# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23ced35b-5111-5d18-aa88-3c52aa579efb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.09.2015 200 2015 592
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-592_2015-09-07.pdf

## Full Text

200 15 592 IV
KNB/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. September 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Mai 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 2. Dezember 2010 unter Hinweis auf ein seit 2007 beste-
hendes und von der SUVA als Berufskrankheit anerkanntes Ekzem bei der 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IVB [act. IIB], 1). Diese edierte die Akten der SUVA (act. IIB 8.1-
8.88, 31.1-31.12; Akten der IVB [act. IIA], 32.1, 50.1/130-463; Akten der 
IVB [act. II], 50.1/1-129, 55.1) und traf medizinische (act. IIB 16, 30; act. IIA 
43 f., 49; act. II 59 f., 74.1) sowie erwerbliche (act. IIB 5, 26, 28.1-28.3; 
act. IIA 40) Abklärungen. Gestützt auf ein bidisziplinäres medizinisches 
Gutachten vom 29. Dezember 2014 (act. II 74.1) ermittelte sie einen Invali-
ditätsgrad von 29 % und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 
3. Februar 2015 (act. II 76) die Abweisung des Leistungsgesuchs hinsicht-
lich einer Invalidenrente in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (act. II 77) 
verneinte sie mit Verfügung vom 26. Mai 2015 (act. II 79) entsprechend 
dem Vorbescheid einen Rentenanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 26. Juni 2015 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; eventualiter sei ihm 
eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Gleichzeitig ersuchte er um un-
entgeltliche Rechtspflege und Beiordnung seines Rechtsvertreters als amt-
licher Anwalt.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. August 2015 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Mai 2015 
(act. II 79). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Ausserhalb des Anfechtungs- und Streitgegenstandes stehen dagegen 
Massnahmen beruflicher Art (Beschwerde S. 3 Ziff. III Ziff. 3 und E. 3.3.3 
hienach).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 4

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 5

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 26. Mai 2015 (act. II 79) auf die dermatologische/psychiatrische 
Expertise der MEDAS C.________ vom 29. September 2014 (act. II 74.1). 
Darin stellten die Dres. med. D.________, Fachärztin für Dermatologie und 
Venerologie, und E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, in bidisziplinärer Hinsicht die folgenden Diagnosen (act. II 74.1/17 
Ziff. 5):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
- Chronisch-dyshidrosiformes Hand- und Fussekzem, zum Teil 

hyperkeratotisch rhagadiform (ICD-10: L23.8)
- Typ VI Sensibilisierung auf Härter von Epoxidharzen (Ethylen-

diamin, Dihydrochlorid, Diaminodiphenylmethan, Trimethylhexan 
und Epoxidharz)

- Status nach Cheiropodopompholyx 2010 (ICD-10: L30.1)
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
- leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0)
- akzentuierte impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1)

Die Gutachter erklärten, die aktuell und auch aktenmässig festzustellenden, 
sichtbaren Veränderungen seien nicht eindeutig als Kontaktdermatitis ein-
stufbar, sie erschienen eher irritativ-toxisch. Es stelle sich auch die Frage 
nach einer adäquaten Behandlungsdurchführung. Aus interdisziplinärer 
Sicht bestehe eine bleibende Arbeitsunfähigkeit für potentiell allergisieren-
de, mechanisch die Hände belastende, nicht trocken durchzuführende 
Tätigkeiten. Für die Hände nur leicht belastende, adaptierte Tätigkeiten 
bestehe hingegen eine 100%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Diese 
Einschätzung sei mit Sicherheit ab Dezember 2014 zu bestätigen. Soma-
tisch sei die Arbeits- und Leistungsfähigkeit seit der Nichteignungsverfü-
gung der SUVA vom 16. März 2010 (act. IIB 8.37) wie aktuell einzustufen, 
während psychiatrisch möglicherweise intermittierend eine leichte affektive 
Einschränkung bei akzentuierter Anpassungsstörung bestanden habe, die 
aber nicht zu einer länger dauernden, höhergradigen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit geführt habe. Da sich retrospektiv auch die Persönlich-
keitsstörung nicht bestätigen lasse, könne eine wesentliche Arbeitsunfähig-
keit längerfristig psychiatrisch nicht zuerkannt werden (act. II 74.1/18 
Ziff. 6). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 6

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.3 Das bidisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 29. Dezember 2014 
(act. II 74.1) erfüllt die höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 
hievor) und erbringt vollen Beweis. Die Experten stützten ihre fachärztliche 
Beurteilung auf die Erkenntnisse aus der vollständigen Anamnese sowie 
der persönlichen klinischen Exploration des Beschwerdeführers. Sie setz-
ten sich mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte sowie den Ak-
tenberichten des Versicherungspsychiatrischen Dienstes der SUVA bzw. 
deren Abteilung Arbeitsmedizin auseinander und begründeten ihre 
Schlussfolgerungen nachvollziehbar und überzeugend. Es bestehen keine 
divergierenden ärztlichen Berichte, die geeignet wären, den Beweiswert der 
Expertise zu erschüttern, vielmehr korreliert diese grösstenteils mit der üb-
rigen medizinischen Aktenlage. Insbesondere ist das initial diagnostizierte 
obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), welches durch eine zumutbare 
Schlafhygiene oder eine CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway 
Pressure) behandelbar wäre (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 
266. Aufl. 2014, S. 423, S. 1908) und in dessen Zusammenhang keine Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 7

beitsunfähigkeit attestiert wurde (act. IIB 8.7/1 f.), von vornherein unmass-
gebend. Gegenüber dem SUVA-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, gab der Beschwerdeführer anlässlich der 
Untersuchung vom 23. September 2010 denn auch an, die Atmung sei 
wieder besser geworden und bereite ihm keine Probleme mehr (act. IIB 
8.69/5). Sodann konnte Dr. med. F.________ anlässlich dieser Untersu-
chung (act. IIB 8.69/12) mit einleuchtenden Argumenten die anfänglich von 
dem Spital G.________ bzw. der Klinik H.________ (act. IIB 8.38/3 [besser 
lesbare Kopie in den Akten der SUVA {SUVA-act. IIA} 35], 8.53, 8.71) in 
Betracht gezogene Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) aussch-
liessen. Dr. med. I.________ (soweit ersichtlich weder im Medizinalberufe-
register noch im FMH-Index verzeichnet [vgl. <www.doctorfmh.ch> bzw. 
<www.medregom.admi.ch>]) sprach sich als behandelnder Arzt im durch 
Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
visierten Bericht vom 2. Dezember 2010 (act. IIB 8.82) ebenfalls gegen das 
Vorliegen einer PTBS aus. Des Weiteren sind sich die Dres. med. 
E.________ und F.________ darüber einig, dass eine zunächst allenfalls 
bestandene Anpassungsstörung (act. IIB 8.38 [besser lesbare Kopie: SU-
VA-act. IIA 35], 8.69, 8.82; act. II 50.1/114 f., 50.1/44 f.) nicht mehr vorliegt 
(act. II 55.1/91, 74.1/12 ff. Ziff. 3.4 f.). Ob die mangelnde Impulskontrolle 
und aggressiven Wutausbrüche (der Beschwerdeführer hat seine Ehefrau 
mehrfach geschlagen und es sind auch verbale bzw. körperliche Angriffe 
gegenüber Dritten sowie eine Untersuchungshaft wegen einer Schlägerei 
aktenkundig [act. IIB 8.53/8, 8.54/1, 8.69/5 f., 8.71/1, 27/1, 31.5/2, 31.6; act. 
IIA 43/2, act. II 50.1/44, 74.1/11 Ziff. 3.1.2, 74.1/13 Ziff. 3.4]) diagnostisch 
als akzentuierte impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1; act. II 
74.1/12 Ziff. 3.3) zu qualifizieren sind – was im Vordergrund steht – oder 
eine andauernden Persönlichkeitsänderung vorliegt (ICD-10: F62; act. II 
55.1/91; SUVA-act. IIC 333, 341), ist nicht ausschlaggebend. Denn aus 
psychiatrischer Sicht sind sowohl nach Auffassung des Gutachters Dr. 
med. E.________ (act. II 74.1/18 Ziff. 6) als auch gemäss den Dres. med. 
I.________ und F.________ (act. II 50.1/65, 55.1/91, 55.1/164) leidensad-
aptierte Tätigkeiten zumutbar. 

3.3.1 Die seitens des Beschwerdeführers gegen das MEDAS-Gutachten 
erhobene Kritik verfängt nicht. Vorab ist nicht ersichtlich, inwiefern die ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 8

sundheitliche Verfassung des Exploranden durch die Gutachter nicht ab-
schliessend beurteilt worden wäre (Beschwerde S. 3 Ziff. III Ziff. 2). Allein 
der Umstand, dass er weiterhin regelmässig in medizinischer Behandlung 
steht und sich der Zustand seiner Hände gemäss den von ihm ins Recht 
gelegten Lichtbildern vom 21. Januar 2014 (Akten des Beschwerdeführers 
[act. I], 5) nicht verbessert haben soll, ist nicht geeignet, Zweifel an den 
Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten zu begründen. Denn die invol-
vierten Ärzte sind sich einig, dass durch die weitere Behandlung keine 
namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist, 
mithin im unfallversicherungsrechtlichen Sinn der medizinische Endzustand 
gemäss Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) erreicht ist. So ging Dr. med. 
K.________, Facharzt für Arbeitsmedizin FMH und Allgemeine Innere 
Medizin FMH, im Bericht der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA vom 20. 
Juni 2013 (act. II 551/115 f.) davon aus, dass das Handekzem in Zukunft 
nicht mehr abheilen und der schubweise Verlauf dauerhaft fortbestehen 
werde. Er schlug den Fallabschluss vor und nahm ebenfalls an, dass 
leidensadaptierte Tätigkeiten theoretisch ganztags möglich seien. Auch die 
behandelnde Prof. Dr. med. L.________, Fachärztin für Dermatologie und 
Venerologie sowie Allergologie und klinische Immunologie FMH, beschrieb 
das Ekzem im Verlaufsbericht vom 16. September 2013 (act. II 55.1/98 f.) 
als chronisch und erwartete noch am 21. Januar 2014 nicht mit einer 
vollständigen Abheilung des Hautbefundes in den nächsten Monaten (act. 
II 55.1/57). Sie vertrat aber dennoch die Meinung, dass auch bei einem 
permanenten Bestehen der Hautveränderungen trockene Tätigkeiten ohne 
besondere Staub- und Schmutzbelastung und unter Einhaltung einer 
Allergenkarenz möglich seien (act. II 55.1/98).

3.3.2 Daraus, dass die sichtbaren Veränderung von der Gutachterin Dr. 
med. D.________ dermatologisch nicht eindeutig als Kontaktdermatitis, 
sondern eher als irritativ-toxisch eingestuft wurde, lässt sich nicht ableiten, 
der gesundheitliche Zustand sei nicht klar erfasst (Beschwerde S. 3 Ziff. III 
Ziff. 3). Im invalidenversicherungsrechtlichen Kontext ist nicht die Ätiologie 
einer gesundheitlichen Beeinträchtigung entscheidend, sondern deren Be-
schwerdesymptomatik bzw. die Auswirkungen auf das funktionelle Leis-
tungsvermögen. Die Unsicherheit bezüglich der Einstufung des Ekzems als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 9

rein allergisch oder irritativ-toxisch rührt im Übrigen daher, dass die Lokali-
sation des Ekzems an den Handrücken und Fingerstreckseiten relativ un-
gewöhnlich ist und das Befallsmuster sich sehr von den sonst üblichen 
chronischen Handekzemen unterscheidet (act. II 55.1/162). Sowohl von 
den Fachärzten der SUVA wie auch von den behandelnden Ärzten wurde 
als mögliche Ursache für das Weiterbestehen des Ekzems zudem immer 
wieder eine Malcompliance oder gar ein selbstschädigendes Verhalten 
(«artifizielle Komponente», «Manipulationen», «Artefakte», «Münchhausen-
Syndrom») vermutet (act. II 50.1/31, 50.1/78 [besser lesbare Kopie in den 
Akten der SUVA {SUVA-act. IIB}, 188], 50.1/101, 50.1/123 f., 55.1/162 f., 
55.1/176; act. IIA 50.1/229, 50.1/240; Akten der SUVA [SUVA-act. IIC], 
333/2, 335/1). Weitere diesbezügliche Erhebungen erübrigen sich mangels 
Rechtserheblichkeit (sog. antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 
E. 1d S. 162).

3.3.3 Schliesslich vermag der Beschwerdeführer auch aus der Tatsache, 
dass die Beschwerdegegnerin keine berufliche Abklärung durchführte und 
Prof. Dr. med. L.________ sich für eine Wiedereingliederung einsetzte 
(act. II 55.1/57 f.), nichts zu seinen Gunsten abzuleiten (Beschwerde S. 3 
Ziff. III Ziff. 3). Nachdem ein überzeugend begründetes medizinisches Zu-
mutbarkeitsprofil vorlag, waren berufliche Abklärungen entbehrlich, zumal 
die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung höchs-
tens in Ergänzung der medizinischen Unterlagen einzuschalten wären (vgl. 
BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195). Massnahmen beruflicher Art im Sinne von 
Art. 15 ff. IVG stehen ausserhalb des Anfechtungs- und Streitgegenstan-
des, weshalb darüber nicht zu befinden ist. Immerhin wurde in der ange-
fochtenen Verfügung ein grundsätzlicher Anspruch auf Arbeitsvermittlung – 
ohne Dispositivgehalt – bejaht (act. II 79/2) und ist darauf hinzuweisen, 
dass eine Wiedereingliederung nicht nur aufgrund des Gesundheitszustan-
des als unmöglich beurteilt wurde (act. IIB 9/2 lit. G; act. IIA 41), sondern 
diesbezügliche Bemühungen der Beschwerdegegnerin nicht zuletzt daran 
scheiterten, dass sich der Beschwerdeführer zwischen Februar und Juli 
2011 sowie zwischen Januar und Juni 2014 in der Schweiz bzw. in seiner 
Heimat im Freiheitsentzug befand (act. IIB 27/1, 31.5/2, 31.6/1, 31.7/1 f., 
31.7/5, 31.9/3; SUVA-act. IIC 329/1, 333/1; Protokolleinträge vom 22. Fe-
bruar und 13. April 2011 [im Gerichtsdossier]). Zudem ermittelte die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 10

schwerdegegnerin anhand des Einkommensvergleichs einen rentenaus-
schliessenden Invaliditätsgrad, weshalb sie über den Rentenanspruch un-
abhängig von allfälligen Eingliederungsmassnahmen befinden durfte (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 20. Mai 2015, 8C_187/2015, 
E. 3.2.1; Beschwerdeantwort S. 2 lit. C N. 5)

3.4 Nach dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) gilt in tatsächlicher Hinsicht 
aufgrund des beweiskräftigen MEDAS-Gutachtens somit als erstellt, dass 
in der angestammten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit besteht, 
während für leidensadaptierte Tätigkeiten (trocken durchzuführende Ver-
richtungen, welche die Hände nur leicht belasten und nicht potentiell aller-
gisierend sind) eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit vor-
liegt. Diese medizinisch-theoretische Einschätzung gilt rein somatisch seit 
der Nichteignungsverfügung der SUVA vom 16. März 2010 (act. IIB 8.37) 
und die intermittierenden psychiatrischen Beeinträchtigungen führten in 
dieser Zeit jedenfalls nicht zu länger dauernden höhergradigen Einschrän-
kungen (act. II 74.1/18 Ziff. 6). Folglich ist mit Blick auf Art. 88a Abs. 2 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) trotz der intermittierenden psychiatrischen Beeinträchtigungen 
von einer bereits im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG bzw. Art. 29 Abs. 1 IVG; act. IIB 1/9 Ziff. 12) im Jahr 2011 
zumutbaren vollschichtigen Arbeitstätigkeit in einer Verweisungstätigkeit 
auszugehen. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser me-
dizinischen Ausgangslage.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 11

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

Ein vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzieltes (hohes) Einkommen, 
welches mit einem überdurchschnittlichen zeitlichen Aufwand erarbeitet 
worden ist, muss im Rahmen des sozialversicherungsrechtlichen 
Einkommensvergleichs nicht systematisch auf ein 100%iges Pensum 
reduziert werden. Die Invalidenversicherung bietet als 
Erwerbsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich nur Versicherungsschutz 
für eine übliche, normale erwerbliche Tätigkeit; in diesem Rahmen sind 
aber auch sehr hohe bisherige Einkommen zu berücksichtigen. 
Überstundenentschädigungen gehören zum Valideneinkommen, wenn und 
soweit die versicherte Person effektiv weiterhin mit solchen Einkünften 
hätte rechnen können (Entscheid des BGer vom 15. Juli 2015, 
9C_243/2015, E. 2; SVR 2011 IV Nr. 55 S. 165 E. 4.5.2 f.; 
MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. 
Aufl. 2014, Art. 28a N. 70).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 12

zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin berechnete anhand der Angaben der letz-
ten Arbeitgeberin in der Schadenmeldung gegenüber der SUVA (act. IIB 
8.2 [lesbare Kopie: SUVA-act. IIA 23 Ziff. 12]) bzw. den im Januar und Fe-
bruar 2010 gemäss Kumulativjournal (act. IIB 28.1/1) ausgerichteten Mo-
natslöhnen (von je Fr. 6‘300.--) ein Valideneinkommen von Fr. 81‘900.-- 
(Fr. 6‘300.-- x 13 Monate), womit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf 
den Lohnausweis 2008 (act. I 10) und die geleisteten Überstunden nicht 
einverstanden ist (Beschwerde S. 4 Ziff. III Ziff. 4).

Ob – und wenn ja in welchem Ausmass – der Beschwerdeführer auch nach 
Eintritt des Gesundheitsschadens hypothetisch weiterhin Überstunden ge-
leistet hätte (vgl. E. 4.2.1 hievor), steht nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit fest. Denn der während des Arbeitsverhältnisses vom 20. Ju-
ni 2006 (act. IIB 26/1 Ziff. 1) bis zur gesundheitsbedingten Niederlegung 
der Arbeit per 28. September 2009 (act. IIB 26/1 Ziff. 4) erarbeitete Ver-
dienst war erheblichen Schwankungen unterworfen. So erzielte der Be-
schwerdeführer gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug; 
act. IIA 40) im Jahr 2006 ab Stellenantritt während sechs Monaten 
Fr. 39‘200.--, was aufgerechnet auf ein Jahr ein Bruttoeinkommen von 
Fr. 78‘400.-- ergibt (Fr. 39‘200.-- / 6 Monate x 12 Monate). Im Folgejahr 
2007 sank der Jahreslohn auf Fr. 63‘292.-- und stieg im Jahr 2008 auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 13

Fr. 90‘112.--. Bis zur Arbeitsniederlegung bezog der Beschwerdeführer im 
Jahr 2009 während neuen Monaten Fr. 69‘516.--, was einem Jahreslohn 
von Fr. 92‘688.-- entspricht (Fr. 69‘516.-- / 9 Monate x 12 Monate). Bei die-
ser Ausgangslage wäre es nicht sachgerecht, isoliert auf das Jahr 2008 mit 
dem höchsten tatsächlich ausgerichteten Lohn abzustellen, wenn schon 
wäre aufgrund der Schwankungen vom Durchschnitt dieser repräsentativen 
Periode von vier Jahren auszugehen, woraus jedoch ein tieferes Validen-
einkommen von Fr. 81‘123.-- ([Fr. 78‘400.-- + Fr. 63‘292.-- + Fr. 90‘112 + 
Fr. 92‘688.--] / 4) resultierte. Es ist vor diesem Hintergrund prinzipiell nicht 
zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zugunsten des Beschwer-
deführers auf die Angaben der Arbeitgeberin für das Jahr 2010 abstellte, 
jedoch liegt der frühestmögliche Rentenbeginn im Jahr 2011, weshalb von 
einem Monatslohn von Fr. 6‘550.-- (act. II 50.1/92) auszugehen ist und das 
Valideneinkommen somit Fr. 85‘150.-- beträgt (Fr. 6‘550.-- x 13 Monate).

4.3.2 Dem Beschwerdeführer stünde auf dem ausgeglichenen Arbeits-
markt unter Berücksichtigung des medizinischen Zumutbarkeitsprofils ein 
breiter Fächer möglicher Tätigkeiten offen, welche auch (die Hände leicht 
belastende) handwerkliche Beschäftigungen umfassen. Da er seine medi-
zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit jedoch nicht ausschöpft, stellte die 
Beschwerdegegnerin für das Invalideneinkommen richtigerweise auf den 
Totalwert der LSE 2010 ab (act. II 79/1). Aufindexiert auf das Jahr 2011 
ergibt sich bei einer zumutbaren vollschichtigen Tätigkeit ein hypothetischer 
Bruttojahreslohn von Fr. 61‘925.-- (Fr. 4‘901.-- [BFS, LSE 2010, Tabelle 
TA1, Männer, Total, Anforderungsniveau 4 {einfache und repetitive Tätig-
keiten}] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeits-
stunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, Total, 2011] / 100 x 101 
[BFS, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Total, Indexbasis 2010 
bzw. Index 2011]).

Die Beschwerdegegnerin liess wegen den Einschränkungen im Zumutbar-
keitsprofil einen leidensbedingten Abzug von 5 % zu. Dies erscheint gross-
zügig; ein höherer Abzug ist keinesfalls gerechtfertigt, zumal der noch jun-
ge Beschwerdeführer zeitlich und leistungsmässig ein uneingeschränktes 
Rendement zu erbringen vermöchte (act. II 74.1/18 Ziff. 6; vgl. SVR 2011 
IV Nr. 31 S. 90 E. 4.3.2) und sich weder die Nationalität bzw. der auslän-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 14

derrechtliche Status (act. IIB 1/1 Ziff. 1.6, 19; vgl. BGE 126 V 75 E. 5a cc S. 
79) noch die beschränkten Deutschkenntnisse (act. IIB 1/5 Ziff. 5.3; vgl. 
Entscheid des BGer vom 23. Mai 2008, 8C_529/2007, E. 4.3) negativ auf 
das Lohnniveau auswirken. Wie es sich mit der Berechtigung zum Abzug 
verhält, braucht angesichts des Ergebnisses im Verfahren der Invaliden-
versicherung jedoch nicht abschliessend geklärt zu werden. 

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein rentenausschliessender (vgl. E. 2.2 hievor) Invaliditätsgrad von 
maximal (vgl. BGE 130 V 123 E. 3.2 und 3.3) 31 % ([Fr. 85‘150.-- ./. 
Fr. 58‘829.-- {Fr. 61‘925.-- ./. 5 %}] / Fr. 85‘150.-- x 100). 

Die Verfügung vom 26. Mai 2015 (act. II 79) ist nach dem Dargelegten im 
Ergebnis nicht zu beanstanden; die dagegen erhobene Beschwerde er-
weist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und – unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – dem unterliegen-
den Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

5.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann einer Partei überdies ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 15

tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 61 lit. f 
ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2).

5.3.1 Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig. Zu-
dem kann das Verfahren nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet 
werden und die Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung ist zu bejahen. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Rechts-
anwalt B.________ ist demnach gutzuheissen. Somit ist der Beschwerde-
führer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilpro-
zessordnung, ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht betreffend die Ver-
fahrenskosten zu befreien. Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von 
Rechtsanwalt B.________.

5.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung sind nach den 
gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 20. August 2015 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Zeitaufwand von acht Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 2‘000.-- zu-
züglich Auslagen von Fr. 91.-- sowie die Mehrwertsteuer von 8 % (auf 
Fr. 2‘091.--) im Betrag von Fr. 167.30, total Fr. 2‘258.30, geltend, was nicht 
zu beanstanden ist. Folglich wird der tarifmässige Parteikostenersatz für 
dieses Verfahren auf Fr. 2‘258.30 festgesetzt. Davon ist Rechtsanwalt 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse ein amtliches Honorar von Fr. 1‘600.-- (8 h x Fr. 200.--) zuzüglich 
Auslagen von Fr. 91.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 135.30 (8 % von Fr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 16

1‘691.--), total somit eine Entschädigung von Fr. 1‘826.30, auszurichten. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers ge-
genüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von 
Art. 123 ZPO (vgl. Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2‘258.30 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1‘826.30 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, IV/15/592, Seite 17

6. Zu eröffnen (R):
-  Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

mitzuteilen (R):
- SUVA, vertreten durch Rechtsanwalt M.________ (zur Kenntnisnah-

me ad UV/2015/110)

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.