# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad1b6f92-e46b-517a-999c-fa8b1e730c13
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-27
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.04.2022 S 2020 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-84_2022-04-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 27. April 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, c/o Zurich Schweiz, Postfach, 
8085 Zürich Versicherung
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2020 84

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Urteil S 2020 84

A. Die 1964 geborene A.________ war über ihre Arbeitgeberin die "C.________ AG" 
obligatorisch bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: die Zürich) 
gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Mit Unfallmeldung vom 12. April 2019 
(Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte mit Hinweis auf einen am 2. Oktober 2018 
erlittenen Unfall ("Séquestration avec violance, voir dépôt de plainte annexé.") bei der 
Unfallversicherung (UV-act. 1). Mit Strafanzeige vom 16. Oktober 2018 hatte sie bzw. ihr 
damaliger Rechtsvertreter, RA D.________, vorgebracht, sie sei zusammen mit ihrem 
Ehemann E.________ von F.________, ihrem Mitarbeiter und Untermieter, in ihrem Haus 
in G.________ über sechs Tage hinweg eingesperrt und bedroht worden (vgl. UV-act. 3 
["Traduction Non Officiel"]; Verfahren S 2020 83 UV-act. 3). Die Zürich verlangte in der 
Folge medizinische und betriebliche Unterlagen ein, beauftragte einen Schadeninspektor 
(SI-Besuchsbericht vom 5. Juni 2019, UV-act. 42) und zog die Strafakten der 
Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis bei (vgl. UV-act. 17, 34, 37; sowie die eingegangenen 
Strafakten: UV-act. A1 ff.).

Mit Verfügung vom 13. Januar 2020 verneinte die Zürich für das geltend gemachte 
Ereignis die Tatbestandselemente des Unfallbegriffs und lehnte ihre Leistungspflicht ab 
(UV-act. 21). Die Versicherte liess daraufhin am 30. Januar 2020 Einsprache erheben 
(UV-act. 22), welche die Zürich mit Einspracheentscheid vom 15. Juni 2020 abwies (UV-
act. 43 = BF-act. 2). 

B. Dagegen liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 9. Juli 2020 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht führen und folgende Rechtsbegehren stellen:

1. Es sei der angefochtenen Einspracheentscheid vom 15. Juni 2020 sowie die 

Verfügung vom 13. Januar 2020 aufzuheben. Demgemäss sei die Zürich zu 

verpflichten, der Beschwerdeführerin für den im Zeitraum vom 2. bis 7. Oktober 2018 

erlittenen Unfall die gesetzlichen Leistungen aus UVG (Taggelder, Heilungskosten, 

Rente etc.) mindestens bis zum 31. August 2019 zu leisten.

Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur 

Abklärung der Kausalität der Beschwerden mit dem vom 2. bis 7. Oktober 2018 

erlittenen Unfall zurückzuweisen.

2. Alles unter Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

Begründend liess sie im Wesentlichen vorbringen, die Merkmale eines Unfalles seien 
erfüllt. Die Beschwerdeführerin sei durch das Verhalten des Täters unmittelbar betroffen. 

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Urteil S 2020 84

Sie habe ansehen müssen, wie ihr Ehemann mit dem Tode bedroht worden sei, wobei der 
Täter 1,90 Meter gross, 130 kg schwer und als ehemaliger Berufsmilitär kampferprobt 
gewesen sei. Das Eingesperrt- und Ausgeliefertsein zusammen mit den verbalen und 
körperlichen Attacken würden das Merkmal der Ungewöhnlichkeit ohne Weiteres erfüllen. 
Weshalb die Darstellung der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes nicht glaubhaft 
sein solle, sei nicht ersichtlich. Die angeblichen Widersprüche würden sich als haltlos 
erweisen. Die langdauernde Freiheitsberaubung sei ein dynamisches Geschehen, 
weshalb nicht verwunderlich sei, wenn bei späteren Einvernahmen nicht mehr alle Details 
exakt wiedergegeben würden. Entscheidend sei jedoch, dass das grobe Gerüst 
übereinstimme. Dies sei hier der Fall. Weil die Aussagen der Beschwerdeführerin und 
ihres Ehemannes im Wesentlichen deckungsgleich seien, und durch weitere anwesende 
Personen bezeugt werden könnten, sei das Unfallgeschehen glaubhaft dargestellt (act. 1).

C. Die Zürich (nachfolgend auch: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 
Vernehmlassung vom 5. Oktober 2020 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 
Aus prozessualer Sicht stellte sie den Antrag, es seien die kompletten Strafakten bei der 
Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (Verfahrensnummer _______) zu edieren. Zur 
Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die Beschwerdeführerin nenne verschie-
dentlich E.________ als Zeugen. Nachdem dieser aus dem gleichen Sachverhalt hinaus 
Leistungen von der Beschwerdegegnerin verlange und mit der Beschwerdeführerin 
(gemäss den Hinweisen in der Beschwerde) verheiratet sei, könne er als Zeuge nicht 
gehört werden. Die Schilderung des Sachverhaltes in der Beschwerdeschrift basiere auf 
den Aussagen der Beschwerdeführerin und E.________, wobei sich diese in verschiedene 
Widersprüche verwickelten und nicht glaubwürdig seien. Aus den detaillierten Strafakten 
ergebe sich, dass sich eben gerade kein Sachverhalt abgespielt habe, welcher die 
einzelnen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffes erfülle. Nachdem das Unfallereignis 
nicht habe glaubhaft gemacht werden können, erübrigten sich Ausführungen in Bezug auf 
die Kausalitätsfrage. Sollte wider Erwarten vom Vorliegen eines Unfalles ausgegangen 
werden, so müsste die Frage der Kausalität allerdings geprüft werden (act.4). 

D. Mit Schreiben vom 12. Oktober 2020 gab das Verwaltungsgericht den Parteien 
Gelegenheit, sich im Zusammenhang mit der beantragten Edition der Strafakten zu einer 
Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bis zum Abschluss des erwähnten 
Strafverfahrens zu äussern (act. 5).

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Urteil S 2020 84

E. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 19. Oktober 2020 auf eine Äusserung 
(act. 6). Die Beschwerdeführerin beantragte am 22. Oktober 2020, das Verfahren sei nicht 
zu sistieren. Wie sich aus der beigelegten Sistierungsverfügung der Staatanwaltschaft 
Limmattal/Albis vom 18. August 2020 entnehmen lasse, sei das Strafverfahren gegen 
F.________ sistiert worden, weil dieser aufgrund der COVID-19-Bestimmungen nicht in 
der Schweiz habe einvernommen werden können. Wann diese Sistierung aufgehoben 
werde, und wie lange nachher das Strafverfahren dauere, sei ungewiss. Eine Sistierung 
des vorliegenden Verfahrens würde daher eine Rechtsverweigerung bedeuten (act. 8). 

F. Es erfolgte kein weiterer Schriftenwechsel. Auf die weiteren Ausführungen in den 
Rechtsschriften wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Das 
Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis 
zum Zeitpunkt des Erlasses des strittigen Entscheids eingetretenen Sachverhalt ab; in 
zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). 

Der hier angefochtene Einspracheentscheid erging am 15. Juni 2020; die zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 9. Juli 2020 der Post übergeben. Anwendbar sind demnach die bis 
zum 31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG; diese werden nachfolgend denn 
auch in dieser Fassung zitiert. Etwas anderes ergibt sich hier auch nicht aus Art. 82a 
ATSG (Übergangsbestimmung zur Änderung vom 21. Juni 2019), der vorsieht, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt.

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2.
2.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes über 
den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der 
kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung 
[BGS 842.5]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist 
vorliegend gestützt auf Art. 58 Abs. 1 ATSG – Wohnsitz der versicherten Person zur Zeit 
der Beschwerdeerhebung – gegeben. Die Beschwerdeführerin ist seit Mai 2019 in 
H.________ wohnhaft (vgl. UV-act. 42 S. 4). Damit ist das Verwaltungsgericht des 
Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig.

2.2 Der angefochtene Einspracheentscheid datiert vom 15. Juni 2020 und ist dem 
(damaligen) Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 16. Juni 2020 zugegangen. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 9. Juli 2020 der Post übergeben. Die Beschwerde ist damit 
i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG rechtzeitig eingereicht worden. Die Beschwerdeschrift 
entspricht sodann den formellen Anforderungen und die Beschwerdeführerin ist als vom 
Einspracheentscheid direkt Betroffene zur Beschwerde legitimiert, weshalb die 
Beschwerde vom Gericht zu prüfen ist. 

Anfechtungsobjekt ist vorliegend allerdings einzig der Einspracheentscheid vom 15. Juni 
2020, welcher die Verfügung vom 13. Januar 2020 ersetzt (vgl. BGE 142 V 337 E. 3.2.1). 
Soweit die Beschwerdeführerin nebst der Aufhebung des Einspracheentscheids auch die 
Aufhebung der Verfügung vom 13. Januar 2020 verlangt, ist darauf nicht einzutreten. Im 
Übrigen ist die Beschwerde materiell zu beurteilen. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11).

3. Streitig und zu prüfen ist, ob ein Unfall im Sinne des Gesetzes – namentlich ein 
Schreckereignis – vorliegt bzw. ob das Unfallereignis rechtsgenüglich erstellt ist.

4.
4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die 
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 
gewährt. 

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4.2 Erste Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ist das 
Vorliegen eines Unfalls resp. einer unfallähnlichen Körperschädigung. Als Unfall gilt die 
plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Unfallbegriff; Art. 4 
ATSG). 

4.3 Rechtsprechung und Lehre haben schreckbedingte plötzliche Einflüsse auf die 
Psyche seit jeher als Einwirkung auf den menschlichen Körper (im Sinne des geltenden 
Unfallbegriffes) anerkannt und für ihre unfallversicherungsrechtliche Behandlung 
besondere Regeln entwickelt. Danach setzt die Annahme eines Unfalles voraus, dass es 
sich um ein aussergewöhnliches Schreckereignis, verbunden mit einem entsprechenden 
psychischen Schock, handelt; die seelische Einwirkung muss durch einen gewaltsamen, in 
der unmittelbaren Gegenwart der versicherten Person sich abspielenden Vorfall ausgelöst 
werden und in ihrer überraschenden Heftigkeit geeignet sein, auch bei einem gesunden 
Menschen durch Störung des seelischen Gleichgewichts typische Angst- und Schreck-
wirkungen hervorzurufen. Diese Rechtsprechung wurde dahingehend präzisiert, dass 
auch bei Schreckereignissen nicht nur die Reaktion eines (psychisch) gesunden 
Menschen als Vergleichsgrösse dienen kann, sondern in diesem Zusammenhang 
ebenfalls auf eine "weite Bandbreite" von Versicherten abzustellen ist. Zugleich ist dabei – 
unter Bezugnahme auf den massgeblichen Unfallbegriff – relativierend zu betonen, dass 
sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit definitionsgemäss nicht auf die Wirkung 
des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber bezieht, weshalb nicht von Belang 
sein kann, wenn der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 
sich zieht (BGE 129 V 177 E. 2.1; BGer 8C_30/2007 vom 20. September 2007 E. 2.2).

4.4 Praxisgemäss sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens von der 
leistungsansprechenden Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht 
nach, indem unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben gemacht werden, 
die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, 
so besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 103 V 176). Insbesondere 
ist zu verlangen, dass die Schilderungen mit den vorhandenen Indizien im Wesentlichen 
übereinstimmen. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen 
Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend 
hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem 
Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser Massnahmen das 

https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/atsg/unfallbegriff/uebersicht/

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Urteil S 2020 84

Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die 
blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich 
zulasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 114 V 298 E. 5b). Die 
Verwaltung als verfügende Instanz darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Der Grundsatz, wonach die ersten 
Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und 
zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien 
Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe dar (BGE 121 V 45 E. 2a). Sie 
kann nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen 
Erkenntnisse zu erwarten sind (zum Ganzen: BGer 8C_648/2013 vom 18. Februar 2014 
E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen).

4.5 Hervorzuheben ist des Weiteren, dass sich der mangelhafte Nachweis eines die 
Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignisses nur selten durch medizinische 
Feststellungen ersetzen lässt. Es kommt ihnen im Rahmen der Beweiswürdigung für oder 
gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens in der Regel nur die Bedeutung 
von Indizien zu (BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2; BGer 8C_735/2015 vom 22. Januar 2016 E. 2). 
Auch deckt sich der Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 
ATSG (BGer 8C_589/2021 vom 17. Dezember 2021 E. 5.5 mit Hinweisen).

5. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, ist das geltend gemachte 
Unfallereignis – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen – nicht glaubhaft gemacht und 
letztlich auch nicht mit dem geforderten Beweismass der Wahrscheinlichkeit erstellt.

5.1 Es ergeben sich deutliche Widersprüche zwischen der Sachverhaltsdarstellung 
der Beschwerdeführerin und jener von E.________ einerseits sowie zwischen den 
jeweiligen Aussagen in den Einvernahmen bei der Polizei und bei der Staatsanwaltschaft 
anderseits. Diesbezüglich kann auf die ausführliche Begründung im Einspracheentscheid 
vom 15. Juni 2020 (UV-act. 43) sowie in der Vernehmlassung vom 5. Oktober 2020 
(act. 4) verwiesen werden.

Hervorzuheben ist, dass bei der Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführerin – mit 
massiver Gewalt, Würgen und wiederholten starken Schlägen gegenüber E.________ – 
bei letzterem körperliche Folgen wie Hämatome, Würgemale oder ähnliches zu erwarten 
gewesen wären. Die Beschwerdeführerin sagte gegenüber der Staatsanwaltschaft denn 
auch aus, ihr Ehemann habe sich an der Schulter verletzt (UV-act. A7.2 Frage 33 f.). 

https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/beweisrecht/aussage-der-ersten-stunde/
https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/beweisrecht/aussage-der-ersten-stunde/

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E.________ sagte demgegenüber aus, keine sichtbaren Wunden erlitten zu haben (UV-
act. A6.2 Frage 44). Gleichzeitig stufte er die Schläge von F.________ auf einer Skala von 
1–10 (10 = volle Kraft) bei 10 ein (UV-act. A6.2 Frage 47). Auf Nachfrage der 
Staatsanwaltschaft gab er dann an, eine Prellung erlitten zu haben, welche ein paar Tage 
sichtbar gewesen sei (UV-act. A6.2 Frage 49 und 111 f.). Nebst diesen offensichtlichen 
Ungereimtheiten ist darüber hinaus nicht nachvollziehbar, dass es den 
(eingeschüchterten) anwesenden Familienmitgliedern bzw. der Beschwerdeführerin 
einerseits gelungen war, während der behaupteten Freiheitsberaubung Ton- und 
Videoaufnahmen mit ihren Mobiltelefonen zu machen – mit dem Ziel, das widerrechtliche 
Vorgehen zu dokumentieren (vgl. UV-act. A6.2 Frage 66; UV-act. A7.2 Frage 58 ff.) –, 
demgegenüber Verletzungsfolgen im Nachgang der Tat nicht dokumentiert wurden.

Exemplarisch für die deutlichen Widersprüche sind etwa auch die Aussagen bezüglich der 
zur Drohung gegenüber E.________ verwendeten Tatwaffe (E.________: 15 bis 20 cm 
langes Küchenmesser, UV-act. A6.1 Frage 53; Beschwerdeführerin: Schraubenzieher, 
UV-act. A7.1 Frage 41; spitzer Brieföffner, UV-act. A7.2 Frage 49), die unterschiedlichen 
Details im Zusammenhang mit den Aussagen zum Grund der Eskalation (E.________: 
Kuss auf Wange der Tochter von F.________, UV-act. A6.1 Frage 15; 
Beschwerdeführerin: Küsse auf die Wange, UV-act. A7.1 Frage 55; "die Tochter brachte 
jedoch aufgrund der Situation kein Wort heraus", UV-act. A7.1 Frage 19; Kuss auf den 
Hals, UV-act. A7.2 Frage 18; "Wir gingen dann alle ins Büro und seine Tochter erzählte 
dann, dass ausser einem Kuss auf den Hals von meinem Mann nichts vorgefallen sei.", 
UV-act. A7.2 Frage 23). 

Zudem wurde in der Tat nicht nachvollziehbar dargelegt, wie es F.________ gelungen 
sein soll, neun Personen (davon drei erwachsene Männer und vier erwachsene Frauen) 
über mehrere Tage hinweg festzuhalten und im vorgebrachten Sinne zu kontrollieren 
(vgl. hierzu etwa UV-act. A6.1 Frage 44 ff.; UV-act. A6.2 Frage 25, 55 ff.; UV-act. A7.1 
Frage 36 ff.; UV-act. A7.2 Frage 38 ff.; dabei insbesondere auch die Feststellungen der 
Staatsanwaltschaft, wonach an der Tür des Büros [wo E.________ festgehalten worden 
sein soll] gemäss den eingereichten Videoaufnahmen kein Schloss zu sehen sei). Die 
Mobiltelefone wurden den Anwesenden (mit Ausnahme von E.________) – gemäss der 
Aussage der Versicherten – nicht abgenommen, die Wohnungstüren waren nicht 
abgeschlossen, die Beschwerdeführerin konnte sich im Haus frei bewegen, Einkäufe 
tätigen, weitere Familienmitglieder vom Bahnhof abholen und die anwesenden Kinder 

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wurden (unter anderem sogar vom beschuldigten Täter) in die Schule gebracht und wieder 
abgeholt. Es gab folglich Zeiten, in denen F.________ gar nicht im Haus anwesend war.

Ebenso bleibt nicht nachvollziehbar, weshalb nicht sofort nach dem Ende der 
behaupteten, mehrere Tage dauernden Freiheitsberaubung die Polizei informiert wurde 
(vgl. UV-act. A6.1 Frage 60; UV-act. A6.2 Frage 68; UV-act. 7.2 Frage 53 f.). Gerade 
wenn die Beteiligten – wie behauptet – auch nach dem Ereignis noch Angst gehabt hätten, 
dass F.________ nochmals zurückkommt, erscheint ein Zuwarten nicht nachvollziehbar. 
Dass erst noch ein Dolmetscher habe organisiert werden müssen, vermag als Begründung 
jedenfalls nicht zu überzeugen. 

Diese Widersprüche sind – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht bloss 
unwesentlich. Sie betreffen zentrale Aspekte der als Unfallereignis angeführten 
Freiheitsberaubung. Die Inkonsistenzen ziehen sich denn auch durch die gesamte 
Sachverhaltsdarstellung. Zudem stimmen die Schilderungen nicht mit den vorhandenen 
Indizien überein. So sind keine körperlichen Verletzungen von E.________ dokumentiert 
und die bei der Staatsanwaltschaft eingereichten Videos zeigen (unbestrittenermassen) 
gerade keine bedrohlichen Situationen und keine verängstigte Stimmung, wie sie denn im 
Sinne von "Drohungsfussfesseln" bzw. einer "permanenten Druck- und 
Bedrohungssituation" hätte durchgängig bestanden haben sollen (vgl. act. 1 Ziff. III.4.1 am 
Ende; vgl. insbesondere auch UV-act. A6.2 Frage 72 ff.). 

Wenn es auch zu einem (mehrtägigen) Streit zwischen E.________, der 
Beschwerdeführerin und dem ebenfalls im gleichen Haushalt lebenden F.________ mit 
Tätlichkeiten gegenüber E.________ sowie Beschimpfungen und Drohungen und damit zu 
einer angespannten Situation zwischen den beiden Familien gekommen sein mag, ist die 
behauptete Intensität des Geschehens – namentlich die angeführte Freiheitsberaubung – 
im Sinne eines aussergewöhnlichen Schreckereignisses (verbunden mit einem 
entsprechenden psychischen Schock) aufgrund der widersprüchlichen Angaben 
vorliegend jedenfalls nicht glaubhaft dargetan. 

5.2 Betreffend den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin findet sich sodann 
einzig das "Feuille-accident LAA" (in den Verfahrensakten des Parallelfalls S 2020 83), 
worin Dr. med. I.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, drei Konsultationen 
festhielt (28. März 2019, 5. April 2019, 10. Mai 2019) und (rückwirkend) ab 2. Oktober 
2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte (Verfahren S 2020 83 UV-act. 15 

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S. 2). Anlässlich des Berichts des Schadeninspektors hatte die Beschwerdeführerin 
zudem zu Protokoll gegeben, von Dr. I.________ nach wie vor vollumfänglich 
arbeitsunfähig geschrieben zu sein. Sie und E.________ würden unter psychischen 
Problemen leiden. Insbesondere E.________ sei schwer getroffen worden. Er leide unter 
Angstzuständen und Schlafstörungen. Die Beschwerdeführerin habe ebenfalls psychische 
Probleme, sie habe Angst um ihre Liebsten und ihre Familie. Ihr Gesundheitszustand habe 
sich gebessert, seit sie per 7. Mai 2019 nach H.________ gezügelt seien. Sie würden jetzt 
wieder über mehr Mut und Motivation verfügen, um schrittweise wieder ins normale Leben 
zurückzukehren. Die nächste Sitzung bei Dr. I.________ finde am 20. Juni 2019 statt 
(Datum der ersten Behandlung müsse beim Arzt nachgefragt werden). Die Prognose sei 
gut. Alsdann sei mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit zu rechnen. Es seien 
keine weiteren Ärzte hinzugezogen worden (UV-act. 42 S. 2 ff.).

Ein ärztlicher Bericht mit einer Diagnose lässt sich betreffend die Beschwerdeführerin 
allerdings weder den vorliegenden Verfahrensakten noch jenen des Parallelverfahrens 
S 2020 83 entnehmen. 

5.3 Zwar lässt sich den Akten betreffend E.________ die Diagnose einer 
posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entnehmen, allerdings ergeben sich auch 
aus den Berichten zu seinem Gesundheitszustand erhebliche Widersprüche. 

5.3.1 Gemäss dem Bericht des Schadeninspektors vom 5. Juni 2019 wurde die ärztliche 
Behandlung durch die KAPO Zürich eingeleitet, indem der Psychologe der KAPO Zürich 
("Herr J.________") zugezogen worden sei. Dies sei ab Meldung bei der Polizei, sprich 
am 8. Oktober 2019 (recte: 2018), der Fall gewesen. Herr J.________ habe die Beteiligten 
begleitet, als diese zurück ins Haus gemusst haben, um ihre Sachen abzuholen. Herr 
J.________ habe im weiteren Verlauf die Behandlung bei einem Psychiater eingefädelt. 
Rechtsanwalt D.________ stehe für weitere Auskünfte zur Verfügung, vorerst werde 
dieser der Unfallversicherung den Bericht von Herrn J.________ zukommen lassen, dieser 
liege bereits vor (UV-act. 42 S. 2 ff.). 

5.3.2 Nach der Besprechung mit dem Schadeninspektor liess RA D.________ der 
Unfallversicherung mit E-Mail vom 5. Juni 2019 den "kurzen Bericht des Psychologen, den 
die Polizei damals beigezogen hatte" zukommen (Verfahren S 2020 83 UV-act. 29). 
Angehängt war die Bestätigung von K.________, Psychotherapeut ASP, vom 18. März 
2019, worin dieser zuhanden der Strafverfolgungs- und Justizbehörden bestätigte, dass 

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ihn E.________ erstmals am 25. Oktober 2018 auf Empfehlung der Opferhilfe Zürich 
aufgesucht habe. Dieser sei gemäss seinen Schilderungen vom 2. bis 7. Oktober 2019 
(recte: 2018) gegen seinen Willen samt seiner ganzen Familie unter Drohungen an seinem 
Domizil festgehalten worden. Das habe bei ihm zu einer PTBS (ICD-10 F43.1) geführt, 
welche bis heute andauere (Verfahren S 2020 83 UV-act. 28). 

5.3.3 Im Arztzeugnis zuhanden der Unfallversicherung vom 11. Juni 2019 
diagnostizierte Dr. I.________ eine PTBS "reaktiviert" (ICD-10 F43.1). Im Oktober 2018 
sei das Ehepaar entführt und im eigenen Haus für fünf Tage in Gewahrsam genommen 
worden. Sie seien arretiert, mit dem Leben bedroht und ihr Hab und Gut sei geraubt 
worden. Erst nach fünf Tagen, als eine Frau aus der Nachbarschaft gekommen sei, seien 
die Entführer geflohen und die Polizei habe kontaktiert werden können. E.________ leide 
unter wiederholtem Trauma-Erleben mit Flashbacks, Alpträumen, emotionaler Stumpfheit, 
starker Wut, emotionalem Rückzug zuhause, Freudlosigkeit, erhöhter Schreckhaftigkeit 
und Angst. Er vermeide es aus dem Haus zu gehen, wenn nicht unbedingt nötig (Polizei, 
Arztbesuch, Anwalt), beklage starke Schlafstörungen und Vigilanzsteigerung (Verfahren 
S 2020 83 UV-act. 37).

5.4 Vorweg ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin und E.________ in den 
Einvernahmen der Polizei und der Staatsanwaltschaft nie zu Protokoll gegeben hatten 
"arretiert" worden zu sein. Auch ist im Zusammenhang mit der "Flucht der Entführer" in 
den Ermittlungsakten nie die Rede von einer Frau aus der Nachbarschaft (vgl. UV-
act. A6.1 Frage 55; UV-act. A7.2 Frage 18, 65). Damit liegt abermals eine neue Version 
des Geschehensablaufs bei den Akten. 

Hinzu kommt, dass der damalige Vertreter der Versicherten die Einreichung des Berichts 
der effektiven Erstbehandlung bei "Herr J.________" in Aussicht gestellt und stattdessen 
die Bestätigung von Psychotherapeut K.________ beigebracht hatte. Letzterer wurde am 
25. Oktober 2018 auf "Empfehlung der Opferhilfe Zürich" aufgesucht und ist damit 
offensichtlich nicht jener Psychologe, welchen "die Polizei damals beigezogen hatte". 
Ärztliche Berichte, welche zeitnah nach dem Ereignis datieren, finden sich keine in den 
Akten (weder betreffend die Beschwerdeführerin noch betreffend E.________). Würden 
solche vorliegen, welche die Sachverhaltsdarstellung der Versicherten und E.________ – 
im Sinne einer Aussage der ersten Stunde – untermauern könnten, hätte die anwaltlich 
vertretene Beschwerdeführerin diese vorliegend wohl eingereicht oder zumindest erwähnt. 
Auch wenn im Sozialversicherungsrecht der Untersuchungsgrundsatz gilt, können die 

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Parteien zur Sachverhaltsermittlung herangezogen werden (was die Beschwerdegegnerin 
denn auch getan hatte). Ohnehin liegt es rechtsprechungsgemäss an der 
Beschwerdeführerin, das behauptete Unfallereignis glaubhaft zu machen. Sie hat 
demgemäss die Konsequenzen aus ihren unvollständigen und widersprüchlichen Angaben 
zu tragen (vgl. vorne E. 4.4). 

Schliesslich vermögen weder die bei E.________ diagnostizierte PTBS noch die bei der 
Beschwerdeführerin bescheinigte vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit – vor dem 
Hintergrund der zahlreichen Widersprüche – das Unfallgeschehen zu belegen (vgl. vorne 
E. 4.5; vgl. ferner in diesem Zusammenhang zu den besonderen Vorgaben bei der 
Herleitung und Begründung der Diagnose einer PTBS: BGer 9C_548/2019 vom 
16. Januar 2020 E. 6.3.1). 

5.5 Zu den aufgezeigten Inkonsistenzen tritt die verspätete Unfallmeldung vom 
12. April 2019 hinzu (sechs Monate nach dem geltend gemachten Unfallereignis; UV-
act. 1). Die Beschwerdeführerin führt diesbezüglich aus, die Unfallmeldung habe nicht 
früher ergehen können, weil sie (erst seit 2017 in der Schweiz wohnhaft) nicht gewusst 
habe, dass sie obligatorisch gegen Unfälle versichert gewesen sei (act. 1 Ziff. II.4). Mit der 
Beschwerdegegnerin ist festzuhalten (vgl. act. 4 Ziff. III.8), dass diese Erklärung nicht 
schlüssig ist.

Auch beim Besuch des Schadeninspektors in der Kanzlei des damaligen Rechtsvertreters, 
RA D.________, hatten die Beschwerdeführerin und E.________ – auf die verspätete 
Unfallmeldung angesprochen – ausgeführt, dass sie sich mit den Gegebenheiten in der 
Schweiz nicht auskennen würden, sie seien der Meinung gewesen, für diesen Vorfall 
keinen Versicherungsschutz zu haben. Der Psychiater habe sie darauf aufmerksam 
gemacht, dass eine Meldung an die Unfallversicherung nötig sei. Dies wäre eine 
Angelegenheit für den Arbeitgeber gewesen. Der (beim Gespräch ebenfalls anwesende) 
RA D.________ habe es auf sich genommen ("Er hätte müssen…"). Die Löhne seien nach 
dem Vorfall weiterbezahlt worden. Als die finanzielle Situation bei der Arbeitgeberin 
angespannt geworden sei, habe man sich mit dem Psychiater unterhalten, welcher die 
Meldung an die Unfallversicherung forciert habe (UV-act. 42 S. 4). 

Wie sich aus dem Handelsregister ergibt, war der damalige Rechtsvertreter von November 
2017 bis Oktober 2021 Mitglied des Verwaltungsrates der C.________ AG. Rechtsanwalt 
D.________ hatte E.________, welcher Geschäftsführer der Gesellschaft war, 

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(unbestrittenermassen) bei der Geschäftsgründung und den damit einhergehenden 
notwendigen Formalitäten beraten. Dazu gehören selbstredend auch die zu beachtenden 
sozialversicherungsrechtlichen Aspekte, die Gesellschaft hatte denn auch andere 
Angestellte (etwa F.________). Wenn E.________ (als Geschäftsführer) und die 
Beschwerdeführerin (welche gemäss Schadenmeldung im höheren Kader, als 
Bürodirektorin tätig war [UV-act. 1] und ferner seit Februar 2019 als 
Verwaltungsratspräsidentin der C.________ AG im Handelsregister eingetragen ist) darauf 
verweisen, die Unfallmeldung sei eine Sache des Arbeitgebers gewesen, ist dies insofern 
unbehilflich. Ebenso dürfte sich der damalige Rechtsvertreter, welcher im Zeitpunkt des 
geltend gemachten Unfallgeschehens als Verwaltungsratsmitglied der Arbeitgeberin 
fungierte, mit den "Gegebenheiten in der Schweiz" ausgekannt haben. Ernsthafte Gründe 
für die verspätete Meldung werden damit keine vorgebracht. Auch diese Sachlage 
unterstützt die Glaubwürdigkeit der Sachverhaltsdarstellung der Versicherten nicht. 

6.
6.1 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass das geltend gemachte 
Unfallereignis in Würdigung der gesamten Umstände nicht mit Wahrscheinlichkeit erstellt 
ist und damit im Sinne der dargelegten Rechtsprechung als unbewiesen zu gelten hat, 
was sich zulasten der Beschwerdeführerin auswirkt (vgl. vorne E. 4.4). Vor diesem 
Hintergrund erübrigt sich eine Kausalitätsprüfung der beklagten gesundheitlichen 
Beschwerden. 

Die vorliegende Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet und ist 
dementsprechend abzuweisen. 

6.2 An diesem Ergebnis würde im Übrigen auch eine Zeugeneinvernahme von 
E.________ (Ehemann der Beschwerdeführerin, wobei hierzu widersprüchliche Angaben 
bestehen, vgl. etwa UV-act. A5.1 Frage 13), L.________ und M.________ (Töchter der 
Beschwerdeführerin) nichts ändern (antizipierte Beweiswürdigung: BGE 143 III 297 
E. 9.3.2; BGer 8C_812/2013 vom 10. April 2014 E. 3.2.2). Einerseits macht E.________ 
im parallelen Verfahren S 2020 83 aus dem gleichen Sachverhalt Leistungen geltend, 
anderseits sind seine Aussagen in den Einvernahmeprotokollen hinlänglich dokumentiert. 
Ferner vermögen auch die undatierten, im Hinblick auf dieses Verfahren verfassten 
"Bestätigungen" von L.________ und M.________ (welche ferner nicht in Gerichtssprache 
vorliegen, BF-act. 4 und 5) die widersprüchlichen Sachverhaltsschilderungen der 
Beschwerdeführerin, die fehlende Übereinstimmung mit den vorhandenen Indizien sowie 

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die verspätete Unfallmeldung nicht zu widerlegen. Es ist vor diesem Hintergrund auch 
nicht davon auszugehen, dass Zeugeneinvernahmen der Töchter der Beschwerdeführerin 
diesbezüglich neue entscheidrelevante Erkenntnisse zu Tage bringen könnten. 

Im Weiteren sind nach Kenntnis des Verwaltungsgerichts in der Strafuntersuchung gegen 
F.________ zwischenzeitlich keine weiteren Einvernahmen oder Verfahrensschritte 
erfolgt; etwas anderes wurde von den Parteien denn auch nicht vorgebracht. Insofern 
befindet sich die (bis dato) vollständige Strafakte bereits in den vorliegenden Verfahrens-
akten (UV-act. A1 ff.). Die beantragte Aktenedition erweist sich damit als gegenstandslos. 

7. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG). Eine Parteientschädigung ist bei diesem Verfahrensausgang nicht 
zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG im Umkehrschluss). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 27. April 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am