# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36fbbe49-31a5-5fe0-9bc5-e8524d070c15
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 27.05.2015 S 2014 138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-138_2015-05-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 138

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 27. Mai 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Cantieni, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war bei der C._____ als Kundenberater in einem 100%-Pensum 

angestellt und bei der B._____ AG obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung UVG 

der Arbeitgeberin vom 12. Dezember 2011 sowie den bei den Akten 

liegenden Strafakten wurde A._____ am 24. November 2011 vorsätzlich 

von einem Personenwagen angefahren und zur Seite geschleudert, bevor 

er hart auf dem Boden aufschlug. Dabei erlitt A._____ neben 

Schürfungen an beiden Knien Mehrfachprellungen an Kopf, Schulter 

rechts, Rippen vorne links sowie am Gesicht und am rechten Fuss. Der 

Lenker des Fahrzeugs wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft vom 

24. Juli 2012 wegen einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

Ziff. 1 StGB verurteilt. 

2. Noch am Unfalltag begab sich A._____ bei seinem Hausarzt Dr. med. 

D._____ in ärztliche Behandlung. Dieser diagnostizierte gemäss 

Arztbericht vom 14. Dezember 2011 eine Akzentuierung der 

vorbestehenden Schulter-Nacken-Problematik links, eine Kontusion der 

rechten Schulter, des rechten Gesichts, des linksanterioren Thoraxes, des 

rechten Fusses sowie eine Schürfung prätibial beidseits. Des Weiteren 

attestierte er A._____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 

Unfalldatum. In einem weiteren Arztbericht vom 13. Februar 2012 

attestierte Dr. med. D._____ A._____ eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, wobei 

in drei Wochen mit einer weiteren Erhöhung der Arbeitsfähigkeit zu 

rechnen sei. Die B._____ AG erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen.

3. Am 26. April 2012 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Bezug von 

Versicherungsleistungen an. Nach Durchführung eines beruflichen 

Arbeitstrainings in der EVAL (berufliche Integration Kliniken Valens) vom 

15. Oktober 2012 bis 31. März 2013 sowie einer rheumatologischen- und 

psychiatrischen Begutachtung einschliesslich einer Evaluation der 

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funktionellen Leistungsfähigkeit in der Klinik Valens sprach die IV-Stelle 

A._____ mit Verfügung vom 7. April 2014 ab dem 1. April 2013 eine 

Dreiviertelsrente zu (Invaliditätsgrad 68 %). 

4. Nach Einholung diverser medizinischer Arztberichte und Gutachten 

verneinte die B._____ AG mit Verfügung vom 1. April 2014 gestützt auf 

das Gutachten von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 einen Anspruch 

von A._____ auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 

mangels natürlicher Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 

24. November 2011 und der geklagten Beschwerden und stellte die 

Taggeldleistungen per 30. November 2013 ein. Die dagegen erhobene 

Einsprache von A._____ vom 29. April 2014 wies die B._____ AG mit 

Einspracheentscheid vom 28. August 2014 ab. 

5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 

25. September 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit folgenden Anträgen:

"1. Der Einspracheentscheid vom 28.08.2014 sei aufzuheben und die Angelegenheit 
sei zur Bestimmung der Leistungsansprüche aus UVG ab dem 01.12.2013 an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

2. Eventualiter sei ein gerichtliches medizinisches Gutachten zur Unfallkausalität 
der Beschwerden zu erstellen.

3. Es sei eine mündliche Verhandlung durchzuführen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer 
zulasten der Beschwerdegegnerin."

In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer neben der 

Durchführung einer mündlichen Verhandlung die Einvernahme von 

Dr. med. D._____ als Zeuge. Zur Begründung brachte der 

Beschwerdeführer was folgt vor:

 Er leide an einem ausgeprägten Schiefhals mit eingeschränkter 
Beweglichkeit der HWS. Dieser Befund sei objektivierbar. Die 
Einschränkung der HWS sei von verschiedenen Ärzten ausgemessen 

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und bestätigt worden. Diese Messungen seien unabhängig von den 
Angaben des Beschwerdeführers erfolgt und seien deshalb jederzeit 
reproduzierbar und objektivierbar. Für die Beurteilung der 
Leistungspflicht der B._____ AG sei somit einzig die natürliche 
Kausalität massgebend. Die Adäquanz entspreche vorliegend der 
natürlichen Kausalität. 

 Die erste Begutachtung und Beurteilung der Kausalität sei im Juli 2012 
durch das AEH erfolgt. Dabei hätten die Gutachter ausgeführt, dass der 
status quo sine vel ante nicht erreicht sei. Die verstärkten HWS-
Schmerzen und insbesondere die HWS-Fehlhaltung seien im Sinne 
einer Verschlimmerung eines Vorzustands zu werten. Insbesondere 
hätten die Gutachter darauf hingewiesen, dass der geklagte 
Gesundheitszustand bei einem natürlichen Lauf des Lebens nicht 
eingetreten wäre. Das Unfallereignis vom 24. November 2011 habe 
somit zu einer richtungsweisenden Verschlimmerung des Vorzustands 
geführt. Auch die Gutachterin der Klinik Valens habe im Sommer 2013 
festgestellt, dass das Unfallereignis vom 24. November 2011 zu einer 
Verstärkung des chronischen zervikozephalen und 
zervikospondylogenen Syndroms links betont geführt habe und seit 
dem Unfallereignis eine ausgeprägte Torticollis bestünde. Schliesslich 
habe auch der Hausarzt Dr. med. D._____ festgestellt, dass der 
Endzustand eine deutliche Diskrepanz zum status quo ante et sine 
aufweise und es aufgrund des Unfallereignisses vom 24. November 
2011 zu einer richtungsweisenden und dauerhaften Verschlimmerung 
des Vorzustands gekommen sei. 

 Das Gutachten von Dr. med. E._____ sei nicht schlüssig und nicht 
nachvollziehbar. Zunächst basiere dessen Beurteilung auf einem 
falschen Sachverhalt. Weiter habe Dr. med. E._____ wesentliche 
Befunde nicht erhoben (Kinn-Sternum Abstand) und die zahlreichen 
Myogelosen ignoriert. Dr. med. E._____ gehe zu Unrecht und ohne 
nachvollziehbare Begründung davon aus, dass die unfallbedingten 
Beschwerden spätestens nach einem Jahr abgeklungen sein müssten. 
Sodann könne Dr. med. E._____ die Terminierung nicht eindeutig 
vornehmen. Seiner Meinung nach hätten nicht-organische Faktoren zur 
Persistenz der Beschwerden geführt. Er sei aber nicht in der Lage zu 
beschreiben, um welche nicht-organischen Faktoren es sich dabei 
handeln sollte. Somit sei das Gutachten von Dr. med. E._____ nicht 
geeignet, die natürliche Kausalität der geklagten Beschwerden in Frage 
zu stellen. Sollte sich das Gericht der Beurteilung durch das AEH, der 
Klinik Valens sowie des Hausarztes nicht anschliessen können, werde 
ein gerichtliches medizinisches Gutachten zur Frage der natürlichen 
Kausalität der heute geklagten Beschwerden beantragt. 

 Obwohl die Adäquanz vorliegend der natürlichen Kausalität entspreche, 
wären die Adäquanzkriterien auch bei besonderer Adäquanzprüfung 

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gegeben. Es sei von einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich 
auszugehen. Von den zu prüfenden Adäquanzkriterien seien fünf 
(Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzte 
spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; 
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche 
Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen) gegeben. 
Zudem sei das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit in 
besonders ausgeprägtem Masse gegeben. Auch nach Prüfung der 
besonderen Adäquanzkriterien sei die B._____ AG zu verpflichten, die 
Leistungen nach UVG ab dem 1. Dezember 2013 zu bestimmen. 

6. Die B._____ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 

Vernehmlassung vom 13. Oktober 2014 (Poststempel) auf Abweisung der 

Beschwerde. 

 Das Gutachten von Dr. med. E._____ entspreche den Anforderungen 
der Rechtsprechung an ein Gutachten vollumfänglich, weshalb für die 
Beurteilung der natürlichen Kausalität beziehungsweise der 
Leistungspflicht darauf abgestellt werden könne und keine weiteren 
medizinischen Begutachtungen notwendig seien. Dr. med. E._____ 
begründe nachvollziehbar, dass vorliegend eine nicht-organische 
Schmerzursache im Vordergrund stehe. 

 Das Gutachten des AEH vom 24. Juli 2012 bejahe die natürliche 
Kausalität nur vorübergehend, indem ausgeführt werde, dass von 
einem Erreichen des Status quo ante und sine in drei bis sechs 
Monaten auszugehen sei. Damit werde von einer vorübergehenden 
Verschlimmerung ausgegangen und ein Zeitpunkt prognostiziert, 
welcher zu prüfen sei, was mit dem Gutachten von Dr. med. E._____ 
getan worden sei. Im Gutachten von Dr. med. E._____ sei der im 
Gutachten des AEH prognostizierte Zeitpunkt dann bestätigt worden. 
Folglich gingen die Gutachten AEH und Dr. med. E._____ 
übereinstimmend von einer vorübergehenden Verschlimmerung mit 
einem Status quo sine vel ante aus und widersprächen sich nicht. 
Demgegenüber äussere sich das IV-Gutachten der Klinik Valens vom 
29. August 2013 nicht zur unfallbedingten natürlichen Kausalität. Die 
Vorwürfe gegen das Gutachten von Dr. med. E._____ seien 
unberechtigt. 

 Die Beschwerden des Beschwerdeführers seien mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf das Unfallereignis vom 24. November 
2011 zurückzuführen. Die natürliche Kausalität und damit einhergehend 
die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus UVG sei weggefallen. 
Aber selbst wenn die natürliche Kausalität bejaht würde, sei die 
Adäquanz der nicht objektivierbaren Beschwerden zu verneinen. 

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7. Nach Abschluss des Schriftenwechsels edierten die am 16. Oktober 2014 

von der Instruktionsrichterin dazu aufgeforderte Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) sowie die IV-Stelle die den 

Beschwerdeführer betreffenden Akten. Die Parteien verzichteten sowohl 

auf Akteneinsicht als auch auf eine weitere Stellungnahme. 

8. Mit prozessleitender Verfügung vom 19. März 2015 lud die zuständige 

Instruktionsrichterin die Verfahrensparteien unter Bekanntgabe der 

Zusammensetzung des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

für Mittwoch, 27. Mai 2015, zu einer mündlichen Verhandlung ein. An 

dieser nahm der Beschwerdeführer in Begleitung seines Rechtsvertreters 

teil, während die Beschwerdegegnerin vorgängig auf eine Teilnahme 

verzichtet hatte. Der Beschwerdeführer erneuerte in seinem vorab 

eingereichten Parteivortrag seine bisherigen Anträge und vertiefte seine 

diesbezügliche Argumentation. Anschliessend befragte die Vorsitzende 

den Beschwerdeführer formlos zu seiner aktuellen gesundheitlichen 

Verfassung. Daraufhin reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Honorarnote ein. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 27. Mai 2015 sowie auf den 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 28. August 2014 wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

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Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur 

Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der 

Beschwerdeführer Wohnsitz in Graubünden, weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 28. August 2014, 

mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen 

Beschwerdeführers vom 29. April 2014 abgewiesen und gleichzeitig ihre 

Verfügung vom 1. April 2014 bestätigt hat, stellt demnach ein taugliches 

Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als 

formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (vgl. Art. 59 ATSG). 

Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten. 

b) Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob der Beschwerdeführer aufgrund 

des am 24. November 2011 erlittenen Unfallereignisses auch über den 

30. November 2013 hinaus Anspruch auf Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung hat. Die Beantwortung dieser Frage 

hängt insbesondere davon ab, ob der natürliche und der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 24. November 

2011 und den geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers ab dem 

1. Dezember 2013 noch gegeben sind. 

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2. a) Nachfolgend ist in beweisrechtlicher Hinsicht zunächst auf den 

beschwerdeführerischen Beweisantrag, wonach der Hausarzt Dr. med. 

D._____, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom streitberufenen 

Gericht als Zeuge zu befragen ist, einzugehen. 

b) Im Verwaltungsbeschwerdeverfahren bestimmt in erster Linie die 

zuständige Verwaltungsbehörde beziehungsweise im 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das angerufene Gericht, 

welche Beweismittel zur Ermittlung oder Bestätigung des Sachverhalts 

heranzuziehen und welche Beweismittel zu verwerfen sind. Als Ausfluss 

des Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) 

besitzen Verfahrensbeteiligte das Recht, an der Sachverhaltsabklärung 

mitzuwirken und besonders neue Beweisanträge zu stellen. Allerdings 

sind Beweise im Rahmen des verfassungsmässigen Anspruchs auf 

rechtliches Gehör nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die 

Entscheidung der Streitsache erheblich sind und somit zur Erhärtung der 

behaupteten Tatsache beitragen. Ein Beweismittel ist namentlich dann 

erheblich, wenn es den Entscheid der Behörde zu beeinflussen vermag. 

Auf die Einholung weiterer Beweismittel darf dann verzichtet werden, 

wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht 

rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, 

wenn zum Voraus gewiss ist, dass der offerierte Beweis keine 

wesentliche Aufklärung herbeizuführen vermag oder falls die verfügende 

Behörde den Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde ausreichend 

würdigen kann (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu Praxis 

6/2003 Nr. 113 E.2.2; BGE 134 I 140 E.5.3, 127 I 54 E.2b, 124 I 241 E.2, 

124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d). 

c) Vorliegend kann von der beantragten Einvernahme von Dr. med. D._____ 

als Zeuge abgesehen werden. Einerseits hat sich Dr. med. D._____ 

bereits in mehreren bei den Akten liegenden Berichten ausführlich zum 

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Gesundheitszustand des Beschwerdeführers geäussert (vgl. die 

entsprechenden Arztberichte von Dr. med. D._____ vom 31. Januar 2005 

[beschwerdeführerische Beilage [Bf-act.] 19], 23. März 2011 [Bf-act. 23], 

29. November 2011 [Bf-act. 5], 14. Dezember 2011 [Bf-act. 6], 

13. Februar 2012 [Bf-act. 7], 19. Oktober 2012 [Bf-act. 11], 28. Januar 

2013 [Bf-act. 12], 7. Februar 2013 [beschwerdegegnerische Beilagen [Bg-

act.] 36 S. 2 f.], 18. September 2014 [Bf-act. 15]). Anderseits ist 

vorliegend auch der Vorzustand aktenmässig ausführlich dokumentiert. 

Vor diesem Hintergrund ist es nicht ersichtlich, welche neuen 

Erkenntnisse mittels eines Zeugnisses von Dr. med. D._____ noch 

erlangt werden könnten. Dementsprechend ist der beschwerdeführerische 

Beweisantrag auf Einvernahme von Dr. med. D._____ als Zeuge in 

Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung abzuweisen. 

d) Demgegenüber wurden die beschwerdeführerischen Beweisanträge auf 

Edition der den Beschwerdeführer betreffenden SUVA- und IV-Akten vom 

streitberufenen Gericht gutgeheissen, verlangte die Instruktionsrichterin 

doch mit prozessleitender Verfügung vom 16. Oktober 2014 die 

erwähnten Akten bei der SUVA beziehungsweise der IV-Stelle zur 

Edition. 

3. In materieller Hinsicht ist anschliessend zu prüfen, ob die von der 

Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 30. November 

2013 für die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden rechtens ist. 

a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. In diesen Fällen hat 

der Versicherte in Form von kurzfristigen Versicherungsleistungen 

Anspruch auf zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG) 

und Taggelder, welche den durch die gesundheitliche Beeinträchtigung 

erlittenen Erwerbsausfall ausgleichen sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der 

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Versicherte infolge des Unfalls zu 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so kann er 

eine Invalidenrente beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 UVG), wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands des Versicherten zu erwarten ist und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Art. 19 UVG). Nach der Festsetzung der Renten werden dem 

Bezüger die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen unter den in Art. 21 

UVG festgelegten Voraussetzungen weiter gewährt. Diese 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt jedoch voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis (Art. 4 ATSG, Art. 7, 8 UVG) und der 

gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 177 E.3). 

Dabei müssen die beiden Erfordernisse des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs kumulativ erfüllt sein. Scheitert der geltend 

gemachte Anspruch an einer dieser Voraussetzungen, entfällt die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Bereich der organisch 

ausgewiesenen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

ergebenden Leistungspflicht allerdings praktisch keine Rolle, weil sich 

hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 

134 V 109 E.2.1, 117 V 359 E.6).

b) Wird durch ein Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 

überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 

adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruht. Dies trifft dann zu, wenn der (krankhafte) Gesundheitszustand 

erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo 

ante), oder wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 

hätte (status quo sine; Urteil des Bundesgerichtes 8C_84/2010 vom 

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1. Juni 2010 E.2.1 mit Hinweisen). Der Beweis des Wegfalls des 

natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis 

unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, 

vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 

voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen 

des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichtes 8C_79/2011 vom 9. März 

2011 E.2.2 mit Hinweisen). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 

von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem 

im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse 

Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (RUMO-JUNGO/HOLZER, in: 

MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 54 f.; Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_79/2011 vom 9. März 2011 E.2.2 mit Hinweisen). 

Dabei ist zu beachten, dass die Parteien im Sozialversicherungsprozess 

eine Beweislast nur insofern tragen, als im Falle der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 261 E.3b). 

Bevor sich aber überhaupt die Frage der Beweislast stellt, ist der 

Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und 

vollständig zu klären (Urteil des Bundesgerichtes 8C_354/2007 vom 

4. August 2008 E.2.2).

c) Unbestritten und durch die Akten ausgewiesen ist vorliegend, dass der 

Beschwerdeführer am 24. November 2011 vorsätzlich von einem 

Personenwagen angefahren und dabei zur Seite geschleudert wurde (vgl. 

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Unfallmeldung UVG vom 12. Dezember 2011 [Bg-act. 1] sowie die bei 

den Akten liegenden Strafakten [Bf-act. 1 - 4]). Anlässlich der 

Erstbehandlung am selben Tag beim Hausarzt Dr. med. D._____ wurden 

neben Schürfungen an beiden Knien Mehrfachprellungen an Kopf, 

Schulter rechts, Rippen vorne links sowie am Gesicht und am rechten 

Fuss diagnostiziert (vgl. Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 

29. November 2011 [Bf-act. 5]). Aufgrund der erlittenen Verletzungen war 

der Beschwerdeführer ab dem 24. November 2011 bis zum 12. Februar 

2012 zu 100 % arbeitsunfähig, bevor Dr. med. D._____ ab dem 

13. Februar 2012 wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestierte (vgl. 

Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 13. Februar 2012 [Bf-act. 7]). Die 

Beschwerdegegnerin erbrachte Taggeldleistungen bis am 30. November 

2013. Unbestritten ist des Weiteren, dass vorliegend von einem 

Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG auszugehen ist. Streitig und 

zu prüfen ist nachfolgend somit der beschwerdeführerische 

Rentenanspruch ab dem 1. Dezember 2013 sowie der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung. Dabei ist 

insbesondere umstritten, ob zwischen den über den 30. November 2013 

hinaus geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 

24. November 2011 ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 

Hinsichtlich der geklagten Beschwerden ist sodann zu beachten, dass 

hier nur die gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit 

der HWS zu beurteilen sind. Denn in psychiatrischer Hinsicht liegen beim 

Beschwerdeführer unstrittig keine Leiden mit Krankheitswert vor (vgl. 

psychiatrisches Gutachten von Dr. med. F._____, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom 

20. Juni 2012 [Bg-act. 19], psychiatrisches Gutachten von Dr. med. 

G._____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, vom 9. September 2013 [Bg-act. 61], 

psychiatrisches Teilgutachten von Dr. med. H._____, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom 

21. August 2013 zuhanden der IV-Stelle [Bf-act. 13]). Ist der natürliche 

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Kausalzusammenhang zwischen den über den 30. November 2013 

hinaus geklagten Beschwerden im Zusammenhang mit der HWS und 

dem Unfallereignis vom 24. November 2011 zu bejahen, so wird in einem 

weiteren Schritt zu untersuchen sein, ob ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den fraglichen Beschwerden und dem 

interessierenden Unfallereignis besteht. 

4. a) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 

hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (RUMO-

JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], a.a.O., Art. 6 S. 53; BGE 

129 V 177 E.3.1 mit Hinweisen, 126 V 353 E.6b).

b) Ob zwischen einem Unfall und den gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

eines Versicherten ein solcher natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 

ist eine Tatfrage, über welche die Verwaltung und das im Beschwerdefall 

angerufene Gericht in freier Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Sachzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs noch nicht. Vielmehr hat das Gericht jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet (RUMO-

JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], a.a.O., Art. 6 S. 54; BGE 

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129 V 177 E.3.1, 126 V 353 E.5b, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b). Der 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit lässt sich nicht in 

absolute Prozentzahlen fassen, sondern stellt eine relative Grösse dar. 

Dabei ist es die Aufgabe der zuständigen Behörden im Einzelfall zu 

bestimmen, welche sich der in Betracht fallenden Geschehensabläufe 

unter den gegebenen Umständen als am wahrscheinlichsten erweist 

(ALIOTTA, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen 

Sicherheit, Basel 2014, Rz. 18.3).

c) Um die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 

dem schädigenden Unfallereignis und den geklagten gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen beurteilen zu können, sind die zuständigen Behörden 

auf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu 

stellen sind. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen 

Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht 

alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 

prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 

eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 

zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 

auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

- 15 -

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 134 V 231 E.5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 

122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit 

dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in 

Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 

Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 

bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 

bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a mit 

Hinweisen).

5. a) Die Beschwerdegegnerin hat zur Beurteilung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ein interdisziplinäres Gutachten beim Zentrum für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene (AEH) sowie ein 

rheumatologisches Gutachten bei Dr. med. E._____, Facharzt 

Rheumatologie und Innere Medizin FMH, in Auftrag gegeben. Daneben 

hat sie etliche Arztberichte sowie weitere ärztliche Stellungnahmen 

eingeholt. Unter Hinweis auf das erwähnte rheumatologische Gutachten 

von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 (Bg-act. 61) stellt sich die 

Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nicht mehr auf das 

Unfallereignis vom 24. November 2011 zurückzuführen seien 

- 16 -

beziehungsweise die natürliche Kausalität und somit die Leistungspflicht 

aus UVG weggefallen sei. 

b) Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass die 

Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit jederzeit reproduzierbar und 

damit objektivierbar seien, weshalb für die Beurteilung der 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin einzig die natürliche Kausalität 

massgebend sei. Die Adäquanz entspreche der natürlichen Kausalität. 

Das Unfallereignis vom 24. November 2011 habe zur einer 

richtungsweisenden Verschlimmerung eines Vorzustands geführt. Das 

rheumatologische Gutachten von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 sei 

nicht geeignet, die natürliche Kausalität der geklagten Beschwerden in 

Frage zu stellen. Vielmehr sei auf das Gutachten des Zentrums für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG (AEH) vom 24. Juli 2012 

(Bg-act. 19), das internistisch-rheumatologische Teilgutachten der Klinik 

Valens vom 29. August 2013 (Bf-act. 14) sowie die Beurteilungen des 

Hausarztes Dr. med. D._____ vom 29. November 2011 (Bf-act. 5), 

14. Dezember 2011 (Bf-act. 6), 13. Februar 2012 (Bf-act. 7), 19. Oktober 

2012 (Bf-act. 11), 28. Januar 2013 (Bf-act. 12) und 18. September 2014 

(Bf-act. 15) abzustellen. 

c) Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin bei der 

Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs zu Recht auf das 

rheumatologische Gutachten von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 

abgestellt hat oder ob die übrige medizinische Aktenlage dieses zu 

erschüttern vermag, sodass davon abzuweichen ist und/oder allenfalls 

weitere medizinische Abklärungen angezeigt sind. 

6. a) In Würdigung sämtlicher bei den Akten liegenden medizinischen 

Gutachten sowie der übrigen Abklärungs- und Arztberichte ist das Gericht 

zur Auffassung gelangt, dass vorliegend auf das rheumatologische 

Gutachten von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 abgestellt werden 

- 17 -

kann. Hinsichtlich der hier strittigen HWS-Beschwerden führt Dr. med. 

E._____ im erwähnten Gutachten nachvollziehbar und schlüssig aus, 

dass die seit dem Unfallereignis vom 24. November 2011 persistierenden 

Nackenschmerzen und insbesondere die fixierte Fehlstellung des Kopfes 

in Inklination sowie Rotation und Seitneigung nach rechts aufgrund der 

objektivierbaren strukturellen Befunde schwierig nachvollziehbar seien. 

Eine ossär/artikulär bedingte Bewegungseinschränkung sei aufgrund des 

weitgehend normalen MRI-Befundes vom 11. Mai 2012 mit lediglich 

minimalen degenerativen Veränderungen und ohne strukturelle 

traumatische Pathologien praktisch auszuschliessen, so dass in erster 

Linie eine ausgeprägte muskuläre Fixierung vorliegen könnte. Dagegen 

spreche allerdings der seitengleiche und normale, nicht erhöhte 

Muskeltonus der seitlichen Hals- und Schultergürtelmuskulatur. Aufgrund 

der massiven Diskrepanz zwischen subjektiv empfundener 

Schmerzintensität, der demonstrierten Fehlhaltung der HWS und der 

beinahe vollständigen Bewegungsblockade einerseits sowie den praktisch 

normalen radiologischen Befunden anderseits müsse bezüglich der 

cervikalen Symptomatik eine wesentliche nicht-organische Komponente 

postuliert werden. Dafür sprächen auch die Befunde in der EFL anlässlich 

der Begutachtung am AEH, wo in verschiedenen Tests eine 

Selbstlimitierung habe beobachtet werden können und auch sonst ein 

zum Teil auffälliges Verhalten während verschiedener Test beschrieben 

worden sei (vgl. rheumatologisches Gutachten von Dr. med. E._____ vom 

7. Juli 2013 [Bg-act. 61] S. 11). Diese Beurteilung der HWS-Beschwerden 

sowie auch die von Dr. med. E._____ daraus gezogene 

Schlussfolgerung, wonach eine natürliche Kausalität zwischen den 

persistierenden Schmerzen, der Fehlhaltung und den 

Bewegungseinschränkungen der HWS und dem Unfallereignis vom 

24. November 2011 nach mehr als eineinhalb Jahren unwahrscheinlich 

beziehungsweise höchstens noch möglicherweise gegeben sei (vgl. 

rheumatologisches Gutachten von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 

[Bg-act. 61] S. 12), ist in keiner Weise zu beanstanden. Überdies ist das 

- 18 -

Gutachten umfassend, beruht auf umfassenden rheumatologischen 

Untersuchungen, berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden, stützt sich auf die Wiedergabe der vollständigen 

medizinischen Vorakten sowie eine ausführliche Anamnese und ist in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend. Des 

Weiteren sind die Schlussfolgerungen des Gutachters nachvollziehbar 

und überzeugend begründet. Da überdies keine Anhaltspunkte für 

Falschannahmen oder Unregelmässigkeiten bei der Beschaffung 

und/oder Auswertung der medizinischen Fakten bestehen, kommt dem 

Gutachten voller Beweiswert zu. Daran vermag die Tatsache, dass − wie 

der Beschwerdeführer zu Recht ausführt − die Einschränkung der HWS-

Beweglichkeit von verschiedenen Ärzten gemessen wurde, nichts zu 

ändern. Denn aufgrund der Diskrepanz zwischen der demonstrierten 

Fehlhaltung der HWS beziehungsweise der beinahe vollständigen 

Bewegungsblockade und den weitgehend normalen radiologischen 

Befunden vom 11. Mai 2012 (vgl. zur MRI-Abklärung der HWS vom 

11. Mai 2012 im Diagnosezentrum Belmont Chur das AEH-Gutachten 

vom 24. Juli 2012 [Bg-act. 19] S. 9) ist mit Dr. med. E._____ davon 

auszugehen, dass bezüglich der cervikalen Symptomatik nicht-organische 

Komponenten im Vordergrund stehen. 

Wie nachfolgend dargestellt erweisen sich die vom Beschwerdeführer 

gegen das Gutachten vorgebrachten Einwendungen weder als stichhaltig 

noch vermögen sie die eindeutigen und nachvollziehbaren Ergebnisse 

des Gutachters Dr. med. E._____ in Zweifel zu ziehen. 

aa) Der Beschwerdeführer verweist in seiner Beschwerdeschrift vom 

25. September 2014 zunächst auf zwei in den Jahren 2004 und 2005 

erlittene Unfälle. Den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen 

(vgl. Arztberichte von Dr. med. D._____ vom 31. Januar 2005 [Bf-act. 19] 

sowie vom 23. März 2011 [Bf-act. 23]; Berichte des SUVA-Kreisarztes 

Dr. med. I._____, Facharzt Orthopädische Chirurgie FMH, vom 21. April 

- 19 -

2006 [Bf-act. 20] und 30. Juli 2009 [Bf-act. 21]; Arztbericht von Dr. med. 

K._____ vom Kantonsspital Graubünden vom 14. September 2011 [Bf-

act. 24] sowie die edierten SUVA-Akten) lässt sich entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer am 24. August 2004 beim Reiten verunfallte und dabei 

eine Muskelzerrung im Bereich der paravertebralen HWS-Muskulatur 

links und im Bereich der linken Scapulamuskulatur erlitten hatte. Überdies 

stürzte der Beschwerdeführer am 12. Januar 2005 auf einem vereisten 

Weg und litt danach an Nackenschmerzen und 

Bewegungseinschränkungen, wobei in Bezug auf das Unfallereignis vom 

12. Januar 2005 der status quo ante per Ende Januar 2005 wieder 

erreicht war. Die Schulterverletzung vom 24. August 2004 führte zu einer 

Frozen Shoulder. Aufgrund der Schulterbeschwerden wurden am 23. Mai 

2007 operativ eine Acromioplastik und eine offene Mobilisation 

durchgeführt. Mit rechtskräftiger Verfügung vom 4. Dezember 2009 

(edierte SUVA-act. 100) sprach die SUVA, in deren Leistungspflicht das 

Unfallereignis vom 24. August 2004 fiel, dem heutigen Beschwerdeführer 

auf der Basis einer Integritätseinbusse von 20 % für die dauerhaften 

Unfallfolgen an der linken Schulter eine Integritätsentschädigung zu. 

Gleichzeitig verneinte die SUVA einen Rentenanspruch, weil aufgrund der 

medizinischen Beurteilung davon auszugehen sei, dass dem 

Beschwerdeführer trotz Unfallfolgen an der linken Schulter die aktuelle 

und auch die angestammte Tätigkeit wieder in vollem zeitlichen und 

leistungsmässigen Umfang zumutbar sei. Nach einer nochmaligen 

abschliessenden Prüfung des Rentenanspruchs hielt die SUVA mit 

Verfügung vom 8. Oktober 2014 an ihrer Verfügung vom 4. Dezember 

2009 fest. Darin führte sie aus, dass sich die reinen Unfallfolgen an der 

linken Schulter aufgrund der zwischenzeitlich durchgeführten 

medizinischen Abklärungen seit der Verfügung vom 4. Dezember 2009 

nicht wesentlich verändert hätten. Die angestammte Tätigkeit als 

Aussendienstmitarbeiter sei dem Beschwerdeführer heute aufgrund der 

reinen Unfallfolgen an der linken Schulter (herrührend aus dem 

versicherten Unfallereignis vom 24. August 2004) weiterhin vollumfänglich 

- 20 -

zumutbar. Demzufolge könnte auch wiederum dasselbe Einkommen 

erzielt werden. 

Dr. med. E._____ führt im rheumatologischen Gutachten vom 7. Juli 2013 

hinsichtlich der aus dem Unfallereignis vom 24. August 2004 

herrührenden Beschwerden an der linken Schulter folgendes aus (vgl. Bg-

act. 61 S. 11):

"Auch die aktuellen klinischen Untersuchungsbefunde an der linken Schulter 
können aus somatischer Sicht nicht eindeutig einem strukturellen Korrelat 
zugeordnet werden: Entsprechend den früheren MRI sind die 
Rotatorenmanschetten-Tests alle unauffällig. Es besteht eine isolierte 
Bewegungseinschränkung in Flexion und Abduktion, die gleichzeitig im Vergleich 
zur gesunden Gegenseite nicht eingeschränkte Rotation in Neutralstellung spricht 
allerdings gegen das Vorliegen einer Frozen Shoulder. Es findet sich eine starke 
Druckdolenz über dem AC-Gelenk links, welche korrespondiert mit dem 
beschriebenen MRI-Befund einer AC-Gelenksarthrose. Allerdings ist die massive 
Schmerzhaftigkeit über dem Gelenk bei bereits geringer Berührung somatisch 
wiederum nur schwierig einzuordnen. Diese AC-Gelenksarthrose für sich allein 
kann die ausgeprägte Bewegungseinschränkung der linken Schulter nicht 
erklären."

Im AEH-Gutachten vom 24. Juli 2012 wird hinsichtlich der Beschwerden 

an der linken Schulter was folgt ausgeführt (vgl. Bg-act. 19 S. 18 f.):

"Die Schulterbeschwerden links können rein anatomisch-strukturell nicht 
objektiviert werden. Es hat sich diesbezüglich seit der letzten Beurteilung der 
Schulthess-Klinik im Dez. 2010 keine neue Tatsache ergeben. Eine gewisse 
Restschmerzhaftigkeit und Funktionseinschränkung der Schulter links ist als Folge 
des SUVA-Unfalls vom 24.8.2004 jedoch nachvollziehbar." […] Die 
Körperschädigung vom 24.8.2004 ist in Bezug auf die Schulter links die einzige 
Ursache. In Bezug auf die derzeit beklagten Nackenschmerzen ist der Unfall vom 
24.8.2004 nicht Ursache. Von der Schulter sind gewisse Ausstrahlungen und 
gewisse Muskelverspannungen suva-unfallbedingt im linksseitigen HWS-
/Trapeziusbereich nachvollziehbar. Die jetzt gezeigte Schmerzhaftigkeit der HWS 
im engeren Sinne (subjektiv gegenüber früher erhöht) und gezeigte HWS-
Fehlhaltung steht mit dem Ereignis vom 24.8.2004 nicht in Zusammenhang."

Dr. med. E._____ und die Gutachter des AEH sind sich folglich insofern 

einig, als für die geklagten Schulterbeschwerden links einzig das 

Unfallereignis vom 24. August 2004 ursächlich war. Sodann begründen 

die Gutachter schlüssig und nachvollziehbar, dass die 

- 21 -

Schulterbeschwerden links strukturell nicht objektivierbar seien, was im 

Übrigen bereits anlässlich einer Abklärung in der Schulthess Klinik im 

November beziehungsweise Dezember 2010 festgestellt wurde (vgl. 

AEH-Gutachten vom 24. Juli 2012 [Bg-act. 19] S. 6 f.). Seither haben sich 

keine neuen Tatsachen ergeben. Vor diesem Hintergrund ist ohne 

Weiteres davon auszugehen, dass für die Schulterbeschwerden links 

einzig das Unfallereignis vom 24. August 2004 ursächlich war und 

dementsprechend zwischen dem Unfallereignis vom 24. November 2011 

und den Schulterbeschwerden links keine natürliche Kausalität besteht. 

Gegenteiliges wird vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren − 

soweit ersichtlich − denn auch nicht mehr behauptet. 

bb) Weiter rügt der Beschwerdeführer, dass das Unfallereignis vom 

24. November 2011 entgegen der Auffassung von Dr. med. E._____ zu 

einer richtungsweisenden Verschlimmerung eines Vorzustands geführt 

habe. Die Gutachter des AEH hätten sich anlässlich der Begutachtung 

eingehend mit dem Vorzustand des Beschwerdeführers 

auseinandergesetzt und ausgeführt, dass sich dessen 

Gesundheitszustand nach dem Unfallereignis vom 24. November 2011 

ganz anders präsentiere und der status quo sine vel ante nicht erreicht 

sei. Die verstärkten HWS-Schmerzen und insbesondere die HWS-

Fehlhaltung seien im Sinne einer Verschlimmerung eines Vorzustands zu 

werten. 

Wie nachfolgend dargestellt erweist sich dieser Einwand als unbegründet. 

Zwar wird im AEH-Gutachten vom 24. Juli 2012 in der Tat ausgeführt, 

dass die jetzt geklagten, verstärkten HWS-Schmerzen und die gezeigte 

HWS-Fehlhaltung nach dem Ereignis vom 24. November 2011 im Sinne 

einer Verschlimmerung eines degenerativen HWS-Vorzustands zu werten 

seien und dass der status quo sine vel ante nicht erreicht sei (vgl. AEH-

Gutachten vom 24. Juli 2012 [Bg-act. 19] S. 19 Ziff. 6.1). Weiter unten 

präzisieren die AEH-Gutachter indes, dass mit den im Gutachten 

- 22 -

beschriebenen medizinischen Massnahmen (Akupunktur, Physiotherapie, 

infiltrative Massnahmen; vgl. AEH-Gutachten vom 24. Juli 2012 [Bg-

act. 19] S. 18 Ziff. 6.2) von einem Erreichen des status quo ante und sine 

in drei bis sechs Monaten auszugehen sei (vgl. AEH-Gutachten vom 

24. Juli 2012 [Bg-act. 19] S. 19 Ziff. 6.3). Damit gehen die Gutachter des 

AEH zwar von einer vorübergehenden Verschlimmerung aus, 

prognostizieren aber gleichzeitig einen Zeitpunkt (drei bis sechs Monate 

nach Begutachtung), in welchem zu prüfen ist, ob der status quo sine vel 

ante in der Tat erreicht ist. Diese Prüfung erfolgte − wenn auch erst rund 

ein Jahr nach der AEH-Begutachtung − mit der rheumatologischen 

Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. med. E._____ vom 

25. Juni 2013. Im entsprechenden rheumatologischen Gutachten vom 

7. Juli 2013 bestätigte dieser den im AEH-Gutachten prognostizierten 

Zeitpunkt. Dabei stützte sich Dr. med. E._____ unter anderem auf die 

MRI-Abklärung der HWS vom 11. Mai 2012 im Diagnosezentrum Belmont 

Chur, wo sich lediglich minimale degenerative Veränderungen und vor 

allem keinerlei posttraumatischen strukturellen Veränderungen 

nachweisen liessen. Erläuternd führte Dr. med. E._____ aus, dass er die 

Kausalität der persistierenden Schmerzen, der Fehlhaltung sowie der 

Bewegungseinschränkung der HWS zum Unfallereignis vom 

24. November 2011 nach nunmehr mehr als eineinhalb Jahren für 

unwahrscheinlich beziehungsweise höchstens noch möglicherweise 

gegeben erachte, da eine somatisch-medizinische Erklärung für das 

Beschwerdebild fehle (vgl. rheumatologisches Gutachten von Dr. med. 

E._____ vom 7. Juli 2013 [Bg-act. 61] S. 12). Folglich gehen aber die 

AEH-Gutachter und Dr. med. E._____ übereinstimmend von einer 

vorübergehenden Verschlechterung der HWS-Beschwerden mit einem 

status quo sine vel ante spätestens im Zeitpunkt der rheumatologischen 

Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. med. E._____ vom 

25. Juni 2013 aus und widersprechen sich nicht. Eine richtungsweisende 

Verschlimmerung der vorbestehenden Beschwerden durch das 

Unfallereignis vom 24. November 2011 lässt jedenfalls weder dem AEH-

- 23 -

Gutachten vom 24. Juli 2012 noch dem rheumatologischen Gutachten 

von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 entnehmen. 

cc) Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, dass auch das 

internistisch-rheumatologische Teilgutachten der Klinik Valens vom 

29. August 2013 zum Schluss gekommen sei, dass das Unfallereignis 

vom 24. November 2011 zu einer Verstärkung des chronischen 

zervikozephalen und zervikospondylogenen Syndroms links betont 

geführt habe. Ausserdem hätten die Gutachter festgestellt, dass seit dem 

Unfallereignis vom 24. November 2011 eine ausgeprägte Torticollis 

bestehe. Die Klinik Valens beschreibe die seit dem Unfallereignis 

bestehenden Einschränkungen und qualifiziere diese als Folge des 

Unfalls vom 24. November 2011. 

Diesbezüglich gilt es zunächst festzuhalten, dass im erwähnten 

Teilgutachten der Klinik Valens vom 29. August 2013 zwar festgehalten 

ist, dass die vom Beschwerdeführer angegebenen Nackenschmerzen mit 

Ausstrahlung in den Kopf und in den linken Arm mit ausgeprägter 

Torticollis, Kopfschiefhaltung mit Seitneigung und Rotation nach rechts 

sowie Inklination einem chronischen zervikozephalen und 

zervikospondylogenen Syndrom linksbetont entsprächen und diese 

Beschwerden seit dem Unfallereignis vom 24. November 2011 verstärkt 

seien (vgl. internistisch-rheumatologisches Teilgutachten der Klinik 

Valens vom 29. August 2013 [Bf-act. 14] S. 20). Das zuhanden der IV-

Stelle verfasste Gutachten der Klinik Valens, welches die 

gesundheitlichen Beschwerden gesamthaft und nicht nur unfallbedingt 

berücksichtigt, äussert sich jedoch weder zur hier entscheidenden Frage 

nach der unfallbedingten natürlichen Kausalität noch zur Frage des status 

quo sine vel ante. Dies wurde von der Klinik Valens mit Schreiben vom 

23. April 2013 (Bg-act. 46) auch ausdrücklich so bestätigt. Im erwähnten 

Teilgutachten der Klinik Valens wird denn auch bloss in der Diagnoseliste 

(vgl. internistisch-rheumatologisches Teilgutachten der Klinik Valens vom 

- 24 -

29. August 2013 [Bf-act. 14] S. 22) und in der zusammenfassenden 

Beurteilung (vgl. internistisch-rheumatologisches Teilgutachten der Klinik 

Valens vom 29. August 2013 [Bf-act. 14] S. 20) die subjektiv vom 

Beschwerdeführer empfundene Zunahme der chronisch rezidivierenden 

Nackenschmerzen mit Ausstrahlung beschrieben. Hinsichtlich der im 

internistisch-rheumatologischen Teilgutachten der Klinik Valens vom 

29. August 2013 erwähnten Torticollis, welche angeblich seit dem 

Unfallereignis vom 24. November 2011 bestehe, gilt es sodann 

festzuhalten, dass eine Torticollis vom Hausarzt Dr. med. D._____ bereits 

in den Jahren 1998 beziehungsweise 2001 festgestellt wurde (vgl. 

Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 31. Juli 2012 [edierte IV-act. 42] 

S. 2) und dementsprechend wohl nicht auf das Unfallereignis vom 

24. November 2011 zurückzuführen ist. Im Übrigen könnte aufgrund der 

medizinischen Aktenlage bezüglich der Torticollis ohnehin nicht von 

objektivierbaren Beschwerden im Sinne der Rechtsprechung 

ausgegangen werden, zumal im MRI vom 11. Mai 2012 keine traumatisch 

bedingte Veränderung der HWS festgestellt werden konnte (vgl. 

rheumatologisches Gutachten von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 

[Bg-act. 61] S. 11 sowie dessen Stellungnahme vom 28. März 2014 zum 

Einwand vom 20. Januar 2014 [Bg-act. 81 S. 3]). Vor diesem Hintergrund 

kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren, wo einzig Fragen 

unfallversicherungsrechtlicher Art zu beantworten sind, nicht auf das 

zuhanden der IV-Stelle verfasste internistisch-rheumatologische 

Teilgutachten der Klinik Valens vom 29. August 2013 abgestellt werden. 

dd) Ebenfalls vermag die unterschiedlichen Beurteilung der Unfallkausalität 

beziehungsweise des status quo sine vel ante durch den behandelnden 

Hausarzt Dr. med. D._____ keine Zweifel an der nachvollziehbaren und 

schlüssigen Beurteilung der AEH-Gutachter und Dr. med. E._____ 

hervorzurufen. Denn es entspricht einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass Beurteilungen des Hausarztes im Hinblick auf 

seine auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten 

- 25 -

der Patienten ausfallen (BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 353 E.3b/cc). Dies 

entbindet das streitberufene Gericht indes nicht davon, auch die Berichte 

des Hausarztes Dr. med. D._____ zu würdigen. Aus dessen 

Beurteilungen geht indes nichts wesentlich anderes hervor als aus dem 

AEH-Gutachten vom 24. Juli 2012 sowie dem rheumatologische 

Gutachten von Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013. Insbesondere 

stimmen die von Dr. med. D._____ gestellten Diagnosen weitegehend mit 

denen der AEH-Gutachter sowie von Dr. med. E._____ überein (vgl. 

etwa. den Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 28. Januar 2013 [Bg-

act. 34, Bf-act. 12]). Dr. med. D._____ ist indessen der Ansicht, dass der 

Endzustand mit deutlicher Diskrepanz zum status quo sine vel ante 

erreicht sei. Dieser Auffassung stehen aber − wie gesehen − zwei 

Gutachtermeinungen, mithin diejenige der AEH-Gutachter sowie von 

Dr. med. E._____, entgegen, wonach keine Unfallkausalität mehr bestehe 

und der status quo sine vel ante erreicht sei. Diese gehen den 

Beurteilungen des Hausarztes Dr. med. D._____ vor. Dafür sprechen 

neben der vorstehend erwähnten Erfahrungstatsache, dass Hausärzte im 

Zweifelsfall eher zugunsten ihrer Patienten aussagen, insbesondere auch 

das Spezialwissen und die Facherfahrung der Gutachter (vgl. auch Urteile 

des Bundesgerichtes 9C_4/2015 vom 5. Mai 2015 E.3.2, 8C_260/2011 

vom 25. Juli 2011 E.5.2 zur Divergenz zwischen Behandlungs- und 

Abklärungsauftrag).

ee) Ferner rügt der Beschwerdeführer, dass die Beurteilung von Dr. med. 

E._____ auf einem falschen Sachverhalt basiere. So sei der 

Beschwerdeführer nicht von einem rückwärtsfahrenden, sondern von 

einem rasant vorwärtsfahrenden Personenwagen erfasst worden. Hinzu 

komme, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall nicht, wie von 

Dr. med. E._____ angenommen, lediglich 50 % gearbeitet habe. Vielmehr 

sei der Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis vom 24. November 

2011 in einem vollen Pensum tätig gewesen. 

- 26 -

Wie nachfolgend dargestellt zielen auch diese Rügen ins Leere. 

Bezüglich des genauen Unfallmechanismus ging Dr. med. E._____ von 

der Unfallmeldung UVG vom 12. Dezember 2011 (vgl. Bg-act. 1) aus, wo 

ausgeführt wurde, dass der Beschwerdeführer beim "rückwärtsfahren" 

angefahren wurde. Wie Dr. med. E._____ in seiner Stellungnahme vom 

28. März 2014 zum beschwerdeführerischen Einwand vom 20. Januar 

2014 [Bg-act. 81 S. 2] indes zu Recht ausführt, ist für die Beurteilung der 

natürlichen Kausalität der jetzt noch bestehenden Beschwerden der 

genaue Unfallmechanismus ohnehin nicht entscheidend. Entscheidender 

sind vielmehr die beim Unfallereignis vom 24. November 2011 erlittenen 

strukturellen Verletzungen, welche im rheumatologisches Gutachten von 

Dr. med. E._____ vom 7. Juli 2013 ausführlich beschrieben sind. Was die 

Arbeitstätigkeit vor dem Unfallereignis vom 24. November 2011 betrifft, 

könnte es in der Tat zutreffen, dass der Beschwerdeführer damals in 

einem vollen Pensum arbeitstätig war. Jedenfalls geht aus der 

eingereichten Lohnabrechnung des Beschwerdeführers (Bf-act. 10) 

hervor, dass er − jedenfalls im Oktober 2011 − 100 % erwerbstätig war 

beziehungsweise zumindest entsprechend entschädigt wurde. Weitere 

Unterlagen, welche die allfällige 100%ige Erwerbstätigkeit des 

Beschwerdeführers vor dem Unfallereignis vom 24. November 2011 

untermauern könnten, wurden vom Beschwerdeführer indes nicht 

eingereicht. Weil Dr. med. E._____ die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer adaptierten, körperlich leichten bis 

gelegentlich mittelschweren und wechselbelastenden Tätigkeit aufgrund 

der objektivierbaren strukturellen Befunde an der HWS und am linken 

Schultergelenk, welche bis auf eine AC-Gelenksarthrose weitgehend 

unauffällig sind, aber ohnehin ohne Einschränkungen als gegeben 

erachtet (vgl. rheumatologisches Gutachten von Dr. med. E._____ vom 

7. Juli 2013 [Bg-act. 61] S. 14), vermag die Tatsache, dass Dr. med. 

E._____ allenfalls fälschlicherweise davon ausgegangen ist, dass der 

Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis vom 24. November 2011 bloss 

in einem 50%-Pensum erwerbstätig gewesen ist, seine 

- 27 -

Schlussfolgerungen nicht in Zweifel zu ziehen. Denn wenn Dr. med. 

E._____ den Beschwerdeführer ohne Einschränkungen als arbeitsfähig 

erachtet, ist es gleichzeitig auch ausgeschlossen, dass sich seine 

Aussage, wonach der Status quo ante (= Gesundheitszustand, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat) rund eineinhalb Jahre nach 

dem Unfallereignis vom 24. November 2011 erreicht sei, lediglich auf die 

allenfalls fälschlicherweise angenommene 50%ige Arbeitsfähigkeit 

bezogen hat. Wäre dies der Fall, so hätte sich Dr. med. E._____ überdies 

in seiner Stellungnahme vom 28. März 2014 zum 

beschwerdeführerischen Einwand vom 20. Januar 2014 (vgl. Bg-act. 81) 

sicherlich nochmals dazu geäussert, was er aber nicht getan hat. Vor 

diesem Hintergrund ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass Dr. med. 

E._____ den status quo ante rund eineinhalb Jahre nach dem 

Unfallereignis vom 24. November 2011 auch in Bezug auf eine 100%ige 

Erwerbstätigkeit als erreicht betrachtet. 

ff) Im Rahmen der Kritik am rheumatologischen Gutachten von Dr. med. 

E._____ vom 7. Juli 2013 bringt der Beschwerdeführer des Weiteren vor, 

dass es unverständlich sei, dass Dr. med. E._____ den Kinn-Sternum 

Abstand nicht erhoben habe. Die Reklination der HWS sei praktisch 

vollständig eingeschränkt gewesen, was Dr. med. E._____ hätte auffallen 

müssen. Unverständlich sei des Weiteren, dass Dr. med. E._____ die 

zahlreichen Myogelosen ignoriert und in seinem Untersuchungsbefund 

nicht erwähnt habe. In der Klinik Valens seien nämlich kurze Zeit später 

Myogelosen im Bereich des M. trapezius, des M. sternocleidomastoideus, 

der M. scaleni, des M. levator scapulae und der M. rhomboideii erhoben 

worden. 

Wie nachstehend dargestellt erweisen sich auch diese Rügen als 

unbegründet. Zwar trifft es zu, dass Dr. med. E._____ den Kinn-Sternum 

Abstand nicht erhoben hat, im Gegensatz zur Untersuchung vom 19. Juli 

2013 in der Klinik Valens, wo ein Kinn-Sternum Abstand von 8/5 cm 

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gemessen wurde (vgl. internistisch-rheumatologisches Teilgutachten der 

Klinik Valens vom 29. August 2013 [Bf-act. 14] S. 14). Dies begründet 

Dr. med. E._____ in seiner Stellungnahme vom 28. März 2014 zum 

Einwand vom 20. Januar 2014 (Bg-act. 81 S. 2) wie folgt: Er habe in 

seinem Gutachten die Fehlstellung des Kopfes im Raum in Winkelgraden 

beschrieben. Aus dieser Stellung sei lediglich eine Rotation nach rechts 

möglich. Die anderen Bewegungen, insbesondere auch die Inklination 

und Extension, seien vollständig blockiert. Ohne jegliche Bewegung 

mache eine Distanzmessung keinen Sinn. Wenn am 19. Juli 2013 in der 

Klinik Valens ein Kinn-Sternum Abstand von 8/5 cm beschrieben werde, 

bedeute dies, dass dannzumal eine geringe Extensions-

/Inklinationsbewegung von 3 cm möglich gewesen sei. Dies könne 

entweder im Sinne einer leichten Verbesserung der Beweglichkeit oder 

als inkonstantes aktives Gegenhalten gegen die Bewegungsprüfung 

interpretiert werden. Folglich vermag aber Dr. med. E._____ 

nachvollziehbar und überzeugend zu begründen, warum er anlässlich 

seiner Begutachtung auf die Erhebung des Kinn-Sternum Abstands 

verzichtet hat. Ebenfalls unbegründet ist die beschwerdeführerische Kritik, 

wonach Dr. med. E._____ im Gegensatz zu den Gutachtern der Klinik 

Valens die zahlreichen Myogelosen ignoriert und in seinem 

Untersuchungsbefund nicht erwähnt habe. Denn einerseits verweist 

Dr. med. E._____ im rheumatologischen Gutachten vom 7. Juli 2013 (Bg-

act. 61 S. 9) auf die diffuse tendomyotische Druckdolenz im ganzen 

Schultergürtelbereich links unter Angabe der betroffenen Muskeln (M. 

trapezius descendens, Ansatz des M. levator scapulae, M. infra- und 

supraspinatus, paravertebrale cervikale Muskulatur und suboccipitale 

Muskelansätze). Einen muskulären Hypertonus konnte Dr. med. E._____ 

aber beidseits ausschliessen. Anderseits werden aber auch im Befund 

des AEH-Gutachtens vom 24. Juli 2012 keine Myogelosen festgehalten. 

Beschrieben werden im AEH-Gutachten lediglich im Schultergürtel ein 

Hypertonus im M. trapezius rechts sowie eine schmerzhafte Palpation der 

Muskulatur (vgl. Bg-act. 19 S. 12). Vor diesem Hintergrund kann keine 

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Rede davon sein, dass Dr. med. E._____ zahlreiche Myogelosen ignoriert 

beziehungsweise in seinem Untersuchungsbefund nicht erwähnt habe. 

gg) Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass Dr. med. E._____ nicht 

nachvollziehbar begründet habe, warum die unfallbedingten Beschwerden 

spätestens nach einem Jahr abgeklungen sein sollten. Ebenfalls könne 

Dr. med. E._____ die Terminierung nicht eindeutig vornehmen. Seiner 

Meinung nach hätten nicht-organische Faktoren zur Persistenz der 

Beschwerden geführt. Er sei aber nicht in der Lage zu beschreiben, um 

welche nicht-organischen Faktoren es sich handeln sollte. 

Wie nachfolgend dargestellt sind auch diese Rügen unbegründet. In 

seinem rheumatologischen Gutachten vom 7. Juli 2013 (Bg-act. 61 

S. 11 ff.) führt Dr. med. E._____ was folgt aus:

Die seit dem Unfallereignis vom 24. November 2011 persistierenden 
Nackenschmerzen und insbesondere die fixierte Fehlstellung des Kopfes in 
Inklination sowie Rotation und Seitneigung nach rechts seien aufgrund der 
objektivierbaren strukturellen Befunde schwierig nachvollziehbar. Eine 
ossär/artikulär bedingte Bewegungseinschränkung sei aufgrund des weitgehend 
normalen MRI-Befundes vom 11. Mai 2012 mit lediglich minimalen degenerativen 
Veränderungen und ohne strukturelle traumatische Pathologien praktisch 
auszuschliessen, so dass in erster Linie eine ausgeprägte muskuläre Fixierung 
vorliegen könnte. Dagegen spreche dann allerdings der seitengleiche und normale, 
nicht erhöhte Muskeltonus der seitlichen Hals und Schultergürtelmuskulatur (bei 
konstanter muskulärer Fixierung in der Schiefhaltung wäre ein Hypertonus im 
Schultergürtel rechts und des M. sternocleidomastoideus links zu erwarten). 
Aufgrund der massiven Diskrepanz zwischen subjektiv empfundener 
Schmerzintensität, demonstrierter Fehlstellung der HWS und praktisch 
vollständiger Bewegungsblockade einerseits und den praktisch normalen 
radiologischen Befunden müsse auch bezüglich der cervikalen Symptomatik eine 
wesentliche nicht-organische Komponente postuliert werden. Für eine wesentliche 
nicht-organische Komponente im gesamten Beschwerdekomplex sprächen auch 
die Befunde in der EFL anlässlich der Begutachtung am AEH, wo in verschiedenen 
Tests eine Selbstlimitierung habe beobachtet werden können und auch sonst ein 
zum Teil auffälliges Verhalten während verschiedener Tests beschrieben worden 
sei. Die leicht schmerzhafte Einschränkung der BWS-Beweglichkeit sei prinzipiell 
durch die Wirbelsäulenform mit fixierter Hyperkyphose erklärbar, möglicherweise 
bestünden hier auch gewisse degenerative Veränderungen. Die Beschwerden an 
der BWS seien jedoch mit Sicherheit als unfallfremd einzustufen. Schliesslich 
bestünden unklare Beschwerden auch im Bereich der rechten Hüfte. Die 
Beweglichkeit der Hüftgelenke sei in allen Richtungen seitengleich normal, was 
prinzipiell gegen eine bestehende Coxarthrose spreche. Die isoliert schmerzhafte 

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Innenrotation wäre allenfalls mit einer beginnenden Coxarthrose vereinbar. 
Auffällig sei hier das ausgeprägte Schonhinken rechts beim Eintritt 
beziehungsweise Verlassen des Untersuchungszimmers, zumal bei der klinischen 
Untersuchung zwischenzeitlich ein praktisches hinkfreies Gangbild habe 
beobachtet werden können. Zusammenfassend seien die verschiedenen 
Beschwerden und Einschränkungen am Bewegungsapparat aus 
rheumatologischer Sicht nicht oder nur zu einem geringen Teil strukturell 
nachvollziehbar. Auch eine neurologische Untersuchung durch Dr. med. L._____ in 
Chur werde in den Akten als unauffällig beschrieben. Eine nicht-organische 
Schmerzursache müsse hier weit im Vordergrund stehen. Eine gewisse 
bewusstseinsnahe Verdeutlichungstendenz sei aufgrund der aktuellen Befunde 
und auch dem im Gutachten Valens beschriebenen auffälligen Verhalten während 
der EFL denkbar, eindeutige Anhaltspunkte dafür könnten jedoch nicht 
nachgewiesen werden. 
Anlässlich der MRI-Abklärung der HWS vom 11. Mai 2012 hätten sich lediglich 
minimale degenerative Veränderungen nachweisen lassen, weshalb die Kausalität 
der persistierenden Schmerzen, Fehlhaltung und Bewegungseinschränkung der 
HWS zum Unfallereignis vom 24. November 2011 nach nunmehr mehr als 
eineinhalb Jahren für unwahrscheinlich beziehungsweise höchstens noch 
möglicherweise gegeben zu betrachten sei, da eine somatisch-medizinische 
Erklärung für das Beschwerdebild fehle. Durch den Unfall vom 24. November 2011 
sei keine richtunggebende Verschlimmerung einer vorbestehenden 
Gesundheitsschädigung verursacht worden. Vorbestehend sei die Einschränkung 
der Schultergelenksbeweglichkeit seit einem Reitunfall 2004 gewesen, diese sei 
durch das Ereignis vom 24. November 2011 nicht verschlimmert worden. An der 
HWS bestünden aufgrund des beschriebenen MRI-Befundes lediglich sehr geringe 
degenerative Veränderungen, welche durch das Unfallereignis vom 24. November 
2011 zwar vorübergehend hätten symptomatisch werden konnten. Unfallbedingt 
langanhaltende Schmerzen und die massive Fehlstellung seien somatisch 
strukturell allerdings nicht plausibel. Zum jetzigen Zeitpunkt könne eine 
überwiegende Unfallkausalität nicht mehr gegeben sein. Eine genaue 
Terminierung des Übergangs von vorwiegend unfallbedingten zu vorwiegend nicht-
organisch verursachten Beschwerden sei aufgrund der schwierigen somatisch-
strukturellen Zuordnung nicht eindeutig zu machen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit 
dürften aber spätestens ein Jahr nach dem Unfallereignis die unfallbedingten 
Beschwerden vollständig abgeklungen sein und in erster Linie die zu 
postulierenden nicht-organischen Faktoren zur Persistenz der Beschwerden 
geführt haben. Aus rheumatologischer Sicht könne keine erfolgsversprechende, 
somatisch orientierte Behandlungsmöglichkeit empfohlen werden. Aufgrund der 
objektivierbaren strukturellen Befunde an der HWS und am linken Schultergelenk, 
welche bis auf eine AC-Gelenkarthrose weitgehend unauffällig seien, sei eine 
medizinisch-theoretisch erhaltene Arbeitsfähigkeit für adaptierte, körperlich leichte 
bis gelegentlich mittelschwere und wechselbelastende Tätigkeiten als gegeben zu 
erachten. Eine unfallbedingte Einschränkung der körperlichen Integrität bestehe 
nicht. 

Dass Dr. med. E._____ die Terminierung nicht auf den Tag genau 

festlegen kann, liegt auf der Hand, kann doch eine Terminierung des 

Übergangs von vorwiegend unfallbedingten zu vorwiegend nicht-

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organisch verursachten Beschwerden nie exakt auf einen Tag genau 

vorgenommen werden. Dr. med. E._____ begründet aber schlüssig und 

nachvollziehbar, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit spätestens ein Jahr 

nach dem Unfallereignis vom 24. November 2011 die unfallbedingten 

Beschwerden vollständig abgeklungen sein dürften und in erster Linie die 

zu postulierenden nicht-organischen Faktoren zur Persistenz der 

Beschwerden geführt hätten. Ebenso schlüssig und nachvollziehbar 

begründet Dr. med. E._____ − entgegen den beschwerdeführerischen 

Ausführungen −, dass die verschiedenen Beschwerden und 

Einschränkungen am Bewegungsapparat aus rheumatologischer Sicht 

nicht oder nur zu einem geringen Teil strukturell nachvollziehbar seien 

und dementsprechend eine nicht-organische Schmerzursache im 

Vordergrund stehe. Der Beschwerdeführer scheint zu verkennen, dass 

der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs gemäss 

ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes nicht durch den 

Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden muss. Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 

verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die 

versicherte Person nun bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist 

vielmehr, ob die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verloren haben 

(vgl. dazu vorstehend E.3b). Dies ist vorliegend mit Dr. med. E._____ zu 

bejahen. 

b) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen lässt sich demnach 

festhalten, dass die vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten 

vorgebrachten Rügen und Einwände unbegründet sind und das 

vollständige und überzeugende Gutachten von Dr. med. E._____ vom 

7. Juli 2013 nicht in Zweifel zu ziehen vermögen. Dem Gutachten kommt 

voller Beweiswert zu. Mit Dr. med. E._____ ist folglich davon auszugehen, 

dass der status quo sine vel ante rund eineinhalb Jahre nach dem 

Unfallereignis vom 24. November 2011 eingetreten ist und ein natürlicher 

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Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den 

persistierenden Schmerzen, der Fehlhaltung und den 

Bewegungseinschränkung der HWS mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht mehr gegeben ist. Da die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers voraussetzt, dass zwischen dem Unfallereignis und der 

gesundheitlichen Schädigung sowohl ein natürlicher als auch ein 

adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. dazu vorstehend E.3) und 

es vorliegend − wie soeben dargestellt − bereits am natürlichen 

Kausalzusammenhang fehlt, ist die Adäquanzprüfung hinfällig geworden. 

Festzuhalten bleibt bezüglich der Adäquanzprüfung lediglich, dass die 

vom Beschwerdeführer bezüglich der nicht objektivierbaren Unfallfolgen 

vorgenommene Adäquanzprüfung weder inhaltlich noch im Ergebnis zu 

überzeugen vermag. Da es vorliegend aber − wie gesehen − ohnehin 

bereits an der natürlichen Kausalität mangelt, erübrigen sich weitere 

diesbezügliche Ausführungen. Ebenfalls kann bei diesem Ergebnis in 

Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung (vgl. vorstehend E.2b) auf 

weitere medizinische Abklärungen beziehungsweise auf die Einholung 

des vom Beschwerdeführer beantragten gerichtlichen Gutachtens zur 

Unfallkausalität der Beschwerden verzichtet werden. Die Einstellung der 

Versicherungsleistungen per 30. November 2013 erfolgte somit zu Recht. 

7. Nur am Rande sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass ein Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung nach Art. 24 Abs. 1 

UVG ebenfalls zu verneinen ist, da eine erhebliche und dauerhafte 

Schädigung der körperlichen Integrität aufgrund der medizinischen Akten 

nicht ausgewiesen ist. Dementsprechend hielt Dr. med. E._____ im 

rheumatologischen Gutachten vom 7. Juli 2013 (Bg-act. 61 S. 14) explizit 

fest, dass aus rheumatologischer Sicht aufgrund der objektivierbaren 

strukturellen Befunde keine unfallbedingte Einschränkung der 

körperlichen Integrität bezogen auf das Unfallereignis vom 24. November 

2011 bestehe. Gegenteiliges wird vom Beschwerdeführer auch nicht 

vorgebracht. 

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8. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. August 2014 erweist sich 

somit in jeder Beziehung als rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur 

Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde vom 25. September 

2014 führt. 

Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der Beschwerdegegnerin 

nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 18. März 

2016 abgewiesen (8C_798/2015).