# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbb8ac1e-712b-5a3a-aad7-c1266d3b032c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2025 D-6562/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6562-2025_2025-12-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6562/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und deren Kind 

B._______, geboren am (…), 

Türkei,   

beide vertreten durch lic. iur. Semsettin Bastimar,  

(…),  

Beschwerdeführerinnen,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 31. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6562/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerinnen am 4. Dezember 2023 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchten,  

dass sie am 6. Februar 2024 im Beisein ihrer damaligen Rechtsvertretung 

zu ihren Gesuchsgründen angehört wurden,  

dass sie geltend machten, sie seien türkische Staatsangehörige kurdischer 

Ethnie und hätten vor ihrer Ausreise gemeinsam mit ihrem im Heimatstaat 

verbliebenen Ehemann respektive Vater in C._______ gelebt,  

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machten, der Bruder der volljährigen Beschwerdeführerin bedrohe sie mit 

dem Tod, zudem seien die Beschwerdeführerinnen verschiedentlich diskri-

miniert und sozial ausgegrenzt worden, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 31. Juli 2025 – eröffnet am 4. Au-

gust 2025 – die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerinnen ver-

neinte, ihre Asylgesuche ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe der rubrizierten Rechtsver-

tretung vom 29. August 2025 gegen diese Verfügung Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht erhoben und beantragten, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen, 

dass eventualiter ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl 

zu gewähren sei, subeventualiter seien sie vorläufig aufzunehmen,  

dass der Beschwerde unter anderem zwei fremdsprachige Whats-App 

Chatauszüge sowie ein Schulzeugnis einer Sekundarstufe einer Schule in 

der Schweiz beilagen, 

dass der Instruktionsrichter die Beschwerdeführerinnen mit Zwischen- 

verfügung vom 2. September 2025 zur Bezahlung eines Kostenvorschus-

ses aufforderte,  

dass die Beschwerdeführerinnen den Kostenvorschuss innert Frist leiste-

ten, 

  

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und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG  

[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerinnen als Verfügungsadressatinnen zur Einrei-

chung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 

VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – nach 

Leistung des Kostenvorschusses – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, 

Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass sich allein aus dem Umstand, dass das SEM zu einem anderen 

Schluss gelangt, als von den Beschwerdeführerinnen erhofft, weder eine 

Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch des rechtlichen Gehörs 

respektive der Begründungspflicht ableiten lässt, 

dass die Vorinstanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und sich in 

der angefochtenen Verfügung nachvollziehbar und hinreichend differen-

ziert mit den zentralen Vorbringen der Beschwerdeführerinnen – insbeson-

dere auch mit dem geltend gemachten sexuellen Missbrauch sowie ihrem 

Gesundheitszustand – und den eingereichten Beweismitteln auseinander-

gesetzt hat (vgl. A58/13 S. 3 f. und S. 10 ff.), 

dass es den Beschwerdeführerinnen denn auch offenkundig problemlos 

möglich war, die Verfügung mit einer 25 Seiten umfassenden Beschwerde 

sachgerecht anzufechten, 

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dass ihr Rückweisungsbegehren folglich abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit 

sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken 

als ernsthafte Nachteile gelten; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist 

Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen der Beschwerdeführerinnen hielten den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft nicht stand, wobei auf die zutreffenden Ausführun-

gen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,  

dass die in der Rechtsmitteleingabe aufgeführten ausführlichen Wiederho-

lungen des bekannten Sachverhalts sowie bereits vorgebrachter Befürch-

tungen den Erwägungen der Vorinstanz nichts Substantielles entgegenset-

zen, 

dass eine Verfolgung durch nichtstaatliche Dritte – wie sie die Beschwer-

deführerinnen unbestrittenermassen geltend machen – aufgrund der Sub-

sidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes nur dann flüchtlingsrechtlich 

relevant ist, wenn die betroffene Person in ihrem Heimatland keinen aus-

reichenden Schutz finden kann,  

dass der Schutz vor privater (beziehungsweise nichtstaatlicher) Verfolgung 

als hinreichend zu qualifizieren ist, wenn die betroffene Person effektiven 

Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutzinfrastruktur hat 

und ihr die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutz- 

systems individuell zumutbar ist (vgl. zur sogenannten Schutztheorie: 

BVGE 2011/51 E. 7),  

dass das Bundesverwaltungsgericht in gefestigter Praxis von der grund-

sätzlichen Schutzbereitschaft der türkischen Behörden ausgeht, Frauen 

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vor privaten Übergriffen, insbesondere im familiären Kontext, zu schützen 

(vgl. Urteil des BVGer D-7491/2025 vom 13. Oktober 2025 E. 4.3.2 m.H. 

auf das Referenzurteil des BVGer E-1948/2018 vom 12. Juni 2018 

E. 5.2.2–5.3.1), 

dass die Beschwerdeführerinnen dem türkischen Staat jedoch offensicht-

lich die Möglichkeit verwehrten, auf die vorgebrachten Eskalationen in ih-

rem familiären Umfeld zu reagieren, da sie unbestrittenermassen keinen 

Versuch unternahmen, die Behörden um Schutz zu ersuchen (vgl. A29/17 

F91 und F98),  

dass die heimatlichen Behörden somit keinerlei Kenntnis von relevanten 

Vorfällen hatten und folglich auch nicht für eine Schutzverweigerung ver-

antwortlich gemacht werden können (vgl. Urteil des BVGer D-7491/2025 

vom 13. Oktober 2025 E. 4.3.3 ), 

dass die Argumentation in der Beschwerdeschrift, die Inanspruchnahme 

des heimatlichen Schutzes sei den Beschwerdeführerinnen nicht zuzumu-

ten, da die Gefahr von ihrem Bruder respektive Onkel ausgehe, nicht an-

satzweise nachvollziehbar ist, zumal es sich bei der volljährigen Beschwer-

deführerin um eine verheiratete, erwachsene Frau mittleren Alters handelt, 

die seit Jahrzehnten nicht mehr im gleichen Haushalt mit ihrem Bruder lebt 

und in keiner Weise von diesem abhängig ist (vgl. A29/17 F5 und F16),  

dass auch ihr Vorbringen, sie habe keinerlei Vertrauen in die Behörden, da 

sie auch durch die Polizei belästigt worden sei – bei Wahrunterstellung –

nichts an der Zumutbarkeit der Inanspruchnahme des Schutzes ihres Hei-

matstaates vor nichtstaatlicher Verfolgung zu ändern vermag, zumal aus 

dem blossen Fehlverhalten einzelner Personen (vgl. A29/17 F70) nicht ge-

schlossen werden kann, die heimatlichen Behörden seien generell nicht 

schutzwillig (vgl. Urteil des BVGer D-6851/2025 vom 14. Oktober 2025 

E. 8.2), 

dass sie sich im Bedarfsfall denn auch mit Hilfe ihres Ehemanns/Partners 

bei den heimatlichen Behörden Gehör verschaffen und den Schutz ihres 

Heimatstaates vor nichtstaatlicher Verfolgung ausschöpfen kann, 

dass nachdem die volljährige Beschwerdeführerin zu Protokoll gab, sie sei 

«wegen [ihrer] Tochter hierhergekommen, weil sie die Schule abgebrochen 

[habe]» (vgl. A29/17 F26) ohnehin der Eindruck entsteht, die Beschwerde-

führerinnen hätten die vorgebrachte Bedrohungslage bewusst konstruiert, 

um in der Schweiz einen Aufenthaltstitel zu erlangen, 

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dass die Beschwerdeführerinnen denn auch aus ihrer Zugehörigkeit zur 

kurdischen Ethnie nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen, gehen 

doch die behaupteten Diskriminierungen in ihrem beruflichen sowie schu-

lischen Alltag und gelegentliche Schikanen der Polizei bei Wahrunterstel-

lung (vgl. A28/7 F17 und A29/17 F38 und F70 ff.) mangels Intensität nicht 

über die Nachteile hinaus, die weite Teile der kurdischen – auch der weib-

lichen – Bevölkerung treffen können, womit sie auch mangels Gezieltheit 

nicht als im Sinne des Gesetzes ernsthaft zu qualifizieren und damit flücht-

lingsrechtlich nicht relevant sind,  

dass sich denn auch aus der Angst der Beschwerdeführerinnen vor weite-

ren Diskriminierungen und Ausgrenzungen nicht auf das Bestehen eines 

asylrelevanten unerträglichen psychischen Drucks schliessen lässt, anders 

als dies in der Beschwerdeschrift impliziert wird, zumal die Lebenssituation 

der Beschwerdeführerinnen vor der Ausreise objektiv betrachtet nicht der-

art ausweglos erscheint, dass ihnen ein menschenwürdiges Leben nicht 

mehr möglich war, vielmehr ist ihren Ausführungen zu entnehmen, dass 

sie ein geregeltes Leben führten (vgl. A28/7 F29), 

dass es den Beschwerdeführerinnen somit nicht gelingt, die Flüchtlings- 

eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

die Vorinstanz ihr Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerinnen insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die 

Schweiz noch über einen Anspruch auf Erteilung eines solchen verfügen 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach den vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf 

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eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhalts-

punkte für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behand-

lung (im Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass soweit die Beschwerdeführerinnen eine Verletzung des Übereinkom-

mens vom 18. Dezember 1979 zur Beseitigung jeder Form von Diskri- 

minierung der Frau (CEDAW, SR 0.108) rügen, sie verkennen, dass die 

Normen des CEDAW zwar für eine völkerrechtskonforme Auslegung des 

innerstaatlichen Rechts von Bedeutung sind, sich aber in erster Linie an 

die gesetzgeberischen, politischen und gesellschaftlichen Institutionen der 

Mitgliedstaaten richten und (mit gewissen Ausnahmen) nicht direkt an-

wendbar sind (vgl. Urteil des BVGer E-5810/2025, E-5815/2025 vom 

12. August 2025 E. 9.2.2 m.H.a. BGE 137 I 305 E. 3.2),  

dass die Beschwerdeführerinnen somit auch aus dem CEDAW nichts zu 

ihren Gunsten abzuleiten vermögen, 

dass gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in der ge-

samten Türkei nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürger-

kriegsähnlichen Verhältnissen auszugehen ist, was auch für Angehörige 

der kurdischen Ethnie gilt (vgl. statt vieler Urteile des BVGer  

E-4459/2025 vom 14. Juli 2025 E.9.3.2; Referenzurteil des BVGer  

E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13.2), 

dass hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Übrigen 

vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden kann (vgl. A58/13 S.9 f.), welchen die Be-

schwerdeführerinnen in der Rechtsmitteleingabe nichts Substantielles ent-

gegensetzen,  

dass ihr Vorbringen auf Beschwerdeebene, die volljährige Beschwerde- 

führerin habe sich mittlerweile von ihrem Ehemann/Partner respektive dem 

Vater der minderjährigen Beschwerdeführerin getrennt, weshalb bei einer 

Rückkehr in die Türkei nicht mehr mit dessen Unterstützung zu rechnen 

sei, unbelegt ist und bei Wahrunterstellung an der Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs nichts ändert,   

dass insbesondere auch die eingereichten Screenshots eines Whats-App 

Chats an dieser Einschätzung nichts zu ändern vermögen (vgl. Beschwer-

debeilage 4), zumal diese als reine Gefälligkeitsschreiben zu qualifizieren 

sind respektive anzunehmen ist, sie seien bewusst konstruiert worden, 

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Seite 8 

dass auch das Kindeswohl dem Vollzug der Wegweisung offensichtlich 

nicht entgegensteht, hielt sich die minderjährige Beschwerdeführerin, die 

nahezu ihr ganzes Leben in der Türkei verbrachte, lediglich kurze Zeit in 

der Schweiz auf und wird gemeinsam mit ihrer Mutter – ihrer Hauptbezugs-

person – in den Heimatstaat zu ihrem Vater, zu welchem sie weiterhin den 

Kontakt pflegt (vgl. A28/7 F14), zurückkehren,  

dass folglich auch der Einwand in der Beschwerdeschrift, die minderjährige 

Beschwerdeführerin werde sich in der Türkei nicht integrieren können, un-

begründet ist, wird sie dabei doch auf die Unterstützung ihrer Eltern zu-

rückgreifen können, 

dass daran auch das auf Beschwerdeebene zu den Akten gereichte Zeug-

nis einer Sekundarstufe in der Schweiz nichts zu ändern vermag (vgl. Be-

schwerdebeilage 5), zumal dieses lediglich den (nicht in Frage stehenden) 

Schulbesuch der minderjährigen Beschwerdeführerin in der Schweiz be-

legt, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist,  

dass es den Beschwerdeführerinnen obliegt, sich die für ihre Rückkehr al-

lenfalls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass die Beschwerde nach dem Gesagten abzuweisen und die Verfügung 

der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten den Beschwerde- 

führerinnen aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]), wobei sie durch den in gleicher Höhe ge-

leisteten Kostenvorschuss gedeckt sind. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das SEM und die zu-

ständige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

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