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**Case Identifier:** 817fde56-5e42-5100-91c2-eb7ec2924745
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.09.2017 200 2017 519
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-519_2017-09-27.pdf

## Full Text

200 17 519 IV
SCJ/GUA/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. September 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Gurtner

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. April 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 11. September 2003 unter Hinweis auf ein Rückenleiden 
sowie chronische Arm- und Beinschmerzen links erstmals bei der Invali-
denversicherung zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen der Invaliden-
versicherung [AB] 1). Nach Anordnung einer interdisziplinären Begutach-
tung durch Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, und Dr. med. D.________, Facharzt für Physikalische Medizin und 
Rehabilitation sowie Rheumatologie, vom 3. und 17. Juli 2004 (AB 15 f.) 
wies die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) den Anspruch auf 
eine Invalidenrente mit Verfügung vom 28. Juli 2004 (AB 17) bzw. mit Ein-
spracheentscheid vom 29. Oktober 2004 (AB 23) ab.

B.

Mit Neuanmeldung vom 19. März 2014 (AB 24) ersuchte die Versicherte 
die IVB unter Hinweis auf einen Erschöpfungszustand erneut um Leistun-
gen. Mit Verfügung vom 12. August 2014 (AB 34) zog die IVB die vorange-
gangene Verfügung vom 12. Juni 2014 (AB 32), mit der sie auf das erneute 
Gesuch vorerst nicht eingetreten war, in Wiedererwägung. Gestützt auf das 
polydisziplinäre Gutachten der E.________ (MEDAS) vom 28. April 2016 
(AB 73.1) und eine Abklärung im Bereich Haushalt und Erwerb vom 
11. August 2016 (AB 77) stellte die IVB der Versicherten mit Vorbescheid 
vom 22. August 2016 (AB 78) eine ganze befristete Rente für den Zeitraum 
vom 1. September 2014 bis zum 31. Oktober 2015 in Aussicht. Nach erho-
benem Einwand (AB 83) und Einholung einer Stellungnahme des Regiona-
len Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 23. Januar 2017 (AB 87) verfügte die 
IVB am 25. April 2017 wie angekündigt (AB 89).

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C.

Hiergegen lässt die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 29. Mai 2017 Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung vom 
25. April 2017 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei zum Zuspruch 
einer Rentenleistung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Juni 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. April 2017 (AB 89). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Obwohl die 

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Beschwerdeführerin einzig die Ablehnung des Rentenanspruchs ab No-
vember 2015 rügt, sind gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts auch 
die unbestrittenen Rentenbezugszeiten vom 1. September 2014 bis zum 
31. Oktober 2015 zu überprüfen (BGE 125 V 413).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
(IV-Grad) von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

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2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufga-
benbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 
zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird 
für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf 
abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; 
BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 

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Person glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich 
eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisi-
onsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräf-
tigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue 
Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.6 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.6.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 
130 V 343 E. 3.5 S. 349).

2.6.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-
rung [IVV; SR 831.201]).

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3.

Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 19. März 2014 
(AB 24) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu 
überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist dagegen, ob die 
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 25. April 2017 
(AB 89) zu Recht von einer befristeten wesentlichen Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf den Rentenanspruch ausge-
gangen ist.

3.1 Die Verfügung vom 28. Juli 2004 (AB 17) stützte sich massgeblich 
auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. C.________ und Dr. med. 
D.________ vom 3. bzw. 17. Juli 2004 (AB 15 f.). Darin diagnostizierten die 
beiden Ärzte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches cervi-
kalbetontes und linksseitiges tendomyotisches Panvertebral-Syndrom ver-
einbar mit einer noch nicht vollständig generalisierten Fibromyalgie 
(M79.0), ein chronisches retropatellares Schmerzsyndrom und Periarthro-
pathia genu links (wahrscheinlich im Rahmen der Fibromyalgie; AB 16 S. 5) 
sowie eine Angst- und depressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2) und 
einen Verdacht auf anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 
F45.4; AB 15 S. 8).

Dr. med. D.________ wies daraufhin, dass sich aus rheumatologischer 
Sicht eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit nicht begründen lasse. Im Hinblick auf 
eine leichte bis mittelschwere, nicht monotone Tätigkeit sei die Beschwer-
deführerin mindestens zu 70% arbeitsfähig. Bei einem stundenmässigen 
Arbeitspensum von 70% könne höchstens von einer 10%-igen Leistungs-
einschränkung ausgegangen werden, sodass eine Restarbeitsfähigkeit von 
mindestens 63% bestehe (AB 16 S. 6 Ziff. 5).

Aus psychiatrischer Sicht stellte Dr. med. C.________ fest, die Beschwer-
deführerin leide unter einem Schmerzsyndrom mit Schmerzen im linken 
Arm und im linken Bein sowie Gefühlsstörungen in diesen Bereichen. Des 
weiteren seien eine Einschlafstörung, relative Kraftlosigkeit, zeitweise auf-
tretende Müdigkeit, eine zeitweilige gereizte und traurige Stimmung sowie 
Vergesslichkeit und ein leicht vermindertes Selbstvertrauen anamnestisch 
festzustellen. Überdies lasse sich anamnestisch eine Angst, das Haus 

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abends alleine zu verlassen, alleine in den Keller oder tagsüber in den 
Wald zu gehen, erkennen. Alle diese Symptome hätten nur eine geringgra-
dige Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, das Arbeitsvolumen sei leicht be-
einträchtigt (AB 15 S. 13 Ziff. 1 f.). Die bisherige Tätigkeit als … sei der 
Beschwerdeführerin im Umfang von sechseinhalb bis sieben Stunden täg-
lich zumutbar. Seit August 2002 bestehe eine medizinisch begründete Ar-
beitsunfähigkeit von mehr als 20% (AB 15 S. 14 Ziff. 4 und 6).

3.2 Der nun mehr angefochtenen Verfügung vom 25. April 2017 (AB 89) 
liegt in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen Folgendes zugrunde:

3.2.1 Im Bericht vom 26. Juni 2014 (AB 33 S. 3) diagnostizierte lic. phil. 
F.________, Ethnopsychologin und Psychotherapeutin, eine andauernde 
Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0), eine 
schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) 
und eine Panikstörung (ICD-10 F41.0). Es müsse eine schlechte Prognose 
gestellt werden, da viele Symptome bereits chronifiziert seien.

3.2.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 15. Januar 2015 (AB 50) einen schweren 
depressiven Zustand (AB 50 S. 1 Ziff. 1.1). Aktuell sei die Beschwerdefüh-
rerin in der freien Wirtschaft zu 100% arbeitsunfähig (AB 50 S. 3 Ziff. 1.7). 
Der psychische und körperliche Zustand der Beschwerdeführerin habe sich 
kontinuierlich verschlechtert. Der Beschwerdeführerin werde eine Hospitali-
sation in der Privatklink Wyss empfohlen (AB 50 S. 2 Ziff. 1.4 f.).

3.2.3 Nach einem Aufenthalt in der Klinik H.________ vom 22. Juni 2015 
bis zum 17. Juli 2015 diagnostizierten die behandelnden Ärzte im Bericht 
vom 22. Juli 2015 (AB 58 S. 2 – 6) eine rezidivierende depressive Störung 
(ICD-10 F33.1), eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) 
sowie einen Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
(ICD-10 F45.4; AB 58 S. 2). Im Verlaufe der Hospitalisation sei es zu einer 
Stimmungsaufhellung gekommen. Das depressive Zustandsbild habe lang-
sam zurückgebildet werden können, so dass ein Übertritt in ein ambulantes 
Setting habe erfolgen können. Die Beschwerdeführerin sei in gebessertem 
und ausgeglichenem Zustand in die vorbestehenden Verhältnisse nach 
Hause entlassen worden. Beim Eintritt sowie beim Austritt sei eine skalierte 

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Diagnostik durchgeführt worden (HoNOS [Health of Nation Outcome Sca-
les) beim Eintritt habe der Wert 17 und beim Austritt 11 betragen (AB 58 
S. 5).

3.2.4 Im MEDAS-Gutachten vom 28. April 2016 (AB 73.1), basierend auf 
den Teilgutachten von Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie (AB 73.2), Dr. med. J.________, Fachärztin für Neurologie 
(AB 73.3), Prof. Dr. med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Me-
dizin (AB 73.4), und Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (AB 73.5), führten 
die Gutachter unter Berücksichtigung aller untersuchten Fachgebiete als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F33.1), auf. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die zu-
letzt ausgeübte Tätigkeit sei unter anderem eine somatoforme Schmerz-
störung (ICD-10 F 45.4). Seit 2013 habe sich die affektive Belastbarkeit 
verschlechtert, so dass vorangehend genannte Diagnose gestellt werden 
könne (AB 73.1 S.10). Zusammenfassend sei polydisziplinär betrachtet von 
einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50% in der letzten Tätig-
keit wie auch in einer Verweistätigkeit auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit sei 
seit Februar 2014 zu 100% durchgängig aufgrund der depressiven Erkran-
kung aufgehoben gewesen. Im Zuge einer Besserung der emotionalen Be-
lastbarkeit im Rahmen einer stationären Behandlung von Juni bis Juli 2015 
sei mit Entlassungsdatum vom 17. Juli 2015 eine Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit anzunehmen, diese liege bei 50% (AB 73.1 S. 11 f.). 

Aus psychiatrischer Sicht stellte Dr. med. I.________ im Teilgutachten vom 
5. April 2016 (AB 73.2) fest, bei der Beschwerdeführerin sei zweifellos von 
einer rezidivierenden, depressiven Störung multifaktorieller Genese auszu-
gehen, in der neben neurotischen Mechanismen, lebensgeschichtliche und 
endogene Faktoren sowie eine persönlichkeitsgebundene Komponente 
zusammenwirken würden. Die Schmerzwahrnehmung sei in diesem Kon-
text im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung mit erklärt, womit dieser 
Aspekt aber vor dem Hintergrund der depressiven Erkrankung von unter-
geordneter Bedeutung sei. Die Behandlungsmöglichkeiten seien weitge-
hend ausgeschöpft (AB 73.2 S. 9). Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, 

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leichte Tätigkeiten, die ihrer intellektuellen Ausstattung entsprechen, ohne 
besonderen Verantwortungsdruck, besonderen Anspruch an die geistige 
Flexibilität und regelmässigen Publikumsverkehr unter Tagesschichtbedin-
gungen zu verrichten, mit der zusätzlichen Option, eigenständig innerhalb 
einer Arbeitsschicht zusätzlich bis zu zwei kürzere Pausen von einigen Mi-
nuten einlegen zu dürfen. Sämtliche Tätigkeiten unter einem erhöhten Zeit-
druck seien ausgeschlossen (AB 73.2 S. 11). Zwischen der biographischen 
Anamnese des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. C.________ vom 
3. Juli 2004 (AB 15) und den späteren anamnestischen Angaben der Be-
schwerdeführerin hätten erhebliche Diskrepanzen festgestellt werden kön-
nen. Diese Unterschiede seien im Hinblick auf die Bewertung des gesam-
ten Krankheitsbildes von wesentlicher Bedeutung, da persönlichkeitsge-
bundene und neurotische Mechanismen eine entscheidende Rolle spielen 
würden. Insofern seien die Ausführungen im Bericht von lic. phil. 
F.________ vom 26. Juni 2014 (AB 33 S. 3) und Dr. med. G.________ 
vom 15. Januar 2015 (AB 50) sowie der Klinik H.________ vom 22. Juli 
2015 (AB 58 S. 2 – 6) von hoher Relevanz und würden aufgrund der aktu-
ellen Erkenntnisbildung als in sich stimmig erscheinen. Nicht nachvollzieh-
bar seien allerdings die Diagnosen einer andauernden Persönlichkeitsän-
derung nach Extrembelastung bzw. einer posttraumatischen Belastungs-
störung. Die entsprechenden Kriterien seien aufgrund der anamnestischen 
Angaben und der Psychopathologie in keiner Weise erfüllt. Dagegen sei die 
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung zutreffend, aktuell 
imponiere eine mittelgradige depressive Episode. Seit 27. Februar 2014 sei 
die Arbeitsfähigkeit vollständig aufgehoben gewesen. Bis zur Entlassung 
aus der Klinik H.________ am 17. Juli 2015 habe eine deutlich herabge-
setzte, emotionale Belastbarkeit bestanden. Mit der Entlassung sei aber 
eine signifikante Besserung geschildert worden, so dass trotz der auch jetzt 
im Querschnitt bestehenden, depressiven Symptomatik von einer Restar-
beitsfähigkeit in der Grössenordnung von 50% seit diesem Zeitpunkt aus-
zugehen sei (AB 73.2 S. 11 f.).

Dr. med. L.________ hielt im orthopädischen Teilgutachten vom 5. April 
2016 (AB 75.5) fest, dass der Beschwerdeführerin leichte und mittelschwe-
re Tätigkeiten im Wechsel von Sitzen, Gehen und Stehen, ohne Überkopfa-
rbeiten und Zwangshaltungen, im Sinne gebeugter oder kauernder Tätig-

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keiten, mit einem Belastungsumfang von 100% zumutbar seien. Aussch-
liesslich stehende Tätigkeiten seien nicht leidensgerecht. Die zumutbare 
Gehstrecke sei aufgrund der orthopädischen Erkrankungen nicht reduziert 
(AB 73.5 S. 8). Im Gutachten vom 17. Juli 2004 (AB 16) sei Dr. med. 
D.________ davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin aus rheu-
matologischer Sicht für eine leichte bis mittelschwere, nicht monotone 
Tätigkeit zu mindestens 70% von einem vollschichtigen Pensum arbeits-
fähig gewesen sei. Dies wiederspreche der Einschätzung des vorliegenden 
Gutachtens nicht. Eine beginnende Valgusgonarthrose und eine beginnen-
de Osteochondrose C5/6 würden die Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit nicht einschränken, sofern die Tätigkeit nicht aus-
schliesslich im Sitzen oder ausschliesslich im Stehen ausgeübt werde (AB 
73.5 S. 9).

Der Internist Prof. Dr. med. K.________ und die Neurologin Dr. med. 
J.________ konnten in ihrem Fachgebiet keine Einschränkungen feststel-
len (AB 73.3 S.  5 und 73.4 S. 5).

3.2.5 Dr. med. M.________ diagnostizierte im Bericht vom 5. Okto-
ber 2016 (AB 85 S. 2) einen schweren depressiven Zustand (ICD-10 
F33.2). Die Hamilton Depressions-Skala zeige weiterhin 35 Punkte, dies 
entspreche einer schweren Depression. Trotz medikamentöser Therapie 
(unterstützt mit Psychopharmaka) und psychotherapeutischen Gesprächen 
habe sich der psychische Zustand der Beschwerdeführerin nicht verbes-
sert. Ebenso bestehe auch ein Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F26.1). Die medikamentöse Therapie sei schwierig anzupassen 
gewesen. Betreffend Behandlungsverlauf hätte trotz Klinikaufenthalt keine 
Verbesserung bzw. keine Remission beobachtet werden können, es habe 
nur kurze Phasen mit mittelgradiger Depression gegeben. Eine therapeuti-
sche Beziehung aufzubauen sei nicht einfach gewesen. Die Beschwerde-
führerin drehe sich seit Jahren in einem Teufelskreis. Sie besitze keine 
Ressourcen, um aus diesem Zustand auszubrechen. Sie sei nicht in der 
Lage, im Haushalt alltägliche Dinge zu erledigen, isoliere sich immer mehr, 
sei angespannt, gereizt, unsicher, misstrauisch und zeige weder Lebens-
motivation noch Lebensfreude. Aktuell sei sie auch im geschützten Rah-

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men zu 100% arbeitsunfähig. Die Prognose der Krankheit sei ungewiss und 
als eher schlecht zu bewerten.

3.2.6 Hierzu nahm die RAD-Ärztin Dr. med. N.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, im Bericht vom 23. Januar 2017 (AB 87) 
Stellung und führte aus, dass eine Persönlichkeitsstörung, sollte sie denn 
tatsächlich bestehen, bereits im Gutachten diagnostiziert worden wäre, was 
aber vorliegend nicht der Fall sei. Selbst eine schwere Depression würde 
ein behandelbares Leiden darstellen und keine dauerhafte Leistungsein-
schränkung bewirken, auch bei rezidivierenden depressiven Episoden gebe 
es Behandlungsmöglichkeiten. Dass eine längerfristige geringere Arbeits-
fähigkeit als 50% ab Austritt aus der Klinik H.________ bestehe, sei nicht 
belegt worden (AB 87 S. 3).

3.2.7 Im Bericht vom 29. Mai 2017 (AB 90 S. 18) führte Dr. med. 
M.________ zusätzlich eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 
F33.2) auf. Aufgrund des depressiven Zustandes zeige die Beschwerdefüh-
rerin seit Jahren einen starken Leidensdruck. Zu beobachten sei auch, 
dass sich der Zustand der Beschwerdeführerin seit dem Klinikaufenthalt 
nicht stabilisiert habe. Der Wert auf der Hamilton-Depressions-Skala liege 
weiterhin bei über 35 Punkten. Sie sei in der freien Wirtschaft vollumfäng-
lich arbeitsunfähig.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

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nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Aus den vorangehend genannten medizinischen Unterlagen ergibt 
sich Folgendes:

3.4.1 In psychiatrischer Hinsicht stellte der Gutachter Dr. med. 
C.________ im Jahr 2004 fest, dass sich die psychischen Beeinträchtigun-
gen nur geringgradig auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben und der 
Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit als … im Umfang von sechs-
einhalb bis sieben Stunden täglich zumutbar war (AB 15 S. 13 f. Ziff. 2 und 
4). 

Im MEDAS-Gutachten vom 28. April 2016 (AB 73.1), auf das sich die vor-
liegend angefochtene Verfügung vom 25. April 2017 (AB 89) stützt, führt 
der Psychiater Dr. med. I.________ – gestützt auf die Berichte der behan-
delnden Ärzte (AB 33 S. 3; AB 50 S. 2 Ziff. 1.1 und 1.6; AB 39 S. 3 Ziff. 1.6) 
– aus, dass die Beschwerdeführerin im Zeitraum ab 27. Februar 2014 auf-
grund einer depressiven Störung zu 100% arbeitsunfähig war (AB 73.2 S. 
12). Im Vergleich zur Referenzlage im Jahr 2004 (vgl. E. 3.1 hiervor) ist 
damit eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen und 
unbestrittenermassen ein Neuanmeldungsgrund erstellt (vgl. E. 2.5 hier-
vor). Der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ist deshalb 
allseitig frei zu prüfen (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 
37 S. 109 E. 1.1).

3.4.2 Das Gutachten erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtspre-
chung an den Beweiswert einer medizinischen Expertise gestellten Anfor-
derungen (vgl. E. 3.3 hiervor), so dass darauf abzustellen ist. Die darin ent-
haltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in 
Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 14

dizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar be-
gründet. 

Die Einschätzung des Teilgutachters Dr. med. I.________ hinsichtlich der 
Arbeitsunfähigkeit ab 27. Februar 2014 ist nicht zu beanstanden. Sowohl 
lic. phil. F.________ als auch Dr. med. G.________ – deren Ausführungen 
der Teilgutachter aufgrund der aktuellen Erkenntnisbildung als in sich 
stimmig bewertet und ihnen eine hohe Relevanz zumisst (AB 73.2 S. 12) – 
diagnostizieren in den Berichten vom 26. Juni 2014 bzw. vom 15. Janu-
ar 2015 eine schwere depressive Störung, die zu einer 100%igen Arbeits-
unfähigkeit führte (AB 33 S. 3; AB 50 S. 1 Ziff. 1.1). 

Weiter geht Dr. med. I.________ – wie auch die behandelnden Ärzte der 
Klinik H.________, die im Bericht vom 22. Juli 2015 feststellen, dass sich 
das depressive Zustandsbild langsam zurückgebildet habe (AB 58 S. 5) –  
zu Recht davon aus, dass nach der Entlassung aus der stationären Be-
handlung in der Klinik H.________ ab 18. Juli 2015 eine signifikante Besse-
rung der emotionalen Belastbarkeit eingetreten ist und eine Restarbeits-
fähigkeit in der Grössenordnung von 50% in einer angepassten Tätigkeit 
besteht (AB 73.2 S. 12). 

Soweit die Beschwerdeführerin gestützt auf die Einschätzung von Dr. med. 
M.________ (AB 85 S. 2 und 90 S. 18) geltend macht, ihr Zustand habe 
sich seit Februar 2014 nicht anhaltend verbessern lassen und es liege wei-
terhin ein schwerer depressiver Zustand vor (Beschwerde, S. 4 f.), ist ihr 
nicht zu folgen. Einerseits vermag Dr. med. M.________ nicht konkret dar-
zulegen, weshalb die Beurteilung des Gutachters unzutreffend sein soll, 
andererseits lässt sie auch die Einschätzung der behandelnden Ärzte der 
Klinik H.________ vom 22. Juli 2015 (AB 58 S. 5) undiskutiert und verweist 
lediglich darauf, dass sich der Zustand der Beschwerdeführerin trotz der 
Behandlung in der Klinik nicht stabilisiert habe (AB 90 S. 18). Demgegenü-
ber setzt sich der psychiatrische Teilgutachter Dr. med. I.________ detail-
liert mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte und der Psychothe-
rapeutin lic. phil. F.________ auseinander, begründet Abweichungen von 
den gestellten Diagnosen nachvollziehbar und weist auf Diskrepanzen hin-
sichtlich der biographischen Anamnese, die im Gutachten vom 3. Juli 2004 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 15

(AB 15) erhoben wurde, hin (AB 73.2 S. 11 f.). Soweit Dr. med. 
M.________ den Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung äussert (AB 85 
S. 2 und 90 S. 18), ist der RAD-Ärztin Dr. med. N.________ zuzustimmen, 
die vorbringt, dass diese bereits anlässlich der Untersuchung durch 
Dr. med. I.________ hätte festgestellt werden müssen (AB 87 S. 3). Weiter 
gilt zu beachten, dass die Berichte bzw. Einschätzungen von 
Dr. med. M.________ (AB 85 S. 2 und 90 S. 18) als Stellungnahmen einer 
behandelnden Ärztin zurückhaltend zu gewichten sind (BGE 125 V 351 E. 
3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3; Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 
7. September 2005, I 136/05, E. 4.4). Somit ist davon auszugehen, dass im 
Zeitraum vom 27. Februar 2014 bis zum 17. Juli 2015 eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten und ab 18. Juli 2015 eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gemäss dem von 
Dr. med. I.________ erstellten Zumutbarkeitsprofil bestand (AB 73.2 S. 11 
f.). 

3.4.3 In somatischer Hinsicht ist die Beschwerdeführerin in einer ange-
passten Tätigkeit gemäss dem von Dr. med. L.________ erstellten Zumut-
barkeitsprofil 100% arbeitsfähig (AB 73.5 S. 8). 

3.5 Gestützt auf dieses Ergebnis steht fest, dass ab 27. Februar 2014 
eine revisionsrechtlich erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes 
mit entsprechend voller Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist. Sodann begrün-
det die Verbesserung des Gesundheitszustandes ab 18. Juli 2015, die eine 
Verminderung der Arbeitsunfähigkeit von 100% auf 50% in einer angepass-
ten Tätigkeit zur Folge hatte, eine erneute revisionsrechtlich relevante Ver-
änderung der gesundheitlichen Verhältnisse. Diese hat sich vor Erlass der 
ersten Rentenverfügung vom 25. April 2017 (AB 89) ergeben, womit nebst 
der Revisionsbestimmung des Art. 17 Abs. 1 ATSG die Bestimmung über 
die Änderung des Leistungsanspruchs bei einer Verbesserung der Er-
werbsfähigkeit (Art. 88a Abs. 1 IVV) analog anzuwenden ist (vgl. E. 2.6 
hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 16

4.

Im Folgenden ist die Invaliditätsbemessung zu prüfen.

4.1 Es steht zu Recht ausser Frage, dass die Beschwerdeführerin als 
Teilzeiterwerbstätige zu qualifizieren ist und damit die gemischte Invali-
ditätsbemessungsmethode zur Anwendung kommt (vgl. E. 2.3 hiervor). Die 
Beschwerdegegnerin hat mit Blick auf die Invaliditätsbemessung einen Sta-
tus von 80% Erwerb und 20% Haushalt angenommen (AB 89 S. 5 f.). Dies 
ist nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin auch aus-
drücklich nicht bestritten (Beschwerde, S. 6). 

4.2 Folglich ist vorerst mittels Einkommensvergleich zu prüfen, wie es 
sich mit der Invalidität im Erwerbsbereich verhält (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 17

turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

4.3 Eine Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 70% be-
steht gemäss Angaben des Hausarztes Dr. O.________ seit 12. August 
2013 (AB 39 S. 3 Ziff. 1.6). Somit begann das Wartejahr gemäss Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG im August 2013 zu laufen und endete im August 2014. Der 
frühestmögliche Rentenbeginn ist mit Blick auf den Umstand, dass ein all-
fälliger Rentenanspruch frühestens nach Ablauf der Karenzfrist von sechs 
Monaten seit der am 20. März 2014 bei der Beschwerdegegnerin einge-
gangenen Anmeldung (AB 24 S. 1; Art. 29 Abs. 1 IVG) entsteht, auf Sep-
tember 2014 festzusetzen. Ein erster Einkommensvergleich ist deshalb auf 
diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen (BGE 129 V 222).

4.4 Im Zeitraum vom 1. September 2014 bis zum 17. Juli 2015 war die 
Beschwerdeführerin aufgrund eines schweren depressiven Zustandes für 
sämtliche Tätigkeiten voll arbeitsunfähig (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Somit ent-
spricht der IV-Grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit; auf einen eigentlichen 
Einkommensvergleich kann damit verzichtet werden. Mit Blick auf den Sta-
tus 80% im Erwerbsbereich ergibt dies eine Invalidität von ebenfalls 80%, 
was unabhängig von der Einschränkung im Aufgabenbereich ab 1. Sep-
tember 2014 den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (vgl. 
E. 2.2 hiervor). 

4.5 Die Verbesserung des Gesundheitszustandes bzw. die Steigerung 
der Arbeitsfähigkeit auf 50% in einer angepassten Tätigkeit ab 18. Ju-
li 2015, nach dem Austritt aus der Klinik H.________, stellt einen Revisi-
onsgrund dar (vgl. E. 3.4.2 und 3.5 hiervor) und führt dazu, dass auf diesen 
Zeitpunkt hin ein erneuter Einkommensvergleich durchzuführen ist. 

Gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und ihrer Angehörigen 
(AB 77 S. 5 Ziff. 3.5) sowie mit Blick auf den Umstand, dass die Beschwer-
deführerin zuletzt als Gesunde von 1997 bis 2002 als Reinigungsmitarbei-
terin für die … in einem 80%-Pensum gearbeitet hat (AB 5 S. 1 f. Ziff. 1 und 
9), ist davon auszugehen, dass sie als Gesunde weiterhin im gleichen Um-
fang und Tätigkeitsfeld tätig wäre. Das Valideneinkommen ist damit ge-
stützt auf den Tabellenlohn der LSE 2014 festzusetzen und beläuft sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 18

angepasst an ein 80%-Pensum und an die betriebsübliche Arbeitszeit so-
wie indexiert auf das Jahr 2015 auf jährlich Fr. 43‘242.-- (LSE 2014, Tabel-
le TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen [Fr. 4‘300.--] / 40 x 41.7 [BFS, 
Betriebsübliche Arbeitszeit, Total, 2014] / 103.6 x 104.1 [BFS, Tabelle 
T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen, 2011-2015, Total] x 12 Monate x 80% 
Arbeitspensum). 

Ab 18. Juli 2015 war die Beschwerdeführerin mit Blick auf eine angepasste 
Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Wie das Validenein-
kommen ist vorliegend auch das Invalideneinkommen gestützt auf den Ta-
bellenlohn der LSE 2014 zu bestimmen und beläuft sich auf Fr. 27‘026.30 
(LSE 2014, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen [Fr. 4‘300.--] / 
40 x 41.7 [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit, Total, 2014] / 103.6 x 104.1 
[BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen, 2011-2015, Total] x 12 Monate x 
50% Leistungsfähigkeit).

Im Ergebnis resultiert aus dem Einkommensvergleich eine behinderungs-
bedingte Einkommenseinbusse von Fr. 16‘215.70 bzw. 37.5%. Gewichtet 
mit dem Status 80% im Erwerbsbereich ergibt dies eine Invalidität von 
30%.

4.6 Hinsichtlich der Einschränkung im Aufgabenbereich ging die Be-
schwerdegegnerin gestützt auf den Abklärungsbericht vom 11. Au-
gust 2016 von einer Einschränkung von 11% aus (AB 77 S. 15). Diese Ein-
schätzung ist mit Blick auf die medizinischen Grundlagen sowie auf die 
zumutbare Mithilfe des Ehemannes, der Tochter und des Schwiegersoh-
nes, die im selben Haushalt leben, nicht zu beanstanden (vgl. BGE 133 V 
504 E. 4.2 S. 509 f.; AB 77 S. 11 Ziff. 6). Angepasst an den Status von 20% 
ergibt dies somit eine gewichtete Invalidität von 2.2%. 

Zusammen mit dem Ergebnis im Erwerbsbereich (Invalidität 30%; 
vgl. E. 4.5 hiervor) resultiert ein IV-Grad von gerundet 32% (vgl. BGE 130 V 
121 E. 3.2 und 3.3 S. 123), der keinen Rentenanspruch begründet 
(vgl. E. 2.2 hiervor). In der Folge ist die Invalidenrente gemäss Art. 88a 
Abs. 1 IVV nach Ablauf von drei Monaten seit Verbesserung des Gesund-
heitszustandes bzw. seit dem 18. Juli 2015, das heisst per Ende Okt-
ober 2015, aufzuheben (vgl. E. 2.6.2 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 19

5.

Nach dem Dargelegten ist die Verfügung vom 25. April 2017 (AB 89) nicht 
zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin zu 
Recht eine vom 1. September 2015 bis zum 31. Oktober 2015 befristete 
ganze Rente zugesprochen. Die Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Sept. 2017, IV/17/519, Seite 20

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.