# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab5b55fb-d339-5949-adae-c1110c15defb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-10-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 15.10.2003 SB 2003 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2003-39_2003-10-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 15. Oktober 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 03 39/40 (mündlich eröffnet)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Schäfer und Vital, Aktuarin ad hoc Riesen-
Ryser.

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In der strafrechtlichen Berufung

des A., Berufungskläger und der B., Berufungsklägerin, beide privat verteidigt durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, Postfach 74, Reichsgasse 71, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 30. April 2003, mitgeteilt am 18. Juni 
2003, in Sachen gegen die Berufungskläger,

betreffend Betrugsversuch und Urkundenfälschung,

hat sich ergeben:

A. a) A. wuchs in Landquart und AA. zusammen mit drei Geschwistern in 
geordneten Verhältnissen auf. Nach sechs Jahren Primar- und drei Jahren Real-
schule absolvierte er bei der Firma AD. in AC. eine Lehre als Schreiner, die er er-

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folgreich abschloss. Anschliessend war er für kurze Zeit in der Firma Z. in AA. tätig. 
Im Sommer 1988 absolvierte er die Rekrutenschule und im Frühjahr 1989 die Un-
teroffiziersschule. Nach seiner Militärzeit trat er wieder bei der Baufirma Z. in AA. 
ein, wo er während vier Monaten tätig war. Im Jahre 1990 machte sich A. selbstän-
dig und führte als Akkordant Schreinerei- und Gerüstbauarbeiten aus. Sechs Jahre 
später gründete er in P. ein eigenes Gerüstbauunternehmen. Derzeit beschäftigt er 
je nach Saison zwischen 13 und 15 Angestellten. Im Jahre 1999/2000 versteuerte 
er weder Einkommen noch Vermögen. Heute beläuft sich sein Bruttojahreseinkom-
men gemäss eigenen Aussagen auf ungefähr Fr. 500'000.--. Von Januar 1998 bis 
April 2001 wurde die Firma von A. 33-mal über einen Betrag von insgesamt Fr. 
377'806.85 betrieben. Ein offener Verlustschein ist jedoch nicht vorhanden.

A. heiratete im Jahre 2000 AE. geborene AF.. Aus dieser Verbindung ist bis 
anhin eine Tochter hervorgegangen.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist A. mit folgenden vier Vorstrafen 
verzeichnet: Am 16. August 1994 verurteilte ihn das Kreisgericht Rhäzüns wegen 
einfacher Körperverletzung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 20 Tagen, Pro-
bezeit 2 Jahre. Am 25. Oktober 1995 verurteilte das Kreisgericht Trins A. wegen 
Anstiftung zu falschem Zeugnis, falscher Anschuldigung, Verletzung von Verkehrs-
regeln, pflichtwidrigem Verhalten bei Unfall und mehrfachem Fahren trotz Füh-
rerausweisentzug zu 2 Monaten Gefängnis bedingt, Probezeit 3 Jahre, und Fr. 
1'000.-- Busse. Der Kreispräsident Chur sprach A. am 27. November 1997 schuldig 
des Führens eines Fahrzeuges trotz Führerausweisentzug und Verletzung von Ver-
kehrsregeln und bestrafte ihn mit 10 Tagen Haft und Fr. 200.-- Busse. Die Haft hat 
A. nach eigenen Angaben durch gemeinnützige Arbeit verbüsst. Schliesslich verur-
teilte der Kreisgerichtsausschuss Surses A. am 15. Juli 1999 wegen Übertretung 
fremdenpolizeilicher Vorschriften zu einer Busse in Höhe von Fr. 2'000.--.

b) B. wuchs in P. zusammen mit zwei Geschwistern in guten familiären Ver-
hältnissen auf. Nach sechs Jahren Primar- und drei Jahren Sekundarschule absol-
vierte sie erfolgreich eine kaufmännische Lehre. Im Jahre 1992 arbeitete sie im 
Kaufhaus X. in Y. auf dem erlernten Beruf. Nachdem sie von 1993 bis Ende März 
1994 bei der Firma V. in W. als Sekretärin tätig gewesen war, wechselte sie am 1. 
April 1994 als Sekretärin zur Gerüstbaufirma K. nach P.. Seit dem 7. März 1995 hat 
sie für diese Firma die Einzelprokura. Ihr Monatslohn beträgt nach eigenen Angaben 
Fr. 5'700.-- brutto.

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B. ist ledig und hat keine Unterhaltspflichten. Sie ist im Schweizerischen Zen-
tralstrafregister nicht verzeichnet. Ihre Lebensführung und ihr allgemeines Verhal-
ten gaben in der Gemeinde P. noch nie zu Klagen Anlass.

B. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 12. März 
2003 wurden A. und B. wegen mehrfachen vollendeten Betrugsversuchs gemäss 
Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und Urkundenfälschung 
gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB in Anklagezustand versetzt.

Dem vorliegenden Strafverfahren liegt gemäss Anklageschrift der Staatsan-
waltschaft Graubünden vom 12. März 2003 folgender Sachverhalt zugrunde:

„1.1 In der Nacht auf den 23. Februar 2000 drang eine zunächst unbe-
kannte Täterschaft in die Werkhalle und das Büro der Gerüste-
bauunternehmung K. in P., O., ein und entwendete Bargeld im Be-
trage von Fr. 110.--, einen Münzzähleinsatz im Wert von Fr. 
1'190.-- und WC-Papier. Zum Nachteil der Schreinerei D., die im 
selben Gebäude untergebracht ist, eignete sich die Täterschaft 
eine Bohrmaschine und eine Wasserwaage im Gesamtwert von 
Fr. 1'840.-- an. Bei diesem Einbruch wurde am Getränkeautoma-
ten und an der Eingangstüre ein Schaden von insgesamt Fr. 300.-
- angerichtet. Im September 2000 konnten als Täter G. und H. 
ermittelt und überführt werden.

1.2 Am 23. Februar 2000 meldete die Angeklagte B. um 17.50 Uhr 
der Kantonspolizei P. den in der Nacht zuvor erfolgten Einbruch-
diebstahl. Wahrheitswidrig gab sie aber an, es seien Waren im 
Wert von Fr. 47'458.-- gestohlen worden. Insbesondere hätten die 
Täter einen Kleintresor abtransportiert, in welchem sich Bargeld 
im Wert von Fr. 36'000.-- befunden hätte. Ausserdem wurden fol-
gende Gegenstände als gestohlen gemeldet: zwei Fotokameras, 
zwei Mobiltelefone, ein Diktiergerät, zwei Schlagbohrmaschinen, 
zwei Vermessungsgeräte, vier Akkumulatoren und zwei Akkula-
degeräte. Aufgrund der Angaben der Angeklagten erstellte die 
Kantonspolizei ein Deliktsgutverzeichnis. In den polizeilichen Ein-
vernahmen vom 24. Februar 2000 und 8. November 2000 
bestätigten beide Angeklagten die Richtigkeit des Deliktsgutver-
zeichnisses. Am 29. Februar 2000 reichten sie der AH.-Versiche-
rung eine Schadenanzeige ein. Darin gaben sie den Wert des ge-
stohlenen Materials mit Fr. 45'321.-- an. Den an der Eingangstüre 
angerichteten Sachschaden bezifferten sie auf Fr. 2'000.--. Aus-
serdem machten sie geltend, dass ein Rolltor beschädigt worden 
sei und sich allein dieser Schaden auf Fr. 15'000.-- belaufe. Die 
entsprechende Schadenanzeige wurde von der Angeklagten B. 
ausgefüllt und eigenhändig mit ‚ppa. B.’ unterzeichnet. 

1.3 Die AH.-Versicherung anerkannte den geltend gemachten Scha-
den am Rolltor in Höhe von Fr. 15'000.-- nicht und verlangte, die 

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Reparatur des Rolltors durch eine Fachfirma offerieren zu lassen. 
Am 17. März 2000 liess B. der Versicherung ein Schreiben der 
Metallbaufirma C. zukommen. Darin bestätigte C., dass das Roll-
tor nicht mehr repariert werden könne, sondern ausgewechselt 
werden müsse. Die Versicherung verlangte in der Folge von den 
Angeklagten, bei der Firma J. AG in S. eine Reparaturofferte ein-
zuholen. B. teilte am 30. März 2000 Herrn J. von der AH.-Versi-
cherung mit, dass auch diese Firma nicht in der Lage sei, das Roll-
tor zu reparieren, obwohl sie mit dieser Firma nie Kontakt aufge-
nommen hatte. Die Versicherung lehnte in der Folge Zahlungen 
im Zusammenhang mit dem Einbruchdiebstahl vom 23. Februar 
2000 ab.

1.4 Auch Schreinereibesitzer D. hatte am 24. Februar 2000 seiner 
Versicherung einen falschen Gesamtdeliktsbetrag angegeben. 
Obwohl ihm lediglich Geräte im Umfang von Fr. 2'565.-- abhanden 
gekommen waren, gab er den Gesamtdeliktsbetrag mit Fr. 
13'930.-- an. Dieses Verfahren konnte in der Zwischenzeit rechts-
kräftig erledigt werden.

1.5 Die beiden Angeklagten bestreiten den ihnen zur Last gelegten 
versuchten Versicherungsbetrug und behaupten, der Versiche-
rung gegenüber korrekte Angaben gemacht zu haben. B. macht 
ausserdem geltend, nur auf Anweisung ihres Vorgesetzten ge-
handelt zu haben. Sie gibt zu, den Brief der Metallbaufirma C. sel-
ber geschrieben zu haben, worin bestätigt wird, dass das Rolltor 
nicht mehr repariert werden könne. Dieser Brief wurde indessen 
von C. unterschrieben.

2. Die Firma K. hatte der AH.-Versicherung bereits am 20. Dezem-
ber 1999 eine Schadenanzeige zukommen lassen. Darin machte 
sie geltend, dass am 12. Dezember 1999 in U. beim Bürogebäude 
neben dem Bahnhof durch Sturmwinde Gerüstteile beschädigt 
und Abdeckmaterial weggerissen worden sei. Die Schadenan-
zeige wurde auch in diesem Fall von der Angeklagten B. erstellt 
und von ihr mit ‚ppa. B.’ unterzeichnet. Der Schadenanzeige bei-
gelegt wurde eine Rechnung der Firma K., datiert vom 20. De-
zember 1999. Nach dieser Rechnung belief sich allein der Arbeits-
aufwand für die Behebung der Sturmschäden auf Fr. 20'076.70. 
In der Folge machte die Versicherung die Angeklagten darauf auf-
merksam, dass sie laut Vertrag nur verpflichtet sei, die Selbstkos-
tenansätze zu bezahlen, die sich im konkreten Fall auf Fr. 11'367.-
- beliefen. Daraufhin erstellte B. auf Anweisung von A. auf dem 
Briefpapier der Firma I. AG, T., eine Rechnung in der Höhe von 
Fr. 20'076’70 und liess diese fingierte Rechnung am 24. März 
2000 der AH.-Versicherung zukommen. Mit dieser Rechnung 
wollten die Angeklagten beweisen, dass die Reparaturarbeiten 
von einer Drittfirma ausgeführt worden seien, weshalb von der 
Versicherung der gesamte in Rechnung gestellte Betrag geschul-
det werde. Die Firma I. AG hatte indessen mit den in Frage ste-
henden Reparaturarbeiten nichts zu tun gehabt. Da der AH.-Ver-

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sicherung die Rechnungstellung auf dem Briefpapier der Firma I. 
AG verdächtig vorkam, nahm sie direkt mit dieser Firma Kontakt 
auf, welche bestätigte, dass die in Frage stehende Rechnung 
nicht von ihr stammte. In der Folge löste die AH.-Versicherung 
sämtliche Verträge mit der Gerüstbaufirma K. auf und verweigerte 
jegliche Versicherungsleistungen.

A. liess durch seinen Anwalt am 24. September 2002 vorbringen, 
die in Frage stehenden Reparaturarbeiten seien nicht durch die 
Firma I. AG, sondern durch die Firma L. Ges.m.b.H. in AB. vorge-
nommen worden. Zum Beweis dieser Behauptung legte der An-
geklagte eine Rechnung der Firma L. Ges.m.b.H., vom 31. De-
zember 1999 zu den Akten. Die Firma L. Ges.m.b.H. befindet sich 
allerdings seit Mai 2000 im Konkurs. Abklärungen bei den zustän-
digen österreichischen Konkursbehörden haben zudem ergeben, 
dass sich diese Rechnung nicht bei den Konkursakten befindet. 
Die österreichischen Behörden teilen ausserdem mit, dass die 
Firma L. Ges.m.b.H. gemäss den Aussagen des ehemaligen Fir-
meninhabers seit Beginn 1999 nicht mehr aktiv gewesen sei. Die 
letzten Rechnungen dieser Firma datierten von September 1999.“

C. Mit Urteil vom 30. April 2003, mitgeteilt am 18. Juni 2003, erkannte 
das Bezirksgericht Imboden:

„1. A. und B. sind schuldig des mehrfachen vollendeten Betrugsver-
suchs gemäss Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 
StGB sowie der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB.

2. Dafür wird A. mit sechs Monaten Gefängnis und einer Busse von 
Fr. 2'000.-- bestraft. Gegenüber B. wird eine Gefängnisstrafe von 
vier Monaten, verbunden mit einer Busse von Fr. 1'000.--, ausge-
sprochen.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Falle von A. unter Anset-
zung einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben. B. wird der 
bedingte Strafvollzug unter Ansetzung einer Probezeit von zwei 
Jahren ebenfalls gewährt.

4. Der Eintrag der Bussen im Strafregister wird bei Wohlverhalten 
nach Ablauf einer Probezeit von drei Jahren bei A. und einer sol-
chen von zwei Jahren bei B. gelöscht.

5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft
  Graubünden von Fr. 3'081.--
- der Gerichtsgebühr von Fr. 3'500.--
total somit Fr. 6'581.--

werden, unter solidarischer Haftung, A. und B. je zur Hälfte aufer-
legt.

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6. Rechtsmittelbelehrung.

7. Mitteilung.“

In der Begründung hielt es fest, G. und H. hätten zum Einbruch in das Ge-
schäft von A. genaue und übereinstimmende Aussagen gemacht. Sie hätten stets 
beteuert, nur etwas Bargeld, eine Münzzähleinheit sowie ein Packet Toilettenpapier 
mitgenommen zu haben. Den Diebstahl eines Tresors hätten sie immer bestritten. 
Die Aussagen von A. und B. bezüglich des Tresors widersprächen sich hingegen 
sehr deutlich. Da nach Angaben der Angeklagten in diesem Tresor viel Geld aufbe-
wahrt worden sei, seien die Differenzen umso erstaunlicher. Es sei auch nicht nach-
vollziehbar, weshalb nicht der grosse Tresor in der Halle habe benutzt werden kön-
nen. Es blieben erhebliche, schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel, ob der 
Tresor überhaupt jemals vorhanden gewesen sei. Der Tresor sei in Tat und Wahr-
heit nur erfunden worden, um sich von der Versicherung das Geld ausbezahlen zu 
lassen. Gleich verhalte es sich mit dem angeblich am Rolltor verursachten Schaden. 
Den Aussagen von G. und H. sei nirgends zu entnehmen, dass sie sich am Rolltor 
zuschaffen gemacht hätten. Es erscheine tatsächlich als fragwürdig, weshalb G., 
der als ehemaliger Mitarbeiter von A. mit den örtlichen Verhältnissen bestens ver-
traut gewesen sei, durch Aufbrechen des Rolltores ins Gebäudeinnere habe gelan-
gen wollen, anstatt den bedeutend einfacheren und leiseren Weg über die Ein-
gangstüre zu wählen. Im Weiteren habe A. auch bezüglich des Rolltors unterschied-
liche Angaben gemacht. B. habe zudem wider besseres Wissen der Versicherung 
gegenüber behauptet, auch die Firma J. AG könne den Schaden nicht beheben. 
Wäre ein Fachmann dieser Firma jedoch tatsächlich aufgeboten worden, so würde 
eine schriftliche Offerte bestehen. Eine solche sei jedoch im ganzen Verfahren nie 
vorgelegt worden. Wenig glaubwürdig und mit zahlreichen Ungereimtheiten behaf-
tet seien auch die Aussagen der Angeklagten in Bezug auf den am 12. Dezember 
1999 in U. an einem ihrer Baugerüste entstandenen Sturmschaden. Nachdem die 
Versicherung den Schaden nur auf Selbstkostenbasis habe vergüten wollen, sei die 
eigene Rechnung einfach auf das Briefpapier der Firma I. AG übertragen worden. 
Erst sehr viel später sei eine dritte Firma genannt worden, die die Arbeiten ausge-
führt haben solle. Diese dritte Firma befinde sich jedoch im Konkurs und sei seit 
Beginn des Jahres 1999 nicht mehr aktiv gewesen. Die Angeklagten hätte daher 
sowohl versucht, ungerechtfertigte Versicherungsleistungen zu beziehen, als auch 
eine Urkunde verwendet, die den Anschein erweckte, sie stamme von jemand an-
derem, als sie tatsächlich stamme. Sie seien daher des mehrfachen vollendeten 
Betrugsversuches sowie der Urkundenfälschung schuldig.

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D. Gegen dieses Urteil erhoben A. und B. am 9. Juli 2003 Berufung an 
den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden. Sie beantragen:

"1. Das Urteil des Bezirksgerichtes Imboden vom 30. April/18. Juni 
2003 i.S. des Berufungsklägers [recte: der Berufungskläger] sei 
vollumfänglich aufzuheben.

2. Die Berufungskläger seien von sämtlichen Vorwürfen freizuspre-
chen,

eventualiter

die Strafen gegen die Berufungskläger seien angemessen zu re-
duzieren.

3. Unter voller Kosten und Entschädigungsfolge für beide Instanzen 
zulasten des Staates.

4. Antrag in formeller Hinsicht
1. Es seien die Akten im Zusammenhang mit der Verurteilung 

von D. betreffend Betrugsversuch aus den vorliegenden Akten 
zu entfernen (act. 5.18).

2. Es sei E. als Zeuge einzuvernehmen."

In der Begründung beantragen sie im Weiteren die Durchführung einer münd-
lichen Berufungsverhandlung. Bezüglich des Einbruchs vom Februar 2000 stellen 
sie fest, dass G. bei A. gearbeitet habe und mit diesem im Streit auseinander ge-
gangen sei. Die Erklärung, dass G. gewissermassen als "Retourkutsche" nun den 
Diebstahl eines Tresors bestreite, sei unter diesen Umständen nachvollziehbar. 
Hinzu komme, dass G. und H. eine grosse Summe auf die Seite hätten legen kön-
nen, indem sie diese Beute abgestritten hätten. Bezüglich der angeblich unpräzisen 
und widersprüchlichen Angaben der Angeklagten zum Tresor sei festzuhalten, dass 
der Arbeitstag von A. ein äusserst intensiver sei. Hinzu seien im Zeitpunkt des Ein-
bruchs noch die Umbauarbeiten gekommen. Die Einvernahmen lägen zudem ein 
halbes Jahr beziehungsweise zwei Jahre auseinander. Es gebe für A. wichtigeres, 
als sich mit Aussehen und Herkunft des Tresors zu beschäftigen. Dies erst recht 
deshalb, weil es sich nur um eine kurzfristige Lösung gehandelt habe. Auch bezüg-
lich des Inhalts des Tresors hätten die Angeklagten plausible Erklärungen abgege-
ben. Da im Gerüstbausektor einzelne beigezogene Unternehmer sofort entschädigt 
werden müssten, sei der Überblick über den aktuellen Bestand solcher Bargeldgut-
haben (erst recht im Nachhinein) schwer zu bewahren. Die unterschiedlichen An-
gaben über die Höhe seien durchaus nachvollziehbar. Die Benützung des grossen 
Tresors in der Halle sei zwar nicht unmöglich gewesen, aber aufgrund des Umbaus 
für eine unbestimmte Anzahl Beobachter einsehbar. Die Ausführungen der Ange-

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klagte seien daher durchaus erklärbar und sie seien vom Vorwurf des Betrugsver-
suchs frei zu sprechen. Bezüglich des Rolltores sei unbestritten, dass dieses nach 
dem Einbruch beschädigt gewesen sei. Dass diese Beschädigung vorbestanden 
habe, sei weder behauptet noch bewiesen. Wie der Schaden entstanden sei, hätten 
die Angeklagten nicht genau wissen können. Dies werde ihnen jedoch von der Vor-
instanz vorgeworfen. Fälschlicherweise habe die Vorinstanz B. im weiteren vorge-
worfen, sie habe die Bestätigung der Firma C. aufgesetzt. B. erledige die Korre-
spondenz und Buchhaltung dieser Unternehmung, was wohl nichts Verwerfliches 
sei. C. habe mit seiner Unterschrift bestätigt, dass dieses Rolltor nicht repariert wer-
den könne. Bei Zweifeln wäre es an der Versicherung gelegen, einen Schadensex-
perten vorbeizuschicken. Den Angeklagten aber sei kein deliktisches Handeln nach-
gewiesen worden, weshalb sie auch in diesem Zusammenhang von sämtlichen Vor-
würfen freizusprechen seien. Mit Bezug auf den Sturmschaden in U. hielten sie fest, 
dass zugegebenermassen eine falsche Rechnungsstellung auf dem Papier der 
Firma I. AG erfolgt sei. Die Erklärung für diese falsche Rechnungsstellung, verbun-
den mit dem Jahresabschluss in der Unternehmung K., werde nicht einmal zur 
Kenntnis genommen. Der offerierte Beweis, die Einvernahme von E. als Zeugen, 
sei mit unzulänglichen Erklärungen nicht zugelassen worden. Die Angeklagten hät-
ten plausibel erklärt, warum die offensichtlichen Ungereimtheiten eingetreten seien. 
Welche Unternehmung von E. den Sturmschaden repariert habe, entziehe sich der 
Kenntnis der Angeklagten. Bewiesen sei jedoch die Zahlung an E.. Im Weiteren sei 
B., selbst wenn die Vorwürfe zutreffen würden, nicht Mittäterin sondern nur Gehilfin, 
da sie Angestellte von A. sei und dessen Anweisungen im Rahmen des Üblichen 
und Vernünftigen ausführe. Dass die Angeklagten die Vorwürfe bestreiten würden, 
dürfe nicht zu einer Erhöhung der Strafe führen. Die Vorstrafen von A. hätten mit 
der vorliegend zu beurteilenden Sache nichts zu tun, weshalb sie unbeachtlich 
seien. Berücksichtige man im Weiteren, dass B. nicht Mittäterin gewesen sei, so 
müsse das Strafmass vor allem bei ihr massiv reduziert werden.

Mit Schreiben vom 15. Juli 2003 verzichtete das Bezirksgericht Imboden auf 
eine eigentliche Vernehmlassung unter Verweisung auf die Ausführungen im ange-
fochtenen Urteil und die Akten. In ihrer Stellungnahme vom 22. Juli 2003 beantragte 
die Staatsanwaltschaft Graubünden die kostenfällige Abweisung der Berufung. 

E. Am 15. Oktober 2003 fand die Berufungsverhandlung vor dem Kan-
tonsgerichtsausschuss Graubünden statt. Anwesend waren A. und B. sowie ihr 
Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill. Die Staatsanwaltschaft Graubün-
den hatte im Sinne von Art. 145 Abs. 4 StPO auf eine Teilnahme an der Berufungs-

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verhandlung verzichtet. In der Befragung bestätigten A. und B. mehrheitlich die von 
ihnen in den polizeilichen und in den untersuchungsrichterlichen Einvernahmen ge-
machten Aussagen. Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill hielt sich an seine bereits mit 
der Berufungsschrift vorgebrachten Anträge und deren Begründung. 

Der als Zeuge beantragte E. wurde im Verlauf der Berufungsverhandlung ein-
vernommen.

In seinem Schlusswort hielt A. fest, er arbeite täglich bis zu 20 Stunden und 
das 300 Tage im Jahr. Er versuche, etwas aufzubauen, und er habe schon etwas 
aufgebaut. Der Dieb, der ihn in der Nacht zum 23. Februar 2000 bestohlen habe, 
habe nur eine bedingte Strafe erhalten, laufe frei herum. Ihm aber solle nun etwas 
angehängt werden. B. erklärte in ihrem Schlusswort, sie hoffe, dass den Ausführun-
gen ihres Verteidigers Glauben geschenkt werde. Warum werde einem Dieb ge-
glaubt, ihnen aber nicht? Bezüglich der Rechnung der I. AG habe sie einen Fehler 
gemacht, was sie eingestehe. 

Auf die weitere Begründung der Anträge, die weiteren Erläuterungen der Be-
rufungskläger anlässlich der Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgerichtsaus-
schuss Graubünden sowie die Ausführungen im angefochtenen Urteil wird, soweit 
erforderlich, im folgenden eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. a) Gegen Urteile der Bezirksgerichtsausschüsse können der Verur-
teilte und der Staatsanwalt beim Kantonsgerichtsausschuss Berufung erheben (Art. 
141 Abs. 1 StPO). Dazu ist die Berufung innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen 
Eröffnung des angefochtenen Entscheides einzureichen; sie ist zu begründen und 
hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides gerügt werden und 
ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 
StPO). Diesen Anforderungen vermag die vorliegende Berufung zu genügen. Auf 
die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist daher einzutreten.

b) Die Berufungskläger stellen zunächst den Antrag, es seien die Akten im 
Zusammenhang mit der Verurteilung von D. betreffend Betrugsversuch aus den vor-
liegenden Akten zu entfernen. Zur Begründung führen sie an, dass insbesondere 
das Strafmandat gegen D. der Staatsanwaltschaft Graubünden einzig dazu dienen 
würde, Stimmung gegen die Berufungskläger zu machen. Auch wenn sich die Be-

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triebe von D. und A. unter dem gleichen Dach befinden würden und die Täterschaft 
in beiden Fällen die gleiche gewesen sei, gehe es nicht an, die Berufungskläger 
durch die Akten aus dem Strafverfahren gegen D. in ein schlechtes Licht zu rücken. 
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, warum die Verurteilung von 
D. die Berufungskläger in ein schlechtes Licht rücken sollte, denn zum einen wird in 
den Akten aus dem Verfahren gegen D. weder auf das vorliegende Verfahren Bezug 
genommen noch werden das vorliegende Verfahren oder die Berufungskläger auch 
nur erwähnt. Zum andern ist offensichtlich und es benötigt keiner weiteren Aus-
führungen, dass aus der Tatsache, wonach D. zugestandenermassen gegenüber 
seiner Versicherungsgesellschaft falsche Angaben bezüglich der in der Nacht auf 
den 23. Februar 2000 gestohlenen Gegenstände gemacht hat, überhaupt nichts zu 
Gunsten oder zu Lasten der Berufungskläger abgeleitet werden kann. Insbesondere 
kann daraus augenscheinlich nicht geschlossen werden, die Berufungskläger hät-
ten ihrerseits in betrügerischer Absicht falsche Angaben gegenüber ihrer Versiche-
rungsgesellschaft gemacht. Ob und auf welche Weise D. sich strafbar gemacht hat, 
ist für das vorliegende Verfahren völlig belanglos. Was jedoch Beachtung findet, ist 
die Tatsache, dass G. und H. im Verfahren gegen D., in dem es ebenso um die 
Ereignisse in der Nacht auf den 23. Februar 2000 ging wie vorliegend, offensichtlich 
wahrheitsgemäss ausgesagt haben. Diese Tatsache ist nämlich einer von mehreren 
Punkten bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussagen von G. und H. im 
vorliegenden Verfahren. Die Staatsanwaltschaft Graubünden führt daher in ihrer 
Vernehmlassung vom 22. Juli 2003 völlig zu recht aus, dass die unbestrittenermas-
sen zutreffenden Aussagen von G. und H. im Fall D. ein Indiz dafür seien, dass G. 
auch im vorliegenden Strafverfahren wahrheitsgemäss ausgesagt habe. Dies sei 
auch der Grund, weshalb die Akten aus dem Fall D. vorliegend beigezogen worden 
seien. Entgegen der Auffassung der Berufungskläger dienen somit die Akten im Zu-
sammenhang mit der Verurteilung von D. in keiner Weise dazu, gegen die Beru-
fungskläger in irgendeiner Weise Stimmung zu machen. Sie dienen vielmehr der 
Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussagen von G. und H. und von deren Glaub-
würdigkeit. Der Antrag der Berufungskläger auf Entfernung dieser Akten wird daher 
abgelehnt.

c) Im weiteren beantragen die Berufungskläger die Einvernahme von E. als 
Zeuge. Zur Begründung führen sie an, die Sturmschäden in U. seien von einer der 
Firmen von E. behoben worden. Weder der Untersuchungsrichter noch die Vorin-
stanz hätten diesen Umstand genügend abgeklärt. Trotzdem erachte es die Vorin-
stanz als erwiesen, dass diese Arbeiten nicht von einer Drittfirma erbracht worden 
seien. Der Vorwurf und die Verurteilung wegen Betrugsversuchs im Zusammen-

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hang mit der Geltendmachung der Kosten der Sturmschäden in U. würden aber so 
schwer wiegen, dass sie als Berufungskläger ein Anrecht darauf hätten, dass E. als 
Entlastungszeuge einvernommen und die Darstellung des Sachverhaltes mit Bezug 
auf die Drittarbeiten an der Baustelle in U. rechtsgenüglich abgeklärt werde. Wie 
sich aus den Akten ergibt, haben die Berufungskläger erstmals mit Schreiben vom 
24. September 2002 durch ihren Anwalt geltend machen lassen, die Sturmschäden 
in U. seien durch die Firma L. Ges. m. b. H. behoben worden. Als Beweis für ihre 
Aussage haben sie eine Rechnung dieser Firma vom 31. Dezember 1999 vorgelegt. 
Der Untersuchungsrichter hat daraufhin ein Rechtshilfegesuch an das Bezirksge-
richt Bregenz gestellt, worin er um Abklärung der Echtheit und der Begründetheit 
der von den Berufungsklägern eingereichten Rechnung bat. Im Rahmen dieser Ab-
klärungen wurde E. offensichtlich von der österreichischen Gendarmerie befragt, 
wie sich aus dem Erledigungsbericht des Gendarmeriepostens Sulz (act. 6.15) er-
gibt. Darin werden die Aussagen von E. gegenüber der Gendarmerie vom schrei-
benden Polizisten jedoch in eigenen Worten zusammengefasst. Eine schriftliche 
Einvernahme von E. fehlt. Aufgrund der Aktenlage ist somit davon auszugehen, 
dass E. lediglich von der Polizei informell und mündlich befragt worden ist. Er hat 
bis anhin nicht als formeller Zeuge ausgesagt. Die Vorinstanz lehnte die Einver-
nahme von E. mit der Begründung ab, seine Aussage vermöge nichts daran zu än-
dern, dass die Berufungskläger in arglistiger Weise eine Rechnung auf dem Brief-
papier der I. AG erstellt und der Versicherung übermittelt hätten. Dabei übersieht 
die Vorinstanz jedoch, dass E. zwar nichts zur Frage einer möglichen Urkundenfäl-
schung aussagen kann, seine Aussage jedoch zentral ist für die Beantwortung der 
Frage, ob der Sturmschaden in U. tatsächlich von einer Drittfirma behoben worden 
ist, wie es die Berufungskläger geltend machen. Falls diese Frage bejaht werden 
muss, kann den Berufungsklägern bezüglich der Geltendmachung der Kosten der 
Sturmschäden in U. kein Betrug vorgeworfen werden, da der Versicherung unter 
diesen Umständen kein Schaden entstanden wäre. Die Aussage von E. ist daher 
sehr wichtig. Daran vermag auch die Tatsache nichts zu ändern, dass die L. Ges. 
m. b. H. gemäss Aktenlage zu Beginn des Jahres 1999 ihre Tätigkeit eingestellt hat 
und in der Zwischenzeit Konkurs gegangen ist. Denn bei den Akten findet sich eine 
schriftliche Bestätigung der M. Ges. m. b. H., dass sie die Zahlung der Firma K. für 
den Aufwand zur Behebung des Schadens in U. erhalten habe. E. besitzt oder be-
sass offensichtlich zumindest zwei Firmen, deren Namen sich sehr stark ähnlich 
sind. Gemäss Aktenlage ist nun aber nicht geklärt, warum die eine Firma die Rech-
nung erstellt, die andere Firma jedoch die Zahlung entgegen genommen hat. Es ist 
daher die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen, dass, wenn eine Firma von E. 
tatsächlich die Sturmschäden in U. behoben haben sollte, diese Arbeiten auch von 

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der M. Ges. m. b. H. durchgeführt worden sein könnten, da diese Firma offensicht-
lich die Zahlung entgegen genommen hat. Unter diesen Umständen erachtete es 
der Kantonsgerichtsausschuss als geboten, dem Antrag der Berufungskläger auf 
Einvernahme von E. als Zeuge statt zu geben. Da die Untersuchung neben der Ein-
vernahme von E. jedoch keiner weiteren Ergänzung bedarf und E. sich zur Verfü-
gung des Gerichtes hielt, nahm der Kantonsgerichtsausschuss die Zeugenbefra-
gung anlässlich der Hauptverhandlung selbst vor.

2. Die Staatsanwaltschaft Graubünden wirft den Berufungsklägern vor, 
sie hätten nach dem Einbruch vom 23. Februar 2000 in das Geschäft von A. der 
Versicherung gegenüber einen zu hohen Schaden angegeben. Im weiteren hätten 
die Berufungskläger bezüglich eines Sturmschadens in U. der Versicherung eine 
gefälschte Rechnung eingereicht sowie geltend gemacht, der Schaden in U. sei von 
einer Drittfirma behoben worden, obwohl dies nicht den Tatsachen entsprochen 
habe. Die Berufungskläger bestreiten diese Sachverhalte. Es stellt sich somit vor-
liegend zunächst die Frage, ob in den Akten genügend Anhaltspunkte dafür zu fin-
den sind, dass die Berufungskläger die ihnen zur Last gelegten Straftatbestände 
begangen haben, oder nicht. 

a) Es ist Aufgabe des Gerichtes, die materielle Wahrheit bezüglich der Sach-
verhalte zu ermitteln, die Gegenstand des Verfahrens bilden. Dabei hat das Gericht 
die vorhandenen Beweise zu würdigen. Bei der Würdigung der Beweismittel ent-
scheidet das Gericht nach Art. 144 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 
StPO auch im Berufungsverfahren nach freier Überzeugung (vgl. Schmid, Strafpro-
zessrecht, 3. Auflage, Zürich 1997, N 286). Die Beweislast für die dem Angeklagten 
zur Last gelegte Tat liegt dabei grundsätzlich beim Staat (Padrutt, Kommentar zur 
Strafprozessordnung des Kantons Graubünden [StPO], 2. Auflage, Chur 1996, S. 
306). An den Beweis der zur Last gelegten Tat sind hohe Anforderungen zu stellen. 
Verlangt wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Be-
weis der Täterschaft. Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK flies-
senden Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ darf sich der Sachrichter jedoch 
nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes über-
zeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sach-
verhalt so verwirklicht hat, oder mit anderen Worten Zweifel an den tatsächlichen 
Voraussetzungen für ein verurteilendes Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 87 f.). 
Bloss theoretische Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil solche immer 
möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich 
vielmehr um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst 

13

um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 120 Ia 37). 
Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung an Beweisregeln die an sich möglichen 
Zweifel zu überwinden und sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt 
zu entscheiden, wobei die Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollzieh-
bar sein muss. Die Schuld des Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Be-
weise und Indizien stützen, die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu 
beseitigen vermögen (vgl. PKG 1987 Nr. 12; Padrutt, a.a.O., S. 307; Schmid, a.a.O., 
N 289). Die allgemeine Rechtsregel "in dubio pro reo" kommt im Übrigen nicht schon 
dann zur Anwendung, wenn Aussage gegen Aussage steht. Es ist vielmehr anhand 
sämtlicher sich aus den Akten ergebender Umstände zu untersuchen, ob die Dar-
stellung der Staatsanwaltschaft oder jene des Angeklagten den Richter zu überzeu-
gen vermag. Erst wenn eine solche Überzeugung weder in der einen noch in der 
anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz „in dubio pro reo“ 
der für den Angeklagten günstigere Sachverhalt angenommen werden (PKG 1978 
Nr. 31; Padrutt, a.a.O., S. 307). 

b) Zu den verschiedenen Beweismitteln ist auszuführen, dass der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet. Insbesondere sind die 
Aussagen von Zeugen, Auskunftspersonen und sogar Angeschuldigten vollgültige 
Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Bei der Würdigung der Beweise ist we-
niger die Form, als vielmehr der Gesamteindruck, das heisst die Art und Weise der 
Bekundung sowie die Überzeugungskraft entscheidend. Massgebend ist mit ande-
ren Worten allein die Beweiskraft der konkreten Beweismittel im Einzelfall (ZR 91/92 
1992/1993 Nr. 35; Hauser/Schweri, Schweizerisches Strafprozessrecht, 4. Auflage, 
Basel 1999, S. 269; Vogel, Die Auskunftsperson im Zürcher Strafprozessrecht, 
Diss., Zürich 1999, S. 2). Bei der Würdigung von Zeugenaussagen im Rahmen des 
Gerichtsverfahrens interessiert nicht in erster Linie die persönliche Glaubwürdigkeit 
eines Zeugen, sondern vielmehr die sachliche Glaubhaftigkeit seiner konkreten 
Aussage (vgl. Hauser, Der Zeugenbeweis im Strafprozess mit Berücksichtigung des 
Zivilprozesses, Zürich 1974, S. 311 ff.). Als Kennzeichen wahrheitsgetreuer Aussa-
gen sind dabei die innere Geschlossenheit und Folgerichtigkeit in der Darstellung 
des Geschehens sowie die konkrete und anschauliche Wiedergabe des Erlebten zu 
werten. Die Schilderung des Vorfalles in so charakteristischer Weise, wie sie nur 
von demjenigen zu erwarten ist, der den Vorfall selbst erlebt hat, ist ein weiteres 
Indiz für die Richtigkeit der Deposition. Für die Korrektheit einer Aussage spricht 
unter anderem die Konstanz in der Aussage bei verschiedenen Befragungen. Bei 
wahrheitswidrigen Bekundungen fehlen diese Kennzeichen regelmässig. Indizien 
für bewusst oder unbewusst falsche Aussagen sind Unstimmigkeiten oder grobe 

14

Widersprüche in den eigenen Aussagen, Zurücknahme, erhebliche Abschwächun-
gen oder Übersteigerungen im Verlaufe mehrerer Einvernahmen, unklare, ver-
schwommene oder ausweichende Antworten und gleichförmige, eingeübt wirkende 
Aussagen. Die Richtigkeit einer Deposition muss alsdann auf ihre Übereinstimmung 
mit den Lebenserfahrungen und dem Ergebnis der übrigen Beweiserhebungen ge-
prüft werden. Auch im System der Glaubwürdigkeitskriterien von Arntzen (Arnt-
zen/Michaelis-Arntzen, Psychologie der Zeugenaussage, System der Glaubwürdig-
keitsmerkmale, 3. Auflage, München 1993) steht an erster Stelle die Aussage 
selbst. Kriterien des glaubhaften Aussageinhalts sind der Grad der Detaillierung und 
der inhaltlichen Besonderheit sowie die Homogenität der Aussage. Die Glaubhaftig-
keit aus dem Verlauf der Aussageentwicklung ergibt sich aus der relativen Konstanz 
einer Aussage in zeitlich auseinanderliegenden Befragungen sowie die Ergänzbar-
keit der Deposition bei nachfolgenden Befragungen. Nacherlebende Gefühlsbeteili-
gung und ungesteuerte Aussageweise sprechen im Bereich der Aussageweise für 
einen hohen Wahrheitsgehalt. Der Grad der Objektivität ist schliesslich massgebend 
für den Grad der Glaubwürdigkeit, der sich aus dem Motivationsumfeld ergibt (vgl. 
Arntzen/Michaelis-Arntzen, a.a.O., S. 15 ff.).

3. In einem ersten Schritt sind die Ereignisse im Zusammenhang mit dem 
Einbruchdiebstahl in das Geschäft von A. in der Nacht auf den 23. Februar 2000 zu 
prüfen.

a) Zunächst stellt sich die Frage, ob die Berufungskläger nach dem Einbruch 
im Februar 2000 gegenüber der Versicherung mehr Gegenstände als gestohlen ge-
meldet haben, als tatsächlich entwendet worden sind. Dazu sind vorerst die Aussa-
gen der Berufungskläger zu gewichten. In der polizeilichen Einvernahme vom 24. 
Februar 2000 (act. 4.5) gab A. zu Protokoll, dass eine Schlagbohrmaschine inklu-
sive Ladegerät und Akku, zwei Digitalkameras, zwei Lasermessgeräte, ein Diktier-
gerät und ein Tresor mit ungefähr Fr. 36'000.-- Inhalt gestohlen worden seien. Den 
Tresor, der bereits vorhanden gewesen sei, habe er benutzt, weil durch den Umbau 
im Geschäft der grosse Tresor im normalen Büro nicht oder nur schwer habe be-
nutzt werden können. Es sei eine Übergangslösung gewesen. Der Umbau habe vor 
ca. drei Wochen begonnen und sei in ungefähr 1 ½ Monaten beendet. Bezüglich 
Marke etc. des Deliktsgutes befragt, sagte er unter anderem aus, der Tresor sei 
schon sehr alt gewesen, weshalb er die Marke nicht sagen könne. Das Schloss sei 
ein normales Zylinderschloss gewesen, wie ein Kaba-Schloss. Die Grösse des Tre-
sors sei ca. 50x40x40 cm gewesen. Innen hätte der Tresor ein Fach oben gehabt. 
In einer weiteren polizeilichen Einvernahme vom 8. November 2000 (act. 4.12) er-

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klärte A. unter anderem, im kleinen Tresor, der gestohlen worden sei, hätten sich 
Fr. 30'000.-- befunden. Das Geld sei dort ab und zu von ihm und von seiner Se-
kretärin B. deponiert worden. Er könne aber nicht mehr sagen, wann wie viel Geld 
in den Tresor gelegt oder aus dem Tresor genommen worden sei. Über das Geld 
werde aber von seiner Sekretärin ein Kassabuch geführt. Ein Teil des Geldes sei 
bestimmt auch Schwarzgeld gewesen. Er habe diesen Tresor einmal bei einer Auk-
tion ersteigert. Bei der polizeilichen Einvernahme vom 22. Mai 2002 (act. 4.15) gab 
A. zu Protokoll, dass es sich um einen braunfarbenen Tresor mit den Massen von 
ungefähr 80x60x45 cm gehandelt habe. Innen habe der Tresor wohl eine andere, 
helle Farbe gehabt. Soweit er sich noch erinnern könne, habe der Tresor innen 
keine weiteren Unterteilungen gehabt. Der Tresor habe mit einem Schlüssel geöff-
net werden müssen. Er glaube, dass es sich dabei um einen Bartschlüssel gehan-
delt habe. Zu sagen sei, dass seine Sekretärin B. und er je einen Schlüssel zu die-
sem Tresor gehabt hätten. Vorwiegend habe er dort Geld versorgt. Es habe jedoch 
auch Geschäftsakten darin gehabt. Da er ab und zu Schwarzgeld in den Tresor 
gelegt habe, sei kein Buch über den im Tresor befindlichen Geldbetrag geführt wor-
den. Es dürften aber zwischen Fr. 20'000.-- und Fr. 30'000.-- darin gewesen sein. 
Es habe sich beim Tresor um ein älteres Model gehandelt, welches er, so glaube 
er, durch ein Inserat in der "Tierwelt" oder in der "Fundgrueb" gefunden habe. In der 
untersuchungsrichterlichen Schlusseinvernahme vom 19. August 2002 (act. 1.3) 
sagte A. schliesslich aus, dass er hinter dem Deliktsgutverzeichnis stehe und über-
zeugt sei, dass G. und H. alle diese Gegenstände gestohlen hätten. Zu den Wider-
sprüchen in seinen Aussagen bezüglich des Tresors führte er aus, dass er zwei 
Jahre nach dem Einbruch sich nicht mehr an alle Details habe erinnern können. Er 
habe den Tresor auch nicht häufig gebraucht und ihn nur während der Umbauphase 
im Geschäft benutzt. In Bezug auf den Erwerb des Tresors halte er fest, dass er 
diesen aufgrund eines Inserates in der "Tierwelt" gekauft habe. Auf Ergänzungs-
frage von Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill hielt A. fest, er habe den Tresor ca. drei 
oder vier Mal selbst geöffnet, um etwas hinein zu legen oder heraus zu nehmen. 
Sie hätten nur einen Schlüssel gehabt, den die Sekretärin jeweils aus der Büro-
schublade habe nehmen müssen, wenn sie den Tresor habe bedienen wollen. Er 
habe den Tresor in der Zeitspanne von acht bis zwölf Monaten drei oder vier Mal 
persönlich bedient. Der grosse Tresor stehe in der Halle, übrigens schon vor dem 
Umbau, da er wegen seiner Grösse nicht ins Büro habe genommen werden können. 
In der Halle habe jedermann in den Tresor hineinsehen können, wenn er offen ge-
wesen sei. Er habe das Schwarzgeld separat aufbewahren wollen. Zu diesem 
Zweck habe er den kleinen Tresor gekauft, den er im Büro versteckt habe. Wann er 
diesen Tresor gekauft habe, wisse er nicht mehr. Er besitze neben dem grossen 

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Tresor im Geschäft und dem gestohlenen kleinen Tresor noch einen Tresor zu 
Hause, welchen er allerdings beim Umzug verkauft habe. Er könne sich bei diesem 
nicht mehr erinnern, ob dieser unterteilt gewesen sei. Er wisse aber mit Sicherheit, 
dass dieser einen Bartschlüssel gehabt habe. B. ihrerseits sagte gegenüber der Po-
lizei am 8. November 2000 unter anderem aus (act. 4.13), sie hätte erst am Abend 
des 23. Februar 2000 festgestellt, dass eingebrochen worden sei. Da wegen dem 
Umbau ein Durcheinander geherrscht habe, hätten sie nicht sofort feststellen kön-
nen, was gefehlt habe. Sie habe dies daher in den darauf folgenden Tagen mit A. 
besprochen. Der Tresor mit dem Geld sei entwendet worden. Darin hätten sich Fr. 
30'000.-- bis Fr. 35'000.-- befunden. Sie führe die Buchhaltung vom gesamten Geld-
verkehr. Speziell über das Geld im Tresor werde kein separates Kassabuch geführt. 
Den Tresorschlüssel besitze nur der Chef. Der Chef hebe jeweils Geld ab und lege 
dieses in den Tresor oder er entnehme dem Tresor Geld. Sie könne nicht genau 
sagen, wie viel Geld sich jeweils im Tresor befinde. Wenn der Chef ihr den Tresor-
schlüssel übergebe, könne sie selber Geld aus dem Tresor nehmen oder hineinle-
gen. Sie könne auch nicht sagen, warum so viel Geld in dem Tresor gewesen sei. 
Sie wisse im weiteren nicht, woher der Tresor stamme. Es existiere auch keine In-
ventarliste. Auf den Betrag von Fr. 36'000.-- seien sie gekommen, weil der Chef 
wisse, wie viel Geld sich im Tresor befunden habe. Sie selbst könne sich wegen 
des Durcheinanders, das geherrscht habe, nicht mehr daran erinnern. Es sei ein 
kleiner Tresor gewesen, etwa 50 cm hoch. Es habe nie jemand sonst den Tresor 
gesehen. Zum Deliktsgutverzeichnis befragt bestätigte sie, dass die aufgeführten 
Gegenstände weg seien. Sie habe sie vor dem Einbruchdiebstahl alle gesehen, 
nachher habe sie die Sachen nie mehr gesehen. Wenn die Täterschaft die Ge-
genstände nicht mitgenommen habe, warum seien diese denn nicht mehr da? Sie 
könne nicht glauben, dass ihr Chef die Dinge habe verschwinden lassen. Sie könne 
keine weiteren Aussagen mehr machen, weil sie nicht mehr wisse. Etwas sei aber 
schon merkwürdig an der ganzen Sache. In der untersuchungsrichterlichen Einver-
nahme vom 22. Mai 2002 (act. 4.16) führte B. schliesslich unter anderem aus, dass 
der Tresor ca. 50 - 60 cm hoch gewesen sei. Sie wisse keine Details mehr zu diesem 
Tresor. Sie wisse nicht mehr, welche Farbe der Tresor gehabt habe oder ob er innen 
in Fächer unterteilt gewesen sei. Man habe den Tresor mit einem Schlüssel öffnen 
müssen. Sie sei aber nicht mehr in der Lage, den Schlüssel zu beschreiben. Sie 
wisse nicht mehr, ob es sich um einen Doppelbartschlüssel gehandelt habe. Ihr 
Chef habe in der Regel den Schlüssel gehabt. Sie habe den Schlüssel jeweils bei 
ihrem Chef holen müssen, wenn sie etwas aus dem Tresor habe holen oder hinein 
legen wollen. Sie habe keinen Überblick über den Inhalt des Tresors, habe auch 
kein Kassabuch geführt. Sie wisse nicht mehr, ob A. den Tresor schon lange beses-

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sen habe. Sie habe auch keine Ahnung, wie A. in den Besitz des Tresors gelangt 
sei. - Die Aussagen von A. und B. sind sehr widersprüchlich. Zunächst widerspricht 
sich A. selbst bezüglich des angeblich entwendeten Tresors. Er beziffert den nach 
seinen Aussagen darin verwahrten Geldbetrag in jeder Einvernahme unterschied-
lich, obwohl es sich dabei um einen namhaften Betrag gehandelt haben soll, dessen 
Verschwinden die Firma K. finanziell sicher gespürt hätte. In der einen Einvernahme 
von A. hatte der Tresor ein Zylinderschloss, wie ein Kaba-Schloss, in einer anderen 
Einvernahme aber gab A. an, es sei ein Bartschlüssel notwendig gewesen, um den 
Tresor zu öffnen. Einmal sagte A. sehr bestimmt aus, es sei ein Kassabuch über 
die Geldbeträge im Tresor geführt worden, wobei ein Teil des Geldes im Tresor 
bestimmt Schwarzgeld gewesen sei. In der nächsten Einvernahme verneinte er, 
dass Buch über die Geldbeträge geführt worden sei, da es sich um Schwarzgeld 
gehandelt habe. Nachdem A. im weiteren ausgesagt hatte, er habe den Tresor an 
einer Auktion erstanden, führte er ein andermal aus, er habe den Tresor über ein 
Inserat gefunden. Schliesslich gab er das eine Mal an, seine Sekretärin und er hät-
ten je einen Schlüssel zum Tresor gehabt. In der nächsten Einvernahme gab er aber 
zu Protokoll, es habe nur einen Schlüssel gegeben, der sich in einer Büroschublade 
befunden habe. Auch die Grösse des Tresors ändert sich in den Einvernahmen mar-
kant. Dies obwohl A. den Tresor selbst erworben haben will und ihn nach eigenen 
Angaben auch persönlich bedient hat. Schliesslich widerspricht sich A. auch bezüg-
lich der Dauer, in der der angeblich gestohlene Tresor in Gebrauch gewesen sein 
soll. In der untersuchungsrichterlichen Schlusseinvernahme gab er zunächst an, 
dass der Tresor nur während des Umbaus benutzt worden sei. Am 24. Februar 2000 
hatte er ausgesagt, dass der Umbau vor dem Einbruchdiebstahl bereits ungefähr 
drei Wochen gedauert habe. Aufgrund dieser beiden Aussagen wäre somit davon 
auszugehen, dass der Tresor ungefähr drei Wochen lang benutzt worden ist. In der 
untersuchungsrichterlichen Schlusseinvernahme gab A. an einer anderen Stelle je-
doch zu Protokoll, er habe den Tresor insgesamt etwa drei- bis viermal persönlich 
geöffnet, um etwas hinein zu legen oder heraus zu nehmen, und das über einen 
Zeitraum von acht bis zwölf Monaten. Diese Aussage legt den Schluss nahe, dass 
der Tresor über einen längeren Zeitraum benutzt worden ist und nicht nur während 
der drei Wochen, die der Umbau im Zeitpunkt des Einbruchdiebstahls bereits an-
dauerte. Die Aussagen können daher nicht in Übereinstimmung gebracht werden. 
Ebenso hat A. in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme ausgesagt, jeder-
mann habe in den grossen Tresor in der Halle hineinsehen können, wenn der geöff-
net gewesen sei. Er habe das Schwarzgeld separat aufbewahren wollen, und dazu 
habe er den angeblich gestohlenen Tresor benutzt. In der Einvernahme vom 8. No-
vember 2000 hatte A. jedoch zu Protokoll gegeben, dass lediglich ein Teil des Geld-

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betrages im angeblich gestohlenen Tresor Schwarzgeld gewesen sei. Auch diese 
Aussagen widersprechen sich. Diese zahlreichen Abweichungen in den Aussagen 
sind erheblich und lassen sich nicht allein mit dem Zeitablauf erklären. Insbesondere 
steht dem entgegen, dass es sich bei den Unstimmigkeiten nicht einfach um klei-
nere Ungenauigkeiten handelt. Vielmehr hat A. in den verschiedenen Einvernah-
men mehrfach genau das Gegenteil behauptet von dem, was er selbst bereits früh-
rer ausgesagt hatte. Diese Widersprüche und Unstimmigkeiten führen zu erhebli-
chen Zweifeln an den Aussagen von A.. Im weiteren widersprechen sich auch die 
Aussagen der beiden Berufungskläger. Dies ist besonders augenfällig bezüglich der 
Fragen, ob ein Kassabuch über den im Tresor befindlichen Betrag geführt worden 
ist, wie viele Schlüssel zum Tresor vorhanden waren und wer einen solchen Schlüs-
sel besessen hat. So führte A. am 8. November 2000 sehr bestimmt aus, über das 
Geld im Tresor sei ein Kassabuch geführt worden. Am selben Tag sagte B. aus, 
speziell über das Geld im Tresor sei kein separates Kassabuch geführt worden. In 
der nächstfolgenden Einvernahme von A. am 22. Mai 2002 sagte auch er aus, es 
sei kein Buch geführt worden, da es sich um Schwarzgeld gehandelt habe. In der 
Einvernahme vom 22. Mai 2002 gab A. zu Protokoll, er und seine Sekretärin hätten 
je einen Schlüssel zu diesem Tresor gehabt. B. hingegen sagte in ihrer Einver-
nahme am 22. Mai 2002 aus, dass ihr Chef in der Regel den Schlüssel gehabt habe 
und dass sie den Schlüssel beim Chef habe holen müssen, wenn sie etwas aus 
dem Tresor habe holen wollen. In der Schlusseinvernahme vom 19. August 2002 
führte dann auch A. an, dass es nur einen Tresorschlüssel gegeben habe, der sich 
in einer Büroschublade befunden habe. Diese Widersprüche und Abweichungen in 
den Aussagen der Berufungskläger begründen ernsthafte Zweifel am Wahrheitsge-
halt ihrer Aussagen. Kommt hinzu, dass die Aussagen von B., sie könne sich nicht 
mehr an die Farbe des Tresors oder den Schlüssel zum Tresor erinnern, sehr un-
glaubhaft erscheinen, selbst wenn sie mehr als zwei Jahre nach dem Einbruchdieb-
stahl erfolgten, denn offensichtlich hat B. den Tresor mehrfach selbst bedient. 
Ebenso unglaubhaft erscheint ihre Aussage, sie wisse nicht mehr, ob der Tresor 
schon lange vorhanden gewesen sei oder nicht, denn B. hat vor dem Einbruchdieb-
stahl bereits sechs Jahre in der Firma K. gearbeitet, führt dort die gesamten admi-
nistrativen Arbeiten, besitzt Prokura mit Einzelunterschrift und ist gemäss Aussage 
von A. seine rechte Hand (vgl. polizeiliche Einvernahme vom 25. Oktober 2001, act.. 
6.2, S. 1 unten). Sie ist zweifellos über die Geschäftsaktivitäten bestens im Bilde. 
Schliesslich spricht auch der Umstand, dass keine Inventarliste und vor allem auch 
nicht alle Kaufbelege für die als gestohlen gemeldeten Gegenstände vorhanden wa-
ren, obwohl die Firma K. buchführungspflichtig ist, gegen die Glaubhaftigkeit der 
Aussagen von A. und B.. In den Akten sind jedenfalls nur für einige der gestohlen 

19

gemeldeten Gegenstände (teilweise unleserliche) Quittungen vorhanden (vgl. act. 
4.14). Gegen die Schilderung der Berufungskläger spricht auch, dass G. und H., die 
den Einbruchdiebstahl begangen hatten, ausgesagt haben, sie hätten weder den 
kleinen Tresor noch die anderen Gegenstände gestohlen. Bei dieser Aussage blie-
ben sie während der gesamten Untersuchung, obwohl sie mehrmals befragt und 
auch mit den Angaben der Berufungskläger konfrontiert wurden. Es konnten 
gemäss Aktenlage auch keine der Gegenstände bei ihnen aufgefunden werden, die 
A. und B. als gestohlen gemeldet hatten. Dies, obwohl die Wasserwaage, die G. 
anlässlich des Einbruchdiebstahls vom 23. Februar 2000 aus einem Fahrzeug der 
Firma von D. mitgenommen hatte, nach der Festnahme von G. und H. von der Po-
lizei hatte aufgefunden werden können und auch die Bohrmaschine, welche G. vom 
selben Fahrzeug entwendet hatte, gemäss Angaben von G. nicht verkauft worden, 
sondern verloren gegangen war. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass G. und H. 
bezüglich der gestohlenen Gegenstände völlig übereinstimmende Aussagen mach-
ten. Eine Absprache zwischen G. und H. ist aber äusserst unwahrscheinlich, da sie 
erst im September 2000 einvernommen wurden, das heisst mehr als sieben Monate 
nach der Tat, und weil die Einvernahmen getrennt erfolgten. Dass es sich bei der 
Aussage von G. um eine Retourkutsche handeln könnte, wie dies die Berufungsklä-
ger geltend machen, ist praktisch auszuschliessen. Denn G. wusste zu Beginn sei-
ner Einvernahmen offensichtlich noch gar nicht, ob die Berufungskläger den Ein-
bruchdiebstahl der Polizei und/oder der Versicherung überhaupt angezeigt hatten. 
Deswegen konnte er auch nicht zum Vornherein wissen, dass er A. mit seiner Aus-
sage in irgendeiner Weise in Schwierigkeiten bringen würde. Auch wäre es vollkom-
men unverständlich, dass G. den Diebstahl der Bohrmaschine und der Wasser-
waage zugeben sollte, die er ja auch im Besitz von A. wähnte, wenn er A. tatsächlich 
etwas hätte anhängen wollen. Es sind somit überhaupt keine Hinweise zu finden, 
die die Annahme der Berufungskläger, es handle sich bei der Aussage von G. um 
eine Retourkutsche, stützen würden. Allein aus der Tatsache, dass das Arbeitsver-
hältnis zwischen G. und A. im Streit aufgelöst worden ist, kann zweifellos nicht ge-
schlossen werden, G. habe zu Ungunsten von A. falsch ausgesagt. Schliesslich hat 
G. im Verfahren gegen D. bezüglich der entwendeten Gegenstände anerkannter-
massen die Wahrheit gesagt. Der Kantonsgerichtsausschuss gelangt aufgrund der 
erwähnten Umstände, insbesondere aufgrund der gravierenden Unstimmigkeiten in 
den Aussagen der Berufungskläger, zum Schluss, dass die von den Berufungsklä-
gern gegenüber der Versicherung als gestohlen gemeldeten Gegenstände nicht 
beim Einbruchdiebstahl in der Nacht auf den 23. Februar 2000 abhanden gekom-
men sind. 

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b) Im Zusammenhang mit dem Einbruchdiebstahl vom 23. Februar 2000 ha-
ben die Berufungskläger der Versicherung gegenüber im weiteren einen Sachscha-
den am Rolltor geltend gemacht. Dieser ist gemäss Angaben von A. anlässlich der 
polizeilichen Befragung vom 8. November 2000 (act. 4.12, S. 2 unten) sowie an-
lässlich der Befragung vor dem Kantonsgerichtsausschuss dadurch entstanden, 
dass G. zunächst versucht hat, mit den Gabeln eines Gabelstaplers unten links un-
ter das Rolltor zu gelangen, um es dann anzuheben und damit zu öffnen. Es geht 
daher vorliegend einzig um die Beschädigungen unten links am Rolltor. In der Ein-
vernahme vom 8. September 2000 (act. 4.6) sagte G. aus, er habe mit einem 
Schraubenzieher und einem Brecheisen die Eingangstüre zur Werkhalle aufgehe-
belt, um so ins Gebäude zu gelangen. H. ihrerseits erklärte am 21. September 2000 
(act. 4.8), dass G. seitlich am Gebäude eine Tür aufgebrochen habe. Weitere Aus-
führungen bezüglich der Art, wie G. in das Gebäude eingedrungen ist, haben die 
Täter nicht gemacht. Sie wurden dazu jedoch auch nicht speziell befragt. Insbeson-
dere wurde ihnen die Beschädigung am Rolltor nicht vorgehalten. Sie haben sich 
somit zum Vorwurf, dass G. zunächst versucht habe, mit einem Gabelstapler das 
Rolltor anzuheben und damit zu öffnen, gar nicht geäussert. Aufgrund allgemeiner 
Überlegungen erscheint es im weiteren jedoch nicht sehr sinnvoll, mit einem Gabel-
stapler das Rolltor öffnen zu wollen, wenn daneben eine Türe leicht aufgehebelt 
werden kann. Denn ohne Zweifel wäre das Vorgehen mit einem Gabelstapler im 
Vergleich zum Eindringen durch die Türe sehr viel zeitaufwändiger und lärmintensi-
ver, was Einbrecher bekanntermassen beides tunlichst zu vermeiden suchen. Auch 
der Umstand, dass die Berufungskläger den Schaden am Rolltor, der nach ihrer 
Darstellung das Öffnen und Schliessen des Tores stark beeinträchtigte, somit leicht 
festzustellen war, nicht bereits bei der polizeilichen Tatbestandsaufnahme am 23. 
Februar 2000 angaben, überrascht. Die Berufungskläger machen diesbezüglich 
geltend, bei der Tatbestandsaufnahme sei nur B. anwesend gewesen, die den 
Schaden als Sekretärin nicht habe feststellen können. Andererseits steht fest, dass 
am 23. Februar 2000 ein Schaden am Rolltor bestand, wie die Fotoaufnahme der 
Polizei (act. 5.2, S. 1) zeigt. Auf der Fotoaufnahme sind zwei markante Dellen unten 
links am Rolltor zu erkennen. Diese können durchaus von den Gabeln eines Gabel-
staplers stammen. A. hat bezüglich des Schadens am Rolltor am 22. Mai 2000 (act. 
5.6) ausgesagt, er könne nicht mit Sicherheit sagen, dass das Tor vor dem Einbruch 
nicht beschädigt gewesen sei. Er habe seine Mitarbeiter gefragt und diese hätten 
verneint, dass jemand von ihnen das Rolltor beschädigt habe. So habe er ange-
nommen, dass die Beschädigung vom Einbruch her stamme. Er könne mit Sicher-
heit sagen, dass dieser markante Punkt (die Fotoaufnahme wird ihm gezeigt) vor 
dem Einbruch nicht da gewesen sei. [Leider hat es der einvernehmende Polizist 

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versäumt, die genaue Position dieses markanten Punktes ins Protokoll aufzuneh-
men.] Da das Gebäude aber gerade im Umbau gewesen sei, könne der Schaden 
auch von einer Fremdfirma verursacht worden sein. Auf den Vorhalt, dass das Roll-
tor gemäss Augenschein vom 22. Mai 2000 in einem bedenklichen Zustand sei und 
nach Auffassung des einvernehmenden Polizisten verschiedene Kollisionen mit 
Hubstaplern von innen und von aussen stattgefunden hätten, erklärte A., es treffe 
zu, dass verschiedene seiner Mitarbeiter und auch er selbst in das Tor gefahren 
seien. Anlässlich der Befragung vor Schranken des Kantonsgerichtsausschusses 
führte A. aus, er habe mit dieser Aussage gemeint, dass Mitarbeiter von ihm schon 
in die Umrandung hineingefahren seien. Denn wenn man mit dem Gabelstapler in 
die Halle fahre, sei das Rolltor ja jeweils offen. B. erklärte gegenüber der Polizei 
(act. 5.7) sowie gegenüber dem Untersuchungsrichter (act. 5.9), dass sie die Be-
schädigung am Rolltor nicht selbst bemerkt habe, sondern von A. darauf aufmerk-
sam gemacht worden sei. Dieser habe ihr auch gesagt, dass die Beschädigung vom 
Einbruch her stamme. Die Berufungskläger machen somit geltend, dass der Sach-
schaden am Rolltor im Rahmen des Einbruchdiebstahls entstanden sei. Die Be-
schädigungen am Rolltor unten links können, wie bereits ausgeführt, von den Ga-
beln eines Gabelstaplers stammen. Dies bedeutet jedoch, dass der Gabelstapler 
vorwärts und mit den Gabeln praktisch am Boden auf das Tor zugefahren sein 
muss. Es erscheint aufgrund allgemeiner Überlegungen tatsächlich recht unwahr-
scheinlich, dass jemand, der im Rahmen von Arbeitsabläufen in die Halle gelangen 
will oder mit Rangierarbeiten auf dem Hof beschäftigt ist, mit dem Gabelstapler vor-
wärts auf das geschlossene Rolltor zu und sogar recht kräftig ins geschlossene Tor 
hineinfährt. Dies spricht dafür, dass die Beschädigungen am Rolltor tatsächlich vom 
Einbruchdiebstahl her stammen. Dem steht die Aussage von A., dass seine Mitar-
beiter und auch er verschiedentlich in das Tor gefahren seien, nicht entgegen. Denn 
zum einen hat er diese Aussage am 22. Mai 2002 gemacht auf den Vorhalt hin, 
dass das Rolltor gemäss einem Augenschein vom 22. Mai 2002 Beschädigungen 
aufweise, die von Kollisionen mit Hubstaplern von innen und von aussen stammen 
könnten. Seine Aussage bezieht sich daher auf Beschädigungen, die am 22. Mai 
2002 vorhanden waren, also mehr als zwei Jahre nach dem Einbruchdiebstahl. Es 
ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Beschädigungen, die am 22. Mai 2002 
allenfalls vorhanden waren, erst nach dem Einbruchdiebstahl entstanden sein kön-
nen. Aus der Aussage von A. kann daher nicht geschlossen werden, er und seine 
Mitarbeiter seien schon vor dem Einbruchdiebstahl verschiedentlich in das Rolltor 
gefahren und hätten dabei den Schaden unten links verursacht. Zum andern hat A. 
seine Aussage anlässlich der Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgerichtsaus-
schuss präzisiert. Schliesslich ist noch darauf hinzuweisen, dass die Versicherungs-

22

gesellschaft eine Offerte für die Reparatur des Rolltores verlangte. Dabei ging es 
jedoch nicht um die Frage, ob die Beschädigungen tatsächlich beim Einbruchdieb-
stahl entstanden waren, sondern darum, ob ein Totalschaden vorlag, wie ihn die 
Berufungskläger geltend machten. Aus der Tatsache, dass keine solche Offerte auf-
gefunden werden konnte und nicht klar ist, ob und allenfalls bei wem die Berufungs-
kläger eine Begutachtung des Schadens machen liessen, kann daher nichts für die 
Beantwortung der Frage abgeleitet werden, wann der Sachschaden am Rolltor ent-
standen ist. Damit steht fest, dass zum einen G. und H. angegeben haben, G. habe 
lediglich die Türe aufgebrochen, um in das Gebäude zu gelangen. Es erscheint 
auch nicht sehr sinnvoll, bei einem Einbruchdiebstahl mit einem Gabelstapler ein 
Rolltor öffnen zu wollen, wenn daneben eine Türe leicht aufgehebelt werden kann, 
da das Vorgehen mit dem Gabelstapler zeitaufwändig und lärmintensiv ist. Zum an-
dern haben die Berufungskläger aber angegeben, dass der Schaden am Rolltor un-
ten links beim Einbruchdiebstahl entstanden sei. Es erscheint im weiteren sehr un-
wahrscheinlich, dass jemand bei der Arbeit vorwärts auf das geschlossene Rolltor 
zu und in dieses hineinfährt. Der Kantonsgerichtsausschuss vermag unter diesen 
Umständen weder in die eine noch in die andere Richtung eine Überzeugung zu 
gewinnen. Gemäss dem Grundsatz „in dubio pro reo“ ist daher vorliegend vom für 
die Berufungskläger günstigeren Sachverhalt auszugehen, nämlich davon, dass die 
Möglichkeit besteht, wonach die Schäden am Rolltor unten links beim Einbruchdieb-
stahl in der Nacht auf den 23. Februar 2000 entstanden sind. 

4. In einem weiteren Schritt sind nun die Ereignisse im Zusammenhang 
mit dem Sturmschaden in U. zu klären.

a) Es stellt sich zunächst die Frage, ob es sich bei der von den Berufungs-
klägern der Versicherung eingereichten Rechnung der Firma I. AG (act. 6.6) um 
eine gefälschte Rechnung handelt. Bei dieser Rechnung fällt im Vergleich zu einer 
Originalrechnung der Firma I. AG (act. 6.7) auf, dass das Firmenlogo viel weiter 
links auf dem Blatt platziert ist. Des weiteren erscheint der Text der eingereichten 
Rechnung nicht in der Flucht des Firmenlogos, wie es aber bei der Originalrechnung 
zu finden ist, sondern nach rechts versetzt. Es fehlt bei der eingereichten Rechnung 
der Hinweis auf den Sachbearbeiter. Schliesslich ist eine Rechnungsnummer auf-
geführt, obwohl gemäss Auskunft von F., Inhaber I. AG, von seiner Firma keine 
Rechnungsnummern geführt werden. Die von den Berufungsklägern der Versiche-
rung eingereichte Rechnung unterscheidet sich folglich massiv von einer Original-
rechnung der I. AG, was einen ersten, erheblichen Verdacht bezüglich einer Fäl-
schung der Rechnung erweckt. Des weiteren hat F. der Versicherung gegenüber 

23

festgehalten, dass seine Firma die auf der Rechnung erwähnten Arbeiten nicht aus-
geführt und auch die Rechnung nicht ausgestellt habe (vgl. Unterlagen der Versi-
cherung, Aktennotiz der Besprechung mit I. AG, T., F., am 31. März 2000). Dies 
spricht eindeutig für eine Fälschung der Rechnung. A. hat nach anfänglichem Zö-
gern in Bezug auf diese Rechnung in der polizeilichen Einvernahme vom 25. Okto-
ber 2001 (act. 6.2) ausgesagt, dass es ihm ein Rätsel sei, wie es zu dieser Rech-
nung gekommen sei. Ihm sei auch nicht bekannt, wer die Rechnung verfälscht habe. 
Es sei möglich, dass er und B. zusammen, nachdem die erste Rechnung von der 
Versicherung zurückgewiesen worden sei, mit dem Briefkopf der Firma I. AG diese 
Rechnung erstellt hätten, um an das Geld der Versicherung zu gelangen. Es treffe 
wohl zu, dass sie zu diesem Zeitpunkt einen finanziellen Engpass gehabt hätten 
und sie auf die Bezahlung des Schadens angewiesen gewesen seien. Warum je-
doch das Firmenlogo der I. AG verwendet worden sei, könne er nicht sagen. Es sei 
möglich, dass die Firma, die den Schaden am Gerüst in U. behoben habe, noch 
keine Rechnung gestellt gehabt habe. Somit glaube er, dass er B. beauftragt habe, 
diese Rechnung so zu stellen. Es könne so gewesen sein, dass er ihr gesagt habe, 
sie solle diese Rechnung mit dem Firmenlogo einer Fremdfirma erstellen und der 
Versicherung zukommen lassen. Sicher habe er ihr jedoch nicht gesagt, welches 
Logo sie benutzen solle. In der polizeilichen Einvernahme vom 24. [recte: 25.] Ok-
tober 2001 (act. 6.3) gab B. zu Protokoll, dass sie sich nicht mehr erinnern könne, 
wer den Schaden am Gerüst in U. behoben habe. Sie wisse nicht mehr, was damals 
vorgefallen sei. Auf Vorhalt der Rechnung der Firma I. AG erklärte B., dass sie darin 
keine Fälschung erkennen könne. Sie könne sich nicht mehr an den Fall erinnern. 
In der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 25. Oktober 2001 (act. 6.4) er-
klärte B., dass sie sich nicht mehr erinnern könne, ob sie diese Rechnung der Firma 
I. AG angefertigt habe. Es sei möglich, dass A. ihr den Auftrag dazu erteilt habe. Es 
bestehe die Möglichkeit, dass sie die Rechnung auf Anweisung ihres Chefs erstellt 
habe. Weshalb er ihr diesen Auftrag möglicherweise erteilt habe, wisse sie jedoch 
nicht, sie sei nur die Sekretärin. Sie habe sonst nie Rechnungen auf dem Briefpapier 
fremder Firmen erstellt. Es sei durchaus möglich, dass sie die Rechnung der Firma 
I. AG erstellt habe, sicher jedoch nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf Anweisung 
von A.. Wenn er ihr diese Anweisung gegeben habe, habe sie diese mit Sicherheit 
auch ausgeführt, da sie ja nicht habe wissen können, was zwischen der I. AG und 
A. vereinbart worden sei. Wenn die Firma I. AG damit einverstanden sei, sei die 
Erstellung einer derartigen Rechnung durch sie, B., auch nicht zu beanstanden. Sie 
habe allerdings A. nicht danach gefragt, sondern habe bloss den Auftrag ausgeführt, 
sofern sie überhaupt die Rechnung erstellt habe. Es sei nicht ihre Aufgabe, die Auf-
träge ihres Chefs zu hinterfragen. Anlässlich der Befragung durch den Vorsitzenden 

24

vor Schranken des Kantonsgerichtsausschusses erklärte B., dass ihr bezüglich der 
Rechnung der Firma I. AG ein Missgeschick unterlaufen sei. Die Firma I. AG sei 
Auftraggeberin für das Gerüst in U. gewesen. Sie, B., habe gewusst, dass eine Dritt-
firma den Sturmschaden in U. behoben habe. Sie habe nun die Auftraggeberin und 
die Drittfirma verwechselt und die Rechnung auf dem Briefpapier der Auftraggeberin 
erstellt. Sie habe dieses Briefpapier bei sich im Büro gehabt. Es sei auf dem Bau 
üblich, auf dem Briefpapier fremder Firmen Vereinbarungen und ähnliches festzu-
halten, wenn zum Beispiel die Sekretärin der anderen Firma nicht gerade da sei 
oder keine Zeit habe. Aus den Aussagen der Berufungskläger, insbesondere jenen 
von B. anlässlich der Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgerichtsausschuss 
Graubünden, geht eindeutig hervor, dass B. die der Versicherung zugestellte Rech-
nung der Firma I. AG im Auftrag von A. erstellt hat. Dies geschah ohne Wissen und 
Willen der I. AG. 

b) Die Berufungskläger haben im Zusammenhang mit dem Sturmschaden in 
U. geltend gemacht, dieser sei von einer Drittfirma behoben worden. Mit Schreiben 
vom 20. Dezember 1999 zeigten die Berufungskläger der Versicherung einen 
Sturmschaden an einem Gerüst in U. an. Sie legten der Anzeige eine Rechnung für 
die Behebung des Schadens bei, die von der Firma K. ausgestellt und auf der kein 
Hinweis zu finden war, dass eine andere Firma den Schaden behoben haben 
könnte. Nachdem die Versicherung mitgeteilt hatte, dass sie lediglich die Selbstkos-
ten vergüten werde, da die Firma K. den Schaden selbst behoben habe, reichten 
die Berufungskläger am 24. März 2000 eine gefälschte Rechnung der Firma I. AG 
ein, die in ihrem Inhalt genau der Rechnung entsprach, die sie bereits eingereicht 
hatten. Dieses Verhalten der Berufungskläger eröffnet den Verdacht, dass die Dritt-
firma lediglich vorgeschoben wurde, um von der Versicherung eine höhere Entschä-
digung zu erhalten. Erst mit Schreiben vom 24. September 2002 erklärte der 
Rechtsvertreter der Berufungskläger, es habe sich bei der Drittfirma um die L. Ges. 
m. b. H. gehandelt. Zum Beweis legte er eine Kopie der Rechnung dieser Firma bei. 
In der Folge stellte der Untersuchungsrichter ein Rechtshilfegesuch an das Bezirks-
gericht Bregenz, um abzuklären, ob die eingereichte Rechnung wirklich von der L. 
Ges. m. b. H. stammte und ob sich Belege dafür fänden, dass die in Rechnung 
gestellten Arbeiten auch tatsächlich ausgeführt worden sind. Im Rahmen der Ab-
klärungen bestätigte E. die Rechnung als in Ordnung und von ihm unterzeichnet. 
Um die Zahlung der Rechnung zu belegen, übergab er der Gendarmerie die Kopie 
eines Bankauszuges vom 17. Dezember 1999 über die Gutschrift eines Wechsels 
in Höhe von Fr. 40'500.--. Der Wechsel war gemäss Bankauszug am 29. März 2000 
fällig, Bezogener war die Firma K. P. (vgl. act. 6.15). Weiter ergab sich, dass die 

25

Firma L. Ges. m. b. H. seit Beginn des Jahres 1999 nicht mehr aktiv gewesen ist 
und die letzten Rechnungen vom September 1999 datieren. Im Mai 2000 wurde der 
Konkurs über diese Firma eröffnet. In den Konkursakten konnte die Rechnung nicht 
vorgefunden werden. Vor Schranken des Kantonsgerichtsausschusses machten 
die Berufungskläger geltend, sie hätten die Rechnung der Firma I. AG eingereicht, 
weil die Originalrechnung von E. noch nicht in ihrem Besitz gewesen sei, sie aber 
auf das Geld von der Versicherung angewiesen gewesen seien. Die Rechnung von 
E. datiere zwar vom 31. Dezember 1999. Dabei handle es sich jedoch um ein buch-
halterisches Datum. Die Rechnung sei erst später erstellt worden. A. und E. würden 
sich jeweils im März oder April treffen, um gemeinsam das vorangegangene Jahr 
abzurechnen. Warum sie aber gegenüber der Versicherung nicht angegeben ha-
ben, dass der Sturmschaden von einer Firma von E. behoben worden ist, konnten 
die Berufungskläger nicht erklären. Ebenso konnten sie die Frage nicht beantwor-
ten, weshalb sie am 24. März 2000 die gefälschte Rechnung der I. AG eingereicht 
und nicht die Abrechnung mit E. abgewartet haben, welche nach ihrer Aussage im 
März oder April 2000 hätte stattfinden sollen. Wären allein das Verhalten und die 
Aussagen der Berufungskläger zu gewichten, so würden ernsthafte Zweifel daran 
aufkommen, dass der Sturmschaden in U. tatsächlich von einer Fremdfirma beho-
ben worden ist. Neben den Aussagen und dem Verhalten der Berufungskläger ist 
vorliegend jedoch auch die Zeugenaussage von E. zu beachten. E. gab anlässlich 
seiner Befragung als Zeuge vor Schranken des Kantonsgerichtsausschusses an, 
dass er sich an den Sturmschaden in U. erinnern könne. Er habe Ende 1999 drei 
Firmen gehabt. Zwei dieser Firmen, nämlich die M. und die N. GmbH, würden heute 
noch bestehen. Den Sturmschaden habe die Gerüstbau GmbH behoben, weil sie 
die einzige Firma sei, die Angestellte für solche Zwecke habe. Den Auftrag, den 
Sturmschaden zu beheben, habe er von A. mündlich erhalten. Die Rechnung für 
den Sturmschaden sei vermutlich per Ende 1999 gestellt und Ende 1999 geschrie-
ben worden. Nach seiner Meinung müsse die Firma K. die Rechnung anfangs 2000 
in ihrem Besitz gehabt haben. Auf Vorlage der Rechnungskopie bestätigte E., dass 
es sich dabei um die Abrechnung handle. Auf die Frage, warum im Briefkopf der 
Rechnung die L. GmbH erscheine, antwortete E., dass dies wohl seiner Gewohnheit 
entspreche. Fakturiert worden sei jedoch über die Gerüstbau-Firma. Im weiteren 
verneinte er, dass er der Firma K. blanko Brief- oder Rechnungspapier überlassen 
habe. Die Aufstellung auf der Rechnung stamme von ihm persönlich, das Abrech-
nungswesen mache seine Tochter. - Die Aussagen von E. sind klar und eindeutig. 
Sie sind nachvollziehbar. Er hat als Zeuge unter der Strafdrohung von Art. 307 StGB 
und nach Abnahme des Handgelübdes ausgesagt. Er war in der Lage, von sich aus 
und auf Nachfrage hin Details bekannt zu geben und zu erklären. Soweit überprüf-

26

bar hat er gegenüber der Gendarmerie und vor Schranken des Kantonsgerichtsaus-
schusses konstant ausgesagt. Es sind keine Hinweise ersichtlich, dass er wissent-
lich falsch ausgesagt haben könnte. Allein aus der Tatsache, dass E. mit der Firma 
K. offensichtlich öfters zusammen arbeitete, kann zweifellos nicht geschlossen wer-
den, dass er zu Gunsten der Berufungskläger falsch ausgesagt hätte. Ebenso wenig 
vermag der Umstand, dass in den Konkursakten der L. Ges. m. b. H. die Abrech-
nung nicht aufgefunden werden konnte, die Aussagen von E. zu erschüttern, denn 
E. konnte in der Zeugenbefragung glaubhaft darlegen, dass die Verwendung des 
Briefpapiers der L. Ges. m. b. H. aus reiner Gewohnheit geschah und ein Versehen 
war und dass die Fakturierung über die M. ablief. Schliesslich spricht auch der Um-
stand, dass die Berufungskläger die Abrechnung erst im September 2002 einreich-
ten, nicht gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen von E., denn über den Zeitpunkt 
der Einreichung hatte er offensichtlich nicht zu entscheiden. Im weiteren hat die 
Firma K. offenbar im Dezember 1999 eine Zahlung in Form eines Wechsels, fällig 
am 29. März 2000, in Höhe von Fr. 40'500.-- geleistet, was dem Total der Abrech-
nung entspricht. Einzig die Tatsache, dass die Berufungskläger der Versicherungs-
gesellschaft im März 2000 eine selbst hergestellte Rechnung der Firma I. AG ein-
reichten, nachdem sie gemäss Aussage von E. bereits seit Anfang 2000 im Besitze 
seiner Abrechnung hätten sein müssen, spricht für eine gewisse Unsicherheit in den 
Aussagen von E.. Denn es ist nicht ersichtlich, weshalb die Berufungskläger eine 
gefälschte Rechnung hätten einreichen sollen, wenn sie tatsächlich bereits im Be-
sitz der Originalrechnung waren. Im Kern ist die Aussage von E. jedoch klar und 
eindeutig, nämlich dass eine seiner Firmen den Sturmschaden in U. behoben und 
dafür der Firma K. die eingereichte Rechnung gestellt hat. Der Kantonsgerichtsaus-
schuss kommt daher zum Schluss, dass der Sturmschaden in U. durch die Firma 
M. behoben worden ist. 

5. a) Der Tatbestand des Betrugs setzt voraus, dass erstens der Täter 
eine Täuschungshandlung vorgenommen hat, zweitens diese arglistig war, drittens 
der Täter durch die Täuschung einen Irrtum beim Verfügungsberechtigten hervor-
gerufen hat, viertens auf Grund dieses Irrtums der Getäuschte eine Vermögensver-
fügung vorgenommen hat und fünftens dadurch das Vermögen, über welches der 
Getäuschte verfügt, geschädigt wurde (Art. 146 Abs. 1 StGB). Die Täuschungs-
handlung muss arglistig sein. Wer sich mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit 
selbst hätte schützen beziehungsweise den Irrtum durch ein Minimum an zumutba-
rer Vorsicht hätte vermeiden können, wird strafrechtlich nicht geschützt (BGE 122 
IV 197 E 3d, 246 E 3a). Arglist ist insbesondere gegeben, wenn der Täter zur Täu-
schung eines anderen ein ganzes Lügengebäude errichtet (BGE 119 IV 28 E 3c) 

27

oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient (BGE 122 IV 197 E 3d), 
aber auch, wenn er bloss falsche Angaben macht, deren Überprüfung nicht oder 
nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, oder wenn der Täter den 
Getäuschten von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umständen vor-
aussieht, dass jener die Überprüfung der Angaben auf Grund eines besonderen 
Verhältnisses unterlassen werde (BGE 125 IV E 3a; 122 IV 246 E 3a; 120 IV 186 E 
1a). - Führt der Täter die strafbare Tätigkeit zu Ende, tritt aber der zur Vollendung 
der Straftat gehörende Erfolg nicht ein, so kann der Täter milder bestraft werden 
(Art. 22 Abs. 1 StGB). Der Täter hat somit im Falle des vollendeten Versuches alles 
getan, was nach seinem Tatplan zur Herbeiführung des tatbestandsmässigen Erfol-
ges notwendig war, der angestrebte Erfolg tritt jedoch aus welchen Gründen auch 
immer nicht ein (BGE 122 IV 248 = Pra 86 (1997) Nr. 27 S.153).

b) aa) Wie bereits einlässlich dargelegt, haben die Berufungskläger nach 
dem Einbruchdiebstahl in die Firma von A. gegenüber der Versicherungsgesell-
schaft mehr Gegenstände als gestohlen gemeldet, als tatsächlich abhanden ge-
kommen sind. Damit haben sie die Versicherung über die wahren Verhältnisse 
getäuscht. Ihr Vorgehen ist auch als arglistig zu bezeichnen, da die Überprüfung 
der Angaben des Versicherungsnehmers durch die Versicherung gar nicht bezie-
hungsweise - was hier nicht einmal angenommen werden kann - nur mit äusserster 
Mühe möglich war. Vorliegend konnte der Nachweis einzig aufgrund der Tatsache 
erbracht werden, dass G. und H. gefasst werden konnten und bezüglich des De-
liktsgutes von den Angaben der Berufungskläger stark abweichende Aussagen 
machten, worauf die Berufungskläger erneut befragt wurden und sich in gravierende 
Widersprüche verstrickten. Die Berufungskläger wussten ohne Zweifel, dass die von 
ihnen als gestohlen gemeldeten Gegenstände nicht gestohlen worden waren. Es 
musste ihnen auch bewusst sein, dass eine Überprüfung ihrer Angaben durch die 
Versicherung höchst unwahrscheinlich beziehungsweise gar nicht möglich war. Da-
mit hatten sie vorsätzlich alles getan, was nach ihrem Tatplan notwendig war, um 
den angestrebten Erfolg, nämlich die Auszahlung der Versicherungssumme durch 
die Versicherung, zu erlangen. Sie haben somit vorsätzlich und in Bereicherungs-
absicht im Hinblick auf die Verwirklichung der Tatbestandselemente des Betruges 
gehandelt. Sie haben somit sämtliche Vorkehren getroffen, welche nach ihrer Vor-
stellung die (dann doch nicht eingetretene) Verwirklichung des betrügerisch verfolg-
ten Zweckes erlauben sollten: auf Seiten der Versicherung eine auf Täuschung be-
ruhende, schädigende Vermögensdisposition und bei ihnen in entsprechender 
Höhe eine ungerechtfertigte Bereicherung. Zu einer Auszahlung kam es jedoch 
nicht, weil die Versicherung wegen der von den Berufungsklägern eingereichten und 

28

von ihnen selbst hergestellten Rechnung der I. AG den Versicherungsvertrag am 
13. April 2000 gemäss Art. 40 VVG rückwirkend auf den 12. Dezember 1999 auf-
löste (vgl. Akten K. Versicherungen, Protokoll der Besprechung mit A. vom 13. April 
2000). Vorliegend sind damit die objektiven und subjektiven Tatbestandselemente 
des Betrugs erfüllt; der zur Vollendung der Straftat gehörende Erfolg trat nicht ein, 
weshalb auf vollendeten Versuch gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB zu erkennen ist.

bb) Aufgrund des Vorgehens der Berufungskläger stellt sich die Frage, ob sie 
als Mittäter zu qualifizieren sind. Nach der Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der 
Entscheidung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massge-
blicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter 
dasteht; dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des 
konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, 
dass sie mit ihm steht oder fällt. Mittäterschaft setzt unter anderem einen gemein-
samen Tatentschluss voraus, wobei dieser nicht ausdrücklich bekundet werden 
muss; es genügt, wenn er konkludent zum Ausdruck kommt. Dabei ist nicht erfor-
derlich, dass der Mittäter bei der Entscheidfassung mitwirkt, sondern es reicht aus, 
dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht (BGE 120 IV 265 E 
2c aa). B. hat anlässlich der polizeilichen Befragung vom 8. November 2000 (act. 
4.13) ausgesagt, sie habe mit dem Chef in den Tagen nach dem Einbruchdiebstahl 
besprochen, was gefehlt habe. Die Liste des Deliktsgutes habe sie zusammen mit 
ihrem Chef aufgenommen und der Polizei übergeben. Aus den Akten geht im wei-
teren hervor, dass B. die Schadensanzeige für die Versicherung erstellt und mit 
„ppa. B.“ unterzeichnet hat (act. 4.14, S. 3). Auch vor Schranken des Kantonsge-
richtsausschusses haben A. und B. angegeben, das Deliktsgutverzeichnis zusam-
men erstellt zu haben, während B. die Schadensanzeige allein unterzeichnet habe. 
A. hat erklärt, dass B. die Schadensanzeige für die Versicherung mit seinem Wissen 
und Willen erstellt und eingereicht habe. Die beiden Berufungskläger haben offen-
sichtlich zusammen gearbeitet, um den angestrebten Erfolg, die Auszahlung einer 
Versicherungsleistung, zu erlangen. Ohne Mitwirkung von A. wäre es zweifellos 
nicht zur Tat gekommen. Ebenso aber ist auch der Tatbeitrag von B. nicht wegzu-
denken. Beiden musste bewusst sein, dass die von ihnen als gestohlen gemeldeten 
Gegenstände beim Einbruchdiebstahl in der Nacht auf den 23. Februar 2000 nicht 
gestohlen worden waren. Trotzdem gaben sie diese gegenüber der Versicherung 
als gestohlen an. Durch ihr gesamtes Verhalten kommt zumindest konkludent der 
Wille zum Ausdruck, gemeinsam einen Versicherungsbetrug zu begehen. Damit 
aber sind die Berufungskläger als Mittäter zu qualifizieren. Daran ändert auch der 
Einwand von B. nichts, sie habe auf Anweisung von A. gehandelt. Denn sie hat nach 

29

eigener Aussage das Deliktsgutverzeichnis zusammen mit dem Chef aufgenom-
men. Es ist daher nicht etwa so, dass A. ihr eine fertige Liste der angeblich gestoh-
lenen Gegenstände übergeben hat, um diese ins Reine zu schreiben. Sie hat viel-
mehr aktiv beim Erstellen der Liste mitgeholfen. Es musste ihre folglich klar sein, 
dass die Gegenstände nicht gestohlen worden waren. Trotzdem hat sie mitgewirkt 
und einen wesentlichen Tatbeitrag geleistet, indem sie auch bezüglich des Versi-
cherungsbetruges die gesamte Administration übernommen hat. Sie ist daher ohne 
Zweifel als Mittäterin anzusehen. Nachdem vorliegend sowohl die objektiven als 
auch die subjektiven Tatbestandselemente erfüllt sind, haben sich beide Berufungs-
kläger folglich eines versuchten Versicherungsbetruges schuldig gemacht. Die dies-
bezüglichen Verurteilungen durch die Vorinstanz erfolgten daher zu Recht. Die Be-
rufung ist in diesem Punkt abzuweisen. 

c) Bezüglich des Sachschadens am Rolltor ist - wie bereits dargelegt - vor-
liegend zu Gunsten der Berufungskläger davon auszugehen, dass er tatsächlich 
beim Einbruchdiebstahl in der Nacht auf den 23. Februar 2000 entstanden sein 
könnte. Damit haben die Berufungskläger die Versicherung bezüglich der Entste-
hung des Schadens nicht getäuscht, was von vornherein einen Versicherungsbe-
trug ausschliesst. Es fragt sich jedoch, ob im Zusammenhang mit der Einholung 
einer Reparaturofferte den Berufungsklägern eine Täuschungshandlung vorgewor-
fen werden kann, mittels der sie die Auszahlung einer höheren Versicherungsleis-
tung zu erlangen suchten, als ihnen tatsächlich zugestanden wäre. Mit Schreiben 
vom 17. März 2000 reichte B. eine Bestätigung von C., Inhaber der Firma C. Metall-
bau & Aushubarbeiten, Q., vom 16. März 2000 ein (act. 5.11). C. bestätigte in sei-
nem Schreiben, dass sowohl die Werkstattüre als auch das Rolltor nicht mehr repa-
riert werden könnten und daher ausgewechselt werden müssten. C. hat gegenüber 
der Polizei anlässlich seiner Einvernahme vom 22. Mai 2002 (act. 5.8) ausgesagt, 
dass das Schreiben vom 16. März 2000 korrekt abgefasst und von ihm unterzeich-
net sei. Es entspreche den von ihm festgestellten Tatsachen und somit der Wahr-
heit. B. habe dieses Schreiben nach seinen Anweisungen aufgesetzt, da sie für ihn 
seit etwa vier Jahren die Korrespondenz erledige. Seiner Meinung nach sei das 
Rolltor nicht mehr reparierbar gewesen, da Ersatzteile für diesen Tortyp innert nütz-
licher Frist nur schwer erhältlich und sehr teuer seien. Da lohne sich alleweil ein 
neues Tor. Die Aussagen von C. sind klar und eindeutig. Er war auch in der Lage, 
auf Nachfrage oder von sich aus Details zu schildern und zu erklären. Es gibt in den 
Akten keine Hinweise, dass er wissentlich falsch ausgesagt haben könnte. Allein 
aus der Tatsache, dass er A. seit mehreren Jahren kennt und für diesen schon di-
verse Schlosserarbeiten ausgeführt hat (vgl. polizeiliche Einvernahme vom 22. Mai 

30

2002, act. 5.8, S. 4), kann augenscheinlich nicht geschlossen werden, er habe zu 
Gunsten von A. falsch ausgesagt. Es ist vorliegend somit davon auszugehen, dass 
C. die eingereichte Bestätigung vom 16. März 2000 verfasst hat und dass seiner 
Ansicht nach das Rolltor nicht mehr repariert werden konnte. Mit dem Einreichen 
dieser Bestätigung war somit keine Täuschung der Versicherung verbunden. Die 
Versicherung hat, nachdem C. schriftlich bestätigt hatte, dass das Rolltor nicht mehr 
repariert werden könne, mit Schreiben vom 24. März 2000 (act. 5.12) von den Be-
rufungsklägern verlangt, dass sie bei der Firma J. AG in S. eine Offerte bezüglich 
der Reparaturkosten einholen. Die Berufungskläger machten vor Schranken des 
Kantonsgerichtsausschusses geltend, dass sie in der Folge mit der Firma J. AG 
oder einer anderen Fachfirma Kontakt aufgenommen hätten, worauf sich ein Mitar-
beiter dieser Firma den Schaden am Rolltor angesehen und diesen als nicht mehr 
reparierbar eingestuft habe. Aus einer Aktennotiz des Schadeninspektors der Ver-
sicherung (act. 5.13) geht hervor, dass B. am 30. März 2000 bei der Versicherung 
angerufen und mitgeteilt hat, dass die Firma J. AG das Rolltor nicht reparieren 
könne, weshalb sie an eine weitere Fachfirma verwiesen worden seien. Gemäss 
Rapport der Kantonspolizei Graubünden hat I., Vertriebsleiter der Firma J. AG, auf 
telefonische Anfrage erklärt, er könne mit Bestimmtheit sagen, dass niemand von 
seiner Firma je in P. tätig gewesen sei und dass auch keine Reparaturofferte für die 
Firma K. erstellt worden sei (vgl. act. 5.1, S. 4 unten). Auch weitere Fachfirmen, die 
die rapportierende Polizeibeamtin telefonisch anfragte, verneinten gemäss den 
Ausführungen im Rapport, bei der Firma K. gewesen zu sein (act. 5.1, S. 5 unten). 
Inwieweit die Berufungskläger vorliegend den Schaden am Rolltor tatsächlich von 
einem Fachmann begutachten liessen, kann für die Beantwortung der Frage, ob 
eine Täuschung vorliege, jedoch dahingestellt bleiben. Dies aus folgendem Grund: 
Der Schadeninspektor der Versicherung hat in seiner Notiz über das Telefonge-
spräch vom 30. März 2000 mit B. wörtlich folgendes festgehalten (act. 5.13): „Frau 
AG. [recte: B.] erklärte, dass die von mir empfohlene Torfirma nicht in der Lage sei, 
dass Rolltor zu reparieren. Man habe sie an eine weitere Fachfirma verwiesen. 
Diese wird prüfen, ob eine Rep. Möglich ist.“ Aus dieser Gesprächsnotiz lässt sich 
klar schliessen, dass eine abschliessende Begutachtung des Schadens in den Au-
gen des Schadeninspektors noch gar nicht erfolgt war. Es stand noch immer die 
Begutachtung durch eine Fachfirma aus, wenn auch nicht mehr die Firma J. AG, 
die erst entscheiden musste, ob der Schaden ihrer Meinung nach repariert werden 
konnte. Und der Versicherung stand noch immer der Entscheid offen, die dereins-
tige Einschätzung des Schadens durch diese Fachfirma anzuerkennen oder nicht. 
In den Akten sind keine Hinweise ersichtlich, dass die Versicherung zwingend eine 
Offerte der Firma J. AG verlangt hätte. Vielmehr lässt die zitierte Aktennotiz den 

31

Schluss zu, dass die Offerte einer anderen Fachfirma für die Versicherung 
grundsätzlich ebenso ausreichend gewesen wäre. Die Aussage von B., dass die 
Firma J. AG nicht in der Lage sei, das Rolltor zu reparieren, beeinflusste in diesem 
Sinne die Willensbildung der Versicherung nicht, da die Einschätzung des Scha-
dens durch eine andere Fachfirma in Aussicht gestellt wurde, welche die Versiche-
rung ihrerseits überprüfen und anerkennen oder ablehnen konnte. Selbst wenn die 
Berufungskläger daher bezüglich der Begutachtung des Schadens durch die Firma 
J. AG der Versicherung gegenüber nicht die Wahrheit gesagt haben, haben sie die 
Versicherung in einem im eben geschilderten Sinne unwesentlichen Punkt 
getäuscht. Darüber hinaus wäre vorliegend auch keine Arglist gegeben. Denn au-
genscheinlich würde es sich bei der Auskunft von B. um eine einfache Lüge han-
deln, deren Überprüfung weder nur sehr schwer möglich noch unzumutbar wäre, 
hätte sich der Schadeninspektor doch nicht mit der mündlichen Mitteilung von B. 
zufrieden geben müssen und hätte er ohne weiteres auf eine schriftliche Bestäti-
gung der Firma J. AG bestehen können. Die Berufungskläger haben im weiteren 
den Schadeninspektor auch nicht von der Überprüfung ihrer Aussage abgehalten 
noch durften sie davon ausgehen, dass er von einer Überprüfung ihrer Angaben 
absehen werde, nachdem er bereits die Bestätigung von C. abgelehnt und in sei-
nem Schreiben vom 24. März 2000 deutlich gemacht hatte, dass er aufgrund seiner 
bisherigen Erfahrungen davon ausgehe, dass das Rolltor repariert werden könne 
(vgl. act. 5.12). Zudem bestand kein besonderes Verhältnis zwischen der Versiche-
rung und der Firma K., aufgrund dessen die Berufungskläger hätten voraussehen 
können, dass eine Überprüfung ihrer Angaben unterbleiben würde. Aus dem Dar-
gelegten folgt, dass sich die Berufungskläger mit Bezug auf den Sachschaden am 
Rolltor keines Versicherungsbetruges schuldig gemacht haben. Die diesbezügli-
chen Verurteilungen durch die Vorinstanz erfolgten daher zu Unrecht. Die Berufung 
ist in diesem Punkt gutzuheissen und die Berufungskläger sind bezüglich der Gel-
tendmachung des Schadens am Rolltor vom Vorwurf des versuchten Versiche-
rungsbetruges freizusprechen.

d) Die Berufungskläger haben der Versicherungsgesellschaft eine von ihnen 
selbst hergestellte Rechnung der I. AG eingereicht, um zu belegen, dass eine Dritt-
firma den Sturmschaden in U. behoben habe. Die Firma I. AG war gemäss Akten-
lage Auftraggeberin für das Gerüst in U., hatte aber die Sturmschäden nicht besei-
tigt. Wie bereits dargelegt, ist vorliegend jedoch davon auszugehen, dass dies die 
Firma M. übernommen hatte. Insofern täuschten die Berufungskläger ihre Versiche-
rung über die Firma, die die Sturmschäden behoben hatte. Nicht getäuscht wurde 
die Versicherung jedoch über den Umstand, dass eine Drittfirma die Reparaturen 

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am Gerüst ausgeführt hatte. Damit aber täuschten die Berufungskläger die Versi-
cherung über einen unwesentlichen Punkt, der die Entscheidung über die Vermö-
gensdisposition nicht zu beeinflussen vermochte. Dies zeigen die folgenden Über-
legungen. In den Unterlagen der Versicherung finden sich eine Aktennotiz vom 25. 
Januar 2000 sowie ein Schreiben vom 15. Februar 2000, erstellt von J. von der K. 
Versicherung, aus welchen sich entnehmen lässt, dass gemäss AVB eine Windge-
schwindigkeit von über 75 km/h sowie zusätzliche Erfordernisse (umgeworfene 
Bäume oder abgedeckte Dächer) erfüllt sein mussten, damit Sturmschäden von der 
Police gedeckt waren. Weitere Voraussetzungen, insbesondere bezüglich der Per-
sonen/Firmen, die den Schaden beheben, werden nicht erwähnt. Es wird lediglich 
darauf hingewiesen, dass bei gedeckten Ereignissen im Falle von Eigenleistungen 
nur die Selbstkosten übernommen würden. Auch in der Entschädigungsvereinba-
rung, welche die Berufungskläger und die Versicherung bezüglich des Schadens in 
U. bereits getroffen und unterzeichnet hatten und die sich ebenfalls in den Unterla-
gen der Versicherung findet, werden als Voraussetzungen für die Deckung von 
Sturmschäden eine Windgeschwindigkeit von mehr als 75 km/h sowie kumulativ in 
der Umgebung des Schadenortes umgeworfene Bäume oder abgedeckte Dächer, 
die die Sturmstärke eingehender nachweisen, erwähnt. Einschränkungen bezüglich 
der Personen/Firmen, die Sturmschäden beheben dürfen, werden auch hier keine 
gemacht. Die Versicherung war gemäss Entschädigungsvereinbarung sogar bereit, 
den Schaden in U. ausnahmsweise und ohne Präjudiz zu übernehmen, obwohl nur 
die Windgeschwindigkeit von mehr als 75 km/h bestätigt, weitere Auswirkungen in 
der Umgebung jedoch nicht nachgewiesen waren. Aus der Aktennotiz und dem 
Schreiben beziehungsweise den AVB sowie der Entschädigungsvereinbarung geht 
klar hervor, dass bezüglich der Personen/Firmen, die von der Police gedeckte 
Sturmschäden behoben, keine Einschränkungen bestanden. Die Versicherung war 
daher aufgrund der Police verpflichtet, die Kosten eines Sturmschadens zu bezah-
len, unabhängig von der Person/Firma, die den Schaden behob, sofern die Wind-
geschwindigkeit über 75 km/h lag und auch die übrigen Erfordernisse, nämlich um-
geworfenen Bäume oder abgedeckte Dächer, erfüllt waren. Einzige Differenzierung 
bezüglich der Kosten bestand offensichtlich darin, dass bei Eigenleistungen der Ver-
sicherungsnehmerin lediglich die Selbstkosten vergütet wurden. Zwischen einzel-
nen Drittfirmen waren jedoch keine Differenzierungen vorgesehen. Daraus lässt 
sich einzig schliessen, dass es für die Versicherung belanglos war, welche Drittfirma 
den Schaden behob, solange tatsächlich eine Drittfirma aktiv wurde. Für die Leis-
tungspflicht der Versicherung bezüglich des Schadens in U. war es somit ohne Be-
deutung, ob dieser Schaden von der Firma I. AG oder von der M. behoben worden 
ist. Die Täuschung der Berufungskläger über die Firma, die den Sturmschaden in 

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U. behoben hatte, betraf somit einen Punkt, der den Entscheid über die Vermögens-
disposition nicht zu beeinflussen vermochte. Es fehlt vorliegend mithin an einer Täu-
schung über entscheidrelevante Tatsachen. Damit aber liegt kein versuchter Versi-
cherungsbetrug vor. Die Berufungskläger sind folglich von der Vorinstanz in diesem 
Punkt zu Unrecht verurteilt worden. Die Berufung ist insoweit gutzuheissen und die 
Berufungskläger sind mit Bezug auf die Geltendmachung der Kosten des Sturm-
schadens in U. vom Vorwurf des versuchten Versicherungsbetruges frei zu spre-
chen.

6. a) Die Tatbestände des Urkundenstrafrechts schützen das Vertrauen, 
welches im Rechtsverkehr einer Urkunde als einem Beweismittel entgegengebracht 
wird. Mittel zum Beweis kann nur sein, was generell geeignet ist, Beweis zu erbrin-
gen. Als Urkunden gelten deshalb unter anderem nur Schriften, die bestimmt und 
geeignet sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen (Art. 110 Ziff. 
5 Abs. 1 StGB). Nach der Praxis kann sich die Beweisbestimmung eines Schrift-
stücks einerseits unmittelbar aus dem Gesetz ergeben und andererseits aus dessen 
Sinn oder Natur abgeleitet werden. Ebenfalls nach Gesetz oder aber nach der Ver-
kehrsübung bestimmt sich, ob und inwieweit einer Schrift Beweiseignung zukommt 
(BGE 123 IV 63 f. mit Hinweisen). Nicht erforderlich ist, dass der Urkunde Beweis-
kraft zukommt. Es genügt, dass sie sich im Zusammenwirken mit anderen Mitteln 
dazu eignet, eine Tatsache zu beweisen (BGE 100 IV 25). - Der Urkundencharakter 
eines Schriftstücks ist relativ. Es kann mit Bezug auf bestimmte Aspekte Urkunden-
charakter haben, mit Bezug auf andere nicht. So können Rechnungen unabhängig 
davon, ob sie inhaltlich richtig sind, Urkunden für den Beweis der Tatsache darstel-
len, dass die entsprechende Erklärung durch den Rechnungssteller abgegeben 
worden ist. An solchen Rechnungen können deshalb prinzipiell Urkundendelikte be-
gangen werden, etwa durch ihre unzulässige Veränderung (Urkundenfälschung) 
oder, je nach den Umständen, durch ihre Beseitigung (Urkundenunterdrückung). 

Die Rechnung der I. AG vom 17. Dezember 1999 stellt im eben dargelegten 
Sinne eine Urkunde dar. Sie gibt über eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung 
Auskunft, nämlich dass der Aussteller eine bestimmte Forderung in Rechnung ge-
stellt hat. Im weiteren kommt ihr auch Beweisbestimmung zu, was allein schon aus 
der Tatsache hervor geht, dass die Berufungskläger sie der Versicherung einge-
reicht haben, um die Behebung des Schadens in U. durch eine Drittfirma sowie die 
dadurch entstandenen Kosten zu belegen. Ebenso ist sie zum Beweis geeignet; 
auch dies wird durch die Einreichung der Rechnung an die Versicherung anschau-
lich verdeutlicht. Die Rechnung der I. AG vom 17. Dezember 1999 stellt mithin eine 

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Urkunde dar, soweit sie die Tatsache betrifft, dass eine Forderung vom Aussteller 
in Rechnung gestellt worden ist. An ihr kann somit grundsätzlich ein Urkundendelikt 
begangen werden.

b) Eine Urkundenfälschung begeht gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, wer in der 
Absicht, jemanden am Vermögen zu schädigen oder sich oder einem andern einen 
unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, unter anderem eine Urkunde fälscht oder 
verfälscht. Das vom Gesetz erwähnte Fälschen meint den Fall, dass die ganze Ur-
kunde nicht von dem darauf angegebenen oder ersichtlichen Aussteller, sondern 
von einem anderen angefertigt wird. Eine Urkunde verfälscht, wer eine solche, die 
von einem anderen hergestellt wurde, nachträglich abändert; der so geschaffene 
Erklärungsinhalt stammt alsdann nicht mehr vom Aussteller der Urkunde. Urkun-
denfälschung im eigentlichen Sinne erfasst folglich das Herstellen einer unechten 
Urkunde, deren wirklicher Aussteller mit dem aus ihr ersichtlichen Autor nicht iden-
tisch ist. Falschbeurkundung dagegen liegt vor, wenn der Ersteller einer echten Ur-
kunde dieser einen unwahren Inhalt gibt. Der Erklärungsinhalt stammt in diesem 
Fall vom Aussteller der Urkunde, entspricht jedoch nicht den wirklichen Verhältnis-
sen. Bei der Urkundenfälschung im eigentlichen Sinne ist es dahingegen unerheb-
lich, ob der Inhalt der unechten Urkunde der Wahrheit entspricht oder nicht. Ebenso 
belanglos ist, ob die Fälschung beziehungsweise Verfälschung leicht erkennbar ist 
oder leicht überprüft werden kann (vgl. zum Ganzen L. Glanzmann-Tarnutzer in AJP 
7/2002, S. 763 ff. und dort zitierte Entscheide). - Wie bereits dargelegt wurde, hat 
B. im Auftrag von A. unter dem Briefkopf der Firma I. AG eine Rechnung angefügt, 
die nicht von der Firma I. AG stammte. Damit jedoch wurde offensichtlich eine un-
echte Urkunde hergestellt, denn die ganze Rechnung stammt nicht von dem daraus 
ersichtlichen Aussteller - der Briefkopf lässt eindeutig die I. AG als Urheberin er-
scheinen -, sondern von B.. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, ob die an-
gefügte Rechnung als solche den tatsächlichen Verhältnissen entsprach. Die Rech-
nung der I. AG vom 17. Dezember 1999 stellt somit eine falsche Urkunde dar. Damit 
ist vorliegend der objektive Tatbestand der Urkundenfälschung im engeren Sinne 
erfüllt. 

c) Subjektiv verlangt Art. 251 Ziff. 1 StGB neben dem Vorsatz, die objektiven 
Elemente des Tatbestandes zu erfüllen, auch Bewusstsein und Willen, dass die Ur-
kunde als vorgeblich echt verwendet wird, wobei Eventualvorsatz genügt. Im weite-
ren verlangt das Gesetz das Vorliegen der Absicht, einerseits einen anderen am 
Vermögen oder an anderen Rechten zu schädigen oder andererseits sich oder ei-
nem anderen unrechtmässig einen Vorteil zu verschaffen. Der Täter muss einen 

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dieser Umstände erfüllen wollen, und zwar gerade durch den täuschenden Ge-
brauch der Urkunde, wobei Eventualabsicht genügt. Der angestrebte Vorteil braucht 
im weiteren nicht vermögensrechtlicher Art zu sein und auch nicht zu Lasten Dritter 
zu gehen. Es genügt nach der Rechtsprechung jede Besserstellung. Ebenso wenig 
muss der Vorteil als solcher unrechtmässig sein. Strafbar ist auch, wer mit der ge-
fälschten Urkunde einen rechtmässigen Anspruch durchsetzen oder einen unge-
rechtfertigten Nachteil abwenden will (BGE 119 IV 234 E 2c; 121 IV 90 E 2). - B. hat 
die Rechnung der I. AG am 24. März 2000 der Versicherung eingereicht. Im Begleit-
schreiben hielt sie fest, dass dies nun die richtigen Rechnungen für die Behebung 
des Schadens in U. seien. Zweifellos hat B. die falsche Urkunde der Versicherung 
mit Wissen und Willen eingereicht. Sie wusste, dass die Rechnung nicht von der 
Firma I. AG stammte. Gegenüber der Versicherung erwähnte sie dies jedoch mit 
keinem Wort, wies im Gegenteil darauf hin, dass dies nun die richtigen Rechnungen 
seien. Sie wollte ohne Zweifel, dass die Urkunde als vorgeblich echt angesehen und 
verwendet wird. Schliesslich hat sie mit der Einreichung der gefälschten Urkunde 
der Firma K. einen unrechtmässigen Vorteil verschaffen wollen. Sowohl A. als auch 
B. haben vor Schranken des Kantonsgerichtsausschusses ausgesagt, dass sie die 
gefälschte Rechnung eingereicht hätten, weil die Rechnung der Drittfirma, die den 
Schaden tatsächlich behoben habe, noch nicht eingetroffen gewesen sei, sie aber 
auf das Geld von der Versicherung angewiesen gewesen seien. Damit wollten sie 
sich einen unrechtmässigen Vorteil verschaffen, indem die Versicherungssumme 
früher ausbezahlt werden sollte, als es bei Vorlage der korrekten Rechnung möglich 
gewesen wäre. Der subjektive Tatbestand der Urkundenfälschung im eigentlichen 
Sinne ist somit vorliegend erfüllt. Daran vermag auch der Einwand von B. nichts zu 
ändern, dass es sich um ein Missgeschick ihrerseits gehandelt habe, habe sie doch 
aus Versehen das Briefpapier des Auftraggebers für das Gerüst in U., der I. AG, 
verwendet, anstatt das Papier der Drittfirma, die den Schaden behoben habe, der 
Firma von E.. E. hat anlässlich seiner Zeugenaussage vor dem Kantonsgerichts-
ausschuss klar und eindeutig verneint, dass er der Firma K. blanko Brief- oder Rech-
nungspapier zur Verfügung gestellt habe. B. hatte daher gar kein Brief- oder Rech-
nungspapier der Drittfirma zur Verfügung. Es kann folglich nicht versehentlich zu 
einer Verwechslung der Briefpapiere gekommen sein, wie sie B. geltend machen 
will. B. hat offensichtlich vielmehr bewusst das Firmenlogo der Firma I. AG verwen-
det. 

d) Es stellt sich auch im Zusammenhang mit der Urkundenfälschung die 
Frage, ob A. und B. als Mittäter anzusehen sind. Mittäter ist - wie bereits ausgeführt 
- eine Person, die bei der Entschliessung, der Planung und der Ausführung einer 

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Straftat mit anderen Tätern vorsätzlich und in massgebender Weise zusammenge-
wirkt hat, so dass sie als Hauptbeteiligte dasteht und es ohne ihre Mitwirkung nicht 
zur Tat gekommen wäre. A. hat ausgesagt, dass es möglich sei, dass er und B. 
zusammen die Rechnung mit dem Briefkopf der Firma I. AG erstellt hätten, um an 
das Geld der Versicherung zu gelangen (polizeiliche Einvernahme vom 25. Oktober 
2001, act. 6.2, S. 3 unten). Aus dieser Aussage geht hervor, dass A. über die falsche 
Rechnung der I. AG im Bilde war, sogar bei ihrer Herstellung mithalf. Ohne Zweifel 
wusste er auch und war damit einverstanden, dass B. die Rechnung an die Versi-
cherung schickte, um die Versicherungsleistung zu erhalten. B. hat in ihrer Einver-
nahme geltend gemacht, sie habe nur auf Anweisung von A. gehandelt und es sei 
nicht ihre Aufgabe als Sekretärin, die Anweisungen ihres Chefs zu hi