# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 482ac349-0ffa-57fe-b4af-22104bcc81b5
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-09
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 09.12.2021 VG.2021.00054 (VG.2021.1101)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2021-00054_2021-12-09.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 9. Dezember 2021

  
	
   

  
	
   

  
	
  II. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  Besetzung:
  Gerichtspräsident MLaw Colin Braun, Verwaltungsrichter Walter Salvadori,
  Verwaltungsrichter Samuel Bisig und Gerichtsschreiberin i.V. MLaw Leonora
  Muji

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2021.00054

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch lic.
    iur. Hansjürg Rhyner, Rechtsanwalt

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    IV-Stelle Glarus

    	
    Beschwerdegegnerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Invalidenrente

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  Der am […] geborene
  A.______ meldete sich am 8. April 2014 bei der IV-Stelle Glarus zum Bezug von
  Leistungen der Invalidenversicherung an. Nach der Vornahme von medizinischen
  Abklärungen und der Einholung eines polydisziplinären Gutachtens sprach ihm
  die IV-Stelle am 25. September 2017 eine Viertelsrente rückwirkend ab dem 1.
  Oktober 2014 zu.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Im Juli 2019 leitete die
  IV-Stelle von Amtes wegen ein Revisionsverfahren ein. Nach der Einholung von
  Berichten der behandelnden Ärzte stellte sie mit Vorbescheid vom 16. Oktober
  2020 in Aussicht, die Invalidenrente aufzuheben. Die von ihm dagegen
  erhobenen Einwände beantwortete die IV-Stelle am 31. Mai 2021 abschlägig und
  erliess am 8. Juni 2021 die rentenaufhebende Verfügung.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  A.______ gelangte mit
  Beschwerde vom 8. Juli 2021 ans Verwaltungsgericht und beantragte die
  Aufhebung der Verfügung der IV-Stelle vom 8. Juni 2021. Ihm sei weiterhin
  eine Viertelsrente auszurichten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
  zu Lasten der IV-Stelle. Letztere schloss am 9. September 2021 auf Abweisung
  der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 69
  Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom
  19. Juni 1959 (IVG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde
  zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf
  die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Der
  Beschwerdeführer bringt vor, sein Gesundheitszustand habe sich leicht
  verschlechtert, was selbst die Beschwerdegegnerin anerkannt habe. So sei er
  nicht zu 60 %, sondern gestützt auf die im Recht liegenden Arztzeugnisse
  seit dem 25. Oktober 2013 dauerhaft nur zu 50 % arbeitsfähig. Dabei
  sei zwischen der körperlich belastenden Tätigkeit in der Küche sowie der Bürotätigkeit
  zu unterscheiden. Es sei zu berücksichtigen, dass 50 % seines
  Arbeitspensums auf die Küchenarbeit und 10 % auf die Bürotätigkeit
  entfalle. Gesundheitsbedingt sei ihm in der angestammten Tätigkeit in der
  Küche kein höheres Arbeitspensum zumutbar und die Bürotätigkeit sei als
  angepasste Tätigkeit zu qualifizieren. Sodann habe die Beschwerdegegnerin die
  Berechnung des Invaliditätsgrads falsch angestellt und sei zu Unrecht zum
  Ergebnis gelangt, dass nur noch von einem Invaliditätsgrad von 34 %
  auszugehen sei. Sie habe sich dabei fälschlicherweise einzig auf die Angaben
  im Arbeitgeberfragebogen abgestützt, welche jedoch teilweise zu berichtigen
  seien. So werde darin auf den Lohn als Koch im Jahr 2012 abgestellt und
  ausser Acht gelassen, dass sowohl das Invaliden- als auch das
  Valideneinkommen jährlich gestiegen seien. Richtigerweise sei beim
  Invalideneinkommen auf die im Recht liegenden Lohnausweise abzustellen und es
  sei diesem das über die Jahre hinweg gestiegene Valideneinkommen in der Höhe
  von jährlich Fr. 103'511.40 gegenüberzustellen. Daraus ergebe sich ein
  Invaliditätsgrad von gerundet 40 %, welcher weiterhin zum Bezug einer
  Viertelsrente berechtige.

  
	
   

  
	
  2.2 Die Beschwerdegegnerin führt aus, zwar sei
  gestützt auf die ärztlichen Berichte und die versicherungsmedizinische
  Einschätzung von einer unveränderten Arbeitsunfähigkeit bei veränderten
  radiologischen Befunden und im Wesentlichen unveränderten
  Untersuchungsbefunden auszugehen. Dennoch habe der Beschwerdeführer keinen
  Anspruch mehr auf eine Invalidenrente. So sei zunächst darauf hinzuweisen,
  dass der Einkommensvergleich gemäss der rentenzusprechenden Verfügung vom
  26. September 2017 falsch vorgenommen worden sei, indem bei der
  Bemessung des Invaliden- und Valideneinkommens Anteile am Geschäftsauto und
  beim Valideneinkommen zusätzlich Kinder- und Ausbildungszulagen
  miteinberechnet worden seien. Korrigiere man dies, so resultiere für die
  Jahre 2016, 2018 und 2019 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. Sodann
  sei der Invaliditätsberechnung ab dem Jahr 2020 gestützt auf den
  Arbeitgeberfragebogen und die im Recht liegenden Lohnausweise ein
  Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 94'414.12 und ein
  Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 59'520.- zugrunde zu legen.
  Dadurch ergebe sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 37 %, was zu
  keiner Rente berechtige. Ferner seien die Voraussetzungen für eine
  revisionsweise Aufhebung vorliegend zwar nicht erfüllt. Hingegen erweise sich
  die rentenzusprechende Verfügung vom 26. September 2017 als zweifellos
  unrichtig, womit eine Einstellung der Viertelsrente rechtmässig sei.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
  Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) ist
  Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
  oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch
  eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
  verursachte und nach zumutbarer Behandlung sowie Eingliederung verbleibende
  ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
  kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

  
	
   

  
	
  3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem
  Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente,
  bei einem solchen von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
  mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab mindestens 70 %
  auf eine ganze Rente. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
  Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität
  und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
  Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
  ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zum
  Erwerbseinkommen gesetzt, welches sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
  geworden wäre (Art. 16 ATSG).

  
	
   

  
	
  3.3

  
	
  3.3.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG ist eine Rente von Amtes
  wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder
  aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich
  ändert. Eine Revision wird von Amtes wegen durchgeführt, wenn sie im Hinblick
  auf eine mögliche erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads bei der
  Festsetzung der Rente auf einen bestimmten Termin in Aussicht genommen worden
  ist oder wenn Tatsachen bekannt oder Massnahmen angeordnet werden, die eine
  erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads als möglich erscheinen lassen (Art.
  87 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar
  1961 [IVV]).

  
	
   

  
	
  3.3.2 Anlass zur Revision von Invalidenrenten gibt
  jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
  Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die
  Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des
  Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die
  erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands
  erheblich verändert haben oder eine andere Art der Bemessung der Invalidität
  zur Anwendung gelangt (BGer-Urteil 9C_604/2016 vom 1. Februar 2017
  E. 2.2). Keinen Revisionsgrund stellt hingegen eine nur vorübergehende
  Änderung des Gesundheitszustands oder die unterschiedliche Beurteilung eines
  im Wesentlichen unveränderten (medizinischen) Sachverhalts dar (BGE 141
  V 9 E. 2.3; BGer-Urteil 9C_767/2008 vom 3. Oktober 2008
  E. 1.2). Bei gleich gebliebenen tatsächlichen Verhältnissen muss ein
  Revisionsgrund, welcher zur Herabsetzung oder zur Aufhebung der
  Invalidenrente führt, somit aktenmässig ausgewiesen sein
  (vgl. BGer-Urteil 9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2).

  
	
   

  
	
  3.3.3 Zur Ermittlung der Revisionsvoraussetzungen ist
  grundsätzlich der Sachverhalt der ursprünglichen Rentenverfügung mit den
  aktuellen Verhältnissen im Zeitpunkt der Neubeurteilung zu vergleichen.
  Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen
  Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige
  Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
  rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
  Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den
  erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133
  V 108 E. 5.4).

  
	
   

  
	
  3.4

  
	
  3.4.1 Der
  Revisionsordnung nach Art. 17 ATSG geht sodann der Grundsatz vor, dass die
  Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige
  Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung
  gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre
  Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Unter
  diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann
  abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG nicht
  erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung
  erst vom Gericht festgestellt, kann es die auf Art. 17 ATSG gestützte
  Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen
  (BGE 125 V 368 E. 2; BGer-Urteil 8C_1012/2008 vom
  17. August 2009 E. 2.1).

  
	
   

  
	
  3.4.2 Das
  Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn
  eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener
  Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder
  unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund
  im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung
  notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner
  Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen
  (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung,
  Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie
  sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprache darbot, als
  vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos
  ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass
  die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf
  die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (BGer-Urteil 9C_575/2007 vom 18.
  Oktober 2007 E. 2.2, mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Die Beschwerdegegnerin gelangte in der
  rentenzusprechenden Verfügung vom 25. September 2017 zum Schluss, dass
  dem polydisziplinären Gutachten des BEGAZ Begutachtungszentrums vom 6. Mai
  2016 gefolgt werden könne. Folglich sei ab dem 25. Oktober 2013 von
  einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten
  sowie in angepassten Tätigkeiten auszugehen. Gestützt auf das
  Kumulativjournal der Umberg Treuhand AG für das Jahr 2014 könne der
  Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden ein Einkommen in der Höhe von
  Fr. 98'423.85 generieren und bei einer zumutbaren Tätigkeit von
  60 % erziele er noch ein Einkommen in der Höhe von Fr. 59'054.30. Daraus
  resultiere ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 %.

  
	
   

  
	
  4.2 Nachdem die Beschwerdegegnerin den
  massgeblichen Sachverhalt im Rahmen der Rentenrevision neu überprüft hatte,
  stellte sie die Invalidenrente auf Ende Juli 2021 ein. In der diesbezüglichen
  Verfügung vom 8. Juni 2021 führte sie aus, dass anhand der vorliegenden Unterlagen
  und aus versicherungsmedizinischer Sicht von einer unveränderten
  Arbeitsfähigkeit bei veränderten radiologischen Befunden und im Wesentlichen
  unveränderten Untersuchungsbefunden auszugehen sei. Es bestehe nach wie vor
  eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in sämtlichen Tätigkeiten. Demgegenüber
  stütze man sich bei der Invaliditätsberechnung neu auf den
  Arbeitgeberfragebogen vom 19. September 2019. Gestützt darauf ergebe
  sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Vorliegend verfügte die Beschwerdegegnerin am
  25. September 2017 einen rückwirkenden Anspruch des
  Beschwerdeführers auf eine Viertelsrente. Die Verfügung erwuchs in der Folge
  unangefochten in Rechtskraft, weshalb eine Änderung dieser Leistungszusprache
  einzig unter den Titeln einer Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG und
  Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder einer Wiedererwägung möglich ist
  (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Dabei ist zunächst zu prüfen, ob sich der
  Gesundheitszustand des Beschwerdeführers oder dessen erwerbliche Auswirkungen
  seit der Rentenzusprache im Jahr 2017 in einer Weise verändert haben, dass
  eine Rentenrevision gerechtfertigt wäre. Während der Beschwerdeführer eine
  leichte Verschlechterung seines Gesundheitszustands geltend macht, ist die
  Beschwerdegegnerin der Auffassung, dass von keiner revisionsrelevanten
  Veränderung des Gesundheitszustands auszugehen ist. 

  
	
   

  
	
  Aus den im Recht liegenden medizinischen Akten ergibt
  sich übereinstimmend, dass lediglich eine unveränderte Arbeitsunfähigkeit bei
  veränderten radiologischen Befunden und im Wesentlichen unveränderten
  Untersuchungsbefunden vorliegt. Daran vermag das vom Beschwerdeführer ins
  Recht gelegte Arztzeugnis von seinem Hausarzt Dr. med. B.______,
  Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 28. Oktober 2019 nichts zu
  ändern, zumal dieser selbst von einer unveränderten Arbeitsunfähigkeit von
  50 % seit der letzten rechtskräftigen
  Verfügung aus dem Jahr 2017 ausgeht. Soweit der Beschwerdeführer eine
  dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von 50 % seit dem 25. Oktober 2013
  geltend macht, richtet er sich damit vielmehr gegen die rentenzusprechende
  Verfügung aus dem Jahr 2017. Dies stellt jedoch keine gegenüber dem Jahr 2017
  eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands und folglich keinen
  Revisionsgrund dar, weshalb seine Rüge ins Leere zielt. 

  
	
   

  
	
  Vor dem Hintergrund, dass
  sowohl der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers als auch die damit
  verbundenen erwerblichen Auswirkungen seit der rentenzusprechenden Verfügung
  aus dem Jahr 2017 gleichgeblieben sind, folgt sodann, dass die vorliegend
  streitbetroffene Invaliditätsbemessung der Beschwerdegegnerin lediglich eine
  unterschiedliche Beurteilung des im Wesentlichen unverändert gebliebenen
  Sachverhalts darstellt. Eine solche kann jedoch nicht zu einer Rentenrevision
  im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG führen (vgl. Ueli Kieser,
  ATSG-Kommentar, 4. A., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 17 N. 31).
  Ferner weist die Beschwerdegegnerin richtigerweise darauf hin, dass keine
  prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG
  angezeigt ist, da die von ihr in der vorliegend angefochtenen Verfügung
  herangezogenen Grundlagen zur Bestimmung der Vergleichseinkommen im Rahmen
  der Invaliditätsbemessung bereits im Zeitpunkt der rentenzusprechenden
  Verfügung vorgelegen hatten. Ein revisionsweises Zurückkommen auf die Verfügung
  vom 26. September 2017 gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG oder
  Art. 53 Abs. 1 ATSG ist damit nicht möglich.

  
	
   

  
	
  5.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich sinngemäss
  jedoch auf den Standpunkt, dass die Rente wiedererwägungsweise aufgehoben
  werden könne, da die Invaliditätsbemessung, auf welcher die
  rentenzusprechende Verfügung vom 25. September 2017 basiere, zweifellos
  unrichtig sei und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei.

  
	
   

  
	
  Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden, zumal das
  Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit die Wiedererwägung im Sinne von
  Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen
  Neuprüfung von Dauerleistungen werden lassen darf. So entspricht es nicht dem
  Sinn der Wiedererwägung, laufende Ansprüche zufolge nachträglich gewonnener
  "besserer Einsicht" der Durchführungsorgane jederzeit einer
  Neubeurteilung zuführen zu können und es geht nicht an, die Bemessung der
  Invalidität auf Grund einzelner ihr anhaftender kleinerer Mängel insgesamt
  als zweifellos unrichtig zu bezeichnen. Einer einmal in Rechtskraft
  erwachsenen Leistungszusprache muss schon im Hinblick auf die
  Rechtssicherheit eine gewisse Beständigkeit zuerkannt werden, weshalb ein
  späteres Zurückkommen auf früher gefällte Entscheide von vornherein nur bei
  Vorliegen triftiger Gründe in Betracht fällt (vgl. BGer-Urteil
  8C_1012/2008 vom 17. August 2009 E. 4.1; Kieser, Art. 53
  N. 64). Solche triftigen Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich, legt
  die Beschwerdegegnerin ihrer Berechnung doch lediglich leicht veränderte
  Vergleichseinkommen zugrunde, womit sie keine hinreichend gewichtigen
  Argumente für die Wiedererwägung einer vor Jahren erlassenen und seither
  ständig umgesetzten Verfügung aufzuzeigen vermag, wobei zusätzlich darauf
  hinzuweisen ist, dass sich die Grundlagen für die Invaliditätsberechnung
  zwischenzeitlich nicht verändert haben. Überdies wird von der
  Beschwerdegegnerin zu Recht nicht geltend gemacht, dass die Differenz des
  Invaliditätsgrads zwischen der Neuberechnung und derjenigen aus dem Jahr 2017
  mindestens fünf Prozentpunkte beträgt, was Indiz für eine zweifellose
  Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung wäre (vgl. hierzu
  BGE 140 V 85 E. 4, 140 V 77 E. 3.1). Demgemäss
  ist von keiner zweifellosen Unrichtigkeit der Verfügung vom 26. September 2017 auszugehen, weshalb die
  Voraussetzungen einer Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG
  vorliegend nicht erfüllt sind.

  
	
   

  
	
  5.3 Zusammenfassend sind vorliegend weder die
  Voraussetzungen einer Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG sowie Art. 53
  Abs. 1 ATSG noch diejenigen einer Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2
  ATSG erfüllt, weshalb die Beschwerdegegnerin keinen Titel für ein
  Zurückkommen auf die rentenzusprechende Verfügung vom 26. September 2017 hat. Damit steht dem Beschwerdeführer
  wegen seines gleichgebliebenen Gesundheitszustands nach wie vor eine
  Viertelsrente zu. 

  
	
   

  
	
  Dies führt zur Gutheissung
  der Beschwerde und zur Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
  8. Juni 2021.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Gemäss Art. 134 Abs. 1
  lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986
  (VRG) i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG hat die Partei,
  welche im Beschwerdeverfahren unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Die
  Gerichtskosten in der Höhe von pauschal Fr. 600.- sind ausgangsgemäss
  der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer ist der von ihm
  bereits geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe zurückzuerstatten. Die
  Beschwerdegegnerin ist überdies zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine
  Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'500.- (inkl. Mehrwertsteuer)
  zu bezahlen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g
  ATSG).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
    8. Juni 2021 wird aufgehoben.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.- werden der Beschwerdegegnerin
    auferlegt. Dem Beschwerdeführer wird der von ihm bereits geleistete
    Kostenvorschuss von Fr. 600.- zurückerstattet. 

    
	
    3.

    	
    Die
    Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer innert 30 Tagen
    nach Rechtskraft dieses Entscheids eine Parteientschädigung von
    Fr. 1'500.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]