# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45b33a08-375a-546c-8693-c5933301ca86
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.10.2021 SB210336
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210336_2021-10-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210336-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. B. Gut und  

Oberrichterin lic. iur. M. Knüsel sowie der Gerichtsschreiber  

lic. iur. M. Keller 

Urteil vom 21. Oktober 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. R. Michel, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend versuchter Diebstahl etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht,  
vom 19. Februar 2021 (GG200054) 
 
 
 
 
 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

21. September 2020 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 23). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 55 S. 22 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit 
Art. 22 Abs. 1 StGB sowie 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 90 Tagen Freiheitsstrafe, wovon 46 Tage durch Haft 

erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre 

festgesetzt.  

4. Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen. 

5. Auf die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird 

verzichtet. 

6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. November 2019 

beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, unter der 

Geschäftsnummer 76627037 lagernde Brecheisen silber (A013'163'570) wird eingezogen 

und ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die Kantonspolizei Zürich zu 

vernichten. 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. 

November 2019 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, unter der 

Geschäftsnummer 76627037 lagernden Gegenstände werden nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils dem Beschuldigten auf erstes Verlangen durch die Kantonspolizei Zürich 

herausgegeben: 

- 1 Telefon Nokia (A013'151'774) 

- 1 Jacke anthrazit (A013'151'854) 

- 1 Baseballmütze NY schwarz (A013'151'865) 

-   3   - 

- 1 Paar Sportschuhe Marke Adidas (A013'151'876) 

- Werbeprospekt B._____ (A013'163'729) 

Wird innert 60 Tagen ab Rechtskraft des Urteils kein entsprechendes Begehren gestellt, 

werden die genannten Gegenstände vernichtet. 

8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'500.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 650.–   Auslagen Polizei  

Fr. 8'955.90   amtl. Verteidigungskosten (inkl. MwSt.) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheid-

gebühr um einen Drittel. 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche 

einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse 

übernommen werden. 

10. (Mitteilungen.) 

11. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 3 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 68 S. 1 und Prot. II S. 5, teilweise sinngemäss) 

1. Es sei Dispositiv-Ziff. 1 alinea 1 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 

19. Februar 2021 aufzuheben und der Beschuldigte vom Vorwurf des 

versuchten Diebstahls freizusprechen. 

2. Es sei Dispositiv-Ziff. 2 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und der 

Beschuldigte für die Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs mit einer 

Freiheitsstrafe von 30 Tagen zu bestrafen und davon Vormerk zu nehmen, 

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dass die Freiheitsstrafe mit der erstandenen Untersuchungshaft von 

46 Tagen bereits abgegolten ist. 

Eventualiter: Sollte eine höhere Freiheitsstrafe als 46 Tage festgelegt 

werden, sei der Vollzug der Freiheitsstrafe aufzuschieben und die Probezeit 

auf 2 Jahre festzusetzen. 

3. Es sei Dispositiv-Ziff. 4 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und von der 

Anordnung einer Landesverweisung sei abzusehen. 

4. Dem Beschuldigten sei für die ungerechtfertigt erlittene Haft eine 

Genugtuung von Fr. 3'200.-- zuzusprechen. 

5. Es sei Dispositiv-Ziff. 9 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und die 

Aufteilung der Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens neu vorzunehmen. 

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich MwSt.) zulasten der 

Staatskasse. 

Eventualiter: Im Fall eines Schuldspruchs sei gestützt auf Art. 425 f. StPO 

auf eine Kostenauflage zu verzichten. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 61; schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I.  Verfahrensgang und Umfang der Berufung 

1. Verfahrensgang 

Gegen das anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 19. Februar 

2021 mündlich eröffnete Urteil meldete der Beschuldigte am 22. Februar 2021 

Berufung an (Urk. 47, Prot. I S. 13). Die schriftlich begründete Fassung des vor-

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instanzlichen Urteils wurde der Verteidigung am 17. Juni 2021 zugestellt 

(Urk. 54). Am 23. Juni 2021 ging innert der Frist von Art. 391 Abs. 3 StPO die 

Berufungserklärung hierorts ein (Urk. 56). Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf 

Anschlussberufung (Urk. 61).  

Zur heutigen Berufungsverhandlung erschien der Beschuldigte in Begleitung 

seiner amtlichen Verteidigerin (Prot. II S. 3). Es wurden keine Beweisanträge 

gestellt (Prot. II S. 5). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.  

2. Umfang der Berufung 

Der Beschuldigte lässt einen Freispruch vom Vorwurf des versuchten Diebstahls 

beantragen und wendet sich im Weiteren gegen die ausgesprochene Sanktion, 

die Anordnung der Landesverweisung sowie die erstinstanzliche Kostenauflage 

(Urk. 56 S. 2; Urk. 68 S. 1). Nicht angefochten werden der Schuldspruch wegen 

Hausfriedensbruchs (Dispositiv-Ziff. 1 alinea 2), die Einziehung bzw. Herausgabe 

der beschlagnahmten Gegenstände (Dispositiv-Ziff. 6 und 7) sowie die 

Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziff. 8; vgl. Prot. II S. 5). In diesem Umfang ist der 

vorinstanzliche Entscheid in Rechtskraft erwachsen, was es vorab vorzumerken 

gilt. Im Übrigen ist unter Beachtung des Verschlechterungsverbotes neu zu 

entscheiden. 

II.  Prozessuales 

1. Die Verteidigung moniert eine Verletzung des Anklageprinzips, weil dem 

Beschuldigten im Sachverhalt vorgeworfen werde, er habe aus der Tiefgarage 

"Vermögenswerte" behändigen wollen (Urk. 40 S. 4; Urk. 68 S. 2 f.). Sie bringt  

– wie bereits vor Vorinstanz – im Wesentlichen vor, damit werde weder die 

Aneignungs- noch die Bereicherungsabsicht respektive die Fremdheit der Sachen 

genügend umschrieben. Es sei für den Beschuldigten daher nicht klar, welche 

strafbare Handlung ihm konkret zur Last gelegt werde (Urk. 68 S. 3).  

2. Die Vorinstanz hat dieses Vorbringen zu Recht sinngemäss als übertrieben 

formalistisch betrachtet (vgl. Urk. 55 S. 6). Im Ingress der Anklageschrift steht, 

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dass der Beschuldigte versucht habe, jemandem eine fremde bewegliche Sache 

zur Aneignung weg zu nehmen, um sich oder einen anderen damit unrechtmässig 

zu bereichern. Zudem wird in der Anklageschrift ein Schuldspruch wegen 

versuchten Diebstahls beantragt (Urk. 23 S. 2 f.). Insbesondere da der 

Beschuldigte einen Diebstahl bestreitet und sich eine Aneignungsabsicht nach 

heutigem Stand der Naturwissenschaften nicht im Hirn eines Menschen 

nachweisen lässt, muss eine solche Absicht aus den äusseren Umständen 

abgeleitet werden, die vorliegend im Sachverhalt der Anklage auch umschrieben 

sind. Deshalb liess sich inhaltlich in der Sachverhaltsschilderung der 

Anklageschrift auch nicht mehr umschreiben, als sich darin findet. Es bestanden 

keine Zweifel für den Beschuldigten, was ihm vorgeworfen wurde, weshalb auch 

nicht ersichtlich ist, inwieweit seine Verteidigungsrechte durch die 

Anklageformulierung beeinträchtigt worden sein sollen. Die diesbezüglichen 

Vorbringen der Verteidigung erschöpfen sich in Rabulistik und sind ohne 

Grundlage. Dem Anklagegrundsatz von Art. 9 StPO ist vollumfänglich Genüge 

getan. 

III.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 25. Oktober 2019 zusammen mit 

dem Mitbeschuldigten C._____ unberechtigt in eine abgeschlossene Tiefgarage 

in D._____ eingedrungen zu sein, um dort zu stehlen (Urk. 23). Der Beschuldigte 

bestritt eine Diebstahlsabsicht. Er habe an besagter Örtlichkeit eine Kollegin 

namens E._____ gesucht, welche dort einmal vor fünf Jahren gewohnt habe 

(Urk. 4/1 Antworten 5 und 6). Eine Adresse oder eine Telefonnummer habe er 

nicht von ihr. Im Auto des Mitbeschuldigten wurde einschlägiges 

Einbruchsmaterial gefunden, unter anderem ein Geissfuss (Brecheisen), ein 

grosser Bolzenschneider, eine Trennscheibe, Gesichtsmasken, Handschuhe, 

Funkgeräte und Weiteres (s.a. Urk. 8). In flagranti ertappt wurden die 

Beschuldigten, weil ein Anwohner der Polizei zwei sich im Wohnquartier 

verdächtig verhaltende Personen meldete (Urk. 1 S. 2). Hierauf rückte die Polizei 

aus und verhaftete die beiden Mitbeschuldigten. Die Eingangstüre der 

Sammelgarage fanden die Polizisten zwar aufgebrochen vor, die 

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Staatsanwaltschaft verzichtete aber auf eine Anklage wegen Sachbeschädigung, 

sondern beschränkte sich auf die Vorwürfe des Hausfriedensbruchs und des 

versuchten Diebstahls (Urk. 1 S. 2; Urk. 23). 

2. Es kann im Sinne von Art. 82 Abs. 4 StPO vollumfänglich auf die 

zutreffenden und überzeugenden vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen 

werden (Urk. 55 S. 7-14). Die Verteidigung brachte an der Berufungsverhandlung 

dagegen keine neuen Argumente vor. Sie stellt sich nach wie vor im Wesentlichen 

auf den Standpunkt, dass keinerlei Beweise für einen Diebstahlsversuch vorliegen 

würden. Allein aufgrund des unberechtigten Aufenthalts in der Tiefgarage könne 

nicht auf eine entsprechende Absicht geschlossen werden (Urk. 68 S. 3-6). Diese 

Vorbringen hat bereits die Vorinstanz entkräftet. Es bestehen keine vernünftige 

Zweifel daran, dass die beiden Mitbeschuldigten in der Tiefgarage nach Beute 

Ausschau hielten, welche sie stehlen wollten. Dazu ist – lediglich ergänzend – das 

Nachfolgende festzuhalten. 

3. Die angebliche Kollegin "E._____" blieb ominös, da sich der Beschuldigte 

im Laufe der Untersuchung auf sein Aussageverweigerungsrecht berief und diese 

Person, welche seine Version bzw. das Motiv des Eindringens in die Tiefgarage 

hätte stützen können, nicht ermittelt werden konnte. Das Bundesgericht hat schon 

mehrfach festgehalten, dass in solchen Fällen, in denen ein Beschuldigter 

entlastende Momente geltend macht, ihn auch eine gewisse Mitwirkungspflicht bei 

der Erhellung solcher Entlastungen trifft. Wenn ein Beschuldigter eine ihn 

entlastende Behauptung aufstellt, ohne dass er diese wenigstens in einem 

Mindestmass glaubhaft machen kann, findet der Grundsatz "in dubio pro reo" 

keine Anwendung. Es tritt nämlich insoweit eine Beweislastumkehr ein, als nicht 

jede aus der Luft gegriffene Schutzbehauptung von der Anklagebehörde durch 

hieb- und stichfesten Beweis widerlegt werden muss. Ein solcher Beweis ist nur 

dann zu verlangen, wenn gewisse Anhaltspunkte wie konkrete Indizien oder eine 

natürliche Vermutung für die Richtigkeit der Behauptung sprechen bzw. diese zu 

Zweifeln an der Anklageversion Anlass gibt, oder wenn der Beschuldigte sie sonst 

wie glaubhaft macht. Dies gelte insbesondere dort, wo nur der Beschuldigte 

Angaben zu seiner Entlastungsbehauptung machen kann und solches auch 

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zumutbar ist (BSK StPO I-TOPHINKE, 2. Auflage 2014, Art. 10 N 21; STEFAN 

TRECHSEL, SJZ 77 [1981] S. 320; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., N 220 m.H.; zum 

Ganzen: Urteil 1P.641/2000 vom 24. April 2001, publ. in: Pra 90/2001 Nr. 110, 

E. 3 und 4 sowie Urteil 6B_562/2010 vom 28. Oktober 2010 E. 2.1; je mit 

Hinweisen). Wäre die Anklagebehörde verpflichtet, jede noch so abstruse 

Schutzbehauptung beweiskräftig zu widerlegen, wäre die Strafverfolgung gänzlich 

verunmöglicht.  

4. Es erscheint unglaubhaft, dass man eine Kollegin, von welcher der 

Beschuldigte angab, er habe weder Adresse noch Telefonnummer, Jahre später 

in einer Tiefgarage ihres ehemaligen Wohnortes sucht. Auch heute nannte der 

Beschuldigte keinen nachvollziehbaren Grund für seinen Aufenthalt an der 

betreffenden Örtlichkeit (Urk. 67). Weiter spricht auch das im Auto des 

Mitbeschuldigten C._____ gefundene Material, das von der Art her typisches 

Einbruchsmaterial ist, gegen die Version des Beschuldigten eines harmlosen 

Besuches einer Bekannten. Das Aussageverhalten von C._____ ist sodann 

äusserst zweifelhaft (Urk. 5/1 S. 5 ff.): Zuerst machte er geltend, das Werkzeug 

sei für die Reparatur des Autos. Dafür wäre jedoch weder ein Geissfuss noch ein 

Bolzenschneider oder eine Trennscheibe geeignet. Die drei Funkgeräte will 

C._____ zum Spielen mit dem Sohn gebraucht und im Auto mitgeführt haben, die 

Sturmhauben habe er zum Skifahren benützt und den Schraubenzieher, welchen 

er beim Eindringen in die Tiefgarage auf sich hatte, will er zufällig dabei gehabt 

und zuvor irgendwo auf einer Bank gefunden haben. Den Umstand, dass der 

Geissfuss im Motorraum unter der Abdeckung des Scheibenwischerkastens 

versteckt war, erklärte C._____ damit, dass er sich beim Zoll keine 

Schwierigkeiten habe einhandeln wollen, weshalb er die Werkzeuge teilweise im 

Auto versteckt habe. Aus der Slowakei für zwei bis drei Tage in die Schweiz 

gekommen sei er, um dem Beschuldigten beim Umzug zu helfen. Alles Angaben, 

die einzeln betrachtet zwar möglich wären, insgesamt aber im vorliegenden 

Kontext sehr unglaubhaft sind. Abgerundet wird das Bild dann durch die 

zögerlichen Zugaben von C._____ anlässlich der Konfrontationseinvernahme mit 

dem Beschuldigten. Auf die Frage, ob sie beide aus der Tiefgarage in D._____ 

etwas stehlen wollten, erwiderte C._____: "Wahrscheinlich ja" (Urk  6 S. 5). Der 

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Beschuldigte hielt sich in dieser Einvernahme bedeckt, d.h. er machte weder 

Aussagen noch stellte er Ergänzungsfragen oder kommentierte die Aussage von 

C._____.  

5. Macht der Beschuldigte vor diesem Hintergrund geltend, es stelle eine 

unzulässige Konklusion dar, wenn aufgrund der belastenden Aussagen des 

Mitbeschuldigten C._____ davon ausgegangen werde, es habe zwischen beiden 

Tatbeteiligten einen gemeinsamen Entschluss und Tatplan zur Begehung eines 

Diebstahls gegeben, kann dem nicht gefolgt werden (Urk. 68 S. 4). Vielmehr 

bestehen aufgrund des unerklärbaren Aufenthalts in der Garage und im 

betreffenden Wohngebiet, dem benutzten Fahrzeug samt einschlägigen 

Werkzeugen sowie den belastenden Aussagen von C._____, welche der 

Beschuldigte allesamt unkommentiert liess, derart starke Indizien, die für den 

eingeklagten Vorwurf des versuchten Diebstahls sprechen, dass daran keine 

ernstzunehmenden Zweifel mehr angebracht werden können. Der Beschuldigte 

ist deshalb zudem des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

IV.  Strafzumessung und Vollzug 

1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 

90 Tagen (Urk. 55 S. 17). Die Verteidigung erachtet – unter der Prämisse des 

beantragten Freispruchs vom Vorwurf des versuchten Diebstahls – eine 

Freiheitsstrafe von 30 Tagen als angemessen. Sie macht weiter geltend, die 

vorinstanzlich festgelegte Probezeit von vier Jahren sei angesichts der 

begangenen Straftat deutlich zu lange ausgefallen (Urk. 68 S. 1 und S. 6 f.). 

2.1. Der Strafrahmen von Art. 139 Ziff. 1 StGB reicht bis zu fünf Jahren 

Freiheitsstrafe. Für die Bewertung des objektiven Tatverschuldens fehlt bei einem 

versuchten Delikt naturgemäss das Ausmass des verursachten Schadens bzw. 

die Deliktssumme. Es kann aber zwanglos davon ausgegangen werden, dass die 

beiden Mitbeschuldigten, wenn sich die Gelegenheit in der Tiefgarage ergeben 

hätte, Sachen oder Vermögenswerte in beliebigem Wert nach oben entwendet 

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hätten. Schliesslich reist man nicht extra aus der Slowakei an, um beispielsweise 

bloss eine Fahrradklingel oder einen Kaugummi zu stehlen. Infolge Bestreitens 

des Beschuldigten lässt sich über das Motiv, die Absprachen und das Vorgehen 

nur spekulieren bzw. ist aufgrund der äusseren Umstände darauf zu schliessen. 

Das Handeln der Beschuldigten rückt, untechnisch gesprochen, durchaus in den 

Bereich einer professionellen internationalen kleinen Verbrecherbande. Das Delikt 

war von langer Hand geplant. C._____ reiste in Absprache mit dem Beschuldigten 

mit seinem Auto zwecks Ausübung von Straftaten und unter Mitnahme von 

Einbruchswerkzeug in die Schweiz ein und hätte wohl auch einen Teil des 

Deliktsguts schnell wieder ausser Landes geschafft. Beim Beschuldigten, der in 

der Schweiz wohnte, hätte man kein Deliktsgut mehr sicherstellen können. 

Aufgrund seiner Orts- und Sprachkenntnisse konnte der Beschuldigte 

massgeblich zum Auffinden eines geeigneten Tatortes beitragen. Aufgrund der 

Beobachtungen des Anzeigeerstatters kann davon ausgegangen werden, dass 

die Beschuldigten zu mehreren Einbrüchen und Diebstählen bereit waren, je nach 

günstiger Gelegenheit. Ausgehend von einem vollendeten Delikt kann man zwar 

noch von einem leichten Verschulden sprechen, dieses liegt wegen der 

geschilderten Umstände aber eher am oberen Rahmen des unteren Drittels des 

gesetzlichen Strafrahmens.  

2.2. Dass es bei einem Versuch geblieben ist, ist einem blossen Zufall 

zuzuschreiben. Der subjektive Unrechtsgehalt bleibt davon weitgehend 

unbeeinflusst. Eine Strafmilderung gestützt auf Art. 22 Abs. 1 StGB wäre im Falle 

eines Versuchs ohnehin bloss fakultativ. Für das Tatverschulden ist auch unter 

Berücksichtigung des Versuchs eine Strafe im Bereich von vier bis sechs 

Monaten angezeigt. Damit liegt bereits die Einsatzstrafe über der vorinstanzlich 

ausgesprochenen Sanktion. 

3. Hinzu kommt eine moderate Straferhöhung wegen des 

Hausfriedensbruchs. Der Beschuldigte wusste, dass er keine Berechtigung hatte, 

in die abgeschlossene Tiefgarage einzudringen. Daran ändert nichts, dass er 

möglicherweise einen Moment zum Eindringen nutzte, als ein Bewohner die 

Garage verliess.  

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4. Zu den persönlichen Verhältnissen gab der Beschuldigte anlässlich der 

Berufungsverhandlung zu Protokoll, seit einigen Monaten wieder in der Slowakei 

zu wohnen und zu arbeiten (Prot. II S. 5). Im Übrigen machte er keine Aussagen 

zu seiner Person. Es ist aber bekannt, dass er in der Schweiz letztmals im 

Jahr 2019 einer Arbeit nachging, finanziell von seiner Mutter unterstützt wurde 

und Schulden über rund Fr. 20'000.– bis Fr. 30'000.– anhäufte (Urk. 4/1 S. 7; 

Urk. 4/3 S. 5). Soweit der Beschuldigte überhaupt Ausführungen zu seinen 

persönlichen Verhältnissen tätigte, lässt sich daraus nichts für die 

Strafzumessung Relevantes ableiten (s.a. Urk. 55 S. 16). Die Täterkomponenten 

wirken sich insgesamt straferhöhend aus, weil der Beschuldigte eine einschlägige 

Vorstrafe in der Slowakei aufweist. Dort wurde er unter anderem wegen 

Diebstahls zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei 

Monaten verurteilt (Urk. 20/7-10). Strafmindernde Faktoren liegen nicht vor, 

insbesondere kein Geständnis.  

5. Aufgrund der einschlägigen Vorstrafe des Beschuldigten, seinen 

schlechten finanziellen Verhältnissen sowie der fehlenden Einsicht erscheint es 

aus spezialpräventiver Sicht nicht angezeigt, die verübten Taten lediglich mit einer 

Geldstrafe zu ahnden (Art. 41 Abs. 1 StGB). Auch die Verteidigung beantragt im 

Übrigen die Ausfällung einer Freiheitsstrafe (Urk. 68 S. 1). 

6. Angesichts der vorstehenden Erwägungen zur Höhe der Sanktion wird 

deutlich, dass es einzig aufgrund des im Rechtsmittelverfahren zu beachtenden 

Verschlechterungsverbotes bei der vorinstanzlich bedingt ausgesprochenen 

Freiheitsstrafe von 90 Tagen bleibt (Art. 391 Abs. 2 StPO). Daran anzurechnen 

sind die 46 Tage, während denen der Beschuldigte in Haft sass (Urk. 15/1-13). 

Eine Entschädigung im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO für die erstandene 

Haft, wie sie der Beschuldigte beantragen liess, steht bei dieser Ausgangslage 

ausser Frage (vgl. Urk. 68 S. 8). 

7. Die Probezeit von vier Jahren ist entgegen der Ansicht der Verteidigung 

bereits aufgrund der massiven einschlägigen Vorstrafe gerechtfertigt (Art. 44 

StGB). 

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V.  Landesverweisung 

1. Die Verteidigung beantragte ein Absehen von der Landesverweisung allein 

aufgrund des ebenfalls beantragten Freispruchs. Eventualiter machte sie keine 

Ausführungen an der Berufungsverhandlung (Urk. 68 S. 7). Einbruchdiebstahl ist 

gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB eine Katalogtag, die zwingend zur Landes-

verweisung führt. Ob versucht oder vollendet, spielt keine Rolle (BGE 144 IV 168 

E. 1.4.1). Die Vorinstanz hat ausführlich begründet, weshalb kein schwerer 

persönlicher Härtefall vorliegt, welcher ein ausnahmsweises Absehen von einer 

Landesverweisung rechtfertigen würde (Urk. 55 S. 20). Der Beschuldigte ist in 

Tschechien geboren und in der Slowakei aufgewachsen (Urk. 4/3 S. 4). Seit 1999 

lebt er in der Schweiz, wurde aber 2013 in der Slowakei zu einer unbedingten 

Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Er ist weder 

verheiratet noch hat er hierzulande Kinder. Er verfügt aktuell über keinen 

Aufenthaltstitel in der Schweiz und lebt und arbeitet gemäss eigenen Angaben 

inzwischen wieder in der Slowakei (Prot. II S. 5). Der Beschuldigte ist daher für 

die gesetzlich vorgesehene Minimaldauer von fünf Jahren des Landes zu 

verweisen (Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB; Art. 391 Abs. 2 StPO).  

2. Die Slowakei ist seit 2004 Mitglied der europäischen Union. Der 

Beschuldigte ist slowakischer Staatsangehöriger, weshalb er kein 

Drittstaatenangehöriger gemäss Art. 24 Ziff. 2 lit. a SIS-II-Verordnung ist. Eine 

Ausschreibung im Schengener Informationssystem steht somit gar nicht zur 

Debatte. Während eine Anordnung der Ausschreibung im Urteilsdispositiv 

vorzumerken wäre, kann im Falle eines Verzichts eine Erwähnung im Dispositiv 

unterbleiben, zumal eine Ausschreibung auch von keiner Partei beantragt worden 

ist.  

VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Ausgangsgemäss hat der Beschuldigte die Kosten des vorinstanzlichen 

Verfahrens und des Berufungsverfahrens zu tragen (Art. 426 Abs. 1 StPO und 

Art. 428 Abs. 1 StPO). Davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen 

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Verteidigung, welche einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. Eine 

allfällige Rückerstattungspflicht des Beschuldigten bleibt vorbehalten (Art. 135 

Abs. 4 StPO). Die vorinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 9) ist daher zu bestätigen. 

die Gebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– festzusetzen. 

2. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass gemäss Art. 425 StPO die 

Verfahrenskosten von der Strafbehörde zwar gestundet oder unter 

Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der kostenpflichtigen Person 

herabgesetzt oder erlassen werden können. Damit Art. 425 StPO zur Anwendung 

gelangt, müssen die wirtschaftlichen Verhältnisse jedoch derart angespannt sein, 

dass eine Kostenauflage als unbillig erscheinen würde. Die StPO sieht für die 

beschuldigte Person grundsätzlich keine Kostenbefreiung aufgrund mangelnder 

finanzieller Leistungsfähigkeit vor (BSK StPO II-DOMEISEN, 2. Aufl. 2014, Art. 426 

N 4). Da der Beschuldigte keine näheren Angaben zu seinen finanziellen 

Verhältnissen machte, ist auf den Eventualantrag der Verteidigung betreffend 

Verzicht auf Kostenauflage an dieser Stelle nicht näher einzugehen. Dass eine 

Kostenauflage als geradezu unbillig erschiene, ist jedenfalls nicht auszumachen.  

3. Die amtliche Verteidigerin des Beschuldigten macht für das Berufungs-

verfahren Aufwendungen über insgesamt Fr. 2'892.40 geltend (inkl. Auslagen und 

MwSt.; vgl. Urk. 66 und Urk. 69). Da der darin bereits geschätzte zeitliche 

Aufwand im Zusammenhang mit der Berufungsverhandlung leicht zu hoch 

ausgefallen ist, rechtfertigt es sich, Rechtsanwältin lic. iur. X._____ für das 

zweitinstanzliche Verfahren insgesamt pauschal mit Fr. 2'700.– (inkl. Auslagen 

und MwSt.) zu entschädigen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, 

Einzelgericht, vom 19. Februar 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− (…) 

-   14   - 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

2.-5. (…) 

6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. November 

2019 beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, unter der 

Geschäftsnummer 76627037 lagernde Brecheisen silber (A013'163'570) wird 

eingezogen und ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die 

Kantonspolizei Zürich zu vernichten. 

7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

15. November 2019 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU 

AssTri, unter der Geschäftsnummer 76627037 lagernden Gegenstände werden nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils dem Beschuldigten auf erstes Verlangen durch 

die Kantonspolizei Zürich herausgegeben: 

- 1 Telefon Nokia (A013'151'774) 

- 1 Jacke anthrazit (A013'151'854) 

- 1 Baseballmütze NY schwarz (A013'151'865) 

- 1 Paar Sportschuhe Marke Adidas (A013'151'876) 

- Werbeprospekt B._____ (A013'163'729) 

Wird innert 60 Tagen ab Rechtskraft des Urteils kein entsprechendes Begehren 

gestellt, werden die genannten Gegenstände vernichtet. 

8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'500.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 650.–   Auslagen Polizei  

Fr. 8'955.90   amtl. Verteidigungskosten (inkl. MwSt.) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die 

Entscheidgebühr um einen Drittel. 

9. (…) 

10. (Mitteilungen.) 

• (Rechtsmittel.)" 

-   15   - 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

  

-   16   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig 

− des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 90 Tagen Freiheitsstrafe, wovon 46 Tage 

durch Haft erstanden sind.  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

4 Jahre festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen. 

5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 9) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'700.--   amtliche Verteidigung. 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (versandt) 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

-   17   - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten 

− die Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, Postfach, 8021 Zürich, betr. 
erstinstanzliche Dispositivziff. 6 und 7. 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 

Zürich, 21. Oktober 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Keller 
 
 
 

-   18   - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie 

vorerst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 21. Oktober 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 55 S. 22 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 90 Tagen Freiheitsstrafe, wovon 46 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen.
	5. Auf die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird verzichtet.
	6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. November 2019 beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, unter der Geschäftsnummer 76627037 lagernde Brecheisen silber (A013'163'570) wird eingezogen und ist n...
	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. November 2019 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, unter der Geschäftsnummer 76627037 lagernden Gegenstände werden nach Eintritt der Rechtskra...
	- 1 Telefon Nokia (A013'151'774)
	- 1 Jacke anthrazit (A013'151'854)
	- 1 Baseballmütze NY schwarz (A013'151'865)
	- 1 Paar Sportschuhe Marke Adidas (A013'151'876)
	- Werbeprospekt B._____ (A013'163'729)
	Wird innert 60 Tagen ab Rechtskraft des Urteils kein entsprechendes Begehren gestellt, werden die genannten Gegenstände vernichtet.
	8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse...
	10. (Mitteilungen.)
	11. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 3 f.)
	1. Es sei Dispositiv-Ziff. 1 alinea 1 des Urteils des Bezirksgerichts Bülach vom 19. Februar 2021 aufzuheben und der Beschuldigte vom Vorwurf des versuchten Diebstahls freizusprechen.
	2. Es sei Dispositiv-Ziff. 2 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und der Beschuldigte für die Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs mit einer Freiheitsstrafe von 30 Tagen zu bestrafen und davon Vormerk zu nehmen, dass die Freiheitsstrafe mit der e...
	Eventualiter: Sollte eine höhere Freiheitsstrafe als 46 Tage festgelegt werden, sei der Vollzug der Freiheitsstrafe aufzuschieben und die Probezeit auf 2 Jahre festzusetzen.
	3. Es sei Dispositiv-Ziff. 4 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und von der Anordnung einer Landesverweisung sei abzusehen.
	4. Dem Beschuldigten sei für die ungerechtfertigt erlittene Haft eine Genugtuung von Fr. 3'200.-- zuzusprechen.
	5. Es sei Dispositiv-Ziff. 9 des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und die Aufteilung der Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens neu vorzunehmen.
	6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich MwSt.) zulasten der Staatskasse.
	Eventualiter: Im Fall eines Schuldspruchs sei gestützt auf Art. 425 f. StPO auf eine Kostenauflage zu verzichten.
	Erwägungen:
	I.   Verfahrensgang und Umfang der Berufung

	1. Verfahrensgang
	Gegen das anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 19. Februar 2021 mündlich eröffnete Urteil meldete der Beschuldigte am 22. Februar 2021 Berufung an (Urk. 47, Prot. I S. 13). Die schriftlich begründete Fassung des vorinstanzlichen Urte...

	2. Umfang der Berufung
	Der Beschuldigte lässt einen Freispruch vom Vorwurf des versuchten Diebstahls beantragen und wendet sich im Weiteren gegen die ausgesprochene Sanktion, die Anordnung der Landesverweisung sowie die erstinstanzliche Kostenauflage (Urk. 56 S. 2; Urk. 68 ...
	II.   Prozessuales
	1. Die Verteidigung moniert eine Verletzung des Anklageprinzips, weil dem Beschuldigten im Sachverhalt vorgeworfen werde, er habe aus der Tiefgarage "Vermögenswerte" behändigen wollen (Urk. 40 S. 4; Urk. 68 S. 2 f.). Sie bringt  – wie bereits vor Vori...
	2. Die Vorinstanz hat dieses Vorbringen zu Recht sinngemäss als übertrieben formalistisch betrachtet (vgl. Urk. 55 S. 6). Im Ingress der Anklageschrift steht, dass der Beschuldigte versucht habe, jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung weg...
	III.   Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	IV.   Strafzumessung und Vollzug
	1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 90 Tagen (Urk. 55 S. 17). Die Verteidigung erachtet – unter der Prämisse des beantragten Freispruchs vom Vorwurf des versuchten Diebstahls – eine Freiheitsstrafe von 30 Tagen ...
	2.1. Der Strafrahmen von Art. 139 Ziff. 1 StGB reicht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Für die Bewertung des objektiven Tatverschuldens fehlt bei einem versuchten Delikt naturgemäss das Ausmass des verursachten Schadens bzw. die Deliktssumme. Es ka...
	2.2. Dass es bei einem Versuch geblieben ist, ist einem blossen Zufall zuzuschreiben. Der subjektive Unrechtsgehalt bleibt davon weitgehend unbeeinflusst. Eine Strafmilderung gestützt auf Art. 22 Abs. 1 StGB wäre im Falle eines Versuchs ohnehin bloss ...
	3. Hinzu kommt eine moderate Straferhöhung wegen des Hausfriedensbruchs. Der Beschuldigte wusste, dass er keine Berechtigung hatte, in die abgeschlossene Tiefgarage einzudringen. Daran ändert nichts, dass er möglicherweise einen Moment zum Eindringen ...
	4. Zu den persönlichen Verhältnissen gab der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung zu Protokoll, seit einigen Monaten wieder in der Slowakei zu wohnen und zu arbeiten (Prot. II S. 5). Im Übrigen machte er keine Aussagen zu seiner Person. Es...
	5. Aufgrund der einschlägigen Vorstrafe des Beschuldigten, seinen schlechten finanziellen Verhältnissen sowie der fehlenden Einsicht erscheint es aus spezialpräventiver Sicht nicht angezeigt, die verübten Taten lediglich mit einer Geldstrafe zu ahnden...
	6. Angesichts der vorstehenden Erwägungen zur Höhe der Sanktion wird deutlich, dass es einzig aufgrund des im Rechtsmittelverfahren zu beachtenden Verschlechterungsverbotes bei der vorinstanzlich bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 90 Tagen bl...
	7. Die Probezeit von vier Jahren ist entgegen der Ansicht der Verteidigung bereits aufgrund der massiven einschlägigen Vorstrafe gerechtfertigt (Art. 44 StGB).
	V.   Landesverweisung
	VI.   Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, Einzelgericht, vom 19. Februar 2021 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 (…)
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	2.-5. (…)
	6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. November 2019 beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, unter der Geschäftsnummer 76627037 lagernde Brecheisen silber (A013'163'570) wird eingezogen und ist n...
	7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. November 2019 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, unter der Geschäftsnummer 76627037 lagernden Gegenstände werden nach Eintritt der Rechtskra...
	- 1 Telefon Nokia (A013'151'774)
	- 1 Jacke anthrazit (A013'151'854)
	- 1 Baseballmütze NY schwarz (A013'151'865)
	- 1 Paar Sportschuhe Marke Adidas (A013'151'876)
	- Werbeprospekt B._____ (A013'163'729)
	Wird innert 60 Tagen ab Rechtskraft des Urteils kein entsprechendes Begehren gestellt, werden die genannten Gegenstände vernichtet.
	8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	9. (…)
	10. (Mitteilungen.)
	 (Rechtsmittel.)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig
	 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 90 Tagen Freiheitsstrafe, wovon 46 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen.
	5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 9) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschu...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (versandt)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, Postfach, 8021 Zürich, betr. erstinstanzliche Dispositivziff. 6 und 7.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.