# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d63705a-4bfc-51e1-b294-1d1fe25aa14e
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-12-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.12.2014 BV.2014.80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BV-2014-80_2014-12-10.pdf

## Full Text

Beschluss vom 10. Dezember 2014 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A GMBH, vertreten durch B.,  

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2014.80 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend "ESTV") gegen B. ein 

Strafverfahren eröffnete wegen Verdachts auf Hinterziehung von Steuern 

(Art. 96 Abs. 1 und 4 MWSTG), Abgabebetrugs (Art. 14 Abs. 2 VStrR) und 

Verletzung von Verfahrenspflichten (Art. 98 MWSTG) begangen als ver-

antwortliches Organ der A. GmbH vom 1. Januar 2009 an durch Nichtver-

buchung und Nichtdeklaration der der Mehrwertsteuer unterliegenden Um-

sätze sowie durch nicht ordnungsgemässes Führen der Geschäftsbücher 

bzw. vom 4. April 2014 an durch Nichtbeantworten von Fragen im Rahmen 

einer Kontrolle (act. 2.5); 

 

-  im Rahmen dieses Verfahrens am 19. November 2014 gestützt auf den 

Durchsuchungsbefehl des Direktors der ESTV vom 14. November 2014 

Beamte der ESTV die Wohn- und Geschäftsräume von B. in Z. (Schweiz) 

durchsuchten und diverse elektronische Datenträger, Papiere und elektro-

nische Daten beschlagnahmten (act. 2.6-2.8); 

 

- B. für die A. GmbH am 21. November 2014 Beschwerde erhebt und sinn-

gemäss die Aufhebung der Beschlagnahme der obgenannten Gegenstän-

de beantragt (act. 1); 

 

- die Beschwerdeschrift gemäss Art. 26 Abs. 2 lit. b VStrR beim Direktor der 

ESTV eingereicht wurde und die ESTV die Beschwerde am 28. Novem-

ber 2014 an dieses Gericht weiterleitete und zugleich eine Beschwerde-

antwort einreichte (act. 2);  

 

-  mit Eingabe vom 4. Dezember 2014 B. den Rückzug der Beschwerde er-

klärte und ausführte, dass durch die nachträglich und unverständlich spät 

erhaltenen Informationen sich die am 21. November 2014 eingereichte Be-

schwerde teilweise erübrige (act. 5); 

 

- B. von der Beschwerdekammer mit Schreiben vom 5. Dezember 2014 dazu 

aufgefordert wurde, umgehend mitzuteilen, ob die Beschwerde vollumfäng-

lich oder nur teilweise zurückgezogen werde und in wessen Namen die Be-

schwerde erhoben bzw. der Rückzug der Beschwerde erklärt worden sei 

(act. 6); 

 

- B. daraufhin erklärte, dass er die Beschwerde in seiner Funktion als Ge-

schäftsführer der A. GmbH erhoben habe und die Beschwerde vollumfäng-

lich zurückziehe (act. 7), mithin im Rubrum einzig die A. GmbH als Be-

schwerdeführerin aufzunehmen ist,  

- 3 - 

 

 

 

- der Rückzug der Beschwerde der Beschwerdegegnerin am 9. Dezem-

ber 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 8);  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- Widerhandlungen gegen das Mehrwertsteuergesetz nach diesem und nach 

dem VStrR verfolgt und beurteilt werden (Art. 103 Abs. 1 MWSTG); 

 

- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zu-

sammenhängende Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR 

i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. b StBGO); 

 

- der Rückzug der Beschwerde den Rechtsstreit beendet, weshalb das Be-

schwerdeverfahren als erledigt abzuschreiben ist (vgl. Beschluss des Bun-

desstrafgerichts BV.2014.40 vom 24. Juli 2014, E. 1.4);  

 

-  die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; vgl. TPF 2011 25 

E. 3); die Gerichtsgebühr dabei auf die minimalen Fr. 200.-- festzusetzen 

ist (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR).  

 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle-

digt abgeschrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 11. Dezember 2014  

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- B. 

- Eidgenössische Steuerverwaltung 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 
79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).