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**Case Identifier:** 85c88528-6aa4-5a07-92fd-5ed9f5fcb5eb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.12.2023 810 23 211 (810 2023 211)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-211_2023-12-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Dezember 2023 (810 23 211)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Gesundheit 

 

 

Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz / fehlende Gleichwertig-

keit des Versicherungsschutzes in Bezug auf die Pflegeleistungen 

 

 

 
Besetzung Vorsitzender Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichter Stefan Schulthess, 

Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Häring, Gerichtsschreiberin  
Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Anca Apetria, Rechtsan-
wältin  

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz  

(RRB Nr. 1118 vom 29. August 2023) 
 
 
 
 
A. Die französische Staatsangehörige A.____ (geb. 1970) ist aus Frankreich zugezogen 
und wohnt seit September 2022 in B.____. Vom 14. Februar 1994 bis zum 30. April 2022 arbei-

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tete sie als internationale Beamtin bei der C.____ und war während dieses Zeitraums bei der 
Versicherungsgesellschaft D.____ krankenversichert, wobei sie über eine Grund- und Zusatz-
versicherung verfügt. Die Versicherungsgesellschaft bot A.____ nach ihrem Ausscheiden aus 
der C.____ an, dass sie weiterhin, d.h. ab dem 1. Mai 2022 zu denselben Bedingungen bei ihr 
versichert bleiben könne. A.____ zahlt die Krankenversicherungsprämie für sich selber und ihre 
Tochter, die ausserhalb der Schweiz lebt.  
 
B. Am 3. November 2022 stellte A.____ gestützt auf Art. 6 Abs. 3 der Verordnung über 
die Krankenversicherung (KVV) vom 27. Juni 1995 bei der Gemeinsamen Einrichtung KVG ein 
Gesuch um Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz. Zur Begründung 
führte sie im Wesentlichen aus, dass der Versicherungsschutz bei der D.____ einem Versiche-
rungsschutz nach schweizerischem Recht entspreche bzw. in verschiedenen Belangen sogar 
darüber hinausgehe, indem etwa die Krebsvorsorge und Kosten für Zahnbehandlungen mitum-
fasst seien.  
 
C. Mit Schreiben vom 27. Januar 2023 teilte die Gemeinsame Einrichtung KVG A.____ 
mit, dass die Voraussetzungen für die Befreiung von der Versicherungspflicht nicht erfüllt seien. 
Begründet wurde dies mit der fehlenden Gleichwertigkeit des Versicherungsschutzes. Konkret 
weise der bestehende Versicherer keine Pflegeleistungen aus, d.h. A.____ sei im Fall einer 
Pflegebedürftigkeit nicht versichert, wie dies im Bundesgesetz über die Krankenversicherung 
(KVG) vom 18. März 1994 vorgesehen sei. Demzufolge sei eine Befreiung von der Versiche-
rungspflicht nicht möglich.  
 
D. Nachdem A.____, nachfolgend immer vertreten durch Anca Apetria, Rechtsanwältin in 
Genf, mit Eingabe vom 3. Februar 2023 bei der Gemeinsamen Einrichtung KVG um Erlass ei-
ner anfechtbaren Verfügung ersucht hatte, wies die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion 
des Kantons Basel-Landschaft (VGD) mit Verfügung vom 7. März 2023 das Gesuch um Befrei-
ung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz zufolge fehlender Gleichwertigkeit des 
Versicherungsschutzes in Bezug auf die Pflegeleistungen ab und verpflichtete A.____ dazu, 
sich innert 30 Tagen ab Rechtskraft der Verfügung bei einer schweizerischen Krankenkasse zu 
versichern und der Gemeinsamen Einrichtung KVG eine Kopie des Versicherungsausweises 
zuzustellen.  
 
E. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Eingabe vom 20. März 2023 Beschwerde 
beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat).  
 
F. Mit Beschluss Nr. 2023-1118 vom 29. August 2023 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde ab.  
 
G. Mit Eingabe vom 11. September 2023 erhob A.____ gegen den Regierungsratsbe-
schluss (RRB) vom 29. August 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragt, es sei der angefochtene RRB sowie die 
Verfügung der VGD für nichtig zu erklären. Es sei festzustellen, dass sie über einen Kranken-
versicherungsschutz bei der D.____ verfüge, der einer schweizerischen Krankenversicherung 

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gleichwertig sei, und demzufolge sei sie von der Versicherungspflicht in der Schweiz zu befrei-
en; ferner sei der Staat zu einer Zahlung von Fr. 3'000.-- als Beteiligung für die Anwaltskosten 
der Beschwerdeführerin zu verurteilen; die Kosten des Verfahrens seien dem Staat aufzuerle-
gen.  
 
H. In seiner Vernehmlassung vom 14. November 2023 beantragt der Regierungsrat die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf den angefochtenen 
Entscheid. 
 
I. Mit Verfügung vom 21. November 2023 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
J. Am 5. Dezember 2023 reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ihre Hono-
rarnote ein.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Nach § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsge-
richtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide des 
Regierungsrats sowie letztinstanzliche Entscheide der Direktionen und gegen letztinstanzliche 
Entscheide der Landeskirchen, sofern dem Kantonsgericht die Zuständigkeit nicht durch dieses 
Gesetz oder durch andere Gesetze entzogen ist. Die Beurteilung der Streitsache wird gemäss 
§ 43 Abs. 1 VPO der Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht zugewiesen, da das Verfah-
ren zur Befreiung von der KVG-Pflicht als Verwaltungsverfahren einzustufen ist, die Aufzählun-
gen in § 54 Abs. 1 und 2 VPO abschliessend sind und Beschwerden gegen Entscheide über die 
Befreiung vom Versicherungsobligatorium darin nicht aufgeführt werden. Damit ist die Zustän-
digkeit der Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts gegeben (vgl. 
Beschluss der Geschäftsleitung vom 29. August 2023 [095 2023 969]; ausführlich dazu: Urteil 
des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 15. No-
vember 2023 E. 1.1 f.). Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten. 
  
2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gelten für den Bereich des Verfahrens 
betreffend Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht die Bestimmungen des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 
2000, so insbesondere Art. 61 lit. a bis i ATSG, welche direkt anwendbare Mindestanforderun-
gen an das kantonale Verfahren statuieren (Urteile des Bundesgerichts 9C_38/2023 vom 
21. April 2023 E. 4.2 und 9C_754/2019 vom 23. April 2020 E. 5.1 ff. m.w.H.). Die Aufzählung in 
Art. 61 lit. a bis i ATSG, die als abschliessend gilt, verpflichtet die Kantone unter anderem zu 
einem Verfahren, das einfach, rasch und für die Parteien unentgeltlich zu sein hat (lit. a; betref-
fend Kostenlosigkeit vgl. die Ausnahme in Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invali-
denversicherung [IVG] vom 19. Juni 1959). Zudem hat das Sozialversicherungsgericht die für 

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den Entscheid erheblichen Tatsachen unter Mitwirkung der Parteien festzustellen (lit. c; vgl. 
zum Ganzen auch Art. 73 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlasse-
nen- und Invalidenvorsorge [BVG] vom 25. Juni 1982). Dies entspricht im Wesentlichen dem 
Untersuchungsgrundsatz, wie er für die Versicherungsträger in Art. 43 ATSG verankert ist 
(BGE 143 V 269 E. 5.2 m.w.H.). Art. 61 lit. c ATSG statuiert, dass das Versicherungsgericht 
unter Mitwirkung der Parteien die für den Entscheid erheblichen Tatsachen festlegt; es erhebt 
die notwendigen Beweise und ist in der Beweiswürdigung frei. Daraus ergibt sich, dass im Ver-
fahren nach ATSG-Bestimmungen das Gericht auch eine volle Kognition und damit auch eine 
Angemessenheitskontrolle hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_363/2009 E. 3.3; UELI KIESER, 
Kommentar zum ATSG, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, N 106 zu Art. 61 ATSG; vgl. § 57 
Abs. 1 lit. c VPO). Das Kantonsgericht beurteilt demzufolge die vorliegende Beschwerde mit 
voller Kognition.  
 
3.1.1 Grundsätzlich muss sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten 
nach der Wohnsitznahme in der Schweiz für Krankenpflege versichern lassen (Art. 3 Abs. 1 
KVG). Dieses allgemeine Versicherungsobligatorium für die gesamte schweizerische Bevölke-
rung stellt ein unverzichtbares Instrument zur Gewährleistung der Solidarität zwischen Gesun-
den und Kranken dar (GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, 
S. 418 Rz. 29). In Anbetracht dieser gesetzgeberischen Absicht ist es folgerichtig, dass die 
Ausnahmen von der Versicherungspflicht und damit von der Zugehörigkeit zur Solidargemein-
schaft eng umschrieben werden. Der Zweck des Obligatoriums besteht nicht nur darin zu ver-
hindern, dass infolge Fehlens einer Versicherung unter Umständen bei Risikoeintritt das Ge-
meinwesen für höhere oder alle Kosten aufkommen muss, sondern auch darin, die Solidarität 
zwischen Gesunden und Kranken zu gewährleisten (BGE 132 V 310 E. 8.5.6).  
 
3.1.2 Der Bundesrat kann indessen Ausnahmen von der Versicherungspflicht vorsehen 
(Art. 3 Abs. 2 KVG), namentlich für Personen, die im Sinne von Art. 2 Abs. 2 des Bundesgeset-
zes über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichte-
rungen sowie finanziellen Beiträge (Gaststaatgesetz, GSG) vom 22. Juni 2007 mit Vorrechten, 
Immunitäten und Erleichterungen begünstigt sind. Die Ausnahmen gemäss KVV sind eng um-
schrieben, stellen abschliessende Aufzählungen dar und unterliegen grundsätzlich einer restrik-
tiven Interpretation (vgl. BGE 132 V 310 E. 8.3). Unter anderem ermöglicht Art. 6 Abs. 3 KVV 
denjenigen Personen auf Gesuch hin eine Ausnahme von der Versicherungspflicht, die ihre 
Tätigkeit bei einem institutionellen Begünstigten nach Art. 2 Abs. 1 lit. a, b, i oder k GSG einge-
stellt haben, sofern ihr Versicherungsschutz für Behandlungen in der Schweiz gleichwertig ist. 
Dem Gesuch ist eine schriftliche Bestätigung der zuständigen Stelle ihres früheren institutionel-
len Begünstigten mit allen erforderlichen Angaben beizulegen. Die betreffende Person kann die 
Befreiung oder den Verzicht auf eine Befreiung nicht widerrufen. Ferner werden nach Art. 2 
Abs. 8 KVV Personen, für welche eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung 
eine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kos-
tendeckung zur Folge hätte und die sich aufgrund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszu-
stands nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern 
könnten (Satz 1), auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht befreit. Dem Gesuch ist eine 

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schriftliche Bestätigung der zuständigen ausländischen Stelle mit allen erforderlichen Angaben 
beizulegen (Satz 2).  
 
3.2 Mit Blick auf die gesetzgeberisch gewollte Solidarität zwischen Gesunden und Kranken 
sind die Ausnahmen von der Versicherungspflicht generell eng zu halten, und es ist der Be-
fürchtung des Gesetzgebers Rechnung zu tragen, dass sich das schweizerische Obligatorium 
unterlaufen liesse, wenn beispielsweise der Nachweis einer ausländischen freiwilligen privaten 
Versicherung allgemein als Befreiungsgrund akzeptiert würde. Es haben daher strenge Mass-
stäbe zu gelten. Insbesondere dürfen Befreiungstatbestände nicht dazu dienen, blosse Nachtei-
le zu verhindern, die eine Person dadurch erleidet, dass das schweizerische System den Versi-
cherungsschutz, den sie bisher unter dem ausländischen System genoss, überhaupt nicht oder 
nicht zu gleich günstigen Bedingungen vorsieht. Sie soll aber immerhin den Nachteil vermeiden, 
der daraus resultiert, dass eine Person bis zum Erreichen ihres bisherigen ausländischen Ver-
sicherungsniveaus von in der Schweiz tatsächlich vorhandenen Angeboten wegen ihres Alters 
und/oder Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen Gebrauch ma-
chen kann (Urteile des Bundesgerichts 9C_858/2016 vom 20. Juni 2017 E. 2.2.1 und 
9C_510/2011 vom 12. September 2011 E. 2.2; BGE 132 V 310 E. 8.5.6; 9C_921/2008 vom 
23. April 2009 E. 4.3; BGE 132 V 310 E. 8.5.6). 
 
3.3.1 Die Gleichwertigkeit des Versicherungsschutzes bemisst sich nach Massgabe des 
KVG und ist als Gleichwertigkeit in materieller Hinsicht zu verstehen. Die obligatorische Kran-
kenpflegeversicherung (OKP), auch Grundversicherung genannt, ist im KVG geregelt. Gleich-
wertiger Versicherungsschutz liegt vor, wenn die ausländische oder im Inland abgeschlossene 
private Versicherung während der ganzen Geltungsdauer der Befreiung die Kosten ambulanter 
und stationärer Behandlung bei Krankheit und Mutterschaft sowie die Kosten des Aufenthalts 
nach den Standards der allgemeinen Abteilung eines zugelassenen Spitals in der Schweiz im 
Wesentlichen in gleicher Weise voll deckt wie das KVG. Bei nichterwerbstätigen Personen 
muss auch das Unfallrisiko gedeckt sein.  
 
3.3.2 Von Gleichwertigkeit kann nur gesprochen werden, wenn die versicherte Person im 
Versicherungsfall nicht oder nicht wesentlich höhere Kosten selber zu tragen hätte, als wenn sie 
in der OKP versichert wäre. Die Deckung muss mithin in diesem Sinne grundsätzlich unbe-
schränkt sein, da Personen ohne OKP wegen des fehlenden Tarifschutzes von Art. 44 Abs. 1 
KVG mit Privatpatiententarifen rechnen müssen (EUGSTER, a.a.O., S. 428 Rz. 61). Keine 
Gleichwertigkeit besteht bei erheblichen Lücken im Versicherungsschutz wie auch bei einer 
gesetzlichen Deckung von 80 Prozent der Krankheitskosten und einer Zusatzversicherung für 
die restlichen 20 Prozent (BGE 134 V 34 E. 5.9). Es dürfen beispielsweise bei der ausländi-
schen Krankenversicherung keine Limitierungen wie maximale Kosten pro Tag oder maximale 
Versicherungsdeckung bestehen, da das KVG keine solchen Limitierungen kennt. Die Leis-
tungspositionen der ausländischen Versicherung müssen in der Hauptsache im Minimum dem 
gesetzlichen Pflichtleistungskatalog entsprechen (BGE 134 V 34 E. 5.8; Urteil des Bundesge-
richts 9C_313/2010 vom 5. November 2010 E. 4.3). Die fehlende Deckung für Pflegekosten, 
wie sie in Art. 25a sowie Art. 25 Abs. 2 lit. a KVG und Art. 7 der Verordnung des Eidgenössi-
schen Departements des Innern (EDI) über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflege-

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versicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV) vom 29. September 1995 vorgesehen 
ist, stellt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung daher einen schwerwiegenden Mangel 
der bisherigen Versicherung dar (Urteile des Bundesgerichts 9C_858/2016 vom 20. Juni 2017 
E. 2.2.2; 9C_8/2017 vom 20. Juni 2017 E. 2.2.2; 9C_510/2011 vom 12. September 2011 
E. 4.4.2 und 4.4.3 und 9C_86/2016 vom 18. November 2016 E. 2.2). Ein angemessener Pfle-
gebeitrag muss gewährleistet sein. Wo die versicherte Person bei Behandlungen in der 
Schweiz keinen Anspruch auf Tarifschutz hat, ist Gleichwertigkeit nur gegeben, wenn die aus-
ländische oder im Inland abgeschlossene private Versicherung die Mehrkosten aus der fehlen-
den gesetzlichen Tarifbindung übernehmen kann (vgl. zum Ganzen EUGSTER, a.a.O., S. 426 
Rz. 58; Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2011 vom 12. September 2011 E. 4.4.3). Unabding-
bar und praktisch nicht kompensierbar ist namentlich, wenn die Erstattung der Kosten für Pflege 
in einem Pflegeheim und für die häusliche Krankenpflege den Umfang und die Leistungsdauer 
nicht wenigstens annähernd erreicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2017 E. 4.2 f.). Gleich-
wertigkeit meint jedoch nicht deckungsrechtliche Übereinstimmung mit der OKP in exakt allen 
Punkten, da sonst eine Befreiung von der Versicherungspflicht kaum je möglich wäre. Es muss 
genügen, wenn die ausländische Versicherung im Minimum die zentralen Versorgungsbereiche 
gleichwertig mit der OKP deckt (vgl. BGE 134 V 34 E. 5.8). Ist die ausländische Versicherungs-
deckung für einen speziellen medizinischen Bereich besser als in der OKP und kann eine ent-
sprechende Zusatzversicherung in der Schweiz aufgrund der konkreten gesundheitlichen Ver-
hältnisse nicht mehr abgeschlossen werden, erweist sich aber die bestehende ausländische 
Versicherung der OKP in allen anderen Bereichen nicht als ebenbürtig, kann nicht von einer 
klaren Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes gesprochen werden (Urteil des 
Bundesgerichts 9C_750/2009 vom 16. Juni 2010 E. 3; EUGSTER, a.a.O., S. 427 Rz. 59).  
 
3.3.3 Mit der Bestimmung von Art. 2 Abs. 8 KVV soll vermieden werden, dass Personen im 
Ruhestand mit einer ausländischen Krankenversicherung, die in der Schweiz Wohnsitz neh-
men, entweder eine Doppelversicherung führen oder zur Vermeidung einer solchen die höher-
klassige ausländische Versicherung aufgeben müssen, weil wegen des Alters oder des Ge-
sundheitszustands eine Ergänzungsversicherung zur obligatorischen Grundversicherung nur 
unter Leistungsausschlüssen oder unter hohen Prämienlasten abgeschlossen werden kann 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_750/2009 vom 16. Juni 2010 E. 2.3). Bei der Beurteilung der 
vorausgesetzten klaren Verschlechterung des Versicherungsschutzes sind insbesondere auch 
die Nachteile der bisherigen Versicherung zu berücksichtigen, wenn dadurch die KVG-
Versicherungsdeckung unterschritten wird. Eine fehlende Gleichwertigkeit ist aus gesetzessys-
tematischen Gründen und mit Blick auf einen umfassenden Mindestversicherungsschutz auch 
hier relevant. Ausserdem ist eine Lücke in der Versicherungsdeckung (im Vergleich zu den 
Mindestvorschriften des KVG) – jedenfalls wenn sie erheblich ist – auch angesichts der mit dem 
Versicherungsobligatorium angestrebten Solidarität zwischen Gesunden und Kranken als klarer 
Mangel zu werten, der durch Unterstellung unter die Versicherungspflicht behoben wird (Urteile 
des Bundesgerichts 9C_858/2016 vom 20. Juni 2017 E. 2.2.2 und 9C_510/2011 vom 12. Sep-
tember 2011 E. 4.4.2).  
 
4.1 Der Regierungsrat begründete seinen Entscheid damit, dass die D.____-Versicherung 
im Bereich der Pflege Leistungen für den täglichen, nicht-medizinischen Pflegebedarf in einem 

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Pflegezentrum, einem Altersheim, einer Behinderteneinrichtung, einer Langzeitpflegeeinrich-
tung usw. ausschliesse. Medizinische Leistungen könnten nur unter der Voraussetzung erstattet 
werden, dass die Versicherung vorgängig zustimme. Es würden demzufolge erhebliche Lücken 
im Versicherungsschutz bestehen, welche die Anerkennung der Gleichwertigkeit des Versiche-
rungsschutzes der D.____-Versicherung im Vergleich zum Versicherungsschutz gemäss KVG 
ausschliesse. Selbst wenn die Versicherungsgesellschaft der Beschwerdeführerin in verschie-
denen anderen Bereichen bessere Leistungen als das KVG vorsehe, könne dadurch ein unge-
nügender Versicherungsschutz im Bereich der Pflegeleistungen nicht aufgewogen werden. Es 
sei denkbar, dass die Beschwerdeführerin im Bereich des Bundesgesetzes über den Versiche-
rungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG) vom 2. April 1908 aufgrund ihres Gesund-
heitszustands von bestimmten Zusatzleistungen ausgeschlossen werde. Dies sei für die Beur-
teilung der Befreiung von der Versicherungspflicht nach KVG vorliegend aber kein Kriterium. Es 
sei kein Grund ersichtlich, weshalb Leistungen im Zusammenhang mit Augendruck oder Osteo-
porose von der schweizerischen Krankenkasse im Rahmen der Grundversicherung nicht über-
nommen werden sollten. Zusammenfassend sei festzustellen, dass Ausnahmen von der Versi-
cherungspflicht und damit von der Zugehörigkeit zur Solidargemeinschaft der obligatorischen 
Versicherten in der Schweiz eng umschrieben seien. Als ehemalige Angestellte der C.____ 
könne die Beschwerdeführerin auf Gesuch hin nur von der Versicherungspflicht befreit werden, 
sofern ihr Versicherungsschutz für Behandlungen in der Schweiz gleichwertig sei. Da die 
D.____-Versicherung nichtmedizinische Leistungen in einem Pflegezentrum, einem Altersheim, 
einer Behinderteneinrichtung, einer Langzeitpflegeeinrichtung usw. gar nicht und medizinische 
Leistungen nur auf Antrag hin übernehme, sei die Voraussetzung der Gleichwertigkeit nicht er-
füllt, weshalb das Gesuch von der Beschwerdeführerin um Befreiung von der Krankenversiche-
rungspflicht in der Schweiz abzuweisen sei.  
 
4.2 Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdebegründung gel-
tend, dass sie während des gesamten Beitragszeitraums sowohl grund- als auch zusatzversi-
chert gewesen sei. Aufgrund ihres Alters und der 28 Beitragsjahre habe ihr die D.____ angebo-
ten, nach Ausscheiden aus der C.____ weiterhin bei der D.____ versichert sein zu können. Ihre 
Versicherungsprämie betrage aktuell monatlich EUR 305.12. Ab dem 7. Juni 2025 mit Erreichen 
des 55. Altersjahres werde die C.____ 50 % ihrer Prämie für die Grundversicherung überneh-
men und zwar auf unbestimmte Zeit. Gestützt auf das eingereichte Versicherungszertifikat vom 
16. März 2023 und die Bestätigung betreffend den Krankenversicherungsschutz vom 7. Oktober 
2022 ergebe sich die Gleichwertigkeit des Versicherungsschutzes. Der Versicherungsschutz 
habe weltweite Geltung. Arztkosten und Krankenhausaufenthalte würden zu 80 % von der 
Grundversicherung (Basic Medical Insurance Plan, BMIP) erstattet; die verbleibenden 20 % 
würden nach Anwendung einer Selbstbeteiligung von EUR 260.-- zu 80 % von der Zusatzversi-
cherung (Major Medical Benefits Plan, MMBP) erstattet. Die Versicherung sei nahezu unbe-
grenzt, da medizinische Kosten bis zu EUR 1'040'000.-- pro Jahr und Person erstattet würden. 
Es würden entgegen den Ausführungen der Vorinstanz auch Pflegeleistungen abgedeckt. Ge-
mäss den allgemeinen Geschäftsbedingungen der D.____ würden medizinische Dienstleistun-
gen und Behandlungen, die während des Aufenthalts, sei es in einem Pflegeheim, Altersheim, 
einer Behinderteneinrichtung, einer Langzeitpflegeeinrichtung usw. erbracht würden, erstattet. 
Demzufolge würden häusliche Pflege, ambulante Pflege, Haushaltshilfen sowie medizinische 

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Rehabilitationsmassnahmen abgedeckt. Die D.____ übernehme über den Schweizer Versiche-
rungsschutz hinaus zudem Hotelleriekosten, Haushaltshilfen und Betreuungskosten. Die  
Vorinstanz gehe fehl in der Annahme, dass es irrelevant sei, dass sie (die Beschwerdeführerin) 
allenfalls keine Zusatzversicherung in der Schweiz abschliessen könne. Sie leide an Kurzsich-
tigkeit und Osteoporose und diese Leiden würden von einer Versicherung nach KVG nicht ge-
deckt. Schliesslich würden Zahnbehandlungen und Optikerleistungen nach KVG nicht versi-
chert. Der Abschluss einer Zusatzversicherung sei nicht möglich. Demzufolge übersteige der 
Deckungsumfang der D.____ denjenigen einer Versicherung nach KVG und zwar insbesondere 
in Bezug auf die Krebsvorsorge (familiäre Vorgeschichte), Kurzsichtigkeit und Osteoporose. Ein 
Versicherungsabschluss in der Schweiz würde zu einer klaren Verschlechterung des Versiche-
rungsschutzes führen, weshalb es zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung führen wür-
de, sie nicht von der Krankenversicherungspflicht zu befreien.  
 
5.1.1 Der eingereichten Bestätigungen der früheren Arbeitgeberin bzw. den Versicherungs-
zertifikaten vom 7. Oktober 2022 und vom 16. März 2017 kann entnommen werden, dass die 
Versicherung der Beschwerdeführerin bei der D.____ eine Grundversicherung (BMIP) sowie 
eine Zusatzversicherung (MMBP) umfasst und die Grundversicherung bis zu 80 % der Kosten 
deckt, die medizinisch nötig, angemessen und üblich sind. Die konkreten Leistungen und Aus-
schlüsse sind in einem separaten Dokument (Administrative Manual) definiert. Mit der Zusatz-
versicherung werden nötige, angemessene und übliche Leistungen im Umfang von bis zu 80 % 
der Differenz zwischen den effektiven Kosten und den Kosten, die nach dem Modell BMIP ver-
gütet werden, übernommen. Das jährliche Maximum für alle medizinischen Kosten von BMIP 
und MMBP pro Person beläuft sich auf EUR 1'040'000.--.  
 
5.1.2 Der Leistungskatalog der D.____-Versicherung lässt sich den von der Beschwerdefüh-
rerin eingereichten allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) entnehmen. Unter Punkt 2.1 
der AVB wird unter dem Titel "in the hospital" ein Ausschluss von Pflegeleistungen statuiert. 
Konkret wird aufgeführt, dass die Kosten für Pflegeheime, Altersheime, Behinderteneinrichtun-
gen, Langzeitpflegeeinrichtungen etc. nicht gedeckt sind. Weiter wird unter demselben Titel 
erwähnt, dass die Betreuung, beispielsweise Unterstützung bzw. Betreuung bei alltäglichen 
Verrichtungen wie Waschen, Nahrungszufuhr, Ankleiden, Mobilität, Kontinenz, Verlegung von 
der Versicherung nicht gedeckt ist. Präzisierend wird festgehalten, dass eine Einweisung/ein 
längerer Aufenthalt in einem Krankenhaus oder einer Klinik, welche bzw. welcher in erster Linie 
der Pflege dient, nicht versichert ist. In solchen Fällen schliesst die D.____ die Kosten für die 
Pflege und Verpflegung aus, während medizinisch notwendige Leistungen und Behandlungen, 
die während des Aufenthalts erhalten werden, erstattungsfähig sind. Hierzu wird allerdings eine 
vorgängige Zustimmung seitens der D.____ vorbehalten. Demnach sind im Spital (oder in einer 
Klinik) erbrachte Pflegeleistungen gemäss den AVB ausdrücklich von der Versicherungsde-
ckung ausgeschlossen.  
 
5.1.3 Unter dem Punkt 2.5 der AVB wird in Bezug auf medizinische Leistungserbringende, 
welche keine Ärztinnen oder Ärzte sind, ein weiterer Ausschluss statuiert. Es wird festgehalten, 
dass Pflegehilfen des täglichen Lebens (An- und Ausziehen, Nahrungszufuhr, Betreuung/
Überwachung) nicht gedeckt sind. Es werden also auch Pflegeleistungen, die nicht im Rahmen 

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eines Spitalaufenthalts erfolgen, ausdrücklich ausgeschlossen. Die Beschwerdeführerin beruft 
sich in diesem Zusammenhang auf eine E-Mail der D.____ vom 13. März 2023, in welcher die-
se bestätigt, dass Hilfe und Pflege zu Hause im Rahmen eines Spitex-Moduls "auf Rezept" und 
unter bestimmten Bedingungen erbracht würden. Der Bestätigung der D.____ lässt sich aller-
dings nicht entnehmen, um welche Bedingungen es sich hierbei handelt. Zudem ist nicht er-
sichtlich, dass die D.____ damit eine von ihren AVB abweichende Deckung von Pflegeleistun-
gen bestätigen würde. Vielmehr weist sie in dieser E-Mail einleitend auf die abgeschlossenen 
AVB hin. Aus dieser E-Mail ergibt sich somit lediglich, dass gewisse Pflegeleistungen unter ei-
nem Genehmigungsvorbehalt stehen können, wobei für diese Leistungen – selbst bei Erteilung 
einer Genehmigung – keine Garantie für die Kostenübernahme besteht. Bei dieser Umschrei-
bung ist ein konkreter Leistungsanspruch somit nicht gewährleistet, sondern dieser hängt von 
der nicht weiter dargelegten Einzelfallbetrachtung der D.____ ab. Die D.____ führt in der E-Mail 
weiter aus, dass auch der Aufenthalt in einem Erholungsheim und Massnahmen zur medizini-
schen Rehabilitation übernommen würden. Bei den für eine Gleichwertigkeit geforderten Pflege-
leistungen handelt es sich jedoch gerade nicht um medizinische Leistungen bzw. (ambulante) 
Spitex-Leistungen, weshalb dieser Einwand nichts an den vorstehenden Ausführungen zu än-
dern vermag und daher nicht näher darauf einzugehen ist. Im Gegensatz zur im KVG vorgese-
henen Leistungspflicht bei Pflegebedürftigkeit, besteht eine solche beim Versicherungsplan der 
Beschwerdeführerin nicht. Demnach liegt weder ein Deckungszertifikat der D.____ vor noch hat 
die D.____ eine entsprechende Bestätigung ausgesprochen. Damit hat die Beschwerdeführerin 
keine Bestätigung eingereicht, wonach der nach KVG gewährte Pflegeversicherungsschutz ein-
geschlossen ist.  
 
5.1.4 Der auf einen jährlichen Maximalbetrag beschränkten Deckung der Krankenversiche-
rung bei der D.____ steht der Deckungsumfang gemäss KVG gegenüber. Die obligatorische 
Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für die Leistungen, die der Diagnose oder 
Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen (Art. 25 KVG). Nach Art. 25a Abs. 1 KVG 
leisten die obligatorischen Krankenversicherungen einen Beitrag an Pflegeleistungen, die auf-
grund einer ärztlichen Anordnung und eines ausgewiesenen Pflegebedarfs, ambulant oder sta-
tionär, erbracht werden. Begrenzt sind dabei nicht die Leistungen an sich, sondern lediglich der 
zu vergütende Stundenansatz (Art. 7a KLV). Als Leistungen gelten Untersuchungen, Behand-
lungen und Pflegemassnahmen, die aufgrund der Bedarfsabklärung auf ärztliche Anordnung hin 
oder im ärztlichen Auftrag erbracht werden (Art. 7 Abs. 1 KLV). Nach Art. 7 Abs. 2 lit. c KLV 
gelten als Massnahmen der Grundpflege die allgemeine Grundpflege bei Patientinnen und Pa-
tienten, welche die Tätigkeiten nicht selber ausführen können, wie etwa Beine einbinden, Kom-
pressionsstrümpfe anlegen, Betten, Lagern, Bewegungsübungen, Mobilisieren, Hilfe beim An- 
und Auskleiden oder beim Essen und Trinken. Mit der obligatorischen Krankenpflegeversiche-
rung nach KVG sind nicht nur Leistungen der Akut- und Übergangspflege (im Anschluss an ei-
nen Spitalaufenthalt), sondern auch solche der Langzeitpflege (ambulant oder im Pflegeheim) 
abgedeckt (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_858/2016 vom 20. Juni 2017 E. 4.4). Damit 
kann festgehalten werden, dass die Pflegeleistungen durch die OKP grundsätzlich gedeckt sind 
bzw. die von der OKP vorgesehenen Pflegeleistungen von der D.____ nicht annähernd gedeckt 
werden, was eine wesentliche Lücke im Versicherungsschutz darstellt.  
 

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5.1.5 Wenn die Beschwerdeführerin der vorstehenden Argumentation einen Auszug der 
Webseite der Comparis entgegenhält, in welchem festgehalten werde, dass für die Spitex-
Pflege einerseits eine Genehmigung der Versicherung erforderlich sei und andererseits eine 
Begrenzung auf 60 Stunden pro Quartal bestehe, kann ihr nicht gefolgt werden. Art. 8c KLV hält 
fest, dass eine Bedarfsermittlung von mehr als 60 Stunden Pflege pro Quartal von der Vertrau-
ensärztin oder vom Vertrauensarzt (Art. 57 KVG) überprüft werden kann. Sieht die Bedarfser-
mittlung weniger als 60 Stunden pro Quartal vor, so führt die Vertrauensärztin oder der Vertrau-
ensarzt systematische Stichproben durch. Leistungserbringer und Versicherer können weitere 
Regelungen des Kontrollverfahrens vereinbaren (Art. 8c KLV). Demzufolge kann festgestellt 
werden, dass die Kostenübernahme der Leistungen einer Spitex nicht auf 60 Stunden pro Quar-
tal begrenzt ist, sondern der Bedarf im Rahmen der Bedarfsermittlung abgeklärt wird und bei 
einem Übersteigen von 60 Stunden weitere Regelungen hinsichtlich des Kontrollverfahrens be-
stehen. Damit geht das diesbezügliche Argument der Beschwerdeführerin ins Leere.  
 
5.1.6 Weiter führt die Beschwerdeführerin unter Verweis auf einen Prospektauszug der 
E.____-Versicherung (Pflege zu Hause und im Heim) aus, dass die Hilfe und Pflege zu Hause 
(Spitex) von schweizerischen Versicherungen nicht unbegrenzt übernommen würden. Nur be-
stimmte Leistungen seien abgedeckt, die Anzahl Stunden sei begrenzt und es sei eine Geneh-
migung der Versicherung erforderlich, um diese Pflegeleistungen abzudecken. Im erwähnten 
Auszug wird festgehalten, dass Pflegeleistungen, die in Art. 7 KLV aufgeführt seien, von der 
Grundversicherung übernommen würden. Alle Leistungen, die nicht in der KLV aufgeführt sei-
en, z.B. Haushaltshilfen, Betreuungskosten und Hotellerie, seien Nichtpflichtleistungen und 
würden von der Grundversicherung nicht übernommen. Die Beschwerdeführerin verkennt je-
doch, dass sich dieser Prospektauszug sowohl auf Leistungen gemäss Art. 7 KLV bezieht, als 
auch solche Leistungen, die nicht durch die vorstehende Bestimmung abgedeckt sind. Weiter 
wird erläutert, welche Leistungen von der Grund- oder Zusatzversicherung übernommen wer-
den. Es ist nicht ersichtlich, was die Beschwerdeführerin aus diesem Prospektauszug ableitet. 
Ihr Vorbringen ändert nämlich nichts an der gemäss KVG gegebenen grundsätzlichen Deckung 
von Pflegeleistungen und dem grundsätzlichen Ausschluss derselben Leistungen durch die 
D.____, weshalb es nicht zu hören ist. Wie das Bundesgericht mehrfach festgehalten hat, fällt 
das Fehlen der Pflegeleistungen in einer Versicherungsdeckung – selbst wenn dies der einzige 
Nachteil darstellt – schwer ins Gewicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2017 vom 20. Juni 
2017 E. 2.2.2). Da die Gleichwertigkeit der beiden Versicherungsleistungen bereits aufgrund 
der in der ausländischen Versicherung fehlenden Deckung der Pflegeleistungen verneint wer-
den muss, erübrigen sich weitere Ausführungen hierzu. Insbesondere braucht die von der ver-
sicherten Person zu übernehmende Kostendifferenz nicht näher betrachtet zu werden. 
 
5.2 Hinzu kommt im vorliegenden Fall, dass in der obligatorischen Grundversicherung eine 
unbeschränkte Leistungspflicht besteht, solange die einzelnen medizinischen Massnahmen die 
Voraussetzungen der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit gemäss Art. 32 
Abs. 1 KVG erfüllen. Analoge Kriterien liegen auch der aktuellen Versicherung der Beschwerde-
führerin zugrunde, wenn ausgeführt wird, dass die Deckung auf medizinisch nötige, angemes-
sene und übliche Massnahmen beschränkt ist. An der grundsätzlichen Beschränkung der jährli-
chen Deckung der Versicherung der Beschwerdeführerin ändert sich indes wenig. Von einer 

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Gleichwertigkeit des Versicherungsschutzes kann auch unter dem wesentlichen Gesichtspunkt 
des grundsätzlichen Deckungsumfangs nicht gesprochen werden. Gemäss den vorstehenden 
Erwägungen (vgl. E. 3.3 hiervor) kann von Gleichwertigkeit nur ausgegangen werden, wenn die 
versicherte Person im Versicherungsfall nicht oder nicht wesentlich höhere Kosten selber zu 
tragen hätte, als wenn sie in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung versichert wäre, 
wobei der Aspekt, dass die obligatorische Krankenpflegeversicherung keine betragliche De-
ckungsbegrenzung vorsieht, mit fortschreitendem Alter der Beschwerdeführerin entscheidend 
an Bedeutung gewinnt (vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich [KV.2022.00036] vom 
24. November 2022 E. 3.3).  
 
5.3 Ein weiterer Aspekt ist beispielsweise, dass im Versicherungsmodell der Beschwerde-
führerin Physiotherapie zu 80 % bzw. bis zu einem Maximalbetrag von EUR 624.-- erstattet 
wird, während die Physiotherapie gemäss Leistungskatalog der KLV (vgl. Art. 5 KLV) weitge-
hend übernommen wird. Dasselbe gilt für chiropraktische Behandlungen (vgl. Art. 4 KLV). Des 
Weiteren beschränkt der Versicherungsschutz der Beschwerdeführerin den Besuch eines Psy-
chiaters oder einer Psychiaterin für medizinische Zwecke und zur Medikamentenverschreibung 
auf 80 %. Sämtliche weiteren psychologischen Behandlungen werden nur zu 50 % und bis zu 
einem maximalen Betrag von EUR 832.--, jeweils halbjährlich gedeckt. Nach Art. 11b KLV 
übernimmt die Versicherung die Kosten für Leistungen der psychologischen Psychotherapien in 
einem grösseren Umfang. Die Versicherung der Beschwerdeführerin schliesst sodann Leistun-
gen, die aufgrund der Verletzung von anwendbarem Recht (z.B. im Rahmen einer Schlägerei 
oder eines Aufstandes) entstehen, aus. Eine Beschränkung für Leistungen von Behandlungen, 
die als Folge eines Gesetzesbruches nötig werden, ist dem KVG fremd. Damit liegt auch unter 
diesem Aspekt eine erhebliche Lücke im Versicherungsschutz der D.____ vor und es fehlt an 
einer Gleichwertigkeit der beiden Versicherungsleistungen (D.____ und schweizerische Versi-
cherung nach KVG). Zusammenfassend kann gestützt auf die vorstehenden Ausführungen 
festgehalten werden, dass eine Gleichwertigkeit der Versicherungsleistungen der D.____ nicht 
gegeben ist und demzufolge keine Verletzung von Art. 6 Abs. 3 KVV vorliegt.  
 
5.4 Ebenso wenig kann der Befreiungsgrund von Art. 2 Abs. 8 KVV zur Anwendung gelan-
gen, da auch in diesem Zusammenhang ein gleichwertiger Versicherungsschutz vorausgesetzt 
ist. Die Lücke in der bestehenden Versicherungsdeckung, das heisst insbesondere die betragli-
che Obergrenze der jährlichen Deckung, ist im Vergleich zu den Mindestvorschriften gemäss 
KVG und mit Blick auf die mit dem Versicherungsobligatorium angestrebte Solidarität zwischen 
Gesunden und Kranken als erheblicher Mangel zu werten, der durch Unterstellung unter die 
Versicherungspflicht in der Schweiz aber behoben wird. Gleiches gilt für die vorstehend ge-
schilderte Versicherungsdeckung in Bezug auf Pflegeleistungen. Da somit die bestehende Ver-
sicherung im Vergleich zur schweizerischen gerade nicht deutlich höherwertig ist, kann der Ab-
schluss der obligatorischen Krankenversicherung nach KVG nicht als klare Verschlechterung im 
Sinne von Art. 2 Abs. 8 KVV gelten (vgl. BGE 134 V 34 E. 7). Nachdem damit die erste der zwei 
kumulativ zu erfüllenden Befreiungsbedingungen nach Art. 2 Abs. 8 KVV, das heisst die 
Gleichwertigkeit, nicht erfüllt ist, kann offenbleiben, ob sich die Beschwerdeführerin aufgrund 
ihres Gesundheitszustands und/oder ihres Alters in der Schweiz nicht oder nur zu kaum tragba-
ren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnte. An dieser Beurteilung ändert 

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weder der Umstand, dass sich die monatliche Prämie der Beschwerdeführerin auf lediglich 
EUR 305.12 beläuft, noch die weiteren von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Vorzüge 
ihrer aktuellen Versicherung wie etwa die Übernahme der Brustvorsorge oder Osteoporose et-
was, weil sie die bestehenden Mängel nicht zu kompensieren vermögen. Zudem ist der Be-
schwerdeführerin diesbezüglich entgegenzuhalten, dass sowohl die Kosten für die Mammogra-
phie für Risikogruppen als auch für die Knochendensitometrie bei der klinisch manifesten Oste-
oporose nach der OKP übernommen werden (Art. 12d Abs. 1 lit. d KLV; Anhang 1 Ziffer 9.1 zu 
KLV). Ein Nachteil gegenüber der bestehenden Versicherung wird die Beschwerdeführerin hin-
sichtlich der schlechteren Leistung in Bezug auf die Kurzsichtigkeit haben, was jedoch – wie 
vorstehend dargelegt – die fehlende Versicherungsleistung in Bezug auf die Pflegeleistungen 
nicht aufwiegt. Angesichts der restriktiven Vorgaben des Gesetzes und der Rechtsprechung 
zum Versicherungsobligatorium liegt in der Regel keine klare Verschlechterung des bisherigen 
Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kostendeckung im Sinne von Art. 2 Abs. 8 KVV vor, 
wenn die bestehende Versicherung Pflegekosten nicht so deckt, dass auch die Leistungen ge-
mäss Art. 25a sowie Art. 25 Abs. 2 lit. a KVG und Art. 7 KLV (zumindest annähernd) gewähr-
leistet sind (Urteile des Bundesgerichts 9C_8/2017 vom 20. Juni 2017 E. 4.2 und 9C_858/2016 
vom 20. Juni 2017 E. 4.3; Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich [KV.2023.00019] vom 
23. Juni 2023 E. 2.5), mag die ausländische Versicherungsdeckung noch so reichhaltig ausge-
stattet sein. Mangels gleichwertiger Versicherungsdeckung ist eine klare Verschlechterung des 
Versicherungsschutzes oder der Kostendeckung durch Unterstellung unter die schweizerische 
Versicherung zu verneinen und demzufolge fällt eine Befreiung der Beschwerdeführerin von der 
Krankenversicherungspflicht in der Schweiz auch unter diesem Aspekt ausser Betracht.  
 
5.5 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die D.____ im Kanton F.____ als gleichwertige Ver-
sicherung anerkannt sei. Mit einem anderslautenden Urteil würde der Kanton Basel-Landschaft 
eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung schaffen. Die Beschwerdeführerin belegt dieses 
Vorbringen mit einem Auszug aus einer Beratung des Grossen Rates des Kantons F.____. Die 
Aussagen stellen allerdings keine offizielle Haltung des Kantons F.____ dar und es wird ledig-
lich festgehalten, dass mit der D.____ eine dem KVG gleichwertige Versicherungsdeckung an-
gestrebt werde. Keinesfalls kann daraus abgeleitet werden, dass sich eine Prüfung betreffend 
die Befreiung der Krankenversicherungspflicht erübrigt. Eine solche ist für jeden Einzelfall vor-
zunehmen und die Versicherungsbedingungen sind in Bezug auf eine allfällige Gleichwertigkeit 
eingehend zu prüfen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang ferner, dass die bei einer in-
ternationalen Organisation angestellten Personen sich nicht alle auf dieselbe gesetzliche 
Grundlage berufen können und demzufolge allenfalls unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt 
sein müssen. Nach dem Gesagten kann von einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung kei-
ne Rede sein.  
 
5.6 Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass es an der Grundvoraussetzung 
der Gleichwertigkeit der Versicherungsleistungen der ausländischen Krankenversicherung im 
Vergleich zu jenen des KVG fehlt. Da die D.____ in grundlegenden Bereichen nicht mit der 
OKP gleichwertig ist, hat die Unterstellung der Beschwerdeführerin unter die schweizerische 
Versicherung keine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der 

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bisherigen Kostendeckung zur Folge. Demzufolge liegt weder eine Verletzung von Art. 6 Abs. 3 
KVV noch von Art. 2 Abs. 8 KVV vor und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen. 
 
6. Es bleibt über die Kosten für das vorliegende Verfahren zu befinden. Gemäss Art. 61 
lit. fbis ATSG i.V.m. Art. 1 KVG ist das Verfahren kostenlos. Der Beschwerdeführerin werden 
folglich keine Kosten auferlegt (vgl. auch Urteile des Bundesgericht 9C_38/2023 vom 21. April 
2023 E. 4.2 und 9C_754/2019 vom 23. April 2020 E. 5.6 m.w.H.). Gemäss § 61 lit. g ATSG sind 
die Parteikosten wettzuschlagen. 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
Kantonsrichter 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin