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**Case Identifier:** ea5e3865-c689-5d9a-8b27-8be476505483
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.10.2017 200 2017 512
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-512_2017-10-19.pdf

## Full Text

200 17 512 IV
KOJ/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, C.________, 
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. April 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1970 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 18. April 2012 unter Hinweis auf ein Unfallereignis bei der 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IVB [act. II] 2). Diese edierte die Akten der Suva (act. II 4.1 f., 
15.1, 20.1-20.6) und veranlasste nach beruflichen Eingliederungs-
bemühungen (Akten der IVB [act. IIA] 24, 37, 40 f., 48, 60, 77, 84) eine 
medizinische Begutachtung (act. IIA 103.1). Gestützt darauf ermittelte sie 
einen Invaliditätsgrad von 7 % und stellte dem Versicherten mit Vorbe-
scheid vom 18. Oktober 2016 (act. IIA 108) die Abweisung des Leistungs-
gesuchs hinsichtlich einer Invalidenrente in Aussicht. Nach erhobenem 
Einwand (act. IIA 111, 118 f.) und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD; act. IIA 122 f.) verneinte die IVB mit Verfügung vom 
25. April 2017 (act. IIA 124) entsprechend dem Vorbescheid einen Renten-
anspruch.

B.

Mit Eingabe vom 26. Mai 2017 erhob der Versicherte, vertreten durch 
B.________, C.________, Beschwerde und beantragte sinngemäss, die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur weiteren 
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; eventualiter sei 
ihm eine Invalidenrente zuzusprechen. Gleichzeitig ersuchte er um unent-
geltliche Rechtspflege im Sinne einer Befreiung von der Vorschuss- sowie 
Kostenpflicht.

Die Verfahrensanträge des Beschwerdeführers, wonach ihm eine Nachfrist 
zur Beschwerdeverbesserung bzw. zum Einreichen eines weiteren Be-
weismittels anzusetzen sei, wies der Instruktionsrichter mit prozessleiten-
der Verfügung vom 30. Mai 2017 ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 3

In ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2017 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Replicando legte der Beschwerdeführer am 14. August 2017 weitere Unter-
lagen ins Recht (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 5 f.), liess das Even-
tualbegehren fallen und hielt am Hauptbegehren fest.

Mit Duplik vom 8. September 2017 bestätigte die Beschwerdegegnerin ih-
ren Antrag.

Am 12. September 2017 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege betreffend Verfahrenskosten gut.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 4

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. April 2017 
(act. IIA 124). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab in formeller Hinsicht, dass ihm der 
psychiatrische Teil der RAD-Stellungnahme (act. IIA 122), welche die Be-
schwerdegegnerin zum integrierenden Bestandteil der angefochtenen Ver-
fügung (act. IIA 124) erklärte, nicht (zeitgerecht) zugestellt worden sei (Be-
schwerde S. 5 lit. B). 

2.2 Eine Verletzung der behördlichen Begründungspflicht bzw. des 
Rechts auf Akteneinsicht als Teilaspekte des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör (vgl. dazu: Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; BGE 
132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2008 UV Nr. 1 S. 2 E. 3.2) macht der Be-
schwerdeführer in diesem Zusammenhang nicht explizit geltend. Eine sol-
che würde nicht besonders schwer wiegen und gälte im Verfahren vor der 
mit uneingeschränkter Kognition urteilenden Beschwerdeinstanz, in wel-
chem dem Beschwerdeführer das Replikrecht gewährt wurde und ihm die 
gesamten Verfahrensakten zur Verfügung standen, ohnehin als geheilt (vgl. 
BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV 
Nr. 26 S. 76 E. 4.2). Es sind demnach die materiellen Rügen im Zusam-
menhang mit dem streitigen Anspruch zu prüfen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 5

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

3.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

4.

4.1 Die angefochtene Verfügung vom 25. April 2017 (act. IIA 124) ba-
siert in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der MEDAS D.________ 
(MEDAS) vom 2. September 2016 (act. IIA 103.1) sowie den RAD-
Stellungnahmen vom April 2017 (act. IIA 122 f.).

4.1.1 Im polydisziplinären (allgemeininternistischen, neurologischen, 
orthopädischen und psychiatrischen) MEDAS-Gutachten wurden die fol-
genden Diagnosen vermerkt (act. IIA 103.1/40 Ziff. 4 Ziff. III):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

 Belastungsabhängige Lumbago nach Kompressionsfraktur des 
Lendenwirbelkörpers (LWK) 4 im Jahr 2011

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

 Hypertonie, Hypercholesterinämie

Die Gutachter attestierten für die bisherige Tätigkeit seit dem Sturz des 
Beschwerdeführers von einer steilen Böschung am 26. Juli 2011 (act. II 
4.2/4, 4.2/7) eine vollständige dauerhafte Arbeitsunfähigkeit sowie in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit (körperlich leichte wechselbelastend oder 
überwiegend sitzende Arbeiten mit manueller Lastenhandhabung bis 20kg) 
eine seit jeher uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (act. IIA 103.1/28 
Ziff. 2.3.4, 103.1/36 Ziff. 3, 103.1/43 Ziff. 4 Ziff. VI).

4.1.2 In den RAD-Stellungnahmen vom 1. bzw. 3. April 2017 (act. IIA 
122 f.) setzten sich die Dres. med. E.________ (nach eigenen Angaben 

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Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie [D], im Medi-
zinalberuferegister jedoch ohne anerkannten Facharzttitel verzeichnet [vgl. 
<www.medregom.admin.ch>]), sowie F.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, mit den Einwänden des Beschwerdeführers (act. IIA 111, 
118 f.) auseinander und erachteten die MEDAS-Expertise (act. IIA 103.1) 
aus medizinischer Perspektive als nachvollziehbar.

4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

4.3 Die polydisziplinäre MEDAS-Expertise vom 2. September 2016 
(act. IIA 103.1) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforde-
rungen (vgl. E. 4.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis, weshalb sich weite-
re Sachverhaltserhebungen – wie insbesondere das Einholen einer 
hausärztlichen Stellungnahme (Beschwerde S. 6 lit. B) – erübrigen (antizi-
pierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Die MEDAS-
Gutachter stützten sich auf die wesentlichen Vorakten sowie die verschie-
denen klinischen Explorationen; sie begründeten ihre Beurteilungen nach-
vollziehbar und überzeugend. Die seitens des Beschwerdeführers dagegen 
erhobene Kritik verfängt nicht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 8

4.3.1 Das MEDAS-Gutachten ist trotz der geltend gemachten falschen 
Angaben des Zivilstandes sowie der Körpergrösse des Exploranden (Be-
schwerde S. 5 lit. B; act. IIA 111/2 Ziff. II Ziff. 2/1) insgesamt schlüssig, zu-
mal die entsprechenden Faktoren in medizinischer Hinsicht vorliegend of-
fensichtlich von untergeordneter Bedeutung sind. Immerhin wurde auch 
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 12. September 2012 die-
selbe Körpergrösse gemessen (act. II 20.3/4 Ziff. 4) wie anlässlich der 
MEDAS-Begutachtung (act. IIA 103.1/15 Ziff. 2.1.2; vgl. aber act. II 20.4/8 
und act. IIA 58/6). Jedenfalls lässt sich aus geringfügigen Fehlern und klei-
neren Missschreibungen, die angesichts des Umfangs einer polydiszi-
plinären Expertise durchaus vorkommen können, nicht ohne weiteres pau-
schal auf deren mangelnde Qualität schliessen. 

4.3.2 Inwiefern die MEDAS-Experten den Bericht des Hausarztes Dr. 
med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 20. März 
2016 (act. IIA 94) zu Ungunsten des Beschwerdeführers «umgedreht» ha-
ben sollen (Beschwerde S. 6 lit. B), ist nicht ersichtlich. Vielmehr korreliert 
die hausärztliche Einschätzung, wonach die bisherige Tätigkeit nicht mehr 
vorstellbar sei (act. I 4/1 Ziff. 5; act. IIA 94/4 Ziff. 1.7), dem Beschwerdefüh-
rer strukturierte handwerkliche Tätigkeiten aber weiterhin zumutbar seien 
(act. IIA 94/4 Ziff. 1.7), durchaus mit der Beurteilung im Administrativgut-
achten (act. IIA 103.1/28 Ziff. 2.3.4, 103.1/38 Ziff. 3). Dass Dr. med. 
G.________ darüber hinaus ein geschütztes Arbeitsumfeld für erforderlich 
gehalten haben soll (Beschwerde S. 6 f. lit. B), ist nicht ausgewiesen und 
wäre auch nicht geeignet, den Beweiswert des Gutachtens zu erschüttern. 
Denn eine derartige Auffassung des Hausarztes würde lediglich die allge-
meininternistische Perspektive widerspiegeln und wäre mit der objektiven 
Befundlage in dieser Fachdisziplin (act. IIA 103.1/14 f. Ziff. 2.1.2) nicht ver-
einbar. Im Übrigen stimmt die allein mit den orthopädisch bedingten Unfall-
folgen begründete Beurteilung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähig-
keit im MEDAS-Gutachten ebenso weitgehend mit dem von der Rehaklinik 
H.________ bereits im März 2014 formulierten (act. II 20.4/2) und in der 
Folge von den Suva-Kreisärzten bestätigten (act. IIA 58/9, 115/5) Zumut-
barkeitsprofil für eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer Verwei-
sungstätigkeit überein. Die Situation betreffend die LWK-Fraktur wurde 
bildgebend mehrfach abgeklärt (act. II 4.2/18, 4.2/23, 4.2/29, 4.2/94) und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 9

der Befund ist unbestritten. Diesbezüglich bestehen keine Aspekte, die im 
Rahmen der Administrativbegutachtung unerkannt oder ungewürdigt ge-
blieben wären. Weitere somatisch bedingte Einschränkungen sind nicht 
ersichtlich, nachdem der Beschwerdeführer auch hinsichtlich der Schuss-
verletzung der Harnblase vom Dezember 2012 (act. II 20.4/29) nach eige-
nen Angaben beschwerdefrei ist (act. IIA 103.1/12 Ziff. 2.1.1; vgl. auch 
act. IIA 103.1/21 Ziff. 2.3.1).

4.3.3 Im psychiatrischen Teil des MEDAS-Gutachtens setzte sich med. 
pract. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eingehend 
mit den «konträren Meinungen» (Beschwerde S. 5 lit. B) der behandelnden 
Dres. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, so-
wie K.________ (im Medizinalberuferegister ohne anerkannten Facharztti-
tel verzeichnet [vgl. <www.medregom.admin.ch>]) auseinander. Diese dia-
gnostizierten eine seit dem Jahr 2013 bestehende posttraumatische Belas-
tungsstörung (PTBS; ICD-10: F43.1) sowie eine gegenwärtig mittelgradige 
depressive Episode einer ebenfalls seit 2013 bestehenden rezidivierenden 
depressiven Störung (ICD-10: F33.11; act. IIA 68/1 Ziff. 1.1). Der Gutachter 
prüfte sowohl diese Diagnosen als auch jene einer Schmerzstörung und 
verwarf sie mit überzeugender Begründung (act. IIA 103.1/36 Ziff. 2.4.4). 
Insbesondere zeigte er dabei in Bezug auf die PTBS einleuchtend auf, 
dass der späte Beginn der angeblich durch die Kriegserlebnisse im ... aus-
gelösten Störung nicht plausibel sei (act. IIA 103.1/35 Ziff. 2.2.4). Zwar 
lässt sich die PTBS-Diagnose nicht von vornherein allein aufgrund der La-
tenz verneinen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 6. Juli 2017, 
8C_73/2017, E.6.5), die ICD-10 verlangt indes unter anderem, dass bei 
einer längeren Latenzzeit keine andere Diagnose (wie beispielsweise eine 
depressive Episode) gestellt werden kann (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT 
[Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel 
V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 208; vgl. BGE 142 
V 342 E. 5.2.2 S. 347 mit Hinweisen), was hier jedoch gerade postuliert 
wurde (act. IIA 68/1 Ziff. 1.1). Auch im nachgereichten Austrittsbericht der 
psychiatrischen Dienste L.________ vom 27. Juni 2017 (act. I 6) wurde im 
Übrigen darauf hingewiesen, dass die diagnostischen Kriterien für eine 
PTBS weder anamnestisch beschrieben worden noch klinisch objektivier-
bar seien (act. I 6/3). Die Schlussfolgerung von med. pract. I.________, 

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wonach beim Exploranden – trotz der drohenden Blutrache aus einer Feh-
de mit einem anderen Clan, in deren Zuge er angeschossen wurde und ein 
Angehöriger der anderen Familie verstorben sei (act. II 20.4/29, 20.5/2; 
act. IIA 103.1/12 Ziff. 2.1.1, 103.1/30 Ziff. 2.4.1.3) – keine namhafte psychi-
sche Beeinträchtigung besteht, teilte auch Dr. med. E.________ mit nach-
vollziehbarer Begründung (act. IIA 122). Sodann gilt es hinsichtlich des von 
den Dres. med. J.________ und K.________ (act. IIA 68/1 Ziff. 1.1) sowie 
nun auch seitens der psychiatrischen Dienste L.________ (act. I 5/1, 6/1) 
diagnostizierten mittelgradigen depressiven Geschehens (ICD-10: F32.1 
bzw. F33.11; Replik S. 1) anzumerken, dass solche Störungen aus dem 
depressiven Formenkreis mit dieser Ausprägung – mit Ausnahme von hier 
nicht vorliegenden seltenen Konstellationen – von vornherein keine invali-
denversicherungsrechtlich relevante Einschränkung darstellen (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 15. Mai 2017, 8C_753/2016, E.4.3 mit Hinweisen).

4.3.4 Schliesslich sind auch die Erkenntnisse aus den beruflichen Ein-
gliederungsmassnahmen (act. IIA 40, 60, 84) sowie die Stellungnahme der 
Abklärungsstelle M.________ vom 23. Januar 2017 (act. IIA 118/5) zum 
Gutachten nicht geeignet, Zweifel an den Schlussfolgerungen der MEDAS-
Gutachter zu begründen (Beschwerde S. 6 lit. B). Auf das im Rahmen der 
beruflichen Abklärung bzw. der Arbeitstrainings präsentierte Leistungsver-
mögen kann nicht unbesehen abgestellt werden. Wohl mögen Berichte von 
Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung zur Ergän-
zung der medizinischen Unterlagen dienlich sein, die verbindliche Feststel-
lung der noch zumutbaren Arbeitsleistung fällt hingegen in die Kompetenz 
der rechtsanwendenden Stelle (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 196). Dies gilt 
umso mehr, wenn – wie vorliegend – sich das Ausmass der demonstrierten 
Einschränkungen mit den objektivierbaren pathologischen Befunden nur 
teilweise erklären lässt (act. II 20.4/2; act. IIA 58/9), erhebliche Inkonsisten-
zen dokumentiert werden (act. IIA 103.1/37) und die Symptome demonstra-
tiv und aggravierend vorgetragen werden (act. IIA 103.1/32 Ziff. 2.4.2, 
103.1/37 Ziff. 3). Im Übrigen sind die in der besagten Stellungnahme ge-
schilderten Schwierigkeiten des Beschwerdeführers bei grobmotorischen 
Tätigkeiten wie auch die Notwendigkeit wechselnder Arbeitspositionen (act. 
IIA 118/5) mit dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil gemäss Gutachten 
(vgl. E. 4.1.1 hiervor) ohne weiteres vereinbar. Sodann ist für die Bemes-

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sung der Erwerbsfähigkeit (vgl. E. 5 hiernach) nicht entscheidend, ob der 
Beschwerdeführer nach den konkreten Verhältnissen auf dem ersten Ar-
beitsmarkt vermittelbar ist (act. IIA 118/5), sondern ob er die ihm verbliebe-
ne Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren 
Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (sog. 
ausgeglichener Arbeitsmarkt; vgl. Art. 16 ATSG; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 6 
E. 4.4).

4.4 Nach dem Dargelegten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
(BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Juli 
2011 in seiner angestammten Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig ist, ihm 
jedoch eine Verweisungstätigkeit bei ganztägiger Präsenzzeit ohne Ein-
schränkung des Rendements stets zumutbar blieb. Zu prüfen bleiben dem-
nach die erwerblichen Auswirkungen dieser medizinischen Ausgangslage.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

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5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 
E. 2.5.7 S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 
E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

6.

6.1 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen richti-
gerweise anhand der Angaben der letzten Arbeitgeberin, denn dieses Ar-
beitsverhältnis wurde aus medizinischen Gründen aufgelöst (act. II 20.6/1) 
und wäre im hypothetischen Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich 
weitergeführt worden. Im massgebenden Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns im Oktober 2012 (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. act. IIA 
103.1/28 Ziff. 2.3.4 und 103.1/43 Ziff. 4 Ziff. VI [betreffend Wartezeit] bzw. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 13

Art. 29 Abs. 1 IVG i.V.m. act. II 2 [betreffend Karenzfrist]) ergibt sich ein 
Jahresbruttoeinkommen von Fr. 66‘690.-- (Fr. 5‘130.-- [act. II 15.1/40] x 13 
Monate).

6.2 Der Beschwerdeführer verwertet seine medizinisch-theoretische 
Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit nicht, womit das Invalideneinkommen an-
hand der LSE 2012 zu ermitteln ist. Dies ergibt ein hypothetisches Brutto-
jahreseinkommen von Fr. 65‘177.-- (Fr. 5‘210.-- [BFS, LSE 2012, Tabelle 
TA1, Männer, Total, Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 40 Wochenarbeits-
stunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BUA 2012, Total]). Hiervon hat die 
Beschwerdegegnerin wegen nicht mehr zumutbarer Schwerarbeit einen 
leidensbedingten Abzug von 5 % zugelassen (act. IIA 124/1), was zu einem 
Invalideneinkommen von Fr. 61‘918.-- führt (Fr. 65‘177.-- ./. 5 %). Ein höhe-
rer Abzug vom Tabellenlohn ist angesichts der in einer leichten Verwei-
sungstätigkeit weiterhin zumutbaren 100%igen Arbeits- bzw. Leistungs-
fähigkeit nicht gerechtfertigt. Auch die weiteren möglichen Aspekte (vgl. 
E. 5.2.2 hiervor) wirken sich hier nicht lohnmindernd aus. Insbesondere hat 
der Beschwerdeführer noch eine relativ lange Aktivitätsdauer vor sich und 
werden Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
altersunabhängig nachgefragt (Entscheid des BGer vom 15. September 
2016, 8C_482/2016, E. 5.4.3 mit Hinweisen). Mit Blick auf seine ausländi-
sche Herkunft ergibt sich zudem, dass gemäss Tabelle T12_b der LSE 
2012 Männer mit Niederlassungsbewilligung (Ausweis C; act. II 12) ohne 
Kaderfunktion zwar weniger als Schweizer verdienen, aber mehr als das für 
die Invaliditätsbemessung herangezogene Durchschnittseinkommen (Ent-
scheid des BGer vom 7. September 2016, 8C_469/2016, E. 4.3.3).

6.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
ein abgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und renten-
ausschliessender (vgl. E. 3.3 hiervor) Invaliditätsgrad von 7 % 
([Fr. 66‘690.-- ./. Fr. 61‘918.--] / Fr. 66‘690.-- x 100). Selbst unter der An-
nahme des in der Beschwerde geltend gemachten (jedoch keinesfalls ge-
rechtfertigten) Maximalabzugs von 25 % vom Tabellenlohn für das Invali-
deneinkommen ergäbe sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad 
von rund 27 % ([Fr. 66‘690.-- ./. Fr. 48‘883.--] / Fr. 66‘690.-- x 100). Dass 
die Verwaltung in der angefochtenen Verfügung vom 25. April 2017 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 14

(act. IIA 124) einen Rentenanspruch verneinte, ist somit nicht zu beanstan-
den und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen 
und dem unterliegenden Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. 
Zufolge der mit Verfügung vom 12. September 2017 zugesprochenen un-
entgeltlichen Rechtspflege ist der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der 
Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272), d.h. 
sobald er innert zehn Jahren nach Abschluss des Verfahrens zur Nachzah-
lung in der Lage ist – von der Zahlungspflicht betreffend die Verfahrenskos-
ten zu befreien.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2017, IV/17/512, Seite 15

der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.