# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cdb91a7-eb1d-5b93-bccf-f4405cf30d76
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.02.2025 200 2024 767
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-767_2025-02-03.pdf

## Full Text

IV 200 2024 767 
ISD/SCC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Februar 2025

Verwaltungsrichter Isliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 22. Oktober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

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Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich erstmals im März 2015 (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 1) unter Hinweis auf (traumatische) Kniebe-
schwerden bei der IVB zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 10. Juli 
2015 (act. II 22) verneinte die IVB einen Rentenanspruch; die Verfügung 
blieb unangefochten. Die IVB gewährte Arbeitsvermittlung (act. II 25) und 
schloss diese mit Verfügung vom 30. Januar 2017 (act. II 29; vgl. auch 
act. II 28) wieder ab. Im Dezember 2019 (act. II 33) meldete sich der Versi-
cherte unter Hinweis auf die Folgen eines Unfalls vom 22. Juni 2019 erneut 
bei der IVB zum Leistungsbezug an. Nach durchgefügtem Vorbescheidver-
fahren (act. II 55, 57 f., 61, 63 ff.) und Konsultation des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD; act. II 68) wies die IVB mit Verfügung vom 21. Sep-
tember 2020 (act. II 69) das Leistungsbegehren hinsichtlich eine Renten-
anspruchs mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens ab. Die 
hiergegen erhobene Beschwerde vom 21. Oktober 2020 (act. II 70) wies 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil IV 200 2020 788 vom 
9. April 2021 (act. II 76) ab, soweit es darauf eintrat. Auf eine Neuanmel-
dung von Februar 2023 (act. II 77) trat die IVB mit Verfügung vom 26. Juli 
2023 (act. II 94) nicht ein. Diese Verfügung blieb unangefochten.

Am 22. Februar 2024 (act. II 96) meldete sich der Versicherte erneut bei 
der IVB zum Bezug von Leistungen an und reichte dazu verschiedene me-
dizinische Berichte ein (act. II 98). Die IVB holte Stellungnahmen der RAD-
Ärzte Dres. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom 14. Mai 2024 (act. II 111/2 f.) und D.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 
17. Mai 2024 (act. II 112/4 f.) ein. Mit Vorbescheid vom 17. Juni 2024 stellte 
die IVB in Aussicht, bei einem Invaliditätsgrad von 10 % habe der Versi-
cherte keinen Anspruch auf eine Rente (act. II 113). Nach Einwand des 
Versicherten (act. II 114, 119 f.) und Konsultation des RAD (Stellungnahme 
vom 15. Oktober 2024 [act. II 122/2 f.]) verfügte die IVB am 22. Oktober 
2024 (act. II 123) wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt.

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B.

Mit Eingabe vom 18. November 2024 erhob der Versicherte, wie bereits im 
Vorbescheidverfahren vertreten durch die B.________ AG, beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung 
vom 22. Oktober 2024 sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen 
Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die IVB zur Vor-
nahme weiterer Abklärungen zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschä-
digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2024 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde – vorbehältlich der nachfolgenden Erwägung – einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 22. Oktober 2024 
(act. II 123). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente. Soweit der Beschwerdeführer berufliche Massnahmen be-
antragt (Beschwerde S. 7 Ziff. 3), kann darauf mangels Anfechtungsgegen-
stand nicht eingetreten werden (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 
AHV Nr. 21 S. 67, 9C_86/2021 E. 5.2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 

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Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Ren-
tenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. 
Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil 
dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 
70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei 
einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen An-
teile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.2.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.2.2 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

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2.3

2.3.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der 
Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 
hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.3.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). Unerheblich 
unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die 
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhaltes (BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105).

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2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.3.5 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 22. Febru-
ar 2024 (act. II 96) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell 
geprüft. Folglich ist die Eintretensfrage durch das Gericht nicht zu beurtei-
len (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der Verfü-
gung vom 21. September 2020 (act. II 69), welche mit VGE IV 200 2020 
788 bestätigt wurde, und der hier angefochtenen Verfügung vom 22. Okto-
ber 2024 (act. II 123) eine wesentliche Änderung in medizinischer bzw. 
erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invaliditäts-
grad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.3.3 hier-
vor).

Nicht relevant ist die zwischenzeitlich ergangene Verfügung vom 26. Juli 
2023 (act. II 94), mit welcher die Beschwerdegegnerin auf eine Neuanmel-
dung von Februar 2023 (act. II 77) nicht eintrat, und keine umfassende Ab-
klärung des medizinischen Sachverhalts vornahm (vgl. E. 2.3.5 hiervor). 

3.2 Die Verfügung vom 21. September 2020 (act. II 69) stützte sich in 
medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Berichte von Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

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des Bewegungsapparates, Spital F.________, vom 19. Dezember 2019 
(act. II 44.2/1 f.) und die Stellungnahme des RAD-Arztes 
Dr. med. D.________ vom 18. September 2020 (act. II 68/2 f.). Dr. med. 
E.________ diagnostizierte einen Status nach OSG (Oberes 
Sprunggelenk) -Distorsion Grad III vom 22. Mai 2019 bei älterer Avulsion 
des medialen Malleolus, frischer ossärer Avulsion des lateralen 
Bandapparats (konservativ) und subjektivem Instabilitätsgefühl schon vor 
dem Unfall und ging von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
wechselbelastenden Tätigkeit aus. In der Stellungnahme vom 18. Septem-
ber 2020 (act. II 68/2 f.) stellte der RAD-Arzt Dr. med. D.________ auf die-
se Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ab und präzisierte das Zumutbar-
keitsprofil (dazu vgl. act. II 68/2 in fine). Es bestand damit eine zumutbare 
Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer den Fuss- und Rückenbeschwerden 
angepassten Tätigkeit (vgl. auch VGE IV 200 2020 788 E. 3.7 
[act. II 76/14]).

3.3 Bezüglich des Zeitraums nach der Verfügung vom 21. September 
2020 (act. II 69) ist in medizinischer Hinsicht den Akten im Wesentlichen 
das Folgende zu entnehmen:

3.3.1 Im Erstbeurteilungsbericht vom 17. Dezember 2021 (act. II 91/4 f.) 
diagnostizierten die Psychotherapeutinnen M.Sc. G.________ und 
M.Sc. H.________ sowie Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, Spital F.________, das Folgende:

1. Chronischer, schwergradig dekompensierter Tinnitus aurium links (ICD-
10: F93.1 [recte: H93.1])

2. Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) bei multiplen Belastungsfaktoren
- Im Rahmen der somatischen Diagnosen
- Probleme in der Beziehung zur Ehepartnerin (ICD-10: Z63)
- DD Depressive Episode

3. Weitere somatische Diagnosen
- OSG rechts

Sie hielten fest, der Beschwerdeführer präsentiere sich mit einer depressi-
ven Symptomatik bei multiplen körperlichen Beschwerden und Konflikten in 
der Partnerschaft, welche im Rahmen einer Anpassungsstörung eingeord-
net werde. Es erfolge eine Aufnahme zur integrierten sozialpsychiatrischen 
Behandlung mit zweiwöchentlichen Terminen.

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3.3.2 Im Austrittsbericht des Spitals F.________ vom 22. Januar 2022 
(act. II 98/54 f.) nach einer Hospitalisation vom 19. bis 22. Januar 2022 hielt 
Dr. med. E.________ fest, es sei eine OSG-Arthroskopie, eine partielle 
Synovektomie, eine Resektion des Avulsionsfragments Malleolus medialis, 
ein Débridement und eine Mikrofakturierung ACL mediale Talusschulter, 
eine mediale Bandnaht und eine laterale Bandrekonstruktion komplikations-
los durchgeführt worden. Der postoperative stationäre Aufenthalt habe sich 
unauffällig gestaltet.

3.3.3 Dr. med. J.________, Fachärztin für Radiologie, Spital F.________, 
hielt im Bericht vom 8. Februar 2023 zum gleichentags erfolgten MRI des 
rechten Sprunggelenkes nativ und mit KM (Kontrastmittel; act. II 98/23 f.) 
fest, bei einem Status nach Mikrofrakturierung der medialen Talusschulter 
bestehe ein persistierendes gering regredientes Knochenmarksödem mit 
subkortikalen winzigen zystischen Läsionen. Bei Status nach medialer und 
lateraler Bandrekonstruktion bestehe kein Anhalt für eine Reruptur, mit 
deutlicher Narbenbildung lateralseitig, prädisponierend für ein anterolatera-
les Impingement.

3.3.4 Im Bericht vom 13. Februar 2023 (act. II 98/21 f.) diagnostizierte 
Dr. med. E.________ persistierende Schmerzen im OSG rechts. In der 
Beurteilung hielt sie fest, die Beschwerden seien nicht abschliessend kon-
klusiv mit dem MRI in Einklang zu bringen. Ein Teil der Restbeschwerden 
rühre möglicherweise von der aktiven osteochondralen Läsion im Bereich 
der medialen Talusschulter her, differentialdiagnostisch sei ein anterolateral 
lokalisierter Schmerz über ein Narben-Impingement ebendort zu erklären. 
Auch in der Schmerzklinik des Spitals F.________ sei der Beschwerdefüh-
rer regelmässig in Behandlung gewesen. Teilweise hätten hier Infiltrationen 
des Nervus peronaeus superficialis positive Effekte auf die Schmerzen ge-
habt, zumindest kurzzeitig.

3.3.5 Im Bericht vom 22. März 2023 (act. II 91/2 f.) diagnostizierte 
Dr. med. K.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, eine strumpfförmige Neuropathie mit 
gemischt hyposensiblen/schmerzhaften Anteilen am Fuss rechts. In der 
Beurteilung hielt sie fest, die neuropathischen Beschwerden am rechten 
Fuss und Sprunggelenk liessen sich aktuell nicht orthopädisch erklären. 

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Das Gelenk sei stabil, das im MRI von Februar 2023 noch sichtbare Kno-
chenmarksödem an der medialen Talusschulter mache dem Beschwerde-
führer offenbar lokal keine Beschwerden.

3.3.6 Im Bericht vom 24. April 2023 (act. II 88/2) hielt Dr. med. 
L.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, fest, beim Beschwer-
deführer bestehe eine chronische komplexe Schmerzsymptomatik betref-
fend das rechte Sprunggelenk. Es bedürfe noch weiterer Untersuchungen, 
um zu einer abschliessenden Prognoseeinschätzung zu kommen. Der Be-
schwerdeführer sei in jedem Fall in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt; 
dieser schätze sich in einer angepassten Tätigkeit (keine schwere körperli-
che Tätigkeit, sinnvoll wäre eine wechselbelastende Tätigkeit mit teilweise 
Sitzen oder der Möglichkeit von Sitzpausen) maximal zu 50 % arbeitsfähig 
ein.

3.3.7 In der Beurteilung vom 22. Juli 2023 (act. II 93/2 f.) hielt der RAD-
Arzt Dr. med. D.________ fest, betreffend die Arbeitsfähigkeit bestätige der 
Verlaufsbericht des Spitals M.________ vom 22. Februar (richtig: März) 
2023, dass sich keine relevanten objektivierbaren Pathologien im Bereich 
des Fusses nachweisen liessen. Es werde eine Abklärung auf der 
Schmerztherapie empfohlen. In der Erstbeurteilung des Spitals F.________ 
vom 17. Dezember 2021 würden primär somatische Beschwerden (chroni-
scher Tinnitus, OSG-Beschwerden) sowie eine Anpassungsstörung er-
wähnt. Es würden keine psychisch bedingten Einschränkungen der Arbeits-
fähigkeit aufgeführt. Es werde eine Anmeldung in der Schmerzklinik emp-
fohlen. Das Beschwerdebild habe sich seit 2020 nicht relevant verändert. 
Das im Bereich der medialen Talusschulter sichtbare Ödem sei zwei Jahre 
nach erfolgter Mikrofrakturierung nicht ungewöhnlich und aus versiche-
rungsmedizinischer Sicht ohne Relevanz. Im Zumutbarkeitsprofil, erstellt im 
Jahr 2020, seien die aktuell geschilderten Beschwerden und Einschrän-
kungen sowohl des OSG als auch des Rückens bereits vollumfänglich 
berücksichtigt worden. Der Tinnitus sei ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit. Die psychiatrische Untersuchung habe keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit ergeben. Aus versicherungsmedizinischer Sicht gebe es 
keinen Anlass, nicht weiterhin an dem durch einen Gerichtsentscheid 
bestätigten Arbeitspensum von 100 % festzuhalten.

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3.3.8 Im Bericht vom 31. Januar 2024 (act. II 98/1 f.) diagnostizierte di-
pl. Arzt N.________, Spital F.________, das Folgende:

1. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10: F45.41)

2. Mittel- bis schwergradige depressive Episode (ICD-10: F43.2)
3. Beginnende mediale Gonarthrose rechts (ICD-10: M17)
4. OSG rechts: Persistierende Schmerzen 

Er hielt fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 17. Dezember 2021 in Be-
handlung. Er habe anhaltende Schmerzen aufgrund einer Operation am 
Sprunggelenk im Januar 2021 sowie Rückenschmerzen wegen Bandschei-
benproblemen und Kniebeschwerden aufgrund einer Knieoperation rechts 
im Jahr 2014. Daraus sei eine depressive Reaktionssymptomatik mit Pa-
nikstörung und Tinnitus entstanden. Aus ihrer Sicht sei die Depression auf 
die Schmerzproblematik mit protrahiertem Verlauf und auf weitere daraus 
resultierende psychosoziale Belastungsstörungen, darunter Arbeitslosigkeit 
zurückzuführen. Der Beschwerdeführer schildere eine Symptomatik aus 
Müdigkeit, Nervosität, innerer Unruhe, Durchschlafstörungen, Panikgefühl, 
Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit und sozialem Rückzug. Weiter befürchte 
er, von schwarzer Magie getroffen zu sein und vermeide nun, nach draus-
sen zu gehen. Er gebe glaubhaft an, unter der bestehenden Arbeitslosigkeit 
zu leiden (Schamgefühl, Insuffizienzgefühl, fehlende Tagesstruktur, fehlen-
de Abwechslung). Aufgrund seiner multiplen Beschwerden könne er nicht 
arbeiten und im Haushalt nur wenig Unterstützung bieten. Dies führe zu 
häufigen Konflikten in der Partnerschaft, was den Beschwerdeführer zu-
sätzlich belaste.

3.3.9 Im Aktenbericht vom 14. Mai 2024 (act. II 111/2) hielt der RAD-Arzt 
Dr. med. C.________ fest, auf psychiatrischem Gebiet liege eine Anpas-
sungsstörung (ICD-10: F43.2) in Reaktion auf die chronische Schmerz-
symptomatik vor, aber auch psychosoziale Probleme wie Arbeitslosigkeit 
und Partnerschaftskonflikte. Das Schreiben von dipl. Arzt N.________ im 
Rahmen der aktuellen Anmeldung liefere keinerlei objektive Befunde und 
verweise lediglich auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers. 
Insofern seien weder eine Verschlechterung noch eine leistungsmindernde 
Gesundheitsstörung auf psychiatrischem Fachgebiet ausgewiesen.

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3.3.10 Im Aktenbericht vom 17. Mai 2024 (act. II 112/4 f.) diagnostizierte 
der RAD-Arzt Dr. med. D.________ das Folgende:

Unklare Rückfussbeschwerden
- Status nach Distorsionstrauma mit osteochondraler Läsion (22.06.2019) 
- Status nach OSG-Arthroskopie mit Mikrofrakturierung (19.01.2021) 

Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom 
Beginnende mediale Gonarthrose 
Chronische Schmerzstörung

Er hielt fest, aus somatischer Sicht liege keine nachweisbare Verschlechte-
rung vor; sämtliche Abklärungen seien durchgeführt worden. Weder der 
somatische noch der psychische Gesundheitszustand habe sich ver-
schlechtert. Es liege keine objektive Beeinträchtigung vor, welche die Ar-
beitsfähigkeit in einem höheren Mass einschränken würde. Das erstellte 
Zumutbarkeitsprofil berücksichtige die gesundheitlichen Einschränkungen 
und sei weiterhin anwendbar. 

3.3.11 Im Bericht vom 14. August 2024 (act. II 119/6) hielt Dr. med. 
L.________ fest, die Schilderung der Beschwerden durch den Beschwer-
deführer sei grundsätzlich überzeugend und glaubhaft. Die Schmerzen im 
rechten Sprunggelenk/Fuss seien sicher nicht besser geworden, im Gegen-
teil hätten diese über die letzten Jahre zugenommen. Gemäss dem Be-
schwerdeführer seien Schmerzen im Schulterbereich rechts hinzugekom-
men, die Halswirbelsäule könne er schlecht bewegen, es bestünden Ver-
spannungen der Nackenmuskulatur, die Rückenmuskulatur links sei "ko-
misch", dazu bestünden Schmerzen über dem linken Beckenkamm, welche 
über den Oberschenkel ausstrahlten. Zwischenzeitlich habe er neu auch 
Kniebeschwerden erwähnt (2014 am Knie operiert, diagnostizierte Gonar-
throse). Ein Teil der Beschwerden sei vermutlich im Rahmen von Fehlbe-
lastungen infolge der Fusserkrankung erklärbar, evtl. auch begünstigt durch 
zu wenig sportliche Aktivität, was auch wiederum Folge der Fussschmer-
zen sei. Dazu komme noch eine durch die chronischen Schmerzen und die 
psychosozialen Faktoren (unter anderem Arbeitslosigkeit, familiäre Pro-
bleme) ausgelöste Depression, weswegen sich der Beschwerdeführer in 
psychiatrischer Behandlung befinde. Die Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt betrage schätzungswiese 
50-80 %.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

-13-

3.3.12 Im Bericht vom 16. August 2024 (act. II 120/2 f.) diagnostizierten die 
dipl. Ärztin O.________ und dipl. Arzt N.________, Spital F.________, das 
Folgende:

1. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10: F45.41)

2. Mittel- bis schwergradige depressive Episode (ICD-10: F43.2)
3. Beginnende mediale Gonarthrose rechts (ICD-10: M17)
4. OSG rechts: Persistierende Schmerzen 

Der Beschwerdeführer sei seit dem 17. Dezember 2021 bei ihnen in Be-
handlung, aus ihrer Sicht sei die Depression auf die Schmerzproblematik 
mit einem protrahierten Verlauf und die daraus resultierenden psychosozia-
len Belastungsstörungen, darunter die Arbeitslosigkeit zurückzuführen. Die 
chronischen Schmerzen nähmen in der Therapie zunehmend Raum ein, 
was wiederum die Depression verstärke. Bei Persistieren der Symptomatik 
sei Duloxetin verordnet und die Dosis erhöht worden. Im weiteren Verlauf 
sei es trotz Einnahme des Antidepressivums zu einer Chronifizierung der 
depressiven Symptomatik gekommen, wobei aktuell eine psychotische 
Verarbeitung nicht ausgeschlossen werden könne.

3.3.13 Im Bericht vom 15. Oktober 2024 (act. II 122/2 f.) hielt der RAD-Arzt 
Dr. med. D.________ fest, beim nachgereichten psychiatrischen Bericht 
vom 16. August 2024 handle es sich mehr oder weniger um eine Kopie des 
am 31. Januar 2024 verfassten Berichts. Es würden die gleichen Diagno-
sen und die gleichen vom Beschwerdeführer geäusserten subjektiven Be-
schwerden und die gleichen Schlussfolgerungen wiederholt. Der RAD-Arzt 
Dr. med. C.________ habe bereits am 14. Mai 2024 festgestellt, dass das 
Schreiben des dipl. Arzt N.________ im Rahmen der aktuellen Anmeldung 
keinerlei objektive Befunde enthalte und dass lediglich auf die subjektiven 
Angaben des Beschwerdeführers verwiesen würden. Zusammenfassend 
könne davon ausgegangen werden, dass sich der psychische Gesund-
heitszustand in der Zwischenzeit nicht verändert habe; es könne unverän-
dert an der Beurteilung von Dr. med. C.________ festgehalten werden. Es 
handle sich um eine Anpassungsstörung (Reaktion auf die chronische 
Schmerzsymptomatik), aber auch um psychosoziale Probleme (Arbeitslo-
sigkeit, Partnerschaftskonflikt). Es liege somit keine leistungsmindernde 
Gesundheitsstörung auf dem psychiatrischen Fachgebiet vor. In psychiatri-
scher Hinsicht seien keine weiteren Abklärungen erforderlich. Grundsätz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

-14-

lich sei es schwierig nachzuvollziehen, wie sich eine vor zehn Jahren 
durchgeführte arthroskopische Knieoperation noch heute auf den psychi-
schen Gesundheitszustand auswirken könne. Bei der vor zehn Jahren erlit-
tenen Knieverletzung handle es sich um eine häufige Verletzung, welche 
komplikationslos abgeheilt gewesen sei. Dass sich langfristig eine post-
traumatische Gonarthrose entwickeln könne, sei nicht ungewöhnlich. Die 
daraus entstehende verminderte Belastbarkeit des Kniegelenks sei im Zu-
mutbarkeitsprofil berücksichtigt worden. Die Fusssymptomatik sei ausgie-
big abgeklärt worden. Es habe ein Konsilium am Spital M.________ statt-
gefunden (22. März 2023 [vgl. dazu act. II 91/2 f.]). Die residuellen Be-
schwerden liessen sich erklären, es sei die Diagnose einer Neuropathie 
gestellt worden. Der Zustand sei als stationär beurteilt worden, weitere Ab-
klärungen seien somit nicht mehr erforderlich. Der Vorwurf, dass die Fuss-
beschwerden nicht ausreichend abgeklärt worden seien, sei somit unbe-
rechtigt. Die vom Hausarzt gemachte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 
30-80 % könne so kaum übernommen werden, dies würde bedeuten, dass 
zwischen einer ganzen Rente (Arbeitsunfähigkeit von 70 %) und keiner 
Rente (Arbeitsunfähigkeit von 20 %) alles möglich sei. Zusammenfassend 
sei der somatische Gesundheitszustand vollumfänglich beurteilt worden. 
Das vorliegende medizinische Dossier sei umfassend und erlaube eine 
abschliessende Beurteilung des somatischen Gesundheitszustands. Der 
Beschwerdeführer sei von bestens qualifizierten Spezialisten untersucht 
worden. Das Zumutbarkeitsprofil berücksichtige die gesundheitlichen Ein-
schränkungen vollumfänglich.

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

-15-

dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Urteilt das Gericht indessen abschliessend 
gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialver-
sicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 
S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.5 Die der angefochtenen Verfügung vom 22. Oktober 2024 
(act. II 123) zugrunde liegenden RAD-Beurteilungen der Dres. med. 
D.________ und C.________ vom 14. Mai 2024 (act. II 111), vom 17. Mai 
2024 (act. II 112) sowie vom 15. Oktober 2024 (act. II 122) erbringen für die 
sich vorliegend stellenden medizinischen Fragen vollen Beweis (vgl. E. 3.4 
hiervor). Eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers durch den 
RAD war angesichts der verfügbaren medizinischen Dokumentation recht-
sprechungsgemäss nicht erforderlich (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 
9C_651/2019 E. 4.3). Vielmehr vermochte der RAD die medizinische Situa-
tion gestützt auf die vorhandenen Akten zuverlässig zu beurteilen. Nichts 
anderes ergibt sich denn auch aus dem in der Beschwerde (S. 4) erwähn-
ten Urteil des Bundesgerichts (BGer) 8C_73/2011 vom 1. April 2011. 

In somatischer Hinsicht ist gestützt auf die überzeugenden Beurteilungen 
des RAD-Arztes Dr. med. D.________ vom 17. Mai 2024 (act. II 112/4 f.) 
und vom 15. Oktober 2024 (act. II 122/2 f.) im massgebenden Zeitraum 
keine wesentliche Veränderung der medizinischen Befundlage (vgl. Urteil 
des BGer 8C_247/2022 vom 24. März 2023 E. 3.3.2) bzw. des Gesund-
heitszustandes mit anspruchsrelevanter Auswirkung auf die zumutbare 
Arbeitsfähigkeit erstellt. Dies gilt einerseits hinsichtlich der am 19. Januar 
2021 erfolgten arthroskopischen OSG-Operation (vgl. dazu act. II 98/54), 
zumal der unmittelbar postoperativen (höhergradigen) Einschränkung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

-16-

Arbeitsfähigkeit im Rahmen der hier zu beurteilenden Neuanmeldung von 
Februar 2024 (act. Il 96) mit Blick auf die Karenzfrist von sechs Monaten 
gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG und die orthopädisch längst abgeschlossene 
Behandlung (vgl. act. II 98/16, vgl. auch act. II 98/21) keine "Rentenwirk-
samkeit" zukommt (vgl. dazu THOMAS FLÜCKIGER, in FRÉSARD-
FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des 
Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 17 N. 45 f.). Andererseits – wie vom 
RAD bereits im Rahmen der Stellungnahme vom 22. Juli 2023 (act. II 93/3) 
dargelegt – besteht ebenfalls kein organischer Nachweis einer massgebli-
chen und dauerhaften Verschlechterung des Gesundheitszustandes (so 
auch act. II 112/4), auch wenn die fortwährend geltend gemachten somati-
schen Beschwerden nunmehr teilweise diagnostisch neu gewürdigt wurden 
(vgl. BGer 8C_247/2022 E. 3.3.2). Daran ändert nichts, dass der Hausarzt 
Dr. med. L.________ (vgl. act. II 88, 108, 119/6 f.) vornehmlich im Zusam-
menhang mit den OSG-Beschwerden wiederholt eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit attestierte und mit Blick auf dieselbe medizinische Grundlage 
sowie ausserhalb seiner fachärztlichen Disziplin von einer vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit bzw. später von einer solchen zwischen 50 % und 80 % 
ausging (act. II 119/6 f.). Denn Dr. med. L.________ stellte sowohl hinsicht-
lich der Beschwerden als auch bezüglich der attestierten Arbeitsunfähigkeit 
im Wesentlichen auf die Angaben des Beschwerdeführers ab, ohne dies zu 
begründen bzw. zu objektivieren (vgl. act. II 88/2). Der RAD-Arzt Dr. med. 
D.________ legte hierzu überzeugend dar, dass aufgrund des längst stati-
onären Gesundheitszustandes und der versicherungsmedizinisch nicht 
nachvollziehbaren Einschränkung in orthopädischer Hinsicht die hausärztli-
che Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht übernommen werden kann 
(act. II 122/2 f.). Die Berichte des Hausarztes vermögen somit keine auch 
nur geringen Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung des RAD-Arztes 
zu wecken (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Im Übrigen hat das Gericht auch der Er-
fahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu-
gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; 
SVR 2015 IV Nr. 26 S. 78, 8C_616/2014 E. 5.3.3.3). 

In psychiatrischer Hinsicht ist gestützt auf die überzeugende Beurteilung 
des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 14. Mai 2024 (act. II 111) eben-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

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falls keine massgebende Veränderung des Gesundheitszustandes mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit erstellt. Die vormals von den behandelnden 
Ärzten des Spitals F.________ – fachfremd (vgl. act. II 91/4 f.) – diagnosti-
zierte Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) bildet gemäss der Rechtspre-
chung keinen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden (vgl. 
dazu Urteil des BGer 9C_436/2022 vom 26. Januar 2023 E. 3.2.1 mit Hin-
weisen). Eine fachärztlich-psychiatrische Plausibilisierung der subjektiven 
Beschwerdeangaben erfolgte im Behandlungsverlauf nicht, sondern die 
Behandler des Spitals F.________ (act. II 91/4 f., 98/1 f., 120/2 f.) stützten 
sich, wie von RAD-Arzt Dr. med. C.________ überzeugend beschrieben 
(act. II 111), direkt auf die unkritisch übernommenen Angaben des Be-
schwerdeführers, ohne dass sich den Berichten damit korrelierende, 
fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde entnehmen liessen, welche die 
geltend gemachten Beschwerden hinreichend erklären würden (BGE 143 V 
124 E. 2.2.2 S. 127, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). Mangels einer entspre-
chenden rechtsgenüglichen Plausibilisierung lässt sich weder aus den An-
gaben des Beschwerdeführers noch den darauf basierenden Berichten der 
behandelnden Ärzte und Psychotherapeutinnen (vgl. act. II 91/4 f., 98/1 f., 
120/2 f.) eine anspruchsrelevante psychische Einschränkung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit bzw. eine Veränderung des medizinischen Sach-
verhalts ableiten (BGE 140 V 290 E. 3.3.1 S. 296). Insoweit vermag auch 
der Umstand, dass der behandelnde dipl. Arzt N.________, welcher über 
keinen Facharzttitel für Psychiatrie und Psychotherapie verfügt, im späte-
ren Verlauf und ohne ersichtliche Veränderung der medizinischen Grundla-
ge – bei kategorieller Beibehaltung von ICD-10: F43.2 (Anpassungsstörung 
[vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT/ SCHULTER-MARKWORT {Hrsg.], Internatio-
nale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10, Kapitel V {F}, Diagnosti-
sche Kriterien für Forschung und Praxis, 6. Aufl. 2016, S. 136]) – nunmehr 
eine mittel- bis schwergradige depressive Episode diagnostizierte 
(act. II 98/1 f.; vgl. auch act. II 120/2 f.), weder zu überzeugen noch eine 
massgebende Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes zu 
begründen. Diesbezüglich wies Dr. med. C.________ überzeugend be-
gründet darauf hin, dass keine massgebende Veränderung des medizini-
schen Sachverhalts besteht und überdies multiple IV-fremde psychosoziale 
Belastungsfaktoren bestehen, weshalb weiterhin keine anspruchsrelevante 
psychische Gesundheitsstörung vorliegt (act. II 111/2). Vor diesem Hinter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

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grund kommt der nunmehr nicht mehr lediglich differenzialdiagnostisch (vgl. 
act. II 91/4 f.) fachfremd gestellten psychiatrischen Diagnose einer mittel- 
bis schwergradigen depressiven Episode unter revisionsrechtlichen Ge-
sichtspunkten auch dahingehend keine massgebliche Bedeutung zu 
(BGer 8C_247/2022 E. 3.3.2). Mangels eines erstellten psychischen Ge-
sundheitsschadens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bedarf es 
schliesslich keiner Indikatorenprüfung (vgl. E. 2.1 hiervor).

Insgesamt hat die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt 
hinreichend abgeklärt. Weitere Abklärungen (Beschwerde S. 1 Ziff. 3) sind 
nicht angezeigt, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu ver-
zichten ist (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 
E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Zusammenfassend ist im 
hier massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) weder in soma-
tischer noch in psychiatrischer Hinsicht eine revisionsrechtlich wesentliche 
Veränderung nachgewiesen. Auch anderweitige Revisionsgründe sind we-
der aufgrund der Akten erstellt noch wird solches geltend gemacht.

3.6 Mangels Vorliegens eines Revisionsgrunds (E. 2.3.3 hiervor) wäre 
daher auch kein Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) durchzuführen (Ur-
teil des BGer 8C_295/2021 vom 9. August 2021 E. 7). Der gleichwohl von 
der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich, mit wel-
chem sie das Validen- und das Invalideneinkommen anhand derselben 
statistischen Werte ermittelte und dabei auf den Totalwert der Tabellen-
gruppe A im untersten Kompetenzniveau abstellte, ist im Übrigen nicht zu 
beanstanden. Sind Validen- und Invalideneinkommen – wie hier – ausge-
hend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue 
Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsun-
fähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn 
(in BGE 148 V 321 nicht publ. E. 6.2 des Urteils des BGer 8C_104/2021 
vom 27. Juni 2022). Bei einer weiterhin zumutbaren 100%igen Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und unter Berücksichtigung eines 
Pauschalabzugs von 10 % gemäss der per 1. Januar 2024 in Kraft getrete-
nen Änderung von Art. 26bis Abs. 3 IVV (AS 2023 635; Einführung des Pau-
schalabzugs von 10 %) ergibt sich denn auch kein anspruchsbegründender 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

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IV-Grad von mindestens 40 % (vgl. act. II 123/1 f.; siehe zudem BSV, IV-
Rundschreiben Nr. 432 vom 9. November 2023 Ziff. 3). 

3.7 Nach dem Dargelegten hat der Beschwerdeführer unverändert kei-
nen Anspruch auf eine Invalidenrente und die angefochtene Verfügung 
vom 22. Oktober 2024 (act. II 123) ist nicht zu beanstanden. Die Be-
schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2025, IV 200 2024 767

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3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.