# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b1ee619-f93a-509e-8070-aff6ba4a7562
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.06.2008 D-3847/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3847-2008_2008-06-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3847/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic, 
Gerichtsschreiberin Sara Steiner.

A._______, geboren _______,
Algerien,
wohnhaft _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asyl und Wegweisung; Verfügung des 
BFM vom 30. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3847/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  Algerien  eigenen  Angaben  zufolge  am 
20. Februar 2008 verliess und per Schiff, Zug und zu Fuss über Italien 
am 5. März 2008 in die Schweiz eingereist ist, wo er am 9. März 2008 
im Empfangs- und Verfahrenszentrum Z. um Asyl ersuchte,

dass er am 19. März 2008 summarisch und am 26. März 2008 einläss-
lich  durch  das  BFM  zu  seinen  Asylgründen  befragt  und  am  1. Ap-
ril 2008  für  die  Dauer  des  Verfahrens  dem  Kanton  Y. zugewiesen 
wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Hauptsache  geltend  machte,  er  sei 
nach Beendigung seines  Militärdienstes  im September  2007 viermal 
von Terroristen zu Hause in X. gesucht und dabei mit dem Tod bedroht 
worden, wobei er bei den Besuchen nicht zu Hause gewesen sei, aber 
durch seine Mutter davon erfahren habe,

dass  der  Beschwerdeführer  keine  Identitätspapiere  zu  den  Akten 
reichte und anlässlich der summarischen Befragung auf  diesbezügli-
che Fragen angab, er habe seine Identitätskarte in Algerien bei seinen 
Eltern zurückgelassen und werde versuchen, diese zu kontaktieren,

dass er bei der einlässlichen Anhörung weiterhin keine Papiere zu den 
Akten reichen konnte und erklärte, er habe seine Eltern, die er nicht 
direkt kontaktieren könne, da sie kein Telefon hätten und in einem klei-
nen Dorf wohnten, wo die Postzustellung viel Zeit in Anspruch nehme, 
über einen Brief an einen Freund gebeten, ihm das Dokument zu schi-
cken, aber noch keine Antwort erhalten,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  30. Mai 2008  –  eröffnet  am 
3. Juni 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylgesuch nicht 
eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass  es  dabei  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

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dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben im Besitz einer 
algerischen Identitätskarte  und somit  eines rechtsgenüglichen Doku-
mentes sei, dieses aber bei seinen Eltern in X. zurückgelassen habe,

dass er bei der einlässlichen Anhörung durch das BFM erklärt habe, er 
habe seine Familienangehörigen in einem Brief um die Zusendung sei-
ner Identitätskarte gebeten,

dass er  das  Dokument  jedoch auch nach Ablauf  von mehr  als  zwei 
Monaten ohne Erklärung nicht eingereicht habe,

dass er  zudem behauptet  habe,  er  sei  per Schiff  von Algerien nach 
Genua gereist, ohne irgendwelche Kontrollen, wobei bekannt sei, dass 
Passagiere an den in Frage stehenden Häfen auf ihre Identität über-
prüft würden,

dass aufgrund dieser Unstimmigkeiten davon auszugehen sei, der Be-
schwerdeführer enthalte dem BFM seine Papiere vor,

dass somit keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosigkeit vorlä-
gen,

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
nötig seien,

dass  es  bezüglich  der  Flüchtlingseigenschaft  erwog,  die  Vorbringen 
des Beschwerdeführers seien wegen zahlreichen Unstimmigkeiten of-
fenkundig unglaubhaft,

dass  er  nur  bezüglich  des  ersten Besuches der  Terroristen  zeitliche 
Angaben habe machen können,

dass er bei der summarischen Befragung nicht gewusst habe, wieviele 
Terroristen bei ihm zu Hause gewesen seien, während er bei der ein-
lässlichen Anhörung von vier Personen gesprochen habe,

dass er den Grund der Suche nach ihm nicht habe angeben können,

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dass er an der einen Stelle ausgesagt habe, er wisse nicht, ob die Ter-
roristen bewaffnet gewesen seien, während er später zu Protokoll ge-
geben habe, er glaube, sie seien bewaffnet gewesen,

dass er zuerst nicht gewusst habe, ob es immer die gleichen Personen 
gewesen seien, aber später erklärte habe, es seien immer die gleichen 
vier gewesen,

dass er sich bezüglich des Zeitrahmens des angeblich geleisteten Mili-
tärdienstes widersprochen habe,

dass  zudem  unverständlich  sei,  dass  er  die  Übergriffe  ohne  hinrei-
chende Erklärung nicht  den Behörden gemeldet  habe,  zumal  solche 
Übergriffe in Algerien staatlich geahndet würden,

dass im Weiteren der Wegweisungsvollzug aufgrund der Aktenlage als 
zulässig, zumutbar und möglich erscheine,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juni 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei die Aufhebung der Verfügung, das Eintreten auf das Asylgesuch 
und  die  Asylgewährung,  eventualiter  die  Anordnung  der  vorläufigen 
Aufnahme beantragte,

dass  er  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021)  und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-
suchte,

dass er zur Begründung seiner Beschwerde ausführte, er sei aus ent-
schuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  gewesen,  innerhalb  von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abzugeben, wobei er angab, er habe seine Eltern, die er nicht te-
lefonisch erreichen könne, in einem Brief um die sofortige Zustellung 
seiner Identitätskarte gebeten, diese sei aber leider noch nicht einge-
troffen,

dass zudem auch ein Freund,  den er  angerufen habe und nun aber 
nicht mehr erreiche, versprochen habe, bei seinen Eltern vorbeizuge-
hen,

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dass er seinen Eltern noch einmal einen Brief schreiben und sie bitten 
werde, ihm seine Identitätskarte zu schicken,

dass er  zudem einwandte,  es lägen Hinweise auf  das Vorliegen der 
Flüchtlingseigenschaft  vor, da er in Algerien von Terroristen mit  dem 
Tod bedroht werde, wobei der Staat ihn nicht schützen könne und er 
kein Vertrauen in die Polizei habe, da in Algerien Folter immer noch an 
der Tagesordnung sei,

dass er bezüglich der Unglaubwürdigkeit einwandte, er sei mit einem 
Handelsschiff  in  Genua  angekommen  und  deshalb  am  Hafen  nicht 
kontrolliert worden,

dass er keine genauen Angaben zu den Daten der Besuche der Terro-
risten und zu ihrer Bewaffnung machen könne, weil er alles durch sei-
ne betagte Mutter erfahren habe, welche sich nicht gut erinnern könne, 
und er sie nicht mehr zu den Details habe befragen können, weil  er 
sich bereits nach dem ersten Besuch der Terroristen entschieden habe 
zu fliehen und nicht länger habe bleiben können, und er heute keinen 
Kontakt mehr zu seiner Mutter habe,

dass  in  seinem Quartier  kurz  vor  seiner  Flucht  mehrere  frühere  Ar-
meeangehörige umgebracht worden seien,

dass er keine Anzeige erstattet habe, weil er sofort habe fliehen müs-
sen und auch kein Vertrauen zu der Polizei gehabt habe,

dass er einige Zeit in Alger habe bleiben müssen, um seine Ausreise 
vorzubereiten, aber aus Angst entdeckt zu werden nicht länger habe 
dort bleiben können,

dass die Wegweisung zudem unzulässig sei, da die Gefahr in Algerien 
von Terroristen ermordet zu werden, eine unmenschliche Behandlung 
darstelle,

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Juni 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass mit Eingabe vom 13. Juni 2008 die Fürsorgeabhängigkeit des Be-
schwerdeführers bestätigt wurde,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-

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scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a – auf welchen sich die Vorinstanz stützt – 
das  offenkundige Nichtbestehen der  Flüchtlingseigenschaft  im Sinne 
von Abs. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvoll-
zugshindernissen  zu  beurteilen  sind,  soweit  dies  im  Rahmen  einer 
summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 2007/8  insb. E. 5.6.5 
S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass unter den Begriff  „Reise- und Identitätspapiere“ gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, wel-
che die Identität zweifelsfrei und fälschungssicher belegen, namentlich 
Reisepässe und Identitätskarten (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2007/7 
E. 4-6 S. 58ff.),

dass der  Beschwerdeführer unbestrittenermassen keine Identitätspa-
piere einreichte,

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dass er dafür keine entschuldbaren Gründe glaubhaft machen konnte,

dass er nämlich mit seiner Identitätskarte über ein rechtsgenügliches 
Dokument verfügt,  dieses aber angeblich in Algerien zurückgelassen 
habe,

dass seine Aussagen, wonach er die nötigen Schritte für die Beschaf-
fung der Papiere in die Wege geleitet habe, unglaubhaft wirken, zumal 
er in der Beschwerde seinen bisherigen Angaben widersprach, indem 
er behauptete er  habe seinen Eltern  einen Brief  geschrieben (S. 2), 
während er sich bisher auf den Standpunkt stellte, er könne die Eltern 
nur via einen Freund kontaktieren (A8 S. 2f.),

dass  er  ausserdem angab,  den  Freund  angerufen  zu  haben  (S. 2), 
während er bisher den Eindruck erweckte, er könne seine Verwandten 
und Bekannten nur via briefliche Post erreichen (A8 S. 2f.),

dass das Vorbringen, die Identitätskarte sei noch nicht in der Schweiz 
angekommen, als Schutzbehauptung zu bewerten ist,

dass insgesamt der Eindruck entsteht, der Beschwerdeführer enthalte 
den Behörden seine für die Reise benutzten Dokumente vor,

dass  diese  Einschätzung  durch  seine  unrealistischen  Angaben  zum 
Reiseweg – unkontrolliert mit einem Schiff von Algerien bis nach Ge-
nua und von da ohne Kontrolle bis in die Schweiz – bestätigt wird, da 
diese den Verdacht aufkommen lassen, er versuche seine Reiseroute 
zu verheimlichen, um seine wahre Identität nicht preisgeben zu müs-
sen,

dass daran auch die in der Beschwerde geltend gemachte Anreise mit 
dem Handelsschiff nichts zu ändern vermag, da damit nicht geklärt ist, 
wie es dem Beschwerdeführer gelungen sein soll,  den Hafen unkon-
trolliert zu verlassen,

dass demnach die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen nach 
einer Prüfung der Akten und unter Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG 
i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

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dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass das BFM im Weiteren zu Recht von der offenkundigen Unglaub-
haftigkeit der Gesuchsvorbringen ausging,

dass die einzelnen Ungereimtheiten in der Verfügung des BFM detail-
liert und korrekt dargelegt wurden, weshalb hier auf diese Erwägungen 
verwiesen werden kann, ohne näher auf die Einzelheiten einzugehen,

dass an dieser Einschätzung auch die Vorbringen in der Beschwerde 
nichts zu ändern vermögen,

dass nämlich auch von der Mutter des Beschwerdeführers trotz ihrer 
Vergesslichkeit  zu  erwarten  gewesen  wäre,  dass  sie  sich,  nachdem 
ihr Sohn mit dem Tod bedroht worden war, genauer an die Begeben-
heiten erinnern kann,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  auch  seinen  im  gleichen  Haus 
wohnhaften,  offenbar  weniger  vergesslichen  Vater,  der  die  Besuche 
der Terroristen auch mitbekommen hatte, zu den Details hätte befra-
gen können,

dass zudem anzunehmen ist, dass auch die Nachbarn in dem kleinen 
Dorf die Ereignisse mitbekommen haben und somit zu gewissen Ein-
zelheiten hätten Auskunft geben können,

dass vom Beschwerdeführer insbesondere auch zu erwarten gewesen 
wäre, dass er sich über die angebliche Bedrohungssituation besser in-
formiert hätte, hätte er tatsächlich um sein Leben gefürchtet,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der in seinem 
Quartier  kurz  vor  seiner  Flucht  getöteten  Armeeangehörigen  sowohl 
bei den Befragungen (A8 S. 9) als auch in der Beschwerde (S. 4) un-
substanziiert bleiben und somit nicht zu überzeugen vermögen,

dass auch die Vorbringen in der Beschwerde bezüglich der Angst vor 
der Polizei in Anbetracht der Aussagen an den Befragungen, wonach 
der Beschwerdeführer noch nie Probleme mit der Polizei und anderen 

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Behörden gehabt habe (A8 S. 6, A1 S. 5f.), und wonach er den Vorfall 
mit  den  Terroristen  nicht  gemeldet  habe,  weil  er  keine  Zeit  gehabt 
habe (A8 S. 7), nicht zu überzeugen vermögen,

dass schwer verständlich ist, warum der Beschwerdeführer für Besu-
che bei Freunden (A8 S. 6) unbedacht zwischen Alger und Annaba hin 
und her reiste, wenn er doch seinen Aussagen in der Beschwerde zu-
folge in Alger – wobei er bis anhin den Eindruck erweckte, er habe sich 
in erster Linie in Annaba aufgehalten – Angst haben musste, entdeckt 
zu werden,

dass das BFM vor diesem Hintergrund in Anwendung von Art. 32 Abs. 
2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Algerien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Algerien noch individuelle Gründe 
– der Beschwerdeführer verfügt über eine gute Ausbildung und hat Fa-
milienangehörige in Algerien, die ihn bei seiner Rückkehr unterstützen 
können  –  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zu-
mutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass der Antrag auf Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschus-
ses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darü-
ber nicht mehr zu befinden ist,

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dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen ist, da sich die Be-
schwerde als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 
1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. _______ (in Kopie)
- _______

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner

Versand: 

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