# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7009e70c-2145-5bc2-9360-523f0a3b3323
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-01-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.01.2021 F-128/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-128-2021_2021-01-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-128/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J a n u a r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Andreas Trommer, 

mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;   

Gerichtsschreiber Julius Longauer. 

   

Parteien 

 
C._______, geboren (…) 1972, Georgien,   

Beschwerdeführer,  

vertreten durch MLaw Ruedy Bollack, 

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren Nordwestschweiz,  

 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 30. Dezember 2020 / N (…). 

 

 

 

F-128/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 24. November 2020 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte (Akten der Vorinstanz […] / N […] [SEM-act.] 1), 

dass das SEM mit Verfügung vom 30. Dezember 2020 – eröffnet am 4. Ja-

nuar 2021 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Frankreich anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Januar 2021 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob (Akten 

des BVGer [Rek-act.] 1), 

dass er beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 

Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten, eventualiter sei 

die Sache zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass sodann im Sinne einer superprovisorischen Massnahme der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei und die Vollzugsbe-

hörden anzuweisen seien, von Vollzugsmassnahmen abzusehen, 

dass schliesslich auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten 

und ihm die unentgeltliche Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG zu ge-

währen sei (Befreiung von den Verfahrenskosten), 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 12. Ja-

nuar 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

dass mit superprovisorischer Massnahme vom 12. Januar 2021 der Voll-

zug der Überstellung des Beschwerdeführers einstweilen ausgesetzt 

wurde (Rek-act. 2), 

F-128/2021 

Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass als staatsvertragliche Grundlage die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 

des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fest-

legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist, (nachfolgend: Dublin-III-VO, ABl. L 180/31 vom 29.6.2013) zur 

Anwendung kommt, 

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Seite 4 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

nach Art. 21 und Art. 22 Dublin-III-VO die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-

VO) genannten Kriterien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der 

Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) an-

zuwenden sind, und dabei von der Situation im Zeitpunkt auszugehen ist, 

in dem der Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat ge-

stellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO), 

dass dagegen im Rahmen eines sogenannten Wiederaufnahmeverfahrens 

nach Art. 23 - 25 Dublin-III-VO (engl.: take back), wie es in casu vorliegt, 

grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III statt-

findet (vgl. EuGH [Grosse Kammer] vom 2. April 2019, H. und R., C-582/17 

und C-583/17, EU:C:2019:280, Rn. 61, 67, 80, 84; BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 

und 8.2.1 m.w.H.), 

dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Dublin-III-VO der nach dieser Verordnung zu-

ständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Antragsteller, der während der 

Prüfung seines Antrags (Bst. b) oder nach dessen Ablehnung (Bst. d) in 

einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Ho-

heitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach 

Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO wiederaufzunehmen, 

dass der Beschwerdeführer – aus einem Abgleich der Fingerabdrücke mit 

der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) zu 

schliessen – am 20. Mai 2019 und 11. September 2019 in Deutschland und 

am 11. Oktober 2019 in Frankreich um Asyl ersucht hatte (SEM-act. 11), 

dass der Beschwerdeführer anlässlich des persönlichen Gesprächs ge-

mäss Art. 5 Dublin-III-VO diesen Sachverhalt bestätigte und ergänzte, er 

habe in Frankreich noch keinen Entscheid erhalten (SEM-act. 19), 

dass die Vorinstanz daher die französischen Behörden am 18. Dezember 

2020 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 23 in 

Verbindung mit Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ersuchte (SEM-act. 22) 

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und diese der Wiederaufnahme gestützt auf dieselbe Bestimmung zu-

stimmten (SEM-act. 25), 

dass dem Einwand des Beschwerdeführers nicht gefolgt werden kann, wo-

nach das Wiederaufnahmegesuch der Vorinstanz an die französischen Be-

hörden keine Informationen zu seinen «gesundheitlichen Problematiken» 

enthalten habe und daher infolge Verletzung der Informationspflicht nicht 

rechtsgenüglich gestellt worden sei,  

dass nämlich Informationen, die – wie es vorliegend der Fall ist – nicht der 

Beurteilung der eigenen Zuständigkeit durch den ersuchten Staat, sondern 

der Ausgestaltung der Aufnahmebedingungen nach erfolgter Überstellung 

dienen, nicht mittels Wiederaufnahmegesuch zu übermitteln sind, sondern 

im Rahmen eines separaten, in Art. 31 Dublin-III-VO geregelten und vor 

der Durchführung der Überstellung durchzuführenden Informationsaus-

tauschs, für den ein eigenes Standardformblatt zur Verfügung steht (Art. 8 

Abs. 3 der Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. Sep-

tember 2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin-III-VO und ihr 

Anhang VI [ABI. L 222/3 vom 5.9.2003]), 

dass somit die Zuständigkeit Frankreichs zur Durchführung des Asylver-

fahrens grundsätzlich gegeben ist, 

dass nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

nicht davon ausgegangen werden kann, das Asylverfahren und die Aufnah-

mebedingungen in Frankreich wiesen systemische Schwachstellen im 

Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf (vgl. dazu etwa 

Urteile BVGer D-5289/2020 vom 5. November 2020 E. 6, F-4871/2020 vom 

26. Oktober 2020 E. 6), 

dass der Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) im vom 

Beschwerdeführer zitierten Urteil vom 2. Juli 2020 neben Konventionsver-

letzungen in drei Einzelfällen zwar gewisse Kapazitätsmängel im Aufnah-

meverfahren in Frankreich erwogen, systemische Mängel jedoch nicht fest-

gestellt hat (Urteil des EGMR N.H. und Andere gegen Frankreich vom 

2. Juli 2020, Beschwerde n° 28820/13, §§ 155–209 m.w.H.; vgl. auch Urteil 

des BVGer F-4121/2020 vom 25. August 2020 E. 5.2),  

dass die unzureichend substantiierten eigenen Erlebnisse des Beschwer-

deführers während seines Aufenthalts Frankreich und die angerufenen Be-

weismittel (zwei Presseberichte zur allgemeinen Situation von Migranten 

in Frankreich, Notiz der Schweizerischen Flüchtlingshilfe [SFH] betreffend 

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Dublin-Überstellungen nach Frankreich vom 25. Januar 2019, AIDA 

[Asylum Information Database] Country-Report, France [Update 2019]) 

nicht zu einer anderen Einschätzung führen (vgl. etwa Urteil des BVGer  

F-4871/2020 vom 26. Oktober 2020 E. 7.2), 

dass daher eine Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf Art. 3 Abs. 2 

Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO nicht angezeigt ist,  

dass sodann jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-

VO beschliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen 

oder Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, 

auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht 

für die Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. 

Selbsteintrittsrecht), 

dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es 

ins pflichtgemässe Ermessen des SEM legt, ein Gesuch aus humanitären 

Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat, dass 

ein anderer Staat dafür zuständig ist, 

dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer 

Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich 

zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm 

des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil 

des BVGer F-3457/2019 vom 11.7.2019 E. 4.4, je m.H), 

dass Frankreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch anzunehmen ist, dieser Staat anerkenne und schütze weiterhin 

die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäi-

schen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-

meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-

tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29.6.2013) 

sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die 

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Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Auf-

nahmerichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29.6.2013) ergeben, 

dass zu diesen Rechten eine angemessene Unterkunft (Art. 2 Bst. g, Art. 

17 und Art. 18 Aufnahmerichtlinie) und der Zugang zur erforderlichen me-

dizinischen Versorgung gehört, die zumindest die Notversorgung und die 

unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psy-

chischen Störungen umfasst (Art. 19 Aufnahmerichtlinie), 

dass zwar die Vermutung, Frankreich halte seine völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen ein, im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür aber kon-

kreter und ernsthafter Hinweise bedarf, die gegebenenfalls vom Betroffe-

nen glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.), 

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend macht, er 

habe während seines ersten Aufenthalts in Frankreich Obdachlosigkeit er-

fahren und sei gesundheitlich stark angeschlagen, 

dass er bereits im Rahmen des Dublin-Gesprächs vorgebracht habe, er 

leide an Magen- und Halsschmerzen, Bluthochdruck und Epilepsie, und 

gegenüber der Pflege im Bundesasylzentrum erklärt habe, er sei drogen-

süchtig und konsumiere seit mehreren Jahren Methadon, 

dass seine gesundheitliche Situation nicht abgeklärt worden, zum Zeit-

punkt der angefochtenen Verfügung namentlich unklar sei, ob er an Epi-

lepsie leide und inwiefern seine Drogensucht bei einer allfälligen Überstel-

lung nach Frankreich Rechnung getragen werden müsse, 

dass zudem angesichts der offenkundigen Mängel im französischen Asyl-

verfahren im Falle einer Überstellung nach Frankreich Obdachlosigkeit 

ohne Zugang zu medizinischer Versorgung und damit eine drastische Ver-

schlechterung seines gesundheitlichen Zustands drohe, 

dass Frankreich unbestreitbar über eine mit der Schweiz vergleichbare me-

dizinische Infrastruktur verfügt, 

dass der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen keine konkreten und 

ernsthaften Hinweise dargetan hat, Frankreich würde ihm dauerhaft die 

ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingun-

gen oder die erforderliche medizinische Versorgung vorenthalten, 

dass nämlich die Vorbringen des Beschwerdeführers über angeblich erlit-

tene Obdachlosigkeit und die Befürchtung, wonach ihm im Falle einer 

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Überstellung nach Frankreich dasselbe Schicksal drohe, unzureichend 

substantiiert sind, 

dass sodann eine medizinische Dokumentation ohnehin nur in Bezug auf 

Bluthochdruck und Oberbauchschmerzen unklarer Genese besteht, wobei 

die letzteren durch einmalige Paracetamol-Einnahme fast vollständig zum 

Verschwinden gebracht werden konnten und der Beschwerdeführer noch 

am gleichen Tag beschwerdefrei entlassen wurde (Austrittsbericht des Uni-

versitätsspitals […] vom 4. Dezember 2020, SEM-act. 15, 21), 

dass hinsichtlich der übrigen gesundheitlichen Beschwerden keine Medizi-

nalakten vorliegen, der Beschwerdeführer – soweit bekannt – namentlich 

zu keinem Zeitpunkt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hat, auch nicht 

zwecks Verschreibung von Antiepileptika, ein epileptischer Anfall nicht do-

kumentiert und ein Drogenscreening in Bezug auf alle Substanzen negativ 

ausgefallen ist (SEM-act. 28), 

dass im Übrigen die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der 

angefochten Verfügung beauftragt sind, allfälligen medizinischen Beson-

derheiten bei der Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung 

der Beschwerdeführenden Rechnung tragen und im Falle des Beschwer-

deführers die französischen Behörden vorgängig in geeigneter Weise über 

die spezifischen medizinischen Umstände informieren werden (Art. 31 f. 

Dublin-III-VO),  

dass die Vorinstanz unter den gegebenen Umständen auf weitere Abklä-

rungen seines gesundheitlichen Zustands verzichten und davon ausgehen 

konnte, dass einer Überstellung des Beschwerdeführers nach Frankreich 

in dieser Hinsicht nichts entgegensteht, 

dass andere Gründe, die der Schweiz Anlass geben würden, von ihrem 

Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO Gebrauch zu 

machen, weder geltend gemacht werden noch ersichtlich sind, wobei an 

dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

ist und in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Frankreich 

angeordnet hat,  

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dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ab-

zuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-

gen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die Vorausset-

zungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– 

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Andreas Trommer Julius Longauer 

 

 

Versand: