# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59aaf948-9269-55db-94a5-8b52c9083c87
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.03.2016 200 2015 866
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-866_2016-03-23.pdf

## Full Text

200 15 866 UV
FUR/SCC/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. März 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

Visana AG
Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 15
Beschwerdeführerin

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

in Sachen
A.________

betreffend Einspracheentscheid vom 2. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1953 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beigeladener) ist für die 
B.________ tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (SUVA bzw. Beschwerdegegnerin; Dossier der SUVA, Ant-
wortbeilage [AB] 1) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
versichert. Am 18. Mai 2011 meldete der Arbeitgeber, der Versicherte habe 
am … 2011 beim Einsteigen in ein Fahrzeug eine Drehung gemacht und 
habe dabei einen „Knacks“ im rechten Knie verspürt (AB 1). Nach Ab-
klärungen richtete die SUVA die gesetzlichen Leistungen aus. Mit Verfü-
gung vom 2. Mai 2013 stellte die SUVA die Versicherungsleistungen ein 
(AB 45). Die hiergegen erhobene Einsprache der Visana AG als obligatori-
scher Krankenpflegeversicherer (Beschwerdeführerin; AB 46, 49) wies die 
SUVA mit Einspracheentscheid vom 28. Juni 2013 ab (AB 52). Die dage-
gen erhobene Beschwerde (AB 54) hiess das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern mit Urteil vom 3. Februar 2014 (VGE UV/2013/650) auf gemein-
samen Antrag der Parteien hin gut, hob den angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 28. Juni 2013 auf und wies die Sache an die Vorinstanz zurück, 
damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen über 
den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung neu verfüge (AB 65).

B.

Die SUVA veranlasste in der Folge eine Begutachtung durch Dr. med. 
C.________, orthopädische Chirurgie FMH (orthopädisches Gutachten 
vom 6. Januar 2015 [AB 90] und Ergänzung vom 19. März 2015 [AB 95]). 
Mit Verfügung vom 8. Juni 2015 stellte die SUVA die Leistungen per 3. Mai 
2013 ein (AB 96). Hiergegen erhob die Visana AG Einsprache (AB 97, 
101). Mit Einspracheentscheid vom 2. September 2015 wies die SUVA die 
Einsprache ab (AB 105).  

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C.

Am 29. September 2015 erhob die Visana AG beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern Beschwerde. Sie beantragt, der Einspracheentscheid vom 
2. September 2015 sei aufzuheben; die Beschwerdegegnerin sei zu verur-
teilen, die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom … 2011 über den 3. Mai 2013 hinaus zu erbringen und die Beschwer-
degegnerin sei zu verurteilen, der Beschwerdegegnerin die von ihr im 
Rahmen ihrer Vorleistungspflicht erbrachten Leistungen zurückzuerstatten.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2015 beantragt die SUVA die 
Abweisung der Beschwerde.

Nach Aufforderung der Instruktionsrichterin hat der Beigeladene 
A.________ innert Frist keine Stellungnahme eingereicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Septem-
ber 2015 (AB 105), mit der die Einsprache gegen die Verfügung vom 8. Ju-
ni 2015 (AB 96) abgewiesen wurde. In Letzterer stellte die Beschwerde-
gegnerin die Leistungen aus obligatorischer Unfallversicherung per 3. Mai 
2013 ein, nachdem sie vorher neue Abklärungen – wie in den Erwägungen 
von VGE UV/2013/650 angewiesen – vorgenommen hatte. Streitig ist, ob 
die Beschwerdegegnerin nach dem 3. Mai 2013 leistungspflichtig ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.1.1 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
UVV). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Unfalles mit Aus-
nahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeutung kommt 
hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. eines aus-
serhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 5

unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die Bejahung 
eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwirkenden 
Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes 
Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum ein-
schiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein ge-
steigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele sportli-
che Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erheblichem 
Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage ste-
hende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psy-
chologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner 
Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 2014 UV 
Nr. 29 S. 98 E. 2.2.3, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

2.1.2 Ein degenerativer oder pathologischer Vorzustand schliesst eine 
unfallähnliche Körperschädigung nicht aus, sofern ein unfallähnliches Er-
eignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder mani-
fest werden lässt; es genügt somit, wenn eine schädigende, äussere Ein-
wirkung wenigstens im Sinne eines Auslösungsfaktors zu den vor- oder 
überwiegend krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzutritt (BGE 123 
V 43 E. 2b S. 45; SVR 2008 UV Nr. 15 S. 49 E. 3).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-

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cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.5 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzu-
schliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei 
richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch hin-
sichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Ge-
sundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz 
vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung 
auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen 
und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen 
einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvorausset-
zungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384). 

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 7

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin erbrachte im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom … 2011 die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlungen und 
Taggelder) und stellte letztere mit Verfügung vom 2. Mai 2013 per 3. Mai 
2013 ein, was sie im Einspracheentscheid vom 28. Juni 2013 bestätigte 
(vgl. AB 65 S. 2 Sachverhalt). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 3. Februar 2014 
gut und wies die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück zur weiteren 
Abklärung und zu neuem Entscheid (VGE UV/2013/650; AB 65). Nach er-
folgten Abklärungen lehnt die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 
über den 3. Mai 2013 ab mit der Begründung, der Unfallbegriff im Sinne 
von Art. 4 ATSG bezüglich des Ereignisses vom … 2011 sei nicht erfüllt 
bzw. es liege keine unfallähnliche Körperschädigung (Art. 9 Abs. 2 UVV) 
vor. Soweit die Beschwerdeführerin davon ausgeht, die Beschwerdegegne-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 8

rin sei – da sie Leistungen bezüglich des operativ behandelten Meniskus-
schadens übernommen und damit eine unfallähnliche Körperschädigung 
(UKS) anerkannt habe – weiterhin über den 3. Mai 2013 hinaus leistungs-
pflichtig, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn grundsätzlich hat der Unfall-
versicherer die Möglichkeit, nach einer anerkannten Leistungspflicht durch 
Übernahme von Heilbehandlungen und Taggeldern, den Fall mit Wirkung 
ex nunc et pro futuro – ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wie-
dererwägung oder der prozessualen Revision – abzuschliessen mit der 
Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei richtiger Betrachtungs-
weise – gar nicht vor (vgl. E. 2.5 hiervor). Teilaspekte eines verfügungswei-
se festgelegten Rechtsverhältnisses dienen in der Regel lediglich der Be-
gründung der Verfügung und sind daher grundsätzlich nicht selbstständig 
anfechtbar. Sie können folgerichtig erst als rechtskräftig beurteilt und damit 
der richterlichen Überprüfung entzogen gelten, wenn über den Streitgegen-
stand insgesamt rechtskräftig entschieden worden ist (BGE 125 V 413 
E. 2b S. 416 mit Hinweisen; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
15. Juni 2011, 8C_766/2010, E. 4.1.1). Die Beschwerdegegnerin kann hier 
– entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 8 oben) 
– nicht auf einer (stillschweigenden) Anerkennung des versicherten Ereig-
nisses behaftet werden, zumal auch nicht die Rückforderung bereits ausge-
richteter Leistungen streitig ist. Daran ändert nichts, dass die Beschwerde-
gegnerin im Einspracheentscheid vom 28. Juni 2013 (AB 52; AB 65 S. 7) 
die Einstellung der Versicherungsleistungen per 3. Mai 2013 noch mit dem 
Erreichen des Status quo sine begründet hatte und sie erstmals nach Vor-
liegen des Gutachtens von Dr. med. C.________, d.h. nach Abklärung des 
vollständigen medizinischen Sachverhalts, die Erfüllung des Unfallbegriffs 
bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung überhaupt in Frage stellte 
bzw. verneinte. Auch dem Argument, die Beschwerdegegnerin sei an den 
Rückweisungsentscheid vom 3. Februar 2014 (VGE UV/2013/650) gebun-
den, sie könne die Sache nicht unter rechtlichen Gesichtspunkten prüfen, 
die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder nicht in Erwä-
gung gezogen worden seien (Beschwerde S. 7 Mitte), kann nicht gefolgt 
werden. Die Entscheidmotive nehmen nur an der Rechtskraft des Ent-
scheiddispositivs teil, wenn dieses ausdrücklich auf jene verweist (Ent-
scheid des BGer vom 31.Oktober 2011, 9C_721/2011, E. 1.3.3). In 
VGE UV/2013/650 wurde die Beschwerde gutheissen, dabei lautete das 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=soz&query_words=8C_766%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-413%3Ade&number_of_ranks=0#page413

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 9

Dispositiv (Ziff. 1), dass der Einspracheentscheid der SUVA vom 28. Juni 
2013 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen werde, damit sie nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen über den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherungen neu 
verfüge (AB 65 S. 13 Ziff. 1). In den Erwägungen von VGE UV/2013/650 
wurde u.a. festgehalten, dass die (bisherigen) medizinischen Berichte keine 
hinreichende Basis für die Kausalitätsbeurteilung darstellten, umso weni-
ger, als es um den Nachweis einer anspruchsaufhebenden Tatsache gehe, 
die Beschwerdegegnerin entsprechend beweisbelastet sei und folglich zu 
präzisieren habe, welche Faktoren für den Eintritt des status quo sine 
sprächen. Insgesamt bestünden zumindest geringe Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, weshalb die Beschwerdegegnerin die mangelnden Abklärungen 
nachzuholen habe (AB 65 S. 10). Aus den Erwägungen von VGE 
UV/2013/650 lassen sich keine Prüfung und kein Entscheid durch das Ge-
richt darüber ableiten, ob das Ereignis vom … 2011 einen Unfall oder eine 
unfallähnliche Körperschädigung darstellt (vgl. BGE 8C_766/2010, E. 
4.1.1). Es liegt bisher zur Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über 
den 3. Mai 2013 hinaus kein rechtskräftiger Entscheid vor, vielmehr wurde 
in VGE UV/2013/650 die Sache zu weiteren (medizinischen) Abklärungen 
zurückgewiesen.

4.

4.1 Wie mit VGE UV/2013/650 beauftragt nahm die Beschwerdegegne-
rin weitere Abklärungen vor und holte das orthopädische Gutachten von Dr. 
med. C.________, orthopädische Chirurgie FMH, vom 6. Januar 2015 ein 
(AB 90). Darin diagnostizierte der Experte eine leichte mediale Gonarthrose 
rechts mit/bei Status nach Ereignis am … 2011 mit/bei Meniskusläsion dor-
so-medial, Status nach arthroskopischer Teilmeniskektomie medial am 26. 
Oktober 2011 und degenerative mediale Meniskusläsion Knie links (AB 90 
S. 12). Der Experte führte in der Beurteilung aus, das damals beklagte Be-
schwerdebild rechts müsse, retrospektiv beurteilt, durch sogenannte Mikro-
verletzungen in schmerzinnervierten Weichteilen ausgelöst worden sein, da 
weder der Knorpel noch der grösste Teil des Meniskus schmerzbegrün-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 10

