# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 498968e6-3390-5bb7-95a5-772cdab01ef9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.08.2014 100 2013 231
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-231_2014-08-11.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 30.03.2015 abgewiesen, soweit es darauf 
eingetreten ist (2C_795/2014).

100.2013.231U
MUT/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. August 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Müller, Verwaltungsrichterin Steinmann      
Gerichtsschreiberin Kummler 

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …

Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Auflösung der Ehegemeinschaft (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 10. Juni 2013; BD 262/12)

Sachverhalt:

A.

Der am … 1978 geborene A.________, Staatsbürger von Kosovo, heiratete am 27. Juli 
2004 in seinem Heimatland die hier niederlassungsberechtigte Landsfrau B.________. 
Am 8. Januar 2005 reiste er in die Schweiz ein und erhielt gestützt auf die Ehe eine 
Aufenthaltsbewilligung. Am 12. August 2008 wurde der eheliche Haushalt ein erstes 
Mal aufgehoben und die beiden gemeinsamen Töchter C.________, geboren am … 
2005, und D.________, geboren am … 2008, für die Dauer der Trennung unter die 
Obhut der Mutter gestellt. Vom 1. Dezember 2010 bis 26. Mai 2011 nahm das Ehepaar 
vorübergehend wieder einen gemeinsamen Haushalt auf. Mit Verfügung vom 
30. August 2012 verweigerte das Amt für Migration und Personenstand (MIP), 
Migrationsdienst (MIDI), die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies 
A.________ unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 2. Oktober 2012 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit Entscheid vom 10. Juni 2013 
wies diese das Rechtsmittel ab und setzte ihm eine Ausreisefrist bis zum 25. Juli 2013 
an. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 8. Juli 2013 (Postaufgabe: 11. Juli 2013) Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei 
aufzuheben und ihm sei die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Gleichzeitig hat er 
um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher 
Anwalt ersucht. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 12. August 2013 die Abweisung der 
Beschwerde; zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie nicht Stellung 
genommen. 

Am 17. Juli 2013 und 17. Oktober 2013 hat der MIDI weitere Unterlagen eingereicht. 
Daraus geht unter anderem hervor, dass die Eheleute ... seit dem 8. Oktober 2013 
rechtskräftig geschieden sind. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2. 

Im Streit liegt die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung 
des Beschwerdeführers aus der Schweiz. 

2.1 Wird in der Schweiz ein Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit oder ein mehr als 
dreimonatiger Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit beabsichtigt, so ist dafür eine 
Bewilligung erforderlich (Art. 10 und 11 AuG). Die Aufenthaltsbewilligung wird für 
Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 AuG). Sie 
ist befristet und kann verlängert werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 
AuG vorliegen (vgl. Art. 33 Abs. 3 AuG). Demnach besteht grundsätzlich kein Anspruch 
auf Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, die um eine 
Bewilligung ersuchende Person oder ihre in der Schweiz lebenden Angehörigen 
könnten sich auf eine besondere Norm des Bundesrechts (einschliesslich 
Bundesverfassungsrecht) oder eines Staatsvertrags berufen (BGE 133 I 185 E. 2.3). 
Andernfalls entscheidet die zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über 
die Bewilligungserteilung bzw. Bewilligungsverlängerung (vgl. Art. 3, Art. 33 Abs. 3 
sowie Art. 96 AuG). Das AuG unterscheidet demnach zwischen Bewilligungen, auf 
deren Erteilung ein Rechtsanspruch besteht (sog. Anspruchsbewilligung), und 
Bewilligungen, über welche die Behörde ermessensgeprägt entscheidet (sog. Ermes-
sensbewilligung). 

2.2 Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ist zunächst zu prüfen, ob die Vorinstanz 
einen Rechtsanspruch des Beschwerdeführers auf Verlängerung seiner 
Aufenthaltsbewilligung zu Recht verneint hat (vgl. hinten E. 4). Gegebenenfalls ist 
anschliessend zu untersuchen, ob sie hinsichtlich der Ermessensbewilligung ihr 

Ermessen pflichtgemäss ausgeübt hat bzw. ob sie hierbei einen Rechtsfehler 
begangen hat (vgl. hinten E. 5). 

3. 

Aufgrund der Akten ist von folgendem unbestrittenen Sachverhalt auszugehen: 

3.1 Der aus Kosovo stammende Beschwerdeführer, geboren am … 1978, heiratete 
am 27. Juli 2004 in seinem Heimatland die hier niederlassungsberechtigte Landsfrau 
B.________ (Vorakten MIP, pag. 14, 41). Nach seiner Einreise in die Schweiz am 
8. Januar 2005 erhielt er gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung (vgl. 
Vorakten MIP, pag. 155, 160). Am 12. August 2008 haben sich die Eheleute ein erstes 
Mal getrennt; für die Dauer der Trennung wurden die beiden gemeinsamen Töchter 
C.________ (geb. ….2005) und D.________ (geb. ….2008), welche hier ebenfalls 
niederlassungsberechtigt sind, unter die Obhut der Mutter gestellt (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 113). Nachdem das Ehepaar vom 1. Dezember 2010 bis 26. Mai 2011 
vorübergehend wieder in gemeinsamem Haushalt gelebt hatte (Vorakten MIP, 
pag. 224), ist es seit 8. Oktober 2013 auf Klage der Ehefrau hin rechtskräftig 
geschieden (vgl. act. 7A). 

