# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4500010d-afe3-506a-82c2-5b3dbd8515c7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.10.2020 C-1516/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1516-2019_2020-10-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1516/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  O k t o b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richterin Viktoria Helfenstein,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

vertreten durch lic. iur. Michael Grimmer, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

SUVA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Unfallversicherung, Zuteilung zu den Prämientarifen/Neuein-

reihung Prämientarif (NBUV) 2019 

(Einspracheentscheid vom 25. Februar 2019). 

 

 

 

C-1516/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ AG ist bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva oder Vorinstanz) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert. Sie bezweckt laut Handelsregistereintrag 

die Führung eines konzessionierten Verkehrsbetriebes auf der Basis von 

Vereinbarungen mit den Bestellern, die Beteiligung an Tarif- und Verkehrs-

verbünden sowie die Übernahme, Leitung oder Betriebsführung anderer 

Transportunternehmungen (www.zefix.ch). 

B.  

B.a Die A._______ AG ist gestützt auf die Betriebsbeschreibung vom 

22. September 2017 in der Berufsunfallversicherung (BUV) der Klasse 49A 

G0 (Strassentransporte [Personenbeförderung auf Strassen, Gesamtge-

wicht über 3.5 t]) und in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) der 

Klasse 49A (Strassentransporte) zugeteilt. Mit Einreihungsverfügung vom 

25. September 2018 legte die Suva die Prämiensätze für die Berufsunfall-

versicherung und die Nichtberufsunfallversicherung der A._______ AG ab 

1. Januar 2019 neu fest (act. 163). In der Nichtberufsunfallversicherung er-

mittelte sie anhand des Prämienmodells «Erfahrungstarifierung» die fol-

genden Prämiensätze: 

 bis 31.12.2018 ab 01.01.2019 

Nettoprämiensatz Stufe 97  2.1640 % Stufe 99  2.3860 % 

Bruttoprämiensatz  2.4800 %  2.3800 % 

 

B.b Mit Einsprache vom 25. Oktober 2018 beantragte die A._______ AG, 

dass die Prämienerhöhung in der Nichtberufsunfallversicherung per 1. Ja-

nuar 2019 nochmals zu überprüfen sei. Sie machte geltend, dass das Vor-

gehen bei der Prämienberechnung weder transparent noch nachvollzieh-

bar sei. Insbesondere nicht nachvollziehbar sei, weshalb bei der Beurtei-

lung des individuellen Risikos der Risikosatz von 2.269 % (Prämie 2018) 

auf 3.0751 % erhöht worden sei und wie der zusätzliche Aufschlag zum 

BMS-Bedarfssatz von 0.4179 % berechnet worden sei (act. 167). Die Suva 

wies die Einsprache mit Entscheid vom 25. Februar 2019 ab. Sie hielt im 

Wesentlichen fest, der Grund für die Prämienerhöhung liege im Risikover-

lauf der A._______ AG (act. 185).   

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Seite 3 

C.  

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die A._______ AG (nachfol-

gend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 28. März 2019 durch ihren 

Rechtsvertreter Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie stellt fol-

gende Rechtsbegehren:  

1. In Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz vom 25. September 2018 sowie 

von deren Einsprache-Entscheid vom 25. Februar 2019 sei der NBUV-Net-

toprämiensatz für das Jahr 2019 vor dem Abzug von 15 % aufgrund a.o. Anla-

geerträge auf 2.1640 % entsprechend der Stufe 97 zu belassen. 

2. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, die Grundlagen für den NBUV-Nettoprämi-

ensatz für das Jahr 2019 offen zu legen und insbesondere folgende Informati-

onen zuhanden des Gerichts zu edieren: 

– Berechnungsgrundlagen betr. die im Rahmen der Bonus/Malus-Berech-

nung eingesetzten Beträge für die Risikoerfahrungen der Risikogemein-

schaft in der Höhe von Fr. 2'644'103.00 (BMS-Aufwand RG skaliert) und in 

der Höhe von Fr. 3'174'586.00 (Aufwand RG); 

– Berechnungsgrundlagen betr. den durchschnittlichen Risikosatz der Jahre 

2011 - 2017 in der Höhe von 3.0751 %; 

– Berechnungsgrundlagen betr. den Beitrag an die kollektivierten Belastun-

gen der Klasse 49ZZ in der Höhe von 0.0419 %; 

– Informationen zur Zusammensetzung und Ausgestaltung der Klasse 49ZZ; 

– Berechnungsgrundlagen betr. den Beitrag an die Finanzierung der Rück-

versicherung und der kollektiven Regresskosten von 19.1 %; 

– Informationen zum Rückversicherer gemäss Art. 17bis Prämientarif; 

– Berechnungsgrundlagen betr. die Korrektur durch die individuelle Beurtei-

lung im Rahmen der Erfahrungstarifierung von 0.3896 %; 

– Berechnungsgrundlagen betr. die Rundung auf die nächste Tarifstufe bzw. 

betr. die Anpassung des BMS-Bedarfssatzes auf insgesamt 0.4179 %; 

– Informationen zur «vermuteten Rente» aus dem Jahr 2013. 

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Seite 4 

3. Nach Vorliegen der von der Vorinstanz zu edierenden Informationen und Un-

terlagen sei der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör zu gewähren und ein 

zweiter Schriftenwechsel anzuordnen. 

Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Vorinstanz bei der Erhöhung der 

Prämie in der Nichtberufsunfallversicherung die Begründungspflicht und 

damit den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt habe. Weiter macht sie 

eine Verletzung des Willkürverbots, des Gesetzmässigkeitsprinzips, des 

Rechtsgleichheitsgebots und des Grundsatzes der Risikogerechtigkeit gel-

tend. 

D.  

Der bei der Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 3. April 2019 

eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.– (BVGer-act. 2) 

wurde am 12. April 2019 geleistet (BVGer-act. 4). 

E.  

Die Vorinstanz hat mit ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2019 zusätzliche 

Unterlagen (Beilagen C-G) eingereicht und beantragt die Abweisung der 

Beschwerde (BVGer-act. 8).  

F.  

Mit Replik vom 2. September 2019 nahm die Beschwerdeführerin zur Ver-

nehmlassung der Vorinstanz Stellung und hielt an Ziffer 1 ihres Rechtsbe-

gehrens fest (BVGer-act. 13).  

G.  

Die Vorinstanz hielt in ihrer Duplik vom 3. Oktober 2019 am Antrag auf Ab-

weisung der Beschwerde fest (BVGer-act. 15). 

H.  

Mit Instruktionsverfügung vom 9. Oktober 2019 wurde der Schriftenwech-

sel abgeschlossen (BVGer-act. 16).  

I.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. e VGG; Art. 109 Bst. b UVG 

[SR 832.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen 

Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Erhebung 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG), ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG). 

2.  

Anfechtungsgegenstand bildet der Einspracheentscheid der Vorinstanz 

vom 25. Februar 2019 betreffend die Einreihung der Beschwerdeführerin 

in den Prämientarif ab 1. Januar 2019. Die Einreihungsverfügung vom 

25. September 2018 bildet dagegen nicht Anfechtungsobjekt des vorlie-

genden Verfahrens. Diese ist durch den Einspracheentscheid vom 

25. Februar 2019 ersetzt worden (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.2). Die Be-

schwerde richtet sich nicht gegen den festgesetzten Prämiensatz der Be-

rufsunfallversicherung ab 1. Januar 2019. Strittig und zu prüfen ist einzig 

die Erhöhung des Nettoprämiensatzes in der Nichtberufsunfallversiche-

rung um zwei Stufen per 1. Januar 2019. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-

messenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG).  

3.2 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der 

volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspiel-

raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene Ent-

scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre-

ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun-

desverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der unteren Instanz zu 

überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (vgl. BGE 126 V 75 

E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung 

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Seite 6 

unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hochste-

hende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche 

Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprü-

fung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3; 

133 II 35 E. 3; 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt daher keine unzulässige Kog-

nitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht − das nicht als Fachgericht 

ausgestaltet ist − nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab-

weicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wirtschaftlicher oder wis-

senschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein be-

sonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3; 133 II 35 E. 3 

mit Hinweisen). Dies gilt jedenfalls insoweit, als die Vorinstanz die für den 

Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Ab-

klärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (BGE 139 II 185 

E. 9.3; 138 II 77 E. 6.4). 

3.3 Dem Unfallversicherer steht bei der Festsetzung des Prämientarifs für 

die Berufsunfallversicherung ein weiter Ermessensspielraum zu. In diesen 

greift das Gericht nur mit grosser Zurückhaltung ein; in der Regel lediglich, 

wenn die Anwendung einer Tarifposition mit dem Gleichbehandlungsgebot 

(Art. 8 Abs. 1 BV) unvereinbar ist, dem Gedanken der Risikogerechtigkeit 

(Art. 92 Abs. 1 UVG) widerspricht oder wenn der Tarif sich nicht von objek-

tiven Überlegungen leiten lässt (vgl. BGE 126 V 344 E. 4a; RKUV 1998 Nr. 

U 294 S. 230 E. 1c). Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass bei 

der Festsetzung von Tarifen unter Umständen komplexe und allenfalls in 

der Zielrichtung widersprüchliche Aspekte auf einen Nenner zu bringen 

sind. Das kann zur Folge haben, dass eine bestimmte Tarifposition, die für 

sich allein genommen diskutabel erscheint, im Kontext des Tarifs trotzdem 

nicht zu beanstanden ist (Urteil des BGer U 240/03 vom 2. Juni 2004 

E. 3.2.2). Eine Tarifposition darf deshalb nicht losgelöst von den übrigen 

Tarifbestimmungen gewürdigt werden, sondern ist im Gesamtzusammen-

hang zu beurteilen (BVGE 2007/27 E. 3.2; Urteil der Eidgenössischen Re-

kurskommission für die Unfallversicherung [im Folgenden: Rekurskommis-

sion] vom 13. Dezember 2004, publiziert in VPB 69.73, E. 3). 

3.4 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft ansonsten den angefochten-

en Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrachten Rügen. 

Die Beschwerdeinstanz hat mithin nicht zu untersuchen, ob sich die ange-

fochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten 

als korrekt erweist, sondern untersucht im Prinzip nur die vorgebrachten 

Beanstandungen. Von den Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene 

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Seite 7 

Rechtsfragen werden nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbrin-

gen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinrei-

chender Anlass besteht (BGE 119 V 347 E. 1a; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bun-

desgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 348). 

4.  

4.1 Gemäss Art. 92 Abs. 1 UVG werden die Prämien von den Versicherern 

in Promillen des versicherten Verdienstes festgesetzt. Sie bestehen aus 

einer dem Risiko entsprechenden Nettoprämie und aus Zuschlägen für die 

Verwaltungskosten, für die Kosten der Verhütung von Unfällen und Berufs-

krankheiten und für die nicht durch Zinsüberschüsse gedeckten Teue-

rungszulagen. Die Versicherer können für die beiden obligatorischen Ver-

sicherungszweige je eine vom jeweiligen Risiko unabhängige Minimalprä-

mie erheben; der Bundesrat legt die Höchstgrenze der Minimalprämie fest. 

Laut Art. 92 Abs. 2 UVG werden für die Bemessung der Prämien in der 

Berufsunfallversicherung die Betriebe nach ihrer Art und ihren Verhältnis-

sen in Klassen des Prämientarifs und innerhalb dieser in Stufen eingereiht. 

Massgebend sind dabei insbesondere die Unfallgefahr und der Stand der 

Unfallverhütung. Aufgrund der Risikoerfahrungen kann der Versicherer von 

sich aus oder auf Antrag von Betriebsinhabern die Zuteilung bestimmter 

Betriebe zu den Klassen und Stufen des Prämientarifs jeweils auf den Be-

ginn des Rechnungsjahres ändern (Art. 92 Abs. 5 UVG). Für die Bemes-

sung der Prämien in der Nichtberufsunfallversicherung können Tarifklas-

sen gebildet werden. Die Prämien dürfen nicht nach dem Geschlecht der 

versicherten Personen abgestuft werden (Art. 92 Abs. 6 UVG). 

4.2 Die Prämienzuschläge für Verwaltungskosten dienen der Deckung der 

ordentlichen Aufwendungen, die den Versicherern aus der Durchführung 

der Unfallversicherung erwachsen, einschliesslich der nicht der Heilbehan-

dlung dienenden Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter wie Rechts-, 

Beratungs- und Begutachtungskosten (Art. 92 Abs. 7 UVG; Art. 114 Abs. 1 

UVV). Gemäss Art. 115 Abs. 1 UVV werden die Prämien – unter Vorbehalt 

der in den Bst. a bis d genannten Abweichungen – auf dem versicherten 

Verdienst im Sinne von Art. 22 Abs. 1 und 2 UVV erhoben. 

4.3 Die Betriebe oder Betriebsteile sind so in Klassen und Stufen des Prä-

mientarifs einzureihen, dass die Kosten der Berufsunfälle und Berufskrank-

heiten einer Risikogemeinschaft voraussichtlich aus den Nettoprämien be-

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Seite 8 

stritten werden können (Art. 113 Abs. 1 UVV). Die Betriebe oder Betriebs-

teile sind folglich nach Massgabe ihres Risikos in die Klassen und Stufen 

des Prämientarifs einzuteilen (Grundsatz der risikogerechten Prämien).  

4.3.1 Als Risikoeinheit gelten Betriebe, Betriebsteile und Prämienkonzerne 

(Art. 7 Abs. 1 des ab 1. Januar 2019 gültigen, vorliegend anwendbaren 

Prämientarifs der Suva [Reglement des Verwaltungsrats der Suva vom 

14. November 2008 betreffend die Einreihungsregeln zur Prämienbemes-

sung in der obligatorischen Unfallversicherung {im Folgenden: Prämien-

tarif}]). Die Prämienbemessung erfolgt für jede Risikoeinheit separat (Art. 7 

Abs. 2 Prämientarif). Die Risikogemeinschaften der BUV bestehen bei der 

SUVA aus Klassen, Unterklassen und Unterklassenteilen (Art. 13 Abs. 1 

Prämientarif). Klassen sind Risikogemeinschaften, in welchen zum Zweck 

der langfristigen Finanzierung Unterklassen desselben Wirtschaftszweigs 

zusammengefasst werden (Abs. 2). Unterklassen sind Risikogemeinschaf-

ten, in welchen zum Zweck der statistischen Auswertung Unterklassenteile 

derselben Branchen zusammengefasst werden (Abs. 3). Unterklassenteile 

sind Risikogemeinschaften, in welchen zum Zweck der Prämienbemes-

sung gleichartige Betriebe und Betriebsteile mit gleichartigem Unfallrisiko 

zusammengefasst werden (Abs. 4). Jeder Unterklassenteil verfügt über ei-

nen Basissatz. Die Basissätze entsprechen jeweils einem Nettosatz im 

Suva-Grundtarif (Abs. 5). Die Risikogemeinschaften in der Nichtberufsun-

fallversicherung bestehen in der Regel aus den Klassen der Berufsunfall-

versicherung (Art. 14 Abs. 1 Prämientarif). Jede Risikogemeinschaft ver-

fügt über einen Basissatz. Die Basissätze entsprechen jeweils einem Net-

tosatz im Suva-Grundtarif (Abs. 2). 

4.4 Die Suva stellt für die verschiedenen Kundensegmente geeignete Prä-

mienmodelle zur Verfügung. Für Betriebe, welche eine ausreichende sta-

tistische Grösse aufweisen, wendet sie Prämienmodelle mit Erfahrungsta-

rifierung an (Art. 19 Prämientarif). Massgebend für die Bestimmung des 

anwendbaren Prämienmodells ist die Basisprämie einer Risikoeinheit. 

Diese berechnet sich für das Jahr 2019 aus den Lohnsummen der Risi-

koeinheit multipliziert mit den Basissätzen der jeweiligen Risikogemein-

schaft, aufsummiert über die letzten sieben Jahre (Art. 20 in Verbindung 

mit Art. 53 Abs. 6 Prämientarif).  

– Eine Risikoeinheit wird im Jahr 2019 zum Basissatz eingereiht, wenn 

sie in der Berufsunfallversicherung eine Basisprämie von weniger als 

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35'000 Franken bzw. in der Nichtberufsunfallversicherung eine Basis-

prämie von weniger als 420'000 Franken aufweist (Art. 21 Bst. c in Ver-

bindung mit Art. 53 Abs. 7 Prämientarif).  

– Eine Risikoeinheit wird im Jahr 2019 nach dem Bonus-Malus-System 

eingereiht, wenn sie in den letzten zwei Jahren der Beobachtungspe-

riode jährlich eine prämienpflichtige Lohnsumme aufwies und ihre Ba-

sisprämie in der Berufsunfallversicherung mindestens 35'000 Franken 

bzw. in der Nichtberufsunfallversicherung mindestens 420'000 Fran-

ken beträgt (Art. 22 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 7 und 9 Prä-

mientarif).  

– Ab einer Basisprämie von 2,1 Millionen Franken gelangt im Jahr 2019 

in der Berufsunfallversicherung bzw. der Nichtberufsunfallversiche-

rung die Erfahrungstarifierung zur Anwendung (Art. 23 Abs. 1 in Ver-

bindung mit Art. 53 Abs. 7 Prämientarif). 

5.  

5.1 Nicht umstritten ist, dass die Beschwerdeführerin in die Klasse 49A 

(Strassentransporte) eingeteilt ist. Da die Beschwerdeführerin über eine 

Basisprämie (vgl. Art. 20 Prämientarif) von mehr als 2.1 Millionen Franken 

verfügt, kommt das Prämienmodell der Erfahrungstarifierung zur Anwen-

dung (Art. 23 Abs. 1 i.V.m. Art. 53 Abs. 7 Prämientarif), was ebenfalls nicht 

umstritten ist. Im Prämienmodell der Erfahrungstarifierung ist der Basissatz 

der Risikogemeinschaft, der im vorliegenden Fall für Klasse 49A unbestrit-

tenermassen 1.7800 % (Stufe 93) beträgt, Ausgangspunkt der Prämienbe-

rechnung der Beschwerdeführerin (Art. 15 Abs. 1 Prämientarif). 

5.2 Zur Bemessung der Nettoprämiensätze im hier anwendbaren Prämien-

modell der Erfahrungstarifierung wird zunächst der Nettoprämienbedarf 

der Risikoeinheit nach dem Bonus-Malus-System ermittelt. Danach wer-

den das individuelle Risiko der Risikoeinheit sowie in der BUV ihr individu-

eller Risikokompensationsbedarf beurteilt und der Nettoprämienbedarf ent-

sprechend angepasst (Art. 39 Abs. 1 Prämientarif; vgl. auch GÄCHTER/GER-

BER, in: Basler Kommentar zum Unfallversicherungsgesetz, 2019, N 89 zu 

Art. 92; SUVA-Broschüre, Die Erfahrungstarifierung für Grossbetriebe). Für 

die Bemessung der Prämiensätze bei mittleren und grossen Betrieben 

kommt in der BUV und NBUV ein Bonus-Malus-System zur Anwendung. 

Dieses berechnet unter Berücksichtigung der eigenen Kosten einen Sys-

temwert. Bei mittleren Betrieben entspricht dieser Wert dem Prämiensatz. 

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Seite 10 

Bei grossen Betrieben fliesst zusätzlich das Ergebnis einer individuellen 

Beurteilung in die Prämienbemessung mit ein (Erfahrungstarifierung; vgl. 

SUVA-Broschüre, Die Erfahrungstarifierung für Grossbetriebe). 

5.3 Im Bonus-Malus-System NBUV werden für die Prämienbemessung die 

individuellen Risikoerfahrungen der Risikoeinheiten mitberücksichtigt. Die 

Kredibilität ist das Ausmass für die Mitberücksichtigung der individuellen 

Risikoerfahrungen (Art. 38 Abs. 1 Prämientarif). Die Kredibilität berechnet 

sich aus der Basisprämie dividiert durch die Basisprämie plus 900'000 

Franken (Art. 38 Abs. 2 Prämientarif). Massgebend für die Bestimmung der 

mit einer Risikoeinheit gemachten Risikoerfahrungen ist für das Jahr 2019 

der während einer Beobachtungsperiode von sieben Jahren entstandene 

Aufwand für die Kurz- und Langfristleistungen bis 90'000 Franken pro Un-

fallereignis nach Rückversicherung (Art. 38 Abs. 3 in Verbindung mit 

Art. 53 Abs. 6 Prämientarif). Zum Aufwand zählen die bereits angefallenen 

Unfallkosten und die für die erwarteten zukünftigen Kosten vorzunehmen-

den Rückstellungen (Art. 38 Abs. 4 Prämientarif). Der Aufwand der Re-

gressfälle und der regressverdächtigen Fälle bleibt unberücksichtigt 

(Art. 38 Abs. 5 Prämientarif). Die Risikoerfahrungen der Risikoeinheit wer-

den mit den Risikoerfahrungen der Risikogemeinschaft verglichen. Die Ab-

weichungen werden nach der Kredibilität der Risikoeinheit gewichtet 

(Art. 38 Abs. 6 Prämientarif). Die gewichteten Abweichungen bestimmen 

einen allfälligen Bonus oder Malus, der zum Basissatz der Risikogemein-

schaft oder zum Mischsatz addiert oder von diesem abgezogen wird. Dar-

aus ergibt sich der Bedarfssatz der Risikoeinheit (Art. 38 Abs. 7 Prämien-

tarif). Der Nettoprämiensatz der Risikoeinheit entspricht dem ihrem Be-

darfssatz am nächsten liegenden Nettosatz des Suva-Grundtarifs (Art. 38 

Abs. 8 Prämientarif). 

Bei der Berechnung des Bonus bzw. Malus wird der BMS-Aufwand des 

Betriebes mit dem Wert der Risikogemeinschaft (RG) verglichen und in 

Prozent der Lohnsumme umgerechnet. Der resultierende Bonus bzw. Ma-

lus wird mit dem Basissatz bzw. Mischsatz verrechnet. Dies ergibt den 

BMS-Bedarfssatz des Betriebs (vgl. Erläuterungen zum Grundlagenblatt 

NBUV 2019). Der Bonus bzw. der Malus wird nach folgender Formel be-

rechnet (FN 44 Prämientarif): 

BMS SchadenquoteBetrieb - BMS SchadenquoteRG 
x Kredibilität x BasissatzRG 

 SchadenquoteRG 

  

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Seite 11 

Die Kredibilität berechnet sich nach folgender Formel (FN 43 Prämientarif): 

Basisprämie (CHF) 

Basisprämie (CHF) + 900'000 (CHF) 

5.4 Für die Beurteilung des individuellen Risikos einer Risikoeinheit, das 

im Modell der Erfahrungstarifierung zusätzlich zum ermittelten Bonus bzw. 

Malus in die Bemessung des Prämiensatzes einfliesst, sind sämtliche Fak-

toren, welche ein zuverlässiges Indiz für das voraussichtliche zukünftige 

Risiko darstellen, massgebend. Insbesondere ist dies der unlimitierte Auf-

wand für die Versicherungsleistungen nach Rückversicherung inklusive 

Rückstellungen während den letzten maximal 15 Jahren, soweit er für die 

Einschätzung des zukünftigen Risikos relevant ist (Art. 39 Abs. 2 Prämien-

tarif). Nicht berücksichtigt bei der Beurteilung des individuellen Risikos wer-

den Regressfälle und regressverdächtige Fälle. Ausgenommen sind Un-

fälle und Berufskrankheiten, bei denen der Betrieb oder einer seiner Mitar-

beitenden ganz oder überwiegend haftet (Art. 39 Abs. 3 Prämientarif). Zum 

individuellen Risiko hinzugerechnet wird ein Beitrag an die kollektiven Be-

lastungen der Risikogemeinschaft sowie an die Prämie zur Finanzierung 

der Rückversicherung (Art. 39 Abs. 4 Prämientarif). Anhand der Beurtei-

lung des individuellen Risikos gemäss Abs. 2 bis 4 ergibt sich eine allfällige 

Korrektur des Nettobedarfssatzes (Art. 39 Abs. 5 Prämientarif). Der Net-

toprämiensatz der Risikoeinheit orientiert sich an deren Nettobedarfssatz 

und wird so festgelegt, dass kurzfristige Prämienschwankungen vermieden 

werden können. Er entspricht einem Nettosatz des Suva-Grundtarifs 

(Art. 39 Abs. 7 Prämientarif). 

5.5 Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall auf der Basis des Bonus-Ma-

lus-Systems einen Malus von 0.1881 % ermittelt und diesen zum Basissatz 

von 1.7800 % hinzugerechnet, was einen «BMS-Bedarfssatz Betrieb» von 

0.19681 % ergibt. Im Rahmen der individuellen Beurteilung hat sie sodann 

eine Anpassung des «BMS-Bedarfssatz Betrieb» um +0.4179 % vorge-

nommen und so einen Nettoprämiensatz von 2’3860 % (Stufe 99) ermittelt 

(vgl. «Grundlagenblatt NBUV 2019»).  

5.5.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Vorinstanz dargelegt, 

dass sie bei der Bonus-Malus-Beurteilung von einer Kredibilität von 

78.41 % (3'269'045 : [3'269'045 + 900’000] x 100) und einem BMS-Auf-

wand des Betriebs von Fr. 3'071'849.– ausgegangen ist. Der Aufwand der 

Risikogemeinschaft ergebe sich aus deren Risikostatistik. Analog zum Auf-

wand des Betriebs werde für den Vergleich der Risikoerfahrungen jedoch 

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nicht vom gesamten Aufwand ausgegangen, sondern vom sogenannten 

BMS-relevanten Aufwand, d.h. vom Aufwand sämtlicher Betriebe der be-

treffenden Risikogemeinschaft nach erfolgter Stutzung ihrer Kosten sowie 

nach Abzug der Kosten der Regressfälle und nach Rückversicherung. Der 

so erhaltene Wert werde sodann skaliert, das heisst auf die Grösse des 

Betriebs umgerechnet, damit die Risikoerfahrungen vergleichbar sind. Der 

BMS-relevante Aufwand der Risikogemeinschaft betrage vorliegend 

Fr. 2'644'103.–. Der Bonus bzw. Malus berechne sich demnach wie folgt: 

BMS AufwandBetrieb - BMS AufwandRGskaliert 
x Kredibilität x BasissatzRG 

 AufwandRG 

 

Fr. 3'071’849 - Fr. 2'644’103 
x 78.41 % x 1.7800 % = 0.1881 % 

Fr. 3'174’586 

5.5.2 Hinsichtlich der Beurteilung des individuellen Risikos hielt die Vo-

rinstanz im angefochtenen Einspracheentscheid fest, sie habe insbeson-

dere berücksichtigt, dass bei der Beschwerdeführerin mehr Aufwand über 

der Limite (mehr als Fr. 90'000.– pro Ereignis) angefallen sei als bei der 

Risikogemeinschaft. Insbesondere der Rentenfall aus dem Jahr 2007 wirke 

sich risikoerhöhend aus. Sodann schlage das jüngste Unfalljahr bereits mit 

hohen abgewickelten Heilkosten und Taggeldern zu Buche. Wie aus der 

ET-Grafik hervorgehe, liege der durchschnittliche Risikosatz der Jahre 

2011 bis 2017 bei 3.0751 %. Hier sei zwar die vermutete Rente aus dem 

Jahr 2013 enthalten, nicht jedoch die Rente aus dem Jahr 2007. Der effek-

tive Nettoprämienbedarf sei daher deutlich höher als der Nettoprämienbe-

darf gemäss Bonus-Malus-System. Vorliegend betrage der Betrag an die 

kollektivierten Belastungen der Klasse 49ZZ 0.0419 % einer Jahresnet-

toprämie und derjenige zur Finanzierung der Rückversicherung und der 

kollektiven Regresskosten 19.1 % einer Jahresnettoprämie. Vorliegend be-

trage die Korrektur durch die individuelle Beurteilung im Rahmen der Er-

fahrungstarifierung insgesamt 0.3896 %. Unter Berücksichtigung der Run-

dung auf die nächste Tarifstufe im Grundtarif der Suva belaufe sich die An-

passung auf insgesamt 0.4179 %. Daraus resultiere ein Nettoprämiensatz 

von 2.3860 %. Dies entspreche im Prämientarif der Suva der Stufe 99.  

6.  

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Begründungspflicht als 

Teilgehalt des rechtlichen Gehörs, da die Vorinstanz die Prämienerhöhung 

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Seite 13 

der NBUV verfügt habe, ohne diese in nachvollziehbarer Weise zu begrün-

den. 

6.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich für die Behörden 

die Pflicht, ihren Entscheid zu begründen (vgl. auch Art. 49 Abs. 3 ATSG; 

Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Begründung einer Verfügung muss so abgefasst 

sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids 

Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere 

Instanz weiterziehen kann. Nicht erforderlich ist, dass sich die Behörde mit 

allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne 

Vorbringen ausdrücklich widerlegt. In diesem Sinne müssen wenigstens 

kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat 

leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 

143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Anforderungen an die Begründung 

sind umso höher, je weiter der Entscheidungsspielraum der entscheiden-

den Behörde und je komplexer die Sach- und Rechtslage sind (HÄFE-

LIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, 

Rz. 1072). Gemäss dem Grundsatz der Transparenz muss nachvollzogen 

werden können, wie eine Prämie festgelegt bzw. erhöht wird (vgl. GÄCH-

TER/GERBER, a.a.O., N 53 zu Art. 92).  

6.2 Da der Vorinstanz im Rahmen der Tarifgestaltung ein grosser Entschei-

dungs- und Ermessensspielraum zukommt und es sich bei der Einreihung 

in den Prämientarif um eine komplexe Materie handelt, muss die Begrün-

dung entsprechend ausführlich und umfassend sein. Dies hat umso mehr 

zu gelten, wenn der betroffene Betrieb – wie hier – bereits in der Einspra-

che eine nachvollziehbare Begründung einzelner Positionen und Berech-

nungen verlangt hat und er den Unfallversicherer nicht frei wählen kann 

und darf (vgl. zum Zuständigkeitsbereich der Suva Art. 66 UVG; vgl. Urteil 

des BVGer C-2440/2017 vom 25. Februar 2019 E. 4.1). 

6.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, womit seine 

Verletzung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur 

Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids führt (BGE 141 V 557 E. 3; 137 I 195 E. 2.2). Eine nicht besonders 

schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise 

als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich 

vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie 

auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist 

darüber hinaus, im Sinne einer Heilung des Mangels, selbst bei einer 

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Seite 14 

schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von ei-

ner Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und so-

weit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu un-

nötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleich-

gestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beur-

teilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 mit 

Hinweisen; Urteil des BGer 1C_586/2019 vom 3. August 2020 E. 2.3).   

6.4 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, dass es ihr aufgrund 

der vorliegenden Informationen nicht möglich sei, den errechneten Malus 

in der Höhe von 0.1881 % nachzuvollziehen, geschweigen denn, diesen 

zu prüfen.  

6.4.1 In ihrer Beschwerde hält die Beschwerdeführerin fest, dass der in der 

Bonus/Malus-Formel eingesetzte Wert «BMS-AufwandBetrieb» in der Höhe 

von Fr. 3'071'849.– anerkannt werde. Dem Einspracheentscheid könne 

aber nicht entnommen werden, wie sich die in der Formel eingesetzten Be-

träge für die Risikoerfahrung der Risikogemeinschaft in der Höhe von 

Fr. 2'644'103.– (BMS-AufwandRGskaliert) und im Betrag von Fr. 3'174'586.– 

(AufwandRG) zusammensetzen und ergeben würden. Die Risikostatistik der 

Risikogemeinschaft liege nicht vor. Im Einspracheentscheid fänden sich 

auch keine Erläuterungen dazu.  

6.4.2 Die Vorinstanz hat in ihrer Vernehmlassung darauf hingewiesen, 

dass sich der Aufwand der Risikogemeinschaft aus deren Risikostatistik 

(RIS 418 Klasse 49A NBUV vom 29. Mai 2019) ergebe. Diese hat die  

Vorinstanz im Beschwerdeverfahren eingereicht (Beilage C zu BVGer-

act. 8). Sie hielt fest, diese Rohdaten würden vom System während der 

BMS-Berechnung auf die Grösse bzw. Lohnsumme des Betriebs skaliert, 

damit sie vergleichbar seien. Ebenso werde der BMS-relevante Aufwand 

der Risikogemeinschaft während des Berechnungsvorgangs vom System 

automatisch ermittelt. Der entsprechende Wert finde sich in Ziffer 2.3 des 

Grundlagenblatts NBUV 2019. Eine externe Quelle gebe es hierzu nicht. 

6.4.3 In der Replik bringt die Beschwerdeführerin vor, dass es der  

Vorinstanz auch im Rahmen der Vernehmlassung nicht gelungen sei, die 

aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Auch nach ihren Erläuterungen sei 

es nicht nachvollziehbar, wie sich die eingesetzten Beträge für die Risiko-

erfahrung der Risikogemeinschaft in der Höhe von Fr. 2'644'103.– (BMS-

AufwandRG skaliert) und im Betrag von Fr. 3'174'586.– (AufwandRG) zusam-

mensetzten und zustande gekommen seien. Mangels Kenntnis über die Art 

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Seite 15 

und Weise der «vom System während der BMS-Berechnung» vorgenom-

menen Skalierung bleibe die Bestimmung des Malus nicht nachvollziehbar 

und sei nicht überprüfbar. Unklar sei im Weiteren, was die Vorinstanz mit 

dem Hinweis, wonach es für den Aufwand der Risikogemeinschaft keine 

«externe Quelle» gäbe, meine. Es sei schwer vorstellbar, dass diese Grös-

sen statistisch nicht erhoben würden. Die Komplexität der Tarifierung dürfe 

nicht dazu führen, dass diese für die Versicherungsnehmer nicht mehr 

nachvollziehbar sei. Genau dies geschehe im vorliegenden Fall aber, wo-

bei von der Beschwerdeführerin erwartet werde, dass sie den offenbar 

nicht auf «externen Quellen» beruhenden Skalierungsmodellen der Vo-

rinstanz blindlings Glauben schenke. 

6.4.4 Im vorliegenden Fall lässt sich allein aus den Angaben in der Einrei-

hungsverfügung und dem Grundlagenblatt NBUV 2019 nicht nachvollzie-

hen, wie die Vorinstanz den Malus von 0.1881 % berechnet hat. Im Ein-

spracheentscheid hat die Vorinstanz dann zwar die Formel für die Berech-

nung des Bonus bzw. Malus sowie die in die Formel eingesetzten Werte 

aufgeführt. Sie hat jedoch nicht aufgezeigt, wie sie die Werte der Ver-

gleichsgemeinschaft (BMS-AufwandRGskaliert von Fr. 2'644'103.–; Auf-

wandRG von Fr. 3'174'586.–) ermittelt hat. Die Terminologie der in der For-

mel verwendeten Werte des Einspracheentscheides einerseits und des 

Prämientarifs anderseits stimmen sodann nur teilweise überein (vgl. oben 

E. 5.3 und E. 5.5.1), was eine Überprüfung weiter erschwert. Aus der von 

der Vorinstanz im Beschwerdeverfahren eingereichten Risikostatistik der 

Klasse 49A für die Nichtberufsunfallversicherung (Formular «RIS 418») ist 

der Gesamtaufwand der Risikogemeinschaft 49A der Jahre 2011 bis 2017 

ersichtlich (Fr. 345'693'988.-). Es ist aber nicht nachvollziehbar, wie die Vo-

rinstanz diesen Gesamtaufwand auf die Grösse des Betriebs der Be-

schwerdeführerin skaliert und den in der Formel verwendeten Aufwand der 

Risikogemeinschaft und den BMS-Aufwand der Risikogesellschaft ermittelt 

hat. Allein anhand dem Verhältnis der Lohnsumme der Risikogemeinschaft 

der Jahre 2011 bis 2017, die laut der Risikostatistik «RIS 418» 

Fr. 20'508'422'904.– beträgt, und der Lohnsumme der Beschwerdeführerin 

der Jahre 2011 bis 2017, die gemäss Grundlagenblatt NBUV 2019 

Fr. 193'997'463.– beträgt, lassen sich die von der Vorinstanz verwendeten 

Werte nicht ermitteln. Die vorinstanzliche Berechnung des Malus von 

0.1881 % ist somit auch anhand der im Beschwerdeverfahren eingereich-

ten Risikostatistik «RIS 418» nicht nachvollziehbar und daher weder für die 

Beschwerdeführerin noch für das Gericht überprüfbar. Auch wenn die Prä-

mienbemessung im Kern eine mathematische Operation ist, muss sie an-

hand des Prämientarifs und der zur Verfügung gestellten Zahlen innert 

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Seite 16 

nützlicher Frist überprüft werden können (vgl. Urteil des BVGer  

C-7072/2016 vom 22. Mai 2018 E. 7.2), was hier nicht der Fall. 

6.4.5 Im Hinblick auf die Festlegung des Malus von 0.1881 % ist die Vo-

rinstanz ihrer Begründungspflicht nicht genügend nachgekommen. Dies-

bezüglich liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.  

6.5 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass es nicht nachvoll-

ziehbar sei, auf welchen Grundlagen die Vorinstanz das individuelle Risiko 

beurteilt habe und inwieweit sich daraus eine Korrektur des Nettobedarfs-

satzes um 0.3896 % bzw. nach Berücksichtigung der Rundung auf die 

nächste Tarifstufe von 0.4179 % rechtfertige.  

6.5.1 Die Beschwerdeführerin kritisiert, dass die Vorinstanz die Behaup-

tung, dass bei ihr mehr Aufwand über der Limite angefallen sei, als bei der 

Risikogemeinschaft, nicht belegt habe. Sie habe nicht aufgezeigt, wie hoch 

der Aufwand bei der Risikogemeinschaft tatsächlich gewesen sei und auf 

welche Datenlage sie sich dabei stütze. Es werde auch nicht dargetan, in 

welchem Umfang der Aufwand des Betriebs über der Limite liege. Weiter 

sei unklar, auf welcher Datenlage die Vorinstanz den durchschnittlichen Ri-

sikosatz der Jahre 2011 bis 2017 berechnet habe bzw. wie sie darauf 

komme, dass dieser 3.0751 % betragen solle. Dadurch sei es nicht mög-

lich, die Prämienerhöhung nachzuvollziehen und zu überprüfen. Es möge 

sein, dass die Bestimmung des durchschnittlichen Risikosatzes der Jahre 

2011 bis 2017 komplex sei und Fachwissen voraussetze. Dies entbinde die 

Vorinstanz aber nicht vor ihrer Pflicht, den Tarif in einer Art und Weise zu 

gestalten, dass dieser für die Prämienzahler nachvollziehbar sei.  

6.5.2 Die Vorinstanz weist in ihrer Vernehmlassung darauf hin, dass die 

Beurteilung des individuellen Risikos ein Ermessensentscheid der Under-

writer und keine mathematische Operation sei. Die Underwriter analysier-

ten das Risiko und würden die verschiedenen Faktoren abwägen. Es könn-

ten daher nicht alle Schritte mit Formeln und Zahlen belegt werden. Vorlie-

gend sei insbesondere berücksichtigt worden, dass beim Aufwand des Be-

triebs mehr Aufwand über der Limite angefallen sei als bei der Risikoge-

meinschaft. Der unlimitierte Aufwand und der Aufwand über Limite der Be-

schwerdeführerin ergebe sich aus dem Grundlagenblatt NBUV 2019. Die 

Quelle sei die Risikostatistik der Beschwerdeführerin (RIS 416 NBUV vom 

3. Juni 2019, Beilage D zu BVGer-act. 8). Die entsprechenden Rohdaten 

der Risikogemeinschaft würden sich aus deren Risikostatistik (RIS 418 

Klasse 49A NBUV vom 29. Mai 2019, Beilage C zu BVGer-act. 8) ergeben. 

C-1516/2019 

Seite 17 

Der Aufwand über der Limite des Vergleichskollektivs, skaliert auf die 

Grösse des Betriebs, betrage Fr. 466'586.–. Dieser Wert werde vom Sys-

tem generiert, eine externe Quelle gebe es hierzu nicht. Der Aufwand über 

Limite des Betriebs betrage 36 % seines massgebenden Aufwands (ohne 

Regressfälle), derjenige des Vergleichskollektivs betrage 15 % seines 

massgebenden Aufwands (ohne Regressfälle). Die Beschwerdeführerin 

weise im Verhältnis somit einen viel höheren ungestutzten Aufwand auf als 

ihre Risikogemeinschaft. Zudem wirke sich der Rentenfall aus dem Jahr 

2007, der im BMS-Prämienbedarf nicht enthalten sei, risikoerhöhend aus. 

Zum durchschnittlichen Risikosatz der Jahre 2011 bis 2017 hielt die Vo-

rinstanz in ihrer Vernehmlassung fest, dass aus der ET-Grafik hervorgehe, 

dass dieser bei 3,0751 % liege. Der effektive Nettoprämienbedarf sei daher 

deutlich höher als der Nettoprämienbedarf gemäss Bonus-Malus-System. 

Anders als die Risikostatistik (RIS 416 NBUV vom 3. Juni 2019, Beilage D 

zu BVGer-act. 8), welche eine buchhalterische Sicht der Vergangenheit 

zeige, sei die ET-Grafik ein Prognose-Tool, das der Darstellung des zukünf-

tig erwarteten Risikos diene. Damit eine sinnvolle Risikoanalyse vorge-

nommen werden könne, würden die Aufwände der einzelnen Jahre so dar-

gestellt, dass sie miteinander verglichen werden könnten. Das heisse, die 

Aufwände würden teuerungsbereinigt, und es würden die Auswirkungen 

der vom EDI vorgegebenen Senkungen des technischen Zinssatzes be-

rücksichtigt. Schliesslich sei im Aufwand, wie er in der Grafik dargestellt ist, 

zusätzlich ein Sockelbeitrag enthalten (Anteil an der Klassenbelastung, 

den kollektiven Regresskosten und der Rückversicherung). Dieser sei auf 

die einzelnen Komponenten (Heilkosten und Taggelder etc.) aufgeteilt. 

6.5.3 Die Beschwerdeführerin bringt hierzu in ihrer Replik vor, dass die 

Aussage der Vorinstanz erstaune, wonach der Korrektur des Nettobedarfs-

atzes anhand des individuellen Risikos um 0.3896 % bzw. «nach Berück-

sichtigung der Rundung auf die nächste Tarifstufe» um 0.4179 % kein ma-

thematischer Prozess zugrunde liege. Es könne nicht ernsthaft behauptet 

werden, dass ein Korrekturfaktor mit vier Stellen nach dem Komma Resul-

tat eines Ermessensentscheids eines Underwriters und nicht Ergebnis ei-

ner mathematischen Operation sei. Entsprechend würden die diesbezügli-

chen Ausführungen der Vorinstanz bestritten. In ihrer Vernehmlassung 

führe die Vorinstanz nun zwar immerhin aus, dass sie bei der Beurteilung 

des individuellen Risikos einerseits den im Vergleich zur Risikogemein-

schaft höheren Aufwand des Betriebs der Beschwerdeführerin über der Li-

mite und andererseits den Rentenfall aus dem Jahr 2007 sowie die im 

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Seite 18 

jüngsten Unfalljahr bereits abgewickelten Heilkosten und Taggelder be-

rücksichtigt habe. Wie diese Faktoren im Rahmen des Underwritingprozes-

ses gewichtet worden seien, und ob von den Underwritern noch andere 

Faktoren eingeflossen seien, könne aber auch der Vernehmlassung nicht 

entnommen werden. Sie bleibe deshalb dabei, dass die Vorinstanz ihre 

Begründungspflicht und damit auch den Anspruch auf rechtliches Gehör 

verletzt habe. 

6.5.4 Laut den Ausführungen der Vorinstanz ist die Beurteilung des indivi-

duellen Risikos der Beschwerdeführerin ein Ermessensentscheid des Un-

derwriters. Angesichts des ermittelten Prozentsatzes mit vier Stellen nach 

dem Komma ist aber davon auszugehen, dass der zuständige Underwriter 

Berechnungen vorgenommen hat. Die Vorinstanz hat jedoch keine vom zu-

ständigen Underwriter angefertigten Unterlagen und Berechnungen ins 

Recht gelegt (vgl. dazu Urteil des BVGer C-2615/2014 E. 8.2), so dass 

diese nicht überprüfbar sind. Dies ist auch insofern problematisch, als ge-

mäss der Vorinstanz dieser Spezialist Faktoren in die Berechnung mitein-

fliessen lässt, die vom System generiert werden und wofür es keine exter-

nen Quellen gebe, und somit anhand der vorliegenden Akten nicht eruier-

bar sind. Weiter ist auch nicht ersichtlich, wie der zuständige Underwriter 

die einzelnen Faktoren im Rahmen der Beurteilung des individuellen Risi-

kos gewichtet hat. Somit ist die Ermessensausübung des Underwriters für 

das Bundesverwaltungsgericht nicht überprüfbar. Soweit die Vorinstanz auf 

den Ermessensentscheid des Underwriters verweist, kommt sie ihrer Be-

gründungspflicht nicht genügend nach. 

6.5.5 Hinsichtlich der Beurteilung des individuellen Risikos ist aufgrund der 

vorliegenden Akten überdies nicht ersichtlich, wie weit der Aufwand über 

der Limite bei der Beschwerdeführerin höher ist als bei der Risikogemein-

schaft. Zwar ist der Aufwand über der Limite der Beschwerdeführerin 

(Fr. 1'728'091.–) im Grundlagenblatt NBUV 2019 aufgeführt. Dieser Wert 

lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres aus der Risikostatistik der Beschwer-

deführerin («RIS 416»; Beilage D zu BVGer-act. 8) ablesen. Der Aufwand 

der Risikogemeinschaft über Limite, skaliert auf die Grösse des Betriebs, 

beträgt laut Angaben der Vorinstanz in der Vernehmlassung Fr. 466'586.–. 

Dieser Wert ist jedoch weder dem Grundlagenblatt NBUV 2019 noch dem 

Einspracheentscheid zu entnehmen. Auch aus der im Beschwerdeverfah-

ren eingereichten Risikostatistik der Risikogemeinschaft lässt er sich nicht 

direkt ablesen. So gibt denn auch die Vorinstanz an, dass dieser Wert vom 

System generiert werde und es hierzu keine externe Quelle gebe. Insge-

samt lässt sich damit nicht überprüfen, ob bei der Beschwerdeführerin 

C-1516/2019 

Seite 19 

mehr Aufwand über der Limite angefallen ist als bei der Risikogemeinschaft 

bzw. inwiefern ein allfälliger Mehraufwand einen Aufschlag rechtfertigt. 

Was den durchschnittlichen Risikosatz der Jahre 2011 bis 2017 von 

3.0751 % anbelangt, so lässt sich dieser zwar aus der ET-Grafik vom 

25. September 2018 ablesen, wie er ermittelt wurde, ergibt sich aus der 

Grafik jedoch nicht. In der Vernehmlassung hat die Vorinstanz zwar präzi-

sierende Ausführungen zur Grafik gemacht, die Berechnung des Risikosat-

zes im konkreten Fall lässt sich damit aber nicht überprüfen.  

6.5.6 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass die kollektive Be-

lastung der Klasse 49ZZ nirgends publiziert sei. Es handle sich dabei of-

fensichtlich um einen Suva-internen Tarif. Dasselbe gelte für die zur Finan-

zierung der Rückversicherung und der kollektiven Regresskosten geltend 

gemachten Aufwendungen von «happigen» 19.1 % einer Jahresnettoprä-

mie. Auf welchen Grundlagen diese Aufwendungen beruhten, wie diese 

Prozentsätze berechnet würden, auf welche Datenlage sich die Vorinstanz 

dabei stütze, welchen Anteil die Kosten für die Finanzierung der Rückver-

sicherung und welchen Anteil die kollektiven Regresskosten ausmachten, 

werde im angefochtenen Einspracheentscheid an keiner Stelle erwähnt. 

6.5.7 In ihrer Vernehmlassung hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass 

die kollektiven Belastungen aus der Klassenbelastung und den kollektiven 

Regresskosten bestünden. Bei der Klassenbelastung handle es sich um 

Unfälle, welche keinem Betrieb zugeordnet werden könnten. Diese würden 

teilweise auf Ebene Versicherungszweig, teilweise auf Ebene Klasse in so-

genannten Sammelklassen kollektiviert. In diesen Sammelklassen würden 

sich keine Betriebe befinden. Die Klasse 49A ZZ sei die Sammelklasse der 

Klasse 49A (RIS 418 Klasse 49A ZZ NBUV vom 29. Mai 2019, Beilage E 

zu BVGer-act. 8). Die Klasse 99Z sei die Sammelklasse des Versiche-

rungszweigs (RIS 417 Klasse 99Z NBUV vom 6. Juni 2019, Beilage F zu 

BVGer-act. 8). Deren Aufwände würden proportional auf die Klassen ver-

teilt. Zur Festlegung des Anteils der ET-Betriebe an der Klassenbelastung 

ermittle der zuständige Underwriter zunächst die entsprechenden Kosten 

des Kollektivs der ersten 10 Jahre der 15-jährigen Beobachtungsperiode. 

Aus dem Durchschnitt dieser Summe in Relation zur Lohnsumme lege er 

den erwarteten Risikosatz dieser Belastungen für die Zukunft fest. Dabei 

handle es sich um einen Ermessensentscheid, wobei der Underwriter sich 

am Wert der Vergangenheit orientiere, wenn nicht spezielle Gründe dage-

gen sprechen würden. Vorliegend sei der Wert der Vergangenheit über-

nommen worden. Damit die Kosten prämienproportional verteilt werden 

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Seite 20 

könnten, werde der Risikosatz der Klassenbelastung in Prozente der Net-

toprämie umgerechnet, woraus sich für das Kollektiv ein Wert von 

0,0419 % ergebe. Dies entspreche auch dem Anteil der ET-Betriebe, in 

Prozent ihrer jeweiligen erwarteten Nettoprämie. Ähnlich verhalte es sich 

mit den Regresskosten. Die Kosten der Regressfälle würden dem jeweili-

gen Kollektiv belastet, die eingehenden Zahlungen dem jeweiligen Kollek-

tiv gutgeschrieben. Wenn nicht sämtliche Ansprüche gegen den Haftpflich-

tigen durchgesetzt werden könnten, resultiere ein Aufwandüberschuss. 

Dieser werde im Rahmen der Prämienbemessung anteilmässig auf die Be-

triebe des entsprechenden Kollektivs verteilt. Der Beitrag an die kollektiven 

Regresskosten betrage vorliegend 18 % des erwarteten Nettoprämiensat-

zes. Zu deren Festlegung ermittle der zuständige Underwriter zunächst die 

entsprechenden Kosten des Kollektivs der ersten 10 Jahre der 15-jährigen 

Beobachtungsperiode (RIS 417 Klasse 49A NBUV Regress vom 

29.05.2019, Beilage G zu BVGer-act. 8). Aus dem Durchschnitt dieser 

Summe in Relation zur erwarteten Lohnsumme lege er den erwarteten 

Wert für die Zukunft fest. Auch dabei handle es sich um einen Ermessens-

entscheid, wobei der Underwriter sich am Wert der Vergangenheit orien-

tiere, wenn nicht spezielle Gründe dagegen sprechen würden. Vorliegend 

sei der Wert der Vergangenheit übernommen worden. Dieser werde in Pro-

zent der Nettoprämie des Kollektivs umgerechnet, woraus sich die 18 % 

ergeben würden. Dies entspreche auch dem Anteil der ET-Betriebe, in Pro-

zent ihrer jeweiligen erwarteten Nettoprämie. Weiter hielt die Vorinstanz 

fest, dass gemäss Art. 17bis des Prämientarifs die Risikogemeinschaften in 

der Nichtberufsunfallversicherung gemeinsam eine Rückversicherung zur 

Absicherung gegen ausserordentliche Kosten aus Nichtberufsunfällen 

führten. Die Risikogemeinschaften hafteten bis zu einer Limite von 1.8 Mil-

lionen Franken pro Unfallereignis. Der restliche Aufwand werde von der 

Rückversicherung getragen. Die Prämien für diese interne Rückversiche-

rung sei vom SUVA-Rat auf für die NBUV auf 1.1 % der Nettoprämie fest-

gesetzt worden.  

6.5.8 Hinsichtlich des Beitrags an die kollektiven Belastungen und die kol-

lektiven Regresskosten hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung darauf 

hingewiesen, dass es sich um einen Ermessensentscheid des Underwri-

ters handelt. Sie hat im Beschwerdeverfahren zwar Erläuterungen zum 

Vorgehen des Underwriters gemacht und hat dargelegt, dass sie für die 

Beurteilung auf die Risikostatistiken der Klassen 49A ZZ und 99 Z abge-

stellt hat, hat es aber auch in diesem Punkt versäumt, die vom zuständigen 

Underwriter angefertigten Unterlagen und Berechnungen einzureichen 

C-1516/2019 

Seite 21 

(vgl. dazu Urteil des BVGer C-2615/2014 E. 8.2), so dass die ermittelten 

Werte von 0.0419 % bzw. 18 % nicht überprüfbar sind. 

6.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Prämienfestsetzung 

NBUV, namentlich die Erhöhung des Nettoprämiensatzes Betrieb (Ziffer 

4.2 des Grundlagenblattes NBUV 2019) um zwei Stufen per 1. Januar 

2019, weder aufgrund der Begründung des angefochtenen Einspracheent-

scheids vom 25. Februar 2019 noch der Ergänzungen im Rahmen des Be-

schwerdeverfahrens nachvollzogen werden kann. Die Vorinstanz hat nicht 

nachvollziehbar darlegen können, wie sie den Malus und das individuelle 

Risiko berechnet hat. Die Vorinstanz hat damit den Anspruch der Be-

schwerdeführerin auf rechtliches Gehör und namentlich ihre Begründungs-

pflicht wiederholt und in mehrfacher Hinsicht verletzt. Da auch dem Gericht 

die notwendigen Grundlagen nicht vorliegen, ist es ihm nicht möglich, ei-

nen reformatorischen Entscheid zu treffen. Eine Heilung der Verletzung 

des rechtlichen Gehörs ist nicht möglich. Hinzuweisen ist zudem auf die 

zurückhaltende Überprüfung des Gerichts bei (versicherungs-)technischen 

Fragen (vgl. E. 3.2), welche im vorliegenden Fall ebenfalls gegen eine aus-

nahmsweise Heilung spricht. Die zurückhaltende Überprüfung der Gerichte 

bei technischen Fragen ist dadurch begründet, dass deren Beurteilung ei-

nen hohen Wissensstand im entsprechenden Fachgebiet erfordert, über 

den primär die spezialisierte Verwaltungsabteilung verfügt. Das Gericht 

muss sich in erster Linie auf die Angaben der Fachbehörde verlassen (be-

ziehungsweise verlassen können) und die angestammten Rollen von Jus-

tiz und Verwaltung beachten. Deshalb hat das Gericht nur ausnahmsweise 

– wenn dazu keine fachtechnischen Abklärungen erforderlich sind sowie 

nur eine Lösung möglich und rechtmässig erscheint, mithin der Verwaltung 

kein Ermessensspielraum verbleibt – in der Sache selber zu entscheiden. 

In den übrigen Fällen ist eine Rückweisung an die Verwaltung angezeigt 

(vgl. BGE 129 II 331 E. 3.2; BVGE 2007/27 E. 10.4; Urteil des BVGer  

C-3488/2017 vom 12. Juni 2018 E. 6.5).  

7.  

In Gutheissung der Beschwerde ist demnach der Einspracheentscheid 

vom 25. Februar 2019 aufzuheben. Die Akten sind an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen, damit diese betreffend das Jahr 2019 eine im Detail nach-

vollziehbare Prämienberechnung im Sinne der Erwägungen erstellt, die 

massgebenden Faktoren und Daten detailliert und vollständig offenlegt und 

im Anschluss daran eine neue Verfügung mit einlässlicher und nachvoll-

ziehbarer Begründung erlässt. 

  

C-1516/2019 

Seite 22 

8.  

8.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da eine 

Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Par-

tei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall der Beschwerde-

führerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der von ihr geleistete Kos-

tenvorschuss in der Höhe von Fr. 2‘000.- ist ihr nach Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto zurückzuerstat-

ten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt 

(Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

8.2 Die obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädi-

gung zu Lasten der Vorinstanz. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist 

die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen 

und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der 

Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens ist die Parteient-

schädigung auf insgesamt Fr. 4‘000.- festzusetzen (inkl. Auslagen und 

Mehrwertsteuer; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE). Die 

unterliegende Vorinstanz als Bundesbehörde (BGE 127 V 205) hat keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbin-

dung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom 

25. Februar 2019 wird hinsichtlich der Festsetzung der Prämien in der 

Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) ab 1. Januar 2019 aufgehoben. 

2.  

Die Vorinstanz wird angewiesen, eine neue Verfügung betreffend die Prä-

mienfestsetzung für das Jahr 2019 in der Nichtberufsunfallversicherung 

(NBUV) zu erlassen und diese in nachvollziehbarer Weise zu begründen. 

C-1516/2019 

Seite 23 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– nach Eintritt der Rechts-

kraft dieses Urteils zurückerstattet. 

4.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 4‘000.– zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit, Dienstbereich Kranken- und Unfallver-

sicherung (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Rohrer Michael Rutz 

 

 

  

C-1516/2019 

Seite 24 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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