 

einer wissenschaftlichen Publikation und der Professionalität, die von ei-

nem nach eigenen Angaben promovierten Menschen erwartet werden 

könne. Es sei nicht plausibel, dass er diesen Beitrag auf einer wissen-

schaftlichen Konferenz hätte präsentieren können. Die Fotos aus 

D._______ und die E-Mails bezögen sich sodann auf flüchtlingsrechtlich 

nicht relevante Sachverhalte. 

Schliesslich sei auch der Haftbefehl nicht geeignet, die Glaubhaftigkeit sei-

ner Vorbringen zu untermauern. Diesem sei eine Vorladung seiner Person 

zu entnehmen, der er nicht nachgekommen sei, was er jedoch nie erwähnt 

habe. Ebenso handle es sich bei der Kopie um ein Dokument, das leicht 

zu fälschen und käuflich zu erwerben sei. Da das Dokument lediglich in 

einer schlecht lesbaren Kopie vorliege, sei eine eingehende Prüfung nicht 

möglich. Es falle jedoch auf, dass das Verfahren bereits im Jahr 2024 auf-

genommen worden sei, wohingegen er in der Folge zweimal problemlos 

legal über den Flughafen aus- und eingereist sei. Dies sei nicht plausibel. 

5.5 Den vorinstanzlichen Erwägungen entgegnete der Beschwerdeführer 

im Wesentlichen Folgendes: 

Kamerun sei ein diktatorisch regierter Staat und die Menschenrechtslage 

im Land – speziell in den anglophonen Regionen – sei prekär. Es komme 

zu willkürlichen Verhaftungen und Tötungen und es sei mit unmenschlichen 

Haftbedingungen zu rechnen. Speziell gefährdet seien Oppositionelle und 

Menschenrechtsaktivisten sowie Personen, denen das Regime eine Ver-

bindung zum anglophonen Separatismus unterstelle. Bei ihm handle es 

sich um einen Angehörigen der anglophonen Bevölkerungsschicht aus der 

umkämpften Region Südwest. Er sei in Kamerun polizeibekannt, zudem 

bestehe ein Haftbefehl wegen Terrorismusvorwürfen gegen ihn – ein gegen 

politisch missliebige Personen regelmässig als Vorwand für eine strafrecht-

liche Verfolgung erhobener Vorwurf. Im Fall einer Rückkehr nach Kamerun 

habe er die objektiv begründete Furcht, erneut verfolgt und inhaftiert zu 

werden. Zudem seien Auslandsrückkehrende bei ihrer Einreise nach Ka-

merun einem Risiko von Verfolgung und Inhaftierung ausgesetzt. Diese 

Gefahr sei bei ihm aufgrund der erlebten Vorverfolgung sowie des Risi-

koprofils als Angehöriger der anglophonen Bevölkerungsschicht erhöht. 

Aufgrund seiner Verbindung zu Norwegen, wo ein anglophoner Separatis-

tenführer verhaftet worden sei, erscheine er in den Augen der kameruni-

schen Behörden als verdächtig. Im Haftbefehl werde ihm unterstellt, dass 

er Separatistenrebellen unterstützt habe. Aus welchem Grund er 

E-805/2025 

Seite 9 

tatsächlich von den staatlichen Behörden verfolgt werde, könne nicht be-

antwortet werden. Es bestehe jedoch die Vermutung, dass er durch seine 

Tätigkeit für die NGO in deren Fokus gerückt sei. Er befürchte im Fall einer 

Rückkehr nach Kamerun eine asylrelevante Verfolgung, weshalb ihm in der 

Schweiz Asyl zu gewähren sei.  

6.  

6.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die angefochtene Verfügung zu stützen ist. Die Vorinstanz 

ist darin mit ausführlicher und überzeugender Begründung zum Schluss 

gelangt, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers weder den Anforde-

rungen von Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigenschaft noch denjenigen von 

Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen zu genügen vermochten. Die knapp 

begründete Beschwerde vermag nicht zu einer anderen Einschätzung zu 

führen, zumal sie sich im Wesentlichen auf die Bekräftigung bereits be-

kannter Sachverhaltsaspekte und pauschale Gegenbehauptungen be-

schränkt, ohne sich im Einzelnen mit den zahlreichen und detaillierten Ar-

gumenten der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Hinsichtlich der flücht-

lingsrechtlichen Relevanz zahlreicher Vorbringen (Entführung durch Sepa-

ratisten, Anrufe von Unbekannten, Angriff auf Familienhaus in D._______, 

Zwischenfall mit dem Fahrer) lassen sich der Beschwerde keine Ausfüh-

rungen entnehmen, womit sich der Beschwerdeführer in dieser Hinsicht 

stillschweigend der vorinstanzlichen Argumentation unterzogen hat. Das-

selbe gilt hinsichtlich der ausführlichen vorinstanzlichen Begründung, wo-

nach er weder sein Engagement für die NGO noch die angebliche Konfe-

renzteilnahme in H._______ habe glaubhaft machen können. Der einfache 

Hinweis auf seine im Internet veröffentlichte Masterarbeit ist offensichtlich 

nicht geeignet, die zutreffende Einschätzung der Vorinstanz umzustossen. 

Zur Vermeidung von Wiederholungen kann daher auf die zutreffenden Er-

wägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden (vgl. a.a.O. 

Ziff. II). Nachfolgend ist daher lediglich noch auf das Beschwerdevorbrin-

gen einzugehen, wonach der Beschwerdeführer aufgrund seiner Herkunft 

aus der umkämpften anglophonen Region Südwest, des längeren Aus-

landsaufenthalts in Norwegen und seines Engagements für die NGO von 

den kamerunischen Behörden in asylrelevanter Weise verfolgt werde. 

6.2 Diesbezüglich sind den Akten keine Hinweise zu entnehmen. Die  

Vorinstanz hat überzeugend begründet, weshalb weder die geltend ge-

machte Befragung am Flughafen Yaoundé nach seiner Rückkehr nach Ka-

merun noch die 24-stündige Festnahme am (…) 2024 eine flüchtlingsrecht-

lich relevante behördliche Verfolgung erkennen lassen. So wurde er 

E-805/2025 

Seite 10 

eigenen Angaben zufolge ohne weitere Auflagen freigelassen, nachdem 

sein Anwalt jeglichen Verdacht der Behörden zerstreuen konnte. Der pau-

schale und nicht weiter konkretisierte Einwand in der Stellungnahme zum 

Entscheidentwurf, wonach bei der ersten Festnahme versucht worden sei, 

ihn verschwinden zu lassen, wurde vom SEM zu Recht als nachgeschoben 

und damit als unglaubhaft qualifiziert. Bezeichnenderweise wurde hierauf 

in der Beschwerde nicht mehr Bezug genommen. Auch die angeblich vier-

stündige Befragung am Flughafen nach seiner Ankunft aus Norwegen zei-

tigte für ihn offensichtlich keine weiteren Konsequenzen. Nachdem man-

gels entsprechender Gegenargumente von der fehlenden Glaubhaftigkeit 

seines Engagements für die NGO auszugehen ist, vermag dies als Grund 

für eine angebliche Verfolgung ebenfalls nicht zu überzeugen.  

6.3 Hinsichtlich des angeblichen Haftbefehls kann zunächst auf die zutref-

fenden Erwägungen des SEM verwiesen werden (vgl. a.a.O. Ziff. II.5 Bst. a 

und insb. Bst. c S. 10 f.). Der Beschwerde lässt sich keine Erklärung dafür 

entnehmen, dass er weder den Anruf seines Chefs habe anschaulich schil-

dern können, noch weshalb ihn der Inhalt des Haftbefehls gar nicht inte-

ressiert habe (vgl. vorinstanzliche Akten […]-18/32 [nachfolgend: act. 18] 

F116 f.). Es ist nicht nachvollziehbar, dass er sich nicht genauer über den 

Inhalt des Haftbefehls informiert haben will, zumal er riskieren musste, bei 

seiner nochmaligen Ausreise aus Kamerun am (…) 2025 am Flughafen 

angehalten und verhaftet zu werden. Auch zu den weiteren Unstimmigkei-

ten hinsichtlich der an der Anhörung nicht erwähnten Vorladung und des 

Umstands, dass er trotz scheinbar bestehendem Verfahren mehrmals 

problemlos legal über den Flughafen habe ein- und ausreisen können, 

schweigt sich die Beschwerde aus. Dass mit der Beschwerde nun das Ori-

ginal des Haftbefehls vorliegt, vermag die genannten Unstimmigkeiten 

nicht auszuräumen. Zudem enthält auch das Original des Haftbefehls 

keine relevanten Sicherheitsmerkmale respektive sind die darauf enthalte-

nen Stempel kein Garant für die Echtheit des Dokuments, welches grund-

sätzlich leicht zu fälschen und allenfalls gar käuflich zu erwerben ist. Im 

Übrigen ist unklar, wie der Beschwerdeführer an dieses Dokument gelangt 

ist, zumal er an der Anhörung noch zu Protokoll gab, dass in Kamerun nor-

malerweise nicht einmal ein Anwalt den Haftbefehl einsehen könne (vgl. 

act. 18 F115). 

Darüber hinaus spricht auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer am 

(…) 2025 wieder nach Kamerun zurückgekehrt ist, anstatt in Frankreich ein 

Asylgesuch zu stellen, offensichtlich gegen eine subjektive Furcht vor Ver-

folgung.  

E-805/2025 

Seite 11 

6.4 Nach dem Ausgeführten hat das SEM zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylgesuch abgelehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

E-805/2025 

Seite 12 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.2 Das SEM wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, 

dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Personen 

schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllten. Da es dem Beschwerde-

führer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nach-

zuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte 

Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine An-

wendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.  

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Nach den vorstehenden Ausführungen ist es ihm nicht 

gelungen, eine konkrete Gefahr («real risk») nachweisen oder glaubhaft zu 

machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche 

Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien vom 

28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Die 

von ihm geäusserte Befürchtung, alleine wegen seiner Landesabwesen-

heit oder seiner Herkunft aus einem anglophonen Landesteil in den Fokus 

der Behörden zu rücken, stellt eine reine Spekulation ohne belastbare 

Grundlage dar. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimat-

staat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als ge-

nerell unzulässig erscheinen.  

8.2.3 Nach dem Ausgeführten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.  

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.1 In Kamerun herrscht keine Situation allgemeiner Gewalt, die sich 

über das ganze Staatsgebiet oder weite Teile desselben erstrecken würde. 

Eine gänzlich unsichere, von bewaffneten Konflikten oder permanent 

E-805/2025 

Seite 13 

drohenden Unruhen dominierte Lage, aufgrund derer der Beschwerdefüh-

rer bei einer Rückkehr unvermeidlich einer konkreten Gefährdung ausge-

setzt wäre, besteht nicht. Aufgrund der nach wie vor instabilen humanitären 

und sicherheitspolitischen Lage in den englischsprachigen Provinzen Ka-

meruns, aus einer solchen der Beschwerdeführer stammt, ist im Einzelfall 

insbesondere zu prüfen, ob eine valable inländische Aufenthaltsalternative 

vorliegt (vgl. Referenzurteil E-5624/2017 vom 11. August 2020 E. 7 m.w.H. 

[zur detaillierten Analyse der humanitären und Sicherheitslage in den eng-

lischsprachigen Regionen Südwest und Nordwest von Kamerun] sowie die 

weiteren Urteile des BVGer D-5311/2024 vom 18. Oktober 2024 E. 9.4.1 

und D-3229/2021 vom 16. August 2024 E. 8.4.1, je m.w.H.). 

8.3.2 Wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest-

hielt (vgl. a.a.O. Ziff. III.2) sind keine individuellen Gründe ersichtlich, die 

gegen einen Wegweisungsvollzug sprechen. Es trifft zwar zu, dass sich 

das SEM in seiner Begründung nicht ausdrücklich auf das vorgenannte 

Referenzurteil E-5624/2017 bezog. Es hat jedoch in seiner Prüfung die ge-

mäss Rechtsprechung relevanten Kriterien – insbesondere das Vorliegen 

einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative – gebührend berücksichtigt 

und geprüft. Es besteht daher entgegen der in der Beschwerde vertretenen 

Meinung kein Anlass, entsprechend dem Subeventualbegehren die ange-

fochtene Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben und an die Vor-

instanz zurückzuweisen. In der Beschwerde wurden keine überzeugenden 

Gründe vorgebracht, weshalb es dem jungen, äusserst gebildeten und 

auch finanziell vergleichsweise sehr gut dastehenden Beschwerdeführer 

nicht möglich sein sollte, in einem anderen Landesteil Fuss zu fassen. So 

verfügt er eigenen Angaben zufolge über einen Bruder in Yaoundé, wo er 

bereits während seines Studiums gelebt hat (vgl. act. 18 F7, F51). Darüber 

hinaus spreche er sehr gut Französisch (vgl. a.a.O. F34 sowie act. 9 

Ziff. 10). Es ist nicht ersichtlich, weshalb er in den frankophonen Landes-

teilen einer besonderen Diskriminierungsgefahr ausgesetzt sein sollte. Der 

Umstand, dass er sich nach seiner Rückkehr aus Norwegen hauptsächlich 

in C._______ und G._______ aufgehalten habe, steht einer allfälligen 

Wohnsitzname in Yaoundé oder einem anderen Landesteil nicht entgegen. 

Es ist ihm demnach zuzumuten, sich in einem anderen, frankophonen Lan-

desteil niederzulassen. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden. 

8.3.3 Nach dem Ausgeführten erweist sich der Vollzug der Wegweisung 

auch als zumutbar. 

E-805/2025 

Seite 14 

8.4 Schliesslich ist der Beschwerdeführer im Besitz eines gültigen kame-

runischen Reisepasses, weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). Andernfalls obliegt es dem 

Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates 

die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. 

Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12).  

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Angesichts der aus den vorstehenden Erwägungen hervorgehenden 

Aussichtslosigkeit der Beschwerde ist das Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung ungeachtet der behaupteten Prozessarmut 

des Beschwerdeführers abzuweisen. Das Gesuch um Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses ist mit dem vorliegenden Urteil in der 

Sache hinfällig. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-805/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mathias Lanz Kevin Schori 

 

 

Versand: