# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef0c6595-4eb8-591d-aed5-727f418c33b8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2025 D-4570/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4570-2025_2025-09-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4570/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Thomas Segessenmann (Vorsitz), 

Richterin Susanne Bolz-Reimann, 

Richterin Daniela Brüschweiler,  

Gerichtsschreiberin Lea Fritsche. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Nicole Rufer-Hohl,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Rechtsverzögerung (Asyl und Wegweisung) / N (…). 

 

 

 

D-4570/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das SEM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin vom 9. Januar 

2019 mit Verfügung vom 30. Oktober 2020 ablehnte und die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit Beschwerde vom 3. De-

zember 2020 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht, 

dass das SEM am 13. März 2024 – innert erstreckter Frist – im Rahmen 

eines (zweiten) Schriftenwechsels seinen Entscheid vom 30. Oktober 2020 

aufhob und das erstinstanzliche Verfahren wieder aufnahm, 

dass das Bundesverwaltungsgericht in der Folge das Beschwerdeverfah-

ren mit Abschreibungsentscheid D-6125/2020 vom 18. März 2024 auf-

grund Gegenstandslosigkeit abschrieb, 

dass die rubrizierte Rechtsvertreterin mit Schreiben vom 12. September 

2024, vom 21. November 2024 und vom 8. März 2024 sowie die Beschwer-

deführerin persönlich mit Brief vom 8. April 2025 jeweils um Auskunft zum 

Stand des Verfahrens sowie um baldige Entscheidung ersuchten, wobei in 

der Eingabe vom 8. März 2025 zusätzlich die mögliche Einreichung einer 

Rechtsverzögerungsbeschwerde in Aussicht gestellt wurde,  

dass die Vorinstanz – soweit aus den vorliegenden Akten ersichtlich – auf 

diese Schreiben nicht reagierte, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. Juni 2025 über ihre 

Rechtsvertreterin Beschwerde wegen Rechtsverzögerung beim Bundes-

verwaltungsgericht erhob,  

dass sie darin beantragen lässt, es sei festzustellen, dass die Behandlung 

des Asylgesuchs durch das SEM zu lange dauere; es sei das SEM anzu-

weisen, die diversen Schreiben der Beschwerdeführerin vom 12. Septem-

ber 2024, vom 21. November 2024, vom 8. März 2025 sowie vom 8. April 

2025 umgehend zu beantworten; weiter sei das SEM anzuweisen, das 

Asylgesuch der Beschwerdeführerin möglichst bald, spätestens jedoch bis 

Ende August 2025 zu entscheiden, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht darum ersucht wurde, es sei der Be-

schwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeistän-

dung mit der Unterzeichnenden zu gewähren,  

D-4570/2025 

Seite 3 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 24. Juni 2025 den 

Eingang der Beschwerde bestätigte,  

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 26. Juni 2025 das 

Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung – unter Voraussetzung des Nachreichens einer Fürsorgebe-

stätigung beziehungsweise Zahlung eines Kostenvorschusses – guthiess 

und die Vorinstanz zur Vernehmlassung einlud, 

dass die Fürsorgebestätigung der Beschwerdeführerin fristgerecht beim 

Gericht einging, 

dass sich die Vorinstanz innert Frist nicht vernehmen liess,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig ist und 

auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig 

entscheidet (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]), 

dass angesichts der erwähnten Kompetenzzuteilung und gestützt auf 

Art. 46a VwVG das Bundesverwaltungsgericht ausserdem für die Beurtei-

lung von Beschwerden zuständig ist, die dem SEM das unrechtmässige 

Verweigern oder Verzögern einer anfechtbaren Verfügung vorwerfen (vgl. 

auch FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR, in: Bernhard Waldmann/Patrick 

L. Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 3. Aufl., Zürich/Genf 2023, 

Art. 46a, N 12), 

dass das Bundesverwaltungsgericht damit für die Beurteilung der vorlie-

genden Rechtsverzögerungsbeschwerde zuständig ist, 

dass Rechtsverzögerungsbeschwerden sich gegen den Nichterlass einer 

anfechtbaren Verfügung richten, dass die Beschwerdelegitimation voraus-

setzt, dass bei der zuständigen Behörde zuvor ein Begehren um Erlass 

einer Verfügung gestellt wurde und Anspruch darauf besteht, wobei ein An-

spruch anzunehmen ist, wenn die Behörde verpflichtet ist, in Verfügungs-

form zu handeln und der ansprechenden Person nach Art. 6 i.V.m. Art. 48 

Abs. 1 VwVG Parteistellung zukommt (vgl. BVGE 2008/15 E. 3.2 m.w.H.), 

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Seite 4 

dass die Beschwerdeführerin um Asyl ersucht, über dieses Gesuch die Vor-

instanz in Form einer anfechtbaren Verfügung zu befinden hat, eine solche 

aber bis zum heutigen Zeitpunkt nicht (abschliessend) ergangen ist, wes-

halb die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeführung legitimiert ist, 

dass gegen das unrechtmässige Verzögern einer Verfügung grundsätzlich 

– unter Beachtung von Treu und Glauben – jederzeit Beschwerde geführt 

werden kann (Art. 50 Abs. 2 VwVG), wobei die betroffene Person darlegen 

muss, dass sie zur Zeit der Beschwerdeeinreichung ein schutzwürdiges 

– mithin aktuelles und praktisches – Interesse an der Vornahme der verzö-

gerten Amtshandlung respektive der Feststellung einer entsprechenden 

Rechtsverzögerung hat und zudem bei Verzögerung des Verfügungserlas-

ses erforderlich ist, dass sie ihr Begehren wiederholt, bevor sie die Be-

schwerde einreicht (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEU-

BÜHLER/MARTIN KAYSER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

3. Aufl. 2022, Rz. 5.20 ff.), 

dass das SEM das Asylverfahren der Beschwerdeführerin – nach Aufhe-

bung der früheren Verfügung – bis anhin noch nicht abgeschlossen hat, die 

Beschwerdeführerin ihr aktuelles und praktisches Interesse am (erneuten) 

Verfügungserlass durch die Vorinstanz mittels Verfahrensstandanfragen 

vom 12. September 2024, vom 21. November 2024, vom 8. März 2025 so-

wie vom 8. April 2025 manifestierte, wobei sie der Vorinstanz mit Schreiben 

vom 8. März 2025 bei Nichterlass eines Asylentscheides innert angemes-

sener Frist die mögliche Einreichung einer Rechtsverzögerungsbe-

schwerde androhte,  

dass die Vorinstanz keinen Entscheid fällte, weshalb die Beschwerdefüh-

rerin Mitte Juni 2025 nach Treu und Glauben annehmen durfte, die Vor-

instanz werde vorderhand keine anfechtbare Verfügung erlassen, 

dass vorliegend das schutzwürdige Interesse der Beschwerdeführerin so-

mit belegt und auf die form- und fristgerecht eingereichte Rechtsverzöge-

rungsbeschwerde – unter nachfolgendem Vorbehalt – einzutreten ist (vgl. 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass indessen auf das zweite Rechtsbegehren nicht einzutreten ist, mit 

welchem die Beschwerdeführerin um umgehende Beantwortung der 

Schreiben vom 12. September 2024, vom 21. November 2024, vom 

8. März 2025 sowie vom 8. April 2025 ersucht, 

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Seite 5 

dass kein rechtlicher Anspruch auf die Beantwortung von Verfahrensstand-

anfragen besteht und in der wiederholten Nichtbeantwortung deshalb auch 

kein unrechtmässiges Verweigern oder Verzögern einer anfechtbaren Ver-

fügung erblickt werden kann (vgl. Art. 46a VwVG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass sich die Prüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts vorliegend 

auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz das Rechtsverzögerungs-

verbot verletzt hat, wobei es im Falle einer Gutheissung der Beschwerde 

die Sache mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurückweist 

(Art. 61 Abs. 1 VwVG; vgl. BVGE 2008/15 E. 3.1.2, m.w.H.), 

dass sich das Verbot der Rechtsverzögerung als Teilgehalt aus der allge-

meinen Verfahrensgarantie von Art. 29 Abs. 1 BV ergibt, wonach jede Per-

son Anspruch auf eine Beurteilung ihrer Sache innert angemessener Frist 

hat (sog. Beschleunigungsgebot) und diese Verfahrensgarantie für alle 

Sachbereiche und alle Akte der Rechtsanwendung gilt (vgl. BGE 130 I 174 

E. 2.2, m.w.H.), 

dass von einer Rechtsverzögerung im Sinne des Gesetzes nach Lehre und 

Praxis auszugehen ist, wenn behördliches Handeln zwar nicht – wie bei 

einer Rechtsverweigerung – grundsätzlich infrage steht, aber die Behörde 

nicht innert der Frist handelt, die nach der Natur der Sache objektiv als 

angemessen erscheint,  

dass die Angemessenheit der Dauer eines Verfahrens im Einzelfall unter 

Berücksichtigung der gesamten Umstände zu beurteilen ist, wobei nament-

lich die Komplexität der Sache, das Verhalten der betroffenen Beteiligten 

und der Behörden, die Bedeutung des Verfahrens für die betroffene Partei 

sowie einzelfallspezifische Entscheidungsabläufe in Betracht zu ziehen 

sind (vgl. MÜLLER/BIERI, a.a.O., Rz. 16 zu Art. 46a, BGE 130 I 312 E. 5.1 

und 5.2, m.w.H.),  

dass ein Verschulden der Behörde an der Verzögerung nicht vorausgesetzt 

wird, weshalb sie das Rechtsverzögerungsverbot auch dann verletzt, wenn 

sie wegen Personalmangels oder Überlastung nicht innert angemessener 

Frist handelt (vgl. BGE 138 II 513 E. 6.4; 107 Ib 60 E. 3.c; 103 V 190 

E. 5c),  

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dass überdies spezialgesetzliche Behandlungsfristen bei der Beurteilung 

der Angemessenheit der Verfahrensdauer zu berücksichtigen sind (vgl. 

zum Ganzen das Urteil des BVGer E-1438/2018 vom 5. April 2018 E. 3.2 

m.w.H.), 

dass in der Rechtsverzögerungsbeschwerde vom 23. Juni 2025 im We-

sentlichen die lange Verfahrensdauer von bald sechseinhalb Jahren mo-

niert wird, 

dass davon ausgegangen werden könne, das SEM habe sich vor der Auf-

hebung seiner ursprünglichen Verfügung einigermassen intensiv mit dem 

Fall beschäftigt, dass jedoch seit der Wiederaufnahme des Asylverfahrens 

der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 13. März 2024 erneut 15 Mo-

nate verstrichen seien,  

dass das SEM trotz wiederholtem Ersuchen der Beschwerdeführerin mit-

tels Verfahrensstandsanfragen vom 12. September 2024, vom 21. Novem-

ber 2024, vom 8. März 2025 und vom 8. April 2025 ihr Asylgesuch immer 

noch nicht entschieden habe, obwohl die Beschwerdeführerin ihre psychi-

schen Beschwerden mit ärztlichem Schreiben belegt habe,  

dass sodann mit Schreiben vom 8. März 2025 bei Nichterlass einer an-

fechtbaren Verfügung eine Rechtsverzögerungsbeschwerde angedroht 

worden sei, indes sowohl das Schreiben vom 8. März 2025 als auch die 

vorangehenden und das nachgehende Schreiben unbeantwortet geblieben 

seien, 

dass auch eine telefonische Kontaktaufnahme mit der zuständigen Person 

nicht möglich gewesen sei, weshalb von einem strukturellen Problem beim 

SEM auszugehen sei, 

dass die Beschwerdeführerin zur Stütze ihrer Vorbringen Kopien der vier 

Verfahrensstandsanfragen vom 12. September 2024, vom 21. November 

2024, vom 8. März 2025 und vom 8. April 2025 sowie eines Arztberichtes 

vom 7. September 2023 von Dr. med. B._______ ins Recht legte,  

dass sich die Vorinstanz innert Frist nicht vernehmen liess, weshalb Ver-

zicht anzunehmen ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht Kenntnis von der hohen Arbeitslast 

des SEM hat und es für das Gericht deshalb nachvollziehbar ist, dass nicht 

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alle Verfahren innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Behandlungsfristen 

abgeschlossen werden können (vgl. aArt. 37 Abs. 2 AsylG), 

dass insbesondere dann eine längere Verfahrensdauer gerechtfertigt er-

scheint, wenn sich weitere Abklärungsmassnahmen aufdrängen, und das 

SEM Priorisierungen vornehmen darf und muss (Art. 37b AsylG), was un-

weigerlich zur Überschreitung gewisser Behandlungsfristen führen kann 

(vgl. Urteile des BVGer E-2194/2025, E-2197/2025, E-2201/2025 vom 

7. Mai 2025 E. 8.1 m.w.N.), 

dass das erstinstanzliche Asylverfahren der Beschwerdeführerin jedoch 

seit dem 9. Januar 2019 – und somit inzwischen seit mehr als sechseinhalb 

Jahren – hängig ist,  

dass das Bundesverwaltungsgericht nicht verkennt, dass die genannte 

Dauer auch durch das vormalige Beschwerdeverfahren D-6125/2020 ver-

ursacht wurde, 

dass das SEM indessen gemäss den vorliegenden Akten seit der Wieder-

aufnahme des Asylverfahrens der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 

13. März 2024 keine weiteren Verfahrensschritte einleitete, und somit über 

ein Jahr untätig blieb,  

dass es die vier Verfahrensstandsanfragen der Beschwerdeführerin vom 

12. September 2024, vom 21. November 2024, vom 8. März 2025 und vom 

8. April 2025 – trotz Androhung einer Rechtsverzögerungsbeschwerde im 

Schreiben vom 8. März 2025 – unbeantwortet liess,  

dass eine Untätigkeit über eine solche Dauer mit dem verfassungsrechtli-

chen Anspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 BV nicht vereinbar ist und das Be-

schleunigungsgebot verletzt (vgl. Urteile des BVGer D-4219/2025 vom 

17. Juli 2025 S. 6 und E-2872/2025 vom 3. Juni 2025 E. 4.3), 

dass zwar vorliegend von einer gewissen Komplexität des Asylverfahrens 

der Beschwerdeführerin auszugehen ist, und dieser Umstand eine insge-

samt längere Verfahrensdauer, nicht jedoch eine komplette Untätigkeit von 

mittlerweile über 17 Monaten zu rechtfertigen vermag, 

dass ausser Frage steht, dass die vorinstanzliche Verfahrensdauer im Falle 

der Beschwerdeführerin dem Anspruch auf Behandlung und auf Beurtei-

lung innert angemessener Frist nicht mehr gerecht wird,  

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Seite 8 

dass aus den Akten keine objektiven Rechtfertigungsgründe für das Zu-

warten der Vorinstanz mit dem Abschluss des vorliegenden Asylverfahrens 

zu entnehmen sind, namentlich dass die Rechtsverzögerung im Verhalten 

der Beschwerdeführerin gründen würde und auch sonst keine Verletzung 

der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 AsylG ersichtlich ist,  

dass vielmehr angesichts der belegten psychischen Belastung der Be-

schwerdeführerin mittels Arztbericht vom 7. September 2023 und der im 

Raum stehenden Rechtsgüter eine beförderliche Behandlung des Verfah-

rens angezeigt wäre,   

dass die Vorinstanz das Asylgesuch der Beschwerdeführerin folglich nicht 

mit der notwendigen Beförderlichkeit behandelt hat, weshalb unter dem 

Blickwinkel von Art. 29 Abs. 1 BV eine das Beschleunigungsgebot verlet-

zende Rechtsverzögerung zu bejahen ist und der Antrag der Beschwerde-

führerin, es sei festzustellen, dass die Behandlung des Asylgesuchs durch 

das SEM zu lange dauert, daher berechtigt ist,  

dass die Beschwerde folglich – soweit darauf einzutreten ist – gutzuheis-

sen und die Vorinstanz anzuweisen ist, das Asylgesuch der Beschwerde-

führerin ohne weitere Verzögerung zu behandeln und zügig einem Ent-

scheid zuzuführen,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten zu erheben sind 

(Art. 63 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG), 

dass gemäss Art. 64 Abs.1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG die Beschwer-

deinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen 

oder auf Begehren eine Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendi-

gen und verhältnismässig hohen Kosten zusprechen kann (vgl. für die 

Grundsätze der Bemessung der Parteientschädigung ausserdem Art. 7 ff. 

des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass der vertretenen Beschwerdeführerin angesichts ihres Obsiegens in 

Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihr 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen ist, 

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Seite 9 

dass kein Bedarf für eine aktualisierte Kostennote besteht (vgl. Be-

schwerde S. 7 Ziff. 10), da sich der Aufwand ohne Weiteres aufgrund der 

Akten bestimmen lässt (Art. 14 Abs. 2 VGKE),  

dass der notwendige Aufwand gestützt auf die in Betracht zu ziehenden 

Bemessungsfaktoren (Art. 7 ff. VGKE) auf insgesamt Fr. 800.– festgesetzt 

wird. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Es wird festgestellt, dass das Verfahren vor der Vorinstanz zu lange dauert.  

3.  

Das SEM wird angewiesen, das Asylverfahren der Beschwerdeführerin be-

förderlich weiterzuführen und über das Asylgesuch zu entscheiden.  

4.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

5.  

Das SEM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 800.– auszurichten. 

6.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Lea Fritsche 

 

 

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