# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 391fee1a-ac0e-547d-b0e8-4ac609215bc8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.08.2009 D-4926/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4926-2009_2009-08-12.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4926/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...], Georgien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 24. Juli 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4926/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  gemäss eigenen Angaben minderjährige Beschwerdeführer 
am 15. September 2008 per Bus Georgien in Richtung Istanbul  ver-
liess  und  über  die  Türkei,  Griechenland,  Italien  und  Frankreich  am 
24. November  2008  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  am 25. Novem-
ber 2008  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  [...]  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Transitzentrum  [...]  vom 
12. Dezember  2008  sowie  der  direkten  Anhörung  im  EVZ [...]  vom 
25. Juni 2009 – bei der er auf die Anwesenheit der ihm beigeordneten 
Vertrauensperson verzichtete – zur Begründung des Asylgesuchs im 
Wesentlichen geltend machte, das Militär habe im August 2008 seinen 
Vater gezwungen, für die Osseten in den Krieg zu ziehen, 

dass  sein  Vater  ihm nach der  Rückkehr  geraten habe,  Georgien zu 
verlassen und er, der Beschwerdeführer, beim Versuch, das Land zu 
verlassen,  von  Georgiern  angehalten  worden  sei  und  diese  ihn  be-
schuldigt hätten, ein Informant zu sein, 

dass  sie  ihn  zum Kriegsdienst  zwingen  wollten  und  ihm zu  diesem 
Zweck ein automatisches Gewehr aushändigten, 

dass er aus der Zelle, in welcher die Kämpfer untergebracht gewesen 
seien, habe fliehen können,

dass sein Haus zerstört worden sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 24. Juli 2009 – eröffnet  am 27. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Juli 2009 (Poststem-
pel: 3. August 2009) durch seine Vertrauensperson Beschwerde gegen 
diese Verfügung erheben und unter anderem beantragen liess, die Ver-
fügung des BFM sei aufzuheben, und ihm sei in der Schweiz ein Blei-
berecht bis zum Eintreffen des Geburtsscheins zu gewähren,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 10. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ [...] bzw. in den 48 Stunden nach der dies-

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bezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein Do-
kument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass das BFM in seiner Verfügung ausführlich und sorgfältig ausführte, 
weshalb keine entschuldbaren Gründe für das Nichtbeibringen der er-
forderlichen Identitätspapiere vorlägen,

dass es namentlich die Reisemodalitäten zu Recht und mit zutreffen-
der  Begründung  als  realitätsfremd  und  widersprüchlich  bezeichnete 
(mit  dem Bus nach Istanbul  [A1 S. 9]  respektive mit  einem PW der 
Marke "Mercedes" [A17 S. 9 Frage 79 ff.]; zu Fuss über die Grenze zu 
Griechenland [A1 S. 8 f.] respektive in einem Schlauchboot den Grenz-
fluss überquert [A17 S. 9 Frage 82]; Zeitpunkt des Verlassens des Hei-
matstaates [A1 S. 8, A17 S. 8 Frage 71]),

dass daher  vollumfänglich auf  die  zu  bestätigenden vorinstanzlichen 
Erwägungen zu verweisen ist,

dass die Ausführungen in  der Beschwerde,  er  werde sich  bemühen, 
seine  Identität  mit  seinem  Geburtsschein  nachzuweisen,  er  glaube, 
sein Vater mache sich Sorgen und suche ihn über verschiedene Bot-
schaften in Europa, offensichtlich nicht zu einer anderen Schlussfolge-
rung zu führen vermögen, 

dass nämlich ein Geburtsschein kein rechtsgenügliches Identitätsdo-
kument im Sinne der Rechtsprechung darstellt (vgl. BVGE 2007/7),

dass im Übrigen diese Ausführungen nicht zu vereinbaren sind mit den 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  in  den  Anhörungen,  wonach  er 
nicht wisse, wo sein Vater sich befinde und ob er noch am Leben sei 
(A17 S. 10 Frage 90, A1 S. 8),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

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dass die Beschwerde keine Ausführungen zur Begründung des Asyl-
gesuchs enthält und in keiner Weise dargetan wird, inwiefern die Er-
wägungen des BFM unzutreffend sein sollen,

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zu-
treffend erweisen,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers zum behaupteten Einzug 
seines Vaters in den Kriegsdienst für Ossetien bzw. Russland und zum 
eigenen  Einzug  für  Georgien, zu  den  anschliessenden  Ereignissen 
und der Ausreise in der Tat widersprüchlich, realitätsfremd und unsub-
stanziiert  ausgefallen  sind  (z.B. Unfähigkeit,  detaillierte  Angaben  zu 
seinen Asylgründen zu machen [A1 S. 7, A17 S. 10 Frage 90]; unpräzi-
se und widersprüchliche Angaben zu seinem eigenen Alter und demje-
nigen seiner Mutter  sowie zum Zeitpunkt des Todes seiner Mutter [A1 
S. 5, A17 S. 4 ff. Fragen 15 ff.]; Verpflichtung, in den Krieg zu ziehen 
bzw. sein Regiment nicht zu verlassen: gemäss der Kurzbefragung un-
terschrieben  [A1  8],  demgegenüber  gemäss  der  direkten  Anhörung 
nicht unterschrieben [A17 S. 10 Frage 90]; Flucht aus dem Regiment 
einmal aus einer Zelle, ein andermal aus dem Wald [A1 S. 7 f.]; letzter 
Kontakt zum Vater in der Nacht, als dieser in den Kriegsdienst einge-
zogen worden sein soll  [A1 S. 7] respektive eine Woche später [A17 
S. 11 Fragen 104 f.]), 

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht 
notwendig sind,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder  glaubhaft  zu machen, weshalb 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und 
keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behandlung er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die aktuelle allgemeine Lage in Georgien auf keine konkrete Ge-
fährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen 
lässt, 

dass der Beschwerdeführer, stellte man auf seine Angabe zum Alter 
ab, im aktuellen Zeitpunkt im vorliegenden Verfahren noch als knapp 
Minderjähriger zu betrachten wäre, 

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dass  im  Falle  von  unbegleiteten  Minderjährigen  das  Kindeswohl  im 
Rahmen  der  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
mitzuberücksichtigen ist, woraus sich gleichzeitig die Verpflichtung er-
gibt, von Amtes wegen die spezifisch mit der Minderjährigkeit verbun-
denen  Aspekte  des  Wegweisungsvollzuges  abzuklären  (vgl.  EMARK 
1998 Nr. 13 E. 5e.bb),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung jedoch zu Recht fest-
stellte, an der geltend gemachten Minderjährigkeit seien in höchstem 
Mass Zweifel angebracht,

dass es ferner festzuhalten gilt,  dass sich das tatsächliche Alter des 
Beschwerdeführers zwar nicht mit Bestimmtheit ermitteln lässt, jedoch 
grundsätzlich er  die Beweislast  für  seine angebliche Minderjährigkeit 
zu tragen hat (vgl. EMARK 2001 Nr. 23 E. 6c S. 186 f.),

dass,  wie  oben  festgestellt,  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das 
Nichteinreichen rechtsgenüglicher Identitätspapiere gegeben sind und 
es somit in der Verantwortung des Beschwerdeführers liegt, dass sei-
ne wahre Identität nicht feststeht,

dass dies umso mehr zutrifft, als der Beschwerdeführer – wie das BFM 
zu Recht festhielt – unglaubhafte Aussagen zu seiner Biographie, ins-
besondere zu seinem Alter und den familiären Verhältnissen machte,

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden 
Person  findet  (Art. 8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es bei missbräuchlich verschwiege-
ner tatsächlicher Identität oder Herkunft nicht Sache der Behörde sein 
kann, näher nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen,

dass  daher  die  vorinstanzliche  Schlussfolgerung,  aufgrund  der  un-
glaubwürdigen Angaben zu seinen Lebensumständen sei von der An-
wesenheit  der  Eltern  und weiterer  Familienmitglieder im Heimatstaat 
auszugehen, weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht  unzumutbar 
im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG sei, nicht zu beanstanden ist und im 
Übrigen  in  der  Beschwerde  diesbezüglich  auch  nichts  eingewendet 
wird,

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- den  Kantonalen  Sozialdienst  Aarau,  Fachbereich  Administration 

Asylwesen (in Kopie)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand:

Seite 10