# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4145cfb9-7aa2-51ca-8704-ace447d9d669
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.09.2020 LF200052
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF200052_2020-09-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF200052-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. P. Diggelmann und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Ge-

richtsschreiberin lic. iur. A. Götschi 

Urteil vom 18. September 2020 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. ...,  
3. ...,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. X._____,  

 

betreffend Ausweisung (Kosten- und Entschädigungsfolgen) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im summarischen Verfah-

ren des Bezirksgerichtes Dietikon vom 13. August 2020 (ER200043) 

 

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Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1 Die Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin (nachfolgend: Gesuchstelle-

rin) verlangte im vorinstanzlichen Verfahren, die Gesuchsgegner 1-3 seien zu 

verpflichten, den Geschäftsraum Nr. 0.02 im EG, bestehend aus vier Räumen, 

und die Aussenparkplätze Nr. 1, 2, 3 und 5 am C._____-weg …, D._____ [Ort], 

unverzüglich zu räumen und ihr ordnungsgemäss zu übergeben, sowie das Ge-

meindeammannamt sei anzuweisen, den Befehl auf Verlangen der Gesuchstelle-

rin zu vollstrecken (vgl. Prot. Vi. S. 2; act. 1/1-2). Die Ausweisung der Gesuchs-

gegnerin 1 (Mieterin) verlangte die Gesuchstellerin gestützt auf Art. 267 OR und 

jene der Gesuchsgegner 2 und 3 gestützt auf Art. 641 Abs. 2 ZGB (vgl. act. 1/1). 

1.2 Mit Eingaben vom 27. und 31. Juli 2020 teilten die Parteien dem Einzelge-

richt im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon (nachfolgend:  

Vorinstanz) mit, das streitgegenständliche Mietobjekt sei inzwischen geräumt und 

übergeben worden (vgl. act. 32 E. 1.2 f.; act. 21 und 22; zur vollständigen vor-

instanzlichen Prozessgeschichte vgl. act. 32 E. 1). 

1.3 Mit Verfügungen vom 13. August 2020 (act. 24 = act. 31 = act. 32 [Akten-

exemplar]) wies die Vorinstanz das Gesuch des Gesuchsgegners 3 um unentgelt-

liche Rechtspflege ab (vgl. erste Verfügung, act. 32 S. 7). Des Weiteren schrieb 

sie das Ausweisungsverfahren infolge Gegenstandslosigkeit ab (Dispositiv-Ziffer 1 

der zweiten Verfügung), setzte die Entscheidgebühr auf Fr. 1'500.– fest und be-

hielt sich allfällige weitere Auslagen vor (Dispositiv-Ziffer 2 a.a.O.), auferlegte die 

Entscheidgebühr den (drei) Gesuchsgegnern und bezog diese aus dem von der 

Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss sowie verpflichtete die (drei) Ge-

suchsgegner, der Gesuchstellerin die Entscheidgebühr unter solidarischer Haf-

tung zu ersetzen sowie ihr – ebenfalls unter solidarischer Haftung – eine Partei-

entschädigung von Fr. 1'900.– (inkl. MWST) zu bezahlen (Dispositiv-Ziffern 3 und 

4, act. 32 S. 7 f.). 

1.4 Die Gesuchsgegnerin 1 erhob – wie auch die Gesuchsgegner 2 und 3 im 

Parallelverfahren bei der Kammer mit der Geschäfts-Nr. PF200071 – gegen die 

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Kosten- und Entschädigungsfolgen der zweiten Verfügung vom 13. August 2020  

mit Eingabe vom 28. August 2020 (Poststempel) rechtzeitig (vgl. act. 24 i.V.m. 

act. 25/3 i.V.m. act. 30 S. 1, Art. 321 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 257 ZPO) "Berufung" 

(vgl. act. 30); diese ist als Kostenbeschwerde entgegenzunehmen (Art. 110 ZPO 

i.V.m. Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO), denn:  

 Die Gesuchsgegnerin 1 beantragt darin, der Entscheid sei "umzukehren" 

und die Gesuchstellerin habe sämtliche Kosten zu tragen. Eventualiter habe die 

Gesuchstellerin zumindest 2/3 der Kosten zu bezahlen. Die Gesuchstellerin sei zu 

verpflichten, ihr eine Parteientschädigung zu bezahlen; eventualiter sei die Ge-

suchstellerin zu verpflichten, ihr zumindest 2/3 der Rechtsanwaltskosten zu ent-

schädigen. Zudem sei die Gesuchstellerin zu verpflichten, die Kosten des Ober-

gerichtsverfahrens zu tragen (vgl. act. 30 S. 1). Auch unter Berücksichtigung der 

Begründung wendet sich die Gesuchsgegnerin einzig gegen die Verteilung der 

Prozesskosten durch die Vorinstanz. Den Eintritt der Gegenstandslosigkeit des 

Verfahrens und die Höhe der Kosten bestreitet sie hingegen nicht. 

1.5 Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 1-

28). Auf das Einholen einer Beschwerdeantwort wird verzichtet (vgl. Art. 322 

Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif. 

2. Prozessuales 

2.1 Der Kostenentscheid (Entscheid über die Verteilung der Prozesskosten nach 

Art. 95 Abs. 1 ZPO) kann selbstständig – und unabhängig vom Streitwert – nur 

mit Beschwerde angefochten werden (vgl. Art. 110 ZPO).  

2.2 Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Art. 319 ff. ZPO. Mit der 

Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrich-

tige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die 

Beschwerdeinstanz prüft den angefochtenen Entscheid auch auf seine Angemes-

senheit hin (vgl. Art. 320 lit. a ZPO), greift aber nur mit einer gewissen Zurückhal-

tung in einen wohl überlegten und vertretbaren Ermessensentscheid der Vor-

instanz ein (vgl. ZR 111 [2012] Nr. 53 S. 161 f. E. 3). Mit anderen Worten ist nur in 

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eindeutigen Fällen von Ermessensmissbrauch oder -überschreitung einzuschrei-

ten (vgl. auch BK ZPO-STERCHI, Bern 2012, Art. 320 N 3). 

2.3 Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innert der Rechtsmittelfrist 

schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Aus der Begrün-

dungspflicht ergibt sich ferner, dass die Beschwerde zudem (zu begründende) 

Rechtsmittelanträge zu enthalten hat. Bei Rechtsmitteleingaben von Laien genügt 

als Antrag eine Formulierung, aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, 

wie das Obergericht entscheiden soll. Zur Begründung reicht aus, wenn auch nur 

ganz rudimentär zum Ausdruck kommt, an welchen Mängeln der angefochtene 

Entscheid leidet resp. weshalb der angefochtene Entscheid nach Auffassung der 

Beschwerde führenden Partei unrichtig sein soll. Sind auch diese Voraussetzun-

gen nicht gegeben, wird auf eine Beschwerde nicht eingetreten (Art. 321 Abs. 1 

und 2 ZPO; vgl. OGer ZH PF130050 vom 25. Oktober 2013, E. II./2.1; vgl. BK 

ZPO-STERCHI, Bern 2012, Art. 321 N 18 und 22).  

2.4 Neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im Beschwerde-

verfahren ausgeschlossen (sog. Novenverbot, vgl. Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

3. Materielles 

3.1 Verteilung der Prozesskosten nach Ermessen (Art. 107 ZPO) 

Wie die Vorinstanz bereits zutreffend ausführte, kann das Gericht namentlich 

dann von den Verteilungsgrundsätzen nach Art. 104 ff. ZPO abweichen und die 

Prozesskosten nach Ermessen verteilen, wenn das Verfahren – wie dies hier der 

Fall war – als gegenstandslos abgeschrieben wird und das Gesetz nichts anderes 

vorsieht (vgl. Art. 106 Abs. 1 lit. e ZPO). Dabei ist etwa zu berücksichtigen, wel-

che Partei Anlass zur Klage gegeben hat, welches der mutmassliche Prozess-

ausgang gewesen wäre und bei welcher Partei die Gründe eingetreten sind, die 

dazu geführt haben, dass das Verfahren gegenstandslos wurde (vgl. Botschaft 

zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, S. 7221 ff., 

S. 7297 m.w.H.) und welche Partei unnötigerweise Kosten verursacht hat (vgl. 

BSK ZPO-RÜEGG, 3. Aufl. 2017, Art. 107 N 8 m.w.H.). 

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 Die Vorinstanz schrieb das Verfahren infolge Gegenstandslosigkeit ab, weil 

die Parteien mit Eingaben vom 27. und 31. Juli 2020 mitgeteilt hatten, das streit-

gegenständliche Mietobjekt sei inzwischen geräumt und übergeben worden (vgl. 

act. 32 E. 1.2 f.; act. 21 und 22). Die Regelung der Kosten- und Entschädigungs-

folgen zulasten der Gesuchsgegner 1-3 begründete die Vorinstanz im Wesentli-

chen mit dem mutmasslichen und vollumfänglichen Obsiegen der Gesuchstellerin 

gegenüber sämtlichen Gesuchsgegnern, wäre das Verfahren nicht gegenstands-

los geworden (vgl. act. 32 E. 3.1 f.). 

3.2.1  Zur Kostenverteilung bringt die Gesuchsgegnerin 1 in Bezug auf die Ge-

richtskosten vor, diese seien ihr nur zu 1/3 bzw. im Umfang von Fr. 500.– aufzu-

legen gewesen; zu 2/3 beträfen die Verfahrenskosten zwei andere Rechtssubjek-

te, gegen welche die Gesuchstellerin nicht hätte klagen dürfen. Nur sie sei Miete-

rin gewesen, nicht die Gesuchsgegner 2 oder 3. Dasselbe gelte auch für die Auf-

erlegung der Parteientschädigung (vgl. act. 30 S. 2).  

 Damit macht die Gesuchsgegnerin 1 sinngemäss geltend, die Vorinstanz 

hätte das Ausweisungsbegehren gegen die Gesuchsgegner 2 und 3 mangels 

Passivlegitimation abweisen müssen, was zumindest zu einem teilweisen Unter-

liegen der Gesuchstellerin geführt hätte. Dabei übersieht sie, dass die Vorinstanz 

die Passivlegitimation der Gesuchsgegner 2 und 3 gestützt auf Art. 641 Abs. 2 

ZGB bejahte bzw. nicht davon ausging, diese seien ebenfalls Mieter. Auf diese 

Begründung der Vorinstanz geht die Gesuchsgegnerin 1 nicht ein und führt nicht 

aus, weshalb die Ausweisung der Gesuchsgegner 2 und 3 gestützt auf die Rechte 

der Gesuchstellerin nach Art. 641 ZGB falsch gewesen sein soll. Daher kann da-

rauf nicht weiter eingegangen werden.  

3.2.2  Soweit sich die Gesuchsgegnerin 1 damit gegen die vorinstanzliche An-

ordnung der solidarischen Haftung zur Wehr setzen wollte, hätte sie ausführen 

müssen, weshalb es ihrer Ansicht nach nicht gerechtfertigt gewesen sein soll, auf 

solidarische Haftung der Gesuchsgegner 1-3 zu erkennen, obschon diese ge-

stützt auf Art. 267 OR und Art. 641 ZGB nach der Einschätzung der Vorinstanz 

auszuweisen gewesen wären.  

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 Im Übrigen kann ein Gericht insbesondere dann auf solidarische Haftung er-

kennen, wenn – wie hier – mehrere Personen als Hauptparteien am Prozess be-

teiligt sind (vgl. Art. 106 Abs. 2 ZPO). Da die Vorinstanz nicht bestimmte, zu wel-

chen Anteilen die Prozesskosten den Gesuchsgegnern 1-3 auferlegt wird, ist da-

von auszugehen, dass jeder von ihnen der Gesuchstellerin grundsätzlich (nur) 1/3 

davon zu erstatten bzw. zu bezahlen hat. Aufgrund der vom Gesetz eingeräumten 

und von der Vorinstanz gewählten Möglichkeit, auf solidarische Haftung zu erken-

nen, trifft die drei Gesuchsgegner jedoch je das Risiko, allenfalls für mehr als 1/3 

bzw. bis maximal für die ganzen Prozesskosten in Anspruch genommen zu wer-

den. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal keine Gründe ersichtlich sind, die eine 

andere Regelung nahegelegt hätten. 

3.2.3  Weiter macht die Gesuchsgegnerin 1 geltend, die Vorinstanz hätte ihr 

Fr. 1'900.– als Parteientschädigung zusprechen sollen. Sie habe den Prozess 

nicht alleine führen können und mit Fr. 1'900.– hätte sie wenigstens teilweise ihre 

Anwaltskosten decken können (vgl. act. 30 S. 2).  

 Eine Parteientschädigung wird entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin 1 

nicht jener Partei zugesprochen, die den Prozess nicht alleine führen kann. Viel-

mehr wird einer Partei eine solche – namentlich für die Kosten ihres berufsmässi-

gen Vertreters (vgl. Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO) – nur dann und nur soweit zugespro-

chen, wie sie im Verfahren obsiegt. Die Vorinstanz erwog, die Gesuchstellerin 

hätte – wäre das Verfahren nicht gegenstandslos geworden – mit ihrem Auswei-

sungsbegehren mutmasslich und vollumfänglich obsiegt. Dagegen bringt die Ge-

suchsgegnerin 1 nichts weiteres vor (vgl. oben E. 3.2.1), weshalb darauf nicht 

weiter eingegangen werden kann. 

3.3 Parteientschädigung für die Gesuchstellerin 

3.3.1  Zur Parteientschädigung der anwaltlich vertretenen Gesuchstellerin erwog 

die Vorinstanz, zwar habe die Gesuchstellerin ihr Gesuch selber eingereicht. Dies 

bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht bereits damals anwaltlich beraten worden sei 

(vgl. act. 32 E. 3.4). Ausgehend vom Streitwert und unter Berücksichtigung von § 

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9 und 12 AnwGebV setzte die Vorinstanz die Parteientschädigung auf Fr. 1'900.– 

(inkl. 7.7 % MWST) fest (vgl. a.a.O., E. 3.5).  

3.3.2  Die Gesuchsgegnerin 1 bringt diesbezüglich vor, die Gesuchstellerin sei 

eine Liegenschafts-Verwalterin und brauche keine Rechtsanwalts-Beratung. Das 

Formular habe Frau E._____ ausgefüllt und der Rechtsanwalt habe keine Einga-

be gemacht. Gleichzeitig macht sie geltend, es sei nicht akzeptabel, wenn ein 

Rechtsanwalt mit einer nachträglichen Eingabe, die es gar nicht brauche, Kosten 

herausschinde (vgl. act. 30 S. 1).  

 Sofern diese Vorbringen mit Blick auf das im Beschwerdeverfahren geltende 

Novenverbot (vgl. Art. 326 ZPO) überhaupt zu hören wären, verkennt die Ge-

suchsgegnerin 1, dass bei der Festlegung der Parteientschädigung grundsätzlich 

nicht überprüft werden darf, ob die berufsmässige Vertretung als solche notwen-

dig war (vgl. BGE 144 III 164 ff., Regeste). Insbesondere kann die Zusprechung 

einer Parteientschädigung nicht deshalb verwehrt oder diese reduziert werden, 

weil die berufsmässig vertretene Partei über spezifische Sach- bzw. juristische 

Kenntnisse verfügt und/oder ein wenig komplexer Fall vorliegt. Auch kann der 

Beizug einer berufsmässigen Vertretung nicht als Verursachung unnötiger Pro-

zesskosten im Sinne von Art. 108 ZPO erachtet werden. Gemäss Art. 68 Abs. 1 

ZPO kann sich jede prozessfähige Partei im Prozess vertreten lassen. Die Kanto-

ne und Gerichte verfügen mit dem Tarifrecht, den Verteilungsgrundsätzen von 

Art. 104 ff. ZPO (insbesondere Art. 108 ZPO) und der allfälligen Einführung von 

Kostenbefreiungen nach Art. 116 ZPO über genügende Möglichkeiten, um allen-

falls unnötigen Aufwand, der von berufsmässigen Vertretern generiert wird, bei 

der Bemessung der von der Gegenpartei zu leistenden Parteientschädigung nicht 

zu berücksichtigen (vgl. a.a.O., E. 3.5). Welche "nachträgliche" Eingabe des 

Rechtsvertreters der Gesuchstellerin es nicht gebraucht habe und weshalb, führt 

die Gesuchsgegnerin 1 nicht aus und ist auch nicht ersichtlich. Dass und inwie-

fern unnötiger Aufwand generiert worden sein soll, lässt sich daher nicht erken-

nen. 

3.3.3  Zur Höhe der der Gesuchstellerin von der Vorinstanz zugesprochenen 

Parteientschädigung bringt die Gesuchsgegnerin 1 einzig vor, sie wisse nicht, wie 

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die Vorinstanz auf den Betrag von Fr. 1'900.– komme. Da sie damit die Höhe 

sinngemäss beanstandet, aber nicht geltend macht, welchen (tieferen) Betrag sie 

für angemessen erachte, fehlt es diesbezüglich an einem bezifferten und begrün-

deten Antrag (vgl. BGE 143 III 111 ff., E. 1.2 m.w.H. = Pra 107 [2018] Nr. 47). In-

soweit kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

4.1 Ausgangsgemäss unterliegt die Gesuchsgegnerin 1 mit ihrer Beschwerde 

vollumfänglich und wird kostenpflichtig (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

 Ausgehend von einem Streitwert von Fr. 3'400.– (Fr. 1'500.– und  

Fr. 1'900.–) ist die Entscheidgebühr in Anwendung von § 12 i.V.m. § 8 Abs. 1 

i.V.m. § 4 GebV OG auf Fr. 350.– festzusetzen und der unterliegenden Gesuchs-

gegnerin 1 aufzuerlegen. 

4.2 Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen: der Gesuchsgegnerin 1 

von vornherein nicht, weil sie mit ihrer Beschwerde unterliegt, und der Gesuch-

stellerin nicht, weil ihr keine Aufwendungen entstanden sind, die zu entschädigen 

wären. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 350.– festgesetzt und der 

Beschwerdeführerin auferlegt. 

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels von act. 30 sowie an das Einzelgericht im summari-

schen Verfahren des Bezirksgerichts Dietikon, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche mietrechtliche Angelegenheit. Der Streit-
wert beträgt Fr. 3'400.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Götschi 
 
 
versandt am: 
 

	Urteil vom 18. September 2020
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 350.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels von act. 30 sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Dietikon, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...