# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bd9d28e-a910-5857-bc78-4b1d2147317b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.07.2009 AVI 2008/28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AVI-2008-28_2009-07-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AVI 2008/28

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AVI - Arbeitslosenversicherung

Publikationsdatum: 04.03.2020

Entscheiddatum: 21.07.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2009
Art. 23 AVIG, Art. 37 AVIV. Versicherter Verdienst. Ferien- und 
Feiertagsentschädigungen zählen mangels tatsächlichen Bezugs nicht zum 
versicherten Verdienst. Art. 27 AVIG. Höchstanspruch auf Taggelder. Diverse 
Temporäreinsätze innerhalb eines Rahmenarbeitsvertrages bilden keine (zur 
Erlangung eines Anspruchs auf 520 Taggelder notwendige) durchgehende 
Beitragszeit. Vielmehr generieren nur die einzelnen Einsätze Beitragszeit 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 
2009, AVI 2008/28).

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-

Studerus und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach

Entscheid vom 21. Juli 2009

in Sachen

M.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Fäh, Waisenhausstrasse 17, Postfach, 

9001 St. Gallen,

gegen

Kantonale Arbeitslosenkasse, Davidstrasse 21, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend 

Arbeitslosenentschädigung (Versicherter Verdienst, Taggeldhöchstanspruch)

Sachverhalt:

A.      

M.___ stellte am 3. Dezember 2007 erneut Antrag auf Leistungen der 

Arbeitslosenversicherung an. Dabei gab er an, zuvor vom 25. April 2006 bis zum 26. 

September 2006 und vom 25. Oktober 2006 bis zum 31. Oktober 2007 bei der A.___ 

gearbeitet zu haben (act. G 11.1/C 87). In der Folge setzte die Kantonale 

Arbeitslosenkasse St. Gallen in der Abrechnung für die Kontrollperiode Dezember 2007 

den versicherten Verdienst auf Fr. 4'478.-- und die Höchstzahl der Taggelder auf 400 

fest (act. G 11.1/C83). Mit Schreiben vom 28. Januar 2008 beanstandete der 

Versicherte diese Abrechnung und verlangte, dass der monatliche versicherte 

Verdienst auf Fr. 4'670.95 und die Höchstzahl der Taggelder auf 520 festgesetzt 

würden (G 11.1/C37). Mit Verfügung vom 12. März 2008 hielt die Kasse an ihrer 

Auffassung fest. Da der Beschwerdeführer lediglich über Beitragszeiten von 15,474 

Monaten verfüge, habe er Anspruch auf maximal 400 Taggelder. Ausserdem habe der 

Versicherte ein Pensum von 106,86 % verrichtet, versichert sei aber nur eine 100 %-

Tätigkeit. Der versicherte Verdienst sei deshalb entsprechend zu kürzen (act. G 11.1/

C31). Mit Einsprache vom 11. April 2008 machte der Versicherte geltend, er habe in der 

Zeit vom 1. November 2006 bis 31. Oktober 2007 ein Einkommen von Fr. 56'051.86 

erzielt. Ausserdem habe er vom 25. April 2006 bis zum 31. Oktober 2007 gearbeitet, 

was eine Beitragszeit von 19 Monaten ergebe (act. G 11.1/C30). Mit Entscheid vom 17. 

April 2008 wies die Kasse die Einsprache mit den bereits in der Verfügung dargelegten 

Argumenten ab (act. G 11.1/C28).

B.      

B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 28. Mai/9. 

September 2008 mit den Anträgen, der versicherte Verdienst sei auf Fr. 56'874.--/ Jahr 

und der Höchstanspruch auf 520 Taggelder festzusetzen. Entgegen der Ansicht der 

Verwaltung errechne sich der versicherte Verdienst unter Berücksichtigung der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Überzeit. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer während zwei Monaten 

Krankentaggelder bezogen habe und während dieser Zeit lediglich 80 % des 

Monatslohns ausgerichtet worden sei. In Bezug auf die Beitragszeitberechnung seien 

die vier Einsätze, die der Beschwerdeführer in der Zeit vom 25. April 2006 bis 26. 

September 2007 (richtig: 2006) bei der B.___ gearbeitet habe, als Einheit zu betrachten, 

so dass die 18-monatige Beitragszeit erfüllt sei (act. G 1 und G 9).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2008 beantragt die Verwaltung 

Abweisung der Beschwerde. Die Überzeitentschädigung sei nicht Bestandteil des 

versicherten Verdienstes. Auch überzeuge die Miteinberechnung der Überstunden, weil 

Krankentaggelder bezogen worden seien, nicht. Es bestehe weiter kein Grund zur 

Annahme eines zum voraus geplanten unbefristeten Arbeitsverhältnisses bei der B.___ 

und einer Gesetzesumgehung durch Kettenarbeitsverträge. Die schwankende 

Beschäftigungslage im Bau und der Bedarf nach Aushilfskräften sei vielmehr ein 

durchaus sachlicher und zulässiger Grund für den befristeten Einsatz von 

Arbeitskräften. Somit sei nicht von einer Einheit auszugehen (act. G 11).

B.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (act. G 15).

Erwägungen:

1.       

1.1   Als versicherter Verdienst nach Art. 23 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 

837.0) gilt der im Sinn der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines 

Bemessungszeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise 

erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen, 

soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen. Aus 

dieser gesetzlichen Umschreibung ergibt sich, dass der versicherte Verdienst an den 

massgebenden Lohn im Sinn von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) anknüpft. Gemäss Art. 37 Abs. 1 

AVIV bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn der letzten 

sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Er bemisst 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sich nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der 

Rahmenfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als 

derjenige nach Abs. 1 (Art. 37 Abs. 2 AVIV).

1.2   Nicht versichert ist gemäss Art. 23 Abs. 3 AVIG ein Nebenverdienst. Als solcher 

gilt jeder Verdienst, den ein Versicherter ausserhalb seiner normalen Arbeitszeit als 

Arbeitnehmer oder ausserhalb des ordentlichen Rahmens seiner selbstständigen 

Erwerbstätigkeit erzielt. Hinter dieser Regelung wie auch dem in Art. 23 Abs. 1 AVIG 

verwendeten Rechtsbegriff "normalerweise" steht der Grundgedanke, dass die 

Arbeitslosenversicherung nur für das Risiko des Verlustes einer normalen üblichen 

Arbeitnehmertätigkeit Versicherungsschutz gewährt (Thomas Nussbaumer, 

Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, 

Soziale Sicherheit, 2. Aufl., Rz 368; mit Hinweis auf BGE 129 V 108 E. 3.2 und BGE 123 

V 70 E. 5). In letzterem Entscheid wurde namentlich die Ferienentschädigung bei nicht 

bezogenen Ferien als nicht anrechenbar bezeichnet. In BGE 125 V 42 wurde bezüglich 

Anrechnung von Ferienentschädigung allerdings präzisiert, dass nur jenen Versicherten 

der Einbezug der lohnprozentualen Entschädigung in den versicherten Verdienst 

versagt werden soll, die überhaupt nicht frei nehmen, sondern ohne freie Tage ein 

volles Arbeitspensum erfüllen. Im damals beurteilten Fall hatte die versicherte Person 

während der Dauer des Arbeitsverhältnisses insgesamt mehr freie Tage bezogen, als 

mit der Ferienentschädigung von 8,33 Lohnprozenten gedeckt waren. Entsprechend 

war der zusätzlich zum Grundlohn ausbezahlte Zuschlag zur Abgeltung des 

Ferienanspruchs in den versicherten Verdienst einzubeziehen (S. 49 f. E. 6d und 8). Das 

Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007 Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts) befand in diesem Zusammenhang, in 

Arbeitsverhältnissen mit unregelmässiger Arbeitszeit bzw. Arbeitsverhältnissen auf 

Abruf, wo die wöchentliche Arbeitszeit nicht immer eingehalten werde, seien die 

Versicherten gehalten, freie Tage teils freiwillig, teils unfreiwillig zu beziehen. Insoweit 

eine versicherte Person an betriebsüblichen Tagen nicht beschäftigt gewesen sei, sei 

ihr unabhängig des Grundes für die Beschäftigungslosigkeit die Ferienentschädigung 

beim versicherten Verdienst anzurechnen (S. 48f. E. 6a-6c). Gemäss Kreisschreiben 

des seco über die Arbeitslosenentschädigung (KSE ALE), Ausgabe Januar 2007, Rz 

C2, sind denn auch Ferien- und Feiertagsentschädigungen der im Stundenlohn 

beschäftigten Arbeitnehmenden bei der Berechnung des versicherten Verdienstes mit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zu berücksichtigen, soweit der gemäss vertraglich vereinbarter Arbeitszeit maximal 

mögliche Verdienst ohne Ferien- und Feiertagsentschädigung nicht überschritten wird.

2.       

2.1   Vorliegend ist unbestritten, dass der versicherte Verdienst aufgrund des 

zwölfmonatigen Bemessungszeitraums vom 1. Dezember 2006 bis 30. November 2007 

zu berechnen ist. Der Beschwerdeführer war ab dem 24. Oktober 2007 wegen einer 

Dickdarmoperation hospitalisiert (vgl. act. G 11.1/C118), weshalb sich das auf den 31. 

Oktober 2007 gekündigte Arbeitsverhältnis unbestrittenermassen auf den 30. 

November 2007 verlängerte (vgl. act. G 11.1/C 32, 33, 88 und 89). Zwar gehört das 

Krankentaggeld nicht zum massgebenden Einkommen (Art. 6 Abs. 2 lit. b AHVV), 

weshalb darauf keine Beiträge entrichtet wurden. Indessen zählen die den 

Beitragszeiten gleichgestellten Zeiten gemäss Art. 13 Abs. 2 AVIG in gleicher Weise 

(Art. 11 Abs. 3 AVIV). Darunter fallen auch Zeiten, in denen die versicherte Person zwar 

in einem Arbeitsverhältnis steht, aber u.a. wegen Krankheit keinen Lohn erhält und 

daher keine Beiträge bezahlt (Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG). Die Rückwärtsrechnung der 

Frist ist somit von der Beschwerdegegnerin zu Recht ab 30. November 2007 

vorgenommen worden (vgl. Art. 37 Abs. 3 AVIV).

Anzufügen bleibt, dass der Beschwerdeführer in seinem Antrag auf 

Arbeitslosenentschädigung vom 3. Dezember 2007 angibt, in der Zeit von April bis 

Oktober 2006 Leistungen der Arbeitslosenversicherung bezogen zu haben (act. G 11.1/

C87). Indessen ist aus den vorliegenden Akten weder ersichtlich noch wird von den 

Parteien geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe während der Arbeitseinsätze 

bei der B.___ (25. April 2006 bis 26. September 2006, act. G 11.1/C96, 97) 

Kompensationsleistungen bezogen. Abklärungen dazu erübrigen sich jedoch. Wie sich 

aus dem Abschreibungsbeschluss vom 29. Juni 2006 (AVI 2006/34 ergibt, meldete sich 

der Beschwerdeführer bereits einmal am 1. November 2004 zum Bezug von Leistungen 

an. Allfällige Leistungen aus jener Rahmenfrist für den Leistungsbezug könnten damit 

längstens bis 31. Oktober 2006 gedauert haben, so dass im vorliegend massgebenden 

Bemessungszeitraum (frühestens ab 1. Dezember 2006) keine 

Kompensationsleistungen einzubeziehen sind. Mithin kommt nicht die 

Bemessungsmethode gemäss Art. 37 Abs. 3  AVIV zur Anwendung.ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.2   Bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes ging die Beschwerdegegnerin so 

vor, dass sie in ihrem Computerausdruck die effektiv erzielten Lohnbetreffnisse in der 

massgebenden Zeitspanne von Dezember 2006 bis November 2007 vergleichsweise 

dem im gleichen Zeitraum bei vollem Pensum entsprechend der vertraglichen 

Normalarbeitszeit von 42 Stunden pro Woche (act. G 11.1/C88) zu erwartenden Lohn 

gegenüberstellte. Bei der Ermittlung des theoretischen Lohns berücksichtigte sie für 

die ins Jahr 2006 fallende Beitragszeit (Dezember 2006) einen Stundenlohn von Fr. 

20.26 (act. G 11.1/C31). Dies entspricht der vertraglich vereinbarten Entschädigung 

gemäss Ein-satzvertrag vom 25. Oktober 2006, wonach der Grundlohn Fr. 18.70 pro 

Stunde und der Anteil 13. Monatslohn Fr. 1.56 pro Stunde betragen hatte (act. G 11.1/

C51). Ab dem 1. Januar 2007 berücksichtigte sie einen Stundenlohn von Fr. 20.33, 

nachdem der Grundlohn ab diesem Datum auf Fr. 18.77 angehoben worden war (act. G 

11.1/C88 und C90). Zusätzlich berücksichtigte sie jeweils die Nachtschicht- und 

Zeitzulagen gemäss Lohnabrechnungen (vgl. act. G 11.1/58 ff.). 

Die Beschwerdegegnerin ermittelte entsprechend einen vertraglich maximal möglichen 

Verdienst (ohne Ferien- und Feiertagsentschädigung) bei 21 Beschäftigungstagen im 

Dezember 2006 von Fr. 3'573.86 (= 21 x 8,4 Stunden à Fr. 20.26). Für die Monate 

Januar 2007 bis November 2007 errechnete sie einen Maximallohn bei 238 

Beschäftigungstagen von Fr. 40'643.74 (238 x 8,4 Stunden à Fr. 20.33). Diesen 

Betreffnissen stellte die Beschwerdegegnerin die real erzielten Bruttolöhne (Grundlohn 

[Stundenlohn x gearbeitete Stunden] plus Ferien- und Feiertagsentschädigung plus 13. 

Monatslohn) gegenüber. Für die Zeit vom 24. Oktober bis 30. November 2007, in 

welcher der Beschwerdeführer arbeitsunfähig war und Krankentaggeldleistungen 

erhielt, berechnete die Beschwerdegegnerin den gemäss Art. 39 AVIV anzurechnenden 

mutmasslichen Lohn anhand des von 80% auf 100% aufgerechneten 

Krankentaggeldes. Bei dieser Rechnung ergab sich für den Monat Dezember 2006 ein 

Verdienst von Fr. 3'618.20 und für Januar bis November 2007 ein solcher von Fr. 

43'433.44. Diese realen Verdienste überschritten den bei normaler Arbeitszeit maximal 

zu erwartenden Verdienst im Dezember 2006 um 1,24% und in den Monaten Januar 

bis November 2007 um 6,68%. In diesem Ausmass kürzte die Beschwerdegegnerin die 

erwähnten Verdienste. Im gleichen Ausmass wurden die vom Beschwerdeführer 

erzielten Nachtschicht- und Zeitzulagen gekürzt und in die Berechnung des 

versicherten Verdienstes aufgenommen. Die Beschwerdegegnerin kam entsprechend 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

auf einen versicherten Verdienst von Fr. 53'448.60 für 259 Beschäftigungstage bzw. 

von Fr. 4'478.-- für 21,7 Beschäftigungstage (= 1 Monat).

Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Kürzungen auf den theoretisch bei 

vollem Pensum erzielbaren Verdienst schaffen mithin eine sachgerechte Abgrenzung zu 

den Mehrstunden, welche über das versicherte Normalpensum im Sinne von Art. 23 

AVIG hinausgehen. Demnach ist die Berechnung eines versicherten Verdienstes von 

Fr. 4'478.-- nicht zu beanstanden.

3.       

3.1   Im Weiteren ist die Frage zu prüfen, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 520 

Taggelder hat. Innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug bestimmt sich die 

Höchstzahl der Taggelder nach dem Alter der Versicherten sowie nach der Beitragszeit. 

Anspruch auf höchstens 400 Taggelder besteht, wenn die versicherte Person eine 

Beitragszeit von mindestens zwölf Monaten nachweisen kann. Anspruch auf höchstens 

520 Taggelder besteht, wenn die versicherte Person das 55. Altersjahr zurückgelegt hat 

und eine Beitragszeit von mindestens 18 Monaten nachweisen kann (Art. 27 Abs. 1 und 

2 lit. a und b AVIG).

3.2   Der Beschwerdeführer arbeitete in der Rahmenfrist für die Beitragszeit (3. 

Dezember 2005 bis 2. Dezember 2007) diverse Male bei der A.___. Dabei ist 

grundsätzlich unbestritten, dass die Einsätze bei der D.___ AG sowie bei der B.___ 

dazu zu zählen sind. Bei der C.___ arbeitete der Beschwerdeführer durchgehend vom 

25. Oktober 2006 bis zum 30. November 2007 (Verlängerung wegen Krankheit). 

Einsätze bei der B.___ sind vom 25. April 2006 bis zum 9. Mai 2006, vom 19. bis 20. 

Juni 2006, vom 24. Juli 2006 bis zum 25. August 2006 sowie vom 13. bis 26. 

September 2006 dokumentiert. Ein weiteres Arbeitsverhältnis wird von der A.___ vom 

30. Mai 2005 bis zum 23. Dezember 2005 datiert (act. G 11.1/C50, C90 und C96). 

Während die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, es handle sich bei den Einsätzen 

bei der B.___ um einzelne Arbeitsverhältnisse, ist der Beschwerdeführer der Ansicht, 

die Zeit vom 25. April 2006 bis 26. September 2006 stelle ein Arbeitsverhältnis dar. 

Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass der Beschwerdeführer bei der A.___ lediglich 

einen Rahmenarbeitsvertrag hatte. Dieser wurde jeweils mit einem Einsatzvertrag 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

konkretisiert. So liegen den Akten die Einsatzverträge für den ersten Einsatz bei der 

B.___ (ab 25. April 2006) sowie für den Einsatz bei der C.___ (ab 25. Oktober 2006) vor. 

Daraus geht hervor, dass diese Verträge nur für den jeweiligen Einsatz gelten (act. G 

11.1/C 51 und C97). Zwar liegt nur die Kündigung für den Einsatz bei der C.___ vor 

(act. G 11.1/C89), für die weiteren Einsätze bei der B.___ liegen keine Einsatzverträge 

oder Kündigungen vor. Indessen ist davon auszugehen, dass der 

Rahmenarbeitsvertrag mit einer Temporärfirma grundsätzlich kein für die Beitragszeit 

relevantes Arbeitsverhältnis begründet, da dieser in der Regel keinen Anspruch auf 

Beschäftigung auslöst und die versicherte Person berechtigt ist, Einsätze abzulehnen. 

Erst die einzelnen Einsatzverträge begründen jeweils ein neues, in sich 

abgeschlossenes Arbeitsverhältnis (Adrian Staehelin, Kommentar zum Schweizerischen 

Zivilgesetzbuch, Der Arbeitsvertrag, Zürich 1996, Art. 333 OR N 18). Massgebend für 

die Berechnung der Beitragszeit ist somit die Dauer jedes einzelnen Arbeitseinsatzes 

(vgl. KS-ALE, Ausgabe Januar 2007, Rz B160, mit Hinweis auf Entscheid C 349/99 vom 

17. November 2000 E. 4c). So gibt auch vorliegend die A.___ in ihrer 

Arbeitgeberbescheinigung an, es habe sich jeweils um Temporäreinsätze gehandelt 

und es habe jeweils ein schriftlicher Arbeitsvertrag bestanden (act. G 11.1/C 96). 

Demgegenüber bringt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nichts vor und ist 

aus den Akten nichts ersichtlich, das vorliegend für ein einheitliches Arbeitsverhältnis 

sprechen würde. Mithin sind die in der Zeit vom 25. April 2006 bis 26. September 2006 

ausgewiesenen vier Arbeitseinsätze als separate Arbeitsverhältnisse anzusehen, mit 

der Folge, dass gegenüber der Berechnung der Beschwerdegegnerin daraus keine 

weiteren Beitragszeiten angerechnet werden können. Demzufolge kann der 

Beschwerdeführer keine Beitragszeit von mindestens 18 Monaten nachweisen. Daran 

ändert auch nichts, dass als zusätzliche Beitragszeit der noch in die Rahmenfrist (3. 

Dezember 2005 bis 2. Dezember 2007) fallende Einsatz vom 3. bis 23. Dezember 2005 

hinzugezählt werden muss (vgl. act. G 11.1/C50), kommt doch der Beschwerdeführer 

damit auf eine Beitragszeit von insgesamt rund 16 Monaten. Somit hat der 

Beschwerdeführer Anspruch auf maximal 400 Taggelder.

4.       

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2009
	Art. 23 AVIG, Art. 37 AVIV. Versicherter Verdienst. Ferien- und Feiertagsentschädigungen zählen mangels tatsächlichen Bezugs nicht zum versicherten Verdienst. Art. 27 AVIG. Höchstanspruch auf Taggelder. Diverse Temporäreinsätze innerhalb eines Rahmenarbeitsvertrages bilden keine (zur Erlangung eines Anspruchs auf 520 Taggelder notwendige) durchgehende Beitragszeit. Vielmehr generieren nur die einzelnen Einsätze Beitragszeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2009, AVI 2008/28).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T14:38:15+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen