# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ade484c0-ddd0-5a1d-983d-287a92b7c3d4
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-26
**Language:** de
**Title:** Befristete Rente; Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit; Abstellen auf Stellungnahme des RAD.
**Docket/Reference:** IV.2013.00822
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00822.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00822
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiber Hübscher
Urteil
vom
26. Februar 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch
Y.___
SOBELI Sozialrechtsberatung Limmattal
Bahnhofstrasse 5, 8953 Dietikon
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
,
geboren 1969,
von
Z.___
, reiste im Jahr 198
8
in die Schweiz ein (
Urk.
8
/1
/1), wo sie seit
1.
Juni 1989 als
Küchenhilfe
im
A.___
tätig war (
Urk.
8/10
/1-2
)
.
Am 2
5.
August 2011 meldete sie sich mit Hinweis auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach einem am 2
0.
Januar 2011 erlittenen doppelten
Bein
bruch
(
Urk.
8/1/4)
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/1, Urk.
8/4). Die IV-Stelle tätige Abklärungen in beruflich-erwerblicher (
Urk.
8/5-6
,
Urk.
8/10
) und medizi
ni
scher (
Urk. 8/8-9
,
Urk.
8/24-25
)
Hinsicht
und zog die Akten der Unfall
ver
si
cherung
(Urk. 8/7)
bei
.
Mit Vorbescheid vom 1
1.
Mai 2012 stellte sie der Ver
si
cherten die Ausrichtung einer ganzen Rente vom 1. Februar bis 31. Mai 2012 in Aussicht (
Urk.
8/30). Dagegen erhob die Unfallversicherung von
X.___
am 15. Mai 2012 Einwand (
Urk.
8/31
/1
, unter Beilage
weiterer
medi
zinische
r
Unterlagen
[Urk. 8/31/4-
20
]
). Vom
1.
bis
2
9.
Mai 2012
hielt sich die Versicherte zur me
di
zinischen Abklärung und
Zumutbarkeitsbeurteilung
in der
B.___
auf (
Urk.
8/
39
).
Mit Eingabe vom 2
4.
August 2012 (
Urk.
8/40)
erhob die Ver
sicherte ebenfalls Einwand gegen de
n Vorbescheid vom 1
1.
Mai 201
2.
Die IV-Stelle nahm weitere
medizinische
Unterlagen der Unfall
versiche
rung zu den Akten (Urk.
8/43-44)
.
Nach Prüfung der Einwände verfügte
sie
am
5.
August 2013 wie vorbeschieden die Ausrichtung einer ganzen Rente vom
1.
Februar bis 3
1.
Mai 2012 (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X.___
am 1
4.
September 2013 Beschwerde und bean
tragte, in Aufhebung der Verfügung vom
5.
August 2013 sei
ihr eine ganze In
validenrente auszurichten. Eventualiter seien weitere medizinischen Ab
klä
run
gen anzuordnen (
Urk.
1 S. 2).
Ferner seien ihr e
ventualiter berufliche Mass
nahmen zu gewähren (
Urk.
1 S. 7).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
Oktober 2013 bean
tragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
8/1-62]
)
, was der Beschwerdeführerin mit Mit
teilung vom 2
1.
Oktober 2013 zur Ke
nntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin auch über de
n
3
1.
Mai 2012 hinaus Anspruch
auf eine Invalidenrente hat.
Berufliche Massnahmen sind demgegenüber nicht Gegenstand der angefoch
tenen Rentenverfügung vom 5.
August 2013 (Urk. 2), weshalb diese Frage im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen (vgl.
BGE 125 V 413 E.
1a mit weiteren Hinweisen) und auf den entsprechenden Antrag der Be
schwerdeführerin (Urk. 1 S. 7) nicht einzutreten ist.
1.2
In der angefochtenen Verfügung vom
5.
August 2013
(
Urk.
2)
führte die
Beschwer
de
gegnerin
im Wesentlichen aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin ab dem 2
1.
Februar 2012 erheblich verbessert habe. Aus ärztlicher Sicht sei ihr ab diesem Zeitpunkt die Ausübung einer leichten Arbeit, welche sitzend ausgeführt werden könne, im Umfang einer Vollzeitstelle zumut
bar.
Beim Einkommensvergleich resultierte ein Invaliditätsgrad von 23
%
. Bei einer Verbesserung der Erwerbstätigkeit werde die Invalidenrente
spätestens dann an
gepasst, wenn die Verbesserung ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate ge
dauert habe.
Damit bestehe ab dem
1.
Juni 2012 kein Anspruch auf eine In
validenrente mehr (
Urk.
2, Verfügungsteil 2, S. 2).
1.3
Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass
sie
nach ihrem Unfall vom 2
0.
Januar 2011 bis 1
4.
November 2011 zu 100
%
arbeits
un
fähig
und vom 1
5.
November 2011 bis Ende April 2012 zu 80
%
arbeitsunfähig gewesen
sei;
mit anschliessende
m
stationäre
m
Aufenthalt
in der
B.___
vom 1. bis 2
9.
Mai 2
0
1
2.
Am 3
1.
Mai 2012 habe sie ihre Arbeit
mit
einem 20
%
-Pensum
wieder aufgenommen.
Sie sei a
m 1
9.
November 2012 erneut operiert worden und seither wiederum zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
1 S. 3).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er
werbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Drei
viertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
[IVG]
.
2.3
Die rückwirkend er
gan
gene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass
Revisions
gründe
(BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des
Invalidi
tätsgrades
eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erfor
derliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.4
2.4.1
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These
abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
–
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
–
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.4.2
Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten
Person in den Hintergrund rückt
. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen regionaler ärztlicher Dienste
(RAD)
[
Urteile des Bundesgerichts 9C_196/2014
vom 1
8.
Juni 2014 E. 5.1.1 und
9C_286/2014 vom
8.
August 2014 E.
3.2 je mit weiteren Hinweisen
]
.
3.
3.1
Gemäss Bericht von
Dr.
med.
C.___
,
Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 1
9.
Februar 2012 besteht bei der Beschwerdeführerin eine per
si
stierende Belastungsstörung Unterschenkel links mit Verdacht auf Morbus
Sude
c
k
sowie ein Zustand nach
Pilon
tibiale
mit
Volkmann’schem
Dreieck und lateraler
Malleolarfraktur
Typ Weber B. am 2
6.
Januar 2011 (Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit). In ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin vom 2
6.
Februar bis
1.
November 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Seit
2.
November 2011 bis voraussichtlich ca. Ende März 2012 bestehe eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/24/1). In aus
schliesslich sitzenden Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin mit gehäuften Pausen sowie der Möglichkeit zur Hochlagerung des linken Beines zu ca. 75
%
beziehungsweise 6 Stunden pro Tag arbeitsfähig (
Urk.
8/24/3).
3.2
Dr.
med
.
D.___
,
Orthopädische Chirurgie FMH,
stellte
im
B
ericht vom
2
2.
Februar 2012 als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit einen Status nach
Trimalleolarfraktur
links vom 2
0.
Januar 2011, einen Status nach lateraler Wundinfektion, einen Status nach Metallentfernung vom 2
8.
April 2011 und
1
2.
September 2011 sowie eine p
ost
t
raumatische Arthrose oberes Sprunggelenk (OSG) links
. Als Diagnose ohne Auswir
kungen
auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er eine Adipositas (
Urk.
8/25/1). In ihrer zuletzt aus
ge
übten Tätig
keit als Küchenhilfe sei die Beschwerdeführerin vom 2
0.
Januar bis 1.
No
vember 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Ab dem
2.
November bestehe bis auf
weiteres eine
20
%
ige
Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/25/2).
Eine einsei
tige Belastung mit Arbeiten nur im Stehen sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit, die überwiegend im Sitzen aufgeführt werde, sei ihr ab sofort zu 100
%
möglich (
Urk.
8/25/3
und
5
).
3.
3
In seiner
Stellungnahme
vom 2
8.
Februar 2012
führte
RAD
-Arzt
Dr.
med.
E.___
,
Facharzt für Orthopädie
und Traumatologie
,
aus
, mit der Diagnose einer posttraumatischen Arthrose bei Status nach
Trimal
leo
lar
fraktur
links vom 20. Januar 2011 liege seit
diesem Datum
ein rele
vanter Gesundheitsscha
den vor. Da ab dem
2.
November 2011 die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe im ge
ringfügigen Ausmass möglich gewesen sei,
sei davon auszugehen, dass
seit dieser Zeit eine
angepasste Tätigkeit ebenfalls möglich gewesen sei
(
Urk.
8/27/3-4
)
.
Am 2
8.
März 2012
hielt
Dr.
E.___
fest, dass die Beschwerde
führerin in der angesta
mmten und in einer angepassten –
leichte sitzende
– Tätigkeit
vom 2
0.
Januar bis
1.
November 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. In einer angepassten Tätigkeit sei sie vom
2.
November 2011 bis 21. Februar 2012 zu 20
%
arbeitsfähig
gewesen. Ab 2
2.
Februar 2012 bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/27/4).
3.
4
Im Austrittsbericht vom
1.
Juni 2012 stellten die Ärzte der
B.___
die folgenden Diagnosen (
Urk.
8/39/1):
-
Pilon
tibiale
Fraktur mit
Volkmann’schem
Dreieck und lateraler
Malleo
lar
fraktur
Typ Weber links mit/bei
-
Osteosynthese am 2
0.
Januar 2011
-
protrahiertem Verlauf mit Wundheilungsstörung, wahrscheinlich me
tallinduziert
-
Osteosynthesematerialentfernung
im April und September 2011
-
Röntgen OSG vom
4.
Mai 2012: Zeichen einer Minderbelastung der Ferse links. Keine eindeutigen Hinweise für eine posttraumatische Veränderung am OSG links. Fersensporn beidseits und Verkalkungen am knöchernen Ansatz der Achillessehne
sowie am
Tuber
calcanei
beidseits
-
aktuell: Budapester-Kriterien für ein
Chronic
Regional
Pain
Syndrome (
CRPS
)
nicht erfüllt
-
Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: F43.1)
-
Adipositas (BMI 39 kg/m
2
)
Die Ärzte der
B.___
hielten zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin fest, dass
eine mässige Symptomausweitung beobachtet worden sei.
Diese sei teilweise auf eine psychische Störung zurückzuführen. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivier
baren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung nur zum Teil erklären. Die ganztags gehend-stehende Tätigkeit als Küchengehilfin sei der Beschwerdeführerin grundsätzlich nicht zumutbar. In anderen beruflichen Tätigkeiten
sei der Beschwerdeführer
in
eine leichte bis mittel
schwere, wechselbelastende (zu gleichen Teilen sitzende und gehend ste
hende) Arbeit ohne Arbeit im unebenen Gelände, ohne Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich des linken Fusses, ohne häufige Zwangshaltungen für den linken Fuss
, ohne häufiges Treppen- oder Leiternsteigen mit Gewichten ganz
tags zumutbar (
Urk.
8/39/2).
3.
5
Bei der MRI-Untersuchung
des linken OSG
vom 1
6.
August 2012
im
F.___
fand sich kein Hinweis für
einen
Morbus
Sudeck
. Es zeig
ten
sich jedoch massive de
ge
nerative Veränderungen im OSG, lateral betont, am ehesten
als post
trau
matisch zu werten, jedoch kein Gelenkserguss. Ferner bestanden Ver
narbungen im Bereich der
Syndesmose
und des Ligamentum
del
toideum
und eine Längsspaltung der
Peroneus
brevis
-Sehne (
Urk.
8/43/5).
3.
6
Beim operativen Eingriff vom 1
9.
November 2012 führte
Dr.
med.
G.___
,
Orthopädische Chirurgie FMH, eine OSG-Arthroskopie links und eine
Osteophyten
-Abtragung
tibial
durch (
Urk.
8/44/4).
3.
7
Dr.
E.___
schrieb in seiner Stellungnahme vom 2
2.
März 2013, dass die Arbeits
unfähigkeit nach der OSG-Arthroskopie erfahrungsgemäss
wenige Tage bis Wochen dauere
. Es sei davon auszugehen, dass vom Zeitpunkt der Operation
(1
9.
November 2012)
bis maximal Ende des Jahres 2012 für alle Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit vorgelegen habe. Danach habe medizinisch-theoretisch wieder die gleiche Arbeitsfähigkeit wie
vor der OSG-Arthroskopie links bestanden. In Anbetracht des
arthroskopischen
Befundes sei nicht wahr
scheinlich, dass in absehbarer Zeit eine operative Versteifung des linken OSG erfolgen müsse (Urk. 8/45/3).
4.
In seinen Stellung
n
ahme
n
vom 28. Februar und 2
8.
März 2012
stell
t
e
Dr.
E.___
im Wesentlichen
auf
die Angaben im
B
ericht des behandelnden
o
rthopäd
ischen Chirurgen
Dr.
D.___
vom 22.
Februar 2012
(
Urk.
8/2
5
)
ab
(vgl. Urk.
8/27/3-4).
Gemäss dem
Belastungs
profil
von
Dr.
D.___
vom
2
2.
Feb
ruar 2012 sind der Beschwerdeführerin auch in einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit wechsel
belastende Tätigkeiten und das Heben und Tragen von Lasten mit einer
Gewichtslimite
von 10 bis 15
kg
nur noch
für zwei Stunden pro Tag (100%ige Leistung) und rein stehende Tätig
keiten
, vorwiegend
im Gehen ausgeübte Tätigkeiten sowie das
Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien,
die Rotation im Sitzen/Stehen und das
auf Leitern/Gerüste und Treppen
S
teigen
nicht mehr zumutbar. Wegen der Schmer
zen im linken Fuss sei die kör
perliche Belastbarkeit einge
schränkt (
Urk.
8/25/5). Dem Belastungsprofil der Ärzte der
B.___
vom
1.
Juni 2012 (E.
3.
4
) sind keine zu
sätzlichen Ein
schränkungen
zu entnehmen.
Dr.
E.___
erklärte
am 2
3.
November 2012 die im Austrittsbericht der
B.___
vom
1.
Juni 2012
(
Urk.
8/39)
getroffenen Aussagen zum Gesundheits
zustand und zur Arbeitsfähigkeit
stün
den
im Einklang
mit seinen Stellungnahmen vom 2
8.
Februar und 2
8.
März 2012
, weshalb diese weiterhin Bestand
hätten
(
Urk.
8/45/2).
Nach dem Gesagten verm
ag dies zu überzeugen.
Gemäss Operationsbericht von
Dr.
G.___
vom 1
9.
November 2012
wurde die Beschwerdeführer
in
nach dem Eingriff
vom selben Tag am folgenden Tag
wieder
mit einem Walker
mobilisiert
(
Urk. 8/44/5
)
.
Eine längerdauernde Arbeits
unfähigkeit wurde von
Dr.
G.___
nicht attestiert. Vor diesem Hintergrund
vermag
auch
die Beurteilung
von
Dr.
E.___
, welcher über
den
Facharzttitel orthopädische Chirurgie und Traumatologie verfügt,
zu über
zeugen
,
wonach
die
OSG-
Arthroskopie vom 19.
November 2012
bis
maximal
Ende des Jahres 2012
eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit zur Folge gehabt haben dürfte (E. 3.
7
).
Dass die Beschwerdeführerin nach der
besagten
Arthroskopie länger arbeitsunfähig ge
wesen wäre, ist den Akten nicht zu entnehmen und wird von
ihr
auch nicht
substantiiert
dargetan.
Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Ver
schlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesent
lichen
Unter
bruch
drei Monate gedauert hat. Dies war hinsichtlich der er
neuten 100%igen Arbeitsun
fähigkeit der Beschwerdeführerin nach der OSG-Arthros
kopie vom 19. Novem
ber 2012
gemäss der Beurteilung von
Dr.
E.___
vom 22. März 2013
indes
nicht der Fall
,
weshalb
sie zu Recht keine Berücksichtigung gefunden hat
.
Demnach ist mit
Dr.
E.___
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer
in
in einer angepassten Tätigkeit
spätestens
ab 22. Februar 2012 wieder zu 100
%
arbeitsfähig war (
E. 3.
3
, E. 3.
7
).
Damit erübrigen sich weitere Abklärungen zum medizinischen Sachverhalt.
5.
In erwerblicher Hinsicht ist es nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegne
rin
die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ab 2
2.
Februar 2012 nach drei
Monaten, mithin mit Wirkung ab
1.
Juni 2012
,
berücksichtigt hat (
vgl.
Art.
88a Abs.
1 IVV). Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Valideneinkommen
201
2
von
Fr.
69‘489.-- (vgl.
Urk.
2, Verfügungsteil 2, S. 2
,
Urk.
8/26
) blieb un
bestritten
(vgl.
Urk.
1 S. 7)
.
Dass die Beschwerdegegnerin bezüglich des hypo
thetischen Invalideneinkommens auf die
lohnstatistischen
Angaben
für Arbeit
nehmerinnen des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) im Privaten Sektor
(
TA1,
Total Ziff. 02-96)
gemäss
de
r
Schweizerischen
Lohn
strukturerhebung
(LSE) des Bundesamtes für Statistik abgestellt hat (vgl.
Urk.
2, Verfügungsteil 2, S. 2
,
Urk.
8/26
), gibt zu keinen Beanstan
dungen Anlass. Dem
gegenüber ist die Behauptung der Beschwerde
führerin, sie sei nur noch in der Lage, einen Verdienst von Fr. 12‘000.--
pro Jahr zu erzielen
(
Urk.
1 S. 7)
,
in keiner Weise belegt, weshalb nicht darauf abzustellen ist.
Werden beim
Invali
denkommen
die
No
minallohnentwicklung
(für
Frauen; 2010: 2579
Punkte,
2012: 2630 Punkte
) sowie
eine betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit
2012
von 41.7 Stunden berücksichtigt
(Die Volkswirtschaft 1
/2
-2015, Tabelle
n
B9.2 und B10.3, S. 92 f.)
,
resultiert
beim
Ein
kommensvergleich
(
Valideneinkommen
2012:
69‘489.
--,
Invalideneinkom
men
2012:
Fr.
53‘900.--
)
ab
1.
Juni 2012
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
15‘589.--
beziehungsweise ein rentenau
s
schliessender Invaliditätsgrad von
22
%
(E. 2.2)
.
Ein
l
eistungsbegründender
Invaliditätsgrad
würde auch nicht resultieren, wenn das eingeschränkte Belastungsprofil (E. 4) mit einem Abzug
vom Tabellenlohn
von 10
%
berücksichtigt würde.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen
, soweit auf sie einzutreten ist
.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr. 6
00.--
de
r
unterliegenden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit auf sie eingetreten wird
.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Y.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstHübscher