# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83fcab55-b39f-5b26-8ec6-4e667f9d48e4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.04.2010 ZK1 2010 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2010-6_2010-04-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 12. April 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 10 6

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 
vom 07. März 2011 abgewiesen worden, soweit darauf einzutreten war).

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichterin Michael Dürst
RichterInnen Präsident Brunner und Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

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In der zivilrechtlichen Berufung

des X., Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Flurin Turnes, Neugasse 35, 9000 St. Gallen,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 9. Dezember 2009, mitgeteilt am 
16. Dezember 2009, in Sachen der Y .  A G , Klägerin und Berufungsbeklagte, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andreas Maag, Riesbachstrasse 57, 
Postfach 1071, 8034 Zürich, gegen den Beklagten und Berufungskläger,

betreffend Herausgabe eines Schuldbriefes,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Dr. med. A. erteilte am 6. August 2002 der B. AG, vertreten durch den 
einzelzeichnungsberechtigten Verwaltungsrat lic. iur. C., eine Generalvollmacht 
zur Umfinanzierung bzw. Erhöhung der Hypotheken betreffend seine Liegenschaft 
an der D. in E.. Am 16. September 2002 unterzeichnete C. im Namen der B. AG 
eine Erklärung für die Errichtung eines Inhaberschuldbriefes, worin A. bekannte, 
dem Inhaber des Schuldbriefs die Summe von Fr. 410'000.– schuldig zu sein. Als 
Sicherheit für Kapital, Kosten und 10 % Höchstzins wurde ein Grundpfand bestellt, 
lastend an dritter Pfandstelle auf der erwähnten Liegenschaft in E.. Der 
Schuldbrief wurde in der Folge am 18. September 2002 errichtet und vom 
Grundbuchamt P. an die B. AG bzw. deren Verwaltungsrat C. ausgehändigt.

Am 20. März 2003 schlossen F. und X. im Beisein und unter Mitwirkung von C. 
einen Kaufvertrag ab, mit welchem X. den besagten Inhaberschuldbrief über 
nominal Fr. 410'000.– zu einem Preis von Fr. 260'000.– von F. erwarb. Zum bar zu 
entrichtenden Kaufpreis wurde in Ziffer 2 des Kaufvertrags festgehalten, dieser 
entspreche dem ungefähren und von beiden Parteien angenommenen Wert der 
mit dem Schuldbrief belasteten Liegenschaft, welcher zwischen Fr. 750'000.– und 
Fr. 850'000.– liegen dürfte. In Ziffer 4 des Vertrages erklärte F. ausdrücklich, 
rechtmässiger Eigentümer und Inhaber des Schuldbriefes zu sein und von A. die 
ausdrückliche Erlaubnis zu haben, den Schuldbrief weiter zu platzieren. Im 
Weiteren räumte X. F. gemäss Ziffer 6 des Vertrages eine Kaufoption für den 
Inhaberschuldbrief ein, und zwar für die Laufzeit von fünf Monaten und zu einem 
Kaufpreis von Fr. 300'000.–. In Ziffer 7 des Vertrages erklärte der Verkäufer 
ausserdem, für einen allfälligen Schaden, der dem Käufer aus dem Vertrag 
entstehe, persönlich aufzukommen. Am Tag des Vertragsschlusses quittierte F., 
von X. die vereinbarten Fr. 260'000.– per Saldo aller Ansprüche erhalten zu 
haben. Gemäss einer handschriftlichen Erklärung, die F. am 19. Juli 2003 auf der 
erwähnten Quittung anbrachte, soll X. indes lediglich Fr. 200'000.– geleistet 
haben.

B. Mit Kaufvertrag vom 18. Dezember 2006 erwarb die Y. AG von A. die mit 
dem Schuldbrief belastete Liegenschaft zu einem Preis von Fr. 951'000.– zu 
Eigentum. Die Käuferin tilgte den Kaufpreis, indem sie zum einen die gegenüber 
der G.-Bank bestehenden Grundpfandschulden im ersten und zweiten Rang über 
insgesamt Fr. 541'000.– übernahm. Zum anderen wurde der Käuferschaft für den 
dem besagten Schuldbrief entsprechenden Betrag von Fr. 410'000.– seitens des 
Verkäufers ein zinsloses Darlehen gewährt, rückzahlbar innert 30 Tagen nach 

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rechtskräftiger Erledigung des Rechtsstreits über den Schuldbrief. In diesem 
Zusammenhang wurde in Ziffer 4 der weiteren Vertragsbestimmungen sodann 
festgehalten, dass der besagte Schuldbrief nicht greifbar sei, er sich nach 
Auffassung der Parteien widerrechtlich im Besitz des "Gläubigers" befinde und 
deshalb über den Bestand der Forderung aus diesem Schuldbrief ein Rechtsstreit 
bestehe, in den die Käuferschaft als neue Eigentümerin anstelle der 
Verkäuferschaft eintrete. Für den Fall, dass aus diesem Rechtsstreit eine 
Forderung gegen die Käuferschaft resultieren sollte, wurde die Käuferschaft 
schliesslich zur Verrechnung mit der Darlehensschuld gegenüber dem Verkäufer 
berechtigt erklärt. 

Am 1. Juni 2007 brachte die Y. AG X. schriftlich zur Kenntnis, dass sie die mit dem 
Inhaberschuldbrief belastete Liegenschaft zu Eigentum erworben habe. 
Gleichzeitig forderte sie den Genannten zur unbeschwerten Herausgabe des 
Schuldbriefs auf. Diesem Ansinnen kam X. nicht nach.

C. Mit Vermittlungsbegehren vom 28. Juni 2007 instanzierte die Y. AG beim 
Kreispräsidenten Domleschg gegen X. eine Klage betreffend Herausgabe des 
Schuldbriefes. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 29. August 
2007 stellte der Vermittler am 6. September 2007 den folgenden Leitschein aus:

„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, den auf der Liegenschaft H., 

Wohnhaus D., E., an 3. Pfandstelle lastenden Inhaberschuldbrief vom 
18. September 2002, Beleg Q., über CHF 410'000.– nominal 
unbeschwert und ohne jede Ersatzleistung an die Klägerin 
herauszugeben;

2. es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Klägerin weitere 
Klageansprüche gegen den Beklagten, wie insbesondere 
Schadenersatz zufolge gutgläubigen Dritterwerbs am Schuldbrief 
gemäss obiger Ziffer 1 sowie die Grundbuchberichtigungsklage, 
eventuell Löschung des Schuldbriefes im zuständigen Grundregister, 
vorbehält;

3. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.

Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Die Klage sei abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin."

D. Die Y. AG prosequierte die Klage mit Prozesseingabe vom 26. September 
2007 an das Bezirksgericht Hinterrhein. Dabei hielt sie unverändert an ihren 
Rechtsbegehren gemäss Leitschein fest. Zusätzlich stellte sie den Antrag, den 
fraglichen Inhaberschuldbrief in Anwendung von Art. 147 ZPO im Sinne einer 

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Sicherung des Streitgegenstandes gerichtlich zu beschlagnahmen. Mit Verfügung 
des Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein vom 27. September 2007 wurde X. 
vorläufig vorsorglich verpflichtet, den umstrittenen Schuldbrief beim Bezirksgericht 
Hinterrhein abzugeben. Dieser Aufforderung kam der Genannte am 9. Oktober 
2007 nach.

Die Prozessantwort von X. ging verspätet beim Gericht ein, weshalb sie mit 
Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein vom 27. Oktober 2008 aus 
dem Recht gewiesen wurde. Gleichzeitig wurde auf das beklagtische Gesuch um 
Wiederherstellung der Frist nicht eingetreten. Am 27. November 2008 erliess der 
Bezirksgerichtspräsident Hinterrhein die Beweisverfügung. Mit Schreiben vom 31. 
Juli 2009 stellte die Klägerin zusätzliche Beweisanträge, die vom 
Bezirksgerichtspräsidenten mit Verfügung vom 28. August 2009 genehmigt 
wurden.

E. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Hinterrhein fand am 9. 
Dezember 2009 statt. Mit Urteil vom 9. Dezember 2009, mitgeteilt am 16. 
Dezember 2009, erkannte das Gericht, wie folgt:

„1. Die Klage wird gutgeheissen und der am 18. September 2002 
errichtete Schuldbrief über einen Betrag von CHF 410'000.00 wird vom 
Gericht der Y. AG ausgehändigt.

2. Die Kosten des Vermittleramtes Domleschg von CHF 200.00 sowie die 
Kosten des Bezirksgerichts Hinterrhein, bestehend aus:

Gerichtsgebühren CHF 7'943.75

Streitwertzuschlag CHF 8'200.00

Bargebühren CHF 449.15

total CHF 16'592.90

gehen zulasten von X., der zudem die Y. AG aussergerichtlich mit 
CHF 39'274.00 (inkl. 7.6% Mehrwertsteuer) zu entschädigen hat.

3. (Mitteilung)“

Das Bezirksgericht Hinterrhein war zur Erkenntnis gelangt, dass X. beim Erwerb 
des umstrittenen Schuldbriefs nicht die von Art. 3 Abs. 2 ZGB verlangte 
Aufmerksamkeit hatte walten lassen und daher nicht gutgläubig gewesen war. 
Folglich hiess das Gericht die Klage gut und ordnete die Herausgabe des 
Schuldbriefs an die Y. AG an.

F. Gegen dieses Urteil liess X. mit Eingabe vom 22. Januar 2010 die Berufung 
zu Handen des Kantonsgerichts von Graubünden erklären. Er stellt folgende 
Berufungsanträge:

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„1. Das Urteil des Bezirksgerichtes Hinterrhein, in Sachen der Parteien, 
vom 09.12.2009, sei rücksichtlich Disp. Ziff. 1 (Klagegutheissung und 
Schuldbriefaushändigung), sowie Ziff. 2 – insoweit, als der 
Berufungskläger mit Kosten des Bezirksgerichtes Hinterrhein, 
und/bzw. mit einer Entschädigungspflicht zu Gunsten der Y. AG 
belastet wird – aufzuheben;

2. Die Klage sei abzuweisen;

3. Es sei vorzumerken, dass der Berufungskläger der Auffassung der 
Vorinstanz, das zweite klägerische Rechtsbegehren sei hinfällig – oder 
allenfalls nicht ausreichend bestimmt (angef. Entsch., S. 13 unten u. S. 
14 oben) –, nicht opponiert;

4. Der Schuldbrief über einen Betrag von CHF 410'000.– sei dem 
Beklagten unbeschwert auszuhändigen;

5. Es sei vorzumerken, dass der Berufungskläger "neue Einreden" (gem. 
Art. 219 Abs. 1 ZPO) erhebt – mit dem gleichzeitigen Antrag, die 
Einreden seien zuzulassen und es sei im Sinne derselben vorzugehen 
–, nach folgender Massgabe:

a) Es sei festzustellen, dass der frühere Vertreter der Beklagten, lic. 
iur. I., Rechtskonsulent, J. sowohl bei der Sühneverhandlung vom 
06.09.2007, als auch bei der Einreichung der Prozesseingabe 
("Klage"), vom 26.09.2007, als gewillkürter Vertreter aufgetreten 
ist, jedoch kein Anwaltspatent besass; es sei daher festzustellen, 
dass in beiden Fällen die prozessualen Formen (Art. 23 Abs. 1 
ZPO, Art. 83 ZPO) nicht eingehalten wurden, und es sei daher die 
Klage mit Kostenentscheid abzuschreiben, gegebenenfalls unter 
vorgängiger Avisierung der Beklagtschaft zwecks Einreichung 
einer Kostennote;

b) Es sei die Beweisaussage des Beklagten anzuordnen und 
vorzunehmen, unter gleichzeitiger Vormerknahme, dass der 
Beklagte mit der Berufung das Fragethema einreicht;

6. Ev., die Sache sei im Sinne von Art. 229 Abs. 2 ZPO zur Ergänzung 
der Akten und Neubeurteilung an die erste Instanz zurückzuweisen;

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge in sämtlichen Verfahren, zu 
Lasten der Berufungsbeklagten."

Das Bezirksgericht Hinterrhein verzichtete gemäss Schreiben vom 28. Januar 
2010 unter Verweis auf das angefochtene Urteil auf eine Stellungnahme.

G. Am 12. April 2010 fand die mündliche Berufungsverhandlung vor dem 
Kantonsgericht von Graubünden statt. Anwesend waren X. und sein 
Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Flurin Turnes. Zudem waren K., 
Verwaltungsrat der Y. AG, sowie deren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. iur. 
Andreas Maag, zugegen. Einleitend verlas die Vorsitzende die Berufungsanträge. 
Gegen die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichts wurden keine 
Einwände vorgebracht, so dass sich dieses als in der Sache legitimiert erklärte. 
Auf Vorschlag der Vorsitzenden äusserten die Parteivertreter ihr Einverständnis 

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damit, zur Einrede der fehlenden Postulationsfähigkeit des früheren 
Rechtsvertreters der Klägerin und zum Beweisantrag auf Zulassung des 
Berufungsklägers zur Beweisaussage im Rahmen der ersten Parteivorträge 
Stellung zu nehmen, mit anschliessendem Entscheid des Gerichts über den 
Beweisantrag. Das Beweisverfahren wurde in der Folge unter dem genannten 
Vorbehalt geschlossen. Im Anschluss nahmen die Rechtsvertreter der Parteien in 
ihren Plädoyers zur Berufung Stellung. Rechtsanwalt Turnes hielt in seinem 
Parteivortrag an den Anträgen gemäss Berufungserklärung vom 22. Januar 2010 
fest. Rechtsanwalt Maag stellte und begründete in seinem Plädoyer folgende 
Anträge:

"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und das Urteil des 
Bezirksgerichtes Hinterrhein zu bestätigen.

2. Die "neuen Einreden" seien abzuweisen, soweit darauf überhaupt 
einzutreten ist. Insbesondere sei von einer zusätzlichen 
Beweisaussage des Beklagten (Berufungsklägers) abzusehen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwertsteuer) 
zulasten des Beklagten (Berufungsklägers)."

Rechtsanwalt Turnes und Rechtsanwalt Maag gaben von ihren Vorträgen eine 
schriftliche Ausfertigung zu den Akten.

Nach den ersten Parteivorträgen fand eine formfreie gerichtliche Befragung des 
Berufungsklägers statt. Dabei gab X., auf den Ablauf des Schuldbrieferwerbs 
angesprochen, im Wesentlichen an, das Geschäft sei ihm von L. angeboten 
worden. Dieser habe ihm mitgeteilt, er habe ein Geschäft offen, für das er Geld 
brauche, und habe das ungefähre Vorgehen skizziert, worauf sie einen Termin in 
einem Hotel abgemacht hätten. Dort habe er F., L. und M., die Lebenspartnerin 
von L., angetroffen. Zudem sei C. zugegen gewesen, der ihm den Vertrag 
präsentiert habe. Er habe das Dokument dort zum ersten Mal gesehen und 
festgestellt, dass Vertragsgegenstand entgegen der getroffenen Abmachung kein 
Darlehen, sondern ein Kauf/Rückkauf gewesen sei. Dennoch habe er keine 
grossen Bedenken gehabt, da der Vertrag ja von einem Rechtsanwalt aufgesetzt 
worden sei. Zudem habe er damit gerechnet, dass F. den Schuldbrief wieder 
zurückkaufe. Bezahlt habe er für den Schuldbrief Fr. 200'000.–, wobei er zunächst 
zur Bank gefahren sei, um das Geld abzuheben, und dieses anschliessend 
übergeben habe. Vor dem Vertragsschluss habe er nur mit L. Kontakt gehabt, der 
ihm von früher her bekannt gewesen sei. F., der als Verkäufer aufgetreten sei, 
obwohl der Schuldbrief A. gehört habe, habe er nicht gekannt. Als Laie habe er 
das aber nicht hinterfragt, da C., wie aus dem Kaufvertrag ersichtlich, der Anwalt 
von A. gewesen sei. Im Vertrag sei gestanden, dass C. Fr. 90'000.– bekommen 

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sollte. Der Schuldbrief habe sich in den Händen des Letztgenannten befunden, 
den ebenfalls anwesenden N. habe er nicht gekannt und nicht gewusst, dass 
dieser in das Geschäft involviert gewesen sei. Was den Liegenschaftswert betraf, 
habe er keine weiteren Abklärungen getätigt, sondern geglaubt, dass der 
entsprechende Wert vorhanden sei. Von der Vorsitzenden darauf angesprochen, 
dass er vor der Vorinstanz noch angegeben hatte, den fraglichen Kaufvertrag 
bereits vor der Unterzeichnung gesehen zu haben, gab X. an, er wisse es nicht 
mehr so genau. Jedenfalls sei vorher abgemacht worden, dass er nur Fr. 
200'000.– zahle. Mit Geldwäscherei habe das Ganze nichts zu tun, verfüge er 
doch über eine Quittung, dass er das Geld auf der Bank abgehoben habe.

Im Anschluss an die Parteibefragung beriet das Gericht über den Beweisantrag 
des Berufungsklägers auf Zulassung zur Beweisaussage. Das Gericht lehnte den 
Antrag ab, was die Vorsitzende gegenüber den Parteien kurz begründete. Danach 
erhielten die Parteivertreter das Recht auf Replik und Duplik, was sie benutzten, 
um ihre Standpunkte zu vertiefen.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie auf die Ausführungen der 
Rechtsvertreter der Parteien in den Rechtsschriften und anlässlich der 
Berufungsverhandlung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1a. Gegen Urteile der Bezirksgerichte über vermögensrechtliche Streitigkeiten 
im Betrag von über Fr. 8'000.– kann Berufung an das Kantonsgericht ergriffen 
werden (Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 ZPO). Das angefochtene 
Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein betrifft einen vermögensrechtlichen Streit 
über einen Betrag von mehr als Fr. 8'000.–, so dass der Berufungsstreitwert 
erreicht und die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur 
Beurteilung der vorliegenden Streitsache als Berufungsinstanz gegeben ist.

b. Eine Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der 
schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge auf 
Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einreden, 
soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). X. reichte 
seine Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 9. Dezember 

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2009, mitgeteilt am 16. Dezember 2009, am 22. Januar 2010 und damit in 
Berücksichtigung der Gerichtsferien fristgerecht ein. Überdies entspricht die 
Berufung den Formerfordernissen, so dass darauf eingetreten werden kann.

c. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet eine Klage auf Herausgabe 
eines Inhaberschuldbriefs, welche die Käuferin der mit dem Schuldbrief belasteten 
Liegenschaft, die Y. AG, gegen den Käufer des Schuldbriefs, X., erhoben hat. 
Dabei stützt sich die Klägerin primär auf die besitzesrechtlichen Bestimmungen 
von Art. 933 ff. ZGB unter gleichzeitiger Berufung auf die Bösgläubigkeit des 
Beklagten bzw. dessen mangelnde Aufmerksamkeit beim Erwerb des 
Schuldbriefs.

2. Zunächst ist über den Antrag des Berufungsklägers zu befinden, zur 
Beweisaussage zugelassen zu werden.

a. Nach Art. 226 ZPO dürfen neue Beweismittel von den Parteien vor der 
Berufungsinstanz ausser im Falle der Revision nicht angerufen werden. Hingegen 
können die Parteien verlangen, dass Beweismittel, welche vor erster Instanz 
fristgemäss angemeldet, aber nicht abgenommen worden sind, erhoben werden, 
sofern sie für die Beurteilung der Streitfrage von wesentlicher Bedeutung sein 
können (Abs. 1). Ferner kann das Kantonsgericht von sich aus 
Sachverständigengutachten einholen, Augenscheine durchführen und die Parteien 
zur Beweisaussage zulassen (Abs. 2).

Die bündnerische Zivilprozessordnung kennt zwei Formen der richterlichen 
Parteibefragung, nämlich die formfreie Befragung der Parteien gemäss Art. 112 
ZPO und die Beweisaussage im Sinne von Art. 201 ZPO. Bleibt das Vorbringen 
einer Partei unklar, unvollständig oder unbestimmt, soll der Richter die Partei 
formfrei befragen (Art. 112 Abs. 1 ZPO). Die formfreie Parteibefragung stellt kein 
eigentliches Beweismittel dar, aber ein wesentliches Hilfsmittel der 
Wahrheitsfindung. Sie bezweckt nicht den Beweis bestrittener Tatsachen, sondern 
dient der Abklärung und Vervollständigung unklarer, unvollständiger und 
unbestimmter Vorbringen einer Partei. Nach Art. 201 Abs. 1 ZPO kann das Gericht 
Haupt- und Nebenparteien von Amtes wegen oder auf Parteiantrag zur 
Beweisaussage anhalten, wenn dies nach dem Ergebnis der formfreien Befragung 
und des übrigen Beweisverfahrens geboten und die zu befragende Person 
unverdächtig erscheint. Das Beweismittel der Beweisaussage ist subsidiär und 
kommt – nebst Erfüllung der weiteren Voraussetzungen – nur in Frage, wenn der 
gleiche Sachverhalt nicht mit anderen Beweismitteln bewiesen werden kann. 

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Dabei muss ein unverschuldeter Beweisnotstand vorliegen. Die Beweisaussage 
dient nicht dazu, ungenügende Parteivorbringen zu vervollständigen (vgl. ZF 08 82 
E. 2a; PKG 1990 Nr. 13, 1988 Nr. 15; BGE 112 Ia 369 ff.).

b. Der Antrag auf Zulassung zur Beweisaussage wird vom Berufungskläger 
einerseits damit begründet, dass die Vorinstanz zur Wahrung seines Anspruchs 
auf rechtliches Gehör verpflichtet gewesen wäre, nach seiner richterlichen 
Befragung die Beweisaussage anzuordnen. Andererseits beruft sich der 
Berufungskläger auf Art. 226 Abs. 2 ZPO und macht sinngemäss geltend, 
nachdem in tatsächlicher Hinsicht mit unzutreffenden Argumenten auf eine 
Bösgläubigkeit erkannt worden sei, erweise sich eine Abnahme der 
Beweisaussage für eine verlässliche Feststellung der Fakten als notwendig und 
damit wesentlich, könne er sich doch zweifellos auf den Gutglaubensschutz 
berufen. Damit verkennt der Berufungskläger Sinn und Zweck der 
Beweisaussage:

b/aa. Die Beweisaussage dient nicht der Gewährung des rechtlichen Gehörs im 
Sinne einer Möglichkeit des Beklagten zur Stellungnahme zum Vorwurf der 
Bösgläubigkeit bzw. zur Darstellung der Umstände, welche ihn in seinem guten 
Glauben bekräftigten. Dafür bestand Gelegenheit in der Prozesseingabe, welche 
der damalige Rechtsvertreter des Beklagten indessen verspätet eingereicht hatte, 
weshalb sie mit rechtskräftiger Verfügung vom 27. Oktober 2008 aus dem Recht 
gewiesen wurde (vgl. Aktenpli VII. und VIII.). Die versäumte Einbringung seiner 
eigenen Sachdarstellung kann der Berufungskläger nun nicht auf dem Weg der 
Beweisaussage nachholen.

Soweit mit der Anrufung des Gehörsanspruchs der Anspruch auf Beweisführung 
gemeint sein sollte, ist dem Berufungskläger entgegenzuhalten, dass ein solcher 
nur für rechtzeitig gestellte Beweisanträge und nur in Bezug auf rechtserhebliche, 
in den Rechtsschriften vorgetragene und genügend substanzierte Behauptungen 
besteht. Vorliegend beantragte der Beklagte im vorinstanzlichen Verfahren keine 
Zulassung zur Beweisaussage, obwohl er dies gestützt auf Art. 98 Ziff. 3 ZPO an 
der Hauptverhandlung noch hätte tun können. Damit fehlt es an einem rechtzeitig 
gestellten Beweisantrag. Für eine Anordnung der Beweisaussage von Amtes 
wegen bestand für die Vorinstanz sodann kein Anlass, nachdem sie dem 
Beklagten ja nicht absprach, tatsächlich an die Verfügungsbefugnis des 
Veräusserers geglaubt zu haben – wozu es folglich keines Beweises bedurfte –, 
sondern aufgrund der Umstände des Erwerbs, die entweder aktenmässig belegt 
sind oder vom Beklagten im Rahmen der richterlichen Befragung zugestanden 

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wurden, eine Berufung auf den guten Glauben für ausgeschlossen hielt. Ob sie 
dabei sämtliche aus den Akten ersichtlichen Umstände berücksichtigt und auch 
allfällige zugunsten des Beklagten sprechenden Faktoren, wie etwa die 
Anwesenheit eines Rechtsanwalts, genügend gewichtet hat, ist im vorliegenden 
Verfahren als Rechtsfrage zu prüfen. Zur Abklärung weiterer entlastender 
Umstände war die Vorinstanz nicht verpflichtet, zumal im vorliegenden Verfahren 
die Verhandlungsmaxime gilt und es eben Sache des Beklagten gewesen wäre, 
derartige Umstände rechtzeitig zu behaupten und unter Beweis zu stellen. Aus 
demselben Grund besteht nunmehr auch im Berufungsverfahren kein Anlass zur 
Anordnung einer Beweisaussage des Berufungsklägers gestützt auf Art. 226 Abs. 
2 ZPO.

b/bb. Mit Bezug auf das mit der Berufung eingereichte Fragethema bleibt 
festzuhalten, dass ein Grossteil der Fragen an der Sache vorbeigeht. So ist im 
Zusammenhang mit Art. 3 Abs. 2 ZGB nicht von Bedeutung, was der Beklagte 
sich beim im Frage stehenden Geschäft konkret gedacht hat, sondern ob er 
aufgrund der für ihn erkennbaren äusseren Umstände des Geschäfts gehalten 
gewesen wäre, Zweifel an der Verfügungsberechtigung des Veräusserers zu 
hegen und entsprechende Abklärungen zu tätigen. Rechtserheblich wären daher 
von vornherein nur Fragen zum äusseren Ablauf des Geschäfts bzw. zum 
damaligen Kenntnisstand des Beklagten, wobei eine Beweisaussage auch 
insoweit nur in Betracht käme, als die betreffenden Umstände nicht schon durch 
die bereits erhobenen Beweismittel hinlänglich abgeklärt sind und überdies 
mangels geeigneter anderer Beweismittel ein eigentlicher unverschuldeter 
Beweisnotstand vorliegt. So wurde einleitend dargelegt, dass das Beweismittel der 
Beweisaussage nach ständiger Praxis des Kantonsgerichts subsidiär ist und – 
nebst der Erfüllung der weiteren in Art. 201 Abs. 1 ZPO umschriebenen 
Voraussetzungen – nur in Frage kommt, wenn der gleiche Sachverhalt nicht mit 
anderen Beweismitteln bewiesen werden kann. Wer es versäumt, rechtzeitig 
solche Beweismittel zu beantragen, kann dies nicht mittels Beweisaussage 
korrigieren.

c. Unter diesen Umständen ist der Antrag des Berufungsklägers auf 
Zulassung zur Beweisaussage abzuweisen.

3a. Im Weiteren ist die Einrede der fehlenden Postulationsfähigkeit des 
früheren Rechtsvertreters der Klägerin bzw. der Antrag des Berufungsklägers auf 
kostenfällige Abschreibung der Klage zufolge nicht gehöriger Vermittlung und 
Prosequierung der Klage zu prüfen. Der Berufungskläger begründet den 

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Abschreibungsantrag damit, dass lic. iur. I., der die Klägerin im 
Vermittlungsverfahren und anfänglich auch im vorinstanzlichen Verfahren 
vertreten hat, im fraglichen Zeitraum nicht im Besitze eines gültigen 
Fähigkeitsausweises als Rechtsanwalt gewesen sei.

b. Nach konstanter Praxis des Kantonsgerichts kann die Einrede der 
mangelnden Postulationsfähigkeit im Rechtsmittelverfahren grundsätzlich nicht 
mehr erhoben werden. Die fehlende rechtsgültige Vertretung ist vielmehr bereits 
im erstinstanzlichen Verfahren zu rügen, ansonsten der Mangel geheilt wird (vgl. 
PKG 1990 Nr. 24, E. 6a, mit weiteren Hinweisen). Die entsprechende Rüge des 
Berufungsklägers erfolgt daher verspätet. Abgesehen davon erweist sie sich als 
unbegründet. Zwar trifft es zu, dass I. im Leitschein (act. III./3) als Vertreter der 
Klägerin bezeichnet wird und die Prozesseingabe (act. II./1) im Briefkopf die 
Bezeichnung "Rechtskonsulent" trägt. Der Genannte hat sich in der 
Prozesseingabe aber mehrfach auf seine Stellung als einziger und 
einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der Y. AG berufen und hat die 
Eingabe auch mit dem Zusatz "VR" unterzeichnet. Seine Stellung als 
Verwaltungsrat hat er zudem durch Einreichung eines Handelsregisterauszuges 
vom 30. August 2006 (act. III./1) belegt. Aus dem nach Beizug des aktuellen 
Rechtsvertreters eingelegten Handelsregisterauszug vom 7. Januar 2009 (act. 
III./10) geht hervor, dass die Löschung des VR-Mandats von I. erst am 19./25. 
Februar 2008 – also rund ein halbes Jahr nach der am 26. September 2007 
erfolgten Klageprosequierung – im Handelsregister eingetragen bzw. publiziert 
wurde. Damit ist ausgewiesen, dass I. nicht nur bei Einreichung der 
Prozesseingabe, sondern auch im Zeitpunkt der Vermittlungsverhandlung vom 29. 
August 2007 bei der Klägerin Organstellung innehatte, somit nach Art. 24 Ziff. 7 
ZPO gesetzlicher Vertreter der Klägerin war und über eine 
Prozessführungsbefugnis im Sinne von Art. 25 Ziff. 5 ZPO verfügte. Es liegt ein 
Fall zulässiger eigener Prozessführung einer juristischen Person vor, welcher nicht 
den Vorschriften über das Anwaltsmonopol unterliegt, das seit dem 1. Juli 2006 
übrigens in Art. 3 des Anwaltsgesetzes und nicht mehr in dem in der Berufung 
erwähnten Art. 23 ZPO geregelt ist. Ob sich der Vermittler hinsichtlich der 
Vertreterstellung allenfalls irrte, ist irrelevant und vermöchte nichts daran zu 
ändern, dass die Klägerin an der Vermittlung rechtsgültig vertreten war.

c. In Anbetracht dieser Ausführungen erweist sich der Abschreibungsantrag 
des Berufungsklägers als unbegründet und ist abzuweisen.

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4a. Die Klägerin und Berufungsbeklagte erhob vorliegend eine 
Besitzesrechtsklage, macht also einen besitzesrechtlichen Herausgabeanspruch 
geltend. Die unmittelbare Rechtsgrundlage des Herausgabeanspruchs besteht in 
casu - entgegen den Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil - weder in Art. 933 
ZGB noch in Art. 935 ZGB, welche sich beide damit befassen, wann bewegliche 
Sachen bzw. Geld- und Inhaberpapiere nicht herausverlangt werden können, 
sondern in Art. 936 ZGB. Nach Art. 936 Abs. 1 ZGB kann, wer den Besitz an einer 
beweglichen Sache nicht in gutem Glauben erworben hat, vom früheren Besitzer 
jederzeit auf Herausgabe belangt werden. Im Anwendungsbereich von Art. 936 
ZGB, der für bewegliche Sachen jeder Art unter Einschluss von Geld- und 
Inhaberpapieren gilt, spielt die Unterscheidung von anvertrauten (Art. 933 ZGB) 
und unfreiwillig abhanden gekommenen (Art. 934 ZGB) Sachen von vornherein 
keine Rolle (Emil W. Stark/Wolfgang Ernst, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum ZGB II, Art. 457–977 ZGB, Art. 1–61 SchlT ZGB, 3. A., Basel 
2007, N 1 zu Art. 936 ZGB).

b. Der Herausgabeanspruch nach Art. 936 ZGB beruht auf dem früheren 
Besitz des Klägers, weshalb eine entsprechende Klage ausgeschlossen ist, wenn 
der Kläger nie Besitzer der strittigen Sache war. Aktivlegitimiert ist demnach – 
unabhängig von dem dem Besitz zugrundeliegenden Recht – jeder (nicht selber 
bösgläubige, vgl. Art. 936 Abs. 2 ZGB) frühere Besitzer, wobei sich nicht nur der 
selbständige und unmittelbare Besitzer, sondern auch der unselbständige und 
mittelbare Besitzer auf den Besitzesrechtsschutz nach Art. 936 ZGB berufen kann 
(BGE 109 II 202 ff. [205 ff.], E. 3). Der besitzesrechtliche Herausgabeanspruch ist 
abtretbar, im Gegensatz zum Vindikationsanspruch, das heisst zu dem auf das 
Eigentumsrecht gestützten Herausgabeanspruch im Sinne von Art. 641 Abs. 2 
ZGB, der gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht abgetreten werden 
kann (BGE 132 III 155 ff.). Dabei stützt sich die Klage des Zessionars auf den 
früheren Besitz des Zedenten (Stark/Ernst, a.a.O., N 6 zu Art. 936 ZGB, N 9 zu 
Art. 934 ZGB). Passivlegitimiert ist der aktuelle Besitzer der fraglichen Sache (Jörg 
Schmid/Bettina Hürlimann-Kaup, Sachenrecht, 3. A., Zürich 2009, Rz. 321).

c/aa. Damit ein materielles Abforderungsrecht nach Art. 936 ZGB besteht, ist die 
Bösgläubigkeit des aktuellen Besitzers erforderlich. Der böse Glaube muss sich 
auf die Berechtigung des Veräusserers beziehen, über die Sache zu verfügen, 
wobei sich eine Verfügungsberechtigung des Veräusserers entweder aus dessen 
Stellung als Eigentümer oder aus einer vertraglich eingeräumten 
Verfügungsbefugnis ergeben kann (Stark/Ernst, a.a.O., N 3 zu Art. 936 ZGB, N 30 
zu Art. 933 ZGB).

Seite  13 — 24

c/bb. Böser Glaube liegt immer dann vor, wenn der Erwerber nicht gutgläubig ist. 
Der gute Glaube einer Person wird nach Art. 3 Abs. 1 ZGB vermutet, auch im 
Besitzesrecht. Der Erwerber einer Sache gilt daher grundsätzlich als gutgläubig. 
Allerdings ist derjenige, der bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umständen 
von ihm verlangt werden darf, nicht gutgläubig sein konnte, nicht berechtigt, sich 
auf den guten Glauben zu berufen (Art. 3 Abs. 2 ZGB). Der Gutglaubensschutz 
versagt somit nicht nur bei Bösgläubigkeit, sondern auch dann, wenn die 
Unkenntnis des Erwerbers vom Rechtsmangel darauf zurückzuführen ist, dass er 
beim Erwerb der Sache jene Aufmerksamkeit vermissen liess, die von ihm nach 
den Umständen verlangt werden durfte. Zusätzlich ist erforderlich, dass das 
Nichtbeachten der nach den Umständen gebotenen Aufmerksamkeit für die 
fehlende Kenntnis des Rechtsmangels kausal ist (BGE 122 III 1 ff. [2 f.], E. 2a).

Der Grad der Aufmerksamkeit, der vom Erwerber verlangt werden darf, richtet sich 
nach den Umständen. Was dies im Einzelfall bedeutet, ist weitgehend eine 
Ermessensfrage (Art. 4 ZGB; BGE 122 III 1 ff. [3], E. 2aa). Grundsätzlich richtet 
sich der Aufmerksamkeitsgrad nach einem Durchschnittsmass, welches eine 
redliche Person unter den gegebenen Umständen anzuwenden pflegt (BGE 113 II 
397 ff. [399 f.], E. 2b). Dem Erwerber, welcher der nach den Umständen 
gebotenen Aufmerksamkeit nicht nachgekommen ist, wird daher zum Vorwurf 
erhoben, nicht nach relevanten Tatsachen geforscht zu haben oder aber die ihm 
bekannten Tatsachen nicht richtig gewürdigt zu haben, wo es ein 
Durchschnittsmensch getan hätte (Charlotte Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb 
und Besitzesrechtsklage, Basel 2004, S. 88). Zur Beurteilung gelangt somit ein 
objektiver Massstab, der unabhängig von den Kenntnissen und besonderen 
Fähigkeiten der Vertragspartei ist. Nach ständiger Rechtsprechung des 
Bundesgerichts, der auch die Lehre zustimmt, besteht keine allgemeine Pflicht des 
Erwerbers, sich nach dem Vorliegen der Verfügungsmacht des Veräusserers zu 
erkundigen; nur wenn konkrete Verdachtsgründe vorliegen, die Zweifel an der 
Verfügungsmacht wecken, müssen die näheren Umstände abgeklärt werden. 
Höhere Anforderungen an die Sorgfaltspflicht werden in Geschäftszweigen 
gestellt, die in besonderem Masse dem Angebot von Waren zweifelhafter Herkunft 
und folglich mit Rechtsmängeln behafteter Sachen ausgesetzt sind; in solchen 
Fällen ergibt sich für den mit der betreffenden Branche vertrauten Erwerber – 
wenn auch keine generelle Erkundigungspflicht statuiert wird – eine Abklärungs- 
bzw. Erkundigungspflicht hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des 
Veräusserers nicht erst bei konkretem Verdacht des Rechtsmangels, sondern 
bereits dann, wenn aufgrund der Umstände Anlass zu Misstrauen besteht (BGE 

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131 III 418 ff. [421 f.], E. 2.3.2 = Pra 2006 Nr. 42; BGE 122 III 1 ff. [2 ff.], E. 2a; 
Wieser, a.a.O., S. 89 ff., mit weiteren Hinweisen). Es kommt somit darauf an, ob 
die dem Erwerber spätestens beim Erwerb bekannt gewordenen Umstände eine 
nähere Erkundigung nahe legen (Stark/Ernst, a.a.O., N 36 zu Art. 933 ZGB).

c/cc. Die Frage der Gut- oder Bösgläubigkeit kann sich nur stellen, wenn beim 
Erwerber überhaupt ein Irrtum bzw. eine falsche Vorstellung über die 
Verfügungsberechtigung des Veräusserers vorliegt, das heisst, wenn letzterem die 
entsprechende Berechtigung tatsächlich fehlte. Bestand dagegen eine 
Verfügungsberechtigung, ist der Besitzer in seinem Erwerb geschützt, auch wenn 
dieser unter Umständen erfolgte, welche die Berechtigung des Veräusserers an 
sich als zweifelhaft hätten erscheinen lassen müssen (vgl. Stark/Ernst, a.a.O., N 
28 zu Art. 933 ZGB). Hat der Kläger – oder im Falle einer Zession des 
Herausgabeanspruchs dessen Vorgänger – den Besitz freiwillig aufgegeben, steht 
die Klage gemäss Art. 936 ZGB nicht zur Verfügung (Stark/Ernst, a.a.O., N 6 zu 
Art. 936 ZGB).

c/dd. Entscheidend ist die Gut- oder Bösgläubigkeit des Erwerbers im Zeitpunkt 
der Besitzübertragung. Wenn der Erwerber erst später von der fehlenden 
Verfügungsberechtigung des Veräusserers erfährt, kann ihm dies nicht mehr 
schaden (Schmid/Hürlimann, a.a.O., Rz. 291; BGE 105 IV 303 ff.). 

d. Die Beweislast für die beiden Voraussetzungen des Herausgabeanspruchs, 
das heisst für den früheren Besitz des Klagenden und für die Bösgläubigkeit des 
Erwerbers, liegt beim Kläger. Als Folge des vom Gesetz vermuteten guten 
Glaubens hat der Kläger folglich entweder die innere Tatsache zu beweisen, dass 
der Erwerber bösgläubig war, also von der fehlenden Verfügungsberechtigung des 
Veräusserers Kenntnis hatte – wobei es sich um eine Tatfrage handelt –, oder 
aber geltend zu machen, dass die entsprechende Unkenntnis des Erwerbers nur 
darauf beruhte, dass jener es an der nach den Umständen gebotenen 
Aufmerksamkeit hat fehlen lassen – wobei es sich diesfalls um eine Rechtsfrage 
handelt. Der Kläger trägt somit die Beweislast für die Umstände, welche den 
Fahrlässigkeitsvorwurf begründen (BGE 131 III 418 ff. [421], E. 2.3.1 = Pra 2006 
Nr. 42; BGE 113 II 397 ff. [399 f.], E. 2b; Stark/Ernst, a.a.O., N 28 zu Art 933 
ZGB). Demgegenüber ist nach der allgemeinen Regel über die Beweislast (Art. 8 
ZGB) der Beklagte beweispflichtig, wenn er einwenden will, dass der frühere 
Besitz freiwillig aufgegeben wurde bzw. die Sache von einem dazu berechtigten 
Veräusserer erworben wurde.

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5a. Was die - als Rechtsfrage von Amtes wegen zu prüfende - Aktivlegitimation 
der Klägerin zur Erhebung der vorliegenden Klage betrifft, steht aufgrund der 
Akten fest, dass die Y. AG selbst nie im Besitz des umstrittenen Schuldbriefes 
war. Zur Geltendmachung eines besitzesrechtlichen Herausgabeanspruchs kann 
sie daher nur insoweit berechtigt sein, als der dem früheren Eigentümer der 
belasteten Liegenschaft zustehende Anspruch auf sie übergegangen ist. Jener 
war zwar seinerseits ebenfalls nie unmittelbarer Besitzer des Schuldbriefs, da er 
sich zur Zeit dessen Errichtung im Strafvollzug befand (vgl. die edierten Strafakten 
[act. V./2a-d] sowie die Aussagen der Zeugen F. und A. [act. VI./2 und VI./3]). 
Indem das Grundbuchamt dem Bevollmächtigten C. den Schuldbrief aushändigte, 
wurde A. aber wenigstens mittelbarer Besitzer des Schuldbriefs. Als solcher war er 
zur Klage gemäss Art. 936 ZGB berechtigt. 

b. Soweit die Klägerin ihre Legitimation aus ihrer Stellung als neue 
Eigentümerin der belasteten Liegenschaft ableiten will, ist ihr entgegenzuhalten, 
dass allein mit dem Erwerb des Eigentums an der Liegenschaft weder das 
Eigentum am Schuldbrief noch sonstige Rechte und Pflichten des Verkäufers an 
bzw. aus demselben auf die Klägerin übergegangen sind. Durch den Verkauf der 
Liegenschaft entstand vielmehr ein sog. Drittpfandverhältnis (Art. 845 ZGB in 
Verbindung mit Art. 832 ZGB), indem die nunmehr im Eigentum der Klägerin 
stehende Liegenschaft für die im Schuldbrief verbriefte Schuld von A. verpfändet 
blieb. Eine Übernahme der Schuldpflicht für die Pfandforderung im Sinne von Art. 
832 Abs. 2 ZGB wurde nämlich gerade nicht verabredet, übernahm die Klägerin 
doch nur die gegenüber der G.-Bank bestehenden Grundpfandschulden in 
Anrechnung an den Kaufpreis, währenddem für den dem Schuldbrief 
entsprechenden Betrag die Gewährung eines zinslosen Darlehens abgemacht 
wurde. Vereinbart haben die Vertragsparteien dagegen, dass die Käuferin als 
neue Eigentümerin der Liegenschaft anstelle der Verkäuferschaft in den 
Rechtsstreit um den - nach ihrer Auffassung widerrechtlich begebenen - 
Schuldbrief eintritt. Nach dem Willen der Vertragsparteien sollte der Rechtsstreit 
über den Bestand der Forderung aus dem Schuldbrief, welcher seinerseits eng mit 
der Frage des gutgläubigen Erwerbs desselben verknüpft ist, demnach durch die 
Klägerin - und zwar in deren eigenem Namen - geführt werden, was 
notwendigerweise voraussetzt, dass der Klägerin auch das Recht, den Schuldbrief 
vom gegenwärtigen Besitzer herauszuverlangen, übertragen wurde. Die in Frage 
stehende Vertragsklausel beinhaltet somit offensichtlich auch eine Abtretung des 
besitzesrechtlichen Herausgabeanspruchs des Verkäufers, weshalb die 
Aktivlegitimation der Klägerin zu bejahen ist. Dies gilt umso mehr, als der Beklagte 

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die Sachlegitimation weder im vorinstanzlichen Verfahren noch im 
Berufungsverfahren je bestritten hat. Ebenfalls nicht bestritten ist, dass mit X. der 
im Zeitpunkt der Klageeinreichung aktuelle Besitzer der fraglichen Sache ins 
Recht gefasst wurde, so dass dessen Passivlegitimation folglich gegeben war.

6a/aa. Der Berufungskläger wehrt sich vorliegend in erster Linie gegen die 
Erkenntnis der Vorinstanz, er habe beim Erwerb des Inhaberschuldbriefs 
bösgläubig gehandelt. Wie in Erwägung 4c dargelegt, geht es bei der Klage nach 
Art. 936 ZGB um den bösen Glauben in Bezug auf die Berechtigung des 
Veräusserers, über die fragliche Sache zu verfügen, wobei sich die Frage der Gut- 
oder Bösgläubigkeit nur dann stellt, wenn die Verfügungsberechtigung tatsächlich 
fehlt. Könnte der Berufungskläger daher erfolgreich einwenden, dass F. zum 
Verkauf des Schuldbriefs berechtigt war, könnte er der Verpflichtung zu dessen 
Herausgabe selbst bei Bösgläubigkeit bzw. bei Vorliegen von Umständen, die sein 
Misstrauen hätten wecken müssen, entgehen. Einen entsprechenden Einwand hat 
der Rechtsvertreter des Beklagten sinngemäss bereits an der vorinstanzlichen 
Hauptverhandlung erhoben, indem er sich darauf berief, dass der Schuldbrief 
gestützt auf die Vollmacht vom 6. August 2002 an die B. AG übertragen worden 
sei. Aus dem Umstand, dass A. nicht ernsthaft versucht habe, die erwähnte 
Vollmacht nachträglich einzuschränken oder den Schuldbrief herauszuverlangen, 
gehe hervor, dass er mit der Errichtung eines Inhaberschuldbriefs über Fr. 
410'000.– und mit dessen Belehnung zugunsten von F. einverstanden gewesen 
sei (vgl. vorinstanzliches Urteil, S. 5 f., sowie die Ergänzung zum Plädoyer von 
Rechtsanwalt Müller [act. IX./2]). Die Vorinstanz ist auf diesen Einwand nicht 
näher eingegangen, was vom Berufungskläger zu Recht als methodisch unkorrekt 
gerügt wird. Zwar trifft es zu, dass bei fehlender Gutgläubigkeit des Erwerbers die 
Herausgabe ungeachtet davon, ob ein Anwendungsfall von Art. 933 ZGB 
(anvertraute Sache) oder von Art. 935 ZGB (unfreiwillig abhanden gekommenes 
Geld oder Inhaberpapier) gegeben ist, verlangt werden kann (vgl. angefochtenes 
Urteil, S. 10). Dies konnte das Gericht aber nicht davon entbinden zu prüfen, ob 
der Schuldbrief im vorliegenden Fall tatsächlich von einem Nichtberechtigten 
erworben wurde. Fragen liesse sich höchstens, ob der erstmals an der 
vorinstanzlichen Hauptverhandlung vorgebrachte Einwand noch zulässig war bzw. 
ob die Behauptung, dass F. zum Verkauf des Schuldbriefs berechtigt gewesen sei, 
nicht bereits im Rahmen des Schriftenwechsels hätte erhoben werden müssen. 
Diese Frage kann vorliegend allerdings offen gelassen werden, da aufgrund des 
Beweisergebnisses entgegen der an der Berufungsverhandlung erneut 
vorgebrachten Auffassung des Berufungsklägers ohnehin nicht als erstellt gelten 

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kann, dass A. letztlich mit der Errichtung des Schuldbriefes und dessen Belehnung 
zugunsten von F. einverstanden war.

b/aa. Aus den beigezogenen Strafakten (act. V./2a-d) und den Zeugenaussagen 
von F. (act. VI./2) und A. (act. VI./3) geht hervor, dass sich die beiden in der ersten 
Hälfte des Jahres 2002 in der Strafanstalt Pöschwies kennengelernt hatten, wo 
beide eine Freiheitsstrafe absassen. Offenbar vermittelte F. dem im Juli 2002 in 
die Strafanstalt Bostadel verlegten A. den Kontakt zu C., und zwar über L., der mit 
F. ebenfalls im Strafvollzug gewesen und im fraglichen Zeitraum mit C. 
geschäftlich verbunden war. Über L. scheint im Übrigen auch der Kontakt 
zwischen F. und X. zustande gekommen zu sein. Die auf den gemeinsamen 
Strafvollzug zurückgehende Bekanntschaft zwischen A. und F. wie auch das 
Zusammenwirken des Letzteren mit C. und L. erweist sich im Grundsatz als 
unbestritten (vgl. Plädoyernotizen von Rechtsanwalt Maag [IX./1] S. 1 ff.).

b/bb. Was den fraglichen Inhaberschuldbrief angeht, so soll die Bevollmächtigung 
der durch C. vertretenen B. AG vom 6. August 2002 gemäss Darstellung in der 
Prozesseingabe und den Aussagen von A. (act. V./2c, S. 2 f. u. S. 6 ff.; act. VI./3, 
S. 4 ff.) trotz der Bezeichnung als Generalvollmacht (act. III./5) von Anfang an in 
dem Sinne beschränkt gewesen sein, wie dies A. in einem Schreiben vom 24. 
November 2002 (act. III./6) an C. festhielt (Umfinanzierung der bestehenden 
Schulden bei der Bank und der Mutter mittels neuer 1. Hypothek in Höhe von Fr. 
700'000.– und anschliessende Errichtung zweier Schuldbriefe in Höhe von Fr. 
200'000.– und Fr. 300'000.– mit vorläufiger Aufbewahrung im Safe). Bereits mit 
der im September 2002 erfolgten Errichtung des Schuldbriefes soll C. daher 
weisungswidrig gehandelt haben.

Gegen diese Darstellung sprechen die Aussagen von F. und L., welche diese im 
Rahmen einer im Jahr 2003 gegen F. und A. geführten Strafuntersuchung 
gemacht haben. Diesen Aussagen zufolge soll A. zumindest anfänglich mit der 
Errichtung des Schuldbriefes und dessen Belehnung zum Zweck seiner 
finanziellen Beteiligung an einem von F. geplanten Immobilienprojekt in O. 
einverstanden gewesen sein und sich erst nach der Errichtung des Schuldbriefs 
gegen dessen Verwendung ausgesprochen haben. F. will indes erst anfangs April 
2003, also nach dem Verkauf des Schuldbriefs an X., erfahren haben, dass A. C. 
jegliche Belastung des Schuldbriefes untersagt habe (vgl. act. III./23, S. 10 ff.; act. 
V./2a, S. 13 f.; act V./2b, S. 4 ff., S. 9 ff. u. S. 14 ff.; act. V./2d, S. 2 f., S. 7 ff. u. S. 
15 f.; vgl. auch die Zeugenaussage F., act. VI./2, S. 3 ff.).

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b/cc.  Auch wenn den Aussagen von A. aufgrund seines eigenen Interesses am 
Ausgang des Verfahrens und der bei seiner Zeugeneinvernahme ersichtlich 
gewordenen Mitwirkung bei der Prozessinstruktion (vgl. act. VI./3, S. 3 f. u. S. 11) 
nur beschränkte Beweiskraft zukommen kann, so steht dennoch fest, dass der 
Genannte mit Schreiben vom 24. November 2002 (act. III./6) gegenüber C. zum 
Ausdruck brachte, dass er keinen Gebrauch des Schuldbriefes wünschte. F. erfuhr 
am 2. Dezember 2002 von C., dass A. den Inhaberschuldbrief über Fr. 410'000.– 
für das Geschäft im Welschland nicht oder nicht mehr belehnt haben wollte. Dies 
ergibt sich aus dem Schreiben von F. vom 9. Dezember 2002, mit dem der 
Genannte bei A. deswegen intervenierte (Anhang zum Einvernahmeprotokoll F., 
act. VI./2). Zumindest C. wusste, dass A. trotz dieser Intervention von F. am 
Verbot einer Verpfändung oder Belehnung des Schuldbriefes festhielt, weshalb er 
beim Verkauf der B. AG offenbar einen entsprechenden Passus in den 
Kaufvertrag aufnahm (act. III./23, S. 13 f.). C. handelte mit dem Überlassen des 
Schuldbriefes an F. zwecks Weiterverkaufs an X. somit tatsächlich 
weisungswidrig. Aber auch F. konnte nicht von einer Zustimmung von A. zur 
Veräusserung des Inhaberschuldbriefs an X. ausgehen. Zwar hielt er als Zeuge im 
vorliegenden Verfahren sinngemäss daran fest, er selbst habe von einem Widerruf 
der Vollmacht durch A. keine Kenntnis gehabt bzw. sei mangels irgendwelcher 
Schritte A.s zur Sperre des Schuldbriefes davon ausgegangen, dass der 
Letztgenannte seine Meinung nach dem Schreiben vom 9. Dezember 2002 wieder 
geändert und die Sache normal habe weiterlaufen lassen (act. VI./2, S. 7 f. u. S. 
12). Tatsache ist aber, dass F. nach eigenen Angaben seit Dezember 2002 keinen 
Kontakt mehr hatte mit A. (act. III./23, S. 14) und dass solche Kontakte auch nicht 
ausgewiesen sind. Allein aus dem Untätigbleiben von A. nach Erhalt des 
Schreibens von F. vom 9. Dezember 2002 durfte der Genannte aber entgegen 
seiner Ansicht nicht einfach auf die Zustimmung zur Veräusserung des 
Schuldbriefs schliessen, zumal die letzte ihm bekannte Meinungsäusserung von 
A., jene vom 2. Dezember 2002, explizit auf das Gegenteil hinwies. Auch aufgrund 
der weiteren ihm bekannten Umstände, insbesondere der kriminellen 
Vergangenheit von L. und dem offensichtlich übersetzten Honorar, welches sich 
C. und L. aus dem ganzen Geschäft zukommen liessen (vgl. act. III./23, S. 11 ff.), 
durfte er nicht einfach darauf vertrauen, dass A. nun doch wieder mit einer 
Veräusserung des Schuldbriefs einverstanden war. F. selbst ist eine Berufung auf 
seinen guten Glauben damit ebenfalls verwehrt, so dass aus der Sicht von X. kein 
Fall eines Erwerbs von einem gutgläubigen und daher zur Veräusserung 
berechtigten Zwischenbesitzer vorliegt.

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7a. Fehlte somit F. die Berechtigung, über den Inhaberschuldbrief zu verfügen, 
verbleibt die Prüfung der Frage, ob die Vorinstanz X. die Berufung auf seinen 
guten Glauben beim Erwerb des Schuldbriefs gestützt auf Art. 3 Abs. 2 ZGB zu 
Recht verwehrt hat. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, ist dies der Fall, liegen doch 
mehrere Umstände vor, die beim Berufungskläger erhebliche Zweifel an der 
Verfügungsmacht des Veräusserers hätten erwecken müssen.

b/aa. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass nach der Lehre unter anderem dann 
ein Umstand vorliegt, der weitere Erkundigungen seitens des Erwerbers erfordert, 
wenn der Veräusserer einen ungewöhnlich niedrigen Preis für eine Sache fordert, 
ohne eine entsprechende Erklärung für den Preisnachlass abzugeben (vgl. 
Wieser, a.a.O., S. 91, mit weiteren Hinweisen).

Im vorliegend umstrittenen Schuldbrief bekannte A., dem Inhaber des Dokuments 
die Summe von Fr. 410'000.– schuldig zu sein. Gemäss Kaufvertrag vom 20. März 
2003 (act. III./7) erwarb der Berufungskläger diesen Schuldbrief für Fr. 260'000.–, 
also zu einem Preis, der um mehr als einen Drittel unter dem Nominalwert des 
Schuldbriefes lag. Effektiv bezahlt hat er für das Wertpapier nach eigenen 
Angaben sogar nur Fr. 200'000.–. Der Berufungskläger bekam somit zu einem 
Preis von Fr. 200'000.– ein Papier in die Hände, mit dem er vom Schuldner 
grundsätzlich Fr. 410'000.– hätte fordern können, eine allfällige Zinspflicht noch 
unberücksichtigt. Die Tatsache, dass sich F. mit nicht einmal der Hälfte des 
Nennwerts des Schuldbriefs zufrieden gab, hätte beim Berufungskläger 
Misstrauen wecken müssen.

Zu beachten ist, dass F. bei seiner Zeugenbefragung angab, er habe mit X. an 
sich keinen Kaufvertrag über den Schuldbrief schliessen, sondern den Titel 
lediglich als Faustpfandsicherheit gegen ein Darlehen unterlegen wollen (act. 
VI./2, S. 5). Auch der Berufungsbeklagte selbst führte aus, er sei ursprünglich 
davon ausgegangen, es würde auf Darlehensbasis kontrahiert, habe dann aber 
zur Kenntnis nehmen müssen, vom Rechtsanwalt des Liegenschaftseigentümers 
einen Kauf mit Rückkaufsklausel offeriert zu bekommen. Dies bedeutet nun aber 
nicht anderes, als dass dem Berufungskläger am 20. März 2003 ein Vertrag 
unterbreitet wurde, der ganz erheblich vom im Vorfeld des Vertragsschlusses 
Besprochenen abwich. Darin liegt ein weiterer Umstand, der beim 
Berufungskläger einen Klärungsbedarf hätte hervorrufen müssen. Beachtet man 
im Weiteren, dass die Kaufoption, die X. F. in Ziffer 6 des Vertrages einräumte, auf 
einen Betrag von Fr. 300'000.– lautete, so ist die Diskrepanz zum Kaufpreis von 
Fr. 200'000.– zwar nicht mehr ganz so hoch, wie im vorangehenden Abschnitt 

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geschildert. Dennoch wurde dem Berufungskläger damit in Aussicht gestellt, 
innerhalb von lediglich fünf Monaten einen Gewinn von Fr. 100'000.– zu erzielen.

Offen gelassen werden kann an dieser Stelle die Frage der Werthaltigkeit des 
Schuldbriefs bzw. des Werts der Liegenschaft, die als Sicherheit für den 
Schuldbrief verpfändet wurde. Zwar spricht der Umstand, dass X. sich nicht darum 
kümmerte, ob die fragliche Liegenschaft tatsächlich den in Ziff. 2 des Kaufvertrags 
angegebenen Wert von Fr. 750'000.– bis Fr. 850'000.– aufwies, nicht gerade für 
eine seriöse Vorbereitung des Geschäfts. Letztlich war es ihm aber natürlich 
freigestellt, das Risiko des Erwerbs eines nicht genügend gesicherten Titels in 
Kauf zu nehmen. Allerdings bilden unterlassene Abklärungen zum Wert der 
Pfandsicherheit dann selbstredend kein Argument, um den tiefen Kaufpreis des 
Schuldbriefs zu rechtfertigen. Nicht zu hören ist ferner der vom Berufungskläger in 
diesem Zusammenhang vorgebrachte Einwand, er habe den ihm fixfertig, mit der 
entsprechenden Wertangabe unterbreiteten Vertrag nolens volens annehmen 
müssen, stand es ihm doch frei, das Geschäft erst nach dem Einholen 
entsprechender Erkundigungen abzuschliessen. 

b/bb. Aussergewöhnlich mutet sodann an, dass im Kaufvertrag ein Preis von Fr. 
260'000.– vereinbart war, dass F. indes offenbar ohne weiteres bereit war, sich mit 
einer geringeren Zahlung von Fr. 200'000.– zufrieden zu geben. Gleichzeitig hatte 
er augenfällig keine Mühe, dem Berufungskläger trotzdem den Erhalt des höheren 
Betrags zu quittieren. Jedenfalls stellte F. X. am 20. März 2003 eine Quittung über 
Fr. 260'000.– aus. Erst am 19. Juli 2003 brachte er dann auf der Quittung den 
handschriftlichen Vermerk an, er habe von X. lediglich Fr. 200'000.– erhalten, 
wovon Fr. 100'000.– an C. und L. gegangen seien.

b/cc. Im Weiteren können sich Zweifel über die Verfügungsbefugnis eines Ver-
äusserers aus dessen Person selbst ergeben. Zwar darf der Erwerber 
grundsätzlich einen ihm unbekannten Besitzer als an der Sache berechtigt 
betrachten und einer allseits als aufrichtig und vertrauenswürdig angesehenen 
Person sein Vertrauen schenken. Misstrauen bezüglich der Berechtigung muss 
bei ihm aber entstehen, wenn er mit einer unbekannten Person ein 
Rechtsgeschäft abschliesst und gleichzeitig deren finanzielle Verhältnisse oder 
andere Umstände gegen die Berechtigung sprechen (Wieser, a.a.O., S. 90 f.). 

X. erwarb in casu den Schuldbrief von einem ihm völlig unbekannten Veräusserer 
(vgl. auch act. VI./2, S. 4 unten), was sich aufgrund des Gesagten noch nicht per 
se als problematisch erweisen würde. Es ist nun allerdings zu berücksichtigen, 

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dass F. den Schuldbrief am Tag der Übergabe gar nicht selbst in den Händen 
hatte. Das Dokument musste vielmehr zunächst – in Anwesenheit des 
Berufungsklägers – gegen eine Bezahlung von Fr. 60'000.– an einen gewissen N. 
"aus dessen Depot" ausgelöst werden (vgl. act. VI./2, S. 5 u. S. 7). Dieser 
Vorgang stand in einem offenbaren Widerspruch zu den Formulierungen in Ziffer 4 
und 5 des Kaufvertrags, in denen F. bestätigte, den Inhaberschuldbrief von C. 
ausgehändigt erhalten zu haben. Zweifel an der Verfügungsbefugnis von F. waren 
in Anbetracht dessen ohne weiteres angebracht.

Hinzu kommt, dass F. dem Berufungskläger nicht irgendeine Sache verkaufte, 
sondern einen Inhaberschuldbrief. Dieser lautete auf einen vom Veräusserer 
verschiedenen Schuldner, nämlich A.. Auch jener war dem Berufungskläger völlig 
unbekannt, immerhin wurde aber in Ziffer 7 des Kaufvertrags offenbart, dass er 
sich zur Zeit der Errichtung des Schuldbriefs im Strafvollzug befand. 
Erkundigungen zur Berechtigung von F., den fraglichen Schuldbrief zu verkaufen, 
drängten sich unter diesen Umständen geradezu auf.

b/dd. Näheres Augenmerk ist schliesslich auf den Kaufvertrag vom 20. März 
2003 selbst zu richten. Dass sich ein Klärungsbedarf bereits daraus ergab, dass 
der Vertrag nicht dem Geschäft entsprach, das X. von L. im Vorfeld des 
Vertragsschlusses in Aussicht gestellt worden war, wurde an anderer Stelle schon 
erwähnt (vgl. E. 7b/aa). Abgesehen davon enthält der fragliche Kaufvertrag 
teilweise sehr umständliche Formulierungen. Diese sollen einerseits die 
Verfügungsberechtigung des Veräusserers in übertriebener Art und Weise 
belegen. So wird in Ziffer 4 des Vertrags festgehalten, F. erkläre ausdrücklich, 
dass er rechtmässiger Eigentümer und Inhaber des Inhaberschuldbriefs sei, dass 
er von A. die ausdrückliche Erlaubnis habe, den Schuldbrief weiter zu platzieren 
und dass der Schuldbrief zu Recht bestehe. Gerade eine solche Überbetonung 
der Berechtigung des Veräusserers oder diesbezügliche unglaubwürdige 
Erklärungen sollten beim Erwerber Misstrauen am Wahrheitsgehalt dieser 
Aussagen aufkommen lassen (vgl. Wieser, a.a.O., S. 92). Ohne Zweifel hätte 
bereits eine Erkundigung nach der im Kaufvertrag erwähnten ausdrücklichen 
Erlaubnis von F., den Schuldbrief von A. weiter zu platzieren, Licht in die 
Angelegenheit gebracht, hätte der Verkäufer eine solche Ermächtigung doch 
offensichtlich nicht beibringen können. Andererseits werden im Vertrag 
Sachverhalte beschrieben, die – wie etwa die angebliche Honorarabrechnung der 
B. AG (Ziff. 4) bzw. die Zahlung von C. an die B. AG beim Verkauf derselben an 
einen Dritten (Ziff. 5) – für das konkrete Geschäft gar nicht relevant sind, zugleich 
aber deutlich machen, dass ein erheblicher Teil des Verkaufserlöses sogleich an 

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Dritte, sowohl vom Verkäufer als auch vom im Schuldbrief bezeichneten 
Schuldner verschiedene Personen, geht.

Die Tatsache, dass mit C. beim Vertragsabschluss ein Rechtsanwalt zugegen war 
bzw. dass mit ihm ein Rechtsanwalt den Vertrag formuliert hat, vermag den 
Berufungskläger nicht zu entlasten, führen diese Umstände doch keineswegs 
dazu, dass per se vom Vorliegen der gebotenen Aufmerksamkeit auszugehen 
wäre oder dass der Berufungskläger von jeglicher Verpflichtung entbunden wäre, 
sich über den Inhalt des Vertrages und die darin verwendeten Formulierungen 
sowie über die Umstände des ganzen Geschäfts Gedanken zu machen. Zudem 
waren gewisse Zweifel über die Rolle von C. durchaus angebracht, wobei nicht 
einmal so sehr ins Gewicht fällt, dass das ganze Geschäft in einer Hotellobby (vgl. 
act. VI./2, S. 5) statt in den Geschäftsräumen des den Kaufvertrag redigierenden 
Rechtsanwalts abgewickelt wurde, sondern in erster Linie ins Auge sticht, dass C. 
gemäss Vertrag in das Geschäft mit dem Schuldbrief involviert war und aus dem 
Verkaufserlös von Fr. 200'000.– ein Honorar von nicht weniger als Fr. 90'000.– 
erhalten sollte.

c. Die soeben dargestellten Gesamtumstände des Geschäfts waren – selbst 
wenn X. zuzugestehen wäre, dass ihm die kriminelle oder zumindest dubiose 
Vergangenheit seines Vertragspartners und dessen Mittelsmänner zum damaligen 
Zeitpunkt nicht bekannt war – derart ungewöhnlich, dass sich der Berufungskläger 
nicht einfach über die verschiedenen Diskrepanzen hätte hinwegsetzen dürfen. Es 
bestanden mehrere konkrete Verdachtsgründe, die Zweifel an der 
Verfügungsmacht von F. weckten. Der Berufungskläger hätte sich deshalb 
vergewissern müssen, dass tatsächlich eine Verfügungsberechtigung des 
Verkäufers bestand, sei dies durch eine direkte Nachfrage bei A. oder durch das 
Bestehen auf Vorlegung einer ausdrücklichen Vollmacht desselben zu einem 
Verkauf des Schuldbriefes zu den in Frage stehenden Konditionen. Hätte der 
Berufungskläger aufgrund des Gesagten allein schon aufgrund der geschilderten 
Umstände Zweifel an der Verfügungsmacht des Verkäufers hegen müssen, kann 
die Frage, ob beim Handel mit Inhaberpapieren von vornherein eine erhöhte 
Sorgfaltspflicht gilt, offengelassen werden.

d. Im Ergebnis steht fest, dass X., wie dies bereits die Vorinstanz erkannte, 
beim Erwerb des Inhaberschuldbriefes nicht die von Art. 3 Abs. 2 ZGB verlangte 
gebotene Aufmerksamkeit walten liess, weshalb er nicht berechtigt ist, sich auf die 
Vermutung des guten Glaubens zu berufen.

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8a. In Anbetracht der vorstehenden Ausführungen hat das Bezirksgericht 
Hinterrhein die Klage der Y. AG zu Recht gutgeheissen, weshalb das 
angefochtene Urteil zu schützen und die Berufung von X. vollumfänglich 
abzuweisen ist.

b/aa. Nach Art. 122 Abs. 1 ZPO sind die Kosten eines Zivilverfahrens in der 
Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Zudem ist die unterliegende Partei 
in der Regel verpflichtet, der obsiegenden alle ihr durch den Rechtsstreit 
verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Diese 
Grundsätze gelten nicht nur für das erstinstanzliche Verfahren, sondern gestützt 
auf Art. 223 ZPO auch für das Berufungsverfahren.

b/bb. Vorliegend wird die Berufung von X. gegen die Y. AG abgewiesen, so dass 
der Berufungskläger unterliegt und dementsprechend die Kosten des 
Berufungsverfahrens, die sich aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 7'000.–, einem 
Streitwertzuschlag von Fr. 2'050.– (0.5 % von Fr. 410'000.–, vgl. Art. 7 Abs. 1 des 
Kostentarifs in Zivilverfahren) sowie den Schreibgebühren von Fr. 400.– 
zusammensetzen, zu tragen hat. 

Überdies hat der Berufungskläger die Berufungsbeklagte bei diesem 
Verfahrensausgang angemessen ausseramtlich zu entschädigen. Der 
Rechtsvertreter der Y. AG macht für das Berufungsverfahren eine 
Honorarforderung von insgesamt Fr. 11'082.80 inklusive Spesen und 
Mehrwertsteuer geltend (act. 14.1 u. 14.2). Gemäss der eingereichten 
Honorarvereinbarung enthält dieser Betrag einen Interessenwertzuschlag von Fr. 
5'000.–. Nach herrschender Praxis des Kantonsgerichts darf ein 
Interessenwertzuschlag allerdings nur einmal erhoben werden, auch wenn die 
Streitsache vor mehreren Instanzen ausgetragen wird. Vorliegend wurde der 
Berufungsbeklagten – entsprechend der von ihrem Rechtsvertreter eingereichten 
Honorarnote – bereits für das vorinstanzliche Verfahren ein 
Interessenwertzuschlag von Fr. 12'000.– angerechnet (vgl. act. IX./3), so dass der 
im Berufungsverfahren geltend gemachte Zuschlag nicht berücksichtigt werden 
kann. Es ist damit von einem Honorar von Fr. 5'000.– auszugehen und die 
ausseramtliche Entschädigung unter Berücksichtigung der Spesen von Fr. 300.– 
sowie der Mehrwertsteuer von Fr. 402.80 auf insgesamt Fr. 5'702.80 festzusetzen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 9'450.– (Gerichtsgebühr Fr. 
7'000.–, Streitwertzuschlag Fr. 2'050.–, Schreibgebühr Fr. 400.–) gehen zu 
Lasten des Berufungsklägers, der zudem die Berufungsbeklagte 
ausseramtlich mit Fr. 5'702.80 inklusive Spesen und Mehrwertsteuer zu 
entschädigen hat. 

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: