# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42db9736-e83d-5e69-bde5-5b23513b7136
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2009 C-6645/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6645-2007_2009-11-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6645/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Violeta I. Ilievska,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 28. August 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6645/2007

Sachverhalt:

A.
Der am _______ geborene, verheiratete, aus Madezonien stammende 
X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) war von 1978 bis 1981 in 
der Schweiz als Bau- und Hilfsarbeiter – Status Saisonnier (act. 34) – 
erwerbstätig  und  entrichtete  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (act. 13, 27). Nach seiner 
Rückkehr  in  sein  Heimatland  war  er  vom  12. April  1983  bis  zum 
17. September  2002  als  Müller  erwerbstätig.  Mit  Beschluss  vom 
15. November  2002  wurde  dem  Beschwerdeführer  vom 
mazedonischen  Versicherungsträger  eine  Invalidenrente  mit  Wirkung 
ab  18. September  2002  zugesprochen  (act.  5).  Am  18. April  2003 
reichte  er  beim mazedonischen Versicherungsträger  ein  Gesuch um 
Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  ein  (act.  14, 
15).  Das  Gesuch  wurde  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland 
(nachfolgende:  IV-Stelle)  zur  weiteren  Behandlung  überwiesen. 
Gestützt auf die eingereichten Unterlagen und die Stellungnahme der 
IV-Stellenärztin, Dr. S._______ vom 2. Februar 2005 (act. 42) liess die 
IV-Stelle  den  Einkommensvergleich  durchführen,  der  einen  Invalidi-
tätsgrad  von  38% ergab  (act.  32).  Mit  Verfügung  vom 5. April  2005 
wies  die  IV-Stelle  das  Leistungsbegehren  wegen  Fehlens  einer  an-
spruchsbegründenden Invalidität ab (act. 35). Gegen diese Verfügung 
erhob  der  Beschwerdeführer,  vertreten  durch  Rechtsanwältin  V.  I. 
Ilievska,  mit  Eingabe  vom  14. April  2005  Einsprache  (act.  36).  Mit 
Entscheid vom 28. September 2005 wies die IV-Stelle die Einsprache 
ab  (act.  38).  Eine  dagegen  erhobene  Beschwerde  hiess  die  Eid-
genössische  Rekurskommission  der  Alters-,  Hinterlassenen-  und  In-
validenversicherung für  die im Ausland wohnenden Personen (nach-
folgend: Rekurskommission) gestützt auf die Vernehmlassung der Vor-
instanz vom 13. Dezember 2005 (act. 44) mit Urteil vom 16. Dezember 
2005 gut und wies die Sache an die Vorinstanz zurück. Insbesondere 
seien zur Ergänzung der medizinischen Unterlagen ein psychiatrischer 
Verlaufsbericht  ab  dem  Jahr  1996  und  eine  Nachfrage  beim  Ver-
sicherten  bzw.  seinem  Arbeitgeber  bezüglich  der  Zuweisung  einer 
anderen  Arbeit  sowie  der  tatsächlichen  Arbeitsdauer  einzuholen 
(act. 45). 

B.
Mit  Schreiben  vom  21. April  2006  forderte  die  IV-Stelle  den 
mazedonischen Versicherungsträger auf, eine neue Untersuchung des 

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Beschwerdeführers  zu  veranlassen  und  Unterlagen  betreffend 
psychiatrische Untersuchung, Psychostatus und Denken einzureichen 
(act. 50).

C.
In  der  Folge nahm die IV-Stelle  zur  Prüfung des Leistungsgesuches 
folgende Unterlagen zu den Akten: 

- Arztbericht  der  mazedonischen  Alters-  und  Invalidenkommission 
vom 19. August 2002, unterzeichnet von den Dres. L._______, All-
gemeinpraktiker,  und  von  F._______,  Arbeitsmediziner,  in  dem 
folgende  Diagnosen  aufgeführt  sind:  Status  nach  dekompressiver 
Laminektomie  L3-L4  und  L4-L5,  verzögerte  depressive  Grund-
stimmung,  insulinpflichtiger  Diabetes  mellitus Typ II  und diabetes-
bedingte Neuropathie. Der Explorand sei in seiner bisherigen sowie 
einer  Verweistätigkeit  zu  80%  mit  Wirkung  ab  14. Juni  2002 
arbeitsunfähig (übersetzt in 54);

- undatierten Bericht von  Dr. M._______, Praxis für Neurologie, der 
auf  einer  persönlichen  Untersuchung  vom 25. Juni  2004  basierte 
(übersetzt am 23. Dezember 2004, act. 57);

- Spitalbericht  von  Prof.  Dr.  P.______,  Neurochirurg,  vom  28. Juni 
2004,  K._______,  worin  dem  Beschwerdeführer  eine  Arbeitsun-
fähigkeit attestiert wurde (übersetzt in act. 59);

- Bericht  von  Dr. B.______  vom  19. Mai  2006,  Praxis  für  Physio-
therapie  und  Rehabilitierung,  U._______,  mit  den  Diagnosen: 
Discopathie,  Status  nach  dekompressiver  Laminektomie, 
Spondylose (übersetzt in act. 61);

- Befundbericht des Ambulatoriums für Neuropsychiatrie vom 30. Mai 
2006,  Spital  U._______,  in  dem die  Diagnose Schizophrenie  auf-
geführt ist; der Rest konnte aufgrund Unleserlichkeit nicht übersetzt 
werden (übersetzt in act. 64);

- neurochirurgischen Klinikbericht  vom 18. Mai  200 (Jahreszahl  un-
vollständig, ohne Unterschrift),  K._______, mit der Diagnose einer 
dekompressiven Laminektomie (übersetzt in act. 64);

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- Bericht  von Dr. V._______,  Neuropsychiaterin,  vom 30. Mai  2006, 
worin  eine paranoide Schizophrenie  diagnostiziert  ist. Es bestehe 
eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 80-90% (übersetzt in act. 66);

- Bericht von D. I._______, Psychologin, vom 1. Juni 2006 (übersetzt 
in 69, 70);

- nicht  unterzeichnetes  Formular  Fragebogen  für  den  Arbeitgeber, 
datiert vom 10. Juni 2006, woraus einzig hervorgeht, dass der Be-
schwerdeführer  vom  12.  April  1983  bis  17.  September  2002 
arbeitstätig war (act. 71); 

- Formular  Fragebogen  für  den  Versicherten,  datiert  vom  10. Juni 
2006, wonach der Beschwerdeführer am 17. September 2002 aus 
gesundheitlichen Gründen seine letzte Tätigkeit aufgegeben hat, die 
er zuvor 8 Stunden täglich ausgeübt hatte (act. 72);

- Schreiben  des  Beschwerdeführers  vom  8. August  2006,  worin  er 
erklärt  hat,  zuletzt  als  Müller  in  einer  Mühle  bis  zu  deren 
Schliessung am 17. September 2002 gearbeitet zu haben (übersetzt 
in act. 76);

- Arztbericht  der  mazedonischen  Alters-  und  Invalidenkommission 
vom  8. Februar  2007,  unterzeichnet  von  Dr. T._______,  Internist, 
Dr. A._______,  Chirurg,  und Dr. J._______,  Neuropsychiater,  dem 
folgende  Diagnosen  zu  entnehmen  sind:  Bandscheibenleiden, 
Status  nach  Laminektomie,  depressive  Grundstimmung,  Diabetes 
mellitus Typ II und diabetische Retinopathie. Seit dem 14. Juni 2002 
liege beim Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit vor (übersetzt 
in act. 84).

Mit Schreiben vom 10. April 2007 wurde Dr. Y._______, IV-Stellenarzt, 
aufgefordert,  zum Arztbericht vom 7. Februar 2007 (recte: 8. Februar 
2007) Stellung zu nehmen (act. 85). Der IV-Stellenarzt führte in seinem 
Bericht  vom 20. April  2007 aus,  wie bereits  der medizinische Dienst 
der  IV-Stelle  in  seiner  Beurteilung  vom  2. Februar  2005  dargelegt 
habe,  stehe  beim  Beschwerdeführer  eindeutig  der  Zustand  nach 
Rückenoperation  im  Frühjahr  2002  mit  Laminektomie  und  leichten 
neurologischen  Restbeschwerden  (abgeschwächter  Reflex,  leichte 
motorische Schwäche im Bein) im Vordergrund, weshalb er als Müller 
zu  100%  arbeitsunfähig  sei.  Obwohl  bis  dato  keine  kompetenten 
psychiatrischen Nachakten beigebracht  werden konnten,  könne eine 

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relevante psychiatrische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit  veneint  werden,  auch  wenn  in  den  Akten  gelegentlich  die 
Diagnose Schizophrenie erwähnt werde. Ansonsten wäre es dem Be-
schwerdeführer  nicht  möglich  gewesen,  während  20  Jahren  selb-
ständig  eine  Müllerei  zu  betreiben.  Somit  könne  an  der  bisherigen 
Beurteilung, wonach die Ausübung von rückenadaptierten Tätigkeiten 
2 mal  3 Stunden täglich zumutbar  sei,  festgehalten werden. Der mit 
Insulin gut eingestellte Diabetes mellitus spreche nicht dagegen; am 
errechneten Invaliditätsgrad von 38% könne festgehalten werden (act. 
86). 

D.
Mit  Vorbescheid  vom  24. Mai  2007  teilte  die  IV-Stelle  dem  Be-
schwerdeführer mit, dass sein Leistungsbegehren abgwiesen werden 
müsste (89). 

E.
Mit Schreiben vom 11. Juni 2007 erklärte der Beschwerdeführer, er sei 
mit  dem Vorbescheid nicht  einverstanden. Aufgrund seiner Krankheit 
sei  er  zu  100%  arbeitsunfähig,  wie  auch  schon  von  der 
mazedonischen Invalidenversicherung festgestellt worden sei (act. 91). 
Dem  Schreiben  war  ein  ärztliches  Attest  von  Dr.  G._______, 
Allgemein-  und  Arbeitsmediziner  vom 11. Juni  2007 beigelegt  (über-
setzt in act. 93).

Dr. Y._______ hielt in seiner Stellungnahme vom 22. August 2007 an 
seiner bisherigen Beurteilung vom 20. April 2007 fest und erklärte, die 
früher genannte Diagnose einer Schizophrenie sei  in diesem Bericht 
nicht aufgeführt (act. 95). 

F.
Mit Verfügung vom 28. August 2007 wies die IV-Stelle das Leistungs-
begehren ab. Zwar sei die Ausübung der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 
nicht  mehr  möglich,  die  Ausübung  einer  anderen,  leichteren,  dem 
Gesundheitszustand besser angepassten gewinnbringenden Tätigkeit, 
wie  z.B. als  Pförtner,  Hauswart,  Magaziner,  Kassier,  Registrier-  und 
Klassierungsarbeiten  sowie  interne  Postverteilung,  sei  jedoch  in 
rentenausschliessender Weise zumutbar (act. 96).

G.
Mit  als  Einsprache  bezeichneter  Eingabe  vom  16. September  2007 
liess der Beschwerdeführer, wiederum vertreten durch Rechtsanwältin 

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V. I. Ilievska, beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichen. 
Er liess die Aufhebung der Verfügung vom 28. August 2007, die Fest-
stellung einer mindestens 50%-igen Arbeitsunfähigkeit  basierend auf 
einer  rechtsgenüglichen  Abklärung  sowie  die  Festsetzung  der  Höhe 
der  Integritätsentschädigung  nach  erfolgter  Abklärung  beantragen. 
Insbesondere  sei  ein  psychiatrisches,  gegebenenfalls  ein 
interdisziplinäres Gutachten einzuholen. In der Beilage reichte er einen 
ärztlichen Befundbericht  von Dr. B._______ vom 9. November 2006, 
einen  psychologischen  Befundbericht  von  C._______,  Psychologin 
und  Fachärztin  in  Medizinpsychologie,  November  2006,  einen  un-
datierten  Befundbericht  von  Dr. D._______,  private  Gesundheitsein-
richtung Dr. G._______, einen Laborbericht  vom 15. November  2006 
und diverse – für den Übersetzer unleserliche – ärztliche Kurzberichte 
ein (BVGer act. 1).

H.
Der  wiederum  zur  Stellungnahme  aufgeforderte  IV-Stellenarzt, 
Dr. Y._______,  hielt  am 9. November  2008 an seiner  bisherigen Be-
urteilung  fest,  wonach  dem  Beschwerdeführer  leichte  Verweistätig-
keiten praktisch uneingeschränkt zumutbar seien. In Berücksichtigung 
der eingereichten Unterlagen fände sich keine objektivierbare Patho-
logie an den Extremitäten. Ebenfalls sei  der Diabetes gut  eingestellt 
und  begründe  wie  die  Prostatavergrösserung  auch  keine  Arbeitsun-
fähigkeit. Die Psyche betreffend fehle ein ausführlicher psychiatrischer 
Bericht.  Im  Bericht  des  mazedonischen  Versicherungsträgers  sei 
jedoch  kein  schweres  psychisches  Leiden  festgestellt  worden,  es 
werde  lediglich  von  einem  verzögerten  depressiven  Zustand  ge-
sprochen. Entgegen dem, was bei einer schweren Depression erwartet 
würde,  werde  der  Beschwerdeführer  als  logorrhoisch,  mit  gewissen 
paranoiden Zügen ohne Halluzinationen beschrieben, weshalb weder 
eine schwere Depression noch eine relevante Psychose vorliege. Seit 
der  Pensionierung  2002  seien  bis  dato  keine  regelmässigen 
psychiatrischen Behandlungen dokumentiert, insbesondere seien auch 
keine Hospitalisationen vorgekommen (act. 98).

Mit Vernehmlassung vom 20. November 2008 beantragte die IV-Stelle 
die  Abweisung  der  Beschwerde und  Bestätigung  der  angefochtenen 
Verfügung (BVGer act. 7).

I.
Mit  Zwischenverfügung  vom  2. Dezember  2008  forderte  die 

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Instruktionsrichterin  den  Beschwerdeführer  zur  Leistung  eines 
Kostenvorschusses von Fr. 300.-- bis zum 16. Januar 2009 auf (act. 8). 
Der  Kostenvorschuss wurde am 11. Dezember  2008 bezahlt  (BVGer 
act. 10).

J.
In  seiner  Replik  vom 9. Dezember  2008  liess  der  Beschwerdeführer 
ausführen, die von der Beschwerdegegnerin veranlasste Abklärung in 
Mazedonien erfülle die notwendigen Anforderungen an eine objektive 
und  alle  Grundlagen  zur  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  um-
fassende Untersuchung nicht, weshalb die Rückweisung zur Vornahme 
einer korrekten Abklärung in der Schweiz beantragt werde. Der Replik 
war ein Arztbericht vom 11. Dezember 2008 beigelegt (BVGer act. 11, 
17). 

K.
Der  zur  Stellungnahme aufgeforderte  Dr. Y._______  hielt  an  seinen 
Beurteilungen  vom  20. April  2007  und  9. November  2008  fest.  Er 
machte  geltend,  dass  der  Arztbericht  von  Dr.  E._______  vom 
11. Dezember 2008 lediglich bereits aktenkundige Diagnosen aufliste, 
neue  Befunde  würden  sich  daraus  nicht  ergeben.  Es  gebe  daher 
keinen Grund, von seiner früheren Beurteilung abzuweichen, wonach 
dem Beschwerdeführer die Ausübung von Verweistätigkeiten 2 mal 3 
Stunden täglich – wenn nicht ganztags – zumutbar seien (Bericht vom 
19. Februar 2009, act. 100).

Gestützt  auf  die  ärztliche  Stellungnahme beantragte  die  IV-Stelle  in 
ihrer  Duplik  vom  6. März  2009  weiterhin  die  Abweisung  der  Be-
schwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung (BVGer 
act. 15).

L.
Mit  Verfügung  vom  13. März  2009  wurde  der  Schriftenwechsel  ge-
schlossen (BVGer act. 16). 

M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist seit dem 1. Januar 2007 zuständig 
für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),  sofern kein Ausnahmetatbestand er-
füllt  ist  (Art. 31 und Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni  2005 
über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, 
SR 173.32]). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. Zulässig sind Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. 
Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von 
Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  für  die Behandlung der  vor-
liegenden Beschwerde zuständig. 

1.1 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]). Er ist  daher zur Be-
schwerde legitimiert.

1.2 Die  am  24.  September  2007  der  Post  übergebene  Beschwerde 
gegen  die  Verfügung  vom  28. August  2007  wurde  frist-  und  form-
gerecht  eingereicht  (Art. 50  Abs. 1,  Art. 52  Abs. 1  VwVG;  vgl.  auch 
Art. 60  ATSG). Da auch der  Kostenvorschuss fristgerecht  einbezahlt 
worden ist, ist auf die Beschwerde einzutreten.

Der  Beschwerdeführer  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  eine  Integritäts-
entschädigung  –  wie  in  der  Beschwerde  beantragt  –  nicht  Ver-
fügungsgegenstand und somit  vom Anfechtungsgegenstand nicht  er-
fasst  und  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  nicht  zu  prüfen  ist. 
Insofern kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 

1.3 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Das  VwVG findet  aufgrund von Art. 3  Bst. dbis VwVG jedoch 
keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundes-
gesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts  (ATSG,  SR 830.1)  anwendbar  ist.  Nach  Art. 2  des 
ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die einzel-
nen  Sozialversicherungsgesetze  des  Bundes  dies  vorsehen.  Nach 

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Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung  (Art. 1a-26bis und  28-70)  anwendbar,  soweit  das  IVG 
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

2.
Mit  der  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  gerügt 
werden,  die  angefochtene  Verfügung  verletze  Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Auflage,  Bern  1983,  S. 212, 
BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b).

3.
Aufgrund  der  Beschwerdebegehren  streitig  und  damit  zu  prüfen  ist 
vorliegend,  ob  die  Vorinstanz  das  Rentengesuch  um  Zusprechung 
einer Invalidenrente zu Recht abgewiesen hat.

3.1 Vorab ist  zu prüfen,  welche Rechtsnormen im vorliegenden Ver-
fahren zur Anwendung gelangen.

3.2 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 134 V 315 E. 1.2, BGE 
130 V 329 E. 2.3).

3.3 Der Beschwerdeführer ist  Staatsangehöriger der Republik Maze-
donien, so dass vorliegend das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene 
Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der 
Republik Mazedonien über Soziale Sicherheit vom 9. Dezember 1999 

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(SR  0.831.109.520.1;  nachfolgend:  Abkommen)  anwendbar  ist  (vgl. 
Art. 40 des Abkommens). Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Abkommens sind 
die  Staatsangehörigen  des  einen  Vertragsstaates  sowie  deren 
Familienangehörige und Hinterlassene in ihren Rechten und Pflichten 
aus  den  Rechtsvorschriften  des  anderen  Vertragsstaates  den  An-
gehörigen dieses Vertragsstaates bzw. deren Angehörigen und Hinter-
lassenen  gleichgestellt;  abweichende  Bestimmungen  bleiben  vor-
behalten.

Demzufolge  richtet  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwerde-
führers  auf  Leistungen  der  Invalidenversicherung  nach 
schweizerischem Recht, insbesondere dem IVG sowie der Verordnung 
über  die  Invalidenversicherung  vom  17. Januar  1961  (IVV, 
SR 831.201).

3.4 Am 1. Januar 2003 sind die Bestimmungen des ATSG sowie die 
zugehörige Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft ge-
treten. Nicht anwendbar sind hingegen die Änderungen des ATSG vom 
6. Oktober 2006 und der ATSV vom 28. September 2007 (5. IVG-Revi-
sion, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008), 
da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden 
Bestimmungen ergangen ist (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 
2. Auflage, Zürich Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5).

3.5 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 1  Abs. 1  IVG  zu  berücksichtigenden  ATSG-Normen  zur 
Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6),  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 7),  Invalidität 
(Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur 
Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) hat 
das  Schweizerische  Bundesgericht  (vormals:  Eidgenössisches  Ver-
sicherungsgericht)  erkannt,  dass  es  sich  bei  den  in  Art. 3-13  ATSG 
enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche 
Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu  den  ent-
sprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten  des  ATSG handelt  und  sich 
inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl. 
BGE 130 V 343 E. 3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt 
nicht  zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur  zur Invaliditäts-
bemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin  nach 
der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist 

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(zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft ge-
standenen Fassung,  vgl. BGE 128 V 29 E. 1,  BGE 104 V 135 E. 2a 
und b).

3.6 Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG vom 21. März 
2003 und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 21. Mai 
2003 (IVV; SR 831.201; 4. IV-Revision,  AS 2003 3837 bzw. AS 2003 
3859) in Kraft getreten. Somit sind vorliegend für die Prüfung des gel-
tend gemachten Anspruchs diese Fassungen des IVG und der IVV an-
wendbar. Für  die Zeit  vor  Inkraftreten der  genannten Erlasse richtet 
sich  ein allfälliger  Anspruch nach altem Recht. Die Änderungen des 
IVG vom 6. Oktober 2006 und der IVV vom 28. September 2007 (5. IV-
Revision,  AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155,  in  Kraft  seit  1. Januar 
2008) sind hingegen nicht anwendbar, da der angefochtene Entscheid 
vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen ist.

4.
Anspruch auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
hat, wer invalid im Sinne des Getzes (ATSG/IVG) ist und beim Eintritt 
der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die 
Alters-,  Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 
hat  (Art. 36 Abs. 1 IVG, in Kraft  bis 31. Dezember 2007). Diese Be-
dingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein 
Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen  während  mehr  als 
eines Jahres Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenversicherung geleistet, so dass die Voraussetzungen der 
Mindestbeitragsdauer erfüllt ist (Art. 36 Abs. 1 IVG) (act. 27).

4.1 Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach 
Entstehen des Anspruchs an, so werden allfällige Leistungen der In-
validenversicherung  lediglich  für  die  zwölf  der  Anmeldung  voran-
gegangenen Monate ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG, in der Fassung 
vom  6. Oktober  2000,  in  Kraft  vom  1. Januar  2003  bis  am 
31. Dezember 2007). Vorliegend wurde das Gesuch am 18. April 2003 
beim mazedonischen Versicherunsträger eingereicht, weshalb allfällige 
Leistungen frühestens ab April 2002 augerichtet werden können.

4.2 Nach  der  ständigen  Rechtsprechung  des  Schweizerischen 
Bundesgerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die 
tatsächlichen  Verhältnisse  zur  Zeit  des  Erlasses  der  angefochtenen 

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Verfügung massgebend (hier:  28. August  2007; vgl. BGE 132 V 368 
E. 6.1 mit Hinweisen, vgl. auch  THOMAS LOCHER,  Grundriss des Sozial-
versicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 489 Rz. 20).

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses des angefochtenen Entscheides eingetreten sind, können im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren daher grundsätzlich nicht  berück-
sichtigt  werden.  Allerdings  können  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt 
seither  verändert  haben,  unter  Umständen Gegenstand einer  neuen 
Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b mit weiteren Hin-
weisen). 

Im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  ist  daher  zu  prüfen,  ob 
zwischen dem 18. April 2002 und dem 28. August 2007 ein Anspruch 
des  Beschwerdeführers  auf  Leistungen  der  Invalidenversicherung 
entstanden ist. 

4.3 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG (in  der  vom 1. Januar  2004  bis  zum 31. Dezember  2007  gültig 
gewesen  Fassung)  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  70%, 
auf  eine  Dreiviertelsrente  bei  einem  Grad  der  Invalidität  von 
mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens  50%  und  auf  eine  Viertelsrente  bei  einem  solchen  von 
mindestens  40%. Gemäss  Art.  28  Abs. 1ter IVG werden  Renten,  die 
einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Ver-
sicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt 
(Art.  13  ATSG)  in  der  Schweiz  haben.  Eine  Ausnahme von  diesem 
Prinzip  gilt  ab  1. Juni  2002  für  Schweizer  Bürgerinnen  und  Bürger 
sowie  Angehörige  von  Mitgliedstaaten  der  Europäischen  Union, 
welche  Anspruch  auf  Viertelsrenten  haben,  wenn  sie  in  einem  Mit-
gliedstaat der Europäischen Union Wohnsitz haben. Nach der Recht-
sprechung des Schweizerischen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter 

IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere 
Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). 

4.4 Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, in dem 
die versicherte Person mindestens zu 40 Prozent bleibend erwerbsun-
fähig geworden ist (Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG [Fassung vom 6. Oktober 
2000,  in  Kraft  vom  1. Januar  2003  bis  31. Dezember  2007])  oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig war (Bst. b). Eine bleibende 
Erwerbsunfähigkeit besteht vorliegend nicht; es handelt sich nach der 

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Rechtsprechung  des Bundesgerichts  vielmehr  um ein  labiles  Krank-
heitsgeschehen,  welches  frühestens  nach  Ablauf  der  Wartefrist  ge-
mäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG einen allfälligen Rentenanspruch be-
gründen  kann  (Urteil  des  Bundesgerichts  [BGer]  I  163/2005  vom 
30. Mai 2005, BGE 119 V 98 E. 4a).

4.5 Nach dem ATSG in  Verbindung mit  dem IVG ist  der  Begriff  "In-
validität"  nicht  nach  medizinischen  Kriterien  definiert,  sondern  nach 
der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4, 
BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmög-
lichkeiten  nicht  nur  im  angestammten  Beruf  bzw.  in  der  bisherigen 
Tätigkeit,  sondern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu 
prüfen. 

Nach  Art.  8  ATSG  (Fassung  vom  6. Oktober  2000,  in  Kraft  vom 
1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007) ist die Invalidität die voraus-
sichtlich  bleibende oder  längere  Zeit  dauernde ganze oder  teilweise 
Erwerbsunfähigkeit.  Art.  4  IVG  führt  dazu  aus,  dass  die  Invalidität 
Folge von Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein kann; nach 
Abs. 2 dieser Norm gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für 
die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche 
Art und Schwere erreicht hat.

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder  geistigen  Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007). Arbeitsunfähig-
keit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen 
Gesundheit  bedingte,  volle  oder  teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen 
Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. Bei  langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder 
Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

4.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-

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zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). 

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter  Begriff,  welcher  dazu  dient,  den  Leistungsbereich  der  In-
validenversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzu-
grenzen.  Der  Begriff  umschliesst  einerseits  ein  bestimmtes  Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 
andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur 
her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen 
Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im Einzelfall,  ob  die  invalide  Person 
die Möglichkeit  hat,  ihre restliche Erwerbsfähigkeit  zu verwerten und 
ob  sie  ein  rentenausschliessendes  Einkommen  zu  erzielen  vermag 
oder nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus 
folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, 
ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt  werden  kann,  sondern  einzig  darauf,  ob  sie  die  ihr  ver-
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die ver-
fügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an  Arbeitskräften  entsprechen 
würden (AHI-Praxis 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit 
im  Sinn  von  Art.  16  ATSG  kann  aber  dort  nicht  mehr  gesprochen 
werden,  wo die zumutbare Tätigkeit  nur  in  so  eingeschränkter  Form 
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt 
oder  dass  sie  nur  unter  nicht  realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 
204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4).

Zu  bemerken  ist,  dass  aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversiche-
rungsrechts geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein 
in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versi-
cherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Be-
rufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mög-
lich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 508 ff. E. 4, 113 V 28 E. 4a, 
111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Ver-
trauensarzt  einer IV-Stelle  zu entscheiden,  in  welchem Ausmass ein 
Versicherter  seine verbliebene Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätig-
keit  und  zumutbarem Einsatz  auf  dem ausgeglichenen  Arbeitsmarkt 
verwerten kann. Diese sogenannte  Verweisungstätigkeit  hat  sich  der 
Versicherte  anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstä-
tigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest-
arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 

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4.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – 
und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  oder  der  Ärztin  ist  es,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche 
Arbeitsleistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden 
können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 
62 E. 4b.cc). 

5.
Gestützt  auf  die  Erwägungen  der  Rekurskommission  in  ihrem Urteil 
vom 16. Dezember 2005, wonach die Vorinstanz die Akten durch Ein-
holen eines psychiatrischen Verlaufsberichts ab dem Jahr 1996 sowie 
einer  Nachfrage  bezüglich  der  Zuweisung  einer  anderen  sowie  der 
tatsächlichen  Arbeit  zu  ergänzen  habe,  ordnete  die  Vorinstanz  die 
Einreichung der entsprechenden Unterlagen an. 

5.1 Im  Formular  Fragebogen  für  den  Versicherten  gab  der  Be-
schwerdeführer an, aufgrund seiner Krankheit seit dem 17. September 
2002  nicht  mehr  arbeitsfähig  zu  sein  (act.  72).  Im  Schreiben  vom 
8. August  2006  erklärte  er  zudem,  von  April  1983  (Gründung  der 
Mühle)  bis  September  2002  (Schliessung  der  Mühle)  in  der  Eigen-
schaft als Allgemeinarbeiter als Müller gearbeitet zu haben (act. 76). 

Dres.  L._______,  Allgemeinpraktiker,  und  B._______,  Arbeits-
mediziner,  Mitglieder  der  Kommission  für  die  Erhebung  der  Arbeits-
fähigkeit, erstellten ihren Bericht  vom 19. August  2002 insbesondere 
aufgrund  der  Anamnese,  der  medizinischen  Dokumente  und  einer 
persönlichen Untersuchung. Laut  anamnestischen Angaben sei  beim 
Beschwerdeführer  im  Jahr  2002  eine  Laminektomie  durchgeführt 
worden. Ebenfalls sei er bei einem Neuropsychiater wegen Nervosität, 
Hoffnungslosigkeit  und Pessimismus in Behandlung. Seit  drei  Jahren 
leide er an Diabetes. Anlässlich der Untersuchung beklagte sich der 
Beschwerdeführer über Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, über 
Ameisenlaufen im rechten Bein,  generelle  Müdigkeit,  Schlaflosigkeit, 
Angst  und Hoffnungslosigkeit,  er  habe Schwierigkeiten beim Gehen; 
es sei ihm unmöglich, sich zu beugen und anzuziehen. Als Diagnosen 
wurden Status nach einer dekompressiven Laminektomie im Bereich 

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L3-L4  und  L4-L5,  depressive  Grundstimmung,  insulinpflichtiger 
Diabetes mellitus Typ II und diabetesbedingte Neuropathie aufgeführt. 
Die Ärzte erachteten den Beschwerdeführer ab 14. Juni 2002 in seiner 
bisherigen oder einer anderen Tätigkeit als vollständig und dauerhaft 
arbeitsunfähig (übersetzt in 54).

Dr. M._______ untersuchte den Beschwerdeführer  am 25. Juni  2004 
und  kam  zum  Schluss,  dass  gemäss  dem  Elektromyogramm  eine 
partielle, radikuläre chronische Schädigung in den Wurzelbereichen L5 
und S1 rechts bestehe (übersetzt in act. 57).

Prof.  Dr.  P._______,  Neurochirurg,  stellte  ebenfalls  eine  radikuläre 
chronische Schädigung aufgrund einer Canal-Stenose fest. Er befand 
den Beschwerdeführer als arbeitsunfähig (übersetzt in act. 59).

Dr.  B._______,  Physiotherapeut,  listete  folgende  Diagnosen  auf: 
Diskopathie,  dekompressive  Laminektomie  und  Spondylose  im 
Lendenwirbelbereich (übersetzt in act. 61). 

Im Bericht des Ambulatoriums für Neuropsychiatrie, vom 30. Mai 2006 
ist unter anderem die Diagnose paranoide Schizophrenie (der Rest ist 
unleserlich) aufgeführt (übersetzt in act. 64).

Im neurochirurgischen Klinikbericht vom 18. Mai 200 (Jahreszahl un-
vollständig,  ohne Unterschrift)  findet  sich  die  Diagnose: Status  nach 
dekompressiver  Laminektomie.  Die  Weiterbehandlung  mit  Physio-
therapie wird empfohlen (act. 64). 

Dr.  V._______,  Neuropsychiaterin,  diagnostizierte  am  30. Mai  2006 
eine  paranoide  Schizophrenie.  Der  Beschwerdeführer  werde  mit 
Neuroleptika,  Tranquilizer  und  Hypnotika  behandelt.  Die  Krankheit 
weise einen chronischen Charakter mit ungünstiger Prognose auf. Der 
Beschwerdeführer  sei  weder in der Lage,  sich um seine Angelegen-
heiten  zu  kümmern,  noch  seine  Familie  zu  ernähren.  Es  liege  eine 
Arbeitsunfähigkeit zwischen 80-90% vor (übersetzt in act. 66).

D. I._______, Psychologin, beschrieb den Beschwerdeführer in ihrem 
Bericht  vom 1. Juni  2006  als  vom sozialen  Leben  zurückgezogene, 
impulsive  Person.  Beim  Beschwerdeführer  sei  ein  dissoziatives 
Denken  mit  paranoidem  und  delirantem  Denken  zu  beobachten.  Er 
zeige  sich  apathisch  und  labil.  Ausserdem  leide  der  Explorand  an 
chronischen Angstzuständen, die gleichzeitig von verschiedenen vom 

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Beschwerdeführer  nicht  zu beherrschenden Gefühlen begleitet  seien 
(übersetzt in act. 69, 70). 

In  dem  von  Dr.  T._______,  Internist,  Dr.  A._______,  Chirurg,  und 
Dr. J._______,  Neuropsychiater,  unterzeichneten  Arztbericht  vom 
8. Februar 2007 der mazedonischen Alters- und Invalidenkommission, 
sind folgende Diagnosen zu entnehmen: Bandscheibenleiden,  Status 
nach Laminektomie, depressive Grundstimmung, Diabetes mellitus Typ 
II und diabetische Retinopathie. Der Bericht wurde in Berücksichtigung 
der  Anamnese,  des  aktuellen  Gesundheitszustandes  und  der 
medizinischen Dokumentation  erstellt.  Den psychischen Zustand be-
treffend  stellten  die  Ärzte  psychomotorische  Unruhe,  Logorrhoe, 
Ängste  sowie  Phobien  –  aber  ohne  paranoide  Ideen  und 
Halluzinationen  –  fest.  Eine  Arbeitsunfähigkeit  bestehe  seit  dem 
14. Juni 2002 (übersetzt in act. 84).

Der  zum  mazedonischen  Arztbericht  vom  7. Februar  2007  (recte: 
8. Februar 2007) zur Stellungnahme aufgeforderte Dr. Y._______, IV-
Stellenarzt,  stellte  am  20. April  2007  fest,  auch  wenn  keine 
kompetenten  psychiatrischen  Nachakten  hätten  beigebracht  werden 
können, könne eine relevante psychiatrische Erkrankung mit Einfluss 
auf  die  Arbeitsfähigkeit  ausgeschlossen  werden,  obwohl  in  den 
Diagnosen gelegentlich der Begriff der Schizophrenie erwähnt werde, 
ansonsten  wäre  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  möglich  gewesen, 
während 20 Jahren selbständig eine Müllerei zu betreiben. Im Vorder-
grund  sei  somit  der  Zustand  nach  der  im  Frühjahr  2002  durch-
geführten  Rückenoperation  mit  Laminektomie  und  leichten  neuro-
logischen Restbeschwerden zu beurteilen, der eine Arbeitsunfähigkeit 
als  Müller  begründe. Rückenadaptierte  Tätigkeiten  könnten dem Be-
schwerdeführer  jedoch  2  mal  3  Stunden  täglich  zugemutet  werden. 
Somit  könne an der bisherigen Beurteilung bei einem ermittelten In-
validitätsgrad von 38% festgehalten  werden. Der  mit  Insulin  gut  ein-
gestellte Diabetes spreche nicht dagegen (act. 86). In einer weiteren 
Stellungnahme vom 22. August 2007 nahm Dr. Y._______ zu dem im 
Vorbescheidverfahren  eingereichten  Arztbericht  von  Dr.  G._______ 
vom  11. Juni  2007  Stellung  und  stellte  fest,  dass  in  diesem  die 
Diagnose einer Schizophrenie auch nicht aufgeführt  sei,  weshalb an 
seiner  Beurteilung  vom  20. April  2007  festgehalten  werden  könne, 
wonach  kein  relevantes  psychiatrisches  Leiden  mit  Einfluss  auf  die 
Arbeitsfähigkeit vorliege (act. 95). 

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5.1.1 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens  liess  der  Beschwerde-
führer weitere medizinische Unterlagen einreichen.

Dr.  B._______,  Fachpraxis  in  Physikaltherapie,  Rehabilitierung  und 
manueller Vertebrotherapie, führte in seinem Bericht vom 9. November 
2006   als  Diagnosen  polytope  lumbale  Diskopathie,  Status  nach 
dekompressiver  Laminektomie  L4,  Lumboischialgie,  Arthrosis 
patellofemoralis  und  Gonarthrosis  auf  (BVGer  act.  1,  übersetzt  in 
BVGer act. 3).

C._______, Psychologin und Fachärztin in Medizinpsychologie, kam in 
Berücksichtigung durchgeführter Tests im Bericht vom November 2006 
zum  Schluss,  dass  beim  Beschwerdeführer  durchschnittliche 
intellektuelle  Kapazitäten  mit  einer  geminderten  geistigen  Effizienz, 
einhergehend  mit  kognitiven  Defiziten  in  emotionalen  und  sozialen 
Belangen, vorlägen. Dominierend sei eine innere Anspannung mit de-
pressivem Effekt, dem Bedarf an Schutz und Unterstützung im Alltag 
bei gleichzeitigem Vorhandensein einer Psychopathologie (BVGer act. 
1, übersetzt in BVGer act. 3a).

Von Dr. D._______ liegen zwei Arztberichte (BVGer act. 1 und BVGer 
act.  17)  vor.  Sie  diagnostizierte  ein  paranoides  interpretatives 
Syndrom,  Status  nach  einer  dekompressiven  Laminektomie, 
Lumboischialgie,  Arthrosis  patellofemoralis,  inferiore  Paraparese, 
Adenoma  prostata,  Diabetes  mellitus,  diabetische  Retinopathie, 
Gonarthrose und arterielle Hypertension. Gemäss Angaben der Ärztin 
sei  der Beschwerdeführer sowohl in der bisherigen als auch in einer 
Verweistätigkeit  arbeitsunfähig  (BVGer act. 1  [undatiert],  übersetzt  in 
BVGer  act.  3,  und  Bericht  vom  11. Dezember  2008,  übersetzt  in 
BVGer act. 17).

Der wiederum zur Stellungnahme aufgeforderte Dr. Y._______ hielt in 
seinen  Berichten  vom  9. November  2008  und  19. Februar  2009  an 
seinen  früheren  Beurteilungen  fest,  wonach  dem  Beschwerdeführer 
die Ausübung einer Verweistätigkeit zuzumuten sei. Insbesondere wies 
Dr. Y._______  in  seinem  Bericht  vom  9. November  2008  erneut 
daraufhin, dass aufgrund der körperlichen Erkrankung – Status nach 
Diskushernienoperation  im  Mai  2002  –  volle  Arbeitsunfähigkeit  für 
schwere Körperarbeit vorliege und Verweistätigkeiten 2 mal 3 Stunden 
täglich  möglich  seien.  Trotz  seiner  Empfehlung,  einen  ausführlichen 
psychiatrischen  Bericht  einzuholen,  liege  ein  solcher  nicht  vor. 
Immerhin  könne  festgehalten  werden,  dass  im  Bericht  der 

Seite 18

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mazedonischen  Alters-  und  Invalidenkommission  kein  schweres 
psychisches  Leiden  festgestellt  worden  sei.  Es  werde  lediglich  von 
einem verzögerten depressiven Zustand gesprochen. Entgegen dem, 
was bei einer schweren Depression erwartet werden würde, werde der 
Beschwerdeführer  jedoch als  logorrhoisch beschrieben mit  gewissen 
paranoiden  Zügen,  jedoch  ohne  Halluzinationen.  Eine  schwere  De-
pression oder eine relevante Psychose könne somit  ausgeschlossen 
werden. Auch dem Bericht  der  Psychologin (November  2006)  könne 
nicht  entnommen  werden,  dass  der  Beschwerdeführer  an  einer 
Psychose  oder  schweren  Depression  leide.  Auch  wenn  der  Be-
schwerdeführer  gewisse  paranoide Züge  aufweise,  sei  es  ihm trotz-
dem  möglich  gewesen,  selbständig  eine  Müllerei  bis  zu  deren  Ge-
schäftsaufgabe im Jahre 2002 zu betreiben (act. 98, 100). 

5.2 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  –  wie  auch  alle  anderen  Beweismittel  – 
nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung, d. h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel objektiv zu prüfen sind 
–  unabhängig  davon,  von wem sie  stammen  –  und  danach  zu  ent-
scheiden  ist,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige  Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf 
das Gericht  bei  einander widersprechenden medizinischen Berichten 
den  Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweis-
wertes  eines  Arztberichtes  ist  entscheidend,  ob  der  Bericht  für  die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be-
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten  (Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der 
medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin  oder  des  Experten begründet  sind  (BGE 125 V 351 E. 3a, 
BGE 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
Der erhöhte Beweiswert  umfasst allerdings nur medizinische Fragen, 
zu  deren  Beantwortung  Ärzte  im  Sozialversicherungsverfahren  bei-
gezogen werden, nicht aber weitere Fragen wie z.B. die wirtschaftliche 
Beurteilung.

5.3 Das  sozialversicherungsrechtliche  Verfahren  ist  vom  Untersu-
chungsgrundsatz beherrscht  (Art. 43 ATSG). Danach hat  die Verwal-

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tung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts 
zu  sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  uneingeschränkt; er 
findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 
(Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 
Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Ab-
klärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet 
oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen 
des  streitigen  Rechtsverhältnisses  (Streitgegenstand)  rechtserhebli-
chen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vor-
liegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu 
entscheiden  ist  (FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl., 
Bern 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbe-
hörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets 
vorzunehmen oder zu veranlassen,  wenn hiezu aufgrund der Partei-
vorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten  ergebender  An-
haltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit 
Hinweis; Urteil BGer I 520/99 vom 20. Juli 2000).

5.4 Der  Beschwerdeführer  bringt  vor,  aufgrund  seiner  Leiden  nicht 
mehr in  der Lage zu sein,  eine Tätigkeit  ausüben zu können. Dabei 
rügt er sinngemäss eine ungenügende Feststellung des rechtserheb-
lichen  Sachverhalts.  Insbesondere  sei  eine  psychiatrische,  evt.  eine 
interdisziplinäre Begutachtung vorzunehmen. 

Der  Arztbericht  der  mazedonischen Alters-  und Invalidenkommission 
vom 8. Februar 2007 geht von einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit aus.

Dr. Y._______ hingegen hält daran fest, dass beim Beschwerdeführer 
keine  die  Arbeitsfähigkeit  beeinflussende  psychiatrische  Erkrankung 
vorliege. Er führt  aus,  dass sich  in  den Akten kein aussagekräftiger 
psychiatrischer Bericht befinde. 

In den Akten befindet sich jedoch unter anderem ein Arztbericht von 
Dr. V._______, Neuropsychiaterin, vom 30. Mai 2006, worin dem Be-
schwerdeführer  aufgrund  einer  diagnostizierten  paranoiden 
Schizophrenie  eine  Arbeitsunfähigkeit  zwischen  80-90%  attestiert 
worden ist. Dr. Y._______, IV-Stellenarzt, hat zu diesem ausführlichen 
Bericht von Dr. V._______ vom 30. Mai 2006 nie Stellung genommen. 
Aufgrund der Aktenlage ist unklar, ob ihm dieser überhaupt vorgelegen 
hat, obwohl die Reko mit Urteil vom 16. Dezember 2005 die Vorinstanz 
angewiesen hat, die Akten durch Einholen eines psychiatrischen Ver-

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laufsberichts ab dem Jahr 1996 zu ergänzen. Die Vorinstanz hat mit 
Auftrag vom 10. April 2007 Dr. Y.______ lediglich den Arztbericht vom 
7. Februar 2007 (recte: 8. Februar 2007) übermittelt und ihn einzig zur 
Stellungnahme zu diesem Arztbericht aufgefordert (act. 85). Der Arzt-
bericht von Dr. V._______ vom 30. Mai 2006 (act. 65, übersetzt in in 
act.  66)  wird  jedoch  nirgends  erwähnt.  Somit  fehlen  sowohl  eine 
Würdigung des erwähnten Arztberichtes von Dr. V._______ wie auch 
eine  Beurteilung,  ob  mit  Blick  auf  diesen  Arztbericht  weitere  gut-
achterliche  Abklärungen  zu  treffen  seien  und  gegebenenfalls  deren 
Anordnung.  Der  medizinische  Sachverhalt  ist  demnach  in  un-
genügender Weise abgeklärt. 

Die  Vorinstanz  ist  daher  aufzufordern,  die  gesamten  Akten  ihrem 
medizinischen Dienst,  insbesondere auch einem Facharzt  bzw. einer 
Fachärztin  Psychiatrie,  zu  unterbreiten  und eine Stellungnahme ein-
zuholen,    in  der  sämtliche  vorliegenden  medizinischen  Unterlagen 
gewürdigt  und  die  Arbeitsfähigkeit  in  der  bisherigen  und  einer  Ver-
weistätigkeit  beurteilt  werden,  falls  die  Unterlagen  als  ausreichend 
qualifiziert  werden.  Andernfalls  ist  ein  ergänzendes  psychiatrisches, 
ev. ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen.

5.5 Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Sache selbst oder weist 
diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz 
zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). 

Die  Beschwerde  ist  somit  gutzuheissen  und  die  Verfügung  vom 
28. August 2007 ist  aufzuheben. Die Sache ist  zur ergänzenden Ab-
klärung im Sinne der E. 5.4. an die Vorinstanz zurückzuweisen.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung. 

6.1 Bei  diesem  Verfahrensausgang  werden  dem  obsiegenden  Be-
schwerdeführer  und  der  Vorinstanz  keine  Verfahrenskosten auferlegt 
(Art. 63 Abs. 1 e contrario und Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der bereits ge-
leistete  Kostenvorschuss  von  Fr.  300.--  ist  dem  Beschwerdeführer 
zurück zu erstatten. 

6.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zu-

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sprechen  (Art.  64  Abs. 1  VwVG i.V.m. Art.  7  VGKE).  Die  Parteient-
schädigung  für  Beschwerdeverfahren  umfasst  die  Kosten  der  Ver-
tretung sowie allfällige weitere notwendigen Auslagen der Partei (Art. 8 
des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]). 

Die Entschädigung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wird 
mangels  Einreichung  einer  Kostennote  unter  Berücksichtigung  des 
gebotenen  und  aktenkundigen  Anwaltsaufwands  auf  pauschal 
Fr. 800.-- (inkl. Auslagen) festgesetzt (Art. 14 VGKE) und gemäss Art. 
64 Abs. 2 VwVG der Vorinstanz auferlegt. Nicht zu entschädigen ist die 
Mehrwertsteuer (Art. 5 Bst. b des Bundesgesetzes vom 2. September 
1999  über  die  Mehrwertsteuer  [Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG,  SR 
641.20]  in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG; Art. 9 Abs. 1 
Bst. c VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 28. August 
2007 wird aufgehoben. Die Sache wird zur ergänzenden Abklärung im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 300.--  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Der  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  wird  eine  Parteient-
schädigung  von Fr. 800.--  (inkl.  Auslagen)  zu  Lasten  der  Vorinstanz 
zugesprochen. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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