# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47ac5fd3-b8e2-524c-9b97-9c806919fc16
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-17-30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-17-30_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A___  

 
 
 
 
Vorinstanz SUVA Schweiz. Unfallversicherungsanstalt ,  

Postfach 4358, 6002 Luzern 
 

 
 
 
Gegenstand Taggelder der Unfallversicherung 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 
14. Juli 2017 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
3. Abteilung 
 

Urteil vom 21. August 2018  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter H.P. Fischer, Ch. Wild, Dr. F. Windisch, S. Ramseyer 
Obergerichtsschreiberin M. Epprecht 
 
 
 
 

Verfahren Nr. O3V 17 30 
 
 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) des Beschwerdeführers: 

 

in der Beschwerde vom 14. September 2017: 

 1. Sämtliche Taggelder sind rückwirkend bis 24. Februar 2015 zu zahlen. 

 2. Das berechnete Rückfalltaggeld ist zu erhöhen. 

 

 in der Replik vom 16. Januar 2018: 

1. Die Unfallversicherung sei anzuweisen, die Taggelder auf Grundlage der 

Arbeitslosentaggelder zu berechnen. 

2. Die Taggelder sind rückwirkend bis zum Rückfalldatum zu zahlen. 

 

mit Schreiben vom 27. April 2018: 

 Das exakte Rückfalldatum ist der 14. Februar 2015. 

 

b) der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen und der Einsprache-Entscheid vom 14. Juli 2017 sei zu 

bestätigen. 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Der am XX.XX.1984 geborene A___ war seit 4. Februar 2013 bei der Sägerei & Holzbau 

B___ AG als Zimmermann angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert. Am 16. August 2013 erlitt A___ einen Unfall in der Werkstatt 

seines Arbeitgebers. Gemäss den Angaben rutschte ihm ein Balken aus der Hand und fiel 

auf seine rechte Schulter. Ab 28. August 2013 setzte er die Arbeit zufolge Unfalls aus (act. 

11/1 und act. 11/2).   

 

B. Die SUVA übernahm mit Schreiben vom 4. September 2013 die Versicherungsleistungen 

für die Folgen des Berufsunfalls von A___ (act. 11/3 und act. 11/4). Per 16. Oktober 2013 

löste A___ sein Arbeitsverhältnis auf (act. 11/14). Am 5. November 2013 fand eine 

kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. C___, Facharzt FMH Chirurgie, SUVA Chur, 

statt (act. 11/42). Eine weitere kreisärztliche Untersuchung fand am 10. März 2014 durch 

Dr. med. D___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, SUVA St. Gallen, statt (act. 11/87). In der Taxationsbestätigung der 

Seite 3 

SUVA vom 10. März 2014 wurde die Arbeitsfähigkeit auf 50% ab 17. März 2014 und auf 

100% ab 1. April 2014 festgelegt (act. 11/88). A___ erhob hiergegen umgehend Einwände 

(act. 11/88, act. 11/91 – 93 und act. 11/97). Am 24. Februar 2015 reichte die 

Arbeitslosenkasse bei der SUVA eine Rückfallmeldung ein (act. 11/102). Mit Verfügung 

vom 26. Mai 2015 verneinte die SUVA einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 

vom 16. August 2013 und den gemeldeten Schulterbeschwerden rechts und wies ihre 

Leistungspflicht ab (act. 11/120). Dagegen reichte A___ am 23. Juni 2015 Einsprache ein 

(act. 11/123). Nach weiteren ärztlichen Abklärungen nahm die SUVA mit Schreiben vom 

30. August 2016 ihre Verfügung vom 26. Mai 2015 zurück und anerkannte ihre 

Leistungspflicht (act. 11/189). In der Folge fanden weitere ärztliche Abklärungen statt.  

 

C. Mit Verfügung vom 16. Juni 2017 sprach die SUVA A___ für die Arbeitsunfähigkeit ab dem 

29. Mai 2017 einen Taggeldansatz von Fr. 27.70 pro Kalendertag zu (act. 11/249). 

Dagegen erhob A___ am 3. Juli 2017 Einsprache (act. 11/254). 

 

D. Mit Einspracheentscheid vom 14. Juli 2017 wies die SUVA die Einsprache ab (act. 11/261). 

 

E. Am 14. September 2017 erhob A___ beim Obergericht Appenzell Ausserrhoden 

Beschwerde mit dem eingangs wiedergegebenen Antrag (act. 1). In der Vernehmlassung 

vom 11. Dezember 2017 beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde (act. 10). 

Am 17. Januar 2018 ging die Replik von A___ ein (act. 14). Die Duplik der SUVA datiert 

vom 6. Februar 2018 (act. 16).  

 

F. Auf die Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 

medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. 1.1 

Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes 

vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31) beurteilt das Obergericht als kantonales 

Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen. Die 

örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 

 

Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen 

ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der 

Seite 4 

Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 

1981 über die Unfallversicherung [UVG, SR 832.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und 

Art. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes vom 9. September 2002 

über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG, bGS 143.1]).  

 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

 

 1.2 

 Der Beschwerdeführer änderte beziehungsweise präzisierte – auf Nachfrage hin – sein 

Rechtsbegehren im Verlauf des Verfahrens (act. 1, act. 14 und act. 19). Da im 

sozialversicherungsrechtlichen Gerichtsverfahren keine Bindung an die Parteibegehren 

besteht, kann sich die Frage der Zulässigkeit der Änderung eines Rechtsbegehrens nur 

stellen, wenn der Streitgegenstand erweitert oder über den Anfechtungsgegenstand hinaus 

etwas verlangt werden würde (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, N. 146 zu 

Art. 61 ATSG). Beides ist vorliegend nicht der Fall, weshalb die vorgebrachten Änderungen 

zulässig sind. 

 

 

2. 2.1 

Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG sind Gegenstand der Unfallversicherung 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten. Ist 

die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), 

so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG).  

 

Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der 

Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod 

des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 UVG). Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 

(Art. 6 ATSG) 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit 

wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG).  

 

 Taggelder werden nach dem versicherten Verdienst bemessen. Als versicherter Verdienst 

gilt für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 

Abs. 1 und Abs. 2 UVG). Nach Art. 22 Abs. 3 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 

über die Unfallversicherung (UVV, SR 832.202) gilt als Grundlage für die Bemessung der 

Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter 

Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Die Taggeldberechnung für den 

Rückfall (Art. 11 UVV) ist als Sonderfall in Art. 23. Abs. 8 UVV geregelt, wonach für die 

Bemessung der unmittelbar davor bezogene Lohn, mindestens aber ein Tagesverdienst 

von 10 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Tagesverdienstes massgebend ist. 

Seite 5 

 

 2.2  

 Unabdingbare Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers bildet das 

Vorliegen eines natürlichen und – kumulativ – adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

dem Unfallereignis und der gesundheitlichen Störung (BGE 129 V 177 E. 3 mit Hinweisen). 

Dies gilt für alle in Betracht fallenden Ansprüche, namentlich auch für das Taggeld (Art. 16 

Abs. 1 UVG). Fehlt es an einem rechtserheblichen Kausalzusammenhang, trifft den 

Unfallversicherer für diese Ansprüche keine Leistungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 

8C_806/2011 vom 30. März 2012 E. 2.1). Rückfälle – bei solchen handelt es sich um das 

Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher 

Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt – schliessen 

sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend 

gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 

(BGE 118 V 293 E. 2 c mit Hinweisen; vgl. ebenso anstelle vieler: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_61/2016 vom 19. Dezember 2016 E. 3.2).  

 

 2.3 

 Die SUVA stellt sich auf den Standpunkt, sie habe im April 2014 aufgrund der Umstände 

davon ausgehen dürfen, dass keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit 

mehr bestehe. Nach den Akten habe bis zum April 2015 keine weitere ärztliche Behandlung 

mehr stattgefunden und es sei auch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Die 

Beschwerden, die am 20. April 2015 zur Konsultation beim Hausarzt geführt hätten, seien 

deshalb als Rückfall geprüft worden (act. 10/4). Auch der Beschwerdeführer geht 

hinsichtlich seiner Beschwerden von einem Rückfall aus (act. 1 und act. 14).  

 

 Somit gehen beide Parteien von einem Rückfall aus und meinen damit, dass der 

Beschwerdeführer an einer gesundheitlichen Beeinträchtigung leidet, die auf den Unfall 

vom August 2013 zurückzuführen ist. Dem ist grundsätzlich zuzustimmen, jedoch ist zu 

prüfen, ob der Leistungsanspruch tatsächlich unter dem Aspekt eines Rückfalls zu 

beurteilen ist und nicht unter jenem eines Grundfalles. In diesem Zusammenhang ist auch 

zu prüfen, ob die SUVA den Fall im März 2014 mit einem einfachen Schreiben 

abschliessen durfte (act. 11/88). 

 

 2.3.1 

 Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) 

Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht. Erlässt der Versicherer 

stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann 

Seite 6 

rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres 

Einwände erhebt. Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indessen keine Leistungen 

mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person 

mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In 

dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen 

werden konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr 

auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der 

konkreten Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und dem 

bisherigen Verlauf eine entscheidende Rolle zu: Lag ein vergleichsweise harmloser Unfall 

mit günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch 

auf Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten 

Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. 

Andererseits ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht unter 

demjenigen eines Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte Person während der 

leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten 

hat bzw. wenn Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende 

Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen (Urteil des Bundesgerichts 8C_102/2008 vom 

26. September 2008 E. 4.1 mit Hinweisen).  

 

 Da die Versicherungsträgerin nie eine Verfügung erlassen hat, in der sie den Grundfall 

abgeschlossen und die Leistungen formell eingestellt hat, obliegt ihr die Beweislast für den 

Nachweis, dass bei der versicherten Person vor dem Zeitpunkt, ab welchem die 

Versicherungsträgerin von einer Rückfallsituation ausgeht, mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit hinsichtlich der Unfallfolgen der Status quo sine oder der Status quo 

ante eingetreten war. Dabei ist der Status quo sine oder quo ante nicht im Hinblick auf 

einzelne spezifische Leistungen (Taggelder, Heilbehandlung) nachzuweisen, sondern 

entscheidend ist, ob beim Versicherten generell in gesundheitlicher Hinsicht die 

Unfallfolgen abgeklungen waren und in gesundheitlicher Hinsicht vom Zustand, wie er vor 

dem Unfall bestanden hatte (quo ante) oder wie er auch ohne Unfall gewesen wäre (quo 

sine) ausgegangen werden konnte (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons 

Zürich UV.2004.00258 vom 27. Juni 2005 E. 4.1 mit Hinweis).  

 

 2.3.2 

 Demnach ist zu fragen, ob beim Beschwerdeführer nach dem Unfall ein gesundheitlicher 

Zustand bestanden hat, wie er vor dem Unfall geherrscht hat oder wie er auch ohne Unfall 

eingetreten wäre. Medizinisch ist folgendes aktenkundig:  

 

 2.3.2.1 

 Der Unfall geschah am 16. August 2013 (act. 11/1 und act. 11/2).  

Seite 7 

 

 2.3.2.2 

Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. Dr. med. E___, Facharzt Chirurgie, 

Schönengrund, ordnete am 13. Februar 2014 eine 9er-Serie Physiotherapie an (act. 11/80). 

Zudem attestierte er dem Beschwerdeführer am 5. März 2014 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (act. 11/79 und act. 11/83).  

 

In der kreisärztlichen Untersuchung vom 10. März 2014 hielt Dr. med. D___ fest, dass der 

Beschwerdeführer weiterhin über Beschwerden klage. Er stellte die Diagnose eines 

Residualzustands mit Belastungsschmerzen und geringer Bewegungseinschränkung. Die 

noch geltend gemachten Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 

das Unfallereignis vom 16. August 2013 zurückzuführen. Ab dem 1. April 2014 könne mit 

einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden (act. 11/87). 

 

 In der Besprechung mit der SUVA gab der Beschwerdeführer am 10. März 2014 an, er 

befinde sich auf dem Weg der Besserung. Er gehe regelmässig in die Physiotherapie und 

habe am 15. März 2014 die nächste Konsultation beim Hausarzt (act. 11/85). 

 

 Nach Erhalt der Taxationsbestätigung vom 10. März 2014, in welcher dem 

Beschwerdeführer ab 1. April 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 100% attestiert wurde, wandte 

sich der Beschwerdeführer am Folgetag an die Direktion der SUVA und wies auf seine 

weiterhin bestehenden Beschwerden hin (act. 11/86). Mit Antwortschreiben vom 18. März 

2014 bestätigte die Direktion der SUVA die Richtigkeit der Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit (act. 11/89).  

 

 Am 21. März 2014 wies der Beschwerdeführer die SUVA darauf hin, dass sein Hausarzt 

einen MRI Untersuchungstermin vereinbart habe, da sich die Beschwerden in der rechten 

Schulter trotz Physiotherapie verstärkt hätten (act. 11/91). Mit Schreiben vom 25. März 

2014 machte der Beschwerdeführer gegenüber der SUVA geltend, er müsse mehrmals 

täglich Schmerzmittel zu sich nehmen (act. 11/92). Am 2. April 2014 wies der 

Beschwerdeführer die SUVA darauf hin, dass er von seinem Hausarzt bis 31. März 2014 zu 

100% arbeitsunfähig geschrieben worden sei und demzufolge eine Auszahlung des 

restlichen Taggeldes erwarte (act. 11/93).  

 

 Mit Schreiben vom 14. April 2014 hielt die Geschäftsleitung der SUVA an ihrer Beurteilung 

fest (act. 11/96).  

 

 Am 27. August 2014 teilte der Beschwerdeführer der SUVA mit, dass die 

Schulterbeschwerden noch immer beständen. Weiter verlangte er einen Unfallschein 

Seite 8 

beziehungsweise Apothekerschein, um beim Hausarzt vorstellig zu werden über das 

weitere Vorgehen (act. 11/97).  

 

 Am 1. September 2014 antwortete die SUVA dem Beschwerdeführer dahingehend, dass 

sie für die Eröffnung des Falles als Rückfall die Rückfallmeldung benötigen (act. 11/99).  

 

 2.3.2.3 

 Mit E-Mail vom 18. Februar 2015 wandte sich der Beschwerdeführer mit der Frage, welche 

Schritte für eine Rückfallmeldung notwendig seien, an die SUVA (act. 11/100). Die Antwort 

der SUVA erging gleichentags ebenfalls mittels E-Mail (act. 11/100).  

 

 Am 24. Februar 2015 meldete sich eine Angestellte der Arbeitslosenkasse Appenzell 

Ausserrhoden bei der SUVA und teilte mit, der Beschwerdeführer habe sie beauftragt, eine 

Rückfallmeldung zu machen. Als Rückfalldatum habe er den 14. Februar 2015 angegeben 

(act. 11/101). Die schriftliche Schadenmeldung UVG für arbeitslose Personen datiert 

ebenfalls vom 24. Februar 2015 (act. 11/101).  

 

 Am 20. April 2015 konsultierte der Beschwerdeführer seinen Hausarzt (act. 11/116). Ein 

Arztzeugnis UVG für Rückfall ging am 21. April 2015 bei der SUVA ein. Darin wurde vom 

Hausarzt eine Arbeitsaufnahme von 100% ab 1. April 2014 attestiert (act. 11/112). Mit 

ärztlichem Zwischenbericht vom 13. Mai 2015 wurde keine gegenwärtige ärztliche 

Behandlung angegeben (act. 11/117).  

 

 Mit Schreiben vom 5. Mai 2015 machte der Beschwerdeführer geltend, die Beschwerden 

an seiner rechten Schulter beständen noch immer (act. 11/115). In der Einsprache vom 

23. Juni 2015 gegen die Verfügung der SUVA vom 26. Mai 2015 führte der 

Beschwerdeführer aus, es habe nie eine Schmerzfreiheit erreicht werden können 

(act. 11/123).  

 

 Im Bericht von Dr. med. F___, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates, Spital Herisau, vom 6. August 2015 diagnostizierte er ein 

persistierend schmerzhaftes AC-Gelenk rechts bei Status nach vermuteter Tossy 1 

Affektion August 2013 (act. 11/129). Am 12. August 2015 fand eine AC-Gelenksinfiltration 

rechts statt (act. 11/147).  

 

 Die Kreisärztin med. pract. G___, Fachärztin Chirurgie, SUVA St. Gallen, erachtete in ihrer 

Stellungnahme vom 25. September 2015 aufgrund der neuen fachärztlichen Erkenntnisse 

eine Teilkausalität der beklagten Beschwerden als überwiegend wahrscheinlich. Eine 

Arbeitsunfähigkeit erscheine als nicht ausgewiesen (act. 11/134). Mit Schreiben vom 

Seite 9 

gleichen Tag gab die SUVA dem Beschwerdeführer bekannt, dass sie die Kosten der 

Heilbehandlung der Schulterbeschwerden übernehme (act. 11/135).  

 

 Die Untersuchung durch Dr. med. F___ am 20. Oktober 2015 ergab, dass eine 

Kernspintomographie durchzuführen sei. Eine schlüssige Aussage über die 

Arbeitsunfähigkeit könne erst nach Erhalt der MRT-Diagnostik gemacht werden 

(act. 11/147). 

 

 Die kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. H___, Facharzt Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, SUVA St. Gallen, vom 27. Oktober 2015 

ergab, dass der Beschwerdeführer für leichte bis mittelschwere Arbeiten mit Heben von 

Lasten bis 15kg auf Hüfthöhe und gelegentliches Arbeiten mit Lasten bis 10kg in der 

Horizontalen einsetzbar sei. Über-Kopf-Arbeiten seien zumindest beim heutigen Stand der 

Diagnostik nicht zuzumuten. Unter Einhaltung der angepassten Arbeitstätigkeit könne der 

Beschwerdeführer vollschichtig arbeiten (act. 11/151).  

 

 2.3.2.4 

 Am 26. Februar 2016 fand die MR-Arthrographie der rechten Schulter statt (act. 11/162 und 

act. 11/163).  

 

 Im Bericht vom 6. Juli 2016 von Prof. Dr. med. J___, Facharzt Chirurgie und Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädie am Park, St. Gallen, 

über die Konsultation vom 1. Juni 2016 wurde ein Verdacht auf posttraumatische AC-

Arthrose diagnostiziert. Er halte den 2013 erlittenen Unfall für überwiegend wahrscheinlich 

als kausale Ursache der jetzt eingetretenen Symptomatik (act. 11/186). 

 

 Mit Schreiben vom 30. August 2016 kam die SUVA auf ihre Verfügung vom 26. Mai 2015 

zurück und anerkannte ihre Leistungspflicht (act. 11/189). Anlässlich eines Erstgesprächs 

mit dem Case Manager der SUVA vom 20. September 2016 wurde dem Beschwerdeführer 

erklärt, dass keine Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 

ausgewiesen sei (act. 11/200).  

 

 Prof. Dr. med. J___ äusserte sich in einem Telefongespräch mit der SUVA vom 21. 

September 2016 dahingehend, dass der Beschwerdeführer für die beiden gelernten Berufe 

Säger und Zimmermann arbeitsunfähig sei. Für andere Tätigkeiten auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt sei er hingegen zu 100% arbeitsfähig (act. 11/201 und act. 11/2014). 

 

Seite 10 

 Dr. med. K___, Facharzt Neurologie, Kantonsspital St. Gallen, befand im 

Untersuchungsbericht vom 27. Oktober 2016, dass keine Hinweise auf neurologische 

Schädigungen beständen (act. 11/205).  

 

 Die SUVA wies den Beschwerdeführer anlässlich eines Telefongesprächs vom 

4. November 2016 darauf hin, dass eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte 

Tätigkeiten ausgewiesen sei (act. 11/206). Mit Schreiben vom 28. Dezember 2016 

informierte die SUVA den Beschwerdeführer erneut darüber, dass aufgrund der Aktenlage 

weiterhin keine Arbeitsunfähigkeit für angepasste Tätigkeiten auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt ausgewiesen sei und insbesondere auch keine entsprechende ärztliche 

Bescheinigung für die zurückliegende Zeit vorliege (act. 11/218).  

 

 2.3.2.5 

 Im Bericht vom 1. März 2017 von Dr. med. L___, Facharzt Neurologie, Spital Thurgau, 

Münsterlingen, wurde festgehalten, dass keine Hinweise auf eine Läsion der Nerven 

beständen (act. 11/233). 

 

 Am 29. Mai 2017 trat der Beschwerdeführer ins Kantonsspital Münsterlingen ein 

(act. 11/237). Am Folgetag wurde er operiert (act. 11/238).  

 

 2.3.3 

 Wie bereits erwähnt, hat die SUVA den Fall im März 2014 abgeschlossen, aber nicht mit 

einer Verfügung, sondern einer Taxationsbestätigung (act. 11/88). Gegen diese 

beziehungsweise die zugrundeliegende kreisärztliche Untersuchung vom 10. März 2014 

brachte der Beschwerdeführer umgehend Einwände vor (act. 11/88 und act. 11/92). So 

klagte er – unter anderem im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung – über weiterhin 

bestehende Beschwerden (act. 11/87). Insofern hätte die SUVA, da die (weitere) 

Erbringung von Leistungen zur Diskussion stand, den Fall formell in Form einer Verfügung 

abschliessen müssen (Urteil des Bundesgerichts 8C_102/2008 vom 26. September 2008 E. 

4.1 mit Hinweisen).  

 

 Damit obliegt der SUVA, die in Bezug auf die Beschwerden, welche im April 2015 zu einer 

Konsultation des Hausarztes führten, von einem Rückfall ausgeht, die Beweislast, dass 

beim Beschwerdeführer vor dem Februar 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

hinsichtlich der Unfallfolgen der Status quo sine oder der Status quo ante eingetreten war 

(Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich UV.2004.00258 vom 27. Juni 

2005 E. 4.1 mit Hinweis). Diesen Nachweis kann sie jedoch nicht erbringen. 

 

Seite 11 

 Gestützt auf die vorliegenden Akten ist festzuhalten, dass zwischen Ende August 2014 und 

Ende Februar 2015 eine Phase von rund 6 Monaten besteht, zu welcher keine 

Informationen über allfällige beim Beschwerdeführer vorhandenen Beschwerden vorliegen 

(act. 11/97 und act. 11/101). Der Beschwerdeführer befand sich in dieser Phase nicht in 

Behandlung beim Hausarzt (act. 11/90, act. 11/106, act. 11/111, act. 11/116 und act. 

11/117). Gemäss den Akten befand sich der Beschwerdeführer sogar während fast eines 

Jahres nicht in ärztlicher Behandlung (act. 11/90, act. 11/92 und act. 11/116). Am 5. Mai 

2015 schrieb der Beschwerdeführer der SUVA – nachdem er letztmals am 27. August 2014 

gegenüber der SUVA das Bestehen der Beschwerden erwähnte – seine Beschwerden an 

der rechten Schulter beständen noch immer (act. 11/115, vgl. auch act. 11/123). 

Gegenüber den später untersuchenden Ärzten gab der Beschwerdeführer an, nie 

beschwerdefrei gewesen zu sein (vgl. act. 11/186).  

 

 Nach dem Gesagten führte der Unfall vom 13. August 2013, bei welchem dem 

Beschwerdeführer ein Balken auf die rechte Schulter gefallen war, zu Beschwerden im 

Bereich der Schulter. Im Februar 2014 wurde wegen anhaltender Beschwerden eine 

Kernspintomographie durchgeführt, welche den Verdacht auf einen Status nach Tossy I 

Läsion ergab (act. 11/42 und act. 11/78). Danach erfolgte gemäss dem Bericht von Prof. 

Dr. med. J___ zunächst eine Zurückbildung der Bewegungseinschränkung der Schulter, 

daraufhin aber wieder eine Zunahme der Beschwerden, welche zur Rückfallmeldung im 

Februar 2015 führte (act. 11/186). Unter diesen Umständen ist sehr wahrscheinlich, dass 

der Beschwerdeführer durchgehend – auch wenn er zeitweilig nicht in ärztlicher 

Behandlung war – an Schulterbeschwerden litt. Zwar lag ursprünglich ein vergleichsweise 

simpler Unfall vor, der Heilungsverlauf entwickelte sich dann aber nicht zufriedenstellend, 

so dass rund ein halbes Jahr nach dem Unfall doch eine eingehendere Untersuchung, 

nämlich eine Kernspintomographie, erforderlich wurde (vgl. act. 11/42). Im Monat darauf 

klagte der Beschwerdeführer im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung über weiterhin 

anhaltende Beschwerden, ebenso – mithin rund ein Jahr nach dem Unfall –im Schreiben 

vom 27. August 2014 (act 11/87 und act. 11/97). Somit ist auch im Zeitraum ab Ende 

August 2014 bis zur Rückfallmeldung im Februar 2015 – und damit während lediglich rund 

6 Monaten – nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit anzunehmen, die Unfallfolgen seien 

geheilt, wie es die Definition des Rückfalls (vgl. E. 2.2) verlangt (Urteil des Bundesgerichts 

8C_102/2008 vom 26. September 2008 E. 4.1). Demnach ist entgegen der Ansicht der 

Parteien der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls zu prüfen.  

 

2.4  

 Der Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggeld ist an und für sich unbestritten, jedoch 

nicht deren Beginn und Höhe.  

 

Seite 12 

 2.4.1 

 Der Beschwerdeführer macht einen Taggeldanspruch ab 24. Februar 2015 geltend. Es sei 

gesetzlich nicht festgehalten, wann nach einer Rückfallmeldung ein entsprechender 

Arztbesuch zu erfolgen habe. Er habe seinen Hausarzt erst am 20. April 2015 konsultiert, 

weil die SUVA nicht klar kommuniziert habe, ob sie die ärztliche Untersuchung übernehme 

(act. 1). Der Taggeldansatz sei auf Grundlage des unmittelbar zuvor bezogenen 

Arbeitslosentaggeldes zu berechnen (act. 14). Die SUVA wendet ein, dass am 20. April 

2015 zwar eine Konsultation beim Hausarzt stattgefunden habe, jedoch dem Bericht vom 

13. Mai 2015 entnommen werden könne, dass keine Behandlung aufgenommen worden 

sei. Vor der Konsultation am 20. April 2015 sei keine Behandlungsbedürftigkeit 

anzunehmen (act. 10/4). Aufgrund der Akten sei der Beginn der ärztlichen Behandlung 

beziehungsweise die Behandlungsbedürftigkeit frühestens per 20. April 2015 anzunehmen. 

Doch habe aktenkundig erst ab dem 29. Mai 2017 eine medizinisch attestierte 

Arbeitsunfähigkeit bestanden (act. 10/5). Für die Höhe des Anspruchs sei nach dem 

Bundesgericht die Situation unmittelbar vor der Arbeitsunfähigkeit massgebend (act. 10/5).  

 

2.4.2 

 Nach Art. 16 UVG besteht ein Anspruch auf Taggeld bei voller oder teilweiser 

Arbeitsunfähigkeit. Eine solche war bis 31. März 2014 ausgewiesen (act. 11/86, act. 11/90 

und act. 11/93). Später wird eine medizinisch attestierte Arbeitsunfähigkeit erst wieder ab 

29. Mai 2017 – mithin dem Datum des Eintritts des Beschwerdeführers in das Spital 

Thurgau, Münsterlingen – ausgewiesen (act. 11/237, act. 11/238 und act. 11/242). Der 

Beginn des Taggeldanspruchs ist somit der 29. Mai 2017, da ab diesem Tag wiederum eine 

volle Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vorlag.  

 

 2.4.3 

 Da der Grundfall – und nicht ein Rückfall – vorliegt, ist weiterhin ein Taggeld von Fr. 126.20 

geschuldet (act. 11/99). 

 

 2.5  

 Zusammenfassend ist somit dem Beschwerdeführer ab dem 29. Mai 2017 ein Taggeld in 

Höhe von Fr. 126.20 pro Kalendertag auszurichten. Damit ist die Beschwerde teilweise 

gutzuheissen. 

 

 

3. 3.1 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG).  

 

  

Seite 13 

 3.2 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde 

führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen.  

 

Über diese Regelung hinaus ist die Bemessung der Parteientschädigung eine 

Angelegenheit des kantonalen Rechts, wobei bei kantonal festgesetzten Kriterien beachtet 

werden muss, dass sie nicht den bundesrechtlich massgebenden Bemessungselementen 

zuwiderlaufen dürfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_307/2014 vom 15. Juli 2014 E. 3.1 mit 

Hinweisen; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, N. 212 zu Art. 61 ATSG).   

 

Der Beschwerdeführer hat mit seinen Anträgen teilweise obsiegt, macht jedoch keine 

konkreten Kosten geltend, die ihm zu entschädigen wären. Nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung werden sonstige Kosten der nicht vertretenen Partei nur ausnahmsweise 

übernommen, wenn es sich um eine komplizierte Sache mit einem hohen Streitwert 

handelt, wobei der – in einem vernünftigen Rahmen betriebene – Aufwand denjenigen 

Rahmen überschreitet, der von der Partei auf sich zu nehmen ist (UELI KIESER, a.a.O., N. 

198 zu Art. 61 ATSG). Dies trifft vorliegend ebenfalls nicht zu, weshalb dem 

Beschwerdeführer keine Entschädigung zuzusprechen ist.  

 

  

Seite 14 

Demnach erkennt das Obergericht:  
 
 
1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde von A___ wird der angefochtene 

Einspracheentscheid der SUVA vom 14. Juli 2017 aufgehoben und A___ ab dem 29. Mai 
2017 ein Taggeld in Höhe von Fr. 126.20 pro Kalendertag zugesprochen. 

 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. 
 
 
3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.  
 
 
4. Rechtsmittel:  
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich 
einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 
Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). 
Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 
5. Zustellung an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und an das Bundesamt für 

Gesundheit. 
 
 
 
 
Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

lic. iur. Monika Epprecht 

 
 
 
 
 
 
 
 
versandt am: 03.12.18