# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7301ee79-85ec-5286-b633-4e9f9cc374fe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.03.2024 UV 2023/49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-49_2024-03-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/49

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.05.2024

Entscheiddatum: 19.03.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 19.03.2024
Art. 4 ATSG. Art. 6 UVG. Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors im 
Sinne einer den normalen üblichen Bewegungsablauf störenden 
Programmwidrigkeit bejaht bei einem Versicherten, welcher auf einer 
präparierten Piste einem unversehens auftauchenden Loch ausweichen 
muss resp. in dieses hineinfährt, die Kontrolle über die Skiführung verliert, 
unkontrolliert abhebt und ohne zu stürzen wieder auf der Piste aufschlägt. 
Rückweisung zu Abklärungen in Bezug auf die Kausalität (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. März 2024, UV 
2023/49).

Entscheid vom 19. März 2024

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2023/49

Parteien

A.___, Grundstrasse 22, 9445 Rebstein,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans Frei, advokatur 9450, Kriessernstrasse 40, 

9450 Altstätten,

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gegen

AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. März 2003 als CFO bei der B.___ 

AG tätig und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) gegen die 

Folgen von Unfällen versichert. Mit Unfallmeldung UVG vom 4. Januar 2023 meldete 

die Arbeitgeberin der AXA, der Versicherte habe am 27. Dezember 2022 einen Skiunfall 

erlitten (act. G 4.1 A2).

A.a. 

Bei Schmerzen und Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule hatte sich der 

Versicherte in die hausärztliche Behandlung begeben, wo er mit Analgetika versorgt 

worden war (act. G 1.3). Am 30. Dezember 2022 war der Versicherte bei Verdacht auf 

einen Schlaganfall in der Notfallstation C.___ vorstellig geworden, ehe er in die 

stationäre Behandlung des Spitals D.___ überwiesen worden war, wo mehrere 

Untersuchungen durchgeführt und mit Austrittsbericht vom 6. Januar 2023 ein 

dorsolateraler Infarkt der Medulla oblongata rechts bei traumatischer vertebraler 

Dissektion rechts, eine Dyslipidämie, eine prädiabetische Stoffwechsellage sowie eine 

reduzierte Sehfähigkeit links diagnostiziert worden waren (act. G 4.1 M1 f.). Am 5. 

Januar 2023 wurde der Versicherte zur Rehabilitation in die Klinik Valens verlegt (act. G 

4.1 M3).

A.b. 

Am 2. Februar 2023 teilte die AXA dem Versicherten mit, dass es sich beim 

Ereignis vom 27. Dezember 2022 rechtlich gesehen nicht um einen Unfall gehandelt 

A.c. 

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B.  

C.  

habe (act. G 4.1 A11). Mit Verfügung vom 21. Februar 2023 verneinte die AXA einen 

Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (act. G 4.1 A19).

Am 23. März 2023 erhob der Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. 

iur. Hans Frei, Altstätten, Einsprache gegen die Verfügung vom 21. Februar 2023 und 

beantragte deren Aufhebung. Es sei festzustellen, dass das Ereignis vom 27. Dezember 

2022 und die gesundheitlichen Folgen daraus auf einen Unfall zurückzuführen seien, 

weshalb die AXA als Unfallversicherin für die entsprechenden Kosten aufkommen 

müsse. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 4.1 A26).

B.a. 

Mit Entscheid vom 9. August 2023 wies die AXA die Einsprache ab (act. G 4.1 

A33).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 9. August 2023 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Frei, am 31. 

August 2023 Beschwerde erheben und die Aufhebung des Einspracheentscheids 

beantragen. Es sei festzustellen, dass das Ereignis vom 27. Dezember 2022 und die 

gesundheitlichen Folgen daraus auf einen Unfall zurückzuführen seien, weshalb die 

AXA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) als Unfallversicherin für die entsprechenden 

Kosten aufkommen müsse. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 25. Oktober 2023 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.b. 

Mit Replik vom 11. Dezember 2023 liess der Beschwerdeführer unverändert an 

seinen Anträgen festhalten (act. G 5).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin hielt mit Eingabe vom 17. Januar 2024 am Antrag auf 

Beschwerdeabweisung fest (act. G 8).

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

C.e. 

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Erwägungen

1.  

Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

1.1. 

Der äussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum eines jeden 

Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – 

inneren Ursache (BGE 134 V 76 E. 4.1.1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er 

nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich 

und üblich ist (BGE 134 V 76 E. 4.1). Definitionsgemäss bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 

sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, 

dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich 

gezogen hat. Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an 

Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 79 f. E. 4.3.1). 

Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, unterliegt der Nachweis 

der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors besonders strengen Anforderungen. Die 

unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen unter besonders 

sinnfälligen Umständen gesetzt werden. Regelmässig bedarf es – neben den üblichen, 

dem täglichen Leben zuzuschreibenden, auf den Körper einwirkenden Kräften – eines 

schadensspezifischen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann. 

Hintergrund bildet der Umstand, dass ein Unfallereignis sich in der Regel in einer 

äusserlich wahrnehmbaren Schädigung manifestiert, während bei deren Fehlen eine 

erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (vgl. BGE 134 V 

80 E. 4.3.2.1; Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2011, 8C_693/2010, E. 5.2).

1.2. 

Gemäss Lehre und Rechtsprechung kann der ungewöhnliche Faktor in einer 

unkoordinierten Bewegung oder in einer ausserordentlichen körperlichen Anstrengung 

bestehen. Bei unkoordinierten Bewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das 

Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der 

Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

1.3. 

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gleichsam "programmwidrig" unterbricht oder stört. Bei einer solchen unkoordinierten 

Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor 

– Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten 

Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 118 E. 2.1 mit 

zahlreichen Hinweisen). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person 

stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein 

Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen 

versucht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2022, 8C_24/2022, E. 3.2, 

mit Hinweisen; vgl. ferner André Nabold, N 32 zu Art. 6, in Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018).

Bei Sportverletzungen im Speziellen ist ohne besonderes Vorkommnis das 

Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen 

(BGE 130 V 118, E. 2.2). Der äussere Faktor ist diesfalls nur dann ungewöhnlich, wenn 

er – nach objektiver Betrachtungsweise – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für 

den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen 

in die gewöhnliche Bandbreite der entsprechenden Bewegungsmuster und Abläufe des 

betreffenden Sports fällt (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] 

vom 10. Mai 2004, U 199/03, E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 

8C_189/2010, E. 5.1).

1.4. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 

würdigen (BGE 126 V 360 E. 5b).

1.5. 

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2.

Streitig und zu prüfen ist vorab, ob das Ereignis vom 27. Dezember 2022 als Unfall im 

Rechtssinne zu qualifizieren ist. Zwischen den Parteien umstritten ist das Vorliegen 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors.

Nach der Rechtsprechung sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens 

glaubhaft zu machen. Kommt die Person, die eine Leistung verlangt, dieser Forderung 

nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, 

die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen 

lassen, besteht keine Leistungspflicht der Unfallversicherung (Urteil des EVG vom 25. 

November 2004, U 209/04, E. 1.2). Im Streitfall hat das Sozialversicherungsgericht zu 

beurteilen, ob die einzelnen Merkmale des Unfallbegriffs, insbesondere die 

Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, gegeben sind. Spricht der rechtserhebliche 

Sachverhalt nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen der einzelnen 

Begriffsmerkmale – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, ist ein Unfall im Rechtssinne 

zu verneinen (Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1, mit 

Hinweisen).

2.1. 

In der Telefonnotiz einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin vom 11. Januar 

2023 mit dem Beschwerdeführer ist folgendes festgehalten: "Er war Ski fahren, fuhr die 

Piste runter, die Piste kennt er gut, aber er konnte nicht gut sehen. Er wäre fast in ein 

Loch eingefahren, wollte dem Loch ausweichen und war plötzlich kurz in der Luft, um 

auszuweichen. Da kam es zum Aufprall und einem Schlag im Rücken und im Hals. Es 

kam zu keinem Sturz" (act. G 4.1 A8). Im Rahmen des Einsprache- und 

Beschwerdeverfahrens liess der Beschwerdeführer ebenfalls ausführen, dass er auf 

einer ihm bekannten Piste unterwegs gewesen und die Sicht schlecht gewesen sei. 

Hingegen schilderte er nun, er sei mit den Skiern in ein durch Schnee bedecktes Loch 

gefahren, worauf es ihn zusammengestaucht habe und er aus diesem Loch 

herauskatapultiert worden sei. Trotz der Stauchung und des anschliessenden 

Herauskatapultierens sei er nicht gestürzt. Obwohl er das Skigebiet E.___ gut kenne, 

sei er von dem durch Schnee bedeckten Loch überrascht worden. Er sei völlig 

unvorbereitet hineingefahren (act. G 4.1 A26, act. G 1).

2.2. 

Die Schilderungen gemäss Telefonnotiz vom 11. Januar 2023 und jene im Rahmen 

der Rechtsmittelverfahren sind nur teilweise deckungsgleich. Sie stimmen in dem Sinne 

überein, als der Beschwerdeführer am 27. Dezember 2022 im Skigebiet E.___ auf einer 

offenbar präparierten Skipiste von einem Loch überrascht wurde. Detaillierte 

Abklärungen zu den tatsächlichen Verhältnissen, namentlich in Bezug auf die Grösse 

2.3. 

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der Bodenvertiefung und die auf den Beschwerdeführer einwirkenden Kräfte, hat die 

Beschwerdegegnerin keine vorgenommen. Nicht zu zweifeln ist hingegen am 

unversehens aufgetauchten Loch. Die Beschreibung eines "Lochs" lässt zudem davon 

ausgehen, dass die Bodenvertiefung nicht mehr im Rahmen dessen lag, womit auf 

einer präparierten Skipiste – im Gegensatz zu unpräparierten Pisten oder Buckelpisten 

– zu rechnen gewesen war, wie es bei kleinen Unebenheiten, kleineren Mulden und 

Hügel sowie Schneeansammlungen der Fall wäre. Dieses Loch führte gemäss der 

ersten Sachverhaltsschilderung (Telefonnotiz) dazu, dass der gewöhnliche 

Bewegungsablauf (durch das Ausweichen im Sinne einer reflexartigen 

Abwehrbewegung) durch eine in der Aussenwelt begründete Ursache und in einem 

Rahmen, welcher die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster beim Skifahren 

überschreitet, programmwidrig gestört wurde, so dass der Beschwerdeführer 

unkontrolliert resp. in unkontrollierter, da nicht gefasster Körperhaltung, abhob und 

danach – ohne zu stürzen – wieder auf der Piste landete und dabei einen Schlag in den 

Rücken und die Halsregion erlitt. Dieser Sachverhalt lässt sich mit jenem aus RKUV 

1999 Nr. U 345 S. 420 ff. (Urteil des EVG vom 18. März 1999) vergleichen, bei welchem 

das EVG das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors im Sinne eines 

Grenzfalls bejaht hat. Zwar glitt der Beschwerdeführer nicht wie in jenem Fall auf 

vereistem Untergrund aus, bevor er unkontrolliert einen Buckel angefahren hat und auf 

dem Boden aufschlug; das notwendig gewordene reflexartige Ausweichen, um einen 

Sturz zu vermeiden, und aufgrund dessen der Verlust der Kontrolle über die Skiführung 

mit unkontrolliertem Abheben und Landen auf der Piste ist jenem Geschehen aber 

gleichzusetzen. Auch bei der zweiten Sachverhaltsvariante gemäss den Eingaben in 

den Rechtsmittelverfahren (und auch gemäss der Ereignisschilderung in act. G 4.1 M2 

S.5), wonach der Beschwerdeführer im Loch zusammengestaucht wurde, ist der 

natürliche Ablauf der Körperbewegung programmwidrig und auch hierbei in einem 

Rahmen, welcher die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster beim Skifahren 

überschreitet, gestört worden, nämlich durch die abrupte, unkontrollierte, da nicht 

vorhersehbare, Entschleunigung mit Einwirkung auf den Rücken und die Halsregion. 

Dieser Hergang ist mit einem Anstossen vergleichbar. Schliesslich ist zu erwähnen, 

dass auch mit dem geltend gemachten Herauskatapultieren aus der Bodenvertiefung 

mit anschliessender unkontrollierter Landung eine Programmwidrigkeit einhergeht, 

welche das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors, analog zur ersten 

Sachverhaltsvariante (Telefonnotiz), erfüllen würde.

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass bei beiden Sachverhaltsvarianten das 

Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors im Sinne einer den normalen üblichen 

Bewegungsablauf störenden Programmwidrigkeit zu bejahen ist. Damit ist hinlänglich 

2.4. 

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3.

Zu prüfen bleibt, ob zwischen dem versicherten Ereignis vom 27. Dezember 2022 und 

dem im Austrittsbericht des Spitals D.___ vom 6. Januar 2023 diagnostizierten 

dorsolateralen Infarkt der Medulla oblongata rechts bei traumatischer vertebraler 

Dissektion rechts nach HWS-Stauchungstrauma am 27. Dezember 2022 (act. G 4.1 M2 

S. 1) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Diesbezüglich 

wurden seitens der Beschwerdegegnerin bei Verneinung eines Unfallereignisses noch 

keine Abklärungen getroffen. Zu diesbezüglichen Abklärungen ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, als der Einspracheentscheid vom 9. 

August 2023 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne 

der Erwägungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 

wird.

erstellt, dass der Beschwerdeführer am 27. Dezember 2022 einen Unfall im 

Rechtssinne erlitten hat, womit die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen ist.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als der 

Einspracheentscheid vom 9. August 2023 aufzuheben und die Streitsache zu 

ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist.

4.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

4.2. 
bis

Der obsiegende Beschwerdeführer (als Obsiegen gilt auch die Rückweisung der 

Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen [BGE 127 V 234 E. 2b/bb]) 

hat Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 

61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese ermessensweise – wie in vergleichbar 

aufwändigen Fällen üblich – auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzulegen.

4.3. 

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2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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		2026-01-28T05:28:08+0100
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