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**Case Identifier:** 76513c17-de31-56f3-b8eb-c2077425f1df
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 03.06.2013 ST.2012.56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_001_ST-2012-56_2013-06-03.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: ST.2012.56

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Strafkammer und Anklagekammer

Publikationsdatum: 03.06.2013

Entscheiddatum: 03.06.2013

Entscheid Kantonsgericht, 03.06.2013
Art. 1 Abs. 2 lit. b JStG (SR 311.1) i.V.m. Art. 47, 48 und 51 StGB (SR 311.0), 
Art. 11 und Art. 34 JStG; Strafzumessung in Jugendstrafsachen. Das Gericht 
hat sich bei der Wahl der Strafart vorrangig am Erziehungsziel und dem 
Schutzbedürfnis des Jugendlichen zu orientieren. Das Tatverschulden wirkt 
dabei als Korrektiv nach unten bzw. als Strafuntergrenze. Demgegenüber 
bemisst sich die Höhe der Strafe in erster Linie nach dem Verschulden. 
Strafminderung zufolge Verletzung des Beschleunigungsgebots 
(Kantonsgericht, Strafkammer, 3. Juni 2013, ST.2012.56). 

Aus den Erwägungen:

 

IV.

1. [Schutzmassnahme]

2. Die Verteidigung wendet sich gegen die vorinstanzliche Strafzumessung und 

beantragt (eventualiter) die Verurteilung des Beschuldigten zu 10 Tagen persönlicher 

Leistung sowie den Verzicht auf den Widerruf des mit Urteils vom 25. Januar 2010 der 

Jugendanwaltschaft St. Gallen ausgesprochenen bedingten Freiheitsentzugs von 

4 Monaten unter Anrechnung von 4 Tagen Untersuchungshaft. Der Beschuldigte ist 

nach dem Dargelegten wegen Hehlerei und Drohung zu verurteilen.

a) aa) Hat der Jugendliche schuldhaft gehandelt, so verhängt die urteilende Behörde 

gemäss Art. 11 Abs. 1 JStG zusätzlich zu einer Schutzmassnahme oder als einzige 

Rechtsfolge eine Strafe. Anders als im Erwachsenenstrafrecht folgt das 

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Jugendstrafrecht bei der Sanktionswahl anderen Grundprinzipien ("Bildung" und 

"Erziehung" versus "Vergeltung"; dazu Bger. 6B_330/2012 E. 6.2; vgl. auch Bger. 

6B_232/2010 E. 3.3 mit Hinweisen). Bei der Strafzumessung sind dementsprechend 

die spezifischen Anforderungen des Jugendstrafrechts an die Sanktionierung 

Jugendlicher zu berücksichtigen (zum Ganzen BGE 137 IV 7 E. 1.3 mit Hinweisen; 

Bger. 6B_695/2011 E. 5.3). Wegleitend sind gemäss Art. 2 Abs. 1 JStG der Schutz und 

die Erziehung des Jugendlichen. Zusätzlich ist den Lebens- und Familienverhältnissen 

des Jugendlichen sowie der Entwicklung seiner Persönlichkeit besondere Beachtung 

zu schenken (Art. 2 Abs. 2 JStG). Welche Sanktion im Einzelfall als erzieherisch 

wirksam und geboten erscheint, beurteilt sich folglich nach dem Persönlichkeitsbild 

des Delinquenten und seinem "Erziehungszustand" (BGE 137 IV 7 E. 1.3, Bger. 

6B_232/2010 E. 3.3 mit Hinweisen). Vorrangiges Ziel ist dabei, den Jugendlichen in 

seinem Entwicklungsprozess zu fördern und ihn (wieder) zu integrieren; dies immer im 

Bestreben, seine Legalbewährung zu erreichen (Aebersold, Schweizerisches 

Jugendstrafrecht, 2. Aufl., Bern 2011, S. 85; Holderegger, Die Schutzmassnahmen des 

Jugendstrafgesetzes unter besonderer Berücksichtigung der Praxis in den Kantonen 

Schaffhausen und Zürich, Diss. Zürich 2009, Rz. 47 und 103; Jositsch/Lohri, 

Sicherungsmassnahme im Jugendstrafrecht?, in: AJP 2008, S. 791 f.; Riesen, Das 

neue Jugendstrafgesetz [JStG], in: ZStrR 123 [2005], S. 18 ff., S. 21; BBl 1999 2218). 

Neben dem Erziehungs- ist auch dem Schutzgedanken Rechnung zu tragen. Schutz im 

Sinne von Fürsorge bedeutet aber nicht, dass der Jugendliche vor Strafen möglichst zu 

verschonen ist. Der Strafe als Mittel der Erziehung soll – neben einer allfälligen 

Schutzmassnahme – Warnungs- und Denkzettelfunktion zukommen. Denn die Strafen 

des Jugendstrafrechts sind darauf ausgerichtet, auf das strafbare Verhalten des 

Jugendlichen mit einer spürbaren Sanktion zu reagieren. Die Reaktion soll klar machen, 

dass strafbares Verhalten nicht geduldet wird (Schröder, Freiheitsentzug im 

Jugendstrafverfahren, Diss. Luzern 2011, S. 172; vgl. auch BBl 1999 2221).

bb) Konkret hat sich das Gericht bei der Wahl der Strafart vorrangig am Erziehungsziel 

und dem Schutzbedürfnis des Jugendlichen zu orientieren, welche anhand seiner 

Persönlichkeit festzulegen sind. Dabei sind neben dem Alter, den familiären 

Verhältnissen, der sittlichen und geistigen Reife, der gezeigten Reue, den Vorstrafen 

und dem Vollzugsverhalten insbesondere auch die Einlassung zum Tatvorwurf sowie 

die persönliche Entwicklung in der Vergangenheit zu berücksichtigen. Auch eine 

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allenfalls erstandene Untersuchungshaft kann auf einen jugendlichen Täter erzieherisch 

eingewirkt haben. Es ist im Rahmen einer Gesamtbetrachtung danach zu fragen, mit 

welcher Strafe sich die negativen Antriebe, die zur Straftat Anlass gaben, künftig 

vermeiden lassen.

cc) Umgekehrt darf die Strafe nicht alleine nach den persönlichen Verhältnissen 

bemessen werden; das Verschulden des jugendlichen Täters ist bei der Wahl der 

Strafart – wenn auch nur subsidiär – mitzuberücksichtigen. Das Tatverschulden wirkt 

dabei als Korrektiv nach unten bzw. als Strafuntergrenze. Es verhindert, dass auf ein 

besonders schweres Delikt bloss mit einem Verweis reagiert wird, auch wenn dies im 

(äusserst hypothetischen) Einzelfall erzieherisch sinnvoll wäre (Aebersold, a.a.O., 

S. 159; Murer MikolÁsek, Analyse der Schweizerischen Jugendstrafprozessordnung, 

Diss. Zürich 2010, Rz. 13 ff.). Zu berücksichtigen ist bei der Prüfung jedoch stets auch 

die Wirkung einer allenfalls gleichzeitig anzuordnenden Schutzmassnahme.

b) Für die heute zu beurteilenden Delikte kommen als Strafe ein Verweis (Art. 22 JStG) 

und eine persönliche Leistung (Art. 23 JStG) in Frage. Der Beschuldigte hatte sodann 

zum Tatzeitpunkt (15. Juni 2011) das 15. Altersjahr vollendet, womit die 

Voraussetzungen zur Bestrafung mit Busse bis Fr. 2'000.00 (Art. 24 JStG) sowie 

Freiheitsentzug von einem Tag bis zu einem Jahr (Art. 25 Abs. 1 JStG) grundsätzlich 

erfüllt sind.

aa) Der Verweis ist die leichteste Strafe und kommt in Betracht, wenn die Straftat zwar 

geringfügig ist, eine Strafbefreiung aber nicht in Frage kommt. Er ist zudem an eine 

günstige Legalprognose für den Jugendlichen gebunden (Art. 22 Abs. 1 JStG; kritisch 

dazu Riesen-Kupper, in: OFK-StGB, Art. 22 JStG N 7).

bb) Die persönliche Leistung ist trotz unterschiedlicher Bezeichnung grundsätzlich mit 

der für die erwachsenen Täter vorgesehenen gemeinnützigen Arbeit vergleichbar 

(BBl 1999 2247). Dabei sieht das Gesetz präzisierend vor, dass sie dem Alter und den 

Fähigkeiten des Jugendlichen zu entsprechen hat. Persönliche Leistung ist gerade für 

Jugendliche eine besonders sinnvolle Strafe, weil sie einen aktiven Einsatz erfordert 

und ihr Nutzen direkt erfahrbar wird. Anders als bei der Anordnung gemeinnütziger 

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Arbeit (Art. 37 Abs. 1 StGB) ist die Zustimmung des Jugendlichen nicht erforderlich 

(Riesen-Kupper, OFK-StGB, Art. 23 JStG N 1 und N 3).

cc) Vorgesehen ist im JStG zudem die Ausfälllung einer Busse (Art. 24 Abs. 1 JStG). 

Auch sie kann unter gewissen Umständen die notwendige erzieherische Wirkung 

entfalten. Die Busse ist unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des 

Jugendlichen festzusetzen, weshalb sie häufig nur in jenen Fällen zweckmässig ist, in 

denen der Jugendliche über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt. Nur wenn 

der Jugendliche die Busse auch zu bezahlen vermag, kann diese ihre erzieherische 

Wirkung auch entfalten (Riesen, a.a.O., S. 35 mit Hinweis; vgl. auch Amtliches 

Bulletin 2002 N 139 f.). Auch darf beim jugendlichen Täter nicht der Eindruck 

entstehen, mit Geld alles wieder ins Lot bringen zu können (BSK Strafrecht I-Gürber/

Hug/Schläfli, Art. 24 JStG N 2).

dd) Die persönliche Leistung sowie die Busse sollen den Freiheitsentzug soweit wie 

möglich ersetzen. Kommt indes keine dieser Strafen in Frage, etwa weil vorauszusehen 

ist, dass der Jugendliche weder auf die persönliche Leistung noch die Busse positiv 

reagieren wird, kann ausnahmsweise der Freiheitsentzug angeordnet werden. Ziel des 

Jugendstrafrechts bleibt nämlich, die für den Jugendlichen geeignetste Sanktion 

anzuordnen, wobei im Einzelfall insbesondere auch der bedingte Freiheitsentzug als 

Warnstrafe durchaus erzieherischen und präventiven Charakter haben kann (vgl. 

BBl 1999 2247 und BBl 1999 2250). Bei schweren Delikten, die eine Strafe von über 

einem Jahr Freiheitsentzug zulassen (vgl. Art. 25 Abs. 2 JStG) ist mit Blick auf Art. 2 

JStG indes besondere Zurückhaltung geboten (vgl. zum Ganzen auch Riesen-Kupper, 

OFK-StGB, Art. 25 JStG N 2 mit Hinweis; wohl a.A. BSK Strafrecht I-Gürber/Hug/

Schläfli, Vor Art. 21 JStG N 4, wonach der Freiheitsentzug auf seine ultima-ratio-

Funktion reduziert werden soll). Trotzdem haben auch bei diesen Delikten 

generalpräventive Überlegungen nicht vollends vor dem Schutz- und 

Erziehungsgedanken zurückzutreten. Denn auch das Jugendstrafrecht hat in erster 

Linie die Aufgabe, Werte und Normen zu schützen (Aebersold, a.a.O., S. 88).

3. a) Zunächst ist festzuhalten, dass ein Verweis vorliegend unter spezialpräventiven 

Gesichtspunkten von vornherein ungeeignet erscheint, um beim Beschuldigten die 

gewünschte erzieherische Wirkung zu erzielen. Sodann ist die finanzielle Situation des 

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Beschuldigten angespannt (vgl. Doss. Z [Urteile/Verfügungen], act. 1 und 2). An 

Schranken führte er zur aktuellen finanziellen Situation aus, dass er noch etwa 4-5 

Betreibungen bzw. Verlustscheine, ca. Fr. 2'000.00 Schulden habe (act. B/25, S. 5; vgl. 

auch act. S1/7). Auch im Berufungsverfahren droht dem Beschuldigten nunmehr eine 

weitere Kostenauflage. Die Ausfällung einer Busse erscheint folglich unzweckmässig; 

dies auch vor dem Hintergrund, als beim Beschuldigten bisher auch die verfügten 

Kostenauflagen wenig fruchteten.

b) Der Beschuldigte ist mehrfach vorbestraft. So wurde er am xx.xx.xxxx wegen 

mehrfachen bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachem 

Hausfriedensbruch, Entwendung zum Gebrauch und mehrfachen Fahrens ohne 

Führerausweis mit Freiheitsentzug von 4 Monaten bestraft, wobei die 

Untersuchungshaft von 4 Tagen angerechnet wurde. Der Vollzug wurde aufgeschoben 

und die Probezeit auf 2 Jahre festgelegt. Daneben wurde er zur Bezahlung diverser 

Zivilforderungen im Umfang von mehreren tausend Franken sowie Verfahrenskosten 

von Fr. 830.00 verpflichtet. Mit Strafverfügung der Jugendanwaltschaft Y.______ vom 

xx.xx.xxxx wurde er wegen einer Übertretung des Personenbeförderungsgesetzes mit 

einem Verweis bestraft (Doss. Z [Urteile/Verfügungen], act. 1 und 2). Aufgrund dieser 

Vorstrafen hätte der Beschuldigte sensibilisiert sein müssen, zumal ihm bewusst sein 

musste, dass ihm mit dem Urteil vom xx.xx.xxxx letztmals eine Chance auf Bewährung 

eingeräumt wurde. Trotzdem beging er am xx.xx.xxxx – mithin während laufender 

Probezeit – die heute zu beurteilenden Delikte. Der Beschuldigte delinquierte damit 

innert drei Jahren mehrfach und teilweise einschlägig. Er liess sich damit nicht im 

geringsten vom bedingt ausgesprochenen Freiheitsentzug sowie den vier Tagen 

Untersuchungshaft abschrecken; auch nicht von der Auferlegung der Verfahrenskosten 

in der Höhe von mehreren hundert Franken, womit er eine gewisse Unbelehrbarkeit 

und Uneinsichtigkeit offenbarte. Die Anordnung einer persönlichen Leistung fällt unter 

diesen Umständen ausser Betracht. Es drängt sich vielmehr die Ausfällung eines 

Freiheitsentzugs auf, wobei dieser - wie noch aufzuzeigen sein wird - aufgrund der 

jüngeren Entwicklung des Beschuldigten bedingt ausgesprochen werden kann.

4. a) Das Jugendstrafrecht weist neben seiner Erziehungs- bzw. Präventionsfunktion 

auch einen pönalen Charakter auf. Während die Schutzmassnahmen auf die besondere 

erzieherische Betreuung oder therapeutische Behandlung abzielen, steht bei der Strafe 

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das "Bestrafen" im Vordergrund (Scuderi, Droit pénal des mineurs: cohabitation 

possible entre peine et mesure au sein d’un même établissement?, in: Jusletter vom 

15. Juli 2013, Rz. 1). Es erscheint daher folgerichtig, die Höhe der Strafe – im 

Unterschied zur Wahl der Strafart (vgl. E. IV/2a hiervor) – in erster Linie nach dem 

Verschulden zu bemessen. Dass sich der Gesetzgeber einer tatschuldorientierten 

Behandlung von jugendlichen Tätern nicht verschliesst, zeigt sich etwa in Art. 25 JStG, 

welcher sich an der vom Jugendlichen verübten Straftat und an der Tatschwere 

orientiert (Holderegger, a.a.O., Rz. 75). Im Hinblick auf die spezialpräventive 

Ausrichtung des Jugendstrafrechts, dürfen erzieherische Gründe aber auch hier nicht 

ausser Acht gelassen werden (vgl. E. IV/4c hiernach).

b) Für die Strafzumessung verweist Art. 1 Abs. 2 lit. b JStG auf Art. 47, 48 und 51 

StGB, die jedoch sinngemäss, d.h. namentlich entsprechend dem besonderen Sinn 

und Zweck des als Täterstrafrecht ausgestalteten Jugendstrafrechts, anzuwenden sind 

(BBl 1999 2220). Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es 

berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 

Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der Schwere der 

Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des 

Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit 

der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung 

oder Verletzung zu vermeiden (Art. 1 Abs. 2 lit. b JStG i.V.m. Art. 47 StGB). Es 

erscheint sachgerecht, das vom Bundesgericht vorgezeichnete methodische Vorgehen 

bei der Strafzumessung auch im Jugendstrafrecht sinngemäss zur Anwendung zu 

bringen. Danach hat der Richter im Interesse einer nachvollziehbaren Strafzumessung 

aufgrund des Tatverschuldens eine Einsatzstrafe festzulegen. Zur Bestimmung der 

Einsatzstrafe ist in einem ersten Schritt zu begründen, wie gross das objektive 

Tatverschulden ist und welche hypothetische Strafe sich daraus ergibt. In einem 

zweiten Schritt ist darzulegen, inwiefern sich subjektive Gründe im Tatzeitpunkt 

(subjektives Tatverschulden; insb. verminderte Schuldfähigkeit, Art. 19 Abs. 2 StGB 

und Art. 11 Abs. 2 JStG) auf das Verschulden auswirken. Es ist hierbei insbesondere zu 

prüfen, ob der Jugendliche zur Zeit der Tat fähig bzw. reif genug war, das Unrecht der 

Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln (Art. 11 Abs. 2 JStG). Zwar sind 

starre Alterslimiten abzulehnen, doch kann bei normal verlaufener Entwicklung davon 

ausgegangen werden, dass Jugendliche ab 14 Jahren über die erforderliche Einsichts- 

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und Steuerungsfähigkeit verfügen und deshalb schuldfähig sind (Aebersold, a.a.O., 

S. 124 und S. 126; vgl. auch Murer MikolÁsek, a.a.O., Rz. 11). Es hat gestützt auf die 

Umstände im Einzelfall immer eine altersadäquate Beurteilung der Schuldfähigkeit zu 

erfolgen (dazu wohl a.A. BSK Strafrecht I-Gürber/Hug/Schläfli, Art. 11 JStG N 3; vgl. 

aber Bger. 6B_330/2012 E. 6.2). Unter Berücksichtigung des subjektiven 

Tatverschuldens ist wiederum die resultierende angemessene hypothetische Strafe zu 

nennen. Diese Strafe ist schliesslich gegebenenfalls aufgrund täterrelevanter bzw. 

tatunabhängiger Strafzumessungsfaktoren zu erhöhen bzw. zu reduzieren (zum Ganzen 

BGE 136 IV 55 E. 5.7; Bger. 6B_585/2008 E. 3.5; 6B_865/2009 E. 1.2.2).

c) Das Verschulden ist – wie erwähnt – nicht das einzige Kriterium bei der 

Strafzumessung. Vielmehr spielen auch spezialpräventive Gesichtspunkte eine Rolle. In 

einem abschliessenden Schritt ist folglich stets zu prüfen, ob die anhand des 

Tatverschuldens ausgefällte Strafe auch unter erzieherischen Gesichtspunkten 

angemessen bzw. geboten erscheint. Diese Überprüfung stellt sicher, dass die 

ausgefällte Strafe letztlich in einem vernünftigen Verhältnis zum festgelegten 

Erziehungsziel steht. Verschulden und Erziehungsziel stehen mehrheitlich miteinander 

im Einklang, da die Persönlichkeit des Jugendlichen und sein erzieherisches Defizit, wie 

es sich in der Tat offenbart hat, in aller Regel mit dem Tatverschulden korrelieren. Die 

beiden Massstäbe können sich in gewissen Fällen aber auch widersprechen. Bei 

solchen Konstellationen gilt es zu berücksichtigen, dass die dem Verschulden 

angemessene Höchststrafe aus erzieherischen Überlegungen nicht überschritten 

werden darf, aber aus erzieherischen Gründen unterschritten werden kann. Ein 

erzieherisch begründeter Strafzuschlag ist unzulässig, würde er doch die Jugendlichen 

gegenüber den Erwachsenen schlechterstellen und das Schuldprinzip aushebeln 

(Aebersold, a.a.O., S. 159; Murer MikolÁsek, a.a.O., Rz. 13 ff.).

d) Hat die urteilende Behörde gleichzeitig über mehrere Straftaten eines Jugendlichen 

zu urteilen, kann sie entweder die Strafen nach Art. 33 JStG verbinden oder, wenn die 

Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt sind, eine Gesamtstrafe bilden, 

indem sie die Strafe der schwersten Tat angemessen erhöht (Art. 34 Abs. 1 JStG). Die 

einzelnen Taten dürfen bei der Bildung der Gesamtstrafe nicht stärker ins Gewicht 

fallen, als wenn sie für sich allein beurteilt worden wären. Die Gesamtstrafe darf das 

gesetzliche Höchstmass einer Strafart nicht überschreiten (Art. 34 Abs. 2 JStG). Auch 

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beim Jugendstrafrecht ist eine Kumulation mehrerer Taten bei gleichzeitiger 

Beurteilung ausgeschlossen. Kommt die Ausfällung gleichartiger Strafen in Betracht, 

gilt ähnlich wie nach Art. 49 Abs. 1 StGB das Asperationsprinzip (BBl 1999 2258 zur 

Anwendbarkeit des Asperationsprinzips; dazu auch BSK Strafrecht I-Gürber/Hug/

Schläfli, Art. 34 JStG N 4). Das Gericht hat mithin in einem ersten Schritt, unter 

Einbezug aller straferhöhenden und strafmindernden Umstände, gedanklich die 

Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festzulegen. In einem zweiten Schritt hat es diese 

Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten zu einer Gesamtstrafe zu erhöhen, 

wobei es ebenfalls den jeweiligen Umständen Rechnung zu tragen hat (vgl. zum 

Ganzen Bger. 6B_579/2008 E. 4.2.2; 6B_297/2009 E. 3.3.1; 6B_865/2009 E. 1.2.2; 

6B_323/2010 E. 2.2; 6B_475/2011 E. 1.2;vgl. auch BGE 127 IV 101 E. 2b; 116 IV 300 

E. 2b/aa, je noch zu aArt. 68 Ziff. 1 StGB).

e) Obschon Art. 50 StGB im Normenkatalog von Art. 1 Abs. 2 JStG nicht explizit 

aufgeführt wird, sind bei der Begründung des Strafmasses auch im Jugendstrafrecht 

gewisse konventions- und verfassungsrechtliche Mindestgarantien zu berücksichtigen. 

Eine entsprechende Begründungspflicht lässt sich subsidiär sowohl aus Art. 29 Abs. 2 

BV wie auch Art. 6 Ziff. 1 EMRK ableiten (BSK Strafrecht I-Wiprächtiger/Echle, Art. 50 

N 9; Hauser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 

2005, § 45 N 11). Mit Blick auf Art. 2 JStG muss den Erwägungen zumindest 

entnommen werden können, dass sich die ausgefällte Strafe am Schutz- und 

Erziehungsgedanken orientiert hat und die wesentlichsten erzieherischen 

Gesichtspunkte beachtet wurden.

5. Ausgangspunkt der Strafzumessung bildet das tatschwerste Delikt, vorliegend die 

Hehlerei i.S.v. Art. 160 Abs. 1 Ziff. 1 StGB, die als Verbrechen i.S.v. Art. 10 Abs. 2 StGB 

noch leicht schwerer wiegt als die Drohung gemäss Art. 180 StGB. Der konkrete 

Strafrahmen des heute auszufällenden Freiheitsentzuges reicht dabei – wie erwähnt – 

von einem Tag bis zu einem Jahr (Art. 25 Abs. 1 JStG).

a) aa) Hinsichtlich der objektiven Tatschwere lässt sich festhalten, dass der 

Beschuldigte die sich ihm bietende Möglichkeit, die zuvor von A.______ entwendete 

Digitalkamera einzustecken, ohne Scheu nutzte. Von einer geringfügigen Deliktssumme 

kann dabei nicht gesprochen werden. Zu berücksichtigen ist indes, dass der 

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Beschuldigte die Tat nicht von langer Hand plante, sondern die Digitalkamera 

unmittelbar nach der durch A.______ begangenen Entwendung spontan übernahm. 

Hinzu kommt, dass die Tatbegehung unter gruppendynamischen Einflüssen erfolgte. 

Insgesamt ist von einem (objektiv) nicht mehr leichten Verschulden auszugehen. 

Angemessen erscheint eine hypothetische Strafe von einem Monat.

bb) In subjektiver Hinsicht ist anzufügen, dass der Beschuldigte aus rein finanziellen 

Motiven handelte. Bei der Übernahme der Digitalkamera war er sich zudem über deren 

deliktische Herkunft im Klaren; er handelte mithin direktvorsätzlich. Der Beschuldigte 

war sodann zum Tatzeitpunkt 17 Jahre jung. Ein besonderer Entwicklungs- und 

Reiferückstand, der seine erforderliche Einsichts- und Steuerungsfähigkeit hätte 

beeinträchtigen können, wird weder geltend gemacht noch ist angesichts des 

konkreten Tatverhaltens beim beinahe volljährigen Beschuldigten eine entsprechende 

Retardierung auszumachen. Damit war der Beschuldigte vollumfänglich schuldfähig. 

Nach dem Gesagten vermögen die subjektiven Komponenten des Tatverschuldens das 

(objektiv) nicht mehr leichte Verschulden des Beschuldigten nicht zu relativieren. In 

Anbetracht der konkreten Tatumstände und der entsprechenden Tatschwere erscheint 

es somit angezeigt, die Einsatzstrafe bei einem Monat festzusetzen.

b) Straferhöhend wirkt sich nun die Drohung als weiteres Delikt aus. Dabei drohte der 

Beschuldigte dem Privatkläger aus einem nichtigen Grund mit Schlägen und trat mit 

seinen Füssen gegen dessen zwei Taschen, sodass dieser zurückweichen musste. 

Auch diese Tat war spontan, unüberlegt und basierte auf einem situativen, 

gruppendynamischen Prozess. Seine Drohung diente letztlich einzig eigennützigen 

Motiven, nämlich den Privatkläger einzuschüchtern und "Dampf abzulassen". 

Insgesamt ist von einem nicht mehr leichten Verschulden auszugehen. Angemessen ist 

eine asperierte Erhöhung der festgelegten Einsatzstrafe um einen weiteren halben 

Monat.

c) Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten kann auf den 

vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (vi Entscheid, S. 11 ff.). Aus dem 

Lebenslauf und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lassen sich keine 

strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. Der Beschuldigte kennt zwar seinen 

Vater nicht und verlor im Alter von x Jahren durch die Scheidung seiner Mutter auch 

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seinen Stiefvater, den er offensichtlich mochte (vgl. act. B/25, S. 2). Auch war seine 

Mutter nur in sehr geringem Masse fähig, ihm auf emotionaler Ebene Halt zu geben und 

ihn im organisatorischen, lebenspraktischen Bereich zu unterstützen. Trotz dieser 

sicherlich nicht immer ganz einfachen Lebensabschnitte, drängt sich unter diesem Titel 

eine Strafminderung nicht auf. Weiter konnte sich der Beschuldigte nicht zu einem 

klaren Geständnis durchringen. Deutlich straferhöhend (½ Monat) wirken die (teilweise) 

einschlägigen Vorstrafen (vgl. E. IV/3b hievor) sowie das erneute Delinquieren während 

laufender Probezeit aus. Es verstösst im Übrigen nicht gegen das 

Doppelverwertungsverbot, die erneute Straffälligkeit während der laufenden Probezeit 

neben der Vorstrafe als weiteren Erhöhungsgrund zu berücksichtigen (Bger. 

6B_765/2008 E. 2.1.2). Klar strafmindernd (½ Monat) wirkt sich das Wohlverhalten des 

Beschuldigten (Art. 1 Abs. 2 lit. b JStG i.V.m. Art. 48 lit. e StGB) sowie die 

Stabilisierung seiner Lebensverhältnisse aus. Bei den Täterkomponenten überwiegen 

damit weder die negativen noch die positiven Faktoren, weshalb die nach der 

Tatkomponente festgesetzte Einsatzstrafe aufgrund der Täterkomponenten weder zu 

erhöhen noch zu reduzieren ist.

d) aa) Weiter ist – wie die Verteidigung zu Recht geltend macht (act. B/28, S. 3) – der 

für ein Jugendstrafverfahren doch langen Verfahrensdauer Rechnung zu tragen. Das in 

Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 5 StPO festgeschriebene 

Beschleunigungsgebot gilt auch im Jugendstrafverfahren (Art. 3 Abs. 1 JStPO; Murer 

MikolÁsek, a.a.O., Rz. 305; vgl. auch Art. 21 Abs. 1 lit. f JStG). Das 

Beschleunigungsgebot verpflichtet die Behörden, das Strafverfahren voranzutreiben, 

um den Beschuldigten nicht unnötig über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im 

Ungewissen zu lassen bzw. ihn nicht länger als notwendig den Belastungen eines 

Strafverfahrens auszusetzen (BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3.3.1; 124 I 139 E. 2a; 

Bger. 6B_711/2011 E. 2; 6B_676/2011 E. 4.4.1; 6B_994/2010 E. 2.4; 6B_45/2009 

E. 2.3; je mit Hinweisen). Die Ungewissheit über den Verfahrensausgang trifft eine nicht 

voll gereifte Persönlichkeit besonders hart und hemmt sie in ihrer Entfaltung. Strafen 

sind im Jugendstrafverfahren folglich möglichst schnell und konsequent anzuordnen 

(Zapf, Opferschutz und Erziehungsgedanke im Jugendstrafverfahren, Göttingen 2012, 

S. 38; Jositsch et al., JStPO Kommentar, Einleitung N 20; vgl. zum Ganzen auch Rose, 

Wenn die [Jugend-] Strafe der Tat nicht auf dem Fusse folgt: Die Auswirkung von 

Verfahrensverzögerungen im Jugendstrafverfahren, in: Neue Zeitschrift für Strafrecht 

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6/2013, S. 315 ff.). Es soll zudem vermieden werden, dass eine sich abzeichnende 

günstige Entwicklung des fehlbaren Jugendlichen irgendwie durch strafrechtliche 

Massnahmen oder Strafen gestört wird, die zu dessen Besserung nichts mehr 

beitragen können, sei es, dass bereits anderweitig das Nötige vorgekehrt wurde, sei es, 

dass der Jugendliche durch sein eigenes aktives Verhalten seit der Tat eine innere 

Umkehr oder durch sein Wohlverhalten während einer längeren Zeit ernsthaft seinen 

Besserungswillen bekundet hat (Bger. 6B_232/2010 E. 3.3 noch zu aArt. 98 Abs. 4 

StGB).

bb) Von den Behörden und Gerichten kann indes nicht verlangt werden, dass sie sich 

ständig einem einzigen Fall widmen. Zeiten, in denen das Verfahren stillsteht, sind 

unumgänglich. Wirkt keiner dieser Zeitabschnitte stossend, ist eine Gesamtbetrachtung 

vorzunehmen. Dabei können Zeiten mit intensiver behördlicher oder gerichtlicher 

Tätigkeit andere Zeitspannen kompensieren, in denen aufgrund der Geschäftslast keine 

Verfahrenshandlungen erfolgten. Eine Strafminderung drängt sich auf, wenn eine 

krasse Zeitlücke (im Ablauf) seitens der Strafbehörde zutage tritt. Dazu genügt es nicht, 

dass diese oder jene Handlung ein bisschen rascher hätte vorgenommen werden 

können (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3; 124 I 139 E. 2c mit Hinweisen; Bger. 6B_711/2011 

E. 2.2; 6B_670/2009 E. 2.2; 6B_105/2007 E. 3.3). Das Beschleunigungsgebot ist 

sodann während des gesamten Verfahrens zu berücksichtigen, einschliesslich der 

Rechtsmittelverfahren (BGE 130 I 312 E. 5.1; 124 I 139 E. 2c; Bger. 6B_994/2010 

E. 2.4; 6B_1076/2009 E. 2.2).

cc) Eine Verfahrensverzögerung, insbesondere im Stadium der Untersuchung sowie im 

Verfahren vor Vorinstanz ist nicht ersichtlich. Die entsprechenden Beurteilungen 

erfolgten zeitnah; stossende Zeitspannen sind nicht zu verzeichnen. Vorliegend hat das 

Verfahren vor Kantonsgericht insgesamt doch über ein Jahr gedauert, obschon der Fall 

weder besonders umfangreich noch äusserst komplex war. Diese Verfahrensdauer 

erweist sich angesichts der im Jugendstrafverfahren gebotenen schnellen Reaktion als 

recht lang, aber nicht überlang, weshalb eine Herabsetzung der Strafe um einen halben 

Monat als angemessen erscheint. Die Strafminderung in dieser Höhe läuft im Übrigen 

auch nicht den Grundprinzipien des Jugendstrafrechts zuwider. Denn gerade eine 

lange Verfahrensverzögerung lässt bei Jugendlichen den Erziehungseffekt verblassen, 

wird doch eine spät ausgefällte Strafe insbesondere bei zwischenzeitlicher 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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Verhaltensänderung vom Jugendlichen als ungerecht empfunden (vgl. zum Ganzen 

Ostendorf, Jugendstrafrecht, 6. Aufl., Baden-Baden 2011, Rz. 57 ff.; Murer MikolÁsek, 

a.a.O., Rz. 284; Studer, Jugendliche Intensivtäter in der Schweiz, Diss. Zürich 2012, 

Rz. 600). Es gilt zudem zu verhindern, dass eine Verletzung des 

Beschleunigungsgebots aus erzieherischen Gründen zum Nachteil des jugendlichen 

Täters korrigiert wird.

e) Im Ergebnis und unter Berücksichtigung der relevanten tat- und täterbezogenen 

Strafzumessungsgründe, erweist sich ein Freiheitsentzug von einem Monat als tat- und 

schuldangemessen.

f) Diese Strafe ist nunmehr noch unter erzieherischen Gesichtspunkten zu überprüfen. 

Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte – wie bereits erwähnt – 

während laufender Probezeit erneut delinquierte und auch der aufgeschobene 

Freiheitsentzug von 4 Monaten keinen tiefgreifenden Eindruck hinterliess. Eine 

Reduktion der festgelegten Strafe von einem Monat Freiheitsentzug kommt unter 

diesen Umständen nicht in Frage. Sie würde gegenteils die erzieherische Wirkung 

vereiteln.

6. [Vollzug]

7. [Widerruf]

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	Entscheid Kantonsgericht, 03.06.2013
	Art. 1 Abs. 2 lit. b JStG (SR 311.1) i.V.m. Art. 47, 48 und 51 StGB (SR 311.0), Art. 11 und Art. 34 JStG; Strafzumessung in Jugendstrafsachen. Das Gericht hat sich bei der Wahl der Strafart vorrangig am Erziehungsziel und dem Schutzbedürfnis des Jugendlichen zu orientieren. Das Tatverschulden wirkt dabei als Korrektiv nach unten bzw. als Strafuntergrenze. Demgegenüber bemisst sich die Höhe der Strafe in erster Linie nach dem Verschulden. Strafminderung zufolge Verletzung des Beschleunigungsgebots (Kantonsgericht, Strafkammer, 3. Juni 2013, ST.2012.56). 

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