# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a04295d-67c8-5d93-867c-8e649ed0df36
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-12-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.12.2008 ZF 2008 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2008-55_2008-12-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 08. Dezember 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 08 55

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Riesen-Bienz, Hubert, Zinsli und Michael-Dürst 
Aktuarin Mosca

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In der zivilrechtlichen Berufung

der X., Beschwerdeführerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
lic. iur. Eric Stern, Beethovenstrasse 24, 8002 Zürich,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 22. Februar 2008, mitgeteilt 
am 24. Juni 2008, in Sachen der Beschwerdeführerin und Berufungsklägerin gegen 
Y., Beschwerdegegner und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 
iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

betreffend Besuchsrecht,

hat sich ergeben:

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A. Mit Urteil des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 11. April 2000, 
mitgeteilt am 1. Mai 2000, wurde die Ehe von  X. und Y. geschieden. Die gemein-
same Tochter A., geboren am 4. Mai 1994, wurde unter die Obhut der Mutter gestellt 
und ihr wurde die elterliche Sorge zugeteilt. Dem Vater wurde das Recht ein-
geräumt, die Tochter A. jeweils am ersten Wochenende eines jeden Monats 
während zwei Tagen (jeweils von Samstag 12.00 Uhr bis Sonntag 19.00 Uhr) zu 
sich auf Besuch zu nehmen. Überdies erhielt er das Recht, mit der Tochter drei 
Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen. 

B. Aufgrund anhaltender Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der 
Ausübung des Besuchsrechts ersuchte Y. im November 2001 die Vormundschafts-
behörde des Kreises D. um Unterstützung bei der Durchsetzung des Besuchs- und 
Ferienrechts.

Am 1. Oktober 2002 ordnete die Vormundschaftsbehörde des Kreises D. für 
A. eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB an und setzte B., Amts-
vormundschaft des Kreises D., als Beiständin ein mit dem Auftrag, das gerichtlich 
eingeräumte Besuchsrecht im gegenseitigen Einvernehmen mit den Eltern von A. 
zu organisieren und zu überwachen.

Nachdem A. ihren Vater von November 2002 bis Februar 2003 jeweils mo-
natlich getroffen hatte, verweigerte das Mädchen seither jeglichen Kontakt mit dem 
Vater. Y. gelangte deshalb im Juni 2004 erneut an die Vormundschaftsbehörde des 
Kreises D. mit dem Ersuchen um Unterstützung mit Bezug auf die Ausübung des 
Besuchs- und Ferienrechts.

C. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises D. vom 3. Au-
gust 2004, mitgeteilt am 18. August 2004, wurde der Kinder- und Jugendpsychiatri-
sche Dienst Graubünden (KJPD) ersucht, A. während einer angemessenen Beob-
achtungszeit bis Ende November 2004 unter Einbezug ihrer Mutter therapeutisch 
zu begleiten und anschliessend zur Frage Stellung zu nehmen, ob beziehungsweise 
inwieweit die Verweigerungshaltung A. gegenüber Kontakten zum Vater auf Beein-
flussung zurückzuführen sei sowie Empfehlungen bezüglich des weiteren Vorge-
hens beziehungsweise allfälliger ergänzender Massnahmen mit Bezug auf das Be-
suchrecht abzugeben. Gegen diesen Beschluss erhob X. am 27. August 2004 Be-
schwerde mit dem Begehren, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und der 
Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst St. Gallen sei mit der Begutachtung zu 
beauftragen. Mit Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 8. November 

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2004 wurde die Vormundschaftsbehörde des Kreises D. angewiesen, einen Gut-
achter zu bestimmen, der nicht dem KJPD Graubünden angehört.

D. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises D. vom 23. 
März 2005 wurde Dr. med. F. beauftragt, A. im Sinne des Beschlusses vom 3. Au-
gust 2004 kinderpsychologisch zu begutachten. Sein Gutachten datiert vom 16. Ja-
nuar 2006.

E. Nachdem ein Mediationsverfahren gescheitert war, räumte die Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises D. beiden Parteien Gelegenheit zur Stellung-
nahme ein.

F. Mit Beschluss vom 31. Oktober 2006, mitgeteilt am 20. März 2007, 
wies die Vormundschaftsbehörde des Kreises D. das Ausstandbegehren betreffend 
Vizepräsidentin lic.iur. E. ab, wobei die Präsidentin und die Vizepräsidentin der Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises D. sich im Ausstand befanden. Ebenfalls am 31. 
Oktober 2006, mitgeteilt am 20. März 2007, fasste die Vormundschaftsbehörde des 
Kreises D. den folgenden Beschluss, wobei sich lic.iur. G. im Ausstand befand:

„1. Der Antrag auf Anhörung von A. wird abgelehnt.

2. Der Antrag auf Ernennung eines Verfahrensbeistandes für A. wird ab-
gelehnt.

3. Der Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 
ZGB, geführt durch Amtsvormundin B., wird abgelehnt.

4. Vom kinderpsychologischen Gutachten vom 16.01.2006 von Dr.med. F. 
wird Kenntnis genommen.

5. In teilweiser Gutheissung des Antrages der Mutter auf Sistierung des 
Besuchsrechts wird die Ausübung des Besuchsrechts für 6 Monate aus-
gesetzt.

6. Im Anschluss an diese sechsmonatige Sistierungsdauer gilt die folgende 
Besuchsrechtsregelung:
- für die ersten zwei Monate nach der Sistierung: 2 Stunden alle 14 Tage
- für die nächsten zwei Monte: 4 Stunden alle 14 Tage
- wiederum für die nächsten zwei Monate: 1 Tag alle 14 Tage

Anschliessend gilt wieder die gerichtlich festgelegte Besuchsrechtrege-
lung gemäss Scheidungsurteil vom 11.04.2000.

7. Der Eventualantrag auf Anordnung eines begleiteten Besuchsrechts 
wird abgelehnt.

8. Für die Zeitdauer der sechsmonatigen Sistierung wird X. gestützt auf Art. 
273 Abs. 2 ZGB unter Hinweis auf Art. 292 StGB, wonach mit Busse 
bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder von einem 
zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels 
an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, aufgefordert, monatli-

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che Besprechungen zwischen der Beiständin und A., welche der Stand-
ortbestimmung sowie der Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des 
persönlichen Verkehrs zum Vater dienen sollen, sicherzustellen.

9. Für die Zeitdauer der sechsmonatigen Sistierung wird X. gestützt auf Art. 
273 Abs. 2 ZGB unter Hinweis auf Art. 292 StGB, wonach mit Busse 
bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder von einem 
zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels 
an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, verpflichtet, die Nach-
wirkungen des Scheiterns der Ehe mit Y. mit Unterstützung einer hierfür 
ausgewiesenen Fachperson ihrer Wahl mittels zweit Sitzungen pro Mo-
nat, insgesamt 12 Sitzungen, therapeutisch aufzuarbeiten und der 
Behörde innert Frist von 14 Tagen seit Mitteilung dieses Beschlusses 
bekannt zu geben, welche Fachperson für die vorstehend umschriebene 
Beratung gewählt wurde. Ziel dieser Begleitung ist einerseits, darauf hin-
zuwirken, dass Y. von X. als Vater von A. akzeptiert wird, und anderer-
seits die Bereitschaft der Mutter zu fördern, ihre Tochter dabei zu unter-
stützen, mit dem Vater wieder Kontakt aufzunehmen.

10. Die Kosten des Gutachtens vom 16.01.2006 in Höhe von Fr. 6'950.--
gehen zu zwei Dritteln (Fr. 4'630.--) zulasten von X. und zu einem Drittel 
(Fr. 2'320.--) zulasten von Y..

11. Die behördlichen Aufwendungen in Zusammenhang mit vorliegendem 
Beschluss in Höhe von Fr. 1'500.-- gehen zu zwei Dritteln (Fr. 1'000.--
)zulasten von X. und zu einem Drittel (Fr. 500.--) zulasten von Y..

12. (Rechtsmittelbelehrung)

13. (Mitteilung)“

G. Gegen diese beiden Beschlüsse liess X. am 4. April 2007 Beschwerde 
beim Bezirksgerichtsausschuss Plessur erheben. Sie beantragte:

„I. Rechtsbegehren

1. Ziff. 1-3 und 5-11 des Dispositivs des Beschlusses der Vormundschafts-
behörde des Kreises D. vom 31. Oktober 2006, mitgeteilt am 20. März 
2007 (Hauptentscheid) sowie Ziff. 1 und 2 des Beschlusses der Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises D. vom 31. Oktober 2006, mitgeteilt 
am 20. März 2007 (betreffend Ausstand lic. iur. E.) seien vollumfänglich 
aufzuheben.

2. Die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Eventualiter sei das gemäss Scheidungsurteil vom 11. April 2000 dem 
Vater eingeräumte Besuchs- und Ferienrecht hinsichtlich seiner Tochter 
A. von einem Wochenende pro Monat bzw. 3 Wochen pro Jahr (Ziff. 2 b 
des Dispositivs des Scheidungsurteils) für so lange aufzuheben, bis die 
Tochter ihr Einverständnis zu Besuchen beim Vater erklärt und die von 
der Vorinstanz angeordnete Beistandschaft aufzuheben.

Subeventualiter seien jegliche Vollzugsanordnungen bezüglich des 
gemäss Scheidungsurteil des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 
11. April 2000 zu Gunsten des Ehemannes festgesetzten Besuchs- und 
Ferienrechts zu unterlassen; es sei anzuordnen, dass das Besuchsrecht 
nur mit Wille und Einverständnis der Tochter A. ausgeübt werden kann.

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Subsubeventualiter sei das Besuchs- und Ferienrecht gemäss Schei-
dungsurteil vom 11. April 2000 dahingehend abzuändern, dass ein be-
gleitetes, auf einen Tag pro Monat befristetes Besuchsrecht von maximal 
3 Stunden Dauer angeordnet wird. Als Begleitperson sei eine von A. und 
X. zu bezeichnende Vertrauensperson einzusetzen. Diese Regelung sei 
solange aufrechtzuerhalten, bis A. zu einem weitergehenden Besuchs- 
und einem allfälligen Ferienrecht Hand bietet.

3. Die Kosten des Gutachtens F. vom 16. Januar 2006 seien den Parteien 
je hälftig aufzuerlegen.

4. Die vorinstanzlichen Kosten seien dem Ehemann aufzuerlegen und der 
Ehefrau für ihre anwaltlichen Aufwendungen im vorinstanzlichen Verfah-
ren zu Lasten des Ehemannes, eventualiter zu Lasten des Kreises D. 
(Vormundschaftsbehörde) eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 
3'000.-- zuzusprechen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Kreises D. (Vor-
mundschaftsbehörde), eventualiter zu Lasten des Beschwerdegegners.
Für den Fall, dass die Beschwerde teilweise oder ganz abgewiesen wer-
den sollte, seien die Verfahrenskosten im Sinne von Art. 63 Abs. 3 EG 
zum ZGB zu erlassen.

II. Prozessleitende Anträge

1. Es sei A. für das Beschwerdeverfahren vor Bezirksgerichtsausschuss 
Plessur ein eigener Rechtsvertreter beizugeben.

2. Der für die Instruktion verantwortliche Richter bzw. der Bezirksgerichts-
ausschuss Plessur haben A. in geeigneter Weise angemessen an-
zuhören. Dabei sei H., D., als Begleitperson zur Anhörung zuzulassen.

3. Der Beschwerde sei – mit Ausnahme der von der Vorinstanz ausgespro-
chenen Sistierung des Besuchsrechts für 6 Monate - aufschiebende Wir-
kung zu erteilen. Und es sei prozessleitend anzuordnen, dass das Be-
suchsrecht für die Dauer des Beschwerdeverfahrens nicht ausgeübt wer-
den kann. Die prozessleitenden Anordnungen seien superprovisorisch, 
d.h. vor Anhörung der Gegenpartei zu verfügen.“

H. Am 28. März 2007 liess auch Y. Beschwerde gegen den Beschluss 
der Vormundschaftsbehörde des Kreises D. vom 31. Oktober 2006, mitgeteilt am 
20. März 2007, erheben. Seine Rechtsbegehren lauteten:

„1. Ziff. 10 und 11 des Beschlusses vom 31. Oktober 2006/20. März 2007 
seien aufzuheben.

Die Kosten des Gutachtens seien X. aufzuerlegen, ebenso die behörd-
lichen Aufwendungen in Zusammenhang mit dem angefochtenen Be-
schluss.

Eventuell seien die Kosten auf die Kreiskasse zu nehmen.

2. X. sei zudem zu verpflichten, Y. ausseramtlich mit Fr. 3'000.--, zuzüglich 
7.6% Mehrwertsteuer, allenfalls mit einem Betrag nach richterlichem Er-
messen zu entschädigen.

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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“   

Mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2007 liess X. die kostenfällige Abwei-
sung der Beschwerde von Y. beantragen. Die Vormundschaftsbehörde des Kreises 
D. nahm am 25. Oktober 2007 dazu Stellung. 

I. Mit Verfügung vom 3. Mai 2007 teilte das Bezirksgerichtspräsidium 
Plessur mit, dass im Beschwerdeverfahren von X. in einem Teilentscheid über das 
Ausstandsbegehren gegen die Vizepräsidentin der Vormundschaftsbehörde ent-
schieden werde. Im Rahmen der auf den 5. Juli 2007 angesetzten Verhandlung 
wurde entschieden, den Gegenstand des zu fällenden Teilentscheids auf den Vor-
wurf der Nichtbekanntgabe der Behördenzusammensetzung auszudehnen. Mit Tei-
lentscheid des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 5. Juli/31. August 2007, 
mitgeteilt am 21. September 2007, wurde die Beschwerde von X. insoweit abgewie-
sen, als sie die Rüge der Nichtbekanntgabe der Zusammensetzung der Vormund-
schaftsbehörde bei den Beschlussfassungen vom 31. Oktober 2006 sowie das 
Ausstandsbegehren gegenüber der Vizepräsidentin der Vormundschaftsbehörde 
des Kreises D. betraf. Im Weiteren wurde beschlossen, das Verfahren fortzusetzen 
und der Vormundschaftsbehörde des Kreises D. Gelegenheit zur Stellungnahme zu 
den übrigen Beschwerdeanträgen gemäss Beschwerdeschrift vom 4. April 2007 
einzuräumen. Die Vormundschaftsbehörde liess sich, wie bereits ausgeführt, am 
25. Oktober 2007 dazu vernehmen.

J. Mit Verfügung vom 7. Juni 2007 lehnte das Bezirksgerichtspräsidium 
Plessur das Begehen um Einsetzung eines Rechtsbeistandes für A. im Beschwer-
deverfahren von X. ab.

K. Mit Urteil vom 22. Februar/8. April 2008, mitgeteilt am 24. Juni 2008, 
erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Plessur:

„1. Die Beschwerde von Y. wird abgewiesen (Proz.Nr. 120-2007-15).

2. Die Beschwerde von X. wird teilweise gutgeheissen (Proz.Nr. 120-2007-
17).

3. Ziffer 8 des angefochtenen Beschlusses vom 31. Oktober 2006/20. März 
2007 wird aufgehoben.

4. Die Ausübung des im Scheidungsurteil vom 11. April 2000 festgelegten 
Besuchsrechts wird für die Dauer eines Jahres ab Rechtskraft des vor-
liegenden Urteils sistiert.
Im Anschluss an diese Sistierungsdauer gilt die Besuchsrechtsregelung 
gemäss Ziffer 6 des angefochtenen Beschlusses.

5. Für die Dauer der Sistierung wird X. unter Hinweis auf Art. 292 StGB, 
wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde 

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oder von einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdro-
hung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, 
verpflichtet, im Sinne der Erwägungen bei einer hierfür ausgewiesenen 
Fachperson zwei Sitzungen pro Monat, insgesamt 24 Sitzungen, zu be-
suchen.
Sie hat der Vormundschaftsbehörde des Kreises D. innert 14 Tagen seit 
Rechtskraft des Urteils bekannt zu geben, welche Fachperson für die 
Beratung gewählt wurde.

6. Die Kosten des Bezirksgerichtsausschusses Plessur von Fr. 3'500.--ge-
hen in Höhe von Fr. 350.-- zu Lasten von Y. (Proz.Nr. 120-2007-15) und 
in Höhe von Fr. 3'150.-- zu Lasten der Gerichtskasse (Proz.Nr. 120-
2007-17).
X. wird zu Lasten der Gerichtskasse mit Fr. 1'459.70 (inkl. Barauslagen 
und MWST) ausseramtlich entschädigt.

7. Dem Parteivertreter der Beschwerdeführerin wird eine Frist von 10 Ta-
gen ab Mitteilung des vorliegenden Urteils gesetzt, um eine detaillierte 
Honorarnote betreffend Anwaltsaufwand (samt Einzahlungsschein) ein-
zureichen und seine diesbezüglichen Ansprüche zu beziffern. Bei Nicht-
Einhaltung dieser Frist wird das Bezirksgerichtspräsidium den Aufwand 
nach pflichtgemässem Ermessen festsetzen.

8. (Rechtsmittelbelehrung)

9. (Mitteilung)“

L. Dagegen liess X. am 14. Juli 2008 eine schriftlich begründete Beru-
fung an das Kantonsgericht von Graubünden erklären. Sie beantragt:

„Es sei Disp. Ziff. 5 des Erkenntnisses des Bezirksgerichtsausschusses Ples-
sur vom 22. Februar/8. April 2008 aufzuheben;

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Appellanten.“

Überdies liess X. den Verfahrensantrag stellen, es sei Rechtsanwalt lic. iur. 
Eric Stern als ihr unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen.

Auf entsprechende Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums (Art. 224 Abs. 
2 ZPO) verzichtete Y. mit Schreiben vom 8. September 2008 auf die Einreichung 
einer Vernehmlassung, zumal er nicht Partei in diesem Verfahren sei. Es gelte zu 
berücksichtigen, dass lediglich Ziff. 5 des vorinstanzlichen Urteils angefochten wor-
den sei. Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 27. August 2008 auf eine 
Stellungnahme.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. a) Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bildet die 
unter Strafandrohung von Art. 292 StGB erteilte Weisung der Vorinstanz, die Beru-
fungsklägerin habe bei einer ausgewiesenen Fachperson zwei Sitzungen pro Mo-
nat, insgesamt 24 Sitzungen, zu besuchen und der Vormundschaftsbehörde des 
Kreises D. binnen 14 Tagen seit Rechtskraft des Urteils bekannt zu geben, welche 
Fachperson für die Beratung gewählt wurde. Die Vorinstanz begründet diese 
Zwangsauflage damit, es gehe darum, der Wahrnehmung des persönlichen Ver-
kehrs zwischen A. und dem Vater noch eine Chance zu geben. Wie Dr. med. F. in 
seinem Gutachten vom 16. Januar 2006 ausgeführt habe, habe X. die Enttäuschun-
gen ihrer Ehe mit Y. noch nicht überwunden. Positive Erlebnisse zwischen Vater 
und Tochter würden bei ihr als Mutter Ängste auslösen. Selbst normales Interesse 
des Vaters an der Schulung und Gesundheit seiner Tochter könnten von der Mutter 
nicht positiv gesehen werden, sondern würden als Einmischung und Bedrohung er-
lebt. Der Gutachter gehe davon aus,  dass die Weigerungshaltung von A. ihren Va-
ter zu sehen in einer indirekten Beeinflussung durch die Mutter begründet sei, als 
diese ihr die Entscheidung überlassen habe, ob sie ihren Vater sehen möchte oder 
nicht und sie nicht darin bestärkt habe, das Besuchsrecht wahrzunehmen. Eine 
echte positive Grundhaltung der Mutter, dass A. einen guten Vater habe, würde 
nach Ansicht des Gutachters für A. eine enorme Erleichterung bedeuten. Um dies 
zu erreichen, erscheine die Verpflichtung der Mutter, sich während der Sistierungs-
dauer des Besuchsrechts therapeutischen Sitzungen zu unterziehen, als zweck-
mässig.

b) Die Berufungsklägerin wendet dagegen ein, der Bezirksgerichtsaus-
schuss Plessur habe übersehen, dass das besagte Gutachten, auf welches Bezug 
genommen werde, bereits aus dem Jahre 2006 stamme. Davon ausgehend, dass 
eine unverarbeitete Scheidungssituation vorliege, sei gemäss den Grundsätzen der 
systemischen Psychotherapie ein Einbezug der betroffenen Personen unabweis-
lich. Eine therapeutische Aufarbeitung, die einseitig auf eine Person ausgerichtet 
sei – ohne eine systematische gemeinsame Aufarbeitung durch die beiden zur 
Hauptsache Involvierten – allenfalls unter zeitweiligem Einbezug auch der Tochter 
A., sei zum vornherein ungeeignet, eine Änderung in der Haltung zu bewirken. 
Komme hinzu, dass diese Massnahme ein Zwangselement enthalte, welches als 
solches einen Therapieerfolg geradezu ausschliesse. Schliesslich sei diese einsei-
tige Zwangstherapie auch ungeeignet und unverhältnismässig. Es sei zu beachten, 
dass A. bereits seit fünf Jahren ihren Vater nicht mehr sehen wolle. Bei der sich im 
15. Altersjahr befindlichen A. habe sich eine Haltung verfestigt, die nur mit ihr und 

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durch sie geändert werden könne. Nur wenn der Vater mit Worten und Taten der 
Tochter vermitteln könne, dass er effektiv an ihr als Tochter interessiert sei und es 
ihm eben nicht um eine verfehlte Aufarbeitung der Scheidung gehe, sei es möglich, 
dass die Tochter ihre Einstellung ändere. Durch die einseitig der Mutter auferlegte 
Zwangstherapie werde der Vater jeglicher Verantwortung entledigt. Dieser Argu-
mentation kann – wie noch zu zeigen sein wird – nur zum Teil gefolgt werden.

 c) Die Vorinstanz stützt sich bei der im vorliegenden Verfahren interes-
sierenden Weisung auf Art. 273 Abs. 2 ZGB. Gemäss dieser Bestimmung kann die 
Vormundschaftsbehörde Eltern, Pflegeeltern oder das Kind ermahnen und ihnen 
Weisungen erteilen, wenn sich die Ausübung oder Nichtausübung des persönlichen 
Verkehrs für das Kind nachteilig auswirkt oder wenn eine Ermahnung oder eine Wei-
sung aus anderen Gründen geboten ist. Art. 273 Abs. 2 ZGB normiert somit ein 
ausdrückliches Ermahnungs- und Weisungsrecht der Vormundschaftsbehörde, 
wenn sich die Ausübung oder Nichtausübung des persönlichen Verkehrs nachteilig 
für das Kind auswirkt. Entsprechend dem Verhältnismässigkeitsprinzip hat die Vor-
mundschaftsbehörde zunächst zu versuchen, durch Mahnungen auf eine Kindes-
wohl geeignete Ausübung des Besuchsrechts hinzuwirken. Auf der zweiten Stufe 
kommen Weisungen in Betracht, die auch mit der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 
StGB verbunden werden können. Als Weisung im Sinne des Gesetzes kommt die 
Verpflichtung zur Führung von Gesprächen mit Beratungsstellen in Betracht (vgl. 
Schwenzer, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, N 22-24 zu 
Art. 273 StGB).

Nach dem Gesagten erhellt, dass die Vormundschaftsbehörde grundsätzlich 
befugt ist, Weisungen zu erteilen, die auch mit der Ungehorsamsstrafe nach Art. 
292 StGB verbunden sein können, wenn die Nichtausübung des persönlichen Ver-
kehrs sich nachteilig für das Kind auswirkt. Es stellt sich vorliegend die Frage, ob 
die von der Vormundschaftsbehörde angeordnete und von der Vorinstanz bestätigte 
Gesprächstherapie dem Kindeswohl dient und als verhältnismässig zu qualifizieren 
ist.

d) Dr. med. F. schreibt in seinem Gutachten vom 16. Januar 2006, es sei 
aus entwicklungspsychologischer Sicht wichtig, dass Kinder auch nach einer Schei-
dung der Eltern zu beiden Elternteilen eine gesunde, unterstützende Beziehung 
pflegen würden, und die Kinder weiterhin aufbauende, stärkende Erlebnisse mit bei-
den Eltern erfahren dürfen. Diese Erfahrungen würden auch der Integration gesun-
der Elternanteile dienen und eine wichtige Grundlage für eine gesunde Entwicklung 
der eigenen Identität des Kindes respektive des Jugendlichen bilden. Vorliegend 

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verweigere A. jedoch den Kontakt zu ihrem Vater. A. selbst habe weder gegenüber 
den Organen der Vormundschaftsbehörden, der Beiständin noch dem Gutachter 
von schädigendem Verhalten des Vaters berichtet. Auch in den testpsychologi-
schen Untersuchungen seien keine Hinweise auf negatives Verhalten des Vaters 
gegenüber A. ersichtlich geworden. X. habe ebenfalls keine Hinweise zu direktem 
schädlichem Verhalten des Vaters gegenüber seiner Tochter gemacht. Das unan-
gemeldete Klingeln des Vaters an der Tür zur persönlichen Überbringung eines Ge-
schenkes sei für Mutter und Tochter eine negative Überraschung gewesen. Und 
möglicherweise habe der Vater auch nicht immer gewusst, was er bei Besuchen mit 
der Tochter machen könne. Beide Punkte wertet der Gutachter als nicht gravierend. 
A. klares und gegenüber verschiedenen Personen deklariertes „Nein“ zu Kontakten 
mit dem Vater beruhe somit nicht auf offensichtlichem, negativem, eigenständigem 
Erleben mit dem Vater. Die Verweigerungshaltung von A. sei aber auch nicht auf 
direkte Beeinflussung zurückzuführen. Vielmehr sei die Verweigerungshaltung Aus-
druck der Lebenssituation A. und der Not der Mutter. X. habe die Enttäuschungen 
in ihrer Ehe mit Y. noch nicht überwunden. Sie habe Angst, ihre Tochter, mit der sie 
eng bis über-eng verbunden sei, zu verlieren. Positive Erlebnisse zwischen Vater 
und Tochter würden bei ihr als Mutter Ängste auslösen. Die Mutter bejahe zwar 
vordergründig verbal die Kontakte A. zu ihrem Vater, bestätige dies aber nicht mit 
einer positiven Grundhaltung gegenüber Y.. Eine echte, positive Grundhaltung der 
Mutter in dem Sinne, dass A. einen guten Vater habe, wäre aber nach Ansicht des 
Gutachters eine enorme Erleichterung für A.. Darüber hinaus empfiehlt der Gutach-
ter eine psychotherapeutische Unterstützung von A.. Wenn A. ihre Wurzeln, Mutter 
und Vater, annehmen könne und nicht das Bild eines bedrohlichen Vaters auf den 
Lebensweg mitgegeben werde, würden sich ihre Ängste wieder legen. A. dürfe aber 
nicht zu Kontakten mit dem Vater gezwungen werden.

e)  Aus dem Gutachten von Dr. med. F. geht ganz klar hervor, dass die 
Weigerung A. ihren Vater zu sehen, sich negativ auf ihre Entwicklung auswirkt. Es 
ist aus entwicklungspsychologischer Sicht grundlegend, dass Kinder auch nach ei-
ner Scheidung der Eltern zu beiden Elternteilen eine gesunde, unterstützende Be-
ziehung pflegen. Daran hat sich nichts geändert, auch wenn das Gutachten aus 
dem Jahre 2006 stammt. Im Weiteren kann dem besagten Gutachten entnommen 
werden, dass dem Vater kein schädigendes Verhalten vorgeworfen werden kann. 
Nach Ansicht des Gutachters fehlt es hingegen an der positiven Grundhaltung der 
Mutter gegenüber Kontakten der Tochter zum Vater. Ziel der Gesprächstherapie ist 
es, diese positive Grundhaltung bei der Berufungsklägerin zu wecken. Nur wenn die 
Mutter den Kontakt zwischen Vater und A. begrüsst und aktiv fördert, wird eine 

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Annäherung zwischen Vater und Tochter stattfinden können, was wiederum dem 
Kindeswohl zuträglich wäre. Auch die Kinderpsychiaterin Dr. med. I., welche von 
der Berufungsklägerin aufgesucht worden ist und eine kinderpsychiatrische Ab-
klärung mit anschliessender Therapie mit A. durchgeführt hat, führt in ihrem Zwi-
schenbericht vom 13. Juni 2005 aus (kB 6), dass es wichtig wäre, wenn die Eltern 
ihren Konflikt soweit beilegen könnten, dass sie ihre gemeinsame Aufgabe als El-
tern von A. in einer kooperativen Art und Weise bewältigen könnten. Somit ist nicht 
zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Anordnung der Vormundschaftsbehörde 
bestätigt hat, wonach die Berufungsklägerin für die Zeitdauer der einjährigen Sistie-
rung des Besuchsrechts unter Hinweis auf Art. 292 StGB verpflichtet wird, bei einer 
ausgewiesenen Fachperson ihrer Wahl zwei therapeutische Sitzungen pro Monat, 
insgesamt 24 Sitzungen, zu besuchen. Nach dem Scheitern der bisherigen 
Bemühungen, eine Wiederannäherung zwischen Vater und Tochter zu ermögli-
chen, wie beispielsweise das Mediationverfahren bei Dr. iur. J., ist die fragliche An-
ordnung als verhältnismässig zu qualifizieren. In Ergänzung zur Vorinstanz und in 
Übereinstimmung mit der Berufungsklägerin erachtet es das Kantonsgericht als 
sinnvoll, dass Vater und Tochter – wenn es dem Ziel der Therapie dient – vom The-
rapeuten ebenfalls verpflichtet werden können, an Gesprächen teilzunehmen. Es 
wird Aufgabe des Therapeuten sein zu bestimmen, ob und wann die Teilnahme von 
Y. und A. an diesen Gesprächen erforderlich ist. Diese Verpflichtung zur Therapie 
soll nicht als Schuldzuweisung, sondern als Chance verstanden werden, wobei die 
Bereitschaft aller Beteiligten erforderlich ist, um einen Erfolg im Sinne des Kindes-
wohls zu erzielen.

f) Im Resultat wird die Berufung dahin entschieden, dass in Anwendung 
der Offizialmaxime und in Ergänzung zu Ziff. 5 des vorinstanzlichen Dispositivs auch 
Y. und A. auf Aufforderung des Therapeuten an entsprechenden Therapiesitzungen 
teilzunehmen haben.

2. a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die 
Kosten des Berufungsverfahrens je zur Hälfte X. und dem Kanton Graubünden auf-
zuerlegen. Damit entfällt die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung. 

b) Wie bereits ausgeführt, liess X. in ihrer Berufung vom 14. Juli 2008 
den Verfahrensantrag stellen, Rechtsanwalt lic. iur. Eric Stern sei als ihr unentgelt-
licher Rechtsvertreter zu bestellen. Dieses Gesuch war nicht begründet und es la-
gen auch die erforderlichen Unterlagen gemäss Art. 43 ZPO nicht bei. Mit Schreiben 
des Kantonsgerichtspräsidenten vom 28. August 2008 wurde Rechtsanwalt lic. iur. 
Eric Stern ersucht, das Gesuch betreffend Bestellung eines unentgeltlichen Rechts-

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vertreters in einer separaten Eingabe zu stellen, dies zu begründen und die erfor-
derlichen Unterlagen beizulegen. Im Weiteren wurde der Rechtsvertreter der Beru-
fungsklägerin darauf aufmerksam gemacht, dass unter diesen Umständen auf den 
in der Haupteingabe enthaltenen Verfahrensantrag nicht eingetreten werden 
könnte. Mit Schreiben vom 10. September 2008 stellte Rechtsanwalt lic. iur. Eric 
Stern ein Gesuch um Erstreckung der Frist bis zum 24. September 2008. Mit Ant-
wortschreiben vom 16. September 2008 stellte der Kantonsgerichtspräsident klar, 
dass das Schreiben vom 28. August 2008 keine Frist enthalte. Auf ein verbessertes 
Gesuch werde das Kantonsgericht Graubünden eingehen, wenn es beim Gericht 
eintreffe.  In der Folge reichte Rechtsanwalt lic. iur. Eric Stern kein verbessertes 
Gesuch ein. Auf den Antrag vom 14. Juli 2008 betreffend Bestellung einer unent-
geltlichen Rechtsvertreters kann demnach nicht eingetreten werden.

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird dahin entschieden, dass in Ergänzung zu Ziff. 5 des Dis-
positivs des Urteils des Bezirksgerichtsauschusses Plessur vom 22. Fe-
bruar/8. April 2008, mitgeteilt am 24. Juni 2008, Y. und A. verpflichtet werden, 
auf Aufforderung des Therapeuten an entsprechenden Therapiesitzungen 
teilzunehmen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 2'000.-- und einer Schreibgebühr von Fr. 240.--, insgesamt somit Fr. 
2'240.--, gehen je zur Hälfte zu Lasten von X. und zu Lasten des Kantons 
Graubündens.

3. Auf das Gesuch von X. betreffend Bestellung eines unentgeltlichen Rechts-
vertreters wird nicht eingetreten.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise 
einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren 
Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und 90 ff. BGG. 

5. Mitteilung an:

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Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Präsident: Die Aktuarin: