# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 283039ff-8cac-5c0f-8778-dbccbd79aeb0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2014 200 2014 293
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-293_2014-06-19.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 19. Februar 2015 teilweise gutgeheissen 
(9C_611/2014).

200 14 293 IV
ACT/SHE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juni 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch B.________, 
Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 1. Februar 2011 mit Hinweis auf ein „psychia-
trisches Krankheitsbild“ und eine Allergie „Heuschnupfen“ sowie eine seit 
dem 12. August 2010 bestehende Arbeitsunfähigkeit bei der IV-Stelle Bern 
(nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Ak-
ten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Daraufhin führte die IVB medizinische 
und erwerbliche Erhebungen durch. Dabei liess sie die Versicherte insbe-
sondere durch den Fachpsychologen für Neuropsychologie FSP lic. phil. 
D.________ (AB 39.1) und durch Dr. med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH (AB 43.1), begutachten. Mit Vorbe-
scheid vom 4. Dezember 2013 (AB 57) stellte die IVB bei einem Invali-
ditätsgrad von 35% die Ablehnung des Leistungsbegehrens in Aussicht, 
wogegen die Versicherte opponierte (AB 58). Mit Verfügung vom 18. Fe-
bruar 2014 (AB 61) entschied die IVB wie im Vorbescheid angekündigt.

B.

Mit Eingabe vom 24. März 2014 liess die Versicherte Beschwerde erheben 
mit folgenden Rechtsbegehren:

„Die Verfügung vom 18.02.2014 sei aufzuheben und es sei der Beschwerdeführerin 
eine Dreiviertelsrente der IV auszurichten.

- unter Entschädigungsfolge -“

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 8. Mai 2014 auf Abwei-
sung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 18. Februar 2014 
(AB 61). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

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sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Demgegenüber fällt es nicht in den 
Aufgabenbereich des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen 
Rente zu äussern, da der Begriff der Invalidität nicht nur von medizini-
schen, sondern auch von erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 
ATSG).

3.

3.1 Was den Gesundheitszustand betrifft, zeigen die Akten im 
Wesentlichen folgendes Bild:

3.1.1 Der Psychiatrische Dienst des Spitals F.________ diagnostizierte 
im Bericht vom 6. Dezember 2010 (AB. 12.4/4) neben einer ängstlichen 
(vermeidenden) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) und einer 
mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 
F32.11) eine Panikstörung (ICD-10 F41.0; S. 1). Die Beschwerdeführerin 
leide an Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und 
Gedächtnisbeeinträchtigungen sowie an einer deutlichen Verunsicherung 
bei allen Arbeitsschritten insbesondere bei neu zu Erlernendem sowie im 
Sozialkontakt. Dies könne sowohl qualitativ wie auch quantitativ 
Auswirkungen auf die Leistung haben. Sie befinde sich in einer integrierten 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung mit wöchentlicher bis 
zweiwöchentlicher Sitzungsfrequenz und antidepressiver Medikation. Ab 
dem 12. August 2010 sei sie 100% arbeitsunfähig gewesen, seit dem 30. 
August 2010 bestehe eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1 f.).

3.1.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, stellte im Bericht vom 21. Februar 2011 (AB 15) mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit neben einer schüchternen Persönlichkeit mit 
mangelndem Selbstvertrauen und sozialem Rückzug die Diagnose einer 
larvierten Depression mit somatischen Beschwerden und Panikattacken 
(S. 2 Ziff. 1.1). Die Beschwerdeführerin stehe seit dem 6. November 1993 
bei ihm in ambulanter Behandlung (S. 2 Ziff. 1.2). Unter anderem bestehe 
ein Status nach sexuellem Missbrauch. Im Sommer 2010 habe sie sich mit 

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Körperbeschwerden (Inappetenz, Gewichtsabnahme, Atemnot und 
Engegefühl, Herzklopfen, Schweissausbrüche, Durchfall und 
Schlafstörung) vorgestellt. Unter Behandlung hätten die Beschwerden im 
Verlauf der Zeit an Intensität und Häufigkeit abgenommen. Der aktuelle 
Gesundheitszustand sei besser geworden und stabil. Gelegentlich spüre 
sie noch eine Beengung mit dem Gefühl von Atemnot und Herzklopfen. Die 
Angstzustände seien weniger häufig und weniger heftig als im Sommer und 
Herbst 2010 und die Beschwerdeführerin könne wieder alleine einkaufen 
und regelmässig arbeiten (S. 3 Ziff. 1.4). Dr. med. G.________ attestierte 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 14. Juli bis zum 29. August 2010, 
eine von 50% vom 30. August bis zum 3. Oktober 2010, eine 30%-ige vom 
4. Oktober bis zum 31. Oktober 2010 und eine von 20% ab dem 1. 
November 2010 voraussichtlich bis Ende April 2011 (S. 3 f. Ziff. 1.6). Die 
Beschwerdeführerin könne nach sorgfältiger und geduldiger Einführung 
einfachere Arbeiten gewissenhaft und zuverlässig ausführen. Bei 
komplexen Aufträgen und schwierigen Montagen komme sie rasch an ihre 
Grenzen. Dieses Handicap sei der aktuellen Arbeitgeberin bekannt und sie 
nehme seit 20 Jahren Rücksicht darauf. Die bisherige Tätigkeit sei ihr zu 
80% zumutbar, wobei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Frühjahr 
2011 geplant sei. Es bestehe eine Verminderung der Leistungsfähigkeit, da 
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer angeborenen Begabung und aktuell 
krankheitsbedingten Einschränkung nicht voll belastbar sei (S. 5 Ziff. 1.7).

3.1.3 Im Bericht des Spitals F.________ vom 14. Juli 2011 (AB 21) 
wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit neben einer ängstlich 
vermeidenden Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6), einer Panikstörung 
(ICD-10 F41.0) und einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell 
leichte Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.01), eine 
Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, nicht näher bezeichnet (ICD-
10 F81.9), diagnostiziert (S. 2 Ziff. 1.1). Die Erkrankung habe zur Folge, 
dass die Beschwerdeführerin Angst vor Ablehnung und Kritik sowie bei der 
Arbeit eine auffallend reduzierte Frustrationstoleranz habe und dabei bei 
kleinsten Anforderungen oder Veränderungen im Arbeitsablauf immer 
wieder resigniere, verzweifle sowie nervös werde und sich kaum selber zu 
beruhigen vermöge. Sie sei in der Aufmerksamkeit und der 
Verarbeitungsgeschwindigkeit deutlich verlangsamt und durch kleinste 

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Veränderungen blockiert, was die Belastbarkeit deutlich reduziere. Dies 
wirke sich in einer Reduzierung der Arbeitsgeschwindigkeit sowie einer 
verminderten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit aus. Ihre 
Leistungsfähigkeit sei zu ca. 40% eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin 
sei langsam, fehleranfälliger, habe reduzierte Anpassungsleistungen und 
Aufmerksamkeit sowie Konzentration seien eingeschränkt (S. 4 Ziff. 1.7).

3.1.4 Am 14. April und 5. Mai 2011 wurde die Beschwerdeführerin im 
Spital F.________ untersucht. Die Psychologin lic. phil. H.________ führte 
im Bericht vom 14. Juli 2011 (AB 22) aus, der Gesamt-IQ liege im 
grenzwertigen Bereich, leicht besser als eine Minderintelligenz. Im 
Verbalen liege sie ohne statistische Relevanz etwas höher als im Handeln. 
Die Aufmerksamkeit sei auf einem einfach strukturierten Niveau gut. Die 
Verarbeitungsgeschwindigkeit sei als niedrig einzuschätzen. Sie arbeite 
sorgfältig und gewissenhaft. Das Lernen und die Merkfähigkeit zeigten sich 
in der aktuellen Testung als niedrig, wobei zu bedenken sei, dass die 
ausgeprägte Anspannung das Resultat nach unten verfälscht haben 
könnte. In der Verhaltensbeobachtung zeige sich eine deutlich reduzierte 
Belastungsfähigkeit. Nach Ansicht der Psychologin bestehe eine reduzierte 
Leistungsfähigkeit aufgrund der niedrigen kognitiven Ressourcen und der 
niedrigen Belastungsfähigkeit. Insgesamt sei aufgrund der 
Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, nicht näher bezeichnet (ICD-
10 F81.9), von einer verringerten Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 2 Ziff. 4). 

3.1.5 Gemäss dem neuropsychologischen Teilgutachten vom 17. 
September 2012 (AB 39.1) hätten sich kognitive 
Funktionsbeeinträchtigungen im Grenzbereich zwischen mittelschwer und 
leicht bis mittelschwer vermindert gezeigt. Die zur Verfügung stehenden 
Informationen und das Befundbild selbst deuten gemäss den Ausführungen 
des Experten darauf hin, dass die kognitiven Beeinträchtigungen in erster 
Linie als Entwicklungsstörung zu werten seien, eine zusätzliche 
Verschlechterung der vorbestehend eingeschränkten kognitiven 
Leistungsfähigkeit durch die Angststörung und depressive Symptomatik sei 
jedoch möglich. Gestützt auf die Befunde und die Beurteilung leite er als 
Diagnose eine nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung (ICD-10 F89) 
mit/bei kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen im Grenzbereich zwischen 

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mittelschwer und leicht bis mittelschwer vermindert ab (S. 8 f.). Es sei 
anzunehmen, dass die kognitiven Funktionsstörungen in der bisherigen 
Tätigkeit als ungelernte Fabrikarbeiterin dazu führten, dass die 
Beschwerdeführerin insbesondere bei einer Änderung von gewohnten 
Aufgabenstellungen bzw. bei neuartigen Aufgabenstellungen 
Schwierigkeiten habe. Hier sei mit Schwierigkeiten beim Aufnehmen von 
Instruktionen und beim Lernen neuer Abläufe zu rechnen, dies mit einer 
erhöhten Fehlertendenz. Zudem sei tendenziell mit einer Verlangsamung 
zu rechnen. Aus rein neuropsychologischer / kognitiver Sicht sei die 
bisherige berufliche Tätigkeit zeitlich uneingeschränkt zumutbar. Diese sehr 
einfache Tätigkeit als ungelernte Fabrikarbeiterin sei sehr gut an das 
kognitive Leistungsprofil der Beschwerdeführerin angepasst. Dennoch sei 
eine Verminderung der qualitativen Leistungsfähigkeit um 20%, wie sie 
vom Arbeitgeber postuliert werde, sehr gut nachvollziehbar (S. 9 f. Ziff. 5). 
Retrospektiv beurteilt könne aus rein neuropsychologischer Sicht 
angenommen werden, dass eine relevante Arbeitsunfähigkeit schon seit 
dem Eintritt ins Erwerbsleben bestehe (S. 10 Ziff. 7). Von einer 
Verweistätigkeit sei keine bessere Verwertung der Fähigkeiten zu erwarten 
(S. 11 Ziff. 15).

3.1.6 Im psychiatrisch-psychotherapeutischen Gutachten vom 28. 
Februar 2013 (AB 43.1) diagnostizierte Dr. med. E.________ eine 
ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) mit Status 
nach Panikstörung (ICD-10 F41.0) sowie mit depressiver Störung, 
gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4/F33.4) und eine Entwicklungsstörung 
mit kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen (ICD-10 F89; S. 12 Ziff. 1.4). 
Die ICD-10-Kriterien einer depressiven Episode seien nicht erfüllt. Es 
bestünden objektiv keine der erforderlichen Symptome in ausreichender 
Schwere bzw. in ausreichender Länge und mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit, um eine lang dauernde depressive Episode zumindest 
leichten Grades diagnostizieren zu können. Die Verstimmung erkläre sich 
vollständig als Teil einer Persönlichkeitsstörung sowie psychosozialer 
Faktoren und begründe alleine nicht ausreichend eine depressive Episode 
gemäss ICD-10 F32/F33. Auch sei die Diagnose einer Panikstörung 
(episodisch paroxysmale Angst; ICD-10 F41.0) als eigenständige Störung 
nicht (mehr) zu begründen. Die hierfür erforderlichen Kriterien seien (v.a. 

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subjektiv) nur noch in geringer Dauer, Ausprägung, Häufigkeit und Anzahl 
erfüllt und es könne aktuell nicht einmal mehr von einer eventuell noch sehr 
leichten Ausprägung gesprochen werden. Auch die ängstliche 
Verstimmung erkläre sich vollständig als Teil einer Persönlichkeitsstörung 
sowie psychosozialer Faktoren. Die von der Beschwerdeführerin 
genannten (und in den Akten erwähnten) vielfältigen unspezifischen 
ängstlichen und depressiven Symptome würden jeweils für sich genommen 
nicht (mehr) ausreichend die Definition der dazugehörigen Kategorien 
(bspw. depressive Episode; vergleichbare Überlegungen würden für 
spezifische Angststörungen wie Agoraphobie, Panikstörung gelten) 
erfüllen. Eine vorübergehende abnehmende Arbeitsunfähigkeit sei 
hierdurch, wie in den Akten dokumentiert, für die Zeit zwischen Juli 2010 
und Juli 2011 begründbar. Seit August 2011 sei wieder vom Zustand wie 
vor Juli 2010 auszugehen. Dabei stünden eine ängstliche (vermeidende) 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) und eine Entwicklungsstörung mit 
kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen (ICD-10 F89) im Vordergrund. 
Gemäss seiner Einschätzung habe die leichte Persönlichkeitsstörung (ICD-
10 F60.6) einen relevanten (krankheitsbedingten) Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit von 30% Minderung (von 100%). Im aktuellen Fall stünden 
zwischenmenschliche Defizite im Vordergrund. Medizinisch-theoretisch sei 
die Prognose einer Persönlichkeitsstörung meist chronisch stabil. Die 
dokumentierten Befunde zeigten eine bislang stabile Psychopathologie, die 
es aber bei einem wohlwollenden Arbeitsumfeld ermöglicht habe, eine 
stabile berufliche Integration zu verwirklichen. Es sei zusammenfassend 
der Einschätzung im neuropsychologischen Gutachten vom 17. September 
2012 (AB 39.1) auch gesamthaft zuzustimmen, wonach die bisherige sehr 
einfache Tätigkeit als ungelernte Fabrikarbeiterin sehr gut an das kognitive 
Leistungsprofil und an die Persönlichkeitsstörung angepasst sei (AB 43.1 
S. 12 ff. Ziff. 2). Aus neuropsychologischer und aus psychiatrisch-
psychotherapeutischer Sicht sei diese Tätigkeit zeitlich uneingeschränkt 
zumutbar. Es bestehe dabei eine gesamthafte Minderung der 
Leistungsfähigkeit von 35% (von 100%, d.h. die attestierten Minderungen 
würden sich weitgehend überlagern; S. 18 Ziff. 3.2). Neuropsychologisch 
sei die Leistungsfähigkeit um 20% vermindert, rein psychiatrisch-
psychotherapeutisch um 30%. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit bestehe 

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mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit Beginn der aktuellen beruflichen 
Tätigkeit (S. 19 Ziff. 3.5 f.).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten 
Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 
50 S. 154 E. 4.3). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom 18. Februar 
2014 (AB 61) im Wesentlichen auf die Gutachten des lic. phil. D.________ 
vom 17. September 2012 (AB 39.1) und des Dr. med. E.________ vom 28. 
Februar 2013 (AB 43.1) abgestellt. Diese Gutachten erfüllen die 
Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen und erbringen vollen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 11

Beweis (vgl. E. 3.2 hiervor). Der begutachtende Fachpsychologe für 
Neuropsychologie sowie der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH haben ihre Einschätzungen gestützt auf ihre Untersuchungen sowie 
die Akten in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dargelegt. Zudem 
haben sie sich mit den Vorakten ausführlich auseinandergesetzt. Ihre 
Einschätzungen sind überzeugend und stehen nicht im Widerspruch zu den 
vorliegenden Akten. Daher ist auf die beiden Gutachten in der Folge 
abzustellen.

3.3.1 In neuropsychologischer Hinsicht ist damit erstellt und lic. phil. 
D.________ zu folgen, dass die Beschwerdeführerin an kognitiven 
Funktionsbeeinträchtigungen im Grenzbereich zwischen mittelschwer und 
leicht bis mittelschwer vermindert leidet (AB 39.1/8). Aus rein 
neuropsychologischer / kognitiver Sicht ist die bisherige berufliche Tätigkeit 
zeitlich uneingeschränkt zumutbar, da diese einfache Tätigkeit als 
ungelernte Fabrikarbeiterin sehr gut an das kognitive Leistungsprofil 
angepasst ist. Dennoch ist eine Verminderung der qualitativen 
Leistungsfähigkeit um 20% sehr gut nachvollziehbar (S. 9 f. Ziff. 5).

3.3.2 Aus psychiatrischer Sicht ist Dr. med. E.________ zu folgen und 
damit erstellt, dass eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F60.6) mit Status nach Panikstörung (ICD-10 F41.0) und mit einer 
depressiven Störung, die gegenwärtig remittiert ist (ICD-10 F32.4/F33.4), 
sowie eine Entwicklungsstörung mit kognitiven 
Funktionsbeeinträchtigungen (ICD-10 F89; AB 43.1/14 Ziff. 2) vorliegt. Die 
leichte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) hat einen relevanten 
(krankheitsbedingten) Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit von 30% Minderung 
(von 100%). Es stehen vor allem zwischenmenschliche Defizite im 
Vordergrund. Aus medizinischer Gesamtsicht besteht eine gesamthafte 
Minderung der Leistungsfähigkeit von 35% (von 100%; S. 17), dies weil 
sich die neuropsychologischen und psychiatrischen Minderungen 
weitgehend überlagern (S. 18 Ziff. 3.2).

3.3.3 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 
4 Ziff. 2) schadet es nicht, dass der psychiatrische Gutachter den vom 
Hausarzt im Bericht vom 21. Februar 2011 erwähnten Status nach 
sexuellem Missbrauch (AB 15/3 Ziff. 1.4) nicht weiter abgeklärt hat, da 

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diese Problematik auch im Rahmen der Behandlung im Spital F.________ 
nie Thema war (vgl. die entsprechenden Berichte vom 6. Dezember 2010 
[AB 12.4/4], 14. Juli 2011 [AB 21 und 22] und 19. Juli 2011 [AB 51/6]). 
Ebenso hat sich der psychiatrische Experte überzeugend und umfassend 
mit den vorhergehenden ärztlichen Einschätzungen auseinandergesetzt 
(AB 43.1/9 ff.). Was die Medikation betrifft, sind entgegen den Vorbringen 
in der Beschwerde (Beschwerde S. 4 Ziff. 2) dem Gutachten von Dr. med. 
E.________ (AB 43.1) sehr wohl Angaben zur Medikation zu entnehmen, 
nämlich, dass die Beschwerdeführerin zwei Antidepressiva in niedriger 
Dosierung (Sertralin 25 mg/d und Trazodon 75 mg/d) verordnet bekomme 
(S. 5). Weiter sind im neuropsychologischen Gutachten vom 17. September 
2012 (AB 39.1) Angaben zur aktuellen Medikation enthalten (S. 4).

Wie dem Protokoll der Beschwerdegegnerin per 8. Mai 2014 (in den 
Gerichtsakten) entnommen werden kann, fand am 27. Juni 2012 eine 
Besprechung zwischen der Beschwerdeführerin, der Arbeitgeberin, der 
behandelnden Psychologin und der Abklärungsperson der 
Beschwerdegegnerin statt (S. 3 f.). Anlässlich dieser Besprechung 
orientierte die behandelnde Psychologin über den Gesundheitszustand und 
erörterte das aus ihrer Sicht optimale Arbeitspensum (80%, 
Leistungseinschränkung 20%). Die Arbeitgeberin führte aus, die Mitarbeiter 
könnten nicht das nötige Verständnis für die Krankheit der 
Beschwerdeführerin aufbringen. Im Weiteren müsse beachtet werden, dass 
der Krankentaggeldanspruch Ende Juli 2012 auslaufe. Folglich müsse 
dringend eine Lösung gefunden werden. Der Arbeitsvertrag könne im 
bisherigen Rahmen nicht erhalten bleiben. Sie könne sich vorstellen, ab 
dem 1. August 2012 die Beschwerdeführerin im Umfang des genannten 
Pensums (80%, Leistungseinschränkung 20%) zu beschäftigen. Mit diesem 
Vorschlag erklärten sich sämtliche Anwesende einverstanden (S. 4). 
Aufgrund dieser Besprechung bzw. Aussagen kann jedoch nicht davon 
ausgegangen werden, dass sich die Beschwerdegegnerin verpflichtet 
hätte, eine invaliditätsbedingte Erwerbs- bzw. Arbeitsfähigkeit gemäss den 
Ausführungen der behandelnden Psychologin anzuerkennen; im Gegenteil: 
Der Eingliederungsfachmann hat anlässlich der Besprechung vom 27. Juni 
2012 eindeutig verlauten lassen, dass die Beschwerdegegnerin erst 2013 
entscheiden könne, da Ende 2012 noch die Begutachtungen stattfinden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 13

würden (S. 4). Dass ohne die Begutachtungen in Sachen Rente nicht 
entschieden werden kann, hat er zudem bereits am 11. Juni 2012 der 
Beschwerdeführerin anlässlich einer Besprechung erläutert (S. 3). Die in 
der Beschwerde vom 24. März 2014 zitierte Rechtsprechung (Beschwerde 
S. 4 Ziff. 2; SVR 2013 IV Nr. 6 S. 15 E. 2.3.2) ist zudem im vorliegenden 
Fall nicht massgebend. Die Beschwerdegegnerin hat keine ausführlichen 
beruflichen Abklärungen durchgeführt bzw. veranlasst, welche ernsthafte 
Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu begründen vermöchten. Vielmehr 
ist zu berücksichtigen, dass bei einer zeitlichen Leistungsfähigkeit von 80% 
und einer zusätzlichen Leistungseinbusse von 20% eine massgebende 
Leistungsfähigkeit von 64% resultiert, die sich somit beinahe mit der 
gutachterlich festgestellten 65%-igen Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit 
decken würde.

Wenn die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit in einem Zeitrahmen von 
100% ausführen würde, hätte dieser Umstand, anders als in der 
Beschwerde angenommen (Beschwerde S. 4 Ziff. 2), nicht zur Folge, dass 
der Gesundheitszustand gefährdet würde, gehen doch beide Gutachter von 
einer zeitlich uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus (AB 39.1/9 Ziff. 5 und 
43.1/18 Ziff. 3.2). Im Übrigen hatte Dr. med. E.________ sehr wohl 
Kenntnis des 60%-igen Arbeitspensums (AB 43.1/4).

Was die Beschwerdeführerin betreffend die gesamtgutachterlich 
festgelegte Erwerbs- bzw. Arbeitsunfähigkeit (AB 43.1/18) vorbringt 
(Beschwerde S. 4 Ziff. 2), vermag nicht zu überzeugen. Dr. med. 
E.________ erläutert in seinem Gutachten vom 28. Februar 2013 (AB 43.1) 
nachvollziehbar und schlüssig, dass sich die attestierten Minderungen 
weitgehend überlagern (S. 17 Ziff. 2 und 18 Ziff. 3.2), weshalb die von ihm 
festgelegte Gesamteinschränkung von 35% (AB 43.1/17 unten, 18 Ziff. 3.2, 
19 Ziff. 3.5 und 20 Ziff. 3.14) nicht zu beanstanden ist. Eine blosse Addition 
der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder 
geschätzten Arbeitsunfähigkeit ist unzulässig (Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] vom 20. Juni 2013, 9C_295/2013, E. 4.4). Weiter kann der 
Argumentation nicht gefolgt werden, es fehle betreffend die Arbeits- bzw. 
Erwerbsfähigkeit an einem interdisziplinären Konsens (Beschwerde S. 4 
Ziff. 2). Dr. med. E.________ war im Besitze des neuropsychologischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 14

Teilgutachtens (AB 39.1/11). Ebenfalls erhielt der Neuropsychologe lic. phil. 
D.________ eine Kopie des psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Gutachtens vom 28. Februar 2013 (AB 43.1/21). Wäre dieser nicht mit der 
medizinischen Gesamtbeurteilung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit durch 
Dr. med. E.________ einverstanden gewesen, hätte er mit Sicherheit 
dagegen opponiert.

3.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin in ihrer 
angestammten Tätigkeit als ungelernte Fabrikarbeiterin aus 
gesamtmedizinischer Sicht zeitlich uneingeschränkt arbeitsfähig ist, jedoch 
dabei eine gesamthafte Minderung der Leistungsfähigkeit von 35% 
resultiert (u.a. AB 43.1/17). Dies gilt ab August 2011 (AB 43.1/19 Ziff. 3.7).

4.

Im Folgenden ist der Invaliditätsgrad zu bemessen.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu 
erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der 
Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind 
(BGE 129 V 222).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325).

4.2.2 Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine 
zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das 
Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 15

folgenden nach Alter abgestuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten 
Medianwertes gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes 
für Statistik: Vor Vollendung des 21. Altersjahres 70 %, vor Vollendung des 
25. Altersjahres 80 %, vor Vollendung des 30. Altersjahres 90 % und nach 
Vollendung des 30. Altersjahres 100 % (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]).

4.3

4.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 
110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile 
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr 
verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 
erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen 
und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 
als Invalidenlohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 
110 E. 4.1).

4.3.2 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss der LSE herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen 
und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt 
sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 
rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn 
Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 
481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne 
herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 16

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 
ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV 
Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.3.3 Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen 
(z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde 
Deutschkenntnisse) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist 
diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rech-
nung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich 
aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnü-
gen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invali-
ditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder 
überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig 
zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann pra-
xisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine ent-
sprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch 
Abstellen auf die statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invalidenein-
kommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wer-
tes erfolgen (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 134 V 322 E. 4.1 S. 326). 

Weicht der tatsächlich erzielte Verdienst mindestens 5 % vom 
branchenüblichen LSE-Tabellenlohn ab, ist er im Sinne der 
Rechtsprechung deutlich unterdurchschnittlich und kann – bei Erfüllung der 
übrigen Voraussetzungen – eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen 
rechtfertigen. Es ist allerdings nur in dem Umfang zu parallelisieren, in 
welchem die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 
% übersteigt (BGE 135 V 297 E. 6.1.2 S. 303 und E. 6.1.3 S. 304). 
Daneben bleibt zusätzlich die Vornahme eines Abzugs vom anhand 
statistischer Durchschnittswerte ermittelten Invalideneinkommen möglich, 
wobei zu beachten ist, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der 
Vergleichseinkommen mit-verantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im 
Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt 
werden dürfen. Der Abzug wird sich daher in der Regel auf leidensbedingte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 17

Faktoren beschränken und nicht mehr die maximal zulässigen 25 % für 
sämtliche invaliditätsfremden und invaliditätsbedingten Merkmale 
ausschöpfen (BGE 135 V 297 E. 5.3 S. 302 und E. 6.2 S. 305, 134 V 322 
E. 5.2 S. 328 und 6.2 S. 329).

4.4 Frühest möglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
Anmeldung im Februar 2011 (AB 2) und des Art. 29 Abs. 1 IVG sowie der 
ab Juli 2010 attestierten Arbeitsunfähigkeit (AB 12.4/6) August 2011. Auf 
diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich vorzunehmen.

4.5 Was das Valideneinkommen betrifft, kann den Ausführungen in der 
Beschwerde vom 24. März 2014 (S. 3 f. Ziff. 1) nicht gefolgt werden, 
wonach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sei, dass die 
Beschwerdeführerin behinderungsbedingt keine zureichenden beruflichen 
Kenntnisse habe erwerben können (vgl. 4.2.2 hiervor). Der langjährige 
Hausarzt Dr. med. G.________ (Ab 15/2 Ziff. 1.2) berichtet in der 
Anamnese nicht über eine frühere Behandlung, welche eine Ausbildung 
verunmöglicht hätte (AB 15/3 Ziff. 1.4). Dafür aber diagnostiziert er eine 
schüchterne Persönlichkeit mit mangelndem Selbstvertrauen und sozialem 
Rückzug (AB 15/2 Ziff. 1.1) und führt aus, dass die Auffassungsgabe und 
Konzentrationsfähigkeit sowie die allgemeine Belastbarkeit „etwas 
eingeschränkt“ seien und die Beschwerdeführerin bei komplexen Aufträgen 
und schwierigen Montagen „rasch an ihre Grenzen“ komme (AB 15/5 Ziff. 
1.7). Diese Charakterzüge und Einschränkungen verhinderten jedoch eine 
Ausbildung nicht. Das Spital F.________ diagnostiziert zwar eine 
Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, nicht näher bezeichnet (ICD-
10 F81.9; AB 21/2 Ziff. 1.1), was jedoch eine sehr unspezifische Diagnose 
ist, die zudem allein auf anamnestische Angaben (AB 21/3 oben) und nicht 
auf echtzeitlichen medizinischen Akten beruht. Auch der ermittelte 
Intelligenzquotient (IQ) von 73 (AB 39.1/5) hat nicht zur Folge, dass Art. 26 
Abs. 1 IVV zur Anwendung käme, geht man doch erst von einem IQ von 
unter 70 in der Regel von einer verminderten Arbeitsfähigkeit aus 
(Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung [KSIH] Rz 1011). Erst bei unter dem Normbereich 
von 70 bis 130 liegendem IQ wird gemäss ICD-10 von einer 
Intelligenzminderung gesprochen (F7x.x), welche die Arbeitsfähigkeit der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 18

Betroffenen in der freien Wirtschaft herabsetzen kann. Ein zwischen 70 und 
84 liegender IQ ist dagegen zwar unterdurchschnittlich, aber noch im 
Normbereich (Urteil des BGer vom 22. September 2008, 8C_119/2008, E. 
6.3.1). Dass die Beschwerdeführerin keine zureichenden beruflichen 
Kenntnisse erwerben konnte, entspricht zudem nicht der Aktenlage. Den 
Akten kann mehrfach entnommen werden, dass sie die Anlehre zur 
Coiffeuse abschloss (u.a. AB 15/5 Ziff. 1.7 sowie 21/3 Ziff. 1.4). Dies ist 
nicht strittig und wird denn auch von der Beschwerdeführerin nicht in Frage 
gestellt (Beschwerde S. 1 III Ziff. 1). Somit kommt im vorliegenden Fall 
nicht Art. 26 Abs. 1 IVV zur Anwendung, sondern das Valideneinkommen 
ist aufgrund des zuletzt erzielten Lohnes zu berechnen. 

Gemäss den Angaben des Arbeitgebers vom 24. März 2011 würde dieser 
im Jahr 2011 ohne Gesundheitsschaden Fr. 3‘470.-- ausmachen (AB 18/2 
Ziff. 16) und wozu eine Gratifikation von Fr. 2‘000.-- zu addieren ist 
(AB 53/3 Ziff. 2.12). Damit beträgt das jährliche Valideneinkommen, bei 
dem es sich nicht um einen Soziallohn handelt, Fr. 43‘640.--. 

4.6 Was das Invalideneinkommen betrifft, ist hervorzuheben, dass die 
Beschwerdeführerin ab 2014 einen Soziallohn bezieht (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. I] 5), währenddem im hier massgebenden Jahr 
2011 der AHV-pflichtige Lohn dem Valideneinkommen entsprach (AB 53/3 
Ziff. 2.12) und ab August 2012 ein Lohn für ein Pensum von 60% 
ausgerichtet worden ist (AB 44/3 und 53/3 Ziff. 2.12). Es kann offen 
bleiben, ob sich das Invalideneinkommen aufgrund des effektiven Lohnes 
oder aufgrund von Tabellenlöhnen bestimmt, da gemäss nachfolgenden 
Ausführungen in beiden Fällen ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad 
resultiert.

4.6.1 Wird das Invalideneinkommen aufgrund des effektiv erzielten 
Lohnes bestimmt, ist vom ab August 2012 effektiven monatlichen Lohn von 
Fr. 2‘120.-- auszugehen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass auf das 
Jahr 2012 hin eine Lohnerhöhung von 1.7% erfolgte (AB 53/3 Ziff. 2.12). 
Insoweit ist der in den Jahren 2012 und 2013 für ein Pensum von 60% 
(AB 44/3) effektiv bezogene Lohn von Fr. 2‘120.-- (Ab 53.3 Ziff. 2.12) zu 
reduzieren und auf das für die Bemessung massgebende Jahr 2011 
anzupassen, was einen Betrag von Fr. 2‘083.95 (Fr. 2‘120.-- ./. 1.7%) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 19

ergibt. Unter Berücksichtigung der Gratifikation von Fr. 2‘000.-- (AB 53/3 
Ziff. 2.12) resultiert damit ein jährliches Invalideneinkommen von 
Fr. 29‘091.50 bei einem zumutbaren Pensum von 65% ([{Fr. 2‘120.-- ./. 
1.7%} x 12 Monate / 60% x 65%] + Fr. 2‘000.--).

Damit resultiert eine invaliditätsbedingte Einbusse von 14‘548.50 
(Fr. 43‘640.--./. Fr. 29‘091.50), was einen gerundeten und 
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 33% (Fr. 14‘548.50 x 100% / 
Fr. 43‘640.--) ergibt.

4.6.2 Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, ist Tabelle TA1 der LSE 2010 
massgebend. Ausgehend vom Totalwert bei Frauen im 
Anforderungsniveau 4 resultiert ein monatliches Invalideneinkommen von 
Fr. 4‘225.--. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 
41.7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 12-2013, S. 90, Tabelle B9.2, Total) und 
unter Anrechnung der Nominallohnentwicklung von + 1% im Jahr 2011 
(Bundesamt für Statistik [BFS], Tabelle T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 
2011-2013, Veränderung gegenüber Vorjahr in %, Total) sowie 
aufgerechnet auf ein Jahr, ergibt dies einen Betrag von Fr. 53‘383.30. ([Fr. 
4‘225.-- x 41.7 Stunden / 40 Stunden + 1%] x 12 Monate). Unter 
Berücksichtigung des zumutbaren Arbeitspensums von 65% resultiert ein 
Invalideneinkommen von Fr. 34‘699.15. 

Hiervon ist kein leidensbedingter Abzug (vgl. E. 4.3.2 hiervor) 
vorzunehmen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden bereits mit 
der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 35% berücksichtigt und dürfen 
nicht mittels eines Leidensabzugs doppelt berücksichtigt werden (Urteil des 
BGer vom 6. September 2012, 8C_498/2012, E. 3.1). Auch fällt das Alter 
der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1967) kaum ins Gewicht, da 
Hilfsarbeiten auf dem hier massgebenden hypothetischen ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt 
werden und ein Vergleich der für Frauen gültigen Medianwerte zeigt, dass 
sich das zunehmende Alter im Anforderungsniveau 4 bis zum Lebensalter 
63/65 sogar lohnerhöhend auswirkt (Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 22. November 2006, I 
654/05, E. 10.2.2). Unter dem Gesichtspunkt der Dienstjahre und der 
Nationalität/Aufenthaltskategorie rechtfertigt sich kein Abzug vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 20

Tabellenlohn. Ebenfalls nicht wegen dem Beschäftigungsgrad, zumal sich 
Teilzeitarbeit in allen Pensen bei Frauen im Anforderungsniveau 4 
proportional berechnet zu einer Vollzeittätigkeit sogar tendenziell 
lohnerhöhend auswirkt (Urteil des EVG vom 22. November 2006, I 654/05, 
E. 10.2.3). 

Allerdings ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin im Jahr 2011 einen 
Verdienst erzielte, der mindestens 5% vom branchenüblichen Tabellenlohn 
abweicht und eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen zur Folge 
hätte (vgl. E. 4.3.3 hiervor). Die Versicherte verdiente im Jahr 2011 inkl. der 
Gratifikation Fr. 43‘640.-- (vgl. E. 4.5 hiervor). Gemäss der LSE 2010, 
Tabelle TA1, Zeile 27 (Herst. von elektrischen Ausrüstungen), verdienten 
Frauen im Anforderungsprofil 4 einen monatlichen Lohn von Fr. 3‘972.--, 
bzw. einen jährlichen Verdienst von Fr. 47‘664.--. Angepasst an die 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.2 Stunden (Die 
Volkswirtschaft 12-2013, S. 90, Tabelle B9.2, Zeile C) sowie die 
Lohnentwicklung von 1.1% im Jahr 2011 (BFS, Nominallohnentwicklung 
Frauen 2011-2013, Zeile C) ergibt dies ein jährliches Gehalt von Fr. 
49‘633.95. Somit verdiente die Beschwerdeführerin im Jahr 2011 12.07% 
([Fr. 49‘633.95 ./. Fr. 43‘640.--] x 100% / Fr. 49‘633.95) weniger als der 
branchenübliche Lohn gemäss LSE. Bei der Berechnung des 
Invaliditätsgrades, bei dem das Invalideneinkommen aufgrund des 
Tabellenlohns berechnet wird, ist das Invalideneinkommen somit von 
Fr. 34‘699.15 um 7.07% (12.07% ./. 5%; vgl. E. 4.3.3 Abschnitt 2 Satz 2 
hiervor) zu reduzieren, wenn davon ausgegangen wird, die 
Beschwerdeführerin habe sich nicht freiwillig mit diesem Einkommen 
begnügt, was hier offen bleiben kann. Dies ergibt einen Betrag von 
mindestens Fr. 32‘245.90.

Damit resultiert eine invaliditätsbedingte Einbusse von Fr. 11‘394.10 
(Fr. 43‘640.-- ./. Fr. 32‘245.90), bzw. ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von gerundet maximal 26% (Fr. 11‘394.10 x 100% / Fr. 
43‘640.--).

4.7 Zusammenfassend ergibt sich, dass im vorliegenden Fall renten-
ausschliessende Invaliditätsgrade von 26% bzw. 33% resultieren. Daher 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 21

erweist sich die angefochtene Verfügung vom 18. Februar 2014 (AB 61) als 
rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2014, IV/14/293, Seite 22

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.