# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7f27d51-1d64-54bb-b186-200367f5a00c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2021 A-5380/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5380-2020_2021-09-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5380/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Jürg Marcel Tiefenthal (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richter Maurizio Greppi,    

Gerichtsschreiber Stephan Metzger. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______,  

2. B._______,  

 

beide vertreten durch  

lic. iur. Silvia Eggenschwiler Suppan, Rechtsanwältin,  

Kull Ruzek Eggenschwiler,  

Florastrasse 1, Postfach, 8008 Zürich,  

Beschwerdeführende,  

 
 

 
gegen 

 

 
 

Swissgrid AG,  

Bleichemattstrasse 31, Postfach, 5001 Aarau 1,   

vertreten durch  

lic. iur. Alexander Rey, Rechtsanwalt und  

Dr. iur. David Hofstetter, Rechtsanwalt, 

Binder Rechtsanwälte KLG,  

Langhaus am Bahnhof, Postfach, 5401 Baden,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 8,   

Zustelladresse:  

c/o Bont Peter, Fürsprecher & Notar, Bont, Bitterli Meier, 

Dornacherstrasse 26, Postfach, 4601 Olten 1 Fächer,   

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Enteignungsentschädigung für die Erneuerung von Dienst-

barkeiten (Überleitungsrechte für eine Hochspannungslei-

tung). 

 

 

 

A-5380/2020 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Die im Jahr 1953 erstellte 220-kV-Hochspannungs-Freileitung Niederwil-

Obfelden führt auf dem Gebiet der Gemeinde X._______ u.a. über das 

Grundstück (Parzelle Nr. […]) von A._______ und B_______ Parallel zu 

dieser Leitung verlief bis zu deren Verlegung ins Erdreich im Jahr 2017 

eine 50-kV-Freileitung der Axpo. Die Dienstbarkeit, welche die Grundeigen-

tümer zur Duldung der 220-kV-Freileitung verpflichtete, war bis zum Jahr 

2001 befristet. Seit 1985 plante die Nordostschweizerische Kraftwerke AG 

(NOK) als Inhaberin der Leitung deren Ausbau auf 380-kV, wobei 1995 

durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat ESTI ein Variantenent-

scheid gefällt wurde, wonach die bestehende Trasse unter kleinräumigen 

Umfahrungen der Bauzone beizubehalten sei. Da sich die Projektierung 

weiter verzögerte, bemühte sich die NOK Grid AG ab 2010 um den freihän-

digen Erwerb der seit 1. Januar 2001 ausgelaufenen Überleitungsrechte. 

Ende 2012 übernahm die Swissgrid AG die Freileitung. Sie gelangte 2014 

an die Eidgenössische Schätzungskommission Kreis 8 (nachfolgend: 

ESchK), ersuchte um die Einleitung des Enteignungsverfahrens und bean-

tragte, es sei ihr befristet bis 2030 das erforderliche Überleitungsrecht ein-

zuräumen. 

B.  

B.a Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 23. Oktober 2015 zogen 

u.a. auch A._______ und B_______ihre Einsprache gegen die Enteignung 

zurück. Mangels Einigung über die Höhe der Enteignungsentschädigung 

leitete deshalb die ESchK das Schätzungsverfahren ein. Mit Urteil vom 

29. März 2016 sprach sie A._______ und B_______ für die Einräumung 

des bis 2030 befristeten Überleitungsrechts eine Entschädigung von  

Fr. 2'800.-- zuzüglich Zins ab dem 1. Januar 2001 zu.  

B.b Im Mai 2016 erhoben sowohl A._______ und B._______ als auch die 

Swissgrid AG Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Dabei bean-

tragten A._______ und B._______ eine Entschädigung in der Höhe von 

15% des Verkehrswertes ihrer Liegenschaft im unbelasteten Zustand und 

präzisierten später ihre Forderung mit dem Betrag von Fr. 340'000.-- auf-

grund von beigebrachten Privatgutachten. Mit Urteil vom 7. Februar 2017 

wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde von A._______ und 

B._______ bezüglich der beantragten Enteignungsentschädigung ab, re-

duzierte die auszurichtende Entschädigung auf Fr. 423.35 zuzüglich Zins 

A-5380/2020 

Seite 4 

ab 1. Januar 2001 sowie Fr. 130.-- ohne Zins und verpflichtete die Swiss-

grid AG zur Bezahlung von Parteientschädigungen für das Vorverfahren 

sowie das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht. 

B.c Am 16. März 2017 erhoben A._______ und B._______ gegen dieses 

Urteil Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vor Bundes-

gericht. In Gutheissung der Beschwerde hob das Bundesgericht mit Urteil 

vom 18. Juli 2017 das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Feb-

ruar 2017 auf und wies die Sache mit Weisungen an dieses zurück.  

C.  

C.a Mit Urteil vom 22. August 2017 wies das Bundesverwaltungsgericht 

seinerseits die Sache mit verbindlichen Weisungen an die ESchK zurück, 

um die Frage der Höhe der Entschädigung zu klären. Mit Entscheid vom 

14. Mai 2018 verpflichtete die ESchK die Swissgrid AG, A._______ und 

B._______ eine Entschädigung für die an ihrer Liegenschaft verursachte 

Wertminderung in der Höhe von Fr. 12'826.-- sowie für die Durchleitung 

durch das Grundstück für die Dauer vom 1. Januar 2001 bis zum 31. De-

zember 2030 Fr. 423.35 – jeweils zzgl. Zins ab 1. Januar 2001 bis zur Aus-

zahlung – zu bezahlen. Diesen Entscheid begründete die ESchK im We-

sentlichen damit, die Verwendung des Ertragswertes der Liegenschaft 

trage den Umständen am besten Rechnung, wobei sie eine Schutzschild-

funktion des Grundstücks sinngemäss verneinte.  

C.b Am 24. August 2018 erhoben A._______ und B._______ gegen das 

Urteil der ESchK Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie bean-

tragten sinngemäss, das Urteil sei betreffend die Wertminderung sowie die 

Entschädigung für die Durchleitung aufzuheben. Stattdessen sei die 

Swissgrid AG zu verpflichten, für die Überleitung der 220-kV-Hochspan-

nungs-Freileitung über die Parzelle Nr. [...] für die Dauer vom 1. Januar 

2001 bis zum 31. Dezember 2030 eine Minderwertentschädigung in der 

Höhe von Fr. 340'000.-- zu bezahlen, zzgl. Zins ab 1. Januar 2001, even-

tualiter ab 23. Oktober 2015. Zur Begründung führten sie im Wesentlichen 

aus, es sei zu berücksichtigen, dass dem Grundstück eine Schutzschild-

funktion zukomme, dass aufgrund der psychologischen Wirkung der Hoch-

spannungsleitung und deren Immissionen der Verkehrswert der Liegen-

schaft erheblich vermindert werde und dass der Stichtag für dessen Be-

stimmung auf den Zeitpunkt der Einigungsverhandlung vom 23. Oktober 

2015 festzulegen sei. 

A-5380/2020 

Seite 5 

C.c Mit Eingabe vom 7. September 2018 erhob die Swissgrid AG ihrerseits 

gegen den Entscheid der Vorinstanz Anschlussbeschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht. Sie beantragte sinngemäss, der Entscheid der ESchK 

vom 14. Mai 2018 sei bezüglich Bestimmung der Wertminderung der Lie-

genschaft von A._______ und B._______ aufzuheben und es sei festzu-

stellen, dass die Enteignung der Überleitungsdienstbarkeit zu keiner sol-

chen führe. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass das 

Grundstück keine Schutzschildeigenschaft besitze, dass ein psychologi-

scher Minderwert nicht zu berücksichtigen sei und dass andernfalls der Be-

wertungszeitpunkt für den relevanten Verkehrswert auf den 1. Januar 2001 

festzusetzen sei.  

C.d Mit Urteil vom 1. November 2019 hiess das Bundesverwaltungsgericht 

die Beschwerde von A._______ und B._______ gut, soweit es darauf ein-

trat; die Anschlussbeschwerde hiess es teilweise gut und wies sie im Übri-

gen ab. Das Bundesverwaltungsgericht verpflichtete die Swissgrid AG, den 

Minderwert des Grundstücks Nr. [...] von A._______ und B._______ mit 

Fr. 340'000.-- zu entschädigen, zuzüglich Zins ab 1. Januar 2001 und auf-

erlegte die Verfahrenskosten und die Parteientschädigung der Swissgrid 

AG. 

C.e Am 6. Dezember 2019 erhob die Swissgrid AG gegen dieses Urteil Be-

schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vor Bundesgericht. In 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde hob das Bundesgericht mit Urteil 

vom 8. Oktober 2020 das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

1. November 2019 auf und wies die Sache mit Weisungen zu neuem Ent-

scheid an dieses zurück. 

Im Wesentlichen kam das Bundesgericht zum Schluss, es sei in einer 

neuen Beurteilung die heutige Leitungsführung mit einer hypothetischen 

Freileitungsführung unter Beachtung des Grenzabstandes zu vergleichen, 

was sodann auch für die Ermittlung der zu entschädigenden Wertdifferenz 

massgeblich sei. Ergebe sich dabei ein Minderwert, so sei in diesem Um-

fang eine Schutzschildfunktion des (verbleibenden) Grundstücks Parzelle 

Nr. [...] anzuerkennen und deren Verlust zu entschädigen. Im Weiteren er-

wog das Bundesgericht betreffend den Bewertungsstichtag, ein Festhalten 

an der gesetzlichen Regelung zu dessen Festlegung sowie auch zur Be-

stimmung des Beginns der Verzinsungspflicht könne zu einer Überent-

schädigung führen, welche grundsätzlich zu verhindern sei. Es sei deshalb 

vorliegend zu prüfen, ob es Gründe gebe, um vom Grundsatz abzuwei-

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Seite 6 

chen. Ausserdem sei – in Abhängigkeit von der Festlegung des Bewer-

tungsstichtages – auch eine Entschädigung einer durch die bis ins Jahr 

2017 bestehende Axpo-Leitung enteignungsbedingt verursachten Wertver-

minderung zu berücksichtigen.  

D.  

Das Bundesverwaltungsgericht nimmt das Verfahren unter der Verfahrens-

nummer A-5380/2020 wieder auf. Nach dessen Aufforderung vom 9. De-

zember 2020, die vom Bundesgericht in seinem Entscheid vom 8. Oktober 

2020 für möglich gehaltenen Zusicherungen der Nordostschweizerischen 

Kraftwerke (NOK) betreffend die Nachzahlung einer Entschädigung sowie 

deren Verzinsung darzulegen, nehmen A._______ und B._______ (Be-

schwerdeführende, aus Praktikabilitätsgründen im Folgenden jedoch als 

"Enteignete" bezeichnet) mit Eingabe vom 7. Januar 2021 Stellung zur Sa-

che. Sie beantragen, es sei der Bewertungsstichtag der Minderwertent-

schädigung auf dem Tag der Einigungsverhandlung (23. Oktober 2015) zu 

belassen und es sei der Beginn der Verzinsung auf den 1. Januar 2001, 

eventualiter auf den 23. Oktober 2015 festzulegen. Sie begründen ihr Be-

gehren im Wesentlichen damit, dies seien die aufgrund der geltenden ge-

setzlichen Regelung korrekten Daten. Mittels der zwischen den Enteigne-

ten und der NOK geführten Korrespondenz aus den Jahren 2001 und 2011 

bekräftigen sie im Weiteren ihren Standpunkt, dass die Enteigneten auf die 

Zusicherung vertraut hätten, gemäss den dannzumal geltenden Entschä-

digungsansätzen entschädigt zu werden und dass sich die Parteien jedoch 

nicht auf die Höhe der Entschädigung einigen konnten, weshalb die Ent-

eignerin am 23. September 2014 bei der ESchK (nachfolgend: Vorinstanz) 

die Einleitung des Schätzungsverfahrens beantragt habe. Was die Verzin-

sung betreffe, so sei die Swissgrid AG (Beschwerdegegnerin, aus Prakti-

kabilitätsgründen im Folgenden jedoch als "Enteignerin" bezeichnet) auf 

die mit Schreiben vom 18. August 2011 durch deren Rechtsvorgängerin 

NOK respektive NOK Grid AG gemachten Zusicherungen zu behaften, wo-

bei der Beginn der Verzinsung auf den 1. Januar 2001 festzusetzen sei. 

E.  

Mit Eingabe vom 11. März 2021 nimmt die Enteignerin Stellung in der Sa-

che und beantragt, der Bewertungsstichtag der Minderwertentschädigung 

sei auf den 1. Januar 2001 festzusetzen und der Beginn der Verzinsung für 

diesen Fall ebenso auf dieses Datum festzulegen. Eventualiter sei für den 

Fall, dass der Bewertungsstichtag auf den 23. Oktober 2015 festgelegt 

werde, auch der Beginn der Verzinsung auf dieses Datum festzusetzen. Im 

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Weiteren sei davon Umgang zu nehmen, ihr die Kosten der Privatgutach-

ten der Enteigneten aufzuerlegen. Sie begründet dies im Wesentlichen da-

mit, es bestehe keine Vertrauensgrundlage, aufgrund welcher von dem 

durch das Bundesgericht als massgebend erachteten Bewertungsstichtag 

vom 1. Januar 2001 abgewichen werden könnte. Ausserdem sei eine Über-

entschädigung zu verhindern, weshalb der Beginn der Verzinsung in Ab-

hängigkeit der Bestimmung des Bewertungsstichtages festzulegen sei. Bei 

dessen Festsetzung auf den 1. Januar 2001 würden sodann die Parteigut-

achten der Enteigneten nichts zur Klärung des Minderwertes beitragen, 

weshalb die durch sie verursachten Kosten nicht der Enteignerin aufzuer-

legen seien. 

F.  

Mit Stellungnahme vom 23. Juni 2021 beantragt die Vorinstanz, ihr Urteil 

vom 14. Mai 2018 sei zu bestätigen und verweist auf die formell korrekte 

Festlegung des Bewertungsstichtages per Datum der Einigungsverhand-

lung vom 23. Oktober 2015, dass dies jedoch im Hinblick auf die faktische 

Beanspruchung des enteigneten Rechts seit Januar 2001 materiell unbe-

friedigend sei. Deshalb bleibe es dem Bundesverwaltungsgericht überlas-

sen, in dieser speziellen Situation eine passende Lösung zu finden. Sie 

beantragt deshalb die Bestätigung ihres Urteils und stützt sich – unter Ver-

weis auf die Ausübung ihres Ermessens – auf einen über die gesamte Ent-

schädigungsdauer gerechtfertigten Ertragsausfall von Fr. 100.--/Monat, 

diskontiert auf die Dauer von 30 Jahren sowie eine Verzinsung ab 2001 bis 

zur Auszahlung. 

G.  

Mit Schreiben vom 2. Juli 2021 verzichtet die Enteignerin auf Schlussbe-

merkungen und verweist auf ihre Eingabe vom 11. März 2021. 

H.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 20. Juli 2021 halten die Enteigneten im 

Wesentlichen an ihren Anträgen und Ausführungen fest, beantragen aber 

zusätzlich, auf den Antrag der Enteignerin, es sei davon Umgang zu neh-

men, ihr die Kosten der beiden Privatgutachten aufzuerlegen, sei nicht ein-

zutreten, eventualiter sei dieser Antrag abzuweisen. Sie führen dazu aus, 

diese Sache sei bereits durch die Vorinstanz mit Entscheid vom 14. Mai 

2018 rechtskräftig entschieden worden und die Enteignerin habe dagegen 

keine Beschwerde respektive Anschlussbeschwerde erhoben. Ebenso be-

antragen sie neu, auf den Antrag der Vorinstanz, es sei deren Urteil vom 

14. Mai 2018 zu bestätigen, sei nicht einzutreten und es sei die Vorinstanz 

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Seite 8 

anzuweisen, auf Basis der bereits bestehenden Parteigutachten und unter 

Einbezug der Erwägungen des Bundesgerichts betreffend die hypotheti-

sche Leitungsführung die Enteignungsentschädigung zu bestimmen. Ins-

besondere halten sie daran fest, es sei ihnen durch die NOK von Beginn 

an mit Schreiben vom 4. Mai 2001 sowie vom 18. August 2011 eine Zusi-

cherung hinsichtlich Entschädigung und Verzinsung gemacht worden und 

es sei letztendlich dem psychologischen Minderwert angemessen Rech-

nung zu tragen. 

I.  

In Wahrung ihres Replikrechts nimmt die Enteignerin zu den Schlussbe-

merkungen der Enteigneten mit Eingabe vom 3. August 2021 Stellung und 

führt aus, auf den Antrag der Enteigneten, das Bundesverwaltungsgericht 

habe die Vorinstanz anzuweisen, der noch zu fällende Entscheid betreffend 

die Minderwertentschädigung sei auf Basis der von den Enteigneten bei-

gebrachten Parteigutachten zu fällen, könne nicht eingetreten werden, 

eventualiter sei er abzuweisen. Sie begründet dies mit Hinweis auf das ein-

geschränkte Prozessthema der Bestimmung des Bewertungsstichtages. 

J.  

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich bei den Akten 

befindlichen Schriftstücke wird, soweit relevant, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts im vorliegenden Verfah-

ren ist aufgrund der Rückweisung durch das Bundesgericht ohne Weiteres 

gegeben. 

2.  

Am 1. Januar 2021 ist das Bundesgesetz über die Enteignung vom 20. Juni 

1930 (EntG, SR 711) in seiner revidierten Form in Kraft getreten. Dessen 

Art. 19bis sieht vor, dass der massgebliche Verkehrswert im Zeitpunkt des 

Vorliegens eines vollstreckbaren Enteignungstitels zu bemessen ist. Ge-

mäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen des EntG zur Änderung vom 

19. Juni 2020 werden jedoch Enteignungsverfahren, die vor dem Inkraft-

treten der Änderung vom 19. Juni 2020 eingeleitet worden sind, nach bis-

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Seite 9 

herigem Recht zu Ende geführt. Anwendbar bleibt im vorliegenden Verfah-

ren somit das EntG mit Stand vom 1. Januar 2012 (nachfolgend als aEntG 

bezeichnet), was im Übrigen von den Parteien nicht bestritten wird. 

3.  

Strittig ist im vorliegenden Verfahren weiterhin die Höhe der aufgrund einer 

Erneuerung der Dienstbarkeit für die Leitungsführung über die Parzelle 

Nr. [...] entstandenen Wertminderung der Liegenschaft der Enteigneten so-

wie deren Verzinsung. Beide Werte – Minderwert und Verzinsung – hängen 

ab von der Festlegung des Bewertungszeitpunktes respektive des Beginns 

der Verzinsung. Um für die weitere Bestimmung des Minderwertes eine 

Ausgangslage zu schaffen, gilt es im Folgenden, diese beiden Daten zu 

bestimmen. 

3.1  

3.1.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Urteil A-4864/2018 

vom 1. November 2019 auf den Standpunkt gesetzt, grundsätzlich sei dem 

Willen des Gesetzgebers zu folgen und gemäss Art. 19bis Abs. 1 aEntG den 

gegenwärtigen Verkehrswert am Tag der Einigungsverhandlung zu bewer-

ten, um Spekulationen des Enteigneten auf einen mit zunehmender Ver-

fahrensdauer steigenden Immobilienpreis und damit auf eine Erhöhung der 

Entschädigung zu verhindern. Umgekehrt sollte damit aber auch verhindert 

werden, dass der Enteignete unverschuldet das Risiko von Marktverände-

rungen während des Enteignungsverfahrens zu tragen hat und möglichst 

ohne Verzug zu entschädigen ist. Vorliegend fand die Einigungsverhand-

lung erst 14 Jahre nach Beginn der neuen Dienstbarkeit statt. Das Bundes-

verwaltungsgericht erwog, es sei den Enteigneten nicht anzulasten, wenn 

während der Verzögerung – sei es aus Gründen, welche bei der Enteigne-

rin liegen oder aufgrund politischer Prozesse – eine Wertsteigerung der 

Immobilie eingetreten sei und sie nun davon profitieren würden.  

3.1.2 Im Verfahren vor Bundesgericht (vgl. Urteil 1C_647/2019 vom 8. Ok-

tober 2020 E. 7.2 f.) brachte die Enteignerin vor, der Verzicht auf eine zeit-

nahe Vertragserneuerung sei einvernehmlich erfolgt, da man in jenem Zeit-

punkt von einer baldigen Verlegung der Leitung ausgegangen sei. Dem 

widersprachen die Enteigneten und machten geltend, sie seien von der 

Vorgängerorganisation der Enteignerin (NOK) in irreführender Weise hin-

gehalten worden, indem ihnen in Aussicht gestellt worden sei, dass die Lei-

tung alsbald verlegt werde und die Entschädigung zwischen Vertragsablauf 

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Seite 10 

und Fertigstellung der neuen Hochspannungsleitung "nach den dannzumal 

geltenden Ansätzen bewertet" und verzinst werde.  

3.1.3 Das Bundesgericht bezeichnete die Auffassung des Bundesverwal-

tungsgerichts in seinem Urteil 1C_647/2019 vom 8. Oktober 2020 E. 7.4 f. 

nicht grundsätzlich als unzutreffend, hielt allerdings fest, dass es im Ermes-

sen der Vorinstanz liege, in begründeten Fällen einen anderen Bewer-

tungszeitpunkt zu bestimmen. Es kam zum Schluss, dass vorliegend der 

1. Januar 2001 als Bewertungsstichtag festzusetzen sei, da andernfalls 

(Bewertungsstichtag 23. Oktober 2015) in Kombination mit der an diesem 

Tag aufgrund der gesetzlichen Regelung von Art. 76 Abs. 5 aEntG begin-

nenden Verzinsung eine Überentschädigung der Enteigneten drohe. Es 

führte sodann im Weiteren aus, ein Abweichen von diesem Datum – res-

pektive eine Bewertung am Tag der Einigungsverhandlung vom 23. Okto-

ber 2015 – könne sich dann rechtfertigen, wenn die NOK den Enteigneten 

zugesichert hätte, die Entschädigung zwischen Vertragsablauf und Fertig-

stellung der neuen Hochspannungsleitung nachzuzahlen sowie zu verzin-

sen und die Enteigneten im Vertrauen auf diese Zusicherung jahrelang den 

Betrieb der Leitung auf ihrem Grundstück geduldet und darauf verzichtet 

hätten, beispielsweise mit einer Eigentumsfreiheitsklage ihr Recht durch-

zusetzen. Aufgrund der fehlenden Erwägungen des Bundesverwaltungs-

gerichts in diesem Punkt sowie aufgrund unvollständiger Dokumente, wel-

che eine solche allfällige Zusicherung belegen würden, wies das Bundes-

gericht die Sache zur neuen Beurteilung zurück, um zu prüfen, ob die da-

malige Kommunikation der NOK auch die Verzinsung der gesamten Ent-

schädigungssumme ab dem 1. Januar 2001 rechtfertigt oder ob ein Ab-

schlag geboten ist, um eine Überentschädigung zu verhindern.  

3.2 Die Enteigneten machen in ihrer Eingabe vom 7. Januar 2021 im We-

sentlichen geltend, aus den durch sie eingereichten Beilagen – insbeson-

dere dem Schreiben der NOK vom 4. Mai 2001, welches in identischer 

Form an alle betroffenen Grundstückeigentümer ergangen sei (und auch 

als anonymer Entwurf vom 23. April 2001 in den Akten liegt), sowie dem 

Schreiben der NOK vom 18. August 2011 – gehe hervor, dass die Enteig-

neten im Vertrauen auf die Erstellung einer neuen Hochspannungsleitung 

und die Entschädigung im gegebenen Zeitpunkt auf unnötige Verfahrens-

schritte verzichtet hätten. So sei damals darauf verzichtet worden, die NOK 

respektive die Enteignerin aufzufordern, das Schätzungsverfahren bei der 

Vorinstanz einzuleiten oder gar die Entfernung der Leitung auf dem Klage-

weg anzustreben. Die NOK Grid AG habe als Rechtsnachfolgerin der NOK 

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Seite 11 

deren Zusicherung vom 4. Mai 2001 bekräftigt, die Konditionen der Ent-

schädigung im Zeitpunkt des 18. August 2011 bekanntgegeben und einen 

neuen Dienstbarkeitsvertrag unterbreitet. Zumal sich die Parteien in der 

Folge jedoch betreffend die Entschädigungshöhe nicht hätten einigen kön-

nen, habe die Enteignerin mit Schreiben vom 23. September 2014 bei der 

Vorinstanz die Einleitung des Schätzungsverfahrens beantragt, was zur Ei-

nigungsverhandlung am 23. Oktober 2015 geführt habe. Aufgrund dieser 

Ausgangslage rechtfertige es sich, den Bewertungsstichtag auf diesem 

Datum zu belassen.  

3.3 Die Enteignerin macht in ihrer Stellungnahme vom 11. März 2021 im 

Wesentlichen geltend, das Schreiben vom 4. Mai 2001 enthalte in keiner 

Weise eine Zusicherung, welche zu einer Festlegung des Bewertungsstich-

tages auf den 23. Oktober 2015 führen würde. Insbesondere stelle es keine 

Vertrauensgrundlage dar. Vertrauensschutz könne ohnehin nur geltend 

machen, wer gestützt auf das Vertrauen Dispositionen getätigt habe, wel-

che ohne Nachteil nicht wieder rückgängig gemacht werden könnten. Eine 

solche Disposition sei bei den Enteigneten nicht erkennbar. Im Weiteren 

würden sich die erwähnten Entschädigungsansätze nicht auf die Entschä-

digung des Minderwertes in enteignungsrechtlichem Sinne beziehen, son-

dern vielmehr die Anwendung der geltenden Empfehlungen des Verbandes 

Schweizerischer Elektrizitätswerke (VSE) und des Schweizerischen Bau-

ernverbandes (SBV) in Aussicht stellen. Ebenso könnten die Enteigneten 

aus dem Schreiben der NOK Grid AG vom 18. August 2011 nichts zu ihren 

Gunsten ableiten. Auch dieses Schreiben beziehe sich auf die Empfehlun-

gen des VSE/SBV. Somit sei sodann nicht vom 1. Januar 2001 als Bewer-

tungsstichtag abzuweichen. 

3.4 Im Folgenden gilt es, die beiden Schreiben vom 4. Mai 2001 (dieses 

liegt dem Bundesverwaltungsgericht erstmals vor) sowie vom 18. April 

2011 hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihres Inhaltes, welche die Enteigne-

ten ihnen beimessen durften, einer Auslegung zu unterziehen.  

3.4.1 Die in Frage stehende Rechtsbeziehung zwischen der NOK als da-

malige Eigentümerin der Leitung und den privaten Grundeigentümern ist 

als öffentlich-rechtlich zu qualifizieren, zumal der Gegenstand – damals wie 

heute – die Erneuerung einer Dienstbarkeit für die Durchleitung einer 

Hochspannungsleitung zur Versorgung des Landes mit elektrischer Ener-

gie betrifft und die NOK eine privatisierte Gesellschaft in öffentlicher Hand 

darstellte. Jedenfalls ist die NOK den Enteigneten (bis ins Jahr 2000 die 

Dienstbarkeitsbelasteten) in Erfüllung eines öffentlich-rechtlichen Auftrags 

A-5380/2020 

Seite 12 

– jedoch nicht hoheitlich – gegenübergetreten, weshalb es sich schon da-

mals um ein entsprechendes Rechtsverhältnis handelte. Diese Ausgangs-

lage wird von den Parteien nicht grundsätzlich bestritten. 

Der Grundsatz von Treu und Glauben gebietet – im öffentlichen Recht 

gleichermassen wie im Privatrecht – ein loyales und vertrauenswürdiges 

Verhalten im Rechtsverkehr. Im Verwaltungsrecht wirkt er sich einerseits in 

Form des sogenannten Vertrauensschutzes aus, indem er der Privatper-

son einen Anspruch auf Schutz ihres berechtigten Vertrauens in ein be-

stimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden verleiht. An-

dererseits wirkt er als Verbot widersprüchlichen Verhaltens und als Verbot 

des Rechtsmissbrauchs, wobei sowohl der Staat als auch die Privatperson 

gebunden werden. Der Grundsatz von Treu und Glauben findet seine 

Rechtsgrundlage neben der Regel für das Verhalten von Staat und Priva-

ten in Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) insbesondere auch in Art. 9 BV, 

der den Vertrauensschutz im Speziellen statuiert. Dabei bedarf es zunächst 

eines Anknüpfungspunktes. Es muss ein Vertrauenstatbestand, das heisst 

eine Vertrauensgrundlage vorliegen. Darunter ist das Verhalten eines 

staatlichen Organs zu verstehen, das bei der betroffenen Privatperson im 

konkreten Fall aus ganz bestimmten Gründen ein individuelles Vertrauen 

und individuelle Erwartungen auslöst. Dabei kommt es nicht auf die 

Rechtsnatur eines staatlichen Aktes an, sondern nur auf dessen Be-

stimmtheitsgrad, der so gross sein muss, dass der Private daraus die für 

seine Dispositionen massgebenden Informationen entnehmen kann. Dies 

gilt auch für behördliche Auskünfte oder Zusagen, welche notwendiger-

weise eine inhaltliche Bestimmtheit aufweisen müssen, um als Vertrauens-

grundlage Bestand zu haben. Vage Absichtsbekundungen genügen hinge-

gen nicht. Um aus dem Vertrauensschutz Ansprüche ableiten zu können, 

muss der Adressat im guten Glauben und im Vertrauen auf die Richtigkeit 

der Auskunft eine Disposition getroffen haben, die er nicht oder jedenfalls 

nicht ohne Schaden rückgängig machen kann, wobei als nachteilige Dis-

positionen sodann auch Unterlassungen gelten können. Im Weiteren wird 

vorausgesetzt, dass sich die behördliche Auskunft für diese nachteilige 

Disposition als kausal erweist. Eine solche Kausalität fehlt, wenn der Ad-

ressat sich auch ohne diese Auskunft für die Massnahme entschieden 

hätte. Der Kausalitätsbeweis darf bereits als geleistet gelten, wenn es auf-

grund der allgemeinen Lebenserfahrung als glaubhaft erscheint, dass sich 

der Adressat ohne die fragliche Auskunft anders verhalten hätte (vgl. BGE 

129 I 161 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts 2C_1085/2019 vom 8. Mai 

A-5380/2020 

Seite 13 

2020 E. 6.3.1, 7 und 2C_658/2015 vom 3. Juni 2016 E. 3; ULRICH HÄFE-

LIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 

2020, Rz. 620 ff., 636, 654 ff., 667 f., 684 ff.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE 

HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 201 ff.).  

3.4.2 Es ist zu klären, ob das Schreiben der NOK vom 4. Mai 2001 betref-

fend die "220-kV-Leitung Niederwil – Obfelden, L532" an die von der vor-

liegend relevanten Leitungsführung respektive von der auslaufenden 

Dienstbarkeit betroffenen Grundstückeigentümer als Vertrauensgrundlage 

dienen konnte. Ob es sich dabei – wie die Enteignerin ausführt – um eine 

Offerte für einen verwaltungsrechlichen Vertrag handelte, kann sodann of-

fenbleiben. Die Auslegung des staatlichen Aktes kann vorliegend nämlich 

unabhängig von dessen Rechtsnatur vorgenommen werden, ist doch letzt-

endlich der Bestimmtheitsgrad der Auskunft ausschlaggebend. Dieser 

muss so gross sein, dass die Enteigneten im Vertrauen auf die durch sie 

entnommenen massgeblichen Informationen die von ihnen geltend ge-

machten Dispositionen getätigt haben und tätigen durften (vgl. HÄFE-

LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 627). Zunächst ist – als primäres Ausle-

gungselement – der Wortlaut des Schreibens vom 4. Mai 2001 zu erörtern, 

bevor der Erklärungswille der NOK und das Verständnis der Enteigneten 

zu beurteilen sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_613/2015 vom 

10. August 2016 E. 5, 2C_658/2015 vom 3. Juni 2016 E. 3, Urteil des Steu-

ergerichts des Kantons Solothurn vom 22. Oktober 2018, KSGE 2018 N1, 

6, E 6.1; (vgl. JÜRG BICKEL, Auslegung von Verwaltungsrechtsakten, Fri-

bourg 2014, § 10 Rz. 12 ff.). Dem Schreiben ist folgender Wortlaut zu ent-

nehmen (Hervorhebung und Auszug durch BVGer):  

"(…) Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, sind die NOK seit einigen Jahren mit der 

Projektierung einer neuen Leitung, welche die heutige ersetzen soll, beschäf-

tigt. Leider hat sich die Projektierung infolge verschiedener Umstände verzö-

gert und der Zeitpunkt für die Realisierung eines Neubaus ist noch offen.  

Diese Leitung ist jedoch ein wichtiger Teil unseres Übertragungsnetzes und 

muss deshalb bis zur Erneuerung in diesem Zustand in Betrieb bleiben.  

Da wie erwähnt der Zeitpunkt der Leitungserneuerung noch nicht feststeht, ist 

es für uns sehr schwierig, die entsprechenden Dienstbarkeiten mit einer zeit-

lich befristeten Verlängerung neu zu regeln. Wir gedenken deshalb, zur Zeit 

keine neuen Dienstbarkeiten zu vereinbaren, sondern den betroffenen Grund-

eigentümern nach Fertigstellung des Leitungsneubaus die Ihnen zustehende 

A-5380/2020 

Seite 14 

Entschädigung für die Jahre zwischen Vertragsablauf und Leitungserneue-

rung auszuzahlen. Dies auf der Basis der dannzumal gültigen Entschädi-

gungsansätze. (…)" 

Durch die Betreffzeile bezieht sich das Schreiben klar auf den die Enteig-

neten betreffenden Leitungsabschnitt. Der Brieftext selbst macht aufgrund 

seiner Wortwahl hingegen deutlich, dass einerseits der übermittelte Inhalt 

von Unsicherheit betreffend die zeitlichen Verhältnisse sowie die Umset-

zung des Projektes für die neue Leitungsführung überhaupt geprägt ist und 

andererseits auch der rechtliche Umgang respektive die Entschädigungs-

modalitäten für die bestehende Hochspannungsleitung das Stadium einer 

konkreten und verlässlichen Planung in jeder Hinsicht noch nicht erreicht 

haben. Insbesondere Formulierungen wie "…der Zeitpunkt…ist noch of-

fen…", "…noch nicht feststeht…", "…für uns sehr schwierig…neu zu re-

geln…" und "...wir gedenken..." bestätigen, dass sich der Absender dieses 

Schreibens in keiner Weise festlegen wollte. Allein die Tatsache, dass den 

Adressaten eine Entschädigung als solche zusteht, ist aus dem Schreiben 

mit Sicherheit ersichtlich, ohne jedoch einen bestimmten oder bestimmba-

ren Ansatz zu spezifizieren. Aufgrund des Wortlautes ist demnach festzu-

halten, dass sich das Schreiben der NOK vom 4. Mai 2001 durch eine 

Reihe von vagen Äusserungen auszeichnet und somit höchstens als Ab-

sichtserklärung zu qualifizieren ist. Als solche kann es jedoch gemäss 

Rechtsprechung und Lehre keine Vertrauensgrundlage darstellen (vgl. Ur-

teil des Bundesgerichts 2C_1085/2019 vom 8. Mai 2020 E. 7; Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-2712/2016 vom 25. August 2017 E. 4.4 ff. 

m.w.H.; ALAIN GRIFFEL, Allgemeines Verwaltungsrecht im Spiegel der 

Rechtsprechung, Zürich 2017, § 7 Rz. 175; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, 

a.a.O., Rz. 627, 636, 668 f.; BICKEL, a.a.O., § 13 Rz. 22 ff.).  

3.4.3 Wie soeben dargestellt, lässt sich dem Wortlaut kein Wille der Ent-

eignerin entnehmen, einen Sachverhalt verbindlich zu regeln, also weder 

eine Zusicherung betreffend die zeitlichen Verhältnisse für die Umsetzung 

des neuen Leitungsbauprojektes oder der konkreten neuen Leitungsfüh-

rung, noch betreffend die Modalitäten der Entschädigung abzugeben. Auf 

Vertrauensschutz kann sich jedoch nur berufen, wer von einer Vertrauens-

grundlage Kenntnis hatte und deren allfällige Fehlerhaftigkeit nicht kannte 

und – bei gebotener Sorgfalt – auch nicht hätte kennen müssen, also in 

berechtigtem Vertrauen auf einen konkreten Sachverhalt handelte. Dabei 

ist auf die individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse der sich auf Vertrau-

A-5380/2020 

Seite 15 

ensschutz berufenden Personen abzustellen (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHL-

MANN, a.a.O., Rz. 654 ff., 682, 684; BICKEL, a.a.O., § 10 Rz. 7, § 13 Rz. 22, 

26).  

Es ist nicht bestritten, dass den Enteigneten das fragliche Schreiben der 

NOK vom 4. Mai 2001 bekannt war, selbst wenn nur dessen Vorlage und 

Kopien von den an andere Anwohner gesandten Schreiben vorliegen. 

Diese Schreiben sind jedoch deckungsgleich, was darauf schliessen lässt, 

dass sämtliche Betroffene dasselbe Schreiben im Sinne einer allgemeinen 

Orientierung über das beabsichtigte Vorgehen erhalten haben. Den Akten 

ist nicht zu entnehmen, dass die Enteigneten zu jenem Zeitpunkt bereits 

anwaltlich vertreten gewesen wären. Doch auch ohne solche Vertretung 

hätte den Enteigneten bei angemessener Sorgfalt auffallen müssen, dass 

das Schreiben in allgemein und unverbindlich gehaltenem Stil keinen Wil-

len der NOK erkennen lässt, sich festzulegen und im Besonderen keine 

konkreten Zusagen für die Höhe der individuellen Entschädigung der be-

troffenen Grundeigentümer macht. Zwar ist nicht von der Hand zu weisen, 

dass das Schreiben geeignet ist, eine gewisse Hoffnung für die Umsetzung 

der beschriebenen Vorgehensweise zu wecken und die Enteigneten – al-

lenfalls in Erwartung einer beträchtlichen Entschädigung – dazu veran-

lasste, abzuwarten. Insbesondere die konturlose Äusserung bezüglich der 

Entschädigung und ohne Bezeichnung der konkret angewandten Ansätze 

hätte bei den Betroffenen aber ein Bedürfnis auslösen müssen, weiterge-

hende Informationen bei der NOK oder allenfalls eine Rechtsberatung zu 

suchen. Dennoch haben die Enteigneten während rund zehn Jahren kei-

nen Versuch unternommen, die NOK zu kontaktieren und konkrete Infor-

mationen oder Zusagen einzufordern, auch nicht um sich über die appro-

ximative Höhe der Entschädigung oder die angewandte Praxis zu erkundi-

gen. Auch wurden offenbar keine Massnahmen getroffen, um der NOK zu 

signalisieren, dass man im Bewusstsein, dass die alte Dienstbarkeit aus-

gelaufen ist und faktisch ein rechtsloser Zustand herrscht, nicht gewillt ist, 

länger abzuwarten beziehungsweise sich hinhalten zu lassen. Wie aus 

dem Urteil des Bundesverwaltungsgericht A-3273/2016 et al. (E. 8.3.2 ff. 

und 9) ersichtlich – und vom Bundesgericht in seinem Urteil 1C_163/2017 

vom 18. Juli 2017 nicht kritisiert – konnte bereits aus dem Verhalten der 

NOK im Vorfeld respektive im Nachgang zum Schreiben vom 4. Mai 2001 

– welches unter anderem in einem Schreiben vom 16. Dezember 2002 an 

einen Mit-Einsprecher der Enteigneten bestand, im aktuell vorliegenden 

Verfahren allerdings keine Erwähnung mehr gefunden hat – keine Vertrau-

ensgrundlage gesehen werden. Auch dieses Verhalten der NOK konnte die 

Enteigneten jedoch nicht dazu bewegen, die Initiative zu ergreifen und ihre 

A-5380/2020 

Seite 16 

Rechtsposition zu klären. Erst aufgrund des späteren Schreibens vom 

18. August 2011 und des Entwurfs eines Dienstbarkeitsvertrages, welche 

– in den Augen der Enteigneten – eine grobe Verletzung der Entschädi-

gungspflicht der Enteignerin darstellte, drohten diese eine Eigentumsfrei-

heitsklage an (vgl. nachfolgend E. 3.4.4 und 3.5). Jedenfalls geht nichts 

anderes aus den Akten hervor; weder in den Rechtschriften im vorliegen-

den Verfahren, noch im vorangehenden Verfahren vor Bundesverwaltungs-

gericht A-4864/2018 (wo das Bundesverwaltungsgericht in Unkenntnis des 

Schreibens vom 4. Mai 2001 noch davon ausging, die Enteigneten hätten 

Verzögerungen in der Umsetzung des Leitungsprojektes aufgrund politi-

scher Abläufe nicht zu vertreten) wurde etwas anderes geltend gemacht 

oder belegt. Wie erwähnt hat das Bundesverwaltungsgericht in derselben 

Sache bereits im gleichen Sinne entschieden. Dabei wurde im Übrigen 

auch festgehalten, dass selbst aus der Tatsache, dass die Dienstbarkeit für 

ein Überleitungsrecht Ende 2000 auslaufe, durch die Enteigneten nicht da-

rauf vertraut werden dürfe, die Betreiberin werde künftig auf eine enteig-

nungsweise Sicherung dieser Dienstbarkeit verzichten oder die Leitung 

verlegen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgericht A-3273/2016 et al. vom 

7. Februar 2017 E. 8.3.2 zweiter Absatz und E. 9).  

Sodann gilt es festzuhalten, dass der Wortlaut des Schreibens vom 4. Mai 

2001 einzig auf eine Absicht der NOK bezüglich eines möglichen Vorge-

hens schliessen lässt, wobei auch kein Wille erkennbar ist, sich darin fest-

zulegen oder Zusicherungen abzugeben. Absichtserklärungen werden ge-

mäss Rechtsprechung und Lehre jedoch nicht als Zusicherung behandelt, 

weshalb das Schreiben vom 4. Mai 2001 auch nicht als Vertrauensgrund-

lage dienen kann. Ausserdem hat sich ergeben, dass die Enteignerin – ins-

besondere bezüglich Entschädigungen – keine konkreten Zusagen abge-

ben wollte und dass die Enteigneten sich auch nicht in berechtigtem Ver-

trauen auf eine bestimmte Entschädigung verlassen durften. Selbst aus 

den Gesamtumständen ergibt sich keine andere Erkenntnis und es ist auch 

nicht zu vermuten, dass die NOK bereit gewesen wäre, etwas anzuordnen 

oder zu vereinbaren, was mit den von ihr zu wahrenden öffentlichen Inte-

ressen im Widerspruch stehen würde. Zumal es bereits an der Vorausset-

zung einer Vertrauensgrundlage fehlt, liegt keine Verletzung des Vertrau-

ensschutzes nach Art. 9 BV vor und es kann auf die Prüfung von weiteren 

Voraussetzungen, wie einer nachteiligen Disposition oder der Kausalität, 

verzichtet werden. Auch ein Fall von widersprüchlichem oder rechtsmiss-

bräuchlichem Verhalten seitens der NOK ist nicht ersichtlich (vgl. BGE 129 

I 161 E. 4.2 f.; Urteile des Bundesgerichts 2C_1085/2019 vom 8. Mai 2020 

A-5380/2020 

Seite 17 

E. 7 und 2C_658/2015 vom 3. Juni 2016 E. 3; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, 

a.a.O., Rz. 688 ff.; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 201 ff.). 

3.4.4 Im Weiteren liegt den Akten das Schreiben der NOK Grid AG vom 

18. August 2011 bei, welches sich auf die "Leitung 532 Obfelden – Nieder-

wil" sowie die "Leitung 544 Obfelden – Regensdorf" bezieht und an alle 

betroffenen Grundeigentümer richtet. Es verweist auf das Schreiben der 

NOK vom 4. Mai 2001 und wird vom Bundesgericht in seinem Urteil als 

mögliche Quelle einer Vertrauensgrundlage in Betracht gezogen. Dieses 

Schreiben begleitete den Versand des Entwurfs für einen neuen Dienstbar-

keitsvertrag (undatiert) zwischen den Beschwerdeführenden und der NOK 

Grid AG, welcher durch Erstere mit Schreiben vom 2. April 2012 abgelehnt 

wurde. Selbst wenn dieses Schreiben vom 18. August 2011 Formulierun-

gen der Zusicherung verwendet, erweist es sich – als Begleitschreiben des 

abgelehnten und somit wirkungslosen Dienstbarkeitsvertrages – als nicht 

bindend und demzufolge für die Beurteilung der Frage, ob eine Vertrauens-

grundlage besteht, als nicht relevant. 

3.5 Nach diesen Ausführungen steht fest, dass aufgrund fehlender Zusa-

gen der Vorgängerorganisationen der Enteignerin keine Vertrauensgrund-

lage bestand, welche es den Enteigneten gestattet hätte, die bestehende 

Leitung in gutem Glauben zu dulden, von weiteren Verfahrensschritten, wie 

beispielsweise die Enteignerin aufzufordern, das Schätzungsverfahren bei 

der Vorinstanz einzuleiten oder gar die Klage auf Entfernung der Freileitung 

beim Zivilgericht einzureichen (vgl. Eingabe der Enteigneten vom 7. Januar 

2021 Rz. 7), abzusehen und sich auf die Erneuerung der Hochspannungs-

leitung sowie damit verbunden auf eine bestimmte Minderwertentschädi-

gung zu verlassen. Somit ist der vom Bundesgericht angewandten Praxis 

zu folgen, angesichts einer drohenden Überentschädigung vom gesetzlich 

vorgesehenen Beurteilungsstichtag im Zeitpunkt der Einigungsverhand-

lung abzuweichen und stattdessen die Bestimmung des Verkehrswertes 

der durch einen Minderwert belasteten Liegenschaft im Zeitpunkt der aus-

gelaufenen Dienstbarkeit am 1. Januar 2001 vorzunehmen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 1C_647/2019 vom 8. Oktober 2020 E. 7.4 f.).  

3.6 Zu keiner anderen Erkenntnis vermag im Übrigen das Argument der 

Enteigneten zu führen: Sie bringen vor, die von den beiden Parteien in Auf-

trag gegebenen Gutachten – sowohl von Kurt Zumsteg/Diego Pergher vom 

17. Mai 2016 und Barbara Weber vom 21. Juni 2016, als auch das Gutach-

ten der Enteignerin von Stephan Grylka vom 4. Dezember 2017 (worin de-

A-5380/2020 

Seite 18 

ren Anerkennen des massgebenden Beurteilungszeitpunktes vom 23. Ok-

tober 2015 und deshalb ein widersprüchliches Verhalten der Enteignerin 

zu erblicken sei [vgl. Eingabe der Enteigneten vom 20. Juli 2021 Rz. 13 

und 22]) – würden sich auf den Bewertungsstichtag vom 23. Oktober 2015 

stützen. Dieses von den Gutachtern gewählte Datum dürfte sich allein auf-

grund der gesetzlichen Regelung von Art. 19bis Abs. 1 aEntG respektive der 

Anweisungen der auftraggebenden Parteien ergeben haben und ohne die 

Praxis des Bundesgerichts, bei langer Verfahrensdauer in Abweichung der 

gesetzlichen Regelung zur Vermeidung einer Überentschädigung auf den 

Zeitpunkt der ausgelaufenen Dienstbarkeit abzustellen, in Erwägung zu 

ziehen. Jedenfalls lässt sich daraus nicht ohne Weiteres ableiten, der 

23. Oktober 2015 sei als relevanter Beurteilungszeitpunkt anzunehmen.  

3.7 Auch der Beginn der Verzinsung der geschuldeten Entschädigung ist 

auf den 1. Januar 2001 festzulegen, was der gesetzlichen Regelung von 

Art. 76 Abs. 5 aEntG entspricht. Zumal die Enteigneten beantragen, es sei 

die Verzinsung zum "üblichen durch das Bundesverwaltungsgericht festge-

legten Zinsfuss" vorzunehmen und dieses Begehren auch in dessen Be-

gründung bekräftigen, ist für die Verzinsung der übliche Zinsfuss im Sinne 

von Art. 19bis Abs. 4 aEntG (gemäss Publikation des Bundesamtes für 

Wohnungswesen, www.bwo.admin.ch; vgl. auch Webseite des Bundesver-

waltungsgerichts. www.bvger.ch => das Gericht => Aufsicht) massgebend. 

Dieses Ergebnis entspricht im Übrigen auch dem Antrag der Enteignerin. 

3.8 Bei diesem Ergebnis wird der Rechtsprechung des Bundesgerichts 

Rechnung getragen und eine drohende – durch lange Verfahrensdauer 

und damit verbunden durch steigende Immobilienpreise verursachte – 

Überentschädigung verhindert. Im Weiteren ist festzuhalten, dass dem Ar-

gument, es sei ausgesprochen aufwändig, den vor mehr als zwanzig Jah-

ren massgeblichen Verkehrswert der Liegenschaft zu bestimmen, nicht zu 

folgen ist: Bereits zu jenem Zeitpunkt wurden ausführliche Statistiken und 

Aufzeichnungen erstellt, wodurch eine Fachperson durchaus in der Lage 

sein dürfte, anhand des (Vergleichs-)Materials eine entsprechende Bewer-

tung vorzunehmen. Der geltend gemachte Aufwand ist somit in Kauf zu 

nehmen. 

3.9 Zusammenfassend ist dem Antrag der Enteigneten betreffend die Fest-

legung des Bewertungsstichtags auf den 23. Oktober 2015 nicht zu folgen 

und die Beschwerde diesbezüglich abzuweisen. Hingegen ist ihr Begehren 

betreffend den Beginn der Verzinsung sowie den anzuwendenden Zinsfuss 

– in Übereinstimmung mit dem Antrag der Enteignerin gutzuheissen. Der 

A-5380/2020 

Seite 19 

Antrag der Vorinstanz auf Bestätigung ihres Entscheides vom 14. Mai 2018 

ist abzuweisen. Eine Behandlung der Eventualanträge erübrigt sich.  

4.  

4.1 Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Sache selbst oder weist 

diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zu-

rück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Bei der Wahl zwischen diesen beiden Ent-

scheidarten steht dem Gericht ein weiter Ermessensspielraum zu. Liegen 

sachliche Gründe für eine Rückweisung vor, ist diese regelmässig mit dem 

Untersuchungsgrundsatz und dem Prinzip eines einfachen und raschen 

Verfahrens vereinbar. Zur Rückweisung führt insbesondere eine mangel-

hafte Abklärung des Sachverhalts durch die Vorinstanz, die ohne eine auf-

wendigere Beweiserhebung nicht behoben werden kann. Die Vorinstanz ist 

mit den tatsächlichen Verhältnissen besser vertraut und aufgrund ihres 

Fachwissens im Allgemeinen auch besser in der Lage, die erforderlichen 

Untersuchungen durchzuführen. Zudem bleibt der betroffenen Partei in die-

sem Fall der gesetzlich vorgesehene Instanzenzug erhalten (statt vieler Ur-

teil des Bundesverwaltungsgerichts A-1865/2016 vom 14. Dezember 2016 

E. 5 m.w.H.; PHILIPPE WEISSENBERGER/ASTRID HIRZEL, Art. 61, in: Wald-

mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl., Zürich 

2016, [nachfolgend: Praxiskommentar VwVG], Rz. 10). 

Vorliegend kann der erhobene Sachverhalt betreffend die aktuelle Lage der 

Leitungsführung, des Zustandes und der Situation der Liegenschaft Par-

zelle Nr. [...] der Vorinstanz als Grundlage für einen neuen Entscheid in der 

Sache dienen. Dennoch gilt es aufgrund der Erkenntnis, es sei der 1. Ja-

nuar 2001 als Bewertungsstichtag zu verwenden, neue Abklärungen und 

Beurteilungen vorzunehmen. Dies hat durch die Vorinstanz als für die Be-

urteilung von Entschädigungen im Zusammenhang mit enteignungsrecht-

lichen Verfahren zuständige (vgl. Art. 19bis aEntG und Art. 64 aEntG ) und 

kompetente Fachbehörde für Schätzungsfragen – evtl. unter Beizug weite-

rer Fachkräfte – zu geschehen, ist sie doch mit den Verhältnissen besser 

vertraut als das Bundesverwaltungsgericht und verfügt über volle Kogni-

tion. Würde dieses ausserdem eine Sache direkt beurteilen, so würde dies 

den Rechtsweg verkürzen, wohingegen durch eine Rückweisung den Par-

teien der doppelte Instanzenzug erhalten bleibt. Aus diesem Grund recht-

fertigt es sich, die Sache zur Neubeurteilung und neuem Entscheid betref-

fend die Höhe der – unbestrittenermassen – zustehenden Entschädigung 

zurückzuweisen, dies unter Beachtung der einerseits durch das Bundes-

gericht mit Urteil vom 8. Oktober 2020 gemachten Vorgaben, andererseits 

A-5380/2020 

Seite 20 

des oben gefällten Entscheides betreffend die Festlegung des Beurtei-

lungszeitpunktes sowie der Verzinsungsmodalitäten (Art. 61 Abs. 1 VwVG; 

vgl. WEISSENBERGER/HIRZEL, Praxiskommentar VwVG, a.a.O., Rz. 15 ff.; 

ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Bern 2013, Rz.3.194 m.w.H.).  

4.2 Bei der erneuten Prüfung hat die Vorinstanz gemäss den Erwägungen 

des Bundesgerichts (vgl. Urteil 1C_647/2019 vom 8. Oktober 2020 E. 5) 

insbesondere einen Vergleich der heutigen Leitungsführung mit einer hy-

pothetischen Freileitungsführung auf der Nachbarparzelle parallel zur 

Grundstücksgrenze unter Beachtung des Grenzabstandes zu berücksich-

tigen, wobei die zu entschädigende Wertminderung nach der praxisge-

mäss angewandten Differenzmethode zu berechnen und auch einem psy-

chologischen Minderwert angemessen Rechnung zu tragen ist. Im Weite-

ren ist die 50-kV-Leitung der Axpo, welche das Grundstück der Enteigneten 

von 2001 bis 2017 durchquerte, zu berücksichtigen.  

5.  

5.1 Die Enteignerin beantragt in ihrer Stellungnahme vom 11. März 2021 

sinngemäss, es sei davon Umgang zu nehmen, der Enteignerin die Kosten 

der beiden Privatgutachten der Enteigneten aufzuerlegen. Zur Begründung 

führt sie im Wesentlichen aus, diese würden bei einer Festlegung des Be-

wertungsstichtages auf den 1. Januar 2001 nichts zur Beurteilung der kor-

rekten Enteignungsentschädigung beitragen. Die Gutachten seien sodann 

auf eigenes Risiko der Enteigneten erstellt worden, weshalb diese auch die 

entsprechenden Kosten zu tragen hätten. 

5.2 Die Enteigneten beantragen hingegen in ihrer Stellungnahme vom 

20. Juli 2021 sinngemäss, es sei auf diesen Antrag nicht einzutreten, even-

tualiter sei er abzuweisen. Zur Begründung führt sie aus, die beiden Gut-

achten würden sehr wohl auf dem korrekten Bewertungsstichtag basieren 

und sich deshalb nach wie vor auch als nützlich erweisen. Im Übrigen habe 

die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 14. Mai 2018 (Dispositivziffer 3) be-

reits rechtskräftig entschieden, da die Enteignerin dagegen keine Be-

schwerde respektive Anschlussbeschwerde erhoben habe. Abgesehen da-

von habe die Enteignerin die Gutachterkosten den Enteigneten bereits zu-

rückerstattet.  

5.3 Bereits in seinem Urteil A-3273/2016 vom 7. Februar 2017 E. 18.2 äus-

serte sich das Bundesverwaltungsgericht ausführlich zu den Grundsätzen 

A-5380/2020 

Seite 21 

des Ersatzes für Auslagen in Form von Kosten für Parteigutachten. Diese 

Ausführungen an sich wurden vom Bundesgericht nicht beanstandet, allein 

die Prüfung einer Neuverlegung wurde im neuen durch die Vorinstanz im 

Lichte des ergangenen Urteils des Bundesgerichts 1C_163/2017 vom 

18. Juli 2017 E. 7 zu fällenden Entscheid verlangt. Demnach sind für Pri-

vatgutachten in der Regel keine Vergütungen zuzusprechen, da in den 

Schätzungskommissionen selbst die benötigten Fachleute vertreten sind 

oder solche, falls notwendig, zusätzlich beigezogen werden können (vgl. 

auch Art. 47 der Verordnung vom 13. Februar 2013 über das Verfahren vor 

den eidgenössischen Schätzungskommissionen [SR 711.1; per 1. Januar 

2021 aufgehoben, jedoch vorliegend anwendbar, vgl. E. 2]). Entschädigun-

gen für Privatgutachten werden mithin nur ausnahmsweise gewährt, so 

wenn sich ein Enteignungsverfahren als schwierig und die Arbeit des vom 

Enteigneten beigezogenen Experten im Schätzungsverfahren als nützlich 

erweist (so wie beispielsweise im Entscheid des Bundesverwaltungsge-

richts A-4864/2018 vom 1. November 2019 geschehen). 

5.4 In ihrem Entscheid vom 14. Mai 2018 erwog die Vorinstanz diesbezüg-

lich, die beiden von den Enteigneten ins Recht gelegten Gutachten hätten 

in ihrem Entscheid Verwendung gefunden, weshalb deren Kosten von der 

Enteignerin zu tragen und den Enteigneten im Umfang von Fr. 2'820.15 zu 

erstatten seien. Darauf verwies auch das Bundesverwaltungsgericht in sei-

nem Urteil A-4864/2018 vom 1. November 2019 E. 4.3 und hielt fest, die 

Regelung sei unangefochten geblieben. Die Dispositivziffer 3 des Entschei-

des der Vorinstanz vom 14. Mai 2018 wurde sodann in diesem Urteil auch 

nicht aufgehoben. Zwar hob das Bundesgericht in seinem Urteil 

1C_647/2019 vom 8. Oktober 2020 den Entscheid des Bundesverwal-

tungsgerichts gesamthaft auf, doch blieb die Frage der Entschädigung der 

Kosten für die Parteigutachten offenbar unbestritten, hat sich das Bundes-

gericht doch dazu nicht geäussert. Infolge Res iudicata ist demzufolge auf 

den Antrag der Enteignerin nicht einzutreten.  

6.  

6.1 Die Enteigneten beantragen in ihrer Stellungnahme vom 20. Juli 2021 

sinngemäss, die Vorinstanz sei dazu zu verpflichten, auf der Basis der bei-

den Gutachten Zumsteg/Pergher und Weber sowie unter Einbezug der Er-

wägungen 6.3 des Bundesgerichts in seinem Urteil vom 8. Oktober 2020 

betreffend die Minderwertbestimmung unter Berücksichtigung der hypothe-

tischen Leitungsführung ausserhalb des Grundstücks der Enteigneten die 

Enteignungsentschädigung zu bestimmen. Zur Begründung führen sie im 

A-5380/2020 

Seite 22 

Wesentlichen aus, infolge des korrekterweise auf den 23. Oktober 2015 

festzulegenden Bewertungsstichtages würden sich die beiden Gutachten, 

welche ihren Berechnungen dieses Datum zu Grunde legen würden, nach 

wie vor als die korrekte Basis für die Bemessung des definitiven Minder-

wertes erweisen. 

6.2 Die Enteignerin äussert sich zu diesem Antrag in ihrer Eingabe vom 

3. August 2021 und führt – ohne einen förmlichen Antrag zu stellen – aus, 

es könne nicht darauf eingetreten werden, eventualiter sei er abzuweisen. 

Sie begründet dies damit, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwi-

schenverfügung vom 9. Dezember 2020 das Prozessthema auf die Festle-

gung des Bewertungsstichtages beschränkt habe, weshalb Anweisungen 

der genannten Art an die Vorinstanz, wie und auf welcher Basis die Enteig-

nungsentschädigung festzulegen ist – mit Ausnahme des Bewertungsstich-

tages – ausgeschlossen seien.  

6.3 Der Argumentation der Enteignerin ist grundsätzlich zu folgen. Ausser-

dem verlieren die Parteigutachten ihre Bedeutung aufgrund der gemachten 

Erwägungen zum Bewertungszeitpunkt und dessen Festlegung auf den 

1. Januar 2001 und können der Vorinstanz kaum mehr als Grundlage für 

einen neuen Entscheid dienen. In welchem Umfang sie die Parteigutachten 

jedoch noch konsultieren will, steht gänzlich in ihrem Ermessen. Im Übri-

gen hat sich die Vorinstanz an die Vorgaben des Bundesgerichts zu halten. 

Der Antrag der Enteigneten ist deshalb abzuweisen.  

7.  

Es bleibt über die Kosten und Entschädigungen des Beschwerdeverfah-

rens vor dem Bundesverwaltungsgericht zu befinden. Zumal das Bundes-

gericht in seinem Urteil 1C_647/2019 vom 8. Oktober 2020 das Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-4864/2018 vom 1. November 2019 umfas-

send aufhob, gilt es auch die Kosten und Parteientschädigung aus jenem 

Rechtsgang erneut zu verlegen, selbst wenn sie vom Bundesgericht nicht 

beanstandet wurden. 

7.1 Die Kosten des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht einschliess-

lich einer Parteientschädigung an den Enteigneten trägt der Enteigner. 

Werden die Begehren des Enteigneten ganz oder zum grösseren Teil ab-

gewiesen, so können die Kosten auch anders verteilt werden. Unnötige 

Kosten trägt in jedem Fall, wer sie verursacht hat (Art. 116 Abs. 1 aEntG).  

A-5380/2020 

Seite 23 

Die Gerichtsgebühr bemisst sich nach Umfang und Schwierigkeit der 

Streitsache, Art der Prozessführung und finanziellen Lage der Parteien 

(Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). In enteignungsrechtlichen Verfahren 

ist es zudem üblich, die Kosten eher niedrig zu halten (vgl. Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts A-2163/2012 vom 1. April 2014 E. 26). In Anbe-

tracht des Umfangs und der Schwierigkeit der Sache, wurde im Verfahren 

A-4864/2018 für die Verfahrenskosten ein Betrag von Fr. 5'000.-- festgelegt 

und mangels missbräuchlicher oder mutwilliger Prozessführung der Ent-

eignerin auferlegt (Art. 114 Abs. 1 und 2 aEntG). 

7.2 Die Parteientschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie all-

fällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 f. VGKE). Das Bun-

desverwaltungsgericht legt die Parteientschädigung aufgrund einer detail-

liert einzureichenden Kostennote oder, wenn keine solche eingereicht wird, 

aufgrund der Akten fest (Art. 14 VGKE; vgl. Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts A-3841/2014 vom 1. Juli 2015 E. 2.2 mit Hinweis).  

Die von der Rechtsvertreterin der Enteigneten mit Datum vom 10. Dezem-

ber 2018 eingereichte Zusammenstellung wies den angefallenen Zeitauf-

wand für die einzelnen Tätigkeiten und die dabei entstandenen Kosten 

(Barauslagen) im Verfahren A-4864/2018 detailliert aus. Die Zusammen-

stellung gab insofern zu keinen Bemerkungen Anlass. Ein Stundenansatz, 

war darin zwar nicht enthalten, doch liess sich aus der geleisteten Anzahl 

Stunden (54.6) und der Honorarforderung (Fr. 13'650.--) ein angewendeter 

Stundenansatz von Fr. 250.-- (exkl. MwSt) errechnen.  

Dieser Ansatz liegt zwar in dem von Art. 10 Abs. 2 VGKE vorgesehenen 

Bereich des Stundenansatzes für Rechtsvertretungen zwischen Fr. 200.-- 

und maximal Fr. 400.-- exkl. MwSt., ist aber dennoch im Enteignungsver-

fahren durch das Bundesverwaltungsgericht einer Angemessenheitskon-

trolle zu unterziehen (vgl. grundlegend hierzu: A-2163/2012 E. 27.3.2 mit 

zahlreichen Hinweisen). Wie bezüglich der Verfahrenskosten bereits er-

wähnt, ist auch eine allfällige Parteientschädigung im enteignungsrechtli-

chen Verfahren praxisgemäss tief anzusetzen. Gemäss Rechtsprechung 

des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts ist eine solche 

primär an den konkreten Umständen des einzelnen Verfahrens resp. tat-

beständlichen und rechtlichen Schwierigkeiten des Falles sowie am Um-

fang der auf dem Spiel stehenden Vermögenswerte etc. zu bemessen. So 

A-5380/2020 

Seite 24 

erachtete das Bundesgericht einen Normalansatz von Fr. 200.-- resp. ei-

nen Ansatz von Fr. 250.-- für tatbeständlich und rechtlich sehr komplexe 

Fälle, in welchen die Entschädigungsforderung Fr. 500'000.-- überstieg, als 

angemessen. Diese Praxis wurde vom Bundesverwaltungsgericht über-

nommen (vgl. zum Ganzen BGE 129 II 106 E. 3.4 und BGE 123 II 456 E. 3; 

Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-330/2013 vom 26. Juli 2013 

E. 9.4 f. [ausführlich], A-3425/2016 vom 8. Juni 2017 E. 11.3.2.2, 

A-3465/2016 vom 15. September 2016 E. 19.3). 

Aus diesem Grund erschien ein Stundenansatz von Fr. 200.-- (exkl. MwSt.) 

als angemessen: Die Streitigkeit befand sich im zweiten Rechtsgang und 

es waren nur noch wenige Rechtsfragen zu klären, weshalb es an einer 

erhöhten tatbeständlichen und rechtlichen Komplexität fehlte. Ausserdem 

war die Rechtsvertreterin der Enteigneten bereits bestens mit der Streitsa-

che vertraut. Den Enteigneten wurde deshalb eine Parteientschädigung im 

Umfang von Fr. 10'920.-- zuzüglich Barauslagen von Fr. 372.90, d.h. total 

Fr. 12'162.45 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer im Sinne von Art. 9 

Abs. 1 Bst. c VGKE) zugesprochen und der Enteignerin zur Bezahlung auf-

erlegt. Hingegen stand der Enteignerin – trotz der teilweisen Gutheissung 

ihrer Anschlussbeschwerde – von vornherein keine Parteientschädigung 

zu (Art. 116 Abs. 1 aEntG e contrario). 

7.3 Das Bundesgericht beanstandete diese Verteilung der Kosten und Par-

teientschädigungen in seinem Urteil 1C_647/2019 vom 8. Oktober 2020 

nicht. Die Regelung ist deshalb zu übernehmen. 

7.4 Für den vorliegenden Entscheid gilt folgende Regelung von verfahrens-

kosten und Parteientschädigungen. 

Die Rückweisung der Sache an die jeweilige Vorinstanz zu weiteren Abklä-

rungen und neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) – wie im vorlie-

genden Fall – gilt in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes praxisge-

mäss als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 141 

V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1; Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts A-5990/2014 vom 8. Juni 2015 E. 7 mit Hinweis).  

7.4.1 Die Enteigneten haben ihre Begehren weder missbräuchlich noch 

mutwillig eingereicht, ist das Verfahren doch vielmehr eine Folge der Rück-

weisung durch das Bundesgericht. Gemäss den in E. 7.1 bereits ausge-

führten Grundsätzen erweist sich deshalb in Anbetracht des Umfangs und 

der Schwierigkeit der vorliegenden Sache ein Betrag von Fr. 2'000.-- als 

A-5380/2020 

Seite 25 

angemessen. Der Betrag ist der Enteignerin als Beschwerdegegnerin und 

unterliegender Partei aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

7.4.2 Wie bereits in E. 7.2 ausgeführt umfasst die Parteientschädigung die 

Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der 

Partei (Art. 8 f. VGKE). Die Vertreterin der Enteigneten hat vorliegend mit 

Eingabe vom 10. August 2021 eine Honorarnote eingereicht. Diese weist 

den angefallenen Zeitaufwand für die einzelnen Tätigkeiten und die dabei 

entstandenen Kosten (Barauslagen) im vorliegenden Verfahren detailliert 

aus und gibt insofern zu keinen Bemerkungen Anlass. Ein Stundenansatz, 

zu welchem die einzelnen Tätigkeiten zu entschädigen sind, ist darin je-

doch nicht enthalten. Aufgrund der ausgewiesenen Anzahl von 23.45 ge-

leisteten Stunden und der Honorarforderung (ohne Auslagen) in der Höhe 

von Fr. 5'867.50 lässt sich ein angewendeter Stundenansatz von  

Fr. 250.-- (exkl. MwSt) errechnen.  

Analog der bereits gemachten Ausführungen (vgl. E. 7.2) erscheint auch 

im vorliegenden Fall ein Stundenansatz von Fr. 200.-- (exkl. MwSt.) als an-

gemessen: Nach zweimaligem Gang ans Bundesgericht ist die Rechtsver-

treterin der Enteigneten mit der Streitsache bestens vertraut und das Pro-

zessthema ist auf wenige Rechtsfragen beschränkt, weshalb es an einer 

erhöhten tatbeständlichen und rechtlichen Komplexität fehlt. Den Enteig-

neten ist deshalb eine Parteientschädigung im Umfang von Fr. 4'690.-- zu-

züglich Barauslagen von Fr. 193.20 zuzusprechen. Inklusive Mehrwert-

steuer (i.S.v. Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) ergibt sich ein Total von 

Fr. 5'259.20, welches durch die Enteignerin zu entrichten ist.  

Der Enteignerin wie auch der Vorinstanz steht keine solche Entschädigung 

zu (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario; Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 

 

A-5380/2020 

Seite 26 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde vom 24. August 2018 wird teilweise gutgeheissen. 

2.  

Der Bewertungsstichtag für die Berechnung der Entschädigung des Min-

derwertes der Parzelle Nr. [...] wird auf den 1. Januar 2001 festgesetzt. 

3.  

Der Zeitpunkt für den Beginn der Verzinsung der Entschädigung zum übli-

chen Zinsfuss wird auf den 1. Januar 2001 festgesetzt.  

4.  

Die Sache wird im Sinne der Erwägungen zu neuem Entscheid an die Vor- 

instanz zurückgewiesen. 

5.  

Der Antrag der Vorinstanz auf Bestätigung ihres Entscheides vom 14. Mai 

2018 wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

6.  

Auf den Antrag der Beschwerdegegnerin betreffend Auferlegung der Kos-

ten für die Parteigutachten wird nicht eingetreten.  

7.  

Der Antrag der Beschwerdeführenden betreffend weitergehende Anwei-

sungen an die Vorinstanz wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

8.  

Die im Verfahren A-4864/2018 angefallenen Verfahrenskosten in der Höhe 

von Fr. 5'000.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der in jener 

Sache einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

A-5380/2020 

Seite 27 

9.  

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den Beschwerdeführenden die 

im Verfahren A-4864/2018 zugesprochene Parteientschädigung in der 

Höhe von Fr. 12'162.45 zu bezahlen. Diese ist ihnen nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu entrichten. 

10.  

Für das vorliegende Verfahren werden Kosten in der Höhe von Fr. 2'000.--

erhoben. Sie werden der Beschwerdegegnerin auferlegt und sind innert 30 

Tagen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zu Gunsten der Gerichts-

kasse zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit 

separater Post. 

11.  

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den Beschwerdeführenden eine 

Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'259.20 zu bezahlen. Diese ist 

ihnen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu entrichten. 

12.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Marcel Tiefenthal Stephan Metzger 

 

A-5380/2020 

Seite 28 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Elektrizi-

tätsrechts betreffend die Plangenehmigung von Starkstromanlagen und 

Schwachstromanlagen und die Entscheide auf diesem Gebiet betreffend 

Enteignung der für den Bau oder Betrieb solcher Anlagen notwendigen 

Rechte können beim Bundesgericht angefochten werden, wenn sich eine 

Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 Bst. w BGG).  

Steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann 

sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheides beim Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 

 

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