# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 583aaea7-4b76-5d73-aa41-4b4538e9a666
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.10.2014 D-5471/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5471-2014_2014-10-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-5471/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;   

Gerichtsschreiber Patrick Weber. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

B._______, geboren (…), 

C._______, geboren (…), 

D._______, geboren (…), 

Bosnien und Herzegowina,  

(…), 

Beschwerdeführerinnen,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung 

Verfügung des BFM vom 22. September 2014 / N (…). 

 

 

D-5471/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass die Beschwerdeführerin erstmals am 8. Juli 1993 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte, ihr Asylgesuch am 22. Dezember 1993 abgelehnt, sie 

jedoch vorläufig aufgenommen wurde,  

dass sie die Schweiz nach Aufhebung der gewährten vorläufigen Auf-

nahme am 15. Januar 1997 wieder verliess,  

dass sie mit drei Kindern am 8. August 2014 erneut in die Schweiz ge-

langte und am selben Tag ein Asylgesuch stellte,  

dass sie am 20. August 2014 summarisch befragt und am 9. September 

2014 angehört wurde,  

dass sie geltend machte, bosnischer Ethnie und seit 2009 geschieden zu 

sein,  

dass sie vor der Ausreise zusammen mit den Kindern und ihrem Bruder in 

E._______ gewohnt habe,  

dass ihre mittlerweile verstorbene Mutter aufgrund eines Nachlasses mut-

masslich erbberechtigt gewesen sei und es in diesem Zusammenhang zu 

einem Gerichtsverfahren mit der Gegenpartei gekommen sei,  

dass das Verfahren an sich noch hängig, sie aber aus finanziellen Grün-

den nicht in der Lage gewesen sei, es weiterzuführen,  

dass ihr wegen gestrichener Sozialhilfe auch die Mittel zum Unterhalt der 

Familie und zur medizinischen Behandlung der Tochter D._______ ge-

fehlt hätten,  

dass vor der Ausreise von den Verwandten keine beziehungsweise keine 

hinreichende Unterstützung (mehr) geleistet worden sei,  

dass die erwähnte Gegenpartei im Gerichtsverfahren – ein Bosnier aus 

F._______ – sie, die Kinder und Verwandte physisch sowie psychisch 

drangsaliert beziehungsweise Drittpersonen zu Einschüchterungen ange-

stiftet habe,  

dass die Behörden auf von ihr eingereichte Anzeigen hin nichts zu ihrem 

Schutz unternommen hätten,  

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dass die Polizei vielmehr immer wieder ohne Grund bei ihr vorgespro-

chen habe,  

dass sie und ihre Kinder auch wegen ihrer seinerzeit eingegangenen Ehe 

mit einem (…) diskriminiert worden seien,  

dass die Kinder und namentlich D._______ unter schlechten Blutwerten 

litten,  

dass sie sich in Anbetracht dieser Situation sowie der generell von Kor-

ruption und Kriminalität geprägten Lage zur Flucht entschlossen habe,  

dass für die eingereichten Beweismittel auf die vorinstanzlichen Akten zu 

verweisen ist (vgl. A 6/1 S. 2 ff. und A 7/1),  

dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführerinnen mit Verfü-

gung vom 22. September 2014 – eröffnet am selben Datum – ablehnte 

und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass das Bundesamt seinen ablehnenden Asylentscheid damit begründe-

te, die Schilderungen der Beschwerdeführerinnen seien als nicht asylrele-

vant zu qualifizieren, weshalb sie die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 

AsylG nicht erfüllten, 

dass der bosnische Staat als grundsätzlich schutzwillig und schutzfähig 

erscheine,  

dass zudem die Möglichkeit bestehe, gegen fehlbare Beamte bezie-

hungsweise Willkür der Behörden auf dem Rechtsweg vorzugehen und 

zustehende Rechte einzufordern,  

dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben bei den geschil-

derten Problemen den Rechtsweg eingeschlagen und wenn nötig ein Be-

schwerdeverfahren eingeleitet habe,  

dass sie demnach in der Lage gewesen sei, am funktionierenden Rechts-

staat teilzuhaben,  

dass ihr zuzumuten sei, in denjenigen Fällen, wo sie sich nicht an die Be-

hörden gewandt beziehungsweise kein Rechtsmittel ergriffen habe – so 

betreffend Diskriminierung der Kinder und der nicht hilfreichen Anzeige 

bei der Polizei – (auch) vorgesetzte Behörden zu kontaktieren,  

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dass die finanziellen Schwierigkeiten bei der medizinischen Behandlung 

der Töchter ebenfalls nicht asylrelevant seien,  

dass die ferner geltend gemachten Probleme auf die allgemeine politi-

sche, wirtschaftliche und soziale Lage in Bosnien zurückzuführen und 

entsprechend nicht als staatliche Verfolgung zu werten seien,  

dass sich der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und mög-

lich erweise,  

dass die Beschwerdeführerinnen gemäss ihren Angaben und den einge-

reichten Beweismitteln im Haus der Familie in E._______ leben würden,  

dass sie finanziell von der Schweiz aus unterstützt werde und Kinderzula-

gen sowie Alimente erhalte,  

dass ihre Kinder vor Ort bereits medizinische behandelt worden seien 

und auch von der künftig möglichen Behandlung ausgegangen werden 

könne,  

dass medizinische Rückkehrhilfe in Betracht komme (Art. 93 AsylG),  

dass die Beschwerdefrist angesichts des verfolgungssicheren Herkunfts-

landes Bosnien und Herzegowina und in Anwendung von Art. 108 Abs. 2 

i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG fünf Arbeitstage betrage, 

dass die Beschwerdeführerinnen die Verfügung des BFM mit Eingabe 

vom 25. September 2014 (Datum des Postaufgabe) beim Bundesverwal-

tungsgericht anfochten,  

dass sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, die Feststellung 

ihrer Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung, die Feststellung der 

Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvoll-

zugs verbunden mit der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz sowie in 

prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Rechtspflege samt Entbindung 

von der Vorschusspflicht beantragten,  

dass eventualiter die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder her-

zustellen sei,  

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dass die zuständige Behörde im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 

anzuweisen sei, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat-

staats sowie jegliche Weitergabe von Daten an dieselben zu unterlassen, 

dass über eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe in einer sepa-

raten Verfügung zu informieren sei,  

dass der Eingabe neun fremdsprachige Beweismittel für Vorbringen im 

Zusammenhang mit der Gesundheit, der Erbschaftsstreitigkeit, der Ali-

mentenregelung wegen Scheidung sowie ein Dokument der EU-Polizei-

mission, ein Dokument der Gemeinde G._______ und weitere Unterlagen 

(Probleme an der Schule und mit einem Internetvertrag) samt zusam-

menfassenden Übersetzungen beilagen,  

dass die Beschwerdeführerinnen ausserdem Internetausdrucke im Hin-

blick auf ihre problematische Situation vor Ort übermittelten,  

dass die Beschwerdeführerin geltend machte, ihre (…)-Erkrankung bisher 

nicht zu Protokoll gegeben zu haben, und die medizinischen Leiden und 

schulischen Probleme der Kinder, die Erbschaftsstreitigkeit sowie Prob-

leme mit einem Internet-Anbieter vorbrachte,  

dass sie erneut auf ihre prekäre finanzielle Situation und lästige polizeili-

che Besuche hinwies,  

dass sie durch Verwandte nur rudimentär unterstützt werde,  

dass sie durch ihren Ex-Mann vergewaltigt worden sei und die Kinder un-

ter Schlägen gelitten hätten,  

dass ihre in der Schweiz lebende Schwester sehr krank sei und sie hier 

brauche,  

dass die Situation in der Asylunterkunft sehr schwierig sei,  

dass auf die beim Gericht eingereichten Beweismittel – soweit ent-

scheidwesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

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det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass die Beschwerdeführerinnen am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten 

ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 40 AsylG i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG; 

Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde im Geltungsbereich des Asylgesetzes die Verlet-

zung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung 

des Ermessen, und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 

AsylG), 

dass mit Beschwerde im Geltungsbereich des Ausländerrechts zudem die 

Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 112 Abs. 1 AuG [SR 142.20] 

i.V.m. Art. 49 VwVG, Art. 96 AuG), 

dass die vorliegende Beschwerde - wie nachfolgend aufgezeigt - als of-

fensichtlich unbegründet erscheint, weshalb darüber in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 

AsylG), 

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dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 

VwVG) und das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wir-

kung nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), 

dass die Beschwerdeführerinnen gestützt auf Art. 42 AsylG berechtigt 

sind, sich bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz 

aufzuhalten, 

dass deshalb mangels Rechtsschutzinteresses auf den Eventualantrag, 

die aufschiebende Wirkung sei wiederherzustellen, nicht einzutreten ist, 

dass der Antrag, die zuständige Behörde sei im Sinne einer vorsorglichen 

Massnahme anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des 

Heimatstaats sowie jegliche Weitergabe von Daten an dieselben zu unter-

lassen, aufgrund des Entscheids in der Hauptsache gegenstandslos ge-

worden ist, 

dass sich auch der Antrag, über eine eventuell bereits erfolgte Datenwei-

tergabe sei in einer separaten Verfügung zu informieren, insofern als ge-

genstandslos erweist, als den vorhandenen Akten zufolge keine solche 

Datenweitergabe stattgefunden hat,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),  

dass die geltend gemachten Gewaltakte des geschiedenen Ehemannes 

respektive Vaters in Anbetracht der erfolgten Scheidung und der geografi-

schen Trennung der Beschwerdeführerinnen vom als Täter bezeichneten 

Mann schon aus diesen Gründen aktuell keine asylrechtliche Relevanz zu 

entfalten vermögen,  

dass ferner gemäss Schutztheorie eine Verfolgungshandlung im Sinne 

von Art. 3 AsylG von staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren ausgehen 

kann, wobei nichtstaatliche Verfolgung dann asylrechtlich relevant ist, 

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wenn ein Staat unfähig oder nicht willens ist, Schutz vor besagter Verfol-

gung zu bieten beziehungsweise dann, wenn keine funktionierende und 

effiziente Schutzinfrastruktur zur Verfügung steht, 

dass es in der Vergangenheit in Bosnien wiederholt zu Zusammenstös-

sen mit Demonstrierenden und der Polizei gekommen ist (vgl. Internet-

seite euronews vom 28. Februar 2014; Wochenzeitung vom 13. März 

2014),  

dass diese Proteste aber zu keiner Situation allgemeiner Gewalt geführt 

haben,  

dass der bosnisch-herzegowinische Staat (ein sogenanntes safe country) 

nach wie vor grundsätzlich schutzwillig und schutzfähig ist und sowohl 

über funktionierende Polizeiorgane als auch über ein funktionierendes 

Rechts- und Justizsystem verfügt, 

dass sich die Beschwerdeführerinnen daher, soweit sie strafrechtlich rele-

vanten Behelligungen Dritter wie namentlich der Gegenpartei im Erb-

schaftsstreit ausgesetzt sind, nach wie vor an die zuständigen Instanzen 

im Heimatstaat wenden können und ihnen entsprechender Schutz auch 

gewährt würde,  

dass zwar – wie von den Beschwerdeführerinnen behauptet – in Einzel-

fällen Behördenvertreter mit niederen Chargen die notwendigen Unter-

suchungsmassnahmen trotz wiederholter Intervention nicht einleiten oder 

Bürgerinnen unnötig belästigen, aber die Möglichkeit besteht, gegen fehl-

bare Beamte auf dem Rechtsweg vorzugehen und die den Betroffenen 

zustehenden Rechte bei höheren Instanzen einzufordern, und der bos-

nisch-herzegowinische Staat grundsätzlich bestrebt ist, die Verfehlungen 

von Beamten zu ahnden,  

dass keines der eingereichten Beweismittel schlüssig darauf hinweist, 

den Beschwerdeführerinnen sei der Zugang zum Rechtsstaat im Sinne 

ihrer eher pauschalen Behauptung (vgl. A 3/11 S. 7 unten f.) in unzumut-

barer Weise erschwert worden,  

dass den Beschwerdeführerinnen mithin entgegen den Beschwerdevor-

bringen offen stünde und ihnen zuzumuten wäre, im Bedarfsfall die bos-

nisch-herzegowinische Schutzinfrastruktur weiterhin in Anspruch zu neh-

men,  

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dass den von ihnen geltend gemachten Nachteilen in der geschilderten 

Art mangels Eingriffsintensität im Übrigen ohnehin kaum asylrechtliche 

Relevanz zukäme,  

dass es den Beschwerdeführerinnen somit nicht gelingt, die Regelvermu-

tung umzustossen, wonach in Bosnien-Herzegowina Schutz vor nicht-

staatlicher Verfolgung gewährleistet ist, 

dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführerinnen damit zu 

Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2009/50 E. 9), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit 

den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom BFM zu Recht 

angeordnet wurde,  

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-

stimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn 

der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht 

möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),  

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),  

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebli-

che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das 

in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine An-

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haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von 

Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens 

vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmensch-

liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und 

der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 

der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich 

sind, die im Heimatstaat droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Not-

lage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),  

dass eine Rückkehr der Beschwerdeführerinnen aufgrund der politischen 

Lage, der Menschenrechtssituation sowie der allgemeinen Lebensum-

stände nach Bosnien – das nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG als verfol-

gungssicher erklärt wurde – als zumutbar zu erachten ist, und auch keine 

individuellen diesbezüglichen Vollzugshindernisse zu erkennen sind, 

dass die Beschwerdeführerin als alleinerziehende Mutter mit dem er-

wähnten biografischen Hintergrund zwar nach wie vor kein einfaches Le-

ben führen dürfte,  

dass ihre Angaben zu verwandtschaftlichen Unterstützungsleistungen 

aber teilweise ungereimt ausgefallen sind,  

dass sie bei der Summarbefragung angab, keine finanzielle Unterstüt-

zung für die medizinische Behandlung von D._______ erhalten zu haben 

(A 3/11, S. 7) 

dass sie bei der Anhörung hingegen erwähnte, dank finanzieller Hilfe aus 

der Schweiz habe das Kind behandelt werden können (A 6/12 Antworten 

14 und 44), 

dass das BFM zurecht auf die vorhandene Wohnmöglichkeit hinwies und 

offenbar auch gewisse Einkünfte realistisch sind,  

dass weder in den vorinstanzlichen noch den Beschwerdeakten medizini-

sche Leiden ersichtlich sind, welche zwingend in der Schweiz behandelt 

werden müssten und so die Unzumutbarkeit des Vollzugs aus medizini-

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schen Gründen – namentlich auch die Tochter D._______ betreffend – 

bewirken könnten,  

dass keine fundierten Gegenargumente formuliert wurden und auf Ärzte 

vor Ort zur Behandlung allfälliger Leiden und die Möglichkeit individueller 

Rückkehrhilfe hinzuweisen ist,  

dass unter diesen Umständen nicht davon ausgegangen werden muss, 

die Familie gerate nach der Wiedereinreise in eine existenzielle Notlage 

im Sinne der anwendbaren Bestimmungen,  

dass den Kindern bis Juni 2014 und damit bis zu den Sommerferien der 

Schulbesuch offenbar möglich war (A 3/11 S. 9), 

dass mithin auch nicht zu befürchten ist, die Wiederansiedlung der Fami-

lie in Bosnien führe zu einer Verletzung des Kindswohls, 

dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich möglich ist, da keine Voll-

zugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es den Beschwerde-

führerinnen obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwir-

ken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG), 

dass nach dem Gesagten der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es den Beschwerdeführerinnen demnach nicht gelungen ist darzu-

tun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt bezie-

hungsweise den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig und unvollstän-

dig feststellt, weshalb die Beschwerde gemäss vorstehenden Erwägun-

gen als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist,  

dass aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde das Gesuch im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 abzuweisen ist, eine Verbeiständung gemäss 

Art. 110a AsylG nicht in Betracht kommt und die Verfahrenskosten in der 

Höhe von Fr. 600.– den Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. Fr. 600.– werden den Beschwerde-

führerinnen auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des 

Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das BFM und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber 

 

 

Versand: