# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef7588bc-ce46-5678-94c1-d47cdd29f21c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.09.2017 730 17 113 / 265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_730-17-113---265_2017-09-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. September 2017 (730 17 113 / 265) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Krankenversicherung 

 

 

Leistungspflicht für Behandlungskosten für Spätfolgen und Rückfälle von Unfällen, die 

sich vor dem Inkrafttreten des KVG ereignet haben und für die weder ein Sozialversiche-

rer noch ein Versicherer nach Art. 102 Abs. 4 letzter Satz KVG einzustehen hat. 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-

weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Helsana Versicherungen AG, Recht & Compliance, Postfach, 
8081 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1973 geborene A.____ ist bei der Helsana Versicherungen AG (Helsana) obligato-
risch krankenpflegeversichert. Am 23. August 2016 übermittelte Dr. med. dent. B.____ der da-
maligen Avanex Versicherungen AG (seit 1. Januar 2017: Helsana Versicherungen AG) ein 
Zahnschadenformular inkl. Kostenvoranschläge im Gesamtbetrag von Fr. 2'166.35 für die Be-
handlung des Zahnes 21 von A.____. Diese führte in ihrer Unfallmeldung vom 24. August 2016 
aus, dass am 10. August 2016 ein Glas beim Trinken an ihre Zähne gestossen sei. Dabei sei 

 
 
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die Zahnkrone einer ihrer Frontzähne zersplittert und sie habe Schmerzen verspürt. Im Begleit-
schreiben wies sie darauf hin, dass sie bereits im Oktober 1981 als 8-Jährige beim Spielen ver-
unfallte und dabei den gleichen Zahn abgebrochen habe. Damals sei sie bei den C.____ in der 
Einzelunfallversicherung und bei der D.____ versichert gewesen. Im Jahr 1993 sei eine Krone 
für den Zahn 21 von der Klinik E.____ angefertigt worden. Nach Abklärung des Sachverhalts 
teilte die Helsana A.____ mit Schreiben vom 8. September 2016 mit, dass sie für die geltend 
gemachte Zahnbehandlung keine Leistungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversiche-
rung übernehme. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 2. März 2017 
ab.  
 
B.  Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 4. April 2017 Beschwerde ans Kantonsge-
richt Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es 
sei die Helsana in Aufhebung des angefochtenen Entscheides zu verpflichten, die Kosten für 
die Behandlung des Zahnes 21 (Versorgung mit einer Keramikkrone) zu übernehmen; alles 
unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie aus, dass das Ereignis im Oktober 1981 die 
gesetzlichen Voraussetzungen eines Unfalles erfülle. Der Zahnunfall vom 10. August 2016 sei 
eine Spätfolge davon, weshalb die Helsana leistungspflichtig sei.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 19. Mai 2017 beantragte die Helsana die Abweisung der 
Beschwerde. Zur Begründung wies sie darauf hin, dass keine Unterlagen über den Zahnunfall 
vom Oktober 1981 vorlägen. Ein Kausalzusammenhang zwischen diesem Ereignis und der 
Zahnschädigung vom August 2016 könne nur mit möglicher aber nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden. Die Folgen der Beweislosigkeit habe die Versicherte 
zu tragen.  
 
D. Auf Anfrage des Kantonsgerichts teilte die D.____ am 23. Juni 2017 mit, dass sie nach 
intensiver Suche in ihren Archiven keine Hinweise gefunden habe, wonach sie Leistungen für 
Zahnbehandlungen der Versicherten übernommen habe. Dies sei auch unwahrscheinlich, da 
diese erst ab 1984 Zahnunfälle bei Kindern versichert habe.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbin-
dung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 20. März 
1981 kann gegen Einspracheentscheide der Krankenversicherer Beschwerde erhoben werden. 
Zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person 
Wohnsitz hat (vgl. Art. 58 ATSG). Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.  
 
1.2 Streitig ist der Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Helsana für den am 
10. August 2016 erlittenen Schaden am Zahn 21. Gemäss § 55 des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsi-

 
 
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dierende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts über Streitigkei-
ten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.--. Im vorliegenden Fall belaufen sich die geltend ge-
machten Kosten gemäss den beiden Kostenvoranschlägen vom 23. August 2016 auf insgesamt 
Fr. 2'166.35, weshalb die Angelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 
 
2.1 Gemäss Art. 31 Abs. 2 KVG, in Kraft seit 1. Januar 1996, übernimmt die obligatorische 
Krankenpflegeversicherung die Kosten der Behandlung von Schäden des Kausystems, die 
durch einen Unfall verursacht wurden. Vorliegend ist unbestritten, dass das Ereignis vom 
10. August 2016 nicht die Voraussetzungen eines Unfalls im Sinne des Art. 4 ATSG erfüllt. Die 
Versicherte macht jedoch geltend, dass der strittige Zahnschaden eine Spätfolge des Unfaller-
eignisses vom Oktober 1981 sei, als sie sich als 8-Jährige beim Spielen den Zahn 21 abgebro-
chen habe. Die Frage, ob die Helsana für die aus einem Unfall, der sich vor Inkrafttreten des 
KVG ereignete, resultierenden Zahnbehandlungskosten aufzukommen hat, ist anhand des 
Übergangsrecht gemäss Art. 102 KVG zu prüfen. In Abs. 4 wird unter anderem bestimmt, dass 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten (des KVG) ereignet haben, 
nach den bisherigen Verträgen zu gewähren sind (Satz 3). Dieser dritte Satz stellt klassisches 
Intertemporalrecht dar. Er enthält zwei Aussagen, nämlich erstens, dass für solche Unfälle das 
bestehende Versicherungsverhältnis mit Inkrafttreten des KVG nicht wegfällt ("sind jedoch nach 
den bisherigen Verträgen zu gewähren") und zweitens, dass der Krankenversicherer nach KVG 
dafür nicht einzustehen hat. Das bedeutet, dass sich der "andere" Versicherer nicht auf das 
neue KVG und die darin vorgesehene Leistungspflicht des Krankenversicherers für Unfälle be-
rufen kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 23. April 2001, K 187/00, E. 3a und vom 
16. März 2001, K 140/00, E. 2).  
 
2.2 Im Zeitpunkt des von der Versicherten geltend gemachten Unfallereignisses im Jahr 
1981 war diese gemäss ihren Ausführungen bei der D.____ krankenpflegeversichert und bei 
der Basler für stationäre Aufenthalte zusatzversichert gewesen. Ausserdem bestand möglich-
erweise für die Versicherte als Schülerin im Kanton Basel-Landschaft eine Schülerunfallversi-
cherung bei den C.____. Anhaltspunkte für weitere Versicherer zum Zeitpunkt des Ereignisses 
vom Oktober 1981 ergeben sich keine aus den Akten. Mit Schreiben vom 17. August 2016 be-
stätigten die C.____ die Angaben der Versicherten in Bezug auf die Ergänzungsversicherung 
zur Krankenkasse für stationäre Aufenthalte. Sie schlossen es auch nicht aus, dass die Versi-
cherte über die Schülerunfallversicherung bei ihnen für Zahnunfälle versichert gewesen sei. Da 
eine Kostenbeteiligung für Zahnbehandlungen jedoch je nach Vertragsbedingungen auf das 
Alter von 22 bis 23 Jahren beschränkt gewesen sei, seien keine Akten mehr über eine Unfall-
meldung der Versicherten aus dem Jahr 1981 vorhanden. Desgleichen konnte die D.____ ge-
mäss ihrem Schreiben vom 23. Juni 2017 keine Akten über eine Zahnbehandlung der Versi-
cherten im Zusammenhang mit einem Unfall aus dem Jahr 1981 finden. Sie erachtete eine Kos-
tenübernahme der Krankenkasse mangels Versicherungsdeckung für Zahnschadenunfälle vor 
dem Jahr 1984 als unwahrscheinlich. Es liegen somit keine Unterlagen über einen Zahnscha-
denunfall aus dem Jahr 1981 vor.  
 
2.3.1 Die Versicherte kann sich nicht mehr daran erinnern, welcher Versicherer die Kosten für 
den von ihr angegebenen Unfall vom Oktober 1981 übernahm. Gemäss den Akten und den 

 
 
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Angaben der D.____ ist anzunehmen, dass die Versicherte zum Zeitpunkt des Unfalls zwar bei 
ihr krankenpflegeversichert war, diese aber keine Leistungen für diesen Zahnunfall ausrichtete, 
weil sie zum Zeitpunkt des Unfalls noch keine unfallbedingte Zahnschäden versicherte. Selbst 
wenn sich die D.____ an den Behandlungskosten für einen 1981 ereigneten Zahnunfall beteiligt 
hätte, wäre die D.____ aufgrund des Wechsels der Versicherten zur Helsana für Behandlungen, 
die nach dem Ausscheiden bei der Versicherten durchgeführt wurden, nicht mehr leistungs-
pflichtig (vgl. GEBHARD EUGSTER, Bundesgesetz über die Krankenversicherung [KVG], Zü-
rich/Basel/Genf 2010, zu Art. 25 Rz. 69). Weiter steht fest, dass die Versicherte aus der bei den 
C.____ abgeschlossenen Ergänzungsversicherung zur Krankenversicherung aufgrund des ver-
sicherten Risikos (stationäre Aufenthalte) keine Leistungsansprüche besass und deshalb eine 
Kostenbeteiligung für das Ereignis im Jahr 1981 nicht wahrscheinlich ist. Was die Schülerunfall-
versicherung anbelangt, so ist nicht mehr feststellbar, ob eine Kostenübernahme für den Unfall 
im Jahr 1981 über die damals zuständigen C.____ erfolgte. Auch wenn anzunehmen ist, dass 
die Versicherte als Schülerin im Kanton Basel-Landschaft während der obligatorischen Schul-
zeit bei den C.____ unfallversichert war und diese damals für die Kosten des geltend gemach-
ten Unfalls aufkamen, kann die Versicherte gegenüber diesem Unfallversicherer keine Leis-
tungsansprüche mehr geltend machen. Zwar ist es angesichts des Geburtstagsdatums der  
Versicherten (21. November 1973) möglich, dass zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des KVG am 
1. Januar 1996 eine Versicherungsdeckung für Unfälle über die Schülerunfallversicherung ge-
stützt auf Art. 102 Abs. 4 Satz 3 KVG noch bestand. Da die Versicherungsdeckung jedoch mit 
einem Vorbehalt (Erreichen des 22. oder 23. Altersjahres) versehen war, war der Versiche-
rungsvertrag spätestens am 20. November 1996 abgelaufen. Da die geltend gemachte Zahn-
behandlung erst nach Ablauf der Versicherungsdeckung notwendig wurde, besitzt die Versi-
cherte gegenüber den C.____ keine Leistungsansprüche mehr.  
 
2.3.2 Aus diesen Ausführungen ergibt sich, dass für die in Frage stehenden Behandlungskos-
ten weder die D.____ noch die C.____ leistungspflichtig sind. In einer solchen Konstellation 
kommt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung das Behandlungsprinzip zur Anwendung. 
Danach gehen Behandlungskosten für Spätfolgen und Rückfälle von Unfällen, die sich vor dem 
Inkrafttreten des KVG ereignet haben und für die weder ein Sozialversicherer noch ein Versi-
cherer nach Art. 102 Abs. 4 letzter Satz KVG einzustehen hat, zulasten des Versicherers, der 
im Zeitpunkt der Behandlung die Krankenpflegeversicherung der betroffenen versicherten Per-
son führt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. März 2001, K 140/00, E. 2, SVR 2005 KV 
Nr.12 S. 41; EUGSTER, a.a.O., zu Art. 25 Rz. 69). Demzufolge hat die Helsana grundsätzlich für 
die Kosten der Behandlung von Spätfolgen eines Unfallereignisses einzustehen. Dies wird von 
der Helsana grundsätzlich auch nicht bestritten. 
 
3.1 Die Helsana verneint ihre Leistungspflicht, weil der Kausalzusammenhang zwischen 
dem behaupteten Unfall aus dem Jahr 1981 und dem geltend gemachten Zahnschaden vom 
10. August 2016 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit habe nachgewiesen werden kön-
nen. Demgegenüber stellt sich die Versicherte auf den Standpunkt, dass es nicht angehe, ihr 
die Beweislast aufzuerlegen, da aus den Akten klar hervorgehe, dass die im Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 10. August 2016 stehenden Behandlungskosten eine Spätfolge des Un-
falles vom Oktober 1981 seien. 

 
 
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3.2 Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte und schädigende 
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zu Folge hat. Diese 
am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bestimmung entspricht der bis zu diesem Zeitpunkt gel-
tenden Begriffsumschreibung von ehemals Art. 9 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversi-
cherung (UVV) vom 20. Dezember 1982. Damit wurde die vom damaligen Eidgenössischen 
Versicherungsgericht (EVG; heute: Bundesgericht) in ständiger Rechtsprechung verwendete 
Definition des Unfalles – wie schon dazumal in die UVV – nunmehr auch in den ATSG über-
nommen (vgl. BGE 118 V 283 E. 2a). Gleichzeitig ist hinsichtlich der Anwendung von Art. 1a 
Abs. 2 lit. b KVG für den Bereich der Krankenversicherung vom selben Unfallbegriff wie im Un-
fallversicherungsrecht auszugehen (BGE 122 V 232 E. 1).  
 
3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfaller-
eignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzu-
sammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit 
andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 je mit Hinweisen).  
 
3.4 Da Rückfälle und Spätfolgen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis anschliessen, 
können sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den er-
neut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 
Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Es obliegt dem Leistungsansprecher, das 
Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge 
postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine Leistungspflicht des Unfallversiche-
rers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbe-
weis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c in 
fine). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 10. Juni 2011, 8C_44/2011, E. 5.1; THOMAS LOCHER, Grundriss des 
Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 68 Rz. 41 f.). 
 
3.5 Die Abklärung des für die Beurteilung von Ansprüchen versicherter Personen notwendi-
gen Sachverhalts hat gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungs-
grundsatz die verfügende wie auch die eine Verfügung überprüfende Behörde bzw. das Gericht 
von Amtes wegen vorzunehmen. Das heisst sowohl die Helsana wie auch das Sozialversiche-

 
 
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rungsgericht haben von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, für die richtige und voll-
ständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von 
deren Vorliegen es abhängt, in welcher Art über die Rechte und Pflichten einer versicherten 
Person zu entscheiden ist (vgl. LOCHER, a.a.O., § 68 Rz. 2 f. und 8 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
3.6 Die erhobenen Beweismittel sind sowohl durch die Helsana als auch durch das Gericht 
frei zu würdigen. Für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass 
das Gericht alle Beweismittel – unabhängig davon, von wem sie stammen – objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des strittigen Rechtsanspruchs gestatten (LOCHER, a.a.O., zu § 68 Rz. 38)  
 
3.7 Schliesslich darf das Sozialversicherungsgericht eine rechtserhebliche Tatsache erst 
dann als bewiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist. Dabei hat es seinen 
Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste wür-
digt (vgl. LOCHER, a.a.O., § 74 Rz. 25 mit Verweis auf § 68 Rz. 43; BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 
1986 S. 189 f. E. 2c). 
 
4.1 Für die Beurteilung der Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 
dem geltend gemachten Unfall im Oktober 1981 und dem im Jahr 2016 eingetretenen Gesund-
heitsschaden am Zahn 21 der Versicherten liegen folgende Akten vor: 
 
4.2 Im Schreiben vom 24. August 2016 führte die Versicherte aus, dass sie als 8-jähriges 
Kind im Oktober 1981 beim Spielen verunfallte und dabei den Frontzahn 21 abbrach. Dieser sei 
im Jahr 1993 in der E.____ mit einer Keramikkrone versorgt worden. Dabei sei festgestellt wor-
den, dass die Wurzel vital und intakt gewesen sei, was auch heute noch so sei. Aus der Unfall-
meldung vom 24. August 2016 ist zu entnehmen, dass der Versicherten die Krone des Zahnes 
21 beim Anstossen an ein Trinkglas am 10. August 2016 zersplitterte. Gemäss Kostenvoran-
schlag von Dr. B.____ setzte der erstbehandelnde Arzt Dr. med. dent. F.____ der Versicherten 
am 12. August 2016 provisorisch eine Krone am beschädigten Zahn ein. Für die definitive Ver-
sorgung empfahl Dr. B.____ eine Vollkeramikkrone. Mit E-Mail vom 30. August 2016 bestätigte 
Dr. B.____ gegenüber der Helsana, dass der Zahn 21 vor dem Ereignis vom 10. August 2016 
eine Krone besessen habe, welche vor dem 20. Geburtstag der Versicherten in der Universi-
tätszahnklinik Basel angebracht worden sei. Infolge Verjährung seien keine entsprechenden 
Unterlagen mehr von der E.____ erhältlich. Im E-Mail vom 23. September 2016 führte er so-
dann aus, dass die benachbarten Zähne 11 und 23 altersentsprechende sagittale Risse aufwie-
sen. Aus dem Frakturbild der Keramikkrone am Zahn 21 lasse sich schliessen, dass die glei-
chen Risse in der Krone bestanden hätten. Diese Risse seien für die Zersplitterung der Kera-
mikkrone verantwortlich gewesen.  
 
4.3 Aufgrund dieser Ausführungen steht fest, dass der Zahn 21 der Versicherten vor dem 
Ereignis vom 10. August 2016 bereits mit einer Keramikkrone versorgt war. Dies wird von der 

 
 
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Helsana auch nicht bestritten. Ob die Versorgung der Keramikkrone auf ein Unfallereignis zu-
rückzuführen ist, kann aufgrund der Akten jedoch nicht nachgewiesen werden. Es ist zwar 
durchaus möglich, dass die Versicherte im Oktober 1981 beim Spielen verunfallte und dabei 
den Zahn 21 beschädigte. Wie sich aus dem Instruktionsverfahren ergeben hat, existieren in 
vorliegender Sache keinerlei Akten mehr über einen im Oktober 1981 stattgefundenen Unfall. 
Es ist daher nicht mehr eindeutig feststellbar, ob der Zahn 21 durch einen Unfall geschädigt 
wurde. Auch ein den Begriff des Unfalles erfüllender Sachverhalt lässt sich allein auf den Anga-
ben der Versicherten kaum schlüssig beweisen. Wer Leistungen beansprucht, muss aber nach 
ständiger Rechtsprechung die Umstände eines Unfalles glaubhaft machen. Zur Glaubhaftma-
chung eines Unfalles genügt es namentlich nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, 
der möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das 
konkrete Geschehen schlüssige Angaben gemacht werden (RUMO-JUNGO ALEXANDRA/HOLZER 
ANDRÉ PIERRE, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich 2012, S. 4). Die 
Tatsache allein, dass der Zahn 21 seit Jahren überkront war und infolge des Alters Risse auf-
wies, genügt nicht, um eine Leistungspflicht der Helsana zu begründen, solange sich die der 
Behandlung zu Grunde liegende Zahnschädigung nicht einem hinreichend ausgewiesenen, 
vom Ablauf her konkretisierten Unfallereignis zuordnen lässt (vgl. dazu Urteil des Sozialversi-
cherungsgerichts des Kantons Zürich vom 13. Oktober 2016, KV.2015.00022, E. 3.2). Zu dieser 
Frage würde mangels Existenz von Unfallunterlagen und aufgrund des Zeitablaufs auch eine 
weitere medizinische Expertise keinen Aufschluss geben, weshalb auf weitere Abklärungen 
verzichtet werden kann (sog. antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3, 131 I 
153 E. 3, 126 V 130 E. 2a). Damit ist nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die geltend gemachte Zahn-
behandlung in einem Kausalzusammenhang zu einem Unfallereignis im Jahr 1981 steht. Die 
Folgen der Beweislosigkeit hat die Versicherte zu tragen, die aus dem unbewiesenen behaupte-
ten Sachverhalt Rechte ableiten möchte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2014, 
9C_701/2013, E. 4.1; BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). Demzufolge ist die vorliegende 
Beschwerde abzuweisen. 
 
5. Gestützt auf Art. 61 lit. a ATSG sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.