# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 302a0714-7233-5439-976b-44ec2d82c128
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-07
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 07.12.2018 SK.2018.30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2018-30_2018-12-07.pdf

## Full Text

Urteil vom 7. Dezember 2018 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz 
Sylvia Frei und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiberin Anne Kathrin Herzog  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch  
Staatsanwalt des Bundes Johannes Rinnerthaler,  
 
und 
 
als Privatklägerschaft: 

1. Gemeindewerke B., vertreten durch C.,    
2. D. AG vertreten durch E.,   
3. F., vertreten durch Rechtsanwalt G.,   
4. G.,     
5. H., vertreten durch I.,   
 

 gegen 

  A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Gian Moeri,    
  

Gegenstand  Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in 
verbrecherischer Absicht, Störung von Betrieben, die 
der Allgemeinheit dienen, qualifizierte Sachbeschädi-

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2018.30 

- 2 - 

gung, teilweise versucht, grobe Verletzung einer Ver-
kehrsregel, einfache Verletzung von Verkehrsregeln, 
versuchte qualifizierte Erpressung 

  

- 3 - 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 

1. A. sei schuldig zu sprechen: 

− der versuchten qualifizierten Erpressung (Art. 156 Ziff. 4 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 
StGB) 

− der mehrfachen Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbre-
cherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB) 

− der qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB), teilweise ver-
sucht (Art. 22 StGB) 

− der mehrfachen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen 
(Art. 239 Ziff. 1 StGB) 

− der groben Verletzung einer Verkehrsregel (Art. 90 Abs. 2 i.V.m. Art. 31 Abs. 
1 und Art. 36 Abs. 4 SVG, Art. 3 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 VRV) 

− der mehrfachen einfachen Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 Abs. 1 SVG, Art. 4 Abs. 1 VRV; Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 27 
Abs. 1 SVG, Art. 24 Abs. 1 Bst. c und Abs. 3 SSV; Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 90 
Abs. 1 SVG, Art. 18 Abs. 1 SSV), jeweils in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 
SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV. 

2. RudoIf A. sei - teilweise im Zusatz zum Urteil des Obergerichts des Kantons Zü-
rich, Il. Strafkammer, vom 13. Januar 2012 - zu einer unbedingten Freiheitsstrafe 
von 42 Monaten zu verurteilen (Art. 27, 40, 47 und 49 StGB). 

Die ausgestandene Untersuchungshaft im Umfang von insgesamt 23 Tagen sei 
auf die zu verhängende Freiheitsstrafe anzurechnen (Art. 51 StGB). 

3. Die mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, Il. Strafkammer, am 13. Ja-
nuar 2012 gegen A. wegen mehrfacher Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 
StGB) sowie Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 
1 StGB), bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe von 10 Monaten sei zu wider-
rufen und für vollziehbar zu erklären (Ari 46 Abs. 1 StGB). 

Die ausgestandene Untersuchungshaft im Umfang von 1 Tag sei auf die ver-
hängte Freiheitsstrafe anzurechnen (Art. 51 StGB). 

4. A. sei zu einer Übertretungsbusse von Fr. 600.00 zu verurteilen (Art. 106 Abs. i 
StGB). 

5. Für den Vollzug des vorliegenden Urteils sei der Kanton Zürich als zuständig zu 
erklären (Art. 74 Abs. 2 StBOG i.V.m. Art. 31 StPO). 

- 4 - 

6. Folgende anlässlich der Hausdurchsuchungen bei A., sowie dessen Sohn J., si-
chergestellten und am 9. August 2017 beschlagnahmten Gegenstände und Do-
kumente seien 

6.1 einzuziehen (Art. 70 Abs. 1 StGB) und zu vernichten (Art. 69 Abs. 1 und 2 StGB): 
 
Hausdurchsuchung vom 6. JuIi 2016,  

Verz.-
Nr. 

Sicherstellung Ass.-Nr. Gegenstand/Beschreibung 

1 Wohnhaus A009‘451‘790 Schnur 
2 Wohnhaus A009‘451‘881 1 Packung Raketen (Heuler) 
5 Estrich A009‘451‘972 Schnur 
6 Scheune A009‘452‘011 Gartenschnur 
7 Scheune A009‘452‘055 1 Filzstift schwarz 
8 Scheune A009‘452‘099 1 Kartonschachtel, mit Ausschnitt (in Plastiksack) 
9 Scheune A009‘452‘102 Plastiksack enthaltend: Stein flach, Alufolie, Holzstück 
10 Scheune A009‘452‘124 Schraube mit Anzündlitze (direkt WFD übergeben) 
11 Scheune A009‘452‘146 Diverse Kerzen, weiss, rund, silberfarbig, sternförmig 
12 Scheune A009‘452‘168 Tragtasche schwarz, enthaltend: 4 Holzbretter,  

1 Feuerzeug blau, 1 Karton mit roter Anzündlitze 
13 Scheune A009‘452‘204 Tragtasche schwarz, enthaltend: Kunststoffrohr 

schwarz, Steine, Kerze sternförmig, silberfarben 
14 Scheune A009‘452‘237 Stahlblechdose (Katzenfutter) enthaltend: Kerze, 

weiss mit rotem Wachskern 
15 Scheune A009‘452‘248 Tragtasche der Modekette Vögele, enthaltend: div. 

Elektrokabel, 9-Volt Batterie, 4 Stecker 
16 Scheune A009‘452‘259 Zündvorrichtung mit Zeitschaltuhr (Aufschrift: powe-

red by R. S.sch, mit schwarzem Filzstift) 
17 Scheune A009‘452‘260 1 Elektrokabel schwarz 

 
Hausdurchsuchung vom 8. Juli 2016,  

Verz.-
Nr. 

Sicherstellung Ass.-Nr. Gegenstand/Beschreibung 

4 Werkstatt jun. A009‘461‘998 Div. Stahlrohre (Rohrbomben) Kapseln (Kisag- 
Bläser) (sichergestellt durch WFD) 

5 Werkstatt jun. A009‘462‘026 2 Pack Anzündlitze (rot) 
1 Stück Anzündlitze (gelb) (sichergestellt durch WFD) 

6 Werkstatt jun. A009‘462‘059 Gläser mit Chemikalien: Schwefel und Kaliumnitrat (si-
chergestellt durch WFD) 

7 Dachboden A009‘462‘060 Chemikalien: 1 Kunststoffbehälter mit Magnesium (si-
chergestellt durch WFD) 

- 5 - 

8 Dachboden A009‘462‘071 Chemikalie: 1 Sack mit Kaliumnitrat (sichergestellt 
durch WFD) 

9 Dachboden A009‘462‘082 1 Probe Holzkohle (sichergestellt durch WFD) 
10 Werkstatt jun. A009‘462‘093 3 elektrische Mühlen 
11 Dachboden A009‘462‘106 1 Becher mit Holzkohle (sichergestellt durch WFD) 
12 Dachboden A009‘462‘117 1 Becher mit grauem Granulat (sichergestellt durch 

WFD) 
13 Dachboden A009‘462‘128 1 Becher mit weissem Granulat (sichergestellt durch 

WFD) 
14 Werkstatt jun. A009‘462‘173 1 Kunststoffbehälter mit grauem Pulver, ev. Magne-

sium (sichergestellt durch WFD) 
15 Werkstatt jun. A009‘462‘139 Drei Plastikbecher (sichergestellt durch WFD) 
16 Werkstatt jun. A009‘462‘140 1 Kunststoffbox mit schwarzem Pulver (sichergestellt 

durch WFD) 
17 Werkstatt jun. A009‘462‘151 1 Tasse mit pyrotechnischem Satz (sichergestellt 

durch WFD) 
18 Werkstatt jun. A009‘462‘162 1 Kunststoffbehälter mit grauem Pulver, ev. Magne-

sium 
 
6.2 in den Akten zu belassen: 
 
Hausdurchsuchung vom 6. Juli 2016,  

Verz.-
Nr. 

Sicherstellung Ass.-Nr. Gegenstand/Beschreibung 

3 Wohnhaus A009‘451‘927 Zürichsee – Zeitung vom 22.08.2011 
4 Wohnhaus A009‘451‘949 Zürichsee – Zeitung vom 14.08.2010 (Hydranten- 

Killer) 
 
Hausdurchsuchung vom 8. Juli 2016,  

Verz.
-Nr. 

Sicherstellung Ass.-Nr. Gegenstand/Beschreibung 

1 Wohnhaus A009‘461‘954 Mehrzweckblock blau ab 06.07.2012 – 10.07.2013 
2 Wohnraum jun. A009‘461‘965 4 Arbeitsrapporte, Stundenblätter 
3 Schlafzimmer 

jun. 
A009‘461‘976 Brief, Schreiben Strassenverkehrsamt 

 

7. Rechtsanwalt Gian Moeri, sei für die amtliche Verteidigung von A. in gerichtlich 
zu bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädigen 
(Art. 135 Abs. 1 StPO). 

- 6 - 

A. sei zu verpflichten, die Entschädigung für die amtliche Verteidigung an die 
Eidgenossenschaft zurückzuzahlen, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 426 Abs. 
1 i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). 

8. Die Kosten des Verfahrens in der Höhe von insgesamt Fr. 35‘233.− (Gebühren 
Fr. 9‘600.−; Auslagen Fr. 25‘633.−) seien - zusätzlich der durch das Gericht fest-
zulegenden Kosten für das Hauptverfahren - A. aufzuerlegen (Art. 422 ff. StPO). 

9. Die Zivilklagen seien gerichtlich zu beurteilen. 

Anträge der Privatklägerschaft G.: 

Der Privatkläger G. beantragt einen Schuldspruch im Sinne der Anklage sowie Schaden-
ersatz im Umfang von Fr. 608.05. 

Anträge der Privatklägerschaft F.: 

Der Privatkläger F. beantragt einen Schuldspruch im Sinne der Anklage. 

Anträge der Verteidigung: 

1. Das Verfahren sei betreffend Anklageziffern 1.2.4 bis 1.2.6 sowie 1.3.6 bis 1.3.8 
einzustellen; 

2. Von den übrigen Vorwürfen sei der Beschuldigte freizusprechen und auf die 
Frage betreffend Widerruf der Vorstrafe sei nicht einzutreten; 

3. Auf die Zivilansprüche der Geschädigten sei ebenfalls nicht einzutreten; 

4. Die Kosten der Untersuchung und des Gerichtsverfahrens inkl. jene für die amt-
liche Verteidigung seien auf die Gerichtskasse zu nehmen und dem Angeklagten 
sei, insbesondere für die in Haft erstandene Zeit, eine angemessene Entschädi-
gung zuzusprechen. 

5. Die mit Verfügungen vom 9. August 2017 beschlagnahmten Gegenstände seien 
der Lagerbehörde zur ihr gut scheinenden Verwendung zu überlassen. 

  

- 7 - 

Prozessgeschichte: 

A. Die Bundesanwaltschaft führte seit 9. Juni 2016 eine Strafuntersuchung (Ge-
schäftsnummer SV.16.0767) gegen A. und seinen gleichnamigen Sohn wegen 
Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht 
(Art. 224 StGB), Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB) sowie Störung von 
Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 1 StGB), im Zusammen-
hang mit mehreren in der Zeit zwischen 20. August 2011 und 4. Oktober 2015 
vorwiegend in B. verübten Sprengstoffanschlägen auf Hydranten und dem Zün-
den eines Knallkörpers in einem Schliessfach im Bahnhof Zürich Enge am 1. Mai 
2016. 

B. Im Laufe des Verfahrens wurde es mit weiteren von der Bundesanwaltschaft ge-
führten Strafuntersuchungen (SV.11.0229, SV.12.0010) gegen Unbekannt we-
gen ähnlichen Vorfällen in B. vereinigt und unter der Geschäftsnummer 
SV.16.0767 weitergeführt. Zudem übernahm die Bundesanwaltschaft verschie-
dene kantonale Strafverfahren gegen A. wegen Verletzung von Verkehrsregeln 
gemäss Art. 90 Abs. 1 und 2 SVG, Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl), qualifizierter 
Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 4 StGB, Untersuchungsamt St. Gallen) sowie 
Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, gemäss Art. 239 Ziff. 1 
StGB, Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis) und vereinigte diese mit dem Verfah-
ren SV.16.0767. 

C. Am 21. Juni 2018 erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen A. bei der Straf-
kammer des Bundesstrafgerichts wegen mehrfacher Gefährdung durch Spreng-
stoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), mehr-
facher Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 1 
StGB), qualifizierter (teilweise versuchter) Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 
teilweise i.V.m. Art. 22 StGB), mehrfacher einfacher Verletzung von Verkehrsre-
geln (Art. 90 Abs. 1 SVG), grober Verletzung einer Verkehrsregel (Art. 90 Abs. 2 
SVG) sowie versuchter qualifizierter Erpressung (Art. 156 Ziff. 4 i.V.m. Art. 22 
Abs. 1 StGB). Das Verfahren gegen den Sohn des Beschuldigten hatte sie in der 
Zwischenzeit mit Verfügung vom 18. April 2018 eingestellt. 

D. Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte das Gericht die erforderlichen Be-
weismittel zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten (Straf- und Be-
treibungsregisterauszüge, Steuerunterlagen) sowie zwei Amtsberichte vom 13. 
resp. 21. September 2018 ein. Letztere wurden beim Kantonsspital St. Gallen, 
Institut für Rechtsmedizin (IRM-SG) sowie beim Institut für Rechtsmedizin, Fo-
rensische Genetik, der Universität Zürich (IRM-ZH) in Auftrag gegeben, nament-
lich zur Frage des Wahrscheinlichkeitsfaktors der Übereinstimmung eines inkom-
pletten DNA-Profils mit einer bestimmten Spur (TPF pag. 13-231-1-1 ff., …-2-3 

- 8 - 

ff.; …-3-2 f.; 13-262-1 ff.; …-2-1 ff). Im Weiteren wurde das Urteil des Bundesge-
richts 6B_217/2012 vom 20. Juli 2012 in anonymisierter Form zu den Akten ge-
nommen (TPF pag. 13-231-1-3 bis -6).  

E. Mit Schreiben vom 16. November 2018 lud der Vorsitzende die Bundesanwalt-
schaft ein, eine allfällig erweiterte Anklage bezüglich eventueller fahrlässig be-
gangener Verkehrsdelikte einzureichen. Am 21. November 2018 reichte die Bun-
desanwaltschaft die entsprechend ergänzte Anklageschrift ein. 

F. Am 27. November 2018 fand die Hauptverhandlung in Anwesenheit von A., des-
sen Verteidiger, der Bundesanwaltschaft sowie zweier Privatkläger am Sitz des 
Bundesstrafgerichts statt. Anlässlich der Verhandlung wurden diverse durch die 
Verteidigung eingereichte Unterlagen zu den Akten genommen (TPF pag. 13-
720-4; 13-721-43 ff.).  

G. Das Urteil (Dispositiv) wurde den Parteien am 7. Dezember 2018 schriftlich er-
öffnet. 

H. In der Folge verlangten die Bundesanwaltschaft sowie der Privatkläger G. ge-
stützt auf Art. 82 Abs. 2 lit. a StPO fristgerecht eine schriftliche Urteilsbegrün-
dung. 

 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

 Zuständigkeit 

Gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. d StPO untersteht der Tatbestand von Art. 224 StGB 
der Bundesgerichtsbarkeit. In Bezug auf die übrigen angeklagten Delikte ist die 
Bundeszuständigkeit aufgrund der Vereinigung der Strafverfolgung in der Hand 
der Bundesbehörden durch die Bundesanwaltschaft gegeben (Art. 26 Abs. 2 
StPO). 

 Anwendbares Recht 

Der Beschuldigte soll die angeklagten Taten zum Teil vor den Revisionen des 
Verjährungsrechts per 1. Januar 2014 (AS 2013 4417) und des Sanktionenrechts 
per 1. Januar 2018 (AS 2016 1249) begangen haben. Unter Berücksichtigung 
des strafrechtlichen Rückwirkungsverbots gilt das zur Tatzeit in Kraft gewesene 
Recht (Art. 2 Abs. 1 StGB), es sei denn, das neue Recht ist für den Täter das 

- 9 - 

mildere („lex mitior“-Regel; Art. 2 Abs. 2, 389 Abs. 1 StGB). Letzteres trifft vorlie-
gend nicht zu. 

 Würdigungsvorbehalt 

 Will das Gericht den Sachverhalt rechtlich anders würdigen als die Staatsanwalt-
schaft in der Anklageschrift, so eröffnet es dies den Parteien und gibt ihnen Ge-
legenheit zur Stellungnahme (Art. 344 StPO). Ein solcher Würdigungsvorbehalt 
will sicherstellen, dass das Gericht nicht eine rechtliche Würdigung des Sachver-
halts vornimmt, zu der der Beschuldigte nicht hat Stellung nehmen können. 

 Der Vorsitzende eröffnete den Parteien vor und an der Hauptverhandlung, er ge-
denke die in der Anklageschrift vom 21. Juni 2018 geschilderten Lebenssachver-
halte bzw. Anklagevorwürfe auch unter dem Aspekt der Gefährdung durch 
Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht gemäss Art. 224 Abs. 2 StGB sowie der 
Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB zu würdigen (TPF pag. 
13-110-1; 13-720-3). Die Würdigungsvorbehalte haben keine wesentliche Neu-
ausrichtung der Verteidigung zur Folge und der Verteidiger konnte sich dazu äus-
sern; die Verteidigungsrechte wurden damit umfassend gewahrt. 

2. Anklagevorwürfe 

 Vorfälle vom 20. August, 20. September, 28. November 2011, 27. März, 1. Okto-
ber 2015 und 1. Mai 2016 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten mehrfache Gefährdung durch 
Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), mehrfache Stö-
rung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 1 StGB), sowie 
qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 StGB) im Zusammenhang mit 
den im Folgenden zusammengefasst dargelegten Ereignissen vor:  

 Vorfall vom 20. August 2011 (Anklageziffer 1.1.6, 1.2.6, 1.3.8) 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 20. August 2011, ca. um 07:30 
Uhr, am Z.-weg 4 in B. eine selbstgebastelte Sprengvorrichtung am Hydranten 
Nr. 1 angebracht und durch den Einsatz einer unter einen Tonblumentopf gestell-
ten Kerze als Zeitverzögerer zur Detonation gebracht sowie weitere (in der An-
klageschrift näher umschriebene) Manipulationen am Hydranten vorgenommen, 
wodurch dieser erheblich beschädigt und zum Kippen gebracht worden sei. Da-
raus habe ein Wasserverlust von ca. 215 m3 resultiert. Der Beschuldigte habe 
die selbstgebastelte Sprengvorrichtung zum Zwecke der Zerstörung eingesetzt 

- 10 - 

und dabei wissentlich und willentlich sowie in verbrecherischer Absicht die Be-
schädigung des Hydranten und damit fremden Eigentums angestrebt; sein Ziel 
sei gewesen, einen möglichst grossen Schaden herbeizuführen. Durch die Ex-
plosion auf öffentlichem Grund habe er zudem unbeteiligte Personen (Passan-
ten) konkret an Leib und Leben gefährdet und diese Gefährdung bewusst in Kauf 
genommen (Anklageziffer 1.1.6; Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecheri-
scher Absicht). 

 Die inkriminierten Manipulationen bzw. Beschädigungen des Hydranten Nr. 1 
hätten weiter zur Folge gehabt, dass dieser bis zu seiner Wiederinstandstellung 
nicht betriebsbereit und die Löschwasserversorgung im von diesem abzudecken-
den Gebiet unterbrochen oder zumindest gefährdet gewesen sei. Der Beschul-
digte habe dadurch wissentlich und willentlich den der Allgemeinheit dienenden 
Betrieb des Hydranten gestört bzw. behindert (Anklageziffer 1.2.6; Störung von 
Betrieben, die der Allgemeinheit dienen). 

 Unter dem Titel der qualifizierten Sachbeschädigung wird dem Beschuldigten zur 
Last gelegt, er habe den in fremdem Eigentum stehenden Hydranten Nr. 1 be-
schädigt, was zu einem Wasserverlust von 215 m3 geführt habe. Dadurch sei der 
Gemeinde B. ein Schaden in Höhe von Fr 1‘120.− entstanden. Der Beschuldigte 
habe dabei die Herbeiführung eines möglichst grossen Schadens mindestens in 
Kauf genommen (Anklageziffer 1.3.8). 

 Vorfall vom 20. September 2011 (Anklageziffer 1.1.5, 1.2.5, 1.3.7) 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 20. September 2011, um 
11:30 Uhr, an der Y.-strasse 246 in B. eine selbstgebastelte Sprengvorrichtung 
am Hydranten Nr. 2 angebracht und weitere (in der Anklageschrift näher um-
schriebene) Manipulationen daran vorgenommen, wodurch dieser erheblich be-
schädigt worden sei, obwohl die Sprengvorrichtung weder wunschgemäss explo-
diert sei, noch den Hydranten zum Kippen gebracht habe. Der Beschuldigte habe 
die Sprengvorrichtung zum Zwecke der Zerstörung eingesetzt und dabei wissent-
lich und willentlich sowie in verbrecherischer Absicht die Beschädigung des Hyd-
ranten und damit fremden Eigentums angestrebt; sein Ziel sei gewesen, einen 
möglichst grossen Schaden herbeizuführen. Durch die Explosion auf öffentli-
chem Grund habe er zudem unbeteiligte Personen (Passanten) konkret an Leib 
und Leben gefährdet und diese Gefährdung bewusst in Kauf genommen (Ankla-
geziffer 1.1.5; Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht). 

 Die inkriminierten Manipulationen bzw. Beschädigungen des Hydranten Nr. 2 
hätten weiter zur Folge gehabt, dass dieser bis zu seiner Wiederinstandstellung 
nicht betriebsbereit und die Löschwasserversorgung im von diesem abzudecken-

- 11 - 

den Gebiet unterbrochen oder zumindest gefährdet gewesen sei. Der Beschul-
digte habe dadurch wissentlich und willentlich den der Allgemeinheit dienenden 
Betrieb des Hydranten gestört bzw. behindert (Anklageziffer 1.2.5; Störung von 
Betrieben, die der Allgemeinheit dienen). 

 Unter dem Titel der qualifizierten Sachbeschädigung wird dem Beschuldigten zur 
Last gelegt, er habe den in fremdem Eigentum stehenden Hydranten Nr. 2 be-
schädigt und dadurch der Gemeinde B. einen Schaden in Höhe von Fr. 407.− 
verursacht. Er habe dabei die Herbeiführung eines möglichst grossen Schadens 
mindestens in Kauf genommen (Anklageziffer 1.3.7). 

 Vorfall vom 28. November 2011 (Anklageziffer 1.1.4, 1.2.4, 1.3.6) 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 28. November 2011, um ca. 
21:12 Uhr, an der X.-gasse 14a in B. eine selbstgebastelte Sprengvorrichtung 
am Hydranten Nr. 3 angebracht und mit Hilfe einer unter einem Tonblumentopf 
brennenden Kerze als Zeitverzögerer zur Detonation gebracht sowie weitere (in 
der Anklageschrift näher umschriebene) Manipulationen am Hydranten vorge-
nommen, wodurch dieser erheblich beschädigt worden sei und ein Wasserverlust 
von 390 m3 resultierte, obwohl die selbstgebastelte Sprengvorrichtung weder 
wunschgemäss explodierte, noch den Hydranten zum Kippen gebracht habe. 
Der Beschuldigte habe die Sprengvorrichtung zum Zwecke der Zerstörung ein-
gesetzt und dabei wissentlich und willentlich sowie in verbrecherischer Absicht 
die Beschädigung des Hydranten und damit fremden Eigentums angestrebt; sein 
Ziel sei gewesen, einen möglichst grossen Schaden herbeizuführen. Durch die 
Explosion auf öffentlichem Grund habe er zudem unbeteiligte Personen (Passan-
ten) konkret an Leib und Leben gefährdet und diese Gefährdung bewusst in Kauf 
genommen (Anklageziffer 1.1.4; Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecheri-
scher Absicht). 

 Die inkriminierten Manipulationen bzw. Beschädigungen des Hydranten Nr. 3 
hätten weiter zur Folge gehabt, dass dieser bis zu seiner Wiederinstandstellung 
nicht betriebsbereit und die Löschwasserversorgung im von diesem abzudecken-
den Gebiet unterbrochen oder zumindest gefährdet gewesen sei. Der Beschul-
digte habe dadurch wissentlich und willentlich den der Allgemeinheit dienenden 
Betrieb des Hydranten gestört bzw. behindert (Anklageziffer 1.2.4; Störung von 
Betrieben, die der Allgemeinheit dienen). 

 Unter dem Titel der qualifizierten Sachbeschädigung wird dem Beschuldigten zur 
Last gelegt, er habe den in fremdem Eigentum stehenden Hydranten Nr. 3 be-
schädigt, was zu einem Verlust von 390 m3 Wasser geführt habe. Dadurch habe 
er der Gemeinde B. einen Schaden in Höhe von Fr. 1‘267.50 verursacht. Er habe 

- 12 - 

dabei die Herbeiführung eines möglichst grossen Schadens mindestens in Kauf 
genommen (Anklageziffer 1.3.6). 

 Vorfall vom 27. März 2015 (Anklageziffer 1.1.3, 1.2.2, 1.3.3) 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 27. März 2015, um ca. 08:35 
Uhr, an der W.-gasse 153 in Zürich einen Plastiksack mit einem zu einer unkon-
ventionellen Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) umfunktionierten Feuer-
werkskörper beim Hydranten Nr. 4 platziert, weitere (in der Anklageschrift näher 
umschriebene) Manipulationen am Hydranten vorgenommen und eine in einer 
Konservendose brennende Kerze als Zeitverzögerung eingesetzt, um diesen zu 
sprengen. Dadurch sei der Hydrant erheblich beschädigt worden, obwohl die 
USBV weder wunschgemäss explodiert sei, noch den Hydranten zum Kippen 
gebracht habe. Der Beschuldigte habe die USBV zum Zwecke der Zerstörung 
eingesetzt und dabei wissentlich und willentlich sowie in verbrecherischer Ab-
sicht die Beschädigung des Hydranten und damit fremden Eigentums angestrebt; 
sein Ziel sei gewesen, einen möglichst grossen Schaden herbeizuführen. Er 
habe dabei in Kauf genommen, dass eine Wasserfontäne des beschädigten Hyd-
ranten die darüber liegende Hochspannungsleitung treffen könnte, was zu einem 
Kurzschluss geführt hätte, der mit grosser Wahrscheinlichkeit das Stell-/Leitwerk 
der D. AG an der Lagergasse lahmgelegt hätte. Durch die Explosion habe er 
nicht nur eine konkrete Gefährdung für den Hydranten und weiteres fremdes Ei-
gentum geschaffen, sondern auch eine konkrete Gefährdung von Leib und Leben 
unbeteiligter Personen, insbesondere von D. AG-Arbeitern, bewusst in Kauf ge-
nommen (Anklageziffer 1.1.3; Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecheri-
scher Absicht). 

 Die inkriminierten Manipulationen bzw. Beschädigungen des Hydranten Nr. 4 
hätten weiter zur Folge gehabt, dass dieser bis zu seiner Wiederinstandstellung 
nicht betriebsbereit und die Löschwasserversorgung im von diesem abzudecken-
den Gebiet unterbrochen oder zumindest gefährdet gewesen sei. Der Beschul-
digte habe dadurch wissentlich und willentlich den der Allgemeinheit dienenden 
Betrieb des Hydranten gestört bzw. behindert (Anklageziffer 1.2.2; Störung von 
Betrieben, die der Allgemeinheit dienen). 

 Unter dem Titel der qualifizierten Sachbeschädigung wird dem Beschuldigten zur 
Last gelegt, er habe den in fremdem Eigentum stehenden Hydranten Nr. 4 be-
schädigt und dadurch der D. AG einen Schaden in unbestimmter Höhe verur-
sacht. Er habe dabei die Herbeiführung eines möglichst grossen Schadens min-
destens in Kauf genommen (Anklageziffer 1.3.3). 

 Vorfall vom 1. Oktober 2015 (Anklageziffer 1.1.2, 1.2.1, 1.3.2) 

- 13 - 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 1. Oktober 2015, um 12:28 
Uhr, an der Ecke V.-strasse/weg in Zürich eine selbstgebastelte Sprengvorrich-
tung am Fuss des Überflurhydranten Nr. 5 angebracht und dabei eine Zeitschalt-
uhr als Zeitverzögerer eingesetzt. Er habe zudem weitere (in der Anklageschrift 
näher umschriebene) Manipulationen am Hydranten vorgenommen, wodurch 
dieser erheblich beschädigt worden sei, obwohl die selbstgebastelte Sprengvor-
richtung weder wunschgemäss explodiert sei, noch den Hydranten zum Kippen 
gebracht habe. Der Beschuldigte habe die Sprengvorrichtung zum Zwecke der 
Zerstörung eingesetzt und dabei wissentlich und willentlich sowie in verbrecheri-
scher Absicht die Beschädigung des Überflurhydranten und damit fremden Ei-
gentums angestrebt; sein Ziel sei gewesen, einen möglichst grossen Schaden 
herbeizuführen. Durch die Explosion auf öffentlichem Grund habe er zudem auf-
grund des Standortes, an dem häufig Passanten verkehren würden, unbeteiligte 
Personen konkret an Leib und Leben gefährdet und diese Gefährdung bewusst 
in Kauf genommen (Anklageziffer 1.1.2; Gefährdung durch Sprengstoffe in ver-
brecherischer Absicht). 

 Die inkriminierten Manipulationen bzw. Beschädigungen des Hydranten Nr. 5 
hätten weiter zur Folge gehabt, dass dieser bis zu seiner Wiederinstandstellung 
nicht betriebsbereit und die Löschwasserversorgung im von diesem abzudecken-
den Gebiet unterbrochen oder zumindest gefährdet gewesen sei. Der Beschul-
digte habe dadurch wissentlich und willentlich den der Allgemeinheit dienenden 
Betrieb des Hydranten gestört bzw. behindert (Anklageziffer 1.2.1; Störung von 
Betrieben, die der Allgemeinheit dienen). 

 Unter dem Titel der qualifizierten Sachbeschädigung wird dem Beschuldigten zur 
Last gelegt, er habe den in fremdem Eigentum stehenden Hydranten Nr. 5 be-
schädigt und der Wasserversorgung der Stadt Zürich dadurch einen Schaden in 
Höhe von Fr. 200.− verursacht. Er habe dabei die Herbeiführung eines möglichst 
grossen Schadens mindestens in Kauf genommen (Anklageziffer 1.3.2). 

 Vorfall vom 1. Mai 2016 (Anklageziffer 1.1.1, 1.3.1) 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 1. Mai 2016, um ca. 06:35 
Uhr, einen zu einer USBV umfunktionierten Feuerwerkskörper im Schliessfach 
Nr. 4 im SBB-Bahnhof Zürich-Enge platziert und mit Hilfe einer brennenden Zi-
garette als Zeitverzögerer zur Detonation gebracht, wodurch sowohl das 
Schliessfach Nr. 4 als auch drei weitere Schliessfächer beschädigt worden seien. 
Der Beschuldigte habe die USBV zum Zwecke der Zerstörung eingesetzt und 
dabei wissentlich und willentlich sowie in verbrecherischer Absicht die Beschädi-
gung des Schliessfaches Nr. 4 und damit fremden Eigentums angestrebt; sein 

- 14 - 

Ziel sei gewesen, einen möglichst grossen Schaden am Schliessfach Nr. 4 her-
beizuführen. Durch die Explosion der USBV im D. AG-Bahnhof habe der Be-
schuldigte zudem unbeteiligte Personen, insbesondere den K.-Mitarbeiter, wel-
cher gerade dabei war, den Boden vor den Schliessfächern zu reinigen, die bei-
den Zugreisenden, welche nebenan am Ticketautomaten standen, sowie weitere 
Bahnhofbenützer, welche sich im Schliessfachbereich aufhielten, konkret an Leib 
und Leben gefährdet und diese Gefährdung bewusst in Kauf genommen (Ankla-
geziffer 1.1.1; Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht). 

 Unter dem Titel der qualifizierten Sachbeschädigung wird dem Beschuldigten zur 
Last gelegt, er habe das in fremdem Eigentum stehende Schliessfach Nr. 4 im 
Bahnhof Zürich Enge beschädigt und der D. AG dadurch einen Schaden in Höhe 
von Fr 5‘474.40 verursacht. Er habe dabei die Herbeiführung eines möglichst 
grossen Schadens mindestens in Kauf genommen (Anklageziffer 1.3.1). 

 Vorfall vom 13. Oktober 2012 (Anklageziffer 1.2.3, 1.3.5) 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 13. Oktober 2012, um ca. 
06:00 Uhr, am U.-weg 3 in B. die Verschlusskappe des am Strassenrand stehen-
den Hydranten Nr. 6 abgenommen, die Hauptspindel um eine Viertelumdrehung 
geöffnet und die Verschlusskappe anschliessend wieder zugeschraubt, sodass 
eine unbestimmte Menge Wasser über die beiden Seitenarme ausgetreten sei. 
Diese Manipulationen hätten zur Folge gehabt, dass der Hydrant bis zu seiner 
Wiederinstandstellung nicht betriebsbereit und die Löschwasserversorgung im 
von diesem abzudeckenden Gebiet unterbrochen oder zumindest gefährdet ge-
wesen sei. Der Beschuldigte habe dadurch wissentlich und willentlich den der 
Allgemeinheit dienenden Betrieb des Hydranten gestört bzw. behindert (Ankla-
geziffer 1.2.3; Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen). 

 Unter dem Titel der qualifizierten Sachbeschädigung wird dem Beschuldigten zur 
Last gelegt, er habe den in fremdem Eigentum stehenden Hydranten Nr. 6 be-
schädigt, was zum Verlust einer unbestimmbaren Menge Wasser geführt habe. 
Dadurch sei der Gemeinde B. ein Schaden in unbekannter Höhe entstanden. Der 
Beschuldigte habe dabei die Herbeiführung eines möglichst grossen Schadens 
mindestens in Kauf genommen (Anklageziffer 1.3.5). 

 Vorfall vom 17. Mai bis 18. Mai 2013 (Anklageziffer 1.3.4) 

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 17. Mai 2013, von ca. 18.00 Uhr bis 
18. Mai 2013, ca. 09.30 Uhr, an der Y.-strasse 162a in B. am besagten Wohn- 
und Geschäftshaus die Schlosszylinder des Hinter- und Vordereingangs mit flüs-
sigem Klebstoff zugeklebt zu haben, sodass die in fremdem Eigentum stehenden 
Türen/Schlösser unbrauchbar geworden seien und die Türen nicht mehr hätten 

- 15 - 

geöffnet werden können. Dadurch habe er dem Privatkläger F. einen Schaden 
von Fr. 500.− und dem Privatkläger G. einen Schaden von Fr. 608.05 verursacht. 
Im besagten Wohn- und Geschäftshaus sei unter anderem das Advokaturbüro 
von G. untergebracht, welcher den Beschuldigten am Vorabend auf eine Reihe 
vergangener Feindseligkeiten angesprochen habe. 

Der Beschuldigte habe sich durch das dargelegte Verhalten qualifizierter Sach-
beschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB schuldig gemacht. 

 Vorfall vom 27. August 2016 (Anklageziffer 1.4, 1.5) 

 Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich durch das nachstehend dargelegte 
Verhalten mehrfacher einfacher Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 
Abs. 1 SVG (Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Verkehrsverhältnisse 
[Art. 32 Abs. 1 SVG, Art. 4 Abs. 1 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. No-
vember 1962; VRV; SR 741.11]; Nichtbeachten des Vorschriftssignals Nr. 2.36 
„Geradeausfahren“ [Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 24 Abs. 1 lit. c und Abs. 3 der Sig-
nalisationsverordnung vom 5. September 1979; SSV; SR 741.21]; Nichtbeachten 
des Vorschriftssignals Nr. 2.01 „Allgemeines Fahrverbot in beide Richtungen“ 
[Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 18 Abs. 1 SSV], jeweils i.V.m. Art 31 Abs. 1 SVG und 
Art. 3 Abs. 1 VRV, eventualiter i.V.m. Art. 12 Abs. 3 StGB) schuldig gemacht zu 
haben. 

Der Beschuldigte sei am 27. August 2016 in Zürich mit dem auf ihn zugelassenen 
Personenwagen um 11:33 Uhr auf der einspurigen ZZZZ.-gasse gefahren und 
sei in Fahrtrichtung ZZ.-strasse, auf Höhe der YY.-wiese, trotz des auf der linken 
Seite deutlich sichtbaren Vorschriftssignals „Geradeausfahren“ (Nr. 2.36) rechts 
in die dem Tramverkehr vorbehaltene ZZ.-strasse abgebogen. Gleichzeitig habe 
er das bei der Verzweigung ZZZZ.-gasse 1 auf der rechten Seite deutlich sicht-
bare Vorschriftssignal „Allgemeines Fahrverbot in beide Richtungen“ (Nr. 2.01) 
missachtet und sei auf die dem Tramverkehr vorbehaltene ZZ.-strasse gefahren. 
Er habe seine Fahrt konstant mit ca. 35 km/h in Fahrtrichtung Zürichsee fortge-
setzt, obwohl ihn ein Streifenwagen der Stadtpolizei Zürich mittels eingeschalte-
ter Matrix-Leuchte „STOP POLIZEI“ zum Anhalten seines Fahrzeuges aufgefor-
dert habe. Er habe um 11:35 Uhr an der ZZ.-strasse 75 in 8001 Zürich die durch 
von links herkommenden Fahrzeuge zweispurig befahrene WW.-strasse über-
quert, ohne die Geschwindigkeit zu reduzieren, seine Fahrt unbeirrt in Richtung 
VV.-strasse  fortgesetzt, sei dort links in die VV.-strasse abgebogen und habe 
sich in den korrekt fahrenden Verkehr eingefügt. Der Beschuldigte habe die ihm 
zur Last gelegten Verkehrsregelverletzungen mindestens billigend in Kauf ge-
nommen. 

- 16 - 

Eventualiter habe der Beschuldigte die ihm zur Last gelegten Verkehrsregelver-
letzungen fahrlässig begangen, da er es entgegen den oben beschriebenen Um-
ständen sowie seiner ihm bekannten Pflicht als Fahrzeuglenker unterlassen 
habe, seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden und er 
der allgemein herrschenden Verkehrssituation und insbesondere den deutlich 
sichtbaren Verkehrsschildern keine Beachtung geschenkt habe (Anklageziffer 
1.4). 

 Weiter wird dem Beschuldigten zur Last gelegt, durch das in E. 2.4.1 beschrie-
bene Vorgehen eine grobe Verkehrsregelverletzung i.S.v. Art. 90 Abs. 2 SVG 
(Nichtgewähren des Vortritts beim Überqueren einer Verzweigung gegenüber 
dem vortrittsberechtigten Verkehr [Art. 36 Abs. 4 SVG, Art. 14 Abs. 1 VRV] be-
gangen zu haben, indem er dem vortrittsberechtigten Verkehr den Vortritt nicht 
gewährt habe. Er habe auf der betreffenden Verzweigung beinahe eine Kollision 
zwischen seinem Fahrzeug und dem korrekt bei der grünen Ampel fahrenden 
Individualverkehr verursacht. Die Kollision sei lediglich deshalb ausgeblieben, 
weil das von links herannahende Auto umgehend eine Vollbremsung eingeleitet 
habe. Zum Tatzeitpunkt habe an der ZZ.-strasse ein grosses Personenaufkom-
men und auf den umliegenden Nebenstrassen erheblicher Individualverkehr ge-
herrscht. Am fraglichen Ort bei der WW.-strasse werde der Individualverkehr mit-
tels Signalisation geregelt und der korrekt fahrende Fahrzeuglenker habe des-
halb nicht damit rechnen müssen, dass von rechts aus der dem Tramverkehr 
vorbehaltenen ZZ.-strasse ein Fahrzeug ungebremst die WW.-strasse über-
quere. 

Der Beschuldigte habe durch sein Verhalten eine wichtige Verkehrsregel (Nicht-
gewähren des Vortrittes beim Überqueren einer Verzweigung gegenüber dem 
vortrittsberechtigten Verkehr) missachtet und die Verkehrssicherheit der übrigen 
Verkehrsteilnehmer dadurch ernstlich gefährdet. Der Beschuldigte habe ge-
wusst, dass er mit seinem Fahrzeug eine dem Tramverkehr vorbehaltene Strasse 
befuhr, da sich auf eben dieser Strasse lediglich Tramschienen und keine Bo-
denmarkierungen für Personenwagenverkehr befänden. Er sei aufgrund der am 
fraglichen Ort herrschenden dichten Bebauung nicht in der Lage gewesen, den 
sich aus seiner Sicht von links auf der WW.-strasse fahrenden Individualverkehr 
rechtzeitig einsehen und entsprechend handeln zu können, weshalb der Be-
schuldigte die ihm zur Last gelegte Verkehrsregelverletzung und die damit ein-
hergehende, von ihm geschaffene Gefährdung der Verkehrssicherheit mindes-
tens billigend in Kauf genommen habe, da er wissentlich und willentlich keiner 
der ihm obliegenden Pflichten nachgekommen sei. 

Eventualiter habe der Beschuldigte die ihm zur Last gelegte Verkehrsregelverlet-
zung und die damit einhergehende, von ihm geschaffene Gefährdung der Ver-
kehrssicherheit fahrlässig begangen resp. herbeigeführt, da er es entgegen den 

- 17 - 

oben beschriebenen Umständen sowie seiner ihm bekannten Pflicht als Fahr-
zeuglenker unterlassen habe, seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Ver-
kehr zuzuwenden und er der allgemein herrschenden Verkehrssituation keine 
Beachtung geschenkt habe (Anklageziffer 1.5). 

 Vorfall vom 22. August 2016 bis 1. September 2016 (Anklageziffer 1.6) 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten zudem versuchte qualifizierte 
Erpressung (Art. 156 Ziff. 4 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) vor, begangen zwischen 
ca. 22. August 2016 bis 1. September 2016, um 15:00 Uhr in B., Gossau oder 
anderswo in der Schweiz.  

Der Beschuldigte habe der M. Ostschweiz (H.), z.H. L., Präsident der M. Gene-
raldirektion, über deren interne Post ein undatiertes Schreiben zukommen lassen 
(Zustellung am 1. September 2016), worin er dieser angedroht habe, in verschie-
denen Geschäften der M. vergiftete und verdorbene Waren auszulegen, sollte 
die H. ihm nicht EUR 210‘000.− (in einer Stückelung von 2’800 50-er Noten sowie 
5’000 20-er Noten [sic!]) zukommen lassen. Im Schreiben sei die H. weiter auf-
gefordert worden, am 29. August 2016 im St. Galler Tagblatt in der Rubrik Part-
nersuche ein Inserat mit dem Text „H. sucht Frau, für alles offen, 666“ aufzu-
schalten sowie einen Mitarbeiter der M. am 29. August 2016 um 19:00 Uhr zum 
Autobahnrastplatz UU./SG (Fahrtrichtung Buchs) zu entsenden, wo dieser beim 
ersten Mülleimer eine Tüte mit weiteren Handlungsanweisungen vorfinden 
würde. Zudem habe der Beschuldigte der H. im besagten Schreiben angedroht, 
in der betreffenden Kalenderwoche einen Brand in einem ihrer Geschäfte zu le-
gen. Der Beschuldigte habe den Brief mit dem in arabischen Lettern verfassten 
Satz „irak spezial total allah“ beendet. 

Der Beschuldigte habe durch die angedrohte Vergiftung von Kunden der M. so-
wie die Brandstiftung mit einer Gefahr für Leib und Leben vieler Menschen ge-
droht und wissentlich und willentlich sowie in der Absicht gehandelt, sich in der 
Höhe seiner erpresserischen Forderung ungerechtfertigt zu bereichern. Da die 
H. nicht auf seine Forderungen eingegangen sei, habe sich der Taterfolg nicht 
verwirklicht (Anklageziffer 1.6). 

3. Feststellung der äusseren Sachverhalte 

 Allgemeines zur Beweiswürdigung 

Das Gericht würdigt das Ergebnis der Beweisaufnahme und fällt das Urteil nach 
seiner freien, aus der Hauptverhandlung und den Akten gewonnenen Überzeu-
gung (Art. 350 Abs. 2 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StPO). Freie Beweiswürdigung be-

- 18 - 

deutet, dass jede verurteilende Erkenntnis auf der aus der Beweiswürdigung ge-
schöpften Überzeugung des Gerichts von der Schuld der beschuldigten Person 
beruhen soll. Die freie Beweiswürdigung gründet auf gewissenhaft festgestellten 
Tatsachen und logischen Schlussfolgerungen; sie darf sich nicht auf blossen Ver-
dacht oder blosse Vermutung stützen (TOPHINKE, Basler Kommentar, 2. Aufl., 
2014, Art. 10 StPO N 58 und 61, m.w.H.). Bestehen unüberwindliche Zweifel an 
der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, so geht 
das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus 
(Art. 10 Abs. 3 StPO).  

