# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4fec06d-a21f-5f65-9f0e-120604b996e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2010 C-5872/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5872-2009_2010-11-26.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5872/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

V._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Vorinstanz.

AHV-Beitragsjahre, Verfügung vom 4. August 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5872/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der  am (...)  1943  geborene  Beschwerdeführer  schweizerischer 
Nationalität, wohnhaft in der Republik Südafrika, sich mit Gesuch vom 
28.  Januar  2009  (act.  2),  eingegangen  bei  der  Vorinstanz  am  3. 
Februar 2009, zum Bezug einer Altersrente angemeldet hat, 

dass  die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom 
24. März 2009 (act. 5) unter Anrechnung von 16 vollen Beitragsjahren 
eine Altersrente mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2008 zugesprochen 
hat, 

dass die Vorinstanz die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache 
des Beschwerdeführers vom 22. April 2009 (act. 6) mit Verfügung vom 
4. August 2009 (act. 10) abgewiesen hat,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Verfügung  vom 4.  August  2009  mit 
Beschwerde vom 15. August 2009, versandt am 10. September 2009 
und beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen am 16. September 
2009, angefochten hat,

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde beantragt, die Jahre 
1962 bis 1966, während derer er als Student an der Universität Basel 
immatrikuliert gewesen sei, als AHV-Beitragsjahre zu anerkennen, 

dass der Beschwerdeführer ferner geltend macht, seine AHV-Marken-
karte sei ohne sein Verschulden verloren gegangen, nachdem sie zu-
sammen mit dem AHV-Ausweis vor ca. 5 bis 6 Jahren schriftlich vom 
Generalkonsulat Kapstadt einverlangt worden sei,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 13. November 2009 die 
Abweisung der Beschwerde beantragt mit der Begründung, die mit der 
Einsprache vorgelegten Auszüge aus den Testatbüchern würden wohl 
die Immatrikulation, nicht aber den Kauf von AHV-Marken belegen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom 26.  November  2009 
Gelegenheit zur Einreichung einer Replik erhalten hat, 

dass diese Verfügung jedoch nicht  abgeholt  worden ist  und der  Be-
schwerdeführer innert der gesetzten Frist keine Replik eingereicht hat,

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dass  der  Schriftenwechsel  mit  Verfügung  vom 21.  Januar  2010  ab-
geschlossen worden ist,

dass der Beschwerdeführer der Vorinstanz mit Eingabe vom 8. August 
2010 ein  AHV-Markenheft  für  Studenten  im Original  eingereicht  hat, 
welches  diese  dem  Bundesverwaltungsgericht  am  16.  August  2010 
übermittelte,

dass  das  Markenheft  Einträge  betreffend  Bezahlung  des  AHV-
Mindesbeitrags für die Jahre 1964 bis 1968 enthält,

dass die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 
29. September  2010 den Nachtrag zum Individuellen  Konto des Be-
schwerdeführers vom 31. August 2010 gesandt und mitgeteilt hat, die 
Rente könnte anhand dieser Daten neu berechnet werden,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG, SR 831.10) für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde 
zuständig ist,

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teil -
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder 
Änderung hat, so dass er gemäss Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) zur Beschwerdeführung legitimiert ist,

dass daher auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist,

dass  die  Eingaben  der  Vorinstanz  vom  16. August  2010  und  vom 
29. September  2010  nach  Abschluss  des  Schriftenwechsels  erfolgt 
sind, 

dass gemäss Art. 32 Abs. 2  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  verspätete 
Parteivorbringen,  die ausschlaggebend erscheinen,  trotz  der  Verspä-
tung berücksichtigt werden können,

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dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 29. September 2010 sinngemäss 
die  Gutheissung  der  Beschwerde  und  Rückweisung  der  Sache  zur 
Neuberechnung der Altersrente beantragt,

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann, 

dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren AHV-Marken nachgereicht 
worden  sind,  welche  im  vorinstanzlichen  Verfahren  nicht  greifbar 
waren,

dass somit der Sachverhalt in Bezug auf die Berechnung der Beitrags -
jahre unvollständig abgeklärt erscheint, 

dass daher dem Antrag der Vorinstanz auf Gutheissung der Beschwer-
de  und  Rückweisung  der  Sache  zur  Neuberechnung  des  Renten-
anspruchs gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG stattzugeben ist,

dass das Verfahren gemäss Art. 85bis Abs. 2 AHVG kostenlos ist,

dass  dem  obsiegenden,  nicht  vertretenen  Beschwerdeführer  in  An-
wendung von Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE, SR 173.320.2) keine Parteientschädigung zuzusprechen ist,

dass dem Beschwerdeführer die Eingaben der Vorinstanz vom 16. Au-
gust 2010 und vom 29. September 2010 samt Beilage zur Kenntnis-
nahme zuzustellen sind.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 4. August 
2009 wird aufgehoben.

2.
Die Angelegenheit wird zur Neuberechung des Rentenanspruchs ge-
stützt  auf  die  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  eingereichten 
Beweismittel und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

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3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Gerichtsurkunde; Beilagen: Schreiben  der 
Vorinstanz vom 16. August 2010 und vom 29. September 2010 inkl.  
Nachtrag zum Individuellen Konto vom 31. August 2010)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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