# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d102dfda-3372-5c14-857f-eb779ed6b1cf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.09.2016 100 2016 142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-142_2016-09-20.pdf

## Full Text

100.2016.142U
ARB/SBE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. September 2016

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterinnen Arn De Rosa und Steinmann
Gerichtsschreiberin Streun

A.________ SA
handelnd durch die statutarischen Organe  
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin 

gegen

Einwohnergemeinde Bern 
handelnd durch den Gemeinderat, Erlacherhof, Junkerngasse 47, Postfach, 
3000 Bern 8 
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 1

B.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
Beschwerdegegnerin 2

und

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland
Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

betreffend Submission; Zuschlag für ein öffentliches Veloverleihsystem 
(Entscheid des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 25. April 
2016; vbv 9/2016)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Am 22. Juli 2015 schrieb die Fachstelle Beschaffungswesen der Einwoh-
nergemeinde (EG) Bern den Dienstleistungsauftrag «Öffentliches Velover-
leihsystem für die Stadt Bern» im offenen Verfahren aus. Der Auftrag um-
fasst die «Planung, Finanzierung und den Aufbau eines Veloverleihsystems 
in der Stadt Bern sowie dessen Betrieb während fünf Jahren durch einen 
Gesamtdienstleister». Den Preis des Auftrags – in der Höhe der un-
gedeckten Kosten aus dem Betrieb des Verleihsystems – schätzte die 
EG Bern auf rund Fr. 800ʹ000.-- pro Jahr. Innert Frist gingen zwei Angebote 
ein; bei beiden betrug der offerierte Preis Fr. 0.--. Am 27. Januar 2016 
erteilte die EG Bern der B.________ AG den Zuschlag. 

B.

Hiergegen gelangte die A.________ SA als unterlegene Konkurrentin am 
8. Februar 2016 an das Regierungsstatthalteramt (RSA) Bern-Mittelland. 
Mit Entscheid vom 25. April 2016 wies der Regierungsstatthalter das 
Rechtsmittel ab.

C.

Am 6. Mai 2016 hat die A.________ SA Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben mit den Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzu-
heben und der Zuschlag sei ihr zu erteilen; eventuell sei die Sache zur 
neuen Entscheidung an die Vergabestelle zurückzuweisen. Gleichzeitig hat 
sie beantragt, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen 
und der EG Bern sei zu verbieten, den Vertrag abzuschliessen «sowie alle 
anderen Vollziehungshandlungen zu treffen».

Mit Verfügung vom 10. Mai 2016 hat der Abteilungspräsident der EG Bern 
superprovisorisch den Vertragsschluss untersagt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 3

Das RSA Bern-Mittelland hat am 19. Mai 2016 auf eine förmliche Ver-
nehmlassung verzichtet. Ebenso hat die B.________ AG am 19. Mai 2016 
mitgeteilt, dass sie darauf verzichte, Anträge zu stellen. Die EG Bern 
schliesst in ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2016 auf Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; die Gesuche um aufschiebende 
Wirkung und um Anordnung vorsorglicher Massnahmen seien abzuweisen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 13 Abs. 2 des Gesetzes vom 
11. Juni 2002 über das öffentliche Beschaffungswesen [ÖBG; BSG 731.2]; 
vgl. zur Anwendbarkeit des Vergaberechts nachfolgende E. 1.2). 

1.2 Ein dem Submissionsrecht unterstehender öffentlicher Auftrag liegt 
vor, wenn das Gemeinwesen (sowie ihm gleichgestellte öffentliche und 
private Organisationen) als Nachfrager Waren oder Dienstleistungen be-
schafft, um damit seine Aufgaben wahrzunehmen, und hierfür eine Ge-
genleistung erbringt (vgl. Art. 2 ÖBG; Art. 6, 8 und 10 der interkantonalen 
Vereinbarung vom 25. November 1994/15. März 2001 über das öffentliche 
Beschaffungswesen [IVöB; BSG 731.2-1]; Art. 1 der Verordnung vom 
16. Oktober 2002 über das öffentliche Beschaffungswesen [ÖBV; 
BSG 731.21]; BGE 125 I 209 E. 6b, 126 I 250 E. 2d, 128 I 136 E. 4.1, 
135 II 49 E. 4.3.2; BVR 2013 S. 521 E. 2.3; Galli/Moser/Lang/Steiner, 
Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 107 
und 178 ff.; Martin Beyeler, Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, 
2012 [nachfolgend: Geltungsanspruch], Rz. 603 f. und 620 ff.). 

1.2.1 Ausgeschrieben ist der Aufbau und Betrieb eines Veloverleih-
systems, das der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und durch Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 4

nützungsgebühren, Sponsorengelder sowie einen Deckungsbeitrag der 
Stadt finanziert werden soll, wobei Inhalt und Umfang der zu erbringenden 
Leistung detailliert vorgegeben sind. So hat die Betreiberin enge Vorgaben 
u.a. betreffend die Anzahl, Dichte und Verteilung der Stationen, die Anzahl 
und Verfügbarkeit der Velos, das Tarifsystem sowie die zu erreichende 
Nutzungsintensität einzuhalten (vgl. Angaben zur Ausschreibung [in 
act. 5B, Register 2.5] S. 4 ff.). Das Veloverleihsystem ist Teil des Mass-
nahmenpakets «Velo-Offensive» der Stadt Bern (einsehbar unter: 
<http://www.bern.ch>, Rubriken «Themen/Mobilität und Verkehr/Strategien 
und Projekte/Strategien und Konzepte/Velo-Offensive»), mit dem der Velo-
anteil am Gesamtverkehr gesteigert werden soll, und dient letztlich der ge-
mäss Reglement über die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs vom 
13. Juni 1999 (RFFV; SSSB 761.4) angestrebten Umlagerung des motori-
sierten Individualverkehrs in der Stadt Bern auf den Langsamverkehr (vgl. 
Art. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 RFFV). Das Veloverleihsystem stellt somit fraglos 
ein Mittel zur Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe dar (vgl. BGE 135 II 49 
E. 5.2.1 f.; BGer 2C_1014/2015 vom 21.7.2016, E. 2.2.3.; 
BGer 2C_198/2012 vom 16.10.2012, E. 5.2.2; Martin Beyeler, Veloverleih: 
Kein öffentlicher Auftrag?, in BR 2016 S. 22 ff. [nachfolgend: Veloverleih], 
S. 24 f.; Martin Beyeler, Geltungsanspruch, Rz. 669 ff.). 

1.2.2 Die Anbieterin wird den Veloverleih gegen Entgelt auf eigenes Ri-
siko betreiben, wofür ihr die EG Bern öffentlichen Boden (kostenlos) zur 
Verfügung stellt und gegebenenfalls einen Deckungsbeitrag leistet (vgl. 
Auszug aus dem Antrag an den Gemeinderat vom 12.3.2015 [in act. 5B, 
Register 21] S. 2 f.). Sofern die dadurch ermöglichte wirtschaftliche Tätig-
keit der Anbieterin mit Dritten wie hier im öffentlichen Interesse liegt und 
der Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe dient, untersteht das Grund-
geschäft (Dienstleistungsauftrag) dem Beschaffungsrecht (vgl. Martin 
Beyeler, Geltungsanspruch, Rz. 806 und 828 ff.). Der Umstand, dass die 
Anbieterinnen das Veloverleihsystem der EG Bern für Fr. 0.-- offeriert 
haben, ändert nichts am Charakter der ausgeschriebenen Dienstleistung 
als öffentlicher Auftrag (vgl. Angebote vom 22. bzw. 23.10.2015 [act. 5C-F] 
Ziff. 6.1 bzw. 6.1.1 sowie vorne Bst. A). Damit ein solcher vorliegt, bedarf 
es zwar einer Gegenleistung des Gemeinwesens im Austausch für den zu 
erbringenden Auftrag (sog. Synallagma). Nicht zwingend erforderlich ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 5

hingegen, dass die Leistung der öffentlichen Hand in einer Geldzahlung 
besteht; es genügt, wenn diese eine geldwerte Leistung z.B. in Form von 
Sachleistungen oder der Einräumung von Nutzungsrechten erbringt (vgl. 
BGE 135 II 49 E. 4.3.1 und 5.2.2; BGer 2C_198/2012 vom 16.10.2012, 
E. 5.1.2 f.; Martin Beyeler, Geltungsanspruch, Rz. 645 ff., 726 ff. und 
833 ff.; Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 179 f.). Das (exklusive) Recht 
zur Bewirtschaftung eines flächendeckenden Veloverleihsystems in der 
Stadt Bern unter Inanspruchnahme von (Sonder-)Nutzungsrechten am öf-
fentlichen Boden und weiteren Dienstleistungen der EG Bern (so u.a. die 
Realisierung der Standorte) ist zweifellos eine geldwerte Leistung und da-
mit ein Entgelt (vgl. Auszug aus dem Antrag an den Gemeinderat vom 
12.3.2015; Martin Beyeler, Veloverleih, S. 25). Damit fällt der ausgeschrie-
bene Dienstleistungsauftrag in den (objektiven) Geltungsbereich des 
Vergaberechts. Da es sich bei der EG Bern um eine öffentliche Auftrag-
geberin handelt (subjektiver Geltungsbereich), untersteht die vorliegende 
Streitigkeit dem Vergaberecht.

1.3 Das ÖBG verweist für die Schwellenwerte, ab denen die kantonalen 
oder kommunalen Behörden für die Vergabe von Aufträgen ein offenes 
bzw. selektives oder ein Einladungsverfahren durchführen müssen, auf die 
Anhänge der IVöB, wobei die Gemeinden für ihre Beschaffungen tiefere 
Schwellenwerte vorsehen können (vgl. Art. 3 ÖBG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 
1bis i.V.m. Art. 12bis IVöB). Werden die Schwellenwerte des Einladungsver-
fahrens bzw. die tieferen kommunalen Schwellenwerte nicht erreicht, kann 
der Auftrag im freihändigen Verfahren vergeben werden (Art. 6 Abs. 1 
Bst. b ÖBG). In diesem Fall gilt der Zuschlag nicht als anfechtbare Verfü-
gung (Art. 11 Abs. 2 Bst. b ÖBG). Auch gegen kommunale Auftrags-
vergaben unterhalb der Schwellenwerte besteht keine Beschwerde-
möglichkeit (Art. 13 Abs. 3 ÖBG; vgl. BVR 2005 S. 350 E. 2 ff., bestätigt in 
BGE 131 I 137 E. 2.3 ff.; BVR 2005 S. 499 E. 1.2 ff). 

1.3.1 Die Vorinstanz hat erwogen, der geschätzte Auftragswert liege über 
den Schwellenwerten, ab denen für kommunale Submissionen ein Verga-
beverfahren vorgeschrieben ist, und ist auf die Beschwerde der unterlege-
nen Anbieterin eingetreten (angefochtener Entscheid E. 2). Die EG Bern 
hatte die durch den Betrieb des Veloverleihsystems entstehenden unge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 6

deckten Kosten und damit den Auftragswert auf Fr. 800ʹ000.-- pro Jahr 
bzw. Fr. 4 Mio. für fünf Jahre geschätzt, womit die massgebenden Schwel-
lenwerte überschritten sind (vgl. Art. 3 Abs. 2 ÖBG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 
Bst. a der Verordnung über das Beschaffungswesen der Stadt Bern [Be-
schaffungsverordnung; VBW, SSSB 731.21]). Entgegen dieser Annahme 
offerierten die beiden Anbieterinnen ihre Leistung zu Fr. 0.-- (vgl. vorne 
Bst. A und E. 1.2). 

1.3.2 Die Bestimmungen über die Rechtspflege bei kantonalen und kom-
munalen Aufträgen (vgl. Art. 11-13 ÖBG) geben keinen Aufschluss 
darüber, ob der für die Verfahrenswahl ermittelte Schätzwert für die Frage 
der Öffnung des Rechtswegs massgebend bleibt oder ob diesbezüglich auf 
die tatsächlichen Angebotspreise abzustellen ist. Der Wortlaut von Art. 13 
Abs. 3 ÖBG, der von «Auftragsvergaben unterhalb der Schwellenwerte» 
spricht, könnte als Hinweis für Letzteres verstanden werden. Allerdings darf 
angenommen werden, dass der Gesetzgeber eine deutlichere Formulie-
rung verwendet hätte, wenn für die Anfechtbarkeit ein anderer Wert gelten 
soll als derjenige, der die Verfahrensart bestimmt (vgl. insofern den identi-
schen Wortlaut von Art. 11 Abs. 2 und Art. 6 Abs. 1 Bst. b ÖBG). Zudem 
bliebe bei einem solchen Verständnis unklar, wie der massgebende Ange-
botspreis zu ermitteln wäre. Schliesslich würde ein Abstellen auf spätere 
Erkenntnisse zu erheblichen praktischen Problemen und (Rechts-)Unsi-
cherheiten führen und ist daher mit der herrschenden Lehre abzulehnen 
(vgl. Beyeler/Scherler/Zufferey, 10. Procédure de recours/Das Beschwer-
deverfahren, Anmerkungen zu einem Entscheid der JGK vom 14.4.2015, in 
BR 2015 S. 239 f.; Bertrand Reich, Le prix, in Zufferey/Beyeler/Scherler 
[Hrsg.], Aktuelles Vergaberecht 2016, S. 429 ff., 436; Martin Beyeler, in 
Stöckli/Beyeler [Hrsg.], Das Vergaberecht der Schweiz, 9. Aufl. 2014, 
Rz. 275; Beyeler/Scherler/Zufferey, 3. Procédure d’adjudication/Die Verga-
beverfahren, Anmerkungen zu BGer 2D_24/2013 vom 17.9.2013, in 
BR 2014 S. 30 ff., 32 f.; Martin Beyeler, Geltungsanspruch, Rz. 946 
Fn. 1109). Für die Beurteilung, ob der Rechtsweg offensteht, ist somit 
grundsätzlich auf den vorgängig geschätzten Auftragswert abzustellen. Im 
Übrigen hat die EG Bern im vorinstanzlichen Verfahren überzeugend dar-
gelegt, dass es sich nicht um eine Bagatellvergabe handelt (vgl. Beschwer-
deantwort vom 18.2.2016 [in act. 5A, pag. 107] Rz. 6 ff. unter Hinweis auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 7

Christoph Jäger, Öffentliches Beschaffungsrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], 
Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 807 ff., N. 170; vgl. auch 
vorne E. 1.2.2). Entsprechend wird der für die Anfechtung massgebliche 
Schwellenwert vorliegend erreicht.

1.4 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist gemäss Art. 79 Abs. 1 
VRPG befugt, wer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen oder keine 
Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a), durch den angefochtenen 
Entscheid besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c). Da die Beschwerdefüh-
rerin am Verfahren vor dem RSA beteiligt war, ohne mit ihren Anträgen 
durchzudringen, sind die Legitimationsvoraussetzungen von Art. 79 Abs. 1 
Bst. a VRPG gegeben (formelle Beschwer). Als zweitplatzierte von zwei 
Anbieterinnen ist sie vom angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
verfügt zudem über ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung im Sinn von Art. 79 Abs. 1 Bst. b und c VRPG, besteht doch 
eine reelle Chance, dass sie selber den Zuschlag erhält (materielle Be-
schwer; vgl. BGE 141 II 307 E. 6.3, 141 II 14 E. 4.7 f; VGE 2016/35 vom 
29.2.2016, E. 1.2). 

1.5 Die EG Bern beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, 
soweit in der Sache lediglich Unangemessenheit der Bewertung einzelner 
Zuschlagskriterien geltend gemacht werde, was auf die meisten Rügen zur 
Bewertung der Zuschlagskriterien ZK2 – ZK4 zutreffe. Die diesbezüglichen 
Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffen jedoch Rechtsfragen, deren 
Beurteilung die Überprüfungsbefugnis des Verwaltungsgerichts nicht über-
schreitet. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-
treten (vgl. auch Art. 14 Abs. 1 ÖBG und Art. 15 Abs. 2 IVöB). 

1.6 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG; vgl. auch Art. 14 Abs. 2 ÖBG sowie 
Art. 16 Abs. 1 und 2 IVöB sowie hinten E. 6.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 8

2. 

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Ausstandspflichten durch 
drei von der EG Bern beigezogene externe Berater. 

2.1 Die eingegangenen Angebote wurden durch ein Evaluationsteam 
und drei themenspezifische Fachgruppen bewertet, die mit gemeindeinter-
nen und -externen Fachpersonen besetzt waren. Dabei erfolgte in einem 
ersten Schritt eine provisorische Beurteilung der Angebote durch die drei 
Fachgruppen «Velo und System», «Gestaltung und Einordnung» sowie 
«Geschäftsmodell» hinsichtlich der für die jeweilige Gruppe relevanten 
technischen Spezifikationen und Zuschlagskriterien. Anschliessend nahm 
das aus sieben Mitgliedern bestehende Evaluationsteam eine definitive 
Bewertung vor. Die Zuschlagserteilung erfolgte schliesslich entsprechend 
dem Bewertungsergebnis des Evaluationsteams (vgl. auch zum Folgenden 
Evaluationsbericht [in act. 5B, Register 10] Ziff. 2.3 und 3; Verfügungen 
vom 27.1.2016 [in act. 5B, Register 14 und 15]). Das Evaluationsteam und 
die drei Fachgruppen waren mit insgesamt dreizehn Personen besetzt, 
darunter die drei von der EG Bern beigezogenen externen Berater 
C.________, D.________ und E.________. Die Beschwerdeführerin 
erachtet diese drei Personen, von denen zwei im Evaluationsteam und alle 
drei in der Fachgruppe «Geschäftsmodell» einsassen, als befangen und 
daher zum Ausstand verpflichtet. Sie wirft der Vorinstanz in diesem Zu-
sammenhang vor, die Ausstandspflicht zu Unrecht nach den (milderen) 
Bestimmungen des Gemeindegesetzes beurteilt zu haben.

2.2 Wie in allen Verwaltungs- und Verwaltungsjustizverfahren sind auch 
bei der Vergabe öffentlicher Aufträge die Ausstandsregeln zu beachten, die 
in Art. 9 VRPG konkretisiert werden (vgl. Art. 11 Bst. d IVöB; BVR 2001 
S. 284 E. 3a). Davon erfasst werden auch die von der Vergabebehörde 
beigezogenen Hilfspersonen (vgl. Christoph Jäger, Die Vorbefassung des 
Anbieters im öffentlichen Beschaffungsrecht, Diss. Bern 2009, S. 64 f.). Da 
das VRPG das Verfahren vor den Verwaltungs(justiz)behörden im Kanton 
und in den Gemeinden regelt, ist es grundsätzlich auch für Verfahren vor 
kommunalen Behörden massgebend (vgl. Art. 1 Abs. 1 VRPG; BVR 2011 
S. 15 E. 3.2 mit Hinweisen). In Bezug auf Unvereinbarkeiten und Ausstand 
enthält Art. 9 Abs. 3 VRPG jedoch ausdrücklich einen Vorbehalt zugunsten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 9

des Gemeindegesetzes vom 16. März 1998 (GG; BSG 170.11). Art. 47 
Abs. 1 GG sieht vor, dass «wer an einem Geschäft unmittelbar persönliche 
Interessen hat, bei dessen Behandlung ausstandspflichtig» ist. Diese Be-
stimmung erweist sich wie die weiteren (hier nicht anwendbaren) Aus-
standsbestimmungen des GG als grundsätzlich milder als jene des VRPG 
(vgl. BVR 2011 S. 15 E. 3.1; Ueli Friederich, Gemeinderecht, in 
Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 143 ff., 
N. 155; Markus Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, 
S. 27 f.; Daniel Arn, in Kommentar zum GG, 1999, Art. 47 N. 2). In der Lite-
ratur wird die Ansicht vertreten, dass die Umschreibung der Ausstands-
pflicht für die Mitglieder und Angestellten kommunaler Behörden in Art. 47 
GG abschliessend sei und demzufolge mittelbare persönliche Interessen 
sowie weitere Gründe der Befangenheit – anders als nach Art. 9 Abs. 1 
Bst. a bzw. f VRPG – keine Ausstandspflicht begründen würden (vgl. 
Daniel Arn, a.a.O., Vorbem. zu Art. 47 und Art. 48 N. 3 und 7). Ob dies 
zutrifft, hat das Verwaltungsgericht bislang offengelassen (vgl. 
VGE 2010/242 vom 21.12.2010, E. 4.1, 2010/369 vom 1.11.2010, E. 2.1 f.; 
vgl. auch BGer 2P.152/2002 vom 12.12.2002, in BVR 2003 S. 348 E. 4, 
BGer 2P.139/2002 vom 18.3.2003, in BVR 2003 S. 359 E. 2) und braucht 
auch hier nicht entschieden zu werden, da selbst im Licht der strengeren 
Vorschriften des VRPG keine Verletzung der Ausstandspflichten zu 
erkennen ist (vgl. dazu die nachfolgenden E. 2.3 ff.). 

2.3 Die Beschwerdeführerin begründet die Ausstandspflicht der von der 
EG Bern beigezogenen Berater mit deren Voreingenommenheit gestützt 
auf ein (ebenfalls ein Veloverleihsystem betreffendes) Vergabeverfahren 
der Stadt … (C.________ und D.________) sowie mit wirtschaftlichen 
Beziehungen zur Beschwerdegegnerin 2 (E.________). Sie beruft sich 
damit auf die weiteren Ausstandsgründe nach Art. 9 Abs. 1 Bst. f VRPG. 
Danach tritt eine Person, die eine Verfügung oder einen Entscheid zu 
treffen oder vorzubereiten hat, in den Ausstand, wenn sie aus anderen als 
den in Art. 9 Abs. 1 Bst. a-e VRPG aufgeführten Gründen in der Sache 
befangen sein könnte. Erfasst werden damit alle übrigen Arten von 
Befangenheit, namentlich Eigeninteressen, Vorbefassungen, enge 
Beziehungen und Interessenbindungen, die keinen Ausstand nach den 
Bst. a-e begründen, aufgrund der konkreten Umstände aber doch auf man-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 10

gelnde Unparteilichkeit schliessen lassen. Solche Umstände können ent-
weder in einem bestimmten persönlichen Verhalten oder in gewissen funk-
tionellen und organisatorischen Gegebenheiten begründet sein. Bei ihrer 
Beurteilung ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abzustellen; 
das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver 
Weise begründet erscheinen. Ein Ausstandsgrund liegt nicht erst dann vor, 
wenn ein Behördenmitglied nachweislich befangen ist. Es genügt, wenn 
Umstände vorliegen, die objektiv den Anschein der Befangenheit zu be-
gründen vermögen. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist bei der 
Auslegung von Art. 9 Abs. 1 Bst. f VRPG auch die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung zu Art. 29 und 30 der Bundesverfassung (BV; SR 101) zu 
berücksichtigen (vgl. statt vieler BVR 2015 S. 213 E. 3.1). Die gemäss 
Art. 30 BV für unabhängige gerichtliche Behörden geltenden Anforderun-
gen an die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit können indes nicht unbe-
sehen auf nichtrichterliche Behörden übertragen werden. Den funktionellen 
und verfahrensrechtlichen Besonderheiten des konkreten Verwaltungs-
verfahrens ist stets gebührend Rechnung zu tragen. Gleichwohl vermag die 
Rechtsprechung zu Art. 30 BV insofern Orientierungshilfe zu leisten, als sie 
sich allgemein auf den Anschein der Voreingenommenheit bezieht (vgl. 
etwa BVR 2015 S. 213 E. 3.2, 2011 S. 128 E. 2.2, je mit Hinweisen).

2.4 Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor, C.________ und 
D.________ seien infolge der heftigen Kritik, welche sie als nicht be-
rücksichtigte Anbieterin im Rahmen des Vergabeverfahrens in Zürich ge-
gen diese geäussert habe, ihr gegenüber voreingenommen und damit be-
fangen. Verbale Anfeindungen, Unterstellungen oder auch das Erheben 
eines offensichtlich unbegründeten Ablehnungsbegehrens oder einer Straf-
anzeige durch eine Partei vermögen für sich allein nicht den Anschein der 
Befangenheit der davon betroffenen Person zu begründen. Ein Ausstands-
grund ist in solchen Situationen nur ausnahmsweise anzunehmen, so etwa 
wenn diese Person auf eine verbale Attacke, eine Anzeige oder ein Ableh-
nungsbegehren eine Reaktion zeigt, die als nicht sachgerecht anzusehen 
ist (z.B. indem sie ihrerseits Anzeige erhebt oder eine Zivilklage einreicht). 
Andernfalls hätte es eine Partei in der Hand, ihr unliebsame Personen in 
den Ausstand zu versetzen bzw. deren Ernennung zu verhindern (vgl. 
BGE 134 I 20 E. 4.3.2; BGer 1B_664/2012 vom 19.4.2013, E. 3.3; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 11

Kiener/Krüsi, Die Unabhängigkeit von Gerichtssachverständigen, in 
ZSR 2006 S. 487 ff., 505; Benjamin Schindler, Die Befangenheit der Ver-
waltung, Diss. Zürich 2002, S. 113 f.; Regina Kiener, Richterliche Unab-
hängigkeit, 2001, S. 104 f.). Die Beschwerdeführerin bringt lediglich vor, sie 
habe die beiden Experten in einem anderen Verfahren «heftig» kritisiert, 
ohne darzulegen, inwiefern ihre Kritik hinsichtlich des Inhalts oder der Form 
geeignet gewesen wäre, eine (das betreffende Verfahren überdauernde) 
negative Einstellung ihr gegenüber zu bewirken. Dass die Experten ihrer-
seits eine unangemessene Reaktion auf die Kritik gezeigt hätten, wird im 
Übrigen nicht geltend gemacht. Damit vermag die Beschwerdeführerin 
nach dem Ausgeführten keinen Anschein von Befangenheit zu begründen. 

2.5 Die Beschwerdeführerin schliesst weiter auf eine Befangenheit von 
C.________, weil er «im Rahmen» des Vereins für … in der Schweiz 
(Verein F. ________) enge Kontakte zu G.________ pflege, dem … der 
Postlogistics AG, die an der Beschwerdegegnerin 2 beteiligt sei. Sie macht 
jedoch nicht geltend, aufgrund dieses (behaupteten) beruflichen Kontakts 
habe sich eine engere persönliche Beziehung ergeben (zur [fehlenden] 
Befangenheit aufgrund gemeinsamer Mitgliedschaften in beruflichen oder 
privaten Organisationen vgl. etwa BGer 4D_8/2011 vom 27.4.2011, E. 5.5, 
4A_305/2009 vom 5.10.2009, E. 4.3; Alfred Bühler, Die Stellung von 
Experten in der Gerichtsverfassung, in SJZ 105/2009 S. 329, 331 f.; 
Kiener/Krüsi, a.a.O., S. 499 f.; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 9 N. 17). Zudem ist die Postlogistics AG 
nicht an der Beschwerdegegnerin 2 beteiligt, sondern gehören beide 
unterschiedlichen Konzerngesellschaften an, die unter dem Dach der 
Schweizerischen Post AG vereinigt sind (vgl. <https://www.post.ch>, 
Rubriken «Über-uns/Unternehmen/die Schweizerische Post im 
Überblick/Konzernstruktur-Post»). Soweit die Beschwerdeführerin 
schliesslich aus der angeblichen Befangenheit von C.________ eine solche 
von D.________ ableiten will, weil dieser als Angestellter der H.________ 
AG von C.________ (wirtschaftlich) abhängig sei, braucht darauf nicht 
weiter eingegangen zu werden, nachdem bei Letzterem keine 
Ausstandsgründe festgestellt werden konnten. Abgesehen davon ist 
D.________ nicht Angestellter, sondern freier Projektmitarbeiter der 
H.________ AG (vgl. <http://www.....ch>, Rubriken «Team/Freie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 12

Projektmitarbeiter»), womit eine wirtschaftliche Abhängigkeit jedenfalls 
nicht ohne weiteres auf der Hand liegen würde (zur Befangenheit bei 
Angestelltenverhältnissen vgl. etwa BGer 2P.78/2005 vom 21.7.2005, E. 3). 

2.6 Auch E.________ hätte nach Ansicht der Beschwerdeführerin we-
gen Befangenheit in den Ausstand treten müssen. Er habe sich insofern in 
einem Interessenkonflikt befunden, als die (wirtschaftlich) hinter der Be-
schwerdegegnerin 2 stehenden Unternehmen SBB und Post zu den wich-
tigsten Kunden der I.________ AG zählten, an der er beteiligt sei. 
Persönliche Interessen wegen einer wirtschaftlichen Beziehungsnähe, z.B. 
aufgrund eines Arbeitsverhältnisses oder sonstiger Geschäftsbeziehungen, 
oder im Rahmen eines Konkurrenzverhältnisses zu einem 
Verfahrensbeteiligten, können den Anschein von Befangenheit wecken. 
Erforderlich ist aber stets, dass derartige wirtschaftliche Beziehungen eine 
gewisse Intensität aufweisen, wobei ausstandsbegründende Umstände 
umso eher vorliegen, je intensiver und aktueller die Geschäftsbeziehung 
oder das Konkurrenzverhältnis ist (vgl. BGE 125 II 541 E. 4b; BGer 
5A_81/2010 vom 29.4.2010, E. 5.2, 2P.78/2005 vom 21.7.2005, E. 3.2; 
Kiener/Krüsi, a.a.O., S. 500 ff.; Benjamin Schindler, a.a.O., S. 114 ff.). Als 
Mitglied der Geschäftsleitung und Teilhaber der I.________ AG (vgl. dazu 
<http://www.....ch>, Rubriken «Unternehmung/Team») steht E.________ 
dieser zweifellos nahe. Hingegen hat die Beschwerdeführerin entgegen 
ihren Ausführungen nicht nachgewiesen, dass «die Post» «einen 
wesentlichen Teil» der Aufträge der I.________ AG generiert (vgl. 
Beschwerde S. 16). Angesichts des Kundenstamms der I.________ AG mit 
rund 20 öffentlichen Verwaltungsträgern und fast 45 Publikumsgesell-
schaften (vgl. dazu <http://www.....ch>, Rubrik «Kunden») erscheint 
fraglich, ob «die Post» eine Hauptkundin darstellt. Dasselbe gilt für die 
SBB, die im Übrigen an der Beschwerdegegnerin 2 soweit ersichtlich nicht 
(mehr) beteiligt ist. Zudem handelt es sich bei «der Post» um einen 
Konzern, der die drei Konzerngesellschaften Post CH AG, PostAuto 
Schweiz AG und PostFinance AG umfasst, denen wiederum allein in der 
Schweiz zahlreiche Gesellschaften, darunter die Zuschlagsempfängerin, 
angehören (vgl. <http://www.post.ch>, Rubriken «Über-
uns/Unternehmen/die Schweizerische Post im Über-
blick/Konzerngesellschaften»). Bei diesen Grössenverhältnissen könnte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 13

aus dem Bestehen geschäftlicher Verbindungen zur «Post» nicht bereits 
auf gleichgelagerte Interessen der I.________ AG und der 
Zuschlagsempfängerin geschlossen werden. Die bloss indirekte 
Verbindung E.________s zur Zuschlagsempfängerin – über das Arbeits- 
bzw. Beteiligungsverhältnis zur I.________ AG zum einen und deren 
geschäftliche Verbindung zum Postkonzern, dem die Zuschlags-
empfängerin angehört, zum anderen – weist somit nicht die nötige 
Intensität auf. Eine mögliche Befangenheit bzw. Verletzung der Ausstands-
pflicht ist bei diesen Gegebenheiten nicht zu erkennen.

2.7 Damit steht fest, dass bei keiner der drei von der Stadt Bern bei-
gezogenen externen Fachpersonen Ausstandsgründe im Sinn von Art. 9 
Abs. 1 VRPG vorgelegen haben. Der angefochtene Entscheid erweist sich 
insoweit als rechtmässig. 

3. 

3.1 Gegenstand der Ausschreibung bildet die «Planung, Finanzierung 
und der Aufbau eines Veloverleihsystems in der Stadt Bern sowie dessen 
Betrieb während fünf Jahren durch einen Gesamtdienstleister». Als eines 
von zwei Eignungskriterien (EK) muss «der Anbieter […] Erfahrung in Auf-
bau und Betrieb eines öffentlichen Veloverleihsystems mit Selbstausleihe 
nach[weisen], das in den letzten 3 Jahren in Betrieb steht oder stand» 
(EK01; vgl. Ausschreibung [in act. 5B, Register 1] Ziff. 2.5 und 3.7; Pflich-
tenheft [in act. 5B, Register 2] Ziff. 8). In der Ausschreibung wurden zudem 
folgende Zuschlagskriterien (ZK) samt ihrer Gewichtung bekanntgegeben 
(Ziff. 3.9):

«- Hauptkriterium ZK1 Preis (25 %)

- Hauptkriterium ZK2 Velosystem (35 %)

Unterkriterien ZK2.1 Velo (20 %), ZK2.2 Anteil E-Bikes (35 %), ZK2.3 
Stationen (10 %), ZK2.4 Betriebskonzept (15 %), ZK2.5 Kundeninter-
aktion (20 %)

- Hauptkriterium ZK3 Erfahrung/Referenzen (20 %)

Unterkriterien ZK3.1 Referenzen des Anbieters (40 %), ZK3.2 Refe-
renzen Velo (20 %), ZK3.3 Referenzen System (30 %), ZK3.4 
Schlüsselpersonen (10 %)

- Hauptkriterium ZK4 Geschäftsmodell (20 %)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 14

Unterkriterien ZK4.1 Wirtschaftliche Risikostabilität (30 %), ZK4.2 
Mehrnutzen durch Partnerschaften (17,5 %), ZK4.3 Marketing und 
Kommunikation (17,5 %), ZK4.4 Zusammenarbeit mit Stadt (15 %), 
ZK 4.5 Zusammenarbeit mit KA (15 %), ZK4.6 Ausdehnung Nach-
bargemeinden (%)»

Die Auswertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien erfolgte mit-
tels einer Notenskala von 0 bis 5, wobei je nach Kriterium unterschiedliche 
Bewertungsmassstäbe zur Anwendung gelangten (vgl. Ausschreibung 
Ziff. 3.9; Pflichtenheft Ziff. 10 sowie Angaben zur Ausschreibung [in act. 5B, 
Register 2.5] S. 16 ff.). Die so ermittelte Bewertung wurde alsdann mit 
einem der Gewichtung des einzelnen Zuschlagskriteriums entsprechenden 
Faktor multipliziert; das Angebot mit der höchsten Summe der gewichteten 
Bewertung erhielt den Zuschlag (vgl. Ausschreibung Ziff. 3.9; Pflichtenheft 
Ziff. 10). 

3.2 Beim Preis (ZK1) erreichten beide Angebote die gleiche maximale 
(gewichtete) Punktzahl von 1,250. Für die zwei Kriterien «ZK2 Velosystem» 
und «ZK4 Geschäftsmodell» erhielt das Angebot der Beschwerdegegne-
rin 2 mit 1,446 gegenüber 1,341 bzw. 0,858 gegenüber 0,456 mehr (ge-
wichtete) Punkte als jenes der Beschwerdeführerin. Beim Kriterium «ZK3 
Erfahrung/Referenzen» schnitt dagegen die Beschwerdeführerin mit 0,540 
gegenüber 0,300 (gewichteten) Punkten besser ab als ihre Konkurrentin. 
Insgesamt unterlag das Angebot der Beschwerdeführerin mit einer Ge-
samtpunktzahl von 3,587 gegenüber demjenigen der Beschwerdegegne-
rin 2 mit 3,854 Punkten, wobei die deutlich schlechtere Bewertung beim 
Kriterium «ZK4 Geschäftsmodell» ausschlaggebend war (vgl. Verfügungen 
vom 27.1.2016 [in act. 5B, Register 14 und 15]; Bewertungsblatt [in act. 5B, 
Register 11] sowie Evaluationsbericht [in act. 5B, Register 10] Ziff. 3.6.3). 
Die Auswertung der Angebote ergab zusammengefasst folgende Resultate:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 15

B.________ AG A.________ SA
Note Punkte Note Punkte

Preis (25 %) 5 1.250 5 1.250
Velosystem (35 %) 4.13 1.446 3.83 1.341
Erfahrung und 
Referenzen (20 %)

1.5 0.300 2.7 0.540

Geschäftsmodell (20 %) 4.29 0.858 2.28 0.456
Total 3.854 3.587

4.

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin 2 erfülle 
das Eignungskriterium EK01 nicht.

