# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99cff8be-9e54-5eba-84cc-6fa5031dda78
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 10.06.2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-10--J_2021-06-10.pdf

## Full Text

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB  

 

 Feldeggweg 1, 3003 Bern 
Tel. 058 463 74 84, Fax 058 465 99 96 
www.edoeb.admin.ch 

 

 
Bern, 10. Juni 2021 

 
 
 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

 
im Schlichtungsverfahren zwischen 

 
X. 

(Antragsteller) 
 

und 
 

compenswiss (Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) 

I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Anstalt zur Verwaltung der 
Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO (Ausgleichsfondgesetz; SR 830.2) am 1. Januar 20191 
werden die Ausgleichsfonds der drei Sozialversicherungen Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHV), Invalidenversicherung (IV) und Erwerbsersatz für 
Dienstleistende, bei Mutterschaft und Vaterschaft (EO) zentral von der compenswiss 
(Ausgleichsfonds AHV/IV/EO) mit Sitz in Genf verwaltet. compenswiss ist eine selbständige, 
öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes mit eigener Rechtspersönlichkeit, führt eine eigene 
Rechnung und ist im Handelsregister eingetragen.2 Obwohl die drei Ausgleichsfonds 
gemeinsam von compenswiss verwaltet werden, bestehen die drei Vermögen auch unter dem 
neuen Dach der Anstalt unabhängig voneinander. Sie sollen trotz der getrennten Finanzierung 
und Rechnungsführung weiterhin grundsätzlich gemeinsam angelegt werden. Das Gesetz legt 
die Kriterien fest, an denen sich die Anlagetätigkeit der Anstalt grundsätzlich orientieren soll. 
Festgelegt ist in AHVG, IVG und EOG3 wie hoch der Stand der jeweiligen Ausgleichsfonds 
mindestens sein muss. Zudem gilt das Investitionsreglement.4 Aufgabe von compenswiss ist es, 
für jeden Ausgleichsfonds das bestmögliche Verhältnis zwischen Sicherheit und 
marktkonformem Ertrag entsprechend seinem Anlage- und Risikoprofil zu gewährleisten und 
sicherzustellen, dass für die Durchführung der AHV-, IV und EO-Leistungen die notwendigen 
flüssigen Mittel jederzeit vorhanden sind. So muss sie auftrags- und strategiekonform für die 
drei Ausgleichsfonds eine angemessene Anlagepolitik mit einem hohen Bedarf an liquiden 
Mitteln und einem relativ kurzen Anlagehorizont führen. Im Gegensatz zu den Pensionskassen, 
bei denen die langfristigen Verpflichtungen im Zentrum stehen, bestehen bei den hier 
betroffenen Versicherungen wegen des Umlageverfahrens keine kalkulierbaren langfristigen 
Verpflichtungen gegenüber den Rentenbezügerinnen und -bezügern, die als 
Orientierungsgrösse für die Risikoverteilung dienen könnten. Deshalb müssen die drei 

                                                      
1  Botschaft zum Bundesgesetz über die Anstalt zur Verwaltung der Ausgleichsfonds von AHV, IV und EO vom 

18. Dezember 2015 (Ausgleichsfondgesetz), BBl 2016 311 (zitiert BBl 2016). 
2  compenswiss (admin.ch) (besucht am 14. April 2021). 
3  BBl 2016 317 ff.; Art. 107 Abs. 3 AHVG, Art. 79 Abs. 2 IVG und Art. 28 Abs. 3 EOG. 
4  Reglement B-100 - Reglement relatif aux placements.pdf¸ 2-Vermoegensverwaltung der compenswiss (4).pdf (besucht am 

14. April 2021). 

https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/glossar/compenswiss.html

 

 

 

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Ausgleichsfonds stets mit genügend Liquidität ausgestattet sein, um die Durchführung der 
Sozialversicherungen zu gewährleisten.5 

2. Der Antragsteller (Journalist) hat per E-Mail am 23. Dezember 2020 gestützt auf das 
Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; 
SR 152.3) bei compenswiss um Zugang zu folgenden Dokumenten ersucht:  
− "Liste der Verkäufe von Aktiva im Monat März" (Begehren 1) 
− "Protokollen zu den Sitzungen des Gremiums, das operative Anlegeentscheide fällt vom 

Februar 2020 bis zum Mai 2020, also dem Investment Committee (erwähnt im 
Jahresbericht 2018)" (Begehren 2); 

− "alle Auszüge aus den Verwaltungsratsprotokollen, welche Verkäufe von Aktiva im Jahr 
2020 betrafen" (Begehren 3); 

− "alle Auszüge aus den Protokollen des Anlageausschusses des Verwaltungsrates, welche 
Verkäufe von Aktiva im Jahr 2020 betrafen" (Begehren 4). 

3. Die Geschäftsstelle von compenswiss teilte mit E-Mail vom 28. Dezember 2020 dem 
Antragsteller mit, bevor ihm ausführlich geantwortet werden könne, müsse aus Governance-
Gründen Rücksprache mit dem Verwaltungsrat genommen werden. Allerdings könnten ihm 
jedoch bereits einige Informationen gegeben werden: "[…] Unser Anlageprozess funktioniert so, 
dass wir pro Ausgleichsfonds (AHV, IV und EO) ein Risikobudget einhalten müssen, das vom 
Verwaltungsrat festgelegt wird. Es beinhaltet ein dynamisches Element, wonach wir im Prinzip 
Massnahmen ergreifen sollten, wenn das Risiko einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. 
Zu den wichtigsten Transaktionen gehörte, dass wir ab Ende Februar 2020 die Portfolio-
Exposure in Aktien über Derivate um rund 3 % reduzierten. Im März wurden zum Zweck des 
Rebalancing des Portfolios Verkäufe von ausländischen Staats- und Unternehmensanleihen in 
Höhe von ca. CHF 1,5 Mrd. bzw. 5% des Portfolios getätigt. Nach dem anschliessenden 
starken Rückgang der Märkte schlossen wir ein Programm zur Absicherung von Aktien gegen 
extreme Risiken ab, was einer Erhöhung der Aktien-Exposure um etwa 3.2 % entsprach. […] 
Das Gesamtergebnis war sehr positiv. Die überwiegende Mehrheit der verkauften Wertpapiere 
wurde zu Kursen verkauft, die über ihren Kaufkursen lagen, da sie sich schon lange in unserem 
Portfolio befanden. Darüber hinaus wurde durch das bereits erwähnte Programm zur 
Absicherung extremer Risiken ein erheblicher Gewinn für das Portfolio erzielt 
(ca. CHF 340 Mio.). Schliesslich federte die Dynamik der Reduzierung und die anschliessende 
Wiederaufstockung des Aktienanteils des Portfolios den Rückgang ab und compenswiss 
profitierte von der Markterholung. Eine ausführliche Präsentation erfolgt an unserer 
traditionellen Jahresmedienkonferenz zu den Ergebnissen der compenswiss, die am 
11. Februar 2021 stattfinden wird […]. Die Anlageentscheide werden vom Investment 
Committee (IC) getroffen. Operative Entscheide fallen nicht in die Kompetenzen des 
Verwaltungsrats oder dessen Anlageausschuss. Es gibt daher keine Protokolle des 
Verwaltungsrats und des Anlageausschusses, welche Verkäufe von Aktiva im Jahr 2020 
betrafen." 

4. In der Folge teilte compenswiss mit E-Mail vom 11. Januar 2021 dem Antragsteller weiter mit, 
dass in der Zwischenzeit mit dem Präsidium des Verwaltungsrates Rücksprache genommen 
wurde. Die Transaktionen und die Anlagestrategie von compenswiss würden an der 
Medienkonferenz vom 11. Februar 2021 anhand von Slides und Grafiken ausführlich erläutert 
und kommentiert werden. Es scheine compenswiss wichtig, Informationen dieser Art allen 
Medien gleichzeitig zugänglich zu machen. Gerade in diesen Zeiten sei eine transparente 
Kommunikation über die drei Ausgleichsfonds der AHV, der IV und EO zentral. "Deshalb wollen 

                                                      
5  BBl 2016 316 ff. 

 

 

 

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wir alle Journalisten gleichbehandeln und mit einer klaren Kommunikation dafür sorgen, dass 
keine Missverständnisse bei der Auslegung von Daten entstehen. Unsere Experten und 
Verantwortlichen werden sämtliche Fragen direkt beantworten. […] Gerne werde [compenswiss] 
nach der Medienkonferenz zur Verfügung stehen, um Ihre Fragen in einem 
Hintergrundgespräch zu beantworten. Selbstverständlich stehe [compenswiss] Ihnen auch 
bereits jetzt für ein Telefongespräch zur Verfügung, sollten Sie dies wünschen. Aus den oben 
erwähnten Gründen kann [compenswiss] aber gegebenenfalls nicht alle Ihre Fragen vor der 
Medienkonferenz beantworten." 

5. Der Antragsteller zeigte sich mit E-Mail vom 11. Januar 2021 mit dieser Stellungnahme nicht 
zufrieden und ersuchte um eine Begründung der Zugangsverweigerung, um einen 
Schlichtungsantrag stellen zu können. 

6. Am 20. Januar 2021 nahm compenswiss Stellung und teilte dem Antragsteller in Bezug auf die 
Liste der Verkäufe von Aktiva im Monat März (Begehren 1) mit, dass compenswiss, abgesehen 
von den Informationen, die er bereits erhalten habe, und jenen, die an der Medienkonferenz 
vom 11. Februar 2021 präsentiert würden, nicht in der Lage sei, ihm die Liste der im März 2020 
gekauften Aktiva zur Verfügung zu stellen. Eine vorzeitige und detaillierte Offenlegung ihrer 
Transaktionen sei aus ihrer Sicht nicht gerechtfertigt. Dabei stützte sie sich auf Art. 7 Abs. 1 
Bst. a BGÖ (Beeinträchtigung der freien Meinungs- und Willensbildung), Art. 7 Abs. 1 
Bst. f BGÖ (Schutz der wirtschafts- und währungspolitischen Interessen der Schweiz) und Art. 7 
Abs. 1 Bst. g BGÖ (Schutz der Geschäftsgeheimnisse). Weiter erklärte compenswiss, dass trotz 
der Tatsache, dass Transaktionen aus den genannten Gründen nicht offengelegt werden 
könnten, sie im Interesse der Transparenz so viele Informationen wie möglich an der 
Medienkonferenz, im Geschäftsbericht und auf der Website veröffentliche. An der diesjährigen 
Medienkonferenz würden insbesondere die im März 2020 durchgeführten Transaktionen 
thematisiert, indem sie allen Journalisten im gleichen Umfang zur gleichen Zeit und zusammen 
mit Erläuterungen zu Hintergrund und Strategie von compenswiss präsentiert würden (Art. 2 
Abs. 1 VBGÖ). Zu den Protokollen des Investment Committees (Begehren 2) äusserte 
compenswiss, dass in diesen Protokollen die betreffenden Transaktionen aufgeführt seien, 
weshalb aus den genannten Gründen kein Zugang gewährt werden könne. Zu den Auszügen 
aus den Verwaltungsratsprotokollen (Begehren 3) erklärte compenswiss, der Verwaltungsrat 
habe in seiner Sitzung vom 18. März 2020 beschlossen, dass die Kompetenz zur Reduzierung 
des Schutzniveaus (Verkauf oder Neutralisierung aller Positionen) der TRH-Portfolios an eine 
Gruppe bestehend aus der Geschäftsleitung und dem Präsidenten des Verwaltungsrates (VRP) 
delegiert werde. Diese Gruppe habe zwischen dem 18. und 23. März 2020 entschieden, die 
Aktienabsicherung zu beenden, was sich im Nachhinein als extrem erfolgreich erwiesen habe. 
Der Gewinn aus dieser Absicherung habe ca. CHF 340 Millionen im Jahr 2020 betragen. In 
diesem Jahr seien keine weiteren Beschlüsse zum Verkauf von Aktiva durch den 
Verwaltungsrat gefasst worden. Zu den Auszügen aus den Protokollen des Anlageausschusses 
des Verwaltungsrates (Begehren 4) informierte compenswiss, dass vom Anlageausschuss des 
Verwaltungsrates keine Entscheidungen zum Verkauf von Aktiva getroffen worden seien. 

7. Mit Schreiben vom 21. Januar 2021 reichte der Antragsteller einen Schlichtungsantrag beim 
Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Beauftragter) ein (Eingang am 
8. Februar 2021). 

8. Der Beauftragte bestätigte mit Schreiben vom 9. Februar 2021 gegenüber dem Antragsteller 
den Eingang des Schlichtungsantrages und teilte ihm mit, dass angesichts der aktuellen Lage 
nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Bearbeitungsfrist angemessen verlängert werde 
(Art.12a der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung 
[Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31]). Gleichentags forderte der Beauftragte 

 

 

 

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compenswiss dazu auf, die betroffenen Dokumente sowie bei Bedarf eine ergänzende 
Stellungnahme einzureichen. 

9. Am 11. Februar 2021 fand die Medienkonferenz von compenswiss statt. Gleichentags 
veröffentlichte das Bundesamt für Sozialversicherung BSV und compenswiss eine 
Medienmitteilung.6  

10. Am 15. Februar 2021 gab der Beauftragte dem Antragsteller Gelegenheit zur Einreichung einer 
ergänzenden Stellungnahme (Art. 12 Abs. 2 VBGÖ). 

11. Am 16. Februar 2021 stellte der Antragsteller dem Beauftragten per E-Mail eine ergänzende 
Stellungnahme zu, in der er u.a. ausführte, dass es Mitte März 2020 in Folge der Pandemie zu 
starken Kurskorrekturen an den Börsen gekommen sei. Aus früheren Recherchen sei ihm 
bekannt, dass die Anlagestrategie des Ausgleichsfonds Risikoüberlegungen vorsehe, in 
solchen Fällen rasch Anlagen zu verkaufen. Diese Strategie hätte seit Jahren überarbeitet 
werden sollen, was aber bis jetzt offenbar nicht geschehen sei. Da es sich beim 
Ausgleichsfonds um einen ebenso grossen wie wichtigen Anlagefonds der ganzen Bevölkerung 
(und künftiger Generationen) handle, sei das von grossem öffentlichen Interesse. Weiter nimmt 
der Antragsteller zu den einzelnen Argumentationen von compenswiss Stellung. 

12. Mit Schreiben vom 26. Februar 2021 reichte compenswiss dem Beauftragten eine ergänzende 
Stellungnahme, den E-Mail-Austausch zwischen ihr und dem Antragsteller sowie folgende 
Dokumente ein: Liste der Verkäufe von Aktiva von compenswiss im Monat März 2020, 
Protokolle des Investment Committees von Februar bis Mai 2020, Auszug aus dem Protokoll 
der Verwaltungsratssitzung vom 18. März 2020, Teilnehmerliste der Medienkonferenz von 
compenswiss vom 11. Februar 2021 sowie die Dokumente, welche den Teilnehmenden an der 
Medienkonferenz vom 11. Februar 2021 zur Verfügung gestellt wurden (Medienmitteilung der 
compenswiss und Präsentation der Medienkonferenz der compenswiss). 

13. Auf Anfrage des Beauftragten am 10. März 2021 teilte compenswiss dem Beauftragten mit, 
dass ihr Geschäftsbericht voraussichtlich im Juni 2021 in den Bundesrat komme und im 
Sommer publiziert werde. 

14. Auf die weiteren Ausführungen des Antragstellers und compenswiss sowie auf die 
eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

15. Der Antragsteller reichte ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ bei compenswiss ein. Diese 
verweigerte den Zugang zu den verlangten Dokumenten. Die Antragsteller ist als Teilnehmer an 
einem vorangegangenen Gesuchsverfahren zur Einreichung eines Schlichtungsantrags 
berechtigt (Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Der Schlichtungsantrag wurde formgerecht (einfache 
Schriftlichkeit) und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme der 
Behörde) beim Beauftragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

16. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.7 

                                                      
6  compenswiss: gute Anlageresultate nach einem turbulenten 2020 (admin.ch), DE Medienmitteilung compenswiss 

11.02.2021 (1).pdf (zuletzt besucht am 14. April 2021). 
7 Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, 

BBl 2003 1963 (zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024. 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen/rss-feeds/nach-themen/alle-mitteilungen.msg-id-82301.html

 

 

 

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Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der 
Angelegenheit eine Empfehlung abzugeben.  

B. Materielle Erwägungen  

17. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der 
Verwaltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31) die Rechtmässigkeit und die 
Angemessenheit der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.8 

18. Mit der Einführung des Öffentlichkeitsgesetzes hat ein Paradigmenwechsel vom 
Geheimhaltungs- hin zum Öffentlichkeitsprinzip stattgefunden. Seither liegt es nicht mehr im 
freien Ermessen der Behörde, ob sie Informationen und amtliche Dokumente zugänglich 
machen will oder nicht. Nach Art. 6 Abs. 1 BGÖ wird vielmehr jeder Person ein generelles 
Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten gewährt, ohne dass ein besonderes Interesse 
nachgewiesen werden müsste. Gemäss Öffentlichkeitsgesetz besteht jedoch eine widerlegbare 
gesetzliche Vermutung zugunsten des freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten. Die objektive 
Beweislast zur Widerlegung der Vermutung des freien Zugangs obliegt der Behörde, wobei sie 
darzulegen hat, dass bzw. inwiefern eine oder mehrere der gesetzlich vorgesehenen 
Ausnahmebestimmungen erfüllt sind. Misslingt ihr der Beweis, ist der Zugang grundsätzlich zu 
gewähren.9 

19. Die Bestimmungen von Art. 7, Art. 8 und Art. 9 BGÖ sehen Ausnahmetatbestände vor, bei 
deren Vorliegen der Zugang zu amtlichen Dokumenten einzuschränken, aufzuschieben oder 
ganz zu verweigern ist. Erweist sich im Ergebnis eine Einschränkung des Zugangs als 
gerechtfertigt, so muss die Behörde in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips dafür die 
möglichst mildeste, das Öffentlichkeitsgesetz am wenigsten beeinträchtigende Form wählen.10 
Demnach darf der Zugang nicht komplett verweigert werden, wenn ein verlangtes Dokument 
Informationen enthält, die nach den Ausnahmebestimmungen von Art. 7–9 BGÖ nicht 
zugänglich sind. Vielmehr ist in diesem Fall ein eingeschränkter, das heisst teilweiser Zugang 
zu denjenigen Informationen im Dokument zu gewähren, welche nicht geheim zu halten sind.11 

20. In Bezug auf die Begehren 3 und 4 äusserte der Antragsteller in seiner Stellungnahme an den 
Beauftragten vom 15. März 2021 Folgendes: "Die Ablehnung des Gesuches für 'Alle Auszüge 
aus den Verwaltungsratsprotokollen, welche Verkäufe von Aktiva im Jahr 2020 betrafen' wird in 
der Antwort auf mein Gesuch nicht einmal begründet - aber en passant bestätigt, dass es am 
18.03. im Verwaltungsrat einen Beschluss gab. Mein Gesuch um 'Alle Auszüge aus den 
Protokollen des Anlageausschusses des Verwaltungsrates, welche Verkäufe von Aktiva im Jahr 
2020 betrafen' wird abgelehnt, weil es 'keine Entscheidungen' dazu gegeben habe. Mein 
Gesuch betrifft aber nicht nur 'Entscheidungen', sondern alle Teile von Protokollen, die den 
Verkauf 'betrafen' - auch wenn nichts entschieden, sondern nur darüber geredet, oder 
beispielsweise Informationen zur Kenntnis genommen wurden. Es scheint mir nicht zulässig, 
mein Gesuch abzulehnen, weil nichts entschieden wurde." 

