# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7e9448e-5308-55a0-a2ec-2f0ada55a386
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 14.05.2013 410 2013 81 (410 13 81)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_410-2013-81_2013-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

vom 14. Mai 2013 (410 13 81) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) 

 

 

Konkurseröffnung ordentlich / berufsmässige Parteivertretung (Art. 68 Abs. 2 ZPO) 

 

 

Besetzung  Präsidentin Christine Baltzer-Bader;  
Gerichtsschreiber i.V. Diego Stoll 

  
 

Parteien  A.____AG, 
vertreten durch Advokat Dr. Ernst Staehelin, LL.M, Malzgasse 15, 
4052 Basel,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  Einfache Gesellschaft B.____, 
vertreten durch werner sutter & co. ag, Liegenschaftsverwaltung, Lut-
zertstrasse 33, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 

   

Gegenstand  Konkurseröffnung ordentlich / 
Beschwerde gegen den Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Ar-
lesheim vom 12. März 2013 

 
 

 

 
 
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A. Mit Eingabe vom 17. Januar 2013 liess die Einfache Gesellschaft B.____, vertreten durch 
die werner sutter & co. ag, unter Vorlegung der Konkursandrohung und des Zahlungsbefehls in 
der Betreibung Nr. X des Betreibungsamtes Arlesheim gegen die A.____AG beim Bezirksge-
richt Arlesheim das Konkursbegehren stellen. In der Folge eröffnete der Präsident des Bezirks-
gerichts Arlesheim in Anwendung von Art. 171 SchKG in Abwesenheit der Parteien am 
12. März 2013 um 10.30 Uhr den Konkurs über die A.____AG. Die Schuld inklusive Zinsen und 
Kosten für ausstehende Mietzinsen belief sich laut Bezirksgericht Arlesheim auf CHF 9'614.45. 
 
B. Mit Beschwerde vom 25. März 2013 gelangte die A.____AG, vertreten durch Advokat 
Dr. Ernst Staehelin, an das Kantonsgericht Basel-Landschaft. Sie beantragte die Aufhebung 
des Entscheids des Bezirksgerichtspräsidenten Arlesheim vom 12. März 2013. Demgemäss sei 
die Konkurseröffnung zu widerrufen und das Konkursamt Arlesheim anzuweisen, das Konkurs-
verfahren zu schliessen. Sodann sei zu veranlassen, dass der Widerruf im Handelsregister pub-
liziert werde. Weiter sei von der Auferlegung von Gerichtskosten abzusehen und der Be-
schwerdeführerin eine Parteientschädigung zuzusprechen. In prozessrechtlicher Hinsicht sei 
der vorliegenden Beschwerde schliesslich die aufschiebende Wirkung zu bewilligen. Zur Be-
gründung brachte die Beschwerdeführerin zunächst vor, die Beschwerdegegnerin sei im Kon-
kursverfahren vor dem Bezirksgericht nicht rechtsgültig vertreten gewesen, weshalb ihr Kon-
kursbegehren ungültig sei. Es sei notorisch, dass es sich bei der werner sutter & co. ag um eine 
gewerbsmässig tätige Liegenschaftsverwaltung handle. Sie sei folglich weder eine Aktienge-
sellschaft, in der registrierte Anwälte arbeiten, noch eine Sachwalterin oder eine Rechtsagentin. 
Ebenso wenig sei sie eine Vertreterin im Sinne von Art. 27 SchKG, zumal der Kanton Basel-
Landschaft von der Möglichkeit, derartige Vertreter zuzulassen, keinen Gebrauch gemacht ha-
be. Dass die werner sutter & co. ag berufsmässig handle, sei schliesslich wiederum notorisch 
und bedürfe keiner weiteren Erörterung. Weiter erklärte die Beschwerdeführerin, dass sie am 
25. März 2013 einen Betrag von CHF 14'178.60, unter anderem zur Deckung der fraglichen 
Forderung, an das Betreibungsamt Arlesheim geleistet habe. Ausserdem machte sie ihre Zah-
lungsfähigkeit geltend. So verfüge ihre Tätigkeit über ein enormes Marktpotential, da sie in ih-
rem Gebiet führend sei und derzeit nahezu konkurrenzlos agieren könne. Sie habe in den Jah-
ren 2011 und 2012 vier Lizenzverträge für sieben Länder abgeschlossen und sei selbst in drei 
Ländern tätig. Zudem herrsche Zuversicht, dass demnächst erste wesentliche Lizenzgebühren 
vereinnahmt werden könnten. Aus dem Ertragsbudget für das Jahr 2013 ergebe sich sodann, 
dass im laufenden Jahr ein Betriebsertrag von knapp CHF 1'300'000.00 erwirtschaftet werden 
könne, woraus sich ein Jahresgewinn ergebe, welcher das Eigenkapital deutlich verstärken 
werde. Schliesslich habe eine Drittperson einen Betrag von CHF 30'000.00 zur Verfügung ge-
stellt, damit die in Betreibung gesetzten Forderungen beglichen werden könnten. Bislang seien 
dabei jene Forderungen gedeckt worden, für welche eine Konkursandrohung oder eine Pfän-
dungsankündigung bestanden habe. Die Bezahlung der restlichen in Betreibung gesetzten For-
derungen würde erfolgen, sobald der CEO der Beschwerdeführerin wieder in die Räumlichkei-
ten der Gesellschaft gehen und die entsprechenden Unterlagen sichten könnte. Soweit die zur 
Verfügung gestellten Mittel nicht ausreichen würden, könnten die ersten Lizenzeinnahmen ver-
wendet werden. 
 

 
 
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C. Mit Verfügung vom 27. März 2013 erkannte die Präsidentin der Abteilung Zivilrecht des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft, dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt 
werde. Die Beschwerdeführerin könne den Betrieb bis auf weiteres unter Aufsicht des Konkurs-
amtes Arlesheim weiterführen. Dieses werde indes ersucht, dem Kantonsgericht Basel-
Landschaft Mitteilung zu machen, falls zum Schutz der Gläubigerinteressen weitergehende Si-
cherheitsmassnahmen anzuordnen seien. 
 
D. Mit Stellungnahme vom 8. April 2013 teilte das Bezirksgericht Arlesheim mit, dass die 
Zulassung gewerbsmässiger Vertreter zur berufsmässigen Vertretung vor Gericht im Sinne von 
Art. 68 Abs. 2 lit. c ZPO trotz fehlender gesetzlicher Grundlage aus praktischen Gründen erfol-
ge, wobei auf das Protokoll eines Erfahrungsaustausches zwischen dem Kantonsgericht, Abtei-
lung Zivilrecht, und den Bezirksgerichten verwiesen werde. 
 
E. Mit Eingabe vom 23. April 2013 wandte sich die Beschwerdeführerin erneut an das Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht. Unter Verweis auf ihre Beschwerdeschrift 
vom 25. März 2013 wies sie nochmals darauf hin, dass der Kanton Basel-Landschaft von der 
Möglichkeit, Vertreter im Sinne von Art. 27 SchKG zuzulassen, keinen Gebrauch gemacht ha-
be. Dies bedeute, dass Art. 68 Abs. 2 lit. c ZPO im Kanton Basel-Landschaft überhaupt keine 
Anwendung finde. Die Vertretungsberechtigung der Liegenschaftsverwaltung müsse sich also 
auf eine andere Bestimmung stützen können, was vorliegend aber nicht der Fall sei. Weder 
praktische Gründe noch das von der Vorinstanz erwähnte Protokoll könnten diese fehlende ge-
setzliche Grundlage ersetzen. 
 
F. Mit Schreiben vom 2. Mai 2013 teilte die werner sutter & co. ag dem Kantonsgericht Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, sodann mit, dass der betriebene Betrag über CHF 9'552.05 
am 16. April 2013 vom Betreibungsamt Arlesheim überwiesen worden sei. Weiter sei die amtli-
che Mietausweisung der Beschwerdeführerin bereits erfolgt und das Mietverhältnis per 
31. März 2013 beendet worden. 
 
Erwägungen 
 
1.1 Der Entscheid des Konkursgerichtes kann gemäss Art. 174 Abs. 1 Satz 1 SchKG mit Be-
schwerde nach der ZPO angefochten werden. Zur Anwendung kommt das summarische Ver-
fahren (Art. 251 lit. a ZPO). Die Beschwerde ist daher bei der Rechtsmittelinstanz innert 
zehn Tagen seit der Zustellung des begründeten Entscheides oder seit der nachträglichen Zu-
stellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 2 
ZPO). Im vorliegenden Fall wurde der begründete Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten 
Arlesheim der Beschwerdeführerin am 14. März 2013 zugestellt. Ihre Beschwerdeschrift über-
gab sie der Schweizerischen Post am 25. März 2013. Da der letzte Tag der Beschwerdefrist auf 
einen Sonntag fiel und die Frist daher erst am nächsten Werktag endete (vgl. Art. 142 Abs. 3 
ZPO), wurde die Beschwerde fristgerecht aufgegeben. Auch der Kostenvorschuss für das 
Rechtsmittelverfahren in der Höhe von CHF 750.00 wurde rechtzeitig geleistet. 
 

 
 
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1.2 Die Beschwerde hat gewissen inhaltlichen Voraussetzungen zu genügen. So ist zu ver-
langen, dass die Beschwerdeschrift ein zulässiges Rechtsbegehren enthält, ansonsten von Am-
tes wegen nicht auf die Beschwerde einzutreten ist. Der Beschwerdeführer hat dabei an-
zugeben, welchen materiellen Verfahrensausgang er anstrebt. Wenngleich zwischen Anträgen 
und deren Begründung unterschieden werden sollte, darf die Begründung für die Auslegung der 
Anträge beigezogen werden. Es wäre überspitzt formalistisch, mangels genügenden Antrags in 
der Sache nicht auf eine Beschwerde einzutreten, wenn sich aus der Begründung klar ergibt, 
was der Rechtsmittelkläger verlangt (KUNZ/HOFFMANN-NOWOTNY/STAUBER, ZPO-Rechtsmittel 
Berufung und Beschwerde, Art. 321 N 30 mit Verweis auf Art. 311 N 60 ff.). Die Anträge, es sei 
der Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Arlesheim vom 12. März 2013 aufzuheben, von 
der Auferlegung von Gerichtskosten abzusehen, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädi-
gung zuzusprechen und der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu bewilli-
gen, sind ohne Weiteres zulässig. Den ebenfalls verlangten Widerruf der Konkurseröffnung gilt 
es dagegen umzudeuten, da die Beschwerdeführerin den Konkurs offenkundig nicht gemäss 
Art. 195 SchKG widerrufen, sondern gestützt auf Art. 174 SchKG aufheben möchte. Auf die 
Begehren, es sei das Konkursamt Arlesheim anzuweisen, das Konkursverfahren zu schliessen 
und zu veranlassen, dass der Widerruf (recte: die Aufhebung) des Konkurses im Handelsregis-
ter publiziert werde, kann hingegen mangels sachlicher Zuständigkeit des Kantonsgerichts Ba-
sel-Landschaft nicht eingetreten werden. Der Entscheid wird den entsprechenden Ämtern 
(Betreibungs- und Konkursamt Arlesheim bzw. Handelsregisteramt Basel-Landschaft) in An-
wendung von Art. 176 SchKG aber mitgeteilt. 
 
1.3 Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, ist für deren Beurteilung gemäss § 5 Abs. 1 
lit. b EG ZPO das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts zuständig. Der Ent-
scheid erfolgt in Anwendung von Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten. 
 
2.1 Die Beschwerde als ausserordentliches Rechtsmittel richtet sich nach den Bestimmungen 
von Art. 319 ff. ZPO. Aufgrund von Art. 326 Abs. 1 ZPO können im Beschwerdeverfahren keine 
neuen Anträge, Tatsachenbehauptungen oder Beweismittel vorgebracht werden. Vorbehalten 
bleiben gemäss Art. 326 Abs. 2 ZPO besondere Bestimmungen des Gesetzes. So können die 
Parteien nach Art. 174 Abs. 1 Satz 2 SchKG im Verfahren betreffend Konkurseröffnung neue 
Tatsachen geltend machen, wenn diese vor dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind. 
Diese sog. unechten Noven können uneingeschränkt vorgebracht werden. Gemäss Art. 174 
Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung sodann aufheben, wenn der 
Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels oder spätestens innert der Rechtsmittelfrist sei-
ne Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass inzwischen: die 
Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1); der geschuldete Betrag bei 
der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2); oder der Gläubiger auf 
die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). Das Gesetz zählt die zulässigen, sog. ech-
ten Noven damit abschliessend auf. 
 
2.2 In ihrer Beschwerdebegründung rügt die Beschwerdeführerin zunächst, dass die Be-
schwerdegegnerin im Konkursverfahren vor dem Bezirksgericht Arlesheim nicht rechtsgültig 
vertreten gewesen sei. Sie beruft sich damit auf ein unechtes Novum im Sinne von Art. 174 

 
 
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Abs. 1 Satz 2 SchKG. Die Parteivertretung bestimmt sich nach Art. 68 ZPO. Während Abs. 1 
festhält, dass sich jede prozessfähige Partei im Prozess durch eine beliebige Person vertreten 
lassen kann, regelt Abs. 2 die Voraussetzungen, welche eine Person erfüllen muss, damit sie 
eine andere Person berufsmässig vertreten kann. Der Begriff der berufsmässigen Vertretung ist 
dabei nicht restlos geklärt. Während der Vorentwurf zur schweizerischen ZPO diesbezüglich 
noch auf die kantonalen Vorschriften verwiesen hatte (Art. 60 Abs. 4 VE-ZPO), wurde in der 
Vernehmlassung eine gesamtschweizerische Regelung angeregt, ohne dass der Begriff näher 
geklärt worden wäre. In der einschlägigen Literatur wird teilweise auf die Regelmässigkeit der 
Parteivertretung (TENCHIO, Basler Kommentar, Art. 68 N 6), teilweise auf deren Entgeltlichkeit 
(STAEHELIN/SCHWEIZER, ZPO Kommentar, Art. 68 N 8; STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivil-
prozessrecht, § 13 N 16), teilweise auf eine Kombination der beiden Elemente (HRUBESCH-
MILLAUER, DIKE-Kommentar ZPO, Art. 68 N 5; DOMEJ, ZPO Kurzkommentar, Art. 68 N 10; 
STERCHI, Berner Kommentar ZPO, Art. 68 N 6; in diesem Sinne auch § 4 Abs. 2 Anwaltsgesetz 
Basel-Landschaft) abgestellt. Vorliegend legt die Beschwerdeführerin indes keinerlei Umstände 
dar, welche die Regelmässigkeit der Parteivertretung bzw. deren Entgeltlichkeit belegen wür-
den, sondern beschränkt sich auf den Hinweis, dass es notorisch sei, dass die werner sutter & 
co. ag berufsmässig handle. Im Sinne von Art. 151 ZPO sind jene Tatsachen allgemeinnoto-
risch, welche zum allgemeinen Wissen und Erfahrungsschatz gehören oder einem sehr grossen 
Personenkreis bekannt sind und durch jedermann mit allgemein zugänglichen Mitteln feststell-
bar sind. Gerichtsnotorisch sind diejenigen Tatsachen, welche das Gericht in seiner amtlichen 
Tätigkeit wahrgenommen hat und die unzweifelhaft feststehen (BRÖNNIMANN, Berner Kommen-
tar ZPO, Art. 151 N 2 ff.; HASENBÖHLER, ZPO Kommentar, Art. 151 N 3 ff.). Bei der werner sut-
ter & co. ag handelt es sich laut Auszug aus dem Handelsregister des Kantons Basel-
Landschaft um eine gewerbsmässig tätige Liegenschaftsverwaltung, welche den Betrieb eines 
Architekturbüros sowie den An- und Verkauf bzw. die Verwaltung von Liegenschaften bezweckt. 
Dass die Unternehmung daneben auch gewerbsmässig Prozesse führt und Parteien vor Gericht 
vertritt, ist hingegen nicht bekannt. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin ist daher 
das Vorliegen einer entsprechenden notorischen Tatsache zu verneinen. Auch den weiteren in 
diesem Zusammenhang vorgebrachten Ausführungen kann nicht gefolgt werden. So ist die be-
rufsmässige Vertretung im Rahmen des Bundesrechts völlig frei, wenn ein Kanton auf die Legi-
ferierungsmöglichkeiten gemäss Art. 27 SchKG verzichtet, zumal die ratio legis von Art. 68 
Abs. 2 lit. c ZPO darin zu sehen ist, dass denjenigen Personen, die zur gewerbsmässigen Ver-
tretung im Zwangsvollstreckungsverfahren befugt sind, ermöglicht werden soll, ihre Klientschaft 
auch im damit verbundenen summarischen Gerichtsverfahren zu vertreten (Urteil des OGer des 
Kantons Bern vom 16. Mai 2011, ZK 11 184, E. IV 14, in: CAN 2/2012, S. 18 ff.; vgl. auch 
ROTH/WALTHER, Basler Kommentar SchKG, Art. 27 N 3 f.; MUSTER, Kurzkommentar SchKG, 
Art. 27 N 7). Weiter ist keineswegs unbestritten, dass die Handlungen eines vertretungsunbe-
fugten Vertreters tatsächlich ungültig sind. Vielmehr scheint auch die Ansicht vertretbar, dass 
die Vertretung dann per definitionem als nicht berufsmässig im Sinne von Art. 68 Abs. 1 ZPO zu 
qualifizieren ist, was sich letztendlich auf die Bemessung der Parteientschädigung auswirkt 
(STERCHI, Berner Kommentar ZPO, Art. 68 N 6). Die Rüge der nicht rechtsgültigen Vertretung 
der Beschwerdegegnerin vor dem Bezirksgericht Arlesheim kann demnach nicht gehört werden. 
 

 
 
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2.3 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass sie die fragliche Schuld am 25. März 2013 
beglichen habe und überdies zahlungsfähig sei. Sie macht damit ein echtes Novum im Sinne 
von Art. 174 Abs. 2 SchKG geltend. Vorliegend bestätigte das Betreibungsamt Arlesheim mit 
Quittung vom 25. März 2013, dass die Beschwerdeführerin eine Einzahlung im Betrag von 
CHF 14'178.60 geleistet habe. Auch die Beschwerdegegnerin erklärte mit Schreiben vom 
2. Mai 2013, dass der betriebene Betrag von CHF 9'552.05 bei ihr eingegangen sei. Damit ist 
der Konkurshinderungsgrund der vollumfänglichen Tilgung der Schuld (Ziff. 1) nachgewiesen. 
Zu prüfen bleibt indes, ob die Beschwerdeführerin auch ihre Zahlungsfähigkeit hinreichend 
glaubhaft gemacht hat. An die Zahlungsfähigkeit sind dabei grundsätzlich keine allzu strengen 
Anforderungen zu stellen. Sie ist glaubhaft gemacht, wenn die Zahlungsfähigkeit wahrscheinli-
cher erscheint als die Zahlungsunfähigkeit, wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des 
schuldnerischen Betriebs nicht zum vornherein verneint werden muss bzw. die Möglichkeit be-
steht, den Konkurs noch zu verhindern oder wenn der Schuldner seinen laufenden Verpflich-
tungen nachzukommen und seine Schulden in absehbarer Zeit abzutragen vermag, wobei 
diesbezüglich genügt, dass er sich um die Sanierung seiner ungünstigen finanziellen Situation 
ernsthaft bemüht. Blosse Behauptungen des Schuldners genügen dabei nicht, vielmehr sind 
konkrete Anhaltspunkte, wie Zahlungsbelege, Belege über die dem Schuldner zur Verfügung 
stehenden Mittel, Debitorenlisten, Auftragsbestätigungen, Betreibungsregisterauszüge, aktuelle 
Jahresrechnungen oder Zwischenbilanzen erforderlich. Von besonderer Wichtigkeit ist dabei 
der aktuelle Auszug aus dem Betreibungsregister für die letzten Jahre. Zu diesem und den ein-
zeln als nicht erledigt ausgewiesenen Betreibungen hat der Schuldner schriftlich Stellung zu 
nehmen und behauptete Abzahlungsvereinbarungen und geleistete Raten entsprechend zu 
belegen (GIROUD, Basler Kommentar SchKG, Art. 174 N 26; DIGGELMANN/MÜLLER, Kurzkom-
mentar SchKG, Art. 174 N 15). Der eingereichte Betreibungsregisterauszug führt per 
25. März 2013 neun Betreibungen über CHF 32'069.40 auf, wobei sich die tatsächlich noch 
bestehenden Schulden auf CHF 30'080.70 belaufen. Für die Tilgung dieser Verbindlichkeiten 
hat eine Drittperson einen Betrag von CHF 30'000.00 zur Verfügung gestellt. Damit wurden am 
25. März 2013 jene Forderungen gedeckt, für welche eine Konkursandrohung oder eine Pfän-
dungsankündigung bestanden hat. Die weiteren in Betreibung gesetzten Forderungen sollen 
getilgt werden, sobald der CEO der Beschwerdeführerin wieder in die Räumlichkeiten der Ge-
sellschaft gehen kann, notfalls unter Verwendung der ersten Lizenzeinnahmen. Aufgrund der 
eingereichten Unterlagen und dem dargelegten, kurz- und mittelfristig angestrebten Auftragsvo-
lumen ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin künftig in der Lage sein wird, ihre 
Verbindlichkeiten jeweils zu erfüllen, weshalb ihre Zahlungsfähigkeit insgesamt zu bejahen ist. 
Die Beschwerdeführerin ist allerdings darauf hinzuweisen, dass sie, falls das zuständige 

Gericht ein weiteres Konkursdekret gegen sie aussprechen muss, nicht damit rechnen 

kann, dass sie durch Beschwerde dessen Aufhebung erreichen kann. 
 
2.4 Im Ergebnis ist die Beschwerde gutzuheissen und das Konkursdekret des Bezirksge-
richtspräsidenten Arlesheim vom 12. März 2013 in der Betreibung Nr. X des Betreibungsamtes 
Arlesheim aufzuheben.  
 
3. Abschliessend ist über die Verteilung der Prozesskosten zu entscheiden. Gemäss 
Art. 106 ZPO werden die Prozesskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Die-

 
 
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ser Grundsatz wird jedoch durch Art. 107 ZPO eingeschränkt, welcher in gewissen Fällen eine 
Verteilung der Prozesskosten nach Ermessen vorsieht. Gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO kann 
dabei insbesondere von der Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens abgesehen werden, 
wenn besondere Umstände vorliegen, welche dies als unbillig erscheinen lassen. Vorliegendes 
Verfahren wurde einzig durch das Versäumnis der Beschwerdeführerin, die Konkursforderung 
rechtzeitig zu begleichen, veranlasst und hätte durch rechtzeitige Bezahlung der Forderung 
verhindert werden können. Es erscheint deshalb als angemessen, dass sie trotz ihres Obsie-
gens die Gerichtskosten beider Instanzen selbst zu tragen hat. Die Gerichtskosten für das zwei-
tinstanzliche Verfahren werden dabei in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 52 lit. b 
GebV SchKG auf CHF 750.00 festgesetzt. Ferner hat die Beschwerdeführerin die Kosten ihrer 
Rechtsvertretung selbst zu tragen. 
 
Demnach wird erkannt: 

 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, und 

das Konkursdekret des Bezirksgerichtspräsidenten Arlesheim vom 
12. März 2013 in der Betreibung Nr. X des Betreibungsamtes Arlesheim 
wird aufgehoben. 
 

 2. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 250.00 sowie die zweit-
instanzlichen Gerichtskosten von CHF 750.00 werden der Beschwerde-
führerin auferlegt. 
 

Präsidentin 
 
 
 
Christine Baltzer-Bader 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
Diego Stoll