# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8917dce7-f56b-51ec-804f-118a88fecd39
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.12.2018 720 18 226/333
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-226-333_2018-12-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Dezember 2018 (720 18 226 / 333) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Ausbildungsmassnahmen, die zu einer höherwertigen als die vorhandene Ausbildung 

führen, gelten auch als Umschulung, sofern sie zur Erhaltung oder Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit notwendig sind. Damit sind unter Umständen auch höherwertige Aus-

bildungen von der IV zu übernehmen, wenn eine versicherte Person mit einer Teilzeittä-

tigkeit auf höherem Ausbildungsniveau ein ähnliches Einkommen erlangen könnte wie 

sie vor Eintritt der Invalidität mit einer Vollzeittätigkeit erzielt hat 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Aurelia Jenny, Rechts-
anwältin, schadenanwaelte.ch, Postfach 3284, 8034 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Berufliche Massnahmen 
 
 
 
A. A.____, geboren 1968, arbeitete vom 4. Juli 2011 bis 31. August 2015 als Sachbear-
beiterin Zollkompetenzzentrum bei der B.____ AG. Am 21. September 2014 stolperte sie beim 

 

 
 
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Joggen und verspürte dabei ein Knacken bzw. Knirschen im Nackenbereich. Die Schweizeri-
sche Unfallversicherungsanstalt Suva, bei der die Versicherte im Zeitpunkt des Unfalles obliga-
torisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert war, anerkannte ihre 
Leistungspflicht und erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen. Am 3. Juli 2015 melde-
te sich A.____ bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf unfallbe-
dingte Beschwerden an Kopf, Nacken und Arm zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kan-
tons Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse ab. Am 5. April 2017 lehnte sie das Leistungsbegehren gestützt auf einen Invalidi-
tätsgrad von 3 % ab. Gegen diese Verfügung erhob A.____ Beschwerde beim Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Mit Urteil vom 2. No-
vember 2017 (720 17 155) wies das Kantonsgericht die Beschwerde ab und führte aus, dass 
gestützt auf das bidisziplinäre neurologisch-rheumatologische Gutachten von Dr. med. C.____, 
FMH Neurologie/Verhaltensneurologie SGVN, und Dr. med. D.____, Facharzt FMH für Rheu-
matologie und Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 3. Juli/16. August 2016 von einer 80 %-
igen Arbeitsfähigkeit in einer wechselbelastenden gemischten Bürotätigkeit ohne dauernde 
Zwangshaltung ebenso wie in allen anderen optimal angepassten Verweistätigkeiten auszuge-
hen sei und somit ein Invaliditätsgrad von 22 % resultiere. Gegen dieses Urteil erhob die Versi-
cherte Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht. Dieses wies die Beschwerde mit 
Urteil vom 13. Juni 2018 ab und bestätigte, dass eine wechselbelastende Bürotätigkeit ohne 
dauernde Zwangshaltung in einem 80 % Pensum zumutbar sei. 
 
Am 8. März 2018 meldete sich A.____ bei der IV für berufliche Massnahmen und Arbeitsver-
mittlung an und beantragte eine Umschulung und allenfalls Unterstützung bei der Stellensuche. 
Mit Verfügung vom 5. Juni 2018 teilte ihr die IV-Stelle mit, dass sie keinen Anspruch auf berufli-
che Massnahmen und Arbeitsvermittlung habe. Die ablehnende Verfügung wurde wie folgt be-
gründet: Im bidisziplinären Gutachten sei festgestellt worden, dass für Tätigkeiten, die keine 
Kopfzwangshaltungen sowie keine erhöhte Belastung des Schultergürtels beinhalten würden, 
eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Es sei Fakt, dass genau der Bürobereich eine angepasste, 
wenn auch nicht die einzige Betätigung darstelle. Die Gutachter hätten das Problem der 
Zwangshaltung bei PC-Arbeiten teilweise und in geringem Masse bestätigt. Offensichtlich gehe 
die Versicherte davon aus, dass Büroarbeiten nur mit Zwangshaltungen möglich seien. Es 
komme aber ganz auf die Arbeitsstelle an und vor allem, wieviel Schreibarbeit in einer Büroan-
stellung gefragt sei oder nicht. Mit einem Sitz-Stehpult, mit kurzen Pausen und/oder anderen 
Tätigkeiten (Ablagearbeiten/Telefonate etc.) könne man diese Zwangshaltung unterbrechen 
oder damit die Einschränkung massiv minimieren. Angesichts des Alters erscheine eine voll-
ständige Umschulung ausserdem weit weg von zweckmässig, sinnvoll und nachhaltig zu sein. 
Ein Umschulungsanspruch sei daher nicht gegeben. Die Versicherte sei mit der Ausbildung im 
Büro bestens in der Lage, eine angepasste Tätigkeit anzunehmen. Der Anspruch auf Arbeits-
vermittlung sei ebenfalls abzulehnen, da selbst bei Annahme einer 80 %-igen Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit keine spezifischen Anforderungen an den Arbeitgeber oder Ar-
beitsplatz gestellt würden. Die Versicherte sei aus medizinischer Sicht in der Lage, eine ange-
passte Tätigkeit zu suchen und aufzunehmen. 
 

 

 
 
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B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Aurelia Jenny, 
am 6. Juli 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte die Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung und die Gewährung von Leistungen in Form von Massnahmen beruflicher Art, 
namentlich Umschulung und Arbeitsvermittlung; eventualiter die Anweisung der Beschwerde-
gegnerin, ihre Ansprüche auf Umschulung oder auf Arbeitsvermittlung konkret zu prüfen; alles 
unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung der Beschwerde wurde im Wesentlichen vorgebracht, 
dass die Beschwerdeführerin mit einer angepassten Büroarbeit einen Invaliditätsgrad von 22 % 
erreiche, so dass ihr Gesundheitsschaden zu einer Erwerbseinbusse von mehr als 20 % führe. 
Sie verfüge im kaufmännischen Bereich über eine Ausbildung und namentlich im Bereich der 
Zollverarbeitung auch über berufliche Erfahrung. Würde sie in diesem Bereich eine höhere 
Fachschule besuchen, so würde sie mit dieser Ausbildung im Rahmen eines 80 % Pensums 
etwa so viel verdienen wie vormals mit einem Vollpensum. Eine Zusatzausbildung im Bereich 
Logistik und Spedition erscheine damit als notwendige und geeignete Massnahme, um ihr ein 
gleichwertiges Erwerbseinkommen in einem 80 %-igen Pensum zu ermöglichen. Sie sei erst 50 
Jahre alt, so dass auch unter Annahme einer längeren Umschulungszeit in jedem Falle eine 
verbleibende Aktivitätsdauer von mindestens zehn Jahren verbleibe. Die Umschulungskosten 
würden sich auf wenige tausend Franken beschränken. Ferner sei die Eingliederungsfähigkeit 
sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht gegeben. Unter diesen Umständen sei eine 
Umschulung als angemessenes und verhältnismässiges Mittel zum Erhalt und zur Förderung 
ihrer Erwerbstätigkeit anzusehen. In jedem Falle sei ihr aber bei der Stellensuche Unterstützung 
in Form von Arbeitsvermittlung zu gewähren, da selbst bei Bürotätigkeiten ein eingeschränktes 
Belastungsprofil bestehe. Schliesslich habe es die Beschwerdegegnerin unterlassen zu prüfen, 
welche Umschulung in Frage käme, ob ein gleichwertiger Verdienst erzielt werden könnte und 
ob die Kosten in einem vernünftigen Verhältnis zum Eingliederungserfolg stünden. Ebenso we-
nig habe die Beschwerdegegnerin die Möglichkeit und die Voraussetzungen der Arbeitsvermitt-
lung geprüft. Folglich sei die Angelegenheit eventualiter zur Vornahme dieser Abklärungen an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 5. September 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde. Begründungsweise führte sie aus, dass die Beschwerdeführerin 
trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen weiterhin in ihrer angestammten Tätigkeit zu 80 % 
arbeitsfähig sei. Eine höhere Arbeitsfähigkeit könne in keiner anderen Tätigkeit attestiert wer-
den. Bei der angestammten Tätigkeit im Bürobereich handle es sich, wie auch vom Bundesge-
richt festgehalten, um eine optimal angepasste Tätigkeit. Insofern erscheine eine Umschulung 
auf eine andere Tätigkeit nicht angezeigt, da damit die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin nicht verbessert werden könne. Der Argumentation der Beschwerdeführerin, es sei eine 
Umschulung im Sinne einer höheren Ausbildung geschuldet, da sie mit einer derartigen Zusatz-
ausbildung im Bereich Logistik/Spedition in einem 80 % Pensum das früher in einem 100 % 
Pensum erwirtschaftete Einkommen erzielen könne, könne ebenfalls nicht gefolgt werden. Eine 
Ausbildung, die zu einem wesentlich höheren Einkommen als dem mit der bisherigen Tätigkeit 
erzielten führen würde, falle grundsätzlich ausser Betracht, weil eine durch die Eingliederungs-
massnahme bewirkte wirtschaftliche Besserstellung der versicherten Person im Vergleich zur 
ökonomischen Lage vor dem Invaliditätseintritt verhindert werden soll. Die Übernahme einer 
gegenüber der früheren Berufstätigkeit höherwertigen Ausbildung sei nur für den Sonderfall 

 

 
 
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möglich, dass die Art und Schwere der Invalidität und ihre beruflichen Auswirkungen derart ins 
Gewicht fallen würden, dass nur eine – verglichen mit der vor Eintritt der Invalidität ausgeübten 
Erwerbstätigkeit – anspruchsvollere Ausbildung zu einer optimalen Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit führe. Eine solche Konstellation liege nicht vor. Die Beschwerdeführerin sei in jeglicher 
beruflichen Tätigkeit zu mindestens 20 % eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin lasse zudem 
unberücksichtigt, dass die angestammte Tätigkeit bei der Zolldeklaration nicht optimal ange-
passt gewesen sei, da grosse Anteile nur in Form von Schreibarbeiten zu verrichten und erheb-
liche Gewichte zu heben gewesen seien, so dass in einer solchen Tätigkeit lediglich eine 70 %-
ige Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne. Die Bürotätigkeit im Bereich Logistik/Spedition sei 
nicht optimal angepasst gewesen und es sei nicht auszuschliessen, dass diese Tätigkeit auch 
nach einer weitergehenden Ausbildung immer noch nicht optimal angepasst sein werde. Unter 
diesen Umständen erscheine es nicht angezeigt, auf diesem Gebiet eine Weiterbildung zu ab-
solvieren. Hinzu komme, dass die Forderung nach einer höheren Ausbildung an einer höheren 
Fachschule recht unspezifisch sei. Die Beschwerdeführerin verfüge bereits über eine abge-
schlossene Berufsausbildung im kaufmännischen und damit in einer ihrem Gesundheitsscha-
den optimal angepassten Tätigkeit. Ob die Beschwerdeführerin nach Abschluss einer höheren 
Fachhochschule tatsächlich in der Lage sein werde, bei einer kaufmännischen Tätigkeit ein hö-
heres Einkommen zu erzielen, erscheine fraglich. Nicht zuletzt sei darauf hinzuweisen, dass 
insbesondere die Absolvierung einer höheren Fachhochschule aus Sicht der Verhältnismässig-
keit mit Blick auf das Kosten-Nutzenverhältnis nicht angemessen sei. Dabei falle insbesondere 
ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin bereits in einer optimal angepassten Tätigkeit über 
eine abgeschlossene Berufsausbildung verfüge und dabei aufgrund ihrer gesundheitlichen Be-
einträchtigung lediglich eine Einkommenseinbusse von 22 % erleide. Dieser doch eher geringen 
Einbusse stünden die erheblichen Kosten einer Weiterbildung an einer höheren Fachhochschu-
le entgegen. Weiter sei auch das eher fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin von 49 
Jahren zu berücksichtigen, welches eine derart aufwendige Ausbildung an einer höheren Fach-
hochschule unter Berücksichtigung der geringen Verdiensteinbusse weder zweckmässig, sinn-
voll noch nachhaltig erscheinen lasse. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 haben invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf Ein-
gliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wie-
der herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den An-
spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch auf Eingliederungs-
massnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Inva-
lidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Er-
werbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis IVG). Laut Art. 8 Abs. 3 IVG bestehen die Ein-
gliederungsmassnahmen unter anderen in Massnahmen beruflicher Art (lit. c). Zu diesen gehö-

 

 
 
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ren die Berufsberatung (Art. 15 IVG), die erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), die 
Umschulung (Art. 17 IVG), die Arbeitsvermittlung (Art. 18 Abs. 1 IVG), der Arbeitsversuch 
(Art. 18a IVG), Einarbeitungszuschüsse (Art. 18b IVG), Entschädigungen für Beitragserhöhun-
gen (Art. 18c IVG) sowie die Kapitalhilfe (Art. 18d IVG). 
 
2.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Ablehnung beruflicher Massnahmen mit Verfügung 
vom 5. Juni 2018 gerechtfertigt ist. Zu prüfen ist in einem ersten Schritt der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Umschulung. 
 
2.2.1 Ausgangspunkt jedes Anspruchs auf berufliche Massnahmen der Invalidenversiche-
rung ist das Vorhandensein eines (drohenden) invalidisierenden Gesundheitsschadens. Als 
Invalidität im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG gilt 
die voraussichtliche bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfä-
higkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.2.2 Die versicherte Person hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, 
wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit vo-
raussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG). Unter Umschulung ist 
dabei grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verste-
hen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewe-
senen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu 
vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der „annähernden Gleichwertigkeit“ nicht in erster Li-
nie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu 
erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen 
Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den 
gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung le-
diglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 
130 V 488 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 8. August 2008, 8C_163/2008, E. 2.2). 
 
2.2.3 Voraussetzung für die Übernahme der Umschulungskosten ist, dass der Invaliditäts-
grad ein bestimmtes erhebliches Mass erreicht. Dies ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich 
bei einer Erwerbseinbusse von etwa 20 % im Vergleich zum vor Eintritt des Gesundheitsscha-
dens erzielten Erwerbseinkommen der Fall. Kann die versicherte Person ihre angestammte 
Tätigkeit nicht mehr ausüben, ist zuerst zu prüfen, ob sie ohne (zusätzliche) Ausbildung eine 
andere zumutbare Tätigkeit ausüben kann. Die Erheblichkeitsschwelle von ca. 20 % bezieht 
sich also sowohl auf die Erwerbsmöglichkeit im angestammten als auch in einem leidensange-
passten Beruf. Bei der Erheblichkeitsschwelle von 20 % handelt es sich um einen von der 
Rechtsprechung entwickelten Richtwert. Hintergrund der Erheblichkeitsschwelle sind die relativ 
hohen Kosten einer Umschulung; so widerspricht es dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz, 

 

 
 
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wenn die Kosten einer Umschulung jene der auszugleichenden Erwerbseinbusse erheblich 
übersteigen. Dabei wird allerdings ausser Acht gelassen, dass unter den Umschulungsbegriff 
nicht nur (teure) Berufsausbildungen, sondern auch weniger kostspielige Massnahmen, wie 
eine kurze oder berufsbegleitende Ausbildung, fallen. Immerhin stellt die Erheblichkeitsschwelle 
von 20 % keine starre Grenze dar: Insbesondere bei Berufen mit tiefen Anfangslöhnen berück-
sichtigt die Rechtsprechung neben den aktuellen Verdienstmöglichkeiten im Rahmen einer 
Prognose auch weitere Faktoren, wie Lohnentwicklung und Aktivitätsdauer. Regelmässig be-
rücksichtigt wird insbesondere die zu erwartende zukünftige Einkommensentwicklung in der 
ursprünglich gelernten und einer allfälligen Hilfstätigkeit (BGE 130 V 488 E. 4.2; 124 V 108 E. 3; 
Urteil des Bundesgerichts vom 11. Januar 2018, 8C_808/2017, E. 3). 
 
2.2.4 Steht der Anspruch auf eine Umschulung einmal fest, ist zu prüfen, welche konkreten 
Umschulungsmassnahmen einer versicherten Person gewährt werden. Zu berücksichtigen ist 
dabei das Erfordernis der annähernden Gleichwertigkeit zwischen der ursprünglichen und der 
angestrebten Erwerbstätigkeit. Das Erfordernis der Gleichwertigkeit begrenzt im Sinne der Ver-
hältnismässigkeit den Umschulungsanspruch nach oben, wodurch sichergestellt werden soll, 
dass die versicherte Person aufgrund der Umschulung im Vergleich zu ihrer ökonomischen La-
ge vor dem Invaliditätseintritt wirtschaftlich nicht wesentlich besser gestellt wird. Grundsätzlich 
nicht übernommen werden folglich die Kosten für eine Umschulung, die zu einem wesentlich 
höheren Einkommen als dem im bisherigen Beruf erzielten führen würde. Hingegen beinhaltet 
das Erfordernis der Gleichwertigkeit keine Begrenzung nach unten. Denkbar ist also auch eine 
Umschulung zu einer bescheideneren beruflichen Tätigkeit, was invaliditätsbedingt häufig der 
Fall sein dürfte. Dabei ist einzig erforderlich, dass sich der erwartete Teilerfolg noch als genü-
gend eingliederungswirksam bezeichnen lässt, die Umschulung also zu einer dauerhaften und 
wesentlichen Verbesserung der Erwerbsfähigkeit führt (im Sinne des Verhältnismässigkeits-
grundsatzes). Die Gleichwertigkeit bezieht sich nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau, 
sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit unter Berück-
sichtigung der mit der angestrebten Ausbildung verbundenen voraussichtlichen künftigen Ent-
wicklung der Erwerbsmöglichkeit. Dennoch enthält das Kriterium der annähernden Gleichwer-
tigkeit neben diesem quantitativen auch einen qualitativen Aspekt, welcher besagt, dass die 
annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit nur dann 
zu verwirklichen sein dürfte, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen ver-
gleichbaren Wert aufweisen. Ausnahmsweise werden auch die Kosten einer höherwertigen 
Ausbildung übernommen, wenn nur eine anspruchsvollere Ausbildung zu einer höheren Berufs-
stufe eine optimale Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit erlaubt. Hingewiesen sei in 
diesem Zusammenhang auf den per 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten Art. 6 Abs. 1bis IVV, wo-
nach auch Ausbildungsmassnahmen als Umschulung gelten, die zu einer höherwertigen als die 
vorhandene Ausbildung führen, sofern sie zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähig-
keit notwendig sind. Höherwertige Ausbildungen werden ferner übernommen, wenn eine versi-
cherte Person mit einer Teilzeittätigkeit auf höherem Ausbildungsniveau ein ähnliches Einkom-
men erzielt wie vor Eintritt der Invalidität mit einer Vollzeittätigkeit, da es wie bereits erwähnt 
nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau ankommt, sondern auf die Verdienstmöglichkeit 
(vgl. zum Ganzen SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, 

 

 
 
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Rz. 835 ff.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2013, 9C_122/2012, E. 5.2.1; ZAK 
1988 S. 467). 
 
2.3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie mit ihrer jetzigen Berufsausbildung 
eine Erwerbseinbusse von 22 % erleide. Damit sei die Erheblichkeitsgrenze von 20 % bezüglich 
Erwerbseinbusse erreicht. Diese Auffassung ist zutreffend. Das Kantonsgericht hielt mit rechts-
kräftigem Urteil vom 2. November 2017 fest, dass auf die Ergebnisse von Dr. C.____ und 
Dr. D.____ im Gutachten vom 3. Juli/16. August 2016 abzustellen sei. Weiter führte es aus, 
dass die Beschwerdeführerin in einer wechselbelastenden gemischten Bürotätigkeit ohne dau-
ernde Zwangshaltungen ebenso wie in allen anderen optimal angepassten Verweistätigkeiten 
im Umfang von 80 % arbeitsfähig sei. In der Folge ermittelte es einen Invaliditätsgrad von 22 %. 
Das Bundesgericht hielt in diesem Zusammenhang zudem fest, dass es sich bei der ange-
stammten Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Büro durchaus um eine angepasste Tätigkeit im 
Sinne des zumutbaren Leistungsprofils handle, da genug Bürotätigkeiten mit etwa gleichen An-
teilen an Schreibarbeiten, Leseaufgaben und telefonischer Kundenbetreuung sowie der Mög-
lichkeit, Zwangshaltungen zu vermeiden und zwischen sitzender, stehender und gehender Ver-
richtung zu wechseln, vorhanden seien (E. 3.3). Die Erheblichkeitsgrenze von 20 % ist zweifel-
los erreicht. 
 
2.3.2 Die Beschwerdegegnerin wendet ein, dass die Beschwerdeführerin in ihrer ange-
stammten Bürotätigkeit optimal angepasst sei und die Arbeitsfähigkeit auch in einer Verweistä-
tigkeit nicht höher sei, so dass mit einer Umschulung gar keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit 
erreicht werde könne. Dieser Einwand ist grundsätzlich richtig. Die Beschwerdeführerin behaup-
tet auch gar nicht, mit einer Umschulung ihre Arbeitsfähigkeit steigern zu können, sondern ist 
vielmehr der Ansicht, dass sie mit einer Umschulung ihre Arbeitsfähigkeit wirtschaftlich besser 
verwerten könne. Diesem Argument hält die Beschwerdegegnerin entgegen, dass eine solche 
wirtschaftliche Besserstellung im Vergleich zur wirtschaftlichen Situation vor Eintritt des Ge-
sundheitsschadens durch die postulierte Gleichwertigkeit gerade verhindert werden solle. Dazu 
ist festzustellen, dass es vorliegend nicht um eine wirtschaftliche Besserstellung, sondern um 
den Ausgleich des durch den Gesundheitsschaden erlittenen Verdienstausfalls geht. Wie be-
reits in Erwägung 2.2.4 hiervor dargelegt, werden die Kosten für höherwertige Ausbildungen 
übernommen, wenn eine versicherte Person mit einer Teilzeittätigkeit auf höherem Ausbil-
dungsniveau ein ähnliches Einkommen erzielt wie vor Eintritt der Invalidität mit einer Vollzeittä-
tigkeit. Dies und nicht mehr wird von der Beschwerdeführerin mit der vorgeschlagenen Fach-
schulausbildung Logistik und Spedition erreicht. 
 
2.3.3 Die Beschwerdegegnerin wendet ferner ein, dass eine Umschulung im Bereich Logistik 
und Spedition schon deshalb nicht zielführend sei, weil die Beschwerdeführerin in diesem Tä-
tigkeitsbereich nur zu 70 % arbeitsfähig sei und dieser Tätigkeitsbereich nicht optimal ange-
passt sei. Dieser Argumentation kann insofern nicht gefolgt werden, als die Umschulung gerade 
bezweckt, auch im Bereich Logistik und Spedition nicht mehr die angestammte, nicht optimal 
angepasste Tätigkeit, sondern eben eine andere höhere Funktion ausüben zu können. 
 

 

 
 
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2.3.4 Die Beschwerdegegnerin führt weiter an, eine aufwendige Ausbildung an einer höhe-
ren Fachschule sei im Hinblick auf das fortgeschrittene Alter und unter Berücksichtigung der 
geringen Verdiensteinbusse weder zweckmässig, sinnvoll noch nachhaltig. Auch dieser Ein-
wand vermag nicht zu überzeugen. Einerseits verbleiben der Beschwerdeführerin noch 14 Jah-
re Erwerbstätigkeit, was doch noch eine erhebliche Zeitspanne ist. Andererseits kann auch die 
Verdiensteinbusse von 22 %, was fast einem Viertel entspricht, nicht als geringfügig bezeichnet 
werden. Eine mögliche Umschulung erweist sich somit aus diesen Gründen nicht von vornhe-
rein als unverhältnismässig. 
 
2.4 Entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdegegnerin ist damit eine Umschulung – zu-
mindest aus den von ihr angeführten Gründen – nicht von vornherein ausgeschlossen. Ob alle 
für eine Umschulung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann allerdings heute nicht 
entschieden werden, da die Frage der Eignung, Zweckmässigkeit und Verhältnismässigkeit der 
Umschulung von den Umständen des konkreten Umschulungsprogrammes abhängen. Im vor-
liegenden Fall beantragt die Beschwerdeführerin lediglich die Finanzierung einer Fachschulwei-
terbildung im Bereich Logistik und Spedition, ohne jedoch näher zu spezifizieren, welcher kon-
krete Lehrgang mit welchen Zulassungsvoraussetzungen, Inhalten, Anforderungen, Zeitdauer 
und Kosten tatsächlich angeboten wird. Die Beschwerdeführerin geht etwas vage von wenigen 
Jahren Zeitdauer und wenigen tausend Franken Kosten aus, ohne diese Schätzung näher zu 
substantiieren. Fraglich ist nun, ob es Sache der Beschwerdeführerin wäre, konkrete Informati-
onen vorzubringen und zu belegen. Grundsätzlich gilt der Untersuchungsgrundsatz im Sozial-
versicherungsrecht in Bezug auf alle Leistungsbegehren (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Danach hat die 
Beschwerdegegnerin von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts-
erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die 
für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit 
besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Damit ist die 
Beschwerdegegnerin auch bei einem Antrag auf Gewährung beruflicher Massnahmen verpflich-
tet, die Voraussetzungen zu prüfen und die erforderlichen Abklärungen ex officio vorzunehmen. 
Im vorliegenden Fall ist ein möglicher Anspruch auf Umschulung – wie bereits erwähnt –, nicht 
schon aus formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen, so dass die Beschwerdegegne-
rin verpflichtet gewesen wäre, das Gesuch im Hinblick auf eine konkrete mögliche Umschulung 
bzw. Weiterbildung näher zu prüfen und entsprechende Abklärungen zu treffen. Die Beschwer-
degegnerin hätte die Beschwerdeführerin zumindest zu einem Gespräch einladen müssen. In-
dem sie dies unterliess, verletzte sie den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 
ATSG. Die Beschwerde ist in diesem Punkt im Sinne des Eventualbegehrens deshalb gutzu-
heissen. 
 
3.1 Die Beschwerdeführerin beantragt ausserdem Arbeitsvermittlung durch die Beschwer-
degegnerin. Gemäss Art. 18 IVG haben arbeitsunfähige, aber eingliederungsfähige versicherte 
Personen Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes. 
Gemäss Praxis des Bundesgerichts hat die vor der 5. IV-Revision ergangene Rechtsprechung 
nach wie vor Geltung. Demnach wird vorausgesetzt, dass die betroffene Person für das Finden 
einer Arbeitsstelle auf die spezifischen Fachkenntnisse der IV-Stelle angewiesen ist (vgl. zum 

 

 
 
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Ganzen ausführlich Urteil des Kantonsgerichts vom 20. November 2014, 720 14 228/281, 
E. 3.2f.). 
 
3.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass sie teilarbeitsunfähig sei. Die Beschwerde-
gegnerin habe zudem anerkannt, dass sie auf eine besondere Art von Büroarbeit angewiesen 
sei. Insbesondere dürfe diese keine Zwangshaltungen beinhalten bzw. müsse durch kurze Pau-
sen und/oder andere Tätigkeiten wie Ablagearbeiten oder Telefonate unterbrochen werden. 
Weiter könne der Einschränkung mit einem Sitz/Stehpult beigekommen werden. An einen po-
tenziellen Arbeitsplatz seien damit besondere Anforderungen zu stellen. Gegenüber einem zu-
künftigen Arbeitgeber bedürfe es einer Erklärung, welche Arbeiten unter welchen Bedingungen 
(Belastungsprofil) genau erledigt werden könnten. Die Beschwerdeführerin könne im Rahmen 
der Arbeitsvermittlung von den Kontakten der Beschwerdegegnerin profitieren und mit einem 
potenziellen Arbeitgeber in Kontakt kommen. Auch diese Massnahme erscheine damit als ge-
eignete und notwendige Vorkehr, um die Beschwerdeführerin in den Arbeitsprozess zu reinteg-
rieren. Überdies erscheine sie im Hinblick auf den geringen Aufwand als verhältnismässiges 
bzw. angemessenes Mittel, um ihr eine leidensadaptierte Beschäftigung zu verschaffen. 
 
3.3 Die Beschwerdeführerin ist in einer wechselbelastenden gemischten Bürotätigkeit ohne 
dauernde Zwangshaltungen zu 80 % arbeitsfähig. Stellen im kaufmännischen Bereich mit die-
sem Belastungsprofil sind keine Seltenheit. Damit werden keine speziellen Anforderungen an 
den Arbeitgeber oder den Arbeitsplatz gestellt. Ausserdem liegen bei der Beschwerdeführerin 
keine speziellen gesundheitlichen Hindernisse vor, die eine Unterstützung bei der Stellensuche 
erforderlich machen, worauf die Beschwerdegegnerin zu Recht hinweist. Damit sind die Vo-
raussetzungen für eine Unterstützung durch die IV bei der Arbeitssuche klarerweise nicht erfüllt, 
so dass der Antrag auf Arbeitsvermittlung und somit die Beschwerde in diesem Punkt abzuwei-
sen sind.  
 
4. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung vom 
5. Juni 2018 insoweit aufgehoben wird, als sie den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen 
verneint. Die Beschwerdegegnerin wird angewiesen, den Antrag der Beschwerdeführerin auf 
Umschulung näher zu prüfen und entsprechende Abklärungen im Sinne der Erwägungen vor-
zunehmen. Damit wird die Beschwerde in Bezug auf den Eventualantrag teilweise gutgeheis-
sen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 
 

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist 
allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des 
hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Auf-
grund dieser Bestimmung hat die Beschwerdegegnerin als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht 
für die Verfahrenskosten aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess 

 

 
 
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keine Verfahrenskosten erhoben werden. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird ihr zurückerstattet. 
 
5.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der 
Beschwerdeführerin macht mit Honorarnote vom 30. Oktober 2018 für das vorliegende Verfah-
ren einen Zeitaufwand von 8.2 Stunden geltend. Zu beachten ist, dass vorprozessualer Auf-
wand (Positionen vom 7. März 2018 im Umfang von 0.3 Std. und vom 26. April 2018 im Umfang 
von 0.2 Std.) praxisgemäss nicht berücksichtigt werden kann. Folglich bleibt ein Aufwand von 
7.7 Stunden zu entschädigen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen 
praxisgemäss bei durchschnittlichen Fällen zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2‘144.95 (7.7 Stunden à Fr. 250.-- plus Auslagen von Fr. 66.60 und 7.7 % Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
6.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
6.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefoch-
tene Verfügung vom 5. Juni 2018 insoweit aufgehoben wird, als sie 
den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen verneint, und es wird die 
Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit 
diese den Antrag auf Umschulung näher prüfe und entsprechende 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurück-
erstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2‘144.95 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
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