# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7035932c-9a0b-5619-ab4e-62650ac98e1a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.04.2017 UV 2015/13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-13_2017-04-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/13

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 26.08.2019

Entscheiddatum: 10.04.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 10.04.2017
Art. 6, 10 und 16 UVG. Einstellung der Heilbehandlungs- und 
Taggeldleistungen erfolgte zu früh, da von den weiteren Behandlungen noch 
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten war und 
das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen des 
Gesundheitsschadens nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen wurde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 10. April 2017, UV 2015/13). 

Entscheid vom 10. April 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiber Daniel Furrer         

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/13        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

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St.Galler Gerichte

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit 1. Oktober 2013 bei der B.___ AG angestellt und dabei bei der Suva 

obligatorisch unfallversichert, als er am 7. Oktober 2013 ausrutschte bzw. stolperte und 

mit dem Rücken auf eine Schaltafel fiel und sich dabei Prellungen am Rücken zuzog. 

Sein Hausarzt Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, 

diagnostizierte eine Rücken-Kontusion mit paravertebralem Hartspann rechts LWS und 

attestierte dem Versicherten im Bericht vom 30. Oktober 2013 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bis voraussichtlich Mitte November 2013 (Suva-act. I-3 und I-10). 

Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen 

(Heilbehandlung und Taggeldleistungen).

A.b  Im Bericht vom 9. Januar 2014 hielt Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Chirurgie, 

fest, das Bild entspreche einem Panvertebralsyndrom, das kaum auf alleinige Sturz- 

bzw. prellungsbedingte Folgen zurückgeführt werden könne. In der allgemeinen 

medizinischen Erfahrung würden derartige Schäden innert vier bis sechs Wochen 

ausheilen (Suva-act. I-21).

A.c  Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, Wirbelsäulenzentrum 

F.___, hielt im Bericht vom 4. Februar 2014 als Diagnose eine muskuläre Dysbalance 

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nach Rückenkontusion fest. Es sei ein rein muskuläres Problem und die bisher rein 

passive Behandlung habe die Schwächung der Rumpfmuskulatur eher noch 

vorangetrieben. Der Versicherte werde jetzt ein aktives Physiotherapieprogramm 

beginnen (Suva-act. I-28). Im Bericht vom 2. April 2014 berichtete Dr. E.___ über 

Fortschritte in der Rumpfmuskelstabilisierung, für eine Wiederaufnahme der 

Arbeitstätigkeit habe es aber noch nicht gereicht. Er attestierte dem Versicherten eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% bis und mit 15. April 2014 und danach eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% mit weiterer Steigerung je nach Erfolg des 

Belastungsaufbaus (Suva-act. I-42).

A.d  Am 3. April 2014 wurde der Versicherte in der Klinik für Neurologie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) untersucht. Im Bericht vom 9. April 2014 hielten die 

Ärzte fest, dass kein Hinweis auf eine traumatische spinale, radikuläre oder peripher 

nervale Affektion vorliege. Aus rein neurologischer Sicht bestehe keine 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. I-45). Am 17. April 2014 wurde in der Klinik für Radiologie 

und Nuklearmedizin des KSSG ein MRI der Wirbelsäule durchgeführt (Suva-act. I-50).

A.e  Im Bericht vom 26. Mai 2014 hielt Dr. E.___ fest, dass der Versicherte ab dem 16. 

April 2014 seine Arbeit wieder zu 50% aufgenommen habe. Nachdem es anfänglich 

einigermassen gegangen sei, sei es vor zwei Wochen zu einer akuten 

Schmerzverschlechterung gekommen. Seit fünf Tagen gehe es ihm massiv besser. 

Eine wirklich volle Leistung als Eisenleger bringe er mit Sicherheit noch nicht. Dr. E.___ 

attestierte dem Versicherten weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 50% (Suva-act. I-56).

A.f  Die Kreisärztin Dr. med. G.___, Fachärztin FMH für Neurochirurgie, hielt am 2. Juni 

2014 fest, dass kein traumatischer Bandscheibenvorfall vorliege. Es sei von einer LWS-

Prellung auszugehen und der Status quo sine sei nach sechs Monaten erreicht (Suva-

act. I-55).

