# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74e51bbc-5412-541f-95b9-74b68e2099f2
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-08
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 08.10.2025 VBE.2025.26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-26_2025-10-08.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

3. Kammer 

 

VBE.2025.26 / mg / nl  
Art. 124 

 

 

Urteil vom 8. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Gössi, Präsidentin  

Oberrichter Kathriner  

Oberrichter Zürcher  

Gerichtsschreiber Güntert          

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

vertreten durch MLaw Leo Sigg, Rechtsanwalt, Buchserstrasse 18, 

Postfach, 5001 Aarau    

 

     
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, Ergänzungsleistungen, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau   

 

     
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend ELG 

(Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der Beschwerdeführer bezieht Ergänzungsleistungen (EL) zu seiner Al-

tersrente. Er lebt in einer Wohneinrichtung der B._____. Mit Schreiben vom 

19. Juni 2024 lehnte die Beschwerdegegnerin die Übernahme von Kosten-

beteiligungen der Spitex Region C._____ AG in Höhe von Fr. 169.15 für 

den Monat April 2024 und Fr. 182.55 für den Monat Mai 2024 ab. Aufgrund 

eines Schreibens des Beschwerdeführers vom 26. Juni 2024 erliess die 

Beschwerdegegnerin am 12. Juli 2024 eine entsprechende Verfügung. Die 

dagegen erhobene Einsprache wies die Beschwerdegegnerin mit Ein-

spracheentscheid vom 3. Dezember 2024 ab.  

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2024 erhob der Be-

schwerdeführer am 20. Januar 2025 fristgerecht Beschwerde und stellte 

die folgenden Rechtsbegehren: 

 

" 1. Der Einspracheentscheid vom 03.12.2024 sei aufzuheben.  
 
2. Es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen nach 

ELG zu gewähren, namentlich seien die Patientenbeteiligungen der 
Spitex zu übernehmen. 

 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Las-
ten der Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 26. Februar 

2025 die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit E-Mail vom 3. Juni 2025 reichte die Beschwerdegegnerin weitere Bei-

lagen zu den Akten.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Kostenbeteiligun-

gen der Spitex Region C._____ AG in Höhe von Fr. 169.15 für den Monat 

April 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 92) und Fr. 182.55 für den Monat 

Mai 2024 (VB 85) mit Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2024 

(VB 11 ff.) zu Recht nicht als anrechenbare Ausgaben in der EL-Berech-

nung berücksichtigte. 

 

 - 3 - 

 

 

2. 

2.1. 

Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzun-

gen nach den Art. 4-6 ELG erfüllen, Ergänzungsleistungen zur Deckung 

ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG). Gemäss Art. 4 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 9 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Auf-

enthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, welche eine der Voraussetzungen 

nach den Art. 4 Abs. 1 lit. a bis d ELG erfüllen, Anspruch auf Ergänzungs-

leistungen, wenn die anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) die anrechen-

baren Einnahmen (Art. 11 ELG) übersteigen. 

 

2.2. 

Bei den anerkannten Ausgaben nach Art. 10 ELG ist zwischen Personen, 

die nicht dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben (zu 

Hause lebende Personen; Abs. 1) und Personen, die längere Zeit in einem 

Heim oder Spital leben (in Heimen oder Spitälern lebende Personen; 

Abs. 2) zu unterscheiden. Als Heim im Sinne dieser Bestimmung gilt jede 

Einrichtung, die entweder von einem Kanton als Heim anerkannt wird oder 

über eine kantonale Betriebsbewilligung verfügt (Art. 25a Abs. 1 ELV i.V.m. 

Art. 9 Abs. 5 lit. h ELG). Das Bundesgericht hat die in Art. 25a Abs. 1 ELV 

verankerte einheitliche Heimdefinition als bundesrechtskonform bestätigt 

und festgehalten, dass sich die Beurteilung des Heimaufenthalts im EL-

Recht nach dieser formellen Anerkennung richtet (BGE 139 V 358 Regeste 

und E. 4.5-5 S. 365 ff.; BGE 141 V 255 E. 2.3 S. 260). Der Gesetzgeber 

wollte mit der Delegationsnorm einen einheitlichen und klaren, im gesam-

ten EL-Bereich massgeblichen Heimbegriff schaffen (BGE 141 V 255 E. 3.1 

S. 260 f.). Zudem sollten Durchführungsstellen und Gerichte von schwieri-

gen Abgrenzungsfragen entbunden werden (BGE 141 V 255 E. 3.1 

S. 260 f.) und es sollte für Betroffene in allen Kantonen klar sein, ob eine 

Einrichtung als Heim gilt, was die Einstufung auch bei einem Wechsel des 

Wohnkantons berechenbar macht (BGE 139 V 358 E. 4.5 S. 365). 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer bringt vor, die EL unterscheide zwischen Wohnen 

im Heim und Wohnen zu Hause. Diese Vorgehensweise beruhe auf der 

Grundprämisse, dass sämtliche Leistungen inkl. Pflegeleistungen in der 

Abgeltung bereits inkludiert seien. Der Kanton Aargau unterscheide zwi-

schen Pflegeheimen (PfIG-AG) und Einrichtungen nach Betreuungsgesetz 

(BeG-AG), bei der EL-Heimtaxe werde diese Unterscheidung aber nicht 

vorgenommen (Beschwerde Rz. 10). Zwar greife formell die Heimberech-

nung, die B._____ sei als Heim eingestuft, tatsächlich handle es sich aber 

um ein IV-Wohnheim ohne stationäre Pflege (Beschwerde Rz. 12). Die 

Heimqualifikation sei zu hinterfragen bzw. externe Pflege zusätzlich zur 

Heimtaxe zu vergüten (Beschwerde Rz. 13). Für Betreuungsheime ohne 

Pflege bestehe eine rechtswidrige Gesetzeslücke (Beschwerde Rz. 15). 

 - 4 - 

 

 

Die Heimberechnung dürfe nicht zu Sozialhilfe-Abhängigkeit führen (Be-

schwerde Rz. 16-18). Aus Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG und Rz. 3320.01 der 

WEL gehe hervor, dass der Bundesgesetzgeber mit der Tagestaxe sämtli-

che Pflegeleistungen abdeckend ausgestalten habe wollen (Beschwerde 

Rz. 17). Die strikte Praxis zur Austauschbefugnis sei zu relativieren, schüt-

zenswerte Gründe und funktionale Austauschbarkeit lägen vor, weshalb 

eine Übernahme zu bejahen sei (Beschwerde Rz. 25-29). Zudem verlange 

das Gebot der Gleichbehandlung (Art. 8 Abs. 1 BV), dass sowohl die zu 

Hause wohnenden als auch in IV-Wohnheimen lebenden Personen, wel-

che die benötigten Pflegeleistungen von einer externen Spitex beziehen 

müssten, gleichbehandelt würden (Beschwerde Rz. 30-33). Art. 112 BV 

stütze eine Gleichbehandlung und kantonales Recht enthalte keinen ge-

genteiligen Willen (Beschwerde Rz. 30-33). Es dürfe nicht sein, dass die 

Wahl der Pflege- und Betreuungsform von mittellosen Personen nicht mehr 

anhand von medizinisch-therapeutischen, sondern neu primär anhand von 

fiskalischen Kriterien getroffen werde (Beschwerde Rz. 35). Art. 190 BV 

verbiete keinesfalls eine verfassungskonforme Auslegung von Bundesge-

setzen. Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG sei verfassungskonform dahin auszulegen, 

dass die Pflicht zur Vermeidung von Sozialhilfe-Abhängigkeit auch andere 

anerkannte Heime als anerkannte Pflegeheime erfasse (Beschwerde 

Rz. 36-44). 

 

3.2. 

Bei der B._____ handelt es sich um ein vom Kanton Aargau als stationäre 

Einrichtung anerkanntes Heim im Sinne von § 4 der Betreuungsverordnung 

des Kantons Aargau (BeV-AG; SAR 428.511). Dies ist zwischen den Par-

teien unstreitig. Die Einrichtung besitzt damit Heimcharakter im Sinne von 

Art. 25a Abs. 1 ELV. Wie hiervor ausgeführt trifft Art. 10 ELG in Abs. 1 und 

2 eine Trennung in der Berücksichtigung der anerkannten Ausgaben an-

hand der Wohnform (zu Hause lebende Personen oder in Heimen oder Spi-

tälern lebende Personen, vgl. E. 2.2.1. hiervor). Massgebendes Kriterium 

gemäss dem Wortlaut von Art. 10 Abs. 1 und 2 ELG sowie Art. 25a Abs. 1 

ELV ist somit einzig der Aufenthalt in einem vom Kanton anerkannten 

Heim. Das Bundesgericht hat die in Art. 25a Abs. 1 ELV verankerte einheit-

liche Heimdefinition als bundesrechtskonform bestätigt und festgehalten, 

dass sich die Beurteilung des Heimaufenthalts im EL-Recht nach dieser 

formellen Anerkennung richtet (BGE 139 V 358 Regeste und E. 4.5-5 S. 

365 ff.; BGE 141 V 255 E. 2.3 S. 260). Aufgrund des klaren Wortlauts der 

genannten Bestimmungen besteht kein Raum, um bei der Frage, ob eine 

Heimberechnung vorzunehmen ist oder nicht, auf andere Kriterien, wie bei-

spielsweise das konkrete Leistungsangebot des Heimes oder die individu-

ellen Bedürfnisse der Person, abzustellen. Eine Umqualifikation in dem 

Sinne, dass Heime ohne Pflegeangebot als "zu Hause" zu qualifizieren 

sind, wie dies der Beschwerdeführer fordert (Beschwerde Rz. 12 f.), wider-

spräche dem Gesetzeswortlaut von Art. 10 Abs. 2 ELG i.V.m. Art. 25a 

 - 5 - 

 

 

Abs. 1 ELV und dem mit der einheitlichen, formellen Heimdefinition verfolg-

ten Zweck. 

 

3.3. 

3.3.1. 

Nach Art. 10 Abs. 2 ELG werden bei einer Heimberechnung die Tagestaxe 

für die Tage, die vom Heim in Rechnung gestellt werden (lit. a), und ein 

vom Kanton zu bestimmender Betrag für persönliche Auslagen (lit. b) als 

Ausgaben anerkannt. Die Kosten nach lit. a können von den Kantonen be-

grenzt werden und sie sorgen dafür, dass durch den Aufenthalt in einem 

anerkannten Pflegeheim in der Regel keine Abhängigkeit von der Sozial-

hilfe entsteht (Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG).  

 

3.3.2. 

Nach § 2 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 des Gesetzes über Ergänzungsleistungen zur 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung im Kanton Aargau 

[ELG-AG; SAR 831.300] werden als Tagestaxe gemäss Art. 10 Abs. 2 lit. a 

ELG bei stationären Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinde-

rungen, wenn Bezügerinnen und Bezüger ohne Hilflosenentschädigung 

oder einer leichten Hilflosenentschädigung betroffen sind, Fr. 102.00 als 

Ausgaben anerkannt.  

 

3.3.3. 

Die Heimkosten müssen grundsätzlich alle wiederkehrenden Leistungen 

für Betreuung und Pflege enthalten. Die Tagestaxe hat somit alle regelmäs-

sig wiederkehrenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung wie auch für 

Pflege und Betreuung zu decken. Wenn der vom Kanton festgesetzte 

höchstmögliche Tagesansatz für Heimbewohner in der EL-Berechnung be-

reits berücksichtigt worden ist, gehen zusätzlich in Rechnung gestellte Pfle-

gekosten nicht zulasten der EL (vgl. URS MÜLLER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, N. 201 zu Art. 10 ELG).  

 

3.3.4. 

Da die B._____ unter § 2 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 ELG-AG fällt, sind maximal 

Fr. 102.00 als Tagestaxe anrechenbar. Dieser Maximalbetrag ist bei der 

vorliegend effektiv anfallenden Tagespauschale von Fr. 162.12 bereits 

ausgeschöpft (vgl. VB 95). Folglich besteht vorliegend bereits aus diesem 

Grund keine Möglichkeit, die zusätzlich anfallenden Spitex-Patientenbetei-

ligungen im Rahmen der Tagestaxe zu berücksichtigen. Demnach kann of-

fenbleiben, ob sie angerechnet werden könnten, wenn der anrechenbare 

Betrag noch nicht erreicht wäre. 

 

 - 6 - 

 

 

3.4. 

3.4.1. 

Zu prüfen bleibt jedoch, ob die in Frage stehenden Spitex-Patientenbeteili-

gungen unter dem Titel der Krankheits- und Behinderungs-kosten nach 

Art. 14 ELG zu vergüten wären. 

 

3.4.2. 

Art. 14 Abs. 1 ELG regelt, welche Krankheits- und Behinderungskosten die 

Kantone vergüten. Hilfe, Pflege und Betreuung werden demnach vergütet, 

wenn sie "zu Hause sowie in Tagesstrukturen" erbracht werden (Art. 14 

Abs. 1 lit. b ELG). Art. 14 Abs. 1 lit. b ELG spricht klar von Leistungen wel-

che zu "Hause oder in Tagesstrukturen" erbracht werden. Eine Übernahme 

entsprechender Kosten für Heimbewohner ist in Art. 14 Abs. 1 ELG nicht 

vorgesehen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Aufzäh-

lung in Art. 14 Abs. 1 ELG abschliessend. Diese vom Gesetzgeber ge-

troffene Entscheidung sei zu respektieren (Art. 190 BV) und es sei nicht 

möglich, auf dem Weg der Interpretation eine Lücke im Katalog der zu ver-

gütenden Leistungen zu entdecken und dadurch zu füllen, dass eine nicht 

aufgelistete Art von Krankheits- und Behinderungskosten als ebenfalls ver-

gütungsfähig erklärt werde (BGE 147 V 312 E. 6.1 S. 317 f.; vgl. RAHLPH 

JÖHL/PATRICIA USINGER-EGGER, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV; in: So-

ziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 1929 Rz. 244). Da sich 

der Beschwerdeführer in einem Heim aufhält, ist eine Übernahme der gel-

tend gemachten Krankheitskosten in Art. 14 Abs. 1 ELG nicht vorgesehen. 

 

Nichts anderes ergibt sich in diesem Zusammenhang aus dem kantonalen 

Recht. Die kantonale Verordnung über die Vergütung von Krankheits- und 

Behinderungskosten bei den Ergänzungsleistungen (ELKV-AG; 

SAR 831.315) regelt die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskos-

ten gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a–g ELG. Demnach werden Kosten bei der 

Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause (§ 11 ff. ELKV-AG) sowie in Tages- 

oder Nachtstrukturen (§ 17 ELKV-AG) vergütet. Eine Übernahme entspre-

chender Kosten bei Heimaufenthalten ist darin – mit Ausnahme bei vo-

rübergehendem Aufenthalt in einem Heim (§ 19 ELKV-AG) – nicht vorge-

sehen. § 17 Abs. 4 lit. b ELKV-AG bestimmt sodann ausdrücklich, dass 

keine Kosten für Hilfe, Pflege und Betreuung in Tagesstrukturen vergütet 

werden bei einem Heimaufenthalt mit einer EL-Heimberechnung nach 

Art. 10 Abs. 2 ELG. 

 

3.5. 

Der Beschwerdeführer beruft sich auf Rz. 3320.01 der Wegleitung über die 

Ergänzungsleistungen (WEL; Stand 1. Januar 2025), wonach die Tages-

taxe grundsätzlich alle regelmässig anfallenden Kosten zu enthalten habe 

und bringt vor, die Heimberechnung dürfe nicht zu Sozialhilfe-Abhängigkeit 

führen (Beschwerde Rz. 16-19). 

 

 - 7 - 

 

 

Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG verpflichtet die Kantone, die Tagestaxen so festzu-

setzen, dass "durch den Aufenthalt in einem anerkannten Pflegeheim" in 

der Regel keine Sozialhilfeabhängigkeit entsteht. Das Bundesgericht hat 

klargestellt, dass diese Schranke nur für anerkannte Pflegeheime nach 

Art. 39 Abs. 3 KVG und gerade nicht für andere Heime im Sinn von Art. 25a 

Abs. 1 ELV gelte (BGE 143 V 9 Regeste). Der Beschwerdeführer, der sich 

nicht in einem Pflegeheim i.S.v. Art. 39 Abs. 3 KVG aufhält, kann deshalb 

aus Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG nichts zu seinen Gunsten ableiten. Eine teleo-

logische Erweiterung auf andere Heime als Pflegeheime im Sinne von 

Art. 39 Abs. 3 KVG hat das Bundesgericht aufgrund des klaren Wortlauts 

der Bestimmung mit Verweis auf Art. 190 BV abgelehnt (BGE 143 V 9 

E. 6.2. S. 14 ff.). Auch aus der allgemein gehaltenen Bestimmung von 

Rz. 3320.01 WEL, wonach die Tagestaxe grundsätzlich alle regelmässig 

anfallenden Kosten zu enthalten habe, kann der Beschwerdeführer nichts 

zu seinen Gunsten ableiten. Ohnehin handelt es sich bei der WEL um eine 

Verwaltungsweisung. Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchfüh-

rungsstellen und binden das Gericht nicht. Sie sind zu berücksichtigen, 

wenn sie eine überzeugende und gesetzeskonforme Konkretisierung bie-

ten (BGE 132 V 121 E. 4.4; BGE 133 V 450 E. 2.2.4; Urteil I 211/05 vom 

23.07.2007 E. 2.2.4). Für die hier strittige Vergütung der Spitex-Patienten-

beteiligung bei Heimbewohnern bleiben jedoch die Heimdefinition gemäss 

Art. 10 Abs. 2 ELG i.V.m. Art. 25a Abs. 1 ELV massgebend sowie der Um-

stand, dass die Liste der vom Kanton zu vergütenden Krankheits- und Be-

hinderungskosten gemäss Art. 14 Abs. 1 ELG abschliessend ist. 

 

3.6. 

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 8 Abs. 1 BV und beruft 

sich auf Art. 112 BV. Er verlangt die Gleichstellung seiner Situation im IV-

Heim mit der Wohnform "zu Hause" (Beschwerde Rz. 30-33). Die unter-

schiedliche Ermittlung der Ergänzungsleistungen zwischen zu Hause le-

benden Personen und in Heimen oder Spitälern lebenden Personen ist je-

doch bereits im Gesetz angelegt (vgl. E. 2.2. hiervor). Eine verfassungs-

rechtliche Korrektur gegen den klaren Gesetzeswortlaut kommt den rechts-

anwendenden Behörden nicht zu (Art. 190 BV; vgl. BGE 143 V 9 Regeste 

und E. 6.2 S. 14 ff.). Sodann verweist die Beschwerdegegnerin in ihrer Ver-

nehmlassung zu Recht darauf, dass die jährlichen Ausgaben des Be-

schwerdeführers (Fr. 42'822.00 pro Jahr) die anerkannten Ausgaben einer 

zu Hause lebenden Person – bestehend aus dem Betrag für den allgemei-

nen Lebensbedarf (Art. 10 Abs. 1 lit. a ELG; Fr. 20'670.00) und dem Miet-

zins einer Wohnung und den damit zusammenhängenden Nebenkosten 

(Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG, Region 2 Fr. 18'300.00) (Fr. 38'970.00 pro Jahr) 

– übersteigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_334/2014 vom 10. November 

2014 E. 4.2). Eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots gemäss Art. 8 

Abs. 1 BV ist demnach nicht ersichtlich. 

 

 - 8 - 

 

 

3.7. 

Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Rechtsfigur der Aus-

tauschbefugnis (vgl. Beschwerde Rz. 25-29) ist mangels eines substituier-

baren Anspruchs nicht weiter einzugehen.  

 

3.8. 

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die Kostenbeteiligungen 

der Spitex Region C._____ AG in Höhe von Fr. 169.15 für den Monat April 

2024 (VB 92) und Fr. 182.55 für den Monat Mai 2024 (VB 85) in ihrem 

Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2024 zu Recht nicht als anrechen-

bare Ausgaben in der EL-Berechnung berücksichtigt. Soweit die Beschwer-

degegnerin in ihrer E-Mail vom 3. Juni 2025 auf die Wegleitung BAB vom 

3. Februar 2025 und das Rundschreiben 3/2022 vom 23. September 2022 

verweist, wonach Spitex-Patientenbeteiligungen bei IVSE-Einrichtungen 

über die Behindertenhilfe abgewickelt werden könnten, betrifft dies allen-

falls die Frage einer anderweitigen Kostendeckung und eines daraus fol-

genden Wegfalls eines finanziellen Nachteils für den Beschwerdeführer. 

Für die hier streitige Frage, ob die fraglichen Beträge in der EL-Berechnung 

als Ausgaben anzurechnen sind, ist dieser Hinweis jedoch unerheblich. 

 

4. 

4.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

4.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

4.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 - 9 - 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 8. Oktober 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Gössi Güntert