# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff33ca75-3ef7-5107-94e6-e40b406013cc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.11.2018 IV 2016/281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-281_2018-11-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/281

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 21.11.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 21.11.2018
Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG: Prüfung des Anspruchs auf eine IV-Rente, 
insbesondere Prüfung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem 
allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Rentenanspruch verneint 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. 
November 2018, IV 2016/281).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr. 

IV 2016/281

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley,

Bürgi Dahinden Ley, Blumenbergplatz 1, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) ersuchte die IV-Stelle am 21. Oktober 1998 um 

Kostengutsprache für eine Augenoperation (IV-act. 1). Das Gesuch wurde am 11. 

Dezember 1998 gutgeheissen (IV-act. 5). Die Übernahme der Kosten für eine 

Nachstarbehandlung links wurde von der IV jedoch mit der Begründung, dass die 

bisherige berufliche Tätigkeit des Versicherten als Reinigungskraft (vgl. IV-act. 1 S. 4 

i.V.m. IV-act. 57 S. 6) ohne Einschränkung ausgeführt werden könne, abgelehnt (IV-act. 

13).

A.b  Am 25. November 2004 wurde der Versicherte als Motorradfahrer von einem 

Personenwagen angefahren (vgl. IV-act. 22). Er war damals im Reinigungsdienst des 

B.___'s angestellt gewesen (vgl. IV-act. 20 ff.). Bei dem Unfall zog sich der Versicherte 

unter anderem eine distale Radiusfraktur links zu. In der orthopädischen Klinik des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) wurde bei ihm eine Plattenosteosynthese 

durchgeführt (vgl. Fremdakten, UV-act. 1 S. 5 ff.). Am 11. März 2005 wurde das 

Osteosynthesematerial wiederum im KSSG entfernt, wobei zugleich eine Tenolyse 

(operative Lösung narbig verwachsener Sehnen) vorgenommen wurde (Fremdakten, 

UV-act. 1 S. 13). In einem Bericht vom 9. Dezember 2005 stellte der Hausarzt des 

Versicherten, Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH, die Verdachtsdiagnose einer 

Sudeckdystrophie. Dr. C.___ erwähnte im Bericht, dass der Versicherte in der Tätigkeit 

als Hauswart vorerst zu 50 % arbeitsunfähig bleibe. Bei längeren handwerklichen 

Arbeiten müsse er schmerzbedingt das Arbeitstempo reduzieren respektive die 

begonnenen Arbeiten abbrechen (Fremdakten, UV-act. 1 S. 28 f.).

A.c  Der Versicherte meldete sich am 4. Januar 2006 bei der IV zum Bezug von 

beruflichen Massnahmen und einer IV-Rente an (IV-act. 15).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.d  Am 24. Februar 2006 gelangte der Versicherte erneut an die IV mit einem Gesuch 

um Übernahme der Kosten für eine Staroperation rechts (IV-act. 27 i.V.m. IV-act. 31 

und 32). Die IV hiess dieses Gesuch mit Verfügung vom 1. Juni 2006 gut und erbrachte 

auch Taggeldleistungen (IV-act. 49 und 51).

A.e  Aufgrund persistierender Handgelenksprobleme führte Dr. med. D.___ von der 

Orthopädie E.___ am 29. Mai 2006 bei einer radioscapholunären Arthrose eine 

Teilarthrodese durch (IV-act. 54).

A.f  Im Auftrag der IV-Stelle untersuchte Dr. med. F.___, Spezialarzt Orthopädische 

Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM), den Versicherten am 20. September 2006. In 

seinem Gutachten vom 15. November 2006 stellte er die Diagnosen Status nach (St. n.) 

radioscapholunärer Teilarthrodese 05/06 bei Zustand nach (Z. n.) Osteosynthese einer 

intraartikulären Radiusfraktur links 11/04, Varuspangonarthrose rechts bei Z. n. 

Tibiaosteosynthese 1988 und wahrscheinlicher vorderer Kreuzbandersatzplastik 1990, 

nicht insulinpflichtiger Diabetes mellitus, Senkfüsse und St. n. Kataraktoperation links 

03 und rechts 06 (IV-act. 57 S. 5). Gemäss Gutachten gab der Versicherte anlässlich 

der Untersuchung an, dass auch nach dem operativen Eingriff vom 29. Mai 2006 im 

Vergleich zum Zustand vor der Operation unveränderte kneifende Schmerzen radial im 

linken Handgelenk mit Ausstrahlung in den Vorderarm persistierten. Seit über zehn 

Jahren manifestierten sich auch stechende Kniegelenksschmerzen ventral rechts, die 

im Verlaufe der Zeit an Intensität zugenommen hätten. Dr. F.___ hielt in seiner 

gutachterlichen Beurteilung fest, dass die persistierenden Handgelenksschmerzen links 

auf einen fehlenden Durchbau der Arthrodese zurückzuführen sein könnten. Die 

Schmerzen im rechten Kniegelenk und die pathologischen Untersuchungsbefunde 

desselben seien durch die radiologisch sichtbare Varuspangonarthrose erklärbar. 

