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**Case Identifier:** 7d661938-3f15-5203-b1ac-7c6b3c80ad79
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 18.05.2018 B 2017/224, B 2017/225
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2017-224--B-2017-2_2018-05-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2017/224, B 2017/225

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 06.02.2020

Entscheiddatum: 18.05.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 18.05.2018
Steuerrecht, Art. 151 Abs. 1 DBG, Art. 53 Abs. 1 StHG, Art. 199 Abs. 1 StG. 
Die Steuerbehörde musste nicht davon ausgehen, dass geschäftsmässig 
nicht begründeter Aufwand in der Höhe von Hundertausenden von Franken 
verbucht wurde. Der Sachverhalt wurde in den Büchern anders dargestellt 
als er tatsächlich war. Diese Falschdeklaration des Pflichtigen konnte sie 
auch bei gehöriger Sorgfalt nicht schon im ordentlichen Verfahren erkennen. 
Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG, Art. 84 Abs. 1 StG. Anhand der 
Buchhaltungsunterlagen beziehungsweise der Belege ist nicht 
nachvollziehbar, für welche Leistungen und in welchem Zeitraum die – 
behaupteten – Aufwendungen erbracht wurden (Verwaltungsgericht, B 
2017/224 und B 2017/225).

Entscheid vom 18. Mai 2018 / Berichtigung vom 28. Juni 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Scherrer 

Verfahrensbeteiligte 

X.__ AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roger Vago, Sihlfeldstrasse 10, Postfach 9708, 

8036 Zürich

gegen

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Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

sowie 

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand 

Nachsteuern (Kantonssteuer sowie direkte Bundessteuer) aufgrund der 

Rechnungsabschlüsse per 31.12.2002, 2003 und 2004

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die X.__ AG wurde am 14. Januar 2000 ins Handelsregister des Kantons St. Gallen 

eingetragen. Sie bezweckt im Wesentlichen das Telefonmarketing, die Akquisition und 

Inserateverwaltung sowie den Betrieb eines Verlages für Zeitschriften, Magazine und 

sonstige Medien. A.__ ist Präsident des Verwaltungsrats und Geschäftsführer. Er 

präsidiert zudem den Verwaltungsrat der in der gleichen Branche tätigen Y.__ AG. Im 

Verwaltungsrat der X.__ AG nahmen zudem B.__ – der in der Y.__ AG ebenfalls 

zeichnungsberechtigt ist – und C.__ Einsitz. Letzterer ist zudem einziges 

Verwaltungsratsmitglied der Q.__ AG mit Sitz in K.__/SZ.

B. Die X.__ AG wurde aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 31. Dezember 2000 bis 

2004 wie folgt veranlagt:

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                             31.12.2000      31.12.2001        31.12.2002        

31.12.2003       31.12.2004

 

Kantonssteuer      CHF  11'600    CHF  48'600     CHF 116'300     CHF  69'300     CHF  

79'400

Reingewinn          

Eigenkapital dir.   CHF 111'000   CHF 160'000     CHF 206'000    CHF 260'000    CHF 

311'000

Bundessteuer

Reingewinn          CHF  11'600     CHF  48'600     CHF 116'300     CHF 69'300      CHF 

79'400

Die Veranlagungsbehörde rechnete dem deklarierten Reingewinn 2002 insgesamt 

CHF 70'000 auf, davon CHF 55'000 im Zusammenhang mit der Einbringung eines 

Knie-Bildes durch D.__ und weitere CHF 15'000 aus Rechnungen einer Gasthaus 

E.__ AG. Diese Aufrechnung von CHF 15'000 wurde auch in den Jahren 2003 und 2004 

vorgenommen. In der Berechnung für die Steuerveranlagung aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2004 rechnete die Veranlagungsbehörde 

zudem eine geldwerte Leistung an A.__ in der Höhe von CHF 5'452 ("Badeferien 

Dubai") auf. Im Weiteren nahm sie einen Ermessenszuschlag in der Höhe von 

CHF 8'000 vor. Die Veranlagungsverfügungen 2000 bis 2004 erwuchsen, soweit aus 

den Akten ersichtlich, unangefochten in Rechtskraft.

C. Nach umfangreichen Ermittlungen forderte die Eidgenössische Steuerverwaltung 

(ESTV), Abteilung Strafsachen und Untersuchungen (ASU), das kantonale Steueramt 

mit Schreiben vom 11. November 2010 auf, im sogenannten Fall LAYOUT gegen die 

X.__ AG und deren Schwestergesellschaften Q.__ AG und Y.__ AG, sowie gegen A.__ 

und D.__ Nachsteuer- und Bussenverfahren vor Ende des Jahres 2010 einzuleiten. Das 

kantonale Steueramt, Abteilung Nachsteuern, teilte der X.__ AG am 18. November 

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2010 mit, bei der Überprüfung der Jahresabschlüsse sei festgestellt worden, dass 

verschiedene Gewinne und demzufolge auch Kapitalbestände steuerlich noch nicht 

erfasst worden seien. Da noch weitere Abklärungen und Untersuchungen nötig seien, 

werde über den Sachverhalt zu einem späteren Zeitpunkt orientiert. Am 10. Dezember 

2013 informierte die ESTV das kantonale Steueramt über den Abschluss der 

Untersuchung gemäss Art. 190 ff. des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 

gegen die X.__ AG, die Y.__ AG und die Q.__ AG. Dem Schreiben beigelegt waren die 

Untersuchungsberichte (Y.__ AG, X.__ AG und Q.__ AG), der Teilbericht 

"Layoutkosten", das entsprechende Aktenverzeichnis sowie die referenzierten 

Beweisdokumente (act. 8/123.100.078.079). Im Bericht in der besonderen 

Untersuchung gemäss Art. 190 ff. DBG vom 10. Dezember 2013 gegen die X.__ AG 

(nachfolgend: Untersuchungsbericht) hielt die ASU zusammenfassend fest, aus den 

Ermittlungen habe sich eine Vielzahl von nicht deklarierten Gewinnfaktoren ergeben. 

Die Gewinnverkürzungen hätten eine unzulässige Reduktion der Steuern bewirkt. 

Festgestellt worden seien Differenzen aus WIR-Transaktionen (2000: CHF 133'131, 

2001: CHF 346'257, 2002: CHF 482'415, 2003: CHF 935'949, 2004: CHF 473'954), 

geschäftsmässig nicht begründete N.__-Seminarkosten (2001: CHF 90'600, 2002: 

CHF 88‘200, 2003: CHF 45'000, 2004: CHF 42'500) und eine nicht verbuchte 

Rückvergütung der Z.__ AG in der Höhe von CHF 17'500. Mit Schreiben vom 27. März 

2014 teilte das kantonale Steueramt der X.__ AG mit, gestützt auf den 

Untersuchungsbericht der ESTV vom 10. Dezember 2013 sei es nun möglich, die 

nachsteuerpflichtigen Bestandteile zu ermitteln. Es legte dem Schreiben eine 

Zusammenstellung der Nachsteuerbeträge bei. Am 26. Mai 2014 ersuchte die X.__ AG 

um Sistierung des Verfahrens bis zum Abschluss des Nachsteuer- und 

Bussenverfahrens gegen C.__. Das kantonale Steueramt lehnte dies mit Verfügung 

vom 17. Juni 2014 ab. Auf die dagegen erhobenen Rechtsmittel trat die 

Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 21. Oktober 2014 nicht ein (VRKE 

1/1-2014/145, 146). Am 5. Januar 2015 verfügte das kantonale Steueramt für die 

Kantonssteuer 2000 bis 2004 eine Nachsteuer von CHF 518'381 und für die direkte 

Bundessteuer 2000 bis 2004 eine solche in der Höhe von CHF 237'889 

(act. 8/123.101.064 ff.). Die dagegen am 12. Februar 2015 erhobene Einsprache wies 

es mit Entscheiden vom 28. Dezember 2015 ab.

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D. Mit Eingabe vom 4. Februar 2016 erhob die X.__ AG durch ihren Rechtsvertreter 

Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission und beantragte, das 

Nachsteuerverfahren sei infolge fehlender neuer Tatsachen und/oder mangelnder 

Steuerverkürzung einzustellen; eventualiter sei das Verfahren bis zum rechtskräftigen 

Abschluss des Nachsteuer- und Bussenverfahrens gegen C.__ zu sistieren, nach 

Abschluss dieses Verfahrens sei ihr im Rahmen des Einspracheverfahrens das 

rechtliche Gehör zu gewähren, sie sei mündlich anzuhören und die Revisionsberichte 

und Veranlagungsberechnungen der beteiligten Firmen seien beizuziehen. Das auf 

Ersuchen des Steueramtes sistierte Verfahren wurde mangels gütlicher Einigung unter 

den Parteien am 24. April 2017 fortgesetzt.

Mit Entscheid vom 12. September 2017 wies die Verwaltungsrekurskommission den 

Rekurs (Kantonssteuer) und die Beschwerde (Bundessteuer) ab. Die Veranlagungen 

aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 31.12.2002, 2003 und 2004 seien zu tief 

ausgefallen. Unter Berücksichtigung der Steuerrückstellungen ergäben sich zusätzliche 

steuerbare Gewinne nach Verlustverrechnung von CHF 343'150 (2002), CHF 757'228 

(2003) und CHF 395'799 (2004) und die entsprechenden Nachsteuern inkl. Zinsen 

darauf.

E. Die X.__ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 11. Oktober 2017 

eingegangenen Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch ihren 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 10. November 2017 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und das Nachsteuerverfahren infolge 

fehlender neuer Tatsachen, eventualiter infolge mangelnder Steuerverkürzung, 

einzustellen.

Mit Vernehmlassung vom 16. November 2017 verwies die Vorinstanz auf die 

Erwägungen im angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der 

Beschwerde. Das kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) beantragte am 

12. Dezember 2017 die Abweisung der Beschwerde. Unter anderem wies sie darauf 

hin, dass eine akute Verjährungsproblematik bestehe und eine gewisse Prozesstaktik 

darin zu erkennen sei, dass versucht werde, die Verfahren in die Verjährung zu "retten". 

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Die Eidgenössische Steuerverwaltung (Beschwerdebeteiligte) hat stillschweigend auf 

eine Vernehmlassung verzichtet.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die 

Akten wird – soweit wesentlich – in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Da die für die Beurteilung der Beschwerden massgebenden Vorschriften des Bundes 

und der Kantone zu den inhaltlichen und formellen Voraussetzungen für die 

Durchführung eines Nachsteuerverfahrens vereinheitlicht sind (vgl. Art. 151 ff. des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG; Art. 199 ff. des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 53 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung 

der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, SR 642.14, StHG), hat die 

Vorinstanz den Rekurs betreffend Kantonssteuern einerseits und die Beschwerde 

betreffend die direkten Bundessteuern anderseits zu Recht im gleichen Urteil, aber mit 

getrennten Dispositivziffern erledigt (BGE 135 II 260 E. 1.3.). Ebenso ist es zulässig, 

dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Akt entscheidet (vgl. 

BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2; VerwGE B20014/222 und 

223 vom 25. Februar 2016 E 1; www.gerichte.sg.ch). Die Verfahren können 

dementsprechend vereinigt und in einem einzigen Entscheid erledigt werden.

2. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1 

StG; Art. 145 DBG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung 

zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1). Als Steuerpflichtige, 

deren Begehren mit dem angefochtenen Entscheid abgewiesen wurde, ist die 

Beschwerdeführerin zur Beschwerdeerhebung befugt (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 

Abs. 2 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerden gegen den am 

10. Oktober 2017 versandten vorinstanzlichen Entscheid wurden mit Eingabe vom 

10. November 2017 rechtzeitig erhoben und erfüllen formell und inhaltlich die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 142 DBG in 

Verbindung mit den genannten Bestimmungen; vgl. Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter, 

http://www.gerichte.sg.ch/

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Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 1 zu Art. 142 DBG). Auf die Beschwerden 

ist daher grundsätzlich einzutreten (vgl. aber nachfolgend Erwägung 3).

3. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung von Verfahrensrechten durch die 

Vorinstanz. Weil die prozessualen Anträge nicht im allein in Rechtskraft erwachsenden 

Dispositiv, sondern nur in den Erwägungen des angefochtenen Entscheides 

abgewiesen worden seien, sei „die mündliche Verhandlung etc.“ wie beantragt, 

nachzuholen. – Soweit ein Rechtsmittel nicht gutgeheissen und das Rechtsverhältnis 

neu geregelt wird, gilt es als abgewiesen. Dies trifft insbesondere auch auf die 

prozessualen Anträge zu, soweit ihnen im Verfahren nicht entsprochen wurde. Im 

Übrigen macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, die Vorinstanz hätte den – in der 

Beschwerdeeingabe mit Ausnahme des Antrags auf mündliche Verhandlung nicht 

konkretisierten – verfahrensrechtlichen Anträgen zu Unrecht nicht entsprochen. 

Insoweit erweisen sich die Beschwerden als unbegründet.

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz sei ihrer Begründungspflicht 

nicht nachgekommen, weil sie die von ihr vorgebrachten Einwände nur sehr rudimentär 

behandelt habe. Die Akten umfassten rund 22‘000 Seiten und seien von der 

entscheidenden Behörde einzeln zu sichten. Unklar sei, ob die Vorinstanz im Besitz 

sämtlicher Akten (USB Stick) gewesen sei. Ob die Akten an sich entscheidungsrelevant 

seien, ergebe sich erst nach deren Studium. Die Vorinstanz habe nach Aufhebung der 

Sistierung innerhalb von fünf Monaten einen Entscheid getroffen, der nicht darauf 

beruhen könne, dass sie sich die Akten wirklich zu eigen gemacht habe. Die 

Untersuchung der ASU habe mehrere Jahre gedauert. – Abgesehen davon, dass eine 

Rechtsmittelinstanz in ihrer Begründung nicht auf sämtliche Vorbringen der Rekurrentin 

und Beschwerdeführerin eingehen muss, legt die mitwirkungspflichtige 

Beschwerdeführerin nicht dar, aus welchen – ihr als Steuerpflichtige selbst am besten 

bekannten – Aktenstücken sich ergibt, dass die Vorinstanz den massgebenden 

Sachverhalt falsch oder unvollständig festgestellt hätte. Insoweit erweist sich die 

pauschale Begründung der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe sich nicht 

ausreichend mit den 22'000 Seiten Vorakten befasst, als unzureichend. Insoweit ist auf 

die Beschwerde nicht einzutreten.

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4. Das Recht, die Nachsteuer festzusetzen, erlischt 15 Jahre, in Fällen gemäss Art. 132 

Abs. 2 und Art. 200 lit. c StG 25 Jahre, nach Ablauf der Steuerperiode, auf die sie sich 

bezieht (Art. 203 Abs. 3 StG, in gleichem Sinn Art. 152 Abs. 3 DBG und Art. 53 Abs. 2 

StHG). Es handelt sich um eine Verwirkungsfrist, weshalb das Nachsteuerverfahren 15 

Jahre nach der Steuerperiode rechtskräftig abgeschlossen sein muss (M. Looser, in: 

Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, N 

5 zu Art. 152 DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 7 zu Art. 152 DBG). Die 

Fristen zur Einleitung eines Nachsteuerverfahrens und zur Verwirkung des 

Nachsteueranspruchs sind von Amtes wegen zu prüfen und zu beachten (BGE 106 Ib 

357). Die Nachsteuerverfügung umfasst die Steuerperioden 2000 bis 2004. Das Recht, 

eine Nachsteuer für die Jahre 2000 und 2001 sowie 2002 zu erheben, erlosch per 31. 

Dezember 2015 beziehungsweise 31. Dezember 2016 beziehungsweise 31. Dezember 

2017. Soweit der angefochtene Entscheid der Vorinstanz die Nachbesteuerung für das 

Steuerjahr 2002 betrifft, ist das Recht zur Veranlagung mittlerweile erloschen. Insoweit 

sind die Beschwerden deshalb gutzuheissen. Gegenstand der Beschwerdeverfahren 

sind somit nur noch die Steuerjahre 2003 und 2004.

5. Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbehörde nicht 

bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine 

rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, oder ist eine unterbliebene oder 

unvollständige Veranlagung auf ein Verbrechen oder Vergehen gegen die 

Steuerbehörde zurückzuführen, wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als 

Nachsteuer eingefordert (Art. 199 Abs. 1 StG, vgl. hierzu die gleichlautenden Art. 151 

Abs. 1 DBG und Art. 53 Abs. 1 Satz 1 StHG).

Eine Nachsteuer kann demnach grundsätzlich unter drei Voraussetzungen eingefordert 

werden: Es muss eine rechtskräftige Veranlagung vorliegen, mit der eine 

Unterbesteuerung einhergeht, die sich aufgrund von neuen Tatsachen oder 

Beweismitteln ergibt (vgl. VerwGE B 2011/18 vom 29. August 2011 E. 2, 

www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit BGer 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012).

Voraussetzung ist gemäss Art. 199 Abs. 1 StG, dass sich die Steuerpflicht aus neuen 

Tatsachen oder Beweismitteln ergibt. Als neu im Sinn des gesetzlichen Tatbestands 

der unvollständigen rechtskräftigen Veranlagung gelten Tatsachen und Beweismittel, 

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die zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, aber während des 

ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls sich daran anschliessenden 

Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren, d.h. also erst nach der rechtskräftigen 

Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind (vgl. VerwGE B 

2014/242 und 243 vom 19. Juli 2016 E. 2.1, bestätigt mit BGer 2C_839 und 840/2016 

vom 12. April 2017, VerwGE B 2014/212 und 213 vom 27. April 2016 E. 2.1, bestätigt 

mit BGer 2C_473 und 474/2016 vom 22. August 2016, und VerwGE B 2014/67 und 68 

vom 25. August 2015 E. 3.1 je mit Hinweisen, insbesondere auf Zigerlig/Oertli/

Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, Rz. VII/110 mit Hinweisen).

Die Veranlagungsbehörde prüft die Steuererklärung und nimmt die erforderlichen 

Untersuchungen vor (Art. 176 Abs. 1 StG). Praxisgemäss darf sich die Behörde jedoch 

grundsätzlich darauf verlassen, dass die Steuererklärung richtig und vollständig ist. 

Allerdings darf sie nicht im gleichen Masse unbesehen auf die in der Steuererklärung 

gemachten Angaben abstellen, wie sie dies bei einer Selbstveranlagungssteuer tun 

könnte. Dementsprechend liegen "neue Tatsachen", die ein Nachsteuerverfahren 

rechtfertigen, nach der Rechtsprechung dann nicht mehr vor, wenn die Steuerbehörde 

ihre Untersuchungspflicht im ordentlichen Veranlagungsverfahren verletzt hat. Die 

Praxis nimmt eine Pflicht der Veranlagungsbehörde, ergänzende Abklärungen schon im 

ordentlichen Veranlagungsverfahren vorzunehmen, üblicherweise dann an, wenn die 

Steuererklärung Fehler enthält, die klar ersichtlich beziehungsweise offensichtlich sind. 

Es braucht also eine in die Augen springende Falschdeklaration seitens der Pflichtigen, 

welche die Behörde bei gehöriger Sorgfalt schon im ordentlichen 

Veranlagungsverfahren zu zusätzlichen Abklärungen hätte veranlassen müssen. 

Dagegen wird die behördliche Untersuchungspflicht nicht verletzt, wenn eine 

Unstimmigkeit aus den Angaben des Pflichtigen in der Steuererklärung nicht ohne 

weiteres ersichtlich ist oder wenn die Behörde wohl hätte Verdacht schöpfen können, 

ohne dass das aber zwingend gewesen wäre (vgl. GVP 2015 Nr. 36; SGE 2007 Nr. 5; 

BGer 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.6.1 ff.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., 

N 3 und 19 zu Art. 151 DBG; vgl. ferner z.B. BGer 2C_651 und 652/2017 vom 

2. November 2017 E. 2.2.2; 2C_458/2014, a.a.O., E. 2.2.2; 2C_1023/2013 vom 8. Juli 

2014 E. 2.2, in: StE 2014 B 97.41 Nr. 27).

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Die Neuheit einer Tatsache ist auch dann zu bejahen, wenn die Steuerbehörde die 

fragliche Sachkenntnis bei besserer Untersuchung schon früher hätte erlangen können. 

Die Steuerverwaltung darf, muss aber nicht den Sachverhalt in alle Richtungen von sich 

aus abklären. Eine ausgedehnte Untersuchungsobliegenheit der Steuerverwaltung 

steht dem Charakter der Steuerveranlagung als eine auf der Erklärung des 

Steuerpflichtigen basierenden Massenverfügung entgegen (StE 2008 B 97.41 E. 3.3).

Für die Frage, ob neue Tatsachen oder Beweismittel schon im Zeitpunkt der 

Veranlagung vorlagen, ist der Aktenstand in diesem Zeitpunkt (rechtskräftige 

Veranlagung) massgeblich (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 21 zu Art. 151 

DBG).

6. Zu entscheiden ist, ob der Nachsteuerverfügung vom 5. Januar 2015 neue 

Tatsachen oder Beweismittel zugrunde liegen beziehungsweise ob überhaupt eine 

Steuerverkürzung vorliegt.

Die Beschwerdeführerin (act. 1 S. 7) macht geltend, dass eine grobe Missachtung der 

Untersuchungspflicht vorliege beziehungsweise von einem expliziten Verzicht auf 

weitere Untersuchungshandlungen durch den Beschwerdegegner auszugehen sei. Die 

Layout-Arbeiten und die Erträge aus dem WIR-Handel seien Gegenstand der 

Buchprüfung durch die kantonale Steuerverwaltung gewesen. In der 

Veranlagungsberechnung vom 27. Oktober 2008 (betr. Q.__ AG) verzichte der 

Steuerkommissär auf weitere Abklärungen infolge zukünftiger wesentlicher Reduktion 

der Zusammenarbeit mit C.__ im Sinne einer Gesamtbetrachtung und unter 

Aufrechnung auf Stufe Gesellschaft von 10 % der Rechnungen der O.__ & P.__ für 

dessen Layout-Arbeiten. Ebenfalls verzichte der Steuerkommissär gemäss dieser 

Veranlagungsberechnung auf weitere Abklärungen durch den Rechtsdienst und eine 

Weiterleitung an die Eidgenössische Steuerverwaltung. Im Weiteren sei in der Meldung 

vom 31. Mai 2006 der Abteilung Mehrwertsteuer eine externe Prüfung erwähnt, sodass 

es fraglich sei, ob Leistungen für die Layoutkosten zugrunde liegen würden oder nicht.

Der Beschwerdegegner macht geltend (act. 6 2/6; 10), erst die Untersuchungen der 

ASU hätten hervorgebracht, dass die geprüften Rechnungen fiktiver Natur gewesen 

seien und kein Leistungsaustausch stattgefunden habe. Diese Rechnungen seien von 

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den am WIR-Handel beteiligten Firmen nur zur Verdeckung des gemäss den WIR-

Statuten verbotenen WIR-Handels erstellt worden. Aufgrund des handelsrechtlichen 

Grundsatzes der wahrheitsgetreuen Buchhaltung habe er sich darauf verlassen dürfen, 

dass ein reeller Leistungsaustausch stattgefunden habe.

Unbestritten ist, dass die Steuerveranlagungen 2000-2004 rechtskräftig waren, das 

Geschäftsjahr 2004 Ende des Jahres 2005 (act. 8/188.540.003). Die von der 

Beschwerdeführerin ins Recht gelegte Meldung der Mehrwertsteuerabteilung externe 

Prüfung (act. 6 /4) datiert vom 31. Mai 2006 und ging an die Hauptabteilung Direkte 

Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgabe beziehungsweise Abteilung 

Aufsicht Kantone und Erhebung. Dass der Beschwerdegegner im Zeitpunkt der 

Veranlagung Kenntnis davon hatte, ist nicht möglich, wenn wie oben erwähnt, das 

Geschäftsjahr 2004 Ende 2005 rechtskräftig veranlagt wurde. Richtig ist, dass 

anlässlich der Buchprüfung der Geschäftsjahre 2004 - 2006 der Q.__ AG im Jahr 2008 

gewisse Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit verschiedener 

Geschäftsaufwände bestanden haben. Aus diesem Grund erfolgte die pauschale 

Aufrechnung auf Stufe Gesellschaft von 10 Prozent der von C.__ in Rechnung 

gestellten Layoutkosten. Bei der Beschwerdeführerin war dies jedoch nicht der Fall, 

und wie oben erwähnt waren die Geschäftsjahre bis 2004 Ende des Jahres 2005 

rechtskräftig veranlagt, also weit vor dem Jahr 2008. Somit kann die 

Beschwerdeführerin aus der Buchprüfung der Q.__ AG im Jahr 2008 nichts zu ihren 

Gunsten ableiten.

Wie der Untersuchungsbericht der ASU (Seite 24 f.) und der Teilbericht 

„Layoutkosten“ (Seite 54 f.) hervorgebracht haben, wurden fiktive Rechnungen in 

beachtlicher Höhe erstellt (vgl. auch nachfolgend Erwägung 7). Die Steuerbehörde darf 

aber davon ausgehen, dass die Steuererklärung richtig und vollständig ist (vgl. 

Erwägung 5 vorne). Das gilt auch für die Belege, die der Steuererklärung zugrunde 

gelegt werden. Daher musste der Beschwerdegegner nicht davon ausgehen, dass 

geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand in der Höhe von Hunderttausenden von 

Franken verbucht wurde. Diese Falschdeklaration des Pflichtigen konnte die 

Steuerbehörde auch bei gehöriger Sorgfalt nicht schon im ordentlichen Verfahren 

erkennen (vgl. dazu VerwGE B 2013/264 und 265 vom 24. März 2015 E. 2.1, 

www.gerichte.sg.ch). Es war aus den Buchhaltungen der entsprechenden Firmen nicht 

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ersichtlich, dass im Zusammenhang mit den mittels WIR-Geldern gekauften 

Fahrzeugen Geld geflossen war. Der Sachverhalt wurde, aufgrund der vorhandenen 

(fiktiven) Belege zur Verschleierung der WIR-Handels, welche eigentlich nur bei einer 

WIR-Kontrolle verwendet werden sollten, in den Büchern anders dargestellt als er 

tatsächlich war. Somit kann der Behörde auch nicht vorgeworfen werden, sie hätte 

Verdacht schöpfen müssen (vgl. BGer 2C_87/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.6.1 f.). Eine 

derart ausgedehnte Prüfung, wie sie später durch die ASU durchgeführt wurde, war 

nicht angezeigt und hätte den Rahmen des Veranlagungsverfahrens bei weitem 

gesprengt. Das gilt nicht nur für die Fahrzeuge, sondern auch für die verbuchten 

Schulungskosten (Verkaufsschulung N.__ Seminare) und die Zahlung der Z.__ AG an 

den Geschäftsführer A.__. Die Hintergründe dieser Transaktionen erhellten sich erst 

nach der Auswertung der beschlagnahmten EDV-Daten der verschiedenen Akteure. Im 

Weiteren wird, anstelle einer Wiederholung, auf die detaillierten Ausführungen der 

Vorinstanz verwiesen (act. 9 S. 9-10), die korrekt sind. Es ist somit, zusammen mit der 

Vorinstanz, festzustellen, dass die im Untersuchungsbericht der ASU vom 10. 

Dezember 2013 enthaltenen Informationen als neue Tatsachen im Sinne von Art. 199 

Abs. 1 StG und Art. 151 Abs. 1 DBG zu werten sind.

7. Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, dass der Beschwerdegegner die von 

ihm behaupteten Steuerverkürzungen nachweisen müsse, vor allem deshalb auch, weil 

die behaupteten Steuerverkürzungen in einem Strafverfahren (und nicht 

Nachsteuerverfahren) ermittelt worden seien. Im Übrigen werde generell bestritten, 

dass Steuerverkürzungen eingetreten seien, seien doch die Honorarzahlungen gemäss 

Aussagen C.__ tatsächlich erfolgt. Die ASU habe den Ablauf zudem falsch dargestellt. 

Sie habe den Kommissionsvertrag mit C.__ nicht berücksichtigt. Die WIR-Geschäfte 

seien nicht verschleiert, sondern von Anfang an verbucht worden. Der 

Beschwerdegegner habe gewusst, dass die Leistungen von C.__ mittels Wiederverkauf 

von Fahrzeugen erfüllungshalber beglichen worden seien.

Der Beschwerdegegner nahm im Zusammenhang mit den verbuchten WIR-

Transaktionen, den Schulungskosten und der Zahlung Z.__ AG, gestützt auf den 

Untersuchungsbericht und den Teilbericht „Layoutkosten“ (Seite 58) folgende 

Aufrechnungen und Abzüge vor (act. 8/181.130.001 ff., 8/181.140.001 ff., /

123.101.069):

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Jahresabschluss per                          31.12.2003           31.12.2004

Aufrechnung Verbuchter Verlust           22'800.00                      0.00

Aufrechnung Layoutkosten                 900'074.00           786'018.00

Aufrechnung WIR-Verluste                 289'286.05             79'600.00

Aufr. Abschreib. Anlagevermögen      287'408.90           189'789.45

Total Aufrechnungen                        1'499'568.95        1'055'407.45

Akzeptierte Verluste                            533'619.80           551'453.00

Total                                                    965'949.15           503'954.45

 

Abzgl. ermessenweiser Aufwand

Layoutkosten                                        30'000.00             30'000.00

Total nicht versteuerter Gewinn          935'949.15           473'954.45

Aufrechnung N.__-Seminaren              45'000.00             42'500.00

Aufr. Rückverg. Z.__ AG                      17'500.00                      0.00

Total nicht versteuerter Gewinn          998'449.00           516'454.00

Abzgl. Steuern                                    241'221.00           120'655.00

Steuerbarer Gewinn                            757'228.00           395'799.00

 

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Nach Art. 84 Abs. 1 StG und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der 

Berechnung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet 

sind. Beweisbelastet für die steuermindernden Tatsachen ist gemäss der allgemeinen 

Beweislastregel die steuerpflichtige Person (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 7 

zu Art. 123 DBG). Bei einem buchführenden Steuerpflichtigen gilt das 

Massgeblichkeitsprinzip. Der Steuerpflichtige erbringt den Beweis für grundsätzlich 

steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige Begründetheit von Ausgaben 

usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungsgemässen 

Buchhaltung beruht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 123 DBG). 

Nach dem Belegsprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die 

einzelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 des 

Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220, OR). Als Buchungsbelege gelten 

schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in elektronischer Form, die notwendig sind, 

um den einer Buchung zugrundeliegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt 

nachvollziehen zu können (Art. 957a Abs. 3 OR). Kann die Steuerbehörde den 

Hauptbeweis der buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. 

Umstände darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von 

gewissen Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen 

Person, diese Zweifel auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 

zu Art. 123 DBG).

Im Teilbericht „Layoutkosten“ (Seite 13) stellte die ASU den Sachverhalt 

zusammengefasst wie folgt dar: Die Kunden der beteiligten Gesellschaften hätten ihre 

Rechnungen teilweise mit WIR-Geld bezahlt. Die Gesellschaften seien daher vor dem 

Problem gestanden, ihre WIR-Guthaben aus Liquiditätsgründen in Bargeld 

umzuwandeln. Nach den Statuten der WIR-Bank sei aber ein WIR-Verkauf gegen 

Bargeld verboten. Die Gesellschaften hätten deshalb jedem WIR-Verkauf ein 

Grundgeschäft nachzuweisen. Ein solcher WIR-Verkauf sei in der Buchhaltung jedoch 

aufgrund der dazu erstellten Belege wie Rechnungen, Quittungen etc. nicht als solcher 

ersichtlich, sondern werde als Anschaffung oder Aufwand ausgewiesen. So seien 

Fahrzeuge und sonstige Anschaffungen aktiviert sowie Aufwand, Kassa- und 

Bankgutschriften verbucht worden. Aus den beschlagnahmten Akten gehe hervor, dass 

namentlich die O.__ & P.__, der Beschwerdeführerin in den Jahren 2003-2004 diverse 

Rechnungen für Layoutaufwand, Know-How, Fotomaterial und graphische Gestaltung 

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gestellt hätten. Diese Rechnungen seien mit Übernahme von Fahrzeugen verrechnet 

worden, aber auch in WIR-Checks oder in bar etc. ausbezahlt worden. Die 

Rechnungen seien fiktiv und damit geschäftsmässig nicht begründet gewesen.

Im Jahr 2003 fakturierte die O.__ & P.__ der Beschwerdeführerin CHF 901'432 und im 

2004 CHF 786'000 für Layoutkosten, Knowhow, Fotomaterial und graphische 

Darstellung (act. 8/183.130.003 und 183.140.002). Diese Rechnungen wurden mit der 

Übernahme von Fahrzeugen gemäss separater Fahrzeugliste verrechnet (act. 

8/183.100.001 ff. bis 183.140.001 ff. sowie 183.190.01), wobei der in Rechnung 

gestellte Betrag für Layoutkosten fast genau dem Saldo des Kontos 1120 "Fahrzeug" 

nach Verbuchung von WIR-Verlusten und Abschreibungen auf Fahrzeugen entsprach. 

C.__ erklärte anlässlich seiner Einvernahme vom 5. März 2013 (act. 8/130.120.016 ff.), 

dass Layoutkosten ein Sammelbegriff wie Gastropromotion gewesen sei. Er habe den 

Empfang der Fahrzeuge bestätigt. A.__ habe daraufhin die Fahrzeuge verkauft und ihm 

das Geld gegeben. Die Übergabe des Geldes habe er ebenfalls quittiert. Auf die Frage, 

ob C.__ die Rechnung selber erstellt habe, gab er zu Protokoll: Da sei der Posten 

Autos, da habe es einen Betrag gegeben aus der Buchhaltung. Da sei geschaut 

worden, wie viele Fahrzeuge in der Buchhaltung aktiviert gewesen und in 

entsprechender Höhe fakturiert worden seien.

Somit ist anhand der Buchhaltungsunterlagen beziehungsweise Belege nicht 

nachvollziehbar, für welche Leistungen von C.__ und in welchem Zeitraum die – 

behaupteten – Aufwendungen erbracht wurden. Auch die Beschwerdeführerin äussert 

sich nicht detailliert über die geschäftlich begründeten Leistungen, die diesen 

Rechnungen gegenüberstehen resp. rechtfertigen würden. Im Gegenteil, es ist davon 

auszugehen, dass jeweils die Höhe der Rechnung von C.__ davon abhing, wie viele 

Fahrzeuge per Geschäftsjahr auszubuchen waren. Wenn C.__, wie er sagt, sowohl den 

Erhalt der Autos wie auch des Bargeldes (der verkauften Autos) quittiert hat, so hat er 

überdies eine doppelte "Bezahlung" bestätigt, nämlich einmal per Naturalleistung und 

das zweite Mal per Geld. Wären diese beiden Vorgänge nach den Vorschriften gemäss 

Obligationenrecht verbucht worden, so wäre es nicht möglich gewesen, zu 

verschleiern, dass Geld geflossen ist. Damit verletzte die Beschwerdeführerin 

wesentliche Grundsätze der ordnungsgemässen Buchführung gemäss Art. 957a OR. 

Auch wird die geschäftsmässige Begründetheit nicht dadurch nachgewiesen, wie die 

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Beschwerdeführerin behauptet, dass sie ja die Rechnungen von C.__ bezahlt und 

entsprechend anerkannt habe. Die geschäftsmässige Begründetheit basiert auf 

objektiven und nicht subjektiven Kriterien. Massgebend ist, soweit vorhanden, der 

Marktpreis (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O. N 103 zu Art. 58 DBG). 

Zusammenfassend können weder die Beschwerdeführerin noch C.__ die 

geschäftsmässige Begründetheit der Rechnungen O.__ & P.__ glaubhaft machen, 

geschweige denn den Nachweis eines Geschäftsgrundes erbringen.

Im Jahre 2003 und 2004 wurden unter dem Konto 4512 (Fachliteratur, Fortbildung) 

Rechnungen in der Höhe von CHF 45'000 beziehungsweise CHF 42'500 (act. 

8/184.150.012) verbucht. Aus diesen Rechnungen geht hervor, die N.__ Verkaufs-

Seminare habe Intensivseminare für jeweils 10 Tage mit zwischen 5 bis 10 Teilnehmern 

durchgeführt. Wann, wo und mit welchen Teilnehmern diese Seminare durchgeführt 

wurden, geht aus diesen Rechnungen nicht hervor. Die Rechnung des Jahres 2004 

wurde im Jahr 2006 dem Konto 7300 (a.o. Ertrag) mit dem Text aussergerichtliche 

Einigung wieder gutgeschrieben. Diese Rechnung ist periodengerecht im Jahre 2004 

als Gewinnbestandteil zu berücksichtigen, im Jahr 2006 entsprechend aber wieder 

(steuerlich) zu korrigieren. Nachforschungen in Deutschland haben ergeben, dass die 

Firma N.__ Verkaufsseminare in diesem Zeitpunkt nicht existent gewesen und N.__ von 

Amtes wegen per 1. Januar 1997 in Deutschland abgemeldet war 

(Untersuchungsbericht gegen die X.__ AG S. 20 ff.). Gemäss Protokoll der 

Einvernahmen von B.__ vom 11. Oktober 2012 (act. 8/130.130.007 ff.) und von A.__ 

vom 17. Januar 2013 (act. 8/130.100.017 ff.) wussten beide über diese Seminare nichts 

beziehungsweise verwiesen auf D.__. Dieser erklärte in der Einvernahme vom 

14. Februar 2013 (act. 8/130.110.017 ff.), dass N.__ tatsächlich da gewesen und von 

vielen Personen gesehen worden sei. Er habe Arbeiten ausgeführt 

(Verkaufsschulungen, Ordner zusammengestellt etc.). Seine Entschädigungen habe er 

in bar gewünscht. Auf Befragung der ASU konnte D.__ allerdings weder die Namen der 

teilnehmenden Mitarbeiter noch den Seminarort mitteilen; es hätten alle Mitarbeiter 

teilgenommen, die im Verkauf tätig gewesen seien. Die Einvernahme der Zeugin W.__ 

(die Telefonverkäuferin bei der Beschwerdeführerin beziehungsweise später bei der 

Q.__ AG war) vom 18. Juni 2013 (act. 8/132.100.006 ff.) hat ergeben, dass N.__ weder 

bei der Beschwerdeführerin noch bei der Q.__ AG (weder interne noch externe) 

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Seminare mit Mitarbeitern durchgeführt habe. Wenn überhaupt, habe er gewisse 

Hilfsarbeiten, vor allem bei der Q.__ AG, durchgeführt.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass wenn nicht einmal die Teilnehmer noch der 

Ort noch der Zeitpunkt der angeblichen Seminare bekannt sind, und darüber hinaus die 

Adresse des Rechnungsstellers, eine nichtexistente Adresse im Ausland, nicht stimmt, 

die geschäftsmässige Begründetheit der behaupteten Leistung nach dem oben 

Gesagten keinesfalls nachgewiesen werden kann. Es ist daher nachvollziehbar, wenn 

der Beschwerdegegner diese Rechnungen der Beschwerdeführerin aufrechnet.

Am 13. Mai 2003 hat A.__ von der Z.__ AG CHF 17'500 erhalten, die seinem 

Privatkonto bei der SGKB gutgeschrieben wurden (act. 8/20.110.0067). Gemäss 

Nachforschungen der ASU handelt es sich um eine Rückvergütung für "Küche und 

Cheminée" (Untersuchungsbericht gegen die X.__ AG S. 22 f.). Dieser Betrag hätte an 

die Beschwerdeführerin bezahlt werden sollen, da er im Zusammenhang mit der 

Liegenschaft "V.__-strasse" (Konto 1100) steht, die mit einem Verlust von 

CHF 59'873.75 (act. 8/180.130.026) an die Z.__ AG verkauft wurde. Selbst wenn dieser 

Betrag irrtümlich auf das private Konto von A.__ bezahlt wurde, und er nicht wusste, 

weshalb (act. 8/130.100.046), hätte er abklären müssen, wofür diese Zahlung geleistet 

wurde. Es wäre für die Buchhaltung der Beschwerdeführerin ein leichtes gewesen, 

diese Abklärungen zu treffen. Das hat A.__ jedoch unterlassen und somit den Nachweis 

nicht erbracht, dass diese Rückzahlung an ihn privat als Geschäftsführer der 

Beschwerdeführerin zu Recht erfolgt ist. Dadurch hat er die CHF 17'500 der 

Besteuerung auf Stufe der Beschwerdeführerin entzogen. Es handelt sich um eine 

sogenannte Gewinnvorwegnahme, und die CHF 17'500 sind daher im Jahr 2003 bei 

der Beschwerdeführerin zum Gewinn dazuzurechnen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, a.a.O., N 95 zu Art. 58 DBG).

Die von der Beschwerdegegnerin aufgerechneten WIR-Verluste von CHF 289'286.05 

(Geschäftsjahr 2003) und von CHF 79'600 (Geschäftsjahr 2004) ergeben sich aus dem 

Kontoblatt 6650 (act. 8/181.130.020, 8/181.140.021) der Buchhaltung der 

Beschwerdeführerin, ebenso die aufgerechneten Abschreibungen auf dem 

Anlagevermögen (act. 8/181.140.014, 8/181.130.012). Diese Zahlen werden von der 

Beschwerdeführerin nicht bestritten.

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Zusammenfassend ist festzustellen, dass keine genügenden Unterlagen vorhanden 

sind, aufgrund derer die geschäftsmässige Begründetheit der Layoutkosten auch nur 

annähernd als belegt gewertet werden könnte. Konsequenterweise durfte der 

Beschwerdegegner auch die verbuchten WIR-Verluste sowie Abschreibungen 

beziehungsweise Entnahmen von Fahrzeugen in Frage stellen. Immerhin hat der 

Beschwerdegegner einen WIR-Einschlag von 35 Prozent akzeptiert und als Verlust 

zugelassen, was eher grosszügig ist. Auch bei den Fahrzeugen hat er nur einen Teil der 

Abschreibungen aufgerechnet, obwohl nicht klar ist, wie viele Fahrzeuge die 

Beschwerdeführerin wirklich besass beziehungsweise geschäftsmässig begründet 

waren. Ebenso wenig sind Unterlagen betreffend der N.__-Seminare vorhanden, die 

auch nur annähernd die geschäftsmässige Begründetheit nachweisen können, und es 

gilt als offensichtlich, dass die CHF 17'500 der Z.__ AG an die X.__ AG hätte 

überwiesen werden müssen. Auch hier werden die Zahlen der Beschwerdegegnerin 

nicht bestritten.

Die Beschwerdeführerin moniert, dass sie sich aufgrund eines Strafverfahrens 

exkulpieren müsse, was mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar sei. Dazu ist zu 

sagen, dass es sich hier um ein Nachsteuerverfahren handelt und die 

Beschwerdeführerin mehrmals die Gelegenheit gehabt hätte, den Nachweis der 

geschäftsmässigen Begründetheit der Layout- wie der Schulungskosten zu erbringen. 

Das hat sie aber weder im Einspracheverfahren am 12. Februar 2015, noch im Rekurs-/

Beschwerdeverfahren am 4. Februar 2016, noch in der Beschwerde am 10. November 

2017 getan. Die sich aus ihrem Untätigbleiben ergebenden Rechtsfolgen hat die 

Beschwerdeführerin zu tragen.

8. Unter Berücksichtigung der Steuerrückstellungen (act. 123.101.069) ergeben sich 

folglich zusätzliche steuerbare Gewinne von CHF 757'228 (2003) und CHF 395'799 

(2004) woraus folgende Nachsteuerbeträge resultieren:

Nachsteuern Kanton                           Nachsteuern Bund

2003:   CHF       176'857                    2003:  CHF        64'364

2004:   CHF        87'012                     2004:  CHF        33'643

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In Anwendung der Berechnungsart des Beschwerdegegners (d.h. u.a. unter Verzicht 

auf die Berechnung von Zinseszinsen) ergeben sich für die Periode vom 1. Oktober 

2004 bis 23. Mai 2018 hinsichtlich der Kantonssteuer und der Direkten Bundessteuer 

folgende Zinsen auf den geschuldeten Nachsteuern:

Kantonssteuer:

Jahr        ab                    Nachsteuer             %           Zins

2003      01.10.2004      CHF 176'857          1.5%      CHF     2'652.86

2004      01.10.2005      CHF 263'869          1.5%      CHF     3'958.04

2005      01.10.2006      CHF 263'869          1.5%      CHF     3'958.04

2006      01.10.2007      CHF 263'869          1,5%      CHF     3'958.04

2007      01.10.2008      CHF 263'869          2%         CHF     5'277.38

2008      01.10.2009      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2009      01.10.2010      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2010      01.10.2011      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2011      01.10.2012      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2012      01.10.2013      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2013      01.10.2014      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2014      01.10.2015      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2015      01.10.2016      CHF 263'869          1%         CHF     2'638.69

2016      01.10.2017      CHF 263'869          0,25%    CHF        659.67

Total                                                                           CHF   41'573.55

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Bundessteuern:

2003      01.10.2004      CHF   64'364          3.5%      CHF     2'252.74

2004      01.10.2005      CHF   98'007          3.5%      CHF     3'430.25

2005      01.10.2006      CHF   98'007          3.5%      CHF     3'430.25

2006      01.10.2007      CHF   98'007          3.5%      CHF     3'430.25

2007      01.10.2008      CHF   98'007          4%         CHF     3'920.28

2008      01.10.2009      CHF   98'007          4%         CHF     3'920.28

2009      01.10.2010      CHF   98'007          3.5%      CHF     3'430.25

2010      01.10.2011      CHF   98'007          3.5%      CHF     3'430.25

2011      01.10.2012      CHF   98'007          3%         CHF     2'940.21

2012      01.10.2013      CHF   98'007          3%         CHF     2'940.21

2013      01.10.2014      CHF   98'007          3%         CHF     2'940.21

2014      01.10.2015      CHF   98'007          3%         CHF     2'940.21

2015      01.10.2016      CHF   98'007          3%         CHF     2'940.21

2016      01.10.2017      CHF   98'007          3%         CHF     2'940.21

Total                                                                           CHF   44'885.81

 

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Unter Hinzurechnung der aufgelaufenen Zinsen betragen die Nachsteuern für die 

Kantonssteuer 2003 und 2004 CHF 305‘443 und für die direkte Bundessteuer 2003 und 

2004 CHF 142'893 (vgl. dazu Art. 1 des Regierungsbeschlusses über die Ausgleichs-, 

Verzugs- und Rückerstattungszinsen für Steuerbeträge vom 6. Dezember 2016, sGS 

811.14; Anhang der Verordnung des EFD über die Fälligkeit und Verzugszinsen der 

direkten Steuern, SR 642.124). Die Berechnung dieser Faktoren wurden vom 

Beschwerdegegner nachvollziehbar dargelegt (vgl. act. 8/123.101.056 ff.) und von der 

Beschwerdeführerin nicht substantiiert bestritten. Die Beschwerde erweist sich somit 

hinsichtlich der Nachsteuerbetreffnisse der Jahre 2003 und 2004 als unbegründet. Sie 

ist abzuweisen.

9. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren 

zu zwei Dritteln von der Beschwerdeführerin und zu einem Drittel vom Staat zu tragen 

(Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 und Art. 145 Abs. 2 DBG). Entscheidgebühren für 

die Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 für die Kantonssteuern und von CHF 1'800 

für die direkten Bundessteuern erscheinen angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Die Kostenanteile der Beschwerdeführerin 

sind mit den von ihr in den Beschwerdeverfahren geleisteten Kostenvorschüssen von 

CHF 3'000 und CHF 2'000 zu verrechnen. CHF 1'800 sind ihr zurückzuerstatten. Auf 

die Erhebung des Kostenanteils des Staates (Kantonales Steueramt) ist praxisgemäss 

nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind – zufolge mehrheitlichen Unterliegens 

(Beschwerdeführerin) beziehungsweise mangels Anspruchs (und Antrags; 

Beschwerdegegner) – für die Beschwerdeverfahren keine ausseramtlichen Kosten zu 

entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP; Art. 145 Abs. 2 und Art. 144 Abs. 4 

DBG sowie Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren, SR 

172.021, VwVG; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 

2. Aufl. 2003, Rz. 829; Richner/Frei/ Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 44 zu Art. 144 DBG).

Die amtlichen Kosten der vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren sind zu einem Drittel 

von der Beschwerdeführerin und zu zwei Dritteln vom Staat zu tragen. Die 

Entscheidgebühren von zusammen CHF 3'000 für die vorinstanzlichen 

Rechtsmittelverfahren sind unbestritten und liegen im Ermessensspielraum der 

bis

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Vorinstanz. Der Anteil der Beschwerdeführerin ist mit ihren in der Höhe von CHF 3'000 

geleisteten Kostenvorschüssen zu verrechnen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, der 

Beschwerdeführerin CHF 2'000 zurückzuerstatten. Auf die Erhebung des vom Staat 

(Kantonales Steueramt) zu tragenden Kostenanteils ist hier entsprechend der 

vorinstanzlichen Praxis zu verzichten.

Die Beschwerdeführerin hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf teilweise 

Entschädigung ihrer ausseramtlichen Kosten in den vorinstanzlichen 

Rechtsmittelverfahren (Art. 98 Abs. 2 und 98  VRP; Art. 144 Abs. 4 DBG; R. Hirt, Die 

Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen SZ/

St. Gallen 2004, S. 182 ff.). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in den 

vorinstanzlichen Verfahren keine Kostennote eingereicht. Eine um zwei Drittel auf 

CHF 500 reduzierte ausseramtliche Entschädigung zuzüglich CHF 20 Barauslagen 

(pauschal vier Prozent) erscheint angemessen (vgl. Art. 6, Art. 22 Abs. 1 lit. b und 

Art. 28  Abs. 1 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 

963.75). Die Beschwerdeführerin ist selbst mehrwertsteuerpflichtig, weshalb sie die in 

der Honorarrechnung ihres Anwalts belastete Mehrwertsteuer als Vorsteuer von ihrer 

eigenen Steuerschuld wieder abziehen kann. Die Mehrwertsteuer kann deshalb bei der 

Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung unberücksichtigt bleiben (vgl. VerwGE 

B 2012/54 vom 3. Juli 2012 E. 6, www.gerichte.sg.ch; R. Hirt, a.a.O., S. 194).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerdeverfahren B 2017/224 und B 2017/225 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde betreffend Kantonssteuern 2002 wird gutgeheissen und der 

angefochtene Entscheid, insoweit er die Steuerperiode 2002 betrifft, aufgehoben. Es 

wird festgestellt, dass das Recht zur Veranlagung der Beschwerdeführerin mit 

Kantonssteuern (Nachsteuer Gewinn aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2002) infolge Verjährung verwirkt ist. Die Beschwerde betreffend 

Kantonssteuern 2003 und 2004 wird abgewiesen.

3. Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2002 wird gutgeheissen und der 

angefochtene Entscheid, insoweit er die Steuerperiode 2002 betrifft, aufgehoben. Es 

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© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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St.Galler Gerichte

wird festgestellt, dass das Recht zur Veranlagung der Beschwerdeführerin mit der 

direkten Bundessteuer (Nachsteuer Gewinn aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2002) infolge Verjährung verwirkt ist. Die Beschwerde betreffend die 

direkten Bundessteuern 2003 und 2004 wird abgewiesen.

4. Die Beschwerdeführerin bezahlt zwei Drittel der amtlichen Kosten der 

Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 (Kantonssteuern) und von CHF 1'800 (direkte 

Bundessteuern) unter Verrechnung mit den von ihr geleisteten Kostenvorschüssen von 

CHF 5'000; CHF 1'800 werden ihr zurückerstattet. Einen Drittel der Kosten der 

Beschwerdeverfahren bezahlt der Staat (Kantonales Steueramt). Die 

Beschwerdeführerin bezahlt einen Drittel der amtlichen Kosten der vorinstanzlichen 

Verfahren von zusammen CHF 3'000 unter Verrechnung mit den von ihr geleisteten 

Kostenvorschüssen von CHF 3'000. Die Vorinstanz wird angewiesen, der 

Beschwerdeführerin CHF 2'000 zurückzuerstatten. Auf die Erhebung des Kostenanteils 

des Staats wird verzichtet.

5. Ausseramtliche Kosten werden für die Beschwerdeverfahren nicht entschädigt. Der 

Staat (Kantonales Steueramt) entschädigt die Beschwerdeführerin für die 

Rechtsmittelverfahren vor Vorinstanz mit CHF 520 ohne Mehrwertsteuer.

Der Abteilungspräsident            Der Gerichtsschreiber

Zürn                                           Scherrer

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 18.05.2018
	Steuerrecht, Art. 151 Abs. 1 DBG, Art. 53 Abs. 1 StHG, Art. 199 Abs. 1 StG. Die Steuerbehörde musste nicht davon ausgehen, dass geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand in der Höhe von Hundertausenden von Franken verbucht wurde. Der Sachverhalt wurde in den Büchern anders dargestellt als er tatsächlich war. Diese Falschdeklaration des Pflichtigen konnte sie auch bei gehöriger Sorgfalt nicht schon im ordentlichen Verfahren erkennen. Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG, Art. 84 Abs. 1 StG. Anhand der Buchhaltungsunterlagen beziehungsweise der Belege ist nicht nachvollziehbar, für welche Leistungen und in welchem Zeitraum die – behaupteten – Aufwendungen erbracht wurden (Verwaltungsgericht, B 2017/224 und B 2017/225).

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