# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5120e9e4-2b0f-56d9-bd25-fddc314a7ef4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.03.2015 100 2014 304
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-304_2015-03-12.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 29. Oktober 2015 abgewiesen, 
soweit es darauf eingetreten ist (BGer 1C_205/2015).

100.2014.304U   publiziert in BVR 2015 S. 557
DAM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. März 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiber Kocher

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt ...
Beschwerdeführer

gegen

B.________ und C.________
Beschwerdegegnerschaft 1

D.________ und E.________
Beschwerdegegnerschaft 2

F.________
Beschwerdegegner 3

Einwohnergemeinde Wohlen
Baubewilligungsbehörde, Hauptstrasse 26, 3033 Wohlen
Beschwerdegegnerin 4

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Abbruch und Bau eines Einfamilienhauses (Entscheid der Bau-, Verkehrs- 
und Energiedirektion des Kantons Bern vom 18. September 2014, Berichtigung vom 
19. September 2014; RA Nr. 110/2014/38)

Sachverhalt:

A.

A.________ ist Eigentümer der Parzelle Wohlen Gbbl. Nr. 1___, die sich in der 
Wohnzone W1 befindet. Das an der G.________strasse in Innerberg gelegene 
Grundstück ist bebaut mit einem Wohnhaus (Einfamilienhaus; Gebäude Nr. 2___) und 
einer Garage mit Aufbaute (Gebäude Nr. 2___a). Nach einer längeren 
Projektierungsphase mit Voranfragen, Besprechungen und Abklärungen reichte 
A.________ am 21. Dezember 2010 bei der Einwohnergemeinde (EG) Wohlen ein 
Baugesuch ein für den Abbruch und den Neubau seines Einfamilienhauses (Eingang 
des Gesuchs bei der Gemeinde am 24.12.2010). Der Garagentrakt ist von den 
vorgesehenen baulichen Massnahmen nicht betroffen. Gegen das Vorhaben setzten 
sich mehrere Nachbarinnen und Nachbarn zur Wehr, darunter B.________ und 
C.________, D.________ und E.________ sowie F.________. In der Folge kam es zu 
verschiedenen Überarbeitungen der Projektunterlagen und zur Neupublikation des 
Gesuchs, wobei die Einsprachen aufrechterhalten bzw. erneuert wurden. Mit 
Verfügung vom 24. Januar 2014 verweigerte die EG Wohlen die Gesamtbewilligung für 
das Vorhaben (Bauabschlag). 

B.

Dagegen führte A.________ am 5. März 2014 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- 
und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Mit Entscheid vom 18. September 2014 
wies diese das Rechtsmittel ab, soweit sie darauf eintrat. Am 19. September 2014 
berichtigte sie ihren Entscheid im Kostenpunkt (Verlegung der Verfahrenskosten).

C.

Gegen den (berichtigten) Entscheid der BVE hat A.________ am 22. Oktober 2014 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene 
Entscheid bzw. die Verfügung der EG Wohlen seien aufzuheben und die 
Angelegenheit sei zur Neubeurteilung im Sinn der Erwägungen an die kommunale 
Baubewilligungsbehörde, evtl. an die BVE, zurückzuweisen; eventuell sei ihm die 
Baubewilligung im nachgesuchten Umfang zu erteilen. D.________ und E.________ 
sowie B.________ und C.________ beantragen mit ihren Beschwerdeantworten vom 
25. November bzw. 1. Dezember 2014 die Abweisung der Beschwerde. F.________ 
stellt mit seiner Stellungnahme vom 26. November 2014 keinen förmlichen Antrag, teilt 
aber mit, dass er an seiner Einsprache in allen Punkten festhalte. Die EG Wohlen 

schliesst mit Beschwerdeantwort vom 27. November 2014 auf Abweisung der 
Beschwerde. Den gleichen Antrag hat die BVE mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 
2014 gestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat als Baugesuchsteller ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; 
Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]).

1.2 Das Rechtsbegehren auf Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids schliesst 
auch die Aufhebung der Verfügung der Gemeinde ein. Anfechtungsobjekt im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren ist jedoch allein der Entscheid der BVE (sog. 
Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. statt vieler BVR 2010 S. 411 E. 1.4 mit 
Hinweisen). Davon geht auch der Beschwerdeführer aus. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die BVE sei zu Unrecht von einer 
hinreichend begründeten Verfügung der Gemeinde ausgegangen. Damit sei sein 
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden.

2.1 Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergibt sich in erster Linie aus 
Art. 21 ff. VRPG. Ergänzend greifen die verfassungsrechtlichen Mindestansprüche 
nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 26 Abs. 2 der 
Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1). Der Anspruch verlangt, dass die 
Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person 
auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die 

Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen (vgl. auch Art. 39 Abs. 1 BauG 
i.V.m. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG; Art. 36 Abs. 2 des Dekrets vom 22. März 1994 über 
das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). Im 
Allgemeinen muss die Begründung zumindest so abgefasst sein, dass die Betroffenen 
die Verfügung oder den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten können. Es 
müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet aber 
nicht, dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung, mit 
jedem rechtlichen Einwand und mit jedem Beweismittel auseinandersetzen muss. 
Vielmehr kann sie sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 
beschränken. Erforderlich ist bloss, dass sich aus der Gesamtheit der Begründung 
ergibt, weshalb die Behörde einem Parteistandpunkt nicht folgen kann (BGE 140 II 262 
E. 6.2, 138 I 232 E. 5.1; BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1, 407 E. 3.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5 f.).

2.2 Nach Ansicht des Beschwerdeführers hat die Gemeinde die Baubewilligung aus 
Gründen verweigert, die nicht Eingang in die Begründung ihrer abschlägigen 
Verfügung gefunden haben. Seine Vorbringen seien unberücksichtigt geblieben. Die 
BVE habe zwar Gründe für die Bewilligungsverweigerung nachgeschoben; dies ändere 
aber nichts an der Gehörsverletzung im Baubewilligungsverfahren (Beschwerde, 
S. 11 f. Rz. 27 und 29 f.). – Die Gemeinde hat in ihrer Verfügung vom 24. Januar 2014 
unter anderem festgehalten, dass der bestehende, als Aufbaute über der Garage 
errichtete Mehrzweckraum an die Bruttogeschossfläche (BGF) anzurechnen sei, wie 
aus der beim Regierungsstatthalteramt (RSA) Bern-Mittelland eingeholten 
Stellungnahme vom 9. Dezember 2011 hervorgehe. Daraus ergebe sich eine 
Überschreitung der «Gesamt-BGF auf dieser Parzelle von über 70 m2». Ein 
Ausnahmegesuch sei nicht gestellt worden, und eine Ausnahmebewilligung könnte 
auch nicht in Aussicht gestellt werden. Weiter seien die Empfehlungen der von der 
Gemeinde beigezogenen unabhängigen Fachberatung zur Baugestaltung nicht oder 
kaum umgesetzt worden. Auf der Grundlage der vorhandenen Unterlagen könne die 
Bewilligung nicht erteilt werden.

2.3 Wie bereits die BVE zutreffend dargelegt hat (angefochtener Entscheid, E. 3c 
S. 9), ist die Begründung der Gemeinde zwar knapp ausgefallen. Daraus ergibt sich 
indessen klar, dass für die negative Beurteilung des Baugesuchs die Frage der 
anrechenbaren BGF und damit die maximal zulässige Ausnützungsziffer (AZ) 
mitentscheidend war. Letztere ergibt sich aus der anrechenbaren BGF der Gebäude 
und der anrechenbaren Landfläche (aArt. 93 Abs. 1 der Bauverordnung vom 6. März 
1985 [BauV; BSG 721.1] in der bis am 31. Juli 2011 gültigen Fassung [GS 1985 
S. 135], der bis zur Anpassung der baurechtlichen Grundordnung durch die Gemeinde 
an die Vorschriften der Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe und 

Messweisen im Bauwesen [BMBV; BSG 721.3] weiterhin anwendbar ist; vgl. Art. 34 
Abs. 2 BMBV). Ein wesentliches baurechtliches Hindernis, das der Bewilligung des 
Vorhabens entgegensteht, wird in der Verfügung somit behandelt und steht neben 
anderen Aspekten auch im Vordergrund der Ausführungen der Gemeinde. Dem 
Begründungserfordernis ist damit grundsätzlich Genüge getan. Dass die Gemeinde in 
ihrer Vernehmlassung an die BVE vom 10. April 2014 vor allem die gestalterischen 
Aspekte des Vorhabens kritisiert und ausgeführt hat, der Bauabschlag habe nur 
indirekt mit der BGF zu tun (vgl. Vorakten BVE, pag. 39 ff.), mag unglücklich 
erscheinen (vgl. Beschwerde, S. 10 Rz. 24). Massgebend ist hinsichtlich der 
Begründungspflicht indes allein die Verfügung vom 24. Januar 2014.

2.4 Der Einwand der unzureichenden Begründung überzeugt auch nicht, wenn man 
sich den näheren Ablauf des Baubewilligungsverfahrens vor Augen hält (Vorakten 3B 
bzw. 3H): Die Gemeinde hat gegenüber dem Beschwerdeführer bereits am 
16. November 2011 «die Klärung der Frage nach der AZ und der Anrechenbarkeit an 
die BGF des Lagerraumes über der Garage» angesprochen und zudem beim RSA 
Bern-Mittelland eine Stellungnahme dazu eingeholt. Die Abklärungen haben ergeben, 
dass der Mehrzweckraum als anrechenbare BGF gilt. Die Gemeinde hat dem Be-
schwerdeführer deshalb am 13. Januar 2012 unter anderem mitgeteilt, die AZ werde 
überschritten; sie bitte um schriftliche Mitteilung, ob er das Baugesuch zurückziehe, 
eine Projektänderung zur Behebung des aufgezeigten Mangels einreiche oder einen 
anfechtbaren Entscheid verlange. Nach weiteren Diskussionen hat der 
Beschwerdeführer die Gemeinde am 16. Oktober 2013 wissen lassen, er fordere 
umgehend sein «Recht auf eine Bewilligung» und erwarte einen positiven 
Bauentscheid. Dieses Anliegen hat er mit Schreiben seines damaligen 
Rechtsvertreters vom 17. Oktober 2013 bekräftigt, worauf die Gemeinde die 
Bewilligung verweigert hat. Mit Blick auf diese Vorgeschichte durfte die Gemeinde die 
Begründung ihrer Verfügung vom 24. Januar 2014 eher knapp halten, ohne den An-
spruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör zu verletzen. Zudem lässt sich 
nicht sagen, sie habe die Vorbringen des Beschwerdeführers ausser Acht gelassen. Es 
schadet auch nicht, dass die Gemeinde nur auf die Beurteilung des RSA Bern-
Mittelland verwiesen hat, obwohl Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG an sich die Begründung in 
der Verfügung selbst verlangt; solche Verweise genügen auch den 
Begründungsanforderungen des kantonalen Rechts (vgl. BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 52 N. 5).

2.5 Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, die Gemeinde hätte sich in ihrer 
Verfügung näher mit den eingegangenen Einsprachen auseinandersetzen müssen 
(Beschwerde, S. 12 f. Rz. 31 ff.), kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Zunächst ist 
nicht ersichtlich, was er aus diesem Einwand zu seinen Gunsten ableiten will, geht es 
dabei doch nicht um die eigenen Verfahrens- und Parteirechte. Richtigerweise ist die 

BVE davon ausgegangen, dass dem Beschwerdeführer ein eigenes schutzwürdiges 
Interesse fehlt, eine allfällige Gehörsverletzung der Baubewilligungsbehörde 
gegenüber den Einsprecherinnen und Einsprechern geltend zu machen (angefochtener 
Entscheid, E. 3c S. 9 f.; vgl. BGer 1C_747/2013 vom 18.2.2014, E. 2; VGE 2014/233 
vom 17.2.2015, E. 3.5 am Ende [zur Publ. in der BVR bestimmt]). Weiter verlangt 
Art. 38 Abs. 2 BauG zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zwar, dass sich der 
Bauentscheid mit den unerledigten Einsprachen auseinandersetzt; die Begründung des 
Bauentscheids enthält dementsprechend (auch) die Stellungnahme der Baubewilli-
gungsbehörde zu den Einsprachen (Art. 36 Abs. 2 Bst. c BewD). Kommt die Behörde 
jedoch zum Schluss, das Vorhaben sei nicht bewilligungsfähig und das Baugesuch 
deshalb abzuweisen (Bauabschlag), ist nicht erforderlich, dass sie sich zu den 
Einsprachen bzw. zu den weiteren, noch nicht behandelten Einsprachepunkten 
äussert. Den Anliegen der Einsprecherinnen und Einsprecher wird im Ergebnis ja 
entsprochen; diese sind durch einen solchen Entscheid denn auch nicht beschwert 
(vgl. Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 38-
39 N. 19). Die in den unerledigten Einsprachen erhobenen Einwände gegen ein Bau-
vorhaben können höchstens (wieder) zum Verfahrensthema werden, wenn die 
Rechtsmittelbehörde den Bauabschlag nicht bestätigt, sondern die Baubewilligung 
erteilen will (vgl. BGer 1C_442/2007 vom 21.4.2008, in ZBl 2010 S. 339 E. 2.4). Eine 
solche Situation liegt hier jedoch nicht vor.

2.6 Die BVE hat somit zu Recht eine Verletzung der Begründungspflicht durch die 
Gemeinde verneint.

3.

Der Beschwerdeführer kritisiert weiter, die Gemeinde habe die amtlichen Akten 
unvollständig und mangelhaft geführt, was von der BVE nur unzureichend 
berücksichtigt worden sei.

3.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und damit auf 
Einsicht in die Verfahrensakten (Art. 23 Abs. 1 VRPG) sowie aus dem Grundsatz der 
Schriftlichkeit des Verfahrens (Art. 31 VRPG) ergibt sich die Pflicht der Verwaltung zur 
vollständigen Aktenführung. In den Akten ist alles festzuhalten, was zur Sache gehört 
und entscheidwesentlich sein kann. Die Behörden haben die Vollständigkeit der im 
Verfahren eingebrachten und erstellten Akten sicherzustellen (BGE 138 V 218 E. 8.1.2, 
130 II 473 E. 4.1; BVR 2013 S. 407 E. 3.2, 2012 S. 252 E. 3.3.5, 109 E. 2.3.1, 2009 
S. 49 E. 4.3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 23 N. 10). Eine geordnete und 
übersichtliche Aktenführung ist nicht nur Grundlage eines effektiven 
Akteneinsichtsrechts der Verfahrensbeteiligten (Gerold Steinmann, in St. Galler 

Kommentar zur BV, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N. 55); sie steht auch im Interesse der 
korrekten Entscheidfindung, haben die Behörden den Sachverhalt doch von Amtes 
wegen festzustellen (Untersuchungsgrundsatz; Art. 18 Abs. 1 VRPG). Diese 
Feststellungen müssen in einem geordnet geführten Aktendossier festgehalten 
werden, wenn sie im Rahmen der Rechtsanwendung richtig gewürdigt werden sollen 
(vgl. Alain Griffel, in derselbe [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz 
des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 26a N. 7; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 
2009, Art. 46 N. 2). Nur so ist im Übrigen auch die Überprüfbarkeit des Entscheids in 
einem allfälligen Rechtsmittelverfahren sichergestellt.

3.2 Der Beschwerdeführer bemängelt, in den amtlichen Akten der Gemeinde 
fehlten Korrespondenz und weitere Dokumente. Er verweist im Einzelnen auf den 
Mailverkehr mit dem Fassadenspezialisten einer privaten Unternehmung, auf E-Mails 
des ehemaligen Leiters der Abteilung Bau und Planung der Gemeinde vom 16. und 
20. Juli 2010 an ihn bzw. die Projektverfasserin, auf ein Schreiben seines vormaligen 
Rechtsvertreters angeblich vom 14. Dezember 2014 sowie auf weitere Dokumente, 
welche Voranfragen an die Gemeinde in einer früheren Phase des Projekts betreffen 
(Beschwerde, S. 13 f. Rz. 37).

3.3 Das VRPG enthält keine Vorgaben, welche die Führung der amtlichen Akten 
konkretisieren. Damit unterscheidet es sich von anderen Verfahrensordnungen, welche 
die Aktenführung näher regeln. So verlangen etwa Art. 100 der Schweizerischen 
Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) 
und Art. 46 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) eine systematische Ablage bzw. 
Erfassung der Akten; in Strafsachen ist zudem im Regelfall ein Aktenverzeichnis 
vorgeschrieben (Art. 100 Abs. 2 StPO). Auch aus den allgemeinen Grundsätzen zur 
Aktenführungspflicht folgt jedoch, dass die Akten in der Regel von Beginn weg in 
chronologischer Reihenfolge abgelegt und bei Vorliegen eines Gesuchs um 
Akteneinsicht bzw. spätestens im Zeitpunkt des Entscheids durchgehend paginiert 
werden müssen. Sodann ist grundsätzlich ein Aktenverzeichnis zu erstellen, welches 
eine chronologische Auflistung sämtlicher in einem Verfahren gemachter Eingaben 
enthält (BGE 137 I 247, nicht publ. E. 3.2 von BGer 2C_327/2C_328/2010 vom 
19.5.2011 mit Hinweis; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 69 N. 10; Alain Griffel, 
a.a.O., § 26a N. 7; Krauskopf/Emmenegger bzw. Waldmann/Oeschger, in 
Praxiskommentar zum VwVG, 2009, Art. 12 N. 42 ff. bzw. Art. 26 N. 34 ff.).

3.4 Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass die Aktenordnung der 
Gemeinde diesen Mindestanforderungen nicht genügt. Zwar kann nicht verlangt 
werden, dass für jedes Baugesuchsdossier einschliesslich der früheren, 
abgeschlossenen Verfahren ein gesondertes Aktenverzeichnis mit einer Auflistung aller 
Dokumente erstellt wird. Immerhin sollte aber ersichtlich sein, welche Aktenstücke zu 

welchem Verfahren gehören; zudem würde die Ablage der Unterlagen in 
chronologischer Reihenfolge die Orientierung erleichtern. Im vorliegenden Fall sind die 
amtlichen Akten in verschiedenen Ordnern, Heftern und losen Mäppchen 
zusammengestellt, ohne dass sie klar einem Verfahren zugeordnet werden können. 
Die Auseinandersetzung mit der Angelegenheit wird damit für den Beschwerdeführer 
sowie die Einsprecherinnen und Einsprecher, aber auch für die Behörden 
einschliesslich des Verwaltungsgerichts unnötigerweise erschwert. Das gilt umso mehr, 
als die Akten der Gemeinde nicht paginiert sind. Unter diesen Umständen ist 
unverständlich, weshalb nicht die BVE die Vorakten zumindest paginiert bzw. auf der 
Paginierung durch die Gemeinde bestanden hat, obwohl der Beschwerdeführer mit 
einem entsprechenden Verfahrensantrag an die Vorinstanz gelangt ist (Vorakten BVE, 
pag. 58; angefochtener Entscheid, E. 3e [richtig: E. 3h] S. 11).

3.5 Hinzu kommt, dass die amtlichen Akten der Gemeinde nicht vollständig sind, 
wie auch die BVE anerkennt (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3f S. 11). Immerhin ist 
hier zu berücksichtigen, dass sich der Beschwerdeführer in erster Linie auf Unterlagen 
im Zusammenhang mit Voranfragen an die Gemeinde bezieht, die er vor Einreichen 
des Baugesuchs am 24. Dezember 2010 gestellt hat (vorne Bst. A). Solche 
Voranfragen dienen dazu, im Sinn einer Rechtsauskunft die (voraussichtliche) 
Bewilligungsfähigkeit des Vorhabens zu klären (vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Vorbe-
merkungen zu den Art. 32-44 N. 5). Die Baubewilligungsbehörde ist nicht verpflichtet, 
sich dazu zu äussern. Tut sie es, hat die Beantwortung der Voranfrage lediglich 
informativen Charakter (vgl. Ludwig/Stalder, Öffentliches Baurecht, in Müller/Feller 
[Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 473 ff., 518 N. 140). Ein 
Baubewilligungsverfahren wird mit der Voranfrage noch nicht eröffnet; das geschieht 
erst mit der Baueingabe, d.h. wenn das Baugesuch mit den Plänen und allfälligen 
weiteren Unterlagen eingereicht wird (Art. 50 Abs. 1 VRPG; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 50 N. 2; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 34 N. 2; 
vgl. zu den Anforderungen an die Baueingabe Art. 10 ff. BewD und dazu 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 34 N. 10 ff.). Steht aber noch gar nicht fest, dass ein 
Baubewilligungsverfahren eröffnet werden soll, sind die allgemeinen, in Verfassung 
und Gesetz verankerten Verfahrensgarantien grundsätzlich (noch) nicht anwendbar. 
Die Behörde unterliegt mithin nicht der Aktenführungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV 
und Art. 23 Abs. 1 VRPG, wie sie für das Verwaltungs(justiz)verfahren gilt (vgl. BVR 
1992 S. 80 E. 3 und dazu auch Felix Uhlmann, Die Einleitung eines 
Verwaltungsverfahrens, in Häner/Waldmann [Hrsg.], Das erstinstanzliche 
Verwaltungsverfahren, 2008, S. 1 ff., 11 f.). Bei Voranfragen läuft der 
Informationsaustausch zwischen Bauherrschaft und Behörde denn auch häufig auf 
einer eher informellen Ebene (Telefongespräche, Sitzungen, E-Mails usw.).

3.6 Das bedeutet allerdings nicht, dass die Tätigkeit der Behörde im 
Zusammenhang mit Voranfragen keinen rechtlichen und namentlich ver-
waltungsorganisatorischen Regeln unterworfen ist (vgl. allgemein auch Felix Uhlmann, 
a.a.O., S. 9 f.). Insbesondere verpflichtet im Kanton Bern die neue, seit dem 1. Januar 
2010 geltende Archivierungsgesetzgebung die Behörden dazu, für eine geordnete 
Archivierung ihrer Unterlagen zu sorgen (Archivführung) und zu diesem Zweck 
sicherzustellen, dass ihre Geschäftstätigkeit in ihren Unterlagen jederzeit 
nachvollzogen und nachgewiesen werden kann (Art. 8 Abs. 1 des Gesetzes vom 
31. März 2009 über die Archivierung [ArchG; BSG 108.1] und Art. 4 der Verordnung 
vom 4. November 2009 über die Archivierung [ArchV; BSG 108.111]). Diese Ver-
pflichtung erfasst auch Unterlagen von Organen der Einwohnergemeinden (Art. 4 
Abs. 1 ArchG i.V.m. Art. 3 Abs. 4 Bst. b ArchG und Art. 2 Abs. 1 Bst. a des 
Gemeindegesetzes vom 16. März 1998 [GG; BSG 170.11]). Nach Art. 5 Abs. 1 ArchG 
werden die Unterlagen der Behörden soweit gesammelt, geordnet und aufbewahrt, 
dass die wesentlichen Abläufe und die Ergebnisse des staatlichen Handelns 
nachvollzogen werden können. Auch wenn Auskünfte, mit denen die Gemeinde 
Voranfragen beantwortet, grundsätzlich keine Rechtswirkungen zeitigen (vgl. dazu 
hinten E. 5.3), sind die entsprechenden Unterlagen auf Papier und aus elektronischen 
Systemen in der Regel archivwürdig (vgl. Art. 11 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 ArchG und 
Art. 1 Abs. 2 Bst. b ArchV i.V.m. Art. 1 Abs. 2 und Art. 3 Abs. 4 der Direkti-
onsverordnung vom 20. Oktober 2014 über die Verwaltung und Archivierung der 
Unterlagen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften nach Gemeindegesetz und deren 
Anstalten [ArchDV Gemeinden; BSG 170.711]). Insbesondere für die Bauherrschaft 
sind diese Unterlagen von dauerndem Wert, richtet sie doch ihr Projekt im Hinblick auf 
ein späteres Baugesuch oftmals danach aus (vgl. Art. 3 Abs. 4 Bst. b ArchDV 
Gemeinden).

3.7 Im vorliegenden Fall hat die Gemeinde aus der Projektphase der Voranfragen 
eine Vielzahl von Unterlagen – wenn auch wenig systematisch – abgelegt. So ist etwa 
der E-Mail-Verkehr zwischen der Projektverfasserin und dem ehemaligen Leiter der 
Abteilung Bau und Planung in den amtlichen Akten vorhanden, was sowohl die BVE 
als auch der Beschwerdeführer zu übersehen scheinen (E-Mail vom 20. Juli 2010; vgl. 
Vorakten 3B). Es kann deshalb nicht gesagt werden, die Gemeinde sei ihrer Pflicht zur 
Verwaltung der Unterlagen und zur Archivführung überhaupt nicht nachgekommen.

3.8 Was die Folgen der mangelhaften Aktenordnung und der teilweise 
unvollständigen Unterlagen angeht, ist nicht erkennbar, inwiefern der Be-
schwerdeführer in der Wahrung seiner Rechte benachteiligt worden ist. Für den 
Ausgang des Verfahrens wesentliche beweisrechtliche Schwierigkeiten, die sich aus 
der Verletzung der Aktenführungspflicht ergeben können (vgl. BGE 138 V 218 E. 8.1.1, 
124 V 372 E. 3b; BGer 2A.635/1998 vom 15.4.1999, in Pra 88/1999 Nr. 170 E. 4; Ueli 

Kieser, a.a.O., Art. 46 N. 6), stehen hier nicht zur Diskussion. Die strittige 
Angelegenheit kann vielmehr aufgrund der vorhandenen Akten beurteilt werden 
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, 2011 S. 97 
E. 4.2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 9 f.). Das gilt namentlich auch 
mit Bezug auf den nicht dokumentierten Mailverkehr mit dem Fassadenspezialisten; 
inwiefern diese Unterlagen für die Frage der AZ bzw. der anrechenbaren BGF, die im 
vorliegenden Verfahren zu klären ist, von Bedeutung sein soll, ist nicht ersichtlich. 
Beim Hinweis auf das Schreiben des früheren Rechtsvertreters vom 14. Dezember 
2014 muss es sich im Übrigen um einen Verschrieb handeln, war zu diesem Zeitpunkt 
doch bereits das verwaltungsgerichtliche Verfahren hängig und der Beschwerdeführer 
durch seinen jetzigen Rechtsanwalt vertreten. Die Verletzung der Aktenführungspflicht 
führt somit nicht zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (vgl. BGE 115 Ia 97 
E. 4d und 5b). Es besteht auch kein Grund, diesem Umstand im Kostenpunkt 
Rechnung zu tragen.

3.9 Kann die Streitsache auf der Grundlage der vorhandenen amtlichen Akten 
beurteilt werden, war die BVE auch nicht verpflichtet, den Beweisanträgen des 
Beschwerdeführers stattzugeben und zusätzliche Dokumente – soweit überhaupt 
vorhanden – einzuholen. Sie konnte auch darauf verzichten, einen Augenschein und 
eine Parteibefragung durchzuführen. Das Gleiche gilt für das Verwaltungsgericht. Die 
erneut gestellten Beweisanträge sowie der Antrag auf Zeugeneinvernahmen werden 
abgewiesen.

4.

In der Sache ist zu klären, ob das Vorhaben die maximal zulässige AZ überschreitet, 
wie die Vorinstanzen angenommen haben.

4.1 Nach Art. 2 Abs. 1 des Baureglements der EG Wohlen vom 1. Dezember 2009 
gilt für die Wohnzone W1 eine AZ von 0,4. Die BVE ist zum Schluss gekommen, dass 
die als «Mehrzweckraum» bewilligte Aufbaute auf der Garage mit einer BGF von rund 
79 m2 bei der Berechnung der AZ zu berücksichtigen sei, könne der Raum doch 
objektiv betrachtet zum Wohnen benutzt werden. Da die AZ von 0,4 mit dem 
projektierten Wohngebäude des Beschwerdeführers gerade eingehalten sei (328,77 m2 
bei einer Grundstücksfläche von 822 m2), werde sie mit den zusätzlichen 79 m2 BGF 
des Mehrzweckraums klar überschritten. Von einer Überschreitung sei sodann auch 
auszugehen, wenn man die Aufbaute bei der Berechnung der AZ unberücksichtigt 
lassen würde. Im Untergeschoss des Neubauprojekts sei ein Wellnessraum 
vorgesehen (grosser Raum «Waschen»), der dem Wohnen diene und dessen BGF 
entgegen der vom Beschwerdeführer vorgelegten Berechnung vollständig 

anzurechnen sei. Im Übrigen müsste nach Ansicht der BVE wohl die BGF weiterer 
Räume ebenfalls angerechnet werden, was angesichts der bereits festgestellten Über-
schreitung der AZ jedoch nicht näher geprüft werden müsse (angefochtener Entscheid, 
E. 3 [richtig: E. 4] S. 12 ff.). – Der Beschwerdeführer weist demgegenüber darauf hin, 
dass die Aufbaute auf der Garage seinerzeit ausdrücklich nur als «Keller-/Lagerraum» 
bewilligt worden und in der Steuererklärung als solcher deklariert worden sei. Er dürfe 
weder beheizt werden noch gewerblichen Zwecken dienen oder bewohnt werden. Ent-
gegen der Auffassung der BVE sei der Raum nicht als Wohn- oder Arbeitsraum 
verwendbar (Beschwerde, S. 15 Rz. 41).

4.2 Nach aArt. 93 Abs. 2 Bst. a BauV sind zu Wohnungen gehörende Keller- und 
Dachräume nur dann nicht an die BGF anzurechnen, wenn sie nicht als Wohn- oder 
Arbeitsräume (Art. 63 BauV) verwendbar sind. Nach ständiger Rechtsprechung des 
Verwaltungsgerichts ist dabei nicht massgebend, ob der Raum rechtmässig, d.h. unter 
Einhaltung sämtlicher gesundheitspolizeilicher und wohnhygienischer Vorschriften, als 
Wohnraum genutzt werden darf, sondern ob er zum Wohnen dienen kann. Kriterium ist 
also die objektive, tatsächliche Verwendbarkeit, wie die BVE richtig erkannt hat (VGE 
22801 vom 6.9.2007, E. 5.6.2, 21762 vom 22.3.2004, E. 3.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., 
Art. 13 N. 8 Bst. a/bb). Kriterien für die Verwendbarkeit zum Wohnen oder Arbeiten 
bilden etwa das Mass der Belichtung durch Fenster, die Isolation, die Raumhöhe, die 
Erschliessung (Zugang, Heizung, Frisch- und Abwasser) sowie die innere 
Ausgestaltung der Räume. Dabei sind nicht alle Elemente gleich wichtig; vielmehr ist 
eine gesamthafte Würdigung vorzunehmen. Anzurechnen ist auch die BGF von 
Räumen, die mit geringem Aufwand in einen für das Wohnen oder Arbeiten verwend-
baren Raum umgewandelt werden können (VGE 18253/18255 vom 19.8.1991, E. 2b).

4.3 Nach diesen Grundsätzen ist nicht entscheidend, dass der Raum auf der 
Garage ursprünglich als «Keller-/Lagerraum» bewilligt worden ist (vgl. Vorakten 3I); 
auch die Angaben in der Steuererklärung sind nicht massgebend. Abgesehen davon ist 
der Hinweis auf die ursprüngliche Bewilligung insofern überholt, als dem 
Beschwerdeführer am 9. März 2006 eine Erhöhung der Aufbaute bewilligt wurde. In 
diesem Verfahren hat er den Raum nach dem damaligen Baugesuch vom 
22. Dezember 2005 selber als «Mehrzweckraum (Keller)» bezeichnet. So wurde das 
Vorhaben auch publiziert («Erstellen Mehrzweckraum über Garage») und gemäss dem 
zugehörigen Projektplan bewilligt («Mehrzweckraum neu»; Vorakten 3L1). Der 
Beschwerdeführer verhält sich daher widersprüchlich, wenn er einerseits selber von 
einer Nutzung der Aufbaute als Mehrzweckraum spricht, andererseits aber ausführt, er 
habe nie an einen anderen Verwendungszweck als an die Lagerung von Material 
gedacht (Stellungnahme vom 23.2.2010 an die Gemeinde; Vorakten 3I). Massgebend 
ist nach dem vorstehend Gesagten ohnehin nur, wie der Raum objektiv verwendbar ist. 
Selbst wenn zutreffen sollte, dass die Aufbaute weder gedämmt bzw. isoliert ist noch 

über eine Wasserzuleitung und sanitäre Anlagen verfügt (Stellungnahme des 
Beschwerdeführers vom 23.2.2010 an die Gemeinde; Vorakten 3I), ist eine Nutzung 
als Wohnraum möglich. Ins Gewicht fällt hier vor allem, dass der Raum mit einer 
Fläche von über 70 m2 und einer Höhe von über 3 m relativ gross ist. Die 
eingeschossige Aufbaute hat ein Flachdach und ist grosszügig befenstert (ein Fenster 
mit einer Fläche von 1,25x5,12 m, zwei Fenster mit einer Fläche von je 1,25x3,84 m; 
Vorakten 3I); auf die Gründe, die zu dieser Befensterung geführt haben (Beschwerde, 
S. 15 Rz. 42), kommt es mit Blick auf das Kriterium der tatsächlichen Verwendbarkeit 
nicht an. Der Raum kann auch ohne Isolation und ohne sanitäre Einrichtungen für 
(erweiterte) Wohnzwecke benützt werden bzw. lässt sich mit geringem Aufwand 
entsprechend herrichten. So wäre beispielsweise eine Einrichtung als Bastel- oder 
Hobbyraum denkbar. Dass ein solcher Raum nicht dauernd, sondern nur zeitweise 
benützt wird, schliesst die Anrechenbarkeit der darauf entfallenden BGF nicht aus (vgl. 
BVR 1987 S. 356 E. 7b; VGE 21039 vom 29.4.2002, E. 5a und b/aa).

4.4 Der BVE ist somit zu folgen, dass die rund 79 m2 BGF des Mehrzweckraums 
über der Garage als anrechenbare BGF gelten. Gegen die Anrechenbarkeit des 
Raums «Waschen» im Untergeschoss des projektierten Neubaus bringt der 
Beschwerdeführer im Übrigen nichts vor; dass er die Planung in diesem Punkt nach 
«Rück- bzw. Absprachen» mit einem Vertreter des Amt für Gemeinden und 
Raumordnung des Kantons Bern (AGR) offenbar eng mit der Gemeinde erarbeitet hat 
(Beschwerde, S. 16 Rz. 43), vermag die einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz zur 
Anrechenbarkeit der BGF auch dieses Raums nicht in Frage zu stellen.

4.5 Nicht näher einzugehen ist auf die Ausführungen des Beschwerdeführers, mit 
denen er pauschal die BGF-Berechnungen der BVE anzweifelt (Beschwerde, S. 16 
Rz. 44). Das Verwaltungsgericht hat den Sachverhalt zwar von Amtes wegen 
festzustellen (Art. 18 Abs. 1 VRPG; vorne E. 3.1). Es ist im Rahmen der 
Rechtskontrolle aber nicht seine Aufgabe, selber nach möglichen Rechtsfehlern in 
diesem Zusammenhang zu suchen. Vielmehr obliegt es dem Beschwerdeführer 
aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig 
festgestellt haben soll (sog. Substanziierungslast). Das gilt umso mehr, als die AZ im 
Baugesuch zu bezeichnen ist, wenn sie in den baurechtlichen Vorschriften beschränkt 
ist; ebenso ist die Berechnung in nachprüfbarer Form beizulegen (Art. 11 Abs. 1 Bst. l 
BewD). Für diese Angaben ist der Beschwerdeführer als Bauherr verantwortlich; 
insofern trifft ihn eine Mitwirkungspflicht bei der Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts (Art. 20 Abs. 1 VRPG). Es genügt auch nicht, weitere Beweismittel wie 
Partei- und Zeugenbefragungen anzubieten, damit das Gericht den Sachverhalt weiter 
ermittelt. Der Nachweis, dass die AZ eingehalten ist, kann vielmehr ohne weiteres mit 
schriftlichen Eingaben erbracht werden (vgl. auch BVR 2014 S. 197 E. 3.1; 
weiterführend zum Ganzen Markus Berger, Sachverhaltsermittlung im ursprünglichen 

Verwaltungsverfahren und im Verwaltungsprozess, in BVR 2014 S. 550 ff., insb. 
S. 564 ff.).

4.6 Das Bauvorhaben hält somit die in der Wohnzone W1 maximal zulässige AZ 
nicht ein.

5.

Der Beschwerdeführer stellt sich schliesslich auf den Standpunkt, die Baubewilligung 
sei ihm aus Gründen des Vertrauensschutzes zu erteilen.

5.1 Der verfassungsmässige Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV und 
Art. 11 Abs. 2 KV) verleiht in der Form des Vertrauensschutzes einen Anspruch auf 
Schutz berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, 
bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten, sofern sich dieses auf eine konkrete, 
die betreffende Bürgerin oder den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit 
bezieht (BGE 132 II 240 E. 3.2.2; BVR 2014 S. 130 E. 3.2). Neben dem behördlichen 
Verhalten als Vertrauensgrundlage setzt der Anspruch auch eine Vertrauensbetätigung 
voraus: In der Regel kann Vertrauensschutz nur geltend machen, wer gestützt auf sein 
Vertrauen eine Disposition getätigt hat, die ohne Nachteil nicht wieder rückgängig 
gemacht werden kann. Zwischen Vertrauen und Disposition muss zudem ein 
Kausalzusammenhang gegeben sein. Selbst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, 
bleibt eine Interessenabwägung im Einzelfall vorbehalten (zum Ganzen BVR 2015 
S. 15 E. 4.1; BGE 137 II 182 E. 3.6.2).

5.2 Der Beschwerdeführer stützt sich für den geltend gemachten Anspruch in erster 
Linie auf ein Schreiben der Gemeinde vom 30. März 2010. Auf sein Ersuchen vom 
23. Februar 2010, im Hinblick auf den Abbruch und den Neubau des Einfamilienhauses 
die Anrechenbarkeit der BGF des «bestehenden Lagerraumes» zu klären, teilte ihm 
das Departement Bau und Planung Folgendes mit (Vorakten 3B bzw. 3H):

«Wir nehmen Bezug auf Ihr Schreiben vom 23.02.2010 in obgenannter Angelegenheit 
[Mehrzweckraum über Garage, anrechenbare BGF]. Sie ersuchen darum, den im 
Jahre 2005 erstellten Mehrzweckraum über den Garagen nicht der BGF-pflichtigen 
Ausnützungsziffer AZ anzurechnen, da der Raum bezüglich dem Ausbaustandard 
und der fehlenden Wasserzuleitung den diesbezüglichen Anforderungen nicht ent-
spricht.

Die Departementskommission Bau hat Ihr Gesuch an ihrer Sitzung vom 23.03.2010 
ein erstes Mal in Kenntnis der von Ihnen mitgelieferten Beilagen behandelt. In 
Würdigung der Vorgeschichte und der damaligen Verhandlungsergebnisse wurde 
beschlossen, den Mehrzweckraum nicht der AZ-pflichtigen Bruttogeschossfläche 
anzurechnen.

Sie können demzufolge ihre Überlegungen und Studien für ein allfälliges 
Neubauprojekt eines Wohnhauses ohne diese Fläche weiterverfolgen. […].»

In der Folge fanden mehrere Besprechungen zwischen dem Beschwerdeführer bzw. 
der Projektverfasserin und Vertretern der Gemeinde sowie weitere Abklärungen statt. 
Der Beschwerdeführer unterbreitete der Gemeinde mit einer Voranfrage ein Vorprojekt, 
um die Vereinbarkeit des Vorhabens mit der neuen baurechtlichen Grundordnung zu 
klären. Mit E-Mail vom 16. Juni 2010 liess der damalige Leiter der Abteilung Bau und 
Planung der Gemeinde den Beschwerdeführer wissen, dass die Voranfrage am Vor-
abend grundsätzlich im positiven Sinn behandelt worden sei, und stellte eine 
schriftliche Stellungnahme in Aussicht. Darin führte das Departement Bau und Planung 
am 29. Juni 2010 Folgendes aus (Vorakten 3B bzw. 3H):

«Inzwischen hat sich die Departementskommission Bau als zuständige Bau-
bewilligungsbehörde mit der Voranfrage befasst und diese an ihrer Sitzung vom 
15.06.2010 behandelt. Es wurde dabei festgestellt, dass das aufgezeigte 
Neubauvorhaben bezüglich Art und Mass der Nutzung sowie den baupolizeilichen 
Vorgaben den Bestimmungen des neuen Gemeindebaureglements grundsätzlich 
entspricht.

Ein Neubauvorhaben, wie es in den eingereichten Unterlagen aufgezeigt wird, 
erscheint als möglich, wird allerdings im bestehenden Quartier neue Massstäbe 
setzen.

In die weitere Projektierung mit einzubeziehen und in den Plänen aufzuzeigen bzw. 
auf geeignete Art zu visualisieren sind der bestehende Garagentrakt auf Ihrem 
Grundstück sowie die angrenzenden benachbarten Bebauungen, damit so die 
diesbezüglichen Bezüge zum Neubauvorhaben beurteilt werden können. Nur so ist 
auch eine umfassende Beurteilung bezüglich Einordnung und Gestaltung möglich.

Gerne erwarten wir zu gegebener Zeit ein Baugesuch mit den erforderlichen 
Unterlagen und stehen für weitere Fragen oder Auskünfte zur Verfügung.»

Nach Ansicht des Beschwerdeführers hat das zuständige Gemeindeorgan ihm damit 
gestützt auf ein konkret unterbreitetes Bauvorhaben eine unmissverständliche, 
verbindliche und vorbehaltlose Auskunft erteilt; diese Auskunft sei weder unrichtig noch 
offensichtlich falsch gewesen. Da sämtliche Voraussetzungen für den 
Vertrauensschutz erfüllt seien, sei die Gemeinde auf der Zusicherung zu behaften 
(Beschwerde, S. 7 f. Rz. 15 ff.).

5.3 Wie bereits die BVE einlässlich dargelegt hat (angefochtener Entscheid, E. 2d 
S. 6 f.), kann sich der Beschwerdeführer nicht erfolgreich auf eine Vertrauensgrundlage 
berufen. Kommt es im Vorfeld eines Baubewilligungsverfahrens zu einer Voranfrage, 
bindet die erteilte Auskunft die Behörde im nachfolgenden Verfahren grundsätzlich 
nicht. Die Auskunft entfaltet nach ständiger Rechtsprechung keine Rechtswirkungen für 
das Baubewilligungsverfahren (BVR 2007 S. 164 E. 4.2 mit Hinweis auf JGK 
18.7.2001, in BVR 2002 S. 59 E. 4b); insbesondere vermag sie hinsichtlich der 
Erteilung einer Baubewilligung keine Vertrauensposition zu schaffen (BVR 2009 S. 87 
E. 4.4.3; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Vorbemerkungen zu den Art. 32-44 N. 5). Im Schreiben 
vom 29. Juni 2010 hat die Gemeinde denn auch ausgeführt, sie erwarte zu 
«gegebener Zeit ein Baugesuch mit den erforderlichen Unterlagen». Daraus geht klar 
hervor, dass die Gemeinde lediglich eine Rechtsauskunft für ein Neubauprojekt 
gegeben hat, sich die Prüfung des erst noch einzureichenden Gesuchs im 

Baubewilligungsverfahren aber vorbehalten hat. Inwiefern unter diesen Umständen 
eine für das Baubewilligungsverfahren bindende Zusicherung vorliegen soll, ist nicht 
erkennbar.

5.4 Andere Grundlagen, die als Zusicherung der Gemeinde verstanden werden 
könnten, sind nicht ersichtlich. Solches wird vom Beschwerdeführer auch nicht 
behauptet, insbesondere auch nicht mit Bezug auf Dokumente, die nicht in den 
amtlichen Akten vorhanden sind. Hinzu kommt, dass eine Auskunft oder Zusicherung 
der Gemeinde den nicht einbezogenen einsprache- und beschwerdeberechtigten 
Dritten, die sich gegen die Erteilung einer Baubewilligung zur Wehr setzen, ohnehin 
nicht entgegengehalten werden kann. Die Einsprecherinnen und Einsprecher, die 
ausdrücklich den Einbezug des Mehrzweckraums bei der Beurteilung des 
Neubauprojekts verlangt hatten (vgl. Vorakten 3C), müssen die mit dem Verhalten der 
Gemeinde geschaffene Lage nicht hinnehmen (BGE 117 Ia 285 E. 3e; BVR 1986 S. 74 
E. 5; VGE 2013/148 vom 25.6.2014, E.3.5, 2010/430 vom 29.3.2012, E. 6.2 [Regeste 
mit Bemerkungen publ. in ZBl 2012 S. 378]). Auch darauf hat die BVE richtigerweise 
hingewiesen (angefochtener Entscheid, E. 3d S. 6). Bei diesem Ergebnis erübrigt es 
sich, auf die weiteren Voraussetzungen für den Schutz berechtigten Vertrauens in 
behördliches Verhalten einzugehen.

5.5 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer schliesslich aus 
weiteren Teilgehalten, die sich aus dem Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 9 
BV und Art. 11 Abs. 2 KV ergeben, namentlich aus dem Verbot widersprüchlichen 
Verhaltens (Beschwerde, S. 8 Rz. 19). Wohl hat die Gemeinde im 
Baubewilligungsverfahren eine andere Haltung zur Anrechenbarkeit der BGF des 
Mehrzweckraums eingenommen als in der Auskunft, die sie im Rahmen der 
Voranfrage gegeben hat. Diese Meinungsänderung beruht indes auf sachlichen 
Gründen (vgl. auch vorne E. 4). Ein unzulässiges widersprüchliches Verhalten der 
Behörde liegt damit nicht vor (vgl. statt aller Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 22 N. 21 f.; ferner die Ausführungen der BVE im 
angefochtenen Entscheid, E. 2e S. 7).

5.6 Auch der Vertrauensschutz vermittelt dem Beschwerdeführer somit keinen 
Anspruch auf die Bewilligung seines Vorhabens.

6.

Zusammenfassend beruht der angefochtene Entscheid weder auf einem unvollständig 
oder unrichtig festgestellten Sachverhalt noch auf einer anderen Rechtsverletzung. Er 
hält somit der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich in allen Teilen als 
unbegründet und ist abzuweisen.

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerschaft 1
- der Beschwerdegegnerschaft 2
- dem Beschwerdegegner 3
- der Beschwerdegegnerin 4
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.