# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96d18f84-db3c-51b9-ae77-4d2081bbc0ed
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 04.11.2025 BZ 2025 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-110_2025-11-04.pdf

## Full Text

20251007_142245_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 110

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 4. November 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ GmbH,
vertreten durch B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

C.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. D.________ des Betreibungsamtes Ägerital
(Beschwerde gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 19. August 
2025)

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Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 19. August 2025 eröffnete die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug 
auf Begehren der C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in der Betreibung 
Nr. D.________ des Betreibungsamtes Ägerital über die A.________ GmbH (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) den Konkurs (Forderungsbetrag inkl. Zinsen und Kosten: 
CHF 4'969.60). Zur Begründung hielt die Einzelrichterin im Wesentlichen fest, die Parteien 
seien auf den 19. August 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, aber 
nicht erschienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören lassen, 
weshalb der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin sei als 
Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister eingetragen und unterliege daher 
der Konkursbetreibung. Im vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Kon-
kurseröffnung erfüllt, weshalb über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. SchKG 
und Art. 251 ZPO der Konkurs zu eröffnen sei (EK 2025 433).

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. August 2025 
Beschwerde beim Obergericht Zug und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Konkur-
sentscheids und die Erteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 1).

3. Mit Schreiben vom 25. August 2025 teilte der Abteilungspräsident i.V. der Beschwerdeführe-
rin mit, sie könne innerhalb der noch bis 1. September 2025 laufenden Beschwerdefrist den 
urkundlichen Nachweis der Tilgung oder Hinterlegung des noch ausstehenden Betrags von 
CHF 222.05 leisten und Angaben zur Zahlungsfähigkeit machen (act. 2). 

4. Am 29. August 2025 reichte die Beschwerdeführerin verschiedene Unterlagen ein (act. 3-4). 
Mit Schreiben vom 29. August 2025 machte sie weitere Angaben (act. 5). 

5. Mit Verfügung vom 2. September 2025 erkannte der Abteilungspräsident i.V. der Beschwer-
de aufschiebende Wirkung zu (act. 6). 

6. Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Vorinstanz verzichteten auf eine Vernehmlas-
sung (act. 8-9). 

Erwägungen

1. Die Voraussetzungen zur Konkurseröffnung waren im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Ent-
scheids erfüllt. Es lagen damals keine Konkurshinderungsgründe vor, weder in formell- noch 
in materiellrechtlicher Hinsicht (Art. 172 ff. SchKG). Namentlich war in jenem Zeitpunkt die 
Schuld inkl. Zinsen und Kosten weder getilgt noch gestundet (Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Die 
Vorinstanz war daher verpflichtet, dem Konkursbegehren ohne Weiteres stattzugeben und 
über das in der Schweiz gelegene Vermögen der Beschwerdeführerin den Konkurs zu eröff-
nen.

2. Nach Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung aufheben, 
wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, 
dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der 

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geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist 
(Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). 

Bei der 10-tägigen Rechtsmittelfrist von Art. 174 Abs. 1 SchKG handelt es sich um eine ge-
setzliche Frist. Die Konkursaufhebungsgründe gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG sind 
daher nur zu berücksichtigen, wenn sie sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben 
und urkundlich nachgewiesen werden. Ferner muss innert der Rechtsmittelfrist die Zahlungs-
fähigkeit glaubhaft gemacht werden. Es ist nicht statthaft, die Frist zur Beibringung der 
gehörigen Unterlagen zu verlängern (vgl. BGE 139 III 491 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 
5A_977/2022 vom 28. Februar 2023 E. 2.1.2).

3. Die Beschwerdeführerin wies nach, dass sie am 5. Juni 2025 einen Betrag von CHF 4'747.55 
an das Betreibungsamt Ägerital bezahlt hat (vgl. act. 1/2, act. 5/2, act. 5/4). Weiter hinterlegte 
sie am 29. August 2025 – innerhalb der zehntägigen Rechtsmittelfrist – bei der Gerichtskas-
se einen Betrag von CHF 222.05 zugunsten der Beschwerdegegnerin (act. 3/1, act. 5/3). Die 
Forderung der Beschwerdegegnerin inkl. Zinsen und Kosten von CHF 4'969.60 ist somit ge-
deckt und die in Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 und Ziff. 2 erwähnten Konkursaufhebungsgründe sind 
gegeben. Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin ihre Zahlungsfähigkeit 
glaubhaft gemacht hat.  

4. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente 
sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver-
wirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, 
dass die Zahlungsfähigkeit des Schuldners wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungs-
unfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, ins-
besondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des schuldnerischen Unternehmens 
nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vor-
zulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der 
Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer 
ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren 
vollstreckbaren Betreibungen vorliegen. Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum 
Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister; vorzu-
legen ist ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Zahlungsfähigkeit 
bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur Begleichung der fälligen Schulden vorhanden 
sind. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner, der beispielsweise Kon-
kursandrohungen anhäufen lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere 
Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner 
noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 
für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare 
Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund 
der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck. Dabei sind 
auch Betreibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, im Rahmen der Gesamt-
betrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. Der Schuldner ist daher 
grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungsregister nicht als erledigt aufgeführten Forde-
rung Stellung zu nehmen und behauptete Zahlungsvereinbarungen und geleistete Raten zu 
belegen (Urteile des Bundesgerichts 5A_353/2022 vom 31. August 2022 E. 2.3 und 2.5.2 
und 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 und 3.3, je mit Hinweisen). Bei der 

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Beurteilung der Zahlungsfähigkeit kommt dem Richter ein weiter Ermessensspielraum zu 
(vgl. Giroud/ Theus Simoni, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 26).

5. Zur Zahlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist Folgendes festzuhalten:

5.1 Gemäss dem von der Beschwerdeführerin eingereichten Betreibungsregisterauszug des Be-
treibungsamtes Ägerital vom 29. August 2025 (act. 3/2) wurden gegen sie – nebst der Be-
treibung der Beschwerdegegnerin, die zur Konkurseröffnung geführt hat und mittlerweile 
durch Zahlung bzw. Hinterlegung des geschuldeten Betrags erledigt ist – seit März 2024 ins-
gesamt 8 Betreibungen über total CHF 89'667.55 angehoben. Davon sind 5 Betreibungen in 
der Höhe von CHF 19'606.20 durch Zahlung an das Betreibungsamt bzw. an Gläubiger erle-
digt. Sodann sind zwei Betreibungen über CHF 68'140.55 durch Rechtsvorschlag gehemmt. 
Zudem befindet sich eine Betreibung der E.________ über CHF 1'920.80 im Stadium der 
Konkurs-androhung. Diesen offenen Betrag hat die Beschwerdeführerin am 29. August 2025 
direkt an die E.________ überwiesen (vgl. act. 4, act. 4/1). Damit verbleiben 2 offene Betrei-
bungsforderungen über CHF 68'140.55, welche durch Rechtsvorschlag gehemmt sind. 

5.2 Diesen Schulden steht ein Bankguthaben auf dem Hauptkonto in Höhe von CHF 16'437.64 
sowie auf dem Nebenkonto in Höhe von CHF 485.00 per 29. August 2025 gegenüber 
(act. 3/6-7). Weiter bestehen gemäss Rechnungsliste vom 29. August 2025 angeblich offene 
Rechnungen für das Jahr 2025 in Höhe von CHF 50'084.79 und für das Jahr 2024 in Höhe 
von CHF 13'795.33 (act. 3/4). Schliesslich hat die Beschwerdeführerin gemäss eigenen 
Angaben weitere Arbeiten ganz oder teilweise abgeschlossen, deren Wert sie auf 
CHF 22'008.24 beziffert (vgl. act. 4, act. 3/5). Mit dem Bankguthaben in Höhe von 
CHF 16'437.64, dem Guthaben aus bereits gestellten Rechnungen für das Jahr 2025 von 
CHF 50'084.79 und für das Jahr 2024 von CHF 13'795.33 vermag die Beschwerdeführerin 
die 2 offenen Betreibungsforderungen über CHF 68'140.55 rein rechnerisch zu decken. 

5.3 Aufgrund dieser Angaben und Belege rechtfertigt sich die Annahme, dass die Beschwerde-
führerin ihren laufenden Verpflichtungen nachkommen und die offenen Verpflichtungen in 
absehbarer Zeit tilgen kann. Bei grosszügiger Betrachtungsweise ist daher die Zahlungs-
fähigkeit der Beschwerdeführerin glaubhaft gemacht. Allerdings muss sie sich im Klaren 
darüber sein, dass im Falle einer erneuten Konkurseröffnung höhere Anforderungen an die 
Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit gestellt würden. Grundsätzlich ist zur Glaubhaft-
machung der Zahlungsfähigkeit – neben einem (kommentierten) Betreibungsregisterauszug 
– auch ein aktueller, unterzeichneter Zwischenabschluss oder zumindest ein Status, der ver-
bindlich über die Aktiven und Passiven der Gesellschaft Auskunft gibt, einzureichen. 

6. Die Voraussetzungen, unter denen die II. Beschwerdeabteilung im Rechtsmittelverfahren die 
Konkurseröffnung aufheben kann, sind im vorliegenden Fall erfüllt. Die Beschwerde erweist 
sich als begründet. Sie ist daher gutzuheissen und das Konkursdekret ist aufzuheben. 

7. Trotz dieses Ausgangs des Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin die Kosten 
des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens zu tragen. Wie erwähnt, erging das Konkurs-
dekret damals zu Recht. Die Beschwerdeführerin hat die Voraussetzungen für dessen Auf-
hebung erst im Nachhinein geschaffen. Sie hat damit das Beschwerdeverfahren verursacht, 

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weshalb sie auch für diese Kosten einzustehen hat (Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO). Hingegen hat 
sie die Beschwerdegegnerin schon mangels eines Antrags nicht zu entschädigen. 

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Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids der Einzelrichterin 
am Kantonsgericht Zug vom 19. August 2025 aufgehoben und das Konkursbegehren der Be-
schwerdegegnerin wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskasse wird angewiesen, den hinterlegten Betrag von CHF 222.05 an die Be-
schwerdegegnerin auszuzahlen. 

3. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine Spruchgebühr von 
CHF 750.00 auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'800.00 
verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'050.00 wird an das Konkursamt Zug überwiesen, 
das den sich nach Abzug seiner eigenen aufgelaufenen Kosten ergebenden Saldo der Be-
schwerdeführerin zurückzuerstatten hat. 

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (EK 2025 433)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Ägerital (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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