# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f439f95-fa74-573f-a513-7fdeb2f3f318
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.03.2012 RR.2011.304
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2011-304_2012-03-06.pdf

## Full Text

Entscheid vom 6. März 2012  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 
Cornelia Cova und Roy Garré,  
Gerichtsschreiberin Marion Schmid  

   
 
Parteien 

  
A.,  
 
B., 
 

Beschwerdeführer 
 
beide vertreten durch Rechtsanwältinnen Yvonne 
Pieles und Nadia Tarolli, 

 
 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT KANTON SOLOTHURN,  
 

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter 
(Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG); Rückzug der Beschwer-
de 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2011.304 -  305 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 
- die Oberstaatsanwaltschaft Köln unter anderem gegen B. sowie A. ein Straf-

verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung führt; 
 
- die Oberstaatsanwaltschaft Köln in diesem Zusammenhang mit Rechtshilfe-

ersuchen vom 1. Juli 2011 an die Schweiz gelangte und um Durchsuchung 
der Wohn- und Geschäftsräume von B. und A. sowie um polizeiliche Einver-
nahme von A. und Zeugen ersuchte (act. 1.3); 

 
- die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn mit Eintretensverfügung vom 

19. Juli 2011 auf das Rechtshilfeersuchen eintrat und die Polizei des Kantons 
Solothurn anwies, weitere Vorabklärungen zu treffen (act. 1.6); sie mit Eintre-
tens- und Zwischenverfügung vom 18. Oktober 2011 sodann die Polizei des 
Kantons Solothurn beauftragte, in den Geschäftsräumen der C. AG, in den 
Wohnräumen von A. und mit Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden 
ebenfalls in den Ferienwohnungen von B. eine Hausdurchsuchung vorzu-
nehmen, A. sowie weitere Auskunftspersonen einzuvernehmen und sie zu-
dem die Anwesenheit ausländischer Beamten bewilligte (act. 1.2); 

 
- A. und B. gegen die Eintretens- und Zwischenverfügung mit Beschwerde vom 

25. November 2011 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts ge-
langten und beantragten, die Anwesenheit ausländischer Prozessbeteiligter 
sei nicht zu gestatten, demzufolge seien die anlässlich der verfügten Haus-
durchsuchung mitgenommenen Gegenstände an die Beschwerdeführer zu-
rückzugeben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 1); die Staatsan-
waltschaft des Kantons Solothurn mit Beschwerdeantwort vom 21. Dezem-
ber 2011 beantragte, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten (act. 6); das 
Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) mit Vernehmlassung vom 22. De-
zember 2011 den Antrag stellte, auf die Beschwerde sei einzutreten und die 
angefochtene Eintretens- und Zwischenverfügung sei mit den Auflagen 
betreffend Verwertungsverbot zu ergänzen, und die ersuchende Behörde sei 
explizit darauf hinzuweisen (act. 7); die Beschwerdeführer mit Replik vom 
12. Januar 2012 an den von ihnen gestellten Anträgen festhielten (act. 11); 
die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn mit Duplik vom 
16. Januar 2012 Stellung dazu nahm (act. 13), während das BJ darauf ver-
zichtete (act. 14); 

 
- die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. Januar 2012 den Rückzug ihrer 

Beschwerde vom 25. November 2011 erklärten (act. 16); 
 

- 3 - 

 

 

- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle-
digt abzuschreiben ist; 

 
- der Beschwerdeführer, welcher seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich 

als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 39 Abs. 2 lit. b des 
Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden 
des Bundes (Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71) i.V.m. 
Art. 63 Abs. 1 VwVG die Gerichtskosten zu tragen hat (Entscheide des Bun-
desstrafgerichts RR.2010.130 vom 15. September 2010; RR.2010.101 vom 
20. Juli 2010; RR.2008.253 vom 27. Oktober 2008, je m.w.H); angesichts des 
verursachten Kanzleiaufwandes die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.-- 
anzusetzen ist (vgl. Art. 5, 8 Abs. 3 lit. a und 22 Abs. 3 des Reglements des 
Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und 
Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR173.713.162]), unter 
Verrechnung des entsprechenden Betrages mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss von Fr. 3’000.--; die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, den 
Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 2'500.-- zurückzuerstatten. 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Verfahren RR.2011.304 - 305 werden zufolge Rückzugs der Beschwerde 

als erledigt abgeschrieben. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführern solidarisch 

auferlegt, unter Verrechnung des entsprechenden Betrages mit dem geleis-
teten Kostenvorschuss von Fr. 3’000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird 
angewiesen, den Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 2'500.-- zu-
rückzuerstatten. 

 
 
 

Bellinzona, 6. März 2012 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vorsitzende:  Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwältinnen Yvonne Pieles und Nadia Tarolli, 
- Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn, 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 93 Abs. 2 BGG).