# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f2afd1a-f7c8-5426-907a-4199dbd8bc5a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.08.2015 200 2015 134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-134_2015-08-13.pdf

## Full Text

200 15 134 IV
KOJ/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. August 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. Januar 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2015, IV/15/134, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Dezember 2012 meldete sich die 1964 geborene A.________ (nachfol-
gend Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) bei der Invalidenversicherung 
zum Leistungsbezug an. Als gesundheitliche Beeinträchtigung nannte sie 
die Operation einer Divertikulitis. Die Beeinträchtigung bestehe seit dem 
2. Juli 2012 (Antwortbeilage [AB] 1). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-
Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) nahm in der Folge diverse Abklärungen 
vor (vgl. AB 12, 13, 14, 17, 21.1 – 21.3, 22, 23). 

Mit Vorbescheid vom 14. November 2013 teilte die IV-Stelle der Versicher-
ten mit, ihre Abklärungen hätten ergeben, dass aus invalidenversicherungs-
rechtlicher Sicht das Vorliegen eines anhaltenden Gesundheitsschadens 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei. Sie beab-
sichtige deshalb, ihr Leistungsbegehren abzuweisen (AB 24). 

Mit E-Mail vom 21. November 2013 erhob die Versicherte hiergegen Ein-
wand. Sie habe ihre volle Leistungsfähigkeit nach wie vor nicht erreicht. Im 
Weiteren befinde sie sich seit letztem Frühjahr bei Dr. med. C.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in psychiatrischer Be-
handlung. Anlässlich eines soeben geführten Telefongesprächs mit der IV-
Stelle habe sie zur Kenntnis genommen, dass diese bei Dr. med. 
C.________ die ärztlichen Unterlagen anfordern werde (AB 25 S. 1).

Am 8. Januar 2014 reichte Dr. med. C.________ der IV-Stelle auf entspre-
chende Aufforderung bzw. Erinnerung hin (AB 27) einen Bericht ein 
(AB 28). Die IV-Stelle unterbreitete das Dossier in der Folge erneut (vgl. 
AB 23) ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme 
(AB 32). 

Mit Verfügung vom 22. Januar 2014 wies die IV-Stelle das Leistungsbegeh-
ren der Versicherten ihrem Vorbescheid vom 14. November 2013 (AB 24) 
entsprechend ab (AB 33).

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B.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 7. Februar 2014 (Datum 
der Postaufgabe) Beschwerde (AB 37 S. 3 f.). Mit Verfügung vom 11. März 
2014 hob die IV-Stelle die angefochtene Verfügung wiedererwägungsweise 
auf. Nach erneuter Prüfung der Aktenlage sei sie zum Schluss gekommen, 
dass die Sachlage weiterer Abklärungen bedürfe (AB 39). 

Mit Urteil vom 14. März 2014 wurde das Beschwerdeverfahren in der Folge 
vom Verwaltungsgericht als gegenstandslos geworden abgeschrieben 
(AB 41). 

C.

Die IV-Stelle beauftragte nach Rücksprache mit dem RAD (AB 43) hierauf 
Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für 
Gastroenterologie FMH, und Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, mit einer interdisziplinären Abklärung der Versi-
cherten. Das entsprechende Gutachten datiert vom 2. September 2014 
(AB 60.1 S. 2 ff.).

Mit Vorbescheid vom 7. November 2014 stellte die IV-Stelle der Versicher-
ten erneut die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht. Sie habe 
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (AB 69).

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, unter 
Beilage eines Berichts ihres Hausarztes Dr. med. F.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 1. Dezember 2014 (AB 72 S. 4) am 
5. Dezember 2014 (Datum der Postaufgabe) Einwand. Darin stellte sie u.a. 
die Einreichung eines ausführlichen Berichts des sie behandelnden Psych-
iaters Dr. med. C.________ in Aussicht und ersuchte um eine Nachfrist von 
dreissig Tagen ab Erhalt der Akten zur Ergänzung des Einwands (AB 72).

Mit Stellungnahme vom 22. Dezember 2014 (Datum der Postaufgabe) be-
antragte die Versicherte, wiederum vertreten durch die B.________, ergän-
zende Abklärungen und teilte gleichzeitig mit, dass der sie behandelnde 
Psychiater nichts Neues zum medizinischen Sachverhalt beitragen könne, 

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weshalb sie entgegen ihrer Ankündigung auf die Beibringung eines zusätz-
lichen Berichtes von diesem verzichte (AB 74).

Nach Einholung einer Stellungnahme des RAD zu den erhobenen Einwän-
den und dem neu eingereichten Bericht des Hausarztes (AB 76) verfügte 
die IV-Stelle am 8. Januar 2015 die Abweisung des Leistungsbegehrens. 
Da der Invaliditätsgrad unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch 
(AB 77).

D.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, wiederum vertreten durch 
die B.________, am 9. Februar 2015 (Datum der Postaufgabe) Beschwer-
de mit den sinngemässen Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung 
sei aufzuheben und es sei ihr seit wann rechtens eine Invalidenrente zuzu-
sprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Durchführung weiterer 
Abklärungen und neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen. Zudem seien die Honorare für die ärztlichen Beurteilungen der 
behandelnden Ärzte Dr. med. F.________ und Dr. med. C.________ der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen bzw. bei der Bemessung der Parteien-
tschädigung entsprechend zu berücksichtigen. Unter Kosten- und Entschä-
digungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2015 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 

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den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 8. Januar 
2015 (AB 77). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

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Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 
Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 
der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindes-
tens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% 
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht An-
spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508). Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich 
praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der 

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Verwaltungsverfügung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, 
wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten 
(Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 
E. 2c S. 150, 117 V 194 E. 3b S. 195).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). 
Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Perso-
nen gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung 
der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der 
Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]). 

2.5 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). Bei der Bemes-
sung der Invalidität im erwerblichen Bereich sind dabei die Vergleichsgrös-
sen Validen- und Invalideneinkommen im zeitlichen Rahmen der ohne Ge-

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sundheitsschaden (voraussichtlich dauernd) ausgeübten Teilerwerbstätig-
keit zu bestimmen (BGE 131 V 51 E. 5.1.1 S. 53, 125 V 146 E. 2b S. 149). 

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.8 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). 

2.9 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-

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len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV 
Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

3.

3.1 Nach rezidivierender Divertikulitis wurde bei der Beschwerdeführe-
rin im Juli 2012 eine Rekto-Sigmoidresektion mit Descendorektostomie 
durchgeführt (AB 13 S. 16). In der Folge trat eine Anastomoseninsuffizienz 
auf, welche zu einer Peritonitis mit Sepsis führte und eine chirurgische Re-
vision notwendig machte. Zum Schutz der Anastomose wurde eine Hart-
mann-Operation mit Anlage eines Kolostomas durchgeführt (AB 13 S. 14; 
siehe auch AB 13 S. 12). Am 17. September 2012 erfolgte die Wiederher-
stellung der Darmkontinuität mit Kolonteilresektion und Side-to-end Des-
cendorektostomie (AB 13 S. 8). Als Folge der Operation verblieb eine Ste-
nose der Anastomose auf Höhe der Rektodescendostomie (AB 52 S. 2, 54 
S. 2 f., 55 S. 2). Diese ist gemäss den medizinischen Akten insofern sym-
ptomatisch, als dass die Beschwerdeführerin häufige kleine Stuhlabgänge 
habe, manchmal auch Diarrhoe (AB 60.1 S. 6; vgl. auch AB 55 S. 2 und 52 
S. 2).

Der behandelnde Psychiater Dr. med. C.________ diagnostizierte bei der 
Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 8. Januar 2014 einen Zustand 
zwischen leichter bis mittelschwerer Depression bei einer anankastischen 
(perfektionistischen) Persönlichkeit. Nach den Operationen mit Komplikati-
onen vom Juli 2012 sei es bei der Beschwerdeführerin zu einer mittel-
schweren bis schweren Depression gekommen. Die Operation habe die 
Durchlässigkeit der Patientin akzentuiert. Sie müsse mit wechselhaften 
Gefühlen kämpfen. Sie sei deutlich weniger belastbar. Sie könne nicht 
mehr die Leistungen erbringen wie früher. Sie werde die Arbeit nicht 
wunschgemäss zeitlich erledigen können, so dass sie immer mehr frustriert 

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sei. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin noch in einem zeitli-
chen Rahmen von ca. 50% zumutbar. Dabei bestehe keine verminderte 
Leistungsfähigkeit (AB 38 S. 5).

3.2 Im Rahmen ihrer interdisziplinären Begutachtung der Beschwerde-
führerin kamen die Gutachter Dr. med. D.________ und Dr. med. 
E.________ zur Beurteilung, gastroenterologisch sei aufgrund der grossen 
Bauchhernie eine Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten mit Heben schwerer 
Lasten zu attestieren. Leichtere Arbeiten, insbesondere Büroarbeiten, seien 
der Beschwerdeführerin aus gastroenterologischer Sicht ganztägig zumut-
bar. Aufgrund der häufigen Toilettengänge bestehe jedoch ein erhöhter 
Pausenbedarf im Sinne einer Leistungsreduktion von 10% (AB 60.1 S. 13; 
siehe auch AB 60.1 S. 6). Aus psychiatrischer Sicht könne ein Status nach 
leichter bis mittelgradiger depressiver Episode zur Kenntnis genommen 
werden, welcher aktuell remittiert sei. Im Weiteren seien perfektionistische 
Persönlichkeitszüge zu vermerken. Eine Persönlichkeitsstörung liege nicht 
vor. Bei remittierter depressiver Störung bestehe aus psychiatrischer Sicht 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr (AB 60.1 S. 13). Entgegen 
der vom behandelnden Psychiater gestellten Diagnose in seinem Bericht 
vom 8. Januar 2014 (AB 38 S. 3) sei die Beschwerdeführerin mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nach den Operationen vom Juli 2012 nie schwer 
depressiv gewesen. Sie sei, nachdem sie nach den Operationen ihre Arbeit 
im Oktober 2012 (recte: November 2012 [AB 14 S. 3, AB 67 S. 3]) wieder 
habe aufnehmen können, immer in der Lage gewesen, mindestens in ei-
nem 50%-Pensum zu arbeiten. Sie habe sich um den Haushalt gekümmert 
und soziale Kontakte gepflegt. Auch sei sie unstrittig nie suizidal gewesen. 
Rückwirkend könne also höchstens von einer mittelgradigen depressiven 
Episode gesprochen werden (AB 60.1 S. 11). Entgegen den Angaben des 
behandelnden Psychiaters sei es gemäss der Beschwerdeführerin nie zu 
einer medikamentösen antidepressiven Behandlung gekommen, da sie 
Medikamenten ablehnend gegenüberstehe. Sie nehme einzig gelegentlich 
eine Schlaftablette ein. Die leichten Schlafstörungen und die leicht erhöhte 
Ermüdbarkeit genügten nicht, um eine depressive Störung diagnostizieren 
zu können. Die Beschwerdeführerin leide nicht unter depressiven Verstim-
mungen, einem sozialen Rückzug, Minderwertigkeitsgefühlen, einem Le-
bensverleider oder Suizidgedanken. Sie arbeite während drei Tagen pro 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2015, IV/15/134, Seite 11

Woche, kümmere sich um den Haushalt und unternehme täglich mindes-
tens zweistündige Spaziergänge mit ihrem Hund. Die Beziehung zu ihrem 
Partner sei gut und sie pflege auch soziale Kontakte. All dies seien Hinwei-
se dafür, dass die Beschwerdeführerin nicht an einer depressiven Störung 
leide. Die vom behandelnden Psychiater diagnostizierte depressive 
Störung sei also remittiert. Somit könne aus psychiatrischer Sicht keine 
Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert werden (AB 60.1 S. 12). 

3.3 Das interdisziplinäre Gutachten der Dres. med. D.________ und 
E.________ vom 2. September 2014 (AB 60.1) erfüllt sämtliche der unter 
Erwägung 2.7 hiervor genannten, von der Rechtsprechung an medizinische 
Expertisen gestellten Anforderungen. Es ist im Hinblick auf die streitigen 
Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt 
die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben wor-
den und ist in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und die getätigten 
Schlussfolgerungen sind begründet. Es erbringt damit grundsätzlich vollen 
Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Daran ändern auch die von 
der Beschwerdeführerin gegen die gutachterliche Beurteilung angeführten 
Berichte der Dres. med. F.________ und C.________ nichts. 

3.3.1 Dr. med. F.________ stellt in seinem Bericht vom 1. Dezember 
2014 (Beschwerdebeilage [BB] 3) keine auf die Vorgaben eines anerkann-
ten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose; eine solche wird für die 
Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens jedoch praxis-
gemäss vorausgesetzt (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282). Zudem weist er 
auf psychosoziale Belastungsfaktoren hin, welche nicht als gesundheitliche 
Beeinträchtigungen im Sinne des Gesetzes verstanden werden können 
(vgl. SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Eine eigentliche psychische Er-
krankung diagnostiziert er nicht bzw. nur verdachtsweise, wenn er ausführt, 
die Operationen im Sommer 2012 hätten zu einer weiteren Verschlimme-
rung der psychischen Beschwerden, wohl gar zu einer leichten depressiven 
Episode geführt (vgl. BB 3). Im Januar 2013 hatte Dr. med. F.________ 
noch dafür gehalten, dass die Beschwerdeführerin ab Mitte Februar 2013 
wieder voll arbeitsfähig sein sollte (AB 14 S. 4). Psychische Beschwerden 
hielt er damals keine fest, lediglich einen noch leicht reduzierten Allgemein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2015, IV/15/134, Seite 12

zustand mit rascher Ermüdbarkeit und Schlafstörung (vgl. AB 14 S. 3). Im 
Oktober 2013 stellte er dann zwar eine verschlechterte Situation fest, attes-
tierte der Beschwerdeführerin aber eine tiefere Arbeitsunfähigkeit als noch 
im Januar (AB 22 S. 2). Auch nannte er damals erstmals den Verdacht auf 
eine depressive Episode im Rahmen eines Erschöpfungszustandes (AB 22 
S. 1). Auf diese Verdachtsdiagnose kann mangels einer entsprechenden 
Facharztausbildung des Internisten Dr. med. F.________ jedoch nicht ab-
gestellt werden.

3.3.2 Dr. med. C.________ stellt im Bericht vom 15. Januar 2015 (BB 4) 
ebenfalls keine auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems 
abgestützte Diagnose. Gleiches gilt für seinen Bericht vom 8. Januar 2014 
(AB 38 S. 3 ff.). Der in diesen Berichten attestierte depressive Zustand wird 
als Reaktion auf die Darmoperation vom Juli 2012 mit anschliessenden 
Komplikationen beschrieben; aktuell bestehe nur noch eine leichte bis mit-
telschwere Depression bei einer anankastischen (perfektionistischen) Per-
sönlichkeit. Ein derartiges psychisches Geschehen ist praxisgemäss nicht 
invalidisierend. Im Gutachten der Dres. med. D.________ und E.________ 
wird denn auch mit überzeugender Begründung festgestellt, dass die An-
gaben von Dr. med. C.________ keine Arbeitsunfähigkeit mehr zu begrün-
den vermögen (AB 61.1 S. 12).

3.4 Weder aus den Berichten von Dr. med. F.________ noch aus den-
jenigen von Dr. med. C.________ sind nach dem Dargelegten Aspekte 
ersichtlich, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben wären. In Bezug auf die Atteste des Hausarztes wie auch des 
behandelnden Psychiaters ist im Übrigen auch der Erfahrungstatsache 
Rechnung zu tragen, dass Hausärzte ebenso wie behandelnde Spezialärz-
te mit ihrem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, die 
geklagten Beschwerden zunächst bedingungslos zu akzeptieren, in Zwei-
felsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (Entscheid des EVG 
vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). Es besteht vorliegend kein Anlass, an 
der Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung durch die Dres. med. 
D.________ und E.________ zu zweifeln. Dies umso weniger, als die übri-
gen, neben dem Hausarzt und dem behandelnden Psychiater mit dem Fall 
befassten Ärzte die gutachterliche Beurteilung stützen. Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2015, IV/15/134, Seite 13

G.________, Facharzt für Viszeralchirurgie FMH, der die Beschwerdefüh-
rerin seinerzeit operiert hat, gab im Januar 2013 an, dass die Beschwerde-
führerin wieder voll einsatzfähig sein sollte (AB 13 S. 3). Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Radiologie, erhob im Februar 2013 einen nor-
malen intraabdominalen Befund (AB 21.3 S. 3). Die RAD-Ärztin 
I.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt im Januar 
2014 (allerdings ohne die Beschwerdeführerin persönlich untersucht zu 
haben) dafür, es lägen keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit vor; die bisherige Tätigkeit sollte ebenso zumutbar sein wie (bei 
guter therapeutischer Unterstützung) die frühere Arbeitsfähigkeit (AB 32 
S. 4). Der Viszeralchirurg Prof. Dr. med. J.________ stellte im April 2014 
fest, die Beschwerdeführerin könne sehr gut mit der Stenosen-Problematik 
umgehen (AB 52 S. 2). 

3.5 Da bei dieser Aktenlage von weiteren Beweismassnahmen keine 
neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind, ist auf solche in antizipierter 
Beweiswürdigung zu verzichten (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Der medi-
zinische Sachverhalt ist rechtsgenüglich abgeklärt. Gestützt auf die Inter-
disziplinäre Begutachtung durch die Dres. med. D.________ und 
E.________ ist von einer vollzeitlichen, leistungsmässig um 10% einge-
schränkten Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch einer angepassten 
Tätigkeit auszugehen (AB 60.1 S. 13).

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ist bei der Bemessung des Invaliditäts-
grades von einem Status von 80% Erwerbstätigkeit und 20% Haushalt 
ausgegangen (AB 77 S. 2). Dieser Status wird von der Beschwerdeführerin 
nicht bestritten und ist mit Blick auf das bisherige 80%-Pensum (AB 4 S. 2) 
auch nicht zu beanstanden. Hinreichende Anhaltspunkte, dass die durch 
das Teilzeitpensum frei werdende Zeit von der Beschwerdeführerin nicht 
für die Tätigkeit im Aufgabenbereich verwendet würde, womit der IV-Grad 
nach der allgemeinen Methode zu berechnen wäre (BGE 131 V 51), sind 
den Akten nicht zu entnehmen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2015, IV/15/134, Seite 14

4.2 Da der Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit nach wie 
vor zumutbar ist (vgl. E. 3.4 hiervor sowie AB 60.1 S. 13), erübrigt sich vor-
liegend ein zahlenmässiger Einkommensvergleich, entspricht doch ihr Inva-
liditätsgrad im erwerblichen Bereich diesfalls der medizinisch-theoretischen 
Einschränkung ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 10%, wie die Be-
schwerdegegnerin im Ergebnis zu Recht festgestellt hat (vgl. AB 77 S. 2). 
Bei dieser Ausgangslage ist eine Abklärung der Invalidität im Haushalt nicht 
erforderlich, da selbst bei voller Einschränkung in diesem Bereich (wofür 
jedoch keine Anhaltspunkte bestehen [vgl. AB 61.1 S. 11] und was auch 
nicht geltend gemacht wird) insgesamt kein rentenbegründender Invali-
ditätsgrad resultieren würde. 

5.

Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 8. Januar 2015 
(AB 77) ist nach dem Dargelegten jedenfalls im Ergebnis nicht zu bean-
standen und die dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet abzuwei-
sen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2015, IV/15/134, Seite 15

Die Kosten für die von der Beschwerdeführerin veranlassten zusätzlichen 
Berichte der Dres. med. F.________ und C.________ hat die Beschwerde-
gegnerin entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin nicht zu tragen. 
Diese Berichte haben keinen entscheidrelevanten neuen Aufschluss ge-
bracht und es kann nicht gesagt werden, die Beschwerdegegnerin habe 
ihre Abklärungspflichten und damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt. 
Die von der Beschwerdeführerin veranlassten Berichte waren für die Ent-
scheidfindung nicht erforderlich (vgl. SVR 2010 UV Nr. 3 S. 15 f. E. 10). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
-  B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 30. April 

2015)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Aug. 2015, IV/15/134, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.