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**Case Identifier:** e25052c8-60fe-5585-8b60-ffd5768e53ee
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.03.2022 720 21 228/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-228-52_2022-03-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. März 2022 (720 21 228 / 52) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente insbesondere unter dem Gesichtspunkt der 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einer 63 Jahren und acht Monate alten versi-

cherten Person 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Céline Chris-

ten 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 

A.1 Die 1956 geborene A.____ war bis zum 20. August 2015 als Trampolin-Trainerin beim 
X.____ tätig. Sie meldete sich erstmals am 1. Februar 2016 unter Hinweis auf Schulter-, Schlüs-
selbein- und Rückenschmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge den gesundheitli-
chen und den erwerblichen Sachverhalt ab. Mit Verfügung vom 25. August 2017 lehnte sie einen 

 
 
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Rentenanspruch der Versicherten aufgrund eines nach der allgemeinen Methode ermittelten IV-
Grads von 23 % ab. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
A.2 Am 31. Juli 2019 meldete sich A.____ erneut unter Hinweis auf gesundheitliche Beein-
trächtigungen im Zusammenhang mit dem Rücken, dem rechten Knie, dem Schlüsselbein und 
den Lungen zum Leistungsbezug bei der IV an. Die IV-Stelle klärte den Sachverhalt erneut ab 
und lehnte nach der Durchführung des Vorbescheidverfahrens einen Rentenanspruch mit Verfü-
gung vom 30. Juli 2021 nunmehr in Anwendung der gemischten Methode (90 % Erwerbstätigkeit, 
10 % Haushalt) aufgrund eines Invaliditätsgrads von 19 % wiederum ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____ am 10. August 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kan-
tons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte 
sie sinngemäss, die Verfügung der IV-Stelle vom 30. Juli 2021 sei aufzuheben. Zur Begründung 
brachte sie vor, dass sich ihr Gesundheitszustand seit der ersten Anmeldung im Februar 2016 
wesentlich verschlechtert habe. Dabei verwies sie auf die Sprechstundenberichte des Kan-
tonsspitals Y.____, Klinik für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 17., 
18. und 25. Februar 2020 sowie vom 24. März 2020. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Oktober 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die –  im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte –  
Beschwerde vom 10. August 2021 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Vorliegend ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente streitig. Da-
bei ist zu beachten, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 entsteht. Er er-
lischt insbesondere mit der Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente der Alters- und Hin-
terlassenenversicherung (Art. 30 IVG). Nachdem sich die Beschwerdeführerin im Juli 2019 er-
neut zum Leistungsbezug angemeldet hat, entsteht der Rentenanspruch frühestens im Januar 
2020. Da sie im April 2020 das AHV-Rentenalter erreicht hat, erlischt ein allfälliger Anspruch auf 
eine Invalidenrente zu diesem Zeitpunkt. Es ist daher einzig zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin 

 
 
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in der Zeit vom Januar 2020 bis April 2020 Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Dies hat in 
verfahrensrechtlicher Hinsicht zur Folge, dass die Beschwerde präsidial zu beurteilen ist (vgl. 
§ 55 Abs. 1 VPO). Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der ange-
fochtenen Verfügung vom 30. Juli 2021 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs-
gemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40 % invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
2.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten 

 
 
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des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Me-
thode (BGE 128 V 29). 
 
3.2 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 
Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsver-
gleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die hingegen nur zum Teil erwerbstätig sind, wird 
für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga-
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In 
diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der IV-Grad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass 
sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig er-
werbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Er-
werbstätige zu bemessen (Art. 27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 
17. Januar 1961 in der bis Ende 2017 geltende Fassung).  
 
3.3 Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu ergange-
nen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018 (AS 2017 7581 f.), wird für Teilerwerbs-
tätige, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, ein neues Berechnungsmodell 
statuiert (Art. 27bis Abs. 2-4 IVV). Dieses sieht vor, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrads in 
Bezug auf die Erwerbsfähigkeit für das Valideneinkommen nicht mehr auf das Einkommen aus 
einem Teilzeitpensum abgestellt, sondern das entsprechende Einkommen auf eine hypothetische 
Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27bis

 
Abs. 3 lit. a IVV). Die so berechnete prozentu-

ale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrads gewichtet, welchen 
die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (lit. b). 
 
3.4 Vorliegend bemass die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der gemisch-
ten Methode. Dabei stellte sie bei der Festlegung der Anteile der Erwerbs- und der Haushaltstä-
tigkeit auf die im ''Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit'' vom 31. Dezember 2020 (act. 
146) wiedergegebenen Angaben ab, wonach die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung in einem Pensum von 80 % - 100 % eines Vollpensums einer ausserhäuslichen 
Erwerbstätigkeit nachgegangen und in den übrigen Prozenten im Tätigkeitbereich beschäftigt ge-
wesen wäre. Gestützt auf diese Aussage setzte die IV-Stelle den Anteil im Erwerbsbereich auf 
90 % und jenen der Haushaltstätigkeit auf 10 % fest. Die Beschwerdeführerin bestreitet diese 
Einschätzung nicht substantiiert. Sie macht einzig geltend, dass sie im Zeitpunkt der ersten An-
meldung zum Leistungsbezug am 1. Februar 2016 in einem Vollzeitpensum angestellt war. Dies 
wird von der IV-Stelle nicht bestritten, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Beschwerde-
führerin gemäss ihren eigenen Angaben aktuell nicht mehr in einem Vollzeitpensum beschäftigt 
wäre, was auch mit Blick auf die veränderten persönlichen Verhältnisse (Geburt ihrer Zwillinge 
im Januar 2018) einleuchtet. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin die Berechnung des Invaliditätsgrads auf die gemischte Methode abstützte. 
 

 
 
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4.1 Gemäss Art. 17 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzuset-
zen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise 
ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 
Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditäts-
grades bildet die letzte der versicherten Person eröffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf 
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be-
weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4; 
vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). 
 
4.2 Bei der am 31. Juli 2019 eingereichten Anmeldung zum Leistungsbezug handelt es sich 
zwar nicht um eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG, sondern um eine Neuanmeldung, nach-
dem die IV-Stelle einen Rentenanspruch mit Verfügung vom 25. August 2017 rechtskräftig ver-
neint hatte. Gleichwohl zielt auch die Neuanmeldung auf eine erneute Prüfung des Leistungsan-
spruchs aufgrund veränderter Verhältnisse ab (Art. 87 Abs. 4 IVV in Verbindung mit Art. 87 Abs. 
3 IVV; zur Prüfung der Eintretensfrage vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a; BGE 109 V 114 E. 2b, 
BGE 109 V 262 E. 3; für die materiellen Voraussetzungen: BGE 130 V 64). Die Gemeinsamkeiten 
sowohl bei einer Rentenrevision als auch bei einer Neuanmeldung legen es deshalb nahe, die 
entscheidende Frage nach einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrads nach den-
selben Grundsätzen zu prüfen (BGE 133 V 108 E. 5.2). Die versicherte Person muss sich somit 
das Ergebnis der letztmaligen materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs auch im Rahmen 
eines erneuten Leistungsgesuchs entgegenhalten lassen. 
 
4.3 Eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts erfolgte letztmals im Rahmen der IV-Anmeldung vom 1. Februar 
2016. Insbesondere gestützt auf die MRT-Untersuchung und den dazugehörigen Bericht von Dr. 
med. B.____, FMH Neuroradiologie, vom 19. Mai 2017 und den Bericht von Dr. med. C.____, 
FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 6. Juni 2017 eröffnete die IV-Stelle der Ver-
sicherten mit Verfügung vom 25. August 2017, dass sie keinen Anspruch auf eine Rente habe. 
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend ange-
fochtenen Verfügung vom 30. Juli 2021 eine erhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen eingetreten ist, die in Analogie zu Art. 17 ATSG eine Leistungszusprache rechtfertigen 
würde, bildet demnach die Situation, wie sie im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle vom 25. 
August 2017 bestanden hatte. 
 
5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Rentenanspruches bildet die Bestimmung des Inva-
liditätsgrades und damit verbunden die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person auf-
grund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 
 
6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterla-
gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

 
 
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Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-statten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 
eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, 
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 
E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
6.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). Gemäss diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund einge-
hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-
gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
6.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, 
E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 
Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Ein-
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die ansonsten unerkannt oder ungewürdigt geblieben 
sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 

 
 
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6.5 Der Beweiswert von Berichten des regionalen ärztlichen Diensts (RAD) nach Art. 49 Abs. 
2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie 
den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genü-
gen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 
E. 1.2.1). Allerdings ist hinsichtlich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefoch-
tene Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die 
RAD-Berichte gehören – , sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In 
solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 
465 E. 4.4 und E. 4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 
9C_627/2015, E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
 
7. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs-
grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des 
Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
8.1 Zur Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnisse und der Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin sind vorliegend im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten Unterlagen von 
Relevanz. 
 
8.2.1 Im Zusammenhang mit der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 1. Februar 2016 diag-
nostizierte Dr. C.____ am 28. Januar 2016 eine dekompensierte multidirektionale Laxizität mit 
SC-Subluxation in der rechten Schulter, eine linksseitige persistierende Lumbalgie ohne aktuell 
sichere sensomotorische Ausfallsymptomatik und eine persistierende Zervikalgie ebenfalls links-
seitig bei deutlicher muskulärer Dysbalance zervikothorakal. 
 
8.2.2 In den Akten liegen neben zahlreichen Sprechstundenberichten von Dr. C.____ auch 
ärztliche Zeugnisse der behandelnden Ärztin Dr. med. D.____, FMH Innere Medizin. Sie attes-
tierte der Beschwerdeführerin aus medizinischen Gründen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.  
 
8.2.3 Anlässlich der MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule (LWS) am 19. Mai 2017 hat 
sich gemäss Bericht des Kantonsspitals Y.____, Institut für Radiologie und Nuklearmedizin, eine 
zunehmende links paramediane Discusextrusion LWK 1/2 sowie ein Anolus fibrosus-Riss auf der 
Höhe LWK 2/3 bis LWK 4/5 gezeigt. Daneben bestand unverändert die Discusprotrusion auf Höhe 
LWK 2/3 mit geringer recessaler Enge für die Wurzel L3 linksseitig und eine linksparamediane 
bis foarminale Discusextrusion LWK 3/4 mit geringer recessaler Enge für die Wurzel L4 linkssei-
tig. 

 
 
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8.2.4 In der Stellungnahme vom 3. Juli 2017 des RAD führte Dr. med. E.____, FMH Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, aus, dass die subjektiven Be-
schwerden der Versicherten dominieren würden. Die aktualisierten bildgebenden und klinischen 
Befunde könnten die subjektiven Beschwerden nicht erklären. Zudem würden die festgestellten 
degenerativen Veränderungen der LWS eine altersentsprechend mögliche Normvarianz nicht 
überschreiten und konkrete neurokompressive Pathologien mit entsprechendem klinischem oder 
gar neurographischem Korrelat seien nicht beschrieben. Dr. E.____ kam zum Schluss, dass weg-
weisende medizinische Befunde, die objektiv eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit, wie sie von der 
Versicherten subjektiv empfunden würde, auch mit den nachgereichten Berichten nicht vorliegen 
würden. 
 
8.3.1 Im Zusammenhang der erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug vom 31. Juli 2019 
wies die Beschwerdeführerin auf eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands hin. Die Be-
schwerdegegnerin holte in der Folge verschiedene Berichte bei der behandelnden Ärztin 
Dr. C.____ ein. Diese diagnostizierte am 11. September 2019 eine chronische Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren mit/bei Status nach spinalem Rotations-/Distorsions-
trauma am 28. Mai 2015, einer anhaltenden Cervicobrachialgie rechts und einer Thoracolumbal-
gie bei rezidivierenden thoracalen Blockierungen sowie Lumboischialgien bei einer komplexen 
Beckendysfunktion. Zudem wurde eine aktuell im Vordergrund stehende Lumbalgie mit/bei mög-
licher Reizsymptomatik festgestellt. Weiter lagen gemäss dem Sprechstundenbericht eine An-
passungsstörung, eine Claustrophobie, eine Helicobacter pylori Gastritis in Remission, ein Vita-
min B12- und D3-Mangel, eine Hypercholesterinämie, eine kleine Konsolidation im apikalen 
Oberlappen rechts und ein Knieschmerz im lateralen Kniegelenk-Kompartiment rechtsseitig vor. 
 
8.3.2 In ihrem Bericht vom 14. Oktober 2019 wiederholte Dr. C.____ die vorstehend zitierten 
Diagnosen und hielt fest, dass zwischenzeitlich eine Knieuntersuchung stattgefunden habe. Dies-
bezüglich sei eine komplexe Meniskusläsion korrespondierend mit einem Knochenmarködem des 
medialen Femurkondylus festgestellt worden. Die Beschwerdeführerin habe eine Stockentlas-
tung erhalten und es sei ihr eine Arthroskopie und eventuell später eine Implantation einer Knie-
Totalprothese empfohlen worden. Die Beschwerdeführerin klage gemäss Bericht über wieder et-
was vermehrt Schmerzen im Bereich paravertebral hochlumbal, am ehesten auf der Höhe der 
LWK 1/2, wo sich eine nach kranial subligamentär luxierte Bandscheibenextrusion im MRI zeige. 
Von Dr. C.____ wurde die Weiterführung der Physiotherapie empfohlen. 
 
8.3.3 In seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 29. November 2019 führte RAD-
Arzt Dr. med. F.____, Facharzt für Allgemeinmedizin, aus, dass ein neuer bzw. anderer Gesund-
heitszustand vorliegen würde. Der Knieschaden rücke zunehmend in den Vordergrund, so dass 
weitere Untersuchungen erfolgen würden. Dr. F.____ wies zudem darauf hin, dass die Versi-
cherte im Januar 2018 Mutter von Zwillingen geworden sei. 
 
8.3.4 Dr. C.____ berichtete am 17. Februar 2020, dass die Beschwerdeführerin unverändert 
an einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren mit/bei Status 
nach spinalem Rotations-/Distorsionstrauma am 20. Mai 2015, anhaltender Cervicobrachialgie 

 
 
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rechts, Thoracolumbalgie, rezidivierenden thoracalen Blockierungen und Lumboischialgien, bei 
komplexer Beckendysfunktion leide. Weiter wurden eine im Vordergrund stehende Lumbalgie, 
eine Anpassungsstörung (DD: depressive Episode, leichtgradig), eine Klaustrophobie (DD: ge-
neralisierte Angststörung), eine Helicobater pylori Gastritis, ein Vitamin B12- und D3-Mangel so-
wie eine Hypercholersterinämie diagnostiziert. Zudem wurden eine kleine Konsolidation im api-
kalen Oberlappen rechts und zusätzlich eine komplexe Innenmeniskusläsion im rechten Knie mit 
ausgeprägtem Knochenmarködem der medialen Femurkondyle aufgeführt (vgl. auch Bericht von 
Dr. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 
18. Februar 2020). 
 
8.3.5 Dr. C.____ bestätigte am 24. März 2020 die bereits mehrfach zitierten Diagnosen. Sie 
wies darauf hin, dass es der Beschwerdeführerin unverändert gehe. Die Beschwerden hätten 
nicht zugenommen, sich jedoch auch nicht gebessert. Die Physiotherapie könne aufgrund der 
Ausbreitung des Coronavirus nicht wahrgenommen werden. 
 
8.3.6 In seiner Stellungnahme vom 4. Februar 2021 kommt der RAD-Arzt Dr. F.____ zum 
Schluss, dass sich der Gesundheitszustand seit der letzten Anmeldung nicht verändert habe. Als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden die in Erwägung 8.3.1 erwähnte chro-
nische Schmerzstörung und die aktuell im Vordergrund stehende Lumbalgie aufgeführt. Dr. 
F.____ stellte fest, dass diese Diagnosen im Vergleich zu denjenigen der RAD Stellungnahmen 
vom 24. Oktober 2016 und vom 13. Juli 2017 weitgehend unverändert seien. Er empfahl deshalb 
an den damaligen Beurteilungen festzuhalten und somit von einem unveränderten Gesundheits-
zustand auszugehen. Gemäss Dr. F.____ bestehe seit dem 28. Juli 2016 eine 50%ige Arbeitsfä-
higkeit in der bisherigen Tätigkeit als Trampolintrainerin und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in ei-
ner angepassten körperlich leichten, wechselbelastende Arbeit. 
 
9.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 30. Juli 2021 bei der Be-
urteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf die Ergebnisse, 
zu denen ihr RAD-Arzt Dr. F.____am 4. Februar 2021 gelangt war. Sie ging demzufolge davon 
aus, dass die Versicherte die bisherige Tätigkeit als Trampolintrainerin zu 50 % ausüben könne. 
Eine leidensadaptierte leichte Tätigkeit sei ihr aber zu 100 % zumutbar. Dieser vorinstanzlichen 
Beweiswürdigung kann nicht gefolgt werden. Wie oben ausgeführt, ist zwar nicht zu beanstanden, 
dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die versiche-
rungsintern eingeholt wurden. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Be-
weiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 6.5 hiervor und die dortigen Hinweise auf die ent-
sprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung). Vorliegend ergeben sich sowohl in Bezug auf 
die Beurteilung der medizinischen Situation als auch betreffend die Einschätzung der Arbeitsfä-
higkeit in der angestammten wie auch in einer Verweistätigkeit Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgebend erachteten versicherungsinter-
nen ärztlichen Feststellungen. So stützt sich der RAD-Arzt einzig auf die Verlaufsberichte der 
behandelnden Ärztin Dr. C.____. Diesen ist zwar die medizinische Situation der Beschwerdefüh-

 
 
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rerin nachvollziehbar zu entnehmen. Dr. C.____ verzichtet aber auf eine Zumutbarkeitsbeurtei-
lung. Es ist daher nicht einleuchtend, wie Dr. F.____ seine Auffassung begründet, dass die Be-
schwerdeführerin weiterhin in einem 50%-Pensum als Trampolintrainerin arbeitsfähig sei. Dabei 
scheint er ausser Acht zu lassen, dass die Beschwerdeführerin neben den Rückenbeschwerden 
auch an komplexen Kniebeschwerden (vgl. oben E. 8.3.2 ff.) leidet. Auch die Annahme des RAD-
Arztes, wonach die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig sei, ist 
nicht überzeugend. Es bestehen daher Zweifel an der Beurteilung des RAD-Arztes Dr. F.____, 
weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Da auch die übrigen Akten keine nachvollziehbare 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit enthalten, ist der medizinische Sachverhalt vorliegend unge-
nügend abgeklärt (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Unter diesen Umständen wäre die Angelegenheit 
in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie den me-
dizinischen Sachverhalt einer umfassenden Prüfung unterzieht. Aus nachfolgenden Gründen 
kann auf dieses Vorgehen verzichtet werden. 
 
9.2 Selbst wenn – wie dies die Beschwerdegegnerin postuliert – der Beschwerdeführerin in 
einer adaptierten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren wäre, ist mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sie diese auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
nicht mehr verwerten könnte. 
 
9.3 Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf nämlich 
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von 
einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG dort nicht gesprochen werden, wo die zu-
mutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeits-
markt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle des-
halb zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts [EVG; heute Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 10. März 2003, I 617/02, 
E. 3.1 mit Hinweisen). Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts nicht nur 
ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern 
bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger 
Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4 mit Hin-
weisen). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die 
Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessen-
des Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 E. 4b; AHI 1998 S. 291 E. 3b). 
Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im Rahmen der von der versicherten 
Person auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden Möglichkeiten zur Verwertung 
ihrer Resterwerbsfähigkeit dürfen von ihr Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung 
der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalls nicht zumutbar sind (Art. 
21 Abs. 4 ATSG; Urteil des EVG vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen). Für die 
Invaliditätsbemessung ist hingegen nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den 
konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr 
verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze 
dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 287 E. 3b, I 198/97). 
 

 
 
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9.4 Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der 
Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und be-
ruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Res-
terwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachge-
fragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht 
mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine 
vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet 
(Urteile des Bundesgerichts vom 9. Juli 2015, 9C_118/2015, E. 2.1 und vom 10. Mai 2013, 
9C_954/2012, E. 2). 
 

9.5 Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Re-
gel bemessen, sondern ist durch die Umstände des Einzelfalls bedingt. Massgebend können die 
Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstel-
lungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, 
vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbar-
keit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1). Somit 
hängt die Verwertbarkeit nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für 
eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfü-
gung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2). Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwert-
barkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Festste-
hen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzustellen (BGE 138 V 457 
E. 3.3). Dieses ist gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverläs-
sige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3.4). 
 
9.6 Wie oben in Erwägung 1.2 ausgeführt, ist vorliegend der Rentenanspruch der Beschwer-
deführerin in der Zeit vom Januar 2020 bis April 2020 strittig. Im massgeblichen Zeitpunkt einer 
allfälligen Berentung ab Januar 2020 war die Versicherte demnach 63 Jahre und 8 Monate alt. 
Bei einer verbleibenden Aktivitätsdauer von nur knapp vier Monaten kann selbst bei der Annahme 
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und unter Berücksichtigung der 
relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Annahme der Unverwertbarkeit der Rest-
arbeitsfähigkeit älterer Menschen errichtet hat, im Fall der Beschwerdeführerin nicht mehr von 
einer Verwertbarkeit der attestierten Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
ausgegangen werden, denn ihre Arbeitskraft wäre realistischerweise nicht mehr nachgefragt wor-
den. Unter diesen Umständen ist aber davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin – ent-
gegen der Auffassung der IV-Stelle – in der Zeit vom Januar 2020 bis April 2020 kein rentenaus-
schliessendes Einkommen hätte erzielen können. Dies führt vorliegend dazu, dass die Beschwer-
deführerin bei Anwendung der gemischten Methode im Erwerbsbereich einen IV-Grad von 90 % 
aufweist und daher Anspruch auf eine ganze Rente hat. 
 
10. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2021 aufzuheben und 
der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin auf eine ganze IV-Rente für den Zeitraum ab 
Januar 2020 bis April 2020 zu bejahen. Die Beschwerde vom 10. August 2021 ist somit gutzu-
heissen. 

 
 
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11. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 400.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterliegende Partei, 
weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird ihr zurückerstattet. Eine Parteientschädigung 
wird der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin nicht ausgerichtet. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 30. Juli 2021 aufgehoben 
und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2020 
bis 30. April 2020 Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. 

 2. 
 

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 400.-- wird ihr zurückerstattet. 

 4. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 

 

 

Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
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