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**Case Identifier:** 2205f369-81ac-5981-adcb-95b091255391
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.10.2018 UV 2017/17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-17_2018-10-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/17

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.10.2018

Entscheiddatum: 02.10.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 02.10.2018
Art. 6 UVG. Art. 19 UVG. Die Einstellung der Versicherungsleistungen erfolgte 
zu Recht, nachdem die adäquate Unfallkausalität der noch vorhandenen 
organisch nicht objektivierbaren Beschwerden weggefallen ist. Verneinung 
der Unfalladäquanz anhand der Kriterien von BGE 134 V 109 ff. (sog. 
Schleudertrauma-Praxis) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 2. Oktober 2018, UV 2017/17).

Entscheid vom 2. Oktober 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili         

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/17             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin, 

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei B.___ als Schulbusfahrerin tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als sie am 12. Mai 2015 einen Verkehrsunfall verursachte (Suva-act. 1). Sie 

lenkte einen Kleintransporter auf einen Kreisel zu und realisierte einen bei der Einfahrt 

stehenden Personenwagen erst spät. Um eine Kollision zu vermeiden, fuhr sie links an 

diesem vorbei und überquerte die Grünfläche in der Mitte des Kreisels. Sie lenkte den 

Kleintransporter auf Höhe der Kreiselausfahrt brüsk nach links, kollidierte mit einem 

Wegweiser sowie der Front eines stillstehenden Personenwagens und prallte 

schliesslich frontal in eine Steinmauer (Suva-act. 39). Der gleichentags 

erstbehandelnde Dr. med. C.___, Klinik für Orthopädie des Spitals D.___, 

diagnostizierte eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) (Bericht vom 24. Juni 2015; 

Suva-act. 17). Die behandelnden Ärzte des Spitals D.___ berichteten am 18. Juni 2015 

über persistierende Kopfschmerzen mit Ausstrahlung in den Nacken beidseits (Suva-

act. 15). Dr. med. E.___, Praktischer Arzt, listete in seinem Bericht vom 19. Juni 2015 

als Diagnosen ein HWS-Schleudertrauma, eine Kopfkontusion und eine Angststörung 

auf. Der Zustand bessere sehr langsam (Suva-act. 13). Er attestierte der Versicherten 

vom 18. Mai bis 20. Juni 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 8). Die 

Suva kam für die Folgen des Unfalls auf (Suva-act. 7, 9 ff.).

A.b  Die Ärzte der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), welche 

die Versicherte untersucht hatten, berichteten am 3. Juli 2015 über ein 

postcomotionelles Syndrom bei Commotio cerebri am 12. Mai 2015 (Suva-act. 31). Die 

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Versicherte nahm am 22. Juli 2015 an einem ambulanten Assessment in der Rehaklinik 

Bellikon teil. Die abklärenden Personen empfahlen das Fortführen der Physiotherapie 

und befanden, es spreche nichts gegen einen baldigen Arbeitsversuch (Suva-act. 40 f.). 

Am 10. August 2015 nahm die Versicherte ihre Arbeit in einem 50% Pensum wieder auf 

(Suva-act. 43 f.).

A.c  Med. pract. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrisches 

Zentrum G.___, berichtete am 8. September 2015, die Versicherte sei erstmals in den 

Jahren 2007 und 2008 im Psychiatrischen Zentrum G.___ wegen einer 

Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion behandelt worden. Aufgrund einer 

Trauerreaktion sei sie seit 14. November 2014 erneut in Behandlung gewesen. Der 

Zustand sei bis Februar 2015 stabilisiert worden. Ein am 31. August 2015 gemachter 

Test spreche für eine leichtgradige depressive Episode (Suva-act. 50).

A.d  Dr. E.___ hielt am 23. Oktober 2015 fest, es bestünde weiterhin eine 

Rotationsstörung der HWS und bei länger dauernder Konzentration entstünden 

Kopfschmerzen. Die Arbeitsfähigkeit liege weiterhin bei 50% (Suva-act. 66). In der 

biomechanischen Kurzbeurteilung des AGU Zürich vom 28. Oktober 2015 hielten die 

zuständigen Fachpersonen fest, im Zuge mehrerer frontaler Aufpralle habe das 

Fahrzeug der Versicherten gesamthaft eine Verlangsamung erfahren, die unterhalb 

oder knapp innerhalb eines Bereiches von 20 bis 30 km/h gelegen haben dürfte. Die 

Diagnose einer Commotio cerebri könnten sie nicht nachvollziehen. Aus 

biomechanischer Sicht ergebe sich, dass die anschliessend an das Ereignis bei der 

Versicherten festgestellten von der HWS ausgehenden Beschwerden und Befunde 

isoliert durch die Kollisionseinwirkung eher nicht erklärbar seien (Suva-act. 69)

A.e  Suva-Kreisarzt Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, stellte am 29. Oktober 2015 fest, es 

lägen keine strukturell objektivierbaren Folgen des Unfalles vom 12. Mai 2015 vor. Die 

Versicherte sei weiterhin zu 50% arbeitsunfähig; voraussichtlich Anfang Dezember 

könne ein Versuch mit einer 80%igen Arbeitsfähigkeit gemacht werden (Suva-act. 70).

A.f  Dr. med. I.___, Facharzt FMH für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, 

listete in seinem Bericht vom 24. November 2015 als Diagnosen chronifizierende 

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Kopfschmerzen bei Status nach leichtem Schädelhirntrauma (SHT), 

Differentialdiagnose HWS-Beschleunigungstrauma am 12. Mai 2015 sowie einen 

Verdacht auf ein depressives Syndrom auf (Suva-act. 79). Suva-Kreisärztin med. pract. 

J.___, Fachärztin Chirurgie FMH, befand am 8. Dezember 2015, es sei keine namhafte 

Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten, die laufende 

Physiotherapie solle noch beendet werden. Da die Versicherte im angestammten 

Pensum, also zu 50%, arbeite, sei eine Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit hinfällig 

(Suva-act. 84). Am 11. Februar 2016 berichtete Dr. E.___, die Arbeitsunfähigkeit habe 

jetzt auf 30% gesenkt werden können (Suva-act. 94).

A.g  Nach einer ersten Untersuchung berichteten die Fachpersonen der Klinik K.___ am 

20. April 2016 über eine Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt 

(ICD-10: F43.22) sowie einen psychophysischen Erschöpfungszustand aufgrund 

reduziert verfügbarer Stressmodulationsfähigkeiten (ICD-10: Z73.0) (Suva-act. 102). Dr. 

F.___ hielt die Versicherte vom 21. April bis 20. Mai 2016 als zu 100% arbeitsunfähig 

für die bisherige Tätigkeit (Suva-act. 107-3). Dr. med. L.___, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, Klinik K.___, attestierte der Versicherten vom 19. Mai bis 30. Juni 

2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 107).

A.h  Die Arbeitgeberin der Versicherten kündigte das Arbeitsverhältnis per 30. Juni 

2016 (Suva-act. 109).

A.i   Die behandelnden Fachpersonen der Klinik K.___ berichteten am 1. Juli 2016, die 

Versicherte sei in der Tagesklinik in Behandlung und leide unter täglichen 

Kopfschmerzen. Sie seien zuversichtlich, dass der Versicherten mittelfristig ein 

Umgang mit dem Kopfweh gelingen werde und sie dadurch wieder einen Grossteil ihrer 

früheren Arbeitsfähigkeit erlangen könne. Sie attestierten ihr bis zum 31. Juli 2016 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 120).

A.j   Mit Verfügung vom 7. Juli 2016 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 

31. Juli 2016 ein und verneinte einen Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form 

einer Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung. Sie begründete, die noch 

geklagten Beschwerden seien organisch nicht hinreichend nachweisbar und deren 

Adäquanz zu verneinen (Suva-act. 123).

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B.   

B.a  Die Versicherte erhob am 26. Juli 2016 Einsprache gegen die Verfügung vom 7. 

Juli 2016 (Suva-act. 135).

B.b  Mit Entscheid vom 13. Januar 2017 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 

152).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 13. Januar 2017 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 8. Februar 2017 (fälschlicherweise als Einsprache bei der Suva 

eingereicht; vgl. act. G0 f.). Die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) brachte 

vor, ihr Unfall sei mittelschwer gewesen. Ihr Alltag sei von ihren Beschwerden geprägt 

und bei ihrer neuen beruflichen Tätigkeit ermüde sie schnell. Eine Erhöhung des 

Pensums dürfte kaum möglich sein (act. G1). 

C.b Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 9. März 2017, die 

Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Sie führte aus, abweichend 

von den Erwägungen im Einspracheentscheid sei die adäquate Unfallkausalität der 

anhaltenden Beschwerden nicht nach der Schleudertrauma-, sondern nach der 

Psychopraxis zu prüfen. Beim Unfall vom 12. Mai 2015 handle es sich um ein 

mittelschweres Geschehnis im Grenzbereich zu den leichten Fällen. Es sei keines der 

massgebenden Adäquanzkriterien erfüllt, weshalb die Leistungspflicht zu verneinen sei. 

Die Beschwerde genüge den gesetzlichen Anforderungen nicht. Ob darauf einzutreten 

sei, hänge davon ab, ob die Beschwerdeführerin eine verbesserte, rechtsgenügliche 

Beschwerdeschrift einreiche (act. G3).

C.c Die Beschwerdeführerin liess die Frist zur Einreichung einer Replik unbenützt 

ablaufen (act. G9).

Erwägungen

1.   

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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Vorab ist zu prüfen, ob auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beschwerdegegnerin 

verneint diese Frage mit der Begründung, die Beschwerdeschrift genüge den 

gesetzlichen Anforderungen nicht (act. G3).

2.1  Nach Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) muss die Beschwerde eine gedrängte 

Darstellung des Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung 

enthalten. Genügt sie diesen Anforderungen nicht, so setzt das Versicherungsgericht 

der Beschwerde führenden Person eine angemessene Frist zur Verbesserung und 

verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. 

Nach dem Wortlaut von Art. 61 lit. b ATSG und der Rechtsprechung ist grundsätzlich in 

jedem Fall einer ungenügenden Begründung eine Nachfrist anzusetzen, sofern der 

Beschwerdewille rechtzeitig und in prozessual gehöriger Form klar bekundet worden 

ist. Die Einräumung einer solchen Frist steht nicht im Belieben des 

Versicherungsgerichts. Vorbehalten ist der Fall eines offenbaren Rechtsmissbrauchs 

(BGE 134 V 164 E. 2 mit Hinweisen). Letzteres trifft vorliegend offensichtlich nicht zu.

2.2  Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde enthält zwar keine ausdrücklichen 

materiellen Anträge, jedoch ersucht die Beschwerdeführerin sinngemäss um die 

erneute Prüfung ihrer Ansprüche und macht geltend, sie habe noch immer 

Beschwerden, die sie im Alltag einschränkten. Den Unfall erachte sie als mittelschwer. 

Auch wird der Sachverhalt zumindest auszugsweise dargestellt. Sodann geht der Wille 

der Beschwerdeführerin, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid zu erheben, 

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trotz falscher Bezeichnung ("Einsprache") und Einreichen bei der nicht zuständigen 

Beschwerdegegnerin aus der Beschwerdeschrift hervor (act. G1). Insgesamt und unter 

Berücksichtigung des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin nicht von einer 

rechtskundigen Person vertreten war, genügen die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin den an eine Beschwerde gestellten Mindestanforderungen. 

Entsprechend ist auf die Beschwerde einzutreten und eine Nachfristansetzung erübrigt 

sich.

3.   

In materieller Hinsicht ist vorliegend streitig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die 

im Nachgang zum Unfall vom 12. Mai 2015 erbrachten Leistungen (Übernahme der 

Kosten für Heilbehandlung und Taggeld) auf den 31. Juli 2016 einstellte sowie den 

Anspruch auf weitere Leistungen der Unfallversicherung ablehnte.

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).

3.2  Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, 

dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; 

es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die 

Schädigung verantwortlich ist, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 

129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem 

Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in 

der Regel auf Angaben ärztlicher Expertinnen oder Experten angewiesen. Die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die 

vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist 

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(BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/

bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. 

keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung 

gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen 

das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

3.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52 

ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

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Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann Beweiswert beigemessen werden, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 123 

V 331 E. 1c, BGE 135 V 465 E. 4.4).

4.  

Vorerst ist zu prüfen, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Juli 2016 noch 

organisch objektivierbare Unfallfolgen vorhanden waren.

4.1  Die Beschwerdeführerin erlitt bei ihrem Unfall vom 12. Mai 2015 eine Distorsion der 

HWS. Anlässlich der Erstbehandlung im Spital D.___ bestand lediglich eine leichte 

Druckdolenz im Sinne eines Ziehens paravertebral der HWS beidseits sowie im Bereich 

des Unterbauchs und in den Flanken beidseits und eine leichte Übelkeit (Suva-act. 17). 

In den Tagen darauf traten Schwindel sowie Kopfschmerzen mit Ausstrahlung in den 

Nacken beidseits auf (Suva-act. 18, 20). Ein am 21. Mai 2015 erstelltes CT des 

Neurocraniums war normal, ohne Auffälligkeiten (Suva-act. 29). Die untersuchenden 

Ärzte des KSSG berichteten am 3. Juli 2015, der neurologische Befund sei unauffällig. 

Sie diagnostizierten ein postcomotionelles Syndrom bei Commotio cerebri am 12. Mai 

2015. Unter anderem bestehe ein posttraumatischer Kopfschmerz. Zum Ausschluss 

einer traumatischen Hirnverletzung planten sie ein MRI (Suva-act. 31). Dieses brachte 

am 9. Juli 2015 lediglich einzelne unspezifische Glioseherde periventrikulär beidseits 

zur Darstellung. Es fand sich kein Nachweis posttraumatischer Mikroblutungen und 

kein Hinweis auf das Vorliegen von Shearing Injuries bei im Übrigen altersentsprechend 

normalem MRI (Suva-act. 33). Gemäss biomechanischer Kurzbeurteilung vom 28. 

Oktober 2015 ist die Diagnose einer Commotio cerebri nicht nachvollziehbar. Die 

beurteilenden Fachpersonen, unter ihnen Dr. med. M.___, Fachärztin für 

Rechtsmedizin, begründeten überzeugend, den Akten seien weder ein Hinweis für 

einen relevanten Kopfanprall an einer harten Innenraumstruktur noch Angaben zu einer 

Bewusstlosigkeit zu entnehmen. Aus biomechanischer Sicht ergebe sich aufgrund der 

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technischen Bewertung und der medizinischen Unterlagen, dass die anschliessend an 

das Ereignis bei der Beschwerdeführerin festgestellten von der HWS ausgehenden 

Beschwerden und Befunde isoliert durch die Kollisionseinwirkung eher nicht erklärbar 

seien (Suva-act. 69). Dr. I.___ führte ein EEG durch und erhob am 24. November 2015 

einen neurologischen Normalbefund (Suva-act. 79). Vor diesem Hintergrund folgerten 

die Kreisärzte Dr. H.___ und med. pract. J.___ am 29. Oktober bzw. 8. Dezember 2015 

nachvollziehbar, es lägen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine strukturell 

objektivierbaren Folgen des Unfalles vom 12. Mai 2015 vor (Suva-act. 70, 84).

4.2  Zusammengefasst sind die geklagten Beschwerden spätestens seit dem Zeitpunkt 

der Leistungseinstellung nicht mehr durch einen klar ausgewiesenen organischen 

Unfallschaden im Sinn einer nachweisbaren strukturellen Veränderung erklärbar.

5.   

Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne 

nachweisbare pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle 

verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma, 

eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen Beschwerden nicht 

mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) 

objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden 

in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein Schleudertrauma oder eine 

äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert und liegt - wie dies konkret der Fall ist - 

kein fassbarer organischer (unfallbedingter) Befund an der HWS im erwähnten Sinn vor, 

muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches Beschwerdebild mit 

einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vorliegen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e; Bestätigung in BGE 

134 V 109 E. 9). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden muss 

jedoch nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 

Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum 

Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (Urteile des 

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Bundesgerichts vom 30. Januar 2007, U 215/05, und vom 15. März 2007, U 258/06; 

RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Vorliegend ist unbestritten und nach Lage der Akten 

erwiesen, dass bei der Beschwerdeführerin ein HWS-Beschleunigungstrauma mit 

mindestens einem Teil der beschriebenen Beschwerden vorlag (vgl. Suva-act. 20).

6.   

6.1  Die Adäquanz eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 12. 

Mai 2015 und den im Einstellungszeitpunkt geklagten Beschwerden (vor allem 

Kopfschmerzen und psychische Probleme) ist speziell zu prüfen. Die 

Beschwerdegegnerin verwies im angefochtenen Einspracheentscheid vom 13. Januar 

2017 sowohl auf die Kriterien von BGE 115 V 133 (psychische Fehlentwicklungen) als 

auch die Kriterien gemäss der Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359, präzisiert 

durch BGE 134 V 109). Sie prüfte sodann letztere (Suva-act. 152, vgl. Suva-act. 123). In 

ihrer Beschwerdeantwort vertrat die Beschwerdegegnerin jedoch die Ansicht, die 

Kriterien von BGE 115 V 133 seien anwendbar (act. G3). Wie sich den Akten 

entnehmen lässt, litt die Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitpunkt neben 

Kopfschmerzen auch an erheblichen - teilweise jedoch schon vor dem Unfall 

bestehenden und durch diesen verstärkten - psychischen Beschwerden (vgl. Suva-act. 

50, 79, 102, 107, 120), was grundsätzlich für die Anwendung der Kriterien nach BGE 

115 V 133 spricht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 2012, 8C_710/2011, E. 

2.2). Die Frage, ob bei der Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis (BGE 

134 V 109) oder nach der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) vorzugehen ist, kann jedoch 

offengelassen werden, wenn - wie vorliegend - selbst die Anwendung der für die 

Beschwerdeführerin günstigeren Schleudertrauma-Praxis zur Verneinung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs führt (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Dezember 

2013, 8C_779/2013, E. 5). Im Gegensatz zur Psycho-Praxis wird bei der 

Schleudertrauma-Praxis bei der Prüfung der Adäquanzkriterien auf eine Differenzierung 

zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet (Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/2009, E. 2).

6.2  Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der 

Schleudertrauma-Praxis im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Bei der 

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Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend 

vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen 

einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischenliegenden 

mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in 

der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem 

mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es 

sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 

eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall 

einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden 

(BGE 134 V 126 E. 10.1). Die in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien 

lauten: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt 

spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 130 E. 10.3).

6.3  Vorliegend fuhr die Beschwerdeführerin am 12. Mai 2015 mit einer 

Geschwindigkeit von ca. 50 km/h mit einem Kleintransporter auf einen Kreisel zu und 

realisierte einen bei der Einfahrt stehenden Personenwagen nach eigenen Angaben erst 

ca. zehn Meter bevor sie diesen erreicht hatte. Um eine Kollision zu vermeiden, fuhr sie 

ungebremst links an diesem vorbei und überquerte die Grünfläche in der Mitte des 

Kreisels. Auf Höhe der Kreiselausfahrt lenkte sie brüsk nach links. In der Folge 

kollidierte sie frontal mit einem Wegweiser auf einer Verkehrsinsel, streifte mit der 

rechten Fahrzeugseite die Front eines stillstehenden Personenwagens und prallte 

schlussendlich frontal in eine Steinmauer (Suva-act. 39-6). Laut biomechanischer 

Kurzbeurteilung ist im ungünstigsten Fall (Annahme, dass alle Schäden an der Front 

des Kleintransporters durch einen Anprall entstanden sind) zu schliessen, dass das 

Fahrzeug der Beschwerdeführerin gesamthaft eine Verlangsamung erfuhr, die 

unterhalb oder knapp innerhalb eines Bereichs von 20 bis 30 km/h gelegen haben 

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dürfte. Die Beschwerdeführerin habe sich relativ zu ihrem Fahrzeug vor allem nach 

vorne bewegt. Der Bereich für die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung, 

innerhalb welchem nach frontalen Anprallen der kritische Wert für nicht unerhebliche 

HWS-Beschwerden angenommen werden dürfe, liege für das verzögerte Fahrzeug im 

Normalfall bei 20 bis 30 km/h. Aus biomechanischer Sicht ergebe sich aufgrund der 

technischen Bewertung und der medizinischen Unterlagen jedoch, dass die 

anschliessend an das Ereignis festgestellten von der HWS ausgehenden Beschwerden 

und Befunde isoliert durch die Kollisionseinwirkung eher nicht erklärbar seien (Suva-

act. 69). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei der vorliegenden 

Frontalkollision ohne besondere erschwerende Umstände von einem mittelschweren 

Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen (Urteile des 

Bundesgerichts vom 15. Mai 2008, U 484/06, E. 4.3.6.1, und vom 5. Dezember 2012, 

8C_544/2012, E. 5.2).

6.4  Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

mindestens vier der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 

8C_651/2016, E. 5.5; BGE 134 V 109, E. 10.1).

6.4.1      Es bestehen keine Hinweise auf besonders dramatische Begleitumstände oder 

eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls. Die Beschwerdeführerin bringt zwar vor, 

sie fühle sich manchmal zurückversetzt in den Zeitpunkt des Unfalles und sehe eine 

Wand bzw. einen Abgrund vor sich und wisse nicht, wie sie ausweichen könne. 

Gleichzeitig gibt sie jedoch an, sich an das direkte Unfallgeschehen nicht erinnern zu 

können (act. G1). Das Kriterium ist damit nicht erfüllt.

6.4.2      Zur Bejahung des Kriteriums schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzung genügt die Annahme einer HWS-Distorsion für sich allein nicht. Es bedarf 

hierzu einer besonderen Schwere der dafür typischen Beschwerden oder besonderer 

Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (BGE 134 V 109, E. 

10.2.2). Die

Beschwerdeführerin sass beim Unfall angegurtet auf dem Fahrersitz, eine besondere 

Körperhaltung lag nicht vor (Suva-act. 20, 69). Neben der HWS-Distorsion erlitt sie 

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keine relevanten Verletzungen. Die behandelnden Ärzte des KSSG berichteten am 3. 

Juli 2015 zwar über ein postcomotionelles Syndrom bei Status nach Commotio cerebri 

(Suva-act. 31), diese Diagnose erachteten die Fachpersonen des AGU Zürich jedoch 

gestützt auf das später erstellte MRI (Suva-act. 33) zu Recht als nicht nachvollziehbar 

(vgl. Suva-act. 69). Die Beschwerdeführerin klagte nach dem Unfall auch über 

psychische Probleme, insbesondere über Schlafstörungen, depressive Verstimmung, 

innerliche Anspannung, Konzentrationsdefizite und Angstzustände (Suva-act. 50, 102). 

Die behandelnden Fachpersonen der Klinik K.___ diagnostizierten eine 

Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt sowie einen 

psychophysischen Erschöpfungszustand (Suva-act. 102). Es ist jedoch zu beachten, 

dass die Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall unter einer Anpassungsstörung mit 

längerer depressiver Reaktion gelitten hatte und daher zweimal über längere Zeit in 

psychiatrischer Behandlung war (Suva-act. 50, vgl. act. G1). Die psychische 

Problematik ist daher nur teilweise auf den Unfall zurückzuführen. Das Kriterium ist 

damit zu verneinen.

6.4.3      Hinsichtlich des Kriteriums fortgesetzte spezifische und belastende ärztliche 

Behandlung ist festzustellen, dass an die Bejahung praxisgemäss hohe Anforderungen 

gestellt werden (vgl. etwa SVR 2009 UV Nr. 22 S. 80, 8C_209/2008, E. 5.4; Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/2009, E. 4.2.2 mit Hinweisen). Die 

Beschwerdeführerin begab sich nach dem Unfall unmittelbar in somatische 

Behandlung, wodurch sich die diesbezüglichen Beschwerden sukzessive besserten 

(Suva-act. 13, 17, 94). Sie wurde vor allem mit Physiotherapie und Analgetika 

behandelt (Suva-act. 17, 40, 94). Der letzte aktenkundige Bericht aus somatischer Sicht 

stammt vom 11. Februar 2016. Dr. E.___ hielt darin fest, die Beschwerdeführerin 

erhalte weiterhin Physiotherapie und nehme bei Bedarf Kopfschmerztabletten ein 

(Suva-act. 94). Physio- sowie eine medizinische Schmerztherapie vermögen das 

Kriterium für sich allein nicht zu erfüllen (Urteile des Bundesgerichts vom 17. April 2008, 

8C_181/2007, E. 3.2; vom 5. September 2008, 8C_52/2008, E. 8.2 und vom 18. 

Dezember 2008, 8C_724/2008, E. 4.4.2). Die Beschwerdeführerin befand sich kurz 

nach dem Unfall bis zum Einstellungszeitpunkt durchgehend in psychiatrischer 

Behandlung (Suva-act. 50, 98, 102, 107, 120). Vom 9. Mai bis 17. Juni 2016 wurde sie 

in der Tagesklinik der Klinik K.___ behandelt. Inhalte in den begleiteten 

Einzelgesprächen waren die Arbeitsplatzsituation, fehlende Wertschätzung und 

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Anerkennung, die Kündigung sowie der Verkehrsunfall und dessen Folgen (Suva-act. 

120). Wie bereits erwähnt, war die Behandlung der psychischen Beschwerden somit 

nur beschränkt auf den Unfall zurückzuführen. Zudem kann die Behandlung auch nicht 

als besonders belastend betrachtet werden, weshalb das Kriterium insgesamt zu 

verneinen ist.

6.4.4      Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall und 

dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende 

erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften 

Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109, E. 10.2.4). Die 

Beschwerdeführerin klagte über Nacken- und Kopfschmerzen sowie kurz nach dem 

Unfall auch über Übelkeit (Suva-act. 15, 17, 20). Die somatischen Beschwerden 

nahmen seit dem Unfall langsam, aber stetig ab (Suva-act. 13, 66, 94). Dr. E.___ 

berichtete am 23. Oktober 2015 noch über Kopfschmerzen, welche bei länger 

dauernder Konzentration aufträten (Suva-act. 66). Am 7. Juni 2016 führte die 

Beschwerdeführerin aus, sie sei seit dem Unfall nie schmerzfrei gewesen. Die 

Kopfschmerzen seien nach wie vor vorhanden, zwischendurch gehe es ihr jedoch 

etwas besser. Die Schmerzen träten immer wieder auf und seien auch dauernd 

präsent. Manchmal stehe sie morgens schon mit Kopfschmerzen auf, manchmal träten 

sie erst später auf. Die Schmerzen könne sie mit Medikamenten dämmen, weg seien 

sie nie ganz (Suva-act. 117). In ihrer Beschwerde machte sie geltend, ihr Alltag sei von 

ihren Beschwerden geprägt. Nach ihrer beruflichen Tätigkeit komme sie meistens 

erschöpft nach Hause und müsse zuerst schlafen. Der Lärm, das Licht und viele andere 

Faktoren liessen sie schnell ermüden. Eine Erhöhung des Arbeitspensums dürfte kaum 

möglich sein, ihre Erholungszeit sei jetzt schon knapp (act. G1). Die behandelnden 

Fachpersonen der Klinik K.___ berichteten am 1. Juli 2016, der Beschwerdeführerin 

gelinge es trotz der Kopfschmerzen sich in ihrem sozialen Alltag zu beteiligen (Suva-

act. 120). Zudem litt sie unter psychischen Beschwerden (Schlafstörungen, depressive 

Verstimmung, innerliche Anspannung, Konzentrationsstörungen, Angstzustände, 

Ermüdung). Die aufgetretenen Schmerzen und die Beeinträchtigung, welche die 

Beschwerdeführerin durch ihre Beschwerden insgesamt im Lebensalltag erfahren hat, 

übertreffen das bei einer solchen Verletzung Übliche nicht derart, als dass das 

Kriterium als in besonderem Masse erfüllt erschiene. Dies auch angesichts der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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Tatsache, dass die Beschwerdeführerin trotz ihrer Beeinträchtigungen in der Lage war, 

von August 2015 bis 30. Juni 2016 in einem rund 50% Pensum zu arbeiten (Suva-act. 

43 f., 109).

6.4.5      Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, 

welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, und eine solche wird auch nicht 

geltend gemacht. Das Gleiche gilt für das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs 

und erheblicher Komplikationen.

6.4.6      Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist gemäss BGE 

134 V 109 E. 10.2.7 dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis 

mittelschweren Schleudertraumen der HWS und ähnlichen Verletzungen ein längerer 

oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt 

aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher 

massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden 

die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Konkret muss ihr Wille 

erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder in den 

Arbeitsprozess einzugliedern. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 

Abs. 1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen 

auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Die 

Beschwerdeführerin nahm ihre Arbeit am 10. August 2015 in einem Pensum von 50% 

wieder auf (entsprechend leicht weniger als das ursprünglich ausgeübte Pensum) und 

war bis zur Kündigung vom 30. Juni 2016 in diesem Umfang tätig (Suva-act. 43 f.). Die 

Kündigung hing primär mit einem Führerausweisentzug, nicht mit der gesundheitlichen 

Situation der Beschwerdeführerin, zusammen (Suva-act. 116). Dr. E.___ hatte ihr bis im 

Dezember 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert (vgl. Suva-act. 83) und am 

11. Februar 2016 berichtet, die Arbeitsunfähigkeit habe nun auf 30% gesenkt werden 

können (Suva-act. 94). Dr. F.___ bzw. die behandelnden Fachpersonen der Klinik K.___ 

attestierten der Beschwerdeführerin sodann vom 21. April bis 31. Juli 2016 aus 

psychiatrischer Sicht erneut eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 107, 120). 

Der Beschwerdeschrift ist schliesslich zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 

wieder arbeitsfähig ist (act. G1). Das Kriterium ist damit insgesamt zu verneinen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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6.5  Da somit höchstens eines der zu berücksichtigenden Kriterien (erhebliche 

Beschwerden) erfüllt ist, dieses allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise, ist 

der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 12. Mai 2015 und den 

im Zeitpunkt der Leistungseinstellung geklagten Beschwerden zu verneinen. Folglich 

erübrigt sich die Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs (vgl. BGE 135 V 465 

E. 5.1).

7.   

7.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 13. 

Januar 2017 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 

abzuweisen.

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.10.2018
	Art. 6 UVG. Art. 19 UVG. Die Einstellung der Versicherungsleistungen erfolgte zu Recht, nachdem die adäquate Unfallkausalität der noch vorhandenen organisch nicht objektivierbaren Beschwerden weggefallen ist. Verneinung der Unfalladäquanz anhand der Kriterien von BGE 134 V 109 ff. (sog. Schleudertrauma-Praxis) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Oktober 2018, UV 2017/17).

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		2025-07-19T05:36:07+0200
	"9001 St.Gallen"
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