# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 85a96b01-2b5b-5010-a26b-a818bc80eb42
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2015 BVGE 2015/11
**Docket/Reference:** BVGE-2015-11
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2015-11_2015-05-08

## Full Text

Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen Wiedererw&auml;gungsentscheid) | 
Asylrecht. Bedeutung eines psychiatrischen Gutachtens bezüglich nichtmedizinischer
Sachverhalte.
Art.&#160;7 Abs.&#160;1 AsylG.
1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bildet für sich allein
keinen Beweis für eine behauptete Miss­handlung (E.&#160;7.2.1 und 7.2.2). Die auf klinischer
Beobachtung beruhende Einschätzung eines Facharztes kann in Bezug auf die Plausibilität von
Vorkommnissen oder Ereignissen, die als Ur­sache für die diagnostizierte PTBS in Betracht fallen,
ein Indiz bilden, welches bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Ver­folgungsvorbringen im
Rahmen der Beweiswürdigung zu be­rücksichtigen ist. Bestätigung der Rechtsprechung
von BVGE 2007/31 (E.&#160;7.2.2).
2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Wenn die in einem früheren Urteil bereits prognostizierte und ge­würdigte gesundheitliche
Entwicklung später tatsächlich eintritt, kann ein Beweismittel, das diese prognostizierte Entwicklung
belegt, keine veränderte Sachlage dokumentieren, die einen An­spruch auf Wiedererwägung
zu vermitteln vermag. Eine wieder­erwägungsrechtlich wesentlich veränderte Sachlage liegt
dann auch in medizinischer Hinsicht nicht vor (E.&#160;7.3.2).

2015-10-26T16:46:30Z