# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 158ff606-4a88-5811-ba40-954d33052a38
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.04.2007 E-4104/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4104-2006_2007-04-24.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4104/2006
koh/pua
{T 0/2}

Urteil vom 24. April 2007

Mitwirkung: Richterin Kojic, Richter Tellenbach, Richter Brodard
Gerichtsschreiberin Püntener

B._______, angeblich Irak, 
vertreten durch Peter Frei, Rechtsanwalt, (...)

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 6. Mai 2005 in Sachen Asyl und Wegweisung / N ...

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Der Beschwerdeführer, gemäss eigenen Angaben ein Turkmene aus dem Nordirak 
(...) verliess seinen Heimatstaat im August 2001 und reiste über die Türkei und ihm 
unbekannte Länder am 24.  August  2001 in die Schweiz ein,  wo er  am gleichen 
Tag  um  Asyl  ersuchte.  Am  15.  September  2001  wurde  er  im  Transitzentrum 
(heute:  Empfangszentrum)  Altstätten  befragt.  Am  23.  Januar  2002  erfolgte  die 
Anhörung  zu  den  Asylgründen  durch  die  zuständige  kantonale  Behörde.  Im 
Wesentlichen  machte  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  habe  nach  dem  Tod 
seines Vaters vor fünf Jahren dessen Schafherde übernommen. Seither habe er 
jeweils  Angehörigen  der  kurdischen  Arbeiterpartei  (PKK)  Schafe  verkauft.  Er 
vermute,  dass  ihn  ein  Überläufer  der  kurdischen  demokratischen  Partei  (KDP) 
deswegen verraten habe. Im August 2001, als er Schafe an die türkische Grenze 
habe bringen wollen, habe ihm ein junger Kurde mitgeteilt, dass seine Frau, sein 
Kind  und  seine  Mutter  umgebracht  worden  seien.  Er  sei  daraufhin  in  sein  Dorf 
zurückgekehrt,  wo man ihm den Tod seiner  Angehörigen bestätigt  habe.  In  der 
Folge habe er seine Schafe verkauft und sei umgehend ausgereist. Für den Inhalt 
der weiteren Aussagen wird auf die Akten verwiesen.

B. Das BFM beauftragte einen Experten, die Herkunft des Beschwerdeführers zu be-
gutachten.  Im  Transitzentrum  Altstätten  wurde  von  der  Befragung  mit  dem  Be-
schwerdeführer  eine  Tonbandaufnahme  erstellt,  welche  einem  Experten  des 
deutschen  Bundesamtes  für  Migration  und  Flüchtlinge  vorgelegt  wurde.  Dieser 
führte am 12. April 2005 eine Herkunftsanalyse durch.

Das BFM teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. April 2005 den we-
sentlichen  Inhalt  des  Ergebnisses  mit.  Es  wurde  ihm zudem der  anonymisierte 
Werdegang und die Qualifikation des Experten sowie dessen Herkunft  mitgeteilt. 
Dabei wurde ihm der folgende Inhalt der Analyse zur Kenntnis gebracht: Gemäss 
den Feststellungen des Experten spreche der Beschwerdeführer zahlreiche Wörter 
nicht aus, wie es irakische Turkmenen tun, sondern wie türkische Turkmenen. Er 
verstehe auch typische irakturkmenische Ausdrücke nicht und verwende gramma-
tikalisch  türkische Formen.  Zudem bekunde er  grosse Verständigungsschwierig-
keiten mit  dem Dolmetscher.  Sein Turkmenisch weise keine Merkmale des Irak-
turkmenischen  auf.  Er  spreche  auch  kein  Arabisch,  dafür  Türkisch,  obwohl  die 
Turkmenen im Irak normalerweise auch Arabisch sprechen würden. Weiter habe 
der Beschwerdeführer kaum geographische Angaben machen können und kenne 
die Währung des Nordiraks nicht. Der Experte sei zum Schluss gekommen, dass 
der Beschwerdeführer mit grosser Wahrscheinlichkeit aus der Türkei stamme. 

Gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Einreichung einer Stel-
lungnahme gegeben.

C. Der Beschwerdeführer nahm dazu am 28. April 2005 Stellung. Dabei hielt er fest, 

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dass  die  Anhörung  im Transitzentrum wegen  Verständigungsschwierigkeiten  mit 
dem  türkischen  Dolmetscher  abgebrochen  und  mit  einem  turkmenischen  Dol-
metscher habe durchgeführt werden müssen. Dies widerspreche der Feststellung 
des  Experten,  wonach  er  nicht  Turkmene  sei,  sondern  aus  der  Türkei  komme. 
Weiter habe er nie die Schule besucht und nur wenig Kontakt mit anderen Leuten 
gehabt. Er sei in einem kurdischsprachigen Gebiet aufgewachsen und habe nie die 
Möglichkeit gehabt, die arabische Sprache zu lernen. Zudem seien die Turkmenen 
keine homogene Gruppe und hätten unterschiedliche Dialekte. 

D. Das BFM stellte mit Verfügung vom 6. Mai 2005 - eröffnet am 7. Mai 2005 - fest, 
der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asyl-
gesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung des Beschwerdeführers aus 
der  Schweiz.  Die Vorinstanz  begründete  ihre Verfügung im Wesentlichen damit, 
die Vorbringen des Beschwerdeführers - insbesondere zu seiner angeblichen ira-
kischen Staatsangehörigkeit  -  würden den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 
nicht standhalten, so dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse. Den Voll-
zug der Wegweisung in den mutmasslichen Heimatstaat Türkei oder ein anderes 
wahres Heimatland befand die Vorinstanz für zulässig, zumutbar und möglich.

E. Mit Eingabe vom 3. Juni 2005 an die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 
beantragte der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Aner-
kennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung des Asyls. Eventualiter sei 
festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und mög-
lich sei.  Es sei  auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zulasten des Sicher-
heitskontos des Beschwerdeführers zu verzichten. Auf die Begründung im Einzel-
nen  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen. 
Gleichzeitig wurden drei Arbeitszeugnisse des Beschwerdeführers als Beweismit-
tel eingereicht.

F. Mit  verfahrensleitender  Verfügung  vom 8.  Juni  2005 verzichtete  der  damals  zu-
ständige Instruktionsrichter der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) an-
gesichts des Saldos des Sicherheitskontos des Beschwerdeführers auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses.

G. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juni 2005 die Abwei-
sung der Beschwerde. 

H. In  seiner  Replik  vom  6.  Juli  2005  hielt  der  Beschwerdeführer  an  seinen  in  der 
Rechtsmitteleingabe gestellten  verfahrensrechtlichen und materiellen  Rügen  fest 
und verwies auf die Ausführungen in der Beschwerdeschrift.

I. Im November  2006 wies  der  Instruktionsrichter  der  ARK den  Beschwerdeführer 
darauf hin, dass die ARK per 31. Dezember 2006 durch das Bundesverwaltungs-
gericht  ersetzt  werde,  welches  seine  Tätigkeit  am 1.  Januar  2007  in  Bern  auf-

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nehme und die Beurteilung der in diesem Zeitpunkt bei den Vorgängerorganisati-
onen hängigen Rechtsmittel übernehme.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art.  31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 
173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 
nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 vorliegt. Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Zu den an-
fechtbaren  Entscheiden  gehören  auch  Verfügungen  des  BFM  gestützt  auf  das 
Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31); das Bundesverwaltungsgericht 
entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die Beurteilung 
der am 1. Januar 2007 bei der ARK hängigen Rechtsmittel. Das neue Verfahrens-
recht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG). Auf die am 1. Januar 2007 bereits 
hängigen  Asylverfahren  sind zudem die  in  diesem Zeitpunkt  in  Kraft  getretenen 
Bestimmungen der Asylgesetzänderung vom 16. Dezember 2005 (vgl. im Einzel-
nen AS 2006 4767) anwendbar  (Abs.  1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung vom 16. Dezember 2005).

1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessen-
heit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der Beschwerdeführer ist le-
gitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mit-
hin einzutreten.

3.

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. 
Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimat-
staat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  poli-
tischen  Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gel-
ten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, 

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die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumin-
dest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht,  wenn die Behörde ihr Vor-
handensein mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  für gegeben hält.  Unglaubhaft 
sind insbesondere  Vorbringen,  die in  wesentlichen Punkten zu wenig  begründet 
oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeb-
lich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).

4.

4.1 Das  Bundesamt  begründete  seinen  ablehnenden  Entscheid  damit,  ein  vom 
deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstelltes Herkunftsgutachten 
habe  ergeben,  dass  der  Beschwerdeführer  zahlreiche  Wörter  nicht  ausspreche, 
wie es irakische Turkmenen, sondern wie es türkische Turkmenen tun würden. Er 
verstehe auch typische irakturkmenische Ausdrücke nicht und verwende gramma-
tikalisch  türkische Formen.  Zudem bekunde er  grosse Verständigungsschwierig-
keiten mit  dem Dolmetscher.  Sein Turkmenisch weise keine Merkmale des Irak-
turkmenischen  auf.  Er  spreche  auch  kein  Arabisch,  dafür  türkisch,  obwohl  die 
Turkmenen im Irak normalerweise auch arabisch sprechen würden. Weiter könne 
der Beschwerdeführer kaum geographische Angaben machen und kenne die Wäh-
rung des Nordiraks nicht. Der Experte sei zum Schluss gekommen, dass der Be-
schwerdeführer mit grosser Wahrscheinlichkeit aus der Türkei stamme. Entgegen 
seiner Stellungnahme zum Gutachten spreche die Tatsache allein, dass er nicht 
perfekt türkisch spreche, nicht gegen eine türkische Herkunft, da seine Mutterspra-
che ja  turkmenisch  sei.  Die  Sprachen  des Nordirak,  nämlich  Kurdisch  und Ara-
bisch,  spreche  der  Beschwerdeführer  überhaupt  nicht,  was  mit  mangelnder  Bil-
dung nicht erklärt werden könne. Auch zur Beschreibung der näheren Umgebung 
seiner Heimat sei keine Bildung nötig. Es sei nicht einsichtig, was der Beschwer-
deführer  unter  'türkischem  Teil'  des  Irak  verstehe.  Tatsache  sei,  dass  der  Be-
schwerdeführer zahlreiche Einflüsse des Türkischen in seiner Sprache habe, da-
gegen keine typisch irakischen. Zudem habe der Beschwerdeführer keine Papiere 
eingereicht,  die seine Herkunft  belegen würden. Seine diesbezügliche Erklärung, 
im Irak beantrage man keine Papiere, sei tatsachenwidrig. Der Beschwerdeführer 
stamme mit Sicherheit nicht aus dem Irak sondern mit grosser Wahrscheinlichkeit 
aus der Türkei.

4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird dazu eingewendet, die Vorinstanz habe die Befra-
gung  im  Transitzentrum  ohne  Erlaubnis  des  Beschwerdeführers  aufgezeichnet. 
Zudem sei durch die Auftragserteilung an einen im Ausland tätigen Sachverstän-
digen die Wahrung des Amtsgeheimnisses nicht sichergestellt. Ferner sei dem Be-
schwerdeführer der genaue Auftrag an den Sachverständigen nicht bekannt gege-
ben worden, weshalb er zur Qualität des Abklärungsergebnisses keine substanti-
ierten Entgegnungen habe machen können. Dieser Auftrag und die Analyse seien 
daher unter  Ansetzung einer Frist  zur Stellungnahme offen zu legen.  Insgesamt 
sei  das Gutachten als blosse Parteibehauptung mit  geringem Beweiswert  zu be-
werten.  Weiter  wird geltend gemacht,  die Vorinstanz habe von der mehrseitigen 

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Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 28. April 2005 kaum Kenntnis genom-
men. Er habe sich mit dem zuerst beauftragten türkischen Dolmetscher nicht ver-
ständigen können. Dem Empfangsstellenprotokoll  könne zudem entnommen wer-
den,  dass er  passive  Arabischkenntnisse  geltend gemacht  habe.  Weiter  würden 
sich  aus  den  Schilderungen  Kurdischkenntnisse  ergeben.  Die  Feststellung  der 
Vorinstanz,  wonach er über  keinerlei  Arabisch-  und Kurdischkenntnisse verfüge, 
sei aktenwidrig. Zudem habe er entgegen der Feststellung des Sachverständigen 
mehrere geographische Angaben machen können, welche mit den Karten der Um-
gebung von Dohuk-Zacho übereinstimmen würden.  Er habe zudem Angaben zur 
irakischen Währung gemacht. Weshalb diese nicht zutreffen sollten, werde in der 
angefochtenen Verfügung nicht ausgeführt. Schliesslich habe er auf eindrückliche 
Art seinen Alltag als Nomade dargelegt. In seiner Sprache seien türkische Einflüs-
se  vorhanden,  weil  er  mehrheitlich  mit  türkischen  Personen  Schafe  gehandelt 
habe. Insgesamt sei glaubhaft, dass er bis zur Ermordung seiner Angehörigen als 
Nomade in der irakischen Siedlung Moccoble gelebt habe und der irakisch-turkme-
nischen  Volksgruppe  angehöre.  Der  Beschwerdeführer  sei  im  Zeitpunkt  seiner 
Ausreise  aus  dem  Irak  an  Leib  und  Leben  gefährdet  gewesen.  Jedenfalls  er-
scheine  der  Wegweisungsvollzug  unzulässig,  da  er  von Seiten  der  irakisch-kur-
dischen  Sicherheitskräfte  der  KDP  der  Kollaboration  mit  der  PKK  verdächtigt 
werde.

4.3 Die Vorinstanz führte in ihrer Vernehmlassung im Wesentlichen aus, die Aufzeich-
nung des Gesprächs im Transitzentrum sei rechtmässig erfolgt und habe eine Zu-
stimmung des Beschwerdeführers nicht notwendig gemacht.  Auch die Erstellung 
eines Gutachtens durch die deutsche Fachstelle sei nicht  rechtswidrig.  Dem Be-
schwerdeführer sei das Qualifikationsblatt des Gutachters zustellt worden. Inhalt-
lich sei der Experte zur Meinung gelangt, dass der Beschwerdeführer zahlreiche 
Fragen zu Geographie nur zögerlich beantwortet habe. Die Resultate zur sprach-
lichen Analyse seien eindeutig. Der Beschwerdeführer habe Mühe bekundet, den 
irakischturkmenisch sprechenden Dolmetscher zu verstehen. Seine Sprache ent-
spreche dem Turkmenischen der Türkei, und er spreche türkisch, obwohl er auf-
grund  seiner  angeblichen  Herkunft  arabisch  bzw.  kurdisch  sprechen  müsste. 
Unrealistisch sei auch, dass er keinen Ausweis besessen habe, weil er so abgele-
gen gelebt habe.

4.4 In seiner Replik wies der Beschwerdeführer erneut darauf hin, dass die Aufzeich-
nung der Befragung im Transitzentrum unrechtmässig erfolgt sei. Zudem verwies 
er hinsichtlich seiner geographischen und sprachlichen Kenntnisse auf seine Ein-
wendungen in der Beschwerdeeingabe. 

5.

5.1 Vorab wird in formeller Hinsicht gerügt, die Vorinstanz habe von der Befragung im 
Transitzentrum Altstätten eine Tonaufzeichnung gemacht, ohne den Beschwerde-
führer darüber zu orientieren und um Erlaubnis zu fragen. Weiter wird die Auftrags-
erteilung an einen im Ausland tätigen Sachverständigen und eine Verletzung des 
schweizerischen Amtsgeheimnisses beanstandet. Der Wert eines auf diese Weise 

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erstellten Beweismittels sei anzuzweifeln. Dazu ist Folgendes festzuhalten: 

Entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers  ist  die  Tonbandaufnahme  als 
Beweissicherung bzw. Ergänzung zum geschriebenen Protokoll (vgl. dazu EMARK 
2003  Nr.  14)  grundsätzlich  zulässig  und bedurfte  keiner  ausdrücklichen  Zustim-
mung des Beschwerdeführers. Unzulässig wäre eine heimliche Aufnahme, was in-
dessen, wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juni 2005 zu Recht 
bemerkt,  auszuschliessen ist. Es handelte sich nicht um die Aufzeichnung eines 
informellen Gesprächs, sondern einer Befragung zu den Personalien, zur Herkunft 
und  zu  den  Asylgründen,  somit  einer  Einvernahme,  deren  "Prüfungscharakter" 
dem  Beschwerdeführer  durchaus  bewusst  gewesen  sein  muss.  Dies  gilt  selbst 
dann, wenn der Beschwerdeführer nicht ausdrücklich darauf  hingewiesen wurde, 
dass Gegenstand der Prüfung nicht nur die generelle Glaubhaftigkeit der Angaben, 
sondern auch spezifisch die Lokalisierung der von ihm gesprochenen Sprache sein 
werde. Im Übrigen kann der Beschwerdeführer nicht in guten Treuen behaupten, 
keine Kenntnis vom "Prüfungscharakter dieser Untersuchungsmassnahme" gehabt 
zu haben (vgl. Beschwerdeschrift S. 6), nachdem er in der Kurzbefragung in Alt-
stätten in verschiedenen Fragen zu landesspezifischen Angaben (Währung, geo-
graphische Bezeichnungen etc.) und über sprachliche Ausdrucksweisen in seiner 
angeblichen Herkunftsregion (u.a. Zahlen) getestet worden war (vgl. insb. Protokoll 
S. 6 und 7).

5.2 Im Weiteren  spricht  nichts  gegen  eine  Auftragserteilung  an  einen  Sachverstän-
digen im Ausland. Offenbar stand der Fachstelle Lingua zum damaligen Zeitpunkt 
keine  genügend  qualifizierte  Lingua-Fachperson  (Turkmenisch)  zur  Verfügung, 
weshalb der Auftrag, einen Bericht zu verfassen, ins Ausland erfolgte. Angesichts 
der erheblichen Bedeutung der Lingua-Analyse im Asylverfahren ist sowohl an die 
fachliche  Zuständigkeit  als  auch  an  die  Neutralität  des  Sachverständigen  ein 
strenger Massstab anzulegen. Dabei sollen nur bestens qualifizierte und möglichst 
amtsexterne Sachverständige beigezogen werden.  Wichtiges Kriterium ist  dabei, 
dass  der  Sachverständige  zweifelsfrei  geeignet  ist,  die  abzuklärende  Her-
kunftsfrage kompetent zu beantworten (vgl.  Mitteilungen und Entscheidungen der 
ARK in EMARK 1998 Nr. 34 S. 288). Das Beiblatt, das Auskunft über den Werde-
gang  und  die  Qualifikation  des  vom Bundesamt  beauftragten  Sachverständigen 
gibt, lässt keine Zweifel an der Eignung dieser Person zu. Ausserdem hat sich der 
Sachverständige  dazu  verpflichtet,  im  Rahmen  seines  Auftrages  (Sprach-  und 
Textanalyse) sämtliche Tätigkeiten persönlich und gewissenhaft durchzuführen so-
wie Informationen, Sprachaufzeichnungen oder Kopien derselben absolut vertrau-
lich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben (vgl. A8). Schliesslich wurde 
dem Beschwerdeführer - zusammen mit dem wesentlichen Inhalt der Analyse - das 
Beiblatt mit dem Werdegang und der Qualifikation des beauftragten Sachverstän-
digen - zur Kenntnisnahme gebracht und ihm dazu das rechtliche Gehör gewährt. 
Der  Einwand,  wonach  das  schweizerische  Amtsgeheimnis  durch  den  auslän-
dischen Sachverständigen nicht gewährleistet sei, erscheint nach dem Gesagten 
unberechtigt. 

Im Übrigen gilt  gemäss der nach wie vor gültigen Rechtsprechung der ARK (vgl. 

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EMARK 1998 Nr. 34 und 2003 Nr. 14) die Lingua-Analyse des BFM nicht als Sach-
verständigengutachten im Sinne von Art. 12 Bst. e VwVG und Art. 49 BZP i.V.m. 
Art. 19 VwVG, sondern als bosse Auskunft im Sinne von Art. 12 Bst. c VwVG und 
unterliegt daher der freien Beweiswürdigung.

Schliesslich ist dem vorliegend zu beurteilenden Analysebericht mangels Hinwei-
sen auf Voreingenommenheit  oder ungenügende Sachkenntnis des Experten be-
ziehungsweise fehlende Sorgfalt bei der Analysearbeit erhöhter Beweiswert zu be-
scheinigen. 

5.3 Im Weiteren ist hinsichtlich der Rüge der unvollständigen Akteneinsicht (Einsicht in 
Auftragserteilung und Analyse) Folgendes festzuhalten:

5.3.1 Die Bestimmungen über das Akteneinsichtsrecht sind in Art. 26 ff. VwVG geregelt. 
Danach hat eine Partei grundsätzlich Anspruch darauf, alle als Beweismittel  die-
nenden Aktenstücke einzusehen (vgl. Art. 26 Abs. 1 Bst. b VwVG). Die Einsicht-
nahme in ein Aktenstück kann indessen ausnahmsweise verweigert werden, unter 
anderem dann, wenn wesentliche öffentliche Interessen dessen Geheimhaltung er-
fordern (vgl. Art. 27 Abs. 1 Bst. a VwVG). Bei der Kollision privater Interessen ei-
ner Partei an vollständiger Akteneinsicht und den öffentlichen Interessen an einer 
Geheimhaltung ist abzuwägen, welche Interessen im Einzelfall  höher einzustufen 
sind. Wird einer Partei die Einsichtnahme in ein Aktenstück verweigert, so darf auf 
dieses zum Nachteil  der Partei nur abgestellt  werden, wenn ihr die Behörde von 
seinem für die Sache wesentlichen Inhalt mündlich oder schriftlich Kenntnis gege-
ben hat und ihr ausserdem Gelegenheit  gegeben wird, sich zu äussern und Ge-
genbeweismittel  zu  bezeichnen  (vgl.  Art.  28  VwVG sowie  zum Ganzen  EMARK 
1994 Nr. 1).

5.3.2 Vorliegend wird um vollständige Einsicht in den Gutachtensauftrag der Vorinstanz 
und in die Lingua-Analyse ersucht.  Gemäss Art. 27 Abs. 1 Bst. a VwVG darf die 
Einsichtnahme in Akten verweigert werden, wenn wesentliche Interessen des Bun-
des dies erfordern. Schützenswert in diesem Sinne ist unter anderem das Interes-
se der Behörden an der Geheimhaltung von Einzelheiten über bestimmte Sach-
kenntnisse,  um zu  verhindern,  dass  dieses  Wissen  von  nachfolgenden  Asylge-
suchstellern  missbräuchlich  weiterverwendet  wird.  Die  Akteneinsicht  kann  auch 
verweigert  werden,  wenn wesentliche private  Interessen dies erfordern.  Die Lin-
gua-Analyse enthält zahlreiche Sachkenntnisse, an deren Geheimhaltung die Be-
hörden ein grösseres Interesse haben (Weiterverwendung durch andere Asylge-
suchsteller). Dem Beschwerdeführer wurde mit Schreiben des BFM vom 19. April 
2005 der  wesentliche Inhalt  der  Ergebnisse der  Analyse zur  Kenntnis  gebracht; 
weiter wurden ihm Ausführungen über den Werdegang und die Qualifikation der 
sachverständigen Person zugestellt.  Es wurde ihm die Gelegenheit  zur Stellung-
nahme eingeräumt. Damit ist dem Anspruch des Beschwerdeführers auf Aktenein-
sicht  Rechnung  getragen  worden.  Eine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  liegt 
nicht vor. Insgesamt hat die Vorinstanz somit die oben formulierten Bestimmungen 
über das Akteneinsichtsrecht eingehalten (vgl. EMARK 1998 Nr. 34, Erw. 9). Bei 
dieser Sachlage sind die Anträge auf weiter gehende Einsicht in die Lingua-Analy-

9

se sowie um Gewährung der Möglichkeit zur Stellungnahme abzuweisen.

5.4 Zusammenfassend kann der Schluss gezogen werden, wonach die Vorinstanz den 
Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt hat. 

6.

6.1 In  materieller  Hinsicht  gelangt  das  Bundesverwaltungsgericht  nach  Prüfung  der 
Akten zum Schluss, dass die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
zu Recht und mit zutreffender Begründung abgelehnt hat. Die Vorinstanz stützte 
sich in ihrer Verfügung auf die von einer externen Fachperson erstellte Herkunfts-
analyse.  Grundlage  dafür  war  die  Befragung  im Transitzentrum,  wovon  neunzig 
Minuten  mittels  Tonband  aufgezeichnet  worden  waren.  Anlässlich  dieser  Befra-
gung wurden dem Beschwerdeführer sprachliche, geographische sowie allgemeine 
Fragen gestellt. Die Aufzeichnung dieser Befragung wurde von einer sachverstän-
digen Person einer landeskundlichen sowie einer linguistischen Analyse unterzo-
gen. Nach Prüfung der vorliegenden Akten besteht für das Bundesverwaltungsge-
richt  kein  Anlass,  an  der  Qualität  der  "Lingua"-Analyse  Vorbehalte  anzubringen 
oder die Würdigung durch die Vorinstanz zu beanstanden. Jede Analyseform ba-
siert auf wissenschaftlich anerkannten Methoden, mit denen sich derjenige Soziali-
sationsraum, der den Probanden am nachhaltigsten geprägt hat, mit einem hohen 
Grad an Wahrscheinlichkeit feststellen lässt (zum Beweiswert von "Lingua"-Analy-
sen vgl. EMARK 1998 Nr. 34 S. 288 f. Erw. 8). Im vorliegenden Fall ermöglichte 
die Tonbandaufzeichnung der Befragung zum  Wissensstand des Beschwerdefüh-
rers und zur Charakteristik in seiner Sprache der sachverständigen Person,  ein-
deutig festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht aus dem Irak, sondern mit 
überwiegender  Wahrscheinlichkeit  aus der  Türkei  stammt.  So kann der  Analyse 
entnommen werden, dass der Beschwerdeführer über keine sprachlichen Kompe-
tenzen der irakturkmenischen Sprache verfügt, linguistische Merkmale im phonolo-
gischen,  morphologisch-syntaktischen beziehungsweise lexikalischen Bereich ihn 
jedoch  als  Sprecher  des  Türkeitürkischen  ausweisen.  Insgesamt  erscheinen  die 
gegen  das  Gutachten  erhobenen  Einwände  unbegründet.  So  vermag  einerseits 
der Einwand in der Beschwerdeschrift, wonach es im Transitzentrum mit dem zu-
erst vorgeladenen türkisch sprechenden Dolmetscher Verständigungsschwierigkei-
ten gegeben habe, worauf die Befragung mit einem turkmenisch sprechenden Dol-
metscher habe durchgeführt werden müssen, die eindeutigen Schlussfolgerungen 
in der Analyse nicht zu beseitigen. Wie den Akten entnommen werden kann, wur-
de am 10. September 2001 eine Befragung mit einem kurdisch sprechenden Dol-
metscher aus Dohuk begonnen. Nachdem der Beschwerdeführer jedoch kein Kur-
disch  konnte,  wechselte  der  Dolmetscher  auf  Türkisch.  Die  Befragung  musste 
schliesslich  wegen  Verständigungsproblemen abgebrochen  werden.  Worin  diese 
bestanden haben,  kann im heutigen Zeitpunkt  nicht  mehr  überprüft  werden.  Im-
merhin gab der Beschwerdeführer in der Empfangsstelle an, türkisch fliessend zu 
sprechen (A1, S. 2). Der Einwand in der Stellungnahme, wonach er sich nur gebro-
chen in Türkisch ausdrücken könne, widerspricht daher jener Aussage. Schliess-
lich wurde der Beschwerdeführer am 15. September 2001 durch einen ethnischen 
Turkmenen mit turkmenischer Muttersprache aus dem Irak in der vom Beschwer-
deführer ebenfalls als Muttersprache angegebenen Sprache Turkmenisch befragt 

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(vgl.  A1,  S.  8).  Da  bereits  zu  Beginn  der  Befragung  Zweifel  an  der  irakischen 
Herkunft  des  Beschwerdeführers  bestanden,  wurde  diese  Befragung  mittels 
Tonband aufgezeichnet. In der gestützt auf diese Aufzeichnung erstellten Analyse 
wies  der  Sachverständige  darauf  hin,  dass  Turkmenen  aus  dem  Irak 
normalerweise  auch  arabisch  sprechen  würden,  der  Beschwerdeführer  jedoch 
angegeben  habe,  lediglich  über  passive  Arabischkenntnisse  zu  verfügen.  Im 
Übrigen ist nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer bloss einige Brocken 
Kurdisch versteht, will er doch gemäss seiner Stellungnahme vom 28. April 2005 in 
einem  kurdischsprachigen  Gebiet  aufgewachsen  sein  (vgl.  A  12,  S.  1).  Die 
fehlenden  Kenntnisse  des  Arabischen  und  Kurdischen  können  auch  nicht  mit 
seinem angeblichen Leben als  Nomade/Hirte  erklärt  werden.  Die Vorinstanz hat 
daher  in  ihrer  Verfügung  zu  Recht  festgehalten,  der  Umstand,  dass  der 
Beschwerdeführer  weder  kurdisch  noch  arabisch  spreche,  könne  nicht  mit 
mangelnder  Bildung  erklärt  werden.  Ferner  verwies  die  Vorinstanz  auf  die 
Ergebnisse der Herkunftsanalyse, wonach in der Sprache des Beschwerdeführers 
zahlreiche Einflüsse des Türkischen, dagegen keine typisch irakischen festgestellt 
worden sind. Weiter kann den Akten entnommen werden, dass es anlässlich der 
Befragung  im  Transitzentrum  mehrere  Verständigungsprobleme  gegeben  habe, 
weil  der  Beschwerdeführer  einzelne  und  zum  Teil  geläufige  Wörter  des 
irakturkmenisch  sprechenden  Dolmetschers  nicht  verstand.  Zudem  soll  er 
offenkundig  Mühe  gehabt  haben,  irakturkmenisch  zu  sprechen.  Demgegenüber 
stellte  der  Sprachenexperte  in  der  Sprache  des  Beschwerdeführers  typisch 
türkturkmenische  Ausdrücke  fest.  Insgesamt  vermögen  die  verschiedenen 
Erklärungsversuche  des  Beschwerdeführers  zu  den  Ergebnissen  der 
Sprachenanalyse  nicht  zu  überzeugen,  so  im  Übrigen  auch  der  Einwand  nicht, 
wonach  die  Sprache  des  Beschwerdeführers  durch  seine  Kontakte  mit  türkisch 
sprechenden Personen, mit denen er gehandelt habe, beeinflusst worden sein soll. 
Im Weiteren ist unverständlich, wieso der Beschwerdeführer, der seinen Angaben 
zufolge regelmässig mit seinen Schafen Handel betrieben und diese verkauft hat, 
zum Teil  falsche Angaben zur Währung des Nordiraks  gemacht hat.  Soweit  der 
Beschwerdeführer  in  diesem Zusammenhang  rügt,  es  sei  ihm zu  Unrecht  nicht 
mitgeteilt  worden,  welche  dieser  Angaben  falsch  seien  und  dabei  eine 
Gehörsverletzung  geltend  macht,  kann  diesbezüglich  auf  die  unter  Ziffer  5.3.2. 
gemachten  Feststellungen  verwiesen  werden.  Insgesamt  hat  die  Vorinstanz  zu 
Recht  gestützt  auf  zahlreiche  Hinweise  in  der  Herkunftsanalyse  auf  eine 
Sozialisierung  ausserhalb  des  Irak  geschlossen.  Angesichts  der  eindeutigen 
Schlussfolgerungen kann darauf verzichtet werden, auf die weiteren Einwände in 
der Beschwerdeschrift näher einzugehen, da sie daran nichts ändern können. 

6.2 Zusammenfassend gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass es 
dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  die  von  ihm  behauptete  irakische 
Staatsangehörigkeit glaubhaft zu machen. Es erübrigt sich daher, auf weitere Vor-
bringen  einzugehen,  da  die  geltend  gemachte  Verfolgung  auf  einer  irakischen 
Staatsangehörigkeit basiert, und demzufolge nicht geglaubt werden kann.

Zusammenfassend  folgt,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  Gründe  nach  Art.  3 
AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat das Asylge-

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such des Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt.

7.

7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 
es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 
44 Abs. 1 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine fremdenpolizeili-
che Aufenthaltsbewilligung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die 
Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 
2001 Nr. 21). 

7.2 Grundsätzlich  sind  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art.  44 Abs. 2 AsylG; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt  und 
Niederlassung der Ausländer [ANAG; SR 142.20]) vom Bundesverwaltungsgericht 
von Amtes wegen zu prüfen. Diese Untersuchungspflicht findet jedoch nach Treu 
und  Glauben  ihre  Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  der  beschwerdeführenden 
Person (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 
AsylG). Es kann nicht Sache des Bundesverwaltungsgerichts sein, nach allfälligen 
Wegweisungshindernissen in hypothetischen Herkunftsländern zu forschen. Dem-
nach entfällt die Prüfung allfälliger Wegweisungshindernisse (Zulässigkeit und Zu-
mutbarkeit),  da die wahre Staatsangehörigkeit  des Beschwerdeführers - wie sich 
aus  den obenstehenden  Erwägungen  ergibt  -  durch  nichts  belegt  ist  und  somit 
nicht mit Sicherheit feststeht.

7.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung 
seines Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu be-
schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung als möglich 
zu bezeichnen ist.

8. Aus diesen Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundes-
recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest-
stellt  und angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Beschwerde  ist  nach  dem Ge-
sagten abzuweisen.

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdeführer auf-
zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 
16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  11.  Dezember  2006 
[VGKE]).

(Dispositiv nächste Seite)

12

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichtskasse zu über-
weisen.

3. Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein)

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den  Akten 
(Ref.-Nr. ...)

- Kanton (...)

Die Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Therese Kojic Alexandra Püntener

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