# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7a5cd2c-d057-50a6-9fe8-cf5bfe8b4cc2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 25.06.2024 S 2024 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2024-37_2024-06-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 24 37

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti

RichterIn von Salis und Righetti

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 25. Juni 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt, 

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geb. 1984, wuchs in P._____ auf und lebt seit Januar 2010 mit 

seiner Familie in der Schweiz. Zuletzt war er als Eisenleger tätig. Am 

12. April 2021 begab er sich bei persistierenden frontalen linksseitigen 

Kopfschmerzen, einer Konzentrationsschwäche, Kribbelparästhesien im 

linken Arm und Wortfindungsstörungen ins B._____, wo ein ischämischer 

Infarkt links frontal mit sekundären Hämorrhagien, ED März 2021, 

festgestellt worden war. Daraufhin befand er sich zur stationären 

Neurorehabilitation vom 19. April 2021 bis zum 29. Mai 2021 in den 

C._____, in dessen Rahmen auch ein arbeitsorientiertes Aufbautraining 

durchgeführt worden war.

2. Im Mai 2021 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Diese 

tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen. Mit Bericht vom 

10. Juni 2021 wies Dr. med. D._____ von den E._____ eine 

Anpassungsstörung und eine mittelgradige depressive Störung aus.

3. Nachdem sich sowohl der behandelnde Neurologe Dr. med. F._____ als 

auch Dr. med. D._____ für die Durchführung von beruflichen Massnahmen 

ausgesprochen hatten, erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein 

Belastbarkeitstraining bei G._____ ab dem 1. November 2021. Dieses 

wurde am 15. Dezember 2021 infolge einer attestierten 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit vorzeitig beendet.

4. Zwischen dem 25. Mai 2022 und dem 22. Juni 2022 liess die IV-Stelle 

A._____ an insgesamt vier Tagen überwachen. Dabei wurde er 

namentlich beim Verrichten verschiedener Tätigkeiten in bzw. vor zwei 

Lebensmittelgeschäften und beim Führen von Fahrzeugen beobachtet.

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5. In der Folge liess die IV-Stelle A._____ neuropsychologisch abklären und 

polydisziplinär in den Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin, 

Neurologie, Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparats 

sowie Psychiatrie begutachten, wobei der Auftrag der Swiss Medical 

Assessment- and Business-Center AG zugeteilt wurde (nachfolgend: 

SMAB-Gutachten). Im neuropsychologischen Bericht vom 13. März 2023 

stellte lic. phil. H._____ eine Intelligenz im Bereich einer Lernbehinderung 

sowie eine leichte neuropsychologische Funktionsschwäche mit leichten 

Beeinträchtigungen in attentionalen und Teilbereichen mnestischer 

Funktionen fest. Im SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 diagnostizierten 

die Expertinnen und Experten eine Carotisdissektion links mit Hirninfarkt 

frontal links bei Wortfindungsstörungen und intermittierenden 

Kopfschmerzen frontal links sowie ein leichtes organisches 

Psychosyndrom mit Aufmerksamkeitsminderung, Verlangsamung und 

kognitiven Störungen infolge des Hirninfarkts mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit. Während sie die bisherige Tätigkeit für nicht mehr 

zumutbar befanden, wiesen sie hinsichtlich leidensangepasster 

Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 80 % aus.

6. Mit Vorbescheid vom 25. Januar 2024 stellte die IV-Stelle A._____ die 

Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Zum 

Abklärungsergebnis hielt sie fest, A._____ sei in seiner angestammten 

Tätigkeit als Eisenleger nicht mehr arbeitsfähig. Eine körperlich leichte, 

einfache praktische handwerkliche Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht 

zu 80 % möglich (100%ige Präsenz mit 20%iger Leistungsminderung). In 

Gegenüberstellung des Einkommens ohne gesundheitliche 

Einschränkungen von CHF 69'236.15 und dem gestützt auf die 

Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik 

(LSE) des Jahres 2020, Kompetenzniveau 1, bei einer Leistungsfähigkeit 

von 80 % ermittelten Jahreseinkommen von CHF 53'549.90 resultiere ein 

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Invaliditätsgrad von 22.66 %. Werde der per 1. Januar 2024 in Kraft 

getretene Pauschalabzug von 10 % berücksichtigt, betrage das 

Invalideneinkommen ab diesem Zeitpunkt CHF 48'194.90, womit sich bei 

gleichgebliebenem Einkommen ohne Invalidität ein Invaliditätsgrad von 

30.39 % ergebe. Dagegen liess A._____ am 20. Februar 2024 Einwand 

erheben. Mit Verfügung vom 27. März 2024 entschied die IV-Stelle wie 

vorbeschieden und verneinte in Abweisung des Leistungsbegehrens einen 

Anspruch von A._____ auf eine Invalidenrente. 

7. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 30. April 

2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

erheben und in Aufhebung der Verfügung vom 27. März 2024 beantragen, 

ihm sei mit Wirkung ab dem 12. Mai 2021 unter Berücksichtigung der 

gesetzlichen Wartefristen mindestens eine halbe Rente zuzusprechen; 

eventualiter sei die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen. In 

prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege und 

Verbeiständung. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er leide 

seit dem Hirninfarkt unter schweren Wortfindungsstörungen, 

Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, starken frontalen 

Kopfschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Hals, Kribbelparästhesien 

im linken Arm sowie depressiv gefärbten Phasen. Auch in einer 

Verweisungstätigkeit sei von einer deutlich reduzierten Leistung aufgrund 

der verminderten Belastbarkeit und den Tagesschwankungen wegen des 

Kopfschmerzes auszugehen. Die Tatsache der tagesabhängigen 

Leistungsperformance sei ungenügend berücksichtigt worden. Er könne 

maximal drei Stunden pro Tag mit Unterbruch aktiv sein. Seine Schmerzen 

und die Müdigkeitsanfälle seien derart stark, dass er unmöglich 42 

Stunden pro Woche arbeiten könne. Auch sei während des 

Arbeitsversuchs im Sommer 2021 bereits nach kurzer Zeit eine hohe 

Fehlerquote festgestellt worden. Er benötige vermehrte Pausen und sein 

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Arbeitstempo sei vermindert. Ausserdem müsse er Arzt- und 

Physiotherapietermine wahrnehmen. Er könne somit maximal zu 50 % 

arbeitsfähig sein. Auch hätte ein Leidensabzug von mindestens 25 % 

gewährt werden müssen.

8. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 

Vernehmlassung vom 21. Mai 2024 auf Abweisung der Beschwerde und 

hielt vollumfänglich an ihrer Verfügung vom 27. März 2024 fest.

Auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung sowie die weiteren 

Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons Graubünden vom 27. März 2024. Eine solche 

Anordnung, die laut Bundesrecht der Beschwerde an das 

Versicherungsgericht am Ort der verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als dem örtlich und 

sachlich zuständigen Versicherungsgericht angefochten werden (vgl. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 

BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie Art. 57 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formeller und 

materieller Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer von der 

angefochtenen Verfügung unmittelbar betroffen und er hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Er ist somit 

zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 

ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht 

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(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b 

ATSG). Darauf ist somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

zu Recht einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

verneint hat. Dieser entstünde angesichts der Anmeldung im Mai 2021 

(vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 2) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 

IVG frühestens ab dem 1. November 2021 (d.h. sechs Monate nach 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs), sofern bis dahin das 

Wartejahr erfüllt ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und dannzumal ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 

lit. c IVG). Hinsichtlich des Wartejahres bestand ausweislich der Akten seit 

dem 12. April 2021 ununterbrochen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. 

SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 [Bg-act. 127 S. 9], Beurteilung von 

RAD-Ärztin Dr. med. I._____ vom 10. November 2023 [Bg-act. 154 S. 29], 

Bericht der Dres. med. J._____ und K._____ vom 9. Juni 2021 [Bg-act. 26 

S. 3], Bericht von Dr. med. L._____ vom 23. Mai 2021 [Bg-act. 18 S. 2] 

und Krankmeldung vom 28. April 2021 [Bg-act. 23 S. 1]). Demnach ist das 

Wartejahr als per April 2022 erfüllt zu betrachten (vgl. auch Case Report 

vom 27. März 2024 [Bg-act. 154 S. 30]). Nicht in Abrede gestellt wird das 

Einkommen ohne Invalidität.

2.2. Uneinigkeit unter den Verfahrensbeteiligten besteht allerdings 

insbesondere hinsichtlich der Bemessung des Einkommens mit Invalidität 

und dabei insbesondere bezüglich der (Rest-)Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in leidensangepasster Tätigkeit (vgl. dazu 

nachstehende E.5.3 ff.), der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit (vgl. 

dazu nachstehende E.8.1 ff.) und des Leidensabzugs (vgl. dazu 

nachstehende E.9.1 ff.).

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3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 

1. Januar 2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) 

und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in 

Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – 

vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 

grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der 

Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung haben (vgl. statt vieler: BGE 148 V 174 E.4.1, 146 

V 364 E.7.1 und 144 V 210 E.4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 

8C_521/2021 vom 22. März 2022 E.2.2), die angefochtene Verfügung 

nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 19. Juni 2020 

datiert und vorliegend das Wartejahr per April 2022 erfüllt war, womit 

dannzumal bei Vorliegen eines Invaliditätsgrads von mindestens 40 % ein 

Rentenanspruch bestünde, sind die ab dem 1. Januar 2022 geltenden 

Normen anwendbar (vgl. Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung 

vom 19. Juni 2020 und Übergangsbestimmungen der IVV zur Änderung 

vom 3. November 2021; siehe ferner Kreisschreiben über Invalidität und 

Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab dem 1. Januar 2022, 

Rz. 9100).

4.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der 

Invalidenversicherung unter anderem voraus, dass die versicherte Person 

invalid oder von Invalidität unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. ferner Art. 4 IVG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

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des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 

Satz 1 ATSG).

4.2.1. Die Bemessung des Invaliditätsgrades wird in Art. 28a IVG geregelt. Diese 

richtet sich bei erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG, wobei der 

Bundesrat die zur Bemessung des Invaliditätsgrads massgebenden 

Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren 

umschreibt. Mithin ist in diesem Fall ein Einkommensvergleich 

vorzunehmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen bzw. Einkommen mit 

Invalidität), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. 

Valideneinkommen bzw. Einkommen ohne Invalidität). Gemäss Art. 25 

Abs. 2 IVV sind die massgebenden Erwerbseinkommen nach Art. 16 

ATSG in Bezug auf den gleichen Zeitraum festzusetzen und richten sich 

nach dem Arbeitsmarkt in der Schweiz. Soweit für die Bestimmung der 

massgebenden Erwerbseinkommen statistische Werte herangezogen 

werden, sind die Zentralwerte der Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamtes für Statistik massgebend. Andere statistische Werte können 

beigezogen werden, sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE 

abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und geschlechtsspezifische 

Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte sind an 

die betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die 

Nominallohnentwicklung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.2.2. Nach Art. 26 Abs. 1 Satz 1 IVV bestimmt sich das Einkommen ohne 

Invalidität (sog. Valideneinkommen) anhand des zuletzt vor Eintritt der 

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Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Hinsichtlich der 

Bestimmung des Einkommens mit Invalidität (sog. Invalideneinkommen) 

sieht Art. 26bis Abs. 1 IVV was folgt vor: Erzielt die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität ein Erwerbseinkommen, so wird ihr dieses als 

Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) angerechnet, sofern sie damit 

ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr 

zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet. Liegt kein 

anrechenbares Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit 

Invalidität nach statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt 

(Art. 26bis Abs. 2 Satz 1 IVV). Kann die versicherte Person aufgrund ihrer 

Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % 

oder weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % 

für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV mit Verweis auf Art. 49 

Abs. 1bis IVV in der bis zum 31. Dezember 2023 gültig gewesenen 

Fassung). Gemäss dem seit dem 1. Januar 2024 in Kraft getretenen 

Abs. 3 von Art. 26bis IVV werden neben dem genannten Abzug für 

Teilzeitarbeit vom statistisch bestimmten Wert pauschal 10 % abgezogen 

(vgl. Satz 1).

4.3. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

vor, wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

kann (lit. a), während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 

ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Nach Art. 28b Abs. 1 IVG wird die 

Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen 

Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bis 69 % entspricht 

der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei 

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einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente 

(Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die 

folgenden prozentualen Anteile (Art. 28b Abs. 4 IVG):

Invaliditätsgrad Prozentualer Anteil
49 % 47.5 %
48 % 45 %
47 % 42.5 %
46 % 40 %
45 % 37.5 %
44 % 35 %
43 % 32.5 %
42 % 30 %
41 % 27.5 %
40 % 25 %

5.1. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 27. März 2024 einen Anspruch auf eine Invalidenrente, da 

dem Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit zu 80 % zumut-

bar sei. Dabei stützte sie sich insbesondere auf das polydisziplinäre 

SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 ab (vgl. Bg-act. 127).

5.2.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu 

beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln fachgerechter 

ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 

Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose 

zu stellen. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson 

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hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 

nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst sie gibt 

eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 

begründet bzw. nimmt sie dazu Stellung, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. 

Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 364 E.3.2.1 f., 

140 V 193 E.3.1 f. und 132 V 93 E.4; Urteile des Bundesgerichts 

8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 E.3.2.2, 8C_225/2021 vom 

10. Juni 2021 E.3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E.2.4 und 

8C_47/2021 vom 18. März 2021 E.5.2.3).

5.2.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 

Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel 

– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E.2.2.2 und 125 V 351 E.3a). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 

entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

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ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. 

BGE 134 V 231 E.5.1 und 125 V 351 E.3a; Urteile des Bundesgerichts 

8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E.3.2, 8C_173/2021 vom 

25. Oktober 2021 E.4.1, 8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E.5.1, 

8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E.3.2 und 8C_144/2021 vom 

27. Mai 2021 E.2.4). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a und 122 V 157 

E.1c). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach Art. 44 ATSG) 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 

die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle 

Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 

135 V 465 E.4.4 und 125 V 351 E.3b/bb; siehe auch Urteile des 

Bundesgerichts 9C_290/2022 vom 11. Januar 2023 E.3, 8C_166/2022 

vom 13. Oktober 2022 E.4.1.1, 8C_213/2022 vom 4. August 2022 E.2.3, 

8C_84/2022 vom 19. Mai 2022 E.2.2 und 8C_33/2021 vom 

31. August 2021 E.2.2.2). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten 

darf und soll der Richter auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 

dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. BGE 135 V 465 4.5 und 125 V 351 E.3b/cc). Insbesondere 

lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der 

therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und von 

Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 

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(vgl. dazu BGE 124 I 170 E.4) andererseits nicht zu, ein Administrativ‑ 

oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass für 

weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen 

oder Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 

Vorbehalten bleiben immerhin die Fälle, in denen sich eine vom 

(amtlichen) Gutachten abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 

Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtige – nicht rein der 

subjektiven Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der 

Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. BGE 135 

V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_502/2022 vom 

17. April 2023 E.5.1, 8C_80/2022 vom 4. Mai 2022 E.4, 8C_787/2021 vom 

23. März 2022 E.11.2.2, 8C_736/2021 vom 22. März 2022 E.5.2, 

8C_764/2021 vom 3. März 2022 E.4.2 und 8C_164/2021 vom 3. Mai 2021 

E.3.2.1).

5.3. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 

auf die Beurteilungen im SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 abgestellt 

hat oder ob konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen bzw. 

diese von der übrigen medizinischen Aktenlage in Zweifel gezogen 

werden. Während die Beschwerdegegnerin das SMAB-Gutachten im 

Ergebnis für schlüssig, nachvollziehbar und widerspruchsfrei erachtet (vgl. 

angefochtene Verfügung vom 27. März 2024 [Bg-act. 153 S. 3 f.]), ist der 

Beschwerdeführer der Ansicht, dass er in einer angepassten Tätigkeit 

maximal eine Arbeitsfähigkeit von 50 % erreichen könne.

6. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1, 125 V 351 E.3a und 122 V 157 E.1c mit Hinweisen, vgl. auch E.5.2.2 

hiervor; siehe auch BGE 144 V 50 E.4.3 betreffend die ärztliche 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung im strukturierten Beweisverfahren gemäss 

BGE 141 V 281 für die Prüfung der funktionellen Auswirkungen einer 

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psychischen Erkrankung) ist festzustellen, dass das SMAB-Gutachten 

vom 22. Juni 2023 in Kenntnis der vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden, des Krankheitsverlaufs und der Observationsergebnisse 

ergangen ist (vgl. Bg-act. 127 S. 25 ff., S. 38 ff., S. 52 f. und S. 61 ff.). Es 

basiert auf eigenen klinischen, testologischen, laborchemischen und 

bildgebenden Untersuchungen (vgl. Bg-act. 127 S. 28 f., S. 40 f., S. 53 f. 

und S. 64 ff.) und die Gutachterinnen und Gutachter nahmen zu den 

streitigen Belangen Stellung (vgl. Bg-act. 127 S. 30 ff., S. 42 ff., S. 55 ff. 

und S. 67 ff.). Dabei wiesen sie folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit aus (vgl. Bg-act. 127 S. 7):

• Carotisdissektion links (kompletter Verschluss der Arteria carotis 

interna links) mit Hirninfarkt frontal links (initial mit Einblutung), ED 

03/2021, mit Wortfindungsstörungen und intermittierenden 

Kopfschmerzen frontal links (ICD-10: I63.2)

• Leichtes organisches Psychosyndrom mit 

Aufmerksamkeitsminderung, Verlangsamung und kognitiven 

Störungen infolge des Hirninfarkts (ICD-10: F09.7)

Dazu führten die Gutachterinnen und Gutachter in der interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung aus, als grundsätzliches, vordergründiges 

gesundheitliches Problem werde ein leichtes organisches Psychosyndrom 

(Frontalhirnsyndrom) mit Aufmerksamkeitsminderung, Verlangsamung 

und kognitiven Störungen infolge eines gesicherten Hirninfarkts frontal 

links gesehen. Dieses wirke sich neuropsychologisch aus und führe 

zusammen mit den neurologisch bedingten Einschränkungen des 

Belastungsprofils zur Aufhebung der Arbeitsfähigkeit in angestammter 

Tätigkeit seit dem Hirninfarkt. Neuropsychologisch würden rein formal 

aufgrund der Ergebnisse der Untersuchung keine Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten ausgewiesen. Da es sich 

- 15 -

vorliegend jedoch um ein Frontalhirnsyndrom handle, welches durch eine 

prinzipiell verminderte kognitive Flexibilität (verminderte 

Handlungsplanung und problemlösendes Denken, 

Umstellungserschwertheit) gekennzeichnet sei, werde 

neurologischerseits geschätzt, dass im beruflichen Umfeld auch in einer 

adaptierten Tätigkeit eine Leistungseinschränkung von ca. 20 % vorliege 

(vgl. Bg-act. 127 S. 7). Zur Konsistenz und Plausibilität hielten die 

Expertinnen und Experten fest, die Funktionseinschränkungen wirkten 

sich bei einem Frontalhirnsyndrom unterschiedlich aus. Es werde 

geschätzt, dass sich die Funktionsstörungen beruflich stärker auswirkten 

(gefordert werde beruflich die Einhaltung von Regeln und 

Durchhaltevermögen). Schwankungen, auch emotional, seien beim 

Frontalhirnsyndrom bekannt. Die Schilderungen bezüglich der 

Einschränkungen seien vom Beschwerdeführer teilweise sehr vage 

beantwortet, teilweise auf mehrfaches Nachfragen auch nicht beantwortet 

worden. Hinsichtlich des Tagesablaufs seien widersprüchliche Angaben 

gemacht worden. Es hätten sich deutliche Hinweise auf eine 

Malcompliance bezüglich der Medikamenteneinnahme ergeben. Die 

angegebenen neurokognitiven Beschwerden (Aufmerksamkeit, 

Gedächtnis, Wahrnehmung, komplexe Denkfunktionen, Ermüdung) hätten 

nur teilweise und nur in leichtgradigem Ausmass objektiviert werden 

können (geteilte und Daueraufmerksamkeit, verbales Arbeits- und 

Kurzzeitgedächtnis). Die Ermüdung habe sich in der aktuellen 

neuropsychologischen Untersuchung auch nach mehrstündiger Belastung 

nicht bzw. in altersentsprechender Weise gezeigt. Auch habe der 

Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt über Kopfschmerzen geklagt. 

Zusammenfassend könne gesagt werden, dass die vom 

Beschwerdeführer gemachte subjektive Einschätzung des Schweregrads 

seiner Beschwerden und deren Auswirkungen auf das Funktionsniveau im 

Alltag sowohl in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit als auch hinsichtlich 

- 16 -

sozialer Aktivitäten diskrepant zu den erhobenen Befunden seien. Objektiv 

sei das Ausmass geringer (vgl. Bg-act. 127 S. 6). In der gutachterlichen 

Folgeabschätzung wiesen die Expertinnen und Experten eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit aus (vgl. Bg-act. 127 S. 9), 

wobei sie davon ausgingen, dass der Beschwerdeführer als Eisenleger 

auch Leitungsfunktionen wahrgenommen hat (vgl. Bg-act. 127 S. 6; siehe 

ferner auch Fragebogen für Arbeitgebende vom 1. Juni 2021 [Bg-act. 19 

S. 3] und Bericht von Dr. med. L._____ vom 23. Mai 2021 [Bg-act. 18 

S. 4]). Als leidensangepasst erachteten sie einfache praktisch-

handwerkliche Tätigkeiten mit erhöhtem Zeitbedarf und klaren 

Arbeitsaufträgen, welche nacheinander zu erledigen seien, ohne 

mittelschwere oder schwere Arbeiten und ohne ständiges Bücken oder 

Tragen. Hierfür wiesen sie eine ganztägige Präsenzzeit mit einer 

Leistungsminderung von 20 % aufgrund der neurologischen 

Einschränkungen, mithin eine Arbeitsfähigkeit von 80 %, aus (vgl. Bg-act. 

127 S. 8 f.).

7.1. Wenn der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren gestützt auf den 

Austrittsbericht der C._____ vom 29. Mai 2021 zur zuvor stattgehabten 

stationären Rehabilitation vorbringt, er leide unter starken Schwankungen 

in der täglichen Leistungsperformance, was gutachterlich nicht genügend 

berücksichtigt worden sei, ist ihm vorab entgegenzuhalten, dass ärztliche 

Beurteilungen von der Natur der Sache her unausweichlich 

Ermessenzüge aufweisen (vgl. BGE 145 V 361 E.4.1.2 und E.4.3, 140 V 

193 E.3.1 sowie 137 V 210 E.3.4.2.3; Urteile des Bundesgerichts 

8C_153/2021 vom 10. August 2021 E.5.3.2, 8C_138/2021 vom 7. Juni 

2021 E.4.2 und 8C_699/2018 vom 28. August 2019 E.4.2.2). Nur weil die 

behandelnden Fachpersonen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit vom 

Gutachten abweichende Einschätzungen vertreten, kann dies 

grundsätzlich nicht zum Anlass weiterer Abklärungen genommen werden 

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(vgl. BGE 135 V 465 E.4.5 und 125 V 351 E.3b/cc; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_68/2023 vom 10. August 2023 E.5.1.5 und 

8C_630/2020 vom 28. Januar 2021 E.4.2.1). Im Austrittsbericht vom 

29. Mai 2021 wird denn auch nichts vorgebracht, was bei der 

gutachterlichen Beurteilung durch die Expertinnen und Experten der 

SMAB AG unerkannt oder ungewürdigt geblieben sein soll (vgl. BGE 135 

V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_308/2021 vom 4. Oktober 

2021 E.5.1.2, 8C_313/2020 vom 12. August 2020 E.8.2.3, 8C_143/2019 

vom 21. August 2019 E.4.4.1 und 8C_379/2019 vom 21. August 2019 

E.2). Vielmehr war ihnen der besagte Austrittsbericht und die darin 

beschriebene schwankende Belastbarkeit bekannt (vgl. Bg-act. 127 

S. 14), welche teils in Abhängigkeit von bereits geleisteter kognitiver 

Anstrengung oder Kopf- und Nackenschmerzen auftrat und aufgrund 

welcher eine leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung 

ausgewiesen wurde (vgl. Bg-act. 21 S. 5 f.). Gleiches gilt mit Blick auf die 

dannzumal durchgeführten berufspraktischen Abklärungen: Nach dem 

arbeitsorientierten Belastbarkeitsaufbautraining, in welchem der 

Beschwerdeführer im Bereich Elektrotechnik und Montage eingesetzt 

worden war und teilweise seine Fehler nicht selbstständig erkannt bzw. 

stark schwankende Leistungen gezeigt habe (vgl. Bg-act. 21 S. 8 f.), 

wurde auch der danach vorgesehene Eingliederungsversuch bei der 

M._____ im Juli 2021 abgebrochen, da der Beschwerdeführer und sein 

Psychiater fanden, dass er hierfür gesundheitlich noch nicht genügend 

stabil sei (vgl. Bg-act. 127 S. 4; siehe Verlaufsprotokoll Eingliederung vom 

16. Juli 2021 [Bg-act. 30 S. 4] sowie Mitteilung vom 28. Juli 2021 [Bg-act. 

32] und Verlaufsprotokoll Eingliederung vom 22. Dezember 2021 [Bg-act. 

51 S. 4]; vgl. ferner zum Belastbarkeitstraining bei G._____: Bg-act. 127 

S. 17 f.). Abgesehen davon, dass den Erkenntnissen aus beruflichen 

Abklärungen bzw. Programmen bezüglich der Beurteilung der Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit nur beschränkte Aussagekraft zukommt, da diese in 

- 18 -

erster Linie die subjektive Arbeitsleistung aufzeigen (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 9C_470/2021 vom 4. Januar 2022 E.4.2.2 und 

8C_21/2020 vom 8. April 2020 E.4.1.2), ist vorliegend zu berücksichtigen, 

dass die Gutachterinnen und Gutachter – wie aufgezeigt – den beklagten 

Schwankungen Rechnung trugen, indem sie sie dem diagnostizierten 

Frontalhirnsyndrom zuordneten und die damit einhergehenden, sich auch 

beruflich auswirkenden Funktionsstörungen beachteten (vgl. SMAB-

Gutachten vom 22. Juni 2023 [Bg-act. 127 S. 6 und S. 8]). 

7.2. Soweit der Beschwerdeführer neben den (kopfschmerzbedingten) 

Tagesschwankungen gestützt auf den Austrittsbericht der C._____ vom 

29. Mai 2021 eine reduzierte kognitive Belastbarkeit als Grund für eine 

verminderte Leistungsfähigkeit auch in Verweistätigkeiten anführt (vgl. Bg-

act. 21 S. 6), ist dies insoweit zu relativieren, als bereits im selbigen Bericht 

in neuropsychologischer Hinsicht im Verlauf seit der Erstuntersuchung im 

April 2021 deutliche Besserungen festgestellt worden waren. So hielten 

die behandelnden Fachpersonen fest, es gebe keine Hinweise mehr auf 

spezifische kognitive Minderleistungen. Auch die kognitive Belastbarkeit 

habe sich etwas verbessert, die Aufmerksamkeit könne länger 

aufrechterhalten werden und subjektiv werde eine weniger starke 

Ermüdung beschrieben. Ferner habe sich die initiale Aphasie mit 

Wortfindungsstörungen und leichter psychomotorischer Verlangsamung 

im Verlauf erfreulich verbessert (vgl. Bg-act. 21 S. 3 ff.; vgl. ferner 

Austrittsbericht vom 19. April 2021 [Bg-act. 9 S. 2]). Zwar verschlechterte 

sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, wobei 

Dr. med. D._____ mit Bericht vom 10. Juni 2021 eine Anpassungsstörung 

und eine mittelgradige depressive Episode auswies (vgl. Bg-act. 59 S. 2; 

siehe ferner bereits ansatzweise im Austrittsbericht vom 29. Mai 2021 [Bg-

act. 21 S. 5 f.], Bericht der Dres. med. J._____ und K._____ vom 9. Juni 

2021 [Bg-act. 26 S. 6] und Bericht von Dr. med. F._____ vom 6. August 

- 19 -

2021 [Bg-act. 35 S. 2 f.]; vgl. im Weiteren Beurteilung von RAD-Ärztin Dr. 

med. I._____ vom 15. Juni 2021 [Bg-act. 27]). Dies wurde gleichsam von 

der psychiatrischen SMAB-Gutachterin anerkannt (vgl. SMAB-Gutachten 

vom 22. Juni 2023 [Bg-act. 127 S. 67 f.]). Auch Prof. Dr. phil. N._____ und 

Assistentin O._____ wiesen die von ihnen mit Bericht vom 3. Dezember 

2021 festgestellte deutliche Verschlechterung der kognitiven Funktionen 

zumindest in ihrem Ausmass nicht einem strukturellen zerebralen 

Prozess, sondern einer psychiatrischen Störung zu (vgl. Bg-act. 54 S. 10; 

siehe ferner Bericht von Dr. med. L._____ vom 5. Januar 2022 [Bg-act. 54 

S. 1 ff.] und Bericht von Dr. med. F._____ vom 9. März 2022 [Bg-act. 61 

S. 2]). Die von Dr. med. D._____ in seinem Bericht vom 26. Februar 2022 

ausgewiesene rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode (vgl. Bg-act. 57 S. 2 f.), kritisierte die psychiatrische 

SMAB-Gutachterin insoweit, als bei den im Juni 2021 erstmals 

aufgetretenen depressiven Symptomen keine Remission habe erreicht 

werden können. Ausserdem bemängelte sie, dass die Angaben bezüglich 

der Funktionseinschränkungen eher vage ausgefallen seien und eine 

Begründung für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bzw. die vermeintlich 

schlechte Prognose gänzlich fehle (vgl. Bg-act. 127 S. 67 f.). Diese 

Beurteilung erscheint insoweit plausibel, als Dr. med. D._____ hinsichtlich 

des am 15. Februar 2022 erhobenen Psychostatus lediglich festhielt, es 

seien weiterhin Gedankenkreisen, eine Angst vor der Zukunft und 

Konzentrationsstörungen vorhanden. Die Grundstimmung sei leicht 

beeinträchtigt und der Antrieb leicht reduziert. Aufgrund der 

Kopfschmerzen leide der Beschwerdeführer an Schlafstörungen, v.a. 

Einschlafstörungen, sowie an Unruhe und Nervosität, wobei 

Suizidgedanken glaubhaft verneint würden (vgl. Bg-act. 57 S. 2). Inwiefern 

gestützt darauf gemäss Dr. med. D._____ in seinem Bericht vom 

26. Februar 2022 eine sehr niedrige Belastbarkeit vorgelegen haben soll 

(vgl. Bg-act. 57 S. 3), erscheint somit fragwürdig. Die psychiatrische 

- 20 -

SMAB-Gutachterin stellte anlässlich ihrer Untersuchung einen 

unauffälligen psychopathologischen Befund sowie deutliche Hinweise für 

eine Malcompliance bezüglich der Medikamenteneinnahme fest (vgl. Bg-

act. 127 S. 64 f.). Sie konnte daher keine Diagnose gemäss ICD-10 

ausweisen (vgl. Bg-act. 127 S. 68). Auch setzte sie sich mit dem im Mai 

bzw. Juni 2022 erhobenen Observationsmaterial auseinander und führte 

dazu aus, auf den an unterschiedlichen Tagen aufgenommenen 

Videosequenzen fahre der Beschwerdeführer mit einem Auto vor einen 

Supermarkt vor und steige aus. Er sei mehrfach vor diesem Supermarkt 

zu sehen und unterhalte sich mit unterschiedlichen Personen oder 

telefoniere mit seinem Mobiltelefon. In einer Aufnahme halte er zwei 

Mobiltelefone in der Hand und telefoniere. Im Weiteren sei er mehrfach 

vor dem Supermarkt zu sehen, wo er den Aussenbereich mit Obst und 

Melonen einräume, Sonnenschirme aufstelle und den Boden vor dem 

Geschäft fege. Auch in anderen Szenen werde die Ware vom 

Beschwerdeführer eingeräumt. In einer anderen Sequenz sei der 

Beschwerdeführer in einem Selbstbedienungsrestaurant zu sehen, in 

welchem er mehrere Tabletts mit Mittagessen in einen kleinen Wagen 

schiebe. Danach sei er beim Mittagessen in Begleitung zu sehen. In 

mehreren Sequenzen fahre der Beschwerdeführer ein Auto (Mercedes) 

oder einen Lieferwagen. In den vorliegenden Videosequenzen wirke der 

Beschwerdeführer nicht körperlich beeinträchtigt und gut sozial integriert 

sowie kommunikativ (vgl. Bg-act. 127 S. 63). Auch die neurologische 

SMAB-Gutachterin setzte sich mit dem Observationsmaterial auseinander 

und hielt dazu fest, dieses zeige den Beschwerdeführer im Wesentlichen 

beim Autofahren und im Lebensmittelgeschäft seiner Ehefrau. Dort sehe 

man ihn, wie er Kisten trage und Obst auffülle, Kontakt zu Kunden habe 

und sich unterhalte. Sein Verhalten erscheine unauffällig, freundlich und 

im Kontakt ohne Schwierigkeiten; körperliche Einschränkungen seien 

nicht erkennbar (vgl. Bg-act. 127 S. 27). Angesichts dieses mit Blick auf 

- 21 -

affektive Störungen unauffälligen Verhaltens, das bereits anlässlich der 

Vorabklärungen im April bzw. Mai 2022 festgestellt werden konnte (vgl. 

BVM-act. 2 S. 7 und Aktennotizen vom 27. April 2022 [Bg-act. 84] und vom 

11. Mai 2022 [Bg-act. 85]; siehe ferner Ermittlungsbericht vom 10. Februar 

2023 [Bg-act. 111 = BVM-act. 2]), ist hinsichtlich des hier massgeblichen 

Zeitraums nicht zu beanstanden, wenn die Gutachterinnen und Gutachter 

in ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung einzig aufgrund der 

funktionellen Auswirkungen des Frontalhirnsyndroms von einer 80%igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten ausgingen (vgl. Bg-act. 127 S. 8 

ff.). 

7.3. So wurden im SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 und in der 

neuropsychologischen Expertise vom 13. März 2023 denn auch die vom 

Beschwerdeführer beklagten neurokognitiven Defizite mit 

Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, 

unterdurchschnittlicher Aufmerksamkeit und beeinträchtigtem Arbeits- und 

Kurzzeitgedächtnis sorgfältig abgeklärt. So hielt lic. phil. H._____ in 

neuropsychologischer Hinsicht gestützt auf die durchgeführten klinischen 

und testologischen Untersuchungen fest, die Intelligenz des 

Beschwerdeführers liege im Bereich einer Lernbehinderung (nonverbal-IQ 

78) und es bestehe eine leichte neuropsychologische Funktionsschwäche 

mit leichten Beeinträchtigungen in attentionalen und Teilbereichen 

mnestischer Funktionen (Bg-act. 123 S. 21). In der aktuellen 

neuropsychologischen Untersuchung habe der Beschwerdeführer in 

sieben Symptomvalidierungstests unauffällige Resultate gezeigt und auch 

bei drei durchgeführten Forced-Choice-Testverfahren hätten sich keine 

Hinweise auf eine Antwortverzerrung ergeben. Das intellektuelle 

Leistungsniveau liege mit einem nonverbal-IQ 78 im Bereich einer 

Lernbehinderung. In den Voruntersuchungen sei nie eine 

Intelligenztestung durchgeführt worden, weshalb ein Vergleich nicht 

- 22 -

möglich sei. Vor dem Hintergrund der geringen Schulbildung sei aus 

neuropsychologischer Sicht davon auszugehen, dass schon prämorbid ein 

intellektuelles Leistungsniveau im unterdurchschnittlichen Bereich 

vorgelegen habe. Auf neurokognitiver Informationsverarbeitungsebene 

zeige der Beschwerdeführer leichte Minderleistungen in der geteilten und 

Daueraufmerksamkeit (Leistungsinstabilität, langsame Reaktionszeiten) 

sowie im verbalen Arbeits- und Kurzzeitgedächtnis. Ansonsten weise er 

im Vergleich mit einer hirngesunden Altersreferenzpopulation weitgehend 

altersentsprechende Resultate auf. Das langsame Verarbeitungstempo 

bei Aufgabenstellungen, bei denen er mit konkret vor sich liegenden 

Arbeitsmaterialien arbeiten könne, sei vor dem Hintergrund der gezeigten 

altersentsprechenden Leistungsqualität bei diesen Aufgaben aus 

neuropsychologischer Sicht nicht als Defizit, sondern eher als 

angepasstes, exaktes Arbeitsverhalten zu interpretieren (vgl. Bg-act. 123 

S. 24). Hinsichtlich der funktionellen Auswirkungen hielt lic. phil. H._____ 

fest, die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Eisenleger mit 

Leitungsfunktion wäre aufgrund der gezeigten Minderleistungen in der 

Dauer- und geteilten Aufmerksamkeit (vor allem bei kognitiv 

anspruchsvolleren Aufgaben, wie z.B. Delegieren und Koordinieren in 

Berücksichtigung mehrerer Faktoren etc.), im verbalen Arbeits- und 

Kurzzeitgedächtnis und der leicht unterdurchschnittlichen Resultate beim 

Erfassen von Regeln bzw. Gesetzmässigkeiten bei bildlich/figuralen 

Vorlagen (z.B. im Umgang mit komplexeren Bauplänen etc.) erschwert 

bzw. aus neuropsychologischer Sicht nicht zu empfehlen (vgl. Bg-act. 123 

S. 25). Eine leidensadaptierte Tätigkeit müsse den intellektuellen bzw. 

neurokognitiven Voraussetzungen des Beschwerdeführers angepasst 

sein. Aus neuropsychologischer Sicht ideal angepasst seien Tätigkeiten 

mit handwerklich-praktischen Routineaufgabenstellungen, welche der 

Beschwerdeführer nach klaren Vorgaben von Vorgesetzten in seinem 

Arbeitstempo jeweils sequenziell nacheinander erledigen könne, wobei 

- 23 -

Multitasking-Aufgaben zu vermeiden seien. In der Kommunikation von 

neuen Aufgaben sollten die Inhalte wegen des limitierten Arbeits- und 

Kurzzeitgedächtnisses in klaren und anschaulichen Portionen vermittelt 

werden. Solche angepassten Tätigkeiten seien vollzeitlich ohne 

Leistungsminderung möglich (vgl. Bg-act. 123 S. 26). Zur 

Konsistenzprüfung führte lic. phil. H._____ namentlich aus, die 

angegebenen neurokognitiven Beschwerden (Aufmerksamkeit, 

Gedächtnis, Wahrnehmung, komplexe Denkfunktionen, Ermüdung) hätten 

nur teilweise in leichtgradigem Ausmass objektiviert werden können 

(geteilte und Daueraufmerksamkeit sowie verbales Arbeits- und 

Kurzzeitgedächtnis). Eine Ermüdung hätte sich in der aktuellen 

neuropsychologischen Untersuchung auch nach mehrstündiger Belastung 

nicht bzw. in altersentsprechender Weise gezeigt. Auch habe der 

Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt über Kopfschmerzen geklagt (vgl. 

Bg-act. 123 S. 28). 

7.4. Diese neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse flossen in das 

SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 mit ein. So anerkannten die 

Gutachterinnen und Gutachter in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 

als grundsätzliches, vordergründiges gesundheitliches Problem ein 

leichtes organisches Psychosyndrom (Frontalhirnsyndrom) mit 

Aufmerksamkeitsminderung, Verlangsamung und kognitiven Störungen 

als Folge des Hirninfarktes, das sich neuropsychologisch auswirke und 

zusammen mit den neurologisch bedingten Einschränkungen zur 

Aufhebung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führe. Da 

das Frontalhirnsyndrom durch eine prinzipiell verminderte kognitive 

Flexibilität (verminderte Handlungsplanung und problemlösendes Denken, 

Umstellungserschwertheit) gekennzeichnet sei, werde 

neurologischerseits geschätzt, dass im beruflichen Umfeld auch in einer 

angepassten Tätigkeit eine Leistungsminderung von ca. 20 % vorliege 

- 24 -

(vgl. Bg-act. 127 S. 7; siehe ferner auch neurologisches SMAB-

Teilgutachten [Bg-act. 127 S. 31 ff.]). Zudem hielten die Gutachterinnen 

und Gutachter in Übereinstimmung mit der neuropsychologischen 

Expertise vom 13. März 2023 fest, dass die angegebenen neurokognitiven 

Beschwerden nur teilweise und nur in leichtgradigem Ausmass hätten 

objektiviert werden können. Eine Ermüdung habe sich auch nach 

mehrstündiger Belastung nicht bzw. in altersentsprechender Weise 

gezeigt, wobei zu keinem Zeitpunkt Kopfschmerzen beklagt worden seien 

(vgl. Bg-act. 127 S. 6). Diese Ausführungen erweisen sich insoweit als 

nachvollziehbar, als lic. phil. H._____ in der neuropsychologischen 

Expertise vom 13. März 2023 verschiedene Diskrepanzen feststellte. So 

stehe namentlich die geschilderte Intensität der Beschwerden in einem 

Spannungsverhältnis zu deren Vagheit, indem der Beschwerdeführer die 

persistierenden Beschwerden und deren Auswirkungen im Alltag nur vage 

beschreibe und keine konkreten Beispiele anführe. Ferner kontrastierten 

die massiven subjektiven Beschwerden mit den erkennbaren 

Beeinträchtigungen in der Untersuchung, da die angegebenen 

neurokognitiven Beschwerden nicht im beklagten Ausmass hätten 

objektiviert werden können und in der aktuellen Untersuchung auch nach 

mehrstündiger Belastung weder eine Ermüdung noch Kopfschmerzen 

aufgetreten seien. Auch stehe die im Rahmen der Integrationsmassnahme 

bei G._____ gemachte Angabe, dass der Beschwerdeführer extreme 

Gedächtnisprobleme habe und z.B. vergesse, was für Arbeiten er am 

Vortag erledigt habe (siehe dazu Verlaufsprotokoll Eingliederung, Eintrag 

vom 8. November 2021 [Bg-act. 51 S. 3]), in Kontrast zur aktuellen 

neuropsychologischen Untersuchung, anlässlich welcher der 

Beschwerdeführer in der Prüfung der mnestischen Funktionen 

leichtgradige Minderleistungen im verbalen Arbeits- und 

Kurzzeitgedächtnis sowie altersentsprechende Resultate in der 

Informationsaufnahme, im nonverbalen Kurzzeitgedächtnis sowie im 

- 25 -

Lernen und Abruf verbaler sowie nonverbaler Informationen aus dem 

Langzeitgedächtnis gezeigt habe. Schliesslich hätten die Angaben des 

Beschwerdeführers in einem Fragebogen zur subjektiven Einschätzung 

der Funktionseinschränkungen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit und den 

sozialen Fähigkeiten gesamthaft eine "severe impairment" ergeben, womit 

auch eine Diskrepanz zwischen der subjektiven Einschätzung und den in 

der neuropsychologischen Untersuchung gezeigten neurokognitiven 

Resultaten bestehe (vgl. Bg-act. 123 S. 28 ff.). Auch konnte lic. phil. 

H._____ in der neuropsychologischen Expertise vom 13. März 2023 im 

Verlauf der Untersuchung keine Ermüdungszeichen feststellen und der 

Beschwerdeführer zeigte ein altersentsprechendes und stabiles 

Arbeitstempo sowie – wenn er dieses weitgehend selber bestimmten 

konnte – eine überdurchschnittlich stabile und gute kognitive Belastbarkeit 

(vgl. Bg-act. 123 S. 15, S. 20 und S. 22). Zudem merkte selbst der 

Beschwerdeführer anlässlich der Exploration an, seine neurokognitiven 

Beschwerden hätten sich seit dem Hirninfarkt im Jahr 2021 verbessert 

(vgl. Bg-act. 123 S. 14 und S. 28). Inwiefern der Beschwerdeführer – wie 

er vorbringt – aufgrund von Müdigkeit, Schmerzen und kognitiven Defiziten 

lediglich noch maximal drei Stunden pro Tag mit Unterbruch aktiv sein 

könne, vermag vor diesem Hintergrund somit nicht einzuleuchten.

7.5. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer des Weiteren, soweit 

er bemängelt, es sei widersprüchlich, aufgrund der Observation von einer 

unauffälligen Tagesroutine auszugehen, sodann aber trotzdem eine 

20%ige Leistungseinschränkung auszuweisen. Hierzu führten die 

Expertinnen und Experten im SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 

plausibel aus, rein formal sei in der neuropsychologischen Untersuchung 

aufgrund der Ergebnisse keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für 

angepasste Tätigkeiten festgestellt worden. Da es sich vorliegend jedoch 

um ein Frontalhirnsyndrom handle, welches durch eine prinzipiell 

- 26 -

verminderte kognitive Flexibilität gekennzeichnet sei, werde 

neurologischerseits geschätzt, dass im beruflichen Umfeld auch in 

Verweistätigkeiten eine Leistungseinschränkung von ca. 20 % vorliege. 

Dies erscheine angesichts des Tagesablaufs des Beschwerdeführers 

zunächst diskrepant. Jedoch zeichneten sich Frontalhirnsyndrome gerade 

dadurch aus, dass sich bei Routinehandlungen in der Regel keine 

Probleme zeigten. Diesbezüglich seien Personen mit einer Schädigung 

des Frontalhirns – wobei beim Beschwerdeführer eine leichte Schädigung 

vorliege – zumeist unauffällig (z.B. beim Einkaufen von alltäglichen 

Dingen, beim Richten des Frühstücks oder des Abendessens, beim 

Wahrnehmen von Arztterminen). Dies dürfe aber fälschlicherweise nicht 

zum Schluss führen, es liege keine Störung vor. Schwankungen des 

Leistungsbildes seien bei Frontalhirnsyndromen bekannt (vgl. Bg-act. 127 

S. 7 f.; siehe ferner auch neurologisches SMAB-Teilgutachten [Bg-act. 127 

S. 27 und S. 29]). Insofern liegt eine nachvollziehbare Begründung der 

Gutachterinnen und Gutachter für die ausgewiesene Leistungsminderung 

um 20 % auch in Verweistätigkeiten vor, welche sich überdies zugunsten 

des Beschwerdeführers auswirkt.

7.6. Soweit der Beschwerdeführer auf einen vermehrten Pausenbedarf und die 

schmerzbedingt wechselnde Leistungsfähigkeit hinweist, ist ihm 

entgegenzuhalten, dass vorliegend die reduzierte Leistungsfähigkeit, das 

verminderte Arbeitstempo und der erhöhte Pausenbedarf bereits im 

SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 miteinbezogen worden sind, indem 

die Gutachterinnen und Gutachter bei einer Präsenzzeit von bis zu 

achteinhalb Stunden pro Tag eine Arbeitsfähigkeit von 80 % attestierten 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_604/2023 vom 26. Februar 2023 

E.5.3). Wenn er ferner in der Wahrnehmung von wöchentlichen Arzt- und 

Physiotherapieterminen eine zusätzliche Erschwernis erblickt, weshalb 

nur von einer maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden 

- 27 -

könne, ist ihm entgegenzuhalten, dass gutachterlicherseits in der 

interdisziplinären Gesamtbeurteilung keine medizinischen Massnahmen 

und Therapien zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen 

wurden. Da morphologisch bedingte Folgen eines Hirninfarkts vorlägen, 

welcher vor mehr als zwei Jahren stattgefunden habe, sei von einem 

Endzustand auszugehen (vgl. Bg-act. 127 S. 10). Insofern wurde die 

Indikation für weitere Arzt- und Physiotherapietermine verneint. 

Ausserdem kann davon ausgegangen werden, dass die behandelnden 

Arztpersonen auch während Randzeiten, nicht selten sogar darüber 

hinaus, insbesondere samstags arbeiten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_708/2009 vom 19. November 2009 E.2.4 und 9C_937/2008 vom 

23. März 2009 E.4.2). 

7.7. Insgesamt sind die Vorbringen des Beschwerdeführers und die von ihm 

angeführten Berichte der behandelnden Fachpersonen nicht geeignet, 

konkrete Zweifel am SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 zu erwecken 

und dessen Beweiswert zu schmälern. Konkrete Anhaltspunkte, welche 

gegen die Zuverlässigkeit dieser Expertise sprechen würden, brachte der 

Beschwerdeführer nicht vor. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin auf die darin ausgewiesene 80%ige Arbeitsfähigkeit 

in einer angepassten Tätigkeit abstellte. Vor diesem Hintergrund kann auf 

die beantragte Einholung einer Expertise bzw. die Partei- und 

Zeugenbefragung verzichtet werden, zumal das streitberufene Gericht 

aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung 

gebildet hat und annehmen darf, dass diese Überzeugung durch weitere 

Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. BGE 144 II 427 E.3.1.3, 141 

I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3 und 134 I 140 E.5.3; Urteile des Bundesgerichts 

9C_718/2022 vom 8. Juni 2023 E.4.1, 9C_548/2022 vom 23. Februar 

2023 E.3.2, 9C_436/2022 vom 26. Januar 2023 E.3.3, 9C_59/2022 vom 

- 28 -

31. März 2022 E.4.4, 8C_411/2021 vom 27. August 2021 E.4.3.2 und 

9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E.4.8).

8.1. Ferner erachtet der Beschwerdeführer die Verwertbarkeit seiner 

Restarbeitsfähigkeit als stark erschwert bzw. nahezu unmöglich.

8.2. Massgebend für die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist 

nicht der effektive erste, sondern der hypothetisch ausgeglichene 

Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG). Nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts handelt es sich dabei um einen 

theoretischen abstrakten Begriff, der dazu dient, den Leistungsbereich der 

Invalidenversicherung von demjenigen der Arbeitslosenversicherung 

abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes 

Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach 

Stellen. Anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner 

Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält und zwar 

sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 

Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach 

diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person 

die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten (vgl. BGE 

148 V 174 E.9.1, 134 V 64 E.4.2.1 und 110 V 273 E.4b; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_300/2022 vom 2. März 2023 E.4.2, 8C_192/2022 vom 

7. Juli 2022 E.6.1.1 f., 8C_52/2022 vom 2. Juni 2022 E.2.3.1, 

8C_416/2020 vom 2. Dezember 2020 E.4, 9C_766/2019 vom 

11. September 2020 E.4.1, 8C_710/2018 vom 30. Januar 2019 E.7.1 und 

8C_458/2018 vom 23. Oktober 2018 E.4.2). Dabei ist nicht von 

realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen, sondern von 

Tätigkeiten, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und 

subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 9C_42/2023 vom 11. Mai 2023 E.3.2, 8C_300/2022 

vom 2. März 2023 E.4.2, 8C_369/2021 vom 28. Oktober 2021 E.6.1, 

- 29 -

8C_30/2020 vom 6. Mai 2020 E.5.3 und 9C_485/2014 vom 28. November 

2014 E.2.2). An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und 

Verdienstaussichten sind jedoch keine übermässigen Anforderungen zu 

stellen (vgl. BGE 138 V 457 E.3.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_42/2023 

vom 11. Mai 2023 E.3.3, 8C_300/2022 vom 2. März 2023 E.6.2 und 

8C_369/2021 vom 28. Oktober 2021 E.6.1). Die Möglichkeit einer 

versicherten Person, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem 

allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt von den 

konkreten Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend sind 

rechtsprechungsgemäss die Art und Beschaffenheit des 

Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, 

Ausbildung, beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von 

Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich. Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit ist anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur 

so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre 

und das Finden einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (vgl. BGE 148 V 174 E.9.1; Urteile des 

Bundesgerichts 9C_42/2023 vom 11. Mai 2023 E.3.2, 9C_403/2022 vom 

15. März 2023 E.5.1, 8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 E.6.1.1 f., 

9C_21/2022 vom 15. Juni 2022 E.2.3.1, 8C_52/2022 vom 2. Juni 2022 

E.2.3.1 f., 8C_55/2022 vom 19. Mai 2022 E.4.3 und E.6.1.2, 9C_366/2021 

vom 3. Januar 2022 E.4.2 und 9C_520/2021 vom 22. Dezember 2021 

E.4.3.1).

8.3. Gemäss dem SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 ist der 

Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig, 

- 30 -

während ihm eine leidensangepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar ist (vgl. 

Bg-act. 127 S. 9 f.). Die Gutachterinnen und Gutachter haben dabei in der 

interdisziplinären Gesamtbeurteilung ein Belastungsprofil definiert. Dieses 

weist folgende Merkmale auf: erhöhter Zeitbedarf, klare Arbeitsabläufe, 

die nacheinander zu erledigen sind, einfache praktisch-handwerkliche 

Tätigkeiten, keine mittelschweren oder schweren Tätigkeiten und keine 

Tätigkeiten mit ständigem Bücken oder Tragen (vgl. Bg-act. 127 S. 8 f.; 

siehe ferner auch neuropsychologische Expertise von lic. phil. H._____ 

vom 13. März 2023 [Bg-act. 123 S. 26]). Insofern wird im SMAB-

Gutachten vom 22. Juni 2023 hinsichtlich der verbliebenen 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit zwar ein 

detailliertes Anforderungsprofil definiert, das die bei ihm vorliegenden 

Funktionseinschränkungen aufgreift. Dieses Belastungsprofil, wonach 

zusammengefasst leichte, klar strukturierte und einfache praktisch-

handwerkliche Tätigkeiten ausführbar sind, erscheint aber nicht derart 

eingeschränkt, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt eine entsprechende 

Stelle praktisch nicht kennt und das Finden einer entsprechenden Stelle 

daher zum vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. BGE 148 V 174 

E.9.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_42/2023 vom 11. Mai 2023 E.3.2, 

9C_403/2022 vom 15. März 2023 E.5.1, 8C_300/2022 vom 2. März 2023 

E.4.2, 8C_52/2022 vom 2. Juni 2022 E.2.3.1, 8C_170/2021 vom 

23. September 2021 E.5.1.1, 9C_644/2019 vom 20. Januar 2020 E.4.2, 

8C_143/2019 vom 21. August 2019 E.5.2, 8C_458/2018 vom 23. Oktober 

2018 E.4.1 ff. und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E.2.2.1). Vielmehr 

umfasst mit Blick auf den massgebenden, ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

das vorliegend anwendbare Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art) auch dem Beschwerdeführer 

zumutbare Tätigkeiten, die kognitiv einfach, körperlich leicht und praktisch-

handwerklicher Art sind (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 

8C_318/2023 vom 14. März 2024 E.5.2 und 8C_383/2022 vom 

- 31 -

10. November 2022 E.4.2.6). Zu denken wäre beispielsweise an leichte 

Sortier-, Verpackungs- oder Prüffunktionen sowie leichte Montagearbeiten 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_202/2021 vom 17. Dezember 2021 

E.5.3, 8C_535/2021 vom 25. November 2021 E.5.4.3 und 9C_574/2019 

vom 16. Oktober 2019 E.2.3). Denn auf dem theoretischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt werden praxisgemäss auch reine – ohne 

körperliche Anstrengung zu verrichtende – Überwachungstätigkeiten 

automatisierter Maschinen und Produktionsabläufe nachgefragt (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 9C_39/2022 vom 24. März 2022 E.4.2, 

9C_520/2021 vom 22. Dezember 2021 E.4.3.2, 8C_442/2019 vom 20. Juli 

2019 E.4.2 und 9C_172/2019 vom 22. Juli 2019 E.4.5). Zudem umfasst 

der massgebende ausgeglichene Arbeitsmarkt auch Stellen‑ und 

Arbeitsangebote, bei denen mit einem sozialen Entgegenkommen von 

Seiten des Arbeitgebers (Nischenarbeitsplätze) gerechnet werden kann 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_21/2022 vom 15. Juni 2022 E.2.3.1, 

8C_52/2022 vom 2. Juni 2022 E.2.3.1, 9C_693/2019 vom 18. Dezember 

2019 E.4.1.3 und 8C_117/2018 vom 31. August 2018 E.2.2.2). Als nicht 

massgeblich erweist sich – wie dargelegt – die konkrete Arbeitsmarktlage, 

ist der ausgeglichene Arbeitsmarkt doch ein theoretischer und abstrakter 

Begriff, weshalb nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter 

den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann (vgl. 

BGE 148 V 174 E.9.1 und 134 V 64 E.4.2.1; Urteile des Bundesgerichts 

8C_300/2022 vom 2. März 2023 E.4.2, 8C_239/2022 vom 1. Juni 2022 

E.4.2, 8C_77/2019 vom 8. März 2019 E.3.2.3, 8C_36/2018 vom 6. Juni 

2018 E.5.2 und 9C_302/2017 vom 6. Juli 2017 E.3.3). Praxisgemäss 

werden für Hilfsarbeiten weder eine Berufsausbildung noch Erfahrungen 

oder sonstige Vorkenntnisse vorausgesetzt (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_734/2022 vom 23. Februar 2023 E.5.2, 8C_250/2022 

vom 8. November 2022 E.5.3.1, 8C_799/2021 vom 3. März 2022 E.4.3.3, 

8C_170/2021 vom 23. September 2021 E.5.1.2.1 und 8C_55/2021 vom 

- 32 -

9. Juni 2021 E.5.2.1), weshalb auch der Migrationshintergrund, die 

fehlende Ausbildung, die kurze Schulbildung, der geltend gemachte 

Analphabetismus in lateinischer Schrift und die soziokulturellen Umstände 

des Beschwerdeführers nicht von ausschlaggebender Bedeutung sind. 

Zudem erfordern die dem Kompetenzniveau 1 zugeordneten einfachen 

Tätigkeiten nach der Rechtsprechung keine guten Kenntnisse der 

deutschen Sprache (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_630/2022 vom 

3. Mai 2023 E.6.3, 8C_703/2021 vom 28. Juni 2022 E.5.3, 8C_549/2019 

vom 26. November 2019 E.7.3 und 9C_898/2017 vom 25. Oktober 2017 

E.3.4). Dass der für den Beschwerdeführer nötige Betreuungsaufwand bei 

einer Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt derart gross wäre, dass das 

entsprechende Entgegenkommen realistischerweise von einem 

durchschnittlichen Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr 

erwartet werden kann (vgl. ähnlich den Urteilen des Bundesgerichts 

9C_464/2021 vom 16. September 2022 E.4.3.2, 9C_321/2018 vom 

16. Oktober 2018 E.5 und 9C_277/2016 vom 15. März 2017 E.4.3), ist 

auch mit Blick auf die gesundheitlichen Einschränkungen nicht ersichtlich. 

Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner bisherigen 

beruflichen Laufbahn mit Tätigkeiten als Eisenleger, Vorarbeiter und 

Chauffeur sowie im Verkauf (vgl. SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 [Bg-

act. 127 S. 26], neuropsychologische Expertise von lic. phil. H._____ vom 

13. März 2023 [Bg-act. 123 S. 11 ff.], Bericht der Dres. med. J._____ und 

K._____ vom 9. Juni 2021 [Bg-act. 26 S. 6], Bericht von Dr. med. L._____ 

vom 23. Mai 2021 [Bg-act. 18 S. 4], Fragebogen für Arbeitgebende vom 

1. Juni 2021 [Bg-act. 19] und Arbeitsvertrag vom 22. Mai 2019 [Bg-act. 5]) 

über Fertigkeiten verfügt, die er durchaus in einer geeigneten 

Verweistätigkeit nutzbar machen könnte. Dabei ist auch auf seine 

Persönlichkeitsstruktur als grundsätzlich zuverlässige, selbstorganisierte 

und motivierte Person hinzuweisen (vgl. Bericht zum arbeitsorientierten 

Belastbarkeitsaufbautraining in den C._____ vom 29. Mai 2021 [Bg-act. 

- 33 -

21 S. 9]). Aufgrund der bisher ausgeübten, mitunter praktischen 

Tätigkeiten dürfte sich zudem der Umstellungs- und 

Einarbeitungsaufwand in eine Verweisungstätigkeit in Grenzen halten. Es 

fehlen somit Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer aufgrund 

personenbezogener und beruflicher Merkmale seine verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht 

verwerten könnte. Vielmehr stehen dem Beschwerdeführer – wie 

aufgezeigt – auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend 

Einsatzmöglichkeiten in einer leidensadaptierten Tätigkeit offen.

9.1. Allerdings ist zu beachten, dass nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 

Person wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad je nach Ausprägung Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können, weshalb ein auf höchstens 25 % begrenzter Leidensabzug 

von dem nach den LSE-Tabellenlöhnen zu ermittelnden 

Invalideneinkommen vorgenommen werden kann, soweit anzunehmen ist, 

dass die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit 

infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen, 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 148 V 174 E.9.1 und 134 V 

64 E.4.2.1) nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden 

kann (vgl. BGE 148 V 174 E.6.3, 146 V 16 E.4.1, 135 V 297 E.5.2, 134 V 

322 E.5.2 und 126 V 75 E.5b/aa-cc; Urteile des Bundesgerichts 

8C_304/2022 vom 30. Mai 2023 E.3.4, 9C_360/2022 vom 4. November 

2022 E.4.1, 8C_115/2021 vom 10. August 2021 E.3.2.1 und 9C_283/2020 

vom 17. August 2020 E.7.1.1). Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs 

ist der Einfluss aller in Betracht fallender Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und insgesamt, wie 

- 34 -

erwähnt, auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. BGE 

148 V 174 E.6.3, 146 V 16 E.4.1, 135 V 297 E.5.2, 134 V 322 E.5.2 und 

126 V 75 E.5b/bb-cc; Urteile des Bundesgerichts 8C_304/2022 vom 

30. Mai 2023 E.3.4, 9C_360/2022 vom 4. November 2022 E.4.1, 

8C_276/2021 vom 2. November 2021 E.5.1, 9C_283/2020 vom 

17. August 2020 E.7.1.1 sowie 9C_787/2018 und 9C_795/2018 vom 

19. Juli 2019 E.6.2). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann 

einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person 

selbst im Rahmen einer körperlich leichten Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (vgl. BGE 148 V 174 E.6.3, 146 V 16 

E.4.1 und 126 V 75 E.5a/bb; Urteile des Bundesgerichts 9C_42/2023 vom 

11. Mai 2023 E.5.2, 9C_311/2022 vom 18. April 2023 E.4.2, 8C_250/2022 

vom 8. November 2022 E.4.3, 8C_115/2021 vom 10. August 2021 E.3.2.1 

und 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1).

9.2. Mit Urteil S 22 84 vom 23. November 2022 entschied das streitberufene 

Gericht, dass das Urteil des Bundesgerichts BGE 148 V 174 nach einer 

gesamthaften Betrachtungsweise trachtet, in welcher sich die 

Rechtmässigkeit der Ermittlung des Invalideneinkommens aus dem 

Zusammenspiel zwischen Ausgangswert und Korrekturfaktoren ergibt, die 

in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen müssen, was mit 

Blick auf die revidierte Rechtslage zu berücksichtigen ist. Zum 

Teilzeitabzug gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV hielt es fest, dass dessen 

ausschliessliche Zulassung zu einem dem Urteil des Bundesgerichts in 

BGE 148 V 174 widersprechenden Ungleichgewicht führt, da bei der 

Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf statistische Werte der 

anerkanntermassen zumeist auf den höheren Löhnen von gesunden 

Personen basierende Medianwert der LSE nicht (mehr) durch 

breitgefächerte Abzugsmöglichkeiten korrigiert werden könnte, womit 

dessen Verfassungsmässigkeit mangels Möglichkeit der Herstellung von 

- 35 -

Einzelfallgerechtigkeit in Frage gestellt ist. Mithin kann das Fehlen einer 

ausdrücklichen Nennung von anderen leidensbedingten 

Tabellenlohnabzügen als die Reduktion um 10 % für Teilzeitarbeit in 

Art. 26bis IVV in der bis zum 31. Dezember 2023 gültig gewesenen 

Fassung nicht als qualifiziertes Schweigen eingestuft werden. Vielmehr 

sind in der Übergangszeit bis zur Implementierung eines angepassten 

Modells beim auf Grundlage statistischer (Median)Werte ermittelten 

Einkommen mit Invalidität neben dem Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit 

von 50 % oder weniger auch die in der bisherigen Rechtsprechung 

entwickelten leidensbedingten Abzüge bis maximal 25 % zuzulassen 

(siehe Urteile des Verwaltungsgerichts Graubünden [VGU] S 22 84 vom 

23. November 2022 E.8.2.2.2.2 ff., insbesondere E.9.1.2, E.9.2 und 

E.9.2.3).

9.3. Hinsichtlich des Merkmals "Nationalität oder Aufenthaltskategorie" weist 

die LSE 2020-Tabelle TA12 für Männer mit ausländischer Nationalität und 

Niederlassungsbewilligung C – wie der Beschwerdeführer (vgl. 

Anmeldung vom 12. Mai 2021 [Bg-act. 3 S. 1] und Case Report vom 

27. März 2024 [Bg-act. 154 S. 2]) – ohne Kaderfunktion im Vergleich zur 

entsprechenden Zeile "Total" bei den Männern einen um 2.2 % (1 - 

[CHF 5'899.-- : CHF 6'032.‑‑] x 100) geringeren Medianwert aus. Die 

damalige I. sozialrechtliche Abteilung (ab dem 1. Januar 2023 vierte 

öffentlich-rechtliche Abteilung) des Bundesgerichts bewog im Urteil 

8C_332/2022 vom 19. Oktober 2022 erst der dortige, sich bei Männern 

ohne Kaderfunktion mit einer Niederlassungsbewilligung der Kategorie C 

ergebende (angebliche) Einkommensunterschied von rund 5 % im 

Vergleich zum Gesamtdurchschnitt (wohl Medianwert der Zeile "Total" der 

Männer ohne Kaderfunktion gemeint) zur Feststellung, dass dieser in die 

Gesamtbetrachtung zur Bemessung des Leidensabzugs einfliessen 

müsse (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2022 vom 19. Oktober 

- 36 -

2022 E.5.2.2.2 m.H.a. auf 9C_418/2017 vom 30. Oktober 2017 E.4.5.2 

und 9C_449/2015 vom 21. Oktober 2015 E.4.2.4, wo die Massgeblichkeit 

einer solchen allfälligen Differenz jeweils offen gelassen wurde). Neben 

dem Umstand, dass die im Bundesgerichtsurteil angegebene Differenz 

von "rund 5 %" sich nicht aus der LSE 2018-Tabelle TA12, sondern wohl 

eher aus der LSE 2018-Tabelle T12_b ergibt (1 - [CHF 5'824.‑‑ : 

CHF 6'138.‑‑] x 100 = 5.1 % gemäss Tabelle T12_b [LSE 2018] vs. 1 - 

[CHF 5'764.‑‑ : CHF 5'941.‑‑] x 100 = 2.98 % gemäss Tabelle TA12 [LSE 

2018]), steht diese Feststellung diskrepant zur (neueren) Rechtsprechung 

vornehmlich der bisherigen II. sozialrechtlichen Abteilung (ab dem 1. 

Januar 2023 dritte öffentlich-rechtlichen Abteilung), welche für die 

Abzugsrelevanz dieses Merkmals jeweils den Wert anhand der Tabellen 

TA12 oder T12_b betreffend die Nationalität und den Aufenthaltsstatus 

noch mit der Höhe des für die Invaliditätsbemessung verwendeten 

Tabellenwerts (im Normalfall die Tabelle TA1) verglich (siehe Urteile des 

Bundesgerichts 9C_287/2021 vom 9. Dezember 2022 E.4.2, 9C_14/2022 

vom 21. Juli 2022 E.5.5, 9C_611/2018 vom 28. März 2019 E.5.2.1 und 

9C_401/2018 vom 6. November 2018 E.5.2.3; siehe auch 8C_301/2021 

vom 27. Juni 2021 E.6.3 und 8C_132/2020 vom 18. Juni 2020 E.5.2; VGU 

S 22 66 vom 13. September 2022 E.5.5). Vorliegend beträgt der 

Medianwert für Männer ohne Kaderfunktion mit 

Niederlassungsbewilligung C gemäss der LSE 2020-Tabelle TA12 mit 

CHF 5'899.‑‑ ebenfalls mehr als der für die Invaliditätsbemessung 

herangezogene Medianwert über alle Wirtschaftszweige (Zeile "Total") der 

Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer, welcher sich auf nur 

CHF 5'261.‑‑ beläuft. Damit ist dieses Merkmal nicht als (potenziell) 

abzugsrelevant zu betrachten.

9.4. Nicht abzugsrelevant sind sodann die vom Beschwerdeführer angeführte 

kurze Schulbildung, die fehlende Ausbildung, der geltend gemachte 

- 37 -

Analphabetismus in lateinischer Schrift und die soziokulturellen Umstände 

bzw. die vorgebrachten invaliditätsfremden Faktoren, da diesen Aspekten 

bereits mit der Wahl des Kompetenzniveaus 1 Rechnung getragen wurde 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_715/2022 vom 8. März 2023 

E.10.4.2.2, 8C_419/2021 vom 16. Dezember 2021 E.13.2.2, 

8C_627/2021 vom 25. November 2021 E.7.2 und 8C_549/2019 vom 

26. November 2019 E.7.7). Wie aufgezeigt, werden für Hilfsarbeiten 

praxisgemäss weder eine Berufsausbildung noch Erfahrungen oder 

sonstige Vorkenntnisse vorausgesetzt (siehe Urteile des Bundesgerichts 

8C_734/2022 vom 23. Februar 2023 E.5.2, 8C_250/2022 vom 

8. November 2022 E.5.3.1, 8C_799/2021 vom 3. März 2022 E.4.3.3, 

8C_170/2021 vom 23. September 2021 E.5.1.2.1 und 8C_55/2021 vom 

9. Juni 2021 E.5.2.1). Zudem kann dem bereits unter dem Aspekt der 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt Ausgeführten entnommen werden, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund seiner bisherigen Erwerbsbiografie über 

Fertigkeiten und Arbeitserfahrungen verfügt, die er in einer 

Verweistätigkeit im Kompetenzniveau 1 nutzbar machen könnte.

9.5. In zeitlicher und quantitativer Hinsicht erachteten die SMAB-

Gutachterinnen und -Gutachter den Beschwerdeführer in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig (bei ganztägiger Präsenz und einer 

Leistungsminderung von 20 %) (vgl. Bg-act. 127 S. 9). Das qualitative 

Anforderungsprofil für solche adaptierten Tätigkeiten wurde dabei 

beschrieben als einfache praktisch-handwerkliche Tätigkeiten mit 

erhöhtem Zeitbedarf und klaren Arbeitsaufträgen, welche nacheinander zu 

erledigen seien, ohne mittelschwere oder schwere Arbeiten und ohne 

ständiges Bücken oder Tragen (vgl. Bg-act. 127 S. 8 f.; siehe ferner auch 

neuropsychologische Expertise von lic. phil. H._____ vom 13. März 2023 

[Bg-act. 123 S. 26]). Auch wenn allfällige bereits in der Beurteilung der 

- 38 -

medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 

Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben 

Gesichtspunkts führen dürfen (vgl. BGE 148 V 174 E.6.3 und 146 V 16 

E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_395/2022 vom 4. November 2022 

E.4.5.2 und 9C_14/2022 vom 21. Juli 2022 E.5.2), ist unter den 

vorliegenden Umständen für die doch relativ detaillierten und als 

einschränkend beschriebenen bzw. als qualitative Anforderung an eine 

adaptierte Tätigkeit formulierten Einschränkungen anzunehmen, dass der 

Beschwerdeführer im Vergleich zum Medianwert des Kompetenzniveaus 

1, welcher einfache Tätigkeiten körperlicher und handwerklicher Art 

umfasst, nur unter Inkaufnahme einer Lohneinbusse eine reelle Chance 

auf eine Anstellung hat. Daher rechtfertigt sich die Vornahme eines 

Abzugs vom Tabellenlohn, auch wenn das medizinische Anforderungs- 

und Belastungsprofil, welches eine zum zeitlich zumutbaren 

Arbeitspensum hinzutretende Einschränkung der Erwerbsfähigkeit 

darstellt, in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) 

eingrenzt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_509/2022 vom 10. Mai 2023 

E.6.2, 9C_312/2022 vom 5. Januar 2023 E.5.5.1 und 9C_305/2022 vom 

24. November 2022 E.3.2.2.2.1 f.). Obgleich der Tabellenlohn im 

Kompetenzniveau 1 der Tabelle TA1 bereits eine Vielzahl von einfachen, 

leichten und praktisch-handwerklichen Tätigkeit enthält (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_511/2022 vom 8. Februar 2023 E.9.3.2 f., 

9C_15/2022 vom 19. Dezember 2022 E.5.2, 8C_128/2022 vom 

15. Dezember 2022 E.6.2.3, 8C_383/2022 vom 10. November 2022 

E.4.2.6, 8C_281/2022 vom 24. Oktober 2022 E.6.4.2 und 9C_14/2022 

vom 21. Juli 2022 E.5.5), rechtfertigt sich vorliegend angesichts der nicht 

bereits in die zeitliche gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

einbezogenen zusätzlichen Anforderungen an die adaptierte Tätigkeit 

aufgrund des Frontalhirnsyndroms mit namentlich erhöhtem Zeitbedarf 

- 39 -

sowie klaren und portionierten Arbeitsanweisungen und unter 

Berücksichtigung der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu 

diesem Merkmal ein Leidensabzug von 10 %. Denn es ist von einer 

Konstellation auszugehen, bei welcher der Beschwerdeführer auch in 

körperlich leichten und einfachen (Hilfs‑)Arbeiten in seiner 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt bzw. gemäss den gutachterlichen 

Feststellungen eine verstärkte Rücksichtnahme des Arbeitsgebers 

erforderlich ist, was sich lohnvermindernd auf die Entlöhnung auswirkt 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_312/2022 vom 5. Januar 2023 

E.5.5.1, 9C_305/2022 vom 24. November 2022 E.3.2.2.2.1 f., 

9C_395/2022 vom 4. November 2022 E.4.5.2, 8C_332/2022 vom 

19. Oktober 2022 E.5.3, 8C_74/2022 vom 22. September 2022 E.4.4.2, 

9C_14/2022 vom 21. Juli 2022 E.5.2 und 8C_323/2021 vom 14. April 2022 

E.7.2.3).

10.1. Vorliegend ermittelte die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad (per 

2023) auf Basis der gemäss SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2023 

ausgewiesenen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 80 % 

(vgl. angefochtene Verfügung vom 27. März 2024 [Bg-act. 153 S. 2] und 

Case Report vom 27. März 2024 [Bg-act. 154 S. 31]; siehe ferner Bg-act. 

129 und 155). Für das Einkommen mit Invalidität stellte sie dabei auf die 

LSE-Tabelle 2020, Kompetenzniveau 1, Männer, ab, weil der 

Beschwerdeführer nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

keine oder jedenfalls keine ihm zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

aufgenommen habe. Dabei errechnete sie ohne Leidensabzug ein per 

2023 aufindexiertes Invalideneinkommen von CHF 53'549.90 (vgl. Bg-act. 

129) bzw. unter Berücksichtigung eines Abzugs von 10 % ein solches von 

CHF 48'194.90 (vgl. Bg-act. 155), was in Gegenüberstellung mit dem 

unbestritten gebliebenen Valideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 

22.66 % bzw. 30.39 % ergab (vgl. angefochtene Verfügung vom 27. März 

- 40 -

2024 [Bg-act. 153 S. 2]). Wenn der Beschwerdeführer dagegen 

einwendet, dieser Lohn entspreche jenem für Dienstleistungen im Sektor 

3 gemäss LSE 2020, mithin einem Verdienst für ihm nicht zumutbare 

Tätigkeiten, kann ihm nicht gefolgt werden. Denn die Beschwerdegegnerin 

stellte bei der Ermittlung des Einkommens mit Invalidität in Nachachtung 

von Art. 26bis Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Art. 25 Abs. 3 IVV korrekterweise auf die 

Tabelle TA1 der LSE 2020, welche vor Erlass der angefochtenen 

Verfügung veröffentlicht worden ist (vgl. BGE 143 V 295 E.4.1.1 und Urteil 

des Bundesgerichts 9C_15/2018 vom 2. Juli 2018 E.4.3), und dabei auf 

den altersunabhängigen und geschlechtsspezifischen Wert der Zeile 

"Total" für Männer des Kompetenzniveaus 1 ab (vgl. Bg-act. 129 und 155). 

Dies ergab aufindexiert auf das Jahr 2023 und umgerechnet auf die 

durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 80 % ohne Leidensabzug ein Einkommen von 

CHF 53'549.90 (CHF 5'261.-- x 12 : 40 x 41.7 x 0.998 x 1.009 x 1.01 x 0.8) 

bzw. mit Abzug von 10 % ein solches von CHF 48'194.90 (CHF 5'261.-- x 

12 : 40 x 41.7 x 0.998 x 1.009 x 1.01 x 0.8 x 0.9). Hierzu ist einzig 

anzumerken, dass die Beschwerdegegnerin für ihre Berechnungen der 

Vergleichseinkommen die geschlechtsunspezifischen 

Nominallohnentwicklungswerte (Schweizerischer Lohnindex, Index und 

Veränderung auf der Basis 2010, Tabellenblatt T1.10) über alle 

Wirtschaftszweige hinweg (Zeile "B-S 05-96 Total") angewendet hat, 

wobei sie die Nominallohnentwicklung für 2023 auf 1 % schätzte (vgl. Bg-

act. 129 und 155). Richtigerweise hätte aber beim Einkommen mit 

Invalidität die geschlechtsspezifische Nominallohnentwicklung zur 

Anwendung kommen sollen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_703/2019 

vom 6. Oktober 2020 E.4.3, 8C_72/2019 vom 11. Juni 2019 E.4.1, 

8C_704/2018 vom 31. Januar 2019 E.9 und 9C_444/2018 vom 

17. Oktober 2018 E.3.1 m.H.a. BGE 129 V 408; vgl. auch betreffend die 

per 1. Januar 2022 geltende Rechtslage: KSIR [Stand: 1 Juli 2022], 

- 41 -

Rz. 3210 und Bemerkungen in Anhang III zu den Tabellen[blättern] T1.10, 

T1.1.10 und T1.2.10), was bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ohne 

Leidensabzug einen leicht tieferen Betrag von CHF 53'387.20 

(CHF 5'261.-- x 12 : 40 x 41.7 x 0.993 x 1.011 x 1.01 x 0.8) bzw. unter 

Berücksichtigung eines Abzugs von 10 % einen solchen von 

CHF 48'048.50 (CHF 5'261.-- x 12 : 40 x 41.7 x 0.993 x 1.011 x 1.01 x 0.8 

x 0.9) ergibt. Werden zudem beim Valideneinkommen korrekterweise die 

geschlechts- und wirtschaftszweigspezifischen Index-Werte verwendet 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_703/2019 vom 6. Oktober 2020 E.4.3 

und 9C_467/2009 vom 19. August 2009 E.2.2), resultierte ein Einkommen 

ohne Invalidität von CHF 68'893.05 (CHF 67'939.20 [vgl. Fragebogen für 

Arbeitgebende vom 1. Juni 2021 {Bg-act. 19 S. 4 f.}] x 1.004 x 1.01 

[Wirtschaftszweige Baugewerbe und Bau]) und damit ein Invaliditätsgrad 

von 22.5 % bzw. 30.26 %, was keinen Anspruch auf eine Invalidenrente 

verleiht. 

10.2. Im Übrigen hat das Bundesgericht in BGE 148 V 174 vom 9. März 2022 

zu der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtslage unter 

anderem mit Bezugnahme auf die jüngsten Erkenntnisse aus der 

Wissenschaft und auch auf inzwischen publizierte Beiträge entschieden, 

dass im heutigen Zeitpunkt kein ernsthafter sachlicher Grund für die 

Änderung der Rechtsprechung besteht, wonach Ausgangspunkt für die 

Bemessung des Invalideneinkommens anhand statistischer Werte 

grundsätzlich die Zentral- bzw. Medianwerte der LSE darstellen (vgl. 

dortige E.9.2.3; siehe ferner Urteile des Bundesgerichts 9C_311/2022 vom 

18. April 2023 E.4.2, 8C_628/2021 vom 23. Januar 2023 E.5.1, 

8C_623/2022 vom 12. Januar 2023 E.5.1.1, 8C_667/2021 vom 8. Juni 

2022 E.6.1.2 und 8C_112/2022 vom 31. Mai 2022 E.5.1). Dabei wird in 

der Regel der geschlechtsspezifische Zentralwert (Median) über alle 

Wirtschaftszweige (Zeile Total) hinweg angewendet. Praxisgemäss ist 

- 42 -

beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von 

der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei 

üblicherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, 

abgestellt wird (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_49/2023 vom 30. März 

2023 E.7.3, 8C_128/2022 vom 15. Dezember 2022 E.6.2.1, 8C_236/2022 

vom 4. Oktober 2022 E.9.6.1, 8C_104/2021 vom 27. Juni 2022 E.6.3.2 

und 8C_18/2022 vom 5. Mai 2022 E.3.1). Das Bundesgericht wies in BGE 

148 V 174 darauf hin, dass einerseits der Medianlohn teilweise auch von 

Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung erzielt werde und 

andererseits als Korrekturinstrumente für eine einzelfallgerechte 

Betrachtung die Parallelisierung der beiden Einkommen sowie die 

Möglichkeit eines Abzugs vom Tabellenlohn zur Verfügung stünden (vgl. 

dortige E.9.2.2 f.). Das Bundesgericht hat mit diesem zu der bis zum 

31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtslage im Bereich der 

Invalidenversicherung ergangenen Urteil somit eine 

Rechtsprechungsänderung verworfen.

10.3. Am 1. Januar 2024 trat die Änderung vom 18. Oktober 2023 von Art. 26bis 

Abs. 3 IVV in Kraft, mit welcher neu ein Pauschalabzug von 10 % vom 

statistisch bestimmten Wert eingeführt wurde (vgl. AS 2023 635). Die 

Frage, ob bzw. in welchem Umfang der hiervor für Einschränkungen auch 

in körperlich leichten und einfachen (Hilfs‑)Arbeiten gewährte 

Leidensabzug von 10 % zum gleich hohen Pauschalabzug hinzutreten 

kann, kann vorliegend offen bleiben. Denn selbst ein Leidensabzug von 

20 % verliehe bei einem Invaliditätsgrad von 38 % ([CHF 68'893.05 - 

CHF 42'709.80] x 100 : CHF 68'893.05) keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente.

11. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

- 43 -

12.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 

Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- 

festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 

durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in 

Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.-- 

fest. Diese sind grundsätzlich vom unterliegenden Beschwerdeführer zu 

tragen. Allerdings hat er um unentgeltliche Rechtspflege und 

Verbeiständung ersucht. Da die Voraussetzungen dafür gegeben sind 

(vgl. URP-Formular vom 31. Mai 2024 samt Beilagen), kann dem Gesuch 

entsprochen werden. Demzufolge gehen die Gerichtskosten von 

CHF 700.-- (vorläufig) zulasten der Gerichtskasse.

12.2. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat dem Gericht trotz 

entsprechender Aufforderungen mit Schreiben vom 22. Mai 2024 keine 

Honorarnote eingereicht. In Berücksichtigung des gemäss Art. 5 Abs. 1 

der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 

310.250) geltenden Honoraransatzes für den berechtigten Aufwand im 

Rahmen der bewilligten unentgeltlichen Vertretung von CHF 200.-- pro 

Stunde erscheint eine pauschale Parteientschädigung von CHF 1'600.-- 

angemessen.

12.3. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

- 44 -

2.1. In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden 

die Kosten von CHF 700.-- zulasten von A._____ von der Gerichtskasse 

übernommen.

2.2. A._____ wird in der Person von Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt 

ein Rechtsvertreter auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die 

Gerichtskasse mit pauschal CHF 1'600.-- (inkl. MWST) entschädigt.

2.3. Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und 

die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG).

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]