# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 738479ce-fe1e-5c4c-893c-5be2c5180986
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.12.2018 I 2018 93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-93_2018-12-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 93

Entscheid vom 14. Dezember 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.iur. Vital Zehnder, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1960) hat eine Ausbildung als Konstruktionsschlosser 
und Schweisser absolviert sowie in verschiedenen Metallbaufirmen gearbeitet; 
bis 1992 war er selbständig erwerbstätig in der Firma C.________ (vgl. IV-act. 
127-60/129). Seit April 2008 arbeitete er für die Firma D.________, mehrheitlich 
bei Montagen auf Baustellen (Balkongeländer, Balkonverglasungen, Vordächer, 
Einbau grosser Verglasungen etc., vgl. Suva-act. 1-50/98, 1-27/98). Er ist Vater 
von drei Kindern (mit Jahrgang 1996, 1998 und 2001). 

Am 4. Januar 2011 stürzte er beim Skifahren in Q.________ und verletzte sich 
am linken Knie, weshalb er am nächsten Tag das Spital in R.________ aufsuchte 
(Suva-act. 1-49/98). Es folgten medizinische Behandlungen, wobei die Erwerbs-
arbeit weitgehend nur noch zu 50% (halbtags für leichtere Arbeiten in der Werk-
statt) aufgenommen wurde (Suva-act. 1-51/98). 

Am 29. September 2011 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug von 
IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Probleme umschrieb A.________ mit 
"Kreuzband gerissen" (IV-act. 1). In einem Bericht vom 22. Juni 2012 wies 
Dr.med. S.________ (Chirurgie FMH) u.a. sinngemäss darauf hin, dass die Pro-
bleme im linken Kniegelenk mit einem Motorradunfall 1992, mit einem Distorsi-
onstrauma im Jahre 1998 sowie aktuell mit einer Distorsion beim Skifahren am 4. 
Januar 2011 im Zusammenhang stünden (IV-act. 13). Nach Abklärungen teilte 
die IV-Stelle am 18. Dezember 2012 mit, dass eine Umschulung zum Zeichner/ 
Konstruktion unterstützt werde (IV-act. 18). Mit Verfügung vom 19. Dezember 
2012 sprach die Suva A.________ für die verbliebenen Beeinträchtigungen aus 
den Unfällen vom 4. Januar 2011 und vom 5. Oktober 1994 ausgehend von einer 
Integritätseinbusse von 25% eine Integritätsentschädigung von Fr. 25'020.-- zu 
(Suva-act. 11-47/83). 

Die damalige Arbeitgeberfirma führte in einem Schreiben vom 27. Dezember 
2012 an die IV-Stelle aus, dass A.________ gemäss Angaben der SUVA in Zu-
kunft nicht mehr als Metallbauer arbeiten könne und die Firma ihn noch maximal 
bis Ende Juli 2013 zu 50% beschäftigen könne (IV-act. 21).

Am 20. März 2013 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Eignungs-
Abklärung im Ausbildungszentrum T.________ (IV-act. 32). Zudem wurde ein IV-
Taggeld zugesprochen (IV-act. 36). Nach einem positiv lautenden Zwischenbe-
richt (IV-act. 38) übernahm die IV-Stelle die Kosten für eine Umschulung zum 
Konstrukteur/ Technischen Zeichner (IV-act. 40). Bis zum Beginn der Ausbildung 
wurde ein Wartezeittaggeld zugesprochen (IV-act. 50). 

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B. Am 4. September 2014 teilte A.________ der IV-Stelle mit, dass die Um-
schulung beendet worden sei, allerdings nicht der ganze Stoff erarbeitet werden 
konnte ("mein Erinnerungsvermögen ist immer noch stark beeinträchtigt durch 
die vorausgegangenen Vollnarkosen…"). Zudem habe sich der Gesundheitszu-
stand verschlechtert. Weil er weder eine Praktikumsstelle noch eine feste Anstel-
lung gefunden habe, sei er nun bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet (IV-
act. 63). Gemäss Mitteilung vom 11. September 2014 gewährte die IV-Stelle Be-
ratung und Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 68). In der Folge erteilte 
die IV-Stelle am 16. Februar 2016 Kostengutsprache für eine Schulung hinsicht-
lich des Programms "U.________", welches in den betreffenden Firmen meistens 
verwendet werde (IV-act. 75 - 77). A.________ unterzeichnete diesbezüglich ei-
ne Eingliederungsvereinbarung (IV-act. 79-2/4). 

Nach der Abschlussuntersuchung vom 25. Mai 2016 durch den Suva-Kreisarzt 
Dr.med. E.________ (Suva-act. 15) hat die Suva mit Verfügung vom 29. Juni 
2016 A.________ für die verbliebenen Beeinträchtigungen aus den Unfällen vom 
5. Oktober 1994 und vom 4. Januar 2011 mit Wirkung ab 1. September 2014 auf 
der Basis einer unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit von 17% eine monatliche 
UVG-Invalidenrente von Fr. 956.25 zugesprochen. Zudem wurde aufgrund einer 
geänderten Zuordnung der Beeinträchtigungen auf die beiden Unfälle die Inte-
gritätsentschädigung auf Fr. 30'780.-- erhöht (Suva-act. 16). 

Seit dem 1. Juli 2016 arbeitete A.________ als technischer Sachbearbeiter für 
die V.________ AG, welche das Anstellungsverhältnis im 2. Monat der Probezeit 
beendete mit der Begründung, dass er die Anforderungen nicht erfülle (IV-act. 
83). Mit Vorbescheid vom 3. November 2016 teilte die IV-Stelle mit, es sei vorge-
sehen, die Berufsberatung abzuschliessen und einen Anspruch auf weitere Leis-
tungen (Rente) zu verneinen (IV-act. 92). Dagegen liess A.________ Einwände 
erheben (IV-act. 93 - 95). Am 24. April 2017 teilte die IV-Stelle mit, dass die Kos-
ten einer polydisziplinären medizinischen Untersuchung übernommen werden 
(vgl. IV-act. 104). Im Schreiben vom 16. Mai 2017 formulierte der Rechtsvertreter 
noch Ergänzungsfragen für die Gutachter (IV-act. 108). 

C. Der Begutachtungsauftrag wurde der Gutachterstelle "W.________" zuge-
lost (IV-act. 109). Nachdem A.________ im Hausdienst eines Hotels als Allroun-
der ein Pensum zu 80% antreten konnte (IV-act. 112), wurde die Begutachtung 
nach Rücksprache mit dem Rechtsvertreter sistiert (IV-act. 113). Am 20. Oktober 
2017 teilte der Rechtsvertreter von A.________ der IV-Stelle mit, dass sein Klient 
erneut arbeitsunfähig sei, weshalb ihm gekündigt worden und die geplante Be-
gutachtung durchzuführen sei (IV-act. 115). Mit Schreiben vom 8. Januar 2018 
gab die Gutachterstelle die Termine für die Untersuchungen bekannt (IV-act. 

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121). Mit Schreiben vom 9. März 2018 teilte die IV-Stelle mit, dass die psychiatri-
sche Untersuchung neu durch Dr.med. F.________ erfolgen werde (IV-act. 125). 

D. Am 23. Juli 2018 ging das (per 19. Juli 2018 datierte) polydisziplinäre Gut-
achten der W.________ ein (IV-act. 127), worauf der RAD-Arzt Dr.med. 
G.________ dazu am 9. August 2018 Stellung nahm (IV-act. 128-7/7). Mit Vor-
bescheid vom 22. August 2018 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren 
abzuweisen (IV-act. 129). Am 3. Oktober 2018 folgte die Verfügung der IV-Stelle, 
wonach das Leistungsbegehren abgewiesen wurde (IV-act. 133).

E. Gegen diese am 8. Oktober 2018 eingegangene Verfügung liess 
A.________ rechtzeitig am 12. Oktober 2018 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 3. Oktober 2018 sei aufzuheben.
2.1 Die Beschwerdegegnerin habe dem Beschwerdeführer eine ganze Invali-

denrente auszurichten.
2.2 Eventualilter sei ein unabhängiges medizinisches Gerichtsgutachten zu er-

stellen und die Beschwerdegegnerin gestützt darauf zu verpflichten, dem 
Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente auszurichten.

2.3 Subeventualilter sei ein unabhängiges medizinisches Gerichtsgutachten zu 
erstellen und die Beschwerdegegnerin gestützt darauf zu verpflichten, dem 
Beschwerdeführer eine gleichwertige Umschulung zu gewähren.

3. Es sei gestützt auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 f. BV eine öffentliche Ge-
richtsverhandlung durchzuführen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge inklusive Mehrwertsteuer zulasten 
der Beschwerdegegnerin.

F. Mit Vernehmlassung vom 15. November 2018 beantragte die IV-Stelle, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers.

G. Am 14. Dezember 2018 fand die vom Beschwerdeführer beantragte öffent-
liche Verhandlung statt, wobei sich der Rechtsdienst der IV-Stelle entschuldigen 
liess.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-

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keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der ihr verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invali-
dität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das 
die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (vgl. 
Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3.A., Art. 28a 
N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d; 106 V 
86 Erw. 2b; 105 V 139 Erw. 1c; 98 V 166 Erw. 2). Wer nicht mindestens teilweise 
arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig und mithin nicht invalid sein 
(vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 

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des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 

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zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall 
Gericht nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen 
Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit 
BGE 105 V 156 Erw. 1 S. 158 f. begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte 
Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.5.5  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht 
ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher 
praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu 
respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Verweis auf die Leitlinien 
der Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die 
Begutachtung psychischer Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f.). 

1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3.A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Den vorliegenden Akten sind u.a. die nachfolgend dargelegten Angaben 
zur gesundheitlichen Situation und zum weiteren Verlauf nach dem Skiunfall vom 
4. Januar 2011 zu entnehmen.

2.1 Dr.med. S.________ (FMH Chirurgie) stellte in seinem Bericht vom 31. Ok-
tober 2011 an die IV-Stelle folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit (IV-act. 5-1/20):

Posttraumatische Gonarthrose mit umschriebener Knorpelläsion im Bereiche des 
dorso-medialen Tibiaplateaus links (7 x 5 mm) sowie des postero-lateralen Tibiap-
lateaus (ca. 1.5 x 1 cm).

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Knorpelläsion Grad III im Bereiche der Belastungszone des lateralen Femurcondy-
lus links.
Status nach Arthroskopie des linken Kniegelenkes mit partieller, medialer und late-
raler Meniskushinterhornresektion am 22.02.2011.
Status nach Microfracture-Technik im Bereiche des Knorpelschadens Grad IV im 
Bereiche des dorso-medialen Tibiaplateaus links am 22.02.2011.
Status nach einer transathroskopischen vorderen Kreuzbandplastik mittels der 
Semitendinosussehne (4-fach Transplantat) bei anteriorer Instabilität mit VKB-
Ruptur (18.08.2011).
Status nach Tibiaplateaufraktur links 1992 nach Motorradunfall.
Status nach Teilmeniskektomie medial rechts am 11.06.2002.
Status nach Distorsionstrauma des linken Kniegelenkes 1998 und am 04.01.2011 
(Skisturz).
Gelenkinfekt nach VKB-Plastik links vom 18.08.2011 mit arthoskopischem Debri-
dement und Lavage am 26.09.2011 (Spital Z._______).
Offene chirurgische Arthrotomie des Kniegelenkes links mit Entfernung der VKB-
Plastik (2 Schrauben, PE-Bänder, Autograft) am 29.09.2011.

In seiner Beurteilung führte Dr.med. S.________ u.a. aus, die Belastbarkeit des 
linken Kniegelenkes sei erheblich eingeschränkt. In seiner angestammten Tätig-
keit als Konstruktions- bzw. Metallbauschlosser könne der Versicherte seine be-
rufliche Tätigkeit lediglich in reduziertem Umfang wieder aufnehmen; nach seine 
Auffassung sei eine Umschulung sinnvoll und möglich (IV-act. 5-2/20). 

2.2 Zuvor hatte der Psychiater H.________ im Rahmen eines psychiatrischen 
Konsiliums vom 30. September 2011 den Versicherten untersucht und im Bericht 
vom 5. Oktober 2011 an die damals zuständige Ärztin des Spitals Z._______ ei-
ne Anpassungsstörung mit emotionaler Labilisierung und Stimmungsschwankun-
gen (ICD-10 F43.2; DD rezidiv. depressive Episode) diagnostiziert. Im Bericht 
wurde u.a. ausgeführt, dass der Versicherte vor ca. 7-8 Jahren während mehre-
rer Monate arbeitslos gewesen sei und in dieser Zeit auch Depressionen erlebt 
habe; zeitweise sei er auch suizidal gewesen. Schlafstörungen und Exis-
tenzängste seien vorgekommen, auch sei er einem Nervenzusammenbruch mit 
Weinkrampf nahe gewesen. Er sei damals mehrere Jahre lang mit Seropram mit 
gutem Erfolg behandelt worden, bei Absetzversuchen habe es jeweils Gereiztheit 
und Dünnhäutigkeit gegeben. Vor ca. einem Jahr sei die antidepressive Medika-
tion gestoppt worden. Aktuell wünsche der Versicherte ausdrücklich keine erneu-
te antidepressive Medikation; vielmehr sei er mit Gesprächen sowie mit einer Re-
servemedikation mit Temesta bei Bedarf zufrieden (IV-act. 99-1f./5 = Suva-act. 4-
74f./232). 

2.3 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 21. November 2012 ge-
langte der Suva-Arzt med.pract. I.________ (Facharzt für Chirurgie FMH) zum 

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Ergebnis, dass (u.a. angesichts des vorbestandenen Kniegelenksinfektes) eine 
Implantation einer Knievollprothese nicht indiziert sei, zumal eine solche Implan-
tation die berufliche Belastungsfähigkeit nicht steigern würde. Die schwere kör-
perliche Belastung in der angestammten Tätigkeit als Schlosser sei nicht mehr 
zumutbar, da diese das Voranschreiten der Gonarthrose beschleunigen würde. 
Das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg sei nicht mehr zumutbar, ebenso 
wenig überwiegend stehende, kniende oder gehende Tätigkeiten. Eine Umschu-
lung auf eine überwiegend sitzende Tätigkeit ohne körperliche Belastung (ganz-
tägig) werde empfohlen (Suva-act. 10-5/24). 

2.4 Der Facharzt für Psychotherapie FMH X.________, welcher den Versicher-
ten seit 21. November 2012 (während 5 Konsultationen) behandelte, erwähnte in 
seinem Bericht vom 25. Februar 2013 an die IV-Stelle u.a. Anpassungsstörungen 
(nach Knieinfektion bzw. Bescheid, dass nichts mehr verbessert werden könne) 
mit Depression und Instabilität (DD: agitierte Depression, vgl. IV-act. 25). Die Ar-
beitsfähigkeit wurde (mit somatischer Begründung) auf 50% veranschlagt. Die 
psychischen Einschränkungen umschrieb der Facharzt mit "stressintolerant, we-
nig belastbar, emotional instabil, zwischenmenschliche Probleme" (IV-act. 25-
2/11). Der Suva berichtete der gleiche Facharzt auf eine Anfrage vom 21. Januar 
2011 u.a., folgende Befunde: aufgewühlt, im Erzählen umständlich, nicht belast-
bar, reizbar/ gereizt, hoffnungslos, resigniert, negative Gedanken, Suizidgedan-
ken, negative Einstellung zum sozialen Umfeld. Er stellte die Diagnose einer mit-
telschweren depressiven Episode im Sinne einer agitierten Depression mit ag-
gressiven Ausbrüchen und Suizidneigung (IV-act. 25-7/11). Weiter führte er u.a. 
aus, dass der Versicherte psychisch dekompensierte als er hörte, dass es keine 
chirurgische Möglichkeit gäbe, an seinem Knie noch etwas zu verbessern. Im All-
tag und bei der Arbeit sei er durch Schmerzen, Instabilität und Bewegungs-
störung behindert. Hinsichtlich beruflicher Zukunft fühle sich der Versicherte 
enorm verunsichert; dies führe zu existenziellen Ängsten (IV-act. 25-9/11). Nach 
der letzten Konsultation vom 30. Januar 2013 sah der Versicherte davon ab, die-
se Fachperson nochmals aufzusuchen (IV-act. 96). 

2.5 In der Folge wurde eine mögliche Umschulung evaluiert. Am 2. September 
2013 nahm der Versicherte eine Umschulung zum Konstrukteur/ Technischen 
Zeichner in Angriff. Eine erste Beurteilung der Leistungen und des Verhaltens 
vom 9. Dezember 2013 ergab die Gesamtnote 4.8 (IV-act. 58). Bei der nächsten 
Zwischenbeurteilung vom 14. März 2014 wurde positiv erwähnt, dass der Versi-
cherte sehr selbständig, zuverlässig, konzentriert und motiviert arbeite. Bemän-
gelt wurde indes, dass der Versicherte beim CAD für die Bearbeitung der Aufträ-
ge noch sehr viel Zeit benötige (langsame, bedächtige Arbeitsweise) und mit 

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dem Erlernen des 3D-CAD-Systems teilweise überfordert sei. Der Versicherte 
selber äusserte sich dazu dahingehend, dass er teilweise Mühe habe, gewisse 
Arbeitsschritte auswendig durchzuführen (er müsse oft nachschlagen/ schlechtes 
Memoriergedächtnis, IV-act. 59-2/2). Am 19. August 2014 erwarb der Versicherte 
das Abschlusszeugnis mit dem Ergebnis, dass er seine Aus- und Weiterbildung 
erfolgreich abgeschlossen habe (IV-act. 64-3/7). Allerdings wurde in den detail-
lierten Zusatzangaben u.a. festgehalten, dass der Ausbildungsstoff "Konstrukti-
onsmethodik" nicht vollumfänglich vermittelt werden konnte; sodann sei hinsicht-
lich der Arbeitsweise (langsam, bedächtig) im letzten Halbjahr keine spürbare 
Entwicklung bzw. Verbesserung festgestellt worden (IV-act. 64-7/7). 

2.6 Beim Erstgespräch mit der für Arbeitsvermittlung zuständigen Mitarbeiterin 
der Vorinstanz vom 29. September 2014 erwähnte der Versicherte, dass er aktu-
ell sehr sensibel und dünnhäutig sei; es könne gut sein, dass er ausrufe, dies 
aber nicht persönlich meine. Während der Umschulung habe er täglich nach 
T.________ reisen müssen, was mit An- und Rückreise zu langen Arbeitstagen 
geführt habe, weshalb er wenig Zeit gehabt habe, das Knie zu trainieren, was zu 
einer Verschlechterung der Knie-Stabilität geführt habe. Während der Umschu-
lung habe er vermehrt Nacken-/ Schulterprobleme gehabt, zunehmend auch 
Kopfschmerzen und Migräneanfälle. Durch die Vollnarkosen während der Knie-
operationen habe sein Gedächtnis sehr gelitten; Erfahrungen könne er nur noch 
schwer abrufen. Er merke, dass er bei der Einarbeitung viel mehr Zeit benötige 
als ein junger Mitarbeiter (IV-act. 74-2/17). Beim nächsten Gespräch vom 27. Ok-
tober 2014 teilte der Versicherte der Arbeitsvermittlerin mit, dass die Absagen auf 
seine Bewerbungen weitgehend mit seinem Alter und der fehlenden Berufserfah-
rung als Konstrukteur begründet wurden (IV-act. 74-3/17). Am 25. Februar 2015 
konnte sich der Versicherte bei der Firma Y.________ AG vorstellen (IV-act. 74-
6/17). Der Verantwortliche dieser Firma begründete die Absage primär damit, 
dass lediglich ein Pensum von 40% bis maximal 60% angeboten werden könne. 
Indes liess er durchblicken, dass noch andere Gründe für die Absage von Bedeu-
tung waren, u.a. der vom Versicherten geltend gemachte Lohn von monatlich 
Fr 7'000.-- sowie das sinngemäss unvorteilhafte Verhalten des Versicherten beim 
Vorstellungsgespräch (mit derber Ausdrucksweise, "dem Gesprächspartner oft 
ins Wort gefallen" bzw. ihn "oft unterbrochen", vgl. IV-act. 74-7/17). Im Februar 
2016 unterzeichnete der Versicherte eine Eingliederungsvereinbarung im Zu-
sammenhang mit einer zusätzlichen Schulung für ein bei vielen Metallbaufirmen 
verwendetes Software-Programm (IV-act. 79). 

2.7 Am 25. Mai 2016 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung statt. Der 
Suva-Arzt Dr.med. E.________ (Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

11

Bewegungsapparats FMH) wiederholte die bereits erwähnten Diagnosen und 
hielt in seiner Beurteilung fest, dass sich bezüglich Kniegelenk seit der letzten 
Untersuchung vom 26. August 2015 keine Veränderung ergeben habe. Das Be-
lastbarkeitsprofil des linken Kniegelenks umfasse das Heben und Tragen von 
maximal 5 - 10 kg, und dies auch nur in grösseren Zeitabständen. Repetitives 
Belasten bei flektiertem oder rotiertem Kniegelenk sollte vermieden werden. 
Auch überwiegend stehende, kniende oder gehende Tätigkeiten sollten vermie-
den werden. Bei sitzender Tätigkeit sei auch die Möglichkeit einer Wechselbelas-
tung mit regelmässigem Stehen/ Gehen zu beachten. Häufiges Treppensteigen 
oder Besteigen von Leitern und Gerüsten sei zu vermeiden (Suva-act. 15-8/9).

2.8 Am 1. Juli 2016 konnte der Versicherte eine Stelle bei der Firma 
V.________ AG (Dach- und Fassadenbau) antreten. Nachdem er die Anforde-
rungen nicht erfüllte, wurde ihm noch in der Probezeit am 8. August 2016 per 17. 
August 2016 gekündigt (IV-act. 83). Am 9. August 2017 konnte der Versicherte 
als Allrounder in einem Hotel in einem Pensum von 80% arbeiten, allerdings er-
wies sich die Einarbeitung nach der Aktenlage als schwierig, weil der Versicherte 
vergesslich war und Missgeschicke auftraten (IV-act. 112). Bei der Befragung an-
lässlich der mündlichen Verhandlung sagte der Beschwerdeführer aus, die Arbeit 
im Hotel als Hauswart sei grundsätzlich "gut gegangen". Mühe habe ihm das Be-
stuhlen der Konferenzräume sowie das ständige Treppensteigen bereitet ("ich 
kann ja nicht auf den Lift warten"). Trotz Knieschmerzen sei "die Arbeit dort ei-
gentlich noch gut gegangen" (vgl. Protokoll, S. 10 unten). Indes habe er im Hei-
zungsraum den Kopf an einem Rohr auf Kopfhöhe angeschlagen, worauf er am 
nächsten Tag "wieder Probleme mit dem Arm" erhalten habe. Nachdem er in der 
Probezeit arbeitsunfähig wurde, sei ihm in der Folge gekündigt worden (zit. Pro-
tokoll, S. 11 oben). Im Übrigen relativierte der Beschwerdeführer den Arbeitsein-
satz im betreffenden Hotel dahingehend, dass bereits beim Vorstellungsgespräch 
von einem befristeten Arbeitseinsatz die Rede gewesen sei, weil sinngemäss der 
damalige Chef lediglich einen befristeten Pachtvertrag für den Hotelbetrieb auf-
gewiesen habe (vgl. zit. Protokoll, S. 11). Aktenkundig ist, dass der betreffende 
Arbeitgeber dem Beschwerdeführer während der Probezeit am 13. Oktober 2018 
per 20. Oktober 2017 gekündigt hat (IV-act. 115-3/11). 

2.9 In einem Bericht vom 16. November 2017 an die IV-Stelle bescheinigte 
Dr.med. J.________, dass der Versicherte seit dem 25. September 2017 bis auf 
weiteres vollständig arbeitsunfähig sei. Als Ursache der Arbeitsunfähigkeit wur-
den folgende Diagnosen aufgeführt (IV-act. 118-1/13):

Zervikobrachialgie rechtsseitig bei
- Diskusherniation C5/6 rechts seit ca. 3-4 Jahren

12

- mediolateral mit Uncovertebralarthrosen und foramineller Enge C6/7
V.a. affektive Störung (F39) seit mehreren Jahren
St.n. mehrfachen Knie-OP’s (letztmalig in 2011)

Hinsichtlich zu meidender Belastungen führte Dr.med. K.________ aus (IV-act. 
118-2/13 unten): "keine knienden Tätigkeiten, keine reinen PC-Arbeiten (Migrä-
neauslösung), keine Überkopfarbeiten, kein schweres Heben, Ziehen und Tra-
gen". Für die Zeit ab 1. Januar 2018 veranschlagte er eine Wiederaufnahme der 
Leistungsfähigkeit ab 50% (IV-act. 118-3/13, Ziff. 1.9).

2.10.1  An der polydisziplinären Untersuchung bei der Gutachterstelle 
W.________ wirkten folgende Fachärzte mit (IV-act. 127-41f./129): Dr.med. 
L.________ (FMH Allgem. Innere Medizin, zertif. med. Gutachter SIM, Fallkoor-
dinator); Dr.med. M.________ (FMH Neurologie, zertif. med. Gutachter SIM), 
Prof. Dr.med. N.________ (FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates), Dr.med. F.________ (FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, IV-act. 127-108/129). Diese Gutachter gelangten in ihrem Gutachten vom 19. 
Juli 2018 hinsichtlich Diagnostik zu folgenden Ergebnissen (IV-act. 127-28f./129):

A Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

Posttraumatische und postinfektiöse, femorotibial betonte Gonarthrose Knie links 
(ICD-10 M17.3) bei

- Status nach einer Tibiaplateaufraktur links 1992;
- Status nach einer Kniegelenk-Arthroskopie, partieller medialer und latera-

ler Meniskushinterhorn-Teilresektion, Mikrofrakturierung, 22.02.2011;
- Status nach einer transathroskopischen vorderen Kreuzbandplastik mit 

Semitendinosussehne, 18.08.2011;
- Status nach einem Kniegelenksinfekt;
- Status nach einem arthroskopischem Débridement, einer ausgedehnten 

Synovialektomie, Lavage, 26.09.2011;
- Status nach einer Arthrotomie des Kniegelenkes links mit Débridement, 

Lavage, vollständiger Entfernung der VKB-Plastik, 29.09.2011.

B Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
1. Zervikalgie rechtsseitig (ICD-10 M54.2) bei

- rechts mediolateraler Diskushernie C5/C6 mit Unkovertebralarthrose, fo-
raminaler Enge C6 rechts.

2. Arterielle Hypertonie (ICD-10 I10.90)
3. Gestörte Glukosetoleranz (ICD-10 R73.0)

- HbA1c 6.3% (Norm < 6.1)
4. Eingeschränkte glomeruläre Filtrationsrate (ICD-10 R94.4)

- glomeruläre Filtrationsrate (Cystatin C) 54 ml/min/1.73 m2 (Norm > 60);
- Kreatinin 112 mmol/l (Norm <104).

5. Hypercholesterinämie (ICD-10 E78.0)
- Cholesterin gesamt 5.1 mmol/l (Norm < 5.0), LDL-Cholesterin 3.26 mmol/l 

(Norm < 3.0).
6. Gastroösophageale Refluxkrankheit (ICD-10 K21.9)

13

7. Divertikulose (ICD-10 K57.90)
- Status nach einer Divertikulitits 2011;
- Status nach einer infolge Antibiotika induzierten Darmentzündung 2011

8. Schlafapnoe-Syndrom anamnestisch (ICD-10 G47.39)
- CPAP-Therapie seit Oktober 2017

9. Tinnitus aurium anamnestisch (ICD-H93.1)
- Status nach einem Schiesstrauma 1983

10. Nikotinabusus (ICD-10 F17.1)
- Ca. 50 bis 55 pack/years

11. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert auf dem Hinter-
grund einer Persönlichkeitsstruktur mit narzisstischen, impulsiven und zwang-
haften rigiden Anteilen (ICD-10 F33.4).

2.10.2  In der medizinischen Gesamtbeurteilung folgerten die Gutachter aus so-
matischer Sicht, dass es beim Versicherten nach einer Tibiaplateaufraktur links 
1992 zu einer posttraumatischen Gonarthrose gekommen sei. 2002 erfolgte eine 
Teilmeniskektomie rechts. Im August 2011 wurde ein Riss des vorderen Kreuz-
bandes am linken Knie mit einer VKB-Plastik versorgt. Im September 2011 er-
krankte der Versicherte an einer Divertikulitis und es kam zu einem Antibiotika-
induzierten Clostridieninfekt und einem Kniegelenksinfekt links, welcher eine 
chirurgische Arthrotomie mit Débridement, Lavage und vollständiger Entfernung 
der VKB-Plastik erforderte. Seither würden im linken Kniegelenk ein Instabilitäts-
gefühl und ein arthrosebedingter Schmerz bestehen. Im Oktober 2017 traten 
Zervikobrachialgie-Beschwerden rechts infolge einer Segmentdegeneration C5/6 
sowie C6/7 rechts mit entsprechender Nervenirritation auf (IV-act. 127-29/129 
unten). 

Aus orthopädischer Sicht wurde die diagnostische Zuordnung der posttraumati-
schen und postinfektiösen, femorotibialen Gonarthrose-Beschwerden am linken 
Kniegelenk aufgrund der Angaben des Versicherten, der klinischen und radiolo-
gischen Befunde als konsistent und glaubhaft beurteilt (IV-act. 127-30/129 oben 
i.V.m. 127-33/129 oben). Hinsichtlich der HWS-Beschwerden wurde festgehal-
ten, dass nach der Infiltration eines Lokalanästhetikums eine Besserung aufge-
treten sei. Aktuell seien keine pathologischen Befunde festgestellt worden. Die 
Beweglichkeit der HWS sei bei der Inklination/Reklination/Rotation rechts und 
links sowie beim Seitwärtsneigen rechts und links nicht eingeschränkt gewesen, 
und es seien keine Bewegungsschmerzen aufgetreten. Das MRI der HWS vom 
19.10.2017 zeige im Vergleich zum Vorbefund vom Februar 2015 eine stationäre 
Situation. Der unauffällige klinische Befund stehe im Einklang mit der vom Versi-
cherten vorgebrachten aktuell weitgehenden Beschwerdefreiheit (IV-act. 127-
30/129, 2. Abs.). 

14

Aus neurologischer Sicht wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit formuliert. Im September 2015 sei durch den Suva-Kreisarzt eine 
Zervikobrachialgie diagnostiziert worden, welche im Juni 2016 neurochirurgisch 
beurteilt wurde. Es sei eine sensible Reizsymptomatik C6 und C7 rechts bei ent-
sprechenden degenerativen Veränderungen an der HWS festgestellt worden. Die 
zervikalen Beschwerden und auch die Ausstrahlungen dieser Beschwerden in 
die ulnaren 2 Finger rechts seien nach 2 schmerztherapeutischen Infiltrationen 
verschwunden. Bei der aktuellen klinisch-neurologischen Untersuchung seien im 
Bereiche der Hirnnerven und Arme keine pathologischen Befunde erhoben wor-
den, insbesondere finde man bei fehlendem Tinel-Zeichen im Sulcus ulnaris 
rechts und normalem Nasenstüber und Froment-Zeichen beidseits keine Hinwei-
se für eine Ulnarisneuropathie rechts distal oder proximal. Aktuell könne am 
rechten Arm weder eine relevante zervikoradikuläre, noch eine Ulnaris-
Problematik nachgewiesen werden. Die seit dem 35. Lebensjahr bestehenden 
Kopfschmerzen mit vegetativen Begleitzeichen seien seit 2 Jahren nicht mehr 
vorhanden (vgl. IV-act. 127-30f./129). 

Aus allgemeininternistischer Sicht konnte ebenfalls keine Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Der seit 2017 bekannte erhöhte 
Blutdruck werde medikamentös behandelt. Der erhöhte Blutdruck und die zu 
dessen Behandlung notwendige Therapie sowie die leicht erhöhten Blutzucker-
werte seien möglicherweise für die mittelgradige Niereninsuffizienz (glomeruläre 
Filtrationsrate) verantwortlich. Diese Aspekte und die leicht erhöhten Choleste-
rinwerte (bisher unbehandelt) sowie der jahrelange Nikotinabusus (seit anfangs 
2018 gestoppt, vgl. IV-act. 127-112/129 oben) würden ein erhebliches Risiko für 
eine koronare und zerebrale Durchblutungsstörung darstellen (IV-act. 127-31/129 
Mitte). 

2.10.3  Hinsichtlich der durch die somatischen Befunde bewirkten Beeinträchti-
gungen führten die Gutachter aus, dass die degenerativen Veränderungen am 
linken Kniegelenk Einschränkungen bei Tätigkeiten, die mit Stehen und Gehen 
verbunden seien, bewirken würden. Die degenerativen Veränderungen im Berei-
che der HWS stünden aktuell nicht im Vordergrund, könnten indes bei Tätigkei-
ten, die vor allem mit Inklination und Reklination des Kopfes und häufigem Kopf-
drehbewegungen verbunden sein, zu Beeinträchtigungen führen (IV-act. 127-
36/129 unten, Ziff. 2). Die Beweglichkeit, Kraft und Sensibilität seien in den obe-
ren Extremitäten nicht eingeschränkt. Auch die Rumpfmuskulatur sei intakt, wes-
halb vor allem Ressourcen für manuelle Tätigkeiten, die vorwiegend in sitzender 
Position auf Tischhöhe ausgeführt werden können, vorhanden seien (IV-act. 127-
36f./129). Im Ergebnis folgerten die Gutachter, dass der Versicherte aus or-

15

thopädischer Sicht für schwere und mittelschwere körperliche Arbeiten vollstän-
dig arbeitsunfähig sei, derweil für körperlich leichte Arbeiten, namentlich im 
Büro, unter Einhaltung gewisser Vorgaben (wechselseitig belastend, nicht dauer-
haft vor dem Computer sitzend, teilweise gehend, teilweise stehend) eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit zu veranschlagen sei (vgl. IV-act. 127-37/129 Mitte 
i.V.m. IV-act. 127-38/129 oben).

2.10.4  Aus psychiatrischer Sicht wurde festgehalten, dass der Versicherte 
2003 erstmals an einer depressiven Episode litt mit Angst- und Spannungszu-
ständen, morgendlichen Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Suizid-
gedanken. Wegen einer erneuten Krise 2004 erfolgte eine Überweisung an einen 
Psychiater (kein Bericht vorhanden). 2007 sei es zu einem Rezidiv der Depressi-
on gekommen, welche wiederum wie früher unter Seropram besserte. Als Grün-
de wurden Arbeitslosigkeit sowie Meinungsverschiedenheiten im Betrieb bzw. mit 
Vorgesetzten angeführt (IV-act. 127-31/129 unten). Im psychiatrischen Konsilium 
2011 wurde eine Anpassungsstörung mit emotionaler Labilisierung und Stim-
mungsschwankungen bei psychosozialer Belastungssituation angegeben. Die 
ambulanten Behandlungen beim Sozialpsychiatrischen Dienst sowie bei Dr. 
X.________ standen im Zusammenhang mit einer diagnostizierten mittelschwe-
ren depressiven Episode im Sinne einer agitierten Depression mit aggressiven 
Ausbrüchen, Suizidneigungen und Existenzangst (IV-act. 127-32/129 oben). Im 
Rahmen der aktuellen Untersuchung seien die Kriterien nach ICD-10 für eine 
leichtgradig depressive Episode bei rezidivierenden depressiven Störungen nicht 
erfüllt gewesen. Im Rahmen der psychiatrischen Exploration sei das Ausdrucks-
verhalten des Versicherten eher lebhaft, überschwänglich, die Stimmungslage 
gut gewesen. Die Merkfähigkeit und Konzentration waren nicht reduziert, die Auf-
fassungslage und Gedächtnisleistungen intakt. Die Stimmungslage wurde als 
ausgeglichen und der Affekt als schwingungsfähig beschrieben. Der Versicherte 
habe von Motivationslosigkeit, nachvollziehbaren Existenzängsten und einer 
schwierigen finanziellen Situation berichtet. Ängste oder Panikattacken bestün-
den keine. Der Appetit sei ungestört. Sodann seien keine Ein- und Durch-
schlafstörungen berichtet worden. Früher bestehende Kopf- und Nackenschmer-
zen seien aktuell nicht vorhanden (IV-act. 127-32/129 oben). 

Des Weiteren führte der begutachtende Psychiater u.a. aus, die aktuell feststell-
bare Persönlichkeitsstruktur mit narzisstisch impulsiven und zwanghaft rigiden 
Anteilen erfülle aufgrund der aktuellen Ausprägung der Symptome die Kriterien 
der ICD-10 einer Persönlichkeitsstörung nicht. Das zur Darstellung gebrachte 
"ansprüchliche" Verhalten mit einer gewissen Selbstüberschätzung der eigenen 
Möglichkeiten und Leistungen sowie das teilweise zwanghaft rigide anmutende 

16

Verhalten habe seinen Ursprung in der Kindheit, so sei Bedürfnissen nach Wahr-
nehmung und Anerkennung nicht in hinreichender Weise entsprochen worden. 
Durch andauernde Kränkungen fühlte er sich zurückgesetzt und missachtet, was 
dazu führte, dass er sich mit Impulsivität Ansehen zu verschaffen suchte. So sei-
en auch bei der aktuellen Exploration Unausgeglichenheiten (Abweichungen) in 
den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen wie Wahr-
nehmung, Denken, Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle und Fähigkeit zu 
menschlichen Kontakten feststellbar (IV-act. 127-32/129, 3. Abs.).

Im Ergebnis wurden die psychiatrischen Befunde mit einer rezidivierenden de-
pressiven Störung, gegenwärtig remittiert, vor dem Hintergrund einer Persönlich-
keitsstruktur mit narzistischen, impulsiven und zwanghaft rigiden Anteilen kodiert 
(IV-act. 127-29/129, Ziff. 10, i.V.m. IV-act. 127-33/129 Mitte, wobei an dieser 
Stelle insofern ein Verschrieb enthalten ist, als dort "vor dem Hintergrund einer 
Persönlichkeitsstörung" erwähnt wird, statt wie in der Diagnose festgehalten: "auf 
dem Hintergrund einer Persönlichkeitsstruktur", siehe dazu auch das psychiatri-
sche Teilkonsilium, IV-act. 127-122/129, Ziff. XII. lit. B und 127-124/129, lit. C: 
"Beim Exploranden lässt sich eine Persönlichkeitsstruktur mit narzisstischen, im-
pulsiven und zwanghaften Anteilen feststellen …"). 

Im Abschnitt "Schweregrad der Beeinträchtigungen auf der psychisch-geistigen 
Ebene" wird im Gutachten festgehalten, dass die Persönlichkeitsstruktur mit nar-
zisstischen, impulsiven und zwanghaften-rigiden Anteilen nie derart ausgeprägt 
war, dass sie sich auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt habe. Indes habe diese 
Persönlichkeitsstruktur einen ungünstigen Einfluss auf das Konzentrationsver-
mögen und das Gedächtnis. Durch das zwanghaft rigide Verhalten und dem ho-
hen Leistungsanspruch nach Perfektionismus komme es zu einer Verlangsa-
mung des Arbeitstempos. Zusätzlich komme es durch die narzisstische Persön-
lichkeit, die möglicherweise im Verlaufe zu häufigem Stellenwechsel geführt ha-
be, zu Beeinträchtigungen bei der Stellungsuche. Allerdings seien insofern Res-
sourcen vorhanden, als es dem Versicherten immer wieder gelungen sei, sich 
dank erfolgreich eingesetzter Kompensationsmechanismen psychisch zu stabili-
sieren. Trotz seiner Persönlichkeitsstruktur seien ihm durchwegs gute Arbeits-
zeugnisse hinsichtlich seiner Leistungen ausgestellt worden, was bei Wiederein-
gliederung in den Arbeitsprozess als Ressource betrachtet werden könne (IV-act. 
127-36/129, Ziff. 1). 

Was die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht anbelangt, knüpfte der Gut-
achter daran, dass diesbezüglich im gesamten Aktendossier keine Arbeitsun-
fähigkeit attestiert worden sei. Die im Arztbericht vom 25. Februar 2103 von ei-
nem Facharzt für Psychotherapie FMH (med.pract. X.________) attestierte Ar-

17

beitsunfähigkeit von 50% wurde ausschliesslich somatisch begründet (IV-act. 
127-37/129 unten i.V.m. IV-act. 25-2/11, Ziff. 1.6). Für die bisherige Tätigkeit und 
auch für eine angepasste Tätigkeit wurde im psychiatrischen Teilgutachten an 
sich keine prozentuale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit postuliert, immerhin 
wurden aber folgende zu beachtende Vorgaben formuliert (vgl. IV-act. 127-
127/129, lit. C i.V.m. IV-act. 127-38/129): 

Wichtig sind kurze überschaubare Aufgaben, eher keine Leitungsaufgaben und 
Führungsfunktionen. Wichtig sind Bezugspersonen, ein regelmässiges Feedback 
(Lob und verhaltensbezogene Kritik), das Arbeiten mit Verstärkern und klaren 
Spielregeln und Vorgaben im Rahmen eines relativ rigiden Settings bei Reduktion 
des Teamkontaktes, um Meinungsverschiedenheiten im Betrieb zu reduzieren. Bei 
Einhaltung der oben genannten Kriterien besteht in einer angepassten Tätigkeit 
oder Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

3.1 Zum dargelegten MEDAS-Gutachten nahm der RAD-Arzt Dr.med. 
G.________ (Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates) am 9. August 2018 dahingehend Stellung, dass das Gutach-
ten beweiskräftig sei und dass darauf abgestellt werden könne. Namentlich 
pflichtete er dem Ergebnis bei, wonach dem Versicherten eine 100%-ige Arbeits-
fähigkeit unter Berücksichtigung des ergonomischen Leistungsprofils zuzumuten 
sei (IV-act. 128-7/7). 

3.2 In der angefochtenen Verfügung vom 3. Oktober 2018 folgte die Vorinstanz 
der Beurteilung des erwähnten RAD-Arztes und veranschlagte für leidensange-
passte Tätigkeiten einen Arbeitsfähigkeitsgrad von 100%, ohne hinsichtlich der 
erwerblichen Auswirkungen einen Einkommensvergleich vorzunehmen. Sinn-
gemäss ging sie davon aus, dass in Anbetracht eines solchen zumutbaren Ar-
beitsfähigkeitsgrades kein rentenbegründender IV-Grad resultiere (IV-act. 133).

4.1 In der vorliegenden Beschwerdeschrift wird insbesondere sinngemäss 
gerügt,

- dass die Vorinstanz lediglich eine Pseudo-Umschulung zum Konstrukteur 
und technischen Zeichner durchgeführt habe, worauf es dem Versicher-
ten anschliessend nicht einmal ansatzweise gelungen sei, das dabei Ge-
lernte wirtschaftlich zu verwerten (vgl. Beschwerde, S. 4, i.V.m. IV-act. 95-
2/3, wonach der Versicherte die mit der Umschulung anvisierte Tätigkeit 
nur sehr langsam/ bedächtig ausüben könne und mit der Informatik über-
fordert sei etc., siehe auch Beschwerde, S. 8);

- dass das psychiatrische Teilgutachten nicht beweiskräftig sei, weil die 
Schlussfolgerung, wonach in einer angepassten Tätigkeit keine psychisch 
bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (Beschwerde, S. 5), 
weiteren im psychiatrischen Gutachten (S. 24 bis 29) enthaltenen Aus-
führungen zur Persönlichkeitsstruktur widersprechen würden (Beschwer-

18

de, S. 6f.). Ein solcher Widerspruch zwischen gutachterlich attestierter 
100%iger Arbeitsfähigkeit und zwischen den Zeilen geschilderter effektiv-
ber Unverwertbarkeit würden gegen die Beweiskraft des Gutachtens 
sprechen (Beschwerde, S. 7);

- dass sodann ein weiterer Widerspruch darin zu erblicken sei, dass einer-
seits ein IV-relevanter psychischer Gesundheitsschaden fehle, anderer-
seits der begutachtende Psychiater eine konsequente ambulante psychia-
trische und psychotherapeutische Behandlung auf der Basis einer ver-
trauensvollen Beziehung zum Therapeuten empfehle, wobei die Therapie 
langfristig und komplex sowie der Ausbau eines richtigen Verhältnisses 
zwischen Arzt und Patient schwierig sei (Beschwerde, S. 8 oben, i.V.m. 
IV-act. 127-39/129 bzw. 127-127/129, lit. C);

- dass das Gutachten das Scheitern aller Eingliederungsbemühungen in 
keiner Weise würdige (Beschwerde, S. 8, mit Verweis auf das langsame 
Arbeitstempo des Versicherten, Überforderung hinsichtlich Informatik und 
Lücken im Umschulungsstoff, fehlenden Arbeitsversuchen/ Praktika, fal-
sches Software-Programm bei der Umschulung etc.), weshalb letztlich ein 
neutrales Gerichtsgutachten nötig sei (Beschwerde, S. 8);

- dass Mängel bei der Unterzeichnung des Konsensgutachtens und des 
psychiatrischen Teilgutachtens bestünden (Beschwerde, S. 9); 

- dass bei einer (allfälligen) Bejahung der Beweiskraft des Gutachtens bei 
korrekter Würdigung auf eine IV-relevante Arbeitsunfähigkeit zu schlies-
sen sei, namentlich dem Versicherten kein Invalideneinkommen anre-
chenbar sei, mit anderen Worten die psychischen Beschwerden eine An-
stellung für einen potenziellen Arbeitgeber unzumutbar machen würden, 
ebenso die Verwertbarkeit der medizinisch theoretischen Restarbeits-
fähigkeit (Beschwerde, S. 10);

- dass der erste Arbeitsmarkt keine Arbeitsplätze mit folgenden, kumulativ 
einzuhaltenden Voraussetzungen beinhalte (Beschwerde, S. 11: nur kur-
ze überschaubare Aufgaben/ ohne Leitungsaufgaben/ ohne Führungs-
funktion/ mit konstanter Bezugsperson/ mit regelmässigem Feedback etc./ 
mit einem rigiden Setting/ mit Reduktion des Teamkontaktes/ mit Redukti-
on von Meinungsverschiedenheiten im Betrieb);

- dass in Anbetracht aller relevanten Aspekte der maximale Leidensabzug 
von 25% beim Invalideneinkommen gerechtfertigt sei, was mindestens zu 
einem Anspruch auf eine IV-Viertelsrente führe (Beschwerde, S. 12f.);

- und dass im Subeventualstandpunkt Anspruch auf eine richtige bzw. 
gleichwertige Umschulung anzunehmen sei (Beschwerde, S. 13).

5. Anlässlich der mündlichen Verhandlung rügte der Rechtsvertreter u.a. er-
gänzend, dass sinngemäss im Gutachten keine fremdanamnestischen Abklärun-
gen getroffen wurden. Zudem wies er u.a. auf das Actorum 74-4/17 hin, wonach 
der zuständige Mitarbeiter des RAV ausgeführt habe, dass der Versicherte eine 
spezielle persönliche Art habe, welche für den Erhalt einer Anstellung nicht för-

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derlich sei. Hinsichtlich des Gutachtens wurde zudem bemängelt, dass darin die 
erfolglosen monatelangen Bemühungen um eine Wiedereingliederung inkl. das 
externe Case Management nicht berücksichtigt worden seien. Schliesslich sei 
auch unklar, ob die betreffenden Gutachter bei der Konsensbeurteilung wirklich 
anwesend gewesen und gemeinsam die Gesamtbeurteilung erarbeitet hätten. 
Abschliessend wurde betont, dass die mündliche Verhandlung u.a. deswegen 
beantragt wurde, damit sinngemäss das Gericht den Versicherten unmittelbar er-
leben und im persönlichen Kontakt erfahren könne, dass der Versicherte die me-
dizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit nicht verwerten könne. Sein Zumutbar-
keitsprofil sei derart eingeschränkt und die Anforderungen an potentielle Arbeit-
geber derart hoch, dass eine Verwertung auf dem theoretisch ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt unmöglich sei.

6. Eine gerichtliche Würdigung all dieser Angaben und Vorbringen zeitigt (un-
ter Einbezug der Erkenntnisse der mündlichen Verhandlung) die nachfolgend 
dargelegten Ergebnisse. 

6.1 Vorab fällt auf, dass der Versicherte bis zum Zeitpunkt (4.1.2011), als er ei-
nen Skiunfall hatte (mit anschliessenden Kniebeschwerden), bei der Metallbau-
firma D.________ AG gute Arbeit leistete, andernfalls der damalige Arbeitgeber 
dem Versicherten - trotz "womöglich weiterer Operation inklusive mehrmonati-
gem Arbeitsausfall" - nicht "die Türen lange für eine Rückkehr offen" gehalten 
hätte (und zwar bis 2013, vgl. Suva-act. 8-3/25 unten; Suva-act. 1-51/98 unten; 
IV-act. 21-2/3 = Suva-act. 11-41f./83; Suva-act. 5-21/43 unten: "Der Versicherte 
leistet gute Arbeit, trotzdem brauchen wir voll einsatzfähige Mitarbeiter…"; IV-act. 
6-7/21). Im Einklang damit steht auch das gute Arbeitszeugnis vom 31. Juli 2013 
(= Suva-act. 13-89/232).

6.2 Nach der Aktenlage beinhaltete die damalige Tätigkeit im Metallbau nebst 
der Werkstatt-Arbeit insbesondere Montage-Arbeiten auf den Baustellen (Bal-
kongeländer, Balkonverglasungen, Vordächer, Hallen-Stahlgerüste, Einbau von 
grossen Verglasungen etc., vgl. Suva-act. 1-50/98 unten), was offensichtlich als 
schwere körperliche Arbeit zu qualifizieren ist. Dass eine solche Erwerbstätigkeit 
dem Versicherten angesichts der dargelegten Kniebeschwerden nicht mehr län-
ger zumutbar ist, wird im vorliegenden Gutachten und von der Vorinstanz aner-
kannt. Insofern besteht Einigkeit und bedarf es keiner zusätzlichen Begründung. 

6.3 Unbestritten ist sodann auch, dass die weiteren somatischen Diagnosen 
(vgl. oben Erw. 2.10, lit. B, Ziff. 1 bis Ziff. 10) grundsätzlich keine Arbeitsunfähig-
keit für leidensangepasste Tätigkeiten begründen. Eine solche Einschränkung 
wurde weder in der Beschwerde, noch anlässlich der mündlichen Verhandlung 

20

vom beanwalteten Beschwerdeführer vorgebracht. Namentlich stellte der Be-
schwerdeführer die somatischen Untersuchungen und Ergebnisse der MEDAS-
Begutachtung nicht in Frage. Insofern ist der Beweiswert des vorliegenden Gut-
achtens für den somatischen Bereich zu bestätigen. Eine gewisse Präzisierung 
drängt sich lediglich insofern auf, als in Anbetracht der diagnostizierten Zervikal-
gie eine ständige Bildschirmarbeit grundsätzlich ausscheidet. Analog wurden im 
Gutachten aus orthopädischer Sicht hinsichtlich einer Bürotätigkeit folgende Vor-
gaben formuliert "wechselseitig belastend, nicht dauerhaft vor dem Computer sit-
zend" (vgl. IV-act. 127-38/129 oben). Im Übrigen machte der Versicherte bereits 
bei einer Besprechung der beruflichen Reintegration vom 10. Dezember 2014 
sinngemäss geltend, dass zu viel Bildschirmarbeit ihm Augenprobleme und Mi-
gräne/ Übelkeit verursache (vgl. Suva-act. 13-78/232). Anlässlich der mündlichen 
Verhandlung betonte der Versicherte erneut, dass ihm längere Arbeiten am PC 
(Bildschirm) nicht mehr möglich seien. Hingegen anerkannte er an der Verhand-
lung, dass er für die Anreise vom Wohnort einen Personenwagen lenken konnte, 
mithin Fahrstrecken in solcher Länge am Steuer bewältigen kann. 

6.4 Nachdem sich anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 21. No-
vember herausgestellt hatte, dass dem Versicherten eine angestammte, körper-
lich anstrengende Arbeit im Metallbau nicht mehr länger zumutbar war (vgl. Su-
va-act. 10-7/24), stellte sich die Frage einer beruflichen Neuorientierung, was zu 
einer Eignungs-Abklärung im Ausbildungszentrum T.________ führte (IV-act. 
32). Obwohl bereits im Vorfeld bekannt war, dass beim Versicherten mit einer "al-
tersbedingten Langsamkeit" zu rechnen sei (vgl. IV-act. 37-1/2 unten = Ge-
sprächsnotiz vom 15.11.2012), bejahte das betreffende Ausbildungszentrum 
T.________ die Eignung des Versicherten für eine Umschulung zum Konstruk-
teur/ Technischen Zeichner (IV-act. 38-1/2; ob eine solche Eignungsabklärung an 
der jeweiligen Ausbildungsstätte in Zweifelsfällen sinnvoll ist, weil diese Ausbil-
dungsstätte letztlich ein Interesse daran hat, genügend Anmeldungen für ihre 
Umschulungskurse zu erhalten, kann an dieser Stelle offen bleiben). Rückbli-
ckend lässt sich nach der Aktenlage festhalten, dass diese von der IV finanzierte 
Umschulung aus verschiedenen Gründen nicht optimal war,

- weil an dieser Ausbildungsstätte Maschinenbau statt Metallbau im Vor-
dergrund stand und bei dieser Ausbildung mit einem anderen Software-
Programm gearbeitet wurde als in den meisten Metallbaufirmen (vgl. Su-
va-act. 13-77/232);

- weil die Umschulung insofern belastend war, als der Versicherte aufgrund 
der Anreise/ Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr nach T.________ 
viel Zeit benötigte (was zu langen Kurstagen führte) und regelmässig im 
(überfüllten) Zug stehen musste (Suva-act. 13-122/232; siehe auch Suva-

21

act. 13-78/232, wonach aufgrund solch langer Schulungstage keine Zeit 
verblieb für Fitnessübungen zur Kräftigung der Beinmuskulatur);

- weil der Versicherte mit dem Lernstoff und der Informatik mindestens teil-
weise überfordert war und dies im Verlauf nicht grundlegend verbessern 
konnte (vgl. IV-act. 59-2/2 oben rechts = IV-act. 64-5/7 i.V.m. IV-act. 64-
7/7);

- und weil der Versicherte nach eigenen Angaben Mühe hatte, gewisse Ar-
beitsschritte auswendig durchzuführen, bzw. aufgrund seines stark beein-
trächtigten Erinnerungsvermögens oft nachschlagen müsse, was sich auf 
ein Verlangsamung des Arbeitstempos auswirkte (vgl. IV-act. 59-2/2 un-
ten i.V.m. IV-act. 63 und 64-7/7).

Indessen können diese Schwächen der Umschulung nicht einseitig der IV-Stelle 
angelastet werden. Dass die Ausbildungsstätte ein wenig gebräuchliches Soft-
ware-Programm verwendete, hat die IV-Stelle dadurch kompensiert, dass sie 
nachträglich noch einen Kurs für das in der Branche gängige Programm 
"U.________" finanzierte (IV-act. 75 - 77). Soweit der Beschwerdeführer teilweise 
Mühe mit dem Erlernen von bestimmten Kenntnissen (im Informatik-Bereich, 
aber auch hinsichtlich Kalkulation/ Offerten rechnen etc., vgl. Suva-act. 13-
78/232 unten) hatte, spricht dies grundsätzlich nicht gegen das vorinstanzliche 
Vorgehen, ihm die Chance für eine solche Umschulung zu gewähren. Dies gilt 
erst recht, als eine andere Variante, bei welcher er seine bisherigen Berufs-
kenntnisse im Metallbau (Montage) sinnvoll weiter verwenden könnte (Beratung 
und Verkauf in der Baumarktbranche), grundsätzlich daran scheitert, dass eine 
überwiegend stehende/ gehende Tätigkeit aufgrund der Kniebeschwerden un-
günstig ist. Im Übrigen wäre nicht ersichtlich, dass in Anbetracht solcher Mühen 
des Versicherten zum Erlernen des Kursstoffes - einmal abgesehen vom Alter 
des Versicherten - eine andere Umschulung (gemäss dem Rechtsbegehren Ziffer 
2.3) überhaupt Sinn machen würde.

Hinsichtlich des Einwands des Versicherten, wonach ihm nach der Umschulung 
keine Praktika/ Stellen angeboten worden seien, ist den vorliegenden Akten 
mehrfach zu entnehmen, dass sich die Zusammenarbeit mit dem Versicherten 
nicht einfach gestaltete (vgl. IV-act. 74-4/17 Mitte: keine Rückmeldungen des 
Versicherten; IV-act. 74-11/17, Vermerk v. 10.6.2015; IV-act. 74-11/17 unten, 
Vermerk v. 15.7.2105; IV-act. 74-12/17 unten, Vermerk v. 20.8.2015; IV-act. 74-
16/117, Vermerk vom 14.1.2016; 74-17/17, Vermerk v. 28.1.2016 in fine; IV-act. 
80-5/5 unten). Hinzu kommt, dass sich der Versicherte bei Vorstellungsgespräch 
unvorteilhaft verhielt, was grundsätzlich als IV-fremder Aspekt zu würdigen ist. 
Als sich der Versicherte bei der Firma Y.________ vorstellen konnte, hatte der 
zuständige Vorgesetzte der Firma "am Anfang ein gutes Gefühl", welches zum 
einen dadurch getrübt wurde, dass der Versicherte bei den Lohnvorstellungen 

22

einen "Ziellohn von CHF 7'000.--" nannte, der Vorgesetzte indes entgegnete, er 
könne "höchstens einen Lohn zwischen 5'500.-- und 5'700.--" anbieten, worauf 
der Versicherte offenbar "entsetzt" reagierte und zum Ausdruck brachte, "dass es 
für ihn nicht stimmen würde" (vgl. IV-act. 74-6f./17). Zum andern fiel dem Vorge-
setzten auf, dass der Versicherte dem Erstgenannten "ins Wort fiel" bzw. "ihn oft 
unterbrach" bzw. Aussagen des Vorgesetzten ständig kommentierte, woraus der 
Vorgesetzte voraussehbare Probleme ableitete (vgl. IV-act. 74-7/17 oben, 2. Abs. 
i.V.m. der Telefon-Notiz vom 2.3.2015 = 74-/17 unten). Anzufügen ist, dass der 
Beschwerdeführer sein soeben erwähntes, ungünstiges Verhalten beim Vorstel-
lungsgespräch anlässlich der mündlichen Verhandlung nicht in Abrede gestellt 
hat (indes umschrieb er den Ablauf des damaligen Vorstellungsgesprächs an-
ders).

Des Weiteren ist aktenkundig, dass der Versicherte bei einer Firma O.________ 
probeweise zwei Tage hätte arbeiten können. Diese Offerte bezog sich auf den 
Juni 2016 (Kalenderwochen 23 bis 26 d.h. zwischen 6.6.2016 bis 30.6.2016) und 
zwar auf einen Dienstag sowie Mittwoch nach Wahl des Versicherten, wenn der 
"Konstrukteur-Stift in der Schule" war und dann sein Arbeitsplatz frei gewesen 
wäre. Nachdem sich der Versicherte auf dieses Angebot nicht meldete, verzich-
tete dieser Arbeitgeber darauf, dieses Angebot zu erneuern (vgl. IV-act. 80-4f./5). 
Soweit der Versicherte auf das Angebot der Firma O.________ (Probetage zwi-
schen 6. und 30.6.2016) deshalb nicht reagierte, weil er in der Woche 21 (23. bis 
27.5.2016) bei der Firma V.________ Probetage absolvieren durfte und darauf-
hin die Zusage erhielt, ab 1. Juli 2016 probeweise bei der Firma V.________ zu 
beginnen (vgl. IV-act. 81), hätte dies den Versicherten grundsätzlich nicht davon 
abhalten dürfen, im Juni 2016 die offerierten zwei Probetage bei der Firma 
O.________ zu absolvieren, zumal er im Juni 2016 keine Verpflichtungen für die 
Firma V.________ hatte und mithin hätte vergleichen können, ob die Arbeit bei 
der Firma O.________ eventuell besser auf ihn zugeschnitten gewesen wäre 
oder nicht. Dies gilt erst recht, als die Anstellung bei der Firma V.________ 
schon nach dem ersten Monat der 3-monatigen Probezeit beendet wurde, weil 
der Versicherte die Anforderungen nicht erfüllte (IV-act. 83; anlässlich der münd-
lichen Verhandlung machte der Beschwerdeführer u.a. geltend, dass der 74-
jährige Chef der Firma V.________ eine total veraltete Firmenstruktur auf Win-
dows-98-Basis gehabt habe und sich in der Folge entschieden habe, die anfal-
lenden Konstruktionsarbeiten auszulagern). Aus diesem dargelegten Verhalten 
des Versicherten bei der Firma Y.________ und bei der Firma O.________ kann 
er in diesem Zusammenhang grundsätzlich nichts zu seinen Gunsten ableiten.

23

6.5 Was das psychiatrische Gutachten von Dr.med. F.________ (FMH Psych-
iatrie und Psychotherapie) vom 9. April 2018 anbelangt (vgl. IV-act. 127-108ff./ 
129), verhält es sich so, dass die psychiatrische Exploration 2½ Stunden dauer-
te. Im ersten Teil des Gutachtens werden die Ausgangslage (I. Formelles), die 
Anamnese (II., gemäss Aktenlage) sowie die Angaben des Versicherten aufge-
führt (IV-act. 127-108/129 bis 127-110/129). Es folgen die psychiatrische Ana-
mnese (IV-act. 127-111f./129), die Familienanamnese, der Tagesablauf sowie 
das Schlafverhalten, Angaben zur persönlichen Entwicklung, die Behandlungs- 
und Therapieanamnese sowie die Soziale Anamnese (IV-act. 127-112/129 bis 
127-117/129). Im Abschnitt IX. werden die subjektiven Vorstellungen des Versi-
cherten (zu Krankheitskonzepten und Kausalzusammenhänge sowie zur Selbst-
einschätzung der Arbeitsfähigkeit aufgelistet). Dabei fallen folgende Angaben auf 
(IV-act. 127-118/129):

Wenn die Nackenschmerzen weniger vorhanden wären, könnte er sich viele Tätig-
keiten vorstellen. Auch wenn er nicht immer nur im Sitzen oder nur im Stehen ar-
beiten müsse, sondern Arbeiten im Stehen wechselnd mit Bewegen oder Laufen 
oder im Stehen ausüben könne, sehe er kein Problem. Bei seinen Ausführungen 
nimmt der Explorand nicht Stellung zu seinen Konzentrationsproblemen.

Der psychiatrische Untersuchungsbefund gliedert sich in "Verhalten, Sprache, 
Übersetzung", "Status nach AMDP", "Persönlichkeitsstruktur und Ich-
Funktionen". Hinzu kamen testpsychologische Zusatzbefunde (Mini-ICF-APP, 
HAMD, D2-Test). 

Aus all diesen Angaben folgerte der psychiatrische Gutachter, dass keine psych-
iatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne. 
Als psychiatrische Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte 
der Gutachter eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert auf 
dem Hintergrund einer Persönlichkeitsstruktur mit narzisstischen, impulsiven und 
zwanghaften rigiden Anteilen (ICD-10 F33.4, IV-act. 127-122/129). 

In der fachspezifischen psychiatrischen Beurteilung befasste sich der Gutachter 
mit der Lebensgeschichte, dem funktionellen Schweregrad der Gesundheits-
schädigung, namentlich mit differenzialdiagnostischen Überlegungen, der Aus-
prägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome, der Frage von 
Schmerzleiden und Komorbiditäten, mit der Wahrscheinlichkeit der diagnosti-
schen Zuordnung, mit der Fragestellung von Behandlungserfolg oder Behand-
lungsresistenz, mit der Fragestellung von Eingliederungserfolg oder Eingliede-
rungsresistenz, mit der Fragestellung divergierender Vorbefunde (IV-act. 127-
122/ 129 bis 127-124/129).

Sodann setzte sich der Gutachter ausführlich mit der Persönlichkeit des Versi-
cherten auseinander und begründete die festgestellten narzisstischen, impulsi-

24

ven und zwanghaften Anteile u.a. mit dem "ansprüchlichen Verhalten", einer ge-
wissen Überschätzung der eigenen Möglichkeiten und Leistungen sowie einem 
teils zwanghaft rigide anmutendem Verhalten. Auf konkret gestellte Fragen gelin-
ge es dem Versicherten oft nicht, direkte Antworten zu geben. Hinzu komme ein 
unzureichendes Einfühlungsvermögen in andere. Beim Exploranden komme ein 
(übersteigerter) Perfektionismus hinzu, was sich auch im d2-r Test gezeigt habe. 
Die vom Versicherten als Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörung erlebten 
Einschränkungen seien eher auf sein zwanghaftes, rigides Verhalten und seinem 
hohen Leistungsanspruch nach Perfektionismus zurückzuführen. Im Übrigen 
verwies der Gutachter u.a. auf die Erfahrung, wonach bei Menschen mit narziss-
tischen Persönlichkeitsstrukturen besondere Schwierigkeiten in jenen Phasen 
des Lebens auftreten würden, in denen sich seelische, körperliche und psycho-
soziale Kränkungen wie zum Beispiel eine Arbeitslosigkeit oder Verletzung der 
körperlichen Integrität andeuten, insbesondere im 50. bis 55. Lebensjahr, bei Al-
terungsprozessen allgemein mit den entsprechenden Einschränkungen auf einer 
Ebene, die zwar alle, Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur beson-
ders empfindlich treffen würden. Langfristig leide auch die Leistungsfähigkeit 
sehr wohl. Die Gründe seien eine Überempfindlichkeit gegenüber Kritik oder 
vermeintlichen Niederlagen, zudem die Unfähigkeit, daraus konstruktive Konse-
quenzen zu ziehen. Im privaten Bereich sei der Versicherte durchaus aktiv und 
um seine Familie besorgt, hingegen würden sich Einschränkungen bei der Ver-
mittlungsfähigkeit im Arbeitsbereich zeigen. Zusätzlich zu den körperlichen Ein-
schränkungen komme es zu einer Abnahme der bisher im Leben erfolgreich ein-
gesetzten Kompensationsmöglichkeiten (IV-act. 127-124f./129). 

Die weiteren Abschnitte des Gutachtens befassten sich mit der Frage des sozia-
len Kontextes, der Konsistenz (keine gleichmässige Einschränkung des Akti-
vitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, IV-act. 127-126/129) und 
der Fragestellung nach dem gesamthaften Schweregrad der psychischen 
Störung.

Im Ergebnis verneinte der Gutachter bezogen auf die bisherigen Tätigkeit und 
auch hinsichtlich einer Verweistätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatri-
scher Sicht, präzisierte aber immerhin, welche Aspekte für eine Verweistätigkeit 
wichtig seien: kurze überschaubare Aufgaben, eher keine Leitungs- und 
Führungsaufgaben, Bezugspersonen mit regelmässigem Feedback (Lob und 
verhaltensbezogene Kritik), das Arbeiten mit Verstärkern und klaren Spielregeln 
und Vorgaben im Rahmen eines relativ rigiden Settings bei Reduktion des 
Teamkontaktes (um Meinungsverschiedenheiten im Betrieb zu reduzieren).

25

Schliesslich empfahl der Gutachter eine konsequente ambulante psychiatrische 
und psychotherapeutische Behandlung (auf der Basis einer vertrauensvollen Be-
ziehung seitens des Exploranden zum Therapeuten, vgl. IV-act. 127-127/129). 

Auch mit den Zusatzfragen des Rechtsvertreters befasste sich der Gutachter und 
empfahl u.a., dass ein potentieller Arbeitgeber über die betreffenden Faktoren 
des Versicherten (reduzierte Stressresistenz, impulsives Verhalten, Schwierigkei-
ten bei der Kritikfähigkeit/ Kränkbarkeit, reduzierte Frustrationstoleranz etc.), aber 
auch über seine Ressourcen wie exaktes Arbeiten, Pünktlichkeit informiert sein 
sollte (IV-act. 127-128/129 unten). 

6.6.1  Diesem detaillierten psychiatrischen Gutachten kommt entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers grundsätzlich Beweiswert zu. Das dort festge-
haltene Ergebnis deckt sich mit dem Eindruck, welchen das Gericht anlässlich 
der mündlichen Verhandlung vom Verhalten des Versicherten gewinnen konnte 
sowie der Art und Weise, wie der Versicherte Fragen beantwortete. Soweit er 
sich auf eine mangelhafte Unterzeichnung des psychiatrischen Teils beruft (vgl. 
Beschwerde, S. 9), wurde in der vorinstanzlichen Vernehmlassung (S. 4, Ziff. 15) 
nachvollziehbar dargelegt, dass dieser Mangel das Gutachten nicht als unver-
wertbar werden lässt. Es wird darauf verwiesen, ohne dass sich dazu weitere 
Ausführungen aufdrängen. Immerhin wird die Vorinstanz eingeladen, die Gut-
achterstelle diesbezüglich zu informieren, damit solche Fehler künftig vermieden 
werden können.

6.6.2  Was die im Rahmen der psychiatrischen Exploration festgestellte Persön-
lichkeitsstruktur des Versicherten mit narzisstischen, impulsiven und zwanghaften 
Anteilen anbelangt, ist der vorinstanzlichen Argumentation beizupflichten, wo-
nach sinngemäss eine solche Persönlichkeitsstruktur nicht zwangsläufig krank-
haft sein muss, zumal der Versicherte mit dieser Persönlichkeitsstruktur nament-
lich bei der D.________ AG über Jahre (seit April 2008) gute Arbeit leisten konn-
te und diese Arbeitgeberfirma den Versicherten auch noch über 2013 weiterbe-
schäftigt hätte, wenn er aus somatischen Gründen weiterhin uneingeschränkt auf 
Baustellen einsetzbar gewesen wäre (vgl. oben Erw. 5.1). In diesem Sinne stellt 
die gutachtliche Schlussfolgerung, wonach aus psychiatrischer Sicht keine 
psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu stellen sei, 
keinen relevanten Widerspruch dar zu den weiteren in der Beschwerde (S. 6f.) 
aufgeführten Aspekten, welche im Gutachten evaluiert wurden (wie Überschät-
zung der eigenen Möglichkeiten und Leistungen, übersteigerter Perfektionismus-
Anspruch mit Auswirkung auf das Arbeitstempo, unzureichendes Einfühlungs-
vermögen in andere etc.) und als bestimmte charakterliche Eigenschaften eine 
Eingliederung im Arbeitsmarkt erschweren können (aber letztlich noch keinen 

26

psychiatrischen Krankheitswert aufweisen). Im Einklang damit steht auch, dass 
der Versicherte sich bei der mündlichen Verhandlung grundsätzlich in einem ge-
wissen Rahmen als arbeitsfähig erachtet hat, indem er schilderte, dass er sich 
sich als Selbständigerwerbender bei der Ausgleichskasse angemeldet habe (für 
Nebenerwerbsarbeiten wie z.B. im Garten, Aushilfsarbeiten wie z.B. eine Gara-
genräumung, Entsorgungsarbeiten, oder Stabilisierung eines schwankenden 
Geländers; aber auch Aufsichtsarbeiten, wie er beispielsweise für seinen Bruder 
erledigen konnte, welcher Baggerarbeiten bei Geländeumgestaltungen ausführt; 
siehe dazu auch die erhaltene Fahrfähigkeit, welche für gewisse Chauffeurdiens-
te, Botengänge, Auslieferungen etc. sprechen). Ins Gewicht fällt aber auch, dass 
in den vorliegenden Akten keine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit attes-
tiert wurde (vgl. auch oben Erw. 2.4 mit Verweis auf IV-act. 25-2/11, Ziff. 1.6) und 
namentlich der beanwaltete Beschwerdeführer vor Gericht nicht geltend machte, 
der seit 2017 regelmässig konsultierte Psychiater Dr.med. P.________ (IV-act. 
127-114/229 oben) gehe von einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit aus. 
Schliesslich liegt das allfällige Einholen fremdanamnestischer Auskünfte nach 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung grundsätzlich im Ermessensspielraum 
des Gutachters, wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zutreffend darauf 
hingewiesen hat (vgl. dazu Urteil 8C_466/2017 vom 9.11.2017 Erw. 5.1 in fine; 
Urteil 9C_275/2016 vom 19.8.2016 Erw. 4.3.2), weshalb die entsprechende Rüge 
(vgl. Beschwerde, S. 7 unten, sowie anlässlich der mündlichen Verhanldung) 
nicht zu hören ist.

6.6.3  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz in der angefoch-
tenen Verfügung auf das vorliegende, lege artis verfasste psychiatrische Teilgut-
achten abstellen durfte. An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen 
des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Unbehelflich ist namentlich auch der 
Einwand in der Beschwerde (S. 8), dass - obwohl ein IV-relevanter psychischer 
Gesundheitszustand fehle - dennoch eine ambulante psychiatrische und psycho-
therapeutische Behandlung empfohlen worden sei. Diesbezüglich wurde in der 
Vernehmlassung (S. 3, Ziff. 10 und 11) überzeugend ausgeführt, dass die Be-
handlungsempfehlung im Kontext mit den vom Gutachter in der Prognose un-
günstigen Faktoren sowie den Ausführungen unter Ziffer XIII lit. F des psychiatri-
schen Teilgutachtens zu lesen sind (IV-act. 127-126/129). Den angesprochenen 
Ausführungen der Vorinstanz ist uneingeschränkt beizupflichten. 

6.6.4  Abgesehen davon ist im Rahmen einer zulässigen antizipierten Beweis-
würdigung hier nicht damit zu rechnen, dass durch eine weitere psychiatrische 
Begutachtung wesentliche neue Erkenntnisse resultieren, zumal die bereits an-
gesprochenen, für eine Wiedereingliederung ungünstigen Faktoren anlässlich der 

27

gerichtlichen Befragung thematisiert und bestätigt wurden. Im Übrigen sind sol-
che eine Wiedereingliederung erschwerende Faktoren (analog wie ein vorgerück-
tes Alter) grundsätzlich im Rahmen der Ermittlung des massgebenden Invaliden-
einkommens bei der Bemessung von Abzügen näher zu prüfen.

6.7 Mit der Vorinstanz ist als Zwischenergebnis festzuhalten, dass das vorlie-
gende MEDAS-Gutachten beweiskräftig ist und für leidensangepasste Tätigkei-
ten in der angefochtenen Verfügung eine massgebende Arbeitsfähigkeit von 
100% veranschlagt werden durfte.

6.8 Soweit in der Beschwerde (S. 11) zudem eingewendet wird, dass die vom 
psychiatrischen Gutachter umschriebenen Aspekte für einen angepassten zu-
mutbaren Arbeitsplatz (mit kurzen überschaubaren Aufgaben ohne Leitungs- und 
Führungsfunktion, konstanter Bezugsperson mit regelmässigem Feedback etc.) 
auf dem Arbeitsmarkt nicht gegeben seien, wird in der vorinstanzlichen Vernehm-
lassung (S. 4, Ziff. 18) zutreffend entgegengehalten, dass der hier zu berücksich-
tigende ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) grundsätzlich auch soge-
nannte Nischenarbeitsplätze kennt, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei wel-
chen von Seiten des Arbeitgebers Rücksicht auf die Besonderheiten von Versi-
cherten genommen wird (vgl. Urteil 9C_277/2016 vom 15.3.2017 Erw. 4.1 mit 
weiteren Hinweisen, u.a. auf das Urteil 9C_910/2011 vom 30.3.2012 Erw. 3.1). 
Bereits erwähnt wurde, dass die angesprochenen charakterlichen Eigenheiten 
des Versicherten bei der früheren Arbeitgeberfirma D.________ AG einer Anstel-
lung bzw. Weiterbeschäftigung grundsätzlich nicht im Wege standen.

7.1 Zu prüfen sind in der Folge die erwerblichen Auswirkungen der dargeleg-
ten, namentlich gesundheitlichen Situation des Versicherten. Diesbezüglich sind 
der angefochtenen Verfügung keinerlei Angaben zu entnehmen.

7.2 Den vorliegenden Akten ist zu entnehmen, dass die Suva in der UVG-
Rentenverfügung vom 29. Juni 2016 von einem Valideneinkommen per 2014 von 
Fr. 79'300.-- ausgegangen ist (vgl. Suva-act. 16-3/6), was unter Berücksichtigung 
der Entwicklung des Nominallohn-Indexes (2011-2017) ausgehend von einem 
Wert per 2014 von 103.3 und einem solchen per 2016 von 104.4 insgesamt zu 
einem massgebenden Valideneinkommen per 2016 von Fr. 80'144.45 führt 
(79'300 : 103.3 x 104.4).

7.3.1  Bei der Ermittlung des massgebenden Invalideneinkommens ist vorab an 
die (per 14.1.2016 vorgenommene) Einschätzung der zuständigen Mitarbeiterin 
der IV-Arbeitsvermittlung anzuknüpfen, wonach der Versicherte mit seiner Aus-
bildung und der mangelnden Erfahrung als Zeichner (aufgrund von Gesprächen 

28

mit Arbeitgebern bzw. deren Rückmeldungen) realistischerweise höchstens mit 
einem Lohn zwischen monatlich Fr. 4'500.-- bis Fr. 5'000.-- rechnen könnte (vgl. 
IV-act. 74-16/17 Mitte). Deswegen rechtfertigt es sich, von den Tabellenwerten 
der schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016 nicht vom Totalwert für Männer 
ohne Kaderfunktion von Fr. 5'962.--, sondern vom Tabellenwert "sonstige wirt-
schaftliche Dienstleistungen" (77, 79-82) von Fr. 5'097.-- auszugehen, welcher 
umgerechnet auf eine betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 h/Woche ei-
nen Wert von Fr. 5'313.62 (5'097 : 40 x 41.7) bzw. einen hypothetischen Jahres-
lohn von Fr. 63'763.45 (x 12) ergibt.

7.3.2  Bei der Fragestellung, ob es Gründe gibt, diesen hypothetischen Jahres-
lohn von Fr. 63'763.45 zu kürzen, drängen sich die folgenden Bemerkungen auf. 
Auf der einen Seite ist bei der Ermittlung des gutachtlich evaluierten Arbeits-
fähigkeitsgrades noch nicht berücksichtigt worden, dass der Versicherte auf ei-
nen zusätzlichen Pausenbedarf angewiesen ist, um namentlich bei monotonen 
Arbeitsstellungen (wie teilweise Bildschirmarbeiten) Nacken-, Augen- oder Kopf-
schmerzen möglichst zu vermeiden (vgl. dazu oben Erw. 2.10.3 in fine i.V.m. 
Erw. 5.3 in fine und Suva-act. 13-78/232). Auf der anderen Seite fällt lohnmin-
dernd stark ins Gewicht, dass der Versicherte aus verschiedenen Gründen (u.a. 
übersteigerter Perfektionismus, Gedächtnisprobleme etc.) ein erheblich verlang-
samtes Arbeitstempo aufweist und dementsprechend nicht in der Lage ist, ein 
durchschnittliches Leistungsniveau zu erreichen (worauf auch die aktenkundigen, 
während der Probezeit gescheiterten Anstellungen hindeuten, siehe IV-act. 83). 
Im Lichte dieser konkreten Umstände rechtfertigt es sich insgesamt, vom in Er-
wägung 6.3.1 hergeleiteten (hypothetischen) Invalideneinkommen den maximal 
möglichen Abzug von 25% vorzunehmen. Anzufügen ist, dass dieses Ergebnis 
auch Züge einer vermittelnden Vergleichslösung aufweist, welche den Beson-
derheiten des konkreten Einzelfalles und damit letztlich auch einer Einzelfallge-
rechtigkeit Rechnung trägt. Nach dem Gesagten ist das massgebende Invaliden-
einkommen auf Fr. 47'822.60 zu veranschlagen (63'763.45 x 0.75). 

7.3.3  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'144.45 und einem Invalidenein-
kommen von Fr. 47'822.60 resultiert ein IV-Grad von 40% (80'144.45 minus 
47'822.60 = 32'321.85; 32'321.85 : 80'144.45 x 100 = 40.329). Damit ist dem 
Versicherten ein Anspruch auf eine IV-Viertelsrente zu gewähren. Die Festset-
zung des Rentenbeginns sowie der nachzuzahlenden Rentenbeträge ist Sache 
der Verwaltung.

29

8.1 Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen, als 
dem Beschwerdeführer ein Anspruch auf eine IV-Viertelsrente gewährt wird. Im 
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

8.2 Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt.

8.3 Zudem wird dem Beschwerdeführer für das Teilobsiegen eine reduzierte 
Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen. In Beachtung des 
kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher 
für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen 
Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 
GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Um-
fang und der Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens ist das (reduzierte) Honorar (inkl. Auslagen/ 
MwSt) auf Fr. 2'500.-- festzulegen.

30

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit teilweise gutgeheissen, als festgehalten 
wird, dass der Beschwerdeführer ausgehend von einem ermittelten IV-Grad 
von 40% Anspruch auf eine IV-Viertelsrente hat. Die Festlegung des 
Rentenbeginns sowie der entsprechenden Nachzahlung von 
Rentenleistungen ist Sache der Verwaltung. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inkl. Verhandlung) werden auf Fr. 1‘000.-- festgelegt 
und den Parteien je zur Hälfte (je Fr. 500.--) auferlegt. Der Beschwerdefüh-
rer hat einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt, dass diesbezüglich 
die Rechnung ausgeglichen ist. Die Vorinstanz hat ihren Kostenanteil von 
Fr. 500.-- innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids zu bezahlen. 

3. Dem beanwalteten Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine re-
duzierte Parteientschädigung von Fr. 2‘500.-- (inkl. MwSt und Spesen) zu-
gesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 14. Dezember 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

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Versand: 14. Januar 2019