# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 136a81b8-5b1f-5a02-a2d5-5d0925ab536d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.06.2024 LE240016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE240016_2024-06-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LE240016-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Beschluss und Urteil vom 17. Juni 2024

in Sachen

A._____, 
Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____, 
Gesuchsteller und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____

betreffend Eheschutz

Berufung gegen ein Teilurteil des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 8. April 2024 
(EE220240-L)

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Rechtsbegehren:
(vgl. Urk. 52 S. 2 f.)

Teilurteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht 
Zürich, 5. Abteilung, vom 8. April 2024:

(Urk. 46 S. 34 ff. = Urk. 52 S. 34 ff.)

1. Es wird festgehalten, dass die Parteien seit dem 1. März 2022 getrennt 

leben. 

2. Der Gesuchsgegnerin wird die Zustimmung zur Verlegung des Aufenthaltsor-

tes der Kinder C._____, geboren am tt.mm 2014, und D._____, geboren am 

tt.mm 2019, nach Mexiko (E._____, Quintana Roo) nicht erteilt. 

3.a) Bis zum definitiven Wegzug der Gesuchsgegnerin nach Mexiko werden die 

gemeinsamen Kinder C._____, geboren am tt.mm.2014 und D._____, gebo-

ren am tt.mm.2019, unter die alternierende Obhut der Parteien gestellt. Der 

zivilrechtliche Wohnsitz der Kinder befindet sich weiterhin bei der Gesuchs-

gegnerin.

  b) Ab dem definitiven Wegzug der Gesuchsgegnerin nach Mexiko wird die Obhut 

über die gemeinsamen Kinder C._____, geboren am tt.mm.2014, und 

D._____, geboren am tt.mm.2019, dem Gesuchsteller zugeteilt und der ge-

setzliche Wohnsitz der Kinder befindet sich beim Gesuchsteller.

4. Bis zum definitiven Wegzug der Gesuchsgegnerin nach Mexiko gilt folgende 

Betreuungsregelung: 

Der Gesuchsteller wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, die gemeinsa-

men Kinder C._____ und D._____ jedes zweite Wochenende von Freitag 

nach Hortschluss bis Dienstagmorgen Schulbeginn zu betreuen. 

Die Betreuung während den Frühlingsferien 2024 wird hälftig zwischen den 

Parteien aufgeteilt. Dem Gesuchsteller kommt das Wahlrecht zu, ob er die 

erste oder zweite Woche der Frühlingsferien mit den Kindern verbringt.

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Die Betreuung während den Sommerferien 2024 wird hälftig zwischen den 

Parteien aufgeteilt. Der Gesuchsgegnerin kommt das Wahlrecht zu, ob sie die 

ersten zweieinhalb Wochen oder den Rest der Sommerferien mit den Kindern 

verbringt.

Den Parteien steht es frei, in gegenseitigem Einverständnis eine von dieser 

Ziffer abweichende Regelung zu treffen.

5. Über die übrigen von den Parteien gestellten Anträge betreffend das Besuchs-

recht, die Kinderunterhaltsbeiträge, die Wohnungszuteilung, die Prozesskos-

tenbeiträge bzw. die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeistän-

dung sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird nach Rechtskraft des 

vorliegenden Teilurteils entschieden.

6. (Schriftliche Mitteilung)

7. (Rechtsmittel: Berufung, Frist: 10 Tage)

Berufungsanträge:

der Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin (Urk. 51 S. 2 f.):

"1. Ziffer 2, 3 und 5 des Teilurteils des Bezirksgerichts Zürich vom 
8. April 2024 seien aufzuheben.

2. Es sei der Berufungsklägerin die Zustimmung zur Verlegung des 
Aufenthaltsortes der Kinder C._____, geb. tt.mm.2014, und 
D._____, geb. tt.mm.2019, nach Mexiko (E._____, Quintana Roo) 
zu erteilen.

3. Es seien die Kinder C._____ und D._____ unter die elterliche Ob-
hut der Berufungsklägerin zu stellen und der gesetzliche Wohnsitz 
der Kinder bei der Mutter zu belassen.

4. (Rechtsverzögerungsbeschwerde)
5. Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungskläge-

rin für das vorliegende Berufungsverfahren einen Prozesskosten-
vorschuss von Fr. 6'000.00 zu bezahlen.

6. Evt. sei der Berufungsklägerin die unentgeltliche Prozessführung 
und Prozessverbeiständung unter Einsatz des unterzeichnenden 
Rechtsanwalts als unentgeltlicher Rechtsvertreter zu gewähren.

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Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beru-
fungsbeklagten."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Parteien heirateten am tt. Mai 2011 und haben zwei gemeinsame Söhne, 

C._____, geboren am tt.mm.2014, und D._____, geboren am tt.mm.2019. Mit Ein-

gabe vom 31. Oktober 2022 machte der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte 

(fortan Gesuchsteller) das vorliegende Eheschutzverfahren bei der Vorinstanz an-

hängig (Urk. 1). Der weitere Prozessverlauf vor Vorinstanz kann den Erwägungen 

des angefochtenen Entscheids entnommen werden (Urk. 52 S. 3 f.). Am 8. April 

2024 fällte die Vorinstanz das oben wiedergegebene Teilurteil (Urk. 52).

2. Dagegen erhob die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 18. April 2024 (Datum 

Poststempel: 22. April 2024) rechtzeitig (vgl. Art. 314 Abs. 1 ZPO und Urk. 49) Be-

rufung mit den oben aufgeführten Anträgen. Für die gleichzeitig von der Gesuchs-

gegnerin erhobene Rechtsverzögerungsbeschwerde wurde ein separates Be-

schwerdeverfahren angelegt (Geschäfts-Nr.: RE240003-O).

3. Da sich die Berufung – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als 

offensichtlich unbegründet erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzich-

tet werden (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO).

II. Prozessuale Vorbemerkungen

1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft nur im Umfang der Anträge (Art. 315 

Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten sind die Dispositivziffern 1 (Getrenntleben), 3.a 

(Obhut bis zum Wegzug der Gesuchsgegnerin) sowie 4 (Betreuungsregelung bis 

zum Wegzug der Gesuchsgegnerin) des vorinstanzlichen Urteils. Diese Ziffern sind 

somit in Rechtskraft erwachsen, was vorzumerken ist.

2. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Ver-

fahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges Ver-

fahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 Erw. 2.2.1 m.w.H.). Mit der Berufung kann 

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sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz ver-

fügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich 

der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). Die Berufung ist schriftlich und begründet 

einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Zu dieser Begründungsanforderung gehört, 

dass in der Berufungsschrift hinreichend genau aufgezeigt wird, inwiefern der erst-

instanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Am-

tes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Berufungsklä-

ger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ 

mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die 

Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen 

und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend ge-

machte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vor-

bringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 141 III 569 

E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). 

Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen ent-

sprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht 

überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – 

grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der 

schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erho-

ben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. Sep-

tember 2016, E. 5.3). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der unbeschränk-

ten Untersuchungsmaxime (BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021, E. 5.1). 

3. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorlie-

gend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO den umfassen-

den Untersuchungsgrundsatz sowie den Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in 

diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an 

die Parteianträge entscheidet. Neue Tatsachen und Beweismittel können in Ver-

fahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, im Beru-

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fungsverfahren unbeschränkt vorgebracht werden; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt 

nicht zum Tragen (BGE 144 III 349 E. 4.2.1; BGE 147 III 301 E. 2.2).

III. Materielle Beurteilung

1. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bildet die Frage des 

Wegzugs von C._____ und D._____ mit der Gesuchsgegnerin nach E._____, Quin-

tana Roo, Mexiko, und damit zusammenhängend die Frage der Obhut sowie des 

persönlichen Verkehrs ab dem Wegzug der Gesuchsgegnerin. Wie die Vorinstanz 

zutreffend ausführte, ist für die Frage des Wegzugs entscheidend, ob es dem Wohl 

von C._____ und D._____ eher entspricht, wenn sie mit der Gesuchsgegnerin weg-

ziehen, oder wenn sie beim Gesuchsteller in der Schweiz bleiben. Dabei bilden die 

Erziehungsfähigkeit sowie der Wille und die Fähigkeit, im Rahmen eines tauglichen 

Konzepts für eine angemessene, im Wohle des Kindes stehende Betreuung zu sor-

gen, die Grundvoraussetzungen. Ist dies bei beiden Elternteilen gegeben, kommt 

dem Kriterium der Stabilität der Verhältnisse besonderes Gewicht zu, wobei das 

bisherige Betreuungskonzept faktisch den Ausgangspunkt bildet. War der weg-

zugswillige Elternteil nach dem bisher tatsächlich gelebten Betreuungskonzept 

ganz oder überwiegend die Betreuungsperson, wird es tendenziell eher im Wohle 

des Kindes sein, wenn es bei diesem verbleibt und folglich mit diesem wegzieht 

(vgl. Urk. 52 S. 9 f.). Dies gilt insbesondere bei jüngeren Kindern, welche noch mehr 

personen- als ortsbezogen sind (vgl. BGE 142 III 498 E. 4.5).

2. Die Vorinstanz bewilligte der Gesuchsgegnerin den Wegzug mit den beiden 

Söhnen nicht. Dies begründete sie zusammengefasst damit, dass beide Parteien 

erziehungsfähig seien (Urk. 52 S. 13 f.), der Gesuchsteller die Kinder seit der Tren-

nung im Jahr 2022 im Umfang von mindestens 30% der Tage (an denen sie nicht 

ohnehin fremdbetreut seien) betreue und damit von einer alternierenden Obhut 

auszugehen sei (Urk. 52 S. 17), sodass aus der bisherigen Betreuungsregelung 

resp. Rollenteilung der Eltern nichts für oder gegen die Umzugsbewilligung abge-

leitet werden könne (Urk. 52 S. 20), besonderes Gewicht der Stabilität der Verhält-

nisse zukomme, wobei sich zeige, dass durch einen Verbleib der Kinder in Zürich 

weitere Veränderungen im örtlichen und sozialen Umfeld von C._____ und 

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D._____ vermieden werden könnten, während ein Umzug nach Mexiko gerade bei 

C._____ eine zusätzliche Belastung darstellen würde, die Kinder von Geburt an in 

der Schweiz verwurzelt seien und der Gesuchsteller ihnen hier ökonomisch eine 

sichere Perspektive bieten könne, wohingegen der Umzugsplan der Gesuchsgeg-

nerin zum jetzigen Zeitpunkt noch zu unausgewogen wirke. Durch ihre Abhängig-

keit in einem für sie fremden Land ohne soziale und finanzielle Absicherung be-

stehe ein grosses Risiko für die Stabilität der Kinder, die Kinder seien in Bezug auf 

die Umzugsfrage als urteilsunfähig anzusehen, sodass der von C._____ geäus-

serte Wille nicht per se als Argument für oder gegen den Umzug gewertet werden 

könne (Urk. 52 S. 32).

3. Die Gesuchsgegnerin rügt mit ihrer Berufung im Wesentlichen, dass der Ge-

suchsteller nicht in der Lage sei, entsprechend dem Kindeswohl zu handeln 

(Urk. 51 S. 5–7 und S. 10), sie die Kinder seit der Geburt überwiegend betreut habe 

und nach wie vor deren Hauptbezugsperson sei (Urk. 51 S. 7 und S. 9), sie in Me-

xiko sehr wohl für stabile Verhältnisse sorgen könne (Urk. 51 S. 8 f.) und der 

Wunsch von C._____ mit grosser Vorsicht zu betrachten sei (Urk. 51 S. 10).

4. Erziehungsfähigkeit

4.1. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, dass beide Parteien die Erziehungs-

fähigkeit des jeweils anderen Elternteils grundsätzlich nicht in Frage stellten. Beide 

gäben auch übereinstimmend an, dass sie beide wichtige Bezugs- resp. Vertrau-

enspersonen ihrer Kinder seien. Insgesamt zeichne sich somit – trotz der zum Teil 

auch unterschwellig vorgebrachten gegenseitigen Vorwürfe – das Bild, dass keiner 

Partei die Erziehungsfähigkeit als solche abzusprechen wäre. So ergebe sich aus 

den gesamten Ausführungen der Parteien und auch aus der Kinderanhörung kein 

Hinweis darauf, dass ein Elternteil nicht in der Lage wäre, die Grundbedürfnisse 

der Kinder adäquat bzw. ausreichend zu erkennen und auch zu erfüllen. Im Gegen-

teil schienen beide Parteien sehr bemüht zu sein, gerade in dieser schwierigen Zeit 

für ihre Kinder da zu sein und ihnen die nötige Stabilität und Kontinuität zu bieten. 

Offenkundig scheine indes, dass die Parteien zum Teil unterschiedliche Erzie-

hungsstile bzw. -methoden hätten, was aber ihre Erziehungsfähigkeit als solche 

nicht tangiere, solange dadurch die körperliche und geistige Entwicklung ihrer Kin-

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der nicht gefährdet werde. Ohnehin gehe es bei der Erziehungsfähigkeit nicht um 

einen Idealweg der Erziehung, d.h. es gehe bspw. nicht um die gesündere Ernäh-

rung oder das gesellschaftlich akzeptiertere Lebensumfeld für die Kinder, sondern 

um Grundsätzliches. Und auch die Gesuchsgegnerin meine schliesslich dazu, dass 

sich dies mit der Zeit einspielen werde und die Kinder lernen würden, was Sache 

beim Vater und was Sache bei der Mutter sei. Somit sei nach dem Gesagten von 

der natürlichen Vermutung der Erziehungsfähigkeit beider Eltern auszugehen 

(Urk. 52 S. 13 f.).

4.2. Die Gesuchsgegnerin macht geltend, der Gesuchsteller sei nicht in der Lage, 

im Wohle der Kinder zu handeln. C._____ leide unter der Trennung seiner Eltern 

und sie habe mitbekommen, dass ihn der Gesuchsteller offensichtlich zu manipu-

lieren versucht habe und ihn so in einen Loyalitätskonflikt gebracht habe. So habe 

er ihm erzählt, dass sie ihn wegen des neuen Freundes verlassen habe, was nicht 

stimme. ln Mexiko würde er in einer gefährlichen Stadt leben, wo man ihn entführen 

könnte, was ebenso wenig zutreffe. C._____ selbst sei sehr betroffen gewesen und 

habe sich sowohl an die Kinderärztin wie auch an die Lehrerin gewandt und um 

Hilfe ersucht. Der Gesuchsteller habe eine Behandlung von C._____ abgelehnt, 

dies wegen der Befürchtung, das Kind könnte vom Psychiater manipuliert werden. 

Abgesehen davon, dass ein guter Therapeut solches nicht tun würde, gebe es kei-

nen Hinweis darauf, dass dies ihre Absicht gewesen sei oder sei. Vielmehr habe 

sie im Gegensatz zum Gesuchsteller erkannt, dass C._____ wegen der schwieri-

gen Situation der Trennung der Eltern professionelle Hilfe brauche, was auch die 

Lehrerin und die Kinderärztin festgestellt hätten. Die Kinderärztin habe sich auf-

grund des mangelnden Einverständnisses des Gesuchstellers gar die Zeit genom-

men, Gespräche mit C._____ zu führen. Auch die Vorinstanz halte fest, dass in der 

aktuellen Situation eine psychologische Begleitung von C._____ hilfreich wäre, 

scheine er doch sehr belastet. Dies korreliere mit ihren Feststellungen sowie jenen 

der Kinderärztin und der Lehrerin. Obschon der befragende Richter diese Feststel-

lung bereits im August 2023 gemacht habe, wehre sich der Gesuchsteller bis heute, 

C._____ professionell begleiten zu lassen. Dieses Verhalten zeige, dass der Ge-

suchsteller nicht in der Lage sei, Massnahmen zum Wohl der Kinder zu treffen 

(Urk. 51 S. 5 f. und S. 10).

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4.3. Was den Vorwurf der Manipulation anbelangt, hielt auch die Vorinstanz in ih-

ren Erwägungen zur Kinderanhörung fest, dass sich der grosse Druck, dem 

C._____ ausgesetzt sei, deutlich zeige und deshalb auch die gegenseitigen Mani-

pulationsvorwürfe der Parteien nicht überraschten (Urk. 52 S. 30). Schlussendlich 

kann nicht festgestellt werden, wer, wann und was zu C._____ sagte. Feststeht, 

dass ihn die Situation belastet und er sich in einem Loyalitätskonflikt befindet, wes-

halb auch die Vorinstanz eine psychologische Begleitung empfahl (Urk. 52 S. 31; 

Urk. 28). Von einer Kindeswohlgefährdung ging die Vorinstanz aber offenbar nicht 

aus, andernfalls sie entsprechende Schutzmassnahmen ergriffen und nicht bloss 

eine Empfehlung abgegeben hätte. Ausserdem scheint beim Gesuchsteller eine 

Sensibilität für diese Thematik vorhanden zu sein. So liess er anlässlich der Ver-

handlung vom 14. November 2023 (Stellungnahme zur Kinderanhörung und zur 

persönlichen Befragung der Parteien) ausführen, dass C._____ zwei oder drei Mal 

bei einem Psychologen gewesen sei und dieser gesagt habe, C._____ könne dies 

jetzt selber handhaben und es bedürfe keiner dauernden Behandlung (Prot. I 

S. 71). Sollte dennoch diesbezüglich ein Erziehungsdefizit beim Gesuchsteller vor-

liegen, könnte diesem mit entsprechenden Kindesschutzmassnahmen begegnet 

werden und wäre ihm deswegen nicht die Erziehungsfähigkeit gänzlich abzuspre-

chen.

4.4. Weiter bringt die Gesuchsgegnerin vor, dass der Gesuchsteller die Kinder ma-

nipuliere, indem er es den Kindern bei ihm wirtschaftlich sehr gut gehen und sie 

dagegen auf dem Existenzminimum leben lasse. Dadurch vermittle er das Bild des 

wohlhabenden Vaters und der sozialhilfeabhängigen Mutter (Urk. 51 S. 6 f.). Dass 

der Gesuchsteller keine freiwilligen Unterhaltsbeiträge leistet, kann ihm nicht vor-

geworfen werden und zeigt entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin auch nicht, 

dass er das wirtschaftliche Wohl der Kinder nicht wahren kann. Es liegt in der Natur 

der Sache, dass vor Erlass eines Unterhaltsentscheids allenfalls ein finanzielles 

Ungleichgewicht herrscht.

4.5. Auf die übrigen oben aufgeführten (E. III. 4.1) Erwägungen der Vorinstanz zur 

Erziehungsfähigkeit der Parteien geht die Gesuchsgegnerin in ihrer Berufungs-

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schrift nicht ein. Zusammenfassend hat es somit dabei zu bleiben, dass beide Par-

teien erziehungsfähig sind.

5. Bisheriges Betreuungsmodell / Hauptbezugsperson

5.1.  Zur bisherigen Betreuung der Kinder erwog die Vorinstanz, es erscheine 

glaubhaft, dass während der Zeit des Zusammenlebens die Gesuchsgegnerin im 

Verhältnis zum Gesuchsteller einen höheren Betreuungsanteil geleistet habe und 

auch sie es gewesen sei, die sich vornehmlich um die Erledigung des Haushalts 

gekümmert habe. So sei der Gesuchsteller stets 100% erwerbstätig gewesen, wes-

halb er sich zumindest tagsüber gar nicht um die Kinder habe kümmern können. 

Dass er sich jedoch erst nach der Trennung überhaupt um die Betreuung seiner 

Kinder bemüht haben solle, erscheine indes auch nicht plausibel und werde auch 

durch die Ausführungen von C._____ widerlegt. So habe die Gesuchsgegnerin 

mindestens zwei Aus- bzw. Weiterbildungen (inkl. Schule bzw. Lernen an den Wo-

chenenden) absolviert, während denen sich vornehmlich der Gesuchsteller an den 

Wochenenden um die Kinder gekümmert haben dürfte. Hinzu komme, dass die 

Kinder gemäss übereinstimmenden Aussagen der Parteien von Geburt an in einem 

sehr grossen Umfang fremdbetreut worden seien. So habe auch die Gesuchsgeg-

nerin nach den Mutterschaftsurlauben mindestens in einem 60%-Pensum wieder 

zu arbeiten begonnen, weshalb die Parteien eine Nanny engagiert und die Kinder 

später an drei Tagen pro Woche den Hort bzw. die Kita besucht hätten. Zusam-

menfassend sei deshalb davon auszugehen, dass C._____ und D._____ während 

des Zusammenlebens zwar etwas mehr von der Gesuchsgegnerin betreut worden 

seien. Nichtsdestotrotz lebten die Parteien kein traditionelles Rollenmodell und es 

sei unbestrittenermassen von vornherein die Absicht der Parteien gewesen, dass 

beide einer Erwerbstätigkeit nachgehen sollten, weshalb die Kinder schon früh in 

sehr erheblichem Umfang fremdbetreut worden seien. An den Tagen, an denen 

dies nicht der Fall gewesen sei, habe sich v.a. die Gesuchsgegnerin um die Kinder 

gekümmert, während der Gesuchsteller aber zumindest während der Randzeiten 

und an den Wochenenden für seine Kinder präsent gewesen sei (Urk. 52 S. 16).

Mit der Trennung im Jahr 2022 habe der Gesuchsteller nun seinen Betreuungsan-

teil erweitert und kümmere sich gemäss übereinstimmender Aussagen der Parteien 

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jedes zweite Wochenende von Freitag nach dem Hort bzw. der Kita bis am Diens-

tagmorgen um die beiden Söhne. Daneben seien die Kinder weiterhin an drei Ta-

gen fremdbetreut. Diese seither gelebte Betreuungsregelung habe sich offenbar 

bewährt und entspreche spätestens seit der Trennung der bundesgerichtlichen De-

finition der alternierenden Obhut, betreue der Gesuchsteller seine Kinder doch im 

Umfang von mindestens 30% der Tage, an denen sie nicht ohnehin fremdbetreut 

seien. Hinzu kämen die nicht bestrittenen Betreuungsanteile, an denen der Ge-

suchsteller die Kinder an einzelnen Tagen oder auch während den Ferienabwesen-

heiten der Gesuchsgegnerin betreut habe. Fraglos würden durch eine längere 

Trennungs- oder Verfahrensdauer die Parameter für die Obhutsbeurteilung ver-

schoben: Je länger ein mit der Trennung neu aufgenommener Betreuungsmodus 

fester Bestandteil im Alltag der Kinder werde, umso weiter rückten die Verhältnisse 

zur Zeit des Zusammenlebens in den Hintergrund. Dies gelte umso mehr bei klei-

nen Kindern, welche sich an die Zeit vor der Trennung nicht mehr im Detail zu er-

innern vermöchten. Entsprechend falle die davor gelebte Betreuung auch nicht 

mehr derart stark ins Gewicht, als dass sich – entgegen der Meinung der Gesuchs-

gegnerin – alleine gestützt auf die Verhältnisse vor der Trennung ein Obhutsent-

scheid rechtfertigen liesse. Der Vollständigkeit halber sei festzuhalten, dass im Üb-

rigen wohl auch während des Zusammenlebens eher von einer alternierenden Ob-

hut ausgegangen werden müsste (Urk. 52 S. 16 f.). Aus der bisherigen Betreuungs-

regelung resp. Rollenverteilung der Eltern könne daher entgegen der Meinung der 

Gesuchsgegnerin nichts abgeleitet werden, das für oder gegen die Umzugsbewilli-

gung bzw. die Zuteilung der alleinigen Obhut spreche (Urk. 52 S. 20).

5.2. Unklar ist, was die Gesuchsgegnerin mit ihrem Vorbringen, der Gesuchsteller 

habe schon während dem Zusammenleben 85 % ihres Verdienstes an sich über-

wiesen, geltend machen möchte (Urk. 51 S. 7). Soweit sie zudem vorbringt, die 

Parteien hätten insofern eine traditionelle Ehe gelebt, indem sie den ganzen Haus-

halt geführt und entsprechend gearbeitet habe (Urk. 51 S. 7), ist darauf hinzuwei-

sen, dass die Vorinstanz nichts Gegenteiliges feststellte. So hielt diese fest, dass 

es die Gesuchsgegnerin gewesen sei, die sich während der Zeit des Zusammenle-

bens vornehmlich um die Erledigung des Haushalts gekümmert habe und der Ge-

suchsteller stets 100 % erwerbstätig gewesen sei (Urk. 52 S. 16). 

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5.3. Weiter macht die Gesuchsgegnerin geltend, die Kinder seien seit der Geburt 

überwiegend von ihr betreut worden. Sie sei die Hauptbezugsperson gewesen und 

sei es immer noch (Urk. 51 S. 7). Mit diesen Rügen kommt sie ihrer Begründungs-

pflicht (oben E. II. 2) nicht ausreichend nach. Es genügt nicht, einzig am bereits im 

vorinstanzlichen Verfahren eingenommenen Standpunkt, sie sei die Hauptbezugs-

person der Kinder, festzuhalten, ohne sich mit den ausführlichen Erwägungen der 

Vorinstanz zur bisherigen Betreuung und insbesondere jener seit der Trennung 

auseinanderzusetzen. Es hat daher bei den vorinstanzlichen Feststellungen hierzu 

zu bleiben. Bei diesem Betreuungsmodell, in welchem der Gesuchsteller die Kinder 

im Umfang von mindestens 30 % betreut, ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 

nicht von einer überwiegenden Betreuung eines Elternteils im Sinne des Wegzugs-

artikels auszugehen. Folgerichtig sind auch beide Elternteile als Hauptbezugsper-

sonen anzusehen und ist das Kriterium der Stabilität der Verhältnisse mit Blick auf 

das bisher gelebte Betreuungsmodell als neutral zu werten. Anzumerken bleibt, 

dass selbst wenn davon ausgegangen würde, dass es sich bei der Gesuchsgegne-

rin um die überwiegende Bezugsperson handeln würde, ihr nicht ohne weitere Prü-

fung die Bewilligung zum Aufenthaltswechsel der Kinder zu erteilen wäre. Denn 

auch in diesem Fall besteht lediglich die Vermutung, dass es für das Kind besser 

sein wird, mit dem wegzugswilligen Elternteil mitzugehen und es ist zu prüfen, ob 

weitere Umstände vorliegen, welche einen Umzug des Kindes als nicht mit dem 

Kindeswohl vereinbar erscheinen lassen.

5.4. Die weiteren Ausführungen der Gesuchsgegnerin in diesem Abschnitt bezie-

hen sich auf ihre Erziehungsfähigkeit und Bindungstoleranz (Urk. 51 S. 7 f.). Da 

diese von der Vorinstanz nicht in Frage gestellt wurden, ist hierauf nicht weiter ein-

zugehen.

6. Zukünftige Verhältnisse

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6.1. Die Vorinstanz erwog, betrachte man vorerst die Situation der Kinder, wie sie 

sich bei einer Zuteilung der Obhut zum Vater präsentieren würde, zeige sich, dass 

diese praktisch unverändert bliebe. Davon ausgehend, dass der Gesuchsteller – 

wie von ihm glaubhaft dargestellt – sein Pensum auf 80 % reduzieren werde, wür-

den die Kinder wie bis anhin am Montag, Dienstag und Freitag fremdbetreut. Dies 

darüber hinaus von jenen Institutionen, die sie bereits kennen würden und mit de-

nen sie vertraut seien. C._____ werde nach den Sommerferien sodann in die 

4. Klasse übertreten und je nach Schulhaus auch eine Tagesschule besuchen 

(Schulhaus …), weshalb allenfalls auch die zusätzliche Betreuung über Mittag weg-

fallen würde. Am Mittwoch und am Donnerstag würden die Kinder am Morgen die 

Schule bzw. den Kindergarten besuchen und der Gesuchsteller würde sie am Mit-

tag abholen und den Rest des Tages mit ihnen zusammen verbringen. Zudem er-

scheine es glaubhaft, dass er seinen Arbeitstag weitgehend autonom einteilen und 

somit flexibel arbeiten könne, wodurch er die Betreuung seiner Söhne sicherstellen 

könne. Auch würde es in dieser Situation tatsächlich Sinn machen, wenn der Ge-

suchsteller – wie von ihm vorgebracht – mit den Kindern zusammen wieder die 

vormals eheliche Wohnung an der F._____-strasse … in … Zürich bewohnen 

würde. Die Kinder könnten so in ihrer gewohnten Umgebung mit ihrem bekannten 

Umfeld und Freundeskreis verbleiben und weiterhin im gleichen Schulkreis zur 

Schule gehen. Dasselbe gelte auch für den Fussballklub von C._____. Darüber 

hinaus biete auch die Arbeitssituation des Gesuchstellers Gewähr für Beständigkeit 

im Leben der Kinder. So habe sich der Gesuchsteller in seinem Job als Versiche-

rungsverkäufer offenbar etabliert, erziele ein gutes Einkommen und scheine auch 

zu seinen Vorgesetzten, d.h. zum Generalagenten bzw. zum Verkaufsleiter, ein gu-

tes Verhältnis zu haben. Insgesamt gebe es jedenfalls keine Anzeichen, dass sich 

die berufliche Situation des Gesuchstellers in naher Zukunft komplett verändern 

sollte, auch wenn sich offenbar seit dem Stellenantritt des neuen Vertriebschefs per 

1. Januar 2023 die Faktoren betreffend Einkommenserzielung verschlechtert ha-

ben sollten (Urk. 52 S. 23 f.).

Selbsterklärend präsentiere sich die Situation auf der Seite der Gesuchsgegnerin 

komplett anders. Bei einem Umzug der Kinder zusammen mit ihrer Mutter nach 

Mexiko würden sie sich in einer völlig neuen Lebenssituation wiederfinden, in der 

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nichts mehr so sei, wie es sich aktuell präsentiere. Die einzige Konstante in ihrem 

Leben wäre ihre Mutter. Was bei diesem Umzug zumindest nicht negativ ins Ge-

wicht fallen würde, wäre die Betreuungssituation. So müssten die Kinder nebst der 

ganztägigen Schule nicht noch zusätzlich fremdbetreut werden, da sich die Ge-

suchsgegnerin gemäss ihren Aussagen vor und nach der Schule (und auch über 

Mittag) um ihre Kinder kümmern könnte. Daneben plane sie auch, eine Haushalts-

hilfe einzustellen, die ihr im Haushalt, aber sicherlich auch bei der Kinderbetreuung, 

zur Seite stehen würde. Zudem sprächen die Kinder bereits Spanisch, weshalb sie 

zumindest diesbezüglich in ihrer neuen Umgebung keine Eingewöhnungsschwie-

rigkeiten hätten. Anders präsentiere sich die Situation allerdings in der englisch-

sprachigen Schule, da beide Kinder dieser Sprache noch nicht mächtig seien. Vor 

allem sei aber festzuhalten, dass sich die Gesuchsgegnerin mit ihren Kindern in ein 

für sie bisher unbekanntes Land begebe, in dem sie noch nie gelebt habe und in 

dem sie keine Familie und – abgesehen von zwei Freundinnen, die in G._____ 

wohnten, und ihrem neuen Partner – kein persönliches Umfeld habe. Umso schwe-

rer wiege folglich auch die Tatsache, dass es sie sich bei der neuen Beziehung der 

Gesuchsgegnerin bis anhin um eine reine Fernbeziehung und nicht um eine gefes-

tigte, langjährige Partnerschaft handle. Die Gesuchsgegnerin habe noch nie mit 

ihrem neuen Lebenspartner zusammengelebt. Das Vorbringen des Gesuchstellers, 

dass Beziehungen auch scheitern könnten, ergebe sich zwar aus der allgemeinen 

Lebenserfahrung, stelle aber für sich alleine noch keinen Grund dar, der Gesuchs-

gegnerin mit ihren Kindern den Umzug zu ihrem neuen Partner zu verwehren. Denn 

es könne der Gesuchsgegnerin nicht negativ vorgehalten werden, dass sie nach 

der gescheiterten Ehe mit einer neuen Beziehung einen neuen Lebensabschnitt 

beginnen wolle. Negativ würde sich ein Scheitern dieser Beziehung aber wohl auf 

ihr wirtschaftliches Umfeld auswirken, das für die Beurteilung der Stabilität auch ein 

massgebliches Kriterium darstelle (BGE 142 III 481 E. 2.7). So scheine das ganze 

Fundament ihres neuen Lebensplans auf dieser Beziehung mit ihrem neuen Part-

ner aufzubauen, da sowohl ihre in Aussicht stehende Anstellung als auch die Woh-

nung, die sie "übernehmen könnte", mit dem Firmenkonsortium zusammenhänge, 

das von ihrem neuen Partner vertreten werde. Es sei somit davon auszugehen, 

dass die Gesuchsgegnerin bei einem Scheitern dieser bisher noch nicht konkret 

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gelebten Beziehung auch plötzlich in einem für sie fremden Land ohne Job, ohne 

Wohnung und ohne soziale Absicherung dastehen könnte. So gebe selbst die Ge-

suchsgegnerin an, dass es ihr neuer Partner sei, der in Mexiko Gewähr für stabile 

soziale und finanzielle Verhältnisse biete und sie finanziell unterstützen könne, da 

er beruflich und gesellschaftlich bestens eingebettet sei. Mit keinem Wort werde 

darüber hinaus erwähnt oder belegt, was in Zusammenhang mit diesem Umzug 

betreffend Aufenthalts- und/oder Arbeitsbewilligung geregelt werden müsste. So 

sei doch davon auszugehen, dass diese Bewilligung(en) an die Arbeitsstelle ge-

knüpft sein dürfte(n), wodurch für die Gesuchsgegnerin zusätzlich das Risiko be-

stehe, dass sie bei einem Verlust der Arbeitsstelle auch die Berechtigung verlieren 

könnte, überhaupt in Mexiko bleiben zu können. Dies könnte mit ein Grund sein, 

weshalb sie hier in der Schweiz ihre Krankenkasse und die Pensionskasse behal-

ten wolle. Dadurch begebe sich die Gesuchsgegnerin – ob bewusst oder unbe-

wusst – in eine (finanzielle) Abhängigkeitssituation, die schliesslich auch ein unnö-

tiges Risiko für die Stabilität im Leben der Kinder darstelle. Gleichzeitig gebe sie 

zwar an, dass es gerade die Abhängigkeit vom Gesuchsteller hier in der Schweiz 

sei, die sie dazu bewege, nach Mexiko auszuwandern, um finanziell auf eigenen 

Beinen zu stehen. Hierzu sei zu bemerken, dass diese Abhängigkeit vom Gesuch-

steller, sollte sie denn überhaupt gegeben sein, zumindest keine negativen Auswir-

kungen auf das Kindeswohl habe und die diesbezüglichen Ausführungen der Ge-

suchsgegnerin nicht nachvollziehbar seien. So habe die Gesuchsgegnerin hier ei-

nen Job, bei dem sie ein gutes Einkommen erziele, und es sei davon auszugehen, 

dass der Bezug von Sozialhilfe nur vorübergehend gewesen sei, zumal gegebe-

nenfalls auch der Gesuchsteller zu verpflichten sein werde, seinen finanziellen Bei-

trag zu leisten. Hier zu argumentieren, dass sie ihren Kindern im Vergleich zum 

Gesuchsteller nichts bieten könne und auch Studien zu bemühen, die Bezug näh-

men auf Familien aus sozial schwachen Verhältnissen, vermöge sicherlich nicht 

den Entscheid betreffend Wechsel des Aufenthaltsorts zu beeinflussen. Überdies 

seien das Schul- und Berufsbildungssystem, die Gesundheitsversorgung und die 

Sozialfürsorge in der Schweiz nicht schlechter als in Mexiko, weshalb auch von 

daher nicht zwingend ein Umzug angezeigt wäre (Urk. 52 S. 24 f.).

- 16 -

6.2. Die Gesuchsgegnerin kritisiert, die Vorinstanz begebe sich in das Reich der 

Spekulation, wenn sie argumentiere, dass sie bei einem allfälligen Auseinanderge-

hen der Beziehung wieder ausreisen müsste. Genau wie in der Schweiz müssten 

Ausländer, welche bereits eine gewisse Aufenthaltsdauer im Land absolviert hät-

ten, nach der Trennung einer Beziehung das Land nicht verlassen. Abgesehen da-

von, zeige die Vorinstanz doch ein gewisses Frauen benachteiligendes Vorurteil, 

wenn sie meine, dass sie wirtschaftlich alleine vom neuen Freund abhängig sein 

würde. Wie die Vorinstanz an einer anderen Stelle auch festhalte, könne sie in der 

Schweiz zumindest einen Teil des Lebensunterhalts durch ihren unabhängigen 

Verdienst selbst erwirtschaften. Es gebe keinen Grund dafür, dass sie dies in Me-

xiko nicht könnte, wo sie die Landessprache beherrsche, ihre Titel im Gegenteil zur 

Schweiz akzeptiert würden und sie im Bereich ihres Berufs arbeiten könne. Es 

werde, wenn überhaupt, dann nur für kurze Zeit eine finanzielle Abhängigkeit vom 

Freund bestehen (Urk. 51 S. 8). 

Die Kinder würden zudem in einer deutschen Schule beschult werden und dabei 

neben Englisch mit der Zeit auch Französisch lernen. Daran ändere sich im Ver-

gleich zu Zürich nichts, das ebenfalls Frühenglisch und -französisch kenne (Urk. 51 

S. 8).

Die Dominikanische Republik liege zwei Flugstunden von Cancún entfernt, 

G._____ etwa eine Stunde mit dem Auto von Cancún. Ihre Familie werde darum 

deutlich mehr Kontakt mit ihr und den Kindern haben als in der Schweiz. lhre Fa-

milie sei zahlreich und damit bestehe auch für die Kinder ein grösserer Austausch 

und ein intensiveres Familienleben als in der Schweiz (Urk. 51 S. 8).

Die Krankenkasse werde sie in der Schweiz nicht behalten können. Dies spiele 

auch keine Rolle, da hier eine Pflicht zur Aufnahme bestehe, falls man denn tat-

sächlich zurückkehren würde. Das sei aber nicht geplant. Dass die Freizügigkeits-

leistungen der Pensionskasse in der Schweiz bleiben sollten, habe vorliegend 

nichts mit dem Fall zu tun, denn viele Auswanderer hielten es so. Es gehe dabei 

um die Altersvorsorge, welche in der Schweiz wohl besser angelegt sei. Ebenso 

sei sie als Schweizerin auch berechtigt, bei einer Auswanderung weiterhin bei der 

AHV freiwillig versichert zu bleiben. Dies werde sogar angeraten, um keine Bei-

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tragsjahre zu verlieren. Das habe aber nichts mit dem Willen zur Rückkehr zu tun 

sondern nur mit der Absicherung der Altersvorsorge, wie die Pensionskasse auch. 

Damit sei widerlegt, dass sie in Mexiko nicht für stabile Verhältnisse sorgen könne. 

Vielmehr sei das Gegenteil belegt (Urk. 51 S. 9).

6.3. Nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz festhält, dass sich die Ge-

suchsgegnerin in Mexiko in eine (finanzielle) Abhängigkeitssituation begebe. So ist 

diese offensichtlich, wenn – was von der Gesuchsgegnerin nicht als unzutreffend 

gerügt wird – sowohl die ihr in Aussicht gestellte Arbeitsstelle als auch die Wohnung 

mit dem Firmenkonsortium zusammenhängen, das von ihrem neuen Partner ver-

treten wird. Dass diese Abhängigkeit allenfalls nur anfänglich besteht, ändert nichts 

daran, dass damit ein erhöhtes Risiko für die Stabilität im Leben der Kinder einher-

geht. Auch ist der Vorinstanz beizupflichten, dass zumindest ein anfängliches Ri-

siko besteht, dass die Gesuchsgegnerin das Land bei Scheitern der Beziehung wie-

der verlassen müsste. Solche Risikofaktoren sind in die Abwägung miteinzubezie-

hen. Auch ändert die Flugzeit von der Dominikanischen Republik nach Cancún 

nichts daran, dass die Gesuchsgegnerin in ein für sie fremdes Drittland und nicht 

in ihr Heimatland, wo auch ihre Familie lebt, zieht. Auch damit geht ein erhöhtes 

Risiko für stabile Verhältnisse für die Kinder einher. Die Anreisezeit wird zudem 

einiges länger als die reine Flugdauer sein und es ist nicht davon auszugehen, dass 

die Gesuchsgegnerin ihre Familie alle paar Wochen sehen wird. All dies sind As-

pekte, die in Übereinstimmung mit der Vorinstanz gegen einen Wegzug von 

C._____ und D._____ nach Mexiko sprechen.

Nicht weiter einzugehen ist auf die Ausführungen der Gesuchsgegnerin betreffend 

die Krankenkassenversicherung und die Freizügigkeitsleistungen der Pensions-

kasse (Urk. 51 S. 9), da hieraus nichts Entscheidendes für die Frage des Wegzugs 

abgeleitet werden kann.

Was sodann die Schule in Mexiko anbelangt, ging die Vorinstanz davon aus, dass 

die Kinder eine englischsprachige Schule besuchen würden und sie dieser Sprache 

noch nicht mächtig seien (Urk. 52 S. 24). Sollten die Kinder nun in einer deutschen 

Schule angemeldet werden, verhielte es sich gleich wie in der Schweiz, sodass 

dieser Aspekt als neutral zu werten wäre.

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7. Verwurzelung

7.1. Zur Verwurzelung der Kinder hielt die Vorinstanz fest, es sei unbestritten, dass 

diese bisher ihr ganzes Leben in der Schweiz verbracht hätten und damit die wich-

tige Zeit ihrer ersten sozialen Integration. So habe C._____ hier den Kindergarten 

besucht und sei anschliessend in die Primarschule übergetreten, wo er mittlerweile 

in die 3. Klasse gehe. Auch D._____ sei in der Zwischenzeit bereits eingeschult 

worden und besuche seit Sommer 2023 den 1. Kindergarten. Zu ihrem Alltag – bis 

anhin zumindest dem von C._____ – gehörten diverse Aktivitäten wie die Mitglieds-

chaft im Fussballklub, der Besuch des Spanischkurses und die Teilnahme beim 

Polysport. Er habe hier seine Schul- und Sportkollegen und seinen Freundeskreis. 

Der nach den Sommerferien anstehende Wechsel in die 4. Klasse bringe lediglich 

neue Lokalitäten und einen neuen Stundenplan mit sich, stelle ansonsten aber 

keine einschneidende Änderung dar. Zwar sei es richtig, dass kleine Kinder – mithin 

auch D._____ und C._____ – mehr personen- denn umgebungsbezogen seien, 

weshalb in einer Konstellation mit klassischer Rollenverteilung eine Umteilung an 

den zurückbleibenden Elternteil angesichts des Grundsatzes der Betreuungs- und 

Erziehungskontinuität nicht leichthin vorzunehmen sei. Hingegen würden bei älte-

ren Kindern zunehmend die Wohn- und Schulumgebung sowie der sich ausbil-

dende Freundeskreis wichtig; hier könnte der Verbleib in der Schweiz, soweit eine 

Umplatzierung zum anderen Elternteil möglich sei, dem Kindeswohl unter Umstän-

den besser dienen. Vorliegend sei jedoch bereits dargelegt worden, dass zumin-

dest seit der Trennung im Jahr 2022 weder die Mutter noch der Vater als hauptbe-

treuender Elternteil qualifiziert werden könne und die Kinder darüber hinaus bereits 

sehr früh in erheblichem Ausmass fremdbetreut worden seien. Mit anderen Worten 

lägen hier andere Verhältnisse vor als bei einem Kind im Vorschulalter, das bislang 

vornehmlich von einem Elternteil betreut worden sei. Vielmehr sei es so, dass beide 

Kinder ein sehr enges Verhältnis zu beiden Eltern zu haben schienen. Insofern 

komme dem Kriterium der Beibehaltung des Verbleibens in der gewohnten Umge-

bung stärkeres Gewicht zu, da sich die Kinder bei einer Übersiedlung nach Mexiko 

sowohl in schulischer als auch in sozialer Hinsicht vollkommen neu zu integrieren 

hätten. Ihr vertrautes Umfeld und ihr Lebensmittelpunkt seien hier in Zürich, wo sie 

bereits eingeschult worden seien. Umgekehrt gebe es – ausser dem Verbleib bei 

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der Mutter – auch keine stichhaltigen Argumente, welche diese Verwurzelung in 

der Schweiz aufzuwiegen vermöchten und für eine Übersiedlung nach Mexiko spre-

chen würden. Der Umzug der Mutter nach Mexiko habe für die Kinder zwingend die 

Trennung von einem Elternteil und damit bereits eine grosse Umgestaltung ihres 

Alltags zur Folge, den sie bisher abwechselnd mit beiden Elternteilen verbracht hät-

ten. Zusätzliche Veränderungen in ihrem gewohnten örtlichen und sozialem Umfeld 

seien daher möglichst gering zu halten, damit sie nicht auch noch mit dem Verlust 

des vertrauten Umfelds und der sozialen Kontakte konfrontiert seien (Urk. 52 S. 27 

f.).

7.2. Soweit die Gesuchstellerin bezüglich dieser Erwägungen erneut pauschal be-

hauptet, sie sei weiterhin die Hauptbezugsperson der Kinder und die Verwurzelung 

bestehe in diesem Alter mehr an die Hauptbezugsperson als an das Umfeld, so-

dass auch dieser Aspekt für die Genehmigung des Umzugs spreche (Urk. 51 S. 9), 

kann auf das bereits Ausgeführte (E. III. 5.3) verwiesen werden. Entgegen ihrer An-

sicht ist sie nicht als alleinige Hauptbezugsperson der Kinder anzusehen.

8. Wunsch der Kinder

8.1. C._____ und D._____ wurden von der Vorinstanz im Beisein einer Psycholo-

gin angehört (Urk. 28). Die Vorinstanz hielt fest, es habe sich an der Anhörung 

bestätigt, dass Kinder im Alter von C._____ und D._____ erfahrungsgemäss den 

Wunsch hätten, von beiden Eltern gemeinsam betreut zu werden und zu beiden 

Elternteilen eine gute Beziehung zu haben. Die Aussagen von C._____ zeigten 

deutlich, dass Kinder in solchen Situationen von Ambivalenz, Unsicherheit und dem 

Bemühen um Schadensbegrenzung beeinflusst seien. In Bezug auf die Umzugs-

frage seien die Kinder mit anderen Worten im Sinne der genannten bundesgericht-

lichen Rechtsprechung noch nicht als urteilsfähig anzusehen und der von C._____ 

geäusserte Wille könne nicht per se als Argument für oder gegen den Umzug nach 

Mexiko gewertet werden. Nichtsdestotrotz sei aus der Anhörung hervorgegangen, 

dass C._____ an seinem jetzigen Wohnort sehr verwurzelt scheine und er sich sehr 

wohl fühle in sämtlichen für ihn zurzeit wichtigen Lebensbereichen wie Schule, 

Sport und Freunde (Urk. 52 S. 31 f.).

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8.2. Die Gesuchgegnerin macht geltend, C._____s Wunsch sei mit äusserster 

Vorsicht zu würdigen, da eine Manipulation des Gesuchstellers offensichtlich sei 

(Urk. 51 S. 10). Da die Vorinstanz dem vom C._____ geäusserten Willen zu Recht 

keine ausschlaggebende Bedeutung zumass, erweist sich die Kritik der Gesuchs-

gegnerin als unbegründet. Betreffend ihr erneutes Vorbringen, dass sich der Ge-

suchsteller gegen eine professionelle psychologische Begleitung von C._____ 

wehre (Urk. 51 S. 10), kann auf das bereits Ausgeführte zur Erziehungsfähigkeit 

verwiesen werden (oben E. III. 4.3).

9. Fazit

Zusammenfassend gelingt es der Gesuchsgegnerin nicht, eine unrichtige Sachver-

haltsfeststellung oder unrichtige Rechtsanwendung durch die Vorinstanz aufzuzei-

gen (Art. 310 ZPO). Ihre Berufung ist daher abzuweisen, und der vor-

instanzliche Entscheid ist zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO).

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 5 

Abs. 1, § 6 Abs. 2 lit. b sowie § 12 Abs. 1 und Abs. 2 der Gerichtsgebührenverord-

nung auf Fr. 2'000.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Gesuchsgegnerin auf-

zuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

2. Die Gesuchsgegnerin ersucht im Berufungsverfahren um Zusprechung eines 

Prozesskostenvorschusses, eventualiter um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Urk. 51 S. 3). Sowohl die Zusprechung eines Prozesskostenvor-

schusses als auch die Gewährung der unentgeltliche Rechtpflege setzen voraus, 

dass die Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen (Art. 117 lit. b ZPO; vgl. 

OGer ZH PC170032 vom 24.11.2017, E. IV. 3). Wie die vorstehenden Erwägungen 

zeigen, ist jedoch die Berufung der Gesuchsgegnerin als von vornherein aussichts-

los anzusehen, weshalb ihre Anträge abzuweisen sind.

3. Parteientschädigungen sind für das Berufungsverfahren keine zuzusprechen, 

der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens, dem Gesuchsteller mangels rele-

vanter Umtriebe (vgl. Art. 106 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 3 ZPO).

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Es wird beschlossen:

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1, 3.a und 4 des Teilurteils des 

Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Ab-

teilung, vom 8. April 2024 in Rechtskraft erwachsen sind.

2. Das Gesuch der Gesuchsgegnerin, es sei ihr für das Berufungsverfahren die 

unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ihr in der Person von Rechts-

anwalt lic. iur. X._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, wird 

abgewiesen.

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung erfolgen mit dem nachfol-

genden Erkenntnis.

Es wird erkannt:

1. Die Berufung der Gesuchsgegnerin wird abgewiesen und das Teilurteil des 

Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Ab-

teilung, vom 8. April 2024 bestätigt.

2. Der Antrag der Gesuchsgegnerin, der Gesuchsteller sei zur Leistung eines 

Prozesskostenvorschusses von Fr. 6'000.– für das Berufungsverfahren zu 

verpflichten, wird abgewiesen.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt.

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchs-

gegnerin auferlegt.

5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage des 

Doppels von Urk. 51, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

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Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Teilentscheid im Sinne von Art. 91 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 17. Juni 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr

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