# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89c031a4-c767-507a-ab70-9972a902dcd0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.12.2014 SU140050
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SU140050_2014-12-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SU140050-O/U/ad 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, und lic. iur. Stiefel, die 

Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw Mondgenast  

 

 

Urteil vom 10. Dezember 2014 

 

in Sachen 

 

A._____, lic. oec.,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 

 

verteidigt durch Fürsprecher X._____,  

 

gegen 

 

Stadtrichteramt Zürich,  
Untersuchungsbehörde und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Nichtbeherrschen des Fahrzeuges etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - 
Einzelgericht, vom 10. März 2014 (GC130266) 

 

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Strafverfügung: 

Der Strafbefehl des Stadtrichteramts Zürich vom 27. Juli 2011 ist diesem Urteil 

beigeheftet (Urk. 6). 

Urteil der Voristanz: 

1. Die Einsprecherin ist schuldig 

− des Nichtbeherrschens des Fahrzeugs im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG 

in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie 

− des Nichtgenügens der Meldepflicht in Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG in 

Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG. 

2. Die Einsprecherin wird bestraft mit einer Busse von Fr. 300.–. Die Busse ist 

zu bezahlen. 

3. Bezahlt die Einsprecherin die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.  

4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 900.–. Allfällige weitere 

Auslagen bleiben vorbehalten.  

5. Die Gerichtskosten werden der Einsprecherin auferlegt. Über diese Kosten 

stellt die Gerichtskasse Rechnung. 

Die Kosten des Strafbefehls Nr. 2011-043-806 vom 27. Juli 2011 sowie der 

nachträglichen Untersuchung und Überweisung werden in der Gesamthöhe 

von Fr. 1'347.– der Einsprecherin auferlegt. Diese Kosten sowie die Busse 

von Fr. 300.– werden durch das Stadtrichteramt Zürich eingefordert. 

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Berufungsanträge: 

a)  Der Verteidigung der Beschuldigten: 

(Urk. 34, S. 2) 

1.  Das Urteil vom 10.03.2014 sei vollumfänglich aufzuheben. 

2.  Die Appellantin sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

b) Des Stadtrichteramtes Zürich: 

 (sinngemäss, Urk. 38) 

Verzicht auf Anschlussberufung und Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils. 

 

___________________________ 

 

Erwägungen: 

I. Verfahren  

 Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom  

10. März 2014 wurde die Beschuldigte wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeugs 

sowie wegen Nichtgenügens der Meldepflicht mit einer Busse von Fr. 300.– 

bestraft (Urk. 33). Dagegen meldete sie mit Eingabe vom 13. März 2014 Berufung 

an (Urk. 28) und reichte fristgerecht die Berufungserklärung ein, mit dem Antrag, 

das vorinstanzliche Urteil sei vollumfänglich aufzuheben und die Beschuldigte sei 

von Schuld und Strafe freizusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

(Urk. 34). Mit Präsidialverfügung vom 25. Juli 2014 wurde dem Stadtrichteramt 

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von der Berufungserklärung Kenntnis gegeben (Urk. 36). Dieses verzichtete auf 

Anschlussberufung (Urk. 38).  

 Mit Beschluss vom 12. August 2014 wurde die schriftliche Durchführung des 

Berufungsverfahrens angeordnet (Urk. 41). Die Berufungserklärung der 

Beschuldigten erfolgte mit Eingabe vom 27. August 2014 (Urk. 43). Anschliessend 

wurde mit Präsidialverfügung vom 2. September 2014 dem Stadtrichteramt Frist 

zur Einreichung der Berufungsantwort angesetzt und der Vorinstanz Gelegenheit 

zur freigestellten Vernehmlassung eingeräumt (Urk. 44). Der vorinstanzliche 

Verzicht auf Vernehmlassung erfolgte mit Datum vom 4. September 2014 (Urk. 

46) und der Verzicht des Stadtrichteramts auf Berufungsantwort am 8. September 

2014 (Urk. 47). Damit erweist sich das Berufungsverfahren als spruchreif.  

II. Prozessuales  

 Bildeten ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen 

Hauptverfahrens, so kann mit der Berufung nur geltend gemacht werden, das 

Urteil sei rechtsfehlerhaft oder die Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich 

unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung. Neue Behauptungen und 

Beweise können nicht vorgebracht werden (Art. 398 Abs. 4 StPO). Mit der 

Berufung bei Übertretungen können Fehler bei der Anwendung des anwendbaren 

materiellen oder formellen Rechts geltend gemacht werden, insbesondere des 

StGB und der StPO. Gerügt werden können sodann Überschreitungen und 

Missbrauch des Ermessens sowie Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung, 

nicht aber blosse Unangemessenheit (Schmid, Handbuch StPO, N 1538). Soweit 

die Beweiswürdigung bzw. die Feststellung des (rechtmässig erhobenen) 

Sachverhalts gerügt wird, beschränkt sich die Überprüfung auf offensichtliche 

Unrichtigkeit, also auf Willkür (Hug/Scheidegger in: Donatsch, Hansjakob, Lieber 

[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Auflage 2014, 

Art. 398 N 23). Gerügt werden können damit nur klare Fehler bei der 

Sachverhaltsermittlung, wobei zunächst an Versehen und Irrtümer, ferner an 

Diskrepanzen zwischen der sich aus den Akten sowie der Hauptverhandlung 

ergebenden Beweislage und den Feststellungen im Urteil zu denken ist. In 

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Betracht fallen sodann Fälle, in denen die gerügte Sachverhaltsfeststellung auf 

einer Verletzung von Bundesrecht, vorab der StPO selbst beruht. Zu denken ist 

weiter an Fälle, in denen die an sich zur Verfügung stehenden Beweismittel 

offensichtlich ungenügend ausgeschöpft wurden, also der Sachverhalt 

unvollständig festgestellt und damit der Grundsatz der Wahrheitsforschung von 

Amtes wegen missachtet wurde (Schmid, a.a.O.,  

N 1538). 

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung  

 1. Im Strafbefehl des Stadtrichteramts Zürich vom 27. Juli 2011 wird der 

Beschuldigten vorgeworfen, sie habe am 11. April 2011, um 12.05 Uhr, als 

Lenkerin des Personenwagens VW D Touareg (ZH …) an der Verzweigung …-/ 

…strasse in Zürich 1 einem vorbeifahrenden Personenwagen Toyota Aygo 

zunächst den Vortritt gewährt, sei jedoch beim wieder Anfahren mit dem Heck 

dieses Personenwagens kollidiert und habe damit ihr Fahrzeug nicht beherrscht. 

Weiter sei die Beschuldigte nach dieser Kollision weitergefahren, ohne der 

Kollisionsbeteiligten bzw. Anzeigeerstatterin B._____ Namen und Adresse 

bekanntzugeben oder unverzüglich die Polizei zu verständigen, weshalb die 

Beschuldigte ihrer Meldepflicht ungenügend nachgekommen sei (Urk. 6).  

 2. Die Vorinstanz befand, dass der eingeklagte Sachverhalt erstellt sei 

und würdigte das Verhalten der Beschuldigten als Nichtbeherrschen des 

Fahrzeuges im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 

SVG sowie als Nichtgenügen der Meldepflicht im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG in 

Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann 

vorab auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (Art. 

82 Abs. 4 StPO; Urk. 33 S. 3 ff.).  

 3. Die Verteidigung macht eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts 

geltend. Sie führt in ihrer Berufungsbegründung diesbezüglich aus, es stehe nicht 

zweifelslos fest, dass die Kollision mit der Anzeigeerstatterin durch die 

Beschuldigte verursacht worden sei; die zeitlichen Verhältnisse sowie die 

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fehlenden Mikrospuren vom PW Toyota Aygo am PW VW Touareg würden 

dagegen sprechen. Die Beschuldigte sei zum fraglichen Zeitpunkt nicht auf der 

Kreuzung …/…strasse in Zürich gewesen, was durch die Erklärung von C._____ 

bestätigt werde. Erst nach 13.00 Uhr sei das Fahrzeug der Beschuldigten an der 

…strasse gestanden. Weiter fehle der Nachweis der Übertragung des 

Lackmaterials vom PW Toyota Aygo auf den PW VW Touareg, weshalb eine 

Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen ausgeschlossen werden könne. 

Sodann sei die Beweisaufnahme unrichtig durchgeführt worden und insbesondere 

nicht festgestellt worden, ob sich noch anderes, fremdes Lackmaterial an der 

Stossstange befunden habe. Nicht ermittelt worden sei weiter, in welcher Höhe 

sich die Kollision ereignet haben soll; die Fahrzeuge seien einander nicht 

gegenüber gestellt worden. Die Anzeigeerstatterin sei vortrittsbelastet gewesen, 

weshalb sie an der Kollision die Schuld trage. Hätte sich die Kollision so ereignet, 

wie dies die Anzeigeerstatterin behaupte, so könne eine Beschädigung am 

Toyota hinten links nicht zu einer Beschädigung des VW Touareg vorne links 

führen (Urk. 43).  

 4. Die Vorinstanz stützt sich für die Erstellung des Sachverhalts auf die 

Aussagen der Beschuldigten (Urk. 3 und 18) und der Zeugin B._____ (Urk. 17), 

die schriftliche Auskunft von C._____ vom 8. August 2013 (Urk. 19 Blatt 3 f.), die 

von der Verteidigung eingereichten Beweismittel für den zeitlichen Ablauf 

(Urk. 10/1–8), den Rapport der Stadtpolizei Zürich vom 21. Juni 2011  

(Urk. 1), den Vorbericht des Forensischen Instituts Zürich vom 15. Juni 2011  

(Urk. 4), die Erläuterung dazu (Urk. 25) sowie die von der Stadtpolizei Zürich 

erstellte Fotodokumentation vom Unfallort und den mutmasslichen 

Unfallfahrzeugen (Urk. 5). 

 Nach Würdigung aller Beweise und der Gegenüberstellung der 

verschiedenen Aussagen der Beschuldigten kommt die Vorinstanz zum Schluss, 

dass die Ausführungen der Beschuldigten über den zeitlichen Ablauf, 

insbesondere darüber, dass sie frühestens um 13.00 Uhr an der …strasse 

angekommen sei, unglaubhaft erscheinen, weshalb nicht auf sie abzustellen sei. 

Viel wahrscheinlicher und zudem glaubhafter würden die Aussagen der Zeugin 

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B._____ wirken. Deren Aussagen würden zudem durch den Polizeirapport 

gestützt, welcher festhalte, dass um 12.30 Uhr bei der Polizeistelle … Anzeige 

erstattet worden sei und B._____ den Wagen der Beschuldigten bei der 

Anzeigeerstattung detailgetreu, inklusive Automarke, Autofarbe und 

Nummernschild identifiziert habe. Hinsichtlich der von B._____ geltend 

gemachten Kollision ihres Personenwagens mit demjenigen der Beschuldigten 

stellt die Vorinstanz auf den Vorbericht des Forensischen Instituts Zürich ab. 

Dieser hält fest, dass eindeutig eine Spurenübertragung des Lackmaterials des 

Personenwagens der Beschuldigten auf das Fahrzeug von B._____ stattgefunden 

habe, weshalb erstellt sei, dass es zwischen den beiden Fahrzeugen zu einer 

Kollision mit Sachschaden gekommen sei. Weiter würdigt die Vorinstanz die von 

den Fahrzeugen erstellten Fotos, worauf zu erkennen sei, dass beim Fahrzeug 

von B._____ hinten rechts drei parallele Kratzer verlaufen, welche zum 

Mittelsteg/Kühler des Fahrzeugs der Beschuldigten passen würden. Gemäss den 

glaubhaften Aussagen von B._____ sowie den übrigen Beweismitteln erachtete 

es die Vorinstanz als erstellt, dass sich der Sachverhalt so wie im Strafbefehl vom 

27. Juli 2011 beschrieben, zugetragen habe.  

 Dieser Schluss der Vorinstanz stellt keine offensichtlich unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts dar. Die Aussagen der Beschuldigten wurden von 

der  

Vorinstanz berücksichtigt, aber als mit den weiteren Beweismitteln nicht 

kompatibel und insgesamt als wenig glaubhaft gewürdigt. Diese vorinstanzliche 

Beweiswürdigung ist nicht willkürlich und der Sachverhalt somit nicht 

offensichtlich unrichtig erstellt, weshalb vom Sachverhalt, so wie die Vorinstanz 

ihn erstellt hat, ausgegangen werden kann. Auf die Rüge der unrichtigen 

Sachverhaltserstellung braucht daher nicht weiter eingegangen zu werden.  

 5. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen von Art. 31 Abs. 1 SVG 

und Art. 51 Abs. 3 SVG zutreffend dargelegt, worauf verwiesen werden kann 

(Urk. 33 S. 9 ff.). Die Beschuldigte gewährte B._____ den Vortritt und bog alsdann 

in die …strasse ein, um gleich darauf wieder in die …strasse einzubiegen. Dabei 

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legte sie nicht die genügende Vorsicht an den Tag, indem sie nicht abwartete, bis 

B._____ vollständig durchgefahren war und deren Fahrzeug deshalb touchierte.  

 Ist bei einer Kollision nur ein Sachschaden entstanden, so hat der Schädiger 

sofort den Geschädigten zu benachrichtigen und Namen und Adresse 

anzugeben. Die Beschuldigte fuhr nach der Kollision weiter, ohne sofort B._____ 

ihren Namen und Adresse anzugeben oder sich bei der D._____ GmbH, welche 

Halterin des von B._____ gefahrenen Fahrzeugs ist, zu melden. Sodann 

benachrichtigte sie auch nicht die Polizei.  

 Die Vorinstanz hat das Verhalten der Beschuldigten zutreffend als 

Nichtbeherrschen des Fahrzeuges im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 aSVG in 

Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie als Nichtgenügen der Meldepflicht im 

Sinne von Art. 92 Abs. 1 aSVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG gewürdigt.  

 6. Zusammenfassend hat die Vorinstanz weder eine offensichtlich 

unrichtige Sachverhaltsfeststellung noch eine unrichtige rechtliche Würdigung 

vorgenommen. 

 Am 1. Januar 2013 ist eine systematisch neue Fassung von Art. 90 Ziff. 1 

aSVG und Art. 92 Abs. 1 aSVG in Kraft getreten (neu: Art. 90 Abs. 1 SVG und 

Art. 92 Abs. 1 SVG). Diese entspricht inhaltlich der alten Fassung, weshalb das 

alte Recht anzuwenden ist, da das neue Recht im konkreten Fall nicht milder ist 

(Art. 102 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und 2 StGB). Der Schuldspruch der 

Vorinstanz ist somit zu bestätigen und die Beschuldigte ist der Verletzung der 

Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 aSVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 

SVG (Nichtbeherrschen des Fahrzeuges) sowie des Pflichtwidrigen Verhaltens 

bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 aSVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG 

(Nichtgenügen der Meldepflicht) schuldig zu sprechen. 

IV. Strafzumessung  

 Die Beschuldigte beantragt einen vollumfänglichen Freispruch und stellt 

keinen Eventualantrag bezüglich der Strafzumessung. 

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 Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt dargelegt und zutreffende 

Ausführungen zur Strafzumessung gemacht, worauf verwiesen werden kann (Urk. 

33 S.11 f.). Die Abweichung der Beschuldigten vom ordentlichen Fahrverhalten 

war geringfügig. Sie war zum Kollisionszeitpunkt mit geringer Geschwindigkeit 

unterwegs und über den Sachschaden hinaus erfolgte keine weitere Gefährdung. 

Nach der Kollision fuhr die Beschuldigte einfach weiter und verletzte damit ihre 

Meldepflicht. Hinzuweisen ist auf die lange Dauer des Verfahrens beim 

Stadtrichteramt, wobei das Strafverfahren keine grossen Auswirkungen auf das 

Leben der Beschuldigten gehabt haben dürfte. Insgesamt ist von einem leichten 

Verschulden auszugehen. Angesichts der finanziellen Verhältnisse der 

Beschuldigten, welche gemäss eigenen Angaben Fr. 8'000.– netto pro Monat 

verdient (Urk. 40), sowie unter Berücksichtigung ihres Verschuldens, erweist sich 

eine Busse in der Höhe von Fr. 300.– als angemessen.  

 Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse ist eine 

Ersatzfreiheitsstrafe auszufällen (Art. 106 Abs. 2 StGB). Diese ist nach den 

Verhältnissen des Täters so zu bemessen, dass sie seinem Verschulden 

angemessen ist (Art. 106 Abs. 3 StGB), wobei dem Gericht bei der Bemessung 

ein weiter Ermessensspielraum zusteht (BGE 134 IV 60 E. 7.3.3.). Vorliegend 

erscheint eine Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen bei schuldhafter 

Nichtbezahlung der Busse als angemessen.  

V. Kosten  

 Ausgangsgemäss ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) zu 

bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).  

 Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschuldigte unterliegt 

mit ihrer Berufung vollständig, weshalb ihr die Kosten des Berufungsverfahrens 

aufzuerlegen sind. 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des Nichtbeherrschen des Fahrzeuges im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 

aSVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie  

− des Nichtgenügens der Meldepflicht im Sinne von Art. 92 Abs. 1 aSVG 

in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG. 

2. Die Beschuldigte wird mit Fr. 300.– Busse bestraft.  

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'000.–. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Beschuldigten auferlegt. 

7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− den Verteidiger der Beschuldigten im Doppel für sich und zuhanden 
der Beschuldigten 

− das Stadtrichteramt Zürich  
− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz. 

8. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

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Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 10. Dezember 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Mondgenast  
 

 
 

	Urteil vom 10. Dezember 2014
	Urteil der Voristanz:
	1. Die Einsprecherin ist schuldig
	 des Nichtbeherrschens des Fahrzeugs im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie
	 des Nichtgenügens der Meldepflicht in Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG.

	2. Die Einsprecherin wird bestraft mit einer Busse von Fr. 300.–. Die Busse ist zu bezahlen.
	3. Bezahlt die Einsprecherin die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 900.–. Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	5. Die Gerichtskosten werden der Einsprecherin auferlegt. Über diese Kosten stellt die Gerichtskasse Rechnung.
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Verfahren
	II.  Prozessuales
	III.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	IV.  Strafzumessung
	V.  Kosten

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des Nichtbeherrschen des Fahrzeuges im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 aSVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie
	 des Nichtgenügens der Meldepflicht im Sinne von Art. 92 Abs. 1 aSVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG.
	2. Die Beschuldigte wird mit Fr. 300.– Busse bestraft.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'000.–.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Beschuldigten auferlegt.
	7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 den Verteidiger der Beschuldigten im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 das Stadtrichteramt Zürich
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz.

	8. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.