# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 664d202c-6cf3-543b-9aee-dfc9f630fcfe
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 19.08.2019 HE190318
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE190318_2019-08-19.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 
 

Geschäfts-Nr.: HE190318-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Präsident, sowie die Gerichtsschreiberin 

Sabrina Schalcher 

 

Urteil vom 19. August 2019 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Gesuchstellerin 

 

gegen 

 

B._____ GmbH,  
Gesuchsgegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
 

 

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Rechtsbegehren: 
(act. 2 S. 2) 

"Das Grundbuchamt Notariat, Grundbuch- und Konkursamt C._____, 
… [Adresse] sei im Sinne von Art. 961 ZGB [sofort und ohne Anhörung 
der Gegenpartei] einstweilen anzuweisen, zugunsten des Gesuchstel-
lers und zulasten des Grundstücks des Gegesuchsgegners ein Pfand-
recht vorläufig im Grundbuch einzutragen auf Liegenschaft Kat. Nr. …, 
Plan 2, D._____ (Katasternummer), GBBl. E._____, Blatt … (Grund-
buchblatt), D._____-strasse …, E._____ (Adresse Liegenschaft), für 
eine Pfandsumme von Fr. 90'718.35 nebst Zins zu 5% seit 20.05.2019. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchsgeg-
ners." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

Die Gesuchstellerin reichte am 19. August 2019 (Datum Eingang) hierorts ein Ge-

such um – vorab superprovisorisch anzuordnende – vorläufige Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts samt Beilagen ein (act. 1; act. 2; act. 3/1-5). Die Ein-

holung einer Stellungnahme der Gesuchsgegnerin erübrigt sich, da das Gesuch 

ohne Weiteres abzuweisen ist (siehe nachfolgend Ziffer 5). 

2. Zuständigkeit 

Sowohl die örtliche als auch die sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts ist 

gegeben (Art. 29 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 13 lit. b ZPO; Art. 6 Abs. 2 und 5 ZPO 

i.V.m. § 45 lit. b GOG ZH).  

3. Vorbringen der Gesuchstellerin 

Die Gesuchstellerin bringt sinngemäss vor, sie habe gestützt auf einen mündli-

chen Auftrag Bodenlegerarbeiten im Betrag von CHF 90'718.35 (inkl. Material) am 

im Rechtsbegehren genannten Grundstück der Gesuchgegnerin erbracht (act. 1; 

act. 2; act. 3/1-5). Am 16. April 2019 seien die letzten Arbeiten in Form von Bo-

denlegearbeiten durch vier Bodenleger getätigt worden (act. 1; act. 3/3 Position 

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10). Mit vorliegendem Gesuch ersucht die Gesuchstellerin um – vorab superpro-

visorisch anzuordnende – vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

im genannten Betrag nebst Zins auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin (act. 2 

S. 2). 

4. Rechtliches 

4.1. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung 

eines gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwerker oder 

Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Ab-

brucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Materi-

al und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Der Anspruch auf Errichtung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des 

Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden 

sind.  

4.2. Die Eintragung des Pfandrechts ins Grundbuch hat bis spätestens vier Mo-

nate nach der Vollendung der Arbeiten zu erfolgen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Die Ein-

tragung im Grundbuch muss innert dieser Frist tatsächlich erfolgt sein, wobei die 

vorläufige Eintragung in Gestalt einer Vormerkung ausreicht (BGE 126 III 462 

E. 2c)aa); BGE 119 II 429 E. 3a). Die Frist ist eingehalten, wenn die Anmeldung 

der Eintragung vor Ablauf der Frist im Tagebuch eingeschrieben ist; die spätere 

Eintragung im Hauptbuch des Grundbuches wird auf den Zeitpunkt der Tage-

bucheintragung zurückbezogen (Art. 972 Abs. 2 ZGB; TURNHERR, in: GEI-

SER/WOLF [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB II, 6. A., 2019, Art. 839/840 N 31). Es 

genügt nicht, die Eintragung innert Frist nur zu verlangen (BGE 126 III 462 

E. 2c)aa); BGE 119 II 429 E. 3a m.H.). Nach unbenutztem Ablauf der Frist ist der 

Anspruch auf das Bauhandwerkerpfandrecht verwirkt (TURNHERR, a.a.O., 

Art. 839/840 N 29; BGE 126 III 462 E.  2c)aa)).  

4.3. Die Eintragungsfrist berechnet sich nach Art. 77 Abs. 1 Ziffer 3 i.V.m. 

Abs. 2 OR. Demnach endet die Frist an demjenigen Tag des letzten Monats, der 

durch seine Zahl dem Tag der Arbeitsvollendung entspricht (um Mitternacht) 

(TURNHERR, a.a.O., Art. 839/840 N 31a). 

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4.4. Im Verfahren um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

obliegt es der Gesuchstellerin, den Pfandanspruch sowie dessen Gefährdung 

durch den drohenden Ablauf der Verwirkungsfrist des Art. 839 Abs. 2 ZGB und 

damit auch die zeitliche Dringlichkeit glaubhaft zu machen (Art. 261 Abs. 1 ZPO). 

An die Glaubhaftmachung sind nach konstanter Lehre und Praxis keine strengen 

Anforderungen zu stellen. Die vorläufige Eintragung eines gesetzlichen Pfand-

rechts darf nur dann verweigert werden, wenn der Bestand des Pfandrechts aus-

geschlossen oder höchst unwahrscheinlich ist. Im Zweifelsfalle ist die vorläufige 

Eintragung zu bewilligen bzw. die aufgrund einer superprovisorischen Verfügung 

bereits erfolgte vorläufige Eintragung zu bestätigen und der Entscheid über die 

Berechtigung des Baupfandrechts dem Hauptprozess betreffend definitive Eintra-

gung zu überlassen (BGE 86 I 265 E. 3; BGE 102 Ia 81 E. 2; BGE 112 Ib 482 

E. 3b; SCHUMACHER, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. A., 2008, Rz. 1394 ff.). 

5. Würdigung und Fazit 

Vorliegend bringt die Gesuchstellerin selber vor, die letzten Arbeiten am 16. April 

2019 getätigt zu haben (act. 1; siehe Ziffer 3). Damit hat sie gemäss eigenen Be-

hauptungen ihre Arbeiten am 16. April 2019 vollendet. Die viermonatige Eintra-

gungsfrist nach Art. 839 Abs. 2 ZGB endete folglich am 16. August 2019 (siehe 

für Berechnung Ziffer 4.3). Das vorliegende Gesuch wurde zwar innert Frist ge-

stellt (Poststempel 15. August 2019). Da aber nur die Eintragung im Grundbuch – 

nicht die Gesuchstellung oder der Poststempel – fristwahrend ist (siehe Ziffer 4.2), 

ist das vorliegende, am 19. August 2019 hierorts eingegangene Gesuch verspä-

tet. Die viermonatige Frist von Art. 839 Abs. 2 ZGB ist nicht eingehalten; eine 

fristgerechte Eintragung des beantragten Pfandrechts im Grundbuch ist nicht 

mehr möglich. Das Gesuch der Gesuchstellerin ist folglich abzuweisen. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Die Höhe der Gerichtskosten bestimmt sich nach der Gebührenverordnung 

des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG 

ZH) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert, dem Zeitaufwand des Ge-

richts sowie der Schwierigkeit des Falls (§ 2 Abs. 1 lit. a, c und d GebV OG). Beim 

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vorliegenden Streitwert von CHF 90'718.35 (vgl. act. 2 S. 2) sind in Anwendung 

von § 4 Abs. 1 und 2 und § 8 Abs. 1 GebV OG und insbesondere unter Berück-

sichtigung des Äquivalenzprinzips die Gerichtkosten auf CHF 2'500.– festzuset-

zen. Ausgangsgemäss sind diese Gerichtskosten der Gesuchstellerin als unter-

liegende Partei aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO)  

6.2. Der Gesuchsgegnerin ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, da ihr 

kein Aufwand entstanden ist.  

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Das Gesuch wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'500.–. 

3. Die Kosten werden der Gesuchstellerin auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien; an die Gesuchstellerin unter Beilage 

einer Kopie von act. 5 und an die Gesuchsgegnerin unter Beilage der Dop-

pel von act. 1, act. 2 und act. 3/1-5. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 90'718.35. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

- 6 - 

Zürich, 19. August 2019 
 

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 
Einzelgericht 

 
Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Sabrina Schalcher 
 

	Urteil vom 19. August 2019
	Rechtsbegehren: (act. 2 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	2. Zuständigkeit
	3. Vorbringen der Gesuchstellerin
	4. Rechtliches
	4.1. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwerker oder Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Abbrucharbeiten, zum Gerüst...
	4.2. Die Eintragung des Pfandrechts ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeiten zu erfolgen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Die Eintragung im Grundbuch muss innert dieser Frist tatsächlich erfolgt sein, wobei die vorläufige Ei...
	4.3. Die Eintragungsfrist berechnet sich nach Art. 77 Abs. 1 Ziffer 3 i.V.m. Abs. 2 OR. Demnach endet die Frist an demjenigen Tag des letzten Monats, der durch seine Zahl dem Tag der Arbeitsvollendung entspricht (um Mitternacht) (Turnherr, a.a.O., Art...
	4.4. Im Verfahren um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts obliegt es der Gesuchstellerin, den Pfandanspruch sowie dessen Gefährdung durch den drohenden Ablauf der Verwirkungsfrist des Art. 839 Abs. 2 ZGB und damit auch die zeitliche Dr...

	5. Würdigung und Fazit
	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	6.1. Die Höhe der Gerichtskosten bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG ZH) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert, dem Zeitaufwand des Gerichts sowie der Sch...
	6.2. Der Gesuchsgegnerin ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, da ihr kein Aufwand entstanden ist.

	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Das Gesuch wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'500.–.
	3. Die Kosten werden der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien; an die Gesuchstellerin unter Beilage einer Kopie von act. 5 und an die Gesuchsgegnerin unter Beilage der Doppel von act. 1, act. 2 und act. 3/1-5.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).