# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57f03eae-ee29-5b88-8c78-1bce659974df
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2018 F-4723/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4723-2018_2018-08-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4723/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichter Martin Kayser, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;   

Gerichtsschreiber Jonas Weinhold. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren (…), 

B._______, geboren (…), 

Albanien,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 3. August 2018 / N (…). 

 

 

 

F-4723/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden reisten eigenen Angaben zufolge am 2. Juli 

2018 in die Schweiz ein und ersuchten gleichentags um Asyl (Akten der 

Vorinstanz [SEM act.] B7/12 S. 7 und B8/12 S. 6). 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank („Eurodac“) 

ergab, dass die Beschwerdeführenden zuvor in Frankreich um Asyl nach-

gesucht hatten (SEM act. B5/3). 

C.  

Anlässlich der Befragungen zur Person (BzP) vom 13. Juli 2018 wurde den 

Beschwerdeführenden das rechtliche Gehör zu einer möglichen Rücküber-

nahme Frankreichs gewährt. Dabei gaben sie an, sie hätten dort erfolglos 

zwei Asylverfahren durchlaufen und in der Folge das Land verlassen müs-

sen. Im Fall einer Rückkehr nach Albanien seien sie wegen einer Familien-

fehde ihres Lebens bedroht. Vor diesem Hintergrund seien sie in die 

Schweiz gelangt (vgl. SEM act. B7/12 und B8/12). 

D.  

Am 20. Juli 2018 ersuchte das SEM die französischen Behörden um Rück-

übernahme der Beschwerdeführenden gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung von einem Drittstaatsan-

gehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf 

internationalen Schutz zuständig ist (ABl. L180/31 vom 29.6.2013; nachfol-

gendend Dublin-III-VO; SEM act. B11/5 und B13/5). 

E.  

Die französischen Behörden hiessen das Ersuchen am 27. Juli 2018 gut 

(SEM act. B16/2). 

F.  

Mit Verfügung vom 31. Juli 2018 (eröffnet am 13. August 2018) trat das 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche der Beschwerde-

führenden nicht ein und verfügte deren Überstellung nach Frankreich, das 

gemäss Dublin-III-VO für die Behandlung ihrer Asylgesuche zuständig sei. 

Zugleich verfügte es den Vollzug der Wegweisung nach Frankreich und 

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Seite 3 

stellte fest, dass einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid keine 

aufschiebende Wirkung zukomme (SEM act. B17/9 und 18/1). 

G.  

Dagegen wandten sich die Beschwerdeführenden mit in Albanisch und 

Französisch verfasster Beschwerde vom 17. August 2018 ans Bundesver-

waltungsgericht. Die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und auf 

ihre Asylgesuche sei einzutreten. Sie seien als Flüchtlinge anzuerkennen 

und es sei ihnen Asyl zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht seien 

die aufschiebende Wirkung sowie die unentgeltliche Prozessführung zu 

gewähren; ebenso solle mit dem vorliegenden Entscheid zugewartet wer-

den. Sodann sei es den zuständigen Personen zu untersagen, Kontakt mit 

dem Herkunftsland aufzunehmen. 

Zur Begründung brachten sie an, ihre Asylanträge in Frankreich seien ab-

gelehnt worden. Die französischen Behörden würden sie sodann mit Si-

cherheit nach Albanien zurückweisen. Dort seien sie jedoch in Lebensge-

fahr, da (…). 

Als Beweismittel reichten sie zahlreiche Dokumente in albanischer Spra-

che ein (vgl. BVGer act. 1). 

H.  

Mit Telefax vom 22. August 2018 ordnete der Instruktionsrichter einen su-

perprovisorischen Vollzugsstopp an (BVGer act. 2).  

I.  

Am selben Tag trafen die vorinstanzlichen Akten beim Bundesverwaltungs-

gericht ein. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinn von 

Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zu-

ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet 

auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

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(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Soweit das Asylgesetz nichts 

anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG 

und dem BGG (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2. Die Beschwerdeführenden sind zur Beschwerde legitimiert (Art. 105 

AsylG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind grundsätzlich 

gegeben (vgl. Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. aber 

hinten E. 2.2). 

1.3. Bei offensichtlich unbegründeten Beschwerden ist die Zuständigkeit 

des Einzelrichters mit der Zustimmung des Zweitrichters gegeben (Art. 111 

Bst. e AsylG). Wie nachfolgend aufgezeigt wird, handelt es sich hier um 

eine solch offensichtlich unbegründete Beschwerde. Auf einen Schriften-

wechsel wird deshalb verzichtet und der vorliegende Entscheid nur sum-

marisch begründet (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1. Mit Beschwerde am Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Er-

messens) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2. Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 

Asylgesuch nicht eingetreten ist und die Wegweisung in einen Drittstaat 

angeordnet hat (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2 je m.H.). Auf 

die Beschwerde ist damit insoweit nicht einzutreten, als damit verlangt wird, 

dass sie als Flüchtlinge anerkannt würden, ihnen Asyl gewährt werde und 

den zuständigen Behörden der Kontakt mit Behörden des Herkunftslands 

untersagt wird. 

3.  

3.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung des zuständigen Staates prüft das 

SEM die Zuständigkeitskriterien gemäss Dublin-III-VO. Führt diese Prü-

fung zur Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die Prüfung des 

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Asylgesuchs zuständig ist, tritt das SEM – nachdem der betreffende Mit-

gliedstaat einer Überstellung oder Rücküberstellung zugestimmt hat – auf 

das Asylgesuch nicht ein (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 6.2). 

3.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Staat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III als zuständig 

bestimmt wird. Das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitglied-

staats wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylan-

trag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

Im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) sind 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden, und es ist von der Situation 

im Zeitpunkt, in dem der Antragsteller erstmals einen Antrag in einem Mit-

gliedstaat gestellt hat, auszugehen (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO). Im Rah-

men eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) findet demge-

genüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel 

III statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.). 

3.3. Der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat ist verpflichtet, 

einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abgelehnt 

wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat 

bzw. der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufent-

haltstitel aufhält, nach Massgabe der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder auf-

zunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO). 

4.  

4.1. Ein Abgleich der Fingerabdrücke der Beschwerdeführenden mit der 

„Eurodac“-Datenbank ergab, dass diese am 30. November 2016 und am 

2. Januar 2018 in Frankreich Gesuche um Asyl eingereicht hatten (SEM 

act. B5/3). Das SEM ersuchte deshalb die französischen Behörden am 

20. Juli 2018 um Wiederaufnahme der Beschwerdeführenden gestützt auf 

Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO (SEM act. B11/5 und B13/5). Die franzö-

sischen Behörden stimmten dem Gesuch um Rückübernahme am 27. Juli 

2018 zu (SEM act. B16/2). 

4.2. Die grundsätzliche Zuständigkeit Frankreichs ist somit gegeben. 

  

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Seite 6 

5.  

Im Licht von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO ist zu prüfen, ob es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedin-

gungen für Asylsuchende in Frankreich würden systematische Schwach-

stellen aufweisen, die die Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigen-

den Behandlung im Sinn des Art. 4 EU-Grundrechtecharta mit sich bringen 

würden. 

5.1. Frankreich ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen nach. Es darf davon ausgegangen werden, dieser Staat aner-

kenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richt-

linien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 

26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-

kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 

2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-

nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-

merichtlinie), ergeben. 

5.2. Die Beschwerdeführenden haben kein konkretes und ernsthaftes Ri-

siko dargetan, Frankreich würde sich weigern, sie wieder aufzunehmen 

und ihre Anträge auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Verfah-

rensrichtlinie zu prüfen. Den Akten können keine Gründe entnommen wer-

den, Frankreich werde den Grundsatz des Non-Refoulement missachten 

und die Beschwerdeführenden zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem 

ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit wegen einer Blutrache beziehungs-

weise aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist. Sodann 

wurde nicht dargetan, dass die Beschwerdeführenden Opfer einer Rache-

aktion in Frankreich werden könnten. Ebenso wenig ist ersichtlich, dass 

Frankreich sensible Daten an das Heimatland der Beschwerdeführenden 

weitergeben könnte. Im Übrigen haben die Beschwerdeführenden nicht 

dargetan, die sie bei einer Rückkehr erwartenden Bedingungen in Frank-

reich seien derart schlecht, dass sie zu einer Verletzung von Art. 4 EU-

Grundrechtcharta, Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK führen könnten. 

5.3. Unter diesen Umständen ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO nicht gerechtfertigt. 

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Seite 7 

6.  

6.1. Die Beschwerdeführenden fordern mit ihren Vorbringen implizit die An-

wendung der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO, respek-

tive der das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht konkretisierenden Bestim-

mungen von Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311). Danach kann das SEM das Asylgesuch „aus huma-

nitären Gründen“ auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO 

ein anderer Staat zuständig wäre.  

6.2. Bei der Anwendung der Kann-Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 

verfügt das SEM gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts über ei-

nen Ermessensspielraum (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.; Urteil des BVGer 

F-831/2018 vom 29. März 2018 E. 5.2). 

6.3. Wie erwähnt können den Akten keine Anhaltspunkte entnommen wer-

den, dass Frankreich die Beschwerdeführenden nicht völkerrechtskonform 

behandeln würde (vgl. vorn E. 5.1 und 5.2). Eine gesetzeswidrige Ermes-

sensausübung durch die Vorinstanz ist dementsprechend nicht ersichtlich 

(vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG). Vor diesem Hintergrund besteht kein 

Grund für eine Anwendung der Ermessensklausel von Art. 17 Dublin-III-

VO. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die Dublin-III-VO den 

Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat 

selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3). 

6.4. Somit bleibt Frankreich der für die Behandlung der Asylgesuche der 

Beschwerdeführenden zuständige Mitgliedstaat gemäss Dublin-III-VO. Die 

französischen Behörden sind verpflichtet, das Asylverfahren gemäss 

Art. 23–25 und 29 Dublin-III-VO wieder aufzunehmen. 

7.  

Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten. 

Da die Beschwerdeführenden nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung sind, wurde die Überstellung nach Frank-

reich in Anwendung von Art. 44 AsylG ebenfalls zu Recht angeordnet 

(Art. 32 Bst. a AsylV 1). 

8.  

Da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des 

Nichteintretensentscheids gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist, sind all-

fällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgeset-

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Seite 8 

zes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Aus-

ländergesetz, AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prüfen (vgl. BVGE 2015/18 

E. 5.2 m.H.). Auch wurden keine Gründe dargetan, die einen Aufschub des 

Vollzugs rechtfertigen würden. 

9.  

9.1. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist, und die Verfügung des SEM zu bestätigen.  

9.2. Das Beschwerdeverfahren ist mit vorliegendem Urteil abgeschlossen, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist. 

9.3. Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung ist abzuweisen, da die Begehren als aussichts-

los zu bezeichnen waren (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG).  

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerdefüh-

renden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.− 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinn 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.− werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Martin Kayser Jonas Weinhold 

 

 

Versand: