# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbaecf7b-4f67-5afc-94a4-35c46fac180f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.12.2021 725 18 25/333
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-25-333_2021-12-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. Dezember 2021 (725 18 25 / 333) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als Schreckereignis zu 

qualifizierenden Unfallereignisses und den weiterhin geklagten psychischen Beschwer-

den (Posttraumatische Belastungsstörung)  

 

 

Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-
tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 
357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Martin 
Bürkle, Rechtsanwalt LL.M., Thouvenin Rechtsanwälte KLG, Klaus-
strasse 33, 8024 Zürich 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Die 1971 geborene A.____ war Geschäftsführerin des B.____ und in dieser Eigenschaft 
bei der AXA Versicherungen AG (AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. 
Am 15. November 2008 wurde auf das Gebäude, in welchem sich das B.____ befand, ein Brand-
anschlag verübt. Dabei wurden drei Mitarbeiterinnen von A._____ getötet. Sie selbst entkam dem 

 

 
 
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Flammentod. Seit diesem Ereignis leidet A._____ an einem Trauma sowie an damit verbundenen 
psychischen Problemen und ist deswegen arbeitsunfähig.  
 
A.2 Die AXA kam im Nachgang zum Ereignis vom 15. November 2008 ihrer gesetzlichen 
Leistungspflicht nach, erbrachte Taggeldleistungen und übernahm die Heilbehandlungskosten 
bis Ende Dezember 2012. Eine über diesen Zeitpunkt hinausgehende Leistungspflicht für das 
Ereignis vom 15. November 2008 lehnte sie ab (vgl. Verfügung vom 22. Mai 2013). Daran hielt 
sie auch auf Einsprache der Versicherten hin mit Entscheid vom 4. Oktober 2013 fest. Zur Be-
gründung brachte sie vor, dass zwischen dem Ereignis vom 15. November 2008 und den noch 
geklagten psychischen Beschwerden kein Kausalzusammenhang mehr bestehe.  
 
A.3 Die dagegen durch die Versicherte, vertreten durch Advokat Roman Felix, beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), erhobene 
Beschwerde wurde mit Urteil vom 31. Juli 2014 dahingehend gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid aufgehoben und die Sache an die AXA zurückgewiesen wurde, damit diese 
nach erfolgter Abklärung des medizinischen Sachverhalts über den Leistungsanspruch der Ver-
sicherten neu verfüge. Zudem erwog das Kantonsgericht, dass der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall vom 15. November 2008 und den noch geklagten Beschwerden erfüllt 
sei. Die gegen diesen Entscheid durch die AXA erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht 
mit Urteil vom 3. März 2015, 8C_857/2014, ab. 
 
A.4 Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichts wurde die Versicherte am 15. März 2016 
durch Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, begutachtet. Gestützt auf die Er-
gebnisse seines Gutachtens vom 21. August 2016 verfügte die AXA am 9. September 2016 die 
Einstellung der gesetzlichen Leistungen mangels natürlichen Kausalzusammenhangs mit Wir-
kung ab 1. Januar 2013. An diesem Ergebnis hielt sie auch in ihrem Einspracheentscheid vom 4. 
Dezember 2017 fest. 
 
B. A.____, vertreten durch Advokat Roman Felix, erhob am 22. Januar 2018 auch dagegen 
Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte, der Einspracheentscheid vom 4. Dezember 
2017 sei aufzuheben und die AXA sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen über den 31. 
Dezember 2012 hinaus zu erbringen. Unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesent-
lichen vorgebracht, dass sich infolge der widerrechtlichen Observation eine Neubegutachtung 
rechtfertige. Zudem könne auf die Ausführungen im Gutachten von Dr. C.____ vom 21. August 
2016 nicht abgestellt werden.  
 
C. Zur Beschwerde liess sich die AXA, vertreten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle, mit Ein-
gabe vom 9. April 2018 vernehmen und beantragte deren Abweisung. Entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführerin erfülle das Gutachten von Dr. C.____ die Anforderungen an den Beweis-
wert medizinischer Gutachten. Gestützt darauf sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der 
Nachweis erbracht, dass seit dem 1. Januar 2013 kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr 
bestehe zwischen dem Unfall vom 15. November 2008 und den noch geklagten psychischen 
Beschwerden. Die Leistungseinstellung sei daher zu Recht per Ende Dezember 2012 erfolgt.  
 

 

 
 
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D. In der Replik vom 18. Juli 2018 und in der Duplik vom 19. September 2018 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen und Standpunkten fest. 
 
E. Im Rahmen der Urteilsberatung vom 10. Januar 2019 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass das Gutachten von Dr. C.____ vom 21. August 2016 unüberwindbare Mängel auf-
weise, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Weiter wurden die Parteien aufgefordert, 
sich zum Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 18. Juni 
2018, welches im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren erstattet wurde, zu äussern.  
 
F. Die Beschwerdeführerin liess am 18. März 2019 zum Gutachten von Dr. D.____ ausfüh-
ren, dass dieses grundsätzlich beweistauglich sei. Allenfalls würden sich Rückfragen in Bezug 
auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aufdrängen. Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Stel-
lungnahme vom 4. April 2019 zunächst fest, dass nach ihrer Ansicht das Gutachten von Dr. 
C.____ nachvollziehbar, schlüssig und widerspruchsfrei sei, weshalb darauf abzustellen und eine 
abschliessende Beurteilung gestützt darauf nicht nur möglich, sondern auch geboten sei. Zum 
Gutachten von Dr. D.____ liess sie verlauten, dass darauf nicht abgestellt werden könne. Dabei 
wies sie auf die Stellungnahme ihres beratenden Arztes Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 26. Februar 2019 hin.  
 
G. Der Fall wurde mit Verfügung vom 10. April 2019 erneut dem Kantonsgericht zur Beur-
teilung überwiesen. Gleichzeitig erhielten die Parteien Kopien der vorgenannten gegnerischen 
Eingaben. Die Beschwerdeführerin, vertreten durch Advokat Roman Felix, liess sich am 15. April 
2019 zur Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 6. April 2019 unter anderem dahingehend 
verlauten, dass das Gutachten von Dr. C.____ nicht beweistauglich sei. Sollte das Gericht die 
Auffassung vertreten, dass nicht auf das Gutachten von Dr. D.____ vom 18. Juni 2018 abgestellt 
werden könne, werde die Anordnung eines Gerichtsgutachtens beantragt. Die Beschwerdegeg-
nerin verzichtete auf eine weitere Stellungnahme (vgl. Schreiben vom 18. April 2019). 
 
H. Am 6. Juni 2019 kam das Kantonsgericht im Rahmen einer weiteren Urteilsberatung zum 
Schluss, dass weder das Gutachten von Dr. C.____ vom 21. August 2016 noch jenes von Dr. 
D.____ vom 18. Juni 2018 für die Beantwortung der strittigen Fragen beweistauglich sei. Das 
Verfahren wurde deshalb wiederum ausgestellt und PD Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, mit einer psychiatrischen Begutachtung der Versicherten beauftragt.  
 
I. Mit Verfügung vom 30. März 2020 wurden die Partien ersucht, sich zum Gerichtsgutach-
ten von PD Dr. F.____ vom 17. März 2020 zu äussern. Die Beschwerdeführerin, vertreten durch 
Advokat Roman Felix, teilte am 7. April 2020 mit, dass das Gutachten überzeuge, weshalb darauf 
abzustellen sei. Am 28. Mai 2020 liess sich die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsan-
walt Martin Bürkle, unter Hinweis auf einen (undatierten) Bericht von Dr. E.____ verlauten. Sie 
erachtete das Gerichtsgutachten in mehrfacher Hinsicht als widersprüchlich und mangelhaft.  
J. Mit Verfügung vom 15. Juni 2020 stellte das Kantonsgericht klar, dass der Gegenstand 
des vorliegenden Verfahrens die Frage bilde, ob die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ab 
dem 1. Januar 2013 mangels natürlicher Kausalität entfalle. Auf Wunsch beider Parteien wurde 
PD Dr. F.____ am 9. Juli 2020 jedoch beauftragt zu klären, wie er den unfallbedingten Verlauf 

 

 
 
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der Arbeitsfähigkeit der Versicherten in Bezug auf die bisherige resp. eine angepasste Verweistä-
tigkeit seit dem 1. Januar 2013 beurteile. Das Ergänzungsgutachten von PD Dr. F.____ vom 20. 
April 2021 (inkl. neuropsychologisches Gutachten des Instituts für Neuropsychologische Diag-
nostik und Bildgebung vom 26. März 2021) ging am 22. April 2021 beim Kantonsgericht ein. Da 
sich der Gutachter darin auch zur Kritik des beratenden Arztes Dr. E.____ am Gerichtsgutachten 
vom 17. März 2020 äusserte (vgl. vorstehend Sachverhalt I.), erhielten die Parteien Gelegenheit, 
sich dazu vernehmen zu lassen. Mit Eingabe vom 28. Mai 2021 verzichtete die Beschwerdegeg-
nerin auf eine Stellungnahme. Die Beschwerdeführerin liess sich durch ihren Rechtsvertreter am 
29. Juni 2021 verlauten.  
 
K. Mit Verfügung vom 1. Juli 2021 wurde die Angelegenheit erneut der Dreierkammer zur 
Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene Beschwerde vom 22. Januar 2018 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1984 so-
wie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft getreten. 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmun-
gen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
werden nach bisherigem Recht gewährt (vgl. Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG). So 
verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die 
dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend einzig, ob zwischen dem Unfall vom 15. November 
2008 und den über den 31. Dezember 2012 hinaus geltend gemachten gesundheitlichen Be-
schwerden der natürliche Kausalzusammenhang weiterhin zu bejahen und ob der Endzustand 
eingetreten ist. Nicht mehr zu prüfen ist das Vorliegen des adäquaten Kausalzusammenhangs. 

 

 
 
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Das Kantonsgericht hat bereits in seinem Urteil vom 31. Juli 2014, 725 13 320, E. 5, die Adäquanz 
aufgrund der allgemeinen Adäquanzformel bejaht, was auch vom Bundesgericht im Urteil vom 
3. März 2015, 8C_857/2014, E. 6.2 nicht beanstandet wurde. Darauf wird verwiesen.  
 
3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdiensts. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). 
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 
eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.2 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie insbesondere der Feststellung natürli-
cher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind (BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei ei-
nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das ge-
samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

 

 
 
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demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157E. 
1c). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Auf-
gabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimm-
ten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 
(EGMR) hat diesbezüglich erwogen, der Meinung eines von einem Gericht ernannten Experten 
oder einer Expertin komme bei der Beweiswürdigung vermutungsweise hohes Gewicht zu (BGE 
135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen). Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichts-
expertise widersprüchlich ist oder ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender 
Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner ge-
rechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht 
als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, 
dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 
Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht 
(BGE 125 V 351 f. E. 3b/aa mit Hinweisen).  
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs-
grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des 
Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6. Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
4. Dezember 2017 insbesondere auf die Beurteilung im psychiatrischen Gutachten von 
Dr. C.____ vom 21. August 2016. Dr. C.____ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen Anteilen im Übergang zu einer Persön-
lichkeitsstörung und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig. Ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine vorübergehende, leicht ausgebildete, weitgehend 
remittierte posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), ein gefährlicher Gebrauch von Alkohol, 

 

 
 
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eine psychische und eine Verhaltensstörung durch Stimulantien (Ecstasy) bei mindestens gefähr-
lichem Gebrauch, bei diskrepanten Angaben und bei möglicherweise mindestens gefährlichem 
Gebrauch von unbekannten psychotropen Substanzen. Die Beschwerdeführerin sei seit Januar 
2013 vollschichtig arbeitsfähig. Anlässlich der ersten in vorliegender Angelegenheit erfolgten Ur-
teilsberatung vom 10. Januar 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass dem Gut-
achten von Dr. C.____ keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Zusammengefasst 
wurde festgestellt, dass es in materieller Hinsicht unüberwindbare Mängel aufweise und auch 
keine Indikatorenprüfung enthalte, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne (vgl. Beschluss 
vom 10. Januar 2019, 725 18 25, E. 3.2.1 - 3.2.7). Daran hielt das Kantonsgericht im Rahmen 
der Urteilberatung vom 5. Juni 2019 fest (vgl. Beschluss vom 5. Juni 2019). Da auch die übrigen 
bei den Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bil-
deten, beschloss das Kantonsgericht, den Fall auszustellen und zur Klärung des Sachverhalts 
ein psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. 
 
7.1 Im Gerichtsgutachten von PD Dr. F.____ vom 17. März 2020 wurde mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine PTBS (DSM-5/ICD10 F43.1) nach Überleben von einem Brandanschlag 
mit drei Todesopfern am 15. November 2008 genannt. Im Rahmen der Herleitung dieser Diag-
nose wies der Gutachter darauf hin (vgl. S. 143 ff. des Gutachtens), dass alle Kriterien für deren 
Annahme gemäss DSM-5 erfüllt seien, weshalb sie zu stellen sei. Die übermässige Ermüdbarkeit 
und Kraftlosigkeit seien als direkte Folge der starken Emotionen zu interpretieren, die mit der 
posttraumatischen Symptomatik einhergehen würden. Dies gelte auch für die latente Suizidalität, 
die im Zusammenhang mit den übermässigen Schuldgefühlen zu erklären sei. Von den derzeit 
vorliegenden posttraumatischen Symptomen lägen vier (Flashbacks, übermässige Reizbarkeit 
und Schreckhaftigkeit, latente Suizidalität) in leichter, neun (psychische und körperliche Stress-
reaktionen bei Konfrontation mit den Erinnerungen an das traumatische Ereignis, Vermeidung 
von inneren und äusseren Auslösern, die mit dem traumatischen Ereignis verbunden sind, über-
mässige Ermüdbarkeit und Kraftlosigkeit, Hypervigilanz, Störung des Selbst- und Identitätserle-
bens, posttraumatische Albträume, Ein- und Durchschlafstörungen) in mittlerer und eines (über-
mässige Schuldgefühle) in schwerer Ausprägung vor. Bei zwei Symptomen (sich aufdrängende 
Erinnerungen an das traumatische Brandereignis, Konzentrationsstörungen) sei der Schwere-
grad aufgrund der vorliegenden Informationen nicht mit genügender Sicherheit beurteilbar. Vor 
diesem Hintergrund sei insgesamt von einer mittelgradigen Ausprägung der PTBS auszugehen. 
In Bezug auf die ebenfalls im Raum stehende Diagnose einer Depression führte PD Dr. F.____ 
aus, dass der lnteressenverlust, die Konzentrationsstörungen, die Ein- und Durchschlafstörun-
gen, die augenfällige Ermüdbarkeit und Kraftlosigkeit, die übermässigen Schuldgefühle sowie die 
latente Suizidalität deskriptiv Symptome einer Major Depression seien. Damit seien die Be-
schwerdekriterien zwar rein formal erfüllt. Mit Ausnahme des lnteressenverlusts und der Konzent-
rationsstörungen interpretiere er diese Symptome jedoch im Rahmen der PTBS, da er diese 
dadurch besser erklärt sehe. Er beurteile die Einschlafstörungen als Auswirkung der Hypervi-
gilanz und die Durchschlafstörungen als Folge der posttraumatischen Albträume. Die übermäs-
sige Ermüdbarkeit und Kraftlosigkeit seien Auswirkungen der mit der PTBS einhergehenden in-
tensiven Emotionen, welche mit einem permanent hohen Energieaufwand verbunden seien. Die 
starken Schuldgefühle seien ebenso wie die latente Suizidalität im Rahmen der Überlebens-
schuld aufzufassen. Ob der lnteressenverlust Ausdruck der PTBS oder der depressiven oder 

 

 
 
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beider Störungen sei, lasse sich nicht beurteilen, da dessen Dynamik bei beiden Störungsbildern 
vergleichbar sei. Das Gleiche gelte für die Konzentrationsstörungen, welche bei einer PTBS häu-
fig Folge einer Hypervigilanz bzw. einer übermässigen Schreckhaftigkeit seien, da die betroffenen 
Personen niederschwellig durch Störreize abgelenkt würden. Die vorliegenden Informationen be-
züglich der Konzentrationsstörungen würden jedoch keine eindeutige Zuordnung zu einem der 
beiden Störungsbilder erlauben. Damit seien nur zwei der A-Kriterien einer Major Depression 
sicher erfüllt, was diese Diagnose nicht rechtfertige. Da in der Vergangenheit offensichtlich mehr-
fach depressive Episoden vorhanden gewesen seien, sei aktuell von einer remittierten depressi-
ven Episode bei rezidivierender depressiver Störung auszugehen. Dies sei auch für Alkoholprob-
lematik anzunehmen, denn die Eigenangaben betreffend einen mässigen Alkoholkonsum und 
eine Drogenabstinenz seien vereinbar mit den durchgeführten laborchemischen Untersuchun-
gen. Die Frage, ob im Zeitpunkt der Leistungseinstellungen per 31. Dezember 2012 Diagnosen, 
Befunde oder Beschwerden vorgelegen hätten, die überwiegend wahrscheinlich zumindest teil-
weise in einem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 15. November 2008 stünden, be-
jahte PD Dr. F.____ unter Hinweis auf die festgestellte PTBS. Ausser während des stationären 
Aufenthalts im Oktober 2015 in der H.____, wo eine mittelgradige depressive Episode und eine 
nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden seien, und dem psychiatri-
schen Gutachten von Dr. C.____ vom 24. August 2016, in welchem die PTBS als weitgehend 
remittiert beurteilt worden sei, würden alle anderen involvierten behandelnden Fachärzte und 
Gutachter die Diagnose einer PTBS stellen. Auch wenn sich deren exakter Verlauf nicht vollstän-
dig beurteilen lasse, sei davon auszugehen, dass sich eine relevante posttraumatische Sympto-
matik spätestens im Februar 2009 im Vollbild einer PTBS manifestiert habe. Dabei dürfte der 
Verlauf gewissen Schwankungen unterlegen gewesen sein. So sei es während der stationären 
Aufenthalte zu vorübergehenden Besserungen der Symptomatik gekommen. Unter den neu hin-
zugekommenen psychosozialen Belastungsfaktoren, die alle in einem Zusammenhang mit dem 
Brandereignis stünden (finanzielle Probleme, möglicher Verlust der Aufenthaltsbewilligung we-
gen der fehlenden Erwerbstätigkeit, versicherungsrechtliche Auseinandersetzungen und Angst 
vor Racheakten des aus der Haft entlassenen Täters), sei es zu einer Verschlechterung der Si-
tuation gekommen. Es sei daher davon auszugehen, dass relevante posttraumatische Symptome 
sowohl zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Dezember 2012 vorgelegen hätten als 
auch aktuell vorliegen würden. Der Endzustand sei daher weder per Ende Dezember 2012 noch 
im Begutachtungszeitpunkt eingetreten. Der medizinische Zustand könnte aber durch eine kog-
nitiv-orientierte Traumatherapie verbessert werden. Aus versicherungsmedizinischer Perspektive 
empfehle er eine Folgebegutachtung in 1,5 bis 2 Jahren zur Beurteilung des Erfolgs einer solchen 
Behandlung bzw. zur Klärung der Frage, ob in der Zwischenzeit von einem Endzustand ausge-
gangen werden könne. 
 
7.2 Zum Gutachten von PD Dr. F.____ liess sich der Vertrauensarzt der Beschwerdegegne-
rin Dr. E.____ (vgl. Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 28. Mai 2020) vernehmen. In seiner 
undatierten Stellungnahme wies er zunächst darauf hin, dass der Gutachter sich in ernsthafter 
Weise um eine sachbezogene Befunderhebung bemüht habe und das Gutachten in den zentralen 
Aspekten der Diagnosestellung sowie der sich daraus ergebenden medizinischen Schlussfolge-
rungen nachvollziehbar sei. Der Gutachter habe sich hinreichend und schlüssig mit den Vorakten 
und insbesondere mit dem Gutachten von Dr. C.____ vom 21. August 2016 auseinandergesetzt. 

 

 
 
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Zudem könne die vorgenommene Beurteilung der natürlichen Kausalität zwischen den psychi-
schen Beschwerden der Versicherten und dem Unfallereignis vom 15. November 2008 nicht in 
Zweifel gezogen werden. Weiter kritisierte Dr. E.____ jedoch, dass der Aktenauszug eine Struktur 
aufweise, die ganze Passagen der entsprechenden Akten wortwörtlich wie auch in der Gliederung 
unverändert wiedergebe. Daraus entstünde der Eindruck, dass diese Unterlagen ins Gutachten 
hineinkopiert und nicht einer differenzierten gutachterlich fokussierten Aktenanalyse unterzogen 
worden seien. Erst im Rahmen der versicherungsmedizinischen Beurteilung fände sich eine dif-
ferenzierte Auseinandersetzung mit der Aktenlage. Dr. F.____ attestierte dem Gutachter eine 
ernsthafte Anamneseerhebung. Dennoch seien bei der Transkription der Videoaufzeichnungen 
keine Hinweise darüber zu finden, welche anamnestischen Befunde erst durch Nachfragen hätten 
erhoben werden können, weil in der Übertragung der Anamnese ausschliesslich die Angaben der 
Explorandin dokumentiert seien. Da keine Ergänzungsfragen aufgeführt worden seien, werde 
nicht ersichtlich, ob und zu welchen Themenkreisen eine vertiefte Exploration stattgefunden 
habe. Dies wäre aber zum Beispiel bei der Erörterung der regelmässigen Einnahme von Temesta 
2.5 mg notwendig gewesen. Bezogen auf die fremdanamnestischen Angaben würden nur die 
Angaben der angefragten Personen wiedergegeben, ohne Hinweise darauf, ob der Gutachter 
versucht habe, Inkonsistenzen respektive Widersprüche zu klären. Auch die Ausführungen des 
behandelnden Psychiaters würden keine vertiefte Nachfrage aufzeigen. So werde in diesem Zu-
sammenhang der Widerspruch nicht geklärt, warum Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, welcher die Explorandin nun seit über 11 Jahren kenne, nicht wisse, dass sie eine 
Tätigkeit ausübe, welche bei der AHV angemeldet sei. Dr. E.____ bemängelte zudem die Befun-
derhebung im Gutachten, welche nicht nachvollziehbar sei. Im Kapitel der laborchemischen Un-
tersuchungen fände sich ein Widerspruch respektive eine Inkonsistenz zu den vorliegenden Be-
legen. In der Beurteilung der Laboruntersuchung werde durch PD Dr. F.____ erwähnt, dass 
Suchtmittel kein Thema mehr für die Explorandin und die Indikatoren für übermässigen Alkohol-
konsum (MCV, CDT, GGT) unauffällig seien, obwohl keine Laborresultate für MCV und GGT 
vorgelegen hätten. Das CDT sei ein Protein, welches als Biomarker für eine Alkoholkrankheit 
benutzt werde. Dieses werde aber mit 1.5 % angegeben, was ein grenzwertiger und kontrollbe-
dürftiger Wert sei (unauffällig weniger als 1.3 %). Kritisch anzuführen sei zudem, dass der Gut-
achter die Kriterien des DSM-5 auch auf die Akten anwende, die vor 2013 erstellt worden seien. 
Dies sei problematisch, da dieses System erst ab Mai 2013 als verbindliches Diagnosesystem 
aufgenommen worden sei. Weiter monierte Dr. E.____, dass in der abschliessenden versiche-
rungsmedizinischen Beurteilung der bisherige Behandlungsverlauf nicht ausreichend gewürdigt 
worden sei. Auch sei die alleinige Fokussierung des Gutachters auf eine traumatherapeutische 
Behandlung für die Zeitdauer von zwei Jahren klärungsbedürftig. Zusammenfassend hielt 
Dr. E.____fest, dass verschiedene Aspekte im Gutachten nicht entsprechend der verbindlichen 
Qualitätsleitlinien dargestellt worden seien (Aktenauszug). Zudem bestünden einzelne Wider-
sprüche und Inkonsistenzen, die wohl vom Gutachter erwähnt, aber in der abschliessenden Be-
urteilung unkritisch geglättet worden seien. Betreffend den Eintritt des Endzustands führte 
Dr. E.____ aus, dass dieser Aspekt nicht ausreichend geklärt worden sei. Die Frage bleibe offen, 
ob nach zwölf Jahren kontinuierlicher fachärztlicher Behandlung, in welcher vorgängig nie die 
Indikation zur Aufnahme einer Traumatherapie gestellt worden sei, mit der Aufnahme einer sol-
chen eine wesentliche Verbesserung innert zwei Jahren erreicht werden könne.  
 

 

 
 
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7.3 Im Ergänzungsgutachten vom 20. April 2021 liess sich PD Dr. F.____ zur Kritik von 
Dr. E.____ am Gerichtsgutachten vom 17. März 2020 vernehmen. Er führte unter anderem aus, 
dass sämtliche vom Kantonsgericht zur Verfügung gestellten Akten im Gutachten aufgeführt und 
alle anderen zusätzlichen Quellen wie beispielsweise das Telefonat mit dem behandelnden Psy-
chiater erwähnt worden seien. Zudem könne der Eindruck von Dr. E.____ bestätigt werden, dass 
die fallrelevanten Akten auszugswiese ins Gutachten hineinkopiert worden seien. Die Selektion 
der aus gutachterlicher Sicht relevanten Passagen würden allerdings durchaus einer differenzier-
ten, fokussierten Aktenanalyse entsprechen. Dieses Vorgehen lasse sich auch mit den vom be-
ratenden Arzt zitierten Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten vereinbaren. 
Soweit Dr. E.____ beanstandet habe, es fände sich in der Dokumentation der aufgezeichneten 
Untersuchungsgespräche keine Transkription darüber, welche anamnestischen Befunde erst 
durch Nachfragen hätten erhoben werden können, hielt PD Dr. F.____ fest, dass bei fast jeder 
Beschwerde gezielt nachgefragt werde, um beurteilen zu können, ob diese von der Dynamik und 
Intensität her als psychopathologisch ausgeprägtes Symptom zu qualifizieren sei oder nicht. 
Ebenso sei der Einfluss des Temesta auf die Funktionalität der Explorandin im Zusammenhang 
mit der wiederholt geschilderten Müdigkeit erfragt worden (vgl. Seite 140 des Gutachtens). Zur 
Frage, weshalb nach nunmehr 11-jähriger Therapie noch keine Traumatherapie in die Wege ge-
leitet worden sei, hielt PD Dr. F.____ fest, dass das Ausbleiben einer solchen Therapie eher auf 
die persönliche diesbezügliche Überzeugung des behandelnden Psychiaters zurückzuführen sei 
und weniger auf eine fehlende fachlich fundierte Indikation. In Bezug auf die Einschätzung einer 
allfälligen Alkoholsucht und den dabei erhobenen Schweregrad liess der Gutachter verlauten, 
dass diese anhand einer im Gutachten ausführlich beschriebenen Skala beurteilt worden seien. 
Selbst beim Vorliegen eines kontrollbedürftigen CDT-Werts sei eher nicht von einer Alkoholab-
hängigkeit auszugehen, sondern höchstens von einem missbräuchlichen Konsum. In Bezug auf 
die Kritik an der versicherungsmedizinischen Beurteilung und der gutachterlichen Fokussierung 
auf eine traumatherapeutische Behandlung für die Zeitdauer von zwei Jahren führte PD Dr. 
F.____ aus, dass bereits im Austrittsbericht der H.____ vom 10. August 2016 auf eine Trauma-
therapie hingewiesen worden sei. Die Evidenz und die Behandlungsrichtlinien würden bei einer 
PTBS klar eine solche Psychotherapie empfehlen, da sie sämtlichen anderen Therapieformen 
überlegen sei. Es könne daher bei der diagnostizierten PTBS kein Endzustand angenommen 
werden, solange die als am wirkungsvollsten belegte Therapieoption nicht wirklich versucht wor-
den sei.  
 
8.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten oder Expertinnen ab, 
deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen 
bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die 
Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gerichtsgutachten von PD Dr. F.____ vom 17. März 
2020 in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das 
Gutachten die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungs-
grundlage in jeder Hinsicht erfüllt. Das Gutachten ist sorgfältig erstellt und beruht auf einer zwei-
maligen Exploration der Versicherten von 4 Stunden und 25 Minuten bzw. von 35 Minuten. Die 
Wiedergabe der Untersuchungsgespräche zeigt auf, dass PD Dr. F.____ die Versicherte ausführ-

 

 
 
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lich befragt und dadurch ein umfassendes Bild über deren Persönlichkeit erhalten hat. Das Gut-
achten berücksichtigt zudem die ganze Krankengeschichte. Dabei wird deutlich, dass die diag-
nostizierte PTBS seit ihrer erstmaligen Diagnostizierung durch den behandelnden Psychiater Dr. 
G.____ am 2. Februar 2009 nie vollständig remittierte. Der Gutachter weist aber auch darauf hin, 
dass die Ausprägung der PTBS im Krankheitsverlauf Schwankungen unterlag. Dabei stützt er 
sich nicht nur auf die im Rahmen der Befunderhebung gemachten Feststellungen, sondern auch 
auf die in den Vorakten enthaltenen Angaben und eine fremdanamnestische Auskunft des be-
handelnden Psychiaters. Das Gutachten beruht auf allseitigen Untersuchungen, geht auf die ge-
klagten Beschwerden ein und setzt sich mit den anderen ärztlichen Einschätzungen intensiv aus-
einander. Namentlich wird die abweichende Beurteilung von Dr. C.____, der bei der Beschwer-
deführerin in seinem Gutachten vom 21. August 2016 unter anderem eine vorübergehende, leicht 
ausgebildete weitgehend remittierte PTBS diagnostizierte und den Endzustand per 31. Dezem-
ber 2012 attestierte, substantiiert, nachvollziehbar und ausführliche diskutiert und widerlegt. 
Schliesslich leuchtet das Gutachten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. 
der Beurteilung der medizinischen Situation ein und bildet daher eine zuverlässige und rechtsge-
nügende Grundlage für die Beurteilung der strittigen Fragen. So hat es insofern Klärung gebracht, 
als aus medizinischer Sicht davon auszugehen ist, dass die PTBS mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 15. No-
vember 2008 steht. Deutlich wird auch, dass die im Gutachten erwähnten psychosozialen Belas-
tungsfaktoren – entgegen der Auffassung von Dr. C.____ in seinem Gutachten vom 21. August 
2016, E. 6.2 – nicht zu einem Ausschluss des natürlichen Kausalzusammenhangs führen. Die 
entsprechenden, vorstehend (vgl. E. 7.1 hiervor) wiedergegebenen Darlegungen des Gerichts-
gutachters vermögen zu überzeugen, sodass darauf verwiesen werden kann. Zudem wird nach-
vollziehbar dargelegt, dass der Endzustand weder am 31. Dezember 2012 noch im Zeitpunkt der 
Begutachtung eingetreten war.  
 
8.2 Dieser Auffassung scheint letztlich auch die Beschwerdegegnerin zu folgen. Zwar kriti-
sierte sie mit Eingabe vom 28. Mai 2020 unter Hinweis auf die (undatierte) Stellungnahme ihres 
Vertrauensarztes Dr. E.____ das Gutachten von PD Dr. F.____ vom 17. März 2020 und machte 
geltend, dieses würde diverse Widersprüche und gewichtige Mängel aufweisen. Nachdem 
PD Dr. F.____ sich in seinem Ergänzungsgutachten vom 20. April 2021 zu den Ausführungen 
des Vertrauensarztes differenziert und eingehend geäussert hatte, verzichtete die Beschwerde-
gegnerin auf weitere Ausführungen. In Bezug auf die Stellungnahme von Dr. E.____ ist festzu-
stellen, dass auch er die Auffassung vertrat, PD Dr. F.___ habe sich hinreichend und schlüssig 
mit den Vorakten und insbesondere mit dem Gutachten von Dr. C.____ auseinandergesetzt. Wei-
ter seien auch die festgestellten Diagnosen anhand der Kriterien des DSM-5 überprüft und ba-
sierend darauf seien sie nachvollziehbar und ausreichend begründet worden. Zudem könne auf-
grund der vorliegenden Befundlage die diagnostische Beurteilung ebenso wenig wie die vorge-
nommene Beurteilung der Kausalität zwischen dem Ereignis vom 15. November 2008 und den 
psychischen Beschwerden gewichtig in Zweifel gezogen werden. Betreffend den Eintritt des End-
zustands hielt Dr. E.____ indessen fest, dass dieser Aspekt nicht ausreichend geklärt worden sei. 
Es bleibe letztlich offen, ob aufgrund einer Traumatherapie – welche vorgängig nie in Betracht 
gezogen worden sei – eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands erzielt werden 

 

 
 
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könne. Mit PD Dr. F.____ ist dieser Auffassung zunächst entgegenzuhalten, dass bereits im Rah-
men des stationären Aufenthalts in der H.____ im Frühjahr 2016 die Durchführung einer Trauma-
therapie empfohlen wurde. Weiter steht fest, dass Dr. E.____ selbst die Zweckmässigkeit einer 
traumazentrierten Therapie beim Vorliegen einer PTBS nicht substantiiert bestreitet. Seine Vor-
bringen vermögen daher keine Zweifel an der Beurteilung im Gerichtsgutachten von PD Dr. 
F.____ zu begründen. Dies umso mehr als Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fach-
personen nicht derselbe Beweiswert zukommt wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-
geholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten (BGE 135 V 
465 E. 4.4 mit Hinweis). Unter diesen Umständen ist aber letztlich nicht zu beanstanden, wenn 
der Gutachter davon ausgeht, dass der Endzustand nicht eingetreten sein kann, solange die Be-
schwerdeführerin an einer PTBS leidet und keine Traumatherapie durchgeführt wurde.  
 
9. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen steht fest, dass der natürliche Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfallereignis vom 15. November 2008 und den über den 31. Dezember 
2012 hinaus geklagten psychischen Beschwerden zu bejahen ist. Weiter steht fest, dass der End-
zustand weder bei der Einstellung der Leistungen per Ende Dezember 2012 noch im Zeitpunkt 
der Begutachtung durch PD Dr. F.____ eingetreten war und von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist. Unter die-
sen Umständen und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass auch der adäquate Kausalzu-
sammenhang im vorliegenden Fall zu bejahen ist (vgl. oben E. 2), hat die Beschwerdegegnerin 
ihre Leistungspflicht ab dem 1. Januar 2013 zu Unrecht verneint. Der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 4. Dezember 2017 ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, für die Folgen des Ereignisses vom 15. November 2008 
auch über den 1. Januar 2013 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 
 
10.1 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche 
Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
10.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rück-
weisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness 
entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 
Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das Bun-
desgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten 
eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es 
erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens 
der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich 

 

 
 
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in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschie-
denen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen 
durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der me-
dizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Exper-
tise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht 
erfülle (BGE 125 V 351 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz res-
pektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse einer 
rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanzlichen 
Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer erfolge 
(zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; zum 
Ganzen: BGE 139 V 496 E. 4.4 mit Hinweisen). 
 
10.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatungen vom 10. Januar 2019 
und 6. Juni 2019 zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhan-
dene medizinische Aktenlage nicht möglich war. Insbesondere kam dem Gutachten von Dr. 
C.____ vom 21. August 2016 mit Blick auf die Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Be-
richte und Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zu. Da auch die übrigen bei den Akten 
liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bildeten, waren die 
Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig. Dem-
nach wies das Verwaltungsverfahren in Untersuchungsmängel auf (vgl. Art. 43 ATSG), die eine 
Gerichtsexpertise notwendig machten. Die Kosten des Gerichtsgutachtens, welche sich gemäss 
den eingereichten Rechnungen auf insgesamt Fr. 38'957.80 belaufen, sind unter diesen Umstän-
den der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
 
10.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses 
bemessen. Nachdem die Beschwerde gutzuheissen ist, steht der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zu. Der Rechtsvertreter der Beschwerde-
führerin hat in seiner Honorarnote vom 14. Juli 2021 für das vorliegende Verfahren einen Zeitauf-
wand von insgesamt 26.65 Stunden geltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen angemessen ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversi-
cherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stun-
denansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte [Tarifordnung] vom 17. November 2003). Nicht zu beanstanden sind die geltend 
gemachten Auslagen in Höhe von Fr. 439.80. Der Beschwerdeführerin ist demnach eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 7'649.15 (26.65 Stunden x Fr. 250.-- plus Auslagen von Fr. 
439.80 und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. Der an-
gefochtene Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2017 wird aufgeho-
ben und die AXA Versicherungen AG wird verpflichtet, der Beschwerde-
führerin über den 31. Dezember 2012 hinaus die gesetzlichen Leistun-
gen zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von insgesamt 
Fr. 38'957.80 werden der AXA Versicherungen AG auferlegt. 

 4. Die AXA Versicherungen AG hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in Höhe von Fr. 7'649.15 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehr-
wertsteuer) auszurichten. 

 
 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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