# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 220efbd5-0bff-5b3b-b1a9-3383a99ae3f1
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-02-20
**Language:** de
**Title:** Hilflosenentschädigung; Bedarf an lebenspraktischer Begleitung nicht ausgewiesen.
**Docket/Reference:** IV.2019.00085
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2019.00085.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2019.00085
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens
Ersatzrichterin Tanner Imfeld
Gerichtsschreiberin Locher
Urteil
vom
2
0.
Februar 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem 1954 geborenen
X.___
mit Verfügung vom 2
6.
Januar 2001 eine ganze Rente der Invalidenversicherung rückwirkend per
1.
Juli 2000 zu (
Urk.
9/
18)
.
Diese bestä
tigte die Verwaltung anlässlich der im Januar 2003 (
Urk.
9/21) respektive Mai 2008 (
Urk.
9/27) von Amtes wegen durchgeführten Revisionsverfahren mit Mit
teilungen vom 2
8.
März 2003 (
Urk.
9/25) und 1
4.
November 2008 (
Urk.
9/31). Mit Schreiben vom 1
8.
Januar 2016 gewährte sie zudem Kostengutsprache für eine beidseitige Hörgeräteversorgung im Betrag von
Fr.
1'650.-- (
Urk.
9/41)
.
Am 1
2.
August 2018 reichte der Versicherte bei der IV-Stelle ein Gesuch um Aus
richtung einer Hilflosenentschädigung ein (
Urk.
9/42). In der Folge führte die Verwaltung am
4.
Oktober 2018 eine Abklärung an Ort und Stelle durch (Abklä
rungsbericht für Hilflosenentschädigung für Erwachsene vom
5.
November 2018
[
Urk.
9/46
]
). Mit Vorbescheid vom 1
2.
November 2018 stellte sie die Abweisung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung in Aussicht (Urk. 9/47). Daran hielt sie mit Verfügung vom
8.
Januar 2019 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X.___
mit Eingabe vom 2
5.
Januar 2019 Beschwerde
und beantragte sinngemäss die Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung (
Urk.
1). Am 2
6.
Februar 2019 reichte er zudem ein Gesuch um Gewährung der unentgelt
lichen Prozessführung ein (
Urk.
4), worauf er mit Gerichtsverfügung vom
4.
März 2019 aufgefordert wurde, das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürf
tigkeit fristgerecht dem Gericht zuzustellen
(
Urk.
6)
. Mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
März 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8)
, was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 15. April 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
42
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (
Art.
13
des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
) in der Schweiz, die hilflos (
Art.
9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschä
digung. Vorbehalten bleibt Artikel 42
bis
IVG. Als hilflos gilt eine Person, die we
gen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (
Art.
9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (
Art.
42
Abs.
3 Satz 1 IVG;
Art.
38
der Verordnung über die Invalidenversicherung
[
IVV
]
). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Le
bensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):
-
Ankleiden, Auskleiden;
-
Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
-
Essen;
-
Körperpflege;
-
Verrichtung der Notdurft;
-
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.
1.2
Nach
Art.
38
Abs.
1
IVV
liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von
Art.
42
Abs.
3 IVG vor, wenn eine volljährige versicherte Person aus
serhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:
a.
ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;
b.
für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung ei
ner Drittperson angewiesen ist; oder
c.
ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren.
Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine
Viertelsrente
bestehen (
Art.
38
Abs.
2 IVV).
Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmässig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situationen erforderlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungstätigkeiten im Rahmen von Massnahmen des Erwachsenenschutzes nach den Artikeln 390-398 des Zivilgesetzbuches (
Art.
38
Abs.
3 IVV).
Als regelmässig im Sinne von
Art.
38
Abs.
3 Satz 1 IVV gilt die lebenspraktische Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durch
schnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 V 450 E. 6.2).
Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges Institut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9).
1.3
Gemäss Art. 69 Abs. 2
IVV
kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungsan
spruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen
(vgl. auch
Rz
8131 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der IV, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015).
Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgen
den Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhält
nisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergeben
den Beeinträchtigungen und
Hilfsbedürftigkeiten
hat. Bei Unklarheiten über phy
sische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigen
den Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsper
son näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (
BGE
133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.1 f.
). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4) sowie unter dem Aspekt des Intensivpflegezuschlags (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_
573/2018 vom 8. Januar 2019 E. 3.2
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung unter anderem davon aus, dass die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung nicht be
jaht werden könne. Die Voraussetzungen der Regelmässigkeit, der Dauer und der Intensität seien nicht gewährleistet. Der Beschwerdeführer würde sich fast täglich ausserhalb seiner Wohnung bewegen, tätige Einkäufe, würde mit dem GA in der Schweiz umherfahren und am Abend nach seinen Tagesausflügen wieder nach Hause zurückkehren. Eine konkret manifestierte Isolation liege aktuell nicht vor (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
er sei seit November 2013 regelmässig auf die Unterstützung der Spitex angewiesen. Seit 2
018 benötige er zusätzlich
die psychiatrische Spitex zur Bewältigung der All
tagsverrichtungen. Er könne sich zwar ausserhalb des Wohnbereichs ohne Dritt
person bewegen. Dies beschränke sich jedoch vorwiegend zu seinen ambulanten Behandlern sowie auf die Gemeinde. Aufgrund seiner Erkrankungen, welche mit extremer Tagesmüdigkeit, Vergesslichkeit und grossem Redebedürfnis einherge
hen würden, lebe er sozial weitgehend isoliert. Die Fähigkeit, soziale Kontakte zu knüpfen, solche zu pflegen und Angebote in
der Gemeinschaft zu finden, würde ihm komplett fehlen. Ebenso sei er nicht in der Lage, eine angepasste Tagesstruk
tur, die seinen somatischen Bedürfnissen angepasst sei, ohne begleitende Hilfe zu erstellen. Er sei weder in der Lage, die Post und administrative Angelegenheiten fristgerecht zu erledigen noch amtliche Mitteilungen zu verstehen und umzuset
zen (
Urk.
1 S. 1).
3.
3.1
Vorweg ist festzuhalten, dass der Abklärungsbericht vom
5.
November 2018 (Urk. 9/46) den rechtsprechungsgemässen Anforderungen (vgl. E. 1.3
hievor
) ge
nügt. Etwas anderes wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht; er gibt vielmehr seine bezüglich bestimmter Aspekte eigene,
von derjenigen im Ab
klärungsberi
cht abweichende Beurteilung ab.
Dem Abklärungsbericht können folgende Diagnosen entnommen werden (Urk. 9/46 S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung
-
Verdacht auf passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung
-
chronische
Pneumopathie
, Gold II
-
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
-
Adipositas Grad II-III
3.2
Streitgegenstand bildet die Frage, ob beim Beschwerdeführer
, der ausserhalb eines Heims lebt,
eine Hilflosigkeit leichten Grades im Sinne des dauernden
Angewie
senseins
auf lebenspraktische Begleitung vorliegt. Vom Beschwerdeführer wird nicht geltend gemacht und es ist auch nicht zu sehen, dass er
in
mindestens
zwei alltäglichen Lebensverrichtungen auf d
ie Hilfe Dritter angewiesen ist oder
einer dauernden
persönlichen Überwachung
respektive einer ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (vgl.
Art.
37
Abs.
3 IVG). Auf Weiterungen hierzu kann entsprechend verzichtet werden.
3.3
3.3.1
Zuerst fragt sich
, ob der Beschwerdeführer
infolge Beeinträchtigung der Gesund
heit
ohne Begleitung einer Drittperson selbständig wohnen kann
(
Art.
38
Abs.
1
lit
. a IVV)
.
Entgegen den entsprechenden Ausführungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 1) benötigt er keine Hilfe bei der Tagesstrukturierung. Er steht selbstän
dig auf,
orientiert seinen Alltag nach seinen Terminen und geht diesen nach
,
kocht seine Mahlzeiten oder nimmt diese auf seinen Tagesausflügen unterwegs ein,
plant und unternimmt – da er ein Generalabonnement besitzt – immer wieder Rundreisen und beachtet einen Tag- und Nachtrhythmus (
Urk.
9/46 S. 4 f.; siehe auch
Rz
. 8050 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkei
t in der Inva
lidenversicherung [
KISH; Stand: Januar 2018
]
).
Der Beschwerdeführer macht wei
ter geltend, er sei auf die Unterstützung der Spitex angewiesen (
Urk.
1 S. 1).
Die Haushalts-Spitex
kommt alle 14 Tage vorbei und erledigt in 1.5 Stunden die Grundreinig
ung. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu bemängeln, dass die Be
schwerdegegnerin für die Haushaltsführung einen Bedarf von 45 Minuten pro Woche anrechnete (
Urk.
9/46 S. 4).
Was das Vorbringen des Beschwerdeführers, er sei nicht mehr in der Lage, die Post und administrative Angelegenheiten frist
gerecht zu erledigen respektive amtliche Mitteilungen zu verstehen und umzu
setzen (Urk. 1 S. 1), betrifft, geht aus dem Abklärungsbericht hervor, dass ihm die Beschwerdegegnerin für die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssitu
ationen einen Aufwand von 15 Minuten pro Woche
berücksichtigte
(
Urk.
9/46
S. 4)
.
Ob ein solcher oder ein zeitlich etwas höher liegender Bedarf gerechtfertigt ist, kann – wie nachfolgend zu sehen ist – aber
offenbleiben
.
3.3.2
Aus dem Abklärungsbericht ergibt sich, dass der Beschwerdeführer für Verrich
tungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung nicht auf die Begleitung einer Drittperson angewiesen ist
(
Art.
38
Abs.
1
lit
. b IVV). Dies wird vom Beschwer
deführer auch nicht geltend gemacht (
Urk.
1 S. 1 und
Urk.
9/42 S. 6).
3.3.3
Damit bleibt
zu prüfen, ob der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitli
chen Einschränkungen ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (
Art.
38
Abs.
1
lit
. c IVV). Gemäss
Rz
. 8052 des KISH ist die lebens
praktische Begleitung notwendig, um der Gefahr vorzubeugen, dass sich die ver
sicherte Person dauernd von sozialen Kontakten isoliert und sich dadurch ihr Gesundheitszustand
erheblich verschlechtert. Die rein hypothetische Gefahr einer Isolation von der Aussenwelt genügt nicht; vielmehr müssen sich die Isolation und die damit verbundene Verschlechterung des Gesundheitszustands bei der ver
sicherten Person bereits manifestiert haben (siehe hierzu auch Urteil des Bundes
gerichts 9C_543/2007 vom 2
8.
April 2008 E. 5.2.1-2). Vorliegend fällt auf, dass der Beschwerdeführer Arzt- und Kontrolltermine wahrnimmt, im Dorf einkaufen geht (
Urk.
9/46 S. 2), Tagesreisen in der Schweiz unternimmt und gelegentlich Kontakt zu seiner Schwester, dem Schwager und seiner Tochter pflegt (
Urk.
9/46 S. 6).
Vor diesem Hintergrund kann nicht von einer manifesten Isolation gespro
chen werden.
3.3.4
Für die
Begründung eines Leistungsanspruchs ist eine lebenspraktische Beglei
tung von durchschnittlich mindestens zwei Stunden pro Woche vorausgesetzt
(E. 1.2
hievor
). Bei einem wöchentlichen Bedarf von 45 Minuten für die Haushalts
führung (E. 3.3.1
hievor
) wäre für die Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagssituationen ein Aufwand von 75 Minuten pro Woche nötig, damit der Be
schwerdeführer Anrecht auf eine leichte Hilflosenentschädigu
ng hä
t
te
. Ein sol
cher Bedarf ist selbst bei grosszügiger Betrachtungsweise
nicht zu sehen.
3.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung nicht zu be
anstanden und die Beschwerde daher abzuweisen ist.
4.
Da die Voraussetzungen erfüllt sind, ist dem Beschwerdeführer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst:
In Gutheissung des Gesuches vom 2
6.
Februar 2019 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung bewilligt,
und erkennt sodann:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
,
zu
folge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Ge
richtskasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht
gemäss
§ 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubLocher