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**Case Identifier:** 00d89b9d-ea36-5e7d-ae15-a35622ca9630
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.10.2014 200 2014 356
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-356_2014-10-27.pdf

## Full Text

200 14 356 BV publiziert in BVR 2015 S. 187
SCI/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 27. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Klägerin

C.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Kläger

gegen

Vorsorge-Stiftung D.________ 
Beklagte

E.________
Beigeladene

betreffend Klage vom 15. April 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2014, BV/14/356, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene F.________ (nachfolgend Versicherter) verstarb am 
xx. xxxx 2013. Er hinterlässt als gesetzliche Erben seinen Bruder 
C.________ (Kläger), seine Schwester A.________ (Klägerin) sowie seine 
Halbschwester E.________ (nachfolgend Beigeladene; Beilage zur Klage 
[act. I] 3).

Der Versicherte war ab dem 1. Januar 2002 bis zu seinem Tod bei der 
Pensionskasse G.________ der Vorsorge-Stiftung D.________ (nachfol-
gend D.________ oder Beklagte) nach dem Bundesgesetz über die berufli-
che Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 
(BVG; SR 831.40) berufsvorsorgeversichert (Beilage zur Klageantwort [act. 
IIA] 3).

B.

Mit E-Mail vom 18. September 2013 (act. IIA 4), bestätigt mit E-Mail vom 
20. September 2014 (act. IIA 5), teilte die Vorsorge-Stiftung D.________ 
A.________ mit, gemäss ihrem Vorsorgereglement werde das Todesfallka-
pital auf Geschwister und Halbgeschwister gleich aufgeteilt. Mit Schreiben 
vom 18. Oktober 2013 hielt sie an dieser Auffassung fest (act. IIA 6). 
A.________ gelangte mit Schreiben vom 21. November 2013 ein weiteres 
Mal an die Vorsorge-Stiftung D.________ und ersuchte diese um nochma-
lige Prüfung der Verteilung des Todesfallkapitals unter analoger Anwen-
dung erbrechtlicher Grundsätze (act. IIA 9). Die Vorsorge-Stiftung 
D.________ hielt mit Schreiben vom 4. Dezember 2013 an ihrem Entscheid 
vom 18. Oktober 2013 fest (act. I 11).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2014, BV/14/356, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 15. April 2014 liessen A.________ und C.________ Klage 
erheben mit folgenden Rechtsbegehren:

1. „Die Beklagte sei zu verurteilen, an die Klägerin und den Kläger je 5/12 
des Todesfallkapitals in Höhe von total CHF 105‘943.--, somit je CHF 
44‘142.90 zuzüglich Zins von 5% ab 13. Juli 2013 auszurichten.

2. Unter o/e-Kostenfolge.“

Mit Eingabe vom 7. August 2014 schloss die Beklagte auf Abweisung der 
Klage.

E.________ wurde mit prozessleitender Verfügung vom 11. August 2014 
zum Verfahren beigeladen. Sie liess sich nicht vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig für die Beurteilung der mit Klage vom 15. April 2014 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 Satz 1 BVG i.V.m. Art. 87 lit. c des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
vom 11. Juni 2009 [GSOG; BSG 161.1]). Die Beklagte hat ihren Sitz im 
Kanton Bern (Beilage zur Klageantwort [act. II] 2), womit das angerufene 
Gericht zur Behandlung der Klage auch örtlich zuständig ist (Art. 73 Abs. 3 
BVG). Auf die formgerechte (Art. 32 VRPG) Klage ist somit einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist die Verteilungsquote des Todesfallkapitals 
an die Kläger einerseits sowie an die Beigeladene andererseits und damit 

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die Frage der Begünstigungsordnung aus der beruflichen Vorsorge des 
Versicherten. 

1.3 Die Beklagte vertritt die Meinung, das Todesfallkapital werde nach 
Köpfen verteilt, d.h. je 1/3 pro Geschwister. Die Kläger sind der Ansicht, 
das Kapital sei analog den erbrechtlichen Regelungen nach Art. 458 Abs. 3 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 
210) zu verteilen, d.h. 2/12 an die Beigeladene und je 5/12 an die beiden 
Kläger. Somit ist einzig 2/12 (Differenz zwischen der Aufteilung nach Köp-
fen [d.h. je 1/3 bzw. 4/12] und der erbrechtlichen Aufteilung [zwei Mal 5/12 
und ein Mal 2/12]) von Fr. 105‘943.-- d.h. Fr. 17‘657.15 streitig. Da der 
Streitwert somit unter Fr. 20'000.-- liegt, fällt die Beurteilung der Klage in 
die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

2.

Zwischen den Parteien zu Recht unbestritten ist, dass für den vorliegenden 
Fall Art. 20a BVG sowie die darauf basierende Ziff. 3 Bst. C des Regle-
ments 2013, Vorsorgeplan, i.V.m. Ziff. 8 des Reglements 2009, Allgemeine 
Bestimmungen, der Pensionskasse G.________ anwendbar sind. Unbe-
stritten ist auch, dass basierend auf diesen Bestimmungen ein Todesfallka-
pital auszurichten ist und mangels anderer vorgehender Berechtigter im 
Grundsatz die Geschwister darauf Anspruch haben. Auch unbestritten ist 
die Gesamthöhe des Todesfallkapitals (Fr. 105‘943.--; act. IIA 3). Weiter ist 
durch die Akten erstellt, dass der Versicherte lediglich die Kläger sowie die 
Beigeladene als nächste Erben bzw. mögliche Anspruchsberechtigte im 
Sinne vorstehender rechtlicher Grundlage hinterlässt (act. I 3). Einzig um-
stritten ist, zu welchen Teilen das Kapital unter den Geschwistern aufzutei-
len ist.

Die Kläger fordern eine Verteilung nach sinngemässer Anwendung der 
gesetzlichen Erbfolge (Art. 457 ff. ZGB), d.h. je 5/12 an die beiden Kläger 
sowie 2/12 an die Beigeladene. Dies begründen sie im Wesentlichen damit, 
dass Ziff. 8.2.1 des Reglements 2009, Allgemeine Bestimmungen, inner-
halb der Personengruppe nach Art. 20a Abs. 1 lit. b BVG keine gleichmäs-
sige Verteilung des Todesfallkapitals nach Köpfen, sondern eine Rangfolge 

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aufstelle, die der gesetzlichen Erbfolge nach Art. 457 ff. ZGB nachgebildet 
sei und es die Beklagte versäumt habe eine Verteilung nach Köpfen aus-
drücklich vorzusehen (Klage vom 15. April 2014 S. 5 f. Ziff. 5).

3.

3.1

3.1.1 Nach Art. 20a Abs. 1 BVG kann die Vorsorgeeinrichtung in ihrem 
Reglement neben den Anspruchsberechtigten nach Art. 19 BVG (überle-
bender Ehegatte) und Art. 20 BVG (Waisen) folgende begünstigte Perso-
nen für die Hinterlassenenleistungen vorsehen:

a) natürliche Personen, die vom Versicherten in erheblichem Masse unter-
stützt worden sind, oder die Person, die mit diesem in den letzten fünf 
Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft ge-
führt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer 
Kinder aufkommen muss;

b) beim Fehlen von begünstigten Personen nach Buchstabe a: die Kinder 
des Verstorbenen, welche die Voraussetzungen nach Art. 20 nicht erfül-
len, die Eltern oder die Geschwister;

c) beim Fehlen von begünstigten Personen nach den Buchstaben a und b: 
die übrigen gesetzlichen Erben, unter Ausschluss des Gemeinwesens, im 
Umfang:

1. der von der versicherten Person einbezahlten Beiträge, oder

2. von 50% des Vorsorgekapitals.

3.1.2 Gemäss Ziff. 3 Bst. C des Reglements 2013, Vorsorgeplan, der 
Pensionskasse G.________ wird das Todesfallkapital fällig, wenn die ver-
sicherte Person vor Erreichen des Pensionsalters stirbt. Die Höhe des To-
desfallkapitals entspricht dem Altersguthaben, wie es am Ende des Todes-
jahres vorhanden gewesen wäre, soweit dieses Altersguthaben nicht zur 
Mitfinanzierung einer Ehegattenrente oder einer entsprechenden Abfindung 
benötigt wird. Der Anspruch auf das Todesfallkapital richtet sich nach Ziff. 8 
des Reglements 2009, Allgemeine Bestimmungen. Ziff. 8.2 lautet wie folgt:

Anspruch auf das Todesfallkapital haben die nachstehend aufgeführten 
Hinterlassenen in folgendem Ausmass und folgender Rangordnung:

Ziff. 8.2.1: auf das volle Todesfallkapital

- der überlebende Ehegatte; bei dessen Fehlen:

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- die rentenberechtigten Kinder gemäss Ziff. 9.2; bei deren Fehlen:

- Personen, die von der versicherten Person in erheblichem Masse un-
terstützt worden sind oder die Person, die mit der versicherten Person 
in den letzten fünf Jahren bis zu ihrem Tod ununterbrochen eine Le-
bensgemeinschaft geführt hat; kein Anspruch auf das Todesfallkapital 
haben Personen, die eine Ehegattenrente aus einer in- oder ausländi-
schen Vorsorgeeinrichtung beziehen; bei deren Fehlen:

- die Kinder der versicherten Person, welche nicht gemäss Ziff. 9 renten-
berechtigt sind; bei deren Fehlen:

- die Eltern der versicherten Person; bei deren Fehlen:

- die Geschwister der versicherten Person bzw. deren hinterbliebene 
Kinder.

Ziff. 8.2.2: auf das halbe Todesfallkapital

- bei Fehlen der unter Ziff. 8.2.1 genannten Hinterlassenen die übrigen ge-
setzlichen Erben unter Ausschluss des Gemeinwesens.

3.1.3 Die Auslegung des Reglements einer privatrechtlichen Vorsorgeein-
richtung als vorformulierter Inhalt des Vorsorgevertrages geschieht nach 
dem Vertrauensprinzip. Dabei sind jedoch die den Allgemeinen Versiche-
rungsbedingungen innewohnenden Besonderheiten zu beachten, nament-
lich die sogenannten Unklarheits- und Ungewöhnlichkeitsregeln. Nach die-
sen Auslegungsgrundsätzen gilt es, ausgehend vom Wortlaut und unter 
Berücksichtigung des Zusammenhanges, in dem eine streitige Bestimmung 
innerhalb des Reglements als Ganzes steht, den objektiven Vertragswillen 
zu ermitteln, den die Parteien mutmasslich gehabt haben. Dabei hat das 
Gericht zu berücksichtigen, was sachgerecht ist, weil nicht angenommen 
werden kann, dass die Parteien eine unvernünftige Lösung gewollt haben. 
Sodann sind mehrdeutige Wendungen in vorformulierten Vertragsbedin-
gungen im Zweifel zu Lasten ihres Verfassers auszulegen (BGE 140 V 50 
E. 2.2 S. 51 f.).

3.2

3.2.1 Die Leistungsansprüche des Art. 20a BVG sind keine solchen des 
Obligatoriums. Das Gesetz schafft die Möglichkeit, solche (überobligatori-
schen) Leistungen einzuführen und regelt die Rahmenbedingungen. Es ist 
den Vorsorgeeinrichtungen überlassen, ob sie Hinterlassenenleistungen im 
Sinne von Art. 20a BVG vorsehen. Machen sie davon Gebrauch, ist 

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Art. 20a BVG insofern abschliessend, als der darin definierte Begünstigten-
kreis nicht erweitert und ihre Reihenfolge nicht verändert werden kann, 
doch kann davon abgewichen werden, indem die Vorsorgeeinrichtung die 
Begünstigung auf einzelne der in Art. 20a Abs. 1 genannten Gruppen be-
schränken kann (BGE 135 V 80 E. 3.4 S. 86 f.).

Die Vorsorgeeinrichtung ist damit nach Art. 20a BVG frei, die in lit. a-c ge-
nannten Personen in den Kreis der Anspruchsberechtigten aufzunehmen. 
Sie ist aber an die darin genannten Personenkategorien sowie die Kaska-
denfolge gebunden. Insofern ist Art. 20a BVG zwingend (BGE 136 V 49 E. 
3.2 S. 51). Mit Art. 20a BVG wurde damit nicht nur die Möglichkeit zur 
Ausweitung des Kreises der Berechtigten im Sinne überobligatorischer 
Leistungen geschaffen, sondern gleichzeitig die dabei zu beachtenden 
Rahmenbedingungen zwingend festgelegt.

3.2.2 Die Ansprüche der Hinterbliebenen aus der obligatorischen berufli-
chen Vorsorge nach Art. 18 ff. BVG stehen vollständig ausserhalb des Erb-
rechts. Sie fallen weder in den Nachlass, noch unterliegen sie der erbrecht-
lichen Herabsetzung. Die Anspruchsberechtigten haben einen eigenen 
Anspruch gegen die Vorsorgeeinrichtung, der auf Art. 112 Abs. 2 des 
Schweizerischen Obligationenrechts vom 30. März 1911 (OR; SR 220) 
basiert und entsprechend fallen die Leistungen der Vorsorgeeinrichtung 
nicht in die Erbmasse (BGE 129 III 305 E. 2.1 f. S. 307).

Die überobligatorische Vorsorge untersteht im Unterschied zur obligatori-
schen und der freiwilligen nicht (bzw. nur punktuell) dem BVG, sondern den 
Regeln des OR. Unabhängig davon gilt gemäss der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung jedoch auch für die überobligatorische Vorsorge, dass die 
Ansprüche der Hinterbliebenen ausserhalb des Erbrechts stehen (BGE 129 
III 305 E. 2.6 f. S. 310 f.). 

3.2.3 Betreffend die Frage der Aufteilung innerhalb einer Berechtigten-
gruppe kann vom Wortlaut her weder Art. 20a BVG noch den reglementari-
schen Bestimmungen direkt etwas entnommen werden. Von ihrem Recht, 
eine eigene reglementarische Regelung vorzunehmen, hat die Beklagte in 
Ziff. 8.2.1 ihrer Allgemeinen Bestimmungen Gebrauch gemacht, indem sie 
bestimmte, dass die Eltern der versicherten Person bzw. bei deren Fehlen 

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die Geschwister der versicherten Person bzw. deren hinterbliebene Kinder 
erst in den Genuss des Todesfallkapitals kommen, wenn die versicherte 
Person keine Kinder hinterlässt. Sie hat damit eine Rangordnung bezüglich 
der verschiedenen Gruppen der (zwingenden) Kaskade vorgenommen, 
nicht mehr und nicht weniger. Innerhalb der Untergruppe hat sie jedoch 
keine explizite Verteilquote geregelt. Lediglich aufgrund des Umstandes, 
dass die Beklagte die Rangfolge innerhalb der Kaskade vorgenommen hat, 
kann - entgegen der Auffassung der Kläger - nicht darauf geschlossen 
werden, es sei damit eine Regelung zu den Quoten erfolgt bzw. gar eine 
Unterscheidung zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern beabsichtigt 
gewesen. Dabei offen bleiben kann, ob eine solche reglementarische Fest-
legung nach dem Grundsatz der Rechtsgleichheit überhaupt zulässig wäre.

Das Bundesgericht hat unmittelbar im Vorfeld des Erlasses von Art. 20a 
BVG wie vorstehend dargelegt entschieden, dass die Ansprüche der Hin-
terbliebenen gemäss Art. 18 ff. BVG vollständig ausserhalb des Erbrechts 
stehen, d.h. dass sie weder in den Nachlass fallen noch der erbrechtlichen 
Herabsetzung unterliegen (vgl. E. 3.2.2 vorstehend). Gleich verhalte es 
sich mit Leistungen nach Art. 15 der Verordnung über die Freizügigkeit in 
der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 3. Ok-
tober 1994 (Freizügigkeitsverordnung, FZV; SR 831.425; BGE 129 III 305 
E. 3.4 S. 313). Auch wenn Art. 15 FZV und Art. 20a BVG unterschiedliche 
Sachverhalte betreffen (BGE 135 V 80 Regeste), haben sie doch beide das 
gleiche Regelungsthema, nämlich diejenigen Personen zu bezeichnen, 
denen beim Tod einer versicherten Person Mittel aus der beruflichen Vor-
sorge zukommen sollen (BGE 135 V 80 E. 2.1 S. 83). So hat denn auch 
das Bundesgericht in BGE 140 V 50 E. 3.1 S. 52 entschieden, dass die in 
BGE 129 III 305 im Grundsatz erfolgte Abgrenzung des Berufsvorsorge-
rechts vom Erbrecht auch für die berufsvorsorgerechtliche Bestimmung des 
Art. 20a BVG Gültigkeit hat. Es ergeben sich denn auch weder aus der 
Botschaft des Bundesrats zur 1. BVG-Revision vom 1. März 2000 (BBl 
2000 S. 2637 ff. insbesondere S. 2683 f.) noch aus den im Amtlichen Bulle-
tin publizierten Wortprotokollen der Eidgenössischen Räte zur 1. BVG-
Revision (AB 2002 N 545 mit für die hier zur Diskussion stehende Frage 
unergiebiger Diskussion; AB 2002 N 1045 ohne Diskussion) Hinweise 
dafür, dass der Gesetzgeber die neue Bestimmung mit Bezug auf die Be-

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messung der Entschädigung innerhalb eines Kreises - entgegen dem un-
mittelbar zuvor ergangenen, Bezug auf die in der Botschaft ebenfalls er-
wähnte Regelung der FZV nehmenden Entscheid des Bundesgerichts 
(BGE 129 III 305) - im Sinne des Erbrechts hätte verstanden wissen wollen. 

In Art. 20a BVG selbst fehlt wie dargelegt ein Verweis auf das Erbrecht. 
Diese Bestimmung stellt zudem aber auch nicht eine dem Erbrecht ähnli-
che Regelung dar, wurde doch insbesondere keine mit Art. 458 Abs. 3 ZGB 
vergleichbare Regelung, wonach sich die Erbberechtigung der Geschwister 
aus der Erbberechtigung des vorverstorbenen Vaters und/oder der vorver-
storbenen Mutter ableitet, aufgenommen. Insoweit besteht im Falle des 
Vorversterbens allein eines Elternteils vor dem Versterben des den An-
spruch auf Todesfallkapital auslösenden Kindes mangels entsprechender 
Regelung im BVG bzw. mangels Verweis auf Art. 458 Abs. 3 ZGB denn 
auch kein über die Seite des vorverstorbenen Elternteils abgeleiteter An-
spruch der Geschwister auf einen Anteil des Todesfallkapitals. Diese Rege-
lung ist durchaus mit dem dem Recht der beruflichen Vorsorge inhärenten 
Versorgungsgedanken vereinbar, ist doch grundsätzlich davon auszuge-
hen, dass (betagte) Eltern vor den Geschwistern auf Unterstützung ange-
wiesen sind. Die Auffassung der Kläger, wonach sie, wenn die Eltern (bzw. 
genauer der gemeinsame Elternteil) noch gelebt hätten, nach dem Tod der 
Eltern im Erbgang ebenfalls mehr erhalten hätten, stösst ins Leere. Immer-
hin sind sie in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass bei einer 
Lösung nach ihrer Auffassung auch aus rein erbrechtlicher Sicht zufolge 
der Testierfreiheit der Eltern bzw. der Freiheit das Geld zu Lebzeiten zu 
verbrauchen bzw. (z.B. etwa bei hohen Heimkosten) verbrauchen zu müs-
sen, nicht gesagt wäre, dass sie als Kinder am Schluss tatsächlich mehr 
erhalten hätten. Wie es sich damit abschliessend verhält, braucht hier nicht 
geklärt zu werden, da eine solche Konstellation nicht zur Diskussion steht. 

Mit der Ausdehnung des Felds der Leistungsberechtigten durch die Schaf-
fung von Art. 20a BVG wurde, wie dies bereits in der Debatte im Parlament 
und vom Bundesgericht in seinen (erwähnten) Entscheiden festgehalten 
worden war, zwar eine mit dem Gedanken der beruflichen Vorsorge in ge-
wissem Sinn nicht vollumfänglich vereinbare Möglichkeit der Leistungsaus-
richtung geschaffen (an Personen ohne Versorgungsschaden). Diese Be-

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stimmung ist dennoch nicht erbrechtlicher Natur. Bei Auszahlung eines 
Todesfallkapitals verbietet es sich deshalb (bereits ex lege) nicht nur, die 
erbrechtlichen Regelungen der Herabsetzung zur Anwendung zu bringen, 
sondern auch solche Leistungen in anderer Weise für einzelne Personen 
nach erbrechtlichen Grundsätzen zu schmälern bzw. zu verbessern. 

Absolut keine Bedeutung kommt den vorgetragenen emotionalen Umstän-
den bzw. der angeblichen Unterstützung des Verstorbenen durch die Klä-
gerin zu. Solcherlei wäre nur zu prüfen, wenn es um die Frage ginge, ob 
der Verstorbene eine Person unterstützt hatte (vgl. Art. 20 und 20a Abs. 1 
lit. a BVG) und sich der Anspruch damit aus einem eigentlichen Versor-
gungsschaden ableiten würde. Ein solcher Fall liegt hier jedoch eindeutig 
nicht vor. Das Gericht kann deshalb auf Abklärungen hinsichtlich der per-
sönlichen Beziehungsnähe verzichten. Wären solche Personen vorhanden 
(was unbestrittenermassen jedoch nicht der Fall ist), so wären die Kläger 
zufolge der zwingenden Kaskadenordnung letztlich auch gar nicht an-
spruchsberechtigt. 

3.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass aufgrund der berufsvorsorge-
rechtlich eigenständigen und ausserhalb des Erbrechts erfolgten Regelung 
des Art. 20a BVG von der gleichen Berechtigung der Begünstigten auszu-
gehen ist, d.h. das Todesfallkapital - wie von der Beklagten vorgesehen - 
nach Köpfen und zu gleichen Teilen unter den Klägern und der Beigelade-
nen zu verteilen ist. Die Klage ist abzuweisen.

4.

Für die weitergehende Vorsorge gibt es keine Vorschriften über die Verzin-
sung bzw. Festsetzung der Höhe des Zinssatzes (Art. 49 Abs. 2 BVG), so 
dass sich diese in erster Linie nach den Bestimmungen im Reglement und 
wo solche fehlen, nach den gesetzlichen Verzugsbestimmungen nach Art. 
102 ff. OR richten. 

Gemäss Ziff. 8.1 des Reglements 2009, Allgemeine Bestimmungen, wird 
das Todesfallkapital fällig, wenn die versicherte Person vor Erreichen des 
Pensionsalters stirbt. Auf Leistungen, deren Auszahlung von den An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2014, BV/14/356, Seite 11

spruchsberechtigten verzögert wird, sind gemäss Ziff. 10.10.7 des besag-
ten Reglements keine Zinsen geschuldet. Mit dem Tod am xx. xxxx 2013 
(act. I 3) wurde das Todesfallkapital fällig. Da jedoch die Verzögerung der 
Auszahlung auf das Verhalten der Kläger zurückgeht, ist kein Verzugszins 
geschuldet. Die Klage ist auch diesbezüglich abzuweisen.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG keine 
zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Kläger keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 109 Abs. 1 VRPG [Umkehr-
schluss]). Die obsiegende Beklagte hat als Sozialversicherungsträgerin 
ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 126 V 143 
E. 4b S. 150).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Klage wird abgewiesen. A.________, C.________ und E.________ 
haben je Anspruch auf einen Drittel des Todesfallkapitals des 
F.________, sel. Die Sache geht an die Beklagte zur Ausrichtung der 
Leistung nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Kläger
- Vorsorge-Stiftung D.________ 
- E.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, 

Postfach, 3000 Bern 14

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.