3.2 Der Beschwerdeführer arbeitete ab Juli 2005 jeweils in der Sommersaison als 
… bei der … AG in … (vgl. Vorakten MIP, pag. 22); während der übrigen Zeit bezog er 
Sozialhilfe der Einwohnergemeinde (EG) … im Betrag von insgesamt Fr. 4'902.50 (vgl. 
Beilage 18 zur Beschwerde vom 2.10.2012). Wegen schlechter Auftragslage wurde 
das Arbeitsverhältnis im Dezember 2010 aufgelöst (Vorakten MIP, pag. 4 und 229). In 
der Folge war der Beschwerdeführer arbeitslos und empfing ab 15. August 2011 
Sozialhilfeleistungen der EG … in der Höhe von total Fr. 31'475.60 (Beilage 17 zur 
Beschwerde vom 2.10.2012; Vorakten MIP, pag. 227). Nachdem der 
Beschwerdeführer von Februar bis August 2012 mit einem Pensum von 80 % an einem 
Integrationsprogramm der Sozialhilfe (BIAS) teilgenommen hatte (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 263 f.), ist er seit Oktober 2012 im Rahmen eines unbefristeten Einsatzvertrags 
mit einem Personalvermittlungsbüro auf Stundenlohnbasis als temporärer Mitarbeiter 
für die … AG in … tätig (vgl. Beilage 12 zur Beschwerde vom 2.10.2012). Da der 
Beschwerdeführer die Unterhaltszahlungen für seine beiden Töchter eingestellt hat, 
werden die Alimente vom Sozialdienst der EG … bevorschusst (vgl. die unbestritten 
gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz in E. 4c/bb und 5b/cc; Beschwerde, S. 6 
und 9, vgl. auch Vorakten POM, pag. 34). Seit Oktober 2012 leistet der 
Beschwerdeführer wieder Unterhaltszahlungen von Fr. 900.-- pro Monat, welche er 
direkt dem Sozialdienst überweist (vgl. Beilage 9 zur Beschwerde vom 2.10.2012; 
Beschwerde, S. 3 und 9 f.). Im Betreibungsregister des Betreibungsamts … ist der 

Beschwerdeführer per 22. November 2012 mit (jedenfalls teilweise noch offenen) 
Betreibungen von insgesamt Fr. 1'404.45 registriert (Beilage 10 zur Beschwerde vom 
2.10.2012). 

3.3 In den Akten befinden sich zahlreiche Strafanzeigen bzw. Anzeigerapporte 
wegen gewalttätigen Verhaltens des Beschwerdeführers insbesondere gegenüber 
seiner Exfrau, jedoch auch gegenüber der Tochter D.________ (vgl. betreffend die 
Exfrau: Vorakten MIP, pag. 140 ff. [leichte Körperverletzung vom 16.7.2007], 133 f. 
[Tätlichkeiten vom 19.4.2008], 128 ff. [wiederholte einfache Körperverletzung und 
Drohung vom 11.8.2008], 123 [Drohung und Tätlichkeit vom 7.11.2008], 189, 194 ff. 
und 204 ff. [wiederholte Tätlichkeiten, Beschimpfung, Drohung, Gefährdung des 
Lebens, Nötigung bzw. häusliche Gewalt vom 24.5.2011 bis 26.5.2011 und früher bzw. 
vom 15.5.2011 bis 26.5.2011], 200 ff. [häusliche Gewalt vom 29.8.2011], 230, 245 
[Drohung, Tätlichkeiten, Missbrauch Fernmeldeanlage vom 16.2.2011 bis 17.2.2012], 
Vorakten POM, pag. 92 ff. [Tätlichkeiten vom 16.6.2013]; betreffend die Tochter: 
Vorakten MIP, pag. 194 ff. [Tätlichkeiten vom 15.5.2011 bis 26.5.2011]). Der 
Beschwerdeführer wurde deswegen mehrfach angehalten bzw. vorläufig 
festgenommen (vgl. Vorakten MIP, pag. 126 f., 131 f., 189 ff. 230 betreffend 
Anhaltungen vom 7.11.2008, 11.8.2008, 26.5.2011, 24.2.2012) und ausserdem zum 
Schutz der Familie in polizeilichen Gewahrsam genommen (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 200 ff., 204 ff.). Zudem wurden gegen ihn sowohl hinsichtlich der Exfrau als auch 
der Tochter mehrfach befristete Fernhalteverfügungen erlassen (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 192 f., 198 f., 230 f.); diese hat der Beschwerdeführer in der Folge wiederholt 
missachtet (Vorakten MIP, 198 f.; Vorakten POM, pag. 40 ff.). Nachdem die meisten 
gegen ihn eröffneten Strafverfahren infolge Rückzugs des Strafantrags eingestellt 
worden waren (vgl. etwa Vorakten MIP, pag. 213 f., 296 f. und 298), erliess die 
Staatsanwaltschaft des Kantons Bern am 7. August 2012 einen Strafbefehl wegen 
Drohung (in einer Beziehung), Beschimpfung (je begangen von 16.2.2012 bis 
17.2.2012), Tätlichkeiten zum Nachteil der Tochter D.________ (begangen von 
Dezember 2010 bis 26.5.2011), Missbrauchs einer Fernmeldeanlage (begangen vom 
16.2.2012 bis 17.2.2012), mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügung 
(begangen am 9.6.2011 und 18.7.2011) und Nichtausführenlassens der Abgaswartung. 
Sie ordnete eine bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je Fr. 50.-- bei einer 
Probezeit von zwei Jahren sowie (Verbindungs-)Bussen von Fr. 500.-- und Fr. 800.-- 
an (Vorakten POM, pag. 40 ff.). Hinsichtlich der Tätlichkeiten vom 16. Juni 2013 ist ein 
weiteres Strafverfahren nach dem Wissensstand des Gerichts nach wie vor hängig. Am 
19. April 2008 war der Beschwerdeführer überdies in eine handgreifliche 
Auseinandersetzung ausserhalb der Familie verwickelt (Vorakten MIP, pag. 133 f.).

4. 

Hinsichtlich des Anspruchs auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ergibt sich 
was folgt: 

4.1  Gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Personen mit 
Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Da der gemeinsame 
Haushalt nach vorübergehender Wiederaufnahme seit 26. Mai 2011 aufgelöst und das 
Ehepaar seit 8. Oktober 2013 rechtskräftig geschieden ist (vgl. vorne E. 3.1, auch zum 
Folgenden), kommt diese Bestimmung nicht mehr zur Anwendung. Dies bestreitet der 
Beschwerdeführer zu Recht nicht. Er scheint zudem – anders als noch im Verfahren 
vor der POM (vgl. Beschwerde vom 2.10.2012, S. 4 f.) – auch keine wichtigen Gründe 
für das Getrenntleben im Sinn von Art. 49 AuG mehr geltend zu machen. Wohl bringt 
er vor, es sei nicht ausgeschlossen, dass er und seine Exfrau sich wieder «versöhnen» 
würden; sie hätten bereits nach der ersten Trennung im Jahr 2008 wieder 
zusammengefunden (vgl. Beschwerde, S. 3). Abgesehen davon macht er aber keine 
nur vorübergehende Trennung mehr geltend. Von einer solchen könnte angesichts der 
mittlerweile rechtskräftig erfolgten Ehescheidung auch keine Rede sein; die 
Familiengemeinschaft ist definitiv aufgelöst. Wie bereits die POM richtig erkannt hat, 
fällt damit auch ein Anspruch gestützt auf Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 AuG ausser 
Betracht. Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht der Anspruch auf Erteilung und 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach gescheiterter Ehe indessen 
verselbständigt weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat 
und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Bst. a) oder wenn wichtige persönliche 
Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Bst. b). 

4.2 Der Beschwerdeführer beruft sich zunächst auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG 
(Beschwerde, S. 5 ff.). – Es ist unbestritten, dass die Ehegemeinschaft des 
Beschwerdeführers in der Schweiz insgesamt länger als drei Jahre gedauert hat. In 
Frage steht aber, ob sich dieser erfolgreich in die hiesigen Verhältnisse integriert hat. 
Die POM hat zwar die nicht mehr nur kurze Aufenthaltsdauer von gut acht Jahren 
anerkannt. Ihrer Auffassung nach entspricht aber die Eingliederung des 
Beschwerdeführers in verschiedener Hinsicht nicht dem, was nach einem mehrjährigen 
Aufenthalt allgemein erwartet werden darf (E. 4). 

4.2.1 Eine erfolgreiche Integration im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG liegt vor, 
wenn die ausländische Person namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte 
der Bundesverfassung respektiert, den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und 
zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet und sich mit den 
Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzt (Art. 77 Abs. 4 der Verordnung 
vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 

142.201]; Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von 
Ausländerinnen und Ausländern [VInTA, SR 142.205]). Massgebend sind etwa die 
Dauer der Anwesenheit, die persönlichen Beziehungen zur Schweiz (insbesondere 
wenn Kinder vorhanden sind), die berufliche Situation, das persönliche Verhalten und 
die Sprachkenntnisse. Daneben sind weitere positive und negative Indikatoren 
bezüglich des Integrationsgrads zu beachten. Negativ ins Gewicht fallen etwa 
Schulden oder der Verstoss gegen grundlegende gesellschaftliche Werte. Positiv zu 
werten sind beispielsweise ein geordnetes Familienleben oder die soziale Teilhabe. 
Entscheidend ist letztlich eine Gesamtwürdigung der konkreten Umstände (vgl. Peter 
Uebersax, Einreise und Anwesenheit, in Uebersax et al. [Hrsg.], Handbücher für die 
Anwaltspraxis, Band VIII, Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 7.120; aus der jüngeren 
Rechtsprechung etwa VGE 2012/281 vom 30.4.2013, E. 2.2; BGer 2C_719/2013 vom 
10.12.2013, E. 2.2 mit Praxisübersicht). 

4.2.2 Die POM hat eine erfolgreiche Integration zunächst aufgrund des Verhaltens 
des Beschwerdeführers der Exfrau und Tochter gegenüber verneint (E. 4b/bb ff.). – 
Diese Feststellung ist nicht zu beanstanden: Wohl trifft zu, dass die meisten gegen den 
Beschwerdeführer eröffneten Strafverfahren eingestellt worden sind. Der 
Beschwerdeführer hat sich aber jedenfalls die dem Strafbefehl vom 7. August 2012 
zugrunde liegenden Straftaten entgegenhalten zu lassen: Nach dieser – immerhin 
einen (vgl. Beschwerde, S. 5 f.) – Verurteilung hat der Beschwerdeführer von 
Dezember 2010 bis 26. Mai 2011 seine heute 6 ½-jährige Tochter D.________ 
mehrmals geschlagen. Vom 16. Februar 2012 bis 17. Februar 2012 hat er zudem die 
Exfrau über 60 Mal pro Tag angerufen und ihr mehr als 20 Combox-Nachrichten 
hinterlassen, sie als «Hure» bezeichnet und ihr unter anderem damit gedroht, sie nie in 
Ruhe zu lassen, solange er lebe. Er werde zwar sein eigenes Leben verlieren, ihres 
aber mitnehmen; ausserdem werde er auch ihren neuen Freund «kaputt» machen, 
sollte er diesen treffen. Darüber hinaus hat er mehrfach die gegen ihn erlassenen 
Fernhalteverfügungen missachtet (vgl. Vorakten POM, pag. 42; vorne E. 3.3). Es 
liegen damit bereits mehrere, je unterschiedliche Vorfälle vor, welche für sich allein auf 
eine inakzeptable Verletzung der rechtsstaatlichen Ordnung sowie der für ein 
friedliches Zusammenleben elementaren Verhaltensregeln und Prinzipen schliessen 
lassen. Zudem ist, wie die POM zutreffend ausführt, aufgrund der insgesamt 
zahlreichen (übrigen) Strafanzeigen, der mehrfach verfügten Fernhaltemassnahmen 
sowie der regelmässigen polizeilichen Interventionen davon auszugehen, dass es in 
der Familie des Beschwerdeführers auch über die beurteilten Fälle hinaus wiederholt 
zu (häuslicher) Gewalt gekommen ist (E. 4b/cc, auch zum Folgenden). Der 
Beschwerdeführer hat im Jahr 2008 gegenüber der Polizei selber eingeräumt, seine 
Exfrau geschlagen und ihr verbal gedroht zu haben (Vorakten MIP, pag. 129); gemäss 
seiner Aussage vom März 2012 habe sich seine Liebe der Exfrau gegenüber in Hass 
verwandelt (Vorakten MIP, pag. 246 f.). Ausserdem wurden bei der Ehefrau 

regelmässig äussere Verletzungen festgestellt (vgl. etwa Vorakten POM, pag. 93 f.; 
Vorakten MIP, pag. 129). Entgegen seiner Auffassung (vgl. Beschwerde, S. 5 f.) kann 
sich der Beschwerdeführer unter diesen Umständen im ausländerrechtlichen Verfahren 
nicht auf die Unschuldsvermutung berufen. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, 
dass es in Fällen häuslicher Gewalt nicht aussergewöhnlich ist, dass das Opfer den 
Strafantrag zurückzieht, sei es aus Schuld- oder Schamgefühlen, Abhängigkeit, 
Hoffnung und Existenzängsten, Angst vor weiterer Gewalt bzw. um die Kinder oder 
aufgrund Machtausübung des Täters. Im Übrigen ist die Polizei nicht nur 
ausschliesslich auf Meldung der Exfrau hin aktiv geworden, sondern es hat vielmehr 
auch eine Nachbarin wegen der ehelichen Streitereien die Polizei gerufen (vgl. 
Vorakten MIP, 128 f.); abgesehen davon ist überdies eine tätliche Auseinandersetzung 
des Beschwerdeführers mit einer Drittperson aktenkundig (vgl. vorne E. 3.3). Dass der 
Beschwerdeführer gegebenenfalls nicht die alleinige Schuld an den Konflikten 
getragen hat (vgl. Beschwerde, S. 5 f.; vgl. auch Vorakten POM, pag. 95; Vorakten 
MIP, pag. 110, 129), ist nicht von Bedeutung; sein gewalttätiges Verhalten 
insbesondere der Ehefrau und Tochter gegenüber wäre selbst dann nicht zu 
bagatellisieren, wenn diese ihren Teil zur Auseinandersetzung beigetragen hätten. Es 
kann damit, wie die POM richtig erkannt hat, keine Rede davon sein, dass der 
Beschwerdeführer die rechtsstaatliche Ordnung bzw. die Werte der Bundesverfassung 
respektiert und sich auch an die grundlegenden gesellschaftlichen Werte hält. 
Entgegen seiner Auffassung (Beschwerde, S. 3 ff.) spielt im Übrigen auch keine Rolle, 
dass vorliegend keine Sanktion von mehr als 18 (richtig: zwölf) Monaten Freiheitsstrafe 
verhängt worden ist, geht es doch hier nicht um den Widerrufsgrund einer 
längerfristigen Freiheitsstrafe nach Art. 62 Bst. b AuG, sondern einzig um die Frage, ob 
sich der Beschwerdeführer in der Schweiz erfolgreich integriert hat. 

4.2.3 In wirtschaftlich-beruflicher Hinsicht ist positiv zu werten, dass der 
Beschwerdeführer nach Absolvieren eines sechsmonatigen Integrationsprogramms 
seit Oktober 2012 einer regelmässigen Erwerbstätigkeit nachgeht, mit welcher er 
seinen laufenden Lebensunterhalt und die Alimente für die Töchter bestreiten kann 
(vgl. vorne E. 3.2, auch zum Folgenden; Beschwerde, S. 6 f.). Auch wenn es – wie der 
Beschwerdeführer zutreffend bemerkt (Beschwerde, S. 6) – nach der Rechtsprechung 
grundsätzlich ein wesentliches Kriterium darstellt, ob die ausländische Person mit 
ihrem Erwerbseinkommen ihre Lebenshaltungskosten zu decken vermag (vgl. etwa 
BGer 2C_308/2014 vom 26.5.2014, E. 2.3.2 [Umkehrschluss]), kann er daraus nichts 
Wesentliches zu seinen Gunsten ableiten: Denn die POM durfte auch in Anbetracht der 
jüngsten Entwicklung insgesamt eine hinreichend gesicherte finanzielle 
Unabhängigkeit verneinen (E. 4c/bb, auch zum Folgenden), da die aktuelle Anstellung 
bis heute nur im Rahmen eines Einsatzvertrags mit einem Personalvermittlungsbüro 
auf Stundenlohnbasis je nach Auftragslage besteht; das monatliche Einkommen 
unterliegt dementsprechend – wie auch der Beschwerdeführer einräumt – starken 

Schwankungen (vgl. vorne E. 3.2, auch zum Folgenden; Beilagen 13-16 zur 
Beschwerde vom 2.10.2012 [Nettolohn von Fr. 2'156.50 im Dezember 2012 bzw. 
Fr. 6'491.55 im September 2012]; Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege [act. 2], 
S. 3). Es lässt sich sodann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. 
Beschwerde, S. 6 f., auch zum Folgenden) auch die Vorgeschichte nicht völlig 
ausblenden: Der Beschwerdeführer hatte zuvor während rund fünfeinhalb Jahren – 
unter zeitweiser Inanspruchnahme der öffentlichen Sozialhilfe – nur jeweils während 
der Sommersaison ein Erwerbseinkommen erzielt. Ab Januar 2011 war er ganz 
arbeitslos, bezog während rund anderthalb Jahren Sozialhilfe und stellte auch die 
Unterhaltszahlungen an seine Töchter ein; es sind darüber hinaus (offene) 
Betreibungen aktenkundig. Die wiederholte, teils länger andauernde Arbeitslosigkeit, 
die vorübergehenden Sozialhilfebezüge sowie die aufgelaufenen Schulden sprechen 
gegen eine gelungene wirtschaftliche Integration, zumal auch weder geltend gemacht 
noch ersichtlich ist, dass sich der Beschwerdeführer um (regelmässige) Rückzahlung 
der aufgelaufenen Alimentenschulden und seiner übrigen Schulden unter Einschluss 
der erhaltenen Sozialhilfeleistungen bemühen würde (vgl. auch etwa BGer 
2C_308/2014 vom 26.5.2014, E. 2.3.3 f.). Hieran ändert nichts, dass die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses im Jahr 2010 nicht vom Beschwerdeführer zu vertreten war (vgl. 
Beschwerde, S. 6 und 8). Mit der POM ist unter diesen Umständen insbesondere auch 
in Anbetracht des mehrjährigen Aufenthalts in der Schweiz in beruflich-wirtschaftlicher 
Hinsicht auf eine nur unvollständige Integration zu schliessen; eine solche fällt nicht 
entscheidend zu Gunsten des Beschwerdeführers ins Gewicht. Der Beschwerdeführer 
verkennt ausserdem auch hier, dass der Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit 
nach Art. 62 Bst. e AuG nicht vorliegen muss, um eine mangelhafte wirtschaftliche 
Integration plausibel erscheinen zu lassen (vgl. Beschwerde, S. 4 und 8; E. 4.2.2 
hiervor). 

4.2.4 Eine erfolgreiche Integration ergibt sich schliesslich, wie die POM richtig 
erkannt hat, auch nicht im Licht der übrigen Kriterien (vgl. E. 4d f.): Der 
Beschwerdeführer verfügte unstreitig während langer Zeit über sehr schlechte 
Deutschkenntnisse, so dass es für seine frühere Arbeitgeberin teilweise schwierig war, 
ihm Aufträge zu erteilen (vgl. Vorakten MIP, pag. 22, 229; Beschwerde, S. 7, auch zum 
Folgenden). Mittlerweile hat er offenbar etwa durch Absolvieren von Deutschkursen 
gewisse Anstrengungen unternommen, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern 
(vgl. Vorakten MIP, pag. 265; Beilage 11 zur Beschwerde vom 2.10.2012). Diese 
Bemühungen sind grundsätzlich anzuerkennen. Der Beschwerdeführer spricht aber – 
was er selber nicht bestreitet – nach wie vor nur gebrochen Deutsch; noch im Sommer 
2013 erfolgte die Besprechung mit der Beiständin seiner Kinder zur Regelung des 
Besuchsrechts im Beisein eines Übersetzers (vgl. Vorakten POM, pag. 94). Bei diesen 
Gegebenheiten durfte die POM die sprachlichen Integrationsbemühungen des 
Beschwerdeführers im Verhältnis zur gesamten Aufenthaltsdauer insgesamt als un-

genügend erachten (E. 4d), selbst wenn man sich heute mit ihm angeblich auf Deutsch 
soll verständigen können. Hieran vermag der Hinweis des Beschwerdeführers auf sein 
Bildungsniveau und die ausgeübte Tätigkeit auf dem Bau nichts zu ändern; ebenso 
wenig kann die geäusserte Absicht, die erlernten Sprachkenntnisse in zumutbarem 
Rahmen weiter zu verbessern, ausschlaggebend sein. Der Beschwerdeführer bringt 
schliesslich auch in sozial-gesellschaftlicher Hinsicht nichts Wesentliches zu seinen 
Gunsten vor: Er macht – wie bereits im Verfahren vor der POM – weder geltend noch 
ist ersichtlich, dass er am gesellschaftlichen Leben in der Schweiz teilhaben oder hier 
neben den Kontakten zu seiner Familie über ein soziales Beziehungsnetz verfügen 
würde. Er wendet zwar ein, die Vorinstanz hätte die in diesem Punkt mangelhaften 
Informationen nicht zu seinen Ungunsten bewerten dürfen (vgl. Beschwerde, S. 7). 
Abgesehen davon äussert er sich aber zu seiner sozial-gesellschaftlichen Situation 
nicht näher. Entgegen seiner Auffassung ist unter diesen Umständen nicht zu 
beanstanden, dass die POM jedenfalls eine «besonders gelungene» soziale Integra-
tion verneint hat (vgl. E. 4e). Es wäre im Rahmen der Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG; 
vgl. auch Art. 20 VRPG) am Beschwerdeführer, den in dieser Hinsicht relevanten 
Sachverhalt darzulegen (vgl. BVR 2010 S. 541 E. 4.2.3 mit weiteren Hinweisen). 
Andere Hinweise für eine erfolgreiche Integration sind nicht erkennbar. 

4.2.5 Die Einschätzung der POM, dass der Beschwerdeführer trotz mehrjähriger 
Anwesenheit in verschiedener Hinsicht nicht erfolgreich integriert ist, erweist sich somit 
nicht als rechtsfehlerhaft. Die Vorinstanz hat einen Anspruch auf Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG demnach zu Recht 
verneint. 

4.3 Der Beschwerdeführer macht ausserdem mit Blick auf die Beziehung zu seinen 
hier niederlassungsberechtigten 9- und 6 ½-jährigen Töchtern sinngemäss einen 
Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG geltend (vgl. Beschwerde, S. 8 ff.). Zudem 
beruft er sich auf den konventions- und verfassungsrechtlichen Schutz des 
Familienlebens (Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 
0.101] und Art. 13 der Bundesverfassung [BV; SR 101]).

4.3.1 Ein Anspruch auf Verbleib in der Schweiz kann sich gestützt auf Art. 50 Abs. 1 
Bst. b AuG ergeben, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, zu denen eine enge 
Beziehung besteht und die in der Schweiz gut integriert sind (vgl. BGE 138 II 229 
E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2; BVR 2010 S. 481 E. 5.2). Leitlinie bildet insoweit Art. 8 
EMRK und der inhaltlich deckungsgleiche Art. 13 BV, weil es diese Garantien verletzen 
kann, wenn die Pflege einer intakten familiären Beziehung zwischen der betroffenen 
Person und einem Kind mit festem Anwesenheitsrecht in der Schweiz durch eine 
Entfernungsmassnahme vereitelt würde. Nach der von der Vorinstanz zutreffend 
wiedergegebenen ständigen Praxis kann der nicht sorge- oder obhutsberechtigte 
Elternteil aus den angeführten Verfassungs- und Konventionsbestimmungen einen 

Anwesenheitsanspruch ableiten, wenn in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht eine 
besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz 
zum Heimatland der ausländischen Person praktisch nicht aufrechterhalten werden 
könnte und das bisherige Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass 
gegeben hat (sog. «tadelloses Verhalten»; vgl. z.B. BGer 2C_467/2012 vom 
25.1.2013, E. 2.1.5; BVR 2010 S. 481 E. 5.2.1). Gemäss neuester Rechtsprechung ist 
das Erfordernis der besonderen Intensität der affektiven Beziehung erfüllt, wenn der 
persönliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab üblichen 
Besuchsrechts kontinuierlich und reibungslos ausgeübt wird (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.3 
ff.; BGer 2C_1076/2013 vom 2.6.2014, E. 3.2; vgl. auch VGE 2013/79 vom 24.4.2014, 
E. 2.2 f und 3.2). Ein nach heutigem Massstab übliches Besuchsrecht liegt jedenfalls 
dann vor, wenn das Kind jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien beim 
getrennt lebenden Elternteil verbringt (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.3 mit weiteren 
Hinweisen). 

4.3.2 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer auch nach der Ehescheidung 
am 8. Oktober 2013 über seine beiden Töchter bloss besuchs-, nicht aber obhuts- bzw. 
sorgeberechtigt ist. Gemäss Trennungsvereinbarung vom 10. Dezember 2008 
(Vorakten MIP, pag. 113 ff.) wurde ein vorerst wöchentliches Besuchsrecht (jeden 
Samstag ca. 6 Stunden) vereinbart (Ziff. 4); von einer Ferienregelung wurde angesichts 
des Alters der Kinder vorläufig abgesehen (Ziff. 3). Heute betreut der 
Beschwerdeführer die beiden Töchter offenbar an mehreren Tagen pro Woche, vor 
allem an den Wochenenden, an welchen seine Exfrau arbeitet (vgl. Beschwerde, S. 3 
und 8; vgl. auch Vorakten POM, pag. 94 [offizielle Besuchsreglung seit 21.6.2013: 
Betreuung durch den Beschwerdeführer an drei Wochenenden pro Monat, jeweils von 
Freitag- bis Sonntagabend]). Auch wenn weder geltend gemacht noch ersichtlich ist, 
dass der Beschwerdeführer seine Kinder mittlerweile auch ferienhalber betreut, ist 
damit in quantitativer Hinsicht insgesamt von einer engen affektiven Beziehung im Sinn 
der Rechtsprechung auszugehen, was im Übrigen auch die POM (noch in Anwendung 
der früheren Praxis) nicht in Frage gestellt hat (E. 5b/bb, auch zum Folgenden). Es 
steht zudem auch ausser Diskussion, dass der Beschwerdeführer zu seinen Töchtern 
eine relativ enge Beziehung unterhält (vgl. Beschwerde, S. 8 ff.; Vorakten POM, 
pag. 94; Vorakten MIP, pag. 18). Wie die POM zutreffend ausführt, ist dieses 
Verhältnis aber angesichts der wiederholten Tätlichkeiten des Beschwerdeführers der 
Tochter D.________ gegenüber stark zu relativieren. Die Vorinstanz weist zudem auch 
zu Recht darauf hin, dass die Vormundschaftsbehörde ... aufgrund der elterlichen Kon-
flikte zur weiteren Regelung des Besuchsrechts eine Beistandschaft über die beiden 
Kinder errichtet hatte (vgl. Vorakten MIP, pag. 18, 113); ausserdem hat die Beiständin 
im Juni 2013 das Besuchsrecht des Beschwerdeführers vorübergehend sistiert, weil 
sie befürchtete, dieser könnte seine Kinder entführen (Vorakten POM, pag. 94; vgl. 
auch Protokoll der polizeilichen Einvernahme vom 17.6.2013 [act. 4A], S. 2). Es ist der 

POM insoweit beizupflichten, dass bei dieser Ausgangslage von einem «kontinuierlich» 
und «reibungslos» ausgeübten Besuchsrecht nicht gesprochen werden kann. Hieran 
ändert nichts, dass der Beschwerdeführer aus seinen Fehlern gelernt haben will (vgl. 
Beschwerde, S. 9); ebenso kann er nichts Wesentliches zu seinen Gunsten daraus 
ableiten, dass im Fall seiner Rückkehr ins Heimatland die Kinderbetreuung während 
der Arbeitszeit der Exfrau anderweitig organisiert werden müsste (vgl. Beschwerde, 
S. 8). 

4.3.3 Wie die Vorinstanz überzeugend dargelegt hat, fehlt es zudem auch an den 
übrigen Anspruchsvoraussetzungen (vgl. E. 5b/aa und cc): Es ist zwar wie erwähnt 
anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer nach vorübergehender Einstellung der 
Unterhaltszahlungen seit Oktober 2012 wieder regelmässig Zahlungen im Betrag von 
Fr. 900.-- pro Monat an den Sozialdienst leistet (vgl. vorne E. 3.2 und 4.2.3). Dieser 
Umstand kann aber nicht ausschlaggebend zu seinen Gunsten berücksichtigt werden, 
zumal weder geltend gemacht noch ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer sich um 
(regelmässige) Rückzahlung der aufgelaufenen Unterhaltszahlungen bemühen würde. 
Mit der POM ist damit eine in wirtschaftlicher Hinsicht enge Verbundenheit zu 
verneinen (E. 5b/cc). Besonders negativ fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer 
sich bisher nicht klaglos verhalten hat; wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, kann 
angesichts der wiederholten Gewalttätigkeit gegen die Exfrau und Tochter, der 
Missachtung der gegen ihn wegen dieses Verhaltens verfügten Fernhaltemassnah-
men, der zeitweisen Sozialhilfebezüge sowie seiner Schulden von einem «tadellosen 
Verhalten» nicht die Rede sein (E. 5b/aa). Bei dieser Sachlage kommt dem Umstand, 
dass der Beschwerdeführer sein Besuchsrecht von Kosovo aus nicht mehr im gleichen 
Umfang wie heute würde ausüben können (vgl. Beschwerde, S. 10), keine 
entscheidende Bedeutung zu. Abgesehen davon ist entgegen seiner Auffassung 
durchaus denkbar, dass die Beziehung mittels gegenseitigen Besuchen sowie den 
herkömmlichen Kommunikationsmitteln auch vom Ausland her in einem gewissen 
Rahmen weiterhin gepflegt werden kann. Der Beschwerdeführer kann schliesslich – 
anders als er meint – auch aus dem Urteil 12020/09 des Europäischen Gerichtshofs für 
Menschenrechte (EGMR) i.S. Udeh gegen Schweiz vom 16. April 2013 (act. 1C; 
Zusammenfassung publ. in Plädoyer 3/2013 S. 64) nichts Wesentliches zu seinen 
Gunsten ableiten (vgl. Beschwerde, S. 4 und 9). Dieses Urteil ist kein 
Grundsatzentscheid, sondern erscheint vielmehr als spezifischer Anwendungsfall der 
bisherigen Praxis des EGMR (vgl. BGE 139 I 325 E. 2.4 [Pra 103/2014 Nr. 22]; 
BGer 2C_366/2014 vom 6.6.2014, E. 2.3.2). Auch wenn nicht von der Hand zu weisen 
ist, dass insbesondere für die Töchter die drohende räumliche Trennung vom Vater 
wohl hart wäre (vgl. Beschwerde, S. 9), verletzt der angefochtene Entscheid somit 
nicht Recht, wenn er dem Beschwerdeführer auch in dieser Hinsicht einen Anspruch 
auf weiteren Verbleib in der Schweiz abspricht.  

4.4 Weitere Gründe, welche ein Aufenthaltsrecht vermitteln könnten, sind weder 
geltend gemacht noch ersichtlich. Die Vorinstanz hat somit einen Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Verlängerung seines Aufenthalts in der Schweiz zu Recht 
verneint. 

5. 

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die zuständige 
Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungsverlängerung (Art. 3, 
Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). – Die Vorinstanz hat die ermessensweise 
Bewilligungsverlängerung verweigert und zur Begründung festgehalten, dass zwar die 
Aufenthaltsdauer des vor (damals) gut acht Jahren im Alter von 26 Jahren in die 
Schweiz eingereisten Beschwerdeführers nicht unwesentlich sei. Abgesehen von der 
Beziehung zu seinen Töchtern würden aber trotz dieses mehrjährigen Aufenthalts 
keine tragbaren sozialen Bindungen bestehen, welche eine Wegweisung als 
unzumutbare Entwurzelung erscheinen liessen. Mangels abgeschlossener 
Berufsausbildung und angesichts der bisher ausgeübten Tätigkeiten als unqualifizierte 
Arbeitskraft auf dem Bau sei sein Verbleib in der Schweiz auch in wirtschaftlicher 
Hinsicht nicht zwingend erforderlich; vielmehr sei trotz der aktuellen Erwerbstätigkeit 
insgesamt von einer in verschiedener Hinsicht (schlechte Deutschkenntnisse, 
wiederkehrende Arbeitslosigkeit, phasenweise Sozialhilfeabhängigkeit, strafrechtliche 
Verfehlungen, Schulden) nicht gelungenen Integration auszugehen, welche ein 
«hohes» öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
begründe. Demgegenüber sei ihm die Rückkehr nach Kosovo, wo er den grössten Teil 
seines Lebens, darunter die gesamte Kindheit und die prägende Jugend, verbracht 
habe und wo unter anderem die Eltern und vier Geschwister leben, ohne weiteres 
zumutbar. Insgesamt seien keine Gründe dargetan, die den weiteren Aufenthalt des 
Beschwerdeführers in der Schweiz zu rechtfertigen vermögen (E. 6b und c). – Der 
Beschwerdeführer beanstandet zwar ausdrücklich die vorinstanzliche Ermessensaus-
übung, führt dies aber mit keinem Wort näher aus (vgl. hierzu Beschwerde, S. 10). 
Auch aus seinen übrigen Ausführungen ergibt sich nichts, was die zutreffenden 
Erwägungen der POM als rechtsfehlerhaft erscheinen liesse. Die Vorinstanz hat alle 
massgebenden Umstände und Interessen berücksichtigt und bei ihrer Würdigung 
gegen keine Rechtsprinzipien verstossen (vgl. BVR 2010 S. 481 E. 6.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 66 N. 21). 
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass sie die Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers auch nicht ermessensweise verlängern will.

6. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Da die von 
der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue 
festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer grundsätzlich kosten-
pflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 1 VRPG). Er hat indessen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um 
unentgeltliche Rechtspflege ersucht. 

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Verfahrenskosten, wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und das Verfahren 
nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, 
ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, 
ihn zu gewinnen, das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich 
ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als 
aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber 
Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 
bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen 
würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht 
führen würde, nicht deshalb austragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 
S. 97 E. 5.2; BGE 129 I 129 E. 2.3.1, 128 I 225 E. 2.5.3).

6.2 Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt: Nach den Akten haben sich die 
finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers seit dem vorinstanzlichen Verfahren – 
wenn überhaupt – nur geringfügig zu seinen Gunsten verändert. Unter Verweis auf die 
nicht zu beanstandende Berechnung der POM (E. 9c) ist daher bei einem 
Durchschnittslohn von Fr. 4'147.80 und monatlichen Ausgaben von (mindestens) 
Fr. 4'010.80 von seiner Prozessbedürftigkeit auszugehen. Die Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde kann sodann insgesamt nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet 
werden. Der Beizug eines Rechtsvertreters erscheint hinsichtlich der sich stellenden 
Fragen als sachlich geboten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher 
gutzuheissen und dem Beschwerdeführer ist für das verwaltungsgerichtliche 
Beschwerdeverfahren sein Rechtsanwalt als amtlicher Anwalt beizuordnen. 

6.3 Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
des Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton Bern zu tragen (Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 123 ZPO). In Bezug auf die Parteikosten gibt die Kostennote des Rechtsanwalts 

vom 24. Juli 2014 im Licht von Art. 104 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 41 Abs. 3 des Kanto-
nalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) und Art. 1 und 11 ff. 
der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes 
(PKV; BSG 168.811) zu keinen Bemerkungen Anlass. Entsprechend ist der tarif-
mässige Parteikostenersatz auf Fr. 3ʹ562.50, zuzüglich Fr. 86.90 Auslagen und 
Fr. 291.95 MWSt (8 % von Fr. 3ʹ649.40), insgesamt Fr. 3ʹ941.35, festzusetzen. Die 
amtliche Entschädigung ist bei einem massgeblichen Zeitaufwand von 14.25 Stunden 
gestützt auf Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG und Art. 1 der Verordnung vom 
20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte 
(EAV; BSG 168.711) auf Fr. 2ʹ850.-- (14.25 x 200.--) zuzüglich Fr. 86.90 Auslagen und 
Fr. 234.95 MWSt (8 % von Fr. 2ʹ936.90), insgesamt Fr. 3ʹ171.85, festzusetzen. Der 
Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der 
Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur 
Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a 
Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine neue 
Ausreisefrist gesetzt auf den 24. September 2014.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Die 
Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht 
des Beschwerdeführers. 

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerdeführer 
Rechtsanwalt …, als amtlicher Anwalt beigeordnet. Der tarifmässige 
Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf Fr. 3ʹ941.35 (inkl. Auslagen und 
MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt … aus der Gerichtskasse eine auf 
Fr. 3ʹ171.85 (inkl. Auslangen und MWSt) festgesetzte Entschädigung vergütet. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Bundesamt für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin: 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt werden.