# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78b1947d-e345-5770-a897-06feeb96c245
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 31.07.2020 IV 2018/241
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-241_2020-07-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/241

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 18.12.2020

Entscheiddatum: 31.07.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 31.07.2020
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Auf das von der IV-Stelle eingeholte 
psychiatrische Teilgutachten kann (auch) angesichts der neueren 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu psychischen Leiden (vorliegend 
insb. eine Depression) abgestellt werden. Invaliditätsgradbestimmung durch 
Einkommensvergleich (Tabellenlöhne gemäss LSE) (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 31. Juli 2020, IV 2018/241).

Entscheid vom 31. Juli 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Miriam Lendfers und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

IV 2018/241

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Zünd, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), arbeitete von 1977 bis Juli 2013 in 

verschiedenen Festanstellungen als Z.___ bzw. Vorarbeiter und danach gegen Kost 

und Logis bei einem Freund in einem Restaurant. Den im Jahr 2015 gestarteten 

Versuch, erneut als Z.___ tätig zu sein, musste er nach kurzer Zeit gesundheitsbedingt 

abbrechen (IV-act. 19, 22-1, 32-2/7, 37-1).

A.a. 

Am 20. Juni 2016 meldete sich der Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen 

(berufliche Integration/Rente) an. Als gesundheitliche Beeinträchtigung nannte er die 

seit dem Jahr 2006 bestehenden Rückenprobleme (lumbale Arthrose, 

Bandscheibenvorfälle) wegen Abnützung. Seit dem 25. Mai 2016 bestehe eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 1; vgl. Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 25. Mai 

2016 von Dr. med. B.___, Allgemeinmedizin FMH, IV-act. 3). Die Abklärungen der IV-

Stelle ergaben, dass der Versicherte im Jahr 2002 wegen einer medio-links-lateralen 

Diskushernie L4/5 hatte operiert werden müssen (IV-act. 10-3ff.). Am 10. Februar 2014 

war wegen eines mittelvolumigen symmetrischen lateralen Diskushernienrezidivs L4/5 

links mit Irritation der Nervenwurzel L5 links prärecessal eine CT-Infiltrationsanästhesie 

der Nervenwurzel L5 links erfolgt (IV-act.10-6).

A.b. 

Im Arztbericht vom 12. Juli 2016 diagnostizierte Dr. B.___ ein chronisches 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach einer Diskushernienoperation L4/5 

medio-links-lateral im Jahr 2002. Seit dem 25. Mai 2016 bestehe eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Z.___. Leichte Arbeiten seien 

aktuell zu 50 % sicher möglich (IV-act. 10-1f.). RAD-Arzt Dr. H.___ ging in der 

A.c. 

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Stellungnahme vom 25. Juli 2016 hinsichtlich einer körperlich leichten 

wechselbelastenden Tätigkeit ohne längere einseitige Körperhaltung, z.B. 

vornübergeneigt, ohne Tätigkeiten, die eine freie Beweglichkeit der Wirbelsäule 

erforderten, wie z.B. Dreh- und Streckbewegungen, sowie ohne häufiges Bücken, 

Knien oder Kauern und ohne häufiges Besteigen von Treppen oder Leitern von einer 

mindestens 80%igen Arbeitsfähigkeit aus (IV-act. 12). Die kernspintomographische 

Untersuchung vom 22. Juli 2016 in der Radiologie Nordost, Diagnosezentrum Rheintal, 

ergab im Vergleich zur Voruntersuchung vom 5. Februar 2014 (vgl. IV-act. 10-5) eine 

grössenregrediente linkslaterale Diskushernie L4/5 mit fortbestehender Dekonfiguration 

und mässiger Kompression der recessal eintretenden Nervenwurzel L5 links, eine im 

Verlauf neu aufgetretene rechtslaterale Diskushernie L3/4 mit Dekonfiguration und 

möglicher Kompression des prärecessalen Anteils der Nervenwurzel L4 rechts ohne 

weiteren aktuellen Krankheitswert bei linksseitig angegebenen Beschwerden sowie ein 

stationäres Ausmass der pansegmentären degenerativen LWS-Veränderungen 

insbesondere akzentuiert auf Niveau L4/5 und L5/S1 (IV-act. 28). Die daraufhin 

durchgeführten ambulanten Untersuchungen in der Klinik für Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 5. und 26. August 2016 ergaben eine 

belastungs- und bewegungsabhängige Lumbago mit pseudoradikulärer 

Schmerzausstrahlung beidseits (IV-act. 26-2f., 27, vgl. auch IV-act. 34).

Ab dem 24. November 2016 wurde der Versicherte zudem von Dr. med. C.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, behandelt (IV-act. 45).

A.d. 

Am 17. Februar 2017 sprach die IV-Stelle dem Versicherten 

Frühinterventionsmassnahmen zu. Übernommen wurden die Kosten für ein 

Belastbarkeitstraining vom 6. Februar bis 31. Juli 2017 (IV-act. 41). Gleichentags wurde 

dem Versicherten auch Arbeitsvermittlung zugesprochen (IV-act. 42).

A.e. 

Im Arztbericht vom 20. Februar 2017 diagnostizierte Dr. C.___ eine depressive 

Erkrankung, rezidivierend (ICD-10: F33.11), eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie eine Neurasthenie (ICD-10: F48.0). Er erachtete 

die bisherige Tätigkeit als nicht mehr zumutbar (zurzeit 100%ige Arbeitsunfähigkeit; IV-

act. 45). Im Arztbericht vom 27. Februar 2017 diagnostiziert Dr. B.___ ein chronisches 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie eine depressive Entwicklung (IV-act. 46-1ff.).

A.f. 

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Im Bericht über das Einsatzprogramm vom 19. Juli 2017 (betrifft das von der IV-

Stelle zugesprochene Belastungstraining bei der X.___ [IV-act. 41]), durchgeführt im 

Y.___) wurde dem Versicherten für Tätigkeiten in einem angepassten Arbeitsumfeld, in 

dem kein Termindruck und keine schnellen Arbeitsabläufe bestehen sowie keine 

schweren Lasten zu tragen sind, ein Leistungsgrad von 20 % bei einer Beschäftigung 

von ca. 50 % bescheinigt (IV-act. 49). Die MRT-Untersuchung der LWS in der 

Radiologie Nordost vom 9. August 2017 ergab einen unveränderten Zustand zur 

Voruntersuchung vom 22. Juli 2016 (IV-act. 54-4). Am 12. September 2017 berichtete 

Dr. C.___ über einen stationären Gesundheitszustand bei gleichbleibender Diagnose 

(IV-act. 53-2ff.). Im Verlaufsbericht vom 25. September 2017 erachtete er Tätigkeiten 

ohne körperlichen Einsatz und unter Beachtung von Flexibilität im Umfang von vier 

Stunden pro Tag vielleicht als zumutbar (IV-act. 56). Im Verlaufsbericht vom 

26. September 2017 berichtete Dr. B.___ über anhaltende teils massive 

Rückenschmerzen lumbal, häufig ausstrahlend ins rechte Bein. Er erachtete dem 

Versicherten ähnliche Arbeiten wie in der Eingliederungsmassnahme im Umfang von 

vier Stunden pro Tag als zumutbar (IV-act. 54).

A.g. 

Die IV-Stelle veranlasste daraufhin eine polydisziplinäre medizinische 

Begutachtung mit den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie 

(inkl. Untersuchung der arbeitsbezogenen körperlichen Leistungsfähigkeit [EFL]) und 

Psychiatrie. Damit beauftragt wurde das MGSG Medizinische Gutachtenzentrum 

Region St. Gallen GmbH, Rorschach (IV-act. 61). Die Untersuchungen fanden am 6. 

Dezember 2017 (Innere Medizin, Psychiatrie, Orthopädie), am 16. Januar (bildgebende 

Untersuchungen), am 23. und 24. Januar (EFL) sowie am 25. Januar und 5. Februar 

2018 (Neurologie inkl. Laboruntersuchungen sowie weitere bildgebende 

Untersuchungen) statt. Das polydisziplinäre Gutachten stammt vom 9. März 2018 (IV-

act. 73).

A.h. 

Im orthopädischen Teilgutachten (IV-act. 73-3ff.; inklusive EFL, IV-act. 73-75ff.) 

erhob Dr. med. D.___, Spezialarzt Orthopädie FMH, als Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit eine Lumboischialgie links bei Osteochondrose L4/5 mit 

Diskushernie und Tangierung der Nervenwurzel L5 links sowie eine Osteochondrose 

L5/S1 und Diskushernie L3/4 mit Kontakt zur Nervenwurzel L4 rechts und Zustand 

nach interlaminärer Fenestration, Sequesterentfernung und 

A.i. 

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Zwischenwirbelausräumung 7/2002 (IV-act. 73-7). Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, 

dass dem Versicherten die Tätigkeit als Z.___ aus funktioneller Sicht nicht 

vollumfänglich zumutbar sei. Das Heben von Lasten vom Boden sei nicht über 10 kg 

zumutbar (IV-act. 73-10). Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Z.___ 

betrage bei voller Stundenpräsenz seit Februar 2014 20 % (IV-act. 73-19). Eine 

mittelschwere Arbeit – von Vorteil sei eine wechselbelastende, mehrheitlich stehende 

und gehende Tätigkeit – sei dem Versicherten ganztags zumutbar, eventuell mit 

zusätzlichen Pausen bei nachvollziehbarer Zunahme der Schmerzen. Die maximal 

zumutbaren Gewichte unter optimalen Voraussetzungen seien beim Heben vom Boden 

10 kg, Heben bis Kopfhöhe 12.5 kg, Heben horizontal und Tragen vorne 20 kg, 

einhändiges Tragen rechts 12.5 kg und links 15 kg. Häufiges Bücken sei nicht und 

vorgeneigtes Sitzen nur selten zumutbar. Schwer Ziehen und Stossen seien selten 

zumutbar. Arbeiten über Kopfhöhe, vorgeneigtes Stehen, an Ort Stehen oder Sitzen 

seien manchmal zumutbar. Mässige konditionelle Einschränkungen bestünden beim 

Treppensteigen und bei wiederholten Kniebeugen. Feinkoordinierte Handarbeit sei 

mässig verlangsamt (IV-act: 73-10f.). Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten 

Räumen könnten dem Versicherten (in Beachtung der zuvor genannten 

Einschränkungen) bei voller Stundenpräsenz seit Februar 2014 zu 100 % zugemutet 

werden (IV-act. 73-19).

Im psychiatrischen Teilgutachten (IV-act. 73-20ff.) diagnostizierte Dr. med. E.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: 

F33.1; IV-act. 73-32), bestehend seit etwa November 2016 (IV-act. 73-34). Zu den 

Befunden wurde ausgeführt, dass beim Versicherten eine bedrückte Stimmung mit 

verminderter Lust, verminderter Freude und fehlender Unternehmenslust bestehe. 

Hinzu kämen leichte Affektstörungen mit teils vermindertem affektivem Mitschwingen, 

teils Mitschwingen mit Stimmungsaufhellung bei Ablenkung sowie eine Neigung zu 

psychomotorischer Unruhe. Der Antrieb erscheine vermindert. Kognitive Störungen 

liessen sich nicht erheben. Der Gedankenduktus sei kohärent, das Denken flüssig, 

geordnet und es fänden sich keine Hinweise für inhaltliche Denkstörungen. Jedoch 

wirke der Versicherte im Denken negativistisch auf seine körperlichen Beschwerden 

und seine soziale Situation, vor allem mit finanziellen Problemen und Abhängigkeit vom 

A.j. 

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Sozialamt, eingeengt, mit fehlenden Zukunftsperspektiven und es würden 

Zukunftsängste und Existenzängste geäussert. Auch liessen sich gelegentliche 

Suizidgedanken erheben, ohne Hinweise für eine suizidale Einengung. Die Motivation 

und Interessen erschienen vermindert. Es würden Schlafstörungen mit 

Einschlafstörungen angegeben und es fänden sich Hinweise für vermehrte Müdigkeit 

und Erschöpfung tagsüber. Es liessen sich keine Biorhythmusstörungen erheben. Das 

Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen erschienen vermindert und es würden 

Insuffizienzgefühle angegeben. Für eine Persönlichkeitsstörung fänden sich keine 

Hinweise. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung, Realitätsprüfung und Urteilsbildung, 

Affektsteuerung, Impulskontrolle, Intentionalität und der Antrieb erschienen vor allem 

durch die depressive Störung beeinträchtigt. Trotz der körperlichen Beschwerden 

liessen sich keine Hinweise für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung finden, 

bei der die Schmerzen durch eine organische Störung nicht vollständig erklärt werden 

könnten und in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen 

stünden. Die körperlichen Beschwerden dürften überwiegend organisch erklärbar sein. 

Jedoch könne eine psychogene Überlagerung der körperlichen Beschwerden im 

Zusammenhang mit der depressiven Störung nicht ausgeschlossen werden. Dabei 

habe der Versicherte zum Untersuchungszeitpunkt keine Verdeutlichung der 

körperlichen Beschwerden und kein demonstratives Hinweisen auf die Beschwerden 

gezeigt. Es fänden sich keine Hinweise für eine Aggravation oder einen sekundären 

Krankheitsgewinn (IV-act. 73-34f.). Aus rein psychiatrischer Sicht könne in der 

angestammten Tätigkeit als Z.___ eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem 

Stundenpensum seit etwa November 2016 angenommen werden. Aufgrund der 

rezidivierenden depressiven Störung seien die emotionale Belastbarkeit, die geistige 

Flexibilität, der Antrieb, die Interessen, Motivation und Dauerbelastbarkeit 

beeinträchtigt (IV-act. 73-38). In einer leidensadaptierten Tätigkeit könne eine 70%ige 

Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum seit etwa November 2016 angenommen 

werden. Bei den adaptierten Tätigkeiten sollte es sich um solche ohne erhöhte 

emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung), ohne erforderliche 

geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche 

Dauerbelastung handeln (IV-act. 73-39).

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Im neurologischen Teilgutachten (IV-act. 73-41ff.) stellte Dr. med. F.___, 

Spezialärztin Neurologie FMH, folgende Diagnosen, welchen sie Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit beimass: Ein sensomotorisches, sensibel betontes radikuläres 

Schmerzsyndrom L4, L5 rechts, Erstmanifestation zirka 2011, signifikant progredient 

seit Mitte/ Ende 2013, ein polyneuropathisches Syndrom: Large and Small Fiber-

Polyneuropathie, Erstmanifestation wahrscheinlich 2006, im Verlauf stetig progredient 

sowie assoziiert mit Symptomen eines Restless legs-Syndroms (IV-act. 73-55f.). Dem 

Versicherten seien keine statischen und insbesondere keine dynamischen, 

wirbelsäulenbelastenden Bewegungen (entsprechende Tätigkeitsbereiche) zumutbar. 

Zu beachten seien angesichts der Beeinträchtigungen der Stand- und 

Gleichgewichtsfähigkeit (polyneuropathische sensible Ataxie) das Laufen, Stehen auf 

unebenem Gelände und/oder in der Dämmerung/Dunkelheit (IV-act. 73-58). 

Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als Z.___ bestehe bei voller Stundenpräsenz 

eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit spätestens seit Februar 2014. In einer 

leidensangepassten Tätigkeit, die wirbelsäulenbelastende Aufgaben, statisch wie 

dynamisch, gänzlich ausschliesse, wechselnd sitzend und stehend ausgeübt werde, 

wie zum Beispiel Observations-/Kontrollarbeiten durch Monitorüberwachungen, die 

kurze Rundgänge in Gebäuden einschliesse, vorzugsweise ohne Begehen von 

Treppen/Leitern, betrage die Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum 100 % seit 

Februar 2014. Dabei seien stunden-/tageweise Arbeitsausfälle wegen kurzfristig 

auftretender Akutschmerzen zu berücksichtigen. Neurologisch sei die Prognose eher 

ungünstig (IV-act. 73-59).

A.k. 

Die internistische Beurteilung wurde durch Dr. med. G.___, Spezialarzt für Innere 

Medizin, vorgenommen (IV-act. 73-60ff.). Diagnosen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit erhob er keine (IV-act. 73-62). Aus internistischer Sicht sei die 

Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (IV-act. 73-64).

A.l. 

In interdisziplinärer Hinsicht gingen die Gutachter in der angestammten Tätigkeit 

als Z.___ von einer Arbeitsfähigkeit bei voller Stundenpräsenz von 20 % und in einer 

Verweistätigkeit (körperliche leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, 

abwechslungsweise sitzend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und 

rotierende Körperhaltungen, ohne regelmässiges Heben von Lasten vom Boden über 

10 kg, Heben und Tragen von über 20 kg, einhändigem Tragen rechts über 12.5 kg und 

A.m. 

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links über 15 kg) bei voller Stundenpräsenz von 100 % seit Februar 2014 aus. Ab 

November 2016 gingen die Gutachter aufgrund der psychiatrischen Diagnose für 

Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne 

erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne 

überdurchschnittliche Dauerbelastung bei voller Stundenpräsenz von einer 70%igen 

Arbeitsfähigkeit aus (IV-act. 73-71). Die Prognose sei aus orthopädischer Sicht 

schlecht, aus psychiatrischer Sicht nur begrenzt günstig und neurologischerseits eher 

ungünstig (IV-act. 73-72).

In der Stellungnahme vom 14. März 2018 erklärte RAD-Arzt Dr. med. H.___, dass 

das Gutachten umfassend und schlüssig sei. Die im Konsens abgeleiteten 

medizinischen Schlussfolgerungen seien versicherungsmedizinisch nachvollziehbar. 

Die wesentlichen Einschränkungen fänden in der Beurteilung Berücksichtigung. Die 

Indikatoren gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seien eingehend erörtert 

worden. Aus versicherungsrechtlicher Sicht könne daher auf das Gutachten abgestellt 

werden. Hinweise auf suboptimales Leistungsverhalten bzw. auf relevante 

Inkonsistenzen gebe es keine. Ergänzend führte Dr. H.___ aus, dass unter Fortsetzung 

der therapeutischen Massnahmen innerhalb eines Jahres eine Besserung der 

depressiven Störung mit Leistungssteigerung und gesamthaft etwa 80%iger 

Arbeitsfähigkeit adaptiert im günstigen Fall medizinisch-theoretisch zu erwarten sei (IV-

act. 74).

A.n. 

Am 27. März 2018 berichtete der Versicherte der für ihn zuständigen 

Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle über einen weiteren gescheiterten 

Arbeitsversuch als Z.___ und erklärte, in einer adaptierten Tätigkeit sei er maximal 

50 % arbeitsfähig (IV-act. 79). Mit Schreiben vom 3. April 2018 wies die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab, da gemäss der Mitteilung der 

Eingliederungsverantwortlichen der Versicherte sich nicht in der Lage fühle, an 

Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (IV-act. 82).

A.o. 

Mit Vorbescheid vom 25. April 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Leistungsbegehrens auf eine Invalidenrente in Aussicht. Zur 

Begründung wurde angeführt, dass er gemäss der Lohnstrukturerhebung 2014 des 

Bundesamtes für Statistik ohne gesundheitliche Einschränkungen ein Einkommen von 

A.p. 

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B.  

Fr. 66'453.- (Valideneinkommen) und in einer leidensadaptierten Tätigkeit bei einer 

70%ige Arbeitsfähigkeit ein solches von Fr. 46'517.- (Invalideneinkommen) erzielen 

könne. Die Erwerbseinbusse betrage Fr. 19'936.- und der Invaliditätsgrad 30 %. 

Folglich liege kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vor (IV-act. 85).

Da der Versicherte keinen Einwand erhob, wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 

7. Juni 2018 und gleicher Begründung wie im Vorbescheid den Anspruch auf eine 

Invalidenrente ab (IV-act. 86).

A.q. 

 Dagegen gelangte der Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. 

oec. David Zünd, St. Gallen, am 9. Juli 2018 mit Beschwerde ans Versicherungsgericht 

(act. G 1). Beantragt wurde: 1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Juni 

2018 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen 

auszurichten. 2. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung zu gewähren. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde 

insbesondere ausgeführt, dass der Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit nur 

noch in Teilzeit und nur unter Berücksichtigung von zusätzlichen Einschränkungen 

ausführen könne. Den im neurologischen Gutachten erwähnten nicht voraussehbaren 

stunden-/tageweisen Arbeitsausfällen wegen der Akutschmerzexazerbationen und 

Blockierungen im Bereich Lendenwirbelsäule müsse ebenfalls Rechnung getragen 

werden. Insgesamt sei ein Tabellenlohnabzug von 25 % zu gewähren. Dies ergebe 

einen Invaliditätsgrad von 47.5 % und einen Anspruch auf eine Viertelsrente. Zudem 

sei, sofern nicht sowieso eine ganze Invalidenrente aufgrund der fehlenden 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zuzusprechen sei, ab November 2020 (bzw. ab 

dem 62. Altersjahr) eine ganze Invalidenrente zu gewähren.

B.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 2. August 2018 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Begründet wurde der 

Antrag insbesondere damit, dass eine Einschränkung von 30 % nicht nachvollziehbar 

sei, da die Gesundheitsschädigungen gering bzw. nicht in erheblichen Ausmass 

vorhanden seien und durch die vorhandenen Ressourcen gut kompensiert werden 

könnten. Folglich sei bezüglich einer leidensadaptierten Tätigkeiten auf eine volle 

B.b. 

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Erwägungen

1.

Nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente.

2.  

Arbeitsfähigkeit zu schliessen. Ein Tabellenlohnabzug sei nicht gerechtfertigt, da die 

Einschränkungen bereits im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt worden seien und es 

genügend Verweistätigkeiten gebe.

Am 20. August 2018 entsprach die verfahrensleitende Richterin dem Gesuch des 

Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung; act. 

G 4).

B.c. 

In der Replik vom 23. August 2018 hielt der Beschwerdeführer an den 

Rechtsbegehren gemäss Beschwerde vom 9. Juli 2018 fest (act. G 8).

B.d. 

In der Duplik vom 5. September 2020 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 

Ausführungen in der Beschwerdeantwort und an ihrem Antrag unverändert fest (act. 

G 10).

B.e. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c).

2.1. 

Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), jedoch 

frühestens im Monat der auf die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (Art. 29 Abs. 1 

2.2. 

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IVG). Die Rente wird vom Beginn des Monats ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch 

entsteht (Abs. 3).

Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem 

in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.3. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Nach 

Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist.

2.4. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen, 115 V 134 E. 2).

2.5. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen, 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer 

Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 

externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 

und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

2.6. 

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3.  

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4, 125 V 353 E. 3b/bb).

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

2.7. 

Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch der Beschwerdeführer gehen vom 

Vorliegen körperlich bedingter Einschränkungen – wie sie im Gutachten diagnostiziert 

worden sind (act. G 1-6f, G 3-3, G 8-2) – aus. Hinsichtlich der aus orthopädischer Sicht 

zu beachtenden Einschränkungen (nur körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten 

Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte 

und rotierende Körperhaltungen, Beachten von Gewichtsbeschränkungen beim Heben 

und Tragen von Lasten [IV-act. 73-10f./18f.; vgl. auch Sachverhalt A.i]) wurden keine 

Einwände erhoben. Unbestritten ist denn auch, dass dem Beschwerdeführer die 

angestammte Tätigkeit als Z.___ höchstens noch in geringfügigem Ausmass zumutbar 

ist (gutachterlich erhobene Arbeitsunfähigkeit von 80 % seit Februar 2014, IV-act. 

73-19/59).

3.1. 

Die vom psychiatrischen Gutachter Dr. E.___ erhobene Diagnose einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: 

F33.1; IV-act. 73-32), seit etwa November 2016 bestehend (IV-act. 73-34), ist ebenfalls 

unbestritten (act. G 3-3, G 8-2). Die Parteien vertreten jedoch unterschiedliche 

Ansichten in Bezug auf die psychisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der 

Beschwerdeführer geht entsprechend der gutachterlichen Einschätzung von einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer leidensangepassten Tätigkeit (ohne erhöhte 

emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/23

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4.

Einzugehen ist daher auf die Auswirkungen der psychischen Leiden auf die 

Arbeitsfähigkeit.

ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung; IV-

act. 73-39/71) aus (act. G 1-6f., G 8). Die Beschwerdegegnerin ging zwar im 

Vorbescheid vom 25. April 2018 (IV-act. 85) und in der Verfügung vom 7. Juni 2018 (IV-

act. 86) ebenfalls von der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung aus, in der 

Beschwerdeantwort vom 2. August 2018 (act. G 3) wird nun aber erstmalig geltend 

gemacht, dass hinsichtlich einer leidensangepassten Tätigkeit gar keine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit gegeben sei.

Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann nur relevant sein, wenn sie Folge 

einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung ist (vgl. 

Entscheid des Bundesgerichts vom 15. Mai 2017, 8C_95/2017; BGE 130 V 396). Da die 

diagnostische Einordnung einer psychischen Störung allein das objektiv bestehende 

tatsächliche Leistungsvermögen nicht festlegt, sind die funktionellen Folgen der 

Gesundheitsschädigung qualitativ zu erfassen und quantitativ einzuschätzen (vgl. BGE 

141 V 281 E. 3.1, 143 V 418 E. 4.1.2). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

(vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1f.) sind grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen 

Beweisbedarf) sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten 

Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Für die Beurteilung des 

funktionellen Leistungsvermögens sind gemäss BGE 141 V 281 also in der Regel 

diverse Standardindikatoren beachtlich. Diese hat das Bundesgericht wie folgt 

systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie "funktioneller Schweregrad" mit den 

Komplexen "Gesundheitsschädigung" (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 

und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; 

Komorbiditäten), "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsentwicklung und

-struktur, grundlegende psychische Funktionen) und "sozialer Kontext" sowie 

Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) mit den Faktoren 

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 

Lebensbereichen und behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener 

Leidensdruck.

4.1. 

Das der angefochtenen Verfügung vom 7. Juni 2018 (IV-act. 86) zugrundeliegende 

Gutachten vom 9. März 2018 (IV-act. 73) wurde nach dem in BGE 143 V 418 

publizierten Entscheid vom 30. November 2017 erstellt. Die Beschwerdegegnerin 

erklärte in der Beschwerdeantwort vom 2. August 2018, das Gutachten erfülle 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/23

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sämtliche Anforderungen an eine beweiswertige ärztliche Entscheidungsgrundlage (act. 

G 3-3f.). Der RAD erklärte bereits zuvor in der Stellungnahme vom 14. März 2018, dass 

im Gutachten die Indikatoren gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

eingehend erörtert worden seien und aus versicherungsmedizinischer Sicht auf das 

Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 74). Der Beschwerdeführer hat sich zu 

dieser Frage nicht explizit geäussert. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, 

dass er die Anforderungen ebenfalls als erfüllt erachtet, denn er berief sich sowohl in 

der Beschwerde vom 9. Juli als auch in der Replik vom 23. August 2018 (act. G 1, G 8) 

auf das Gutachten bzw. auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung von 70 % für 

leidensangepasste Tätigkeiten. Festzustellen ist, dass im Gutachten vom 9. März 2018 

die vom Bundesgericht festgelegten Standardindikatoren behandelt wurden.

Zum psychiatrischen Teilgutachten ist vorab anzumerken, dass Dr. E.___ oft das 

Wort "erscheint" verwendet, um seine Erhebungen zu beschreiben und nicht etwa, um 

geäusserte Zweifel oder Relativierungen des Gesagten anzubringen. Dies zeigt sich, 

wenn jeweils der Kontext einbezogen wird, in welchem eine gutachterliche Aussage 

steht.

4.3. 

Bei der Würdigung der Standardindikatoren und insbesondere der Aussagen und 

Folgerungen von Dr. E.___ ist zu beachten, dass vorliegend nicht eine gänzliche 

(100%ige Arbeitsunfähigkeit), sondern lediglich eine relativ tiefe Arbeitsunfähigkeit von 

30% im Raum steht. Daher kann bspw. aus (wenigen) erhobenen Ressourcen und 

Kontakten nicht bereits geschlossen werden, dass die Arbeitsfähigkeit gar nicht 

eingeschränkt sei. Erst wenn die gutachterliche Einschätzung der vorhandenen 

Ressourcen die schliesslich resultierende Arbeitsfähigkeitsschätzung unplausibel 

erscheinen lässt, können – jedoch meist erst nach ergänzenden Abklärungen 

(insbesondere durch Rückfragen bei der Gutachterin oder beim Gutachter) – Zweifel an 

der gutachterlichen Würdigung angebracht sein. Entscheidend ist – wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt (vgl. act. G 3-4) – jedoch immer das 

Gesamtbild (und nicht ein einzelner Aspekt/Indikator).

4.4. 

In der Beschwerdeantwort vom 2. August 2018 (act. G 3) bringt die 

Beschwerdegegnerin erstmals Kritik am psychiatrischen Gutachten und dabei 

insbesondere an der Würdigung der Standardindikatoren und der attestierten 

Arbeitsunfähigkeit an. So erachtet sie die Behandlungsmöglichkeiten als nicht 

ausgeschöpft und verweist insbesondere darauf, dass der Beschwerdeführer keine 

antidepressiven Medikamente einnehme bzw. solche im Blut nicht nachweisbar seien. 

Im Weiteren werden Zweifel am Leidensdruck geäussert, denn der Beschwerdeführer 

könne den Alltagsaktivitäten uneingeschränkt nachgehen. Schwerwiegende 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/23

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Komorbiditäten seien nicht vorhanden, denn die somatischen Einschränkungen würden 

weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit adaptiert erlauben. Hinsichtlich der 

Ressourcen wird erklärt, dass der Beschwerdeführer über gute Ressourcen verfüge. 

Ausserdem sei er motiviert, denn er wolle arbeiten. Er habe sich in der Schweiz 

integriert, spreche gutes Deutsch und sei sogar zum Vorarbeiter aufgestiegen. Dass 

der Antrieb vermindert sei, werde bezweifelt, denn er koche, wasche, informiere sich 

über Zeitungen und schaue fern. Er sei kontaktfähig. So habe er einmal pro Woche 

Kontakt zu einer Kollegin und wolle künftig den Kontakt zum Enkelkind pflegen. 

Insgesamt seien die Auswirkungen der Gesundheitsschädigung gering bzw. nicht im 

erheblichen Ausmass vorhanden und könnten durch die vorhandenen Ressourcen gut 

kompensiert werden. Im Weiteren wird gerügt, dass der Psychiater die psychosozialen 

und soziokulturellen Belastungsfaktoren bei der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit 

gewürdigt habe. Eine Einschränkung von 30 % sei daher nicht nachvollziehbar. 

Mangels Nachweises einer Einschränkung müsse auf eine volle Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit geschlossen werden. Weitere Abklärungen seien aufgrund des 

erst kürzlich erstellten Gutachtens nicht angezeigt.

Der Beschwerdeführer entgegnet in der Replik vom 23. August 2018 (act. G 8), 

dass die Begründung der Beschwerdegegnerin zum Leidensdruck nicht 

nachvollziehbar sei. Aus der Aussage des Gutachters, die Therapiewirksamkeit werde 

durch psychosoziale Faktoren mitbeeinflusst, könne nicht geschlossen werden, dass 

der psychiatrische Gutachter ansonsten von einer höheren Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit ausgegangen wäre. Die Aussage der Beschwerdegegnerin, 

dass es dem Beschwerdeführer aus der Fremdwahrnehmungsperspektive gut gehe, sei 

unverständlich, zumal sie ihn weder persönlich gesehen, geschweige denn untersucht 

habe. Aus der Aussage des Beschwerdeführers, dass er gerne arbeiten wolle, könne 

nicht abgeleitet werden, es gehe ihm gut. Bei den angeführten Beispielen wie 

Mahlzeiten zubereiten und Fernsehen handle es sich um Grundbedürfnisse, welche 

auch kranke Menschen hätten. Eine einzige Kollegin mache den Beschwerdeführer 

nicht zu einer kontaktfähigen Person. Wenn das Gutachten unklar sei, wie das die 

Beschwerdegegnerin nun behaupte, so hätte sie weitere Abklärungen veranlassen 

müssen.

4.6. 

Der psychiatrische Gutachter Dr. E.___ hat sich mit dem funktionellen 

Schweregrad der Beeinträchtigung auseinandergesetzt.

4.7. 

Im Gutachten erhob Dr. E.___ die Gesundheitsschädigungen und deren 

Ausprägungen (IV-act. 73-34ff.; vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1). Gestützt u.a. auf die 

4.7.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/23

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Aktenlage und eine ausführliche Anamnese stellte er die Diagnose einer rezidivierenden 

depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) seit etwa 

November 2016 bestehend (IV-act. 73-32/34). Im Weiteren erklärte er, wieso er nicht 

wie der behandelnde Psychiater Dr. C.___ auch von einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung und einer Neurasthenie ausgehe (vgl. IV-act. 45, 53); für diese seien 

die Kriterien nicht erfüllt (IV-act. 73-33f./38). In Anbetracht der Aktenlage und des 

fachärztlich erhobenen Befunds ist die diagnostische Beurteilung von Dr. E.___ als 

nachvollziehbar und schlüssig einzustufen. So setzte sich der Gutachter ausführlich mit 

den Angaben des Beschwerdeführers auseinander, wies auf mögliche Ungereimtheiten 

hin und stellte diese in einen Gesamtzusammenhang mit den Auswirkungen der 

psychosozialen Belastungsfaktoren. Auch legte er dar, wieso er die vom behandelnden 

Psychiater Dr. C.___ erhobene Diagnose der Depression, jedoch nicht die weiteren von 

ihm erhobenen Diagnosen bestätigen könne. In der Stellungnahme vom 14. März 2018 

brachte der RAD keine Einwände oder Vorbehalte zum Gutachten an (IV-act. 74; vgl. 

auch Erwägung 3.3). Dementsprechend ist auf die vom psychiatrischen Gutachter 

erhobenen Befunde und die Diagnose abzustellen, zumal der Gutachter auch keine 

Hinweise auf Aggravation oder einen sekundären Krankheitsgewinn fand (IV-act. 

73-35).

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit zeigte der psychiatrische Gutachter Dr. E.___ 

detailliert und systematisch sowie nachvollziehbar und schlüssig auf, welche Faktoren 

bzw. Störungen beim Beschwerdeführer leistungslimitierend sind. Er stellte den 

Zusammenhang zwischen der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), bestehend seit etwa November 2016, und seiner 

Einschätzung, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht um 30 % gemindert 

sei, her. So befasste sich der Gutachter ausführlich mit den Angaben des 

Beschwerdeführers, hinterfragte und würdigte Aspekte wie die im Blut nicht 

nachweisebaren Antidepressiva, die nicht ganz ins Gesamtbild zu passen schienen. Als 

beeinträchtigt erachtete Dr. E.___ beim Beschwerdeführer die Selbst- und 

Fremdwahrnehmung, die Realitätsprüfung und Urteilsbildung, die Affektsteuerung, die 

Impulskontrolle, die Intentionalität und den Antrieb. Die Auswirkungen dieser 

Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit stufte er jedoch im Vergleich zum 

behandelnden Psychiater Dr. C.___ als geringer ein. So ging er nicht auch von einer 

50%igen, sondern nur von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit adaptiert aus (IV-act. 

73-32ff./39ff.).

4.7.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/23

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Nachfolgend ist auf die Kritik der Beschwerdegegnerin am Gutachten einzugehen.4.8. 

Der Ansicht der Beschwerdegegnerin, dass der Gutachter die psychosozialen 

und soziokulturellen Belastungsfaktoren bei der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit 

berücksichtigt habe (act. G 3-4), kann nicht gefolgt werden, denn der Gutachter 

erklärte lediglich, dass diese Belastungsfaktoren nicht alleinig ursächlich seien und eine 

weitere Besserung auch von psychosozialen Faktoren abhängig sei (IV-act. 73-36). 

Diese Aussage ist verständlich und nachvollziehbar, wenn man beachtet, dass in der 

Praxis regelmässig Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen 

Belastungsfaktoren auftreten. Das Gutachten enthält jedoch weder Erklärungen noch 

Hinweise dafür, dass der psychiatrische Gutachter die Auswirkungen der 

psychosozialen und soziokulturellen Belastungsfaktoren bei der Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt hat und deswegen eine höhere Arbeitsunfähigkeit 

attestiert hat.

4.8.1. 

Die Aussage der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer über gute 

Ressourcen verfüge (IV-act. G 3-4), ist aufgrund der Aktenlage nicht nachvollziehbar. 

So berichtet der psychiatrische Gutachter lediglich über wenige vorhandene und 

mobilisierbare Ressourcen (IV-act. 73-35/66). Ihm zufolge sind dem Beschwerdeführer 

durchaus mehr Aktivitäten zumutbar (IV-act. 73-37). Damit brachte er aber wohl 

lediglich zum Ausdruck, dass der Beschwerdeführer zwar die Ressourcen – 

entsprechend einer 70%igen Arbeitsfähigkeit – besitzt, mangels einer Arbeitsstelle aber 

noch nicht im ganzen Umfang ausnützen bzw. beanspruchen musste. Im Gutachten 

gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer – wie von der 

Beschwerdegegnerin wohl angenommen – über Ressourcen korrelierend mit einer 

vollen Arbeitsfähigkeit verfügt. Zur von der Beschwerdegegnerin genannten Ressource 

"Deutsch" ist zu ergänzen, dass er zwar Deutsch sprechen und verstehen (IV-act. 

73-41), jedoch weder Deutsch lesen noch schreiben kann. Auch hat er keine Ahnung 

vom Arbeiten mit einen PC (IV-act. 50-2). Die Beschwerdegegnerin nennt als weitere 

Ressource den Aufstieg des Beschwerdeführers zum Vorarbeiter (act. G 3-4; vgl. IV-

act. 73-27). Ob aus einem beruflichen Aufstieg in einer körperlich anspruchsvollen 

Tätigkeit, der vor Jahrzehnten stattgefunden hat, auf aktuelle Ressourcen geschlossen 

werden kann, ist mehr als fraglich. Worin die entsprechende Ressource konkret liegen 

sollte, erläutert die Beschwerdegegnerin nicht. Im Übrigen fällt auf, dass sie bei der 

Festsetzung des Validenlohns anhand der Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik (LSE) selbst nicht von einer höheren Qualifikationsstufe, 

sondern von einer ungelernten Arbeitskraft (Kompetenzniveau 1) ausging (IV-act. 83). 

Dass der Beschwerdeführer in der Schweiz gut integriert ist, ergibt sich weder aus den 

4.8.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/23

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Akten noch wurde dies von der Beschwerdegegnerin belegt. Nicht nachvollziehbar ist, 

wie aus den Tätigkeiten Kochen und Waschen darauf geschlossen werden kann, der 

Antrieb des Beschwerdeführers sei nicht vermindert, handelt es sich doch dabei um 

Tätigkeiten der Grundversorgung, welche der alleine lebende Beschwerdeführer selbst 

erledigen muss. Die wenigen aktenkundigen Interessen, die Bereitschaft zu arbeiten 

und der Kontakt zu nur wenigen Personen lassen die Arbeitsfähigkeit von 70 % als 

plausibel erscheinen. Die Aussage des Gutachters, es bestehe keine gleichmässige 

Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, ist 

nachvollziehbar. So ging der Beschwerdeführer zum Untersuchungszeitpunkt keiner 

Erwerbstätigkeit nach, jedoch liessen sich immerhin einige wenige Aktivitäten in seinem 

Tagesablauf erheben. Der Gutachter trug dem wie auch den weiteren aktivierbaren 

Ressourcen Rechnung und ging von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit adaptiert aus. Die 

gutachterliche Aussage, dass trotz der rezidivierenden depressiven Störung eine 

zumutbare Willensanstrengung zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit mit 

Verwertung der Restarbeitsfähigkeit (attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit) angenommen 

werden kann (IV-act. 73-36f.), ist nachvollziehbar und vermag – auch in Anbetracht der 

abweichenden Einschätzung der Beschwerdegegnerin (100%ige Arbeitsfähigkeit) – 

soweit zu überzeugen.

Im Weiteren weist die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem 

Leidensdruck darauf hin, dass der Beschwerdeführer die Behandlungsmöglichkeiten 

nicht ausgeschöpft habe. Dazu ist festzustellen, dass der Gutachter die 

therapeutischen Massnahmen als lege artis erachtete. Er stellte in Kenntnis der nicht 

nachweisbaren antidepressiven Medikamente im Blut die psychiatrische Diagnose und 

äusserte die Arbeitsfähigkeitsschätzung (IV-act. 73-36ff.). Selbst der RAD erklärte – 

ebenfalls in Kenntnis dieser Tatsache –, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht auf 

das Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 74-2). Offensichtlich ist die 

medikamentöse Behandlung im vorliegenden Fall nicht ausschlaggebend, 

insbesondere nicht hinsichtlich der Beurteilung des Leidensdrucks und des Grads der 

Arbeitsunfähigkeit. In Anbetracht der regelmässig durchgeführten 

psychotherapeutischen Behandlungen ist durchaus von einem gewissen Leidensdruck 

auszugehen, der in Angesicht der psychischen Beeinträchtigung (30%ige 

Arbeitsunfähigkeit) angemessen erscheint.

4.8.3. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gutachten in ausreichendem Masse 

die nach neuer Rechtsprechung für sämtliche psychiatrischen Diagnosen erforderlichen 

Indikatoren des strukturierten Beweisverfahrens berücksichtigt. Nach dem Gesagten 

vermag die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer 

4.9. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/23

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5.  

leidensangepassten Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht von 70 % zu überzeugen. Auf 

das Gutachten ist daher abzustellen. Für eine abweichende rechtliche Beurteilung 

hinsichtlich der invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz der psychiatrischen 

Diagnosen bleibt somit kein Raum. Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich weitere 

medizinische Abklärungen.

Die Arbeits-/Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers stellt sich somit wie folgt 

dar: In der angestammten Tätigkeit als Z.___ ist der Beschwerdeführer seit Februar 

2014 nur noch eingeschränkt arbeitsfähig (20%ige Arbeitsfähigkeit; IV-act. 73-71). In 

einer – wie im Gutachten definierten – leidensangepassten Tätigkeit besteht aufgrund 

der psychiatrischen Diagnose seit November 2016 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 

73-71, zur Festsetzung des Beginns der Einschränkung vgl. IV-act. 73-39 unten, 

73-26).

4.10. 

 Nachfolgend ist der Invaliditätsgrad zu ermitteln.5.1. 

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im 

Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1). Der 

Beschwerdeführer war 30 Jahre lang mehrheitlich als Z.___ und teilweise als 

Vorarbeiter tätig. Vor der selbständigen Erwerbstätigkeit erzielte er um die 

Jahrtausendwende bereits ein Einkommen von zirka Fr. 70'000.- und erreichte dieses 

Niveau im Jahr 2011 beinahe wieder. Ohne die Rückenprobleme hätte der 

Beschwerdeführer überwiegend wahrscheinlich weiterhin als Z.___ gearbeitet. Daher ist 

beim Valideneinkommen nicht auf Tabellenlöhne gemäss LSE, sondern auf den 

erzielten Lohn des Jahres 2011 von Fr. 69'247.- (vgl. IK-Auszug, IV-act. 7) abzustellen 

und diesen Wert auf das Jahr 2016 (allfälliger Rentenbeginn ist der 1. Dezember 2016, 

vgl. nachfolgende Erwägung 5.8) hochzurechnen. Dies ergibt Fr. 71'416.- (Index 

Männer 2011: 2171, 2016: 2239). Der ermittelte Wert erscheint plausibel, da gemäss 

dem statistischen Lohnrechner des Bundesamtes für Statistik (Salarium) der 

Durchschnittslohn (Median) in der vom Beschwerdeführer ausübten Tätigkeit im Jahr 

2016 Fr. 79'548.- betrug (12 x Fr. 6'629.-; Tätigkeitsprofil: Ostschweiz, Hochbau, Bau- 

und Ausbaufachkräfte, Stufe unteres Kader, 42 Wochenstunden, ohne abgeschlossene 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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Berufsausbildung, Alter 58 Jahre, 30 Dienstjahre, Betrieb mit weniger als 20 

Beschäftigten, Monatslohn, Niedergelassener [Kat. C]).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen angemessen ist und nicht als Soziallohn 

erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist 

auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person (nach zumutbarer 

Behandlung und allfälliger Eingliederung) angesichts ihrer Ausbildung und ihrer 

physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss 

werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1). 

Da der Beschwerdeführer nach Beendigung der letzten Festanstellung als Z.___ im Juli 

2013 keiner regelmässigen Erwerbstätigkeit mehr nachging und damit kein 

Erwerbseinkommen vorliegt, auf welches abgestellt werden könnte, ist auf den 

Tabellenlohn gemäss LSE 2016 von Fr. 66'803.- (TA1, Kompetenzniveau 1, Total, 

Männer) abzustellen.

5.3. 

Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, 

129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Die 

Beschwerdegegnerin gewährte in der Verfügung vom 7. Juni 2018 (ohne dies zu 

begründen) keinen Tabellenlohnabzug (IV-act. 85; vgl. IV-act. 83f.). Obwohl der 

Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 9. Juli 2108 (act. G 1) und in der Replik vom 

23. August 2018 (act. G 8) einen Tabellenlohnabzug von 25% geltend machte, nahm 

die Beschwerdegegnerin weder in der Beschwerdeantwort vom 2. August (act. G 3) 

noch in der Duplik vom 5. September 2018 (act. G 10) dazu Stellung. Der 

Beschwerdeführer begründet den geforderten Tabellenlohnabzug mit lohnmindernden 

Faktoren (kurzfristige gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeiten, finanzielle Nachteile 

durch die Teilzeitarbeit sowie körperlich bedingte Einschränkungen; act. G 1-5ff.) und 

verweist dazu auf eine tabellarische Darstellung des standardisierten monatlichen 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/23

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Bruttolohns nach Beschäftigungsgrad herausgegeben vom Bundesamt für Statistik 

(act. G 1.1.6). Im vorliegenden Fall sind als lohnmindernde Faktoren zumindest zu 

berücksichtigen: die spontan auftretenden stunden-/tageweisen Arbeitsausfälle wegen 

Akutschmerz (vgl. die Ausführungen im neurologischen Teilgutachten, IV-act. 73-59), 

das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers (er war zum Verfügungszeitpunkt 

vom 7. Juni 2018 bereits 59½ Jahre alt; vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 7. 

März 2017, 9C_677/2016, E. 4.3) und das die Flexibilität stark einengende 

Anforderungsprofil an eine leidensangepasste Tätigkeit (IV-act. 73-71). In Würdigung 

der einzelnen Faktoren sowie aller Faktoren gesamthaft erscheint vorliegend ein 

Tabellenlohnabzug von (zumindest) 10 % als angemessen.

Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % und einem Tabellenlohnabzug von 10 % 

resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 42'086.- (Fr. 66'803.- x 0.7 x 0.9). Dies ergibt 

eine Erwerbseinbusse von Fr. 29'330.- (Fr. 71'416.- - Fr. 42'086.-). Der Invaliditätsgrad 

beträgt damit 41 % (Fr. 29'330.- / Fr. 71'416.-). Dieser berechtigt zum Bezug einer 

Viertelsrente. Selbst bei Gewährung eines Tabellenlohnabzugs von 15 % würde kein 

höherer Rentenanspruch (IV-Grad: 44 %) resultieren.

5.5. 

Da ein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert, stellt sich wiederum die 

Frage nach der Eingliederungspflicht der IV. Diese ist vorliegend zu verneinen, da keine 

das Invalideneinkommen relevant erhöhenden beruflichen Massnahmen erkennbar sind 

und eine eigentliche Umschulung auch mit Blick auf das Alter und die Art der 

Berufstätigkeit des Beschwerdeführers in der Schweiz (bisher handwerkliche Tätigkeit 

im Bauhauptgewerbe) zu aufwändig und daher nicht mehr verhältnismässig ist. Auch 

vor dem Hintergrund der Art der Beeinträchtigung (psychischer Natur kombiniert mit 

körperlichen Einschränkungen) bestehen berechtigte Zweifel am Erfolg von 

Eingliederungsmassnahmen.

5.6. 

Die Forderung des Beschwerdeführers, ihm aufgrund seines fortgeschrittenen 

Alters ab November 2020 (62. Altersjahr) eine ganze Invalidenrente auszurichten, ist 

abzuweisen, da der Beschwerdeführer zum Verfügungszeitpunkt vom 7. Juni 2018 

(massgebender Zeitpunkt) erst 59½ Jahre alt war, denn gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung reicht selbst eine verbleibende Aktivitätsdauer von rund fünf Jahren 

grundsätzlich aus, um eine neue einfache Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sich 

einzuarbeiten und die Arbeit auszuüben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 

2017, 9C_677/2016, E. 4.3). Anzufügen ist, dass eine Rentenrevision nur im Rahmen 

der gesetzlichen Bestimmungen möglich ist (vgl. Art. 17 ATSG, Art. 87ff. der 

Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Die Erreichung des 62. 

Altersjahr ist (alleinig) kein Grund für eine Rentenrevision.

5.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, die Verfügung vom 7. Juni 2018 

Die Erfüllung des Wartejahrs am 1. Februar 2015 wird durch das Gutachten vom 9. 

März 2018 belegt. Attestiert wurde von den Gutachtern eine Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit von 80 % ab Februar 2014 (IV-act. 73-71). Der 

Beschwerdeführer meldete sich am 20. Juni 2016 zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). In 

Nachachtung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG (vgl. Erwägung 

2.1 und 2.2) entsteht der Rentenanspruch (Viertelsrente) folglich am 1. Dezember 2016.

5.8. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, die Verfügung 

vom 7. Juni 2018 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 

2016 eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis 

Fr. 1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- 

erscheint als angemessen. Der Beschwerdeführer dringt mit seinen Rechtsbegehren 

zwar nur teilweise durch. Praxisgemäss ist in derartigen Fällen – da eine umfassende 

Bemessung des Invaliditätsgrads vorzunehmen war und die angefochtene Verfügung 

sich als rechtswidrig erwiesen hat – in Bezug auf die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen jedoch von einem vollen Obsiegen auszugehen. Die 

Beschwerdegegnerin hat daher die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen.

6.2. 

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden 

Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

6.3. 

Die am 8. März 2018 bewilligte unentgeltliche Rechtspflege wird damit 

gegenstandslos.

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2016 eine 

Viertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 31.07.2020
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Auf das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische Teilgutachten kann (auch) angesichts der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu psychischen Leiden (vorliegend insb. eine Depression) abgestellt werden. Invaliditätsgradbestimmung durch Einkommensvergleich (Tabellenlöhne gemäss LSE) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 31. Juli 2020, IV 2018/241).

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