21. Zum Begehren 3 (Verwaltungsratsprotokolle) und Begehren 4 (Protokolle Anlageausschuss des 
Verwaltungsrates) teilte compenswiss dem Antragsteller mit E-Mail vom 28. Dezember 2020 

                                                      
8 GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ), 

Art. 13, Rz 8. 
9  Urteil des BVGer A-6003/2019 vom 18. November 2020 E. 2.1. 
10  BGE 133 II 209 E. 2.3.3. 
11  Urteil des BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017 E. 6.4.2. 

 

 

 

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mit, dass die Anlageentscheide vom Investment Committee (IC) getroffen würden. Operative 
Entscheide würden nicht in die Kompetenz des Verwaltungsrates oder seines Ausschusses 
fallen. Es gebe daher keine Protokolle des Verwaltungsrates und des Anlageauschusses, 
welche Verkäufe von Aktiva im Jahr 2020 beträfen. 

22. In seiner Stellungnahme vom 20. Januar 2021 teilte compenswiss dem Antragsteller mit: "Der 
Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung vom 18. März 2021 beschlossen, dass die Kompetenz zur 
Reduzierung des Schutzniveaus (Verkauf oder Neutralisierung aller Positionen) des TRH-
Portfolios an eine Gruppe bestehend aus Geschäftsleitung und dem Präsidenten des 
Verwaltungsrates (VRP) delegiert wird. Diese Gruppe hat zwischen dem 18. und dem 
23. März 2020 entschieden, die Aktienabsicherung zu beenden, was sich im Nachhinein als 
extrem erfolgreich erwiesen habe. Der Gewinn auf dieser Absicherung betrug ca. CHF 340 Mio. 
im Jahr 2020. Im Jahr 2020 wurden keine weiteren Entscheidungen zum Verkauf von Aktiva 
getroffen. […] Im Jahr 2020 wurde vom Anlageausschuss des Verwaltungsrates keine 
Entscheidungen von Aktiva getroffen." 

23. Bezugnehmend auf das mit Stellungnahme vom 26. Februar 2021 an den Beauftragten 
zugestellte Dokument "Auszug aus dem Verwaltungsratsprotokoll vom 18. März 2020" erklärt 
compenswiss, nachdem der Antragsteller diesbezüglich eine Zusammenfassung im Schreiben 
vom 20. Januar 2021 erhalten habe (siehe Ziffer 6), könne ihm der Auszug nun ohne Weiteres 
zur Verfügung gestellt werden.  

24. Der Beauftragte stellt fest, dass compenswiss den Zugang zum "Auszug aus dem 
Verwaltungsratsprotokoll vom 18. März 2020" gewähren will. 

25. Zu Begehren 3 und 4 erklärt compenswiss, Anlageentscheide würden vom Investment 
Committee (IC) getroffen. Es bestünden in den Protokollen keine Passagen mit operativen 
Entscheiden der beiden Gremien, mit Ausnahme des vorerwähnten Dokumentes, zu welchen 
sie den Zugang gewährt (siehe Ziffer 21 und 22). Der Antragsteller hält dagegen fest, sein 
Gesuch betreffe nicht nur Entscheidungen, sondern alle Teile von Protokollen, die den Verkauf 
betrafen, auch wenn nichts entschieden worden sei (siehe Ziffer 20). compenswiss reichte dem 
Beauftragten, ausser dem Auszug aus dem Protokoll des Verwaltungsrates (siehe Ziffer 23), 
keine Protokolle des Verwaltungsrates und keine Protokolle des Anlageausschusses des 
Verwaltungsrates zu (siehe Ziffer 12), weshalb der Beauftragte sich hierzu nicht äussern kann.  

26. Der Beauftragte empfiehlt daher compenswiss die Begehren 3 und 4 erneut zu prüfen und 
Zugang nach den Vorgaben des Öffentlichkeitsgesetzes zu gewähren. Falls in den Protokollen 
kein Informationsgehalt entsprechend dem Zugangsgesuch enthalten ist, sind die 
Voraussetzungen von Art. 5 Abs. 1 Bst. a BGÖ nicht erfüllt, weshalb dazu kein Zugang gewährt 
werden kann.12 compenswiss orientiert den Antragsteller über das Ergebnis dieser Prüfung. 

27. In Bezug auf Begehren 1 und 2 führt der Antragsteller in seiner ergänzenden Stellungnahme an 
den Beauftragten aus, es sei nach Öffentlichkeitsgesetz nicht zulässig, den Zugang zur “Liste 
der Verkäufe von Aktiva im Monat März 2020” mit dem Hinweis auf eine bevorstehende 
Medienkonferenz zu verweigern. Dies solle im Rahmen dieses Schlichtungsverfahren auch 
ausdrücklich festgehalten werden, damit der Ausgleichsfonds diese Praxis ändere. Eine 
irgendwann stattfindende Medienkonferenz sei kein Grund, Fragen von Medienschaffenden 
nicht zu beantworten oder ein Gesuch nach Öffentlichkeitsgesetz abzulehnen. Wenn es sich 
tatsächlich um Geschäftsgeheimnisse, Strategien oder kostenpflichtige Informationen handeln 
würde, dann dürften diese auch an einer Medienkonferenz nicht veröffentlicht werden.  

  
                                                      
12  NUSPLIGER, Handkommentar BGÖ, Art. 5 Rz. 11ff.; Urteil des BVGer A-2070/2017 vom 16. Mai 2018 E. 4.2.4.1. 

 

 

 

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28. compenswiss erklärte in der Stellungnahme vom 20. Januar 2021 an den Antragsteller, sie sei 
angesichts ihrer Bedeutung auf dem Markt ständig bestrebt, so transparent wie möglich zu sein. 
Trotz der Tatsache, dass Transaktionen aus den genannten Gründen (siehe dazu nachfolgend 
Ziffer 31ff.) nicht offengelegt werden könnten, veröffentliche sie im Interesse der Transparenz 
so viele Informationen wie möglich an der Medienkonferenz, im Geschäftsbericht und auf der 
Website. An der diesjährigen Medienkonferenz würden insbesondere die im März 2020 
durchgeführten Transaktionen thematisiert, indem sie entsprechend Art. 2 Abs. 1 VBGÖ allen 
Journalisten im gleichen Umfang zur gleichen Zeit und zusammen mit Erläuterungen zu 
Hintergrund und Strategie von compenswiss präsentiert würden. Eine vorzeitige und detaillierte 
Offenlegung ihrer Transaktionen sei aus ihrer Sicht nicht gerechtfertigt. 

29. Ein Dokument mit amtlichem Charakter (Art. 5 BGÖ) unterliegt grundsätzlich dem öffentlichen 
Zugang. Gemäss Rechtsprechung wird diese Zielsetzung durch eine Zugangsgewährung für 
Einzelpersonen selbst dann gewahrt, wenn diese in den Genuss eines 
"Informationsvorsprungs" kommt. Das Recht auf Zugang zu einer Information nach Art. 6 
Abs. 1 BGÖ umfasst demnach nicht das Recht auf gleichzeitige Information. Eine Verletzung 
des Grundsatzes des gleichen Zugangs für jede Person gemäss Art. 2 VBGÖ liegt somit nicht 
vor, wenn ein Zugangsgesuchsteller als erster Zugang zu einem Dokument erhält.13 

30. Seit dem Inkrafttreten des Öffentlichkeitsgesetzes ist zwischen der aktiven und der passiven 
Behördeninformation zu unterscheiden.14 Die aktive Information, die sog. Information von Amtes 
wegen, wird vom Öffentlichkeitsgesetz nicht erfasst.15 Aktive Informationstätigkeiten sind 
einerseits allgemein (Art. 180 BV, Art. 10 RVOG) und andererseits spezialrechtlich (bspw. die 
Berichterstattung des Beauftragten nach Art. 30 des Bundesgesetzes über den Datenschutz, 
DSG; SR 235.1) geregelt. Bei der allgemeinen aktiven Information verfügt die Behörde 
grundsätzlich über einen grossen Ermessenspielraum, ob und in welchem Umfang sie 
Informationen veröffentlichen will. Sie kann auch Informationen veröffentlichen, die sie nach 
Öffentlichkeitsgesetz nicht zugänglich machen müsste.16  

31. Demgegenüber regelt das Öffentlichkeitsgesetz (einzig) die passive Information, d.h. den 
Zugang auf Gesuch hin. Wird bei der Behörde ein Zugangsgesuch eingereicht, hat sie dieses 
nach den Vorgaben des Öffentlichkeitsgesetzes zu bearbeiten. Nach Ansicht des Beauftragten 
ist es legitim, dass eine Behörde eine Medienkonferenz (aktive Behördeninformation) 
vorbereiten kann, ohne dem Druck der öffentlichen Meinung ausgesetzt zu sein. Somit kann 
eine zeitnah stattfindende Medienkonferenz Grund für einen Zugangsaufschub nach 
Öffentlichkeitsgesetz sein, soweit die Behörde dies mit einer Ausnahmebestimmung 
entsprechend begründen kann. Ob der Aufschub nach Öffentlichkeitsgesetz wirksam ist, ist 
stets im Einzelfall zu prüfen. Diese Frage kann offenbleiben, da zwischenzeitlich die 
Medienkonferenz erfolgt ist. Auch bei Wegfall des Aufschubgrundes kann sich eine Behörde für 
eine Zugangsbeschränkung weiterhin auf das Öffentlichkeitsgesetz stützen und entsprechende 
Ausnahmegründe anrufen. Nachfolgend wird im Einzelnen geprüft, ob compenswiss den 
Zugang zu den strittigen Informationen zu recht verweigert hat. 

32. compenswiss ist vorweg der Auffassung, das Öffentlichkeitsgesetz komme vorliegend nicht zur 
Anwendung, da Bestimmungen des Ausgleichsfondsgesetzes dem Öffentlichkeitsgesetz als 
Spezialbestimmungen vorgehen würden (Art. 4 BGÖ). Alle Informationen, die geteilt werden 

                                                      
13  Urteil BVGer A-2020/2017 vom 16. Mai 2018 E. 5.4. 
14  BRUNNER, Persönlichkeitsschutz bei der behördlichen Information der Öffentlichkeit von Amtes wegen: Ein Leitfaden, 

ZBl 111/2010, 599 ff. 
15  BBl 2003 1977. 
16  BRUNNER/MADER, Handkommentar BGÖ, Einl. Rz. 86 ff. 

 

 

 

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müssten, seien auf der Website von compenswiss veröffentlicht, insbesondere der 
Geschäftsbericht und das Anlagereglement. compenswiss unterstehe der Aufsicht des 
Bundesrates, der insbesondere den Geschäftsbericht genehmige und dem Verwaltungsrat die 
Entlastung erteile (Art. 18 Abs. 2 des Ausgleichsfondsgesetzes). Das Ausgleichsfondgesetz 
enthalte Vorschriften über die Rechnungslegung und Rechnungsführung (Art. 13, 14 und 16 
des Ausgleichsfondsgesetzes). Der Geschäftsbericht enthalte die Jahresrechnung der Anstalt, 
den Lagebericht der Anstalt und die separaten Jahresrechnungen der AHV, IV und EO. Die 
Jahresrechnungen der Anstalt sowie der drei Sozialversicherungen setzten sich zusammen aus 
der Bilanz, der Erfolgsrechnung und dem Anhang. Die Jahresrechnung der Anstalt gebe 
insbesondere Auskunft über den Bestand und die Entwicklung der Anlagen (Art. 16 Abs. 1 und 
2 Ausgleichsfondsgesetz). Die Kriterien der Transparenz betreffend die Anlagen der Anstalt 
seien somit vom Gesetzgeber direkt im Ausgleichsfondsgesetz geregelt worden. compenswiss 
müsse in ihrer Jahresrechnung nur Informationen über den Stand und die Entwicklung der 
Anlagen zu einem bestimmten Zeitpunkt des Jahres enthalten. Das Gesetz sehe keineswegs 
vor, dass sie zu jeder Zeit jegliche Anlagen und/oder Details von Transaktionen veröffentlichen 
solle. Als Spezialgesetz, welches dem Öffentlichkeitsgesetz vorgehe, habe das 
Ausgleichsfondsgesetz Vorrang. 

33. Art. 4 BGÖ behält in Bst. a spezielle Geheimhaltungsnormen und in Bst. b spezielle 
Zugangsnormen vor. Wie bereits vorgehend erwähnt (Ziffer 31), regelt das Öffentlichkeitsgesetz 
die passive Information und zeichnet sich explizit dadurch aus, dass die gesuchstellende 
Person mit ihrem Gesuch einerseits Inhalt und Umfang der verlangten Information bestimmt 
und andererseits, in welcher Form (Dokumenteneinsicht oder eine Auskunft über den Inhalt) sie 
Zugang zum Dokument wünscht. Es obliegt somit nicht mehr dem freien Ermessen der 
Behörden, ob und wie sie welche Informationen oder Dokumente offenlegen wollen.17 Diese 
Unterscheidung ist auch für die Frage des Vorliegens einer Spezialbestimmung nach 
Art. 4 BGÖ von Bedeutung. So hat das Bundesverwaltungsgericht in einem Urteil18 
festgehalten, dass aus einer Aktivinformationsbestimmung nicht gefolgert werden kann, jeder 
beantragte weitergehende Zugang könne verweigert werden, schon gar nicht, wenn die 
entsprechenden Normen nicht klar regeln, welche Informationen zu veröffentlichen sind, 
sondern dies dem Ermessen der zuständigen Behörde überlassen. Vielmehr wird es sich bei 
den genannten Normen in aller Regel lediglich um Mindestvorschriften handeln, welche ein 
Mindestmass an Information der Öffentlichkeit sicherstellen sollen. Nach Ansicht des 
Beauftragten hat compenswiss im Schlichtungsverfahren lediglich allgemein geltend gemacht, 
das Ausgleichfondsgesetz gehe als Spezialgesetz dem Öffentlichkeitsgesetz vor, hat aber nicht 
konkret dargelegt, welcher der Bestimmungen des Ausgleichsfondsgesetzes eine 
Spezialbestimmung nach Art. 4 BGÖ sein soll. Nach Ansicht des Beauftragten enthalten Art. 8 
Bst. m und n Ausgleichsfondsgesetz lediglich eine aktive Informationspflicht der Behörde.19 Sie 
definiert, welche Informationen die Behörde bei Vorliegen der gesetzlichen Vorgaben 
veröffentlichen muss. Demnach veröffentlicht der Verwaltungsrat den Geschäftsbericht, 
nachdem dieser durch den Bundesrat genehmigt wurde (Art. 8 Ziffer m Ausgleichsfondsgesetz). 
Über die erzielten Anlageergebnisse des Ausgleichsfonds orientiert der Verwaltungsrat die 
Öffentlichkeit (Art. 8 Bst. n Ausgleichsfondsgesetz). Diese Bestimmungen schliessen jedoch 
eine zusätzliche Bekanntgabe von Informationen auf Gesuch hin nicht aus, welches nach dem 
Öffentlichkeitsgesetz beurteilt werden muss.  

                                                      
17  BRUNNER/MADER, Handkommentar BGÖ), Einl. Rz. 86 ff.; BBl 2003 2001; SCHOCH, Kommentar Informationsfreiheit, IFG, §1 

Rz. 255ff., Verlag C.H. Beck, 2. Auflage 2016. 
18  Urteil des BVGer A-4571/2015 vom 10. August 2016, E. 4.2, Urteil des BGer 1C_299/2019 vom 7. April 2020 E. 3ff. 
19  BBl 2003 1977. 

 

 

 

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34. Aufgrund des Ausgeführten besteht nach Ansicht des Beauftragten kein Vorbehalt im Sinne von 
Art. 4 BGÖ, weshalb das Öffentlichkeitsgesetz anwendbar ist.  

35. Gestützt auf die Ausnahmebestimmungen nach Öffentlichkeitsgesetz verweigert compenswiss 
den vollständigen Zugang zum Begehren 1 (Liste der Verkäufe von Aktiva im Monat März) 
gestützt auf Art. 7 Abs. 1 Bst. a, f und g BGÖ. Dieselben Gründe macht compenswiss für 
Begehren 2 (Investment Committee-Protokolle) geltend, da in diesen die Transaktionen der 
Verkäufe aufgeführt seien. Die Frage, ob die Ausnahmegründe nach Art. 7 Abs. 1 Bst. a und f 
BGÖ vorliegen, kann indes, wie sogleich zu zeigen sein wird, offengelassen werden. 

36. In der Stellungnahme an den Beauftragten macht compenswiss den Schutz von 
Geschäftsgeheimnissen gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ geltend und führt dazu aus, der 
Begriff des Geschäftsgeheimnisses sei weit gefasst und erlaube der Behörde daher auch, zum 
Beispiel Informationen über Marktstrategien zu schützen. So stelle beispielsweise die von 
compenswiss umgesetzte Anlagestrategie eine dem Geschäftsgeheimnis unterliegende 
Information dar. Die Verwaltung eines Wertpapierportfolios erfordere spezielles Know-how und 
Anlageentscheidungen würden auf der Grundlage von Informationen getroffen, die nicht 
kostenlos erhältlich seien. Der detaillierte Inhalt eines solches Portfolios sei daher in der Tat als 
Geschäftsgeheimnis zu erfassen. Details zu Verkäufen über einen Monat seien eindeutig 
Informationen, die dem Geschäftsgeheimnis unterlägen. Ihre Offenlegung würde Dritten, 
insbesondere anderen Versicherern oder Anlegern, die auf denselben Finanzmärkten tätig sind, 
einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen, wenn sie in den Besitz von Informationen kämen, 
zu denen sie im normalen Geschäftsverlauf keinen Zugang hätten. Es bestünde konkret die 
Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung. Der detaillierte Inhalt des Portfolios sei daher faktisch ein 
Geschäftsgeheimnis im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ, was auch durch ein Urteil20 des 
Waadtländer Kantonsgerichtes bestätigt werde. Demnach erfordere die Verwaltung eines 
Wertpapierportfolios ein spezielles Know-how. Anlageentscheidungen würden auf der 
Grundlage von Informationen getroffen, welche nicht kostenlos erhältlich seien. 

37. Dagegen hält der Antragsteller fest, sein Gesuch erfrage nicht die Marktstrategie des 
Ausgleichsfonds oder kostenpflichtige Informationen. Sein Gesuch könne nicht aus einem 
Grund, der sachlich gar nicht zutreffe, abgelehnt werden. Selbst wenn dies der Fall wäre, sei es 
möglich und zumutbar, Transparenz herzustellen, indem allfällige Geschäftsgeheimnisse oder 
kostenpflichtige Informationen geschwärzt würden, anstatt das Gesuch als Ganzes abzulehnen. 

38. Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ entsprechend kann der Zugang eingeschränkt, aufgeschoben oder 
verweigert werden, wenn durch die Bekanntgabe amtlicher Dokumente Berufs-, Geschäfts- 
oder Fabrikationsgeheimnisse offenbart werden können. Der Begriff „Geschäftsgeheimnis“ ist 
gesetzlich nicht definiert. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird als Geheimnis 
jede in Beziehung mit dem betroffenen Geheimnisträger stehende Tatsache qualifiziert, welche 
weder offenkundig noch allgemein zugänglich ist (relative Unbekanntheit), welche der 
Geheimnisherr geheim halten will (subjektives Geheimhaltungsinteresse) und an deren 
Geheimhaltung der Geheimnisherr ein berechtigtes Interesse hat (objektives 
Geheimhaltungsinteresse).21 

39. Vom Geheimnisbegriff werden jedoch nicht alle Geschäftsinformationen erfasst, sondern nur 
die wesentlichen Daten, deren Kenntnisnahme durch die Konkurrenz Marktverzerrungen 
bewirken und dazu führen würde, dass dem betroffenen Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil 
genommen bzw. ein Wettbewerbsnachteil und damit ein Schaden zugefügt wird. Der 
Gegenstand des Geschäftsgeheimnisses muss geschäftlich relevante Informationen betreffen. 

                                                      
20  Urteil des Waadtländer Kantonsgerichtes, GE.2019.0029, vom 18. Juni 2019, Erw. 2. 
21  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3. 

http://www.jurisprudence.vd.ch/scripts/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=www.jurisprudence.vd.ch&WebServerScript=/scripts/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=7001&Parametername=WWW_V4&Schema=VD_TA_WEB&Source=search.fiw&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=FRE&nF30_KEY=177820&W10_KEY=2953951&nTrefferzeile=2&Template=search/standard/results/document.fiw

 

 

 

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Darunter können insbesondere Informationen fallen, die Einkaufs- und Bezugsquellen, 
Betriebsorganisation, Preiskalkulation, Geschäftsstrategien, Businesspläne sowie Kundenlisten 
und -beziehungen betreffen und einen betriebswirtschaftlichen oder kaufmännischen Charakter 
aufweisen. Entscheidend ist, ob diese Informationen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 
haben können, oder mit anderen Worten, ob diese Informationen bei einer Zugänglichmachung 
an Dritte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung haben. Ein abstraktes 
Gefährdungsrisiko genügt nicht.22 Die Verletzung des Geschäftsgeheimnisses muss aufgrund 
der Zugänglichkeit des betreffenden Dokuments wahrscheinlich erscheinen; eine lediglich 
denkbare oder (entfernt) mögliche Gefährdung reicht nicht aus. Als Beeinträchtigung kann 
zudem nicht jede geringfügige oder unangenehme Konsequenz des Zugangs zum 
gewünschten amtlichen Dokument wie etwa zusätzliche Arbeit oder unerwünschte öffentliche 
Aufmerksamkeit gelten. Die drohende Verletzung muss gewichtig und ernsthaft sein.23 Von 
einem berechtigten Geheimhaltungsinteresse kann dann nicht gesprochen werden, wenn die 
privaten Interessen im Widerspruch zur Rechtsordnung stehen.24 

40. Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ findet auch auf die Bundesverwaltung und auf die weiteren dem 
Gesetz unterstellten Organisationen und Personen des öffentlichen oder privaten Rechts 
Anwendung. In gewissen Fällen könnte die Zugänglichmachung bestimmter Informationen einer 
Wettbewerbsverzerrung – in einem weiteren Sinne – gleichkommen. Die Ausnahmeklausel 
erlaubt daher auch den Behörden im Sinne dieses Gesetzes beispielsweise den Schutz von 
Marktstrategien.25 

41. compenswiss spricht sich gegen die Offenlegung der Verkäufe von Aktiven im Monat 
März 2020 aus. Damit ist ihr subjektives Geheimhaltungsinteresse entsprechend erstellt. 
Unbestritten ist, dass die vom Antragsteller verlangten Informationen weder offenkundig noch 
allgemein zugänglich sind. Offen ist die Frage, ob ein objektiv berechtigtes 
Geheimhaltungsinteresse gegeben ist. 

42. compenswiss kann sich als Behörde auf den Schutz von Geschäftsgeheimnissen berufen, da 
sie bei ihrer Vermögensbewirtschaftung der drei Sozialwerke AHV/IV/EO mit anderen 
Marktteilnehmern auf denselben Anlagemärkten tätig ist. Zudem erlaubt die Ausnahmeklausel 
nach Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ auch Behörden den Schutz von Marktstrategien. compenswiss 
bringt in der Stellungnahme an den Beauftragten vor, dass einige Programme zum Verkauf und 
Kauf von Vermögenswerten sich über einige Monate erstrecke würden, insbesondere wenn das 
täglich am Markt gehandelte Volumen gering sei (sog. illiquide Vermögenswerte). Die 
Offenlegung der Transaktion würde ein Risiko des "Parallel Running" mit sich bringen, d.h. es 
würden Marktteilnehmer die Möglichkeit nutzten, um einen unrechtmässigen Vermögensvorteil 
zu erzielen. Den Einschätzungen von compenswiss als Fachbehörde in Anlagen von 
Vermögenswerten der Sozialversicherungen AHV/IV/EO sind für den Beauftragten plausibel. 
Dies gilt auch für die oben dargelegte Argumentation von compenswiss, wonach die 
Offenlegung eines detaillierten Inhalts eines Portfolios, so auch Details zu Verkäufen über einen 
Monat, Dritten, insbesondere anderen Versicherern oder Anlegern, die auf denselben 
Finanzmärkten tätig sind, einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen würden, wenn sie in den 
Besitz von Informationen kämen, zu denen sie im normalen Geschäftsverlauf keinen Zugang 
hätten. Schliesslich ist für den Beauftragten das von compenswiss zitierte Urteil des 
Waadtländer Kantonsgerichts beachtlich. Es hält fest, dass die Verwaltung eines 
Wertpapierportfolios besondere Fachkenntnisse erfordert und dass Anlageentscheidungen auf 

                                                      
22  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3; Urteil des BVGer A-3367/2017 vom 3. April 2018 E. 7.4. 
23  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 3.2.2. 
24  SCHOCH, Informationsfreiheitsgesetz, Kommentar, 2. Aufl., München 2016, § 6 Rz 96ff. 
25  BBl 2003 2012. 

 

 

 

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der Grundlage von Informationen getroffen werden, die nicht frei verfügbar sind. Die Einrichtung 
und Verwaltung eines Wertpapierdepots erfordert, so das Gericht, Know-how, das Banken 
gegen eine Gebühr durch Anpassung an das Profil des Kunden weitergeben. Der detaillierte 
Inhalt eines solchen Portfolios sei daher als Geschäftsgeheimnis zu betrachten.26 Es liegt nach 
Ansicht des Beauftragten demzufolge auf der Hand, dass compenswiss ein grosses Interesse 
an der Geheimhaltung in Bezug auf die Offenlegung von detaillierten Verkaufstransaktionen des 
von ihr verwalteten Portfolios hat. Angesichts der Exklusivität des Know-how, welches – wie 
compenswiss überzeugend darlegt – für die Verwaltung des Portfolios erforderlich ist, liegt ein 
berechtigtes objektives Geheimhaltungsinteresse vor.  

43. Es wurde somit hinreichend dargelegt, dass die mit dem Begehren 1 und 2 verlangten 
Dokumente Informationen beinhalten, welche ein Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnis im 
Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ darstellen. 

1. Liegt ein Ausnahmetatbestand vor, ist im Einzelfall zu prüfen, ob die Interessen an der 
Geheimhaltung das Transparenzinteresse überwiegen oder ob gegebenenfalls, in Anwendung 
des Verhältnismässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 BV) ein eingeschränkter Zugang in Frage 
kommt. Demnach darf der Zugang nicht einfach verweigert werden, wenn ein verlangtes 
Dokument Informationen enthält, die nach dem Ausnahmekatalog von Art. 7 BGÖ nicht 
zugänglich sind. Vielmehr ist in diesem Fall ein eingeschränkter, das heisst teilweiser Zugang 
zu den Informationen im Dokument zu gewähren, welche nicht geheim zu halten sind, etwa 
durch Anonymisierung, Einschwärzen, Teilveröffentlichung oder zeitlichen Aufschub.27 

2. Im Zusammenhang mit der Vermögenverwaltung der AHV/IV/EO Ausgleichsfonds besteht 
zweifelsohne ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit an Transparenz. So findet in der 
Politik28 und in den Medien29 eine intensive Auseinandersetzung zu den Finanzen der 
Sozialversicherungen und der damit verbundenen Anlagen der Vermögen statt. Für den 
Beauftragten ist allerdings nicht ersichtlich, in welcher Form eine Teilveröffentlichung der vom 
Antragsteller verlangten detaillierten Liste von Verkäufen von Aktiva im Monat März 2020 und 
diesbezüglichen Informationen des Investment Committees (Begehren 1 und 2) möglich wäre, 
ohne Geschäftsgeheimnisse zu offenbaren. Daher fällt die Anwendung eines milderen Mittels 
nach Ansicht des Beauftragten ausser Betracht. Aufgrund dieser Sachlage müssen die anderen 
von compenswiss angerufenen Ausnahmegründe (Art. 7 Abs. 1 Bst. a und f BGÖ) nicht mehr 
geprüft werden. 

III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte:  

3. compenswiss hält an seinem Entscheid der vollständigen Zugangsverweigerung zu Begehren 1 
("Liste der Verkäufe von Aktiva im Monat März") sowie zu Begehren 2 ("Protokollen zu den  
 

                                                      
26  Urteil des Waadtländer Kantonsgerichtes, GE.2019.0029, vom 18. Juni 2019, Erw. 2. 
27  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 3.3.2. 
28  18.4237 | Mehr Transparenz beim Compenswiss-Portfolio | Geschäft | Das Schweizer Parlament¸ 15.3969 | Ausgleichsfonds 

der AHV, IV und EO. Information des Parlamentes über die den einzelnen externen Vermögensverwaltungen anvertrauten 
Vermögenswerte | Geschäft | Das Schweizer Parlament; 19.4102 | Ist sich der Verwaltungsrat von Compenswiss seiner 
Verantwortung bewusst? | Geschäft | Das Schweizer Parlament (zuletzt besucht am 14. April 2021). 

29  Compenswiss-Präsident - «Wir haben im März richtige Entscheide getroffen - vor allem sind wir nicht aus Aktien 
ausgestiegen» | cash; Compenswiss – Vorsorgeforum; Die AHV/IV/EO-Ausgleichsfonds haben 2020 eine erfreuliche 
Performance erzielt, Schweizer Vorsorge - Vorsorgeexperten.ch; AvenueClip (argusdatainsights.ch)¸ AHV: Coronavirus trifft 
die erste Säule 2020 bei den Einnahmen (nzz.ch) (zuletzt besucht am 14. April 2021). 

http://www.jurisprudence.vd.ch/scripts/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=www.jurisprudence.vd.ch&WebServerScript=/scripts/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=7001&Parametername=WWW_V4&Schema=VD_TA_WEB&Source=search.fiw&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=FRE&nF30_KEY=177820&W10_KEY=2953951&nTrefferzeile=2&Template=search/standard/results/document.fiw
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20184237
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20153969
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20153969
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20153969
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20194102
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20194102
https://www.cash.ch/news/politik/compenswiss-praesident-wir-haben-im-maerz-richtige-entscheide-getroffen-vor-allem-sind-wir-nicht-aus-1686074
https://www.cash.ch/news/politik/compenswiss-praesident-wir-haben-im-maerz-richtige-entscheide-getroffen-vor-allem-sind-wir-nicht-aus-1686074
https://www.vorsorgeforum.ch/tag/compenswiss
https://vorsorgeexperten.ch/aktuelle-themen/artikel/die-ahviveo-ausgleichsfonds-haben-2020-eine-erfreuliche-performance-erzielt/
https://vorsorgeexperten.ch/aktuelle-themen/artikel/die-ahviveo-ausgleichsfonds-haben-2020-eine-erfreuliche-performance-erzielt/
https://avenue.argusdatainsights.ch/Article/AvenueClip?feedGUID=2492e1c9d506483abfd8d65e473fec56&artikelId=229324023&artikelDateiId=269186597
https://www.nzz.ch/finanzen/ahv-coronavirus-trifft-die-erste-saeule-2020-bei-den-einnahmen-ld.1601142
https://www.nzz.ch/finanzen/ahv-coronavirus-trifft-die-erste-saeule-2020-bei-den-einnahmen-ld.1601142

 

 

 

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Sitzungen des Gremiums, das operative Anlegeentscheide fällt vom Februar 2020 bis zum Mai 
2020, also dem Investment Committee") fest (Ziffer 43 und 45). 

4. compenswiss gewährt den Zugang zum Dokument "Auszug zum Verwaltungsprotokoll vom 
18. März 2020 (Ziffer 24). 

5. compenswiss prüft darüber hinaus das Begehren 3 ("Alle Auszüge aus den 
Verwaltungsratsprotokollen, welche Verkäufe von Aktiva im Jahr 2020 betrafen") und das 
Begehren 4 ("Alle Auszüge aus den Protokollen des Anlageausschusses des Verwaltungsrates, 
welche Verkäufe on Aktiva im Jahr 2020 betrafen") erneut und orientiert den Antragsteller über 
das Ergebnis (Ziffer 26). 

6. Der Antragsteller kann innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung bei 
compenswiss den Erlass einer Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das 
Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) verlangen, wenn er 
mit der Empfehlung nicht einverstanden ist (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

7. compenswiss erlässt eine Verfügung, wenn sie mit der Empfehlung nicht einverstanden ist 
(Art. 15 Abs. 2 BGÖ). 

8. compenswiss erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser Empfehlung oder 
nach Eingang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung (Art. 15 Abs. 3 BGÖ). 

9. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am 
Schlichtungsverfahren Beteiligten wird der Name des Antragstellers anonymisiert (Art. 13 
Abs. 3 VBGÖ). 

10. Die Empfehlung wird eröffnet: 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
X. 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
compenswiss 
Ausgleichsfonds AHV/IV/EO 
1204 Genève 

 
 
 
 
 
Adrian Lobsiger      Astrid Schwegler 

	I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte: