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**Case Identifier:** 15732d7f-1d42-54ff-9851-b2c73e85a576
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 31.10.2012 RR.2012.114
**Docket/Reference:** RR.2012.114
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2012-114_2012-10-31

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Griechenland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Griechenland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Griechenland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Griechenland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Entscheid vom 31. Oktober 2012  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Tito Ponti und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiberin Sarah Wirz  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Brender,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Grie-

chenland 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2012.114 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die Staatsanwaltschaft des Oberlandesgerichtes von Athen führt gegen B., 

C. sowie weitere Personen ein Strafverfahren wegen aktiver und passiver 

Bestechung, Legalisierung von Erträgen aus kriminellen Handlungen und 

Beihilfe dazu (act. 1.0.2). In diesem Zusammenhang gelangte die Staats-

anwaltschaft des Oberlandesgerichtes von Athen mit Rechtshilfeersuchen 

vom 28. Juli 2010 an die zuständigen Justizbehörden in der Schweiz und 

ersuchten unter anderem um Edition der Unterlagen des Kontos Nr. 1 bei 

der Bank D. AG in Z. (act. 8.1). 

 

Mit Schreiben vom 20. Oktober 2010 gelangte die Bundesanwaltschaft an 

die Staatsanwaltschaft des Oberlandesgerichtes von Athen und ersuchte 

um Erklärung des Zusammenhangs zwischen dem Konto bei Bank D. AG 

und den untersuchten Delikten (act. 1.5). Nach nochmaliger Nachfrage 

reichte die Staatsanwaltschaft des Oberlandesgerichtes von Athen am 

24. Februar 2011 eine Ergänzung zu ihrem ursprünglichen Rechtshilfeer-

suchen nach (act. 9.2). 

 

B. Nach einer summarischen Prüfung im Sinne von Art. 78 IRSG und Art. 14 

IRSV delegierte das Bundesamt für Justiz das Rechtshilfeersuchen mit 

Schreiben vom 31. August 2010 bzw. vom 31. März 2011 der Bundesan-

waltschaft zum Vollzug (act. 1.0.2). 

 

Mit Eintretensverfügung vom 9. Mai 2011 entsprach die Bundesanwalt-

schaft dem Rechtshilfeersuchen und wies die Bank D. AG an, bezüglich 

des Kontos Nr. 1 sämtliche Unterlagen herauszugeben (act. 8.2). Dieser 

Aufforderung kam die Bank D. AG mit Schreiben vom 6. Juni und 28. Ju-

li 2011 nach (act. 1.0.2). 

 

C. Mit Schlussverfügung vom 4. April 2012 entsprach die Bundesanwaltschaft 

dem Rechtshilfeersuchen und verfügte die Herausgabe der editierten 

Bankunterlagen des Kontos Nr. 2, lautend auf A., bei der Bank D. AG in Z. 

Die angeordnete Herausgabe umfasste das Inhaltsverzeichnis, Kontoeröff-

nungsunterlagen, die Kontoschliessungsinstruktion vom 28. Juli 2006 sowie 

Kontoauszüge und Belege vom Juli 1999 bis August 2006 (act. 1.0.2). 

 

D. Gegen diese Schlussverfügung führt A. mit Eingabe vom 8. Mai 2012 Be-

schwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und bean-

tragt was folgt (act. 1): 

 

- 3 - 

 

 

"1. Es sei in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung aufzuheben und 

die gemäss Ziff. 2 der Verfügung erwähnten Bankunterlagen, lautend auf den Namen 

des Beschwerdeführers bei der Bank D. AG, nicht zu übermitteln. 

2. Eventualiter sei in Gutheissung der Beschwerde die Beschwerdegegnerin anzuweisen 

den dem Rechtshilfeersuchen zugrunde liegende Sachverhalt im Sinne der nachste-

henden Erwägungen vertiefter abzuklären und die ersuchende Behörde aufzufordern, 

den Sachverhalt zu ergänzen.  

3. Es sei der vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen. 

4. Es sei dem Beschwerdeführer im Rahmen des Verfahrens vor dem Bundesstrafgericht 

sämtliche Verfahrensunterlagen zur Einsichtnahme zuzustellen.  

5. Es sei nach Zustellung der Verfahrensakten und nach der Stellungnahme der Be-

schwerdegegnerin ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen. 

6. Es sei dem Beschwerdeführer eine angemessene Verfahrensentschädigung auszu-

richten.  

7. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen." 

 

Sowohl das Bundesamt für Justiz als auch die Bundesanwaltschaft bean-

tragen mit Eingaben vom 7. Juni bzw. vom 8. Juni 2012 die kostenfällige 

Abweisung der Beschwerde (act. 8 und 9). A. hält mit Beschwerdereplik 

vom 16. Juli 2012 an seinen Anträgen fest und beantragt zusätzlich, es sei 

die Beschwerdegegnerin noch einmal unter Androhung von Rechtsnachtei-

len aufzufordern, sämtliche Verfahrensakten dem Gericht einzureichen und 

es sei ihm alsdann eine erneute Möglichkeit einzuräumen, zu diesen er-

gänzten Akten nochmals Stellung zu nehmen (act. 17). In ihrer Beschwer-

deduplik hält die Bundesanwaltschaft wie auch das Bundesamt für Justiz 

an ihren gestellten Anträgen fest (act. 19 und act. 20). Diese Eingaben 

wurden A. mit Schreiben vom 2. August 2012 zur Kenntnis zugestellt 

(act. 21). 

 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 

- 4 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen Griechenland und der Schweiz sind primär die 

Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in 

Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), dem beide Staaten 

beigetreten sind, sowie das zu diesem Übereinkommen am 8. November 

2001 ergangene zweite Zusatzprotokoll (2. ZP; SR 0.351.12) massgeblich. 

Überdies gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens 

vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen 

vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. 

L 239 vom 22. September 2000, S. 19 - 62), das Übereinkommen über 

Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Er-

trägen aus Straftaten vom 8. November 1990 (GwUe, SR 0.311.53) und 

das OECD Übereinkommen vom 17. Dezember 1997 über die Bekämpfung 

der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsver-

kehr (OECD Bestechungsübereinkommen; SR 0.311.21) zur Anwendung, 

wobei die zwischen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Be-

stimmungen aufgrund bilateraler Abkommen unberührt bleiben (Art. 48 

Abs. 2 SDÜ). 

 

1.2 Soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend re-

gelt, gelangen das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Straf-

sachen vom 20. März 1981 (IRSG; SR 351.1) und die Verordnung über in-

ternationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 24. Februar 1982 (IRSV; 

SR 351.11) zur Anwendung (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 130 II 337 E. 1; 

128 II 355 E. 1; 124 II 180 E. 1a). Das innerstaatliche Recht gilt nach dem 

Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen an 

die Rechtshilfe stellt (BGE 136 IV 82, E. 3.1; 129 II 462 E. 1.1, mit weiteren 

Hinweisen). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte 

(BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c). 

 

2.  

2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung 

der ausführenden Bundesbehörde, welche zusammen mit den vorange-

henden Zwischenverfügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts unterliegt (Art. 80e Abs. 1 i.V.m. Art. 80k IRSG; 

Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG; Art. 19 Abs. 2 des Organisationsregle-

ments für das Bundesstrafgericht vom 31. August 2010, Organisationsreg-

lement BStGer, BStGerOG; SR 173.713.161). Die Beschwerdefrist beträgt 

30 Tage ab der schriftlichen Mitteilung (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerde-

führung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfe-

http://links.weblaw.ch/SR-173_710

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massnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-

hebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Als persönlich und direkt 

betroffen im Sinne der Art. 21 Abs. 3 und 80h IRSG gilt bei der Erhebung 

von Kontoinformationen der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a IRSV). 

 

2.2 Der Beschwerdeführer ist Inhaber des betroffenen Bankkontos. Als solcher 

ist er von der Herausgabe der Bankunterlagen betreffend sein Konto im 

Sinne von Art. 80h lit. b IRSG i.V.m. Art. 9a lit. a IRSV persönlich und direkt 

betroffen und damit zur Beschwerde legitimiert. Die Schlussverfügung vom 

4. April 2012 wurde mit vorliegender Beschwerde zudem fristgerecht ange-

fochten, weshalb darauf einzutreten ist. 

 

 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 

mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der 

Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die aus der 

Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 123 II 134 E. 1d S. 136 f.; 122 II 367 

E. 2d S. 372, mit Hinweisen). Ebenso wenig muss sich die urteilende In-

stanz nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit allen Parteistand-

punkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen aus-

drücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentli-

chen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die Behörde wenigstens 

kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf wel-

che sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 

16. Juli 2004, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen). 

 

 

4. Vorliegender Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung zu (Art. 21 Abs. 4 lit. b IRSG), weshalb über den entsprechenden An-

trag des Beschwerdeführers nicht zu befinden ist. 

 

 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs geltend. Er habe mit zweimaliger Eingabe an die Beschwerdegeg-

nerin verlangt, dass ihm die Gesamtheit aller Unterlagen im Dossier zuzu-

stellen seien. Die Akteneinsicht sei ihm durch die Beschwerdegegenerin 

klar und deutlich verweigert worden, womit eine eindeutige Rechtsverlet-

zung gegeben sei (act. 1, S. 4 f.). Die Beschwerdegegnerin stellt sich hin-

gegen auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer habe mit Schreiben vom 

6. Juni 2011 die vollständigen Verfahrensakten im Original erhalten. Aus 

- 6 - 

 

 

der ausführlichen Stellungnahme gehe klar hervor, dass er zu sämtlichen 

Unterlagen Zugang gehabt habe (act. 8, S. 2). Der Beschwerdeführer er-

blickt in der ablehnenden Haltung der Beschwerdegegnerin einen Hinweis 

darauf, dass Akten vorenthalten würden, von deren Existenz er keine 

Kenntnis habe (act. 17, S. 4). 

 

5.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erfasst insbe-

sondere die Akteneinsicht. Im Bereich der Rechtshilfe wird das Aktenein-

sichtsrecht durch die Art. 80b IRSG sowie die Art. 26 und 27 VwVG (durch 

Verweis in Art. 12 Abs. 1 IRSG) definiert (Urteil 1A.57/2007 vom 14. Sep-

tember 2007, E. 2.1). 

 

Gemäss Art. 80b IRSG können die Berechtigten Einsicht in die Akten neh-

men, soweit dies für die Wahrung ihrer Interessen notwendig ist. Berechtigt 

im Sinne von Art. 80b Abs. 1 IRSG ist, wer Parteistellung hat, mithin wer im 

Sinne von Art. 80h lit. b IRSG beschwerdeberechtigt ist. Akteneinsicht ist 

zu gewähren im Umfang soweit diese notwendig ist, um die Interessen des 

Berechtigten zu wahren, d.h. allein jene Akten sind offen zu legen, welche 

ihn direkt und persönlich betreffen. Das Akteneinsichtsrecht umfasst alle 

Unterlagen, welche für den Entscheid relevant sein können, nicht nur die im 

Zuge der Durchführung des Ersuchens erhobenen Akten, sondern auch 

diejenigen des Rechtshilfeverfahrens i. e. S., insbesondere das Begehren 

und weitere Unterlagen des ersuchenden Staates (POPP, Grundzüge der 

internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, S. 315 N. 463). 

 

5.3 Wie die Beschwerdegegnerin ausführt, wurden dem Beschwerdeführer die 

vollständigen Verfahrensakten mit Schreiben vom 6. Juni 2011 übermittelt. 

Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, ihm seien Unterlagen, auf wel-

che sich die Beschwerdegegnerin in der Schlussverfügung bezieht, nicht 

zur Kenntnis gebracht worden. Aus der Schlussverfügung wird zudem an 

keiner Stelle auf Akten Bezug genommen, die dem Beschwerdeführer nicht 

bekannt waren. Die Akten, welche dem Beschwerdeführer nicht bekannt 

sind, sollen sich gemäss Beschwerdegegnerin auf Korrespondenzen mit 

anderen betroffenen Personen beziehen (act. 8, S. 2), mithin den Be-

schwerdeführer nicht persönlich betreffen. Da dem Beschwerdeführer somit 

alle für das Verfahren wesentliche Akten zur Kenntnis gelangten, kann er 

sich nicht auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs berufen. Die Rüge 

der mangelnden Akteneinsicht geht daher fehl. 

 

 

 

 

- 7 - 

 

 

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer rügt, das Rechtshilfeersuchen sowie die dazugehö-

rige Ergänzung seien ungenügend, da nicht ersichtlich sei, worin der Zu-

sammenhang zwischen den gewünschten Bankunterlagen und dem unter-

suchten Sachverhalt bestehe (act. 1). Der Beschwerdeführer macht gel-

tend, die angeordnete Rechtshilfemassnahme verletze das Verhältnismäs-

sigkeitsprinzip. Er stellt sich auf den Standpunkt, indem die Beschwerde-

gegenerin nicht lediglich die Übermittlung der Dokumente der drei Geld-

überweisungen angeordnet habe, habe sie den Grundsatz der Verhältnis-

mässigkeit verletzt (act. 1, S. 13). 

 

6.2 In formeller Hinsicht muss das Rechtshilfeersuchen insbesondere Angaben 

über den Gegenstand und den Grund des Ersuchens enthalten (Art. 14 

Ziff. 1 lit. b EUeR). Ausserdem muss das Ersuchen namentlich bei Heraus-

gabe von Beweismitteln wie in casu die strafbare Handlung bezeichnen 

und eine kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Art. 14 Ziff. 2 i.V.m. 

Art. 3 Ziff. 1 EUeR). Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG i.V.m. Art. 10 IRSV stellen 

entsprechende Anforderungen an das Rechtshilfeersuchen. Diese Anga-

ben müssen der ersuchten Behörde die Prüfung erlauben, ob die doppelte 

Strafbarkeit gegeben ist (vgl. Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR), ob die Handlungen, 

wegen denen um Rechtshilfe ersucht wird, nicht politische oder fiskalische 

Delikte darstellen (Art. 2 lit. a EUeR) und ob der Grundsatz der Verhältnis-

mässigkeit gewahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1 S. 98 f. m.w.H.). 

 

6.3 Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im Rechts-

hilfeersuchen keine hohen Anforderungen. Von den Behörden des ersu-

chenden Staates kann nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, der 

Gegenstand des hängigen Strafverfahrens bildet, bereits lückenlos und völ-

lig widerspruchsfrei darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des 

Rechtshilfeverfahrens nicht vereinbar, ersucht doch ein Staat einen ande-

ren gerade deswegen um Unterstützung, damit er die bisher im Dunkeln 

gebliebenen Punkte aufgrund von Beweismitteln, die sich im ersuchten 

Staat befinden, klären kann. Es reicht daher aus, wenn die Angaben im 

Rechtshilfeersuchen den schweizerischen Behörden ermöglichen zu prü-

fen, ob ausreichend konkrete Verdachtsgründe für eine rechtshilfefähige 

Straftat vorliegen, ob Verweigerungsgründe gegeben sind bzw. in welchem 

Umfang dem Begehren allenfalls entsprochen werden muss. Es kann auch 

nicht verlangt werden, dass die ersuchende Behörde die Tatvorwürfe be-

reits abschliessend mit Beweisen belegt. Der Rechtshilferichter hat weder 

Tat- noch Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweis-

würdigung vorzunehmen, sondern ist vielmehr an die Sachdarstellung im 

Ersuchen gebunden, soweit sie nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken 

- 8 - 

 

 

oder Widersprüche sofort entkräftet wird (BGE 133 IV 76 E. 2.2 S. 79; 132 

II 81 E. 2.1 S. 85; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2009.39 vom 

22. September 2009, E. 8.1; RR.2008.158 vom 20. November 2008, E. 5.3, 

je m.w.H). 

 

6.4 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismäs-

sigkeit zu genügen (ZIMMERMANN, a.a.O., S. 669 f., N. 715 mit Verweisen 

auf die Rechtsprechung; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.64 

vom 3. September 2007, E. 3.2). Die akzessorische Rechtshilfe ist nur zu-

lässig, soweit sie für ein Verfahren in strafrechtlichen Angelegenheiten im 

Ausland erforderlich erscheint oder dem Beibringen der Beute dient 

(vgl. Art. 63 Abs. 1 IRSG). Die internationale Zusammenarbeit kann nur 

abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolgten Straf-

tat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet sind, 

die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vorwand 

für eine unzulässige Beweisausforschung (“fishing expedition“; zu deren 

Rechtsgrundlagen s. supra Ziff. 7.2) erscheint. Da der ersuchte Staat im 

Allgemeinen nicht über die Mittel verfügt, die es ihm erlauben würden, sich 

über die Zweckmässigkeit bestimmter Beweise im ausländischen Verfahren 

auszusprechen, hat er insoweit die Würdigung der mit der Untersuchung 

befassten Behörde nicht durch seine eigene zu ersetzen und ist verpflich-

tet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu übermitteln, die 

sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt beziehen 

können (sog. potentielle Erheblichkeit). Nicht zulässig ist es, den ausländi-

schen Behörden nur diejenigen Unterlagen zu überlassen, die den im 

Rechtshilfeersuchen festgestellten Sachverhalt mit Sicherheit beweisen 

(zum Ganzen BGE 122 II 367 E. 2c S. 371; 121 II 241 E. 3a S. 242 f.; Urtei-

le des Bundesgerichts 1A.115/2000 vom 16. Juni 2000, E. 2a; 1A.182/2001 

vom 26. März 2002, E. 4.2; 1A.234/2005 vom 31. Januar 2006, E. 3.2; 

1A.270/2006 vom 13. März 2007, E. 3 ; Entscheide des Bundesstrafge-

richts RR.2007.24 vom 8. Mai 2007, E. 4.1; RR.2007.90 vom 26. Septem-

ber 2007, E. 7.2).  

 

Die ersuchte Rechtshilfebehörde muss demnach nur aufzeigen, dass zwi-

schen den von der Rechtshilfe betroffenen Unterlagen und dem Gegen-

stand der Strafuntersuchung ein ausreichender Sachzusammenhang be-

steht und diejenigen Akten ausscheiden, bezüglich welcher die Rechtshilfe 

nicht zulässig ist (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371).  

 

Es ist demgegenüber Sache des von der Rechtshilfemassnahme Betroffe-

nen, klar und genau aufzuzeigen, inwiefern die zu übermittelnden Unterla-

gen und Auskünfte den Rahmen des Ersuchens überschreiten oder für das 

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ausländische Verfahren von keinerlei Interesse sein sollen (BGE 122 II 367 

E. 2c S. 371 f.). Er hat die Obliegenheit, schon im Stadium der Ausführung 

des Ersuchens (bzw. der erstinstanzlichen Rechtshilfeverfügung) an der 

sachgerechten Ausscheidung beschlagnahmter Dokumente nötigenfalls 

mitzuwirken, allfällige Einwände gegen die Weiterleitung einzelner Akten-

stücke (bzw. Passagen daraus), welche für die Strafuntersuchung offen-

sichtlich entbehrlich sind, im Rahmen seiner Parteirechte gegenüber der 

ausführenden Behörde rechtzeitig und konkret darzulegen und diese Ein-

wände auch ausreichend zu begründen. Dies gilt besonders bei einer kom-

plexen Untersuchung mit zahlreichen Akten. Die Beschwerdeinstanz 

forscht nicht von sich aus nach Aktenstücken, die im ausländischen Verfah-

ren (mit Sicherheit) nicht erheblich sein könnten (BGE 130 II 14 E. 4.3 

S. 16; 126 II 258 E. 9b/aa S. 262; Urteile des Bundesgerichts 1A.223/2006 

vom 2. April 2007, E. 4.1, sowie 1A.184/2004 vom 22. April 2005, E. 3.1).  

 

6.5 Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob der Sachverhalt im Rechtshilfeersu-

chen und dessen Ergänzung genügend konkret dargestellt worden ist, da-

mit eine Subsumtion unter einen schweizerischen Straftatbestand möglich 

ist und ob die angeordnete Massnahme verhältnismässig erscheint. 

 

6.6 Dem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft des Oberlandesgerichtes 

von Athen, bzw. der Ergänzung dazu liegt zusammengefasst folgender 

Sachverhalt zugrunde (act. 8.1): 

 

Am 15. Dezember 1997 sei zwischen der E. A.E. und der Gesellschaft 

F. A.E. die Vereinbarung G. unterzeichnet worden, welche die Lieferung 

von Materialien, Software und Dienstleistungen zum Gegenstand gehabt 

habe. Überdies sei im Jahr 1998 zwischen dem griechischen Staat und der 

Gesellschaft H. ein Vertrag über die Lieferung eines Raketensystems un-

terzeichnet worden. Die H. habe mittels des Subunternehmensvertrags 

vom 11. November 1998 mit der F. A.E. die Herstellung eines Teils des 

Gesamtprojekts an diese übertragen. Für die Erfüllung dieser Verträge sei-

en diverse Führungskräfte der F. A.E., seitens der griechischen öffentlichen 

Hand und der E. A.E. Amtsträger und Angestellten des griechischen Staa-

tes, tätig gewesen. 

 

Die Ermittlungen hätten schwerwiegende Hinweise ergeben, dass im Zu-

sammenhang mit diesen Vereinbarungen illegale Gelder von Führungskräf-

ten der F. A.E. an griechische staatliche Amtsträger und Angestellte der 

E. A.E. bewegt worden seien. Auf diese Weise seien durch die I. AG 

Deutschland Geldbeträge in Höhe von vielen Millionen Euro auf Bankkon-

ten überwiesen worden, welche die erwähnten Führungskräfte bei Kreditin-

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stituten in der Schweiz, in Österreich, Liechtenstein, Monaco, Grossbritan-

nien u.a. unterhalten hätten. Die Ermittlungen hätten überdies ergeben, 

dass die Verantwortlichen der I. AG Deutschland verschiedene Gesell-

schaften geschaffen und benutzt hätten, über deren Bankkonten hohe 

Geldbeträge aus den so genannten "schwarzen Kassen" in der Schweiz, in 

Liechtenstein und in anderen Ländern bewegt worden seien. Die I. AG 

Deutschland und eventuell auch deren Niederlassung F.  A.E. in Athen hät-

ten mit diversen Gesellschaften Beraterverträge in Bezug auf konkrete Pro-

jekte der F. A.E. abgeschlossen. Dabei seien von den Gesellschaften, ins-

besondere in den Jahren 2003 und 2004, Scheinrechnungen an die F. A.E. 

ausgestellt und von dieser auch bezahlt worden. Diese Gelder seien dann 

aufgrund ordnungsgemässer Verträge weiter transferiert worden. Empfän-

ger dieser Gelder seien unter zahlreichen anderen, deren Identität zum 

momentanen Zeitpunkt nicht bekannt sei, auch B. und/oder die ihm gehö-

rende Offshore-Gesellschaft J. wie auch C. und/oder die ihm gehörenden 

Offshore-Gesellschaften wie z.B. K. gewesen. 

 

Zusammenfassend wird im ergänzten Rechtshilfeersuchen am Ende fest-

gehalten, dass angesichts all dessen und in Verbindung mit den Angaben, 

die während dem Ermittlungsverfahren an die ersuchende Behörde gelangt 

seien, der begründete Verdacht vorliege, dass über das Konto Nr. 1, wel-

ches bei der Bank D. AG unterhalten werde, seit dem Jahre 1998 Geldbe-

träge für Bestechung von griechischen staatlichen Amtsträgern und Ange-

stellten bewegt worden seien, welche auf irgendeine Weise in die Aufset-

zung und Umsetzung der vorerwähnten Verträge verwickelt gewesen sei-

en. Insbesondere seien von diesem Konto am 1. November 1999 

USD 4.5 Mio., am 10. Januar 2000 USD 1.2 Mio. und am 7. März 2000 

USD 1 Mio. Überweisungen an die Offshore-Gesellschaft L. in Zypern er-

folgt, welche Gesellschaft mit einem griechischen staatlichen Amtsträger in 

Verbindung stehe, der in die Verwirklichung des Vertrages über die Liefe-

rung eines Raketensystems verwickelt gewesen sei. 

 

6.7 Diese Sachverhaltsdarstellung vermag den gesetzlichen Anforderungen 

von Art. 28 Abs. 3 lit. a IRSG bzw. Art. 14 Ziff. 1 lit. b EUeR grundsätzlich 

insgesamt – wenn auch nur knapp – zu genügen und ist weder mit offen-

sichtlichen Fehlern noch mit Lücken oder Widersprüchen behaftet. Die er-

suchende Behörde verfügt gemäss dem ergänzten Rechtshilfeersuchen 

über Hinweise darüber, wonach die Offshore-Gesellschaft L., an welche ab 

dem Konto bei der Bank D. AG drei Überweisungen in Millionenhöhe erfolgt 

sein sollen, in Zusammenhang mit einem griechischen staatlichen Amtsträ-

ger stehe, welcher in die Verwirklichung eines vorerwähnten Vertrages 

verwickelt sei (act. 9.2). Daraus ergibt sich – entgegen den Ausführungen 

- 11 - 

 

 

des Beschwerdeführers – ein Zusammenhang zwischen dem Konto bei der 

Bank D. AG und den mutmasslich verübten Delikten. Wie und ob diese 

Zahlungen tatsächlich einen Konnex zu den vermuteten Delikten aufwei-

sen, wird sich im weiteren griechischen Verfahren herausstellen. Es kann 

nicht verlangt werden, dass die ersuchende Behörde die Tatvorwürfe be-

reits abschliessend mit Beweisen belegt. Der Beschwerdegegnerin kann 

insofern kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie aufgrund des ergänzten 

Rechtshilfeersuchens die Sachverhaltsdarstellung als genügend erachtet 

hat. Die Subsumtion des festgestellten Sachverhalts unter einen schweize-

rischen Straftatbestand – im Vordergrund stehen vor allem die Beste-

chungsdelikte gemäss Art. 322
ter

 ff StGB – ist zweifelsohne gegeben. 

 

6.8 Wie bereits zuvor erläutert, vermutet die ersuchende Behörde aus den im 

ergänzten Rechtshilfeersuchen angeführten Gründen einen Zusammen-

hang zwischen den mutmasslichen Bestechungen und der Überweisungen 

ab dem Konto bei der Bank D. AG an die L. Die mutmasslichen Beste-

chungen hätten gemäss ergänztem Rechtshilfeersuchen ihren Ursprung in 

den vorerwähnten Verträgen. Die L. stehe mit einem staatlichen griechi-

schen Amtsträger in Verbindung, der in einen dieser Verträge verwickelt sei 

(act. 9.2). Damit die ersuchende Behörde den Geldfluss hinsichtlich der 

mutmasslichen Bestechungsgelder verfolgen kann, ist sie auf ausführliche 

Kontoinformationen angewiesen. Auch wenn zum heutigen Zeitpunkt noch 

nicht feststeht, ob und wie genau das Konto des Beschwerdeführers bei 

der Bank D. AG in die mutmasslich verübten Delikte verwickelt ist, besteht 

zumindest ein diesbezüglicher Verdacht. Da sich der von der ersuchenden 

Behörde geltend gemachte Deliktzeitraum über mehrere Jahre erstreckt 

und die Bedeutung des fraglichen Kontos noch nicht feststeht, erscheint die 

Herausgabe der in der Schlussverfügung aufgeführten Unterlagen als ver-

hältnismässig. Aufgrund der hinreichend präzis umschriebenen Verdachts-

gründe kann dem Einwand des Beschwerdeführers, das Rechtshilfeersu-

chen stelle eine fishing expedition dar, nicht gefolgt werden. Nach dem Ge-

sagten kann die Relevanz der Kontounterlagen für das griechische Straf-

verfahren nicht ausgeschlossen werden. Der Sachzusammenhang zwi-

schen der griechischen Strafuntersuchung und den zu übermittelnden 

Bankunterlagen ist somit ausreichend dargetan. Eine Verletzung des Ver-

hältnismässigkeitsprinzips ist demnach nicht auszumachen. 

 

6.9 Was die Erklärungen des Beschwerdeführers für die fraglichen drei Über-

weisungen ab dem Konto bei der Bank D. AG an die L. betrifft (act. 1, 

S. 13 f.), handelt es sich um eine im Rechtshilfeverfahren unzulässige Ge-

gendarstellung, auf die nicht weiter einzugehen ist (vgl. BGE 132 II 81 

E. 2.1; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2008.62 vom 30. Mai 2008, 

- 12 - 

 

 

E. 3.2). Dieser Einwand betrifft den Gegenstand der laufenden Abklärun-

gen und ist demnach im ausländischen Verfahren vorzubringen. 

 

6.10 Der Beschwerdeführer argumentiert überdies, der zuständige griechische 

Staatsanwalt habe in einem Schreiben vom 1. November 2010 zuhanden 

einer Kommission des griechischen Parlaments festgehalten, dass das 

Bankkonto bei der Bank D. AG nicht in Verbindung mit dem M.-Fall stehe 

(act. 1, S. 14). Dieser Einwand ist vorliegend irrelevant, da die ersuchende 

Behörde das Rechtshilfeersuchen nicht zurückgezogen, sondern vielmehr 

mit Schreiben vom 24. Februar 2011 ein ergänztes Rechtshilfeersuchen in 

der gleichen Sache eingereicht hat. Solange das Rechtshilfeersuchen je-

doch nicht zurückgezogen wird, ist es zu vollziehen (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 1C_357/2010 vom 28. September 2010 E. 1.2 und 

1A.218/2003 vom 17 Dezember 2003 E. 3.5). 

 

 

7. Weitere Rechtshilfehindernisse wurden weder geltend gemacht noch sind 

solche ersichtlich. Der Herausgabe der in der angefochtenen Schlussverfü-

gung genannten Bankdokumente steht gemäss vorstehenden Ausführun-

gen nichts entgegen. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde in al-

len Punkten als unbegründet und ist deshalb abzuweisen. 

 

 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Für die 

Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG 

i.V.m. Art. 73 StBOG das Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. Au-

gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundes-

strafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung. Unter Berück-

sichtigung aller Umstände ist die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 5'000.-- 

festzusetzen, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in glei-

cher Höhe. 

 

- 13 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in der gleichen Höhe. 

 

 

Bellinzona, 2. November 2012 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Thomas Brender 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe  

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde 
nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder 
Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich 
um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt 
insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze 
verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).