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**Case Identifier:** 00750e5e-7719-5bd7-a1ee-776c2181f50d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2010 E-2085/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2085-2007_2010-12-20.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung V
E-2085/2007

Urteil vom 20. Dezember 2010 

Besetzung Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz),
Richterin Kadima Muriel Beck, Richter François Badoud,   
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

Parteien A._______,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom
21. Dezember 2006 / N / (…).

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Sachverhalt:

Mit Schreiben in englischer Sprache an die Schwei�zer Botschaft in 
Colombo vom (…) ersuchte der Be�schwerdeführer um Asyl und 
sinngemäss um Bewilligung der Einreise in die Schweiz. 

Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, sein Bruder sei im Jahre 1985 wegen dessen 
Mitgliedschaft bei der Eelam People's Revolutionary Liberation Front (EPRLF) von Unbekannten ermordet 
worden, worauf die Eltern den Beschwerdeführer zu seinem Schutz in ein Land im Nahen Osten geschickt 
hätten. Nach zehn Jahren sei er in den Heimatstaat zurückgekehrt, habe geheiratet und eine Familie 
ge�gründet. Angesichts der Probleme und Drohungen im Zusammenhang mit seinem Bruder sei er 
gezwungen gewesen, erneut in den Nahen Osten zu flüchten. Seine Frau habe ihm telefonisch mitgeteilt, 
dass bewaffnete Unbekannte in seiner Abwesenheit mehrmals zum Haus der Familie gekommen seien und 
für den Fall seiner Rückkehr nach Sri Lanka gedroht hätten. Nach dem Abschluss des 
Waffenstillstandsab�kommens zwischen der srilankischen Regierung und der Liberation Tigers of Tamil 
Eelam (LTTE) sei er am (…) nach Sri Lanka zurückgekehrt. Anlässlich der Kommunalwahlen vom (…) 
habe er für eine unabhängige Gruppe unter dem Symbol „Spectacles“ kandidiert. Als er am Abend des (…) 
von einer Wahlveranstaltung nach Hause gekommen sei, habe ihm seine Frau einen Zettel der Pongi Elum 
(Tamil) Makkal Padai ausgehändigt, welcher ihr zuvor von einem Unbekannten übergeben worden sei. Im 
besagten Schreiben habe man ihm mit dem Tode gedroht, für den Fall dass er an den Wahlen teilnehmen 
sollte. Am folgenden Tag habe er Anzeige bei der Polizei erstattet und sich danach nicht mehr zu Hause 
aufgehalten. Der einzige Ausweg für ihn bestehe darin, das Land zu verlassen. 

Zur Untermauerung seiner Vorbringen reichte er in der Beilage eine Kopie der englischen Übersetzung 
seiner Anzeige bei der Eravur Polizeistation vom (…) zu den Akten.

Mittels Schreiben der Botschaft vom 23. Juni 2006 wurde der 
Beschwerdeführer aufge�fordert, bis zum 25. Juli 2006 seine 
Fluchtgründe unter Beilage allfälliger Beweismittel detail�liert 
dar�zulegen, sämtliche Dokumente von einem amtlichen Übersetzer in 
die englische Sprache übersetzen zu lassen und Kopien von 
Identitätspapie�ren ein�zureichen.

In seinem Schreiben an die Schweizer Botschaft in Colombo vom 12. Juli 
2006 (Posteingang 25. Juli 2006) bestätigte der Beschwerde�führer im 
Wesentlichen seine bereits zuvor gemachten Vorbringen und brachte 
ergänzend vor, er sei nach den Wahlen vom (…) wiederholt am Telefon 
bedroht worden. Da er sich noch immer ver�stecken müsse, könne er 
seinen täglichen Verpflichtungen nicht nach�kommen. In der Beilage 

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reichte er eine Wohnsitz�bestätigung des Grama Niladhari, ausgestellt 
am 20. Juli 2006, eine Kopie seiner Nomination als Kandidat der (…), 
zwei Listen mit Kandidaten der Lokalwahlen vom (…) samt 
Übersetzungen, eine Kopie des Wahlkampfzettels des 
Beschwerdeführers samt Übersetzung, eine Kopie eines Flug�blattes der 
Tamil National Liberation Front samt Übersetzung sowie Kopien der 
Anzeigen bei der Polizeistation Eravur vom (…) und vom (…) inklusive 
Übersetzungen zu den Akten.

Mit Schreiben vom 12. Oktober 2006 übermittelte die Bot�schaft das 
Asylgesuch an das BFM und ersuchte gleichzeitig um Mitteilung, ob der 
Beschwerde�führer zu einer Befragung einzuladen sei.

Das BFM lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Ver�fügung 
vom 21. Dezember 2006 – Eröffnungsdatum unbekannt – ab und 
verweigerte ihm die Einreise in die Schweiz. Zur Begründung führte das 
Bundesamt im Wesentlichen aus, bei den vom Be�schwerdeführer 
geschilderten Verfolgungsmassnahmen handle es sich um Übergriffe 
Dritter, die nur dann asylrelevant seien, falls der Staat seiner 
Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu 
gewähren. Der srilankische Staat sei grundsätzlich gewillt, bedrohten 
beziehungsweise verfolgten Personen den erforderlichen Schutz zu 
gewähren, und die Polizei habe die Anzeige des Be�schwerdeführers 
auch entgegengenommen. Aus den Akten würden sich zudem keine 
Hinweise ergeben, wonach dem Beschwerdeführer ernsthafte Nachteile 
im Sinne des Asylgesetzes entstanden seien. Gegen das Vorliegen einer 
aktuellen Verfolgungsgefahr spreche namentlich, dass sich der 
Beschwerdeführer nach wie vor in der Region von (…) aufhalte. Die 
subjektive Furcht des Beschwerdeführers vor zukünftiger Verfolgung 
genüge nicht für die Annahme einer einreiserelevanten 
Verfolgungsgefahr, zumal es an konkreten Indizien fehle, dass die 
Verfolger ihre Drohungen mit erheblicher Wahrscheinlichkeit und in 
absehbarer Zukunft in die Tat umsetzen würden. Ebensowenig genüge 
die Tatsache, dass sich die Sicherheitslage im Norden und Osten des 
Landes verschlechtert habe, um eine einreiserelevante 
Verfolgungsgefahr zu begründen. Im Übrigen bestehe für den 
Beschwerdeführer die Möglichkeit, sich allfälligen zukünftigen 
Verfolgungsmassnahmen durch Verlegung seines Wohnsitzes in einen 
anderen Landesteil zu entziehen. Weder die vom Beschwerdeführer 

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geschilderten Übergriffe, noch die geltend gemachte Furcht vor 
zukünftiger Verfolgung würden den Anforderungen an die Asylrelevanz 
der Vorbringen genügen.

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
12. März 2007 (Posteingang 21. März 2007) Beschwerde und beantragte 
sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Erteilung 
der Einreisebewilligung und die Asylgewährung. In der 
Beschwerdebegründung beschränkte er sich im Wesentlichen auf eine 
Wiederholung seiner bereits im erst�instanzlichen Verfahren gemachten 
Aussagen, ohne sich konkret mit den Vorbringen des BFM im 
angefochtenen Entscheid auseinander�zusetzen.

Mit Verfügung vom 29. August 2008 stellte die vormals zuständige 
Instruktionsrichterin fest, dass der Zeitpunkt der Eröffnung der 
Ver�fügung an den Beschwerdeführer aufgrund der Akten nicht bestimmt 
werden könne. Gleichzeitig forderte sie das BFM unter Fristansetzung 
auf, sich im Rahmen einer Vernehmlassung insbesondere zur Frage des 
Eröffnungszeitpunkts zu äussern.

Das BFM hielt in seiner Vernehmlassung vom 16. September 2008 fest, 
die Beschwerde ent�halte keine neuen erheblichen Tatsachen oder 
Beweismittel, welche eine Änderung seines Standpunktes rechtfer-tigen 
könnten. Zum Zeitpunkt der Entscheideröffnung führte es aus, dieser 
lasse sich aufgrund der Empfangsbestätigung nicht ermitteln, da die 
beiden Stempel bezüglich der Aushändigung an den Be�schwerdeführer 
sowie der Rücksendung an die Schweizer Botschaft in Colombo 
unleserlich seien und ein handschriftlicher Datumseintrag fehle.

Mit Verfügung vom 20. Oktober 2010 gewährte die neu zuständige 
Instruktionsrichterin dem Beschwerdeführer Gelegenheit, sich innert Frist 
zur Vernehmlassung des BFM zu äussern und dem Gericht  all�fällig 
veränderte Verhältnisse mitzuteilen.

Der Beschwerdeführer liess sich innert Frist nicht vernehmen, weshalb  vorliegend – wie für den 
Säumnisfall angedroht – aufgrund der Akten�lage zu entscheiden ist.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungs�gericht 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundes�gesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungs�gerichts. Eine das 
Sachgebiet betreffende Aus�nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht 
vor. Das Bundesver�waltungsgericht ist daher zu�ständig für die 
Beurteilung der vor�liegenden Beschwerde und ent�scheidet in diesem 
Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, 
SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes�gerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3. Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes 
abge�fasst. Aus prozessökonomischen Gründen wurde auf die 
Ansetzung ei�ner Frist zur Beschwerdeverbesserung jedoch verzichtet, 
da der in Englisch verfassten Beschwerdeeingabe genügend klare, 
sinngemäs�se Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen 
sind und ohne weiteres darüber befunden werden kann. Der vorliegende 
Ent�scheid ergeht hingegen in deutscher Sprache (vgl. Art. 33a 
Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG).

1.4. Aufgrund des Umstandes, dass sich das Zustellungsdatum nicht 
ermitteln liess, ist von der Rechtzeitigkeit der formgerecht eingereichten 
Beschwerde auszugehen. Der Beschwerdeführer ist durch die 
an�gefochtene Verfügung besonders berührt, hat ein schutzwür�diges 
Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung und ist 
da�her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwer�de 
ist einzutreten.

1.5. Der Beschwerdeführer richtete seine Beschwerde gemäss 
Rechtsmittelbelehrung an die vormals zuständige Schweizerische 

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Asylrekurskommission. Am 1. Januar 2007 übernahm das 
Bundes�verwaltungsgericht jene Verfahren.

2. 

2.1. In formeller Hinsicht ist festzuhalten, dass gemäss Art. 19 AsylG ein 
Asylgesuch im Ausland bei einer schweizerischen Vertre�tung gestellt 
werden kann, welche es mit einem Bericht an das Bun�desamt überweist 
(Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die schweizerische Ver�tretung führt mit der 
asylsuchenden Person in der Regel eine Be�fragung durch (Art. 10 Abs. 
1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen 
[AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende 
Person von der Vertretung auf�gefordert, ihre Asylgründe schriftlich 
festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Das Bun�desverwaltungsgericht 
hat in Auslegung dieser Be�stimmungen in ei�nem Entscheid vom 27. 
November 2007 i.S. E-6148/2006 (publi�ziert unter BVGE 2007/30) 
erkannt, dass sich die Un�möglichkeit einer Be�fragung aus 
organisatorischen oder kapazitäts�mässigen Gründen bei der jeweiligen 
Vertretung, aus faktischen Hin�dernissen im betref�fenden Land oder 
aus bei der asylsuchenden Per�son liegenden per�sönlichen Gründen 
ergeben kann (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.2 und 5.3). Da die An�hörung der 
Sachverhaltserstellung sowie der Gewährung des rechtli�chen Gehörs 
dient (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.5), ist die asylsuchen�de Per�son bei 
gegebener Unmöglichkeit einer An�hörung unter Hinweis auf ih�re 
Mitwirkungspflicht in einem individualisier�ten Schreiben mittels 
kon�kreter Fragen aufzufordern, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten; 
ein standardisiertes Schreiben vermag diesen Anforderungen damit in 
al�ler Regel nicht zu genügen (BVGE a.a.O. E. 5.4). Allerdings kann sich 
eine Befragung beziehungsweise eine schriftliche 
Sachverhaltsabklä�rung erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits 
aufgrund des eingereich�ten Asylgesuchs entscheidreif er�stellt 
erscheint. Der asylsu�chenden Person ist aber diesfalls immerhin im 
Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zu ei�nem 
abzusehenden nega�tiven Ent�scheid zumindest schriftlich zu äussern 
(BVGE a.a.O. E. 5.7). Schliesslich ist das Bundesamt in jedem Fall 
gehalten, das Absehen von einer Befragung in der Verfügung über das 
Asylgesuch zu begrün�den (BVGE a.a.O. E. 5.6 sowie 5.7)

2.2. Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführer von der  
Ver�tretung in Colombo nicht zu seinem Asylgesuch be�fragt. Er 
wur�de lediglich mittels eines standardisier�ten Schreibens 

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auf�gefordert, detail�liertere Angaben zu den Fluchtgrün�den, zu bisher 
er�griffenen Schutz�massnahmen und zu einer allfälligen 
inner�staatlichen Flucht- oder Auf�enthaltsalternative zu machen. 
Hingegen wurde darauf verzich�tet, den Be�schwerdeführer mittels 
konkreter, auf seine Asylvorbringen be�zogener Fragen zur weiteren 
Konkretisierung seiner Asylgrün�de auf�zufordern. Das BFM hat es 
schliesslich in seiner Verfügung vom 21. Dezember 2006 unterlassen, 
seinen Verzicht auf eine Befragung zu begründen.

2.3. Da der angefochtene Entscheid vor Bekanntwerden des er�wähnten 
Ur�teils des Bundes�verwaltungsgerichts vom 27. November 2007 
gefällt worden ist, finden die darin entwickelten Verfahrens�grundsätze 
(Aufforderung zur Darstellung der Asylgründe mittels eines 
individualisierten Schreibens, Begründung des Verzichts auf eine 
An�hörung durch das BFM) vorliegend keine Anwendung. Vorliegend ist 
somit nicht von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen. 
Überdies hat der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 20. Oktober 2010 
Gelegenheit bekommen, sich zur Vernehmlassung und allfällig 
veränderten Verhältnissen im Zusammenhang mit seinem Asylgesuch zu 
äussern, was er bis zum Vorliegen dieses Urteils nicht getan hat.

3. 
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

4. 
Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ableh�nen, 
wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen 
können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemu�tet 
wer�den kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 
20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchenden die Ein�reise 
zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zugemutet werden 
kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein ande�res 
Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das 
Eid�genössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 
schweize�rische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise 
zu be�willigen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für 
Leib und Le�ben oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 
Abs. 1 AsylG bestehe.

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5.  

5.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person 
an�erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zu�letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder 
Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen 
(Art. 3 AsylG).

5.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft 
nach�weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft 
ge�macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

6.  

6.1. Das BFM begründete seinen ablehnenden Entscheid mit der 
feh�lenden Asylrelevanz der Vorbringen des Beschwerdeführers (Art. 3 
AsylG) und verzichtete auf eine Prüfung der Glaubhaftigkeit derselben.

6.2. Bei den in Art. 3 Abs. 2 AsylG genannten Massnahmen, welche eine 
Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit bewirken, gilt die gesetzliche 
Vermutung, dass diese ei�nen weiteren Verbleib der be�troffenen 
Person im Heimat- oder Herkunftsstaat unzumutbar machen. Diese 
Vermutung gilt je�doch nur, wenn der Zusammenhang zwischen 
Verfolgung und Verlas�sen des Landes in zeitlicher und sachlicher 
Hin�sicht genügend eng ist und der erlittene Eingriff eine bestimmte 
Intensität aufweist. Lediglich gerin�ge Beein�trächtigungen genügen 
dazu nicht, da das Asylrecht nicht Op�fer jegli�chen Unrechts schützen 
will. Wo die Zumutbarkeitsschwelle liegt, ist im Einzelfall festzulegen, 
wobei nach den verschiedenen Eingriffsarten zu unterscheiden ist (vgl. 
Alberto Achermann/ Christina Hausammann, Handbuch des Asylrechts, 

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2. vollständig überar�beitete Auf�lage, Bern/Stuttgart 1991, S. 77). 
Eingriffe in andere menschen�rechtlich geschützte Rechtsgüter als Leib, 
Leben oder Freiheit, unter Umständen auch wiederholte, zu wenig 
intensive Eingriffe in Leib und Freiheit, gelten nach Art. 3 Abs. 2 AsylG 
dann als Verfolgung, wenn daraus ein unerträglicher psychischer Druck 
entsteht, der einen weite�ren Verbleib im Heimat�staat für die betroffene 
Person unzumutbar macht. Der durch den Eingriff entstandene 
unerträgliche psychische Druck ist gemäss der schweizerischen 
Asylpraxis dann beachtlich, wenn die Massnahmen und deren 
Auswirkungen den weiteren Verbleib im Heimatstaat als objektiv 
unzumutbar er�scheinen lassen. Dabei muss Ausgangspunkt immer ein 
konkreter Ein�griff sein, der stattgefunden hat oder mit solcher 
Wahr�scheinlichkeit droht, dass die Furcht vor ihm als begründet 
erscheint, wobei der Eingriff auch hier aus einem der in Art. 3 Abs. 1 
AsylG ge�nannten Motive er�folgen muss (vgl. a.a.O., S. 79).

6.2.1. Eigenen Angaben zufolge hat der Beschwerdeführer schriftliche 
und telefon�ische Drohungen erhalten, und es ist zu keiner Situation 
konkreter Be�drohung oder gar zu Übergriffen auf seine Person 
gekommen. Weder die körperliche Integrität noch die persön�liche 
Freiheit des Beschwerdeführers wurden beeinträchtigt, weshalb kein 
konkreter Ein�griff in geschützte Rechtsgüter vorliegt.

6.2.2. Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer allenfalls 
begründete Furcht hat, in Zukunft einem asylrelevanten Eingriff 
aus�gesetzt zu werden. Diesbezüglich ist zunächst zu erwähnen, dass 
sich die allgemeine Lage in Sri Lanke seit Einreichung des Asylgesuchs 
massgeblich verändert hat. Die militärische Auseinandersetzung 
zwischen der srilankischen Armee und der LTTE endete mit der 
Niederlage der LTTE im Mai 2009. Angesichts dieser veränderten Lage 
er�scheint es unwahrscheinlich, dass der Beschwer�deführer in 
abseh�barer Zukunft asylrelevanten Verfolgungsmassnah�men seitens 
der LTTE oder ihr nahestehender Gruppierungen, wie die Pongi Elum 
(Tamil) Makkal Padai, ausgesetzt sein wird. Wie das BFM in seinem 
Entscheid zutreffend feststellte, hat der Beschwerdeführer sodann nicht 
versucht, sich den Nachstellungen durch eine Verlegung seines 
Wohnsitzes zu entziehen und ist auch nach seinen beiden 
Ausland�aufenthalten immer wieder freiwillig an seinen Wohnort und 
damit an den Ort der geltend gemachten Bedrohung zurückgekehrt. Unter 
diesen Umständen kann nicht von einer begründeten Furcht des 
Beschwerde�führers vor zukünftiger Verfolgung ausgegangen werden 

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und seine diesbezüglichen Vorbringen sind als nicht asylrelevant zu 
be�zeichnen. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen der 
Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, ohne diese 
im Einzelnen zu wiederholen.

6.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 
weder eine bereits erlittene, asylrelevante Verfolgung noch eine objektiv 
begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung glaubhaft machen konnte, 
weshalb seine Vorbringen den Anforderungen an die Asylrelevanz 
gemäss Art. 3 AsylG insgesamt nicht zu genügen ver�mögen. Nach dem 
Gesagten erübrigt es sich, auf seine weiteren Vor�bringen in seiner 
Rechtsmitteleingabe einzugehen, weil sie am Er�gebnis nichts ändern 
können. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht die Ertei�lung der 
Einreisebewilligung verweigert und das Asyl�gesuch abgewie�sen.

7.  
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die 
Be�schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten von Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 
VwVG). Aus verwaltungsökonomischen Gründen ist indessen auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG 
i.V.m. Art. 6 Bst. b VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen..

2. 
Es werden keine Kosten erhoben.

3. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM sowie die 
Schweizer Botschaft in Colombo.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Marco Abbühl

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