A.g  Mit Schreiben vom 10. Juni 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die 

bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich 

krankhafter Natur seien. Der Fall werde per 15. Juni 2014 abgeschlossen und der 

Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen abgelehnt. Die bisherigen 

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Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) würden auf diesen Zeitpunkt 

eingestellt (Suva-act. I-57).

A.h  Im Bericht vom 18. Juli 2014 hielt Dr. E.___ fest, dass die Ausheilung und das 

Erreichen eines Status quo sine von Anfang an die Pflege der geprellten Muskulatur im 

Sinne eines Aufbautrainings voraussetze. Der Versicherte habe aber während der 

ersten vier Monate nach dem Unfall lediglich passive Behandlungsmassnahmen 

erfahren, sodass anstelle einer Erhaltung und eines Wiederaufbaus der Muskulatur eine 

zunehmende Balancestörung der Muskulatur eingetreten sei. Als Eisenleger übe er eine 

körperlich ausserordentlich belastende Arbeit aus, die vorwiegend in gebückter 

Haltung und Zwangspositionen mit grossen Gewichten ausgeübt werde. Unter diesen 

Umständen sei eine teilweise Wiederaufnahme der Arbeit seit Mitte April 2014 als sehr 

positiv anzusehen. Das blosse Vorliegen degenerativer Veränderungen in der 

Bildgebung könne bei einem bis anhin rückengesunden Menschen nicht ohne weiteres 

als krankhaft abgetan werden, denn Alterung sei keine Krankheit. Er gehe davon aus, 

dass der Versicherte ohne Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beschwerdefrei 

in seiner Tätigkeit voll arbeitsfähig wäre (Suva-act. I-61).

A.i   In der ärztlichen Beurteilung vom 12. August 2014 hielt die Kreisärztin Dr. G.___ 

fest, die Dauer einer vorübergehenden Verschlimmerung von lumbalen 

Rückenschmerzen durch ein banales Unfallereignis ohne strukturelle Veränderung 

werde allgemein auf längstens sechs Monate geschätzt. In vielen Fällen würden 

Rückenprellungen deutlich früher ausheilen. Im Allgemeinen könne nach einer Prellung 

mit einer Abheilung zwischen vier bis sechs Wochen gerechnet werden. Ein Zeitraum 

von sechs Monaten sollte als eher grosszügig bei der Bewertung einer 

vorübergehenden Verschlimmerung durch eine LWS-Prellung gewertet werden. 

Kernspintomographisch würden sich degenerative Veränderungen im Bereich der 

unteren LWS sowie Hinweise für einen durchgemachten Morbus Scheuermann im 

Bereich der einsehbaren Brustwirbelsäule und oberen und mittleren LWS zeigen. 

Sowohl konventionell radiologisch als auch kernspintomographisch imponiere eine 

annähernd aufgehobene Lendenlordose, die sich nach einem lumbalen Morbus 

Scheuermann entwickeln könne. Durch die aufgehobene physiologische 

Lendenlordose verändere sich die Statik der Wirbelsäule, was im Verlauf zu erheblichen 

Rücken¬beschwerden führen könne. Die bildgebend nachgewiesenen degenerativen 

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Veränderungen könnten die Persistenz der lumbalen Rückenbeschwerden deutlich 

besser erklären, als ein Sturz auf den Rücken, ohne Hinweis auf posttraumatische 

strukturelle Veränderungen. Ein Zeitraum von sechs Monaten sei insgesamt grosszügig 

bemessen, innerhalb dieser Zeit habe der Versicherte für mindestens zwei Monate eine 

adäquate Therapie erhalten. Nach sechs Monaten müsse ein Übergang in den 

schicksalhaften Verlauf der degenerativen Wirbelsäulenveränderungen angenommen 

werden. Der Status quo sine sei spätestens sechs Monate nach der Rückenprellung, 

also am 7. April 2014 erreicht gewesen (Suva-act. I-63).

A.j   Mit Verfügung vom 4. September 2014 stellte die Suva die 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) rückwirkend auf den 15. Juni 2014 

ein. Die aktuellen Beschwerden

seien nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur (Suva-act. 

I-66).

B.   

B.a  Mit Einsprache vom 16. Oktober 2014 beantragte der Versicherte, es seien 

weiterhin Leistungen (Heilungskosten und Taggelder) auszurichten. Durch die 

„fehlerhafte“ passive Therapie in den ersten vier Monaten nach dem Unfall hätte sich 

eine zunehmende Balancestörung der Rückenmuskulatur entwickelt. Seinen körperlich 

anstrengenden Beruf habe er mit Rückenschmerzen nicht ausüben können. Es würden 

zwar degenerative Schäden vorliegen, welche aber vor dem Unfall nicht relevant 

gewesen seien. Es liege weder ein Status quo ante noch ein Status quo sine vor (Suva-

act. I-76).

B.b  Mit E-Mail vom 3. Dezember 2014 unterbreitete der Versicherte einen 

Vergleichsvorschlag der die Ausrichtung von Taggeldzahlungen bis Ende Dezember 

vorsah. Diesem Mail war ein Arztbericht von Dr. E.___ vom 27. November 2014 

angehängt, wonach der Versicherte vorwiegend mit Eigeninitiative eine Besserung 

erreicht habe und ab Januar 2015 seine Arbeit wieder zu 100% aufnehmen werde 

(Suva-act. I-79). Mit Verweis auf die Stellungnahme der Kreisärztin Dr. G.___ (Suva-act. 

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I-83) lehnte die Suva den Vergleichsvorschlag mit Schreiben vom 15. Dezember 2014 

ab (Suva-act. I-82).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 14. Januar 2015 wurde die Einsprache abgewiesen 

und einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen. Es bestehe kein 

Anlass, die umfassend und schlüssig begründete Einschätzung der erfahrenen 

Versicherungsmedizinerin Dr. G.___ in Frage zu stellen, weshalb darauf ohne weiteres 

abgestellt werden könne. Die im MRI vom 17. April 2014 vorgefundenen 

Bandscheibenveränderungen seien nicht traumatischen Ursprungs. Gerade auch bei 

einer traumatischen Aktivierung eines zuvor klinisch „stummen“ degenerativen 

Vorzustandes an der Wirbelsäule sei der Status quo in jedem Fall nach einigen 

Monaten wieder erreicht. Das Unfallereignis vom 7. Oktober 2013 sei nicht mehr 

Ursache des Gesundheitsschadens, wie er sich am 15. Juni 2014 – rund acht Monate 

danach – präsentiert habe. Der Status quo sine sei spätestens zu diesem Zeitpunkt 

erreicht gewesen. Die nach diesem Zeitpunkt noch bestehenden Beschwerden seien 

folglich nicht mehr unfall-, sondern ausschliesslich krankheitsbedingt (Suva-act. II-85).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 

16. Februar 2015. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Aufhebung des Einspracheentscheides. Es seien weiterhin 

Taggelder zu erbringen. Die Akten des Handunfalls vom 9. April 2011 seien beizuziehen 

und die Fälle seien zu vereinen. Die zwei Schmerzregionen würden sich gegenseitig 

beeinflussen. Wenn eine Person an mehr als einer Körperstelle Schmerzen habe, sei 

die Wahrscheinlichkeit grösser, dass diese Schmerzen bleiben und die 

Genesungsdauer für das einzelne Schmerzbild länger sei. Dadurch, dass der 

Beschwerdeführer einerseits psychische Probleme und andererseits noch eine defekte 

Hand nach einem früheren Unfall gehabt habe, sei die lange Heilungszeit bei der 

Rückenproblematik nachvollziehbar. Dass er auch vorbestehende degenerative 

Abnutzungen am Rücken gehabt habe, spiele auch eine Rolle. Es sei zu diesen 

Zusammenhängen ein gerichtliches medizinisches Gutachten einzuholen (act. G 1).

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C.b Mit Beschwerdeantwort vom 25. März 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Gegenstand des 

angefochtenen Einspracheentscheides sei ausschliesslich die per 15. Juni 2014 

erfolgte Einstellung der Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen in Bezug auf den 

Unfall vom 7. Oktober 2013. Soweit der Beschwerdeführer den Unfall vom 9. April 2011 

und die diesbezüglichen Leistungsansprüche thematisiere, könne nicht darauf 

eingetreten werden (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 28. Mai 2015 hält der Beschwerdeführer unverändert an seinen 

Anträgen fest (act. G 7). Auch die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 5. Juni 

2015 vollumfänglich an den gestellten Anträgen und der Begründung fest (act. G 9).

C.d Die nach dem Schriftenwechsel erfolgte Korrespondenz beschäftigte sich mit dem 

Unfall vom 9. April 2011, wobei der Beschwerdeführer unter anderem die 

Zusammenlegung beider Fälle verlangte. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2016 hielt 

das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen jedoch fest, dass sich keine 

Vereinigung der Verfahren aufdränge (act. G 16 ff.).

Erwägungen

1.   

1.1  Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der 

Einspracheentscheid vom 14. Januar 2015 (Suva-act. I-85), dem die Verfügung vom 4. 

September 2014 (Suva-act. I-66) zugrunde liegt. Darin wurde der Fall betreffend die 

Unfallfolgen für den Unfall vom 7. Oktober 2013 per 15. Juni 2014 abgeschlossen, die 

bisherigen Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) auf diesen Zeitpunkt 

eingestellt und weitere Versicherungsleistungen abgelehnt. Der Unfall vom 9. April 2011 

und die daraus resultierenden Versicherungsleistungen sind nicht Teil des 

Einspracheentscheides und somit vorliegend auch nicht Anfechtungsgegenstand. 

Diesbezüglich ist auf das Verfahren UV 2015/81 zu verweisen.

1.2  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

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bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 

181 E. 3.1 f.). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit 

Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

1.3  Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt 

die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht 

etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein 

nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen 

oder degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

329 E. 3b). Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 

überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn 

entweder der (krankhafte) Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, der sich nach dem schicksalsmässigen 

Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne den Unfall früher oder später 

eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 

Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen, siehe ebenso BGE 117 V 264 E. 3b). Im 

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Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers 

genügt es mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung 

immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des 

Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Februar 2003, 

U 287/02, E. 4.4).

1.4  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten und 

Expertinnen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen 

Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert 

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beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 135 V 465 E. 4 und BGE 125 V 351 E. 3b/ee, je mit Hinweisen).

2.   

2.1  In der ärztlichen Beurteilung vom 12. August 2014 hält die Kreisärztin Dr. G.___ 

fest, die Dauer einer vorübergehenden Verschlimmerung von lumbalen 

Rückenschmerzen durch ein banales Unfallereignis ohne strukturelle Veränderungen 

werde in der Schweiz allgemein auf längstens sechs Monate geschätzt. In vielen Fällen 

würden Rückenprellungen deutlich früher ausheilen. Im Allgemeinen könne nach einer 

Prellung mit einer Abheilung zwischen vier bis sechs Wochen gerechnet werden. Ein 

Zeitraum von sechs Monaten sollte als eher grosszügig bei der Bewertung einer 

vorübergehenden Verschlimmerung durch eine LWS-Prellung gewertet werden. Der 

Meinung von Dr. E.___, dass die erst mit vier Monaten Verspätung einsetzende aktive 

Physiotherapie den verzögerten Heilverlauf begründet habe, sei zu entgegnen, dass 

selbst unter Berücksichtigung dieser Argumentation der Versicherte zwischen Februar 

und Mitte April 2014 für gut zwei Monate eine adäquate Therapie erhalten habe. Somit 

wäre in dieser Zeit doch mit einer deutlichen Beschwerdebesserung zu rechnen 

gewesen, wenn allein unfallbedingte Ursachen der Rückenbeschwerden vorliegen 

würden. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen. Hingegen würden sich 

kernspintomographisch degenerative Veränderungen im Bereich der unteren LWS 

sowie Hinweise für einen durchgemachten Morbus Scheuermann im Bereich der 

einsehbaren BWS und oberen und mittleren LWS zeigen. Sowohl konventionell 

radiologisch als auch kernspintomographisch würde eine annähernd aufgehobene 

Lendenlordose imponieren, die sich nach einem lumbalen Morbus Scheuermann 

entwickeln könne. Durch die aufgehobene physiologische Lendenlordose verändere 

sich die Statik der Wirbelsäule, was im Verlauf zu erheblichen Rückenbeschwerden 

führen könne. Sie stimme Dr. E.___ zu, dass der bildgebende Nachweis allein nicht 

beweisend für Beschwerden sei; entsprechend würden beim Versicherten auch keine 

L5- oder S1-Radikulopathien vorliegen, obgleich eine Nervenwurzelirritation bildgebend 

möglich wäre. Dennoch könnten die bildgebend nachgewiesenen degenerativen 

Veränderungen die Persistenz der lumbalen Rückenbeschwerden doch deutlich besser 

erklären, als ein Sturz auf den Rücken ohne Hinweis auf posttraumatische strukturelle 

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Veränderungen. Ein Zeitraum von sechs Monaten sei insgesamt grosszügig bemessen, 

innerhalb dieser Zeit habe der Versicherte für mindestens zwei Monate eine adäquate 

Therapie erhalten. Nach sechs Monaten müsse ein Übergang in den schicksalhaften 

Verlauf der degenerativen Wirbelsäulenveränderungen angenommen werden. Der 

Status quo sine sei spätestens nach sechs Monaten nach der Rückenprellung vom 7. 

Oktober 2013 erreicht (Suva-act. I-63, S. 4 ff.).

2.2  Auch Dr. D.___ hielt im Bericht vom 9. Januar 2014 fest, dass über 13 Wochen 

nach dem Unfallereignis mit Auslösung eines akuten Lumbovertebralsyndroms trotz 

analgetischer Behandlung und anhaltender Physiotherapie seit Wochen immer noch 

starke Beschwerden mit erheblich eingeschränkter Funktion bestehen würden. Das 

aktuelle Bild entspreche einem Panvertebralsyndrom, das kaum auf alleinige sturz- 

bzw. prellungsbedingte Folgen zurückgeführt werden könne. In der allgemeinen 

medizinischen Erfahrung würden derartige Schäden innert vier bis sechs Wochen 

ausheilen (Suva-act. I-21, S. 3).

2.3  Dr. E.___ hält im Bericht vom 18. Juli 2014 fest, dass er die Unfallfolgen als 

Prellung der Wirbelsäule und der paravertebralen Muskulatur beurteile, von welcher zu 

erwarten wäre, dass sie innert spätestens einiger Monate ausgeheilt sei. Allerdings 

setze eine Ausheilung und das Erreichen eines Status quo sine auch voraus, dass von 

Anfang an die geprellte Muskulatur, im Sinne eines Aufbautrainings, gepflegt worden 

wäre. Leider habe der Beschwerdeführer während der ersten vier Monate nach seinem 

Unfall lediglich passive Behandlungsmassnahmen erfahren, sodass anstelle einer 

Erhaltung und eines Wiederaufbaus eine zunehmende Balancestörung der Muskulatur 

eingetreten sei. Die effektive Behandlung der Unfallfolgen habe somit erst im Februar 

2014 begonnen. In einer körperlich weniger anspruchsvollen Tätigkeit wäre der 

Beschwerdeführer sehr wahrscheinlich auch spätestens im Juni 2014 voll einsatzfähig 

gewesen. Er übe aber den Beruf eines Eisenlegers aus, welcher körperlich 

ausserordentlich belastend sei. Die Arbeit werde vorwiegend in gebückter Haltung und 

in Zwangspositionen mit grossen Gewichten ausgeübt. Unter diesen Umständen sei 

eine teilweise Wiederaufnahme der Arbeit seit Mitte April 2014 als sehr positiv 

anzusehen. Eine weitere Steigerung über den Sommer könne erwartet werden. Der 

protrahierte Verlauf aufgrund der anfänglich fehlenden muskulären Rehabilitation könne 

nicht dem Beschwerdeführer angelastet werden, da dieser für die Behandlung der 

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Unfallfolgen kein Fachmann sei. Die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten 

„krankhaften“ Veränderungen würden gemäss der schriftlichen Befundung der 

vertebrospinalen Kernspintomographie vom 17. April 2014 altersentsprechenden 

Abnutzungen entsprechen. Eine Mehrzahl der 35 bis 40-jährigen Personen mit 

derartigen Veränderungen würden weitgehend beschwerdefrei bleiben. Das blosse 

Vorliegen derartiger Veränderungen in der Bildgebung könne bei einem bis anhin 

rückengesunden Menschen nicht so ohne weiteres als krankhaft abgetan werden, denn 

Alterung sei keine Krankheit (Suva-act. I-61, S. 3 f.). Im Bericht vom 28. August 2014 

hält Dr. E.___ fest, dass der Beschwerdeführer seine Arbeit lediglich zu 50% habe 

aufnehmen können und dabei erhebliche Beschwerden habe. Es sei der Zeitpunkt 

erreicht, wo unbedingt eine stationäre Rehabilitation durchgeführt werden müsse 

(Suva-act. I-68, S. 3). Im Bericht vom 27. November 2014 hält Dr. E.___ fest, dass der 

Beschwerdeführer bezüglich der lumbalen Rückenbeschwerden nun vorwiegend mit 

Eigeninitiative und von den Versicherungen boykottiert, wirklich Hervorragendes 

erreicht habe. In einer Situation, wo manch anderer aufgegeben hätte, habe er 

selbständig intensiv weitertrainiert und stehe nun kurz davor, seine körperlich 

ausserordentlich belastende Tätigkeit wieder im vollen Umfang aufnehmen zu können. 

Es würden somit ein Behandlungsabschluss und auch ein Fallabschluss absehbar. Er 

würde es sehr befürworten, wenn sich die Beschwerdegegnerin dazu durchringen 

könnte, die letzten paar Monate der eingeschränkten Leistungsfähigkeit doch noch 

abzudecken. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die degenerativen 

Veränderungen, welche im Kernspintomogramm sichtbar seien, normalen 

Alterserscheinungen entsprechen würden. Derartige Veränderungen würden bei bis zu 

80% der rückengesunden 25-jährigen gefunden. Es könne nicht sein, dass diese 

gleichen Veränderungen einmal dazu dienen würden, Leistungen abzulehnen weil sie 

krankhaft seien und dann dazu, Leistungen abzulehnen, weil sie ja eigentlich bei allen 

Menschen vorkommen würden (Suva-act. I-79, S. 2 f.).

2.4  Die Kreisärztin Dr. G.___ führte dazu aus, Dr. E.___ weise lediglich darauf hin, dass 

auch asymptomatische Menschen degenerative Veränderungen am Rücken aufweisen 

könnten. Dem stimme sie auch zu. Dr. E.___ liefere jedoch keine Erklärung dafür, 

warum eine LWS-Prellung ohne jegliche unfallbedingte strukturelle Veränderung 

monatelang Schmerzen verursachen sollte, und dagegen degenerative Veränderungen, 

die schmerzhaft sein könnten (jedoch natürlich nicht zwangsweise sein müssten), nicht. 

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Fakt bleibe, dass bei einer LWS-Prellung (d.h. ohne posttraumatische strukturelle 

Veränderungen) eine Beschwerdepersistenz über diese lange Zeit nicht erklärbar sei. 

Rückenschmerzen seien in der Allgemeinbevölkerung grundsätzlich häufig, in der Regel 

auch ohne vorangehendes Trauma. Der Status quo sine nach sechs Monaten nach 

Rückenprellung entspreche der allgemeinen Praxis und sei medizinisch eher 

grosszügig gewählt (Suva-act. I-83).

2.5  Nach der Rechtsprechung des EVG können Schmerzangaben der versicherten 

Person allein für die Annahme struktureller Unfallrestfolgen nicht genügen; vielmehr 

muss im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt 

werden, dass Schmerzangaben durch damit korrelierende, schlüssig feststellbare 

Befunde hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechtsgleiche Beurteilung der 

Leistungsansprüche nicht gewährleisten liesse (Urteil des EVG vom 9. Oktober 2001, I 

382/2000, E. 2b, vgl. auch Urteil des EVG vom 12. März 2004, I 683/2003, E. 2.2.2). 

Wie dargelegt sind im vorliegenden Fall keine Hinweise auf posttraumatische 

strukturelle Veränderungen ersichtlich. Dies wird auch vom Beschwerdeführer bzw. von 

Dr. E.___ nicht geltend gemacht. Es konnten jedoch unbestrittenermassen unfallfremde 

Vorzustände (degenerative Veränderungen und ein durchgemachter Morbus 

Scheuermann) erhoben werden (Suva-act. I-63-3 f.).

2.6  Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass Prellungen 

(Kontusionen), Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle 

Läsionen innert kurzer Zeit, in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens 

aber nach einem Jahr abheilen. Diese Erfahrungstatsache darf, zumal sie der 

herrschenden medizinischen Lehrmeinung entspricht, im Rahmen des 

Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden. Dies hat insbesondere für den 

Nachweis des Status quo sine zu gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen 

Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil 

des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2 und E. 3.2 mit Hinweisen auf die 

medizinische Literatur; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E. 

4.6). In den Medizinischen Mitteilungen der Suva Nr. 79 (2008), S. 101, hält der Autor E. 

Bär sogar fest, dass Weichteilzerrungen bzw. -prellungen am Rücken (mithin 

Verletzungen ohne objektivierbaren strukturellen Schaden) ungeeignet seien, länger als 

einige Woche bis wenige Monate Beschwerden zu machen, die mit organischen Folgen 

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der ursprünglichen Verletzung zu erklären wären. Dabei weist er auf zahlreiche weitere 

Publikationen hin (BÄR, a.a.O., S. 100 ff.). Insofern zeichnet sich eine vorübergehende 

Verschlimmerung eines Vorzustands im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch 

stetige Besserung des unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu BÄR/KIENER, 

Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule. in: Medizinische Mitteilungen der 

Suva Nr. 67 [1994], S. 45). Schliesslich spricht der Umstand, dass seit dem Unfall 

anhaltende, zu Beginn als unfallkausal taxierte Schmerzen bestehen, nicht automatisch 

für das Vorliegen anhaltender Unfallrestfolgen. Die Leistungseinstellung des 

Unfallversicherers bedingt keine Beschwerdefreiheit bzw. volle Arbeitsfähigkeit. 

Entscheidend ist allein, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub seine 

kausale Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Diesfalls können 

anhaltende Beschwerden beispielsweise degenerativer Natur sein.

2.7  Dr. E.___ weist mehrfach darauf hin, dass die Ausheilung der vorliegenden 

Beschwerden ein Aufbautraining der geprellten Muskulatur vorausgesetzt hätte. Diese 

hier anfänglich fehlende muskuläre Rehabilitation habe zu einer Verlängerung der 

Beschwerden geführt. Die passive Physiotherapie habe die muskuläre Dysbalance 

verstärkt. Im Februar 2014 veranlasste Dr. E.___ die Aufnahme einer aktiven 

Physiotherapie. Dass die erst vier Monate nach dem Unfall einsetzende aktive 

Physiotherapie den Heilverlauf verzögerte, wird von der Beschwerdegegnerin und der 

Kreisärztin Dr. G.___ nicht bestritten. In diesem Zusammenhang weist Dr. G.___ jedoch 

darauf hin, dass zwischen Februar und Mitte April 2014 für gut zwei Monate eine 

adäquate Therapie stattgefunden habe, weshalb mit einer deutlichen 

Beschwerdebesserung zu rechnen gewesen wäre, wenn allein unfallbedingte Ursachen 

der Rückenbeschwerden vorgelegen hätten. Sie legte das Erreichen des Status quo 

sine auf spätestens sechs Monate nach der Rückenprellung vom 7. Oktober 2013 fest 

(Suva-act. 63, S. 5 f.). Dr. G.___ trägt damit allerdings dem Umstand nicht Rechnung, 

dass die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht das Vorliegen ausschliesslich 

von Unfallfolgen voraussetzt. Vielmehr beruht diese auch beim Zusammenwirken von 

unfallbedingten und degenerativen Ursachen. Zudem hat sie ausgeführt, dass der 

Status quo sine spätestens nach sechs Monaten nach der Rückenprellung erreicht sei. 

In der vorgängig zitierten medizinischen Literatur werden aber sechs bis neun Monate, 

höchstens sogar ein Jahr bis zur Abheilung einer Wirbelsäulenprellung angegeben. 

Weshalb beim Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine auf das Unfallereignis 

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abgestellt werden sollte und nicht auf die rund vier Monate später aufgenommene 

aktive Physiotherapie, wird weder von Dr. G.___ noch von der Beschwerdegegnerin 

dargelegt. Es wurde auch nicht überzeugend dargelegt, dass die anfänglich fehlende 

aktive muskuläre Rehabilitation sich nicht nachteilig auf den Heilungsverlauf und 

insbesondere die Heilungsdauer ausgewirkt haben könnte. Vor diesem Hintergrund ist 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan, dass die Prellung der 

Wirbelsäule vor Ende Dezember 2014 ausgeheilt war, zumal beim Beschwerdeführer 

auch zu berücksichtigen ist, dass er einer sehr schweren und rückenbelastenden 

Arbeitstätigkeit nachgeht. Es erscheint plausibel, dass in einer solchen Tätigkeit die 

volle Arbeitsfähigkeit später als in einer anderen, leichteren Tätigkeit erreicht wird. Auf 

Ende Dezember 2014 wurde eine 100%ige Arbeitsfähigkeit auch von Dr. E.___ 

attestiert (Suva-act. I-79, S. 3). Dabei handelt es sich zwar um eine in die Zukunft 

gerichtete Einschätzung von Dr. E.___ (Bericht vom 27. November 2014) und es wäre 

eigentlich angebracht gewesen, die angekündigte Verlaufskontrolle Ende Januar 2015 

abzuwarten. Allerdings gibt es vorliegend keine Hinweise dafür, dass die 

prognostizierte volle Arbeitsfähigkeit nicht eingetreten wäre. Eine Ausheilung per Ende 

Dezember 2014 steht auch nicht im Widerspruch zur vorzitierten Erfahrungstatsache, 

dass Prellungen der Wirbelsäule spätestens nach einem Jahr abheilen, wenn man den 

Beginn des Heilungsprozesses auf den Beginn der aktiven Physiotherapie im Februar 

2014 setzt.

2.8  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einstellung der 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 15. Juni 2014 zu früh erfolgt ist, 

da von den weiteren Behandlungen noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes zu erwarten war und das Dahinfallen der kausalen Bedeutung 

von unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen wurde.

3.   

3.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der 

Einspracheentscheid vom 14. Januar 2015 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin ist zu 

verpflichten, dem Beschwerdeführer auch über den 15. Juni 2014 hinaus bis zum 31. 

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Dezember 2014 die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 7. Oktober 

2013 zu erbringen.

3.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

3.3  Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der obsiegende Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und 

Prozessführung (Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht 

ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und 

dem Aufwand Rechnung zu tragen ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit b der Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 

12‘000.--. Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass ein grosser Teil des 

Begründungsaufwandes des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers darin bestand, 

die Ausdehnung des Beschwerdeverfahrens auf die Folgen des Unfalls vom 9. April 

2011 zu erreichen, was zum Vornherein offensichtlich nicht zielführend sein konnte und 

deshalb überflüssig war (vgl. E. 1.1). Dieser Aufwand ist deshalb nicht von der 

Beschwerdegegnerin zu entschädigen. Mit Blick auf vergleichbare Fälle erscheint eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 2‘500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 14. Januar 2015 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer auch 

über den 15. Juni 2014 hinaus bis zum 31. Dezember 2014 die gesetzlichen Leistungen 

für die Folgen des Unfalls vom 7. Oktober 2013 zu erbringen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

2‘500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.04.2017
	Art. 6, 10 und 16 UVG. Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen erfolgte zu früh, da von den weiteren Behandlungen noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten war und das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen wurde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. April 2017, UV 2015/13). 

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