Knapp vier Monate nach der Teilarthrodese des Radiocarpalgelenks links könne noch 

kein definitives Urteil über den Erfolg des operativen Eingriffs gefällt werden. Der 

Versicherte sei auf Grund der oben beschriebenen Beschwerden in seiner körperlichen 

Leistungsfähigkeit zweifellos eingeschränkt. Vorwiegend stehende oder gehende 

Tätigkeiten in feuchter und kalter Umgebung, insbesondere auf unebenem Boden und 

auf Leitern, bei denen regelmässig eine Kraftanwendung in der linken Hand notwendig 

sei und bei welchen Gegenstände über 10 Kg gehoben oder getragen werden 

müssten, seien dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Gegenwärtig betrage die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arbeitsfähigkeit als Mitarbeiter in einer Reinigungsequipe 0 %. Der Zustand sei 

allerdings besserungsfähig. Bei durchgebauter Teilarthrodese könne die 

Arbeitsfähigkeit gesteigert werden. Der Leidensdruck von Seiten der 

Kniegelenksschmerzen rechts sei gering, sodass sich diesbezüglich momentan keine 

Behandlung aufdränge. Tätigkeiten, die vorwiegend sitzend in temperierten Räumen 

durchgeführt werden könnten, ohne dass dabei die linke Hand gebraucht werden 

müsse und die abwechslungsweise sitzend und stehend durchgeführt werden könnten, 

ohne dass dabei regelmässig auf unebenem Boden gelaufen und auf Leitern gestiegen 

werden müsse, und die nicht mit häufigem Heben und Tragen von Gegenständen über 

10 Kg verbunden seien, seien dem Versicherten bei voller Stundenpräsenz zu 100 % 

zumutbar (IV-act. 57).

A.g  Am 21. Mai 2007 fand im Auftrag der IV-Stelle eine Verlaufsbegutachtung durch 

Dr. F.___ statt. In seinem Gutachten vom 13. Juni 2007 stellte Dr. F.___ die Diagnosen 

St. n. radioscapholunärer Teilarthrodese 05/06 und Metallentfernung 02/07 bei Z. n. 

Osteosynthese einer intraartikulären Radiusfraktur links 11/04 und freie Gelenkskörper 

zwischen Lunatum (Handwurzelknochen) und Radius sowie mässige Arthrose 

scaphotrapezial und scaphotrapezoidal mit kleinen freien Gelenkskörpern, 

Varuspangonarthrose bei Z. n. Tibiaosteosynthese 1988 und wahrscheinlich vorderer 

Kreuzbandersatzplastik 1990 rechts, Präadipositas, nicht insulinpflichtiger Diabetes 

mellitus, Senkfüsse und St. n. Kataraktoperation links 2003 und rechts 2006. Dr. F.___ 

führte aus, dass die Schmerzen im linken Handgelenk und die abnormen 

Untersuchungsbefunde desselben auf die radiologisch sichtbaren degenerativen 

Veränderungen und die freien Gelenkskörper zurückgeführt werden könnten. Die 

radioscapholunäre Teilarthrodese sei ossär konsolidiert. Die Schmerzen im rechten 

Kniegelenk und die pathologischen objektiven Befunde desselben seien durch die im 

Röntgenbild dargestellte Varuspangonarthrose bedingt. Die Prognose sei bei 

gleichzeitigem Übergewicht schlecht, da es zu einer vermehrten Belastung und 

dadurch zu einem vermehrten Abrieb des bereits abgenützten Kniegelenks komme. Der 

Versicherte sei auf Grund der beschriebenen Beschwerden in seiner körperlichen 

Leistungsfähigkeit zweifellos eingeschränkt. Wegen langdauernder Arbeitsunfähigkeit 

habe er zwischenzeitlich auch seine langjährige Arbeitsstelle verloren. Vorwiegend 

stehende und gehende mit häufigen knienden Positionen verbundene Tätigkeiten 

insbesondere auf unebenem Boden in kalter und feuchter Umgebung, die mit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

regelmässiger Kraftanwendung der linken Hand und dem Heben und Tragen von 

Gegenständen über 10 Kg verbunden seien, könnten dem Versicherten nicht mehr 

vollumfänglich zugemutet werden. Die Leistungsfähigkeit als Mitarbeiter einer 

Reinigungsequipe betrage bei voller Stundenpräsenz ca. 15 %. Körperlich leichte 

Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend oder 

vorwiegend sitzend durchgeführt werden könnten, ohne dass dabei Kraftanwendungen 

der linken Hand respektive das Heben und Tragen von Lasten über 10 Kg notwendig 

seien und die nicht mit häufigem Knien sowie Laufen auf unebenem Boden oder dem 

Besteigen von Leitern verbunden seien, könnten dem Versicherten zu 90 % zugemutet 

werden. Die Handgelenksschmerzen links könnten nur durch einen nochmaligen 

operativen Eingriff eventuell gelindert werden. Die Schmerzen im rechten Kniegelenk 

seien trotz der radiologisch deutlichen Arthrose noch nicht sehr stark ausgeprägt, 

zumal Schmerzmittel nur bei Bedarf verwendet würden. Die primäre Behandlung 

bestehe in nichtsteroidalen Antirheumatika, einer Gewichtsreduktion und einer 

Physiotherapie sowie sekundär einer intraartikulären Cortisoninfiltration. Langfristig 

werde aber wohl die Implantation einer Knietotalprothese notwendig sein (vgl. IV-act. 

64).

A.h  Am 17. August 2007 reichte der Versicherte erneut ein Gesuch bei der IV ein, ohne 

konkret anzugeben, welche Versicherungsleistungen er damit beantragte (IV-act. 68).

A.i Am 19. Oktober 2007 erliess die IV-Stelle zwei Vorbescheide. Mit dem einen 

kündigte sie dem Versicherten den Abschluss der Arbeitsvermittlung an, da er laut 

Besprechung mit seiner Eingliederungsberaterin damit einverstanden sei, dass die 

Unterstützung bei der Stellensuche eingestellt werde (IV-act. 86). Mit dem anderen 

Vorbescheid teilte sie mit, dass das Rentenbegehren bei einer 90%igen 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 26 % 

abgewiesen werde (IV-act. 84). Mit Verfügung vom 6. Dezember 2007 lehnte die IV-

Stelle im Sinne der Vorbescheide einen Anspruch auf berufliche Massnahmen sowie 

einen Rentenanspruch ab (IV-act. 92 und 93).

A.j Am 6. Januar 2010 sprach die Unfallversicherung dem Versicherten bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 90 % in adaptierter Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 32 % 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

eine monatliche Invalidenrente in der Höhe von Fr. 1'542.-- seit dem 1. November 2009 

zu (Fremdakten, UV-act. 2).

A.k  Am 28. April 2015 erfolgte eine Wiederanmeldung bei der IV-Stelle (IV-act. 97). 

Zusammen mit dem Anmeldeformular reichte der Versicherte eine Kopie seines 

Anstellungsvertrages des G.___ vom 29. November 2007 ein. Aus diesem ging hervor, 

dass er ab dem 2. Januar 2008 als Verkaufsmitarbeiter für die Möbelabteilung mit einer 

wöchentlichen Arbeitszeit von 18 Stunden und als Ferienablösung für weitere ca. 10 

Wochen pro Jahr eingestellt worden war (IV-act. 98). Seiner Anmeldung legte er auch 

die Rentenverfügung der Unfallversicherung vom 6. Januar 2010 bei (IV-act. 99).

A.l Die IV-Stelle erhielt einen Bericht des Hausarztes Dr. C.___ vom 18. Mai 2015 (vgl. 

IV-act. 102). Dr. C.___ hatte darin festgehalten, dass der Versicherte nach diversen 

Unfällen seit langem an Knieschmerzen rechts und Handgelenks-Armschmerzen leide. 

Deswegen erhalte er eine Teilrente. In den letzten Jahren seien zunehmend auch 

Schulter-Arm-Schmerzen rechts und Rückenprobleme aufgetreten. Die Arbeit im G.___ 

bereite dem Versicherten zunehmend Mühe, da er doch häufig auch beim Herumtragen 

von beachtlichen Gewichten helfen müsse, was sich jeweils negativ auf die chronische 

Schmerzproblematik auswirke. Der Versicherte sei in Behandlung. Verschiedene 

Therapien hätten bisher kaum zu einer Verbesserung der Beschwerden geführt. Als 

Diagnosen nannte Dr. C.___ chronische Schulter-Arm-Schmerzen beidseits mit 

durchgehender Ruptur der Supraspinatussehne und Teilruptur der Bizepssehne rechts 

und Subluxation dieser Sehne mit Arthroskopie und Rotatorenmanschetten-

Rekonstruktion 2011, rezidivierende Vertebralgien bei degenerativen Veränderungen 

mit regelmässigen chiropraktischen Behandlungen, hochgradig lateral akzentuierte 

Gonarthrose und Femoropatellaarthrose mit Chondropathie Grad 3 bis 4 rechts, St. n. 

komplexer Knieverletzung rechts und St. n. VKB-Plastik (1987), persistierende 

Schmerzen bei St. n. Radiusfraktur links (2004) und St. n. scapholunearer 

Teilarthrodese, rezidivierende Fussschmerzen bei Metarsalgie 1 rechts, nicht 

insulinpflichtiger Diabetes mellitus (seit Jahren schlecht eingestellt), V. a. nicht-

aethylische Steatosis hepatis bei metabolischem Syndrom sowie Rhinitis allergica. Die 

aktuelle medikamentöse Behandlung bestehe aus Metformin, Diamicron, Galvus und 

Seraline, wobei das letztgenannte Medikament auch wegen der leichten depressiven 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verstimmung verabreicht werde (IV-act. 107). Dr. C.___ reichte weitere fachärztliche 

Berichte ein (vgl. IV-act. 115 ff.).

A.m In einer Stellungnahme vom 22. Juni 2015 führte der regionale ärztliche Dienst 

(RAD) aus, dass die von Dr. C.___ in seinem Arztbericht vom 18. Mai 2015 genannten 

Gesundheitsschäden in den vorliegenden fachärztlichen Berichten bestätigt würden. 

Die bereits im Gutachten von Dr. F.___ im Jahr 2007 beschriebenen 

Gesundheitsschäden an der linken Hand und am rechten Knie bestünden unverändert 

weiter. Neu hinzugekommen seien seither eine Schulteroperation rechts sowie 

rezidivierende Vertebralgien und Fussschmerzen rechts. Somit seien neu noch 

Tätigkeiten ohne Arbeiten über Schulterhöhe möglich. Den Einschränkungen infolge 

der Wirbelsäulen- und der Fussbeschwerden werde durch die bereits im Gutachten 

von Dr. F.___ beschriebenen Adaptionskriterien Rechnung getragen. Gesamthaft könne 

somit weiterhin von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

ausgegangen werden (IV-act. 127).

A.n  Der Arbeitgeber des Versicherten gab am 21. August 2015 an, dass die Tätigkeit 

des Versicherten aus zu ca. 1-5 % sitzenden Tätigkeiten, aus zu ca. 6-33 % gehenden 

Tätigkeiten und aus zu ca. 34-66 % stehenden Tätigkeiten bestehe. Leichtes Heben 

oder Tragen von Gegenständen bis 10 Kg komme oft vor. Das Heben oder Tragen von 

mittelschweren Gegenständen sei ebenfalls oft gefragt und betrage ca. 34-66 % der 

Arbeitszeit. Seit 2011 habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten stets 

verschlechtert. Er sei aufgrund der Rücken-, Knie- und allgemeinen Schmerzen 

meistens nicht einmal mehr in der Lage, die wenigen Treppenstufen im Verkaufsraum 

zu begehen. Es sei vielfach eine Belastung, wenn er arbeite, da er Hilfe von anderen 

benötige (IV-act. 132).

A.o  Mit einem Schreiben vom 28. August 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten 

mit, dass er keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe. Er fühle sich zu 

maximal 50 % arbeitsfähig, weshalb er die Rentenprüfung wünsche (IV-act. 134).

A.p  Mit Vorbescheid vom 10. September 2015 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten 

an, dass sie sein Rentenbegehren abweisen werde. In einer seinem Leiden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

angepassten Tätigkeit sei von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, weshalb 

lediglich ein Invaliditätsgrad von 21 % resultiere (IV-act. 137).

B. 

B.a  Am 19. Oktober 2015 erhob der Versicherte Einwand mit dem Antrag, ihm sei nach 

der Durchführung weiterer Abklärungen eine Rente der Invalidenversicherung 

zuzusprechen. Zur Begründung führte seine Rechtsvertreterin an, der Meinung des 

RAD, die aktuell bestehenden Beschwerden und Einschränkungen entsprächen 

gesamthaft weiterhin der Einschätzung des Verlaufsgutachtens von Dr. F.___, könne 

nicht gefolgt werden (IV-act. 140).

B.b  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte von der Neurologie Z.___ AG, 

polydisziplinäre Begutachtungsstelle MEDAS, untersucht. Die orthopädische 

Untersuchung durch PD Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Facharzt für Traumatologie des Bewegungsapparates, fand am 9. Februar 2016 statt. 

Am 15. Februar 2016 wurde der Versicherte durch Dr. med. I.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, 

psychiatrisch untersucht. Im Bereich Allgemeine Innere Medizin untersuchte Dr. med. 

J.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zertifizierter Gutachter SIM, den 

Versicherten am 23. Februar 2016 (IV-act. 169). In einem polydisziplinären Gutachten 

vom 29. Februar 2016 führten diese Sachverständigen als fachübergreifende 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine posttraumatische radiokarpale 

Handgelenksarthrose links nach Unfall vom 25. November 2004, eine hochgradige 

Gonarthrose rechts, eine Femoropatellaarthrose mit Chondropathie, ein degeneratives 

Meniskusleiden und einen St. n. alter VKB-Plastik 1990 sowie eine 

Rotatorenmanschettendegeneration rechts an. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit wurden eine hochgradige Kurzsichtigkeit (Linsenimplantate 

1998/2006), ein Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose 1990) sowie eine Dysthymia F 

34.1 erwähnt (IV-act. 169 S. 50). Dr. J.___ führte aus, dass er hinsichtlich des Diabetes 

mellitus mit Ausnahme von bei der klinischen Untersuchung festgestellten, fraglichen 

Zeichen einer peripheren Neuropathie keine Komplikationen festgestellt habe. Daher 

sei davon auszugehen, dass der Versicherte diesbezüglich in der bisherigen Tätigkeit 

nicht eingeschränkt sei. Bis zur Zeit der Pensionierung stelle der Diabetes ausser bei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

körperlich schweren Arbeiten und Arbeiten, die ein gutes Gleichgewicht erforderten, 

keine funktionelle Einschränkung dar. Hinsichtlich der hochgradigen Kurzsichtigkeit 

(Myopia magna) mit Zustand nach beidseitiger Linsenimplantation seien vom 

Versicherten spontan keine Einschränkungen in den bisherigen Tätigkeiten genannt 

worden. Erstaunlicherweise lägen keine neueren fachärztlichen Dokumente dazu vor. 

Zu aktuellen und künftigen Einschränkungen in allfälligen (in der bis zur regulären 

Pensionierung verbleibenden Zeit wohl kaum in Frage kommenden) Verweisarbeiten 

könne keine Stellung genommen werden. Grundsätzlich sei für Arbeiten, die eine gute 

Sehschärfe erforderten, bei einer korrigierten Myopia magna an sich und auch wegen 

der damit potenziell assoziierten Netzhautveränderungen von einer relevanten 

Einschränkung auszugehen (IV-act. 169 S. 11). Zusammenfassend hielt Dr. J.___ fest, 

dass aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht gegenüber dem Referenzzeitpunkt 

in funktioneller Hinsicht keine Verschlechterung der Gesundheit objektiviert werden 

könne. Folglich bestehe für den Versicherten in der bisherigen Tätigkeit eine volle 

Arbeitsfähigkeit in den aus orthopädischer Sicht zumutbaren Tätigkeiten (IV-act. 169 S. 

12). Dr. I.___ kam in seinem psychiatrischen Teilgutachten zum Schluss, dass sich der 

Gesundheitszustand des Versicherten seit der Beurteilung von Dr. F.___ vom 21. Mai 

2007 aus psychiatrischer Sicht nicht verändert habe, d.h. dass der Versicherte 

zwischenzeitlich nicht psychiatrisch erkrankt sei. Demnach sei der Versicherte aus 

psychiatrischer Sicht sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auch in vergleichbaren 

Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 169 S. 49). Aus orthopädischer Sicht 

bestanden laut Dr. H.___ posttraumatische Beschwerden der linken Hand und des 

rechten Knies, wie sie bereits im orthopädischen Gutachten von Dr. F.___ aus dem 

Jahr 2007 beschrieben worden seien. Diesbezüglich könne keine wesentliche 

funktionelle Verschlechterung objektiviert werden (vgl. IV-act. 169 S. 28 und S. 50). Neu 

hinzugekommen sei seit 2009 das degenerative Schulterleiden, welches 

Überkopfarbeiten und weitere den Schultergürtel belastende Arbeiten ausschliesse, 

was bei der aktuellen Tätigkeit des Versicherten kaum ins Gewicht falle, sich jedoch auf 

die Arbeitsfähigkeit in der früheren Tätigkeit als Reinigungskraft auswirke (IV-act. 169 

S. 28 und S. 50). Eine Coxarthrose rechts werde erst seit 2012 im Dossier geführt. 

Aufgrund der klinischen Untersuchungsbefunde liege bei praktisch normaler 

Beweglichkeit keine bedeutende manifeste Coxarthrose vor. Der Versicherte habe 

einen morgendlichen Anlaufschmerz rechts angegeben, der nach einigen Minuten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Besserung zeige, weshalb der Arbeitstag diesbezüglich ohne weiteres zu bewältigen 

sei (IV-act. 169 S. 28 f.). Bezüglich der Fussschmerzen zeige sich nach der 

Untersuchung am Versicherten, dass es sich um banale Schmerzen an der Grosszehe 

rechts handle, die im Rahmen einer Schwiele über dem Grosszehenmittelgelenk medial 

bei einem Hallux valgus interphalangeus typischerweise zu finden seien (IV-act. 169 S. 

29). Aus orthopädischer Sicht könnten körperlich schwere und überwiegend körperlich 

schwere Tätigkeiten nicht ausgeführt werden. Ausschliesslich oder überwiegend 

stehende Tätigkeiten und ausschliesslich oder überwiegend gehende Tätigkeiten ohne 

wenigstens 50 % sitzende Tätigkeitsmerkmale in rückenschonender Haltung könnten 

nur mit einer Einschränkung des Arbeitspensums auf 60 % durchgeführt werden. 

Arbeiten in Rumpfbeugung und Arbeiten insbesondere in leichter Vorneigung des 

Oberkörpers und mit häufigem oder auch nur gelegentlichem Bücken, mit Knien oder 

Hocken, seien nicht möglich. Tragen und Heben von Lasten über 5 Kg sei nicht 

möglich, links auch nicht körpernah. Das Bücken zum Aufheben von Lasten am langen 

Arm sei nicht möglich. Arbeiten über Kopf und in Vorhaltung der Arme links/rechts 

könnten nicht ausgeführt werden. Arbeiten mit Besteigen von Hockern, Leitern, 

Treppen und Trittstufen seien möglich, sofern sie nicht mehr als 10 % der Arbeitszeit 

ausmachten. Arbeiten mit gelegentlichem Treppensteigen seien möglich. Arbeiten im 

Freien mit Nässe- und Kälteeinwirkung und unter Zugluft seien zeitweise (bis 10 % der 

Arbeitszeit) möglich. Arbeiten in Wechselschicht oder Nachtschicht seien aufgrund des 

Alters der versicherten Person nicht empfehlenswert. Die Gebrauchsfertigkeit der linken 

Hand sei leicht reduziert (vgl. IV-act. 169 S. 30 f.). In der Konsensbeurteilung wurde als 

positives Leistungsbild festgehalten, dass dem Versicherten werktägliches Arbeiten 

über mehr als sechs Stunden möglich sei. Ein 100 % Pensum könne dabei realisiert 

werden. Körperlich leichte und mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten sollten im 

Umfang von bis zu 50 % der Wochenarbeitszeit möglich sein. Arbeiten ausschliesslich 

oder überwiegend im Sitzen auf Tischhöhe ohne Einnahme von Zwangshaltung und 

ohne Rumpfdrehung seien ohne zeitliche Einschränkungen möglich. Eine Verlängerung 

der Pausenzeiten sei nicht erforderlich. Arbeiten unter Benutzung ausschliesslich oder 

überwiegend der Hände und der Arme rumpfnah ohne besondere Seitenbetonung sei 

möglich. Die Gebrauchsfertigkeit der linken Hand sei eingeschränkt (vgl. IV-act. 169 S. 

33 f. und S. 53). Daraus wurde in der Konsensbeurteilung gefolgert, dass die früher 

ausgeübte Tätigkeit im Reinigungsdienst, die regelmässig Überkopfarbeiten und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Boden-Renovations¬arbeiten mit Belastung des Schulterapparates beinhaltet habe, 

seit Mitte 2009 nur noch zu 50 % zumutbar sei. Für eine Verweistätigkeit habe Dr. 

F.___ in seinem Gutachten aus dem Jahr 2007 eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % 

attestiert. Die aktuelle Tätigkeit sei jedoch nicht gut angepasst (IV-act. 169 S. 51). Die 

eigene, nicht IV-unterstützte Eingliederungsbereitschaft des Versicherten sei gut, 

sofern dessen resolute Vorgaben eingehalten würden. Dadurch sei es dazu gekommen, 

dass die Restarbeitsfähigkeit ab 2007 nicht optimal verwendet worden sei. Unter 

Berücksichtigung der vorbestehenden und Mitte 2009 hinzugekommenen Befunde sei 

die nicht ideal angepasste, aktuell ausgeübte Tätigkeit dem Versicherten aus 

medizinischer Sicht zu 60 % zumutbar. Zur Arbeitsfähigkeit zwischen 2007 bis Mitte 

2009 könne keine Stellung genommen werden (vgl. IV-act. 169 50 f.). In idealen 

Verweistätigkeiten sei theoretisch eine volle Arbeitsfähigkeit zu attestieren (vgl. IV-act. 

169 S. 51 und 53). Die Frage einer Therapieadhärenz stelle sich bei den degenerativen 

Leiden an der Hand, an dem Knie und an der Schulter nicht, da keine Optionen (inkl. 

Gelenkersatz) zur Verbesserung der Belastbarkeit bestünden (IV-act. 169 S. 51 f.).

B.c  In einer Stellungahme vom 11. März 2016 führte der RAD aus, dass das 

polydisziplinäre Gutachten umfassend und schlüssig sei. Die im Konsens erarbeiteten 

medizinischen Schlussfolgerungen seien versicherungsmedizinisch nachvollziehbar. 

Die wesentlichen Einschränkungen fänden in der Beurteilung Berücksichtigung, sodass 

auf das Gutachten abgestellt werden könne. Zusammenfassend habe sich der 

Gesundheitszustand des Versicherten gegenüber der im Gutachten von Dr. F.___ im 

Jahr 2007 festgehaltenen Referenzsituation leidglich in qualitativer Hinsicht verändert, 

weshalb jetzt neue Adaptionskriterien zu berücksichtigen seien. Das polydisziplinäre 

Gutachten beziffere die Arbeitsfähigkeit in einer ideal adaptierten Tätigkeit auf 100 %. 

Bezüglich der linken Hand und des rechten Knies habe sich jedoch keine wesentliche 

funktionelle Veränderung gezeigt. Somit handle es sich bei der Einschätzung der 

Gutachter lediglich um eine andere Beurteilung des im Wesentlichen gleichen 

medizinischen Sachverhalts, sodass medizinisch weiterhin von der bisherigen 90%igen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit auszugehen sei (IV-act. 170). In einem 

Schreiben vom 15. März 2016 wurde der Versicherte über die Beurteilung des RAD in 

Kenntnis gesetzt und ihm wurde angekündigt, dass die IV am bisherigen Vorbescheid 

festhalten werde (IV-act. 171).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.d  Durch seine Rechtsvertreterin liess der Versicherte im Rahmen der zweiten 

Anhörung am 17. Mai 2016 einwenden, das polydisziplinäre Gutachten vom 29. 

Februar 2016 habe eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ausgewiesen. 

Auch der RAD anerkenne, dass sich sein Gesundheitszustand gegenüber dem 

Referenzzeitpunkt zumindest in qualitativer Hinsicht verändert habe, sodass jetzt neue 

Adaptionskriterien zu berücksichtigen seien. Der Schluss, es handle sich um eine 

unbeachtliche Neubeurteilung einer im Wesentlichen unveränderten Situation, sei somit 

falsch. Die im Gutachten enthaltene Liste der bei einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 

berücksichtigenden Faktoren sei lang und eindrücklich. Unter Berücksichtigung all 

dieser Limitierungen sei eine konkrete Arbeitsstelle jedenfalls nicht ohne Umschulung 

bzw. ohne Berufsausbildung vorstellbar. Ein Anspruch auf berufliche Massnahmen 

wäre ausgewiesen, dürfte aber aufgrund des Alters ausser Betracht fallen. Die Situation 

sei nach der Rechtsprechung zur Zumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit 

kurz vor der Pensionierung stehender Versicherten zu beurteilen. Er sei im Zeitpunkt 

der Begutachtung knapp __-jährig gewesen, verfüge über keine Berufsausbildung und 

habe zeitlebens stets körperlich gearbeitet. Seine Deutschkenntnisse seien beschränkt. 

Eine bessere Verwertung der Restarbeitsfähigkeit sei somit gar nicht möglich, weshalb 

das aktuelle Einkommen für den Einkommensvergleich massgebend sei. Eine 

Erhöhung auf ein 60 % Pensum der aktuell ausgeübten Arbeiten sei ihm aus 

gutachterlicher Sicht zwar zumutbar, an dieser konkreten Stelle jedoch nicht möglich. 

Selbst bei Berücksichtigung eines 60 % Pensums sei noch ein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad gegeben (IV-act. 176).

B.e  Der RAD erläuterte am 6. Juni 2016, die Einschätzung, dass es sich nur um eine 

andere Beurteilung des im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustands handle, 

habe sich nur auf die Beurteilung der Gutachter bezogen, dass der Versicherte 

adaptiert 100 % arbeitsfähig sei, während Dr. F.___ im Gutachten aus dem Jahr 2007 

eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % in einer Verweistätigkeit attestiert habe (IV-act. 177).

B.f  Entsprechend dem Vorbescheid verfügte die IV-Stelle am 17. Juni 2016 bei einer 

90%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 21 % 

die Ablehnung des Rentenbegehrens (IV-act. 178).

C.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

durch seine Rechtsvertreterin am 29. August 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). 

Darin beantragte er, dass die Verfügung vom 17. Juni 2016 aufzuheben und ihm eine 

Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1 S. 3).

C.b Der in Rechnung gestellte Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wurde vom 

Beschwerdeführer am 30. September 2016 bezahlt (act. G 4).

C.c Am 19. Dezember 2016 ging beim Versicherungsgericht die Beschwerdeantwort 

der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) mit dem Antrag um Abweisung der 

Beschwerde ein (act. G 7). Zur Begründung führte sie an, dass dem Beschwerdeführer 

gestützt auf das im Gutachten beschriebene Leistungsprofil eine Tätigkeit nicht nur in 

so eingeschränkter Form möglich sei, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

praktisch nicht kenne. Leichtere Kontroll-, Fertigungs- oder Verpackungsarbeiten seien 

dem Beschwerdeführer gemäss dem von den Gutachtern ermittelten Adaptionsprofil 

zumutbar. Die Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit sei ihm sowohl altersbedingt als 

auch aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen möglich (act. G 7 S. 5).

C.d In seiner Replik vom 18. Mai 2017 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 15). Die Beschwerdegegnerin verzichtete 

auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 16 und 17).

Erwägungen

1. 

Strittig ist im vorliegenden Verfahren, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf 

eine Invalidenrente hat (vgl. act. G 1).

2. 

2.1  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen 

Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Art. 16 ATSG).

2.2  Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers im Wesentlichen auf das MEDAS-Gutachten sowie dessen 

Beurteilung durch den RAD. Die Ausführungen im MEDAS-Gutachten sind in sich 

schlüssig. Das Gutachten ist in Kenntnis und Würdigung der Vorakten erstellt worden. 

Es beruht ferner auf umfassenden gutachterlichen Untersuchungen. Die Gutachter 

haben auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt. Es gibt keine Anhaltspunkte 

dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen in der Untersuchung unberücksichtigt 

geblieben wären; und es gibt keine Indizien, welche die Zuverlässigkeit der 

Einschätzung des MEDAS-Gutachtens erschüttern würden. Auch der 

Beschwerdeführer misst dem Gutachten hinsichtlich der darin erhobenen 

gesundheitlichen Befunde Beweiswert zu, indem er geltend macht, dass mit dem 

Gutachten eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ausgewiesen sei (vgl. 

act. G1 S. 7). Die im Gutachten von Dr. F.___ aus dem Jahr 2007 abweichende 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit spricht ebenfalls nicht gegen den Beweiswert des 

MEDAS-Gutachtens. Es ist zu berücksichtigen, dass bei medizinischen Beurteilungen 

ein gewisser Ermessensspielraum besteht, welcher zu leichten Abweichungen führen 

kann. Entscheidend dabei ist, dass das MEDAS-Gutachten die wesentlichen 

gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers berücksichtigt und 

schlüssig aufgezeigt hat, dass die einzelnen gesundheitlichen Veränderungen zwar 

Einfluss auf die vom Versicherten bisher ausgeübten Tätigkeiten haben, sich jedoch in 

adaptierten Tätigkeiten quantitativ nicht weiter leistungsmindernd auswirken, sondern 

lediglich zu weiteren qualitativen Einschränkungen führen. Auf die einzelnen neu 

hinzugekommenen gesundheitlichen Einschränkungen wird insbesondere im 

orthopädischen Gutachten detailliert eingegangen (vgl. act. G 1.1.5 S. 13 ff.). Die 

Beschwerdegegnerin geht somit zu Recht davon aus, dass sich die Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit lediglich in qualitativer Hinsicht verschlechtert hat. Für die 

quantitative Arbeitsfähigkeit stellt sie unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des 

RAD vom 11. März 2016 und 6. Juni 2016 (vgl. IV-act. 170 und 177) nachvollziehbar auf 

das ebenfalls schlüssige Gutachten von Dr. F.___ aus dem Jahr 2007 ab. Demnach ist 

von einer medizinischen Restarbeitsfähigkeit in ideal angepassten Tätigkeiten von 90 

% auszugehen, wobei lediglich Arbeiten in Frage kommen, welche auf die 

eingeschränkte Geh- und Stehfähigkeit des Beschwerdeführers sowie auf die 

reduzierte Belastbarkeit des Schultergürtels Rücksicht nehmen und zudem keine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

höheren Anforderungen an das Sehvermögen wie die bisher ausgeübte Tätigkeit stellen 

(vgl. act. G 1.1.5 S. 17).

4. 

Weiter zu prüfen gilt es nun, inwieweit der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit 

von 90 % in adaptierter Tätigkeit auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

noch verwerten kann.

4.1  Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ihm nicht zugemutet werden könne, 

seine Restarbeitsfähigkeit besser als mit der aktuell von ihm ausgeübten Tätigkeit zu 

verwerten. Bei einer Verweistätigkeit wären die zahlreichen im Gutachten genannten 

Adaptionskriterien zu berücksichtigen. Es sei nicht ersichtlich, welche Tätigkeiten ihm 

ohne Umschulung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sollten. 

Eine Umschulung falle aufgrund seines Alters ausser Betracht. Bei der Beurteilung, 

inwiefern ihm die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zumutbar sei, müsse überdies 

die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den verhältnismässig kurz vor der 

Pensionierung stehenden Versicherten berücksichtigt werden (vgl. act. G 1 S. 8 ff.). 

Demgegenüber stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dass der 

Beschwerdeführer mit der aktuellen Tätigkeit seine Arbeitsfähigkeit nicht ausschöpfe 

und ihm eine bessere Verwertung der verbliebenen Resterwerbsfähigkeit auch 

altershalber noch zugemutet werden könne (vgl. act. G 7 und G 1.1.2).

4.2  Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter 

den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob 

sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein 

Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde 

(ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG). An der Massgeblichkeit des theoretisch 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es 

für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im 

tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden. Der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und 

Arbeitsangebote, bei welchen mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des 

Arbeitgebers gerechnet werden kann. Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ist hingegen in denjenigen Fällen anzunehmen, in denen die zumutbare Tätigkeit nur in 

so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden 

Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts 

vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2 und E. 3.3.1 mit Hinweisen). Das Alter 

wird nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches 

zusammen mit weiteren beruflichen und persönlichen Gegebenheiten dazu führen 

kann, dass die einer Person verbliebene Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt realistischer Weise nicht mehr nachgefragt wird und ihr damit die 

Verwertung auch unter Berücksichtigung der Selbsteingliederungspflicht nicht mehr 

zumutbar ist (Urteile des Bundesgerichts vom 22. März 2012, 9C_153/2011, E. 3.1 und 

vom 21. September 2010, 9C_124/2010, E. 5.1). Beim Alter handelt es sich 

grundsätzlich allerdings um einen invaliditätsfremden Faktor und es ist davon 

auszugehen, dass das Konzept des allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarktes auch 

für ältere Menschen noch Stellenangebote bereithält (vgl. dazu auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.2 f.). Für den Zeitpunkt, in 

welchem die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter 

beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit der 

(Teil-)Erwerbsfähigkeit abzustellen (BGE 138 V 461 E. 3.3, vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. August 2014, 8C_248/2014, E. 2).

4.3  Im Zeitpunkt, als die medizinisch zumutbare Erwerbsfähigkeit aufgrund des 

MEDAS-Gutachtens vom 29. Februar 2016 festgestanden hat, ist der 

Beschwerdeführer knapp __-jährig gewesen (vgl. act. G 1.1.2 S. 1 und G 1.1.5). Laut 

den im Gutachten enthaltenen Angaben des Beschwerdeführers hat er während 8 

Jahren die Grundschule in K.___ besucht, ab 1970 hat er zunächst in einer Metallfabrik, 

danach als Hilfskoch in einem Kantonsspital, anschliessend in einer Schreinerei, 

danach für einige Monate bei einer Reinigungsfirma und von 1988 an als Allrounder 

bzw. als Mitglied einer Reinigungsequipe im B.___ gearbeitet, bis er im Jahr 2004 einen 

Arbeitsunfall erlitten hat (vgl. act. G 1.1.5 S. 38 f.). Seit Januar 2008 arbeitet er in einem 

Pensum von ca. 40 % bei G.___ als Verkäufer in der Möbelabteilung (IV-act. 98). Dass 

dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Möbelverkäufer, welche entsprechend den 

Angaben des Arbeitgebers nur wenig sitzende Tätigkeiten beinhaltet und das Tragen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

schwerer Gegenstände mitumfasst (vgl. IV-act. 132), zunehmend Mühe bereitet, ist 

nachvollziehbar. Das MEDAS-Gutachten attestiert dem Beschwerdeführer in dieser 

Tätigkeit denn auch nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 60 %, da sie nicht optimal 

adaptiert sei. Indes ist eine Arbeitsfähigkeit von 90 % in vorwiegend sitzenden 

Tätigkeiten, welche auf die eingeschränkte Geh- und Stehfähigkeit des 

Beschwerdeführers sowie auf die reduzierte Belastbarkeit des Schultergürtels 

Rücksicht nehmen, und keine grösseren Anforderungen an das Sehvermögen stellen, 

gegeben (vgl. IV-act. 169 S. 50 ff.). Zu denken ist beispielsweise an einfachere 

Kontroll-, Verpackungs- oder Aufsichtstätigkeiten, die überwiegend sitzend und ohne 

grössere Belastung für den Schultergürtel ausgeführt werden können. In diesem 

Tätigkeitbereich wird es auch Aufgaben geben, die keine im Vergleich zur jetzigen 

Tätigkeit erhöhten Anforderungen an das Sehvermögen stellen. Der Umstand, dass der 

Beschwerdeführer in seiner bisherigen beruflichen Karriere häufig körperlich gearbeitet 

hat, bedeutet nicht, dass er keine weniger anstrengenden Arbeiten verrichten kann. 

Vielmehr blickt der Beschwerdeführer auf eine vielseitige berufliche Karriere zurück, in 

welcher er in verschiedensten Bereichen gearbeitet und ein grosses Mass an Flexibilität 

gezeigt hat, zuletzt mit dem Umstieg von einer Reinigungstätigkeit in eine 

Verkaufstätigkeit. Diese unterschiedlichen Berufserfahrungen und die dadurch gezeigte 

Flexibilität können ihm den Einstieg in einen anderen Bereich erleichtern. Für einfache 

Hilfsarbeitertätigkeiten ist keine Umschulung erforderlich, eine eher kurze 

Einarbeitungszeit genügt. Aufgrund seiner vielfältigen beruflichen Karriere verfügt der 

Beschwerdeführer über ein grosses Spektrum von Fähigkeiten, weshalb trotz 

fortgeschrittenem Alter von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 90 % in 

einer adaptierten Hilfsarbeitertätigkeit auszugehen ist.

5. 

5.1  Ausgehend von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei 

ist der Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu ermitteln (vgl. E. 2.1).

5.2  Massgebend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im 

Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu 

beurteilende Wiederanmeldung hat der Beschwerdeführer am 28. April 2015 bei der IV-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Stelle eingereicht (vgl. IV-act. 97). Der früheste Beginn eines allfälligen 

Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Oktober 

2015. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt bereits 

verstrichen gewesen, da der Beschwerdeführer gemäss dem MEDAS-Gutachten in 

seiner angestammten Tätigkeit im Reinigungsdienst ab Mitte des Jahres 2009 zu 50 % 

arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. IV-act. 182 S. 57). Für den Einkommensvergleich 

massgebend ist somit das Jahr 2015.

5.3  Gestützt auf die seitens des Personalbüros des B.___s gemachten 

Gehaltsangaben für die ehemalige Tätigkeit des Beschwerdeführers im 

Reinigungsdienst in den Jahren 2003, 2004 und 2005 (vgl. IV-act. 20 S. 1 ff.) hat die 

Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Valideneinkommens einen 

Durchschnittswert errechnet und diesen auf das Jahr 2012 hochindexiert (vgl. IV-act. 

81 i.V.m. 136). Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Art der Berechnung 

des Valideneinkommens ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Auch der 

Beschwerdeführer stellt auf den von der Beschwerdegegnerin ermittelten Wert ab, 

jedoch indexiert er diesen zu Recht weiter hoch (vgl. act. G 1 S. 10). Ausgehend von 

dem von der Beschwerdegegnerin ermittelten Betrag von Fr. 67'190.-- (vgl. IV-act. 136) 

resultiert unter entsprechender Indexierung bis zu dem Jahr 2015 (2013: 0.8 %, 2014: 

0.7 % und 2015: 0.3 %; vgl. die Werte für Männer der Tabelle T 39 der vom Bundesamt 

für Statistik periodisch herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE]) 

ein massgebendes Valideneinkommen von gerundet Fr. 68'406.20.

5.4  Zur Berechnung des Invalideneinkommens kann auf die Tabelle TA 1 der LSE 2014 

abgestellt werden. Dabei ergibt sich für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten 

Männer unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 

41.7 Stunden und hochindexiert auf das Jahr 2015 ein Jahreslohn von Fr. 66'633.-- 

(vgl. Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 

2018). Aufgrund der beim Beschwerdeführer lediglich zu 90% vorhandenen 

Arbeitsfähigkeit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 59'969.70. Weiter hat die 

Beschwerdegegnerin noch einen Tabellenlohnabzug von 10 % berücksichtigt (vgl. IV-

act. 136). Ein solcher ist vorliegend gerechtfertigt, da es sich bei den Tabellenlöhnen 

um Medianlöhne handelt, welche die betriebswirtschaftlichen Nachteile, die mit den 

gesundheitlichen Einbussen des Beschwerdeführers einhergehen, nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

berücksichtigen. Nach Abzug eines 10%igen Tabellenlohnabzugs resultiert ein 

massgebendes Invalideneinkommen von gerundet Fr. 53'972.75.

5.5  Stellt man dem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 68'406.20 das ermittelte 

Invalideneinkommen von 53'972.75 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 14'433.45 und ein Invaliditätsgrad von gerundet 21 %. Folglich besteht kein 

Anspruch auf eine Invalidenrente.

6. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die Verfügung vom 

17. Juni 2016 abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 

600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. 

Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 

600.-- aufzuerlegen. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 21.11.2018
	Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG: Prüfung des Anspruchs auf eine IV-Rente, insbesondere Prüfung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Rentenanspruch verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. November 2018, IV 2016/281).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte