# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eeaaa325-e07b-58bc-945e-43302212415d
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.09.2021 BB.2021.88
**Docket/Reference:** BB.2021.88
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2021-88_2021-09-22

## Full Text

Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO);;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO);;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO);;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO)

Beschluss vom 22. September 2021 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Stephan Blättler,  

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A., 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2021.88 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

– die Bundesanwaltschaft gegen A. ein Strafverfahren wegen Widerhandlung 

gegen das Kernenergiegesetz (KEG) führt; 

 

– mit Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl vom 29. März 2021 die Bun-

desanwaltschaft die Bundeskriminalpolizei mit der Vornahme der Haus-

durchsuchung, der Durchsuchung von Aufzeichnungen, der Durchsuchung 

von Personen und Gegenständen sowie der vorläufigen Sicherstellung all-

fälliger Beweismittel, Vermögenswerte oder Gegenstände am Wohnort von 

A. in Z., beauftragte (act. 2); 

 

– der Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl am 31. März 2021 durch die 

Bundeskriminalpolizei unter Beisein von A. vollzogen worden ist (act. 1.2); 

 

– dagegen A. mit undatierter Beschwerde, am 7. April 2021 der Post überge-

ben, an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangt und eine 

Entschädigung für die Kinder verlangt, die von der Hausdurchsuchung trau-

matisiert seien und dass der Staat sämtliche Kosten für die Kinder über-

nehme (act. 1); 

 

– das Gericht A. am 13. April 2021 mitteilte, dass es nach der Praxis des Bun-

desgerichts nicht leicht sei, erfolgreich ein Beschwerdeverfahren gegen eine 

Hausdurchsuchung an sich einzuleiten; ihm Frist angesetzt wurde, um die 

Beschwerde zurückzuziehen, ansonsten das Beschwerdeverfahren weiter-

geführt werde (act. 4); innert Frist sich A. nicht vernehmen liess; 

 

– auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (vgl. Art. 390 

Abs. 2 StPO e contrario). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

– gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den 

Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden kann (Art. 393 Abs. 1 

lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- 3 - 

 

 

 

– zur Beschwerde jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte berech-

tigt ist, welche oder welcher ein rechtlich geschütztes Interesse an der Auf-

hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382 

Abs. 1 StPO); 

 

– das Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides gemäss 

Art. 382 Abs. 1 StPO nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zudem 

ein aktuelles und praktisches zu sein hat (statt vieler: Urteil des Bundesge-

richts 6B_1153/2016 vom 23. Januar 2018 E. 2.3.1); 

 

– die mit vorliegender Beschwerde angefochtene Hausdurchsuchung jedoch 

bereits abgeschlossen ist, weshalb es dem Beschwerdeführer an einem ak-

tuellen und praktischen Interesse an der Aufhebung oder Änderung der An-

ordnung der Hausdurchsuchung fehlt (BGE 118 IV 67 E. 1c; TPF 2004 34 

E. 2.2); 

 

– eine ausnahmsweise Überprüfung der Hausdurchsuchung in dieser Phase 

sich nicht aufdrängt, da die von der Rechtsprechung hierfür entwickelten 

Grundsätze offensichtlich nicht erfüllt sind (BGE 118 IV 67 E. 1d); 

 

– dem Betroffenen dagegen im weiteren Verfahren voller gerichtlicher Rechts-

schutz zusteht (Urteile des Bundesgerichts 1B_360/2013 vom 24. März 2013 

E. 2.2; 1B_310/2012 vom 22. August 2012 E. 2); 

 

– der Beschuldigte im weiteren Verfahren der Bundesanwaltschaft eine Ent-

schädigung beantragen kann; 

 

– dementsprechend auf die Beschwerde nicht einzutreten ist; 

 

– bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos-

ten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

– die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. 

Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 BStKR). 

 

 

- 4 - 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 22. September 2021 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).