# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fef32421-6196-5eea-85f2-9c578622f281
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.10.2015 100 2015 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-106_2015-10-08.pdf

## Full Text

100.2015.106U
STE/SES/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Oktober 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Steinmann, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Seiler 

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt ...
Beschwerdeführende

gegen

Einwohnergemeinde Wileroltigen 
handelnd durch den Gemeinderat, Oberdorf 35a, 3207 Wileroltigen
Beschwerdegegnerin

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baupolizei; nachträgliches Baugesuch für Geräteschopf; Wie-
derherstellung (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern vom 5. März 2015; RA Nr. 110/2014/144)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.10.2015, Nr. 100.2015.106U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ und B.________ sind Eigentümer und Eigentümerin der Par-
zelle Wileroltigen Gbbl. Nr. 1.________, welche in der Ländlichen Dorfzone 
(LD) liegt. Im Jahr 2011 stellten sie bei der Einwohnergemeinde (EG) 
Wileroltigen ein Baugesuch für einen Autounterstand (Carport) mit Geräte-
schopf. C.________ und D.________, Eigentümerin und Eigentümer der 
Nachbarparzelle Gbbl. Nr. 2.________, erhoben dagegen Einsprache. 
Nach der Einigungsverhandlung zogen A.________ und B.________ ihr 
Baugesuch zurück. Am 8. Juni 2012 reichten sie ein neues Baugesuch für 
einen Carport ohne Geräteschopf ein, welches die EG Wileroltigen am 
6. Juli 2012 bewilligte; Einsprachen waren keine eingegangen. Mit dem 
Formular «Selbstdeklaration Baukontrolle 1» informierten A.________ und 
B.________ die Gemeinde am 6. Dezember 2012 über den Bauabschluss 
und darüber, dass sie ein bewilligungsfreies Gartenhaus auf den Carport 
stellen würden. Am 12. Februar 2013 erstatteten C.________ und 
D.________ baupolizeiliche Anzeige bei der EG Wileroltigen und machten 
geltend, das Gartenhaus sei bewilligungspflichtig. Hierauf erliess die 
EG Wileroltigen am 20. August 2013 eine Wiederherstellungsverfügung 
und forderte A.________ und B.________ unter Androhung der Ersatzvor-
nahme auf, das Gartenhaus auf dem Carport vollständig zu entfernen. Am 
13. September 2013 machten A.________ und B.________ von der Mög-
lichkeit Gebrauch, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. 
D.________ und C.________ erhoben dagegen Einsprache. Die 
EG Wileroltigen wies das Baugesuch mit Entscheid vom 6. November 2014 
ab und ordnete unter Androhung der Ersatzvornahme die vollständige 
Entfernung des Geräteschopfs (bis anhin als Gartenhaus bezeichnet) bis 
zum 10. Februar 2015 an. 

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 10. De-
zember 2014 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion 

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des Kantons Bern (BVE), welche das Rechtsmittel mit Entscheid vom 
5. März 2015 abwies. 

C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 7. April 2015 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie stellen folgende Rechtsbegehren:

«1. Der Entscheid der BVE vom 5. März 2015 sei aufzuheben;

2. Es sei festzustellen, dass das Bauvorhaben bewilligungsfrei erstellt 
werden konnte;

3. Eventualiter: Dem Bauvorhaben sei die Baubewilligung zu erteilen,

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.»

Die EG Wileroltigen verzichtet mit Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2015 auf 
weitere Ausführungen und verweist auf den Entscheid der BVE. Die BVE 
beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 16. April 2015, die Beschwerde sei 
abzuweisen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 
9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführenden haben am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen 
Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). 

1.2 Die Beschwerdeführenden beantragen unter anderem auch die 
Feststellung, dass das Bauvorhaben bewilligungsfrei habe erstellt werden 

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dürfen. Feststellungsbegehren bedürfen eines ausgewiesenen Feststel-
lungsinteresses und sind gegenüber Leistungs- oder Gestaltungsbegehren 
subsidiär (BVR 2014 S. 33 E. 1.4, 2011 S. 564 E. 3.3, 2010 S. 337 E. 3.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 49 N. 19 ff.). – Wenn dem Hauptantrag (Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids) stattgegeben wird, ist damit noch nicht gesagt, dass die Baute 
rechtmässig ist, sei es, weil sie bewilligungsfrei erstellt werden konnte oder 
weil sie nachträglich bewilligt werden kann (vgl. Eventualantrag). Rechtlich 
macht es aber einen Unterschied (z.B. in Bezug auf die Besitzstandsgaran-
tie gemäss Art. 3 BauG), ob eine Baute rechtmässig erstellt wurde oder ob 
sie rechtswidrig ist und auf ihre Entfernung etwa aus Gründen des Ver-
trauensschutzes oder der Verhältnismässigkeit verzichtet wird. Da nur das 
Dispositiv, nicht aber die Begründung in Rechtskraft erwächst, haben die 
Beschwerdeführenden folglich ein schutzwürdiges Interesse an ihrem Fest-
stellungsbegehren. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
ist ohne Einschränkung einzutreten. 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten ist vorab, ob der Geräteschopf baubewilligungspflichtig ist oder 
eine bewilligungsfreie Kleinbaute im Sinn von Art. 6 Abs. 1 Bst. a des 
Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baube-
willigungsdekret, BewD; BSG 725.1) darstellt.

2.1 Der Schopf ist 2,40 m hoch, 2,30 m breit und 4,16 m lang (Vorakten 
EG, act. 3C, pag. 49 f. und 112) und weist einen Abstand zur Nachbarpar-
zelle von 2,50 m auf (Vorakten EG, act. 3C, pag. 48). Er steht auf dem 
Dach des 2,55-2,65 m hohen Carports (vgl. vorne Bst. A), für dessen Er-
stellung in der Nord-Ecke der Parzelle 1,35-1,40 m Terrain abgegraben 
wurde (in den Akten sind sowohl die Höhe des Carports als auch das Aus-
mass der Abgrabung nicht einheitlich angegeben, vgl. Vorakten EG, 
act. 3C, pag. 5, 7 f. bzw. pag. 50, 112).

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2.2 Die Vorinstanz ging davon aus, dass der Geräteschopf nicht ge-
trennt vom Carport betrachtet werden könne, sondern die beiden Bauten 
eine Gesamtheit bilden würden. Entsprechend handle es sich beim Geräte-
schopf nicht um eine Kleinbaute, sondern um eine Erweiterung des Car-
ports, welche baubewilligungspflichtig sei. Die Beschwerdeführenden stel-
len sich demgegenüber auf den Standpunkt, der Carport und der Geräte-
schopf seien sowohl funktionell als auch optisch voneinander unabhängig 
und deshalb als einzelne Bauten zu betrachten. Beim Geräteschopf handle 
es sich folglich um eine bewilligungsfreie Kleinbaute.

2.3 Nach Art. 1a Abs. 1 BauG sind alle künstlich geschaffenen und auf 
Dauer angelegten Bauten, Anlagen und Einrichtungen (Bauvorhaben) bau-
bewilligungspflichtig, die in fester Beziehung zum Erdboden stehen und 
geeignet sind, die Nutzungsordnung zu beeinflussen, indem sie zum Bei-
spiel den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten 
oder die Umwelt beeinträchtigen. Keiner Baubewilligung bedürfen unter 
anderem geringfügige Bauvorhaben (Art. 1b Abs. 1 BauG). Gemäss Art. 6 
Abs. 1 Bst. a BewD dürfen insbesondere unbeheizte Kleinbauten mit einer 
Grundfläche von höchstens zehn Quadratmetern und einer Höhe von 
höchstens 2,50 m, die weder bewohnt sind noch gewerblich genutzt wer-
den und die funktionell zu einer Hauptbaute gehören – unter Vorbehalt von 
Art. 7 BewD – ohne Baubewilligung erstellt werden. Die bewilligungsfreien 
Bauten regelt das kantonale Recht im Rahmen der bundesrechtlichen 
Bestimmungen abschliessend. Den Gemeinden ist es, abgesehen von hier 
nicht relevanten Ausnahmen, untersagt, in ihrer baurechtlichen Grundord-
nung Vorschriften für baubewilligungsfreie Bauvorhaben nach Art. 1b BauG 
zu erlassen (Art. 69 Abs. 3 BauG; Vortrag des Regierungsrats betreffend 
Änderung des KoG und BauG, in Tagblatt des Grossen Rates 2008, Bei-
lage 30, S. 23; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 
4./3. Aufl. 2013/2010, Art. 69 N. 3a). Hingegen regeln die Gemeinden die 
Messweise, welche namentlich für die Bemessung der Gebäudehöhe mas-
sgebend ist (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 13 N. 6). 

2.4 Die Gebäudehöhe ist gemäss Art. 20 Abs. 1 des Baureglements der 
EG Wileroltigen vom 29. Mai 1992 (nachfolgend: GBR) in den Fassaden-
mitten zu messen und zwar vom gewachsenen Boden bis zur Schnittlinie 

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der Fassadenflucht mit Oberkante des Dachsparrens, bei Flachdächern bis 
oberkant offene oder geschlossene Brüstung. Für die Definition des 
gewachsenen Bodens verweist Art. 20 Abs. 1 GBR auf Art. 97 der Bau-
verordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) in der bis 31. Juli 2011 
gültigen Fassung (GS 1985 S. 106 ff., 136 f.; im Folgenden aArt. 97 BauV). 
Am 1. August 2011 ist die Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe 
und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3) in Kraft getreten, wel-
che u.a. die Messweise der Gebäudehöhe vereinheitlicht (Art. 14 f. BMBV) 
und das massgebende Terrain neu regelt (Art. 1 BMBV). Die Gemeinden 
haben jedoch bis zum 31. Dezember 2020 Zeit, ihre baurechtlichen Grund-
ordnungen an die Bestimmungen der BMBV anzupassen (Art. 34 Abs. 1 
BMBV). Solange sie diese Anpassungen noch nicht vorgenommen haben, 
sind für sie aArt. 93 bis 98 Abs. 1 BauV bis Ende 2020 explizit anwendbar 
(Art. 34 Abs. 2 BMBV; vgl. Vortrag der Justiz-, Gemeinde- und Kirchen-
direktion betreffend die Verordnung über die Begriffe und Messweisen im 
Bauwesen, S. 3 und 25). Die EG Wileroltigen hat ihre Gesetzgebung noch 
nicht angepasst. Die BMBV ist deshalb (noch) nicht anzuwenden. Entge-
gen dem Vorbringen der Beschwerdeführenden (Beschwerde, S. 6 Ziff. 2.2) 
ändert daran nichts, dass die baurechtliche Grundordnung der 
EG Wileroltigen für die Definition des gewachsenen Bodens auf aArt. 97 
BauV und damit auf kantonales Recht verweist. Das führt nach dem 
Gesagten (noch) nicht dazu, dass die BMBV direkt anwendbar wäre. 

2.5 Nach aArt. 97 BauV gilt Folgendes: 

1 Wo die Bauhöhe ab gewachsenem Boden zu messen ist, gilt als sol-
cher das Terrain, wie es vor Baubeginn besteht. Die Absätze 2 und 3 
bleiben vorbehalten. 
2 […]
3 Wird das Terrain abgegraben, so wird vom fertigen Terrain aus ge-
messen, wenn es tiefer liegt als das ursprüngliche Terrain.
4 […].

aArt. 97 Abs. 1 BauV regelt den Grundsatz und bezieht sich auf das Ter-
rain, wie es vor Ausführung des konkreten Bauvorhabens besteht. Im Sinne 
einer Ausnahme ist aArt. 97 Abs. 3 BauV dann anwendbar, wenn das Ter-
rain für das aktuelle Bauvorhaben abgegraben wurde (VGE 22900 vom 
5.5.2008, E. 3.3.3 [bestätigt durch BGer 1C_263/2008 vom 25.11.2008]; 

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Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 13 N. 6). aArt. 97 Abs. 3 BauV soll vorab Miss-
bräuche verhindern, welche zu befürchten sind, wenn die Bauherrschaft 
durch Abgrabungen Gebäudehöhen erzielen kann, die bei der Messweise 
nach aArt. 97 Abs. 1 BauV zwar den Höhenvorgaben entsprechen, jedoch 
tatsächlich die zulässigen Höhen überschreiten (VGE 22900 vom 5.5.2008, 
E. 3.3.3). Ebenso wenig soll eine Bauherrschaft das massgebende Terrain 
mit künstlichen Bauten wieder erhöhen können, um die Auswirkung von 
aArt. 97 Abs. 3 BauV zu umgehen. Entgegen dem Vorbringen der Be-
schwerdeführenden (Beschwerde, S. 8 Ziff. 2.6 f.) kann daher das Dach 
des Carports nicht als massgebendes Terrain betrachtet werden. Das 
ergibt sich im Übrigen bereits aus dem Begriff des «Terrains» (frz., zu lat. 
terra), welcher «Erde» bedeutet, so dass unter Terrain von vornherein nur 
der Erdboden verstanden werden kann. 

2.6 Obwohl der Carport und der Geräteschopf jedenfalls eine bauliche 
Einheit bilden, kann offen bleiben, ob sie als eine Baute oder als zwei 
eigenständige Bauten zu betrachten sind. Geht man mit der Vorinstanz da-
von aus, dass die Baute eine Einheit darstellt, wurde für sie eine Abgra-
bung vorgenommen. Das fertige Terrain dafür liegt tiefer als das ursprüngli-
che und die Höhe der Baute ist gestützt auf aArt. 97 Abs. 3 BauV ab dem 
Boden des Carports zu messen. Geht man hingegen mit den Beschwer-
deführenden davon aus, dass der Geräteschopf als eigenständige Baute zu 
betrachten ist – was schon angesichts der fehlenden Verbindung zum 
Terrain zweifelhaft erscheint –, ist dafür keine Abgrabung vorgenommen 
worden. Entsprechend aArt.97 Abs. 1 BauV gilt deshalb das Terrain, wie es 
vor Baubeginn bestand, als gewachsener Boden. Wie ausgeführt, ist das 
Dach einer künstlich erstellten Baute kein Terrain. Das Terrain, wie es vor 
Baubeginn des Schopfs bestand, ist somit auch bei dieser Betrachtungs-
weise der Boden des Carports. 

2.7 An dieser Auslegung ändert der zweite Satz von Art. 20 Abs. 1 GBR 
nichts. Dieser bestimmt:

Giebelfelder und Abgrabungen für Hauseingänge und Garageneinfahr-
ten werden nicht angerechnet.

Diese Vorschrift ist im Licht des kantonalen Rechts zu betrachten und als 
Konkretisierung von aArt. 97 BauV zu verstehen. Sie muss eng ausgelegt 

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werden, um nicht aArt. 97 Abs. 3 BauV zu widersprechen. Die Bestimmung 
kann deshalb nur dann Anwendung finden, wenn ein klar beschränkter klei-
ner Teil der unter dem gewachsenen Boden liegenden Fassade für ein Ga-
ragentor bzw. eine Eingangstür freigelegt bleibt. In Fällen einer solch un-
tergeordneten Abgrabung rechtfertigt es sich nicht, für die Messung der 
Gebäudehöhe auf das in diesem Bereich tiefer liegende Terrain abzustellen 
(vgl. auch RR in BVR 1977 S. 465 ff.). – Hier wurde gerade nicht aus-
schliesslich für die Einfahrt in eine unterirdische Garage eine Abgrabung 
vorgenommen, sondern das Terrain auf der gesamten Fläche zwischen 
Haus, Strasse und Nachbarparzelle abgegraben und nicht wieder aufge-
füllt. Das massgebende Terrain entspricht deshalb dem fertigen Terrain 
nach der Abgrabung für den Carport. 

2.8 Nach dem Gesagten ist für die Gebäudehöhe die Höhe der fragli-
chen Baute ab dem fertigen Terrain zu messen. Die Baute ist somit zwi-
schen 4,95 m (Vorakten EG, act. 3C pag. 4 ff. i.V.m. pag. 50 und 112) bzw. 
5,05 m (Vorakten EG, act. 3C, pag. 50,112) hoch. Sie ist folglich keine 
Kleinbaute im Sinn von Art. 6 Abs. 1 Bst. a BewD und damit bewil-
ligungspflichtig.

3.

Weiter ist umstritten, ob die nachträgliche Baubewilligung für den Geräte-
schopf erteilt werden kann.

3.1 Die BVE hat dies schon deshalb verneint, weil der kleine Grenzab-
stand von 3 m nicht eingehalten sei. Die Beschwerdeführenden sind hinge-
gen der Ansicht, es sei der privilegierte Grenzabstand von 2 m massge-
bend (Beschwerde, S. 8 Ziff. 2.7).

3.2 Bauten, welche den gewachsenen Boden überragen, haben ge-
mäss Art. 14 Abs. 1 GBR gegenüber dem nachbarlichen Grund die in 
Art. 38 [richtig: 37] GBR festgesetzten kleinen und grossen Grenzabstände 
zu wahren. Dabei gilt der kleine Grenzabstand für die Schmalseite sowie 
die beschattete längere Seite eines Gebäudes (Art. 14 Abs. 2 GBR) und 
beträgt 3 m (Art. 37 Abs. 2 GBR). Für An- und Nebenbauten, die nicht für 

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den dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, genügt allseitig 
ein Grenzabstand von 2 m, sofern die mittlere Gebäudehöhe dieser Bauten 
4 m, die mittlere Firsthöhe 5 m und die Grundfläche 60 m2 nicht übersteigen 
(Art. 15 Abs. 1 GBR). – Wie dargelegt, beträgt die massgebliche Höhe für 
den Geräteschopf mindestens 4,95 m ab fertigem Terrain (vgl. vorne 
E. 2.8). Damit überschreitet die Baute die Maximalhöhe für Nebenbauten 
gemäss Art. 15 Abs. 1 GBR. Sie hat folglich den kleinen Grenzabstand von 
3 m einzuhalten, was sie mit einem Abstand von 2,50 m nicht tut. Die nach-
trägliche Baubewilligung ist deshalb zu Recht verweigert worden.

4.

4.1 Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung 
einer Baubewilligung ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines 
bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, so setzt die Baupolizei-
behörde der jeweiligen Grundeigentümerin oder dem jeweiligen Grund-
eigentümer eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässi-
gen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 
BauG). Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse 
liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht ver-
letzen, was von Amtes wegen zu prüfen ist (BVR 2013 S. 85 E. 5.1; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9). Eine Wiederherstellungsmassnahme 
ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu errei-
chen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands 
nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen 
Verhältnis zum verfolgten Ziel steht (BVR 2006 S. 444 E. 6.1, 2003 S. 97 
E. 3b; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. a, je mit Hinweisen).

4.2 Die BVE hat ausgeführt, dass ein öffentliches Interesse an der Wie-
derherstellung des rechtmässigen Zustandes in der Einhaltung der bau-
rechtlichen Bestimmungen liege, dass es gelte, Präjudizien zu verhindern 
und dass Grenzabstandsvorschriften neben den nachbarlichen auch öf-
fentlichen Interessen dienten, wie der Gestaltung des Ortsbildes, der Äs-
thetik sowie der Gesundheits- und Feuerpolizei. Angesichts der Angaben 
des Beschwerdeführers im Formular «Selbstdeklaration Baukontrolle 1», 

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erscheine zwar zweifelhaft, ob den Beschwerdeführenden Bösgläubigkeit 
vorgeworfen werden könne, die Entfernung des Geräteschopfs sei jedoch 
mit geringem Aufwand verbunden, weshalb sie zumutbar sei. Nicht ent-
scheidend sei dabei, ob die Beschwerdeführenden bei Einhaltung der 
Grenzabstände in unmittelbarer Nähe eine Ersatzbaute errichten dürften 
oder nicht (angefochtener Entscheid, E. 4c). Die Beschwerdeführenden 
äussern sich in ihrer Beschwerde vor Verwaltungsgericht überhaupt nicht 
zur Frage der Wiederherstellung. Es kann daher auf die zutreffenden Er-
wägungen der Vorinstanz verwiesen werden. 

5.

5.1 Die Beschwerde ist folglich unbegründet und abzuweisen. Aus den 
Erwägungen ergibt sich, dass der Sachverhalt für die Beurteilung der hier 
massgebenden Rechtsfragen genügend geklärt ist. Ein Augenschein, wie 
ihn die Beschwerdeführenden verlangen (Beschwerde, S. 8 Ziff. 2.7), ist 
deshalb nicht notwendig. Der Beweisantrag wird abgewiesen.

5.2 Die von der EG Wileroltigen festgelegte Wiederherstellungsfrist ist 
verstrichen, die Vorinstanz hat keine neue festgelegt, weshalb das Verwal-
tungsgericht eine solche festzusetzen hat (statt vieler VGE 2014/173 vom 
22.10.2014, E. 4.4, vgl. auch BVR 2001 S. 207 E. 3 f.). Die EG Wileroltigen 
hat in ihrer Verfügung eine Wiederherstellungsfrist von drei Monaten ge-
währt. Diese Frist wurde von den Beschwerdeführenden im Rahmen des 
vorinstanzlichen Verfahrens nicht in Frage gestellt. Sie erscheint ange-
sichts des Umfangs und der Konstruktion der Baute als angemessen. 

6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführenden 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 104 Abs. 1 und 4 VRPG). 

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wird auf 
drei Monate ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils festgesetzt.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- dem Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.