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**Case Identifier:** 350dd2b9-a42d-5677-8927-323722ced786
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.06.2014 B 2012/182, B 2012/183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-182--B-2012-1_2014-06-11.pdf

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Fall-Nr.: B 2012/182, B 2012/183

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.02.2020

Entscheiddatum: 11.06.2014

Urteil Verwaltungsgericht, 11.06.2014
Art. 32 StrG (sGS 732.1). Art. 5 lit. a EntG (sGS 735.1). Art. 16 Abs. 1 EG-USG 
(sGS 672.1). Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV (SR 814.41).Prüfung der Fragen der 
Zulässigkeit des Projekts einer Strassenumfahrung bzw. der konkreten 
Ausgestaltung und der Umweltverträglichkeit des Vorhabens sowie der 
Zulässigkeit der Enteignung von Grundeigentümern. Abwägung der 
öffentlichen und privaten Interessen. Ökologische Ersatzmassnahmen 
(Ausgleichsflächen) im Bericht über die Umweltverträglichkeitsprüfung. 
Frage des Standorts eines Ölrückhaltebeckens. Erforderlichkeit von 
Tunneldurchgängen für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Erhalt der 
Quellen. Lärmschutzmassnahmen. Frage des Beizugs eines 
landwirtschaftlichen Fachspezialisten (Verwaltungsgericht, B 2012/182, 
B 2012/183).

Urteil vom 11. Juni 2014 

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, Dr. B. 

Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber Dr. W. Schmid

_______________

In Sachen

Emil Zwingli-Frei, Scheftenau, 9630 Wattwil,

und

Willi Böniger, Scheftenau, 9630 Wattwil,

Beschwerdeführer 1 und 2,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Markus Heer, Degersheimerstrasse 6, Postfach 

354, 9230 Flawil,

gegen

Regierung des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Politische Gemeinde Wattwil, vertreten durch den Gemeinderat, 9630 Wattwil,

Politische Gemeinde Ebnat-Kappel, vertreten durch den Gemeinderat, 9642 Ebnat-

Kappel,

Beschwerdebeteiligte 1 und 2,

betreffend

Kantonsstrasse Nr. 13, Wattwil/Ebnat-Kappel: Umfahrung Wattwil (2. Etappe); 

Einsprache gegen das Projekt und gegen die Zulässigkeit der Enteignung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Kantonsstrasse Nr. 13 führt vom Nationalstrassen-Anschluss der A1 in Wil über 

Bazenheid und Bütschwil nach Wattwil sowie über Wildhaus zu den Nationalstrassen-

Anschlüssen Haag und Buchs der A13. Wattwil bildet am Eingang zur Region 

Obertoggenburg zusammen mit Lichtensteig ein regionales Zentrum. Der 

Durchgangsverkehr von der Umfahrung Wattwil (1. Etappe) im Norden zur im Süden 

des Dorfes beginnenden Umfahrung Ebnat-Kappel wird über die durch das 

Dorfzentrum verlaufende Kantonsstrasse geführt. Die Kantonsstrasse hat an 

Werktagen den Durchgangs- und Binnenverkehr mit einem erheblichen 

Schwerverkehrsanteil (bis 6%) und an Wo-chenend- und Feiertagen den 

Ausflugsverkehr in das Obertoggenburg aufzunehmen. Anlass für die Planung der 

Umfahrungsstrasse Wattwil (2. Etappe) bildeten das Verkehrsaufkommen, die 

Verkehrssicherheit im Zentrum von Wattwil, der Schutz der schwächeren 

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Verkehrsteilnehmer und Umweltschutz-Überlegungen. Der Durchgangsverkehr soll aus 

dem Dorfkern von Wattwil auf die rund 3.36 km lange Umfahrungsstrasse verlagert 

werden. Diese soll über die Anschlüsse Brendi im Norden und Stegrüti im Süden mit 

dem bestehenden Strassennetz verbunden werden und die Lücke zwischen den 

bestehenden Umfahrungsstrassen Wattwil (1. Etappe) und Ebnat-Kappel schliessen. 

Die Umfahrungsstrasse Wattwil (2. Etappe) weist zwei Lehnenbrücken von 160 bzw. 

120 Metern Länge, einen Tunnel von 280 Metern und eine Brücke von 360 Metern 

Länge über die Thur, die Bahnlinie SOB und die Kantonsstrasse auf (vgl. Botschaft und 

Entwurf zum Kantonsratsbeschluss über den Bau der Umfahrungsstrasse Wattwil [2. 

Etappe], ABl 2009, 1542ff.).

Am 1. Dezember 2009 stimmte der Kantonsrat dem Bau der Umfahrungsstrasse 

Wattwil (2. Etappe) zu (ABl 2009, 3424). Gegen den dem fakultativen Referendum 

unterstellten Kantonsratsbeschluss (ABl 2009, 3410) wurde das Referendumsbegehren 

eingereicht, welches jedoch die erforderliche Unterschriftenzahl innert Frist nicht 

erreichte und daher nicht zustande kam (vgl. ABl 2010, 398). Vom 9. Juni bis 8. Juli 

2010 wurden Ausführungsprojekt, Umweltverträglichkeitsbericht (nachstehend: UVB) 

und Rodungsgesuch in den politischen Gemeinden Wattwil und Ebnat-Kappel 

öffentlich aufgelegt mit dem Hinweis, dass innerhalb der Auflagefrist bei der Regierung 

(gegen das Auflageprojekt einschliesslich UVB sowie gegen die Zulässigkeit der 

Enteignung) bzw. beim Kantonsforstamt (gegen das Rodungsgesuch) Einsprache 

erhoben werden könne (ABl 2010, 1807f, 1809 und 1816). Mit Schreiben vom 2. Juni 

2010 waren überdies persönliche Anzeigen an Emil Zwingli und Willi Böniger betreffend 

die Durchführung des Planverfahrens und das Enteignungsbegehren ergangen (act. G 

22/1 [B 2012/182f.]).

B./ Innert der Auflagefrist erhoben Emil Zwingli als Eigentümer der Grundstücke Nr. 

1210, 1211 und 499 und Mitbewirtschafter in Betriebsgemeinschaft der Grundstücke 

Nr. 494-497, alle Grundbuch Wattwil und in der Landwirtschaftszone gelegen (teils 

bewaldet), sowie Willi Böniger, Eigentümer der Grundstücke Nr. 493-496, 498, 1208 

und 1212 und Mitbewirtschafter der vorerwähnten Grundstücke, am 16. Juni bzw. 3. 

Juli 2010 Einsprache gegen das Projekt Umfahrungsstrasse Wattwil (2. Etappe) und 

gegen die Zulässigkeit der Enteignung (act. G 22/2 [B 2012/182f.]). Am 29. Oktober und 

23. November 2010 führte das Tiefbauamt je eine Einspracheverhandlung mit 

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Augenschein durch. Am 8. April 2011 liess das Tiefbauamt den Einsprechern die 

Ergebnisse der Einspracheverhandlungen und der anschliessend vorgenommenen 

Abklärungen zukommen (act. G 22/6 [B 2012/182], G 22/5 [B 2012/183]). Am 3. Juni 

2011 nahmen die Einsprecher Stellung zum Protokoll der Einspracheverhandlung und 

zu den nachträglich zugestellten Unterlagen. Sie beantragten, die 

Einigungsverhandlungen weiterzuführen (act. G 22/9 [B 2012/182], G 22/8 [B 

2012/183]). Am 19. Juli 2011 fand eine dritte Einspracheverhandlung mit Augenschein 

zusammen mit Emil Zwingli und Willi Böniger statt. Die Einsprecher wurden im Voraus 

darauf hingewiesen, dass die geplanten ökologischen Ausgleichsflächen im Gelände 

ausgesteckt würden. Sie wurden aufgefordert, die von ihnen vorgeschlagenen 

Ersatzaufforstungsflächen in der näheren Umgebung für die Einspracheverhandlung zu 

definieren (act. G 22/10 [B 2012/182], G 22/9 [B 2012/183]). Am 22. November 2011 

hielt das Tiefbauamt die Ergebnisse der dritten Einspracheverhandlung und der 

nachfolgend getätigten Abklärungen schriftlich fest (act. G 22/11 [B 2012/182], G 22/10 

[B 2012/183]). Am 27. Januar 2012 nahmen die Einsprecher Stellung zum Protokoll der 

Einspracheverhandlung und zu den nachträglich zugestellten Unterlagen. Sie stimmten 

den für den Fall einer gütlichen Einigung in Aussicht gestellten Projektänderungen nicht 

zu und hielten an ihren Einsprachen fest (act. G 22/14 [B 2012/182], G 22/13 [B 

2012/183]). Am 14. August 2012 wies die Regierung des Kantons St. Gallen die 

Einsprachen ab, soweit darauf eingetreten wurde (act. G 2 [B 2012/182f.]).

C./ Mit Eingabe vom 27. August 2012 erhoben Emil Zwingli (Beschwerdeführer 1) und 

Willi Böniger (Beschwerdeführer 2) Beschwerde gegen den Entscheid der Regierung 

(act. G 1 [B 2012/182f.]). Hinsichtlich der von ihnen gegen den in den Gemeinden 

Wattwil und Ebnat-Kappel vom 22. August bis 20. September 2012 öffentlich 

aufgelegten Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) erhobenen Einsprache vom 20. 

September 2012 wurden die Beschwerdeführer von Seiten des Verwaltungsgerichts 

darauf hingewiesen, dass hierfür eine Zuständigkeit des Gerichts nicht gegeben sei 

(act. G 6 [B 2012/182f.]). Am 1. Oktober 2012 teilte das Baudepartement dem 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführer, Rechtsanwalt M. Heer, Flawil, mit, dass gegen 

die Umweltverträglichkeitsprüfung der Umfahrung Wattwil 2. Etappe kein Rechtsmittel 

gegeben sei. Die Vorbehalte gegen den UVB könnten jedoch im Verfahren vor 

Verwaltungsgericht angebracht werden (act. G 12 [B 2012/182], G 11 [B 2012/183]). In 

den Beschwerdeergänzungen vom 12. Oktober 2012 (act. G 13 [B 2012/182f.]) 

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beantragte Rechtsanwalt M. Heer, Flawil, für die Beschwerdeführer, der Entscheid der 

Regierung vom 14. August 2012 sei aufzuheben und die Enteignung von Land der 

Beschwerdeführer sei für unzulässig zu erklären bzw. ihnen im Enteignungsfall 

vollständigen Realersatz zuzugestehen und danebst auch den Ertragsausfall während 

der Bauphase vollumfänglich zu entschädigen (Ziff. 1a). Auf die ökologischen 

Massnahmen auf dem Land der Betriebsgemeinschaft der Beschwerdeführer sei zu 

verzichten; eventualiter seien diese auf die Flächen gemäss aktueller Schutzverordnung 

der Gemeinde Wattwil zu reduzieren (Ziff. 1b). Auf die Erstellung eines 

Ölrückhaltebeckens auf Grundstück Nr. 494 mitsamt Notwegerstellung sei zu 

verzichten und das Bauvorhaben auf kantonseigenem Grund zu errichten (Ziff. 1c). Für 

die landwirtschaftliche Bewirtschaftung seien zwei Tunneldurchgänge, wovon einer 

landmaschinentauglich passierbar mit den Lichtmassen von 3.5m Höhe und 4m Breite 

im Bereich des Mettlenbaches, der andere an der Westgrenze von Grundstück Nr. 496, 

als Viehtrieb vorzusehen (Ziff. 1d). Den Beschwerdeführern seien 

Lärmschutzmassnahmen uneingeschränkt dort zuzugestehen, wo die Planungswerte 

überschritten würden; insbesondere seien das Wohnhaus des Beschwerdeführers 1 auf 

Grundstück Nr. 499 und dasjenige des Beschwerdeführers 2 auf Grundstück Nr. 494 

mit einer Lärmschutzwand und geeigneter Bepflanzung auf den Grundstücken der 

Umfahrungsstrasse vor den zu erwartenden Immissionen zu schützen (Ziff. 1e). Auf 

eine Landenteignung für das Strassenprojekt sei vollständig zu verzichten und 

stattdessen im Eventualfall eine Dienstbarkeit zugunsten der Öffentlichkeit einzurichten; 

die dauerhaft wie auch vorübergehend beanspruchten Flächen seien zu minimieren 

(Ziff. 1f). Es sei ein landwirtschaftlicher Fachspezialist im Rahmen der 

Bodenbaubegleitung zuzugestehen und bei der Ausarbeitung des Detailprojektes 

beizuziehen (Ziff. 1g). Den Beschwerdeführern sei die angestammte Nutzung sämtlicher 

Quellen uneingeschränkt mittels rechtlicher Neuordnung und gegebenenfalls 

technischen Massnahmen zu gewährleisten (Ziff. 1h). Eventualiter sei die Sache zur 

neuen Beurteilung und Entscheidfindung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 2). 

Subeventualiter sei die Sache zur öffentlichen Neuauflage mit übereinstimmenden 

Auflage- und UVB-Plänen zurückzuweisen (Ziff. 3). Die Beschwerdeführer lassen 

sodann die Durchführung eines Augenscheins vor Ort und einer mündlichen 

Verhandlung beantragen (act. G 13 S. 5 und 10 [B 2012/182f.]).

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In der Beschwerdeantwort vom 30. November 2012 beantragte das Baudepartement 

für die Regierung (vgl. Art. 23 lit. c Staatsverwaltungsgesetz, sGS 140.1, und Art. 2 lit. a 

Ziff. 1 Ermächtigungsverordnung, sGS 141.41) die vollumfängliche Abweisung der 

Beschwerde unter Kostenfolge und verwies zur Begründung auf die Darlegungen im 

angefochtenen Entscheid. Hinsichtlich des Antrags auf mündliche Verhandlung mit 

Augenschein vor Ort hielt es fest, dass hierfür die Teilnahme des verantwortlichen 

technischen Projektleiters und des Sachbearbeiters der Dienststelle 

Grundstücksgeschäfte erforderlich sei (act. G 21 [B 2012/182f.]).

Am 19. Dezember 2012 nahm die Politische Gemeinde Wattwil als Verfahrensbeteiligte 

zu den Beschwerdeverfahren Stellung. Sie beantragte Abweisung der Beschwerden 

und verwies zur Begründung auf die Ausführungen in den angefochtenen Entscheiden 

der Regierung (act. G 24 [B 2012/182f.]). Die Politische Gemeinde Ebnat-Kappel 

verzichtete auf eine Vernehmlassung.

Mit Eingabe (Replik) vom 30. März 2013 bestätigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführer seine Anträge und Ausführungen (act. G 28).

Am 11. Juni 2014 wurde eine mündliche Verhandlung mit Augenschein durchgeführt. 

Auf die Darlegungen der Parteien in den Eingaben der vorliegenden Verfahren und 

anlässlich der mündlichen Verhandlung wird, soweit für den Entscheid notwendig, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die beiden Beschwerden B 2012/182 und B 2012/183 betreffen im Wesentlichen 

denselben Sachverhalt bzw. sind inhaltlich in weiten Teilen identisch. Insbesondere 

geht es unter anderem auch um landwirtschaftliche Grundstücke, welche von den 

Beschwerdeführern im Rahmen einer Betriebsgemeinschaft gemeinsam bewirtschaftet 

werden. Es ist somit zweckmässig, die Beschwerdeverfahren zu vereinigen und in 

einem einzigen Entscheid zu erledigen (vgl. BGE 131 V 59 E. 1 mit Hinweis).

2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des 

Strassengesetzes, sGS 732.1, abgekürzt StrG, in Verbindung mit Art. 59bis Abs. 1 des 

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Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Sodann 

entsprechen die Beschwerdeeingaben vom 27. August 2012 und ihre Ergänzungen 

vom 12. Oktober 2012 zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). - Gegenstand 

eines Beschwerdeverfahrens im Fall einer Kantonsstrasse sind das Projekt als solches 

und die Zulässigkeit der Enteignung (vgl. Art. 45 Abs. 1 lit. a und b StrG). Der 

Rechtsschutz richtet sich im Übrigen nach den Vorschriften des VRP (Art. 46 StrG). 

Nach Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP setzt die Rechtsmittelbefugnis 

voraus, dass eine besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung zum Streitgegenstand 

besteht. Dabei liegt das schutzwürdige Interesse im "praktischen Nutzen", den ein 

erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem Betroffenen in seiner rechtlichen oder 

tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der Abwendung materieller, ideeller oder 

sonstiger Nachteile, die ein Bestand der angefochtenen Verfügung oder des 

angefochtenen Entscheids mit sich bringen würde (Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 391 mit 

Hinweisen; BGE 137 II 30 E. 2.2.3). Die Rechtsmittelbefugnis ist vorliegend zu bejahen, 

nachdem die Beschwerdeführer als Eigentümer und/oder Bewirtschafter der durch den 

Entscheid betroffenen Grundstücke Nr. 1210, 1211, 494-497, 499 (Beschwerdeführer 

1; Grundbuch Wattwil) sowie Nr. 493-496, 498, 1208 und 1212 (Beschwerdeführer 2; 

Grundbuch Wattwil) mit der Prozessführung eigene Interessen im erwähnten Sinn 

verfolgen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 388 mit Hinweisen). Auf die Beschwerden ist damit 

einzutreten.

3. Nach Art. 32 StrG werden Strassen gebaut, wenn eine der folgenden 

Voraussetzungen es erfordert: Zweckbestimmung (lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b); 

Verkehrsaufkommen (lit. c); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere 

von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten (lit. d); Interessen des öffentlichen 

Verkehrs (lit. e); Umweltschutz (lit. f). Die Aufzählung ist abschliessend und alternativ zu 

verstehen, d.h. Strassen dürfen gebaut werden, wenn mindestens eine der genannten 

Voraussetzungen erfüllt ist (Schönenberger, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar 

zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, Rz. 2 zu Art. 32 StrG). Ein 

elementares Kriterium bildet das in Art. 32 lit. c StrG erwähnte Verkehrsaufkommen 

(Schönenberger, a.a.O., Rz. 5 zu Art. 32 StrG). Sodann sind nach Art. 33 StrG beim 

Strassenbau folgende Aspekte zu beachten: Schutz des Menschen und seiner Umwelt 

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(lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, 

insbesondere von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten (lit. c); Ortsbild- und 

Heimatschutz (lit. d); Natur- und Landschaftsschutz (lit. e); die anerkannten Grundsätze 

eines umwelt- und siedlungsgerechten Strassenbaus (lit. f); sparsamer Verbrauch des 

Bodens (lit. g). Die Grundsätze des StrG sind bei der Planung, Projektierung und 

Ausführung einer Strasse zwingend zu beachten (Schönenberger, a.a.O., Rz. 1 zu 

Art. 33). Im Weiteren beurteilt sich die Zweckbestimmung im Sinn von Art. 32 lit. a StrG 

nach den Zielen und Grundsätzen von Art. 1 und Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes 

über die Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG; vgl. Schönenberger, a.a.O., Rz. 1 zu 

Art. 33 StrG). Gemäss Art. 1 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 2 RPG haben die Behörden dafür zu 

sorgen, dass der Boden haushälterisch genutzt und die Landschaft geschont wird. Mit 

den raumplanerischen Massnahmen sind insbesondere wohnliche Siedlungen zu 

schaffen und zu erhalten (Art. 1 Abs. 2 lit. b RPG) sowie Wohngebiete vor schädlichen 

und lästigen Einwirkungen möglichst zu schonen (Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG).

3.1. Am 8. April 2011 bestätigte das Tiefbauamt die Ergebnisse der 

Einspracheverhandlungen vom 29. Oktober und 23. November 2010 sowie der 

nachfolgenden Abklärungen dahingehend, dass für die ökologischen 

Ersatzmassnahmen die Auflagepläne massgebend seien, insbesondere Plan 12 des 

Auflageprojektes. Im UVB seien bloss zusätzliche Massnahmen aufgeführt, die nicht 

Bestandteil der öffentlichen Auflage des Projektes seien, sondern nachträglich 

öffentlich aufgelegt werden müssten, um Rechtskraft zu erlangen. Für den Fall einer 

gütlichen Einigung mit dem Beschwerdeführer 2 wurde vereinbart, dass das 

Ölrückhaltebecken auf seinem Grundstück Nr. 494 um rund 40m von der Scheune 

weggeschoben und neu unter der bestehenden Zufahrtsstrasse angelegt werde. Eine 

weitere Verschiebung, wie sie der Beschwerdeführer 1 wünsche, sei wegen der Gefäll-

Verhältnisse nicht möglich. Sodann wurde festgehalten, dass der Kanton in Wattwil fast 

keinen Boden besitze, den er als Realersatz zur Verfügung stellen könnte. Der 

Gemeinderat Wattwil schlage als möglichen Realersatz jedoch das gemeindeeigene 

Grundstück Nr. 459 im Pachtverhältnis vor. Das vom Beschwerdeführer 1 

vorgeschlagene Grundstück Nr. 457 (Rickenhof), das der Gemeinde gehöre, sei im 

Moment verpachtet (Z. Im Weiteren seien von der Gemeinde Wattwil als möglicher 

Realersatz für den verloren gehenden Wald die gemeindeeigenen Grundstücke Nr. 

1237 und 1242 vorgeschlagen. Sodann wurde der Beschwerdeführer 1 im 

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Zusammenhang mit den von ihm beanstandeten ökologischen Ausgleichsflächen 

darauf hingewiesen, dass nur die Feuchtwiesen Lochweidli-Scheftenau unterhalb der 

Umfahrungsstrasse Bestandteil des Kantonsstrassenprojektes seien. Eine 

Weiterbewirtschaftung dieser Flächen mit Bewirtschaftungsverträgen sei geplant. Im 

Weiteren wurden den Beschwerdeführern die Lärmberechnungen betreffend ihre 

Wohnhäuser zugestellt. Hinsichtlich der von den Beschwerdeführern verlangten 

Lärmschutzwand hätten die Abklärungen ergeben, dass eine solche entlang der 

Umfahrungsstrasse in unverhältnismässigen Dimensionen ausgeführt werden müsste. 

Eine Lärmschutzwand entlang der Wohnhäuser der Beschwerdeführer sei aus Gründen 

der landschaftlichen Eingliederung nicht sinnvoll. Der Kanton St. Gallen werde 

stattdessen als Strasseneigentümer Antrag auf Erleichterung stellen und als 

Ersatzmassnahme den Einbau eines Schallschutzfensters bezahlen. Den 

Beschwerdeführern wurden sodann Unterlagen zu ihren Quellen sowie Pläne über 

einen Durchgang unter der Umfahrungsstrasse für das Vieh im Bereich des 

Grundstücks Nr. 498 und einen breiteren Durchgang beim Mettlenbach (letzterer 

betreffend das Grundstück des Beschwerdeführers 2) zugestellt. Dazu wurde 

festgehalten, dass diese Durchgänge nur für den Fall einer gütlichen Einigung mit den 

Beschwerdeführern errichtet würden. Schliesslich wurde im Zusammenhang mit dem 

Standpunkt des Beschwerdeführers 1, wonach der Hang entlang der 

Umfahrungsstrasse mit Maschinen sollte befahren werden können, darüber informiert, 

dass die Böschungen entlang der Umfahrungsstrasse im Verhältnis 2:3 ausgestaltet 

würden und Trocken- und Magerstandorte geplant seien, nicht aber Bestockungen. 

Sodann wurde darauf hingewiesen, dass alle Entschädigungsfragen Gegenstand des 

nachfolgenden Landerwerbsverfahrens bilden würden (act. G 22/6 [act. G 2012/182], G 

22/5 [act. G 2012/183]).

Gemäss Protokoll vom 22. November 2011 betreffend die dritte 

Einspracheverhandlung wurde dem Beschwerdeführer 1 vom Gemeinderat Wattwil 

nochmals das Grundstück Nr. 459 im Pachtverhältnis als Realersatz angeboten. 

Hinsichtlich des vom Beschwerdeführer 1 favorisierten Grundstücks Nr. 457 

(Rickenhof) wurde von Seiten der Gemeinde Wattwil (als Eigentümerin desselben) 

festgehalten, dass Pläne bezüglich eines Sportplatzes bestünden, weshalb es keinen 

Sinn mache, diese Wiese als Realersatz zur Verfügung zu stellen (Ziff. 1). Ausserdem 

bestätigte der Gemeinderat Wattwil, sich vorstellen zu können, allenfalls das 

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Grundstück Nr. 1265 (Allmenwald) als Realersatz für den verlorengehenden Wald 

anzubieten (Ziff. 2). Erneut wurde darauf hingewiesen, dass Landerwerbsfragen erst im 

nachfolgenden Landerwerbsverfahren (nach Rechtskraft des Projektes) abschliessend 

geregelt werden könnten. Bezüglich der geplanten ökologischen Ausgleichsflächen auf 

den Grundstücken des Beschwerdeführers 2 in der Ebene wurde anlässlich der 

Vermessung festgestellt, dass der Plan der Schutzverordnung mit den tatsächlichen 

Verhältnissen in der Wiese nicht übereinstimmt. Es wurde vorgeschlagen, zusammen 

mit den Beschwerdeführern für die Bewirtschaftung bessere Flächen zu definieren. Es 

wurde in Aussicht genommen, die Fläche der ökologischen Ersatzmassnahmen in 

jenem Bereich allenfalls zu reduzieren (Ziff. 3). Der Beschwerdeführer 1 schlug vor, das 

Grundstück Nr. 1256 wieder aufzuforsten, statt das Kulturland des Beschwerdeführers 

2 zu beanspruchen. Nachträgliche Abklärungen ergaben jedoch, dass dies nicht 

möglich sei, weil sich das Grundstück Nr. 1256 im Naturschutzgebiet feucht NFA 

(unbeweidet) befinde. Ein Pflegekonzept dieses Grundstücks könnte hingegen an die 

ökologischen Ausgleichsflächen angerechnet werden (Ziff. 3 Absatz 2). Die Böschung 

entlang der Umfahrungsstrasse werde auf Wunsch der Beschwerdeführer statt im 

Verhältnis 2:3 neu im Verhältnis 1:3 ausgestaltet, so dass sie bewirtschaftet werden 

könne. Der betreffende Boden könne beim Eigentümer (Beschwerdeführer 2) bleiben. 

Auch die Fläche des Viehdurchlasses könne beim Eigentümer bleiben (Ziff. 3 Absatz 3). 

Abklärungen beim Haus des Beschwerdeführers 1 hätten ergeben, dass keine 

rechtliche Grundlage für den Einbau von Schallschutzfenstern bestehe. Die Fassade 

mit Überschreitung des Planungswertes (gegen Norden) habe keine Fenster zu einer 

lärmempfindlichen Nutzung (Scheune). Es wurde daran festgehalten, dass der Bau 

einer Lärmschutzwand als Schutz für ein einzelnes Haus unverhältnismässig sei. Beim 

Gebäude auf dem Grundstück Nr. 494 des Beschwerdeführers 2 bestehe bei beiden 

Fenstern in der Veranda Anspruch auf Rückerstattung der Kosten von 

Schallschutzfenstern (Ziff. 5). Die Beschwerdeführer wurden ersucht, die Pläne 

bezüglich Durchgang unter der Umfahrungsstrasse für das Vieh im Bereich des 

Grundstücks Nr. 498, für einen breiteren Durchgang beim Mettlenbach sowie für die 

Verschiebung des Ölrückhaltebeckens unterschrieben zurückzusenden und ihr 

Einverständnis zu diesen Projektänderungen zu bekunden (act. G 22/11 (B 2012/182, G 

22/10 [B 2012/183]). Eine gütliche Einigung kam in der Folge nicht zustande (act. G 

22/14f. [B 2012/182], G 22/13f. [B 2012/183]).

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3.2. Die Beschwerdeführer wenden sich vorliegend, wie bereits in den 

vorangegangenen Verfahren, zum einen gegen die konkrete Ausgestaltung des 

Projekts Umfahrungsstrasse Wattwil 2. Etappe (vgl. Beschwerdeanträge Ziff. 1b-h in 

act. G 13 [B 2012/182f.]). Soweit sie zum anderen auch Realersatzforderungen und 

Entschädigungsansprüche für den Ertragsausfall während der Bauphase geltend 

machen (Beschwerdeanträge Ziff. 1a) und die Frage diskutieren, ob Anspruch auf 

Realersatz besteht (vgl. dazu nachfolgend E. 5.2), betrifft dies nicht den 

Anfechtungsgegenstand, d.h. das Projekt als solches und die Fragen der Zulässigkeit 

der Enteignung (vgl. Art. 45 Abs. 1 lit. a und b StrG), weshalb darauf im vorliegenden 

Verfahren nicht eingetreten werden kann. Realersatz- und Entschädigungsfragen sind 

im Landerwerbsverfahren - dieses ist vom Projektauflageverfahren und 

anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu unterscheiden - zu klären. Das 

Landerwerbsverfahren, d.h. die Sicherung der für den Strassenbau erforderlichen 

Rechte durch den Kanton, kann erst nach Rechtskraft des Projektes als Ganzes und 

Klärung der Zulässigkeit der Enteignung erfolgen.

4. Die vorliegend streitige dauernde Bodenabtretung und vorübergehende 

Beanspruchung ab den Grundstücken Nr. 1210, 1211 und 499 (Beschwerdeführer 1) 

bzw. Nr. 493-496, 498, 1208 und 1212 (Beschwerdeführer 2) stellt einen Eingriff in das 

Eigentumsrecht der Beschwerdeführer dar. Solche Eingriffe sind nur zulässig, wenn sie 

auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und 

verhältnismässig sind (vgl. BGE 115 Ia 29 mit Hinweisen). Art. 48 Abs. 2 StrG verweist 

auf das Enteignungsgesetz (sGS 735.1, abgekürzt EntG), sofern das StrG nichts 

anderes bestimmt. Nach Art. 5 lit. a EntG ist die Enteignung zulässig für den Bau eines 

öffentlichen oder überwiegend im öffentlichen Interesse liegenden Werks. Des Weiteren 

wird vorausgesetzt, dass der Zweck des Werks auf andere Weise nicht befriedigend 

oder nur mit unverhältnismässigem Mehraufwand verwirklicht werden kann. 

Insbesondere darf die Enteignung nicht zu einem Nachteil führen, der in einem 

Missverhältnis zum verfolgten Zweck steht (Art. 6 EntG; Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit). Die Prüfung der Verhältnismässigkeit von Eingriffen in das 

Eigentumsrecht setzt eine umfassende Interessenabwägung aller öffentlichen und 

privaten Interessen voraus. Verfassungsrechtliche Gesichtspunkte und Art. 6 Ziff. 1 der 

Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101) gebieten, dass das 

Verwaltungsgericht bei der Überprüfung der Verhältnismässigkeit einer formellen 

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Enteignung umfassende Kognition ausübt und sich nicht nur auf die Rechtskontrolle 

beschränkt (VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010, E. 3.1 mit Hinweisen, abrufbar 

unter www.gerichte.sg.ch).

4.1. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer rügt die Verletzung von Rechtsnormen 

und –grundsätzen sowie die unrichtige Sachverhaltsfeststellung und falsche 

Rechtsanwendung. Frühzeitig habe die Behörde die Ultimo ratio der Enteignung 

angedroht, statt sich um Alternativlösungen und Varianten zu kümmern. Er stellt die 

Notwendigkeit der geplanten Umfahrung als solche in Frage mit dem Hinweis, dass der 

angefochtene Entscheid zur Begründung des öffentlichen Interesses unpräzis und 

allgemein auf verschiedene in Art. 32 StrG festgelegte Voraussetzungen des 

Strassenbaus verweise. Die Vorinstanz habe es nicht als erforderlich erachtet, eine 

Interessenabwägung zwischen dem Strassenprojekt und den 

Grundeigentümeranliegen, dem allgemeinen Bedürfnis der landwirtschaftlichen 

Versorgungssicherheit und der zunehmenden Bedeutung der öffentlichen 

Verkehrsmittel vorzunehmen. Eine Enteignung sei nur zulässig, soweit der Zweck nicht 

auf andere Weise befriedigt oder nur mit unverhältnismässigem Mehraufwand 

verwirklicht werden könne (vgl. act. G 13 S. 3-7 [B 2012/182f.]). Das Baudepartment 

hält dem entgegen, die gesetzlichen Bestimmungen des Bundes 

(Umweltschutzgesetzgebung, Verordnung über Umweltverträglichkeit) und des 

Kantons seien sowohl im Rahmen der Planung, der Projektierung und Genehmigung 

als auch bei der öffentlichen Auflage und im Einspracheverfahren eingehalten worden. 

Der bei früheren Umfahrungsstrassen bewährte und auch nie bestrittene 

Verfahrensablauf sei auch bezüglich der Umfahrung Wattwil 2. Etappe zur Anwendung 

gekommen. Der pauschale Vorwurf des Nichteinbezugs der Betroffenen, des 

Verstosses gegen das Rechtmässigkeits- und Zweckmässigkeitsprinzip sowie der 

fehlenden Interessenabwägung sei mit Hinweis auf die langjährige Projektabklärung mit 

Zweckmässigkeitsbeurteilung, das politische Verfahren und die umfangreichen 

Verhandlungen im Rahmen des Einspracheverfahrens unzutreffend. Mit dem UVB sei 

eine Gesamtinteressenabwägung erfolgt, selbstverständlich auch unter 

Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Interessen (haushälterische Nutzung des 

Bodens; act. G 21 S. 2 [B 2012/182f.]).

http://www.gerichte.sg.ch

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4.2. Nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) haben die 

Parteien in einem Verwaltungsverfahren Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche 

Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher 

in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht der 

Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur 

Sache zu äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken 

oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den 

Entscheid zu beeinflussen (vgl. statt vieler BGE 127 I 56 mit Hinweis). Nach Art. 15 Abs. 

2 VRP sind - abgesehen von hier nicht einschlägigen Ausnahmen - Verfügungen, die 

erheblich belasten, nur zulässig, wenn die Betroffenen den wesentlichen Sachverhalt 

kennen und Gelegenheit zur Stellungnahme hatten.

Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; 

SR 841.01) informieren die Behörden die Öffentlichkeit sachgerecht über den 

Umweltschutz und den Stand der Umweltbelastung (Abs. 1). Die 

Umweltschutzfachstellen beraten Behörden und Private (Abs. 2). Sie empfehlen 

Massnahmen zur Verminderung der Umweltbelastung (Abs. 3). Die Beschwerdeführer 

lassen einwenden, dass die Vorinstanz ihrer Informationspflicht nach Art. 6 USG ihnen 

gegenüber nicht rechtsgenüglich nachgekommen sei. Der Einbezug in das Verfahren 

sei verspätet erfolgt, d.h. erst nach Abschluss der Planungsarbeiten mit persönlicher 

Anzeige vom 2. Juni 2010 und im anschliessenden Einspracheverfahren. Eine 

Mitwirkung und Einflussnahme, vor allem betreffend die ökologischen 

Begleitmassnahmen, sei nicht möglich gewesen (act. G 28 Ziff. 1 [B 2012/182f.]). Es sei 

erstellt, dass die Erarbeitung eines Genehmigungsprojektes bereits vor November 2007 

angelaufen sei und die Landerwerbspläne sowie der Umweltverträglichkeitsbericht 

(UVB) – beides Handlungen, in welche die betroffenen Grundeigentümer hätten 

einbezogen werden müssen – bereits im Juli 2008 fertiggestellt gewesen seien (act. G 

28 Ziff. 4 [B 2012/182f.]). Dazu ist vorweg festzuhalten, dass Art. 6 USG eine 

allgemeine Informations- und Beratungspflicht (Abs. 1 und 2) sowie eine Ermächtigung 

zur Abgabe von Empfehlungen beinhaltet (vgl. Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 

Zürich 2003, N. 1 und 26 zu Art. 6 USG). Zur Frage, wann über einzelne 

Planungsschritte im Rahmen von Strassenprojekten zu informieren ist, lässt sich dieser 

Bestimmung keine Antwort entnehmen. Ein Anspruch der betroffenen 

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Grundeigentümer auf Beizug bei der Ausarbeitung des Detailprojektes ist weder 

gesetzlich verankert noch lässt sich ein solcher aus allgemeinen Rechtsgrundsätzen 

(Treu und Glauben) ableiten. Hingegen diente vorliegend das Einspracheverfahren mit 

drei Einspracheverhandlungen unter Einbezug der Betroffenen (vgl. act. G 22/6+11 [B 

2012/182], G 22/5+10 [B 2012/183]) der Einräumung des umfassenden rechtlichen 

Gehörs zum Projekt der Umfahrungsstrasse. Eine Verletzung von Verfahrensrechten 

kann somit nicht als dargetan gelten.

4.3. Das Projekt Umfahrungstrasse Wattwil 2. Etappe stützt sich zum einen auf Art. 32 

StrG einschliesslich der nach Art. 32 lit. f StrG zu beachtenden Vorgaben der 

Umweltschutzgesetzgebung und bezieht zum anderen auch die beim Strassenbau 

anzuwendenden Grundsätze nach Art. 33 StrG mit ein (vgl. vorstehende E. 3 sowie 

Entscheid der Regierung vom 12. August 2012 über die Genehmigung des 

Ausführungsprojekts mit Projektänderungen sowie über die Umweltverträglicheit des 

Vorhabens, RRB 2012/579, E. 4a [act. G 21a B 2012/183]). Das Bestehen einer 

gesetzlichen Grundlage für den in Frage stehenden Eingriff in privates Eigentum der 

Beschwerdeführer ist damit zu bejahen. - Für die Klärung der Zulässigkeit der 

Enteignung ist zu prüfen, inwiefern die Umfahrung im öffentlichen Interesse liegt und 

verhältnismässig ist. Der zuständigen Verwaltungsbehörde kommt bei der 

Interessenabwägung im Zusammenhang mit den raumplanungs- und 

strassenrechtlichen Grundsätzen, die untereinander kein widerspruchsfreies Zielsystem 

bilden, ein erheblicher Ermessenspielraum zu. Diesen Ermessenspielraum hat das 

Verwaltungsgericht, das nach Art. 61 Abs. 1 VRP nur zur Rechtskontrolle befugt ist, zu 

respektieren. Eine Ermessenskontrolle gegenüber der Regierung steht ihm bei der 

Prüfung des Projektes als solchem (dies im Gegensatz zur Frage der Enteignung; 

vorstehende E. 4.) nicht zu. Das Verwaltungsgericht darf daher einen Entscheid der 

Vorinstanz nur ändern, wenn damit Rechtsnormen und -grundsätze verletzt werden. 

Soweit es um die Ausübung pflichtgemässen Ermessens geht, ist ihm dagegen eine 

Korrektur verwehrt. Im Streitfall bedeutet dies, dass das Verwaltungsgericht einen 

sachlich haltbaren und zweckmässigen Strassenplanungsentscheid der Vorinstanz 

selbst dann nicht ändert, wenn es eine andere Lösung als ebenso zweckmässig 

erachtet oder sogar bevorzugen würde (VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010, E. 3.4 

mit Hinweisen, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).

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Die geplante Umfahrungstrasse Wattwil 2. Etappe ist zum einen mit Blick auf die 

aktuelle (bzw. prognostizierte) Verkehrsbelastung auf der Dorfdurchfahrt von Wattwil 

von täglich bis zu 13'000 Fahrzeugen und die erwartete Verkehrsentlastung von rund 

50% begründet. Mit der Verringerung des Verkehrsaufkommens um 50 Prozent werden 

die Verkehrssicherheit erhöht und die ungenügende Wohnqualität wegen zu hoher 

Belastung mit Lärm und Luftschadstoffen massiv verbessert (vgl. dazu im Einzelnen 

Botschaft und Entwurf zum Kantonsratsbeschluss über den Bau der 

Umfahrungsstrasse Wattwil 2. Etappe, ABl 2009, 1545-1547). Im Rahmen der 

Projektplanung erfolgte eine umfassende Abwägung der beteiligten Interessen. Im 

Verlauf der Projektierung wurden das Kantonsforstamt, das Amt für Natur, Jagd und 

Fischerei sowie das AFU einbezogen und angehört (vgl. ABl 2009, 1552-1557 und RRB 

2012/579, a.a.O., S. 2). Was die von den Beschwerdeführern angeführten flankierenden 

Massnahmen auf dem bestehenden Strassennetz (act. G 13 S. 6 Ziff. 3 [B 2012/182f.]) 

betrifft, ist festzuhalten, dass das Erfordernis solcher Massnahmen als solches erkannt 

und deren Realisierung teilweise bereits konkretisiert ist (vgl. ABl 2009, 1549f.), die 

Umsetzung der Massnahmen als solche jedoch Aufgabe der betroffenen Gemeinden 

ist. Die Beschwerdebeteiligte 1 weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sie 

bereits mit dem Verkehrsrichtplan im Jahr 2007 die Umsetzung der flankierenden 

Massnahmen verbindlich aufgezeigt habe (act. G 24 [B 2012/182f.]). Im Übrigen ist zum 

Einwand der Beschwerdeführer, wonach die erwartete Verkehrsentlastung von 50% auf 

einer wackeligen Grundlage stehe (act. G 13 S. 6 [B 2012/182f.]), festzuhalten, dass die 

erwartete Verkehrsentlastung in Wattwil durch die "Beurteilung der verkehrlichen 

Auswirkungen der Umfahrungsstrasse Wattwil" vom 11. Januar 2011 (zitiert in act. G 

21 S. 4 oben [B 2012/183]), welche auf einer vorgängigen Nummernschild-Erhebung 

basiert, bestätigt wurde. Das öffentliche Interesse am Bau der Umfahrung, welche 

unbestritten in einem gewissen Umfang die natürliche Landschaft verändert bzw. 

zerschneidet, hat auf der geschilderten Grundlage als dargetan zu gelten (vgl. auch act. 

G 21a [B 2012/183] E. 4a).

4.4. Nachdem die geplante Umfahrungsstrasse sich auf die erwähnten gesetzlichen 

Grundlagen im Strassengesetz stützt und auch das öffentliche Interessen am Bau der 

Umfahrungsstrasse als gegeben zu erachten ist (vorstehende E. 4.2 und 4.3), bleibt 

hinsichtlich der vorübergehenden Beanspruchung sowie der dauernden 

Bodenabtretung ab den Grundstücken Nr. 1210 und 1211 sowie 1208 und 1212 die 

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Einhaltung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit, d.h. die Geeignetheit und 

Erforderlichkeit der Bodenbeanspruchung zur Erreichung des im öffentlichen 

Interessen liegenden Zwecks, zu klären. Auf den Grundstücken, welche sich im 

Eigentum des Beschwerdeführers 2 befinden und welche der Beschwerdeführer 1 

zusammen mit diesem und einem dritten Landwirt in Betriebsgemeinschaft 

bewirtschaftet, ergeben sich sodann Zweckänderungen (Gemeindestrassen) von 1'284 

m . - Die Beschwerdeführer lassen die Verhältnismässigkeit (Zweckmässigkeit) des 

Projekts sowie der Bodenbeanspruchung zusammengefasst mit der Begründung in 

Abrede stellen, dass ihre eigenen und die von ihnen in Betriebsgemeinschaft 

bewirtschafteten Liegenschaften durch den daraus resultierenden Landverbrauch und 

die Immissionen (Lärm) als Folge des Baus und des Betriebs der Umfahrung 

beeinträchtigt würden (act. G 13). Zu prüfen ist damit, ob das geschilderte öffentliche 

Interesse an der Verwirklichung des Projekts das private Interesse der 

Beschwerdeführer am Erhalt ihres Grundeigentums zu überwiegen vermag 

(nachfolgende E. 5).

5. Für den Bau der Umfahrungsstrasse Wattwil 2. Etappe sind insgesamt Rodungen im 

Umfang von 34'922 m  erforderlich, wovon 19'073 m  definitiv und 15'849 m

vorübergehend beansprucht werden (act. G 21a [B 2012/183] E. 4.3). Für die definitiven 

Rodungen ist ein Realersatz durch Aufforstungen im Umfang von 8'988 m

vorgesehen. Der verbleibende Ersatzaufforstungsbedarf von 10'086 m  soll in 

Absprache mit dem Kantonsforstamt durch Massnahmen zugunsten des Natur- und 

Landschaftsschutzes nach Art. 7 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Wald 

(Waldgesetz, WaG; SR 921.0) geleistet werden. Die auf den Grundstücken des 

Beschwerdeführers 2 geplanten Ersatzmassnahmen in Form von Ausgleichsflächen 

gehören zu diesen Massnahmen. Sie betreffen die bestehenden Feuchtwiesen 

Lochweidli-Scheftenau unterhalb der Umfahrungsstrasse (vgl. Planauflage Umfahrung 

Wattwil 2. Etappe, Rodungsgesuch; act. G 22/6 [B 2012/182]; act. G 2 E. 6c [B 

2012/182]).

5.1. Die Beschwerdeführer vertreten den Standpunkt, dass zur Deckung des 

Landbedarfs nebst der formellen Enteignung auch die Möglichkeit der Pacht oder der 

zeitlich beschränkten Nutzniessung offen stehen würden; diese weniger 

einschränkenden Massnahmen seien nicht diskutiert worden (act. G 13 S. 7 Ziff. 6 [B 

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2012/182f.]). Das Baudepartement führt dazu aus, dass dies nicht nur der langjährigen 

Praxis, sondern auch Art. 6 Abs. 2 StrG widersprechen würde, wonach 

Kantonsstrassen in der Regel Eigentum des Kantons seien. Abweichungen von dieser 

Regel gebe es in der Praxis lediglich dann, wenn im Innerortsbereich Gehwege als Teil 

der Kantonsstrassen in Arkaden (innerhalb von Bauwerken Dritter) geführt würden. 

Fragen des Eigentums und des Unterhalts sowie der Grundeigentümerhaftung würden 

einen Erwerb der Strassenfläche verlangen (act G 21 S. 4 [B 2012/182f.]). In einem 

Merkblatt des Grundbuchinspektorats vom 21. November 1986 sei sodann 

festgehalten, dass für die Anlegung einer Strasse, eines Kehrplatzes oder Parkplatzes 

kein Baurecht im Sinn von Art. 675ff. des Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) begründet 

und eingetragen werden könne, ungeachtet der baulichen Beschaffenheit der 

Strassenfläche. Im Gegensatz zu den von den Beschwerdeführern zum Vergleich 

herangezogenen elektrischen Übertragungsleitungen (vgl. act. G 13 S. 14 [B 2012/182] 

bzw. G 13 S. 15 [B 2012/183]) seien Strassen fest mit dem Boden verbunden und 

würden im Bereich der Strassenfläche eine anderweitige Nutzung ausschliessen (act. G 

21 S. 8 [B 2012/182f.]). Diese Argumentation erscheint nachvollziehbar und begründet. 

Insbesondere erscheint von Bedeutung, dass die für den Strassenbau verwendete 

Fläche, unabhängig von der Erwerbsart (Kauf, Pacht, Nutzniessung), der 

Landwirtschaft dauerhaft nicht mehr zur Verfügung steht. Im Übrigen ist auch hier 

festzuhalten, dass das Landerwerbsverfahren, in welchem Art und Umfang der zu 

erwerbenden Rechte festgelegt werden, wie dargelegt erst nach Rechtskraft des hier 

streitigen Projekts einsetzt.

5.2. Nach Art. 14 Abs. 3 EntG  hat der Enteignete bis zum Ausgleich der 

Ertragswertminderung Anspruch auf geeigneten Realersatz, wenn durch die 

Enteignung ein landwirtschaftliches Gewerbe in seiner Existenz bedroht wird, soweit 

der Enteigner den Realersatz ohne unverhältnismässigen Nachteil leisten kann. Die 

Beschwerdeführer berufen sich auf diese Bestimmung und machen geltend, die 

abzutretenden Flächen sowie die Lage der Umfahrungsstrasse würden die täglichen 

Betriebsabläufe sowie auch die wirtschaftliche Existenz der selbstbewirtschafteten 

Familienbetriebe erheblich erschweren. Die Betriebsgemeinschaft werde mitten 

entzweit; die betroffenen Grundstücke, welche ca. 15% der landwirtschaftlichen 

Nutzfläche der Betriebsgemeinschaft ausmachen würden, seien nur mehr erschwert 

ohne Durchgänge unter der Umfahrungsstrasse erreichbar. Der Beschwerdeführer 2 

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werde auf die Benützung öffentlicher Strassen mit seinem Vieh angewiesen sein (act. G 

13 S. 7f. Ziff. 9-18 [B 2012/182f.]). Die Beschwerdeführer verlangen die 

eigentumsmässige Zuweisung der gemeindeeigenen Grundstücke Nr. 457 

(Pumpenwiese) an den Beschwerdeführer 2 sowie Nr. 1265 (Allmenwald) an den 

Beschwerdeführer 1 (act. G 13 S. 9 Ziff. 15 [B 2012/182; G 13 S. 9 Ziff. 18 [B 

2012/183]). Die Vorinstanz hatte im angefochtenen Entscheid hinsichtlich des von den 

Beschwerdeführern geltend gemachten privaten Interesses an einer weiterhin 

ertragreichen landwirtschaftlichen Nutzung ausgeführt, auch nach der dauernden 

Bodenabtretung, welche rund 14.6% bzw. 1.3 % der ursprünglichen Grundfläche 

ausmache, würden die Grundstücke noch eine für die zonengemässe Nutzung 

hinreichende Grösse von 21'978 m  (Grundstück Nr. 1210) bzw. 44'341 m

(Grundstück Nr. 1211) aufweisen. Eine landwirtschaftliche Nutzung des Landes sei 

nach wie vor möglich, wenn auch unter etwas erschwerteren Bedingungen als bis 

anhin (act. G 2 E. 6g [B 2012/182] bzw. G 2 E. 6e [B 2012/183]). Das Baudepartement 

legte im vorliegenden Verfahren dar, der Beschwerdeführer 1 müsse aufgrund der 

Auflageunterlagen insgesamt 4'356 m  und der Beschwerdeführer 2 insgesamt 14'224 

m  dauernd abtreten. Das Total der bewirtschafteten Flächen der 

Betriebsgemeinschaft der Beschwerdeführer betrage gemäss Erhebungsformular für 

das Beitragsjahr 2010 rund 46.8 ha. Die Erwerbsfläche für die Umfahrung Wattwil 2. 

Etappe (rund 1.8 ha) mache somit knapp 4% aus. Im Herbst 2011 habe die 

Betriebsgemeinschaft die bewirtschaftete Fläche durch einen Zukauf in der Gemeinde 

Ebnat-Kappel um weitere 5 ha erweitern können (act. G 21 S. 5 [B 2012/182f.]). Die 

Beschwerdeführer lassen hierzu richtigstellen bzw. präzisieren, dass die 46.8 ha, 

welche vorinstanzlich den Betrieben der Beschwerdeführer zugeordnet werde, 

Produktionsgrundlage von drei Landwirtschaftsbetrieben (diejenigen der 

Beschwerdeführer und einer weiteren Person) sei, welche eine Betriebsgemeinschaft 

bilden würden. Im Weiteren betrage die im Herbst 2011 zugekaufte Fläche 4.7 ha (nicht 

5 ha). Der Veräusserer der Fläche habe sich auf 1. Januar 2013 ebenfalls der 

Betriebsgemeinschaft der Beschwerdeführer angeschlossen. Schliesslich sei zu 

erwähnen, dass nebst dem laufenden Verlust von ca. 3.5 ha Kulturland im Baugebiet 

Bleiken dem Beschwerdeführer 1 das Pachtgrundstück Nr. 473 mit einer 

landwirtschaftlichen Nutzfläche von 3.66 ha auf den 31. März 2014 gekündigt worden 

sei (act. G 28 Ziff. 11-13 [B 2012/182f.). 

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Vorab ist festzuhalten, dass die Frage, ob gestützt auf Art. 14 Abs. 3 EntG Anspruch 

auf Realersatz besteht, wie dargelegt (E. 3.2) nicht im vorliegenden Verfahren, sondern 

im Landerwerbsverfahren zu klären ist. Jedoch sind die diesbezüglichen Ausführungen 

der Parteien im Zusammenhang mit der Prüfung des privaten Interesses der 

Beschwerdeführer an der Aufrechterhaltung einer weiterhin ertragreichen 

Landwirtschaft zu berücksichtigen. Hinsichtlich des erwähnten Vorbringens der 

Beschwerdeführer, wonach inskünftig rund 15% der landwirtschaftlichen Nutzfläche 

der Betriebsgemeinschaft nördlich der geplanten Kantonsstrasse nicht über die für die 

Bewirtschaftung erforderliche ausreichende Erschliessung verfügen (erschwerte 

Erreichbarkeit ohne Durchgänge unter der Umfahrungsstrasse), ist festzuhalten, dass 

wie erwähnt im Rahmen der Einspracheverhandlungen seitens des Kantons Vorschläge 

für die Verbesserung der Bewirtschaftungsmöglichkeiten und der Erschliessung nach 

dem Bau der Umfahrung eingebracht wurden; die Beschwerdeführer stimmten diesen 

jedoch nicht zu. Die Feststellung, der Kanton habe willkürlich auf weitere Abklärungen 

verzichtet (act. G 13 S. 11 Ziff. 21 [B 2012/182]), trifft mit Blick auf diese Umstände 

offensichtlich nicht zu. Dabei bleibt die Frage offen, ob allenfalls im Zeitpunkt des (nach 

Rechtskraft des Projekts durchzuführenden) Landerwerbsverfahrens 

Realersatzmöglichkeiten beim Kanton bestehen werden bzw. ob allenfalls die 

Gemeinde Wattwil im Eigentum von für Realersatz geeigneten Flächen sein wird (act. G 

21 S. 5f. und S. 8 [B 2012/182f.]). Immerhin ist festzuhalten, dass - wie bereits im 

Einspracheverfahren - vom Gemeinderat Wattwil das Grundstück Nr. 459 (ca. 1.2 ha 

Wiese) im Pachtverhältnis als Realersatz für Landwirtschaftsland sowie allenfalls das 

Grundstück Nr. 1265 (Allmenwald) als Realersatz für den verlorengehenden Wald 

offenbar nach wie vor angeboten wird (vgl. act. G 24 [B 2012/182f.] und Bestätigung 

des Gemeindepräsidenten von Wattwil anlässlich der mündlichen Verhandlung), wobei 

die Beschwerdeführer hier allerdings einwenden lassen, dass mit dem Pachtangebot 

des für sie wenig geeigneten landwirtschaftlichen Grundstücks Nr. 459 kein echter 

Realersatz erbracht werde (act. G 28 S. 5 [B 2012/182f.]). Die Frage, ob die Gemeinde 

Wattwil auch das von den Beschwerdeführern verlangte Grundstück Nr. 457 

(Pumpenwiese) im Landerwerbsverfahren zur Verfügung stellen wird (vgl. act. G 28 Ziff. 

8 [B 2012/182]), ist wie ausgeführt im vorliegenden Verfahren nicht zu beantworten.

5.3. In ihren schriftlichen Eingaben sowie anlässlich der mündlichen Verhandlung 

bestätigen die Beschwerdeführer ihren Standpunkt, wonach auf die ökologischen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/32

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Massnahmen auf dem Land der Betriebsgemeinschaft zu verzichten sei; eventualiter 

seien diese auf die Fläche gemäss aktueller Schutzverordnung der Gemeinde Wattwil 

zu reduzieren (act. G 13 Rechtsbegehren Ziff. 1b [B 2012/182f.]). Sie rügen Umfang 

und Anordnung der ökologischen Ersatzmassnahmen, von denen sie nördlich der 

Umfahrungsstrasse stark betroffen seien. Es werde die Hergabe wertvollsten 

Landwirtschaftslandes für ökologische Zwecke abverlangt, obschon keinerlei Gründe 

für eine Ortsgebundenheit dieser Rodungsersatzmassnahmen geltend gemacht 

würden. Auch sei de lege ferenda eine erleichterte Regelung der Waldrodung im 

Berggebiet auf Bundesebene in Vorbereitung, weshalb bereits heute nichts gegen 

reduzierte Ausgleichsmassnahmen spreche (act. G 13 S. 9f. [B 2012/182f.]). Die 

Vorinstanz argumentiere widersprüchlich, wenn sie die ökologischen Massnahmen 

explizit als notwendig und zweckmässig erachte, wo doch gemäss ihren eigenen 

Ausführungen die Umsetzung der weitergehenden ökologischen Massnahmen noch 

ungewiss sein solle. Die Ausführungen im UVB seien irreführend und wider Treu und 

Glauben, insbesondere was die tatsächlich projektierte Flächeninanspruchnahme für 

ökologische Massnahmen anbelange. Die Art und Weise der öffentlichen Auflage sei 

fehlerhhaft und irreführend gewesen und sei nach Ansicht der Beschwerdeführer zur 

Rechtswahrung zu wiederholen (act. G 28 S. 3f. [B 2012/182f.]).

5.3.1. Eine UVP-Pflicht ergibt sich aus dem Umstand, dass ein Bauvorhaben 

Umweltbereiche erheblich belasten kann, so dass die Einhaltung der Vorschriften über 

den Schutz der Umwelt vor-aussichtlich nur mit projekt- oder standortspezifischen 

Massnahmen sichergestellt werden kann (Art. 10 a USG) und deshalb einer 

Gesamtbeurteilung bedarf. Nach Art. 16 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum USG 

(sGS 672.1, abgekürzt EG-USG) wird die Umweltverträglichkeit in einem Verfahren 

geprüft, in dem das Vorhaben öffentlich aufgelegt wird. Die Prüfung des erforderlichen 

UVB obliegt dabei der Umweltschutzfachstelle bzw. dem Amt für Umweltschutz (Art. 

10c Abs. 1 USG, Art. 12 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 1 der Verordnung über die 

Umweltverträglichkeitsprüfung, SR 814.011, abgekürzt UVPV, Art. 1 der Verordnung 

zum EG-USG, sGS 672.11). Der UVB vom 30. April 2010 kam zum Schluss, dass das 

Vorhaben mit den im Bericht aufgelisteten projektintegrierten Massnahmen den 

Anforderungen der Umweltschutzgesetzgebung entspricht (vgl. UVB Ziff. 17 S. 24). 

Hinsichtlich des Einwandes der Beschwerdeführer, dass der UVB nicht mit den 

Projektplänen übereinstimme und mit den geplanten ökologischen Ersatzmassnahmen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/32

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auf den Grundstücken des Beschwerdeführers 2 in der Ebene bestes Kulturland 

verloren gehe, hatte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dass die 

Auflagepläne der Umfahrungsstrasse Wattwil (2. Etappe) und der UVB unterschiedliche 

Pläne beinhalten würden. Massgebend für die Ausführung des 

Kantonsstrassenprojektes seien die Auflagepläne. Die ökologischen 

Ersatzmassnahmen gemäss "Landschaftspflegerischer Begleitplanung" (Plan 12 des 

Auflageprojekts) seien Bestandteil der Auflage (vgl. dazu act. G 21a [B 2012/183] E. 

4.1). Im UVB seien bloss zusätzliche Massnahmen aufgeführt (act. G 2 E. 5c [B 

2012/182f.]). Das Baudepartement bestätigt in diesem Zusammenhang, dass die 

weitergehenden ökologischen Massnahmen im Anhang des UVB (Anhang 8-5) nicht 

Bestandteil der öffentlichen Auflage des Projekts sind. Eine mögliche Umsetzung 

dieser weitergehenden ökologischen Massnahmen, beispielsweise als Ersatz für im 

Projekt vorgesehene (nicht umsetzbare) Massnahmen, werde im Rahmen der 

Ausführungsplanung zu prüfen, zu bearbeiten und zu verhandeln sein. Die Umsetzung 

weitergehender Massnahmen bedürfe auf jeden Fall der Zustimmung der Betroffenen. 

Die Umweltverträglichkeit werde allerdings auch ohne Umsetzung von weitergehenden 

ökologischen Massnahmen festgestellt. Die Beschwerdeführer würden die in der 

Umweltschutzgesetzgebung verlangte öffentliche Zugänglichmachung des Entscheids 

über die Umweltverträglichkeit, die zwischenzeitlich in den Gemeinden Wattwil und 

Ebnat-Kappel erfolgt sei, mit einer allfälligen öffentlichen Auflage für nachträgliche 

Projektänderungen wie z.B. für weitergehende ökologische Massnahmen verwechseln. 

Ob überhaupt und wann dies allenfalls erfolgen werde, sei im derzeitigen 

Verfahrensstadium nicht bestimmbar (act. G 21 S. 2f. [B 2012/182f.]). Letzteres wurde 

von Seiten der Vorinstanz anlässlich der mündlichen Verhandlung bestätigt.

Unter den dargelegten Umständen erübrigt sich im vorliegenden Verfahren die weitere 

Klärung der Frage der Zulässigkeit von weitergehenden ökologischen Massnahmen, da 

diese nicht Teil des aufgelegten Strassenprojektes bilden; damit bedarf es 

insbesondere auch der von den Beschwerdeführern verlangten Feststellung nicht, 

wonach die im UVB dargelegte Absicht nicht rechtsverbindlich sein könne (act. G 13 S. 

4 Ziff. 5 [B 2012/182]).

5.3.2. Anlässlich der Vermessung und Aussteckung der ökologischen 

Ausgleichsflächen im Gelände in der Ebene im Bereich der Grundstücke Nr. 494 und 

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495 wurde im Weiteren festgestellt, dass der Plan der Schutzverordnung (der 

Gemeinde Wattwil) mit den tatsächlichen Verhältnissen in der Wiese nicht 

übereinstimmt. Die Vorinstanz vermerkte hierzu, dem Beschwerdeführer 1 sei 

vorgeschlagen worden, für die Bewirtschaftung bessere Flächen zu definieren. Auch 

sei festgestellt worden, dass die Fläche der ökologischen Ersatzmassnahmen in der 

Ebene allenfalls reduziert werden könnte (vgl. act. G 22/11 Ziff. 3 [B 2012/182f.]). Dem 

Vorschlag des Beschwerdeführers 1, statt der Schaffung von ökologischen 

Ausgleichsflächen im besten Kulturland in der Ebene das Grundstück Nr. 1256 im Hang 

aufzuforsten, könne nicht entsprochen werden. Dieses Grundstück befinde sich 

nämlich gemäss Schutzverordnung der Gemeinde Wattwil im Naturschutzgebiet feucht 

NFA. Eine Aufforstung komme demzufolge nicht in Frage. Möglich sei allenfalls ein 

langfristiges Pflegekonzept, das an die ökologischen Ausgleichsflächen angerechnet 

werden könnte (act. G 2 E. 5c [B 2012/182f.]). Im Übrigen komme ein Verzicht auf die 

ökologischen Ersatzmassnahmen gemäss Auflageprojekt auch darum nicht in Betracht, 

weil sich diese Flächen auf die Schutzverordnung stützen und den abgeschlossenen 

GaöL-Verträgen entsprechen würden (act. G 2 E. 6c [B 2012/182f.]). Nachdem eine 

gütliche Einigung nicht zustande gekommen sei, müsse aufgrund der ursprünglich 

aufgelegten Pläne entschieden werden. Die Flächen der ursprünglich aufgelegten 

Ersatzmassnahmen seien aufgrund des UVB sinnvoll, zweckmässig und räumlich 

richtig situiert. Demzufolge würden die öffentlich aufgelegten Pläne mit den 

ökologischen Ersatzmassnahmen in der Ebene auf den Grundstücken Nr. 494 und 495 

in der ursprünglichen Grössenordnung gelten (act. G 2 E. 5c [B 2012/182f.]).

Diese Darlegungen erscheinen nachvollziehbar und begründet. Ein Anlass, aufgrund 

dessen sie in Frage zu stellen wären, wird weder geltend gemacht noch ist ein solcher 

aus den Unterlagen ersichtlich. Als zentrale Ersatzmassnahme ist die Aufwertung und 

flächenmässige Erweiterung der Feuchtwiesen im Gebiet Loch-weidli/Scheftenau in 

das Projekt integriert. Dieses hangnahe Gebiet im Talboden ist nicht durchgehend 

erschlossen, weshalb hier die Möglichkeit besteht, auch störungsempfindliche 

Tierarten anzusiedeln oder ihnen auf dem Durchzug eine Rastmöglichkeit zu bieten. Die 

Massnahmen im Gebiet Lochweidli/Scheftenau wurden durch einen lokalen Experten 

vorgeschlagen und geplant. Entlang des Hangfusses unterhalb der Scheftenaustrasse 

wird ein Mosaik von Trockenstandorten und Feuchtwiesen mit Teichen in Muldenlagen 

angelegt (vgl. Umweltverträglichkeitsbericht vom 30. April 2010, S. 13f.). Die 

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ökologischen Ersatzmassnahmen als solche erscheinen - soweit sie überhaupt Teil des 

aufgelegten Projektes bilden - als solche insbesondere auch insofern notwendig und 

zweckmässig, als sie eine Vernetzung der bereits rechtskräftig ausgeschiedenen 

Feuchtwiesen Lochweidli-Scheftenau entlang des Hangfusses ermöglichen. Was die im 

Einspracheverfahren festgestellte Differenz zwischen dem Plan der Schutzverordnung 

und den tatsächlichen Verhältnissen betrifft, ist festzuhalten, dass eine allfällige 

Korrektur der Schutzverordnung Sache der Gemeinde Wattwil ist und diese damit nicht 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet.   

5.4. Die Beschwerdeführer beantragen im Weiteren, auf die Erstellung eines 

Ölrückhaltebeckens auf Grundstück Nr. 494 mit Notwegerstellung sei zu verzichten 

und das Bauvorhaben auf kantonseigenem Grund zu errichten (act. G 13 

Rechtsbegehren Ziff. 1c [B 2012/182f.]). Sie verlangen die Verlegung des 

Ölrückhaltebeckens zur nordöstlich gelegenen Abwasserreinigungsanlage. Die geringe 

Distanz zum Standort des Ölrückhaltebeckens könne mit Abwasserpumpen 

problemlos, und ohne Privatland zu beanspruchen, überwunden werden. Die 

landwirtschaftlichen Betriebsabläufe würden so weitgehend ungestört bleiben und auf 

eine unverhältnismässige Enteignung könne verzichtet werden. Die vorgeschlagene 

Lösung biete nebst dem vereinfachten Unterhalt den Vorteil, nicht in einen aufwendigen 

Ausbau der Notzufahrt investieren zu müssen. Der vorgeschlagene Standort sei seitens 

der Vorinstanz nie geprüft worden, weshalb auch keine Nutzen-Kosten-Analyse 

vorliege. Den Beschwerdeführern sei überdies bekannt, dass der Kanton über eigene 

Grundstücke westlich von Grundstück Nr. 494 verfüge, welche sich als Standort für 

das Ölrückhaltebecken eignen würden. Der Sachverhalt sei seitens der Vorinstanz 

ungenügend abgeklärt worden (act. G 13 S. 11f. [B 2012/182f.]). Nachdem der Kanton 

Eigentümer der beiden in unmittelbarer Nähe zum Tunnelportal befindlichen 

Grundstücke Nr. 1204 und Nr. 490 sei, mute die vorinstanzliche Absicht, fremden 

Grund und Boden mit einem langen Bewirtschaftungsweg für das Ölrückhaltebecken 

beanspruchen zu wollen, seltsam an. Dies umso mehr, als die technische und 

ökonomische Machbarkeit der beschwerdeführerischen Alternativvorschläge nicht 

einmal geprüft worden sei und überdies in einer Distanz von weniger als 1000m an den 

Standort der östlich gelegenen ARA entwässert werden könnte (act. G 28 S. 4 [B 

2012/182f.]). Die Vorinstanz hatte im angefochtenen Entscheid festgehalten, im 

Rahmen der Einspracheverhandlungen seien dem Beschwerdeführer 1 und dem 

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Grundeigentümer des Grundstücks Nr. 494 (Beschwerdeführer 2) in Aussicht gestellt 

worden, dass für den Fall einer gütlichen Einigung die Verschiebung des 

Ölrückhaltebeckens geprüft werden könne. Die geänderten Pläne mit dem 

verschobenen Ölrückhaltebecken seien den Beschwerdeführern zugestellt worden. Sie 

hätten diese jedoch nicht unterschrieben bzw. ihre Zustimmung verweigert. Deshalb sei 

aufgrund der Auflagepläne zu entscheiden. Das Ölrückhaltebecken sei notwendig und 

zweckmässig. Es verbleibe an dem in den ursprünglichen Plänen festgesetzten 

Standort (act. G 2 E. 5d [B 2012/182f.]). Das Baudepartement ergänzte diesbezüglich, 

im Rahmen der Einspracheverhandlungen seien prioritär Lösungen ohne Pumpen 

gesucht worden, um der Wirtschaftlichkeit des Strassenprojekts Genüge zu tun. Das 

Ölrückhaltebecken sei unterirdisch angeordnet und mit Erdmaterial überdeckt, so dass 

es begrünt und bewirtschaftet werden könne. Die vom Beschwerdeführer 

vorgeschlagene Verlegung des Ölrückhaltebeckens zur ARA sei demgegenüber 

technisch und ökonomisch fraglich. Die sogenannte Notzufahrt zum projektierten 

Standort des Ölrückhaltebeckens diene schliesslich nicht nur dem Betrieb des 

Ölrückhaltebeckens, sondern auch den Beschwerdeführern zur Bewirtschaftung (act. G 

21 S. 6f. [B 2012/182]). Diese Sichtweise bestätigte die Vorinstanz anlässlich der 

mündlichen Verhandlung.

Der Einwand der Beschwerdeführer, wonach das Projekt unnötig landwirtschaftliche 

Vorrangflächen beanspruche (act. G 13 S. 11 Ziff. 22 [B 2012/182] bzw. Ziff. 25 [B 

2012/183]), trifft insofern nicht zu, als die Bewirtschaftungsmöglichkeit der mit Erde 

überdeckten und begrünten Fläche erhalten bleibt. Insgesamt erscheint die Situation 

insofern abgeklärt, als Alternativmöglichkeiten für den Standort des 

Ölrückhaltebeckens hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Realisierbarkeit näher 

untersucht wurden. Die im Auflageplan vermerkte Lösung erweist sich damit insgesamt 

als vertretbar, auch wenn nicht sämtliche (technischen) Varianten bis ins Detail geklärt 

wurden.

5.5. Die Beschwerdeführer lassen sodann beantragen, für die landwirtschaftliche 

Bewirtschaftung seien zwei Tunneldurchgänge vorzusehen, wovon einer 

landmaschinentauglich passierbar mit den Lichtmassen von 3.5m Höhe und 4m Breite 

im Bereich des Mettlenbaches und der andere an der Westgrenze von Grundstück Nr. 

496 als Viehdurchtrieb (act. G 13 Rechtsbegehren Ziff. 1d [B 2012/182f.]). Dazu ist 

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festzuhalten, dass Projektänderungen im Sinn eines Durchgangs unter der 

Umfahrungsstrasse im Bereich des Grundstückes Nr. 498 für das Vieh und eines 

breiteren Durchgangs beim Mettlenbach für den Fall einer gütlichen Einigung im Ein-

spracheverfahren in Aussicht gestellt worden waren (act. G 22/6 Ziff. 9; act. G 22/11 

Ziff. 3 Absatz 3 [B 2012/182]). Der vorinstanzliche Entscheid vermerkte in diesem 

Zusammenhang, dass die Hangneigung der Böschung entlang der Umfahrungsstrasse 

auf Wunsch der Beschwerdeführer (zur besseren Bewirtschaftung) geändert worden 

sei, so dass sie neu im Neigungsverhältnis 1:3 (statt 2:3) ausgestaltet sein sollte. Die 

Böschung sollte auch nicht - wie geplant - vom Kanton erworben werden, sondern 

beim Eigentümer (Beschwerdeführer 2) verbleiben. Auch die Fläche, auf welcher der 

Viehdurchlass hätte erstellt werden sollen, wäre nicht erworben worden, sondern beim 

Eigentümer (Beschwerdeführer 2) verblieben. Insgesamt hätte sich dadurch der Erwerb 

von Boden durch den Kanton verringert. Allen diesen Projektänderungen hätten die 

Beschwerdeführer jedoch ihre Zustimmung versagt. Der Durchgang beim Mettlenbach 

sei Bestandteil des ursprünglich aufgelegten Projektes gewesen. Er sei zweckmässig 

und nötig (act. G 2 E. 5f [B 2012/182] bzw. G 2 E. 5e [B 2012/183]). Angesichts dieses 

Sachverhalts ist zum Einwand der Beschwerdeführer, wonach ihre Vorschläge 

hinsichtlich eines sparsamen Bodenverbrauchs (Art. 33 lit. g StrG) allesamt abgelehnt 

worden seien (act. G 13 S. 7 Ziff. 7f), festzuhalten, dass sie selbst den von Seiten des 

Tiefbauamtes unterbreiteten Varianten die Zustimmung verweigerten. Wie dargelegt 

hatte das Tiefbauamt jeweils verschiedene Änderungen am Auflageprojekt 

aufgenommen und mit Plänen dargestellt. Auch legte es nachvollziehbar dar, inwiefern 

und aus welchen Gründen die Vorschläge der Beschwerdeführer nicht berücksichtigt 

werden konnten (vgl. act. G 22/6 und 11 einschliesslich Beilagen [B 2012/182]). Im 

Rahmen der mündlichen Verhandlung bestätigte die Vorinstanz (R. Vögeli), dass für die 

Bewirtschaftung der Grundstücke der Beschwerdeführer grundsätzlich beide 

Übergänge nötig seien. In dieser Situation erscheint es nicht sachgerecht, mangels 

Unterzeichnung der anlässlich der Einspracheverhandlungen geänderten Pläne durch 

die Beschwerdeführer die Bestimmungen der aufgelegten Pläne der 

Umfahrungsstrasse als massgebend zu erklären. Vielmehr erweist es sich als 

angemessen, die für den Fall einer gütlichen Einigung von der Vorinstanz in Aussicht 

gestellte Variante in dem Sinn zur Anwendung zu bringen, dass für die 

landwirtschaftliche Bewirtschaftung zwei Tunneldurchgänge vorzusehen sind: Der eine 

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Durchgang im Bereich des Mettlenbachs soll landmaschinentauglich passierbar sein, 

der zweite Durchgang soll an der Westgrenze von Grundstück Nr. 496 als 

Viehdurchtrieb dienen. Die Angelegenheit ist dementsprechend zur Durchführung eines 

Projektänderungsverfahrens im Sinn von Art. 47 Abs. 2 StrG (unbedeutende 

Änderungen) an die Vorinstanz zurückzuweisen, und die Beschwerden sind in diesem 

Sinne und Umfang teilweise zu schützen.  

5.6. Die Beschwerdeführer lassen sodann das Begehren stellen, die angestammte 

Nutzung sämtlicher Quellen sei uneingeschränkt mit rechtlicher Neuordnung und 

gegebenenfalls technischen Massnahmen zu gewährleisten (act. G 13 Rechtsbegehren 

Ziff. 1h [B 2012/182f.]). Gemäss dem im Nachgang zu den Einsprachever-handlungen 

erstellten Protokoll vom 8. April 2011 wurden den Beschwerdeführern die 

einschlägigen Objektblätter des im Jahr 2010 erhobenen Quellkatasters zugestellt und 

festgehalten, dass das Messkonzept die Durchführung von regelmässigen Messungen 

(Ergiebigkeit, Temperatur, Leitfähigkeit) während und nach Abschluss der Bauarbeiten 

vorsehe. Ziel sei der Erhalt aller Quellen. Falls dies wider Erwarten nicht möglich sein 

sollte, sei vom Kanton Ersatz zu schaffen oder Entschädigung zu leisten (act. G 22/6 

Ziff. 8 [B 2012/182], G 22/5 Ziff. 7 [B 2012/183]). Im angefochtenen Entscheid wurde 

hierzu vermerkt, dass diese Fragen im nachfolgenden Landerwerbsverfahren im Detail 

zu regeln seien (act. G 2 E. 6f [B 2012/182] bzw. G 2 E. 6d [B 2012/183]). Insgesamt 

kann somit das Begehren, ihnen die Nutzungsrechte an Quellen, die sich auf 

abzutretenden Flächen befinden, mit Dienstbarkeiten und Grundbucheinträgen 

sicherzustellen, nicht im vorliegenden Verfahren, sondern erst im 

Landerwerbsverfahren geprüft werden. Das Baudepartement bestätigt im Übrigen, 

dass der Kanton zu diesbezüglichen Verhandlungen bereit sei (act. G 21 S. 9 [B 

2012/182f.]).

5.7. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, Beeinträchtigungen durch 

baubedingte Immissionen seien während der rund dreijährigen Bauzeit zu erwarten, 

wobei die eigentlichen Bauarbeiten im Nahbereich der Liegenschaften der 

Beschwerdeführer lediglich rund ein Jahr dauern würden. Diese Immissionen seien 

durch geeignete Massnahmen auf ein zumutbares Mass zu reduzieren. Zudem würden 

die dannzumal beauftragten Unternehmungen angehalten, namentlich die Richtlinie 

Luftreinhaltung auf Baustellen und die Baulärm-Richtlinie einzuhalten (act. G 2 E. 5c [B 

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2012/182] bzw. G 2 E. 5b [B 2012/183]). Die Beschwerdeführer verlangen sodann 

beschwerdeweise, dass Lärmschutzmassnahmen uneingeschränkt dort zuzugestehen 

seien, wo die Planungswerte überschritten würden. Insbesondere seien ihre 

Wohnhäuser auf den Grundstücken Nr. 494 und 499 mit einer Lärmschutzwand und 

geeigneten Bepflanzungen auf dem Grundstück der Umfahrungsstrasse vor den zu 

erwartenden Immissionen zu schützen (act. G 13 Rechtsbegehren Ziff. 1e [B 

2012/182f.]). Wenn einerseits das Strassenprojekt mit dem Schutz des Menschen vor 

Lärm- und Luftbelastungen begründet und anderseits der Lärmschutz mit 

Lärmschutzwand bei den Beschwerdeführern wegen angeblich lediglich geringfügiger 

Überschreitung der Planungswerte bzw. landschaftsschützerischen Überlegungen 

verweigert werde, so verletze dies das Gebot der rechtsgleichen Behandlung (act. G 28 

Ziff. 6 [B 2012/182f.]).

5.7.1. Nach Art. 7 Abs. 1 lit. b der Lärmschutz-Verordnung (LSV; SR 814.41) müssen 

die Lärmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage soweit begrenzt werden, dass die 

von der Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht 

überschreiten. Da die Umfahrung Wattwil 2. Etappe als neue Anlage die Planungswerte 

im Sinn erwähnten LSV-Bestimmung einzuhalten hat, erhielten die Beschwerdeführer 

den Lärmnachweis für ihr Haus zusammen mit dem Einspracheverhandlungs-Protokoll 

zugestellt (act. G 22/6 Beilage (B 2012/182] bzw. G 22/5 [B 2012/183]). Nach dem 

Zonenplan der Gemeinde Wattwil liegt die geplante Umfahrung vorwiegend in 

Landwirtschafts- und Waldgebiet, so dass sich diesbezüglich die Lärmbelastung nach 

Art. 32 EG-USG, Empfindlichkeitsstufe III, beurteilt. Die Planungswerte für die 

Empfindlichkeitsstufe III betragen 60 dB(A) am Tag und 50 dB(A) in der Nacht (Art. 40 

Abs. 1 LSV in Verbindung mit Anhang III LSV [Belastungsgrenzwerte für 

Strassenverkehrslärm Ziff. 2]). Auch die auf den Grundstücken Nr. 494 und Nr. 499 

gelegenen Wohnhäuser der Beschwerdeführer befinden sich in der 

Landwirtschaftszone, für welche die erwähnten Planungswerte zur Anwendung 

kommen. Nach den Lärmberechnungen für die Häuser der Beschwerdeführer, welche 

das für das Jahr 2025 prognostizierte Verkehrsaufkommen berücksichtigen, wurden die 

erwähnten Planungswerte leicht überschritten (61 dBA am Tag und 51 dBA in der 

Nacht; act. G 22/6 Beilage [B 2012/182] und act. G 22/5 Beilage [B 2012/183]). Im 

angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, die nach der ersten 

Einspracheverhandlung getätigten Abklärungen hätten ergeben, dass eine 

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Lärmschutzwand mindestens 50m lang und deren Wirkung mindestens 5 dBA betragen 

und der Schutz mehr als eine Wohneinheit (Haushalt mit drei Personen) erreichen 

sollte, um als verhältnismässig gelten zu können. Zudem sei der Ortsbildschutz 

sicherzustellen. Abklärungen beim Gebäude des Beschwerdeführers 1 im Nachgang 

zur zweiten Einsprachever-handlung hätten ergeben, dass alle Fenster bei Räumen mit 

lärmempfindlicher Nutzung unter dem Planungswert liegen würden. Der Raum der 

Nordfassade des Gebäudes, der eine geringfügige Überschreitung des Planungswertes 

aufweise, habe keine lärmempfindliche Nutzung. Demnach bestehe keine rechtliche 

Grundlage für Lärmschutzmassnahmen (Lärmschutzwand bzw. Schallschutzfenster). 

Der vom Beschwerdeführer 1 verlangte Sichtschutz zur Umfahrungsstrasse würde den 

Lärm nicht verringern. Eine (gesetzliche) Verpflichtung, einen Sichtschutz zu erstellen, 

bestehe nicht (act. G 2 E. 5g [B 2012/182]). Mit Bezug auf das Wohnhaus des 

Beschwerdeführers 2 hielt die Vorinstanz fest, dass bei minimaler Überschreitung der 

gesetzlichen Planungswerte eine Lärmschutzwand aufgrund der Topographie in 

unverhältnismässigen Dimensionen ausgeführt werden müsste und überdies das 

Ortsbild des Weilers Scheftenau massiv beeinträchtigen würde. Hinsichtlich des 

Grundstücks Nr. 494 (mit Wohnhaus des Beschwerdeführers 2) bestehe eine rechtliche 

Grundlage für die Rückerstattung der Kosten von zwei Schallschutzfenstern; die 

diesbezügliche Regelung habe im Rahmen des Landerwerbs zu erfolgen. Hingegen sei 

eine Fassadensanierung mangels gesetzlicher Grundlage abzulehnen (act. G 2 E. 5f [B 

2012/183]).

5.7.2. Lärmemissionen neuer ortsfester Anlagen sind (neben der Einhaltung der 

Planungswerte) soweit zu begrenzen, als dies technisch möglich und wirtschaftlich 

tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV). Die Vorinstanz erachtete die 

(technisch machbare) Anbringung einer Lärmschutzwand insofern als 

unverhältnismässig, als sie mit einer (topographiebedingten) Länge von 54m und einer 

Höhe von 3-5m ausgeführt, einem einzigen Haus mit einer Wohneinheit dienen und 

Kosten von drei- bis vierhunderttausend Franken verursachen würde. Auch würde eine 

solche das Ortsbild des Weilers Scheftenau massiv beeinträchtigen. Die Kostenfrage 

stelle bei der Beurteilung der Zweckmässigkeit einen massgebenden Aspekt dar. Die 

wirtschaftliche Tragbarkeit der beantragten Lärmschutzwand sei für ein Haus allein 

nicht gegeben. Eine solche sei im Bereich der Liegenschaft des Beschwerdeführers 1 

weder technisch notwendig noch aus raumplanungs- oder umweltschutzrechtlichen 

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Gründen erforderlich (act. G 2 E. 5g). Mit ähnlicher Begründung lehnte sie die 

beantragte Lärmschutzwand auch im Fall des Beschwerdeführers 2 ab (act. G 2 E. 5f 

[B 2012/183]. Zum Vorbringen der Beschwerdeführer, wonach die 

Lärmberechnungsmethode kaum nachvollziehbar sei und der Verkehr auf einer 

geschätzten Annahme beruhe (act. G 13 S. 13 [B 2012/182f.]), hielt das 

Baudepartement fest, die Lärmberechnungen seien mit einem anerkannten 

dreidimensionalen EDV-unterstützten Rechenmodell unter Berücksichtigung sämtlicher 

relevanter Einflussparameter durchgeführt worden. Obwohl das Verkehrsaufkommen 

eine Prognose darstelle, könnten diese Zahlen für die Lärmberechnungen zuverlässig 

eingesetzt werden, da für eine Änderung der Lärmbelastung von 1 dBA rund ein Drittel 

mehr Verkehr vorhanden sein müsste. Die Lärmberechnungsmethode entspreche somit 

dem Stand der Technik und sei nachvollziehbar. Da keine relevante Überschreitung des 

Planungswerts beim Haus des Beschwerdeführers 1 als Folge der Umfahrung auftrete, 

seien auch keine Erleichterungen zu gewähren (act. G 21 S. 7 [B 2012/182]). 

Hinsichtlich der Feststellung der Beschwerdeführer, wonach zusätzlich die Möglichkeit 

zu prüfen gewesen wäre, mit geeigneten Bepflanzungen am Strassenrand 

lärmhemmende Wirkungen mit Sichtschutz zu erzielen (act. G 13 S. 13 Ziff. 31 [B 

2012/182], G 13 S. 14 Ziff. 34 [B 2012/183]), merkte das Baudepartement an, dass die 

Lärmschutzwirkung von Bepflanzungen oft erheblich überschätzt werde. Die 

Fachliteratur zeige auf, dass ein 50m breiter dichter Waldstreifen mit dichtem Unterholz 

eine Pegelminderung von 5-10 dBA bewirke. Einzelne nicht dicht gepflanzte Bäume 

würden so gut wie keinen Schallschutz bieten. Somit sei die Bepflanzung als 

Lärmschutz nicht geeignet und damit auch nicht zu prüfen (act. G 21 S. 8 (B 

2012/182f.]). Zum weiteren Einwand der Beschwerdeführer, wonach die 

Kostenschätzung der Lärmschutzwand nicht belegt sei (act. G 13 S. 13 Ziff. 31 [B 

2012/182], G 13 S. 14 Ziff. 34 [B 2012/183]), führte das Baudepartement aus, die 

durchgeführte Kostenschätzung sei ausreichend, da sich die Lärmschutzwand klar als 

unverhältnismässig herausgestellt habe (act. G 21 S. 7).

In Anbetracht dieser Sachlage bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die 

Vorinstanz im Fall des Beschwerdeführers 1 eine relevante Überschreitung der 

Planungswerte bzw. die wirtschaftliche Tragbarkeit einer Lärmschutz-Wand im Fall 

beider Beschwerdeführer zu Unrecht verneinte. Eine Ermessensüberschreitung bzw. 

rechtsfehlerhafte Ausübung des Ermessens von Seiten der Vorinstanz ist m.a.W. 

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hinsichtlich des Entscheids, den Anspruch des Beschwerdeführers 1 auf Lärm- und 

Schallschutzmassnahmen gänzlich und im Fall des Beschwerdeführers 2 mit Bezug auf 

die Anbringung einer Lärmschutzwand zu verneinen, nicht dargetan. Entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers 2 (act. G 13 S. 14 Ziff. 33 [B 2012/183] wurden im 

Entscheid über die Umweltverträglichkeit des Vorhabens Erleichterungen 

(Rückerstattung der Kosten von Schallschutzfenstern) zugesichert (vgl. 

Umweltverträglichkeitsbericht vom 30. April 2010, S. 22 unten; act. G 21a E. 4b 2. 

Absatz [B 2012/183]).

5.8. Die Beschwerdeführer lassen im Weiteren den Beizug eines landwirtschaftlichen 

Fachspezialisten im Rahmen der Bodenbaubegleitung bei der Ausarbeitung des 

Detailprojektes beantragen. Es treffe zwar zu, dass im angefochtenen Projekt eine 

Bodenbaubegleitung vorgesehen sei. Die bisher vernachlässigte Berücksichtigung 

landwirtschaftlicher Interessen würden jedoch Anlass bilden, den Beizug eines 

landwirtschaftlichen Fachspezialisten des Schweizerischen Bauernverbandes für die 

Rückführung des vor-übergehend beanspruchten Kulturlandes zu verlangen. Selbst 

wenn der Beizug des Grundeigentümers bei der Ausarbeitung des Detailprojektes 

gesetzlich nicht vorgesehen sei, dürfe ein Miteinbezug der Beschwerdeführer in die sie 

betreffenden Projektierungsarbeiten erwartet werden (act. G 13 S. 14 [B 2012/182f.], G 

13 S. 15 [B 2012/183]). Das Baudepartement hielt in diesem Zusammenhang fest, dass 

bei der Planung und Projektierung, aber auch bei der Gesamtinteressenabwägung im 

Rahmen der Genehmigung des Projekts die landwirtschaftlichen Interessen (wie 

haushälterische Nutzung des Bodens) angemessen eingeflossen seien. Der Beizug 

eines landwirtschaftlichen Fachspezialisten im Rahmen der Bodenbaubegleitung 

erweise sich als nicht notwendig, nachdem für den Entscheid über die 

Umweltverträglichkeit die Erstellung eines Bodenschutz- und Altlastenkonzepts mit 

beweissichernden Bodenaufnahmen der vom Projekt betroffenen Kulturlandflächen 

durch eine Fachperson vorgeschrieben werde und sämtliche Massnahmen im Bereich 

Umweltschutz – dazu gehöre auch der Bodenschutz – durch eine 

Umweltbaubegleitung und Erfolgskontrollen sicherzustellen seien (act. G 21 S. 2 und 

8f. [B 2012/182f.]). Anhaltspunkte dafür, dass die Vorinstanz mit dem Entscheid, keinen 

zusätzlichen landwirtschaftlichen Spezialisten bei der Planung beizuziehen, ihr 

Ermessen rechtsfehlerhaft ausübte, liegen angesichts der geschilderten Gegebenheiten 

nicht vor, zumal der Beizug eines Spezialisten nicht gesetzlich normiert ist.

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6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz im Rahmen des ihr 

zustehenden Ermessens entschieden hat, wenn sie das Interesse an einer wesentlichen 

Verkehrsentlastung und der daraus resultierenden Verbesserung der Verkehrssicherheit 

sowie der Lärm- und Luftschadstoffkonzentration in Wattwil höher einstufte als das 

private Interesse der Beschwerdeführer am ungeschmälerten Erhalt der 

Grundstückflächen, zumal den Beschwerdeführern Realersatz in Aussicht gestellt 

wurde. Jedoch sind im Sinn der vorstehenden Erwägung 5.5 die Beschwerden 

teilweise gutzuheissen und die Angelegenheit zur Projektierung zweier 

Tunneldurchgänge bzw. zur Durchführung eines Projektänderungsverfahrens im Sinn 

von Art. 47 Abs. 2 StrG (unbedeutende Änderungen) an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Abgesehen von diesem eher untergeordneten Punkt sind die Beschwerden im Übrigen 

aber abzuweisen.

6.1. Beim geschilderten Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der 

Beschwerdeverfahren zu einem Viertel der Vorinstanz bzw. dem Staat und zu drei 

Vierteln den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 10'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Dem Staat werden somit Kosten im Betrag 

von Fr. 2'500.-- auferlegt; auf die Kostenerhebung wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP). 

In der Regel werden die amtlichen Kosten in vereinigten Verfahren gleichmässig auf die 

Pflichtigen verteilt (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 84). Die Beschwerdeführer 

haben somit amtliche Kosten von je Fr. 3'750.-- zu übernehmen. Die geleisteten 

Kostenvorschüsse von je Fr. 1'500.-- werden angerechnet.

6.2. Bei diesem Verfahrensausgang (kein mehrheitliches Obsiegen) besteht kein 

Anspruch der Beschwerdeführer auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten (Art. 98 

Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP; vgl. R. Hirt, a.a.O., S. 182 ff.). Die Vorinstanz 

und die Beschwerdebeteiligten haben ebenfalls keinen Anspruch auf ausseramtliche 

Entschädigung (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 825ff., 829).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 32/32

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1./  Die Beschwerdeverfahren B 2012/182 und B 2012/183 werden vereinigt.

2./  Die Beschwerden werden, soweit darauf eingetreten wird, im Sinne der 

Erwägungen teilweise gutgeheissen und die Angelegenheit zur Durchführung eines 

Projektänderungsverfahrens im Sinn von Art. 47 Abs. 2 StrG (unbedeutende 

Änderungen) an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen werden die Beschwerden 

abgewiesen.

3./  Die amtlichen Kosten von insgesamt Fr. 10'000.-- bezahlen zu drei Vierteln (Fr. 

7'500.--) die Beschwerdeführer je zur Hälfte (Fr. 3'750.--) unter Anrechnung der 

geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 1'500.--. Dem Staat werden amtliche Kosten 

im Betrag von Fr. 2'500.-- auferlegt; auf eine Kostenerhebung wird verzichtet.

4./  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Präsident:                  Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Beda Eugster        Dr. Walter Schmid

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	Urteil Verwaltungsgericht, 11.06.2014
	Art. 32 StrG (sGS 732.1). Art. 5 lit. a EntG (sGS 735.1). Art. 16 Abs. 1 EG-USG (sGS 672.1). Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV (SR 814.41).Prüfung der Fragen der Zulässigkeit des Projekts einer Strassenumfahrung bzw. der konkreten Ausgestaltung und der Umweltverträglichkeit des Vorhabens sowie der Zulässigkeit der Enteignung von Grundeigentümern. Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen. Ökologische Ersatzmassnahmen (Ausgleichsflächen) im Bericht über die Umweltverträglichkeitsprüfung. Frage des Standorts eines Ölrückhaltebeckens. Erforderlichkeit von Tunneldurchgängen für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Erhalt der Quellen. Lärmschutzmassnahmen. Frage des Beizugs eines landwirtschaftlichen Fachspezialisten (Verwaltungsgericht, B 2012/182, B 2012/183).

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		2025-07-19T09:50:15+0200
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