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**Case Identifier:** 4949d136-1930-57e2-863f-f6371b987b17
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 18.08.2025 810 2025 148 (810 25 148)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2025-148_2025-08-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 18. August 2025 (810 25 148) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Vorsorglicher Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts 
 
 
 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Gerichtsschreiber Stefan Suter 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Andreas Zehnder, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene, vertreten durch Xenia Barth, Rechtsanwältin 
 

  
 

Betreff Vorsorglicher Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
28. Mai 2025) 

 
 
 
A. D.____, geboren am XX.XX.2022, ist das Kind der verheirateten und getrennt lebenden 
Eltern A.____ (Jg. 2000) und C.____ (Jg. 1998). Ein Eheschutzverfahren ist zurzeit beim Zivil-
kreisgericht Basel-Landschaft West hängig. Bis vor Kurzem teilten sich die Eltern die Obhut. 
D.____ lebte mehrheitlich bei der Mutter, der Vater betreute seine Tochter tagsüber an drei Ta-
gen in der Woche. 

 

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B. Am 5. Mai 2025 erreichte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) 
eine Gefährdungsmeldung der Psychotherapeutin des Kindsvaters. Dieser habe ihr im Rahmen 
einer psychotherapeutischen Einzelbehandlung geschildert, wie er seiner Tochter im Säug-
lingsalter mehrfach durch gezielte körperliche Einwirkungen Schmerzen zugefügt habe, um 
Kontrolle sowie emotionale Wirkmächtigkeit zu erleben und um Verbundenheit zu seiner Ehe-
frau herzustellen. Aufgrund verschiedener psychologischer Faktoren ging die Therapeutin von 
einer Wiederholungsgefahr aus. A.____ könne das Risiko nicht selbst einschätzen oder regulie-
ren. 
 
C. Mit Entscheid vom 28. Mai 2025 entzog die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
B.____ A.____ vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht über seine Tochter D.____. Diese 
wurde für die Dauer des Verfahrens bei der Kindsmutter platziert. Weiter errichtete die KESB für 
D.____ eine Verfahrensbeistandschaft und beauftragte die eingesetzte Advokatin, allfällige 
strafrechtliche Schritte gegen den Kindsvater zu prüfen und das Kind gegebenenfalls im Straf-
verfahren zu vertreten. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzo-
gen. 
 
D. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____ mit Eingabe vom 6. Juni 2025 (Postauf-
gabe: 10. Juni 2025) Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt, die Verfügung der KESB vom 
28. Mai 2025 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht 
weiterhin zu belassen bzw. sei es mit der Kindsmutter gemeinsam auszuüben. Weiter sei die 
Vertretungsbeistandschaft aufzuheben. Sodann sei durch das Gericht ein allumfassendes Gut-
achten zu seiner Person einzuholen. In der Folge eröffnete das Kantonsgericht zwei getrennte 
Dossiers, da der angefochtene Entscheid inhaltlich einerseits vorsorgliche Massnahmen und 
andererseits die Errichtung einer Beistandschaft zum Gegenstand hat, die sich bezüglich der 
gesetzlichen Rechtsmittelbestimmungen und Verfahrenszuständigkeiten unterscheiden. Das 
vorliegende Verfahren Nr. 810 25 148 betrifft den vorsorglichen Entzug des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts, während im Parallelverfahren Nr. 810 25 144 über die Errichtung der Vertre-
tungsbeistandschaft befunden wird. 
 
E. Mit Eingabe vom 18. Juni 2025 ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Pro-
zessführung. Gleichentags reichte auch die zum Verfahren beigeladene Kindsmutter, vertreten 
durch Xenia Barth, Rechtsanwältin, ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung ein. 
 
F. Am 2. Juli 2025 zeigte Andreas Zehnder, Advokat, dem Gericht seine Mandatierung 
durch den Beschwerdeführer an. Dieser ersucht neu zusätzlich neben der unentgeltlichen Pro-
zessführung auch um unentgeltliche Verbeiständung. 
 
G. In der Vernehmlassung vom 3. Juli 2025 stellt die Beigeladene Antrag auf Abweisung 
der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu 
geschehen, wobei ihr eventualiter die unentgeltliche Prozessführung samt Verbeiständung zu 
bewilligen sei. 

 

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H. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ schliesst in ihrer Vernehmlassung 
vom 17. Juli 2025 auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Zuvor 
hatte die Behörde dem Beschwerdeführer mit Entscheid vom 8. Juli 2025 ein begleitetes Be-
suchsrecht im Umfang von zwei Stunden pro Woche eingeräumt. Am 7. August 2025 hat der 
Beschwerdeführer auch gegen diesen Entscheid beim Kantonsgericht Beschwerde erhoben 
(Verfahren Nr. 810 25 205). 
 
I. Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 7. August 2025 unaufgefordert repliziert. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De-
zember 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbehörde 
Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes 
über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die 
Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB 
bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozess-
rechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
1.2 Von Bundesrechts wegen anfechtbar sind sämtliche Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 
ZGB) sowie Zwischenentscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Beim 
angefochtenen Entscheid vom 28. Mai 2025 handelt es sich um einen Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 445 Abs. 3 ZGB, soweit dem Beschwerdeführer darin vorsorglich das Aufent-
haltsbestimmungsrecht entzogen wird. Die Zuständigkeit zur Beurteilung dieser Streitsache liegt 
in Anwendung von § 66 Abs. 2 EG ZGB i.V.m. § 1 Abs. 3 lit. f des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 bei der präsidierenden 
Person. 
 
1.3 Der Beschwerdeführer ist als direkt Verfahrensbeteiligter ohne Weiteres nach Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Die Beschwerdefrist von zehn Tagen 
(Art. 445 Abs. 3 ZGB) ist vorliegend eingehalten. Da auch die weiteren Prozessvoraussetzun-
gen erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 
1.4 In Rechtsmittelverfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen entscheidet das Kan-
tonsgericht aufgrund der Akten (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 11. August 2017 [810 17 35] E. 1.2). Soweit der Beschwerde-
führer den Beweisantrag stellt, es sei im kantonsgerichtlichen Verfahren ein forensisch-
psychiatrisches Gutachten über seinen aktuellen Gesundheitszustand einzuholen, ist darauf zu 
verweisen, dass die Abklärung des Sachverhalts Aufgabe der Kindesschutzbehörde ist. Sinn 
einer vorsorglichen Massnahme ist es gerade, der Kindesschutzbehörde Zeit dafür einzuräu-
men und die Rechtslage bis zum Zeitpunkt der Entscheidreife zu regeln (vgl. Präsidialverfügung 
vom 24. Juni 2018 [810 18 193]). Der Beweisantrag ist dementsprechend abzuweisen. 

 

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2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. Da der angefochtene Zwischenentscheid auf ei-
ner summarischen und ermessensgeprägten Prüfung beruht (vgl. unten E. 3.1; LUCA MARANTA, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 
7. Aufl., Basel 2022, Art. 445 Rz. 11), kann die Beurteilung durch das Kantonsgericht allerdings 
nicht detaillierter ausfallen (vgl. KGE VV vom 7. August 2020 [810 20 111] E. 2; KGE VV vom 
28. März 2019 [810 18 281] E. 2; KGE VV vom 17. Januar 2014 [810 13 383] E. 2). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer zu Recht das Aufenthaltsbestimmungsrecht über seine Tochter D.____ vor-
sorglich entzogen und diese für die Dauer des Verfahrens bei der Beigeladenen platziert hat. 
 
3.1 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ist gemäss Art. 445 Abs. 1 ZGB zuständig, 
die für die Dauer des Verfahrens notwendigen vorsorglichen Massnahmen zu treffen. Sie kann 
insbesondere eine Massnahme des Kindesschutzes vorsorglich anordnen. Vorsorgliche Mass-
nahmen müssen unumgänglich, d.h. so dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Entscheid 
nicht abgewartet werden kann, ohne einen erheblichen Nachteil für die betroffene Person in 
Kauf zu nehmen (CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 
3. Aufl., Bern 2021, Rz. 826; MARANTA, a.a.O., Art. 445 Rz. 7). Sie ergehen gestützt auf eine 
bloss summarische Prüfung der Sach- und Rechtslage, wobei für deren Anordnung das Be-
weismass der Glaubhaftmachung genügt (KGE VV vom 23. Mai 2024 [810 24 101] E. 5.1; KGE 
VV vom 17. Januar 2023 [810 22 272] E. 4.1; jeweils m.w.H.). 
 
3.2 Bei gemeinsamer elterlicher Sorge steht das Aufenthaltsbestimmungsrecht beiden El-
tern zu (vgl. Art. 301a ZGB). Sie bestimmen gemeinsam den Aufenthaltsort des Kindes, sei dies 
im gemeinsamen Haushalt, sei dies bei einem Elternteil im Falle getrennter Haushalte oder sei 
dies schliesslich bei Dritten (KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, Art. 307 ZGB Rz. 11). Ist das 
Wohl des Kindes in seinen von den Eltern bestimmten Lebensumständen gefährdet und sorgen 
die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindes-
schutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kin-
des. Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die Kindesschutz-
behörde es den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 
Abs. 1 ZGB). Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie 
können in der Anlage oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren 
Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefähr-
dung trifft (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Art. 307 ZGB Rz. 17). 
Massgebend ist, dass die Vorkehr das richtige Mittel zur Verwirklichung des Ziels ist; d.h. die 
Unterbringung (z.B. in einem Heim) muss besser als jene beim bisherigen Obhutsinhaber Ge-
währ dafür bieten, dass das Kind in seiner Entfaltung geschützt und gefördert wird (Urteil des 
BGer 5A_310/2023 vom 6. Juli 2023 E. 6.2.2; Urteil des BGer 5A_322/2014 vom 14. Juli 2014 
E. 2; CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 1999, Rz. 27.36). Der Entzug 

 

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des Aufenthaltsbestimmungsrechts kann unter anderem bei Defiziten in der erzieherischen 
Kompetenz angezeigt sein, etwa bei allen Formen der Misshandlung oder bei einer Unfähigkeit 
der Eltern, sich adäquat um das Kind zu kümmern, weil sie durch persönliche Probleme über-
mässig absorbiert oder weil sie allgemein überfordert sind (vgl. HÄFELI, a.a.O., Rz. 1095). 
 
3.3 Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist im-
mer die mildeste, einen Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese 
soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; vgl. BGE 136 
III 353 E. 3.3; Urteil des BGer 5A_988/2022 vom 20. April 2023 E. 2.1). Die anvisierte Mass-
nahme muss damit - soweit prognostizierbar - geeignet, also tauglich zur Behebung oder Ein-
dämmung der zugrundeliegenden Kindeswohlgefährdung, und zumutbar sein, also dem Grad 
der Bedrohung für das Kindeswohl entsprechen sowie erstrebten Nutzen und mögliche Nachtei-
le vernünftig abwägen. Es ist die sachlich richtige Massnahme nicht aufgrund bloss juristischer 
Klassifikation, sondern unter Würdigung der im Einzelfall bestimmenden sozialen, medizini-
schen und erziehungswissenschaftlichen Gesichtspunkten anzuordnen (Urteil des BGer 
5A_840/2010 vom 31. Mai 2011 E. 3.1.2 m.w.H.). Eine zu milde Intervention widerspricht dabei 
dem Prinzip der Verhältnismässigkeit ebenso wie eine zu radikale; der erzielbare Nutzen einer 
Massnahme muss eine allfällige Belastung überwiegen (YVO BIDERBOST, in: Arnet/Breitschmid/
Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 4. Aufl., Zürich 2023, Art. 307 ZGB 
Rz. 9). 
 
4.1 Im angefochtenen Entscheid erwägt die Vorinstanz zusammengefasst, der Beschwerde-
führer habe gegenüber seiner Psychotherapeutin angegeben, seiner Tochter im Säuglingsalter 
mehrfach durch gezielte körperliche Einwirkungen Schmerzen zugefügt zu haben. Anlässlich 
der persönlichen Anhörung durch die Behörde habe er diese Aussage bestätigt, wobei er sich 
von seinen früheren Übergriffen distanziert und eine Therapiebereitschaft bekundet habe. Auch 
wenn die Behörde die Selbstreflexion vorerst positiv zur Kenntnis genommen habe, erachte sie 
das Wohl von D.____ in der Obhut des Kindsvaters unter Würdigung aller Gesichtspunkte wei-
terhin als akut gefährdet. Nach Angaben seiner Psychotherapeutin zeige der Beschwerdeführer 
deutliche Schwierigkeiten in der affektiven Selbstregulation, im empathischen Erleben und im 
Verständnis von gesunden zwischenmenschlichen Beziehungen, insbesondere im familiären 
Kontext. Er zeige eine erheblich reduzierte Impulskontrolle, suche gezielt belastende Situatio-
nen auf und agiere dabei grenzüberschreitend gegenüber dem Kind. Diese Umstände resp. 
Persönlichkeitsmerkmale des Kindsvaters seien als Risikofaktoren zu werten, welche das Risiko 
weiterer zukünftiger Kindswohlgefährdungen erhöhen würden. Somit sei ihm vorsorglich das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über seine Tochter zu entziehen. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerdeeingabe vom 6. Juni 2025 im We-
sentlichen geltend, der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts stelle eine unzulässig 
schwere Einschränkung seines Rechts als Vater dar und entspreche nicht dem Kindeswohl. Die 
Notwendigkeit der Massnahme sei nicht mehr gegeben. Zu seiner Tochter führe er eine stabile 
und sehr liebevolle Beziehung. Er weise eine somatopsychische Störung auf, die darauf zu-
rückzuführen sei, dass er sein Geburtsgebrechen […] nicht akzeptieren und verarbeiten könne. 
Dies äussere sich unter anderem in Zwangshandlungen und sogenannten Ticks. Die psychi-

 

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sche Last habe seine Kindheit und Jugend überschattet und sich später negativ auf die Bezie-
hung zu seiner Ehefrau ausgewirkt. Eine lange Zeit der Arbeitslosigkeit und der damit einherge-
hende Status der Sozialhilfeabhängigkeit habe die Ehe zusätzlich belastet. Ende 2024 sei dann 
die Beziehung so destruktiv geworden, dass er sich örtlich von seiner Ehefrau getrennt und 
psychologische Hilfe in Anspruch genommen habe. Auf Drängen seines Vaters und aus eige-
nem Antrieb habe er sich der Therapeutin anvertraut. Seit er Ende Februar 2025 zu seinen El-
tern gezogen sei, habe er wieder eine gesündere Selbstregulation und vor allem einen liebevol-
leren Umgang mit seiner Tochter gefunden. Er werde neu von einer Stiftung für Sportler mit 
Behinderung unterstützt und diese helfe ihm auf dem Weg, seine körperliche Beeinträchtigung 
zu akzeptieren. Inzwischen habe er auch eine neue berufliche Perspektive gefunden, weshalb 
er sich von der Sozialhilfe werde abmelden können. 
 
4.3 Die Vorinstanz verweist in der Vernehmlassung vorab auf die Gefährdungsmeldung. Die 
bisherigen Gespräche mit dem Beschwerdeführer und insbesondere dessen Beschwerdeschrift 
würden den in der Meldung vermittelten Eindruck der Psychotherapeutin bestätigen. Echte 
Reue oder eine Auseinandersetzung mit den Folgen, die sein Handeln für D.____ gehabt haben 
könnten, seien nicht zu erkennen. Im Lichte der Verharmlosungstendenzen und aufgrund von 
Falschangaben gegenüber der Behörde sei zumindest zweifelhaft, dass sich das schädigende 
Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber seiner Tochter lediglich auf das Säuglingsalter 
beschränkt habe. Auch die angebliche Selbstreflexion des Beschwerdeführers sowie dessen 
Bereitschaft, eine weiterführende Therapie anzugehen - was jedoch noch nicht geschehen sei -, 
vermöchten eine mögliche Gefährdung nicht sicher auszuschliessen. 
 
4.4 Die Beigeladene verweist in der Vernehmlassung vom 3. Juli 2025 grundsätzlich auf den 
angefochtenen Entscheid sowie die Verfahrensakten der Vorinstanz. Zumal das Verhalten des 
Beschwerdeführers nicht eingeschätzt werden könne und er bis anhin keine weitere psychothe-
rapeutische Behandlung in Anspruch genommen habe, bestehe die von der Vorinstanz korrekt 
festgestellte Kindeswohlgefährdung nach wie vor. 
 
4.5 In der Replik vom 7. August 2025 beteuert der Beschwerdeführer, er übernehme die 
Verantwortung für sein Fehlverhalten im Jahr 2022. Er habe seine tiefe Reue auch gegenüber 
der Vorinstanz zum Ausdruck gebracht. Ein drei Jahre zurückliegender Vorfall dürfe aber nicht 
darüber hinwegtäuschen, dass er eine liebevolle Beziehung zu seiner Tochter pflege. Es gebe 
keine Anhaltspunkte für die Behauptung der Vorinstanz, wonach er gegenüber dem Kind 
grenzüberschreitend agiere. Die Gefährdungsmeldung der sich noch in Ausbildung befindlichen 
Therapeutin sei ohne vertiefte Abklärung erfolgt. Diese habe nicht einmal in Betracht gezogen, 
dass das Ereignis im Zusammenhang mit den sehr belastenden Lebensumständen nach der 
Geburt gestanden habe. Nach der Trennung von seiner Ehefrau sei mittlerweile im Leben des 
Beschwerdeführers eine Beruhigung eingetreten. Er habe eine geregelte Arbeit gefunden, wel-
che ihm zusätzliche Stabilität und Struktur gebe. 
 
5.1 Aus der bei den vorinstanzlichen Akten liegenden Gefährdungsmeldung vom 29. April 
2025, die von E.____, ambulante Psychotherapeutin in Ausbildung, gemeinsam mit F.____, 
eidg. anerkannte Psychotherapeutin sowie Standortleiterin der Gemeinschaftspraxis G.____ in 

 

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H.____, unterzeichnet wurde, geht hervor, dass die von der beruflichen Schweigepflicht ent-
bundene Erstunterzeichnerin im Rahmen einer ambulanten Psychotherapiesitzung mit dem 
Beschwerdeführer am 22. April 2025 erfahren habe, dass dieser seiner Tochter im Säuglingsal-
ter (geschätzt zwischen 3 und 6 Monaten) mehrfach durch gezielte körperliche Einwirkungen 
Schmerzen zugefügt habe. Er habe explizit und ohne erkennbare emotionale Erschütterung von 
seinen Handlungen berichtet. Konkret habe er angegeben, ihr den Finger in den Rachen einge-
führt zu haben, um Erbrechen auszulösen, sowie sie ins Bein gezwickt zu haben. Die dadurch 
verursachten Schreie der Tochter hätten bei seiner Ehefrau Sorge und Irritation ausgelöst. Der 
Beschwerdeführer habe beschrieben, das heimliche Wissen um seine eigene Täterschaft als 
einen "Kick" zur Befriedigung seiner "Sensationssucht" erlebt zu haben. Die durch ihn geschaf-
fene Krisensituation habe es ihm ermöglicht, sich in der Rolle des mitfühlenden und besorgten 
Vaters zu präsentieren. Zudem habe der Beschwerdeführer geäussert, dass es ihn fasziniert 
habe, welche Reaktionen er bei einem "wehrlosen Wesen" auslösen und beobachten könne. 
Eine affektive Anteilnahme an der psychischen oder körperlichen Verfassung seiner Tochter sei 
in seinen Schilderungen nicht erkennbar gewesen. Das Kind sei in seinen Ausführungen über-
wiegend funktionalisiert und objektiviert worden. Eine sexuelle Motivation habe er ausdrücklich 
verneint. Im Vordergrund hätten vielmehr das Erleben von Kontrolle, emotionaler Wirkmächtig-
keit und das Herstellen von Verbundenheit mit seiner Ehefrau gestanden. Auf Nachfrage habe 
der Beschwerdeführer gegenwärtige Impulse zur Wiederholung der beschriebenen Handlungen 
verneint. Gleichzeitig habe er die Sorge geäussert, dass seine Tochter - inzwischen im Kinder-
gartenalter - nun in der Lage sei, der Mutter von belastenden Erlebnissen zu berichten. Tat-
sächlich habe die Tochter ihrer Mutter Szenen geschildert, die sich während deren Abwesenheit 
ereignet hätten und in denen sich der Beschwerdeführer aus Sicht des Kindes gemein verhalten 
habe. Nach seinen Angaben sei dies der Auslöser für die Trennung durch seine Ehefrau zu 
Beginn des Jahres gewesen. Im Anschluss habe sich der Beschwerdeführer in der Hoffnung 
auf eine Versöhnung in psychotherapeutische Behandlung begeben. In der aktuellen Therapie 
habe er jedoch Sorgen geäussert, dass er zukünftig Anteile seiner Ehefrau in der Tochter wie-
dererkennen und dies impulsive Reaktionen in ihm auslösen könnte. Nach Einschätzung der 
meldenden Therapeutin zeige der Patient deutliche Schwierigkeiten in der affektiven Selbstre-
gulation, im empathischen Erleben und im Verständnis von gesunden zwischenmenschlichen 
Beziehungen, insbesondere im familiären Kontext. Er zeige eine erheblich reduzierte Impuls-
kontrolle, suche gezielt belastende Situationen auf und agiere dabei grenzüberschreitend ge-
genüber dem Kind. Es mangle ihm an Einsicht in die Schädlichkeit seines Verhaltens, an Empa-
thie gegenüber dem Kind sowie an einem klaren Verständnis von angemessenem elterlichem 
Verhalten. Die emotionale Resonanz auf das Erleben der Tochter erscheine erheblich einge-
schränkt. Aufgrund dieser Faktoren sei eine Wiederholungsgefahr gegeben. Der Beschwerde-
führer könne das Risiko nicht selbst einschätzen oder regulieren. Das beschriebene Verhalten 
des Beschwerdeführers könne für die Tochter potenziell schwerwiegende kurz- und langfristige 
Auswirkungen haben - sowohl auf ihre psychische als auch auf ihre körperliche und soziale 
Entwicklung. Die Gefährdungsmeldung an die KESB erfolge, weil die therapeutische Beziehung 
allein nicht ausreiche, um den Schutz des Kindes sicherzustellen. Die Wiederholungsgefahr, die 
unzureichende Emotions- und Impulskontrolle sowie die fehlende Einsicht in das eigene Verhal-
ten liessen auf ein erhebliches Risiko für die seelische und körperliche Integrität des Kindes 
schliessen, weshalb sich die Berichterstatterin gestützt auf Art. 314d ZGB gesetzlich zur Mel-

 

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dung an die Kindesschutzbehörde verpflichtet sehe. Es bestehe dringender Handlungsbedarf 
zum Schutz des Kindeswohls. 
 
5.2 Gemäss der Aktennotiz der Vorinstanz vom 28. Mai 2025 erklärte der Beschwerdeführer 
anlässlich der mündlichen Anhörung, seine gegenüber der Psychologin geäusserten Aussagen 
seien in der Gefährdungsmeldung korrekt wiedergegeben worden. Die letzten drei Monate seit 
Beginn der Therapie hätten ihn aber dazu gebracht, über sich und seine Situation nachzuden-
ken. Er sei heute ein anderer Mensch als damals, als er sich gegenüber dem Kind so verhalten 
habe. Seine Selbstreflexion habe ihm geholfen zu verstehen, um was es bei ihm gehe. Er sehe 
den Ursprung seiner Schwierigkeiten in Ereignissen der Vergangenheit, insbesondere in der 
Tatsache seines körperlichen Mankos. Er […] habe sich nie richtig damit auseinandergesetzt. 
Ihm sei klar geworden, dass seine Übergriffe auf D.____ ein Mittel gewesen seien, um Macht 
auszuüben. Seit er dies wisse, könne und wolle er sich klar davon distanzieren. Er habe eine 
gute Beziehung zu seiner Tochter, sie sei ihm sehr wichtig. Was er getan habe, tue ihm unend-
lich leid und werde nie mehr passieren. Die therapeutische Beziehung zu E.____ habe er zwi-
schenzeitlich eingestellt, da sie es gewesen sei, die ihm die Gefährdungsmeldung und die damit 
verbundenen Konsequenzen eingebrockt habe. Der Beschwerdeführer erklärte sich aber bereit, 
weiterhin eine Therapie in Anspruch zu nehmen, und er zeigte sich gegenüber der Vorinstanz 
auch offen für jegliche Art von Unterstützung oder Abklärung, auch gegenüber einer ambulan-
ten forensischen Abklärung. 
 
6.1 Angesichts der einlässlich begründeten Gefährdungsmeldung vom 29. April 2025 durfte 
und musste die Vorinstanz von einer akuten, vom Beschwerdeführer ausgehenden Kindes-
wohlgefährdung ausgehen, die ein sofortiges behördliches Einschreiten zum Schutz der Toch-
ter gebot. Den bei summarischer Würdigung nachvollziehbaren und schlüssigen Ausführungen 
der erkennbar um das Wohlergehen des Kindes besorgten Fachperson vermag der Beschwer-
deführer nichts Konkretes entgegenzusetzen. Dass sich die Therapeutin noch in der berufsbe-
gleitenden Weiterbildung befindet und ihn nur für sechs oder sieben Therapiesitzungen behan-
delte, vermag die Glaubhaftigkeit ihrer mit anschaulichen Schilderungen untermauerten fachli-
chen Beurteilung jedenfalls nicht zu erschüttern. Mit Blick auf die Beschwerdeeingabe entfalten 
ihre Ausführungen im Gegenteil eine zusätzliche Überzeugungskraft. In der Beschwerdeschrift 
befasst sich der Beschwerdeführer nämlich fast ausschliesslich mit seinem bisherigen Leben 
und den persönlichen, autobiografisch verorteten Schwierigkeiten. Die Tochter kommt darin nur 
ganz am Rand und nur insoweit vor, als dass er eine liebevolle Beziehung zu ihr geltend macht. 
Die Perspektive der Tochter fehlt gänzlich. Die Tatsache, dass er ihr zugestandenermassen 
zum eigenen Vergnügen Schmerzen zugefügt hat und sie - so die Befürchtung der Vor-
instanz - womöglich zukünftig wieder misshandeln könnte, spricht der Beschwerdeführer nicht 
direkt an. Vordergründig beteuert er, seine Taten reflektiert zu haben und nun ein neuer 
Mensch zu sein. Belastbare objektive Anhaltspunkte für diese Behauptung bleibt er jedoch 
schuldig. Er behauptet, er habe "ein allumfassendes Gutachten" erstellen lassen, welches an-
geblich der fachlichen Beurteilung in der Gefährdungsmeldung widersprechen soll. Diese Be-
hauptung bleibt allerdings gänzlich unbelegt. Echte Reue oder eine Auseinandersetzung mit 
den Folgen, die sein Handeln für D.____ gehabt haben könnte, sind nicht zu erkennen. In die-
ses Bild passt das ambivalente Verhalten bezüglich Weiterführung der Psychotherapie. Zwar 

 

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erklärte sich der Beschwerdeführer gegenüber der Vorinstanz bereit, diese mit einer anderen 
Fachperson weiterzuführen. Bis heute scheint er aber keinerlei entsprechende Bemühungen 
unternommen zu haben. Aus seinen Ausführungen ist zu schliessen, dass er offenbar davon 
ausgeht, keine weitere Behandlung zu benötigen. Zweifel an der Verlässlichkeit der Kooperati-
onsbereitschaft sind auch deswegen angebracht, weil er bezüglich seiner Lebenssituation mit 
der Kindsmutter und D.____ gegenüber der Behörde bewusst Falschangaben gemacht hat, 
indem er wahrheitswidrig behauptete, dass es zu einer Versöhnung gekommen und das Zu-
sammenleben wieder aufgenommen worden sei (vgl. Anhörungsprotokoll vom 18. Juni 2025; 
Vernehmlassung der KESB vom 17. Juli 2025, S. 5). Wenn er in der Beschwerde die Meinung 
bekundet, "dass ein Kind in diesem Alter nach einschlägiger Literatur und Erkenntnissen der 
Wissenschaft keine psychischen Folgeschäden erleiden kann", zeigt dies deutlich, dass der 
Beschwerdeführer sich der Tragweite seiner Taten nicht bewusst ist und diese verharmlost. Die 
von der Vorinstanz in der Vernehmlassung vertretene Auffassung, wonach es ihm nach wie vor 
an Einsicht in die Schädlichkeit seines Verhaltens und an Empathie gegenüber dem Kind mang-
le, wird dadurch gestützt. 
 
6.2 Dem Beschwerdeführer gelingt es in der Replik nicht, die durch die soeben genannten 
Risikofaktoren objektiv begründete Befürchtung einer Kindeswohlgefährdung zu zerstreuen. Er 
versucht in der von seinem Rechtsvertreter eingereichten Eingabe vergeblich, seine in der 
selbstverfassten Beschwerdebegründung enthaltenen Ausführungen in ein positiveres Licht zu 
rücken. So erfolgte die Entbindung der Psychotherapeutin von der Schweigepflicht wohl nicht, 
weil er sich der Tragweite seiner Handlung vollumfänglich bewusst ist und damit Einsicht be-
weisen wollte (so die Replik, S. 2), sondern eher weil er sich von der Therapeutin durch eine 
"massive Nötigung" unter Druck gesetzt fühlte (so die Beschwerdebegründung, S. 3). Anders 
als in der Replik dargestellt geht es vorliegend auch nicht um einen einmaligen Vorfall. Gemäss 
seinen eigenen früheren Aussagen hat der Beschwerdeführer dem Säugling mehrfach körperli-
che Schmerzen zugefügt (vgl. Gefährdungsmeldung vom 29. April 2025). Ohnehin gibt es Hin-
weise darauf, dass es auch noch später zu Übergriffen gekommen sein könnte. So habe die 
Tochter ihrer Mutter Szenen geschildert, in denen sich der Beschwerdeführer aus Sicht des 
Kindes "gemein verhalten" habe. Nach seinen Angaben war dies der Auslöser für die Trennung 
durch seine Ehefrau zu Beginn des Jahres 2025 (vgl. Gefährdungsmeldung vom 29. April 
2025). Selbst wenn die zugestandenen Misshandlungen auf die spezifische Belastungssituation 
im Jahr nach der Geburt zurückzuführen sein sollten, so wäre die Gefahr einer Wiederholung 
damit heute nicht einfach gebannt, denn es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Be-
schwerdeführer erneut in eine psychische Ausnahmesituation gerät. Es trifft durchaus zu, dass 
bisher keine vertiefte psychiatrische Abklärung seiner Persönlichkeitsmerkmale erfolgt ist. Eine 
solche ist aber auch nicht nötig, um vorsorgliche Kindesschutzmassnahmen zu ergreifen. Ent-
gegen seiner Auffassung genügt die vorliegende Gefährdungsmeldungsmeldung, um eine aku-
te Kindeswohlgefährdung glaubhaft erscheinen zu lassen. Ob in seiner Obhut tatsächlich keine 
Gefährdung für das Kind (mehr) besteht, werden erst die weiteren Abklärungen im Kindes-
schutzverfahren ergeben. Bis die Zweifel an seiner psychischen Stabilität ausgeräumt sind, ha-
ben sich die Präventivmassnahmen vom Grundsatz "in dubio pro infante" leiten zu lassen (vgl. 
dazu BIDERBOST, a.a.O., Art. 307 ZGB Rz. 9). 
 

 

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6.3 Körperliche Gewalt ist dem Kindeswohl in jedem Lebensalter offensichtlich abträglich 
und es ist die Aufgabe der Kindesschutzbehörde, elterliche Übergriffe zu verhindern. Mit der 
Vorinstanz ist dementsprechend festzuhalten, dass die von den psychischen Belastungen des 
Beschwerdeführers herrührenden Risikofaktoren eine sofortige Reaktion zum Schutz des Kin-
deswohls erforderten. Daran hat sich im Verlauf des vorliegenden Verfahrens nichts geändert. 
Die glaubhafte Gefährdung des Kindes rechtfertigt vorliegend den Eingriff in das elterliche Auf-
enthaltsbestimmungsrecht. Dem Beschwerdeführer kann insbesondere nicht gefolgt werden, 
wenn er die Notwendigkeit der Massnahme als nicht mehr gegeben erachtet. Nach dem ge-
genwärtigen Erkenntnisstand ist keine ebenso wirksame, mildere vorsorgliche Massnahme als 
der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts ersichtlich, um der akuten Kindeswohlgefähr-
dung adäquat begegnen zu können. 
 
7. Nach dem Gesagten erweist sich der vorsorglich angeordnete Entzug des Aufenthalts-
bestimmungsrechts gestützt auf die gebotene summarische Würdigung der Sach- und Rechts-
lage als verhältnismässig und angemessen. Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzu-
weisen. Angesichts der Schwere des mit der vorsorglichen Massnahme verbundenen Eingriffs 
in das Persönlichkeitsrecht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz die weiteren Abklärun-
gen umgehend vorzunehmen. Sie wird namentlich zeitnah darüber zu befinden haben, ob sie 
dem Antrag auf Einholung eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens stattgibt. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt 
(§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen. Als unterliegender Partei ist ihm keine Parteientschädigung 
zuzusprechen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
8.2 Der Beschwerdeführer ersucht um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 
Verbeiständung. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung 
der Verfahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen 
Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Unter den gleichen 
Voraussetzungen wird einer Partei der kostenlose Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin 
gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (§ 22 Abs. 2 VPO). Der 
Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege steht damit unter dem Vorbehalt der Nichtaussichts-
losigkeit. Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten 
beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeich-
net werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaus-
sichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als 
diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, 
den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, 
weil er sie nichts kostet (KGE VV vom 2. April 2025 [810 22 209] E. 9.2; BGE 142 III 138 E. 5.1; 

 

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BGE 139 III 475 E. 2.2). Vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägungen konnten die Ge-
winnaussichten für die vorliegende Beschwerde kaum als ernsthaft bezeichnet werden, zumal 
sich der Beschwerdeführer in seiner Argumentation im Wesentlichen darauf beschränkt, die von 
ihm ausgehende Kindeswohlgefährdung ohne jegliche Belege abzustreiten, wobei er sich nicht 
ernsthaft mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Nach dem Ge-
sagten kann somit nicht von intakten Prozesschancen im hiervor beschriebenen Sinne ausge-
gangen werden. Damit erübrigt sich eine separate Prüfung der Bedürftigkeit des Beschwerde-
führers und der Notwendigkeit der Verbeiständung. Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltli-
chen Prozessführung und Verbeiständung ist zufolge Aussichtslosigkeit abzuweisen. 
 
8.3 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Die Beigeladene beantragt in der Vernehmlassung vom 
3. Juli 2025 die Zusprechung einer Parteientschädigung. Sie hat im vorliegenden Verfahren 
keine Honorarnote eingereicht. Aus der Honorarnote vom 15. August 2025 im Parallelverfahren 
Nr. 810 25 144 lässt sich allerdings ableiten, dass die Rechtsvertreterin für das vorliegende Ver-
fahren ein Honorar von 2 Stunden und 50 Minuten zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- aus-
weist, was nicht zu beanstanden ist. Demgegenüber erweist sich die Spesenpauschale von 3 % 
als tarifwidrig. § 16 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. No-
vember 2003 sieht vor, dass Telefonauslagen, Porti und ähnliche Auslagen nach dem tatsächli-
chen Aufwand in Rechnung zu stellen sind. Die Auslagen werden folglich ermessensweise auf 
Fr. 20.-- festgesetzt. Der Beschwerdeführer hat der Beigeladenen somit eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von insgesamt Fr. 787.30 (inkl. Auslagen und 8.1 % MWST) zu bezahlen. 
 
8.4 Bei diesem Verfahrensausgang erweist sich das Gesuch der Beigeladenen um unent-
geltliche Prozessführung und Verbeiständung als gegenstandslos. 
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung 

und Verbeiständung wird abgewiesen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-

deführer auferlegt. 
   
 4. Der Beschwerdeführer hat der Beigeladenen eine Parteientschädigung in 

der Höhe von Fr. 787.30 (inkl. Auslagen und 8.1 % MWST) zu bezahlen. 
   
 5. Die Replik vom 7. August 2025 wird den übrigen Verfahrensbeteiligten in 

Kopie zur Kenntnisnahme zugestellt. 
 
 
 
Präsident  
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber