# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d39a5be-c872-5354-9dbd-dcf5937c5524
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.11.2010 UV 2010/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-6_2010-11-03.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 03.11.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 03.11.2010
Art. 6 UVG: Prüfung der adäquaten Unfallkausalität psychischer 
Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 3. November 2010, UV 2010/6).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 3. November 2010

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Romeo Minini, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1956 geborene S.___ war als Architekt bei der A.___, tätig und dadurch bei 

der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 18. 

Januar 1998 bei einem Sturz beim Skifahren eine Unterschenkelquerfraktur rechts 

zuzog. Die Fraktur wurde noch am Unfalltag im Kantonalen Spital Grabs operativ 

versorgt (Suva-act. 1 und 5). Am 28. April 1998 erfolgte eine partielle Metallentfernung 

der beiden distalen Verriegelungsschrauben (Suva-act. 7). Aufgrund der verzögerten 

Heilung der Fraktur erfolgte am 14. Juli 1998 ein weiterer operativer Eingriff mit 

Metallentfernung, Dekortikation und Spongiosaplastik sowie Anlegen eines ventralen 

Klammerfixateurs, welcher am 21. September 1998 wieder entfernt wurde (Suva-act. 

18 und 20).

A.b   Im Formular "Unfallmeldung UVG" vom 16. Juli 1999 teilte die Arbeitgeberin des 

Versicherten mit, dass immer noch Probleme und Schmerzen im rechten Bein 

bestehen würden (Suva-act. 30). Die am 6. Oktober 2000 im Röntgeninstitut 

durchgeführte Kernspintomographie ergab eine vollständige Konsolidation der 

Unterschenkelfraktur mit noch massiver Konturunregelmässigkeit im ehemaligen 

Frakturbereich. Die Fibula sei bei vermuteter leichter Verkürzung ebenfalls vollständig 

durchgebaut, ohne Hinweis auf eine pseudarthrotische Veränderung (Suva-act. 40). In 

der Folge stand der Versicherte bei verschiedenen Ärzten wegen der Schmerzen in 

Behandlung. Eine nachhaltige Besserung ergab sich nicht. Am 26. August 2004 wurde 

eine Computertomographie und am 15. September 2004 ein MRI des rechten 

Unterschenkels durchgeführt (Suva-act. 85 und 87). Dr. med. B.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie FMH, hielt im Bericht vom 20. Oktober 2004 fest, dass die 

bildgebenden Untersuchungen vom rechten Unterschenkel intramedullär diverse 

Sequester zeigen würden (Suva-act. 97). Am 2. März 2005 führte Dr. med. C.___, 

Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine 

offene Revision der ehemaligen Fraktur mit Spornabtragung, Dekortikation und 

Markraumerweiterung durch. Der postoperative Verlauf war komplikationslos mit 

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reizlosen Wundverhältnissen. Anlässlich einer Kontrolle am 14. März 2005 zeigte sich 

allerdings ein ausgeprägtes Hämatom im Weichteilbereich vom mittleren zum distalen 

Drittel, welches am 18. März 2005 ausgeräumt wurde (Suva-act. 101, 103 und 105). 

Der nach einer Untersuchung am 12. Januar 2006 in der Uniklinik Balgrist geäusserte 

Verdacht auf eine chronische Osteomyelitis (Suva-act. 127) konnte mittels am 16. 

Februar 2006 durchgeführten Entzündungsszintigraphie ausgeschlossen werden 

(Suva-act. 129). Dr. D.___, Arzt für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 12. 

September 2006 ein zunehmendes neuropathisches Schmerzsyndrom, welches 

wahrscheinlich auf den Nervus peronaeus superficialis rechts zurückzuführen sei 

(Suva-act. 141). Nach einem stationären Aufenthalt in der Klinik E.___ vom 2. bis 21. 

Juli 2007 wurde im Austrittsbericht vom 27. Juli 2007 ein unklarer, 

belastungsabhängiger, neuropathischer Schmerz im distalen Drittel des rechten 

Unterschenkels festgehalten (Suva-act. 154). Im Bericht vom 21. Februar 2008 hielt Dr. 

med. F.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, St. Gallen, fest, dass der 

Versicherte als Folge eines langjährigen Schmerzsyndroms eine depressive 

Anpassungsstörung entwickelt habe, wodurch es auch zu einer ausgeprägten 

Schlafstörung gekommen sei (Suva-act. 163).

A.c   Am 21. August 2008 erfolgte eine Begutachtung des Versicherten bei Dr. med. 

G.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH. Im Bericht vom 21. Oktober 2008 

wurde festgehalten, dass aus orthopädischer Sicht keine medizinisch objektivierbaren, 

wahrscheinlichen Unfallfolgen vom 18. Januar 1998 vorliegen würden. Eine allfällige 

posttraumatische Schmerzstörung sei von einem Psychiater zu beurteilen. Nachdem 

sämtliche bisherigen Behandlungsmassnahmen erfolglos gewesen seien, könne kein 

weiterer Therapievorschlag unterbreitet werden. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine 

volle Arbeitsfähigkeit. Eine Integritätsentschädigung sei bei fehlendem pathologischen 

Befund nicht geschuldet (Suva-act. 183). Prof. Dr. med. H.___, Facharzt FMH für 

Neurochirurgie, diagnostizierte am 24. Februar 2009 einen neuropathisch-nozizeptiven 

Mischschmerz nach Unterschenkelfraktur. Als letzte Therapievariante empfehle er eine 

Rückenmarkstimulation (Suva-act. 192). Der Versicherungsmediziner der Suva, Dr. 

med. I.___, Facharzt FMH für Chirurgie, hielt in der ärztlichen Beurteilung vom 8. April 

2009 fest, dass keine objektivierbaren körperlichen Unfallfolgen, kein erheblicher 

Integritätsschaden, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und keine Indikation für 

weitere Abklärungen oder Behandlungen vorliegen würden (Suva-act. 199).

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A.d   Mit Verfügung vom 28. Mai 2009 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 

30. April 2009 ein. Aufgrund der medizinischen Abklärungsergebnisse würden keine 

behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorliegen. Die geklagten Beschwerden 

seien organisch als Folge des erlittenen Unfalls nicht mehr erklär- oder nachweisbar. 

Die Anpassungsstörung mit ausgeprägter Schlafstörung stehe nicht in einem 

rechtserheblichen Zusammenhang zum Unfall, weshalb keine Leistungen geschuldet 

seien (Suva-act. 203). Gegen diese Verfügung erhoben der Versicherte sowie dessen 

Krankenversicherung Einsprache (Suva-act. 204, 206, 208 und 216).

A.e   Die Krankversicherung legte dem Schreiben vom 14. September 2009 an die Suva 

zusätzlich einen Kurzbericht von Prof. Dr. H.___ vom 19. August 2009 sowie einen 

Bericht des Kantonsspitals St. Gallen, Palliativzentrum, vom 1. September 2009 bei 

(Suva-act. 215).

A.f    Mit Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2009 wies die Suva die Einsprachen 

ab (Suva-act. 220).

B.       

B.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Fäh, 

St. Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 18. Januar 2010 

(Beschwerdeergänzung vom 23. März 2010, neu: Rechtsanwalt lic. iur. Romeo Minini) 

mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2009 sei aufzuheben, 

dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen 

(Heilungskosten, Integritätsentschädigung, gegebenenfalls Rente) zuzusprechen, es sei 

ein polydisziplinäres medizinisches Gutachten einzuholen und es sei die mit 

Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2009 - bei allfälliger Beschwerde - entzogene 

aufschiebende Wirkung wieder herzustellen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Die medizinischen Akten würden ausdrücklich eine Kausalität zwischen Schmerzen 

und Unfall belegen. Die Einschätzungen der behandelnden Ärzte seien nicht mit der 

Beurteilung von Dr. G.___ zu vereinbaren, weshalb ein polydisziplinäres Gutachten 

einzuholen sei. Dr. G.___ schlage ausdrücklich die Einholung eines psychiatrischen 

Gutachtens vor. Somit schliesse auch er nicht aus, dass die aktuellen psychischen 

Probleme und insbesondere auch das Schmerzerleben direkt auf den Unfall 

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zurückzuführen seien. Die Adäquanz sei ebenfalls klar zu bejahen, nachdem 

mindestens drei der von der Rechtsprechung geforderten Kriterien erfüllt seien (act. G 

1 und 7).

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2010 beantragt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin, Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, Abweisung der 

Beschwerde. Aktenkundig sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner geklagten 

Beschwerden wiederholt bildgebend abgeklärt und es seien diverse Tests durchgeführt 

worden, die keine objektivierbaren einschränkenden unfallkausalen Befunde gezeigt 

hätten. Den Berichten von Prof. Dr. H.___ komme kein hinreichender Beweiswert zu. 

Ein organisches Korrelat für die geklagten Beschwerden nenne er auch nicht. Seinen 

Ausführungen lasse sich auch in keiner Weise entnehmen, dass die geklagten 

Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang 

zum Unfallgeschehen vom 18. Januar 1998 stehen würden. Aufgrund der nicht 

objektivierbaren Beschwerden sei eine psychosomatische Abklärung bei Dr. F.___ 

durchgeführt worden. Sie habe keine Diagnosen nach dem ICD-10 oder dem DSM-IV 

Klassifikationssystem gestellt, weshalb ihre Diagnosen auch nicht überprüfbar seien. 

Zur Unfallkausalität und zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe sie sich 

nicht geäussert. Deshalb und unter Berücksichtigung der mehrjährigen Latenz sei kein 

natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem 

Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Weitere 

medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt. Das Unfallereignis sei unter 

Berücksichtigung der Rechtsprechung als banaler Unfall zu qualifizieren, weshalb der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den nicht objektivierbaren 

Unfallfolgen ohne eingehende Adäquanzprüfung zu verneinen sei. Die Adäquanz wäre 

allerdings auch dann zu verneinen, wenn der Unfall als mittelschwer im Grenzbereich 

zu den leichten Unfallereignissen eingeordnet würde (act. G 9).

B.c   Mit Replik vom 25. Mai 2010 hält der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

den gestellten Anträgen fest. Bei der Würdigung der medizinischen Gutachten sei dem 

Aspekt der Abhängigkeit (Facharzt Suva im Fall von Dr. I.___) bzw. der Unabhängigkeit 

(u.a. Experte Prof. Dr. H.___) differenzierter als im bisherigen Verfahren Rechnung zu 

tragen (act. G 12).

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B.d   Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik 

verzichtet (act. G 14).

C.       

Mit Zwischenentscheid vom 10. Mai 2010 wies der Präsident des 

Versicherungsgerichts das Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung ab (act. G 11).

Erwägungen:

1.        

1.1    Zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen 

für das Unfallereignis vom 18. Januar 1998 zu Recht per 30. April 2009 eingestellt hat.

1.2    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss 

UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 

Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 

Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 

deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 

gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das 

Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

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Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1). 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolgs also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2).

1.3    Innerhalb des Sozialversicherungsrechts spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen 

praktisch keine Rolle (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Eine manuelle ärztliche 

Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, nicht aber objektivierbare 

Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar sind und von 

der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. 

Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen 

Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von organisch objektiv 

ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen 

Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 

109 E. 9 Ingress S. 122, 117 V 359 E. 5d/aa S. 363; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 

mit Hinweisen, U 479/05).

1.4    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

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Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Einer zusätzlichen Differenzierung bei der Beweiswürdigung im Sinn 

des vom Beschwerdeführer in der Replik vertretenen Standpunktes bedarf es nach 

dem Gesagten nicht.

2.        

Aufgrund der medizinischen Aktenlage sind im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine 

Beschwerden mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer 

struktureller Veränderungen ausgewiesen. Das Vorhandensein solcher Veränderungen 

wird vom Beschwerdeführer auch nicht konkret geltend gemacht. 

Unbestrittenermassen hat sich der Beschwerdeführer beim Unfall vom 18. Januar 1998 

eine Unterschenkelquerfraktur rechts zugezogen. Bereits im Bericht vom 6. Oktober 

2000 wurde nach einer gleichentags im Röntgeninstitut durchgeführten 

Kernspintomographie eine vollständige Konsolidierung der Fraktur festgehalten. Der 

postoperative Verlauf nach der von Dr. C.___ am 2. März 2005 durchgeführten offenen 

Revision der ehemaligen Fraktur mit Spornabtragung, Dekortikation und 

Markraumerweiterung war komplikationslos mit reizlosen Wundverhältnissen. 

Komplikationen im Nachgang zur Ausräumung des ausgeprägten Hämatoms im 

Weichteilbereich vom mittleren zum distalen Drittel sind den Akten nicht zu entnehmen. 

Im Gutachten vom 21. Oktober 2008 führte Dr. G.___ aus, dass die Untersuchung der 

rechten unteren Extremität ebenso unauffällig sei wie die radiologische Untersuchung 

des rechten Unterschenkels. Frühere bildgebende Untersuchungen (MRI, Szintigraphie 

und Computertomographie) hätten keine Befunde ergeben, welche die Beschwerden 

erklären könnten. Der an der orthopädischen Uniklinik Balgrist geäusserte und von Dr. 

D.___ 2006 wiederholte Verdacht eines Neuroms des Nervus peronaeus superficialis 

rechts sei nach der Durchführung eines MRI im selben Jahr an der Uniklinik Balgrist 

ausgeschlossen worden. Aus orthopädischer Sicht würden keine medizinisch 

objektivierbaren Unfallfolgen vom 18. Januar 1998 vorliegen. Diese Schlussfolgerung 

ist nachvollziehbar und steht im Einklag mit den übrigen medizinischen Akten. Die 

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zahlreichen durchgeführten Untersuchungen ergaben spätestens im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung keine für die geklagten Beschwerden verantwortlichen 

ausgewiesenen organischen Befunde (vgl. auch Suva-act. 167). Die im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung gestellte Diagnose einer/eines Schmerzstörung/

Schmerzsyndroms am rechten Unterschenkel kann für sich alleine nicht als klar 

ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Auch der 

von Prof. Dr. H.___ beschriebene neuropathisch-nozizeptive Mischschmerz stellt kein 

solches Substrat dar.

3.        

3.1    Zu prüfen gilt es somit, ob die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus 

ausgewiesenen Beschwerden mit psychischer Komponente (depressive 

Anpassungsstörung, Insomnie) in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Rechtsprechungsgemäss kann sich 

eine Prüfung der natürlichen Unfallkausalität des Gesundheitsschadens erübrigen, 

wenn sich - wie vorliegend der Fall - zeigt, dass dessen Adäquanz zum versicherten 

Unfallereignis nicht gegeben und damit eine für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers nebst der natürlichen Kausalität kumulativ erforderlichen 

Voraussetzung nicht erfüllt ist (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 

8C_951/2008, E. 3.4.2.).

3.2     Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. 

Erw. 6, bestätigt im Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008 [U 394/06] 

Erw. 10.1) vom Unfallereignis auszugehen. Dabei besteht ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall 

eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. Dies 

trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

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der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 

Erw. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 

140 Erw. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

3.3    Der Unfallmeldung des Beschwerdeführers vom 26. Januar 1998 an die Helvetia 

ist zu entnehmen, dass er beim Skifahren nach einem Fast-Zusammenstoss mit einem 

anderen Skifahrer gestürzt sei (Suva-act. 2). Im Austrittsbericht des Kantonalen Spitals 

Grabs vom 7. April 1998 wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer beim 

Skifahren praktisch aus dem Stehen gestürzt und über dem Schuhrand eingeknickt sei 

(Suva-act. 5). Die Beschwerdegegenerin ist der Ansicht, das Ereignis sei als leichter 

Unfall zu taxieren, weshalb die Adäquanz ohne weitere Prüfung zu verneinen sei. Eine 

detaillierte Beschreibung des Unfallhergangs ist den Akten nicht zu entnehmen. 

Indessen kann unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer in der Unfallmeldung 

und gegenüber den Ärzten des Spitals Grabs abgegebenen Unfallschilderungen auch 

ohne weitere Abklärungen im besten Fall von einem mittleren Unfallereignis im 

Grenzbereich zu den leichten Unfällen ausgegangen werden. Da die folgenden 

Erwägungen zeigen werden, dass die Adäquanz auch für ein solches Unfallereignis zu 

verneinen ist, erübrigen sich weitere Ausführungen darüber, ob das Unfallereignis als 

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leichter oder als mittlerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu behandeln 

ist.

3.4    Geht man zu Gunsten des Beschwerdeführers von einem mittleren Unfallereignis 

im Grenzbereich zu den leichten Unfällen aus, so wäre der adäquate 

Kausalzusammenhang dann zu bejahen, wenn ein einzelnes der für die Beurteilung 

massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder die zu 

berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben wären.

3.4.1           Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls ist vorliegend offensichtlich nicht erfüllt und 

wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht.

3.4.2           Die körperlichen Verletzungen die sich der Beschwerdeführer beim Sturz 

am 18. Januar 1998 zugezogen hat, können auch nicht als besonders schwer 

eingestuft werden. Die Kernspintomographie vom 6. Oktober 2000 ergab eine 

vollständig konsolidierte Unterschenkelfraktur rechts. Eine Fraktur des Unterschenkels 

weist bei grundsätzlich gutem Heilverlauf keinen besonders hohen Schweregrad auf 

und ist grundsätzlich nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.

3.4.3           Für das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen 

Behandlung ist die Art und Intensität

der Behandlung von Bedeutung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine Besserung 

des Gesundheitszustandes zu erwarten war und von einer kontinuierlichen, mit einer 

gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten 

ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gesprochen werden kann (Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 20. Oktober 2006, U 488/05, Erw. 3.2.3 mit 

Hinweisen). Die Behandlungen der körperlichen Beschwerden waren insbesondere 

geprägt durch mehrere operative Eingriffe. Nach einer ersten operativen Versorgung 

am Unfalltag erfolgte am 28. April 1998 eine partielle Metallentfernung der beiden 

distalen Verriegelungsschrauben. Am 14. Juli 1998 wurde ein weiterer operativer 

Eingriff durchgeführt mit Metallentfernung, Dekortikation und Spongiosaplastik sowie 

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Anlegen eines ventralen Klammerfixateurs, welcher am 21. September 1998 wieder 

entfernt wurde. Ab Januar 2000 erfolgten bei Dr. med. J.___, Spezialarzt für 

Physikalische Medizin, im Abstand von drei bis vier Wochen Narbeninfiltrationen mit 

Procain (Suva-act. 37). Dr. C.___ teilte im Schreiben vom 20. November 2000 mit, dass 

neben einer versuchsweise durchzuführenden Miacalcic-Therapie, keine 

therapeutischen Massnahmen angezeigt wären (Suva-act. 44). Am 12. Januar 2001 

verordnete Dr. C.___ eine Akkupunkturbehandlung (Suva-act. 48). Weitere 

Behandlungen sind den medizinischen Akten in der Folge nicht zu entnehmen. Am 2. 

März 2005 führte Dr. C.___ eine offene Revision der ehemaligen Fraktur mit 

Spornabtragung, Dekortikation und Markraumerweiterung durch. Anlässlich einer 

Kontrolle am 14. März 2005 zeigte sich ein ausgeprägtes Hämatom im Weichteilbereich 

vom mittleren zum distalen Drittel, welches am 18. März 2005 ausgeräumt wurde. Im 

Bericht vom 19. August 2005 führte Dr. C.___ aus, dass er keine weitere Therapie 

kenne, die Lymphdrainage und die lokalen Massagen seien weiterzuführen (Suva-act. 

119). Im Bericht der Uniklinik Balgrist vom 22. Mai 2006 wurde festgehalten, dass in 

der Narbe ergotherapeutische Desensibilisierungsmassnahmen durchgeführt würden 

(Suva-act 133). Vom 2. bis 21. Juli 2007 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der 

Thurgauer Klinik E.___ mit umfassenden rehabilitativen Massnahmen (Suva-act. 154). 

Dr. F.___ hielt in ihrem Bericht vom 21. Februar eine medikamentöse Behandlung 

(Schlafmedikation, schmerzdistanzierendes Antidepressivum) fest (Suva-act. 163). Das 

Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen verordnete ebenfalls eine 

medikamentöse Behandlung sowie Physiotherapie, Ergotherapie und eine 

psychologische Behandlung (Suva-act. 165 und 166). Aufgrund dieser medizinischen 

Aktenlage ist ersichtlich, dass verschiedene Behandlungen über einen sehr langen 

Zeitraum verteilt durchgeführt wurden. In Anbetracht dieses Zeitraums von mehreren 

Jahren, erscheint die Intensität der durchgeführten Behandlungen - exklusive der 

operativen Eingriffe - nicht besonders hoch. Sodann ist beachtlich, dass aufgrund der 

ausgeprägten Therapieresistenz schon bald nicht mehr von einer namhaften Besserung 

des Gesundheitszustands ausgegangen werden konnte. Ausserdem ist zu 

berücksichtigen, dass die psychisch bedingten Behandlungsmassnahmen nicht in die 

Prüfung des Kriteriums mit einbezogen werden dürfen (BGE 123 V 99 E. 2a). Ebenso 

wenig sind die zahlreichen Untersuchungen und ärztlichen Kontrollen bei der Prüfung 

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des Kriteriums zu beachten. Unter Einbezug sämtlicher relevanter Tatsachen kann das 

Kriterium bejaht, allerdings nicht als besonders ausgeprägt betrachtet werden.

3.4.4           Der Beschwerdeführer klagte seit dem Unfall über persistierende 

Schmerzen. Die obigen Erwägungen haben dargelegt, dass die zahlreichen 

durchgeführten Untersuchungen keine objektivierbaren Befunde für die geklagten 

Beschwerden hervorgebracht haben. Aufgrund der medizinischen Akten ist somit 

rechtsgenüglich erstellt, dass im Verlaufe der Zeit nach dem Unfall die Beschwerden 

psychisch unterhalten wurden, dieser Aspekt allerdings bei der Adäquanzprüfung 

auszuklammern ist. Somit kann für die Zeitspanne ab Unfalldatum bis zur Einstellung 

der Versicherungsleistungen nicht von körperlichen Dauerschmerzen ausgegangen 

werden, weshalb das Kriterium zu verneinen ist.

3.4.5           Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert hätte, sind aus den vorliegenden Akten nicht ersichtlich.

3.4.6           Von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen ist 

vorliegend nicht auszugehen. Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und 

der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf 

geschlossen werden. Hierzu bedarf es besonderer Gründe, welche die Heilung 

beeinträchtigt haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, 

E. 4.3.2 und vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Bereits am 6. Oktober 2000 

konnte eine vollständig konsolidierte Unterschenkelquerfraktur festgestellt werden. 

Auch im Anschluss an den operativen Eingriff vom 2. März 2005 wurde ein 

komplikationsloser postoperativer Verlauf festgehalten. Die nachträglich notwendig 

gewordene Hämatomentfernung kann nicht als erhebliche Komplikation betrachtet 

werden. Nach dem Gesagten sind sowohl das Vorliegen eines schwierigen 

Heilungsverlaufs als auch das Vorliegen von erheblichen Komplikationen zu verneinen.

3.4.7           Nach dem Unfallereignis vom 18. Januar 1998 bestand beim 

Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit. Ab 9. Februar 1998 war er wieder zu 

50% und ab 6. April 1998 zu 80% arbeitsfähig. Aufgrund des operativen Eingriffs am 

28. April 1998 war der Beschwerdeführer bis am 30. April 1998 wieder voll 

arbeitsunfähig. Ab diesem Datum bestand hingegen wieder eine 90%ige 

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Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 9). Nach der Operation vom 14. Juli 1998 bestand erneut 

eine volle Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer konnte am 22. September 1998 

die Arbeit wieder zu 50% und ab 5. Oktober 1998 zu 100% aufnehmen (Suva-act. 23). 

Im Anschluss an die Operation vom 2. März 2005 wurde dem Beschwerdeführer erneut 

eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Ab Mitte April 2005 bestand wieder eine 50%ige 

und ab 26. Mai 2005 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 111 und 113). Dr. med. 

K.___, Allgemeine Medizin FMH, attestierte vom 5. November bis 1. Dezember 2007 

sowie vom 7. bis 19. April 2008 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 174). Die 

medizinischen Akten belegen, dass der Beschwerdeführer nach den ersten operativen 

Eingriffen ab Oktober 1998 beinahe durchgehend zu 100% arbeitsfähig war. Sodann 

gilt es zu berücksichtigen, dass nur die physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit für die 

Beurteilung des Kriteriums mit einbezogen werden kann. Das Kriterium Grad und Dauer 

der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist daher sicher nicht in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt.

3.5    Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, 

allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise, muss der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 18. Januar 1998 und den im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung geklagten Beschwerden verneint werden. Die 

Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. April 2009 lässt sich daher nicht 

beanstanden.

3.6    Zusammenfassend gilt es festzuhalten, dass keine Beschwerden mit klar 

ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller 

Veränderungen ausgewiesen sind und ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und den geklagten Beschwerden mit psychischer Komponente zu 

verneinen ist, weshalb kein Anspruch auf weitere Heilbehandlungen und auf eine 

Integritätsentschädigung besteht. Es muss demnach auch nicht geprüft werden, ob 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung (empfohlene Rückenmarkstimulation) 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann.

4.         

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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Dem Antrag des Beschwerdeführers, es sei ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen, 

ist nicht stattzugeben. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische 

Abklärungen für die Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue 

Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; 

vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 62.211). Insbesondere 

kann auf eine psychiatrische Begutachtung verzichtet werden, da wie soeben 

dargelegt, die Adäquanz zwischen dem Unfall vom 18. Januar 1998 und den 

psychischen Beschwerden verneint werden muss.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 1. Dezember 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.11.2010
	Art. 6 UVG: Prüfung der adäquaten Unfallkausalität psychischer Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. November 2010, UV 2010/6).

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