# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50df17e5-db08-5791-a042-e79829c2d00f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2025 E-7724/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7724-2025_2025-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7724/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;   

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

substituiert durch Emma Neuber, AsyLex,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat – Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 1. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7724/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 15. Juli 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass er am 6. Juni 2025 bereits in Griechenland um 

Asyl nachgesucht hatte. 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungs-Richtlinie) und das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem 

Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die 

griechischen Behörden am 23. Juli 2025 um Rückübernahme des Be-

schwerdeführers. 

D.  

Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 

30. Juli 2025 zu. Gleichzeitig informierten sie darüber, dass der Beschwer-

deführer in Griechenland am 16. Juli 2025 als Flüchtling anerkannt worden 

sei und über eine bis am 15. Juli 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung ver-

füge. 

E.  

Das SEM gewährte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. August 

2025 schriftlich das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Nichteintretens-

entscheid in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31), ei-

ner Wegweisung nach Griechenland sowie zum medizinischen Sachver-

halt.  

F.  

Mit Schreiben seiner zugewiesenen Rechtsvertretung vom 8. August 2025 

reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme ein (SEM-Akten […] 

[A]19). Dabei machte er im Wesentlichen geltend, er sei von der  

Türkei nach Griechenland gereist und nach zehn bis zwölf Tagen in Haft in 

einem Flüchtlingscamp untergekommen. Nach Erhalt von Dokumenten 

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Seite 3 

– mutmasslich der Flüchtlingsanerkennung – sei er verpflichtet gewesen, 

das Flüchtlingscamp zu verlassen und er sei aufgrund einer fehlenden Un-

terkunft sowie Unterstützung gezwungen gewesen, auf der Strasse zu le-

ben. Er habe in ständiger Angst gelebt, da er in eine familiäre Blutfehde 

verwickelt gewesen sei und die gegnerische Familie teilweise auch in Grie-

chenland lebe. Aufgrund der Bedrohungslage habe er sich nur zwei bis drei 

Nächte in Griechenland aufgehalten und sei mit Hilfe eines Schleppers 

über den Landweg ausgereist. Er habe von den griechischen Behörden 

und Nichtregierungsorganisationen keinerlei Unterstützung – weder Unter-

kunft, Nahrung, medizinische Hilfe noch polizeilichen Schutz – erhalten. 

Bei einer Rückkehr werde er erneut keinerlei Unterstützung erhalten. Er 

hätte wiederum keine Unterkunft, kein Einkommen und wäre erneut ob-

dachlos. Hinzu komme die konkrete Gefährdung durch die verfeindete Fa-

milie, vor der er bereits in Afghanistan geflohen sei und deren Mitglieder 

sich teilweise in Griechenland aufhalten würden. Er fürchte um sein Leben, 

da er dort keinen Schutz und keine Sicherheit habe. Schliesslich leide er 

an Atemproblemen, die sich in Griechenland aufgrund der Unterbringung 

in einer überfüllten Räumlichkeit mit etwa 15 Personen verschlimmert hät-

ten. Dort habe er keine medizinische Unterstützung erhalten. In der 

Schweiz seien bereits psychologische Behandlungstermine vereinbart 

worden und im Iran seien bei ihm bereits (…) sowie eine (…) diagnostiziert 

worden. 

G.  

Aufgrund des Hinweises der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers auf 

den Umstand, dass er den Flüchtlingsstatus am 16. Juli 2025 erhalten 

habe, jedoch bereits am 15. Juli 2025 in der Schweiz gewesen sei, und der 

Feststellung, dass die Rückübernamezustimmung Griechenlands vom 

30. Juli 2025 abweichende Personalien enthalte, erkundigte sich das SEM 

am 5. September 2025 bei den griechischen Behörden über deren Richtig-

keit. Diese bestätigten am 24. September 2025 betreffend die Zustimmung 

zur Rückübernahme des Beschwerdeführers die Richtigkeit der enthalte-

nen Personalien und des am 16. Juli 2025 erhaltenen Flüchtlingsstatus. 

H.  

Am 25. September 2025 erkundigte sich das SEM beim Gesundheitsdienst 

des zuständigen Bundesasylzentrums (BAZ) nach dem Gesundheitszu-

stand des Beschwerdeführers. Der Gesundheitsdienst teilte im Wesentli-

chen mit, dass sich der (…) zwischenzeitlich gebessert habe und keine 

weitere Behandlung nötig sei. Zur fachärztlichen Beurteilung seiner psychi-

schen Beschwerden sei eine Überweisung an die Integrierte Psychiatrie 

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Seite 4 

B._______ ([…]) erfolgt. Mit einem entsprechenden Termin sei erst in drei 

bis fünf Monaten zu rechnen, da sein Fall nicht als dringlich eingestuft 

werde. Das SEM nahm einen Arztbericht des Ambulatorium (…) vom 7. Au-

gust 2025, einen Arztbericht von Dr. med. C._______ vom 14. August 2025 

und einen Arztbericht sowie ein Überweisungsschreiben an die (…) betref-

fend diagnostizierter Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) von 

Dr. med. D._______ vom 10. September 2025 zu den Akten. 

I.  

Am 30. September 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf – zusammen mit den editionspflichtigen Akten – an den Be-

schwerdeführer zur Stellungnahme. Eine solche reichte dieser am 1. Ok-

tober 2025 ein und er machte nebst der Wiederholung der bisherigen Vor-

bringen im Wesentlichen geltend, er habe aktuell viele gesundheitliche 

Probleme und sei seit seiner Einreise in medizinischer Behandlung. Er 

leide an einer PTBS und sei seit über zehn Monate auf Psychopharmaka 

eingestellt, welche er sich in Griechenland nicht leisten könne, da er dort 

keinen Zugang zur medizinischen Versorgung habe (vgl. A30). 

J.  

Mit Verfügung vom 1. Oktober 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Vollzug an. 

K.  

Am 2. Oktober 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM die 

Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

L.  

Mit elektronischer Eingabe seiner neu mandatierten Rechtsvertretung vom 

9. Oktober 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen den Nichteintretens-

entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt, die 

angefochtene Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben und das SEM sei 

anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei ihm die vor-

läufige Aufnahme zu gewähren. Subeventualiter sei die Sache zur Neube-

urteilung an das SEM zurückzuweisen. Subsubeventualiter seien spezifi-

sche Garantien der griechischen Behörden zur Sicherstellung einer ange-

brachten Unterbringung und medizinischen Versorgung einzuholen. In ver-

fahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er um Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde, um Erlass eines superprovisorischen Vollzugs-

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Seite 5 

stopps sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

Der Beschwerde lagen unter anderem ein Schreiben von 14 griechischen 

Nichtregierungsorganisationen vom 8. Juli 2025 bei. 

M.  

Die Instruktionsrichterin bestätigte am 10. Oktober 2025 den Eingang der 

Beschwerde und stellte fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang 

des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 

31-33 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und 

dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt des unter E. 1.3 Ge-

sagten – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 

VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Nachdem der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese auch nicht ent-

zogen hat, ist auf die Verfahrensanträge auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung sowie superprovisorische Aussetzung des Wegweisungsvollzugs 

nicht einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

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Seite 6 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge-

stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet. 

4.  

Der in der Rechtsmitteleingabe gestellte Rückweisungsantrag ist unbe-

gründet. Es ist festzuhalten, dass die Vorinstanz entgegen den Ausführun-

gen des Beschwerdeführers den Sachverhalt vollständig und richtig fest-

gestellt hat. Sie hat seine persönliche Situation, insbesondere seine psy-

chische Verfassung ausreichend abgeklärt. Namentlich hat sie auch Infor-

mationen bei den griechischen Behörden eingeholt (vgl. Sachverhalt Bst. 

C und G), ihm das rechtliche Gehör gewährt (vgl. Sachverhalt Bst. E und 

F) und beim Gesundheitsdienst des zuständigen BAZ seinen aktuellen Ge-

sundheitszustand abgeklärt (vgl. Sachverhalt Bst. H). Dass der Beschwer-

deführer die Beweiswürdigung des SEM nicht teilt, stellt keine unrichtige 

oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung dar. Ebenso wenig ergibt sich 

aus den Akten (vgl. die eingeholten medizinischen Unterlagen A21, A22, 

A25, A26 und A27) oder den Beschwerdevorbringen, inwiefern die Vo-

rinstanz weitere Abklärungen hinsichtlich der psychischen Verfassung des 

Beschwerdeführers hätte vornehmen müssen. Auch sonst ergeben sich 

aus den Akten keine Rückweisungsgründe, weshalb der Antrag abzuwei-

sen ist.  

5.  

5.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurück-

kehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG). 

5.2 Nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG gelten namentlich die Staaten der Eu-

ropäischen Union (EU) – und damit auch Griechenland – als sichere Dritt-

staaten, in denen nach den Feststellungen des Bundesrates effektiver 

Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht. Es ist 

aktenkundig, dass der Beschwerdeführer sich in Griechenland aufgehalten 

hat, er dort am 16. Juli 2025 als Flüchtling anerkannt wurde sowie eine bis 

am 15. Juli 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung erhalten hat und die 

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Seite 7 

griechischen Behörden seiner Rückübernahme am 30. Juli 2025 ausdrück-

lich zugestimmt haben. 

5.3 Gemäss der Regelvermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 5 

Abs. 1 AsylG existiert in sicheren Drittstaaten keine asylrechtlich relevante 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG und es droht auch keine Ge-

fahr für die schutzsuchende Person, dass sie zur Ausreise in ein Land, wo 

eine solche Verfolgung besteht, gezwungen wird. Diese Regelvermutung 

kann im Einzelfall mit konkreten und substanziierten Hinweisen widerlegt 

werden. Solche bringt der Beschwerdeführer auch in seiner Beschwerde 

nicht vor, und es ergeben sich ebenfalls keine aus den Akten. Daran ändern 

die pauschalen Verweise auf Länderberichte und Urteile des Bundesver-

waltungsgerichts sowie des EuGH nichts, zumal keine auf den Beschwer-

deführer bezogene Gründe vorliegen, die eine Abweichung von der Regel-

anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG rechtfertigen würden. Sodann 

betreffen seine Ausführungen grösstenteils die Fragen der Zulässigkeit und 

der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges, die nachfolgend zu behan-

deln sein werden (s. unten E. 7.2 und 7.3). Der Vollständigkeit halber ist 

darauf hinzuweisen, dass die sehr hohe Schwelle für die Feststellung einer 

Unzulässigkeit, die der EuGH definiert hat, vorliegend nicht erreicht wird, 

wobei dies gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts unter dem As-

pekt des Wegweisungsvollzugs zu behandeln ist (vgl. Referenzurteil des 

BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 10 und 11). 

5.4 Das SEM ist demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-

treten. 

6.  

Tritt das SEM auf das Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht ange-

ordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

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Seite 8 

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 des Übereinkom-

mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]) 

einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, 

Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.2.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Vollzug der Wegweisung 

nach Griechenland sich in Beachtung der völker- und landesrechtlichen 

Bestimmungen als zulässig erweist. Bei Griechenland handelt es sich ge-

mäss Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG um einen sicheren Drittstaat, in welchem 

der Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinn von Art. 5 Abs. 

1 AsylG findet. Das Land ist sodann Signatarstaat der EMRK, der FoK und 

der FK sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen grundsätzlich nach. In Griechenland ist gemäss bundesverwal-

tungsgerichtlicher Rechtsprechung – trotz schwerer Lebensbedingungen 

und beschwerlicher Alltagsbewältigung – nicht von einer Situation auszu-

gehen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine unangemessene und er-

niedrigende Behandlung im Sinn einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen 

würde (vgl. einlässlich die Referenzurteile E-3427/2021, E-3431/2021 

E. 11.2 und E. 7, D-559/2020 vom 13. Februar 2020 E. 8.2 und 9.1, je 

m.w.H., bestätigt durch das Referenzurteil des BVGer D-2590/2025 vom 

11. September 2025 E. 8.1). Die pauschalen Ausführungen in der Be-

schwerde, es bestehe in Griechenland die reale Gefahr, dass der Be-

schwerdeführer dort gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausge-

setzt wäre, sowie die hierzu angeführten Quellen (vgl. Beschwerde, Rz. 9 

ff.) und das eingereichte Schreiben von 14 griechischen Nichtregierungs-

organisationen vom 8. Juli 2025 begründen keine Verletzung von Art. 3 

EMRK und vermögen damit die obgenannte Regelvermutung nicht umzu-

stossen, zumal die genannten Berichte und Schreiben allgemeinen Cha-

rakter aufweisen und kein direkter Zusammenhang zur individuellen 

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Seite 9 

Situation des Beschwerdeführers besteht. Hinsichtlich seines Vorbringens, 

er habe Griechenland aufgrund einer familiären Blutfehde verlassen (A19, 

S. 2, A30, S. 2), ist festzuhalten, dass dieses Vorbringen respektive die Be-

fürchtung, künftig einer Blutfehde ausgesetzt zu sein, einem Wegwei-

sungsvollzug nicht entgegensteht, da Griechenland ein Rechtsstaat mit ei-

ner funktionierenden Polizeibehörde ist, von dessen Schutzwille und -fä-

higkeit bezüglich Übergriffen vonseiten Dritter auszugehen ist (vgl. etwa 

Urteil des BVGer D-3846/2024 vom 26. Juni 2024 E. 8.4 m.w.H.). 

7.2.3 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

7.3  

7.3.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Anhang 2 zu Art. 18 der Verord-

nung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung 

sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen (VVWAL; SR 

142.281) besteht die Vermutung, dass eine Wegweisung nach Griechen-

land in der Regel zumutbar ist. Die betroffene Person hat die Möglichkeit, 

die Legalvermutung der Zumutbarkeit umzustossen. Dazu hat sie jedoch 

ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland auf-

grund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesund-

heitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. Referenzur-

teil D-2590/2025 E. 8.3). 

7.3.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass der Be-

schwerdeführer die oben umschriebene Legalvermutung nicht umzustos-

sen und konkrete Anhaltspunkte dafür darzutun vermag, dass er im Falle 

einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten 

würde. Er hat trotzt zumutbarer Möglichkeiten keine ausreichenden 

Schritte unternommen, um in Griechenland eine Lebensgrundlage aufzu-

bauen. Insbesondere hat er sich entgegen seinen Ausführungen auf Be-

schwerdestufe nicht ansatzweise um eine Integration in Griechenland be-

müht, sondern ist gemäss eigenen Angaben bereits vor dem Erhalt des 

Schutzstatus ausgereist, um in der Schweiz um Schutz nachzusuchen (Be-

schwerde, Rz. 5). Schliesslich steht auch der physische und psychische 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ([…] und PTBS) einem Voll-

zug der Wegweisung nach Griechenland nicht entgegen. Eine allfällig not-

wendige medizinische Behandlung steht ihm grundsätzlich auch in Grie-

chenland zur Verfügung (vgl. dazu einlässlich Referenzurteil D-2590/2025 

E. 9.7). 

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Seite 10 

7.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

7.4 Nachdem der Beschwerdeführer die genannten Vermutungen nicht 

umzustossen vermag, besteht auch kein Raum zur Einholung individueller 

Garantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini-

schen Versorgung des Beschwerdeführers nach seiner Rückkehr nach 

Griechenland (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-5814/2022 vom 17. Au-

gust 2023 E. 9.4). Der entsprechende Antrag ist abzuweisen. 

7.5 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 30. Juli 

2025 der Rückübernahme des Beschwerdeführers explizit zugestimmt ha-

ben und er über eine bis zum 15. Juli 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung 

verfügt (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 

nötigenfalls bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. 

Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

7.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

9.  

9.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Aus den vorstehenden Erwägun-

gen ergibt sich ex ante betrachtet, dass seine Begehren als aussichtslos 

zu gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzun-

gen nicht gegeben, weshalb das Gesuch abzuweisen ist. 

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

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Seite 11 

9.3 Der Antrag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit 

vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand: