# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c39c9af-ef56-50e4-a2cc-437e1a25b527
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 16.12.2024 CA.2024.34
**Docket/Reference:** CA.2024.34
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CA-2024-34_2024-12-16

## Full Text

Mehrfache verbotene Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB)
Berufungen (je teilweise) des Beschuldigten B. vom 10. Februar 2022 und des Beschuldigten A. vom 11. Februar 2022 gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2021.34 vom 15. Dezember 2021
Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024; Gesuch von B. vom 31. Oktober 2024 um Ausdehnung des Urteils des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 (Art. 392 StPO)
;;Mehrfache verbotene Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB)
Berufungen (je teilweise) des Beschuldigten B. vom 10. Februar 2022 und des Beschuldigten A. vom 11. Februar 2022 gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2021.34 vom 15. Dezember 2021
Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024; Gesuch von B. vom 31. Oktober 2024 um Ausdehnung des Urteils des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 (Art. 392 StPO)
;;Mehrfache verbotene Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB)
Berufungen (je teilweise) des Beschuldigten B. vom 10. Februar 2022 und des Beschuldigten A. vom 11. Februar 2022 gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2021.34 vom 15. Dezember 2021
Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024; Gesuch von B. vom 31. Oktober 2024 um Ausdehnung des Urteils des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 (Art. 392 StPO)
;;Mehrfache verbotene Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB)
Berufungen (je teilweise) des Beschuldigten B. vom 10. Februar 2022 und des Beschuldigten A. vom 11. Februar 2022 gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2021.34 vom 15. Dezember 2021
Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024; Gesuch von B. vom 31. Oktober 2024 um Ausdehnung des Urteils des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 (Art. 392 StPO)

Urteil vom 16. Dezember 2024 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Olivier Thormann, Vorsitzender 

Richterinnen Marcia Stucki und Petra Venetz 

Gerichtsschreiber Franz Aschwanden 

Parteien 
 1. A., 

Berufungsführer / Beschuldigter 

 

 

2. B., 

Berufungsführer / Beschuldigter 

 

 

beide erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Patrik 

Salzmann, 

 

 

gegen 

  BUNDESANWALTSCHAFT, 

vertreten durch Staatsanwalt des Bundes Johannes 

Rinnerthaler, 

Berufungsgegnerin / Anklagebehörde  

  

 

 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  CA.2024.34 

- 2 - 

Gegenstand 

 

Mehrfache verbotene Handlungen für einen fremden 

Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) 

 

Berufungen (je teilweise) des Beschuldigten B. vom 10. 

Februar 2022 und des Beschuldigten A. vom 11. Feb-

ruar 2022 gegen das Urteil der Strafkammer des Bun-

desstrafgerichts SK.2021.34 vom 15. Dezember 2021 

 

Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 

vom 23. September 2024; Gesuch von B. vom 31. Ok-

tober 2024 um Ausdehnung des Urteils des Bundesge-

richts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 (Art. 392 

StPO) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- 3 - 

Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil SK.2021.34 

A.1  Die C. AG mit Sitz in Chur forderte zwischen Januar 2018 und Januar 2019 di-

verse natürliche und juristische Personen in der Schweiz zur Zahlung von Bussen 

wegen Verkehrsregelverletzungen in Italien auf. Auf entsprechende Anzeigen der 

betroffenen Personen eröffnete die Bundesanwaltschaft (nachfolgend: BA) am 

19. März 2019 ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen mehrfacher verbote-

ner Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) und Erpressung 

(Art. 156 StGB; BA pag. 01-01-0001). 

A.2  Am 29. April 2019 erteilte das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement 

(EJPD) auf Antrag der BA die Ermächtigung zur Strafverfolgung gegen Unbe-

kannt bzw. diejenigen natürlichen Personen, welche im Namen der C. AG verbo-

tene Handlungen für einen fremden Staat begangen oder daran teilgenommen 

haben sollen (BA pag. 01-02-0006 ff.). 

A.3 Am 20. Mai 2019 und 28. September 2020 dehnte die BA das Strafverfahren auf 

die Direktorin der C. AG, E., und die beiden Verwaltungsräte dieser Gesellschaft, 

A. und B., aus (BA pag. 01-01-0002 f.). In Bezug auf E. wurde das Verfahren am 

15. Juli 2021 eingestellt (BA pag. 03-03-0001 ff.). 

A.4 Im Verlauf des Verfahrens führte die BA verschiedene Beweismassnahmen 

durch. Die in Deutschland wohnhaften Beschuldigten A. und B. liessen sich indes 

nicht einvernehmen (vgl. BA pag. 10-01-0174 ff.; 12-01-0001 ff.). 

A.5 Mit Verfügung vom 21. Mai 2019 beschlagnahmte die BA das Konto 1, lautend 

auf C. AG, bei der Bank D. (BA pag. 07-02-0014 ff.). 

A.6 Am 15. Juli 2021 erliess die BA gegen A. und B. je einen Strafbefehl. Sie verur-

teilte die beiden Beschuldigten wegen mehrfacher verbotener Handlungen für ei-

nen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) je zu einer bedingten Geldstrafe von 

180 Tagessätzen à Fr. 200.--, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und auferlegte 

ihnen Verfahrenskosten von je Fr. 3'500.-- unter solidarischer Haftung. Zudem be-

gründete die BA zulasten der C. AG und zugunsten der Eidgenossenschaft eine 

Ersatzforderung in Höhe von Fr. 1'601'940.--. Zur Sicherung der Ersatzforderung 

ordnete die BA die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme des erwähnten Kontos 

der C. AG bei der Bank D. an (BA pag. 03-01-0001 ff.; 03-02-0001 ff.). 

A.7 A., B. und die C. AG erhoben je fristgerecht Einsprache gegen die sie betreffenden 

Strafbefehle (BA pag. 03-01-0008 ff.; 03-02-0008 f.). 

- 4 - 

A.8 Die BA hielt an den Strafbefehlen fest (Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und überwies 

diese am 26. Juli 2021 je als Anklageschrift zwecks Durchführung eines Haupt-

verfahrens (Art. 356 Abs. 1 StPO) an die Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

(nachfolgend: Strafkammer). Gleichzeitig gab die BA bekannt, auf eine Teil-

nahme an der Hauptverhandlung zu verzichten (TPF pag. 4.100.002 ff.). 

A.9 Nach Eingang der Akten eröffnete die Strafkammer gegen A. und B. je ein sepa-

rates Verfahren mit der Geschäftsnummer SK.2021.34 bzw. SK.2021.35. Mit Verfü-

gung vom 1. September 2021 vereinigte der Einzelrichter die beiden Verfahren 

unter der Geschäftsnummer SK.2021.34 (TPF pag. 4.931.001 f.). 

A.10 Mit Verfügungen des Einzelrichters vom 24. November 2021 wurden die Beschul-

digten A. und B. auf Ersuchen hin je von der persönlichen Teilnahme an der erst-

instanzlichen Hauptverhandlung dispensiert (TPF pag. 4.250.001 ff.). 

A.11 Am 30. November 2021 fand die erstinstanzliche Hauptverhandlung in Anwesen-

heit der Verteidiger von A. und B. sowie des Rechtsvertreters der C. AG am Sitz 

des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt (vgl. TPF pag. 4.720.001 ff.). Das Ur-

teil der Strafkammer SK.2021.34 wurde am 15. Dezember 2021 mit Zustimmung 

der Verfahrensbeteiligten (TPF pag. 4.720.007) schriftlich eröffnet. A. wurde der 

mehrfachen verbotenen Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 

StGB) schuldig gesprochen und bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessät-

zen à Fr. 300.–, bedingt vollziehbar, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer 

Busse von Fr. 9'000.– (bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse mit einer Er-

satzfreiheitsstrafe von 30 Tagen). B. wurde ebenfalls der mehrfachen verbotenen 

Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) schuldig gesprochen 

und bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen à Fr. 300.–, bedingt voll-

ziehbar, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von Fr. 9'000.– (bei 

schuldhafter Nichtbezahlung der Busse mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Ta-

gen). Der Antrag der BA auf Begründung einer Ersatzforderung zugunsten der 

Eidgenossenschaft und zulasten der C. AG wurde abgewiesen. Die Beschlag-

nahme des Kontos 1 bei der Bank D., lautend auf die C. AG, wurde aufgehoben 

(TPF pag. 4.930.001 ff.). 

A.12 Am 17. Dezember 2021 meldeten A. und am 21. Dezember 2021 B. je Berufung 

an und ersuchten um Zustellung der Urteilsbegründung (TPF pag. 4.940.001 f.; 

CA.2022.1 pag. 1.100.001; -028 f.). Das begründete Urteil (TPF pag. 4.930.010 

ff.; CA.2022.1 pag. 1.100.005 ff.) wurde am 26. Januar 2022 an die Parteien ver-

sandt (TPF pag. 4.930.032 ff.; CA.2022.1 pag. 1.100.027, -030). Am 27. Januar 

2022 wurde es A.s Verteidiger und dem Rechtsvertreter der C. AG, am 28. Ja-

nuar 2022 B.s Verteidiger sowie am 31. Januar 2022 der BA zugestellt (TPF pag. 

4.930.033 ff.; CA.2022.1 pag. 1.100.031 f.). 

- 5 - 

B.  Erstes Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

(CA.2022.1) 

B.1  Mit Berufungserklärung vom 10. Februar 2022 stellte der Beschuldigte B. fol-

gende Anträge (CA.2022.1 pag. 1.100.039 f.): 

2. Änderung des Dispositivs 

2.1  Ziff. II.1. des Dispositivs des Urteils des Bundesstrafgerichts vom 15. Dezember 

2021 (SK.2021.34) sei aufzuheben und der Beschuldigte B. sei freizusprechen. 

2.2  Ziff. II.2. des Dispositivs des Urteils des Bundesstrafgerichts vom 15. Dezember 

2021 (SK.2021.34) sei aufzuheben. 

2.3  Ziff. IV.2. des Dispositivs des Urteils des Bundesstrafgerichts vom 15. Dezember 

2021 (SK.2021.34) sei aufzuheben und die Verfahrenskosten seien auf die Staats-

kasse zu nehmen. 

2.4  Ziff. V.1. des Dispositivs des Urteils des Bundesstrafgerichts vom 15. Dezember 

2021 (SK.2021.34) sei aufzuheben und dem Beschuldigten B. sei eine angemes-

sene Entschädigung zu bezahlen. 

 

B.2  Mit Berufungserklärung vom 11. Februar 2022 stellte der Beschuldigte A. fol-

gende Anträge (CA.2022.1 pag. 1.100.041 ff.): 

Es sei das Urteil SK.2021.34 vom 15. Dezember 2021 teilweise aufzuheben und wie folgt 

abzuändern: 

1.  es seien die Dispositivziffern I.1. und I.2. aufzuheben und es sei der Beschuldigte 

A. von Schuld und Strafe freizusprechen; 

2.  es sei die Dispositivziffer IV.2. aufzuheben und es seien die Verfahrenskosten der 

Staatskasse aufzuerlegen; 

3.  es sei die Dispositivziffer V.1. aufzuheben und es sei dem Beschuldigten A. eine 

angemessene Entschädigung zuzusprechen; 

eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

B.3 Die BA stellte mit Eingabe vom 3. Mai 2022, nachdem sie auf die persönliche 

Teilnahme an der Berufungsverhandlung verzichtet hatte, die folgenden schriftli-

chen Anträge (CA.2022.1 pag. 4.200.010 ff.): 

A. und B. seien unter Abweisung der Berufung wie folgt (gemäss Urteil SK.2021.34 der 

Strafkammer des Bundesstrafgerichts vom 15. Dezember 2021) zu verurteilen und schul-

dig zu sprechen: 

I. 

1. A. sei schuldig zu sprechen der mehrfachen verbotenen Handlungen für einen 

fremden Staat (Art. 271 Ziff. 1 StGB). 

2.  A. sei zu bestrafen mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen à CHF 300.00, be-

dingt vollziehbar, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von CHF 

9’000.00. 

- 6 - 

 Bezahlt A. die Busse schuldhaft nicht, so habe an deren Stelle eine Ersatzfreiheits-

strafe von 30 Tagen zu treten. 

3.  Von den vorinstanzlichen Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 10’000.00 seien 

A. CHF 5’000.00 aufzuerlegen. 

4.  Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien A. zur Hälfte aufzuerlegen. 

5.  Es sei A. keine Entschädigung auszurichten. 

 

II. 

1.  B. sei schuldig zu sprechen der mehrfachen verbotenen Handlungen für einen 

fremden Staat (Art. 271 Ziff. 1 StGB). 

2.  B. sei zu bestrafen mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen à CHF 300.00, 

bedingt vollziehbar, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von CHF 

9’000.00. 

 Bezahlt B. die Busse schuldhaft nicht, so habe an deren Stelle eine Ersatzfreiheits-

strafe von 30 Tagen zu treten. 

3.  Von den vorinstanzlichen Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 10’000.00 seien 

 B. CHF 5’000.00 aufzuerlegen. 

4.  Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien B. zur Hälfte aufzuerlegen. 

5.  Es sei B. keine Entschädigung auszurichten. 

 

III. 

1.  Der Kanton Graubünden sei als Vollzugskanton zu bestimmen. 

2.  Die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen. 

B.4 Zur Berufungsverhandlung vom 13. Mai 2022 erschienen die beiden Beschuldig-

ten – trotz ordnungsgemässer Vorladung und ausdrücklicher Ablehnung der ein-

gereichten Dispensationsgesuche – unentschuldigt nicht. Die beiden Verteidiger 

waren anwesend. Die Berufungskammer beschloss deshalb, die Berufungsver-

handlung abzubrechen und zu einer neuen Berufungsverhandlung vorzuladen 

(CA.2022.1 pag. 5.100.002 f.). 

B.5  Zur Berufungsverhandlung vom 5. Oktober 2022 erschienen die beiden Beschul-

digten – trotz ordnungsgemässer Vorladung und Ablehnung der Dispensations-

gesuche – erneut unentschuldigt nicht. Die Verhandlung wurde in der Folge ohne 

die beiden Beschuldigten, in Anwesenheit der beiden Verteidiger durchgeführt 

(vgl. CA.2022.1 pag. 5.100.005-008). 

Der Verteidiger von A. stellte im Rahmen des Parteivortrags folgende Anträge 

(CA.2022.1 pag. 5.200.001 f.; vgl. oben SV lit. B.2): 

Es sei das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2021.34 vom 15. Dezem-

ber 2021 teilweise aufzuheben und wie folgt abzuändern: 

- 7 - 

1. es seien die Dispositivziffern I.1. und I.2. aufzuheben und es sei der Beschuldigte 

A. von Schuld und Strafe freizusprechen; 

2.  es sei die Dispositivziffer IV.2. aufzuheben und es seien die erst- und zweitinstanz-

lichen Verfahrenskosten der Staatskasse aufzuerlegen; 

3.  es sei die Dispositivziffer V.1. aufzuheben und es sei dem Beschuldigten A. für das 

erst- und zweitinstanzliche Verfahren eine Entschädigung gemäss den eingereich-

ten Honorarnoten für die Aufwendungen und Auslagen der erbetenen Verteidigung 

zuzusprechen; 

eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; 

alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zulasten der Staatskasse. 

 

Der Verteidiger von B. bestätigte während des Parteivortrags seine Anträge vom 

10. Februar 2022 (CAR.2022.1 pag. 5.100.009; vgl. SV oben lit. B.1). 

Die beiden Verteidiger verzichteten je auf eine mündliche Urteilseröffnung 

(CA.2022.1 pag. 7.200.009). 

B.6  Das Urteilsdispositiv CA.2022.1 vom 6. Oktober 2022 wurde am 10. Oktober 

2022 an die Parteien versandt (CA.2022.1 pag. 9.100.001 ff.). A. wurde der mehr-

fachen verbotenen Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) 

schuldig gesprochen und bestraft mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen à Fr. 

300.–, bedingt vollziehbar, bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von 

Fr. 3'000.– (bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse mit einer Ersatzfreiheits-

strafe von 10 Tagen). B. wurde ebenfalls der mehrfachen verbotenen Handlungen 

für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) schuldig gesprochen und bestraft 

mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen à Fr. 300.–, bedingt vollziehbar, bei einer 

Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von Fr. 3'000.– (bei schuldhafter Nicht-

bezahlung der Busse mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen). 

B.7 Das schriftlich begründete Urteil CA.2022.1 vom 6. Oktober 2022 wurde am 

14. Dezember 2022 an die Parteien versandt (CA.2022.1 pag. 9.100.006 ff.). Die 

Zustellung an die BA und an den Rechtsvertreter der C. AG erfolgte am 15. De-

zember 2022 (CA.2022.1 pag. 9.100.054 f.), an die Verteidigung von B. am 16. 

Dezember 2022 (CA.2022.1 pag. 9.100.056) und an die Verteidigung von A. am 

19. Dezember 2022 (CA.2022.1 pag. 9.100.057). 

C. Verfahren vor Bundesgericht 

C.1 Beschwerden von B. (Verfahren 6B_174/2023; 6B_461/2023) 

C.1.1 Am 1. Februar 2023 reichte B. durch seinen Rechtsvertreter beim Bundesgericht 

Beschwerde gegen das Urteil der Berufungskammer CA.2022.1 vom 6. Oktober 

- 8 - 

2022 ein (Verfahren 6B_174/2023). Daraufhin teilte das Bundesgericht B. mit 

Schreiben vom 3. Februar 2023 mit, dass es die Beschwerde als verspätet er-

achte, und räumte Frist zur Stellungnahme bis 20. Februar 2023 ein. 

C.1.2 Mit Eingabe vom 20. Februar 2023 gelangte B. durch seinen neuen Rechtsver-

treter, Rechtsanwalt Bernhard Isenring, mit einem Fristwiederherstellungsgesuch 

an das Bundesgericht und reicht eine von seinem neuen Rechtsvertreter sig-

nierte, inhaltlich aber mit der Rechtsschrift vom 1. Februar 2023 identische Be-

schwerde ein (Verfahren 6B_461/2023). 

C.1.3 Mit Urteil 6B_174/2023, 6B_461/2023 vom 26. April 2023 vereinigte das Bundes-

gericht die Verfahren 6B_174/2023 und 6B_461/2023, wies das Fristwiederher-

stellungsgesuch im Verfahren 6B_461/2023 ab und trat auf die Beschwerden von 

B. nicht ein (CA.2022.1 pag. 9.200.105-110). 

C.1.4 Das Urteil des Bundesgerichts 6B_174/2023, 6B_461/2023 vom 26. April 2023 

ging am 5. Mai 2023 bei der Berufungskammer ein (CA.2022.1 pag. 9.200.105).  

 Mit Schreiben vom 22. Mai 2023 teilte die Berufungskammer der Staatsanwalt-

schaft Graubünden i.S.v. Art. 74 Bundesgesetz über die Organisation der Straf-

behörden des Bundes (Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71) 

mit, dass das Urteil der Berufungskammer CA.2022.1 betreffend B. in Rechtskraft 

erwachsen ist. Entsprechend wurde um den Vollzug von Ziffer II. 4 des Urteils-

dispositivs gebeten (CA.2022.1 pag. 10.200.001 f.). 

 Mit Schreiben vom 22. Mai 2023 teilte die Berufungskammer der Abteilung Urteils-

vollzug & Vermögensverwaltung der BA i.S.v. Art. 75 StBOG mit, dass das Urteil 

der Berufungskammer CA.2022.1 betreffend B. in Rechtskraft erwachsen ist. 

Entsprechend wurde um den Vollzug von Ziffer III. 1 (betreffend B.) und 3 des 

Urteilsdispositivs gebeten (CA.2022.1 pag. 10.200.003 f.). 

C.2 Beschwerde von A. (Verfahren 7B_686/2023) 

C.2.1 Am 1. Februar 2023 reichte A. durch seinen Rechtsvertreter beim Bundesgericht 

Beschwerde gegen das Urteil der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

CA.2022. vom 6. Oktober 2022 ein (Verfahren 7B_686/2023). 

C.2.2 Mit Urteil 7B_686/2023 vom 23. September 2024 hiess das Bundesgericht A.s 

Beschwerde teilweise gut, hob das angefochtene Urteil, soweit es A. betraf, auf 

und sprach diesen vom Vorwurf der mehrfachen verbotenen Handlungen für ei-

nen fremden Staat frei. Die Sache wurde zur neuen Beurteilung der Kosten- und 

Entschädigungsfolgen an die Vorinstanz (Berufungskammer des Bundesstrafge-

richts) zurückgewiesen. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen 

(CA.2022.1 pag. 9.200.118 ff.; CA.2024.34 pag. 1.100.001 ff.). 

- 9 - 

D. Zweites Verfahren (Rückweisungsverfahren) vor der Berufungskammer 

des Bundesstrafgerichts (CA.2024.34) 

D.1  Das Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 

2024 (oben SV lit. C.2.2) ging am 4. Oktober 2024 bei der Berufungskammer ein 

(CA.2022.1 pag. 9.200.118; CA.2024.34 pag. 1.100.001). 

D.2 Mit Schreiben vom 8. Oktober 2024 informierte die Berufungskammer die Vertei-

digung von A. über das Rückweisungsurteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 

vom 23. September 2024 und teilte ihr mit, dass der bisherige Spruchkörper das 

entsprechende schriftliche Verfahren der Berufungskammer (Art. 406 Abs. 1 lit. d 

StPO) unter der Geschäftsnummer CA.2024.34 beurteilen werde. Die Verteidi-

gung von A. erhielt Gelegenheit, bis 21. Oktober 2024 die Ansprüche ihres Man-

danten geltend zu machen (CA.2024.34 pag. 2.102.001 f.). 

D.3 Nach erstreckter Frist reichte die Verteidigung von A. mit Eingabe vom 31. Oktober 

2024 eine Stellungnahme zu den Kosten- und Entschädigungsfolgen ein, mit fol-

genden Anträgen (CA.2024.34 pag. 7.100.001 ff.): 

 1. Es sei A. vom Vorwurf der mehrfachen verbotenen Handlungen für einen fremden 

Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) freizusprechen; 

 2.  es seien die Kosten des Strafverfahrens und des Verfahrens vor der Strafkammer 

(SK.2021.34) vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen; 

 3.  es seien die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2022.1 im Umfang von maximal 

CHF 300 A. aufzuerlegen und im Übrigen auf die Staatskasse zu nehmen; 

 4.  es seien die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2024.34 vollumfänglich auf die 

Staatskasse zu nehmen; 

 5.  es sei A. eine Entschädigung von CHF 37’521.61 (inkl. MWST) für die Aufwendun-

gen und Auslagen der Verteidigung zuzusprechen. 

D.4  Mit einer weiteren, separaten Eingabe vom 31. Oktober 2024 legitimierte sich RA 

Salzmann als Verteidiger von B., reichte in dieser Eigenschaft ein Gesuch um 

Ausdehnung des Urteils des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 

2024 ein und stellte folgende Anträge (CA.2024.34 pag. 2.102.011 ff.): 

 1. Es sei das Urteil des Bundesstrafgerichts CA.2022.1 vom 6. Oktober 2022 infolge 

Ausdehnung des Freispruchs gemäss Urteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 

vom 23. September 2024 aufzuheben und es sei B. vom Vorwurf der mehrfachen 

verbotenen Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 1 StGB) freizu-

sprechen; 

 2.  es seien die Kosten des Strafverfahrens und des Verfahrens vor der Strafkammer 

(SK.2021.34) vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen; 

 3.  es seien die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2022.1 im Umfang von maximal 

CHF 300 B. aufzuerlegen und im Übrigen auf die Staatskasse zu nehmen; 

- 10 - 

 4.  es seien die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2024.34 vollumfänglich auf die 

Staatskasse zu nehmen; 

 5.  es sei B. eine Entschädigung von CHF 25’305.85 (inkl. MWST) für die Aufwendun-

gen und Auslagen der Verteidigung zuzusprechen. 

D.5 Mit Eingabe vom 18. November 2024 (CA.2024.34 pag. 2.101.002) verzichtete 

die BA auf eine Stellungnahme zu den Eingaben von RA Salzmann vom 31. Ok-

tober 2024 in Sachen A. und B. 

Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägun-

gen eingegangen. 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Schriftliches Verfahren 

1.1 Das Berufungsverfahren ist in den Art. 403 ff. StPO geregelt. Grundsätzlich ist es 

mündlich und öffentlich und wird gemäß den Bestimmungen durchgeführt, die für 

die erstinstanzliche Verhandlung gelten (Art. 69 Abs. 1 und Art. 405 StPO; Bot-

schaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom 21. Dezember 2005, 

BBl 2006 1085, 1151 ff., 1316 f.; KELLER, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 406 

StPO N. 1). Es kann jedoch in den in Art. 406 Abs. 1 und 2 StPO genannten 

Fällen in einem schriftlichen Verfahren durchgeführt werden. Diese Bestimmung 

zählt die Konstellationen, in denen das Berufungsgericht die Berufung im schrift-

lichen Verfahren behandeln kann, abschliessend auf. Der Gesetzgeber hat diese 

Möglichkeit nur ausnahmsweise vorgesehen (KELLER, a.a.O., Art. 406 StPO N. 1a; 

KISTLER VIANIN, Commentaire romand, 2. Aufl. 2019, Art. 406 StPO N. 3). Dies 

gilt insbesondere für den Fall, dass nur Rechtsfragen zu entscheiden sind (Art. 406 

Abs. 1 lit.  a StPO), oder nur die Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfol-

gen angefochten sind (Art. 406 Abs. 1 lit. d StPO). Die Verfahrensleitung kann 

mit dem Einverständnis der Parteien das schriftliche Verfahren zudem anordnen, 

wenn die Anwesenheit der beschuldigten Personen bei der Berufungsverhand-

lung nicht erforderlich ist (Art. 406 Abs. 2 lit. a StPO) – was insbesondere zutrifft, 

wenn diese nicht einvernommen und keine Beweise abgenommen werden müs-

sen, oder wenn Urteile eines Einzelgerichts Gegenstand der Berufung sind (Art. 406 

Abs. 2 lit. b StPO; KISTLER VIANIN, a.a.O., Art. 406 StPO N. 13 ff.). 

1.2 Das Bundesgericht hiess mit Urteil 7B_686/2023 vom 23. September 2024 A.s 

Beschwerde teilweise gut und hob das angefochtene Urteil, soweit es A. betrifft, 

auf. Es sprach A. vom Vorwurf der mehrfachen verbotenen Handlungen für einen 

fremden Staat frei und wies die Sache zur neuen Beurteilung der Kosten- und 

- 11 - 

Entschädigungsfolgen an die Berufungskammer zurück (oben SV lit. C.2.2). Auf 

die Beschwerden von B. trat das Bundesgericht mit Urteil 6B_174/2023, 

6B_461/2023 vom 26. April 2023 nicht ein (oben SV lit. C.1.3). Damit sind im vor-

liegenden Berufungsverfahren CA.2024.34 im Wesentlichen noch die Kosten- 

und Entschädigungsfolgen (soweit diese A. bzw. die Eidgenossenschaft betref-

fen) neu zu beurteilen (vgl. Art. 406 Abs. 1 lit. d StPO). Das Gesuch von B. um 

Ausdehnung des Urteils des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 

2024 (oben SV lit. D.4) betrifft eine Rechtsfrage (vgl. Art. 406 Abs. 1 lit. a StPO). 

Im Übrigen ist die Anwesenheit der beschuldigten Personen im Rahmen der Be-

rufungsverhandlung CA.2024.34 nicht erforderlich (Art. 406 Abs. 2 lit. a StPO), 

da A. und B. weder einvernommen noch (weitere) Beweise abgenommen werden 

müssen. Sowohl die erstinstanzliche Hauptverhandlung SK.2021.34 als auch die 

Hauptverhandlungen im ersten Verfahren vor der Berufungskammer CA.2022.1 

waren je mündlicher Art und öffentlich zugänglich (oben SV lit. A.11, B.4 f.). Das 

angefochtene Urteil der Strafkammer SK.2021.34 vom 15. Dezember 2021 

wurde zudem von einem Einzelgericht gefällt (oben SV lit. A.11; Art. 406 Abs. 2 

lit. b StPO). Mit der Mitteilung des Vorsitzenden der Berufungskammer vom 8. 

Oktober 2024 betreffend Durchführung des schriftlichen Verfahrens erklärten 

sich die Verfahrensbeteiligten implizit einverstanden (vgl. Art. 406 Abs. 2 StPO; 

oben SV lit. D.2 - D.5). 

1.3 Gemäss den obigen Ausführungen (E. I. 1.1 f.) sind die eingereichten Berufun-

gen im Rahmen des vorliegenden Berufungs- bzw. Rückweisungsverfahrens 

CA.2024.34 in einem schriftlichen Verfahren zu behandeln. 

2. Verfahrensgegenstand und Kognition: Bindungswirkung höchstrichterli-

cher Urteile / Gesuch von B. um Ausdehnung des Urteils des Bundesge-

richts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 

2.1 Zur Bindungswirkung höchstrichterlicher Urteile  

2.1.1 Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechts-

kraft (Art. 61 BGG). Heisst das Bundesgericht die Beschwerde gut, so entschei-

det es in der Sache selbst oder weist diese zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz 

zurück (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 BGG). Wird eine Beschwerde gutgeheissen, das 

angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewie-

sen (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 BGG), besteht eine kassatorische Wirkung. Obschon 

formell und nach dem Wortlaut des Dispositivs das Urteil insgesamt aufgehoben 

wird, beschränkt sich die Aufhebung materiell in der Regel auf einzelne Punkte. 

Demgemäss sind jeweils die bundesgerichtlichen Erwägungen beizuziehen, um 

festzustellen, ob der angefochtene Entscheid ganz oder nur teilweise aufgeho-

ben wurde. Ist Letzteres der Fall, gilt das angefochtene Urteil hinsichtlich der 

nicht gerügten und nicht aufgehobenen Punkte als bestätigt. Die 

- 12 - 

Bindungswirkung des bundesgerichtlichen Entscheids bezieht sich formal zwar 

lediglich auf das Dispositiv, dessen Tragweite lässt sich indessen nur anhand der 

Erwägungen ermitteln. Wird eine Beschwerde gutgeheissen, das angefochtene 

Urteil aufgehoben und ein neuer Entscheid gefällt (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 BGG), 

besteht eine reformatorische Wirkung. Die Rechtskraft des Vorentscheids wird 

aufgehoben bzw. der Eintritt der Rechtskraft wird vereitelt und der Bundesge-

richtsentscheid tritt in Rechtskraft (HEIMGARTNER/WIPRÄCHTIGER, Basler Kommen-

tar, 3. Aufl. 2018, Art. 61 BGG N. 14 und 26 m.w.H.). 

2.1.2 Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Angelegenheit 

zur neuen Beurteilung an das Berufungsgericht zurück, darf sich dieses von Bun-

desrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, die das Bundesgericht 

kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und sind in das neue 

Urteil zu übernehmen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1). Die neue Entscheidung der 

Vorinstanz ist auf diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den bundesge-

richtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Ver-

fahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den 

verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_162/2022 vom 9. Januar 2023 E. 1.3.1; 6B_408/2013 vom 

18. Dezember 2013 E. 3.1; 6B_35/2012 vom 30. März 2012 E. 2.2). 

2.2 Zur Ausdehnung gutheissender Rechtsmittelentscheide (Art. 392 StPO) 

2.2.1 Der Geltungsbereich der Schweizerischen Strafprozessordnung wird in deren 

Art. 1 festgelegt: Dieses Gesetz regelt die Verfolgung und Beurteilung der Straf-

taten nach Bundesrecht durch die Strafbehörden des Bundes und der Kantone 

(Abs. 1). Die Verfahrensvorschriften anderer Bundesgesetze bleiben vorbehalten 

(Abs. 2). Unter den Vorbehalt bzw. die Ausnahmebestimmung gemäss Art. 1 

Abs. 2 StPO fällt insbesondere auch das BGG, welches das Verfahren vor Bun-

desgericht regelt (vgl. STRAUB/WELTERT, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 1 

StPO N. 12, sowie GETH, ebenda, Art. 13 StPO N. 2). So enthält etwa das 

2. Kapitel des BGG die allgemeinen Verfahrensbestimmungen (Art. 29 ff. BGG), 

das 3. Kapitel, 2. Abschnitt die Bestimmungen zur Beschwerde in Strafsachen 

(Art. 78 ff. BGG), das 4. Kapitel die Regelungen zum Beschwerdeverfahren 

(Art. 90 ff. BGG) und das 7. Kapitel, 1. Abschnitt die Bestimmungen zur Revision 

(Art. 121 ff. BGG). 

2.2.2 Haben nur einzelne der im gleichen Verfahren beschuldigten oder verurteilten 

Personen ein Rechtsmittel ergriffen und wird dieses gutgeheissen, so wird der 

angefochtene Entscheid auch zugunsten jener aufgehoben oder abgeändert, die 

das Rechtsmittel nicht ergriffen haben, wenn: a. die Rechtsmittelinstanz den 

Sachverhalt anders beurteilt; und b. ihre Erwägungen auch für die anderen Be-

teiligten zutreffen (Art. 392 Abs. 1 StPO). Diese Bestimmung bezieht sich – 

- 13 - 

gemäss der Konzeption der Strafprozessordnung – grundsätzlich auf jene Straf-

behörden, für welche die StPO vorgesehen ist (vgl. Art. 12 - 14 StPO). Wie er-

wähnt, wird die Tätigkeit des Bundesgerichts als Rechtsmittelinstanz in einem 

anderen, speziellen Bundesgesetz geregelt, dem BGG. 

2.2.3 Die Ausdehnung gutheissender Rechtsmittelentscheide gemäss Art. 392 StPO 

kann (insbesondere) gestützt auf einen Berufungs- oder Revisionsentscheid 

(gefällt durch ein Berufungsgericht, vgl. Art. 398 Abs. 1 und 2 bzw. Art. 411 Abs. 1 

StPO sowie Art. 38a StBOG) zur Anwendung gelangen, und zwar auch nach 

bundesgerichtlicher Rückweisung (vgl. KELLER, a.a.O, Art. 392 StPO N. 1, mit 

Verweis auf DONATSCH/SCHMID, Kommentar, § 400 N. 5). Da das BGG keine 

entsprechende Ausdehnung vorsieht, kann eine solche bei reformatorischer bun-

desgerichtlicher Entscheidung jedoch nicht Platz greifen (KELLER, a.a.O., mit der 

Anmerkung, dass dies stossend sein könne; da das Bundesgericht jedoch kaum je 

reformatorisch entscheide, werde dieser Fall auch kaum eintreten). 

2.2.4 Die Möglichkeit der Ausdehnung eines Urteils auf andere, nicht am Rechtsmittel-

verfahren Beteiligte i.S.v. Art. 392 StPO geht der Revision (Art. 410 ff. StPO) 

zwar vor (vgl. HEER, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 410 StPO N. 90). Dies 

gilt aber selbstredend nur in Fällen, wo Art. 392 StPO anwendbar ist (vgl. JO-

SITSCH/SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. Aufl. 

2023, Art. 392 StPO N. 3). 

2.2.5 Bei Art. 392 StPO handelt es sich um einen subsidiären Behelf, der nur herange-

zogen werden kann, wenn die betroffenen anderen beschuldigten Personen nicht 

selbst ein Rechtsmittel wie Berufung oder Beschwerde ergriffen haben (JO-

SITSCH/SCHMID, a.a.O., Art. 392 StPO N. 3). 

2.3 Zum Gesuch von B. um Ausdehnung des Urteils des Bundesgerichts 

7B_686/2023 vom 23. September 2024 

2.3.1 Wie bereits erwähnt, hat das Bundesgericht mit Urteil 7B_686/2023 vom 23. Sep-

tember 2024 die von A. eingereichte Beschwerde teilweise gutgeheissen. Das 

angefochtene Urteil wurde, soweit es den Beschwerdeführer A. betrifft, aufgeho-

ben und dieser vom Vorwurf der mehrfachen verbotenen Handlungen für einen 

fremden Staat freigesprochen. Die Sache wurde zur neuen Beurteilung der Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen 

wurde die Beschwerde abgewiesen (Dispositivziffer 1; oben SV lit. C.2.2 und E. I. 

1.2). Mit anderen Worten hat das Bundesgericht, in Bezug auf die vorangehende 

Verurteilung von A. durch die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

(CA.2022.1), einen reformatorischen Entscheid gefällt (vgl. oben E. I. 2.1.1). A. 

wurde somit durch das Urteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. Septem-

ber 2024 direkt freigesprochen. Die Berufungskammer muss im Rahmen des 

- 14 - 

Rückweisungsverfahrens nur noch die Kosten- und Entschädigungsfolgen neu 

beurteilen, gestützt auf den bundesgerichtlichen Freispruch von A.. 

2.3.2 Der Freispruch von A. (mit reformatorischer Wirkung) durch das Bundesgericht 

entspricht denn auch A.s Antrag in dessen Beschwerde vom 1. Februar 2023 an 

das Bundesgericht («Es sei das Urteil der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

vom 6. Oktober 2022 (CA.2022.1) aufzuheben und wie folgt abzuändern: a) es sei der 

Beschwerdeführer A. in Abänderung der Dispositivziffern II.1 und II.2 von Schuld und 

Strafe freizusprechen»). Dieser Antrag zielte auf einen entsprechenden reformato-

rischen Entscheid des Bundesgerichts ab. A. beantragte in seiner Beschwerde 

an das Bundesgericht nur in einem Eventualantrag, «eventualiter sei die Sache 

zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen». Nur dieser Even-

tualantrag zielte auf einen entsprechenden kassatorischen Entscheid des Bun-

desgerichts ab (vgl. CA.2022.1 pag. 9.200.004, -056). Ergänzend ist zu erwäh-

nen, dass auch B. in seiner Beschwerde vom 1. Februar 2023 einen reformato-

rischen Entscheid des Bundesgerichts beantragte, und nur in einem Eventualan-

trag, dass die Sache (kassatorisch) zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen sei (vgl. CA.2022.1 pag. 9.200.063, -100). 

2.3.3 Bereits aufgrund der obigen Ausführungen (E. I. 2.1 - 2.3.2) besteht in der vorlie-

genden Konstellation – entgegen den Ausführungen von B., der die erwähnten 

Aspekte nicht näher thematisiert (vgl. CA.2024.34 pag. 2.102.014-019) – keine 

relevante gesetzliche Grundlage für eine Ausdehnung des bundesgerichtlichen 

Freispruchs von A. auf dessen Mitbeschuldigten B. Im BGG ist eine Bestimmung 

betreffend «Ausdehnung», wie erwähnt (E. I. 2.2.3), nicht enthalten. Das Bun-

desgericht hat denn auch sein freisprechendes Urteil 7B_686/2023 vom 23. Sep-

tember 2024 nicht auf B. ausgedehnt, nachdem es mit Urteil 6B_174/2023, 

6B_461/2023 vom 26. April 2023 B.s Fristwiederherstellungsgesuch im Verfah-

ren 6B_461/2023 abgewiesen hatte und auf dessen Beschwerden nicht eingetre-

ten war. Nachdem das Bundesgericht – mangels gesetzlicher Grundlage im BGG 

– betreffend B. keinen Ausdehnungsentscheid gefällt hat, wäre es systemwidrig, 

wenn nun stattdessen die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts – eine hie-

rarchisch tiefer gestellte Strafbehörde – das Urteil 7B_686/2023 vom 23. Sep-

tember 2024 auf B. ausdehnen würde. Art. 392 StPO ist unter all diesen Ge-

sichtspunkten in casu nicht anwendbar, da das Bundesgericht A. in einem refor-

matorischen Entscheid, d.h. direkt freigesprochen hat. Anders verhielte es sich, 

wenn die Berufungskammer, gestützt auf einen kassatorischen Entscheid des 

Bundesgerichts, A. im Rahmen des Rückweisungsverfahrens freisprechen 

würde. Diesfalls wäre – jedenfalls in Bezug auf diesen Aspekt – eine Anwendung 

von Art. 392 StPO grundsätzlich denkbar. 

2.3.4 Ergänzend ist zu erwähnen, dass B. – entgegen dem Wortlaut und der ratio legis 

des Art. 392 Abs. 1 StPO – durchaus ein Rechtsmittel gegen das Urteil der 

- 15 - 

Berufungskammer CA.2022.1 vom 6. Oktober 2022 ergriffen hat. Auf dieses 

Rechtsmittel trat das Bundesgericht jedoch nicht ein (oben SV lit. C.1.1 - C.1.3). 

Wie erwähnt, handelt es sich bei Art. 392 StPO um einen subsidiären Behelf, der 

nur herangezogen werden kann, wenn die betroffenen anderen beschuldigten 

Personen nicht selbst ein Rechtsmittel wie Berufung oder Beschwerde ergriffen 

haben (E. I. 2.2.5). Entgegen der Auffassung von B. (CA.2024.34 pag. 2.102.018) 

kann er nicht einem «verurteilten Beteiligten» gleichgestellt werden, «der kein 

Rechtsmittel ergriffen hat».  

 Dieser Aspekt spricht in der vorliegenden Konstellation zusätzlich gegen die An-

wendung von Art. 392 StPO. 

2.3.5 Da Art. 392 StPO im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, kann diese Bestim-

mung – anders als im Regelfall – in concreto auch nicht den Bestimmungen be-

treffend die Revision (Art. 410 ff. StPO) vorgehen (vgl. oben E. I. 2.2.4). 

2.3.6 Auf eine weitere Prüfung der Anwendbarkeit von Art. 392 StPO (insbesondere im 

Hinblick auf strittige Fragen betreffend die Auslegung von dessen Abs. 1 lit. a [vgl. 

BGE 148 IV 148 E. 7; KELLER, a.a.O., Art. 392 StPO N.1; LIEBER, Kommentar zur 

Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 392 StPO N. 3 ff.]) 

kann aufgrund der obigen Ausführungen (E. I. 2.1 - 2.3.4) verzichtet werden. 

2.4 Abweisung des Gesuchs von B. um Ausdehnung des Urteils des Bundesge-

richts 7B_686/2023 vom 23. September 2024  

2.4.1 B.s Antrag Ziffer 1 vom 31. Oktober 2024 («Es sei das Urteil des Bundesstrafgerichts 

CA.2022.1 vom 6. Oktober 2022 infolge Ausdehnung des Freispruchs gemäss Urteil des 

Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 aufzuheben und es sei B. vom 

Vorwurf der mehrfachen verbotenen Handlungen für einen fremden Staat (Art. 271 Ziffer 

1 StGB) freizusprechen» [CA.2024.34 pag. 2.102.012; oben SV lit. D.4]) wird, so-

weit es um die beantragte «Ausdehnung» des Freispruchs gemäss Urteil des 

Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 geht, abgewiesen. 

 B.s Anträge Ziffern 1 (exkl. der beantragten «Ausdehnung» des Freispruchs ge-

mäss Urteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024) und 2 - 

5 vom 31. Oktober 2024 (CA.2024.34 pag. 2.102.012; oben SV lit. D.4) werden 

demzufolge in materieller Hinsicht nicht im vorliegenden Berufungsverfahren 

CA.2024.34 behandelt. In welchem Verfahren bzw. von welcher Instanz die ent-

sprechenden Anträge in materieller Hinsicht zu überprüfen sein werden, wird 

nachfolgend (E. I. 2.4.2 ff.) ausgeführt. 

2.4.2 Zur vorliegenden prozessualen Situation hat insbesondere geführt, dass B. die 

Frist für die Einreichung seiner (ersten) Beschwerde ans Bundesgericht verpasst 

hat (oben SV lit. C.1.1 - C.1.3) und im vorliegenden Berufungsverfahren einen in 

- 16 - 

prozessualer Hinsicht teilweise unzutreffenden Antrag gestellt bzw. sich auf eine 

nicht anwendbare Norm (Art. 392 StPO) abgestützt hat (oben E. I. 2.3.3 f.). Ins-

besondere aus Gründen der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV; Art. 3 Abs. 2 

lit. c StPO) ist jedoch evident, dass B.s Anträge vom 31. Oktober 2024 (exkl. 

der in Ziffer 1 beantragten «Ausdehnung» des Freispruchs gemäss Urteil des 

Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024) in materieller Hinsicht 

schliesslich doch noch – im Rahmen eines anderen Verfahrens – überprüft wer-

den müssen. 

2.4.3 In der vorliegenden Konstellation drängt sich auf, B.s Anträge vom 31. Oktober 

2024, soweit diese im vorliegenden Urteil CA.2024.34 nicht (in Bezug auf Antrag 

Ziffer 1) teilweise abgewiesen werden, in materieller Hinsicht stattdessen im Rah-

men eines Revisionsverfahrens zu behandeln. Auch B. hat in seinem Gesuch 

vom 31. Oktober 2024 ergänzend erwähnt, dass die Einleitung eines Revisions-

verfahrens nach Art. 410 ff. StPO vorbehalten bleibe (CA.2024.34 pag. 

2.102.019). 

2.4.4 Zu prüfen ist, welche Revisionsinstanz diesbezüglich zuständig bzw. passend ist: 

die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts (Art. 410 ff. StPO; Art. 38a 

StBOG) oder das Bundesgericht (Art. 121 ff. BGG). Das Urteil der Berufungs-

kammer CA.2022.1 vom 6. Oktober 2022 ist in Bezug auf die B. betreffenden 

Aspekte rechtskräftig. Art. 410 Abs. 1 lit. b StPO («Wer durch ein rechtskräftiges 

Urteil, einen Strafbefehl, einen nachträglichen richterlichen Entscheid oder einen Ent-

scheid im selbstständigen Massnahmenverfahren beschwert ist, kann die Revision ver-

langen, wenn: der Entscheid mit einem späteren Strafentscheid, der den gleichen Sach-

verhalt betrifft, in unverträglichem Widerspruch steht») ist grundsätzlich erfüllt. Das-

selbe dürfte aber auch in Bezug auf die bundesgerichtliche Revisionsbestim-

mung Art. 123 Abs. 2 lit. b BGG gelten, welche ihrerseits insbesondere auf den 

erwähnten Art. 410 Abs. 1 lit. b StPO verweist. Ein Verwirkungsgrund für eine 

Revision vor Bundesgericht i.S.v. Art. 125 BGG ist nicht ersichtlich. Grundsätzlich 

kommen demnach zwei Revisionsinstanzen in Betracht: das Bundesgericht und / 

oder die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts. Eine Behandlung der er-

wähnten Anträge durch das Bundesgericht hätte aber voraussichtlich zur Folge, 

dass die Sache auch betreffend Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfol-

gen in Bezug auf B. schliesslich von der Berufungskammer des Bundesstrafge-

richts zu prüfen wäre (vgl. Art. 128 BGG). Prozessökonomisch und im Sinne des 

Beschleunigungsgebots (Art. 5 StPO) ist es deshalb sinnvoll und vorteilhaft, 

wenn die Berufungskammer (statt des Bundesgerichts) als Revisionsinstanz fun-

gieren wird. Dies wirkt sich auch zu Gunsten von B. aus – insbesondere, weil ihm 

sonst eine Instanz verloren ginge. 

2.4.5 Gemäss den obigen Ausführungen (E. I. 2.4.2 - 2.4.4) sind B.s Anträge Ziffern 1 

(exkl. der beantragten «Ausdehnung» des Freispruchs gemäss Urteil des 

- 17 - 

Bundesgerichts 7B_686/2023) und 2 - 5 vom 31. Oktober 2024 in materieller Hin-

sicht von Amtes wegen als an die Berufungskammer gerichtetes Revisionsge-

such i.S.v. Art. 410 ff. StPO und Art. 38a StBOG zu behandeln, sobald das vor-

liegende Berufungsurteil CA.2024.34 in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. dazu auch 

unten E. II. 1.3.5, 1.4.6, 2.3.4 und 2.4.5). 

2.5 Fazit zu Verfahrensgegenstand und Kognition im Rahmen des zweiten 

Berufungsverfahrens CA.2024.34 

2.5.1 Aufgrund des Freispruchs von A. (mit reformatorischer Wirkung) durch das Bun-

desgericht ist A.s Antrag Ziffer 1 an die Berufungskammer vom 31. Oktober 2024, 

«Es sei A. vom Vorwurf der mehrfachen verbotenen Handlungen für einen fremden Staat 

(Art. 271 Ziffer 1 StGB) freizusprechen» (CA.2024.34 pag. 7.100.002; oben SV lit. 

D.3), obsolet. Die Berufungskammer kann A. nicht (erneut) von einem Vorwurf 

freisprechen, nachdem A. diesbezüglich bereits vom Bundesgericht (mit reforma-

torischer Wirkung) freigesprochen wurde (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Art. 61 

BGG; oben E. I. 2.1.1 f.). 

2.5.2 Gemäss den obigen Erwägungen 2.1 - 2.5.1 hat die Berufungskammer – ent-

sprechend dem Urteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 

2024, Dispositivziffer 1, sowie der bundesgerichtlichen Erwägungen – im vorlie-

genden Berufungsverfahren CA.2024.34 nachfolgend (nur) die Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen, soweit diese A. (bzw. die Eidgenossenschaft) betreffen, neu 

zu beurteilen. 

 A.s Anträge Ziffern 2 - 5 vom 31. Oktober 2024 (CA.2024.34 pag. 7.100.002; 

oben SV lit. D.3) sind in diesem Sinne nachfolgend (E. II. 1 und 2) zu beurteilen. 

II. Materielle Erwägungen 

1. Verfahrenskosten 

1.1 Anträge 

1.1.1 A. stellt hinsichtlich der Verfahrenskosten folgende Anträge (CA.2024.34 pag. 

7.100.002 ff.; oben SV lit. D.3): 

 2.  es seien die Kosten des Strafverfahrens und des Verfahrens vor der Strafkammer 

(SK.2021.34) vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen; 

 3.  es seien die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2022.1 im Umfang von maximal 

CHF 300 A. aufzuerlegen und im Übrigen auf die Staatskasse zu nehmen; 

 4.  es seien die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2024.34 vollumfänglich auf die 

Staatskasse zu nehmen; 

- 18 - 

1.1.2 Die BA verzichtete darauf, Anträge zu stellen (oben SV lit. D.5). 

1.2 Gesetzliche Grundlagen 

1.2.1 Am 1. Januar 2024 ist die Teilrevision der StPO in Kraft getreten (AS 2023 468). 

Änderungen haben unter anderem die Bestimmungen zur Entschädigung der be-

schuldigten Person für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte nach 

Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO erfahren. Gemäss Art. 453 Abs. 1 StPO werden 

Rechtsmittel gegen Entscheide, die vor Inkrafttreten der StPO gefällt wurden, 

nach bisherigem Recht beurteilt. Das vorinstanzliche Urteil der Strafkammer 

SK.2021.34 wurde am 15. Dezember 2021 und das erste Urteil der Berufungs-

kammer CA.2022.1 am 6. Oktober 2022 gefällt. Diese beiden Urteile wurden so-

mit je vor Inkrafttreten der neuen Bestimmungen zur Entschädigung gefällt. Da-

mit bleibt altes Recht anwendbar (gekennzeichnet mit: aStPO). 

1.2.2 Die Verfahrenskosten werden vom Bund oder dem Kanton getragen, der das 

Verfahren geführt hat; abweichende Bestimmungen dieses Gesetzes bleiben 

vorbehalten (Art. 423 Abs. 1 StPO). Die beschuldigte Person trägt die Verfah-

renskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 Satz 1 StPO). Wird das Ver-

fahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, so können ihr die 

Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig 

und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung 

erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens 

tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als un-

terliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder 

die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Fällt die Rechtsmittel-

instanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von 

der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). Bei Säumnis 

und anderen fehlerhaften Verfahrenshandlungen kann die Strafbehörde Verfah-

renskosten und Entschädigungen ungeachtet des Verfahrensausgangs der ver-

fahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verursacht hat (Art. 417 StPO). 

1.2.3 Das Bundesstrafgericht regelt durch Reglement (a) die Berechnung der Verfah-

renskosten, (b) die Gebühren, (c) die Entschädigungen an Parteien, die amtliche 

Verteidigung, den unentgeltlichen Rechtsbeistand, Sachverständige sowie Zeu-

ginnen und Zeugen (Art. 73 Abs. 1 StBOG). Die Gebühr richtet sich nach Umfang 

und Schwierigkeit der Sache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der 

Parteien sowie nach dem Kanzleiaufwand (Art. 73 Abs. 2 StBOG; vgl. Art. 5 Reg-

lement des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigun-

gen in Bundesstrafverfahren [BStKR, SR 173.713.162]). Es gilt ein Gebühren-

rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 100'000.-- für jedes der folgenden Verfahren: (a) 

Vorverfahren, (b) erstinstanzliches Verfahren, (c) Rechtsmittelverfahren (Art. 73 

Abs. 3 StBOG; vgl. Art. 6 - 7bis BStKR). 

- 19 - 

1.2.4 Art. 422 StPO statuiert, dass die Verfahrenskosten sich aus den Gebühren zur 

Deckung des Aufwands und den Auslagen im konkreten Straffall zusammenset-

zen (Abs. 1). Auslagen sind namentlich: a. Kosten für die amtliche Verteidigung 

und unentgeltliche Verbeiständung; b. Kosten für Übersetzungen; c. Kosten für 

Gutachten; d. Kosten für die Mitwirkung anderer Behörden; e. Post-, Telefon- und 

ähnliche Spesen (Abs. 2). 

 Gemäss Art. 1 BStKR umfassen die Verfahrenskosten die Gebühren und Ausla-

gen (Abs. 1).  Die Gebühren sind für die Verfahrenshandlungen geschuldet, die 

im Vorverfahren von der BKP und von der BA, im erstinstanzlichen Hauptverfah-

ren von der Strafkammer, im Berufungsverfahren und im Revisionsverfahren von 

der Berufungskammer und in Beschwerdeverfahren gemäss Artikel 37 StBOG 

von der Beschwerdekammer durchgeführt oder angeordnet worden sind (Abs. 2). 

Die Auslagen umfassen die vom Bund vorausbezahlten Beträge, namentlich die 

Kosten für die amtliche Verteidigung und die unentgeltliche Verbeiständung, 

Übersetzungen, Gutachten, Mitwirkung anderer Behörden, Porti, Telefonspesen 

und andere entsprechende Kosten (Abs. 3). Die Auslagen werden entsprechend 

den dem Bund verrechneten oder von ihm bezahlten Beträgen festgelegt (Art. 9 

Abs. 1 BStKR). 

1.3 Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens SK.2021.34 

1.3.1 Gemäss Urteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 

wurde die Sache (soweit sie A. betrifft) zur neuen Beurteilung der Kosten- und 

Entschädigungsfolgen an die Berufungskammer zurückgewiesen (dortige Dispo-

sitivziffer 1 sowie E. 3.1; CA.2024.34 pag. 1.100.010 bzw. -007). Die Rechtsmit-

telinstanz fällt vorliegend somit selber einen neuen Entscheid, weshalb sie darin 

auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung befindet (Art. 428 

Abs. 3 StPO). 

1.3.2 Die BA macht für das Vorverfahren eine Gebühr von Fr. 7‘000.-- geltend (TPF 

pag. 4.100.008). Diese liegt innerhalb des gesetzlichen Gebührenrahmens von 

Art. 6 Abs. 3 lit. b und Abs. 4 lit. c BStKR und erscheint angemessen. 

1.3.3 Die Gebühr für das erstinstanzliche Hauptverfahren SK.2021.34 ist gemäss Art. 1 

Abs. 4, Art. 5 und 7 lit. a BStKR – in Bestätigung des Urteils der Strafkammer 

SK.2021.34 E. 7.3 (CA.2022.1 pag. 1.100.023) – auf Fr. 3‘000.-- festzusetzen. 

1.3.4 Das Bundesgericht hiess mit Urteil 7B_686/2023 vom 23. September 2024 A.s 

Beschwerde teilweise gut, hob das angefochtene Urteil, soweit es A. betrifft, auf 

und sprach diesen vom Vorwurf der mehrfachen verbotenen Handlungen für ei-

nen fremden Staat frei (oben SV lit. C.2.2). Gestützt auf diesen Freispruch sind 

die Gebühren für das Vorverfahren von Fr. 7'000.-- und die erstinstanzliche 

- 20 - 

Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- (zusammen Fr. 10'000.--; oben E. II. 1.3.2 f.), 

soweit sie A. betreffen (Fr. 5'000.--), von der Eidgenossenschaft zu tragen (Art. 423 

Abs. 1, Art. 426 Abs. 1 StPO e contrario; oben E. II. 1.2.2). 

1.3.5 Soweit diese Gebühren B. betreffen, werden sie in einem Revisionsverfahren zu 

verlegen sein, welches nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils von 

Amtes wegen durchzuführen sein wird (vgl. oben E. I. 2.4.5). 

1.4 Kosten des ersten Berufungsverfahrens CA.2022.1 

1.4.1 Gemäss den obigen Ausführungen (E. II. 1.3.1) hat die Berufungskammer vorlie-

gend auch über die im ersten Berufungsverfahren CA.2022.1 getroffene Kosten-

regelung zu befinden (Art. 428 Abs. 3 StPO). 

1.4.2 Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens CA.2022.1 bestehen aus einer 

Gerichtsgebühr, die im Lichte der erwähnten Grundsätze (E. II. 1.2.3) auf Fr. 6’000.-- 

(inkl. Auslagen; vgl. Art. 73 Abs. 1 Iit. a und b sowie Abs. 3 lit. c StBOG; Art. 1, 5, 

7bis und 9 BStKR) festgelegt wird. 

1.4.3 Im ersten Berufungsurteil CA.2022.1 vom 6. Oktober 2022 wurde bei der Verle-

gung der Kosten für das Berufungsverfahren insbesondere berücksichtigt, dass 

die beiden Beschuldigten zur (ersten) Berufungsverhandlung vom 13. Mai 2022 

– trotz ordnungsgemässer Vorladung und ausdrücklicher Ablehnung der Dispen-

sationsgesuche – unentschuldigt nicht erschienen waren. Deswegen war es not-

wendig, die Berufungsverhandlung abzubrechen und zu einer neuen Berufungs-

verhandlung vorzuladen (CA.2022.1 pag. 5.100.002 f.; Urteil CA.2022.1 SV lit. 

B.4 f.). Die Kosten für die (erste) Berufungsverhandlung vom 13. Mai 2022 wur-

den den beiden Beschuldigten deshalb ohne Reduktion (die im Übrigen, wegen 

der im Berufungsverfahren CA.2022.1 erfolgten Reduktion der Strafen, an sich 

vorgesehen war; vgl. Urteil CA.2022.1 E. II. 3.4.2) je zur Hälfte auferlegt (Art. 417 

StPO; Urteil CA.2022.1 E. II. 3.4.3 f.). 

1.4.4 Das Bundesgericht ging im Urteil 7B_686/2023 vom 23. September 2024 in Er-

wägung 3 auf A.s Rüge ein, dass die Berufungskammer im Verfahren CA.2022.1 

die Kosten- und Entschädigungsfolgen der abgebrochenen Berufungsverhand-

lung vom 13. Mai 2022 falsch verlegt habe. Es kam nach eingehender Prüfung 

zum Schluss, es sei nicht zu beanstanden, dass die Berufungskammer A. ge-

stützt auf Art. 417 StPO die Kosten der abgebrochenen ersten Berufungsver-

handlung vom 13. Mai 2022 auferlegt habe. Die Bestimmung greife ungeachtet 

des Verfahrensausgangs, weshalb der vorliegende Freispruch an der entspre-

chenden Kostenpflicht nichts zu ändern vermöge (Urteil 7B_686/2023 E. 3.5.2). 

1.4.5 Demgemäss ist das unentschuldigte Nichterscheinen von A. (sowie von B.) an 

der deswegen abgebrochenen ersten Berufungsverhandlung CA.2022.1 vom 13. 

- 21 - 

Mai 2022 auch im Rahmen des vorliegenden Berufungsverfahrens CA.2024.34 

bei der (Neu-)Verlegung der Verfahrenskosten des ersten Berufungsverfahrens 

CA.2022.1 zu berücksichtigen. 

 Es erscheint sachgerecht und angemessen, A. die Kosten des ersten Berufungs-

verfahrens CA.2022.1 von Fr. 6’000.-- (Gerichtsgebühr inkl. Auslagen), soweit sie 

ihn betreffen (Fr. 3'000.--), im Umfang von Fr. 750.-- (25 % von Fr. 3'000.--) auf-

zuerlegen. 

Der Restbetrag der A. betreffenden Kosten von Fr. 2’250.-- (75 % von Fr. 3'000.--) 

ist von der Eidgenossenschaft zu tragen. 

1.4.6 Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens CA.2022.1 von Fr. 6’000.-- (Ge-

richtsgebühr inkl. Auslagen) werden, soweit sie B. betreffen, in einem Revisions-

verfahren zu verlegen sein, welches nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-

den Urteils von Amtes wegen durchzuführen sein wird (vgl. oben E. I. 2.4.5 und 

II. 1.3.5). 

1.5 Kosten des zweiten Berufungsverfahrens CA.2024.34 

1.5.1 Die Kosten des vorliegenden zweiten Berufungsverfahrens CA.2024.34 bestehen 

aus einer Gerichtsgebühr, die im Lichte der erwähnten Grundsätze (E. II. 1.2.3) auf 

Fr. 2’000.-- (inkl. Auslagen; vgl. Art. 73 Abs. 1 Iit. a und b sowie Abs. 3 lit. c 

StBOG; Art. 1, 5, 7bis und 9 BStKR) festgelegt wird. 

1.5.2 Aufgrund des Freispruchs von A. durch das Bundesgericht (vgl. oben SV lit. 

C.2.2.2, E. I. 1.3.4) sind die Kosten des Berufungs- bzw. Rückweisungsverfah-

rens CA.2024.34 von Fr. 2’000.-- (Gerichtsgebühr inkl. Auslagen) von der Eidge-

nossenschaft zu tragen. 

2. Entschädigungen 

2.1 Anträge 

2.1.1 A. stellt hinsichtlich der Entschädigung folgenden Antrag (CA.2024.34 pag. 

7.100.002 ff.; oben SV lit. D.3): 

 5.  es sei A. eine Entschädigung von CHF 37’521.61 (inkl. MWST) für die Aufwendungen 
und Auslagen der Verteidigung zuzusprechen. 

2.1.2 Die BA verzichtete darauf, Anträge zu stellen (oben SV lit. D.5). 

 

 

- 22 - 

2.2 Gesetzliche Grundlagen 

2.2.1 Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung richten sich nach den Art. 429 - 

434 aStPO. Dies gilt gemäss der Verweisnorm von Art. 436 Abs. 1 aStPO auch 

für entsprechende Ansprüche im Berufungsverfahren, wobei die Abs. 2 - 4 dieser 

Bestimmung ebenfalls zu beachten sind. 

2.2.2 Gemäss Art. 429 aStPO («Ansprüche») gilt: (Abs. 1) Wird die beschuldigte Per-

son ganz oder teilweise freigesprochen oder wird das Verfahren gegen sie ein-

gestellt, so hat sie Anspruch auf: a. Entschädigung ihrer Aufwendungen für die 

angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte; b. Entschädigung der wirt-

schaftlichen Einbussen, die ihr aus ihrer notwendigen Beteiligung am Strafver-

fahren entstanden sind; c. Genugtuung für besonders schwere Verletzungen ih-

rer persönlichen Verhältnisse, insbesondere bei Freiheitsentzug. (Abs. 2) Die 

Strafbehörde prüft den Anspruch von Amtes wegen. Sie kann die beschuldigte 

Person auffordern, ihre Ansprüche zu beziffern und zu belegen. 

2.2.3 Die Entschädigung gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. a aStPO meint vor allem den Fall, 

in welchem die beschuldigte Person durch einen Wahlverteidiger (Art. 129 StPO) 

vertreten wurde. Sowohl der Beizug eines Verteidigers als auch der betriebene 

Aufwand müssen sich als angemessen darstellen. Auch die Vertretung durch 

zwei Wahlverteidiger kann nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vollum-

fänglich) entschädigt werden, wenn es sich in Umfang und Dauer um einen aus-

sergewöhnlichen Fall mit komplexen tatsächlichen und rechtlichen Fragen han-

delt. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach den Anwaltstarifen und nach 

dem Zeitaufwand, den der Verteidiger für die Verteidigung der beschuldigten Per-

son aufgewendet hat. Die Bemühungen des Anwalts müssen im Umfang den 

Verhältnissen entsprechen, d.h. sachbezogen und angemessen sein. Der Stun-

denansatz richtet sich im Bundesstrafverfahren nach Art. 12 BStKR i.V.m. der 

hierzu ergangenen Rechtsprechung des Bundesstrafgerichts. Wird von der Kos-

tennote massgeblich abgewichen, ist die Herabsetzung zu begründen. Die Be-

urteilung der Verhältnismässigkeit des betriebenen Aufwands gibt der beurtei-

lenden Behörde einen grossen Ermessensspielraum (vgl. WEHRENBERG/FRANK, 

Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 429 StPO N. 12 ff. m.w.H). 

2.2.4 Nach Art. 430 Abs. 1 aStPO kann die Strafbehörde die Entschädigung oder Ge-

nugtuung herabsetzen oder verweigern, wenn: a. die beschuldigte Person 

rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen 

Durchführung erschwert hat; b. die Privatklägerschaft die beschuldigte Person zu 

entschädigen hat; oder c. die Aufwendungen der beschuldigten Person geringfü-

gig sind. (Abs. 2) Im Rechtsmittelverfahren können Entschädigung und Genugtu-

ung zudem herabgesetzt werden, wenn die Voraussetzungen von Artikel 428 Ab-

satz 2 erfüllt sind. Art. 428 Abs. 2 aStPO lautet wie folgt: Erwirkt eine Partei, die 

- 23 - 

ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günstigeren Entscheid, so können ihr 

die Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn: a. die Voraussetzungen für das 

Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen worden sind; oder b. der an-

gefochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird. Wie bereits erwähnt 

(E. II. 1.2.2), kann die Strafbehörde bei Säumnis und anderen fehlerhaften Ver-

fahrenshandlungen die Verfahrenskosten und Entschädigungen ungeachtet des 

Verfahrensausgangs der verfahrensbeteiligten Person auferlegen, die sie verur-

sacht hat (Art. 417 StPO). 

2.2.5 Auf die Berechnung der Entschädigung der ganz oder teilweise freigesprochenen 

beschuldigten Person, der Wahlverteidigung, der gänzlich oder teilweise obsie-

genden Privatklägerschaft und der Drittperson im Sinne von Artikel 434 aStPO 

sind die Bestimmungen über die Entschädigung der amtlichen Verteidigung an-

wendbar (Art. 10 BStKR). 

2.2.6  Die Anwaltskosten umfassen das Honorar und die notwendigen Auslagen, na-

mentlich für Reise, Verpflegung und Unterkunft sowie Porti und Telefonspesen 

(Art. 11 Abs. 1 BStKR). Das Honorar wird nach dem notwendigen und ausgewie-

senen Zeitaufwand bemessen. Der Stundenansatz beträgt mindestens Fr. 200.-- 

und höchstens Fr. 300.-- (Art. 12 Abs. 1 BStKR). Reicht die Anwältin oder der 

Anwalt die Kostennote nicht bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen oder 

innerhalb der von der Verfahrensleitung angesetzten Frist oder, im Verfahren vor 

der Beschwerdekammer, spätestens mit der einzigen oder letzten Eingabe ein, 

so setzt das Gericht das Honorar nach Ermessen fest (Art. 12 Abs. 2 BStKR). 

Bei Fällen im ordentlichen Schwierigkeitsbereich, d.h. für Verfahren ohne hohe 

sachliche oder rechtliche Komplexität, beträgt der Stundenansatz gemäss stän-

diger Praxis der Berufungskammer sowie der Strafkammer Fr. 230.-- für Arbeits-

zeit und Fr. 200.-- für Reise- und Wartezeit (Beschluss der Beschwerdekammer 

des BStGer BK.2011.21 vom 24. April 2012 E. 2.1; Urteil der Strafkammer des 

BStGer SN.2011.16 vom 5. Oktober 2011 E. 4.1). Die Auslagen werden im Rah-

men der Höchstansätze aufgrund der tatsächlichen Kosten vergütet (Art. 13 

BStKR). Bei besonderen Verhältnissen kann ein Pauschalbetrag vergütet wer-

den (Art. 13 Abs. 4 BStKR). Gemäss Art. 14 BStKR kommt die Mehrwertsteuer 

zum Honorar und den Auslagen hinzu. 

2.2.7 Das vorliegende Verfahren lag nach Auffassung der Berufungskammer – entge-

gen der Ansicht von A. (CA.2024.34 pag. 7.100.004) – noch im ordentlichen 

Schwierigkeitsbereich. Daher ist der Stundenansatz für die anwaltliche Tätigkeit 

in sämtlichen Verfahrensstadien praxisgemäss auf Fr. 230.--, für die Reisezeit 

auf Fr. 200.-- sowie für die Praktikantentätigkeit auf Fr. 100.-- festzusetzen. 

 

- 24 - 

2.3 Entschädigung im Vorverfahren und erstinstanzlichen Verfahren SK.2021.34 

2.3.1 Wie erwähnt (SV lit. D.3, E. II. 2.1.1), stellt A. den (formellen) Antrag, es sei ihm 

eine Entschädigung von CHF 37’521.61 (inkl. MWST) für die Aufwendungen und 

Auslagen der Verteidigung zuzusprechen. A.s Stellungnahme bzw. Begründung 

vom 31. Oktober 2024 ist zu entnehmen, dass er spezifisch für das Vorverfahren 

und erstinstanzliche Verfahren SK.2021.34 eine Entschädigung i.S.v. Art. 429 

Abs. 1 lit. a aStPO im Umfang von Fr. 19'586.10 (inkl. MWST) verlangt 

(CA.2024.34 pag. 7.100.004), wobei er hierzu auf die eingereichte Leistungs-

übersicht (vgl. CA.2024.34 pag. 7.100.007 ff.) verweist. 

2.3.2 Die eingereichten Honorarnoten (CA.2024.34 pag. 7.100.007 ff.) können in Be-

zug auf das Vorverfahren und erstinstanzliche Verfahren SK.2021.34 mit folgen-

den Korrekturen bzw. Präzisierungen gutgeheissen werden: 

2.3.2.1 Wie erwähnt (E. II. 2.2.7), wird der Stundenansatz für die anwaltliche Tätigkeit 

vorliegend in sämtlichen Verfahrensstadien praxisgemäss auf Fr. 230.--, für die 

Reisezeit auf Fr. 200.-- bzw. für die Praktikantentätigkeit auf Fr. 100.-- festgesetzt. 

2.3.2.2 Die in der Leistungsübersicht für den Zeitraum 1. Dezember 2021 bis 31. Oktober 

2024 aufgeführten Angaben werden, soweit sie die anwaltlichen Tätigkeiten vom 

10. bis 17. Dezember 2021 betreffen (CA.2024.34 pag. 7.100.008), d.h. 1,9 h, 

hinsichtlich der Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren SK.2021.34 

statt für das Berufungsverfahren CA.2022.1 berücksichtigt (vgl. oben SV lit. A.12 

- B.2; CA.2022.1 pag. 1.100.003, -027, -030 ff.). 

2.3.2.3 Die Arbeitszeit von RA Salzmann (exkl. Reisezeit) beträgt demnach 57.90 h 

(CA.2024.34 pag. 7.100.011 f.) + 1,9 h (CA.2024.34 pag. 7.100.008) = 59,8 h;   

 x Fr. 230.-- / h = Fr. 13'754.-- 

 Reisezeit: 3,3 h (CA.2024.34 pag. 7.100.010); x Fr. 200.-- / h = Fr. 660.-- 

 Auslagen: Fr. 155.80 (CA.2024.34 pag. 7.100.010) 

 Zwischentotal (exkl. MWST) = Fr. 14'569.80 

 MWST 7,7 % von Fr. 14'569.80 = Fr. 1'121.90 

 Total = Fr. 15'691.70 

2.3.3 A. ist somit für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Vorverfah-

ren und erstinstanzlichen Verfahren SK.2021.34 durch die Eidgenossenschaft mit 

Fr. 15'691.70 (inkl. MWST) zu entschädigen. 

2.3.4 Die Entschädigung für B. im Vorverfahren und erstinstanzlichen Verfahren 

SK.2021.34 ist in einem Revisionsverfahren festzulegen, welches nach Eintritt 

- 25 - 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils von Amtes wegen durchzuführen sein 

wird (vgl. oben E. I. 2.4.5 und II. 1.3.5 sowie 1.4.6). 

2.4 Entschädigung im ersten Berufungsverfahren CA.2022.1 

2.4.1 A.s Stellungnahme bzw. Begründung vom 31. Oktober 2024 ist zu entnehmen, 

dass er spezifisch für das erste Berufungsverfahren CA.2022.1 – in Übereinstim-

mung mit dem Urteil des Bundesgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 

E. 3.5.3 und dem Urteil der Berufungskammer CA.2022.1 E. II. 4.4.2.2 – für fol-

gende Aufwendungen keine Entschädigung (i.S.v. Art. 429 Abs. 1 lit. a aStPO) 

beantragt (CA.2024.34 pag. 7.100.005; Art. 417 StPO): 

 a)  Reisezeit 13. Mai 2022 (2 x 1,65 h) 

 b)  Teilnahme / Nachbearbeitung erste Berufungsverhandlung CA.2022.1 (2,5 h) 

 c)  Vorbereitung zweite Berufungsverhandlung (2,5 h) 

 Zu letzterem Punkt ist der Klarheit halber zu erwähnen, dass die Berufungskam-

mer im Urteil CA.2022.1 E. 4.4.2.2 betreffend die Vorbereitung für die zweite Be-

rufungsverhandlung CA.2022.1 zwei Stunden Arbeitszeit (statt der beantragten 

4,5 Stunden) gutgeheissen hatte. 

2.4.2 In seiner Stellungnahme beantragt A. für das zweite Berufungsverfahren 

CA.2024.34 i.S.v. Art. 429 Abs. 1 lit. a aStPO eine Entschädigung für Anwaltstä-

tigkeit im Umfang von 2,5 Stunden. Für das erste Berufungsverfahren CA.2022.1 

und das zweite Berufungsverfahren CA.2024.34 verlangt A. sodann eine Entschä-

digung von insgesamt Fr. 17.935.51 (inkl. MWST; CA.2024.34 pag. 7.100.005), 

wobei er hierzu auf die eingereichte Leistungsübersicht (CA.2024.34 pag. 

7.100.007 ff.) verweist. 

2.4.3 Die eingereichte Honorarnote (CA.2024.34 pag. 7.100.007 ff.) kann in Bezug auf 

das erste Berufungsverfahren CA.2022.1 mit folgenden Korrekturen bzw. Präzi-

sierungen gutgeheissen werden: 

2.4.3.1 Der Stundenansatz für die anwaltliche Tätigkeit beträgt vorliegend, wie bereits 

erwähnt (E. II. 2.2.7 und 2.3.2.1), Fr. 230.--, bzw. für die Reisezeit Fr. 200.--. 

2.4.3.2 Die in der Leistungsübersicht für den Zeitraum 1. Dezember 2021 bis 31. Oktober 

2024 aufgeführten Angaben werden, soweit sie die anwaltlichen Tätigkeiten vom 

10. bis 17. Dezember 2021 betreffen (CA.2024.34 pag. 7.100.008), d.h. 1,9 h, 

hinsichtlich der Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren SK.2021.34 

statt für das Berufungsverfahren CA.2022.1 berücksichtigt (vgl. oben E. II. 2.3.2.2). 

2.4.3.3 Die in der Leistungsübersicht für den Zeitraum 1. Dezember 2021 bis 31. Oktober 

2024 aufgeführten Angaben werden, soweit sie die Arbeiten vom 23. bis 31. 

- 26 - 

Oktober 2024 betreffen (CA.2024.34 pag. 7.100.009), d.h. 2,5 h, hinsichtlich der 

Entschädigung für das zweite Berufungsverfahren CA.2024.34 berücksichtigt 

(vgl. oben E. II. 2.4.2 bzw. unten E. II. 2.5). 

2.4.3.4 Die «Porti» von Fr. 15.90 (CA.2024.34 pag. 7.100.007) werden hinsichtlich der 

Entschädigung für das erste Berufungsverfahren CA.2022.1 berücksichtigt, zu-

mal RA Salzmann im zweiten Berufungsverfahren CA.2024.34 seine Eingaben 

an die Berufungskammer auf elektronischem Wege per e-gov getätigt hat. 

2.4.3.5 Die Arbeitszeit von RA Salzmann (exkl. Reisezeit) beträgt demnach 56.20 h 

(CA.2024.34 pag. 7.100.008 f.), minus 1,9 h (CA.2024.34 pag. 7.100.008), minus 

2,5 h (CA.2024.34 pag. 7.100.009) = 51,8 h; x Fr. 230.-- / h = Fr. 11'914.-- 

 Reisezeit: 3,3 h (CA.2024.34 pag. 7.100.009); x Fr. 200.-- / h = Fr. 660.-- 

 Auslagen: Fr. 129.70 (CA.2024.34 pag. 7.100.007) 

 Zwischentotal (exkl. MWST) = Fr. 12'703.70 

 MWST 7,7 % von Fr. 12'703.70 = Fr. 978.20 

 Total = Fr. 13'681.90 

2.4.4 A. ist somit für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im ersten 

Berufungsverfahren CA.2022.1 durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 13'681.90 

(inkl. MWST) zu entschädigen. 

2.4.5 Die Entschädigung für B. im ersten Berufungsverfahren CA.2022.1 ist in einem 

Revisionsverfahren festzulegen, welches nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie-

genden Urteils von Amtes wegen durchzuführen sein wird. 

2.5 Entschädigung im zweiten Berufungsverfahren CA.2024.34 

2.5.1 Wie bereits erwähnt (E. II. 2.4.2), beantragt A. in seiner Stellungnahme vom 31. 

Oktober 2024 für das zweite Berufungsverfahren CA.2024.34 i.S.v. Art. 429 Abs. 

1 lit. a aStPO eine Entschädigung für Anwaltstätigkeit im Umfang von 2,5 Stunden 

(CA.2024.34 pag. 7.100.005, -007, 009). 

2.5.2 Die eingereichte Honorarnote (CA.2024.34 pag. 7.100.007 ff.) kann in Bezug auf das 

zweite Berufungsverfahren CA.2024.34 grundsätzlich gutgeheissen werden, wobei 

jedoch, wie erwähnt, der Stundenansatz für die anwaltliche Tätigkeit vorliegend 

Fr. 230.-- beträgt. Die Entschädigung berechnet sich demnach wie folgt: 2,5 h x 

Fr. 230.-- / h = Fr. 575.--; MWST 8,1 % von Fr. 575.-- = Fr. 46.60; Total = Fr. 621.60. 

2.5.3 A. ist somit für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Beru-

fungsverfahren CA.2024.34 durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 621.60 (inkl. 

MWST) zu entschädigen. 

- 27 - 

2.5.4 In seinem Gesuch vom 31. Oktober 2024 verzichtete B. darauf, für das vorlie-

gende zweite Berufungsverfahren CA.2024.34 bzw. für die von ihm beantragte 

Ausdehnung des Freispruchs eine Entschädigung zu beantragen (CA.2024.34 

pag. 2.102.020 Rz. 37 letzter Satz). Auch aufgrund des Ausgangs des vorliegen-

den Berufungsverfahrens CA.2024.34 ist B. für dieses keine Entschädigung aus-

zurichten (Art. 428 Abs. 1 StPO). 
  

- 28 - 

Die Berufungskammer erkennt: 

I. Neues Urteil 

1. Gesuch von B. vom 31. Oktober 2024 um Ausdehnung des Urteils des Bun-

desgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024  

 Das Gesuch von B. vom 31. Oktober 2024 um Ausdehnung des Urteils des Bun-

desgerichts 7B_686/2023 vom 23. September 2024 (Art. 392 StPO) wird abge-

wiesen. Das Gesuch wird der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts brevi 

manu als Revisionsersuchen zugestellt. 

2. Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens SK.2021.34 

 Die Gebühren für das Vorverfahren von Fr. 7'000.-- und die erstinstanzliche Ge-

richtsgebühr von Fr. 3'000.-- (zusammen Fr. 10'000.--) werden, soweit sie A. be-

treffen (Fr. 5'000.--), von der Eidgenossenschaft getragen. 

3. Entschädigungen für das Vorverfahren und das erstinstanzliche Verfahren 

SK.2021.34 

 A. wird für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Vorverfahren 

und erstinstanzlichen Verfahren SK.2021.34 durch die Eidgenossenschaft mit 

Fr. 15'691.70 (inkl. MWST) entschädigt. 

II. Kosten und Entschädigungen im ersten Berufungsverfahren CA.2022.1 

1. Die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2022.1 von Fr. 6’000.-- (Gerichtsgebühr 

inkl. Auslagen) werden, soweit sie A. betreffen (Fr. 3'000.--), diesem im Umfang 

von Fr. 750.-- (25 % von Fr. 3'000.--) auferlegt. 

Der Restbetrag der A. betreffenden Kosten von Fr. 2’250.-- (75 % von Fr. 3'000.--) 

wird von der Eidgenossenschaft getragen. 

2. A. wird für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Berufungs-

verfahren CA.2022.1 durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 13'681.90 (inkl. 

MWST) entschädigt. 

III. Kosten und Entschädigungen im zweiten Berufungsverfahren CA.2024.34 

1. Die Kosten des Berufungsverfahrens CA.2024.34 von Fr. 2’000.-- (Gerichtsge-

bühr inkl. Auslagen) werden von der Eidgenossenschaft getragen. 

- 29 - 

2. A. wird für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Berufungs-

verfahren CA.2024.34 durch die Eidgenossenschaft mit Fr. 621.60 (inkl. MWST) 

entschädigt. 

3.  B. wird für das Berufungsverfahren CA.2024.34 keine Entschädigung ausgerich-

tet. 

 

Im Namen der Berufungskammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

Olivier Thormann Franz Aschwanden 

 

 

 

Zustellung in vollständiger Ausfertigung (Gerichtsurkunde) an: 

- Bundesanwaltschaft, Herrn Johannes Rinnerthaler, Staatsanwalt des Bundes 

- Herrn Rechtsanwalt Patrik Salzmann (Rechtsvertreter von A. und B.) 

- Herrn Rechtsanwalt Mauro Lardi (Rechtsvertreter der C. AG) 

 

 

Kopie der vollständigen Ausfertigung (brevi manu) an: 

- Bundesstrafgericht, Strafkammer 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 

- Bundesanwaltschaft, Herrn Johannes Rinnerthaler, Staatsanwalt des Bundes 

- Herrn Rechtsanwalt Patrik Salzmann (Rechtsvertreter von A. und B.) 

- Herrn Rechtsanwalt Mauro Lardi (Rechtsvertreter der C. AG) 

- Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug (zum Vollzug) 

- 30 - 

- Bundesamt für Justiz, Direktionsbereich Strafrecht, Schweizerisches Strafregister (zur 

Entfernung der Daten gemäss Art. 32 Abs. 1 Strafregistergesetz) 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

 

Beschwerde an das Bundesgericht 
 
Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit Beschwerde 
in Strafsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bun-
desgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. 
 
Die Fristeinhaltung bei Einreichung der Beschwerdeschrift in der Schweiz, im Ausland bzw. im Falle 
der elektronischen Einreichung ist in Art. 48 Abs. 1 und 2 BGG geregelt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

    Versand: 18. Dezember 2024