# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6412c889-36a3-5ced-9b6f-f487aecf3361
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** RU250064-O1
**Docket/Reference:** RU250064-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/RU250064-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: RU250064-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Ersatzrichterin Dr. C. Scho-

der sowie Gerichtsschreiberin MLaw M. Schnarwiler

Beschluss vom 25. Juli 2025

A._____, 

Kläger und Berufungskläger

in Sachen

gegen

B._____,

Beklagter und Berufungsbeklagte

vertreten durch C._____ AG

betreffend Kündigungsschutz / Anfechtung

Berufung gegen einen Beschluss der Schlichtungsbehörde Zürich vom 24. 

Juni 2025 (MO250972)

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Erwägungen:

1.1 Mit Eingabe vom 13. Mai 2025 (Datum Poststempel) machte der Kläger und 

Berufungskläger (fortan Berufungskläger) ein Kündigungsschutzverfahren bei der 

Schlichtungsbehörde Zürich (fortan Vorinstanz) anhängig (act. 6/1). Mit Vorladung 

vom 21. Mai 2025 lud die Vorinstanz die Parteien zur Verhandlung auf den 

24. Juni 2025 vor unter dem Hinweis, dass das Schlichtungsgesuch bei Nichter-

scheinen der klagenden Partei als zurückgezogen gelte und das Verfahren als ge-

genstandslos abgeschrieben werde (act. 5).

Anlässlich der Verhandlung vom 24. Juni 2025 erschien der Berufungskläger 

nicht (Prot. Vi. S. 2). Mit Beschluss vom 24. Juni 2025 hielt die Vorinstanz fest, 

der Berufungskläger sei unentschuldigt nicht erschienen und sie schrieb das Ver-

fahren ab ([act. 3 =] act. 5 [= act. 6/7]).

1.2 Dagegen erhebt der Berufungskläger mit Eingabe vom 12. Juli 2025 (Datum 

Poststempel) rechtzeitig (vgl. act. 6/9) ein als Beschwerde bezeichnetes Rechts-

mittel, beantragt sinngemäss die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides 

und (wohl) die erneute Vorladung zur Schlichtungsverhandlung (act. 2).

1.3 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6/1–9). Eine Antwort ist 

nicht einzuholen (Art. 312 Abs. 1 ZPO).

2.1 Bei der angefochtenen Verfügung vom 24. Juni 2025 handelt es sich um ei-

nen Entscheid, mit dem das Schlichtungsverfahren aufgrund Säumnis einer Partei 

als gegenstandlos abgeschrieben wird (Art. 206 Abs. 1 ZPO). Dieser stellt ein En-

dentscheid im Sinne von Art. 308 Abs. 1 lit. a bzw. Art. 319 lit. a ZPO dar (OGer 

ZH RU190052 vom 20. November 2019 E. 2.3 m.w.H.). Der Abschreibungsent-

scheid der Schlichtungsbehörde ist somit – je nachdem, ob das Streitwerterforder-

nis gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO erfüllt ist – mit Berufung oder Beschwerde an-

fechtbar. 

Vorliegend belehrte die Vorinstanz als Rechtsmittel die Beschwerde, ohne 

sich zur Höhe des Streitwertes zu äussern. Gegenstand des vorinstanzlichen Ver-

fahrens bildete ein Kündigungsschutzbegehren (act. 6/1). Ficht der Mieter die 

Kündigung eines unbefristeten Mietverhältnisses an, bemisst sich der Streitwert 

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aufgrund des Mietzinses während der Dauer der um die Kündigungsfrist verlän-

gerten Sperrfrist im Sinne von Art. 271 Abs. 1 lit. e OR, welche bei der Ungültig-

keit der Kündigung ausgelöst würde (BGE 137 III 389 E. 1 = Pra. 2012 Nr. 6). 

Vorliegend ergibt sich unter Berücksichtigung des monatlichen Mietzinses von 

Fr. 990.– (act. 6/2), und da der Mietvertrag unter Einhaltung einer Kündigungsfrist 

von drei Monaten jeweils auf Ende März und Ende September gekündigt werden 

kann, ein Streitwert von rund Fr. 38'000.–. Damit ist das Streitwerterfordernis für 

die Berufung erreicht. Das vorliegende Rechtsmittel ist daher – entgegen der 

Rechtsmittelbelehrung der Schlichtungsbehörde – als Berufung entgegenzuneh-

men.

2.2 Gemäss Art. 310 ZPO kann mit der Berufung (a) die unrichtige Rechtsan-

wendung und (b) die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht 

werden. Die Berufung ist innerhalb der Rechtsmittelfrist schriftlich, begründet und 

mit Rechtsmittelanträgen versehen einzureichen (Art. 311 ZPO). Bei Rechtsmittel-

eingaben von Laien genügt als Antrag eine Formulierung, aus der sich mit gutem 

Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll. Zur Begründung 

reicht aus, wenn auch nur ganz rudimentär zum Ausdruck kommt, an welchen 

Mängeln der angefochtene Entscheid leidet resp. weshalb der angefochtene Ent-

scheid nach Auffassung der ans Obergericht gelangenden Partei unrichtig sein 

soll. Sind auch diese Voraussetzungen nicht gegeben, ist auf das Rechtsmittel 

nicht einzutreten. 

Neue Behauptungen und Beweismittel sind nur noch zulässig, wenn sie trotz 

zumutbarer Sorgfalt vor erster Instanz nicht vorgebracht werden konnten und 

wenn sie vor der Berufungsinstanz unverzüglich vorgetragen werden (vgl. Art. 317 

ZPO).

3.1 Der Berufungskläger trägt vor, aufgrund eines Unglückes nicht vor der 

Schlichtungsbehörde erschienen zu sein. So habe ihn eine giftige Zecke gebis-

sen. Dieser Zeckenbiss am 20. Juni 2025 an der linken Hüfte habe ihn sehr mit-

genommen. Er habe einen Tag vor dem Vorladungstag die Schlichtungsbehörde 

informiert, dass er vergiftet sei und nicht zur Verhandlung erscheinen könne 

(act. 2). Der Berufungskläger legt einen ambulanten Bericht des Stadtspitals Zü-

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rich vom 20. Juni 2025 bei, aus welchem sich ergibt, dass bei ihm eine kleine, 

noch nicht gefüllte Zecke über der linken Hüfte ohne umgebende Rötung, Schwel-

lung oder Erwärmung gefunden worden sei; die Zecke sei entfernt und die Stelle 

desinfiziert worden (act. 4).

3.2 Der Berufungskläger macht damit sinngemäss geltend, ein Verschiebungs-

gesuch bei der Vorinstanz gestellt zu haben, welchem nicht stattgegeben worden 

sei. Weder legt er aber dar, auf welchem Weg (postalisch, telefonisch, per E-Mail) 

er dieses Gesuch gestellt haben will, noch finden sich in den vorinstanzlichen Ak-

ten Hinweise auf ein solches Gesuch (vgl. act. 6/1–9). Damit ist davon auszuge-

hen, dass der Berufungskläger – entgegen seiner Darstellung – die entsprechen-

den Vorbringen erstmalig vor der Kammer vorträgt. Für die (erstmalige) Behand-

lung eines Verschiebungsgesuches ist die Kammer nicht zuständig. Auf die Beru-

fung ist bereits deshalb nicht einzutreten. 

3.3 Hinzu kommt, dass die Verhandlung bereits durchgeführt und der verfah-

rensbeendende Entscheid ergangen ist. Wenn der Berufungskläger sinngemäss 

die erneute Durchführung des Verfahrens verlangt, ist dies als Begehren um Wie-

derherstellung resp. um erneute Ansetzung der Verhandlung im Sinne von 

Art. 148 f. ZPO zu verstehen.

Gemäss Art. 148 Abs. 1 ZPO kann zu einem Termin erneut vorgeladen wer-

den, wenn die Partei glaubhaft macht, dass sie an der Säumnis kein oder nur ein 

leichtes Verschulden trifft. Das Gesuch ist innert 10 Tagen seit Wegfall des Säum-

nisgrundes einzureichen (Art. 148 Abs. 2 ZPO). Ist ein Entscheid eröffnet worden, 

so kann die Wiederherstellung nur innerhalb von sechs Monaten seit Eintritt der 

Rechtskraft verlangt werden (Art. 148 Abs. 3 ZPO). Ein begründetes Fristwieder-

herstellungsgesuch bzw. Gesuch um erneute Vorladung zu einem Termin ist je-

doch bei dem Gericht einzureichen, vor dem die Säumnis stattgefunden hat. Für 

ein Begehren um eine erneute Vorladung zur Verhandlung im (vorinstanzlichen) 

Verfahren ist somit nicht die Kammer, sondern die Vorinstanz zuständig, und zwar 

auch dann, wenn – wie vorliegend – bereits ein Entscheid derselben ergangen ist 

(vgl. OGer ZH PF230032 vom 25. Mai 2023 E. 4.1; OGer ZH RU120046 vom 

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15. Oktober 2012 E. 2; KuKo ZPO-HOFFMANN-NOWOTNY/BRUNNER, 3. Aufl. 2021, 

Art. 149 N 3).

3.4 Nach dem Gesagten ist auf die vorliegende Berufung nicht einzutreten. Die 

Eingabe des Berufungsklägers (act. 2) ist zusammen mit dem ambulanten Bericht 

(act. 4) der Vorinstanz zur Prüfung als Wiederherstellungsgesuch im Sinne von 

Art. 148 f. ZPO zu überweisen (vgl. Art. 143 Abs. 1bis ZPO), ohne dass damit et-

was über die Erfolgschancen eines Wiederherstellungsgesuchs gesagt wäre. Eine 

Kopie verbleibt in den Akten des vorliegenden Verfahrens.

4.

Im vorliegenden Verfahren sind gemäss Art. 113 Abs. 1 und Abs. 2 lit. c 

ZPO keine Kosten zu erheben und keine Entschädigungen zuzusprechen, was 

auch im Rechtsmittelverfahren gilt (vgl. statt vieler: OGer ZH RU220052 vom 

5. Januar 2023 E. 5.2. m.w.H.).

1.

2.

3.

4.

5.

Es wird beschlossen:

Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

Die Eingabe des Berufungsklägers vom 12. Juli 2025 inkl. Beilage (act. 4) 

wird der Schlichtungsbehörde Zürich zur Prüfung als Wiederherstellungsge-

such überwiesen.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Schlichtungsbehörde Zü-

rich unter Beilage der erstinstanzlichen Akten sowie act. 2 u. 4, je gegen 

Empfangsschein.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine mietrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt rund 
Fr. 38'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Schnarwiler

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