# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c9db0f1-4e3f-5727-9a19-3146961e8e07
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-06-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.06.2025 725 2024 266 (725 24 266)
**Docket/Reference:** 725 2024 266
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2024-266_2025-06-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Juni 2025 (725 24 266) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Ungenügende Beweiskraft von versicherungsinternen Beurteilungen; Frage des zustän-

digen Unfallversicherers, wenn versicherte Person mehrere Unfälle erlitten hat (Art. 100 

Abs. 5 UVV)  

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Der 1968 geborene A.____ bezog ab dem 18. August 1999 Arbeitslosentaggelder der 
Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland und war als arbeitslose Person bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Gemäss 

 

 
 
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Unfallmeldungen vom 21. Oktober 1999 und 15. November 1999 wurde er am 15. Oktober 1999 
beim Beladen eines Lastwagens während der Arbeit von einem herunterfallenden Palettenroll-
wagen getroffen. Dabei erlitt er eine dislozierte mediale Schenkelhalsfraktur rechts sowie eine 
Scapulafissur links (vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 16. November 1999). Zum Unfallzeit-
punkt arbeitete er im Zwischenverdienst für die C.____ AG. Die Suva anerkannte ihre Leistungs-
pflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld; 
Schadenfall-Nr. 4.17316.99.0). Ab 17. April 2000 bestand wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
(vgl. Sprechstundenbericht des Spitals B.____ vom 16. Juni 2000).  
 
A.2 Der Versicherte liess am 10. November 2000 durch seine neue Arbeitgeberin, die 
D.____ AG, in X.____ bei der Suva einen Rückfall melden (vgl. Schadenmeldung vom 10. No-
vember 2000). Auch hierfür bejahte die Suva ihre Leistungspflicht und erbrachte bis 26. April 
2002 Taggeldleistungen. Die Leistungen für Heilbehandlungen stellte sie per 6. November 2003 
ein (vgl. Schreiben der Suva vom 6. November 2003).  
 
A.3 Am 22. April 2003 stolperte der Versicherte und erlitt eine Kontusion des rechten Ober-
schenkels (vgl. Berichte von Dr. med. E.____, FMH Allgemeinmedizin, vom 16. Mai 2003 und 
des Spitals B._____ vom 14. Oktober 2003). Zum Unfallzeitpunkt war der Versicherte stellenlos, 
weshalb erneut die Suva hierfür Leistungen erbracht hatte. Am 6. November 2003 stellte sie den 
Fall ein (vgl. Schreiben der Suva vom 6. November 2003).  
 
A.4 Mit Verfügung vom 10. August 2004 sprach die Suva dem Versicherten für die gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 15. Oktober 1999 eine Rente aufgrund eines 
Erwerbsunfähigkeitsgrades von 21 % ab 26. April 2002 und eine Integritätsentschädigung basie-
rend auf einer Integritätseinbusse von 25 % infolge der Restbeschwerden und der leichten Funk-
tionseinbussen bei Status nach Hüftendoprothese zu (vgl. auch kreisärztlicher Bericht vom 24. 
September 2002).  
 
A.5 Am 31. Januar 2006 stiess der Versicherte bei der Arbeit sein Becken beim Aufrichten 
aus gebückter Haltung an (vgl. Aktennotiz der Suva vom 3. Juli 2006). Aufgrund starker Leisten-
schmerzen begab er sich in ärztliche Behandlung. Es wurde eine Hüftkontusion rechts diagnos-
tiziert (vgl. Berichte des Spitals B._____ vom 9. Februar 2006, 27. April 2006, 10. Mai 2006 und 
1. Juni 2006). Dieser Unfall fiel in den Zuständigkeitsbereich der F.____ AG (vgl. Schreiben der 
Suva vom 10. Juli 2006).  
 
A.6 Ein weiterer Unfall ereignete sich am 7. Oktober 2006, als der Versicherte in der Bade-
wanne ausrutschte und sich dabei eine Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) zuzog. Zu die-
sem Zeitpunkt war der Versicherte arbeitslos und war dadurch bei der Suva gegen Unfallfolgen 
versichert. 
 
A.7 Der Versicherte teilte am 3. April 2008 mit, dass er ab Juli 2007 eine neue Stelle ange-
treten habe. Aufgrund der 100%igen Arbeitstätigkeit stellte die Suva am 4. Juli 2008 die Rente 
per 1. Dezember 2007 ein (vgl. Schreiben der Suva vom 4. Juli 2008).  
 

 

 
 
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A.8 Am 16. Juni 2009 erlitt der Versicherte bei einem Schlag auf den rechten Unterarm eine 
distale intraartikuläre Radiusfraktur, welche am 26. Juni 2009, 19. September 2009, 3. Mai 2010 
und 6. März 2012 operative Eingriffe erforderte (vgl. Berichte des Spitals B.____ vom 9. Septem-
ber 2009, 1. Juni 2022 und 1. September 2022). Für diesen Unfall war die G.____ zuständig. 
 
A.9 Beim Unfallereignis vom 30. Januar 2017 zog sich der Versicherte eine mehrfragmen-
täre Fraktur der Grundphalanx des Grosszehen rechts zu (vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 
13. Januar 2022). Der Unfall fiel in den Zuständigkeitsbereich der H.____ AG.  
 
A.10 Am 16. Mai 2017 verunfallte der Versicherte mit seinem Motorrad und erlitt dabei eine 
Tibiakopffraktur links sowie eine distale Partialruptur des ulnaren Seitenbandes. Die Tibakopf-
fraktur wurde mehrmals operativ behandelt (vgl. Berichte des Spitals B.____ vom 25. Januar 
2021, 4. und 18. Februar 2021, 13. Januar 2022 und 4. März 2022). In neurologischer Hinsicht 
wurde ein sensibles Ausfallsyndrom des Nervus peroneus profundus und des Nervus saphenus 
der unteren Extremität festgestellt (vgl. neurologisches Konsilium des Spitals B.____ vom 
23. März 2021) bzw. eine axonale sensomotorische Läsion des Nervus peroneus communis (vgl. 
Bericht von Dr. med. I.____, FMH Neurologie, vom 25. September 2023). Zum Zeitpunkt dieses 
Unfallereignisses war der Versicherte immer noch bei der H.____ unfallversichert. 
 
A.11 Die neue Arbeitgeberin des Versicherten, die J.____ AG, meldete am 2. März 2021 und 
am 29. April 2022 einen Rückfall zum Ereignis vom 15. Oktober 1999. Die Suva anerkannte ihre 
Leistungspflicht und erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldgeldleistungen. Mit Schreiben vom 
18. Oktober 2023 teilte sie dem Versicherten mit, dass sie gestützt auf die kreisärztlichen neuro-
logischen und orthopädischen Beurteilungen vom 29. September 2023 und 9. Oktober 2023 ihre 
Leistungen per 30. November 2023 einstelle. Die Kosten für künftige hüftchirurgische Kontrollen 
würde sie jedoch weiterhin übernehmen. Nach durchgeführten Abklärungen in erwerblicher Hin-
sicht verneinte die Suva mit Verfügung vom 10. November 2023 einen Rentenanspruch des Ver-
sicherten mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades. Gleichzeitig sprach sie ihm aufgrund 
der inkompletten Lähmung hinsichtlich der Plegie der tibialen Anteile eine zusätzliche Integritäts-
entschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 30 % zu. Die dagegen erhobene Ein-
sprache vom 11. Dezember 2023 bzw. 2. Mai 2024 wies die Suva mit Entscheid vom 30. Juli 
2024 ab. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Alter-
matt, am 16. September 2024 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht), mit dem Antrag, die Suva sei in Aufhebung des angefochtenen Entschei-
des zu verpflichten, seinen Rentenanspruch neu abzuklären; unter o/e-Kostenfolge, wobei ihm 
die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen sei. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen 
vor, dass es ihm nicht möglich sei, einer leidensangepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % 
nachzugehen. Weiter beanstandete er das von der Suva ermittelte Valideneinkommen, weil die-
ses auf den Angaben der J.____ AG beruhe, bei welcher er erst nach dem Unfall im Jahr 1999 
beschäftigt gewesen sei. Aufgrund der Unfallfolgen sei er nicht voll leistungsfähig gewesen, wes-
halb der bei der J.____ AG erzielte Lohn nicht Grundlage des Valideneinkommens bilden könne. 
Zudem hätte sich seine berufliche Karriere bzw. seinen Lohn ohne Unfall in den vergangenen 25 

 

 
 
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Jahren ganz anders entwickelt. Für die Ermittlung des Valideneinkommens sei deshalb auf die 
vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen Tabellenlöhne der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. Ausserdem sei aufgrund seiner gesundheitlichen Ein-
schränkungen beim Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug von 25 % vorzunehmen.  
 
C. Die Suva beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. Oktober 2024 die Abweisung der 
Beschwerde.  
 
D. Mit Verfügung vom 7. Januar 2025 wurde dem Versicherten die unentgeltliche Verbei-
ständung bewilligt. Gleichzeitig wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beurteilung überwie-
sen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1, Art. 57 und 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer über Versicherungsleistungen beim zuständigen kantonalen Versi-
cherungsgericht innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 Abs. 
1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die betroffene versicherte Person 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hatte. Vorliegend befindet sich dieser in 
Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. 
Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 
16. September 2024 ist folglich einzutreten. 
 
2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 so-
wie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft getreten. 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmun-
gen ereignet haben, werden jedoch nach bisherigem Recht ausgerichtet (Übergangsbestimmung 
in Art. 118 Abs. 1 UVG; BGE 143 V 285 E. 2.1). Der zu beurteilende Unfall trug sich am 15. Ok-
tober 1999 und damit vor dem 1. Januar 2017 zu, weshalb grundsätzlich die bis zum 31. Dezem-
ber 2016 gültig gewesenen Normen Anwendung finden. Die Bestimmungen werden im Folgen-
den jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3. In ihrer Verfügung vom 10. November 2023 lehnte die Suva einen Anspruch des Versi-
cherten auf eine Invalidenrente ab. Gleichzeitig sprach sie ihm aber eine Integritätsentschädigung 
auf der Basis einer zusätzlichen Integritätseinbusse von 30 % zu. Die vom Versicherten hierge-
gen erhobene Einsprache richtet sich ausschliesslich gegen die Ablehnung des Rentenan-
spruchs. Darüber hinaus enthält die Eingabe keine Anhaltspunkte, dass der Versicherte 

 

 
 
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zusätzlich auch die Höhe der Integritätsentschädigung, wie sie in der angefochtenen Verfügung 
festgesetzt worden war, anfechten wollte. Die Suva sah somit – zu Recht – keine Veranlassung, 
die Integritätsentschädigung im Rahmen des Einspracheentscheids von Amtes wegen in die Be-
urteilung einzubeziehen. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Rügeprinzip im 
Einspracheverfahren und zur Frage der Teilrechtskraft von nicht angefochtenen Verfügungsbe-
standteilen ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 10. November 2023 bezüglich der darin 
festgesetzten Integritätsentschädigung mangels Anfechtung in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist 
(vgl. dazu BGE 144 V 354 E. 4.3 mit Hinweisen). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu be-
urteilen ist somit einzig der Rentenanspruch des Versicherten. 
 
4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 
(IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleis-
tungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
4.2 Art. 11 UVV hält fest, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen 
gewährt werden. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich 
geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) 
Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im 
Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig 
anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen; RKUV 1994 
Nr. U 206 S. 327 E. 2). 
 
4.3 Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, 
im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). 
 
4.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche – insbesondere bei 
der Feststellung des Gesundheitszustandes, dem Erreichen eines Endzustandes und der Arbeits-
fähigkeit der versicherten Person – ist die rechtsanwendende Behörde auf verlässliche medizini-
sche Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 V 231 E. 5.1, 132 V 93 E. 4). Das Gericht 
hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 
umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht 

 

 
 
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erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 
E. 3a).  
 
4.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten 
und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie 
einem Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1, 135 V 465 E. 4.4). 
 
5.1 In Bezug auf das hier zu beurteilende Unfallereignis vom 15. Oktober 1999 ist den Akten 
zu entnehmen, dass sich der Versicherte bei der Arbeit eine Schenkelhalsfraktur rechts und eine 
Fissur der Scapula links zuzog (vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 16. November 1999). Die 
Schenkelhalsfraktur wurde am 16. Oktober 1999 mit einer Gleitschraubenosteosynthese des 
rechten Femurs mit Metallentfernung am 30. November 2000 versorgt (vgl. Operationsbericht des 
Spitals B.____ vom 16. Oktober 1999). Die Scapulafissur wurde konservativ behandelt (vgl. Be-
richt des Spitals B.____ vom 12. Januar 2000). Aufgrund von Bewegungseinschränkungen im 
rechten Hüftgelenk, eines verkürzten Beines und einer Quadrizepsathrophie hielt sich der Versi-
cherte vom 24. November 1999 bis 7. Januar 2000 stationär in der Klinik K.____ auf. Beim Austritt 
klagte der Versicherte weiterhin über Bewegungseinschränkungen in der Hüfte, aber auch über 
belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste und in der rechten Ferse. In Bezug auf die Ferse 
wurde die Diagnose einer Fascitis plantaris gestellt (vgl. Austrittsbericht der Klink K.____ vom 12. 
Januar 2000). Im weiteren Verlauf verbesserten sich die Beschwerden, so dass ab 17. April 2000 
bei leichten Restbeschwerden wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestand (vgl. Berichte des 
Spitals B.____ vom 13. März 2000 und 16. Juni 2000). 
 
5.2 Infolge zunehmender Hüftschmerzen wurde der Versicherte  ab 26. Oktober 2000 erneut 
arbeitsunfähig geschrieben (vgl. Berichte des Spitals B.____ vom 21. Dezember 2000 und 12. 
Januar 2001). Die damalige Arbeitgeberin des Versicherten, die D.____ AG, meldete der Suva 
am 10. November 2000 einen Rückfall (vgl. Unfallmeldung UVG vom 10. November 2000). Bei 
Verdacht auf eine posttraumatische Femurkopfnekrose wurden am 30. November 2000 die Gleit-
schrauben in der rechten Hüfte entfernt (vgl. Operationsbericht des Spitals B.____ vom 30. No-
vember 2000). Postoperativ persistierten die Schmerzen (vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 24. 
Januar 2001). Nachdem sich in der MRT vom 8. Dezember 2000 eine ausgeprägte Femurkopf-
nekrose rechts zeigte, erfolgte am 20. März 2001 die Implantation einer Hüfttotalprothese (vgl. 
Operationsbericht vom 20. März 2001). Danach stellte sich eine Besserung der Hüftbeschwerden 
ein (vgl. Aktennotiz der Suva vom 12. Juni 2001).  

 

 
 
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5.3 Am 24. September 2002 untersuchte der Kreisarzt Dr. med. L.____, FMH Allgemeine 
Innere Medizin, den Versicherten. In seinem Bericht vom 26. September 2002 kam er zum 
Schluss, dass es dem Versicherten mit den Hüftbeschwerden zumutbar sei, eine leichte wech-
selbelastende Tätigkeit mit möglichst freier Wahl zwischen sitzenden und stehenden Verrichtun-
gen ohne Zwangshaltungen im Knien oder Kauern ganztags auszuüben. Das Traglimit betrage 
15 kg; bei grösserer Belastung sei eine zeitliche Reduktion des Arbeitseinsatzes zu berücksich-
tigen. Gestützt auf diese kreisärztliche Beurteilung ging die Suva davon aus, dass der Versicherte 
in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. In der Folge stellte die Suva die 
Taggeldleistungen per 26. April 2002 ein (vgl. hierzu Schreiben vom 6. November 2003).  
 
5.4 Nach dem Stolpersturz vom 22. April 2003 wurde der Versicherte vom 25. April 2003 bis 
13. Juli 2003 aufgrund der Schmerzen im Bereich der Adduktoren und der Leiste  
(teil-)arbeitsunfähig geschrieben (vgl. Schreiben der Suva vom 16. Oktober 2003 und kreisärztli-
che Anfrage vom 3. November 2003). Dr. L.____ führte am 3. November 2003 aus, dass der 
Endzustand sowohl im ersten Schadenfall als auch im zweiten Schadenfall erreicht sei. In der 
Folge teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 6. November 2003 mit, dass sämtliche 
Heilbehandlungsleistungen per 6. November 2003 eingestellt würden. Sie komme jedoch weiter-
hin für ärztliche Kontrollen, Medikamente und Erhaltungstherapien auf. Mit Verfügung vom 10. 
August 2004 sprach sie dem Versicherten eine Invalidenrente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad 
von 21 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 25 % zu.  
 
5.5 Anfangs 2004 klagte der Versicherte über unspezifische linksseitige Handgelenks-
schmerzen. Die behandelnde Ärzteschaft des Spitals B.____ konnte keine organische Ursache 
hierfür finden. Sie nahm an, dass die Schmerzen auf eine Synovialitis des Strecksehnenfaches 
IV zurückzuführen seien (vgl. Berichte des Spitals B.____ vom 2. und 5. März 2004 sowie 1. Juni 
2006).  
 
5.6 Zum Unfallereignis vom 7. Oktober 2006 nahm der Kreisarzt Dr. med. M.____, FMH 
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 19. März 2007 Stellung. Darin 
führte er aus, dass sich im Befund keine Frakturen oder andere Auffälligkeiten im LWS-Bereich 
zeigten. Die festgestellte Spondylolisthese Meierding Grad I sei mit Sicherheit kongenital vorbe-
stehend. Die LWS-Schmerzen seien auf die beim Unfallereignis vom 7. Oktober 2006 erlittene 
Kontusion zurückzuführen; sie führten zu keinen wesentlichen Einschränkungen der Arbeitsfä-
higkeit. Da im Bereich der Hüften im Vergleich zu den Vorbefunden keine Änderungen zu ver-
zeichnen seien, sei davon auszugehen, dass sich die vorbestehenden Hüftschmerzen durch das 
Unfallereignis im Oktober 2006 nicht verschlimmert hätten. Es gelte deshalb weiterhin das von 
Dr. L.____ formulierte Zumutbarkeitsprofil vom 24. September 2002.  
 
5.7 Am 21. Januar 2021 äusserte die Ärzteschaft des Spitals B.____ den Verdacht auf eine 
Schaftlockerung sowie eine Osteolyse hinter der Hüftpfanne nach primärer Hüfttotalprothesen-
Implantation rechts (vgl. Bericht vom 25. Januar 2021), was anschliessend bildgebend bestätigt 
wurde (vgl. Berichte des Spitals B.____ vom 3., 4. und 18. Februar 2021). Aufgrund dieses Be-
fundes erfolgte am 17. März 2021 eine Hüftrevision rechts (vgl. Operationsbericht des Spitals 

 

 
 
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B.____ vom 9. April 2021). Postoperativ klagte der Versicherte über eine Fuss- und Zehenheber-
schwäche sowie eine Hypästhesie beim lateralen Oberschenkel rechts, beim rechten Vorfuss und 
bei der rechten Fusssohle. Im neurologischem Konsilium vom 23. März 2021 liess sich eine par-
tielle Läsion des Nervus ischiadicus mit motorischem und sensiblem Funktionsausfall des Nervus 
peronaeus und mit sensiblem Ausfall des Nervus tibialis rechts nachweisen (vgl. auch Bericht 
des Spitals B.____ vom 23. April 2021). Dem Versicherten wurde eine seit dem 20. April 2021 
bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit attestiert (vgl. Bericht des 
Spitals B.____ vom 1. Juni 2022). 
 
5.8 Vom 24. März 2021 bis 16. April 2021 hielt sich der Versicherte zur muskuloskelettalen 
Rehabilitation stationär im Spital B.____ auf. Gemäss Austrittsbericht vom 23. April 2021 konnte 
der Versicherte selbstständig an Unterarmgehstöcken unter Einhaltung kurzer Stehpausen bis zu 
200 m gehen und mindestens 40 Stufen am Handlauf einer Treppe hochsteigen. Die Schmerzen 
und die Sensibilitätsstörungen bei der rechten Fusssohle träten vor allem im Gehen und in der 
Linksseitenlage auf; eine Gangsicherheit habe sich noch nicht eingestellt. Er benötige eine Hei-
delberg-Schiene (= Fussorthese, die den Fuss in einer stabilen Position halten und das soge-
nannte "Hängenbleiben" des Fusses verhindern soll; vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 23. Juni 
2021). Kreisärztin Dr. med. N.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, attestierte dem Versicher-
ten aufgrund der Fussheberparese mit Notwendigkeit des Tragens einer Heidelberg-Schiene eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (vgl. Stellungnahme vom 5. Juli 
2021).  
 
5.9 Die neurologische Untersuchung im Spital B.____ vom 14. Juli 2021 zeigte aufgrund der 
klinischen und elektrophysiologischen Befunde eine Affektion des Nervus ischiadicus mit über-
wiegender Affektion der peronealen Fasern rechts, die am ehesten postoperativ bedingt sei. Auf-
grund des axonalen Schädigungsmusters sei von einer prolongierten funktionellen Erholung aus-
zugehen. Anlässlich der Untersuchung vom 14. Oktober 2021 zeigte sich nur eine minimale Ver-
besserung (vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 14. Oktober 2021). 
 
5.10 Im Bericht des Spitals B.____ vom 1. September 2022 wurde ausgeführt, dass die Be-
schwerden des Versicherten multifaktorieller Genese seien und einen unterschiedlichen 
Schmerzcharakter hätten. Die Beschwerden im Bereich des rechten Hüftgelenkes seien auf eine 
rezidivierende Reizung des dorsalen Anteils des Musculus iliopsoas zurückzuführen (vgl. auch 
Berichte des Spitals B.____ vom 17. April 2021, 13. Januar 2021 und 9. September 2022). Die 
Beschwerden im Bereich des rechten Unterschenkels seien eher neuropathischer Natur. Anstelle 
der Heidelberg-Schiene trage der Versicherte tagsüber nun eine Carbonschiene (= Fussheber-
schiene). Im weiteren Verlauf wurde zweimal eine ultraschallgesteuerte Intervention und eine 
Neurolyse des Nervus peroneus im Bereich des rechten Oberschenkels durchgeführt (vgl. Bericht 
des Spitals B.____ vom 9. September 2022). Bei der Untersuchung vom 9. Januar 2022 gab der 
Versicherte an, dass sich die neuropathischen Schmerzen nach den Infiltrationen etwas gebes-
sert hätten. Es bestehe aber weiterhin eine Plegie bei der Fusseversion und bei der Vorfuss- und 
Zehenextension rechts. Zusätzlich sei der Versicherte durch die Schmerzen in der rechten Leiste 
und in der LWS beeinträchtigt (vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 13. Januar 2023). Am 17. 
März 2023 berichtete der behandelnde Arzt des Spitals B.____, dass sich in Bezug auf die Läsion 

 

 
 
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des Nervus ischiadicus keine Verbesserung zeige. Die neuropathischen Schmerzen beständen 
weiterhin. Da das rechte Hüftgelenk mechanisch eine äussert gute Funktion zeige, sei die nächste 
hüftchirurgische Kontrolle in drei Jahren geplant. Die weitere Behandlung erfolgte durch die 
Schmerzklinik und das Wirbelsäulen-Team.  
 
5.11 Vom 18. April 2023 bis 9. Mai 2023 hielt sich der Versicherte in der Klink K.____ auf. Im 
Bericht vom 30. Mai 2023 wurde zusammenfassend festgestellt, dass beim Versicherten aktuell 
die Beschwerden infolge der rechtsseitigen Läsion des Nervus ischiadicus im Vordergrund stän-
den. Der Versicherte leide unter neuropathischen Schmerzen im Bereich dieses Nervus mit Fo-
kus auf den Nervus tibialis. Die chronischen Lumbalgien bei Insuffizienz mit Hyperlordose und 
Degeneration auf der Höhe LWK 5/SKW 1 wirkten sich aufgrund der asymmetrischen Belastung 
infolge der Beschwerden in den unteren Extremitäten ungünstig auf die Statik aus. In psychischer 
Hinsicht wurde aufgrund des psychosomatischen Konsiliums vom 5. März 2023 eine Anpas-
sungsstörung mit längerer depressiver Reaktion diagnostiziert (vgl. Bericht des psychosomati-
schen Konsiliums vom 15. Mai 2023). Beim Austritt habe der Versicherte in somatischer Hinsicht 
weiterhin an einer Fussheberparese rechts, welche seine Mobilität einschränke und das Gehen 
an zwei Unterarmgehstützen erfordere, an sporadisch auftretenden neuropathischen Schmerzen 
im Bereich des rechten Unterschenkels ab Knie, an einer Hypästhesie am rechten Unterschenkel 
ventral bis Fussrücken, an sporadischen Kribbelparästhesien bei der vorderen rechten Fuss-
sohle, an einer Kraftminderung des rechten Beines, an sporadischen Leistenschmerzen rechts, 
an sporadischen, an stechenden Schmerzen am rechten Oberschenkel, an Schmerzen beim lin-
ken Unterschenkel bei längerer Belastung, an lumbalen Rückenschmerzen bei längerem Stehen 
und längerer Belastung sowie an einer Hypästhesie beim Daumen dorsal rechts gelitten. Es sei 
eine erhebliche Symptomausweitung festzustellen. Die behandelnde Ärzteschaft wies darauf hin, 
dass sich das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen mit den objektivierba-
ren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärung nur 
ungenügend erklären lasse. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leis-
tung erbracht werden könnte, als bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm gezeigt 
worden sei. Ihre Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich deshalb auf medizinisch-theoretischen 
Überlegungen sowie auf Beobachtungen bei den Leistungstests und den Behandlungsmassnah-
men. Die Ausübung der Tätigkeit als Reinigungsangestellter sei dem Versicherten nicht mehr 
zumutbar. Dagegen sei es ihm möglich, eine wechselbelastende, leichte Arbeit (d.h. Lasten von 
5 bis max. 10 kg) ohne Zwangshaltungen, ohne viel Stehen oder Gehen und ohne belastende 
Arbeiten mit den Armen und den Beinen ganztags aufzuführen.  
 
5.12 Im Bericht des Spitals B.____ vom 1. August 2023 wurde ausgeführt, dass die neuropa-
thischen Schmerzen mit brennenden Sensationen und Elektrisieren deutlich im Vordergrund 
ständen und die Leistenschmerzen invalidisierend seien. 
 
5.13 Am 24. August 2023 erfolgte eine persönliche Untersuchung durch Kreisarzt Dr. med. 
O.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Der Versi-
cherte berichtete, dass langes Sitzen Beschwerden an der rechten Hüfte und am rechten Bein 
auslösen würden. Teilweise würden Schmerzen von der LWS aus bis zum Kopf und Hals aus-
strahlen. Zeitweise käme es zu elektrisierenden Beschwerden im Bereich der rechten Fusssohle. 

 

 
 
Seite 10    

Manchmal habe er das Gefühl, dass die rechte Hüfte blockieren würde. Beim rechten Handgelenk 
habe er am Übergang des Daumens zum Mittelhandknochen rechts Druckschmerzen. Im Befund 
hielt Dr. O.____ fest, dass im Bereich des rechten Beines, vor allem im Bereich des lateralen 
Unterschenkels und des Fussrückens sehr ausgedehnte Sensibilitätsstörungen festzustellen 
seien. Desgleichen seien solche im linken lateralen Unterschenkel und im linken Fussrücken vor-
handen; motorische Defizite seien hingegen nicht fassbar. Die Muskelreflexe seien im Bereich 
der unteren Extremitäten deutlich erschwert auslösbar. Aufgrund der Parese des Nervus ischi-
adicus könne der Versicherten nicht sicher stehen, weshalb er sich mit Hilfe von zwei Gehstützen 
fortbewege. Weiter liege eine Kraftminderung bei der Hüftbeugung und -streckung vor. Bezüglich 
des rechten Handgelenks habe er zurzeit weniger Schmerzen. Es seien jedoch eine Druck-
schmerzhaftigkeit am Übergang des Daumens zum Mittelhandknochen sowie Sensibilitätsstörun-
gen vorhanden. Beim rechten Grosszehen habe er keine Beschwerden. Die geschilderte 
Schmerzsymptomatik infolge der Parese des Nervus ischiadicus und die Beeinträchtigungen im 
Bereich des rechten Hüftgelenks seien klinisch erkennbar und nachvollziehbar. Dr. O.____ wies 
weiter darauf hin, dass die Suva nur für diese Leiden leistungspflichtig sei. In Bezug auf die am 
15. Oktober 1999 erlittene Fissur an der Scapula links sei der Versicherte aktuell beschwerdefrei; 
die chronischen Lumbalgien mit Degenration des LWK 5/SWK 1 seien unfallfremd.  
 
5.14 Am 28. August 2023 bat Dr. O.____ Dr. I.____, das Ausmass der Schädigung im Bereich 
des Nervus ischiadicus rechts neurologisch zu beurteilen (vgl. Stellungnahme von Dr. O.____ 
vom 28. August 2023). Dr. I.____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 25. September 2023 eine 
schwere axonale sensomotorische Läsion des Nervus ischiadicus rechts mit schwerer Läsion der 
peronealen Anteile und eine weniger ausgeprägte Läsion der tibialen Anteile sowie ein neuropa-
thisches Schmerzsyndrom und nebenbefundlich Hinweise auf eine axonale sensomotorische Lä-
sion des Nervus peroneus communis links. Im neurologischen Befund hielt er im Wesentlichen 
eine Unterschenkelatrophie bei eingeschränktem Fersengang rechts und erschwertem Zehen-
gang sowie nicht auslösbarem Achillessehnenreflex rechts, eine schwere Fuss- und Zehenhe-
berparese, eine schwere Parese der peronealen Muskulatur rechts und eine unklare Parese der 
Hüftinnenrotatoren fest. Die schwere Läsion des Nervus ischiadius werde durch die Befunde der 
Elektroneuromyographie vom 21. September 2023 und der klinischen Untersuchung bestätigt. 
Als Nebenbefund sei eine Läsion des Nervus cutaneus femoris lateralis rechts zu nennen. Eine 
spontane Erholung der Läsion des Nervus ischiadicus sei nicht zu erwarten.  
 
5.15 In der Zumutbarkeitsbeurteilung vom 9. Oktober 2023 führte Dr. O.____ aus, dass der 
Endzustand in Bezug auf die unfallkausalen Beschwerden beim rechten Hüftgelenk am 16. März 
2023 (vgl. Bericht des Spitals B.____ vom 16. März 2023) und bei der Parese des Nervus ischi-
adicus am 29. September 2023 (vgl. kreisärztliche Stellungnahme von Dr. med. P.____, FMH 
Neurologie, vom 29. September 2023) erreicht sei. Aufgrund der Beeinträchtigungen im Bereich 
der rechten Hüfte und der Parese des Nervus ischiadicus sei es dem Versicherten zuzumuten, 
eine leichte, sitzende Tätigkeit ganztags auszuüben, wobei er nur kurzzeitig stehen oder gehen 
könne. Eine Arbeit auf Leitern und Gerüsten, auf unebenem Gelände, in absturzgefährdeten Po-
sitionen und mit Vibrationsbelastungen hinsichtlich der unteren beiden Extremeitäten sei nicht 
mehr möglich. Zur Sturzprophylaxe sei der Versicherte beim Gehen auf Unterarmgehstützen an-
gewiesen. Das von der Ärzteschaft der Klink K.____ formulierte Belastbarkeitsprofil, wonach der 

 

 
 
Seite 11    

Versicherte eine wechselbelastende, leichte Tätigkeit ausführen könne, sei aufgrund seiner ge-
sundheitlichen Einschränkungen nicht nachvollziehbar, weshalb nicht darauf abzustellen sei.  
 
6.1 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der Beurteilung des 
medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf die Einschätzungen ihrer Kreisärzte Dr. P.____ 
vom 29. September 2023 und Dr. O.____ vom 9. Oktober 2023. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass sie ausschliesslich für die unfallkausalen Beeinträchtigungen am rechten Hüftgelenk und 
die Parese des Nervus ischiadicus rechts leistungspflichtig sei. Die chronische Lumbalgie bei 
Degeneration LWK 5/SWK 1 sei unfallfremd. Für die Folgen der weiteren Unfälle (Motorradsturz 
vom 16. Mai 2017: Tibiakopffraktur links; Unfallereignis vom 26. Juni 2009: distale Radiusfraktur 
rechts; Unfallereignis vom 30. Januar 2017: mehrfragmentäre Fraktur der Grundphalanx des 
Grosszehen rechts) seien andere Unfallversicherer zuständig. Weiter führte sie an, dass bezüg-
lich der unfallkausalen Einschränkungen am rechten Hüftgelenk und der Parese des Nervus is-
chiadicus jeweils der medizinische Endzustand erreicht und der Fallabschluss damit rechtens sei. 
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei dem Versicherten gemäss kreisärztlicher Beurteilung von 
Dr. O.____ die Ausübung einer leichten, vorwiegend sitzenden, leidensangepassten Verweistä-
tigkeit zu 100 % zumutbar. Mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades habe  der Versi-
cherte keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
6.2 An die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versiche-
rungsfall wie hier ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt-
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. E. 4.4 hiervor und die 
dortigen Rechtsprechungshinweise). In Würdigung der medizinischen Akten ist nicht zu bean-
standen, dass die Suva bezüglich der rechtsseitigen Hüftbeschwerdeproblematik und der Parese 
des Nervus ischiadicus per 16. März 2023 bzw. per 29. September 2023 von einem medizini-
schen Endzustand ausgegangen ist. Dies wird vom Versicherten auch nicht in Frage gestellt. 
Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung des Kreisarztes Dr. O.____ ergeben sich aber vor 
allem mit Blick auf die von Dr. I.____ im Bericht vom 25. September 2023 bestätigte schwere 
axonale sensomotorische Läsion des Nervus ischiadicus rechts. Diesen Befund führte Dr. O.____ 
zwar in seiner Beurteilung vom 9. Oktober 2023 auf, er setzte sich jedoch inhaltlich kaum mit den 
daraus resultierenden Funktionseinschränkungen auseinander. Er stellte einzig fest, dass der 
Versicherte durch diese Parese nicht mehr stehen könne und diese bei der Beurteilung des Be-
lastungsprofils mitberücksichtigt worden sei. Eine Auseinandersetzung mit den durch die Parese 
bedingten Beeinträchtigungen wäre jedoch erforderlich gewesen, um nachvollziehen zu können, 
weshalb es dem Versicherte möglich sein soll, eine leichte sitzende Verweistätigkeit ganztags 
auszuüben. Weiter ist festzustellen, dass der Kreisarzt der vom Versicherten geschilderten 
Schmerzproblematik keine Rechnung trug. Insbesondere erklärte er nicht, weshalb dem Versi-
cherten eine rein sitzende Tätigkeit zumutbar sei, nachdem dieser ihn darauf hingewiesen hatte, 
dass langes Sitzen Beschwerden mit Ausstrahlungen von der LWS bis zum Kopf sowie elektri-
sierende Missempfindungen im rechten Fuss und Kribbeln an der rechten Fusssohle verursache 
(vgl. auch Berichte des Spitals B.____ vom 1. Juni 2022, 29. Dezember 2022 und 1. August 2023, 
der Klink K.____ vom 30. März 2023 sowie von Dr. I.____ vom 25. September 2023). Ohne wei-
tere Ausführungen zur Schmerzproblematik ist die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung wenig 

 

 
 
Seite 12    

plausibel. Damit bestehen zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der kreisärztlichen 
Beurteilung, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Daran ändert auch die Stellungnahme 
von Dr. P.____ vom 29. September 2023, der als Neurologe für die Beurteilung der Befunde von 
Dr. I.____ beigezogen wurde, nichts, enthält diese doch keine Aussagen über die Auswirkungen 
des neurologischen Befundes auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Auch die übrigen in den 
Akten befindlichen medizinischen Beurteilungen enthalten keine Ausführungen zur zumutbaren 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten, weshalb der medinische Sachverhalt nicht genügend abgeklärt 
ist. 
 
6.3.1 Weiter ist zu beachten, dass der Versicherte mehrere Unfälle erlitten hat, für welche 
verschiedene Unfallversicherer zuständig sind. Die Leistungspflicht bei – wie hier – zeitlich nach-
einander eingetretenen Unfällen, für die verschiedene Versicherer zuständig sind, ist Art. 100 
UVV, welcher sich auf Art. 77 UVG stützt, geregelt (vgl. HANS-JAKOB MOSIMANN, Bundesgesetz 
über die Unfallversicherung, in: KOSS – Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungs-
recht, Bern 2018, Hürzeler/Kieser [Hrsg.], Art. 77 Rz. 7 ff.). Vorliegend steht der Art. 100 Abs. 5 
UVV im Zentrum. Gemäss dieser Bestimmung werden Leistungen durch den für den letzten Un-
fall leistungspflichtigen Versicherer ausgerichtet, wenn für die Folgen von mehreren Unfällen neu 
ein Anspruch auf eine Rente, auf eine Integritätsentschädigung oder auf eine Hilflosenentschädi-
gung entsteht (Satz 1). Die beteiligten Versicherer können untereinander von dieser Regelung 
abweichende Vereinbarungen treffen, namentlich wenn der letzte Unfall wesentlich geringere Fol-
gen hat als die früheren oder der bei dem für den letzten Unfall leistungspflichtigen Versicherer 
versicherte Verdienst wesentlich tiefer ist als der bei einem anderen Versicherer versicherte Ver-
dienst (Satz 2; zum Ganzen: MARC HÜRZELER/PATRICIA USINGER-EGGER, Einführung in das 
schweizerische Unfallversicherungsrecht, 2021, S. 247 f. Rz. 578).  
 
6.3.2 Der Tatbestand des Art. 100 Art. 5 UVV wurde erst mit der am 1. Januar 2017 in Kraft 
getretenen UVG-Revision eingeführt. In temporalrechtlicher Hinsicht ist der Grundsatz anwend-
bar, wonach diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Verwirklichung des zu Rechts-
folgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 141 V 657 E. 3.5.1 mit Hinweisen; ferner 
Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015). Vorlie-
gend trugen sich die Unfälle des Versicherten sowohl unter der Geltung des alten (Unfall vom 
15. Oktober 1999 [Schenkelhalsfraktur rechts mit Läsion des Nervus ischiadicus und Fissur der 
Scapula], Unfall vom 22. April 2003 [Kontusion des rechten Oberschenkels], vom 31. Januar 2006 
[Hüftkontusion rechts], vom 7. Oktober 2006 [Kontusion der LWS] und vom 16. Juni 2009 [distale 
intraartikuläre Radiusfraktur rechts]) als auch unter der Geltung des neuen Rechts (Unfall vom 
31. Januar 2017 [Fraktur der Grundphalanx des Grosszehen rechts] und vom 16. Mai 2017 [Tibi-
akopffraktur links mit axonaler sensomotorischer Läsion des Nervus peronaeus communis links]) 
zu. Aufgrund der von der Suva eingereichten Akten ist davon auszugehen, dass die am 22. April 
2003 erlittene Kontusion am rechten Oberschenkel, die Fraktur der Grundphalanx des Grossze-
hen und die Fissur der Scapula abgeheilt sind und die Arbeitsfähigkeit nicht mehr beeinflussen 
(vgl. Schreiben der Suva vom 6. November 2003 und Aktennotiz des Kreisarztes Dr. O.____ vom 
24. August 2023). Desgleichen ist in Bezug auf die beim vom Unfall vom 31. Januar 2006 erlittene 
Hüftkontusion rechts mit starke Schmerzunahme anzunehmen, dass die unfallbedingen Folgen 
– auch bei einer möglicherweise vorgelegenen richtungsweisenden Verschlimmerung des 

 

 
 
Seite 13    

Vorzustandes – inzwischen keine relevanten Auswirkungen mehr auf die Arbeitsfähigkeit haben. 
Weiter steht fest, dass die am 7. Oktober 2006 zugezogene Kontusion der LWS unfallfremd ist. 
Hingegen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die für die Unfälle vom 26. Juni 2009 und 
vom 16. Mai 2017 zuständigen Unfallversicherer (G.____ und H.____) heute noch Leistungen 
ausrichten. Da sich der Unfall, der in den Zuständigkeitsbereich der H.____ fällt, erst nach In-
krafttreten der UVG-Revision per 1. Januar 2017 ereignet hat, ist es möglich, dass Art. 100 Abs. 
5 UVV im vorliegenden Fall von Bedeutung ist. Die Frage der Anwendbarkeit von Art. 100 Abs. 5 
UVV kann aufgrund der fehlenden Akten der anderen Unfallversicherer und der Ausführungen 
der Suva nicht abschliessend beantwortet werden, weshalb weitere Abklärungen notwendig sind.   
 
6.4 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass vorliegend Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der von der Suva als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilungen 
von Dr. O.____ und Dr. P.____ bestehen, weshalb ihnen keine massgebende Beweiskraft zu-
kommt. Da auch die übrigen medizinischen Beurteilungen nicht beweiskräftig genug sind, um 
darauf abstellen zu können, besteht in medizinischer Hinsicht Abklärungsbedarf. Um die Leis-
tungspflicht der Suva beurteilen zu können, ist ausserdem die Frage zu prüfen, ob Art. 100 Abs. 
5 UVV vorliegend Anwendung findet.  
 
7. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte 
nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückweisen. Die Be-
schwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn 
sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachter-
lich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen 
Punkt nicht beweiskräftig ist (BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Vorliegend hat sie Suva den medizini-
schen Sachverhalt unvollständig abgeklärt und sich zur Frage der Anwendbarkeit von Art. 100 
Abs. 5 UVV nicht geäussert. Da es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwal-
tungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Suva auch 
unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Dem-
zufolge ist die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Suva zurückzuweisen. Dabei hat die 
Suva die Auswirkungen der unfallbedingten schweren Schädigung des Nervus ischiadicus auf 
die Arbeitsfähigkeit von einer Neurologin bzw. eines Neurologen abklären zu lassen und die Ge-
samtarbeitsfähigkeit des Versicherten unter Berücksichtigung der Beschwerden an der rechten 
Hüfte und aufgrund der Parese des Nervus ischiadicus sowie der vom Versicherten geschilderten 
Schmerzproblematik aus orthopädischer und neurologischer Sicht verwaltungsextern beurteilen 
zu lassen. Ferner hat sie zu prüfen, ob Art. 100 Abs. 5 UVV vorliegend zur Anwendung gelangt. 
Gestützt auf ihre Ergebnisse wird die Suva sodann über den Leistungsanspruch des Versicherten 
neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
8.1 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche 
Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdeführer 

 

 
 
Seite 14    

deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Suva zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des 
Versicherten hat keine Honorarnote eingereicht, weshalb die Parteientschädigung gemäss Ver-
fügung vom 7. Januar 2025 nach richterlichem Ermessen festzusetzen ist. In Anbetracht der sich 
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen erscheint es angemessen, das Honorar des Rechts-
vertreters auf der Basis eines Zeitaufwands von insgesamt 4 Stunden zu berechnen. Die Bemü-
hungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangen-
den Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Versicherten ist deshalb eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'081.-- (4 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) 
zu Lasten der Suva zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten  
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 30. Juli 2024 aufgehoben und die Angele-
genheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Er-
lass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewiesen wird. 
 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 1'081.-- (inkl. 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
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