# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1f5ffe4-cd42-5708-a019-91080e5b276f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 13.09.2023 KSK 2023 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2023-7_2023-09-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 13. September 2023

Referenz KSK 23 7

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer als Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Bergamin und Michael Dürst
Guetg, Aktuar

Parteien A._____

in Sachen

B._____

und

weitere Verfahrensbeteiligte

Gegenstand Bestimmung des Verwertungsverfahrens (Art. 132 SchKG)

Mitteilung 14. September 2023

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Sachverhalt

A. Das Betreibungsamt der Region C._____ (fortan: Betreibungsamt) pfändete 
in den laufenden (Gruppen-)Pfändungsverfahren Nrn. D._____, E._____, F._____, 
G._____, H._____, I._____, J._____ und K._____ unter anderem den Liquidati-
onsanteil von B._____ (fortan: Schuldner) an den Nachlässen der am _____ ver-
storbenen Mutter L._____ zuletzt wohnhaft gewesen in M._____, sowie des am 
_____ verstorbenen Vaters, N._____ zuletzt wohnhaft gewesen in M._____.

B. Weil seitens diverser Gläubiger Verwertungsbegehren gestellt wurden, lud 
das Betreibungsamt mit Schreiben vom 15. Dezember 2022 die Gläubiger der ob-
genannten Pfändungsgruppen, den Schuldner B._____ und die übrigen Nachlass-
berechtigten gestützt auf Art. 9 Abs. 1 VVAG zu einer Einigungsverhandlung auf 
den 13. Januar 2023 ein.

C. Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 13. Januar 2023 konnte keine 
Einigung erzielt werden. Gemäss Protokoll der Einigungsverhandlung haben die 
Anwesenden einstimmig die Meinung vertreten, das Kantonsgericht von Graubün-
den solle die Auflösung der Gemeinschaft und die Einsetzung eines Erbschafts-
verwalters verfügen. 

D. Mit Schreiben vom 19. Januar 2023 wurde den Gläubigern, B._____ und 
den übrigen Nachlassberechtigten das Protokoll der Einigungsverhandlung zuge-
stellt. Darin wurden sie gestützt auf Art. 10 Abs. 1 VVAG aufgefordert, ihre Anträ-
ge über die weiteren Verwertungsmassnahmen innert zehn Tagen dem Betrei-
bungsamt zu übermitteln. 

E. Die O._____ GmbH bestätigte und beantragte mit Schreiben vom 23. Janu-
ar 2023 das weitere Vorgehen gemäss Beschlussfassung anlässlich der Eini-
gungsverhandlung vom 13. Januar 2023. Auch die AHV-Ausgleichskasse des 
Kantons P._____ beantragte in ihrem Schreiben vom 24. Januar 2023 die be-
schlussgemässe Weiterführung des Verfahrens. Q._____ (Bruder des Schuldners 
und Mitberechtigter an den Nachlässen gemäss Sachverhalt A.) ersuchte um Auf-
schub der Überweisung der Akten an die Aufsichtsbehörde. Nach seinem Dafür-
halten ist der Abschluss eines Erbvertrages unter den vier Erben möglich. Des 
Weiteren ersuchte er um kleinere Protokolländerungen. Mit Schreiben vom 10. 
Februar 2023 informierte er dann darüber, dass eine rasche Lösung unter den 
Geschwistern nicht erzielt werden könne und der vom Betreibungsamt mit Schrei-
ben vom 19. Januar 2023 aufgezeigte Weg eingeschlagen werden solle.

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F. Mit Eingabe vom 21. Februar 2023 übermittelte das Betreibungsamt der 
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs gestützt auf Art. 10 VVAG 
die Pfändungs- und Verwertungsakten und ersuchte sie zugleich um Bestimmung 
des weiteren Verfahrens.

G. Mit Verfügung vom 28. Februar 2023 wurden sämtliche Beteiligte über den 
Eingang des Gesuches informiert. Gleichzeitig wurden sie aufgefordert, sich bis 
zum 13. März 2023 zum Gesuch vernehmen zu lassen. Lediglich die O._____ 
GmbH, die Steuerverwaltung des Kantons P._____, die Gemeinde R._____, 
Q._____ – auch in Vertretung von S._____ – sowie B._____ liessen sich innert – 
teilweise erstreckter Frist – zur Sache vernehmen. 

H. Die Angelegenheit erweist sich als spruchreif. Auf die Ausführungen im Ge-
such sowie in den Eingaben der Beteiligten wird, soweit erforderlich, im jeweiligen 
Sachzusammenhang eingegangen. 

Erwägungen

1. Zuständigkeit

Die Zuständigkeit zur Festlegung des Verwertungsmodus gemäss Art. 132 Abs. 1 
SchKG i.V.m. Art. 10 VVAG (SR 281.41) liegt bei der Schuldbetreibungs- und 
Konkurskammer des Kantonsgerichts als der einzigen Aufsichtsbehörde im Kan-
ton Graubünden. 

2.1. Rechtliches

Nach Art. 132 Abs. 1 SchKG ersucht der Betreibungsbeamte die Aufsichtsbehörde 
um Bestimmung des Verfahrens, wenn Vermögensbestandteile anderer Art zu 
verwerten sind, wie eine Nutzniessung oder ein Anteil an einer unverteilten Erb-
schaft, an einer Gemeinderschaft, an Gesellschaftsgut oder an einem anderen 
gemeinschaftlichen Vermögen. Die Aufsichtsbehörde kann nach Anhörung der 
Beteiligten die Versteigerung anordnen oder die Verwertung einem Verwalter 
übertragen oder eine andere Vorkehrung treffen (Art. 132 Abs. 3 SchKG). 

2.2. Die Einzelheiten über die Verwertung von Gesamthandanteilen sind dabei 
in der VVAG geregelt. Diese Verordnung sieht präziser definierte Massnahmen 
vor, welche die gemäss Art. 132 Abs. 3 SchKG der Aufsichtsbehörde zuerkannte 
Kompetenz einschränken (BGE 135 III 179 E. 2.1 = Pra 2010 Nr. 42 E. 2.1). 

Gelingt eine gütliche Verständigung nicht, so fordert das Betreibungsamt oder die 
Behörde, welche die Einigungsverhandlungen leitet, die pfändenden Gläubiger, 

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den Schuldner und die Mitanteilhaber auf, ihre Anträge über die weiteren Verwer-
tungsmassnahmen innert zehn Tagen zu stellen, und übermittelt nach Ablauf die-
ser Frist sämtliche Betreibungsakten der für das Verfahren nach Art. 132 SchKG 
zuständigen Aufsichtsbehörde. Diese kann nochmals Einigungsverhandlungen 
anordnen (Art. 10 Abs. 1 VVAG). Die Aufsichtsbehörde verfügt unter möglichster 
Berücksichtigung der Anträge der Beteiligten, ob das gepfändete Anteilsrecht als 
solches versteigert oder ob die Auflösung der Gemeinschaft und Liquidation des 
Gemeinschaftsvermögens nach den für die betreffende Gemeinschaft geltenden 
Vorschriften herbeigeführt werden soll (Art. 10 Abs. 2 VVAG). Die Versteigerung 
soll in der Regel nur dann angeordnet werden, wenn der Wert des Anteilsrechts 
gestützt auf die im Pfändungsverfahren oder beim Einigungsversuch gemachten 
Erhebungen annähernd bestimmt werden kann. Die Aufsichtsbehörde ist berech-
tigt, über diesen Wert neue Erhebungen, insbesondere die Inventarisierung des 
Gemeinschaftsvermögens, anzuordnen (Art. 10 Abs. 3 VVAG). Den Gläubigern, 
welche die Auflösung der Gemeinschaft verlangen, ist eine Frist zur Vorschuss-
leistung anzusetzen mit der Androhung, es werde andernfalls das Anteilsrecht als 
solches versteigert (Art. 10 Abs. 4 VVAG). 

2.3.1. Die Kompetenz der Aufsichtsbehörde beschränkt sich demnach auf die Be-
stimmung der Verwertungsart (BGE 114 III 98 E. 1a). Die Aufsichtsbehörde hat bei 
ihrem Entscheid über die Verwertungsart die Wahl zwischen der Anordnung der 
Versteigerung des Anteilsrechts oder der Auflösung der Gemeinschaft (Art. 10 
Abs. 2 VVAG). Dabei handelt es sich um einen Ermessensentscheid unter 
Berücksichtigung der Kriterien gemäss Art. 10 Abs. 3 und Abs. 4 VVAG (BGer 
5A_758/2015 v. 22.2.2016 E. 3.2). 

2.3.2. Die Versteigerung des Anteilsrechts ist in der Regel nur dann anzuordnen, 
wenn dessen Wert annähernd bestimmt werden kann (Art. 10 Abs. 3 VVAG). Dies 
auf Basis der Erhebungen im Rahmen des Pfändungsverfahrens oder der Eini-
gungsverhandlung (BGE 80 III 117 E. 1). Sinn dieser Vorschrift ist es, einer Ver-
schleuderung des Anteilsrechts vorzubeugen. Damit sollen sowohl Schuldner- wie 
auch Gläubigerinteressen geschützt werden. Gemäss BGE 80 III 117 E. 1 ist der 
Wert eines Anteilsrechts nicht annähernd bestimmbar, wenn zwischen dem 
Schuldner und den Mitanteilinhabern im Rahmen des Gesamthandverhältnisses 
Forderungen strittig sind. Ebenfalls zu verneinen ist die annähernde Bestimmbar-
keit dann, wenn Gegenstände des Nachlasses nur durch Experten eingeschätzt 
werden können (BGE 80 III 117 E. 1; KGer GR KSK 09 45 v. 23.2.2011 E. 7.1c) 
bzw. zwei weit auseinanderliegende Schätzungen zweier Sachverständiger vorlie-
gen, respektive der Wert der Erbschaft und damit des Liquidationsanteils des 

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Schuldners unter den Erben strittig ist oder nicht ermittelt werden kann (BGE 135 
III 179 E. 2.3; 105 III 56 E. 2b; 96 III 10 E. 3), oder die Genauigkeit des Erbschafts-
inventars in wichtigen Punkten fraglich ist (BGE 135 III 197 E. 2.3 m.w.H.). In ei-
nem solchen Fall ist regelmässig die Liquidation der Gesamthandgemeinschaft 
anzuordnen. In aller Regel ist von der Auflösung der Gemeinschaft, in deren 
Rahmen die Aktiven als Ganzes liquidiert werden, ein besseres Ergebnis zu er-
warten, als wenn lediglich der im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bestimmbare bzw. 
nicht näher bestimmbare Liquidationsanteil versteigert wird (Jürg Roth, in: Staehe-
lin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetrei-
bung und Konkurs I, 3. Aufl., Basel 2021, N 58 zu Art. 132 SchKG). 

2.3.3. Hält die Aufsichtsbehörde im konkreten Fall die Auflösung der Gemein-
schaft für angebracht, so ordnet sie diese an. Für die Verwertung eines Anteils an 
einer ungeteilten Erbschaft stellt die Auflösung und Liquidation den Regelfall dar. 
Wird die Auflösung einer Erbengemeinschaft angeordnet, hat dies unter Mitwir-
kung der nach Art. 609 ZGB zuständigen Behörde zu geschehen (Roth, a.a.O., N 
90 zu Art. 132 SchKG; vgl. auch Art. 12 VVAG).

2.3.4. Über die Anordnung der Verwertungsart hinaus stehen der Aufsichtsbehör-
de keine weiteren Kompetenzen zu. Insbesondere hat sie nicht über die Verteilung 
eines allfälligen Erlöses und die Berücksichtigung einzelner Gläubiger und Pfän-
dungsgruppen zu bestimmen (BGE 114 III 98 E. 1a; BGer 5A_758/2015 v. 
22.2.2016 E. 3.2). 

2.4. Vor ihrem Entscheid über die Verwertungsart hat die Aufsichtsbehörde die 
Beteiligten anzuhören (Art. 132 Abs. 3 SchKG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung schliesst diese Anhörungspflicht nicht die Verpflichtung zur 
nochmaligen Vorladung der Betroffenen ein, sondern nur diejenige zur Mitberück-
sichtigung ihrer Anträge nach Möglichkeit (BGE 87 III 106 E. 2 = Pra 1962 Nr. 63 
E. 2). Die Aufsichtsbehörde ist gemäss Art. 10 Abs. 1 VVAG befugt, aber nicht 
verpflichtet, vor ihrem Entscheid nochmals Einigungsverhandlungen durchzu-
führen (vgl. zum Ganzen Roth, a.a.O., N 45 f. zu Art. 132 SchKG). 

3.1. Subsumtion

Wie erwähnt, partizipiert der Schuldner als Erbe am Nachlass seiner Mutter und 
am Nachlass seines Vaters. Aus den Akten geht zwar hervor, dass der Schuldner, 
Q._____, S._____ sowie T._____ zu gleichen Teilen an den Erbschaften beteiligt 
sind (vgl. Ordner BA, Register "Einigungsverhandlung", Protokoll der Einigungs-
verhandlung, S. 1). Wie hoch der Wert seines Anteilsrechts an den Nachlässen ist, 

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lässt sich aufgrund der Akten nicht mit der geforderten Eindeutigkeit bestimmen, 
wie nachfolgend aufzuzeigen ist. 

3.2. Einen Anhaltspunkt für die Bestimmung des Nachlasswertes der Mutter fin-
det sich in den Akten einzig im "Vertrag auf Abtretung eines Erbanteils unter Mit-
erben gemäss Art. 635 ZGB" (vgl. BA Ordner, Register "Vertrag"). Darin wird der 
zu verteilende mütterliche Nettonachlass auf gesamthaft CHF 570'252.70 beziffert. 
Der Vertragsentwurf ist jedoch weder datiert noch unterzeichnet worden, womit 
ihm nur geringe Aussagekraft zukommt. Sodann wurde auch anlässlich einer Sit-
zung vom 4. Juli 2022, anlässlich welcher der Liquidationsanteil des Schuldners 
am Nachlass der Mutter hätte ermittelt werden sollen, unter den Anwesenden 
(N._____ S._____ sowie U._____, Rechtsanwalt) festgehalten, dass sich gezeigt 
habe, dass die Ermittlung des Liquidationsanteils eine komplexe und komplizierte 
Angelegenheit sei. Immerhin habe festgestellt werden können, dass ein positiver 
Liquidationsanteil am Nachlass der Mutter bestehe, dessen Höhe anlässlich der 
Sitzung jedoch nicht habe ermittelt werden können (vgl. Ordner BA, Register "Ei-
nigungsverhandlung", Aktennotiz vom 4. Juli 2022). Aus diversen Verlautbarungen 
geht weiter hervor, dass bezüglich des Nachlasses der Mutter bereits im Jahr 
2010 eine zumindest partielle Erbteilung stattgefunden hatte und zwar im Umfan-
ge von CHF 410'000.00. Stützte man sich auf den im obgenannten Abtretungsver-
tragsentwurf definierten Nettonachlass, wäre der Nachlass bis auf rund 
CHF 160'000.00 verteilt worden. In welchem Verhältnis die Teilung unter den zum 
damaligen Zeitpunkt aus fünf Erben – der Vater des Schuldners lebte noch – be-
stehenden Erbengemeinschaft der verstorbenen Mutter stattfand, bleibt unklar. 
Trotz entsprechender Möglichkeit haben die Erben darüber bis dato keine Klarheit 
geschaffen.

3.3. Gemäss Auskunft von Q._____ anlässlich der Einigungsverhandlung vom 
13. Januar 2023 sollen drei Testamente vorliegen (BA Ordner, Register "Eini-
gungsverhandlung", Protokoll der Einigungsverhandlung, S. 1). Inwieweit diese 
Testamente Auswirkungen auf den Wert des Liquidationsanteils des Schuldners 
zeitigen, ist fraglich und wird im vorliegenden Verfahren kaum geklärt werden kön-
nen. Der Inhalt der Testamente ist der Aufsichtsbehörde unbekannt. Zwar wurde 
anlässlich der Einigungsverhandlung darauf hingewiesen, dass die Erben zu glei-
chen Teilen an der Erbschaft beteiligt seien. Inwieweit die Nachlässe aber mit zum 
Beispiel ausgleichsbefreiten Vermächtnissen an Erben bzw. mit Vermächtnissen 
an Dritte belastet sind, oder ob gewisse Erben von der Ausgleichspflicht einzelner 
lebzeitiger Schenkungen entbunden wurden – dies wäre aufgrund der Anzahl an 
Testamenten durchaus denkbar –, bleibt letztlich aber unbekannt. 

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3.4. Der Anteilsanspruch des Schuldners bzw. dessen Stellung als Miterbe an 
den beiden Nachlässen ist, soweit ersichtlich, nicht bestritten. Es bestehen unter 
den Erben jedoch zumindest Unstimmigkeiten hinsichtlich von ihnen behaupteter 
Forderungen gegenüber den Nachlässen. So machen sowohl Q._____ wie auch 
S._____ gegenüber der Erbmasse des Vaters Forderungen in Höhe von je 
CHF 85'000.00 geltend (vgl. act. A.6, S. 1). Der Schuldner gibt unter Hinweis auf 
einen Erbteilungsvertrag von 2010 an, "Guthaben aus den Liegenschafts- und 
Geldvorbezügen" seiner Geschwister S._____ und T._____ und noch nicht voll-
ends entschädigten professionellen Leistungen als Architekt von ca. 
CHF 80'000.00 sowie noch nicht erstatteten Auslagen für die Familie von ca. 
CHF 40'000.00 bis CHF 50'000.00 zu haben (vgl. act. A.7, Bulletpoint 6; vgl. auch 
act. C.2.1). Unklar bleibt dabei, gegenüber welchem der Nachlässe er die Forde-
rungen geltend macht. Die Einwände können jedenfalls nur im Rahmen der Liqui-
dation des Gemeinschaftsvermögens geprüft werden. 

3.5. Zusätzlich wirkt sich folgender Umstand ungünstig auf die Bestimmbarkeit 
des Liquidationsanteiles des Schuldners aus: Die Nachlässe bestehen aus etli-
chen Grundstücken, die darüber hinaus in unterschiedlichen Grundbuchsprengeln 
liegen (Grundbuch der Gemeinden V._____ bzw. R._____), teilweise landwirt-
schaftliche Bestimmungszwecke haben und – zumindest das Grundstück Nr. 
W._____ des Grundbuches der Gemeinde R._____ – den Vorschriften des BGBB 
unterstehen (vgl. etwa BA Ordner, Register "Pfändungsgruppen", Pfändungsvoll-
zug in der Pfändungsgruppe Nr. K._____, S. 1 und 2; Register "Vertrag", E-Mail 
vom 17. März 2022; Register "GB Ausz"). Zwar liesse sich argumentieren, dass 
die Werte den amtlichen Schätzungen entnommen werden könnten. Es erscheint 
jedoch fraglich, inwieweit die amtlichen Schätzungen den effektiv erzielbaren Ver-
kehrswert insbesondere der in Ferienregionen liegenden und mit Wohngebäuden 
bebauten Grundstücke wiedergeben bzw. ob es hierfür nicht Gutachten von Sach-
verständigen bedürfte.

3.6. Letztlich ist auch den Wünschen der Beteiligten Rechnung zu tragen. Diese 
haben vorliegend die Auflösung der Erbengemeinschaften gewünscht oder zumin-
dest nicht dagegen opponiert. 

4. Fazit Verwertungsmodus 

Vor dem Hintergrund des Gesagten bestehen hinsichtlich der Erbteilung umstritte-
ne Forderungen des Schuldners sowie weiterer Miterben gegen die Erbmassen. 
Die konkrete Zusammensetzung der Nachlässe erschwert sodann eine einlässli-
che Bestimmung des gesamten Nachlasswertes und damit auch des Liquidations-

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anteils des Schuldners. Aufgrund dieser Umstände kann letzterer nicht mit der 
notwendigen Bestimmtheit eruiert werden, die eine Versteigerung rechtfertigte. 
Um einer Verschleuderung des Liquidationsanteils des Schuldners an den Erb-
schaften vorzubeugen, kommt eine Versteigerung somit nicht in Frage. Wird der 
Anteil an einer unverteilten Erbschaft als Ganzes versteigert, besteht nämlich stets 
die Gefahr, dass er zu einem weit unter seinem wirklichen Wert liegenden Preis 
zugeschlagen werden muss (PKG 2000 Nr. 28 E. 2), zumal nicht wirklich ein Markt 
für derartige Anteilsrechte besteht, bedenkt man die erfahrungsgemäss zu erwar-
tenden Nachteile für einen Ersteigerer, sich mit den übrigen Berechtigten arrangie-
ren zu müssen. Aus Gesagtem folgt, dass es zur Wahrung der Interessen des 
Schuldners, der Miterben sowie der Gläubiger richtig ist, eine Teilung der Erb-
schaft nach den einschlägigen Bestimmungen des Zivilgesetzbuches (Art. 610 ff. 
ZGB) anzuordnen und durchzuführen.

Die Beteiligten sind darauf hinzuweisen, dass ihnen trotz der vorliegenden Anord-
nung der Auflösung der Gemeinschaften immer noch die Möglichkeit verbleibt, 
sich einvernehmlich über eine von der Anordnung der Aufsichtsbehörde abwei-
chende Verwertungsart zu einigen (BGE 114 III 102 E. 3).

5. Zuständige Behörde 

Wurde die Auflösung und Liquidation des Gemeinschaftsverhältnisses angeord-
net, hat das Betreibungsamt die zur Herbeiführung derselben erforderlichen recht-
lichen Vorkehrungen zu treffen und übt dabei alle dem betriebenen Schuldner zu-
stehenden Rechte aus. Sofern es sich um eine Erbengemeinschaft handelt, hat 
das Betreibungsamt die Vornahme der Teilung unter Mitwirkung der nach Art. 609 
ZGB zuständigen Behörde zu verlangen (Art. 12 VVAG). Gemäss Art. 609 ZGB 
hat die Behörde – auf Verlangen eines Gläubigers, der den Anspruch eines Erben 
auf eine angefallene Erbschaft erworben oder gepfändet hat –, an Stelle dieses 
Erben bei der Teilung mitzuwirken. Letzter Wohnsitz des Erblassers sowie der 
Erblasserin war M._____. Die Eröffnung des Erbganges erfolgte demnach für die 
Gesamtheit des Vermögens am letzten Wohnsitz der Erblasser (Art. 538 ZGB). 
Weil es sich bei der Frage, wie eine Erbschaft aufzulösen ist, um eine erbrechtli-
che und keine betreibungsrechtliche Frage handelt, ist für die Bestimmung der 
zuständigen Behörde die erbrechtliche Zuständigkeitsordnung entscheidend. Da 
es sich bei der vorliegenden Auflösung der Erbengemeinschaft um einen Fall der 
freiwilligen Gerichtsbarkeit handelt, fungiert der Einzelrichter am örtlich zuständi-
gen Regionalgericht C._____ als Mitwirkungsbehörde (Art. 609 Abs. 1 ZGB i.V.m. 
Art. 54 Abs. 1 SchlT ZGB und Art. 4 Abs. 1 lit. a EGzZPO [BR 320.1000] i.V.m. 
Art. 248 lit. e ZPO und Art. 249 ZPO; vgl. dazu auch KGer GR KSK 16 54 v. 

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20.10.2016 E. 3). Damit ist im Kontext der Auflösung von Erbengemeinschaften 
die Einsetzung eines Verwalters gemäss Art. 12 VVAG ausgeschlossen (vgl. dazu 
ausführlich PKG 2011 Nr. 5 E. 6a m.w.H.; vgl. auch OGer BE ZK 19 647 
v. 20.2.2020 E. 6.5). Folglich ist der vom Betreibungsamt gestellte und von diver-
sen Beteiligten zumindest unterstützte Antrag auf Bezeichnung und Einsetzung 
eines externen Erbschaftsverwalters durch die Aufsichtsbehörde abzuweisen (vgl. 
etwa act. A.1, S. 1; act. A.2, S. 1; act. A.6, S. 2 und act. A.7, S. 1).

6. Kostenvorschuss

Gemäss Art. 10 Abs. 4 VVAG ist den Gläubigern, welche die Auflösung der Ge-
meinschaft verlangen, eine Frist zur Vorschussleistung anzusetzen, verbunden mit 
der Androhung, es werde andernfalls das Anteilsrecht als solches versteigert. Das 
Bundesgericht lässt die generelle und undifferenzierte Anwendung von Art. 10 
Abs. 4 VVAG zu, wonach auch in Fällen, bei welchen nach Art. 10 Abs. 3 VVAG 
die Auflösung der Gemeinschaft anzuordnen wäre, bei unterlassener Kostenvor-
schlussleistung die Verwertung des Anteilsrechts als solches erfolgen kann. Dies 
gelte auch dann, wenn die Gläubiger vorgängig der Verwertungsanordnung die 
Versteigerung des Anteilsrechts beantragt haben, was vermutlich die Nichtbereit-
schaft für die Kostenleistung eines Teilungsverfahrens indiziere (vgl. BGE 135 III 
179 E. 2.3 f.; BGer 7B.76/2002 v. 1.7.2002 E. 4.5). Gemäss Art. 13 Abs. 2 VVAG 
i.V.m. Art. 131 Abs. 2 Satz 3 SchKG sind die Gläubiger im Falle der Bezahlung 
des Kostenvorschusses für die Kosten des zur Herbeiführung der Erbteilung nöti-
gen Verfahrens voraus aus dem Verwertungserlös schadlos zu halten (Roth, 
a.a.O., N 80 zu Art. 132 SchKG). In Bezug auf die Höhe dieses Vorschusses ist zu 
berücksichtigen, dass er auch die mutmasslichen Prozesskosten einer bezie-
hungsweise vorliegend zweier Teilungsklagen decken muss, denn eine Abtretung 
des Liquidationsanspruchs ist, da beide Erbengemeinschaften unstreitig ungeteilt 
bzw. nicht vollständig geteilt sind und der Schuldner unstreitig Erbe ist, gemäss 
Art. 13 Abs. 2 VVAG ausgeschlossen (vgl. PKG 2011 Nr. 5 E. 8 m.w.H.). Aufgrund 
der in E. 3.4 geschilderten Ausgangslage ist zumindest nicht auszuschliessen, 
dass sich die Notwendigkeit zur Einreichung von Erbteilungsklagen ergibt. Die 
Nachforderung weiterer Vorschüsse durch das Betreibungsamt bleibt vorbehalten. 

Seitens der Gläubiger übermittelten lediglich die O._____ GmbH, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Vincent Augustin, sowie die AHV-Ausgleichskasse des Kan-
tons P._____, vertreten durch die SVA Graubünden, dem Betreibungsamt ihre 
Anträge, wobei beide mit Hinweis auf den Beschluss der Einigungsverhandlung in 
der Hauptsache die Auflösung der Gemeinschaften beantragen liessen (vgl. Ord-
ner BA, Register "Einigungsverhandlung", Schreiben vom 23. und 24. Januar 

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2023). Anlässlich der Vernehmlassung vor der Aufsichtsbehörde liessen sich so-
dann weiter das Gemeindesteueramt R._____, die Gemeinde R._____, die Steu-
erverwaltung des Kantons Graubünden sowie ein weiteres Mal die O._____ 
GmbH zur Sache vernehmen. Diese beantragten, jeweils mit Hinweis auf die Be-
schlussfassung anlässlich der Einigungsverhandlung, die Erbengemeinschaften 
aufzulösen (act. A.2 bis A.5). Ihnen ist mithin Frist zur Kostenvorschussleistung 
anzusetzen. Die X._____ SA nahm zwar an der Einigungsverhandlung vom 13. 
Januar 2023 teil, liess sich im Nachgang jedoch nicht mehr zur Sache vernehmen. 
Gemäss Protokoll der Einigungsverhandlung ist einstimmig die Meinung vertreten 
worden, das Kantonsgericht von Graubünden solle die Auflösung der Gemein-
schaft und die Einsetzung eines Erbschaftsverwalters verfügen. Ob die X._____ 
SA ihren Antrag damit als gestellt erachtete und sich deshalb – trotz Aufforderung 
des Betreibungsamtes sowie der Aufsichtsbehörde – auf dessen Erneuerung ver-
zichtete, erscheint unklar. Es ist ihr daher ebenfalls Gelegenheit zur Kostenvor-
schussleistung zu gewähren. Dadurch werden ihre Rechte bestmöglich gewahrt. 
Faktisch obliegt es nämlich lediglich denjenigen Gläubigern, welche effektiv die 
Auflösung der Erbengemeinschaften wünschen, zwecks Sicherstellung der selbi-
gen den Vorschuss zu leisten (vgl. die Ausführungen oben E. 6, 1. Absatz). 

7. Kosten des Gesuchsverfahrens

Für die vorliegende Verrichtung sieht die GebV SchKG (SR 281.35) keine beson-
dere Tarifierung vor, weshalb hierfür eine Gebühr von bis zu CHF 150.00 erhoben 
werden kann; die Aufsichtsbehörde kann höhere Gebühren festsetzen, wenn die 
Schwierigkeit der Sache, der Umfang der Bemühungen oder der Zeitaufwand dies 
rechtfertigt (Art. 1 Abs. 2 GebV SchKG). Diese Bestimmung gilt aufgrund des Zu-
sammenhangs mit Art. 1 Abs. 1 GebV SchKG auch für das Verfahren vor der Auf-
sichtsbehörde, soweit es sich nicht um ein Beschwerdeverfahren i.S.v. Art. 61 
Abs. 2 lit. a GebV SchKG handelt (KGer GR KSK 09 45 v. 23.2.2011 E. 9.a). Auf-
grund der konkreten Umstände wird auf eine Kostenerhebung verzichtet. 

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Demnach wird erkannt:

1. Das Gesuch des Betreibungsamtes der Region C._____ wird teilweise gut-
geheissen. 

2. Die gepfändeten Erbanteile des Schuldners B._____ am Nachlass seiner 
Mutter L._____ geboren am _____, verstorben am _____, und am Nach-
lass seines Vaters N._____ geboren am _____, verstorben am _____, sind 
durch Auflösung der beiden Erbengemeinschaften und Liquidation nach 
den für sie geltenden Vorschriften zu verwerten. Das Betreibungsamt der 
Region C._____ hat die Teilung der Nachlässe unter Mitwirkung der nach 
Art. 609 ZGB zuständigen Behörde zu verlangen. 

3. Der O._____ GmbH, der Gemeinde R._____, dem Gemeindesteueramt 
R._____, der AHV-Ausgleichskasse des Kantons P._____, der X._____ 
SA und der Steuerverwaltung des Kantons P._____ wird eine Frist von 
30 Tagen ab Rechtskraft dieses Beschlusses angesetzt, um dem Be-
treibungsamt der Region C._____ einen Kostenvorschuss von je 
CHF 3'000.00 (pro Nachlass) zu leisten. Das Betreibungsamt der Region 
C._____ ist befugt, erforderlichenfalls selbst weitere Kostenvorschüsse ein-
zuverlangen.

4. Werden diese ersten oder weitere Kostenvorschüsse nicht innert Frist ge-
leistet, ist das Betreibungsamt der Region C._____ hiermit angewiesen, die 
beiden gepfändeten Erbanteile als solche ohne Weiteres öffentlich zu ver-
steigern. 

5. Im Übrigen werden die Anträge des Betreibungsamtes C._____ sowie der 
übrigen Verfahrensbeteiligten abgewiesen.

6. Es werden keine Kosten erhoben. 

7. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

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8. Mitteilung an: