# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff2811a5-4360-51f9-87bf-1d7e6b3d05e4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2025 F-5934/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-5934-2025_2025-08-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-5934/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Sebastian Kempe, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner; 

Gerichtsschreiberin Aisha Luisoni. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch Dr. iur. Nils Reimann, 

Rechtsschutz für Asylsuchende, 

Bundesasylzentrum Region Zürich, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Vorinstanz. 

  
 

 
 

Gegenstand 
 Zuweisung der Asylsuchenden an die Kantone; 

Verfügung des SEM vom 29. Juli 2025. 

 

 

 

F-5934/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 15. Juni 2025 in der Schweiz um Asyl. 

B.  

Mit Verfügung vom 29. Juli 2025 anerkannte die Vorinstanz den Beschwer-

deführer als Flüchtling gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG und gewährte ihm 

Asyl. Gleichzeitig wies sie ihn dem Kanton B._______ zu (Dispositivzif-

fer 3) und hielt fest, dass eine allfällige Beschwerde gegen die Kantonszu-

weisung keine aufschiebende Wirkung hat (Dispositivziffer 4). 

C.  

Am 31. Juli 2025 trat der Beschwerdeführer in den Kanton B._______ aus. 

D.  

Gegen die Kantonszuweisung erhob der Beschwerdeführer am 7. August 

2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte die Auf-

hebung der Dispositivziffern 3-4 und die Anweisung an die Vorinstanz, ihn 

dem Kanton C._______ zuzuweisen. Eventualiter sei die Sache zu neuem 

Entscheid über die Kantonszuweisung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung und die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege (gemeint: Prozessführung). 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 13. August 2025 hiess das Bundesverwal-

tungsgericht die Anträge auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-

kung und Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut und wies die 

Vorinstanz an, den Beschwerdeführer bis zum Abschluss des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens wieder im Bundesasylzentrum (BAZ) C._______ 

unterzubringen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG oder das 

AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG, Art. 37 VGG). 

F-5934/2025 

Seite 3 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31 VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, sodass auf 

die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet dar-

über endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.3 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich begründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zwei-

ten Richterin respektive eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), 

ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Be-

gründung (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG) zu behandeln ist. 

2.  

Wie das Bundesverwaltungsgericht zuletzt wiederholt festgehalten hat, ha-

ben Flüchtlinge einen grundsätzlichen Anspruch auf Wahl ihres Aufent-

haltsorts und kommt Art. 27 Abs. 3 AsylG auf diese nicht zu Anwendung 

(siehe Urteil des BVGer F-3852/2025 vom 4. Juli 2025 E. 2.2 und die dort 

zitierte Rechtsprechung; Art. 26 FK, Art. 58 AsylG, Art. 37 Abs. 3 AIG). Mit-

hin ist hinsichtlich der Kantonszuweisung des Beschwerdeführers rechts-

erheblich, ob dieser in einen bestimmen Kanton zugewiesen werden will 

und wenn ja, in welchen. Die Vorinstanz hätte dies entsprechend abzuklä-

ren gehabt – nicht zuletzt auch, um einen verfahrensökonomischen Leer-

lauf über ein auf anderweitige Zuweisung folgendes Kantonswechselge-

such zu vermeiden. Darüber hinaus hätte sie abklären müssen, ob einer 

Zuweisung gemäss dem Wunsch des Beschwerdeführers ein Widerrufs-

grund nach (Art. 37 Abs. 3 i.V.m.) Art. 63 AIG entgegensteht und, falls ja, 

ob sich eine hierauf gestützte Verweigerung der gewünschten Zuweisung 

als verhältnismässig erweist. Indem die Vorinstanz den Beschwerdeführer 

dem Kanton B._______ zugewiesen hat, ohne dessen Zuweisungswunsch 

und das allfällige Vorliegen von Widerrufsgründen abzuklären, hat sie den 

rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig ermittelt (Art. 106 Abs. 1 

Bst. b AsylG). 

3.  

In Gutheissung der Beschwerde ist deshalb die Dispositivziffer 3 der ange-

fochtenen Verfügung aufzuheben die Sache zur vollständigen Sachver-

haltsermittlung und Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen. 

 

F-5934/2025 

Seite 4 

4.  

4.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

4.2 Eine Parteientschädigung ist dem Beschwerdeführer trotz seines Ob-

siegens nicht zuzusprechen, da es sich vorliegend um eine zugewiesene 

unentgeltliche Rechtsvertretung im Sinne von Art. 102h AsylG handelt, de-

ren Leistungen vom Bund nach Massgabe von Art. 102k AsylG entschädigt 

werden (vgl. auch Art. 111ater AsylG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-5934/2025 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die Dispositivziffer 3 der Verfügung vom 29. Juli 2025 wird aufgehoben und 

die Sache zur vollständigen Sachverhaltsermittlung und Neubeurteilung im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonalen Migrationsbehörden. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sebastian Kempe Aisha Luisoni 

 

 

 

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