# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 584c92b1-eb89-5921-b251-3c01e5b3ee1e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 18.05.2020 UV 2018/84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2018-84_2020-05-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/84

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.09.2020

Entscheiddatum: 18.05.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2020
Art. 4 ATSG, Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV: 
Beweislosigkeit hinsichtlich ungewöhnlichen äusseren Faktors sowie eines 
unfallähnlichen Ereignisses bei radiologisch objektivierter 
Meniskusverletzung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 18. Mai 2020, UV 2018/84).

Entscheid vom 18. Mai 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2018/84

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., K & B Rechtsanwälte, 

Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Verputzer bei der B.___ AG bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als die Arbeitgeberin am 6. Oktober 2017 meldete, der Versicherte 

sei am 27. August 2016 beim Wandern bzw. Spazieren auf einem Gitterrost entlang 

einer Strasse ausgerutscht und habe sich den rechten Meniskus verletzt. Im 

Schadenformular wurden ausserdem der erstbehandelnde Arzt Dr. med. C.___, 

Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, sowie eine Arbeitsunfähigkeit ab 27. August 2016 

angegeben (Suva-act. 1). Eine beim Versicherten im Röntgeninstitut D.___ am 19. 

September 2016 vorgenommene MRT-Untersuchung des rechten Kniegelenks hatte 

eine Ruptur des medialen Meniskus, eine begleitende mediale Synovitis sowie eine 

Chondropathie Grad II retropatellär medial gezeigt (Suva-act. 10), worauf am 5. 

Oktober 2016 durch Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, 

arthroskopisch eine mediale Teilmeniskektomie durchgeführt worden war (Suva-act. 

15).

A.a. 

Nachdem die Suva verschiedene Unterlagen - insbesondere ein an Dr. E.___ 

gerichtetes Überweisungsschreiben von Dr. C.___ vom 14. September 2016 (Suva-act. 

16), einen Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 30. September 2016 (Suva-act. 12), 

einen Bericht von Dr. C.___ vom 1. März 2017 an den Krankentaggeldversicherer des 

Versicherten (AXA Winterthur; Suva-act. 30-25), ein von Dr. C.___ unterzeichnetes und 

auf den 18. Oktober 2017 datiertes Dokument (Suva-act. 36-4) und das Arztzeugnis 

UVG von Dr. C.___ vom 1. Dezember 2017 (Suva-act. 35) - erhalten und die zuständige 

A.b. 

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B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 22. April 2018 Einsprache, welche 

die Suva mit Entscheid vom 29. Oktober 2018 abwies (Suva-act. 61).

C.  

Schadensachbearbeiterin der Suva am 19. Oktober 2017 eine Besprechung mit dem 

Versicherten durchgeführt hatte (Suva-act. 6, vgl. auch Suva-act. 36-3), lehnte die Suva 

mit Verfügung vom 30. März 2018 den Anspruch des Versicherten auf 

Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung ab. Zur 

Begründung führte sie an, dass aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei, dass ein Unfall 

vom 27. August 2016 Auslöser der Kniegelenksbeschwerden rechts gewesen sei 

(Suva-act. 46).

Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt M. Büchel, Oberuzwil, am 6. 

Dezember 2018 Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung vom 30. März 2018 sowie 

der Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2018 seien aufzuheben und die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen 

(Heilungskosten, Taggeld) gestützt auf das Unfallereignis vom 27. August 2016 zu 

erbringen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). Dem Antrag des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers um Einräumung einer Nachfrist für die 

Einreichung der Beschwerdebegründung (act. G 1) wurde vom Versicherungsgericht 

mit Schreiben vom 20. Dezember 2018 entsprochen (act. G 2). Er reichte diese am 14. 

Januar 2019 zusammen mit weiteren Unterlagen ein (act. G 3).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 29. Oktober 2018 (act. G 5).

C.b. 

Mit Replik vom 21. März 2019 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

unverändert am Beschwerdeantrag fest (act. G 7).

C.c. 

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Erwägungen

1.

Die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers meldete der Beschwerdegegnerin mit 

Schadenmeldung UVG vom 6. Oktober 2017 ein Ereignis des Beschwerdeführers vom 

27. August 2016 (Suva-act. 1). Dr. C.___ erwähnte zwar in einem Bericht an den 

Krankentaggeldversicherer vom 1. März 2017 eine Knieverdrehung des 

Beschwerdeführers vom 26. September 2016 (Suva-act. 30-25). Dieser erzählte jedoch 

anlässlich der Besprechung mit der zuständigen Schadensachbearbeiterin der 

Beschwerdegegnerin vom 19. Oktober 2017 - in Übereinstimmung mit dem Datum in 

der Schadenmeldung UVG - von einer Knieverdrehung mit einem sofort verspürten 

stechenden Schmerz im rechten Knie vom 27. August 2016 (Suva-act. 6). Streitig und 

zu prüfen ist mithin, ob die Beschwerdegegnerin als Unfallversicherer für die Folgen 

des Ereignisses vom 27. August 2016 leistungspflichtig ist.

2.  

Mit Eingabe vom 16. Mai 2019 erneuerte auch die Beschwerdegegnerin 

sinngemäss ihre Anträge gemäss Beschwerdeantwort, verzichtete hingegen auf eine 

umfassende Duplik (act. G 9).

C.d. 

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher, nachdem ein Ereignis aus dem 

Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung.

2.1. 

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Ein äusserer Faktor auf den Körper ist z.B. 

2.2. 

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gegeben, wenn mechanische, chemische, thermische und elektrische Kräfte oder 

Strahlen auf den Körper wirken. Das Ereignis muss sich in der Aussenwelt zutragen. 

Die Folgen können sich aber mit einer äusserlichen Verletzung (Wunde, Hämatom, 

offene Fraktur usw.) oder ausschliesslich im Körperinnern (Hirnerschütterung, 

Perforation eines Organs, Sehnen- oder Bandruptur usw.) zeigen (Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 165 f.; Gabriela 

Riemer-Kafka, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, 6. Aufl. Bern 2018, 2.41). 

Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich sodann nicht auf die Wirkung 

des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der 

Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, 

unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 f. E. 1). Der äussere Faktor ist 

ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder 

Üblichen überschreitet (BGE 134 V 76 E. 4.1 mit Hinweis). Das für den Unfallbegriff 

wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und 

Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen (BGE 130 V 118 E. 

2.1 mit Hinweisen; André Nabold, in: Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], Bern 2018, 

N 32 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Irene Hofer, Basel 2019, N 37 zu Art. 6 UVG; Maurer, 

a.a.O., S. 176 f.). Bei unkoordinierten Bewegungen ist das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat, 

was beispielsweise dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder 

an einen Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 

reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2 mit Hinweisen, BGE 130 V 

118 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1). Dass es tatsächlich zu einem Sturz 

kommt, wird mithin nicht vorausgesetzt. Schliesslich ist festzuhalten, dass der 

Nachweis eines Unfalls bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, 

insofern strengen Anforderungen unterliegt, als die unmittelbare Ursache der 

Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein muss; denn 

ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren 

Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein 

krankheitsbedingter Ursachen besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 

2017, 8C_282/2017, E. 3.1.2 mit Hinweisen; RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4d).

Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen 

Auskünfte ein. Im Sozialversicherungsrecht herrscht somit der 

2.3. 

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3.  

Untersuchungsgrundsatz. Indessen ist die leistungsansprechende Person gesetzlich 

verpflichtet, bei den Abklärungen mitzuwirken (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). So sind 

praxisgemäss die einzelnen Umstände des Unfalls vom Leistungsansprecher glaubhaft 

zu machen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, indem er unvollständige, 

ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines 

unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu 

beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind (BGE 114 V 

305 E. 5b). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast 

insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese 

Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 138 V 222 E. 6 und 117 

V 264 E. 3b, je mit Hinweisen). Wird also auf dem Weg der Beweiserhebung das 

Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die 

blosse Möglichkeit genügt nicht (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58; BGE 114 V 305 f. E. 5b) -, so 

hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden 

Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b und 114 V 305 f. E. 5b). Gelangt die Verwaltung 

oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, der 

Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der 

angebotene Beweis vermöge keine entscheidrelevanten Aspekte herbeizuführen, kann 

auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. In der damit verbundenen 

antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör erblickt 

werden (vgl. BGE 122 V 52 E. 1d).

Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer am 27. August 2016 einen 

Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat.

3.1. 

Der Beschwerdeführer schilderte am 19. Oktober 2017 gegenüber der zuständigen 

Schadensachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin, er sei in F.___ am Spazieren 

gewesen, wobei er auf einer Brücke aus Eisenrosten (vgl. dazu das Bild in act. G 3.2) 

ausgerutscht und gestürzt sei. Der Eisenrost sei feucht gewesen und es hätten ein paar 

Blätter darauf gelegen. Er habe sich am Geländer auffangen können, habe sich jedoch 

das rechte Knie verdreht. Danach sei sofort ein stechender Schmerz im rechten Knie 

aufgetreten (Suva-act. 6). Ein analoger Sachverhalt wurde in der Schadenmeldung UVG 

3.2. 

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der Arbeitgeberin vom 6. Oktober 2017 beschrieben. Der Beschwerdeführer sei beim 

Wandern bzw. Spazieren auf einem Gitterrost entlang der Strasse ausgerutscht (Suva-

act. 1). Mit den beschriebenen Ereignissen wäre der Unfalltatbestand von Art. 4 ATSG 

unstreitig erfüllt (vgl. Erwägung 2.2) und die Beschwerdegegnerin grundsätzlich 

leistungspflichtig, doch betrachtet diese das vom Beschwerdeführer geschilderte 

Geschehen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

erstellt.

Mit der Beschwerdegegnerin ist jedoch folgendes zu beachten: Nur weil mit den 

vorstehend geschilderten Ereignissen grundsätzlich ein Unfall im Rechtssinn 

anzunehmen wäre, heisst das noch nicht, dass ein solches auch mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit stattgefunden hat. Die Unfallbeschreibungen 

anlässlich der Besprechung vom 19. Oktober 2017 (Suva-act. 6) und in der 

Schadenmeldung UVG vom 6. Oktober 2017 (Suva-act. 1) überzeugen nur insofern und 

sind in sich widerspruchsfrei, als ein Unfallereignis gemeldet bzw. eine Leistungspflicht 

des Unfallversicherers geltend gemacht wurde. Die Unfallmeldung erfolgte jedoch erst 

mehr als ein Jahr nach dem Ereignis. Vor diesem Hintergrund kommt der Überprüfung 

der vorgängigen Akten besondere Bedeutung zu.

3.3. 

 3.4. 

Gemäss Angaben von Dr. C.___ in einem Bericht an den 

Krankentaggeldversicherer vom 1. März 2017 begann die ärztliche Behandlung des 

Beschwerdeführers am 30. August 2016, also drei Tage nach dem streitigen Ereignis 

(Suva-act. 30-25). Im Arztzeugnis UVG vom 1. Dezember 2017 (Suva-act. 35) 

vermerkte Dr. C.___ unter der Rubrik "Angaben des Patienten: Unfallhergang und 

Beschwerden, Rückfall?" "Könne das rechte Bein nicht mehr belasten.". Hierbei dürfte 

es sich zwar weniger um eine Ereignisschilderung als um eine Beschwerdeschilderung 

bzw. den Grund für die Arztkonsultation handeln, doch ist anzunehmen, dass der 

Beschwerdeführer ein erlittenes Trauma offenkundig erwähnt hätte und dieses von Dr. 

C.___ im Arztzeugnis UVG entsprechend beschrieben worden wäre. Im Übrigen ist 

festzustellen, dass es durchaus auch üblich ist, dass ein Arzt aufgrund eines 

Beschwerdebildes bzw. Gesundheitsschadens ein Trauma als Ursache in Erwägung 

zieht, beim Patienten konkret nachfragt und ein solches im gegebenen Fall auf diesem 

Weg Eingang in ein Arztzeugnis findet. Der Umstand, dass im Arztzeugnis UVG nichts 

auf ein am 27. August 2016 erlittenes Trauma hinweist, ist damit ein gewichtiges Indiz, 

welches gegen die spätere Version eines Unfallgeschehens spricht.

3.4.1. 

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Mit Schreiben vom 14. September 2016 überwies Dr. C.___ den 

Beschwerdeführer für eine fachärztliche Beurteilung an Dr. E.___. Anamnestisch hielt 

Dr. C.___ fest, der Beschwerdeführer klage über Knieschmerzen rechts, seitdem er 

bergabwärts gelaufen sei. Ein eigentliches Trauma sei nicht erfolgt (Suva-act. 16). Der 

Hausarzt erwähnte also im vorgenannten Schreiben nur eine normale, natürliche 

Körperbewegung ohne störende Programmwidrigkeit und verneinte ein Trauma sogar 

explizit. Gerade letzteres deutet darauf hin, dass das Thema zwischen dem 

Beschwerdeführer und Dr. C.___ offensichtlich angesprochen worden war. Die 

Ausführungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in der 

Beschwerdebegründung vom 14. Januar 2019 (act. G 3) - aus dem 

Überweisungsschreiben könne nicht gefolgert werden, es hätte kein Unfallereignis 

stattgefunden; immerhin lasse sich der Anamnese entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer über Knieschmerzen rechts geklagt habe, seitdem er bergabwärts 

gelaufen sei - deuten nicht auf ein Trauma hin bzw. liefern auch keinerlei Anhaltspunkte 

dafür. Wie bereits erwähnt, ist im bergabwärts Laufen kein ungewöhnlicher äusserer 

Faktor zu sehen. Zudem soll das Auftreten eines Schmerzes oder das Vorliegen einer 

Meniskusruptur nicht in Abrede gestellt werden. Bei einem alleinigen Auftreten von 

Schmerzen kann jedoch noch nicht von einem (ungewöhnlichen) äusseren 

schädigenden Faktor gesprochen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. 

Oktober 2017, 8C_325/2017, E. 3.2; BGE 129 V 466 E. 4.2.1). Als Diagnose führte Dr. 

C.___ im obgenannten Überweisungsschreiben sodann den Verdacht auf eine Mono-

Gonarthritis rechts und damit eine unfallfremde Gesundheitsstörung an (vgl. Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 1086). Zwar 

hatte Dr. C.___ zu diesem Zeitpunkt noch keine Kenntnis vom Ergebnis der MRT-

Untersuchung in der D.___ vom 19. September 2016, welche eine mediale 

Meniskusruptur (Suva-act. 10) und damit eine Gesundheitsschädigung, welche 

grundsätzlich als Folge eines Traumas auftreten kann, zur Darstellung brachte (vgl. 

dazu Debrunner, a.a.O., S. 570 ff., 1056 ff.; Alfred Bühler, die unfallähnliche 

Körperschädigung, in: SZS 1996, S. 85 und 88; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 

267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 1146). Jedenfalls weist jedoch seine Diagnose eines 

krankheitsbedingten Gesundheitsschadens (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 570 ff., 

1086; Pschyrembel, a.a.O., S. 148 ff.; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. München 2003, 

S. 132 f.) darauf hin, dass er kein Trauma in Erwägung zog und ihm offensichtlich von 

einem solchen auch nichts bekannt gewesen ist.

3.4.2. 

Am 21. September 2016 wurde der Beschwerdeführer erstmals durch Dr. E.___ 

untersucht. Auch dieser hielt in der Anamnese des Untersuchungsberichts vom 30. 

3.4.3. 

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September 2016 ausdrücklich fest, dass der Beschwerdeführer ohne Ereignis seit ca. 

vier Wochen Kniegelenksbeschwerden habe (Suva-act. 12). Der Einwand des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in der Beschwerdebegründung vom 14. 

Januar 2019 (act. G 3), dem vorgenannten Bericht komme insofern kein Beweiswert zu, 

als er sich auf das Überweisungsschreiben von Dr. C.___ vom 14. September 2016 

stütze und Dr. E.___ die Verneinung eines Ereignisses lediglich vom 

Überweisungsschreiben übernommen habe, überzeugt nicht. Die Beschwerdegegnerin 

stellte in der Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2019 stichhaltig fest, dass Dr. E.___ 

persönlich den Beschwerdeführer untersucht und die Anamnese erhoben habe. Nebst 

dem, dass Dr. E.___ ein Ereignis verneinte, hielt er in der Anamnese in Bezug auf das 

rechte Knie fest, wann bzw. in welchen Situationen der Beschwerdeführer unter 

Kniegelenkbeschwerden leide, dass es eine Schwellungstendenz gebe und wo der 

Hauptschmerz liege. Diese anamnestischen Angaben gehen über diejenigen im 

Überweisungsschreiben von Dr. C.___ hinaus und wurden - wie gesagt - offenkundig 

persönlich von Dr. E.___ erhoben. Es wäre demzufolge unverständlich, wenn der 

anamnestischen Angabe "ohne Ereignis" kein Beweiswert zuerkannt würde, während 

der Beweiswert der übrigen anamnestischen Angaben nicht in Frage gestellt würde. 

Wie gesagt, ist es durchaus üblich, dass der behandelnde Arzt den Patienten anlässlich 

einer Konsultation nicht nur untersucht und gestützt darauf seine Befunde und 

Diagnosen erhebt bzw. stellt, sondern auch die Anamnese anspricht und dabei 

nachfragt, wie es laut Auffassung des Patienten zur bestehenden gesundheitlichen 

Störung gekommen sei respektive gekommen sein könnte. Auch in keinem weiteren 

Untersuchungsbericht von Dr. E.___ (vgl. Suva-act. 13 - 15, 18 f.) ist sodann von einem 

Trauma die Rede. Vielmehr wurde in seinem Operationsbericht vom 5. Oktober 2016 

(Suva-act. 15) nochmals ausdrücklich bestätigt "Indikation: kein Ereignis".

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die medizinischen Unterlagen zu den 

Erstkonsultationen des Beschwerdeführers bei Dr. C.___ und Dr. E.___ sowie das in 

Erwägung 3.4.2 genannte Überweisungsschreiben vom 14. September 2016 keine 

Hinweise für ein am 27. August 2016 erlittenes traumatisches Ereignis liefern und die 

genannten Ärzte scheinen nicht von einem solchen ausgegangen zu sein. Aufgrund der 

Ausführungen in den Erwägungen 3.4.1 bis 3.4.3 ist es wahrscheinlicher, dass der 

Beschwerdeführer gegenüber den behandelnden Ärzten entsprechend den Fakten 

nichts von einem besonderen traumatischen Ereignis erzählte oder ein solches sogar 

explizit verneinte.

3.4.4. 

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Auch die weiteren vorliegenden Akten - welche zwar teilweise Hinweise auf einen 

am 27. August 2016 erlittenen Unfall enthalten - vermögen ein Trauma nicht 

rechtsgenüglich zu belegen.

3.5. 

Aus act. G 3.1.1 ist zwar zu schliessen, dass zwischen einer Mitarbeiterin der 

Arbeitgeberin des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin ein Kontakt - 

offensichtlich zur Abklärung einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hinsichtlich 

einer ihr in Bezug auf den Beschwerdeführer intern gemeldeten Arbeitsunfähigkeit von 

50% vom 26. September bis 4. Oktober 2016, einer Knieproblematik (Meniskus) und 

Meniskusoperation vom 5. Oktober 2016 (vgl. Suva-act. 15) sowie einer 

anschliessenden dreiwöchigen Arbeitsunfähigkeit (vgl. interne Meldung per E-Mail vom 

28. September 2016) - stattgefunden und die Beschwerdegegnerin eine 

Leistungspflicht verneint sowie die Arbeitsunfähigkeit als krankheitsbedingt beurteilt 

hat (vgl. E-Mail der zuständigen Mitarbeiterin der Arbeitgeberin vom 11. Oktober 2016). 

Die Beschwerdegegnerin stellt sich jedoch in der Beschwerdeantwort vom 14. Februar 

2019 überzeugend auf den Standpunkt, dass mit dem Inhalt von act. G 3.1.1 nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ein am 27. August 2016 

erlittener Unfall als Auslöser der Kniebeschwerden belegt sei. Die Abklärung einer 

Leistungspflicht des Unfallversicherers durch die Arbeitgeberin sowie Abklärungen des 

Unfallversicherers im Zusammenhang mit einer Meniskusläsion können ohne Weiteres 

mit der Prüfung des Vorliegens einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 9 Abs. 2 

lit. c UVV: Meniskusriss) erklärt werden, für welche zur Begründung der Leistungspflicht 

des Unfallversicherers vereinfachte Leistungsvoraussetzungen gelten (vgl. dazu Rumo-

Jungo, a.a.O., S. 80 ff.; Maurer, a.a.O., S. 201 ff.; Erwägung 4.2). Von einem 

Unfallereignis ist allerdings in keinem der beiden E-Mails die Rede. Im Falle eines 

solchen, hätte es wohl insbesondere in die interne Meldung vom 28. September 2016 

Eingang gefunden. Erwartungsgemäss stimmt jedoch der Inhalt der vorgenannten E-

Mail mit den anamnestischen Angaben von Dr. C.___ und Dr. E.___ überein (vgl. dazu 

Erwägungen 3.4.1 und 3.4.3). Der Beschwerdegegnerin ist schliesslich darin 

zuzustimmen, dass von einer Einvernahme der zuständigen Mitarbeiterin der 

Arbeitgeberin für den Beweis eines Unfallereignisses keine entscheidrelevanten 

Erkenntnisse zu erwarten wären, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte 

Beweiswürdigung; vgl. BGE 144 V 368 E. 6.5, 136 I 236 E. 5.3). Angesichts des Inhalts 

der E-Mails vom 28. September und 11. Oktober 2016 (act. G 3.1.1) ist nicht 

erkennbar, inwiefern diese zur Frage eines allfälligen Unfallsachverhalts bedeutsame 

Informationen liefern könnte. Auch sie verfügte nur über die ihr mit der E-Mail vom 28. 

3.5.1. 

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September 2016 zugekommenen Informationen, welche - wie gesagt - keinen Hinweis 

auf ein Unfallereignis enthielten.

Sowohl in seinem Bericht vom 1. März 2017 an den Krankentaggeldversicherer 

des Beschwerdeführers (Suva-act. 30-25) als auch in einem vom 18. Oktober 2017 

datierten, offenbar einem Auszug der Krankengeschichte des Beschwerdeführers 

entstammenden Dokument (Suva-act. 36-4) schrieb Dr. C.___ von einer 

Knieverdrehung und im Bericht vom 1. März 2017 zudem von einem Ausgleiten auf 

einer rutschigen Unterlage. Damit wird eine Programmwidrigkeit im Bewegungsablauf 

bzw. ein Unfallsachverhalt beschrieben (vgl. Erwägung 2.2). Entgegen der Auffassung 

des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers und in Übereinstimmung mit den 

Feststellungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 14. Februar 

2019 (act. G 5) ergeben sich jedoch sowohl aus dem Vergleich der Aussagen in den 

beiden vorgenannten Dokumenten als auch aus dem Vergleich dieser Dokumente mit 

dem in Erwägung 3.4.2 genannten Überweisungsschreiben vom 14. September 2016 

(Suva-act. 16) Widersprüchlichkeiten bzw. Ungereimtheiten, die auch durch eine 

sorgfältige Beweiswürdigung nicht zugunsten des Beschwerdeführers auflösbar sind. 

Während Dr. C.___ im Bericht vom 1. März 2017 (Suva-act. 30-25) über eine 

Knieverdrehung vom 26. September 2016 berichtete, schrieb er im Dokument vom 18. 

Oktober 2017 von einem - offenbar am 26. September 2016 in der Krankengeschichte 

notierten - "Unfall mit Knieverdrehung möglich am 28.8.2016". Ob sich das Wort 

"möglich" auf das Datum oder den Unfall mit Knieverdrehung bezieht, ist unklar. Sollte 

ersteres der Fall sein, wäre das mögliche Datum immerhin mit dem in der 

Schadenmeldung vom 6. Oktober 2017 genannten Schadendatum vom 27. August 

2016 einigermassen vereinbar. Beim Ereignisdatum im Bericht vom 1. März 2017 dürfte 

es sich dagegen um einen Verschrieb handeln (vgl. dazu auch Erwägung 1), zumal in 

beiden fraglichen Dokumenten der 26. September 2016 genannt wird. Andererseits fällt 

auf, dass Dr. C.___ im Zusammenhang mit der im Bericht vom 1. März 2017 erwähnten 

Erstbehandlung am 30. August 2016 und Konsultation vom 14. September 2016 keine 

Knieverdrehung erwähnte, hier jedoch ein solcher Hinweis naheliegender gewesen 

wäre als ein entsprechender Vermerk im Zusammenhang mit dem Datum vom 26. 

September 2016. Nicht geklärt werden kann zudem auch, weshalb Dr. C.___ erst 

nachträglich, einige Monate später, von einer Knieverdrehung beim Ausgleiten auf einer 

glitschigen Unterlage schrieb, während er offenbar am 26. September 2016 in der 

Krankengeschichte eingetragen hatte, es sei beim Gehen passiert, und - dazu passend 

- ein schlagartiges Stechen notiert hatte. Diesbezüglich ist nämlich zu wiederholen, 

dass der Eintrag in der Krankengeschichte wiederum mit den Angaben von Dr. C.___ 

3.5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/13

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4.  

im zeitnah verfassten Überweisungsschreiben an Dr. E.___ vom 14. September 2016 

übereinstimmt, in welchem er (nur) von Knieschmerzen seit einem bergabwärts Laufen 

geschrieben und damals ein eigentliches Ereignis verneint hatte (Suva-act. 16). Hinzu 

kommt, wie gesagt, dass sich das Wort "möglich" auch auf die Angabe "Unfall mit 

Knieverdrehung" beziehen könnte, die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts jedoch den Beweisanforderungen nicht genügt (vgl. Erwägung 2.3). 

Insgesamt kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer 

nachträglich nach einem möglichen, verursachenden Ereignis für seine Knieschmerzen 

gesucht und eine Knieverdrehung in Erwägung gezogen und vorgebracht hat. Ein 

möglicher Sachverhalt wird jedoch dadurch nicht zu einem überwiegend 

wahrscheinlichen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Unfallmerkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors nicht erstellt ist. Es ist zwar möglich, dass sich der Beschwerdeführer 

am 27. August 2016 das rechte Knie verdreht hat, doch bleibt ein solcher Sachverhalt 

insgesamt beweislos. Die Folgen dieser Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu 

tragen, der aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechten ableiten wollte 

(Erwägung 2.3; BGE 144 V429 E. 3.2; SVR 2016 UV Nr. 44 S. 145, 8C_358/2016 E. 

3.4). Er kann daher unter dem Titel "Unfall" keine Leistungen der Beschwerdegegnerin 

beanspruchen.

3.6. 

Zu beurteilen ist im Weiteren, ob ein Leistungsanspruch aus unfallähnlicher 

Körperschädigung besteht. Wie bereits erwähnt, werden im vorliegenden Fall 

Versicherungsleistungen nach bisherigem, bis 31. Dezember 2016 gültigen Recht 

gewährt (vgl. Erwägung 2.1). Gemäss dem - gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG ergangenen 

- Art. 9 Abs. 2 UVV sind verschiedene Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig 

auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt. Dazu gehören gemäss lit. c 

der genannten Bestimmung namentlich Meniskusrisse.

4.1. 

Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin unter dem Titel von Art. 9 Abs. 2 

UVV fällt ebenfalls ausser Betracht. Zwar wurde beim Beschwerdeführer anlässlich der 

in der D.___ am 19. September 2016 durchgeführten MRT-Untersuchung des rechten 

Kniegelenks eine Ruptur des medialen Meniskus und damit eine unfallähnliche 

Körperschädigung erhoben (Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV). Mit Ausnahme der 

Ungewöhnlichkeit müssen jedoch gemäss der zu Art. 9 Abs. 2 UVV entwickelten bzw. 

damals geltenden und auch vom Versicherungsgericht angewandten 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/13

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5.  

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. zur Anwendung der damals geltenden 

Rechtsprechung Urteile des Bundesgerichts vom 3. November 2017, 8C_483/2017, E.

3, und 22. Mai 2017, 8C_155/2017, E. 2) auch bei den unfallähnlichen 

Körperschädigungen die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein. 

Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung eines unfallähnlichen 

Ereignisses, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, 

sinnfälligen Vorfalls zu. Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht 

stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h 

UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder 

degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor (BGE 129 V 466 f. E. 2.1 und 2.2). 

Nachdem - wie in Erwägung 3 dargelegt - mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nur ein beim Beschwerdeführer beim Gehen aufgetretener 

Knieschmerz nachgewiesen ist, fällt aus denselben Gründen, wie sie in Erwägung 3 in 

Bezug auf das Nichtvorliegen eines Unfallereignisses dargelegt worden sind, auch ein 

unfallähnliches Ereignis ausser Betracht (vgl. dazu BGE 129 V 468 E.4.1, 469 f. E. 4.2.1, 

470 E: 4.2.2).

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2020
	Art. 4 ATSG, Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV: Beweislosigkeit hinsichtlich ungewöhnlichen äusseren Faktors sowie eines unfallähnlichen Ereignisses bei radiologisch objektivierter Meniskusverletzung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2020, UV 2018/84).

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		2024-05-27T00:06:02+0200
	"9001 St.Gallen"
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