# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31b01683-437e-5294-a318-720682292fe9
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 15.02.2021 3-RV.2019.166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2019-166_2021-02-15.pdf

## Full Text

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

 

3-RV.2019.166       
P 30 
 

 

 
 

Urteil vom 25. Februar 2021 
 
 
 

Besetzung  Präsident Heuscher  

Richter Mazzocco  

Richter Schorno  

Gerichtsschreiberin Betsche          

 

 

 
 

   

Rekurrent   A._____   

 

vertreten durch Tagemo Treuhand AG, Frikartstrasse 2, 

4800 Zofingen    

    

 

 
 
 

Gegenstand  Einspracheentscheid der Steuerkommission Q._____ 

vom 30. August 2019 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2015 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Gericht entnimmt den Akten: 

 

1.  

Mit Verfügung vom 20. Mai 2019 wurde A. von der Steuerkommission Q. 

für die Kantons- und Gemeindesteuern 2015 zu einem steuerbaren 

Einkommen von CHF 218'200.00 und einem steuerbaren Vermögen von 

CHF 0.00 veranlagt. Dabei wurde der deklarierte Reingewinn aus 

Einzelunternehmung von CHF 150'132.00 durch verschiedene Auf-

rechnungen im Gesamtbetrag von CHF 70'075.00 auf CHF 220'207.00 er-

höht. Die Aufrechnungen enthielten unter anderem zwei nicht anerkannte 

Aufwandpositionen "Entschädigung Helfer" bzw. "Zahlung Helfer" in der 

Höhe von CHF 5'000.00 und CHF 39'000.00. 

 

2. 

Gegen die Verfügung vom 20. Mai 2019 liess A. mit Schreiben vom 19. Juni 

2019 Einsprache erheben. Er beantragte, die nicht anerkannten 

Aufwandpositionen "Entschädigung/Zahlung Helfer" seien zum Abzug 

zuzulassen, bzw. die entsprechenden Aufrechnungen der Steuerkommis-

sion Q. in der Höhe von CHF 5'000.00 und CHF 39'000.00 seien zu 

streichen. 

 

3. 

Mit Entscheid vom 30. August 2019 wies die Steuerkommission Q. die 

Einsprache ab. 

 

4. 

Den Einspracheentscheid vom 30. August 2019 (Zustellung nicht bekannt; 

Versand am 2. September 2019) hat A. mit Rekurs vom 20. September 

2019 (Postaufgabe gleichentags) an das Spezialverwaltungsgericht, 

Abteilung Steuern, weiterziehen lassen. Er lässt folgenden Antrag stellen: 

 

"Im Auftrag unseres Mandanten beantragen wir die Helferbeiträge im Be-
trag von CHF 39'000.00 als Aufwand anzuerkennen, da es sich erwiese-
nermassen um eine Weiterverrechnung von effektiven Kosten an die C. 
AG handelt und bei unserem Mandanten keinerlei Gewinn ausgelöst hat." 

 

Auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den Er-

wägungen eingegangen. 

 

5. 

Das Gemeindesteueramt Q. und das Kantonale Steueramt beantragen die 

Abweisung des Rekurses. 

 

6. 

A. hat eine Replik erstatten lassen. 

 - 3 - 

 

 

 

7. 

Das Spezialverwaltungsgericht hat beim Gemeindesteueramt Q., und bei 

den Einwohnerkontrollen S., T. und U. sowie bei der Steuerverwaltung V. 

weitere Abklärungen getätigt. 

 

8. 

Mit Schreiben vom 21. Januar 2021 hat das Spezialverwaltungsgericht A. 

die weiteren Unterlagen (Notiz des Telefonats mit dem Ge-

meindesteueramt Q. vom 15. Dezember 2020, E-Mail der Gemein-

deverwaltung T. vom 15. Dezember 2020, E-Mail der Steuerverwaltung V. 

vom 15. Januar 2021 inklusive Anhänge) zur Kenntnis- und allfälligen 

Stellungnahme zukommen lassen. 

 

9. 

Mit Schreiben vom 17. Februar 2021 hat sich A. zu den ihm zugestellten 

Unterlagen vernehmen lassen. 

 

 

 

  

 - 4 - 

 

 

 
   

Das Gericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2015. 

Massgebend für die Beurteilung sind das Steuergesetz vom 15. Dezember 

1998 (StG). 

 

2. 

2.1. 

Der Rekurrent ist im Haupterwerb selbständig tätig. Er ist Inhaber des Ein-

zelunternehmens D., welches gemäss Handelsregisterauszug die "B" 

bezweckt. Für das Jahr 2015 deklarierte er Einkünfte aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit von CHF 150'132.00. 

 

2.2. 

Die Steuerkommission Q. nahm für die Steuerperiode 2015 diverse 

Aufrechnungen vor, von denen im Rekursverfahren die Aufrechnung der 

nicht als Aufwand anerkannten Helferbeiträge im Gesamtbetrag von 

CHF 39'000.00 noch umstritten ist. Diese Aufrechnung wird im Folgenden 

geprüft. Die im Einspracheverfahren ebenfalls strittige Aufrechnung von 

weiteren, nicht als Aufwand anerkannten Helferbeiträgen im Gesamtbetrag 

von CHF 5'000.00 wird im Rekurs nicht mehr angefochten. 

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

Die Steuerkommission Q. führt zur Aufrechnung von CHF 39'000.00 aus, 

dass die durch "Barquittungen" belegten Helfereinsätze bereits in den 

Steuerperioden 2013 und 2014 nicht als Geschäftsaufwand anerkannt wor-

den seien, weshalb diese "Barquittungen" auch 2015 einer besonderen 

Prüfung unterzogen worden seien.  

 

Die Quittungen des Jahres 2015 enthielten ausser der Unterschrift keine 

Angaben über den Zahlungsempfänger. Mit der Aktenergänzung vom 

20. Juni 2019 sei vom Rekurrenten bzw. seiner Vertreterin die Angabe von 

"Vorname, Name, Adresse, Ortschaft, erhaltener Betrag, Anlass und Zeit-

raum des Helfereinsatzes, Datum und Unterschrift des Helfers" auf den 

Barquittungen einverlangt worden. Zwar habe die Vertreterin des Rekur-

renten in der Folge eine Liste mit Namen und Adressen beigebracht, doch 

sei eine Zuordnung dieser Angaben zu den einzelnen Quittungen nicht 

möglich gewesen.  

 

Zudem gehe aus den Quittungen nicht hervor, für welchen Anlass sie aus-

gestellt worden seien (Anlassort jeweils "CH"). Im Übrigen seien die Bar-

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geldauszahlungen im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 7. September 2015 er-

folgt. Dies decke sich nicht mit den Aussagen der Vertreterin des Rekur-

renten, wonach die in bar entschädigten Arbeiten eine Woche vor und nach 

dem E angefallen seien.  

 

Aus der an die C. AG gestellten Rechnung über CHF 42'120.00 könne 

schliesslich nicht automatisch auf einen Aufwand in gleicher Höhe zu 

Lasten der Erfolgsrechnung geschlossen werden, denn die im Voraus 

bezahlte Rechnung sei kein Nachweis künftiger Aufwände. Die vorliegen-

den "Barquittungen" seien vor diesem Hintergrund nicht geeignet, um die 

Auszahlung an die Zahlungsempfänger nachweisen zu können. Aufgrund 

der erheblichen Unsicherheiten werde auf eine ermessensweise Anerken-

nung von Aufwand verzichtet. 

 

3.1.2. 

Die Vertreterin des Rekurrenten brachte im Einspracheverfahren vor, bei 

den Helferbeiträgen im Gesamtbetrag von CHF 39'000.00 handle es sich 

um Entschädigungen, die in bar an 21 Helfer des E 2015 entrichtet worden 

seien. Ein solcher Grossanlass könne ohne Helfer nicht durchgeführt 

werden. Der Gesamtbetrag sei der C. AG weiterverrechnet und von dieser 

aufgrund der gleichen Quittungen akzeptiert und bezahlt worden. Nach vier 

Jahren sei es nicht mehr möglich gewesen (wie gemäss Aktenergänzung 

der Steuerkommission Q. verlangt), die Namen und Adressen aller Helfer 

ausfindig zu machen. Jedoch könne man die Namen und Adressen von 

neun Helfern, welche einen Gesamtbetrag von CHF 16'000.00 erhalten 

hätten, liefern.  

 

Im Rekursverfahren führt die Vertreterin des Rekurrenten zudem aus, es 

werde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Auftraggeber, die C. AG, 

die Helferkosten im Betrag von CHF 39'000.00 zuzüglich Mehrwertsteuer 

von 8,0 % (insgesamt CHF 42'120.00) vorausbezahlt habe, da die Anzahl 

Helfer sowie deren Abgeltung bereits im Voraus bekannt gewesen sei. Der 

Rekurrent habe somit aus der bezahlten Rechnung keinen Gewinn erzielt, 

da der gleiche Betrag zur Bezahlung der Helfer verwendet worden sei. 

 

 

Zwar habe die Steuerkommission Q. die Helfereinsätze in den Vorperioden 

2013 und 2014 nicht als Aufwand anerkannt. Jedoch sei es nicht möglich 

gewesen, für die Steuerperiode 2015 auf diese Aufrechnungen zu 

reagieren. Im Zeitpunkt der Aufrechnungen seien die Barquittungen 2015 

nämlich bereits ausgestellt gewesen und auch Bilanz und Erfolgsrechnung 

2015 seien vom damaligen Treuhandbüro bereits fertig gestellt und somit 

einer Änderung nicht mehr zugänglich gewesen.  

 

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Der Helfereinsatz finde im Übrigen immer eine Woche vor, beim Anlass 

selbst und eine Woche nach dem Anlass statt. Später datierte Barquittun-

gen hingen damit zusammen, dass das Geld eben erst zu jenem Zeitpunkt 

ausbezahlt worden sei. Es sei erstellt, dass es sich bei allen Helfern, die 

den Gesamtbetrag von CHF 39'000.00 erhalten hätten, um Helfer des E 

handle, zumal der Rekurrent im Jahr 2015 keine anderen so grossen 

Anlässe betreut und auch keine anderen Helferbeiträge entrichtet habe. Die 

Helferbeiträge aus den nachfolgenden Jahren 2016 bis 2018 zeigten 

ausserdem, dass die Höhe der Helferbeiträge im Jahr 2015 absolut 

gerechtfertigt gewesen sei. 

 

3.2. 

3.2.1. 

Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder berufsmäs-

sig begründeten Kosten von den steuerbaren Einkünften abgezogen (§ 36 

Abs. 1 StG). Gewinnungskosten sind Aufwendungen, welche mit der Ein-

kommenserzielung in einem direkten, ursächlichen Zusammenhang ste-

hen. Zur Hauptsache bestimmt sich der Gewinnungskostencharakter von 

Auslagen eines selbständig Erwerbenden nach betriebswirtschaftlichen 

Gesichtspunkten. Dabei interessiert, ob die Tätigkeit, welche den Aufwand 

verursacht hat, durch den Zweck des Unternehmens gedeckt ist. Entschei-

dend ist, ob der Aufwand in Erwartung einer wirtschaftlichen Gegenleistung 

erbracht worden ist (VGE vom 27. August 2008 [WBE.2008.17], mit Hin-

weis). Darauf, ob der selbständig Erwerbstätige auch ohne den entspre-

chenden Aufwand ausgekommen wäre oder ob auch zweckmässiger oder 

sparsamer hätte vorgegangen werden können, kommt es nicht an (Kom-

mentar zum Aargauer Steuergesetz, 4. Auflage, Muri-Bern 2015, § 36 StG 

N 5). 

 

3.2.2. 

Nach Gesetz, Lehre und Rechtsprechung hört die Abzugsfähigkeit von Ge-

winnungskosten eines selbständig Erwerbenden dort auf, wo es sich ganz 

oder teilweise um Kosten zu privaten Zwecken (oder um die Beanspru-

chung von Wirtschaftsgütern des Unternehmens zu privaten Zwecken), ak-

tivierungspflichtige Aufwendungen oder Tilgung von Schulden handelt 

(§ 41 StG; VGE vom 27. August 2008 [WBE.2008.17], mit Hinweisen; Kom-

mentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 36 StG N 7). Bei Aufwendun-

gen, die teils geschäftlich, teils privat veranlasst sind, ist eine Aufteilung in 

einen Gewinnungskosten- und einen Privatanteil vorzunehmen (VGE vom 

17. Dezember 2013 [WBE.2013.304], mit Hinweis; SGE vom 25. Oktober 

2018 [3-RV.2018.24]; SGE vom 23. Juli 2015 [3-RV.2015.14]). 

 

3.2.3. 

Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, gilt im Steuerverfahren in ent-

sprechender Anwendung des in Art. 8 ZGB niedergelegten Grundsatzes, 

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dass derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu bewei-

sen hat, der aus ihr Rechte ableitet. Die Veranlagungsbehörde trägt dem-

zufolge die Beweislast für Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen 

oder erhöhen, der Steuerpflichtige für Tatsachen, welche die Steuerschuld 

aufheben oder mindern (BGE 140 II 248, 133 II 153; Urteil des Bundesge-

richts vom 15. September 2014 [2C_112/2014]; VGE vom 30. März 2011 

[WBE.2011.2], VGE vom 27. Januar 2010 [WBE.2009.268]; Kommentar 

zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 174 StG N 28).  

 

Gemäss § 174 StG müssen die von der steuerpflichtigen Person angebo-

tenen Beweise abgenommen werden, soweit sie geeignet sind, die für die 

Veranlagung erheblichen Tatsachen festzustellen. Dabei sind die Beweise 

durch die Behörde zu würdigen. Im aargauischen Steuerrecht gilt allgemein 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Ob Beweismittel glaubwürdig 

sind, obliegt der freien Würdigung durch die entscheidenden Behörden. Ist 

der absolute Beweis nicht möglich, ist in Würdigung der gesamthaften Ver-

hältnisse gestützt auf Lebenserfahrung zu entscheiden. Freie Beweiswür-

digung ist nicht Willkür (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., 

§ 174 StG N 27, mit Hinweisen). 

 

3.2.4. 

Hinsichtlich des Beweismasses ist grundsätzlich vom Vollbeweis auszuge-

hen. Das bedeutet, dass die in Frage stehende Tatsache erst dann als 

nachgewiesen gilt, wenn ein so hoher Grad an Wahrscheinlichkeit für deren 

Vorhandensein spricht, dass keine vernünftigen Zweifel bleiben. Die Wahr-

heitsüberzeugung der Behörde oder des Gerichts muss auf konkreten 

Gründen, der allgemeinen Lebenserfahrung und der praktischen Vernunft 

beruhen. Das Beweismass kann aufgrund ausdrücklicher gesetzlicher An-

ordnung herabgesetzt sein (so etwa bei der Ermessensveranlagung). Be-

weiserleichterungen greifen nach Lehre und Rechtsprechung aber auch 

dann, wenn ein strikter Beweis nach der Natur der Sache nicht möglich 

oder nicht zumutbar ist. Blosse Beweisschwierigkeiten im konkreten Ein-

zelfall, weil der beweisbelasteten Partei die Beweismittel fehlen, führen in-

dessen nicht zu Beweiserleichterungen (VGE vom 21. August 2013 

[WBE.2012.361], mit Verweisen, insbesondere auf BGE 130 III 321). 

 

3.3. 

3.3.1. 

Dass die Auslagen zur Bezahlung von Helfern bei der Organisation eines 

Grossanlasses grundsätzlich Gewinnungskosten darstellen, ist vorliegend 

nicht umstritten. Streitig ist hingegen, ob die vom Rekurrenten vorgelegten 

Belege die an die Helfer erfolgten Zahlungen genügend nachweisen. 

 

Eine Quittung muss, um die Beweisfunktion zu erfüllen, die Individualisie-

rung der vom Schuldner erbrachten Leistung ermöglichen (Marius Schra-

ner, Zürcher Kommentar, Obligationenrecht, 3. Auflage, Zürich 2000, 

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Art. 88 OR N 34, mit Hinweis). Dazu gehört, je nach Verkehrsübung und 

Bedeutung des Geschäfts, die Angabe von Art und Umfang der Leistung 

und des Rechtsgrundes sowie die Bezeichnung der Parteien. Üblich, aber 

nicht Gültigkeitserfordernis ist auch die Angabe von Ort und Datum (Marius 

Schraner, Zürcher Kommentar, Obligationenrecht, a.a.O., Art. 88 OR N 35-

37, mit Hinweisen). 

 

Die vorliegenden Barquittungen erfüllen diese inhaltlichen Anforderungen 

nicht. Namentlich der jeweilige Helfer lässt sich alleine anhand seiner Un-

terschrift nicht genügend bestimmen. Damit sind die Zahlungen keinem 

Zahlungsempfänger zuordenbar und somit auch nicht überprüfbar. Eben-

sowenig ist der Rechtsgrund der erhaltenen Zahlung ausreichend konkre-

tisiert ("Helfer Pauschal, Ort CH"). Somit ist der Steuerkommission Q. 

beizupflichten, wenn sie die vorliegenden Barquittungen als ungenügend 

beurteilt. 

 

3.3.2. 

Für das Einzelunternehmen des Rekurrenten wurde für die Jahre 2013 und 

2014 eine Buchprüfung durchgeführt. Im Rahmen dieser Buchprüfung wur-

den ähnliche Barquittungen wie im Folgejahr 2015 beanstandet und führten 

zu Aufrechnungen der entsprechenden Helferbeiträge. Der Buchprüfungs-

bericht für die Jahre 2013 und 2014 wurde dem Rekurrenten bzw. seiner 

Vertreterin am 13. Januar 2016 eröffnet. Selbst wenn zu diesem Zeitpunkt 

die Barquittungen 2015 bereits erstellt gewesen waren, so war doch die 

Buchhaltung 2015 noch nicht abgeschlossen. Ebensowenig war die Steu-

ererklärung 2015 bereits eingereicht. Aus diesem Grunde wäre es – entge-

gen der Angaben der Vertreterin des Rekurrenten – sehr wohl noch möglich 

gewesen, auf die Ergebnisse der Buchprüfung zu reagieren. Denkbar wäre 

zum Beispiel gewesen, die im Sommer 2015 beschäftigten Helfer unter Bei-

lage der mit den fehlenden Angaben ergänzten Quittungskopien nochmals 

anzuschreiben und um eine erneute Unterzeichnung zu bitten. Dies wäre 

anfangs 2016 aufgrund des erst ein paar Monate zurückliegenden Helfer-

einsatzes sicherlich einfacher möglich gewesen als 2019 im Rahmen des 

Einspracheverfahrens. Der Rekurrent hat dies jedoch damals unterlassen. 

Dies, obwohl die Aufrechnungen in der am 23. März 2016 eröffneten Ver-

anlagung 2013 zu einer Einsprache des Rekurrenten führten, die mit Ent-

scheid vom 15. Juni 2016 abgewiesen wurde. Der Rekurrent war somit be-

reits anfangs, spätestens Mitte Jahr 2016 – und somit vor Einreichung der 

Steuererklärung 2015 – in Kenntnis der Anforderungen an eine beweisge-

eignete Barquittung. Ausserdem mussten die Anforderungen an (beweis-

geeignete) Quittungen seinem Treuhänder ohne Weiteres bekannt gewe-

sen sein. 

 

3.3.3. 

Dass die C. AG die Helferkosten von CHF 42'120.00 (CHF 39'000.00 plus 

MWSt CHF 3'120.00) gemäss der Rechnung vom 28. April 2015 bezahlt 

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hat (Zahlungseingang am 11. Mai 2015) vermag die Rechtsposition des 

Rekurrenten nicht zu verbessern. Wohl ist diese Rechnung zumindest ein 

Indiz dafür, dass Helferkosten entstanden sind, die von der Auftraggeberin 

vergütet wurden. Jedoch kann – wie zutreffend von der Steuerkommission 

Q. ausgeführt – dieser Zahlungseingang keinesfalls als Beweis dafür 

dienen, dass die entsprechenden Aufwendungen tatsächlich getätigt 

wurden. Im Rahmen der Wirtschafts- und Vertragsfreiheit steht es im 

Belieben zweier Parteien, wie sie Dienstleistungen und dafür anfallende 

Vergütungen vereinbaren. Eine vertragliche Vereinbarung, wonach die C. 

AG nur die tatsächlich angefallenen Helferkosten zu bezahlen hat, liegt 

nicht vor und wird vom Rekurrenten auch nicht geltend gemacht. 

Stattdessen weist die Vertreterin des Rekurrenten ausdrücklich darauf hin, 

dass die C. AG eine Vorauszahlung geleistet habe (dies allerdings erst im 

Rekursverfahren, nachdem die Vertreterin im Einspracheverfahren noch 

geäussert hatte, die C. AG habe die Zahlungen aufgrund der akzeptierten 

Quittungen vorgenommen, was rein zeitlich gar nicht möglich ist). Die 

Barquittungen für die Helferbeiträge datieren vom 1. Juni bis zum 7. 

September 2015. Der Zahlungseingang der C. AG erfolgte am 11. Mai 

2015. Somit ist es aufgrund der zeitlichen Abfolge klar, dass die C. AG die 

Helferbeiträge im Voraus (und somit ohne Prüfung bereits erfolgter 

Zahlungen) bezahlt hat. Dass die Helferbeiträge in der Folge tatsächlich 

ausbezahlt wurden, wird damit in keiner Art und Weise belegt. 

 

3.3.4. 

Die von der Vertreterin des Rekurrenten vorgelegte Liste mit den ausfindig 

gemachten Helferdaten weist neun Namen, Adressen und Geburtsdaten 

aus. Das Spezialverwaltungsgericht hat die Daten bei den jeweiligen Ein-

wohnerkontrollen überprüft. Die neun Namen und Geburtsdaten liessen 

sich dabei verifizieren, von den angegebenen Adressen stimmten zwei Drit-

tel mit denjenigen auf der Liste überein. In der Folge konnte das Spezial-

verwaltungsgericht von acht der neun aufgeführten Personen Unterschrif-

tenmuster bei der jeweiligen Steuerverwaltung einholen. 

 

Der Vergleich der Unterschriftenmuster mit den Unterschriften auf allen ein-

gereichten Barquittungen ergab, dass keine einzige Unterschrift auf den 

Barquittungen mit den vom Spezialverwaltungsgericht eingeholten Unter-

schriften übereinstimmte. Somit kann anhand dieser Unterschriftenmuster 

betreffend den neun nachgereichten Datensätzen keine Zuordnung zu den 

vorgelegten Barquittungen erfolgen.  

 

3.3.5. 

Als Reaktion auf die ihm – neben anderen Unterlagen – zur Stellungnahme 

zugesandten Unterschriftenmuster liess der Rekurrent mit Schreiben vom 

17. Februar 2021 sieben E-Mails sowie eine nicht als E-Mail erkennbare 

Bestätigung einreichen. Er machte geltend, er reiche die Bestätigungen ein, 

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weil die Helfer auf vielen der ursprünglichen Quittungen nur mit Kürzel un-

terzeichnet hätten.  

 

Die E-Mails sowie die Bestätigung stammen von acht der neun Helfer, de-

ren Namen bereits im Einspracheverfahren vom Rekurrenten vorgebracht 

worden waren (vgl. oben Erw. 3.1.2. und 3.3.4.). Neben der Kopie eines 

amtlichen Ausweises enthalten sie jeweils einen Satz, wonach der Erhalt 

eines bestimmten Geldbetrags als Entschädigung für den Einsatz am E im 

Juni 2015 bestätigt wird. Die jeweils genannten Beträge stimmen mit den 

Beträgen auf der ursprünglich im Einspracheverfahren eingereichten Liste 

überein. Ebenso stimmen die drei in den E-Mails genannten 

Wohnadressen mit den bei den Einwohnerkontrollen eingeholten aktuellen 

Daten (vgl. oben Erw. 3.3.4.) überein. Schliesslich ergibt ein Vergleich der 

auf den amtlichen Ausweisen erkennbaren Unterschriften mit den bei den 

Steuerverwaltungen eingeholten Unterschriftenmustern, dass sieben Un-

terschriftenpaare erkennbar übereinstimmen. Die achte Unterschrift auf ei-

nem amtlichen Ausweis konnte nicht verglichen werden, da sie von der ein-

zigen Person auf der Liste stammte, zu der das Spezialverwaltungsgericht 

kein Unterschriftenmuster einholen konnte (vgl. oben Erw. 3.3.4.). 

 

An sich bräuchte es für den Vollbeweis eine (überprüfbare) Bestätigung des 

für den Einsatz am E erhaltenen Geldbetrags mit handschriftlicher 

Unterschrift. Dennoch sind die mit den Bestätigungen eingereichten Kopien 

der amtlichen Ausweise gewichtige Indizien dafür, dass die E-Mails mit den 

Bestätigungen sowie die separate Bestätigung tatsächlich von den auf den 

Ausweisen genannten Personen stammen. Dass der Rekurrent die 

amtlichen Ausweise bereits zuvor in seinen Unterlagen hatte, ist unwahr-

scheinlich, zumal einer der kopierten Ausweise erst im Jahr 2016, zwei wei-

tere gar im Jahr 2017 ausgestellt wurden.  

 

Vor diesem Hintergrund hat der Rekurrent nachgewiesen, dass die acht 

Helfer, von denen die vorgenannten Bestätigungen eingereicht wurden, die 

jeweiligen Beträge erhalten haben. Es ergibt sich ein Gesamtbetrag von 

CHF 15'000.00. Diesen Betrag kann der Rekurrent als geschäftlichen Auf-

wand geltend machen. 

 

3.3.6. 

Somit ist das steuerbare Einkommen in teilweiser Gutheissung des Rekur-

ses von CHF 218'267.00 um CHF 15'000.00 auf CHF 203'267.00 zu redu-

zieren.  

 

4. 

4.1. 

Bei teilweiser Gutheissung des Rekurses sind die Kosten anteilsmässig 

aufzuteilen (§ 189 Abs. 1 StG). Jedoch können die Partei- und Gerichskos-

ten unabhängig vom Ausgang des Verfahrens aufgeteilt werden, wenn die 

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obsiegende steuerpflichtige Person das Rekursverfahren in der Vorinstanz 

verursacht hat (§ 189 Abs. 3 StG). 

 

4.2. 

Dies ist vorliegend der Fall. Der Rekurrent hätte ohne Weiteres die Mög-

lichkeit gehabt, bereits im Einspracheverfahren nicht nur eine Liste mit Na-

men, sondern unterschriftliche Bestätigungen der damaligen Helfer beizu-

bringen. Im Einspracheverfahren wurde der Rekurrent vom Gemeindesteu-

eramt Q. nämlich darauf hingewiesen, dass die eingereichten Quittungen 

ungenügend waren und wie sie gegebenenfalls zu ergänzen wären. Dass 

die später eingereichte Liste mit den neun Helfer-Namen und -Adressen 

nicht den Beweiswert einer Quittung aufweist, hätte er erkennen können 

und müssen, zumal er fachkundig vertreten war. Somit hat er das Re-

kursverfahren durch die verspätete Eingabe der massgebenden Unterla-

gen zumindest hinsichtlich des nun gutgeheissenen Anteils verursacht.  

 

Vor diesem Hintergrund ist es gerechtfertigt, dem Rekurrenten die gesam-

ten Verfahrenskosten aufzuerlegen. Aus dem gleichen Grunde ist keine 

Parteientschädigung auszurichten (§ 189 Abs. 2 StG). 

 

 

  

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Das Gericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung des Rekurses wird das steuerbare Einkommen 

auf CHF 203'267.00 festgesetzt. 

 

2. 

Der Rekurrent hat die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Staatsge-

bühr von CHF 800.00, der Kanzleigebühr von CHF 155.00 und den Ausla-

gen von CHF 100.00, zusammen CHF 1'055.00 zu bezahlen. 

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Vertreterin des Rekurrenten (2) 

das Kantonale Steueramt  

das Gemeindesteueramt Q. 

 

 

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung  

 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau angefochten 

werden. Die Beschwerde ist in doppelter Ausfertigung beim Spezialver-

waltungsgericht, Laurenzenvorstadt 9, 5001 Aarau, einzureichen. Die 

Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerdeschrift muss einen Antrag, wie 

der Entscheid zu ändern sei, sowie eine Begründung enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizu-

legen (§§ 28 und 43 f. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 [VRPG] in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 der Schwei-

zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO]; §§ 187, 

196 und 198 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 [StG]). 

 

 

  

 - 13 - 

 

 

 

 
   

Aarau, 25. Februar 2021 

 

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Heuscher Betsche