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**Case Identifier:** 64fda8e7-8446-5709-a43c-3f88cda76c5d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.02.2024 100 2023 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-52_2024-02-09.pdf

## Full Text

100.2023.52U
STE/TST/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. Februar 2024

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiber Tschumi

A.________ und B.________
Beschwerdeführende

gegen

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Burgdorf
Baudirektion, Lyssachstrasse 92, Postfach 1540, 3401 Burgdorf

betreffend Baubewilligung; Anbau eines Balkons an bestehendem 
Gebäude (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
vom 13. Januar 2023; BVD 110/2022/122)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.02.2024, Nr. 100.2023.52U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ und B.________ sind Eigentümerin und Eigentümer der 
Parzelle Burgdorf Gbbl. Nr. 1________, die in der Wohnzone 2 (W2) liegt. 
Entlang der südöstlichen Parzellengrenze verläuft der C.________Bach in 
einer Entfernung von rund 8 m zum Wohnhaus. Am 13. Dezember 2021 
stellten A.________ und B.________ bei der Einwohnergemeinde (EG) 
Burgdorf ein Baugesuch für den Umbau des Dachgeschosses ihres 
Wohnhauses samt Einbau einer Photovoltaik-Anlage sowie für den Anbau 
eines Balkons mit drei Stützen an der Südostfassade. Nachdem das 
Tiefbauamt des Kantons Bern (TBA) mit Amtsbericht Wasserbaupolizei vom 
18. Januar 2022 die Zustimmung zum geplanten Balkon verweigert hatte, 
reichten A.________ und B.________ am 1. März 2022 eine 
Projektänderung ein, mit der sie auf den Balkonanbau verzichteten. Für den 
Umbau des Dachgeschosses und den Einbau der Photovoltaik-Anlage 
erteilte die EG Burgdorf daraufhin mit Gesamtentscheid vom 23. März 2022 
die Baubewilligung. Am 19. April 2022 stellten A.________ und B.________ 
erneut ein Baugesuch mit unveränderten Plänen für den Anbau des Balkons 
an die Südostfassade und ersuchten zusätzlich um eine 
Ausnahmebewilligung für das Bauen im Gewässerraum. Dafür verweigerte 
die EG Burgdorf mit Gesamtentscheid vom 28. Juni 2022 die Baubewilligung 
(Bauabschlag).

B.

Gegen diesen Entscheid haben A.________ und B.________ am 20. Juli 
2022 (Postaufgabe: 22.7.2022) bei der Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern (BVD) Beschwerde erhoben. Am 4. November 2022 reichten 
sie eine Projektänderung ein (Verzicht auf die südöstliche Stütze, Rückver-
setzung der Tragkonstruktion mit den anderen beiden Stützen). Zum geän-
derten Bauvorhaben holte die BVD beim TBA eine ergänzende Stellung-
nahme ein und wies gestützt darauf die Beschwerde mit Entscheid vom 
13. Januar 2023 ab.

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C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 11. Februar 2023 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der angefochtene Ent-
scheid sei aufzuheben und die Ausnahmebewilligung sei zu erteilen. Even-
tuell könne die Ausnahmebewilligung auch «aufgeschoben» werden, bis die 
Ortsplanungsrevision rechtskräftig sei. Zudem würden sie für eine Reduktion 
der Auskragung des Balkons auf das Mass des bestehenden Dachvor-
sprungs Hand bieten.

Die BVD beantragt mit Beschwerdevernehmlassung vom 2. März 2023, die 
Beschwerde sei abzuweisen. Die EG Burgdorf schliesst mit Stellungnahme 
vom 3. März 2023 ebenfalls auf Beschwerdeabweisung. Am 20. März 2023 
haben A.________ und B.________ eine weitere Stellungnahme mit zusätz-
lichen Unterlagen eingereicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind als Bauherrschaft durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. 
Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

2.1 Gemäss Art. 36a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 
über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; 
SR 814.20) legen die Kantone den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer 
fest, der für die Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Gewässer, 
den Schutz vor Hochwasser und die Gewässernutzung erforderlich ist. Die 
minimale Breite dieses sog. Gewässerraums wird für Fliessgewässer in 
Art. 41a der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV; 
SR 814.201) konkretisiert: Abs. 1 und 2 dieser Bestimmung bezeichnen die 
Mindestbreite des Gewässerraums, die nicht unterschritten werden darf. 
Nach Abs. 3 wird die Breite von den Kantonen erhöht, wenn dies erforderlich 
ist, beispielsweise zur Gewährleistung des Hochwasserschutzes, des Raum-
bedarfs für eine Revitalisierung oder überwiegender Interessen des Natur- 
und Landschaftsschutzes. Abs. 4 sieht ausserdem vor, dass die Breite des 
Gewässerraums in dicht überbauten Gebieten den baulichen Gegeben-
heiten angepasst werden kann, soweit der Schutz vor Hochwasser gewähr-
leistet ist. 

2.2 Die Übergangsbestimmungen zur Änderung der GSchV vom 4. Mai 
2011 (nachfolgend: ÜB) verlangen, dass die Kantone die bundesrechtlichen 
Gewässerräume gemäss Art. 41a GSchV bis zum 31. Dezember 2018 fest-
legen (Abs. 1). Solange dies noch nicht erfolgt ist, ist beidseits von Fliessge-
wässern vorläufig ein von der Gerinnesohlenbreite abhängiger Streifen frei-
zuhalten (Abs. 2 Bst. a und b ÜB). Diese Bestimmung ist seit ihrem Inkraft-
treten am 1. Juni 2011 direkt anwendbar und bedarf keiner gesetzgeberi-
schen Umsetzung durch die Kantone. Damit soll sichergestellt werden, dass 
in den Gewässerräumen nach dem Inkrafttreten dieser Änderung der GSchV 
keine unerwünschten neuen Anlagen errichtet werden. Bereits bestehende 
kantonale Gewässerabstände, die weniger weit gehen als das Bundesrecht, 
sind unbeachtlich (Art. 49 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
BGE 140 II 428 E. 2.3; BGer 1C_444/2015 vom 14.3.2016 E. 3.5, 
1C_821/825/2013 vom 30.3.2015, in URP 2015 S. 301 E. 6.5.2; Christoph 
Fritzsche, in Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum GSchG/WBG, 
2016, Art. 36a GSchG N. 72 mit weiteren Hinweisen; Hans W. Stutz, Ufer-

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streifen und Gewässerraum – Umsetzung durch die Kantone, in URP 2012 
S. 90 ff., S. 102 und 107).

2.3 Nach Art. 5b Abs. 1 des Gesetzes vom 14. Februar 1989 über Ge-
wässerunterhalt und Wasserbau (Wasserbaugesetz, WBG; BSG 751.11) 
bestimmen im Kanton Bern die Gemeinden den Gewässerraum in ihrer bau-
rechtlichen Grundordnung oder in Überbauungsordnungen. Das Bauregle-
ment der Stadt Burgdorf vom 31. Oktober 2005 (BR) enthält in Art. 66 eine 
Regelung zum Gewässerraum, die bereits vor dem 1. Juni 2011 bestand. 
Gemäss dieser Bestimmung umfasst der geschützte Gewässerraum entlang 
von Gewässern im Baugebiet – wie in der hier interessierenden Wohnzone 
– an beiden Ufern je einen Streifen von 5 m (Abs. 1 Al. 3). Es ist unbestritten, 
dass diese Regelung weniger weit geht als die bundesrechtlichen ÜB zur 
Änderung der GSchV vom 4. Mai 2011, wonach der Gewässerraum des 
C.________Bachs, dessen Gerinnebreite im fraglichen Bereich weniger als 
12 m beträgt, aus einem beidseitigen Streifen mit einer Breite von je 8 m plus 
der Breite der bestehenden Gerinnesohle besteht (Abs. 2 Bst. a ÜB; vgl. 
auch Amtsbericht Wasserbaupolizei vom 18.1.2022 Ziff. 2.1 S. 2, Vorakten 
Gemeinde act. 4C pag. 33 f.). Massgebend sind daher die bundesrecht-
lichen Übergangsbestimmungen. 

2.4 Der Stadtrat der EG Burgdorf hat am 20. September 2021 den neuen 
Zonenplan 3 beschlossen, mit dem die bundesrechtlichen Gewässerräume 
grundeigentümerverbindlich festgelegt werden sollen (vgl. Protokoll der 
Stadtratssitzung vom 20.9.2021, einsehbar unter: <www.burgdorf.ch>, 
Rubrik «Aktuelles», Kategorie «Aus dem Stadtrat»). Gemäss der Version 
«Öffentliche Auflage» des Zonenplans 3 (Stand: Juni 2020, einsehbar unter: 
<www.burgdorf.ch>, Rubriken «Verwaltung», «Gesetze/Reglemente») ist für 
den C.________Bach grundsätzlich eine Gewässerraumbreite von 20 m 
vorgesehen (beidseitig je 10 m ab Gewässerachse); im Bereich der 
Bauparzelle soll sie allerdings (einseitig) von 10 m auf rund 8 m reduziert 
werden, weil das Gebiet als «dicht überbaut» eingestuft wird (dazu bereits 
angefochtener Entscheid E. 3d). Die Genehmigung dieser Planung durch 
das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) steht – soweit bekannt – 
noch aus (vgl. Geoportal des Kantons Bern, Karte «Genehmigte 
Gewässerräume im Kanton Bern», Nachführung: 8.11.2023, einsehbar 

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unter: <www.map.apps.be.ch/pub>). Die neuen kommunalen Ge-
wässerräume sind deshalb hier noch nicht massgebend (vgl. Art. 110 Abs. 1 
der Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1]). 

2.5 Unter den Verfahrensbeteiligten ist diese Ausganglage unbestritten. 
Einigkeit besteht ebenso darin, dass der geplante Balkon an der Südost-
fassade des Wohnhauses – zumindest teilweise – sowohl in den übergangs-
rechtlichen als auch den neuen kommunalen Gewässerraum hineinragen 
würde. Streitig ist dagegen, ob der Balkonanbau trotzdem zu bewilligen ist.

3.

3.1 Die zulässige Nutzung des Gewässerraums richtet sich in erster Linie 
nach Bundesrecht (Art. 11 Abs. 1 BauG). Es steht den Kantonen jedoch 
grundsätzlich frei, strengere Vorschriften aufzustellen (vgl. BGer 
1C_654/2021 vom 28.11.2022, in URP 2023 S. 208 E. 5 mit Hinweisen; vgl. 
auch Art. 11 Abs. 5 BauG). Das Bundesrecht umschreibt in Art. 41c GSchV, 
welche Anlagen im Gewässerraum erlaubt sind. Danach dürfen nur stand-
ortgebundene, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- und 
Wanderwege, Flusskraftwerke oder Brücken erstellt werden (Art. 41c Abs. 1 
Satz 1 GSchV). Ausserdem kann die Behörde die Erstellung von bestimm-
ten, im Einzelnen aufgeführten Anlagen im Gewässerraum bewilligen, sofern 
keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 41c Abs. 1 Satz 2 
GSchV). Möglich ist dies insbesondere bei zonenkonformen Anlagen in dicht 
überbauten Gebieten (Bst. a). Neben diesen bundesrechtlichen Vorschriften 
sieht Art. 48 Abs. 1 WBG vor, dass Bauten und Anlagen im Gewässerraum 
auch eine kantonalrechtliche Wasserbaupolizeibewilligung benötigen. Das 
TBA erteilt die Bewilligung, wenn das Bauvorhaben das Gewässer, den Ge-
wässerunterhalt und den Wasserbau nicht beeinträchtigt (Art. 48 Abs. 3 
WBG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 Bst. c der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über 
die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion [Organi-
sationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191]). Ausnahmen hiervon 
sind nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt und keine überwie-
genden Interessen entgegenstehen (Art. 48 Abs. 4 WBG).

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3.2 Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, 
dass der geplante Balkon den Zugang zum C.________Bach (zusätzlich) er-
schweren und den Gewässerunterhalt beinträchtigen würde. Insbesondere 
schränke er die Bewegungsfreiheit von Baumaschinen zu stark ein, mit 
denen der C.________Bach bei Hochwasser oder nach Unwettern von 
mitgeführtem Geschiebe, Ästen und Baumstämmen befreit werden müsse. 
Das TBA habe daher zu Recht keine ordentliche 
Wasserbaupolizeibewilligung nach Art. 48 Abs. 3 WBG erteilt (E. 4b). Das 
Wohnhaus verfüge bereits über einen Balkon über die gesamte Breite der 
Südwestfassade sowie im nördlicheren Teil der Südostfassade über einen 
Sitzplatz bzw. eine Terrasse. Abgesehen davon, dass die optimale Nutzung 
keinen Ausnahmegrund darstelle, vermöge das private Interesse der 
Beschwerdeführenden an einem zusätzlichen Balkon an der Südostfassade 
das öffentliche Interesse an der Freihaltung des Gewässerraums bzw. am 
Hochwasserschutz nicht zu überwiegen. Die EG Burgdorf habe folglich zu 
Recht auch eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 48 Abs. 4 WBG 
verweigert. Im Übrigen falle eine Ausnahme nach Art. 41c Abs. 1 Satz 2 
GSchV ebenfalls ausser Betracht. Eine solche Ausnahme könne zwar 
insbesondere in dicht überbauten Gebieten gewährt werden. Ihr stehe 
jedoch mit dem Gewässerunterhalt bzw. Hochwasserschutz ein 
überwiegendes Interesse entgegen (E. 4d).

3.3 Die Beschwerdeführenden beantragen vor Verwaltungsgericht, ihnen 
sei die erforderliche Ausnahmebewilligung für ihr Bauvorhaben zu erteilen 
(vorne Bst. C). Sie machen geltend, die Argumente des TBA, wonach der 
Balkon den Gewässerunterhalt oder den Wasserbau beeinträchtige, seien 
unbelegt und «schlichtweg falsch». Da der geplante Balkon das vorbeste-
hende Vordach ersetze, würden weder weiterer Gewässerraum beansprucht 
noch der Zugang zum Gewässer, das Ufer oder der Zustand des Bachs ver-
ändert. Der Balkon liege lediglich zu «rund 3,5 m2» im aktuell durch das Vor-
dach beanspruchten Gewässerraum und übernehme dessen Funktion als 
Regen- und Sonnenschutz für Fassade und Kellertreppe. Abgesehen davon 
könne eine Zone von 1,5 m entlang der Fassade für den Bachunterhalt und 
den Wasserbau nicht relevant sein, da sich in diesem Bereich seit dem Haus-
bau im Jahr 1993 eine Kellertreppe, ein Geländer, eine Terrassentreppe und 
eine Terrasse sowie der originale Dachvorsprung befänden. Es sei nicht 

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nachvollziehbar, wie in diesem Bereich mit mittleren Baumaschinen ma-
növriert werden solle. Sie hätten die Situation von einem Fachmann der 
E.________AG überprüfen lassen. Auch dieser habe bestätigt, dass das 
Bauvorhaben auf den Wasserbau und den Gewässerunterhalt keinen 
Einfluss habe. An den Informationsveranstaltungen der Gemeinde zur 
«Überbauungsordnung» (gemeint wohl: Ortsplanungsrevision) sei ihnen zu-
dem erklärt worden, dass die Nutzung des Bachufers im bisherigen Rahmen 
im Sinn einer «Besitzstandsgarantie» weiterhin möglich sei. Bei der Argu-
mentation des TBA gehe es nicht um den Hochwasserschutz, sondern um 
«Paragrafenreiterei» (Beschwerde S. 1 ff., Eingabe vom 20.3.2023 [act. 7]).

4.

Es ist zunächst zu prüfen, ob das Bauvorhaben gestützt auf die Besitz-
standsgarantie bewilligt werden kann.

4.1 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts richtet sich der Be-
sitzstand für Bauten und Anlagen im Gewässerraum, die sich innerhalb der 
Bauzonen befinden, in erster Linie nach kantonalem Recht. Dies unter dem 
Vorbehalt, dass die entsprechende kantonale Regelung die Eigentums-
garantie berücksichtigt (Art. 26 BV; Art. 24 der Verfassung des Kantons Bern 
[KV; BSG 101.1]) und gleichzeitig auch nicht zu einer Aushöhlung der bun-
desrechtlichen Bestimmungen zum Gewässerraum führt (BGer 
1C_332/2017 vom 23.2.2018 E. 3.2.2, 1C_473/2015 vom 22.3.2016, in URP 
2016 S. 375 E. 4.2, je mit Hinweisen; Cordelia Christiane Bähr, Neun Jahre 
Gewässerraum – ein Rechtsprechungsbericht, in URP 2020 S. 1 ff., 41). Im 
Kanton Bern ist daher die Besitzstandsgarantie für Bauten und Anlagen ge-
mäss Art. 3 BauG massgebend. Danach werden aufgrund bisherigen Rechts 
bewilligte oder bewilligungsfreie Bauten und Anlagen in ihrem Bestand durch 
neue Vorschriften und Pläne nicht berührt (Abs. 1). Sie dürfen unterhalten, 
zeitgemäss erneuert und, soweit dadurch ihre Rechtswidrigkeit nicht ver-
stärkt wird, auch umgebaut oder erweitert werden (Abs. 2). Das Verwal-
tungsgericht hat bereits bei früheren Gelegenheiten festgehalten, dass diese 
kantonale Regelung die bundesrechtlichen Bestimmungen zum Gewässer-

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raum nicht aushöhlt und mit dem Bundesrecht grundsätzlich vereinbar ist 
(BVR 2019 S. 550 E. 4.2; VGE 2022/280 vom 21.9.2023 E. 3.2).

4.2 Der geplante Balkonanbau stellt eine Erweiterung des Wohnhauses 
und nicht nur eine zeitgemässe Erneuerung desselben dar. Der Ausdruck 
«zeitgemäss erneuern» im Sinn von Art. 3 Abs. 2 BauG umfasst nur Reno-
vationen, d.h. der Pflege und der Instandhaltung dienende Massnahmen 
sowie das Ersetzen einzelner schadhafter Teile, die auch die Anpassung an 
moderne Komfortansprüche einschliessen können. Unter dem Begriff 
«Erweiterung» werden dagegen die Vergrösserung des Volumens eines 
Bauwerks oder die Ausdehnung von dessen (Nutz-)Fläche verstanden 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 1a N. 16, Art. 3 N. 3; Christophe Cueni, Die Be-
sitzstandsgarantie für baurechtswidrig gewordene Bauten und Anlagen in 
der Bauzone, in KPG-Bulletin 4/2007 S. 114 ff., 125 ff.). Dazu gehört auch 
der Anbau eines Balkons an ein bestehendes Gebäude (Konrad Willi, Die 
Besitzstandsgarantie für vorschriftswidrige Bauten und Anlagen innerhalb 
der Bauzonen, Diss. Zürich 2003, S. 95, insb. Fn. 136; Rudolf Kappeler, Die 
baurechtliche Regelung bestehender Gebäude, 2001, Fn. 50 i.V.m. Rz. 175 
und 182). Gemäss dem in E. 4.1 hiervor Ausgeführten ist das Bauvorhaben 
folglich nur von der Besitzstandsgarantie gedeckt, soweit es zu keiner Ver-
stärkung der Rechtswidrigkeit führt bzw. den Gewässerraum nicht stärker 
beeinträchtigt als das bestehende Wohnhaus.

4.3 Diese Voraussetzung ist hier nicht erfüllt: Gemäss den massgebli-
chen Plänen zur Projektänderung vom 4. November 2022 soll die Unterkante 
des Balkonbodens rund 60 cm tiefer als das bestehende Vordach zu liegen 
kommen und die Aussenkante des Balkons rund 50 cm weiter von der 
Fassade auskragen (vgl. Baugesuchsplan «Schnitt A-A», Vorakten Ge-
meinde act. 4C [Dokumentenfach im Dossierrücken]). Entgegen den Be-
schwerdeführenden trifft es daher nicht zu, dass der Balkonanbau lediglich 
einem «Ersatz des Vordachs» entspricht und keinen zusätzlichen Ge-
wässerraum beansprucht. Vielmehr würde die Rechtswidrigkeit offen-
sichtlich verstärkt, weil die einschränkenden Nutzungsvorschriften von 
Art. 41c GSchV auch die Luftsäule über dem geschützten Uferstreifen bzw. 
in diesen hineinkragende Balkone erfassen (vgl. VGer ZH VB.2013.00012 
vom 16.1.2014 E. 3.5.2; Christoph Fritzsche, a.a.O., Art. 36a GSchG N. 125; 

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Beatrice Wagner Pfeifer, Umweltrecht - Besondere Regelungsbereiche, 
2021, N. 1029). Anders als die Beschwerdeführenden meinen, wäre deshalb 
auch dann von einer Verstärkung der Rechtswidrigkeit auszugehen, wenn 
die Auskragung des Balkons auf die Höhe des bestehenden Vordachs zu-
rückversetzt würde. 

4.4 Somit können sich die Beschwerdeführenden nicht mit Erfolg auf die 
Besitzstandsgarantie nach Art. 3 BauG berufen.

5.

Zu beurteilen ist weiter, ob der geplante Balkon die Voraussetzungen für eine 
Wasserbaupolizeibewilligung erfüllt. 

5.1 Eine ordentliche Bewilligung nach Art. 48 Abs. 3 WBG setzt voraus, 
dass das Bauvorhaben das Gewässer, den Gewässerunterhalt und den 
Wasserbau nicht beeinträchtigt. Eine Beeinträchtigung liegt gemäss Art. 39a 
der Wasserbauverordnung vom 15. November 1989 (WBV; BSG 751.111.1) 
insbesondere dann vor, wenn der Zugang zum Gewässer behindert wird 
(Bst. b) oder infolge des Vorhabens künftig zusätzliche Aufwendungen beim 
Wasserbau oder Gewässerunterhalt zu erwarten sind (Bst. h). Der Zugang 
zum Gewässer sollte möglichst überall offengehalten werden und nicht nur 
als minimale Schneise. Um den erforderlichen Zugang zu gewährleisten, 
reicht es grundsätzlich nicht aus, dass dieser technisch noch irgendwo mög-
lich bleibt (Vortrag der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion [heute: BVD] 
zur Änderung der WBV vom 15. Oktober 2014, S. 6, einsehbar unter: 
<www.bvd.be.ch>, Rubriken «Über uns/Rechtsamt/Rechtliche Grundla-
gen/Vorträge»). 

5.2 Die Vorinstanz hat die Bewilligungsverweigerung im Wesentlichen 
gestützt auf die Einschätzungen des TBA bestätigt. Danach müsse der 
C.________Bach bei Starkniederschlag zusammen mit dem parallel 
verlaufenden D.________Bach die anfallenden Wassermengen ableiten, 
womit ihm eine wichtige Entwässerungsfunktion zukomme. Zu diesem 
Zweck bestehe auf der gegenüberliegenden Seite der Bauparzelle auch ein 
Damm. Es sei gemäss dem TBA deshalb von zentraler Bedeutung, dass der 

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Gewässerraum des C.________Bachs frei bleibe. Auf dem Foto in den 
Vorakten der Gemeinde (act. 4B pag. 67) sei zudem klar zu erkennen, dass 
zwischen dem Wohnhaus der Beschwerdeführenden und dem Bach eine 
abfallende Böschung liege und nicht viel Platz vorhanden sei. Nach den 
Ausführungen des TBA müssten jedoch ab der Böschungsoberkante 
mindestens 5 m frei sein, damit dieser Bereich mit mittelgrossen 
Baumaschinen befahren werden könne. Damit dort auch Maschinen mit 
Aufbauten und Baggerarmen eingesetzt werden könnten, sei es notwendig, 
dass dieser Bereich auch in der Höhe freibleibe. Da der Balkon auf einer 
Höhe von 2,77 m geplant sei, rage er in dieses freizuhaltende Lichtraumprofil 
hinein und zwar tiefer als das bestehende Vordach, woran die 
Projektänderung vom 4. November 2022 nichts ändere. Auch mit den 
zurückversetzten Stützen sei der Zugang nicht genügend gewährleistet. Das 
TBA habe daher zu Recht keine Wasserbaupolizeibewilligung nach Art. 48 
Abs. 3 WBG erteilt (angefochtener Entscheid E. 4b).

5.3 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden sind diese Aus-
führungen schlüssig und bestand für die Vorinstanz kein Anlass, die Fach-
beurteilung des TBA in Zweifel zu ziehen (zum Beweiswert von Fachbe-
richten amtlicher Stellen BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5 mit Hin-
weisen; Michel Daum, a.a.O., Art. 19 N. 38): Wie die BVD zutreffend erwo-
gen hat, hat das TBA gestützt auf eine Begehung vor Ort festgestellt, dass 
zwischen der Südostfassade des Wohnhauses und der Böschungsober-
kante eine Engstelle mit einer Breite von lediglich etwas mehr als 2 m 
bestehe, weshalb der Zugang zum C.________Bach bereits heute nur 
erschwert möglich sei (vgl. Ziff. 3 S. 2 des Amtsberichts vom 18.1.2022). Das 
von der Vorinstanz erwähnte Foto (act. 4B pag. 67) bestätigt diese Dar-
stellung, ist darauf doch ersichtlich, dass auf der terrassierten Fläche vor der 
Südostfassade des Wohnhauses nur wenig Platz für das Manövrieren mit 
Baumaschinen zur Verfügung steht, während die zum Bachbett abfallende 
Böschung nur schwer befahrbar ist, was die Beschwerdeführenden nicht 
bestreiten. Auch sonst führen sie nicht näher aus, inwiefern das TBA die 
massgebliche örtliche Situation unzureichend oder «schlichtweg falsch» er-
hoben haben soll. Die eingereichten Fotos zeigen zwar, dass vor dem nörd-
lichen Bereich der Südostfassade bereits eine Kellertreppe mit einem Ge-
länder sowie eine Terrassentreppe bestehen. Jedoch sind im südlichen 

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Bereich der Südostfassade – wo der geplante Balkon am weitesten in den 
freizuhaltenden Bereich hineinragen würde – keine solchen Hindernisse er-
kennbar (vgl. Situationsplan und Fotos im Anhang der Beschwerde). Der 
Balkon mit einer Tiefe von 1,49 m ragt weiter in den Gewässerraum hinein 
als das vorbestehende Vordach (vgl. Baugesuchspläne «Obergeschoss», 
«Südostfassade» und «Südwestfassade», Vorakten Gemeinde act. 4C 
[Dokumentenfach im Dossierrücken]). Und selbst wenn er nicht weiter als 
dieses auskragen würde, ist er tiefer angesetzt als die Unterkante des Vor-
dachs. Die von der BVD erwähnte Höhe von 2,77 m entspricht im Übrigen 
der Ober- und nicht der massgeblichen Unterkante der Balkonplatte (vgl. 
Baugesuchsplan «Schnitt A-A»), so dass das Lichtraumprofil an der 
Südecke des Balkons auf weniger als 2,6 m verringert würde. Es leuchtet 
daher ohne Weiteres ein, wenn das TBA eine ordentliche Wasserbaupolizei-
bewilligung mit der Begründung verweigert hat, dass der geplante Balkon 
den Zugang zum C.________Bach zusätzlich einschränken und die 
Aufräumarbeiten bei Überschwemmungen wesentlich erschweren würde. 

5.4 An diesem Ergebnis vermag auch die vor Verwaltungsgericht neu 
eingereichte Einschätzung eines Mitarbeiters der u.a. im Wasserbau tätigen 
E.________AG (act. 1C) nichts zu ändern, wonach der umstrittene Balkon 
auf einer Höhe geplant sei, auf der er für Baumaschinen keine Ein-
schränkung bedeute (vgl. im Übrigen zum generell beschränkten Beweiswert 
von privat eingeholten Fachmeinungen BVR 2012 S. 252 E. 3.4.4; Michel 
Daum, a.a.O., Art. 19 N. 102). Vielmehr überzeugt die gegenteilige Beurtei-
lung des TBA und der Vorinstanzen, zumal als notorisch gelten kann, dass 
Arbeiten mit mittelgrossen Baumaschinen bzw. Baggern ein Lichtraumprofil 
von mehr als 2,6 m Höhe benötigen (vgl. auch die Stellungnahme des TBA 
vom 21.11.2022, wonach ein Lichtraumprofil von mindestens 5 m erfor-
derlich wäre, Vorakten BVD pag. 34). Ferner kann der Vorinstanz nicht vor-
gehalten werden, sie habe die Tatsache ignoriert, dass der umstrittene Bal-
kon den C.________Bach bzw. dessen Zustand nicht verändere. Sie hat die 
Bewilligung für das Bauvorhaben aus Gründen des Gewässerunterhalts 
bzw. Hochwasserschutzes und nicht aus solchen des Gewässerschutzes 
verweigert. Folglich ist eine mangelhafte Sachverhaltsabklärung auch inso-
fern nicht ersichtlich. Der Antrag der Beschwerdeführenden auf Durchfüh-

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rung eines Augenscheins (Eingabe vom 20.3.2023) verspricht auch vor Ver-
waltungsgericht keine relevanten neuen Erkenntnisse; er wird abgewiesen.

5.5 Es bleibt somit zu prüfen, ob den Beschwerdeführenden eine 
wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung zu Recht verweigert wurde. 
Eine solche kann gemäss Art. 48 Abs. 4 WBG erteilt werden, wenn ein wich-
tiger Grund vorliegt und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. 
Ob ein wichtiger Grund vorliegt, ist nach den gleichen Grundsätzen zu beur-
teilen, wie sie die Praxis für Ausnahmebewilligungen nach Art. 26 BauG ent-
wickelt hat (VGE 2017/199 vom 13.8.2018 E. 4.6 mit weiteren Hinweisen; 
Kunz/Walther, Erläuterungen zum Wasserbaugesetz, 1989, Art. 48 N. 4). Als 
wichtiger Grund, der eine Ausnahmebewilligung rechtfertigen kann, kommen 
alle wesentlichen Interessen der bauwilligen Person in Betracht, die sich auf 
Zweck, Umfang oder Gestaltung ihres Bauvorhabens beziehen und in den 
geltenden Vorschriften keine genügende Berücksichtigung finden. Es sollen 
aber nur ausgesprochene Unbilligkeiten und Unzweckmässigkeiten vermie-
den werden. Insofern rechtfertigt sich eine Ausnahmebewilligung nicht, wenn 
zumutbare Alternativen zur Verfügung stehen. Der blosse Wunsch nach 
optimaler, gewinnbringender Nutzung des Grundstücks oder einfach 
besserer Lösung stellt keinen Ausnahmegrund dar (BVR 2015 S. 425 E. 5.1; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 26-27 N. 4 f.).

5.6 Die Vorinstanz hat einen Anspruch auf eine Ausnahmebewilligung 
verneint. Zur Begründung führte sie aus, der Wunsch, an der bestehenden 
Liegenschaft einen zusätzlichen Balkon zu erstellen, komme dem Bestreben 
nach einer optimalen Nutzung gleich und stelle keinen Ausnahmegrund dar. 
Auch sonst sei kein wichtiger Grund für eine Ausnahme erkennbar. Zudem 
überwiege das öffentliche Interesse am Hochwasserschutz bzw. an der Frei-
haltung des Gewässerraums das private Interesse der Beschwerde-
führenden an der Ausnützung der Bauparzelle und der Erhöhung des 
Komforts. Folglich könne eine Ausnahme nach Art. 48 Abs. 4 WBG nicht er-
teilt werden (angefochtener Entscheid E. 4d).

5.7 Auch diesen Erwägungen ist zuzustimmen: Ein wichtiger Grund für 
den Anbau eines teilweise in der Gewässerraum hineinragenden Balkons 
wird von den Beschwerdeführenden nicht vorgebracht und ist auch nicht er-
sichtlich, zumal das Wohnhaus unbestrittenermassen bereits über einen 

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Balkon über die ganze Breite der Südwestfassade verfügt und ein Balkon vor 
der nördlichen Hälfte der Südostfassade gestützt auf die neuen kommunalen 
Normen wohl möglich wäre (vgl. Amtsbericht TBA vom 18.1.2022 Ziff. 4.2, 
Vorakten BVD pag. 33 ff.; Situationsplan im Anhang der Beschwerde). Wie 
die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, erscheint der Balkon über die ge-
samte Südostfassade daher als individuell gewünschte Ideallösung, die kein 
Abweichen von der regulären baulichen Ordnung zu begründen vermag. Da 
dem C.________Bach gemäss den unbestrittenen Angaben des TBA eine 
wichtige Entwässerungsfunktion zukommt, ist auch nicht zu beanstanden, 
dass die Vorinstanz den Hochwasserschutz höher gewichtet hat als die pri-
vaten Interessen der Beschwerdeführenden. Dies gilt umso mehr, als sich 
die Bauparzelle und ihre Umgebung in einem Gebiet mit einer mittleren und 
damit nicht unerheblichen Hochwassergefährdung befindet (vgl. Geoportal 
des Kantons Bern, Karte «Naturgefahrenkarte 1:5'000», einsehbar unter: 
<www.map.apps.be.ch/pub>). Somit hat die Vorinstanz zu Recht keine Aus-
nahmebewilligung erteilt. 

5.8 Im Übrigen bestünde – wie die BVD im angefochtenen Entscheid 
(E. 3d) ebenfalls zutreffend erwogen hat – auch dann kein Anspruch auf eine 
Ausnahmebewilligung, wenn der aufgrund der dichten Überbauung redu-
zierte Gewässerraum gemäss dem Zonenplan 3 bereits gelten würde (vgl. 
vorne E. 2.4). Es trifft zwar zu, dass in diesem Fall nur noch der südlichste 
Bereich des umstrittenen Balkons in den Gewässerraum hineinragen würde. 
Abgesehen davon, dass die Höhe des benötigten Lichtraumprofils dennoch 
verringert würde, hat das TBA aber im Amtsbericht Wasserbaupolizei vom 
18. Januar 2022 (Ziff. 2.3) darauf hingewiesen, dass ein reduzierter Gewäs-
serraum für neue Bauten und Anlagen grundsätzlich nicht weiter reduziert 
werden könne, weshalb an eine Ausnahmebewilligung umso höhere Anfor-
derungen zu stellen wären. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 
Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass auch ein «Aufschieben» der Aus-
nahmebewilligung bis zum Inkrafttreten der neuen kommunalen Gewässer-
räume nicht bedeuten würde, dass das Bauvorhaben bewilligt werden 
könnte.

5.9 Zusammengefasst ergibt sich, dass die Vorinstanzen den um-
strittenen Balkonanbau zu Recht nicht bewilligt haben.

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6.

6.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich 
unbegründet; sie ist abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche 
Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft [GSOG; BSG 161.1]). 

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang haben die unterliegenden Beschwer-
deführenden die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 
Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- ent-
nommen. Der Restbetrag von Fr. 1'500.-- wird den Beschwerdeführenden 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde Burgdorf, Baudirektion 

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.