# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4416cfb-4f2a-5a0e-bcb6-84af0367afb8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.04.2017 RT170035
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT170035_2017-04-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT170035-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. M. Kriech und Oberrichter lic. iur. M. Spahn 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt 

Urteil vom 3. April 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
B._____,  

Beklagter und Beschwerdegegner 

 

betreffend Rechtsöffnung  
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 23. Januar 2017 (EB170022-C) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.1 Mit Verfügung vom 23. Januar 2017 trat die Vorinstanz auf das 

Rechtsöffnungsbegehren des Klägers und Beschwerdeführers (fortan Kläger) in 

der Betreibung auf Verwertung eines Faustpfandes Nr. … des Betreibungsamtes 

Zürich 1 (Zahlungsbefehl vom 5. September 2016), welches dieser gestützt auf 

den Mietvertrag vom 30. März 2009 für ausstehende Mietzinse und die Mieterkau-

tion eingereicht hatte (Urk. 1; Urk. 2; Urk. 3/2-6), nicht ein. Die Gerichtskosten von 

Fr. 125.– wurden dem Kläger auferlegt; Parteientschädigungen wurden keine zu-

gesprochen (Urk. 4 S. 3 f. = Urk. 8 S. 3 f.). 

1.2 Hiergegen erhob der Kläger mit Schreiben vom 11. Februar 2017 (Da-

tum Poststempel: 13. Februar 2017, eingegangen am 14. Februar 2017) innert 

Frist Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei die vorinstanzliche Ver-

fügung aufzuheben, auf das Begehren einzutreten und die Sache zur Durchfüh-

rung des Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 7).  

2.1 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). 

2.2 Der Kläger macht geltend, dass ihm vom Bezirksgericht Zürich telefo-

nisch die Auskunft erteilt worden sei, er habe sich für Rechtsöffnungsbegehren in 

Mietsachen an das Gericht am Ort der gelegenen Sache (Bezirk Bülach) zu wen-

den. Nun sei die Vorinstanz nicht auf sein Begehren eingetreten mit dem Argu-

ment, dass für die Verwertung des Mieterkautionskontos und damit des Faust-

pfandes das Gericht in Zürich örtlich zuständig sei. Er habe dies mit der Wahl des 

Betreibungsortes Zürich so in die Wege geleitet. Er habe nun aber nicht nur 

Rechtsöffnung für die Mieterkaution verlangt, sondern auch für die über die 

Mieterkaution hinausgehenden Mietzinse (Urk. 7 S. 1 f.).  

2.3 Entgegen der Ansicht des Klägers hat die Vorinstanz sein Rechtsbe-

gehren korrekt aufgenommen, indem sie ausgeführt hat, dass er die Beseitigung 

des Rechtsvorschlages in der Betreibung auf Verwertung des Faustpfandes 

- 3 - 

Nr. … für die Forderung und das Pfandrecht und die Erteilung der Rechtsöffnung 

für Fr. 10'500.– nebst Zinsen zu 5% seit 1. Mai 2016, für Fr. 10.– an Kosten be-

treffend Adressauskunft Einwohnerkontrolle … [Ortschaft] sowie für die Betrei-

bungskosten verlangt habe (Urk. 8 S. 2). Indes kann der Kläger hieraus nichts zu 

seinen Gunsten ableiten: Ungeachtet dessen ist für den Entscheid über ein 

Rechtsöffnungsbegehren nur das Gericht am Ort der Betreibung zuständig (Art. 

84 Abs. 1 SchKG). Dementsprechend kann ein Gericht an einem anderen Ort als 

demjenigen, an welchem die Betreibung eingeleitet worden ist, nicht über das in 

dieser Betreibung gestellte Rechtsöffnungsbegehren entscheiden. Da der Kläger 

die Betreibung gegen den Beklagten und Beschwerdegegner (fortan Beklagter) in 

Zürich eingeleitet hat, konnte die Vorinstanz mangels Zuständigkeit nicht über das 

Rechtsöffnungsbegehren entscheiden; dieser Entscheid kann – im vorliegenden 

Fall – nur vom Gericht in Zürich gefällt werden. Daran ändert auch eine allenfalls 

unrichtige Auskunft nichts. Dabei ist denn auch irrelevant, ob nun auf Pfandver-

wertung oder auf Pfändung betrieben worden ist. Wie die  

Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, spielt dies lediglich für die Wahl des Betrei-

bungsortes eine Rolle. Damit aber ist die Vorinstanz zu Recht auf das Rechtsöff-

nungsbegehren des Klägers mangels Zuständigkeit nicht eingetreten.  

2.4 Bei diesem Ausgang des Verfahrens bleibt es bei der erstinstanzlichen 

Kostenauflage an den Kläger; die Höhe der festgesetzten Kosten hat der Kläger 

nicht beanstandet. Eine allenfalls falsche telefonische Auskunft ändert daran 

nichts; ohnehin hat der Kläger diese in lediglich pauschaler Weise behauptet, 

weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. 

3.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren wäre in Anwen-

dung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf 

Fr. 500.– festzusetzen. Zu beachten ist jedoch, dass sich im parallel geführten 

Verfahren RT170034-O zwischen dem Kläger und der Ehefrau des Beklagten 

dieselben Tat- und Rechtsfragen stellen, weshalb sich eine Reduktion der Ge-

richtsgebühr auf Fr. 250.– rechtfertigt. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss 

dem Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

- 4 - 

3.2 Dem Beklagten ist mangels erheblicher Umtriebe im Beschwerdever-

fahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger aufer-

legt.  

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 7 und einer Kopie von Urk. 9, sowie an die Vorinstanz, je 

gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 10'500.–. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

- 5 - 

Zürich, 3. April 2017 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

versandt am: jo 

	Urteil vom 3. April 2017
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage eines Doppels von Urk. 7 und einer Kopie von Urk. 9, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...