# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 680462bc-d45c-5b50-aab4-8259b87c4840
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 15.07.2014 SK2 2014 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2014-7_2014-07-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 15. Juli 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 14 7 21. Juli 2014

Beschluss
II. Strafkammer

Vorsitz Hubert
Richter Schlenker und Pritzi
Aktuar Hitz

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X.1._____, Beschwerdeführer, des X.2._____, Beschwerdeführer und des 
X.3._____, Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Caspar 
Zellweger und Rechtsanwalt Dr. iur. Lienhard Meyer, Elisabethenstrasse 2, Post-
fach 130, 4010 Basel, 

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 17. Februar 
2014, mitgeteilt am 18. Februar 2014, in Sachen der Beschwerdeführer gegen 
Y.1._____, Beschwerdegegner und gegen Y.2._____, Beschwerdegegner, beide 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp, Hartbertstrasse 11, Postfach 
180, 7002 Chur, 

betreffend Nötigung etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y.1._____ ist Leiter Privatkunden der A._____ . Y.2._____ war ebenfalls für 
die A._____ tätig und Leiter B._____. In dieser Funktion sandten sie am 31. Okto-
ber 2012 folgendes Schreiben an die C._____:

"Sehr geehrte Damen und Herren

Wir sehen uns wieder veranlasst, Sie anzuschreiben, weil in der jüngsten 
Vergangenheit gehäuft Vorfälle aufgetreten sind, bei welchen Ihre Aussen-
dienstmitarbeiter unsere Kunden kontaktiert und vorgegeben haben, dass 
sie von A._____ kommen bzw. mit A._____ eine Zusammenarbeit haben. 
Während des Kundengesprächs haben die Berater des M._____ die Be-
hauptung nicht dementiert, wonach zwischen der A._____ und dem 
M._____ eine Zusammenarbeit besteht. Im Laufe der Beratungsgespräche 
wurde zum Teil harsche Kritik an der A._____ , ihren Leistungen und ihren 
Preisen, geübt. Wir haben Kenntnis von vier konkreten Vorfällen, bei wel-
chen die folgenden Kundenberater beteiligt waren: D._____, E._____, 
F._____ und G._____. 

Wir ersuchen Sie, Ihre Aussendienstmitarbeiter zu instruieren und anzuhal-
ten, nicht mit der Behauptung über eine angebliche Zusammenarbeit mit 
der A._____ auf Kundenfang zu gehen. 

Sollten uns weitere Unregelmässigkeiten und unkorrektes Verhalten Ihrer 
Mitarbeiter zu Ohren kommen, werden wir uns nicht scheuen, die uns ge-
eigneten rechtlichen und medialen Schritte gegen das M._____ zu unter-
nehmen. 

Wir bitten Sie um Bestätigung, dass Sie ihre Mitarbeiter entsprechend in-
struiert haben.

Freundliche Grüsse

Y.1._____ Dr. Y.2._____"
Leiter Privatkunden Leiter B._____

B. Am 8. November 2012 schrieb Y.2._____ an H._____, Leiter Kundendienst 
der C._____, folgendes E-Mail:

"Sehr geehrter Herr H._____

Wir erhalten immer wieder Kundenreaktionen, die uns bestätigen, dass Ih-
nen namentlich seitens des M._____ eine "Zusammenarbeit" mit A._____ 
vorgespielt wird. 

Diese Vorfälle werden bei uns registriert und wir behalten uns ausdrücklich 
sämtliche rechtlichen und medialen Schritte vor. Auch unsere externe An-
waltskanzlei wurde vorinformiert und hält sich bereit zu intervenieren.

Ich bitte Sie um Kenntnisnahme.

Freundliche Grüsse"

C. Aufgrund dieser Schreiben reichten X.2._____, X.3._____ und X.1._____, 
Vorsitzender und Mitglieder der Geschäftsleitung der C._____, am 9. November 

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2012 bei der Staatsanwaltschaft Graubünden Strafanzeige und Strafantrag gegen 
Y.1._____ und Y.2._____ wegen Nötigung evtl. Drohung ein. 

D. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2012 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden eine Strafuntersuchung gegen Y.1._____ und Y.2._____ wegen 
Nötigung gemäss Art. 181 StGB. Am gleichen Tag erging der staatsanwaltschaftli-
che Ermittlungsauftrag an die Polizei.

E. Nach Durchführung der Untersuchung stellte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden mit Verfügung vom 17. Februar 2014, mitgeteilt am 18. Februar 
2014, das Strafverfahren gegen Y.1._____ und Y.2._____ wegen Nötigung 
gemäss Art. 181 StGB und Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB ein. Die Zivil-
klage wurde auf den Zivilweg verwiesen. 

F. Gegen diese Einstellungsverfügung erhoben X.2._____, X.3._____ und 
X.1._____ am 3. März 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden 
mit den folgenden Rechtsbegehren:

"1. Es sei die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden, 
Abteilung I Chur, vom 17. Februar 2014 im Verfahren 
VV.2012.3743/CG aufzuheben und die Angelegenheit zur Anklageer-
hebung oder zum Erlass eines Strafbefehls gegen Herrn Y.1._____ 
und Herrn Dr. Y.2._____ wegen Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB, 
eventualiter wegen Drohung im Sinne von Art. 180 StGB, an die 
Staatsanwaltschaft Graubünden, Abteilung I Chur, zurückzuweisen. 

2. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Staatsanwaltschaft Graubünden, 
Abteilung I Chur."

G. Die Staatsanwaltschaft Graubünden verzichtete mit Eingabe vom 10. März 
2014 auf die Einreichung einer Stellungnahme. 

H. Y.1._____ und Y.2._____ beantragen in ihrer Beschwerdeantwort vom 31. 
März 2014 die Abweisung der Beschwerde unter solidarischer Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdeführer 1-3.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, sowie in der ange-
fochtenen Einstellungsverfügung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen. 

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II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 322 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 393 Abs. 1 lit. a der Schwei-
zerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) kann gegen eine Einstellungs-
verfügung der Staatsanwaltschaft Beschwerde erhoben werden. Beschwerdein-
stanz ist nach Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung (EGzStPO; BR 350.100) das Kantonsgericht von Graubünden. Die 
Beschwerdefrist gegen eine staatsanwaltschaftliche Einstellungsverfügung beträgt 
zehn Tage (Art. 322 Abs. 2 StPO). Gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Be-
schwerde schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Da 
die vorliegende Beschwerde vom 3. März 2014 (vgl. act. I.1) den an sie gestellten 
Frist- und Formerfordernissen entspricht, ist auf sie einzutreten.

2. Die Strafprozessordnung enthält keine abschliessende Liste der nicht-
behördlichen, zur Beschwerde legitimierten Personen. Vielmehr kann gemäss der 
allgemeinen Bestimmung zur Rechtsmittellegitimation in Art. 382 Abs. 1 StPO jede 
Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
eines Entscheids hat, Beschwerde ergreifen. Gemeinsame und kumulative Vor-
aussetzungen für die Beschwerdebefugnis bilden das Vorliegen der Rechtsfähig-
keit, der Prozessfähigkeit und der Beschwer (vgl. zum Ganzen Patrick Guidon, Die 
Beschwerde gemäss Schweizer Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N. 
221 ff.). 

a) Gemäss Art. 322 Abs. 2 StPO kann die Einstellungsverfügung von den Par-
teien angefochten werden. Parteien sind im Haupt- und Rechtsmittelverfahren ne-
ben der Staatsanwaltschaft die beschuldigte Person sowie die Privatklägerschaft 
(Art. 104 Abs. 1 StPO). Als Privatkläger gilt der Geschädigte, der ausdrücklich er-
klärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkläger zu beteiligen, wobei der 
Strafantrag dieser Erklärung gleichgestellt ist (Art. 118 Abs. 1 und 2 StPO). Als 
geschädigte Person gilt die Person, die durch die Straftat in ihren Rechten unmit-
telbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). Ob tatsächlich eine tatbestands-
mässige, rechtswidrige und schuldhafte Straftat vorliegt, wird erst im Endentscheid 
festgestellt. Bis dahin bleibt sie eine blosse Hypothese (vgl. Goran Mazzucchel-
li/Mario Postizzi, in: Marcel Alexander Niggli/Marianne Heer/Hans Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Basel 
2011, N. 20 zu Art. 115 [zit. Basler Kommentar zur StPO]). Nachfolgend gilt es zu 
prüfen, ob seitens der Beschwerdeführer eine gesetzeskonforme Konstituierung 
erfolgt ist.

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b) Seitens der geschädigten Person ist eine Willenserklärung erforderlich, wo-
bei der Wille, sich am Strafverfahren als Straf- und/oder Zivilkläger zu beteiligen, 
ausdrücklich manifestiert werden muss. Diese Erklärung wird in der Praxis als 
Konstituierung bezeichnet und ist spätestens bis zum Abschluss des Vorverfah-
rens an die Strafverfolgungsbehörde (Art. 118 Abs. 3 StPO), d.h. die Polizei oder 
die Staatsanwaltschaft (Art. 12 StPO), zu richten (vgl. Goran Mazzucchelli/Mario 
Postizzi, in: Basler Kommentar zur StPO, a.a.O., N. 4 zu Art. 118). Die Konstituie-
rung kann schriftlich oder mündlich zu Protokoll gegeben werden. Dabei besteht 
die Wahl, sich entweder nur im Strafpunkt oder nur im Zivilpunkt zu konstituieren 
oder kumulativ beide Klagen geltend zu machen (Art. 119 Abs. 1 und 2 StPO). 

c) Im vorliegenden Fall konstituierten sich die Beschwerdeführer in ihrer Straf-
anzeige und ihrem Strafantrag vom 9. November 2012 (vgl. act. V./4.1, S. 3) als 
"Privatkläger im Sinne von Strafklägern". Weiter führten sie aus, die Geltendma-
chung einer Zivilforderung und die Beteiligung auch als Zivilkläger würden aus-
drücklich vorbehalten bleiben. In der Folge teilten die Beschwerdeführer in ihrer 
Eingabe vom 7. Februar 2014 an die Staatsanwaltschaft Graubünden mit, dass sie 
sich auch als Zivilkläger konstituieren und eine Genugtuung von je Fr. 500.00 gel-
tend machen würden (vgl. act. V/1.9). Nach dem Gesagten kann festgehalten 
werden, dass X.2._____, X.3._____ und X.1._____ als Privatkläger im Sinne von 
Art. 118 Abs. 1 StPO zu qualifizieren sind, womit sie zur Beschwerdeführung legi-
timiert sind. 

3. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverlet-
zungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechts-
verweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unangemessenheit (lit. c) gerügt 
werden. Sie stellt somit ein umfassendes ordentliches Rechtsmittel dar. Die 
Rechtsmittelinstanz verfügt über eine volle Kognition und kann die angefochtene 
Verfügung vollständig in allen Rechts- und Tatfragen überprüfen (vgl. Jeremy Ste-
phenson/Gilbert Thiriet, in: Basler Kommentar zur StPO, a.a.O., N. 15 zu Art. 394).

4. a) Die Beschwerdeführer rügen sinngemäss, durch die Einstellungsverfügung 
der Staatsanwaltschaft Graubünden sei der Grundsatz "in dubio pro duriore" ver-
letzt worden. Der Einstellungsverfügung könne der genaue Einstellungsgrund 
nicht entnommen werden. Aufgrund der Begründung sei davon auszugehen, dass 
es sich um Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO ("kein Straftatbestand erfüllt") handle. Die 
Staatsanwaltschaft sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass keine Nötigung und 
Drohung vorliegen würden. Die C._____ habe von der A._____ einen Brief erhal-

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ten, in welchem ihren Mitarbeitern verbotenes Verhalten vorgeworfen werde. Sie 
werde aufgefordert, dies zu unterbinden. Weiter werde eine schriftliche Bestäti-
gung verlangt und mit medialen Schritten gedroht. Die Drohung mit medialen 
Schritten stehe zwischen der Aufforderung, die Mitarbeiter zu instruieren und der 
Forderung, eine entsprechende Bestätigung abzugeben. Die Beschuldigten hätten 
sehr wohl gewusst, dass die Vorwürfe gegen die C._____ falsch seien. Es gehe 
aus den Unterlagen nicht hervor, dass der im verfahrensgegenständlichen Schrei-
ben erhobene Vorwurf gegenüber der C._____ wahr sei. Ebenso falsch sei die 
Behauptung der Staatsanwaltschaft, die A._____ habe einen zulässigen Zweck 
verfolgt, nämlich dass die Mitarbeiter der C._____ unkorrektes Verhalten zu unter-
lassen hätten. Ein solcher Zweck wäre nur dann legitim und nicht verboten, wenn 
er wahr wäre. Der Nachweis, dass die Beschuldigten unbegründet mit medialen 
Schritten gedroht hätten, sei aber erbracht worden. Es könne somit keineswegs 
ohne jeden Zweifel von klarer Straflosigkeit ausgegangen werden. Den Beschul-
digten sei es insgesamt nicht gelungen, aufzuzeigen, dass der mit ihrer Drohung 
und Aufforderung verbundene Vorwurf des unkorrekten Verhaltens den Tatsachen 
entspreche. 

b) Gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO ist ein Strafverfahren unter anderem dann 
einzustellen, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (lit. 
a) oder kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). Dies ist dann der Fall, wenn nach der 
gesamten Aktenlage nicht genügend Anhaltspunkte für das Vorliegen einer straf-
baren Handlung gegeben sind und somit ein Freispruch zu erwarten ist. Allerdings 
hat sich die Staatsanwaltschaft bei der Frage, ob ein genügender Tatverdacht be-
steht, Zurückhaltung aufzuerlegen. Wie die Beschwerdeführer zu Recht aus-
führen, ist im Zweifelsfalle in Beachtung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" 
von einer Einstellung abzusehen. Dieser Grundsatz bedeutet, dass eine Einstel-
lung durch die Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit bezie-
hungsweise offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden 
darf. Hingegen ist – sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage 
kommt – Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint 
als ein Freispruch. Falls sich die Wahrscheinlichkeit eines Freispruchs und einer 
Verurteilung in etwa die Waage halten, drängt sich nach dem genannten Grund-
satz in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, ebenfalls eine Anklageer-
hebung auf (vgl. BGE 138 IV 186 E. 4.1; 137 IV 219 E. 7 S. 226 f.; Urteile des 
Bundesgerichts 1B_677/2012 vom 18. Februar 2013 E. 3.1.1; 1B_687/2011 vom 
27. März 2012 E. 4 und 1B_78/2012 vom 3. Juli 2012 E. 4). Erscheint dagegen die 
Möglichkeit einer Verurteilung bei Würdigung sämtlicher Umstände im Sinne die-

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ser Rechtsprechung als unwahrscheinlich oder jedenfalls deutlich geringer als ein 
Freispruch, so ist das Verfahren einzustellen. Die Staatsanwaltschaft hat aber 
nicht jedes Mal, wenn nach dem durchgeführten Beweisverfahren irgendwelche 
Zweifel über den sich abgespielten Sachverhalt offen bleiben, Anklage zu erhe-
ben. Vielmehr hat sie dies nur dann zu tun, wenn im Zweifel steht, ob aufgrund der 
Beweislage eine Verurteilung durch ein Gericht erfolgen kann, beziehungsweise 
als möglich erscheint. Es kann sich aber so darstellen, dass durch berechtigte 
Zweifel am abgeklärten Sachverhalt eine Verurteilung unzweifelhaft als äusserst 
unwahrscheinlich erscheint. Wenn die Staatsanwaltschaft einen solchen Fall durch 
Ausübung pflichtgemässen Ermessens erkannt hat, kann sie das Verfahren ein-
stellen. Dies ergibt sich auch aus Art. 324 Abs. 1 StPO, wonach dann Anklage zu 
erheben ist, wenn die Staatsanwaltschaft aufgrund der Untersuchung die Ver-
dachtsgründe als hierfür hinreichend erachtet. 

c) Es trifft zu, dass der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
Graubünden vom 17. Februar 2014 aufgrund des blossen Hinweises auf Art. 319 
ff. StPO nicht ausdrücklich zu entnehmen ist, aus welchem Grund das Strafverfah-
ren gegen Y.1._____ und Y.2._____ eingestellt wurde. Wie die Beschwerdeführer 
indessen zu Recht ausführen, ist aufgrund der Begründung der Einstellungsverfü-
gung von einer Einstellung gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO auszugehen. In Be-
zug auf die oben genannten Voraussetzungen für eine Verfahrenseinstellung 
spielt es im Übrigen keine Rolle, ob das Strafverfahren gegen die Beschuldigten 
gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a oder lit. b StPO eingestellt wurde. Sie sind für 
beide Bestimmungen die gleichen (vgl. dazu auch Franz Riklin, Kommentar StPO, 
Schweizerische Strafprozessordnung mit JStPO, StBOG und weiteren Erlassen, 2. 
Aufl., Zürich 2014, N. 2 zu Art. 319). 

5. Wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder 
durch andere Beschränkung seiner Handlungsfähigkeit nötigt, etwas zu tun, zu 
unterlassen oder zu dulden, wird gemäss Art. 181 des Schweizerischen Strafge-
setzbuches (StGB; SR 311.0) mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit 
Geldstrafe bestraft. Wie die Staatsanwaltschaft Graubünden zu Recht ausführt, 
kommt vorliegend das objektive Tatbestandselement der Androhung ernstlicher 
Nachteile in Frage. Eine Androhung ernstlicher Nachteile liegt vor, wenn nach der 
Darstellung des Täters der Eintritt des Nachteils als von seinem Willen abhängig 
erscheint und wenn die Androhung geeignet ist, den Betroffenen in seiner Ent-
scheidungsfreiheit einzuschränken. Das Opfer muss durch das Nötigungsmittel zu 
einem Tun, einem Unterlassen oder zu einem Dulden veranlasst werden. Nicht 
erforderlich ist die Absicht, die Drohung wahr zu machen, doch muss das Opfer 

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sie ernst nehmen. Die Drohung muss mindestens eine Zwangsintensität erreichen, 
dass sie den Betroffenen entgegen seinem eigenen Willen zu dem von der Täter-
schaft gewünschten Verhalten bestimmen kann beziehungsweise bestimmt. Mit 
den ernstlichen Nachteilen werden zumeist die Rechtsgüter des Opfers bedroht. 
Die Ernstlichkeit eines angedrohten Nachteils ist immer im Gesamtzusammen-
hang zu sehen. Strafrechtlich relevant im Sinne der Nötigung kann auch ein ernst-
licher Nachteil nur dann sein, wenn er beim Drohungsadressaten zu einer un-
zulässigen Freiheitsbeschränkung führen kann (vgl. Vera Delnon/Bernhard Rüdy, 
in: Marcel Alexander Niggli/Hans Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht II, Art. 111-392 StGB, 3. Aufl., Basel 2013, N. 25 ff. zu Art. 181 [zit. Basler 
Kommentar zum StGB II]; Stefan Trechsel/Thomas Fingerhuth, in: Stefan Trech-
sel/Mark Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. 
Aufl., Zürich 2013, N. 4 f. zu Art. 181, mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung; Andreas Donatsch, in: Andreas Donatsch [Hrsg.], StGB Kom-
mentar, 19. Aufl., Zürich 2013, N. 4 f. zu Art. 181 [zit. Kommentar StGB]). In sub-
jektiver Hinsicht ist Vorsatz beziehungsweise Eventualvorsatz erforderlich. Der 
Vorsatz muss sich auf die Einflussnahme und das abzunötigende Verhalten be-
ziehen. Die Täterschaft will den Willen ihres Opfers beugen und es dadurch in 
dessen rechtlich geschützter Freiheit beschränken oder dies zumindest in Kauf 
nehmen (vgl. Stefan Trechsel/Thomas Fingerhuth, a.a.O., N. 14 zu Art. 181). 

a) Die Beschwerdegegner bringen zunächst vor, die Beschwerdeführer seien 
nicht als Opfer einer nötigenden Tathandlung zu betrachten, da das Schreiben der 
A._____ vom 31. Oktober 2012 an die C._____ als juristische Person gerichtet 
gewesen sei. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern nun die Entfaltungs- und Hand-
lungsfähigkeit der Beschwerdeführer beschränkt gewesen sei beziehungsweise 
sie als Opfer zu betrachten wären. Die C._____ ist eine im Handelsregister des 
Kantons Basel-Stadt eingetragene Aktiengesellschaft (vgl. act. V./4.2, Beilage 3). 
X.1._____ und X.3._____ sind Mitglieder der Geschäftsleitung. X.2._____ ist der 
Vorsitzende der Geschäftsleitung (vgl. act. V./4.2, Beilage 3). Juristische Personen 
können von einer Nötigung zwar betroffen sein, weil auch sie im Rahmen ihrer 
Organisation einen Willen bilden und betätigen, Rechte haben und Freiheiten ge-
niessen können. Den Prozess der Willensbildung und -betätigung übt die juristi-
sche Person aber durch natürliche Personen aus, ihre Organe. Als Opfer einer 
Nötigung scheidet die juristische Person daher aus (vgl. Vera Delnon/Bernhard 
Rüdy, in: Basler Kommentar zum StGB II, a.a.O., N. 17 zu Art. 181). Die Be-
schwerdeführer sind als einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsleitungsmitglieder 
mit der eigentlichen Geschäftsführung besorgt und bestimmen die Willensbildung 

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der Unternehmung massgebend mit. Damit sind sie unzweifelhaft als Organe der 
C._____ zu qualifizieren (vgl. dazu auch Claire Huguenin, in: Heinrich Hon-
sell/Nedim Peter Vogt/Thomas Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch 
I, Art. 1-456 ZGB, 4. Aufl., Basel 2010, N. 13 zu Art. 55). Die Beschwerdeführer 
können somit als Organe der C._____ entgegen der Meinung der Beschwerde-
gegner sehr wohl durch eine Nötigung in ihrer Entfaltungsmöglichkeit, nämlich der 
Beratung, Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen aller Art, beschnitten 
werden. Sie sind damit als mögliche Opfer im Sinne von Art. 181 StGB zu betrach-
ten. 

b) Die Beschwerdegegner führten in ihrem Schreiben vom 31. Oktober 2012 
an die C._____ (vgl. act. V./4.2, Beilage 5) aus, dass die A._____ Kenntnis von 
vier konkreten Vorfällen habe, bei welchen die Kundenberater D._____, E._____, 
F._____ und G._____ während der Kundengespräche die Behauptung nicht de-
mentiert hätten, mit der A._____ in Zusammenarbeit zu stehen. Im Laufe der Be-
ratungsgespräche sei zum Teil harsche Kritik an der A._____ , ihren Leistungen 
und ihren Preisen geübt worden. Die C._____ werde daher ersucht, ihre Aussen-
dienstmitarbeiter zu instruieren, nicht mit der Behauptung über eine angebliche 
Zusammenarbeit mit der A._____ auf Kundenfang zu gehen. Sollten der A._____ 
weitere Unregelmässigkeiten und unkorrektes Verhalten der Mitarbeiter der 
C._____ zu Ohren kommen, würde sich die A._____ nicht scheuen, die geeigne-
ten rechtlichen und medialen Schritte gegen die C._____ zu unternehmen. 

Es ist vorliegend unbestritten, dass Y.1._____ und Y.2._____ in ihrem Schreiben 
vom 31. Oktober 2012 (vgl. act. V./4.2, Beilage 5) die C._____ aufgrund diverser 
Vorkommnisse aufforderten, die Mitarbeiter zu instruieren und anzuhalten, nicht 
mit der Behauptung über eine angebliche Zusammenarbeit mit der A._____ auf 
Kundenfang zu gehen. Die Beschwerdegegner forderten demnach die Beschwer-
deführer zu einem Tun auf. Wie die Staatsanwaltschaft Graubünden nun zu Recht 
ausführt, haben die Beschuldigten die Durchsetzung dieser Aufforderung mit kei-
ner Androhung verbunden. Sie haben für den Fall des Ausbleibens keine Konse-
quenzen, namentlich nicht die erwähnten geeigneten medialen Schritte, ange-
droht. Es wurde lediglich darum gebeten, der A._____ zu bestätigen, dass die Mit-
arbeiter der C._____ entsprechend instruiert worden seien. Weder die explizite 
Formulierung des Schreibens noch der optische Aufbau des Schreibens lassen 
einen anderen Schluss zu. Die Androhung medialer Schritte wird ganz klar in ei-
nem neuen Absatz für den Fall künftiger Unregelmässigkeiten aufgeführt. Die 
diesbezüglichen Ausführungen der Staatsanwaltschaft Graubünden sind entgegen 
der Ansicht der Beschwerdeführer keinesfalls überspitzt formalistisch. Es trifft zwar 

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zu, dass ein Vorgehen mit medialen Schritten zwischen der Aufforderung, die Mit-
arbeiter zu instruieren, und der Forderung, eine entsprechende Bestätigung abzu-
geben, steht. Eine offensichtliche Verbindung lässt sich daraus aber schon vom 
Wortlaut her nicht herstellen. Geeignete rechtliche und mediale Schritte wurden 
völlig unmissverständlich lediglich für den Fall in Aussicht gestellt, dass der 
A._____ weitere Unregelmässigkeiten und unkorrektes Verhalten seitens der Mit-
arbeiter der C._____ zu Ohren kommen würden. Es lässt sich damit nicht sagen, 
dass die medialen Schritte für den Fall des Ausbleibens der Instruktion der Mitar-
beiter und der unterlassenen Bestätigung dieser Instruktion implizit angedroht 
wurden. Die Beschwerdeführer bringen in ihrer, diesbezüglich ohnehin sehr knapp 
gehaltenen Begründung, auch nichts weiter vor, was eine andere Auffassung na-
helegen würde. Das gleiche gilt auch für die Ausführungen im E-Mail von 
Y.2._____ an H._____ von der C._____ vom 8. November 2012 (vgl. act. V./4.2, 
Beilage 15), worin festgehalten wird, dass die Vorfälle bei der A._____ registriert 
und sie sich ausdrücklich sämtliche rechtlichen und medialen Schritte vorbehalten 
würden. Der Vorbehalt medialer Schritte wurde nicht mit der Aufforderung zu ei-
nem Tun, Dulden oder Unterlassen verbunden.  

c) Zu beurteilen bleibt somit der zweitletzte Abschnitt des Schreibens vom 
31. Oktober 2012 (vgl. act. V./4.2, Beilage 5), wonach sich die A._____ , sollten ihr 
(künftig) weitere Unregelmässigkeiten und unkorrektes Verhalten der Mitarbeiter 
der C._____ zu Ohren kommen, nicht scheuen würde, die ihr geeigneten rechtli-
chen und medialen Schritte gegen das M._____ zu unternehmen. Die Androhung 
der medialen Schritte wurde implizit mit der Aufforderung zu einem Unterlassen, 
nämlich dem Unterlassen eines unkorrekten Verhaltens durch die Mitarbeiter der 
C._____, verbunden. Es ist somit nachfolgend zu prüfen, ob mit dieser Äusserung 
der Tatbestand der Nötigung gemäss Art. 181 StGB oder allenfalls der versuchten 
Nötigung gemäss Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB erfüllt wur-
de. Verhält sich das Opfer nämlich nicht so, wie der Täter es will, so liegt nur Nöti-
gungsversuch vor (vgl. Vera Delnon/Bernhard Rüdy, in: Basler Kommentar zum 
StGB II, a.a.O., N. 66 zu Art. 182 und Urteil des Bundesgerichts 1B_677/2012 vom 
18. Februar 2013 E. 3.1.2). 

ca) Wie bereits oben erwähnt, kommt vorliegend das objektive Tatbestands-
element der Androhung ernstlicher Nachteile in Frage, da die A._____ der 
C._____ mit medialen Schritten drohte, falls ihr künftig ein unkorrektes Verhalten 
ihrer Mitarbeiter zu Ohren kommt. Die Staatsanwaltschaft Graubünden erwog in 
diesem Zusammenhang unter Berufung auf BGE 106 IV 125 zu Recht, dass die 
Mitteilung an die Presse ein Nötigungsmittel im Sinne von Art. 181 StGB darstellen 

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könne, da eine entsprechende Veröffentlichung in den Medien den Betroffenen 
ernsthaft schädigen könne. 

Die Art der angedrohten medialen Schritte der A._____ wurden im Schreiben vom 
31. Oktober 2012 (vgl. act. V./4.2, Beilage 5) nicht weiter konkretisiert. Y.2._____ 
führte anlässlich seiner polizeilichen Befragung vom 25. Februar 2013 (vgl. act. 
V./5.3) aus, dass die A._____ bei erneutem Auftreten von falschen Informationen 
beziehungsweise falscher Beratung die Situation prüfen würde. Konkrete Schritte 
seien daher noch nicht geplant gewesen, sondern sollten – wenn überhaupt – erst 
im Anschluss beschlossen werden. In jedem Fall wäre bei medialen Schritten der 
Versichertenschutz im Vordergrund gestanden. Es wäre insbesondere darum ge-
gangen, die Konsumenten auf die Wichtigkeit einer guten Beratung aufmerksam 
zu machen und zu verhindern, dass gerade unerfahrene oder betagte Konsumen-
ten in "Fallen" tappen würden. Y.1._____ führte anlässlich seiner Befragung vom 
22. Februar 2013 (vgl. act. V./5.2) aus, dass die A._____ bereits seit einiger Zeit 
auf ihrem eigenen Medium – der A._____ -Homepage – Beiträge und Warnungen 
zu dubiosen Vermittlern beziehungsweise zu Verstössen gegen die I._____ Bran-
chenvereinbarung zur Kundenwerbung aufgeschaltet habe. Weiter hätten sie Flyer 
in den Agenturen aufgelegt und in ihrem Kundenmagazin informiert. Dabei sei die 
C._____ aber nie namentlich erwähnt worden; die Informationen seien stets neu-
tral und objektiv gewesen. Als medialen Schritt hätten sie sich deshalb eine Inten-
sivierung dieser (neutralen) Warnungen beziehungsweise Beiträge vorstellen kön-
nen. Selbst wenn sie sich für einen medialen Schritt, das heisse für einen objekti-
ven Bericht in einer Zeitung oder Sendung entschlossen hätten, wäre es für sie 
nur um den Versichertenschutz und um einen fairen Wettbewerb gegangen. In 
ihrer Beschwerdeantwort vom 31. März 2014 (vgl. act. I. 3) führen die Beschwer-
degegner aus, mit medialen Schritten seien objektive, nicht speziell auf das 
M._____ bezogene Kundeninformationen gemeint gewesen, wie sie auf der Web-
seite der A._____ zu finden seien. Ebenso wenig hätten die Beschwerdegegner 
eine Kampagne mit Hilfe von Boulevardmedien im Auge gehabt.

cb) Den Aussagen anlässlich der polizeilichen Einvernahmen ist zu entnehmen, 
dass die Beschuldigten noch keine konkreten Vorstellungen bezüglich der media-
len Schritte hatten. Y.1._____ sprach hingegen die Möglichkeit einer Berichterstat-
tung in einer Zeitung oder Sendung klar an. Da aus den vorliegenden Unterlagen 
hervorgeht (vgl. beispielsweise act. V./4.2, Beilage 14; Bundesordner "Unterlagen 
A._____ ", Register 1), dass in den Medien bereits im Jahr 2010 Beiträge erschie-
nen sind, in welchen die A._____ gegen fragwürdige Methoden von Versiche-
rungsvermittlern, darunter auch des M._____, vorging, konnten die aufgrund der 

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medialen Vorgeschichte angedrohten medialen Schritte im Schreiben vom 31. Ok-
tober 2012 von der C._____ durchaus als erneute Mitteilung an die Presse ver-
standen werden. Sie sind daher als Nötigungsmittel zu qualifizieren, da eine ent-
sprechende Veröffentlichung in den Medien die C._____ ernsthaft schädigen 
kann. Auch wenn vorliegend nicht hervorgeht, ob die A._____ nach dem Schrei-
ben vom 31. Oktober 2012 mediale Schritte einleitete, vermag dies am objektiven 
Tatbestandselement der Androhung ernstlicher Nachteile nichts zu ändern, da es 
unwesentlich ist, ob die Täterschaft ihre Androhung ernstlicher Nachteile wahr 
machen will (vgl. Vera Delnon/Bernhard Rüdy, in: Basler Kommentar zum StGB II, 
a.a.O., N. 30 zu Art. 181). Es trifft zwar zu, dass nicht jede Überempfindlichkeit 
des individuell Betroffenen die empfangene Botschaft zur Androhung eines ernstli-
chen Nachteils macht, doch ist der vorliegend angedrohte Nachteil mit medialen 
Schritten nicht zuletzt auch aufgrund der aktenmässig erstellten Vorgeschichte 
entgegen der Meinung der Beschwerdegegner ernst zu nehmen und die Verwirkli-
chung des angedrohten Übels war aus Sicht der Opfer durchaus zu befürchten. 
Die Androhung ernstlicher Nachteile war damit objektiv durchaus dazu geeignet, 
auch eine verständige Person in der Lage des Opfers gefügig zu machen. 

d) Doch selbst wenn das Tatbestandselement der Androhung ernstlicher 
Nachteile im Sinne von Art. 181 StGB erfüllt ist, muss dessen Rechtswidrigkeit 
positiv begründet werden. Gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts und der 
herrschenden Lehre indiziert die Tatbestandsmässigkeit der Nötigung die Rechts-
widrigkeit noch nicht. Die Nötigung ist unrechtmässig, wenn das Mittel oder der 
Zweck unerlaubt ist, wenn das Mittel zum erstrebten Zweck nicht im richtigen Ver-
hältnis steht oder wenn die Verknüpfung zwischen einem an sich zulässigen Mittel 
und einem erlaubten Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwidrig ist (vgl. BGE 
134 IV 216 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_677/2012 vom 18. Februar 2013 
E. 3.1.2; Vera Delnon/Bernhard Rüdy, in: Basler Kommentar zum StGB II, N. 57 
zu Art. 181; Stefan Trechsel/Thomas Fingerhuth, a.a.O., N. 10 ff. zu Art. 181). 

da) Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte das Strafverfahren gegen die 
Beschuldigten wegen Nötigung mit der Begründung der fehlenden Rechtswidrig-
keit ein. Es sei grundsätzlich erlaubt, sich mit einer für wahr gehaltenen Angele-
genheit an die Presse zu wenden. In diesem Fall sei das eingesetzte Mittel nicht 
verboten. Es könne Y.2._____ und Y.1._____ nicht nachgewiesen werden, dass 
sie unwahre Angelegenheiten in den Medien hätten veröffentlichen wollen bezie-
hungsweise sie dies angedroht hätten. Doch selbst wenn sie die angesprochenen 
konkreten Vorfälle der C._____ zu veröffentlichen drohten, könne nicht nachge-
wiesen werden, dass die Beschuldigten davon hätten ausgehen müssen, dass 

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diese unwahr seien. Aus den von den Beschuldigten eingereichten Unterlagen 
ergebe sich, dass die Mitarbeiter der A._____ mit mehreren negativen Reaktionen 
über die C._____ konfrontiert worden seien, welche an die Beschuldigten weiter-
geleitet worden seien. 

db) Die Beschwerdeführer halten dem entgegen, es ergebe sich aus den Unter-
lagen nicht, dass der im verfahrensgegenständlichen Schreiben vom 31. Oktober 
2012 erhobene Vorwurf wahr sei. Dies hätten die Beschuldigten gewusst, wie die 
A._____ -interne E-Mail von Y.2._____ an Y.1._____ vom 31. Oktober 2012 be-
weisen würde. Ebenso falsch sei die Behauptung der Staatsanwaltschaft, die 
A._____ habe einen zulässigen Zweck verfolgt, nämlich dass die Mitarbeiter der 
C._____ unkorrektes Verhalten zu unterlassen hätten. Ein solcher Zweck sei nur 
dann legitim und nicht verboten, wenn er wahr wäre. Schliesslich würde es der 
A._____ ohnehin nur um den Schutz des Heimmarktes im Kanton Graubünden 
gehen. 

dc) Einleitend ist festzuhalten, dass es im vorliegenden Verfahren nicht um 
Fragen über den Marktschutz geht. Es geht auch nicht darum, ein unlauteres 
Wettbewerbsverhalten der C._____ durch ihre Mitarbeiter festzustellen, indem 
diese vorgaben, als Vertreter der A._____ zu agieren. Es geht einzig und allein 
darum zu prüfen, ob die beschuldigten Beschwerdegegner im Rahmen der Andro-
hung ernstlicher Nachteile im Schreiben vom 31. Oktober 2012 unwahre Informa-
tionen an die Presse veröffentlichen wollten. Nur wenn dies die Absicht war, kann 
die Rechtswidrigkeit positiv begründet und mit einer Verurteilung wegen einer all-
fällig (versuchten) Nötigung gerechnet werden. Da sich die Staatsanwaltschaft im 
Rahmen ihrer Begründung der fehlenden Rechtswidrigkeit nicht auf die von der 
A._____ eingereichten Zeitungsartikel bezog, erübrigen sich Ausführungen zu Zif-
fer II/4. der Beschwerdebegründung (vgl. act. I.1, S. 8 f.).  

Wie oben erwähnt, ist die Rechtswidrigkeit unter anderem dann gegeben, wenn 
das verwendete Mittel unerlaubt ist. Wie die Staatsanwaltschaft Graubünden unter 
Berufung auf das Urteil des Bundesgerichts 1P.547/2004 vom 11. Februar 2005 E. 
1.4 zu Recht festhält, ist es grundsätzlich erlaubt, sich mit einer für wahr gehalte-
nen Angelegenheit an die Presse zu wenden. Davon gehen auch die Beschwerde-
führer aus (vgl. act. I.1, S. 13). Hingegen führen sie aus, dass es sich aus den Un-
terlagen nicht ergeben würde, dass der im Schreiben vom 31. Oktober 2012 erho-
bene Vorwurf eines unrechtmässigen Verhaltens ihrer Mitarbeiter wahr sei. 

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Die Staatsanwaltschaft stützt sich zur Begründung der fehlenden Rechtswidrigkeit 
unter anderem auf die Aussagen der Beschuldigten ab. Y.2._____ führte aus, 
dass es die Absicht der A._____ gewesen sei, bei erneutem Auftreten von fal-
schen Informationen beziehungsweise falscher Beratung, die Situation zu prüfen. 
Konkrete Schritte seien noch nicht geplant gewesen. In jedem Fall aber wären bei 
medialen Schritten der Versichertenschutz sowie ein lauterer Wettbewerb im Vor-
dergrund gestanden. Auch Y.1._____ führte aus, dass, selbst wenn sich die 
A._____ für einen objektiven Bericht in einer Zeitung oder Sendung entschlossen 
hätte, es nur um den Versichertenschutz und um einen fairen Wettbewerb gegan-
gen wäre (vgl. act. V./5.2 und 3). Anhand dieser Aussagen kann nicht gefolgert 
beziehungsweise nachgewiesen werden, dass Y.1._____ und Y.2._____ unwahre 
Angelegenheiten in den Medien veröffentlichen wollten. Sie führten explizit aus, 
die Situation zunächst zu beobachten, um im Falle eines künftigen unlauteren 
Wettbewerbsverhaltens beziehungsweise beim Vorhandensein eines tatsächli-
chen Missstandes (schlechte Beratung, dubiose Vermittler) reagieren zu können. 
Dieses Vorgehen spricht offensichtlich dafür, dass sich die Beschuldigten eben 
gerade nicht der Gefahr aussetzen wollten, unwahre Informationen zu veröffentli-
chen. Deshalb konnten die Beschwerdegegner anlässlich ihrer polizeilichen Be-
fragung auch keine konkreten wettbewerbswidrigen Handlungen der C._____ re-
spektive ihrer damals noch für das M._____ tätigen Mitarbeiter D._____, E._____, 
F._____ und G._____ nennen, da solche noch nicht konkret erstellt und damit 
auch noch keine Belege respektive Beweise vorhanden waren. Darauf lassen die 
Ausführungen von Y.2._____ in seiner E-Mail vom 31. Oktober 2012 an Y.1._____ 
und weitere Mitarbeiter der A._____ schliessen, in welcher er ausführt, dass die 
A._____ für ein Gerichtsverfahren noch zu wenig in der Hand hätte und es darum 
umso wichtiger sei, die Marktsituation laufend zu beobachten und Fakten zu 
sammeln, namentlich im Zusammenhang mit unzulässigen Vergleichen, herabset-
zenden Äusserungen über die A._____ und dem Erwecken des Anscheins einer 
Zusammenarbeit mit der A._____ (vgl. Bundesordner "Unterlagen A._____ ", Re-
gister 3). Die Aussagen der Beschuldigten sind damit entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführer nicht als Schutzbehauptung zu qualifizieren. 

Es gibt ebenfalls keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Beschuldigten beabsich-
tigt hätten, die in ihrem Schreiben vom 31. Oktober 2012 (vgl. act. V./4.2, Beilage 
5) erwähnten Vorfälle mit den Beratern der C._____ zu veröffentlichen. Doch 
selbst wenn dies die Absicht gewesen wäre, ist nicht erkennbar, dass die Be-
schuldigten von der Unwahrheit der ihnen zugetragenen Vorfälle ausgehen muss-
ten, da diese nicht aus der Luft gegriffen, sondern ihnen im Vorfeld seitens der 

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Mitarbeiter der A._____ aufgrund mehrerer negativen Reaktionen von Kunden 
zugetragen wurden. Bei einer Durchsicht der Akten ergeben sich insbesondere bei 
der Beratung durch G._____ vom 11. Juli 2012 Anhaltspunkte dafür, dass diese in 
der Tat der Kundin vorgab, mit der A._____ zusammenzuarbeiten und die Police 
der Versicherungsprämie bei der A._____ überprüfen wolle. Wäre dem nicht so 
gewesen, hätte die Kundin wohl kaum unmittelbar nach der Beitrittserklärung der 
J._____ den Agenturleiter der A._____ K._____ aufgesucht, um die Versiche-
rungsdeckungen bei der J._____ zu annullieren (vgl. dazu act. V./6.1-8). Die Vor-
gabe einer angeblichen Zusammenarbeit mit der A._____ kann als unlauteres 
Wettbewerbsverhalten taxiert werden (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 
4A_230/2010 vom 12. Juli 2010, in welchem in einem Verfahren betreffend vor-
sorgliche Massnahmen gestützt auf das Bundesgesetz gegen den unlauteren 
Wettbewerb unter anderem die Anordnung des Handelsgerichtspräsidenten des 
Kantons St. Gallen, wonach den Gesuchsgegnerinnen die Aussage verboten wur-
de, sie stünden mit der Z. AG in vertraglichen Beziehungen, geschützt wurde). Es 
kann daher entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer den Beschuldigten 
insgesamt nicht vorgeworfen werden, sie hätten im Rahmen der Androhung medi-
aler Schritte um die Unwahrheit der von ihnen erhobenen Vorwürfe gewusst. 

dd) Es kann vorliegend auch nicht gesagt werden, das Verhalten der Beschul-
digten sei widerrechtlich gewesen, weil der verfolgte Zweck nicht erlaubt gewesen 
wäre. Die Beschwerdegegner verfolgten den Zweck, dass die Mitarbeiter der 
C._____ künftig ein unkorrektes Verhalten gegenüber der A._____ unterlassen. 
Da aufgrund der zugetragenen Kundenreaktionen diverse Anzeichen für ein un-
korrektes Verhalten der C._____ vorlagen, ist ein solches Vorgehen legitim und 
nicht verboten. Die medialen und rechtlichen Schritte wurden für den Fall eines 
künftigen unkorrekten Verhaltens der Mitarbeiter der L._____ in Aussicht gestellt. 
Es besteht somit ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen der Ankündi-
gung, bei weiteren Unregelmässigkeiten und unkorrektem Verhalten der Mitarbei-
ter mediale Schritte gegen die C._____ zu unternehmen und der Forderung eines 
korrekten Verhaltens. Damit steht das verwendete Mittel in einem vernünftigen 
Zusammenhang mit dem verfolgten Zweck und erweist sich auch nicht als rechts-
missbräuchlich.

e) Die Schlussfolgerung der Staatsanwaltschaft Graubünden, mangels 
Rechtswidrigkeit einer allfälligen versuchten Nötigung erscheine eine Verurteilung 
der Beschwerdegegner als unwahrscheinlich, weshalb das Strafverfahren einzu-
stellen sei, erweist sich nach soeben Ausgeführtem als rechtens. 

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6. Der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB macht sich auf Antrag strafbar, 
wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Der 
Täter muss dem Opfer einen schweren Nachteil in Aussicht stellen und dieses, 
damit die Tat vollendet ist, tatsächlich in Angst und Schrecken versetzen. Schre-
cken ist eine heftige Erschütterung des Gemüts, die meist durch das plötzliche 
Erkennen einer Gefahr oder Bedrohung ausgelöst wird, während Angst ein bek-
lemmendes, banges Gefühl ist, bedroht zu werden. Das Übel kann auf irgendeine 
Weise angekündigt werden, so durch Wort und Schrift oder konkludente Handlun-
gen. Die Drohung muss schwer sein und Angst machen. Nicht jede Freiheitsbe-
schränkung wird aber vom Gesetz verpönt. Geschützt ist das Mass an innerer 
Freiheit, auf das eine Person Anspruch hat. Daher kann der Gesetzgeber keiner 
Person ein grösseres Mass an Freiheit gewährleisten, als diese sich selbst ge-
schaffen hat (vgl. zum Ganzen Vera Delnon/Bernhard Rüdy, in: Basler Kommentar 
zum StGB II, a.a.O., N. 6, 12 und 19 zu Art. 180; Andreas Donatsch, in: Kommen-
tar StGB, a.a.O., N. 1 ff. zu Art. 180). Wie oben festgestellt wurde, kann den be-
schuldigten Beschwerdegegnern nicht nachgewiesen werden, dass die medialen 
und rechtlichen Schritte unbegründet angedroht wurden. Damit ist der Eingriff in 
die Freiheit der Beschwerdeführer, wie die Staatsanwaltschaft Graubünden zu 
Recht festhält, nicht geschütztes Rechtsgut der Drohung, womit Art. 180 StGB von 
vornherein nicht zur Anwendung gelangt. Unabhängig davon kann vorliegend of-
fen gelassen werden, ob die Ankündigung medialer Schritte als schwere Drohung 
zu qualifizieren ist, da nicht ersichtlich ist, inwiefern sich die Beschwerdeführer 
durch die Androhung medialer Schritte ernsthaft bedroht fühlten respektive sie 
dadurch in Angst und Schrecken versetzt wurden. Damit hat die Staatsanwalt-
schaft auch das Strafverfahren wegen Drohung gemäss Art. 180 StGB zu Recht 
eingestellt. 

7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Möglichkeit einer 
Verurteilung der Beschwerdegegner wegen (versuchter) Nötigung gemäss Art. 
181 StGB eventuell Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB bei Würdigung sämtli-
cher Umstände als unwahrscheinlich beziehungsweise jedenfalls deutlich geringer 
als ein Freispruch erscheint und die Staatsanwaltschaft Graubünden das gegen 
Y.2._____ und Y.1._____ eröffnete Strafverfahren folglich zu Recht eingestellt hat. 
Eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" liegt mithin nicht vor. Die 
Beschwerde erweist sich somit insgesamt als unbegründet, was deren Abweisung 
zur Folge hat.

8. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens (vgl. Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Da die Be-

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schwerdeführer mit ihren Anträgen vollends unterlegen sind, sind die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens unter solidarischer Haftbarkeit den Beschwerdeführern 
aufzuerlegen (vgl. Art. 418 Abs. 2 StPO). Gestützt auf den geltenden Gebühren-
rahmen von Fr. 1'000.00 bis Fr. 5'000.00 (Art. 8 der Verordnung über die Ge-
richtsgebühren in Strafverfahren [VGS; BR 350.210]) erscheint vorliegend eine 
Gebühr von Fr. 2'000.00 als angemessen. Für die Ansprüche auf Entschädigung 
und Genugtuung im Rechtsmittelverfahren verweist Art. 436 Abs. 1 StPO auf die 
Art. 429-434 StPO. Die Beschwerdeführer unterliegen im vorliegenden Beschwer-
deverfahren vollständig und sind gemäss der Praxis des Kantonsgerichts deshalb 
in analoger Anwendung von Art. 432 Abs. 1 StPO zu verpflichten, den Beschwer-
degegnern für ihre anwaltlichen Umtriebe im Beschwerdeverfahren eine ange-
messene Prozessentschädigung zu bezahlen (vgl. u.a. Entscheide der II. Straf-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden SK2 11 23 vom 14. September 
2011 E. 5 und SK2 12 16 vom 11. Februar 2013 E. 5 sowie Beschluss der II. 
Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich UE110185 vom 26. Januar 
2012 E. 6). Da der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner keine Honorarnote ein-
reichte, wird die Entschädigung vorliegend auf CHF 2'000.-- (inkl. Barauslagen 
und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf Fr. 2‘000.00 festgesetzt 
und gehen unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten der Beschwerdeführer, 
welche ausserdem die Beschwerdegegner insgesamt und ebenfalls unter 
solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 2'000.00 (inkl. MwSt. und Barauslagen) 
ausseramtlich zu entschädigen haben.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Schweizerischen Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, schriftlich innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschrie-
benen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimati-
on, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gel-
ten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: