# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1716451-1aa6-598a-88ad-672973fee08d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.03.2010 E-593/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-593-2010_2010-03-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-593/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______,
Burundi,
vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung (Wiedererwägungsentscheid); 
Verfügung des BFM vom 22. Januar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-593/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom 
10. September  2007  mit  Verfügung  vom 24. Oktober  2007  ablehnte, 
dies mit der Unglaubhaftigkeit der Verfolgungsvorbringen begründete, 
sowie  dessen  Wegweisung  anordnete  und  den  Vollzug  als  zulässig, 
zumutbar und möglich erkannte,

dass eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 22. No-
vember 2007 mit Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Feb-
ruar 2009 vollumfänglich abgewiesen wurde,

dass das Gericht insbesondere die Unglaubhaftigkeit der Verfolgungs-
vorbringen bestätigte, ebenso die biografischen, familiären und identi-
tätsbezogenen  Angaben  des  Beschwerdeführers  als  unglaubhaft  er-
kannte, und im Zusammenhang mit  der Frage des Wegweisungsvoll-
zuges  speziell  festhielt,  dass  beim Beschwerdeführer  keine gesund-
heitlichen Vollzugshindernisse zu erkennen oder gar geltend gemacht 
worden seien,

dass  ein  mit  „medizinischen  Untersuchungen“  und  einer  in  Aussicht 
stehenden  Rechtsmitteleingabe  begründetes  Gesuch  des  Be-
schwerdeführers  vom  18.  März  2009  um  Erstreckung  der  neu  an-
gesetzten Ausreisefrist seitens des BFM telefonisch und (am 31. März 
2009) schriftlich abschlägig beantwortet wurde,

dass  rubrizierter  Rechtsvertreter  mit  Eingabe  an  das  BFM  vom 
23. April 2009 sein Vertretungsmandat anzeigte und im Hinblick auf die 
Einreichung eines Revisions- oder allenfalls Wiedererwägungsgesuchs 
um Einsicht  in  die Akten ersuchte,  welchem Begehren das BFM am 
28. April 2009 entsprach,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  an  das  BFM  gerichteter  Eingabe 
seines Rechtsvertreters vom 15. Januar 2010 ein Wiedererwägungs-
gesuch einreichte, mit welchem er die Aufhebung der Verfügung vom 
24.  Oktober  2007  betreffend  den  Vollzug  der  Wegweisung,  die 
wiedererwägungsweise  Feststellung  der  Unzumutbarkeit  des  Weg-
weisungsvollzuges sowie die Anordnung vollzugshemmender vorsorg-
licher Massnahmen beantragte, 

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dass er in diesem Gesuch seine im ordentlichen Verfahren gemachten 
Vorbringen – insbesondere auch die biografischen und familiären An-
gaben – im Wesentlichen bekräftigte und sein Begehren mit  seinem 
mittels  Arztbericht  vom  8.  Januar  2010  ausgewiesenen  kritischen 
psychischen Gesundheitszustand (Diagnose: [...]) begründete, welcher 
seine Ursache im Tod seiner Mutter vor über zehn Jahren habe, sich 
aber  erst  nach  beziehungsweise  mit  Ergehen  des  Urteils  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  19.  Februar  2009  manifestiert  und 
akzentuiert habe,

dass  eine  Chronifizierung  des  Krankheitsbildes  zu  befürchten  und 
suizidale  Tendenzen  bei  Vornahme  von  Vollzugshandlungen  nicht 
auszuschliessen  seien,  weshalb  er  auf  intensive  psychiatrische  und 
psychotherapeutische Behandlung in der Schweiz angewiesen sei,

dass  ihm Frist  zur  Einreichung eines  ausführlichen  spezialärztlichen 
Berichts einzuräumen sei, dessen Notwendigkeit sich aus Art. 12 und 
19  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  und Art.  57  ff. des  Bundes-
gesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP, 
SR 273) ergebe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  22.  Januar  2010  das  Wieder-
erwägungsgesuch unter Kostenfolge abwies sowie die Rechtskraft und 
Vollstreckbarkeit  der  Verfügung  vom  24.  Oktober  2007  feststellte, 
wobei  es  einer  allfälligen  Beschwerde  die  Zusprechung  auf-
schiebender Wirkung verweigerte,

dass  das  BFM  in  der  Begründung  zunächst  feststellte,  der  Be-
schwerdeführer mache die Anpassung einer ursprünglich fehlerfreien 
Verfügung  im  Wegweisungspunkt  an  eine  nachträglich  eingetretene 
Veränderung  der  Sachlage  in  Form  gesundheitlicher  Beschwerden 
geltend,

dass diese jedoch keine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers 
begründeten und folglich nicht zur Unzumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzuges aus medizinischen Gründen führen könnten,

dass  das  BFM  wie  auch  das  Bundesverwaltungsgericht  im  ordent-
lichen Asylverfahren übereinstimmend zum Schluss gelangt seien, die 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  insbesondere  zu  seiner  bio-
grafischen und familiären Situation und zu seinen Lebensbedingungen 

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seien  nicht  glaubhaft,  weshalb  somit  auch  die  geltend  gemachten 
gesundheitlichen  Beschwerden  ihre  Ursache  nicht  darin  haben 
könnten,

dass  ferner  in  Burundi  qualifizierte  medizinische  Strukturen  zur  Be-
handlung  mentaler  Erkrankungen  bestünden  und  der  Beschwerde-
führer diese, obwohl nicht schweizerisches Niveau erreichend, in zu-
mutbarer Weise beanspruchen könne, zumal von einem bestehenden 
familiären und verwandtschaftlichen Beziehungsnetz auszugehen sei,

dass  im  Übrigen  ein  unausweichlich  bevorstehender  Wegweisungs-
vollzug  bei  einer  Vielzahl  asylsuchender  Personen  zu  Ängsten  und 
psychischem  Druck  führen  könne,  welche  ebenso  als  Druckmittel 
gegen behördliche Vollzugsmassnahmen eingesetzt würden,

dass solchen jedoch erst Relevanz zukäme, wenn damit eine konkrete 
Gefährdung verbunden sei, was beim Beschwerdeführer aber zu ver-
neinen sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe an das Bundesverwaltungs-
gericht vom 1. Februar und Ergänzung vom 3. März 2010 Beschwerde 
gegen  diese  Verfügung  erhob  und  darin  die  Aufhebung  des  an-
gefochtenen  Entscheides,  die  Rückweisung  der  Sache  an  die  Vor-
instanz,  eventualiter  die  Feststellung  der  Unzumutbarkeit  des  Weg-
weisungsvollzuges  sowie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  die  An-
ordnung vollzugshemmender vorsorglicher Massnahmen beantragt,

dass er in der Begründung zunächst seine mit beziehungsweise nach 
dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  19.  Februar  2009 
aufgetretene  beziehungsweise  sichtbar  gewordene  und  mittels  Arzt-
bericht  vom  8.  Januar  2010  dokumentierte  schwere  psychische  Er-
krankung  mit  Chronifizierungstendenz  bekräftigt  und  eine  unvoll-
ständige und unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts durch das BFM rügt,

dass dessen sachfremde Abstützung auf die im ordentlichen Asylver-
fahren  erkannte  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  und  die  darauf 
basierte  Erkenntnis,  wonach die  Ursachen der  gesundheitlichen Be-
einträchtigungen somit anderswo liegen müssten, das blosse Faktum 
der  Existenz  eines  desolaten  und  dringend  behandlungsbedürftigen 
psychischen Zustandes ignoriere,

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dass das BFM ferner in rechtsverletzender Weise die beantragte Ein-
holung des zwingend erforderlichen ausführlichen psychiatrischen Be-
richts abgelehnt habe,

dass  sodann  die  vom BFM  festgestellte  und  qualifizierte  Behandel-
barkeit  der  Erkrankung  des  Beschwerdeführers  in  Burundi  der  ge-
botenen einzelfallspezifischen Betrachtungsweise nicht gerecht werde, 
und eine solche Erkenntnis jedenfalls eines vorgängig behördlich ein-
zuholenden  beziehungsweise  mittels  Fristansetzung  einzufordernden 
ausführlichen  psychiatrischen  Berichts  im  Sinne  eines  Sachver-
ständigengutachtens bedürfe,

dass das BFM jedoch auf  den betreffenden und auf  Art. 12  und 19 
VwVG sowie Art. 57 ff. BZP gestützten Antrag gar nicht eingegangen 
sei  und dadurch den Anspruch auf  rechtliches Gehör verletze sowie 
den Sachverhalt unvollständig und unrichtig feststelle,

dass  diese  Rechtsverletzungen  jedenfalls  nicht  mit  dem  Argument 
unglaubhafter oder asylirrelevanter Asylvorbringen hinfällig würden,

dass  sich  somit  die  Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz  auf-
dränge, andernfalls ein ausführlicher psychiatrischer Bericht durch das 
Bundesverwaltungsgericht einzuholen sei, oder das Gericht ihm jeden-
falls  eine  angemessene  Frist  zur  Einholung  eines  solchen  Berichts 
einzuräumen habe,

dass nach Vorliegen dieses Berichts weitere Ausführungen zur Frage 
der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in Aussicht stünden,

dass der Beschwerdeführer abschliessend erneut auf die massive Ge-
fährdung seines Gesundheitszustandes im Falle eines Wegweisungs-
vollzuges  oder  entsprechender  Vorbereitungsmassnahmen  aufmerk-
sam macht,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit vorsorglicher Massnahme vom 
3. Februar 2010 den Vollzug der Wegweisung mangels Aktenbesitzes 
und  in  Anbetracht  der  noch  laufenden  30-tägigen  Beschwerdefrist 
einstweilen ausgesetzt hat,

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und zieht in Erwägung:

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG, 
SR 142.31] i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass vorliegend der angefochtene Entscheid, mit welchem das Gesuch 
um  Wiedererwägung  der  ursprünglichen  Verfügung  des  BFM  vom 
22. Januar 2010 abgewiesen wurde, eine Verfügung des BFM im Be-
reich des Asyls darstellt,  die  mit  Beschwerde an das letztinstanzlich 
zuständige Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden kann,

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 105 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass nach Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101; zur Weiter-
geltung der unter  Art. 4 aBV entwickelten Rechtsprechung des Bun-
desgerichts vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 137) ein verfassungsmässiger 
Anspruch  auf  Wiedererwägung  besteht,  wenn  erhebliche  Tatsachen 
oder Beweismittel geltend gemacht werden, die im früheren Verfahren 
nicht bekannt waren oder damals noch nicht eingebracht werden konn-
ten, oder wenn sich die Umstände seit der letzten Beurteilung wesent-
lich  geändert  haben  und  mithin  der  ursprüngliche  (fehlerfreie)  Ent-
scheid  an  nachträglich  eingetretene  Veränderungen  der  Sach-  oder 
Rechtslage  anzupassen  ist  (vgl.  EMARK  2003  Nr.  7  E. 1  S. 42 f.; 
BGE 124 II 1  E. 3a  S. 6,  120 Ib 42  E. 2b  S. 46,  113 Ia 146  E. 3a 
S. 150 ff.),

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dass Revisionsgründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 VwVG zu einer Wie-
dererwägung  führen  können,  wenn  eine  unangefochten  gebliebene, 
formell rechtskräftig gewordene Verfügung vorliegt (vgl. EMARK 2003 
Nr. 17 E. 2a S. 103 f.) oder, wenn zwar vorgängig ein Rechtsmittel er-
griffen worden ist, die Revisionsgründe sich jedoch nicht auf das Zu-
standekommen des im betreffenden Beschwerdeverfahren ergangenen 
Prozessurteils  des  Bundesverwaltungsgerichts,  sondern  auf  die  mit 
Beschwerde angefochtene Verfügung des Bundesamtes beziehen (vgl. 
EMARK 1998 Nr. 8 E. 3 S. 53 f.),

dass  der  Beschwerdeführer  ausdrücklich  und  unbestrittenerweise 
neue  erhebliche  Tatsachen  und  Beweismittel  in  dem  Sinne  geltend 
macht, dass sie behauptungsgemäss eine seit der letzten Beurteilung 
wesentlich  veränderte  Sach-  oder  Rechtslage begründen und mithin 
zu  einer  Anpassung  der  ursprünglich  fehlerfreien  Verfügung  führen 
müssten,

dass der Beschwerdeführer somit  die Eingabe vom 15. Januar 2010 
zutreffend  als  Wiedererwägungsgesuch  betitelt  und  das  BFM  sie 
ebenso zutreffend als solches anhand genommen hat, zumal das Ge-
such auch keine revisionsrelevanten Qualifikationsmerkmale aufweist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 

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Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  das  BFM  nach  vollständiger  und  richtiger  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  in  überzeugenden,  gesetzes-  und 
praxiskonformen  Erwägungen  zur  Erkenntnis  gelangt  ist,  es  lägen 
weder neue erhebliche medizinische noch andere Umstände vor, die 
eine  seit  dem Urteil  des  Bundesverwaltungsgericht  vom 19. Februar 
2009  wesentlich  veränderte  Sachlage  begründeten  und  mithin  eine 
Anpassung der  ursprünglich  fehlerfreien  Verfügung  vom 24. Oktober 
2007 im Sinne der Gewährung einer vorläufigen Aufnahme erforderlich 
machten,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  diese  Erwägungen 
vollumfänglich verwiesen werden kann, darin nach Prüfung der Akten 
kein Beanstandungspotenzial  zu erblicken ist  und der  Inhalt  der  Be-
schwerde die vorinstanzlichen Erkenntnisse offensichtlich nicht umzu-
stossen vermag,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  zunächst  den  als  Beweismittel 
eingereichten psychiatrieärztlichen Bericht vom 8. Januar 2010 für sich 
besehen  als  medizinwissenschaftlich  schlüssig,  nachvollziehbar  und 
vollständig qualifiziert und keine zwingende Veranlassung sieht, diesen 
im  Hinblick  auf  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Wiedererwägungs-
sache durch einen ausführlicheren Bericht ergänzen oder gar ersetzen 
zu lassen, weshalb diesbezüglich auch keine ungenügende oder un-
richtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz zu erkennen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  rund  neun  Monate  vor  Einreichung  des 
Wiedererwägungsgesuchs  im  Hinblick  auf  die  Verfassung  eines 
solchen einen professionellen Rechtsvertreter mandatierte, und es ihm 
seither  in  keinem  Zeitpunkt  verwehrt  war,  aus  eigener  Initiative  ein 
Gutachten in der  aus seiner  Sicht  gewünschten Art  und Qualität  er-
stellen zu lassen, zumal er gemäss Art. 8 AsylG einer weitreichenden 
und ihm hinlänglich bekannten Mitwirkungspflicht untersteht,

dass  diesem  Umstand  in  einem  Wiedererwägungsverfahren  umso 
mehr Gewicht beizumessen ist, da an  die Begründung ausserordent-
licher Rechtsmittel – im Vergleich zum ordentlichen Rekursverfahren – 
erhöhte Anforderungen insbesondere auch an den Substanziierungs-
grad  und  die  Justiziabilität  beziehungsweise  Spruchreife  der  Ge-
suchseingabe zu stellen sind, 

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dass der Beschwerdeführer somit im vorliegenden Fall weder aus dem 
Gesetz  noch aus der  Praxis  einen Anspruch auf  entsprechende be-
hördliche Beweismassnahmen oder gar auf Einräumung einer Frist zur 
parteiseitigen Beweismittelbeschaffung ableiten kann,

dass das BFM zwar den betreffenden Beweisantrag des Beschwerde-
führers nicht explizit  mittels Dispositiv in einer (Zwischen-) Verfügung 
formell behandelt hat, die faktische Ablehnung aber in aller Deutlich-
keit  zumindest implizit  aus der angefochtenen Verfügung hervorgeht, 
welchen  Umstand  der  Beschwerdeführer  im  Übrigen  in  seiner  Be-
schwerde  selber  einräumt  (vgl.  Beschwerde  vom  1.  Februar  2010 
Bst. B Art. 4 in fine), und somit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
nicht  ersichtlich  ist  (vgl.  im  Übrigen  das  denselben  Rechtsvertreter 
betreffende  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D-7882/2009  vom 
4. Februar 2010 S. 11 f.),

dass im Weiteren dem Beschwerdeführer in seiner Argumentation  in-
soweit zuzustimmen ist, als die Tatsache des Bestehens eines konkret 
und ernsthaft gefährdungsbegründenden und in der Heimat nicht an-
gemessen  behandelbaren  Gesundheitszustandes  zur  Annahme  der 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  reichen  muss,  und  zwar 
weitgehend  unbesehen  der  Ursache  der  gesundheitlichen  Beein-
trächtigung,

dass indessen die fachärztlich diagnostizierte (...) per se nicht genügt, 
um  eine  medizinisch  begründete  konkrete  und  ernsthafte  Ge-
fährdungssituation  für  den  Fall  eines  Wegweisungsvollzuges  anzu-
nehmen, wogegen es sich bei den augenfällig überzeichneten Selbst-
einschätzungen  des  Beschwerdeführers  („schwere  psychische  Er-
krankung“, „desolater psychischer Zustand“, „Gefahr für sein Leben“, 
„dringend  indizierte  Behandlungsnotwendigkeit“)  um  eine  Gravität 
handelt, die mit der Fachdiagnose offensichtlich nicht übereinstimmt,

dass  sich  zudem  die  involvierten  Fachärzte  bei  ihrer  Beurteilung 
hauptsächlich und unbestrittenerweise auf den vom Beschwerdeführer 
behaupteten  biografischen  und  familiären  Hintergrund  sowie  die  an-
geblich traumaverursachende Tötung seiner Mutter abstützen, welche 
Sachverhaltselemente jedoch in einem rechtskräftig abgeschlossenen 
Verfahren als klar unglaubhaft erkannt wurden, weshalb die Diagnose 
und  die  prognostizierte  Chronifizierungstendenz  trotz  wissenschaft-
licher  Schlüssigkeit  des  Arztberichts  erheblich  zu  relativieren  sind, 
zumal der Beschwerdeführer unwahre Angaben zu seinem familiären 

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und biografischen Hintergrund macht und dadurch eine medizinische 
Ursachenforschung und verlässliche Anamnese verunmöglicht,

dass  in  diesem  Zusammenhang  klarzustellen  ist,  dass  ein  Wieder-
erwägungsverfahren nicht  dazu dienen darf, die Verbindlichkeit eines 
Verwaltungsentscheides  fortlaufend in  Frage zu stellen  (vgl.  EMARK 
2003 Nr. 17 E. 2b S. 104),

dass,  wie  vom  BFM  bereits  zutreffend  erkannt,  ein  unausweichlich 
bevorstehender Wegweisungsvollzug bei einer Vielzahl asylsuchender 
Personen zu Ängsten und psychischem Druck führen kann,

dass jedoch psychischen Beeinträchtigungen,  wie  allfällige  Suizidali-
tät, die im direkten Zusammenhang mit einer bevorstehenden Ausreise 
beziehungsweise mit darauf gerichteten Vollzugsmassnahmen stehen, 
im  Bedarfsfall  und  bei  Mitwirkungsbereitschaft  des  Betroffenen  mit 
geeigneten  fachärztlichen  und  betreuerischen  Vorbereitungsmass-
nahmen, nicht aber mit einer vorläufigen Aufnahme zu begegnen wäre,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  das  BFM  das 
Wiedererwägungsgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Beschwerde  daher abzuweisen ist und es sich erübrigt, auf 
ihren Inhalt und die gestellten Anträge näher einzugehen oder weitere 
Beschwerdeergänzungen abzuwarten,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  mittels  beiliegendem  Einzahlungsschein 
innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse 
zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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