# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 34e55e68-e23b-5d48-a38a-495389d4f68e
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.09.2010 BV.2010.55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BV-2010-55_2010-09-06.pdf

## Full Text

Entscheid vom 6. September 2010  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Joséphine Contu,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A.,  

 
Beschwerdeführerin 

 
 gegen 
   

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BV.2010.55 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- die Beschwerdegegnerin gegen die B. AG und gegen C. eine Untersu-
chung nach Art. 190 ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über 
die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) führt wegen des Verdachts 
schwerer Steuerwiderhandlungen (act. 2.1) und sie im Rahmen dieser Un-
tersuchung am 1. Juni 2006 u. a. das auf die D. lautende Konto Nr. 1 bei 
der Bank E. beschlagnahmte (act. 2.2); 

 
- die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. Juni 2010 an die Beschwer-

degegnerin gelangte, geltend machte, sie sei die eigentliche wirtschaftlich 
Berechtigte an den beschlagnahmten Vermögenswerten, und die Freigabe 
des Kontos verlangte (act. 2.4); 

 
- die Beschwerdegegnerin dieses Begehren mit Verfügung vom 19. Au-

gust 2010 abwies (act. 2.5), worauf die Beschwerdeführerin mit ihrer beim 
Direktor der Beschwerdegegnerin eingereichten Beschwerde vom 23. Au-
gust 2010 die erneute Überprüfung der Sachlage verlangte (act. 1); 

 
- der Direktor der Beschwerdegegnerin die Beschwerde am 27. August 2010 

zusammen mit seiner Stellungnahme, in welcher er beantragte, auf die Be-
schwerde sei unter Kostenfolge nicht einzutreten, der I. Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgerichts übermittelte (act. 2); 

 
- die Beschwerdeführerin in der Folge mit Eingabe vom 31. August 2010 ihre 

Beschwerde zurückzog (act. 5), was der Beschwerdegegnerin am 3. Sep-
tember 2010 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 6); 

 
- gemäss Art. 30 lit. a SGG i.V.m. Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 62 ff. und 

71 BGG i.V.m. Art. 73 Abs. 1 BZP die Rückzugserklärung (Abstand) den 
Rechtsstreit beendet; 

 
- das Verfahren demnach zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt von 

der Geschäftskontrolle abgeschrieben werden kann, wobei die den Ab-
stand erklärende Beschwerdeführerin als unterliegende Partei gilt und des-
halb die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 
Abs. 1 BGG); 

 
- die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf Fr. 200.-- festgesetzt 

wird (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebüh-
ren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32); 

- 3 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt von der 

Geschäftskontrolle abgeschrieben. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 6. September 2010 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Eidgenössische Steuerverwaltung  
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen 
nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).