dend seien. Da in casu auch keine eineindeutige und überwiegend wahr-
scheinliche Verschlimmerung des degenerativen, wenn auch anamnestisch 
asymptomatischen Vorzustandes des medialen Meniskus eingetreten sei, 
sei demnach auch davon auszugehen, dass die subjektiv/symptomatische 
Verschlimmerung (überwiegend wahrscheinlich ausgelöst durch die er-
wähnten Mikroverletzungen) medizinisch theoretisch nach vorgenannter 
Zeit (rund drei Monate nach dem inkriminierten Ereignis) ebenfalls ausge-
heilt und der Status quo sine eingetreten gewesen sei, zumal in den Akten 
und aus der Anamnese nichts Gegenteiliges hervorgehe (AB 90 S. 13 f.). 
Der Operateur sei korrekt von einem degenerativen Meniskusschaden 
ausgegangen (26. August 2011), er habe initial auch keine Operationsindi-
kation abgeleitet, was bei einem traumatisch ausgelösten Meniskusscha-
den aber die Regel wäre. Erst im Operationsbericht habe er auf eine „trau-
matische“ Genese hingewiesen, ohne hierfür eine Begründung an-
/beizufügen oder dies mit entsprechenden intraoperativen Befunden zu 
stützen (AB 90 S. 14). Es sei aktenkundig und bildgebend bestätigt, dass 
sich hier nun postoperativ seitendifferent und unüblich rasch sowie aussch-
liesslich medial am Ort der stattgehabten Teilmeniskektomie eine Gonar-
throse entwickelt habe. Zur Frage nach dem Status quo ante vel sine hielt 
er fest, gegen ein theoretisches Eintreten nach einer Teilmeniskektomie 
spreche die medizinische Tatsache, dass „etwas“ entfernt worden sei, ergo 
weder der Status quo ante noch quo sine im engeren (somatischen) Sinne 
eintreten könne. Dafür (hier i.S. des Status quo ante = schmerzfrei und 
ohne Funktionsstörung oder i.S. Status quo sine = natürliche Arthrosen-
entwicklung) spreche in medizinischer Hinsicht aber, dass eine betroffene 
Person bei einem nachgewiesenen Meniskusschaden (nota bene unerheb-
lich, ob die Ursache degenerativ, erworben oder kausal zu einem auslö-
senden Ereignis laute) ein bedeutend höheres Risiko für die Entwicklung 
einer relevanten oder unüblichen Gonarthrose habe, wenn keine korrekte 
Teilmeniskektomie erfolge, ergo von der Operation letztendlich profitiere 
(AB 90 S. 16). Auf die Fragen der Beschwerdegegnerin führte der Gutach-
ter aus, es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die mediale Menis-
kusläsion rechts beim Ereignis vom 9. November 2011 (recte: … 2011) 
aufgetreten und/oder richtunggebend verschlimmert worden sei (AB 90 S. 
17 Ziff. 1). Der im MRI vom 7. Juli 2011 nachgewiesene und nicht bestritte-
ne Meniskusschaden medial rechts entspreche einem stummen Vorzu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 11

stand (AB 90 S. 17 Ziff. 2). Die Beschwerden seien aufgrund stattgehabter 
Mikroverletzungen in schmerzinnervierten perifokalen Weichteilen erklär-
bar, was in der Regel bei komplikationslosem Verlauf letztendlich folgenlos 
nach sechs bis acht Wochen ausheile. Die veränderte Region am/im Me-
niskus sei nicht schmerzinnerviert (AB 90 S. 18 f. Ziff. 3). Da zu keinem 
Zeitpunkt eine nachweisbare und überwiegend wahrscheinlich unfallkausa-
le Veränderung eingetreten sei, habe der Status quo sine „immer“ bestan-
den (AB 90 S. 19 Ziff. 3).

In Ergänzung des Gutachtens und nach Kenntnisnahme des Berichts von 
Dr. med. D.________, Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin, vom 18. Juli 
2013 (AB 93) hielt Dr. med. C.________ am 19. März 2015 fest (AB 95), es 
könne bestätigt werden, dass inhaltlich keine unterschiedliche Beurteilung 
bestehe. In casu sei die postoperative klinisch-radiologisch medial betonte 
Gonarthrose rechts ausgewiesen, dies in Übereinstimmung zur Aussage 
von Dr. med. D.________ („somit wurde der Status quo ante vel sine gar 
nie erreicht“). Er habe im Gutachten ausführlich ausgeführt, weshalb es 
sich retrospektiv eigentlich „nur“ um eine mögliche Verschlimmerung des 
degenerativen Vorzustandes gehandelt habe. Im Zuge der daraufhin erfolg-
ten Meniskektomie, ergo als Folge der Behandlung der von der SUVA an-
erkannten unfallähnlichen Körperschädigung (UKS), habe sich dorso-
medial nun aber eine ebendortige, raschere und im Vergleich zur Gegen-
seite ausgeprägtere gonarthrotische Entwicklung eingestellt (AB 95).

4.2 Das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 6. Januar 2015 (AB 
90) und die Ergänzung vom 19. März 2015 (AB 95) erfüllen die Vorausset-
zungen der Rechtsprechung an ärztliche Berichte (vgl. E. 2.7 hiervor) und 
überzeugen. Der Experte hatte Kenntnis der Akten, insbesondere auch des 
Berichts von Dr. med. D.________ vom 19. März 2015 (vgl. AB 93 S. 5, 
95). Dr. med. C.________ hat sich damit auseinandergesetzt: Er hat zwar 
festhalten, dass er bezüglich der als Folge der Meniskektomie eingetrete-
nen gonarthrotischen Entwicklung rechts mit der Beurteilung von Dr. med. 
D.________, der Status quo ante vel sine sei gar nie erreicht worden, 
übereinstimme (vgl. AB 95 S. 1 unten). Der Gutachter geht jedoch nach-
vollziehbar davon aus, dass die Übernahme des Falls durch die Beschwer-
degegnerin bei eher oberflächlicher Prüfung der Kausalität erfolgt sei (AB 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 12

90 S. 16 unten). Denn er hat schlüssig dargelegt, dass der operative Ein-
griff vom 26. Oktober 2011 (Meniskektomie), in dessen Folge die gonar-
throtische Entwicklung aufgetreten ist, aufgrund eines degenerativen Me-
niskusschadens erfolgte (AB 90 S. 14 unten). Es ist nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass die mediale Meniskusläsion rechts beim Ereignis vom 
… 2011 aufgetreten und/oder richtunggebend verschlimmert wurde (AB 90 
S. 17 Ziff. 1), vielmehr hat ein stummer Vorzustand (MRI vom 7. Juli 2011) 
vorgelegen (AB 90 S. 17 Ziff. 2). Der Gutachter hat überzeugend ausge-
führt, dass retrospektiv betrachtet mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
beim Ereignis vom … 2011 Mikroverletzungen in schmerzinnervierten peri-
fokalen Weichteilen vorlagen (AB 90 S. 18 Ziff. 3), welche nach sechs bis 
acht Wochen als ausgeheilt gelten und dass damit der Status quo sine 
„immer“ bestanden hat (AB 90 S. 19 Ziff. 3), d.h. bereits vor dem wegen 
degenerativen Beschwerden erfolgten operativen Eingriff vom 26. Oktober 
2011. Der Kritik der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 12) am Gutachten 
kann hier nicht gefolgt werden: Der Experte hat überzeugend dargelegt, 
dass die im Operationsbericht vom 26. Oktober 2011 gestellte Diagnose 
einer „traumatischen Hinterhornmeniskusläsion Knie rechts“ vom Operateur 
nicht begründet wurde und dieser selbst noch am 26. August 2011, d.h. vor 
dem Eingriff, korrekt von einem degenerativen Meniskusschaden ausge-
gangen sei (AB 90 S. 14 unten). 

5.

Nachfolgend ist zu prüfen, ob aufgrund des Ereignisses vom … 2011 über-
haupt ein Anspruch auf Leistungen bestanden hat, d.h. ob das Ereignis 
einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG darstellt oder eine unfallähnliche 
Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt. Erst wenn dies be-
jaht wird, stellt sich die Frage, ob der Leistungsanspruch über den 3. Mai 
2013 hinaus besteht.

5.1 In der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 18. Mai 2011 wurde zum 
Sachverhalt festgehalten, beim Einsteigen ins Fahrzeug habe der „Beschä-
digte“ eine Beistelltreppe bestiegen. Auf der P(l)attform der Treppe habe er 
eine Drehbewegung gemacht, um ins Fahrzeug einzutreten. Dabei habe er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 13

einen Knacks im rechten Knie verspürt (AB 1). Im Bericht vom 17. Juli 2011 
hielt der behandelnde Arzt fest, der Patient habe am … 2011 einen Misstritt 
mit dem rechten Kniegelenk bei der Arbeit erlitten, wobei unter belasteter 
Drehbewegung es zu einschiessenden Schmerzen im Knie gekommen sei 
(AB 3 S. 1). Auf dem Fragebogen vom 4. September 2011 erwähnte der 
Beigeladene einen Misstritt, und er habe sofort Schmerzen verspürt (AB 8). 
In der Schadenmeldung vom 5. Dezember 2011 wurde ausgeführt, „der 
Geschädigte wollte die Leiter aufsteigen, welche zum aufgehoberen Wagen 
führte. Als er die Leiter aufsteigen wollte, machte er eine Drehbewegung 
und somit einen Fehltritt“ (AB 20). Die Beschwerdegegnerin hält zu Recht 
fest, dass es beim dargelegten Geschehensablauf an einem äusseren aus-
sergewöhnlichen Faktor fehlt. Es wird nirgends dargetan, dass der Beige-
lade ausgerutscht oder gestolpert ist. Beim Hinaufsteigen auf der Treppe 
und Abdrehen auf der Plattform (um in den Wagen einzusteigen) liegt ein 
planmässiger Bewegungsablauf vor. An diesem Ergebnis ändert auch die 
spätere Angabe eines „Miss- bzw. Fehltritts“ nichts, es ist – mangels weite-
rer Angaben und mit Blick auf den geschilderten Ablauf in der Bagatellun-
fall-Meldung UVG vom 18. Mai 2011 (AB 1) – davon auszugehen, dass der 
Beigeladene sich dabei auf das Resultat und nicht den Handlungsablauf 
bezieht. Der Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG (E. 2.1 hiervor) ist so-
mit nicht erfüllt.

5.2 Weiter ist das Vorliegen eines unfallähnlichen Körperschadens im 
Sinne von Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 
20. Dezember 1982 (UVV; SR 832.202) zu prüfen. Wie oben dargelegt ist 
gestützt auf das beweiskräftige Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
6. Januar 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass es sich 
beim (am 26. Oktober 2011 operativ behandelten) Meniskusschaden um 
ein degeneratives Leiden handelte. Auch eine richtunggebende Ver-
schlimmerung des degenerativen Vorzustandes bestand nicht (AB 90 S. 17 
Ziff. 1; vgl. E. 4.2 hiervor). Da Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV (Meniskusrisse) nicht 
erfüllt ist, lag auch kein unfallähnlicher Körperschaden vor. Die Beschwer-
degegnerin hat zudem zu Recht daraufhin gewiesen, dass es auch am Er-
fordernis eines sinnfälligen Ereignisses fehlt (E. 2.1.1 hiervor). Es ist nichts 
Ungewöhnliches oder Programmwidriges am Geschehensablauf (Treppe 
hochsteigen und Drehbewegung des Knies) erkennbar. Dazu ist auf die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 14

zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerde-
antwort (S. 4 Ziff. 12) zu verweisen. Dem hat das Gericht nichts beizufü-
gen.

5.3 Nach dem Gesagten erweist sich die Leistungseinstellung per 
3. Mai 2013 als richtig. Die Beschwerde ist unbegründet und deshalb ab-
zuweisen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Visana AG
- SUVA Rechtsabteilung 
- A.________ 
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. März 2016, UV/15/866, Seite 15

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.