# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6868c00d-5e1d-51c3-8f47-561a0c310c24
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.04.2025 E-1915/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1915-2025_2025-04-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

    
 Abteilung V 

E-1915/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Constance Leisinger (Vorsitz), 

Richter Walter Lang, Richterin Deborah D'Aveni, 

Gerichtsschreiberin Saskia Eberhardt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien, 

vertreten durch Sofie Isler, Rechtsschutz für Asylsuchende,  

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG); 

Verfügung des SEM vom 12. März 2025 / N (…). 

 

 

 

E-1915/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 17. Februar 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er 

bereits am 26. März 2024 in Rumänien um Asyl nachgesucht hatte, wes-

halb die Vorinstanz gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemein-

same Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal 

aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Ab-

kommen vom 13. Juni 2008 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat 

und der Regierung von Rumänien über die Rückübernahme von Personen 

(SR 0.142.116.639) die rumänischen Behörden am 26. Februar 2025 um 

Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte. 

C.  

Dem Ersuchen stimmten die rumänischen Behörden am 5. März 2025 zu. 

D.  

D.a Die Befragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) 

fand am 5. März 2025 statt, in welcher dem Beschwerdeführer das rechtli-

che Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid sowie zur Mög-

lichkeit einer Überstellung nach Rumänien gewährt wurde. 

D.b Der Beschwerdeführer führte dabei im Wesentlichen aus, seine Fami-

lie und er seien im Jahr 2012 vom Heimatstaat in den Irak geflohen und 

hätten sich dort in einem Flüchtlingslager in der Provinz B._______ aufge-

halten. Im Jahr (…) habe sein Vater die Familie verlassen und eine andere 

Frau geheiratet, woraufhin sein Onkel väterlicherseits, der seit mehreren 

Jahren in der Schweiz wohnhaft sei, sich um sie gekümmert habe. Er habe 

sie immer angerufen. In der Schweiz würden sodann zwei weitere Onkel 

und eine Tante mütterlicherseits leben. 

Nach seiner Registrierung in Rumänien habe er mehrfach versucht, das 

Land zu verlassen und in die Schweiz zu seinen Verwandten zu gelangen, 

jedoch sei er festgehalten und zurückgebracht worden, bis er es schliess-

lich nach Ungarn geschafft habe und von dort über Österreich in die 

Schweiz habe einreisen können. Er könne in Rumänien nicht leben, habe 

niemanden dort und kenne sich nicht aus. In Rumänien sei er in der Stadt 

E-1915/2025 

Seite 3 

C._______ in einer Unterkunft für Strassenkinder untergebracht gewesen. 

Es habe sich um eine geschlossene Unterkunft gehandelt, in welcher sie 

in einem Keller gehaust hätten, ohne Umgebung, ohne einen Zugang zur 

Schule sowie medizinischer Betreuung; auch habe es keine Sozialarbeiter 

oder Vertrauenspersonen gegeben. Ebenso sei das Essen ungeniessbar 

gewesen und das Taschengeld habe EUR 30.– pro Monat betragen. Fer-

ner sei er mit Rassismus konfrontiert gewesen. Bei einer Rückkehr nach 

Rumänien werde er wohl auch ein Strassenkind; es gebe viel Mafia und 

Drogen und sogar eine Rückkehr nach Syrien wäre besser. 

Zur gesundheitlichen Situation brachte er vor, ausser zwei Arten von Haut-

ausschlägen an Fingern und der Schulter gehe es ihm gesundheitlich gut. 

D.c Zur Untermauerung seiner Ausführungen reichte er diverse Beweismit-

tel gemäss Beweismittelverzeichnis zu den Akten (vgl. SEM-act. 17/6). 

E.  

Der Entscheidentwurf wurde dem Beschwerdeführer am 10. März 2025 zur 

Stellungnahme unterbreitet, wovon seine Rechtsvertreterin mit Eingabe 

vom 11. März 2025 Gebrauch machte. 

F.  

Am 10. März 2025 teilte das SEM den rumänischen Behörden mit, dass es 

sich beim Beschwerdeführer um einen Minderjährigen handle und ersuchte 

um Bestätigung, dass dieser nach seiner Rückkehr in einer angemessenen 

Unterkunft untergebracht werde. Die rumänischen Behörden bestätigten 

am folgenden Tag eine entsprechende altersgerechte Unterbringung und 

die Beigabe einer Vertrauensperson der Kinderschutzbehörde. 

G.  

Mit Verfügung vom 12. März 2025 – gleichentags eröffnet – trat die Vor-

instanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug derselben an und händigte ihm die 

editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. 

H.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 19. März 2025 liess der 

Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht gegen diese Verfü-

gung Beschwerde erheben. In dieser wurde beantragt, die Verfügung der 

Vorinstanz sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, den Beschwer-

deführer vorläufig aufzunehmen, eventualiter sei die Sache zur 

E-1915/2025 

Seite 4 

vollständigen Feststellung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. In prozessualer Hinsicht wurde ferner beantragt, dem Beschwer-

deführer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, insbesondere 

sei von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen. 

Mit der Beschwerde wurden unter anderem Fotos, welche den Beschwer-

deführer mit seinem Onkel väterlicherseits und dessen Familie in der 

Schweiz sowie ihm in der Unterkunft in Rumänien dargereichtes Essen zei-

gen würden. Im Weiteren wurden Unterlagen zum laufenden Gesuch auf 

Bewilligung des Wochenendaufenthalts beim Onkel, ein Schreiben des On-

kels und des Beschwerdeführers sowie eine Meldung eines medizinischen 

Sachverhalts eingereicht. 

I.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

21. März 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

J.  

Am 24. März 2025 wurde der Eingang der Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht bestätigt. 

K.  

Am 9. April 2025 wurde ein Kurzbericht der niederschwelligen Sprech-

stunde KJPP der psychiatrischen Universitätsklinik D._______ vom 8. April 

2025 eingereicht. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

E-1915/2025 

Seite 5 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

2.  

Aus den Beschwerdeanträgen und deren Begründung ergibt sich, dass 

sich die Beschwerde ausschliesslich gegen den von der Vorinstanz ange-

ordneten Vollzug der Wegweisung richtet. Die Dispositivziffern 1 und 2 der 

vorinstanzlichen Verfügung (Nichteintreten auf das Asylgesuch und Weg-

weisung aus der Schweiz) sind mangels Anfechtung in Rechtskraft erwach-

sen und bilden nicht Gegenstand des Verfahrens. 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

4.  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

5.1 Zur Begründung führt das SEM im Wesentlichen aus, Abklärungen hät-

ten ergeben, dass der Beschwerdeführer in Rumänien als Flüchtling aner-

kannt worden sei, über einen Aufenthaltstitel verfüge und Rumänien der 

Rückübernahme zugestimmt habe. Es würden sich keine Hinweise erge-

ben, wonach eine Wegweisung in den sicheren Drittstaat Rumänien nicht 

zulässig, zumutbar oder unmöglich wäre. Zunächst sei festzuhalten, dass 

Rumänien die Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 13. Dezember 2011 (sogenannte Qualifikationsrichtlinie) 

umgesetzt habe. Diese regle unter anderem die Ansprüche von Personen 

mit internationalem Schutz hinsichtlich des Zugangs zu Sozialleistungen, 

Wohnraum und medizinischer Versorgung. In vorgenannter Qualifikations-

richtlinie werde betreffend unbegleitete Minderjährige festgehalten, dass 

die Mitgliedstaaten nach der Schutzgewährung die notwendigen Massnah-

men zu ergreifen hätten, um sicherzustellen, dass unbegleitete Minderjäh-

rige durch einen gesetzlichen Vormund oder erforderlichenfalls durch eine 

E-1915/2025 

Seite 6 

Einrichtung, die für die Betreuung und das Wohlergehen von Minderjähri-

gen verantwortlich sei, oder durch einen anderen geeigneten Vertreter, ver-

treten würden. 

Aufgrund der Vorgaben aus der Qualifikationsrichtlinie, an welche sich Ru-

mänien zu halten habe, sowie der Informationen aus dem AIDA Country 

Report über die vorhandenen Strukturen gelange man zum Schluss, dass 

Rumänien unbegleiteten Minderjährigen die notwendige und angemes-

sene Unterbringung und sonstige Unterstützung zukommen lasse. Es be-

stünden für über 16-jährige Flüchtlinge Sprach- und Bildungsangebote und 

der Zugang zu Lehrausbildungen. Die Schilderungen in der Stellungnahme 

zur Unterbringung, beispielsweise, dass es vor Ort keine Sozialpädagogen 

gegeben habe und man die Unterkunft nie habe verlassen können, liessen 

sich insgesamt weder mit den vorliegenden Informationen aus den in der 

Verfügung aufgeführten Quellen noch mit anderen Aussagen des Be-

schwerdeführers im Rahmen der Erstbefragung vereinbaren. Weiter sei 

anzumerken, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Erstbefragung an-

gegeben habe, er habe Bilder von verunreinigtem Essen sowie Videos, die 

den schlechten Umgang mit ihm dokumentieren würden, bis dato seien 

diesbezüglich aber keine Beweismittel eingereicht worden. Es sei dem Be-

schwerdeführer insgesamt nicht gelungen, die Annahme, dass Rumänien 

seinen Verpflichtungen nachkomme, zu widerlegen. Es sei zudem nicht 

klar, ob er die gesamte Zeit seines Aufenthalts im angegebenen Zentrum 

verbracht habe und es sei davon auszugehen, dass er aufgrund seines 

Alters in einem Regionalzentrum untergebracht worden sei. Es könne über-

dies nicht ausgeschlossen werden, dass er sich in Rumänien bereits zu 

einem frühen Zeitpunkt des Verfahrens komplett den dortigen Behörden 

entzogen habe und untergetaucht sei. Dies liesse sich aus seinen Aussa-

gen im Rahmen der Erstbefragung schliessen, dass er selbst nicht wisse, 

wie es nach der Anhörung weitergegangen sei und ob ihm Reisedoku-

mente ausgestellt worden seien. Die Befürchtung, in Rumänien künftig ein 

Strassenkind zu werden, sei mithin unberechtigt, nachdem in Rumänien 

die notwendigen Strukturen zur Aufnahme und Betreuung unbegleiteter 

Minderjähriger bestünden und die rumänischen Behörden überdies vorlie-

gend bestätigt hätten, dass der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr 

in eine seinen Bedürfnissen gerechte Unterbringung gebracht und ein Ver-

treter bei der Kinderschutzbehörde für ihn bestimmt werde. Daher sei die 

Rückkehr auch mit Blick auf das Kindeswohl im Sinne von Art. 3 des Über-

einkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (Kin-

derrechtskonvention, SR 0.107; nachfolgend: KRK) zumutbar.  

E-1915/2025 

Seite 7 

Es würden sodann keine konkreten Hinweise dafür vorliegen, dass dem 

Beschwerdeführer in Rumänien wegen Personen aus der Ukraine mit  

vorübergehendem Schutzstatus der Zugang zu ihm zustehenden Leistun-

gen beeinträchtigt werden könnte. Die rumänischen Behörden würden bei 

der Versorgung der ukrainischen Schutzberechtigten durch das UNHCR 

(Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen) unterstützt. Weder 

aus den Informationen von UNHCR noch dem AIDA Country Report ergebe 

sich, dass der Zugang zur notwendigen Versorgung von Flüchtlingen in 

Rumänien nicht gewährleistet wäre. 

Zur Gesundheit des Beschwerdeführers könne festgehalten werden, dass 

bei ihm keine gravierenden gesundheitlichen Beschwerden bestünden, 

welche dringlicher Behandlung bedürften. Der Gesundheitsdienst des zu-

ständigen Bundesasylzentrums habe auf Nachfrage bestätigt, dass aktuell 

keine Arzttermine geplant seien. Im Rahmen der Stellungnahme sei erst-

mals ausgeführt worden, der Beschwerdeführer habe in Rumänien unter 

anderem keine medizinische Unterstützung erhalten; als er damals im 

Camp gewesen sei, habe er sich durch einen Sturz das Bein verletzt, die-

ses sei angeschwollen, was er gemeldet habe, jedoch sei er nicht in ein 

Krankenhaus gebracht worden. Wegen dieser Verletzung habe er heute 

noch Beschwerden, wenn er zu lange zu Fuss gehen würde. Bis anhin 

seien im Verfahren keine Beinbeschwerden geltend gemacht worden. Es 

sei nicht davon auszugehen, dass es sich dabei um gravierende Gesund-

heitsbeeinträchtigungen handle und dass dem Beschwerdeführer eine 

dringend notwendige Behandlung verweigert worden wäre. Anderes er-

gebe sich aus dem geschilderten Vorfall nicht. 

Auch die Anwesenheit der Verwandten des Beschwerdeführers, nament-

lich des Onkels in der Schweiz, stehe dem Vollzug nicht entgegen. Es sei 

nicht von einer engen Bindung oder gar einem Abhängigkeitsverhältnis zu 

diesem auszugehen, zumal besagter Onkel sich seit (…) Jahren in der 

Schweiz aufhalte und sich der Kontakt auf Telefonate beschränkt habe und 

der Beschwerdeführer sich nicht daran erinnern könne, im Heimatland 

Kontakt zum Onkel gehabt zu haben. Es sei nachvollziehbar, dass der Be-

schwerdeführer den Kontakt zu seinen in der Schweiz lebenden Verwand-

ten wünsche. Der Kontakt zu den Verwandten könne auch über Kommuni-

kationsmittel und Besuchsaufenthalte von Rumänien aus aufrechterhalten 

werden. Zudem sei das Verwandtschaftsverhältnis nicht belegt. 

5.2 In der Beschwerde werden im Wesentlichen die Ausführungen des Be-

schwerdeführers im vorinstanzlichen Verfahren wiederholt und ergänzend 

E-1915/2025 

Seite 8 

vorgebracht, er sei während der Befragung unterbrochen worden und es 

seien keine Rückfragen zu den konkret in Rumänien herrschenden Um-

ständen gestellt worden. Soweit man ihm vorwerfe, in Rumänien unterge-

taucht zu sein, stelle dies eine unsubstantiierte Annahme dar. Die Vo-

rinstanz stütze sich auf Vermutungen, welche ihm weder bei der Erstbefra-

gung noch schriftlich im Sinne des rechtlichen Gehörs zur Stellungnahme 

unterbreitet worden seien. Ferner sei sein Onkel eine wichtige Stütze für 

ihn in der alltäglichen Fürsorge. Zu diesem bestehe eine enge emotionale 

Bindung, weshalb sich ein Vollzug der Wegweisung als unzumutbar er-

weise, weil er gegen Art. 8 EMRK und das Kindswohl im Sinne der KRK 

verstosse. 

6.  

6.1 In der Beschwerde wird im Sinne von Verfahrensrügen geltend ge-

macht, die Vorinstanz habe den Beschwerdeführer zu verschiedenen 

rechtserheblichen Tatsachen seiner Unterbringung in Rumänien das recht-

liche Gehör nicht vollumfänglich gewährt und es seien noch nicht alle Ein-

zelheiten der familiären Beziehung zu seinem Onkel aktenkundig. Dabei 

handelt es sich um formelle Rügen, die eine Kassation der angefochtenen 

zur Folge haben können, weshalb diese vorab zu prüfen sind. 

6.2 Das Verwaltungs- respektive Asylverfahren wird vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG), wonach die Be-

hörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, die für das Verfahren notwen-

digen Unterlagen zu beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände abzu-

klären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen hat (vgl. BVGE 

2015/10 E. 3.2 m.w.H.). 

Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 VwVG, 

Art. 32 Abs. 1 VwVG) verlangt, dass die verfügende Behörde die Vorbrin-

gen der betroffenen Person tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft 

und in der Entscheidungsfindung berücksichtigt (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). 

6.3 Den Akten sind keine konkreten Hinweise zu entnehmen, die darauf 

schliessen lassen, dass dem Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Ver-

fahren das rechtliche Gehör nicht vollumfänglich gewährt worden ist. An-

hand des Protokolls zur Befragung ist ersichtlich, dass er sich anlässlich 

der Befragung zu allen relevanten Aspekten betreffend seinen Aufenthalt 

in Rumänien – Unterkunft, Versorgung, familiäre Beziehungen und allfälli-

gen Gesundheitsproblemen – äussern konnte. Entgegen den 

E-1915/2025 

Seite 9 

Ausführungen in der Beschwerde musste die Vorinstanz auch angesichts 

der Ausführungen zu seinem Gesundheitszustand keine weiteren Abklä-

rungen zu seinen medizinischen Beschwerden vornehmen, da sich aus 

diesen keine Hinweise auf gravierende gesundheitliche Probleme ergaben. 

So gab er bei seiner Befragung an, lediglich unter zwei Arten von Ausschlä-

gen zu leiden, ansonsten würde es ihm gut gehen (vgl. SEM-act. 15/11 

Ziff. 8.02). Eine Beinverletzung wurde erst im Rahmen der Stellungnahme 

erwähnt und in der Beschwerde wird hierzu nichts Spezifisches ausgeführt. 

Auch wurden diesbezüglich keine ärztlichen Berichte eingereicht. Es kann 

mithin nicht davon ausgegangen werden, dass es sich um eine für den 

Wegweisungsvollzug allenfalls relevante Gesundheitsbeeinträchtigung 

handelt, weshalb auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens im Sinne 

der antizipierten Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen verzichtet wer-

den kann. Aufgrund seines Alters – zum Zeitpunkt der Befragung 17 Jahre 

alt – und des Aussageverhaltens konnte die Vorinstanz davon ausgehen, 

dass der Beschwerdeführer alle relevanten Informationen angeben wird, 

zumal die anwesende Rechtsvertretung entsprechende Ergänzungsfragen 

hätte anbringen können. Darüber hinaus ist nicht ersichtlich, unter welchem 

Aspekt der Sachverhalt in Bezug auf die familiären Beziehungen nicht voll-

ständig erstellt worden sein soll. Dass sich die Vorinstanz sodann in der 

Einschätzung der Situation in Rumänien auf öffentlich zugängliche Länder-

berichte stützt, ist ebenfalls nicht zu beanstanden, zumal es dem Be-

schwerdeführer obliegt, konkret und substanziiert die Legalvermutung der 

Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, die für sichere 

Drittstaaten gilt, umzustossen. Das SEM hat denn auch die Vorbringen des 

Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der vorhandenen Informatio-

nen gewürdigt. Ob diese Würdigung zutreffend erfolgte, ist eine Frage der 

materiellen Beurteilung derselben. 

6.4 Folglich liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor und der 

Sachverhalt ist vollständig und richtig erstellt, womit die Sache nicht an die 

Vorinstanz zurückzuweisen und das Eventualbegehren abzuweisen ist. 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

E-1915/2025 

Seite 10 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG 

kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn 

sie im aufnehmenden Staat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürger-

krieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet 

sind. 

7.3 Vorab ist auf die zutreffenden und einlässlichen Ausführungen der  

Vorinstanz vollumfänglich zu verweisen (vgl. SEM-act. 27/15, Ziff. II der an-

gefochtenen Verfügung).  

7.4 Gemäss Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 ist grundsätzlich von der Zulässigkeit der 

Überstellung in einen sicherer Drittstaat auszugehen, indem die Vermutung 

aufgestellt wird, dass sie völkerrechtliche Verpflichtungen – das Refoule-

ment-Verbot und grundlegende menschenrechtliche Garantien – einhalten 

(vgl. a.a.O. E. 11.2 m.H.). 

7.5 Gleichermassen besteht sodann die Legalvermutung, dass ebenso 

eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat zumutbar ist (vgl. Art. 83 

Abs. 5 AIG i.V.m. Art. 18 sowie Anhang 2 der Verordnung über den Vollzug 

der Weg- und Ausweisung sowie der Landesverweisung von ausländi-

schen Personen [VVWAL, SR 142.281]), wobei es im Einzelfall der be-

troffenen Person obliegt, diese Legalvermutung umzustossen (vgl. das Re-

ferenzurteil des BVGer E-3427/2021, E-3431/2021 vom 18. März 2022 

E. 11.4). Für die Annahme einer konkreten Gefährdung gelten weniger 

hohe Anforderungen, wenn das Kindeswohl gemäss Art. 3 Abs. 1 KRK mit 

zu berücksichtigen ist (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.6, 2009/28 E. 9.3.2), da das 

Kindeswohl nicht erst gefährdet ist, wenn das Kind in eine existenzielle 

Notlage gerät (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.8, 2009/28 E. 9.3.4 und 9.3.5 sowie 

BVGE 2014/26 E. 7.6). 

E-1915/2025 

Seite 11 

7.6 Die Vorinstanz hat zu Recht festgestellt, dass sich der Beschwerdefüh-

rer aufgrund seiner Anerkennung als Flüchtling in Rumänien auf die Ga-

rantien der Qualifikationsrichtlinien hinsichtlich des Zugangs zu Sozialleis-

tungen, Wohnraum und medizinischer Versorgung berufen und davon aus-

gegangen werden kann, dass die rumänischen Behörden den Bedürfnis-

sen unbegleiteter Minderjähriger nachkommen. 

7.7  

7.7.1 Soweit in der Beschwerde mit Verweis auf in der Schweiz wohnhafte 

Verwandte, namentlich den Onkel väterlicherseits des Beschwerdeführers 

und dessen Familie, geltend gemacht wird, Art. 8 EMRK und das Kindes-

wohl im Sinne von Art. 3 KRK würden einer Rückkehr nach Rumänien ent-

gegenstehen und einen Verbleib in der Schweiz gebieten, ist Folgendes 

festzustellen:  

7.7.2 Gestützt auf den in Art. 8 EMRK und Art. 13 BV gewährleisteten 

Schutz des Familienlebens erwächst Ausländerinnen und Ausländer ein 

potenzieller Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, wenn intakte und tat-

sächlich gelebte Familienbanden zu nahen Verwandten (sog. Kernfamilie) 

bestehen, die ihrerseits über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der 

Schweiz verfügen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f., 130 II 281 E. 3.1 

S. 285 f., vgl. auch Entscheidungen und Mitteilungen der vormaligen 

Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 3 E. 3.1 

S. 31 f., 2001 Nr. 21 E. 10). Neben der Kernfamilie, d.h. der Gemeinschaft 

der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern, fallen auch andere famili-

äre Verhältnisse in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK, sofern eine genü-

gend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht. Hinweise für 

solche Beziehungen sind das Zusammenleben in einem gemeinsamen 

Haushalt, eine finanzielle Abhängigkeit, speziell enge familiäre Bande, re-

gelmässige Kontakte oder die Übernahme von Verantwortung für eine an-

dere Person. Bei hinreichender Intensität sind auch Beziehungen zwischen 

nahen Verwandten wie Geschwistern oder Onkel und Tanten sowie Nich-

ten und Neffen wesentlich, doch muss in diesem Fall zwischen der über 

ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügenden Person und der um die Be-

willigung nachsuchenden ausländischen Person ein über die üblichen fa-

miliären Beziehungen bzw. emotionale Bindungen hinausgehendes, be-

sonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen (vgl. dazu BGE 144 II 1 E. 6.1 

mit diversen Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 6B_369/2022 vom 

30. Juni 2023 E. 2.2.3 und 6B_244/2021 vom 17. April 2023 E. 6.3.3 

m.w.H.). 

E-1915/2025 

Seite 12 

7.7.3 Des Weiteren bildet das Kindeswohl gemäss Art. 3 KRK im Rahmen 

der Zumutbarkeitsprüfung von Art. 83 Abs. 4 AIG einen zu beachtenden 

Gesichtspunkt, wenn ein Kind von einem Wegweisungsvollzug betroffen 

ist. Dabei sind sämtliche Umstände zu würdigen, die im Hinblick auf eine 

Wegweisung wesentlich erscheinen, wie etwa das Alter des Kindes, des-

sen Reife, die Art der Beziehung zu Bezugspersonen sowie der Grad der 

erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz (vgl. 

BVGE 2014/20 E. 8.3.6; 2009/51 E. 5.6; 2009/28 E. 9.3.2 je m.w.H.). 

7.7.4 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass der On-

kel und die übrigen in der Schweiz lebenden Verwandten des Beschwer-

deführers – unabhängig davon, dass mangels Vorlage von Identitätsdoku-

menten des Beschwerdeführers das betreffende Verwandtschaftsverhält-

nis nicht belegt ist – nicht zu dessen Kernfamilie zählen. Allein aus dem 

besagten Verwandtschaftsgrad lassen sich keine Ansprüche gestützt auf 

Art. 8 EMRK ableiten. Es ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwer-

deführer, der keine massgeblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

hat und erst vor wenigen Wochen in die Schweiz gekommen ist, in einem 

besonderen Abhängigkeitsverhältnis im Sinne der zitierten Rechtspre-

chung zu den besagten Verwandten in der Schweiz, insbesondere zum 

Onkel steht. Der telefonische Kontakt zum Onkel während der Zeit nach-

dem sein Vater die Familie im Jahr (…) verlassen hat, genügt ebenso we-

nig wie die aktuelle Situation, namentlich, dass der Beschwerdeführer 

seine Verwandten in der Schweiz besucht und sein Onkel sich bereit erklärt 

hat, ihn als Wochenendaufenthalter bei sich unterzubringen. Dies sind 

keine Aspekte, die ein Abhängigkeitsverhältnis begründen. Dabei verkennt 

das Gericht nicht, dass es sich beim Onkel aktuell um eine wichtige Stütze 

für den Beschwerdeführer handeln dürfte und die Intention der Familie, den 

Beschwerdeführer einen Familienersatz zu bieten und ihn bei der Integra-

tion in der Schweiz zu unterstützen, absolut nachvollziehbar ist. 

7.7.5 Auch der Aspekt des Kindeswohls im Sinne von Art. 3 KRK steht vor-

liegend dem Vollzug der Wegweisung nach Rumänien nicht entgegen. Hin-

sichtlich des vom Beschwerdeführer geäusserten Wunsches um Verbleib 

in der Schweiz, ist darauf hinzuweisen, dass aus der KRK kein Anspruch 

auf Aufenthalt im Staat mit den für ein Kind vorteilhaftesten Lebensbedin-

gungen abgeleitet werden kann (vgl. das Urteil des BVGer E-1087/2023 

vom 1. März 2023 E. 8.5). Der Beschwerdeführer befindet sich, wie bereits 

durch die Vorinstanz erwähnt, im 18. Lebensjahr, demnach an der 

Schwelle zum Erwachsenensein und er war in Rumänien während eines 

Jahres selbständig. Seine Reise vom Irak nach Europa zeugen durchaus 

E-1915/2025 

Seite 13 

von einer gewissen Reife und Selbständigkeit. In der Schweiz hält er sich 

erst seit wenigen Wochen auf, wohingegen er in Rumänien bereits ein Jahr 

in einer Einrichtung für Jugendliche gelebt hat. Dass dem Beschwerdefüh-

rer während seines Aufenthalts in Rumänien die ihm zustehenden Rechte 

verwehrt und er unter unwürdigen Bedingungen gelebt hat, konnte er nicht 

glaubhaft machen. Diesbezüglich ist auf die Ausführung der Vorinstanz zu 

verweisen, denen in der Beschwerde nichts Massgebliches entgegenhal-

ten wird. Zudem haben die rumänischen Behörden explizit erklärt, den Be-

schwerdeführer im Falle seiner Rückkehr eine geeignete Unterbringung 

sowie eine Begleitperson zur Seite zu stellen. Schliesslich wird der Weg-

weisungsvollzug auch die Kontaktpflege zu den Verwandten in der 

Schweiz nicht verunmöglichen. 

7.7.6 Ohne die psychisch belastende Situation für den Beschwerdeführer 

zu verkennen, sind dessen geltend gemachte gesundheitlichen Beein-

trächtigungen – Ausschläge und psychische Beeinträchtigungen im Zu-

sammenhang mit dem drohenden Vollzug nach Rumänien (vgl. medizini-

scher Kurzbericht vom 8. April 2025) – nicht als derart schwer zu qualifizie-

ren, dass im Falle einer Rückkehr nach Rumänien von einer ernsthaften 

Gefahr für seine Gesundheit auszugehen wäre; auch ist von der Behan-

delbarkeit der vorhandenen Beschwerden in Rumänien auszugehen (vgl. 

das Urteil des BVGer E-6364/2024 vom 25. November 2024 E. 7.2.2 

m.w.H auf E-5927/2024 vom 26. September 2024 E. 6.2.1). 

7.8 Nach dem Gesagten gelingt es dem Beschwerdeführer somit nicht, die 

Legalvermutung umzustossen und der Vollzug der Wegweisung erweist 

sich als zulässig und zumutbar. 

7.9 Ebenso haben die rumänischen Behörden der Rücknahme des Be-

schwerdeführers zugestimmt, womit der Vollzug der Wegweisung auch 

möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.10 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 49 VwVG). Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

E-1915/2025 

Seite 14 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde hat sich je-

doch gemäss vorherigen Erwägungen nicht von vornherein als aussichtlich 

erwiesen und anhand der Akten ist von der Bedürftigkeit des Beschwerde-

führers auszugehen, womit das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung gutzuheissen ist und folglich keine Verfahrenskosten 

zu erheben sind (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

9.2 Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

wird mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1915/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Saskia Eberhardt 

 

 

Versand: