# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7905990e-4e0b-5056-b1ad-e952b8a1c404
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1996-07-04
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 04.07.1996 OG ARGVP 1996 3287
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-1996-3287_1996-07-04.pdf

## Full Text

B. Gerichtsentscheide 3287

suchsteiler abzuweisen wären, wenn darauf eingetreten werden 
könnte.

OGP 4.11.1996

2.4 Schuldbetreibung und Konkurs

3287

Zweitschätzungen bei Grundpfandverwertungen erfolgen auf 
dem Beschwerdeweg. Höhe des Kostenvorschusses (Art. 9 Abs. 
2 VZG)

Bei Betreibungen auf Pfandverwertung muss im Gegensatz zur Be­
treibung auf Pfändung - vorbehältlich lange dauernder Lastenbereini­
gungsverfahren -, grundsätzlich nur eine Schätzung des Verwer­
tungsgegenstandes vorgenommen werden (BGE 52 III 153). Die 
Überprüfung einer Schätzung auf dem Beschwerdeweg ist dagegen 
stets möglich. In diesem Falle aber ist eine allenfalls erforderliche 
Wiederholung der Schätzung durch die Beschwerdeinstanz anzuord­
nen (vgl. BGE 84 III 9). In diesem Sinne ist die bisherige Praxis der 
Aufsichtsbehörde zu präzisieren, die es zuliess, dass das Betrei­
bungsamt nach Eingang des von ihm verlangten Kostenvorschusses 
auch bei Grundpfandbetreibungen stets eine Zweitschätzung einholte.

Zur Höhe des Kostenvorschusses ist festzuhalten, dass nur für die 
eigentlichen Auslagen im Zusammenhang mit der neuen Schätzung 
ein Kostenvorschuss erhoben werden darf. Die übrigen Kosten, wie 
namentlich jene für zusätzliche Publikationen und Mitteilungen, zäh­
len zu den Verwertungskosten, für die der Ersteigerer aufzukommen 
hat (BGE 61 III 147 ff., insbes. 148).

ABfSchKG 4.7.1996