# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b42b958-071a-5d88-aeb4-5656cf152367
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.02.2014 B-2724/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2724-2012_2014-02-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-2724/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  F e b r u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Vito Valenti, Richter Ronald Flury,    

Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. 

 

 
 

Parteien 

 
X._______,  

vertreten durch Rechtsanwalt Samuel Mäder,  

Stadelmann & Mäder Rechtsanwälte,  

'_______', 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente (Rentenanspruch). 

 

 

B-2724/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

X._______, geboren am '_______' 1957, verheiratet und Mutter einer 

Tochter, ist niederländische und schweizerische Staatsangehörige und 

wohnt in Österreich. Die ausgebildete Pflegehelferin war vom 1. Februar 

2001 bis am 31. Juli 2007 bei der Spitex A._______ für hauswirtschaftli-

che und pflegerische Tätigkeiten angestellt, seit dem 1. September 2004 

in einem Pensum von ungefähr 50 % (IV-act. 38). X._______ entrichtete 

in dieser Zeit Beiträge an die Schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenversicherung (AHV/IV).  

Danach war X._______ vom 17. September 2007 bis am 30. September 

2010 in einem Pensum von rund 50 % beim Hilfswerk B._______ (Öster-

reich) als Pflegehelferin in der mobilen Hauskrankenpflege tätig, wobei 

der letzte effektive Arbeitstag der 21. Juli 2010 war (IV-act. 18).  

B.  

Die österreichische Pensionsversicherungsanstalt, Landesstelle Kärnten, 

meldete X._______ am 22. September 2010 als heimatlicher Versiche-

rungsträger bei der schweizerischen Invalidenversicherung zum Renten-

bezug an (EU-Formular E 204 "Bearbeitung eines Antrags auf Invaliditäts-

rente" von dato, IV-act. 4). Am 28. September 2010 (IV-act. 7) reichte der 

heimatliche Versicherungsträger das EU-Formular E 207 "Angaben über 

den Beschäftigungsverlauf des Versicherten" vom 22. September 2010 

(IV-act. 6) und Mitte Oktober 2010 (IV-act. 9) das EU-Formular E 205 

"Bescheinigung des Versicherungsverlaufs in Österreich" vom 14. Okto-

ber 2010 (IV-act. 8) nach. 

C.  

Am 12. November 2010 beschied die Pensionsversicherungsanstalt 

X._______, dass ihr Antrag vom 21. September 2010 auf Gewährung ei-

ner Berufsunfähigkeitspension abgelehnt werde, weil Berufsunfähigkeit 

nicht vorliege (IV-act. 12). Nachdem X._______ dagegen Klage einge-

reicht hatte, gab ihr am 25. Mai 2011 dieselbe Pensionsversicherungsan-

stalt bekannt, vorläufig rückwirkend vom 1. Oktober 2010 bis am 30. Sep-

tember 2011 (Berufsunfähigkeits-)Pensionsleistungen zu gewähren (IV-

act. 42). 

D.  

Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA; nachfolgend auch: Vorin-

stanz) holte derweil Auskünfte bei den letzten beiden Arbeitgebern der 

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Seite 3 

Versicherten (Fragebogen für den Arbeitgeber vom 1. Februar 2011 [IV-

act. 18] und vom 27. April 2011 [IV-act. 38]) sowie bei der Versicherten 

selbst (Versichertenfragebogen vom 25. Februar 2011 [IV-act. 18] und 

Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten vom 14. März 2011 

[IV-act. 27]) ein. Mit Bescheid vom 1. September 2011 teilte die österrei-

chische Pensionsversicherungsanstalt X._______ mit, dass die bis 

30. September 2011 befristet zuerkannte Berufsunfähigkeitspension bis 

am 30. September 2012 weitergewährt werde (IV-act. 62), und reichte der 

IVSTA ebenfalls am 1. September 2011 je ein neuerliches EU-Formular 

E 204 und E 205 zu den Akten (IV-act. 59-60). Darauf stellte die IVSTA 

der Versicherten mit Vorbescheid vom 8. November 2011 die Abweisung 

des Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 69). Nachdem X._______ 

dagegen am 30. Dezember 2011 Einwand erhoben hatte (IV-act. 75), ver-

fügte die IVSTA am 16. April 2012 wie angekündigt (IV-act. 78). 

E.  

Hiergegen erhob X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 

16. Mai 2012 Beschwerde mit dem folgenden Rechtsbegehren: 

"1. Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 16. April 2012 sei aufzuhe-

ben und es sei der Beschwerdeführerin eine nach Durchführung des 

Beweisverfahrens, insbesondere nach Durchführung einer stationären 

polydisziplinären medizinischen Untersuchung durch einen von den 

staatlichen Behörden unabhängigen Gutachter, zu beziffernde IV-Rente 

von mindestens einer Viertelsrente zuzusprechen. 

2. Eventualiter sei die Sache – mit der Auflage, eine stationäre polydiszipli-

näre medizinische Untersuchung durch einen von den staatlichen Be-

hörden unabhängigen Gutachter durchführen zu lassen – zur Festlegung 

einer IV-Rente an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz." 

Die Beschwerdeführerin legte ihrer Beschwerde mehrere medizinische 

Berichte bei. 

F.  

Am 13. Juli 2012 reichte die Beschwerdeführerin dem Gericht einen me-

dizinischen Bericht von Dr. C._______ vom 14. Mai 2012 nach. 

G.  

Die österreichische Pensionsversicherungsanstalt beschied der Be-

schwerdeführerin am 2. August 2012, dass die bis am 30. September 

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Seite 4 

2012 befristet zuerkannte Berufsunfähigkeitspension unbefristet für die 

weitere Dauer der Berufsunfähigkeit weitergewährt werde. 

H.  

Mit Eingabe vom 17. August 2012 stellte die Beschwerdeführerin dem 

Bundesverwaltungsgericht den Bescheid der österreichischen Pensions-

versicherungsanstalt vom 2. August 2012 zu. 

I.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 19. September 

2012 die Abweisung der Beschwerde. 

J.  

In ihrer Replik vom 10. Dezember 2012 hielt die Beschwerdeführerin an 

ihren Beschwerdeanträgen vollumfänglich fest. 

K.  

Mit unaufgefordertem Schreiben vom 11. Dezember 2012 reichte die Be-

schwerdeführerin dem Gericht ein ärztliches Zeugnis von Dr. med. 

D._______, Praktischer Arzt und Arzt für Allgemeinmedizin, vom 10. De-

zember 2012 nach. 

L.  

In ihrer Duplik vom 4. Januar 2013 hielt die Vorinstanz an ihrem Antrag 

auf Beschwerdeabweisung fest. 

M.  

Die Beschwerdeführerin liess dem Gericht am 1. Mai 2013 erneut unauf-

gefordert ein Schreiben zukommen, mit welchem sie vier weitere medizi-

nische Berichte zu den Akten reichte. 

N.  

Mit Eingabe vom 8. Mai 2013 verzichtete die Vorinstanz unter Festhalten 

an den bisherigen Anträgen auf eine Stellungnahme. 

O.  

Am 16. Mai 2013 stellte die Beschwerdeführerin dem Gericht wiederum 

ohne vorangehende Aufforderung ein weiteres Schreiben zu. Die Vorin-

stanz äusserte sich zu diesem Schreiben nicht. 

P.  

Mit ihrer abermals unaufgefordert eingereichten Eingabe vom 3. Juni 

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Seite 5 

2013 reichte die Beschwerdeführerin zwei weitere medizinische Berichte 

nach. Diese Eingabe wurde der Vorinstanz mit Verfügung vom 5. Juni 

2013 zur Kenntnis gebracht. 

Q.  

Mit Schreiben vom 10. Januar 2014 übermittelte die Beschwerdeführerin 

dem Gericht ein weiteres Mal unaufgefordert einen ärztlichen Bericht. 

R.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-

versicherung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle 

für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 

liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurtei-

lung der Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-

verfahren (VwVG; SR 172.021) findet keine Anwendung in Sozialversi-

cherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

anwendbar ist (Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG). Nach Art. 1 Abs. 1 IVG finden die 

Vorschriften des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a bis 26
bis IVG 

und Art. 28 bis 70 IVG) Anwendung, soweit das IVG nicht ausdrücklich 

eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände-

rung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist 

(vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

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Seite 6 

1.4 Die Beschwerdeführerin hat frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG; vgl. 

auch Art. 50 und Art. 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Nachdem auch der 

Verfahrenskostenvorschuss innert Frist geleistet wurde, ist auf das ergrif-

fene Rechtsmittel einzutreten. 

2.  

2.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-

brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Un-

angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

2.1.1 Die Beschwerdeführerin begründet ihre Beschwerde vom 16. Mai 

2012 im Wesentlichen damit, die Vorinstanz habe ihren Entscheid vollum-

fänglich auf die Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 

abgestützt, welcher zwar zu Recht eine Arbeitsfähigkeit im bisherigen Tä-

tigkeitsbereich verneint, aber sowohl in Bezug auf die Betätigung im Auf-

gabenbereich wie auch auf die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

keine eigenen Untersuchungen angestrengt habe. Die medizinischen Un-

terlagen würden keine rentenausschliessende Erwerbstätigkeit in adap-

tierter Tätigkeit ausweisen. Vorliegend ergebe sich nur durch eine zeitlich 

und örtlich konzentrierte stationäre Begutachtung ein verlässliches und 

aussagekräftiges Resultat, wobei die polydisziplinäre Abklärung administ-

rativ wie finanziell neutral erfolgen müsse. Täglich sei fraglich, wie die von 

der Vorinstanz bzw. dem RAD Rhone ermittelte mögliche Betätigungsfä-

higkeit im Haushalt von 82.5 % zu bewerkstelligen sei. Die von der Vorin-

stanz angeführten Verweistätigkeiten erwiesen sich wegen der fehlenden 

nötigen fachlichen Ausbildungen, der körperlichen Beeinträchtigungen 

und des fortgeschrittenen Alters als illusorisch. Der Anspruch auf eine 

nachvollziehbare Begründung sei verletzt, und die Abklärungen des RAD 

Rhone bzw. die vorhandenen medizinischen Unterlagen seien unvoll-

ständig. Anlässlich ihrer nachgereichten Eingabe vom 17. August 2012 

äussert die Beschwerdeführerin, der österreichische unbefristete Renten-

entscheid stelle ein weiteres gewichtiges Indiz dar, dass die von der Vor-

instanz bislang durchgeführten ärztlichen Untersuchungen nicht ausreich-

ten.  

In ihrer Replik vom 10. Dezember 2012 führt die Beschwerdeführerin we-

sentlich aus, es sei widersprüchlich, dass Dr. E._______ in den neu ein-

geholten Stellungnahmen zum Ergebnis gelange, dass eine absolute 

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Wirbelkanalstenose C4-C7 und chronische Rückenschmerzen bestün-

den, aber dennoch eine vollständige Arbeitsfähigkeit zuzumuten sei. Die 

eingeschränkte Beweglichkeit, die Gangunsicherheit und die Kraft- und 

Gefühllosigkeit in beiden Händen und Beinen machten eine allenfalls the-

oretisch noch bestehende Arbeitsleistung völlig illusorisch. Der RAD-Arzt 

habe wiederum keinerlei Untersuchungen vorgenommen. Die Vorinstanz 

unterschlage die trotz der vereinzelten Verbesserungen verbleibenden 

Beschwerden, namentlich die persistierenden chronischen Rücken-

schmerzen, die Gefühls- und Kraftlosigkeit in den Händen und Beinen 

und die Gang- und Greifunsicherheit.  

Im Rahmen ihres Schreibens vom 1. Mai 2013 weist die Beschwerdefüh-

rerin darauf hin, dass sich die Wirbelsäulenprobleme insbesondere in Ko-

ordinationsstörungen sowie in motorischen Störungen beider Hände ma-

nifestierten. Diese Störungen träten zu den von der Vorinstanz anerkann-

ten Beschwerden hinzu und machten nach wie vor eine allenfalls theore-

tisch noch bestehende Arbeitsleistung völlig illusorisch. In ihrem Schrei-

ben vom 16. Mai 2013 betont die Beschwerdeführerin, die eingereichten 

ärztlichen Untersuchungsberichte und Gutachten stellten klar, dass 

grundsätzlich keine Erwerbstätigkeit zugemutet werden könne. In ihrer 

Eingabe vom 3. Juni 2013 insistiert die Beschwerdeführerin, dass die be-

stehenden sowie die neu hinzugetretenen Beschwerden eine allenfalls 

theoretisch vorhandene Arbeitsleistung völlig illusorisch machten. 

2.1.2 Als Begründung der angefochtenen Verfügung führt die IVSTA an, 

es handle sich um eine Gesundheitsbeeinträchtigung, die seit dem 7. Ok-

tober 2010 in der Tätigkeit als Pflegehelferin (in der mobilen Hauskran-

kenpflege) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % verursache. Die Ausübung 

einer leichteren, dem Gesundheitszustand besser angepassten Tätigkeit 

wäre möglich, sofern es sich z.B. nur um eine vollzeitige leichte Tätigkeit 

in wechselnder Position unter Vermeidung längerer vornübergeneigter 

Körperhaltung, ohne Körperrotationen und Vibrationen sowie ohne Heben 

von Gewichten über 10 kg handle. Die Arbeitsunfähigkeit bei der Aus-

übung einer angepassten Tätigkeit betrage 0 % ab dem 17. Oktober 

2010, 100 % ab dem 7. Februar 2011 und 0 % ab dem 7. August 2011 mit 

einer Erwerbseinbusse von 37 % ab dem 17. Oktober 2010, von 100 % 

ab dem 7. Februar 2011 und von 37 % ab dem 7. August 2011. Die Betä-

tigung im bisherigen Aufgabenbereich sei zu 82 % zumutbar. Daraus er-

gebe sich ein Invaliditätsgrad von 28 % ab dem 17. Oktober 2010. Bei der 

Berechnung des Invalideneinkommens sei ein Abzug von 20 % vorge-

nommen worden. Damit werde den behinderungsbedingten Einschrän-

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Seite 8 

kungen, dem Alter und der Ausbildung der Beschwerdeführerin Rechnung 

getragen. Da die Gesundheitsbeeinträchtigungen genügend dokumentiert 

seien, erübrigten sich neue medizinische Untersuchungen.  

In ihrer Vernehmlassung verweist die Vorinstanz auf die Stellungnahmen 

ihres ärztlichen Dienstes vom 16. August 2012 und 30. August 2012, den 

Einkommensvergleich vom 13. Oktober 2011 (IV-act. 68), die ärztliche 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Haushalt (Stellungnahme des RAD 

Rhone vom 22. September 2011, IV-act. 65 S. 3) sowie die angefochtene 

Verfügung.  

In ihrer Duplik verweist die Vorinstanz auf die Stellungnahme des eigenen 

ärztlichen Dienstes vom 28. Dezember 2012. Ihren Verzicht vom 8. Mai 

2013 auf eine Stellungnahme begründet die Vorinstanz damit, dass der 

Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung die zeitliche Grenze 

der richterlichen Prüfung der Sach- und Rechtslage im Beschwerdever-

fahren bilde. 

2.1.3 Im vorliegenden Verfahren ist somit streitig und vom Bundesverwal-

tungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz das Leistungsbegehren der Be-

schwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat und in diesem Zusammen-

hang insbesondere, ob die Vorinstanz den Sachverhalt rechtsgenüglich 

abgeklärt und gewürdigt hat. 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist indessen gemäss dem Grundsatz 

der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der 

Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-

heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI, 

in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40). 

3.  

3.1 Die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung in Öster-

reich wohnhaft gewesene Beschwerdeführerin besitzt die Schweizer 

Staatsbürgerschaft, weshalb sich ihr Anspruch auf Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung ausschliesslich nach schweizeri-

schem Recht richtet. Demnach bestimmt sich die Frage, ob und gegebe-

nenfalls ab wann ein Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Inva-

lidenversicherung gegeben ist, allein aufgrund der schweizerischen 

Rechtsvorschriften. Insbesondere besteht für die rechtsanwendenden 

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Behörden in der Schweiz keine Bindung an Feststellungen und Entschei-

de ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und 

Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 

253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). 

Vielmehr unterstehen die aus dem Ausland stammenden Beweismittel der 

freien Beweiswürdigung durch das Gericht (vgl. Urteil des Eidgenössi-

schen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 11. De-

zember 1981 i.S. D. und BGE 125 V 351 E. 3a). 

3.2  

3.2.1 In zeitlicher Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass Rechts- und 

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er-

lasses der streitigen Verfügung (hier: 16. April 2012) eintraten, im vorlie-

genden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind (vgl. 

BGE 130 V 329, 130 V 138 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b sowie 129 V 1 E. 1.2, 

je mit Hinweisen). Denn das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Be-

urteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Er-

lasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver-

ändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs-

verfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). In zeitlicher Hinsicht sind daher 

grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, die bei 

der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung hatten (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Dabei ist ein all-

fälliger Leistungsanspruch für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund 

der bisherigen sowie ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu 

prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 

3.2.2 Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene 

schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der ange-

fochtenen Verfügung vom 16. April 2012 in Kraft standen; weiter aber 

auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streitigen Verfü-

gung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang sind. Da sich der 

allenfalls anspruchsbegründende Sachverhalt im Zeitraum Juli 2010 (letz-

ter effektiver Arbeitstag) bis April 2012 (Erlass der angefochtenen Verfü-

gung) zugetragen hat, ist vorliegend entsprechend grundsätzlich auf die 

materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 

1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der Fassung 

gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-

Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Zudem sind die 

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mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision am 1. Januar 2012 

in Kraft getretenen Änderungen des IVG und der IVV (IV-Revision 6a; 

IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fas-

sung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]) zu beachten, soweit diese 

einschlägig sind. 

