# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1c6c3a0-6913-5576-a07e-19c09f66d0f9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.07.2018 PF180026
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PF180026_2018-07-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PF180026-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter 

Dr. P. Higi und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw N. Seebacher 

Beschluss und Urteil vom 5. Juli 2018 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer, 

 

1 und 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

C._____ AG,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 
betreffend 

Ausweisung / Rechtsschutz in klaren Fällen 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarische Verfahren des 
Bezirksgerichtes Meilen vom 29. Mai 2018 (ER180012) 

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Erwägungen: 
 

I. 
Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1 Am 29. September 2017 kündigte die Gesuchstellerin und Beschwerdegeg-

nerin (nachfolgend Beschwerdegegnerin) als Vermieterin das mit den Gesuchs-

gegnern und Beschwerdeführern (nachfolgend Beschwerdeführer) als Mieter für 

eine Wohnung an der D._____-strasse … in E._____ bestehende Mietverhältnis 

je separat auf dem amtlich genehmigten Formular per 30. November 2017. Als 

Begründung führte die Beschwerdegegnerin Folgendes an (act. 3/3-4): 

1. Nicht bezahlte Mieten Mai, Juni, Juli, August, September 2017 gem. OR 257d Abs. 2, 
gemäss Kündigungsandrohung vom 19. Juni 2017 

2. Bedrohung des Vermieters durch den Mieter mit einer Waffe. Wurde bei Polizei ange-
zeigt.  

1.2 Am 30. November 2017 schlossen die Parteien erneut einen Mietvertrag für 

die vorgenannte Wohnung zu einem monatlichen Bruttomietzins von Fr. 1'550.– 

ab, wobei eine feste Vertragsdauer bis zum 31. März 2018 abgemacht wurde. Als 

besondere Regelung wurde unter anderem vereinbart, die Beschwerdeführer hät-

ten das Recht, die Wohnung auf jedes Monatsende mit Einhaltung einer einwö-

chigen Kündigungsfrist auch vorzeitig gereinigt abzugeben (act. 3/2). In einer zu-

sätzlichen Vereinbarung zu diesem Mietvertrag vom 30. November 2017 hielten 

die Parteien sodann insbesondere fest, dass der Mietvertrag vom 1. Dezember 

2006 per Datum der Vereinbarung aufgehoben sei bzw. die Beschwerdeführer 

bestätigen würden, die Kündigung der Beschwerdegegnerin zu akzeptieren. Zu-

dem wurde festgehalten, dass per 30. November 2017 Mietzinsen von 

Fr. 8'032.90 offen seien, wobei die Beschwerdeführer bestätigen würden, dass 

von diesem Betrag Fr. 3'000.– mit einem von ihnen bei Mietbeginn bezahlten De-

pot verrechnet werden dürften. Die Beschwerdeführer verpflichteten sich zudem, 

bei Unterzeichnung der Vereinbarung Fr. 4'000.– in bar an die Beschwerdegegne-

rin und die danach noch verbleibende Restschuld von Fr. 1'032.90 bis spätestens 

20. Dezember 2017 zu bezahlen. Ferner verpflichteten sich die Beschwerdefüh-

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rer, die bislang aufgelaufenen Betreibungs- und Inkassokosten von Fr. 346.60 

ebenfalls bis zum 20. Dezember 2017 an die Beschwerdegegnerin zu erstatten 

(act. 3/6). 

2.1 Am 20. März 2018 stellte die Beschwerdegegnerin beim Einzelgericht des 

Bezirksgerichts Meilen (nachfolgend Vorinstanz) im Verfahren um Rechtsschutz 

in klaren Fällen ein Ausweisungsbegehren gegen die Beschwerdeführer (act. 1 

S. 2 ff.). Mit Verfügung vom 26. März 2018 setzte die Vorinstanz daraufhin der 

Beschwerdegegnerin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses an und den Be-

schwerdeführern zur Stellungnahme zum Begehren der Beschwerdegegnerin 

(act. 4). Der Kostenvorschuss wurde am 28. März 2018 geleistet (act. 7). Am 

17. April 2018 ging sodann die Stellungnahme der Beschwerdeführer ein, in wel-

cher diese das Nichteintreten auf das Ausweisungsbegehren der Beschwerde-

gegnerin beantragten; zudem stellten sie ein Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung und beantragten, es sei ihnen in der Person von 

Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen 

(act. 10 S. 2). In der Folge setzte die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin mit Ver-

fügung vom 23. April 2018 Frist an, um zu den in der Stellungnahme der Be-

schwerdeführer enthaltenen Noven Stellung zu nehmen (act. 13). Am 7. Mai 2018 

ging eine entsprechende Stellungnahme der Beschwerdegegnerin ein (act. 17), 

welche die Vorinstanz den Beschwerdeführern am 14. Mai 2018 zur Kenntnis-

nahme bzw. zu ihren Akten zustellte (act. 19). Am 16. Mai 2018 machten die Be-

schwerdeführer eine Noveneingabe zu ihrem Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege und kündigten in dieser ausserdem eine Stellungnahme 

zur ihnen zugestellten Stellungnahme der Beschwerdegegnerin an (act. 21), wel-

che am 22. Mai 2018 schliesslich erstattet wurde (act. 22). 

2.2 Am 29. Mai 2018 entschied die Vorinstanz zu Gunsten der Beschwerdegeg-

nerin und verpflichtete die Beschwerdeführer unter Androhung der Zwangsvoll-

streckung im Unterlassungsfall, die streitgegenständliche Wohnung bis spätes-

tens 14. Juni 2018, 12:00 Uhr mittags, zu räumen und der Beschwerdegegnerin 

ordnungsgemäss gereinigt mit allen dazugehörenden Schlüsseln zu übergeben 

(act. 30 [=act. 23 = act. 27] Disp.-Ziff. 2). Das von den Beschwerdeführern gestell-

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te Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wies die Vorinstanz 

ab (act. 30 Disp.-Ziff. 2), weil deren Nichteintretensantrag aussichtslos im Sinne 

von Art. 117 lit. b ZPO gewesen sei (act. 30 E. 6.3) 

3. Am 11. Juni 2018 erhoben die Beschwerdeführer rechtzeitig (vgl. act. 24/2) 

Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung, soweit darin ihr Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen wurde. Dabei stellten 

sie die folgenden Anträge (act. 26 S. 2): 

1. Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung/Urteil sei aufzuheben bzw. 
dahingehend abzuändern, dass den Gesuchsgegnern die unent-
geltliche Rechtspflege gewährt und ihnen der unterzeichnende 
Rechtsanwalt als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt wird;  

2. Ziff. 5 der angefochtenen Verfügung/Urteil sei aufzuheben bzw. 
dahingehend abzuändern, dass die Gerichtskosten zu Lasten des 
Kantons gehen;  

3. Ziff. 6 der angefochtenen Verfügung/Urteil sei dahingehend abzu-
ändern, dass der Gesuchstellerin der von ihr geleistete Kosten-
vorschuss von Fr. 1'250.– erstattet wird;  

4. Ziff. 7 der angefochtenen Verfügung/Urteil sei dahingehend zu 
ergänzen, dass dem unterzeichnenden Rechtsanwalt vom Kanton 
eine nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens zu beziffernde 
Entschädigung zzgl. MwSt und Barauslagen ausgerichtet wird;  

5. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten des Kan-
tons.  

Prozessuale Anträge im Beschwerdeverfahren: 
6. Den Beschwerdeführern sei für das Beschwerdeverfahren die un-

entgeltliche Rechtspflege zu gewähren, und es sei ihnen der un-
terzeichnende Rechtsanwalt als unentgeltlicher Rechtsbeistand 
zu bestellen;  

7. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu 
erteilen;  

8. Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens Nr. ER180012-G seien 
beizuziehen;  

9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7,7 % MwSt) zu-
lasten des Kantons.  

4. Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 1-24). Eine Stellungnah-

me der Beschwerdegegnerin ist nicht einzuholen, weil sie vom Entscheid der Fra-

ge, ob den Beschwerdeführern für das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltli-

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che Rechtspflege zu bewilligen ist, in ihren Interessen nicht berührt wird 

(BGE 139 III 334, E. 4.2 m.w.H.; vgl. auch nachfolgend E. III.3). Lediglich zur 

Kenntnisnahme ist ihr noch ein Doppel von act. 26 zuzustellen. Das Verfahren ist 

dementsprechend spruchreif, wobei das Gesuch der Beschwerdeführer um Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung mit dem heutigen Endentscheid obsolet wird. 

II. 
Zur Beschwerde im Einzelnen 

1. Formelles zur Beschwerde i.S.v. Art. 121 i.V.m. Art, 319 ff. ZPO 

1.1 Der die unentgeltliche Rechtspflege ablehnende Entscheid kann mit Be-

schwerde angefochten werden (Art. 121 ZPO). Das Beschwerdeverfahren richtet 

sich nach den Art. 319 ff. ZPO. Gerügt werden kann dementsprechend die unrich-

tige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sach-

verhaltes (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist zu begründen (Art. 321 Abs. 1 

ZPO). Dies bedeutet, dass sich der Beschwerdeführer mit dem angefochtenen 

Entscheid auseinandersetzt und genau aufzeigt, welchen Teil der Begründung er 

für falsch hält und auf welche Dokumente er sich dabei stützt. Was nicht bean-

standet wird, hat Bestand. Soweit jedoch eine Rüge vorgebracht wurde, wendet 

die Berufungsinstanz das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). Sie ist weder 

an die Argumente der Parteien noch an die Begründung des vorinstanzlichen 

Entscheides gebunden (BGE 138 III 374 E. 4.3.1, ZR 110 Nr. 80) 

1.2 Die Beschwerdeführer beantragen die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege für das vorinstanzliche Verfahren und rügen eine Verletzung von 

Art. 117 ZPO durch die Vorinstanz. Nach dieser Bestimmung hat eine Person An-

spruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mit-

tel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. 

2.  Rüge der Verletzung des Rechts auf Vorausbeurteilung 

2.1 Die Beschwerdeführer rügen zunächst, die Vorinstanz habe ihr Recht auf 

Vorausbeurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege verletzt. So hät-

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ten sie das entsprechende Gesuch am 17. April 2018 gestellt, doch sei darüber 

erst eineinhalb Monate später zusammen mit dem Endentscheid vom 29. Mai 

2018 entschieden worden. Die Beschwerdeführer bringen vor, der Vorinstanz sei 

es ohne Weiteres möglich gewesen, über ihr Gesuch zusammen mit der Fristan-

setzung an die Beschwerdegegnerin zur Stellungnahme, d.h. am 23. April 2018, 

zu entscheiden. Spätestens entscheiden müssen hätte die Vorinstanz nach Mei-

nung der Beschwerdeführer jedoch mit dem Kurzbrief vom 14. Mai 2018, mit wel-

chem ihnen die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 7. Mai 2018 zur 

Kenntnisnahme zugestellt worden sei, bzw. unmittelbar nach Eingang ihrer Ein-

gabe vom 16. Mai 2018, mit welcher sie eine Stellungnahme zur Stellungnahme 

der Beschwerdegegnerin angekündigt hätten, seien doch ab diesem Zeitpunkt 

weitere Verfahrenshandlungen von ihnen erforderlich geworden (act. 26 Rn. 3 ff.). 

2.1 Der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 

Abs. 3 BV) umfasst das Recht der gesuchstellenden Person, dass die Erfolgsaus-

sichten ihrer Rechtsbegehren umgehend nach Einreichung des Gesuchs und auf 

Grundlage der in diesem Zeitpunkt gegebenen Rechts-, Sach- und Aktenlage vor-

läufig und zum Voraus (ex ante) beurteilt werden (vgl. statt vieler etwa BGE 138 

III 217 E. 2.2.4; BGE 133 III 614 E. 5; BGE 131 I 113 E. 3.7.3; BGE 129 I 129 E. 

2.3.1; BGE 125 II 265 E. 4b; BGE 124 I 304; BGE 122 I 5 E. 4a; ZR 2010 Nr. 72 

E. II.5.; ZR 2007 Nr. 21 E. 5c/bb; ZR 1997 Nr. 50 sowie BK ZPO-BÜHLER, 2012, 

Art. 117 N 253 mit weiteren Hinweisen auf die entsprechende Lehre). Ausnahmen 

vom Grundsatz, dass über ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege umgehend 

nach seiner Einreichung zu entscheiden ist, sind aber zulässig, wenn das Zuwar-

ten mit dem Entscheid nicht gegen das Fairnessgebot (Art. 29 Abs. 1 BV) 

verstösst, weil nach der zusammen mit dem Gesuch eingereichten Rechtsvorkehr 

keine weiteren Verfahrensschritte mehr erforderlich sind, mithin etwa gestützt auf 

einen einfachen Schriftenwechsel zu entscheiden ist. Anders sieht es aus, wenn 

durch die gesuchstellende Partei weitere, in erheblichem Mass Kosten, insbeson-

dere Anwaltskosten, verursachende Schritte unternommen werden müssen; dies-

falls ist das Zuwarten mit dem Entscheid unzulässig (vgl. etwa BÜHLER, a.a.O., 

Art. 119 N 55 f.). Da die Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren anwalt-

lich vertreten waren, bringen sie deshalb grundsätzlich zu Recht vor, die Vo-

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rinstanz habe ihr Recht auf Vorausbeurteilung ihres Gesuchs um unentgeltliche 

Rechtspflege verletzt, indem sie ihnen die Stellungnahme der Beschwerdegegne-

rin vom 7. Mai 2018 ohne vorgängigen Entscheid über das von ihnen gestellte 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zur freigestellten Replik 

zugestellt hat. 

2.3 Soweit die Beschwerdeführer daraus jedoch ableiten, dass sie bereits aus 

diesem Grund – also unabhängig davon, ob ihnen die Vorinstanz zu Unrecht die 

unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit i.S.v. Art. 117 lit. b ZPO 

verweigert hatte – von den vorinstanzlichen Kosten zu befreien seien, übersehen 

sie, dass eine Verletzung des Rechts auf Vorausbeurteilung keinen von den bei-

den weiteren Anspruchsvoraussetzungen (Mittellosigkeit des Gesuchstel-

lers/Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung) unabhängigen und 

selbstständigen Anspruch auf Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege als 

positive Leistung des Staates begründet (BGE 129 V 411 E. 3.4; BGer 

5P.44/2004 vom 8. Juli 2004, E. 4; BÜHLER, a.a.O., Art. 119 N 56a; DANIEL 

WUFFLI, Die unentgeltliche Rechtspflege in der Schweizerischen Zivilprozessord-

nung; in: SSZR 2015 Bd. 21, S. 334 ff., N 826). Da dies nicht nur für die unent-

geltliche Rechtsvertretung, sondern auch für die Kostentragung im erstinstanzli-

chen Verfahren gilt, sind die Beschwerdeführer entgegen ihrer eigenen Meinung 

(vgl. act. 26 Rn. 9) nicht von denjenigen Kosten zu befreien, welche nach dem 

Zeitpunkt entstanden sind, in welchem die Vorinstanz eigentlich über das Gesuch 

hätte entscheiden müssen. Vielmehr wäre es an den Beschwerdeführern gewe-

sen, bei Zustellung der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin zur freigestellten 

Replik durch die Vorinstanz eine Verletzung des Rechts auf Vorausbeurteilung ih-

res Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu rügen. Die Be-

schwerde der Beschwerdeführer erweist sich insoweit als unbegründet.  

3. Rüge der Verletzung von Art. 117 lit. b ZPO 

3.1 Die Beschwerdeführer rügen weiter, die Vorinstanz sei zu Unrecht zum 

Schluss gekommen, der von ihnen vorinstanzlich vertretene Standpunkt sei im 

Sinne von Art. 117 lit. b ZPO als von Anfang an aussichtslos zu qualifizieren 

(act. 26 Rn. 10 ff.). Dabei bringen sie zusammengefasst vor, entgegen der Vor-

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instanz hätten sie zur Begründung ihres Nichteintretensantrags detaillierte und 

schlüssige Behauptungen vorgetragen, mit denen die Vorbringen im Gesuch der 

Beschwerdegegnerin entkräftet worden seien. Zudem habe die Vorinstanz die 

Aussichtslosigkeit ihres Rechtsbegehrens nicht ex ante, sondern gestützt auf die 

gesamten Verfahrensakten beurteilt und habe anstatt einer summarischen Prü-

fung ein viel zu strenges Mass angewendet (act. 26 Rn.10 ff.).  

3.2 Als aussichtslos im Sinne von Art. 117 lit. b ZPO sind Begehren anzusehen, 

bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefah-

ren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt 

ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustge-

fahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. 

Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei ver-

nünftiger Überlegung zu einem Prozess entschlösse; eine Partei soll einen Partei, 

den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb an-

strengen könne, weil er sie nichts kostet (BGE 138 III 217 E.2.2.4, BGE 133 III 

614 E. 5). Die Anspruchsvoraussetzung der Nichtaussichtslosigkeit ist grundsätz-

lich unabhängig von der Parteirolle zu prüfen. Sofern das Verfahren nicht eine be-

sondere Rücksichtnahme auf die Parteirolle verlangt, beurteilt sich im Grundsatz 

die Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren der beklagten Partei nicht anders als 

für die klagende; auch von der beklagten Partei kann erwartet werden, dass sie 

offensichtlich berechtigte Ansprüche anerkennt und nicht sinnlos prozessiert 

(BGE 142 III 138 E. 5.2; BGE 139 477 E. 2.3 m.w.H.). Ob im Einzelfall genügende 

Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summa-

rischen Prüfung der Prozessaussichten (BGE 138 III 217 E.2.2.4, BGE 133 III 614 

E. 5), wobei hierfür auf die rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse abzustellen 

ist, wie sie im Zeitpunkt des Gesuches um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege vorliegen (BGE 129 I 129 E. 2.3.1; BGE 128 I 225 E. 2.5.3; BGE 

124 I 304 E. 2c m.w.H.; ZR 2011 Nr. 97 E. 2.5; ZR 2011 Nr. 99 E. 3.6; ZR 2011 

Nr. 101 E. 3.3; ZR 2011 Nr. 102 E. 3.5). 

 Im konkreten Fall war bei der Beurteilung der Aussichtslosigkeit des von den 

Beschwerdeführern als vor Vorinstanz beklagte Partei vertretenen Parteistand-

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punkts insbesondere zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin als kla-

gende Partei den von ihr gegenüber den Beschwerdeführern geltend gemachten 

Ausweisungsanspruch im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen gemäss 

Art. 257 ZPO anhängig gemacht hat. Im Rahmen dieses Verfahrens wird der von 

der gesuchstellenden Partei verlangte Rechtsschutz gewährt, wenn der Sachver-

halt unbestritten oder sofort beweisbar und die Rechtslage klar ist (Art. 257 Abs. 1 

ZPO). Der Nachweis dieser Voraussetzungen obliegt der klagenden Partei. Be-

streitet die beklagte Partei die von der klagenden Partei behaupteten Tatsachen 

(Sachverhalt), so muss sie ihre Bestreitungen, Einwendungen und Einreden ledig-

lich substantiiert vorbringen. Sie hat ihre Einwendungen und Einreden mit ande-

ren Worten nicht einmal glaubhaft zu machen (vgl. etwa BSK ZPO-HOFMANN, 

2. Aufl. 2014, Art. 257 N 10), sondern sie trifft lediglich eine Behauptungslast. Zur 

Verneinung eines klaren Falls im Sinne von Art. 257 ZPO genügt es deshalb, 

wenn die beklagte Partei substantiiert und schlüssig Einwendungen vorträgt, die 

in tatsächlicher Hinsicht nicht sofort widerlegt werden können und die geeignet 

sind, die bereits gebildete richterliche Überzeugung zu erschüttern (BGE 138 III 

620 E. 5.1.1. m.w.H.). Offensichtlich haltlose Einwendungen, Einreden und Be-

streitungen (sog. Schutzbehauptungen) der beklagten Partei genügen dazu je-

doch nicht, wobei ein Vorbringen dann als haltlos anzusehen ist, wenn es sich 

aufgrund der gesamten Umstände ohne Weiteres als unwahr erweist. Es genügt 

aber nicht zur Haltlosigkeit, wenn die Wahrheit der Ausführungen fraglich er-

scheint. Vielmehr muss das Vorbringen zufolge klarer gegenteiliger Anhaltspunkte 

im höchsten Grad unwahrscheinlich wirken. Die Unwahrheit muss praktisch er-

wiesen sein. Entsprechend ist nicht leichthin von Haltlosigkeit auszugehen (OGer 

ZH, LF150054-O vom 12. Oktober 2015, E. III.1).  

3.3 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens, bei dem es um das Vorliegen bzw. 

Nichtvorliegen von tatsächlicher Aussichtslosigkeit geht, ist eine frei zu prüfende 

Rechtsfrage, welche Sachumstände für die Beurteilung der Prozessaussichten 

rechtserheblich sind und ob sie für oder gegen eine hinreichende Erfolgsaussicht 

sprechen. Tatfrage und deshalb nur unter dem Gesichtspunkt der offensichtlichen 

Unrichtigkeit zu prüfen ist dahingegen, welche Tatsachen als erstellt oder umge-

kehrt als beweislos oder nicht beweisbar gelten müssen (vgl. für das Beschwer-

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deverfahren nach BGG: BGE 124 I 304 E. 2c; BGer 5A_417/2009 vom 31.7.2009 

E. 2.2; BGer 4A_454/2008 vom 1.12.2008 E. 4.2 sowie BÜHLER, a.a.o., Art. 117 

N 251). 

3.4 a) Vor Vorinstanz hat die Beschwerdegegnerin zur Begründung ihres Aus-

weisungsbegehrens vorgebracht, der zwischen den Parteien bestehende Mietver-

trag vom 30. November 2017 sei bis Ende März 2018 befristet, weshalb die Be-

schwerdeführer nach diesem Datum über keinen Rechtstitel zum Verbleib im Mie-

tobjekt mehr verfügen würden (vgl. act. 1 S. 2 ff.). Dass sie ihr Ausweisungsbe-

gehren bereits am 20. März 2018 und damit vor Ende der Mietdauer gestellt habe, 

begründete sie sodann damit, dass die Beschwerdeführer ihr am 14. März 2018 

per Kurzmitteilung mitgeteilt hätten, sie würden das streitgegenständliche Mietob-

jekt nach Ablauf der festen Vertragsdauer nicht verlassen, weil sie immer noch 

keine neue Wohnung gefunden hätten. Dies hätten die Beschwerdeführer am 

15. März 2018 sodann noch schriftlich bestätigt (act. 1 S. 4 f.). Als Beweis reichte 

die Beschwerdegegnerin die erwähnte schriftliche Bestätigung der Beschwerde-

führer vom 15. März 2018 ins Recht (act. 3/7). 

 Die Beschwerdeführer hielten dem vor Vorinstanz entgegen, entgegen der 

Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdegegnerin sei zwischen den Parteien 

mündlich ein neuer – unbefristeter – Mietvertrag geschlossen worden. Zu diesem 

Vertragsabschluss sei es gekommen, nachdem sie die Beschwerdegegnerin 

(bzw. deren Verwaltungsrat F._____) im Februar 2018 darüber in Kenntnis ge-

setzt hätten, dass sie mit ihren zwei Kindern – unter anderem wegen der Betrei-

bungen der Beschwerdegegnerin – erhebliche Mühe bekunden würden, eine 

neue Wohnung zu finden. Es sei deshalb vereinbart worden, dass sie der Be-

schwerdegegnerin Fr. 4'000.– an ausstehenden Mietzinsen bezahlen würden und 

die Beschwerdegegnerin im Gegenzug einerseits die Betreibungen gegen sie zu-

rückziehe und ihnen andererseits die streitgegenständliche Wohnung bis auf wei-

teres (zum bestehenden Mietzins) zur Benützung überlasse. In der Folge seien 

der Beschwerdegegnerin von ihnen Fr. 4'000.– in bar übergeben worden, wobei 

sie – wie bereits für eine Barzahlung von Fr. 3'000.– im Oktober 2017 – keine 

Quittung erhalten hätten. Zur von der Beschwerdegegnerin vorinstanzlich einge-

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reichten Bestätigung vom 15. März 2017 brachten die Beschwerdeführer zudem 

vor, diese sei vom Verwaltungsrat der Beschwerdegegnerin verfasst und ihnen 

vor ihrer Wohnung aus dem Auto heraus zur Unterschrift unterbreitet worden. Da-

bei sei ihnen gesagt worden, es gehe um die getroffene Vereinbarung, weshalb 

sie dieses Dokument ohne es weiter zu hinterfragen arglos unterzeichnet hätten. 

Die Hintergründe dieser "Bestätigung" seien im Übrigen auch suspekt. So gebe 

es aus ihrer Sicht keinen Grund, eine entsprechende Bestätigung zu unterzeich-

nen, da zum Zeitpunkt der Unterzeichnung die erwähnte mündliche Abmachung 

gegolten habe. Zudem mache ein solches Dokument auch deshalb keinen Sinn, 

weil die Beschwerdegegnerin behaupte, sie verfügte auch über eine – nicht ins 

Recht gelegte – Kurzmitteilung vom 14. März 2018, welche das Gleiche besagte 

wie die schriftliche Bestätigung (act. 10 S. 3 ff.).  

 b) Nachdem der Beschwerdegegnerin hierzu von Seiten der Vorinstanz mit 

Verfügung vom 23. April 2018 (vgl. act. 13) ausdrücklich Frist angesetzt worden 

war, bestritt die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Stellungnahme zur Ge-

suchsantwort den Abschluss eines neuen unbefristeten Mietvertrages (act. 17 

S. 3 ff.) und legte einen Printscreen der von ihr bereits im ursprünglichen Gesuch 

erwähnten Kurzmitteilung vom 14. März 2018 ins Recht (act. 18/1):  

 In ihrer im Rahmen des Replikrechts eingereichten Stellungnahme vom 

22. Mai 2018 machten die Beschwerdeführer sodann insbesondere geltend, der 

von der Beschwerdeführerin eingereichte Printscreen der Kurzmitteilung vom 

14. März 2018 sowie weiterer Kurzmitteilungen würden unechte Noven darstellen 

und seien deshalb nicht mehr zu berücksichtigen. Zudem wurde die Authentizität 

der entsprechenden Mitteilungen bestritten (act. 22 S. 3 ff.).  

 c) Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid vom 29. Mai 2018 zur Begrün-

dung der Gutheissung des Ausweisungsbegehrens der Beschwerdegegnerin aus, 

die Beschwerdeführer würden geltend machen, ihnen sei vom Verwaltungsrat der 

Beschwerdegegnerin im Februar 2018 mündlich zugesichert worden, ihnen die 

Wohnung bis auf Weiteres resp. bis sie eine neue Wohnung gefunden hätten zu 

überlassen. Dies stehe in klarem Widerspruch zu der von den Beschwerdeführern 

unterzeichneten Bestätigung vom 15. März 2018, wonach sie die von ihnen ge-

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mietete Wohnung "nicht wie vertraglich vereinbart am 31. März 2018" verlassen 

würden, da sie noch keine neue Wohnung gefunden hätten. Die Beschwerdefüh-

rer würden zwar vorbringen, F._____ als Verwaltungsrat der Beschwerdegegnerin 

habe dieses Dokument vorformuliert, es ihnen aus dem Autofenster zur Unter-

schrift entgegengehalten und ihnen gesagt, es gehe um die Vereinbarung betref-

fend Verlängerung des Mietverhältnisses und sie müssten bestätigen, noch keine 

neue Wohnung gefunden zu haben. Daraufhin hätten sie dieses arglos und ohne 

es weiter zu hinterfragen unterzeichnet. Es erscheine aber wenig lebensnah, dass 

die Beschwerdeführer sich tatsächlich derart hinters Licht führen liessen und arg-

los eine Erklärung unterzeichnet hätten, deren Wortlaut klar dem widerspreche, 

was angeblich erst kurz zuvor im Februar 2018 vereinbart worden sei, zumal die 

Vereinbarung äusserst knapp gehalten sei und deren Inhalt selbst in einer stres-

sigen Situation innert kurzer Zeit wahrgenommen werden könne. Dies gelte umso 

mehr, als – wie die Beschwerdeführer selbst schreiben würden – bereits im Vor-

feld dazu ein Strafverfahren vom besagten Verwaltungsrat der Beschwerdegeg-

nerin gegen den Beschwerdeführer 1 angestrengt worden sei, mithin das Vertrau-

en zwischen den Parteien bereits ziemlich zerrüttet gewesen sein müsse. Ent-

sprechend wenig plausibel sei die Darstellung der Beschwerdeführer, dass sie ein 

ihnen von demselben F._____ ohne Vorankündigung unterbreitetes Schreiben 

einfach so unterzeichnet hätten, ohne dass sie tatsächlich hinter der Erklärung 

gestanden hätten. Die Beschwerdeführer hätten damit keine substantiierten und 

schlüssigen Einwendungen vorgebracht, welche die richterliche Überzeugung be-

treffend die von der Beschwerdegegnerin vorgebrachten Tatsachenbehauptungen 

zu erschüttern vermöchten. Es sei vielmehr als erstellt zu erachten, dass die Be-

schwerdeführer über keinen Rechtstitel mehr verfügen würden, der ihnen den 

Aufenthalt in der Wohnung nach dem 31. März 2018 noch gestatten würde. Vor 

diesem Hintergrund könne sodann auch die Frage, ob der von der Beschwerde-

gegnerin in ihrer Eingabe vom 7. Mai 2018 eingereichte Printscreen einer Kurz-

mitteilung des Beschwerdeführers 1 vom 14. März 2018 aufgrund der Noven-

schranke noch zu beachten sei, offen gelassen werden (act. 30 E. 3.5.-6.).  

 Zur Abweisung des Gesuchs der Beschwerdeführer um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege führte die Vorinstanz überdies aus, die Beschwerde-

- 13 - 

führer hätten am 15. März 2018 selbst unterschriftlich bestätigt, dass das Mietver-

hältnis per 31. März 2018 ende und sie die Wohnung dennoch zu diesem Zeit-

punkt nicht verlassen würden und würden keinerlei Vorbringen machen, wonach 

sich nach diesem Zeitpunkt noch Änderungen ergeben hätten. Entsprechend 

müsse ihr Nichteintretensantrag als von vornherein aussichtslos qualifiziert wer-

den. Ausführungen zur Mittellosigkeit würden sich damit erübrigen (act. 30 E. 6.3).  

3.5 Die Beschwerdeführer rügen zunächst, die Vorinstanz habe die Erfolgsaus-

sichten ihres Gesuchs zu Unrecht ex post – gestützt auf die gesamten Verfahren-

sakten und damit beide Schriftenwechsel – anstatt ex ante gestützt auf die bei 

Gesuchseinreichung vorliegenden Unterlagen beurteilt. Dies zeige sich dadurch, 

dass die Vorinstanz die Aussichtslosigkeit damit begründe, die beiden von ihnen 

erstatteten Stellungnahmen hätten keine Vorbringen enthalten, welche für ihren 

Standpunkt gesprochen hätten (act. 26 Rn. 14).  

 Dabei übersehen sie jedoch, dass sie einzig aus der Formulierung der Vor-

instanz nichts zu ihren Gunsten ableiten können, kommt es doch im Ergebnis nur 

darauf an, dass die Vorinstanz der Ansicht war, (auch) der Gesuchsantwort der 

Beschwerdeführer hätten keine Vorbringen entnommen werden können, welche 

für ihren Standpunkt gesprochen hätten. Vielmehr wäre von den Beschwerdefüh-

rern im Beschwerdeverfahren darzulegen, weshalb die Vorinstanz bei einer Beur-

teilung nach den Verhältnissen zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung zu einem 

anderen Ergebnis hätte kommen müssen, bzw. weshalb sie entgegen der Vor-

instanz eben doch Vorbringen gemacht hätten, welche für ihren Standpunkt ge-

sprochen hätten. Dazu bringen die Beschwerdeführer aber lediglich pauschal vor, 

sie hätten in ihrer Gesuchsantwort detaillierte und substantiierte Behauptungen 

vorgetragen, mit denen die Vorbringen der Beschwerdegegnerin im Gesuch ent-

kräftet worden seien; gestützt auf diese Ausführungen sei es mehr als glaubhaft 

erschienen, dass die Voraussetzungen für die Gewährung von Rechtsschutz in 

klaren Fällen nach Art. 257 ZPO – aufgrund mündlicher Vereinbarung über eine 

Verlängerung des bestehenden Mietverhältnisses – nicht erfüllt gewesen seien 

und auf das Gesuch deshalb nicht einzutreten gewesen sei (Art. 26 Rn. 15).  

- 14 - 

 Allerdings wird von den Beschwerdeführern nicht näher dargelegt, weshalb 

die von ihnen vorinstanzlich gemachten Vorbringen dergestalt "detailliert und sub-

stantiiert" bzw. schlüssig gewesen seien, dass sie geeignet gewesen seien, die 

aufgrund der Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdegegnerin im Ausweisungs-

gesuch bereits gebildete richterliche Überzeugung zu erschüttern. Auch den Ak-

ten lassen sich sodann keine weiteren Anhaltspunkte entnehmen, welche für die 

Stichhaltigkeit des von den Beschwerdeführern behaupteten Sachverhaltes sprä-

chen. So war vor Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht unbestritten, dass die Par-

teien am 30. November 2017 einen schriftlichen Mietvertrag abgeschlossen ha-

ben, mit welchem ein bis zum 31. März 2018 befristetes Mietverhältnis für die 

streitgegenständliche Wohnung vereinbart wurde (act. 3/3). Während die Be-

schwerdegegnerin aus dieser Befristung ihren Ausweisungsanspruch ableitete, 

haben die Beschwerdeführer in ihrer vorinstanzlichen Gesuchsantwort vom 

17. April 2018 einzig behauptet, im Februar 2018 sei mündlich ein neuer, unbe-

fristeter Mietvertrag geschlossen worden, wobei sie als Beweis für ihren Stand-

punkt die Parteibefragung bzw. ihre eigene Beweisaussage offeriert haben (vgl. 

act. 10 S. 3 ff.). Weiter ergibt sich aus den Akten, dass die Parteien – nachdem 

der ursprünglich zwischen ihnen geschlossene Mietvertrag vom 1. Dezember 

2006 (vgl. act. 3/6) per Ende November 2017 durch die Beschwerdegegnerin ge-

kündigt worden war (act. 3/3) – zur Begründung des für vier Monate (1. Dezember 

2017 bis 31. März 2018) befristeten, neuen Mietvertrages nicht nur den bereits 

erwähnten schriftlichen Mietvertrag vom 30. November 2017 (act. 3/2) sondern 

zusätzlich auch eine schriftliche Zusatzvereinbarung dazu abgeschlossen haben, 

in welcher detailliert festgehalten wurde, unter welchen Bedingungen den Be-

schwerdeführern von der Beschwerdegegnerin ein neuer befristeter Mietvertrag 

gewährt wurde (act. 3/6).  

 Wenn die Beschwerdeführer vor Vorinstanz behaupteten, es sei nach die-

sem Datum mündlich ein unbefristeter Mietvertrag geschlossen worden, dann ist 

diese Behauptung bereits deshalb als Schutzbehauptung zu qualifizieren, weil es 

lebensfremd ist, dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführern mündlich 

ein unbefristetes Mietverhältnis angeboten haben soll, obwohl sie die Bedingun-

gen, unter welchen sie den Beschwerdeführern zuvor eine auf vier Monate befris-

- 15 - 

tete Verlängerung des bereits gekündigten Mietvertrages gewährt hat, ausführlich 

in einem schriftlichen Zusatzvertrag zum ebenfalls schriftlich abgeschlossenen 

Mietvertrag festgehalten hat. Dies gilt umso mehr, als die Bedingungen, unter 

welchen den Beschwerdeführern der befristete Mietvertrag für vier Monate ge-

währt worden war, von Seiten der Beschwerdeführer unbestrittenermassen nicht 

erfüllt worden waren. So hatte die Beschwerdegegnerin in ihrem Ausweisungsbe-

gehren in tatsächlicher Hinsicht geltend gemacht hatte, die Beschwerdeführer hät-

ten weder die in der Zusatzvereinbarung vom 30. November 2017 als ausstehend 

anerkannten Mietzinsen von Fr. 8'032.90 noch die seither aufgelaufenen Mietzin-

sen für die Monate Dezember 2017 bis März 2018 von je Fr. 1'550.– bezahlt 

(act. 1 S. 5); dem hatten die Beschwerdeführer einzig entgegen gehalten, sie hät-

ten die gemäss Zusatzvereinbarung für die bereits ausstehenden Mietzinsen ver-

einbarte erste Zahlung von Fr. 4'000.– bezahlt, dafür jedoch keine Quittung erhal-

ten (vgl. act. 10 S. 3 ff.).  

 Insgesamt ist deshalb die Behauptung der Beschwerdeführer, es sei münd-

lich ein neuer – unbefristeter – Mietvertrag zustande gekommen, aufgrund der 

gesamten Umstände ohne Weiteres als unwahr und damit als Schutzbehauptung 

zu qualifizieren, welche auch im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen nicht 

ausreichend ist, um den von der gesuchstellenden Person beantragten Rechts-

schutz zu verhindern. Die Vorinstanz ist deshalb zu Recht zum Schluss gekom-

men, dass die von den Beschwerdeführern in ihrer Gesuchsantwort gemachten 

Vorbringen zur Verneinung eines klaren Falls im Sinne von Art. 257 ZPO nicht 

ausreichten, weshalb sie den von den Beschwerdeführern vertretenen Standpunkt 

zu Recht als aussichtslos im Sinne von Art. 117 lit. b ZPO qualifiziert hat. 

 Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführer im weiteren bemängeln, die 

Vorinstanz habe bei der Prüfung der Erfolgsaussichten des von ihnen vertretenen 

Standpunkts einen zu strengen Massstab angewendet bzw. habe das Gesuch 

erst zu einem Zeitpunkt behandelt, als eine summarische Prüfung gar nicht mehr 

möglich gewesen, weil die Vorinstanz bereits eine gefestigte Meinung zu den Er-

folgsaussichten gehabt und diese auch bereits geäussert habe (act. 26 Rn. 16). 

So übersehen die Beschwerdeführer zunächst, dass auch zu dieser Rüge im Be-

- 16 - 

schwerdeverfahren darzulegen wäre, weshalb die Vorinstanz bei Anlegung eines 

anderen Massstabs bzw. Vornahme einer nach Meinung der Beschwerdeführer 

richtigen summarischen Prüfung zu einem anderen Ergebnis hätte kommen müs-

sen. Da die Beschwerdeführer in ihrer Gesuchsantwort sodann – wie bereits dar-

gelegt – einzig pauschale Schutzbehauptungen erhoben haben, ist im übrigen 

auch nicht ersichtlich, weshalb bei einer vorläufigen und summarischen Prüfung 

die Gewinnaussichten der Beschwerdeführer höher erscheinen sollten als deren 

Verlustgefahr.  

 Zusammengefasst muss der von den Beschwerdeführern vorinstanzlich ver-

tretene Standpunkt als aussichtslos im Sinne von Art. 117 ZPO bezeichnet wer-

den. Die Prüfung der Mittellosigkeit ist bei dieser Sachlage nicht vorzunehmen 

und daher von der Vorinstanz richtigerweise auch nicht vorgenommen worden. 

Die Beschwerde der Beschwerdeführer ist damit abzuweisen.  

III. 
Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Beschwerdeführer stellen für das Beschwerdeverfahren ein Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (act. 26 S. 2). Indes ist der von den 

Beschwerdeführern im Beschwerdeverfahren vertretene Standpunkt als von An-

fang an aussichtslos im bereits (vorstehend Ziff. II.3.2) dargestellten Sinn zu be-

zeichnen. So leiten die Beschwerdeführer aus der von ihnen geltend gemachten 

Verletzung des Rechts auf Vorausbeurteilung des Gesuchs um unentgeltliche 

Rechtspflege einen Anspruch auf Kostenbefreiung ab, welcher gemäss Recht-

sprechung und Lehre nicht besteht (vgl. vorstehend Ziff. II.2). Im Übrigen begrün-

den die Beschwerdeführer ihre Beschwerde einzig mit von ihnen vorinstanzlich 

angeblich gemachten, detaillierten und substantiierten Behauptungen, welche je-

doch – wie gesehen – als reine Schutzbehauptungen zu qualifizieren und deshalb 

auch im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen gemäss Art. 257 ZPO von 

vornherein nicht ausreichend sind, um einen von der Gegenpartei schlüssig dar-

gestellten und mit Urkunden belegten Sachverhalt in rechtsgenügender Weise zu 

- 17 - 

bestreiten. Das Gesuch der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren ist deshalb bereits wegen Aus-

sichtslosigkeit abzuweisen, womit sich Weiterungen zur Voraussetzung der Mittel-

losigkeit erübrigen.  

2. Im Verfahren um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege sind gemäss 

Art. 119 Abs. 6 ZPO im Grundsatz keine Gerichtskosten zu erheben. Die Kammer 

hat sich der Auffassung angeschlossen, wonach diese Bestimmung einzig auf das 

Gesuchsverfahren anzuwenden ist, nicht hingegen auf das kantonale Beschwer-

deverfahren gegen einen die unentgeltliche Rechtspflege abweisenden oder ent-

ziehenden Entscheid der ersten Instanz (BGE 137 III 470 Erw. 6.5; OGerZH 

RU160002 vom 14. März 2016). Ausgangsgemäss werden die Beschwerdeführer 

deshalb für das vorliegende Verfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ba-

sis für die Gebühr ist der Streitwert der Hauptsache von rund Fr. 9'300.– unter Be-

rücksichtigung von § 12 Abs. 1 und 2, 4 Abs. 1 und 8 Abs. 1 GebV OG. 

3. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen, den Beschwerdeführern 

nicht, weil sie unterliegen, der Beschwerdegegnerin nicht, weil ihr keine Kosten 

entstanden sind.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.  

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.  

- 18 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Beschwerdefüh-

rer je zur Hälfte auferlegt, unter solidarischer Haftung eines jeden für den 

ganzen Betrag.  

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels von act. 26, sowie an das Bezirksgericht Meilen und 

an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 9'300.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw N. Seebacher 
versandt am: 
6. Juli 2018 

	Beschluss und Urteil vom 5. Juli 2018
	I.
	Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1. Nicht bezahlte Mieten Mai, Juni, Juli, August, September 2017 gem. OR 257d Abs. 2, gemäss Kündigungsandrohung vom 19. Juni 2017
	2. Bedrohung des Vermieters durch den Mieter mit einer Waffe. Wurde bei Polizei angezeigt.

	II.
	Zur Beschwerde im Einzelnen
	III.
	Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Beschwerdeführer je zur Hälfte auferlegt, unter solidarischer Haftung eines jeden für den ganzen Betrag.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels von act. 26, sowie an das Bezirksgericht Meilen und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...