# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bb9c1d8-3a36-5e9b-8d99-c746189f55ea
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 06.12.2022 470 2022 116 (470 22 116)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2022-116_2022-12-06.pdf

## Full Text

Seite 1  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
 
 
Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
6. Dezember 2022 (470 22 116)  
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafprozessrecht 
 
 
Sistierung des Verfahrens 
 
 
 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Beat Hersberger (Ref.),  

Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 
 

Parteien A.____,  
Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 
B.____,   
Beschuldigter 

  
 

Gegenstand Sistierung des Verfahrens 
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft vom 22. Juli 2022 
 

 
 
 

 
 
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A. Mit Verfügung vom 22. Juli 2022 sistierte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 
Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), das Verfahren MU1 21 
3343 gegen B.____ (nachfolgend: Beschuldigter) u.a. betreffend Gefährdung des Lebens, Un-
terlassung der Nothilfe, falsche Anschuldigung, Irreführung der Rechtspflege und falsches 
Zeugnis.  
 
Auf die Begründung dieser Verfügung sowie der weiteren Eingaben und Anträge der Parteien 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlusses einge-
gangen.  
 
B.  Gegen die vorgenannte Verfügung der Staatsanwaltschaft erhob A.____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 1. August 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht). Er stellte zunächst das Rechts-
begehren, die Sistierungsverfügung vom 22. Juli 2022 sei aufzuheben. Weiter wurde eine 
Richtigstellung der in dieser Verfügung rubrizierten Straftatbestände beantragt. Schliesslich be-
gehrte der Beschwerdeführer sinngemäss die Feststellung einer Rechtsverzögerung im Ver-
fahren MU1 21 3343.  
 
C. Auf kantonsgerichtliche Verfügung vom 5. August 2022 hin erstattete die Staatsanwalt-
schaft am 17. August 2022 eine Stellungnahme, worin sie das Rechtsbegehren stellte, die Be-
schwerde sei vollumfänglich unter o/e-Kostenfolge abzuweisen.  
 
D. Mit Verfügung vom 25. August 2022 wurde die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft 
dem Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme zugestellt. Weiter wurde festgestellt, dass der Be-
schuldigte innert Frist auf die Erstattung einer fakultativen Stellungnahme verzichtet hat und der 
Schriftenwechsel wurde geschlossen.  
 
Erwägungen 

I. Formelles 

1.  
1.1. Nach 314 Abs. 5 der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) i.V.m. 
Art. 322 Abs. 2 StPO sowie Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO kann gegen 
eine Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft innert zehn Tagen Beschwerde bei der Be-
schwerdeinstanz eingereicht werden. Die sachliche Zuständigkeit der Dreierkammer des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, als Beschwerdeinstanz ergibt sich aus 
Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. § 15 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250).  
 
1.2. Zur Beschwerde legitimiert sind die Parteien, sofern sie ein rechtlich geschütztes Inte-
resse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Ebenso sind die vermeintlich geschädigten Personen zur Beschwerde berechtigt, sofern 
sie sich zur Frage der Konstituierung als Partei im Verfahren nicht äussern konnten (BGE 141 

 
 
 

 
 
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IV 380, E. 2.2). Das Rechtsschutzinteresse muss dabei im Zeitpunkt des Entscheids über die 
Beschwerde noch aktuell sein, was etwa dann zu verneinen ist, wenn eine Verfügung oder Ver-
fahrenshandlung vor dem Beschwerdeentscheid aufgehoben wurde oder sie im fraglichen Pro-
zessstadium nicht mehr korrigiert werden kann (GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizeri-
scher Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 244).  
 
1.3. Gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO können Rechtsverletzungen, die falsche Feststellung des 
Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden. Da mit der Beschwerde alle Mängel des 
angefochtenen Entscheids geltend gemacht werden können, verfügt die Rechtsmittelinstanz 
über volle Kognition (GUIDON, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 393 N 15). In der Be-
schwerde ist anzugeben, welche Punkte des Entscheides angefochten werden, welche Gründe 
einen anderen Entscheid nahe legen und welche Beweismittel angerufen werden (Art. 385 Abs. 
1 StPO).  
 
2.  
2.1. Mit Eingabe vom 1. August 2022 hat der Beschwerdeführer die Beschwerdefrist von 10 
Tagen gewahrt. Weil es sich vorliegend um eine Laieneingabe handelt, ist betreffend die Anfor-
derungen an die Form der Beschwerde praxisgemäss ein grosszügiger Massstab anzuwenden. 
Es genügt, wenn die Eingabe den Rechtsstandpunkt bzw. die Argumente des Beschwerde-
führers hinreichend deutlich werden lässt und diese sich in sachlicher sowie gebührender Form 
auf das vorliegende Verfahren beziehen (BGer Urteile 1B_204/2020 vom 22. Dezember 2020, 
E. 3.2, und 6B_721/2018 vom 19. November 2018, E. 2.1). Aus der Beschwerdeschrift geht 
hervor, dass eine Aufhebung der Sistierungsverfügung und eine Weiterführung des Verfahrens 
gegen den Beschuldigten begehrt werden. Dieser Antrag wird damit begründet, dass die 
Sistierung zu einer unrechtmässigen Verzögerung des Verfahrens führe und relevante Beweis-
erhebungen unterbleiben würden. Damit genügt die Beschwerde den für Laieneingaben herab-
gesetzten Begründungserfordernissen.  
 
2.2. Als vermeintlich geschädigte Person hat der Beschwerdeführer ein rechtlich geschütz-
tes Interesse sowohl an der Weiterführung des Verfahrens gegen den Beschuldigten wie auch 
an der Feststellung einer allfälligen Rechtsverzögerung. Demgegenüber besteht kein schutz-
würdiges Interesse hinsichtlich der förmlichen Rubrizierung bestimmter Tatbestände in einem 
Strafverfahren. Einer schriftlichen Aufzählung der beanzeigten bzw. zu untersuchenden Delikte 
kommt keine Rechtswirkung zu. Massgeblich ist vielmehr, inwiefern die beschuldigte Person 
über das ihr vorgeworfene strafbare Verhalten effektiv aufgeklärt wird und ob die Strafver-
folgungsbehörden die relevanten Tatvorwürfe tatsächlich untersuchen. Auf das Begehren be-
treffend die Richtigstellung der rubrizierten Tatbestände ist somit nicht einzutreten. Im Übrigen 
sind die formellen Voraussetzungen erfüllt, so dass auf die weiteren Anträge des Beschwerde-
führers eingetreten werden kann.  
 
 
 
 

 
 
 

 
 
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II. Materielles 
1. 
1.1. Die Staatsanwaltschaft begründet die Sistierungsverfügung vom 22. Juli 2022 im We-
sentlichen damit, dass der Beschwerdeführer mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
18. März 2022 erstinstanzlich wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte verur-
teilt worden sei. Mit Schreiben datierend vom 1. September 2021 (Eingang bei der Staatsan-
waltschaft am 28. September 2021) habe der Beschwerdeführer gegen den Beschuldigten eine 
Strafanzeige eingereicht. Beim Beschuldigten handle es sich um einen an der Polizeikontrolle 
(welche auch Gegenstand des Strafverfahrens betreffend den Beschwerdeführer ist) beteiligten 
Beamten. Aufgrund des unterschiedlichen Verfahrensstands von Anzeige und Gegenanzeige 
wäre eine Verfahrensvereinigung nicht angezeigt gewesen. Eine solche hätte das Verfahren 
gegen den Beschwerdeführer verzögert und sei nach Überweisung der Sache an das Strafge-
richt nicht mehr möglich gewesen. Zudem hänge die Beurteilung der Anzeige gegen den 
Beschuldigten mindestens teilweise von der Beurteilung des Verfahrens betreffend den Be-
schwerdeführer ab. Dieser Umstand sei dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. März 
2022 mitgeteilt worden. 

1.2. Mit Beschwerde vom 1. August 2022 wird zusammengefasst geltend gemacht, dass 
die Staatsanwaltschaft zufolge Sistierung des Verfahrens gegen den Beschuldigten Beweiser-
hebungen unterlasse, welche auch für die Beweiswürdigung im Verfahren gegen den Be-
schwerdeführer relevant sein könnten. Weiter stelle es einen schwerwiegenden Mangel der 
Sistierungsverfügung dar, dass darin falsche Straftatbestände aufgeführt seien. Auch treffe es 
nicht zu, dass der Beschwerdeführer einer Verkehrskontrolle unterzogen worden sei. Die Sistie-
rung verursache eine Rechtsverzögerung zu Gunsten des beschuldigten Polizeibeamten und 
führe dazu, dass relevante Beweise nicht erhoben würden. Die Verfahren SB1 21 635 und MU 
1 213343 würden in einem sachlichen Zusammenhang stehen und sie hätten ohne weiteres 
parallel und unabhängig voneinander beurteilt werden können.  

1.3. In ihrer Stellungnahme vom 17. August 2022 verweist die Staatsanwaltschaft vollum-
fänglich auf die Begründung der Sistierungsverfügung vom 22. Juli 2022. Ergänzend führt sie 
aus, dass die angeblich falsch genannten Tatbestände (falsche Übersetzung, falsches Gutach-
ten) Tatbestandsvarianten von Art. 307 StGB seien.   

2. 
2.1. Gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO kann die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung 
namentlich sistieren, wenn der Ausgang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren ab-
hängt und es angebracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten. Wie sich auch aus dem darin 
enthaltenen Passus „angebracht erscheint“ ergibt, räumt diese Bestimmung der Staatsanwalt-
schaft einen erheblichen Ermessensspielraum ein. Die Sistierung setzt objektive Gründe, mithin 
einen engen sachlichen Konnex zwischen der Strafuntersuchung und dem anderen Verfahren, 
voraus. Ein identischer Streitgegenstand ist jedoch nicht erforderlich. Auch steht einer Sistie-
rung nicht entgegen, dass in einem parallelen Prozess nicht dieselben Personen Parteien sind 

 
 
 

 
 
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wie im Strafverfahren (BGer Urteil 1B_21/2015 vom 1. Juli 2015, E. 2.4). Die Sistierung des 
Strafverfahrens mit Blick auf ein anderes Verfahren rechtfertigt sich indes nach der bundesge-
richtlichen Praxis nur, wenn sich das Ergebnis jenes Verfahrens tatsächlich auf das Ergebnis 
des Strafverfahrens auswirken kann und wenn jenes Verfahren die Beweiswürdigung im Straf-
verfahren erheblich erleichtert (BGer Urteile 1B_66/2020 vom 2. Dezember 2020, E. 3.2, und 
1B_563/2019 vom 9. Juni 2020, E. 4.1.2). Das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 der Bun-
desverfassung [BV, SR 101], Art. 5 Abs. 1 StPO) setzt der Sistierung des Strafverfahrens Gren-
zen. Das Gebot wird verletzt, wenn das Strafverfahren ohne objektiven Grund sistiert wird. Die 
Sistierung hängt von einer Abwägung der betroffenen Interessen ab und ist mit Zurückhaltung 
anzuordnen (BGer Urteil 1B_66/2020 vom 2. Dezember 2020 E. 3.2, m.w.H.). Sie kommt nicht 
infrage, wenn die Gefahr der Strafverfolgungsverjährung oder ein definitiver Beweismittelverlust 
droht (BOSSHARD/LANDSHUT, Zürcher Kommentar StPO, a.a.O., Art. 314 N 14). 

2.2. Gemäss Art. 5 Abs. 1 StPO nehmen die Strafbehörden ein Verfahren unverzüglich an 
die Hand und bringen es ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss. Der Anspruch auf 
Beurteilung innert angemessener Frist wird missachtet, wenn eine Sache über Gebühr ver-
schleppt wird. Die Beurteilung der angemessenen Verfahrensdauer entzieht sich starren Re-
geln. Es ist vielmehr in jedem Einzelfall zu prüfen, ob sich die Dauer unter den konkreten Um-
ständen als angemessen erweist. Der Streitgegenstand und die damit verbundene Interessen-
lage können raschere Entscheide erfordern oder längere Behandlungsperioden erlauben. Krite-
rien für die Angemessenheit der Verfahrensdauer im Rahmen von Strafverfahren bilden etwa 
die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexität des Sachverhaltes, die dadurch gebotenen Un-
tersuchungshandlungen, das Verhalten des Beschuldigten und dasjenige der Behörden sowie 
die Zumutbarkeit für den Beschuldigten. Strafverfahren sind zügig voranzutreiben, um die be-
schuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Ungewissen zu las-
sen (vgl. BGer Urteil 6B_801/2008 vom 12. März 2009, E. 3.3, m.w.H.).  

3. 
3.1. Der Beschwerdeführer erstatte gegen den Beschuldigten mit Schreiben datierend vom 
1. September 2021 eine Strafanzeige, wobei diese am 28. September 2021 bei der Staatsan-
waltschaft einging. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Straf-
befehle, am 27. Mai 2021 gegen den Beschwerdeführer einen Strafbefehl erlassen, worin die-
ser unter anderem wegen Hinderung einer Amtshandlung zu einer bedingten Geldstrafe von 10 
Tagessätzen zu je CHF 30.– verurteilt wurde. Diesem Strafbefehl lag folgender Anklagesach-
verhalt zu Grunde: "Am 13. April 2021, 11.10 Uhr, führte die Polizei in Liestal an der 
X.____strasse eine stationäre Verkehrskontrolle durch. Als der Beschuldigte die Kontrolle pas-
sierte äusserte dieser, dass das Patrouillenfahrzeug der Polizei auf dem Parkplatz nicht stehen 
dürfe. Auf Nachfragen der Polizei antwortete er nicht. Als die Polizei ihn aufforderte, seine Per-
sonalien bekannt zu geben, entfernte er sich von Kontrollort in Richtung Rosenstrasse, wo eine 
weitere Polizeipatrouille anlässlich der Verkehrskontrolle wartete. Weiteren mehrfachen Auffor-
derungen durch die Polizei, sich auszuweisen, kam der Beschuldigte nicht nach. Er entferne 
sich erneut von diesem Kontrollort und lief zurück in die Nelkenstrasse, wo er zur ldentitätsfest-

 
 
 

 
 
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stellung angehalten werden sollte. Der Beschuldigte missachtete mehrfach die polizeilichen 
Anweisungen, sich auszuweisen sowie sich nicht vom Kontrollort zu entfernen. Stattdessen 
verhielt er sich renitent, schrie laut und versuchte die Beamten wegzustossen. Dem Beschul-
digten wurden schliesslich Handschellen angelegt, um die Kontrolle sicherzustellen. Durch sein 
Störverhalten hat der Beschuldigte die Polizisten in ihrer Amtshandlung, ihn einer Kontrolle zu 
unterziehen, gehindert bzw. den reibungslosen Ablauf der Kontrolle ungebührlich erschwert." 
Die Strafanzeige des Beschwerdeführers vom 1. September 2021 richtet sich gegen einen an 
der vorstehend beschriebenen Kontrolle beteiligten Polizisten. Gegen den vorgenannten Straf-
befehl erhob der Beschwerdeführer am 7. Juni 2021 Einsprache. Nach Ergänzung der Untersu-
chung überwies die Staatsanwaltschaft das Verfahren mit Schreiben vom 29. Oktober 2021 zur 
Durchführung der Hauptverhandlung an das Strafgericht Basel-Landschaft. Mit Urteil vom 
18. März 2022 (300 21 260) sprach das Strafgerichtspräsidium Basel-Landschaft den Be-
schwerdeführer in Abänderung des Strafbefehls vom 27. Mai 2021 der Gewalt und Drohung 
gegen Behörden und Beamte schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt vollziehbaren Geld-
strafe von 25 Tagessätzen zu je CHF 30.–, bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie zu einer 
Busse von CHF 150.–. Gegen dieses Urteil erklärte der Beschwerdeführer am 8. April 2022 
Berufung, wobei das entsprechende Verfahren vor dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Strafrecht, zum Zeitpunkt der Sistierungsverfügung vom 22. Juli 2022 noch hängig war. 
Vor Erlass dieser Verfügung hatte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. März 2022 bei 
der Staatsanwaltschaft bezüglich seiner Strafanzeige nach dem Verfahrensstand gefragt, wo-
rauf ihm die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 16. März 2022 in Aussicht stellte, dass die 
Anzeige nach rechtskräftigem Abschluss des gegen ihn laufenden Strafverfahrens näher ge-
prüft werde.  

3.2. Zunächst ist zu konstatieren, dass der Einwand des Beschwerdeführers, es sei durch 
die Sistierung des Verfahrens verunmöglicht worden, relevante Beweise zu erheben, vorliegend 
nicht greift. Im parallel zur Strafanzeige laufenden Verfahren war es dem Beschwerdeführer 
ohne Einschränkung möglich, vor zwei Instanzen – welche den Sachverhalt mit voller Kognition 
prüfen – Beweisanträge in Bezug auf ein allfälliges Fehlverhalten der kontrollierenden Polizisten 
zu stellen. Zumal die von ihm erhobenen Vorwürfe gegen den Beschuldigten ebenfalls auf die 
vorgenannte Polizeikontrolle zurückzuführen sind und sich auf die rechtliche Würdigung seines 
eigenen Verhaltens auswirken können, besteht ein enger sachlicher Konnex zwischen beiden 
Strafverfahren. Somit könnten die entsprechenden Beweiserhebungen ohne weiteres in einem 
Verfahren gegen den Beschuldigten berücksichtigt werden, ohne dass sie dort wiederholt wer-
den müssen. Gerade aufgrund dieses inhaltlichen Zusammenhangs erscheint auch die Sistie-
rung des Verfahrens gemäss Verfügung vom 22. Juli 2022 gestützt auf Art. 314 Abs. 1 lit. a 
StGB als angebracht, zumal der Ausgang des damals schon vor Strafgericht hängigen Ver-
fahrens gegen den Beschwerdeführer für die Beurteilung seiner Strafanzeige von Relevanz ist. 
Das konkrete Vorgehen der Staatsanwaltschaft ist mit Blick auf Art. 5 Abs. 1 StPO in zeitlicher 
Hinsicht nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer reichte die Strafanzeige gegen den Be-
schuldigten erst nach seiner Einsprache gegen den Strafbefehl vom 27. Mai 2021 ein. Zu die-
sem Zeitpunkt war das Verfahren vor der Staatsanwaltschaft zur Ergänzung der Untersuchung 

 
 
 

 
 
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sowie zur Prüfung einer Überweisung an das Strafgericht hängig (Art. 355 StPO). Zwischen der 
Strafanzeige vom 1. September 2021 und dem erstinstanzlichen Urteil des Strafgerichts vom 
18. März 2022 liegen rund 6 Monate. Das Risiko einer Verjährung der dem Beschuldigten vor-
geworfenen Straftaten bestand nicht. Die Staatsanwaltschaft durfte bei dieser Ausgangslage 
den erstinstanzlichen Entscheid abwarten, bevor sie über die Eröffnung eines Strafverfahrens 
gestützt auf die Anzeige des Beschwerdeführers entschied. Nachdem dieser Berufung erklärt 
hatte und somit feststand, dass das erstinstanzliche Urteil des Strafgerichtspräsidiums nicht in 
Rechtskraft erwachsen wird, hat die Staatsanwaltschaft sodann am 22. Juli 2022 zu Recht eine 
Sistierungsverfügung erlassen. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist ab-
zuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.  

III. Kosten 

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden 
Verfahrens werden die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts in Höhe von CHF 1'050.–, 
bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 1'000.– (§ 13 Abs. 1 der Verordnung über die 
Gebühren der Gerichte, GebT, SGS 170.31) sowie Auslagen im Betrag von CHF 50.–, dem 
Beschwerdeführer auferlegt. Ausgangsgemäss trägt der Beschwerdeführer seine Kosten 
selber, so dass ihm keine Parteientschädigung ausgerichtet wird.  
 
  

 
 
 

 
 
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Demnach wird erkannt: 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.  
 
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 1'050.–, bestehend aus 

einer Gerichtsgebühr von CHF 1'000.– und Auslagen von CHF 50.–, 
gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 

 
 3. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet.  
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Bryan Smith 

 
 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.