3.2.3 Da die 5. IV-Revision für die Invaliditätsbemessung keine substan-

ziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 

gewesenen Rechtslage brachte, ist bezüglich der entsprechenden Nor-

men die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiter-

hin massgebend (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_373/2008 vom 

28. August 2008 E. 2.1). 

3.2.4 Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 

2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, 

SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar-

beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7) sowie der Invalidität 

(Art. 8) entsprechen den bisherigen von der Rechtsprechung zur Invali-

denversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 

V 343 E. 3.1 ff.). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des 

IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006, der IVV und der ATSV vom 

28. September 2007 (5. IV-Revision [AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155], 

in Kraft seit 1. Januar 2008), des IVG und des ATSG vom 18. März 2011 

sowie der IVV und der ATSV vom 16. November 2011 (IV-Revision 6a 

[AS 2011 5659 bzw. AS 2011 5679], in Kraft seit 1. Januar 2012) nichts 

geändert, weshalb im Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen 

verwiesen wird. 

4.  

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 7, 8, 16 ATSG; Art. 4, 28, 

28a, 29 IVG) und beim Versicherungsfall während mindestens dreier Jah-

re (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung geleistet hat. Diese beiden Bedingungen müssen kumu-

lativ erfüllt sein.  

Vorliegend sind die beitragsmässigen Voraussetzungen für den Bezug ei-

ner ordentlichen Invalidenrente erfüllt. Zu prüfen bleibt damit, ob und ge-

gebenenfalls ab wann und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin 

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Seite 11 

im rechtsrelevanten Zeitraum als invalid im Sinne des Gesetzes zu be-

trachten ist. 

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 

IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursach-

te und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende 

länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt bzw. der 

Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invali-

ditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesund-

heitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirt-

schaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Ein-

schränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; 

vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Rz. 7 zu 

Art. 8). 

4.3  

4.3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versi-

cherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-

reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). 

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von min-

destens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem In-

validitätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente sowie 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Vier-

telsrente. 

4.3.2 Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entspre-

chen, werden jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 

und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was 

laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine besondere Anspruchsvor-

aussetzung darstellt (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem 

Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsange-

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Seite 12 

hörige der Europäischen Union (EU), denen bereits ab einem Invaliditäts-

grad von 40 % eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitglied-

staat der EU Wohnsitz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG) – was vorliegend der 

Fall ist. 

4.4  

4.4.1 Je nachdem, ob der Versicherte als (teil-)erwerbstätig oder nichter-

werbstätig einzustufen ist, unterscheidet sich die anzuwendende Methode 

der Invaliditätsgradbemessung (allgemeine Methode des Einkommens-

vergleichs bei Erwerbstätigen, gemischte Methode bei Teilerwerbstätigen 

oder spezifische Methode des Betätigungsvergleichs bei Nichterwerbstä-

tigen [vgl. Art. 8 Abs. 3 und Art. 16 ATSG, Art. 5 Abs. 1 IVG in der seit dem 

1. Januar 2004 geltenden Fassung sowie Art. 28a IVG in der seit dem 

1. Januar 2008 geltenden Fassung]). Dabei ist in zeitlicher Hinsicht je-

weils auf die Verhältnisse bei Entstehen des hypothetischen Rentenan-

spruchs abzustellen. 

4.4.2 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unent-

geltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für 

diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie dane-

ben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätig-

keit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der 

Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-

ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 

festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in 

beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode 

der Invaliditätsbemessung). 

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 

ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 

die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zu-

gemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Die – ar-

beitsmedizinische – Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich 

dazu zu äussern, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen 

oder geistigen Funktionen leidensbedingt eingeschränkt ist. 

B-2724/2012 

Seite 13 

4.6  

4.6.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. 

4.6.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und 

Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 

I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 

E. 3a). 

4.6.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner – bzw. finanziell von 

der Versicherung abhängiger – Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern die 

Berichte/Gutachten als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver-

lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-

lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Auskünfte der behandelnden 

Ärzte sind wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Pati-

enten mit angemessenem Vorbehalt zu würdigen (vgl. BGE 125 V 351 

E. 3b/cc). 

4.6.4 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 

sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforde-

rungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

B-2724/2012 

Seite 14 

folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-

scheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hin-

weisen). 

4.7 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Verwal-

tungsbehörden und Sozialversicherungsgericht haben aber zusätzliche 

Abklärungen nur dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu 

aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergeben-

der Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a 

mit Hinweis; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

I 520/99 vom 20. Juli 2000). 

5.  

5.1 Da in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 

(100 % seit dem 7. Oktober 2010) Einigkeit unter den Parteien besteht, ist 

in medizinischer Hinsicht vornehmlich die Arbeitsunfähigkeit in einer lei-

densangepassten Tätigkeit und im Aufgabenbereich Haushalt zu prüfen. 

5.2 Die Vorinstanz berief sich für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin auf die Stellungnahme der Ärztin des RAD Rhone, 

Dr. F._______, Ärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 

22. September 2011 (vgl. angefochtene Verfügung vom 16. April 2012, 

S. 2 f.). Diese Stellungnahme (IV-act. 65) stützt sich ihrerseits auf die 

medizinischen Unterlagen, die sich dato in den vorinstanzlichen Akten be-

fanden. Aus diesen Unterlagen geht im Wesentlichen Folgendes hervor: 

5.2.1 Dr. G._______, Facharzt für Physikalische Medizin, diagnostizierte 

in seinem ärztlichen Gutachten vom 8. Oktober 2010 (IV-act. 10) zuhan-

den der österreichischen Pensionsversicherungsanstalt als Hauptursache 

der Minderung der Erwerbsfähigkeit ein Zervikalsyndrom bei radiologisch 

nachgewiesenem Bandscheibenvorfällen in Höhe C5/6 und C6/7 sowie 

eine rezidivierende Lumbalgie bei beginnend degenerativen Veränderun-

gen der Lendenwirbelsäulen-Segmente L4 und L5 sowie L5/S1 (S. 2). 

Ständiges Sitzen sowie überwiegendes Stehen und Gehen seien als Ar-

beitshaltungen möglich. Die Hebe- und Trageleistungen seien mit über-

wiegend bis fallweise mittelschwer zu limitieren. Zwangshaltungen über 

Kopf sollten im Arbeitsprozess nicht enthalten sein, alle übrigen Zwangs-

B-2724/2012 

Seite 15 

haltungen nur fallweise. Maschinen mit Vibrationsbelastungen seien zu 

meiden (S. 3). Leichte körperliche Belastung sei ständig, mittlere und 

schwere hingegen nur überwiegend zumutbar. Auch höhenexponierte, 

allgemein exponierte Tätigkeiten – insbesondere solche in Kälte, Nässe, 

Hitze oder Staub –, leichte Hebe- und Trageleistungen, Fein- und Grob-

arbeiten sowie Tätigkeiten mit erforderlicher Fingerfertigkeit bzw. der 

rechten Gebrauchhand seien lediglich überwiegend möglich. Mittelschwe-

re Hebe- und Trageleistungen, vorgebeugte, gebückte, kniende und ho-

ckende Zwangshaltungen seien fallweise zumutbar (S. 4). 

5.2.2 Dr. H._______, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, diagnosti-

zierte in seinem ärztlichen Gutachten vom 14. Oktober 2010 (IV-act. 11) 

zuhanden der österreichischen Pensionsversicherungsanstalt als Haupt-

ursache der Minderung der Erwerbsfähigkeit ein unklares Wirbelödem 

lumbosakral links mit Reizerscheinungen in lumbal 5 und einen Hinweis 

auf eine segmentale Störung sakral 1 und L3/4 links (ICD-10 M54). Die 

motorische Belastbarkeit des linken Beines sei gering herabgesetzt 

(S. 3). Eine stehende oder gehende Arbeitshaltung, leichte körperliche 

Belastung, leichte Hebe- und Trageleistungen, Arbeiten in Nässe oder 

Staub, Fein- und Grobarbeiten sowie Tätigkeiten mit erforderlicher Finger-

fertigkeit bzw. mit der rechten Gebrauchhand seien überwiegend zumut-

bar. Allgemein exponierte Tätigkeiten, Zwangshaltungen überkopf, vor-

gebeugt, gebückt und andere nichtkniende bzw. nichthockende Zwangs-

haltungen seien bloss fallweise möglich (S. 4). 

5.2.3 Dr. I._______, Facharzt für Orthopädie, schrieb in seinem ärztlichen 

Attest vom 12. Januar 2011 (IV-act. 20), aufgrund des chronischen 

Schmerzgeschehens mit Lumboischialgie links bei Diskusprolaps Len-

denwirbelkörper(LWK)4/5 sowie LWK5/Sakralwirbelkörper(SWK)1 links 

extraforaminal mit Bursitis trochanterica links, Zervikobrachialgie sowie 

Gangataxie bei Diskusprolaps Halswirbelkörper(HWK)5/6 und HWK6/7 

sei die Beschwerdeführerin in der Hauskrankenpflege nicht mehr ein-

satzfähig. Empfohlen werde eine leichte bis mittelschwere, bevorzugt 

halbsitzende Tätigkeit ohne regelmässiges Heben von Lasten. 

5.2.4 Dr. J._______, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirur-

gie, hielt in seinem orthopädischen Gutachten vom 24. März 2011 (IV-act. 

44 S. 1-10) zuhanden des Landesgerichts Klagenfurt (Arbeits- und Sozi-

algericht; Österreich) fest, eine regelmässige Arbeitsbelastung sei aus or-

thopädischer Sicht derzeit nicht zumutbar, sollte jedoch nach Erreichen 

des Endheilungszustands nach der Operation vom 14. Februar 2011 

B-2724/2012 

Seite 16 

möglich sein. Das zumutbare Ausmass bzw. Leistungskalkül könne der-

zeit nicht abgeschätzt werden. Dr. J._______ erwähnte als Diagnose eine 

Halswirbelsäulenkanalenge (Spinalkanalenge), operativ behandelt auf der 

Etage C4-C7 am 14. Februar 2011 mit Restsymptomatik, sowie ein chro-

nisches Lendenwirbelsäulenschmerzsyndrom bei Verbrauchserscheinung 

der Wirbelgelenke und der Bandscheiben (S. 9). 

Aus einer Verhandlungsmitschrift des Landesgerichts Klagenfurt vom 

17. Mai 2011 geht hervor, dass Dr. J._______ bei der Gutachtenserörte-

rung angegeben habe, die Beschwerdeführerin sei aufgrund der Halswir-

belsäulen-Einschränkungen jedenfalls seit dem 1. Oktober 2010 arbeits-

unfähig gewesen. Dies habe er beim Hereinkommen der Beschwerdefüh-

rerin in den Verhandlungssaal aufgrund ihres Gangbild-Defizits erkannt 

(IV-act. 44 S. 11). 

5.2.5 Dr. F._______ erwähnte in ihrer Stellungnahme vom 26. August 

2011 (IV-act. 56) als Hauptdiagnose ein chronisches zerviko-

lumbospondylogenes Syndrom bei: 

 Status nach einer ventralen Dekompression und Fusion C4/5 mit Peek 

Cages und ventraler Verlegungsplatte am 14. Februar 2011 wegen 

absoluter Wirbelkanalstenose C4/7 Maximalpunkt C5/6 mit Myelo-

pathie C5/6 (ICD-10 M48.02 und M50.0); 

 Status nach Laminektomie L5/S1 links und Sequesterektomie wegen 

Diskusprolaps auf der Höhe L5/S1 am 21. Juni 2011 (ICD-10 M51.2). 

Eine Nebendiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte 

Dr. F._______ nicht. In der bisherigen Tätigkeit bestehe seit dem 7. Okto-

ber 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit 

habe vom 7. Oktober 2010 bis am 6. Februar 2011 keine Arbeitsunfähig-

keit, vom 7. Februar 2011 bis am 6. August 2011 eine 100%ige Arbeitsun-

fähigkeit sowie ab dem 7. August 2011 wieder keine Arbeitsunfähigkeit 

bestanden. In Anbetracht der Gesamtsituation sei die Beschwerdeführerin 

in ihrer bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. In einer leichten 

wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit ohne Heben und 

Tragen von Gewichten über 10 kg ohne repetitive Rumpfrotationen, Vib-

rationen und Körperzwangshaltung sei eine Arbeitsfähigkeit von 100 % 

ganztags zumutbar. Beispiele zumutbarer angepasster Tätigkeiten seien 

Parkwächterin/Museumswächterin, interne Kurierdienste, Botin, Emp-

fang/Rezeption, Telefonvermittlung/Telefonistin und Datenerfas-

sung/Scannage. 

B-2724/2012 

Seite 17 

5.2.6 Dr. K._______, Fachärztin für Orthopädie, tätig für die österreichi-

sche Pensionsversicherungsanstalt, schrieb in ihrem ärztlichen Gesamt-

gutachten vom 12. August 2011 (IV-act. 61), Hauptursache der Minderung 

der Erwerbsfähigkeit seien: 

 ein Zustand nach vorderer Verplattung C4-C6 am 14. Februar 2011 

bei vorbestehender absoluter Spinalkanalstenose mit rückläufiger spi-

naler Gangataxie, sowie 

 ein Zustand nach Laminotomie L5/S1 bei Bandscheibenvorfall am 

21. Juni 2011 mit noch mässiger Bewegungseinschränkung. 

Zudem leide die Beschwerdeführerin an einem ausgeprägten Hallux val-

gus beidseits bei angeborenem Spreizfuss. Es sollte in sechs Monaten, 

nach Abschluss der Rehabilitationsmassnahmen, eine erneute Begutach-

tung erfolgen (S. 4). In diesen sechs Monaten sei bei Absolvierung einer 

medizinischen Rehabilitation eine Besserung des Gesundheitszustandes 

möglich (S. 5). Auf eine Festlegung der noch zumutbaren Anforderungen 

verzichtete Dr. K._______ mit einem Hinweis auf diese rund sechs Mona-

te (S. 6). 

5.2.7 In ihrer Stellungnahme vom 22. September 2011 (IV-act. 65) wie-

derholte Dr. F._______ ihre am 26. August 2011 festgehaltene Hauptdi-

agnose, die fehlende Nebendiagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit sowie die damals festgestellte Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen 

und in einer angepassten Tätigkeit. Neu hielt Dr. F._______ eine seit dem 

7. Oktober 2010 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 17.5 % für Tätigkeiten 

im Haushalt fest. Die RAD-Ärztin begründete diese Arbeitsunfähigkeit fol-

gendermassen: 

Aktivität Minimaler Anteil Maximaler Anteil Gewichtung Behinderung Invalidität 

Haushaltführung 2 5 5 0 0 

Ernährung 10 50 10 10 1 

Wohnungspflege 5 20 20 30 6 

Einkauf 5 10 10 20 1 

Wäsche und 
Kleiderpflege 

5 20 20 30 6 

Kinderbetreuung 0 30 10 10 1 

Verschiedenes 0 50 25 10 2.5 

Total   100  17.5 

 

 

 

B-2724/2012 

Seite 18 

6.  

6.1 Zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungs-

anspruchs stehen den IV-Stellen regionale ärztliche Dienste (RAD) zur 

Verfügung (Art. 59 Abs. 2
bis

 Satz 1 IVG). Die RAD setzen die für die Inva-

lidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungs-

fähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tä-

tigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen 

Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis

 Satz 2 und 3 

IVG). 

6.2 Nach der Rechtsprechung kann auf Stellungnahmen der RAD abge-

stellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderun-

gen an einen ärztlichen Bericht genügen (vgl. dazu E. 4.6.2 hiervor). Die 

Stellungnahmen müssen insbesondere in Kenntnis der Vorakten (Anam-

nese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizini-

schen Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerun-

gen sind zu begründen. Die Ärzte und Ärztinnen des RAD müssen so-

dann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifi-

kationen verfügen. Bezüglich dieser materiellen und formellen Anforde-

rungen sind sie im Beschwerdefall gerichtlich überprüfbar (zum Ganzen: 

Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 [publiziert in 

SVR 2009 IV Nr. 56] E. 4.3.1 mit Hinweisen und 9C_1059/2009 vom 

4. August 2010 E. 1.2). Es ist nicht zwingend erforderlich, dass die versi-

cherte Person untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für 

die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan-

spruchs nur "bei Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den 

übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen 

Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich ist 

somit kein Grund, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt 

insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, und die direkte ärztliche 

Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Ur-

teile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und 

I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 

6.3  

6.3.1 Ob die nach der angefochtenen Verfügung erstellten Berichte des 

medizinischen Dienstes der IV-Stelle in beweisrechtlicher Hinsicht den 

RAD-Berichten gleichzustellen sind, kann vorliegend offen bleiben. Denn 

B-2724/2012 

Seite 19 

auf einen Aktenbericht kann nur abgestellt werden, wenn die Akten zum 

Entscheidzeitpunkt ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind (vgl. Ur-

teile des Bundesgerichts 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2 und 

I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1). Diese Voraussetzungen sind 

vorliegend eindeutig nicht erfüllt, wie nachfolgende Ausführungen zeigen.  

RAD-Ärztin Dr. F._______ begründete die attestierte 100%ige Arbeitsun-

fähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit vom 7. Februar 2011 bis am 

6. August 2011 bei sonst vollumfänglicher Arbeitsfähigkeit in solchen Tä-

tigkeiten nicht näher. Die Ärztin hielt nur eine Diagnose mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit fest, ohne mit einer objektiven Begründung darzu-

legen, wie sich diese Diagnose konkret auf die Arbeitsfähigkeit in leidens-

angepassten Tätigkeiten auswirkt. Zudem ist die Ansicht von 

Dr. F._______, dass in der Zeit vom 7. Oktober 2010 bis am 6. Februar 

2011 und seit dem 7. August 2011 vorwiegend sitzende Tätigkeiten zu-

mutbar (gewesen) seien, offensichtlich eine bloss mutmassliche Folge-

rung allein aufgrund des Gutachtens Dr. G._______s vom 8. Oktober 

2010, wonach ständiges Sitzen als Arbeitshaltung möglich sei (E. 5.2.1 

hiervor). Diese mutmassliche Annahme wird von keinem anderen Arzt 

gestützt, welcher die Beschwerdeführerin nach dem 8. Oktober 2010 sel-

ber untersucht hat: Der Neurologe Dr. H._______ erwähnte am 

14. Oktober 2010 eine sitzende Arbeitshaltung nicht als zumutbar 

(E. 5.2.2 hiervor) und auch der Orthopäde Dr. I._______ empfahl am 

12. Januar 2011 eine vorwiegend oder gänzlich sitzende Tätigkeit nicht 

(vorstehend E. 5.2.3). Dr. J._______ beschrieb orthopädischerseits sogar 

eine seit dem 1. Oktober 2010 bis nach Erreichen des Endheilungszu-

stands nach der Operation vom 14. Februar 2011 bestehende Unzumut-

barkeit jeglicher regelmässigen Arbeitsbelastung (E. 5.2.5 hiervor). Und 

die Orthopädin Dr. K._______ verzichtete am 12. August 2011 auf eine 

gutachterliche Festlegung der zumutbaren Anforderungen mit dem Hin-

weis, dass erst nach der noch rund sechs Monate – also bis ca. Februar 

2012 – dauernden Rehabilitation eine erneute Begutachtung erfolgen sol-

le (vorstehend E. 5.2.7). Ein ärztlicher Bericht, welcher die Ansicht von Dr. 

F._______ stützen würde, findet sich in den vorliegenden Akten nicht. An-

gesichts der fehlenden Begründung seitens der RAD-Ärztin ist damit we-

der nachvollziehbar noch schlüssig, wieso der Beschwerdeführerin vom 

7. Oktober 2010 bis am 6. Februar 2011 und seit dem 7. August 2011 

vorwiegend sitzende Tätigkeiten zu 100 % möglich (gewesen) sein sollen.   

B-2724/2012 

Seite 20 

6.3.2 Die Expertisen von Dr. G._______ (E. 5.2.1 hiervor), Dr. H._______ 

(E. 5.2.2 hiervor), Dr. J._______ (E. 5.2.4 hiervor) und Dr. K._______ 

(E. 5.2.6 hiervor) wie auch der Bericht von Dr. I._______ (vorstehend 

E. 5.2.3) sind auf die Anforderungen des österreichischen Sozialversiche-

rungsrechts an ärztliche Gutachten bzw. Berichte hin erstellt worden. Da-

her enthalten diese medizinischen Unterlagen keine Aussagen zur Zu-

mutbarkeit leidensangepasster Tätigkeiten im Zeitraum 21. Juli 2010 

(letzter effektiver Arbeitstag) bis 16. April 2012 (Erlass der angefochtenen 

Verfügung). Entsprechend sind diese Dokumente vorliegend nicht rele-

vant. Die übrigen in den Akten liegenden medizinischen Unterlagen ent-

halten keinerlei Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-

rin. Äusserungen dazu, in welchen Tätigkeiten in welchem Umfang wäh-

rend welcher Dauer von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, fehlen 

gänzlich. Entsprechend können diese Berichte ebenfalls nicht Entscheid-

grundlage für eine abschliessende Festlegung der Arbeitsfähigkeit in ei-

ner leidensangepassten Tätigkeit sein. 

7.  

7.1  

7.1.1 Um feststellen zu können, in welchem Masse eine versicherte Per-

son im Haushalt zufolge ihrer gesundheitlichen Beschwerden einge-

schränkt ist, bedarf es im Prinzip einer Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 

Abs. 2 IVV; BGE 130 V 97 E. 3.3.1 sowie Urteile des Bundesgerichts 

9C_121/2011 E. 3.1.1 mit Hinweisen und 8C_671/2007 vom 13. Juni 

2008 E. 3.2.1). Diese Abklärungsberichte im Haushalt stellen grundsätz-

lich eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage für die Invali-

ditätsbemessung im Haushalt dar (Urteil des Eidgenössischen Versiche-

rungsgerichts, I 103/06 vom 6. November 2006 E. 4.1; vgl. für die Präzi-

sierung der Rechtsprechung bezüglich psychischer Leiden Urteile des 

Bundesgerichts I 311/03 vom 22. Dezember 2003 E. 5.3, 8C_229/2012 

vom 17. September 2012 E. 5 und 9C_406/2011 vom 9. Juli 2012 E. 7).  

7.1.2 Auch wenn bei den im Ausland wohnenden Versicherten mangels 

geeigneten Abklärungspersonen keine Haushaltabklärung im Sinne einer 

Abklärung an Ort und Stelle gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV durchgeführt wer-

den kann, muss die Beurteilung einer Beeinträchtigung im Haushalt nach 

analogen Grundsätzen erfolgen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsge-

richts C-4781/2008 vom 28. Juni 2010 E. 4.2 und C-5131/2007 vom 

16. März 2009 E. 4.2.5). Ob eine solche Abklärung im einzelnen Fall ge-

B-2724/2012 

Seite 21 

nügt, ist anhand der konkreten Umstände und Verhältnisse zu entschei-

den. 

7.2 Die Überprüfung der von der Vorinstanz festgestellten gesundheits-

bedingten Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin in ihrem Aufgaben-

bereich Haushalt (17.5 % seit dem 7. Oktober 2010) ergibt eine eindeutig 

ungenügende Entscheidgrundlage.  

RAD-Ärztin Dr. F._______ legte zwar im Rahmen ihrer Stellungnahme 

vom 22. September 2011 die gesundheitlichen Einschränkungen der Be-

schwerdeführerin im Haushalt selbst tabellarisch fest und errechnete dar-

aus das Total der von der Vorinstanz dann übernommenen 17.5 % (vor-

stehend E. 5.2.8). Es handelt sich bei dieser RAD-ärztlichen Festlegung – 

wie sogleich zu zeigen sein wird – indessen nicht um einen ordnungsge-

mässen Abklärungsbericht im Haushalt, wie er von Art. 69 Abs. 2 IVV und 

von der Rechtsprechung verlangt wird. 

7.3 Eine Abklärung der gesundheitlichen Einschränkungen einer versi-

cherten Person im Haushalt ist von einer qualifizierten Person zu verfas-

sen und hat in Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie 

der sich aus den medizinischen Diagnosen ergebenden Beeinträch-

tigungen und Behinderungen zu erfolgen. Ebenso muss der Bericht plau-

sibel und begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen 

Einschränkungen sein (vgl. unter anderem Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts I 568/04 vom 16. Februar 2005 E. 4.2.1 mit Hin-

weisen sowie BGE 130 V 97 mit Hinweis). 

7.4 Es ist denkbar, dass bei Wohnsitz des Versicherten im Ausland auf 

eine Haushaltsabklärung im oben dargelegten Sinne (E. 7.1.1 und 7.3) 

ausnahmsweise verzichtet werden kann (E. 7.1.2 hiervor). Der Abklä-

rungsbericht muss dann aber eine fachmedizinische Evaluation der Fä-

higkeiten der Versicherten, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, enthal-

ten. Eine solche Evaluation wird mit Hilfe eines Arztes durchgeführt, wo-

bei eine detaillierte und eingehende Betrachtung der Einschränkungen 

der Versicherten nach deren Anhörung durch den Arzt notwendig ist (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts I 733/06 vom 16. Juli 2007 E. 4.2.2).  

7.5 Die vorliegende Feststellung in der Stellungnahme von Dr. F._______ 

vom 22. September 2011 erfüllt diese Anforderungen in keiner Weise. Es 

wurde überhaupt keine Abklärung vor Ort durch eine qualifizierte Person 

durchgeführt. Insbesondere fand keine ärztliche Anhörung der Beschwer-

B-2724/2012 

Seite 22 

deführerin zu ihren Einschränkungen im Haushalt statt, auch nicht anläss-

lich der vier ärztlichen Gutachten. Die RAD-ärztliche Feststellung wurde 

vielmehr ausschliesslich gestützt auf die der RAD-Ärztin damals vorlie-

genden medizinischen Unterlagen verfasst, denen keine einzige Äusse-

rung eines Arztes zu allfälligen gesundheitsbedingten Beeinträchtigungen 

der Beschwerdeführerin im Haushalt entnommen werden kann. Zudem 

begnügte sich Dr. F._______ allein mit der vorstehend in E. 5.2.8 darge-

stellten Tabelle, ohne hierzu einen eigenen Bericht zu erstellen. Die RAD-

Ärztin unterliess jegliche nähere Begründung der angegebenen Tabellen-

werte. Die einzelnen Tabellenwerte verbleiben damit völlig unklar. 

7.6 Somit wurden die Einschränkungen der Beschwerdeführerin im 

Haushalt ebenfalls nicht genügend abgeklärt. Eine Einschätzung, in wel-

chem Masse und in welchen Tätigkeiten des Haushaltes die Beschwerde-

führerin Einschränkungen unterliegt, ist daher nicht möglich. 

8.  

Zusammenfassend ist es nicht möglich, aufgrund der Akten mit dem im 

Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe, 

in welchem Umfang und ab wann die Beschwerdeführerin Anspruch auf 

eine Invalidenrente hat. Insbesondere fehlt nicht nur eine hinreichende 

Abklärung der Einschränkungen der Beschwerdeführerin im Haushalt, 

sondern ist aufgrund der vorliegenden medizinischen Berichte und Stel-

lungnahmen auch eine rechtskonforme Beurteilung des Gesundheitszu-

standes und der Arbeitsfähigkeit im Verlauf seit dem 21. Juli 2010 nicht 

möglich. Daher ist die angefochtene Verfügung, welche auf einer lücken-

haften medizinischen Aktenlage und einer unzureichenden Beurteilung 

der Haushaltseinschränkungen beruht, aufzuheben. 

9.  

9.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das 

den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache 

zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder 

selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen. Bei festgestellter Abklä-

rungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung 

als solche weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines 

einfachen und raschen Verfahrens. Anders verhielte es sich nur dann, 

wenn die Rückweisung an die Verwaltung einer Verweigerung des ge-

richtlichen Rechtsschutzes gleichkäme (beispielsweise dann, wenn auf 

B-2724/2012 

Seite 23 

Grund besonderer Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutachten bzw. andere 

gerichtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung des 

Sachverhalts beizutragen, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die 

Rückweisung nach den konkreten Umständen als unverhältnismässig be-

zeichnet werden müsste (BGE 122 V 163 E. 1d). Vorliegend sind keine 

Gründe ersichtlich, die der Rückweisung der Sache zur weiteren Abklä-

rung an die Vorinstanz entgegenstehen würden. 

9.2 Somit ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie er-

gänzende, auf einer persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin 

basierende fachärztliche – vorzugsweise bidisziplinäre (orthopädische 

und neurologische) – gutachterliche Abklärungen vornehme, die sich na-

mentlich zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in leidensangepass-

ten Tätigkeiten seit dem 21. Juli 2010 zu äussern haben, sowie einen 

rechtskonformen Haushaltabklärungsbericht einhole und anschliessend 

über den Rentenanspruch neu verfüge. Die Vorinstanz wird dabei nach 

Einholung der entsprechenden Ergänzung der medizinischen Unterlagen 

und des Haushaltsabklärungsberichts den Invaliditätsgrad der Beschwer-

deführerin neu zu bestimmen haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde 

gutzuheissen. 

10.  

10.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine 

Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden 

Partei (BGE 132 V 215 E. 6), so dass der Beschwerdeführerin keine Ver-

fahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihr ist daher der geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 400.– nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie-

genden Entscheids auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zurückzu-

erstatten. Da aufgrund von Art. 63 Abs. 2 VwVG auch der unterliegenden 

Vorinstanz keine Verfahrenskosten auferlegt werden können, ist vorlie-

gend auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

10.2 Die obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat ge-

mäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Partei-

entschädigung zu Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote einge-

reicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen 

(Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfah-

B-2724/2012 

Seite 24 

rensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeu-

tung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilen-

den Verfahrens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gespro-

chenen Entschädigungen ist vorliegend eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'800.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. dazu auch Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts C-6173/2009 vom 29. August 2011 mit 

Hinweis]) gerechtfertigt (Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 

VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die angefochtene Verfü-

gung wird aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen, 

damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den 

Rentenanspruch neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.– wird dieser 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an die von ihr anzu-

gebende Zahlungsstelle zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-

schädigung von Fr. 2'800.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs-

formular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde;  

Beilage: Doppel der Eingabe der Beschwerdeführerin vom  

10. Januar 2014 inkl. darin erwähnte Beilage) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) 

 

 

B-2724/2012 

Seite 25 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Andrea Giorgia Röllin 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 17. Februar 2014