# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94dba3b7-3c70-5a3b-823c-ed82b6e92f86
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.06.2019 IV 2017/96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-96_2019-06-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/96

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 17.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 17.06.2019
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, Ablauf Wartejahr und Rentenbeginn. Auswirkung der 
invalidenversicherungsrechtlichen Festlegung des Rentenbeginns für die 
Frage, ob auf die Beschwerde einer Vorsorgeeinrichtung einzutreten ist 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Juni 
2019, IV 2017/96).

Entscheid vom 17. Juni 2019

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix 

Zahner

Geschäftsnr.

IV 2017/96

Parteien

Pensionskasse A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Gnädinger, Hubatka Müller Vetter, 

Thurgauerstrasse 54, Postfach, 8050 Zürich,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

am Verfahren beteiligt

B.___,

Beigeladener,

Gegenstand

Rente (i.S. B.___)

Sachverhalt

A.   

A.a  B.___ meldete sich am 14. September 2012 bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 1). Der Versicherte arbeitete seit 1. Januar 2010 als 

Polymechaniker bei der C.___ GmbH und war seit 21. Februar 2012 - mit Unterbruch 

vom 1. Mai bis 5. Juni 2012 - zu 50% arbeitsunfähig geschrieben (Arztzeugnisse 

Dr.med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Februar und 

6. März 2012 [Fremdakten, act. 1-12 f.], Dr.med. E.___, FMH für Allgemeine Medizin, 

vom 23. März und 19. April 2012 [Fremdakten act. 1-10 f.], med.pract. F.___, 

Allgemeine Medizin, vom 6. Juni, 22. Juni, 6. Juli, 27. Juli und 31. August 2012 

[Fremdakten, act. 1-4 ff.]). Der Versicherte war ambulant im Spital G.___ abgeklärt 

worden, wo eine unklare Allgemeinzustandsveränderung mit neuropsychologischen 

Veränderungen, wechselnden Arthralgien und Kopfschmerzen sowie ein Zustand nach 

Kontakt mit Borrelien festgehalten worden waren. Eine Stoffwechselerkrankung, ein 

systemisch entzündlicher oder konsumierender Prozess und insbesondere eine 

chronische Borrelieninfektion waren ausgeschlossen worden (Berichte vom 7. Mai [IV-

act. 15-12 f.], vom 4. Juni [IV-act. 15-10 f.] sowie vom 12. Juni 2012 [IV-act. 15-5 f.]). 

Dr.med. H.___, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, hatte in einer 

rheumatologischen Untersuchung keine Hinweise für eine entzündlich-rheumatische 

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Erkrankung gefunden, sondern eher Zeichen einer lokalisierten Bandlaxizität in den 

Bereichen Wirbelsäule, Knie, Hüftgelenke und Fuss, die durchaus einmal wechselnde 

Überlastungsbeschwerden begründen könne (Bericht vom 11. September 2012, IV-

act. 15-19 ff.).

A.b In der Folge wurde der Versicherte am Zentrum für Neurologie Z.___ 

neuropsychologisch und neurologisch untersucht. Im Rahmen der 

neuropsychologischen Untersuchung konnten die berichteten Defizite nicht objektiviert 

werden (Bericht vom 9. November 2012, Fremdakten, act. 2-4 ff.). Aus neurologischer 

Sicht erwiesen sich die geschilderten Beschwerden - Antriebsschwäche, 

Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, verminderte Leistungsfähigkeit bei 

Stress - unter Zusammenschau der Anamnese, des Verlaufs und der Befunde 

suggestiv für eine affektive Störung. Im Rahmen der neuropsychologischen 

Untersuchung hätten sich die subjektiven kognitiven Einschränkungen nicht 

objektivieren lassen, wobei diese anamnestisch in Abhängigkeit von Stressbelastungen 

fluktuierten und wahrscheinlich als Zeichen einer erhöhten Stressanfälligkeit im 

Rahmen einer depressiven Störung zu erklären seien (Bericht vom 3. Januar 2013, 

Fremdakten, act. 2-1 ff.).

A.c  Ende Februar/Anfang März 2013 erhielt der Versicherte die Kündigung per 2. Juni 

2013 bzw. wurde das Arbeitsverhältnis auf dieses Datum hin aufgelöst und er per 

sofort freigestellt (vgl. Assessmentprotokoll vom 7. März 2013, IV-act. 20-6). Mit Blick 

auf eine am 11. März 2013 begonnene tagesklinische Behandlung im 

Psychiatriezentrum I.___ entschied die IV-Stelle, zurzeit seien keine 

Eingliederungsmassnahmen möglich (Mitteilung vom 14. März 2013, IV-act. 23). 

Während der bis 31. Mai 2013 dauernden Therapie wurden eine Alexithymie (nicht 

näher bezeichnete anhaltende affektive Störung, ICD-10: F34.9) sowie eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0), 

diagnostiziert. Die beklagten Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen konnten 

nicht objektiviert werden. Im Bericht wurde ausgeführt, der Versicherte leide an einer 

ausgeprägten alexithymen Problematik und daraus resultierender depressiver 

Symptomatik. Es wurde bis zum 1. August 2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

postuliert mit anschliessender Steigerung bzw. Aufbautraining (Arztbericht vom 4. Juni 

2013, IV-act. 31-1 ff.; Austrittsbericht vom 10. Juni 2013, Fremdakten, act. 3-109 ff.).

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A.d Die IV-Stelle sprach dem Versicherten die Kostenübernahme für ein Aufbautraining 

bei der J.___ vom 7. Oktober 2013 bis insgesamt 6. Juli 2014 zu (Mitteilungen vom 

12. November 2013, IV-act. 41, und vom 29. April 2014, IV-act. 55). Die Präsenzzeit 

von 5 Tagen à 4 Stunden wurde ab 3. Februar 2014 um zwei Stunden an einem 

Nachmittag pro Woche erhöht. Die Institution hielt fest, Arbeitsmenge und 

Arbeitstempo seien nicht genügend für den ersten Arbeitsmarkt. Die ausgeführten 

Arbeiten seien sehr gut brauchbar gewesen. Wenn der Versicherte sein Arbeitstempo 

steigern könnte, hätte er eine sehr realistische Chance, wieder im ersten Arbeitsmarkt 

zu arbeiten (Abschlussbericht Aufbautraining vom 13. Mai 2014, IV-act. 62). Die 

Massnahme musste am 5. Mai 2014 vorzeitig abgebrochen werden (Protokoll 

Eingliederungsberatung per 26. Mai 2014, IV-act. 64-11 f.; Mitteilung vom 24. Juni 

2014, IV-act. 70).

A.e  Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers wurde der Versicherte 

neuropsychologisch (Dr. phil. K.___, Abklärung vom 24. Juni 2014, Bericht vom 4. Juli 

2014, Fremdakten, act. 3-82 ff.) beurteilt und psychiatrisch begutachtet (Dr.med. L.___, 

Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie; Gutachten vom 30. Juli 2014, 

Untersuchung vom 6. Juni 2014, Fremdakten act. 3-44 ff.). Dem neuropsychologischen 

Gutachter fielen deutliche Antwortlatenzen und ein verlangsamtes Sprechtempo auf 

(Fremdakten, act. 3-84). Er führte aus, aus neuropsychologischer Sicht bestehe, unter 

ausschliesslicher Würdigung der Testbefunde in der aktuellen Untersuchung, eine 

leichte Hirnfunktionsstörung. Die erfassten kognitiven Leistungsminderungen seien 

wahrscheinlich durch die depressive Symptomatik bedingt (Fremdakten, act. 3-89). Der 

Versicherte sei aus rein neuropsychologischer Sicht zeitlichem Druck nicht gewachsen. 

Geeignet seien erwerbliche Tätigkeiten mit leicht unterdurchschnittlichen 

Tempoanforderungen. Es würden leicht vermehrt Pausen benötigt. Antwortlatenzen 

müssten toleriert werden (Fremdakten, act. 3-90). Der psychiatrische Gutachter 

diagnostizierte eine Dysthymie (ICD-10: F34.1) und erhob den Verdacht auf psychische 

und Verhaltensstörung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F10.2; 

Fremdakten, act. 3-73). Er hielt fest, das formale Denken sei verlangsamt, daher habe 

er eine neuropsychologische Untersuchung veranlasst. Bei den testpsychologischen 

Leistungen sei die Verlangsamung weniger ausgeprägt gewesen. Über eine depressive 

Verstimmung werde seit drei Jahren berichtet, diese habe aber (in Anbetracht der 

Aktenlage) kaum je das Ausmass einer eigentlichen depressiven Episode erreicht, 

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sodass von einer Dysthymie auszugehen sei (Fremdakten, act. 3-75). Weder in den 

Akten noch bei der aktuellen Untersuchung oder in der Anamnese fänden sich 

Hinweise für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung (Fremdakten, act. 3-76). Bei 

der neuropsychologischen Abklärung werde insgesamt eine leichte 

Hirnfunktionsstörung beschrieben. Bei gegenwärtig regelmässigem Alkoholkonsum 

müsse aber davon ausgegangen werden, dass diese (relativ diskreten) 

neuropsychologischen Einschränkungen auf diesen zurückzuführen seien. Es könne 

aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass sie vorbestehend gewesen seien. Mit 

der Dysthymie liessen sie sich eigentlich nicht erklären (Fremdakten, act. 3-76). Der 

Zustand sei seit der Beurteilung durch Z.___ vom Januar 2013 unverändert 

(Fremdakten, act. 3-78). Weder mit der Dysthymie noch mit dem Verdacht auf eine 

Alkoholabhängigkeit lasse sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht begründen (Fremdakten, act. 3-78 f.). Die 

Krankentaggeldversicherung stellte daraufhin die Taggeldleistungen per 31. August 

2014 ein (Fremdakten, act. 3-2).

A.f Vom 20. Oktober bis 18. Dezember 2014 war der Versicherte in der psychiatrischen 

Klinik M.___ hospitalisiert. Dabei wurden die Diagnosen einer rezidivierenden 

depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome 

(ICD-10: F33.2), sowie einer anhaltenden affektiven Störung, Alexithymie (ICD-10: 

F34.9), gestellt. Der Versicherte zeige eine deutliche formale Denkstörung. Eine 

Integration im ersten Arbeitsmarkt sei nicht möglich; erneute Arbeitsversuche würden 

den Versicherten überfordern und ausserordentlich destabilisieren (vgl. Austrittsbericht 

vom 19. Januar 2015, IV-act. 92).

A.g Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte durch die MGBB (Medizinische 

Begutachtung Basel) polydisziplinär begutachtet (psychiatrisch: Dr.med. N.___; 

internistisch: Dr.med. O.___; neurologisch: Dr.med. P.___; neuropsychologisch: lic.phil. 

Q.___; Gutachten von 30. Januar 2016; IV-act. 125). Der neuropsychologische 

Gutachter stellte keine relevanten kognitiven Schwächen und Defizite fest. Die 

ausgewiesenen, insgesamt auch nur spärlichen Leistungsdefizite rechtfertigten 

lediglich die Diagnose einer zustandsabhängigen, minimalen und da auch nur partiellen 

Hirnfunktionsschwäche; die vom Vorgutachter erhobene leichte Hirnfunktionsstörung 

sei nicht ganz nachvollziehbar (IV-act. 125-30, 44). Im Rahmen der in den letzten 

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Jahren offenbar mehrfach aufgetretenen depressiven Beschwerden dürften aber 

erhebliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestanden haben und solche blieben 

auch in weiterer Zukunft möglich (IV-act. 125-49). Die psychiatrische Gutachterin 

diagnostizierte eine Dysthymia (ICD-10: F34.1) und eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) vom schizoid ängstlich-vermeidenden Typ (IV-

act. 125-38). Eine gewisse Verbesserung der Symptomatik bestehe, da keine 

mittelgradige oder schwere depressive Episode diagnostiziert werden könne. 

Berücksichtige man die reduzierten Ressourcen des Versicherten, die Befunde, den 

Verlauf, die subjektiven Angaben, die funktionellen Einschränkungen, die Indikatoren 

sowie Konsistenz und die zumutbare Willensanstrengung, liege beim Versicherten 

derzeit eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 40% vor. Seit der 

Entlassung aus der stationären Behandlung in der psychiatrischen Klinik M.___ am 

18. Dezember 2014 sei die psychiatrische Erkrankung derart umschrieben, dass seither 

eine invalidisierende Krankheit bestehe, die die Arbeits- und Leistungsfähigkeit 

insgesamt zu 40% beeinträchtige (IV-act. 125-50). Der internistische und der 

neurologische Gutachter diagnostizierten keine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden 

Erkrankungen (IV-act. 125-39,42).

A.h Mit Mitteilung vom 19. Juli 2016 (IV-act. 138) wies die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren hinsichtlich beruflicher Massnahmen ab, da sich der Versicherte 

ausser Stande erklärt hatte, an Arbeitsvermittlungsmassnahmen für den ersten 

Arbeitsmarkt teilzunehmen, und die Rentenprüfung gewünscht hatte (IV-act. 135).

A.i Mit Verfügung vom 13. September 2016 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 

1. Juni 2013 eine Viertelsrente zu (IV-act. 151, 144). Nachdem die Vorsorgeeinrichtung 

Pensionskasse A.___ mit Einwand vom 12. Oktober 2016 unter anderem die Verletzung 

ihres Anhörungsrechts gerügt hatte (IV-act. 152), stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid 

vom 14. Oktober 2016 erneut die Zusprache einer Viertelsrente ab 1. Juni 2013 in 

Aussicht (IV-act. 158). Mit erneutem Einwand vom 1. November 2016 rügte die 

Pensionskasse A.___ im Wesentlichen, das Gutachten der MGBB beruhe auf 

unvollständiger Sachverhaltsabklärung, der medizinische Sachverhalt sei weiter 

abzuklären. Eventualiter bestehe gemäss Gutachten der MGBB erst seit 18. Dezember 

2014 eine 40%-ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 162).

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A.j RAD-Arzt Dr.med. R.___, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, 

führte am 19. Januar 2017 zusammenfassend aus, der Beginn der (während des 

Klinikaufenthaltes per definitionem 100 % betragenden) Arbeitsunfähigkeit könne 

spätestens ab Klinikeintritt am 20. Oktober 2014 als "objektivierbar" sicher belegt 

erachtet werden. Der gutachterlich festgelegte späteste Beginn der 40%-igen 

Arbeitsunfähigkeit im Zeitpunkt des objektivierbaren Klinikaustritts am 18. Dezember 

2014 sei insofern nachvollziehbar. Die Annahme des Beginns der Arbeitsunfähigkeit 

schon im Februar 2012 sei mit Blick auf das spezifische Muster der gutachterlich 

festgestellten seelischen Störung durchaus mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

plausibel, da rein medizintheoretisch ein längerer Verlauf anzunehmen sei. Der Einwand 

begründe keine Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen (IV-act. 164-3).

A.k  Mit Verfügung vom 15. Februar 2017 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 

1. Juni 2013 eine Viertelsrente zu. Aufgrund der Ausführungen des RAD könne 

weiterhin am Beginn der langdauernden Krankheit vom 4. Juni 2012 sowie an der 

Arbeitsfähigkeit von 60% angestammt und adaptiert festgehalten werden (IV-act. 165, 

172).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 15. Februar 2017 lässt die Pensionskasse A.___, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. A. Gnädinger, am 28. Februar 2017 Beschwerde 

erheben. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge aufzuheben. Es sei der Beginn der Wartezeit frühestens per 

18. Dezember 2014 zu eröffnen und eine Rente frühestens ab Dezember 2015 

zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur ergänzenden medizinischen 

Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der Eintritt der erheblichen 

Arbeitsunfähigkeit sei in Übereinstimmung mit dem Gutachten des MGBB frühestens 

per Dezember 2014 festzulegen. Das psychiatrische Teilgutachten des MGBB sei 

unvollständig. Der medizinische Sachverhalt sei nicht rechtsgenüglich erstellt (act. G 1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juli 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Die psychiatrische Gutachterin des MGBB zeige schlüssig 

auf, gestützt auf welche Aspekte sie eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert habe. 

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Eine Persönlichkeitsstörung entwickle sich im Lauf der Kindheit und Adoleszenz. Es sei 

deshalb davon auszugehen, dass beim Versicherten bereits zum Zeitpunkt der 

Begutachtung durch Dr. L.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 40% gemäss dem MGBB-

Gutachten vorgelegen habe. Die Persönlichkeitsstörung liege seit dem 

Erwachsenenalter vor bzw. sei dann manifest geworden. Zusammen mit ungünstigen 

psychosozialen Faktoren habe das offenbar ab Juni 2012 zu einer dauernden 

Arbeitsunfähigkeit im Ausmass von 20% bzw. zu einer durchschnittlichen von 40% 

innert Jahresfrist geführt. Demnach sei der Beginn der Wartefrist mit einer 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% auf Juni 2012 zu legen (act. G 6).

B.c  In ihrer Replik vom 6. September 2017 macht die Beschwerdeführerin 

zusammenfassend ihrer Ansicht nach von der Beschwerdegegnerin nicht 

berücksichtigte wesentliche Sachverhaltselemente geltend. Weshalb eine erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit entgegen den Feststellungen der psychiatrischen Gutachterin 

bereits per Juni 2012 eingetreten sein soll, werde von der Beschwerdegegnerin weder 

aus medizinischer noch aus rechtlicher Sicht begründet. Die diagnostizierte Dysthymie 

sowie die Persönlichkeitsstörung hätten gemäss der MGBB-Gutachterin erst ab 

18. Dezember 2014 Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Anlässlich der 

MGBB-Begutachtung hätte eine laborchemische Prüfung des Alkoholkonsums 

vorgenommen werden müssen. Gestützt auf die Erkenntnisse der psychiatrischen 

MGBB-Begutachtung sei eine relevante Arbeitsunfähigkeit frühestens per Dezember 

2014 ausgewiesen. Ein allfälliger Rentenanspruch bestehe demnach frühestens per 

Dezember 2015 (act. G 8).

B.d Mit Schreiben vom 3. November 2017 gibt das Versicherungsgericht dem 

Versicherten Gelegenheit, bis zum 23. November 2017 eine Stellungnahme 

einzureichen und Einsicht in die Akten zu nehmen (act. G 10). Der beigeladene 

Versicherte lässt die Frist unbenutzt verstreichen (act. G 11).

Erwägungen

1.  

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1.1 Nach Art. 23 lit. a des Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) haben Anspruch auf Invalidenleistungen der 

Vorsorgeeinrichtung Personen, die im Sinne der IV zu mindestens 40 Prozent invalid 

sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, 

versichert waren. Die Versicherungspflicht endet mit der Auflösung des 

Arbeitsverhältnisses (Art. 10 Abs. 2 lit. b BVG). Für die Risiken Tod und Invalidität bleibt 

der Arbeitnehmer während eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses 

bei der bisherigen Vorsorgeeinrichtung versichert (Art. 10 Abs. 3 BVG; vgl. auch 

Art. 331a OR). Das Arbeitsverhältnis endete am 2. Juni 2013. Demnach blieb der 

Versicherte bis 2. Juli 2013 versichert (vgl. IV-act. 20-6 und Sachverhalt A.c.). Die 

Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, die Invalidität des Versicherten sei 

erst eingetreten, nachdem er nicht mehr bei ihr versichert gewesen sei.

1.2 Gemäss Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch 

die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung hat. Vorsorgeeinrichtungen haben nach der 

Rechtsprechung ein schutzwürdiges Interesse an der gerichtlichen Überprüfung einer 

rentenzusprechenden Verfügung der IV-Stelle, sofern und soweit diese für ihren 

Entscheid Bindungswirkung entfaltet (vgl. dazu U. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., 

Zürich 2015, Art. 49 Rz 76 und Art. 59 Rz 47 f.). Das Bundesgericht hat die gemäss 

seiner Rechtsprechung bestehende grundsätzliche Bindungswirkung des von einer IV-

Stelle festgelegten Invaliditätsgrades und des Beginns der einjährigen Wartezeit nach 

Art. 29 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) gestützt auf Art. 23 f. und 26 BVG jüngst bestätigt (BGE 133 V 69 E. 4.3.2; 

Urteil vom 16. November 2018, 9C_431/2018, E. 3.2). Nachdem die 

Beschwerdegegnerin den Beginn des Wartejahres auf Anfang Juni 2012 legte und dem 

Versicherten ab 1. Juni 2013 eine IV-Rente zusprach und dieser bis 2. Juli 2013 bei der 

Beschwerdeführerin versichert war, ist diese durch die angefochtene Verfügung direkt 

betroffen und an diese gebunden. Sie beantragt eine Abänderung des Dispositivs der 

angefochtenen Verfügung bezüglich des Rentenbeginns. Auf die Beschwerde ist daher 

einzutreten.

2.  

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2.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

2.2 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

3.  

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3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das MGBB-Gutachten sei unvollständig. Die 

psychiatrische Gutachterin hätte ihr Abweichen von der Einschätzung des 

Vorgutachters Dr. L.___ begründen müssen. Auch habe sie sich nicht damit 

auseinandergesetzt, dass der Versicherte sich weder einer durchgehenden adäquaten 

medizinischen Behandlung unterzogen noch eine adäquate medikamentöse 

Behandlung in Anspruch genommen habe. Obwohl Dr. L.___ darauf hingewiesen habe, 

dass ein übermässiger Alkoholkonsum sicher Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des 

Versicherten habe, sei weder im Vorfeld noch im Rahmen der Begutachtung eine 

aktuelle laborchemische Blutuntersuchung vorgenommen worden. Damit könne nicht 

abschliessend beurteilt werden, ob und inwiefern die vom Versicherten geltend 

gemachten Einschränkungen auf eine aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht 

relevante Alkoholabhängigkeit zurückzuführen seien. Die Angaben des Versicherten in 

der Psychiatrischen Klinik M.___ im Oktober 2014 hätten nicht den Tatsachen 

entsprochen, zumal die Laborwerte vom Juni 2014 einen pathologischen 

Alkoholkonsum aufgezeigt hätten (act. G 1, S. 14 ff.). Als weiterer Hinweis für ein 

Alkoholproblem sei der festgestellte Vitamin D-Mangel zu werten (act. G 8, S. 8). Der 

Versicherte gab anlässlich der Begutachtung durch Dr. L.___ an, er trinke am Abend 

ein Bier und vielleicht noch ein Glas Wein. Ein Alkoholproblem habe er nie gehabt 

(Fremdakten, act. 3-67, 74). Die im Rahmen dieser Begutachtung vorgenommene 

Laboruntersuchung deutete - gemäss Dr. L.___ - darauf hin, dass der Versicherte doch 

regelmässig höhere Mengen Alkohol konsumiere, womit ein problematischer 

Alkoholkonsum bestehe. Die Frage, ob eine Alkoholabhängigkeit bestehe, lasse sich 

nicht beantworten. Allerdings lasse sich ein entsprechender Verdacht nicht ausräumen 

(Fremdakten, act. 3-74 f.). Der Alkoholkonsum habe einen Einfluss auf die 

Leistungsfähigkeit des Versicherten, der Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit 

begründe aber keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 

(Fremdakten, act. 3-78). Da Abhängigkeitserkrankungen lediglich 

invalidenversicherungsrechtlich relevant sind, wenn sie Auswirkung einer ihrerseits 

relevanten Erkrankung sind oder wenn sie eine solche verursachen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. Mai 2014, 8C_906/2013, E. 2.2, mit weiteren Verweisen) - was 

Dr. L.___ mit seiner Aussage verneint - konnte der Gutachter die Auswirkungen des 

Alkoholkonsums für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausser Acht lassen.

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3.2 In der Psychiatrischen Klinik M.___ (Aufenthalt vom 20. Oktober bis 18. Dezember 

2014) schilderte der Versicherte, er habe in den letzten drei Jahren abends vermehrt 

getrunken, z.B. einen Schnaps oder bis zu zwei Flaschen Bier. Seit ca. einem Jahr 

ertrage er aber "nichts mehr" (IV-act. 92-3). Vordergründig war zu diesem Zeitpunkt 

eine schwere depressive Symptomatik vorhanden (IV-act. 92-4). Im Bericht wurde 

ausgeführt, aufgrund der Anforderungen im beruflichen und familiären Umfeld habe der 

Versicherte die seit längerem bestehenden Einschränkungen wegen der Alexithymie 

nicht mehr ausgleichen können und sei depressiv dekompensiert (IV-act. 92-5). Ein 

Bezug der psychopathologischen Befunde zum Alkoholkonsum wurde nicht hergestellt, 

so dass davon auszugehen ist, dass dieser nicht als relevant erachtet wurde. Im 

internistischen Teilgutachten des MGBB wurde bezüglich des Alkoholkonsums 

festgehalten, es hätten sich klinisch keine Hinweise für einen die Organe schädigenden 

Alkoholkonsum gefunden. Ein allfälliger Alkoholkonsum hätte keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. Des Weiteren hätten die Laboruntersuchungen vom 10. Februar 2015 

keine Hinweise für einen problematischen Alkoholkonsum ergeben (IV-act. 125-39). 

Auch in der psychiatrischen Begutachtung vom 20. November 2015 konnte die von 

Dr. L.___ festgestellte Störung durch Alkoholkonsum nicht bestätigt werden (IV-

act. 125-47). Der neurologische Gutachter hielt den angegebenen Alkoholkonsum für 

glaubhaft und moderat und verneinte eine Schädigung des Nervensystems infolge 

chronischen übermässigen Alkoholgebrauchs (IV-act. 125-41). In der 

neuropsychologischen Untersuchung liessen sich keine relevanten kognitiven 

Schwächen oder Defizite (mehr) erheben (IV-act. 125-44). Somit ist aufgrund der 

Befunde der Gutachter überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass zur Zeit der MGBB-

Begutachtung kein die Arbeits- oder Leistungsfähigkeit beeinträchtigender 

Alkoholkonsum (mehr) vorlag, und der Verzicht auf eine erneute laborchemische 

Untersuchung erscheint daher nachvollziehbar (vgl. auch Stellungnahme von RAD-Arzt 

Dr.med. R.___, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie vom 

19. Januar 2017, IV-act. 164-2). Selbst wenn ein gewisser Alkoholkonsum noch 

bestehen würde, hätte dieser nicht notwendigerweise einen negativen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. Überdies gab der Versicherte jeweils an, lediglich abends und nicht 

übermässig getrunken und kein Alkoholproblem zu haben.

3.3 In der Tagesklinik des Psychiatriezentrums I.___ (Besuch vom 11. März bis 31. Mai 

2013) wurden eine Alexithymie (nicht näher bezeichnete anhaltende affektive Störung, 

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ICD-10: F34.9) sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 

Episode (ICD-10: F33.0), diagnostiziert (IV-act. 31). Dr. L.___ diagnostizierte eine 

Dysthymie, da das Ausmass der depressiven Stimmung kaum je das Ausmass einer 

eigentlichen depressiven Episode erreicht habe (Fremdakten, act. 3-75; Gutachten vom 

30. Juli 2014). Eine zuvor im Raum stehende AD(H)S-Diagnose war nach Angeben des 

Versicherten durch Dr. S.___ schliesslich nicht bestätigt worden (Gutachten Dr. L.___, 

Fremdakten, act. 3-62, 66; vgl. auch IV-act. 64-8, wonach gemäss Dr.med. T.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein ADHS diagnostiziert worden 

war). In der Psychiatrischen Klinik M.___ (20. Oktober bis 18. Dezember 2014) wurden 

nebst der Alexithymie eine schwere depressive Episode und eine anhaltende affektive 

Störung diagnostiziert (ICD-10: F33.2; IV-act. 92-2). Die den Versicherten seit 5. Juli 

2012 behandelnde Dr. T.___ bestätigte gemäss Arztbericht vom 11. März 2013 (richtig: 

2015) die Diagnosen (anhaltende affektive Störung, Alexithymie; ICD-10: F33.2, 34.9; 

IV-act. 110). Die psychiatrische Gutachterin des MGBB diagnostizierte eine 

gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10: F33.0, IV-act. 125-45) und eine 

kombinierte Persönlichkeitsstörung vom schizoid ängstlich-vermeidenden Typ (ICD-10: 

F61.0). Es bestehe eine Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in 

mehreren Funktionsbereichen. Das auffällige Verhaltensmuster sei andauernd und 

gleichförmig, nicht episodisch, und tiefgreifend und in vielen persönlichen und sozialen 

Situationen eindeutig unpassend. Die Störung habe im Kindesalter begonnen und sich 

auf Dauer im Erwachsenenalter manifestiert. Sie führe zu deutlichem subjektivem 

Leiden und sei mit deutlichen Einschränkungen der beruflichen und sozialen 

Leistungsfähigkeit verbunden. Die Gutachterin zeichnet diese Kriterien anhand der 

Biografie und Krankengeschichte des Versicherten nach und folgert, insgesamt 

könnten typische Symptome einer schizoiden Persönlichkeitsstörung mit emotionaler 

Kühle, Distanziertheit und flacher Affektivität, eine geringe Fähigkeit, warme, zärtliche 

Gefühle oder gar Ärger anderen gegenüber zu zeigen, sowie eine übermässige Vorliebe 

für einzelgängerische Beschäftigungen festgestellt werden. Ausserdem bestehe ein 

Mangel an engen Freunden und vertrauensvollen Beziehungen sowie ein fehlender 

Wunsch nach solchen Beziehungen. Ausserdem leide der Versicherte unter 

andauernder Anspannung und Besorgtheit, unter der Überzeugung, selbst sozial 

unbeholfen, unattraktiv und minderwertig zu sein, und an einer ausgeprägten Sorge, in 

sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden. Er zeige eine Abneigung, sich 

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auf persönliche Kontakte einzulassen, und vermeide soziale und berufliche Aktivitäten, 

die zwischenmenschliche Kontakte voraussetzten aus Furcht vor Kritik, Missbilligung 

oder Ablehnung (IV-act. 125-46). Die bisher der Alexithymie zugeordneten Symptome 

seien im Rahmen einer paranoiden Persönlichkeitsstörung einzuordnen (IV-

act. 125-47). Die diagnostische Herleitung durch die psychiatrische Gutachterin 

erscheint in Anbetracht der geklagten Beschwerden und vorhandenen Akten schlüssig 

und nachvollziehbar.

3.4 Im Zusammenhang mit den nach dem strukturierten Beweisverfahren 

massgeblichen Indikatoren wird aus psychiatrischer Sicht ausgeführt, der Versicherte 

könne sich im Rahmen seiner psychischen Erkrankung grundsätzlich an Routinen und 

Regeln anpassen, planen und strukturieren. Aufgrund der affektiven Störung sei er 

vermindert entscheidungsfähig. Er könne die als Mechaniker erworbenen fachlichen 

Kompetenzen anwenden. Er sei krankheitsbedingt nicht durchsetzungsfähig und habe 

ein schlechtes Selbstbild, was seine Selbstbehauptung, seine affektive Belastbarkeit 

und seine Flexibilität einschränke. Er sei erhöht kränkbar und vermindert 

frustrationstolerant. Er reagiere mit einer Zunahme der depressiven Symptomatik, dem 

Gefühl der Wertlosigkeit sowie mit somatischen Symptomen (Kopf- und 

Rückenschmerzen), innerer Unruhe und erhöhter Gereiztheit. Seine Durchhaltefähigkeit 

sei reduziert. Aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung seien seine Kontaktfähigkeit zu 

Dritten und Gruppenfähigkeit stark vermindert. Die Fähigkeiten zu familiären und 

intimen Beziehungen und zu Spontanaktivitäten seien reduziert. Die Selbstpflege sei je 

nach affektiver Stimmungslage unterschiedlich. Berücksichtige man die durch die 

Störung der Persönlichkeitsentwicklung (vgl. IV-act. 125-38) und der durch die negative 

Wechselwirkung der vorhandenen Symptome (vgl. IV-act. 125-48) reduzierten 

Ressourcen, die Befunde, die subjektiven Angaben, die funktionellen Einschränkungen, 

die Indikatoren sowie Konsistenz und die zumutbare Willensanstrengung, liege beim 

Versicherten derzeit eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 

40% vor. Dem Versicherten sei es zuzumuten, (in seinem angestammten Beruf) als 

Mechaniker zu arbeiten. Die Arbeitssituation und das Arbeitsumfeld müssten jedoch 

angepasst sein. Der Versicherte sollte keinem Druck ausgesetzt sein, alleine oder in 

einer kleinen Gruppe arbeiten können und die Möglichkeit eines Rückzugs und 

bestenfalls einer freien Zeiteinteilung haben (IV-act. 125-53).

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3.5 Zusammenfassend ist das polydisziplinäre Gutachten vom 30. Januar 2016 

schlüssig und nachvollziehbar und berücksichtigt in psychiatrischer Hinsicht die 

massgeblichen Indikatoren. Die psychiatrische Untersuchung dauerte zweieinhalb 

Stunden (IV-act. 125-34; vgl. dazu Dr. L.___ gut eine Stunde, Fremdakten, act. 3-46). 

Aus neuropsychologischer, internistischer und neurologischer Sicht sind keine 

objektiven Gesichtspunkte ersichtlich oder werden geltend gemacht, die das 

Gutachten in Frage zu stellen vermöchten. Das Gutachten ist daher beweiskräftig und 

es ist darauf abzustellen.

4.  

4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, gemäss Gutachten der MGBB bestehe die 

attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40% erst seit Beendigung der Behandlung in der 

Psychiatrischen Klinik M.___ im Dezember 2014.

4.2 Das Eidgenössische Versicherungsgericht (seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts) entschied mit Urteil vom 22. Februar 2002, der 

Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit sei für die Vorsorgeeinrichtung von 

grosser Tragweite, indem der Eintritt der massgebenden Arbeitsunfähigkeit während 

des Arbeitsverhältnisses oder der Nachdeckungsfrist oft lebenslange Rentenleistungen 

auslöse. Dieser Zeitpunkt müsse daher hinlänglich ausgewiesen sein. Wenn im 

Arbeitsvertragsrecht bereits eine Arbeitsunfähigkeit von wenigen Tagen durch ein 

ärztliches Zeugnis oder auf andere Weise bewiesen werden müsse, dürfe hinsichtlich 

des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit mit viel 

weitreichenderen Folgen auf einen hinreichend klaren Nachweis nicht verzichtet 

werden (Urteil B 35/00, E. 1b). Notwendig für den Nachweis des Beginns der 

Arbeitsunfähigkeit ist also wie im Arbeitsvertragsrecht das Vorhandensein eines 

Arztzeugnisses (H.-U. Stauffer, Die berufliche Vorsorge, 3. Aufl., Zürich 2013, Art. 23 

BVG, S. 64).

4.3 Der Versicherte war vom 21. Februar bis 30. April 2012 und ab 6. Juni bis auf 

Weiteres zu 50% und ab Eintritt in die tageklinische Behandlung am 11. März 2013 bis 

31. Juli 2014 zu 100% krank geschrieben (vgl. Fremdakten act. 1-4 ff. und 

act. 3-121 ff.; FI-Gesprächsprotokoll RAD Dr. F.___ vom 3. Oktober 2012, IV-

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act. 15-1 f.). Die psychiatrische Gutachterin hielt fest, wann genau der 

Gesundheitsschaden aufgetreten sei, könne rückblickend nicht festgestellt werden, es 

müsse von einer schleichenden Entwicklung ausgegangen werden. Nach Aktenlage sei 

stets von einer Alexithymie sowie einer rezidivierenden depressiven Störung leichten 

bis schweren Grades ausgegangen worden (IV-act. 125-36). Unter Berücksichtigung 

der Aktenlage habe das Leiden 2008 begonnen und sei ab 2012 akut geworden, vor 

allem wegen der seit Februar 2012 anhaltenden mindestens 50%-igen 

Arbeitsunfähigkeit. Es müsse angenommen werden, dass in diesem Zeitpunkt auch die 

sozialen Kontakte zurückgegangen seien. Der Versicherte befinde sich seit 2011 bei 

seinem Hausarzt in antidepressiver medikamentöser Behandlung und habe eine 

psychiatrische Behandlung im Frühjahr 2012 begonnen (IV-act. 125-38). Er sei nicht 

durchgehend antidepressiv behandelt worden. Ab 2011 bis 2012 habe er Fluctine 

erhalten, subjektiv ohne deutliche Besserung der Symptomatik. Nach einer Umstellung 

auf Citalopram habe er dieses angeblich wegen Kopfschmerzen während einer 

beruflichen Integrationsmassnahme selbständig abgesetzt. Daraufhin habe sich eine 

Verschlechterung des Gesamtzustandes mit einer Zunahme der 

Konzentrationsschwäche, der Aufmerksamkeitsschwäche, der Reizbarkeit sowie mit 

einem verlangsamten Arbeitstempo gezeigt (IV-act. 125-36 f.). Dr. L.___ habe eine 

abweichende diagnostische Einschätzung vorgenommen und sei zu keiner 

krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit gekommen. Insgesamt müsse festgestellt 

werden, dass aufgrund der angegebenen objektiven Befunde und Diagnosen 

rückblickend die festgestellte Arbeitsunfähigkeit aus versicherungspsychiatrischer 

Sicht nicht vollumfänglich nachvollzogen werden könne (IV-act. 125-37). Demnach 

schliesst die psychiatrische Gutachterin einen übermässigen Alkoholkonsum als 

Ursache der Beschwerden nicht nur für den Zeitpunkt des Gutachtens, sondern auch 

rückwirkend, bereits für den Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. L.___, aus. Dieser 

Schluss ergibt sich auch aus der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. R.___ vom 

19. Januar 2017, indem er ausführt, nachdem ein aktueller Alkoholgebrauch die 

gutachterlich attestierte seelische Störung nicht überzeugend erkläre, hätten die 

bemängelte nicht abgeschlossene diagnostische Einordnung von Dr. L.___ und die 

nach seiner Ansicht nicht ausreichend gewürdigte Alkoholproblematik an Bedeutung 

verloren (IV-act. 164-3). Die Gutachterin hält weiter fest, es könne davon ausgegangen 

werden, dass seit der Entlassung aus der Psychiatrischen Klinik M.___ am 

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18. Dezember 2014 die psychiatrische Erkrankung derart beschrieben werde, dass 

seither eine invalidisierende Erkrankung bestehe, die die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit insgesamt zu 40% beeinträchtige (IV-act. 125-50). RAD-Arzt 

Dr. R.___ nahm hierzu Stellung, die Arbeitsunfähigkeit sei spätestens ab 20. Oktober 

2014 objektivierbar. Die Annahme eines Beginns der Arbeitsunfähigkeit schon im 

Februar 2012 sei mit Blick auf das spezifische Muster der gutachterlich festgestellten 

seelischen Störung aber durchaus mit überwiegender Wahrscheinlichkeit plausibel, da 

rein medizintheoretisch ein längerer Verlauf anzunehmen sei (IV-act. 164-3). Dies deckt 

sich auch mit der bereits vorstehend wiedergegebenen Einschätzung der 

psychiatrischen Gutachterin, dass das Leiden 2008 begonnen habe und ab 2012 akut 

geworden sei, was sich in der ab Februar 2012 attestierten durchgehenden 

Arbeitsunfähigkeit von 50% zeige (vgl. E. 4.3 vorstehend sowie IV-act. 125-38).

4.4 Gegenüber dem Gutachter Dr. L.___ schilderte der Versicherte, er sei vor etwa drei 

Jahren (also ca. Juni 2011) zum Hausarzt gegangen, da er sich abends müde und 

energielos gefühlt habe. Er habe Fluoxetin erhalten, welches er während etwa eines 

Jahres genommen habe und womit es ihm eine Weile besser ergangen sei. Der 

Hausarzt habe ihn an den Psychiater Dr. D.___ überwiesen. Dieser habe ihn ca. im 

Februar (2012) zu 50% krank geschrieben. Die wöchentliche Behandlung habe bis April 

gedauert, der Arzt habe keine Diagnose stellen können. Der Hausarzt habe ihn hierauf 

als arbeitsfähig erachtet. Darauf habe er den Hausarzt gewechselt zu Dr. F.___. Dieser 

habe ihn an Dr. T.___ überwiesen, wo er seit zwei Jahren in Behandlung sei. Er habe 

mehr als ein Jahr lang Citalopram eingenommen, dies aber wegen Kopfschmerzen und 

Schwindel abgesetzt. Seither nehme er ausschliesslich Relaxane (Fremdakten, 

act. 3-62; vgl. auch Austrittsbericht Psychiatriezentrum I.___ vom 10. Juni 2013, 

Fremdakten, act. 3-110 und Angaben neuropsychologische Begutachtung Dr. L.___, 

Fremdakten, act. 3-83 f., sowie Austrittsbericht Psychiatrische Klinik M.___ vom 

19. Januar 2015, IV-act. 92-4). Die Überweisung in die Tagesklinik Psychiatriezentrum 

I.___ erfolgte per 11. März 2013 zur psychischen Stabilisierung einer ausgeprägten 

depressiven Symptomatik unklarer Ätiologie und vor allem zur diagnostischen 

Abklärung (Fremdakten, act. 3-109 f.). Beurteilend wurde festgehalten, es sei davon 

auszugehen, dass die depressive Symptomatik aus einer seit dem adoleszenten Alter 

bestehenden alexithymen Problematik resultiere (Fremdakten, act. 3-111). Der Austritt 

erfolgte am 31. Mai 2013 bei leicht gebesserter depressiver Symptomatik. Bis zum 

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vorgesehenen Beginn eines Aufbautrainings im ersten Arbeitsmarkt am 1. August 2013 

wurde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Fremdakten, act. 3-112). Im 

Gespräch mit der Eingliederungsverantwortlichen am 26. Juni 2013 und telefonisch am 

4. Juli 2013 berichtete der Versicherte, es gehe ihm besser. Er mache sich Gedanken 

über einen Arbeitsversuch bei einem Bekannten und habe "zuviel zu tun" (IV-act. 35-4). 

Das Arbeitstraining dauerte effektiv vom 21. Oktober 2013 bis 17. April 2014. Das 

50%-ige Pensum wurde ab 3. Februar 2013 um zusätzliche zwei Nachmittagsstunden 

wöchentlich gesteigert. Der Versicherte konnte kein für den ersten Arbeitsmarkt 

genügendes Arbeitstempo erreichen (Abschlussbericht Arbeitstraining, IV-act. 62). Das 

Arbeitstraining wurde wegen verstärkter Kopfschmerzen bzw. wegen zunehmendem 

Druck aufgrund von Gesprächen vorzeitig abgebrochen (Verlaufsprotokoll 

Eingliederungsberatung, IV-act. 64-8 f.). Der Versicherte führte anlässlich der 

psychiatrischen Begutachtung am 20. November 2015 aus, er habe im Februar 2014 

Dauerkopfschmerzen gehabt und die Medikamente abgesetzt. Danach sei es ihm 

schlechter ergangen (IV-act. 125-30). Anlässlich seiner gutachterlichen Exploration am 

6. Juni 2014 konnte Dr. L.___ keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit feststellen 

(Fremdakten, act. 3-78). Beim Eintritt in die Psychiatrische Klinik M.___ am 20. Oktober 

2014 berichtete der Versicherte, er leide seit einem Jahr unter starken Depressionen. Er 

grüble viel, gerate in Anspannung und komme im Alltag nicht mehr zurecht. Er nehme 

sich als deutlich verlangsamt und überfordert wahr. Er frage sich, was mit ihm los sei, 

und hoffe auf eine diagnostische Klärung während der stationären Behandlung (IV-

act. 92-2). Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung am 20. November 2015 

äusserte der Versicherte später, er habe (offenbar nach Beendigung des 

Arbeitstrainings) eine Arbeitsstelle mit einem Pensum von 50% suchen wollen. Die 

Bewerbung sei für ihn sehr stressig gewesen, so dass es ihm sehr schlecht ergangen 

sei. Er sei sehr betrübt und antriebsarm gewesen, ohne Zukunftsperspektiven, so dass 

er in die Psychiatrische Klinik M.___ eingetreten sei (IV-act. 125-30). An aktuellen 

Symptomen berichtete er von einer "schlechten Konzentration", welche er seit 

vergangenem Sommer wahrnehme, sowie dem "Gefühl, nicht ganz hier zu sein". 

Dieses habe sich während des Aufenthaltes in der Tagesklinik noch verstärkt. 

Schwierigkeiten in der Konzentration nehme er insofern wahr, als dass ihm die Planung 

von Arbeitsabläufen schwerfalle (Austrittsbericht vom 19. Januar 2015, IV-act. 92-3). 

Der Versicherte zeigte gemäss durch die Psychiatrische Klinik erhobenem Befund eine 

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deutliche formale Denkstörung; das Denken war verlangsamt, umständlich. Inhaltlich 

war er eingeengt auf die Frage der Diagnosestellung und beschrieb 

Depersonalisationserleben im Sinne einer Ich-Störung (IV-act. 92-4). Der 

psychiatrischen Gutachterin gegenüber beklagte er am 20. November 2015, er sei 

niedergeschlagen, antriebslos und sehr erschöpft. Er könne auch aktuell nicht arbeiten. 

Sobald er unter Druck gerate, verspüre er eine Blockade, Kopfschmerzen und -druck, 

Verspannungen und Bauchschmerzen. Bei Arbeiten, bei denen er viel studieren müsse, 

benötige er viele Pausen. Er könne sich lediglich eine Arbeit vorstellen, bei der er 

"friedlich seine Sachen erledigen könne". Er helfe zu Hause im Haushalt oder im 

elterlichen Landwirtschaftsbetrieb. Er sei gereizt, innerlich unruhig, gleichzeitig aber 

müde und erschöpft (IV-act. 125-31). Seit Sommer 2015 sei er nicht mehr in 

psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung (IV-act. 125-32).

4.5 Aus den Angaben des Versicherten geht hervor, dass sich sein psychischer 

Zustand insbesondere während des Arbeitstrainings Anfang 2014 und vor dem Eintritt 

in die Psychiatrische Klinik M.___ im Oktober 2014 verschlechtert hatte. Das Gutachten 

von Dr. L.___ deutet auf eine zwischenzeitliche Verbesserung des 

Gesundheitszustandes hin. Zuvor liegen eine schlüssig begründete Diagnose und 

Arbeitsfähigkeitsschätzung zwar nicht vor. Der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung 

ist jedoch immanent, dass sie seit der Jugend bzw. Adoleszenz besteht (vgl. H. Dilling/

H.J. Freyberger, Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, 

7. Aufl., Bern 2014, S. 235). Auch hatte der Versicherte offenbar bereits in den Jahren 

2008 und 2009 unter Inkaufnahme einer Lohneinbusse sein Arbeitspensum reduziert. 

Gesamtbetrachtend ergibt sich gemäss dem Gesagten aus den Berichten der 

Behandler, den Schilderungen des Versicherten, dem MGBB-Gutachten sowie der 

RAD-Einschätzung ein stimmiges Bild der gesundheitlichen Entwicklung des 

Versicherten bzw. von dessen Arbeitsfähigkeit. Die abweichende Einschätzung von 

Dr. L.___ lässt sich mit einer vorübergehenden Verbesserung des 

Gesundheitszustandes, welche beim ausgewiesen schwankenden Gesundheitszustand 

des Versicherten nicht aussergewöhnlich ist, ausreichend begründen. Zudem hat er 

übereinstimmend mit der psychiatrischen MGBB-Gutachterin eine Dysthymie 

festgestellt und lediglich einen Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit geäussert. 

Überdies sind die bereits ab 2012 attestierten Arbeitsunfähigkeiten gemäss 

entsprechenden Arztberichten durchaus nachvollziehbar und auch die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Arbeitserprobung zeigte keine höhere Arbeitsfähigkeit (IV-act. 31-1 ff., 62, 92). 

Nachdem dem Versicherten vom 20. Februar bis 30. April 2012 und anschliessend ab 

dem 2./6. Juni 2012 wiederum andauernde Arbeitsunfähigkeiten attestiert worden 

waren, hat die IV-Stelle den Beginn des Wartejahres zu Recht auf Anfang Juni 2012 

und somit den Rentenbeginn auf den 1. Juni 2013 festgesetzt. Die angefochtene 

Verfügung ist folglich korrekt.

5.  

5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen und durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss 

von Fr. 600.-- gedeckt. Die Beschwerdeführerin hat als mit öffentlich-rechtlichen 

Aufgaben betraute Versicherung keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. 

BGE 126 V 143 E. 4a).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  

Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.06.2019
	Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, Ablauf Wartejahr und Rentenbeginn. Auswirkung der invalidenversicherungsrechtlichen Festlegung des Rentenbeginns für die Frage, ob auf die Beschwerde einer Vorsorgeeinrichtung einzutreten ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Juni 2019, IV 2017/96).

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