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**Case Identifier:** d9871e75-ad64-5d3b-a32b-75d710c7832a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.04.2017 100 2016 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-82_2017-04-06.pdf

## Full Text

100.2016.82U
STE/WEB/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. April 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Keller, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Werren

A.________
vertreten durch Fürsprecherin …
Beschwerdeführer 

gegen

B.________ und C.________
Beschwerdegegnerschaft 

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Safnern
Baubewilligungsbehörde, Hauptstrasse 62, 2553 Safnern

betreffend Baubewilligung für Luft-Wasser-Wärmepumpe (Entscheid der 
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 3. März 2016; 
RA Nr. 110/2015/134)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.04.2017, Nr. 100.2016.82U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ reichte am 9. April 2015 bei der Einwohnergemeinde (EG) 
Safnern ein Baugesuch für die Installation einer Luft/Wasser-Wärmepumpe 
in Split-Ausführung (mit Innen- und Aussengerät) auf der Parzelle Safnern 
Gbbl. Nr. 1___ ein. Diese liegt in der Wohnzone W1 und ist der Lärmemp-
findlichkeitsstufe (ES) II zugeordnet. Gegen das Bauvorhaben erhoben 
unter anderen B.________ und C.________ Einsprache. Am 2. Juli 2015 
erteilte die EG Safnern die Baubewilligung inkl. Ausnahmebewilligung für 
das Unterschreiten des Strassenabstands durch das an der Nordfassade 
der Garage vorgesehene Aussengerät (Verdampfer). Bereits am 14. Juli 
2015 widerrief sie diese Bewilligung wieder, weil die Gewässer-
schutzbewilligung fehlte. Hierauf schrieb die Bau-, Verkehrs- und Energie-
direktion des Kantons Bern (BVE) das gegen die Baubewilligung ange-
hobene Beschwerdeverfahren am 19. August 2015 als gegenstandslos 
geworden ab. Nachdem das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern 
(AWA) am 17. Juli 2015 die fehlende Gewässerschutzbewilligung ausge-
stellt hatte, erteilte die EG Safnern am 10. September 2015 die nachge-
suchte Baubewilligung inkl. Ausnahmebewilligung für das Unterschreiten 
des Strassenabstands. Am 25. September 2015 teilte sie A.________ 
ausserdem mit, dass sein Gesuch um vorzeitigen Baubeginn an der Bau-
kommissionssitzung vom 22. September 2015 genehmigt worden sei. 
Hierauf liess A.________ die Wärmepumpe installieren.

B.

Am 6. Oktober 2015 reichten B.________ und C.________ gegen den 
Bauentscheid vom 10. September 2015 bei der BVE Beschwerde ein. 
Diese hiess das Rechtsmittel mit Entscheid vom 3. März 2016 gut, hob den 
Bauentscheid der EG Safnern vom 10. September 2015 auf und 
verweigerte die Baubewilligung. Zur Begründung führte sie im We-
sentlichen aus, dass das Aussengerät der Wärmepumpe den erforderlichen 
Strassenabstand gemäss kommunaler Strassenbaulinie nicht einhalte und 

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mangels besonderer Verhältnisse dafür keine Ausnahmebewilligung erhält-
lich sei.

C.

Dagegen hat A.________ am 21. März 2016 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben mit den Rechtsbegehren, der Entscheid der BVE vom 
3. März 2016 sei aufzuheben und es sei ihm die Baubewilligung für die 
Wärmepumpe zu erteilen; eventualiter sei der Entscheid der BVE vom 
3. März 2016 aufzuheben und ihm die Ausnahme- und Baubewilligung für 
die Wärmepumpe zu erteilen. Unter Hinweis darauf, dass die Gemeinde 
eine Baureglementsänderung betreffend Aufhebung von Baulinien und 
Strassenalignementen öffentlich aufgelegt habe, beantragt er die Sistierung 
des Verfahrens bis mindestens 30 Tage nach Erlass der Genehmigungs-
verfügung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern 
(AGR).

B.________ und C.________ beantragen mit Beschwerdeantwort vom 
19. April 2016, die Beschwerde und das Sistierungsgesuch seien 
abzuweisen. Die BVE schliesst mit Vernehmlassung vom 31. März 2016 
ebenfalls auf Abweisung des Rechtsmittels, zum Sistierungsantrag äussert 
sie sich nicht. Die EG Safnern stellt in ihrer Stellungnahme vom 4. April 
2016 keine ausdrücklichen Anträge, hält jedoch fest, dass sich «die Be-
schwerdeantwort der Bauherrschaft» grundsätzlich mit ihrer Meinung de-
cke.

Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Juli 2016 hat die Instruktionsrichte-
rin das Verfahren sistiert bis zum Inkrafttreten der am 8. Juni 2016 von der 
Gemeindeversammlung beschlossenen Änderung des Baureglements der 
EG Safnern vom 18. September 2013 (GBR) betreffend die Aufhebung der 
Baulinien und Strassenalignemente. Mit Schreiben vom 24. Januar 2017 
hat die EG Safnern mitgeteilt, dass das Regierungsstatthalteramt 
Biel/Bienne die Beschwerde von B.________ gegen den Gemeinde-
versammlungsbeschluss am 13. September 2016 abgewiesen, das AGR 
mit Verfügung vom 8. Dezember 2016 die Änderung des GBR genehmigt 

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und der Gemeinderat deren Inkraftsetzung per 1. Januar 2017 beschlossen 
habe. Daraufhin hat die Instruktionsrichterin das Verfahren mit Verfügung 
vom 26. Januar 2017 wieder aufgenommen und den Beteiligten Gelegen-
heit gegeben, sich zu dessen Fortgang zu äussern. A.________ hat mit 
Eingabe vom 2. Februar 2017 den Eventualantrag zurückgezogen. Die 
BVE beantragt mit Stellungnahme vom 6. Februar 2017, die Sache zur 
Fortsetzung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung an die EG Safnern 
zurückzuweisen. Die EG Safnern bestätigt mit Stellungnahme vom 14. Feb-
ruar 2017 ihre bisherige Haltung. B.________ und C.________ haben sich 
nicht mehr vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2. 

Streitig ist zunächst, ob für die Installation der Wärmepumpe eine Baube-
willigung nötig ist.

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2.1 Baubewilligungspflichtig sind alle künstlich geschaffenen und auf 
Dauer angelegten Bauten, Anlagen und Einrichtungen (Bauvorhaben), die 
in fester Beziehung zum Erdboden stehen und geeignet sind, die Nut-
zungsordnung zu beeinflussen, indem sie zum Beispiel den Raum äusser-
lich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt be-
einträchtigen (Art. 1a Abs. 1 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; 
BSG 721.0]). Keiner Baubewilligung bedürfen insbesondere der Unterhalt 
von Bauten und Anlagen, für eine kurze Dauer erstellte Bauten und An-
lagen sowie andere geringfügige Bauvorhaben (Art. 1b Abs. 1 BauG). Ge-
mäss Art. 6 Abs. 1 Bst. f des Dekrets vom 22. März 1994 über das Bau-
bewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1) fallen 
darunter Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie, wenn sie an Ge-
bäuden angebracht werden oder als kleine Nebenanlagen zu Gebäuden 
installiert werden und den kantonalen Richtlinien entsprechen. Vorbehalten 
bleibt Art. 7 BewD. Die Befreiung von der Bewilligungspflicht entbindet zu-
dem nicht von der Einhaltung der anwendbaren Vorschriften und der Ein-
holung anderer Bewilligungen (Art. 1b Abs. 2 BauG).

2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass sein Vorhaben gestützt 
auf Art. 6 Abs. 1 Bst. f BewD keiner Bewilligung bedürfe, zumal die für sein 
Projekt geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften eingehalten würden. 
So verfüge er über eine Gewässerschutzbewilligung und die Abstände, das 
Lichtraumprofil sowie die Lärmgrenzwerte würden eingehalten (vgl. Be-
schwerde S. 4 ff.). Die Vorinstanz ist in ihrem Entscheid nicht ausdrücklich 
auf die Frage der Baubewilligungspflicht eingegangen, setzt diese jedoch 
implizit voraus (vgl. angefochtener Entscheid E. 3e, 4b, 5c und 6a).

2.3 Als bewilligungsfrei erklärt der bernische Gesetzgeber in Art. 6 
BewD Bauvorhaben, von denen er annimmt, sie beeinflussten die Nut-
zungsordnung und die Umwelt nicht derart, dass ein vorgängiges Baube-
willigungsverfahren durchgeführt werden muss (Zaugg/Ludwig, Kommentar 
zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 1b N. 1). In diesem Sinn 
sind gemäss den Richtlinien «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung 
erneuerbarer Energien» (im Folgenden: Richtlinien; einsehbar unter: 
<http://www.jgk.be.ch>, Rubriken «Baubewilligungen/Baubewilligungsver-
fahren») des Regierungsrats vom Januar 2015 nur Wärmepumpen inner-

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halb von Gebäuden von der Baubewilligungspflicht ausgenommen; Wär-
mepumpen ausserhalb von Gebäuden gelten demgegenüber als baubewil-
ligungspflichtig im Sinn von Art. 1a Abs. 1 BauG. Die Baubewilligungspflicht 
gilt auch für Split-Wärmepumpen mit Aussen- und Innengerät (Richtlinien 
Ziff. 3.5). Grund für die unterschiedliche Behandlung sind die Lärmemissio-
nen, die durch den Betrieb von Anlageteilen ausserhalb von Gebäuden 
entstehen.

2.4 Das Aussengerät (Verdampfer) der umstrittenen Wärmepumpe liegt 
ausserhalb des Gebäudes des Beschwerdeführers an der Nordfassade der 
Garage. Aus diesem Grund bedarf die Anlage einer Baubewilligung ge-
mäss Art. 1a Abs. 1 BauG (vgl. VGE 2015/231 vom 31.10.2016 E. 3.2 ff., 
2014/197 vom 27.5.2015 E. 2.1). Ob durch die vom Beschwerdeführer ein-
geholten Berichte und Bewilligungen den Anforderungen von Art. 1b Abs. 2 
BauG Genüge getan worden ist, ist entgegen seiner Auffassung nicht von 
Bedeutung, da das umstrittene Bauvorhaben so oder anders baubewilli-
gungspflichtig ist.

3.

Die Vorinstanz hat die Baubewilligung aufgehoben, weil das Aussengerät 
der Wärmepumpe den Strassenabstand gemäss Strassenbaulinie nicht 
einhalte und keine Ausnahmebewilligung erteilt werden könne (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 5e, 5f und 6a).

3.1 Gemäss Art. 36 Abs. 1 BauG sind Bauvorhaben grundsätzlich nach 
dem zur Zeit der Einreichung des Baugesuchs geltenden Recht zu beur-
teilen. Während des Verfahrens in Kraft tretendes neues Recht ist jedoch 
anzuwenden, wenn dieses für die gesuchstellende Person günstiger ist, 
weil durch den Rückzug des Gesuchs und dessen Neueinreichung ohne 
weiteres die Anwendung neuen Rechts erwirkt werden könnte (BVR 2006 
S. 444 E. 4.1, 1997 S. 355 E. 1a; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 36 N. 2d). 
Nachdem die Gemeinde die Baulinien und Strassenalignemente aufge-
hoben hat (vgl. Bst. C vorne), ist ab äusserstem Rand des öffentlichen Ver-
kehrsraums ein Strassenabstand von 4 m (Basiserschliessung) bzw. 3 m 

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(übrige Gemeindestrassen) einzuhalten (Art. 24 Abs. 2 GBR). Der Abstand 
zwischen Aussengerät und Gemeindestrasse beträgt 4,23 m (angefochte-
ner Entscheid E. 5c und Schreiben des Beschwerdeführers vom 13.4.2015 
[act. 3B, Register 1]) bzw. 4,26 m (Beschwerde S. 6); das Vorhaben ist 
insofern reglementskonform. Mit der Begründung der Vorinstanz lässt sich 
der Bauabschlag somit nicht mehr halten.

3.2 Damit steht die Bewilligungsfähigkeit der Anlage aber – anders als 
der Beschwerdeführer meint – noch nicht fest. Denn die BVE hat auch 
festgestellt, dass sowohl das Baugesuchsformular vom 9. April 2015 als 
auch der Situationsplan vom 27. April 2015 – wohl im Zuge des Bewilli-
gungswiderrufs vom 14. Juli 2015 (vgl. Bst. A vorne) – als «ungültig» ge-
stempelt worden seien. Im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren seien 
offenbar ein neues Baugesuch mit neuen Planunterlagen weder verlangt 
noch eingereicht worden. Dadurch seien die gemäss Bauentscheid vom 
10. September 2015 als integrierende Bestandteile der Baubewilligung be-
zeichneten «mit dem Genehmigungswerk der Gemeinde versehenen Plan-
unterlagen» gar nicht vorhanden. Hinzu komme, dass für die im Bauent-
scheid enthaltene Empfehlung an die Bauherrschaft, einen vom Fundament 
der Garage unabhängigen Sockel für das Aussengerät zu erstellen, keine 
Pläne vorhanden seien. Es sei daher unklar, was überhaupt bewilligt wor-
den sei. Die BVE beantragt deshalb, die Sache sei zur Fortsetzung des 
Verfahrens und zu neuer Entscheidung an die EG Safnern zurückzuweisen 
(Stellungnahme vom 6.2.2017 [act. 14]).

3.3 Eine Baubewilligung setzt formell ein gültiges Baugesuch voraus 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 38/39 N. 11). Das Baugesuch ist der Gemein-
deverwaltung auf dem amtlichen Formular einzureichen und hat das Bau-
vorhaben in allen für die Beurteilung wesentlichen Punkten zu beschreiben. 
Lage, Einordnung, Gestaltung und Konstruktion sind überdies mittels Si-
tuationsplan und Projektplänen darzustellen (Art. 34 Abs. 1 BauG und 
Art. 10-14 BewD; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 34 N. 4; VGE 23435 vom 
21.1.2009 E. 4.2). Von Amtes wegen werden keine Baubewilligungen er-
teilt. Das Fehlen eines schriftlichen Baugesuchs führt zwar nicht notwendi-
gerweise zur Nichtigkeit einer trotzdem erteilten Baubewilligung 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Vorbemerkungen zu den Art. 32-44 N. 1a; BVR 

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2010 S. 433 E. 2.11 [bestätigt durch BGer 1C_497/2009 und 1C_499/2009 
vom 8.6.2010], 2007 S. 58 E. 6.3). Es fehlt aber eine grundlegende Voraus-
setzung für die nachgesuchte Baubewilligung, weshalb diese – anders als 
der Beschwerdeführer meint – nicht erteilt werden kann. Vielmehr sind 
zunächst die festgestellten formellen Mängel zu beheben, was nicht Sache 
des Verwaltungsgerichts ist.

3.4 Ebenfalls offen gelassen hat die BVE den Hauptstreitpunkt, nämlich 
ob die Wärmepumpe unzulässige Lärmimmissionen verursacht. Als neue 
ortsfeste Anlage muss die Wärmepumpe die Planungswerte gemäss 
Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Um-
weltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) i.V.m. Art. 7 Abs. 1 
Bst. b und Anhang 6 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 
(LSV; SR 814.41) einhalten. Darüber hinaus müssen die Lärmemissionen 
im Rahmen der Vorsorge so weit begrenzt werden, als dies technisch und 
betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG 
i.V.m. Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV). Auch wenn die Planungswerte eingehalten 
sind, ist somit stets anhand der in Art. 11 Abs. 2 USG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 
Bst. a LSV genannten Kriterien im Einzelfall zu prüfen, ob im Rahmen des 
Vorsorgeprinzips zusätzliche Emissionsbegrenzungen erforderlich sind. Als 
verhältnismässig gelten weitergehende Emissionsbeschränkungen dabei, 
wenn mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche Reduktion der 
Emissionen erreicht werden kann (BGE 141 II 476 E. 3.2, 124 II 517 E. 4b; 
BGer 1C_204/2015 vom 18.1.2016 E. 3.7, 1C_393/2014 vom 3.3.2016 
E. 6.2, 1C_10/2011 vom 28.9.2011 E. 4.1). Das gilt auch, wenn es sich um 
geringfügige Emissionen handelt (BGE 140 II 33 E. 4.1, 133 II 169 E. 3.2; 
Griffel/Rausch, Kommentar USG, Ergänzungsband, Art. 11 N. 14 mit weite-
ren Hinweisen).

3.5 Die Anlage hält die für die ES II massgeblichen Planungswerte von 
55 dB(A) am Tag (7.00 Uhr bis 19.00 Uhr) und 45 dB(A) in der Nacht 
(19.00 Uhr bis 7.00 Uhr; Anhang 6 Ziff. 1 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Ziff. 2 LSV) 
unbestrittenermassen ein. Gemäss der Praxis des Amtes für Berner Wirt-
schaft (beco) wird dem Vorsorgeprinzip sodann genügend Rechnung ge-
tragen, wenn die von ihm festgelegten, unterhalb der Planungswerte lie-
genden sog. Vorsorgewerte eingehalten sind. Diese betragen für die ES II 

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43 dB(A) am Tag und 33 dB(A) in der Nacht und sind ebenfalls eingehalten 
(vgl. Merkblatt «Schallpegelbegrenzung bei Einzelanlagen, Vorsorgewerte» 
vom 19.7.2016, einsehbar unter: <http://www.vol.be.ch>, Rubriken «Luft & 
Immissionen/Lärm/Heizung, Lüftung & Klima»; Fachbericht Immissions-
schutz vom 18.8.2015 [act. 3B Register 20 B4]). Mit Blick auf das Bundes-
recht (vgl. E. 3.4 hiervor) greift die Schlussfolgerung, dass damit dem Vor-
sorgeprinzip Genüge getan ist,  jedenfalls dann zu kurz, wenn – wie hier – 
weder Alternativstandorte für die Wärmepumpe (z.B. im Untergeschoss der 
Garage oder auf der Südseite des Hauses) noch Schallschutzmassnahmen 
am gewählten Standort (z.B. Ummantelung oder Abschirmung) auf ihre 
technische und betriebliche Umsetzbarkeit sowie ihre wirtschaftliche Trag-
barkeit hin geprüft wurden, d.h. eine Einzelfallprüfung gänzlich unterblieben 
ist (vgl. hierzu auch Vollzugshilfe 6.21 «Lärmtechnische Beurteilung von 
Luft/Wasser-Wärmepumpen» der Vereinigung kantonaler Lärmschutz-
fachleute, cercle bruit, vom 28.5.2015, einsehbar unter: 
<http://www.cerclebruit.ch>, Rubriken «Vollzugsordner/Industrie- und Ge-
werbelärm»). Die Akten sind auch aus diesem Grund zur Fortsetzung des 
Baubewilligungsverfahrens an die EG Safnern zurückzuweisen.

4.

4.1 Die Beschwerde ist somit insoweit gutzuheissen, als der angefoch-
tene Entscheid aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung des Baubewilli-
gungsverfahrens im Sinn der Erwägungen an die EG Safnern zurückzu-
weisen ist.

4.2 Bei diesem Ergebnis dringt der Beschwerdeführer mit seinem 
Rechtsmittel nur teilweise durch. Praxisgemäss ist indes im Kostenpunkt 
von einem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen, sofern bei Vorliegen 
eines reformatorischen (Haupt-)Antrags ein Rückweisungsentscheid ergeht 
und die infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeurteilung – wie hier – 
noch zu einer vollständigen Gutheissung des Begehrens führen kann. 
Demnach ist der Beschwerdeführer für die Kostenverlegung als vollständig 
obsiegend zu betrachten und wird die unterliegende Beschwerdegegner-
schaft kostenpflichtig. Sie hat die Verfahrenskosten zu tragen und dem 

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Beschwerdeführer die Parteikosten zu ersetzen (BVR 2016 S. 222 E. 4.1; 
Art. 108 Abs. 1 sowie Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

4.3 Üblicherweise sind die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens 
nach denselben Grundsätzen neu zu verlegen. Vorliegend haben sich in-
dessen zwischen dem erstinstanzlichen und dem verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren die rechtlichen Verhältnisse geändert. Dass das Aussengerät 
einer Ausnahmebewilligung bedurfte, weil es über die Strassenbaulinie 
hinausragt, war unbestritten. Eine solche war aber schon deshalb nicht 
erhältlich, weil Alternativstandorte nicht (ernsthaft) geprüft worden waren 
und somit auch keine besonderen Verhältnisse im Sinn von Art. 26 BauG 
erkennbar waren (angefochtener Entscheid E. 5e). Da die Lärmemissionen 
namentlich nachbarliche Interessen beeinträchtigen, fiel auch eine erleich-
terte Ausnahmebewilligung gemäss Art. 28 BauG ausser Betracht (ange-
fochtener Entscheid E. 5f). Eine summarische Prüfung ergibt, dass diese 
Beurteilung aufgrund der damaligen Rechtslage nicht zu beanstanden ge-
wesen wäre. Der vorinstanzliche Kostenschluss ist somit zu bestätigen 
(BVR 2008 S. 193 E. 9.2; VGE 2014/162 vom 24.4.2015 E. 4.3).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird dahin gutgeheissen, dass Ziff. 1 des Entscheids 
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 3. März 
2016 aufgehoben wird und die Akten an die Einwohnergemeinde 
Safnern zur Fortsetzung des Baubewilligungsverfahrens zurückgewie-
sen werden. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden der Beschwerdegegner-
schaft auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerschaft hat dem Beschwerdeführer für das Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, festgesetzt auf 
Fr. 4'842.30 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

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4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerschaft
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Safnern
- dem Bundesamt für Umwelt

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.