# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39d1e660-fd0f-5f2e-b946-ae7926638e99
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.04.2024 UE230446
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE230446_2024-04-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE230446-O/U/HON

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., die Ersatzoberrichter 

Dr. iur. T. Graf und lic. iur. A. Kessler sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw M. Höchli

Beschluss vom 29. April 2024

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführer

gegen

1. B._____,
2. Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,
Beschwerdegegner

1 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

betreffend Einstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft I des 
Kantons Zürich vom 28. November 2023, D-1/2022/10040498

- 2 -

Erwägungen:

I.

1. A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erstattete im Rahmen einer 

von der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (nachfolgend: Staatsanwalt-

schaft) gegen ihn wegen Drohung etc. geführten Strafuntersuchung eine Gegen-

anzeige gegen B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner 1) wegen angeblicher 

Nötigung und Beschimpfung. Der Beschwerdeführer machte dabei im Rahmen 

seiner polizeilichen Befragung vom 8. November 2022 geltend, dass der Be-

schwerdegegner 1 am 7. November 2022 im Garten des Einfamilienhauses von 

C._____ in D._____ zu ihm gesagt habe "du Egoist, du beziehst E._____ ein, du 

beschuldigst andere." Ausserdem warf er dem Beschwerdegegner 1 anlässlich je-

ner Einvernahme vor, im Frühling 2022 auf dem Grundstück des Einfamilienhau-

ses von C._____ seinen Personenwagen so abgestellt zu haben, dass er (der Be-

schwerdeführer) mit seinem Fahrzeug nicht mehr habe wegfahren können 

(Urk. 3/4 S. 12; Urk. 5 S. 1).

2. Am 28. November 2023 erging in Bezug auf diese beiden beanzeigten 

Vorwürfe eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft (Urk. 5). Gegen 

diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Dezember 

2023 persönlich Beschwerde und verlangte sinngemäss die Aufhebung der Ein-

stellungsverfügung und die Anweisung an die Staatsanwaltschaft, die Strafunter-

suchung weiterzuführen bzw. Anklage wegen Nötigung zu erheben (Urk. 2 S. 2).

3. Mit Verfügung vom 3. Januar 2024 wurde dem Beschwerdeführer eine 

Frist von 30 Tagen zur Leistung einer Prozesskaution in der Höhe von Fr. 2'500.– 

angesetzt (Urk. 6). Diese Prozesskaution leistete er in der Folge innert Frist 

(Urk. 9). Da sich die Beschwerde, wie nachfolgend aufzuzeigen ist, als offensicht-

lich unbegründet erweist, ist in Anwendung von Art. 390 Abs. 2 StPO auf die 

Durchführung eines Schriftenwechsels zu verzichten. Das Verfahren erweist sich 

als spruchreif.

- 3 -

4. Zufolge Abwesenheiten ergeht der vorliegende Entscheid teilweise in an-

derer Besetzung bzw. amten die am Entscheid beteiligten Richter teilweise in an-

derer Funktion als angekündigt.

II.

1.1 Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung 

darin, den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklä-

ren, dass das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung die-

ses Zwecks steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. 

Insbesondere hat sie diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Fal-

les Wesentliches beizutragen vermögen. Sie ist aber nicht verpflichtet, alle er-

denklichen Ermittlungshandlungen vorzunehmen. Nach Beendigung des Untersu-

chungsverfahrens entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlas-

sen, Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen sei (Art. 318 StPO). Ge-

mäss Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die vollständige oder 

teilweise Einstellung des Verfahrens unter anderem, wenn kein Tatverdacht er-

härtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (lit. a), wenn kein Straftatbestand erfüllt ist 

(lit. b) oder wenn Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar ma-

chen (lit. c).

1.2 Der Entscheid über die Einstellung des Verfahrens richtet sich nach dem 

aus dem Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz "in dubio pro duriore" (vgl. Art. 5 

Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i. V. m. Art. 319 Abs. 1 StPO und Art. 324 

Abs. 1 StPO). Danach darf eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft nur bei 

klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen ange-

ordnet werden. Erscheint eine Verurteilung wahrscheinlicher als ein Freispruch, 

ist Anklage zu erheben. Dasselbe gilt in der Regel, wenn sich die Wahrscheinlich-

keiten eines Freispruchs oder einer Verurteilung in etwa die Waage halten 

(BGE 143 IV 241 E. 2.2.1; BGE 138 IV 186 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 

6B_384/2019 vom 21. August 2019 E. 3.1).

- 4 -

2.1 Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung des Strafverfahrens 

betreffend den Vorwurf der Beschimpfung damit, dass die Bezeichnung "Egoist", 

sofern der Beschwerdegegner 1 dies überhaupt gesagt habe, nicht geeignet sei, 

eine Missachtung einer Person zum Ausdruck zu bringen. Insbesondere vermöge 

diese Bezeichnung nicht die notwendige Intensität aufzuweisen, um den Be-

schwerdeführer in seiner Ehre zu verletzen bzw. seinen Ruf, ein ehrbarer Mensch 

zu sein, zu beschädigen. Weiter seien die Worte "du beziehst E._____ ein" und 

"du beschuldigst andere", sofern der Beschwerdegegner 1 diese überhaupt so 

formuliert habe, genauso wenig geeignet, die Ehre des Beschwerdeführers zu 

verletzen. Die beanzeigte angebliche Äusserung des Beschwerdegegners 1 stelle 

daher keinen Angriff gegen die strafrechtlich geschützte sittliche Ehre eines Men-

schen dar, da die nötige Intensität, um die Persönlichkeit des Geschädigten in sei-

ner menschlich-sittlichen Bedeutung oder seinen Ruf, ein ehrbarer Mensch zu 

sein, irgendwie zu verletzen, nicht gegeben sei. Hinzu komme, dass nicht ersicht-

lich sei, dass der Beschwerdegegner 1 den Beschwerdeführer mit diesen Worten 

in dessen Ehre hätte verletzen wollen, weshalb es auch an einem vorsätzlichen 

Handeln fehle. Entsprechend seien weder der objektive noch der subjektive Tat-

bestand der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB erfüllt (Urk. 5 S. 2).

2.2 Hinsichtlich des Vorwurfs der Nötigung erwog die Staatsanwaltschaft, 

dass auf den auf Wunsch des Beschwerdeführers von dessen Mobiltelefon gesi-

cherten Fotoaufnahmen der dem Beschwerdegegner 1 vorgeworfenen Parksitua-

tion, welche den Beschwerdeführer an der Wegfahrt mit seinem Auto gehindert 

haben solle, ersichtlich sei, dass nicht der Personenwagen des Beschwerdegeg-

ners 1, sondern derjenige von C._____ hinter dem Fahrzeug des Beschwerdefüh-

rers parkiert gewesen sei. Entsprechend habe dieser Personenwagen das Fahr-

zeug des Beschwerdeführers blockiert, während das Fahrzeug des Beschwerde-

gegners 1 neben demjenigen des Beschwerdeführers abgestellt gewesen sei. 

Hinzu komme, dass nicht ersichtlich sei, dass der Beschwerdegegner 1 den Be-

schwerdeführer dadurch, dass er sein Fahrzeug neben dasjenige des Beschwer-

deführers hingestellt habe, an der Wegfahrt hätte hindern wollen. Da es somit 

auch an einem vorsätzlichen Handeln fehle, seien weder der objektive noch der 

- 5 -

subjektive Tatbestand der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB erfüllt (Urk. 5 

S. 3).

3.1 Mit seiner Beschwerde wendet sich der Beschwerdeführer einzig gegen 

die Einstellung des Strafverfahrens betreffend den Vorwurf der Nötigung (Urk. 2 

S. 3 ff.). Dass das Verfahren auch hinsichtlich des zunächst ebenfalls zur Anzeige 

gebrachten Vorwurfs der Beschimpfung eingestellt wurde (Urk. 5 S. 2), wird vom 

Beschwerdeführer nicht beanstandet. Entsprechend ist vorliegend einzig in Bezug 

auf den Vorwurf der Nötigung zu prüfen, ob das gegen den Beschwerdegegner 1 

geführte Strafverfahren – entsprechend dem Vorbringen des Beschwerdeführers 

(Urk. 2 S. 3 ff.) – zu Unrecht eingestellt wurde.

3.2 Diesbezüglich macht der Beschwerdeführer geltend, dass der Beschwer-

degegner 1 damals zeitlich nach C._____ parkiert habe und es daher dieser ge-

wesen sei, der ihn zugeparkt habe (Urk. 2 S. 4). Zuvor sei das Fahrzeug von 

C._____ so hinter seinem Auto parkiert gewesen, dass eine Wegfahrt für ihn über 

das Nachbargrundstück, auf welchem später das Fahrzeug des Beschwerdegeg-

ners 1 parkiert gewesen sei, noch möglich gewesen wäre (Urk. 2 S. 3). Weiter 

wirft der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner 1 vor, dass er mit diesem zur 

Anzeige gebrachten Verhalten nicht nur seine Mobilität beschränkt, sondern auch 

noch einen Kontakt von ihm zu seiner Tochter F._____ verhindert habe. Aus Sicht 

des Beschwerdeführers seien die Absichten des Beschwerdegegners 1 stets dar-

auf ausgerichtet gewesen, seine Rechte auf Kontakt zu seinem Kind und seine 

Verfügungsmöglichkeit über sein Fahrzeug einzuschränken (Urk. 2 S. 4 f.). Ent-

sprechend stellt er sich auf den Standpunkt, dass die Tatbestandsmerkmale einer 

Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB sowohl in objektiver als auch in subjektiver 

Hinsicht erfüllt seien (Urk. 2 S. 3).

4.1 Einer Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer je-

manden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere 

Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder 

zu dulden.

- 6 -

4.2.1 Ein Blick auf die vom Beschwerdeführer am 24. Juni 2022 um ca. 

23.00 Uhr sowie am 25. Juni 2022 um ca. 06.00 Uhr erstellten und von der Kan-

tonspolizei Zürich aus seinem Mobiltelefon ausgelesenen Fotos der in Frage ste-

henden Parksituation zeigt (Urk. 3/2; Urk. 3/3 S. 3), dass das Fahrzeug des Be-

schwerdegegners 1 parallel neben demjenigen des Beschwerdeführers geparkt 

war. Dabei waren das Fahrzeug des Beschwerdeführers rückwärts und dasjenige 

des Beschwerdegegners 1 vorwärts gerichtet geparkt. Da der Parkplatz auf der 

Beifahrerseite sowie auf der Rückseite des Fahrzeuges des Beschwerdeführers 

aufgrund von Bäumen, Mülltonnen und einem abgestellten Anhänger begrenzt 

war, wäre ihm eine Wegfahrt in diese beiden Richtungen verwehrt gewesen. Wä-

ren zum fraglichen Zeitpunkt einzig diese beiden Fahrzeuge an der jeweiligen 

Stelle gestanden, wäre es für den Beschwerdeführer aber ohne Weiteres möglich 

gewesen, mit seinem Fahrzeug vorwärts wegzufahren. Vor dem Fahrzeug des 

Beschwerdeführers stand damals jedoch noch das Fahrzeug von C._____ 

(Urk. 3/2). Zwar hätte der Beschwerdeführer wiederum über jene Seite wegfahren 

können, auf welcher das Fahrzeug des Beschwerdegegners 1 parkiert war, wenn 

nur das Fahrzeug von C._____ und dasjenige des Beschwerdeführers wie damals 

geparkt gewesen wären. Aufgrund der damaligen Parksituation wäre es dem Be-

schwerdeführer aber tatsächlich nicht möglich gewesen, aus seinem Parkfeld zu 

fahren, bevor nicht eines der anderen beiden Fahrzeuge weggefahren wäre. Al-

leine aufgrund der Fotodokumentation lässt sich jedoch nicht eruieren, welches 

der beiden anderen Fahrzeuge zuletzt eingeparkt worden war und welcher Lenker 

letztlich diese Situation schuf, in welcher der Beschwerdeführer mit seinem Fahr-

zeug nicht mehr ohne fremde Hilfe wegfahren konnte.

4.2.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerdeschrift geltend, 

dass der Beschwerdegegner 1 damals zeitlich nach C._____ parkiert habe und 

daher für seine damalige Situation verantwortlich gewesen sei (Urk. 2 S. 4). Was 

diese Angabe betrifft, ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 

den in Frage stehenden Vorfall zeitlich unterschiedlich eingeordnet hatte. So gab 

er im Rahmen der polizeilichen Einvernahme vom 8. November 2022 an, dass er 

im Frühling 2022 habe draussen schlafen müssen, weil das Haus verschlossen 

gewesen sei und sein Auto durch dasjenige des Beschwerdegegners 1 blockiert 

- 7 -

gewesen sei (Urk. 3/4 S. 12). Anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 

15. Dezember 2022 erklärte er dann aber, dass es im September 2022 dazu ge-

kommen sei, dass der Beschwerdegegner 1 sein Auto "eingeklemmt" habe und er 

habe draussen schlafen müssen. Auf den Hinweis, dass er noch in der Befragung 

vom 8. November 2022 von einem entsprechenden Vorfall im Frühling 2022 be-

richtet habe, gab er an, dass es sich dabei um einen anderen Vorfall im Zusam-

menhang mit C._____ gehandelt habe und in Bezug auf den Beschwerdegeg-

ner 1 der Vorfall im September 2022 relevant sei (Urk. 3/10 S. 4). Wie aus dem 

Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 2. Februar 2023 hervorgeht, waren die zu-

vor beschriebenen, Ende Juni 2022 aufgenommenen Fotos die einzigen aus dem 

Mobiltelefon des Beschwerdeführers ausgelesenen Aufnahmen, die eine Situation 

abbildeten, in welcher der Beschwerdeführer den Parkplatz mit seinem Fahrzeug 

nicht hätte verlassen können (Urk. 3/3 S. 3). Im Rahmen eines von seinem dama-

ligen Verteidiger verfassten Schreibens vom 20. Februar 2023 liess der Be-

schwerdeführer denn auch korrigierend festhalten, dass die von ihm geltend ge-

machte Nötigungshandlung in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 2022 und nicht 

im September 2022 stattgefunden habe (Urk. 3/9 S. 2). In Anbetracht dessen, 

dass der Beschwerdeführer aber im Rahmen der Konfrontationseinvernahme vom 

15. Dezember 2022 noch darauf bestanden hatte, dass sich der Vorfall, von wel-

chem er berichtet hatte, im September 2022 und nicht im Frühling 2022 ereignet 

habe, lässt sich nicht ausschliessen, dass sich die Erinnerungen des Beschwer-

deführers nicht mehr gänzlich mit dem damals Vorgefallenen decken oder dass 

es in der Vergangenheit zu mehreren ähnlichen Vorfällen kam. So zeigt denn 

auch die Skizze, die der Beschwerdeführer im Rahmen der Konfrontationseinver-

nahme vom 15. Dezember 2022 vom in Frage stehenden Vorfall gezeichnet hatte, 

eine andere Parksituation als diejenige, die sich auf den zuvor erwähnten Fotos 

zeigt (Urk. 2 S. 4; Urk. 3/2; Urk. 3/7). Auf jener Skizze stellte er die Parksituation 

der drei Fahrzeuge so dar, als hätte der Beschwerdegegner 1 sein Fahrzeug nicht 

parallel zum Beschwerdeführer, sondern schräg über zwei Parkfelder abgestellt 

gehabt, so dass weder der Beschwerdeführer noch C._____ mit ihren Fahrzeu-

gen hätten wegfahren können (Urk. 3/7). Auch diese Abweichung der skizzierten 

Situation von der Anordnung der Fahrzeuge auf den Fotos legt nahe, dass es ent-

- 8 -

weder zu weiteren ähnlichen Situationen gekommen war oder die Erinnerungen 

des Beschwerdeführers nicht gänzlich den damaligen tatsächlichen Begebenhei-

ten entsprechen. Jedenfalls führen diese Ungereimtheiten in den Angaben des 

Beschwerdeführers, welche sich insbesondere in zeitlicher Hinsicht zeigen, dazu, 

dass Zweifel verbleiben, dass die Erinnerung des Beschwerdeführers daran, dass 

der Beschwerdegegner 1 sein Fahrzeug zeitlich nach C._____ abgestellt habe, 

tatsächlich dem Vorfall vom 24./25. Juni 2022 zugeordnet werden kann.

4.2.3 Im Rahmen der Konfrontationseinvernahme vom 15. Dezember 2022 

gab der Beschwerdeführer sodann an, dass er die von ihm beanzeigte Situation 

angetroffen habe, nachdem er – wie üblicherweise an einem Freitagabend – mit 

dem Zug von seinem Büro in G._____ nach D._____ gereist sei, um seine Toch-

ter zu besuchen (Urk. 3/10 S. 4). Seine diesbezüglichen Angaben legen mithin 

nahe, dass sein Fahrzeug bereits vor seinem Eintreffen in D._____ am fraglichen 

Ort abgestellt und noch in seiner Abwesenheit zuparkiert worden war. Dass es 

der Beschwerdegegner 1 gewesen sein soll, der sein Fahrzeug zuletzt auf jenen 

Parkplatz abgestellt haben soll, hätte er gemäss seiner diesbezüglichen Darstel-

lung der Ereignisse zumindest nicht eigens beobachtet haben können. Auch vor 

diesem Hintergrund verbleiben mithin Zweifel an den Angaben des Beschwerde-

führers, wonach es der Beschwerdegegner 1 gewesen sei, der nach C._____ auf 

den Parkplatz gefahren sei und sein Fahrzeug "eingeklemmt" habe. So kann zu-

mindest nicht ausgeschlossen werden, dass es C._____ war, die dem Beschwer-

deführer mit dem Parkieren ihres Fahrzeugs letztlich die Möglichkeit nahm, weg-

zufahren. Gegen sie erhob der Beschwerdeführer jedoch keine entsprechenden 

Vorwürfe.

4.3 Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers ist sodann auch nicht 

ersichtlich, weshalb ihn der Beschwerdegegner 1 damals am Wegfahren hätte 

hindern sollen. Gemäss der Darstellung des Beschwerdeführers soll der Be-

schwerdegegner 1 mit seinem Handeln die Absicht verfolgt haben, den Kontakt 

des Beschwerdeführers zu seiner Tochter F._____ einzuschränken (Urk. 2 S. 4 

f.). Inwiefern ein Zuparkieren des Fahrzeuges des Beschwerdeführers hätte dazu 

führen sollen, dass er seine Tochter nicht hätte sehen können, ist jedoch nicht 

- 9 -

ohne Weiteres erkennbar. Wenn der Beschwerdegegner 1 gewollt hätte, dass 

sich der Beschwerdeführer und seine Tochter nicht sehen könnten, wäre viel eher 

zu erwarten gewesen, dass er gerade darauf bedacht gewesen wäre, dass der 

Beschwerdeführer mit seinem Fahrzeug hätte wegfahren können. Dass der Be-

schwerdeführer nicht wegfahren konnte, hatte demgegenüber zwangsläufig zur 

Folge, dass er sich vom Wohnort seiner Tochter nicht entfernen konnte, bevor ei-

nes der Fahrzeuge, die sein Auto blockierten, wegfuhr. Entsprechend erhöhten 

sich dadurch auch die Chancen einer Begegnung mit seiner Tochter während der 

Wartezeit. Aus den Angaben des Beschwerdeführers in seiner Beschwerdeschrift 

geht sodann hervor, dass er am fraglichen Abend eigentlich beabsichtigt habe, 

am Wohnort seiner Tochter zu übernachten (Urk. 2 S. 4 f.). Sollte auch der Be-

schwerdegegner 1 von diesem Vorhaben Kenntnis gehabt haben, wäre umso we-

niger eine Absicht desselben auszumachen, den Beschwerdeführer noch an je-

nem Abend an der Wegfahrt zu hindern, zumal er ohnehin kaum mit einer Weg-

fahrt desselben vor dem nächsten Morgen gerechnet hätte. Vor dem Hintergrund 

dieser Erwägungen kann demnach auch kein Vorsatz des Beschwerdegegners 1 

ausgemacht werden, den Beschwerdeführer an einer Wegfahrt zu hindern bzw. 

ihn zu nötigen.

4.4 Zusammenfassend kann dem vom Beschwerdeführer in Bezug auf eine 

angebliche Nötigung zur Anzeige gebrachten Sachverhalt kein strafbares Verhal-

ten des Beschwerdegegners 1 entnommen werden, weshalb die Staatsanwalt-

schaft das Verfahren betreffend diesen Vorwurf zu Recht eingestellt hat. Die Be-

schwerde ist damit abzuweisen.

5. Aufgrund dieses Ausgangs des Verfahrens besteht weder Anlass für die 

vom Beschwerdeführer beantragte Prüfung weiterer Straftatbestände im Zusam-

menhang mit der beanzeigten Nötigung noch für die Vornahme der von ihm eben-

falls beantragten weitergehenden Ermittlungen und Beweismittelerhebungen 

(Urk. 2 S. 2).

- 10 -

III.

1. Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Auf-

wands des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf 

Fr. 1'200.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b – d GebV OG). Die 

Kosten sind ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 

Abs. 1 StPO) und aus der von ihm geleisteten Prozesskaution von Fr. 2'500.– zu 

beziehen (Urk. 6; Urk. 9). Im Restbetrag ist die Prozesskaution dem Beschwerde-

führer zurückzuerstatten – vorbehältlich allfälliger Verrechnungsansprüche des 

Staates.

2. Dem Beschwerdegegner 1 ist mangels erheblicher Umtriebe keine Ent-

schädigung zuzusprechen. Dem Beschwerdeführer ist zufolge Unterliegens keine 

Entschädigung zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer 

auferlegt und aus der geleisteten Prozesskaution bezogen.

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen zugespro-

chen.

4. Die vom Beschwerdeführer geleistete Prozesskaution wird diesem abzüglich 

der ihm auferlegten Gerichtsgebühr im Restbetrag zurückerstattet – vorbe-

hältlich allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates.

5. Schriftliche Mitteilung an:

 den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
 den Beschwerdegegner 1, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (per 

Gerichtsurkunde)
 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, unter Beilage einer Kopie 

von Urk. 2 (gegen Empfangsbestätigung)

- 11 -

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:

 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung) 

 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch).

6. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 
eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 29. April 2024

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

lic. iur. A. Flury

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Höchli