# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c94be5f0-5a53-53de-9e53-3460973dff11
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 23.02.2016 460 15 237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-15-237_2016-02-23.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

23. Februar 2016 (460 15 237)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht  

 

 

Gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

 

 

Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Stephan Gass (Ref.), Richterin  
Susanne Afheldt, Richter Edgar Schürmann, Richter Peter Tobler; 
Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger 
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 
4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
 

  
gegen 
 
 

 A.____,  
z. Zt. JVA Lenzburg, Ziegeleiweg 13, 5600 Lenzburg,  
vertreten durch Advokatin Patricia Elmer, Gerbergasse 48, Postfach, 
4001 Basel,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
21. September 2015 
 

 
 
 

 
 
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A. Mit Urteil vom 21. September 2015 erklärte die Dreierkammer des Strafgerichts Basel-
Landschaft A.____ des gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des 
mehrfachen Hausfriedensbruchs, des Fälschens von Ausweisen sowie der mehrfachen Wider-
handlung gegen das Ausländergesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 
3 Jahren und 6 Monaten; dies unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 
insgesamt 236 Tagen. Das Verfahren betreffend Hausfriedensbruch im Fall 8 (Anklage Ziff. I.) 
wurde demgegenüber zufolge Fehlens von Prozessvoraussetzungen eingestellt. Hinsichtlich 
der Entscheide bezüglich des Beschlagnahmeguts, der Zivilforderungen sowie der Kosten kann 
an dieser Stelle auf die Ziffern 3 bis 6 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs verwiesen werden. 
 
B. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte nach Eröffnung des Urteilsdispositivs die 
Berufung an. 
 
C. In seiner Berufungserklärung vom 21. Oktober 2015 (samt Begründung) stellte der Be-
schuldigte folgende Rechtsbegehren: 

   

 "1.   Es sei der Berufungskläger unter Anrechnung der Untersuchungshaft bzw. des vor-
zeitigen Strafvollzuges zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten zu ver-

urteilen. Eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidung an das Strafgericht des 
Kantons Baselland zurückzuweisen. 

   

 2.   Es sei dem Berufungskläger die amtliche Verteidigung mit Frau Patricia Elmer, Ad-
vokatin, als amtliche Verteidigerin zu gewähren. 

   

 3.   Unter o/e-Kostenfolge." 
   

 
D. Demgegenüber beantragte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft in ihrer Berufungsan-
twort vom 7. Dezember 2015 Folgendes:  

   

 "1. Die Berufung des Beschuldigten sei in Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils 
vom 21. September 2015 vollumfänglich abzuweisen. 

   

 2. Der Eventualantrag des Beschuldigten auf Rückweisung der Sache an das Straf-
gericht des Kantons Basel-Landschaft sei vollumfänglich abzuweisen." 

   

 
E. Was die wesentlichen verfahrensleitenden Verfügungen des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Strafrecht, betrifft, so wurde mit verfahrensleitender Verfügung vom 
9. November 2015 dem Beschuldigten für das Berufungsverfahren die amtliche Verteidigung 
mit Advokatin Patricia Elmer bewilligt. Mit Verfügung vom 10. Februar 2016 wurde die Staats-

 
 
 

 
 
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anwaltschaft gestützt auf Art. 389 Abs. 2 StPO und Art. 388 lit. a StPO beauftragt, die Aus-
landsanfragen über allfällige Vorstrafen des Beschuldigten mit folgenden Personalien zu wie-
derholen: B.____, geb. am X. Y. 1968, C.____, geb. am X. Y. 1967, D.____, geb. am X. Y. 
1967, E.____ sowie B.____. 
 
F. Anlässlich der heutigen Verhandlung vor dem Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, er-
scheinen der Beschuldigte mit seiner Verteidigerin, Advokatin Patricia Elmer, die Vertreterin der 
Staatsanwaltschaft sowie eine Dolmetscherin albanischer Sprache. Beide Parteien halten an 
ihren bereits schriftlich gestellten Anträgen vollumfänglich fest. Auf die Aussagen des zur Per-
son und zur Sache eingehend befragten Beschuldigten sowie auf die Parteivorträge wird, so-
weit erforderlich, nachfolgend in den Erwägungen eingegangen. 
 
 
Erwägungen 

 
I.  Formelles  

 
Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, 
mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsver-
letzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemes-
senheit gerügt werden, wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten 
umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO).  
 
Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstinstanzlichen Ge-
richt innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzumelden und da-
nach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine 
schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzli-
che Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 382 Abs. 1 
StPO ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
eines Entscheides hat, zur Berufung legitimiert. Vorliegend wird das Urteil der Strafgerichts Ba-
sel-Landschaft vom 21. September 2015 angefochten, welches ein taugliches Anfechtungsob-
jekt darstellt. Nach fristgerechter Anmeldung der Berufung wurde ihm das vorinstanzliche Urteil 
am 6. Oktober 2015 schriftlich begründet eröffnet. Mit Berufungserklärung vom 21. Oktober 
2015 hat der Beschuldigte die Rechtsmittelfrist gewahrt. Die Zuständigkeit der Fünferkammer 
der Abteilung Strafrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Berufung ergibt 
sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit § 15 Abs. 1 lit. b des kantonalen Einfüh-
rungsgesetzes vom 12. März 2009 zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO; SGS 
250). Da sämtliche Formalien erfüllt sind, ist auf die vorliegende Berufung des Beschuldigten 
einzutreten. 
 

 
 
 

 
 
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II.  Materielles  

 

1. Da die Staatsanwaltschaft weder Berufung noch Anschlussberufung erklärt hat und sich 
die Berufung des Beschuldigten ausschliesslich auf die Strafzumessung bezieht, beschränkt 
sich die Überprüfung des Kantonsgerichts auf die Bemessung der Strafe gegenüber dem Be-
schuldigten.  
 
2.1 Der Beschuldigte wendet sich gegen die Strafhöhe und führt hierzu zusammenfassend 
aus, die gegen ihn ausgesprochene Strafe sei unverhältnismässig hoch. Es sei nicht von einer 
hohen kriminellen Energie auszugehen. Zwar seien die Umstände der mehrfachen Tatbege-
hung, der Vorstrafe aus Österreich, der Unbelehrbarkeit und der Einbrüche in Privatwohnungen 
sicherlich Gründe, welche bei einer isolierten Betrachtung auf eine hohe kriminelle Energie 
schliessen lassen könnten. Ganz klar gegen das Vorliegen einer hohen kriminellen Energie 
spreche jedoch die Art und Weise der Tatbegehung, welche die Vorinstanz selbst zu Recht als 
einfach und unprofessionell bezeichnet habe. Ein weiterer Umstand, der klar gegen das Vorlie-
gen einer hohen kriminellen Energie spreche, sei, dass der Beschuldigte eine direkte Konfronta-
tion mit den Bewohnern unter allen Umständen zu vermeiden versucht habe. Die ausgefällte 
Strafe sei überdies auch im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen unverhältnismässig hoch. 
Zudem lasse sich weder nachvollziehen, ob die Einsatzstrafe für die gewerbsmässige Dieb-
stahlsbegehung als angemessen beurteilt werden könne, noch inwiefern die Delikte der mehr-
fachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der Fälschung von Auswei-
sen sowie der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz straferhöhend oder 
strafmildernd ins Gewicht gefallen seien. Mangels Festlegung einer Einsatzstrafe und einer ver-
tieften Auseinandersetzung mit den strafschärfenden Tatbeständen könne nicht überprüft wer-
den, ob Art. 49 Abs. 1 StGB im angefochtenen Urteil richtig angewendet worden sei oder nicht. 
Daraus sei erkennbar, dass sich die Vorinstanz bei der Strafzumessung nicht wie vorgeschrie-
ben zunächst nur mit dem schwersten Delikt auseinandergesetzt habe, sondern von Anfang an 
eine Gesamtwürdigung sämtlicher Delikte vorgenommen habe. Diese Art und Weise der Straf-
zumessung lasse sich nicht mit Art. 49 Abs. 1 StGB vereinbaren. 
 

2.2 Die Staatsanwaltschaft stellt sich demgegenüber zusammengefasst auf den Standpunkt, 
eine Angabe der Einsatzstrafe in Zahlen und Prozenten sei nicht notwendig. Vielmehr sei das 
urteilende Sachgericht gehalten, anzugeben, welchen Strafzumessungstatsachen es besondere 
Bedeutung zumesse, was die Vorinstanz in casu getan habe. Sie habe die Strafzumessung in 
dem von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der Lehre geforderten Mass eingehend 
und nachvollziehbar begründet und hierbei hinreichend dargelegt, welche Kriterien in welcher 
Form berücksichtigt worden seien.  
 
3.1 Nach Auffassung des Kantonsgerichts bemängelt der Berufungskläger zu Recht die Mo-
tive der Vorinstanz zur Strafzumessung. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass die 
Vorinstanz sich nicht in einem ersten Schritt mit der verschuldensangemessenen Einsatzstrafe 

 
 
 

 
 
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für den gewerbsmässigen Diebstahl (als schwerste Tat) auseinander gesetzt hat und darüber 
hinaus teilweise nicht dem von der Rechtsprechung vorgezeichneten methodischen Vorgehen 
bei der Strafzumessung und der Begründung der Strafe gefolgt ist. Die Berufung nach Art. 398 
ff. StPO ist grundsätzlich ein reformatorisches Rechtsmittel. Tritt das Berufungsgericht auf die 
Berufung ein, fällt es ein neues, das erstinstanzliche ersetzendes Urteil (vgl. Art. 408 StPO; 
BGE 141 IV 244 E. 1.3.3). Unter dem Vorbehalt des Verbots der "reformatio in peius" muss es 
(sofern die Vorinstanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren überhaupt nachvollziehbar dar-
legt) sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz diese gewichtet (vgl. BGer 6B_298/2013 
vom 16. Januar 2014, E. 6.2). Nachfolgend nimmt die strafrechtliche Abteilung des Kantonsge-
richts die Strafzumessung somit neu vor.  
 

3.2 Das Gericht misst die Strafe innerhalb des massgeblichen abstrakten Strafrahmens 
nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen 
Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das 
Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechts-
guts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie 
danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage 
war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Bei der Gewichtung 
der einzelnen zu beachtenden Komponenten innerhalb des Strafrahmens steht dem Gericht ein 
erheblicher Ermessensspielraum zu (STEFAN TRECHSEL/HEIDI AFFOLTER-EJISTEN, Schweizeri-
sches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 47 StGB N 35; BGE 129 IV 21).  
 
Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichar-
tige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht 
sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die 
Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 
Abs. 1 StGB). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei der Bildung einer Gesamt-
strafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB vorab der Strafrahmen für die schwerste Straftat zu bestimmen 
und alsdann die Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzuset-
zen. Schliesslich ist die Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des 
Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Das Gericht hat mithin in einem ersten Schritt 
gedanklich die Einsatzstrafe des schwersten Delikts festzulegen, indem es alle diesbezüglichen 
straferhöhenden und strafmindernden Umstände einbezieht. In einem zweiten Schritt hat es die 
Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktionieren. Auch dort muss es den jeweiligen 
Umständen Rechnung tragen (BGer 6B_865/2009 vom 25. März 2010, E. 1.2.2 mit Hinweisen). 
 
Das Gericht muss die für die Strafzumessung und – soweit erforderlich – die für die Wahl der 
Strafart erheblichen Umstände und deren Gewichtung in der Begründung aufführen. Es muss 
somit die Überlegungen, die es bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den 
Grundzügen wiedergeben, sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (BGE 134 IV 20). 
Um die Strafzumessung überprüfen zu können, müssen sämtliche Tat- und Täterkomponenten 

 
 
 

 
 
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so erörtert werden, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Punkte Be-
rücksichtigung fanden und ob und in welchem Masse sie strafmindernd oder -schärfend in die 
Waagschale fielen (vgl. BGE 127 IV 10, E. 2). Das Gericht ist nicht verpflichtet, im Urteil in ab-
soluten Zahlen oder in Prozenten anzugeben, inwieweit es bestimmte strafzumessungsrelevan-
te Tatsachen straferhöhend oder strafmindernd berücksichtigt hat. Es muss von Bundesrechts 
wegen auch nicht etwa eine "Einsatzstrafe" beziffern, die es bei Fehlen bestimmter Strafschär-
fungs- und Strafmilderungsgründe sowie anderer gewichtiger Faktoren ausgefällt hätte (BGE 
121 IV 56, 127 IV 105). Wo es indessen – insbesondere mit der Anwendung des Asperations-
prinzips (StGB Art. 49) – nicht möglich ist, ohne Angabe der Höhe der jeweiligen Strafen in Zah-
len die für die Strafzumessung massgeblichen Gesichtspunkte und ihre Gewichtung mit der 
nötigen Klarheit darzustellen, muss aber ausnahmsweise eine Einsatzstrafe angegeben wer-
den; es muss also mit Zahlenangaben operiert werden, damit sich überprüfen lässt, ob die 
Strafzumessung mit dem Bundesrecht im Einklang steht (BGE 118 IV 121, 127 IV 105; BGer   
6B_579/2008 vom 27. Dezember 2008, E. 4.4). Dem Sachgericht verbleibt aber ein weites Er-
messen (BGE 134 IV 19 f. 135 IV 134 f., 136 IV 61, 138 IV 120 [nicht publizierte E. 2.2.1]). Das 
Gericht ist auch nicht an die Praxis anderer Kantone gebunden (BGE 124 IV 47). Das Gesamt-
verschulden ist zu qualifizieren und mit Blick auf Art. 50 StGB im Urteil ausdrücklich zu benen-
nen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist. Das 
Bundesgericht drängt in seiner aktuellen Praxis vermehrt darauf, dass Formulierung des Ver-
schuldens und Festsetzung des Strafmasses auch begrifflich im Einklang stehen (Urteile des 
Bundesgerichtes 6B_524/2010 und 6B_626/2011 vom 8. Dezember 2011, E. 4.4.; 
6B_1096/2010 vom 7. Juli 2011, E. 4.2.; 6B_1048/2010 vom 6. Juni 2011, E. 3.2.). 
 
4.1  Wie sich aus den nicht angefochtenen Schuldsprüchen der Vorinstanz ergibt, hat sich 
der Beschuldigte des gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des 
mehrfachen Hausfriedensbruchs, des Fälschens von Ausweisen sowie der mehrfachen Wider-
handlung gegen das Ausländergesetz schuldig gemacht. 
 
4.2  Auszugehen ist vom gewerbsmässigen Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 StGB als 
schwerste Straftat, welcher mit einer Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren oder einer Geldstrafe nicht 
unter 90 Tagessätzen bedroht ist. Bei den Strafschärfungsgründen ist derjenige der Delikts-
mehrheit gemäss Art. 49 StGB zu berücksichtigen. Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgrün-
de führen indessen nicht zu einer automatischen Erweiterung des Strafrahmens. Der ordentli-
che Strafrahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für 
die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 
136 IV 55, E. 5.8). Das ist vorliegend nicht der Fall. Für die auszufällende Strafe ist deshalb 
vom Strafrahmen des gewerbsmässigen Diebstahls auszugehen, welcher eine Freiheitsstrafe 
von höchstens 10 Jahren vorsieht. Die Gewerbsmässigkeit fasst die einzelnen Delikte des 
Diebstahls zu einer rechtlichen Einheit zusammen (BGE 123 IV 113, 117). Das Asperations-
prinzip nach Art. 49 StGB ist insoweit bezüglich der einzelnen Diebstähle unanwendbar 

 
 
 

 
 
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(MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 139 
N 13). 
 

4.3  Hinsichtlich der objektiven Tatschwere gilt es bei der Einsatzstrafe des gewerbsmässi-
gen Diebstahls das Doppelverwertungsverbot zu beachten. Umstände, die schon Merkmale des 
gesetzlichen Tatbestandes sind, dürfen nicht für die konkrete Strafzumessungsentscheidung 
innerhalb des anzuwendenden gesetzlichen Strafrahmens berücksichtigt werden – weder zu 
Lasten noch zu Gunsten des Täters. Denn die Tatbestandserfüllung als solche hat sich bereits 
im Eröffnen des gesetzlichen Strafrahmens niedergeschlagen und ist in ihrer Bedeutung für die 
Strafmassfindung insoweit verbraucht, sonst würde dem Täter der gleiche Umstand zwei Mal 
zur Last gelegt oder zu Gute gehalten. Der Richter ist aber nicht gehindert zu berücksichtigen, 
in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist (vgl. 
HANS WIPRÄCHTIGER/STEFAN KELLER, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 47 N 102 
samt Verweisen). Im Sinne einer grundsätzlichen Festlegung hält das Kantonsgericht, Abteilung 
Strafrecht, dafür, dass bei der Strafzumessung im Kontext mit Einbruchdiebstählen in bedeu-
tendem Umfang verschuldenserhöhend veranschlagt werden muss, wenn die Täterschaft in 
Wohnliegenschaften eindringt und hierbei eine Begegnung mit der Bewohnerschaft in Kauf 
nimmt (vgl. BGer 6B_510/2013 vom 3. März 2014, E. 4.4; KGer 460 12 108 vom 25. September 
2012, E. III. 3.1).  
 
Zwar ist bei dieser Verschuldensbewertung zu beachten, dass der Beschuldigte in casu grund-
sätzlich darauf bedacht war, keine direkte Konfrontation mit den Bewohnern der betroffenen 
Liegenschaften einzugehen und mehrfach beim ersten Anzeichen von Bewohnern oder eines 
Alarms das Weite suchte. Auch versuchte er auf der Flucht nicht, seine Beute mit Gewalt zu 
sichern. Dennoch schreckte er nicht davor zurück, selbst an Feiertagen in bewohnte Liegen-
schaften einzudringen. In den Fällen 5 und 6 der Anklageschrift ist denn auch festzustellen, 
dass die Bewohner eine Konfrontation mit dem Beschuldigten erleiden mussten. Dies berück-
sichtigend ist festzuhalten, dass aufgrund des zwar nicht hoch professionellen Vorgehens, der 
dennoch beachtlichen Deliktssumme von rund CHF 20‘000.‒ sowie der in diesem Zusammen-
hang beachtlichen Grösse der für die Tatbestandserfüllung aufgewendeten Rücksichtslosigkeit, 
das objektive Verschulden der Einstandstat (gewerbsmässiger Diebstahl [Art. 139 Ziff. 2 StGB]) 
als leicht bis mittelschwer einzustufen ist.  
 
4.4 In einem nächsten Schritt ist eine Bewertung des subjektiven Tatverschuldens für den 
gewerbsmässigen Diebstahl vorzunehmen. Dabei sind grundsätzlich das Motiv und weitere 
subjektive Verschuldenskomponenten zu berücksichtigen. Egoistische bzw. verwerfliche Be-
weggründe, ein Handeln aus eigenem Antrieb etc. wirken verschuldenserhöhend, während bei-
spielsweise ein Handeln mit Eventualvorsatz (statt direktem Vorsatz), eine verminderte Schuld-
fähigkeit, ein unvollendeter Versuch oder die in Art. 48 StGB genannten Strafmilderungsgründe 
verschuldensmindernd zu gewichten sind (vgl. HANS MATHYS in SJZ 100/2004 S. 173 ff., S. 
181).  

 
 
 

 
 
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Dem Beschuldigten kann nicht zugebilligt werden, er habe aus einer eigentlichen wirtschaftli-
chen Notsituation heraus gehandelt. Das Tatmotiv, welche das gewerbsmässige Delinquieren 
prägt, ist weder einfühlbar noch erscheint es als Ausdruck einer besonders schweren Lebenssi-
tuation. Der Beschuldigte hat einzig aus finanziellen Motiven gehandelt und hierbei erhebliche 
Energien freigesetzt.  
 
Mit der Vorinstanz ist im Zweifel zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen, dass er 
keinen erhöhten Aufwand auf sich genommen hat, um in der Schweiz zu delinquieren und sich 
somit nicht einzig zum Zwecke des Einbruchsdiebstahls im Grenzgebiet aufgehalten hat und in 
die Schweiz eingereist ist. Die Einreise in die Schweiz (um hier danach zu delinquieren) ist in 
diesem Falle als neutral zu bewerten, was aber an den vorangegangenen Ausführungen, wo-
nach dem Beschuldigten eine allgemein hohe kriminelle Energie zu attestieren ist, nichts än-
dert. 
 

In einer Abwägung der verschiedenen Faktoren vermag die Bewertung der subjektiven Tat-
schwere die objektive Tatschwere nicht zu relativieren, weshalb die Gesamtwürdigung des Ver-
schuldens für die Einsatzstrafe im Ergebnis als leicht bis mittelschwer dasteht.  
 
4.5  Hinsichtlich der Täterkomponente hat das Strafgericht das Vorleben und die persönli-
chen Verhältnisse des Beschuldigten bis zum Urteilszeitpunkt zutreffend dargelegt und gewür-
digt (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 19 f.), worauf an dieser Stelle grundsätzlich zu verweisen ist 
(Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte verfügt über eine einschlägige und schwere Vorstrafe, 
deren teilweiser Strafvollzug nur rund neun Monate vor seiner ersten hier zu beurteilenden Tat 
zurückliegt. Die Vorstrafe und der erlittene Freiheitsentzug haben ihn offensichtlich nicht von 
der Begehung neuer Straftaten abhalten können, was stark straferhöhend zu berücksichtigen 
ist. Was ergänzend die persönlichen Verhältnisse anbelangt, so gibt der Beschuldigte anlässlich 
der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht im Wesentlichen zu Protokoll, er plane nach 
Verbüssung der Strafe nach Mazedonien zurückzukehren, zumal die Lage dort inzwischen bes-
ser geworden sei (vgl. Protokoll der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung [fortan: Prot. KGer] 
S. 3 f.).  
 
Im Rahmen des Nachtatverhaltens sowie des Verhaltens im Strafverfahren ist hinsichtlich des 
Geständnisses des Beschuldigten zu berücksichtigen, dass dieses nur unter erdrückender Be-
weislast und dabei zögerlich und betreffend das Deliktsgut nur einschränkend erfolgte. Somit ist 
sein Geständnis grundsätzlich als neutral zu werten – mit Ausnahme von Fall 9. In diesem Fall 
war das Geständnis des Beschuldigten ausschlaggebend für die Verurteilung, was folglich leicht 
strafmindernd zu werten ist. Eine aufrichtige Reue ist beim Beschuldigten jedoch nicht zu er-
kennen, sondern vielmehr eine berechenbare Bagatellisierung seiner Taten. 
 
4.6 Die Gesamtbewertung der Täterkomponenten zeigt, dass die festgelegte hypothetische 
verschuldensangemessene Strafe signifikant zu erhöhen und somit auf 2 ¾ Jahre Freiheitsstra-

 
 
 

 
 
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fe festzusetzen ist, was mit der Formulierung des Verschuldens auch begrifflich im Einklang 
steht. 
 
5.1 Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige 
Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere 
gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Geld- und Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen 
Strafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB. Das Gericht kann somit auf eine Gesamtfreiheitsstra-
fe nur erkennen, wenn es im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss eine Freiheits-
strafe ausfällen würde (BGE 138 IV 120 E. 5.2).  
 
5.2 Aufgrund der zusätzlichen Verurteilungen hat eine Strafschärfung gemäss Art. 49 Abs. 1 
StGB zu erfolgen, wobei sämtliche nebst dem gewerbsmässigen Diebstahl vom Beschuldigten 
begangenen Straftaten Geldstrafe oder Freiheitsstrafe als Sanktion vorsehen. Aufgrund der an 
den Tag gelegten kriminellen Energie des Beschuldigten sowie unter Berücksichtigung, dass 
bei der Wahl der Sanktion auf die Zweckmässigkeit, die Auswirkungen auf den Beschuldigten 
sowie die präventive Effizienz zu achten ist, kommt für die weiteren Delikte augenscheinlich nur 
die Ausfällung von Freiheitsstrafen in Betracht. Da die Sachbeschädigung (Art. 144 StGB) und 
der Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) überdies in einem sehr engen zeitlichen und inhaltlichen 
Zusammenhang mit dem gewerbsmässigen Diebstahl stehen und da bereits für die Einsatzstra-
fe eine Freiheitsstrafe von über sechs Monaten auszusprechen wäre, dürfen auch für die übri-
gen Delikte (mehrfache Sachbeschädigung [Art. 144 StGB], mehrfacher Hausfriedensbruch 
[Art. 186 StGB], Fälschung von Ausweisen [Art. 252 StGB] sowie die mehrfache Widerhandlung 
gegen das Ausländergesetz [Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG]) Freiheitsstrafen festgelegt werden (vgl. 
BGer 6B_1246/2015 vom 9. März 2016, E. 1.2.3). 
 
5.3 Die festgelegte Einsatzstrafe für die schwerste Tat ist unter Einbezug dieser weiteren Ta-
ten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Hierbei ist insbesondere 
zu beachten, dass der Beschuldigte in einem relativ kurzen Zeitraum intensiv delinquierte und 
dabei mehrfach sowohl das Hausrecht als auch das Eigentum anderer erheblich verletzte. So 
ist betreffend die mehrfachen Sachbeschädigungen spürbar verschuldenserhöhend zu berück-
sichtigen, dass der Beschuldigte in einer relativ kurzen Zeit einen beträchtlicher Sachschaden 
(rund CHF 8‘900.‒) verursacht hat. Bezüglich des mehrfachen Hausfriedensbruchs ist sodann 
im Rahmen der objektiven und subjektiven Tatschwere leicht verschuldensmindernd zu berück-
sichtigen, dass der Beschuldigte bei Anzeichen von Gefahr die Liegenschaften jeweils ohne zu 
zögern verlassen und das Diebesgut zurückgelassen hat, um jegliche direkte Auseinanderset-
zung mit der Bewohnerschaft zu vermeiden. Dennoch bleibt das diesbezügliche Verschulden 
insgesamt schwer. Hingegen präsentiert sich das Verschulden betreffend die Fälschung von 
Ausweisen (Art. 252 StGB) sowie mehrfache Widerhandlung gegen das Ausländergesetz (Art. 
115 Abs. 1 lit. a AuG) jeweils als leicht.  
 

 
 
 

 
 
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Bezüglich der Täterkomponenten ergeben sich betreffend dieser weiteren Straftaten keine sub-
stantiellen Abweichungen zur Haupttat des gewerbsmässigen Diebstahls (vgl. obenstehend 
II.4.4), weshalb sich an der Gesamtbewertung der Täterkomponenten nichts Wesentliches än-
dert. Die dort dargelegten subjektiven Komponenten kommen auch bei diesen Delikten zum 
Tragen und vermögen die jeweilige objektive Tatschwere nicht zu relativieren. 
 

Die vom Berufungskläger angeführten Vergleichsfälle der bundesgerichtlichen (und kantonalen) 
Praxis sind ungeeignet, die mangelnde Plausibilität der ausgesprochenen Strafe zu belegen. 
Unterschiede in der Zumessungspraxis innerhalb der gesetzlichen Grenzen sind als Ausdruck 
des Rechtssystems hinzunehmen (BGE 135 IV 191, E. 3.1 S. 193; 124 IV 44, E. 2c S. 47). Die 
Strafzumessung beruht auf einer Beurteilung aller massgeblichen Umstände des Einzelfalls und 
kann daher nicht durch den blossen Verweis auf die in anderen Fällen ausgesprochenen Stra-
fen in Frage gestellt werden (BGE 135 IV 191, a.a.O.). 
 
6.  Aufgrund einer Gesamtwürdigung aller tat- und täterbezogenen Umstände und somit 
nach Festlegen der hypothetischen verschuldensangemessenen Strafe für das Hauptdelikt und 
Festlegung der Strafen für die Nebendelikte ist nach erfolgter Asperation gemäss Art. 49 Abs. 1 
StPO festzustellen, dass die von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 3 Jahren 
und 6 Monaten durchaus als verschuldens- und tatangemessene Strafe dasteht. Der Beschul-
digte ist somit in Abweisung seiner Berufung (und mangels Vorliegens einer Anschlussberu-
fung) zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten zu verurteilen.  
 

Aufgrund der auszufällenden Strafhöhe ist ein bedingter Vollzug gemäss Art. 42 StGB ausge-
schlossen. An diese Strafe ist die ausgestandene Polizei-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft 
sowie der vorzeitige Strafvollzug von insgesamt 391 Tagen anzurechnen.  
 
 
III.  Kosten 

 
Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Die Berufung ist vorliegend vollumfänglich ab-
zuweisen. In Anbetracht dieses Verfahrensausgangs gehen die ordentlichen Kosten des Beru-
fungsverfahrens in der Höhe von CHF 9'250.‒, beinhaltend eine Urteilsgebühr von CHF 8‘750.‒ 
sowie Auslagen von CHF 500.‒, zu Lasten des Berufungsklägers.  
 
Nachdem dem Berufungskläger die amtliche Verteidigung bewilligt worden ist, wird der einge-
setzten Advokatin Patricia Elmer ein Honorar gemäss der Honorarnote mit einer Ausnahme 
(lediglich 3 Stunden statt 6.5 Stunden für die Verhandlungsvorbereitung inklusive Aktenstudium 
und Ausarbeitung des Parteivortrags) zuzüglich des Aufwands für die kantonsgerichtliche 
Hauptverhandlung in der Höhe von insgesamt CHF 3‘624.‒ (inkl. Auslagen) zuzüglich 8% 

 
 
 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Mehrwertsteuer (CHF 289.90), somit insgesamt CHF 3‘913.90, aus der Gerichtskasse ausge-
richtet. 
 
Der Beschuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung an den 
Kanton verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a 
StPO). 

 
 
 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 

://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 21. September 2015 wird 
in Abweisung der Berufung des Beschuldigten bestätigt und lautet präzi-
sierend wie folgt:   

      
   1.   A.____ wird des gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfachen 

Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, des 
Fälschens von Ausweisen sowie der mehrfachen Widerhandlung 
gegen das Ausländergesetz schuldig erklärt und verurteilt zu ei-
ner 

Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten, 

dies unter Anrechnung der ausgestandenen Polizei-, Untersu-
chungs- und Sicherheitshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs 

von insgesamt 391 Tagen,  

in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB, Art. 144 Abs. 1 
StGB, Art. 186 StGB, Art. 252 al. 4 StGB, Art. 115 Abs. 1 lit. a 
AuG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 lit. a AuG, Art. 40 StGB, Art. 49 Abs. 1 
StGB und Art. 51 StGB. 

      
   2.   Das Verfahren betreffend Hausfriedensbruch im Fall 8 (Anklage 

Ziff. I.) wird zufolge Fehlen von Prozessvoraussetzungen (gültiger 
Strafantrag) eingestellt. 

      
   3.   [...] 

 
   4.   [...] 

 

   5.  a) Die Verfahrenskosten (ohne Kosten für die amtlichen Verteidi-
gung und Kosten für die Übersetzung gemäss Art. 426 Abs. 3 lit. 
b StPO) belaufen sich auf insgesamt CHF 24‘684.00 und beste-
hen aus den Kosten des Vorverfahrens von insgesamt 
CHF 17‘484.00, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts 
von insgesamt CHF 1‘200.00 und einer pauschalen Gerichtsge-
bühr von insgesamt CHF 6‘000.00. 

Die Verfahrenskosten werden gestützt auf Art. 426 Abs. 1 StPO 
A.____ in Höhe der zu verrechnenden Gelder auferlegt und ge-
hen im Übrigen in Anwendung von Art. 425 StPO sowie § 4 Abs. 
3 GebT zufolge Uneinbringlichkeit zu Lasten des Staates. 
 

 
 
 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

    b) Die Kosten der Übersetzung gemäss Art. 426 Abs. 3b StPO be-
laufen sich auf insgesamt CHF 1‘295.00 (Kosten im Vorverfahren: 
CHF 945.00; Kosten an der Hauptverhandlung: CHF 350.00) und 
gehen zu Lasten des Staates. 
 

    c) Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 
CHF 4‘668.85 (inkl. Hauptverhandlung, Auslagen und 8 % Mehr-
wertsteuer) wird aus der Gerichtskasse entrichtet. 

 
 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 

CHF 8‘750.‒, zuzüglich Auslagen von CHF 500.‒ (somit insgesamt 
CHF 9‘250.‒), gehen zu Lasten des Beschuldigten.  
 

Der amtlichen Verteidigerin, Advokatin Patricia Elmer, wird für das Berufungs-
verfahren ein Honorar in der Höhe von CHF 3‘624.‒ (inkl. Auslagen) zuzüglich 
8% Mehrwertsteuer (CHF 289.90), somit insgesamt CHF 3‘913.90, aus der 
Gerichtskasse ausgerichtet. 
 
Der Beschuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen Ver-
teidigung an den Kanton verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen Verhält-
nisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 
 

 
 
Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Marius Vogelsanger