# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4eecd1c7-2d76-592f-8442-64256563c640
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 06.06.2017 LB170009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB170009_2017-06-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

 Geschäfts-Nr.: LB170009-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichterin Prof. Dr. I. Jent-

Sørensen sowie Gerichtsschreiber lic. iur. R. Barblan 

Urteil vom 6. Juni 2017 

 

in Sachen 

 
1. A._____, 

2. B._____ Group AG ...,  

Beklagte und Berufungskläger 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. rer. publ. X2._____ 

 

gegen 

 

1. C._____, lic. iur.,  
2. D._____, lic. oec. inform. HSG,  

Kläger und Berufungsbeklagte 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____ 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y2._____ 

 

betreffend Forderung 
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 10. Januar 2017; 

Proz. CG160006 

- 2 - 

 

 

Rechtsbegehren (act. 2): 

"1. Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu verpflich-
ten, den Klägern folgende Beträge zu bezahlen: 

CHF 34'899.07 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2011;  

CHF 83'991.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2011;  
CHF 83'991.35  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2011;  
CHF 83'991.35  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2012;  
CHF 83'323.85  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2012;  

CHF 83'323.85  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2012;  

CHF 19'715.55  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2012;  
CHF 19'715.55  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2013;  
CHF 19'746.30  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2013;  

CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2013; und 

CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2013. 

2. Alles unter solidarischen Kosten- und Entschädigungsfolgen, zu-
züglich MwSt, zulasten der Beklagten". 

 

 (geändertes) Rechtsbegehren: 
(sinngemäss; act. 17) 

"1. Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu verpflich-
ten, den Klägern folgende Beträge zu bezahlen: 
CHF 34'899.07 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2011;  

- 3 - 

CHF 83'991.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2011;  
CHF 83'991.35  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2011;  
CHF 83'991.35  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2012;  

CHF 83'323.85  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2012;  

CHF 83'323.85  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2012;  
CHF 19'715.55  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2012;  
CHF 19'715.55  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2013;  
CHF 19'746.30  zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2013;  

CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2013;  

CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2013;  
CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2014;  
CHF 19'527.00 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2014; und  

CHF 19'527.00 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2014. 

2. Alles unter solidarischen Kosten- und Entschädigungsfolgen, zu-
züglich MwSt, zulasten der Beklagten". 

 
 

Urteil des Bezirksgerichtes Meilen, Abteilung (act. 97 = act. 101 = act. 102,  
je S. 68 ff.): 

"1. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern 

folgende Beträge zu bezahlen: 

CHF 34'899.07 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2011;  
CHF 83'991.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2011;  

- 4 - 

CHF 83'991.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2011;  
CHF 83'991.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2012;  
CHF 83'323.85 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2012;  

CHF 83'323.85 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2012;  

CHF 19'715.55 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2012;  
CHF 19'715.55 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2013;  
CHF 19'746.30 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2013;  
CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2013;  

CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Oktober 2013;  

CHF 19'378.35 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Januar 2014;  
CHF 19'527.00 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. April 2014; und  
CHF 19'527.00 zuzüglich Zinsen zu 5% p.a. auf diesem Betrag 
seit dem 1. Juli 2014.  

2. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 24'200.–  ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF 1'150.–   Kosten des Schlichtungsverfahrens; 

CHF 22'950.–   zweitinstanzliche Entscheidgebühr; 

CHF 48'300.–   Kosten total. 

3. Die Gerichtskosten für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren, ein-

schliesslich der Kosten des Schlichtungsverfahrens, werden den Beklagten 

unter solidarischer Haftung auferlegt. 

4. Die Entscheidgebühr für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren wird 

– soweit ausreichend – mit den von den Parteien geleisteten Kostenvor-

schüssen von insgesamt CHF 45'330.– verrechnet und im Mehrumfang von 

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den Beklagten bezogen. 

Die Beklagten werden überdies unter solidarischer Haftung verpflichtet, den 

Klägern die von ihnen geleisteten Kostenvorschüsse von insgesamt 

CHF 44'730.– sowie die Kosten des Schlichtungsverfahrens von 

CHF 1'150.– zu ersetzen. 

5. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern 

eine Parteientschädigung von insgesamt CHF 53'730.– (8 % MwSt. darin 

enthalten) zu bezahlen. 

6./7. Mitteilung/Rechtsmittel".  

 

Berufungsanträge: 

der Beklagten (act. 100 S. 2): 
 
"Die vorliegende Berufung sei gutzuheissen, das Urteil des Bezirksgerichtes Meilen 
vom 10. Januar 2017 (Verfahren CG160006) sei aufzuheben und die Forderungen 
der Kläger gemäss Klage vom 4. Dezember 2013 (Verfahren CG130031) und ge-
mäss Berufung der Kläger vom 7. Mai 2015 (Verfahren LB150028) seien vollumfäng-
lich abzuweisen. 

Alles unter solidarischen Kosten- und Entschädigungsfolgen (und zwar für den Be-
klagten 1 zuzüglich MWST) zu Lasten der Kläger und Berufungsbeklagten". 
 

Erwägungen: 

I. 

 1. Die Kläger belangen die Beklagten wegen der aus ihrer Sicht unzulässi-

gen Reduktion der Baurechtszinsen aus Ziff. 3.0. des Aktienkaufvertrages von 

1991 für die im Rechtsbegehren erwähnten Zeiträume. Die Beklagten halten sich 

zur Reduktion berechtigt, weil sich die Fläche des Baurechtsgrundstückes, die bei 

der Berechnung der Baurechtszinsen eine Rolle gespielt habe, wegen einer Ent-

eignung verringert hat. Ausserdem ist nach Ansicht der Beklagten die Indexklau-

- 6 - 

sel gemäss der gängigen Formel, wie vom Bundesamt für Statistik publiziert, an-

zuwenden. 

 2. Bezüglich der vorliegend zu beurteilenden Klage war bereits im Jahr 2015 

eine Berufung bei der Kammer eingereicht worden (Geschäfts-Nr. LB150028), 

nachdem die Vorinstanz diese am 15. März 2015 im Prozess Nr. CG130031 ab-

gewiesen hatte. Mit Beschluss vom 18. Dezember 2015 hob die Kammer den vor-

instanzlichen Entscheid auf und wies das angefochtene Urteil an die Vorinstanz 

zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen und zum neuen Ent-

scheid zurück (act. 40 S. 71).  

 3. Die Vorinstanz fällte am 10. Januar 2017 den neuen Entscheid und  

verpflichtete die Beklagten solidarisch zur Zahlung der eingeklagten Beträge.  

Dagegen erhob die Beklagten rechtzeitig Berufung bei der Kammer und stellten 

die eingangs genannten Anträge. In der Folge wurde ein Kostenvorschuss von  

Fr. 15'000.– erhoben und die Prozessführung an die Referentin delegiert  

(act. 103). Der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet (act. 105). Die vor-

instanzlichen Akten wurden beigezogen.  

 4. Mit der Berufung gemäss Art. 308 ff. ZGB kann sowohl die unrichtige 

Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend 

gemacht werden. Unrichtige Rechtsanwendung liegt auch vor, wenn das Gericht 

das ihm zustehende Ermessen nicht pflichtgemäss ausgeübt hat. Die Berufungs-

instanz kann sämtliche Mängel frei und uneingeschränkt prüfen, vorausgesetzt, 

dass sich der Berufungskläger mit den Entscheidgründen der ersten Instanz – 

soweit für die Berufung relevant – auseinandersetzt (ZR 110/2011 Nr. 80). Die 

entsprechenden Rügen sind in der Berufungsschrift zu begründen (vgl. BGE 138 

III 374 = Pra 2013 Nr. 4 E. 4.3.1). Die Begründung muss genügend ausführlich 

sein, damit die Berufungsinstanz sie ohne weiteres verstehen kann. Soweit eine 

genügende Rüge vorgebracht wird, wendet die Berufungsinstanz das Recht von 

Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). Die Berufungsinstanz ist weder an die Argumente 

der Parteien noch an die Begründung des vorinstanzlichen Entscheides gebun-

den (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 m.w.H.). Sie darf sich auf die wesentlichen 

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Überlegungen konzentrieren, von welchen sie sich hat leiten lassen (BK ZPO-

Hurni, N. 60 f. zu Art. 53). 

 Auf die Einholung einer Berufungsantwort kann i.S.v. Art. 312 Abs. 1 ZPO 

verzichtet werden. Die Sache ist spruchreif.  

II. 

 1. a) Aus dem Rückweisungsentscheid der Kammer vom 18. Dezember 

2015 (act. 40 E. III. E. 12 S. 47 f.) ergibt sich Folgendes: "Zusammenfassend  

ist festzuhalten, dass die Kläger Anspruch auf den jährlichen Baurechtszins von 

Fr. 356'000.– (samt Anpassungsbeträgen) aus Ziff. 3.0. des Aktienkaufvertrages 

haben, und zwar unabhängig von der Höhe der Baurechtszinsen, basierend auf 

dem Baurechtsvertrag von 1984, den die E._____ AG den Klägern aus dem Bau-

rechtsvertrag zahlen muss. Die Kläger müssen sich allerdings das anrechnen las-

sen, was ihnen von der E._____ AG an Baurechtszinsen bezahlt wird. Gleiches 

muss für eine allfällige Enteignungsentschädigung der FG'._____ gelten, sofern 

und soweit diese für entgangene bzw. entgehende Baurechtszinsen ausgerichtet 

wurde, wofür die Beklagten die Beweislast tragen. Die Berufung ist daher diesbe-

züglich gutzuheissen, der vorinstanzliche Entscheid ist aufzuheben und die Sache 

ist – weil ergänzend ein Beweisverfahren durchgeführt werden muss – im Sinne 

von Art. 318 lit. c ZPO an die Vorinstanz zurückzuweisen, die bezüglich der Aus-

richtung der Entschädigung durch die FG'._____ zu klären haben wird, ob und 

inwieweit sie den Klägern für entgangene/entgehende Baurechtszinsen zuge-

kommen ist".  

 Bereits im Rahmen dieser ersten Berufung (act. 40 E. IV. S. 48 ff.) wurde 

der zweite Streitpunkt geprüft, nämlich wie es sich mit der umstrittenen Indexie-

rung gemäss Ziff. 3.2. des Aktienkaufvertrages vom 8. Februar 1991 verhält:  

"Der Wortlaut der von den Parteien vorgesehenen Anpassungsmechanismen im 

Aktienkaufvertrag lautet: 3.2. «Der Baurechtszins erhöht sich um die Hälfte des 

Landesindex der Konsumentenpreise (Beispiel: 4 % Teuerung = 2 % Erhöhung 

des Baurechtszinses.)» (act. 5/1). Und Ziff. 3.3. «Für Erhöhungen des Hypothe-

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karzinses gilt die Basis 6 ¾ %. Wenn der Hypothekarzins über 6 ¾ % steigt, wird 

wiederum die Hälfte erhöht (Beispiel: ¼ % Erhöhung = 1/8 % Aufschlag des Bau-

rechtszins.) Wenn der Hypothekarzins unter 6 ¼ % fällt, wird der Baurechtszins 

um die Hälfte ermässigt (Beispiel ¼ % Ermässigung = 1/8 % Ermässigung des 

Baurechtszins.)»" (act. 40 E. IV./1.). In act. 40 E. IV./11. S. 70 f. wurde abschlies-

send ausgeführt: "Damit ist die Berufung auch diesbezüglich gutzuheissen. Es 

steht damit fest, dass die Indexierung des Baurechtszinses gemäss Ziff. 3.2. des 

Aktienkaufvertrages nach derjenigen Methode erfolgen muss, wie sie die Parteien 

in den Abrechnungen, zu Beginn der Laufzeit des Aktienkaufvertrages von 1991 

angewendet haben, nämlich mit der Hälfte der Differenz zwischen dem neuen und 

dem alten Indexstand ("Indexneu - Indexalt) / 2"). Dass die Sache zur Klärung  

der Frage, ob und inwieweit die Kläger anlässlich der Enteignung für die 

G._____bahn eine Entschädigung für entgehende Baurechtszinsen erhielten, 

welche auf Ziff. 3.0. des Aktienkaufvertrages angerechnet werden müssen, an die 

Vorinstanz zurückzuweisen ist, ist bereits dargelegt worden (E. III./12.)". 

 b) aa) Gegen diesen Entscheid haben sich die Beklagten beim Bundesge-

richt vorsichtshalber beschwert, weil sie nicht ausschliessen konnten, dass neben 

dem Rückweisungsentscheid auch ein materieller Endentscheid über einen Teil 

des Streitgegenstandes – nämlich über die Streitfrage der Teuerungsberechnung 

– gefällt worden sei (act. 100 Rz 28). Sie hatten das Urteil der Kammer vom  

18. Dezember 2015 insofern angefochten, als "die im Dispositiv nicht separat er-

wähnte abschliessende obergerichtliche Beurteilung der Indexfrage […] faktisch 

ein abschliessendes Teilurteil im Sinne von Art. 91 BGG" sei (act. 42 S. 3). Das 

Bundesgericht hat dazu mit Urteil vom 17. Februar 2016 (act. 42) ausgeführt, 

"dass das Obergericht insbesondere auch bezüglich der Indexfrage gemäss Dis-

positiv formell keinen Entscheid gefällt hat, weshalb sein Urteil keinen Teilent-

scheid im Sinne von Art. 91 BGG darstellt, der einen Teil des Verfahrens ab-

schliessen würde und in Rechtkraft erwüchse, wenn er nicht separat angefochten 

würde […]; dass der angefochtene Rückweisungsentscheid vielmehr insgesamt 

einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG darstellt […], dass gegen derartige 

Zwischenentscheide eine separate Beschwerde nur zulässig ist, wenn sei einen 

nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

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sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen 

bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren 

ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 BGG)". Mangels der genannten Voraussetzungen 

ist das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht eingetreten ist (Art. 42 S. 3).  

 bb) Die Beklagten weisen darauf hin, dass im Entscheid des Bundesgerichts 

im Verfahren 4A_72/2016 vom 17. Februar 2016 S. 3 Absatz 4 festgehalten wor-

den sei, dass weder die Frage der Anrechnung noch die Indexfrage vom Oberge-

richt entschieden worden sei  ("formell keinen Entscheid gefällt hat"). Vielmehr sei 

auch die Indexfrage zu neuem Entscheid an das Bezirksgericht zurückgewiesen 

worden, denn diesbezüglich sei kein Endentscheid über einen Teil der Streitfrage 

gefällt worden, sondern ein blosser Zwischenentscheid (act. 100 Rz 30). Die Vor-

instanz habe dann allerdings versucht, nur und ausschliesslich die Frage der Ent-

schädigung der FG'._____ für entgangene/entgehende Baurechtszinsen zu klären  

(act. 100 Rz 32). Für die Indexfrage seien die Ausführungen der Kammer von der 

Vorinstanz einfach als gegeben angenommen worden, obwohl nach den verbind-

lichen Feststellungen des Bundesgerichts auch die Indexfrage unmissverständlich 

zum neuen Entscheid an das Bezirksgericht zurückgewiesen worden sei. Die 

Ausführungen des Obergerichts seien in diesem Sinne als blosse Erwägungen zu 

lesen (act. 100 Rz 33).  

 c) Den Beklagten ist insoweit zuzustimmen, als die Ausführungen der Kam-

mer zur Indexfrage lediglich in den Erwägungen erfolgten und dass darüber kein 

förmlicher, ins Dispositiv aufgenommener Entscheid gefällt wurde. Das Bundes-

gericht hat in seinem Nichteintretensentscheid aber einzig das Vorliegen des An-

fechtungsobjektes i.S.v. Art. 90 ff. BGG als Voraussetzung für das Eintreten auf 

die Beschwerde in Zivilsachen geprüft, weil je nach Art des Entscheides der Wei-

terzug ans Bundesgericht anders ausgestaltet ist. Vorbehaltlos sind nach Art. 90 

BGG Endentscheide anfechtbar. Art. 91 BGB sieht vor, dass ein Entscheid, der 

nur einen Teil der gestellten Begehren behandelt, wenn diese unabhängig von 

den anderen beurteilt werden können, anfechtbar ist. Art. 92 BGB befasst sich mit 

selbständig eröffneten Vor- und Zwischenentscheiden über die Zuständigkeit und 

über Ausstandsbegehren und Art. 93 BGG mit anderen selbständig eröffneten 

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Vor- und Zwischenentscheiden, wenn es um die Abwehr nicht wieder gutzuma-

chender Nachteile geht oder wenn damit sofort ein Endentscheid herbeigeführt 

werden kann. Wie das Bundesgericht zu Recht entschieden hat, erfüllt der Ent-

scheid der Kammer im Verfahren LB150028 die vorstehenden Anforderungen für 

einen sofortigen Weiterzug nicht. Das und nur das ergibt sich aus dem Bundesge-

richtsentscheid vom 17. Februar 2016.  

 Die Beklagten hatten vor Bundesgericht "nur die im Dispositiv nicht separat 

erwähnte abschliessende obergerichtliche Beurteilung der Indexfrage angefoch-

ten, weil insoweit faktisch (Hervorherbung durch die Kammer) ein abschliessen-

des Teilurteil i.S.v. Art. 91 BGG vorliege" (act. 47 S. 3). Das Bundesgericht hat in 

seinem Entscheid zunächst ausgeschlossen, dass es sich um einen Endent-

scheid handelt, dann hat es zutreffend festgehalten, dass die Indexfrage nicht 

formell im Dispositiv erscheine, so dass auch kein Teilentscheid i.S.v. Art. 91 

BGG vorliege, der einen Teil des Verfahrens abschliesse und in Rechtskraft er-

wachse. Der angefochtene Rückweisungsentscheid sei vielmehr insgesamt ein 

Zwischenentscheid mit den sehr eingeschränkten (hier nicht geltend gemachten) 

Anfechtungsvoraussetzungen i.S.v. Art. 93 BGG (act. 47/1 S. 2 f.). Wenn das 

Bundesgericht im Kontext der Prüfung der Eintretensvoraussetzungen festhält, 

dass die Kammer bezüglich der Indexklausel keinen (förmlichen) Entscheid gefällt 

hat, der zur Anfechtung als Zwischenentscheid berechtigt, hat es sich nicht zur 

Frage geäussert, ob das, was die Kammer hinsichtlich der Indexfrage im Rück-

weisungsentscheid ausgeführt hat, für die Vorinstanz verbindlich war.   

 Nach Lehre und Rechtsprechung sind Erwägungen im Rahmen von Rück-

weisungsentscheidungen für die Vorinstanz verbindlich (vgl. z.B. ZK ZPO-Reetz/ 

Hilber [3. Auflage 2016], N. 38 zu Art. 318 ["rechtskraftsähnliche Wirkung"]; DIKE-

Komm-ZPO-Steininger [2. Auflage 2016], N. 9 zu Art. 318). Diese hat die Erwä-

gungen der Kammer denn auch richtig verstanden und die Indexfrage nicht mehr 

aufgegriffen (act. 101 S. 66 E. 3). Dass die Vorinstanz "die vorläufigen Erwägun-

gen des Obergerichts […] unbesehen einfach als vorgegeben übernommen und 

ohne Beweisverfahren zum Urteil erhoben hat, wie wenn das Urteil des Oberge-

richts – entgegen den verbindlichen Feststellungen des Bundesgerichts – einen 

- 11 - 

Endentscheid dargestellt hätte", wie die Beklagten rügen (act. 100 Rz 38), trifft zu, 

war allerdings richtig und nicht falsch, was aus der Verbindlichkeit der Erwägun-

gen der oberen Instanz im Zusammenhang mit Rückweisungsentscheidungen 

folgt. Anschaulich wird dies von Benedikt Seiler, Die Berufung nach ZPO, Zürich 

2013, Rz 1545 dargestellt: "Die erste Instanz ist bei ihrer erneuten Entscheidung 

zufolge der Rückweisung an das Dispositiv und die Erwägungen des Rückwei-

sungsentscheids des oberen Gerichts gebunden. Von der Bindung sind jene 

Punkte ausgenommen, über welche sich die Berufungsinstanz in ihrem Rückwei-

sungsentscheid nicht ausgesprochen hat. Allerdings besteht eine Bindung nicht 

nur bezüglich derjenigen Erwägungen, mit denen die Gutheissung des Rechtsmit-

tels bzw. die Rückweisung (explizit) begründet wurde, sondern generell der recht-

lichen Beurteilung, die dem Rückweisungsentscheid zugrunde liegt, wobei im Ein-

zelnen der Begründung (und nicht nur dem Dispositiv) des Rückweisungsent-

scheids zu entnehmen ist, für welche Erwägungen bzw. (allenfalls implizit geäus-

serten) Rechtsauffassungen dies zutrifft […] Dazu gehört neben derjenigen 

Rechtsauffassung, die unmittelbar zur Gutheissung des Rechtsmittels und zur 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids geführt hat, auch eine allfällige positive 

Äusserung der Rechtsmittelinstanz darüber, wie der von der Vorinstanz neu zu 

fällende Entscheid zu lauten habe".  

 Wie die Indexierung vorzunehmen ist, ergibt sich aus dem Rückweisungs-

entscheid und die Vorinstanz hat die Erwägungen der Kammer umgesetzt. Könn-

ten die Beklagten die Berechnung der Indexierung, über die sich die Kammer 

schon ausführlich und abschliessend geäussert hat, im Rahmen der vorliegenden 

Berufung nochmals diskutieren und müsste sich die Kammer nochmals damit be-

fassen, würde dies zu einer doppelten Überprüfung führen. Auch das wäre nicht 

zulässig, weil auch die Kammer an ihren eigenen Rückweisungsentscheid gebun-

den ist (ZK ZPO-Reetz/Hilber [3. Auflage 2016], N. 46 f. zu Art. 318; ZPO-Rechts-

mittel-Stauber, N. 24 zu Art. 318; BGE 135 III 334, E. 2.1). 

 Die Berufungsschrift der Beklagten (act. 100) ist daher ab S. 32 "IV. Beru-

fung betreffend der Teuerung (Indexfrage)" – unabhängig davon, ob sie das wie-

derholt, was bereits im ersten Berufungsverfahren vorgebracht wurde oder ob sie 

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Neues und Anderes enthält – nicht beachtlich. Die Beklagten werden die Zah-

lungspflicht, die unter Berücksichtigung der Indexfrage und der Anrechenbarkeit 

der Entschädigungszahlung festgesetzt wurde, beim Bundesgericht i.S.v. Art. 90 

BGG mit Beschwerde gegen das heutige Urteil anfechten können.  

 d) Der Vollständigkeit halber ist zum Vorgehen der Kammer noch Folgendes 

anzufügen: Die Kläger haben eine Leistungsklage eingereicht und verlangen von 

den Beklagten die Bezahlung periodisch fällig werdender Beträge. Diese Beträge 

wurden von der Beklagten in zweifacher Hinsicht in Frage gestellt: Sie sollten 

nach ihrer Ansicht reduziert werden, weil einerseits die Entschädigung der 

FG'._____ und andererseits eine nach der Formel des Bundesamtes für Statistik 

berechneten Teuerung berücksichtigt werden müsse, woraus die Senkung der pe-

riodischen Beträge folge. Die Vorinstanz hatte in ihrem Urteil aus dem Jahr 2015 

beide Faktoren behandelt und entsprechend entschieden, denn beide Faktoren 

("Indexklausel" und "Entschädigungszahlung") waren in der Berufung LB150028 

thematisiert.  

 Um über die Pflicht der Beklagten auf Bezahlung der periodischen Beträge 

entscheiden zu können, müssen beide Faktoren feststehen. Oder anders gesagt: 

Ein ziffernmässig festgelegtes Leistungsurteil im Sinne eines das Verfahren ins-

gesamt abschliessenden Entscheides lässt sich nur fällen, wenn über beide Fak-

toren entschieden worden ist, so dass sie bei der Festsetzung des zu leistenden 

Betrages berücksichtigt werden können.    

 Die Kammer hat die aus ihrer Sicht spruchreife Indexfrage geklärt, allerdings 

ohne das Ergebnis ihres Entscheids in eine Dispositiv-Ziffer zu fassen. Ein Leis-

tungsurteil wäre – wie bereits erwähnt – diesbezüglich auch gar nicht möglich ge-

wesen, weil zur Ermittlung der Höhe der eingeklagten Forderung/en noch das Re-

sultat in der Entschädigungsfrage abzuwarten war (welche von der Vorinstanz in 

einem Beweisverfahren zu klären war). Wäre die Indexfrage nur dann verbindlich 

entschieden, wenn sie – wie die Beklagten anzunehmen scheinen – ins Dispositiv 

aufgenommen worden wäre, so hätte die Kammer höchstens einen Feststellungs-

entscheid des Inhalts erlassen können, wie die vereinbarte Indexklausel zu ver-

stehen sei bzw. dass die Indexierung im konkreten Fall nicht nach der Formel 

- 13 - 

gemäss Bundesamt für Statistik erfolgen könne. Dass eine Leistungsklage mit  

einem (nicht beantragten) Teil-Feststellungsentscheid über Faktoren der Leis-

tungsberechnung endet, wäre wider jede Verfahrensdogmatik und zudem auch 

wider jede Prozessökonomie. Vollstreckbar wäre ein solcher Teil-Feststellungs-

entscheid ohnehin nicht. Dass die Beklagten in ihrer Beschwerde ans Bundesge-

richt – jedenfalls damals – selber davon ausgingen, dass die Kammer die Index-

frage verbindlich geklärt hatte, ergibt sich aus dem Nichteintretensentscheid des 

Bundesgerichts, wonach die Beklagten dort geltend machten, dass in der Index-

frage eine "abschliessende obergerichtliche Beurteilung" vorliege (act. 42 S. 3).  

III. 

 1. Die Vorinstanz hatte zu klären, ob und inwieweit den Klägern die Ent-

schädigung der FG'._____ für entgangene/entgehende Baurechtszinsen zuge-

kommen ist (act. 43 S. 2). Die Beklagten hatten in diesem Zusammenhang die 

FG'._____/ Schätzungskommission, den damaligen Rechtsvertreter der 

FG'._____, Rechtsanwalt H._____ als Zeugen sowie die Berechnung der Enteig-

nungsentschädigung der Kläger durch Expertise offeriert (act. 43 S. 2). Die Vo-

rinstanz hatte die Beklagten aufgefordert, ihre Beweisofferte hinsichtlich der 

FG'._____/Schät-zungskommission zu substantiieren bzw. anzugeben, welche 

Personen für die FG'._____ und die Eidgenössische Schätzungskommission als 

Zeugen angerufen würden und hinsichtlich der Expertise darzulegen, welche für 

die Enteignungsentschädigung der Kläger relevanten Tatsachen damit gestützt 

auf welches Fachwissen festgestellt bzw. beurteilt werden sollten (act. 44 S. 2 f.).  

 2. Die Vorinstanz hat zum Beweissatz, "wofür – und in welchem Umfang 

bzw. Verhältnis – die FG'._____ den Klägern die Enteignungsentschädigung tat-

sächlich bezahlt hat, d.h. was damit effektiv abgegolten wurde" (act. 40 S. 29 f.) 

Folgendes ausgeführt (act. 101 S. 35 ff.): Es gehe insbesondere darum, ob die 

Entschädigungszahlung der FG'._____ entgehende Baurechtszinsen und/oder 

den diskontierten Minderwert der Grundstücksfläche entschädige. Das sei vorab 

durch Auslegung des enteignungsrechtlichen Vergleichs zwischen der FG'._____ 

und den Klägern vom 24. April 2008 bzw. vom 2. Mai 2008 sowie der dazugehöri-

gen Schlussrechnung zu ermitteln (act. 101 E. 8 S. 35 f.). Bei der Entschädigung 

- 14 - 

gehe es darum, ob die Erfüllung der (eigenen) Schuld der FG'._____ aufgrund der 

von den Parteien gewählten aktienkaufrechtlichen Konstruktion auf die "garantier-

ten" Baurechtszinsen anzurechnen sei. Es sei daher nach privatrechtlichen 

Grundsätzen (analog) zu prüfen, ob und inwieweit durch die vereinbarten Enteig-

nungsentschädigung entgangene oder entgehende Baurechtszinsen abgegolten 

worden seien (act. 101 E. 8 S. 36).  

 Die Vorinstanz ist in ihrem Entscheid zu folgendem Ergebnis gelangt  

(act. 101 E. 10 ff. S. 40 ff.): 

 "14. Die Rechtslage betreffend die Berechnung einer Enteignungsentschädigung ergibt sich 

weitgehend aus BGE 134 II 182. Danach hat der Grundeigentümer bei der Enteignung einer Bau-

rechtsliegenschaft grundsätzlich "Anspruch auf den Barwert der für die Restvertragsdauer ge-

schuldeten Baurechtszinse sowie auf den diskontierten Wert des ihm nach Ablauf des Baurechts 

wieder zur Verfügung stehenden Grundstücks, wobei einer allenfalls dem Bauberechtigten für die 

Bauten zu leistenden Entschädigung angemessen Rechnung zu tragen ist" (BGE 134 II 182, 

E. 11.2). Hierbei ist freilich zu beachten, dass der Grundeigentümer im Aussenverhältnis gegen-

über der Enteignerin (nach wenigstens implizit geäusserter Ansicht des Obergerichts; vgl. act. 40 

S. 24 ff., 29 f.) grundsätzlich nur Anspruch auf entgehende Baurechtszinsen hat, wenn sich diese 

im Innenverhältnis gegenüber der Baurechtsnehmerin auch tatsächlich reduzieren. In seinem 

Rückweisungsentscheid ist das Obergericht der Auffassung des Bezirksgerichts, dass sich der 

von der Baurechtsnehmerin zu leistende Baurechtszins im vorliegend interessierenden Fall einer 

Landenteignung für den Bau einer Strassenbahn aufgrund von Ziff. 1 lit. c des Baurechtsvertrages 

entsprechend der abzutretenden Landfläche reduziere, nicht (jedenfalls nicht vorbehaltlos) gefolgt; 

es hat diese Frage aber letztlich offengelassen (act. 40 S. 29 f.). Dass das Obergericht damit ver-

bindlich entschieden hätte, dass diese Frage auch im Rahmen der Auslegung des Vergleichs zwi-

schen der FG'._____ und den Klägern unerheblich sein muss, geht aus dem Rückweisungsent-

scheid nicht hervor. Ob sich der Baurechtszins aufgrund von Ziff. 1 lit. c des Baurechtsvertrags im 

Innenverhältnis zwischen den Klägern und der Baurechtsnehmerin aber tatsächlich reduzierte und 

ob die Kläger folglich im Aussenverhältnis gegenüber der FG'._____ grundsätzlich Anspruch auf 

Entschädigung der entgehenden Baurechtszinsen hatten, kann aus nachfolgenden Gründen offen 

bleiben: 

 15. Würde sich der Baurechtszins trotz Landenteignung im Innenverhältnis gegenüber der 

Baurechtsnehmerin nicht reduzieren, so wäre die gesamte von der FG'._____ vergleichsweise 

entrichtete Enteignungsentschädigung vermutungsweise (im Rahmen einer objektiven Auslegung) 

für den diskontierten Minderwert der Grundstücksfläche entrichtet worden. Es obläge dann den 

Beklagten, nachzuweisen, dass die Enteignungsentschädigung im Rahmen eines (von der objekti-

- 15 - 

ven Auslegung abweichenden) tatsächlichen Konsenses zwischen der FG'._____ und den Klä-

gern ausschliesslich oder zu einem exakt bestimmten Betrag auch für Baurechtszinsen entrichtet 

wurde. Würde sich umgekehrt der Baurechtszins aufgrund der Landenteignung im Innenverhältnis 

reduzieren, so wären im Rahmen der Vergleichsverhandlungen zwischen der FG'._____ und den 

Klägern aber dennoch zwei potenziell entschädigungsberechtigte Positionen der Kläger zur Dis-

position gestanden, nämlich einerseits die entgehenden Baurechtszinsen sowie andererseits der 

diskontierte Minderwert der Grundstücksfläche. Dies folgt klar aus BGE 134 II 182, wonach dem 

Grundeigentümer auch im Falle einer internen Reduktion der Baurechtszinsen nicht nur die entge-

henden Baurechtszinsen als solche, sondern auch der diskontierte Minderwert der Grundstücks-

fläche entschädigt werden muss (dies anerkennen auch die Beklagten; vgl. z.B. act. 21 Rz. 53 ff., 

58 f.). Weil es dem Zweck des Vergleichs entsprach, sämtliche der potenziell entschädigungsbe-

rechtigten Positionen abzugelten, wäre somit auch in diesem Fall vermutungsweise davon auszu-

gehen, dass die vereinbarte Enteignungsentschädigung wenigstens zu einem gewissen Teil auch 

für den diskontierten Minderwert der Grundstücksfläche entrichtet wurde. Der Einwand der Beklag-

ten, der diskontierte Minderwert der Landfläche habe angesichts des noch 78 Jahre andauernden 

Baurechts bloss einige tausend Franken betragen, wobei ein solch geringer Betrag angesichts der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung wohl nicht zu berücksichtigen gewesen wäre (vgl. act. 21 

Rz. 58 ff., 63), verfängt im vorliegenden Zusammenhang nicht. Mit ihrem Vergleich wollten die 

FG'._____ und die Kläger gerade Unsicherheiten wie diese aus der Welt schaffen, weshalb im 

Rahmen einer objektiven Auslegung davon auszugehen ist, dass die Vergleichsparteien – selbst 

wenn sich die Baurechtszinsen intern reduziert hätten (ob dies der Fall war, war wohl ebenfalls ei-

ne mit dem Vergleich zu beseitigende Unsicherheit) – mit der Entschädigungszahlung vermu-

tungsweise sowohl die entgehenden Baurechtszinsen wie auch den diskontierten Minderwert der 

Landfläche abgelten wollten.  

 16. Wieviel der letztlich bezahlten CHF 1'146'787.90 nach dem mutmasslichen Willen der 

FG'._____ und der Kläger aber tatsächlich "für entgangene bzw. entgehende Baurechtszinsen" 

und wieviel "für den diskontierten Minderwert der Grundstücksfläche" bestimmt waren, lässt sich 

weder im Rahmen einer normativen Vertragsauslegung ermitteln, noch ist dies Gegenstand einer 

richterlichen Lückenfüllung bzw. Vertragsergänzung. Einem Vergleich ist geradezu typischerweise 

immanent, dass eine konkrete Aufschlüsselung einer vergleichsweise vereinbarten pauschalen 

Entschädigungssumme auf die einzelnen der strittigen, potenziellen Entschädigungspositionen 

von den Parteien nicht vorgenommen wird. Vielmehr führt das in Bezug auf ein konkretes Auf-

schlüsselungsverhältnis fehlende Auslegungsergebnis dazu, dass es den beweisbelasteten Be-

klagten obliegt, einen dahingehenden tatsächlichen Konsens zwischen der FG'._____ und den 

Klägern zu behaupten und im Bestreitungsfalle nachzuweisen, dass entweder die gesamte Ent-

schädigung ausschliesslich für entgehende Baurechtszinsen bestimmt war oder dass zumindest 

ein exakt bestimmter Teil davon für wegfallende Baurechtszinsen entrichtet wurde. Im Folgenden 

- 16 - 

ist somit zu prüfen, ob und inwiefern ein solcher tatsächlicher Konsens behauptet, bestritten und 

gegebenenfalls bewiesen wurde".  

 Nach Darstellung der Ausführungen der Beklagten hält die Vorinstanz fest, 

dass diese in act. 21 Rz 57 ff. behauptet hätten, "dass in concreto – d.h. als Er-

gebnis der konkreten Vergleichsverhandlungen – die gesamte, von der FG'._____ 

an die Kläger entrichtete Enteignungsentschädigung allein wegen der künftigen 

tieferen Baurechtszinsen bezahlt worden seien" […] «De facto» (d.h. tatsächlich) 

hätten die Kläger die gesamte Enteignungsentschädigung «allein für diesen Aus-

fall [i.e. für die entgehenden Baurechtszinsen] erhalten»" (act. 101 E. 19 S. 43). 

Die Beklagten hätten nur (aber immerhin) behauptet, dass die gesamte Entschä-

digung ausschliesslich die Baurechtszinsen abgegolten hätte (act. 101 E. 22 S. 

45). Nachdem die Beklagten zu benennen gehabt hätten, welche konkreten natür-

lichen Personen als Zeugen einzuvernehmen seien, sei Rechtsanwalt H._____ 

als einziger Zeuge übrig geblieben (act. 101 E. 23 S. 45 f.). Der Zeuge H._____ 

habe nicht über die Vergleiche bzw. deren Inhalt sprechen können, weil er von 

seiner ehemaligen Mandantin FG'._____ nicht vom Anwaltsgeheimnis entbunden 

worden sei. Er habe dann allerdings allgemeine Ausführungen zur Land-

enteignung für den Bau der G._____bahn im Jahre 2008 und zu den Vergleichs-

verhandlungen gemacht (act. 101 E. 24 S. 46): Wegen des bestehenden Konflikts 

– so der Zeuge – sei mit jedem Miteigentümer separat verhandelt und es seien 

separate Vergleiche geschlossen worden. Auch das Baurecht und die Art der Be-

rechnung des Baurechtszinses seien dem Zeugen bekannt gewesen (act. 101  

S. 47). Dieser sei der Meinung gewesen, der Vergleich sei völlig klar. Bezüglich 

des Rechtsgrundes der Enteignungsentschädigung habe sich der Zeuge wiede-

rum auf das Anwaltsgeheimnis berufen, habe aber gesagt, dass man seinerzeit 

die Situation angeschaut habe. Es sei ein Grundstück gewesen, welches damals 

mit einem noch 76 Jahre dauernden Baurecht belastet gewesen sei, was die 

Grundlage für die Berechnung gewesen sei. Es gebe einen Bundesgerichtsent-

scheid, der zeige, wie man "das" machen müsse (act. 101 S. 47 f.). Auf die Frage, 

ob dies bedeute, dass die Enteignungsentschädigung entweder für den Landan-

teil oder für entgangene bzw. entgehende Baurechtszinsen ausbezahlt worden 

sei, habe der Zeuge erklärt, dass ein Blick ins Enteignungsgesetz die Antwort ge-

- 17 - 

be. Zu entschädigen sei der objektive Verkehrswert des Grundstücks sowie Min-

derwerte und Inkonvenienzen (act. 101 E. 24 S. 48).  

 Beide Parteien würden die Zeugenaussage zu ihren Gunsten werten. Die 

Beklagten würden aus der Aussage des Zeugen entnehmen, dass mit der Ver-

kleinerung des Grundstückes auch der Baurechtszins kleiner werde und zumin-

dest in erster Linie ableiten, "dass die erhaltene Entschädigung (zumindest auch) 

den Ausfall durch die künftig tieferen Baurechtszinse entschädigen sollten, bzw. 

dass die erhaltene Entschädigung (zumindest auch) den Verlust an Baurechtszin-

se entschädigen sollte". Gänzlich unmissverständlich werde die Sache nach An-

sicht der Beklagten durch den Hinweis des Zeugen auf BGE 134 II 182, der die 

Berechnung der Enteignungsentschädigung vorgebe (act. 101 E. 25 S. 48). Ge-

mäss dem Zeugen seien der durch Wegfall eines Teils der Grundstückfläche tie-

fere Verkehrswert (diskontiert um die Restlaufzeit vom 76 Jahren) sowie der 

Nachteil, dass in den nächsten 76 Jahren der Baurechtszins tiefer sei, zu ent-

schädigen gewesen (act. 101 E. 25 S. 49). Demgegenüber würden die Kläger  

darauf hinweisen, dass der Beweis für die Abgeltung der entgangenen und ent-

gehenden Baurechtszinsen nicht erbracht worden sei (act. 101 E. 26 S. 49).  

 Die Vorinstanz geht davon aus, aus den allgemeinen Aussagen des Zeugen 

müssen geschlossen werden, dass dieser annehme, dass sich der Baurechtszins 

zwischen den Klägern und der Baurechtsnehmerin gesenkt habe, wofür auch  

die Tatsache spreche, dass mit der Baurechtsnehmerin kein Vergleich geschlos-

sen worden sei, gerade auch wie diese keine Nachteile geltend gemacht habe 

(act. 101 E. 27 S. 49). Der Zeuge habe die Aussage verweigert, ob mit der 

schlussendlich vereinbarten Enteignungsentschädigung tatsächlich beide poten-

ziell entschädigungspflichtigen Positionen (Landwert und wegfallender Baurechts-

zins) abgegolten worden seien, d.h. ob dies dem tatsächlichen Willen der Parteien 

des Vergleichs entsprochen habe. Allerdings würde es den Beklagten auch nichts 

nützen, wenn die beschränkten Aussagen des Zeugen dahingehend gewürdigt 

würden, dass ein tatsächlicher Konsens zwischen der FG'._____ und den Klägern 

bestanden hätte, dass mit der Enteignungsentschädigung beides (diskontierter 

Landminderwert und wegfallende Baurechtszinsen) entschädigt wurde. Damit 

- 18 - 

würde die Behauptung der Beklagten, dass die Enteignungsentschädigung aus-

schliesslich Baurechtszinsen abgedeckt habe, nämlich nicht bewiesen. Mangels 

anderer Beweismittel scheitere daher der Beweis (act. 101 E. 28 S. 50). Eine ge-

nügend klare und widerspruchsfreie Eventualbehauptung hätten die Beklagten 

nicht aufgestellt, namentlich hätten sie nicht behauptet, es habe eventualiter dem 

tatsächlichen Konsens der Parteien entsprochen, die Enteignungsentschädigung 

in einem bestimmten Verhältnis für den Baurechtszins einerseits und den diskon-

tierten Landminderwert andererseits abzugelten. Ein bestimmtes Verhältnis hätten 

die Beklagten weder geltend gemacht noch beziffert (act. 101 E. 29 S. 50 f.). Und 

selbst eine klare Behauptung der Beklagten zum konkret wegfallenden Teil der 

Baurechtszinsen würde mangels konkreter Verhältnisangaben durch den Zeugen 

nicht bestätigt werden (act. 101 E. 30 S. 51). Die Kläger müssten sich daher von 

der durch die FG'._____ entrichteten Enteignungsentschädigung nichts an die 

ihnen gemäss Aktienkaufvertrag jährlich zustehenden Fr. 356'000.– samt Anpas-

sungsbeträgen anrechnen lassen, so dass die Klage insoweit gutzuheissen sei.  

 3. Die Beklagten machen in ihrer Berufungsschrift (act. 100 Rz 40 ff.) gel-

tend, dass die Grundlagen für die korrekte Berechnung der Enteignungsentschä-

digung, welche sie im Einzelnen rekapitulieren, als gerichtsnotorisch anzusehen 

seien (act. 100 Rz 40-44). Die Enteignungsentschädigung setze sich aus dem 

Baurechtzinsausfall und dem Grundstückminderwert zusammen, was auch die 

Vorinstanz anerkenne (act. 100 Rz 45). Die Beklagten hätten stets geltend ge-

macht, dass die Entschädigung für den diskontierten Minderwert der Landfläche 

angesichts des noch 78 Jahre andauernden Baurechts bloss einige Franken be-

tragen könne und gegenüber dem entgehenden Baurechtszins nicht ins Gewicht 

falle (act. 100 Rz 46). Die Höhe der beiden Komponenten hätten die Kläger ver-

heimlicht. Die Beklagten hätte aber die Grössenordnung der Entschädigung den-

noch bestimmen können, wie sich bereits aus ihren früheren Ausführungen erge-

be, die in act. 100 S. 18 ff. (nochmals) ausführlich dargestellt wird. Die Diskontie-

rung sei zwingend, was sich nicht nur aus dem verbindlichen BGE 134 II 182 er-

gebe. Zur gesamten Ziff. 4 der Berufungsschrift mit dem Titel (Rz 48 ff.: "Zur Höhe 

der beiden Komponenten in casu") würden die Beklagten als Beweis eine Exper-

tise durch einen vom Gericht bestimmten Experten, die FG'._____/Schätzungs-

- 19 - 

kommission (Anmerkung: die sie gemäss act. 34 bereits im vorinstanzlichen Ver-

fahren nicht kannten und daher auch nicht bezeichnet haben, act. 100 Rz 34) so-

wie den Zeugen H._____ (Anmerkung: den die Vorinstanz bereits einvernommen 

hat bzw. die Einvernahme als sachverständiger Zeuge verweigert hat) als Exper-

ten/fachkundige Zeugen(n) offerieren (act. 100 Rz 55). Die Beklagen hätten weiter 

dargelegt, dass eine Entschädigung in Höhe von über Fr. 1 Mio., die allein für ei-

nen auf 78 Jahre abdiskontierten Grundstückminderwert geleistet worden wäre 

(wie die Kläger dies behaupteten), einen heutigen Wert des enteigneten Grund-

stücksteils von über 45 Mio. ergeben würde, was bei 477.5 m2  enteigneter Fläche 

Fr. 100'000 pro m2  impliziere (act. 100 Rz 52). Solche Werte machten nicht ein-

mal die Kläger selber geltend. Die erst nach Abschluss des erstinstanzlichen 

Schriftenwechsels für die Beklagten einsehbare Entschädigung von Fr. 1.15 Mio.  

hätte vollumfänglich oder "jedenfalls in dem Betrag von CHF 10'000 übersteigen-

den Umfang Entschädigung für künftig verminderte Baurechtszinsen dargestellt" 

(act. 100 Rz 53). Es sei demnach geltend gemacht worden, dass die Kläger so-

wohl für den entgehenden Baurechtszins als auch für den diskontierten Minder-

wert des Grundstücks nach Ablauf des Baurechts vollumfänglich entschädigt wor-

den seien, so dass keine zusätzlichen Ansprüche gegenüber den Beklagten mehr 

geltend gemacht werden könnten (act. 100 Rz 54). Dagegen hätten die Kläger 

behauptet, die Enteignungsentschädigung habe allein und ausschliesslich den 

Grundstückminderwert wegen des Verlusts des Landes betroffen, was im Lichte 

von BGE 134 II 182 unhaltbar sei (act. 100 Rz 55).  

 Die Beklagten hätten zusätzlich die seinerzeitigen Verhandlungspartner als 

Zeugen sowie eine Expertise offeriert, wobei ihnen einzig Rechtsanwalt H._____ 

bekannt gewesen sei; sie selber hätten an den Verhandlungen nicht  

teilgenommen und dazu auch keine Informationen erhältlich machen können  

(act. 100 Rz 56). Hinsichtlich des konkreten Zeugenbeweises seien die Beklagten 

gescheitert, nicht zuletzt dank der mehrfachen Intervention der Kläger an der 

Zeugeneinvernahme, die offensichtlich verhindern wollten, dass die Wahrheit ans 

Licht komme, hätten sie doch Rechtsanwalt H._____ mit Androhung strafrechtli-

cher Konsequenzen zum Schweigen gebracht (act. 100 Rz 58). Das Bezirksge-

richt nehme keine freie Beweiswürdigung vor (act. 100 Rz 58) und verzichte auch 

- 20 - 

darauf, die Enteignungsentschädigung und deren Komponenten aufgrund der be-

kannten Grössen selber zu berechnen (act. 100 Rz 59). Zudem habe es sich auch 

geweigert, Rechtsanwalt H._____ als fachkundigen Zeugen zu befragen, nämlich 

wie eine Enteignungsentschädigung üblicherweise berechnet werde, welche 

Komponenten dabei Eingang fänden und welche Resultate sich daraus ergäben 

(act. 100 Rz 60). Eine solche Expertise könnte nach wie vor eingeholt werden, 

wobei die Kammer auch selber die von ihr und vom Bezirksgericht anerkannten 

Rechnungsvorgaben anwenden könnte (act. 100 Rz 62). Egal, welcher halbwegs 

vernünftige Landwert für den enteigneten Boden eingesetzt würde, ergäbe sich 

bei der vorgegebenen Restlaufzeit ein Wert in der Grössenordnung von Fr. 

10'000. Das beweise (indirekt), dass es sich auch um eine Entschädigung für 

teilweise entfallende Baurechtszinsen handeln müsse (act. 100 Rz 64). Enthalte 

die Entschädigung zumindest einen Teil für entfallene Baurechtszinsen, habe das 

Bezirksgericht die Beweislast falsch verteilt. Es sei gemäss den Regeln von BGE 

134 II 182 von der gesetzlichen Vermutung einer vollen Entschädigung, enthal-

tend sowohl entgehende Baurechtszinsen und Grundstückminderwert auszuge-

hen, so dass die Kläger beweisen müssten, dass ihnen trotz voller Entschädigung 

noch ein Schaden verbleibe, der nicht vergleichsweise und somit freiwillig einge-

gangen worden sei (act. 100 Rz 66). Die Einvernahme von Rechtsanwalt H._____ 

als fachkundiger Zeuge habe ergeben, dass sich der abdiskontierte Minderwert 

beim Heimfall wegen des Verlustes der Grundstückfläche auf maximal einige 

zehntausend Franken belaufen konnte, egal welcher (vernünftige) Quadratmeter-

preis eingesetzt würde (act. 100 Rz 62). Ein halbwegs vernünftiger Landwert wür-

de eine Grössenordnung von Fr. 10'000 und damit eine Enteignungsentschädi-

gung in maximal dieser Höhe ergeben (act. 100 Rz 63), womit  

der indirekte Beweis erbracht werde, dass in der Enteignungsentschädigung von  

Fr. 1.15 Mio. sämtliche Baurechtszinsausfälle im Fr. 10'000 übersteigenden  

Ausmass enthalten gewesen seien, was die Beklagten stets behauptet hätten 

(act. 100 Rz 67). Die Beklagten hätten substantiiert geltend gemacht, dass die 

ganze Entschädigung Baurechtszinsausfall entschädige, so dass bei Misslingen 

des Beweises nicht davon ausgegangen werden dürfe, dass die Entschädigung 

null sei (act. 100 Rz 68). Der indirekte negative Beweis, dass 477.5 m2 Bodenflä-

- 21 - 

che maximal eine Grössenordnung der Entschädigung von Fr. 10'000 ergeben 

könne, sei erbracht. Bewiesen sei auch, dass der Summand 1 vernünftigerweise 

einen Wert von >Fr. 1.1 Mio. erreicht habe, während Summand 2 realistisch einen 

Wert von (maximal einigen) Fr. 10'000 erreichen könne (act. 100 Rz 68).  

 Die Beklagten hätten stets behauptet, die Entschädigung habe zumindest  

grossmehrheitlich Baurechtszinsen betroffen, hätten aber (im Quantitativ) immer 

festgehalten, dass zumindest grundsätzlich auch eine Komponente Grundstück-

minderwert enthalten sei, wenn auch wertmässig gegen Null (act. 100 Rz 71). Die 

Kläger hätten behauptet, dass die Enteignungsentschädigung ausschliesslich für 

den Landverlust ausgerichtet worden sei (act. 100 Rz 72). Die Vorinstanz habe 

keinen Beweis darüber abgenommen, ob die Kläger vollumfänglich entschädigt 

worden seien, sondern allein darüber, ob die Beklagten den konkreten Betrag für 

den Ausfall der Baurechtszinse beweisen können (act. 100 Rz 73). Das könne 

aber nicht die Idee des Rückweisungsentscheides gewesen sein, sondern die 

Frage, ob die Enteignungsentschädigung die Kläger vollumfänglich für Grund-

stückminderwert und Baurechtszinsausfall gedeckt habe (act. 100 Rz 74). Das 

habe der Zeuge H._____ jedoch explizit beantwortet und bejaht. Er habe gesagt, 

dass mit der Baurechtsnehmerin nicht verhandelt worden sei, weil der Baurechts-

zins proportional zur Grundstückfläche gewesen sei. Der Baurechtszins werde bei 

kleinerer Grundstückfläche kleiner, so dass der Baurechtsnehmer keinen Nachteil 

erleide; einen solchen habe die Baurechtsnehmerin auch nie geltend gemacht 

(act. 100 Rz 75). Das ergebe klar, dass die Baurechtszinsausfälle bei den Grund-

eigentümern entschädigt werden müsste (act. 100 Rz 76). Es sei demnach nicht 

um das konkrete Verhältnis der Entschädigung für Land und Zins gegangen, wie 

das Bezirksgericht meine, sondern es reiche für das Obsiegen der Beklagten, 

wenn die Enteignungsentschädigung auch die entfallenden Baurechtszinse ent-

schädige, was gemäss der Vorinstanz vermutungsweise der Fall sei (act. 100 Rz 

77 mit Hinweis auf act. 101 S. 51 E. 30). Wenn die Entschädigung – wovon das 

Bezirksgericht ausgehe – auch die entgehenden Baurechtszinsen abgegolten ha-

be, so seien die Kläger wegen des enteignungsrechtlichen Grundsatzes der vol-

len Entschädigung vermutungsweise für den ganzen Nachteil und damit vollum-

fänglich entschädigt worden (act. 100 Rz 77). Mit dem Hinweis auf das Enteig-

- 22 - 

nungsgesetz habe auch der Zeuge H._____ implizit bestätigt, dass in casu volle 

Entschädigung geleistet wurde, womit die Vermutung zur Gewissheit werde, so 

dass die Schadenersatzklage der Kläger ins Leere gehe und abzuweisen sei (act. 

100 Rz 77). Im Beweisverfahren sei es nicht darum gegangen, auf Heller und 

Pfennig genau zwischen der Entschädigung für den (diskontierten) Landminder-

wert einerseits und den weggefallenen Baurechtszinsen andererseits zu unter-

scheiden, was sich schon aus dem üblichen Gang der Dinge ergebe. Die Eini-

gung gehe bei Vergleichen immer auf einen bestimmten Betrag – die Bottom Line 

– ohne Aufteilung auf einzelne Komponenten. Hier sei es auch so gewesen, dass 

einfach eine pauschale Entschädigung gesprochen worden sei. Entscheidend sei 

lediglich die vollumfängliche Entschädigung für alle Nachteile gewesen, allenfalls 

zuzüglich eines Zusatzbetrages zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten. Die fi-

nanzbewussten Kläger hätten ihre Verhandlungsmacht voll ausgeschöpft und sich 

nicht nur für alle Nachteile voll entschädigen lassen, sondern hätten sich darüber 

hinaus auch noch einen zusätzlichen "Nuisance Value" für einen raschen Ab-

schluss ohne Gerichtsverfahren erstatten lassen (act. 100  

Rz 81). Auch das hätte H._____ bestätigen können, wenn er durch die Kläger 

nicht mit Strafandrohungen an jeder konkreten Aussage gehindert worden wäre 

bzw. wenn vom Gericht seine Aussage als fachkundiger Zeuge entgegengenom-

men worden wäre (act. 100 Rz 81).  

IV.   

 1. Die Beklagten weisen darauf hin, dass die Kläger den Teilvergleich zwi-

schen der FG'._____ FG._____ AG und den Klägern vom 24. April 2008/2. Mai 

2008 sowie die Schlussabrechnung im (ersten) vorinstanzlichen  

Verfahren erst nach Abschluss des ordentlichen Verfahrens eingereicht haben  

(act. 33/51 und act. 33/52), so dass sie im (ersten) erstinstanzlichen Verfahren dazu 

keine Stellung nehmen konnten (act. 100 Rz 19). Das trifft zu. Allerdings machen sie 

nicht geltend, dass sie sich inzwischen nicht frei dazu hätten äussern können, so 

dass sie in ihren Rechten zumindest jetzt nicht mehr verkürzt sind. Dieser Thematik 

ist somit nicht mehr weiter nachzugehen.  

- 23 - 

 2. a) Die Beklagten erwähnen, dass sie ausgeführt hätten, die Entschädi-

gung für den diskontierten Minderwert der Landfläche könne bloss einige tausend 

Franken betragen (act. 100 Rz 46), so dass er im Lichte der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung wohl ("vermutungsweise") nicht separat berücksichtigt worden 

wäre, der Betrag falle jedenfalls nicht ins Gewicht. Es sei nicht darum gegangen, 

diesen verhältnismässig geringen Betrag wegzudiskutieren, sondern einzig da-

rum, dass der verhältnismässig geringe Betrag in der vollen Entschädigung ent-

halten, jedoch nicht wirklich gewichtig sei (act. 100 Rz 46). Der abdiskontierte 

Wert sei mit einer Grössenordnung von Fr. 10'000 berechnet worden (act. 110  

Rz 48; act. 100 Rz 53: jedenfalls der Fr. 10'000 übersteigende Umfang sei Er- 

satz für Baurechtszinsen), auch bei einem überhöhten Quadratmeterpreis von  

Fr. 2'500.– habe die Berechnung "nur" Fr. 26'500.– ergeben (act. 100 Rz 50).  

Die Beklagten hätten somit geltend gemacht, dass die Kläger jedenfalls volle Ent-

schädigung sowohl für den Baurechtszinsausfall als auch für den Minderwert des 

Grundstücks enthalten hätte und wegen des Bereicherungsverbotes keine zusätz-

lichen Ansprüche gegen die Beklagten stellen könnten (act. 100 Rz 54).  

 b) Damit haben die Beklagten im Wesentlichen ihre Ausführungen aus dem 

vorinstanzlichen Verfahren wiederholt, hingegen nicht aufgezeigt, dass und in-

wieweit die Entscheidung der Vorinstanz falsch ist, die die fehlende Behauptung 

und den fehlenden Nachweis eines tatsächlichen Konsens über die Aufteilung 

zwischen der Entschädigung für die entgangenen Baurechtszinsen und die Ent-

schädigung für den eingetretenen Grundstückminderwert für entscheidend hält. 

 3. a) Die Vorinstanz hat zum Zweck des Vergleichs erwähnt, dass die Kläger 

einerseits ihre Zustimmung zur Enteignung abzugeben hatten und dass anderer-

seits die Entschädigung mit Bezug auf den Miteigentumsanteil der Kläger festge-

legt wurde. Mit einem Vergleich werde typischerweise eine rechtliche Unsicher-

heit, deren sich die Parteien bewusst seien, beseitigt und Klarheit geschaffen.  

Bei Vergleichen mit Saldoklausel würden regelmässig alle offenen bzw. potenziell 

bestehenden Ansprüche oder Anspruchspositionen abgegolten. Im Rahmen  

einer objektiven Vertragsauslegung sei durchaus relevant, ob die Kläger und  

die FG'._____ nach ihrem mutmasslichen (normativen) Willen nur den entgehen-

- 24 - 

den Baurechtszins, nur den diskontierten Minderwert der Landfläche oder beides  

abgegolten hätten (act. 101 E. 13 S. 39 f.). Wieviel von den letztlich bezahlten  

Fr. 1'147'787.90 auf die Position entgangene/entgehende Baurechtszinsen oder 

diskontierter Minderwert der Grundstückfläche entfalle, lasse sich weder im Rah-

men einer normativen Vertragsauslegung ermitteln, noch sei dies Gegenstand der 

richterlichen Lückenfüllung bzw. Vertragsergänzung, werde doch typischerweise 

bei einem Vergleich die Aufschlüsselung der einzelnen möglichen Entschädi-

gungspositionen von den Parteien nicht vorgenommen. Es würde deshalb den 

beweisverpflichteten Beklagten obliegen, einen dahingehenden tatsächlichen 

Konsens zwischen FG'._____ und den Klägern zu behaupten und nachzuweisen, 

wofür genau die Zahlung entrichtet worden sei (act. 101 E. 15 f.).  

 b) Die Beklagten machen geltend, dass der "korrekte" Rechengang für die 

Berechnung der Enteignungsentschädigung als gerichtsnotorisch angesehen 

werden könne und stellen die einschlägigen Regeln dar; insbesondere gelte der 

Grundsatz der vollen Entschädigung. Die Betroffenen dürften infolge der Enteig-

nung weder besser noch schlechter dastehen. Wie die Entschädigung bei bau-

rechtsbelasteten Grundstücken zu berechnen sei, ergebe sich für die Gerichte 

verbindlich aus BGE 134 II 182 (act. 100 Rz 40 f.). Die Vorinstanz habe grundlos 

darauf verzichtet, die Enteignungsentschädigung und deren Komponenten auf-

grund der bekannten Grössen selber zu berechnen (act. 100 Rz 59).  Aufgrund 

der Regelberechnungen sei den Beklagten der (indirekte) Nachweis gelungen, 

dass in der Entschädigung teilweise entfallende Baurechtszinsen enthalten sein 

müssen (act. 100 Rz 64).  

 c) Die eingangs wiedergegebenen Ausführungen der Vorinstanz zum Wesen 

und Zweck des Vergleichs zeigen, dass es hier gerade nicht auf die "Regelbe-

rechnung" ankommt und dass es deshalb auch nicht dienlich wäre, wenn die    

Vorinstanz bzw. die Kammer selber eine Entschädigung berechnen würde. Aus 

BGE 134 II 182 ist ganz offensichtlich nichts Konkretes zur Frage abzuleiten, wo-

rüber sich die FG'._____ und die Kläger einigten und ob es sich bei der den Klä-

gern ausbezahlten Summe um die Entschädigung für das Land oder für die Ab-

geltung entgangener/entgehender Baurechtszinsen handelt und allenfalls in wel-

- 25 - 

chem Verhältnis diese beiden Abgeltungsposten stehen. Die Frage, worüber eine 

vergleichsweise Einigung erging, ist nicht gleichbedeutend mit jener, wie eine Be-

hörde oder ein Gericht eine Entschädigung berechnet hätte, wenn behördlich oder 

gerichtlich hätte entschieden werden müssen. In diesem Zusammenhang ist er-

wähnenswert, dass die Beklagen in der Berufungsschrift (act. 100 Rz 79) selber 

darauf hinweisen, dass es im Zusammenhang mit Enteignungen regelmässig 

nicht möglich sei, ein konkretes Verhältnis zwischen dem diskontierten Landmin-

derwert und dem wegfallenden Baurechtszins zu ermitteln. Zwar würden die Par-

teien gegebenenfalls eigene Rechnungen, Behauptungen, Annahmen und Zahlen 

für alle verschiedenen Elemente vorlegen, sie würden sich dann aber in aller Re-

gel, sozusagen als "Bottom Line" ohne betragsmässige Aufteilung der Komponen-

ten einigen. Das sei auch im vorliegenden Fall so gewesen (act. 100 Rz 80). Da-

mit widerlegen die Beklagten die Vorinstanz nicht, sondern bestätigen das, was 

diese ihrerseits gegen ein Abstellen auf den normativen Konsens angeführt hat.  

Die Behauptung der Beklagten, die Kläger seien enteignungsrechtlich voll ent-

schädigt, erledigt den vorliegenden Fall hingegen nicht, geht es hier doch um das  

Guthaben aus dem Aktienkaufvertrag.  

 d) Die Beklagten kritisieren die Vorinstanz ausserdem, weil sie darauf be-

standen habe, die Aufteilung der Enteignungsentschädigung für das Grundstück 

und die Entschädigung für entgehende Baurechtszinsen "auf Heller und Pfennig" 

zu eruieren. Anzumerken ist, dass der von den Klägern eingeklagte Anspruch, für 

dessen Bezahlung die Beklagten zufolge des Aktienkaufvertrags besorgt sein 

müssen, nur ermittelt werden kann, wenn feststeht, was die Kläger bereits unter 

dem Titel Baurechtszinsen erhalten haben. Eine solche Differenzrechnung erfor-

dert logischerweise eine genaue Feststellung der durch andere Zahlungen noch 

nicht gedeckten Beträge.  

 4. a) Die Beklagten beanstanden, dass die Vorinstanz keinen Beweis dar-

über abgenommen habe, ob die Kläger vollumfänglich entschädigt worden sind 

(act. 100 Rz 81), sondern einzig darüber, ob die Beklagten den konkreten Betrag 

für den Ausfall der Baurechtszinse beweisen könnten (act. 100 Rz 73). Das könne 

aber nicht die Idee des Rückweisungsentscheides gewesen sei, sondern die Klä-

- 26 - 

rung der Frage, wofür die Enteignungsentschädigung die Kläger gedeckt hat und 

gegebenenfalls in welchem Verhältnis allenfalls für die Landenteignung einerseits 

und Baurechtszinsausfall andererseits (act. 100 Rz 74). 

 b) Der Rückweisungsentscheid der Kammer vom 18. Dezember 2015 hatte 

explizit den Sinn zu ermitteln, ob und was allenfalls in der Enteignungsentschädi-

gung an Baurechtszinsen enthalten gewesen ist  Das ist darauf zurückzuführen, 

dass die Verpflichtung der Beklagten aus Ziff. 3.0 des Aktienkaufvertrages zur 

Zahlung von Baurechtszins in dem Masse sinkt, als die Kläger den Baurechtszins 

nachweislich anderweitig erhalten haben (act. 40 E. 11 d) S. 47). Der erste Beru-

fungsentscheid der Kammer (act. 40 E. 12 S. 47 f.) ist diesbezüglich klar und an 

dieser Stelle zu wiederholen: "Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Kläger 

Anspruch auf den jährlichen Baurechtszins von Fr. 356'000.– (samt Anpassungs-

beträgen) aus Ziff. 3.0. des Aktienkaufvertrages haben, und zwar unabhängig von 

der Höhe der Baurechtszinsen, basierend auf dem Baurechtsvertrag von 1984, 

den die E._____ AG den Klägern aus dem Baurechtsvertrag zahlen muss. Die 

Kläger müssen sich allerdings das anrechnen lassen, was ihnen von der E._____ 

AG an Baurechtszinsen bezahlt wird. Gleiches muss für eine allfällige Enteig-

nungsentschädigung der FG'._____ gelten, sofern und soweit diese für entgan-

gene bzw. entgehende Baurechtszinsen ausgerichtet wurde, wofür die Beklagten 

die Beweislast tragen. Die Berufung ist daher diesbezüglich gutzuheissen, der vo-

rinstanzliche Entscheid ist aufzuheben und die Sache ist – weil ergänzend ein 

Beweisverfahren durchgeführt werden muss – im Sinne von Art. 318 lit. c ZPO an 

die Vorinstanz zurückzuweisen, die bezüglich der Ausrichtung der Entschädigung 

durch die FG'._____ zu klären haben wird, ob und inwieweit sie den Klägern für 

entgangene/entgehende Baurechtszinsen zugekommen ist". Dem ist nichts hin-

zuzufügen.  

 5. a) Die Beklagten machen nicht geltend, dass sich aufgrund der Zeugen-

aussage H._____ konkret ergeben habe, was genau entschädigt und wie die Ent-

schädigung aufgeteilt worden sei (act. 100 Rz 34). Sie führen dazu aus, dass der 

Zeuge von der FG'._____ nicht vom Anwaltsgeheimnis entbunden war, wobei 

sich aus seiner Aussage dennoch gewisse Erkenntnisse ergeben hätten: Es müs-

- 27 - 

se davon ausgegangen werden, dass der Vater der Kläger diese über die Ver-

handlungen informiert habe oder dass zumindest einer der Kläger an den Ver-

handlungen teilgenommen habe. Der Rechtsvertreter der Kläger hätte den Zeu-

gen davon abhalten wollen, sich konkret über das Zustandekommen der Ent-

schädigung zu äussern; sie hätten mehrfach interveniert und ihm strafrechtliche 

Konsequenzen wegen Verletzung des Anwaltsgeheimnisses angedroht. Es sei 

davon auszugehen, dass die Kläger wüssten, wie sich die Entschädigung zu-

sammensetze und dass sie jedenfalls auch entgehende Baurechtszinsen umfasse 

(act. 100 Rz 34  

S. 12). Sie würden demnach wider besseres Wissen prozessieren.   

 b) Ob die Ansicht des Beklagten zutrifft, dass die Kläger wissen, wie die 

Entschädigung zustande gekommen ist, ist nicht entscheidend. Prozessual ist im 

Geltungsbereich der Verhandlungsmaxime massgeblich, dass sie behaupten, 

ihnen sei die Entschädigung für die Enteignung des Landes und damit für die  

Reduktion ihres Eigentumsanteils zugekommen (vgl. z.B. act. 2 Rz 125, act. 84 

Rz 77 ff.; vgl. dazu die Beklagten in act. 100 Rz 55) und dass die Beklagten für 

die Behauptung, die Entschädigung habe Baurechtszinsen betroffen, die Beweis-

last tragen (zur Kritik an der Beweislastverteilung vgl. unten E. 7 a). Was die Be-

klagten konkret aus dem behaupteten Wissen der Kläger ableiten wollen, ist nicht 

ersichtlich. Sie machen insbesondere nicht geltend, sie hätten die Befragung ei-

nes Klägers oder beider Kläger i.S.v. Art. 191 ZPO verlangt und die Vorinstanz 

habe dieses Beweisanerbieten ausgeschlagen.  

 c) Was die Interventionen des klägerischen Rechtsvertreters im Verlauf  

der Einvernahme des Zeugen anbelangt, hatte der Zeuge schon ganz zu Beginn 

der Einvernahme erklärt, dass er von seinem Zeugnisverweigerungsrecht nach 

Art. 166 Abs. 1 lit. b ZPO und Art. 13 Abs. 1 BGFA Gebrauch machen werde und 

hatte dazu die E-Mail-Korrespondenz mit der FG'._____ eingereicht, woraus sich 

die Verweigerung der FG'._____ zur Befreiung vom Anwaltsgeheimnis ergibt 

(Prot. S. 9 f.; vgl. act. 72, wo die FG'._____ schreibt: "Nach nochmaliger Prüfung 

der Lage sind wir zu folgendem Schluss gekommen: Die FG'._____ verzichtet auf 

die Unterzeichnung  

- 28 - 

der Entbindungserklärung, da wir mit diesem Nachbarschaftsstreit nichts zu tun 

haben wollen").  

 Dass sich der Zeuge H._____ als Anwalt einzig wegen der Interventionen 

des klägerischen Rechtsvertreters beeindrucken und abhalten liess, über den In-

halt des Vergleiches Auskunft zu geben, ist schon deshalb nicht anzunehmen, 

weil er sich bereits ganz zu Beginn der Einvernahme und unabhängig von gestell-

ten Fragen auf seine Geheimhaltungspflicht berief (Prot. S. 9 f.). Es war ihm si-

cherlich auch ohne Intervention von Rechtsanwalt Y1._____ (der ebenfalls ganz 

zu Beginn auf die Tragweite des Anwaltsgeheimnisses hingewiesen hatte [Prot.  

S. 11]) klar, wie er sich angesichts der verweigerten Entbindung zu verhalten hat-

te. Durch die Tatsache der Intervention wird auch nicht erstellt, wie die Antwort – 

wäre sie denn gegeben worden – gelautet hätte und dass das, was der Zeuge 

gegebenenfalls ausgesagt hätte, den Beklagten genützt (act. 100 Rz 58) bzw. den 

Klägern geschadet hätte. Eine entsprechende Würdigung der Interventionen – 

was genau "entsprechend" gewürdigt werden soll, wird jedenfalls nicht explizit ge-

sagt (act. 100 Rz 58) – kann daher nicht erfolgen.  

 6. a) Die Beklagten verlangten und verlangen, dass Rechtsanwalt H._____ 

vom Gericht als sachverständiger Zeuge einvernommen bzw. eine Expertise ein-

geholt werde (act. 46 S. 6 ff.; act. 100), um zu klären, wie eine Entschädigung im 

Falle baurechtsbelasteter Grundstücke zu berechnen sei (act. 46 S. 6 ff.; act. 100 

insbes. Rz 51). 

 b) Bereits die Vorinstanz hat darauf hingewiesen, dass Beweiserhebungen 

zu Rechtsfragen nicht zulässig sind (act. 101 E. 23 S. 45 f.), worauf auch die Klä-

ger hingewiesen haben (act. 84 Rz 30) und was herrschender Lehre entspricht 

(vgl. z.B. KuKo ZPO-Schmid [2. Auflage 2014], N. 1 zu Art. 175; ZK ZPO-Weibel/ 

Walz [3. Auflage 2016], N. 1 zu Art. 175). Im vorliegenden Verfahren geht es auch 

nicht darum, wie eine Enteignungsentschädigung nach den gesetzlichen Vorga-

ben zu berechnen ist. Es ist bereits erwähnt worden, dass sich die Parteien in Zu-

sammenhang mit Vergleichen nicht (notwendigerweise) daran orientieren, wie 

Gerichte gegebenenfalls vorgehen und entscheiden würden. Für eine Analyse, 

was die Parteien vergleichsweise geregelt haben, ist eine "Regelberechnung" 

- 29 - 

nach Gesetz und Rechtsprechung nicht dienlich. Wäre der Beweis zu Rechtsfra-

gen nicht ohnehin unzulässig, könnte die verlangte Beweiserhebung deshalb im 

Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung unterbleiben (vgl. z.B. KuKo ZPO-

Schmid [2. Auflage 2014], N. 14 ff. zu Art. 157), weil davon kein klärender Auf-

schluss zu erwarten ist. 

 7. a) Die Beklagten machen geltend, die Vorinstanz habe die Beweislast 

falsch verteilt: Die Kläger würden von den Beklagten Schadenersatz wegen Ver-

lust aus Baurechtszinsen verlangen, obwohl sie von der FG'._____ für die Enteig-

nung volle Entschädigung erhalten hätten. Bei Enteignungen sei von einer gesetz-

lichen Vermutung der vollen Entschädigung auszugehen, so dass die Kläger be-

weisen müssten, dass ihnen trotz voller Entschädigung noch ein Schaden bleibe 

(act. 100 Rz 56).   

 b) Massgeblich ist, dass es hier nicht um Schadenersatz geht. Die Kläger 

haben die Erfüllung der Verpflichtung aus dem Aktienkaufvertrag vom 8. Februar 

1991 (act. 5/2) eingeklagt und die Beklagten als Schuldner vertraglicher Verpflich-

tungen müssen die Erfüllung nachweisen (vgl. act. 40 E. 11 b). So wie die Beklag-

ten im Bestreitungsfall die Erfüllung desjenigen Teils der Schuld exakt nachwei-

sen müssen, die sie selber und direkt erbringen, müssen sie im Bestreitungsfall 

auch jene Zahlungen nachweisen, die von Dritten stammen, soweit sie anrechen-

bar sind. Deshalb wäre es falsch, die  Beweislast anders zu verteilen.  

 c) Die Beklagten argumentieren mit dem Enteignungsgesetz. Art. 16 EntG 

schreibt vor, dass eine Enteignung nur gegen volle Entschädigung erfolgen kann. 

Die Beklagten sehen in diesem fundamentalen Grundsatz des Enteignungsrechts 

eine gesetzliche Vermutung, so dass das, was entschädigt wird, stets die Vermu-

tung der "vollen" Entschädigung für sich hat und deshalb – auch wenn dies nicht 

bewiesen ist – als gegeben angenommen wird, solange nicht das Gegenteil be-

wiesen ist (Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 

1979, S. 323). Unabhängig von der Richtigkeit dieser Behauptung, ist damit nicht 

gesagt, worauf sich die volle Entschädigung bezieht bzw. wer wofür eine "volle" 

Entschädigung erhalten hat. In der vorliegenden Konstellation sieht das Enteig-

nungsgesetz in Art. 23 vor, dass "für enteignete Dienstbarkeiten […] dem Berech-

- 30 - 

tigten der ganze aus ihrer Beschränkung oder ihrem Erlöschen (Art. 91) entstan-

dene Schaden zu vergüten [ist]". Für die Frage, ob die Entschädigung der Bau-

rechtsberechtigten als Ersatz für die Reduktion des Baurechts oder ob der Bau-

rechtsverpflichtete als Ersatz für die Reduktion des entgehenden Baurechtszinses 

ausbezahlt wird, kann mit der Konstruktion der gesetzlichen Vermutung nichts er-

reicht werden.   

 d) Die Vorinstanz geht davon aus, dass nur ein behaupteter tatsächlicher 

Konsens bewiesen werden kann, dass aber die Beklagten nicht konkret behauptet 

hätten, auf welche einzelnen Positionen die Gesamtentschädigung von ca.  

Fr. 1.15 Mio. entfällt. Die Beklagten erwähnen im Zusammenhang mit der Enteig-

nungsentschädigung, dass die Kläger als "finanzbewusste Verhandler" ihre Ver-

handlungsmacht voll ausgeschöpft und einen Zusatzbetrag für die Vermeidung 

von Rechtsstreitigkeiten und einen zusätzlichen "Nuisance Value" erhältlich ge-

macht haben dürften (act. 100 Rz 80 f.). Und auch der Zeuge H._____ weist in 

allgemeiner Form darauf hin, dass weitere Nachteile wie Minderwerte und Inkon-

venienzen zu entschädigen sind (Prot. VI S. 17). Dass die Enteignungsentschädi-

gung noch weitere Komponenten enthalten hat als die umstrittenen beiden Ent-

schädigungspositionen, ist nicht auszuschliessen, löst die Probleme der nicht be-

haupteten bzw. nicht bewiesenen Aufteilung der verschiedenen (genau beziffer-

ten) Posten der Entschädigungszahlung allerdings nicht, im Gegenteil.  

 8. Die Beklagten kritisieren die Vorinstanz, weil sie keine Würdigung der 

Aussagen des Zeugen vorgenommen habe, sondern sich darauf beschränke, den 

Zeugenbeweis als gescheitert zu erklären (act. 100 Rz 58).  

 a) Die seinerzeitige Enteignungssituation ist vorab zu rekapitulieren: Es ging 

im Jahr 2008 um drei (potentielle) Entschädigungsverfahren für die Teilenteig-

nung einer Fläche von 955 m2 des mit dem Baurecht belasteten Grundstücks  

(vorinstanzliches Urteil vom 13. März 2015, act. 34 E. 4 S. 15). Die Kläger erhiel-

ten im Zusammenhang mit der Enteignung ihrer abgetretenen 477.5 m2 eine Ba-

rentschädigung im Betrag von über Fr. 1'146'787.90 (act. 33/51-52). Der inzwi-

schen verstorbene I._____ bekam für die ihn treffende Enteignung die gemäss 

Enteignungsvertrag vom 4. Juli 2011 (act. 12/3) auf S. 7 und 12 genannten Beträ-

- 31 - 

ge sowie gemäss S. 12 eine Fläche von 834 m2 mit 20 durch die FG'._____ nach 

Absprache mit I._____ erstellten Ersatzparkplätzen. Die Situation der Baurechts-

nehmerin E._____ AG bleibt im Zusammenhang mit der Enteignung weitgehend 

im Dunkeln, obwohl den Beklagten diese bekannt gewesen sein musste, war 

doch der ursprüngliche Beklagte 1, I._____, zugleich Präsident des Verwaltungs-

rates der Baurechtsberechtigten. Die Beklagten hatten im Rahmen des (ersten) 

vorinstanzlichen Verfahrens behauptet, dass es zwischen der FG'._____ und der 

Bauberechtigten überhaupt keine Verhandlungen gegeben habe (act. 11  

Rz 27; act. 22 Rz 174), was auch Sinn mache, denn gemäss Art. 1. c) des Bau-

rechtsvertrages vom 28. November [act. 5/6] falle eine allfällige Enteignungsent-

schädigung an den jeweiligen Grundeigentümer. Die Kläger hatten dies durch-

wegs bestritten und geltend gemacht, die Baurechtsberechtigte habe gemäss  

Art. 23 Abs. 1 EntG und gemäss dem vorgenannten Art. 1 c des Baurechtsvertra-

ges (act. 5/6) einen direkten Anspruch auf Entschädigung. Im (ersten) vorinstanz-

lichen Verfahren hatten die Kläger im Zusammenhang mit der Klage die vom  

13. Oktober 2008 datierte "Erklärung" (act. 5/24) eingereicht. Darin erklären sich 

die Baurechtsnehmerin E._____ AG und I._____ damit einverstanden, dass die 

ganze, gemäss Teilvergleich zwischen der FG'._____ und den Klägern vereinbar-

te Entschädigung betreffend deren enteignetem Miteigentumsanteil ausbezahlt 

wird. In der genannten Urkunde lautet der abschliessende Satz: "Die FG'._____ 

FG._____ AG wird sich mit der E._____ AG und mit I._____ diesbezüglich in wei-

teren enteignungsrechtlichen Vergleichen auseinandersetzen". Die Kläger haben 

in ihrer Klage (act. 2 Rz 146) auf diese "Erklärung"  

(act. 5/24) hingewiesen und das Thema auch in der Replik nochmals aufgenom-

men (act. 17 Rz 90) und erwähnt, dass damit der Behauptung, die von der Ent-

eignerin enthaltene Entschädigung sei auf Kosten der Beklagten und der E._____ 

AG ausgerichtet worden, der Boden entzogen sei.   

 b) In der Zeugeneinvernahme wurde Rechtsanwalt H._____ gefragt, ob er 

seinerzeit wusste, dass für das Grundstück ein Baurecht bestehe, was er bejahte. 

Die nächste Frage lautete: "Haben Sie auch mit der Baurechtsnehmerin verhan-

delt?", was H._____ ebenfalls bejahte (Prot. S. 14). Was der Grund war, dass mit 

der Baurechtsberechtigten kein Vergleich geschlossen wurde (Prot. S. 15) – auch 

- 32 - 

nicht etwa für Inkonvenienzen – wird nicht gesagt. Dass der Zeuge von der 

FG'._____ nicht vom Anwaltsgeheimnis entbunden wurde, ist bereits erwähnt 

worden. Die Einvernahme wurde dann dennoch durchgeführt (Prot. VI S. 10 ff.), 

wobei der Zeuge vorab erklärte, über die Vergleiche und deren Inhalt nicht spre-

chen zu können (Prot. VI S. 11). Hingegen gab er auf allgemeine(re) Fragen Ant-

wort, so etwa dass er gewusst habe, dass ein Baurecht besteht (Prot. VI S. 14), 

dass es sich um ein konventionelles Baurecht gehandelt hat und der Zins sich 

nach einem gewissen Preis über die Grösse des Grundstücks berechnete: "Wenn 

das Grundstück bei dieser Konstellation kleiner wird, dann wird der Baurechtszins 

kleiner und der Baurechtsnehmer erleidet keine weiteren Nachteile […]" (Prot. VI 

S. 15). Die Tatsache, dass seitens der Baurechtsnehmerin keine Ansprüche ge-

stellt wurden, hat der Zeuge H._____ damit erklärt, dass Baurechtsnehmer von 

konventionellen Baurechten bei Verkleinerung der Grundstücke keine Nachteile 

erlitten, weil der Baurechtszins entsprechend kleiner werde (Prot. VI S. 14 f.). 

Dass es sich im vorliegenden Fall so verhalten haben muss, schliesst er gemäss 

Nachsatz daraus, dass Nachteile seitens der Bauberechtigten nie geltend ge-

macht wurden (Prot. VI S. 15). Zur konkreten Berechnung der Entschädigung im 

Vergleich mit den Klägern wollte der Zeuge nichts sagen und fügte an, dass die 

Partei CD._____ wüsste, wie der Vergleich zustande gekommen sei und dass der 

Vergleich dem Gericht vorliege. Der Zeuge brauche diesen nicht weiter zu erklä-

ren. Auf die Fragen, ob es korrekt sei, dass sich der Zeuge bezüglich der Enteig-

nungsentschädigung und bezüglich des weiteren Inhalts des Vergleichs auf das 

Berufsgeheimnis berufe, antwortete der Zeuge, dass er sich hierzu nicht äussern 

möchte. "Ich kann mir auch nicht vorstellen, welche interessanten Fragen hier auf-

tauchen könnten. Ich bin der Meinung, dass der Vergleich völlig klar ist" (Prot. VI 

S. 16). Zur folgenden Frage: "Berufen Sie sich auch in Bezug auf den Rechts-

grund der den Klägern ausbezahlten Enteignungsentschädigung auf das Berufs-

geheimnis?, die Antwort: "Ja. Man kann sagen, dass man die Situation ange-

schaut hat. Es handelte sich um ein Grundstück, welches damals noch mit einem 

Baurecht belastet war, welches noch 76 Jahre lang andauerte. Dies war die 

Grundlage für die Berechnung der Entschädigung. Es gibt einen Bundesgerichts-

entscheid, welcher vorgibt, wie man das machen soll". Und weiter auf die Frage: 

- 33 - 

"Bedeutet dies, dass diese Enteignungsentschädigung entweder für den Landan-

teil oder für entgangenen oder entgehenden Baurechtszins ausbezahlt wurde?" 

die Antwort: "Ein Blick ins Enteignungsgesetz liefert die Antwort. Zu entschädigen 

ist der objektive Verkehrswert eines Grundstücks. Hinzu kommen als Entschädi-

gung weitere Nachteile, die entstehen können wie Minderwerte und lnkonvenien-

zen. Dies steht im Gesetz. Nach dem Gesetz haben wir dies bearbeitet. Weiter 

möchte ich nicht Auskunft geben. Was wofür bezahlt wurde, steht im Vergleich" 

(Prot. VI S. 17).  

 c) Die Tragweite des Zeugnisverweigerungsrechts gab anlässlich der Ein-

vernahme des Zeugen H._____ zu Diskussionen Anlass (Prot. VI S. 10 f.). Art. 13 

Abs. 1 BGFA (vgl. auch 166 ZPO) verpflichtet die Anwälte zeitlich unbegrenzt und 

gegenüber jedermann zur Wahrung des Berufsgeheimnisses; vertraulich ist, was 

Anwälte vom Klienten (aktiv) erfahren oder im Zuge ihrer Berufsausübung wahr-

nehmen (Nater/Zindel in: Fellmann/Zindel, Kommentar zum Anwaltsgesetz, Zürich 

2011, N. 86 zu Art. 13). Das bedeutet ein vollumfängliches Verweigerungsrecht, 

soweit es um die derart umschriebenen Berufsgeheimnisse geht, jedoch insge-

samt nur ein beschränktes Verweigerungsrecht (vgl. Marginale zu Art. 166, im 

Gegensatz zum umfassenden Verweigerungsrecht des Art. 165 ZPO), weil Aus-

sagen i.S.v. Art. 166 ZPO nicht generell verweigert werden können (vgl. BK ZPO-

Rüetschi, N. 1 - 3 zu Art. 166; Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, 

Kurzkommentar, 2. Auflage, N. 1 zu Art. 166). Das führt dazu, dass Drittpersonen, 

die sich auf Art. 166 ZPO berufen, den Dispensationsgrund substantiieren müs-

sen (Rüetschi, a.a.O., N. 2 f. zu Art. 166 ZPO; Gasser/Rickli, a.a.O., N. 1 zu Art. 

166 ZPO). Darauf dürfte sich der richterliche Hinweis in der vorinstanzlichen Zeu-

genbefragung beziehen, dass das Zeugnisverweigerungsrecht für jede einzelne 

Frage erneut geltend gemacht werden müsse (vgl. Prot. VI S. 10).  

 Das Ergebnis der Befragung des Zeugen H._____ ist eine für die Überzeu-

gungsbildung des Gerichts problematische Mischung von Aussage und Verweige-

rung. Das zeigt sich hauptsächlich an folgender Stelle: Auf die Frage, ob der Zeu-

ge sich zu den Verhandlungen mit der Baurechtsnehmerin äussern wolle, antwor-

tete er mit "nein" und auf die nächste Frage, ob er sich diesbezüglich auf das Be-

- 34 - 

rufsgeheimnis als Anwalt berufe, gab er keine klare Antwort, sondern machte all-

gemeine Angaben dazu, wie der Baurechtszins konventionell berechnet werde 

und dass er sich entsprechend der Verkleinerung des Grundstückes reduziere. 

Die Baurechtsnehmerin ihrerseits habe keinen Nachteil geltend gemacht und mit 

ihr sei kein Vergleich geschlossen worden (Prot. VI S. 14 f.). Für die Berechnung 

der Enteignungsentschädigung berief sich der Zeuge auf das Berufsgeheimnis 

(Prot. VI S. 15 f.) und führte bezüglich der Frage, ob er das Berufsgeheimnis auch 

in Bezug auf den Rechtsgrund der den Klägern ausbezahlten Enteignungsent-

schädigung anrufe, aus: "Ja. Man kann sagen, dass man die Situation ange-

schaut hat. Es handelte sich um ein Grundstück, welches damals noch mit einem 

Baurecht belastet war, welches noch 76 Jahre lang andauerte. Dies war die 

Grundlage der Berechnung der Entschädigung. Es gibt einen Bundesgerichtsent-

scheid, welcher vorgibt, wie man das machen soll" (Prot. VI S. 16). Diese Antwort 

führte zu folgender Frage: "Bedeutet dies, dass diese Enteignungsentschädigung 

entweder für den Landanteil oder für entgangenen oder entgehenden Baurechts-

zins ausbezahlt wurde?", und dann (unterbrochen durch einen Hinweis des kläge-

rischen Anwalts) wiederum zu einer allgemein gehaltenen Antwort ("Ein Blick ins 

Enteignungsgesetz liefert die Antwort. Zu entschädigen ist der objektive Ver-

kehrswert eines Grundstücks. Hinzu kommen als Entschädigung weitere Nachtei-

le, die entstehen können wie Minderwert und Inkonvenienzen. Dies steht im Ge-

setz. Nach dem Gesetz haben wir dies bearbeitet. Weiter möchte ich nicht Aus-

kunft geben. Was wofür bezahlt wurde, steht im Vergleich").  

 Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass die Aussagen des Zeugen 

H._____ nur dahingehend verstanden werden könne, dieser müsse im Rahmen 

der Vergleichsverhandlung angenommen haben, dass sowohl der diskontierte 

Minderwert der Landfläche wie auch die aufgrund der Landenteignung entgange-

nen bzw. entgehenden Baurechtszinsen entschädigungspflichtig waren und dass 

sich der Baurechtszins zwischen den Klägern und der Baurechtsnehmerin auf-

grund der Enteignung gesenkt habe (act. 101 S. 49 E. 27). Eine solche Folgerung 

kann aus der Aussage H._____ zwar gezogen werden, sie ist jedoch keineswegs 

zwingend. Um die erforderliche Gewissheit zu erlangen, wären nähere Angaben 

dazu erforderlich gewesen, insbesondere ob der Zeuge konkret von der Zinssen-

- 35 - 

kung wusste oder ob er wegen des von ihm mehrfach erwähnten Baurechts-

Regelmechanismus' zu dieser Annahme gelangte.  

 Eine Zeugenaussage muss – wie jeder Beweis – beim Gericht die Überzeu-

gung hervorrufen, wie sich ein Sachverhalt ereignet hat. Eine solche Überzeu-

gung vermag sich nicht zu bilden, wenn allgemeine Äusserungen höchstens mehr 

oder weniger sichere Rückschlüsse auf diejenigen konkreten Tatsachen erlauben, 

die erstellt sein müssen. Lassen sie sich wegen des angerufenen Berufsgeheim-

nisses nicht klären, können sie zu Lasten der Beweisbelasteten nicht berücksich-

tigt werden, so dass es aus der Sicht der Kammer nicht erstellt ist, dass die Bau-

rechtszinsen gesenkt wurden und dass deshalb mit der Enteignungsentschädi-

gung an die Kläger entgangene bzw. zukünftig entgehende Baurechtszinsen aus-

gerichtet worden sein mussten (Prot. VI S. 5).  

 Anzufügen ist, dass der Zeuge offensichtlich nicht verstanden hat, warum er 

bezüglich der Enteignungsentschädigung hätte aussagen sollen, ob sie für den 

Landanteil oder für den entgangenen und entgehenden Baurechtszins ausbezahlt 

worden sei, empfahl er doch der Vorinstanz einen Blick ins Enteignungsgesetz. 

Dort steht allerdings in Art. 23 Abs. 1 EntG, dass die Baurechtsberechtigten im 

Rahmen der Enteignung zu entschädigen seien, was sich so übrigens auch aus 

dem Baurechtsvertrag ergibt, wenn man von Abtretungen für Strassen und Trot-

toire (und dem Streitpunkt zwischen den Parteien, ob die G._____bahn zur  

Kategorie «Strassen und Trottoire» gehöre oder nicht) absieht (zur Gegenüber-

stellung der abweichenden Meinungen im vorinstanzlichen Entscheid in act. 39/1 

S. 17-19). Auch daraus kann für den Standpunkt der beweispflichtigen Beklagten 

nichts abgeleitet werden.  

  d) Wie erwähnt hat die Vorinstanz die Aussagen des Zeugen so verstan-

den, dass daraus "unzweideutig hervorgeht, dass der Zeuge – als Rechtsvertreter 

der FG'._____ – davon ausgegangen sein musste, dass sich der Baurechtszins 

zwischen den Klägern und der Baurechtsnehmerin aufgrund der Landenteignung 

gesenkt hatte" (act. 101 S. 50). Auch diese Sichtweise führt – wie die Vorinstanz 

folgerichtig ausführt – nicht dazu, dass die Beklagten beweisen konnten, mit der 

Entschädigungszahlung im Rahmen des Teilvergleichs seien ausschliesslich Bau-

- 36 - 

rechtszinsen und sei kein Landminderwert (oder andere Entschädigungspositio-

nen) abgegolten worden (act. 101 E. 28 S. 50). Wenn die Vorinstanz darlegt, dass 

die Beklagten keinen tatsächlichen Konsens behauptet hätten, wonach die Ent-

eignungsentschädigung in einem bestimmten Verhältnis für wegfallende Bau-

rechtszinsen einerseits und den diskontierten Landminderwert andererseits zu 

entrichten war (act. 101 E. 29 S. 51), ist auch dies in keiner Weise zu beanstan-

den. Anzumerken ist, dass die Kammer im Rückweisungsentscheid nicht von der 

Zulässigkeit einer nachträglichen Präziserungs- bzw. Bezifferungsmöglichkeit 

ausging (vgl. die Erwägung der Vorinstanz in act. 101 S. 51 E. 30), wofür auch 

keine Gründe ersichtlich sind. Das Fazit der Vorinstanz, dass sich die Kläger all-

fällig erhältlich gemachte Entschädigungszahlungen für Baurechtszinsen nur dann 

an das Guthaben aus dem Aktienkaufvertrag anrechnen lassen müssten, wenn 

dieser Betrag klar und eindeutig feststehen würde, trifft zu. Daran vermöchte auch 

die von den Beklagten als Beweismittel subsidiär offerierte Expertise (act. 100  

Rz 34 i.V.m. act. 46 Rz 14 ff.) nichts zu ändern, weil auch daraus keine konkreten 

Angaben zur Entschädigungsregelung, sondern lediglich allgemeine Ausführun-

gen zu erwarten wären, worauf es aber nach dem Gesagten nicht ankommt.  

 9. Die Berufung ist insgesamt abzuweisen und das vorinstanzliche Urteil 

vom 10. Januar 2017 (act. 101 S. 68 ff.) ist zu bestätigen.  

V.  

 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beklagten kostenpflichtig 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Kläger sind – da sie keine Berufungsantwort erstatten 

mussten – nicht zu entschädigen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Abtei-

lung, vom 10. Januar 2017 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 15'000.– festgesetzt. 

- 37 - 

3. Die Gerichtskosten für das vorliegende zweitinstanzliche Verfahren werden 

den Beklagten auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.  

4. Für das vorliegende Berufungsverfahren wird keine Parteientschädigung zu-

gesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Kläger unter Beilage des 

Doppels von act. 100, sowie an das Bezirksgericht Meilen, Abteilung, je ge-

gen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
rund Fr. 600'000.–. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
 Der Vorsitzende: 

 
 
 

 lic. iur. P. Diggelmann 

  Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

  lic. iur. R. Barblan 
 
 
 
versandt am: 
 
 

 

	Urteil vom 6. Juni 2017
	Rechtsbegehren (act. 2):
	(geändertes) Rechtsbegehren: (sinngemäss; act. 17)
	Urteil des Bezirksgerichtes Meilen, Abteilung (act. 97 = act. 101 = act. 102,  je S. 68 ff.):
	"1. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern folgende Beträge zu bezahlen:
	2. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	3. Die Gerichtskosten für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren, einschliesslich der Kosten des Schlichtungsverfahrens, werden den Beklagten unter solidarischer Haftung auferlegt.
	4. Die Entscheidgebühr für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren wird – soweit ausreichend – mit den von den Parteien geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt CHF 45'330.– verrechnet und im Mehrumfang von den Beklagten bezogen. Die Beklagte...
	5. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern eine Parteientschädigung von insgesamt CHF 53'730.– (8 % MwSt. darin enthalten) zu bezahlen.
	6./7. Mitteilung/Rechtsmittel".
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	"14. Die Rechtslage betreffend die Berechnung einer Enteignungsentschädigung ergibt sich weitgehend aus BGE 134 II 182. Danach hat der Grundeigentümer bei der Enteignung einer Baurechtsliegenschaft grundsätzlich "Anspruch auf den Barwert der für die ...
	15. Würde sich der Baurechtszins trotz Landenteignung im Innenverhältnis gegenüber der Baurechtsnehmerin nicht reduzieren, so wäre die gesamte von der FG'._____ vergleichsweise entrichtete Enteignungsentschädigung vermutungsweise (im Rahmen einer obj...
	16. Wieviel der letztlich bezahlten CHF 1'146'787.90 nach dem mutmasslichen Willen der FG'._____ und der Kläger aber tatsächlich "für entgangene bzw. entgehende Baurechtszinsen" und wieviel "für den diskontierten Minderwert der Grundstücksfläche" bes...

	IV.
	V.
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Abteilung, vom 10. Januar 2017 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 15'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das vorliegende zweitinstanzliche Verfahren werden den Beklagten auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Für das vorliegende Berufungsverfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Kläger unter Beilage des Doppels von act. 100, sowie an das Bezirksgericht Meilen, Abteilung, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...