Der Grundsatz „in dubio pro reo“ als Beweiswürdigungsregel besagt, dass sich 
das Gericht nicht von einem für die angeklagte Person ungünstigen Sachverhalt 
überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob 
sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoreti-
sche Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute 
Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu 
unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven 
Sachlage aufdrängen. Liegen keine direkten Beweise vor, ist auch ein indirekter 
Beweis zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht 
unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu bewei-
sende, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von 
Indizien, welche für sich alleine nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf 
die Täterschaft oder die Tat hinweisen und einzeln betrachtet die Möglichkeit des 
Andersseins offen lassen, können einen Anfangsverdacht verstärken und in ihrer 
Gesamtheit ein Bild erzeugen, das bei objektiver Betrachtung keine Zweifel be-
stehen lässt, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (Urteil des Bundesge-
richts 6B_781/2010, E. 3.2). 

 Sachverhaltsabklärung der Vorfälle vom 20. August, 20. September, 28. Novem-
ber 2011, 27. März und 1. Oktober 2015 

Vorliegend werden die Vorfälle vom 20. August 2011, 20. September 2011, 
28. November 2011, 27. März 2015 sowie vom 1. Oktober 2015 gemeinsam be-
urteilt, da sie, wie nachfolgend aufgezeigt wird, in einem so engen Zusammen-
hang stehen, dass dafür nur ein und dieselbe Täterschaft verantwortlich sein 
kann. 

 Zur Vorgeschichte 

Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis warf dem Beschuldigten am 23. August 
2010 bzw. 10. November 2012 vor, in der Zeit zwischen dem 9. September 2007 
und dem 23. September 2010 in der Gemeinde B. 13 Hydranten umgestossen 
zu haben, was dazu geführt habe, dass das Wasser durch den bestehenden 
Druck fontänenartig ins Freie geschossen sei. Das Bezirksgericht B. stellte in 

- 19 - 

seinem Urteil vom 23. November 2010 fest, dass es zwischen dem Beschuldigten 
und seiner Wohngemeinde B. und den Gemeindewerken B. seit längerer Zeit 
Unstimmigkeiten gegeben habe und der Beschuldigte als ehemaliger Feuerwehr-
mann über genügende Kenntnisse bezüglich der Funktionsweise von Hydranten 
verfügte. Trotz starker belastender Indizien wurde der Beschuldigte nach dem 
Grundsatz „in dubio pro reo“ vom Bezirksgericht B. in Bezug auf die Beschädi-
gung von 13 Hydranten freigesprochen (pag. B-18-01-01-314 ff.). 

Gegen das Urteil des Bezirksgerichts B. vom 23. November 2010 wurde im März 
2011 von verschiedenen Parteien Berufung erklärt. Dem Urteil des Obergerichts 
des Kantons Zürich vom 13. Januar 2012 kann bezüglich der Vorgehensweise 
bei der Hydrantenbeschädigung in 13 Fällen entnommen werden, dass in 10 Fäl-
len „zunächst der Metallring am Hydrantenfuss angehoben wurde, dann wurden 
die Schrauben am Hydrantenfuss gelöst resp. wurden zwei Schrauben entfernt 
und wurde die Verschlusskappe geöffnet. Danach wurden die beiden Seitenven-
til-Spindeln geschlossen und anschliessend die Hauptventil-Spindel geöffnet, 
und schliesslich wurde der Hydrant absichtlich angefahren oder es wurde mittels 
eines Gurtes, Abschlepp- oder Stahlseils o.ä. mit einem Zugfahrzeug ein Ruck 
verursacht, welcher zum Abbrechen der Hydranten an der ebenerdigen Soll-
bruchstelle und zum Austreten einer Wasserfontäne führte“. Sodann hält das Ge-
richt fest, dass in der Folge das Tatvorgehen dahingehend geändert worden sei, 
als dass insgesamt drei Schrauben entfernt worden seien, eine Originalschraube 
belassen worden sei und auf deren gegenüberliegenden Seite eine beidseitig 
angesägte Fremdschraube eingesetzt worden sei, wodurch der Hydrant ohne 
Kraftaufwendung habe umgedrückt werden können. Bei einem späteren Fall sei 
auf ein präpariertes Schraubengewinde eine angesägte Schraubenmutter aufge-
schraubt worden. Beim letzten Fall sei wiederum der Hydrant auf die gleiche Art 
präpariert worden. Das Umreissen des Hydranten sei diesmal aber durch eine 
Konstruktion mit Steinen erfolgt, die zeitverzögert funktioniert habe. Entgegen 
der Vorinstanz erklärte das Obergericht des Kantons Zürich den Beschuldigten 
der mehrfachen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 
Ziff. 1 StGB) für schuldig. Insgesamt seien 13 Hydranten manipuliert bzw. 12 von 
ihnen beschädigt worden und der Beschuldigte habe aus Rachegelüsten gegen-
über seiner Wohngemeinde gehandelt (pag. B-18-01-01-1 ff.). 

Gegen das Urteil des Obergerichts hat der Beschuldigte Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht erhoben, welches mit Urteil 6B_217/2012 vom 20. Juli 
2012 die Beschwerde abwies, soweit darauf eingetreten wurde (TPF pag. 13-
231-1-3 ff.). 

  

- 20 - 

 Zum Vorfall vom 20. August 2011 (Anklageziffer 1.1.6, 1.2.6, 1.3.8)  

 Im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 20. August 2011 hält der Rapport der 
Kantonspolizei Zürich vom 8. September 2011 fest, aufgrund der Sprengung ei-
nes Hydranten mit Sprengkapseln, sei dieser umgefallen und es sei eine Was-
serfontäne entstanden (pag. 14-06-4). Im Wesentlichen wird ausgeführt, dass die 
Zeugin O. am 20. August 2011 gegen halb acht Uhr morgens zwei Mal einen 
Knall gehört habe und daraufhin die Zeugin P. informiert habe, welche, nachdem 
sie auch der Zeuge Q. auf die Wasserfontäne aufmerksam gemacht hatte, die 
Feuerwehr B. alarmiert habe (pag. 14-06-8 f.). Als die Kantonspolizei Zürich am 
Z.-weg 4 in B. eingetroffen sei, sei nach wie vor eine Wasserfontäne aus der 
Öffnung geschossen, wo zuvor der Hydrant Nr. 1 gestanden habe. Die Feuer-
wehr B. habe zum Abstellen des Wassers einen weiter vorne befindlichen Schie-
ber zudrehen müssen. Danach habe beim umgekippten Hydranten der Schieber 
geschlossen bzw. zugedreht werden können. Es seien am Tatort in unmittelbarer 
Nähe des involvierten Hydranten Gegenstände fest- und sichergestellt worden, 
die in einem direkten Zusammenhang mit der Tat stünden (zur Auswertung der 
Gegenstände wird auf E. 3.2.2.2 verwiesen). Gemäss Rapport seien Reste von 
Sprengkapseln sichergestellt worden. Es stünde fest, dass es sich beim Spreng-
mittel um eine oder mehrere Sprengkapseln gehandelt habe. Mutmasslich habe 
die Detonation der Sprengkapseln die notwendige Kraft bewirkt, damit der Hyd-
rant, welcher nur noch mit einer angesägten Hammerschraube befestigt worden 
war, gekippt sei (pag. 14-06-9). Zu den Folgen wird festgehalten, es habe ge-
mäss den Gemeindewerken B. ab 07:34 Uhr bis 08:15 Uhr ein Druckabfall regis-
triert werden können. Dabei seien rund 215m3 Wasser ausgetreten (pag. 14-06-
10). Es sei zum Nachteil der Gemeindewerke B. ein Sachschaden von Fr. 1‘120.− 
entstanden (pag. 14-06-7). 

 Das Forensische Institut Zürich (FOR) hält im Kurzbericht vom 31. August 2011 
zur angetroffenen Situation zusammengefasst fest, der umgekippte Überflurhyd-
rant habe auf dem Boden gelegen, die Verschlusskappen der beiden Seitenab-
gänge seien ordnungsgemäss angebracht gewesen, das Hydranten-Oberteil 
habe gefehlt und habe unmittelbar bei der Hydranten-Anschlussleitung gelegen. 
Am Hydranten, zwischen den Seitenabgängen, sei der Schriftzug „R. S.“ in 
schwarzer Druckschrift ersichtlich gewesen. Die Hauptspindel sei geöffnet gewe-
sen, die beiden Seitenspindeln geschlossen. In der einen Bohrung am Hydran-
tenfuss habe eine Hammerschraube mit Messingschraube M16 gesteckt. An der 
Mutter seien geringe Manipulations- resp. Werkzeugeindruckspuren erkannt wor-
den. Die Hammerschraube sei zudem eingesägt gewesen. Unter dem Hydranten 
hätten 3 Messingmuttern M16 sowie eine (präparierte) Unterlegscheibe gelegen. 
3 Schrauben - mutmasslich passend zu den 3 Messingmuttern M16 - hätten in 
unmittelbarer Nähe des Hydranten gelegen. Beim Fuss des Hydranten hätten 

- 21 - 

zudem vier (weitere) Unterlegscheiben gesichtet werden können. Im Bereich des 
Hydranten seien zudem ein beschädigter Blumentopf sowie mehrere Tonscher-
ben festgestellt worden. Der Blumentopf (innenseitig) sowie einzelne Tonscher-
ben hätten sich teilweise russgeschwärzt gezeigt. Ebenso seien Wachsrück-
stände auf der Grasfläche, zwei Holzstücke (einseitig mit Wellkarton belegt), ein 
Bruchstück mutmasslich eines Backsteines sowie ein Spiralbohrer erkannt wor-
den. Im Bereich des Hydrantenfusses auf der Grasfläche habe eine teilweise ge-
zündete Sprengkapsel gelegen. Ebenso hätten weitere Sprengkapselfragmente 
erkannt werden können. Am Hydrantenfuss sowie am Fundamentring hätten 
schwarze Antragungen gehaftet. Mutmasslich handle es sich hierbei um 
Schmauchrückstände der verwendeten Sprengmittel (pag. 14-06-34). Das FOR 
kommt zum Schluss, dass das sichergestellte Sprengkapselteil, die Sprengkap-
selfragmente sowie die Schmauchrückstände am Hydranten für die Verwendung 
von Sprengmitteln sprechen würden. Hinweise auf verwendete Anzündmittel hät-
ten am Tatort nicht gefunden werden können. Diverse sichergestellte Gegen-
stände (v. a. Wachsrückstände, russgeschwärzter Blumentopf/Tonscherben) 
liessen den Schluss zu, dass die verwendeten Sprengmittel zeitverzögert umge-
setzt worden seien. Die Spurenlage weise darauf hin, dass sich die Sprengmittel 
bei der Umsetzung unmittelbar beim Hydrantenfuss befunden hätten (pag. 14-
06-45). 

 Der Untersuchungsbericht des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes der 
Stadtpolizei Zürich (WFD) vom 24. Januar 2012 hält präzisierend fest, dass sich 
von der Aluminiumsprengkapsel nicht die ganze Sekundärladung umgesetzt 
habe, sodass auch der Sprengkapselboden mit Resten von Sekundärsprengstoff 
habe asserviert werden können. Diese Kapselreste liessen jedoch keine sichere 
Identifikation zu (pag. 14-06-14). Bei drei der fünf Unterlegscheiben seien an ei-
ner Seite je ein ca. 5 mm breites Randsegment mechanisch entfernt worden. 
Diese würden an dieser Stelle deutliche Einwirkungen der Sprengkapselumset-
zung aufweisen. Eine der zwei Unterlegscheiben, an welcher kein Segment ent-
fernt worden sei, weise ebenfalls starke Einwirkungen der Sprengkapselumset-
zung auf. Bei den 3 Hammerschrauben M16 handle es sich um die Original-
schrauben zur Befestigung des Hydranten auf dem Sockel und bei den 3 Mes-
singmuttern M16 handle es sich um die Muttern zu den drei Hammerschrauben 
M16 zur Befestigung des Hydranten auf dem Sockel. Anhand des Spurenbildes 
sei vermutlich lediglich eine Sprengkapsel ohne zusätzlichen Sprengstoff einge-
setzt worden. Für die Zündung einer Aluminiumsprengkapsel müsse eine Sicher-
heitsanzündschnur als Anzündmittel verwendet worden sein. Allerdings liessen 
sich auch andere Anzündmittel, wie sie zum Beispiel in der Pyrotechnik (Stop-
pine/Anzündlitze) eingesetzt werden, verwenden. Diese dürften aber aus Sicher-
heitsgründen in der Sprengtechnik nicht verwendet werden (pag.14-06-16). Ab-

- 22 - 

schliessend hält der Bericht fest, es gäbe Hinweise auf mögliche Zusammen-
hänge mit einem Anschlagversuch mit Sprengmitteln vom 20. September 2011 
an der Y.-strasse 246, B. sowie auf eine Explosion vom 28. November 2011 an 
der X.-gasse 14a, B. (pag. 14-06-17). 

 Gemäss IRM-ZH konnten ab den sichergestellten Asservaten am 30. August 
2011 und am 8. September 2011 keine DNA-Profile erstellt werden (pag. 14-06-
31). 

 Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 6. Juli 2016 wurde am Domizil des Be-
schuldigten ein Zeitungsartikel der Zürichsee-Zeitung vom 22. August 2011 si-
chergestellt, worin der Vorfall vom 20. August 2011 beschrieben wurde (pag. 08-
01-42). 

 Der Beschuldigte gab anlässlich seiner Einvernahmen in der Voruntersuchung 
zu Protokoll, er wisse nichts vom Vorfall vom 20. August 2011 und habe damit 
nichts zu tun (pag. 13-01-4, …17). Anlässlich der Schlusseinvernahme vom 8. 
November 2017 sagte er auf entsprechenden Vorhalt, dies stehe so in den Akten. 
Auf Vorhalt des sichergestellten Zeitungsartikels gab er zu Protokoll, er wisse 
nicht, warum er die Zeitung aufbewahrt habe (pag. 13-01-44 f.). An der Haupt-
verhandlung vom 27. November 2018 sagte er hingegen aus, dieser Artikel habe 
ihn berührt, weil er damals in diesem Verfahren gesteckt habe, er habe dieses 
Gerichtsverfahren am Hals gehabt und dann gedacht: „Das ist noch interessant, 
jetzt legst du das zur Seite.“; „vielleicht wollen sie dir das auch wieder anhängen, 
dann tust du das mal zur Seite“. Er glaube nicht, dass er das extra aufbewahrt 
habe. Er habe nicht gewusst, dass er den Artikel noch hatte, er wisse nicht, was 
in diesem Papierstapel alles drin sei (TPF pag. 13-731-18). 

 Zum Vorfall vom 20. September 2011 (Anklageziffer 1.1.5, 1.2.5, 1.3.7)  

 Dem Polizeirapport vom 8. Dezember 2011 der Kantonspolizei Zürich kann zu-
sammengefasst entnommen werden, dass am 20. September 2011, um ca. 
11:30 Uhr, durch Angestellte der Wasserwerke B. festgestellt worden sei, dass 
der Hydrant Nr. 2 an der Y.-strasse 246, B., welcher sich zum Fundzeitpunkt auf 
dem Areal einer Baustelle befunden habe, manipuliert und eine Sprengkapsel 
angebracht worden war. Am Hydranten sei durch die Wasserwerke der Abdeck-
ring hochgehoben worden. In dieser Stellung habe der Fuss des Hydranten ein-
gesehen werden können. An dieser Stelle sei der Hydrant normalerweise mit 4 
Schrauben am Ende der Wasserleitung verschraubt. Es habe festgestellt werden 
können, dass die 2 seitlichen Schrauben gefehlt hätten; sie seien demontiert und 
entfernt worden. Eine dieser Schrauben habe im Erdreich neben dem Hydranten 
gelegen, die andere Schraube habe gefehlt. Die Schraube auf der Seite in Rich-
tung Baustelle sei normal montiert gewesen. Die Schraube in Richtung Y.-strasse 

- 23 - 

sei auch montiert gewesen, es seien aber 4 Unterlegsscheiben angebracht wor-
den. Drei dieser Unterlegsscheiben seien an einer Stelle leicht abgesägt bzw. 
abgeschliffen gewesen. Die zweite noch montierte Schraube sei an einer Stelle 
eingesägt gewesen (ca. 1 cm tief bei einem Durchmesser von 1.5 cm). Hinter 
diesen Unterlegscheiben habe eine Sprengkapsel geklemmt, in welcher eine 
Zündschnur angebracht worden sei und gegen den Sockelring des Hydranten 
geführt habe. Das Ende der Zündschnur sei schwarz verfärbt gewesen, das 
heisse, die Zündschnur müsse gebrannt haben. Weil die Zündschnur durch den 
Abdeckring zu stark zusammengedrückt bzw. abgeklemmt worden sei, habe die 
Zündschnur nicht weiter gebrannt und es sei nicht zur Detonation der Spreng-
kapsel gekommen. In einer Entfernung von ca. 3.5 Metern neben dem Hydranten 
habe ein roter Keramik-Pflanzentopf gelegen, an diesem seien aber keine Spu-
ren sichtbar gewesen. Die Ermittlungen hätten auch ergeben, dass sich der Tat-
zeitpunkt nicht eruieren lasse. Am Vortag des 20. September 2011 hätten Mitar-
beiter der Firma T. den Hydranten als Wasseranschluss benutzt und dabei keine 
Beobachtungen gemacht. Es habe auch niemand sagen können, ob der Hydrant 
einmal unter Druck gewesen sei (d.h. die Spindel geöffnet worden sei). Zu den 
Folgen einer möglichen Detonation lässt sich dem Rapport entnehmen was folgt: 
Auf der Grossbaustelle, auf welcher sich der Hydrant befunden habe, seien zu 
dieser Zeit mehrere tiefe Fundamente ausgehoben worden. Falls der Hydrant 
gefällt worden wäre und Wasser ausgetreten wäre, wäre das Wasser in diese 
Löcher geflossen und es wäre ein grosser Folgeschaden entstanden. Es hätte 
sogar zu einem Wassereintritt ins Bergwerk führen können (pag. 14-05-4 ff.). Es 
sei zum Nachteil der B. ein Sachschaden entstanden und die Reparaturkosten 
hätten sich auf Fr. 407.− belaufen, die B. hätten sich am 8. Dezember 2011 als 
Privatkläger konstituiert (pag. 14-05-6/10). 

 Dem Untersuchungsbericht des WFD vom 24. Januar 2011 ist im Wesentlichen 
zu entnehmen, dass die sichergestellte Aluminiumkapsel nicht umgesetzt wor-
den war und an der Aussenseite Rostablagerungen aufgezeigt habe. Es handle 
sich bei diesem Zündmittel um einen Sprengkapseltyp, welcher bereits damals 
seit einigen Jahren nicht mehr in der Schweiz im Handel gewesen sei. In den 
Bemerkungen hält der Bericht fest, für die Zündung einer Sprengkapsel müsse 
eine Sicherheitszündschnur als Zündmittel verwendet werden. Allerdings liessen 
sich auch andere Zündmittel, wie sie zum Beispiel in der Pyrotechnik (Stop-
pine/Anzündlitze) eingesetzt würden, verwenden. Diese dürften aber aus Sicher-
heitsgründen in der Sprengtechnik nicht verwendet werden. Normalerweise 
werde der Hydrant mit vier Schrauben am Sockel befestigt. Die vierte Schraube 
mit Mutter habe nicht aufgefunden werden können. Die Rostablagerungen an der 
Sprengkapsel würden darauf hindeuten, dass die Sprengkapsel bereits zu einem 
früheren Zeitpunkt am Hydranten befestigt worden sei. Da der Hydrant an einer 
Grossbaustelle entlang der Y.-strasse gestanden habe, dürfte der Tatort in der 

- 24 - 

Zeit zwischen Anbringung der Sprengkapsel und deren Fund durch Bauarbeiten 
verändert worden sein. Auch verweist der Bericht auf Hinweise auf mögliche Zu-
sammenhänge mit einem Anschlag mit Sprengmitteln vom 20. August 2011 am 
Z.-weg 4, B. sowie einer Explosion vom 28. November 2011 an der X.-gasse 14a, 
B. Im Übrigen bestätigt der Bericht die Ausführungen betreffend dem sicherge-
stellten Material im Polizeirapport vom 8. Dezember 2011 (pag. 14-05-11 ff.) 

 Gemäss dem IRM-ZH konnte ab den sichergestellten Asservaten, welche am 20. 
Oktober 2011 übergeben wurden, kein DNA-Profil erstellt werden (pag. 14-05-
19). 

 Der Beschuldigte bestritt im gesamten Verfahren, mit dem Vorfall vom 20. Sep-
tember 2011 etwas zu tun zu haben. An den Tag habe er keine Erinnerung. Er 
sei nie im Besitz von Sprengkapseln gewesen (pag. 13-01-17/43; TPF pag. 13-
731-16 f.). 

 Zum Vorfall vom 28. November 2011 (Anklageziffer 1.1.4, 1.2.4, 1.3.6)  

 Gemäss Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 20. Februar 2012 sei am 28. No-
vember 2011 an der X.-gasse 14a, B. der Hydrant Nr. 3 beschädigt worden, wo-
rauf dieser umgefallen und eine Wasserfontäne entstanden sei. Der Rapport hält 
zusammengefasst fest, der Fundamentring des Hydranten sei angehoben wor-
den, eine Hammerschraube sei eingesägt worden und drei weitere Hammer-
schrauben am Fusse des Hydranten bzw. Befestigungsflansches seien heraus-
geschraubt worden. Auch seien 4 Unterlegscheiben, 3 davon abgeändert, sicher-
gestellt worden. Der Hydrantenkopf sei geöffnet, die Seitenspindeln zugedreht 
und die Hauptspindel geöffnet worden. Vermutlich habe man zwei Blumentöpfe 
zu Hilfe genommen, welche unter anderem als Windschutz einer Kerze gedient 
hätten. Mutmasslich sei die Kerze angezündet worden und hätte wahrscheinlich 
als Zeitverzögerung gedient. Auf der Rückseite des Hydranten seien die Schrift-
züge „R. S.“, „C.S.“, „Caqitaist“ und „Schweine“ angebracht worden (pag. 14-04-
2 ff.). Der Tatzeitpunkt könne nicht genau eruiert werden, es sei jedoch ein Druck-
abfall ab 21:12 Uhr bis 22:05 Uhr festgestellt worden. Den Gemeindewerken B. 
sei ein Sach- bzw. finanzieller Schaden in der Höhe von Fr. 1‘267.50 entstanden, 
390.09 m3 Wasser sei durch das Umkippen des Hydranten ausgetreten (pag. 14-
04-3/17). 

 Der Untersuchungsbericht des WFD der Stadtpolizei Zürich vom 24. Januar 2012 
hält zudem im Wesentlichen fest, dass das sichergestellte Spurenmaterial keine 
Hinweise auf Zündmittel respektive Anzündmittel ergeben habe. Auch die 
Schmauchabriebe ab Hydrant, Überstreifring und Hydrantenfuss hätten ergeben, 
dass bei beiden Asservaten weder im anorganischen Bereich (Pyrotechnik, 
Schwarzpulver) noch im organischen Bereich typische Sprengstoffkomponenten 

- 25 - 

hätten nachgewiesen werden können. Bei einem Blumentopf seien innenseitig 
weisse Wachsreste erkennbar. Auch weist der Bericht auf mögliche Zusammen-
hänge mit einem Anschlag mit Sprengmitteln am Z.-weg 4, B. vom 20. August 
2011 sowie auf einen Anschlagversuch mit Sprengmittel an der Y.-strasse 242, 
B. vom 20. September 2011 hin (pag. 14-04-9 f.). 

 Auch betreffend den Vorwurf vom 28. November 2018 gab der Beschuldigte in 
der Voruntersuchung zu Protokoll, er habe keine Erinnerungen an diesen Tag, 
der Vorwurf habe nichts mit ihm zu tun, er könne nichts dazu sagen (pag. 13-01-
9/17/41). Auch anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. November 2018 gab er 
mehrmals an, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben (TPF pag. 13-731-16). 

 Zum Vorfall vom 27. März 2015 (Anklageziffer 1.1.3, 1.2.2, 1.3.3)  

 Im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 27. März 2015 wurde im Rapport der 
Stadtpolizei Zürich vom 15. Juli 2015 zusammengefasst festgehalten, eine Ver-
antwortliche der Anlagen der D. AG habe am 27. März 2015 um 08:35 Uhr An-
zeige erstattet. Das Inspektionsteam für Bauten und Wasser habe bei der Kon-
trolle aller Hydranten, welche sich auf dem Areal der Gleise befinden, ein Vier-
kantholz mit einem Rohr und einer daran befestigten Rakete an einem Hydranten 
angelehnt, entdeckt. Das Inspektionsteam habe darüber informiert, dass beim 
Hydranten Nr. 4 ein Sprengsatz entfernt worden sei. Zudem seien zwei lose 
Hammerschrauben, eine Blechbüchse und darin eine angebrannte Kerze ent-
deckt worden. Die Täterschaft habe den Fundamentring des Hydranten angeho-
ben und mit einem Schneidewerkzeug (Handsäge) die vordere Hammer-
schraube bis 2/3 angesägt. Sie habe mit einem speziell dazu präparierten Stahl-
rohr als Werkzeug die drei weiteren Hammerschrauben am Fusse des Hydranten 
bzw. Befestigungsflansches herausgeschraubt. Die hintere Hammerschraube sei 
mit Unterlegscheiben unterlegt und die beiden seitlichen Hammerschrauben ent-
fernt worden. Auf der Rückseite des Hydranten an der hinteren mit Unterlegschei-
ben erhöhten Hammerschraube habe die Täterschaft mutmasslich die Zündkap-
sel befestigt, mit welcher eine Zündschnur verbunden worden sei. Ausserdem 
habe die Täterschaft ein schweres Kantholz hinter dem Hydranten aufgestellt, in 
welchem sich ein nach vorne aufgeschnittenes Eisenrohr befunden habe, in wel-
ches eine Knallrakete (Horror-Knall) einbetoniert und verschraubt worden sei. 
Auf dem Holzpflock sei der Schriftzug „R. S.sch“ angebracht worden. Weiter habe 
die Täterschaft auf dem Hydranten die Buchstaben „RAZ“ angebracht. Sie habe 
ein Holzstück mit Karton präpariert und eine Kerze in eine Blechbüchse gestellt, 
welche mutmasslich als Zeitverzögerung gedient habe. Der Hydrantenkopf sei 
geöffnet, die Seitenspindeln zugedreht und die Hauptspindel geöffnet worden, 
was bewirkt habe, dass der Hydrant unter Wasserdruck gestanden habe. Die 
Täterschaft habe die Kerze angezündet, den Hydranten mit einem Plastiksack 

- 26 - 

abgedeckt und den Tatort verlassen (pag. 14-03-4 f.). Der Schriftzug „R. S.“ habe 
eine sehr grosse Ähnlichkeit zu den Fällen vom 20. August 2011, 20. September 
2011 und 28. November 2011, alle begangen in B. (pag. 14-03-6 f.).  

Zu den möglichen Auswirkungen, falls der Hydrant gekippt wäre, wurde Folgen-
des festgestellt: der Hydrant sei so präpariert worden, dass die Hauptspindel ge-
öffnet und die beiden seitlichen Nebenspindeln (Schlauchanschlüsse) geschlos-
sen waren. Dies habe zur Folge gehabt, dass vom Hauptrohr, auf dem der Hyd-
rant geschraubt sei, der gesamte Wasserdruck in den Hydranten gedrückt habe. 
Die beiden seitlichen Hammerschrauben seien entfernt, die hintere Hammer-
schraube herausgedreht und mit Unterlegscheiben erhöht worden. Mutmasslich 
habe sich die Sprengkapsel an der hinteren Hammerschraube befunden. Falls 
die Sprengkapsel detoniert hätte, hätte die Sprengung die hintere Hammer-
schraube aus dem Gewinde gerissen und der Hydrant wäre durch den Wasser-
druck nach vorne umgekippt. Eine Wasserfontäne wäre in die Höhe geschossen. 
Oberhalb des Hydranten befände sich eine Hochspannungsleitung. Falls die 
Wasserfontäne diese Hochspannungsleitung getroffen hätte, wäre ein Kurz-
schluss entstanden, der mit grösster Wahrscheinlichkeit das Stell-/Leitwerk der 
D. AG an der ZZZ.-strasse lahmgelegt hätte (pag. 14-03-7). 

 Ergänzend zum vorerwähnten Bericht wird an dieser Stelle auf wesentliche Aus-
führungen im Bericht des WFD vom 12. Juni 2015 verwiesen (pag. 14-03-9 ff.). 
Demnach habe der sichergestellte Gegenstand (Kantholz mit Rakete) schon seit 
längerer Zeit hinter dem Hydranten gestanden. Zweck und Funktion der Vorrich-
tung könne aufgrund der veränderten Situation nicht mehr restlos aufgeklärt wer-
den. Bei der am Tatort sichergestellten Rakete handle es sich um eine Blitzknall-
rakete der Marke Horror Knall, Kategorie 3 (recte: F3), Label AA., hergestellt im 
Jahre 2007 mit einer Nettoexplosivstoffmasse (NEM) von 62 g, davon  
20 g Blitzknallsatz (pag. 14-03-15). Zudem sei eine Sprengkapsel mit Anzündlitze 
sichergestellt worden. Ein Stück Anzündlitze sei an die Sprengkapsel angewürgt 
worden. In der Fotodokumentation der sichergestellten Gegenstände ist zudem 
eine weisse Kerze aufgeführt, an deren Boden der Docht mit Hilfe von rotem 
Wachs mit einem mit rotem Wachs überzogenen Stück Docht verlängert worden 
sei (pag. 14-03-17). 

 Die am Tatort vom 27. März 2015 sichergestellte Kerze wurde mit einer anläss-
lich der Hausdurchsuchung am Domizil des Beschuldigten vom 6. Juli 2016 si-
chergestellten Kerze, welche auch einen roten Wachskern aufweist, verglichen 
(vgl. Fotodokumentation pag. 14-01-90). Dabei kam das FOR in seinem Spuren-
bericht vom 7. Oktober 2016 im Wesentlichen zum Ergebnis, die roten Paraffi-
neinpressungen in den beiden Kerzenböden stammten nicht von der Herstellung 
der Kerzen. Es seien ihnen keine Kerzen bekannt, die eine solche Einpressung 

- 27 - 

enthielten (pag. 14-01-88). Auch wurde am Tatort eine abgeänderte Stahlblech-
dose gefunden, welche in gleich abgeänderter Form auch beim Beschuldigten 
sichergestellt werden konnte (pag. 10-01-51). 

 Der Kurzbericht zur Handschriftuntersuchung durch das FOR vom 8. September 
2016 hält fest, die Aufschrift „R. S.“ (auf dem Kantholz) sei nicht ausreichend, um 
den Beschuldigten als Urheber auszumachen. Der Schriftzug sei zu kurz, um 
eine Aussage zur Urheberschaft zu machen (vgl. pag. 14-01-72 f.). 

 Mit dem Vorwurf vom 27. März 2015 konfrontiert, gab der Beschuldigte im Vor-
verfahren zu Protokoll, er habe keine konkrete Erinnerung an diesen Tag, der 
Vorwurf habe nichts mit ihm zu tun, er könne dazu nichts sagen (pag. 13-01-9/17/ 
38 f.). Auf Vorhalt der sichergestellten Kerzen gab er in der Schlusseinvernahme 
an, diese seien nicht von ihm. Für ihn sei es jetzt dumm, dass die Kerzen bei ihm 
gefunden worden seien. Auf Vorhalt der sichergestellten Stahlblechdosen sagte 
er aus, davon aus den Akten vernommen zu haben. Er habe nicht gewusst, dass 
die Stahlblechdose bei ihm rumgelegen sei. Auch sonst hätte er wahrscheinlich 
nichts unternommen (pag. 13-01-39). An der Hauptverhandlung gab er an, er 
kenne die Fakten, wie sie die Polizei darstelle, aber mit seiner Person habe das 
nichts zu tun und deshalb müsse er auch keinen Bericht darüber abliefern. Auf 
Vorhalt der bei ihm sichergestellten Kerzen bzw. der Blechdose gab er zu Proto-
koll, er habe keine Erklärung dafür, keine Ahnung. Das stehe so im Bericht, aber 
das heisse nicht, dass die von ihm sein müssten (TPF pag. 13-731-15). 

 Zum Vorfall vom 1. Oktober 2015 (Anklageziffer 1.1.2, 1.2.1, 1.3.2) 

 Gemäss Bericht der Stadtpolizei Zürich vom 25. November 2015 habe eine un-
bekannte Täterschaft alle vier Schrauben, mit welchen ein Hydrant befestigt sei, 
angesägt. Weiter sei der Schriftzug „Entwaffnet die Schweiz“ auf dem Hydranten 
angebracht worden. Es sei eine selbstgebaute Vorrichtung mit einer Zündlunte 
am vorbereiteten Hydranten angebracht worden um diesen umzukippen. Ort und 
Zeit der Entdeckung sei der 1. Oktober 2015, um 12:28 Uhr, an der Ecke V.-
strasse/weg, Zürich gewesen. Der Vorfall würde markante Ähnlichkeiten zu den 
Vorfällen vom 20. August 2011, 20. September 2011, 28. November 2011 und 
27. März 2015 aufweisen, es könne jedoch nicht gesagt werden, ob es sich beim 
vorliegenden Fall um dieselbe Täterschaft handle (pag. 14-02-3 f). 

 Der WFD hat am 10. November 2015 einen Bericht zur Materialzusammenstel-
lung der am Tatort sichergestellten Gegenstände verfasst (pag. 14-02-5 ff.). An 
dieser Stelle wird bereits darauf hingewiesen, dass anhand der Fotos im vorlie-
genden Bericht deutliche Rostrückstände an den sichergestellten Objekten er-
kennbar sind. Dem Bericht ist zusammenfassend zu entnehmen was folgt: Das 
übergebene Spurenmaterial sollte die Frage beantworten, um was es sich beim 

- 28 - 

elektrotechnischen Apparat handeln könnte (USBV). Beim „elektrotechnischen 
Apparat“ handle es sich um eine umgebaute Blinklichtlampenhalterung an wel-
cher polgetrennt je ein Kabel und in der Verlängerung ein Netzteil angeschlossen 
seien. In der Halterung habe sich eine 12 Volt-Glühlampe mit zerbrochenem 
Glaskörper befunden. Durch verschiedene Öffnungen an der Halterung sei eine 
Anzündlitze derart durchgeführt und befestigt worden, dass die freiliegende Glüh-
wendel der Glühlampe auf dieser Anzündlitze läge. Nach genauerer Inspektion 
vor Ort habe ein manipulierter Hydrantenfuss am Überflurhydranten Nr. 5 festge-
stellt werden können. Die Hutmutter sei mit mehreren Unterlegscheiben unter-
legt. Zusätzlich habe diese Hutmutter die Buchstaben „R.“ und „S.“ aufgewiesen. 
Die beiden seitlichen Hutmuttern hätten gefehlt. Die hintere Einhak-/Anker-
schraube sei anderer Bauart als die übrigen drei und das Erdmaterial darunter 
schien frisch ausgegraben. Der Hydrantenkopf sei ausgewechselt worden. Am 
Kandelaber 78 habe, entgegen den Angaben im Journal, keine Beschriftung fest-
gestellt werden können. Zusammen mit einem Mitarbeitenden der Wasserversor-
gung Zürich (WVZ) sei am 6. Oktober 2015 eine nachträgliche Spurensicherung 
vorgenommen worden. Dabei seien sämtliche Hutmuttern und Einhak-/Anker-
schrauben sowie die Unterlegscheiben sichergestellt worden. 

Nach Aussagen des Mitarbeitenden der WVZ sei der Hydrant noch weiter mani-
puliert worden. Die Seitenspindeln seien geschlossen und die Mittelspindel ge-
öffnet worden. Dies hätte beim Umkippen des Hydranten zu einem massiven 
Wasseraustritt geführt. 

Die hintere Einhak-/Ankerschraube anderer Bauart habe sich bei näherer Be-
trachtung als oberhalb des Gewindes zu ca. 2/3 eingesägt erwiesen, die Hutmut-
ter gegen die YYY.-strasse hin sei zusätzlich manipuliert worden. Durch eine 
Bohrung unter dem Mutterkopf sei ein Stück Anzündlitze geführt worden. Der 
Hohlraum der Hutmutter sei zu einem grossen Teil mit einer braunschwarzen, 
festgepressten Substanz (Menge ca. 2.5 g) gefüllt und zusätzlich mit einem 
Pfropfen abgedichtet gewesen. Die Auswertung der Sprengstoffanalytik habe 
den Hinweis auf Schwarzpulver oder ein in seiner Zusammensetzung ähnliches 
Gemisch (evt. auch Pyrotechnik delaboriert) ergeben. 

Der Vergleich der Resultate mit den in den letzten zehn Jahren durch den WFD 
untersuchten Sprengstoffdelikten habe Hinweise auf Modus Operandi-Zusam-
menhänge zu den hier interessierenden Vorfällen vom 20. August 2011, 20. Sep-
tember 2011, 28. November 2011 und 27. März 2015 ergeben. Bei den vier er-
wähnten Fällen seien die Hydranten durch sehr ähnliche Manipulationen (Entfer-
nen der zwei seitlichen Einhak-/Ankerschrauben, Unterlegen einer Einhak-/An-
kerschraube mit zusätzlichen Unterlegscheiben und Auswechseln der vierten 
Einhak-/Ankerschraube durch eine zu ca. 2/3 eingesägte Einhak-/Anker-
schraube) zum Kippen - resp. dem Versuch dazu - gebracht worden. Dazu seien 

- 29 - 

bei allen vier Fällen die Spindeln auf gleiche Weise manipuliert worden. In zwei 
der Fälle seien die Hydranten mit „R. S.“ (K110820-037) resp. „M. S.“ (K111129-
008) beschriftet worden. In den zwei letzten Fällen sei der Träger (Kantholz) der 
mutmasslichen Auslösevorrichtung (K150327-051) resp. die Zeitschaltuhr sowie 
eine Hutmutter (K151001-084) mit „R. S.“ resp. „RS“ beschriftet worden. 

 Gemäss Angabe der Wasserversorgung der Stadt Zürich sei aufgrund des Vor-
falls vom 1. Oktober 2015 ein geringer Schaden von Fr. 200.− entstanden (vgl. 
pag. 15-09-5). 

 Am 29. September 2016 nahm der WFD eine weitere Auswertung der material- 
und konstruktionstechnischen Zusammenhänge aus den am 1. Oktober 2015 si-
chergestellten Asservaten und denjenigen anlässlich der Hausdurchsuchung am 
Domizil des Beschuldigten vom 6. Juli 2016 vor, wobei diverse Gemeinsamkeiten 
festgestellt wurden. Namentlich optisch und in der Funktion gleichartige Zeit-
schaltuhren mit schwarzer Handbeschriftung mit identischen Worten („powered 
by R. S.“) mit Verweis auf die Handschriftuntersuchung vom 8. September 2016 
durch das FOR (vgl. pag. 14-01-70 ff.); gleichartige, selbstgebastelte elektroni-
sche Apparate; identische Hutmuttern mit gleicher Prägung und deren gleichar-
tige Abänderung sowie deckungsgleicher (manueller) Aufschrift mit gleichen 
Buchstaben („RS“ bzw. „R.“ und „S.“) und gleichartige Schrauben, welche zur 
Befestigung von Hydranten verwendet würden, die identisch eingesägt worden 
seien (oberhalb des Gewindes zu ca. 2/3 des Schraubendurchmessers (pag. 14-
01-79 ff.). An den am 1. Oktober 2015 sichergestellten Objekten sind aufgrund 
der Fotodokumentation Rostrückstände sichtbar. 

 Das FOR hat eine Auswertung der DNA-Spur (PCN 7) ab der Zündvorrichtung 
mit Zeitschaltuhr vorgenommen, welche anlässlich der Hausdurchsuchung beim 
Beschuldigten am 6. Juli 2016 in dessen Scheune sichergestellt wurde. In seinem 
ergänzenden Kurzbericht vom 25. August 2016 stellte das FOR fest, ein männli-
ches, inkomplettes DNA-Profil habe erstellt werden können, wobei dieses Profil 
mit der Spur PCN 8 (Schnur in Schliessfach, vgl. E. 3.5.3) übereinstimme, welche 
dem Beschuldigten habe zugeordnet werden können. Vereinzelt seien schwach 
ausgeprägt zusätzliche Merkmale in Erscheinung getreten, die nicht interpretier-
bar seien (pag. 14-01-54 bis 56).  

 Im Zusammenhang mit der vorerwähnten DNA-Auswertung hat das Gericht ei-
nen Bericht beim IRM-ZH vom 21. September 2018 eingeholt (TPF pag. 13-262-
2-6 ff.). Dem Bericht ist zu entnehmen, dass der Beweiswert der an der Zündvor-
richtung mit Zeitschaltuhr nachgewiesenen DNA-Spur ca. 198'000 Mal grösser 
sei, wenn man davon ausgehe, dass es sich um den gleichen Spurengeber 
handle wie bei der Spur mit PCN 8 (Anm.: DNA-Profil ab Schnur), als wenn man 

- 30 - 

davon ausgehen würde, dass die DNA-Spur von einer anderen, mit dem Spuren-
geber der Spur mit PCN 8 genetisch nicht verwandten, Person hinterlassen wor-
den sei (TPF pag. 13-262-2-7). 

 In diesem Zusammenhang ist auf die Handschriftenanalyse des FOR von 8. Sep-
tember 2016 hinzuweisen. Der Bericht hält fest, dass die Beschriftung der beiden 
sichergestellten Zeitschaltuhren vom gleichen Urheber stammen, die Urheberi-
dentität jedoch schwach für den Beschuldigten spreche, was aber dadurch rela-
tiviert werde, dass die Art der Abweichung auf eine mögliche Schriftverstellung 
schliessen lasse (pag. 14-01-72 f.). 

 Anlässlich der Hafteinvernahme vom 7. Juli 2016 wurde der Beschuldigte erst-
mals zum Vorwurf vom 1. Oktober 2015 befragt, wobei er aussagte, er höre zum 
ersten Mal von dieser Geschichte. Von den Tatorten und -zeiten habe er keine 
Ahnung. Er könne das weder bestätigen noch dementieren, er sei überrascht 
(13-01-8). Auf Vorhalt eines Fotobogens und auf die Frage, wozu die Zeitschalt-
uhr mit der Aufschrift „powered by R. S.“, welche anlässlich der Hausdurchsu-
chung vom 6. Juli 2016 sichergestellt wurde, diene, gab der Beschuldigte zu Pro-
tokoll: „Das ist eine Zeitschaltuhr. Der Sinn der Zeitschaltuhr ist es, den elektri-
schen Strom zu steuern. Damit man den Strom ein- und ausschalten kann. Unter 
dem Bild steht, powered by R. S.“ (pag. 13-01-10). Er kenne die Gegenstände 
(auf den vorgehaltenen Fotos) nicht, er habe aber insofern etwas damit zu tun, 
als dass die Gegenstände in seiner Liegenschaft sichergestellt worden seien. Er 
sei überrascht deswegen (pag. 13-01-10). Anlässlich der Konfrontationseinver-
nahme vom 21. Juli 2016 wollte er sich nicht mehr zur Zeitschaltuhr äussern (pag. 
13-01-23). An der Schlusseinvernahme vom 8. November 2017 gab er an, er 
wisse vom Ereignis vom 1. Oktober 2015 nur aus den Akten. Zur verwendeten 
Zeitschaltuhr mit der Aufschrift „powered by R. S.sch“ könne er nichts sagen. Auf 
die anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestellte Zeitschaltuhr mit gleichlau-
tender Aufschrift angesprochen sagte er, an die erinnere er sich ganz sicher, das 
sei heftig gewesen. Er habe nicht gewusst, dass die in seinem Gebäude gelagert 
worden sei. Das ihm vorgehaltene Ergebnis der Handschriftenanalyse (pag. 14-
01-70 ff.) wollte er nicht interpretieren. Auf Vorhalt weiterer sichergestellter Ge-
genstände an seinem Domizil bzw. in seiner Scheune, die grosse Ähnlichkeiten 
mit Gegenständen aufweisen, welche am Tatort sichergestellt wurden, gab der 
Beschuldigte an, er habe von diesen Gegenständen erst bei seiner Verhaftung 
erfahren. Er wisse nicht, wie die dorthin gelangt seien. Er habe diverse Mieter 
gehabt in diesem Gebäude und die hätten diverse Gegenstände hinterlassen. Er 
unterstelle aber keinem seiner Mieter, etwas mit der Geschichte zu tun zu haben 
(pag. 13-01-35 f.). Auch in der Hauptverhandlung bestritt der Beschuldigte den 
Anklagevorwurf. Auf Frage nach der bei ihm sichergestellten Zeitschaltuhr gab 

- 31 - 

er an, er wisse nicht, wer die da abgelegt habe. Er wisse nicht, warum ausge-
rechnet so eine Schaltuhr in seinem Gebäude gefunden worden sei. Irgendeine 
Person habe zu irgendeinem Zeitpunkt das Ding da abgestellt oder versteckt, 
aber er habe keine Kenntnis davon gehabt. Das Ergebnis der Handschriftenana-
lyse sei falsch. Er glaube nicht, dass seine DNA auf der Zeitschaltuhr festgestellt 
worden sei. Er habe diese nicht beschriftet (TPF pag. 13-731-13 f.). 

 Beweiswürdigung 

 Der Beschuldigte bestreitet in sämtlichen Einvernahmen jegliche Mitwirkung an 
den ihm vorgeworfenen Straftaten; die äusseren Sachverhaltsabläufe, wie sie 
ihm von der Bundesanwaltschaft vorgehalten werden, bestreitet er hingegen 
nicht.  

 Aufgrund der Beweislage werden die äusseren Anklagesachverhalte als erstellt 
erachtet, sofern in der Folge nichts Gegenteiliges als erwiesen gilt (insb. 
E. 3.2.7.3 f.). 

 Bei den Delikten gemäss Anklageziffern 1.1.3, 1.2.2, 1.3.3 (Vorfall vom 27. März 
2015) und 1.1.2, 1.2.1, 1.3.2 (Vorfall vom 1. Oktober 2015) sind die in der Ankla-
geschrift bezüglich des Zeitpunktes der Tatbegehung gemachten Angaben un-
zutreffend. Aus den Akten ergibt sich, dass es sich bei den obigen Zeitpunkten 
mitnichten um die Tatzeitpunkte handelt, sondern dass in diesen Zeitpunkten die 
erfolglos gezündeten Sprengeinrichtungen aufgefunden wurden. In den Protokol-
len teilweise festgehaltene Alterungsspuren an den Sprengeinrichtungen (wie 
Rost etc.) weisen darauf hin, dass der jeweilige Tatzeitpunkt ohne weiteres Jahre 
zurückliegen kann (vgl. auch E. 3.2.5.2 und 3.2.6.2). Auch spricht eine von der 
Verteidigung eingereichte Ordnungsbusse betreffend den Beschuldigten, wo-
nach dieser am 27. März 2015 um 09:01 Uhr in Luzern von einem Radar erfasst 
wurde, dafür, dass er nicht an dem in der Anklageschrift angegebenen Tatzeit-
punkt in Zürich war (TPF pag. 13-721-43). Diese Umstände rücken die Delikte in 
zeitliche Nähe zu denjenigen vom 20. August 2011 und 28. November 2011, für 
welche der Zeitpunkt feststeht, bzw. 20. September 2011, für welches der Zeit-
punkt allerdings ebenfalls unsicher ist. In dubio pro reo ist davon auszugehen, 
dass die fraglichen Vorfälle spätestens vor dem 31. Dezember 2011 begangen 
wurden. Der Einfachheit halber wird jedoch in der Folge das Datum gemäss An-
klageschrift beibehalten bzw. aufgeführt. 

 Zur Täterschaft des Beschuldigten ist den Akten kein klarer Beweis zu entneh-
men, weshalb anhand der vorhandenen Indizien zu prüfen ist, ob sich die ange-
klagten Sachverhalte erstellen lassen. 

- 32 - 

a) Zu den vorhandenen Beweismitteln gehören neben den sichergestellten As-
servaten, den Aussagen der Beteiligten und den übrigen Untersuchungserkennt-
nissen insbesondere auch die Tatsache, dass gegen den Beschuldigten wegen 
grösstenteils sehr ähnlicher Delikte bereits früher ein Strafverfahren geführt 
wurde, für welches am Bezirksgericht B. am 23. November 2010 vorerst ein Frei-
spruch, mit Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 12. Januar 2012 
dann aber eine Verurteilung erfolgte, welche mit Entscheid des Bundesgerichts 
vom 20. Juli 2012 bestätigt wurde (vgl E. 3.2.1). Sämtliche vorliegend zur Debatte 
stehenden Hydrantendelikte sind in der Zeit des Rechtsmittelverfahrens, also ins-
besondere im Jahre 2011, anzusiedeln. Diese zeitliche Nähe lässt auf ein Ablen-
kungsmotiv schliessen (vgl. E. 3.2.7.4c). 

b) Für die Täterschaft des Beschuldigten spricht vorerst ganz allgemein der Um-
stand, dass es sich vorliegend um Hydranten auf dem Gebiet der Gemeinde B. 
handelt. Der Beschuldigte liegt seit geraumer Zeit mit der Gemeinde B. bzw. mit 
den Gemeindewerken B. im Streit, der unter anderem mit der Wasserversorgung 
zu tun hat. Für 13 Fälle von Hydrantenbeschädigung auf dem Gebiet der Ge-
meinde B. wurde der Beschuldigte bereits rechtskräftig verurteilt. Die für die vor-
liegend zur Beurteilung stehenden Delikte gewählte Vorgehensweise ist derjeni-
gen sehr ähnlich, die der Beschuldigte bei den Delikten anwandte, für welche er 
bereits verurteilt wurde: die Befestigungsschrauben der Hydranten wurden vorab 
manipuliert bzw. geschwächt, indem zwei seitliche Ankerschrauben entfernt, eine 
Ankerschraube mit zusätzlichen Unterlegscheiben unterlegt und eine weitere An-
kerschraube durch eine zu ca. 2/3 eingesägte Ankerschraube ersetzt wurde, so 
dass sich der Hydrant durch einen relativ leichten Zug oder Stoss umkippen liess. 
Gleichzeitig wurde die Haupt- bzw. Mittelspindel des Hydranten, welche gewöhn-
lich geschlossen ist, geöffnet, und die Seitenspindeln, welche normalerweise ge-
öffnet sind, geschlossen, was beim Umkippen des Hydranten zu einer Wasser-
fontäne führte, bzw. führen sollte. Bei den vorliegend zu beurteilenden Delikten 
modifizierte der Täter die Vorgehensweise im Unterschied zu früher erstmals da-
hingehend, als der für das Umfallen des Hydranten notwendige Energieaufwand 
durch eine Sprengvorrichtung erbracht wurde bzw. werden sollte. In Kombination 
mit den eingesetzten Zeitverzögerungsvorrichtungen erreichte der Täter damit, 
dass er im Zeitpunkt der Sprengung nicht mehr anwesend sein musste. Gleich 
wie früher wurden die Befestigungsschrauben entfernt bzw. geschwächt (durch 
Ansägen) und das Umkippen erleichtert. Gesamthaft ist die vorliegend bei den 
Hydrantendelikten gewählte Vorgehensweise zweifelsohne als Weiterentwick-
lung derjenigen zu sehen, welche bei den Delikten gewählt wurde, für welche der 
Beschuldigte bereits verurteilt wurde. Die Ähnlichkeiten in der jeweiligen Vorge-
hensweise anerkennt auch der Beschuldigte (TPF pag. 13-731-17). 

c) Ein weiteres Indiz bilden die Hinweise auf R. S. auf „RAZ“ und auf sonstige 
politische Tathintergründe („C.S.=Capitalist“, „Schweine“, „Entwaffnet die 

- 33 - 

Schweiz“, „M“ und „C“), die an einer Sprengvorrichtung und an manipulierten 
Hydranten- bzw. Befestigungsschrauben angebracht wurden. Der identische 
diesbezügliche Hinweis („powered by R. S.“) findet sich auf zwei baugleichen 
Zeitschaltuhren, wovon eine am 1. Oktober 2015 am Tatort Ecke V.-strasse/weg 
in 8045 Zürich aufgefunden wurde, die andere am 6. Juli 2016 in der Scheune 
des Beschuldigten an der XXX.-strasse 1, B. Ab letzterer konnte ein inkomplettes 
männliches DNA-Profil erstellt werden, welches mit demjenigen des Beschuldig-
ten übereinstimmt und diesem mit hoher Wahrscheinlichkeit zuzurechnen ist 
(pag. 14-01-56; TPF pag. 13-262-2-7, siehe auch E. 3.2.6.4 f. oben). Die Be-
schriftungen haben offensichtlich den Zweck, auf eine Täterschaft hinzuweisen, 
welche (links-)politische Ziele verfolgt. An dieser Stelle ist daran zu erinnern, 
dass die vorliegenden Hydrantendelikte, insbesondere die Sprengstoffdelikte, 
grosso modo während des Rechtsmittelverfahrens im kantonalen (Hydranten-
)Prozess stattfanden. Der erste Hinweis auf eine politische Täterschaft wird am 
Ereignis vom 20. August 2011 gegeben („R. S.“), also im Zeitraum, während wel-
chem gegen den Beschuldigten das Berufungsverfahren vor dem zürcherischen 
Obergericht bezüglich des ersten Hydrantenverfahrens im Gange war (vgl. E. 
3.2.1). Es ist anzunehmen, dass angesichts der ihm drohenden Verurteilung we-
gen der Hydrantendelikte der Beschuldigte offensichtlich hoffte, durch einen 
schriftlichen Hinweis („R. S.“) den Tatverdacht für alle Hydrantendelikte von sich 
auf einen politischen Täter lenken zu können. Ähnliche Hinweise wurden bei drei 
weiteren Hydranten auf dem Deliktmaterial angebracht. Auch die Tatsache, dass 
bei zwei Hydrantensprengstoffdelikten der Tatort nach Zürich verlegt wurde, 
kann nur als Teil dieser Ablenkungsstrategie gesehen werden. Auf diese Ablen-
kungsstrategie angesprochen, gab der Beschuldigte anlässlich der Hauptver-
handlung zu Protokoll: „Also ich weiss nicht, diese Überlegung kann man sich 
machen, aber das hat mit mir nichts zu tun. Ich bin kein Naturschützer, kein Um-
weltschützer, ich bin eher ein Umweltverschmutzer. Ich habe ein Auto mit 12 Zy-
lindern.“ (TPF pag. 13-731-10). Diese Aussage vermag die vorangegangene Ar-
gumentation nicht zu entkräften und ist als weitere Schutzbehauptung zu qualifi-
zieren. 

 In subjektiver Hinsicht lässt die Beweislage keinen anderen Schluss zu, als dass 
der Beschuldigte über mehrere Monate hinweg immer wieder Hydranten mani-
pulierte mit dem Ziel, dass diese umkippen und es zu einem Wasseraustritt kom-
men würde. Aufgrund der Begehungsart beschränkte sich die Absicht jedoch 
ausschliesslich auf das Umkippen des jeweiligen Hydranten mit Wasseraustritt 
und – entgegen der Auffassung der Bundesanwaltschaft – nicht auf die Herbei-
führung eines möglichst grossen Schadens. Dementsprechend ist auch nicht er-
stellt, dass der Beschuldigte beim Vorfall vom 27. März 2015 bewusst in Kauf 
genommen hat, die Hochspannungsleitung über den Bahngeleisen zu treffen und 
Folgeschäden auszulösen. Auch im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 20. 

- 34 - 

September 2011 ist nicht erstellt, dass der Beschuldigte in Kauf nahm, dass es 
zu einem grossen Schaden auf der Baustelle hätte kommen können, zumal bei 
diesem Vorfall der Tatzeitpunkt nicht zweifelsfrei erstellt ist (vgl. E. 3.2.3.2). Die 
Intention des Einsatzes der Sprengkörper war die Zeitverzögerung zwischen der 
Manipulation und dem Umkippen des Hydranten mit Wasseraustritt. Wären nur 
die Sprengvorrichtungen am jeweiligen Hydranten angebracht worden, ohne die-
sen vorgängig zu manipulieren, wäre aufgrund der Beschaffenheit der Sprengs-
ätze (Rakete, Sprengkapseln, Schwarzpulver) das Umkippen des Hydranten 
kaum denkbar gewesen.  

 Zum Vorfall vom 13. Oktober 2012 (Anklageziffer 1.2.3, 1.3.5) 

 Dem Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 11. Januar 2013 (pag. 18-03-9 ff.) 
kann zusammengefasst entnommen werden, dass es am 13. Oktober 2012, um 
ca. 06:00 Uhr, zu einer Manipulation am Hydranten Nr. 6 am U.-weg 3, B. ge-
kommen sei. Dabei seien zuerst die Verschlusskappe und danach das Haupt-
ventil (Hauptspindel) mit 1/4-Umdrehung geöffnet worden und danach sei die 
Verschlusskappe wieder geschlossen worden. Es sei zu einem Wasserverlust 
gekommen (Wasseraustritt über die beiden Seitenarme, vgl. Fotodokumentation 
pag. 18-03-16 f.), der nicht bestimmbar sei, da zu wenig Wasser ausgetreten sei, 
weshalb kein Sachschadensbetrag erhoben werden könne. Der Hydrant sei nicht 
beschädigt worden (pag. 18-06-14). Aufgrund der rechtskräftigen Verurteilung 
wegen diverser gleichgelagerter Fälle in B. sei der Verdacht auf den Beschuldig-
ten gefallen. Dieser sei gleichentags um 05:50 Uhr beobachtet worden, wie er 
am Bahnhof B. an einem abgestellten Fahrrad das Schloss aufgebrochen und 
dieses entwendet habe. Er habe um 06:30 Uhr am Bahnhof angetroffen und ver-
haftet werden können. Auf dem Gepäckträger seines Fahrrads habe, in eine Ja-
cke eingewickelt, eine Zange und eine Eisensäge aufgefunden werden können. 
Weiter habe er Handschuhe mitgeführt. Auch ist dem Rapport zu entnehmen, 
dass die Spurenberichte alle zu einem negativen Ergebnis gekommen seien. Es 
hätten mithin keine Spurenübereinstimmungen zwischen dem Werkzeug, der 
DNA des Beschuldigten und dem Hydranten festgestellt werden können (pag. 
18-03-13/28 ff./38 ff.).  

 Der Verhaftungsrapport der Kantonspolizei Zürich vom 23. Oktober 2012 hält zu-
sammenfassend fest, der Beschuldigte sei am Bahnhof B. bei der Entwendung 
von Fahrrädern beobachtet worden und habe zunächst einen Baseballcap, eine 
blaue Jacke und Jeans getragen. Nachdem er sich für kurze Zeit vom Bahnhof 
entfernt habe, habe er an der ZZ.-strasse 2 angehalten werden können. Er habe 
sich zu diesem Zeitpunkt umgezogen gehabt und habe nun eine gelbe Leucht-
weste und einen Velohelm getragen. Auf dem Gepäckträger seines Fahrrads 

- 35 - 

habe sich ein Baseballcap mit Schneidewerkzeug, eingewickelt in eine dunkel-
blaue Faserpelzjacke befunden (18-03-27 f.). 

 Anlässlich der Einvernahme als Auskunftsperson vom 13. Oktober 2012 bei der 
Kantonspolizei Zürich bestritt der Beschuldigte, etwas mit dem Vorfall zu tun zu 
haben. Natürlich läge die Vermutung nahe aufgrund seiner Vorgeschichte, er 
wisse aber wirklich nichts darüber (pag. 18-03-20). Gleichentags wurde er als 
beschuldigte Person abermals einvernommen und gab an, er habe um ca. 05:30 
Uhr das Haus verlassen und sei danach direkt zum Bahnhof gefahren, weil er 
dort einen Kaffee habe trinken wollen. Er mache jeden Morgen eine Tour mit dem 
Velo. Er habe an dem Tag bezweckt, ein Velo vom Ständer zu lösen, weshalb er 
das sichergestellte Werkzeug mitgeführt habe. Seit Monaten ärgere er sich, dass 
am selben Ort die gleichen Fahrräder stünden, die niemandem gehörten und die 
den Platz, welchen andere Leute bräuchten, belegten (pag. 18-03-24). Auch in 
der Schlusseinvernahme vom 8. November 2017 bestritt der Beschuldigte, mit 
dem Ereignis etwas zu tun zu haben. Die Zange und Eisensäge habe er mitge-
führt um das Velo zu knacken. Im Zusammenhang mit der zeitlichen Nähe zwi-
schen der Manipulation am Hydranten und seiner Anhaltung am Bahnhof B. 
fragte er, ob der Hydrant nicht schon am Vortag manipuliert worden sei (pag. 13-
01-46 f.). Anlässlich der Einvernahme an der Hauptverhandlung vom 27. Novem-
ber 2018 machte der Beschuldigte weitgehend deckungsgleiche Aussagen. Zu-
dem gab er auf entsprechende Frage an, er wisse nicht, ob man mit dieser Säge 
auch Hydrantenschrauben ansägen könne, er habe es noch nie gemacht. Er 
glaube nicht, dass man mit solch einer kleinen Zange einen Hydranten öffnen 
könne, das sei nur ein „Zehnerli“ gewesen, um dieses Velo zu befreien (TPF pag. 
13-731-19). 

 Der Beschuldigte stand gemäss eigenen Angaben seit Mitte der Neunziger Jahre 
in Konflikt mit seiner Wohngemeinde B. bzw. mit den Gemeindewerken B. und 
wurde im Zusammenhang mit der Manipulation von 13 Hydranten auf dem Ge-
meindegebiet von B. mit Urteil vom 13. Januar 2012 des Obergerichts des Kan-
tons Zürich rechtskräftig verurteilt (vgl. E. 3.2.1). Dieses Urteil bezeichnet der 
Beschuldigte zwar als falsch (TPF pag. 13-731-7/17), anerkennt jedoch den Um-
stand, dass vorliegend der Tatverdacht auf ihn fiel. Der Beschuldigte war bei der 
Feuerwehr und hat folglich Kenntnisse darüber, wie ein Hydrant zu bedienen ist. 
Die Tatsache, dass der Beschuldigte keinen Hydrantenschlüssel sondern eine 
kleine Zange mit sich führte, deckt sich mit den Erkenntnissen der Spurensiche-
rung, wonach nur geringe Manipulationen am Hydranten Nr. 6 vorgenommen 
wurden. Auch ins Gewicht fallen die zeitliche und örtliche Nähe zwischen der 
Manipulation des Hydranten Nr. 6 und der Anhaltung des Beschuldigten am 
Bahnhof B. wie auch die Tatsache, dass er sich offenbar aufgrund schlechten 
Gewissens sehr schnell umzog.  

- 36 - 

 Im Lichte des Gesagten ist erstellt, dass der Beschuldigte den Hydranten Nr. 6 
manipulierte und den daraus resultierenden Wasseraustritt absichtlich verur-
sachte. 

 Zum Vorfall vom 17. Mai 2013 bis 18. Mai 2013 (Anklageziffer 1.3.4) 

 Dem Rapport der Stadtpolizei Zürich vom 9. August 2013 ist im Wesentlichen zu 
entnehmen, dass der Privatkläger G. den Beschuldigten am 21. Mai 2013 wegen 
Sachbeschädigung angezeigt hat. An der Y.-strasse 162, B., wo sich die Büro-
räumlichkeiten von G. und die Wohnung von F. befinden, seien die beiden Woh-
nungseingangstüren (an der Vorder- und Hinterseite des Gebäudes) durch Ver-
kleben der Schlosszylinder beschädigt worden. G. habe als ehemaliger Bauvor-
stand der Gemeinde B. einen baurechtlichen Entscheid durchgesetzt, welcher 
sich für den Beschuldigten negativ ausgewirkt habe. Dieser Entscheid habe in 
den Folgejahren zu diversen Attacken seitens des Beschuldigten gegen G. ge-
führt, welche in Strafverfahren gegen den Beschuldigten gemündet hätten, wobei 
dessen Urheberschaft nicht rechtsgenügend habe nachgewiesen werden kön-
nen. Auf diese zum Teil Jahre zurückliegenden Ereignisse habe G. den Beschul-
digten am Vorabend der Sachbeschädigung angesprochen, was diesen zu einer 
erneuten Tat veranlasst haben dürfte (pag. 10-02-54 bis 56). 

 Den Privatklägern G. und F. ist gemäss eigener Angabe - und entgegen der An-
klageschrift - ein Schaden von insgesamt Fr. 608.05 entstanden. Die Rechnung 
zur Behebung des Schadens habe der Privatkläger G. beglichen (TPF pag. 13-
553-1).  

 G. gab anlässlich der Tatbestandsaufnahme sinngemäss Folgendes zu Proto-
koll: Am Freitag, 17.05.2013 zwischen ca. 17:30 und 18:00 Uhr habe er den Be-
schuldigten an der WWW.-strasse velofahrend angetroffen. Er selber sei mit dem 
Auto unterwegs gewesen. Aufgrund der Vorgeschichte habe er dem Beschuldig-
ten einfach mal die Meinung sagen wollen, weshalb er angehalten und ihn ange-
sprochen habe. Das Gespräch habe wenige Minuten gedauert, dann sei er wei-
tergefahren. Im Verlauf der darauffolgenden Nacht seien dann beide Schlosszy-
linder an den Hauseingangstüren bei seiner Kanzlei verklebt worden. Aufgrund 
des kurz vorher erfolgten Zusammentreffens sei für ihn klar, dass es nur der Be-
schuldigte habe gewesen sein können. Ausserdem trage diese Sachbeschädi-
gung auch ganz klar die Handschrift des Beschuldigten (pag. 10-02-56). 

Anlässlich der Zeugeneinvernahme vom 27. November 2018 präzisierte G., er 
habe dem Beschuldigten beim Zusammentreffen am 17. Mai 2013 gesagt: „A., 
bist Du wieder unterwegs zum gschände.“ „Gschände“ sei ein zürichdeutsches 
Wort, welches bedeute, Sachen zu beschädigen. Danach sei er weitergefahren 

- 37 - 

(TPF pag. 13-751-2). Sein Bürokollege habe ihn am Folgetag über die zugekleb-
ten Schlösser informiert und für ihn sei damals klar gewesen, dass dies eine 
Handlung des Beschuldigten gewesen sei. Einerseits wegen der zeitlichen Kom-
ponente, andererseits handle der Beschuldigte immer sofort und bei Nacht und 
Nebel, daher sei für G. klar gewesen, dass die Tat die Handschrift des Beschul-
digten trage (TPF pag. 13-751-3). 

 Der Beschuldigte gab anlässlich seiner Einvernahme bei der Kantonspolizei Zü-
rich vom 18. Juli 2013 zu Protokoll, er wisse von dem Vorfall vom 17./18. Mai, 
weil ihm BB. davon erzählt habe. Er bestätigte, G. am 17. Mai 2013 begegnet zu 
sein, als er mit dem Velo unterwegs war. Zum Inhalt des Gesprächs führte er 
aus, er habe nur ein Wort verstanden und das sei „S.“ gewesen; erstens sei der 
Motor des Autos gelaufen und zweitens habe es ihn nicht interessiert. Er habe 
auf dem linken Ohr einen Tinnitus und Herr G. habe von links mit ihm gespro-
chen. Er habe nur „Grüezi, Grüezi“ gesagt und seine Fahrt fortgesetzt. Auf Frage 
verneinte er, die Schlosszylinder verklebt zu haben; es gebe keinen Grund, wes-
halb Herr G. ihn beschuldigen sollte. Ihr Verhältnis sei nicht angespannt. G. sei 
für ihn eine normale Person wie jede andere auch, es gebe keine Berührungs-
punkte. Er habe weder mit Herrn G. noch mit Herrn F. irgendwelchen Streit 
(pag.10-02-58 f.). 

Anlässlich der Schlusseinvernahme durch die Bundesanwaltschaft vom 8. No-
vember 2017 wiederholte der Beschuldigte im Wesentlichen seine bisherigen 
Aussagen. Er fügte jedoch zusammengefasst an, er habe keinen Streit mehr mit 
Herrn G. Er habe nur mit dem Gemeinderat G. eine Meinungsverschiedenheit 
gehabt. An dem Tag, als dessen Amtszeit geendet habe, seien auch die Diffe-
renzen beendet worden. Er habe einen Schlussstrich gezogen (pag. 13-01-48).  

An der Hauptverhandlung vom 27. November 2018 bestätigte der Beschuldigte 
seine bisherigen Aussagen und gab weiter zu Protokoll, er wolle einfach darauf 
hinweisen, dass zum Zeitpunkt, als ihm Herr G. begegnet sei, dieser nicht von 
der Kanzlei gekommen sei. G. habe zu diesem Zeitpunkt nicht wissen können, 
ob das Schloss nicht schon zugeklebt gewesen sei. Das habe nicht unbedingt 
mit ihm etwas zu tun, da hätte eine Person schon zwei Stunden, bevor sie sich 
begegnet seien, diese „Schlössli“ zukleben können. Es sei sicher keine grosse 
Kunst, ein bisschen Leim in einen Schlitz reinzudrücken. Dass nur er in Frage 
komme gemäss Herrn G, das gehe nicht. Das hätten noch X andere sein können, 
denen er vielleicht auf den Füssen rumgestanden sei. Als sie sich damals begeg-
net seien, sei G. für ihn ein Bürger wie jeder andere gewesen, mit dem er nicht 
diskutieren müsse, wenn er nicht wolle. Auf Frage, was der Beschuldigte gehört 
habe, meinte er zuerst: „Kein Wort“, auf Hinweis auf seine früheren Aussagen 

- 38 - 

gab er an: „Ja, das kann sein, dass ich, A.’ verstanden habe. Also lesen Sie ein-
fach, was ich bei der Einvernahme bei dieser Polizistin gesagt habe. Damals 
hatte ich es noch im Kopf, heute nicht mehr. Aber ich würde jetzt sagen, das kann 
der Wahrheit entsprechen, dass ich den Namen, A.’ gehört habe und meine Ant-
wort war: ‘Grüezi, grüezi’ und dann bin ich weitergefahren“. (TPF pag. 13-731-20 
f.). 

 Die Aussagen des Beschuldigten sind zwar bezüglich des Zusammentreffens 
vom 17. Mai 2013 konstant, hingegen machte er widersprüchliche Aussagen zu 
seinem Verhältnis zum Privatkläger G. Anfänglich beteuerte er, das Verhältnis 
sei nicht angespannt, später gab er jedoch an, dass es Meinungsverschieden-
heiten zwischen ihnen gegeben habe. Lebensfremd erscheint, dass jahrelange 
Differenzen mit der Beendigung der Amtszeit als Gemeinderat beigelegt worden 
sein sollen. Die Tatsache, dass dem nicht so gewesen sein konnte, zeigt sich 
auch durch das Verhalten des Beschuldigten anlässlich des Zusammentreffens 
am 17. Mai 2013. Wären die Differenzen beigelegt gewesen, hätte es für den 
Beschuldigten keinen Grund gegeben, G. nicht anzuhören. Die Aussage, wonach 
G. „auch anderen hätte auf den Füssen rumgestanden sein können“ entlastet 
den Beschuldigten nicht. Im Gegenteil, er versucht, den Privatkläger G. in ein 
schlechtes Licht zu rücken. Die vom Beschuldigten vorgebrachte Hörschwäche 
am linken Ohr ist als Schutzbehauptung einzustufen: die Hörschwäche hinderte 
ihn anlässlich des Zusammentreffens mit G. nicht daran, zumindest einen Teil 
von dessen Äusserungen zu verstehen, und anlässlich der Hauptverhandlung 
ergab sich keinerlei Hinweis auf eine gravierende Einschränkung der Hörfähig-
keit des Beschuldigten. 

Die Aussagen des Privatklägers G. sind detailliert, er schildert den Vorfall plau-
sibel, lebensnah und beschreibt den Ablauf der Geschehnisse insgesamt kon-
stant und kohärent. Auch gesteht er sein eigenes Fehlverhalten ein und versucht 
nicht, sein Vorgehen zu beschönigen. Das Gericht erachtet den Privatkläger G. 
deshalb als glaubwürdig und stellt bezüglich der Täterschaft sowie des Tather-
gangs auf dessen Aussagen ab. Der Anklagesachverhalt gilt unter Berücksichti-
gung der geltend gemachten Schadenssumme (vgl. E. 3.4.2) als erstellt. 

 Zum Vorfall vom 1. Mai 2016 (Anklageziffer 1.1.1, 1.3.1) 

 Dem Rapport der Stadtpolizei Zürich vom 1. Juni 2016 ist Folgendes zu entneh-
men: Am Sonntag, den 1. Mai 2016, um ca. 06:35 Uhr, wurde das Schliessfach 
Nr. 4 im SBB-Bahnhof Zürich-Enge, Zürich gesprengt. Die Sprengung erfolgte 
mittels Zündung eines pyrotechnischen Gegenstands (Feuerwerkskörper Horror-
Knall). Durch die Wucht der Explosion wurden drei weitere Schliessfächer be-
schädigt, verletzt wurde niemand (pag. 14-01-5/7 f.). 

- 39 - 

 Im Untersuchungsbericht des WFD vom 13. Mai 2016 wird zusammengefasst 
festgestellt, es könne sich bei den sichergestellten Überresten im Schliessfach 
um eine USBV bzw. einen Blitzknallkörper der Marke Horror Knall-Rakete der 
Kategorie F3 handeln, Label AA. hergestellt auf der Basis von Perchlorat/Metall-
pulver mit einer Nettoexplosivstoffmasse (NEM) von 20 g. Um die normalerweise 
wenige Sekunden dauernde Brennzeit der Anzündlitze der Rakete zu verzögern, 
sei möglicherweise eine improvisierte Anzündvorrichtung mit einer Zigarette ver-
wendet worden. Blitzknallsätze seien sehr energiereiche pyrotechnische Sys-
teme mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit. Dementsprechend gross seien Explo-
sionsdruck und Knalleffekt. 

Die pyrotechnischen Gegenstände zu Vergnügungszwecken würden in der 
Schweizer Identifikations-Nummer (CH-ID-Nr.) mit einem „V" für Vergnügungs-
zwecke bezeichnet. Sie seien vom Hersteller nach den Kriterien von Anhang 1, 
Ziffer 2, SprstV, in die Kategorien 1 - 4 eingeteilt worden. Unter die Kategorie F3 
würden Feuerwerkskörper fallen, die eine mittlere Gefahr darstellten, die für die 
Verwendung in weiten, offenen Bereichen im Freien vorgesehen seien und deren 
Lärmpegel bei bestimmungsgemässer Verwendung die menschliche Gesundheit 
nicht gefährde und nicht an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden dürf-
ten (Art. 7 und Anhang 1, Ziffer 2.3, SprstV) (pag. 14-01-22 ff.). 

 Gemäss vorerwähntem Untersuchungsbericht seien mehrere DNA-Spuren si-
chergestellt worden, hier sachverhaltsrelevant an einem Zigarettenstummel so-
wie ab einer Schnur bei einer Kunststofftüte (pag. 14-01-23 f./26). Beide Spuren 
seien gemäss Rapport der Stadtpol