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**Case Identifier:** 7ec02edb-973e-5fcb-9048-9e5d8d43f378
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.10.2016 200 2016 555
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-555_2016-10-31.pdf

## Full Text

200 16 555 IV
MAW/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. Mai 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1957 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Dezember 2011 unter Hinweis auf Magenkrebs bei der IV-
Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Am 24. Januar 2012 gewährte die IVB 
Kostengutsprache für Perücken (AB 8). Nach einer weiteren Anmeldung im 
Juni 2012 (AB 11) und Einholung diverser erwerblicher und medizinischer 
Unterlagen teilte die IVB der Versicherten am 13. November 2012 mit, dass 
derzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien. Es werde der 
Anspruch auf eine Rente geprüft (AB 29). In der Folge holte die IVB unter 
anderem ein psychiatrisches Gutachten von Dr. med. C.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Klinik D.________, vom 
24. September 2013 (AB 48.1) ein. Mit Schreiben vom 29. November 2013 
wurde die Versicherte im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht aufgefordert, 
umgehend die verordneten Medikamente korrekt einzunehmen und sich 
danach für zwei Blutuntersuchungen im Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) zur Verfügung zu stellen (AB 52). Dieser Aufforderung kam die Ver-
sicherte nach (vgl. 55, S. 2; 58, S. 2). Im Anschluss veranlasste die IVB 
insbesondere ein Nachgutachten von Dr. med. C.________ vom 2. Sep-
tember 2014 (AB 78.1) und einen Bericht des RAD vom 1. Oktober 2014 
(AB 80). Mit Vorbescheid vom 11. November 2014 stellte die IVB die Aus-
richtung einer ganzen Rente ab 1. Juni 2012 und einer Dreiviertelsrente 
vom 1. Januar bis 30. November 2014 in Aussicht (AB 84). Auf den hierge-
gen erhobenen Einwand hin (AB 85; vgl. auch AB 87, S. 2 f. und AB 99, 
S. 2 ff.) veranlasste die IVB eine Stellungnahme des RAD vom 8. Februar 
2016 (AB 101, S. 2 f.) und verfügte am 9. Mai 2016 wie angekündigt 
(AB 104).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 3

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 10. Juni 2016 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 9. Mai 2016 sei insofern aufzuheben 
als der Beschwerdeführerin ab 1. Dezember 2014 mindestens eine halbe 
IV-Rente auszurichten sei.

2. Eventualiter: Die Verfügung der Vorinstanz vom 9. Mai 2016 bezüglich 
Verneinung des Rentenanspruchs ab 1. Dezember 2014 sei aufzuheben, 
und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen zur Klärung des 
Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin ab 1. Dezember 2014.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, auf das Gutachten 
von Dr. med. C.________ könne nicht abgestellt werden. Von den Ärzten 
des Spitals E.________ in welcher die Beschwerdeführerin stationär be-
handelt wurde, sei eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% attestiert 
worden.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2016 beantragte die IVB die Abwei-
sung der Beschwerde.

Der zuständige Instruktionsrichter machte die Beschwerdeführerin mit pro-
zessleitender Verfügung vom 21. Juli 2016 auf die Möglichkeit einer 
Schlechterstellung aufmerksam und gab ihr Gelegenheit, sich hierzu zu 
äussern bzw. einer solchen durch Rückzug der Beschwerde zu entgehen. 
Mit Eingabe vom 8. September 2016 hielt die Beschwerdeführerin an der 
Beschwerde fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 9. Mai 2016 betreffend 
die rückwirkende Zusprache einer ganzen Rente ab 1. Juni 2012 und einer 
Dreiviertelsrente vom 1. Januar bis 30. November 2014 (AB 104). In an-
fechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhältnis 
vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente zuge-
sprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen 
angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem 
Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbezugszei-
ten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 V 413; 
AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist vorliegend über den Antrag in der Be-
schwerde hinaus nicht nur der Zeitraum ab 1. Dezember 2014 zu prüfen, 
sondern die ganze hier für eine Rentenzusprache in Frage kommende Zeit.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 
das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 

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verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In die-
sem Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psy-
chisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksich-
tigt, wenn auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin ver-
breiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 
204 E. 4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-

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sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 
S. 349).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.1.1 Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte im Bericht vom 9. Juli 2012 mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit ein Adenokarzinom des Magens, lokal fortgeschritten, Diagnose 
Oktober 2011, und ein chronisches Lumbovertebralsyndrom seit Jahren 
(AB 21, S. 1). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wurde eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit seit dem 25. Oktober 2011 attestiert (AB 21, S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 8

Im Bericht vom 8. November 2012 führte Dr. med. F.________ aus, dass 
der Gesundheitszustand stationär sei. Gleichzeitig bejahte er eine Verän-
derung der Diagnosestellung. Zusätzlich bestünde eine psychische Altera-
tion mit Depression und Erschöpfungszustand (AB 27, S. 1). Die Erwerbs-
tätigkeit als ... sei der Beschwerdeführerin derzeit noch nicht zumutbar. 
Körperlich leichte Aufgaben mit Wechselbelastung könnten der Beschwer-
deführerin in beschränktem Umfang sicher grundsätzlich zugemutet wer-
den. Dies erfolge jedoch nach Aussage der Angehörigen bereits im Haus-
halt kaum, so dass hier vermutlich die psychische Problematik im Vorder-
grund stehe. Aus rein körperlicher Sicht wäre eine leichte Arbeit in Wech-
selposition zwei Stunden täglich zumutbar (AB 27, S. 3; vgl. auch AB 33, 
S. 2 f.).

3.1.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im Bericht vom 24. Februar 2013 mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine depressive Störung (ICD-10: F32.2) nach der Ma-
genkarzinom-Diagnose. Es wurde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit seit dem 20. März 2012 attestiert (AB 37, 
S. 1).

3.1.3 Im Bericht vom 10. April 2013 diagnostizierte die RAD-Ärztin Dr. 
med. H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit ein distales Magenkarzinom lokal fortgeschrit-
ten und eine psychische Störung, Differentialdiagnose: Anpassungsstörung 
(AB 40, S. 2). Aus somatischer Sicht sei die angestammte körperlich mittel-
schwere bis schwere Tätigkeit seit Oktober 2011 nicht mehr zumutbar. In 
einer angepassten, körperlich leichten Tätigkeit in Wechselhaltung sei von 
einer steigerbaren eingeschränkten Leistungsfähigkeit auszugehen (AB 40, 
S. 3).

3.1.4 Dr. med. C.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 24. September 2013 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Angst 
und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2), reaktiv im Rahmen ei-
nes Adenokarzinoms ventriculi, beginnend im Frühling 2012 (AB 48.1, S. 
13). Eine Tätigkeit als Hausfrau sei ohne wesentliche Einschränkungen 
zumutbar. Was die Tätigkeit als ... betreffe, so dürfte die Beschwerdeführe-
rin durch die Karzinophobie behindert und durch die Dekonditionierung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 9

geschwächt sein. Eine Arbeitserprobung mit zunächst zwei- bis vierstündi-
ger (zirka 25% bis 40%) und später zeitlich und leistungsmässig steigerba-
rer Tätigkeit sei ihr jedoch zumutbar (AB 48.1, S. 15 f.). Günstig wäre eine 
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit regelmässigen kurzen 
Pausen (AB 48.1, S. 16). 

3.1.5 Im Bericht vom 11. März 2014 führte Dr. med. F.________ aus, der 
Gesundheitszustand sei stationär (AB 65, S. 1). ... seien der Beschwerde-
führerin nicht zumutbar. Diese könnten schon im Privathaushalt nicht 
durchgeführt werden. Rein körperlich könnten leichte Arbeiten in Wechsel-
position mit selbstdefiniertem Arbeitstempo durchgeführt werden, was je-
doch im Privathaushalt kaum machbar sei (AB 65, S. 3).

3.1.6 Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 15. Mai 2014 aus, dass 
sich der Gesundheitszustand verschlechtert habe. Die Beschwerdeführerin 
leide unter Zukunftsängsten, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörun-
gen, innerer Unruhe, einem Morgentief, Schuldgefühlen, Lust- und Interes-
senverlust, schneller Reizbarkeit und sozialer Isolation und sei seit 2012 
100% arbeitsunfähig (AB 71, S. 1).

3.1.7 Im Nachgutachten vom 2. September 2014 stellte Dr. med. 
C.________ keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit (AB 78.1, S. 14). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dia-
gnostizierte er Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2), 
reaktiv im Rahmen eines unterdessen kurativ behandelten Adenokarzi-
noms ventriculi aufgetreten, ab Frühling 2012 (AB 78.1, S. 15). Aus psych-
iatrisch-theoretischer Sicht sei der Beschwerdeführerin eine Arbeitstätigkeit 
von 25% bis 40% im Rahmen einer wechselbelastenden, mehrheitlich sit-
zenden Tätigkeit mit der Möglichkeit von kurzen Pausen bereits im Sep-
tember 2013 zumutbar gewesen. Im Zuge eines Arbeitsversuches sei eine 
stufenweise Steigerung der Arbeitstätigkeit - theoretisch bis zur vollen Ar-
beitsfähigkeit - als möglich erachtet worden. Für die Tatsache, dass es bis-
her weder zu einem Arbeitsversuch, geschweige denn zu einer Steigerung 
der Arbeitstätigkeit gekommen sei, seien in erster Linie nichtmedizinische 
bzw. nicht IV-relevante Gründe verantwortlich. Die bisherige Tätigkeit sei 
zu 100% ohne verminderte Leistungsfähigkeit zumutbar (AB 78.1, S. 17).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 10

3.1.8 Im Bericht vom 1. Oktober 2014 stellte Dr. med. H.________ keine 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Im Anschluss an das 
Auftreten des Magenkrebses Ende 2011 sei die Beschwerdeführerin voll-
umfänglich arbeitsunfähig gewesen. Ab psychiatrischem Gutachten im 
September 2013 sei der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 
25% bis 40% in der angestammten, körperlich leichten und wechselhaltigen 
Tätigkeit in der ... zumutbar gewesen. Seit der psychiatrischen Nachbegut-
achtung im August 2014 bestehe medizinisch-theoretisch in der ange-
stammten Tätigkeit, welche optimal angepasst sei, eine volle Arbeitsfähig-
keit (AB 80, S. 3).

3.1.9 Mit Schreiben vom 28. Dezember 2014 führte Dr. med. G.________ 
aus, die Beschwerdeführerin sei aufgrund ihres depressiven Zustandes 
noch nicht bereit, eine Arbeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu beginnen 
(AB 87, S. 3).

3.1.10 Vom 30. November bis am 24. Dezember 2015 war die Beschwer-
deführerin im Spital E.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 
5. Januar 2016 diagnostizierten die Ärzte eine chronische Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren, eine mittelschwere depressive 
Episode, einen Status nach distalem Magenkarzinom, lokal fortgeschritten, 
eine arterielle Hypertonie, eine Hypothyreose und einen schweren Vitamin 
D3-Mangel (AB 99, S. 2). Sie erachteten das langsame Aufstocken mit dem 
Ziel einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit als realistisch (AB 99, S. 4; vgl. auch 
Beschwerdebeilage [BB] 3).

3.1.11 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, führte in der Stellungnahme vom 8. Februar 2016 aus, die 
Beschwerdeführerin sei keineswegs arbeitsunfähig. Die klinischen Unter-
suchungsangaben im Bericht des Spitals E.________ entsprächen genau 
der Beurteilung im Nachgutachten von Dr. med. C.________ vom 2. Sep-
tember 2014 (AB 101, S. 3). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 11

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Gestützt auf die Akten ist erwiesen und von den Parteien denn auch 
nicht bestritten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund eines im Oktober 
2011 diagnostizierten Magenkarzinoms seit dem 25. Oktober 2011 zu 
100% arbeitsunfähig war (AB 21, S. 2; 27, S. 2; 40, S. 3). Nach einer Che-
motherapie vom 7. November 2011 bis am 2. Januar 2012 erfolgte im Fe-
bruar 2012 eine 2/3-Magenresektion mit anschliessendem Rehabilitations-
aufenthalt in der Klinik Montana (AB 21, S. 9 ff.). Vom 30. März bis Ende 
Juni 2012 unterzog sich die Beschwerdeführerin einer weiteren adjuvanten 
Chemotherapie (vgl. AB 21, S. 1 und 6). Damit war die Therapie bezüglich 
des Tumorleidens (im September 2012) abgeschlossen (vgl. AB 21, S. 2; 
27, S. 4 f. wie auch RAD-Bericht vom 1. Oktober 2014, AB 80, S. 3). Ein 
Rezidiv oder Metastasen sind nicht bekannt bzw. wurden (im September 
2013) verneint (vgl. AB 65, S. 4). 

Weitere somatische Beschwerden mit Auswirkung auf die Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit liegen nicht vor. Soweit insbesondere ein Lumboverte-
bralsyndrom und Bauchschmerzen geltend gemacht werden (vgl. AB 99, 
S. 2 ff.), ist festzuhalten, dass sich die entsprechenden Schmerzen anläss-
lich der Ergotherapie des Spitals E.________ während des Aufenthalts der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 12

Beschwerdeführerin vom 30. November bis am 24. Dezember 2015 wenig 
limitierend auf das Tätigsein auswirkten; oft arbeitete sie mit beachtlichem 
Einsatz von Kraft und Bewegung – trotz einer gewissen Zunahme der Be-
schwerden unter Belastung (AB 99, S. 3 f.; vgl. auch AB 101, S. 3). Aus 
dem Umstand, wonach diese Tätigkeit nur in einem relativ geringen Ar-
beitspensum ausgeführt wurde, lässt sich nicht ableiten, dass es der Be-
schwerdeführerin nicht möglich wäre, in dem von Dr. med. C.________ 
attestierten Umfang (AB 78.1, S. 17) tätig zu sein. Kommt hinzu, dass be-
treffend die Bauchschmerzen keine objektiven Befunde vorliegen (vgl. Ul-
traschall des gesamten Abdomens vom 18. Dezember 2015, AB 99, S. 6). 
Was die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule anbelangt ist 
schliesslich darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin bereits seit 
Jahren, d.h. bereits vor ihrer Krebserkrankung im Jahr 2011 unter einem 
Lumbovertebralsyndrom leidet. Dies hat jedoch nie zu einer Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit geführt (vgl. AB 21, S. 1).

Infolge des Magenkarzinoms wurden im Juli 2012 erstmals psychische 
Veränderungen bzw. eine depressive Verstimmung festgestellt (vgl. AB 21, 
S. 2).

3.4

3.4.1 Aus psychiatrischer Sicht erfüllen die Gutachten von Dr. med. 
C.________ vom 24. September 2013 und 2. September 2014 die Anforde-
rungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbrin-
gen vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).

Soweit die Beschwerdeführerin betreffend den Beweiswert des Gutachtens 
vom 2. September 2014 rügt, dass dies nach einem relativ kurzen Ge-
spräch zustande gekommen sei, wohingegen Dr. med. G.________ sie 
bereits seit mehreren Jahren behandle bzw. kenne (vgl. Beschwerde, 
S. 10), ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinzuweisen, wonach 
es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grundsätzlich 
nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt. Massgebend ist in erster 
Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. 
Immerhin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende 
zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopa-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 13

thologie angemessen sein (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
29. März 2010, 8C_942/2009, E. 5.2). Dies ist vorliegend zu bejahen.

3.4.2 Im Gutachten vom 24. September 2013 diagnostizierte Dr. med. 
C.________ Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2) mit 
einem Krankheitswert (AB 48.1, S. 13 f.). Nebst der reaktiven Genese die-
ser Störung infolge des Magenkarzinoms wurden auch sozikulturelle Fakto-
ren und krankheitsfremde Phänomene festgestellt (AB 48.1, S. 14). Dr. 
med C.________ erachtete einen Arbeitsversuch in einem Pensum von 
25% bis 40% - allenfalls mit einer späteren Steigerung - als zumutbar 
(AB 48.1, S. 16 f.). Zudem ging der Gutachter davon aus, dass sich die 
Angststörung durch eine intensivierte Behandlung, insbesondere durch die 
verbesserte Compliance der Beschwerdeführerin (Einnahme der verordne-
ten Medikamente) aber auch durch Massnahmen zur Förderung einer ge-
eigneten Tages- und Wochenstruktur, vermindern lasse (AB 48.1, S. 16).

Im Gutachten vom 2. September 2014 legte Dr. med. C.________ schlüs-
sig und nachvollziehbar dar, dass sich das Störungsbild der Beschwerde-
führerin - nach wie vor - am ehesten als Angst und depressive Störung ge-
mischt (ICD-10: F41.2), reaktiv auf das inzwischen behandelte Magenkar-
zinom aufgetreten, umschreiben lässt. Dabei erachtete er die weitgehende 
Chronifizierung dieser Störung und ihre invalidisierende Auswirkung auf die 
Arbeits- und Funktionsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Rahmen der 
Untersuchung im August 2014 jedoch inzwischen als auffällig und nicht 
dem Normalverlauf entsprechend. So spielen vorliegend krankheitsfremde 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht relevante Faktoren (immer 
noch) eine wesentliche Rolle. Zu nennen sind insbesondere sozio-kulturelle 
Phänomene (subjektive Überzeugung, lange und schwer genug gearbeitet 
zu haben, Anrecht auf Schonung, Entlastung und Kompensation für ein 
entbehrungsreiches Leben), welche die Selbstlimitierung und das Schon-
verhalten der Beschwerdeführerin ein Stück weit erklären. Zusätzlich ist es 
in den vergangenen zwei Jahren zu einer Dekonditionierung gekommen 
(AB 78.1, S. 14). Daran vermag auch das inzwischen offensichtlich korrekt 
eingenommene Antidepressivum nichts zu ändern. Dr. med. C.________ 
kam daher überzeugend zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin - nach 
einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit von Oktober 2011 (Diagnosenstellung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 14

Adenokarzinom) bis zum Abschluss der adjuvanten Chemotherapie im Juli 
2012 - ab September 2013 eine Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 25% 
bis 40% im Rahmen einer wechselbelastenden, mehrheitlich sitzenden 
Tätigkeit mit der Möglichkeit von kurzen Pausen zumutbar war. Dabei wird 
von einer stufenweisen Steigerung bis zur vollen Arbeitsfähigkeit ausge-
gangen. Der Umstand, dass der im Herbst 2013 vorgesehene Arbeitsver-
such von der Beschwerdeführerin nicht angegangen und folglich auch die 
Arbeitsfähigkeit nicht gesteigert wurde, ist den erwähnten nichtmedizini-
schen bzw. nicht IV-relevanten Gründen zuzuschreiben und damit im vor-
liegenden Fall nicht zu berücksichtigen (vgl. E. 2.2 hiervor). Die bisherige 
Tätigkeit erachtete Dr. med. C.________ anlässlich der Untersuchung vom 
28. August 2014 somit zu Recht als (wieder) zu 100% zumutbar (AB 78.1, 
S. 17; vgl. dazu auch AB 80, S. 3 und AB 101, S. 3).

3.4.3 Die Einschätzungen des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
G.________ wie auch der Ärzte des Spitals E.________, wonach die Be-
schwerdeführerin aufgrund eines depressiven Zustandes bzw. einer mittel-
schweren depressiven Episode zu 100% bzw. zu 50% arbeitsunfähig sei 
(AB 87, S. 3; 99, S. 2 und 4), vermögen daran nichts zu ändern. Dr. med. 
C.________ führte bereits im Gutachten vom 24. September 2013 wie 
auch im Nachgutachten vom 2. September 2014 überzeugend aus, dass zu 
wenig Anhaltspunkte für eine depressive Episode - zumindest mittleren 
Schweregrades - bestehen (vgl. DILLING, MOMBOUR, SCHMIDT, Internationa-
le Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 9. Aufl., 2014, S. 169 ff.). So wurden anlässlich der 
Untersuchung im August 2014 einige der von Dr. med. G.________ ge-
schilderten Symptome von der Beschwerdeführerin nicht erwähnt (deutli-
ches Morgentief, Schuldgefühle) oder konnten objektiv nicht nachgewiesen 
werden (Konzentrationsstörungen, Denkhemmung, Agitiertheit, Gewichts-
verlust). Ebenso fehlen klare Anhaltspunkte für eine Selbstwertverminde-
rung oder für suizidale Gedanken (AB 78.1, S. 9 ff. und 14; vgl. auch 
AB 101, S. 3). Auch eine Somatisierungsstörung wurde durch den Gutach-
ter aufgrund der unspezifischen und diffusen Angaben der Beschwerdefüh-
rerin verneint (AB 78.1, S. 14).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 15

3.4.4 Somit ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin seit der Untersu-
chung am 10. September 2013 (Gutachten vom 24. September 2013) in 
der angestammten Tätigkeit in einem Pensum von 25% bis 40% und seit 
der Untersuchung am 28. August 2014 (Gutachten vom 2. September 
2014) wieder zu 100% arbeitsfähig ist. Da der medizinische Sachverhalt 
hinreichend abgeklärt ist, ist im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung 
(BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) auf weitere Beweismassnahmen zu verzich-
ten. Dabei kann auch davon abgesehen werden, einen weiteren Bericht 
des behandelnden Psychiaters Dr. med. G.________ einzuholen, zumal 
vorliegend lediglich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bis 
zum Verfügungszeitpunkt massgebend ist (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 
130 V 138 E. 2.1 S. 140).

3.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 
vom 25. Oktober 2011 bis (spätestens) am 9. September 2013 zu 100% 
arbeitsunfähig war. Seit der psychiatrischen (Zweit-)Untersuchung am 
10. September 2013 bestand eine Arbeitsfähigkeit von 25% bis 40% in der 
angestammten Tätigkeit. Ab dem Zeitpunkt der psychiatrischen Untersu-
chung am 28. August 2014 ist die Beschwerdeführerin wieder voll arbeits-
fähig.

4.

4.1 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist hier unter Berücksichtigung 
des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG der 1. Oktober 2012, da 
eine Arbeitsunfähigkeit ab 25. Oktober 2011 ausgewiesen ist (vgl. E. 3.1.1 
hiervor), während die Anmeldung bei der IVB im Dezember 2011 erfolgt ist 
(AB 1; vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).

4.2 Angesichts der vollständigen Arbeitsunfähigkeit infolge der Krebser-
krankung besteht ab 1. Oktober 2012 (bis Ende Dezember 2013) Anspruch 
auf eine ganze Invalidenrente.

Die Verbesserung des Gesundheitszustandes, welche spätestens seit der 
Begutachtung im September 2013 erstellt ist, stellt einen Revisionsgrund 
(Art. 17 ATSG) dar, so dass der Rentenanspruch in Anwendung von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 16

Art. 88a Abs. 1 IVG auf Januar 2014 hin zu überprüfen ist (vgl. E. 2.4 hier-
vor). Da der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit ab dem 
Zeitpunkt der Begutachtung im September 2013 ein Pensum von 25% bis 
40% - durchschnittlich 32.5% - zumutbar ist, resultiert ein Invaliditätsgrad 
von gerundet 67% (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123), was ab 1. Ja-
nuar 2014 zu einer Dreiviertelsrente berechtigt (vgl. E. 2.3 hiervor).

Ein weiterer Revisionsgrund bildet die erneute Verbesserung des Gesund-
heitszustandes gestützt auf die im Rahmen des Nachgutachtens von Dr. 
med. C.________ im August 2014 durchgeführte Untersuchung, wonach 
die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit (wieder) zu 100% 
arbeitsfähig ist. Somit ist die Dreiviertelsrente per Ende November 2014 
aufzuheben (Art. 88a Abs. 1 IVG).

4.3 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin vom 1. Oktober 
2012 bis am 31. Dezember 2013 Anspruch auf eine ganze Rente und vom 
1. Januar bis am 30. November 2014 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. 
Die angefochtene Verfügung vom 9. Mai 2016 ist folglich dahingehend ab-
zuändern, als der Beginn des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin 
auf den 1. Oktober 2012 - und nicht auf den 1. Juni 2012 - festgesetzt wird. 
Die Voraussetzungen zur Vornahme dieser reformatio in peius sind vorlie-
gend erfüllt (Art. 61 lit. d ATSG). Das angerufene Gericht hat die Be-
schwerdeführerin mit der prozessleitenden Verfügung vom 21. Juli 2016 (in 
den Gerichtsakten) auf die drohende Schlechterstellung und auf die Mög-
lichkeit eines Beschwerderückzugs aufmerksam gemacht.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, IV/16/555, Seite 17

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 9. Mai 2016 wird dahingehend abgeändert, als der 
Rentenbeginn auf den 1. Oktober 2012 festgelegt wird.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 8. Sep-

tember 2016)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.