# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae3ede71-838c-541f-832a-655c640a1fb6
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-09
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 09.02.2023 S 2021 100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-100_2023-02-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 9. Februar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 
vertreten durch RA lic. iur. C.________

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2021 100

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Urteil S 2021 100

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1952, war seit 1981 bei der D.________ 
AG in E.________ angestellt und somit bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (vgl. Suva-act. 47). Ab Juli 2005 bezog der 
Versicherte aufgrund eines Unfallereignisses im Jahr 1998 mit Verletzung des rechten 
Kniegelenkes eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 
Integritätseinbusse von 15 % von der Suva (Suva-act. 28). Zudem bezog der Versicherte 
ab Juni 2002 eine Invalidenrente der Invalidenversicherung (Suva-act. 57). 

Im Jahre 2012 machte der Versicherte gegenüber der Suva eine drastische Verschlech-
terung seines Gesundheitszustandes geltend (Suva-act. 73). Mit Verfügung vom 30. Juni 
2014 lehnte die Suva eine Rentenrevision ab (Suva-act. 133), was sie mit 
Einspracheentscheid vom 21. Mai 2015 bestätigte (Suva-act. 147). Dabei stufte sie die 
Rückenbeschwerden und die Beschwerden betreffend das linke Knie als unfallfremd ein. 
Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit 
Urteil vom 24. August 2015 (S 2015 84) nicht ein (Suva-act. 157). 

Am 21. Dezember 2015 reichte der Versicherte bei der Invalidenversicherung ein Gesuch 
um Erhöhung seiner Rente ein. Nachdem die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren 
zunächst nicht eingetreten war (Suva-act. 159), eröffnete sie ein Revisionsverfahren. Mit 
Vorbescheid vom 13. Dezember 2016 (Suva-act. 165) und der daraufhin erlassenen 
gleichlautenden Verfügung vom 8. Februar 2017 (Suva-act. 169) sprach die 
Invalidenversicherung dem Versicherten eine ganze Invalidenrente rückwirkend seit dem 
1. Dezember 2015 zu. Am ____ 2017 vollendete der Versicherte das 65. Altersjahr.

Mit Schreiben vom 2. Mai 2017 machte der Versicherte gegenüber der Suva geltend, dass 
angesichts der Verfügung vom 8. Februar 2017 der Invalidenversicherung die Suva 
gehalten sei, auch eine Überprüfung seiner gesundheitlichen Situation vorzunehmen und 
ihre Leistungen entsprechend anzupassen (Suva-act. 170). Mit Verfügung vom 
12. Oktober 2020 verneinte die Suva die Möglichkeit einer Anpassung der Invalidenrente 
unter Hinweis auf Art. 22 UVG, sprach dem Versicherten für das rechte Knie jedoch eine 
zusätzliche Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 25 % zu 
(Suva-act. 287). Am 13. November 2020 erhob der Versicherte Einsprache gegen diese 
Verfügung (Suva-act. 293). Die Einsprache wurde von der Suva mit Einspracheentscheid 
vom 10. Juni 2021 abgewiesen (Suva-act. 322).

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Urteil S 2021 100

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. Juli 2021 liess der Versicherte 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 10. Juni 2021 sei aufzuheben und es sei ihm 
revisionsweise ab dem 1. Dezember 2015, ausgehend von einer mindestens 30%igen 
Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, eine seinen Einschränkungen 
entsprechende Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur 
Bestimmung der (Rest-) Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 24. September 2021 schloss die Suva auf 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 4).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des strittigen Entscheids (vorliegend 
10. Juni 2021) eingetretenen Sachverhalt ab; in zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich 
abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 
V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen).

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Nov-
ember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten 
Übergangsbestimmungen). Der hier zu beurteilende Unfall hat sich im Jahr 1998 ereignet, 
weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

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Urteil S 2021 100

2. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 
Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 ATSG). Örtlich 
zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG; hier: Kanton Zug, 
bei Wohnsitz des Beschwerdeführers in F.________). Im Kanton Zug beurteilt gemäss 
Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in 
Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRG; BGS 162.1) sowie § 4 Abs. 1 
lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung (BGS 842.5) das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz 
Beschwerden auf dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das 
Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht. Der angefochtene Entscheid 
datiert vom 10. Juni 2021 und ist dem Beschwerdeführer am 14. Juni 2021 zugegangen 
(BF-act. 3). Die der Post am 14. Juli 2021 übergebene Beschwerde wurde somit 
rechtzeitig eingereicht. Sie entspricht den formellen Anforderungen. Der Beschwerdeführer 
ist direkt betroffen und damit zur Beschwerde legitimiert, die demnach zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Eine Invalidenrente wird gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin revisionsweise angepasst, wenn sich der Invaliditätsgrad der betroffenen 
Person nach der ursprünglichen Zusprechung erheblich verändert hat und die aktuelle 
Beurteilung einen anderen Anspruch ergibt als den bisherigen. In Abweichung von Art. 17 
Abs. 1 ATSG kann die Rente gemäss Art. 22 UVG ab dem Monat, in dem die berechtigte 
Person eine Altersrente der AHV bezieht, spätestens jedoch ab Erreichen des 
Rentenalters gemäss Art. 21 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (SR 831.10; AHVG), nicht mehr revidiert werden. Der Begriff 
"revidiert" bezeichnet dabei nicht den Abschluss, sondern die Einleitung des 
Revisionsverfahrens. Eine Rentenanpassung bleibt somit auch nach dem in Art. 22 UVG 
bezeichneten Zeitpunkt möglich, sofern das entsprechende Revisionsverfahren vorher 
eröffnet wurde. Die Einleitung des Revisionsverfahrens ist rechtzeitig erfolgt, wenn die 
entsprechende Mitteilung der versicherten Person spätestens am letzten Tag eröffnet wird 
oder wenn die versicherte Person ihr Revisionsgesuch spätestens am letzten Tag der Post 
übergibt (KGer BL 725 19 69 / 255 vom 17. Oktober 2019 E. 5.2.1; Thomas Flückiger, in: 

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Basler Kommentar UVG, 2019, Art. 22 N 41). Der Revisionsvorbehalt von Art. 22 UVG 
bezieht sich lediglich auf Revisionen, die in Reaktion auf eine Änderung des 
Invaliditätsgrades des Versicherten erfolgen. Einer Anpassung der Invalidenrente aus 
anderen Gründen (z.B. Art. 33 Abs. 2 lit. b UVV) steht Art. 22 UVG somit nicht entgegen 
(Philipp Geertsen, Das Komplementärrentensystem der Unfallversicherung zur 
Koordination von UVG-Invalidenrenten mit Rentenleistungen der I. Säule [Art. 20 Abs. 2 
UVG], 2011, S. 232 f.).

3.2 Der Unfallversicherer ist rechtsprechungsgemäss nicht an die 
Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gebunden (BGE 133 V 549 E. 6.2; 131 V 
362 E. 2.2.1). Vielmehr haben die IV-Stellen und die Unfallversicherer die 
Invaliditätsbemessung selbständig vorzunehmen und dürfen sich nicht ohne eigene 
Prüfung mit der Übernahme des Invaliditätsgrades des jeweils anderen Versicherers 
begnügen (BGE 133 V 549 E. 6.1 mit Hinweis). Dementsprechend ist auch aus dem 
Gebot in Art. 34 UVV, bei einer Änderung der Rente der Invalidenversicherung ebenfalls 
eine Revision der Rente der Unfallversicherung vorzunehmen, keine Berechtigung oder 
gar Verpflichtung des Unfallversicherers abzuleiten, den Invaliditätsgrad der IV-Stelle 
unbesehen zu übernehmen (vgl. BGE 133 V 549 E. 6.2). Dennoch ist danach zu trachten, 
unterschiedliche Invaliditätsannahmen verschiedener mit demselben Fall befasster 
Versicherer zu vermeiden. Zumindest rechtskräftig abgeschlossene 
Invaliditätsschätzungen dürfen nicht einfach unbeachtet bleiben (BGE 126 V 288 E. 2d). 
Eine Abweichung kann sich jedoch z.B. ergeben, wenn die Invaliditätsschätzung des 
anderen Versicherungsträgers auf einem Rechtsfehler oder einer nicht vertretbaren 
Ermessensausübung beruht, wenn eine Rente der IV auch eine nicht nach UVG 
versicherte Invalidität entschädigt oder die Invaliditätsschätzung auf ungenauen oder nicht 
sachgerechten Schlussfolgerungen beruhen (BGE 126 V 288 E. 2).

3.3 Die Initiative zur Durchführung eines Revisionsverfahren kann gemäss Art. 17 
Abs. 1 ATSG vom Versicherer oder vom Versicherten ausgehen. Die Eröffnung des 
Revisionsverfahren im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG muss aufgrund der Bedeutung 
dieses Zeitpunktes klar erkennbar sein und dem Versicherten unmissverständlich 
mitgeteilt werden. Insbesondere ein von Amtes wegen eingeleitetes Verfahren kann erst 
als eröffnet gelten, wenn dessen Durchführung dem Versicherten mitgeteilt wurde (BGer 
8C_759/2011 vom 12. Dezember 2011 E. 4).

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4. Streitig und vorliegend zu prüfen ist, ob eine Einleitung des Revisionsverfahrens 
betreffend Invalidenrente von der Beschwerdegegnerin zu Recht abgelehnt wurde. 

4.1 Der Beschwerdeführer macht beschwerdeweise geltend, dass ein expliziter Antrag 
auf Einleitung eines Revisionsverfahrens in der vorliegenden Situation entbehrlich sei, da 
der Unfallversicherer bei Anpassung der IV-Rente immer ein Revisionsverfahren 
durchzuführen habe (Art. 34 UVV) und dieses gleichzeitig mit dem Verfahren der IV als 
eröffnet gelte. Somit sei von einer rechtzeitigen Eröffnung des Revisionsverfahren vor dem 
Erreichen des Rentenalters auszugehen (vgl. act. 1). Demgegenüber führt die 
Beschwerdegegnerin aus, dass aufgrund des klaren Wortlauts von Art. 22 UVG kein 
Spielraum für eine Abweichung von Art. 22 UVG in einer vollziehenden 
Verordnungsbestimmung (Art. 34 UVV) bestehe. Zudem existiere der vom 
Beschwerdeführer behauptete Automatismus betreffend Eröffnung des 
Revisionsverfahrens der Unfallversicherung im Zeitpunkt der Eröffnung des 
Revisionsverfahrens der IV schlicht nicht (vgl. act. 4).

4.2 Unbestritten ist, dass ein Revisionsgesuch im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG erst 
nach Erreichen des Rentenalters des Beschwerdeführers bei der Beschwerdegegnerin 
eingereicht wurde (vgl. Suva-act. 170). Auch aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass der 
Beschwerdeführer sich (nach Abschluss des früheren Revisionsverfahren mit Urteil vom 
24. August 2015, vgl. Suva-act. 157) bereits vor Erreichen des Rentenalters am ____ 
2017 bzw. bis Ende dieses Monats gegenüber der Unfallversicherung dahingehend 
geäussert hätte (vgl. Suva-act. ubique). Es ist einzig ein Schreiben vom 20. Dezember 
2016 bei den Akten, in welchem die Pensionskasse des Beschwerdeführers bei der 
Beschwerdegegnerin nachfragt, ob aufgrund des Vorbescheides der 
Invalidenversicherung auch eine Anpassung der Rente der UV folgen werde (vgl. Suva-
act. 166). Dieses kann jedoch nicht als Revisionsgesuch des Beschwerdeführers im Sinne 
von Art. 17 Abs. 1 ATSG qualifiziert werden (vgl. vorstehend E. 3.3). 

4.3 Dem Beschwerdeführer kann zudem insoweit nicht gefolgt werden, als dass die 
Eröffnung des Revisionsverfahrens bei der IV automatisch eine Eröffnung des Verfahrens 
bei der Unfallversicherung bedeuten würde. Eine automatische Eröffnung des 
Revisionsverfahrens durch einen anderen Versicherungsträger kann auch in diesem 
speziellen Fall der revisionsweisen Anpassung der IV-Rente (Art. 34 UVV) nicht 
angenommen werden, da daraus nicht nur für den Versicherungsträger, sondern auch für 
den Versicherten diverse Unsicherheiten entstehen würden. Ein solcher Automatismus ist 

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zudem rechtsprechungsgemäss nicht vorgesehen; die Unfallversicherung hat das 
Verfahren selbst rechtzeitig zu eröffnen und dies dem Versicherten mittzuteilen oder es 
wird durch Gesuch des Versicherten eröffnet (vgl. KGer BL 725 19 69 / 255 vom 
17. Oktober 2019 E. 5; BGer 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 4; Flückiger, a.a.O., 
Art. 22 N 41; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 1985, S. 393). Es 
muss somit davon ausgegangen werden, dass vorliegend keine im Sinne von Art. 22 UVG 
rechtzeitige Einleitung eines Revisionsverfahrens vor Erreichen des Rentenalters vorliegt.

5.
5.1 Der Wortlaut von Art. 22 UVG ist insoweit klar, als dass er die Rentenrevision in 
Abweichung von Art. 17 Abs. 1 ATSG für den Zeitpunkt ab dem Bezug einer AHV-Alters-
rente, spätestens jedoch ab Erreichen des Rentenalters nach Art. 21 AHVG ausschliesst. 
Auslegungsbedürftig ist jedoch Art. 34 UVV: "Wird eine IV-Rente als Folge der Revision 
geändert, so erfolgt auch eine Revision der Rente oder Komplementärrente der UV". 
Artikel 34 UVV gelangt gemäss Wortlaut nur solange zur Anwendung, als dass die 
versicherte Person noch eine IV-Rente bezieht. Der Artikel überschneidet sich daher 
normalerweise nicht mit Art. 22 UVG, dessen Revisionsvorbehalt gerade voraussetzt, dass 
die versicherte Person das AHV-Rentenalter erreicht hat und darum keine IV-Rente mehr 
bezieht (Geertsen, a.a.O., S. 233). Die Rechtsprechung äussert sich aus diesem Grund 
nicht explizit zum Verhältnis von Art. 22 UVG und Art. 34 Abs. 1 UVV. Auch das in der 
Beschwerdeantwort zitierte Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft äussert sich nicht 
zum Verhältnis von Art. 34 UVV zu Art. 22 UVG. Der streitige Revisionsgrund im 
erwähnten Urteil ist die behauptete Änderung des Invaliditätsgrades ohne Bezugnahme 
auf eine angepasste Invalidenrente im Sinne von Art. 34 UVV (vgl. KGer BL 725 19 69 / 
255 vom 17. Oktober 2019 E. 5). Die Ausführungen zu Art. 22 UVG im Urteil des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft können daher nicht direkt auf den vorliegenden 
Sachverhalt übertragen werden.

5.2 Artikel 34 Abs. 1 UVV bezweckt eine bessere Abstimmung zwischen der Unfall- 
und der Invalidenversicherung sowie die Vermeidung von administrativen Leerläufen und 
unnötigen Umtrieben wie z.B. die Vornahme von verschiedenen ärztlichen 
Untersuchungen, welche sich der Versicherte zu unterziehen hat. Artikel 34 Abs. 1 UVV 
geht von der Annahme aus, dass eine Änderung der IV-Rente in der Regel auch eine 
Änderung der UVG-Rente bewirken wird und diese Verfahren daher zu Gunsten des 
Versicherten aufeinander abgestimmt werden sollten (Maurer, a.a.O. S. 393; Geertsen, 
a.a.O., S. 230 f.). Die Bestimmung ist jedoch rein verfahrensrechtlich zu verstehen und 

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vermag keine direkte Verpflichtung der Unfallversicherung zur sofortigen Eröffnung eines 
Revisionsverfahrens in Konkretisierung von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu begründen (vgl. 
Geertsen in: Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht UVG, 2018, 
Art. 20 N 50 mit FN 140; Flückiger, a.a.O., Art. 18 N 14 und Art. 22 N 4). Die Suva war 
deshalb entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht gehalten, aufgrund der 
Zustellung des Vorbescheides der IV-Stelle direkt ein Revisionsverfahren einzuleiten. Dies 
gilt insbesondere deshalb, weil die rückwirkende Gewährung einer ganzen IV-Rente durch 
die Invalidenversicherung mit einer Verschlechterung der Rückenproblematik, welche 
allerdings unfallfremd ist, begründet wurde (vgl. dazu die RAD-Stellungnahme vom 
12. Dezember 2016 [Suva-act. 172], auf welche im Vorbescheid der IV-Stelle vom 
13. Dezember 2016 zur Begründung der Rentenerhöhung verwiesen wird [vgl. Suva-
act. 165 S. 2]). Angesichts dessen bestand für die Beschwerdegegnerin zum damaligen 
Zeitpunkt keinerlei Handlungsbedarf, von Amtes wegen ein Revisionsverfahren 
einzuleiten. Es ist zudem nicht ersichtlich, dass die Anwendung des Revisionsvorbehaltes 
von Art. 22 UVG im Fall einer Revision der IV-Rente infolge Änderung des 
Invaliditätsgrades i.S.v. Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht vorgesehen wäre (vgl. BGer 
8C_874/2017 vom 23. Mai 2018, wo gleichzeitig auf die Anwendung von Art. 22 UVG und 
Art. 34 Abs. 1 UVV Bezug genommen wird). Artikel 34 UVV verlangt vom 
Versicherungsträger lediglich eine Harmonisierung des allfällig von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin eingeleiteten Revisionsverfahrens, die Bestimmung stellt jedoch keine 
Abweichung des auf Gesetzesstufe verankerten Grundsatzes dar, dass die Invalidenrente 
der Unfallversicherung nach Erreichen des Rentenalters nicht mehr revidiert werden kann. 
Dem Beschwerdeführer stand es zudem frei, während des Verfahrens bei der IV-Stelle 
oder nach Erhalt des Vorbescheides vom 13. Dezember 2016 bei der 
Beschwerdegegnerin ein Gesuch um Erhöhung der Rente einzureichen; er war daher 
nicht auf eine Einleitung des Verfahrens von Amtes wegen angewiesen.

5.3 Nach dem Ausgeführten hat die Beschwerdegegnerin aufgrund des im Zeitpunkt 
der Einreichung des Revisionsgesuchs bereits erreichten Rentenalters des 
Beschwerdeführers eine Einleitung eines Revisionsverfahrens zu Recht abgelehnt. Somit 
erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. Juni 2021 als rechtmässig, 
weshalb die dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.

6. Bei sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten über Leistungen ist das 
Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. 
fbis ATSG). Eine solche Kostenpflicht ist im Bereich der Unfallversicherung nicht 

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vorgesehen, so dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit. g 
ATSG ist weder dem vollständig unterliegenden Beschwerdeführer noch der obsiegenden 
Sozialversicherungsträgerin eine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (im Doppel) sowie an das Bundesamt für 
Gesundheit, Bern.

Zug, 9. Februar 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am