4.1 Die Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche an 
die Anbietenden gestellt werden, damit gewährleistet ist, dass sie zur 
sachgerechten Ausführung und Erledigung des geplanten Auftrags in der 
Lage sind (vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 588; Christoph Jäger, 
a.a.O., N. 121). Eignungskriterien betreffen die fachliche, technische, orga-
nisatorische oder wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Anbieterinnen und 
Anbieter (vgl. Art. 16 Abs. 2 Satz 1 ÖBV; vgl. auch Art. 9 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Beschaffungs-
wesen [BöB; SR 172.056.1]). Die Vergabebehörde kann von den Anbieten-
den Nachweise zur Beurteilung der festgelegten Eignungskriterien verlan-
gen (Art. 16 Abs. 3 ÖBV). Ihr steht beim Festlegen der Anforderungen, die 
an eine Vergabe gestellt werden, ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu 
(vgl. dazu und zum Folgenden VGE 2016/48 vom 13.5.2016, E. 4.1 f., so-
wie 2013/213 vom 2.10.2013, E. 4.3). Die Eignungsprüfung steht im Dienst 
der Wirtschaftlichkeit öffentlicher Beschaffungen, soll vor Ungleichbehand-
lungen schützen und will die Effizienz des Vergabeverfahrens fördern. Eig-
nungskriterien sind in der Regel Ausschlusskriterien, die entweder erfüllt 
sind oder nicht: Liegt die geforderte Eignung vor, führt dies zur Zulassung 
zum (weiteren) Verfahren; sind die Eignungskriterien nicht (vollständig) 
erfüllt, hat dies grundsätzlich den Ausschluss vom Verfahren zur Folge (vgl. 
Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 580 ff.; Martin Beyeler, Geltungsan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 16

spruch, Rz. 1687; Christoph Jäger, a.a.O., N. 112 und 152). In diesem Sinn 
schreibt Art. 24 Abs. 1 Bst. c ÖBV vor, dass Anbieterinnen und Anbieter 
von der Teilnahme am Verfahren auszuschliessen sind, wenn sie die ge-
forderten Eignungskriterien nicht (mehr) erfüllen. 

4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die von der Beschwerde-
gegnerin 2 angeführten Referenzobjekte dürften dieser nicht angerechnet 
werden, da sie von einem anderen Unternehmen aufgebaut worden seien 
und es der Beschwerdegegnerin 2 insoweit an Erfahrung und dem für den 
Aufbau eines Veloverleihsystems erforderlichen Personal mangle. Das 
Eignungskriterium EK01 gilt als erfüllt, wenn die Anbieterin bzw. der An-
bieter über «Erfahrung in Aufbau und Betrieb eines öffentlichen Velover-
leihsystems mit Selbstausleihe, das in den letzten drei Jahren in Betrieb 
steht oder stand», verfügt. Das oder die Referenzobjekte müssen von der 
Anbieterin bzw. dem Anbieter u.a. «sowohl aufgebaut als auch betrieben» 
worden sein (vgl. Ausschreibung [in act. 5B, Register 1] Ziff. 3.7; Pflichten-
heft [in act. 5B, Register 2] Ziff. 8). In Frage steht eine Referenz, die sich 
gemäss Wortlaut der Ausschreibung auf die Anbieterin und ihre Leistungs-
fähigkeit bezieht (sog. Unternehmensreferenz). Solche Referenzen sind an 
die Unternehmung (oder allenfalls Abteilung) gebunden, welche den Refe-
renzauftrag ausgeführt hat. Das heisst, sie bleiben grundsätzlich auch nach 
einem Weggang von Schlüsselpersonen erhalten (vgl. Claudia Schneider 
Heusi, Referenzen, Labels, Zertifikate, in Zufferey/Beyeler/Scherler [Hrsg.], 
Aktuelles Vergaberecht 2016, S. 393 ff., 419 f.; Martin Beyeler, Geltungs-
anspruch, Rz. 1684 ff.). Beim Wechsel der Rechtsform auf Seite der An-
bieterinnen und Anbieter, namentlich bei Umstrukturierungen gehen solche 
Unternehmensreferenzen nicht verloren. Sie können übertragen werden, 
wenn das Unternehmen als solches oder zumindest die betreffende Unter-
nehmenseinheit insgesamt übertragen wird (vgl. VGE 2016/48 vom 
13.5.2016, E. 5.2, VGE 22492 vom 29.12.2006, E. 4.1; VGer TI 6.12.2012 
[52.2012.386], in BR 2013 S. 205 ff., 207 f.; Denzler/Hempel, Fusioniert, 
gespalten und übertragen – wenn Anbieter ihr Rechtskleid wechseln, in BR 
Sonderheft 2006, S. 23 ff., 25).

4.3 Die Beschwerdegegnerin 2 verweist zum Nachweis ihrer Eignung 
auf fünf in verschiedenen Schweizer Städten in Betrieb stehende Velover-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 17

leihsysteme. Mit Ausnahme des Netzes in Bern wurden diese Referenz-
objekte ursprünglich durch die J.________ sárl realisiert (vgl. Angebot der 
Beschwerdegegnerin 2 [act. 5F] Ziff.  3.1 sowie Beilage 8.3). Zu prüfen ist, 
ob sie dennoch der Beschwerdegegnerin 2 angerechnet werden können. 
Diesbezüglich lässt sich den Akten Folgendes entnehmen: Im Jahr 2011 
startete die Postauto Schweiz AG zusammen mit anderen Unternehmen 
das Projekt «PubliBike». Ein Jahr später erwarb sie (zu 100 %) die bereits 
seit längerer Zeit bestehende J.________ sárl, wobei sämtliche Mitarbei-
tende, darunter der Geschäftsführer, in ihren angestammten Funktionen 
verblieben. Auf den 1. Mai 2014 wurde die GmbH in eine Aktiengesellschaft 
mit dem Firmennamen B.________ AG umgewandelt (vgl. SHAB-
Publikation [in act. 5B, Register 20]; Bewertungsblatt EK01 [in act. 5B, 
Register 19]; vgl. auch Medienmitteilung vom 26.4.2012, einsehbar unter: 
<http://www.publibike.ch>, Rubriken «Medien/Medienmit-
teilungen/2012/26.4.2012 – PostAuto kauft J.________»). Bei diesen 
Gegebenheiten ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, bei der 
B.________ AG handle es sich um die Rechtsnachfolgerin der J.________ 
sárl (angefochtener Entscheid E. 3.6 f.). Da die Vergabebehörde die 
beizubringenden Referenzen als Unternehmensreferenzen ausgestaltet hat 
(vgl. vorne E. 4.2), durfte sie die ursprünglich durch die J.________ sárl 
realisierten Veloverleihsysteme als Erfahrungsnachweis der 
Beschwerdegegnerin 2 berücksichtigen, unabhängig davon, ob die 
Schlüsselpersonen der J.________ sárl heute noch im Unternehmen tätig 
sind oder nicht. Sie hat ihren Beurteilungsspielraum nicht überschritten, 
indem sie bei der Beschwerdegegnerin 2 das Eignungskriterium EK01 als 
erfüllt erachtete (vgl. auch angefochtener Entscheid E. 3). 

5.

Die Beschwerdeführerin ist weiter der Ansicht, das Angebot der Beschwer-
degegnerin 2 hätte als nicht ausschreibungskonform vom Verfahren aus-
geschlossen werden müssen.

5.1 Anbieterinnen oder Anbieter sind gemäss Art. 24 Abs. 1 Bst. b ÖBV 
von der Teilnahme am Verfahren auszuschliessen, wenn sie ein Angebot 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 18

einreichen, das der Ausschreibung, den Ausschreibungsunterlagen oder 
wesentlichen Formerfordernissen nicht entspricht. Die Übereinstimmung 
der Offerte mit der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen ist 
eine wesentliche Voraussetzung für einen Zuschlag; Angebote, die die 
darin enthaltene Leistungsumschreibung nicht erfüllen, müssen grundsätz-
lich ausgeschlossen werden (vgl. BVR 2008 S. 352 E. 4.3.1, 2004 S. 229 
E. 2.1, je mit weiteren Hinweisen; VGE 2012/28 vom 15.6.2012, E. 2.1; 
Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 468 ff.; Martin Beyeler, Geltungsan-
spruch, Rz. 1745 ff. und 1965 ff.; betreffend Variantenangebote vgl. 
BVR 2003 S. 353 E. 2b und 2d, bestätigt in BGer 2P.139/2002 vom 
18.3.2003, E. 3.1]). Ein Angebot ist ausschreibungskonform, wenn es mit 
sämtlichen in der Ausschreibung und den Ausschreibungsunterlagen um-
schriebenen Anforderungen und Spezifikationen übereinstimmt (vgl. Martin 
Beyeler, Geltungsanspruch, Rz. 1916 ff.; derselbe, Öffentliche Beschaf-
fung, Vergaberecht und Schadenersatz, Diss. Freiburg 2004, Rz. 302 f. mit 
Hinweisen). Dabei ist die Offerte so zu beurteilen, wie sie eingereicht wor-
den ist; eine nachträgliche Änderung des offerierten Leistungsinhalts ist, 
abgesehen etwa von der Berichtigung von offensichtlichen Fehlern, unzu-
lässig (Art. 19 und Art. 25 Abs. 2 ÖBV; vgl. dazu BVR 2004 S. 229 E. 2.2; 
VGE 2012/28 vom 15.6.2012, E. 2.2 auch zum Nachfolgenden; vgl. 
Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 684 ff., 710 ff.; Martin Beyeler, Gel-
tungsanspruch, Rz. 2144). Mit Blick auf den Gleichbehandlungsgrundsatz 
und um die Vergleichbarkeit der Angebote zu gewährleisten, ist an das Er-
fordernis der Ausschreibungskonformität ein relativ strenger Massstab an-
zulegen (vgl. Christoph Jäger, a.a.O., N. 155).

5.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die von der Beschwerde-
gegnerin 2 bei den Verleihstationen vorgesehenen Informationstafeln wür-
den die in der technischen Spezifikation TS02 vorgeschriebenen Masse 
nicht einhalten. Die Anforderungen an die Angebote ergeben sich aus dem 
Pflichtenheft und den dazugehörigen Beilagen, insbesondere den Angaben 
zur Ausschreibung (in act. 5B, Register 2.5). Hinsichtlich der technischen 
Spezifikation TS02 schreiben diese vor, dass «die Stationen mit einem 
mittels Pfosten angebrachten Schild (max. 50 x 70 cm) mit Informationen 
zum [Veloverleihsystem]» auszustatten sind (S. 13). Das von der Be-
schwerdegegnerin 2 angebotene Informationsschild entspricht in seiner 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 19

Grösse dem Format A2 (42 x 59,4 cm) und überschreitet die vorgeschrie-
benen Masse nicht (vgl. Angebot der Beschwerdegegnerin 2 [act. 5F] 
Ziff. 4.2.2). Dies hat bereits die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 
ausdrücklich festgehalten (vgl. E. 4.5). Da die Ausschreibungskonformität 
nach Massgabe des eingereichten Angebots zu beurteilen ist (vgl. vorne 
E. 5.1), bestand keine Veranlassung, sich mit dem von der Beschwerdefüh-
rerin eingereichten Foto aus der Presse oder der Behauptung, die Be-
schwerdegegnerin 2 habe nachträglich ihr Angebot abgeändert, auseinan-
derzusetzen. Es liegt somit weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
noch der Begründungspflicht vor. 

6.

Die Beschwerdeführerin erachtet die Bewertung ihres Angebots als 
(rechts-)fehlerhaft. Sie macht geltend, die Vorinstanzen seien bei der Be-
wertung verschiedener Zuschlagskriterien von einem falschen Sachverhalt 
ausgegangen und hätten ihr Angebot zu tief bzw. das Angebot der Zu-
schlagsempfängerin zu hoch bewertet.

6.1 Der Zuschlag ist dem wirtschaftlich günstigsten Angebot zu erteilen, 
wobei als solches dasjenige gilt, das die Zuschlagskriterien am besten er-
füllt (Art. 30 Abs. 1 ÖBV; vgl. auch Art. 13 Abs. 1 Bst. f IVöB). Als Kriterien 
zur Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots können neben dem 
Preis insbesondere Qualität, Termine, Ökologie, Wirtschaftlichkeit, Be-
triebskosten, Kundendienst, Zweckmässigkeit, technischer Wert, Ästhetik, 
Kreativität und Infrastruktur berücksichtigt werden (vgl. Art. 30 Abs. 3 
Satz 1 ÖBV). Anhand der auftragsspezifisch ausgewählten und in der Aus-
schreibung bekannt gegebenen Zuschlagskriterien ermittelt die Vergabe-
behörde, welches Angebot im Vergleich zu den anderen inhaltlich den An-
forderungen der Ausschreibung am besten entspricht. Sie erstellt dazu eine 
Vergleichstabelle (Art. 25 Abs. 3 ÖBV, sog. Bewertungs- oder Beurtei-
lungsmatrix; Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 878; Christoph Jäger, 
a.a.O., N. 130). Die Angebotsbewertung muss in sachlich haltbarer und 
nachvollziehbarer Weise erfolgen. Die Bewertungsmethode darf nicht zu 
Ergebnissen führen, welche die in der Ausschreibung bekannt gegebene 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 20

Gewichtung der Zuschlagskriterien verwischt oder gar umkehrt (vgl. 
BVR 2006 S. 327 E. 4e; Christoph Jäger, a.a.O., N. 141; 
Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 914). Die Vergabebehörde verfügt bei 
der Bewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien über einen 
Beurteilungsspielraum, dessen Handhabung der Rechtskontrolle durch die 
Rechtsmittelinstanzen unterliegt, auch wenn diese regelmässig eine ge-
wisse Zurückhaltung üben (vgl. etwa VGE 2014/248/252 vom 3.11.2014, 
E. 3.2.4; BGer 2C_346/2013 vom 20.1.2014, E. 1.3.4, 2D_49/2011 vom 
25.9.2012 E. 4.2 mit Hinweisen). 

6.2 Zuschlagskriterium ZK1 Preis

Beide Anbieterinnen haben für ihre zu einem Preis von Fr. 0.-- offerierten 
Leistungen entsprechend der in der Ausschreibung vorgesehenen Bewer-
tungsformel je die maximale Punktzahl erhalten (vgl. Pflichtenheft [in 
act. 5B, Register 2] Ziff. 10; vorne E. 3.2). Die Beschwerdeführerin ist der 
Auffassung, diese Benotung trage dem Prinzip der Ermittlung des wirt-
schaftlich günstigsten und nachhaltigsten Angebots nicht Rechnung. Sie 
hätte beim Kriterium Preis besser abschneiden müssen als die Zuschlags-
empfängerin, da das von ihr angebotene Verleihsystem 65 Stationen mehr 
vorsehe als das Angebot der Mitbewerberin und der Preis nicht unabhängig 
vom Leistungsumfang beurteilt werden dürfe. – Diese Argumentation geht 
fehl: Das wirtschaftlich günstigste Angebot ist jenes, das unter Berücksich-
tigung aller Zuschlagskriterien die höchste Bewertung erhält (vgl. 
BVR 2006 S. 500 E. 4.4; Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 853 f.). Zwar 
trifft zu, dass die Vergabebehörde zur Ermittlung des wirtschaftlich güns-
tigsten Angebots den Preis zu den qualitativen Aspekten der Angebote ins 
Verhältnis setzen muss. Dies erfolgt indes, indem sie jedes Kriterium an-
hand der vorgesehenen Regeln bewertet und entsprechend der Bekannt-
gabe gewichtet (vgl. etwa VGE 2015/142 vom 14.8.2015, E. 4.3; 
Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 874; vgl. auch Christoph Jäger, 
a.a.O., N. 143). Die Berücksichtigung qualitativer oder quantitativer 
Aspekte im Rahmen der Bewertung der Angebotspreise würde zu einer 
Vermischung der Kriterien Preis und Leistung und damit letztlich zur 
Intransparenz der Bewertung führen, da die preisliche Differenz zwischen 
den Angeboten nurmehr verzerrt zum Ausdruck käme (vgl. Entscheid der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 21

eidgenössischen Rekurskommission für das öffentliche 
Beschaffungswesen vom 15.6.2004, in VPB 2004 S. 1564, E. 4b/cc; vgl. 
auch Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 898). Vorliegend hat zudem die 
Vergabebehörde die beim Zuschlagskriterium Preis anzuwendende 
Bewertungsregel entsprechend den Vorgaben von Art. 30 Abs. 2 Satz 2 
ÖBV im Voraus bekannt gegeben. Sie sieht vor, dass das tiefste Angebot 
die maximale Punktzahl erhält und pro Fr. 500.-- Mehrkosten 0,001 Punkte 
abgezogen werden (vgl. Pflichtenheft Ziff. 10). An diese schematische 
Bewertungsregel ist die Vergabebehörde gebunden, wie die Vorinstanz 
richtig erkannt hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.3).

6.3 Zuschlagskriterium ZK2.1 Velo

Die Beschwerdeführerin rügt, die Robustheit und ökologische Nachhaltig-
keit der von ihr offerierten Velos seien unberücksichtigt geblieben. Zudem 
betrage die Traglast des Korbs 30 kg und nicht 10 kg, wie die Vorinstanz 
angenommen habe. Unzutreffend sei auch, dass sie keine Angaben zum 
Motor der E-Bikes gemacht habe; die entsprechenden Informationen seien 
nachgereicht worden. – Entgegen den Ausführungen der Beschwerdefüh-
rerin wurde bei ihrem Angebot die Verwendung hochwertiger (und nachhal-
tiger) Materialien, namentlich der Stahlrahmen, positiv gewürdigt (im Unter-
schied zum Aluminiumrahmen bei der Beschwerdegegnerin 2), was zu-
sammen mit anderen positiven Aspekten zu einer höheren Bewertung 
geführt hat. Dasselbe gilt in Bezug auf das klassische Design der von ihr 
vorgesehenen Velos, das lobend erwähnt worden ist. Zu Recht macht die 
Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang nicht geltend, die von der 
Beschwerdegegnerin 2 angebotenen Fahrräder erfüllten mit ihren eher 
klein bemessenen Rädern die Vorgaben der Ausschreibung nicht (vgl. Be-
schwerde S. 20). Dass die Vergabebehörde deren Eignung nicht infrage 
gestellt hat, ist daher nicht zu beanstanden (vgl. zum Ganzen Evaluations-
bericht [in act. 5B, Register 10] Ziff. 4.3.2.1; Angaben zur Ausschreibung [in 
act. 5B, Register 2.5]) S. 11 f.). Die weiteren Vorbringen sind aktenwidrig: 
Wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat, hält das Angebot der Beschwer-
deführerin zum Frontkorb ausdrücklich fest, dieser könne «bis zu 10 kg 
aufnehmen» (vgl. Angebot [act. 5C] Ziff. 4.1.2; angefochtener Entscheid 
E. 6.4.3). Die Spezifikationen zum E-Bike äussern sich lediglich zu dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 22

Akku, Reichweite und Geschwindigkeit, nicht aber zum Motor (vgl. Angebot 
Ziff. 4.1.3 sowie Beilage A.5 [in act. 5D] S. 5 ff.). Belege dafür, dass die 
Beschwerdeführerin diese Angaben nachgereicht hätte, hat sie bislang we-
der benannt, noch finden sich solche in den Akten (insbesondere auch 
nicht in ihrem Schreiben vom 9.12.2015 [in act. 5B, Register 8]). Damit 
kann offenbleiben, ob nachgereichte Informationen mit Blick auf den 
Grundsatz der Unabänderbarkeit der Offerte (vgl. vorne E. 5.1) zu berück-
sichtigen gewesen wären. 

6.4 Zuschlagskriterium ZK2.3 Stationen

Die Beschwerdeführerin macht geltend, bei diesem Kriterium sei zu Un-
recht festgestellt worden, die Informationstafeln bei den Velostationen er-
füllten die Anforderungen bezüglich Hindernisfreiheit im Gehbereich nicht 
und deren Befestigung (im Boden) überzeuge nicht. Auch das Fehlen von 
Angaben zu möglichen elektromagnetischen Interferenzen und zu klimati-
schen Anforderungen in der Offerte hätte nicht negativ gewürdigt werden 
dürfen. – Gemäss Angebot der Beschwerdeführerin werden die seitlich 
über die Tragstangen hinausragenden Informationstafeln im Gehbereich 
platziert. Zudem ist ihre «taktile Erkennbarkeit» nicht gewährleistet. Beides 
widerspricht den Anforderungen an die Hindernisfreiheit (vgl. Angebot 
Ziff. 4.2.1 sowie Beilage A.2; Themenblatt hindernisfreier Raum, Anhang 2 
zum provisorischen Standortkonzept [in act. 5B, Register 2.6]). Mit Blick auf 
die spärlichen Angaben zu den Stangen (vgl. Angebot Beilagen A.6 sowie 
E.1 [in act. 5E] S. 31) ist auch nicht zu beanstanden, wenn die Vergabe-
behörde deren Befestigung bemängelt hat, selbst wenn diese von der Part-
nerin K. ________ vorgenommen werden sollte. Die Beschwerdeführerin 
hat nachträglich bestätigt, dass das Funktionieren der Stationen unter den 
üblichen klimatischen Bedingungen garantiert sei und nicht durch 
elektromagnetische Strahlung gestört werde (vgl. Schreiben vom 9.12.2015 
[in act. 5B, Register 8]). Ob damit den Anforderungen der Ausschreibung 
entsprochen wird, kann dahingestellt bleiben (vgl. auch angefochtener 
Entscheid E. 6.5.3). Mit Blick auf die berechtigte Kritik an der Platzierung 
und Befestigung der Informationstafeln hat die Vergabebehörde so oder 
anders ihren Beurteilungsspielraum nicht rechtsfehlerhaft wahrgenommen, 
wenn sie das Angebot der Beschwerdeführerin bei diesem Kriterium mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 23

vier von fünf Punkten (und damit besser als dasjenige der 
Beschwerdegegnerin 2) bewertet hat. 

6.5 Zuschlagskriterium ZK2.4 Betriebskonzept

Bei diesem Kriterium hat die Beschwerdeführerin wegen verschiedener 
gewichtiger Mängel ihres Angebots deutlich schlechter abgeschnitten als 
die Konkurrentin (vgl. Evaluationsbericht Ziff. 4.3.2.4). Sie ist der Meinung, 
die von ihr zusätzlich vorgesehenen 65 Stationen und der Umstand, dass 
«das von der B.________ AG offerierte System nirgends im Einsatz 
steh[e]», hätten eine «massiv» bessere Bewertung gerechtfertigt. Wie 
jedoch bereits die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, wären nur 
begründete Abweichungen vom bereits sehr dichten Standortkonzept 
gemäss Ausschreibung positiv bewertet worden; zudem hätte die dank den 
zusätzlichen Standorten zu erwartende Verbesserung hinsichtlich Nutzung 
oder Betrieb nachgewiesen werden müssen (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 6.6.3; Angaben zur Ausschreibung S. 4, 11 und 20 sowie provisorisches 
Standortkonzept [in act. 5B, Register 2.6] Ziff. 4.1). Die Beschwerdeführerin 
setzt sich mit diesen Argumenten nicht auseinander, sondern weist 
lediglich darauf hin, dass ihr deutlich dichteres System einen «grossen 
Pluspunkt» darstelle, was gemäss Ausschreibung nicht (ohne weiteres) 
zutrifft bzw. hätte eingehend begründet werden müssen. Inwiefern das der 
Ausschreibung entsprechende System der Beschwerdegegnerin 2 
rechtsfehlerhaft bewertet worden ist, ist nicht erkennbar. Ob sich das 
offerierte System bereits in der Praxis bewährt hat, ist nicht an dieser Stelle 
zu bewerten. 

6.6 Zuschlagskriterium ZK2.5 Kundeninteraktion

Die Beschwerdeführerin macht geltend, das von der Vorinstanz als nur 
schwer verständlich und nachvollziehbar erachtete Tarifsystem sei von 
Bernmobil ausgearbeitet worden und lehne sich an existierende Systeme in 
der Stadt Bern an. – Die Beschwerdeführerin hat das in der Ausschreibung 
als Beispiel vorgeschlagene Tarifsystem um Varianten erweitert, darunter 
ein Jahresabonnement für Benutzerinnen und Benutzer von E-Bikes, die 
einen eigenen Akku erwerben und ausschliesslich diesen nutzen (vgl. An-
gebot Ziff. 4.4.4; Angaben zur Ausschreibung S. 21). Im Ergebnis sehen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 24

sich Kundinnen und Kunden bei ihrem Angebot mit drei parallelen Tarif-
systemen konfrontiert, wobei nicht auf Anhieb ersichtlich ist, welches das 
jeweils günstigste ist. Unabhängig davon, wer das Tarifsystem ausge-
arbeitet hat, erweist sich die Feststellung der Vorinstanz somit als zutref-
fend (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.7.3). Diese ist dabei weder von 
einem falschen Sachverhalt ausgegangen, noch hat sie ihre Begründungs-
pflicht verletzt. Soweit hingegen die Beschwerdeführerin das System der 
Beschwerdegegnerin 2 als «verwirrend» kritisiert, weil es den Verleih «über 
das Veloschloss und einen festen Anschluss kombiniere», entspricht dies 
nicht den Tatsachen, weshalb sich Weiterungen dazu erübrigen (vgl. An-
gebot der Beschwerdegegnerin 2 [act. 5F] Ziff. 4.4).

6.7 Zuschlagskriterium ZK3.1 Referenzen Anbieter

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, diese habe übersehen, 
dass das Referenzobjekt in … in Zusammenarbeit mit einem privaten 
Partner erfolgt sei. Die Vorinstanz hat in Übereinstimmung mit der Ver-
gabebehörde die Referenz jedoch gerade deshalb als nicht tauglich 
erachtet, weil das Netz mit einem privaten Partner realisiert worden ist und 
daher nicht mit dem ausgeschriebenen verglichen werden kann (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 6.8.3). Dies ist im Übrigen nicht zu beanstanden, 
liegt doch auf der Hand, dass ein öffentliches Veloverleihsystem im Ver-
gleich zu einem privaten erhöhten regulatorischen Anforderungen und 
Vorgaben zu genügen hat. 

6.8 Zuschlagskriterium ZK3.2 Referenzen Velo

Die Beschwerdeführerin bringt hierzu nichts vor, was den vorinstanzlichen 
Entscheid als fehlerhaft erscheinen lässt, beschränkt sie sich doch darauf, 
die bereits vor der Vorinstanz erhobenen, von dieser jedoch verworfenen 
Einwände zu wiederholen, ohne sich mit deren Ausführungen auseinander-
zusetzen. Insbesondere hat die Vorinstanz richtig dargelegt, dass Referen-
zen gefragt waren, die den angebotenen Fahrrädern eine hohe Beliebtheit 
und Robustheit bescheinigten, wobei sich von den acht Referenzen der 
Beschwerdeführerin lediglich zwei zum (herkömmlichen) Velo und keine 
zum E-Bike geäussert hätten (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.9.3, An-
gaben zur Ausschreibung S. 22; Angebot, Beilage 8.2). Unter diese Um-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 25

ständen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vergabebehörde den ihr zu-
stehenden Beurteilungsspielraum überschritten haben soll (vgl. Evaluati-
onsbericht Ziff. 4.3.3.2).

6.9 Zuschlagskriterium ZK3.3 Referenzen System

Die Beschwerdeführerin ist der Meinung, der Vorinstanz sei entgangen, 
dass das negativ bewertete Veloschloss keine «Schwachstelle» mehr dar-
stelle, sondern in … und … problemlos im Einsatz stehe, was sich auch 
aus den von ihr eingereichten Referenzen ergebe. – Von den insgesamt 
acht Referenzen äussern sich vorliegend vier zu (anfänglichen) Problemen 
mit dem Veloschloss (vgl. Angebot, Beilage 8.2). Aus den Referenzen geht 
jedoch nicht schlüssig hervor, welche Version des Veloschlosses diesen 
zugrunde lag (vgl. Angebot Ziff. 4.1.5 ff. sowie Beilage A.7 [in act. 5D]). 
Entsprechend war für die Vergabebehörde nicht erkennbar, welche 
Referenzen massgebend sind. Der angefochtene Entscheid sowie die 
diesem zugrunde liegende Bewertung halten somit der Rechtskontrolle 
ohne weiteres stand, zumal die Anbieterin bzw. der Anbieter für eine voll-
ständige und aussagekräftige Dokumentation der Referenzobjekte verant-
wortlich ist (vgl. Claudia Schneider Heusi, a.a.O., S. 409). 

6.10 Zuschlagskriterium ZK3.4 Schlüsselpersonen

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, sie sei von einem lücken-
haften Sachverhalt ausgegangen und habe ihre Begründungspflicht ver-
letzt. – Gemäss Ausschreibung waren im Angebot als «Schlüsselperso-
nen» diejenigen Personen anzugeben, welche die vordefinierten Funktio-
nen (Gesamtverantwortlicher, Verantwortlicher Planung und Aufbau, Ver-
antwortlicher Betrieb sowie Verantwortlicher Support/Hotline) übernehmen 
würden (vgl. Angaben zur Ausschreibung S. 27 und 23). Wie die Vorinstanz 
richtig festgestellt hat, hat die Beschwerdeführerin ihren Schlüsselpersonen 
(darunter L.________) jedoch eigens definierte Rollen zugeschrieben, 
sodass diese nicht den in der Ausschreibung vorgegebenen Funktionen 
zugeordnet werden konnten (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.11.3). Die 
Bewertung beruht nach dem Gesagten auf zutreffenden Sachverhaltsfest-
stellungen und erweist sich nicht als rechtsfehlerhaft. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 26

6.11 Zuschlagskriterium ZK4.1 Wirtschaftliche Risikostabilität

Die Beschwerdeführerin geht davon aus, die Vorinstanz habe wie bereits 
die Vergabebehörde übersehen, dass ihre Kostenberechnungen deshalb 
viel tiefer seien als diejenigen der Beschwerdegegnerin 2, weil diese fak-
tisch zwei Systeme offeriert habe. – Ausschlaggebend für die Beurteilung 
des Angebots der Beschwerdeführerin war jedoch nicht der Vergleich mit 
der Konkurrenzofferte, sondern der Umstand, dass die tiefen Kosten auf-
grund bisheriger Erfahrungswerte und in Anbetracht eines E-Bike-Anteils 
von 50 % nicht nachvollziehbar waren und nicht näher plausibilisiert wur-
den (vgl. Evaluationsbericht Ziff. 4.3.4.1). Insofern geht die Rüge betreffend 
Kostenvergleich an der Sache vorbei.

6.12 Zuschlagskriterium ZK4.2 Mehrnutzen durch Partnerschaften

Die Beschwerdeführerin bringt (erneut) vor, ihre Partnerschaft mit Bern-
mobil sei unzureichend bewertet worden; die Dienstleitungen der Partnerin 
gingen «weit» über die mit dem Bestätigungsschreiben der Bernmobil vom 
22. Oktober 2015 zugesicherten Realleistungen entsprechend «einem Wert 
in der Höhe von max. CHF 30ʹ000 jährlich» (vgl. Angebot, Beilage 8.6) hin-
aus. Die Vorinstanz hat hierzu jedoch festgehalten, dass sich aus dem An-
gebot der Beschwerdeführerin keine weitergehenden Verpflichtungen von 
Bernmobil ergäben. Inwiefern diese Feststellung unzutreffend sein soll, legt 
die Beschwerdeführerin nicht dar. Soweit sie zudem abermals auf ihre an-
gebliche Partnerschaft mit M. ________ verweist, kann ebenfalls auf die 
unwidersprochen gebliebenen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 
werden (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.13.3).

6.13 Zuschlagskriterium ZK4.3 Marketing und Kommunikation

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Zusammenarbeit mit ihrer Part-
nerin Bernmobil hinsichtlich des Marketings sei in der Offerte skizziert wor-
den. Wenn aus der Offerte, die sie als im französischen Sprachraum domi-
ziliertes Unternehmen auf Deutsch verfasst habe, zudem Rückschlüsse auf 
ihre Kommunikationsfähigkeiten gezogen würden, sei dies diskriminierend. 
– Anders als die Vorinstanz festgestellt hat, wird Bernmobil im Angebot der 
Beschwerdeführerin nicht nur im Zusammenhang mit dem Erscheinungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 27

bild genannt (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.14.3), sondern geht daraus 
weiter hervor, dass Bernmobil die «bestehenden Eigenwerbemittel zur 
Verfügung» stellen werde, «um das Veloverleihsystem im Markt zu kom-
munizieren und zu etablieren», wobei die einzelnen Werbekanäle aufgelis-
tet werden (vgl. Angebot Ziff. 5.4.2). Daraus ergibt sich aber weder, wer für 
das Marketing verantwortlich zeichnet, noch kann in dieser Aufzählung der 
Werbekanäle von Bernmobil ein eigentliches Marketingkonzept gesehen 
werden, wie dies die Ausschreibung verlangt hätte (vgl. Angaben zur Aus-
schreibung S. 25). Im Ergebnis ist der angefochtene Entscheid in diesem 
Punkt somit nicht zu beanstanden. Nicht ersichtlich ist zudem, inwiefern es 
unzulässig sein sollte, von der Offerte als Visitenkarte einer Anbieterin auf 
deren Kommunikationsfähigkeiten zu schliessen, insbesondere wenn wie 
vorliegend inhaltliche (und nicht etwa sprachliche) Unzulänglichkeiten in 
Frage stehen (vgl. Evaluationsbericht Ziff. 4.3.4.3). 

6.14 Zuschlagskriterium ZK4.4 und ZK4.5 Zusammenarbeit mit Stadt 
und KA

Soweit sich die Beschwerdeführerin (erneut) auf die umfassende Schulung 
der Kontaktpersonen bei der Stadt Bern beruft, kann vollumfänglich auf den 
angefochtenen Entscheid verwiesen werden (vgl. E. 6.15.3), der zutreffend 
festhält, dass das Angebot der Beschwerdeführerin bloss eine Schulung 
der Subunternehmen vorsehe (vgl. Angebot Ziff. 4.5.1), was im Rahmen 
der Beurteilung der Zusammenarbeit mit der Stadt nicht zu werten war. 
Was schliesslich die (unbeachtet gebliebene) umfassende Vertretung der 
Beschwerdeführerin durch Bernmobil angeht, so hat die Beschwerdeführe-
rin in ihrem Angebot als «single point of contact (SPOC)» den Geschäfts-
leiter der A. ________ SA, N.________, aufgeführt, mit dem Hinweis, dass 
dieser «nach Bedarf von Bernmobil unterstützt und begleitet» werde (vgl. 
Angebot Ziff. 5.6.1). Erst in einer – auf Verlangen der Vergabebehörde 
nachgereichten – Bestätigung vom 9. Dezember 2015 wird nunmehr 
L.________ als SPOC genannt (in act. 5B, Register 8). Dies stellt indes 
eine wesentliche und damit unzulässige Änderung der Offerte dar, die zu 
Recht unberücksichtigt geblieben ist (vgl. vorne E. 5.1). Selbst wenn die 
neue Kontaktperson die Kriterien gemäss Ausschreibung besser erfüllen 
würde, vermöchte eine allfällige höhere Benotung in diesem Punkt den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 28

deutlichen Vorsprung der Beschwerdegegnerin 2 im Übrigen keineswegs 
auszugleichen. 

6.15 Zuschlagskriterium ZK4.6 Ausdehnung Nachbargemeinden

Was die von der Beschwerdeführerin beabsichtigte Ausdehnung des Velo-
verleihnetzes mit 65 zusätzlichen Stationen in den Nachbargemeinden an-
belangt, hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, dass es diesbezüglich an 
einem Konzept für eine rasche Umsetzung sowie an einer Darstellung des 
mit der Ausdehnung verbundenen Nutzens mangle (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 6.16.3 sowie Angaben zur Ausschreibung S. 26). Abgesehen 
davon ergibt sich aus den Bestätigungen der Nachbargemeinden nicht, 
dass mit diesen bereits eine Einigung über mögliche Standorte erzielt wor-
den wäre; sie bescheinigen lediglich, von der Beschwerdeführerin über 
deren Absichten ins Bild gesetzt worden zu sein (vgl. Angebot, Bei-
lage 8.7).

7.

Die Beschwerde erweist sich mithin als unbegründet und ist abzuweisen. 
Mit dem Entscheid in der Hauptsache erübrigt es sich, die Gesuche um 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung und um Anordnung vorsorglicher 
Massnahmen zu beurteilen (vgl. BVR 2012 S. 314 E. 5.4).

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdeführerin und 
wird kostenpflichtig (Art.108 Abs.1 VRPG). Ersatzpflichtige Parteikosten 
sind nicht angefallen (Art.108 Abs. 3 i.V.m. Art.104 Abs. 4 VRPG). 

8.

Gemäss Art. 83 Bst. f des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) ist die Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Ent-
scheide auf dem Gebiet der öffentlichen Beschaffung, wenn der geschätzte 
Wert des zu vergebenden Auftrags den massgebenden Schwellenwert des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 29

BöB oder des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über be-
stimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswesens (SR 0.172.052.68) 
nicht erreicht (Ziff. 1) und sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-
deutung stellt (Ziff. 2). Die Voraussetzungen von Art. 83 Bst. f Ziff. 1 und 
Ziff. 2 BGG gelten nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kumulativ 
(vgl. BGE 133 II 396 E. 2.1). 

Der geschätzte Auftragswert überschreitet die massgeblichen Schwellen-
werte (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. b BöB; vorne E. 1.3). Liegt zudem eine 
Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung vor, kann der vorliegende Ent-
scheid mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, andern-
falls einzig mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde angefochten werden. 
Das vorliegende Urteil ist daher mit dem Hinweis auf diese beiden Rechts-
mittel zu versehen (Art. 117 i.V.m. Art. 112 Abs. 1 Bst. d BGG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ000.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.09.2016, Nr. 100.2016.142U, 
Seite 30

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Einwohnergemeinde Bern
- der Beschwerdegegnerin 2
- dem Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland
- der Wettbewerbskommission

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden, sofern 
die Voraussetzungen von Art. 83 Bst. f BGG erfüllt sind. Andernfalls kann gegen 
dieses Urteil subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. 
BGG geführt werden.