# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a8a6e1f-1d9d-5e47-8e08-e0fc6650288b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 05.07.2023 SK2 2023 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2023-39_2023-07-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Beschluss vom 5. Juli 2023

Referenz SK2 23 39

Instanz II. Strafkammer

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Richter
Thöny, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Aquasanastrasse 8, 7000 Chur

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Verlängerung der Untersuchungshaft

Anfechtungsobj. Entscheid Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden 
vom 07.06.2023, mitgeteilt am 07.06.2023 (Proz. Nr. 645-2023-53)

Mitteilung 6. Juli 2023

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Sachverhalt

A. A._____ steht in Verdacht, am _____ 2022 und am _____ 2023 einen Raub 
in B._____ begangen zu haben. Am 8. März 2023 wurde er in Polizei- und in der 
Folge in Untersuchungshaft genommen. Die Untersuchungshaft wurde für die vor-
läufige Dauer von 3 Monaten angeordnet. 

B. Am 1. Juni 2023 ersuchte die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfol-
gend: Staatsanwaltschaft) beim Zwangsmassnahmengericht des Kantons 
Graubünden, die bis zum 8. Juni 2023 angeordnete Untersuchungshaft für die vor-
läufige Dauer von drei Monaten zu verlängern. Als Haftgründe wurden Wiederho-
lungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO und Kollusions-
/Verdunkelungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO angegeben.

C. In seiner Stellungnahme vom 6. Juni 2023 liess A._____ die Abweisung des 
Haftverlängerungsgesuchs und seine unverzügliche Freilassung beantragen, 
eventualiter seien geeignete Ersatzmassnahmen anzuordnen, subeventualiter sei 
die Untersuchungshaft auf die Dauer von 6 weiteren Wochen zu beschränken. 

D. Mit Entscheid vom 7. Juni 2023, gleichentags mitgeteilt, erkannte der Ein-
zelrichter des kantonalen Zwangsmassnahmengerichts (nachfolgend: ZMG) wie 
folgt:

1. Gegen A._____ wird wegen Kollusions-/Verdunkelungsgefahr gemäss 
Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO und wegen Wiederholungsgefahr gemäss 
Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO die Untersuchungshaft bis zum 08.09.2023 
verlängert. 

2. Die beschuldigte Person kann jederzeit ein Gesuch um Entlassung 
aus der Untersuchungshaft stellen. Dieses ist bei der Staatsanwalt-
schaft mündlich zu Protokoll zu geben oder schriftlich zu stellen und 
kurz zu begründen.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 350.00 bleiben bei der Prozedur. Sie 
werden vorschussweise von der Staatsanwaltschaft Graubünden zu 
Lasten des Kantons übernommen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).

E. Gegen diesen Entscheid des Einzelrichters des ZMG liess A._____ (nach-
folgend: Beschwerdeführer) am 19. Juni 2023 beim Kantonsgericht von Graubün-
den Beschwerde erheben. Darin stellte er das folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei der Entscheid vom 7. Juni 2023 in Proz. Nr. 645-2023-53 auf-
zuheben und der Beschwerdeführer sei unverzüglich auf freien Fuss 
zu setzen.

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2. Eventualiter sei der Entscheid vom 7. Juni 2023 in Proz. Nr. 645-2023-
53 aufzuheben und geeignete Ersatzmassnahmen anzuordnen.

3. Subeventualiter sei der Entscheid vom 7. Juni 2023 in Proz. Nr. 645-
2023-53 hinsichtlich der Dauer der Verlängerung der Untersuchungs-
haft aufzuheben und die Verlängerung der Untersuchungshaft auf die 
Dauer von 6 weiteren Wochen zu beschränken.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu Lasten des 
Staates.

F. Mit Stellungnahme vom 23. Juni 2023 beantragte die Staatsanwaltschaft 
unter Verweis auf das staatsanwaltschaftliche Gesuch um Verlängerung der Un-
tersuchungshaft vom 1. Juni 2023 sowie den angefochtenen Entscheid die kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde.

G. Das ZMG verzichtete mit Schreiben vom 24. Juni 2023 auf die Einreichung 
einer Vernehmlassung. 

Erwägungen

1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO in Verbindung mit Art. 222 StPO kann 
gegen Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung und die Aufhebung der 
Untersuchungs- oder Sicherheitshaft Beschwerde im Sinne von Art. 393 ff. StPO 
erhoben werden. Legitimiert dazu ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes In-
teresse an der Aufhebung oder Änderung des vorinstanzlichen Entscheids hat 
(Art. 382 StPO). Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Ent-
scheide ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz 
einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Gestützt auf Art. 22 EGzStPO (BR 350.100) 
und Art. 10 Abs. 1 KGV (BR 173.100) liegt die Zuständigkeit im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren, zumal keine Ausnahme im Sinne von Art. 395 StPO vorliegt, 
bei der II. Strafkammer des Kantonsgerichts. Mit dem angefochtenen Entscheid 
wurde die gegen den Beschwerdeführer angeordnete Untersuchungshaft verlän-
gert, wodurch er offensichtlich beschwert ist. Die begründete Beschwerde wurde 
am 19. Juni 2023 eingereicht und erfolgte damit rechtzeitig. 

2. Das Beschwerdeverfahren ist unter Vorbehalt von Art. 390 Abs. 5 StPO ein 
schriftliches und nicht öffentliches Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Es richtet sich 
nach den Regeln der Art. 69 Abs. 3 lit. c und Art. 390 ff. StPO. Die Beschwerde 
stellt gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO ein umfassendes ordentliches Rechtsmittel 
dar. Sie kann – wenn die entsprechende Verfahrenshandlung beschwerdefähig ist 
– ohne Einschränkung erhoben werden. Mit der Beschwerde können alle Mängel 
des angefochtenen Entscheids geltend gemacht werden. Die Rechtsmittelinstanz 
verfügt über eine volle Kognition und ist befugt und verpflichtet, die ihr unterbreite-

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te Sache frei und umfassend zu prüfen (vgl. Patrick Guidon, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 15 zu Art. 393 StPO). Dabei sind an die Be-
gründungsdichte von Haftentscheiden gemäss bundesgerichtlicher Praxis hohe 
Anforderungen zu stellen, bilden sie doch Grundlage für erhebliche Eingriffe in die 
persönliche Freiheit des Betroffenen (vgl. BGE 142 I 135 E. 2.1).

3. Gemäss Art. 227 Abs. 7 StPO wird die Verlängerung der Untersuchungs-
haft jeweils für längstens 3 Monate, in Ausnahmefällen für längstens 6 Monate 
bewilligt. Eine Verlängerung ist zulässig, wenn die Voraussetzungen für eine Un-
tersuchungshaft gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO nach wie vor erfüllt sind, das heisst, 
wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend ver-
dächtig ist und zudem ernsthaft zu befürchten ist, dass sie sich entweder durch 
Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Fluchtge-
fahr; lit. a), dass sie Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so 
die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Kollusionsgefahr; lit. b), oder dass sie 
durch schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit anderer erheblich ge-
fährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten begangen hat (Wieder-
holungsgefahr; lit. c).

4. Strafprozessuale Haft darf nur angeordnet werden, wenn und solange der 
Inhaftierte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist (Art. 221 
Abs. 1 StPO). Dabei ist zu prüfen, ob aufgrund der aktuellen Untersuchungser-
gebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung 
der beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen. Im Haftprüfungsverfahren 
genügt dabei der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das in-
kriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbe-
standsmerkmale erfüllen könnte (vgl. BGer 1B_120/2023 v. 21.3.2023 E. 2.1. mit 
Hinweis auf BGE 143 IV 316 E. 3.1). Die Staatsanwaltschaft führte in ihrem Antrag 
auf Verlängerung der Untersuchungshaft (ZMG act. 2) aus, der Beschwerdeführer 
stehe in dringendem Verdacht, am _____ 2022 und _____ 2023 einen Raub in 
B._____ begangen zu haben. Bezüglich des Raubüberfalls vom _____ 2023 sei 
der Beschuldigte geständig und bezüglich des Vorfalls vom _____ 2022 sei er hin-
sichtlich der begangenen Körperverletzung geständig, bestreite aber, einen Raub 
begangen zu haben. Dies ergibt sich aus der Einvernahme des Beschwerdefüh-
rers anlässlich seiner Festnahme vom _____ 2023 (vgl. ZMG act. 2.3 S. 2) und 
wird von ihm im Rahmen seiner Beschwerde nicht in Abrede gestellt. Demnach ist 
der dringende Tatverdacht ohne weiteres zu bejahen.

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5. Liegt ein dringender Tatverdacht und damit ein allgemeiner Haftgrund vor, 
ist alsdann das Vorliegen der besonderen Haftgründe zu prüfen. Das Zwangs-
massnahmengericht bejahte als besondere Haftgründe sowohl die Wiederho-
lungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO wie auch die Kollusions-/
Verdunkelungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO.

6. Sinn und Zweck der Anordnung von Haft wegen Wiederholungsgefahr ist 
die Verhütung von Delikten. Die Haft ist somit überwiegend Präventivhaft. Die 
Notwendigkeit, die beschuldigte Person an der Begehung einer strafbaren Hand-
lung zu hindern, anerkennt Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK ausdrücklich als Haftgrund. 
Die Anordnung von Haft wegen Wiederholungsgefahr dient auch dem strafprozes-
sualen Ziel der Beschleunigung, indem verhindert wird, dass sich das Verfahren 
durch immer neue Delikte verkompliziert und in die Länge zieht (BGE 137 IV 84 E. 
3.2). Der Haftgrund der Wiederholungsgefahr ist trotzdem restriktiv zu handhaben. 
Nach Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO sind drei Elemente für das Vorliegen von Wieder-
holungsgefahr konstitutiv. Erstens muss grundsätzlich das Vortaterfordernis erfüllt 
sein und es müssen schwere Vergehen oder Verbrechen drohen. Zweitens muss 
hierdurch die Sicherheit anderer erheblich gefährdet sein. Drittens muss die Tat-
wiederholung ernsthaft zu befürchten sein, was anhand einer Rückfallprognose zu 
beurteilen ist (BGE 143 IV 9 E. 2.5).

6.1. Beim in Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO verlangten Vortatenerfordernis muss es 
sich um Verbrechen oder schwere Vergehen handeln; zudem müssen sie gegen 
gleiche oder gleichartige Rechtsgüter gerichtet gewesen sein wie die drohenden 
Verbrechen oder schweren Vergehen. Die Vortaten können sich aus rechtskräftig 
abgeschlossenen Strafverfahren ergeben. Sie können jedoch auch Gegenstand 
eines noch hängigen Strafverfahrens bilden, sofern mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die beschuldigte Person sie begangen hat. Der 
Nachweis, dass diese eine Straftat verübt hat, gilt bei einem glaubhaften Ge-
ständnis oder einer erdrückenden Beweislage als erbracht (zum Ganzen: BGE 
146 IV 326 E. 3.1; 1B_289/2022 v. 1.7.2022 E. 3.1; je mit Hinweisen). Die Gefähr-
lichkeit des Täters lässt sich in diesem Sinne sowohl aufgrund von bereits abgeur-
teilten Vortaten beurteilen, als auch im Gesamtkontext der ihm neu vorgeworfenen 
Delikte, sofern mit ausreichender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass er diese be-
gangen hat (BGE 143 IV 9 E. 2.6). 

Im konkreten Fall ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer wegen Raubes vor-
bestraft ist. Zudem hat er den Raub vom _____ 2023 vollumfänglich eingestanden 
(vgl. ZMG act. 2.3 S. 2) sowie zugegeben, am _____ 2022 einen Dritten mit einem 
Messer im Gesicht verletzt zu haben (vgl. ZMG act. 2.4 Fragen 1-5). Der Be-

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schwerdeführer wendet dagegen ein, es treffe zwar zu, dass er bereits wegen 
Raubes einschlägig vorbestraft sei, jedoch habe er diesen am _____ 2019 began-
gen. Somit lägen die beiden Raubdelikte über drei Jahre auseinander. Die Wahr-
scheinlichkeit, dass er bei Entlassung aus der Untersuchungshaft wieder einen 
Raub begehen werde, sei somit sehr gering. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt 
werden. Aufgrund des glaubhaften Geständnisses steht mit an Sicherheit gren-
zender Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer, nachdem er bereits 
einmal wegen Raubes rechtskräftig verurteilt worden war, im _____ 2022 und im 
_____ 2023 erneut Gewalt gegen Dritte anwendete. Es ist dabei unerheblich, dass 
zwischen der ersten Verurteilung und den im hängigen Strafverfahren zu beurtei-
lenden Delikten drei Jahre lagen. Das Vortatenerfordernis ist damit ohne weiteres 
erfüllt.

6.2. Als weitere Voraussetzung müssen die drohenden Delikte die Sicherheit 
anderer erheblich gefährden. Sicherheit bedeutet die Abwesenheit von Gefahr 
oder Beeinträchtigung. Mit dem Begriff "Sicherheit" ist noch nichts über den Kreis 
der betroffenen Rechtsgüter gesagt, deren Sicherheit bedroht ist. Das Wort "ande-
rer" drückt einzig aus, dass es sich um Rechtsgüter von Personen handeln muss. 
Die erhebliche Gefährdung der Sicherheit anderer durch drohende Verbrechen 
oder schwere Vergehen kann sich somit grundsätzlich auf Rechtsgüter jeder Art 
beziehen (BGE 143 IV 9 E. 2.7). Im Vordergrund stehen Delikte gegen die körper-
liche und sexuelle Integrität. Zulässig ist die Anordnung von Präventivhaft indes 
auch bei Delikten gegen die Freiheit sowie bei schweren Verstössen gegen Ne-
benstrafgesetze. Vermögensdelikte sind zwar unter Umständen in hohem Mass 
sozialschädlich, betreffen aber grundsätzlich nicht unmittelbar die Sicherheit der 
Geschädigten (BGer 1B_247/2016 v. 27.7.2016 E. 2.1 und E. 2.2.2). Anders kann 
es sich in der Regel nur bei besonders schweren Vermögensdelikten verhalten, so 
etwa bei gewerbsmässigen Straftaten, welche aus der Sicht von weiteren potenti-
ellen Opfern ebenfalls als erheblich sicherheitsgefährdend einzustufen sind (vgl. 
BGer 1B_379/2011 v. 2.8.2011 E. 2.9). Somit kommt eine Inhaftierung wegen 
Wiederholungsgefahr nicht nur bei ernsthaft zu befürchtenden Delikten gegen Leib 
und Leben in Betracht, sondern namentlich auch bei schweren Vermögensdelikten 
wie gewerbsmässigem Betrug oder Serienbetrug (vgl. BGer 1B_193/2015 v. 
17.6.2015 E. 2.1). Solche Delikte können die Sicherheit vergleichbar schwer be-
einträchtigen wie ein Gewaltdelikt. Gemäss einem neueren Entscheid des Bun-
desgerichts ist bezüglich der Frage, ob es sich um ein besonders schweres Ver-
mögensdelikt, das den Geschädigten besonders hart bzw. ähnlich trifft wie ein 
Gewaltdelikt, auf die Umstände des Einzelfalles abzustellen. Für eine erhebliche 
Sicherheitsgefährdung spricht etwa, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, 

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dass der Beschuldigte bei künftigen Vermögensdelikten Gewalt anwenden könnte. 
So verhält es sich insbesondere, wenn er bei früheren Vermögensstraftaten eine 
Waffe mit sich geführt oder gar eingesetzt hat. Des Weiteren ist die Schwere der 
vom Beschuldigten begangenen Vermögensdelikte zu berücksichtigen (BGE 146 
IV 136 E. 2.5). Je gravierender die Delikte sind, desto eher spricht dies für eine 
Sicherheitsgefährdung, wobei auch der persönlichen, namentlich der finanziellen 
Lage des Geschädigten Rechnung zu tragen ist. Wenn die Taten des Beschuldig-
ten zum Beispiel insbesondere auf schwache und in finanziell bescheidenen Ver-
hältnisse lebende Geschädigte zielen, so braucht es für die Bejahung der Sicher-
heitsgefährdung weniger und es genügt dazu ein geringerer Deliktsbetrag. 
Schlussendlich ist jedoch aufgrund einer Gesamtwürdigung der im Einzelfall ge-
gebenen Umstände zu entscheiden, ob eine erhebliche Sicherheitsgefährdung zu 
bejahen oder zu verneinen ist (BGE 146 IV 136 E. 2.5). Die Bejahung einer erheb-
lichen Sicherheitsgefährdung kommt bei Vermögensdelikten wie Diebstahl (Art. 
139 StGB) oder Betrug (Art. 146 StGB) – auch gewerbsmässigen – nur in beson-
ders schweren Fällen ausnahmsweise in Betracht (BGer 1B_548/2020 v. 
6.11.2020 E. 2.2).

6.2.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, beim Raub am _____ 2023 habe er zwar 
Gewalt angewendet, jedoch lediglich dadurch, indem er das Opfer an die Wand 
gehalten habe. Das Opfer selbst habe anlässlich der Einvernahme angegeben, 
nicht Angst vor ihm gehabt zu haben. Er habe dem Opfer nicht weh getan, habe 
mit höflichem Tonfall gesprochen und das Opfer habe keine Verletzungen davon-
getragen. Somit könne die Gewalteinwirkung nicht mit der eines schweren Ge-
waltdeliktes gleichgestellt werden. Eine erhebliche Gefährdung der Sicherheit 
könne somit nicht bejaht werden. Bei der Verletzung des Opfers am _____ 2022 
sei zu berücksichtigen, dass das Opfer durch sein Verhalten einen grossen Ein-
fluss auf die Auseinandersetzung gehabt habe. Dies sei sodann auch von den be-
reits einvernommenen Zeugen bestätigt worden. 

6.2.2. Wie aus der Einvernahme vom _____ 2023 (ZMG act. 2.3 S. 2) hervorgeht, 
anerkennt der Beschwerdeführer, am ______ 2023 in der Bahnhofunterführung in 
B._____ die Kioskbetreiberin überfallen und nach einer Rangelei überwältigt zu 
haben. Gemäss Einvernahme vom 23. Mai 2023 (ZMG act. 2.5 Fragen 25-41) hat 
er diese an die Wand gedrückt, als sie versucht hat, den Alarmknopf zu betätigen. 
Des Weiteren gibt der Beschwerdeführer zu, am _____ 2022 (vgl. ZMG act. 2.4 
Fragen 2-5) C._____ im Stadtpark mit einem Messer eine Schnittverletzung im 
Gesicht zugefügt zu haben, als dieser etwas gefordert habe, was er ihm nicht ge-
geben habe. Bereits aufgrund dieser beiden Vorfälle wird offensichtlich, dass der 

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Beschwerdeführer, sofern sich sein Gegenüber nicht so verhält, wie er es von die-
sem erwartet, auch bereit ist, eine gewisse körperliche Gewalt anzuwenden und 
damit keinen Halt vor der physischen Integrität seines Gegenübers macht. Dabei 
schreckt er auch nicht davor zurück, Waffen einzusetzen, sofern ihm solche zur 
Verfügung stehen. Kommt hinzu, dass gerade Vorfälle wie dem Überfall auf die 
Kioskbetreiberin eine grosse seelische Belastung für die geschädigten Personen 
darstellen, was das Bundesgericht ebenfalls als erhebliche Sicherheitsgefährdung 
anerkennt (vgl. BGE 146 IV 136 E. 2.2). Ein nächtlicher Überfall, bei welchem es 
gar zu körperlicher Gewaltanwendung kommt, erschüttert die geschädigte Person 
in ihrem Sicherheitsgefühl erheblich und kann für sie jahrelange einschneidende 
Folgen haben. Indem der Beschwerdeführer vorliegend die angewendete körperli-
che Gewalt verharmlost und völlig verkennt, welche auch psychische Belastung 
daraus resultieren kann, zeigt auf, dass er keinen Respekt gegenüber der physi-
schen und psychischen Integrität anderer Personen und keine oder nur eine tiefe 
Hemmschwelle hat, Gewalt anzuwenden. Dementsprechend bestehen konkrete 
Anhaltspunkte dafür, dass er auch bei künftigen Vermögensdelikten Gewalt an-
wenden könnte. Das Vorliegen eines besonders schweren Vermögensdelikts und 
damit die Gefährdung der Sicherheit Dritter ist demzufolge zu bejahen.

6.3. Nach dem Gesetz muss schliesslich "ernsthaft zu befürchten" sein, dass 
der Beschuldigte bei einer Freilassung erneut schwere Vergehen oder Verbrechen 
begehen würde. Ob diese Voraussetzung erfüllt ist, ist anhand einer Legal- bzw. 
Rückfallprognose zu beurteilen. Insoweit stellen sich ähnliche Fragen wie im Zu-
sammenhang mit der Gewährung des bedingten Strafvollzugs nach Art. 42 Abs. 1 
StGB, welcher das Fehlen einer ungünstigen Prognose verlangt. Massgebliche 
Kriterien bei der Beurteilung der Rückfallgefahr sind nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts insbesondere die Häufigkeit und Intensität der untersuchten Delik-
te sowie die einschlägigen Vorstrafen (BGE 143 IV 9 E. 2.8; 137 IV 84 E. 3.2). Bei 
dieser Bewertung sind allfällige Aggravationstendenzen, wie eine zunehmende 
Eskalation respektive Gewaltintensität oder eine raschere Kadenz der Taten, zu 
berücksichtigen (vgl. BGE 143 IV 9 E. 2.8; BGer 1B_512/2012 v. 2.10.2012, E. 
4.5). Zu würdigen sind des Weiteren die persönlichen Verhältnisse der beschuldig-
ten Person, d.h. insbesondere ihre psychische Verfassung, ihre familiäre Veranke-
rung, die Möglichkeiten einer Berufstätigkeit und ihre finanzielle Situation. Die Ein-
holung eines psychiatrischen Gutachtens ist zur Beurteilung der Rückfallgefahr 
nicht in jedem Fall notwendig (BGE 143 IV 9 E. 2.8).

6.3.1. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Rückfallprognose von der 
Vorinstanz damit begründet werde, dass er drogensüchtig sei und die ihm vorge-

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worfenen Delikte begangen habe, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Dabei 
verkenne die Vorinstanz, dass er gewillt sei, mit der Drogen- und Suchtberatung 
zusammenzuarbeiten und sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Bei der 
Drogen- und Suchtberatung habe er auch bereits einen Kontakt, bei dem er sich 
nach der Inhaftierung melden könne. Dass er dies könne, habe er bereits einmal 
gezeigt. Er habe während fünf Jahren im Rahmen von Eingliederungsmassnah-
men an der D._____strasse in B._____ gearbeitet. Er sei zudem bereits seit drei 
Monaten in Haft und erhalte seitdem Methadon als Substitution, was sehr gut 
funktioniere. Die Wiederholungsgefahr sei nicht mehr gegeben und könne deshalb 
nicht als Grundlage für die Verlängerung der Untersuchungshaft dienen. 

6.3.2. Das jüngste Verfahren gegen den Beschwerdeführer betrifft einen Überfall 
auf einen Kiosk, bei dem der Beschwerdeführer Bargeld im Betrag von mehr als 
CHF 10'000.00 entwendet hat. Infolge der gesicherten DNA-Spuren sowie des 
Geständnisses kann kein ernsthafter Zweifel an der Tatverwirklichung bestehen. 
Die mutmassliche Deliktsbeute übersteigt die Grenze der Geringfügigkeit beträcht-
lich. Hinzu kommt ein weiterer Vorfall am 10. Dezember 2022, hinsichtlich dessen 
der Beschwerdeführer teilweise geständig ist. Als Motivation für seine Delinquenz 
gab er anlässlich seiner Einvernahme vom 23. Mai 2023 (ZMG act. 2.5 Frage 37) 
an, er habe den Überfall auf den Kiosk begangen, weil er Geld benötigt habe, um 
Esswaren und Drogen zu kaufen, um seine Sucht zu stillen. Hinzu kommt, dass 
der Beschwerdeführer wegen Raubes vorbestraft ist, wobei diese Tat gemäss 
Aussagen des Beschwerdeführers im September 2019 begangen wurde. Am 23. 
Mai 2023 (vgl. ZMG act. 2.2) sagte er dazu aus, dass er ca. 2-3 Monate nach sei-
ner Haftentlassung wieder obdachlos geworden sei. Er hätte sich bei der Drogen- 
und Suchtberatung, Frau E._____, melden sollen. Er habe sich aber geschämt 
und dies nicht gemacht. Deshalb habe er keinen Wohnsitz mehr gehabt und es sei 
"bachab" gegangen. Wenn er aus der Haft entlassen werde, dann werde er mit 
Frau E._____ Kontakt aufnehmen, damit sie ihm bei der Wohnungssuche helfe. 
Der Beschwerdeführer hat somit nach Verbüssung einer Haftstrafe bereits kurz 
nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug erneut delinquiert. Ausserdem ist er 
drogenabhängig, hat weder einen festen Wohnsitz- noch eine Arbeitsstelle und 
kein Umfeld, das ihn unterstützen könnte. Auch wenn er beteuert, diesmal gewillt 
zu sein, mit der Drogen- und Suchtberatung zusammenzuarbeiten und sein Leben 
wieder in den Griff zu bekommen, bietet dies allein nicht ausreichend Gewähr für 
einen zukünftigen deliktsfreien Lebenswandel, zumal er dies auch nach seiner 
letzten Haftentlassung nicht geschafft hatte. Unter diesen Umständen ist eine Wei-
terführung der Delinquenz durch den Beschwerdeführer dringend zu befürchten – 
die Rückfallprognose ist damit äusserst ungünstig. Bei den begangenen und zu 

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erwartenden Straftaten handelt es sich um Verbrechen nach Art. 10 StGB, die 
nicht bagatellisiert werden dürfen. 

6.4. In der Gesamtheit der aktuellen Vorfälle und der bereits beurteilten Straftat 
offenbart sich eine erhebliche Gefährdung, die vom Beschwerdeführer ausgeht. 
Daher ist nach dem zuvor Gesagten die Fortsetzungs- beziehungsweise die Wie-
derholungsgefahr gegeben.

7. Der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu 
befürchten ist, dass der oder die Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Be-
weismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 
1 lit. b StPO). Verdunkelung kann nach der bundesgerichtlichen Praxis insbeson-
dere in der Weise erfolgen, dass sich die beschuldigte Person mit Zeugen, Aus-
kunftspersonen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt 
oder sie zu wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst oder dass sie Spuren und 
Beweismittel beseitigt. Die theoretische Möglichkeit, dass sie kolludieren könnte, 
genügt indessen nicht, um Untersuchungshaft unter diesem Titel zu rechtfertigen. 
Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr 
sprechen. Das Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Umstände des 
jeweiligen Einzelfalls zu prüfen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; BGer 1B_15/2023 v. 
24.1.2023 E. 3.1; je mit Hinweisen). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr 
können sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts namentlich ergeben 
aus dem bisherigen Verhalten des Beschuldigten im Strafprozess, aus seinen per-
sönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und seinen Tatbeiträgen im Rahmen 
des untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwi-
schen ihm und den ihn belastenden Personen. Bei der Frage, ob im konkreten Fall 
eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung 
droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen 
bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des 
Verfahrens Rechnung zu tragen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Je weiter 
das Strafverfahren vorangeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits 
abgeklärt werden konnte, desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von 
Verdunkelungsgefahr zu stellen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; 132 I 21 E. 3.2.2; BGer 
1B_15/2023 v. 24.1.2023 E. 3.1; je mit Hinweisen).

7.1. Zur Kollusionsgefahr hat die Vorinstanz festgehalten, der Beschwerdeführer 
stehe in Verdacht, seit dem 19. September 2022 weitere Delikte begangen zu ha-
ben, darunter ein Einbruchdiebstahl und mehrere Einschleichdiebstähle. Zu diesen 
Delikten sei er mittlerweile mehrheitlich befragt worden. Teilweise stünden weitere 
Befragungen aus und es seien weitere Ermittlungen notwendig. In mehreren Delik-

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ten bestünde Tätermehrheit und der Beschwerdeführer bestreite seine Täterschaft 
zumindest teilweise, so dass insbesondere weitere Befragungen und eventuell 
Konfrontationen notwendig seien. Die vorstehend genannten Einvernahmen des 
Beschwerdeführers hätten am 23. Mai 2023 stattgefunden. Anschliessende Unter-
suchungshandlungen bedürften der Planung, Vorbereitung und Durchführung, was 
nicht alles seit dem _____ 2023 hätte erfolgen müssen, wie es die Verteidigung 
darlege. Bezüglich des Raubüberfalls vom _____ 2022 sei offenbar insbesondere 
auch noch das Opfer zu befragen. Zu berücksichtigen sei zudem, dass die zu be-
fragenden Personen im F._____ verkehren würden, wohin sich der Beschwerde-
führer nach einer Freilassung wieder begeben dürfte. In Freiheit könnte der Be-
schuldigte weitere verdächtige Personen informieren, Ermittlungen erschweren 
und allfällige Beweismittel beiseiteschaffen. Es bestehe demnach akute Kollusi-
onsgefahr, die sich in solcher Konstellation regelmässig nur mittels Haft wirksam 
bannen lasse. Demgegenüber wendet der Beschwerdeführer ein, zum Vorfall vom 
_____ 2022 seien die Zeugen bereits befragt worden und deren Aussagen würden 
mit den seinen übereinstimmen, weshalb dort keine Kollusionsgefahr bestehe. 
Lediglich wer die Gegenstände gestohlen habe, sei noch abzuklären. Zudem sei-
en zwischen dem Vorfall und seiner Verhaftung drei Monate vergangen. Während 
dieser Zeit hätte die Kollusion bereits stattfinden können, falls er mit den Zeugen 
über den Vorfall hätte sprechen wollen. Die Konfrontationseinvernahmen hätten 
bereits stattfinden können. Bei den Diebstählen, die er mit einem Mittäter began-
gen haben solle, habe er die Taten gestanden. Er sei der Meinung, er habe diese 
alleine begangen. Weshalb er einen Mittäter schützen sollte, sei nicht ersichtlich. 
Er habe zu allem ausgesagt, woran er sich habe erinnern können.

7.2. Die Staatsanwaltschaft weist in ihrer Stellungnahme vom 23. Juni 2023 
(act. A.2) darauf hin, dass es im Hinblick auf den Vorfall vom _____ 2022 zu 
klären gelte, ob die Tatbestandsvoraussetzungen des Raubes gegeben seien. Der 
Beschwerdeführer selbst mache anlässlich der Einvernahme vom 23. Mai 2023 
geltend, er habe sich gewehrt, als ihn C._____ am Kragen gepackt habe. Die Ver-
längerung der Untersuchungshaft sei insbesondere bezüglich dieses Delikts erfor-
derlich, um die Strafuntersuchung nicht zu gefährden. Hinsichtlich der weiteren 
Delikte, bei denen Konfronteinvernahmen durchzuführen seien, müssten insbe-
sondere Fragen der Tatbeteiligung und allfälliger Mittäterschaft geklärt werden. 
Dabei handle es sich ebenfalls um Personen, die im Drogenmilieu verkehren wür-
den, womit bei einer Haftentlassung zu rechnen sei, dass sich der Beschwerde-
führer mit diesen Personen absprechen könnte. Der Beschwerdeführer habe ein-
zelne Delikte zudem mutmasslich gemeinsam mit einem in einem separaten Ver-
fahren Beschuldigten begangen, in welchem die Kantonspolizei Graubünden bei 

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einer Vielzahl von Delikten zu rapportieren gehabt habe, was einige Zeit in An-
spruch genommen habe. Diese Ausführungen der Staatsanwaltschaft erscheinen 
nachvollziehbar. Aus dem Einvernahmeprotokoll vom 23. Mai 2023 (ZMG act. 2.5) 
geht hervor, dass der Beschwerdeführer in Verdacht steht, als Mittäter weitere 
Delikte begangen zu haben. So wird er unter anderem von G._____ belastet, in 
der Nacht vom 11. auf den _____ 2023 einen Diebstahl zum Nachteil der H._____ 
GmbH sowie am _____ 2023 zum Nachteil von I._____ begangen zu haben. Auch 
wurden seine DNA sowie diejenige von G._____ auf einem Zigarettenstummel im 
Treppenhaus zu einer Wohnung, in welche am _____ 2023 eingebrochen worden 
war, gefunden. Zu beiden Vorwürfen konnte oder wollte sich der Beschwerdefüh-
rer nicht äussern. In der Konsequenz sind weitere Abklärungen und Einvernahmen 
erforderlich, um Tathergang und Tatbeteiligungen eruieren zu können. Des Weite-
ren konnten die Fingerabdrücke des Beschwerdeführers an einem Rollladen des 
Restaurants J._____, in welches am _____ 2023 eingebrochen worden war, 
nachgewiesen werden. K._____ sagte aus, dieses Delikt zusammen mit dem Be-
schwerdeführer begangen zu haben wie auch den Diebstahlversuch zum Nachteil 
von L._____ am _____ 2023. Auch dies wird vom Beschwerdeführer bestritten. 
Schliesslich wurde der Beschwerdeführer anhand von Videoaufnahmen überführt, 
am _____ 2023 in die Liegenschaft M._____ eingedrungen zu sein, was der Be-
schwerdeführer erst auf Vorhalt der entsprechenden Fotos eingestand. Gemäss 
den Ermittlungen soll er dieses Delikt zusammen mit N._____ begangen haben, 
was von ihm ebenfalls nicht bestätigt wird. Mit Blick auf die Verdunkelungsgefahr 
gilt es zu beachten, dass gemäss Staatsanwaltschaft auch gegen einzelne mut-
massliche Mittäter ein Strafverfahren eröffnet wurde, weshalb für die Beteiligten 
ein Anreiz besteht, sich auf eine für alle möglichst günstige Version der Gescheh-
nisse zu einigen. Zudem ist aufgrund der Suchterkrankung des Beschwerdefüh-
rers davon auszugehen, dass er sich trotz seiner momentan haftbedingten Sucht-
mittelabstinenz nach einer Haftentlassung erneut im Drogenmilieu bewegen wird, 
wo auch die mutmasslichen Mittäter verkehren. Der Beschwerdeführer bestritt 
denn auch nicht, die mutmasslichen Mittäter zu kennen, weshalb durchaus wahr-
scheinlich scheint, dass der Beschwerdeführer diese bei einer Haftentlassung kon-
taktieren könnte, um auf deren Aussagen einzuwirken. Entsprechend ist der Haft-
grund der Kollusionsgefahr zu bejahen.

8. Nach dem Gesagten ist in Anbetracht sämtlicher Umstände von einer Wie-
derholungsgefahr sowie einer Kollusionsgefahr auszugehen. Die Ausführungen 
der Vorinstanz erweisen sich demzufolge als zutreffend. Gemäss Art. 197 Abs. 1 
lit. c StPO können Zwangsmassnahmen, worunter auch die Untersuchungshaft 
fällt, nur ergriffen werden, wenn die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere 

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Massnahmen erreicht werden können. Nach Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO sind frei-
heitsentziehende Zwangsmassnahmen aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen 
zum gleichen Ziel führen. Diese Bestimmungen ergeben sich aus dem Grundsatz 
der Verhältnismässigkeit bzw. der Subsidiarität und werden in Art. 237 StPO kon-
kretisiert. Untersuchungs- und Sicherheitshaft sind danach unzulässig, wenn ihr 
Zweck – die Verhinderung von Flucht, Kollusion, Wiederholung oder Ausführung 
der Tat – durch mildere Massnahmen erreicht werden kann. Sofern keine mildere 
Massnahme zweckgeeignet ist, ist sodann darauf zu achten, dass keine Überhaft 
droht (Art. 212 Abs. 3 StPO). 

8.1. Der Beschwerdeführer ist geständig, mehrere Delikte begangen zu haben 
und dabei auch körperliche Gewalt angewendet zu haben. Hinzu kommt die 
schlechte Rückfallprognose. Angesichts dessen ist nach Praxis des Bundesge-
richts davon auszugehen, dass eine Meldepflicht unzureichend erscheint, eine 
Person vor drohenden schweren Straftaten zu schützen. Aufgrund der persönli-
chen Situation des Beschwerdeführers (kein fester Wohnsitz) erscheint es zudem 
als fraglich, ob er sich überhaupt daran halten könnte und würde, besteht doch bei 
ihm zugestandenermassen eine Suchterkrankung. Die Ansicht der Vorinstanz, mit 
blossen Ersatzmassnahmen anstelle von Haft lasse sich der dargelegten Wieder-
holungsgefahr nicht wirksam begegnen, ist somit nicht zu beanstanden.

8.2. Der erheblichen Kollusionsgefahr kann vorliegend nicht mit Ersatzmass-
nahmen begegnet werden. Kontaktverbote zu den noch zu befragenden Personen 
in seinem kollegialen Umfeld – darunter auch die Mitbeschuldigte – erscheinen in 
Anbetracht der zur Kollusionsgefahr angestellten Überlegungen von vornherein 
untauglich, zumal zu befürchten wäre, dass sich der Beschwerdeführer nicht an 
entsprechende Auflagen halten würde. Es sind keine milderen Massnahmen 
denkbar, die zum gleichen Ziel führten (vgl. auch BGer 1B_394/2012 v. 20.7.2012 
E. 5.2, wonach die Bejahung von Kollusionsgefahr Ersatzmassnahmen von vorn-
herein ausschliesst).

8.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Falle des Beschwerdeführers 
ein dringender Tatverdacht gegeben ist, Kollusions-/Verdunkelungsgefahr gemäss 
Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO und Wiederholungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. c 
StPO besteht, Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 237 StPO zur Erreichung des 
Haftzwecks nicht genügen würden und eine Überhaft derzeit nicht einzutreten 
droht, zumal dem Beschwerdeführer für den eingestandenen Raub Art. 140 Ziff. 1 
StGB bereits eine Mindestfreiheitsstrafe von 6 Monaten vorsieht. Das Zwangs-
massnahmengericht hat somit das Gesuch der Staatsanwaltschaft zu Recht gut-
geheissen und die Untersuchungshaft um weitere drei Monate verlängert, zumal 6 

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Wochen – wie vom Beschwerdeführer subeventualiter beantragt – nicht ausrei-
chen würden. Demzufolge ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen.

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Anwendung von Art. 8 VGS (BR 350.201) wer-
den die Kosten des Beschwerdeverfahrens vorliegend auf CHF 1'000.00 festge-
setzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.

10. Hinsichtlich der Entschädigung für die Rechtsvertretung hält der anwaltlich 
vertretene Beschwerdeführer in der Begründung seiner Rechtsmitteleingabe fest, 
es werde für den Fall, dass das Gericht die amtliche Verteidigung separat für die 
Aufwendungen des Beschwerdeverfahrens entschädige, eine Honorarnote einge-
reicht. In der Annahme, dass die im erstinstanzlichen Verfahren gestützt auf 
Art. 130 lit. a StPO i.V.m. Art. 132 lit. a Ziff. 1 StPO gewährte notwendige Verteidi-
gung weitergelte, hat er es unterlassen, ein begründetes Gesuch um Gewährung 
eines unentgeltlichen amtlichen Rechtsbeistands zu stellen. Nach konstanter Pra-
xis des Kantonsgerichts kann für das strafprozessuale Beschwerdeverfahren nur 
eine (unentgeltliche) amtliche Verteidigung im Sinne von Art. 132 Abs. 1 lit. b 
StPO beantragt werden, sofern das Beschwerdeverfahren – wie vorliegend – von 
der beschuldigten Person initiiert wurde (vgl. etwa KGer GR SK2 21 30 v. 
27.5.2021 E. 4, SK2 14 46 v. 5.9.2014 E. 1b und SK2 13 17 v. 28.3.2013 E. 1b). 
Das Bundesgericht hat bereits in verschiedenen Entscheiden (letztmalig in BGer 
1B_232/2023 v. 30.5.2023 E. 4.1) festgehalten, dass die Beschwerdeinstanz sel-
ber für die Anordnung und Bestellung einer amtlichen Verteidigung (Art. 133 Abs. 
1 i.V.m. Art. 388 lit. c StPO) zuständig ist. Dies gilt selbst dann, wenn die beschul-
digte Person im Hauptverfahren gemäss Art. 130 f. StPO zwingend amtlich vertei-
digt werden muss und zur Sicherstellung der notwendigen Verteidigung von der 
Staatsanwaltschaft bereits ein amtlicher Verteidiger bestellt worden ist (BGer 
1B_516/2020 v. 3.11.2020 E. 5.1; 1B_705/2011 v. 9.5.2012 E. 2.3.2; je mit Hin-
weisen). Im Haftverfahren ist es insbesondere zulässig, die Erteilung der amtli-
chen Verteidigung von der Nichtaussichtslosigkeit des Rechtmittels abhängig zu 
machen (Urteile 1B_516/2020 v. 3.11.2020 E. 5.1; 1B_300/2019 v. 24.6.2019 E. 4; 
je mit Hinweisen). Die Gewährung einer amtlichen Verteidigung wegen Bedürftig-
keit setzt sodann den Nachweis der Mittellosigkeit voraus. Dabei obliegt es der 
Antrag stellenden Partei, ihre aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse 
aufzuzeigen und ihre finanziellen Verpflichtungen zu belegen. Kommt sie dieser 
Obliegenheit nicht nach, ist der Antrag abzuweisen (BGer 6B_616/2016 v. 
27.2.2017 E. 5, nicht publ. in: BGE 143 IV 122; BGer 1B_549/2022 v. 17.2.2023 E. 

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3.1 mit weiteren Hinweisen). In Anwendung dieser Praxis sind die Kosten seiner 
Rechtsvertretung vom Beschwerdeführer zu tragen. 

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 1'000.00 gehen 
zu Lasten von A._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an: