# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f23d331c-d986-54bf-a03e-843810f6f0ce
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-25
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 25.04.2024 SK 2021 314
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2021-314_2024-04-25.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Beschluss
SK 21 314

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 28. Oktober 2024 

Besetzung Obergerichtssuppleantin Lustenberger (Präsidentin i.V.)
Oberrichter Gerber, Oberrichter Zbinden
Gerichtsschreiberin Corvi

Verfahrensbeteiligte ✝A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
 

Anschlussberufungsführerin

und

C.________

Straf- und Zivilkläger 3

und

D.________
v.d. Rechtsanwalt E.________

Straf- und Zivilkläger 4

und 

F.________

2

a.v.d. Rechtsanwältin G.________

Straf- und Zivilklägerin 5

Gegenstand qualifizierte Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, qualifizierte Frei-
heitsberaubung etc.

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Emmental-
Oberaargau (Kollegialgericht) vom 11. Dezember 2020 (PEN 20 
84)

3

Erwägungen:

I. Prozessgeschichte

1. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau (Kollegialgericht) fällte am 11. Dezember 
2020 gegen ✝A.________ folgendes Urteil (pag. 1300 ff.): 

I.

Das Strafverfahren gegen A.________ wegen

1. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich begangen zwischen Februar 
2017 und 06.11.2017 in J.________ und anderswo;

2. Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, angeblich mehrfach begangen zwischen ca. Juni 
2017 und 06.11.2017 in J.________, K.________ und L.________ und evtl. anderswo durch

2.1 nicht sorgfältiges Aufbewahren einer Feuerwaffe;

2.2. Nichtmitführen einer Waffentragbewilligung beim Transport einer Feuerwaffe;

2.3. Transport einer Feuerwaffe ohne Trennung von Waffe und Munition;

3. Sachbeschädigung, angeblich begangen in der Zeit vom 25.10.2017 bis 26.10.2017 in L.________ 
und J.________, z.N. F.________;

wird eingestellt.

II.

A.________ wird freigesprochen:

1. von der Anschuldigung der Sachentziehung, angeblich begangen in der Zeit vom 25.10.2017 bis 
26.10.2017 in L.________ und J.________ z.N. F.________;

2. von der Anschuldigung der Gefährdung des Lebens, angeblich begangen am 28./29.10.2017 in 
J.________ z.N. F.________ durch Halten einer geladenen Pistole an deren Kopf;

3. von der Anschuldigung der Drohung, angeblich begangen am 28./29.10.2017 z.N. F.________ 
durch Aussage, diese töten zu müssen, wenn alles vorbei sei;

unter Auferlegung von 1/10 der Verfahrenskosten, ausmachend CHF 6'520.10, an den Kanton Bern, 
unter Berücksichtigung der Einstellungen gem. Ziff. I. hiervor.

III.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. des Angriffs, begangen am 29.10.2016 zwischen ca. 21:15 Uhr und 21:45 Uhr in M.________ im 
bzw. beim Lokal «N.________» z.N. D.________, H.________, I.________ sowie C.________;

2. der Nötigung, begangen am 29.10.2016 zwischen ca. 21:15 Uhr und 21:45 Uhr in M.________ im 
bzw. beim Lokal «N.________» z.N. D.________, H.________, I.________, C.________ sowie 
O.________;

4

3. der Sachentziehung, begangen am 29.10.2016 zwischen ca. 21:15 Uhr und 21:45 Uhr in 
M.________ im bzw. beim Lokal «N.________» z.N. D.________, H.________, I.________ sowie 
C.________;

4. der Vergewaltigung, qualifiziert begangen zwischen 28.10.2017, ca. 17:00 Uhr, und 29.10.2017, 
ca. 16:00 Uhr, in J.________ z.N. F.________;

5. der sexuellen Nötigung, begangen zwischen 03.11.2017, ca. 20:30 Uhr, und 05.11.2017, ca. 10:15 
Uhr, in J.________ z.N. F.________;

6. der Freiheitsberaubung, mehrfach qualifiziert begangen in J.________ z.N. F.________, im Ein-
zelnen wie folgt:

6.1. vom 28.10.2017, ca. 17:00 Uhr, bis zum 29.10.2017, ca. 17:00 Uhr;

6.2. vom 03.11.2017, ca. 20:30 Uhr, bis zum 05.11.2017, ca. 10:15 Uhr;

7. der Nötigung, mehrfach begangen in J.________ z.N. F.________, indem er diese unter Gewalt-
androhung dazu brachte, Whatsapp-Nachrichten zu verfassen, welche bestätigen sollten, dass sie 
mit allem einverstanden sei, im Einzelnen wie folgt:

7.1. am 28.10.2017, um ca. 22:20 Uhr und ca. 22:50 Uhr;

7.2. am 29.10.2017, um ca. 11:33 Uhr;

8. der Nötigung, mehrfach versucht begangen an unbekannten Orten, eventualiter in L.________ 
und J.________ z.N. F.________, im Einzelnen wie folgt:

8.1. am 26.10.2017, um 01:10 Uhr;

8.2. am 05.11.2017, um 10:13 Uhr;

9. der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte, begangen in der Zeit 
vom 25.10.2017 bis 26.10.2017 in L.________ und J.________, z.N. F.________;

10. der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, begangen zwischen ca. Juni 2017 und 06.11.2017 
in J.________, K.________, L.________ und evtl. anderswo durch Besitz eines als Taschenlampe 
getarnten Elektroschockgeräts;

11. der Gewaltdarstellungen, begangen in der Zeit von ca. 13.02.2016 bis 06.11.2017 in J.________ 
und evtl. anderswo durch Besitz von ca. 43 verbotenen Erzeugnissen;

12. der Pornografie, begangen in der Zeit von ca. 13.02.2016 bis 06.11.2017 in J.________ und evtl. 
anderswo durch Besitz zum Eigenkonsum von ca. 15 verbotenen Erzeugnissen;

und in Anwendung der

Art. 22 Abs. 1, 34, 40, 42 Abs. 1, 44, 47, 48a, 49 Abs. 1, 51, 56, 57, 63, 134, 135 Abs. 1bis, 141, 179quater, 
181, 183, 184, 189 Abs. 1, 190 Abs. 1 und 3, 197 Abs. 5 aStGB;
Art. 4 Abs. 1 lit. e, 5 Abs. 1 lit. e und f, 12, 33 Abs. 1 lit. a aWG;
Art. 426 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und 3 Monaten.

Die Untersuchungshaft (84 Tage) sowie die Ersatzmassnahmen vom 23.12.2017 bis 04.05.2019 
werden im Umfang von gesamthaft 134 Tagen auf die Freiheitsstrafe angerechnet.

5

Es wird eine vollzugsbegleitende ambulante Behandlung nach Art. 63 StGB angeordnet.

2. Zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu CHF 70.00, ausmachend CHF 1'750.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.

3. Zu 9/10 der Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 41'650.00 und 
Auslagen von CHF 23'551.00, insgesamt bestimmt auf CHF 65'201.00 (exkl. Kosten für die amtliche 
Verteidigung), 9/10 ausmachend CHF 58'680.90.

Kosten der Untersuchung CHF 21’250.00
Kosten ZMG CHF 2’400.00
Kosten des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 18’000.00
Total CHF 41’650.00

Auslagen der Untersuchung CHF 20’459.00
Auslagen des Gerichts 1’092.00
Kosten der Staatsanwaltschaft CHF 2’000.00
Total CHF 23’551.00

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

IV.

1. Die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche Verteidigung von A.________ 
durch Rechtsanwalt B.________ werden wie folgt bestimmt:

Leistungen bis 31.12.2017
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 52.03 200.00 CHF 10’406.00
Reisezuschlag CHF 675.00

CHF 561.10
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 11’642.10 CHF 931.35
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 12’573.45

volles Honorar CHF 13’007.50
Reisezuschlag CHF 675.00

CHF 561.10
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 14’243.60 CHF 1’139.50
Total CHF 15’383.10

Differenz CHF 2’809.65

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

6

Leistungen ab 01.01.2018
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 117.38 200.00 CHF 23’476.00
Reisezuschlag CHF 600.00

CHF 773.80
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 24’849.80 CHF 1’913.45
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 26’763.25

volles Honorar CHF 29’345.00
Reisezuschlag CHF 600.00

CHF 773.80
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 30’718.80 CHF 2’365.35
Total CHF 33’084.15

Differenz CHF 6’320.90

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung von 
A.________ mit CHF 39'336.70. 

A.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen und 
Rechtsanwalt B.________ 9/10 der Differenz zum vollen Honorar, ausmachend CHF 9'130.55, zu 
erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

2. Die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die unentgeltliche Rechtsvertretung von 
F.________ durch Rechtsanwältin G.________ wurde mit Verfügung vom 28.10.2019 bzw. wird wie 
folgt bestimmt:

Leistungen bis 31.12.2017
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 17.67 200.00 CHF 3’534.00
Reisezuschlag CHF 225.00

CHF 261.80
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 4’020.80 CHF 321.65
Total, vom Kanton Bern ausgerichtet CHF 4’342.45

volles Honorar CHF 4’417.50
Reisezuschlag CHF 225.00

CHF 261.80
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 4’904.30 CHF 392.35
Total CHF 5’296.65

Differenz CHF 954.20

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

7

Leistungen ab 01.01.2018 bis 31.07.2019
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 17.92 200.00 CHF 3’584.00
Reisezuschlag CHF 75.00

CHF 622.50
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 4’281.50 CHF 329.70
Total, vom Kanton Bern ausgerichtet CHF 4’611.20

volles Honorar CHF 4’480.00
Reisezuschlag CHF 75.00

CHF 622.50
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 5’177.50 CHF 398.65
Total CHF 5’576.15

Differenz CHF 964.95

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

Leistungen ab 01.08.2019
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 71.00 200.00 CHF 14’200.00
Reisezuschlag CHF 450.00

CHF 955.60
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 15’605.60 CHF 1’201.65
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 16’807.25

volles Honorar CHF 17’750.00
Reisezuschlag CHF 450.00

CHF 955.60
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 19’155.60 CHF 1’475.00
Total CHF 20’630.60

Differenz CHF 3’823.35

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwältin G.________ für die unentgeltliche Rechtsvertretung 
von F.________ mit CHF 16'807.25 (CHF 25'760.90 abzgl. Vorschusszahlung in Höhe von 
CHF 8'953.65 gem. Verfügung vom 28.10.2019). 

A.________ hat dem Kanton Bern 9/10 der amtlichen Entschädigungen für die unentgeltliche 
Rechtsvertretung von F.________, ausmachend CHF 15'126.55, zurückzuzahlen (Art. 138 Abs. 2 
i.V.m. Art. 426 Abs. 4 StPO) und Rechtsanwältin G.________ 9/10 der Differenz zwischen der amt-
lichen Entschädigung und dem vollen Honorar, ausmachend CHF 5'168.25, zu erstatten, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 433 Abs. 1 StPO).

V.

Betreffend Zivilpunkt wird in Anwendung von Art. 41 und 47 sowie 49 OR, Art. 126 und 433 Abs. 1 lit. a 
StPO erkannt:

1. Die Zivilklage des Straf- und Zivilklägers D.________ wird betreffend Schadenersatz dem Grund-
satz nach gutgeheissen und für die vollständige Beurteilung der Forderung auf den Zivilweg ver-
wiesen.

2. A.________ wird verurteilt:

2.1 zur Bezahlung von CHF 60'000.00 Genugtuung zuzüglich 5% Zins seit 29.10.2016 an den 
Straf- und Zivilkläger D.________;

8

2.2 zur Bezahlung einer Parteientschädigung von CHF 26'808.00 an den Straf- und Zivilkläger 
D.________.

3. A.________ wird verurteilt:

3.1 zur Bezahlung von CHF 1'850.35 Schadenersatz zuzüglich 5% Zins seit dem 15.02.2018 an 
die Straf- und Zivilklägerin F.________, unter Vorbehalt der Nachklage gemäss Art. 46 Abs. 2 
OR. 

Soweit weitergehend (Schadenspauschale von CHF 500.00 und Kosten Ersatzbeschaffung 
Handy CHF 289.00, nebst Zins 5% seit 15.02.2018) wird die Zivilklage der Straf- und Zivilklä-
gerin F.________ betreffend Schadenersatz auf den Zivilweg verwiesen.

3.2 zur Bezahlung von CHF 35'000.00 Genugtuung zuzüglich 5% Zins seit 28.10.2017 an die 
Straf- und Zivilklägerin F.________.

4. A.________ wird verurteilt zur Bezahlung von CHF 300.00 Schadenersatz an den Straf- und Zivil-
kläger H.________.

5. A.________ wird verurteilt zur Bezahlung von CHF 300.00 Schadenersatz an den Straf- und Zivil-
kläger I.________.

6. A.________ wird verurteilt zur Bezahlung von CHF 300.00 Schadenersatz an den Straf- und Zivil-
kläger C.________.

7. Die Zivilklage von O.________ wird zufolge Rückzugs als erledigt abgeschrieben.

8. Für die Behandlung der Zivilklagen werden keine Kosten ausgeschieden.

VI.

Weiter wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass O.________ seine Straf- und Zivilklage sowie den Strafantrag vom 
13.12.2016 mündlich zu Protokoll zurückgezogen hat und deshalb nicht länger als Partei am Verfah-
ren partizipiert.

2. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung der erstellten DNA-Profile (PCN-
Nr. ________ und ________) nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 16 Abs. 4 i.V.m. Art. 17 
Abs. 1 DNA-ProfilG).

3. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der erhobe-
nen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 
Abs. 4 i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher 
Daten).

4. Die beschlagnahmten Drogen und Drogenutensilien (Ass.-Nr. 03.06, Ass.-Nr. 0307, Ass.-Nr. 03.08) 
werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB).

5. Die beschlagnahmten Waffen: 

- Pistole Glock 19, ________ (Ass.-Nr. 01.03);

- Revolver ________ (ohne Ass.-Nr.);

- Elektro-Schocker 50'000 W, als Taschenlampe getarnt (Ass.-Nr. 01.13);

9

werden zuhanden der Kantonspolizei, Fachbereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, zur Vernich-
tung eingezogen (Art. 69 StGB).

6. Folgende Gegenstände werden, soweit nicht bereits erfolgt, als Beweismittel bei den amtlichen Ak-
ten belassen und in den Hauptakten abgelegt:

- zerrissenes Foto F.________ (Ass.-Nr. 03.04);

- Vorladung Kapo vom 20.01.2017 (Ass.-Nr. 11), bereits in Faszikel «________»;

- Waffenerwerbsschein Nr. ________ sowie Werbeunterlagen bzw. Manuale betreffend Waffen 
gem. Ziff. 5 hiervor aus dem Ordner gelb mit Waffenunterlagen.

7. Folgende Gegenstände werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69, 135 Abs. 2, Art. 197 Abs. 6 
aStGB):

- 1 Ordner gelb mit Waffenunterlagen (mit Ausnahme der Unterlagen gem. Ziff. 6 hiervor);

- 1 DVD (Ass.-Nr. 18);

- 1 Handlaser (Ass.-Nr. 03.10);

- 2 ausgebaute Festplatten (1 Festplatte ________ und 1 Festplatte ________) aus PC ________ 
(Ass.-Nr. 03.12);

- 1 ausgebaute Festplatte ________ aus Notebook ________ (Ass.-Nr. 01.02);

- Papiersack mit Bondagematerial (Ass.-Nr. 03.13);

- 1 Natel Apple iPhone, IMEI ________ (Ass.-Nr. 01.08);

- 1 T-Shirt mit Blutanhaftungen (Ass.-Nr. 01.12, bei der Regionalfahndung P.________);

- 1 Unterhose (bei der Regionalfahndung P.________);

- 1 Unterleibchen (bei der Regionalfahndung P.________).

8. Die beschlagnahmten Bargeldbeträge von CHF 170.00 (bei Ass.-Nr. 03.06) und CHF 20.00 (bei 
Ass.-Nr. 03.07) werden an die Verfahrenskosten angerechnet (Art. 267 Abs. 3 i.V.m. Art. 268 Abs. 1 
lit. a StPO).

2. Gegen dieses Urteil meldete ✝A.________ mit Eingabe vom 17. Dezember 2020 frist-
gerecht Berufung an (pag. 1330/1). In der Berufungserklärung vom 4. August 2021 er-
klärte er mit Ausnahme der Einstellung des Strafverfahrens wegen Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz und wegen Sachbeschädi-
gung, der Freisprüche von den Vorwürfen der Sachentziehung und Drohung, der 
Schuldsprüche wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz, Gewaltdarstellungen 
und Pornografie, der Abschreibung der Zivilklage von O.________ zufolge Rückzugs, 
der Verfügungen betreffend Einziehung der beschlagnahmten Gegenstände zur Ver-
nichtung, der Belassung von Gegenständen als Beweismittel bei den Akten sowie der 
Anrechnung der beschlagnahmten Bargeldbeträge im Umfang von CHF 170.00 an die 
Verfahrenskosten die Anfechtung des erstinstanzlichen Urteils (pag. 1501 f.). 

Die Generalstaatsanwaltschaft schloss sich mit Schreiben vom 30. August 2021 der 
Berufung des Beschuldigten an. Sie beschränkte ihre Anschlussberufung auf den 
Freispruch von der Anschuldigung der Gefährdung des Lebens, den Schuldspruch 

10

wegen sexueller Nötigung und mehrfacher qualifizierter Nötigung sowie die Sanktion 
(pag. 1561 ff.).

Die Berufungsverhandlung vor der 1. Strafkammer des Obergerichts des Kantons 
Bern fand vom 22. bis am 25. April 2024 statt (pag. 2192 ff.).

3. Die Kammer stellte in ihrem Urteil vom 25. April 2024 vorab die Rechtskraft des 
erstinstanzlichen Urteils hinsichtlich der unangefochten gebliebenen Punkte fest. In 
teilweiser Abweichung zum Urteil der ersten Instanz erklärte sie ✝A.________ der 
qualifizierten Vergewaltigung, der qualifizierten sexuellen Nötigung, der mehrfachen 
qualifizierten Freiheitsberaubung, des Angriffs, der mehrfachen Nötigung, der mehrfa-
chen versuchten Nötigung, der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch 
Aufnahmegeräte sowie der Sachentziehung schuldig. In Anwendung der einschlägi-
gen Gesetzesbestimmungen sowie unter Berücksichtigung der bereits rechtskräftigen 
Schuldsprüche verurteilte die Kammer ✝A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 
10 Jahren, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft und der 
Ersatzmassnahmen von total 134 Tagen, und zu einer bedingt vollziehbaren 
Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu CHF 60.00, ausmachend CHF 1'500.00. Im 
Kosten- und Zivilpunkt sowie hinsichtlich der weiteren Verfügungen wurde das 
erstinstanzliche Urteil (soweit nicht bereits rechtskräftig) bestätigt, mit Ausnahme der 
Abschreibung der Zivilklagen von H.________ und I.________ infolge Rückzugs im 
oberinstanzlichen Verfahren. Zusätzlich wurde ✝A.________ zur Bezahlung der 
oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. die Kosten für die amtliche Verteidigung 
sowie die unentgeltliche bzw. private Rechtsvertretung der Privatklägerin F.________ 
bzw. des Privatklägers D.________) verurteilt (vgl. das oberinstanzliche 
Urteilsdispositiv vom 25. April 2024, pag. 2318 ff.). Das Urteilsdispositiv wurde am 
1. Mai 2024 an die Parteien verschickt.

4. In der Folge wurden die schriftlichen Urteilserwägungen erstellt. Unmittelbar vor deren 
Ausfertigung erhielt die Kammer am 26. August 2024 davon Kenntnis, dass 
✝A.________ am 12. August 2024 verstorben sei. Mit Verfügung vom 27. August 
2024 wurden die Parteien unter Beilage einer E-Mailkorrespondenz zwischen der 
Gemeindeverwaltung K.________ sowie der Strafkanzlei des Obergerichts des 
Kantons Bern über den Tod von ✝A.________ informiert und Rechtsanwalt 
B.________ ersucht, dessen Todesurkunde einzureichen. Zudem wurde allen 
Parteien Gelegenheit gegeben, Anträge zum weiteren Vorgehen, insbesondere zu 
den Kostenfolgen, zu stellen (pag. 2349 ff.). 

5. Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Verteidiger des Verstorbenen reichte mit 
Eingabe vom 4. September 2024 den Todesschein über ✝A.________ ein und ver-
zichtete im Übrigen auf entsprechende Ausführungen zum weiteren Verfahren 
(pag. 2356 f.).

6. Die Generalstaatsanwaltschaft verzichtete mit Schreiben vom 10. September 2024 auf 
das Stellen von Anträgen zum weiteren Vorgehen. Im Sinne von zusätzlichen Be-
merkungen führte sie jedoch aus, gemäss Art. 437 Abs. 3 StPO würden Entscheide, 
gegen welche kein Rechtsmittel nach der StPO zulässig seien, mit deren Ausfällung 
rechtskräftig. Gegen das vorliegende Urteil der Kammer sei ausschliesslich ein 

11

Rechtsmittel nach Bundesgerichtsgesetz (BGG) und nicht nach der Schweizerischen 
Strafprozessordnung (StPO) zulässig, weshalb das Urteil im Berufungsverfahren mit 
dessen Ausfällung nach Art. 437 Abs. 2 StPO formell rechtskräftig werde. Die 30-
tägige Frist zur Einreichung einer Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht 
beginne alsdann mit Eröffnung des begründeten Urteils des Berufungsgerichts zu 
laufen. Hinsichtlich des Zivilpunkts seien namentlich gestützt auf Art. 81 Abs. 1 lit. b 
Ziff. 1 BGG die Erben der beschuldigten Person zur Beschwerde in Strafsachen 
legitimiert. Der Beschwerde in Strafsachen komme jedoch in diesem Punkt keine 
aufschiebende Wirkung zu (Art. 103 Abs. 2 lit. b BGG). Gestützt auf diese 
Ausführungen liege demnach unabhängig davon, ob nach Eröffnung der schriftlichen 
Urteilsbegründung namentlich die Erben von ✝A.________ beim Bundesgericht Be-
schwerde in Strafsachen führen würden, ein rechtskräftiges Urteil vor (pag. 2359 f.).

7. Nach einmalig erstreckter Frist teilte Rechtsanwältin G.________ namens der 
Privatklägerin F.________ mit, auf das Stellen von Anträgen zum weiteren Vorgehen 
zu verzichten und schloss sich im Übrigen den Bemerkungen der Generalstaats-
anwaltschaft vom 10. September 2024 betreffend Rechtskraft des oberinstanzlichen 
Urteils an (pag. 2371).

8. Die übrigen Parteien liessen sich nicht vernehmen.

II. Formelles

9. Prozessvoraussetzungen im Sinne von Art. 403 Abs. 1 lit. c StPO sind Bedingungen 
verfahrensrechtlicher Art, die erfüllt sein müssen, um ein Strafverfahren 
durchzuführen. Von ihrer Erfüllung hängt die Zulässigkeit der Einleitung und 
Durchführung eines Verfahrens ab. Ein Verfahrenshindernis schliesst aus, dass über 
einen Prozessgegenstand mit dem Ziel einer Sachentscheidung verhandelt werden 
darf. Mit dem Tod des Beschuldigten tritt ein solches Verfahrenshindernis ein (KELLER, 
in: Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, N 5 zu Art. 403). 

Die Verfahrensleitung prüft im Hauptverfahren, ob Verfahrenshindernisse bestehen 
(Art. 329 Abs. 1 lit. c StPO). Kann ein Urteil definitiv nicht ergehen, stellt das Gericht 
das Verfahren ein (Art. 329 Abs. 4 StPO). Mit der Einstellung des Verfahrens entfällt 
die Möglichkeit einer adhäsionsweisen Beurteilung der Zivilansprüche (Art. 126 Abs. 2 
lit. a StPO). Verfahrenshindernisse sind von den mit dem Fall befassten Strafbehör-
den in allen Verfahrensstadien vorweg und laufend sowie von Amtes wegen zu prü-
fen. Stellt die Berufungsinstanz ein Prozesshindernis fest, ergeht analog zu Art. 329 
Abs. 4 StPO eine Einstellung des Verfahrens (Urteil des Bundesgerichts 6B_277/2012 
vom 14. August 2012 E. 2.3; JOSITSCH/SCHMID, Praxiskommentar zur StPO, 4. Aufl. 
2023, N 9 zu Art. 403). Der Tod der beschuldigten Person während des kantonalen 
Verfahrens führt damit in analoger Anwendung von Art. 319 ff. StPO mittels Beschluss 
und mit Wirkungen nach Art. 320 Abs. 4 StPO zur Verfahrenseinstellung (vgl. Art. 319 
Abs. 1 lit. d und Art. 403 Abs. 1 lit. c StPO; Urteil des Bundesgerichts 6B_16/2012 
vom 15. Juli 2013 E. 1, JOSITSCH/SCHMID, a.a.O., N 16 zu Art. 329 und N 2 zu 
Art. 399). Das erstinstanzliche Urteil wird hinfällig. Zivilansprüche gelten mit der Ein-
stellung als auf den Zivilweg verwiesen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_277/2012 

12

vom 14. August 2012 E. 2.5; JOSITSCH/SCHMID, a.a.O., N 9 zu Art. 403; KELLER, 
a.a.O., N 8 zu Art. 403). 

10. Sowohl ✝A.________ als auch die Generalstaatsanwaltschaft haben das erstinstanzli-
che Urteil teilweise angefochten (vgl. Ziff. I.2. hiervor) und eine Überprüfung dieser 
Teile durch die Kammer als obere Instanz verlangt. Während die oberinstanzliche 
Verhandlung sowie die mündliche Urteilseröffnung bereits stattgefunden haben, war 
die Urteilsbegründung der Kammer im Zeitpunkt des Todes von ✝A.________ noch 
ausstehend. Das oberinstanzliche bzw. kantonale Verfahren war damit noch nicht ab-
geschlossen, mithin noch rechtshängig. Die Rechtskraft des Urteils der Kammer als 
Berufungsinstanz kann erst nachträglich und nur rückwirkend eintreten, sobald die 
Frist für eine Beschwerde an das Bundesgericht ungenutzt verstrichen ist. Eine solche 
hat vorliegend noch gar nicht zu laufen begonnen, weil die fristauslösende Urteilsbe-
gründung noch nicht an die Parteien verschickt wurde. Mit dem Hinschied von 
✝A.________ am 12. August 2024 besteht im vorliegenden rechtshängigen kantona-
len Verfahren ein (unheilbares) Prozesshindernis, was gestützt auf die bundesgericht-
liche Rechtsprechung zu einer Verfahrenseinstellung führt.

In Anlehnung an das Urteil des Obergerichts Schaffhausen 50/2014/3 vom 16. Juni 
2015 E.2 (publiziert in CAN 2015 Nr. 92 S. 254 f.) ist das erstinstanzliche Urteil hin-
sichtlich der unangefochten gebliebenen Teile in Rechtskraft erwachsen, nicht aber 
hinsichtlich der von ✝A.________ und der Generalstaatsanwaltschaft angefochtenen 
Punkte; diesbezüglich ist das Verfahren einzustellen. Damit fallen auch die adhäsi-
onsweise geltend gemachten Zivilansprüche dahin, ohne dass in dieser Hinsicht eine 
abgeurteilte Sache (res iudicata) vorliegen würde. Die Zivilklagen können auf dem Zi-
vilweg geltend gemacht werden. 

III. Kosten und Entschädigungen

11. Stirbt die beschuldigte Person während des Strafverfahrens, können die Verfahrens-
kosten nicht dem Nachlass auferlegt werden. Sind die Voraussetzungen für die Kos-
tenauflage an einen anderen (privaten) Verfahrensbeteiligten nicht erfüllt, so hat sie 
der Staat zu tragen (Urteil des Bundesgerichts 6B_614/2013 vom 29. August 2013 
E. 2.4; Art. 423 StPO).

1/10 der erstinstanzlichen Verfahrenskosten, ausmachend CHF 6'520.10, wurden in-
folge Einstellungen und Freisprüche bereits von der ersten Instanz rechtskräftig zu 
Lasten des Kantons Bern ausgeschieden (vgl. Ziff. I.1. hiervor). Die restlichen erstin-
stanzlichen Verfahrenskosten im Umfang von 9/10, ausmachend CHF 58'680.90, so-
wie die oberinstanzlichen Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus einer Ge-
bühr von CHF 8'000.00 (Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 5 und Art. 24 lit. b des Ver-
fahrenskostendekrets [VKD; BSG 161.12]) sowie den Kosten für das Ergänzungsgut-
achten vom 19. März 2022 im Umfang von CHF 9'390.00 (pag. 1952) und CHF 20.00 
Zeugengeld für die Einvernahme von I.________ anlässlich der oberinstanzlichen 
Verhandlung (vgl. pag. 2213), ausmachend insgesamt CHF 17'410.00, trägt ebenfalls 
der Kanton Bern.

13

12. Auf die Höhe der amtlichen Entschädigungen in erster Instanz ist im Berufungsverfah-
ren von Amtes wegen (Art. 404 Abs. 2 StPO) nur zurückzukommen, wenn die erste 
Instanz das ihr bei der Honorarfestsetzung zustehende Ermessen in unhaltbarer Wei-
se ausgeübt haben sollte (Urteile des Bundesgerichts 6B_769/2016 vom 11. Januar 
2017 E. 2.3 und 6B_349/2016 vom 13. Dezember 2016 E. 2.4.2). Die erste Instanz 
bestimmte die amtliche Entschädigung für die Verteidigung von ✝A.________ im erst-
instanzlichen Verfahren durch Rechtsanwalt B.________ auf CHF 39'336.70 (inkl. 
Auslagen und MWSt.) und diejenige für die unentgeltliche Vertretung von F.________ 
durch Rechtsanwältin G.________ auf CHF 16'807.25 (inkl. Auslagen und MWSt.; vgl. 
pag. 1492 ff.). Diese Entschädigungen blieben unangefochten und die Kammer er-
blickt keine Hinweise dafür, dass die erste Instanz das ihr bei der Honorarfestsetzung 
zustehende Ermessen in unhaltbarer Weise ausgeübt hätte. Ein Rückkommen auf 
diese erstinstanzlichen Entschädigungen durch die Kammer drängt sich damit nicht 
auf. Die Entschädigungen für die amtliche Verteidigung von ✝A.________ sowie die 
unentgeltliche Rechtsvertretung von F.________ im erstinstanzlichen Verfahren sind 
damit zu bestätigen.

13. Gemäss Art. 135 Abs. 1 StPO wird die amtliche Verteidigung nach dem Anwaltstarif 
desjenigen Kantons entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wird. Gemäss 
Art. 42 Abs. 1 des kantonalen Anwaltsgesetzes (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kan-
ton Bern den amtlich bestellten Anwältinnen und Anwälten eine angemessene Ent-
schädigung, die sich nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem 
Honorar gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz (Art. 41 KAG) entspricht. 
Für Strafrechtssachen ist dieses in Art. 17 f. der Verordnung über die Bemessung des 
Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) geregelt. Bei der 
Festsetzung des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und 
die Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen (Art. 42 Abs. 1 KAG). 

Das Obergericht des Kantons Bern hat in Ziff. 1.1 des Kreisschreibens Nr. 15 über die 
Entschädigung der amtlich bestellten Anwältinnen und Anwälte und das Nachforde-
rungsrecht vom 21. Januar 2022 (nachfolgend: Kreisschreiben Nr. 15) Richtlinien zur 
Festsetzung der amtlichen Entschädigung festgehalten. Diesem zufolge setzt die Be-
stimmung des gebotenen Zeitaufwandes die Bekanntgabe des von der amtlichen An-
wältin oder vom amtlichen Anwalt tatsächlich geleisteten Zeitaufwandes voraus. Der 
dem Gericht bzw. der Staatsanwaltschaft mitgeteilte tatsächliche Zeitaufwand dient 
als Hilfsgrösse. Zur Festlegung der Entschädigung ist demnach vom Zeitaufwand 
auszugehen, den ein fachlich ausgewiesener, gewissenhafter Anwalt unter Berück-
sichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit der tatsächlichen und 
rechtlichen Verhältnisse und des Aktenumfanges für die korrekte Erledigung des Ge-
schäftes benötigt. Die Bedeutung der Sache für die Klientschaft ist nach objektivem 
Massstab zu gewichten. Im Einzelnen ist der Zeitaufwand für die folgenden Vorkeh-
rungen zu berücksichtigen: Sachverhaltsmässige Instruktion (Aktenstudium, Bespre-
chungen mit Klientschaft sowie allenfalls nötige zusätzliche Abklärungen wie die Be-
fragung von Fachleuten, der Beizug von Fachliteratur oder ein Augenschein), Prüfung 
der Rechtsgrundlagen, das Abfassen von Eingaben, die Vorbereitung von Verhand-
lungen inklusive Plädoyer, die Teilnahme an den Verhandlungen, die Entgegennahme 
und Lektüre des Urteils und gegebenenfalls auch die zu dessen Vollzug notwendigen 
Schritte. Bezüglich Aktenstudium kann der von der Verfahrensleitung selbst erbrachte 

14

Zeitaufwand als Anhaltspunkt dienen. Auszugehen ist vom für die betreffende Art von 
Verfahren nach allgemeiner Erfahrung üblichen Durchschnittsaufwand. Wesentliche 
Abweichungen nach unten oder nach oben müssen sich entweder klar aus den Akten 
ergeben oder besonders begründet werden.

14. Rechtsanwalt B.________ machte mit Honorarnote vom 23. April 2024 für die amtli-
che Verteidigung von ✝A.________ im oberinstanzlichen Verfahren einen Aufwand 
von insgesamt 128,5 Stunden, ausmachend CHF 28'510.85 (inkl. Auslagen und 
MWSt.), geltend (pag. 2297 ff.). Auf ein zusätzliches Honorar für die Stellungnahme 
betreffend weiteres Vorgehen nach dem Tod von ✝A.________ verzichtete er 
(pag. 2374).

Den geltend gemachten Aufwand erachtet die Kammer als deutlich übersetzt. 
Zunächst ist zu berücksichtigen, dass Rechtsanwalt B.________ mit dem Gegenstand 
des Verfahrens bestens vertraut war, zumal er als amtlicher Verteidiger von 
✝A.________ von Beginn weg im Verfahren war. Insofern erweist sich der geltend 
gemachte Aufwand von rund 48 Stunden für Aktenstudium (ohne die Aufwände betref-
fend das Gutachten/Ergänzungsgutachten und die oberinstanzlichen Verfügungen, 
Stellungnahmen oder Beschlüsse) als deutlich übersetzt bzw. nicht nachvollziehbar. 
Im oberinstanzlichen Verfahren wurden sodann – mit Ausnahme an der Verhand-
lung – keine Einvernahmen mehr durchgeführt und ✝A.________ musste auch nicht 
etwa im Gefängnis besucht werden, so dass diesbezüglich kein zusätzlicher (ausser-
ordentlicher) Aufwand entstanden ist. Das oberinstanzliche Plädoyer von Rechtsan-
walt B.________ enthielt im Wesentlichen keine neuen Argumente, so dass der gel-
tend gemachte Aufwand von rund 21 Stunden für dessen Redaktion ebenfalls nicht 
angemessen erscheint. Von seiner Seite wurde zudem nicht aufgezeigt, weshalb nach 
dem erstinstanzlichen Urteil ein besonderer Aufwand notwendig gewesen wäre, der 
das geltend gemachte Honorar von nochmals 128,5 Stunden im Vergleich zum bereits 
bestätigten erstinstanzlichen Honorar von fast 170 Stunden gerechtfertigt hätte. Fer-
ner erscheint der geltend gemachte Aufwand auch im Vergleich zum ausgewiesenen 
Honorar der unentgeltlichen Rechtsvertreterin von F.________ – über 70 Stunden 
mehr – als deutlich zu hoch.

Für die amtliche Verteidigung von ✝A.________ im oberinstanzlichen Verfahren er-
achtet die Kammer insgesamt einen Aufwand von 90 Stunden, ausmachend 
CHF 18'000.00, als angemessen. Hinzu kommen Auslagen von 3%, ausmachend 
CHF 540.00. Von diesen 90 Stunden entfallen 60 Stunden auf den Aufwand vor dem 
31. Dezember 2023 und 30 Stunden auf die Aufwände ab 1. Januar 2024. Auch die 
Auslagen sind entsprechend aufzuteilen, mithin 2/3 von CHF 540.00, ausmachend 
CHF 360.00, auf die Aufwände bis zum 31. Dezember 2023, 1/3 von CHF 540.00, 
ausmachend CHF 180.00, auf jene ab 1. Januar 2024. Der Kanton Bern entschädigt 
Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung von ✝A.________ im oberin-
stanzlichen Verfahren somit mit insgesamt CHF 19'992.30.

15. Rechtsanwältin G.________ machte für die unentgeltliche Rechtsvertretung von 
F.________ im oberinstanzlichen Verfahren mit Honorarnote vom 22. April 2024 einen 
Aufwand von 69,83 Stunden, ausmachend CHF 16'040.70 (inkl. Auslagen und 
MWSt.), geltend (pag. 2312 ff.). Davon entfallen gemäss detaillierter Auflistung 

15

20 Stunden auf die Teilnahme an der oberinstanzlichen Verhandlung (inkl. Nachbe-
sprechung). Die oberinstanzliche Verhandlung dauerte inkl. Urteilseröffnung und der 
Gewährung von einer Stunde für eine Nachbesprechung mit F.________ insgesamt 
13 Stunden, weshalb der geltend gemachte Aufwand um 7 Stunden zu kürzen ist. Zu 
korrigieren ist in Bezug auf die Auslagen zudem der beantragte Reisezuschlag von 
CHF 150.00, zumal am 23. April 2024 keine Parteiverhandlungen stattfanden und 
damit keine Reise zu entschädigen ist. Der Reisezuschlag ist somit auf CHF 100.00 
zu kürzen. Im Übrigen gibt die Honorarnote vom 22. April 2024 zu keinen Bemerkun-
gen Anlass. Auf ein zusätzliches Honorar für die Stellungnahme betreffend weiteres 
Vorgehen nach dem Tod von ✝A.________ wurde verzichtet (pag. 2373). Rechtsan-
wältin G.________ ist demnach für die unentgeltliche Rechtsvertretung von 
F.________ im oberinstanzlichen Verfahren für insgesamt 62,83 Stunden, ausma-
chend CHF 14'472.55 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu entschädigen. 

Im Dispositiv vom 25. April 2024 hat sich ein Rechnungsfehler eingeschlichen, indem 
das Gesamttotal der Entschädigung fälschlicherweise auf CHF 14'364.45 statt 
CHF 14'472.55 zusammengezählt wurde. Dieser Fehler ist mit vorliegendem Be-
schluss zu korrigieren. Da Rechtsanwältin G.________ bereits eine Entschädigung im 
Umfang von CHF 14'364.45 ausbezahlt wurde, verbleiben noch CHF 108.10, die zu 
ihren Gunsten auszurichten sind.

16. Der Privatkläger D.________ wurde privat vertreten. Aufgrund der Verfahrenseinstel-
lung erübrigen sich weitere Ausführungen zu seiner Parteientschädigung. Diese gilt 
mit der Einstellung als dahingefallen.

IV. Weitere Verfügungen

17. Infolge des Todes von ✝A.________ sind die erstellten DNA-Profile (PCN ________ 
und ________) sowie die erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Beschlusses zu löschen (Art. 16 Abs. 1 lit. b DNA-
Profil-Gesetz). Die von der Vorinstanz angeordneten Einziehungen werden bestätigt.

16

Die 1. Strafkammer beschliesst:

1. Vom Eingang des Schreibens von Rechtsanwältin G.________ vom 8. Oktober 2024 
wird Kenntnis genommen und durch Zustellung einer Kopie an die anderen Parteien 
gegeben.

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 
11. Dezember 2020 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als 

2.1. das Strafverfahren gegen A.________ eingestellt wurde wegen

2.1.1 Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich began-
gen zwischen Februar 2017 und dem 6. November 2017 in J.________ 
und anderswo,

2.1.2 Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, angeblich mehrfach began-
gen zwischen ca. Juni 2017 und dem 6. November 2017 in J.________, 
K.________ und L.________ und evtl. anderswo durch

2.1.2.1 nicht sorgfältiges Aufbewahren einer Feuerwaffe;

2.1.2.2 Nichtmitführen einer Waffentragbewilligung beim Transport einer   
Feuerwaffe;

2.1.2.3 Transport einer Feuerwaffe ohne Trennung von Waffe und Muni-
tion;

2.1.3 Sachbeschädigung, angeblich begangen in der Zeit vom 25. Oktober 2017 
bis am 26. Oktober 2017 in L.________ und J.________ z.N. von 
F.________

2.2. A.________ freigesprochen wurde von den Anschuldigungen der

2.2.1. Sachentziehung, angeblich begangen in der Zeit vom 25. Oktober 2017 
bis am 26. Oktober 2017 in L.________ und J.________ z.N. von 
F.________ und

2.2.2. Drohung, angeblich begangen am 28./29. Oktober 2017 in J.________ 
z.N. von F.________ durch die Aussage, diese töten zu müssen, wenn al-
les vorbei sei;

unter Auferlegung von 1/10 der Verfahrenskosten, ausmachend CHF 6'520.10, an 
den Kanton Bern, unter Berücksichtigung der Einstellungen gemäss Ziff. 2.1 
hiervor;

2.3. A.________ schuldig erklärt wurde 

2.3.1. der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, begangen zwischen ca. Juni 
2017 und dem 6. November 2017 in J.________, K.________, 
L.________ und evtl. anderswo durch Besitz eines als Taschenlampe ge-
tarnten Elektroschockgeräts;

17

2.3.2. der Gewaltdarstellungen, begangen in der Zeit von ca. 13. Februar 2016 
bis am 6. November 2017 in J.________ und evtl. anderswo durch Besitz 
von ca. 43 verbotenen Erzeugnissen;

2.3.3. der Pornografie, begangen in der Zeit von ca. 13. Februar 2016 bis am 
6. November 2017 in J.________ und evtl. anderswo durch Besitz zum 
Eigenkonsum von ca. 15 verbotenen Erzeugnissen;

2.4. die Zivilklage von O.________ zufolge Rückzugs als erledigt abgeschrieben wur-
de;

2.5. festgestellt wurde, dass O.________ seine Straf- und Zivilklage sowie den Straf-
antrag vom 13. Dezember 2016 mündlich zu Protokoll zurückgezogen hat und 
deshalb nicht länger als Partei am Verfahren partizipiert;

2.6. folgende Gegenstände, soweit nicht bereits erfolgt, als Beweismittel bei den Ak-
ten belassen und in den Hauptakten abgelegt wurden: 

- 1 zerrissenes Foto F.________ (Ass.Nr. 03.04);

- 1 Vorladung Kapo vom 20. Januar 2017 (Ass.-Nr. 11), bereits in Faszikel 
«________»;

- Waffenerwerbsschein Nr. ________ sowie Werbeunterlagen bzw. Manuale 
betreffend Waffen gem. Ziff. 8.2 hiervor aus dem Ordner gelb mit 
Waffenunterlagen.

2.7. beschlossen wurde, dass die beschlagnahmten Bargeldbeträge von CHF 170.00 
(bei Ass.-Nr. 03.06) und CHF 20.00 (bei Ass.-Nr. 03.07) an die Verfahrenskosten 
angerechnet werden (Art. 267 Abs. 3 i.V.m. Art. 268 Abs. 1 lit. a StPO).

3. Soweit weitergehend wird das Verfahren aufgrund des Todes von ✝A.________ ein-
gestellt.

4. Die restlichen 9/10 der erstinstanzlichen Verfahrenskosten, ausmachend 
CHF 58'680.90, sowie die oberinstanzlichen Verfahrenskosten von insgesamt 
CHF 17'410.00 trägt der Kanton Bern.

5. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung von ✝A.________ durch Rechtsan-
walt B.________ wird für das erstinstanzliche Verfahren wie folgt bestimmt:

Leistungen bis 31.12.2017
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 52.03 200.00 CHF 10’406.00
Reisezuschlag CHF 675.00

CHF 561.10
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 11’642.10 CHF 931.35
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 12’573.45

Auslagen MWST-pflichtig

18

Leistungen ab 01.01.2018
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 117.38 200.00 CHF 23’476.00
Reisezuschlag CHF 600.00

CHF 773.80
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 24’849.80 CHF 1’913.45
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 26’763.25

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung 
von ✝A.________ im erstinstanzlichen Verfahren mit insgesamt CHF 39'336.70. Es 
wird festgestellt, dass die Entschädigung bereits ausbezahlt worden ist. Rück- und 
Nachzahlungspflichten entfallen.

6. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung von ✝A.________ durch Rechtsan-
walt B.________ wird für das oberinstanzliche Verfahren wie folgt bestimmt:

Leistungen bis 31.12.2023
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 60.00 200.00 CHF 12’000.00
CHF 360.00

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 12’360.00 CHF 951.70
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 13’311.70

Auslagen MWST-pflichtig

Leistungen ab 1.1.2024
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 30.00 200.00 CHF 6’000.00
CHF 180.00

Mehrwertsteuer 8.1% auf CHF 6’180.00 CHF 500.60
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 6’680.60

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung 
von ✝A.________ im oberinstanzlichen Verfahren mit insgesamt CHF 19'992.30. Es 
wird festgestellt, dass die Entschädigung bereits ausbezahlt worden ist. Die Rückzah-
lungspflicht entfällt.

7. Die Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung von F.________ durch 
Rechtsanwältin G.________ wird für die Aufwendungen im Zivilpunkt im erstinstanzli-
chen Verfahren wie folgt bestimmt:

Leistungen bis 31.12.2017
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 17.67 200.00 CHF 3’534.00
Reisezuschlag CHF 225.00

CHF 261.80
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 4’020.80 CHF 321.65
Total, vom Kanton Bern ausgerichtet CHF 4’342.45

Auslagen MWST-pflichtig

19

Leistungen ab 01.01.2018 bis 31.07.2019
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 17.92 200.00 CHF 3’584.00
Reisezuschlag CHF 75.00

CHF 622.50
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 4’281.50 CHF 329.70
Total, vom Kanton Bern ausgerichtet CHF 4’611.20

Auslagen MWST-pflichtig

Leistungen ab 01.08.2019
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 71.00 200.00 CHF 14’200.00
Reisezuschlag CHF 450.00

CHF 955.60
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 15’605.60 CHF 1’201.65
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 16’807.25

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwältin G.________ für die unentgeltliche 
Rechtsvertretung von F.________ im erstinstanzlichen Verfahren mit insgesamt 
CHF 16'807.25 (CHF 25'760.90 abzgl. Vorschusszahlung in Höhe von CHF 8'953.65 
gem. Verfügung vom 28. Oktober 2019). Es wird festgestellt, dass die Entschädigung 
bereits ausbezahlt worden ist. Rück- und Nachzahlungspflichten entfallen. 

8. Die Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsvertretung von F.________ durch 
Rechtsanwältin G.________ wird für die Aufwendungen im Zivilpunkt im oberinstanzli-
chen Verfahren wie folgt bestimmt:

Leistungen bis 31.12.2023
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 15.83 200.00 CHF 3’166.00
CHF 702.60

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 3’868.60 CHF 297.90
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 4’166.50

Auslagen MWST-pflichtig

Leistungen ab 1.1.2024
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 47.00 200.00 CHF 9’400.00
Reisezuschlag CHF 100.00

CHF 33.80
Mehrwertsteuer 8.1% auf CHF 9’533.80 CHF 772.25
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 10’306.05

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwältin G.________ für die unentgeltliche 
Rechtsvertretung von F.________ im oberinstanzlichen Verfahren mit insgesamt 
CHF 14'472.55. Es wird festgestellt, dass davon bereits CHF 14'364.45 ausbezahlt 
worden sind. Damit verbleiben noch CHF 108.10. Die Rückzahlungspflicht entfällt.

9. Die von ✝A.________ erstellten DNA-Profile (PCN ________ und ________) sowie 
die erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten sind nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Beschlusses zu löschen (Art. 16 Abs. 1 lit. b DNA-Profil-Gesetz).

10. Die beschlagnahmten Drogen und Drogenutensilien (Ass.-Nr. 03.06, Ass.-Nr. 03.07, 
Ass.-Nr. 03.08) werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB).

20

11. Die folgenden beschlagnahmten Waffen werden zuhanden der Kantonspolizei, Fach-
bereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe, zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 
StGB):

- Pistole Glock 19, ________ (Ass.-Nr. 01.03);
- Revolver ________ (ohne Ass.-Nr.);
- Elektro-Schocker 50'000 W, als Taschenlampe getarnt (Ass.-Nr. 01.13);

12. Folgende Gegenstände werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69, Art. 135 Abs. 2, 
Art. 197 Abs. 6 aStGB):

- 1 Ordner gelb mit Waffenunterlagen (mit Ausnahme der Unterlagen gem. Ziff. 2.6. 
hiervor);

- 1 DVD (Ass.-Nr. 18);
- 1 Handlaser (Ass.-Nr. 03.10);
- 2 ausgebaute Festplatten (1 Festplatte ________ und 1 Festplatte ________) aus 

PC ________ (Ass.-Nr. 03.12);
- 1 ausgebaute Festplatte ________ aus Notebook ________ (Ass.-Nr. 01.02);
- Papiersack mit Bondagematerial (Ass.-Nr. 03.13);
- 1 Mobiltelefon Apple iPhone, IMEI ________ (Ass.-Nr. 01.08);
- 1 T-Shirt mit Blutanhaftungen (Ass.-Nr. 01.12, bei der Regionalfahndung 

P.________);
- 1 Unterhose (bei der Regionalfahndung P.________);
- 1 Unterleibchen (bei der Regionalfahndung P.________).

13. Zu eröffnen:
- Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft
- dem Straf- und Zivilkläger 3
- dem Straf- und Zivilkläger 4, v.d. Rechtsanwalt E.________
- der Straf- und Zivilklägerin 5, a.v.d. Rechtsanwältin G.________ 
- dem ehemaligen Straf- und Zivilkläger 2, I.________ (auszugsweise betreffend 

Zivilklage) 
- dem ehemaligen Straf- und Zivilkläger 1, H.________ (auszugsweise betreffend 

Zivilklage)

Mitzuteilen:

- der Vorinstanz
- der Koordinationsstelle Strafregister (KOST; nach unbenutztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist bzw. nach Entscheid der Rechtsmittelbehörde)
- dem Bundesamt für Polizei (auszugsweise betreffend Ziff. 2.3.1. und 2.3.3., innert 

10 Tagen)
- der Kantonspolizei Bern, Fachbereich Waffen, Sprengstoff und Gewerbe 

(auszugsweise betreffend Ziff. 11)
- O.________ (auszugsweise betreffend Ziff. 2.4 und 2.5)

21

Bern, 28. Oktober 2024 Im Namen der 1. Strafkammer

Die Präsidentin i.V.:

Obergerichtssuppleantin Lustenberger
i.V. Oberrichter Gerber

Die Gerichtsschreiberin:

Corvi

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.