# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** faf86d59-3a51-5245-9e33-a2db1e399b89
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.09.2025 200 2025 481
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-481_2025-09-17.pdf

## Full Text

UV 200 2025 481
JAP/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. September 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva  
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 11. Juli 2025 
(Schaden-Nr.: 27.16728.24.5)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 2 -

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) war bei der B.________ AG als ... angestellt und dadurch bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungs-anstalt (nachfolgend Suva bzw. Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nicht-
berufsunfällen versichert, als sie sich gemäss Schadenmeldung UVG vom 
17. Oktober 2024 bei einem Autounfall am 18. Oktober 2023 in ... diverse 
Verletzungen zuzog (Akten der Suva [act. II] 1). Die Suva klärte den Sach-
verhalt in Bezug auf das geltend gemachte Ereignis ab, zog Berichte be-
handelnder Ärzte bei und legte das Dossier Dr. med. C.________, Facharzt 
für Chirurgie, Suva Versicherungsmedizin, zur Beurteilung vor (act. II 108). 
Mit Verfügung vom 28. Mai 2025 (act. II 121) verneinte die Suva eine Leis-
tungspflicht in Bezug auf HWS- und Handgelenksbeschwerden beidseits 
(HWS = Halswirbelsäule) mangels Vorliegens eines natürlichen Kausalzu-
sammenhangs mit dem Ereignis vom 18. Oktober 2023, und stellte die 
Leistungen hinsichtlich der Schulterbeschwerden rechts (in Form von Heil-
behandlung [act. II 114 S. 1]) per 23. Oktober 2024 mit der Begründung 
ein, der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom 18. Oktober 2023 
eingestellt hätte, sei in jenem Zeitpunkt erreicht gewesen. Die dagegen 
erhobene Einsprache (act. II 132), mit welcher die Versicherte einzig gegen 
die Leistungsablehnung bzw. -einstellung in Bezug auf die HWS- respekti-
ve Schulterbeschwerden rechts opponierte, wies die Suva mit Entscheid 
vom 11. Juli 2025 (act. II 142) ab.

B.

Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 9. August 2025 Be-
schwerde. Sie beantragt, 

- "Den Einspracheentscheid der SUVA aufzuheben; 

- Den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
18. Oktober 2023 und meinen Schulterbeschwerden anzuerkennen; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 3 -

- Die SUVA zu verpflichten, die entsprechenden gesetzlichen Leistungen 
zu erbringen; 

- Eventualiter, eine unabhängige medizinische Expertise anzuordnen, um 
den Kausalzusammenhang zu klären."

Mit Beschwerdeantwort vom 2. September 2025 stellt die Beschwerdegeg-
nerin den folgenden Antrag: 

Die Beschwerde sei abzuweisen. Der Einspracheentscheid vom 11. Juli 
2025 sei im Rahmen einer reformatio in peius aufzuheben und es sei ein 
Anspruch auf Versicherungsleistungen zu verneinen. Eventualiter sei der 
Einspracheentscheid vom 11. Juli 2025 zu bestätigen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 11. Juli 
2025 (act. II 142). Darin bestätigte die Beschwerdegegnerin die mit Verfü-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 4 -

gung vom 28. Mai 2025 (act. II 121) erfolgte und im (streitigen) Verwal-
tungsverfahren angefochtene (act. II 132) Leistungsablehnung hinsichtlich 
der HWS-Beschwerden sowie die ebenfalls angefochtene Leistungseinstel-
lung bezüglich der Schulterbeschwerden rechts per 23. Oktober 2024 (act. 
II 142 S. 8 Rz. 5). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren beantragt die 
Beschwerdeführerin einzig noch die Erbringung der gesetzlichen Leistun-
gen in Zusammenhang mit den Schulterbeschwerden (Beschwerde S. 2, 
Anträge zweiter Punkt). Streitig und zu prüfen ist somit der Anspruch auf 
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 18. Oktober 2023 und dabei insbesondere die Frage, ob 
die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen für die rechts-
seitigen Schulterbeschwerden zu Recht per 23. Oktober 2024 einstellte. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und dem eingetretenen 
Schaden voraus (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 
181). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 5 -

per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.3

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 8C_537/2009 
E. 5.1).

2.3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 6 -

auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 191).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 192, 146 V 51 E. 5.1 
S. 56).

2.4 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschäden deckt 
sich die natürliche weitgehend mit der adäquaten Unfallkausalität. Hier 
spielt mithin die unter Adäquanzgesichtspunkten entscheidende Frage, ob 
das Unfallereignis nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 
dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint, 
für die Begründung der Leistungspflicht praktisch keine Rolle (BGE 149 V 
218 E. 5.2 S. 220).

2.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher 
Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer 
Entscheidungsgrundlagen (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_824/2018 
vom 26. März 2019 E. 3.2). Insbesondere ist der Beweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in erster Linie mit den 
Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des BGer 
8C_410/2022 vom 23. Dezember 2022 E. 4.2).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist in Bezug auf das von der Beschwer-
deführerin gemeldete Ereignis vom 18. Oktober 2023 (act. II 1) sowohl in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 7 -

der Verfügung vom 28. Mai 2025 (act. II 121) als auch im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 11. Juli 2025 (act. II 142) – zumindest implizit –
von einem Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.2 vorne) ausgegangen. In der 
Beschwerdeantwort vom 2. September 2025 bringt die Beschwerdegegne-
rin jedoch vor, die Beschwerdeführerin habe unglaubwürdige und wider-
sprüchliche Sachverhaltsangaben zum Ereignis vom 18. Oktober 2023 
gemacht (S. 3 f. Rz. 6), weshalb der Einspracheentscheid vom 11. Juli 
2025 im Rahmen einer reformatio in peius aufzuheben und ein Anspruch 
auf Versicherungsleistungen zu verneinen sei (vgl. Rechtsbegehren). 

3.2 Praxisgemäss sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens 
vom Leistungsansprecher oder der Leistungsansprecherin glaubhaft zu 
machen. Wird dieser Forderung nicht nachgekommen, indem unvollständi-
ge, ungenaue oder widersprüchliche Angaben gemacht werden, die das 
Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen 
lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall 
obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen 
des Unfallbegriffs erfüllt sind (BGE 116 V 136 E. 4b S. 140, 114 V 298 
E. 5b S. 305; SVR 2016 UV Nr. 44 S. 145, 8C_358/2016 E. 3.4).

3.3 Gemäss Darstellung in der Schadenmeldung UVG vom 17. Okto-
ber 2024 (act. II 1) verursachte die Beschwerdeführerin am 18. Oktober 
2023 einen Autounfall, bei dem der von ihr gelenkte Personenwagen von 
der Fahrbahn abkam und sich in der Folge überschlug. Diese Hergangs-
schilderung war dem Grundsatz nach unbestritten. Die Angaben der Be-
schwerdeführerin hierzu sind im Kern kohärent (act. II 10; 13). Es finden 
sich in den dem Gericht vorgelegten Akten auch keine hinreichenden An-
haltspunkte dafür, dass sich der Autounfall gar nicht, wesentlich anders 
oder ohne Beteiligung der Beschwerdeführerin zugetragen hätte. 

Was den im eingereichten Polizeibericht (act. II 100 S. 3 Rz. 5; 105 S. 2 
Rz. 5) aufgeführten Namen "D.________" (und nicht A.________) betrifft, 
so ist auf die (unwidersprochen gebliebenen) Ausführungen des Instrukti-
onsrichters in der prozessleitenden Verfügung vom 4. September 2025 zu 
verweisen. Danach handelt es sich bei dem im besagten Rapport 
aufgeführten Namen "D.________" gemäss Zentraler Personenverwaltung 
(ZPV; vgl. dazu Art. 9 f. sowie Anhang 1 Nr. 1.2.3 und Anhang 2 Nr. 5.2 der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 8 -

Verordnung vom 20. Januar 2021 über die Zentrale Personenverwaltung 
[ZPV V; BSG 152.052]) um den Mädchennamen der seit 2015 
verheirateten Beschwerdeführerin. Ferner stimmt auch das Geburtsdatum 
überein (act. II 1 S. 2; 100 S. 3 Rz. 5; 105 S. 2 Rz. 5). Was die geltend 
gemachten verschiedenen Ereignisdaten (17., 18. und 23. Oktober 2023 
[Beschwerdeantwort S. 4 Rz. 6]) anbelangt, so hielt die 
Beschwerdeführerin fest, dass das Protokoll zwar auf den 17. datiert (act. II 
act. II 100 S. 3; 105 S. 2), sie selber jedoch am 18. Oktober 2023 auf der 
Polizeiwache gewesen sei (act. II 100 S. 1). Aus dem handschriftlich 
angebrachten Datum (act. II 100 S. 3 und 105 S. 2 Rz. 11 ganz unten) sind 
Monat (10) und Jahr (23) erkennbar, während das Tagesdatum unleserlich 
ist. Dessen ungeachtet ist die Darstellung der Beschwerdeführerin nicht 
schlichtweg unplausibel; namentlich aber ist nicht erkennbar und wird auch 
nicht substantiiert, aus welchen Gründen die Diskrepanz von einem Tag 
wesentliche Zweifel am Ereignis als solchem zu wecken vermöchte. 
Dasselbe trifft auch auf das weiter im Dossier figurierende Ereignisdatum 
des 23. Oktobers 2023 zu, zumal diese Angaben – welche jedoch stets 
einen "Autounfall" betreffen – nicht von der Beschwerdeführerin, sondern 
von Behandlern erfasst wurden (act. II 8 S. 1; 82), womit gewisse 
Missverständnisse in der Kommunikation zumindest denkbar erscheinen, 
zumal sich die Beschwerdeführerin erst Monate später in Behandlung 
begab. Im Weiteren ist das Kontrollschild auf dem Lichtbild des Unfallfahr-
zeuges zwar nicht erkennbar (act. II 143). Jedoch handelt es sich beim 
abgebildeten Fahrzeug mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen 
E.________, was mit den Angaben im Polizeirapport (act. II 100 S. 3 Rz. 3; 
105 S. 2 Rz. 3) übereinstimmt. Damit ist zumindest glaubhaft gemacht (vgl. 
zu diesem Beweisgrad BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 183; SVR 2022 IV Nr. 35 
S. 114, 9C_556/2021 E. 2.2, 2014 IV Nr. 33 S. 121, 8C_746/2013 E. 2), 
dass sich der am 17. Oktober 2024 gemeldete Autounfall im Wesentlichen 
wie in der Schadenmeldung beschrieben zugetragen hat, dieses Ereignis 
unbestrittenermassen die einzelnen Elemente des Unfallbegriffs (Art. 4 
ATSG) erfüllt und die Beschwerdeführerin bei diesem Unfall (als Lenkerin) 
beteiligt war.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 9 -

Für die in der Beschwerdeantwort vom 2. September 2025 beantragte An-
drohung und Durchführung einer Schlechterstellung (sog. reformatio in pei-
us [vgl. Art. 61 lit. d ATSG]) besteht somit kein Anlass. 

4.

4.1 Zu prüfen ist als Nächstes, ob die Beschwerdegegnerin die Leis-
tungen betreffend die rechten Schulterbeschwerden zu Recht wegen Weg-
falls der Kausalität per 23. Oktober 2024 eingestellt hat. 

4.2 Zum Gesundheitszustand nach dem Unfall vom 18. Oktober 2023 
bzw. zur Frage der Kausalität der die rechte Schulter betreffenden Befunde 
lässt sich den medizinischen Akten im Wesentlichen Folgendes entneh-
men: 

4.2.1 Ein am 9. September 2024 durchgeführtes MRI der rechten Schul-
ter wurde wie folgt beurteilt (act. II 16 S. 2): "Fortgeschrittene SSP [= Su-
praspinatus] Tendinopathie, kein sicherer Nachweis einer 
Rotatorenmanschettenruptur, übrige Rotatorenmanschette regelrecht. 
Sonst Normalbefund."

4.2.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 10. September 2024 (act. II 8) u.a. eine posttraumatische Ten-
dinopathie der Supraspinatussehne rechts. Im MRI der rechten Schulter 
hätten sich Hinweise auf eine Supraspinatus-Tendinopathie finden lassen. 
Die Beschwerdeführerin berichte, dass die belastungsabhängigen Schul-
terschmerzen "nach dem Autounfall am 23. Oktober 2023" aufgetreten sei-
en. Somit sei am ehesten von einer traumatischen Genese auszugehen. 

4.2.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
4. März 2025 (act. II 51 S. 2 f.) u.a. eine Partialläsion der Supraspinatus-
sehne sowie eine AC-Dynie (AC = Acromioclavicular) Schulter rechts bei 
Zustand nach Schulterdistorsionstrauma vom 18. Oktober 2023 (S. 2). Die 
Beschwerdeführerin habe sich im Rahmen dieses Schulterdistorsionstrau-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 10 -

mas eine partielle Läsion der Supraspinatussehne der rechten, dominanten 
Seite zugezogen.

4.2.4 Ein Röntgen der rechten Schulter am 3. März 2025 wurde wie folgt 
beurteilt (act. II 53 S. 3): "Normale Knochenmineralisation. Regelhafte Stel-
lungsverhältnisse und Artikulationen. Keine abgrenzbare Fraktur. Keine 
periartikulären Kalzifikationen."

4.2.5 Dr. med. C.________, Suva Versicherungsmedizin, hielt im Bericht 
vom 20. Mai 2025 (act. II 108) fest, die Beschwerdeführerin sei von Seiten 
der rechten Schulter in Form einer im MRI vom 9. September 2024 erkenn-
baren fortgeschrittenen "SSP Tendinopathie" mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit schon vor dem Unfall in stummer oder manifester Weise 
beeinträchtigt gewesen. Der Unfall vom 18. Oktober 2023 habe einzig zu 
einer Prellung ohne weitere nachgewiesene strukturelle Läsion geführt. 
Rund acht Wochen nach dem Unfallereignis hätten Unfallfolgen im Be-
schwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr ge-
spielt (S. 2).

4.2.6 Im Bericht vom 11. Juni 2025 (Akten der Beschwerdeführerin [act. 
I] 5) hielt Dr. med. G.________ fest, die Sehnenverletzung sowie das 
schmerzhafte AC-Gelenk rechts seien mit grosser Wahrscheinlichkeit auf 
ein Trauma vom 18. Oktober 2023 zurückzuführen. An diesem Tag habe 
die Beschwerdeführerin in ... einen Verkehrsunfall erlitten. Ihr Auto habe 
sich mehrfach überschlagen und sei auf dem Dach liegen geblieben. Es sei 
zu mehreren Prellungen und Schürfungen gekommen, weitere genaue Un-
fallmechanismen könnten verständlicherweise nicht angegeben werden. 
Seit dem Unfall hätten Schmerzen in der rechten dominanten Schulter be-
standen. Die Schmerzen seien dann vor allem bei Arbeiten akzentuiert und 
auch nachts vorhanden. MR-tomographisch habe sich eine partielle Läsion 
der Supraspinatussehne gezeigt. Bei diesem heftigen Unfall, bei dem gros-
se Kräfte gewirkt hätten, sei davon auszugehen, dass es zu einer entspre-
chenden Sehnenverletzung gekommen sei. Er erachte die Ursache für die 
Rotatorenmanschettenläsion als überwiegend ursächlich zum Unfall vom 
18. Oktober 2023.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 11 -

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 12 -

5.

5.1

5.1.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

5.1.2 Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser 
Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin 
die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hinter-
grund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). 

5.1.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte – zu 
welchen auch beratende Ärzte eines Versicherungsträgers zählen (Urteil 
des BGer 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht pu-
bl. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107) – kommt Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). 

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbeson-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 13 -

dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 
S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 8C_434/2023, 
8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, 
aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107). 

5.2 Der Bericht von Dr. med. C.________ vom 20. Mai 2025 (act. II 
108) ist zwar knapp gehalten, erlaubt jedoch im Verbund mit den übrigen 
Akten eine zuverlässige Beurteilung der hier streitigen Kausalität (vgl. E. 
5.1.1 und E. 5.1.3 vorne). Dabei schadet es nicht, dass es sich um einen 
Aktenbericht handelt, erfolgte seine Stellungnahme doch basierend auf den 
Berichten behandelnder Ärzte sowie auf einem klinisch erfassten sowie 
bildgebend und damit lückenlos erhobenen Befund (vgl. E. 4.2 und E. 5.1.2 
vorne). Insbesondere kann (auch) die Kausalität im Rahmen eines Akten-
gutachtens erörtert werden (Urteil des BGer 8C_383/2011 vom 9. Novem-
ber 2011 E. 4.2). 

Gemäss Einschätzung von Dr. med. C.________ wirkte sich das Unfaller-
eignis vom 18. Oktober 2023 nach acht Wochen nicht mehr auf das Be-
schwerdebild betreffend die rechte Schulter aus, womit nach Ablauf dieser 
Zeitspanne der Status quo sine erreicht war (vgl. E. 2.3.2 vorne). Diese 
Beurteilung überzeugt vor dem Hintergrund der Tatsache, dass gemäss 
MRI vom 9. September 2024 (act. II 16 S. 2) ausschliesslich eine Tendino-
pathie (Synonyme: Tendopathie, Sehnenerkrankung, "Sehnenleiden" [vgl. 
<flexikon.doccheck.com/de/ Tendopathie>]) der Supraspinatussehne, je-
doch kein sicherer Nachweis einer Rotatorenmanschettenruptur oder einer 
anderweitigen (unfallbedingten) Verletzung festgestellt wurde. Bei einer 
Tendinopathie handelt es sich per definitionem um eine abakterielle Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 14 -

zündung oder degenerative Veränderung der Sehne (vgl. PSCHYREMBEL, 
Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 1782 [Stichwort: Tendopathie]). 
Im Weiteren konnten auch röntgenologisch keine Pathologien, namentlich 
und ausdrücklich keine Fraktur, festgestellt werden (act. II 53 S. 3). Sodann 
folgt aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin nach dem Unfall in ... 
nicht in ärztlicher Behandlung war (act. II 94) und unmittelbar nach der we-
nige Tage nach dem Unfall planmässig erfolgten Rückkehr aus ihren Ferien 
auch wieder arbeitete (act. II 80 S. 1). Zudem hätten sich gemäss Angaben 
der Beschwerdeführerin "Schmerzen" erst im Dezember 2023 – mithin weit 
über einen Monat nach dem Unfallereignis – manifestiert 
(act. II 94), wobei die erste Behandlung betreffend die rechte Schulter 
gemäss Krankengeschichte des Hausarztes dipl. Arzt H.________, Prakti-
scher Arzt, erst Mitte Februar 2024 (act. II 103 S. 1) erfolgte. Diese enthält 
sodann keinerlei Anhaltspunkte für eine unfallbedingte Beschwerdegenese, 
sondern nennt betreffend den im fraglichen Zeitpunkt erfolgten Behandlun-
gen unter "Behandeltes Problem" eine – offenbar damals beide Schultern 
betreffende – Überlastungsproblematik ("Schulterüberlastung re.> li."), wel-
che überdies nach einer Woche wieder abklang. Aus all diesen Gründen ist 
die Einschätzung einer im Zuge des Ereignisses vom 18. Oktober 2023 
eingetretenen, bloss vorübergehenden unfallbedingten Verschlechterung 
eines pathologischen Vorzustandes in Form einer Tendinopathie der Su-
praspinatussehne ohne weiteres nachvollziehbar und schlüssig. 

5.3 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die behandelnden Ärzte 
hätten einen zeitlichen und symptomatischen Zusammenhang zwischen 
dem Unfall und den Beschwerden festgestellt (Beschwerde S. 2), kann sie 
daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten: 

5.3.1 So diagnostizierte der Neurologe Dr. med. F.________ in seinem 
Bericht vom 10. September 2024 (act. II 8) zwar eine "posttraumatische" 
Tendinopathie der Supraspinatussehne rechts und hielt weiter fest, dass 
die Beschwerden "nach dem Autounfall am 23. Oktober 2023" aufgetreten 
seien, womit am ehesten von einer traumatischen Genese auszugehen sei 
(act. II 8 S. 1). Ob Dr. med. F.________ überhaupt über die fachliche Kom-
petenz zur Kausalitätsbeurteilung einer nicht in den Fachbereich der Neu-
rologie fallenden Schulterproblematik verfügt, kann offen bleiben. Denn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 15 -

einerseits bedeutet der Begriff "posttraumatisch" nicht schon (natürliche) 
Kausalität (Urteil des BGer 8C_645/2022 vom 16. Februar 2023 E. 4.1). 
Andererseits basiert seine (vage) Kausalitätsbeurteilung ausschliesslich auf 
den zu den früheren Äusserungen (vgl. E. 5.2 vorne) in Widerspruch ste-
henden Angaben der Beschwerdeführerin, wonach sie nach dem Autounfall 
belastungsabhängige Schulterschmerzen gehabt habe, was aktenmässig 
nicht verifiziert bzw. dokumentiert ist und überdies der für den Nachweis 
einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung nicht massgeblichen 
Formel "post hoc, ergo propter hoc" entspricht, nach deren Bedeutung eine 
gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht 
gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 149 V 218 E. 5.6 S. 223, 
119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154, 8C_672/2020 
E. 4.2). 

5.3.2 Das hiervor Gesagte trifft im Wesentlichen auch auf den Bericht 
des Orthopäden Dr. med. G.________ vom 4. März 2025 zu (act. II 51 S. 2 
f.), welcher zwar einen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 18. Ok-
tober 2023 bejaht, diesen jedoch nicht begründet. Daran ändert nichts, 
dass dieser Arzt in Abweichung von den Beurteilungen der MRI-Bildgebung 
vom 9. September 2024 durch den Radiologen (act. II 16 S. 2) sowie durch 
Dr. med. C.________ (act. II 108 S. 2) von einer Teilruptur ausgeht, zumal 
auch er der "Begleittendinose" im Hinblick auf die Heilbehandlung massge-
bliche Bedeutung beimass. Darüber hinaus spräche der Umstand, wonach 
die Beschwerdeführerin erst fast vier Monate nach dem Unfall vom 18. Ok-
tober 2023 aufgrund von Schulterbeschwerden einen Arzt aufsuchte selbst 
bei Annahme einer Teilruptur gegen eine überwiegend (dauerhafte) unfall-
bedingte Genese der erlittenen Verletzung (vgl. auch LOEW et. al., Empfeh-
lungen zu Diagnostik und Begutachtung der traumatischen 
Rotatorenmanschettenläsion, in: Der Unfallchirurg 2000-5 S. 424 f., wo-
nach ein ausbleibender Arztbesuch innerhalb eines Monats als "Gegenbe-
weis" qualifiziert wird, der "in der Regel zu einem Ausschluss der 
Kausalität" führt). 

Damit vermag die Beschwerdeführerin auch aus dem Bericht von Dr. med. 
G.________ vom 11. Juni 2025 (act. I 5) nichts zu ihren Gunsten abzulei-
ten, da darin keine im Vergleich zum Bericht vom 4. März 2025 neuen me-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 16 -

dizinischen Aspekte aufgeführt werden, welche die Kausalitätsbeurteilung 
von Dr. med. C.________ als unzutreffend erscheinen lassen. Insbesonde-
re leitete Dr. med. G.________ im Bericht vom 11. Juni 2025 den von ihm 
postulierten Kausalzusammenhang wiederum vornehmlich aus den Anga-
ben der Beschwerdeführerin ab, welche dem bereits Dargelegten zufolge 
(vgl. E. 5.3.1 vorne) aktenmässig nicht untermauert sind. Neu führte er zur 
Begründung seines Standpunkts den Unfallmechanismus an, wonach bei 
"diesem heftigen Unfall, wo grosse Kräfte gewirkt" hätten, davon auszuge-
hen sei, dass es "zu einer entsprechenden Sehnenverletzung" gekommen 
sei. Diese Ausführungen sind indes rein spekulativ, nachdem Dr. med. 
G.________ selbst einräumte, der genaue Unfallmechanismus sei nicht 
bekannt. Weiterungen hierzu erübrigen sich, nachdem dem Unfallmecha-
nismus ohnehin keine übergeordnete Bedeutung zukommt (Urteil des BGer 
8C_167/2021 vom 16. Dezember 2021 E. 4.1) und der genaue Unfallher-
gang vorliegend auch nicht mehr erstellbar ist. Schliesslich würdigte 
Dr. med. G.________ den Umstand nicht, dass die Beschwerdeführerin 
erwiesenermassen unmittelbar nach dem Unfall und auch während weiterer 
Monate keiner ärztlichen Behandlung bedurfte. Damit genügt auch dieser 
Bericht nicht, um einen (Fort-)Bestand des Kausalzusammenhangs zu be-
gründen. 

5.4 Demnach wecken die Berichte der behandelnden Ärzte keine auch 
nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststel-
lungen von Dr. med. C.________. Der eventualiter beantragten Anordnung 
weiterer medizinischer Abklärungen bedarf es somit nicht. Nachdem der 
Status quo sine bereits acht Wochen nach dem Unfall vom 18. Oktober 
2023 erreicht war, ist die von der Beschwerdegegnerin per 23. Oktober 
2024 erfolgte Leistungseinstellung nicht zu beanstanden bzw. erweist sich 
deren Zeitpunkt als zu Gunsten der Beschwerdeführerin (act. II 142 S. 8 
Rz. 5). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 17 -

6.

Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. Juli 
2025 (act. II 142) nicht zu beanstanden und die dagegen gerichtete Be-
schwerde als offensichtlich unbegründet (vgl. E. 1.3 vorne) abzuweisen. 

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, UV 200 2025 481

- 18 -

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.