# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c63283f-eb74-54d5-8cc9-fb7cac0aa9f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-12-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.12.2014 C-5154/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5154-2012_2014-12-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5154/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  D e z e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer,  

Richter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______, Kroatien,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
IV (Rentengesuch). 

 

 

C-5154/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1957 geborene, verheiratete, kroatische Staatsangehörige 

X._______ lebt in Kroatien. Er war in den Jahren 1980 bis 2006 in der 

Schweiz zunächst als Hilfskoch, dann als Produktionsmitarbeiter erwerbs-

tätig und leistete dabei Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlasse-

nen- und Invalidenversicherung. Am 19. April 2011 stellte X._______ bei 

der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vo-

rinstanz) einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente (IVSTA-

act. 17). 

B.   

B.a Mit Vorbescheid vom 15. Juni 2012 (IVSTA-act. 52) stellte die IVSTA 

die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, da keine ausrei-

chende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege 

und eine dem Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende Tätigkeit 

noch immer in rentenausschliessender Weise zumutbar sei. 

B.b Mit Schreiben vom 3. Juli 2012 (IVSTA-act. 53) teilte X._______ der 

IVSTA mit, er sei mit dem Vorbescheid nicht einverstanden, da aus den 

ärztlichen Unterlagen klar hervorgehe, dass er berufsunfähig sei und eine 

vollständige Erwerbsminderung vorliege. 

C.  

Mit Verfügung vom 7. September 2012 (IVSTA-act. 55) wies die IVSTA das 

Leistungsbegehren von X._______ ab. Zur Begründung führte sie im We-

sentlichen aus, dass ihm unter Berücksichtigung gewisser Einschränkun-

gen weiterhin eine Erwerbstätigkeit zuzumuten sei und deshalb keine In-

validität vorliege, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge. Fer-

ner führte die IVSTA aus, dass keine weiteren Abklärungen notwendig 

seien, da der medizinische Sachverhalt genügend dokumentiert sei. 

Die IVSTA stellte zur Beurteilung des Gesuchs namentlich auf folgende 

Unterlagen ab: den Rentenbeschluss der kroatischen Sozialversicherung 

(IVSTA-act. 37) inklusive diverse kroatische Arztberichte (IVSTA-act. 38 ff.) 

und die Stellungnahmen von Dr. med. A._______, Fachärztin für Allge-

meinmedizin beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 1. Februar 

2012 (IVSTA-act. 49) und vom 15. März 2012 (IVSTA-act. 51). 

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Seite 3 

Die Ärzte diagnostizierten bei X._______ im Wesentlichen eine Lumbo-

ischialgie mit/bei degenerativen Veränderungen L5-S1, Coxarthrose beid-

seitig, Gonarthrose rechts und Zervikalarthrose. 

D.  

Gegen die Verfügung vom 7. September 2012 erhob X._______ (nachfol-

gend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 26. September 2012 (Postauf-

gabe am 27. September 2012; BVGer-act. 1) Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht. Er reichte ein Attest von Dr. med. B._______, Facharzt 

für Allgemeinmedizin, vom 25. September 2012 ein und beantragte sinn-

gemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache 

einer Rente. Zur Begründung führte er aus, er könne nicht verstehen, dass 

die Ärzte in Zagreb ihn für 70% invalid hielten und die Vorinstanz deren 

Beurteilung nicht berücksichtige. Er sei aufgrund seines schlechten Ge-

sundheitszustandes nicht in der Lage, einer Arbeit nachzugehen und 

müsse von Verwandten in der Schweiz finanziell unterstützt werden, damit 

er seine Familie ernähren könne. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 8. Januar 2013 (BVGer-act. 5) beantragte die 

Vorinstanz unter Verweis auf die RAD-Stellungnahme vom 13. Dezember 

2012 (IVSTA-act. 58) die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung 

führte die IVSTA aus, dass die schweizerische Invalidenversicherung nicht 

an ausländische Entscheide gebunden sei und man gestützt auf die vorlie-

genden Akten zum Schluss gekommen sei, dass beim Beschwerdeführer 

keine rentenbegründende Invalidität vorliege. 

F.  

Am 25. Januar 2013 (vgl. BVGer-act. 7) ist der mit Zwischenverfügung vom 

22. Januar 2013 (BVGer-act. 6) einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 400.- beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen. 

G.  

Der Beschwerdeführer liess sich nicht mehr vernehmen. 

H.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Beweis-

mittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgen-

den Erwägungen einzugehen. 

  

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsge-

richt vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d 

VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen 

der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von 

Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-

ren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

(Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungs-

rechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes 

vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Best-

immungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozial-

versicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversi-

cherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen 

des ATSG auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 26bis und 

Art. 28 bis 70), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom 

ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtli-

chen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Über-

gangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, 

welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, 

so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 

ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und auch der Kostenvor-

schuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.   

2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Kroatien, so dass 

vorliegend das am 1. Januar 1998 in Kraft getretene Abkommen vom 

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Seite 5 

9. April 1996 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der 

Republik Kroatien über Soziale Sicherheit (nachfolgend: Abkommen Kroa-

tien, SR 0.831.109.291.1) anwendbar ist (vgl. Art. 3 lit. a Abkommen Kroa-

tien). Gemäss Art. 4 Abs. 1 Abkommen Kroatien sind die Staatsangehöri-

gen des einen Vertragsstaates sowie deren Familienangehörige und Hin-

terlassene in ihren Rechten und Pflichten aus den Rechtsvorschriften des 

anderen Vertragsstaates den Angehörigen dieses Vertragsstaates bezie-

hungsweise deren Familienangehörigen und Hinterlassenen gleichgestellt; 

abweichende Bestimmungen in diesem Abkommen bleiben vorbehalten.  

Ordentliche Renten der schweizerischen Invalidenversicherung für Versi-

cherte, die weniger als zur Hälfte invalid sind, sowie die ausserordentlichen 

Renten und die Hilflosenentschädigungen der schweizerischen Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung werden nur bei Wohnsitz in der 

Schweiz gewährt (Art. 5 Abs. 2 Abkommen Kroatien). 

Im Übrigen bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leis-

tungen der schweizerischen Invalidenversicherung nach dem innerstaatli-

chen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, der Verord-

nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, 

SR 832.201), dem ATSG sowie der Verordnung vom 11. September 2002 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, 

SR 830.11). 

2.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 7. September 2012) 

eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 

2.3 In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Bestimmungen des IVG und 

der IVV respektive des ATSG und der ATSV abzustellen, die für die Beur-

teilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan-

den. Da die Anmeldung zum Leistungsbezug am 19. April 2011 eingereicht 

worden ist, ist für die Zeit ab 1. Januar 2008 auf die dannzumal in Kraft 

getretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) 

abzustellen. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen 

ist, sind weiter die mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision zu 

diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzesänderungen zu beachten 

(IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fas-

sung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]).  

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Seite 6 

2.4 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemes-

senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.   

3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der ab 2008 gültig gewesenen Fassung) 

besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person 

mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindes-

tens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% be-

steht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Hieran hat die 6. IV-

Revision nichts geändert (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab dem 1. Januar 

2012 geltenden Fassung). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG beziehungsweise Art. 29 

Abs. 4 IVG (in der ab dem 1. Januar 2012 geltenden Fassung) werden je-

doch Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, 

nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Auf-

enthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, was laut Rechtsprechung 

eine besondere Anspruchsvoraussetzung darstellt (vgl. BGE 121 V 264 

E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

Schweizer Bürger und Staatsangehörige der EU, denen bereits ab einem 

Invaliditätsgrad von 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem 

Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben. Eine solche Ausnahme sieht das So-

zialversicherungsabkommen nicht vor. 

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 

Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), und die zusätz-

lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

zu mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind 

(lit. b und c).  

Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidi-

tät die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 

oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beein-

trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

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Seite 7 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Be-

einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga-

benbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 

zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-

sichtigt (Art. 6 ATSG). 

3.3 Anspruch auf eine Invalidenrente der IV hat, wer invalid im Sinne des 

Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während der vom 

Gesetz vorgesehenen Mindestbeitragsdauer von 3 Jahren (Art. 36 Abs. 1 

IVG) Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung (AHV/IV) geleistet hat. Diese Bedingungen müssen ku-

mulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst 

wenn die andere erfüllt ist. 

3.4 Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Mona-

ten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters-

jahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts [BGer] 

9C_562/2012 E. 3). Somit ist vorliegend aufgrund der im April 2011 einge-

reichten Anmeldung ein Leistungsanspruch ab 1. Oktober 2011 zu prüfen. 

4.   

4.1 Der Versicherungsträger hat die Begehren der versicherten Personen 

zu prüfen, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen 

und die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 49 

ATSG), wobei im Gebiet der Invalidenversicherung diese Pflicht der zu-

ständigen Invalidenversicherungsstelle obliegt, so zum Beispiel das Einho-

len der erforderlichen Unterlagen über den Gesundheitszustand (vgl. 

Art. 57 Abs. 1 lit. c-g IVG und Art. 69 IVV). 

4.2   

4.2.1 Die Verwaltung und die Gerichte sind auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche – oder andere – Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf-

gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-

teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren 

sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

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Seite 8 

der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-

mutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Pra-

xis 2002 S. 62 E. 4 b/cc).  

4.2.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet erscheinen (BGE 125 V 351 E. 3a). Ausschlaggebend 

für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweis-

mittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des 

BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf 

BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Be-

zug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzu-

stellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des 

BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Ver-

waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche 

aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-

weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-

lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren 

Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund 

deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt 

zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-

zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des 

BGer I 655/05vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des 

BGer 9C_24/2008vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 

4.2.3 Auf Stellungnahmen des RAD respektive der medizinischen Dienste 

kann für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, 

nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anfor-

derungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des BGer I 694/05 

vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im 

Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen. 

Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich 

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Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen 

können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer 

bestimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender spezialärztlicher 

Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes 

vorausgesetzt (Urteile des BGer 9C_410/2008 vom 8. September 2008 

E. 3.3, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3, I 362/06 vom 10. April 

2007 E. 3.2.1 und I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a; vgl. auch SVR 2009 

IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2 [nicht publizierte Textpassage der E. 3.3.2 des 

Entscheides BGE 135 V 254]). 

4.2.4 Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht 

an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, 

Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und An-

spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, 

S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus 

dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des 

Gerichts (zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung: BGE 125 V 351 

E. 3a). 

5.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren des Be-

schwerdeführers zu Recht abgewiesen hat. 

Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die AHV/IV geleistet hat (vgl. IVSTA-act. 45 und 47), 

weshalb zu prüfen bleibt, ob er invalid im Sinne des Gesetzes ist. 

5.1 Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei nicht in der Lage, einer 

Arbeit nachzugehen. Er habe sich zwar bemüht, eine Arbeit zu finden, aber 

aufgrund seines schlechten gesundheitlichen Zustands habe ihn niemand 

anstellen wollen. Ferner wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass ihn 

die Ärzte in Zagreb für zu 70% invalid halten würden; er verstehe nicht, 

weshalb die IVSTA nicht auf deren Einschätzung abstelle. 

5.2 Die Vorinstanz führte aus, sie sei nicht an die Beurteilungen ausländi-

scher Ärzte und Versicherer gebunden, sondern habe alle vorhandenen 

Unterlagen frei zu würdigen. Die vorliegenden medizinischen Berichte 

seien im Rahmen des Verwaltungs- und auch des Beschwerdeverfahrens 

wiederholt dem RAD vorgelegt worden und dieser sei zum Schluss gekom-

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Seite 10 

men, dass die diagnostizierten Rückenleiden und die Arthrosen keine der-

artige Intensität aufweisen würden, dass sie eine rentenbegründende Inva-

lidität zu begründen vermöchten. 

5.3 Die angefochtene Verfügung beruht im Wesentlichen auf den nachfol-

gend zusammengefassten medizinischen Unterlagen. 

5.3.1 Dem Rentenbeschluss der kroatischen Sozialversicherung vom 

2. Dezember 2009 (IVSTA-act. 37) ist mit Hinweis auf die medizinischen 

Feststellungen vom 30. November 2009 zu entnehmen, dass der Be-

schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe.  

5.3.2 Den Verlaufsberichten von Dr. med. B._______ (IVSTA-act. 38) sind 

als Befunde und Diagnosen im Wesentlichen Rückenschmerzen, Polyarth-

rose, Migräne, Hyperlipidämie, beidseitige Lumboischialgie und eine Lun-

genentzündung zu entnehmen. Ferner enthalten die Verlaufsberichte An-

gaben zu den Therapiemassnahmen, namentlich der verordneten Medika-

tion, aber nicht zu allfälligen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. 

5.3.3 Dem auf Wunsch der IVSTA eingeholten Bericht in Kroatien (IVSTA-

act. 39 f.) sind als Diagnosen Osteoporose, ein Zervikal- und ein Lum-

bosakralsyndrom, Coxarthrose und Gonarthrose zu entnehmen. Die dar-

aus resultierende Arbeitsunfähigkeit schätzten die Ärzte auf 50%. 

5.3.4 Auch in den weiteren, aus Kroatien stammenden ärztlichen Kurzbe-

richten (vgl. IVSTA-act. 41-44) werden als Diagnosen hauptsächlich 

Rückenbeschwerden, Osteoporose und Arthrose genannt. Ferner wurde 

eine bakterielle Lungenentzündung dokumentiert, welche anlässlich eines 

stationären Aufenthaltes in der Klinik behandelt worden sei. Angaben zu 

allfälligen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit fehlen in diesen Berich-

ten. 

5.3.5 Dr. med. A._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin beim RAD, be-

stätigte in ihren beiden Berichten vom 1. Februar 2012 (IVSTA-act. 49) und 

vom 15. März 2012 (IVSTA-act. 51) gestützt auf die ärztlichen Vorakten als 

Hauptdiagnose eine Lumboischialgie mit/bei degenerativen Veränderun-

gen L5-S1 (ICD-10 M54.5) sowie als Nebendiagnosen eine beidseitige Co-

xarthrose, eine Gonarthrose rechts und eine Zervikalarthrose. Sie erach-

tete den Beschwerdeführer als zu 100% arbeitsfähig, sofern er wechselbe-

lastende Tätigkeiten im Stehen und Sitzen ausführen könne, keine Ge-

wichte von über 15-20 kg tragen, keine Schwerarbeit verrichten, nicht 

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Seite 11 

lange auf unebenem Terrain gehen und keine Arbeiten im Knien oder Kau-

ern verrichten müsse. Insgesamt attestierte sie ihm somit für angepasste 

Verweistätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. 

5.4   

5.4.1 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdefüh-

rer einen ärztlichen Bericht von Dr. med. B._______, Facharzt für Allge-

meinmedizin, vom 25. September 2012 (IVSTA-act. 56 respektive Beilage 

zu BVGer-act. 1) ein. Diesem Bericht ist zu entnehmen, dass der Be-

schwerdeführer in einem schwierigen physischen und psychischen Zu-

stand und deshalb vollständig arbeitsunfähig sei. Der Arzt attestierte ferner, 

dass der Beschwerdeführer 5-6 Mal pro Jahr mit Voltaren und Dehameta-

son und regelmässig respektive nach Bedarf mit Sanval, Brufen und Tra-

mal behandelt werde. Ferner lasse er sich einmal pro Jahr während zehn 

Tagen stationär in einer Rehabilitationsklinik physiotherapeutisch behan-

deln. 

5.4.2 Dr. med. A._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin beim RAD, 

stellte in ihrer Stellungnahme vom 13. Dezember 2012 (IVSTA-act. 58) 

fest, dass aus dem neuen medizinischen Bericht keine neuen objektiven 

Erkenntnisse gewonnen werden könnten und sie deshalb an ihrer früheren 

Stellungnahme festhalte, wonach dem Beschwerdeführer angepasste Tä-

tigkeiten zu 100% zumutbar seien; weitere Abklärungen seien nicht nötig. 

5.5 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass beim Beschwerdefüh-

rer im Wesentlichen Lumboischialgien mit/bei degenerativen Veränderun-

gen sowie Knie-, Hüft- und Zervikalarthrose festgestellt werden konnten. 

Diesbezüglich stimmen die verschiedenen ärztlichen Berichte überein; 

auch der Beschwerdeführer machte keine zusätzlichen gesundheitlichen 

Probleme, sondern lediglich eine nicht konkret begründete Arbeitsunfähig-

keit von 70% geltend. Die beurteilende RAD-Ärztin schloss aufgrund der 

vorhandenen Unterlagen, dass der Beschwerdeführer in angepassten Tä-

tigkeiten oder sogar in der bisherigen Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter 

voll arbeitsfähig sei, sofern er dabei die für ihn aus gesundheitlichen Grün-

den nicht mehr zumutbaren Belastungen (vgl. E. 5.3.5 hiervor) vermeiden 

könne. Diese Einschätzung ist aufgrund der medizinischen Aktenlage und 

der darin festgestellten gesundheitlichen Einschränkungen grundsätzlich 

glaubhaft und nachvollziehbar, weshalb darauf abzustellen ist. In Bezug 

auf die ärztlichen Atteste aus Kroatien ist festzuhalten, dass sie nicht 

schlüssig respektive unvollständig und viel zu kurz sind, da sie in der Regel 

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Seite 12 

lediglich die Diagnosen und die verordnete Medikation enthalten, so dass 

daraus nicht geschlossen werden kann, ob und für welche Tätigkeiten beim 

Beschwerdeführer allenfalls eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Auch die in ei-

nigen Attesten attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% oder mehr (vgl. IV-

STA-act. 39 f. und IVSTA-act. 56) kann vorliegend nicht berücksichtigt wer-

den, da die Ärzte ihre Einschätzungen überhaupt nicht begründen, wes-

halb diese keine Hinweise für das Bestehen einer entsprechenden Arbeits-

unfähigkeit zu liefern vermögen, zumal aufgrund der festgestellten gesund-

heitlichen Probleme in Übereinstimmung mit der Einschätzung von 

Dr. med. A._______ vielmehr davon auszugehen ist, dass die Arbeitsfähig-

keit in angepassten Tätigkeiten nicht eingeschränkt ist.  

6.  

Es bleibt noch der Invaliditätsgrad zu ermitteln. 

Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt werden, 

ob die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichterwerbstätig ein-

zustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzuwendende Methode 

der Invaliditätsgradbemessung hat (allgemeine Methode des Einkom-

mensvergleichs, gemischte Methode, spezifische Methode des Betäti-

gungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a IVG). 

Vorweg ist festzuhalten, dass sich die IVSTA auf keine dieser Methoden 

abgestützt und insbesondere auch keinen Einkommensvergleich durchge-

führt hat. Dieses Vorgehen ist zu beanstanden. Nachfolgend ist daher der 

Einkommensvergleich, welcher auf vorliegenden Fall anzuwenden ist, 

nachzuholen. 

Beim Einkommensvergleich, der auf den vorliegenden Fall des erwerbstä-

tigen Beschwerdeführers anzuwenden ist, wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-

rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-

nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-

marktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Bezie-

hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Ein-

kommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die bei-

den hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er-

mittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Ein-

kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Me-

thode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 

C-5154/2012 

Seite 13 

E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali-

den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben 

und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis 

zum Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-

sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). Für die Ermittlung des Einkommens, 

welches der Versicherte ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkom-

men), ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozi-

alversicherungsrecht allgemein gültigen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit 

Hinweisen) als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Re-

gel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom-

mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsscha-

den fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müssen 

ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, damit sie 

berücksichtigt werden können. Für die Bestimmung des Invalideneinkom-

mens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 

welcher die versicherte Person konkret steht. Ist – wie hier – kein tatsäch-

lich erzieltes Erwerbseinkommen nach Eintritt der Invalidität mehr gege-

ben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-

schadens keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufge-

nommen hat, so sind nach der Rechtsprechung die gesamtschweizeri-

schen Tabellenlöhne gemäss den vom BFS periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen (vgl. BGE 129 V 472 

E. 4.2.1). Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zentral-

werte) im jeweiligen Wirtschaftssektor. 

6.1 Gemäss den Angaben der früheren Arbeitgeberin des Beschwerdefüh-

rers hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2011 voraussichtlich 

Fr. 71'900.- (inklusive Schichtzulagen von Fr. 505.- pro Monat), also 

Fr. 5'991.65 (Fr. 71'900.- : 12) pro Monat, verdient (vgl. IVSTA-act. 33). Da 

der frühestmögliche Rentenbeginn auf 1. Oktober 2011 fällt (vgl. E. 3.4 

hiervor), ist das Einkommen nicht weiter aufzurechnen. 

6.2 Das Invalideneinkommen als Mitarbeiter für leichte Verweistätigkeiten, 

welche dem Beschwerdeführer gemäss ärztlicher Einschätzung noch zu-

mutbar sind, ist durch Ermittlung des Durchschnitts für verschiedene Tätig-

keiten gemäss LSE-Tabellen 2010, TA1, Niveau 4, Zentralwert Männer, 

festzulegen. Es beträgt Fr. 4'901.- respektive Fr. 4'950.- (nach der Aufinde-

xierung von 2010 auf 2011 [Index 100 auf 101]) bei einem Pensum von 

C-5154/2012 

Seite 14 

40 Wochenstunden und ist auf die durchschnittliche betriebliche Arbeitszeit 

aller Branchen im Jahr 2011 von 41,7 Wochenstunden aufzurechnen, was 

monatlich Fr. 5'160.40 ergibt. 

6.3 Der Vergleich von Valideneinkommen (Fr. 5'991.65) und Invalidenein-

kommen (Fr. 5'160.40) ergibt somit einen Invaliditätsgrad von knapp 14%. 

Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass selbst ein maximaler lei-

densbedingter Abzug von 25% keine rentenrelevanten Auswirkungen hätte 

(IV-Grad von rund 35%), weshalb offengelassen werden kann, ob dem Be-

schwerdeführer ein leidensbedingter Abzug zu gewähren ist. Die IVSTA hat 

somit das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

7. September 2012 zu Recht abgewiesen. Die vorliegende Beschwerde 

gegen diese Verfügung ist daher abzuweisen. 

7.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

7.1 Die Verfahrenskosten sind bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen nach dem Verfahrensaufwand und un-

abhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Franken festzulegen 

(Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind die Verfahrens-

kosten auf Fr. 400.- festzusetzen und dem Beschwerdeführer als unterle-

gene Partei aufzuerlegen. Der einbezahlte Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 400.- ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.  

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung 

(Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch 

auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

  

C-5154/2012 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteienschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Sandra Tibis 

 

 

  

C-5154/2012 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, 

beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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