# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae5eaf10-d0c1-5b9b-b46d-965116b9a479
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.11.2025 E-8202/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8202-2025_2025-11-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8202/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Mathias Lanz (Vorsitz), 

Richterin Roswitha Petry, 

Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen,    

Gerichtsschreiberin Nina Ermanni. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

vertreten durch Necmettin Sahin, (…),  

Gesuchsteller,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Fristwiederherstellungsgesuch nach Nichteintretensent-

scheid (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-7881/2025 

vom 21. Oktober 2025) / N (…). 

 

 

 

E-8202/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das SEM mit Verfügung vom 3. Oktober 2025 – gleichentags eröffnet 

– feststellte, der Gesuchsteller erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein 

Asylgesuch vom 28. Juni 2025 abwies, ihn aus der Schweiz wegwies und 

den zuständigen Kanton mit dem Wegweisungsvollzug beauftragte, 

dass die Verfügung des SEM der damaligen Rechtsvertretung des Gesuch-

stellers am 3. Oktober 2025 eröffnet wurde, 

dass der Gesuchsteller durch den rubrizierten Rechtsvertreter mit elektro-

nischer Eingabe vom 15. Oktober 2025 (Zeitpunkt Ausstellung Abgabequit-

tung: 15. Oktober 2025, 00:01:03 MESZ [Mitteleuropäische Sommerzeit]) 

gegen die Verfügung vom 3. Oktober 2025 Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht erhob, 

dass er damit unter anderem erklärte, die fristgerechte Einreichung der Be-

schwerde aufgrund eines technischen Zahlungsproblems versäumt zu ha-

ben, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-7881/2025 vom 21. Okto-

ber 2025 auf die elektronisch übermittelte Beschwerde des Gesuchstellers 

vom 15. Oktober 2025 wegen offensichtlicher Unzulässigkeit nicht eintrat, 

da diese weder mit einer gültigen qualifizierten elektronischen Signatur ei-

nes anerkannten Anbieters (Art. 21a Abs. 2 VwVG) noch innerhalb der Be-

schwerdefrist von sieben Arbeitstagen (Art. 108 Abs. 1 AsylG [SR 142.31]) 

eingereicht worden war, 

dass es auf das sinngemäss gestellte Fristwiederherstellungsgesuch 

ebenfalls nicht eintrat, da auch dieses den Anforderungen an eine elektro-

nische Eingabe nicht genügte, 

dass der Gesuchsteller mit elektronischer Eingabe vom 27. Oktober 2025 

das Bundesverwaltungsgericht um Wiederherstellung der Beschwerdefrist 

sowie um Aufhebung des Urteils E-7881/2025 vom 21. Oktober 2025 und 

um Prüfung seiner Beschwerde vom 15. Oktober 2025 ersuchte, 

dass er zudem ausführte, am 14. Oktober 2025 habe es bei seiner Mutter 

zuhause in B._______ eine «Razzia» gegeben, bei welcher seiner Mutter 

mitgeteilt worden sei, dass er und seine Geschwister verdächtigt würden, 

sowohl Mitglieder der terroristischen Organisation Fethullahçı Terör Ör-

gütü//Parallel Devlet Yapılanması (FETÖ/PDY) als auch für die «Sera Va-

kfi» in der Schweiz tätig zu sein, 

E-8202/2025 

Seite 3 

dass dem Firstwiederherstellungsgesuch die bereits im Verfahren  

E-7881/2025 eingereichte Beschwerdeschrift sowie ein in Türkisch ver-

fasstes Hausdurchsuchungsprotokoll vom 14. Oktober 2025 beilagen, 

dass der Gesuchsteller mit elektronischer Eingabe vom 29. Oktober 2025 

eine Übersetzung des Protokolls vom 14. Oktober 2025 zu den Akten 

reichte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 i.V.m. Art. 33 VGG für 

die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM nach 

Art. 5 VwVG zuständig ist (Art. 105 AsylG), 

dass diese Zuständigkeit auch die Beurteilung von Gesuchen um Wieder-

herstellung von Fristen im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG umfasst, bei de-

nen es im Falle der Wiederherstellung über die nachgeholte Parteihand-

lung beziehungswiese Rechtsvorkehr zu befinden hat (vgl. statt vieler: Ur-

teil des BVGer E-5733/2025 vom 15. September 2025 E. 1.2; PATRICIA 

EGLI, in: Praxiskommentar VwVG, 3. Aufl. 2023, Art. 24 N. 6), 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– und so auch vorliegend – endgültig entscheidet (Art. 105 AsylG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass gemäss Art. 21 Abs. 1 VGG die Abteilungen des Bundesverwaltungs-

gerichts in der Regel in der Besetzung von drei Richtern oder Richterinnen 

entscheiden und diese Regel auch für Gesuche um Wiederherstellung ei-

ner Frist im Sinne von Art. 24 VwVG gilt, 

dass nach Art. 24 Abs. 1 VwVG eine ungenutzt verstrichene gesetzliche 

oder richterliche Frist wiederhergestellt wird, wenn der Gesuchsteller oder 

dessen Vertreter unverschuldeterweise abgehalten worden ist, binnen Frist 

zu handeln, sofern er unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach 

Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshand-

lung nachholt, 

E-8202/2025 

Seite 4 

dass eine Fristwiederherstellung gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG auch ver-

langt werden kann, wenn das Verfahren, bei dem die Frist verpasst worden 

ist, bereits abgeschlossen ist (vgl. Urteil des BGer 1C_491/2008 vom 

10. März 2009 E. 1.2 f.), 

dass die elektronische Beschwerde des Gesuchstellers vom 15. Oktober 

2025 (Zeitpunkt Ausstellung Abgabequittung: 15. Oktober 2025, 00:01:03 

MESZ) gegen den vorinstanzlichen Entscheid vom 3. Oktober 2025 nach 

der am 14. Oktober 2025 abgelaufenen Beschwerdefrist von sieben Ar-

beitstagen und somit verspätet eingereicht wurde, was der Gesuchsteller 

grundsätzlich auch selbst anerkennt (vgl. Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 21 

Abs. 1 und Art. 21a Abs. 3 VwVG; Art. 6 Abs. 1 Ausführungsreglement des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Juni 2020 über den elektronischen 

Rechtsverkehr mit Parteien [ERV-BVGer, SR 173.320.6]; Fristwiederher-

stellungsgesuch S. 1), 

dass der Beschwerdeführer nach Ergehen des Nichteintretensentscheids 

E-7881/2025 vom 21. Oktober 2025 mit (rechtsgültiger) elektronischer Ein-

gabe vom 27. Oktober 2025 – und somit innerhalb der dreissigtägigen Frist 

gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG – ans Bundesverwaltungsgericht gelangte 

und unter Beilage der im Verfahren E-7881/2025 eingereichten Beschwer-

deschrift um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ersuchte, 

dass er mit Einreichung der Beschwerdeschrift die versäumte Rechtshand-

lung nachgeholt hat, womit die formellen Voraussetzungen von Art. 24 

Abs. 1 VwVG erfüllt sind, 

dass auf das frist- und formgerecht eingereichte Fristwiederherstellungs-

gesuch daher einzutreten ist, 

dass die Wiederherstellung von Fristen dazu dient, die Rechtsnachteile zu 

beseitigen, die ein Verfahrensbeteiligter wegen unverschuldeter Fristver-

säumnis erleidet (vgl. STEFAN VOGEL, in: Kommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 24 N. 1), 

dass im Interesse an einem geordneten Rechtsgang, der Rechtssicherheit 

und der Verfahrensdisziplin grundsätzlich ein strenger Massstab ange-

wandt wird (vgl. BVGE 2017 I/3 E. 6.1), 

dass ein Versäumnis nur dann als unverschuldet gilt, wenn dafür objektive 

Gründe vorliegen und dem Gesuchsteller keine Nachlässigkeit vorgewor-

fen werden kann, das heisst es sind nur solche Gründe als erheblich zu 

E-8202/2025 

Seite 5 

betrachten, die dem Gesuchsteller auch bei Aufwendung der üblichen 

Sorgfalt die Wahrung seiner Interessen verunmöglicht oder unzumutbar er-

schwert hätten (vgl. Urteil E-5733/2025 E. 4.1; VOGEL, a.a.O., Art. 24 

N. 10), 

dass daneben auch subjektive Gründe eine Fristwiederherstellung recht-

fertigen können, welche dann vorliegen, wenn der (objektiv betrachtet) 

Handlungsfähige lediglich deshalb untätig bleibt, weil er die Situation zu-

folge eines Irrtums oder auf Grund mangelnder Kenntnisse nicht richtig ein-

zuschätzen vermag (vgl. VOGEL, a.a.O., Art. 24 N. 12), 

dass schliesslich auch eine Kumulation verschiedener Umstände, die je für 

sich betrachtet das Versäumnis nicht zu entschuldigen vermöchten, die 

Voraussetzungen von Art. 24 VwVG erfüllen können (vgl. Urteil  

E-5733/2025 E. 4.1; VOGEL, a.a.O., Art. 24 N. 14), 

dass der Gesuchsteller sein Fristwiederherstellungsgesuch vorliegend mit 

«einem unverschuldeten technischen Hindernis» bei der elektronischen 

Beschwerdeaufgabe durch seinen Rechtsvertreter begründet, namentlich 

sei zum Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde das Guthaben des 

SwissID-Kontos erschöpft gewesen und es habe um Mitternacht auch 

keine Möglichkeit bestanden, um das Guthaben sofort aufzuladen, wes-

halb eine fristgerechte elektronische Einreichung technisch nicht möglich 

gewesen sei, 

dass sich die gesuchstellende Person eine durch die Vertretung verschul-

dete Verspätung grundsätzlich anrechnen lassen muss (vgl. BGE 143 I 284 

E. 1.3; VOGEL, a.a.O., Art. 24 N. 17), 

dass die SwissID kostenlos ist, allerdings für die Nutzung der digitalen Un-

terschrift mittels SwissID über SwissSign je nach gewähltem Modell unter-

schiedliche Kosten anfallen und der Nutzer über die Preise und Anzahl Sig-

naturen informiert wird (vgl. < https://www.swisssign.com/digitale-unter-

schrift/web-service.html >, abgerufen am 24.11.2025), 

dass es zur unerlässlichen Sorgfaltspflicht einer Rechtsvertretung gehört, 

die technischen Voraussetzungen für eine anvisierte elektronische Be-

schwerdeführung sicherzustellen respektive diese vor Ablauf der Be-

schwerdefrist frühzeitig zu prüfen (vgl. BGE 143 I 284 E. 1.3 m.w.H.), 

dass bei dem vorliegend geltend gemachten Grund (zu wenig Geld auf 

dem SwissID-Konto) nicht von einem unverschuldeten Versäumnis 

E-8202/2025 

Seite 6 

auszugehen ist; vielmehr muss sich der Gesuchsteller respektive dessen 

Rechtsvertreter Nachlässigkeit infolge organisatorischer Unzulänglichkei-

ten vorwerfen lassen (vgl. BGE 143 I 284 E. 1.3; Urteil des BGer 

2C_177/2019 vom 22. Juli 2019 E. 4.2.1; VOGEL, a.a.O., Art. 24 N. 10), 

dass der Gesuchsteller das geltend gemachte Informatikproblem im Zu-

sammenhang mit dem Aufladen des Guthabens auf seinem SwissID-Konto 

sodann in keiner Weise belegt hat, 

dass das Fristwiederherstellungsgesuch demnach abzuweisen ist, 

dass der Gesuchsteller im Rahmen des Fristwiederherstellungsgesuchs 

mit seinen Ausführungen sowie dem eingereichten türkischen Schreiben 

«Tutanak» respektive der Übersetzung des Protokolls betreffend die Haus-

durchsuchung vom 14. Oktober 2025 bei seiner Mutter in der Türkei des 

Weiteren um Prüfung von neuen Tatsachen und Beweismitteln ersuchte, 

dass Gegenstand des vorliegenden Fristwiederherstellungsverfahrens ein-

zig die Frage bildet, ob die Voraussetzungen für die Wiederherstellung der 

versäumten Frist erfüllt sind, weshalb auf die Anträge betreffend Berück-

sichtigung der neuen Beweismittel und Rückweisung der Sache an die Vor-

instanz zur vollständigen Neubeurteilung nicht einzutreten ist, 

dass ein allfälliges Wiedererwägungsgesuch darüber hinaus beim SEM an-

hängig zu machen wäre, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Gesuchsteller 

aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– festzu-

setzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Fristwiederherstellungsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Das Urteil E-7881/2025 vom 21. Oktober 2025 bleibt in Rechtskraft. 

3.  

Auf die Begehren betreffend Berücksichtigung des neuen Beweismittels 

und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz wird nicht eingetreten. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der 

Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das SEM und die zuständige kan-

tonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mathias Lanz Nina Ermanni 

 

 

Versand: