# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 043d2011-ff6a-532a-8588-418f537e398c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.06.2023 III 2023 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-25_2023-06-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 25

Entscheid vom 27. Juni 2023 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Fahreignung / Anordnung von Auflagen)

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Sachverhalt:

A. Am 31. Januar 2022 ersuchte A.________ (geb. 1996) das Verkehrsamt 
des Kantons Schwyz um Erteilung eines Lernfahrausweises für Fahrzeuge der 
Kategorie B. Im Gesuch gab sie eine psychische Erkrankung an; gleichzeitig 
reichte sie einen entsprechenden Bericht der behandelnden Ärztin Dr.med. 
C.________ vom 25. Januar 2022 ein. Das Verkehrsamt verweigerte ihr in der 
Folge mit Verfügung vom 8. März 2022 die Zulassung zur theoretischen und 
praktischen Führerprüfung mit der Begründung, es bestünden Zweifel an ihrer 
Fahreignung; gleichzeitig machte es die Erteilung des Lernfahrausweises von ei-
ner die Fahreignung von A.________ bestätigenden verkehrsmedizinischen Un-
tersuchung abhängig; sie habe eine mehrmonatige Alkohol- und Cannabisabsti-
nenz nachzuweisen und die regelmässige, psychiatrisch- und psychotherapeuti-
sche Behandlung weiterzuführen; frühestens nach einer fünf- bis sechsmonati-
gen Abstinenz könne ein verkehrsmedizinischer Kontrolluntersuch inkl. Haarana-
lyse bei einem Arzt der Stufe 4 durchgeführt werden (vgl. Gesuch um Erteilung 
eines Lernfahrausweises der Kategorie B vom 31.1.2022 i.V.m. 
Vi-act. 1/Beschwerde vom 20.2.2023 S. 3 Ziff. 1 und Vernehmlassung vom 
14.3.2023 Ziff. 1).

B. In der Folge unterzog sich A.________ am 15. August 2022 sowie am 
28. November 2022 am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (nach-
folgend: IRM) der geforderten Kontrolluntersuchung zur Fahreignungsabklärung; 
am 27. September 2022 wurde sie zudem in der Praxisgemeinschaft 
D.________ (nachfolgend: Praxisgemeinschaft) verkehrspsychologisch abge-
klärt; der Bericht der Praxisgemeinschaft bzw. das Gutachten des IRM datieren 
auf den 4. Oktober 2022 bzw. 20. Dezember 2022 (vgl. Vi-act. 4). Alsdann wurde 
A.________ das rechtliche Gehör gewährt, von welchem sie mit Schreiben vom 
9. Januar 2023 Gebrauch machte (vgl. Vi-act. 6).

C. Mit Verfügung vom 30. Januar 2023 befürwortete das Verkehrsamt die 
Fahreignung von A.________ gestützt auf das Gutachten des IRM vom 20. De-
zember 2022 unter folgenden Auflagen (vgl. Vi-act. 8):

Psychische Problematik (Depression, posttraumatische Belastungsstörung, emoti-
onal-instabile Persönlichkeitsstörung, Asperger-Syndrom)
- Regelmässige ärztliche Kontrolle und allfällige Behandlung der psychischen Er-

krankung nach Ermessen des behandelnden Arztes und striktes Befolgen der 
ärztlichen Weisungen;

- Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist der Arzt/die Ärztin auf-
zusuchen und auf das Führen eines Fahrzeuges ist zu verzichten;

Suchtmittelproblematik (Cannabismissbrauch)

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- Einhaltung einer Cannabisabstinenz gemäss der im Merkblatt festgelegten Vor-
gehensweise;

- Nachweis der Cannabisabstinenz mittels einer Urinprobenkontrolle pro Monat auf 
Cannabis;

- Auf den Konsum von CBD-haltigen Produkten ist zu verzichten;
- Die Durchführung von Urinprobenkontrollen auf andere Substanzen als Cannabis 

erübrigt sich;
- Regelmässige Besprechungen beim Psychiater oder Psychologen;
Fahrabstinenz mit Kontrolle des Trinkverhaltens (risikoreicher Konsum)
- Einhaltung einer Alkoholfahrabstinenz d.h. Lenken eines Fahrzeuges nur unter 

jeglichem Verzicht auf Alkoholkonsum vor Antritt der Fahrt (Fahren mit 0.00 Gew. 
‰) gemäss der im Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;

- Einhalten eines risikoarmen, "sozialen" Alkoholtrinkverhaltens, das heisst maxi-
mal 1 Standardglas pro Tag für eine Frau. Mindestens zwei alkoholfeie Tage pro 
Woche;

- Ein Standardglas enthält 10 - 12 g Alkohol und entspricht 3 dl Bier oder 1 dl Wein 
oder 2 cl Schnaps;

Weiteres Vorgehen
- Erste Abstinenzkontrolle inklusive Haaranalyse zur Überprüfung des Trinkverhal-

tens beim Institut für Rechtsmedizin, Verkehrsmedizin Zürich, im März 2023;
- Für die Haaranalyse werden mindestens 5 cm lange, kosmetisch unbehandelte, 

d.h. nicht gefärbte, nicht getönte oder gebleichte Kopfhaare benötigt. Bei fehlen-
der oder zu kurzer Kopfbehaarung (weniger als 5 cm) dürfen die Körperhaare 
(Arm- oder Beinhaare) bis zur nächsten Abstinenzkontrolle nicht rasiert werden;

- Die ärztlichen Zeugnisse (Fahreignung und Cannabis sowie Fahreignung und 
psychische Erkrankung) sind zur Abstinenzkontrolle mitzubringen;

- Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten Fahrlehrers;
- Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung.

D. Gegen diese Verfügung vom 30. Januar 2023 (Postaufgabe nicht akten-
kundig) lässt A.________ mit Eingabe vom 20. Februar 2023 (Postaufgabe: glei-
chentags) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz mit den folgenden Rechtsbegehren stellen: 

1. Es sei die Verfügung des Verkehrsamts des Kantons Schwyz betreffend Be-
fürwortung der Fahreignung mit Auflagen (Versanddatum: 30. Januar 2023) 
dahingehend abzuändern, dass auf die Anordnung der folgenden Auflagen zu 
verzichten sei:

• Nachweis der Cannabisabstinenz mittels einer Urinprobenkontrolle pro Monat 
auf Cannabis;

• Abstinenzkontrollen inklusive Haaranalysen zur Überprüfung des Trinkverhal-
tens beim Institut für Rechtsmedizin, Verkehrsmedizin Zürich (erstmals im 
März 2023);

• Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten Fahrlehrers.

2. Eventualiter sei anstelle der vorgenannten Abstinenzkontrollen gegenüber der 
Beschwerdeführerin die Auflage anzuordnen, dass sie selbst oder ihr/e behan-
delnde/r Ärztin und/oder Psychotherapeut/in im Falle der Verschlechterung ih-
res psychischen Zustands Meldung an das Verkehrsamt zu machen habe.

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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (letzteres zzgl. 7.7% MwSt.) zulasten 
der Beschwerdegegnerin/Vorinstanz.

E. Mit Vernehmlassung vom 14. März 2023 beantragt das Verkehrsamt, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kostenfolgen 
zulasten der Beschwerdeführerin. Hierzu äussert sich die Beschwerdeführerin mit 
Replik vom 3. April 2023. Mit Duplik vom 17. April 2023 hält die Vorinstanz an ih-
ren Ausführungen fest.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz ver-
fügen (Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes [SVG; SR 741.01] vom 
19.12.1958). Gemäss Art. 14 Abs. 2 verfügt über Fahreignung, wer das Mindest-
alter erreicht hat (lit. a), die erforderliche körperliche und psychische Leistungs-
fähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen hat (lit. b), frei von einer 
Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (lit. c) und 
nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die 
Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen (lit. d). 
Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese einer Fahreig-
nungsuntersuchung unterzogen (Art. 15d Abs. 1 SVG). Der Nachweis, dass der 
Bewerber über die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit 
zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen verfügt, ist gemäss Art. 14a Abs. 1 
lit. b SVG Voraussetzung zur Erteilung des Lernfahrausweises. Auch bei dieser 
Bestimmung geht es um den Nachweis der Fahreignung, sie deckt sich mit 
Art. 14 Abs. 2 SVG (vgl. Philippe Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 
2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2015, Art. 14a SVG N 4).

1.2 Die medizinischen Anforderungen für den Erwerb eines Lernfahrausweises 
sind in Art. 7 Abs. 1 der Verkehrszulassungsverordnung (VZV; SR 741.51) vom 
27. Oktober 1976 bzw. im Anhang 1 zur VZV geregelt. Gemäss Ziffer 3 des An-
hangs 1 darf bei der Führerausweis-Kategorie B keine Abhängigkeit und kein 
verkehrsrelevanter Missbrauch von Alkohol, Betäubungsmitteln und psychotrop 
wirksamen Medikamenten vorliegen. Unter Ziffer 4 des Anhangs 1 wird erwähnt, 
dass keine psychische Störung mit bedeutsamen Auswirkungen auf die realitäts-
gerechte Wahrnehmung, die Informationsverarbeitung und -bewertung, das Re-
aktionsvermögen sowie die situationsgerechte Verhaltenssteuerung, keine mani-
sche oder erhebliche depressive Symptomatik, keine erheblichen Persönlich-
keitsstörungen - insbesondere keine ausgeprägte dissozialen Verhaltensstörun-
gen - und keine erhebliche Intelligenzminderung bestehen darf.

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1.3 Im Bereich "psychische Störungen" werden keine konkreten Diagnosen 
genannt. Zur Beurteilung der Fahreignung ist daher abzuklären, ob eine psychi-
sche Störung oder psychopathologische Befunde vorliegen, welche Einfluss auf 
die Fahreignung haben bzw. als verkehrsrelevant einzustufen sind (vgl. Gerda 
Steindl, Fahreignung bei psychischen Störungen, in: Jahrbuch zum Strassenver-
kehrsrecht 2018, St. Gallen 2018, S. 284, Abstract). Daneben kommt der Bewer-
tung des Krankheitsverlaufs, des Funktionsniveaus, der Ausprägung der Sym-
ptomatik, der Therapieadhärenz, der Krankheitseinsicht, der Medikamentencom-
pliance und der Prognose eine grosse Bedeutung zu; ein nicht zu vernachlässi-
gender Faktor sind psychosoziale Faktoren und Comorbiditäten, wie eine allfälli-
ge Suchmittelproblematik oder körperliche Krankheit, die sich häufig gegenseitig 
beeinflussen; bei behandlungs- und kontrollbedürftigen psychischen Störung 
kann die Fahreignung nur mit problembezogenen Auflagen und weiteren Ver-
laufskontrollen bejaht werden (vgl. Steindl, a.a.O., S. 296).

1.4 Gemäss Rechtsprechung darf auf fehlende Fahreignung wegen Drogen-
sucht geschlossen werden, wenn eine Person nicht (mehr) in der Lage ist, Dro-
genkonsum und Strassenverkehr ausreichend auseinanderzuhalten, oder wenn 
die naheliegende Gefahr besteht, dass sie im akuten Rauschzustand am motori-
sierten Strassenverkehr teilnimmt (vgl. Urteil BGer 1C_458/2019 vom 25.3.2020 
Erw. 2.1 m.H.a. BGE 129 II 82 Erw. 4.1; BGE 127 II 122 Erw. 3c). Ein regelmäs-
siger aber kontrollierter und mässiger Cannabiskonsum erlaubt für sich allein je-
doch noch nicht den Schluss auf eine fehlende Fahreignung. Auch verneinte das 
Bundesgericht ernsthafte Bedenken an der Fahreignung einer Person, die ledig-
lich einmal und nicht im Zusammenhang mit dem Führen eines Motorfahrzeugs 
Kokain konsumierte und darüber hinaus einen ungetrübten automobilistischen 
sowie bürgerlichen Leumund hatte (vgl. Urteil BGer 1C_458/2019 vom 25.3.2020 
Erw. 2.1 m.H.a. Urteil BGer 6A.72/2006 vom 7.2.2007 Erw. 3.2). Von Bedeutung 
sind dabei die Konsumgewohnheiten des Lenkers - namentlich Häufigkeit, Men-
ge und Umstände des Cannabiskonsums und allfälliger Konsum weiterer Betäu-
bungsmittel und/oder Alkohol -, seine Vorgeschichte, sein bisheriges Verhalten 
im Strassenverkehr und seine Persönlichkeit (vgl. Urteil BGer 1C_458/2019 vom 
25.3.2020 Erw. 2.1 m.H.a. BGE 128 II 335 Erw. 4a/4b, BGE 130 IV 32 Erw. 5.2, 
Urteil BGer 1C_445/2012 vom 26.4.2013 Erw. 3.1).

1.5 Gemäss den allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grundsätzen ist es im 
Rahmen der Verhältnismässigkeit zulässig, aus besonderen Gründen den Füh-
rerausweis mit Auflagen zu versehen, wenn diese der Sicherstellung der Fahr-
eignung und damit der Verkehrssicherheit dienen sowie mit dem Wesen der Fah-
rerlaubnis im Einklang stehen. Die Anordnung von Auflagen kommt dann in Fra-

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ge, wenn der Lenker die gesetzlichen Anforderungen an die Fahreignung bei 
Einhaltung bestimmter Massnahmen erfüllt. Erforderlich ist zudem, dass sich die 
Fahreignung nur mit dieser Massnahme aufrechterhalten lässt und die Auflagen 
erfüll- und kontrollierbar sind (vgl. BGE 131 II 248 Erw. 6). Im Lernfahrausweis 
können die gleichen Auflagen, Beschränkungen und Zusatzangaben wie im Füh-
rerausweis eingetragen werden (Art. 15 Abs. 3 VZV). Dass ein Fahrzeuglenker 
zum Alkoholmissbrauch neigt, stellt einen besonderen Grund dar, der Auflagen 
rechtfertigt. Die Fahreignung solcher Lenker bedarf der besonderen Kontrolle. 
Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass eine Person grundsätzlich 
über die Eignung verfügt, ein Fahrzeug zu lenken, weil keine Alkoholsucht im 
medizinischen Sinne besteht (vgl. BGE 131 II 248 Erw. 6.3).

1.6 Die persönlichen Verhältnisse des Betroffenen sind in jedem Fall und von 
Amtes wegen genau abzuklären. Das Ausmass der notwendigen behördlichen 
Nachforschungen richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls und liegt im 
pflichtgemässen Ermessen der Behörde (vgl. BGE 129 II 82 Erw. 2.2). Die Be-
weismittel und damit auch das verkehrsmedizinische (wie auch das verkehrspsy-
chologische) Gutachten unterliegen der freien richterlichen Beweiswürdigung 
(vgl. § 24 Abs. 1 lit. e des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 
234.110] vom 6.6.1974 und § 25 VRP). Gemäss Rechtsprechung ist der Richter 
an die Auffassung des Experten gebunden, soweit Fachfragen betroffen sind und 
soweit nicht triftige Gründe für eine abweichende Würdigung sprechen (vgl. Urteil 
BGer 1C_164/2020 vom 20.8.2020 Erw. 4.4 m.H.a. BGE 145 II 70 Erw. 5.5; Ur-
teil BGer 1C_147/2018 vom 5.10.2018 Erw. 5.1, BGE 132 II 257 Erw. 4.4.1, Ur-
teil BGer 1C_5/2014 vom 22.5.2014 Erw. 3.3). Hinsichtlich des Beweiswerts ei-
nes Fachberichts einer sachverständigen Person ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in 
voller Kenntnis der Aktenlage abgegeben worden ist, in der Beurteilung der Zu-
sammenhänge und der Situation einleuchtet sowie, ob die Schlussfolgerung der 
sachverständigen Person begründet sind (vgl. Urteil BGer 1C_164/2020 vom 
20.8.2020 Erw. 4.4 in Anlehnung an den Beweiswert von Arztberichten im Sozia-
lversicherungsrecht, namentlich BGE 125 V 352 Erw. 3a).

2.1 Mit Verfügung vom 30. Januar 2023 befürwortete die Vorinstanz die Fahr-
eignung der Beschwerdeführerin unter Auflagen im Wesentlichen gestützt auf 
das verkehrsmedizinische Gutachten vom 20. Dezember 2022 (vgl. vorstehend 
Ingress lit. C i.V.m. nachstehend Erw. 3).

2.2 Die Beschwerdeführerin wendet dagegen vor Verwaltungsgericht ein, die 
Auflagen betreffend kontrollierte Totalabstinenz von Cannabis und Alkohol seien 

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unverhältnismässig; zudem fehle es an einer nachvollziehbaren Begründung für 
die Auflage, wonach Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten Fahr-
lehrers stattfinden dürften. Die diesbezüglichen Ausführungen des verkehrsmedi-
zinischen Gutachtens seien weder schlüssig noch nachvollziehbar (vgl. Be-
schwerde vom 20.2.2023 S. 9 Ziff. 15; Replik vom 3.4.2023 S. 3 Ziff. 5 Abs. 1 
und S. 7 Ziff. 8). Die entsprechenden Auflagen seien daher ersatzlos zu streichen 
(vgl. Beschwerde vom 20.2.2023 S. 4 Ziff. 4, S. 8 Ziff. 13, S. 10 Ziff. 17).

2.2.1 Es würden insbesondere keine Hinweise auf einen verkehrsrelevanten Al-
koholmissbrauch oder eine Alkoholgefährdung vorliegen; es sei nie ein Abhän-
gigkeitssyndrom (ICD-10 F10.1), ein schädlicher Gebrauch (ICD-10 F10.1) oder 
eine akute Intoxikation (ICD-10 F10.1) diagnostiziert worden; wie oft, welche 
Mengen und bei welchen Gelegenheiten die Beschwerdeführerin vor ihrer Total-
abstinenz ab Anfang 2022 Alkohol konsumierte habe, sei nicht erkennbar; es sei 
einzig darauf hingewiesen worden, dass sie ihren Alkoholkonsum über Wochen 
und Monate bis zur Totalabstinenz ab Anfang 2022 stetig reduziert habe. Ein Al-
koholproblem sei nie Thema gewesen, schon gar nicht ein solches, das befürch-
ten liesse, dass die Beschwerdeführerin mehr als andere Fahrzeuglenker ausser 
Standes sei, eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit rechtzeitig zu erkennen und 
sich nicht in alkoholisiertem Zustand ans Steuer zu setzen. Daran ändere auch 
der Umstand nichts, dass sie bei der Untersuchung ausgesagt habe, im Ausgang 
wieder mässig Alkohol zu trinken. Ohnehin seien die Laboranalysen bezüglich 
eines allfällig übermässigen Alkoholkonsums negativ ausgefallen. Es erschliesse 
sich daher nicht, weshalb die Beschwerdeführerin gemäss Verkehrsmedizinerin 
in "alte Verhaltensmuster mit teilweise übermässigem Alkoholkonsum" zurückfal-
len sollte, das der Überwachung bzw. Kontrolle bedürfe (vgl. Beschwerde S. 5f. 
Ziff. 10; S. 8 Ziff. 13; S. 9 Ziff. 16; Replik S. 5 Ziff. 6 Abs. 1).

Auch bezüglich des Cannabiskonsums sei der Beschwerdeführerin kein Abhän-
gigkeitssyndrom (ICD-10 F12.2) und nur ein schädlicher Gebrauch (ICD-10 
F12.1) diagnostiziert worden. Dabei vermöge sie ihren sporadischen Cannabis-
konsum einzuschränken; es habe zudem Phasen gegeben, in denen sie kein 
oder kaum Cannabis konsumiert habe; dies spreche klar gegen ein Suchtverhal-
ten oder auch nur eine Suchtgefährdung. Angesichts des gelegentlichen Kon-
sums am Wochenende sowie vor dem Einschlafen bestehe kaum Gefahr, dass 
sie sich in fahrunfähigem Zustand ans Steuer eines Motorfahrzeuges setze. Oh-
nehin erlaube gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein regelmässiger, 
aber kontrollierter und mässiger Cannabiskonsum für sich allein noch nicht den 
Schluss auf eine fehlende Fahreignung, weshalb insoweit auch keine Totalabsti-
nenz verlangt werden könne. Auch hätten alle Urinproben hinsichtlich THC ein 

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negatives Ergebnis ergeben; es liege kein Hinweis auf eine Drogengefährdung 
vor. Von einer überwachungsbedürftigen Suchtproblematik bzw. -gefähr-dung 
könne folglich auch in Bezug auf den Cannabiskonsum nicht ausgegangen wer-
den (vgl. S. 6f. Ziff. 11; S. 8 Ziff. 13; S. 9 Ziff. 16; Replik S. 6 Ziff. 6).

Ferner werde die Fahreignung der Beschwerdeführerin nicht durch die diagnosti-
zierten psychischen Erkrankungen (Asperger-Syndrom; Posttraumatische Belas-
tungsstörung; rezidivierende depressive Störung) beeinträchtigt; dies sei sowohl 
dem Gutachten des IRM - und den diesem zugrundeliegenden Berichten - als 
auch dem Bericht der Praxisgemeinschaft zu entnehmen. Die Verkehrspsycholo-
gin sei bei der Fahreignungsabklärung zum Schluss gekommen, dass die Be-
schwerdeführerin sehr gut in der Lage sei, die Grenzen ihrer Verhaltensmöglich-
keiten als Fahrzeuglenkerin einzuschätzen; aufgrund ihrer guten Krankheitsein-
sicht und Compliance sowie ihrer regelmässigen Behandlung und Therapie sei 
der Krankheitsverlauf weitgehend stabil und unter Kontrolle. Dementsprechend 
sei die Gefahr gering, dass der Konsum von Alkohol und/oder Cannabis wegen 
einer Verschlechterung des psychischen Zustandes bedenkliche Ausmasse an-
nehmen könnte. Ohnehin lasse sie ihre psychischen Erkrankungen seit langem 
freiwillig therapieren und habe nichts gegen die Auflage der regelmässigen 
fachärztlichen Kontrollen bzw. Gespräche. Damit sei ihre Fahreignung sowohl mit 
Blick auf ihren stabilen und unter ärztlicher Aufsicht stehenden psychischen Zu-
stand als auch bezüglich ihrer Fähigkeiten, ihren Substanzkonsum zu kontrollie-
ren, zu bejahen (vgl. S. 7f. Ziff. 12 i.V.m. S. 8 Ziff. 13; Replik S. 5 Ziff. 6 Abs. 2).

2.2.2 Die Auflage der Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten Fahr-
lehrers sei ohnehin unbegründet; der Hinweis auf allfällige, aus den "komplexen 
psychischen Problemen" der Beschwerdeführerin resultierende Verhaltensauffäl-
ligkeiten, die eine Beschränkung des Fahrunterrichts auf ein Fahrschulauto er-
fordern würden, nachdem der Beschwerdeführerin die Fahreignung im Rahmen 
der verkehrspsychologischen Abklärung vorbehaltlos und uneingeschränkt be-
scheinigt worden sei, sei verfehlt (vgl. S. 8 Ziff. 14; S. 9 Ziff. 16; Replik S. 6 
Ziff. 7). Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Verhaltensbeurteilung einer psy-
chologisch nicht geschulten Fahrlehrperson überlassen werden soll, die allfällige 
Verhaltensauffälligkeiten von Fahrschülern nicht einer psychischen Erkrankung 
zuzuordnen vermöge und finanzielle Interessen verfolge (vgl. Replik S. 7 Ziff. 8). 

2.2.3 Schliesslich hätten die Fachpsychologin für Verkehrspsychologie, die be-
handelnde Psychiaterin und die behandelnde Psychologin keine verkehrsrele-
vanten Defizite erkannt bzw. der Beschwerdeführerin eine positive Fahreignung 
attestiert; es würden bei ihr auch keine Hinweise auf eine inadäquate Selbstein-
schätzung oder eine erhöhte Risikobereitschaft vorliegen; insofern sei der 

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Schluss der Verkehrsmedizinerin, wonach die im Herbst 2022 festgestellte mit-
telgradige depressive Episode kritisch zu würdigen sei, widersprüchlich (vgl. S. 3 
Ziff. 1, S. 7 Ziff. 11 und Ziff. 12, S. 9 Ziff. 15; Replik vom 3.4.2023 S. 4 Ziff. 5).

2.2.4 Sollte gleichwohl angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin mit 
Bezug auf ihre depressive Erkrankung nicht hinreichend stabil sei und daraus 
Implikationen auf ihren Substanzkonsum entstehen, könnte anstelle der unver-
hältnismässigen Abstinenzkontrollen immer noch eine Auflage angeordnet wer-
den, wonach die Beschwerdeführerin selbst oder die sie behandelnde Fachper-
son anzuweisen sei, im Falle einer Verschlechterung des psychischen Zustandes 
eine entsprechende Meldung an das Strassenverkehrsamt zu machen, damit ge-
gebenenfalls und bei entsprechendem Bedarf zusätzliche Massnahmen zur Ab-
sicherung der Fahreignung getroffen werden könnten (vgl. S. 10 Ziff. 16).

2.3 Ergänzend weist die Vorinstanz darauf hin, die von der Beschwerdeführerin 
vorgeschlagene Auflage - sie selber oder die behandelnde Fachperson habe 
dem Verkehrsamt eine Verschlechterung ihres psychischen Zustandes zu mel-
den - erweise sich weder als praktikabel noch als sachgerecht (vgl. Vernehmlas-
sung vom 14.3.2023 S. 3 Ziff. 4 [Abs. 3]).

2.4 Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, das Bundesgericht habe be-
reits in einem früheren Entscheid eine entsprechende Meldeauflage bestätigt; 
auch gelte es zu beachten, dass die Vorinstanz offenbar die Auflage der regel-
mässigen ärztlichen Kontrolle und allfälligen Behandlungen der psychischen Er-
krankung nach Ermessen der behandelnden Fachperson, des strikten Befolgens 
der ärztlichen Weisungen und des Aufsuchens der Fachperson bei Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes offenbar für kontrollierbar halte, obschon auch 
diese von der Kooperationsbereitschaft der Beschwerdeführerin abhängig sei; 
analoges müsse somit auch für die Meldeauflage bei einer Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gelten; mit dieser 
Meldeauflage wäre selbstredend die Pflicht verbunden, dem Verkehrsamt die 
behandelnde Fachperson bekanntzugeben und diese von ihrer ärztlichen 
Schweigepflicht gegenüber dem Verkehrsamt zu entbinden, welche alsdann die 
Meldung vornehmen könne (vgl. Replik vom 3.4.2023 S. 7f. Ziff. 9).

2.5 Umstritten bzw. nachfolgend zu beurteilen ist mithin, ob die Vorinstanz ge-
stützt auf das verkehrsmedizinische Gutachten vom 20. Dezember 2022 zu 
Recht die Fahreignung der Beschwerdeführerin unter der Auflage des Nachwei-
ses der Cannabisabstinenz mittels monatlichen Urinprobenkontrolle, der Absti-
nenzkontrolle inkl. Haaranalyse zur Überprüfung des Trinkverhaltens beim IRM 
(ab März 2023) sowie der Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten 

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Fahrlehrers befürwortete. Demgegenüber kann offenbleiben, wie es sich mit den 
anderweitigen Auflagen verhält, da diese nicht beanstandet werden.

3.1 Zunächst rechtfertigt sich der Hinweis, dass die Vorinstanz die Erteilung 
des Lernfahrausweises von einem die Fahreignung der Beschwerdeführerin 
bestätigenden verkehrsmedizinischen Gutachten abhängig gemacht hatte. Dies 
ist nicht zu beanstanden, zumal die Beschwerdeführerin hierzu unstrittig hinrei-
chend Anlass gab und gegen die verfügte Abklärung auch kein Rechtsmittel er-
griffen hatte (vgl. vorstehend Ingress lit. A). Die Vorinstanz hat denn auch mass-
geblich auf das in der Folge von Dr.med. E.________ (Oberärztin; Verkehrsme-
dizinerin SGRM) erstellte verkehrsmedizinische Gutachten vom 20. Dezember 
2022 abgestellt, welches die Fahreignung der Beschwerdeführerin wegen einer 
verkehrsrelevanten psychischen Erkrankung sowie Cannabis- und Alkoholpro-
blematik unter Auflagen wie folgt befürwortete (vgl. vorstehend Ingress lit. C):

3.2.1 Dr.med. E.________ stützte sich in ihrem Gutachten auf den Untersu-
chungsgrund (Verdacht auf Vorliegen einer Alkohol-/ Betäubungsmittel-/ psychi-
schen Problematik), die Vorgeschichte, die Angaben der Beschwerdeführerin, die 
Ergebnisse der Untersuchung vom 15. August 2022 und des Besprechungster-
mins vom 28. November 2022, die Analysen von Urin- und Haarproben, die 
Fremdauskünfte der behandelnden Ärzte und den verkehrspsychologischen Ab-
klärungsbericht vom 4. Oktober 2022 (vgl. Vi-act. 4 [S. 1-7]).

3.2.2 In ihrer Beurteilung hält die Gutachterin fest, die Beschwerdeführerin weise 
verschiedene psychische Erkrankungen auf, die einer psychiatrisch-psycho-
therapeutischen Behandlung/Kontrolle bedürfen. Die letzte psychiatrische Hospi-
talisation habe 2020 stattgefunden. Im August 2022 sei man anlässlich der ver-
kehrsmedizinischen Untersuchung noch von einem genügend stabilen Verlauf 
mit aktuell genügender Krankheitseinsicht und Compliance der psychischen Pro-
bleme ausgegangen. Kritisch zu werten sei indes, dass nach einer zunächst re-
mittierten Depression im Frühling 2022, im Herbst 2022 aus fachärztlicher Sicht 
von einer mittelgradigen depressiven Episode gesprochen worden sei, ohne Re-
levanz betreffend Fahreignung. Die anfänglich gute Krankheitseinsicht und Com-
pliance werde derzeit als genügend beurteilt. Anlässlich der verkehrsmedizini-
schen Untersuchung, namentlich bei der Anamneseerhebung, bei der anschlies-
senden Besprechung sowie bei der Terminvereinbarung, habe sich die Be-
schwerdeführerin teils verärgert bzw. emotional überfordert gezeigt. Zudem sei 
aus der Vorgeschichte ein relevanter Cannabismissbrauch sowie ein teilweise 
stattgefundener Alkoholüberkonsum bekannt. Relevante kognitive Einschränkun-
gen hätten aus verkehrspsychologischer Sicht ausgeschlossen werden können 

11

und die geforderte Cannabis- und Alkoholabstinenz habe seit März 2022 bis Au-
gust 2022 bestätigt werden können. Zwischenzeitlich habe sie jedoch wieder 
vereinzelt mit CBD-/Cannabiskonsum begonnen, wobei alle durchgeführten Urin-
proben negativ ausgefallen seien. Ebenso habe sie wieder angefangen, mässig 
Alkohol zu trinken. Um nicht wieder in alte Verhaltensmuster mit Cannabis- und 
Alkoholmissbrauch zu fallen, müsse eine Cannabisabstinenz weiterhin mittels 
Urinprobe kontrolliert bzw. das Alkoholkonsumverhalten mittels Haarproben 
überwacht werden. Ebenso seien weiterhin regelmässig fachärztliche Kontrollen 
bzw. Gespräche bei einer ärztlichen Fachperson notwendig, um eine verbesserte 
Stabilität der psychischen Erkrankung zu erreichen. Die Fahreignung der Be-
schwerdeführerin könne daher aufgrund ihrer Vorgeschichte, zur weiteren Stabi-
lisierung der psychischen Erkrankung, zur Festigung der Verhaltensänderung 
und zur Rückfallprophylaxe nur bedingt positiv beurteilt bzw. nur unter den emp-
fohlenen Auflagen befürwortet werden (vgl. Vi-act. 4 [S. 8-10]).

3.2.3 Ergänzend weist die Gutachterin am 24. Januar 2023 - nach Rückfrage der 
Vorinstanz - darauf hin, dass die Beschwerdeführerin diverse komplexe psychi-
sche Probleme aufweise, die allenfalls zu relevanten Verhaltensauffälligkeiten 
führen könnten; aus diesem Grund müsse sie sich regelmässigen Kontrollen bei 
einer ärztlichen Fachperson für Psychiatrie unterziehen; gerade als Lernfahrerin 
erachte sie daher denn auch - insbesondere zu Beginn der Fahrausbildung - 
ausschliesslich die Begleitung eines konzessionierten Fahrlehrers mit entspre-
chendem Fahrschulauto als notwendig (vgl. Vi-act. 7).

4.1.1 Aktenmässig ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin an einem Asperger-
Syndrom (F84.5), einer posttraumatischen Belastungsstörung (F43.1), einer rezi-
divierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1; 
wobei die Störung am 12.8.2022 als remittiert beurteilt wurde, F33.4) und einer 
psychischen sowie Verhaltensstörung durch Cannabinoide (F12.1; wobei die 
Störung am 12.8.2022 als remittiert beurteilt wurde, F12.2) litt bzw. leidet; infolge 
dieser Erkrankungen erfolgten vom 18. Juli 2018 bis 11. September 2018, vom 
17. Dezember 2019 bis 6. Januar 2020 sowie vom 6. August 2020 bis 16. Sep-
tember 2020 stationäre Behandlungen (vgl. Vi-act. 4 [S. 2/S. 6f. Fremdauskünf-
te]; Vi-act. 4 [verkehrspsychologische Abklärung, S. 3 Vorgeschichte]).

4.1.2 Nach der letzten, freiwillig erfolgten stationären Behandlung im Jahr 2020 
wurde von einer rezidivierenden depressiven Störung (mittelgradige Episode) 
sowie schädlichem Gebrauch von Cannabis berichtet, wobei die Beschwerdefüh-
rerin in einem stabilen Zustand entlassen wurde; es wurden ambulante Therapi-
en vereinbart (vgl. Vi-act. 4 [S. 6f., Austrittsbericht F.________ vom 14.9.2020]).

12

4.1.3 Die seit Januar 2019 behandelnde Fachärztin Dr.med. C.________ 
(Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH) wies im Rahmen des Ge-
suchs um Erteilung eines Lernfahrausweises mit Fahrtauglichkeitszeugnis vom 
3. März 2022 bzw. vom 6. April 2022 darauf hin (vgl. vorstehend Ingress lit. A), 
die Beschwerdeführerin sei nicht depressiv; ihre emotionale Stabilität habe sich 
deutlich gebessert; die Beschwerdeführerin sei zuverlässig, komme regelmässig 
zur Therapie und könne mit ihrer Erkrankung angemessen umgehen; der Can-
nabis- und Alkoholkonsum habe sich stetig reduziert; es bestehe nur noch ein 
sporadischer Cannabiskonsum, meist am Wochenende, abends zum Einschla-
fen; die Beschwerdeführerin sei offen, ausgeglichen und habe gute Fortschritte in 
der Therapie gemacht; medikamentös werde sie mit pflanzlichen Medikamenten 
(u.a. Relaxane) behandelt. Die Fachärztin bestätigte aus medizinischer Sicht die 
Fahreignung, empfahl regemässige Auflagen aufgrund des Cannabiskonsums; 
eine jährliche Kontrolle sei empfehlenswert (vgl. Vi-act. 4 [S. 2 oben und S. 7 un-
ten]).

Gleichermassen äusserte sich lic.phil. G.________ (Psychologin FSP, Eidg. an-
erkannte Psychotherapeutin) in ihrem Bericht vom 12. August 2022 und wies da-
bei auf eine gute Krankheitseinsicht und Compliance sowie genügende/n Stabili-
sierung/Verlauf hin; es bestehe eine rezidivierende depressive Störung, gegen-
wärtig remittiert, bei gleichbleibender Medikation; es liege eine Cannabisabsti-
nenz vor; sie empfehle ein nächstes Zeugnis an das Strassenverkehrsamt nach 
Ablauf von zwei Jahren (vgl. Vi-act. 4 [S. 6, Zeugnis vom 12.8.2022]).

Mit ärztlichem Zeugnis vom 12. August 2022 bestätigte Dr.med. H.________ 
(Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin) eine Cannabisabstinenz mindes-
tens seit 13. März 2022 (vgl. Vi-act. 4 [S. 6]).

4.1.4 Anlässlich der verkehrsmedizinischen Untersuchungen vom 15. August 
2022 fanden sich bei der körperlichen Untersuchung sowie bei der Beurteilung 
der Frontalhirnleistungsfunktionen (TMT) keine strassenverkehrsrechtlich rele-
vanten Befunde. Die Beschwerdeführerin sei offen und kooperativ, wirke zwar af-
fektlabil und kurzzeitig überfordert; darüber hinaus sei der psychopathologische 
Status jedoch unauffällig (vgl. Vi-act. 4 [S. 4; S. 5 oben; S. 8 Abs. 3; S. 9 Abs. 2]). 
Die Urinuntersuchungen verliefen durchwegs negativ auf Cannabis und Ethylglu-
curonid (EtG) (vgl. Vi-act. 4 [Laboranalysen]). Auch der Haarprobe für den Zeit-
raum von Anfang März bis Anfang August 2022 konnte kein EtG nachgewiesen 
werden (vgl. Vi-act. 4 [S. 4 zzgl. Anhang]), was gemäss Gutachterin nicht im Wi-
derspruch zu den anamnestischen Trinkangaben steht (vgl. Vi-act. 4 [S. 8 Abs. 
4]).

13

4.1.5 Ergänzend zur verkehrsmedizinischen Untersuchung wurde am 27. Sep-
tember 2022 eine verkehrspsychologische Abklärung der charakterlichen und 
kognitiven Fahreignung durchgeführt (vgl. Vi-act. 4 [verkehrspsychologische Ab-
klärung vom 4.10.2022]). Dem daraufhin durch Dr.phil. I.________ (Fachpsycho-
login für Verkehrspsychologie FSP/Supervisorin VfV) erstellten, verkehrspsycho-
logischen Abklärungsbericht vom 4. Oktober 2022 lässt sich entnehmen, dass 
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Angaben im explorativen Interview sehr 
gut in der Lage sei, die Grenzen ihrer Verhaltensmöglichkeiten als Lenkerin ein-
zuschätzen; auch sei sie über die möglichen emotionalen Stör- und Einflussfakto-
ren auf das Fahrverhalten im Klaren; bei der verkehrspsychologischen Untersu-
chung der charakterlichen und kognitiven Fahreignung vom 27. September 2022 
fanden sich keine strassenverkehrsrechtlich relevanten Besonderheiten; die 
Fahreignung der Beschwerdeführerin wurde daher aus verkehrspsychologischer 
Sicht positiv beurteilt bzw. die Erteilung eines Lernfahrausweises ohne Auflagen 
befürwortet (vgl. Vi-act. 4 [S. 7 oben, S. 9 Abs. 2, und Abs. 4; vgl. verkehrspsy-
chologische Abklärung vom 4.10.2022 S. 5/7-9]).

4.1.6 Mit Verlaufsbericht vom 18. Oktober 2022 diagnostizierte lic.phil. 
G.________ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 
Störung, bei einer weiterhin vorliegenden Cannabisabstinenz; Verlauf/Stabilität, 
Krankheitseinsicht und Compliance wurde als genügend beurteilt; aktuell würden 
zwei psychotherapeutische Gespräche pro Monat bei der Psychologin und ca. al-
le drei Monate eine Konsultation bei der Psychiatrieärztin stattfinden; es erfolge 
keine Medikation bzw. bei Bedarf Relaxane; aktuell [bestünden] keine Komplika-
tionen, welche die Fahreignung einschränken würden; aus fachärztlicher Sicht 
werde ein Verlaufsbericht nach Ablauf eines Jahres empfohlen (vgl. Vi-act. 4 [S. 
7]).

4.1.7 Anlässlich der daraufhin ergänzenden, verkehrsmedizinischen Bespre-
chung vom 28. November 2022 habe sich die Beschwerdeführerin verärgert prä-
sentiert und habe von der Einnahme von Relaxane und dem Wiederbeginn eines 
vereinzelten Cannabis- bzw. CBD-Konsums berichtet; auch habe sie wieder be-
gonnen mässig Alkohol im Ausgang zu trinken (vgl. Vi-act. 4 [S. 9 Abs. 3]).

4.2.1 Die verkehrsmedizinische Gutachterin wertet die Veränderung von einer 
zunächst remittierten Depression im Frühling zur mittelgradigen depressiven Epi-
sode im Herbst 2022 als kritisch, ohne dies jedoch weiter zu erörtern (vgl. Vi-act. 
4 [S. 9 Abs. 4]). Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass diese Veränderung keine 
Relevanz betreffend Fahreignung nach sich ziehe. Dabei gilt es zu beachten, 
dass die behandelnden, ärztlichen Fachpersonen die Fahreignung der Be-

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schwerdeführerin übereinstimmend und schlüssig als positiv beurteilt haben. 
Auch geht die Gutachterin bei der Beschwerdeführerin von einem ausreichend 
stabilen Verlauf der psychischen Erkrankung aus, wobei bei Bedarf lediglich 
pflanzliche Medikamente (u.a. Relaxane) eingesetzt werden. Zudem beurteilt sie 
die Krankheitseinsicht und Compliance der Beschwerdeführerin als genügend. 
Damit ergibt sich jedoch, dass die psychische Erkrankung bzw. die Depression - 
wie sie bei der Beschwerdeführerin im Herbst 2022 auftrat - für sich alleine noch 
nicht die Fahreignung der Beschwerdeführerin zu beeinträchtigen vermag. 
Hieran vermag der nicht näher konkretisierte Hinweis der Gutachterin, die Be-
schwerdeführerin sei anlässlich des Besprechungstermins vom 28. November 
2022 teils verärgert bzw. emotional überfordert gewesen, nichts zu ändern, zu-
mal ein solches Verhalten in der konkreten Situation nachvollziehbar erscheint.

Kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin bei all ihren Eigenangaben bezüglich 
ihrer psychischen Erkrankung von Beginn weg die Wahrheit sagte, sich diesbe-
züglich denn auch bereits seit Jahren freiwillig therapieren lässt und zudem 
nichts gegen die weiteren, angeordneten Auflagen der regelmässigen ärztlichen 
Kontrollen und Behandlung ihrer psychischen Erkrankung sowie des Verzichts 
auf das Führen eines Fahrzeuges bei einer Verschlechterung ihres psychischen 
Gesundheitszustandes einzuwenden hat. Dass sie sich denn auch an diese Vor-
gaben halten kann, zeigt sich darin, dass sie sämtlichen Auflagen der Verfügung 
vom 8. März 2022 nachzukommen vermochte (vgl. vorstehend Ingress 
lit. A). Mithin liegt eine von Einsicht getragene fachtherapeutische Aufarbeitung 
zur Aufrechterhaltung des ausreichend stabilen Verlaufs der psychischen Er-
krankung vor. Ein Negieren bzw. eine Bagatellisierung der psychischen Proble-
matik liegt nicht vor; viel eher liegt ein Problembewusstsein vor.

Gleichwohl rechtfertigt es sich, die therapeutische Auflage im Sinne der Be-
schwerdeführerin dahingehend zu ergänzen, dass die Beschwerdeführerin 
und/oder die behandelnde ärztliche Fachperson angewiesen werden, im Falle ei-
ner allfälligen Verschlechterung des psychischen Zustandes eine entsprechende 
Meldung an das Strassenverkehrsamt zu machen, damit gegebenenfalls und bei 
entsprechendem Bedarf, zusätzliche Massnahmen getroffen werden können. Die 
seitens Vorinstanz dagegen vorgebrachten Einwände erweisen sich als unbehel-
flich (vgl. Urteil BGer 1C_529/2011 vom 30.3.2012 Erw. 2.5).

Darüber hinaus ist jedoch eine Erweiterung der Auflagen betreffend die psychi-
sche Problematik zum heutige Zeitpunkt nicht angezeigt. Die Gutachterin hat 
zwar nachvollziehbar ausgeführt, weshalb regelmässige Kontrollen beim Fach-
arzt/-ärztin für Psychiatrie zu erfolgen haben, indes nicht weiter begründet, wes-
halb im Rahmen der psychischen Erkrankung darüber hinaus die Auflage der 

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Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten Fahrlehrers - zumal dieser 
nicht über das erforderliche ärztliche Fachwissen verfügt - mit einem Fahr-
schulauto als notwendig zu erachten ist. In diesem Punkt fehlt es an der notwen-
digen, gutachterlichen Klarheit. Da es dem Gutachten bzw. der ergänzenden Be-
gründung vom 24. Januar 2023 insoweit an der für den Beweiswert eines Gut-
achtens ausschlaggebenden, konkreten Nachvollziehbarkeit fehlt, erweist sich 
die umstrittene Auflage der Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten 
Fahrlehrers gestützt auf die gesamten, oberwähnten Umstände als unverhält-
nismässig.

4.2.2 Gemäss Gutachterin liegt bei der Beschwerdeführerin ferner ein unklares 
Alkoholkonsumverhalten vor (vgl. Vi-act. 4 [S. 8 Abs. 1]). Hierzu lässt sich den 
Eigenangaben der Beschwerdeführerin anlässlich des Untersuchungs- bzw. des 
Besprechungstermins vom 15. August 2022 bzw. 28. November 2022 entneh-
men, dass sie gedenke bzw. wieder angefangen habe, mässig Alkohol im Urlaub 
bzw. im Ausgang zu trinken (vgl. Vi-act. 4 [S. 3 Abs. 4; S. 9 Abs. 3]). Darüber 
hinaus erzählte sie aus ihrer Vorgeschichte; namentlich habe sie mit 15/16 Jah-
ren regelmässig Bier konsumiert, wobei der Alkoholkonsum mit 22 Jahren v.a. 
am Wochenende bzw. im Ausgang gestiegen sei; z.T. sei ein Überkonsum von 
Alkohol erfolgt, wobei sie noch kurz vor dem aktuellen Abstinenzbeginn (seit 
Frühling 2022) übermässig Alkohol getrunken habe (vgl. Vi-act. 4 [S. 3 Abs. 4]). 
Den Berichten der behandelnden Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
Dr.med. C.________ vom 3. März 2022 sowie vom 6. April 2022 ist hierzu zu 
entnehmen, dass sich der Alkoholkonsum stetig - d.h. über die Wochen und Mo-
nate vor März/April 2022 - reduziert habe. Eine ärztlich diagnostizierte Alko-
holabhängigkeit bzw. Verhaltensstörung durch Alkohol liegt nicht vor. Es liegen 
denn auch keine aktuellen Hinweise vor, dass die Beschwerdeführerin eine Affi-
nität zu Alkohol zeige und diesen brauche, um emotionale Stimmungen zu beru-
higen. Allein gestützt auf den von der Beschwerdeführerin erwähnten episoden-
haften Alkoholüberkonsum an Wochenenden im Jugendalter bzw. im Alter eines 
jungen Erwachsenen, kann jedenfalls nicht auf einen Alkoholmissbrauch ge-
schlossen werden, zumal die Laboruntersuchungen durchwegs unauffällige Wer-
te bzw. keinerlei Hinweise auf einen konstant vermehrten Alkoholkonsum erge-
ben haben (vgl. Vi-act. 4 [S. 10 Abs. 1]).

Die Laboruntersuchungen weisen viel eher darauf hin, dass die Beschwerdefüh-
rerin ihren Alkoholkonsum deutlich reduziert hat. Dabei ist unbestritten, dass die 
Beschwerdeführerin seit Frühling 2022 der ihr auferlegten Totalabstinenz von 
sich aus ohne weiteres nachgekommen ist. Die Beschwerdeführerin ist aktuell 
zwar zugegebenermassen nicht (mehr) total abstinent; bei den von ihr erwähnten 

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Gelegenheiten an Wochenenden und im Urlaub, kann jedoch nicht von einem 
problematischen Alkoholüberkonsum die Rede sein.

Hinzukommt, dass die Beschwerdeführerin bei ihren Eigenangaben über ihr 
Trinkverhalten unstrittig stets die Wahrheit gesagt, den Nachweis einer mindes-
tens halbjährigen Totalabstinenz - ausserhalb eines geschützten Rahmens - er-
bracht und nichts gegen die Auflagen im Zusammenhang mit ihrem Trinkverhal-
ten - d.h. des Einhaltens einer Alkoholfahrabstinenz (welche sie als Neulenkerin 
ohnehin einzuhalten hat) und eines risikoarmen, sozialen Alkoholtrinkverhaltens - 
einzuwenden hat. 

Damit vermag das verkehrsmedizinische Gutachten weder den Nachweis einer 
Suchterkrankung auf Alkohol bzw. einer aktuellen Suchtgefährdung noch eine 
damit einhergehende mangelnde Einsicht, sich nicht in alkoholisiertem Zustand 
ans Steuer zu setzen, zu erbringen, der die Auflage der Haaranalyse zur Über-
prüfung des Trinkverhaltens beim IRM rechtfertigen würde. Mithin erweist sich 
auch diese Auflage zum heutigen Zeitpunkt angesichts der gesamten konkreten 
Umstände als unverhältnismässig.

4.2.3 Gestützt auf die Aktenlage ist darüber hinaus zu berücksichtigen, dass bei 
der Beschwerdeführerin ein langjähriger, schädlicher Gebrauch von Cannabino-
iden vorlag. Alsdann erfolgte eine rund sechsmonatige - ausserhalb eines ge-
schützten Rahmens stattfindende - Cannabis-Abstinenz. Die Urinuntersuchungen 
verliefen bezüglich Cannabis alle negativ, wobei diese unstrittig nicht im Wider-
spruch zu den Angaben der Beschwerdeführerin zur Cannabis-Abstinenz stehen. 
Die ärztlichen Befunde lassen somit keine Rückschlüsse auf ein verkehrsrelevan-
tes Cannabisproblem schliessen bzw. nachweisen. Die Beschwerdeführerin war 
denn auch unstrittig in der Lage, eine länger andauernde Cannabisabstinenz ein-
zuhalten. Zwischenzeitlich konsumiert die Beschwerdeführerin zugegebener-
massen zwar vereinzelt wieder Cannabis. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass 
die Beschwerdeführerin den Gebrauch von Cannabinoiden nie negiert bzw. ihre 
Konsumgewohnheiten nie bagatellisiert hatte. Eine suchttypische Verleugnungs-
haltung liegt nicht vor. Insbesondere liegen keine konkreten Hinweise vor, wo-
nach die Beschwerdeführerin den Cannabiskonsum weniger gut im Griff hat. Sie 
unterstützt denn auch die regelmässigen fachtherapeutischen Besprechungen 
bzw. ist bereit, die Auflagen der regelmässigen Besprechungen beim Psychiater 
oder Psychologen einzuhalten.

Mithin liegen insgesamt keine konkreten Anhaltspunkte bzw. erheblichen Beden-
ken vor, dass die Beschwerdeführerin beim Führen eines Motorfahrzeuges nicht 
in der Lage sein wird, Cannabiskonsum und Strassenverkehr im notwendigen 
Masse zu trennen. Soweit daher die Gutachterin mit dem Beginn eines wieder 

17

vereinzelten Cannabiskonsums die zwingende Notwendigkeit der Auflage des 
Nachweises der Cannabisabstinenz mittels einer Urinprobenkontrolle pro Monat 
begründet, so erweisen sich die entsprechenden Folgerungen - auch im Zusam-
menwirken mit der psychischen Erkrankung bzw. mit der im Herbst 2022 dia-
gnostizierten, mittelgradigen depressiven Episode - als wenig plausibel. Dies 
zumal weder die behandelnden, ärztlichen Fachpersonen noch die verkehrspsy-
chologische Abklärung einen entsprechenden, engmaschigen Kontrollbedarf er-
kannt haben. Damit erweist sich die Auflage des Nachweises der Cannabisabsti-
nenz mittels einer monatlichen Urinprobenkontrolle auf Cannabis zum heutigen 
Zeitpunkt jedenfalls als unverhältnismässig.

5. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz somit zu Unrecht auf das ver-
kehrsmedizinische Gutachten vom 20. Dezember 2022 abgestellt, als sie die 
Fahreignung unter den vorliegend umstrittenen Auflagen - namentlich dem 
Nachweis der Cannabisabstinenz mittels einer Urinprobenkontrolle pro Monat auf 
Cannabis, der Abstinenzkontrollen inklusive Haaranalyse zur Überprüfung des 
Trinkverhaltens beim Institut für Rechtsmedizin, Verkehrsmedizin Zürich (ab März 
2023) sowie der Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten Fahrleh-
rers - befürwortete. Die entsprechenden mit Verfügung vom 30. Januar 2023 an-
geordneten Auflagen sind daher aufzuheben. Die angefochtene Verfügung ist in-
des dahingehend zu ergänzen, als die Beschwerdeführerin und/oder die behan-
delnde, ärztliche Fachperson dem Verkehrsamt eine allfällige Verschlechterung 
des psychischen Zustandes zu melden haben (vgl. vorstehend Erw. 4.2.1). Die 
Beschwerde erweist sich somit als begründet, weshalb sie gutzuheissen ist.

6.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Verfahrenskosten von 
Fr. 900.-- der Vorinstanz auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 900.-- ist ihr durch die Vorinstanz zurückzuerstatten.

6.2 Der obsiegenden Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung zugesprochen, welche in Beachtung des kantonalen Ge-
bührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, 
der für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen 
von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Ge-
bührentarifs enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, 
Umfang und Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) sowie in Ausü-
bung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 2'000.-- (inkl. MwSt und Barausla-
gen) festgelegt wird.

18

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 
30. Januar 2023 wird insoweit im Sinne der Erwägungen angepasst, als die 
folgenden Auflagen aufgehoben werden:

- Nachweis der Cannabisabstinenz mittels einer Urinprobenkontrolle pro 
Monat auf Cannabis, 

- Abstinenzkontrolle inklusive Haaranalyse zur Überprüfung des Trink-
verhaltens beim Institut für Rechtmedizin, Verkehrsmedizin Zürich 
(erstmals per März 2023) sowie 

- Lernfahrten nur in Begleitung eines konzessionierten Fahrlehrers. 

Als zusätzliche Auflage hat die Beschwerdeführerin selbst und/oder die be-
handelnde ärztliche Fachperson und/oder Psychotherapeut/in im Falle der 
Verschlechterung ihres psychischen Zustandes Meldung an das Verkehrs-
amt zu erstatten. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Verkehrs-
amt die behandelnde ärztliche Fachperson und/oder Psychotherapeut/in 
umgehend bekanntzugeben und diese von ihrer ärztlichen Schweigepflicht 
gegenüber dem Verkehrsamt zu entbinden.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 900.-- festgesetzt und der Vorinstanz 
auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin am 23. Februar 2023 einbezahl-
te Kostenvorschuss von Fr. 900.-- ist ihr durch die Vorinstanz zurückzuer-
statten.

3. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2'000.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

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5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen ASTRA, Sekretariat Administrativ-

massnahmen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 27. Juni 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. Juni 2023