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**Case Identifier:** 38aeaf57-6242-5401-b99c-c41614ac9bfa
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.07.2014 810 2014 36 (810 14 36)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-36_2014-07-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. Juli 2014 (810 14 36) 

___________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 

 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Beat Walther, 

Markus Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl,  
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
 

  
Betreff Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 126 vom 28. Januar 2014) 
 
 
 
A. A.____, geboren 1973, ist Staatsangehöriger der Republik Kamerun, wo er am 
25. Oktober 2008 die in der Schweiz niedergelassene und in Allschwil wohnhafte deutsche 
Staatsbürgerin B.____ heiratete. Er reiste am 27. April 2009 im Rahmen des Familiennachzugs 
zu seiner Ehefrau in die Schweiz ein und erhielt eine bis zum 26. April 2014 gültige Aufenthalts-
bewilligung EG/EFTA. Im Oktober 2011 trennten sich die Ehegatten. 

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B. Mit Verfügung vom 9. September 2013 widerrief das Amt für Migration Basel-
Landschaft (AfM) die Aufenthaltsbewilligung von A.____ und ordnete seine Wegweisung aus 
der Schweiz an. Dagegen erhob er am 20. September 2013 Beschwerde beim Regierungsrat 
des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). 
 
C. Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 0126 vom 28. Januar 2014 bestätigte der Re-
gierungsrat die Verfügung des AfM und wies die Beschwerde ab. In seiner Begründung führte 
der Regierungsrat zusammenfassend aus, A.____ könne sich als Ehemann einer deutschen 
Staatsangehörigen grundsätzlich auf das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und 
der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten berufen. Allerdings sei seine Ehe als 
definitiv gescheitert zu betrachten, weshalb der ursprüngliche Zweck des Aufenthalts dahinge-
fallen und der Widerruf der Bewilligung zulässig sei. Aus der innerstaatlichen Ausländerrechts-
gesetzgebung könne der Beschwerdeführer ebenfalls keinen Aufenthaltsanspruch ableiten, da 
die Ehegemeinschaft in der Schweiz weniger als drei Jahre gedauert habe und auch keine 
wichtigen persönlichen Gründe für eine weitere Bewilligung des Aufenthalts vorlägen. Sodann 
habe die Vorinstanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausgeübt und die angefochtene Verfügung 
erweise sich als verhältnismässig. Der Regierungsrat verneinte überdies das Vorliegen eines 
Härtefalls. 
 
D. Gegen den Beschluss des Regierungsrats erhob A.____, vertreten durch Nicolas 
Roulet, Advokat, am 4. Februar 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragt, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin der Aufenthalt im Kanton Basel-Landschaft 
zu bewilligen; eventualiter sei die Angelegenheit zur neuen Entscheidung im Sinn der Erwägun-
gen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen, even-
tualiter sei ihm die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen. Er macht 
zur Begründung im Wesentlichen geltend, als Familienangehöriger einer deutschen Staatsbür-
gerin habe er einen freizügigkeitsrechtlichen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilli-
gung, da er weiterhin verheiratet sei und gemäss der für die Schweiz verbindlichen und un-
längst bestätigten Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes einzig auf die formelle 
Existenz der Ehe abzustellen sei. Solange nicht die Scheidung ausgesprochen sei, könne sich 
ein Ehegatte trotz des Getrenntlebens auf das Aufenthaltsrecht berufen. Im Sinne einer Even-
tualbegründung stehe ihm im Übrigen auch aufgrund seiner seit November 2012 bestehenden 
neuen Beziehung zur einer Schweizer Bürgerin ein eigenständiger Anspruch auf Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung zu. 
 
E. In seiner Vernehmlassung vom 2. April 2014 verweist der Regierungsrat haupt-
sächlich auf die im angefochtenen Entscheid zitierte Praxis des Bundesgerichts und beantragt, 
die Beschwerde sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen. 
 
F. Mit Verfügung vom 23. Mai 2014 wurde der Fall der Kammer zu Beurteilung überwie-
sen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewil-
ligt. 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Demnach ist 
das Kantonsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zustän-
dig. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdi-
ges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, 
sodass auf die Beschwerde eingetreten werden kann.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen - untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu 
Recht erfolgten. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und Art. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet in 
den Fällen nach Art. 18 ff. und 27 ff. AuG - im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Ver-
träge mit dem Ausland - nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit 
oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilli-
gung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völker-
rechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER UEBERSAX in: Peter 
Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 
2009, Rz. 7.84 ff.). 
 
4.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und der Republik Kamerun kei-
ne staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf 
Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
4.3.1 Gemäss Art. 7 lit. d des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten 
andererseits über die Freizügigkeit (FZA) i.V.m. Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA haben Familienan-
gehörige einer Person, die Staatsangehörige einer Vertragspartei ist und ein Aufenthaltsrecht 
hat, das Recht, bei dieser Person Wohnung zu nehmen. Der Ehegatte gilt ungeachtet seiner 
Staatsangehörigkeit als Familienangehöriger (Art. 3 Abs. 2 lit. a Anhang I FZA). Der Beschwer-

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deführer hat als Ehegatte einer EU-Bürgerin, die in der Schweiz ein Aufenthaltsrecht hat, somit 
grundsätzlich einen (abgeleiteten) staatsvertraglichen Anspruch auf die Belassung bzw. Verlän-
gerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Der Anspruch aus dem FZA besteht während der ganzen 
Dauer des formellen Bestandes der Ehe, ohne dass die Ehegatten zwingend dauernd im ge-
meinsamen Haushalt zusammenleben müssen (vgl. BGE 130 II 113 E. 8; Urteil des EuGH C-
267/83 vom 13. Februar 1985 i.S. Diatta). Art. 3 des Anhangs I FZA spricht jedoch ausdrücklich 
davon, dass die Familienangehörigen einer Person, die Staatsangehörige einer Vertragspartei 
ist, das Recht haben, "bei ihr Wohnung zu nehmen", was ein minimales Zusammenleben bzw. 
eine minimale eheliche Verbundenheit voraussetzt (Urteil des BGer 2C_494/2013 vom 2. Juni 
2013 E. 3.3.1). Die Geltendmachung dieses Rechts steht ausserdem unter dem Vorbehalt des 
Rechtsmissbrauchs. Als allgemeiner Grundsatz der schweizerischen Rechtsordnung bean-
sprucht das Verbot auch im öffentlichen Recht ohne ausdrückliche Normierung allgemeine Gel-
tung und untersagt namentlich die zweckwidrige Verwendung eines Rechtsinstituts zur Verwirk-
lichung von Interessen, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (vgl. BGE 131 V 97 
E. 4.3.1; BGE 121 II 5 E. 3a; THOMAS GÄCHTER, Rechtsmissbrauch im öffentlichen Recht, Zü-
rich 2005, S. 175, spezifisch für das Ausländerrecht S. 342 ff.). Fehlt der Wille zur Gemein-
schaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu, die ausländerrechtlichen 
Zulassungsvorschriften zu umgehen, fällt der freizügigkeitsrechtliche Anspruch demnach dahin 
(BGE 139 II 393 E. 2.1; BGE 130 II 113 E. 9; Urteil des BGer 2C_347/2013 vom 1. Mai 2013 
E. 3.1; HANSJÖRG SEILER, Einfluss des europäischen Rechts und der europäischen Rechtspre-
chung auf die schweizerische Rechtspflege, ZBJV 2014, S. 285; PETER UEBERSAX, Der 
Rechtsmissbrauch im Ausländerrecht, unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts, in: Alberto Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 2005/2006, Bern 
2006, S. 12 f. [zit. Rechtsmissbrauch]). 
 
4.3.2 Im vorliegenden Fall hielt das AfM in seiner Verfügung vom 9. September 2013 fest, 
dass nach der langen Trennungszeit und den Angaben der Ehefrau von einem definitiven 
Scheitern der Ehe auszugehen sei. Diese Darstellung wurde vom Beschwerdeführer im vor-
instanzlichen Verfahren "weitestgehend nicht bestritten" (vgl. Beschwerdebegründung vom 
14. November 2013, S. 2). Auch vor Kantonsgericht stellt er nicht in Abrede, dass die eheliche 
Verbundenheit zu seiner Ehefrau in seelischer, emotionaler, sozialer und wirtschaftlicher Hin-
sicht längst nicht mehr besteht. Dass es ihm offensichtlich an einem Ehewillen fehlt, zeigt sich 
im Umstand, dass er im Jahr 2012 eine neue Beziehung zu einer Schweizer Bürgerin einge-
gangen ist. Gemäss seinen diesbezüglichen Ausführungen hat sich diese Beziehung soweit 
verfestigt, dass sie vom Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens 
erfasst werde. Objektiv betrachtet beruft sich der Beschwerdeführer somit offenkundig auf eine 
inhaltsleer gewordene, nur noch formell bestehende Ehe, um sein Anwesenheitsrecht in der 
Schweiz zu sichern. Nach der oben dargelegten Praxis des Bundesgerichts findet die miss-
bräuchliche Berufung auf eine Ehe zur Erwirkung einer Aufenthaltsbewilligung indes keinen 
Schutz. 
 
4.3.3 Der Beschwerdeführer kritisiert die bundesgerichtliche Praxis, die sich in unzulässiger 
Weise einer Umsetzung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes verweigere. Die 
vor der Unterzeichnung des Freizügigkeitsabkommens entwickelte Diatta-Rechtsprechung des 

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EuGH sei gemäss Art. 16 Abs. 2 FZA für die Schweiz verbindlich. Seit dem bundesgerichtlichen 
Leitentscheid BGE 130 II 113 aus dem Jahr 2003 habe der EuGH seine diesbezügliche Praxis 
wiederholt bestätigt. In seinem neueren Entscheid C-40/11 vom 8. November 2012 i.S. Iida ha-
be der Gerichtshof ein weiteres Mal klar festgehalten, dass eine formell bestehende Ehe als 
einzige Anspruchsvoraussetzung für das Aufenthaltsrecht genüge. Solange nicht die Scheidung 
von der zuständigen Stelle ausgesprochen worden sei, könne sich der Ehegatte trotz Getrennt-
lebens auf das Aufenthaltsrecht berufen. Da sich das Bundesgericht bislang nicht mit diesem 
neueren Urteil befasst habe, sei die auf BGE 130 II 113 beruhende Rechtsprechung nicht 
(mehr) aussagekräftig. 
 
4.3.4 Einleitend ist präzisierend festzuhalten, dass zu unterscheiden ist zwischen der Frage-
stellung, ob nach der staatsvertraglichen Norm ein freizügigkeitsrechtlicher Anspruch besteht, 
und der bejahendenfalls nachgelagerten Problematik, ob dieser Anspruch in missbräuchlicher 
Weise geltend gemacht wird und deshalb entfällt. So hat die Vorinstanz entgegen der Darstel-
lung in der Beschwerdeschrift - wie im Übrigen vorliegend auch das Kantonsgericht - nicht den 
grundsätzlichen Aufenthaltsanspruch als solchen verneint, sondern diesem unter Berufung auf 
das Rechtsmissbrauchsverbot den Rechtsschutz versagt. Der Beschwerdeführer übersieht in 
diesem Zusammenhang ebenfalls, dass das Bundesgericht in BGE 130 II 113 die Diatta-Recht-
sprechung des EuGH ausdrücklich übernommen hat (vgl. SEILER, a.a.O., S. 285 f.). Das Gericht 
führte unter Verweis auf das genannte Urteil aus, dass von ihren Partnern getrennt lebende 
nachgezogene Ehegatten von Gemeinschaftsbürgern während der ganzen formellen Dauer 
ihrer Ehe ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz besässen (BGE 130 II 113 E. 8). Es erwog nach 
einer eingehenden Analyse der Rechtsprechung des EuGH weiter, das Verbot des Rechts-
missbrauchs habe in der Praxis des Gerichtshofes faktisch den Rang eines allgemeinen 
Rechtsprinzips in der Europäischen Gemeinschaft erlangt (E. 9.1). Von daher fügte es eine 
Präzisierung im Zusammenhang mit der Tragweite des Entscheids Diatta an: Die Heirat als 
formelles Kriterium verschaffe zwar grundsätzlich ein Aufenthaltsrecht für den Ehegatten des 
Gemeinschaftsarbeitnehmers. Der EuGH gehe aber nicht soweit, auch die offenbar miss-
bräuchliche Anrufung dieses Rechts zu decken, zumindest was die Scheinehe betreffe (E. 9.3). 
Diese bundesgerichtlichen Erwägungen haben entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 
nichts von ihrer Aktualität verloren. Auch nach der seither ergangenen ständigen Rechtspre-
chung des Europäischen Gerichtshofes ist die wahrheitswidrige oder missbräuchliche Berufung 
auf die Normen des Unionsrechts (früher: Gemeinschaftsrechts) nicht gestattet und die nationa-
len Gerichte können im Einzelfall das missbräuchliche oder betrügerische Verhalten der Be-
troffenen auf der Grundlage objektiver Umstände berücksichtigen, um ihnen gegebenenfalls 
den Vorteil aus den geltend gemachten Bestimmungen des Unionsrechts zu versagen (vgl. u.a. 
Urteile des EuGH C-58/13 und C-59/13 vom 17. Juli 2014 i.S. Torresi, Rz. 42; Urteil des EuGH 
C-155/13 vom 13. März 2014 i.S. SICES, Rz. 29; Urteil des EuGH C-303/08 vom 22. Dezember 
2010 i.S. Bozkurt, Rz. 47; Urteil des EuGH C-16/05 vom 20. September 2007 i.S. Tum und 
Dari, Rz. 64; Urteil des EuGH C-255/02 vom 21. Februar 2006 i.S. Halifax, Rz. 68). In dieser 
Hinsicht von Bedeutung ist vorliegend ebenfalls die (für die Schweiz grundsätzlich nicht mass-
gebende [vgl. dazu unten E. 4.4]) Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des 
Rates (Unionsbürgerrichtlinie) vom 29. April 2004 über das Recht der Unionsbürger und ihrer 
Familienangehörigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhal-

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ten (ABl. EU vom 29. Juni 2004, Nr. L 229, S. 35). Art. 35 der Unionsbürgerrichtlinie erlaubt es 
den Mitgliedstaaten explizit, Massnahmen zu erlassen, die notwendig sind, um die durch diese 
Richtlinie verliehenen Rechte im Falle von Rechtsmissbrauch oder Betrug - wie z.B. durch Ein-
gehung von Scheinehen - zu verweigern, aufzuheben oder zu widerrufen. Unionsrechtlich wer-
den blosse Scheinbeziehungen somit nicht geschützt (vgl. THOMAS HUGI YAR, "Bis dass der Tod 
Euch scheidet" - Übersicht über die migrationsrechtlichen Folgen in Krisensituationen, Jusletter 
vom 17. März 2014, Rz. 2). Aus dem Ausgeführten kann - entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers - ohne Weiteres geschlossen werden, dass die Berufung auf eine formelle Ehe 
zur Erlangung eines daraus abgeleiteten Aufenthaltsrechts nach dem geltenden Recht der Eu-
ropäischen Union von den nationalen Gerichten im Einzelfall sehr wohl als missbräuchlich be-
wertet werden darf. Der Beschwerdeführer beschränkt sich in diesem Zusammenhang darauf, 
zu unterstreichen, dass keine Indizien für eine Scheinehe vorlägen. Die diesbezüglichen Aus-
führungen gehen allerdings weitgehend an der Sache vorbei, denn keine der Vorinstanzen hat 
ihm vorgeworfen, eine Scheinehe eingegangen zu sein. Aber selbst wenn keine Scheinehe vor-
liegt, so kann das Festhalten an einer Ehe immer noch missbräuchlich sein (UEBERSAX, 
Rechtsmissbrauch, a.a.O., S. 11). Der Beschwerdeführer äussert sich jedoch nicht substantiiert 
zu letzterem Punkt. Er führt nicht aus und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Berufung 
auf eine formell bestehende Ehe zu einer Unionsbürgerin, um in der Schweiz eine Beziehung 
zu einer (nicht verwandten) Drittperson leben zu können, vom Zweck des freizügigkeitsrechtli-
chen Familiennachzugs erfasst und deshalb nicht offenbar rechtsmissbräuchlich sein sollte. 
 
Des Weiteren lässt der Beschwerdeführer mit seiner Argumentation ausser Acht, dass das 
Bundesgericht seine vorliegend als nicht (mehr) aktuell kritisierte Rechtsprechung erst im ver-
gangenen Jahr in einem weiteren Leitentscheid (BGE 139 II 393) noch einmal ausdrücklich be-
kräftigt hat. 
 
Ferner geht der Verweis des Beschwerdeführers auf das Urteil des EuGH C‑40/11 vom 
8. November 2012 i.S. Iida in verschiedener Hinsicht fehl. Zunächst beachtet der Beschwerde-
führer nicht, dass der angeführte Entscheid im Vorabentscheidungsverfahren ergangen ist. Das 
Vorabentscheidungsverfahren ist ein besonderes Instrument der gerichtlichen Zusammenarbeit 
mit dem Ziel, eine einheitliche Anwendung des Unionsrechts zu erreichen, ohne dass die Auto-
nomie der verschiedenen nationalen Gerichte eingeschränkt zu werden braucht. Seinem We-
sen nach handelt es sich beim Vorabentscheidungsverfahren nicht um ein klassisches kontra-
diktorisches Verfahren zur Entscheidung eines Rechtsstreits, sondern um ein Zwischenverfah-
ren, welches einen Teilausschnitt des vor dem nationalen Gericht anhängigen Gesamtverfah-
rens bildet. Ziel des Vorabentscheidungsverfahrens ist nicht die materielle Prüfung eines Klage- 
resp. Beschwerdebegehrens, sondern die Beantwortung der Rechtsfrage eines nationalen Ge-
richts (WALTER FRENZ, Handbuch Europarecht, Band 5, Berlin 2010, Rz. 3241). Das nationale 
Gericht ersucht dazu den Gerichtshof um Beantwortung einer für die Entscheidung in dem kon-
kreten Rechtsstreit relevanten Frage zum Unionsrecht. Allein diese konkrete Frage stellt den 
Gegenstand des Vorabentscheidungsersuchens dar, über die zeitlich und materiell getrennt 
vom Endurteil des nationalen Gerichts durch den EuGH entschieden wird (ANDREAS MIDDEKE, 
in: Hans-Werner Rengeling/Andreas Middeke/Martin Gellermann [Hrsg.], Handbuch des 
Rechtsschutzes in der Europäischen Union, 3. Aufl., München 2014, § 10 Rz. 11). Vorlagege-

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genstand können deshalb einzig abstrakte Fragen nach der Auslegung oder Gültigkeit von Uni-
onsrecht bilden. Der EuGH ist bei der Beantwortung spiegelbildlich nur berechtigt, die Bedeu-
tung und Tragweite der vorgelegten Norm abstrakt, mithin losgelöst von der konkreten Fallge-
staltung zu klären und dem nationalen Gericht zu erläutern (MIDDEKE, a.a.O., § 10 Rz. 40 f.). Im 
vom Beschwerdeführer zitierten Entscheid Iida legte der Verwaltungsgerichtshof Baden-
Württemberg zusammengefasst die Frage vor, ob das Recht der Europäischen Union für einen 
sorgeberechtigten drittstaatsangehörigen Elternteil ein Verbleiberecht im Herkunftsmitgliedstaat 
seines Unionsbürgerkindes vorsieht, wenn das Kind zusammen mit dem anderen Elternteil in 
Ausübung des Freizügigkeitsrechts von dort in einen anderen Mitgliedstaat wegzieht (vgl. Urteil 
des EuGH C‑40/11 vom 8. November 2012 i.S. Iida Rz. 32 f.). Der Gerichtshof hatte sich auf-
grund dieser Fragestellung somit von Vornherein nicht dazu zu äussern, ob der Kläger des 
Ausgangsverfahrens die Vorschriften der Unionsbürgerrichtlinie allenfalls in rechtsmissbräuchli-
cher Weise in Anspruch nahm. Im Urteil bezieht sich der Gerichtshof weiter nur kurz auf die 
Diatta-Rechtsprechung, indem er (vorfrageweise) festhält, dass die Ehe der Eltern Iida durch 
die zuständige Stelle nicht aufgelöst worden sei, so dass Herr Iida als Familienangehöriger sei-
ner Ehefrau im Sinne der Unionsbürgerrichtlinie angesehen werden könne (Rz. 57 ff.). Damit 
gibt der Gerichtshof lediglich seine langjährige Praxis wieder. Der Beschwerdeführer führt nicht 
aus und es ist nicht ersichtlich, weshalb die Berücksichtigung dieser Entscheidpassage in der 
vorliegenden Konstellation zu einem von der Bundesgerichtspraxis abweichenden Ergebnis 
führen sollte. Dazu kommt, dass der EuGH in der Folge zum Schluss kommt, dass der Dritt-
staatsangehörige in der vorgelegten Rechtslage kein von einem Unionsbürger abgeleitetes 
Aufenthaltsrecht beanspruchen könne (Rz. 82). Die Frage einer missbräuchlichen Berufung auf 
einen unionsrechtlichen Rechtsanspruch stellte sich somit von Vornherein nicht. Nach dem Ge-
sagten ist das besagte Urteil des EuGH in Sachen Iida für den vorliegenden Fall nicht einschlä-
gig. 
 
4.3.5 Den Argumenten des Beschwerdeführers kann aus den vorstehenden Gründen nicht 
gefolgt werden. Es besteht kein Anlass, um von der bundesgerichtlichen Praxis abzuweichen. 
Der Beschwerdeführer kann sich somit nicht auf die Familiennachzugsbestimmungen des FZA 
stützen, um die Belassung bzw. die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung zu erwirken. 
 
4.4 Der Beschwerdeführer beruft sich zudem auf das staatsvertragliche Verbleiberecht des 
nachgezogenen Ehegatten, welches ihm die Unionsbürgerrichtlinie zuerkenne. Das FZA ver-
pflichte die schweizerischen Gerichte, die gemäss der Unionsbürgerrichtlinie bestehenden 
Rechte der Familienangehörigen von freizügigkeitsberechtigten Personen zu wahren. 
 
Das Freizügigkeitsabkommen ist ein Staatsvertrag im klassischen Sinne. Die Schweiz hat sich 
darin verpflichtet, EU-rechtliche Regelungen über die Arbeitnehmerfreizügigkeit in einem detail-
liert ausgehandelten Bereich zu übernehmen. Soweit keine staatsvertragliche Vereinbarung 
besteht, sind neue EU-rechtliche Vorschriften in der Schweiz nicht massgebend. Dementspre-
chend ist die nach Unterzeichnung des FZA erlassene Unionsbürgerrichtlinie für die Schweiz 
nicht verbindlich, zumindest soweit sie Änderungen gegenüber dem vorherigen Rechtszustand 
mit sich bringt. Daran können nach der Rechtsprechung nur Rechtsfolgen anknüpfen, die dem 
Sinn und Geist des Freizügigkeitsabkommens entsprechen und diesem zu Grunde liegen. So 

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sind insbesondere mit der Unionsbürgerrichtlinie neu eingeführte Rechte - wie etwa das bedin-
gungslose Recht auf Daueraufenthalt nach ununterbrochenem fünfjährigem rechtmässigem 
Aufenthalt oder das vom Beschwerdeführer angerufene Recht auf Verbleib nach drei Jahren 
Ehe - für die Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 136 II 65 E. 4.2; Urteil des BGer 2C_487/2012 
vom 2. April 2013 E. 4.4.3; SEILER, a.a.O., S. 273; HUGI YAR, a.a.O., Rz. 5; MARC SPESCHA, in: 
Marc Spescha et al. [Hrsg], Kommentar Migrationsrecht, 3. Aufl., Zürich 2012, Art. 4 Anhang I 
FZA Rz. 2 ff.). Nur wenn die im Anhang des FZA aufgeführten Voraussetzungen eines Verblei-
berechts (vgl. Art. 4 Anhang I FZA und die Verordnung EWG Nr. 1251/70 vom 29. Juni 1970 
[ABl. EG vom 30. Juni 1970, Nr. L 142, S 24 ff.] sowie die Richtlinie 75/34/EWG vom 
17. Dezember 1974 [ABl. EG vom 20. Januar 1975, Nr. L 014, S. 10 ff.]) oder eines eigenstän-
digen Anwesenheitsrechts erfüllt sind, gilt freizügigkeitsrechtlich ein Aufenthaltsanspruch fort 
(BGE 139 II 393 E. 2.2; Urteil des BGer 2C_494/2013 vom 2. Juni 2013 E. 3.1; Urteil des BGer 
2C_65/2012 vom 22. März 2013 E. 2). Im vorliegenden Fall macht der Beschwerdeführer zu 
Recht nicht geltend, dass die Voraussetzungen des Verbleiberechts nach Art. 4 Anhang I FZA 
erfüllt sind oder dass ein eigenständiger freizügigkeitsrechtlicher Anwesenheitsanspruch in Fra-
ge kommt. Soweit er sich auf die Unionsbürgerrichtlinie beruft, so ist diese nach dem Gesagten 
nicht massgebend und er kann daraus keine Rechte zu seinen Gunsten ableiten. 
 
4.5 Des Weiteren macht der Beschwerdeführer einen Anwesenheitsanspruch aus der Eu-
ropäischen Menschenrechtskonvention geltend. 
 
4.5.1 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem 
inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienle-
bens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufent-
halt oder Verbleib in einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme 
zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufent-
haltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem 
Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Die Ga-
rantie der Achtung des Familienlebens kann somit dann verletzt sein, wenn einer ausländischen 
Person, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit 
das gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Recht-
sprechung zu Art. 8 EMRK müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehörigen das 
Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Aufent-
haltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zudem 
müssen diese Personen zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minder-
jährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihnen 
bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1d/aa). Der 
Beschwerdeführer führt keine tatsächliche und intakte Beziehung zu seiner in der Schweiz nie-
dergelassenen Ehefrau, so dass der grundrechtliche Schutzbereich in dieser Hinsicht nicht er-
öffnet ist. 
 

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4.5.2 In den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen auch nicht rechtlich begründete familiäre 
Verhältnisse, sofern eine genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht; 
entscheidend ist die Qualität des Familienlebens und nicht dessen rechtliche Begründung (BGE 
135 I 143 E. 3.1). Das Bundesgericht hat hieraus abgeleitet, dass sich aus einem Konkubinat 
ein Bewilligungsanspruch dann ergibt, wenn die partnerschaftliche Beziehung seit Langem 
eheähnlich gelebt wird oder konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit 
hindeuten. Die Beziehung der Konkubinatspartner muss bezüglich Art und Stabilität in ihrer 
Substanz einer Ehe gleichkommen. Dabei ist wesentlich, ob die Partner in einem gemeinsamen 
Haushalt leben; zudem ist der Natur und Länge ihrer Beziehung sowie ihrem Interesse und ihrer 
Bindung aneinander, etwa durch Kinder oder andere Umstände wie die Übernahme von wech-
selseitiger Verantwortung, Rechnung zu tragen (BGE 135 I 143 E. 3.1; Urteil des BGer 
2C_634/2011 vom 27. Juni 2012 E. 4.2.1). Diese Voraussetzungen sind in Bezug auf die erst 
seit rund eineinhalb Jahren dauernde Fernbeziehung des Beschwerdeführers zu seiner neuen, 
im Kanton Solothurn wohnhaften Partnerin entgegen seinem Dafürhalten offensichtlich nicht 
erfüllt. 
 
4.5.3 Der Schutzbereich des Rechtes auf Achtung des Privatlebens erfasst neben anderen 
Lebenssachverhalten auch den Schutz der während eines Aufenthalts geknüpften persönlichen, 
sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen ausserhalb des engeren familiären Umfeldes. Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann von derart engen Beziehungen indes nur bei 
Vorliegen einer überdurchschnittlichen, besonderen Integration gesprochen werden, d.h. wenn 
es sich um besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende, private Bindun-
gen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfa-
miliären oder ausserhäuslichen Bereich handelt. Ein langjähriger Aufenthalt in der Schweiz ge-
nügt nach bundesgerichtlicher Praxis für sich alleine noch nicht (BGE 130 II 281 E. 3.2.1; BGE 
120 Ib 16 E. 3b; ALBERTO ACHERMANN/MARTINA CARONI, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], a.a.O., Rz. 6.39). Der Beschwerdeführer lebt erst seit etwas über fünf Jahren in der 
Schweiz. Mit der pauschalen Behauptung in der Beschwerdebegründung, in der Schweiz Be-
ziehungen zur hiesigen Bevölkerung geknüpft zu haben, legt er nicht substantiiert dar, inwiefern 
er besonders intensive, über die normale Integration hinausgehende, private Bindungen in der 
Schweiz geknüpft hat. Solche aussergewöhnlichen Bindungen sind auch in den Akten nirgends 
ersichtlich. Der blosse Umstand, dass er seine Arbeitsstelle und die damit verbundenen wirt-
schaftlichen und sozialen Beziehungen zu verlieren droht, ist jedenfalls nicht geeignet, ihm ei-
nen Anspruch auf Anwesenheit im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK zu verschaffen (vgl. Urteil des 
BGer 2C_711/2011 vom 27. März 2012 E. 5.2). Soweit der Beschwerdeführer argumentiert, er 
verliere mit der drohenden Wegweisung die Möglichkeit, die bestehende Beziehung zu seiner 
Partnerin weiter zu vertiefen und neue freundschaftliche Kontakte zu knüpfen, so übersieht er, 
dass die EMRK kein Recht auf Aufenthalt in einem Vertragsstaat verschafft, um Beziehungen 
zu anderen Menschen zu begründen und bestehende Bekanntschaften zu pflegen. Entgegen 
seiner Auffassung verleiht sie ihm nicht die Wahlfreiheit, sein gesellschaftliches Leben an einem 
bestimmten Ort - etwa in der Schweiz - aufbauen und führen zu können (vgl. ZÜND/HUGI YAR, 
a.a.O., S. 4). 
 

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4.5.4 Somit kann der Beschwerdeführer auch aus dem grundrechtlichen Schutz des Privat- 
und Familienlebens keinen Rechtsanspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung 
ableiten. 
 
4.6 Fällt der freizügigkeitsrechtliche Bewilligungsanspruch wegen Beendigung der Ehege-
meinschaft dahin und kommt kein anderweitiger staatsvertraglicher Anspruch zum Tragen, so 
ist zu prüfen, ob gestützt auf Landesrecht aus selbständigem Grund die Aufenthaltsbewilligung 
erteilt werden kann (vgl. Art. 2 FZA; Urteil des BGer 2C_886/2011 vom 28. Februar 2012 
E. 4.1). Die Familiennachzugsbestimmungen des Ausländergesetzes (Art. 42 ff. AuG) sind für 
unter das FZA fallende Personengruppen grundsätzlich nicht anwendbar (Art. 2 Abs. 2 AuG). Ist 
faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft auszugehen, so besteht al-
lerdings nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ein Anspruch des unter dem FZA nachgezogenen Ehe-
gatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn die Ehegemeinschaft 
mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt. Eine (relevante) 
Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein ge-
genseitiger Ehewille besteht. Massgeblicher Zeitpunkt für die retrospektive Berechnung der 
Dauer der ehelichen Gemeinschaft ist gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der 
Regel die Aufgabe der Haushaltsgemeinschaft; demgegenüber ist nicht relevant, wie lange die 
Ehe nach Beendigung des Zusammenlebens formell noch bestanden hat oder besteht (BGE 
136 II 113 E. 3.2). Sodann ist einzig das Zusammenleben im Inland ausschlaggebend, die im 
Ausland gelebte Ehezeit wird somit an die Dreijahresfrist nicht angerechnet (BGE 137 II 345 
E. 3.1.3; BGE 136 II 113 E. 3.3). Im vorliegenden Fall dauerte die massgebende eheliche Ge-
meinschaft im Inland vom 27. April 2009 bis zum Oktober 2011 und damit rund zweieinhalb 
Jahre. Ein Anspruch auf Bewilligungsverlängerung unter dem Titel von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG 
besteht demnach infolge zu geringer Dauer der Ehegemeinschaft nicht. Wie es sich mit der ku-
mulativ zu erfüllenden weiteren Voraussetzung einer erfolgreichen Integration verhält, kann un-
ter diesen Umständen offen bleiben. 
 
4.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine auf die Famili-
ennachzugsbestimmungen des FZA gestützte Aufenthaltsbewilligung zufolge Aufgabe der Ehe-
gemeinschaft weggefallen sind. Über einen anderweitigen staatsvertraglichen oder landesrecht-
lichen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz verfügt der Beschwerdeführer nicht. 
 
5. Sind die Voraussetzungen für die von einer originär anwesenheitsberechtigten EU-
Bürgerin abgeleitete Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA mangels Fortdauerns der Ehegemein-
schaft nicht mehr erfüllt, so kann die Bewilligung gestützt auf Art. 23 Abs. 1 der Verordnung 
über die Einführung des freien Personenverkehrs (VEP) vom 22. Mai 2002 i.V.m. Art. 62 lit. d 
AuG widerrufen oder nicht (mehr) verlängert werden, da das Freizügigkeitsabkommen diesbe-
züglich keine eigenen abweichenden Bestimmungen enthält (vgl. Art. 2 Abs. 2 AuG; vgl. BGE 
139 II 393 E. 2.1; Urteil des BGer 2C_330/2014 vom 12. Juni 2014 E. 2.1; Urteil des BGer 
2C_13/2012 vom 8. Januar 2013 E. 2.1; Urteil des BGer 2A.569/2004 vom 7. Oktober 2004 
E. 2.2). Dazu bedarf es eines Ermessensentscheids, welcher nach den allgemeinen Grundsät-
zen pflichtgemäss und unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu treffen ist (vgl. 
ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., 

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Rz. 8.44; BENJAMIN SCHINDLER, in: Martina Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 96 Rz. 7). Im Rahmen 
ihrer Ermessensausübung haben die Behörden gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen 
Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration zu berücksichti-
gen. Im angefochtenen Entscheid vom 28. Januar 2014 hat der Regierungsrat, welchem volle 
Kognition im Bereich der Ermessensprüfung zukommt, diese Kriterien ausführlich geprüft, unter 
Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles beurteilt und seinen Entscheid nach-
vollziehbar begründet. Somit hat sich der Regierungsrat mit den in Frage stehenden Interessen 
auseinandergesetzt und sein Ermessen pflichtgemäss ausgeübt. Eine Überschreitung, Unter-
schreitung oder ein Missbrauch des Ermessens sind nicht erkennbar. Eine weitergehende in-
haltliche Angemessenheitskontrolle ist dem Kantonsgericht nicht gestattet (vgl. E. 2). Es ist 
demzufolge nicht zu beanstanden, dass es der Regierungsrat abgelehnt hat, dem Beschwerde-
führer die Aufenthaltsbewilligung ermessensweise zu belassen. 
 
6.1 In einem weiteren Schritt gilt es zu beurteilen, ob der Widerruf der Aufenthaltsbewilli-
gung und die damit verbundene Wegweisung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) gestützt auf eine 
umfassende Güterabwägung verhältnismässig erscheinen. Nach dem Grundsatz der Verhält-
nismässigkeit muss eine Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen Inte-
resse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in 
einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Privaten auferlegt werden 
(vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., 
Zürich 2010, Rz. 581 ff.). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung sind die bekannten Kri-
terien wie Dauer der Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz, berufliche Situation, 
Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten sowie Integrationsgrad zu berück-
sichtigen (vgl. Ziffer 8.3 der Weisungen des Bundesamts für Migration zum Ausländerbereich, 
Version vom 25. Oktober 2013; BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.). 
 
6.2 Es steht ausser Frage, dass eine Wegweisung für die Erreichung der fremdenpolizeili-
chen Ziele eine geeignete Massnahme ist. Ausländer, deren Aufenthaltszweck weggefallen ist, 
haben die Schweiz unter bestimmten Umständen zu verlassen. Dieses fremdenpolizeiliche Ziel 
kann auch nicht durch eine weniger einschneidende Massnahme erreicht werden. Es bleibt zu 
prüfen, ob die Massnahme als verhältnismässig im engeren Sinne zu qualifizieren ist, ob also 
der angestrebte im öffentlichen Interesse liegende Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu 
den Belastungen steht, die dem Beschwerdeführer mit der Wegweisung auferlegt werden. 
Diesbezüglich muss eine Interessenabwägung vorgenommen werden. 
 
Als zulässiges öffentliches Interesse fällt dabei grundsätzlich das Durchsetzen der Einwande-
rungspolitik in Betracht. Art. 121a BV sieht vor, dass die Schweiz die Zuwanderung eigenstän-
dig steuert und zahlenmässig begrenzt. Die Schweiz verfolgt dabei insbesondere gegenüber 
Ausländern ausserhalb des EU- und EFTA-Raums in Fragen der Aufenthaltsberechtigung eine 
restriktive Politik. Eine solche rechtfertigt sich im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwi-
schen schweizerischer und ausländischer Wohnbevölkerung, auf die Schaffung günstiger Rah-
menbedingungen für die Eingliederung der in der Schweiz bereits ansässigen Ausländer und 

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die Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst ausgeglichene Beschäfti-
gung (BGE 135 I 153 E. 2.2.1; BGE 135 I 143 E. 2.2). 
 
Das private Interesse am Verzicht auf den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung, auf das sich der 
Beschwerdeführer beruft, gründet im Wesentlichen auf dem Argument, dass er sich nach der 
gescheiterten Beziehung zu seiner Ehefrau in der Schweiz ein neues Leben aufbauen und die 
Beziehung zu seiner Schweizer Freundin nicht verlieren wolle. 
 
6.3 Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 27. April 2009 und damit erst seit mittler-
weile etwas über fünf Jahren in der Schweiz. Diese kurze Aufenthaltsdauer kann nicht ent-
scheidend zu seinen Gunsten ins Gewicht fallen. Dazu kommt, dass seine gesamte Familie im 
Ausland lebt, in der Schweiz verfügt er - mit Ausnahme der (Noch-)Ehefrau - über keinerlei ver-
wandtschaftliche Beziehungen. Er führt in der Schweiz zwar eine neue Beziehung, weiterge-
hende private Bindungen macht er nicht konkret geltend, es handelt sich dabei jedenfalls nicht 
um besonders tiefgehende, über die normale Integration hinausgehende, private Bindungen 
(vgl. oben E. 4.5.3). Der Beschwerdeführer hat sich weiter in der kurzen Zeit, in der er in der 
Schweiz lebt, klaglos verhalten und sich um eine Integration bemüht, dennoch kann weder be-
ruflich noch sozial von einer nennenswerten Verwurzelung gesprochen werden. In dieser Hin-
sicht ist anzumerken, dass er mehrere Deutschkurse besucht hat, dass aus den bei den Akten 
liegenden Kursbestätigungen aber auch ersichtlich wird, dass er in seinen Bemühungen nicht 
über die Basisstufe hinausgekommen ist. Der Beschwerdeführer hat darüber hinaus regelmäs-
sig gearbeitet und nie Sozialhilfe bezogen. Gleichzeitig ist dazu aber auch festzuhalten, dass er 
als ungelernter Mitarbeiter in der Reinigungsbranche keine besonders qualifizierte Tätigkeit 
ausübt, die aus wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher Sicht eine Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung gebieten würde. Hinsichtlich der Zumutbarkeit einer Heimkehr nach Kamerun 
ist davon auszugehen, dass er bei der Rückkehr in sein Heimatland keine überdurchschnittli-
chen Schwierigkeiten zu gewärtigen haben wird. Er ist in diesem Land sozialisiert worden und 
hat seine Heimat erst im Alter von rund 36 Jahren verlassen, womit davon ausgegangen wer-
den darf, dass er mit den dortigen Verhältnissen noch vertraut ist. In Kamerun leben zwei Brü-
der und zwei Schwestern und nicht zuletzt seine fünf Kinder, mit denen er einen regelmässigen 
Kontakt pflegt. Ungünstigere wirtschaftliche Perspektiven in Kamerun lassen eine Rückkehr 
überdies nicht unzumutbar erscheinen. Dass die Rückkehr unbestreitbar mit persönlichen und 
wirtschaftlichen Nachteilen für ihn persönlich und - als Reflexwirkung - auch für seine von ihm 
bisher finanziell unterstützten Kinder verbunden ist, ändert an der Zumutbarkeit nichts. Die dro-
hende Trennung von seiner Schweizer Partnerin stellt überdies kein ungewöhnlich gewichtiges 
privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz dar. Diese Beziehung lässt sich auch aus 
Distanz pflegen und besuchsweise oder über die neuen Kommunikationsmittel (Internet usw.) 
leben. Einer Rückkehr des heute 41 Jahre alten Beschwerdeführers steht somit nichts im Wege 
und eine solche stellt insbesondere auch keine grosse Härte dar. Unter Beachtung dieser As-
pekte erscheinen der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA sowie die Wegweisung des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz als zumutbar. Gewichtige private Interessen, welche den 
genannten ausländerrechtlichen Massnahmen entgegenstehen, sind vorliegend nicht ersicht-
lich. Insgesamt überwiegt demnach das öffentliche Interesse an der Gleichbehandlung der Aus-
länderinnen und Ausländer im Rahmen der Ausländergesetzgebung sowie an der Durchset-

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zung der Rechtsordnung das private Interesse des Beschwerdeführers an einem weiteren Ver-
bleib in der Schweiz. Der angefochtene Entscheid erweist sich als verhältnismässig. 
 
7. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA und die damit verbundene Wegwei-
sung des Beschwerdeführers erfolgte nach dem Gesagten zu Recht, was zur Abweisung der 
Beschwerde führt. Dem Beschwerdeführer ist sodann eine Ausreisefrist von 30 Tagen nach 
Rechtskraft dieses Urteils anzusetzen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor-
liegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem unterlegenen Beschwerde-
führer aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege gehen die Verfah-
renskosten zulasten der Gerichtskasse. 
 
8.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen 
(§ 21 Abs. 2 VPO). Die ausserordentlichen Kosten sind demnach wettzuschlagen. Zufolge Be-
willigung der unentgeltlichen Rechtspflege ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein 
Honorar zulasten der Gerichtskasse auszurichten. Der in der Honorarnote vom 26. Mai 2014 
geltend gemachte Aufwand ist nicht zu beanstanden. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für 
die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher 
Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde; im vorliegenden Verfahren wird ein Stundenansatz von 
Fr. 100.-- für Volontärinnen und Volontäre als angemessen erachtet. Aus dem Gesagten resul-
tiert ein Honorar von Fr. 1'491.65 (0:30 Stunden à Fr. 200.00, 13:55 Stunden à Fr. 100.00), zu-
züglich Auslagen von Fr. 359.40. Daraus ergibt sich ein aus der Gerichtskasse auszurichtendes 
Gesamthonorar von Fr. 1'999.15 (inkl. 8% MWST von Fr. 148.10). 
 
8.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach 

Rechtskraft dieses Urteils zu verlassen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Ver-
fahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'999.15 (inkl. Auslagen und 8% MWST) aus der Gerichtskasse aus-
gerichtet. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 

 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 29. Oktober 2014 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_993/2014) erhoben.