# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72fe182b-fa67-5607-b139-0a0a308c8f1e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2009 D-6627/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6627-2009_2009-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6627/2009
law/joc/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A._______, geboren (...),
Äthiopien,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 19. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6627/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass  die  Beschwerdeführerin,  eigenen  Angabe  zufolge  eine  äthiopi-
sche Staatsangehörige (...), am 16. Juni 2009 in die Schweiz einreiste, 
wo  sie  am  25.  August  2009  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) B._______ um Asyl nachsuchte, 

dass  das  BFM  am  21.  September  2009  im  (...)  C._______  die 
Personalien der Beschwerdeführerin  erhob und sie summarisch zum 
Reiseweg und zu den Gründen für  das Verlassen des Heimatlandes 
befragte,

dass das BFM die Beschwerdeführerin am 15. Oktober 2009 zu den 
Asylgründen anhörte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 19. Oktober 2009 -  eröffnet am glei-
chen Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  auf  das Asylgesuch der  Be-
schwerdeführerin vom 25. August 2009 nicht eintrat, die Wegweisung 
aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 
22. Oktober  2009 (Poststempel)  beim Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde  erhob  und  und  beantragte,  die  Sache  sei  zur  materiellen 
Prüfung  und  weiteren  Abklärung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen 
und ihr Asyl zu erteilen, eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Voll-
zuges der Wegweisung festzustellen, 

dass die Beschwerdeführerin in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses ersuchte, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-

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setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren der Vorinstanz teilgenom-
men hat,  durch den angefochtenen  Entscheid  besonders  berührt  ist 
und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  (Art. 32-35 
AsylG) die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätz-
lich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass deshalb auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin dar-
in beantragt, es sei ihr Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist, 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  es  unterliess,  im  Moment  der  Einrei-
chung des Asylgesuches am 25. August 2009 bzw. in den 48 Stunden 
nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt des Inhaltes eines 
Informationsblattes (vgl. act. A/3) ein Dokument zu ihrer Identifizierung 
abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin, ihren Pass und ihre Iden-
titätskarte  bei  ihrer  ehemaligen  Arbeitgeberin,  die  aus  D._______ 
stamme, gelassen zu haben und keine Papiere beschaffen zu können 
(vgl. act. A/1 S. 4 f.), in Übereinstimmung mit der Beurteilung des BFM 
zufolge unsubstanziierter, widersprüchlicher, ausweichender und nicht 
nachvollziehbarer Angaben als nicht glaubhaft erscheint, 

dass die Beschwerdeführerin trotz angeblich mehrjähriger Tätigkeit bei 
ihrer  Arbeitgeberin  in  D._______  weder  in  der  Lage  ist,  deren 
Familiennamen  noch  deren  Telefonnummer  zu  nennen  sowie  ihren 
ehemaligen  Arbeits-  und  Wohnort  in  D._______  nicht  näher  zu 
beschreiben vermag (vgl. act. A/1 S. 7 f., A/10 S. 3 f.), 

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dass sie einmal zu Protokoll  gibt, sie und ihre Arbeitgeberin seien in 
E._______ gelandet und sie wisse nicht, wo ihre Arbeitgeberin, bei der 
sie sich in der Schweiz noch über zwei Monate aufgehalten habe und 
für diese tätig gewesen sei, gelebt habe (vgl. act. A/1 S. 2 und S. 7 f., 
A/10 S. 7), an anderer Stelle jedoch erklärt, sie hätten in F._______ in 
einem  Haus  gewohnt  (vgl.  act.  A/10  S.  3  und  14),  zu  diesem 
Aufenthaltsort jedoch ausser Hochhäusern und einem See in der Nähe 
keine näheren Beschreibungen machen kann (vgl. act. A/10 S. 3), 

dass vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der 
Erstbefragung angab, (...)  Jahre lang in Äthiopien zur Schule gegan-
gen zu sein (vgl. A1 S. 2), nicht nachvollziehbar erscheint, dass sie die 
Adresse ihrer ehemaligen Schule nicht kennt (vgl. act. A/10 S. 6), 

dass ebenso ihre weitere Antwort zur Frage der Möglichkeit des Identi-
tätsnachweises, ihre Grossmutter könne ihr aufgrund ihres Alters nicht 
helfen und sie kenne deren Adresse nicht (vgl. act. A/10 S. 6) als aus-
weichend sowie angesichts der von ihr zuvor genannten Wohnsitzad-
resse (vgl. act. A/1 S. 2 f.) und der weiteren Darlegung, bei der Pass- 
und  Identitätsausweisbeschaffung  sei  ihr  ihre  Grossmutter  behilflich 
gewesen und diese habe alles für sie erledigt (vgl. act. A/1 S. 2 f. und 
S. 4, A10 S. 7), ebenfalls als widersprüchlich zu erachten ist, 

dass  übereinstimmend  mit  dem  BFM  festzuhalten  ist,  dass  die  Be-
schwerdeführerin an der Erstbefragung erklärte, ihre Grossmutter sei 
nur über das Telefon ihrer  Nachbarin,  deren Nummer sie jedoch nie 
notiert habe, zu erreichen (vgl. act. A/1 S. 1 und 3), hingegen an der 
Direktanhörung  vorbrachte,  sie  habe  die  Telefonnummer  auf  einem 
Zettel notiert, diesen jedoch in D._______ gelassen (vgl. act. A/10 S. 
4), 

dass ihre diesbezügliche Erklärung, sie habe lediglich ausgesagt, sie 
wisse  die  Nummer  nicht  und  habe  wohl  an  der  Erstbefragung  nicht 
richtig aufgepasst (vgl. act. A/10 S. 13) nicht stichhaltig erscheint, zu-
mal zu erwarten wäre, dass jemand die eigene Telefonnummer, über 
die man erreichbar ist, kennt, 

dass auch die weitere Einschätzung des BFM, bezüglich des Zeitpunk-
tes der Passausstellung respektive des Alters der Beschwerdeführerin 
würden unterschiedliche Angaben bestehen, zutreffend ist, da die Be-
schwerdeführerin einerseits anführt, sie sei (...) geboren, zugleich aber 
behauptet, bei  der Ausstellung ihres Passes im Jahre (...)  sei sie 18 

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Jahre  alt  gewesen  (vgl.  act.  A/1  S.  1  und  4),  an  anderer  Stelle 
wiederum erklärt,  bei  Ausstellung des  Reisepasses  erst  16  oder  17 
Jahre alt gewesen zu sein, auf Vorhalt hin jedoch einwendet, 17 oder 
18 Jahre alt gewesen zu sein (vgl. act. A/10 S. 5) sowie im späteren 
Verlauf derselben Befragung vorbringt, man habe sie im Jahre (...), im 
Alter von zirka 15 Jahren, verheiraten wollen (vgl. act. A/10 S. 7), 

dass sich schliesslich unter der von der Beschwerdeführerin angege-
benen Personalien gemäss Abklärungen in  den entsprechenden Da-
tenbanken kein  Eintrag für  ein  Schweizer  Visum findet,  weshalb  die 
Schilderung der Beschwerdeführerin, mittels Schweizer Touristenvisum 
eingereist zu sein (vgl. act. A/1 S. 4), ebenfalls als nicht glaubhaft zu 
erachten ist, 

dass dem BFM demzufolge beizupflichten ist, dass die Ausführungen 
der Beschwerdeführerin zum Verbleib ihrer  Papiere den Eindruck er-
wecken, die Beschwerdeführerin versuche, ihre wahre Identität zu ver-
heimlichen, 

dass die Beschwerdeführerin, die bis dato keine Papiere nachreichte, 
auf Beschwerdeebene hauptsächlich auf eine unzureichende Begrün-
dung des BFM sowie darauf hinweist, ihr Pass befinde sich bei ihrer 
Arbeitgeberin, ihre Grossmutter sei alt und schwach und habe kein ei-
genes Telefon, die Nummer der Nachbarn habe sie verloren und ein 
Visumseintrag müsse doch zu finden sein, 

dass eine solche Argumentation, die sich im Wesentlichen in Wieder-
holungen von bisher bereits dargelegten Sachverhaltesfragmenten er-
schöpft, nicht geeignet ist, die vom BFM mit zureichender Begründung 
erläuterten  zahlreichen Unglaubhaftigkeitselemente  plausibel  zu  ent-
kräften, 

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demzufolge  nicht  gelingt,  für  das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist 
von 48 Stunden entschuldbare Gründe darzulegen, 

dass die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Asylgesuches im 
Kern  vorbrachte,  im  Alter  von  (...)  Jahren  ihre  Mutter  verloren  und 
daher bei ihrer Grossmutter in H._______ gelebt zu haben, wo sie bis 
im Jahre (...) in die Schule gegangen sei, 

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dass sie danach zu ihrem Vater nach G._______ gereist sei, dieser sie 
jedoch mit einem dort wohnhaften älteren Mann habe verheiraten wol-
len,  weshalb  sie  zu  ihrer  Grossmutter  zurückgekehrt  und  sich  an-
schliessend - bis zur Ausstellung ihres Reisepasses, den ihre Gross-
mutter für sie beantragt habe - bei einer Freundin versteckt gehalten 
habe, da ihr Vater im September (...) mehrmals nach ihr gesucht habe, 

dass sie im Dezember (...) von H._______ nach D._______ geflogen 
und dort bis 2009 mittels Arbeitsvisum bei einer Witwe und deren Kin-
der als Haushälterin und Kindermädchen gearbeitet habe, 

dass sie schliesslich mittels Touristenvisum am 16. Juni 2009 zusam-
men mit  ihrer Arbeitgeberin in die Schweiz geflogen sei, wo sie sich 
bis September 2009 noch um die Kinder gekümmert habe, 

dass  für  die  weiteren Einzelheiten  des zur  Begründung des Asylge-
suchs geltend gemachten Sachverhalts auf  die Protokolle der Befra-
gung  vom 21. September  2009 und der  Anhörung  vom 15. Oktober 
2009 sowie die angefochtene Verfügung zu verweisen ist,

dass das  BFM in der  angefochtenen Verfügung mit  zutreffender  Be-
gründung  auf  verschiedene  Unglaubhaftigkeitsmerkmale  in  der  Ge-
suchsbegründung der Beschwerdeführerin hinweist,

dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die zu-
treffenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung ver-
wiesen werden kann,

dass dabei - nebst den vom BFM geschilderten unterschiedlichen An-
gaben zum Zeitpunkt des ersten Treffens mit ihrem zukünftigen Ehe-
mann,  zu  dem  sie  keine  substanziierten  Angaben  machen  kann  - 
hervorzuheben  ist,  dass  die  Beschwerdeführerin  zunächst  schildert, 
nachdem sie die Schule abgebrochen habe, sei sie zu ihrem Vater ge-
reist,  der sie  habe verheiraten wollen und sie  sei  daraufhin zu ihrer 
Grossmutter zurückgekehrt (vgl. act. A/1 S. 5 f.), indessen an anderer 
Stelle  als Grund für  den Schulabbruch die von ihrem Vater geplante 
Zwangsheirat angibt (vgl. act. A/10 S. 5), 

dass darüberhinaus in keiner Weise erhellt, weshalb der Vater der Be-
schwerdeführerin, der ihr bei Ungehorsam mit dem Tod gedroht habe, 
diese nach ihrer Mitteilung, sie weigere sich und werde verschwinden, 

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einfach  so gehen liess,  um gleich  danach  aber  nach  ihr  zu  suchen 
(vgl. act. A10 S. 7 ff.),

dass auf Beschwerdeebene nichts Stichhaltiges geltend gemacht wird, 
was allenfalls zu einer anderen Beurteilung führen könnte, 

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  hauptsächlich  auf  die  Argumenta-
tion beschränkt, bei einer Zwangsheirat, die in ihrem Land üblich sei, 
bekomme man keine näheren Informationen über den geplanten Ehe-
mann, sowie pauschal auf ihr schlechtes Gedächtnis und den seither 
vergangenen, langen Zeitablauf verweist,

dass mit  diesen Ausführungen indessen die zuvor festgestellten Un-
glaubhaftigkeitselemente nicht entkräftet werden, 

dass unter diesen Umständen festzuhalten bleibt, dass das Bestehen 
der  Flüchtlingseigenschaft ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden 
kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetre-
ten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die der Beschwerdeführerin im Heimatstaat drohen,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Äthiopien zurzeit keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, 
aufgrund derer die Zivilbevölkerung generell als konkret gefährdet be-
zeichnet  werden  müsste  (vgl.  Urteile  D-5015/2007  vom 23.  Oktober 
2009 E. 6.3.1, D-2753/2007 vom 17. September 2009 E. 7.4.2), 

dass  seit  der  Unterzeichnung  des  Friedensabkommens  zwischen 
Äthiopien und Eritrea am 12. Dezember 2000 UNO-Soldaten die Gren-
ze zwischen den beiden Ländern kontrollieren, wobei diese zwar ein 
sporadisches Wiederaufflackern des Grenzkonfliktes nicht verhindern 
konnten, jedoch sowohl Äthiopien als auch Eritrea den Schiedsspruch 
der  hierfür  eingesetzten  internationalen  Kommission,  welcher  am 
13. April  2002  ergangen  ist,  grundsätzlich  zu  akzeptieren  scheinen, 
und ein erneuter offener Ausbruch des Konflikts bis heute erfolgreich 
verhindert werden konnte, 

dass trotz Abzugs der UN-Friedenstruppen aus Eritrea im März 2008 
und aus Äthiopien im August 2008 im heutigen Zeitpunkt nicht von ei-

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nem offenen Konflikt  im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Eritrea 
auszugehen ist, weshalb insgesamt jedenfalls nicht von einer rechtlich 
relevanten  Verschlechterung  der  allgemeinen  Lage  in  Äthiopien  ge-
sprochen werden kann, 

dass auch keine Anhaltspunkte vorliegen, aufgrund derer geschlossen 
werden müsste, die Beschwerdeführerin gerate in ihrer Heimat aus in-
dividuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher 
Natur in eine existenzbedrohende Situation, 

dass die von der Beschwerdeführerin erstmals auf Beschwerdeebene 
geltend gemachte - und ärztlich nicht belegte - (...) per se weder auf 
eine im Heimatland nicht  durchzuführende medizinische Behandlung 
schliessen  lässt  noch  der  Wiederaufnahme  einer  Erwerbstätigkeit 
entgegensteht, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge über eine ge-
wisse Schulbildung (vgl. act. A/1 S. 2) sowie in ihrem Heimatstaat mit 
ihrer  Grossmutter,  ihrem  Vater,  ihren  Halbgeschwistern  und  ihrer 
Freundin (vgl. act. A/1 S. 2) über ein soziales Beziehungsnetz verfügt, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung daher nicht als unzumutbar er-
weist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs. 4 
AsylG),

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist,

dass aus den soeben dargelegten Gründen die Beschwerdebegehren 
als aussichtslos zu bezeichnen sind, weshalb das Gesuch um Gewäh-

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rung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1 
VwVG abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  ist  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  durch  Vermittlung  des  (...)  C._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) C._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...) 
mit  der Bitte um Eröffnung des Urteils an die Beschwerdeführerin 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: 

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