# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af8ca7ee-8199-5ed1-bda6-0339183e772d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.05.2007 D-3321/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3321-2007_2007-05-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3321/2007
spn/mal
{T 0/2}

Urteil vom 23. Mai 2007  

Mitwirkung: Richterin Spälti Giannakitsas, Richter Galliker, Richter Tellenbach
Gerichtsschreiber Mauerhofer

1. A._______, geboren _______,
2. B._______, geboren _______,
3. C._______, geboren _______,
4. D._______, geboren _______,
alle aus der Türkei,
vertreten durch lic. iur. Claudia Zumtaugwald, Rechtsanwältin,
_______,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,

Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 13. April 2007 i.S. Vollzug der Wegweisung (Wiedererwägung) / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass B._______ – die Mutter von D._______ und C._______ – am 24. Februar 2003 mit 
ihren Kindern in der Schweiz um Asyl ersuchte, 

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs zur Hauptsache geltend machte, ihre Fami-
lie und sie selbst hätten in ihrem Heimatdorf in der Provinz E._______ Nachstellungen 
von Seiten der Sicherheitskräfte erlitten, da sie die PKK unterstützt hätten, 

dass sie dabei angab, sie habe vor fünf Jahren anlässlich einer Razzia durch Schüsse 
schwere Verletzungen erlitten und sie und ihr Sohn seien vor einem Jahr von den Gen-
darmen zum Verhör mitgenommen und misshandelt worden, 

dass  sie  ferner  vorbrachte,  ihr  Ehemann,  welcher  von den Behörden zum Dienst  als 
Dorfschützer  gezwungen  worden sei,  sei  vor  ungefähr  sechs Monaten verschwunden 
und seither unbekannten Aufenthalts, 

dass das BFF mit Verfügung vom 5. November 2004 die Asylgesuche von B._______ 
und ihren Kindern abwies, wobei es die vorgebrachten Asylgründe als unglaubhaft er-
kannte, 

dass das BFF gleichzeitig die Wegweisung von B._______ und ihren Kindern verfügte 
und den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass B._______ – handelnd durch ihre Rechtsvertreterin – am 9. Dezember 2004 gegen 
diesen Entscheid Beschwerde einreichte, 

dass die Beschwerde von der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK)  mit Urteil 
vom 27. Oktober 2006 abgewiesen wurde, 

dass die ARK in ihrem Urteil – nach durchgeführtem Schriftenwechsel und mit einlässli-
cher Begründung – die vorinstanzlichen Feststellungen betreffend die Unglaubhaftigkeit 
der  vorgebrachten  Asylgründe  bestätigte  und  den  Vollzug  der  Wegweisung  von 
B._______ und ihren Kinder als zulässig, zumutbar und möglich erkannte, 

dass A._______ – der Ehemann von B._______ respektive Vater  von D._______ und 
C._______ – am 29. Oktober 2006 in der Schweiz um Asyl ersuchte, 

dass er zur Begründung seines Gesuches zur Hauptsache geltend machte, in seinem 
ursprünglichen  Heimatdorf  in  der  Provinz  E._______  sei  er  jahrelang  zum Dienst  als 
Dorfschützer gezwungen worden, er habe jedoch die PKK unterstützt, 

dass er im Jahre 2002 wegen Schwierigkeiten mit den Sicherheitskräften den Dienst als 
Dorfschützer niedergelegt und sein Heimatdorf verlassen habe, 

dass  er  viereinhalb  Jahre  später,  nach  verschiedenen  Aufenthalten  in  den  Provinzen 
Urfa und Van sowie in der Region von Istanbul, aus der Türkei ausgereist sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 19. Dezember 2006 das Asylgesuch von A._______ 
abwies, wobei es die von ihm vorgebrachten Asylgründe als unglaubhaft erkannte, 

dass das BFM gleichzeitig die Wegweisung von A._______ verfügte und den Wegwei-
sungsvollzug anordnete, 

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dass das BFM am 22. Dezember 2006 – in Beantwortung einer Eingabe vom 18. De-
zember 2006 (act. B14) – den Vollzug der Wegweisung von B._______ und ihren Kin-
dern  bis  zum  Vorliegen  eines  rechtskräftigen  Asylentscheides  betreffend  A._______ 
aussetzte,

dass A._______ am 16. Januar 2007 – handelnd durch seine Rechtsvertreterin – gegen 
die Verfügung des BFM vom 19. Dezember 2006 Beschwerde einreichte, 

dass B._______ ebenfalls am 16. Januar 2007 durch ihre Rechtsvertreterin ein Revisi-
onsgesuch betreffend das Urteil der ARK vom 27. Oktober 2006 einreichte, 

dass schliesslich am 17. Januar 2007 durch die Rechtsvertreterin beim BFM ein Wieder-
erwägungsgesuch eingereicht wurde, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteilen  vom 26.  März  2007  sowohl  die  Be-
schwerde von A._______ als auch das Revisionsgesuch von B._______ als offensicht-
lich unbegründet abwies, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  in seinen Urteilen zum einen die vorinstanzlichen 
Feststellungen betreffend die Unglaubhaftigkeit der von A._______ vorgebrachten Asyl-
gründe bestätigte und zum anderen die Vorbringen von B._______ als revisionsrechtlich 
nicht stichhaltig erkannte (vgl. zum Ganzen die Akten), 

dass die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer am 11. April 2007 beim BFM die Be-
handlung der Eingabe vom 17.  Januar 2007 als Wiedererwägungsgesuch beantragte, 
verbunden mit einem Gesuch um Aussetzung des Wegweisungsvollzuges (im Sinne von 
Art. 112 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]), 

dass  im Wiedererwägungsgesuch  die  Gewährung  einer  vorläufigen  Aufnahme wegen 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  beantragt  sowie  um  Erlass  der  Verfah-
renskosten für das Wiedererwägungsgesuch (im Sinne von Art. 17b Abs. 2 AsylG) und 
um unentgeltliche Verbeiständigung (im Sinne von Art. 65 Abs. 2 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) ersucht 
wurde, 

dass zur Hauptsache geltend gemacht wurde, der Sachverhalt habe sich hinsichtlich der 
gesundheitlichen Verfassung der Tochter C._______ seit dem Urteil der ARK vom 27. 
Oktober 2006 erheblich verändert  (vgl.  dazu auch das Revisionsurteil  des Bundesver-
waltungsgerichts vom 26. März 2007, S. 9 oben), 

dass dabei – unter Verweis auf angebliche Suizidabsichten des Kindes und unter Beru-
fung auf  eine mögliche Traumatisierung –  angeführt  wurde,  im Falle  von C._______, 
welche in der Schweiz überdurchschnittlich integriert sei, verstosse der Wegweisungs-
vollzug gegen das Kindeswohl, was von den Behörden bisher nicht bedacht worden sei, 

dass in diesem Zusammenhang eine unvollständige Sachverhaltsabklärung gerügt und 
eine Befragung von C._______ beantragt wurde, 

dass als Beweismittel – neben zwei persönlichen Schreiben von C._______ sowie Un-
terstützungsschreiben von Lehrpersonen, Mitschülerinnen, Mitschülern und Eltern – ein 
Bericht  des  Schulpsychologischen  Beratungsdienstes  F._______  vom  24.  November 
2006 und ein Bericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes F._______ vom 
22. Dezember 2006 eingereicht wurden, 

dass im Wiedererwägungsgesuch ferner geltend gemacht wurde, es bleibe zu beachten, 

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dass D._______ im Falle einer Rückkehr in die Türkei in den Militärdienst eingezogen 
würde und dass die anhaltenden Depression der Mutter B._______ gegen den Wegwei-
sungsvollzug spreche, 

dass das BFM mit Verfügung vom 13. April 2007 – eröffnet am 16. April 2007 – das Wie-
dererwägungsgesuch  abwies,  soweit  es darauf  eintrat,  verbunden  mit  der  Abweisung 
des Gesuches um Ausrichtung einer Parteientschädigung und unter Auflage von Verfah-
renskosten von Fr. 1'200.--, 

dass das BFM in seinem Entscheid die geltend gemachten psychischen Probleme der 
Tochter C._______ als in der Heimat behandelbar und für die Frage des Wegweisungs-
vollzuges nicht ausschlaggebend erkannte, 

dass es daneben auf die Vorbringen betreffend Militärdienst des Sohnes D._______ und 
die Erkrankungslage der Mutter B._______ nicht eintrat, da es sich dabei nicht um neue 
Elemente handelte, sondern um bekannte und bereits beurteilte Vorbringen, 

dass die Beschwerdeführer am 14. Mai 2007 gegen diesen Entscheid Beschwerde ein-
reichten, 

dass sie in ihrer Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die wiedererwä-
gungsweise Anordnung einer vorläufigen Aufnahme und die Gutheissung des Gesuches 
um unentgeltliche Verbeiständung im erstinstanzlichen Verfahren beantragten, 

dass sie ferner  – für  das Beschwerdeverfahren – um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG und Befreiung von der Kosten-
vorschusspflicht (Art. 63 Abs. 4 VwVG) sowie um ein Aussetzen des Wegweisungsvoll-
zuges im Sinne von Art. 112 Abs. 4 AsylG ersuchten, 

dass sie in ihrer Eingabe zur Hauptsache das Vorbringen bekräftigten, der Sachverhalt 
habe sich hinsichtlich des Kindes C._______ massgeblich verändert, 

dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Mai 2007 der Ein-
gang der Beschwerde vom 14. Mai 2007 bestätigt wurde, 

und zieht in Erwägung, 

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von  Bundes-
recht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachver-
halts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beschwerdeführer legitimiert sind, weshalb auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG),

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – offensichtlich unbe-
gründet  ist,  weshalb  auf  einen  Schriftenwechsel  verzichtet  werden  kann  und der  Be-

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schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG; ver-
einfachtes Verfahren),

dass der entscheidrelevante Sachverhalt aufgrund der Akten als erstellt zu erachten ist, 
mithin es der im erstinstanzlichen Verfahren beantragten Anhörung von C._______ nicht 
bedarf (Art. 33 Abs. 1 VwVG), 

dass ein Anspruch auf Wiedererwägung namentlich dann besteht, wenn sich der rechts-
erhebliche  Sachverhalt  seit  dem ursprünglichen  Entscheid  beziehungsweise  seit  dem 
Urteil  der  mit  Beschwerde angerufenen Rechtsmittelinstanz  (vgl.  Entscheidungen und 
Mitteilungen der Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 21 E. 1c S. 204) in wesentli-
cher Weise verändert hat und die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich 
eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1 
S. 42 f.), 

dass  eine  Wiedererwägung  hingegen  dann  ausser  Betracht  fällt,  wenn  lediglich  eine 
neue Würdigung der  beim früheren Entscheid  bereits  bekannten Tatsachen herbeige-
führt werden soll oder Gründe angeführt werden, die bereits in einem ordentlichen Be-
schwerdeverfahren gegen die frühere Verfügung hätten geltend gemacht werden kön-
nen (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2b S. 104), 

dass sich die Beschwerdeführer auf eine massgebliche Veränderung des Sachverhalts 
berufen,  indem sie geltend machen,  seit  dem Abschluss  des ordentlichen Verfahrens 
habe sich der Sachverhalt hinsichtlich der gesundheitlichen Verfassung von C._______ 
erheblich verändert, 

dass sie dabei anführen, C._______ habe Anfang Dezember 2006 einen Suizidversuch 
unternommen,  unter  Umständen  gar  ihren  zweiten  Versuch,  da  die  im  Zeitpunkt  der 
Ausreise 9½-jährige  und heute  13½-jährige  Beschwerdeführerin  eine Rückkehr  in  die 
Türkei ablehne, beziehungsweise sich vor einer Rückkehr fürchte, 

dass sie in diesem Zusammenhang geltend machen, den Eltern S.G und A._______ sei 
es im Falle einer Rückführung in die Türkei nicht möglich, ihrer Tochter C._______ den 
von ihr benötigten Beistand zu leisten, 

dass sie vor diesem Hintergrund – sowie unter Berufung auf eine hervorragende Integ-
ration von C._______ in der Schweiz, verbunden mit einer Entwurzelung in ihrer Heimat 
–  geltend  machen,  ein  allfälliger  Wegweisungsvollzug  stelle  nach der  Praxis  gemäss 
EMARK 2005 Nr. 6 eine Verletzung des Kindeswohls im Sinne der Kinderrechtskonven-
tion dar (Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes [KRK, 
SR 0.107]), 

dass die Beschwerdeführer ferner geltend machen, der Umstand,  dass D._______ im 
Falle einer Rückkehr in die Türkei Militärdienst leisten müsse, sei angesichts seiner zwi-
schenzeitlich eingetretenen Volljährigkeit durchaus ein Wiedererwägungsgrund, 

dass sie schliesslich in der Nichtgewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und amtli-
chen Verbeiständung im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens eine krasse Rechts-
verletzung erblicken, 

dass diese Vorbringen die ausführlichen und insgesamt zutreffenden Erwägungen der 
Vorinstanz – auf welche anstelle einer Wiederholung zu verweisen ist (vgl. dazu Art. 6 
und Art. 111 Abs. 3 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG) – im Resultat nicht zu erschüt-
tern vermögen, 

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dass  sich  entgegen  den  sinngemäss  anders  lautenden  Beschwerdevorbringen  weder 
dem Bericht des Schulpsychologischen Beratungsdienstes F._______ vom 24. Novem-
ber 2006 noch dem Bericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes F._______ 
vom 22. Dezember 2006 auf eine konkret behandlungsbedürftige und von daher gege-
benenfalls rechtserhebliche psychische Erkrankung von C._______ schliessen lässt, 

dass  im  Bericht  des  Schulpsychologischen  Dienstes  vorab  dem  Wunsch  nach  einer 
Fortsetzung der in der Schweiz begonnen Integration Ausdruck verliehen wird, wogegen 
über eine allenfalls behandlungsbedürftige Erkrankungslage nichts berichtet wird, 

dass  sich  diesbezüglich  auch  dem  Bericht  des  Kinder-  und  Jugendpsychiatrischen 
Dienstes nichts Weitergehendes entnehmen lässt,  obwohl dort Ängste von C._______ 
beschrieben  werden  (Furcht  vor  dem  Abbruch  der  Schulbildung  und  Furcht  vor  dem 
Zwang zu einer frühen Heirat), betreffend die angebliche Suizidalität jedoch einzig fest-
gehalten wird, dem Asylbetreuer sei geraten worden, die Situation zu beobachten und 
sich im Falle einer Veränderung der äusseren Situation wieder zu melden, 

dass betreffend eine konkrete, weitergehende Behandlung nichts aktenkundig gemacht 
wurde, obwohl die vorgelegten Berichte mittlerweile mehr als vier Monate alt sind, womit 
sich nicht auf das Vorliegen einer behandlungsbedürftigen und von daher gegebenen-
falls relevanten psychischen Erkrankungslage, sondern – im Sinne der Erwägungen des 
BFM – einzig auf allgemeine Probleme im Hinblick auf die anstehende Rückkehr in die 
Türkei schliessen lässt, 

dass alleine einer solchen Problemstellung keine ausschlaggebende Bedeutung für die 
Frage des Wegweisungsvollzuges zukommen kann, 

dass im Übrigen aufgrund der Akten kein hinreichender Anlass zur Annahme besteht, 
die Angehörigen von C._______ wären nicht in der Lage, ihrer Tochter beziehungsweise 
ihrer Schwester den allenfalls von ihr benötigten Beistand zu leisten, 

dass sich die Vorbringen in Richtung einer Traumatisierung von C._______ durch Ereig-
nisse in ihrer Heimat in blossen Mutmassungen erschöpfen und in den Akten keinerlei 
Rückhalt finden, wurden doch die von ihren Eltern geltend gemachten Asylgründe auf-
grund erheblicher Widersprüche und mangelnder Substanziierung rechtskräftig als un-
glaubhaft erkannt (vgl. Beschwerdeurteil der ARK vom 26. Oktober 2006 und Beschwer-
deurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. März 2007), 

dass die  Vorbringen betreffend eine überdurchschnittliche Integration  in  der  Schweiz, 
eine Entwurzelung in der Türkei  und eine daraus folgende angebliche Verletzung des 
Kindeswohls  durch den Wegweisungsvollzug im Resultat  nicht zu überzeugen vermö-
gen, da die angerufene Praxis gemäss EMARK 2005 Nr. 6 von den Beschwerdeführern 
deutlich zu weit ausgelegt wird, 

dass C._______ aufgrund der Akten durchaus eine gute Integration in der Schweiz zu-
zuerkennen ist, indes alleine dieser Umstand vor dem Hintergrund einer (erst) vierjähri-
gen Anwesenheit in der Schweiz auch im Falle eines Kindes, welches wichtige Entwick-
lungsjahre in der Schweiz verbracht hat, noch nicht auf eine Entwurzelung im Sinne der 
in EMARK 2005 Nr. 6 beschriebenen Praxis schliessen lässt, 

dass es sich dabei ohnehin nicht um eine nachträgliche Veränderung der Sachlage seit 
dem Abschluss des ordentlichen Verfahrens vor wenigen Monaten handeln dürfte, son-
dern aus der Beschwerdeeingabe implizit hervorgeht, die Integration der Tochter sei zu 

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wenig berücksichtigt worden,

dass  das  Vorbringen  in  Zusammenhang  mit  dem  anstehenden  Militärdienst  von 
D._______ ebenfalls  keine nachträglich veränderte Sachlage darstellt, da D._______ – 
entgegen dem sinngemäss anders lautenden Beschwerdevorbringen – bereits im Ver-
lauf des ordentlichen Verfahrens volljährig  geworden ist  und der Militärdienst  auch im 
Übrigen bereits absehbar war, 

dass  es  sich  schliesslich  auch  bei  der  vorgebrachten  anhaltenden  Depression  von 
B._______, wie die Vorinstanz zu Recht feststellte, nicht um eine nachträglich veränder-
te Sachlage handelt,

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 
die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet im vereinfachten Verfahren 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass  demzufolge  auch die  Vorbringen  betreffend  Nichtgewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und insbesondere der amtlichen Verbeiständung im erstinstanzlichen Ver-
fahren aufgrund der Akten unbegründet sind, mithin keine Rechtsverletzung zu erblicken 
ist, da aufgrund der vorliegenden Aktenlage die restriktiven Voraussetzungen dafür of-
fenkundig nicht erfüllt waren und das BFM diese Gesuche zu Recht (teils implizit) abge-
wiesen hat (vgl. dazu EMARK 2001 Nr. 11 und EMARK 2004 Nr. 9)

dass  aufgrund  der  gesamten  Aktenlage  die  Beschwerdeanträge  als  aussichtslos  be-
zeichnet werden müssen, weshalb das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten und um 
unentgeltliche Verbeiständung – unbesehen der geltend gemachten prozessualen Be-
dürftigkeit – abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG), 

dass mit Ergehen des vorliegenden Entscheides die Gesuche um Erlass des Kostenvor-
schusses  und um Aussetzung des  Wegweisungsvollzuges  als  gegenstandslos  zu  be-
trachten sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- den Beschwerde-
führern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1, 2 und 3 des Reglements 
vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird – soweit darauf einzutreten ist – abgewiesen.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 1'200.--, werden den Beschwerdeführern 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu 
überweisen.

4. Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: 
Einzahlungsschein; vorab per Telefax)

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den  Akten 
(Ref.-Nr. N _______)

- _______ (Kopie vorab per Telefax)

Die Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

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