# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51fe0515-2e2c-53e2-8763-9f35652a93e2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.10.2025 F-7356/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7356-2025_2025-10-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7356/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Basil Cupa als Einzelrichter, 

mit Zustimmung von Richter Sebastian Kempe; 

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lisa-Maria Kaiser, Rechtsschutz für 

Asylsuchende, Bundesasylzentrum (BAZ) Region Zürich, 

Förrlibuckstrasse 110, 8005 Zürich, 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 17. September 2025 / N (…). 

 

 

 

F-7356/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der vermeintlich minderjährige Beschwerdeführer reiste eigenen An-

gaben zufolge im Jahr (...) in Europa (B._______) ein (vgl. SEM act. 3) und 

suchte in der Folge am (...) in der Schweiz unter den Personalien (Nennung 

Name), geboren am (...), Afghanistan, um Asyl nach. 

A.b Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass er am 5. April 2024 in Frankreich bereits um Asyl ersucht 

hatte (vgl. SEM act. 12/pag. 3). 

A.c Am 31. Juli 2025 stellte das SEM bei den französischen Behörden be-

treffend den Beschwerdeführer ein Informationsersuchen gemäss Art. 34 

der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO). 

In ihrer Antwort auf das Informationsersuchen teilten die französischen Be-

hörden am 11. August 2025 mit, der Beschwerdeführer sei in Frankreich 

mit den Personalien (Nennung Name), geboren am (...), Afghanistan, re-

gistriert. Er habe den Behörden keinerlei Identitätsdokumente vorgelegt. 

Sein Asylgesuch sei mit Entscheid vom (...) abgelehnt worden. Eine Be-

schwerde gegen diesen Entscheid habe das Nationale Asylgericht am (...) 

abgelehnt. Am (...) sei gegen ihn eine Ausweisungsanordnung erlassen 

worden. Er habe angegeben, ledig und ohne Kinder zu sein. Es würden 

keine Informationen vorliegen, die darauf hindeuteten, dass er Familienan-

gehörige in Europa habe (vgl. SEM act. 16). 

A.d Am 12. August 2025 führte das SEM mit dem Beschwerdeführer eine 

Erstbefragung unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender (EB UMA) 

durch. Dabei wurden ihm diverse Fragen gestellt: zu seinen Personalien, 

den persönlichen Verhältnissen, seinem Alter, den Ausweispapieren, dem 

in Frankreich gestellten Asylgesuch, dem Reiseweg und seinen Gründen 

für sein Asylgesuch. Ferner wurde ihm das rechtliche Gehör zur allfälligen 

Zuständigkeit Frankreichs für die Durchführung seines Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens, zum Verzicht der Durchführung eines Altersgutachtens, 

zur beabsichtigten Altersanpassung im ZEMIS sowie zum medizinischen 

Sachverhalt gewährt (vgl. SEM act. 18).  

 

Dabei brachte er vor, er sei am 2. Juli 2021 aus seiner Heimat ausgereist 

F-7356/2025 

Seite 3 

und über (Nennung Reiseroute mit durchquerten Ländern) und Frankreich, 

wo er sich zirka ein Jahr aufgehalten habe, wieder in die Schweiz gelangt. 

Er wisse nicht, wie alt er im Zeitpunkt der Ausreise gewesen sei. Sein Ge-

burtsdatum sei der (...) und er sei heute 16 Jahre und vier Monate alt. Er 

könne das Geburtsdatum aber nicht im afghanischen Kalender sagen. Als 

er elf Jahre alt gewesen sei, habe ihm seine Mutter eine Tazkera ausstellen 

lassen und ihm gleichzeitig sein Alter mitgeteilt. Sobald er habe reden oder 

laufen können, habe er den Koran lernen müssen; mit der Koranschule 

habe er aufgehört, als er Afghanistan im Jahr 2021 verlassen habe. Er sei 

im damaligen Zeitpunkt noch sehr jung gewesen, vielleicht 13 Jahre, er 

könne es nicht genau sagen. In Frankreich sei er zunächst festgenommen 

und es seien ihm die Fingerabdrücke abgenommen worden. Er habe dort 

aber keinen Asylantrag gestellt und auch nicht bleiben wollen. Die Behör-

den hätten nach Identitätspapieren gefragt, er habe jedoch nichts dabeige-

habt. Auf die Frage nach seinen Personalien habe er diese den Behörden 

angegeben; er wisse jedoch nicht, was aufgeschrieben worden sei, da er 

nicht lesen könne. Sodann habe er dort angeführt, bereits 18 Jahre alt zu 

sein, weil ihm Dritte gesagt hätten, dass Minderjährige in ein Camp ge-

bracht und dort nicht mehr freigelassen würden. Auf Vorhalt führte der Be-

schwerdeführer an, von einem in Frankreich durchlaufenen Asylverfahren 

unter den Personalien (Nennung Name), geboren am (...), Afghanistan, 

wisse er nichts. Er sei dort weder befragt worden noch habe er mit einem 

Anwalt gesprochen. In Frankreich habe er in C._______ gelebt; zunächst 

habe er sich einige Tage bei Afghanen aufgehalten und dann im Park unter 

einer Brücke geschlafen. Da er den Behörden nicht erzählt habe, dass er 

noch minderjährig sei, habe er keine Asylunterkunft erhalten. Das Original 

seiner Tazkera befinde sich in seinem Heimatdorf. Aus der eingereichten 

Fotokopie derselben gehe deutlich hervor, dass er 16 Jahre und sicher 

nicht über 18 Jahre alt sei.  

 

Zu seinem Gesundheitszustand gab er an, es gehe ihm gut. 

A.e Mit Schreiben vom 26. August 2025 gewährte das SEM dem Be-

schwerdeführer das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Anpassung seines 

Geburtsdatums im ZEMIS. Am 1. September 2025 reichte er seine Stel-

lungnahme ein. 

A.f Am 2. September 2025 ersuchte das SEM die französischen Behörden 

um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO. Die Behörden hiessen das Ersuchen am 16. Septem-

ber 2025 gut. 

F-7356/2025 

Seite 4 

A.g Am 17. September 2025 gingen dem SEM seitens des Gesundheits-

dienstes des BAZ Informationen zum Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers zu. 

B.  

Mit Verfügung vom 17. September 2025 – eröffnet am 18. September 2025 

– trat die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein 

(Dispositivziffer 1) und verfügte seine Wegweisung nach Frankreich (Dis-

positivziffern 2-4). Sein Geburtsdatum laute im ZEMIS auf den (...) mit Be-

streitungsvermerk (Dispositivziffer 5). Ferner händigte sie ihm die editions-

pflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis (Dispositivziffer 6) aus und hielt 

fest, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu 

(Dispositivziffer 7). 

C.  

Der Beschwerdeführer focht diese Verfügung mit Beschwerde vom 

25. September 2025 beim Bundesverwaltungsgericht an. Er beantragte, es 

sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache sei zur voll-

ständigen Abklärung des Sachverhalts und Neubeurteilung an die Vor- 

instanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und um Anordnung 

vorsorglicher Massnahmen. Ferner sei ihm die unentgeltliche Prozessfüh-

rung zu gewähren; insbesondere sei auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten. 

D.  

Am 26. September 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovi-

sorischen Vollzugsstopp an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31]; Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind er-

füllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, 

Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Gericht entscheidet 

vorliegend endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

F-7356/2025 

Seite 5 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2. Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

3.  

Der Beschwerdeführer beantragt mit der Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung im Wesentlichen die Kassation derselben, da das SEM durch 

den Verzicht auf die Anordnung eines medizinischen Altersgutachtens den 

Untersuchungsgrundsatz sowie das rechtliche Gehör verletzt habe (vgl. 

Rechtsbegehren Ziff. 1 und 2). Da er weder in seinen Anträgen noch in 

seiner Begründung auf eine Abänderung des im ZEMIS vermerkten Ge-

burtsdatums [...]; Dispositivziffer 5 der angefochtenen Verfügung) Bezug 

nimmt, richtet sich die vorliegende Beschwerde nicht gegen die ZEMIS-

Eintragung, sondern lediglich gegen den Nichteintretensentscheid betref-

fend das Asylgesuch. Es bleibt dem Beschwerdeführer jedoch unbenom-

men, innert der gesetzlich vorgesehenen Frist allenfalls auch gegen den 

ZEMIS-Eintrag Beschwerde zu führen. 

4.  

4.1. Der Beschwerdeführer rügt vorliegend, das SEM habe in unzulässiger 

Weise auf die Anordnung eines Altersgutachtens verzichtet, wodurch der 

Sachverhalt betreffend sein Alter nicht rechtsgenüglich abgeklärt und auch 

das rechtliche Gehör verletzt worden sei. 

4.2. Das SEM hat vorliegend – wie bei Verfahren von potenziell minderjäh-

rigen unbegleiteten Asylsuchenden üblich – eine EB UMA durchgeführt. Im 

Nachgang zu dieser Befragung nahm es das vom Beschwerdeführer ein-

gereichte Foto seiner Tazkera zu den Akten und hat eine Übersetzung die-

ses Dokuments durch eine zugelassene Dolmetscherin veranlasst. Das 

SEM kam in der Folge nach einer Würdigung aller wesentlichen Anhalts-

F-7356/2025 

Seite 6 

punkte (kein rechtsgenügliches Identitätsdokument eingereicht; vage, wi-

dersprüchliche, unplausible und tatsachenwidrige Aussagen zu seinem 

Geburtsdatum und Alter sowie zum Asylverfahren in Frankreich; Registrie-

rung in Frankreich als volljährige Person; fraglicher Nutzen und Beweiswert 

einer Altersanalyse im vorliegenden Fall) zum Schluss, dass genügende 

Anhaltspunkte ersichtlich sind, welche für die Volljährigkeit des Beschwer-

deführers sprechen, und hat diese auch im Einzelnen einlässlich aufgeführt 

(vgl. SEM act. 38, S. 6-11). Asylsuchende sind gesetzlich dazu verpflichtet, 

alle Dokumente einzureichen, die Auskunft über ihre Identität, Herkunft und 

ihren Reiseweg geben oder Rückschlüsse darauf erlauben (Art. 8 Abs. 1 

Bst. a und b AsylG i.V.m. Art. 2a AsylV1). Diesen Mitwirkungspflichten ist 

der Beschwerdeführer mit der Einreichung eines blossen Fotos seiner Taz-

kera nicht nachgekommen. Ohnehin handelt es sich bei der Tazkera nicht 

um ein fälschungssicheres Dokument, da es keine fälschungssicheren Si-

cherheitsmerkmale aufweist. Deshalb ist hinsichtlich der Frage der Identität 

von Inhabern eines solchen Dokuments praxisgemäss von einem reduzier-

ten Beweiswert eingereichter Tazkeras auszugehen, selbst wenn sie im 

Original vorliegen (vgl. Urteil des BVGer E-322/2021 vom 17. Februar 2021 

E. 3.4). Ohnehin sind die geschilderten Umstände, wie der Beschwerde-

führer zu seiner Tazkera gekommen sein will, uneinheitlich ausgefallen. So 

gab er zu Beginn der EB UMA zunächst an, seine Mutter habe ihm eine 

Tazkera machen lassen als er elf Jahre alt gewesen sei, um später anzu-

geben, sein Vater habe alles im Zusammenhang mit der Ausfertigung sei-

ner Tazkera erledigt (vgl. SEM act. 18 Ziff. 1.06 und 4.03). Sodann ist auf 

der Tazkera entgegen der von ihm vertretenen Aussage weder ein Geburts-

datum vermerkt noch lässt sich das Alter im Zeitpunkt von deren Ausstel-

lung – da unleserlich – erkennen (vgl. SEM act. 20). Weiter hielt das SEM 

mit zutreffender Begründung fest, dass es widersprüchlich ist, wenn er sei-

nen Angaben zufolge am (...) geboren und im Zeitpunkt der EB UMA (...) 

16 Jahre und vier Monate alt gewesen sein will (vgl. SEM act. 18 Ziff. 1.06). 

Befremdlich erscheint auch, dass er sein Alter zwar im gregorianischen Ka-

lender, trotz Absolvierens der Koranschule jedoch nicht im afghanischen 

Kalender kennen will (vgl. SEM act. 18 Ziff. 1.06). Dann wiederum führt er 

an, er wisse nicht, wie alt er genau sei und welches Alter er im Zeitpunkt 

seiner Ausreise aus Afghanistan gehabt habe, um demgegenüber auf den 

Tag genau angeben zu können, wann er letztlich seine Heimat verlassen 

haben will (vgl. SEM act. 18 Ziff. 5.01 und 9.01). Sodann will er eigenen 

Angaben zufolge mit der Koranschule angefangen haben, nachdem er 

habe reden und laufen lernen – weil dies in seiner Gegend so üblich sei –, 

weshalb er vermutlich zwischen vier und sechs Jahre alt gewesen sein 

dürfte (vgl. SEM act. 18 Ziff. 7.04). Als er mit dieser aufgehört habe, sei er 

noch sehr jung gewesen, vielleicht 13 Jahre oder so (vgl. SEM act. 18 Ziff. 

F-7356/2025 

Seite 7 

4.03). Mithin dürfte er mehrere Jahre in der Koranschule verbracht haben, 

weshalb es realitätsfern erscheint, dass er dennoch weder lesen noch 

schreiben können soll. Weitere zeitliche Ungereimtheiten ergeben sich hin-

sichtlich des angeführten Reiseweges: Er sei am (...) ausgereist und etwas 

mehr als (...) Jahre später, am 29. Juli 2025, traf er in der Schweiz ein. Auf 

seinem Reiseweg sei er durch zehn Länder gereist und hielt sich dort un-

terschiedlich lange auf. Wird die jeweilige vom Beschwerdeführer angege-

bene Aufenthaltsdauer der von ihm durchquerten Länder zusammenge-

rechnet, ergibt sich jedoch lediglich ein Zeitraum von einem Jahr und einem 

bis mehreren Monaten (vgl. SEM act. 18 Ziff. 5.02). Weiter führte die Vor-

instanz zu Recht zahlreiche weitere Widersprüche an, die sich aus den In-

formationen der französischen Behörden zu seinem dortigen Asylverfahren 

und seinen Angaben gegenüber dem SEM ergeben. So zum Umstand der 

tatsächlichen Einreichung eines Asylgesuchs und der Durchführung eines 

Asyl- sowie Beschwerdeverfahrens, was er gegenüber dem SEM nach-

drücklich verneinte (vgl. SEM act. 18 Ziff. 2.06). 

4.3. In seiner Beschwerdeschrift vermag der Beschwerdeführer keine sub-

stanziierten Einwände gegen diese Feststellungen anzuführen. Weder 

seine Ausführungen zum äusseren Erscheinungsbild, wonach er nicht ein-

deutig älter als 17-jährig wirke, noch zur eingereichten Fotokopie seiner 

Tazkera, welche mit seinem Geburtsjahr (...) übereinstimme, vermögen an-

gesichts ihres entweder allgemeinen oder unzutreffenden Inhalts respek-

tive der nicht leserlichen Passage in der Tazkera, wie alt der Beschwerde-

führer gemäss Aussehen im Jahr 2010/2011 gewesen sein soll, zu über-

zeugen. Daran vermögen die eingereichten Fotografien, welche den Be-

schwerdeführer zeigen (vgl. Beschwerdebeilage 4), nichts zu ändern; so 

lässt sich nicht zweifelsfrei überprüfen, wann und in welchem Zusammen-

hang diese entstanden sind. Auch der Einwand, wonach in Afghanistan 

dem Geburtsdatum sowie dem Alter eines Menschen nicht derselbe Stel-

lenwert zukomme, wie in hiesigen Breitengraden, und dass unter Berück-

sichtigung seines Bildungshintergrunds nachvollziehbar sei, dass er sein 

genaues Geburtsdatum nicht wisse, bleibt vorliegend angesichts des krass 

widersprüchlichen Aussageverhaltens (vgl. E. 4.2 vorstehend) unbehelf-

lich. Es ist an dieser Stelle hervorzuheben, dass der Beschwerdeführer ei-

nerseits nicht wissen will, wann er genau geboren sei, um demgegenüber 

sein Alter oder sein Ausreisedatum auf den Tag genau angeben zu können 

(vgl. SEM act. 18 Ziff. 1.06, 5.01 und 9.01). Demnach vermögen auch die 

Ausführungen, wonach er zum Zeitpunkt der Erstbefragung rund (...) alt 

gewesen sein soll, da die Erstbefragung am 12. August 2025 stattgefunden 

habe, weshalb die viermonatige Abweichung in seiner Altersangabe (...) 

nicht frappant und daher auch nicht unglaubhaft sei, nicht zu überzeugen. 

F-7356/2025 

Seite 8 

Soweit er anführt, seine Angabe "(Nennung Datum)" stelle offensichtlich 

bloss ein ungefähres Geburtsdatum dar, ist nicht einsichtig, weshalb er dies 

anlässlich der EB UMA nicht auch so explizit deklariert hat; vielmehr gab 

er dort ausdrücklich an, an diesem Tag geboren worden zu sein (vgl. SEM 

act. 18 Ziff. 1.06). 

4.4. Ferner ist der Beschwerdeführer in Frankreich als volljährige Person 

registriert worden und es kann davon ausgegangen werden, dass die dort 

zuständigen Behörden den Beschwerdeführer bei der Einreichung des 

Asylgesuches nicht mit einem beliebigen Geburtsdatum registriert haben. 

Auch ist den Informationen der französischen Behörden zu entnehmen, 

dass er dort während des Verfahrens – insbesondere auch zu seinen Per-

sonalien – befragt worden sein muss (vgl. SEM act. 16). Zwar trifft es zu, 

dass er laut diesen Informationen sein Asylgesuch am (Nennung Zeitpunkt) 

eingereicht haben soll, wobei dieses gemäss Eurodac jedoch bereits am 

5. April 2024 gestellt wurde (vgl. SEM act. 10 und 16). Diese Ungenauigkeit 

vermag aber an den Feststellungen der dortigen Behörden nichts Grund-

sätzliches zu ändern: Der Beschwerdeführer hat – obwohl von ihm bestrit-

ten – dort ein Asylgesuch gestellt und durchlief ein Asylverfahren (inkl. Be-

schwerdeverfahren) bis zu dessen Ende. Das SEM hat zu Recht festge-

halten, dass die anderslautende Behauptung des Beschwerdeführers und 

seine im Rahmen des rechtlichen Gehörs vorgebrachten Einwände mit der 

Antwort der französischen Behörden auf das Informationsersuchen nicht in 

Übereinstimmung gebracht werden können (vgl. SEM act. 32 S. 7 f.). Vor 

diesem Hintergrund wäre zu erwarten gewesen, dass er das durch die Be-

hörden vermerkte und seiner Ansicht nach unzutreffende Geburtsdatum 

nicht ein ganzes Asylverfahren lang unbestritten respektive unkorrigiert ge-

lassen hätte. 

4.5. Im Weiteren ist festzuhalten, dass der Vorinstanz beim Entscheid be-

treffend die Erstellung eines Altersgutachtens Ermessen zukommt (vgl. 

bspw. Urteil des BVGer E-1799/2024, E-1839/2024 vom 3. September 

2024 E. 4.2 m.w.H.). Angesichts des Nichteinreichens eines rechtsgenüg-

lichen Identitätsdokuments und des widersprüchlichen Aussageverhaltens 

des Beschwerdeführers war die Vorinstanz nicht verpflichtet, ein kostenin-

tensives medizinisches Altersgutachten in Auftrag zu geben, da eine Ver-

letzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der freien Beweiswürdigung bei 

der Entscheidfindung zu berücksichtigen ist. Die beweisbelastete Partei, 

die ihre Mitwirkungspflicht verletzt, hat die Folgen einer allfälligen Beweis-

losigkeit zu tragen, indem die Behörde auf weitere Abklärungen verzichtet 

und aufgrund der bestehenden Aktenlage entscheidet (vgl. BVGE 2008/46 

E. 5.6.1; siehe ferner Art. 40 BZP [SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG; 

F-7356/2025 

Seite 9 

MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesver-

waltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 3.123). Im Übrigen lässt sich auch 

durch eine medizinische Altersabklärung kein exaktes Geburtsdatum be-

stimmen. Eine solche kann lediglich im besten Fall ein mehr oder weniger 

starkes Indiz für die Voll- respektive Minderjährigkeit einer Person darstel-

len (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 6.1). Wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 4.2 – 

4.4), sind die Ausführungen des SEM hinsichtlich der Volljährigkeit des Be-

schwerdeführers zu bestätigen, weshalb das Gericht auch auf Beschwer-

destufe keinen Anlass sieht, ein medizinisches Altersgutachten einzuholen. 

4.6. Das SEM durfte vorliegend rechtskonform in antizipierter Beweiswür-

digung auf die Anordnung eines Altersgutachtens verzichten, ohne den 

rechtserheblichen Sachverhalt insgesamt falsch oder unvollständig festzu-

stellen. Es ist der ihm obliegenden Untersuchungspflicht (Art. 6 AsylG 

i.V.m. Art. 12 VwVG) in genügender Weise nachgekommen. Vor diesem 

Hintergrund ist auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu verneinen. 

Der Rückweisungsantrag (Rechtsbegehren Ziff. 2), ist vor diesem Hinter-

grund abzuweisen. 

5.  

5.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Diesbezüglich kommt die Dublin-III-VO zur Anwen-

dung. 

5.2. Im Falle einer unbegleiteten minderjährigen Person ohne familiäre An-

knüpfungspunkte (zu einem anderen Mitgliedstaat) ist gemäss Art. 8 Abs. 4 

Dublin-III-VO der Staat zuständig, in welchem jene einen Antrag auf inter-

nationalen Schutz gestellt hat, sofern es dem Wohl des Minderjährigen 

dient. Als Minderjähriger gilt ein Drittstaatsangehöriger unter achtzehn Jah-

ren (Art. 2 Bst. i Dublin-III-VO; Art. 1a Bst. d der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Unbegleitete Minderjährige sind 

vom Wiederaufnahmeverfahren ausgenommen (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, 

Dublin-III-VO, Wien 2014, Kap. 15 f. zu Art. 8, m.H.). Vorliegend ist der Be-

schwerdeführer jedoch als volljährig zu betrachten (vgl. E. 4), weshalb die 

grundsätzliche Wiederaufnahmezuständigkeit bei Frankreich liegt (vgl. un-

ter anderen: Urteil des BVGer F-6213/2020 vom 5. Januar 2021 E. 3.4). 

F-7356/2025 

Seite 10 

6.  

6.1. Die französischen Behörden haben dem Wiederaufnahmegesuch des 

SEM am 16. September 2025 zugestimmt; die Zuständigkeit Frankreichs 

ist grundsätzlich gegeben. 

6.2. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass das Asylverfahren in Frank-

reich keine systemischen Schwachstellen aufweist (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO) und Hinweise dafür fehlen, wonach das Land seinen völkerrechtlichen 

Verpflichtungen gegenüber dem Beschwerdeführer nicht nachgekommen 

wäre oder das Asylverfahren nicht regelkonform durchführen würde res-

pektive durchgeführt hätte. Es sind keine völkerrechtlichen Vollzugshinder-

nisse ersichtlich, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 

Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Allein aus dem Umstand, dass 

die französischen Asylbehörden sein Asylgesuch bereits abgelehnt haben 

(vgl. SEM act. 16), lässt sich nicht ableiten, deren Entscheid sei nicht im 

Rahmen eines rechtsstaatlich korrekten Verfahrens ergangen. Zum nicht 

weiter belegten Vorwurf, er habe in Frankreich keine Rechtsvertretung ge-

habt, hat das SEM mit zutreffender Begründung auf den Umstand verwie-

sen, dass er dort eine Beschwerde gegen seinen Asylentscheid beim zu-

ständigen Gericht eingereicht hat. Dies lässt ohne Weiteres den Schluss 

zu, dass er ausreichende Kenntnisse und Informationen über das franzö-

sische Asylverfahren besass. Es liegen auch keine Anhaltspunkte vor, die 

darauf schliessen lassen, Frankreich habe im Falle des Beschwerdefüh-

rers den Grundsatz des Non-Refoulement gemäss Art. 33 FK und Art. 3 

EMRK nicht beachtet und beabsichtige, ihn rechtswidrig nach Afghanistan 

zurückzuschaffen, ohne geprüft zu haben, ob ihm dort flüchtlingsrechtlich 

relevante Verfolgung oder eine menschenrechtswidrige Behandlung dro-

hen würde (einlässlich dazu Urteil des EuGH vom 30. November 2023, 

verbundene Rechtssachen C-228/21, C-254/21, C-297/21, C-315/21 und 

C-328/21, §§ 129-142 und Ziff. 2 des Dispositivs). Im Übrigen hat er die 

Möglichkeit, den französischen Behörden allfällige Wiederaufnahme- oder 

Wiedererwägungsgründe im Rahmen eines Folgeantrags nach Art. 40 Ver-

fahrensrichtlinie zu unterbreiten. Auch liegen betreffend den medizinischen 

Sachverhalt – der Beschwerdeführer bezeichnet sich selber als gesund – 

keine Gründe vor, die für die Ausübung des Selbsteintrittsrechts sprechen 

würden. 

6.3. Die Vorinstanz hat sodann in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermessens und ge-

stützt auf einen korrekt erstellten Sachverhalt (vgl. E. 4 vorstehend) von 

einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. 

F-7356/2025 

Seite 11 

7.  

Das SEM ist zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Die Überstel-

lung nach Frankreich wurde in Anwendung von Art. 44 AsylG ebenfalls zu 

Recht angeordnet. 

8.  

Die Beschwerde ist abzuweisen und die Verfügung des SEM zu bestätigen. 

9.  

Mit dem Entscheid in der Hauptsache sind die Gesuche um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses gegenstandslos geworden. 

Der am 26. September 2025 verfügte einstweilige Vollzugsstopp fällt mit 

dem vorliegenden Urteil dahin. 

10.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist abzu-

weisen, da die Beschwerde gemäss den vorstehenden Erwägungen als 

von vornherein aussichtslos zu bezeichnen war. Daher fehlt es, unbesehen 

der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers, an einer gesetzli-

chen Voraussetzung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG. Bei diesem Ausgang 

des Verfahrens sind ihm die Kosten von insgesamt Fr. 750.– aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-7356/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Basil Cupa Stefan Weber 

 

 

Versand: