# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3401b21e-4ea6-5f4e-a508-f21d71a54e5e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2010 C-4864/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4864-2008_2010-03-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4864/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Deutschland,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4864/2008

Sachverhalt:

A.
Die am (...) 1950 geborene, verheiratete, deutsche Staatsangehörige 
X._______  war  in  den  Jahren  1997  bis  2004  in  der  Schweiz  als 
Informatikerin  erwerbstätig  und  hat  dabei  Beiträge  an  die 
schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
entrichtet  (act. 1  und  6).  Am 24. Oktober  2006  hat  sie  sich  bei  der 
Deutschen Rentenversicherung zum Bezug einer Invalidenrente ange-
meldet.  Die  Deutsche  Rentenversicherung  hat  diesen  Antrag  am 
3. Februar 2007 (act. 4) der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nach-
folgend: IVSTA) weitergeleitet.

B.
Mit  Vorbescheid  vom  11. April  2008  (act. 24)  teilte  die  IVSTA 
X._______ mit,  es liege keine anspruchsbegründende Invalidität  vor, 
weshalb beabsichtigt werde, das Leistungsbegehren abzuweisen. 

Mit  Schreiben  vom 28. April  2008  (act. 26)  erhob  X._______  gegen 
den Vorbescheid Einwand, welchen sie damit begründete, dass sie am 
27. Februar  2008  (act. 25)  von  der  Deutschen  Rentenversicherung 
rückwirkend  per  1. Dezember  2006  eine  Rente  wegen  voller  Er-
werbsminderung erhalten habe.

C.
Mit  Verfügung vom 19. Juni 2008 (act. 28) wies die IVSTA das Leis-
tungsbegehren  von  X._______  mangels  anspruchsbegründender 
Invalidität ab.

Die  IVSTA  zog  namentlich  folgende  Unterlagen  medizinischen  und 
wirtschaftlichen Inhalts bei: (1) die Fragebogen für Arbeitgebende vom 
30. November  2007 (act. 14)  und  vom 10. Dezember  2007  (act. 16), 
(2) den  Fragebogen  für  die  im  Haushalt  tätigen  Versicherten  vom 
8. Dezember 2007 (act. 17), (3) den Fragebogen für den Versicherten 
vom 8. Dezember  2007  (act. 18),  (4) die  ärztlichen  Bescheinigungen 
von Dr. med. A._______, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, vom 
16. Oktober  2006,  27. Mai  2008  und  20. Juni  2007  (act. 19,  29  und 
31), (5) die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von Dr. med. B._______, 
Internist  und  Allgemeinarzt,  vom  7. Dezember  2007  (act. 20)  sowie 
seinen Befundbericht vom 20. August 2007 (act. 32), (6) das ärztliche 
Gutachten  von  Dr. C._______,  Arzt  für  Neurologie  und  Psychiatrie, 

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vom 20. März 2007 (act. 21), (7) die medizinische Stellungnahme von 
Dr. med. D._______ vom medizinischen Dienst der IVSTA vom 6. März 
2008 und (8) das  Gutachten von Dr. E._______,  Arzt  für  Neurologie 
und Psychiatrie, vom 8. November 2007 (act. 35)..

Die Ärzte diagnostizierten in den obgenannten Gutachten im Wesentli-
chen: eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) mit Übergang 
in  Dysthymie  (ICD-10  F34.1),  eine  reaktive  depressive  Entwicklung 
von leichtem Ausmass (ICD-10 F32.0), eine anankastische Persönlich-
keit  (ICD-10 F60.5),  Angst  gemischt  mit  Depression (ICD-10 F41.2), 
somatoforme  Bauchschmerzen,  Adipositas,  Schlafstörungen  und 
Schwindelattacken.

D.
Gegen die Verfügung vom 19. Juni 2008 hat X._______ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 15. Juli 2008 Beschwerde beim 
Bundesverwaltungsgericht  erhoben.  Sie  beantragte  sinngemäss  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und begründete dies mit dem 
positiven  Rentenbescheid  der  Deutschen  Rentenversicherung, 
welcher von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgehe.

E.
Mit  Vernehmlassung vom 25. März 2009 beantragte die IVSTA unter 
Verweis  auf  die  Stellungnahme  von  Dr. med. F._______  des 
medizinischen  Dienstes  der  IVSTA vom 22. März  2009  (act. 38)  die 
Abweisung der Beschwerde, da bei der Beschwerdeführerin kein Lei-
den bestehe, welches eine relevante Arbeitsunfähigkeit oder eine Ein-
schränkung im Haushalt verursache; einen Anspruch nach schweize-
rischem  Recht  aus  der  Zusprechung  einer  Rente  wegen  Erwerbs-
minderung  in  Deutschland  könne  die  Beschwerdeführerin  nicht  ab-
leiten. 

F.
Mit Replik vom 4. Mai 2009 hielt die Beschwerdeführerin an ihren bis-
herigen Ausführungen fest und reichte ein weiteres ärztliches Zeugnis 
ein.

G.
Die IVSTA liess sich nicht mehr vernehmen.

H.
Der mit Zwischenverfügung vom 25. Juli 2008 einverlangte Kostenvor-

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schuss in der Höhe von Fr. 400.-- ist am 4. August 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eingegangen.

I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Ak-
ten wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 
Art. 33 lit. d  VGG und Art. 69  Abs. 1 lit. b  des  Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni  1959 (IVG, SR 831.20)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, so-
weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti-
miert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist  darauf 
einzutreten.

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2.  

2.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  deutsche Staatsangehörige,  so  dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(FZA; SR 0.142.112.681),  insbesondere  dessen Anhang II  betreffend 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden  ist 
(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung 
der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständi-
ge sowie deren Familienangehörige,  die innerhalb der  Gemeinschaft 
zu-  und abwandern,  haben die  in  den persönlichen Anwendungsbe-
reich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per-
sonen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grundsätz-
lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen die-
ses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Verfah-
rens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit so-
wie der Effektivität  – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201). 

Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger 
eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität  ei-
nes Antragstellers – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – 
für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, 
wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatbe-
standsmerkmale  der  Invalidität  in  Anhang V  dieser  Verordnung  als 
übereinstimmend  anerkannt  sind,  was  für  das  Verhältnis  zwischen 
Deutschland  und  der  Schweiz  (ebenso  wie  das  Verhältnis  zwischen 
den übrigen EU-Mitgliedstaaten  und der  Schweiz)  nicht  der  Fall  ist. 
Gemäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 hat  der Träger eines Mit-

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gliedstaates aber – wie dies die IVSTA getan hat – bei der Bemessung 
des Invaliditätsgrades die von den Trägern der anderen Staaten erhal-
tenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwal-
tung zu berücksichtigen, soweit sie rechtsgenüglich ins Verfahren ein-
gebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG).

3.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend, die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegende Verfah-
ren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesge-
setz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  an-
wendbar. Die  im ATSG enthaltenen Formulierungen der  Arbeitsunfä-
higkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und der Einkommens-
vergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen  von  der  Rechtspre-
chung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung. Dem-
zufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu  herausgebildeten 
Grundsätze  unter  der  Herrschaft  des  ATSG  weiterhin  Geltung 
(BGE 130 V 343).

In  materiell-rechtlicher  Hinsicht  ist  pro  rata  temporis  auf  jene  Be-
stimmungen des IVG und der IVV respektive des ATSG und der zu-
gehörigen Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) abzustellen, die 
für die Beurteilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und 

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in Kraft standen. Da das Rentengesuch im Oktober 2006 eingereicht 
wurde, sind im vorliegenden Fall bis zum 31. Dezember 2007 das IVG 
und das ATSG in der Fassung vom 21. März 2003 und die IVV in der 
Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision,  AS 2003 3837  be-
ziehungsweise AS 2003 3859, in Kraft vom 1. Januar 2004 bis 31. De-
zember  2007)  anwendbar. Am 1. Januar  2008  sind  die  Änderungen 
des  IVG  und  des  ATSG  vom  6. Oktober  2006  sowie  der  IVV  vom 
28. September  2007 (5. IV-Revision,  AS 2007 5129 beziehungsweise 
AS 2007 5155) in Kraft getreten. Soweit sich der Rentenanspruch auf 
die Zeit nach dem 1. Januar 2008 bezieht, sind die Bestimmungen der 
erwähnten Erlasse in der seit  diesem Datum geltenden Fassung an-
wendbar.

3.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre-
chen,  Krankheit  oder  Unfall.  Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss  Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkei-
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Ar-
beitsunfähigkeit  ist  die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind  sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4,  115 V 134  E. 2;  AHI-Praxis 
2002, S. 62, E. 4b/cc).

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3.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag  gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des Bundesgerichts vom 26. Januar 2006 [I 268/2005] E. 1.2, mit Hin-
weis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi-
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114  E. 3b;  Urteil  des  Bundesgerichts  vom  24. Januar  2000 
[I 128/98] E. 3b).  So  ist  den  im  Rahmen des  Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund einge-
hender  Beobachtungen und Untersuchungen  sowie  nach  Einsicht  in 
die  Akten  Bericht  erstatten  und  bei  der  Erörterung  der  Befunde  zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit  der  Expertise  sprechen  (BGE 125 V 353  E. 3b/bb,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Berichte  der  behandelnden  Ärzte  schliesslich 
sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Pati-
enten mit  Vorbehalt  zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt 
für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behan-
delnden  Spezialarzt  (Urteil  des  Bundesgerichts  vom  20. März  2006 
[I 655/05] E. 5.4 mit Hinweisen).

Bei  der  Abschätzung  des  Beweiswerts  im  Rahmen einer  freien  und 
umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen 

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Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der 
Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner 
stammt,  darf  nicht  dazu führen,  sie  von vornherein  als  unbeachtlich 
einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende 
Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse 
hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits 
und  Begutachtungsauftrag  des  amtlich  bestellten  fachmedizinischen 
Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- 
oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei-
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in 
denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt,  weil  die behan-
delnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpre-
tation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begut-
achtung unerkannt oder ungewürdigt  geblieben sind (Urteil  des Bun-
desgerichts vom 27. Mai 2008 [9C_24/2008] E. 2.3.2).

3.6 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16  ATSG in  Verbindung  mit  Art. 28a Abs. 1  IVG aufgrund  eines 
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

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3.7 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 Prozent  besteht  ein Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei 
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision] 
respektive  Art. 28  Abs. 1  IVG  [4. IV-Revision]).  Gemäss  Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als 50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen, was für die Mitgliedstaaten der EU der 
Fall ist. 

3.8 Der  Rentenanspruch  nach  Artikel 28  entsteht  nach  den  Vor-
schriften der  4. IV-Revision frühestens in  dem Zeitpunkt,  in dem der 
Versicherte  mindestens  zu  40%  bleibend  erwerbsunfähig  (Art. 7 
ATSG)  geworden  ist  (Art. 29  Abs. 1  lit. a  IVG  [4. IV-Revision])  oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 
Abs. 1 lit. b IVG [4. IV-Revision]). Nach den Bestimmungen der 5. IV-
Revision  haben  Anspruch  auf  eine  Rente  Versicherte,  die  ihre  Er-
werbsfähigkeit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im  Aufgabenbereich  zu  be-
tätigen,  nicht  durch  zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder 
herstellen,  erhalten  oder  verbessern  können,  während  eines  Jahres 
ohne  wesentlichen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40%  ar-
beitsunfähig  (Art. 6  ATSG)  gewesen  sind  und  nach  Ablauf  dieses 
Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 
lit. a bis c IVG [5. IV-Revision]).

4.  
Nachfolgend ist  zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren der 
Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat.

4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei wegen der psychi-
schen Probleme nicht mehr arbeitsfähig; in Deutschland habe man ihr 
aufgrund dieser Erkrankung eine Rente zugesprochen.

4.2 Die  IVSTA  führt  demgegenüber  aus,  die  Beschwerdeführerin 
könne aus der Zusprechung der Rente in Deutschland keine Ansprü-
che ableiten. Den vorhandenen Unterlagen sei  keine erhebliche Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit zu entnehmen.

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4.3 Dr. med. C._______, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, attestiert 
der  Beschwerdeführerin  im  Gutachten  vom  20. März  2007  keine 
medizinische oder nervenärztlich begründbare Erkrankung, welche zu 
einer vorzeitigen Berentung führen könnte. Es liege nur eine geringe 
Einschränkung des Leistungsbildes (geistige/psychische Belastbarkeit) 
vor, welche nicht berufsrelevant sei. Sie sei daher in der Lage, täglich 
sechs Stunden  oder  mehr  zu  arbeiten,  "wenn es  dafür  die  sozialen 
Bedingungen gäbe". Allerdings gibt er auf der ersten Seite des Gut-
achtens (Deckblatt des Formulars der Deutschen Rentenversicherung, 
act. 21) an, es bestehe seit dem 8. März 2007 eine Arbeitsunfähigkeit.

4.4 Dr. med. E._______, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, stellt  in 
seinem Gutachten vom 8. November 2007 bei der Beschwerdeführerin 
die Diagnose Depression, aufgrund welcher zur Zeit die geistige/psy-
chische Belastbarkeit dergestalt reduziert sei, dass keine Arbeitsfähig-
keit (respektive eine solche von unter drei Stunden täglich) bestehe. Er 
hält  die  Beschwerdeführerin  gemäss seinen  Ausführungen  in  Bezug 
auf Tätigkeiten mit Publikumsverkehr oder solche, die vermehrtes An-
passungsvermögen, Verantwortung für Personen oder Konzentrations- 
beziehungsweise  Reaktionsvermögen  bedürfen,  für  arbeitsunfähig; 
auch Büroarbeiten seien nicht  möglich. Den Beginn der Arbeitsunfä-
higkeit  beziffert  er  auf  8. März 2007. Die Situation habe sich in  den 
letzten Monaten verfestigt, so dass nicht mit einer baldigen Besserung 
der Beschwerden zu rechnen sei.

4.5 Dr. med. A._______, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und 
seit 15. Mai 2006 behandelnder Arzt der Beschwerdeführerin, äussert 
sich in verschiedenen Kurzattesten zum Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin. Er diagnostiziert im Oktober 2006 eine reaktive de-
pressive Entwicklung, im Juni 2007 spricht er von einer schweren de-
pressiven Episode. Er rät der Beschwerdeführerin zu einer „Auszeit mit 
Tapetenwechsel, um die schwerwiegende Erkrankung meines Fachge-
bietes zu überwinden".

4.6 Dr. med. B._______,  Facharzt  für  innere  Medizin,  bestätigt  in 
seinen  beiden Attesten  vom 7. Dezember  2007  und vom 20. August 
2007,  dass  die  Beschwerdeführerin  aufgrund  Depression/Überforde-
rung seit  dem 8. März 2007 arbeitsunfähig sei  und sich der Zustand 
sogar  verschlechtere.  Ob  eine  Möglichkeit  zur  Besserung  der  Leis-
tungsfähigkeit bestehe, könne er nicht beurteilen.

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4.7 Der  medizinische  Dienst  der  IVSTA äussert  sich  dahingehend, 
dass die depressiven Züge nicht als Krankheit, sondern als Symptome 
zu deuten seien, da es sich um eine soziale Dekompensation, welche 
nun medizinische Symptome mit sich ziehe, handle. Dennoch wird als 
Hauptdiagnose  eine  reaktive  depressive  Entwicklung  von  leichtem 
Ausmass (ICD-10 F32.0) gestellt. Die Arbeitsfähigkeit wird auf 100% in 
der bisherigen Tätigkeit beziffert. In der abschliessenden Stellungnah-
me  des  medizinischen  Dienstes  bekräftigt  Dr. med. F._______  in 
Einklang  mit  Dr. med. D._______,  dass  einzig  das  Gutachten  von 
Dr. med. E._______  aussagekräftig  sei.  Die  neu  eingereichten 
Kurzberichte würden nicht zu einer abweichenden Beurteilung führen, 
weshalb an der ersten Einschätzung festgehalten würde.

4.8 Die untersuchenden Ärzte sind sich insofern  einig,  dass bei  der 
Beschwerdeführerin  in  erster  Linie  eine  psychische  Erkrankung  vor-
liegt, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben könnte. Die wei-
teren  gestellten  Diagnosen  wie  namentlich  Adipositas,  Schwindelat-
tacken  oder  Schlafstörungen  haben  keine  Beeinträchtigung  der  Ar-
beitsfähigkeit zur Folge. In Bezug auf die psychische Erkrankung rei-
chen die  gestellten  Diagnosen von einer  reaktiven depressiven Ent-
wicklung  von  leichtem Ausmass  bis  zu  einer  schweren  depressiven 
Episode mit Übergang in Dysthymie (vgl. E. 4.3 ff. hiervor). Es liegen 
ferner  Anhaltspunkte  dafür  vor,  dass  der  Gesundheitszustand  nicht 
stabil ist und die Beurteilungen möglicherweise daher unterschiedlich 
ausfallen. Ebenso verhält  es sich mit  den äusserst unterschiedlichen 
Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit, welche sogar innerhalb der ein-
zelnen  Gutachten  widersprüchlich  sind  (vgl.  Gutachten 
Dr. med. C._______ und vorstehende E. 4.3). Hinzu kommt, dass sich 
die  Gutachten  nur  dazu  äussern,  ob  der  Beschwerdeführerin  die 
bisherige Tätigkeit oder eine angepasste Tätigkeit im Umfang von un-
ter drei Stunden pro Tag, drei  bis unter sechs Stunden pro Tag oder 
von mindestens sechs Stunden pro Tag zumutbar sei. Eine solche – 
auf die Rechtsgrundlagen in Deutschland ausgerichtete – Klassifizie-
rung  ist  aber  für  die  Invaliditätsbemessung  nach  schweizerischem 
Recht zu ungenau. 

Aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin kann – in Über-
einstimmung mit den ärztlichen Gutachten und Berichten – festgestellt 
werden,  dass  die  psychischen  Beschwerden  höchstwahrscheinlich 
eine  Folge  der  Arbeitslosigkeit  respektive  der  vergeblichen  Stellen-
suche sowie auch der vorhandenen familiären Konflikte mit  dem ge-

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trennt  lebenden  Ehemann,  der  Mutter  und  dem  Schwager  der  Be-
schwerdeführerin  sind.  Es  ist  nachvollziehbar,  dass 
Dr. med. D._______  den  psychischen  Beschwerden  keinen 
Krankheitswert  zumisst,  erreichen  nach  bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung reaktive Depressionen nämlich in der Regel nicht die 
für die Entstehung des Rentenanspruchs erforderlichen Auswirkungen 
auf  die  Arbeitsfähigkeit  –  dies  aufgrund  der  medizinischen 
Erfahrungstatsache,  dass  sie  im  Allgemeinen  relativ  rasch  wieder 
abklingen (BGE 127 V 294 E. 4b aa).

Aus mehreren ärztlichen Berichten geht hervor, dass die Beschwerde-
führerin  ihre  psychischen  Probleme  medikamentös  behandelt;  eine 
stationäre Therapie wurde hingegen noch nie durchgeführt. Möglicher-
weise wäre jedoch – wie Dr. med. C._______ ausführt  – gerade eine 
solche erfolgversprechend, da es der Beschwerdeführerin ermöglichen 
würde, Abstand von den familiären Problemen zu bekommen. Obwohl 
die  Therapierbarkeit  den  Rentenanspruch  nicht  grundsätzlich  aus-
schliessen  kann,  ist  diesbezüglich  aber  zu  prüfen,  ob  die  Be-
schwerdeführerin die ihr zumutbaren und verfügbaren therapeutischen 
Angebote  ausgeschöpft  hat,  um  der  Schadenminderungspflicht  ge-
recht  zu  werden,  andernfalls  dies  einen  Einfluss  auf  ihren  Renten-
anspruch haben könnte (vgl. BGE 127 V 294 E. 4b cc). Abschliessend 
ist  darauf  hinzuweisen,  dass  es  unverständlich  ist,  weshalb  der 
medizinische Dienst das Gutachten von Dr. med. E._______, welches 
der Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert, als das 
einzige  aussagekräftige  Dokument  bezeichnet  und  anschliessend 
daraus den Schluss zieht, die Beschwerdeführerin sei in ihrer Arbeits-
fähigkeit nicht eingeschränkt.

Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die vorhandenen Gut-
achten sowohl untereinander und teilweise sogar in sich widersprüch-
lich  sind.  Die  Stellungnahme  von  Dr. med. F._______  des  medi-
zinischen  Dienstes  der  IVSTA vom  22. März  2009  analysiert  weder 
diese  Widersprüchlichkeit  noch  gewichtet  sie  die  vorhandenen  Gut-
achten;  schliesslich  enthält  sie  auch  keine  nachvollziehbaren,  be-
gründeten Schlussfolgerungen. Aus diesen Gründen kann keines die-
ser  Gutachten  als  Entscheidgrundlage  für  die  Beurteilung  des  Leis-
tungsanspruches der Beschwerdeführerin dienen, weshalb die Sache 
an  die  IVSTA zurückzuweisen  ist,  damit  sie  die  Beschwerdeführerin 
psychiatrisch  abkläre  und  anschliessend  über  den  Rentenanspruch 
neu verfüge. 

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Die  Beschwerde  ist  somit  dahingehend  gutzuheissen,  als  die  ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zum weiteren Vorge-
hen im Sinne der Erwägungen an die Verwaltung zurückzuweisen ist.

5.  

5.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Par-
tei  auferlegt  (Art. 63  Abs. 1 VwVG). Eine Rückweisung gilt  praxisge-
mäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei (BGE 132 V 215 
E. 6), weshalb der Beschwerdeführerin der geleistete Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 400.-- nach Rechtskraft  des vorliegenden Urteils 
auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten ist. Einer 
unterliegenden  Vorinstanz  sind  gemäss  Art. 63  Abs. 2  VwVG  keine 
Verfahrenskosten aufzuerlegen.

5.2 Da der Beschwerdeführerin, welche sich nicht vertreten liess, kei-
ne  notwendigen  unverhältnismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind 
und der  zu  Recht  keinen entsprechenden Antrag gestellt  hat,  ist  ihr 
keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art. 64  Abs. 1  VwVG  und 
Art. 7 ff.  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  insoweit  gutgeheissen,  als  die  angefochtene 
Verfügung  vom  19. Juni  2008  aufgehoben  und  die  Sache  an  die 
Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung 
im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der  geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird der Beschwerdeführerin nach 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilage: 
Formular Zahladresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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