# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 631b55b1-ebee-52e1-b666-b67b6f781767
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.02.2023 RT230012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT230012_2023-02-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT230012-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin  

lic. iur. B. Schärer und Ersatzoberrichterin lic. iur. N. Jeker sowie  

Gerichtsschreiberin MLaw L. Hengartner 

Beschluss vom 17. Februar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Gemeindeverwaltung B._____,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Affoltern vom 11. Januar 2023 (EB220143-A) 
 

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Erwägungen: 

1. Mit unbegründetem Urteil vom 11. Januar 2023 erteilte die Vorinstanz 

der Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) in der Be-

treibung Nr. … des Betreibungsamts … (Zahlungsbefehl vom 23. November 

2022) definitive Rechtsöffnung für Fr. 15'709.55 (Urk. 17). Mit Eingabe vom 1. 

Februar 2023 verlangte der Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan Ge-

suchsgegner) die Begründung des Entscheids (Urk. 20). Die Vorinstanz trat mit 

Verfügung vom 2. Februar 2023 auf das Gesuch um Begründung nicht ein 

(Urk. 21). 

2. Mit Eingabe vom 7. Februar 2023 (Datum des Poststempels: 

8. Februar 2023) erhob der Gesuchsgegner Einsprache gegen das Urteil vom 

11. Januar 2023 (Urk. 25).  

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-24). Da sich die 

Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, 

kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 

ZPO). 

4.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Die beschwerdeführende Partei hat sich in ihrer schriftlichen Be-

schwerdebegründung (im Sinne einer Eintretensvoraussetzung) inhaltlich mit den 

Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und mittels Verweisungen auf 

konkrete Stellen in den vorinstanzlichen Akten hinreichend genau aufzuzeigen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an ei-

nem der genannten Mängel leidet (Art. 321 Abs. 1 ZPO; BGer 5D_146/2017 vom 

17. November 2017, E. 3.3.2; BGer 5A_387/2016 vom 7. September 2016, 

E. 3.1). 

4.2. Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO kann das Ge-

richt seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begrün-

dung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei 

dies innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt. Wird eine Be-

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gründung verlangt, so läuft den Parteien die Frist zur Erklärung einer Beschwerde 

ab Zustellung des begründeten Entscheids. Dies hat die Vorinstanz korrekt ange-

geben (Urk. 17 S. 2 f. Dispositivziffer 5). Eine schriftliche Begründung des Ent-

scheides ist denn auch Voraussetzung für die Anfechtung desselben mit Be-

schwerde (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Damit stellt ein unbegründetes Urteil kein taugli-

ches Anfechtungsobjekt dar (vgl. Art. 239 Abs. 2 ZPO). 

5. Der Gesuchsgegner hat seine Eingabe als Einsprache bezeichnet 

(Urk. 25). Zulässiges Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide betreffend 

Rechtsöffnung ist die Beschwerde (Art. 319 lit. a i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO). 

Die Eingabe des Gesuchsgegners ist daher als Beschwerde entgegenzunehmen. 

Diese richtet sich explizit gegen das Urteil vom 11. Januar 2023 (Urk. 25). Ein un-

begründeter Entscheid kann jedoch nicht direkt angefochten werden (vgl. E. 4.2.). 

Auf die Beschwerde ist daher mangels tauglichen Anfechtungsobjekts nicht einzu-

treten.  

6. Zu ergänzen ist, dass auch ein Nichteintretensentscheid zu ergehen 

hätte, wenn der Gesuchsgegner eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 

2. Februar 2023 hätte erheben wollen. Eine Auseinandersetzung mit den Erwä-

gungen der Vorinstanz in der Verfügung vom 2. Februar 2023 fehlt nämlich, wes-

halb auch deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten wäre (vgl. E. 4.1.). Oh-

nehin erweist sich der Entscheid in der Sache als korrekt: Das Urteil wurde dem 

Gesuchsgegner am 18. Januar 2023 zugestellt (Urk. 19), womit die zehntägige 

Frist für das Gesuch um Begründung am 30. Januar 2023 ablief. Der Gesuchs-

gegner verlangte die Begründung mit Eingabe vom 1. Februar 2023 (Datum Post-

stempel; Urk. 20) und damit verspätet, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat 

(Urk. 21 S. 2). 

7. Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 15'709.55. Die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.– festzusetzen und ausgangsgemäss dem Ge-

suchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind im 

Beschwerdeverfahren keine zuzusprechen, da der Gesuchsgegner unterliegt und 

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der Gesuchstellerin keine Aufwendungen entstanden sind (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 

Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

eines Doppels bzw. Kopien von Urk. 25 und Urk. 27/1-8, sowie an die Vo-

rinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 15'709.55. Die Be-
schwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des 
Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

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Zürich, 17. Februar 2023 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtschreiberin: 

 
 
 

MLaw L. Hengartner 
versandt am: 
jo 

	Beschluss vom 17. Februar 2023
	Erwägungen:
	1. Mit unbegründetem Urteil vom 11. Januar 2023 erteilte die Vorinstanz der Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamts … (Zahlungsbefehl vom 23. November 2022) definitive Rechtsöffnung ...
	2. Mit Eingabe vom 7. Februar 2023 (Datum des Poststempels: 8. Februar 2023) erhob der Gesuchsgegner Einsprache gegen das Urteil vom 11. Januar 2023 (Urk. 25).
	3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-24). Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO).
	4.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die beschwerdeführende Partei hat sich in ihrer schriftlichen Beschwerdebegründung (im Sinne e...
	4.2. Gemäss Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO i.V.m. Art. 219 ZPO kann das Gericht seinen Entscheid durch Zustellung des Dispositivs ohne schriftliche Begründung eröffnen. Eine schriftliche Begründung ist nachzuliefern, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen ...
	5. Der Gesuchsgegner hat seine Eingabe als Einsprache bezeichnet (Urk. 25). Zulässiges Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide betreffend Rechtsöffnung ist die Beschwerde (Art. 319 lit. a i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO). Die Eingabe des Ges...
	6. Zu ergänzen ist, dass auch ein Nichteintretensentscheid zu ergehen hätte, wenn der Gesuchsgegner eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 2. Februar 2023 hätte erheben wollen. Eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz in der Verfügu...
	7. Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 15'709.55. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.– festzusetzen und ausgangsgemäss dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art....
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage eines Doppels bzw. Kopien von Urk. 25 und Urk. 27/1-8, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...