# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e339b183-cf5f-5b99-a8c2-da8900348c34
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.08.2018 I 2017 83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-83_2018-08-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 83

Entscheid vom 9. August 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
lic.iur. Gion Tomaschett, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt ass.iur. B.________,

gegen

C.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Rentenanspruch)

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Sachverhalt:

A.1 A.________, geboren am ________ 1952 (Mutter von zwei Söhnen Jg. 
1973 und 1997), arbeitete als Service-Angestellte vom April bis Juni 2005 im 
E.________ (GmbH), im August 2005 im Hotel F.________, im August und Sep-
tember 2005 im Gasthof G.________ sowie vom November 2005 bis März 2006 
im Hotel H.________. Seit Anfang April 2006 arbeitete A.________ wiederum als 
Service-Angestellte, auf Stundenlohnbasis, bei der E.________ (GmbH), über 
die sie bei der C.________ AG (kurz: C.________) obligatorisch gegen die Fol-
gen von Unfällen versichert war. 

Am 23. April 2006 fuhr ein Motorfahrzeug in der Nähe des Schulhauses 
I.________ A.________ beim Überqueren der _____-strasse via Fussgänger-
streifen über den rechten Fuss, wodurch sie sich einen Bruch des Mittelfusskno-
chens zuzog. Es kam zu einem langwierigen Verlauf einer Mittelfussfraktur mit 
mehreren Operationen und Wundheilstörungen. A.________ war nach dem Un-
fall arbeitsunfähig. Am 14. August 2006 sprach die E.________ (GmbH) noch in-
nerhalb der Probezeit die Kündigung auf den 17. August 2006 aus. Die 
C.________ richtete für das Unfallereignis Versicherungsleistungen (Taggeld 
und Heilbehandlung) aus. 

A.2 Im Auftrag der C.________ wurde A.________ am 28. November 2012 von 
Dr.med. D.________ (FMH Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates) untersucht (Gutachten vom 10.12.2012 + Ergänzung vom 24.7.2013). Die 
Gutachterin kam zum Ergebnis, dass der Versicherten die bisherige Tätigkeit im 
Service nicht mehr zumutbar sei, in einer körperlich leichten/mittelschweren 
Tätigkeit im Sitzen ergebe sich ein Arbeitsvermögen ohne Einschränkungen der 
Leistungsfähigkeit von 50% (Vi-act. 152 S. 19).

A.3 Mit Schreiben vom 15. August 2013 teilte die C.________ dem Rechtsver-
treter von A.________ mit, es sei vorgesehen, die Heilbehandlungskosten und 
Taggeldleistungen per 30. September 2013 einzustellen. Per 1. Oktober 2013 sei 
bei einem ermittelten IV-Grad von 49% und bei einem versicherten Verdienst per 
2013 von Fr. 20'992.-- eine monatliche Rentenzahlung von Fr. 686.-- vorgese-
hen. Ebenso habe die Versicherte bei festgestelltem Integritätsschaden von 20% 
einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.--.

B. Am 13. August 2013 stürzte A.________ bei sich zu Hause die Treppe run-
ter, wobei sie ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt mit einer intrazerebralen Blutung 
links frontal sowie einer undislozierten Fraktur occipital links mit Ausstrahlung in 
das Foramen magnum. Die C.________ sistierte in der Folge das Verfahren be-

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treffend Unfall vom 23. April 2006 und richtete A.________ für das Unfallereignis 
vom 13. August 2013 Versicherungsleistungen aus (Taggeld und Heilbehand-
lung). 

Im Auftrag der C.________ wurde A.________ in der Zeit vom 16. März 2015 bis 
6. Juli 2015 in der Medas J.________ neuropsychologisch, neurologisch, psych-
iatrisch und orthopädisch untersucht. Das Gutachten wurde am 21. September 
2015 erstattet, am 6. Januar 2016 folgte ein Ergänzungsbericht. Nebst posttrau-
matisch persistierenden Schmerzen im rechten Fuss wurde auch eine Persön-
lichkeits- und Verhaltensstörung im Sinne eines organischen Psychosyndroms 
nach Schädelhirntrauma 2013 (F07.2) diagnostiziert.

C. Am 13. Juni 2016 verfügte die C.________ was folgt:

1. Die Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten werden per 30.06.2015 ein-
gestellt. Art. 21 UVG bleibt vorbehalten. 

2. Bei einem versicherten Verdienst von CHF 25'341.00 und einem Invaliditäts-
grad von 63% hat die Versicherte vom 01.07.2015 bis 31.07.2015 Anspruch auf 
eine monatlich vorschüssig auszuzahlende Komplementärrente von CHF 
673.60.

3. Bei einem versicherten Verdienst von CHF 25'341.00 und einem Invaliditäts-
grad von 63% hat die Versicherte vom 01.08.2015 bis 30.11.2015 Anspruch auf 
eine monatlich vorschüssig auszuzahlende Komplementärrente von CHF 
182.60.

4. Die Rentenleistungen werden per 30.11.2015 eingestellt. 
5. Die für die Zeit vom 01.07.2015 bis 31.10.2015 zu Unrecht erbrachten Taggeld-

leistungen in der Höhe von CHF 10'078.00 sind zurückzuzahlen. Unter Anrech-
nung der geschuldeten Renten von CHF 1'404.00 für die Monate Juli 2015 bis 
November 2015 ist der Betrag von CHF 8'674.00 zurückzuerstatten. 

6. Die Versicherte hat im Zusammenhang mit den Unfallfolgen vom 23.04.2006 
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von CHF 21'360.00 gründend auf 
einem Integritätsschaden von 20% und einem maximalen versicherten Jahres-
verdienst von CHF 106'800.00 im Jahr 2006.

7. Die Versicherte hat im Zusammenhang mit den Unfallfolgen vom 13.08.2013 
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von CHF 50'400.00 gründend auf 
einem Integritätsschaden von 40% und einem maximalen versicherten Jahres-
verdienst von CHF 126'000.00 im Jahr 2013.

8. Einer allfälligen Einsprache wird die aufschiebende Wirkung entzogen (Art. 11 
ATSV). 

9. Es werden keine Kosten erhoben. 

D. Gegen die Verfügung der C.________ vom 13. Juni 2016 liess A.________ 
am 14. Juli 2016 Einsprache erheben. Nebst der Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung beantragte sie, ihr für Juli 2015 auf der Basis eines IV-Grades von 
63% bei einem versicherten Verdienst von Fr. 51'629.91 eine UVG-Rente und ab 
August 2015 eine UVG-Komplementärrente zuzusprechen. 

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E. Mit Erreichung des ordentlichen Rentenalters von A.________ am 30. Sep-
tember 2016 wurde die bisherige ausgerichtete IV-Rente durch die Altersrente 
ersetzt. 

F. Mit Einspracheentscheid vom 24. Juli 2017 wies die C.________ die Ein-
sprache von A.________ vom 14. Juli 2016 ab. 

G. Mit Eingabe vom 14. September 2017 lässt A.________ unter Berücksich-
tigung des gesetzlichen Fristenstillstands (Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) rechtzeitig 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen mit den 
folgenden Anträgen:

1. Es sei der Einspracheentscheid vom 24.07.2017 sowie auch die diesem Ein-
spracheentscheid zugrundeliegende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
13.06.2016 aufzuheben, soweit damit der versicherte Verdienst auf 
CHF 25'341.00 festgelegt und basierend auf diesem versicherten Verdienst le-
diglich vom 01.07.2015 bis 31.07.2015 eine Komplementärrente in Höhe von 
CHF 673.60, ab dem 01.08.2015 bis 30.11.2015 nur eine Komplementärrente in 
Höhe von CHF 182.60 sowie ab dem 01.12.2015 keine Komplementärrente zu-
gesprochen wird. 

2. Es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen nach UVG zuzu-
sprechen, namentlich sei der Beschwerdeführerin auf Basis eines IV-Grades 
von 63% bei einem versicherten Verdienst von CHF 51'629.91 für den Juli 2015 
eine UVG-Rente zuzusprechen und ihr darüber hinaus unter Berücksichtigung 
von Art. 20 Abs. 2 UVG ab August 2015 (über den 30.11.2015 hinaus und bis 
auf Weiteres) eine entsprechende UVG-Komplementärrente zuzusprechen, 
auch mit der Folge, dass infolge Verrechnung der geschuldeten Rentennach-
zahlungen auch die Rückerstattung allfällig zu Unrecht erbrachter Taggeldleis-
tungen entfällt. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

H. Mit Vernehmlassung vom 11. Dezember 2017 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 

Am 2. März 2018 reicht die Beschwerdeführerin die Replik ein (unter Beilage ei-
ner Lohnabrechnung der E.________ (GmbH) für Juli 2006).

Mit Duplik vom 15. Mai 2018 beantragt die Vorinstanz die Sistierung des Be-
schwerdeverfahrens bis zur Vorlage eines rechtskräftigen Rentenbescheids für 
Unfallfolgen der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Zudem sei 
die Beschwerdeführerin anzuweisen, dem Gericht alle zusätzlich zur AHV-Rente 
zugesprochenen Altersrentenleistungen weiterer Sozialversicherer offenzulegen. 

I. Am 16. Mai 2018 setzt der instruierende Einzelrichter der Beschwerdefüh-
rerin Frist für eine Stellungnahme zum Sistierungsantrag der Vorinstanz. Zudem 
wird die Beschwerdeführerin unter Verweis auf die Mitwirkungspflicht gemäss 

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Art. 28 Abs. 2 ATSG angewiesen, sämtliche für die Leistungsermittlung relevan-
ten Auskünfte zu erteilen.

Am 2. Juli 2018 reicht die Beschwerdeführerin ihre Stellungnahme ein (unter Bei-
lage von Rentenbescheiden der deutschen Rentenversicherung vom 30.5.2018 
u. 5.6.2018, Bf-act. 5+6). Diese Stellungnahme wurde der Vorinstanz zugestellt. 
Innert angesetzter Frist reicht die Vorinstanz keine Stellungnahme mehr ein. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Im vorliegenden Fall ist lediglich der versicherte Verdienst als Grundlage 
für die Berechnung der Rente bzw. der Komplementärrente der Unfallversiche-
rung für die Zeit ab 1. Juli 2015 strittig (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 7). Es stellt sich 
vorab die Frage, welche Rechtsnormen zur Bestimmung des versicherten Ver-
dienstes zur Anwendung kommen. 

1.1 Der allgemein gültige intertemporalrechtliche Grundsatz besagt, dass zur 
Beurteilung einer Sache jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die in Gel-
tung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit 
rechtserhebliche Sachverhalt verwirklichte (BGE 129 V 1 Erw. 1.2; BGE 126 V 
Erw. 4b). Dieser Grundsatz gilt sowohl für Bundesgesetze und kantonale Erlasse 
als auch für bundesrechtliche Verordnungen (BGE 140 V 41 Erw. 6.3.1 mit Ver-
weis auf BGE 126 V 134 Erw. 4a S. 135 m.H.).

1.2 Die Beschwerdeführerin ist aufgrund der Unfallereignisse vom 23. April 
2006 und vom 13. August 2013 dauerhaft in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt 
(was unbestritten ist) und hat hierfür von der Vorinstanz Taggelder bis 30. Juni 
2015 erhalten. Gemäss dem Medas-Gutachten vom 21. September 2015 ist 
mindestens seit dem Begutachtungszeitpunkt, vermutlich aber ab Januar 2014, 
bezüglich der Folgen des zweiten Unfalls vom medizinischen Endzustand auszu-
gehen (Gutachten S. 28 Frage 5.2). Die IV hat keine Umschulungs- und Einglie-
derungsmassnahmen vorgenommen. Die Vorinstanz hat daraufhin den Renten-
anspruch per 1. Juli 2015 geprüft (Verfügung der Vorinstanz vom 13.6.2016 S. 2 
Fallabschluss). Dieser Zeitpunkt des (frühesten) Rentenanspruchs ist nicht be-
stritten.

1.3 Im vorliegenden Fall geht es somit um einen Rentenanspruch, der rund 
neun Jahre nach dem ersten Unfallereignis entstanden ist. Diesbezüglich ist auf 
die Bestimmung von Abs. 2 des Art. 24 der Verordnung über die Unfallversiche-
rung (UVV; SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 abzustellen, der wie folgt lau-
tet: "Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall oder dem Ausbruch 
der Berufskrankheit, so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den 

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Unfall oder die Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, 
sofern er höher ist als der vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit 
erzielte Lohn." Das Bundesgericht hat in BGE 140 V 41 entschieden, dass, wenn 
ein Rentenanspruch erst fünf Jahre nach dem versicherten Ereignis (Anwen-
dungsfall von Art. 24 Abs. 2 UVV) entsteht, der versicherte Verdienst nach den in 
diesem Zeitpunkt geltenden Regeln zu bestimmen ist.

Mithin ist für die Bemessung des versicherten Verdienstes im vorliegenden Fall 
auf die gesetzlichen Bestimmungen, wie sie im Zeitpunkt der Entstehung des 
Rentenanspruchs (i.c. 1.7.2015) galten, abzustellen. Für den Verfahrensausgang 
ist dies indessen insofern von untergeordneter Bedeutung, als die im vorliegen-
den Fall zur Bestimmung des versicherten Verdienstes relevanten Verordnungs-
bestimmungen (insb. Art. 22 Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 UVV) in der Zeit vom Un-
fall bis zum Rentenanspruch unverändert geblieben sind. 

2.1.1  Nach Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 entsteht der Rentenanspruch, wenn von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge-
sundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind 
(BGE 134 V 109). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG).

Die Invalidenrente der Unfallversicherung beträgt bei Vollinvalidität 80 Prozent 
des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt 
(Art. 20 Abs. 1 UVG).

2.1.2  Hat die versicherte Person neben der Invalidenrente nach dem UVG An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung oder auf eine Rente der Alters- 
und Hinterlassenenversicherung, so wird ihr eine Komplementärrente gewährt; 
diese entspricht in Abweichung von Artikel 69 des Bundesgesetzes über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 
2000 der Differenz zwischen 90 Prozent des versicherten Verdienstes und der 
Rente der IV oder der AHV, höchstens aber dem für Voll- oder Teilinvalidität vor-
gesehenen Betrag. Die Komplementärrente wird beim erstmaligen Zusammen-
treffen der erwähnten Renten festgesetzt und lediglich späteren Änderungen der 
für Familienangehörige bestimmten Teile der Rente der IV oder der AHV ange-
passt (Art. 20 Abs. 2 UVG). Der Bundesrat erlässt nähere Vorschriften, nament-
lich über die Berechnung der Komplementärrenten in Sonderfällen (Art. 20 Abs. 3 
UVG).

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2.1.3  Wird infolge eines Unfalls eine Rente der IV neu ausgerichtet, sind bei der 
Berechnung der Komplementärrente auch die Zusatz- und Kinderrenten der IV 
voll zu berücksichtigen (Art. 31 Abs. 1 UVV). Bei der Festlegung der Berech-
nungsbasis nach Art. 20 Abs. 2 UVG wird der versicherte Verdienst um den beim 
erstmaligen Zusammentreffen gültigen Prozentsatz der Teuerungszulage nach 
Art. 34 UVG erhöht (Art. 31 Abs. 2 UVV). Die Komplementärrenten werden na-
mentlich dann den veränderten Verhältnissen angepasst, wenn Zusatz- und Kin-
derrenten der AHV oder der IV dahinfallen oder neu hinzukommen oder wenn die 
Rente der AHV oder IV infolge einer Änderung der Berechnungsgrundlagen er-
höht oder herabsetzt wird (Art. 33 Abs. 2 lit. a und b UVV). 

2.1.4  Am 25. September 2015 wurde das UVG revidiert. Gemäss dem seit 
1. Januar 2017 in Kraft getretenen Art. 20 Abs. 2bis UVG ist Absatz 2 auch an-
wendbar, wenn der Versicherte Anspruch auf eine gleichartige Rente einer aus-
ländischen Sozialversicherung hat. Gemäss dem ebenfalls seit 1. Januar 2017 in 
Kraft getretenen Art. 20 Abs. 2ter UVG werden Invaliden- und Komplementärren-
ten nach Art. 20 Abs. 1 und 2 beim Erreichen des ordentlichen Rentenalters für 
jedes volle Jahr, das der Versicherte zum Unfallzeitpunkt älter als 45 Jahre war, 
gekürzt (vgl. auch den ab 1.1.2017 in Kraft getretenen Art. 33b UVV). 

Diese Änderungen mit Relevanz für die Berechnung der Renten bzw. Komple-
mentärrenten gelangen im Falle der Beschwerdeführerin, welche am 30. Sep-
tember 2016 das ordentliche AHV-Alter erreichte, nicht zur Anwendung (vgl. 
UVG Elfter Titel, Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25.9.2015 Abs. 1 
und 2).

2.2 Nach Art. 15 Abs. 1 UVG werden Renten nach dem versicherten Verdienst 
bemessen. Als versicherter Verdienst gilt gemäss Art. 15 Abs. 2 UVG für die Be-
messung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die Be-
messung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. 

Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines Jahres vor 
dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliess-
lich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch be-
steht (Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVV in der ab 1.1.2014 gültigen Fassung [= Stand 
2015]). 

Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit be-
zogene Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet (Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV; Stand 
2015). 

Bei einer zum Voraus befristeten Beschäftigung bleibt die Umrechnung jedoch 
auf die vorgesehene Dauer beschränkt (Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV; Stand 2015). 

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2.3 Hat der Versicherte im Jahre vor dem Unfall wegen Militärdienst, Zivil-
dienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder 
Kurzarbeit einen verminderten Lohn bezogen, so wird der versicherte Verdienst 
nach dem Lohn festgesetzt, den der Versicherte ohne Militärdienst, Zivildienst, 
Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit 
erzielt hätte (Art. 24 Abs. 1 UVV; Stand 2015). 

2.4 Der in Art. 15 Abs. 2 UVG und Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVV festgelegte 
Grundsatz, dass der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn für 
die Rentenberechnung massgebend ist, hängt eng mit dem Äquivalenzprinzip 
zusammen (BGE 139 V 28 Erw. 4.3.1 mit Verweis auf BGE 136 V 182 Erw. 2.3). 
Dieses besagt, dass für die Bemessung des den Geldleistungen zugrunde lie-
genden versicherten Verdienstes von den gleichen Faktoren auszugehen ist, die 
auch Basis der Prämienberechnung bilden (vgl. Art. 92 Abs. 1 UVG und Art. 115 
Abs. 1 UVV; BGE 127 V 165 Erw. 2). Bei dem vom Bundesrat gestützt auf Art. 15 
Abs. 3 Satz 3 UVG erlassenen Art. 24 UVV ("Massgebender Lohn für Renten in 
Sonderfällen") wird das Äquivalenzprinzip durchbrochen. Es handelt sich mithin 
um Ausnahmeregeln. 

2.5 Bei den Tatbeständen gemäss Art. 22 Abs. 4 Satz 2 und 3 UVV handelt es 
sich um Abweichungen vom Grundsatz (Satz 1), dass der innerhalb eines Jahres 
vor dem Unfall bezogene Lohn für die Rentenberechnung massgebend ist. Diese 
Sonderregeln verlangen einerseits, dass − bei im Zeitpunkt des Unfalls unterjäh-
rigem (unbefristetem) Arbeitsverhältnis − der nicht während eines ganzen Jahres 
geflossene Lohn auf ein Jahreseinkommen umgerechnet wird (Art. 22 Abs. 4 
Satz 2 UVV), beschränken aber anderseits bei zum Voraus befristeten Beschäf-
tigungen die Umrechnung auf die Dauer der befristeten Beschäftigung (Art. 22 
Abs. 4 Satz 3 UVV). Sie regeln die Frage, ob der Verdienst auf ein volles Jahr 
umzurechnen oder der effektiv erzielte Verdienst während der beabsichtigten 
Beschäftigungsdauer anzurechnen ist. Dabei wird bei unbefristeten unterjährigen 
Arbeitsverhältnissen vermutet, dass die versicherte Person ganzjährig zu den 
gleichen Bedingungen gearbeitet hätte, weshalb die Umrechnung nach Art. 22 
Abs. 4 Satz 2 UVV auf zwölf Monate zu erfolgen hat, so beispielsweise bei Stel-
lenwechsel, Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, Wechsel von selbständiger zu un-
selbständiger Erwerbstätigkeit. Bei versicherten Personen, die nur einen zeitlich 
begrenzten Teil des Jahres erwerbstätig sind, erfolgt keine Umrechnung, son-
dern es gilt als Verdienst derjenige während der vereinbarten Dauer, wie etwa 
bei Selbständigerwerbenden (z. B. Landwirte, Holzer), die sporadisch un-
selbständige Arbeit leisten (BGE 136 V 182 Erw. 2.2). Gemäss Rechtsprechung 
hängt die in Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV vorgesehene Limitierung auf die befristete 

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Beschäftigung eng mit dem Äquivalenzprinzip zwischen versichertem Verdienst 
und Prämienordnung zusammen, indem befristet Beschäftigte nur Prämien auf 
demjenigen Lohn zu entrichten haben, den sie während ihrer Beschäftigungs-
dauer effektiv erzielen, und nicht aufgrund eines hypothetischen, hochgerechne-
ten Jahreseinkommens (BGE 138 V 106 Erw. 5.2; 136 V 182 Erw. 2.3; RKUV 
1992 Nr. U 148 S. 124).

3.1 In der Verfügung vom 13. Juni 2016 (Vi-act. 266) hielt die Vorinstanz in Be-
zug auf den versicherten Verdienst fest, dass die Beschwerdeführerin im Jahr vor 
dem Unfallereignis vom 23. April 2006 (1.4.2005-31.3.2006) im Gastgewerbe ge-
arbeitet habe. Die entsprechenden Lohnangaben hätten nicht bei allen Arbeitge-
bern eingeholt werden können, ergänzend sei ein Auszug aus dem Individuellen 
Konto (IK) der Versicherten eingeholt worden. Gemäss dem IK-Auszug habe die 
Beschwerdeführerin vom April bis Juni 2005 im E.________ (GmbH) gearbeitet. 
Aufgrund von Pächter-Wechseln seien für diese Tätigkeit keine Lohnunterlagen 
mehr vorhanden, weshalb auf den IK-Auszug abgestellt werde. Der Lohn für die-
se Zeit habe Fr. 6'425.-- betragen. Im August 2005 habe die Versicherte im Hotel 
F.________ gearbeitet und dort einen Lohn von Fr. 997.-- erzielt. Im August und 
September 2005 habe sie zudem im Gasthof G.________ gearbeitet und dort 
Fr. 3'545.-- erzielt. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin von November 
2005 bis März 2006 im Hotel H.________ in I.________ gearbeitet und dort ei-
nen Lohn von Fr. 7'935.-- erzielt. 

Demnach habe die Beschwerdeführerin im Jahr vor dem Unfall einen Verdienst 
von Fr. 18'902.-- erzielt. In den Monaten Juli und Oktober 2005 weise sie jedoch 
eine zeitliche Lücke auf. Diese schliesst die Vorinstanz und rechnet den Betrag 
von Fr. 18'902.-- auf ein ganzes Jahr auf, was einen Jahresverdienst von 
Fr. 22'682.40 ergibt. In Anwendung von Art. 24 Abs. 2 UVV wertete die Vor-
instanz diesen Betrag mittels Nominallohnindex (Tabellen T1.2.93 [Nominal-
lohnindex, Frauen, 1993-2001, Handel, Reparatur, Gastgewerbe] und Tabelle 
T1.2.10 [Nominallohnindex, Frauen 2011-2015,Wirtschaftszweig 55/56, Gastge-
werbe und Beherbergung] des Bundesamtes für Statistik) auf das Jahr vor Ren-
tenbeginn, d.h. auf das Jahr 2014 auf, was nach Berechnung der Vorinstanz ei-
nen versicherten Verdienst von Fr. 25'341.-- ergibt.

Gestützt auf diesen versicherten Verdienst errechnete die Vorinstanz für die Zeit 
ab Juli 2015 eine maximale Jahresrente (90% des versicherten Verdienstes; 
Art. 20 Abs. 2 UVG) von Fr. 22'807.30 bzw. Monatsrente von Fr. 1'900.60, was 
nach Berücksichtigung der Rente der Invalidenversicherung von Fr. 1'227.-- eine 
UVG-Komplementärrente von Fr. 673.60 ergebe (Verfügung vom 13.6.2016 S. 6 
Mitte).

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Ab dem 1. August 2015 habe die Beschwerdeführerin neben der bisherigen IV-
Rente zusätzlich eine Kinderrente von Fr. 491.-- erhalten, wodurch sich die Kom-
plementärrente um diesen Betrag auf neu Fr. 182.60 reduziere (Verfügung vom 
13.6.2016 S. 6 unten f.).

Infolge der Scheidung der Beschwerdeführerin im Jahr 2015 hätten sich die Be-
rechnungsgrundlagen für die IV-Rente geändert mit der Folge, dass ab 1. De-
zember 2015 höhere Rentenleistungen der IV resultierten (vgl. Vi-act. 1183, gan-
ze IV-Rente von Fr. 1'536.--, Kinderrente von Fr. 615.--, zusammen Fr. 2'151.--). 
Nach der Berechnung der Vorinstanz übersteigt ab 1. Dezember 2015 die IV-
Rente 90% des versicherten Verdienstes (Art. 20 Abs. 2 UVG), sodass ab die-
sem Datum kein Rentenanspruch mehr bestehe (Verfügung vom 13.6.2016 S. 7). 

Wegen zu viel ausbezahlter Taggelder für die Zeit vom 1. Juli 2015 bis 31. Okto-
ber 2015 forderte die Vorinstanz Fr. 8'674.-- zurück (bzw. Fr. 10'078.--, aller-
dings verrechnet mit geschuldeten Rentenleistungen für die Zeit vom 1.7.2015 − 
30.11.2015 von Fr. 1'404.--; Verfügung vom 13.6.2016 S. 7 unten).

3.2 In der Einsprache beanstandete die Beschwerdeführerin die Vorgehens-
weise der Vorinstanz, für die Festlegung des versicherten Verdienstes die Löhne 
aus den Arbeitsverhältnissen während des Jahres vor dem Unfall vom 23. April 
2006 zusammengenommen und (unter Füllung der Lücken Juli und Oktober 
2005) auf ein ganzes Jahr aufgerechnet zu haben. Nach Auffassung der Be-
schwerdeführerin knüpfe die gesetzliche Ordnung der Art. 15 Abs. 2 UVG und 
Art. 22 Abs. 4 UVV beim angestammten Arbeitsverhältnis an und stelle auf die 
Lohnverhältnisse ab, wie sie vor dem Unfall bestanden haben (Einsprache 
S. 2f.). Im Falle der Beschwerdeführerin habe ein unterjähriges, unbefristetes Ar-
beitsverhältnis mit einem vorgesehenen Pensum von 80% bestanden und dieses 
Arbeitsverhältnis sei von ihr auch tatsächlich vor dem Unfall angetreten worden. 
Es entspreche in diesem Sinne nicht nur dem Äquivalenzprinzip, sondern auch 
einer möglichst angemessenen Entschädigung der Versicherten unter Berück-
sichtigung der beabsichtigten Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses mit der 
E.________ (GmbH), die arbeitsvertraglich vereinbarte und tatsächlich bezogene 
Vergütung aus diesem unbefristeten Arbeitsverhältnis gemäss Art. 22 Abs. 4 
Satz 2 UVV auf ein Jahr hochzurechnen, womit sich ein versicherter Verdienst 
von Fr. 51'629.91 ergebe (Einsprache S. 4 unten mit Verweis auf Berechnung im 
Schreiben vom 18.5.2016, Vi-act. 1181 S. 5ff.). 

3.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid hält die Vorinstanz an ihrem Stand-
punkt fest, wonach gemäss der gesetzlichen Vorgabe von Art. 15 Abs. 2 UVG 
der Verdienst der Versicherten im Zeitraum vom 24. April 2005 bis 23. April 2006 

11

massgebend für die Bemessung des versicherten Verdienstes sei (Einspra-
cheentscheid S. 5 Erw. 13). Die von der Versicherten angerufenen Urteile des 
Bundesgerichts (U 292/01 vom 1.4.2003 Erw. 3.3; U 469/05 vom 2.2.2006 Erw. 
4.1; U 16/01 vom 24.7.2001 Erw. 2; U 155/04 vom 22.9.2004 Erw. 4.3; BGE 127 
V 165 Erw. 3b; 138 V 108 Erw. 5.2; 136 V 182 Erw. 2.2) würden alle die unbe-
strittene Tatsache belegen, dass für den versicherten Verdienst allgemein die 
Lohnverhältnisse vor dem Unfall massgebend seien. Die meisten dieser Urteile 
würden sich auf die Anwendung von Art. 24 Abs. 2 Satz 2 UVV (recte wohl: 
Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV) beziehen, wonach bei unbefristeten und unterjährigen 
Arbeitsverhältnissen der Lohn auf einen Jahreslohn umzurechnen sei. Diese Re-
gel sei unbestritten und von der Vorinstanz auch angewandt worden. Das Urteil 
U 16/01 Erw. 2 beziehe sich auf das Valideneinkommen und sei vorliegend nicht 
relevant. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass keines der zitierten Urteile 
etwas anderes als die gesetzlichen Vorgaben bestätige. Es könne nicht nach 
Wunsch einzig der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, hochgerechnet auf ein 
Jahr, herangezogen werden. Vielmehr seien alle bezogenen Löhne vor dem Un-
fall, umgerechnet auf einen Jahreslohn, [Kursivdruck gemäss Original] für den 
versicherten Verdienst bei Renten massgebend (angefocht. Einspracheentscheid 
S. 6 Erw. 16). 

Der Gesetzestext lege fest, dass als versicherter Verdienst für Renten der inner-
halb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn massgebend sei. Anders als für 
das Taggeld bemesse sich der versicherte Verdienst für die Rentenberechnung 
demnach nicht punktuell nach dem letzten vor dem Unfall bezogenen Lohn, son-
dern nach den im Zeitraum von einem Jahr vor dem Unfall erzielten Löhnen. In 
ihrer Argumentation suche die Versicherte die Regeln zum versicherten Ver-
dienst für das Taggeld auch auf den versicherten Verdienst für die Rente anzu-
wenden. Dies widerspreche dem Gesetzeswortlaut und der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung (angefocht. Entscheid S. 6 Erw. 17). 

3.4 In der Beschwerde wird u.a. auf BGE 138 V 106 Erw. 5.3 und 5.4 verwie-
sen, woraus sich ergebe, dass bei unbefristeten unterjährigen Arbeitsverhältnis-
sen vermutet werde, dass die versicherte Person ganzjährig zu den gleichen Be-
dingungen gearbeitet hätte, weshalb die Umrechnung nach Art. 22 Abs. 4 Satz 2 
UVV auf zwölf Monate zu erfolgen habe (Beschwerde S. 6 Ziff. 12). Umgemünzt 
auf den Fall der Beschwerdeführerin, die kurz vor dem Unfall einen unterjährigen 
Stellenwechsel in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis vollzogen und damit 
eine fixe, regelmässige und auf Dauer ausgerichtete Erwerbstätigkeit aufgenom-
men habe, zeige dies, dass nicht nur der Ausnahmefall von Art. 22 Abs. 4 Satz 2 
UVV gegeben sei, sondern vielmehr auch die Festsetzung des versicherten Ver-

12

dienstes durch die Umrechnung des zur Zeit des Unfalls erzielten Lohnes auf ein 
Jahr zu erfolgen habe. Dies ergebe sich zum einen aus dem Umkehrschluss aus 
Erw. 5.4.2 von BGE 138 V 106 und zum anderen auch aus dem Urteil EVG U 
16/01 vom 24.7.2001 Erw. 1b (Beschwerde S. 6 Ziff. 13 u. 14). 

3.5 In der Vernehmlassung beruft sich die Vorinstanz auf das Urteil U 292/01 
vom 1. April 2003 Erw. 3.2, worin das frühere Eidg. Versicherungsgericht fest-
hielt, dass der für die Rentenfestsetzung massgebende versicherte Verdienst re-
trospektiv nach den im Jahr vor dem Unfall tatsächlich gegebenen erwerblichen 
Verhältnissen zu ermitteln sei (Vernehmlassung S. 9 ad 17 und ad 18).

3.6 In der Replik hält die Beschwerdeführerin an den Ausführungen in der Be-
schwerde fest. Namentlich habe das Arbeitspensum der Beschwerdeführerin bei 
der E.________ (GmbH) 80% betragen. Dies ergebe sich einerseits aus der initi-
alen Unfallmeldung, in welcher eine wöchentliche Arbeitszeit von 25 Stunden an-
gegeben worden sei und was letztlich auch als Ansatz für das zugesprochene 
Taggeld herangezogen worden sei. Ferner sei auch im Bericht des Personen-
schadeninspektors der Vorinstanz vom 9. November 2006 ein Pensum von 70-
80% festgestellt worden. Auch in der rechtskräftigen IV-Verfügung vom 20. Mai 
2016 sei von einem erwerblichen Status der Beschwerdeführerin von 80% aus-
gegangen worden. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin vom 15. Juli 2006 
bis 4. August 2006 wieder bei der E.________ (GmbH) gearbeitet und in den 16 
Kalendertagen des Juli 2006 76.25 Stunden geleistet, was umgerechnet 38 
Stunden pro Woche ergebe, was ein 80%-Pensum sogar etwas übersteige (Re-
plik S. 2 f.).

3.7 Die Vorinstanz hält in der Duplik weiter daran fest, dass ihre Berechnung 
des versicherten Verdienstes unter Berücksichtigung der erzielten Löhne inner-
halb eines Jahr vor dem Unfall richtig sei (vgl. Duplik S. 6 Ziff. 32). Die Vorinstanz 
macht zudem Eventualausführungen für den Fall, dass davon auszugehen sei, 
dass einzig das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin bei der E.________ 
(GmbH) für die Bemessung des versicherten Verdienstes massgebend sei (vgl. 
Duplik S. 7 oben). Zum einen sei die Rentenberechnung der IV für die Vorinstanz 
nicht bindend. Sodann habe die Beschwerdeführerin in der Unfallmeldung vom 8. 
Mai 2006 (Vi-act. 160) eine Arbeitszeit bei der E.________ (GmbH) von 25 Stun-
den pro Woche unterschriftlich bestätigt, weshalb sie auf diese echtzeitlichen 
Angaben zu behaften sei. Dies entspreche einem Arbeitspensum von 60%. Dar-
an würden auch die eigenen Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber dem 
Personenschadeninspektor anlässlich des Patientenbesuchs vom 9. November 
2006 nichts ändern, gegenüber welchem ein 70-80%-Pensum festgehalten wor-

13

den sei. Auch könne im vorliegenden Fall nicht auf die Berechnung des IV-
Grades durch die IV-Stelle abgestellt werden, da die IV-Stelle zur Ermittlung des 
Validen- und Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne abgestellt habe, 
wohingegen für die Bemessung des versicherten Verdienstes das effektive Ein-
kommen im Jahr vor dem Unfall heranzuziehen sei. Auch könne nicht auf den 
Lohnausweis vom Juli 2006 abgestellt werden, der sich auf einen Sachverhalt 
beziehe, der sich nach dem Unfall zugetragen habe (Duplik S. 5). Im Weiteren 
macht die Vorinstanz geltend, dass die Arbeitsstelle der Beschwerdeführerin bei 
der E.________ (GmbH) grossen saisonalen Schwankungen unterlegen habe, 
weswegen im Arbeitsvertrag lediglich ein Stundenlohn vereinbart worden sei. So-
fern das Gericht zum Schluss komme, dass einzig der bei der E.________ 
(GmbH) erzielte Lohn die Bemessungsbasis für den versicherten Verdienst bilde, 
so müsste auf einen realistischen Jahreswert abgestellt werden. Die Beschwer-
deführerin habe den Unfall im April 2006, mithin zu Beginn der Sommersaison er-
litten, es könne somit nicht dieser "Sommerlohn" herangezogen werden, sondern 
(sinngemäss) der über ein Kalenderjahr ausgemittelte Lohn (Duplik S. 6). Ausge-
hend von einem 60%-Pensum ermittelte die Vorinstanz einen versicherten Ver-
dienst von Fr. 38'722.45 (indexiert auf den Rentenbeginn, Duplik S. 7 oben). 

4. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt die Vorinstanz in der Duplik vom 
15. Mai 2018 die Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bis für die 
Beschwerdeführerin ein rechtskräftiger Rentenentscheid für Unfallfolgen von der 
Deutschen Rentenversicherung vorliege.

4.1 Gemäss dem von der Beschwerdeführerin mit der Eingabe vom 2. Juli 
2018 eingereichten Rentenbescheid der Deutschen Rentenversicherung vom 
30. Mai 2018 erhält die Beschwerdeführerin, welche am 31. Januar 2008 den 
Rentenantrag stellte, für die Zeit vom 1. September 2013 bis 31. März 2018 eine 
Rente wegen Erwerbsminderung (sowie ab 1.4.2018 eine Regelaltersrente [ab 
Zeitpunkt Erreichen der Regelaltersgrenze], vgl. Bf-act. 5+6; vgl. auch Vi-act. 
2014 bis 2017). Dieser Bescheid kann während drei Monaten nach seiner Be-
kanntgabe mit Widerspruch angefochten werden. Gemäss eigenen Ausführun-
gen beabsichtigt die Beschwerdeführerin nicht, Widerspruch zu erheben. Die 
Vorinstanz erhielt vom Gericht die Möglichkeit, sich zum eingereichten Renten-
bescheid zu äussern. Innert angesetzter Frist ging beim Gericht keine Stellung-
nahme ein. 

4.2 Die beiden Rentenbescheide der deutschen Rentenversicherung sind für 
das vorliegende Verfahren, in welchem es um die Festlegung der Höhe des ver-
sicherten Verdienstes der Beschwerdeführerin geht, nicht relevant, weshalb sich 

14

auch keine Verfahrenssistierung aufdrängt (sofern die Vorinstanz an einer sol-
chen weiterhin festhält). Im Übrigen erfolgten im angefochtenen Einspracheent-
scheid keine Ausführungen zum Rentenbescheid, weshalb es diesbezüglich an 
einem Anfechtungsgegenstand fehlt und weshalb im vorliegenden Verfahren 
darüber nicht befunden werden könnte. Da die Sache gemäss dem vorliegenden 
Verfahrensausgang in Bezug auf die rechnerische Umsetzung der Komple-
mentärrente ohnehin an die Vorinstanz zurückgewiesen wird (vgl. nachfolgend 
Erw. 4.9), wird die Vorinstanz auch darüber zu befinden haben, ob und falls ja in 
welchem Umfang die Rentenleistungen der Deutschen Rentenversicherung ei-
nen Einfluss auf die UVG-Komplementärrente haben.

Lediglich der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass gemäss der vor-
liegend anwendbaren Regelung (d.h. der Regelung im Zeitpunkt der frühestmög-
lichen Rentenzusprechung, in casu per 1. Juli 2015; vgl. vorn Erw. 1.1ff.) davon 
auszugehen ist, dass Invaliden-, Alters- oder Hinterlassenenrenten, welche von 
einer ausländischen Sozialversicherung geschuldet oder ausbezahlt werden, 
nicht in die Komplementärrentenberechnung einbezogen werden (vgl. S. 5426 
unten in der Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversi-
cherung vom 30.5.2009 zu dem per 1.1.2017 in Kraft getretenen Art. 20 Abs. 2bis 
UVG, wonach Art. 20 Abs. 2 UVG [Höhe der Komplementärrente] neu, d.h. ab 
1.1.2017 anwendbar ist, wenn der Versicherte Anspruch auf eine gleichartige 
Rente einer ausländischen Sozialversicherung hat; vgl. auch die diesbezüglich 
zutreffenden Ausführungen in der Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 
2.7.2018 S. 3 Ziff. 48ff.). Wie es sich damit verhält, muss im vorliegenden Verfah-
ren nicht beurteilt werden.

5. Im vorliegenden Fall begann der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin 
per 1. Juli 2015 und somit mehr als fünf Jahre nach dem ersten Unfall vom 
23. April 2006. Es ist demnach von einem Anwendungsfall von Art. 24 Abs. 2 
UVV auszugehen, d.h. der letzte vor diesem Unfall erzielte Lohn ist massgebend 
für die Rentenfestsetzung (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVV), was soweit auch unbestritten 
ist (so bereits vorn Erw. 1.3). Des Weiteren ist unbestritten, dass Art. 22 Abs. 4 
Satz 3 UVV (zum Voraus befristete Beschäftigung) vorliegend nicht zur Anwen-
dung kommt (vgl. Erw. 5.6.3). Ebenfalls kann festgehalten werden, dass weder 
die Vorinstanz noch die Beschwerdeführerin vorbringen, es läge ein Anwen-
dungsfall von Art. 24 Abs. 1 UVV vor (verminderter Lohn im Jahr vor dem Unfall 
wegen Militärdienst, Zivildienst, Zivilschutz, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Ar-
beitslosigkeit oder Kurzarbeit).

5.1 Umstritten ist hingegen die Anwendung von Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV 
("Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit 

15

bezogene Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet." vgl. vorn Erw. 2.2), d.h. wie 
sich anhand dieses letzten Lohnes vor dem Unfall der versicherte Verdienst der 
Beschwerdeführerin berechnet. Die Vorinstanz hat diese Bestimmung so umge-
setzt, dass sie für den versicherten Verdienst der Beschwerdeführerin die Lohn-
einkünfte aus dem Jahr vor dem Unfall (der von der Vorinstanz herangezogene 
Zeitraum dauert vom 1.4.2005-31.3.2006) auf ein Jahr hochrechnete (und damit 
die Lücken für Juli und Oktober 2005 schloss). Die Beschwerdeführerin vertritt 
demgegenüber die Auffassung, dass Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV dahingehend 
auszulegen sei, dass der zuletzt vor dem Unfall erzielte Lohn aus dem unbefris-
teten Arbeitsverhältnis mit der E.________ (GmbH) (Arbeitsbeginn im April 2006) 
auf ein volles Jahr (12 Monate) aufzurechnen sei. 

5.2 Vorab ist festzuhalten, dass von Seiten der Vorinstanz weder in der ange-
fochtenen Verfügung noch im Einspracheentscheid Gerichtsurteile zitiert werden, 
die für die von ihr vorgenommene Ermittlung des versicherten Verdienstes im 
vorliegenden Fall sprechen würden (Einspracheentscheid S. 4f. Ziff. 11-15; Ver-
fügung S. 5 oben mit Verweis auf RKUV 2003 Nr. 483 S. 247f.). Stattdessen 
stellt die Vorinstanz in erster Linie auf den Wortlaut der Bestimmungen Art. 15 
Abs. 2 UVG und Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVG ab, nach denen für die Rentenbe-
messung der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn massgebend 
sei. Hierin unterscheide sich die Bemessung des versicherten Verdienstes einer 
Rente von der Bemessung der UVG-Taggelder (angefocht. Einspracheentscheid 
S. 6 Erw. 17). Zudem habe sie die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin 
berücksichtigt, die im langjährigen Vergleich durch Teilzeitstellen im Gastgewer-
be mit in der Höhe variierenden Lohneinkünften gekennzeichnet sei. Einzig auf 
den Lohn im Unfallzeitpunkt abzustellen, sei eine zufällige Annahme; dieser Lohn 
sei effektiv höher als im Schnitt (weshalb die Beschwerdeführerin wohl darauf 
abstellen wolle), könnte gerade so gut aber auch tiefer sein (Vernehmlassung 
Vorinstanz, Seite 6 ad 11).

Aus den nachfolgend aufzuzeigenden Gründen kann der Argumentation der 
Vorinstanz nicht gefolgt werden. Sowohl die höchstrichterliche Rechtsprechung 
(Erw. 5.3.1-5.3.2) als auch die Rechtsprechung verschiedener kantonaler Versi-
cherungsgerichte (Erw. 5.4.1-5.4.3) zeigen, dass die Ermittlung des versicherten 
Verdienstes auf Basis des zuletzt bei der E.________ (GmbH) ab April 2006 be-
zogenen und auf ein volles Jahr umgerechneten Lohnes erfolgt. 

5.3.1  Im Urteil 8C_779/2007 vom 17. März 2008 hat sich das Bundesgericht 
zum versichertem Verdienst einer Versicherten geäussert, welche am 19. Febru-
ar 2004 verunfallt war und in einem unterjährigen Arbeitsverhältnis stand. Das 
Bundesgericht hielt fest, dass die damalige Situation der Versicherten nicht mit 

16

den in Art. 24 Abs. 1 UVV genannten Tatbeständen zu vergleichen sei (was auch 
im vorliegenden Fall gilt, vgl. vorn Erw. 5) (zit. Urteil Erw. 4.3.1 in fine). In Erwä-
gung 4.3.2 hielt das Bundesgericht fest: 

Somit ist der Anteil aus dem Vertrag mit der Y.________ AG am versicherten Jah-
resverdienst in Anwendung von Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVV grundsätzlich aufgrund 
des im Jahr vor dem Unfall bezogenen Lohnes zu berechnen. Dabei ist eine tag-
genaue Berechnung durchzuführen (Urteil U 155/94 vom 18. März 1996, E. 6b). 
Da das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt des Unfalles weniger lang als ein Jahr ge-
dauert hatte, ist der bezogene Verdienst gemäss Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV auf ein 
ganzes Jahr umzurechnen. In den 164 Tagen zwischen dem 8. September 2003 
und dem 19. Februar 2004 erzielte die Versicherte ein Bruttoeinkommen von 
Fr. 6185.-; umgerechnet auf ein Jahr ergibt sich somit ein hypothetisches Jahres-
einkommen bei der Y.________ AG von Fr. 13'765.40.

Somit ist das Bundesgericht im damaligen Urteil nach der Berechnungsmethode 
vorgegangen, wie sie auch die Beschwerdeführerin geltend macht. 

5.3.3  Im BGE 138 V 106 V Erw. 5.3 hat das Bundesgericht u.a. folgendes fest-
gehalten: 

Bei unbefristeten unterjährigen Arbeitsverhältnissen wird vermutet, dass die versi-
cherte Person ganzjährig zu den gleichen Bedingungen gearbeitet hätte, weshalb 
die Umrechnung nach Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV auf zwölf Monate zu erfolgen hat. 
Diese Bestimmung ist anwendbar etwa bei Stellenwechsel, Aufnahme einer Er-
werbstätigkeit und Wechsel von selbstständiger zu unselbstständiger Erwerbs-
tätigkeit. Bei versicherten Personen, die nur einen zeitlich begrenzten Teil des Jah-
res erwerbstätig sind, erfolgt keine Umrechnung auf ein ganzes Jahr, sondern es 
gilt als Verdienst derjenige während der vereinbarten Dauer. (…). 

Nach der gerichtlichen Beurteilung erhellt auch aus diesen Ausführungen, dass 
der versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin anhand des zuletzt bestande-
nen Arbeitsverhältnisses mit der E.________ (GmbH), umgerechnet auf ein gan-
zes Jahr (12 Monate) zu bemessen ist.

5.3.4  Im Urteil U 16/01 vom 24. Juli 2001 hat sich das frühere EVG zur Sonder-
regel von Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV (in dem bis Ende 1997 gültig gewesenen 
und damals anwendbaren Wortlaut, d.h. bei einem Versicherten, der eine Sai-
sonbeschäftigung ausübte, ist die Umrechnung auf die normale Dauer dieser Be-
schäftigung beschränkt) geäussert und dabei auch Bezug genommen, wie diese 
Vorschrift im Verhältnis zu Art. 22 Abs. 4 Satz 1 und 2 UVV zu interpretieren sei 
(Satz 1 und 2 haben seither keine Änderung im Wortlaut erfahren). Entgegen den 
Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen Einspracheentscheid (S. 6 
Erw. 16) äussert sich das Urteil U 16/01 nicht nur zum Valideneinkommen, son-
dern es ist auch für den vorliegend streitigen versicherten Verdienst der Be-
schwerdeführerin relevant. In Erw. 1b des besagten Urteils hielt das EVG u.a. 
fest (Fettdruck durch das Verwaltungsgericht vorgenommen): 

17

(...) Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV bildet demnach eine Sonderregel sowohl im Ver-
hältnis zu Satz 1 als auch zu Satz 2 des Absatzes, indem bei Saisonbeschäftigten 
weder der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn massgebend 
(Satz 1) noch der bis zum Unfall bezogene Lohn auf ein Jahr umzurechnen ist 
(Satz 2). Als Sonderregel zu Satz 2 hat Satz 3 lediglich den für die Umrechnung 
massgebenden Zeitraum zum Gegenstand, ändert aber nichts daran, dass auch 
bei Saisonbeschäftigten eine Umrechnung im Sinne von Satz 2 vorzunehmen ist. 
Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV knüpft an ein unterjähriges Arbeitsverhältnis an 
und legt als Rechtsfolge fest, dass der bislang bezogene Lohn auf ein Jahr 
umgerechnet wird. Wenn der folgende Satz 3 bloss noch ausführt, dass bei einer 
Saisontätigkeit die Umrechnung auf die normale Dauer dieser Beschäftigung be-
schränkt bleibt und die Rechtsfolge in dieser Form umschreibt, so wird damit an 
das Verhältnis angeknüpft, wie es zu Beginn von Satz 2 formuliert ist, näm-
lich an ein im Zeitpunkt des Unfalls bestehendes, noch nicht ein Jahr dau-
erndes Arbeitsverhältnis. Auch daraus folgt, dass ein früheres, noch inner-
halb des Jahres vor dem Unfall liegendes Arbeitsverhältnis nicht berücksich-
tigt werden kann. (...)

Auch aus diesen Ausführungen erhellt, dass Satz 2 von Art. 22 Abs. 4 UVV da-
hingehend auszulegen ist, dass der in einem unbefristeten und unterjährigen Ar-
beitsverhältnis erzielte Lohn auf ein volles Jahr hochzurechnen ist und dass der 
Lohn aus früheren Arbeitsverhältnissen (auch wenn diese innerhalb eines Jahres 
vor dem Unfall bestanden haben) nicht zu berücksichtigen ist. An dieser Praxis 
hielt das EVG in der Folge fest (vgl. bspw. Urteil U 155/04 vom 22.9.2004 
Erw. 3.2 [RKUV 1/2005 S. 53]).

5.3.5  Im Urteil EVG U 307/04 vom 1. Februar 2005 Erw. 3.1 (RKUV 4/2005 
S. 301) wurde präzisiert (Fettdruck durch das Verwaltungsgericht vorgenommen): 

Art. 22 Abs. 4 Satz 2 und Satz 3 UVV regeln die Frage, ob der Verdienst auf ein 
volles Jahr umzurechnen oder der effektiv erzielte Verdienst während der beab-
sichtigten Beschäftigungsdauer anzurechnen ist (RKUV 1992 Nr. U 148 S. 124 
Erw. 5c). Dabei wird bei unterjährigen Arbeitsverhältnissen vermutet, dass die 
versicherte Person ganzjährig zu den gleichen Bedingungen gearbeitet hätte, 
weshalb die Umrechnung nach Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV auf zwölf Monate zu 
erfolgen hat, so beispielsweise bei Stellenwechsel, Aufnahme einer Erwerbs-
tätigkeit, Wechsel von selbstständiger zu unselbstständiger Erwerbstätigkeit. 
Bei versicherten Personen, die nur einen zeitlich begrenzten Teil des Jahres er-
werbstätig sind, erfolgt keine Umrechnung, sondern es gilt als Verdienst derjenige 
während der vereinbarten Dauer, wie etwa bei Studenten und Schülern, die nur fe-
rienhalber arbeiten, und bei Selbstständigerwerbenden, die sporadisch unselbst-
ständige Arbeit leisten (RKUV 1992 Nr. U 148 S. 120 Erw. 4c/aa).

Auch diese höchstrichterlichen Ausführungen (vgl. bspw. Urteil EVG U 421/05 
vom 25.10.2006 Erw. 2.3) sprechen für die Berechnung des versicherten Ver-
dienstes gemäss der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Methode. 

5.3.6  Sodann hat sich die Vorinstanz für die von ihr gewählte Methode mit 1-
Jahreshochrechnung der Löhne in der Zeit 1. April 2005 bis 31. März 2006 auf 

18

RKUV 2003 Nr. U 483 (betreffend EVG U 292/01 vom 1.4.2003 Erw. 3.3) S. 247f. 
berufen. In diesem Entscheid war u.a. über die Berücksichtigung von Kinderzula-
gen bei der Rentenbemessung zu befinden. Bereits die Regeste im RKUV zu 
diesem Entscheid spricht gegen die vorinstanzliche Betrachtungsweise:

Kinderzulagen sind auch bei einem unterjährigen - in casu einmonatigen - Arbeits-
verhältnis in dem Umfang zu berücksichtigen, wie sie im Monat des Unfalls vom 
Arbeitgeber auf ein Jahreseinkommen umgerechnet geschuldet waren (Erw. 3.3 
und 5). 

Auch die Ausführungen in Erwägung Ziff. 3.3 des EVG U 292/01 sprechen für die 
Richtigkeit der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Methode:

(…). Mit der Spezialregelung von Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV im Besonderen wird 
für unterjährige Arbeitsverhältnisse die Umrechnung des tatsächlichen, nicht 
während des ganzen Jahres bezogenen Lohnes auf ein Jahreseinkommen ange-
ordnet. Damit sollen rein zeitlich bedingte Lohnlücken ausgeglichen werden; dies 
im Gegensatz zum Ausgleich von quantitativen Verdiensteinbussen bei den Aus-
nahmetatbeständen von Art. 24 UVV (…). Das bedeutet aber nicht, dass im Rah-
men der Sonderregel von Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV jeder Bezug zur Grundregel 
von Art. 15 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVV aufgehoben 
wäre. Vielmehr ändert die in Art. 22 Abs. 4 Satz 2 für unterjährige Arbeitsverhält-
nisse angeordnete Umrechnung auf ein Jahreseinkommen nichts an der Massge-
blichkeit der vor dem Unfall tatsächlich gegebenen, erwerblichen Verhältnisse. Be-
rechnungsgrundlage für die Festsetzung des versicherten Verdienstes bildet auch 
hier der tatsächliche, vor dem Unfall bezogene Lohn (…) und nicht die Lohnent-
wicklung, wie sie eingetreten wäre, wenn die versicherte Person nach dem Unfall 
bis zum Zeitpunkt weiter gearbeitet hätte, in dem sie in dem die Versicherung be-
dingenden Arbeitsverhältnis einen vollen Jahreslohn erzielt gehabt hätte (…). 
Ebenso wenig sind die hypothetischen Lohnverhältnisse massgebend, wie sie sich 
eingestellt hätten, wenn die versicherte Person ein unterjähriges Arbeitsverhältnis 
bereits ein volles Jahr vor dem Unfall angetreten hätte.

Daraus erhellt, dass gemäss Bundesgericht zur Ermittlung des versicherten Ver-
dienstes gemäss Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV bei mehreren, nachgelagerten Ar-
beitsverhältnissen auf das im Unfallzeitpunkt bestehende, unterjährige Arbeits-
verhältnis abzustellen ist und der dabei bezogene Lohn auf ein Jahreseinkom-
men hochzurechnen ist. Eine allfällige Lohnentwicklung ist dabei nicht zu berück-
sichtigen, sondern es sind die tatsächlichen erwerblichen Verhältnisse vor dem 
Unfall heranzuziehen. 

5.4  Auch ein Blick in die Rechtsprechung der kantonalen Versicherungsgerich-
te zeigt, dass der versicherte Verdienst auf Basis des zuletzt bezogenen und auf 
ein volles Jahr umgerechneten Lohnes zu bemessen ist.

5.4.1  In der TVR (Thurgauische Verwaltungsrechtspflege) 2015 Nr. 35 findet 
sich die folgende Erwägung 6.1.2: 

19

(...). Bei Versicherten, die einer unregelmässigen Beschäftigung nachgehen, er-
folgt grundsätzlich keine Umrechnung im Sinne von Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV, 
sondern wird der versicherte Verdienst aufgrund des innerhalb eines Jahres vor 
dem Unfall effektiv bezogenen Lohnes festgesetzt. Eine Anwendung von Art. 22 
Abs. 4 Satz 2 UVV fällt höchstens dann in Betracht, wenn im Zeitpunkt des Unfalls 
die klare Absicht bestanden hat, eine ganzjährige Beschäftigung aufzunehmen, 
was vom Versicherten durch konkrete, bereits vor dem Unfall getroffene Vorkehren 
nachzuweisen ist (Urteil des EVG U 209/99 vom 9. November 2000 E. 2b). Für die 
Rentenbemessung sowohl von Versicherten, die im Zeitpunkt des Unfalles in ei-
nem überjährigen, wie auch für solche, die in einem unterjährigen Arbeitsverhältnis 
stehen, ist die - im Rahmen eines oder mehrerer Arbeitsverhältnisse ausgeübte - 
normale Dauer der Beschäftigung massgeblich. Diese richtet sich nach der bishe-
rigen oder beabsichtigten künftigen Ausgestaltung der Erwerbsbiographie (BGE 
138 V 106 E. 5.4.5). Ist aus einer allenfalls auch im Ausland absolvierten Erwerbs-
biographie ersichtlich, dass die versicherte Person längere Zeiten keiner Erwerbs-
tätigkeit nachging, so ist nicht davon auszugehen, dass die normale Beschäfti-
gungsdauer dieser Person einer unbefristeten Tätigkeit entspricht (BGE 138 V 106 
E. 7.3).

Auch diese Ausführungen sprechen dafür, den versicherten Verdienst der Be-
schwerdeführerin anhand ihres zuletzt bezogenen (und auf ein volles Jahr umge-
rechneten) Lohns zu berechnen.

5.4.2  Das Verwaltungsgericht Appenzell Ausserrhoden hatte im Jahr 2003 den 
Anspruch auf eine Invalidenrente aus der beruflichen Vorsorge zu beurteilen und 
hat dabei für die Berechnung des versicherten Verdienstes den folgenden Analo-
gieschluss gezogen (AR GVP 15/2003 Nr. 2226 S. 62): 

(...). Auf demselben Grundgedanken beruht die Regelung des für die Invalidenren-
tenbemessung in der obligatorischen Unfallversicherung massgebenden versicher-
ten Verdienstes. Er entspricht gemäss Art. 15 Abs. 2 UVG ebenfalls dem innerhalb 
eines Jahres vor dem Unfall bezogenen Lohn und wo das Versicherungsverhältnis 
weniger lang gedauert hat, wird der letzte effektiv bezogene Lohn auf ein Jahr um-
gerechnet (Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV).

5.4.3  Auch aus dem Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 18. Mai 
2017 (725 16 258 / 134), das die Bemessung des versicherten Verdienstes bei 
unterjähriger Beschäftigung betrifft, erhellt, dass bei unbefristeten unterjährigen 
Arbeitsverhältnissen (so etwa bei Stellenwechseln) vermutet wird, dass die versi-
cherte Person ganzjährig zu den gleichen Bedingungen gearbeitet hätte, weshalb 
die Umrechnung des Lohnes im Unfallzeitpunkt nach Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV 
auf zwölf Monate zu erfolgen hat. Dies komme etwa dann in Betracht, wenn im 
Zeitpunkt des Unfalls die klare Absicht bestanden hat, eine ganzjährige Beschäf-
tigung aufzunehmen. Hingegen sei Art. 22 Abs. 4 Satz 3 UVV anzuwenden, 
wenn die versicherte Person nur einen zeitlich begrenzten Teil des Jahres er-
werbstätig sei. In casu hatte es das Gericht abgelehnt anzunehmen, die letzte 
Anstellung sei eine Dauerstelle, weshalb es nicht Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV an-

20

gewendet und nicht den letzten Lohn auf ein Jahr hochgerechnet hat. Damit 
bestätigte es aber, dass im Falle des Nachweises einer Dauerstelle, der letzte 
Lohn hochzurechnen wäre und nicht die Summe der Löhne im letzten Jahr 
massgeblich sei. Zudem hat das Gericht auch bei Anwendung von Art. 22 Abs. 4 
Satz 3 UVV allein auf den letzten Lohn im Unfallzeitpunkt abgestellt und nicht auf 
die Summe der Löhne im letzten Jahr, wie dies die Vorinstanz tat (vgl. Urteil Erw. 
7).

5.5  Schliesslich wird auch in der Lehre hinsichtlich der Berechnung des vermit-
telten Verdienstes von der Massgeblichkeit des Lohnes aus dem aktuellen (un-
terjährigen) Arbeitsverhältnis ausgegangen. Philipp Geertsen hält diesbezüglich 
fest (Ph. Geertsen, Das Komplementärrentensystem der Unfallversicherung zur 
Koordination von UVG-Invalidenrenten mit Rentenleistungen der I. Säule [Art. 20 
Abs. 2 UVG], S. 175ff. in: SGRW - St. Galler Schriften zur Rechtswissenschaft 
Band/Nr. 18, 2011, S. 200):

Hat die versicherte Person im letzten Jahr vor dem Unfall die Stelle gewechselt, so 
ist keine Unterteilung entsprechend der Dauer der jeweiligen Arbeitsverhältnisse in 
verschiedene Zeitperioden vorzunehmen. Vielmehr wird das im Zeitpunkt des Un-
falles aktuelle (unterjährige) Arbeitsverhältnis in Anwendung von Art. 22 Abs. 4 
Satz 2 UVV auf ein Jahr aufgerechnet. Es wird somit auch bei infolge Stellenwech-
sel unterjährigen unbefristeten Arbeitsverhältnissen davon ausgegangen, dass die 
versicherte Person ganzjährig zu den gleichen Bedingungen gearbeitet hätte. (...). 

5.6.1 Für den vorliegenden Fall bedeutet dies folgendes:

Die Beschwerdeführerin hat Anfang April 2006 und damit kurz vor dem Unfall 
vom 23. April 2006 bei der E.________ (GmbH) eine neue, unbefristete Stelle als 
"Servicemitarbeiterin TZ" angetreten. Unklar bleibt der genaue Tag des Stellen-
antritts; im Arbeitsvertrag steht "Der Arbeitsvertrag beginnt am 7. April 2006" (Bf-
act. 4; der Arbeitsvertrag ist nur von der Arbeitgeberin unterzeichnet am 
17.3.2006). Die Probezeit betrug 3 Monate mit einer Kündigunsfrist während der 
Probezeit von 3 Tagen, danach mit einer Kündigungsfrist von einem Monat 
während dem 1. Arbeitsjahr. Die Entlöhnung der Beschwerdeführerin erfolgte im 
Stundenlohn (Bruttostundenlohn Fr. 28.75 [Festlohn Fr. 24.00, Ferienlohn 
Fr. 2.55, 13. Monatslohn Fr. 2.20]; Nettolohn Fr. 25.90). Ein Arbeitspensum oder 
eine Mindeststundenzahl wurden nicht vereinbart. Der Arbeitsvertrag wurde für 
eine unbestimmte Dauer abgeschlossen.

5.6.2  Dass die Beschwerdeführerin hinsichtlich des versicherten Verdienstes als 
unregelmässig Erwerbstätige (bzw. Saisonier) einzustufen wäre (mit der Folge, 
dass keine Umrechnung im Sinne von Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV vorzunehmen 
wäre, sondern Satz 3 anwendbar ist; vgl. vorn Erw. 5.4.1), wird von der Vor-

21

instanz nicht geltend gemacht. Im Gegenteil hat die Vorinstanz in ihrer Berech-
nung die Lücken Juli und Oktober 2005 geschlossen, womit sie konkludent zu 
erkennen gibt, dass sie im Gesundheitsfall der Beschwerdeführerin von einer re-
gelmässigen (d.h. ganzjährigen) Beschäftigung ausgeht. Es besteht demnach 
keine Veranlassung, davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin beabsich-
tigte, nur vorübergehend bei der E.________ (GmbH) beschäftigt zu sein. Es hat 
damit eine Hochrechnung des Lohnes auf ein Jahr zu erfolgen.

5.6.3  Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ganzjährig zu den 
gleichen Bedingungen (d.h. zum gleich Stundenlohn) wie bei der letzten Arbeits-
stelle vor dem Unfallereignis gearbeitet hätte. In Anwendung von Art. 22 Abs. 4 
Satz 2 UVV ist deshalb gemäss dargelegter Rechtsprechung und Lehre der ver-
sicherte Verdienst der Beschwerdeführerin auf Basis des zuletzt (ab April 2006) 
bei der E.________ (GmbH) erzielten Lohnes zu ermitteln. 

5.6.4  Als Zwischenfazit ist demnach festzuhalten, dass für die Bemessung des 
versicherten Verdienstes im Falle der Beschwerdeführerin einzig das Arbeitsver-
hältnis bei der E.________ (GmbH) heranzuziehen ist. Es stellt sich im Falle der 
Beschwerdeführerin, welche dort auf Stundenlohnbasis angestellt war, nachfol-
gend die Frage nach dem erzielten Lohn bzw. der Höhe des Arbeitspensums (re-
spektive des daraus erzielten und auf 12 Monate hochgerechneten Lohnes).

5.7.1  In Art. 22 UVV wird festgehalten, was im Allgemeinen als massgebender 
Lohn und damit als versicherter Verdienst zu qualifizieren ist. Dieser bildet die 
Bemessungsgrundlage für das Taggeld und die Renten (Urteil EVG U 384/01 
vom 2.12.2004 Erw. 2.1 mit weiteren Hinweisen). In sachlicher Hinsicht wird der 
massgebende Lohn grundsätzlich in Art. 22 Abs. 2 UVV definiert, welcher den 
versicherten Verdienst "im Allgemeinen" regelt. Danach gilt als versicherter Ver-
dienst der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn, 
einschliesslich hier nicht relevanter Abweichungen (lit. a-d) (vgl. BGE 136 V 182 
Erw. 2.1).

5.7.2 Der zwischen der Beschwerdeführerin und der Arbeitgeberin vereinbarte 
Stundenlohn ist unbestritten (Erw. 5.6.1). Die Beschwerdeführerin macht geltend, 
im Umfange eines 80%-Pensums gearbeitet zu haben, wogegen die Vorinstanz 
von einem 60%-Pensum ausgeht.

Für den Monat April 2006 ist keine Lohnabrechnung von der E.________ 
(GmbH) aktenkundig und es ist auch nicht davon auszugehen, dass diese Lohn-
abrechnung noch erhältlich gemacht werden kann, nachdem sie bislang nicht 
eingereicht wurde und die Gesellschaft zwischenzeitlich aufgelöst und im Han-

22

delsregister des Kantons Luzern gelöscht worden ist. In welchem zeitlichen Pen-
sum die Beschwerdeführerin bis zum Unfall vom 23. April 2006 bei der 
E.________ (GmbH) gearbeitet hat, ist deshalb in Würdigung der vorliegenden 
Akten zu bestimmen. Den Akten lässt sich hierzu folgendes entnehmen: 

• In der Beschwerde berechnet der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin den 
Lohn bei der E.________ (GmbH) wie folgt (Beschwerde S. 9 Ziff. 22; so be-
reits im Schreiben vom 18.5.2016 Vi-act. 259 S. 6 Ziff. 17): Ausgehend von 
einem 80%-Pensum und einem Stundenlohn von Fr. 26.20 (inkl. 13. Monats-
lohn) ergebe sich bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 42.4 Stun-
den/Woche im Vollpensum ein Jahreseinkommen von Fr. 46'212.61 (26.20 x 
[0.8 x 42.4] x 52), angepasst an die Teuerung = Fr. 51'629.91.

• Im IK-Auszug ist für die Tätigkeit der Beschwerdeführerin bei der E.________ 
(GmbH) für die Monate April bis August 2006 ein Einkommen von Fr. 4'780.-- 
aufgeführt (Vi-act. 227).

• In der Unfallmeldung UVG (von der Beschwerdeführerin am 8.5.2006 ausge-
füllt und unterzeichnet; Vi-act. 160) nannte die Beschwerdeführerin eine Ar-
beitszeit von 25 Stunden pro Woche (bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit 
von ebenfalls 25 Stunden pro Woche; gefragt war hier wohl nach der be-
triebsüblichen Arbeitszeit bei einem Vollzeitpensum; in der Beschwerdeschrift 
[S. 9 Ziff. 22] geht die Beschwerdeführerin diesbezüglich von 42.4 h/Woche 
und die Vorinstanz in der Duplik von 42 h/Woche aus [Duplik S. 4 ad 8.1, 26-
28; im Fliesstext werden zwar 40 Stunden angegeben, anschliessend rechne-
te die Vorinstanz aber mit 42 h/Woche], was gerundet einem 60%-Pensum 
entspricht (25 : 42.4 x 100 = 58.9%; 25 : 42 x 100 = 59,5%); 

• In den Akten befindet sich die Lohnabrechnung für Juli 2006 (Vi-act. 164), wo-
nach die Beschwerdeführerin in diesem Monat 76.25 Stunden gearbeitet hat. 

• Im MEDAS-Gutachten vom 21. September 2015 findet sich die Aussage der 
Beschwerdeführerin, dass eine Steigerung bis zu einem Pensum von 80% 
geplant gewesen sei (Vi-act. 158 S. 17). 

• Im Bericht des Personenschaden-Inspektors der Vorinstanz vom 9. November 
2006 wurde bei den wirtschaftlichen Verhältnissen angeführt, dass die Be-
schwerdeführerin bei der E.________ (GmbH) seit 1. April 2006 in einem 
Pensum von ca. 70-80% arbeite (Vi-act. 167 S. 2 oben). 

• In den Taggeldabrechnungen (vgl. Vi-act. 1ff.) ging die Vorinstanz von einem 
Tagesansatz von Fr. 81.92 (Ansatz 100%) aus, welchem die Annahme einer 
25-Stunden-Woche zugrunde liegt (versichertes Jahreseinkommen von 
Fr. 37'375.00 [Fr. 28.75 x 25h x 52 Wochen] x 0.8 : 365, vgl. Duplik S. 4). 

• Mit Verfügung vom 1. Oktober 2015 sprach die IV der Beschwerdeführerin ei-
ne ganze Rente ab 1. November 2013 zu. Der Berechnung liegt die Aus-

23

gangsbasis zu Grunde, dass sie zu 80% als Serviceangestellte und 20% im 
Haushalt tätig sei bzw. ab 1. Dezember 2010 zu 100% erwerbstätig sei (Vi-
act. 1160 f.).

5.7.3  Bei dieser Aktenlage ist im vorliegenden Fall auf die echtzeitlichen Selbst-
angaben der Beschwerdeführerin in der Unfallmeldung vom 8. Mai 2006 abzu-
stellen. Danach hat sie bis zum Unfall am 23. April 2006 25 Stunden in der Wo-
che (= gerundet 60%-Pensum) gearbeitet, weshalb in Bezug auf den versicher-
ten Verdienst von diesem tatsächlich geleisteten und von der Beschwerdeführe-
rin deklarierten Pensum auszugehen ist. Diese Beurteilung ergibt sich zum einen 
in Anlehnung an die Beweisregel der sog. Aussage der ersten Stunde, wonach 
diese in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellun-
gen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versiche-
rungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (vgl. BGE 121 V 45). 
Es wird von der Beschwerdeführerin nicht dargelegt, welche Veranlassung sie 
am 8. Mai 2006 beim Ausfüllen der Schadenmeldung UVG gehabt hätte, ein 
Pensum von 25 Stunden in der Woche anzugeben, wenn dies nicht zugetroffen 
hätte. Zum anderen hat die Vorinstanz auch den (rechnerisch diesbezüglich 
gleich ermittelten) ausgerichteten Taggeldern ein Pensum von 25 Stunden in der 
Woche zu Grunde gelegt, ohne dass die (seit 2009 anwaltlich vertretene) Be-
schwerdeführerin dagegen opponiert hätte.

5.7.4  Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin aus dem 
Einwand, es sei vereinbart gewesen, dass sie ihr Pensum bei der E.________ 
(GmbH) schrittweise auf 80% hätte erweitern sollen und was nach Auffassung 
der Beschwerdeführerin mit der eingereichten Lohnabrechnung Juli 2006 (Vi-act. 
164) bewiesen sei. Entscheidend sind die erwerblichen Verhältnisse vor dem Un-
fall, d.h. in casu bis zum 23. April 2006 (vgl. vorn Erw. 5.3.6 mit Ausführungen zu 
EVG U 292/01 vom 1.4.2003 Erw. 3.3, wonach die Lohnentwicklung nicht 
berücksichtigt wird). Eine entsprechende Vereinbarung mit dem damaligen Ar-
beitgeber mit dem Ziel einer sukzessiven Pensumerhöhung legt die Beschwerde-
führerin nicht ins Recht, weswegen sie diesbezüglich die Folgen der Beweislo-
sigkeit zu tragen hat (vgl. BGE 115 V 142 Erw. 8a).

Zudem fällt auf, dass gemäss dieser Lohnabrechnung die Beschwerdeführerin im 
Juli 2006 76.25 Stunden als Servicemitarbeiterin bei der E.________ (GmbH) 
gearbeitet hat. Bis 15. Juli 2006 war die Beschwerdeführerin 100% arbeitsun-
fähig geschrieben (Vi-act. 165), die 76.25 Stunden wurden somit in den letzten 
zwei Juliwochen geleistet (dies entspricht rund 38 h/Woche). Bei einer betriebs-
üblichen Wochenarbeitszeit von 42 Stunden würde dies einem 90%-Pensum 
entsprechen, was deutlich über dem von der Beschwerdeführerin veranschlagten 

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80%-Pensum liegt und mithin zeigt, dass sie im Juli 2006 mehr gearbeitet hat, als 
von ihr im vorliegenden Verfahren geltend gemacht wird. Der Juli 2006 ist daher 
in Bezug auf das Arbeitspensum als Ausnahmemonat zu betrachten, weswegen 
darauf nicht abgestellt werden kann. Plausibel erscheinen diesbezüglich auch die 
Ausführungen in der Duplik der Vorinstanz (S. 6), wonach die Arbeit als Service-
mitarbeiterin in einem Seerestaurant mit grosser Terrasse saisonalen Schwan-
kungen unterliegt (wofür auch die arbeitsvertragliche Vereinbarung eines Stun-
denlohns spricht) und im Juli 2006 Hochbetrieb war mit entsprechenden längeren 
Arbeitstagen der Beschwerdeführerin. Selbst wenn von gewissen Schwankungen 
im Arbeitspensum der Beschwerdeführerin auszugehen wäre, ist davon abzuse-
hen, eine Ausmittelung des Arbeitspensums über das ganze Jahr vorzunehmen, 
sondern es ist auf die Verhältnisse bis zum Unfall abzustellen (i.c. 25 h/Woche / 
60%-Pensum). 

5.7.5  An der Beurteilung eines 60%-Pensums ändert auch der Bericht des Per-
sonenschadeninspektors der Vorinstanz vom 9. November 2006 nichts, in wel-
chem ein 70% bis 80%-Pensum festgehalten wird (Vi-act. 167). Der Bericht wur-
de im Anschluss an das Gespräch mit der Beschwerdeführerin vom 7. November 
2006 verfasst und basiert mithin (in Bezug auf das Arbeitspensum) auf Angaben 
der Beschwerdeführerin, welche von den zeitnah zum Unfall gemachten Selbst-
angaben abweichen, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann.

5.7.6  Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin aus der IV-
Verfügung. Für die Ermittlung der IV-Rente berücksichtigte die IV, welches Ein-
kommen die Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit erzielen könnte. Sie ging 
dabei von einer 80% Erwerbstätigkeit und 20% Hausarbeit aus, ab 1. Dezember 
2010 von einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit. Abgesehen davon, dass die Un-
fallversicherung nicht an die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung ge-
bunden ist (BGE 131 V 362 Erw. 2.2; Bundesgerichtsurteil 8C_744/2017 vom 
14.5.2018 Erw. 5.3), war es nicht die Aufgabe der IV, einen versicherten Ver-
dienst im Sinne des UVG zu ermitteln. Die IV hat weder den Lohn noch das ef-
fektive Arbeitspensum im Zeitpunkt des Unfalls ermittelt. 

5.7.7  Als Zwischenfazit ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als gestützt 
auf Art. 22 Abs. 4 Satz 2 UVV der versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin 
dem auf ein Jahr hochgerechneten Lohn der letzten unterjährigen Anstellung bei 
der E.________ (GmbH) entspricht (und nicht dem im letzten Jahr erzielten, auf 
ein Jahr hochgerechneten Lohn). Unbegründet ist die Beschwerde hingegen, 
soweit darin die Neuberechnung der Rente bzw. Komplementärrente aufgrund 
eines 80%-Pensums der Beschwerdeführerin bei der E.________ (GmbH) bean-
tragt wird. Es erweist sich als überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwer-

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deführerin bei der E.________ (GmbH) vor dem Unfall vom 23. April 2006 in ei-
nem Pensum von 25 Stunden in der Woche gearbeitet hat und in diesem Pen-
sum weiter gearbeitet hätte (was ca. einem 60%-Pen-sum entspricht). Der in die-
sem Pensum erzielte Lohn ist auf ein Jahr (12 Monate) hochzurechnen, was den 
versicherten Verdienst ergibt. 

Weitere Einwände gegen die Berechnung der Vorinstanz werden nicht geltend 
gemacht (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 7).

5.8 Entgegen den Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid S. 4 
oben ist die Verfügung vom 13. Juni 2016 in Bezug auf die Taggeldrückforderung 
nicht in (Teil-)Rechtskraft erwachsen. Zwar trifft es zu, dass die Beschwerdefüh-
rerin diesbezüglich weder in der Einsprache noch in der Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde Ausführungen macht. Darin kann allerdings keine stillschweigende An-
erkennung der Rückforderung erblickt werden, da sich dieses Schweigen mit der 
von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Bemessungsmethode des versi-
cherten Verdienstes erklärt. Nach der Berechnung der Beschwerdeführerin resul-
tiert eine Komplementärrente, die betraglich über den ausgerichteten Taggeldern 
liegt, weshalb auch keine Rückforderung erfolgen kann. 

Da die Taggelder ebenfalls auf Basis eines 60%-Pensums (25h/Woche) ausge-
richtet wurden, ist davon auszugehen, dass eine Rückforderung entfällt. Sofern 
die Vorinstanz auch nach der Neuberechnung der Komplementärrente an einer 
Rückforderung festhält, wird sie folgendes zu beachten haben:

Die Rückforderung nicht mittels Verfügung zugesprochener, sondern formlos 
gewährter Taggelder als zu Unrecht bezogen setzt voraus, dass entweder die 
Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder aber eine 
Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung (oder 
formlosen Leistungszusprache) erfüllt sind (Bundesgerichtsurteil 8C_127/2012 
vom 30.8.2012 Erw. 5 mit Verweis auf BGE 130 V 318 Erw. 5.2 u.w.). Die Vor-
instanz hat sich weder in der Verfügung vom 13. Juni 2016 noch im angefochte-
nen Einspracheentscheid zu diesen Rückforderungstiteln geäussert, d.h. bislang 
nicht dargelegt, ob sie die Taggelder gestützt auf die Revision oder die Wieder-
erwägung zurückfordert. Sofern die Vorinstanz weiterhin an der Rückforderung 
festhält, wird sie im neuen Entscheid darzulegen haben, auf welchen Rückforde-
rungstitel sie sich stützt und inwiefern die entsprechenden Voraussetzungen er-
füllt sind.

5.9 Die Beschwerde erweist sich dem Gesagten nach insoweit als begründet, 
als die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, damit sie den versicherten 
Verdienst der Beschwerdeführerin im Sinne der Erwägungen (d.h. gemäss dem 

26

Arbeitsvertrag vom 17.3.2006 mit der E.________ (GmbH) und dies auf Basis ei-
ner 25 Stundenwoche) neu bestimmt. Der Einspracheentscheid ist in diesem 
Sinne aufzuheben. Soweit die Beschwerdeführerin die Rentenfestsetzung auf 
Basis eines 80%-Pensums bei der E.________ (GmbH) beantragt, ist die Be-
schwerde abzuweisen.

6.1 Es werden keine Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Bar-
auslagen) erhoben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der beanwalteten Be-
schwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung zu entrichten (Art. 1 
Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Die Bemessung der Parteientschädigung 
richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411). Die Vergütung wird nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt (§ 6 
Abs. 1 Satz 3 GebTRA). § 14 GebTRA sieht für das Honorar im Verfahren vor 
Verwaltungsgericht einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor. In diesem 
Rahmen ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierig-
keit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen 
Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Im Lichte all dieser Aspekte und 
der Aktenlage wird die Parteientschädigung auf Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen 
und MwSt) festgelegt.

7. Rückweisungsentscheide, mit denen eine Sache zur neuen Entscheidung 
an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, sind in der Regel Zwischenentscheide, 
welche nur unter der Voraussetzung von Art. 92 und 93 BGG beim Bundesge-
richt anfechtbar sind (vgl. Bundesgerichtsurteil 2C_525/2013+ 2C_526/2013 vom 
2.7.2013 Erw. 2 mit Hinweisen). Im konkreten Fall ist fraglich, ob die Voraus-
setzungen von Art. 92 oder 93 BGG erfüllt sind. Ungeachtet dessen wird der vor-
liegende Entscheid mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen, wobei die Parteien 
daraus im Falle eines Weiterzuges nichts zu ihren Gunsten ableiten können.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 24. Juli 
2017 aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Die Vorinstanz hat der beanwalteten Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung von Fr. 2'000.- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu ent-
richten. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 9. August 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 

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sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 13. August 2018