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**Case Identifier:** 8bbe7a75-cd58-5e2c-9ca5-f73032e502f8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.10.2016 200 2015 377
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-377_2016-10-20.pdf

## Full Text

200 15 377 IV
LOU/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. März 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2016, IV/15/377, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 3. April 2013 unter Hinweis auf verschiedene gesundheit-
liche Probleme – darunter ein Aortenaneurysma – bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwort-
beilagen [AB] 2). Im Rahmen der erwerblichen und medizinischen Ab-
klärungen holte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) insbe-
sondere zwei Berichte von Dr. med. C.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 16. Mai und 
26. August 2014 (AB 30, 37) sowie einen Abklärungsbericht Haushalt vom 
27. August 2014 (AB 38) ein. Gestützt darauf stellte sie dem Versicherten 
mit Vorbescheid vom 1. September 2014 (AB 39) bei einem Invaliditätsgrad 
von 41 % ab 1. November 2013 die Ausrichtung einer Viertelsrente in Aus-
sicht. Nach Prüfung des dagegen erhobenen Einwandes (AB 44, 48, 51, 
59) verfügte die IVB am 11. März 2015 wie angekündigt (AB 60).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, zunächst vertreten durch Rechtsanwalt 
D.________ bzw. nunmehr durch Rechtsanwalt B.________, am 29. April 
2015 Beschwerde. Unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung bean-
tragt er rückwirkend ab 1. November 2013 die Zusprache einer ganzen 
Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin 
mit der Anweisung, eine neue Verfügung im Sinne der Beschwerde zu er-
lassen.

In der Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2015 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Replik vom 9. November 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen 
bisherigen Anträgen fest, wobei die Beschwerdegegnerin mit Stellungnah-

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me vom 8. Dezember 2015 auf weitere Ausführungen im Rahmen einer 
Duplik verzichtete und die bisherigen Rechtsbegehren bestätigte.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. März 2015 (AB 60). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Bericht vom 16. Mai 2014 
(AB 30) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit insbesondere eine seit 
2. November 2012 bestehende Herzinsuffizienz, seit ca. März 2013 unter 
Therapie kompensiert bei Ersatz der Aorta ascendens und der Aortawurzel 
sowie bei perioperativem Vorderwandinfarkt mit nachfolgend Ausbildung 
eines Vorderwandaneurysmas. Die RAD-Ärztin bewertete diverse Diagno-
sen als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Körperlich leichte und leich-
teste Tätigkeiten seien seit März 2013 im folgenden Rahmen mit einer Leis-
tungsfähigkeit von 60 bis 70 % zumutbar: Selbstversorgung im Alltag, Ge-
hen bis 200m mit kurzer darauf folgender Pause, Treppensteigen ein bis 
zwei Stockwerke, Gewicht bis ca. 5kg und vier- bis fünfmal pro Stunde, 
häufig repetitiv unter 1kg. Die Einschränkung von 30 bis 40 % sei für ver-
mehrte Pausen gedacht, könne zeitlich auch für eine verlängerte Mittags-
pause und / oder für ein etwas früheres Arbeitsende eingesetzt werden. Dr. 
med. C.________ geht davon aus, dass die bisherige Tätigkeit als ... eine 
leichte bis leichteste Tätigkeit sei.

3.1.2 Im Bericht vom 20. Mai 2014 (AB 35) diagnostizierten die Ärzte des 
Spitals E.________ vorwiegend eine fortgeschrittene ischämische Kardio-
pathie nach Composite Aorta Graft Operation wegen Aorta ascendens An-
eurysma mit perioperativem Verschluss des mittleren RIVA, eine chroni-
sche Niereninsuffizienz, ein obstruktives Schlafapnoesyndrom, ein allergi-
sches Asthma bronchiale, eine Divertikulose sowie eine rezidivierende 
Podagra. Anamnestisch und klinisch bestehe ein stabiler kardialer Verlauf.

3.1.3 In einem weiteren Bericht vom 26. August 2014 (AB 37) führte Dr. 
med. C.________ als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine aktuell kompensierte Herzinsuffizienz bei Status nach der Aorta 
ascendens und bei Status nach Vorderwandinfarkt auf. Das bereits im Be-
richt vom 16. Mai 2014 festgehaltene Zumutbarkeitsprofil (AB 30 S. 4 bzw. 
E. 3.1.1 hiervor) präzisierte sie insoweit, als entsprechende Tätigkeiten für 

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sechs Stunden am Tag zumutbar seien. Falls der Arbeitsweg ungewöhnlich 
lang sei (zumutbar sei ein Weg von 1.5 h pro Strecke), weil es in der Regi-
on keine dem Profil entsprechende Tätigkeit gebe, müsse auch die weitere 
für den Arbeitsweg verwendete Zeit als Abzug von der zumutbaren Arbeits-
zeit berücksichtigt werden. Bei Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel 
(öV) zur Arbeit müsse beachtet werden, dass für das Umsteigen etwa dop-
pelt so viel Zeit benötigt werde wie bei einer Person ohne Behinderung. 
Wären aus diesem Grund Anschlussverbindungen nicht erreichbar, müsse 
dies berücksichtigt werden.

3.1.4 Die Ärzte des Spitals E.________ hielten im Bericht vom 24. Sep-
tember 2014 (AB 44 S. 12 ff.) fest, es bestehe eine schwerst eingeschränk-
te Leistungsfähigkeit aufgrund vor allem kardialer Ursache bei fehlendem 
Herzminutenvolumenanstieg. Die objektiven Befunde zeigten ein hohes 
Risiko mit 35 % Einjahresüberlebensrate, eine Verbesserung der Herzfunk-
tion sei nicht zu erwarten. Körperliche und psychische Belastungen seien 
mit einem hohen Risiko für eine rasche Verschlechterung des kardialen 
Zustandes verbunden und hätten damit Einfluss auf die Lebensqualität und 
die Überlebensrate. Es sei keine andere Arbeitstätigkeit zumutbar und es 
werde eine 100%ige IV-Rente empfohlen.

3.1.5 Im Bericht vom 28. Oktober 2014 (AB 48) führte Dr. med. 
C.________ aus, die Leistungsgrenze in der Spiroergometrie habe auch im 
Februar 2014 wie 2013 zwischen 70 und 80 Watt betragen. Es sei nicht 
nachvollziehbar, dass sich gleichzeitig die LVEF (linksventrikuläre Ejekti-
onsfraktion) auf 15 % verschlechtert haben soll. Mit dieser Leistung von 78 
Watt sei eine sehr leichte sitzende Tätigkeit weiterhin ohne relevante Ein-
schränkung zumutbar. In Ruhe seien die Funktionen nicht eingeschränkt, 
weder jene der Hände noch des Geistes. Es sei kein rasches Umsteigen 
mit Gehstrecken, die z.B. Treppen enthalten oder länger als 20 bis 30m 
seien, bei einem Arbeitsweg mit öV zumutbar. Hingegen sei das Zurückle-
gen des Arbeitsweges im Auto zumutbar, solange der Versicherte Auto 
fahren könne und dürfe.

3.1.6 Die Ärzte des Spitals E.________ empfahlen im Bericht vom 
12. Januar 2015 (AB 69 S. 39 f.) hinsichtlich der Konzentrationsfähigkeit 
eine neuropsychiatrische Beurteilung um festzulegen, ob die Tätigkeit als 

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… weiterhin möglich sei. Eine Zugfahrt von insgesamt vier Stunden von … 
nach … (und zurück) sowie eine Autofahrt auf dieser Strecke sei nicht zu-
mutbar. Bei stabilem Zustand sei eine sehr leichte sitzende Tätigkeit in 
wohnortsnähe (Arbeitsweg von max. 60 Minuten) nach durchgeführtem und 
erfolgreichem Arbeitsversuch aus kardialer Sicht zu maximal 20 % möglich.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärzt-
liches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich 
der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichba-
ren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 
E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-

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cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 11. März 2015 (AB 60) massgeblich auf den Abklärungsbericht 
Haushalt vom 27. August 2014 (AB 38) und in medizinischer Hinsicht ins-
besondere auf den Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ vom 
26. August 2014 (AB 37) gestützt. 

Der Beschwerdeführer leidet an einer valvulären Herzkrankheit, einem An-
eurysma der Aorta ascendens (Erweiterungen der Hauptschlagader) sowie 
einer koronaren Eingefässerkrankung. In diesem Rahmen wurde am 2. No-
vember 2012 ein operativer Eingriff durchgeführt anlässlich welchem sich 
Komplikationen (Kammerflimmern mit notwendiger Defibrillation, in der Fol-
ge Tachykardie) ergaben (vgl. AB 15 S. 20 f., 18.4 S. 30 f.). Seit der Opera-
tion besteht eine schwere Herzinsuffizienz (vgl. AB 15 S. 26, 18.4 S. 15 f., 
30, 37). Die vom 17. Dezember 2012 bis 15. Januar 2013 dauernde Hospi-
talisation zur Rehabilitation in der Rehaklinik F.________ verlief komplikati-
onslos (AB 18.4 S. 19 f.) und im Juli 2013 berichteten die Ärzte des Spitals 
E.________ von einem erfreulichen sowie stabilen kardialen Verlauf (AB 25 
S. 9 f.). Auch Mitte Januar 2014 betrug die Arbeitsunfähigkeit jedoch nach 
wie vor 100 % (AB 24). Die Spiroergometrie von Februar 2014 ergab eine 
schwer eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit mit Hinweis auf eine 
muskuläre und kardiale Limitation bei im Vergleich zum April 2013 unver-
änderter körperlicher Leistungsfähigkeit. Zudem wurde neu ein dringender 
Verdacht auf einen Gichtschub im linken Sprunggelenk genannt (AB 32 
S. 2 f.; siehe hierzu auch die im Abklärungsbericht Haushalt vom 27. Au-
gust 2014 geschilderten Gichtanfälle [AB 38 S. 2]). Im Mai 2014 hielten die 
Ärzte des Spitals E.________ einen weitgehend stabilen kardialen Verlauf 
mit weiterhin unveränderter Leistungsfähigkeit fest (AB 35 S. 2 f.) und führ-

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ten im September 2014 aus, bei fehlendem Herzminutenvolumenanstieg 
sei eine Verbesserung der Herzfunktion vor allem aufgrund der ausge-
brannten Vorderwand nach perioperativem Herzinfarkt mit Aneurysmabil-
dung und schwerst eingeschränkter linksventrikulärer Auswurffraktion nicht 
zu erwarten (AB 44 S. 13). In Kenntnis dieser Berichte führte RAD-Ärztin 
Dr. med. C.________ in ihren Aktenbeurteilungen vom 16. Mai (AB 30), 
26. August (AB 37) und 28. Oktober 2014 (AB 48) aus, eine angepasste 
körperlich leichte und leichteste Tätigkeit sei mit einer Leistung von 60 bis 
70 % (sechs Stunden pro Tag) zumutbar, wobei die Einschränkung von 30 
bis 40 % für vermehrte Pausen gedacht sei. 

Mit Blick auf die vorhandenen Berichte und die grundsätzliche Infragestel-
lung einer Erwerbsfähigkeit durch die behandelnden Fachärzte (vgl. AB 69 
S. 46) bestehen Zweifel an der Schlüssigkeit der Einschätzung der RAD-
Ärztin. Auch unter Berücksichtigung der im Februar 2015 offenbar neu auf-
getretenen, belastungsinduzierten Kammertachykardien (AB 61) und des 
nach Verfügungserlass ergangenen kardiologischen Berichts des Spitals 
G.________ vom 15. Oktober 2015 (Beschwerdebeilage [BB] 9) mit Attes-
tierung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit, sind die Differenzen der ärzt-
lichen Einschätzungen erheblich. Dr. med. C.________ als Allgemeinmedi-
zinerin vermag aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation die vorliegend betrof-
fenen medizinischen Sachgebiete nicht mit der hier geforderten fachärztli-
chen Kompetenz abzudecken. Nach dem Dargelegten kann eine absch-
liessende Beurteilung der medizinischen Situation sowie deren Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit nach dem derzeitigen Stand der Abklärungen nicht 
vorgenommen werden. Unter Berücksichtigung der geltenden Rechtspre-
chung hat die Beschwerdegegnerin eine externe Begutachtung zu veran-
lassen bzw. dieses Versäumnis nachzuholen (E. 3.2.2 hiervor) und die kar-
diologisch begründeten Einschränkungen sowie allfällige durch Konzentra-
tionsstörungen bedingte funktionelle Einbussen zu klären (vgl. hierzu BGE 
139 V 349 E. 3.3). 

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4.

In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 
11. März 2015 (AB 60) aufzuheben und die Sache an die Verwaltung zu-
rückzuweisen, damit sie in Nachachtung der Untersuchungsmaxime 
(Art. 43 Abs. 1 ATSG) eine externe Begutachtung veranlasse. Danach hat 
sie über den Rentenanspruch neu zu verfügen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 
137 V 57 E. 2.1 S. 61). Praxisgemäss ist dem Gericht bei der Festsetzung 
der Parteientschädigung ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen. Im 
Rahmen seines Ermessens hat das Gericht für die Bestimmung der Höhe 

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des Anwaltshonorars die Wichtigkeit und Schwierigkeit der Streitsache, den 
Umfang der Arbeitsleistung und den Zeitaufwand des Anwalts zu berück-
sichtigen (BGE 114 V 83 E. 4b S. 87).

In der Kostennote vom 9. November 2015 hat Rechtsanwalt D.________ 
(als Vorgänger von Rechtsanwalt B.________) bei einem Zeitaufwand von 
18 Stunden ein Honorar von Fr. 4‘860.-- (18 x Fr. 270.--), Auslagen von 
Fr. 79.80 sowie Mehrwertsteuer von Fr. 395.20 (8 % von Fr. 4‘939.80), ins-
gesamt ausmachend Fr. 5‘335.--, geltend gemacht. Dabei erweist sich ins-
besondere der Aufwand von 12 Stunden für die Abfassung der Beschwerde 
als eindeutig zu hoch. Angemessen ist mit Blick auf vergleichbare Fälle, die 
Wichtigkeit der Streitsache und den gebotenen Aufwand ein Honorar von 
pauschal Fr. 3'000.--. Zuzüglich der nicht zu beanstandenden Auslagen von 
Fr. 79.80 sowie der Mehrwertsteuer von Fr. 246.40 (8 % von Fr. 3‘079.80) 
ergibt dies Parteikosten von gesamthaft Fr. 3‘326.20. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 11. März 2015 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zu-
rückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘326.20 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2016, IV/15/377, Seite 12

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (inkl. Eingabe 

der Beschwerdegegnerin vom 8. Dezember 2015)
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.