# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 546fdb15-7c6b-523a-86bf-1abe928a9b40
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.08.2021 III 2021 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-66_2021-08-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 66

Entscheid vom 26. August 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien Gemeinde Alpthal, vertreten durch den Gemeinderat Alpthal, 
B.________ 19, 8849 Alpthal,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin ________, 

gegen

1. Gemeinderat Alpthal, B.________ 19, 8849 Alpthal,
vertreten durch Rechtsanwältin _________,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. C.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt ________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Entfernung einer Wasserleitung)

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Sachverhalt:

A. C.________ ist Eigentümer des Grundstückes GB Nr. D.________ an der 
B.________ A.________ in Alpthal. Gemäss dem Erschliessungsplan vom 9. 
Dezember 2000 verläuft im Westen seines Grundstückes entlang der 
B.________ eine Hauptwasserleitung. Am 20. Mai 2020 reichte die Wasserver-
sorgung der Gemeinde Alpthal ein Baugesuch für den Ersatz der Wasserleitung 
Malosen-Feldli ein. Das Baugesuch sah u.a. vor, dass die Hauptwasserleitung im 
Bereich des Grundstückes GB Nr. D.________ in die B.________ (GB Nr. 
E.________) verlegt werden soll. Das Baugesuch wurde publiziert (Amtsblatt 
F.________ bzw. S. 2056) und öffentlich aufgelegt. In der Folge wurde das Bau-
vorhaben bewilligt und realisiert.

B. C.________ verlangte daraufhin vom Gemeinderat Alpthal, dass die Ge-
meinde die stillgelegte Hauptwasserleitung auf seinem Grundstück GB Nr. 
D.________ entfernt. Am 10. September 2020 führte eine Delegation des Ge-
meinderats Alpthal einen Augenschein vor Ort durch. Dabei teilte der Gemeinde-
rat C.________ mit, dass die Entfernung der alten Wasserleitung nicht vorgese-
hen sei. Daraufhin reichte C.________ am 2. Oktober 2020 beim Gemeinderat 
Alpthal ein Gesuch ein, in welchem er erneut die Entfernung der stillgelegten 
Hauptwasserleitung auf GB Nr. D.________ verlangte.

C. Der Gemeinderat Alpthal trat mit Beschluss (GRB) Nr. 264-2020 vom 
5. November 2020 (Versand: 1.12.2020) nicht auf das Gesuch von C.________ 
ein. Dagegen erhob C.________ am 22. Dezember 2020 rechtzeitig Beschwerde 
beim Regierungsrat (VB 296/2020) und beantragte, der Beschlusses des Ge-
meinderates sei aufzuheben und die Gemeinde Alpthal zu verpflichten, die alte 
Wasserleitung auf dem Grundstück GB Nr. D.________ GB vollständig auf Kos-
ten der Gemeinde Alpthal zu entfernen. Eventualiter sei der Beschluss des Ge-
meinderates Alpthal aufzuheben und an diesen zur Beurteilung des Gesuches 
des Beschwerdeführers zurückzuweisen.

D. Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2021 machte der Gemeinderat Alpthal 
C.________ einen Vergleichsvorschlag. Diesen lehnte C.________ mit Schrei-
ben vom 11. Februar 2021 ab und verlangte eine Beurteilung durch den Regie-
rungsrat.

E. Mit Beschluss Nr. 201/2021 vom 23. März 2021 (Versand am 30.3.2021) 
entschied der Regierungsrat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Beschluss Nr. 264- 
2020 vom 5. November 2020 des Gemeinderates Alpthal wird aufgehoben 

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und die Gemeinde Alpthal wird zum Rückbau bzw. zur Kostenübernahme 
des Rückbaus der stillgelegten Hauptwasserleitung auf GB Nr. D.________ 
in Alpthal verpflichtet.

2.-6. (Kosten; Parteientschädigung; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung)

F. Gegen den Beschluss des Regierungsrates Nr. 201/2021 lässt die Be-
schwerdeführerin am 20. April 2021 fristgerecht Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erheben und beantragt:

1. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei der Beschluss des 
Regierungsrates Nr. 201/2021 vom 23.3.2021 aufzuheben.

2. Von einer Verpflichtung der Gemeinde Alpthal zum Rückbau bzw. zur 
Kostenübernahme des Rückbaus der stillgelegten Hauptwasserleitung auf 
GB Nr. D.________, Alpthal, sei abzusehen.

3. Der Nichteintretensentscheid der Gemeinde Alpthal vom 5.11.2020 zum 
Gesuch des Beschwerdegegners betr. Entfernung der alten Wasserleitung 
aus dem Boden der Liegenschaft GB Nr. D.________ Alpthal sei zu 
bestätigen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons 
Schwyz und des Beschwerdegegners.

G. Mit Vernehmlassung vom 30. April 2021 beantragt das Sicherheitsdepar-
tement, die Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin ab-
zuweisen. Der Gemeinderat stellt vernehmlassend am 14. Mai 2021 folgende An-
träge: 

1. Die Beschwerde der Gemeinde Alpthal, vertreten durch den Gemeinderat 
Alpthal, sei vollumfänglich gutzuheissen und der Beschluss des 
Regierungsrates Nr. 201/2021 sei aufzuheben, womit die Gemeinde Alpthal 
nicht zum Rückbau bzw. zur Kostenübernahme des Rückbaus der 
stillgelegten Hauptwasserleitung auf GB Nr. D.________ in Alpthal zu 
verpflichten sei. 

2. Der Nichteintretensentscheid vom 5.11.2020 des Gemeinderates Alpthal 
zum Gesuch von C.________ betr. Entfernung der alten Wasserleitung aus 
dem Boden der Liegenschaft GB Nr. D.________ Alpthal sei damit zu 
bestätigen. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons 
Schwyz und von C.________. 

Mit Stellungnahme vom 31. Mai 2021 beantragt der Beschwerdegegner was 
folgt:

1. Es sei die Beschwerde abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid mit 
folgender Ergänzung der Dispositivziffer 1 zu bestätigen: Der Rückbau der 
Wasserleitung durch die Gemeinde Alpthal hat innert spätestens 3 Monaten 
ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheides zu erfolgen.

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2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der 
Beschwerdeführerin, eventualiter zu Lasten der Vorinstanz bzw. des 
Staates.

H. Mit Replik vom 30. Juni 2021 nimmt die Beschwerdeführerin Stellung zu 
den Vernehmlassungen. 

I. Das Sicherheitsdepartement und der Beschwerdegegner halten mit Stel-
lungnahmen vom 16. Juli 2021 bzw. 21. Juli 2021 an ihren mit den Vernehmlas-
sungen gestellten Anträgen fest. Der Beschwerdegegner lässt gleichzeitig eine 
Kostennote einreichen. Am 26. Juli 2021 reicht auch die Beschwerdeführerin ei-
ne Kostennote ein. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vorliegend umstritten und zu prüfen ist zunächst, ob die Vorinstanz auf die 
Beschwerde des (heutigen) Beschwerdegegners hätte eintreten dürfen. Danach 
stellt sich die Frage, ob die Vorinstanz den Beschluss der Beschwerdeführerin 
(GRB Nr. 264-2020) zu Recht nicht nur betreffend das (angebliche) Nichteintre-
ten auf das Gesuch des Beschwerdegegners überprüft, sondern auch materiell in 
der Sache entschieden hat. Sollten beide Fragen bejaht werden, wird zu prüfen 
sein, ob die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zu Recht zum Rückbau bzw. zur 
Kostenübernahme des Rückbaus der stillgelegten Hauptwasserleitung auf GB 
Nr. D.________ in Alpthal verpflichtet hat.

1.2 Dem Sicherheitsdepartement (Eingabe vom 16.7.2021 Ziff. 1) ist bei-
zupflichten, wenn es die Fristansetzung auch an den Gemeinderat (als Vorvorin-
stanz bzw. Erstinstanz), da dieser gegen den RRB Nr. 201/2021 vom 23. März 
2021 Beschwerde erhoben hat, als "unglücklich" erachtet. Soweit gleichzeitig be-
antragt wird, die Eingabe (Vernehmlassung) des Gemeinderates vom 14. Mai 
2021 sei aus dem Recht zu weisen, da es sich um eine ausserhalb der Rechts-
mittelfrist eingereichte unzulässige Ergänzung der Beschwerde handle, ist indes 
Folgendes anzumerken: Nach Fristablauf eingereichte Eingaben sind grundsätz-
lich aus dem Recht zu weisen, können aber zur Ermittlung des rechtserheblichen 
Sachverhalts berücksichtigt werden. Dies ergibt sich aus dem Untersuchungs-
grundsatz (Griffel, in: Kommentar VRG, § 26 b N 26; Donatsch, ebenda, § 58 
N 39; Daum, in: Kommentar zum bernischen VRPG, Art. 43 N 3; Herzog, eben-
da, Art. 91 N 4) wie auch aus dem vom Bundesgericht aus der Rechtsweggaran-
tie (Art. 29a BV) abgeleiteten Erfordernis, dass auf die tatsächlichen Verhältnisse 
im Zeitpunkt des Entscheids abzustellen ist (Donatsch, ebenda, § 52 N 29). So 
gesehen erscheinen die Säumnisfolgen in der Verwaltungsrechtspflege im Ver-

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gleich zum Zivilprozess erheblich relativiert (Daum, a.a.O., Art. 42 N 1). In die-
sem Sinne können mithin auch die Ausführungen des Gemeinderates in der Ein-
gabe vom 14. Mai 2021 gegebenenfalls Beachtung finden. 

1.3 Der Gemeinderat ist das oberste leitende und vollziehende Organ der Ge-
meinde. Er vertritt die Gemeinde nach aussen (§ 42 Abs. 1 des Gesetzes über 
die Organisation der Gemeinden und Bezirke [Gemeindeorganisationsgesetz, 
GOG; SRSZ 152.100] vom 25.10.2017). Ihm stehen alle Befugnisse zu, sofern 
sie nicht durch kantonales oder kommunales Recht einem anderen Gemeindeor-
gan vorbehalten sind und er sie nicht nach § 43 GOG übertragen hat (§ 42 
Abs. 2 GOG). 

Beschwerdeführerin ist vorliegend die Gemeinde, vertreten durch den Gemeinde-
rat (vgl. Rubrum der Beschwerde). Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 
ist ordnungsgemäss bevollmächtigt (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I.1 mit Beilage 1). 
Was der Beschwerdegegner hierzu ausführt (Eingabe vom 21.7.2021 S. 3 Ziff. 4) 
ist unbegründet bzw. erscheint allenfalls als überspitzt formalistisch. 

2.1 Die Beschwerdeführerin lässt (eher am Rande und) wenig substantiiert 
ausführen, die Vorinstanz hätte auf die Beschwerde des Beschwerdegegners gar 
nicht erst eintreten dürfen (vgl. Beschwerde S. 3, Ziff. 1 lit. a, letzter Absatz). Dies 
mit der Begründung, der Beschwerdegegner müsse seinen Beseitigungsan-
spruch nach zivilrechtlichen Vorgaben geltend machen, da es im öffentlichen 
Recht an einer dementsprechenden Rechtsgrundlage fehle.

2.2 Vor Erlass eines Entscheides prüft die Behörde von Amtes wegen, ob die 
Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Sie prüft die Zuständigkeit, 
die Partei- und Verfahrensfähigkeit der Parteien, die Vertretungsbefugnis der 
Parteivertreter, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, die 
frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie das Vor-
liegen einer rechtskräftigen Verfügung oder eines rechtskräftigen Entscheides in 
der gleichen Sache (§ 27 Abs. 1 lit. a – g Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; 
SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, trifft 
die Behörde einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP). Die obere 
Rechtsmittelinstanz prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen bei 
der unteren Rechtsmittelinstanz gegeben waren (Martin Bertschi, in: Alain Griffel 
[Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich 
[VRG], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Vorbemerkungen zu §§ 19 – 28a N 57).

2.3 Vorliegend ist nicht ersichtlich und wird seitens der Beschwerdeführerin 
nicht substantiiert geltend gemacht, welche der in Erw. 2.2 genannten Eintre-

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tensvoraussetzungen im Verfahren vor der Vorinstanz nicht erfüllt gewesen sein 
sollen. Wenn die Beschwerdeführerin behauptet, die Vorinstanz hätte nicht auf 
die Beschwerde eintreten sollen, da im öffentlichen Recht keine Rechtsgrundlage 
für die vom Beschwerdegegner geltend gemachten Ansprüche bestehe, kann 
dem nicht gefolgt werden. Die Berufung auf eine (allenfalls) nicht anwendbare 
Rechtsgrundlage, auf welche sich ein geltend gemachter Anspruch abstützt, stellt 
keinen Nichteintretensgrund dar. Vielmehr ist es in Beachtung des Grundsatzes 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen gerade Gegenstand der anschliessen-
den materiellen Prüfung, ob eine im öffentlichen Rechtsverhältnis anwendbare 
Bestimmung für den geltend gemachten Anspruch besteht oder nicht.

2.4 Da (soweit ersichtlich) alle Eintretensvoraussetzungen gemäss § 27 Abs. 1 
VRP im Verfahren vor der Vorinstanz erfüllt waren, kann festgehalten werden, 
dass diese zu Recht auf die Beschwerde eingetreten ist.

3.1 Die Beschwerdeführerin ist gemäss Dispositivziff. 1 des GRB Nr. 264-2020 
nicht auf das Gesuch des Beschwerdegegners eingetreten (vgl. Vi-act. I-01, Bei-
lage 2). Die Vorinstanz erwog jedoch (vgl. Erw. 1.2 – 1.3 a. E.), beim Beschluss 
der Beschwerdeführerin handle es sich nicht um einen Nichteintretensentscheid. 
Faktisch habe die Beschwerdeführerin das Gesuch des Beschwerdegegners ma-
teriell geprüft, es abgewiesen und ihren Entscheid (gerade noch rechtsgenüglich) 
begründet. Dementsprechend überprüfte die Vorinstanz nicht bloss die Recht-
mässigkeit des (angeblichen) Nichteintretensentscheides, sondern entschied 
auch materiell in der Sache.

3.2 Gemäss Beschwerdeantrag Ziff. 3 ist der Nichteintretensentscheid der 
Gemeinde Alpthal vom 5. November 2020 zu bestätigen. Folglich ist davon aus-
zugehen, dass die Beschwerdeführerin davon ausgeht, bzw. daran festhält, beim 
GRB Nr. 264-2020 handle es sich um einen Nichteintretensentscheid.

3.3 Die Beschwerdeführerin beschloss im GRB Nr. 264-2020 Dispositivziff. 1 
zwar, dass auf das Gesuch des Beschwerdegegners nicht eingetreten werde. 
Jedoch hat sie in den Erwägungen Folgendes festgehalten:

- Der Gemeinderat hat schon an der letzten Sitzung festgestellt, dass man auf den 
Wunsch von C.________ nicht eingehen will.

- Art. 667 Abs. 1 ZGB bestimmt, dass sich das Eigentum an Grund und Boden 
nach unten auch auf das Erdreich erstreckt. Dieses Prinzip (Akzessionsprinzip) 
kann z.B. durch ein Baurecht (Leitungsbaurecht etc.) durchbrochen werden. 
Gemäss dem Durchleitungsvertrag vom 04.08.1986 ist dies aber nicht 
geschehen, weshalb die Leitung Bestandteil des Grundstücks des 
Dienstbarkeitsbelasteten bildet. Die Gemeinde Alpthal ist also nicht Eigentümerin 

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dieser Leitung. Deshalb kann von ihr auch nicht die Entfernung dieser Leitung 
verlangt werden.

Diese erste Erwägung (erstes Lemma) lässt sich nicht ohne weiteres einordnen 
und erscheint insbesondere im Hinblick auf die Begründungspflicht (vgl. § 31 
Abs. 1 lit. e VRP) als ungenügend. Der Vorinstanz ist jedoch beizupflichten, dass 
die Beschwerdeführerin in der zweiten Erwägung (zweites Lemma) das Akzessi-
onsprinzip als Begründung vorbringt, dem Gesuch des Beschwerdegegners nicht 
zu entsprechen. Damit hat die Beschwerdeführerin eine Begründung für die (ma-
terielle) Ablehnung des Gesuches vorgebracht und nicht ein Nichteintreten be-
gründet. Faktisch hat sie das Gesuch des Beschwerdegegners mithin materiell 
geprüft, abgelehnt und ihren Entscheid (zwar bescheiden, aber wie die Vor-
instanz bereits erwähnt hat, gerade noch rechtsgenüglich) begründet. Die falsche 
Bezeichnung im Dispositiv ändert nichts daran, dass es sich beim Entscheid der 
Beschwerdeführerin um eine materielle Abweisung des Gesuches handelt.

3.4 Da es sich nach dem Gesagten beim GRB Nr. 264-2020 trotz der (fal-
schen) Bezeichnung im Dispositiv nicht um einen Nichteintretensentscheid, son-
dern um einen materiellen Entscheid in der Sache handelt, hat die Vorinstanz zu 
Recht eine materielle Prüfung der Sache vorgenommen. 

4.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid unter Anführung der 
massgebenden gesetzlichen Bestimmungen im Wesentlichen, unter anderem für 
die Leitungen der Wasserversorgung (also auch die streitgegenständliche 
Hauptwasserleitung) gelte das kantonale Recht. Weiter legte sie unter Bezug-
nahme auf die Grundlagen in den kantonalgesetzlichen Bestimmungen dar, dass 
die Beschwerdeführerin das Reglement der Wasserversorgung der Gemeinde 
Alpthal (nachfolgend: WR) erlassen habe, gemäss dem sie selbst eine Wasser-
versorgungsanlage erstellt, betreibt und unterhält, um die Bewohner im Einzugs-
gebiet Stei-Eigen mit genügend Trink-, Brauch- und Löschwasser zu versorgen. 
Gemäss § 5 WR erstelle und unterhalte die Wasserversorgung u.a. die Hauptlei-
tungen. 

Unbestritten sei, dass es sich beim Leitungsabschnitt auf GB Nr. D.________ um 
eine Groberschliessung bzw. eine Hauptleitung der Wasserversorgung Alpthal 
handle. Das WR enthalte zwar keine konkrete Bestimmung über die Entfernung 
von stillgelegten Hauptwasserleitungen. Die Auslegung ergebe jedoch, dass 
(auch) hierfür die Gemeinde zuständig sei. Die Beschwerdeführerin habe die 
Hauptleitung Malosen-Feldli durch eine neue, nicht mehr durch das Grundstück 
des Beschwerdegegners laufende Hauptleitung ersetzt, wodurch die alte Haupt-
leitung auf GB Nr. 331 nicht mehr benötigt werde. Die vorgenommene Instand-
setzung der Hauptwasserleitung sei trotz der Verlegung mit dem Ersatz einer al-

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ten Installation vergleichbar, weswegen die Beschwerdeführerin als Trägerin der 
Wasserversorgung für den Ersatz der nicht mehr benötigten Leitung auf GB 
Nr. 331 zuständig sei. Es verstehe sich von selbst, dass der Ersatz einer Leitung 
bei einer Verlegung auch die Entfernung der stillgelegten Wasserleitung beinhal-
te, zumal die Beschwerdeführerin als Eigentümerin der stillgelegten Hauptwas-
serleitung zu betrachten sei. Der Rückbau bzw. die Kostenübernahme des Rück-
baus der stillgelegten Hauptwasserleitung auf GB Nr. 331 obliege mithin der Be-
schwerdeführerin. Dies entspreche auch der Systematik des WR, dessen § 5 of-
fensichtlich das Ziel verfolge, dass der jeweilige Grundeigentümer jegliche Kos-
ten, die im Zusammenhang mit der Hauszuleitung anfallen, tragen solle. Sämtli-
che Kosten und Aufwendungen, welche im Zusammenhang mit Hauptleitungen 
auftreten, fielen jedoch in den Zuständigkeitsbereich der Beschwerdeführerin. 
Dies rechtfertige sich auch daher, da die Hauptwasserleitungen bzw. die Grober-
schliessungen öffentlich-rechtlicher Natur seien. Gemäss der Vorinstanz wäre es 
systemwidrig und stossend, wenn ein Grundeigentümer durch das Gemeinwesen 
gestützt auf das öffentliche Recht zur Duldung einer Hauptleitung bzw. Grober-
schliessung auf seinem Grundstück verpflichtet oder nötigenfalls mittels Enteig-
nung sogar gezwungen werden könnte, der betroffene Grundeigentümer jedoch 
die ihm aufgezwungene Leitung selber entfernen oder die Entfernung auf dem 
Zivilweg verlangen müsste, sobald das Gemeinwesen diese nicht mehr benötige. 
lm Übrigen sehe auch das Privatrecht in Art. 693 Abs. 2 des Schweizerischen Zi-
vilgesetzbuches (ZGB; SR 210) vom 10. Dezember 1907 vor, dass bei einer Lei-
tungsverlegung in der Regel der Berechtigte die Kosten der Verlegung zu tragen 
habe, was bei analoger Anwendung im vorliegenden Fall die Kostenübernahme 
des Rückbaus durch die Beschwerdeführerin zur Folge habe. Der Einwand der 
Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner sei aufgrund des Akzessionsprin-
zips Eigentümer der umstrittenen Hauptwasserleitung und müsse diese daher 
selber entfernen, könne nicht gefolgt werden, da einerseits das Akzessionsprin-
zip nur im Rahmen des Privatrechts gelte und andererseits auch das Privatrecht 
in Art. 676 ZGB eine Ausnahme vom Akzessionsprinzip vorsehe.

4.2.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet den Entscheid der Vorinstanz in 
mehrfacher Hinsicht. Im Wesentlichen macht sie jedoch geltend, sie sei einer-
seits nicht Eigentümerin der auf GB Nr. 331 gelegenen Leitungen und daher 
nicht für deren Entfernung verantwortlich. Andererseits mangle es (für den Fall, 
dass die Beschwerdeführerin als Eigentümerin der Leitungen angesehen werde) 
an einer öffentlich-rechtlichen Rechtsgrundlage, welche die Beschwerdeführerin 
zum Rückbau bzw. zur Kostenübernahme des Rückbaus der Leitungen verpflich-
te.

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4.2.2 Betreffend das Eigentum an der streitgegenständlichen Leitung hätten sich 
sowohl die Beschwerdeführerin als auch der Beschwerdegegner des Zivilrechts 
bedient, da das Bundeszivilrecht als kantonales öffentliches Recht analog An-
wendung fände. Art. 676 Abs. 1 ZGB institutionalisiere das Werkzubehör. 
Art. 676 Abs. 2 und 3 ZGB normierten die Entstehung von Leitungsbaurechts-
dienstbarkeiten, welche den Berechtigten in Durchbrechung des Akzessionsprin-
zips das Sondereigentum an Leitungen vermitteln würden. Das Zugehörverhält-
nis zwischen Leitungen und Werk könne nur aufgrund einer entsprechenden 
Dienstbarkeit entstehen und gehe gleichzeitig mit derselben unter. Für das Ent-
stehen einer Dienstbarkeit bedürfe es eines Rechtsgeschäftes und einer Eintra-
gung in das Grundbuch. In den Akten befinde sich der Durchleitungsvertrag vom 
4. August 1986. Aktenkundig und unbestritten sei, dass keine Dienstbarkeit be-
züglich eines Leitungsrechts zugunsten der Gemeinde und zulasten des Be-
schwerdegegners im Grundbuch eingetragen sei. Dieses Erfordernis sei es je-
doch letztlich, welches ein Durchleitungsrecht und damit verbunden erst ein Son-
dereigentum entstehen lasse. Damit sei in analoger zivilrechtlicher Betrach-
tungsweise erstellt, dass die Leitung resp. dieser Leitungsbestandteil nicht ins 
Eigentum der Beschwerdeführerin übergegangen ist. Die allgemeine Feststellung 
der Vorinstanz, dass die Gemeinde für die Groberschliessung zuständig sei, ma-
che eine Wasserleitung noch nicht zum Verwaltungsvermögen einer Gemeinde. 
Es bedürfe dazu einer genügend klaren gesetzlichen Grundlage. Aufgrund dieser 
Ausführungen sei kein Eigentum der Gemeinde an der umstrittenen Leitung ent-
standen, weswegen die Beschwerdeführerin daher nicht zu einem Tun auf dem 
Grundstück des Beschwerdegegners zu verpflichten sei.

4.2.3 Selbst bei der Annahme, die streitgegenständlichen Leitungen stünden im 
Eigentum der Beschwerdeführerin, lasse sich aus den von der Vorinstanz zitier-
ten Rechtsgrundlagen im Planungs- und Baugesetz (PBG; SRSZ 400.100) vom 
14. Mai 1987 und der dazugehörigen Vollzugsverordnung zum Planungs- und 
Baugesetz (PBV; SRSZ 400.111) vom 2. Dezember 1997 keine Handlungsver-
pflichtung der Gemeinde ableiten. Wenn die Vorinstanz aus § 5 WR ableite, dass 
die stillgelegten Leitungen seitens der Gemeinde entfernt werden müssten, inter-
pretiere sie zu weit und verlasse das Prinzip der Gesetzmässigkeit, was eine fal-
sche Rechtsanwendung und gar eine Überschreitung resp. einen Missbrauch 
des Ermessens darstelle. Unter dem Begriff des "Unterhaltes" sei nicht die Ent-
fernung einer allfällig nicht mehr gebrauchten Wasserleitung zu verstehen. Der 
Unterhalt sei auf die Funktionstüchtigkeit einer Leitung gerichtet und nicht darauf, 
was nach deren Gebrauch zu gelten habe.

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4.2.4 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, in den nächsten Jahren 
stünden in der Gemeinde Alpthal weitere Sanierungsetappen der Hauptwasser-
leitungen an. Wo möglich, werde die Leitung ins gemeindeeigene Grundeigen-
tum gelegt. Eine derartige Neuerstellung bzw. Verlegung der Leitungen könne es 
jedoch mit sich bringen, dass die neue Leitung nicht mehr auf der bestehenden 
Leitungslinie geführt werde, weswegen die stillgelegten Leitungsrohre (gewollt) 
da verblieben, wo sie ursprünglich verlegt wurden. Die Wasserleitungsrohre sei-
en weder gesundheits- noch umweltschädlich. lm streitgegenständlichen Fall 
seien die Leitungsrohre auf einer Länge von ca. 300 Metern in den Strassenbe-
reich verlegt worden, wofür ein Graben im Strassenbereich habe geöffnet werden 
müssen. Die bestehende und parallel dazu verlaufende Leitung habe somit nicht 
angetroffen werden können, ausser man hätte einen drei bis vier Meter breiten 
Graben ausgehoben, was aus ökologischen und finanziellen Gründen nicht prak-
tikabel sei und offensichtlich unverhältnismässig gewesen wäre. Somit sei auf ei-
ner Länge von ca. 300 Metern das alte Leitungsrohr stehengelassen worden, 
wovon der Beschwerdegegner auf einer Länge von ca. 30 Metern betroffen sei. 
Aufgrund dieser Ausführungen erkläre sich, weshalb stillgelegte Leitungen ihre 
Daseinsberechtigung haben und tatsächlich auch immer wieder vorkommen. Da-
her sei das Entfernen der stillgelegten Leitungen nicht in § 5 WR miterfasst. Hin-
zu komme, dass § 5 WR keine Anspruchsgrundlage beinhalte, mit welcher ein 
privater Grundeigentümer seine Eigentumsrechte durchsetzen könnte. Der Be-
schwerdegegner mache gegen das Gemeinwesen einen direkten Beseitigungs-
anspruch (und nicht etwa eine Entschädigungsleistung) geltend, den er im Zivil-
recht vermutlich mit Art. 641 ZGB zu begründen und mit zivilrechtlichen Mitteln 
einzuklagen hätte. Die Vorinstanz argumentiere in ihrer Erw. 3.5 einmal mehr in 
Anwendung von zivilrechtlichen Bestimmungen, i.c. Art. 693 Abs. 2 ZGB, was be-
lege, dass auch sie den zivilrechtlichen Weg im Auge habe. Es sei jedoch fest-
zuhalten, dass nicht alles mit dem Analogieschluss begründet werden könne, da 
sonst letztlich das zivilrechtliche Verfahren ausgehebelt würde. 

4.2.5 Sofern die Vorinstanz in Erw. 3.5 des angefochtenen Entscheides behaup-
te, es sei systemwidrig, wenn Grundeigentümer durch das Gemeinwesen ge-
stützt auf das öffentliche Recht zur Duldung einer Hauptleitung bzw. Grober-
schliessung auf ihren Grundstücken verpflichtet oder nötigenfalls mittels Enteig-
nung sogar gezwungen werden könnten, die ihnen aufgezwungenen Leitungen 
jedoch selber entfernen müssten oder deren Entfernung auf dem Zivilwege ver-
langen müssten, könne dem nicht gefolgt werden. Diese Möglichkeiten des Ge-
meinwesens seien aufgrund der öffentlich-rechtlichen Aufgabenerfüllung nicht 
falsch. Durch das Belassen der stillgelegten Leitungen auf dem Grundstück des 
Beschwerdegegners sei keinerlei Entwertung seines Grundstückes oder derglei-

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chen feststellbar, ebenso wenig könne eine umweltrechtliche Verschmutzung 
geltend gemacht werden. Inwiefern eine Systemwidrigkeit vorliegen sollte, indem 
der Beschwerdegegner auf den Zivilweg verwiesen wird, sei nicht ersichtlich. Die 
Beschwerdeführerin habe zivilrechtlich argumentiert, weil sich der Beseitigungs-
anspruch des Beschwerdegegners einzig (wenn überhaupt) im Zivilrecht finden 
lasse. Dies sei denn auch der Grund, weshalb die Beschwerdeführerin auf das 
Gesuch des Beschwerdegegners gar nicht erst eingetreten sei.

4.2.6 Selbst wenn wider Erwarten eine gesetzliche Grundlage bestehen sollte, 
die dem Beschwerdegegner einen Beseitigungsanspruch zuweisen sollte, so sei 
die Entscheidung der Beschwerdeführerin stets auch unter den Aspekten des öf-
fentlichen Interesses sowie der Verhältnismässigkeit zu würdigen. Insbesondere 
im Hinblick auf den anfallenden Arbeitsaufwand, die Folgen für die Umwelt und 
die entsprechenden Kosten wäre eine Entfernung der stillgelegten Leitung im 
Grundstück des Beschwerdegegners nicht zu verantworten gewesen. Das Auf-
graben des Vorplatzes des Beschwerdegegners hätte ca. Fr. 13'500.00 gekostet. 
Zudem würde durch den Entscheid des Regierungsrates ein Präjudiz geschaffen, 
welches Begehrlichkeiten auch anderer Betroffener auslösen würde. Die Mehr-
kosten, welche durch die Entfernung sämtlicher stillgelegter Leitungen entstehen 
würden, stünden in keinem dem Steuerzahler gegenüber zu rechtfertigenden 
Verhältnis. Da noch weitere Sanierungen an anderen Wasserleitungsabschnitten 
geplant seien, entstünden durch dieses Präjudiz Kosten, welche sich weder 
sachlich noch von der Notwendigkeit her rechtfertigen liessen. Die Gemeinde 
habe sich bekanntlich nach den Grundsätzen der Sparsamkeit und Wirtschaft-
lichkeit (§ 3 des Finanzhaushaltsgesetzes für die Bezirke und Gemeinden [FHG-
BG; SRSZ 153.100] vom 30. Mai 2018) zu richten. Der angefochtene Entscheid 
der Vorinstanz würde dazu führen, dass die Beschwerdeführerin diesen Grund-
sätzen keine Folge mehr leisten könnte. Die Vorinstanz verletze mit ihrer Ent-
scheidung im Ergebnis somit auch die durch Art. 50 BV garantierte Gemeindeau-
tonomie.

4.2.7 In Anbetracht dessen, dass das Aufreissen von Böden und Wiesland 
höchst unökologisch sei, die stillgelegte Leitung weder störe noch sonst wie die 
Gesundheit und Umwelt schädige, sei Sinn und Zweck deren Beseitigung höchst 
fraglich und das Interesse der Bevölkerung der Gemeinde Alpthal schlicht nicht 
gegeben. Zudem stünden Zweck und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis. 
Die Beseitigung von stillgelegten Leitungsrohren sei nicht erforderlich und würde 
mehr schaden als nützen. Für diese erwähnte Belastung der Umwelt sowie für 
das sinnlose Verbrauchen von Steuergeldern bestehe weder ein öffentliches In-
teresse noch seien solche Massnahmen verhältnismässig.

12

4.3 In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz erneut aus, dass die Be-
schwerdeführerin bereits aufgrund ihrer Stellung als Werkeigentümerin (§ 27 
PBV) für die Entfernung der stillgelegten Leitungen zuständig sei. In Anwendung 
der gängigen Auslegungsmethoden müsse zum Schluss gekommen werden, 
dass der Begriff des "Unterhaltes" (§ 5 WR) eine weite Auslegung zulasse, wes-
wegen er auch den Ersatz einer veralteten Leitung beinhalte. Die vorgenommene 
Instandsetzung der Hauptwasserleitung sei trotz der Verlegung mit einem norma-
len Ersatz einer alten Installation vergleichbar. Es verstehe sich von selbst, dass 
der Ersatz einer Leitung bei einer Verlegung auch die Entfernung der stillgeleg-
ten Wasserleitung beinhalte. Dies insbesondere, da § 5 WR offensichtlich das 
Ziel verfolge, dass sämtliche Kosten und Aufwendungen, welche im Zusammen-
hang mit Hauptleitungen aufträten, in den Zuständigkeitsbereich der Beschwer-
deführerin fielen, was denn auch im Einklang mit Art. 693 Abs. 2 ZGB stehe. 

4.4 In der Replik bringt die Beschwerdeführerin zunächst Anmerkungen zu den 
Beschwerdegründen an, auf welche vorliegend nicht weiter einzugehen ist. Dar-
aufhin wiederholt die Beschwerdeführerin die Rügen in der Beschwerde, die Vor-
instanz habe mit ihrer Auslegung von § 5 WR das Gesetzmässigkeitsprinzip, die 
Gemeindeautonomie und auch die Grundsätze des öffentlichen Interesses sowie 
der Verhältnismässigkeit verletzt. In Bezug auf die finanziellen Auswirkungen des 
(Präjudiz-)Entscheides der Vorinstanz wird geltend gemacht, die Wasserversor-
gung unterstehe der Spezialfinanzierung (§ 2 WR), welche aufgrund einer ange-
messenen Gebührenpolitik stets ausgeglichen sein sollte. Die Spezialfinanzie-
rung käme jedoch klar aus dem Lot und es müssten Steuergelder eingeschossen 
werden, wenn das Entfernen von stillgelegten Hauptwasserleitungen in fremdem 
Eigentum die Regel bilden sollte. Bei diesen Sanierungen würde es sich um 
Ausgaben im Sinne von § 16 FHG-BG handeln. Letztlich sehe sich die Gemeinde 
analog einer Privatperson betroffen, bloss im falschen Verfahren. Der Beseiti-
gungsanspruch des Beschwerdegegners sei in einem zivilrechtlichen Verfahren 
abzuhandeln. Die Gemeinde Alpthal, welche im Rahmen des übergeordneten 
Rechts befugt sei, eine eigene Wasserversorgung zu betreiben und zu organisie-
ren, habe im Rahmen ihrer Gemeindeautonomie keine Pflicht zur Entfernung von 
stillgelegten Hauptwasserleitungen in fremdem Eigentum festgelegt. Dies ent-
spreche ihrer autonomen Rechtssetzungsbefugnis. Sie dennoch dazu verpflich-
ten zu wollen, verletze daher deren Autonomie.

4.5 Der Beschwerdegegner bringt namentlich vor, Art. 676 ZGB stelle eine 
Ausnahme vom Akzessionsprinzip dar. Die Ausführungen der Beschwerdeführe-
rin zeigten (falls sie stimmten) lediglich auf, dass die Beschwerdeführerin als Lei-
tungseigentümerin die Wasserleitung während Jahrzehnten widerrechtlich im 

13

Grundstück des Beschwerdegegners geführt hätte, da sie über keine vertragliche 
Berechtigung verfügte. Die Beschwerdeführerin lasse jedoch unberücksichtigt, 
dass eine öffentlich-rechtliche Dienstbarkeit zu Lasten des Beschwerdegegners 
gestützt auf die entsprechenden öffentlich-rechtlichen Erlasse bestehe. Es sei 
nicht ersichtlich weshalb die Entfernung einer gestützt auf öffentlich-rechtliche 
Bestimmungen errichteten Leitung nicht verlangt werden können soll, während 
dies bei einer privatrechtlich erstellten Leitung der Fall sei. Die Leitung stelle 
fremdes Eigentum dar, dessen Entfernung der Beschwerdegegner verlangen 
könne. Darüber hinaus stelle die nicht mehr benutzte Wasserleitung unzweifel-
haft eine Altlast dar, welche das Grundstück des Beschwerdeführers mit (zerfal-
lendem) Metall belaste. Auch aus diesem Grund habe der Beschwerdegegner 
ein Interesse, dass die Leitung entfernt werde. Es sei geradezu offensichtlich, 
dass die Beschwerdeführerin unter anderem die Kosten des Rückbaus der alten 
Leitungen in der Planung gänzlich ausser Acht gelassen habe. Dieses Versäum-
nis könne nicht dem Beschwerdegegner angelastet werden, habe er die Be-
schwerdeführerin doch bereits frühzeitig und wiederholt auf seinen Rückbauan-
spruch hingewiesen. Es könne nicht argumentiert werden, die Verlegung der Lei-
tung in die Strasse sei erfolgt, weil man angeblich einen zu breiten Graben hätte 
ausheben müssen. Der Gemeinde sei der genaue Verlauf der Wasserleitung be-
kannt. Die Argumentation der Beschwerdeführerin sei darüber hinaus wider-
sprüchlich. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die restlichen 700 Meter der alten 
Leitung "gezielter" angetroffen werden könnten, als die 300 Meter, welche neu in 
die Strasse verlegt wurden. Im Übrigen seien die von der Beschwerdeführerin 
aufgestellten Kostenrechnungen (vgl. Erw. 4.2.5) unvollständig und unzutreffend. 
Diese seien ohnehin unnötig, da vorliegend der Verhältnismässigkeitsgrundsatz 
ohnehin nicht zur Anwendung gelange. Es sei keine Frage der Verhältnismässig-
keit, ob eine alte Leitung im Eigentum des Gemeinwesens auf fremden Grund 
entfernt werden müsse. Die Gemeindeautonomie sei nicht tangiert, da die Be-
schwerdeführerin in diesem Bereich über gar keine Autonomie verfüge.

Es sei schliesslich schlicht unhaltbar, dass der Beschwerdegegner, welcher 
während Jahrzehnten eine fremde Leitung in seinem Grundstück zu dulden hatte 
und hierfür nie entschädigt worden sei, nun auch noch für die Entfernung und 
Entsorgung dieser Leitung aufkommen müsse. Die Entfernung der Leitung ver-
lange der Beschwerdegegner nur aufgrund der Verlegung der Leitung. Folglich 
hätte er auch nichts einzuwenden gehabt, wenn die Leitung auf seinem Grunds-
tück lediglich durch eine neue Leitung ersetzt worden wäre. Der Beschwerde-
gegner störe sich lediglich daran, dass die Beschwerdeführerin sich nicht ver-
pflichtet fühle, alte, nicht mehr gebrauchte Leitungen zu entfernen, sondern für 
sich in Anspruch nimmt, dass sie hierfür das Grundstück des Beschwerdegeg-

14

ners zukünftig mit der Altlast beanspruchen kann bzw. dieser letzten Endes noch 
selber für die Entfernung und Entsorgung verantwortlich sei.

5. Zunächst gilt es die Frage zu klären, ob die streitgegenständliche Haupt-
wasserleitung dem Eigentum der Beschwerdeführerin oder des Beschwerdegeg-
ners zuzurechnen ist.

5.1 Die Umschreibung und der Inhalt des Grundeigentums sind grundsätzlich 
Teil des Zivilrechts, welches dem Bund zur ausschliesslichen Regelung zusteht 
(Art. 122 BV). Gemäss Art. 6 Abs. ZGB werden jedoch die Kantone in ihren öf-
fentlich-rechtlichen Befugnissen durch das Bundeszivilrecht nicht beschränkt. 
Diese Bestimmung lässt gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts be-
züglich einer vom Bundeszivilrecht erfassten Materie davon abweichende Rege-
lungen des kantonalen öffentlichen Rechts zu, wenn der Bundesgesetzgeber die 
Materie nicht abschliessend regelt, die kantonale Regelung durch ein schutzwür-
diges öffentliches Interesse begründet ist und sie nicht gegen Sinn und Geist des 
Bundesrechts verstösst oder dessen Durchsetzung beeinträchtigt oder vereitelt. 
Insoweit verschafft Art. 6 ZGB dem kantonalen öffentlichen Recht eine expansive 
Kraft (Urteil BGer 1C_565/2014 vom 11.5.2015 Erw. 2.1 mit Verweis auf BGE 
138 I 331 Erw. 8.4.3; vgl. zum Ganzen Entscheid des Verwaltungsgerichts Zürich 
VB.2016.00116 vom 13.7.2017 Erw. 2.1).

5.2 Das Eigentum an Grund und Boden umfasst nach dem Akzessionsprinzip 
unter Vorbehalt der gesetzlichen Schranken alle Bauten (Art. 667 Abs. 2 ZGB; 
Urteil BGer 4C.345/2005 vom 9.1.2006 Erw. 1.1). In Abweichung von diesem 
Prinzip bestimmt Art. 676 Abs. 1 ZGB, dass Leitungen zur Versorgung und Ent-
sorgung, die sich ausserhalb des Grundstücks befinden, dem sie dienen, wo es 
nicht anders geordnet ist, dem Eigentümer des Werks und zum Werk gehören, 
von dem sie ausgehen oder dem sie zugeführt werden. Diese ab dem 1. Januar 
2012 gültige Fassung von Art. 676 Abs. 1 ZGB brachte gegenüber der älteren 
Fassung, die von Leitungen für Wasser, Gas, elektrischer Kraft und dergleichen 
sprach, keine rechtliche Änderung (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches vom 27.6.2007, BBl 2007 5283 ff., 5306 Ziff 2.1.2.2). Art. 676 
Abs. 1 ZGB behält andere Ordnungen ausdrücklich vor und lässt damit abwei-
chende öffentlich-rechtliche Regelungen der Kantone und des Bundes zu. Die 
Gemeinden dürfen daher im Rahmen ihrer kantonalen Zuständigkeit Wasserre-
glemente mit von Art. 676 Abs. 1 ZGB abweichenden Regelungen erlassen (Ur-
teil BGer 1C_565/2014 vom 11.5.2015 Erw. 2.1 mit weiteren Hinweisen; vgl. 
auch Entscheid des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2016.00116 vom 13.7.2017 
Erw. 2.2).

15

5.3 Im Kanton Schwyz finden sich Regelungen betreffend Groberschliessun-
gen (wozu auch Hauptwasseranlagen gehören) im PBG und der dazugehörigen 
Vollzugsverordnung (PBV).

5.3.1 Land ist erschlossen, wenn die für die betreffende Nutzung hinreichende 
Zufahrt besteht und die erforderlichen Wasser-, Energie- sowie Abwasserleitun-
gen so nahe heranführen, dass ein Anschluss ohne erheblichen Aufwand mög-
lich ist (Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung [Raumpla-
nungsgesetz; RPG; SR 700] vom 22.6.1979).

Gemäss § 37 Abs. 1 PBG gilt Land u.a. dann als erschlossen, wenn die erforder-
lichen Wasser-, Energie- sowie Abwasserleitungen so nahe heranführen, dass 
ein Anschluss ohne erheblichen Aufwand möglich ist. Die Groberschliessung be-
steht in der Ausstattung des Baugebietes mit den Hauptsträngen der Strassen-, 
Wasser-, Energie- und Abwasseranlagen (Abs. 4). Die Feinerschliessung verbin-
det die einzelnen Baugrundstücke mit den Anlagen der Groberschliessung (Abs. 
5). Die gleichen Definitionen enthält sinngemäss Art. 4 des Wohnbau- und Eigen-
tumsförderungsgesetzes (WEG; SR 843) vom 4. Oktober 1974. 

5.3.2 Nach Art. 5 Abs. 2 WEG bezeichnet das kantonale Recht die für die Er-
schliessung verantwortlichen öffentlichrechtlichen Körperschaften. Es kann die 
Feinerschliessung den Eigentümern überbinden und hat in diesem Fall die Er-
satzvornahme durch die öffentlichrechtlichen Körperschaften vorzusehen.

Gemäss § 38 Abs. 1 PBG sind die Gemeinden für die Groberschliessung der 
Bauzonen verantwortlich und bezeichnen die Anlagen der Groberschliessung in 
den Erschliessungsplänen. Soweit die Versorgung mit Wasser oder Energie nicht 
durch die Gemeinde oder ihre Anstalten erfolgt, obliegt die Pflicht zur Grober-
schliessung dem betreffenden Versorgungswerk (z. B. öffentlich- oder privat-
rechtliche Wassergenossenschaft, Elektrizitätswerk) (Abs. 3). Die Gemeinde führt 
die Groberschliessung in Zusammenarbeit mit andern Erschliessungsträgern 
nach Ausbauprogramm und baulicher Entwicklung durch (§ 39 Abs. 1 PBG). 
Bauwillige Grundeigentümer können mit der Gemeinde die vorzeitige Erschlies-
sung vereinbaren. Die Erstellung der Erschliessungsanlagen erfolgt diesfalls 
durch die Gemeinde oder unter ihrer Aufsicht (§ 39 Abs. 2 PBG). Erschliesst die 
Gemeinde die Bauzonen nicht fristgerecht, so können die Grundeigentümer die 
Erschliessung nach den durch die Gemeinde genehmigten Plänen selbst vor-
nehmen oder bevorschussen. Die Gemeinde hat den Grundeigentümern die ge-
leisteten Vorschüsse innert fünf Jahren nach Erstellung der Erschliessung 
zurückzuerstatten. Mit der Rückerstattung geht die Erschliessungsanlage ins Ei-
gentum der Gemeinde über (§ 39 Abs. 3 PBG).

16

Anlagen der Groberschliessung sind in der Regel ins Eigentum der Gemeinde 
oder eines konzessionierten Versorgungswerkes zu übernehmen (§ 27 Abs. 1 
PBV). Ist nicht die Gemeinde, sondern ein Dritter Eigentümer einer Grober-
schliessungsanlage, so sind Zuständigkeit, Verfahren und Kostenbeteiligung für 
deren Ausbau, Unterhalt und Betrieb vertraglich, in einem Reglement oder durch 
Verfügung festzulegen. Gleichzeitig kann die Übernahme der Anlage durch die 
Gemeinde vorgesehen werden (Abs. 2) (vgl. zum Ganzen VGE III 2018 126 vom 
25.3.2019).

Da in der kantonalen Gesetzgebung (namentlich § 27 Abs. 1 PBV) geregelt wird, 
dass Groberschliessungen (wozu auch Hauptwasserleitungen gehören) in das 
Eigentum der Gemeinde zu übernehmen sind, hat die Gemeinde diesbezüglich 
keine Regelungskompetenz (vgl. Erw. 5.2 letzter Satz).

5.3.3 Die Feinerschliessung der Baugrundstücke obliegt den Grundeigentümern, 
soweit sie nicht nach den einschlägigen Gemeindevorschriften oder durch Er-
satzvornahme von der Gemeinde besorgt wird (§ 40 Abs. 1 PBG). 

5.4 Die Gemeinde Alpthal hat im Jahr 2016 ihr Reglement der Wasserversor-
gung (WR) erlassen. Gemäss § 1 WR erstellt, betreibt und unterhält die Gemein-
de Alpthal im Dorf Alpthal eine Wasserversorgungsanlage, um die Bewohner im 
Einzugsgebiet Stei-Eigen mit genügend Trink-, Brauch- und Löschwasser zu ver-
sorgen. § 5 WR sieht vor, dass die Wasserversorgung die Quellfassungen, Was-
serreservoirs, Hauptleitungen mit den Absperrorganen und Hydranten sowie 
Zweigleitungen bis und mit dem Hauptabstellhahn oder Schieber erstellt und un-
terhält. Die Hauszuleitung ab Hauptschieber ist vom Abonnenten auf eigene 
Rechnung durch einen vom Gemeinderat konzessionierten Installateur ausführen 
zu lassen. Als Hauszuleitung wird die Leitungsstrecke von der Hauptleitung bis 
zur Wasseruhr im Haus des Abonnenten bezeichnet. Betreffend das Eigentum 
an Hauptwasserleitungen enthält das WR (aufgrund der abschliessenden kanto-
nalen Regelung in § 27 Abs. 1 PBV) keine Regelung.

5.5.1 Wie bereits unter Erw. 5.2 ausgeführt, wird das Akzessionsprinzip (Art. 667 
Abs. 1 ZGB) u.a. durch Art. 676 ZGB aufgeweicht, indem Leitungen im Eigentum 
des Eigentümers des Werks und zum Werk gehören, von dem sie ausgehen 
oder dem sie zugeführt werden. Ebenfalls bereits ausgeführt wurde, dass Art. 
676 ZGB explizit öffentlich-rechtliche Ausnahmen von diesem Grundsatz zulässt 
(vgl. Erw. 5.1 und 5.2). Die Rechtsordnung des Kantons Schwyz sieht keine 
Ausnahme vom oben genannten, zivilrechtlichen Grundsatz in Art. 676 ZGB vor.

In Übereinstimmung mit der bundesrechtlichen Regelung sieht auch das PBG 
(§ 39 Abs. 3) vor, dass nach Rückerstattung der von den Grundeigentümern 

17

(aufgrund nicht fristgerechter Erschliessung der Gemeinde) bevorschussten Er-
schliessung die Erschliessungsanlage in das Eigentum der Gemeinde übergeht. 
Daraus ist zweifelsohne der Rückschluss zu ziehen, dass gemäss PBG 
grundsätzlich alle Anlagen der Groberschliessung zum Eigentum der Gemeinde 
gehören. Dementsprechend sieht auch die PBV (§ 27 Abs. 1) vor, dass Anlagen 
der Groberschliessung (wozu auch Hauptwasserleitungen gehören) in das Eigen-
tum der Gemeinde zu übernehmen sind. Gestützt auf die genannten Bestimmun-
gen ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin die Eigentümerin der 
streitgegenständlichen Hauptwasserleitungen ist.

5.5.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen daran nichts zu ändern. 
Wenn geltend gemacht wird, das (Sonder-)Eigentum (nach Art. 676 ZGB) an den 
streitgegenständlichen Hauptwasserleitungen entstehe erst durch Errichtung ei-
ner Dienstbarkeit und deren Eintragung im Grundbuch, kann dem nicht gefolgt 
werden. Das Eigentum als volles dingliches Recht und die vom Eigentum abhän-
gige Dienstbarkeit als beschränktes dingliches Recht sind auseinander zu halten. 
Art. 676 ZGB bildet die Grundlage für den Abschluss eines Dienstbarkeitsvertra-
ges. Dabei wird in Abs. 1 der wichtige Grundsatz festgehalten, wem die (Werk-)
Leitungen gehören. Ohne diese Regelung würden die Leitungen nämlich gestützt 
auf das Akzessionsprinzip dem Grundeigentümer gehören. In der Praxis wurde 
aber - wie vorliegend - nicht immer ein Dienstbarkeitsvertrag abgeschlossen, 
sondern die Leitungen wurden einfach eingelegt (und gingen unter Umständen 
bald einmal "vergessen") (vgl. J. Scheidegger-Blunschy, Die rechtliche Sicherung 
von Leitungen: Durchleitungsrechte für die Wasseversorgungsanlagen, Weiter-
bildungskurs Schweizerischer Brunnenmeisterverband 2016, S. 4 [und S. 2 Ein-
leitung]). Das Durchleitungsrecht kann nicht nur mit einer Dienstbarkeit, sondern 
auch durch ein einvernehmliches Dulden, eine vertragliche Regelung oder eine 
Konzession eingeräumt werden. Und beim Wegfall des beschränkten dinglichen 
Rechts geht das Eigentum nicht ohne weiteres verloren. Das Leitungsrecht hat 
somit zwei voneinander nicht zwingend abhängige Funktionen: Durchbrechen 
des Akzessionsprinzips, um der Leitung ihr eigenständiges Eigentum zu ver-
schaffen; Berechtigung zur Nutzung fremden Eigentums für die Durchleitung 
(Meinrad Huser, Leitungen zwischen privatem und öffentlichem Sachenrecht, in: 
ZBGR 2016 S. 221 ff., S. 227). 

Korrekt ist also, dass die dingliche Belastung eines Grundstückes durch Leitun-
gen nach Art. 676 Abs. 2 ZGB grundsätzlich durch die Errichtung einer Dienst-
barkeit erfolgt. Diese Bestimmung bezieht sich ausschliesslich und explizit auf 
die dingliche Belastung des Grundstückes. Das Eigentum an den Leitungen auf 

18

fremden Grundstücken besteht jedoch gestützt auf Art. 676 Abs. 1 ZGB bereits 
vor der Eintragung einer allfälligen Dienstbarkeit.

Hinzu kommt, dass das kantonale Recht (PBG und PBV) gemäss Art. 676 Abs. 1 
ZGB anderslautende Regeln betreffend das Eigentum an Leitungen erlassen 
könnte (vgl. oben). Das PBG (§ 39 Abs. 3 letzter Satz) und das PBV (§ 27 
Abs. 1) sehen explizit vor, dass Anlagen der Groberschliessungen in das Eigen-
tum der Gemeinde zu übernehmen sind, ohne weitere Anforderungen (wie die 
Eintragung einer Dienstbarkeit im Grundbuch) zu stellen. Sollte also entgegen 
der hier vertretenen Auffassung davon ausgegangen werden müssen, dass Ei-
gentum an den Leitungen zivilrechtlich erst durch Eintragung einer Dienstbarkeit 
im Grundbuch entsteht, ist festzuhalten, dass der Kanton Schwyz vom Bundeszi-
vilrecht abweichende Regelungen betreffend die Entstehung des Eigentums an 
Leitungen erlassen hat.

5.5.3 Ohnehin erscheint es als rechtsmissbräuchlich, wenn die Beschwerdefüh-
rerin in Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben (Groberschliessung, vgl. § 38 Abs. 1 
PBG) eine Hauptwasserleitung (welche die Wasserversorgung mehrerer Häu-
ser/Siedlungen sicherstellen soll) durch private Grundstücke verlegt, sich bei Still-
legung dieser Leitungen dann jedoch darauf beruft, die Leitungen gehörten man-
gels eines Formfehlers (Nichteintragung der Dienstbarkeit im Grundbuch) nicht 
zu ihrem Eigentum. Mit dem Durchleitungsvertrag vom 4. August 1986 (RR-
act. II-03/1) ermächtigte der vormalige Eigentümer des Grundstückes die Ge-
meinde, den Durchleitungsvertrag "auf ihre Kosten unter dem Stichwort 'Lei-
tungsrecht mit Nebenrechten, Bauverbot und Pflanzenbeschränkung' im Grund-
buch eintragen zu lassen". Es hätte mithin an der Beschwerdeführerin (als Be-
günstigte) daran gelegen, die Dienstbarkeit im Grundbuch eintragen zu lassen. 
Aus der aus welchen Gründen auch immer versäumten Eintragung darf dem Be-
schwerdegegner deshalb kein Nachteil erwachsen. Abgesehen davon, ist eine 
grundbuchlich eingetragene Dienstbarkeit (Durchleitungsrecht) weder eine condi-
tio sine qua für die Durchleitung noch für die Begründung von Eigentum konstitu-
tiv (vgl. vorstehend Erw. 5.5.2). Entsprechend verpflichtet beispielweise Art. 14 
(mit der Marginalie "Durchleitungsrecht") des Reglements über die Wasserver-
sorgung Rothenthurm vom 6. Juli 2001 die Grundeigentümer nur, der Wasser-
versorgung die Verlegung von Wasserleitungen in ihrem Grundeigentum zu ge-
statten. Ähnlich ist beispielsweise gemäss Art. 22 Abs. 1 des Reglements der 
Wasserversorgung Tuggen "jedermann gehalten, Durchleitungsrechte […] zu 
gewähren". Diese "können" im Grundbuch eingetragen werden. 

19

5.6 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die streitge-
genständlichen Leitungen auf GB Nr. 331 gestützt auf Bundesrecht und § 27 
Abs. 1 PBV zum Eigentum der Beschwerdeführerin gehören.

6. Nachdem feststeht, dass die Hauptwasserleitungen zum Eigentum der Be-
schwerdeführerin gehören, stellt sich die Frage, ob eine genügende Rechts-
grundlage besteht, um die Beschwerdeführerin zur Entfernung der Leitungen aus 
dem Grundstück des Beschwerdegegners bzw. zur Übernahme der Kosten der 
Entfernung zu verpflichten. 

6.1 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der massgeblichen Be-
stimmung. Vom klaren, das heisst eindeutigen und unmissverständlichen Wort-
laut darf nach der Rechtsprechung nur ausnahmsweise abgewichen werden, 
wenn triftige Gründe dafür bestehen, dass er nicht den wahren Sinn der Bestim-
mung wiedergibt. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretati-
onen möglich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter 
Berücksichtigung aller Auslegungselemente (sog. Methodenpluralismus, wobei 
die einzelnen Auslegungselemente keiner hierarchischen Prioritätsordnung un-
terstehen). Dabei kommt es namentlich auf den Zweck der Regelung, die dem 
Text zugrundeliegenden Wertungen sowie auf den Sinnzusammenhang an, in 
dem die Norm steht (vgl. BGE 141 II 220 Erw. 3.3.1; BGE 140 II 495 Erw. 2.3.2, 
je mit Hinweisen; Urteil BGer 2C_202/2017 vom 9.3.2020 i.Sa. ESTV vs. K. Erw. 
4.1).

6.2.1 Das kantonale Recht regelt die Beiträge der Grundeigentümer an die Er-
schliessung (vgl. Art. 19 Abs. 2 Satz 2 RPG). Hierbei handelt es sich um einen 
Gesetzgebungsauftrag an die Kantone (vgl. Waldmann/Hänni, Handkommentar, 
RPG 2006, Art. 19 Rz. 58). Diese vom RPG geforderte Finanzierung durch die 
Grundeigentümer bezieht sich auf die Kosten der Grob- und Feinerschliessung, 
soweit die Anlagen von der Erschliessungspflicht gemäss Art. 19 Abs. 2 RPG er-
fasst werden. Zu den durch Grundeigentümer zu finanzierenden Erschliessungs-
kosten gehören mindestens die Aufwendungen für Planung und Bau der Er-
schliessungsanlagen (Waldmann/Hänni, ebenda). 

Gemäss Art. 6 Abs. 1 WEG erheben die nach kantonalem Recht zuständigen öf-
fentlichrechtlichen Körperschaften von den Grundeigentümern angemessene 
Beiträge an die Kosten der Groberschliessung; die Beiträge werden kurz nach 
Fertigstellung der Anlagen fällig. Die Gesamtheit der Grundeigentümer muss von 
den Kosten für Anlagen der Groberschliessung wenigstens 30 Prozent und von 
den Kosten für Anlagen der Feinerschliessung wenigstens 70 Prozent tragen 
(Art. 1 Abs. 1 lit. a und b der Verordnung zum Wohnbau- und Eigentumsförde-

20

rungsgesetz [VWEG; SR 843.1] vom 30.11.1981). Diese bundesrechtliche Vor-
gabe betrifft jedoch nur die erstmalige Erschliessung, nicht die Abänderung, Er-
neuerung und den Unterhalt, was sich unter anderem aus Art. 1 Abs. 3 VWEG 
ergibt, wonach die Anschlussgebühren innerhalb von drei Jahren nach Fertigstel-
lung der einzelnen Erschliessungsanlagen bezahlt werden. Das WEG genügt in-
des für sich alleine nicht als gesetzliche Grundlage zur Erhebung von Erschlies-
sungsabgaben (vgl. Häuptli, in Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des 
Kantons Aargau, Bern 2013, § 34 N 12; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 19 Rz. 59; 
Rey, in: FHB Öffentliches Baurecht, Rz. 3.333 f. mit FN 625 f.).  

6.2.2 Das kantonale Recht äussert sich mit Ausnahme der Bevorschussung der 
Groberschliessung durch die Grundeigentümer nicht zur Finanzierung von Er-
schliessungsanlagen (vorstehend Erw. 5.3.2).

6.2.3 Dem kommunalen WR wiederum ist zu entnehmen, dass die Gemeinde 
Alpthal im Dorf Alpthal eine Wasserversorgungsanlage "erstellt, betreibt und un-
terhält" (§ 1). § 5 WR sieht vor, dass die Wasserversorgung (also die Gemeinde 
Alpthal) u.a. die Hauptleitungen "erstellt und unterhält" (vgl. vorstehend 
Erw. 5.3.1 ff.).

6.2.4 Weder dem Bundes- noch dem kantonalen Recht und ebenso wenig dem 
WR lässt sich mithin eine konkrete Bestimmung entnehmen, welche sich auf die 
Entfernung stillgelegter (Hauptwasser-)Leitungen bezieht. Bei einem ausschliess-
lichen Abstellen auf den Wortlaut müsste mithin dem Standpunkt der Beschwer-
deführerin beigepflichtet werden. Indes wird dies den Grundsätzen der Ausle-
gung nicht gerecht (vorstehend Erw. 6.1). 

6.3 Unter Verweis auf Entscheide (Entscheid VB.2016.00116 vom 13.7.2016 
Erw. 4.3; Urteil BVGer B-3596/2012 vom 14.3.2013 Erw. 2.4.2) führt die Vor-
instanz zutreffend aus, dass der Begriff "Unterhalt" üblicherweise nicht nur die 
Reparatur, sondern auch die Instandsetzung einer Sache zur Wiederherstellung 
der Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit für eine bestimmte Dauer umfasst. 
Hierzu können auch der Ersatz und entsprechend auch die Entfernung nicht 
mehr tauglicher oder nicht mehr gebrauchter Einrichtungen/Gegenstände, so 
auch von Leitungen, gehören. Der Begriff "Unterhalt" ist also einer weiten Ausle-
gung zugänglich. Insofern kann der Wortlaut des WR auch im Sinne des Stand-
punktes der Vorinstanz und des Beschwerdegegners verstanden werden. Es 
kann denn auch kaum bestritten werden, dass der Ersatz einer bestehenden Lei-
tung grundsätzlich die vorgängige Entfernung der bestehenden Leitung beinhal-
tet. Es liegt daher nahe, dass auch bei einer örtlichen Verlegung einer Leitung 

21

die bestehende, nunmehr nicht mehr benötigte Leitung als Teilgehalt des Unter-
halts zu entfernen ist. 

6.4.1 Die Vorinstanz führt des Weiteren zu Gunsten des Standpunktes des Be-
schwerdegegners die Systematik des WR an. Dessen § 5 verfolge offensichtlich 
das Ziel, dass der jeweilige Grundeigentümer jegliche Kosten, die im Zusam-
menhang mit der Hauszuleitung anfallen, tragen solle. Sämtliche Kosten und 
Aufwendungen, welche im Zusammenhang mit Hauptleitungen auftreten, würden 
jedoch in den Zuständigkeitsbereich der Beschwerdeführerin fallen.

Damit dürfte zwar eher Sinn und Zweck des Gesetzes (teleologische Gesetzes-
auslegung) angesprochen sein, was nichts daran ändert, dass der Vorinstanz 
auch diesbezüglich beigepflichtet werden kann. Es erscheint in der Tat als sys-
temwidrig und stossend, wenn ein Grundeigentümer durch das Gemeinwesen 
gestützt auf das öffentliche Recht zur Duldung einer Hauptleitung bzw. Grober-
schliessung auf seinem Grundstück verpflichtet oder nötigenfalls mittels Enteig-
nung sogar gezwungen werden könnte, der betroffene Grundeigentümer jedoch 
die ihm aufgezwungene Leitung selber entfernen oder die Entfernung auf dem 
Zivilweg verlangen müsste, sobald das Gemeinwesen diese nicht mehr benötigt 
oder eine andere Leitungsführung als vorteilhafter erachtet. Anzufügen ist an 
dieser Stelle die hierzulande geltende Binsenwahrheit, dass ein zu welchen Zwe-
cken auch immer benutztes fremdes Grundstück so zu hinterlassen ist, wie es 
vordem in Nutzung genommen wurde. In diesem Sinne verlangt § 21 WR auch, 
dass die Erstellungs- und Reparaturarbeiten "unter möglichster Schonung des in 
Anspruch genommenen Grundstückes auszuführen sind". Dieser Schonung kann 
durchaus auch die Entfernung einer nicht mehr benötigten und somit ihres Zwe-
ckes beraubten Leitung als Beeinträchtigung/Störung des Grundstückes zuge-
rechnet werden. 

6.4.2 Aus der Optik des Gesetzeszweckes und des Rechtsbegriffes der Er-
schliessung darf auch beachtet werden, dass die Erschliessung als Vorausset-
zung, dass auf einem eingezonten Grundstück überhaupt Bauten und Anlagen 
errichtet werden dürfen (vgl. § 53 PBG; Art. 22 Abs. 2 RPG), grundsätzlich ein 
einmaliger Vorgang ist, der zwar einen Anfang nimmt, aber kein Ende finden 
kann, andernfalls die erstellten Bauten und Anlagen widerrechtlich würden. Inso-
fern ist auch leicht einsehbar, dass sich Gesetz und Reglemente regelmässig zur 
Frage des Rückbaus ausschweigen und nur von "Unterhalt" reden. Hierunter sind 
zwangsläufig alle Vorgänge im Rahmen der vorhandenen Erschliessungsanlagen 
zu verstehen, also auch die Entfernung nicht mehr benötigter (Grob-)
Erschliessungsanlagen, unabhängig von deren Standort. 

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6.5 In einem rechtsvergleichenden Sinn kann beispielsweise Art. 10 Abs. 1 des 
Reglements der Wasserversorgung Stoos vom 9. Juni 2013 angeführt werden, 
welcher festlegt, dass bei Änderung der Verhältnisse, die eine Verlegung von 
Hauptleitungen und anderen Werkleitungen erfordern, die Wasserversorgung 
mangels anderer vertraglicher Vereinbarung die Verlegungskosten zu überneh-
men hat. Mit der Verlegung dürfte nicht bloss die Errichtung der Leitung an eine 
neue Stelle gemeint sein, sondern vielmehr auch die Entfernung der bisher be-
stehenden Leitung (welche sich unter Umständen noch als gebrauchsfähig an 
neuer Stelle erweisen könnte). 

6.6.1 Nicht unberechtigt ist auch der Hinweis der Vorinstanz auf das Privatrecht 
(Art. 693 Abs. 2 ZGB). Während das WR die Verlegung von Leitungen nicht re-
gelt, verweist Art. 9 des Reglements für die Wasserversorgung im Bezirk Gersau 
vom 12. Dezember 2008 auf Art. 693 ZGB. Gemäss dieser Bestimmung kann der 
Belastete eine seinen Interessen entsprechende Verlegung der Leitung verlan-
gen, wenn sich die Verhältnisse ändern (Abs. 1). Die Kosten der Verlegung hat in 
der Regel der Berechtigte zu tragen (Abs. 2). 

Müsste mithin von einer Lücke im WR ausgegangen werden, lässt es sich recht-
fertigen, diese Lücke in analoger Anwendung von Art. 693 ZGB zu füllen. Vorlie-
gend erfolgt die Verlegung der Leitung nicht aus Interessen des Belasteten, son-
dern der berechtigten Gemeinde. Eine Änderung der Verhältnisse, welche eine 
solche Verlegung als geboten erscheinen liesse, ist nicht erkennbar. Die Be-
schwerdeführerin argumentiert mit der heutigen Praxis, Leitungen womöglich in 
den gemeindeeigenen Boden zu verlegen, namentlich aus Gründen des einfa-
cheren und kostengünstigeren Betriebs und Unterhalts (Beschwerde S. 7). Aus 
dieser Argumentation lässt sich indes keine Änderung der Verhältnisse ablesen. 
Zudem werden gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin (Beschwerde 
S. 7 f.), die sich aufgrund des Bauplanes (Plan Nr. 1408-01010 Situation 1:500 
der bpp Ingenieure AG vom 21.4.2020) verifizieren lassen, von rund 660 m nur 
rund 300 m in den Strassenbereich verlegt (betreffend die Restdistanz der kon-
kret geplanten 1'000 m bei einem kommunalen Leitungsnetz von rund 10 km sind 
keine Angaben aktenkundig). Mit den gesetzlich vorgesehenen "Kosten der Ver-
legung" (Art. 693 Abs. 2 ZGB) sind offenkundig nicht nur die Kosten für die Neu-
verlegung der Leitungen auf dem (gemeinde)eigenen Grundstück gemeint, son-
dern insbesondere auch die Kosten für die Entfernung der bestehenden Leitung 
auf dem belasteten Grundstück. 

6.6.2 In diesem Zusammenhang ist auch der Durchleitungsvertrag vom 4. August 
1986 anzuführen. Zum einen verpflichtet er die Gemeinde in Ziff. 1, die Anlagen 
zu erstellen und unterhalten. Dabei ist das Grundstück möglichst zu schonen. 

23

Verlangt der Grundeigentümer zum andern eine Verlegung der Leitung, erfolgt 
dies gemäss Ziff. 3 auf seine eigenen Kosten. Dies bedeutet im Umkehrschluss, 
dass eine Verlegung, welche nicht ein Grundeigentümer initiiert, auf Kosten der 
Gemeinde zu erfolgen hat. Die Verlegung beinhaltet, wie erwähnt, begriffsimma-
nent auch die Entfernung der bisherigen Leitung. 

6.6.3 Schliesslich stellt die Entfernung einer Leitung gewissermassen den actus 
contrarius zur Erstellung dar, was ebenfalls für die Leistungs- und Kostentra-
gungspflicht der Beschwerdeführerin spricht. Keine Bedeutung für die Entschei-
dung kommt der Frage zu, ob das Belassen von Leitungen im Untergrund mit 
umweltschutzrechtlichen Bestimmungen (namentlich Gewässerschutz) in Konflikt 
geraten kann. 

6.7 Zusammenfassend hat die Vorinstanz die Beschwerdeführerin somit zu 
Recht zum Rückbau der Leitung auf dem Grundstück des Beschwerdegegners 
und zur Tragung der hierfür entstehenden Kosten verpflichtet. Die Gemeindeau-
tonomie wie auch die Grundsätze des öffentlichen Interesses und der Verhält-
nismässigkeit - soweit diese beachtlich ist, was vom Beschwerdegegner bestrit-
ten wird (vgl. vorstehend Erw. 4.5) - werden nicht verletzt. Es kann, wie vorste-
hend dargelegt, nicht im Belieben einer Gemeinde stehen, infolge Werkzugehö-
rigkeit begründetes, für den zugedachten öffentlichen Zweck kraft eigener Ent-
scheidung nicht mehr benutztes und/oder nutzbares Eigentum auf einem Dritt-
grundstück gewissermassen zu derelinquieren.

7.1 Der Beschwerdegegner hat den RRB Nr. 201/2021 vom 23. März 2021 
nicht angefochten. Sein Begehren um Ergänzung der Dispositiv-Ziffer 1 ist daher 
nicht zu hören. Mit der Verwaltungsbeschwerde vom 22. Dezember 2020 hat er 
diesen Antrag nicht gestellt. Der Regierungsrat hat somit kein Recht verletzt, 
wenn er keine Terminierung des Rückbaus ins Dispositiv aufgenommen hat. 

Es ist daher auch nicht weiter auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin betref-
fend Finanzierung bzw. Budgetierung des Rückbaus (Eingabe vom 30.6.2021) 
einzugehen. Indes kann und darf davon ausgegangen werden, dass die Be-
schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides den Rückbau 
samt Finanzierung desselben unverzüglich an die Hand nehmen wird. 

Gleichermassen sind auch die Argumente der Beschwerdeführerin betreffend die 
(Spezial-)Finanzierung (Eingabe der Beschwerdeführerin vom 14.5.2021 S. 3) 
nicht zu hören. Die Spezialfinanzierung ist entsprechend tragfähig auszugestal-
ten, um den gesamten Unterhalt inklusive Verlegung von Leitungen zu finanzie-
ren. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Mehrkosten von 
Fr. 56'000.-- (Beschwerde S. 12), falls sämtliche stillgelegte Leitungen entfernt 

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werden müssten, lassen einen Rückbau bei berechneten Kosten von 
Fr. 510'000.-- für die Leitungssanierung für den Abschnitt Reservoir Malosen bis 
Feldli (vgl. Voranschlag 2020 der Gemeinde Alpthal S. 3, wozu die von der Be-
schwerdeführerin geltend gemachten Kosten von Fr. 180'000.--, allerdings "Stand 
heute", im Widerspruch stehen) nicht als unverhältnismässig erscheinen. Abge-
sehen davon steht vorliegend nur die Entfernung der stillgelegten Leitung auf 
dem Grundstück des Beschwerdegegners zur Diskussion und ist damit nicht ge-
sagt, dass weitere Eigentümer mit der gleichen Forderung an die Beschwerde-
führerin treten werden. Von der beantragten Parteibefragung betreffend die Fi-
nanzierung kann ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführe-
rin abgesehen werden. 

Unbehelflich ist der Hinweis der Beschwerdeführerin auf das Finanzhaushaltsge-
setz für die Bezirke und Gemeinden (FHG-BG) (Beschwerde S. 12; Eingabe vom 
14.5.2021 S. 3). § 3 FHG-BG nennt als ersten Grundsatz der Haushaltsführung 
die Gesetzmässigkeit. Eine Gemeinde hat mithin vorab die sie von Gesetzes we-
gen treffenden Kosten zu übernehmen, d.h. vorliegend den Rückbau der stillge-
legten Wasserleitung. Bei der Ausführung dieser gesetzlich gebotenen Tätigkeit 
hat sie die weiteren Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit etc. zu be-
achten.  

7.2 Bei diesem Ergebnis kann letztlich an und für sich offen bleiben, ob über-
haupt auf die Beschwerde einzutreten ist, was vom Beschwerdegegner mit Ein-
gabe vom 21. Juli 2021 (S. 3 f. Ziff. 5) bestritten wird mit dem Argument, die Au-
tonomie der Gemeinde sei nicht verletzt, weil der Gemeinde im strittigen Bereich 
überhaupt keine Autonomie zukomme. Allerdings führt der Beschwerdegegner 
keine konkrete Norm des übergeordneten Rechts an (vgl. auch vorstehend 
Erw. 6.2.4), sondern er will den Beseitigungsanspruch aus analoger Anwendung 
von Bundeszivilrecht herleiten (Eingabe vom 21.2021, ebenda). Vielmehr ergibt 
sich dieser Anspruch letztlich aus der Auslegung des kommunalen WR.

8.1 Die Kosten dieses verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 1'500.-- sind dem Verfah-
rensausgang entsprechend der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 
VRP). 

8.2.1 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdeführe-
rin dem beanwalteten Beschwerdegegner eine Beschwerdeentschädigung aus-
zurichten. 

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8.2.2 Die Parteientschädigung wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs 
für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentli-
cherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 ei-
nen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungs-
kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der 
Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand) erwähnt, festgelegt.

Eine Partei kann eine spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Ausla-
gen einreichen. Erscheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der Vergütung 
zugrunde zu legen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflichtgemässem Er-
messen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 des Gebührentarifs für Rechtsanwälte [GebTRA; 
SRSZ 280.411] vom 27.1.1975).

8.2.3 Der Beschwerdegegner macht bis 3. Mai 2021 Leistungen in der Höhe von 
Fr. 400.-- zzgl. MwSt sowie vom 4. Mai 2021 bis 21. Juli 2021 von Fr. 2'295.85, 
total Fr. 2'695.85 zzgl. MwSt sowie Barauslagen von Fr. 10.60 zzgl. MwSt gel-
tend. 

Für seine Leistungen hat der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners einen 
Stundenansatz von Fr. 250.-- verrechnet. Bei einer Kostennote beträgt der aktu-
ell vom Verwaltungsgericht akzeptierte maximale Stundenansatz indes Fr. 220.-- 
(inkl. MwSt, vgl. VGE III 2021 2 vom 23.2.2021 Erw. 1.2.3; VGE III 2020 64 vom 
28.5.2020 Erw. 3.2.2; VGE III 2020 37 vom 26.5.2020 Erw. 4.2.4). Die Leistun-
gen von insgesamt Fr. 2'695.85, was einem als angemessen zu erachtenden 
Zeitaufwand von knapp elf Stunden entspricht, sind entsprechend auf 
Fr. 2'372.A.________ (Fr. 2'695.85 / 250 x 220) zu kürzen. Hinzu kommen die 
Barauslagen von Fr. 10.60 zzgl. MwSt. Dem beanwalteten Beschwerdegegner ist 
daher zu Lasten der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von (leicht 
aufgerundet) Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zuzusprechen. 

8.2.4 Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf insgesamt Fr. 1'500.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie hat diesen Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung des Ent-
scheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu über-
weisen.

3. Die Beschwerdeführerin hat dem beanwalteten Beschwerdegegner für 
das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von ins-
gesamt Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners (2/R)
- den Regierungsrat (EB)
- und das Sicherheitsdepartement (EB).

Schwyz, 26. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 14. September 2021