# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 876ac1b6-6100-5a5a-af6a-844929d6cf8e
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Entscheidsammlung Baugesetzgebung 18.12.2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Baugesetzgebung/AG_BG_001_Submission_2012-12-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 
3. Kammer 

 
WBE.2012.327 / MW / sk 
Art. 74 

 

 
 
Urteil vom 18. Dezember 2012 
 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Präsident       
Verwaltungsrichter Gysi 
Verwaltungsrichterin Lang 
Gerichtsschreiber Wildi 
Rechtspraktikantin Kyd 

 
 
 
 
   

Beschwerde-
führerin  

 A.______, 
vertreten durch Dr. iur. B.______, Rechtsanwalt, 

    
gegen 

 
   

  Einwohnergemeinde C.______,  
handelnd durch den Gemeinderat  
dieser vertreten durch lic. iur. D.______, Rechtsanwalt, 

    
 
 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Submission 
 
Verfügung des Gemeinderats C.______ vom 7. August 2012 

 
 

 - 2 - 
 
 

 
  Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 
A. 
Für die Entsorgung des Grünguts (Transport und Verwertung) führte die 
Einwohnergemeinde (Stadt) C.______ ein Einladungsverfahren durch. 
Innert Eingabefrist gingen drei Angebote ein. Die Eingabesummen lagen 
zwischen Fr. 155.00 und Fr. 240.00 pro Tonne (exkl. MWST). Mit Be-
schluss vom 18. Juni 2012 vergab der Gemeinderat C.______ den Auf-
trag für die Grüngutentsorgung an die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) 
E.______, bestehend aus F.______, und G.______. Mit Schreiben vom 
7. August 2012 teilte der Gemeinderat C.______ der A.______, die 
anderweitige Auftragsvergabe mit und löste zugleich die bestehende 
Zusammenarbeit per 30. September 2012 auf. 
 
B. 
1. 
Mit Eingabe vom 20. August 2012 erhob die A.______ beim Verwal-
tungsgericht Beschwerde und stellte die folgenden Rechtsbegehren: 
 

"1.  
In prozessualer Hinsicht: Es sei der Beschwerdegegnerin superproviso-
risch und bis zum Entscheid über die aufschiebende Wirkung zu verbie-
ten, den streitbetroffenen Vertrag abzuschliessen, dahingehende Vorkeh-
ren zu treffen oder faktische Erfüllungshandlungen vonseiten der 
Zuschlagsempfängerin entgegenzunehmen.  
 
2. 
In prozessualer Hinsicht: Es sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung 
zuzuerkennen. 
 
3. 
In prozessualer Hinsicht: Es sei der Beschwerdeführerin im Rahmen des 
gesetzlich Zulässigen vollumfänglich Einsicht in die Vorakten zu gewäh-
ren; insbesondere sei der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang 
Einsicht in die Berechungsgrundlagen der Beschwerdegegnerin betref-
fend das in den Ausschreibungsunterlagen bekanntgegebene Mengenge-
rüst sowie in sämtliche jene Unterlagen zu gewähren, welche Aufschluss 
darüber geben, welche Teile der ausgeschriebenen Leistungen aus wel-
chen Gründen der Zuschlagsempfängerin zugeschlagen worden sind, 
sowie darüber, ob und inwiefern Herr Gemeinderat F.______ seiner 
Ausstandspflicht nachgekommen ist. 
 
4. 
In der Hauptsache: Es sei die Zuschlagsverfügung vom 07.08.2012 auf-
zuheben; eventualiter sei die Rechtswidrigkeit dieser Verfügung festzu-
stellen.  
 
5. 
In der Hauptsache: Es sei die implizite Teilabbruchverfügung vom 
07.08.2012 (Verzicht auf die Vergabe eines Teils der verfahrensgegen-

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ständlichen Leistungen) aufzuheben; eventualiter sei die Rechtswidrigkeit 
dieser Verfügung festzustellen. 
 
6. 
Im Hinblick auf die Kosten: Es seien der Beschwerdeführerin keine Ge-
richtskosten aufzuerlegen. 
 
7. 
Im Hinblick auf die Kosten: Es sei die Beschwerdegegnerin – und es sei 
im Fall ihrer Konstituierung als Verfahrenspartei auch die Zuschlags-
empfängerin (bzw. die beiden die zuschlagsempfängerische ARGE bil-
denden Personen) – zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in gerichtlich zu bestimmender Höhe zu bezahlen; zu die-
sem Zweck sei der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor der Fäl-
lung des Kostenentscheids zur Einreichung seiner Honorarnote aufzufor-
dern." 

 
2. 
Mit Verfügung vom 21. August 2012 wurde der Beschwerde superproviso-
risch die aufschiebende Wirkung erteilt. 
 
3. 
Mit Beschwerdeantwort vom 17. September 2012 stellte die Einwohner-
gemeinde C.______ die folgenden Anträge: 
 

"1. 
Die Beschwerde sei in der Hauptsache abzuweisen. 
 
2. 
Das Gesuch betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzu-
weisen. Ziffer 4 der Verfügung vom 21. August 2012 sei aufzuheben." 

 
4. 
Die ARGE E.______ hat sich am Beschwerdeverfahren nicht beteiligt (vgl. 
Ziff. 3 der Verfügung vom 21. August 2012). 
 
5. 
Mit Verfügung vom 28. September 2012 wurde der Beschwerdeführerin 
teilweise Akteneinsicht gewährt. 
 
C. 
Das Verwaltungsgericht hat den Fall am 18. Dezember 2012 beraten und 
entschieden.  
 

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  Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 
I. 
1. 
1.1. 
Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist zulässig gegen letztin-
stanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden und, wenn vorgesehen, 
gegen Entscheide der Spezialverwaltungsgerichte (§ 54 Abs. 1 des Ge-
setzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [VRPG; 
SAR 271.200]). Ausgeschlossen ist die Beschwerde in den Sachberei-
chen gemäss § 54 Abs. 2 lit. a - h VRPG. Vorbehalten bleiben sodann 
Sonderbestimmungen in anderen Gesetzen (§ 54 Abs. 3 VRPG). Die Be-
schwerde ist auch in den Fällen von Absatz 2 und 3 zulässig, wenn die 
Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung von Streitigkeiten durch eine 
richterliche Behörde gerügt wird (§ 54 Abs. 4 VRPG).  
 
1.2. 
Gegen Verfügungen der Vergabestellen gemäss § 5 des Submissionsde-
krets vom 26. November 1996 (SubmD; SAR 150.910) kann direkt beim 
Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden (§ 24 Abs. 1 SubmD).  
 
Bei der Einwohnergemeinde C.______ handelt es sich um eine Verga-
bestelle im Sinne von § 5 Abs. 1 lit. b SubmD.  
 
Sind die Schwellenwerte des Einladungsverfahrens gemäss § 8 Abs. 2 
SubmD erreicht, gilt als anfechtbare Verfügung u.a. der Zuschlag (§ 24 
Abs. 2 lit. b SubmD). Der geschätzte Wert des ausgeschriebenen Dienst-
leistungsauftrags (Grüngutentsorgung) erreicht den massgebenden 
Schwellenwert des Einladungsverfahren von Fr. 150'000.00 gemäss § 8 
Abs. 2 lit. b SubmD (vgl. dazu auch Erw. II/2. und 3. hiernach). Das Ver-
waltungsgericht ist somit zur Behandlung des vorliegenden Falles zustän-
dig. 
 
2. 
Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht können unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, geltend gemacht werden (§ 25 Abs. 2 SubmD). Die Ermes-
senskontrolle ist dagegen ausgeschlossen (§ 25 Abs. 3 SubmD). 
 
II. 
1. 
Gegenstand des vorliegend streitigen Submissionsverfahrens bildet der 
Transport und die Verwertung des in der Gemeinde C.______ anfallenden 
Grünguts ab den Sammelplätzen J.____strasse (Gemeindeteil C.______) 

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und K._____ (Gemeindeteil H.______), sowie die notwendige Platzpflege 
und Muldenmiete. Zusätzlich sind die  Friedhofsmulden der beiden 
Gemeindeteile der Verwertung zuzuführen. Im Jahr 2011 betrug die zu 
entsorgende Grüngutmenge 675 Tonnen. Vorgesehen ist der Abschluss 
eines Vertrags auf drei Jahre, mit automatischer Verlängerung (ohne ein-
seitige Kündigung) um 1 Jahr (Ausschreibungsunterlagen vom 30. März 
2012 [Beschwerdeantwortbeilage 1]).  
 
2. 
Gemäss Offertöffnungsprotokoll vom 30. April 2012 (Beschwerdeantwort-
beilage 3) wurden folgende Angebotssummen eingereicht: 
 
Anbieter Total Transport und Ver-

wertung pro Jahr (exkl. 
MWST) 

Total Transport und Ver-
wertung pro Tonne (exkl. 
MWST) 

ARGE E.______ Fr. 104'470.00 Fr. 155.00 
A.______ Fr. 132'590.00 Fr. 196.45 
I.______ Fr. 163'250.00 Fr. 240.00 
 
3. 
3.1. 
Nach Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Binnenmarkt vom 
6. Oktober 1995 (Binnenmarktgesetz, BGBM; SR 943.02) sorgen die 
Kantone und Gemeinden sowie andere Träger kantonaler und kommu-
naler Aufgaben dafür, dass die Vorhaben für umfangreiche öffentliche 
Einkäufe, Dienstleistungen und Bauten sowie die Kriterien für Teilnahme 
und Zuschlag amtlich publiziert werden. Diesem Auftrag ist der Kanton 
Aargau nachgekommen, indem in § 7 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 SubmD 
vorgesehen ist, dass im offenen oder selektiven Verfahren zu vergebende 
öffentliche Aufträge öffentlich auszuschreiben sind (vgl. §§ 12 Abs. 1 und 
§ 34 Abs. 1 SubmD). Gemäss § 8 Abs. 1 SubmD sind Aufträge dann im 
offenen oder selektiven Verfahren zu vergeben, wenn der geschätzte 
Wert des Einzelauftrags bei Aufträgen des Bauhauptgewerbes 
Fr. 500'000.00 (lit. a) bzw. bei Lieferungen, Dienstleistungen und Aufträ-
gen des Nebengewerbes Fr. 250'000.00 (lit. b) erreicht (Aargauische Ge-
richts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2001, S. 313 f.; 1997, S. 344). 
Nach § 8 Abs. 2 SubmD sind Aufträge im Einladungsverfahren zu verge-
ben, wenn der geschätzte Wert des Einzelauftrags bei Aufträgen des 
Bauhauptgewerbes Fr. 300'000.00 (lit. a), bei Dienstleistungen und Auf-
trägen des Baunebengewerbes Fr. 150'000.00 (lit. b) bzw. bei Lieferun-
gen Fr. 100'000.00 übersteigen (lit. c). § 8 Abs. 3 SubmD regelt schliess-
lich die Fälle, in denen ein Auftrag im freihändigen Verfahren vergeben 
werden darf. 
 
Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts handelt es sich bei 
der Wahl einer nicht den Vorschriften entsprechenden Verfahrensart um 
einen derart schwerwiegenden Rechtsmangel, dass er auch dann zu be-

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rücksichtigen ist, wenn er nicht gerügt wird, gegebenenfalls sogar gegen 
den Willen des Beschwerdeführers (AGVE 2001, S. 313; 1997, S. 343 f.; 
PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/EVELYNE CLERC, Praxis des 
öffentlichen Beschaffungsrechts, 1. Band: Landesrecht, 2. Auflage, Zürich 
2007, Rz. 191; je mit Hinweisen). 
 
3.2. 
Für die Wahl des richtigen Verfahrens massgebend ist einerseits die Art 
des zu vergebenden Auftrags (Bauauftrag, Lieferung, Dienstleistung) und 
anderseits der Wert des konkreten Auftrags bzw. das Auftragsvolumen. 
Massgebend ist der vor der Ausschreibung geschätzte Auftragswert und 
nicht der Wert des später bei der Vergabe berücksichtigten Angebots. Die 
Vergabestelle hat somit vorgängig der Ausschreibung des Auftrags eine 
Schätzung der mutmasslichen Auftragssumme nach sachlichen Kriterien 
und aufgrund allfälliger Erfahrungswerte vorzunehmen. Es hat sich dabei 
um eine zuverlässige und sorgfältige Schätzung zu handeln. Insbeson-
dere darf dabei, um die Bestimmungen über die Schwellenwerte einzu-
halten, nicht zu knapp kalkuliert werden; die Behörde hat sich eher an die 
obere Bandbreite der Schätzung zu halten (AGVE 2008, S. 197; 
GALLI/MOSER/LANG/CLERC, a. a. O., Rz. 180 ff.). Die eidgenössische 
Mehrwertsteuer wird bei der Berechnung des Auftragswerts nicht berück-
sichtigt (§ 8 Abs. 5 SubmD; AGVE 2008, S. 197). Enthält ein Auftrag die 
Option auf Folgeaufträge, so ist in der Regel der Gesamtwert massge-
bend (§ 8a Abs. 3 SubmD). 
 
3.3. 
3.3.1. 
Im vorliegenden Fall ist vorgesehen, den Dienstleistungsauftrag für die 
feste Vertragsdauer von drei Jahren abzuschliessen. Anschliessend ver-
längert sich der Vertrag ohne einseitige Kündigung automatisch um ein 
Jahr (Ziff. 2.9 der Ausschreibungsunterlagen vom 30. März 2012 [Be-
schwerdeantwortbeilage 1], S. 4).  
 
3.3.2. 
Gemäss § 8a Abs. 4 SubmD wird der Auftragswert für Liefer- und Dienst-
leistungsaufträge, die nicht ausdrücklich einen Gesamtpreis vorsehen, wie 
folgt berechnet: 
 

a) bei Verträgen mit einer bestimmten Laufzeit wird der geschätzte Ge-
samtwert der Aufträge während der Laufzeit des Vertrags ermittelt; 

b) bei Verträgen mit unbestimmter Laufzeit wird die monatliche Rate mit 
48 multipliziert.  

 
Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist bei der Berech-
nung des Werts des zu vergebenden Auftrags die Dauer bzw. die 
vorgesehene Dauer mitzuberücksichtigen. Ist vertraglich eine bestimmte 
Dauer festgelegt, während derer die Leistungen wiederkehrend oder dau-

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ernd zu erbringen sind, so bestimmt sich der Wert des Auftrags aufgrund 
dieser Dauer (AGVE 1999, S. 307 f.). 
 
3.3.3. 
Eine Auftragswert-Schätzung der Vergabestelle ist den Akten nicht zu 
entnehmen. Auch geht aus diesen nicht hervor, wie der Entscheid für die 
Durchführung eines Einladungsverfahrens zustande kam. Der Umstand, 
dass die jährlich zu entsorgende Grüngutmenge von 675 Tonnen in den 
Ausschreibungsunterlagen als Kalkulationsbasis für die Anbieter genannt 
wird und nicht nur die Tonnenpreise, sondern auch die Preise pro Jahr 
nachgefragt wurden (Ziff. 5 der Ausschreibungsunterlagen vom 30. März 
2012 [Beschwerdeantwortbeilage 1], S. 10), legt allerdings den Schluss 
nahe, dass die Vergabestelle der Kostenschätzung im Hinblick auf das zu 
wählende Vergabeverfahren unzutreffenderweise den geschätzten jährli-
chen Auftragswert zugrunde legte. Die Vergabe für ein Jahr war indessen, 
wie aus den Ausschreibungsunterlagen hervorgeht, klar nicht beabsich-
tigt. Richtigerweise ist von der ausgeschriebenen dreijährigen festen 
Vertragsdauer auszugehen. Hinzu kommt die Option auf eine Verlänge-
rung für mindestens ein Jahr. Es rechtfertigt sich daher, der Auftragswert-
berechnung eine vorgesehene Vertragsdauer von vier Jahren zugrunde 
zu legen. Die Beschwerdeführerin, die die Grüngutverwertung in der Ge-
meinde C.______ bis anhin ausgeführt hat (vgl. dazu Verwaltungsge-
richtsbeschwerde, S. 14), hat die ausgeschriebenen Leistungen zu einem 
Betrag von Fr. 132'590.00/Jahr offeriert. Das kostengünstigste Angebot 
der beiden Zuschlagsempfänger beläuft sich auf Fr. 104'470.00/Jahr. Es 
ist davon auszugehen, dass es sich bei diesen Preisen nicht um über-
höhte, sondern um durchaus realistische und marktkonforme Preise han-
delt, die ohne Weiteres auch Grundlage einer korrekten Auftragswert-
schätzung bilden können, zumal das Angebot der dritten Anbieterin mit 
Fr. 163'250.00 noch wesentlich höher ausgefallen ist. Legt man der 
Schätzung den Jahrespreis der Zuschlagsempfänger und eine vierjährige 
Vertragsdauer zugrunde, ergibt sich vorliegend ein Auftragswert von et-
was mehr als Fr. 400'000.00. Der geschätzte Wert der zu vergebenden 
Grüngutverwertung übersteigt damit den Schwellenwert von 
Fr. 250'000.00, bis zu dem bei Dienstleistungen ein Einladungsverfahren 
zulässig ist (vgl. § 8 Abs. 2 lit. b und Abs. 1 lit. b SubmD), deutlich. Die 
Vergabe der Grüngutverwertung hätte deshalb nach Wahl der Vergabe-
behörde im offenen oder allenfalls im selektiven Verfahren erfolgen müs-
sen, was in beiden Fällen eine vorgängige öffentliche Ausschreibung 
vorausgesetzt hätte (§ 8 Abs. 1 lit. b i.V.m. § 7 Abs. 1 und 2 SubmD). Das 
durchgeführte Einladungsverfahren ist klarerweise dekretswidrig. Aus die-
sem Grund ist der erteilte Zuschlag aufzuheben. Damit erübrigt es sich, 
auf die einzelnen Rügen der Beschwerdeführerin näher einzugehen. Es 
wird Sache des Gemeinderats C.______ sein, den Auftrag für die Grün-
gutverwertung in einem den Vorschriften des Submissionsdekrets ent-
sprechenden Verfahren neu zu vergeben.  

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Aufgrund des Auftragsvolumens ist es zudem denkbar, dass der Auftrag 
sogar in den Geltungsbereich des Staatsvertragsrechts fallen könnte (vgl. 
Art. 7 Abs. 1 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Be-
schaffungswesen vom 15. März 2001 [IVöB; SAR 150.950] i. V. m. An-
hang 1 zur IVöB; §§ 29 ff. SubmD i. V. m. Anhang 10 zum SubmD). 
 
4. 
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen und 
der an die ARGE E.______ erteilte Zuschlag aufzuheben ist. 
 
5. 
Mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache ist das Begehren um 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos 
geworden. 
 
III. 
1. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten zu 
Lasten des Staates, nachdem der Vergabestelle nicht vorgeworfen wer-
den kann, sie hätte schwerwiegende Verfahrensmängel begangen oder 
willkürlich entschieden (§ 31 Abs. 2 VRPG). Weiter sind der anwaltlich 
vertretenen Beschwerdeführerin die ihr im Verfahren vor Verwaltungsge-
richt entstandenen Parteikosten von der Einwohnergemeinde C.______, 
welcher Parteistellung zukommt (§ 13 Abs. 2 lit. e VRPG), zu ersetzen 
(§ 32 Abs. 2 VRPG). 
 
2. 
2.1. 
Das Anwaltshonorar in Verwaltungssachen bestimmt sich nach den 
§§ 8a - 8c des Dekrets über die Entschädigung der Anwälte vom 10. No-
vember 1987 (Anwaltstarif, AnwT; SAR 291.150). Gemäss § 8a Abs. 1 
lit. a AnwT bemisst sich die Entschädigung in vermögensrechtlichen 
Streitsachen nach dem gemäss § 4 AnwT berechneten Streitwert. Inner-
halb der vorgesehenen Rahmenbeträge richtet sich die Entschädigung 
nach dem mutmasslichen Aufwand des Anwaltes, nach der Bedeutung 
und Schwierigkeit des Falles (§ 8a Abs. 2 AnwT). Die Entschädigung wird 
als Gesamtbetrag festgesetzt. Auslagen und Mehrwertsteuer sind darin 
enthalten (§ 8c Abs. 1 AnwT). 
 
2.1. 
Soweit in einer Submissionssache eine Zuschlagsverfügung angefochten 
ist, ging das Verwaltungsgericht in seiner bisherigen Praxis von einer 
vermögensrechtlichen Streitsache aus, wobei der Streitwert in der Regel 
10 % des Auftragswertes (ohne MWST; vgl. § 8 Abs. 5 SubmD) betrug. 
An dieser Praxis ist weiterhin festzuhalten. Im vorliegenden Fall wurde der 

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angefochtene Zuschlag zu einem Betrag von Fr. 104'470.00/Jahr netto, 
exkl. MWST, erteilt. Mindestvertragsdauer sind drei Jahre. Erst nach de-
ren Ablauf kann der Vertrag gekündigt werden. Der Auftragswert ohne 
MWST beläuft sich somit auf (mindestens) Fr. 313'410.00 und der für die 
Entschädigung massgebliche Streitwert beträgt Fr. 31'341.00. Bei einem 
Streitwert über Fr. 20'000.00 bis Fr. 50'000.00 liegt der Rahmen für die 
Entschädigung zwischen Fr. 1'500.00 und Fr. 6'000.00 (§ 8a Abs. 1 lit. a 
Ziff. 2 AnwT). Da sich der Streitwert im mittleren Bereich des vorgegebe-
nen Rahmens bewegt, erscheint eine Entschädigung im Betrag von 
Fr. 4'000.00 angemessen. Gemessen am Aktenumfang sowie der durch-
schnittlichen tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten des Falles er-
scheint das Honorar mit Blick auf den dafür entschädigten Aufwand sach-
gerecht. 
 
 

  Das Verwaltungsgericht erkennt: 
 
1. 
In Gutheissung der Beschwerde wird der an die ARGE E.______ mit 
Beschluss des Gemeinderats C.______ vom 7. August 2012 erteilte 
Zuschlag aufgehoben.  
 
2. 
Die Verfahrenskosten trägt der Staat. 
 
3. 
Die Einwohnergemeinde C.______ wird verpflichtet, der Beschwerde-
führerin die vor Verwaltungsgericht entstandenen Parteikosten in Höhe 
von Fr. 4'000.00 (inkl. MWSt) zu ersetzen. 
 

 

   
Zustellung an: 
die Beschwerdeführerin (Vertreter) 
die Einwohnergemeinde C.______ (Vertreter) 
die Wettbewerbskommission WEKO 
 
 
 

   

1. Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
 
Dieser Entscheid kann – bei gegebenen Voraussetzungen – innert 30 Tagen seit der Zu-
stellung mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizeri-
schen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 
7. Tag vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August und 
vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Auf dem Gebiet des öffentlichen Beschaffungs-
wesens ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der geschätzte Auftragswert den massge-
benden Schwellenwert des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen vom 
16. Dezember 1994 (BoeB; SR 172.056.1) und der Verordnung des EVD über die Anpas-

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sung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswesen (SR 172.056.12) oder des 
Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der EU über be-
stimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswesens vom 21. Juni 1999 
(SR. 0.172.052.68) erreicht und sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
stellt (Art. 83 lit. f des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG; SR 173.110]). 
 
Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-
gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 
 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 
elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 
inwiefern der angefochtene Entscheid das Bundesrecht oder kantonale Verfassungsrechte 
(Art. 95 ff. BGG) verletzt und warum sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
stellt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit 
die Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen 
(Art. 42 BGG). 
 
Der geschätzte Auftragswert beträgt über Fr. 400'000.00. 
 
 
2. Subsidiäre Verfassungsbeschwerde 
 
Dieser Entscheid kann, soweit keine Beschwerde gemäss Ziff. 1 zulässig ist, wegen Ver-
letzung von verfassungsmässigen Rechten innert 30 Tagen seit Zustellung mit der subsi-
diären Verfassungsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit 7. Tag nach 
Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August und vom 18. Dezember bis und mit 
2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde muss das Begehren, wie der Entscheid zu än-
dern ist, sowie in gedrängter Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht 
verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als Be-
weismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 113 ff. BGG). Wird gegen einen 
Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch Verfassungsbeschwerde geführt, sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG). 
 
 

   

Aarau, 18. Dezember 2012 
 
Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 
3. Kammer 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 
Winkler Wildi