# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da547fc1-9a71-5b1c-9e53-c3c1604edd73
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-14
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 14.08.2015 601 2015 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2015-76_2015-08-14.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2015 76

Urteil vom 14. August 2015 

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Stellvertretender Präsident: Christian Pfammatter
Richter: Gabrielle Multone, Josef Hayoz
Gerichtsschreiber-Praktikant Simone Schürch

Parteien A.________, vertreten durch seine Eltern B.________ und C.________, 
Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Elias Moussa 

gegen

DIREKTION FÜR ERZIEHUNG, KULTUR UND SPORT, Vorinstanz

Gegenstand Schule und Bildung

Kostenübernahme für ausserkantonalen Schulbesuch

Beschwerde vom 3. Juni 2015 gegen den Entscheid der Direktion für 
Erziehung, Kultur und Sport vom 6. Mai 2015

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1999, geht in Freiburg ins Gymnasium. Am 17. März 2015 ersuchten 
seine Eltern die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (nachfolgend: Vorinstanz) um 
Übernahme der Kosten für einen ausserkantonalen Schulbesuch. Ihr Sohn wolle am Gymnasium 
D.________, Kanton Bern, die Talentförderungsklasse Musik (Klassik Gitarre) besuchen.

B. Mit Verfügung vom 6. Mai 2015 wies die Vorinstanz das Gesuch mit der Begründung ab, in 
den Freiburger Gymnasien könne Musik sowohl als Grundlagen- als auch als Schwerpunkt- und 
Ergänzungsfach gewählt werden. Zudem habe A.________ die Möglichkeit, eine Vorberu-
fungszertifikatsklasse am Konservatorium Freiburg zu besuchen.

C. Gegen diesen Entscheid liess A.________ mit Eingabe vom 3. Juni 2015 Beschwerde beim 
Kantonsgericht einreichen und beantragen, in Gutheissung seiner Beschwerde seien der 
Entscheid vom 6. Mai 2015 aufzuheben und seinem Gesuch vom 17. März 2015 stattzugeben. 
Subsidiär sei die Sache an die Vorinstanz zu neuem Entscheid zurückzuweisen.

Die Vorinstanz hält mit ihrer Stellungnahme vom 10. Juli 2015 am angefochtenen Entscheid fest 
und schliesst auf die Abweisung der Beschwerde.

Der Beschwerdeführer und die Vorinstanz reichten am 21. beziehungsweise 24. Juli 2015 unauf-
gefordert weitere Bemerkungen ein. 

Erwägungen

1. Das Kantonsgericht prüft seine Zuständigkeit zur Beurteilung der Beschwerde von Amtes 
wegen (Art. 16 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 
SGF 150.1]). Seine sachliche und funktionale Zuständigkeit ist gestützt auf Art. 114 Abs. 1 lit. a 
VRG gegeben. Die Beschwerdelegitimation von A.________ steht ausser Frage (Art. 76 VRG); da 
er minderjährig ist, haben seine Eltern ihn von Gesetzes wegen vor Gericht zu vertreten (Art. 12 
VRG). Die Fristen zur Einreichung der Beschwerde (Art. 79 VRG) und zur Leistung des 
Kostenvorschusses wurden gewahrt. Die Beschwerde erfüllt inhaltlich sowie formal die gesetzli-
chen Voraussetzungen (Art. 80 f. VRG). Folglich ist darauf einzutreten.

2. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich der 
Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 Abs. 1 
lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn 
die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft oder 
sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Ge-
setz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a bis c VRG). Solange die 
Vorinstanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes Ermes-
sen anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2). Das Gericht wendet das 
Recht von Amtes wegen an und prüft von Amtes wegen oder auf Antrag die Gültigkeit der auf den 
Einzelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 10 Abs. 1 und 2 VRG).

3. a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Mit seiner Eingabe 
vom 17. März 2015 habe er nicht nur um die Übernahme der ausserkantonalen Schulkosten er-
sucht, sondern gleichzeitig auch um die Bewilligung zum Schulbesuch am Gymnasium 
D.________. Zum letzten Punkt habe sich die Vorinstanz nicht geäussert. Mithin sei sein Anspruch 

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auf rechtliches Gehör verletzt, da nicht unmissverständlich ersichtlich sei, in welchem Umfang sein 
Gesuch abgewiesen wurde.

b) Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 
18. April 1999 (BV; SR 101) fliesst unter anderem das Recht der von einem Entscheid in ihrer 
Rechtsstellung betroffenen Person, dass die Behörde Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft und 
in der Entscheidfindung berücksichtigt. Entsprechend ist die Behörde verpflichtet, ihren Entscheid 
zu begründen. Dabei muss sie sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinanderset-
zen; die Begründung darf sich auf jene Aspekte beschränken, welche die Behörde willkürfrei als 
wesentlich betrachtet. Der Begründungspflicht ist Genüge getan, wenn sich der Betroffene über die 
Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere 
Instanz weiterziehen kann (BGE 136 I 229 E. 5.2).

c) Der Beschwerdeführer stellte am 17. März 2015 ein Gesuch zum "Besuch einer Schule 
ausserhalb des Wohnkantons der Eltern und entsprechende Kostenübernahme". Aus dieser For-
mulierung lässt sich schliessen, dass er erstens die Erteilung einer Bewilligung für den ausser-
kantonalen Schulbesuch beantragte und zweitens, für den Fall der Gutheissung dieses Gesuchs, 
die Übernahme der Kosten durch den Kanton Freiburg. Die Vorinstanz hat sich auf die Frage der 
Schulkosten beschränkt und das entsprechende Begehren abgewiesen. Auf das Bewilligungsge-
such ist sie nicht eingetreten. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Hätte die Vorinstanz das 
Gesuch um den ausserkantonalen Schulbesuch gutgeheissen, so hätte der Beschwerdeführer 
wohl auch Anspruch auf Übernahme der Kosten durch seinen Wohnkanton. Dies ergibt sich aus 
Art. 5 Abs. 1 des Regionalen Schulabkommens vom 23. November 2007 über die gegenseitige 
Aufnahme von Auszubildenden und Ausrichtung von Beiträgen (RSA 2009; SGF 416.4), wonach 
die Leistung von Kantonsbeiträgen für den ausserkantonalen Schulbesuch die Erteilung einer Be-
willigung durch den Wohnsitzkanton voraussetzt. Trotz des ablehnenden Entscheids der Vor-
instanz ist es dem Beschwerdeführer unbenommen, das Gymnasium D.________ zu besuchen, 
allerdings auf eigene Kosten. Der Beschwerdeführer besucht eine Mittelschule im Sinn des 
Gesetzes vom 11. April 1991 über den Mittelschulunterricht (MSG; SGF 412.0.1; vgl. Art. 3 Abs. 1 
lit. c MSG), die sich an den während der obligatorischen Schulzeit erteilten Unterricht anschliesst. 
Der Mittelschulunterricht gehört nicht mehr zum obligatorischen Schulunterricht und ist im 
Gegensatz zu diesem nicht unentgeltlich (vgl. Art. 68 Abs. 1 MSG). Will ein Schüler mit Wohnsitz 
im Kanton Freiburg eine ausserkantonale Mittelschule besuchen, ist keine staatliche Bewilligung 
notwendig; den Eltern steht es frei, ihr Kind in eine ausserkantonale öffentliche oder private 
Mittelschule zu schicken, sofern es die Anforderungen erfüllt. Dafür braucht es nicht noch eine 
Bewilligung.

4. a) Sodann macht der Beschwerdeführer eine unrichtige und unvollständige Sachverhaltsfest-
stellung geltend. Im Fachbereich Musik sei die Hochschule der Künste Bern (HKB) Ausbildungs-
partnerin des Gymnasiums D.________. Wer in der Talentförderungsklasse Musik am Gymnasium 
D.________ aufgenommen werde, nehme ab der Tertia parallel zum Gymnasium am vollen 
Studienprogramm der beiden ersten Jahre des Bachelor-Studiums an der Hochschule der Künste 
Bern teil. Ein Schüler schliesse seine Ausbildung mit einem Doppelabschluss ab: "Matur plus HKB-
Zwischenprüfung ins 3. Bachelorjahr". Damit könne er die ECTS-Punkte der ersten beiden 
Bachelorstudienjahre erwerben, welche ihm für das weitere Studium angerechnet würden. Im 
Kanton Freiburg sei es nicht möglich, vor der Matura ECTS-Punkte zu erhalten. Die 
Vorberufszertifikatsklasse am Konservatorium Freiburg entspreche nicht einer Bachelor-
Studienausbildung, sondern gebe lediglich Anspruch darauf, sich für eine solche Ausbildung an 
der "Haute Ecole de Musique", Lausanne, anzumelden. Auch könne sie nicht als eigentlicher 
Talentförderungsstudiengang qualifiziert werden, da die Schüler, nebst dem normalen 
Schulpensum, täglich zwischen 2 bis 3 Stunden zusätzliche Heimarbeit auf sich nehmen müssten. 

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Die Belastung sei somit sehr gross und die Ausbildung bis zum Bachelorabschluss würde 
mindestens 2 Jahre länger dauern. 

b) In ihrer Vernehmlassung vom 10. Juli 2015 beharrt die Vorinstanz darauf, dass der Be-
schwerdeführer im Kanton Freiburg eine gymnasiale und eine musikalische Ausbildung absolvie-
ren könne, welche ihm dieselben beruflichen Perspektiven, namentlich den Zugang zu einer Mu-
sikhochschule, eröffnen können. Wenn der Beschwerdeführer vorbringe, es existiere im Kanton 
Freiburg kein musikalischer Ausbildungsgang, mit welchem parallel zur Gymnasialausbildung 
gleichzeitig an einer Musikhochschule studiert respektive "innert der gleichen Zeit" eine gleichwer-
tige Ausbildung im Bereich der Musik erreicht werden könne, ziele der ausserkantonale Schulbe-
such in erster Linie auf eine kürzere Studiendauer und nicht darauf ab, einen Ausbildungsweg res-
pektive eine Berufsperspektive zu eröffnen, welcher mit einem Schulbesuch im Kanton Freiburg 
nicht zugänglich sei. Eine solche Begründung könne keine hinreichende Grundlage für die Über-
nahme von ausserkantonalen Schulgeldern bilden. Ansonsten müssten dem Grundsatz der 
Gleichbehandlung folgend für alle Schüler, welche wegen einer kürzeren Studiendauer die Schule 
in einem anderen Kanton besuchen möchten (beispielsweise: 3-jährige Gymnasialausbildung im 
Kanton Waadt anstatt 4-jährige im Kanton Freiburg), die Schulgelder übernommen werden. Auch 
könne nicht ausschlaggebend sein, ob das Angebot in einem anderen Kanton besser oder geeig-
neter erscheine, sondern nur die Frage, ob über einen innerkantonalen Ausbildungsgang die-
selben höheren Ausbildungsziele oder Berufsperspektiven erreicht werden könnten. Dies treffe im 
vorliegenden Fall zu, weil der Beschwerdeführer über die Studien- beziehungsweise Vorberufs-
zertifikatsausbildung des Konservatoriums Freiburg und die Gymnasialausbildung an einem Frei-
burger Gymnasium Zugang zu einer Musikfachhochschule erhalten könne.

c) Dem widerspricht der Beschwerdeführer. Der Unterschied bestehe in der Tatsache, dass 
es im Kanton Freiburg nicht möglich sei, parallel zur Gymnasialausbildung an einer Musikhoch-
schule ECTS-Kreditpunkte zu erhalten. Eine allfällige verkürzte Studienzeit im Vergleich zur Mu-
sikausbildung im Kanton Freiburg sei lediglich eine Nebenerscheinung, auf die er keinen Einfluss 
habe und die auch nicht im Vordergrund stehe. Zudem berechtige die im Kanton Freiburg ange-
botene Musikförderung lediglich zu den Aufnahmeprüfungen an einer Musikhochschule und ga-
rantiere keinen Zugang zu einer solchen Schule. Dies im Gegensatz zur Musikförderung am Gym-
nasium D.________, wo der Besuch der Talentförderungsklasse Musik eine bestandene 
Aufnahmeprüfung an der Hochschule der Künste Bern voraussetze.

d) Mit ihrer Eingabe vom 24. Juli 2015 insistiert die Vorinstanz, dass es für die Übernahme 
von ausserkantonalen Schulgeldern nicht ausschlaggebend ist, ob das Angebot in einem anderen 
Kanton besser oder geeigneter erscheine oder eine kürzere Studiendauer beinhalte, sondern nur 
die Frage, ob über einen innerkantonalen Ausbildungsgang dieselben höheren Ausbildungsziele 
oder Berufsperspektiven erreicht werden können. Es möge zutreffen, dass der Beschwerdeführer 
am Gymnasium D.________ durch die Aufnahme in die Talentförderungsklasse Musik gleichzeitig 
zum Studium an der Musikhochschule Bern zugelassen werde. Allerdings könne er auch über die 
Studien- beziehungsweise Vorberufszertifikatsausbildung des Konservatoriums Freiburg und die 
Gymnasialausbildung an einem Freiburger Kollegium Zugang zu einer Musikfachhochschule er-
halten. Die Zulassung zu einer Hochschule garantiere noch keinesfalls die Erlangung eines ent-
sprechenden Diploms. Auch werde kein höheres Ausbildungsziel erreicht. Ein Misserfolg könne 
auch während des Studiums eintreten, gleich wie bei einer Aufnahmeprüfung. Da der Beschwer-
deführer aber die Aufnahmeprüfung zur Musikhochschule Bern bestanden habe, sei davon auszu-
gehen, dass er nach Abschluss der Vorberufszertifikatsausbildung am Konservatorium Freiburg 
weiterhin zulassungsberechtigt bleibe oder mit hoher Wahrscheinlichkeit die Aufnahmeprüfung zu 
einer anderen Musikhochschule bestehen würde. Es stünden ihm somit über den innerkantonalen 
Ausbildungsweg dieselben Ausbildungs- und Berufsperspektiven offen wie beim ausserkantonalen 

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Schulbesuch. Seine Behauptung, es fehle im Kanton Freiburg mangels formeller Rechtsgrund-
lagen überhaupt eine Musiktalentförderung, werde zurückgewiesen.

e) Die bundesrechtlichen Mindestanforderungen über das Schulwesen sind in Art. 19 und 
Art. 62 BV geregelt. Nach Art. 62 Abs. 1 BV sind für das Schulwesen die Kantone zuständig. Dabei 
verfügen sie über einen erheblichen Gestaltungsspielraum. Sie sind, unter Vorbehalt verfassungs- 
und grundrechtlicher Schranken, grundsätzlich frei, wie sie die Schule aufbauen, einteilen, organi-
sieren und finanzieren, die Lehrziele definieren und die Lehrinhalte bestimmen wollen (EH-
RENZELLER, in Die schweizerische Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, Art. 62 N. 9). Art. 18 und Art. 
64 der Verfassung des Kantons Freiburg vom 16. Mai 2004 (KV; SGF 10.1) regeln die Grundsätze 
auf Kantonsebene. Diese gehen nicht weiter als die bundesrechtlichen Mindestanforderungen.

Für die vom Beschwerdeführer geforderte Übernahme des Schulgeldes bedarf es einer gesetzli-
chen Grundlage. Hierbei stützt sich der Beschwerdeführer auf das bereits erwähnte Regionale 
Schulabkommen (RSA 2009), wonach der Wohnsitzkanton aus geographischen oder anderen 
wichtigen Gründen Beiträge für den ausserkantonalen Schulbesuch leisten kann (Art. 5 Abs. 2 
RSA 2009) sowie auf die Vereinbarung vom 20. Mai 2005 über den Schulbesuch ausserhalb des 
Wohnsitzkantons (SGF 410; dieser Text gibt es nur in französischer Sprache und ist in der franzö-
sischen Ausgabe der SGF und der BDLF veröffentlicht). Nach dieser Vereinbarung können Schü-
ler die Schule in einem anderen Kanton besuchen, wenn sie auf einem Gebiet (Sport, Kunst) be-
sondere Begabungen/Kenntnisse aufweisen und deshalb Spezialklassen besuchen wollen oder 
wenn der Wohnkanton ein bestimmtes Fach nicht unterrichtet (Art. 2).

f) Der Beschwerdeführer macht für den ausserkantonalen Schulbesuch keine geographi-
schen Gründe im Sinn von Art. 5 Abs. 2 RSA 2009 geltend. Auch behauptet er nicht, auf dem Ge-
biet der Musik besondere Begabungen/Kenntnisse zu haben oder Zertifikate zu besitzen oder 
keine Möglichkeit zu haben, im Kanton Freiburg Gitarrenunterricht zu nehmen (vgl. Art. 2 Abs. 1 lit. 
b und c der Vereinbarung vom 20. Mai 2015). Da das Schulwesen Sache der Kantone ist (Art. 62 
BV), sind unterschiedliche Regelungen in den Kantonen nicht ausgeschlossen. Müssten die Kan-
tone die gleiche Ausbildung anbieten, würde ihre Schulhoheit ausgehöhlt. Allerdings muss der 
Kanton es den Schülern ermöglichen, die Voraussetzungen für die Zulassung zu den verschiede-
nen Hochschulen zu erwerben. Im vorliegenden Fall kommt der Kanton Freiburg mit seinen Ange-
boten dieser Pflicht nach. Der Beschwerdeführer kann das Gymnasium besuchen und parallel 
dazu sich sowohl im Gymnasium als auch am Konservatorium in Musik unterrichten lassen. Dass 
diesbezüglich in den Kantonen Freiburg und Bern unterschiedliche Regelungen bestehen, wird 
von der Vorinstanz nicht in Abrede gestellt, namentlich nicht der Umstand, dass im Kanton Bern 
bereits während der gymnasialen Ausbildung ECTS-Kreditpunkte zu erhalten sind. Darauf allein 
kann es aber nicht ankommen. Gleich wie im Rahmen des Grundschulunterrichts hat der Kanton 
bei der Mittelschule nur für ein angemessenes, erfahrungsgemäss ausreichendes Bildungsangebot 
zu sorgen (vgl. BGE 138 I 162 E. 3.2). Der Beschwerdeführer hat keinen rechtlichen Anspruch auf 
eine optimale Ausbildung, sondern auf eine seinen persönlichen Bedürfnissen angepasste Schu-
lung im Rahmen der staatlichen Möglichkeiten. Der Staat ist nicht verpflichtet, ihm die bestmögli-
chen oder optimalsten schulischen Rahmenbedingungen anzubieten oder dafür die Kosten zu 
übernehmen. Selbst wenn die Schulen im Kanton Bern den Bedürfnissen des Beschwerdeführers 
besser entgegenkommen als jene in seinem Wohnkanton, kann er daraus keinen Anspruch auf 
ausserkantonalen Schulbesuch beziehungsweise einen Rechtsanspruch auf Übernahme der 
Schulkosten durch den Kanton ableiten. Aufgabe des Staats ist es, lediglich, aber immerhin, die 
Rahmenbedingungen zu bieten, dass der Beschwerdeführer seinem Interesse an Musik nachge-
hen kann. Dass dies im Kantons Freiburg möglich ist, wurde aufgezeigt. Die Wahl, das Gymna-
sium D.________ zu besuchen, erfolgt offenbar aus rein persönlichen Gründen. Die gegebenen 

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Ziele, Schul- und Musikausbildung, können auch im Kanton Freiburg erreicht werden. Dass die 
Bedingungen allenfalls schwieriger sind als im Kanton Bern, ist in Kauf zu nehmen. 

5. a) Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, dass die Vorinstanz über einen relativ 
weiten Ermessensspielraum verfüge. Allerdings werde dieser durch die Vereinbarung vom 20. Mai 
2005 eingeschränkt. Der angefochtene Entscheid verletze nicht nur Art. 5 RSA 2009 in Verbindung 
mit Art. 5 Abs. 2 der Vereinbarung vom 20. Mai 2005, sondern stelle auch einen Ermessensmiss-
brauch dar. Im Kanton Freiburg gebe es keinen Ausbildungsgang, mit welchem parallel zur Gym-
nasialausbildung gleichzeitig an einer Musikhochschule studiert werden könne und somit auch 
ECTS-Punkte erworben werden könnten. Dies sei entscheidend, um eine Kostenübernahme zu 
begründen und jedes weitere Ermessen der Vorinstanz auszuschliessen. Nicht ausser Acht fallen 
dürfe auch der Umstand, dass mit dem nur am Gymnasium D.________ angebotenen 
Ausbildungsgang das attestierte musikalische Talent des Beschwerdeführers optimal gefördert 
werde und er seine musikalische Ausbildung wesentlich schneller absolvieren und abschliessen 
könne als im Kanton Freiburg.

Schliesslich macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anspruchs auf Gleichbehandlung 
geltend. Er habe erfahren, dass zwischen 2003 und 2006 drei Schüler aus dem Kanton Freiburg 
im Gymnasium D.________ in der Talentförderungsklasse Musik aufgenommen worden seien und 
der Kanton Freiburg die entsprechenden Kosten übernommen habe. Da er ebenfalls alle 
Aufnahmekriterien erfülle, erscheine der Grundsatz der Gleichbehandlung verletzt. 

b) Die Vorinstanz bestreitet nicht, dass während den Jahren 2003 bis 2006 einzelne Schüler 
das Gymnasium D.________ auf Kosten des Kantons Freiburg besucht hätten. Auch wenn für den 
Kunstbereich bisher noch keine spezialgesetzlichen Bestimmungen geschaffen wurden, so habe 
der Staatsrat und der Grosse Rat dennoch das Förderprogramm SKA (= Sport, Kultur, Ausbildung) 
genehmigt respektive in der Session (des Grossen Rats) vom 14. November 2013 förmlich zur 
Kenntnis genommen. Von einer plötzlichen Praxisänderung könne deshalb keine Rede sein. Viel-
mehr seien mit der Einführung des SKA-Förderprogramms im Schuljahr 2010/11 die Vorausset-
zungen für die Übernahme von ausserkantonalen Schulgeldern im Bereich der kulturellen und 
sportlichen Talentförderung grundlegend geändert worden. Aus diesem Grund sei es sehr wohl 
gerechtfertigt, den hier vorliegenden Fall anders zu behandeln, als die Gesuche aus den Jahren 
2003 und 2006. Nunmehr würden nur noch dann ausserkantonale Schulgelder übernommen, 
wenn im Kanton Freiburg keine sportlichen oder kulturellen Ausbildungsstrukturen vorhanden sind. 
Dabei sei es unerheblich, ob sich ein Nachwuchstalent im Bereich Kunst oder Sport betätige, weil 
mangels des Erlasses formeller Rechtsgrundlagen für den Bereich Kunst seit Einführung des SKA-
Förderprogramms die Sportgesetzgebung analog angewendet werde.

c) Es wurde bereits dargelegt, dass der Beschwerdeführer - wenn auch unter anderen, mög-
licherweise schwierigeren Bedingungen - über einen Lehrgang am Konservatorium Freiburg und 
über die Ausbildung an einem Freiburger Gymnasium zu einer Musikfachhochschule kommen 
kann. Darauf ist nicht zurückzukommen. 

d) Art. 8 Abs. 1 BV bestimmt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und 
Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln ist. Der Anspruch auf 
rechtsgleiche Behandlung wird insbesondere verletzt, wenn hinsichtlich einer entscheidwesentli-
chen Tatsache rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in 
den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unterscheidungen unterlassen 
werden, die aufgrund der Verhältnisse hätten getroffen werden müssen (vgl. Urteil BGer 
8C_558/2014 vom 13. März 2015 E. 5.4.1). Ob die Situation der Schüler aus dem Kanton Freiburg, 
die in den Jahren 2003 und 2006 das Gymnasium D.________ besucht hatten, mit jener des 

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Beschwerdeführers identisch war, ist nicht substanziiert dargelegt. Wesentlich für die Anwendung 
des Gleichheitssatzes ist die Vergleichbarkeit der Sachverhalte. Es liegen keine Elemente vor, 
weshalb der Kanton Freiburg seinerzeit die Schulkosten der drei Schüler übernahm. Damit ist ein 
Vergleich nicht möglich. Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich zu prüfen, ob die von der Vorinstanz 
mittlerweile vorgenommene Praxisänderung rechtmässig ist. Der Einwand des Beschwerdeführers, 
es liege eine rechtsungleiche Behandlung vor, erweist sich somit als unbegründet. 

e) Abschliessend ist zu bemerken, dass, wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, der 
Vorinstanz bei der Frage der Übernahme von Schulgeldern bei auswärtigem Schulbesuch ein ge-
wisser Ermessens- und Handlungsspielraum zusteht, in den das Gericht nur bei Überschreitung 
oder Missbrauch eingreifen sollte; vom Entscheid der Vorinstanz soll daher im Grundsatz nicht 
ohne Not abgewichen werden (vgl. Urteile KG FR 601 2010 104 vom 23. März 2011; 601 2009 
132 vom 9. Oktober 2010; 601 2012 106 vom 19. Juli 2012). Gerade auch vor diesem Hintergrund 
besteht für das Gericht keine Veranlassung, den Entscheid der Vorinstanz aufzuheben; deren 
Verfügung ist nicht willkürlich.

6. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen 
ist. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten, die auf CHF 1'000.- festge-
setzt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden, dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrens-
kosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVj; SGF 150.12]). Eine Parteientschä-
digung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG). 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport vom 6. Mai 2015 wird bestätigt.

II. Die dem Staat Freiburg geschuldeten Gerichtskosten von CHF 1'000.- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Lausanne, eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 
30 Tagen die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des 
Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 14. August 2015/jha

Stellvertretender Präsident Gerichtsschreiber-Praktikant