# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec7c5a11-4df1-514e-8de4-aac9c2c8b6c6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.09.2016 ZK1 2013 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-127_2016-09-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 29. September 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 127 04. Oktober 2016

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Schnyder
Aktuar Nydegger

In der zivilrechtlichen Berufung

der X._____, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Imboden vom 1. Oktober 2013, mitgeteilt am 
18. November 2013, in Sachen des Y._____, Berufungsbeklagter und Anschluss-
berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Rolf W. Rempfler, 
Falkensteinstrasse 1, 9006 St. Gallen, gegen die Berufungsklägerin und An-
schlussberufungsbeklagte,

betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____ wurde am _____1973 in O.1_____ (L.1_____) geboren. Y._____ 
kam am _____1961 in O.2_____ (L.2_____) zur Welt. Die Parteien schlossen am 
13. September 1996 vor dem Zivilstandsamt O.3_____ (L.3_____) den Bund der 
Ehe. Dieser entsprossen die Kinder A._____, geboren am _____1996, B._____, 
geboren am _____1998, und C._____, geboren am _____2002. Die Familie ist im 
Jahre 2003 von L.2_____ in die Schweiz gezogen und lebt seither in O.4_____. 

B. Die Ehegatten trennten sich Ende 2008, wobei die Folgen des Getrenntle-
bens auf Gesuch von X._____ vom 28. Oktober 2008 durch Erlass von Ehe-
schutzmassnahmen geregelt wurden. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2008, 
mitgeteilt am 22. Dezember 2008, stellte der Bezirksgerichtspräsident Imboden die 
Berechtigung zum Getrenntleben fest, teilte die Obhut über die gemeinsamen Kin-
der der Ehefrau zu (unter gleichzeitiger Zuweisung der ehelichen Wohnung), 
räumte dem Ehemann ein gerichtsübliches Besuchsrecht von zwei Wochenenden 
im Monat ein und verpflichtete Y._____ zur Leistung eines monatlichen Unter-
haltsbeitrages von Fr. 5'413.00 an seine Familie (Fr. 1'000.00 für jedes Kind, Fr. 
2'413.00 für die Ehefrau). Im Rahmen eines Abänderungsverfahrens kamen die 
Parteien am 7. Juli 2010 vergleichsweise überein, die Obhut über die Tochter 
A._____, die seit Juni 2009 beim Vater lebte, auf diesen zu übertragen. Der an die 
Ehefrau und die beiden Töchter B._____ und C._____ zu entrichtende Unterhalts-
beitrag wurde auf Fr. 5'250.00 (Fr. 1'000.00 für jedes Kind, Fr. 3'250.00 für die 
Ehefrau) festgelegt. Y._____ arbeitete zum damaligen Zeitpunkt - wie bereits vor 
der Trennung der Ehegatten - in einer vollzeitigen Anstellung als Oberarzt bei den 
D._____ mit Arbeitsort O.5_____. In der Folge trat er per 1. März 2011 eine neue 
Stelle in O.6_____ an, wo er seither als Arzt beim E._____ mit einem Pensum von 
80% beschäftigt war.   

C. Mit Schreiben vom 14. März 2011 reichten die Ehegatten beim Bezirksge-
richt Imboden einen am 9./22. Februar 2011 unterzeichneten gemeinsamen 
Scheidungsantrag ein. Anlässlich der am 13. April 2011 durchgeführten gemein-
samen und getrennten Anhörung konnten die Parteien mit Bezug auf den Schei-
dungspunkt, die Zuteilung der elterlichen Sorge und Obhut über die gemeinsamen 
Kinder, die Aufteilung von Mobiliar und Inventar und die grundsätzliche Teilung der 
schweizerischen und deutschen Vorsorgeguthaben eine Teil-Ehescheidungskon-
vention abschliessen. Zudem wurde vereinbart, dem Ehemann die Klägerrolle be-
züglich der verbliebenen strittigen Punkte zuzuteilen. Mit Verfügung vom 13. April 
2011, mitgeteilt am 19. April 2011, überwies der Bezirksgerichtspräsident die strit-

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tigen Nebenfolgen dem Bezirksgericht Imboden zur Beurteilung, unter gleichzeiti-
ger Abschreibung des Scheidungsverfahrens auf gemeinsames Begehren mit um-
fassender Einigung (Proz.-Nr. 135-2011-83).

D. Mit Klageschrift vom 23. Juni 2011 stellte und begründete Y._____ seine 
Anträge zu den strittigen Nebenfolgen, wobei er  soweit für das Berufungsverfah-
ren noch relevant  folgende Rechtsbegehren formulierte:

"1. [Besuchs- und Ferienrechte]

2. [Beistandschaft]

3. [Güterrecht]

4. Unterhalt:

Der Ehemann sei auf seiner Bereitschaft zu behaften, an den Unterhalt 
der gemeinsamen Kinder B._____ und C._____ monatliche im Voraus 
zahlbare Unterhaltsbeiträge von je Fr. 800.-- zuzüglich Kinderzulagen 
zu bezahlen, dies bis zur Mündigkeit derselben resp. bis zum Ab-
schluss ihrer Erstausbildung.

Die Ehefrau sei zu ermahnen, diese vom Ehemann erhaltenen Kinder-
unterhaltsbeiträge effektiv für die Töchter B._____ und C._____ zu 
verwenden, bspw. mit Beiträgen für den Ski- und Snowboardclub oder 
den Liftpass, zumal sie vor Kantonsgericht Graubünden vollmundig 
den Wintersport im Ski- und Snowboardclub als elementaren Bestand-
teil der Lebensführung der Kinder deklarieren liess;

Die Ehefrau sei zu verpflichten, an den Unterhalt der gemeinsamen 
Tochter A._____ monatliche im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge 
von Fr. 1'100.-- (zuzüglich allfällige von ihr vereinnahmte Kinderzula-
gen, die zur Zeit vom obhutsberechtigten Vater vereinnahmt werden) 
zu bezahlen, dies bis zur Mündigkeit derselben resp. bis zum Ab-
schluss ihrer Erstausbildung;

Diese Unterhaltsbeiträge zugunsten A._____ werden zur Zahlung fäl-
lig, sobald die Mutter ein Fr. 3'000.-- übersteigendes Einkommen er-
zielt (netto, inkl. 13. ML p.r.t.), und zwar in dem Fr. 3'000.00 überstei-
genden Ausmass.

Der Ehemann sei auf seiner Bereitschaft zu behaften, an den Unterhalt 
der Ehefrau monatliche im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 
2'662.-- bis und mit Februar 2012 zu bezahlen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“

E. Am 2. September 2011 stellte und begründete X._____ im Rahmen ihrer 
Klageantwort folgende Anträge:

"1. [Scheidungsantrag]

2. [Elterliche Sorge und Obhut]

3. [Besuchs- und Ferienrechte]

4. Kinderunterhalt

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a. Y._____ sei zu verpflichten, X._____ an den Unterhalt von B._____ 
und C._____ je einen monatlich pränumerando zu bezahlenden Un-
terhaltsbeitrag von Fr. 1'000.00, zuzüglich Kinderzulagen, zu bezah-
len.

b. Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender lit. a seien praxisgemäss 
zu indexieren.

c. X._____ sei zu verpflichten, an Y._____ für A._____ einen vom Ge-
richt festzulegenden monatlich pränumerando zu bezahlenden Unter-
haltsbeitrag zu leisten, der ihren Einkommensverhältnissen und der 
von Y._____ an sie zu leistenden Unterhaltsrente gerecht wird, wobei 
die Unterhaltspflicht maximal bis zur Mündigkeit von A._____ dauert.

5. Unterhaltsregelung für X._____

a. Der Kläger sei zu verpflichten, an die Beklagte mit Beginn Rechtskraft 
des Scheidungsurteils und bis zum Eintritt des Klägers in das ordentli-
che Pensionierungsalter einen monatlichen pränumerando zu leisten-
den und praxisgemäss abzustufenden Unterhaltsbeitrag von zu Beginn 
Fr. 4'500.00 (für den Fall, dass die Beklagte zu Unterhaltszahlungen 
für A._____ verpflichtet wird), eventuell von zu Beginn Fr. 3'500.00 (für 
den Fall, dass die Beklagte nicht zu Unterhaltszahlungen für A._____ 
verpflichtet wird) zu bezahlen.

b. Der Unterhaltsbeitrag gemäss vorstehender lit. a sei praxisgemäss zu 
indexieren.

6. [BVG / Pensionskasse]

7. [Güterrecht]

8. Weitergehende Anträge von Y._____

Sämtliche von den vorstehenden Rechtsbegehren abweichende An-
träge von Y._____ seien abzuweisen.

9. Kostenregelung

Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zu Lasten von Y._____."

F. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels erhielten die Parteien Gele-
genheit zu weiterer Darlegung bzw. Präzisierung ihrer Standpunkte. Sowohl der 
Ehemann als auch die Ehefrau hielten in der Replik vom 3. November 2011 bzw. 
in der Duplik vom 3. Januar 2012 an den bisher gestellten Rechtsbegehren unver-
ändert fest.

G. Am 27. Juni 2011 hatte der Ehemann zudem ein Gesuch um Erlass vor-
sorglicher Massnahmen gestellt, in welchem er mit Wirkung ab 1. Juli 2011 bis 
und mit Februar 2012 die Reduktion des an die Ehefrau zu leistenden Unterhalts 
auf Fr. 2'259.25 und mit Wirkung ab März 2012 dessen vollständige Aufhebung 
beantragte. Nachdem die Ehefrau in ihrer Stellungnahme vom 2. August 2011 die 
kostenfällige Abweisung des Gesuchs beantragt hatte, erkannte der Bezirksge-

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richtspräsident mit Entscheid vom 14. September 2011, mitgeteilt am 13. Oktober 
2011, auf teilweise Gutheissung des Gesuchs. Der Familienunterhalt wurde bis 
und mit August 2012 bei Fr. 5'250.00 (je Fr. 1'000.00 für die Töchter B._____ und 
C._____, zuzüglich der vertraglichen und/oder gesetzlichen Kinderzulagen; Fr. 
3'250.00 für die Ehefrau) belassen. Ab 1. September 2012 erfolgte angesichts der 
Anrechnung eines hypothetischen Einkommens auf Seiten der Ehefrau eine Re-
duktion auf Fr. 3'247.00 (je Fr. 1'000.00 für die Töchter B._____ und C._____ zu-
züglich der vertraglichen und/oder gesetzlichen Kinderzulagen; Fr. 1'247.00 für die 
Ehefrau). Die vom Ehemann gegen diesen Entscheid erhobene Berufung wies das 
Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 11. Januar 2012, mitgeteilt am 16. 
Januar 2012, kostenfällig ab.

H. Am 17. Februar 2012 instanzierte Y._____ ein weiteres Abänderungsver-
fahren, in welchem er die sofortige Zuteilung der elterlichen Obhut über die Toch-
ter B._____ an sich sowie - als Folge davon - eine Neuregelung des Unterhalts 
sowie des Besuchs- und Ferienrechts verlangte. In der Folge wurde B._____ 
durch Bezirksrichterin Dr. med. Annaregula Lutz angehört und gestützt auf das 
Ergebnis dieser Anhörung mit superprovisorischer Verfügung vom 22. Februar 
2012 unter die Obhut des Kindsvaters gestellt. Im weiteren Verlauf des Verfahrens 
wurde den drei Töchtern auf Begehren der Ehefrau je eine Prozessbeiständin be-
stellt, worauf sich die Parteien anlässlich der Hauptverhandlung vom 1. Oktober 
2012 betreffend der Zuteilung der Tochter B._____, des Besuchsrechts sowie des 
von Y._____ zu zahlenden Unterhaltsbeitrages einigen konnten. So verpflichtete 
sich der Ehemann, an den Unterhalt der Ehefrau und der jüngsten Tochter 
C._____ für die Zeit ab Februar 2012 bis und mit August 2012 den Betrag von Fr. 
4'250.00 zu bezahlen. Ab September 2012 wurde eine Reduktion auf Fr. 2'247.00 
(Fr. 1'000.00 für die Tochter C._____ und Fr. 1'247.00 für die Ehefrau) vereinbart. 
Mit Entscheid des Einzelrichters für Zivilsachen vom 1. Oktober 2012, mitgeteilt 
am 11. Oktober 2012, wurde über die Kinder B._____ und C._____ zudem eine 
Beistandschaft errichtet und die Vormundschaftsbehörde Rhäzüns-Trins mit der 
Ernennung eines Beistands beauftragt. Der entsprechende Beschluss der Vor-
mundschaftsbehörde datiert vom 22. November 2012.

I. Nachdem die Ehegatten mit Beweisverfügung vom 8. Januar 2013, mitge-
teilt am gleichen Tag, zur Einreichung von Urkunden betreffend ihre Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse (Lohnausweis, Arbeitsvertrag, Kontoauszüge) ver-
pflichtet worden waren, fand am 1. Oktober 2013 vor dem Bezirksgericht Imboden 
die Hauptverhandlung statt. In diversen Punkten konnten sich die Parteien gütlich 
einigen, so namentlich bezüglich der Sorgezuteilung über die Kinder, der Be-

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suchs- und Ferienrechte der Eltern, der Fortführung der Beistandschaft, des Un-
terhalts des Ehemannes an die jüngste Tochter C._____ sowie der Aufteilung der 
in der Schweiz vorhandenen Vorsorgeguthaben. Die klägerischen Rechtsbegeh-
ren wurden insofern angepasst, als der an A._____ und B._____ bis zur Mündig-
keit respektive bis zum ordentlichen Abschluss der Erstausbildung zu leistende 
Kindesunterhalt mit je Fr. 1'300.00 beziffert wurde. Die Gegenseite bezifferte den 
ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 28. Februar 2018 zu leistenden 
nachehelichen Unterhaltsbeitrag neu mit Fr. 2'291.00. Danach sei ein monatlicher 
Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.00 bis zum Eintritt von Y._____ in sein ordentli-
ches Pensionsalter geschuldet.

J. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2013, mitgeteilt am 18. November 2013, er-
kannte das Bezirksgericht Imboden, was folgt:

"1. Die am 13. September 1996 vor dem Zivistandsamt O.3_____ 
(L.3_____) geschlossene Ehe der X._____ und des Y._____ wird ge-
stützt auf das gemeinsame Scheidungsbegehren gemäss Art. 122 
ZGB geschieden.

2. Die gemeinsamen Töchter A._____, geboren am _____1996, und 
B._____, geboren am _____1998, werden unter die alleinige elterliche 
Sorge und Obhut von Y._____ gestellt. Die elterliche Sorge und Obhut 
über die Tochter C._____, geboren am _____2002, wird X._____ zu-
geteilt.

Das Besuchs- und Ferienrecht der Eltern richtet sich bezüglich Dauer 
und Modalitäten nach der in Ziffer 5 und 6 der Teilkonvention vom 1. 
Oktober 2013 vereinbarten Regelung. Diese gilt als Minimalanspruch 
und es ist den Parteien freigestellt, das Besuchs- und Ferienrecht un-
ter Berücksichtigung der Interessen der Kinder flexibel zu handhaben.

3. Die mit Verfügung vom 1. Oktober 2012, mitgeteilt am 11. Oktober 
2012, angeordnete und mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde 
Rhäzüns-Trins vom 19. November 2012 für die beiden Kinder B._____ 
und C._____ errichtete Beistandschaft wird aufrecht erhalten.

4. Y._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt der Tochter C._____ einen 
monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.00 
zuzüglich allfälliger vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen 
zu entrichten. Sollte C._____ eine Mittelschule besuchen, erhöht sich 
der Unterhaltsbeitrag bei Eintritt vereinbarungsgemäss auf CHF 
1'300.00. Die Unterhaltspflicht dauert - unter Vorbehalt von Art. 277 
Abs. 2 ZGB - bis zur Mündigkeit.

5. Y._____ wird des Weiteren verpflichtet, X._____ mit Wirkung ab 
Rechtskraft des Scheidungsurteils einen monatlich im Voraus zahlba-
ren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'200.00 zu entrichten. Die Unterhalts-
pflicht endet am 31. August 2015.

6. X._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt der Tochter B._____ mit 
Wirkung ab 1. September 2015 einen monatlich im Voraus zahlbaren 
Unterhaltsbeitrag von CHF 666.00 zuzüglich allfälliger vertraglicher 

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und/oder gesetzlicher Kinderzulagen zu entrichten. Die Unterhalts-
pflicht dauert - unter Vorbehalt von Art. 277 Abs. 2 ZGB - bis zur Mün-
digkeit.

7. [Indexierung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 bis 6]

8. [Aufteilung des Pensionskassenguthaben]

9. [Teilung des in L.2_____ erworbenen Vorsorgeguthabens]

10. [Güterrechtliche Auseinandersetzung]

11. Im Übrigen wird die am 1. Oktober 2013 abgeschlossene Teil-
Ehescheidungskonvention gemäss Art. 279 ZPO genehmigt.

12. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 12'000.00 werden zu ¼ dem 
Kläger und zu ¾ der Beklagten auferlegt. Die auf Y._____ anfallenden 
Gerichtskosten von CHF 3'000.00 werden in diesem Umfang mit dem 
von ihm geleisteten Vorschuss von CHF 7'000.00 verrechnet und die 
Restanz ihm nach Rechtskraft dieses Entscheids und nach Vorlage ei-
nes Einzahlungsscheins erstattet. Die auf X._____ anfallenden Ge-
richtskosten in der Höhe von CHF 8'000.00 werden mit dem ihr zuste-
henden Guthaben von CHF 250.00 aus dem Verfahren Proz.-Nr. 135-
2011-83 verrechnet. Die Restanz geht infolge der ihr gewährten un-
entgeltlichen Rechtspflege zu Lasten des Kantons Graubünden und 
wird auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt der Rück-
forderungsanspruch des Gemeinwesens.

Ausseramtlich hat die Beklagte den Kläger mit CHF 3'715.20 (inkl. 
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

13. [Rechtsmittelbelehrung]

14. [Mitteilung]"

K. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin) 
mit Eingabe vom 20. Dezember 2013 Berufung an das Kantonsgericht von 
Graubünden und beantragte, was folgt:

"1. Die Dispositiv Ziffern 5, 6 und 12 des angefochtenen Entscheides des 
Bezirksgerichtes Imboden (Proz. Nr. 115-2011-13) seien aufzuheben 
und durch die nachstehende Neuregelung zu ersetzen.

2.1 Der Kläger und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten 
und Berufungsklägerin folgenden monatlich pränumerando auf den 
Ersten eines jeden Monats zu bezahlenden Unterhaltsbetrag zu leis-
ten:

- ab Rechtskraft des Berufungsurteils bis zum vollendeten 16. Alters-
jahr von C._____, nämlich bis zum 28.02.2018, Fr. 2'158.00

- ab dem 01.03.2018 bis zum Eintritt des Klägers und Berufungsbe-
klagten in sein ordentliches Pensionierungsalter Fr. 1'000.00.

2.2 Anstelle von Dispositiv-Ziffer 6 sei keine Neuregelung zu treffen.

2.3 Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Imboden seien den Par-
teien hälftig zu überbinden und die ausseramtlichen Kosten im Zu-
sammenhang mit dem vorinstanzlichen Verfahren wett zu schlagen.

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3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers 
und Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren vor Kantonsge-
richt Graubünden."

Überdies stellte X._____ den Antrag, der Kläger und Berufungsbeklagte sei zu 
verpflichten, für das Berufungsverfahren einen Gerichtskostenvorschuss auch mit-
haftend für die Beklagte und Berufungsklägerin zu leisten und ihr einen Anwalts-
kostenvorschuss für das Berufungsverfahren von Fr. 5'000.00 zuzüglich 7.6% 
Mehrwertsteuer zu bezahlen. Dieser Antrag wurde als Begehren auf Erlass einer 
entsprechenden vorsorglichen Massnahme entgegengenommen und nach Durch-
führung eines doppelten Schriftenwechsels mit Verfügung der Vorsitzenden der I. 
Zivilkammer vom 29. Juni 2016 abgewiesen, wobei die Kosten des Massnahme-
verfahrens im Sinne von Art. 104 Abs. 3 ZPO bei der Prozedur belassen wurden 
(ERZ 13 422). Das von X._____ für den Fall der Abweisung des Antrages auf Zu-
sprechung eines Prozesskostenvorschusses am 19. Dezember 2013 eingereichte 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde von der Vorsitzenden der I. Zivil-
kammer mit Verfügung vom 29. Juni 2016 gutgeheissen (ERZ 14 417).

L. Mit Eingabe vom 12. Februar 2014 reichte Y._____ (nachfolgend: Beru-
fungsbeklagter) seine Berufungsantwort ein und erhob Anschlussberufung. Die 
Anträge im Berufungsverfahren lauten wie folgt:

"Die Berufung vom 20. Dezember 2013 sei vollumfänglich abzuweisen und 
das Dispositiv des Entscheids des Bezirksgerichts Imboden vom 1. Oktober 
2013 sei wie folgt zu berichtigen:

- in Ziff. 5 letzter Satz: "Die Unterhaltspflicht endet am 28. Februar 2015." 
(statt am 31. August 2015);

- in Ziff. 6 erster Satz: "(…) mit Wirkung ab 1. März 2015 (…)" (statt ab 1. 
September 2015);

alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beru-
fungsklägerin für das Berufungsverfahren."

Für das Anschlussberufungsverfahren stellte Y._____ folgende Anträge:

"1. Der Y._____ in Ziff. 5 des vorinstanzlichen Entscheid-Dispositivs mit 
Wirkung ab Rechtskraft des Scheidungsurteils auferlegte Unterhalts-
beitrag an X._____ sei von Fr. 1'200.-- auf Fr. 1'000.-- zu reduzieren 
und das Ende dieser nachehelichen Unterhaltspflicht sei statt auf den 
31. August 2015 bereits auf den 28. Februar 2015 festzulegen;

2. Der X._____ in Ziff. 6 des vorinstanzlichen Entscheid-Dispositivs mit 
Wirkung ab dem 1. September 2015 auferlegte Unterhaltsbeitrag von 
Fr. 666.--/Mt. an die Tochter B._____ sei ihr bereits mit Wirkung ab 
dem 1. März 2015 aufzuerlegen und ab dem Monat März 2016 sei die-
ser Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 666.-- auf Fr. 1'000.--/Mt. zuzüglich 
Kinder-/Ausbildungszulagen zu erhöhen, zahlbar an den Vater, solan-
ge die Tochter B._____ in dessen Haushalt lebt und keine eigenen 

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Ansprüche gegenüber der Mutter stellt bzw. keinen anderen Zah-
lungsempfänger bezeichnet, und dies solange, bis B._____ ihre 
Erstausbildung abgeschlossen haben wird;

3. Ergänzend zur Unterhaltsverpflichtung der Ehefrau gegenüber der 
Tochter B._____ sei die Ehefrau zu verpflichten, ab dem Monat März 
2016 auch gegenüber der Tochter A._____ einen monatlich im Voraus 
zahlbaren Unterhaltsbeitrag von mindestens Fr. 912.--/Mt. zuzüglich 
Ausbildungszulagen zu entrichten, zahlbar an den Vater, solange die 
Tochter A._____ in dessen Haushalt lebt und keine eigenen An-
sprüche gegenüber der Mutter stellt bzw. keinen anderen Zahlungs-
empfänger bezeichnet, und ebenfalls so lange, bis A._____ ihr im An-
schluss an das derzeit von ihr besuchte Gymnasium in O.6_____ an-
getretene Universitätsstudium abgeschlossen haben wird;

4. Die Unterhaltsbeiträge gemäss den vorstehenden Ziffern 2 und 3 seien 
praxisgemäss zu indexieren;

alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der An-
schlussberufungsbeklagten für das Anschlussberufungsverfahren."

M. Mit Anschlussberufungsantwort vom 14. März 2014 beantragte X._____ die 
kostenfällige Abweisung der Anschlussberufung, soweit darauf überhaupt einge-
treten werden könne.

N. Mit Berufungsreplik vom 5. Mai 2014 beantragte X._____, auf das von 
Y._____ im Berufungsverfahren gestellte Berichtigungsbegehren sei nicht einzu-
treten. Im Übrigen hielt sie an ihren Begehren gemäss der Berufungsschrift fest.

O. Mit Berufungsduplik vom 7. Juni 2014 hielt Y._____ an seinen im Rahmen 
der Berufungsantwort gestellten Anträgen fest.

P. Mit Eingabe vom 9. September 2015 liess Y._____ beim Kantonsgericht 
von Graubünden ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen einreichen, in 
welchem er die einstweilige Aufhebung bzw. Herabsetzung seiner Unterhalts-
pflichten gemäss Ziffer 4 des Entscheides des Einzelrichters für Zivilsachen vom 
1. Oktober 2012 im Betrage von monatlich Fr. 2'247.00 auf Fr. 334.00, dies mit 
Wirkung ab Oktober 2015 und bis zur Rechtskraft des im Berufungs- und An-
schlussberufungsverfahren zu fällenden Endentscheides, beantragte; eventualiter 
sei er für berechtigt zu erklären, die genannten Unterhaltsbeiträge im Umfang von 
Fr. 1'913.00 (Fr. 2'247.00 abzüglich Fr. 334.00) einstweilen (durch Einzahlung in 
die Gerichtskasse) zu hinterlegen. Zur Behandlung dieses Gesuches wurde ein 
separates Verfahren durchgeführt (ZK1 15 126), wobei den Parteien mit prozess-
leitender Anordnung vom 13. Oktober 2015 mitgeteilt wurde, dass die Akten der 
beiden Massnahmeverfahren (ERZ 13 422 und ZK1 15 126) auch im Hauptverfah-
ren Berücksichtigung finden, soweit darin über den Kindesunterhalt zu entschei-

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den ist (Art. 296 ZPO). Zudem wurde Y._____ mit Blick auf sein Unterhaltsbegeh-
ren für die am 29. Oktober 2014 mündig gewordene Tochter A._____ aufgefordert, 
die für den Weiterbestand seiner Prozessführungsbefugnis erforderliche Zustim-
mungserklärung seiner Tochter einzureichen. Mit Eingabe vom 9. November 2015 
kam A._____ dieser Aufforderung selber nach und ersuchte das Berufungsgericht 
ausdrücklich, im vorliegenden Verfahren auch die Frage ihres Anspruches auf 
Volljährigenunterhalt zu beurteilen. 

Q. Auf die übrigen Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochte-
nen Entscheid wird, soweit nötig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-
gen.

II. Erwägungen

1. a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; 
SR 272) sind mit der Berufung erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide so-
wie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen anfechtbar. Beim 
angefochtenen Entscheid des Bezirksgerichts Imboden handelt es sich um einen 
erstinstanzlichen Endentscheid, welcher grundsätzlich mit Berufung angefochten 
werden kann. Strittig sind vorliegend (nebst dem Kostenpunkt) der nacheheliche 
sowie der Kindesunterhalt. Die Streitigkeit ist somit vermögensrechtlicher Natur. In 
vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der 
Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 
10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Massgebend ist somit nicht der Streit-
wert, welcher sich anhand der Berufungsanträge der Parteien und dem vorinstanz-
lichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf den Betrag, welcher nach 
den Begehren der Parteien bei Erlass des erstinstanzlichen Urteils noch streitig 
war (vgl. statt vieler Myriam A. Gehri, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], 
ZPO-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2015, N 5 zu Art. 308 ZPO). Dieser lag in Anbe-
tracht der im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Anträge klarerweise über Fr. 
10‘000.00. Die Berufung ist demnach zulässig. Die Zuständigkeit des Kantonsge-
richts von Graubünden zur Beurteilung der Berufung ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 
des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 
320.100). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche 
Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer 
(Art. 6 der Kantonsgerichtsverordnung [KGV; BR 173.100]). Die gegen den Ent-
scheid des Bezirksgerichts Imboden vom 1. Oktober 2013, mitgeteilt am 18. No-
vember 2013, erhobene Berufung vom 20. Dezember 2013 erweist sich sodann 

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unter Berücksichtigung des vom 18. Dezember 2013 bis zum 2. Januar 2014 gel-
tenden Fristenstillstandes (Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO) als fristgerecht. Die Eingabe 
enthält zudem sowohl einen Antrag als auch eine Begründung, so dass auf die 
Berufung grundsätzlich einzutreten ist.

b) Die Rechtsmittelinstanz stellt die Berufung der Gegenpartei zur Berufungs-
antwort zu (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Gemäss Art. 313 Abs. 1 ZPO kann die Gegen-
partei in der Berufungsantwort Anschlussberufung erheben. Die peremptorische 
Frist für die Berufungsantwort und die Anschlussberufung beträgt 30 Tage (Art. 
312 ZPO i.V.m. Art. 313 Abs. 1 ZPO). Die Aufforderung des Kantonsgerichts von 
Graubünden zur Berufungsantwort wurde dem Berufungsbeklagten am 13. Januar 
2014 zugestellt. Mit Eingabe der Berufungsantwort und Anschlussberufung am 12. 
Februar 2014 wurde mithin die 30-tägige Frist gemäss Art. 312 ZPO i.V.m. Art. 
313 ZPO gewahrt. 

c) Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO muss die Berufung eine Begründung enthalten. 
Begründen im Sinne der genannten Vorschrift bedeutet aufzuzeigen, inwiefern der 
angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Dieser Anforderung genügt 
der Berufungskläger nicht, wenn er lediglich auf die vor erster Instanz vorgetrage-
nen Vorbringen verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zu-
friedengibt oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Die 
Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Berufungs-
instanz mühelos verstanden werden zu können. Dies setzt voraus, dass der Beru-
fungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er an-
ficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht. Die Begründung ist 
eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraussetzung für 
die Berufung. Fehlt sie, so tritt das obere kantonale Gericht nicht auf die Berufung 
ein. Gleiches muss gelten, wenn der Berufungskläger lediglich auf Vorakten ver-
weist oder wenn die Berufung den umschriebenen Anforderungen in anderweitiger 
Hinsicht nicht genügt (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 5A_438/2012 
vom 27. August 2012, E. 2.2 m.w.H.). Erweist sich die Begründung lediglich hin-
sichtlich einzelner Begehren als mangelhaft, führt dies entweder zu einem teilwei-
sen Nichteintreten oder hat zumindest zur Folge, dass das Berufungsgericht auf 
das entsprechende Vorbringen nicht weiter einzugehen braucht (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_660/2014 vom 17. Juni 2015 E. 4.2). Das Gesagte gilt für die 
Anschlussberufung gleichermassen (vgl. Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 29 zu Art. 313 ZPO). Inwieweit die 

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Parteien den beschriebenen Anforderungen an die Begründungspflicht nachge-
kommen sind, wird im Sachzusammenhang zu prüfen sein.

2. a) Für das Berufungsverfahren stellt der Berufungsbeklagte den Antrag, Ziff. 5 
und 6 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs seien zu berichtigen. Die Vorinstanz 
habe die Geburtstage der Töchter C._____ und B._____ verwechselt und dem-
entsprechend den Berufungskläger bis Ende August 2015 (statt bis Ende Februar 
2015) verpflichtet, seiner Ehefrau einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
1'200.00 zu bezahlen bzw. die Ehefrau erst ab dem 1. September 2015 (statt ab 
dem 1. März 2015) verpflichtet, an den Unterhalt der Tochter B._____ einen mo-
natlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 666.00 zu bezahlen.

b) Ist das Dispositiv unklar, widersprüchlich oder unvollständig oder steht es 
mit der Begründung im Widerspruch, so nimmt das Gericht auf Gesuch einer Par-
tei oder von Amtes wegen eine Erläuterung oder Berichtigung des Entscheids vor 
(Art. 334 Abs. 1 ZPO). Erläuterung und Berichtigung haben weder Suspensiv- 
noch Devolutiveffekt. Örtlich und sachlich zuständig für Erläuterungen und Berich-
tigungen ist dasjenige Gericht, welches den betreffenden Entscheid gefällt hat 
(vgl. statt vieler Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 9 zu Art. 334 ZPO; Gehri, a.a.O., N 2 zu Art. 334 
ZPO). Dies ergibt sich aus dem Zweck der Berichtigung: Er besteht in der Klarstel-
lung bzw. Übereinstimmung des eröffneten Entscheides mit dem wirklichen, vom 
Gericht gewollten Inhalt. Diese "authentische" Interpretation kann naturgemäss 
nur vom Gericht, das den zu erläuternden oder berichtigenden Entscheid erlassen 
hat, selbst vorgenommen werden, vorliegend also nur von der Vorinstanz. Demzu-
folge erweist sich die Berufungsinstanz nicht als zuständig für die anbegehrte Be-
richtigung, sodass darauf nicht einzutreten ist. 

c) Mit Eingabe vom 25. November 2013 reichte der Berufungsbeklagte bei der 
Vorinstanz ein Gesuch um Berichtigung des Scheidungsurteils ein. Mit Verfügung 
vom 2. Dezember 2013 wurde dieses Verfahren sistiert, bis ein rechtskräftiges 
Urteil in der Scheidungsangelegenheit vorliegt (vgl. ZK1 13 127 act. D.2). Zwar 
dürfte es in der Regel Sinn machen, gerade umgekehrt zu verfahren, d.h. das Be-
rufungsverfahren zu sistieren, bis das Ergebnis des Berichtigungsgesuchs fest-
steht (vgl. Ivo Schwander, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 3 zu Art. 334 
ZPO). Zu beachten ist jedoch, dass in der vorliegenden Streitsache das Interesse 
an der Berufung unabhängig vom Ausgang des Berichtigungsverfahrens besteht. 

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So richtet sich denn die Berufung ganz generell gegen die Zumutbarkeit der Er-
werbstätigkeit der Ehefrau im Umfang eines 80%-Pensums vor dem 16. Geburts-
tag der jüngsten Tochter, womit sowohl der 1. September 2015 als auch - a fortiori 
- der 1. März 2015 als Stichtag für die Erhöhung des Arbeitspensums abgelehnt 
werden. Mit der (auch bloss teilweisen) Gutheissung der Berufung in diesem 
Punkt würde das Berichtigungsgesuch obsolet. Zudem hat die Berufungsinstanz 
als Folge der Anschlussberufung ebenfalls unabhängig vom Ausgang des Berich-
tigungsverfahrens über die Ausdehnung des Erwerbspensums der Ehefrau ab 
dem 1. März 2015 zu befinden. Bei dieser Ausgangslage erscheint es angezeigt, 
die Berufung vorrangig zu behandeln, wie dies denn auch die Vorinstanz mit der 
Sistierung des Berichtigungsverfahrens zum Ausdruck gebracht hat.

3. a) Sowohl die Berufung als auch die Anschlussberufung richten sich gegen die 
erstinstanzliche Regelung des nachehelichen Unterhalts und des Unterhalts für 
die im Haushalt des Vaters lebenden Töchter A._____ und B._____. Strittig ist 
insbesondere die Frage, in welcher Höhe und für welche Dauer die Berufungsklä-
gerin Anspruch auf nacheheliche Unterhaltsbeiträge des Berufungsbeklagten hat. 
Zum andern ist umstritten, ob die Berufungsklägerin ab dem Wegfall des nachehe-
lichen Unterhaltsanspruches ihrerseits zur Leistung von Kindesunterhaltsbeiträgen 
an den Berufungsbeklagten verpflichtet werden kann. 

ba) Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, für den gebührenden Unterhalt, in-
klusive eines angemessenen Vorsorgeunterhalts, selbst aufzukommen, so hat ihm 
der andere Teil gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB angemessenen nachehelichen Un-
terhalt zu leisten, soweit er seinerseits hierzu in der Lage ist. Diese Bestimmung 
verdeutlicht zwei Grundsätze, nämlich einerseits denjenigen der wirtschaftlichen 
Unabhängigkeit der Ehegatten nach der Scheidung, wonach, sofern möglich, jeder 
Ehegatte nunmehr für seine eigenen Lebenshaltungskosten aufzukommen hat, 
und andererseits denjenigen der nachehelichen Solidarität, wonach die Ehegatten 
gemeinsam nicht nur die Konsequenzen der während der Ehe gelebten Aufgaben-
teilung zu tragen haben (vgl. Art. 163 Abs. 2 ZGB), sondern auch die Nachteile, 
welche bei einem der Ehegatten ehebedingt angefallen sind und ihn daran hin-
dern, für den ihm gebührenden Unterhalt selber aufzukommen. Dem Grundsatz 
sowie der Höhe und der Dauer nach ist die Leistungspflicht unter Berücksichtigung 
der in Art. 125 Abs. 2 ZGB nicht abschliessend aufgeführten Kriterien festzulegen 
(vgl. BGE 137 III 102 E. 4.1.1 = Pra 2012 Nr. 27 mit Hinweis auf BGE 132 III 598 
E. 9.1 = Pra 2007 Nr. 55). 

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bb) Liegt eine lebensprägende Ehe vor, was vorliegend zu Recht unbestritten 
geblieben ist, ist gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Festset-
zung des nachehelichen Unterhaltsanspruchs grundsätzlich in drei Schritten vor-
zugehen. So ist in einem ersten Schritt der gebührende Unterhalt zu ermitteln und 
der während der Ehe gelebte Standard zu bestimmen. In einem zweiten Schritt ist 
zu prüfen, inwiefern jeder der Ehegatten den ihm gebührenden Unterhalt je selber 
finanzieren kann und in einem dritten Schritt ist die Leistungsfähigkeit des Pflichti-
gen zu ermitteln und ein angemessener Unterhaltsbeitrag festzulegen. Mit diesem 
Vorgehen wird berücksichtigt, dass bei einer lebensprägenden Ehe grundsätzlich 
beide Parteien Anspruch auf Fortführung des im gegenseitigen Einverständnis 
gewählten Lebensstandards haben, sofern genügend Mittel vorhanden sind. Diese 
bilden die Obergrenze des gebührenden Unterhalts. Ist angesichts der schei-
dungsbedingten Mehrkosten die Fortführung des in der Ehe zuletzt gemeinsam 
gelebten Standards nicht möglich, so hat der Unterhaltsberechtigte Anspruch auf 
denselben Lebensstandard wie der Unterhaltspflichtige. Von einer konkreten Un-
terhaltsberechnung unter Berücksichtigung des zuletzt gemeinsam gelebten eheli-
chen Standards darf laut Bundesgericht abgewichen werden, wenn die Ehegatten 
während der Ehe keinerlei Ersparnisse gebildet haben oder der Unterhaltspflichti-
ge nicht beweisen kann, dass tatsächlich eine Sparquote bestand. Dasselbe gilt, 
wenn das Einkommen der Ehegatten infolge der scheidungsbedingten Mehrkosten 
und allfälliger weiterer neuen Lasten von den tatsächlichen Lebenshaltungskosten 
aufgebraucht wird. Diesfalls erlaubt die Methode des erweiterten Existenzmini-
mums mit Verteilung des Überschusses unter den Ehegatten eine angemessene 
Berücksichtigung des zuletzt gemeinsam gelebten ehelichen Standards und der 
Einschränkungen, welche dem geschiedenen Unterhaltsberechtigten und allen 
Kindern nach dem Gleichheitsprinzip auferlegt werden können (vgl. wiederum 
BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1 = Pra 2012 Nr. 27 mit weiteren Hinweisen). 

bc) Mit Bezug auf die in einem zweiten Schritt zu prüfende Frage der Eigenver-
sorgungskapazität eines Unterhalt beanspruchenden Ehegatten stellt sich bei le-
bensprägenden Ehen regelmässig die Frage nach der Zumutbarkeit der Wieder-
aufnahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts, welche im bereits mehrfach zitierten Entscheid erneut bestätigt 
wurde (a.a.O. E. 4.2.2.2), wird bei langdauernden Ehen nach wie vor davon aus-
gegangen, dass einem Ehegatten die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit nicht 
mehr zugemutet werden kann, wenn er während der Ehe nicht erwerbstätig war 
und im Zeitpunkt der Trennung 45 Jahre alt ist. Diese Altersgrenze stellt jedoch 
keine starre Regel dar (so bereits BGE 115 II 6 E. 5a). Die Vermutung kann durch 

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andere Elemente widerlegt werden, welche zu Gunsten der Wiederaufnahme oder 
der Erhöhung der Erwerbstätigkeit sprechen. Allgemein besteht eine Tendenz, die 
Altersgrenze auf 50 Jahre zu erhöhen. Der beruflichen Wiedereingliederung kön-
nen auf der anderen Seite Kinderbetreuungspflichten entgegenstehen. Als Richtli-
nie gilt immer noch, dass dem betreuenden Elternteil die (Wieder-)Aufnahme einer 
Erwerbstätigkeit im Umfang von 50%, sobald das jüngste Kind 10-jährig, und zu 
100%, sobald das jüngste Kind 16-jährig ist, zugemutet werden kann (vgl. hierzu 
ebenfalls schon BGE 115 II 6 E. 3c S. 10). Diese Leitlinien behalten solange ihre 
Gültigkeit, als – wie bis anhin – die unmittelbare persönliche Betreuung und Pflege 
vor allem kleiner und im obligatorischen Schulalter stehender Kinder deren Inter-
essen dient und einen wesentlichen Gesichtspunkt für die Zuteilung der elterlichen 
Sorge bildet (in BGE 135 III 158 nicht publizierte E. 3.2 des Urteils 5A_210/2008 
vom 14. November 2008). Auch diese Altersgrenzen stellen jedoch keine starren 
Regeln dar. Ihre Anwendung ist von den konkreten Umständen des Einzelfalls 
abhängig, wobei namentlich die Betreuung mehrerer Kinder oder aber eines be-
hinderten Kindes eine länger dauernde Unzumutbarkeit der Erwerbsaufnahme 
begründen können. Nebst dem Alter und der Kinderbetreuung können schliesslich 
auch die Gesundheit des betreffenden Ehegatten sowie die berufliche Ausbildung, 
die Erwerbsaussichten sowie der mutmassliche Aufwand für die berufliche Ein-
gliederung gegen die Zumutbarkeit einer Aufnahme oder Ausdehnung der Er-
werbsarbeit sprechen. Mit anderen Worten sind auch für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit einer Erwerbsaufnahme die in Art. 125 Abs. 2 Ziff. 1-8 ZGB aufgezähl-
ten Kriterien massgebend (BGE 130 III 537 E. 3.4).

ca) Die Beiträge des Elternteils, dem die elterliche Sorge nicht zugeteilt wurde, 
an den Unterhalt der Kinder richten sich gemäss Art. 133 Abs. 1 Ziff. 4 ZGB nach 
den Bestimmungen über die Wirkung des Kindesverhältnisses; dabei kann das 
Scheidungsgericht den Unterhaltsbeitrag über den Eintritt der Volljährigkeit hinaus 
festlegen (Art. 133 Abs. 3 ZGB bzw. Art. 133 Abs. 1 Satz 2 ZGB in der bis zum 30. 
Juni 2014 geltenden Fassung). Nach Art. 276 Abs. 1 ZGB haben die Eltern ge-
meinsam für den Unterhalt des Kindes einschliesslich der Kosten von Erziehung, 
Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen aufzukommen; der Unterhalt wird 
durch Pflege und Erziehung oder, wenn das Kind nicht in der Obhut der Eltern 
steht, durch Geldzahlung geleistet (Art. 276 Abs. 2 ZGB). Dieser Unterhalt mittels 
Geldzahlung soll nach Art. 285 Abs. 1 ZGB den Bedürfnissen des Kindes sowie 
der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen und ausserdem 
Vermögen und Einkünfte des Kindes sowie den Beitrag des nicht obhutsberechtig-
ten Elternteils an die Betreuung des Kindes berücksichtigen. Kinderzulagen sind 

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zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu zahlen (Art. 285 Abs. 1 und 2 ZGB). Die vier 
Faktoren sind unter sich konnex, d.h. sie beeinflussen sich teilweise gegenseitig. 
Insbesondere lässt sich nur im Zusammenhang mit den andern drei genannten 
Elementen bestimmen, was unter die Bedürfnisse des Kindes fällt (BGE 116 II 110 
E. 3a). Dennoch ist in diesem Geflecht der Bemessungsfaktoren - soweit es die 
Verhältnisse gestatten - als Folge des Vorrangs der elterlichen Unterhaltspflicht in 
erster Linie von den Bedürfnissen des Kindes auszugehen, worauf sich die Eltern 
in ihrer Lebensgestaltung einzustellen haben (Peter Breitschmid, Basler Kommen-
tar, ZGB I, 5. Aufl., Basel 2014, N 3 zu Art. 285 ZGB). Dementsprechend dürfen 
an die Leistungspflicht des Unterhaltspflichtigen hohe Anforderungen gestellt wer-
den. Die Leistungsfähigkeit der Eltern ergibt sich grundsätzlich aus der Gegenü-
berstellung von Eigenbedarf – ermittelt auf Basis des betreibungsrechtlichen Exis-
tenzminimums – und dem tatsächlichen Nettoeinkommen. Soweit dies zur De-
ckung der angemessenen Bedürfnisse des Kindes erforderlich ist, darf aber auch 
von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, sofern ein höherer 
Verdienst des Pflichtigen tatsächlich möglich und zumutbar ist. So kann sich für 
den Unterhaltspflichtigen namentlich bei knappen Verhältnissen eine Pflicht zur 
Aufnahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit ergeben (Breitschmid, a.a.O., 
N 12 f. zu Art. 285 mit Verweis auf N 25 zu Art. 276). Besteht trotz ausreichender 
Wahrnehmung der Erwerbspflicht keine Leistungsfähigkeit, kann ein Elternteil hin-
gegen nicht zu einem Unterhaltsbeitrag verpflichtet werden. Die Schranke der fi-
nanziellen Leistungsfähigkeit des Rentenschuldners gilt nach der kürzlich bestätig-
ten Praxis des Bundesgerichts für alle familienrechtlichen Unterhaltspflichten und 
damit auch für den Kindesunterhalt (BGE 135 III 66).

cb) Als Folge davon, dass der Unterhalt des Kindes grundsätzlich von beiden 
Eltern zu leisten ist, sind bei der Festsetzung des Unterhaltsbeitrages des nicht 
obhutsberechtigten Elternteils auch die finanziellen Verhältnisse des Obhutsinha-
bers zu berücksichtigen. Letzterer erbringt seinen Beitrag zwar in erster Linie 
durch Leistung von Pflege und Erziehung in natura, weshalb es in Verhältnissen, 
in welchen die Leistungsfähigkeit des (bar-)unterhaltspflichtigen Elternteils jene 
des obhutsgewährenden Elternteils deutlich übertrifft, gerechtfertigt sein kann, 
dass der wirtschaftlich leistungsfähigere Elternteil für den gesamten materiellen 
Unterhaltbedarf des Kindes aufzukommen hat (BGE 120 II 285 E. 3a/cc). Ansons-
ten bleibt es aber beim Grundsatz, dass die Anteile der Eltern proportional zu ihrer 
finanziellen Leistungsfähigkeit zu verlegen sind. Dies gilt namentlich bei der Un-
terhaltsfestsetzung für ein älteres Kind, dessen Bedürfnis nach persönlicher Pflege 
und Erziehung regelmässig nicht mehr derart intensiv ist, dass eine zusätzliche 

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Beteiligung am materiellen Unterhaltsbedarf des Kindes als unangemessen er-
scheint (vgl. dazu wiederum Breitschmid, a.a.O., N 15 f. zu Art. 285). Es ist dem-
nach nicht ausgeschlossen, dass ein Elternteil je nach den konkreten Umständen 
sowohl Natural- als auch Geldunterhalt schuldet. Sind die finanziellen Verhältnisse 
beim Obhutsinhaber sodann gar um ein Vielfaches besser als beim andern Eltern-
teil, kann dessen Verpflichtung zur Leistung eines Unterhaltsbeitrages auch gänz-
lich entfallen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_766/2010 vom 30. Mai 2011 E. 
4.2). 

da) Ist im Rahmen eines eherechtlichen Verfahrens zugleich über Ehegatten- 
und Kindesunterhalt zu befinden, entspricht es verbreiteter Praxis, eine gemein-
same Berechnung durchzuführen und die Unterhaltsbeiträge für die Kinder erst 
nach Festsetzung der gesamten Unterhaltslast des pflichtigen Ehegatten auszu-
scheiden. Es werden mit anderen Worten zunächst die erweiterten Existenzmini-
ma beider Haushalte (unter Einbezug der Kinder auf Seiten des obhutsberechtig-
ten Ehegatten) ermittelt, diese dem Gesamteinkommen der Familie gegenüber-
stellt und ein allfälliger Überschuss angemessen auf sämtliche Familienmitglieder 
aufgeteilt (BGE 126 III 8). Zulässig ist aber auch eine zweistufige Unterhaltsbe-
rechnung, bei welcher vorab die Kindesunterhaltsbeiträge gemäss den Kriterien 
von Art. 285 ZGB festgesetzt werden und erst in einem zweiten Schritt der Ehe-
gattenunterhalt bestimmt wird. Soweit dazu wiederum nach der Methode der Exis-
tenzminimumberechnung mit Überschussverteilung vorgegangen wird, bleibt der 
Grundbedarf der Kinder auf Seiten des obhutsberechtigten Ehegatten ausge-
klammert und werden stattdessen die vorab festgelegten Kindesunterhaltsbeiträge 
bei der Ermittlung des Überschusses berücksichtigt. Da die Kinder bei dieser Vor-
gehensweise bereits über die ihnen zugesprochenen Unterhaltsbeiträge an den 
günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern partizipieren, ist der verblei-
bende Überschuss sodann in der Regel je hälftig auf die beiden Ehegatten zu ver-
teilen. Ansonsten würde der obhutsberechtigte Ehegatte über die Kindesunter-
haltsbeiträge eine gegenüber dem unterhaltspflichtigen Ehegatten nicht zu recht-
fertigende Besserstellung erfahren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_461/2008 
vom 27. November 2008 E. 3).  

db) Ein erhöhter Koordinationsbedarf entsteht, wenn die Ehegatten mehrere 
Kinder haben, von denen die einen beim Vater und die andern bei der Mutter le-
ben, zumal sich in einem solchen Fall - zumindest potentiell - gegenseitige Unter-
haltspflichten gegenüber stehen können. Dabei gilt es nebst den bereits erwähn-
ten Bemessungskriterien auch dem Grundsatz Rechnung zu tragen, dass die un-
terhaltsberechtigten Kinder im Verhältnis ihrer objektiven Bedürfnisse finanziell 

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gleich zu behandeln sind (BGE 137 III 59 E. 4.2.1). Zugleich ist dem jeweils unter-
haltspflichtigen Elternteil - wie bereits dargelegt - sein eigenes Existenzminimum 
auf jeden Fall zu belassen. In einer derartigen Konstellation drängt sich eine Be-
messung der effektiv zu leistenden Unterhaltsbeiträge anhand einer Gesamtrech-
nung - mit einer Gegenüberstellung der Einkünfte und des Grundbedarfs jedes 
Beteiligten - geradezu auf. Resultiert dabei auf Seiten eines Ehegatten ein persön-
liches Manko, ist damit zugleich gesagt, dass er mit Blick auf den Unterhalt für 
beim anderen Ehegatten lebende Kinder nicht leistungsfähig ist (vgl. Daniel Bäh-
ler, Scheidungsunterhalt - Methoden und Berechnung, Höhe, Dauer und Schran-
ken, in: FamPra 2007 S. 473). Inwieweit er selber Anspruch auf nachehelichen 
Unterhalt hat, hängt sodann davon ab, ob dem anderen Ehegatten nach Deckung 
des Grundbedarfs der Kinder noch ein Überschuss verbleibt. Ist dies der Fall, 
muss dieser grundsätzlich wieder gleichmässig auf sämtliche Beteiligten verteilt 
werden. Vorbehalten bleiben wichtige Gründe wie namentlich das Vorliegen sehr 
günstiger Verhältnisse, welche ein Abweichen vom Grundsatz der Gleichbehand-
lung rechtfertigen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_515/2008 vom 1. 
Dezember 2008 E. 2.1 m.w.H.).  

e) Bei der Festlegung der Unterhaltsbeiträge gilt es zu berücksichtigen, dass 
bezüglich der zu regelnden Kinderbelange gemäss Art. 296 ZPO die uneinge-
schränkte Untersuchungsmaxime sowie der Offizialgrundsatz gilt, während die 
Festlegung der zwischen den Parteien persönlich geschuldeten Unterhaltsbeiträge 
dagegen der Dispositions- und Verhandlungsmaxime unterliegt (Art. 55, 58 und 
Art. 277 ZPO). Zwar handelt es sich dabei grundsätzlich um selbständige An-
sprüche mit je eigenem rechtlichem Schicksal (vgl. dazu das Urteil des Bundesge-
richts 5A_169/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.3 sowie BGE 129 III 417 E. 2.1). Da die 
Unterhaltsbeiträge für Ehegatten und Kinder unter dem Aspekt der Leistungs-
fähigkeit des Pflichtigen indessen eine Einheit bilden und die einzelnen Ansprüche 
nicht vollständig unabhängig voneinander festgesetzt werden können, wirkt sich 
die im Bereiche des Kindesunterhalts geltende Untersuchungsmaxime unweiger-
lich auch auf den Ehegattenunterhalt aus: So können Tatsachen, die in Befolgung 
der Untersuchungsmaxime für den Kindesunterhalt festgestellt werden müssen, 
unter Beachtung der diesbezüglich geltenden Dispositionsmaxime (das heisst im 
Rahmen der Parteianträge) auch für die Bestimmung des Ehegattenunterhalts 
verwendet werden (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 14 
vom 22. Mai 2014 E. 3a).

4. a) Die Vorinstanz ging bei der Bemessung des nachehelichen Unterhalts me-
thodisch so vor, dass sie die beidseitigen Existenzminima und Einkommen der 

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Ehegatten gegenüberstellte und daraus den verbleibenden Überschuss errechne-
te. Dabei berücksichtigte sie im Bedarf des Ehemannes nebst dem Grundbedarf 
der Töchter A._____ und B._____ auch den an der Hauptverhandlung vereinbar-
ten Unterhaltsbeitrag für die Tochter C._____. Den Überschuss beliess sie unter 
Verweis auf den die betreibungsrechtlichen Richtlinien übersteigenden Bedarf von 
A._____ und B._____ vollständig beim Ehemann (vgl. angefochtener Entscheid, 
E. 6d). Im Einzelnen präsentierte sich die vorinstanzliche Berechnung wie folgt:
Bedarf Ehemann Ehefrau
Grundbetrag 1350 1350
Unterhaltsbeitrag C._____ 1000
Unterhalt A._____ und B._____ 1200
Wohnkosten 1919 1886
Krankenkasse A._____ und B._____ (KVG und VVG) 174
Krankenkasse Ehegatten 303 370
Fahrkosten/Verpflegung 338 250
Haftpflichtversicherung 15 15
Steuern 600 446
total 6899 4317

Einkommen
Erwerbseinkommen netto inkl. 13. Monatslohn 10152 3117

Überschussberechnung
Gemeinsames Einkommen 13269
Bedarf Ehemann 6899
Bedarf Ehefrau 4317

Überschuss 2053

Berechnung des Unterhaltsbeitrages Ehemann Ehefrau
Bedarf 6899 4317
Überschuss 2053 0
Anspruch 4317
./. eigenes Einkommen 3177
Unterhaltsanspruch 1200

b) Hinsichtlich der Dauer der nachehelichen Unterhaltspflicht erwog die Vor-
instanz, dass von der Ehefrau aus Gründen der Gleichbehandlung mit dem Ehe-
mann, der trotz der Betreuung von zwei Kindern einem 80%-Erwerb nachgehe, in 
absehbarer Zukunft - nämlich per 1. September 2015 - eine Ausweitung des Ar-
beitspensums auf 80% gefordert werden könne. Dannzumal würde C._____ das 
13. Altersjahr erreicht haben. Ausgehend vom derzeit erzielten Einkommen werde 
sie bei 80% einen Verdienst von Fr. 4'987.00 generieren können, so dass die Un-
terhaltspflicht des Ehemannes ab diesem Zeitpunkt dahinfalle. Zudem werde die 
Ehefrau damit in der Lage sein, der Tochter B._____ unter der Prämisse eines 
gleichbleibenden Bedarfs einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 666.00 (Fr. 4'987.00 ab-

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züglich Fr. 4'321.00) zu bezahlen. Von der Festsetzung eines Unterhaltsbeitrages 
für die Tochter A._____ sah die Vorinstanz mit der Begründung ab, dass diese am 
29. Oktober 2014 das Mündigkeitsalter erreicht haben werde (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. 7). Auch die Unterhaltspflicht der Ehefrau für die Tochter B._____ 
wurde von der Vorinstanz unter Vorbehalt von Art. 277 Abs. 2 ZGB auf die Zeit bis 
zur Mündigkeit befristet (vgl. Dispositiv-Ziffer 6 des angefochtenen Entscheides).

5. a) In methodischer Hinsicht beanstandet die Berufungsklägerin zunächst, dass 
die Vorinstanz weder den Grundbedarf der bei ihr in Obhut lebenden Tochter 
C._____ in der Höhe von Fr. 600.00 noch deren Krankenkassenprämien von rund 
Fr. 57.00 als Kostenposition in der Bedarfsrechnung der Berufungsklägerin 
berücksichtigt habe. Stattdessen habe die Vorinstanz im Bedarf des Berufungsbe-
klagten als Kostenposition "Unterhaltsbeitrag C._____" Fr. 1'000.00 veranschlagt. 
Darüber hinaus habe sie beim Berufungsbeklagten sowohl die Grundbeträge als 
auch die Krankenkassenprämien der beiden in seiner Obhut lebenden Töchter, 
A._____ und B._____, berücksichtigt. Diese Vorgehensweise sei systemwidrig 
und führe zu einem verzerrten Bild. Da sich die Kinder betreffend Leistung von 
Unterhaltsbeiträgen gleichrangig gegenüber stehen würden und mit dem Ehegat-
tenunterhalt zu koordinieren seien, dürften die Kindesunterhaltsbeiträge erst nach 
Festsetzung der gesamten Unterhaltslast des pflichtigen Ehegatten ausgeschie-
den werden, welche wiederum anhand der beiderseitigen Existenzminima unter 
Einbezug der Kinder auf Seiten des jeweils obhutsberechtigten Elternteils und an-
gemessener Verteilung eines allfälligen Überschusses zu bemessen sei (Beru-
fung, S. 10 f.). Infolgedessen wehrt sich die Berufungsklägerin denn auch dage-
gen, dass die Vorinstanz den gesamten Einkommensüberschuss dem Ehegatten 
zugewiesen hat. Ihrer Auffassung nach soll der nach Abzug der korrigierten Exis-
tenzminima beider Parteien verbleibende Überschuss anteilsmässig auf die fünf-
köpfige Familie aufgeteilt werden. Ausgehend von einem Grundbedarf von Fr. 
5'417.00 für sich und die Tochter C._____ und einem Überschussanteil von Fr. 
858.40 (2/5 von Fr. 2'146.00) errechnet sie daher einen Gesamtbedarf von Fr. 
6'275.40, so dass nach Abzug ihres Eigeneinkommens von Fr. 3'117.00 und dem 
Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.00 für die Tochter ein persönlicher Unterhaltsan-
spruch von Fr. 2'158.00 resultiere. Die gegenteilige Vorgehensweise der Vor-
instanz verletze den Gleichbehandlungsgrundsatz hinsichtlich der Tochter 
C._____ und der Berufungsklägerin und müsse daher korrigiert werden (vgl. Beru-
fung, S. 17 f.).

b) Dieser Argumentation hält der Berufungsbeklagte entgegen, dass der Ehe-
frau entgangen zu sein scheine, dass er anlässlich der erstinstanzlichen Haupt-

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verhandlung den von der Ehefrau geforderten Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.00 
für die Tochter C._____ anerkannt habe, worauf dieser denn auch in die Teilkon-
vention aufgenommen und von der Vorinstanz genehmigt worden sei. Dies sei der 
einfache Grund, weshalb die Vorinstanz die Zahlungsverpflichtung des Eheman-
nes in dessen Bedarf aufgenommen habe und systembedingt auch habe aufneh-
men müssen. Im Übrigen spiele die Berücksichtigung dieser Unterhaltsverpflich-
tung des Ehemannes in dessen Bedarf ohnehin keine Rolle, da der Überschuss in 
Bestätigung der vorinstanzlichen Entscheidung sowieso integral dem Ehemann 
zugewiesen werden müsse (Berufungsantwort, S. 6). Wenn die Berufungsklägerin 
eine gleichmässige Verteilung des Überschusses verlange, lasse sie ausser Acht, 
dass in der vorliegenden besonderen Fallkonstellation nicht rigoros auf die übli-
chen Verteilungsgrundsätze abgestellt werden könne, was die Vorinstanz mit zu-
treffender Begründung dargelegt habe. Mit dieser Begründung setze sich die Be-
rufungsklägerin nicht ansatzweise auseinander, weshalb auf ihre Berufung in die-
sem Punkt gar nicht eingetreten werden könne (Berufungsantwort, S. 14 f.). 

c) Zuzustimmen ist der Berufungsklägerin darin, dass die Vorgehensweise der 
Vorinstanz insofern systemwidrig ist, als sie verschiedene Bemessungsmethoden 
miteinander vermischt. Einerseits führt sie eine Gesamtrechnung durch, wie sie 
zur Bestimmung der gesamten Unterhaltslast des Pflichtigen üblich ist und die 
Berücksichtigung des konkreten Grundbedarfs beider Haushalte bedingen würde. 
Anderseits geht sie hinsichtlich des Unterhalts für die Tochter C._____ von einer 
zweistufigen Bemessung aus und setzt für sie den vereinbarten Unterhaltsbeitrag 
ein, ohne diesen im Rahmen der Genehmigung einer rechnerischen Überprüfung 
unterzogen und ihn unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung der Kinder 
überprüft zu haben. Der letztgenannte Aspekt hätte an sich dafür gesprochen, 
trotz des Vorliegens einer Vereinbarung eine sämtliche Familienmitglieder umfas-
sende Bedarfsrechnung vorzunehmen, um nebst dem nachehelichen Unterhalt 
den allen Kindern im Verhältnis zu deren objektiven Bedürfnissen gleichermassen 
zustehenden Unterhalt bestimmen und anhand des Ergebnisses dieser Gesamt-
rechnung über die Genehmigung des vereinbarten Kindesunterhalts entscheiden 
zu können. Als inkonsequent erweist sich nun allerdings auch das von der Beru-
fungsklägerin propagierte Vorgehen, wenn sie einerseits einen auf die Tochter 
C._____ entfallenden Überschussanteil errechnet, anderseits aber dennoch am 
vereinbarten Kindesunterhaltsbeitrag festhält und damit im Ergebnis einen Teil des 
Kindesunterhalts ihrem eigenen Unterhaltsanspruch zuschlagen will. Zu Recht 
weist schliesslich der Berufungsbeklagte darauf hin, dass das Vorliegen einer 
Vereinbarung über den Kindesunterhalt nicht einfach ausser Acht gelassen wer-

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den kann, wenn diese den Bedürfnissen des Kindes und den finanziellen Verhält-
nissen der Eltern ausreichend Rechnung trägt. Vergleicht man den vereinbarten 
Unterhaltsbeitrag (Fr. 1'000.00) mit den geltend gemachten Bedarfspositionen 
(Grundbetrag Fr. 600.00, Krankenkasse Fr. 57.00), resultiert ein Überschuss von 
Fr. 343.00, der sich mit den zusätzlich geschuldeten (oder von der Mutter bezieh-
baren) Kinderzulagen von Fr. 220.00 auf Fr. 563.00 erhöht. Ein Abzug für den 
Wohnkostenanteil des Kindes entfällt, da die Wohnkosten von der Vorinstanz voll-
umfänglich im Bedarf der Mutter angerechnet wurden, was im Berufungsverfahren 
von keiner Seite beanstandet wurde. Zusammen mit den Kinderzulagen liegt der 
vereinbarte Unterhaltsbeitrag damit leicht über dem Unterhaltsbedarf gemäss den 
sog. Zürcher Tabellen, auf welche sich die Vorinstanz in Zusammenhang mit dem 
Bedarf der beim Ehemann lebenden Töchter berufen hat (vgl. angefochtener Ent-
scheid, S. 28 f.). Diese gehen für ein Einzelkind vom 7. bis zum 12. Altersjahr von 
einem Barbedarf (ohne Wohnkosten) von Fr. 1'086.00 aus. Der vereinbarte Unter-
haltsbeitrag berücksichtigt demzufolge auch das leicht überdurchschnittliche Ein-
kommen des Kindsvaters. Insgesamt erscheint er als Ausdruck derjenigen Le-
benshaltung, die ihrer jüngsten Tochter nach eigener Auffassung beider Ehegatten 
zuzugestehen ist und die sie bereit sind, unter entsprechender Einschränkung der 
eigenen Lebenshaltung zu finanzieren. Soweit der vereinbarte Beitrag den Grund-
bedarf übersteigt, tritt er damit an die Stelle einer schematischen Überschussbe-
teiligung nach (grossen und kleinen) Köpfen, wie sie bei einer Gesamtrechnung 
ansonsten erfolgen müsste. Wird der Kindesunterhalt für C._____ in Übereinstim-
mung mit dem vorinstanzlichen Vorgehen separat bemessen, besteht demnach 
kein Anlass, dem vereinbarten Beitrag die Genehmigung zu versagen. Dem 
Grundsatz der Gleichbehandlung der Kinder kann sodann dadurch Rechnung ge-
tragen werden, dass für die beim Ehemann lebenden Töchter bei der Bemessung 
des nachehelichen Unterhalts ihrerseits nicht bloss der betreibungsrechtliche 
Grundbetrag und die Krankenkassenprämien eingesetzt werden, sondern auch für 
sie ein der Vereinbarung entsprechender Unterhaltsbeitrag berücksichtigt wird. Da 
zur Zeit des vorinstanzlichen Entscheides beide die Kantonsschule besuchten, ist 
für deren Unterhalt somit ein Betrag von je Fr. 1'300.00 anzurechnen. 

d) Beizufügen bleibt, dass an dieser Vorgehensweise auch die Tatsache, dass 
A._____ im Oktober 2014 volljährig geworden ist (und nunmehr auch B._____ das 
Mündigkeitsalter erreicht hat), nichts zu ändern vermag. Zwar geht die Unterhalts-
pflicht gegenüber dem Ehegatten dem Mündigenunterhalt im Sinne von Art. 277 
Abs. 2 ZGB nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 132 III 209 = Pra 
2007 Nr. 6) vor, weshalb der einem mündigen Kind erbrachte Unterhalt in der Be-

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darfsrechnung der Ehegatten grundsätzlich nicht mehr anzurechnen ist. Das mün-
dige Kind hätte sich daher an den anderen - unterhaltsberechtigten - Elternteil zu 
halten, soweit dieser - als Folge der entsprechend höheren Unterhaltsbeiträge - 
leistungsfähig wird und der bisher für das Kind aufkommende Elternteil dessen 
Ansprüche nicht mehr erfüllen kann. Dies gilt an sich auch im Verhältnis zum 
nachehelichen Unterhalt (vgl. Urs Gloor/Annette Spycher, in Basler Kommentar, 
ZGB I, 5. Aufl., Basel 2014, N 16 zu Art. 125 ZGB; Ingeborg Schwenzer, in: 
Schwenzer [Hrsg.], FamKommentar Scheidung, Bern 2011, N 28 zu Art. 125 
ZGB). Vorliegend hat indessen die Berufungsklägerin selber in ihren Berechnun-
gen den Bedarf der Tochter A._____ berücksichtigt und ihr auch einen Anteil am 
Überschuss zugestanden. Dabei hielt sie selber dafür, dass der so ermittelte 
nacheheliche Unterhaltsbeitrag bis zum 28. Februar 2018 - also über die Mündig-
keit der beiden älteren Töchter hinaus - Geltung haben sollte. Zu keinem Zeitpunkt 
hat sie sich darauf berufen, dass die Berechnung mit dem Eintritt der Mündigkeit 
von A._____ eine Änderung erfahren müsste. Insofern kann von einer konkluden-
ten Zustimmung der Berufungsklägerin zur Berücksichtigung des vom Berufungs-
beklagten getragenen Kindesunterhalts über die Mündigkeit hinaus ausgegangen 
werden. Hinzu kommt, dass A._____ der Prozessführung des Berufungsbeklagten 
auf entsprechende Aufforderung hin ausdrücklich zugestimmt hat, so dass der 
Berufungsbeklagte nach wie vor befugt ist, ihren Unterhaltsbedarf im eigenen Na-
men, als sog. Prozessstandschafter, geltend zu machen (BGE 129 III 55). Auch 
unter diesem Aspekt steht somit einer Anrechnung des Unterhalts für die Tochter 
A._____ nichts im Wege. Was B._____ betrifft, wurde zwar von der Einholung ei-
ner Zustimmungserklärung abgesehen. Wie das Bundesgericht in einem neueren 
Entscheid festgehalten hat, kann die erforderliche Zustimmung indessen auch 
stillschweigend erfolgen, wenn das betreffende Kind beim klagenden Elternteil lebt 
und seine Beziehung zum andern Elternteil getrübt ist (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 5A_874/2015 vom 8. Mai 2015 E. 1.2). Derartige Voraussetzungen sind 
auch vorliegend gegeben, weshalb von B._____' Einverständnis zum gerichtlichen 
Vorgehen ihres Vaters ausgegangen werden darf.

e) Wird der Kindesunterhalt im Sinne der vorstehenden Ausführungen für alle 
drei Töchter vorab berücksichtigt, reduziert sich der von der Vorinstanz ermittelte 
Überschuss von Fr. 2'053.00 um Fr. 1'226.00 (Fr. 2'600.00 abzüglich Fr. 1'200.00 
und Fr. 174.00) auf Fr. 827.00. Zu prüfen bleibt, ob und in welchem Umfang die 
Berufungsklägerin persönlich an diesem Überschuss partizipieren soll. Vorab ist 
allerdings auf die weiteren Rügen der Berufungsklägerin an der vorinstanzlichen 
Bedarfsberechnung einzugehen. 

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6. a) Was ihren eigenen (persönlichen) Grundbedarf anbelangt, moniert die Be-
rufungsklägerin einzig, dass die Vorinstanz bei ihr zu Unrecht keinen Vorsorgeun-
terhalt als Bedarfsposition berücksichtigt habe (Berufung, S. 12). Die von der Vor-
instanz angerechneten Bedarfspositionen bleiben dagegen unbestritten. Auch der 
Berufungsbeklagte hat sich weder in der Berufungsantwort noch im Rahmen sei-
ner Anschlussberufung zu den in der vorinstanzlichen Berechnung eingesetzten 
Bedarfspositionen der Ehefrau geäussert. Sein Antrag, den der Ehefrau für eine 
erste Phase zugesprochenen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'200.00 auf Fr. 1'000.00 
zu reduzieren, bleibt daher ohne nachvollziehbare Begründung. Die Rüge, dass 
die Vorinstanz gewisse Positionen in seinem eigenen Bedarf falsch ermittelt bzw. 
zu Unrecht unberücksichtigt gelassen haben, weshalb er nunmehr mit der An-
schlussberufung einen Mehrbedarf von total Fr. 200.00 geltend mache (vgl. Beru-
fungsantwort S. 34), taugt jedenfalls nicht als Begründung für eine Reduktion des 
nachehelichen Unterhalts, den die Vorinstanz allein aufgrund des Bedarfs der 
Ehefrau festgesetzt hat. Eine Auseinandersetzung mit den Bedarfspositionen der 
Ehefrau fehlt vollständig, so dass die Anschlussberufung in diesem Punkt - soweit 
darauf überhaupt eingetreten werden kann - abzuweisen ist. Unter diesen Um-
ständen kann hinsichtlich des Bedarfs der Berufungsklägerin grundsätzlich auf 
den vorinstanzlichen Entscheid abgestellt werden. Was allerdings die von der Vor-
instanz ermittelte Steuerlast von monatlich Fr. 446.00 (ausgehend von einem 
steuerbaren Einkommen von ca. Fr. 47'000.00) betrifft, steht dieser Betrag in ei-
nem eklatanten Widerspruch zu den im Verfahren betreffend Prozesskostenvor-
schuss eingereichten Steuerveranlagungen für das Jahr 2012 (ERZ 13 422 act. 
B.20 und B.21), aus welchen bei einem steuerbaren Einkommen von Fr. 51'700.00 
(Kanton) bzw. Fr. 56'100.00 (Bund) eine Steuerlast von total Fr. 2'907.10 (monat-
lich Fr. 242.25) hervorgeht. Dieser Unterschied lässt sich nur damit erklären, dass 
die Vorinstanz ihrer Berechnung fälschlicherweise den Tarif für eine alleinstehen-
de Person zugrunde gelegt hat. An eine offenkundig falsche Sachverhaltsfeststel-
lung ist das Berufungsgericht - auch wenn sie unbestritten geblieben ist - nicht 
gebunden (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Infolgedessen ist der im Bedarf der Ehefrau zu 
berücksichtigende Betrag für Steuern von Amtes wegen auf gerundet Fr. 240.00 
herabzusetzen.

b) Dass ihr infolge der eingeschränkten Erwerbstätigkeit nach der Scheidung 
eine Vorsorgelücke entsteht, welche bei ihrem Bedarf berücksichtigt werden muss, 
hat die Berufungsklägerin bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht. 
Während sie den Vorsorgebedarf in der Prozessantwort (S. 21 f.) auf der Basis 
eines hypothetischen Einkommens auf Fr. 348.00 (1. Säule) und Fr. 591.00 (2. 

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Säule) beziffert hatte, beanspruchte sie anlässlich der erstinstanzlichen Hauptver-
handlung noch Beträge von Fr. 303.00 und Fr. 527.00 (vgl. Plädoyer RA Caviezel, 
Proz.Nr. 115-2011-13 act. V.4 S. 17 ff.). Von der Vorinstanz wurde diese Thematik 
überhaupt nicht behandelt; es erfolgte denn auch keinerlei Begründung für die 
Nichtberücksichtigung. Diese Unterlassung wird von der Berufungsklägerin zu 
Recht kritisiert. Wird der nacheheliche Unterhalt nach der Methode der Existenz-
minimumsberechnung mit Überschussteilung festgelegt, wird zwar gelegentlich 
von einer Ausscheidung des Vorsorgebedarfs abgesehen, wenn den Vorsorgebe-
dürfnissen mit der Teilung des Überschusses ausreichend Rechnung getragen 
wird. Wird indessen - wie dies die Vorinstanz vorliegend für gerechtfertigt hielt - 
der ganze Überschuss dem Ehemann zugewiesen, muss der nacheheliche Vor-
sorgebedarf von Gesetzes wegen berücksichtigt werden. Gemäss Art. 125 Abs. 1 
ZGB gehört ein Beitrag an die angemessene Altersvorsorge (sog. Vorsorgeunter-
halt) zum gebührenden Unterhalt, auf den bei ausreichenden Mitteln ein Anspruch 
besteht. Der Vorsorgeunterhalt bezweckt einen Ausgleich allfälliger zukünftiger 
nachehelicher Einbussen hinsichtlich der Altersvorsorge, welche dadurch entste-
hen, dass ein Ehegatte namentlich wegen Kinderbetreuungspflichten in den Jah-
ren nach der Scheidung keine oder nur eine reduzierte Erwerbstätigkeit wird 
nachgehen und deshalb auch keine oder nur geringe Beiträge an die eigene Al-
tersvorsorge wird leisten können (vgl. BGE 135 III 158 E. 4.1). Da die Berufungs-
klägerin während einer gewissen Zeit (auf deren Dauer nachfolgend noch näher 
einzugehen sein wird) erziehungsbedingt nur eingeschränkt arbeitstätig sein kann, 
ist ihr Bedarf folglich um den sog. Vorsorgeunterhalt zu erweitern. Daran vermö-
gen die Vorbringen des Berufungsbeklagten in seiner Berufungsantwort (S. 7 f.) 
nichts zu ändern. So kann es für die Frage des Vorsorgeunterhalts insbesondere 
nicht darauf ankommen, ob die Berufungsklägerin aufgrund des höheren Lohnni-
veaus in der Schweiz insgesamt besser dasteht als bei einem Verbleib in 
L.2_____. Vielmehr wurde die Ehe seit 2003 in der Schweiz gelebt, so dass sich 
auch der nacheheliche Unterhalt einschliesslich des Vorsorgeunterhalts an den 
hiesigen Verhältnissen orientieren muss. 

c) Die Berufungsklägerin macht im Rahmen der Berufung einen (im Vergleich 
zum vorinstanzlichen Verfahren reduzierten) Vorsorgebedarf von Fr. 443.00 gel-
tend (Berufung, S. 13 f.). Dabei orientiert sie sich an der einschlägigen Rechtspre-
chung des Bundesgerichts (BGE 135 III 158 E. 4.3 und 4.4), wonach der Bedarf 
für die Altersvorsorge als Teil des gebührenden Unterhaltes in der Weise zu ermit-
teln ist, dass die massgebliche Lebenshaltung, d.h. der Lebensstandard, den die 
Ehegatten in ihrer lebensprägenden Ehe zuletzt gemeinsam gelebt haben und auf 

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dessen Fortführung (zuzüglich scheidungsbedingter Mehrkosten) der unterhalts-
berechtigte Ehegatte grundsätzlich Anspruch hat, in ein fiktives Bruttoeinkommen 
umgerechnet wird, darauf die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge berechnet 
werden und davon die effektiven Beiträge - sei dies aufgrund eines Eigenverdiens-
tes oder der gesetzlichen Erziehungsgutschriften im Bereiche der 1. Säule (Art. 
29sexies des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG; SR 831.10]) - in Abzug gebracht werden. Das Ergebnis, erweitert um eine 
allfällige (zusätzliche) Steuerbelastung, bildet dann den sog. Vorsorgeunterhalt 
(vgl. Ingeborg Schwenzer, a.a.O., N 9 zu Art. 125 ZGB m.w.H.). Ausgangspunkt 
für die Berechnung des Vorsorgeunterhalts wäre demnach der anhand der eheli-
chen Lebenshaltung zu bestimmende Verbrauchsunterhalt, bei ausreichenden 
Mitteln also der um die eheliche Freiquote erweiterte Grundbedarf der Ehefrau. 
Stattdessen legt die Berufungsklägerin ihrer Berechnung den Betrag von Fr. 
4'974.00 zugrunde, was dem von ihr ermittelten Minimalbedarf unter Einschluss 
des Grundbetrages und der Krankenkassenprämien für die Tochter C._____ ent-
spricht (vgl. Berufung, S. 11 ff.). Letztere Positionen müssen beim Vorsorgeunter-
halt von vornherein ausgeklammert bleiben. Eine weitere Korrektur ergibt sich so-
dann - wie vorstehend dargelegt - bei den Steuern, so dass noch ein zu berück-
sichtigender Grundbedarf von Fr. 4'111.00 verbleibt. Zur ehelichen Lebenshaltung 
hat sich die Berufungsklägerin in ihrer Berufung mit keinem Wort geäussert. Erst 
in ihrer Replik hat sie - im Sinne einer Antwort auf die Argumentation des Beru-
fungsbeklagten, wonach ein allfälliges nacheheliches Vorsorgedefizit durch die 
besseren Verdienstmöglichkeiten in der Schweiz kompensiert würde - ihre in der 
Klageantwort enthaltenen Ausführungen zum massgeblichen ehelichen Lebens-
standard wiederholt, ohne diese allerdings zum Bezugspunkt ihrer Berechnung 
des Vorsorgeunterhalts zu machen. Zudem beschränken sich ihre Ausführungen 
auf die Behauptung, ausgehend vom damaligen Einkommen und einem auf die 
Kinder entfallenen Anteil von je Fr. 800.00 hätte vor der Trennung jedem Ehegat-
ten ein Betrag von Fr. 4'550.00 zur Verfügung gestanden. Völlig unklar bleibt da-
mit, in welchem Umfang das eheliche Einkommen den damaligen Grundbedarf 
effektiv überstieg und demzufolge eine eheliche Freiquote resultierte. Hält man 
sich vor Augen, dass der Berufungsbeklagte die entsprechenden Ausführungen in 
der Klageantwort sowohl in seiner Replik als auch an der vorinstanzlichen Haupt-
verhandlung bestritten hat, wobei er namentlich die wesentlich höheren Auslagen 
für die Kinder, die Einlagen in die 3. Säule und die hohen Kosten für den Arbeits-
weg nach O.5_____ als Gründe für die tiefere Lebenshaltung der Ehegatten ange-
führt hat (vgl. Proz.Nr. 115-2011-13, act. I.4 S. 19 und act. V.3 S. 6), kann auf den 
von der Berufungsklägerin bloss überschlagsmässig berechneten Betrag jeden-

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falls nicht abgestellt werden. Mangels nachvollziehbarer Angaben zur ehelichen 
Freiquote ist daher der Vorsorgeunterhalt anhand des persönlichen Grundbedarfs 
der Berufungsklägerin (Fr. 4'111.00) zu berechnen, was der Berufungsklägerin 
insofern zum Vorteil gereicht, als dass darin die vollen Wohnkosten (ohne Abzug 
für die bei ihr lebende Tochter) enthalten sind. Bei der Berechnung der Vorsor-
gelücke zu berücksichtigen ist ferner, dass die Berufungsklägerin während der 
Dauer der Kinderbetreuung im Bereich der 1. Säule von Erziehungsgutschriften 
profitiert. Diese belaufen sich auf den dreifachen Betrag der minimalen Altersren-
te, pro Monat mithin Fr. 3'510.00 (3 x Fr. 1'170.00 [Stand 2013/2014]; vgl. Art. 
29sexies Abs. 1 und 2 AHVG i.V.m. Art. 34 Abs. 5 AHVG). Auf der Basis eines (fikti-
ven) Nettoeinkommens von Fr. 4'111.00 bzw. eines Bruttoeinkommen von Fr. 
4'725.00 und des rentenbildenden Einkommens, welches die Berufungsklägerin 
selbst erzielt (netto Fr. 3'117.00; brutto Fr. 3'583.00), entsteht demzufolge im Be-
reich der 1. Säule gar keine Lücke. Im Bereich des BVG ergibt sich - ausgehend 
wiederum von einem (fiktiven) Bruttolohn von Fr. 4'725.00 sowie dem in den Jah-
ren 2013/2014 geltenden Koordinationsabzug in Höhe von Fr. 24'570.00 pro Jahr 
bzw. Fr. 2'047.50 pro Monat - ein koordiniertes (fiktives) Bruttoeinkommen von Fr. 
2'677.50. Dem steht - ebenfalls unter Berücksichtigung des genannten Koordinati-
onsabzuges - ein tatsächliches Bruttoeinkommen von Fr. 1'535.50 gegenüber (Fr. 
3'583.00 abzüglich Fr. 2'047.50), wodurch sich ein monatliches Manko von Fr. 
1'142.00 ergibt. 16% von diesem Differenzbetrag ergeben den Vorsorgeunterhalt 
im Bereich des BVG, vorliegend mithin (aufgerundet) Fr. 200.00. Der Grundbedarf 
der Berufungsklägerin erhöht sich damit auf Fr. 4'311.00, was im Ergebnis wieder-
um praktisch dem von der Vorinstanz berücksichtigten Betrag entspricht.

7. a) Den Grundbedarf des Berufungsbeklagten hat die Vorinstanz auf Fr. 
6'899.00 beziffert, wovon wiederum Fr. 2'374.00 auf den Unterhalt der Kinder ent-
fallen, so dass für ihn persönlich ein Grundbedarf von Fr. 4'525.00 verbleibt. Dies-
bezüglich kritisiert die Berufungsklägerin, dass die Vorinstanz die für das Auto des 
Ehemannes anfallenden Kosten bei der Bedarfsberechnung nicht hätten berück-
sichtigen dürfen, da dem Auto kein Kompetenzcharakter zukomme. Wenn die Vor-
instanz die Fahrzeugkosten mit dem Argument, das Fahrzeug sei Ausdruck des 
gelebten Standards, dennoch berücksichtige, bediene sie sich eines unzulässigen 
Methodenmixes, weil sie bei der Bedarfsberechnung ansonsten auf eine familien-
rechtliche Existenzminimumberechnung abstelle. Entsprechend verlangt sie eine 
Korrektur bei den Wohnkosten, welche um die Kosten des Parkplatzes auf Fr. 
1'814.00 zu reduzieren seien, sowie bei den Kosten für den Arbeitsweg, welche 
nur in der Höhe der Kosten für ein BÜGA berücksichtigt werden dürfen, so dass 

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zusammen mit einer Pauschale für die auswärtige Verpflegung ein Betrag von Fr. 
250.00 einzusetzen sei (vgl. Berufung, S. 14 ff.). Der Berufungsbeklagte verteidigt 
dagegen das vorinstanzliche Vorgehen und hält dafür, dass die Fahrzeugkosten 
durchaus im familienrechtlichen Existenzminimum angerechnet werden dürfen 
(vgl. Berufungsantwort, S. 10 ff.).

b) Grundsätzlich berechtigt ist der Einwand der Berufungsklägerin, dass bei 
einer Bemessung des nachehelichen Unterhalts anhand einer Existenzminimums-
berechnung mit Überschussteilung der eheliche Lebensstandard keine Rolle 
spielt. Insofern muss sich die Vorinstanz tatsächlich ein inkohärentes Vorgehen 
vorwerfen lassen. Richtig ist zudem, dass den Autokosten im vorliegenden Fall 
kein Kompetenzcharakter im betreibungsrechtlichen Sinne zukommt, zumal im 
Berufungsverfahren nicht einmal mehr der Berufungsbeklagte geltend macht, das 
Auto für berufliche Zwecke verwenden zu müssen. Vorliegend darf indessen nicht 
ausser Acht gelassen werden, dass der Berufungsbeklagte neben seiner 80%-
igen Erwerbstätigkeit zwei Kinder betreut. Diese Doppelbelastung lässt es ge-
rechtfertigt erscheinen, dem Berufungsbeklagten für den Arbeitsweg aus zeitlichen 
und organisatorischen Gründen die Benützung eines Fahrzeuges zuzugestehen. 
Im Ergebnis, wenn auch mit einer anderen Begründung ist daher von einer Korrek-
tur des vorinstanzlichen Entscheides in diesem Punkt abzusehen. 

c) Sowohl im Rahmen seiner Anschlussberufung (S. 34) als auch in der Beru-
fungsantwort (S. 15 f.) - dort allerdings nur eventualiter für den Fall, dass die vor-
instanzliche Berechnung in einem Punkt zu Gunsten der Ehefrau korrigiert würde - 
bringt der Berufungsbeklagte vor, er habe in der Klageschrift Besuchskosten von 
Fr. 200.00/Mt., Weiterbildungskosten von Fr. 200.00/Mt. sowie Hausrats- und Pri-
vathaftpflichtversicherungskosten von Fr. 42.45/Mt. geltend gemacht. Von diesen 
Kosten habe die Vorinstanz lediglich Fr. 15.00/Mt. als Kosten für die Haftpflicht-
versicherung berücksichtigt. Die nicht berücksichtigten Bedarfspositionen würden 
nun im Rahmen der Anschlussberufung erneut geltend gemacht, wenn auch redu-
ziert mit total Fr. 200.00, wobei dieser Betrag entweder nur als Besuchs- oder nur 
als Weiterbildungskosten oder aber als Besuchs- und Weiterbildungskosten zu 
berücksichtigen sei. Mit diesen Ausführungen genügt der Berufungsbeklagte den 
ihm obliegenden Anforderungen an die Begründungspflicht nicht, fehlt es doch an 
einer klaren und substantiierten Darlegung, weshalb die Vorinstanz die geltend 
gemachten Kosten zwingend im Grundbedarf hätte berücksichtigen müssen. Auf 
die betreffenden Positionen braucht daher an sich gar nicht eingegangen zu wer-
den. Festgehalten sei immerhin, dass die Vorinstanz auch auf Seiten der Beru-
fungsklägerin lediglich die Kosten einer Privathaftpflichtversicherung angerechnet 

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hat, während die darüber hinausgehenden Kosten für die Hausratversicherung 
ausgeklammert blieben. Wäre diesbezüglich auf die ins Recht gelegten Belege 
abzustellen, müssten folglich auch der Berufungsklägerin die höheren Kosten an-
gerechnet werden. Was sodann die geltend gemachten Weiterbildungskosten an-
betrifft, so wurden diese vom Berufungsbeklagten nie belegt, so dass eine 
Berücksichtigung bereits aus diesem Grunde entfallen musste. Bei den Kosten für 
die Ausübung des Besuchsrechts handelt es sich schliesslich um eine Position, 
die im Existenzminimum des unterhaltspflichtigen Ehegatten regelmässig ausser 
Betracht bleibt und höchstens bei knappen Verhältnissen - wenn der betreffende 
Elternteil effektiv nicht in der Lage ist, die anfallenden Kosten aus dem Grundbe-
trag und einem allfälligen Überschuss zu bezahlen - Berücksichtigung findet. Ob 
das Gericht dem Besuchsberechtigten im familienrechtlichen Streit um die Fest-
setzung der Kinderalimente für die Ausübung des Besuchsrechts einen gewissen 
Betrag zugestehen will, ist eine Frage der Ausübung des ihm in Unterhaltsbelan-
gen zukommenden weiten Ermessens (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5C.282/2002 vom 27. März 2003 E. 3; 5A_226/2010 vom 14. Juli 2010 E. 6.1 und 
5A_390/2012 vom 21. Januar 2013 E. 6.4). Mit der blossen Behauptung, dass ihm 
aus der Ausübung des Besuchsrechts beträchtliche Kosten, namentlich für die 
Anschaffung von Sportausrüstungen und für Ferienreisen, entstehen, vermag der 
Berufungsbeklagte keinen Ermessensfehler der Vorinstanz darzutun. Soweit auf 
dessen Vorbringen einzutreten wäre, wären sie folglich abzuweisen. 

8. a) Nach dem Gesagten beläuft sich der Grundbedarf der Berufungsklägerin 
(unter Einschluss des Vorsorgeunterhalts) auf Fr. 4'311.00, während derjenige des 
Berufungsbeklagten - wie von der Vorinstanz ermittelt - Fr. 4'525.00 beträgt. Dazu 
kommen die Auslagen für den Unterhalt der Kinder, welche - wie in Erwägung 5c 
dargelegt - mit gesamthaft Fr. 3'600.00 (Fr. 1'000.00 für C._____, je Fr. 1'300.00 
für A._____ und B._____) zu berücksichtigen sind. Insgesamt ergibt sich damit ein 
Bedarf von Fr. 12'436.00, dem die im Berufungsverfahren unbestritten gebliebe-
nen Einkommen der Ehegatten von total Fr. 13'269.00 gegenüber stehen. Es ver-
bleibt demnach ein Überschuss von Fr. 833.00, der sich allerdings mit dem Eintritt 
von C._____ in eine Mittelschule und der damit verbundenen Erhöhung des Kin-
desunterhalts auf Fr. 533.00 reduzieren würde. Zu klären bleibt, ob und in wel-
chem Umfang die Berufungsklägerin an diesem Überschuss zu beteiligen ist. 

b) Die Vorinstanz begründete die Zuweisung des gesamten Überschusses an 
den Berufungsbeklagten ausschliesslich damit, dass mit Bezug auf die beiden bei 
ihm lebenden Töchter A._____ und B._____ nur der Grundbetrag gemäss den 
betreibungsrechtlichen Richtlinien berücksichtigt worden sei, während derjenige 

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der jüngsten Tochter C._____ mit Fr. 1'000.00 zuzüglich Kinderzulagen vollständig 
abgedeckt werde (angefochtener Entscheid, E. 6d [S. 28]). Dieses Argument ent-
fällt, nachdem der Unterhaltsbedarf der Töchter A._____ und B._____ im Rahmen 
einer zweistufigen Berechnung bereits vorab und in äquivalenter Höhe wie für 
C._____ in Abzug gebracht worden ist. Der unterschiedliche Bedarf der Töchter 
allein vermag somit das Absehen von einer Überschussbeteiligung der Berufungs-
klägerin nicht zu erklären. Zu berücksichtigen ist indessen, dass ein Überschuss 
nur resultiert, weil der Berufungsbeklagte trotz der Betreuung der beiden Töchter 
ein 80%-iges Arbeitspensum beibehalten hat. Zur Zeit der vorinstanzlichen Haupt-
verhandlung war B._____ erst 15-jährig, weshalb an sich auch ihm noch eine Re-
duktion des Arbeitspensums zuzugestehen gewesen wäre. Im Ergebnis lässt sich 
daher nicht beanstanden, wenn die Vorinstanz das Resultat seines überobligatori-
schen Einsatzes dem Berufungsbeklagten belassen hat. Die Frage einer Über-
schussbeteiligung kann sich somit erst ab Oktober 2014 stellen, wenn B._____ 
das 16. Altersjahr erreicht hat. Ab diesem Zeitpunkt wäre grundsätzlich eine hälfti-
ge Aufteilung auf die Ehegatten denkbar. Wie einleitend dargelegt, kann indessen 
aus wichtigen Gründen von einer derartigen Aufteilung abgesehen werden. Vorlie-
gend ist dem Berufungsbeklagten darin beizustimmen, dass eine gleichmässige 
Verteilung des Überschusses den besonderen Umständen des Falles nicht ge-
recht würde. Im Sinne eines Ausgleiches für die sehr hohe Belastung, welche der 
Berufungskläger in der Vergangenheit auf sich genommen hat, indem er nach 
dem Umzug von A._____ im Juni 2009 (diese war damals noch nicht ganz 13-
jährig) anfänglich ein 100%-iges Arbeitspensum beibehalten und so die unverän-
derte Bezahlung der ursprünglich festgesetzten Unterhaltsbeiträge ermöglichte, 
erscheint es vielmehr gerechtfertigt, ihm den Überschuss auch weiterhin zu belas-
sen. Auch wenn die bei ihm lebenden Töchter mittlerweile volljährig geworden 
sind, hat er bis dahin weiterhin beträchtliche Betreuungs- und Erziehungsaufgaben 
wahrgenommen und hat ihnen damit nebst dem allein getragenen Geldunterhalt 
auch Naturalunterhalt erbracht. Insgesamt hat er während Jahren einem deutlich 
höheren Anteil an den Familienlasten getragen als die Berufungsklägerin, von der 
vorderhand im Interesse von C._____ und in Übereinstimmung mit den bundesge-
richtlichen Richtlinien weiterhin nur ein 50%-iges Erwerbspensum verlangt wird 
(vgl. dazu nachstehend E. 9). Hinzu kommt, dass die Berufungsklägerin eine Kor-
rektur der vom Ehegatten zu bezahlenden Unterhaltsbeiträge ausdrücklich "ab 
Rechtskraft des Berufungsurteils" verlangt (Berufung, S. 3). Dies schliesst eine 
rückwirkende Festsetzung des nachehelichen Unterhalts auf den Zeitpunkt der 
Teilrechtskraft des Scheidungspunktes aus, auch wenn der nacheheliche Unter-
halt höher ausfallen würde als der (auch während der Dauer des Berufungsverfah-

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rens geltende) vorsorgliche Unterhalt. Eine Teilung des Überschusses würde sich 
demnach von vornherein nur noch für die Zukunft auswirken. Dies führt zur Frage, 
ob derzeit überhaupt noch ein Unterhaltsanspruch der Berufungsklägerin besteht.

9. a) Die Vorinstanz hat die nacheheliche Unterhaltspflicht mit der Überlegung, 
dass von der Berufungsklägerin ab diesem Zeitpunkt eine Ausweitung ihres Ar-
beitspensums auf 80% gefordert werden könne, bis Ende August 2015 befristet 
(vgl. angefochtener Entscheid, E. 7). Die Berufungsklägerin wendet dagegen ein, 
diese Schlussfolgerung laufe der Praxis sowohl des Bundesgerichts als auch des 
Kantonsgerichts zuwider und missachte die berechtigten Interessen der Tochter 
C._____. Bis diese das 16. Altersjahr vollendet habe, dürfe der Berufungsklägerin 
keine über ein 50%-Pensum hinausgehende Erwerbstätigkeit zugemutet werden. 
Selbst danach sei ihr in Anbetracht der während der langen Ehedauer gelebten 
klassischen Rollenteilung, ihres Alters von dannzumal über 45 Jahren und den 
sehr komfortablen finanziellen Verhältnissen des Berufungsbeklagten höchstens 
eine Arbeitstätigkeit im Umfang von 70% zumutbar, weshalb ihr ausgehend von 
einem erzielbaren Nettoeinkommen von Fr. 4'275.00 und einem gleichbleibenden 
Bedarf von Fr. 5'275.00 (Fr. 6'275.00 abzüglich Fr. 1‘000.00 Kindesunterhalt) wei-
terhin ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.00 zustehe (Berufung, S. 19 ff.). Der Be-
rufungsbeklagte verteidigt die Zumutbarkeit der Erhöhung des Arbeitspensums 
von 50% auf 80% bzw. den entsprechenden Entscheid der Vorinstanz mit dem 
Argument, dass die Vorinstanz damit einen gerechten Ausgleich habe schaffen 
wollen zu der seit Beginn der Trennung bestehenden, weit überobligatorisch ho-
hen Belastung des Kindsvaters ("Kraftakt") und der hiermit verglichen über diese 
langen Jahre durchgehend deutlich weniger hohen Belastung der Kindsmutter 
(vgl. Berufungsantwort, S. 20).

b) Zutreffend ist, dass der Berufungsbeklagte bei Übernahme der (faktischen) 
Obhut für A._____ im Jahr 2009 100% gearbeitet und sein Pensum erst im März 
2011 auf 80% reduziert hat. Allerdings war A._____ anfänglich tagsüber noch von 
der Berufungsklägerin (mit-)betreut worden, indem sie bei ihr das Mittagessen 
einnahm und die Zeit nach der Schule bis 18.00 Uhr verbrachte (vgl. Proz.Nr. 130-
2010-52, act. I.3). Zum Abbruch des Kontakts zur Mutter kam es nach den (unbe-
stritten gebliebenen) Angaben in der Berufungsantwort (S. 20) im September 
2010, als A._____ knapp 14-jährig war. Ab diesem Zeitpunkt hat der Berufungs-
beklagte mit der anfänglich noch vollzeitigen und später nur um 20% reduzierten 
Erwerbstätigkeit zweifellos eine ausserordentlich hohe Leistung erbracht, welche 
damals zur Deckung des Familienunterhalts indessen notwendig war und in Anbe-
tracht der bisherigen Rollenverteilung auch erwartet werden durfte. Denn die Ehe-

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frau hatte dazumal noch die beiden 7- bzw. 11- jährigen Töchter C._____ und 
B._____ zu betreuen und war zur Deckung ihres Grundbedarfes vollständig auf 
die Beiträge ihres Ehemannes angewiesen. Das 80%-ige Arbeitspensum hat der 
Berufungsbeklagte sodann auch beibehalten, als er im Februar 2012 zusätzlich 
die Obhut über B._____ übernahm. Letztere war damals allerdings bereits 13½-
jährig und stand kurz vor dem Übertritt in die Kantonsschule in O.6_____. Den-
noch ist die Leistung des Berufungsbeklagten auch in jener Zeit noch als klar 
überobligatorisch zu werten, zumal er nebst seinen Betreuungsaufgaben weiterhin 
recht hohe Unterhaltsleistungen an die Berufungsklägerin und die jüngste Tochter 
erbrachte und ihm nur wenig mehr als der Grundbedarf verblieb. Eine Entlastung 
ergab sich indessen zumindest in finanzieller Hinsicht ab September 2012, als der 
Berufungsklägerin eine teilzeitige Erwerbstätigkeit zumutbar wurde und der an sie 
zu leistende Unterhaltsbeitrag eine erhebliche Reduktion erfuhr. Ab diesem Zeit-
punkt verblieb ihm dank seiner fortgesetzten Erwerbstätigkeit ein Überschuss von 
monatlich rund Fr. 2'000.00, während sich die Berufungsklägerin wie bisher mit 
wenig mehr als dem Grundbedarf begnügen musste. Soweit der Berufungsbeklag-
te weiterhin eine überobligatorische Leistung erbracht hat, kam das damit erzielte 
Einkommen somit allein ihm (und den unter seiner Obhut lebenden Töchtern) zu-
gute. Wird ihm dieser Überschuss mit Rücksicht auf die sehr hohe Belastung in 
den vorangegangenen Jahren auch weiterhin belassen, kann die überobligatori-
sche Erwerbstätigkeit des Ehemannes kein Grund sein, um auch von der Beru-
fungsklägerin schon vor dem 16. Altersjahr der jüngsten Tochter eine weitere 
Ausdehnung der Erwerbstätigkeit zu verlangen. Zu Recht weist die Berufungsklä-
gerin darauf hin, dass die Frage, ob eine Ausdehnung der mütterlichen Erwerbs-
tätigkeit vor dem vollendeten 16. Altersjahr als zumutbar erscheint, in erster Linie 
unter dem Aspekt des Kindeswohls zu beurteilen ist. Hierzu ist festzuhalten, dass 
das Bedürfnis der jüngsten Tochter nach persönlicher Betreuung durch die Mutter 
unabhängig von den Leistungen des Vaters in der Vergangenheit besteht. Die 
Forderung des Ehemannes nach einer vorzeitigen Ausdehnung des Erwerbspen-
sums dient einzig seiner (weiteren) finanziellen Entlastung und widerspricht dem 
Kindesinteresse, dem bei an sich ausreichenden finanziellen Verhältnissen - wie 
sie auch hier vorliegen - praxisgemäss Vorrang zukommt. Zudem ist zu beachten, 
dass seit September 2014 auch der Ehemann mit seinem 80%-Pensum keine 
überobligatorische Leistung mehr erbringt, wurde doch die von ihm betreute Toch-
ter B._____ zu jenem Zeitpunkt 16-jährig, womit an sich auch ihm wieder eine 
Ausdehnung seiner Erwerbstätigkeit auf ein 100%-Pensum zumutbar gewesen 
wäre. Wird jedoch dem Ehemann in Anerkennung der geleisteten Erziehungsar-
beit bis zur Mündigkeit von B._____ ein reduziertes Pensum zugestanden, kann 

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auch von der Ehefrau vorderhand noch keine Aufstockung verlangt werden. Dies 
gilt umso mehr, als die berufliche Tätigkeit der Berufungsklägerin - diese arbeitet 
seit September 2012 wieder auf ihrem erlernten Beruf als Krankenschwester - als 
Folge der unregelmässigen Arbeitszeiten (Schichtarbeit mit teilweise sehr frühem 
Arbeitsbeginn und/oder sehr späten Arbeitsende) mit der Kinderbetreuung wesent-
lich schwieriger zu vereinbaren ist als die Berufstätigkeit des Berufungsbeklagten. 
Daran hat sich mit dem während des Berufungsverfahrens erfolgten Stellenwech-
sel nichts geändert. Zwar brachte es die an der neuen Stelle im Spital._____ er-
forderliche Einarbeitung mit sich, dass die Berufungsklägerin - wie übrigens be-
reits an ihrer vorherigen Stelle im Altersheim F._____ - von Februar bis Mai 2014 
zu 80% arbeiten musste. Ab 1. Juni 2014 ist sie indessen mit einem regulären 
Pensum von 50% und einem Bruttolohn von Fr. 3'118.00 angestellt (ERZ 13 422, 
act. B.29). Aus dem Anhang zum Arbeitsvertrag geht zudem hervor, dass die Be-
rufungsklägerin im Spital._____ verpflichtet ist, alle drei Dienste (Frühdienst 06.45 
- 15.45, Spätdienst 13.40 - 22.40, Nachtwache 22.00 - 07.15) auszuführen. In An-
betracht dieser Arbeitszeiten (selbst unter Ausklammerung der Nachtwachen) wä-
re es mit dem berechtigten Interesse von C._____ an einer weiteren Betreuung 
durch ihre Mutter nicht zu vereinbaren, von der Berufungsklägerin bereits im heu-
tigen Zeitpunkt eine mehr als 50%-ige Erwerbstätigkeit zu verlangen.

c) Zu prüfen bleibt, ob von der Berufungsklägerin allenfalls mit Blick auf ihre 
potentielle Unterhaltspflicht gegenüber den beim Berufungsbeklagten lebenden 
Töchtern eine Ausdehnung ihrer eigenen Erwerbstätigkeit erwartet werden darf. 
Wie in Erwägung 3c dargelegt, dürfen im Bereiche des Kindesunterhalts 
grundsätzlich hohe Anforderungen an die Leistungspflicht des Unterhaltspflichti-
gen gestellt werden. So kann sich denn für den Unterhaltspflichtigen namentlich 
bei knappen Verhältnissen auch eine Pflicht zur Aufnahme oder Ausdehnung einer 
Erwerbstätigkeit ergeben. Mit anderen Worten hat die gesetzliche Unterhaltspflicht 
zur Folge, dass der Pflichtige alles Zumutbare unternehmen muss, um das erfor-
derliche Einkommen zu generieren. Geht es indessen um die Zumutbarkeit der 
Erwerbstätigkeit einer Mutter, die nicht bloss gegenüber den beim andern Eltern-
teil lebenden Kindern (geld-)unterhaltspflichtig ist, sondern ihrerseits ein (gemein-
sames) Kind betreut und diesem gegenüber Naturalunterhalt erbringt, ist zu 
berücksichtigen, dass sich der auf Geldzahlung gerichtete Unterhaltsanspruch der 
einen Kinder und der Anspruch des anderen Kindes auf Pflege und Erziehung 
grundsätzlich gleichrangig gegenüber stehen. Einen Vorrang des Geldunterhalts-
anspruches im Verhältnis zum Anspruch auf Naturalunterhalt kennt das Gesetz 
nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_309/2012 vom 19. Oktober 2012 E. 3.4). 

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Führt der letztere dazu, dass der Mutter aus Gründen des Kindeswohls noch keine 
Ausdehnung der Erwerbstätigkeit zumutbar ist, bleibt es mithin dabei, dass ihr die 
Leistungsfähigkeit zur Erbringung von Geldunterhalt fehlt. Die daraus resultieren-
de Ungleichbehandlung der Kinder ist eine unmittelbare Folge ihrer unterschiedli-
chen Bedürfnisse, die sich - was das Bedürfnis nach unmittelbarer persönlicher 
Pflege und Erziehung anbelangt - namentlich aus dem Altersunterschied ergeben. 
In die Beurteilung der Zumutbarkeit miteinzubeziehen ist sodann die Leistungs-
fähigkeit des anderen Elternteils. Ist dieser in der Lage, für die finanziellen Bedürf-
nisse der bei ihm lebenden Kinder (weiterhin) aufzukommen, besteht auch kein 
Grund, die Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit eher anzunehmen, als dies im Zu-
sammenhang mit dem nachehelichen Unterhalt generell der Fall ist. Vielmehr wur-
zelt die in diesem Bereich entwickelte „10/16“-Regel von der Sache her im Kin-
deswohl und beruht auf der Überlegung, dass die unmittelbare persönliche Be-
treuung und Pflege auch im obligatorischen Schulalter stehender Kinder deren 
Interesse dient (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_336/2015 vom 3. März 2016 E. 
5.3). Vor diesem Hintergrund bleibt auch der vom Berufungsbeklagten mit seinem 
Gesuch um Abänderung des vorsorglichen Unterhalts (ZK1 15 126) vorgebrachte 
Umstand, dass die Tochter A._____ im September 2015 ein Studium begonnen 
und sich deswegen ihr Bedarf erheblich erhöht hat, letztlich ohne Relevanz. Abge-
sehen davon, dass A._____ bereits volljährig ist und deren Geldunterhaltsan-
spruch vor dem Anspruch ihrer Schwester auf Naturalunterhalt auch aus diesem 
Grunde zurückzutreten hätte, hat der Berufungsbeklagte just auf den Zeitpunkt 
des Studienbeginns sein Arbeitspensum auf 90% aufstocken können. Dadurch hat 
sich sein Nettoeinkommen von bisher Fr. 10'152.00 auf Fr. 11'637.00 (jeweils in-
klusive 13. Monatslohn, aber ohne Kinderzulagen und Ausbildungsentschädigung) 
erhöht (ZK1 15 126 act. B.6). Mit einem Zusatzverdienst von beinahe Fr. 1'500.00 
pro Monat war er somit in der Lage, die studienbedingten Mehrkosten von 
A._____, namentlich ihren Anteil an den Mietkosten (Fr. 600.00; act. B.5) und die 
Kosten eines Generalabonnements (Fr. 240.00), zu decken. In Anbetracht des 
Umstandes, dass die in seinem Haushalt verbliebene Tochter B._____ im damali-
gen Zeitpunkt bereits 17 Jahre alt war, war ihm diese Pensenaufstockung zweifel-
los auch zumutbar.

d) Was das Arbeitspensum der Ehefrau ab dem 1. März 2018 betrifft, so 
macht diese - wie bereits dargelegt - geltend, ihr sei lediglich eine Ausdehnung der 
Arbeitstätigkeit von derzeit 50% auf maximal 70% zuzumuten. Gemäss der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung kann einem haushaltführenden Ehegatten die 
Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit dann nicht mehr zugemutet werden, wenn 

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er im Zeitpunkt der Trennung das 45. Altersjahr erreicht hat, wobei diese Altersli-
mite nicht als "starre Regel" anzusehen ist (BGE 115 II 6 E. 5a; Urteil des Bun-
desgerichts 5A_206/2010 vom 21. Juni 2010, E. 5.3). Vorliegend ist der Ehefrau 
eine Erhöhung ihres Arbeitspensums auf 100% ohne weiteres zumutbar. Die Ehe 
dauerte bis zur Trennung 12 Jahre und damit nicht sehr lange. Während dieser 
Zeit war die Ehefrau in L.2_____ zeitweilig noch teilzeitlich erwerbstätig. Sodann 
war sie im Zeitpunkt der Trennung erst 35-jährig und beim beruflichen Wiederein-
stieg mit einem Pensum von 50% im Jahr 2012 39-jährig. Beim 16. Geburtstag 
ihrer jüngsten Tochter C._____ im Jahr 2018 wird die Berufungsklägerin erst ge-
rade 45-jährig sein und damit die Limite für die Wiederaufnahme einer Erwerbs-
tätigkeit erst ganz knapp erreicht haben. In diesem Zusammenhang ist zudem zu 
berücksichtigen, dass für die Ausdehnung der Erwerbstätigkeit ohnehin eine höhe-
re Limite anzusetzen ist als bei deren Aufnahme. So kann letzteres je nach den 
konkreten Umständen auch einer älteren Person zumutbar sein (vgl. z.B. Urteil 
5A_206/2010 vom 21. Juni 2010 E. 5 betreffend eine 54-jährige Frau, die während 
der gesamten Ehedauer berufstätig war und sich zudem auf ihrem Beruf weiterbil-
dete). Daran ändern auch die von der Berufungsklägerin angeführten Nacht-
schichten (vgl. Replik, S. 15) nichts, da diese mit zusätzlicher Freizeit kompensiert 
werden. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die Berufungsklägerin zu einem 
späteren Zeitpunkt (wieder) eine Anstellung findet, in welcher sie keine Nacht-
schichten zu leisten hat. Was schliesslich die finanziellen Verhältnisse des Beru-
fungsbeklagten anbelangt, ist der Berufungsklägerin entgegenzuhalten, dass nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Bereiche des nachehelichen Unter-
halts ein besonders gutes Einkommen des unterhaltspflichtigen Ehegatten für sich 
allein keinen Grund darstellt, dem unterhaltsberechtigten Ehegatten eine Ausdeh-
nung seiner Erwerbstätigkeit nicht zuzumuten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_474/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 4.3). Ob beim Berufungsbeklagten be-
reits von besonders günstigen finanziellen Verhältnissen gesprochen werden 
kann, kann damit offenbleiben. 

10. a) Ist der Berufungsklägerin bis zum 28. Februar 2018 keine Ausdehnung der 
Erwerbstätigkeit zumutbar, bleibt es bis dahin beim von der Vorinstanz ermittelten 
Einkommen von Fr. 3'117.00. Mit dem Stellenwechsel an das Spital._____ hat 
sich insofern nichts geändert, als bei einem Bruttolohn von Fr. 3'118.00 nach Ab-
zug der gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge und Aufrechnung des 13. Mo-
natslohnes ungefähr dasselbe Nettoeinkommen resultiert. Bei einem Bedarf von 
Fr. 4'311.00 resultiert demnach ein Manko von Fr. 1'194.00, was zu einem nach-
ehelichen Unterhaltsanspruch von aufgerundet Fr. 1'200.00 führt. Zugleich steht 

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damit fest, dass es der Berufungsklägerin an der erforderlichen Leistungsfähigkeit 
zur Bezahlung von Kindesunterhalt fehlt. Die von der Vorinstanz angeordnete 
Verpflichtung, an den Unterhalt der Tochter B._____ mit Wirkung ab dem 1. Sep-
tember 2015 einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 666.00 zu entrichten, ist folglich auf-
zuheben.

b) Ab 1. März 2018 ist der Berufungsklägerin zuzumuten, ihr Arbeitspensum 
als Pflegefachfrau auf 100% auszudehnen. Auf der Basis des bisherigen Einkom-
mens von Fr. 3'117.00 und unter Berücksichtigung des Umstandes, dass auf dem 
zusätzlichen Einkommen proportional höhere Beiträge zu leisten sein werden, wird 
sie damit ein Nettoeinkommen in der Höhe von ca. Fr. 6'100.00 erzielen können. 
Sie wird demnach in der Lage sein, ihren Bedarf aus eigenen Mitteln zu decken, 
so dass ab diesem Zeitpunkt ein Unterhaltsanspruch der Berufungsklägerin ent-
fällt. Bei einem leicht erhöhten Grundbedarf von Fr. 4'500.00 (als Folge der höhe-
ren Steuern und Berufsauslagen bei gleichzeitigem Wegfall des Vorsorgeunter-
halts) weist sie dannzumal einen Überschuss von Fr. 1'600.00 aus, so dass 
grundsätzlich Raum für eine Verpflichtung zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen 
für die Töchter A._____ und B._____ bestünde. Allerdings tritt die Leistungsfähig-
keit erst zu einem Zeitpunkt ein, in dem beide Töchter bereits volljährig sind. Damit 
stellt sich die Frage, ob eine derartige Konstellation von Art. 133 Abs. 3 ZGB, wel-
cher dem Scheidungsgericht die Festlegung des Kindesunterhalts über den Eintritt 
der Mündigkeit hinaus erlaubt, noch erfasst wird. Seitens der Berufungsklägerin 
wird die Zulässigkeit einer erstmaligen Festsetzung von Kindesunterhalt im Mün-
digkeitsalter ausdrücklich bestritten (vgl. Anschlussberufungsantwort, S. 8 f.; Re-
plik S. 16), während sich der Berufungsbeklagte zu dieser Frage nicht geäussert 
hat. Stattdessen hat er nur allgemein auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
verwiesen, welche in neuerer Zeit deutlich gemacht habe, dass die Festlegung 
von Volljährigenunterhalt durch das Scheidungsgericht zu favorisieren sei, um 
dem Kind eine spätere Klage gegen den unterhaltspflichtigen Elternteil zu erspa-
ren (Berufungsantwort/Anschlussberufung, S. 37 ff.).

ca) Die ehegerichtliche Unterhaltsregelung betrifft an sich nur minderjährige 
Kinder, während Volljährige im eigenen Namen einen Anspruch aus Art. 277 Abs. 
2 ZGB geltend zu machen haben. Indes soll wiederholte Aushandlung von Unter-
haltsbeiträgen unter den Beteiligten vermieden werden und deshalb eine Ordnung 
getroffen werden, welche kontinuierliche und absehbare Verhältnisse schafft. In 
diesem Sinne war schon anlässlich der Herabsetzung des Volljährigkeitsalters von 
20 auf 18 Jahre die Möglichkeit einer Festlegung des Unterhalts durch den Schei-
dungsrichter über die Mündigkeit hinaus im Gesetz eingeführt worden. Der Ge-

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setzgeber wollte damit vermeiden, dass die Senkung des Volljährigkeitsalters die 
Ausbildung der Jugendlichen gefährdete, indem das volljährig gewordene Kind 
gezwungen wäre, ein eigenes Verfahren gegen seinen Elternteil zu eröffnen. Bis 
dahin hatte die Rechtsprechung bereits eingeräumt, dass aus Gründen der 
Zweckmässigkeit und der Prozessökonomie der Scheidungsrichter auf Antrag des 
gesetzlichen Vertreters unter ganz bestimmten Voraussetzungen den Unterhalts-
beitrag für die Zeit nach der Volljährigkeit des Kindes festlegen könne, insbeson-
dere wenn das Kind zum Zeitpunkt