# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68db23c1-4043-5e14-be1f-3a30bfce7985
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.07.2019 C-4472/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4472-2018_2019-07-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4472/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  J u l i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich),   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch,  

Verfügung der IVSTA vom 6. Juli 2018. 

 

 

 

C-4472/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.   

A.a Die am (…) 1970 geborene österreichische Staatsangehörige 

A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) wohnt in 

(…)/AT, war zuletzt als Logistikmanagerin bei der B._______ AG angestellt 

und entrichtete laut Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) in der Zeit 

von September 1988 bis November 2009 – mit Unterbrüchen – Beiträge 

an die schweizerische Alters-, Invaliden- und Hinterlassenenversicherung 

(AHV/IV). Wegen der Folgen einer Depression und der dadurch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit meldete sie sich über den österreichischen Sozialversi-

cherungsträger im September 2010 bei der Invalidenversicherungs-Stelle 

für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) zum Leis-

tungsbezug an (Akten der IVSTA gemäss Aktenverzeichnis und -numme-

rierung vom 25.01.2019; nachfolgend: act.] 1 - 6; act. 15).  

A.b Nach Durchführung erwerblicher und medizinischer Abklärungen wies 

die Vorinstanz das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 

2. Februar 2012 ab mit der Begründung, es liege keine ausreichende 

durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vor, und trotz 

der Gesundheitsbeeinträchtigung sei ihr eine ihrem Gesundheitszustand 

angepasste gewinnbringende Tätigkeit weiterhin in rentenausschliessen-

der Weise zumutbar (act. 48).  

A.c Die von der Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Be-

schwerde hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil B-1160/2012 vom 

4. Februar 2013 insoweit gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob 

und die Streitsache zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückwies (act. 62). Nach Vornahme weiterer Abklärungen, 

insbesondere der Einholung eines psychiatrischen Gutachtens von Dr. 

med. C._______, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

1. Februar 2014 (act. 86), sprach die Vorinstanz der Versicherten mit Ver-

fügung vom 28. August 2014 eine vom 1. Februar 2011 bis 31. März 2014 

befristete Invalidenrente zu (act. 102). Die Verfügung erwuchs unangefoch-

ten in Rechtskraft.  

 

 

 

C-4472/2018 

Seite 3 

B.  

B.a Über den österreichischen Sozialversicherungsträger stellte die Versi-

cherte bei der Vorinstanz mit Eingabe vom 4. Juli 2017 ein erneutes Ge-

such um Ausrichtung einer Invalidenrente (Posteingang: 2. August 2017; 

act. 107).  

B.b Mit Vorbescheid vom 18. Oktober 2017 kündigte die Vorinstanz der 

Versicherten an, dass sie auf die Neuanmeldung nicht einzutreten beab-

sichtigte, da eine anspruchsrelevante Änderung des Invaliditätsgrades 

nicht glaubhaft gemacht worden sei (act. 110).  

B.c Mit (erneutem) Vorbescheid vom 30. November 2017 annullierte die 

Vorinstanz den Vorbescheid vom 18. Oktober 2017; sie hielt indes an der 

bisherigen Auffassung fest, dass sie mangels Glaubhaftmachung einer an-

spruchsrelevanten Veränderung nicht in der Lage sei, das neue Gesuch zu 

prüfen (act. 118).  

B.d Nach Durchführung weiterer erwerblicher und medizinischer Abklärun-

gen stellte die IVSTA mit Vorbescheid vom 11. Mai 2018 die Abweisung des 

Leistungsbegehrens in Aussicht, im Wesentlichen mit der Begründung, ihr 

medizinischer Dienst sei gestützt auf eine Prüfung der neu eingereichten 

Akten zum Schluss gelangt, dass eine abschliessende medizinische Beur-

teilung möglich sei, wobei auch nach Ergänzung der Akten keine renten-

begründende Invalidität vorliege (act. 140). 

B.e Mit Verfügung vom 6. Juli 2018 bestätigte die Vorinstanz den Vorbe-

scheid, indem das Leistungsbegehren mit der genannten Begründung ab-

wies (act. 143). 

C.  

C.a Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe 

vom 3. August 2018 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde mit den 

sinngemässen Anträgen, die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2018 sei 

aufzuheben und es sei ihr eine angemessene Invalidenrente auszurichten 

(Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer act.] 1 samt Beilagen).  

C.b Der von der Beschwerdeführerin geforderte Kostenvorschuss von 

CHF 800.- ging am 3. September 2018 bei der Gerichtskasse ein (BVGer 

act. 2 und 4).  

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Seite 4 

C.c Unter Verweis auf die Stellungnahmen ihres Regionalen Ärztlichen 

Dienstes vom 7. Februar 2019 und vom 6. März 2019 hielt die Vorinstanz 

mit Vernehmlassung vom 12. März 2019 an ihrem Antrag auf Abweisung 

der Beschwerde fest (BVGer act. 6 samt Beilagen).  

C.d Mit Replik vom 8. April 2019 hielt die Beschwerdeführerin an ihren bis-

herigen Anträgen fest und legte weitere medizinische Berichte ins Recht 

(BVGer act. 8 samt Beilagen). 

C.e Mit Duplik vom 24. April 2019 hielt auch die Vorinstanz an ihrem in der 

Vernehmlassung gestellten Antrag auf Abweisung der Beschwerde und der 

entsprechenden Begründung fest (BVGer act. 10).  

C.f Mit Zwischenverfügung vom 26. April 2019 schloss der Instruktionsrich-

ter den Schriftenwechsel – vorbehältlich weiterer Instruktionsmassnahmen 

– per 6. Mai 2019 ab (BVGer act. 8).  

D.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 

soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Er-

hebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; Art. 59 ATSG 

[SR 830.1]). Nachdem die Beschwerdeführerin den ihr auferlegten Kosten-

vorschuss fristgerecht überwiesen hat (BVGer act. 4), ist auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG; Art. 60 Abs. 1 ATSG). 

2.  

2.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

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Seite 5 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 6. Juli 2018 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind.  

2.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 

E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen 

im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 

121 V 362 E. 1b). 

2.3 Die Beschwerdeführerin ist österreichische Staatsangehörige und 

wohnt in Österreich. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 

21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-

schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-

hang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft 

getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und 

Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 

2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, 

Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehun-

gen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das 

Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch 

im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach 

schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4). 

3.  

Zunächst sind im Folgenden die gesetzlichen Grundlagen sowie die mas-

sgebenden Grundsätze der Rechtsprechung darzulegen.  

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

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gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

3.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG 

sieht vor, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Mo-

naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters-

jahrs folgt, entsteht. 

3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern 

sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 

883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1). 

3.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invalidi-

tätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-

prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 

Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 

(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV [SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhalts-

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änderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invali-

denrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend ge-

machten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 E. 2). 

3.5 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 

materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 

Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat-

sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem 

Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 

E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 

rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 

das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 

festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 

Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 

obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 

V 198 E. 3a; SVR 2008 IV Nr. 35 E. 2.1). 

3.6 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung 

des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu-

kunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisi-

onsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszu-

standes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9 E. 2.3). 

Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit 

oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchs-

beeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leis-

tung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer-

den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in 

jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbre-

chung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern 

wird. In Art. 88a IVV wird konkretisiert, welche Dauer oder Intensität die 

Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu 

werden. Dabei handelt es sich letztlich um Konkretisierungen des für den 

Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsbegriffs (BGE 133 V 67 

E. 4.3.3).  

3.7 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditäts-

grad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmel-

dungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – 

durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materi-

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Seite 8 

ellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit dem-

jenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3; 

130 V 71 E. 3.2.3).  

3.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

3.9 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) 

und ob der Arzt oder die Ärztin über die notwendigen fachlichen Qualifika-

tionen verfügt (Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). 

3.10 Soll über einen Rentenanspruch ohne Einholung eines externen Gut-

achtens, sondern gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich 

vom Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen ent-

schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 

in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. BGE 135 V 

465 E. 4.4; Urteil des BGer 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.2). 

3.11 Geht es um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ein damit 

vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) 

oder depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 

409), sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikato-

ren beachtlich, die – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer 

Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressour-

cen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö-

gen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 - 3.6 und 4.1; 143 V 418 

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E. 6 ff.). Ausgangspunkt der Prüfung und damit erste Voraussetzung bildet 

eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 

E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähig-

keit erwähnten Indikatoren hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert 

(BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) 

mit den Komplexen «Gesundheitsschädigung» (Ausprägung der diagnose-

relevanten Befunde und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungser-

folg oder -resistenz; Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persön-

lichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische Funktionen 

[E. 4.3.2]) und «sozialer Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» 

(Gesichtspunkte des Verhaltens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige 

Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbe-

reichen (E. 4.4.1) und behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus-

gewiesener Leidensdruck (E. 4.4.2). 

4.  

Die Vorinstanz ist auf die Neuanmeldung vom 4. Juli 2017 eingetreten und 

hat den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin nach einer materiellen 

Prüfung mit der angefochtenen Verfügung vom 6. Juli 2018 verneint. Die 

Eintretensfrage ist damit vom Bundesverwaltungsgericht nicht zu beurtei-

len (BGE 109 V 108 E. 2b). Ob im massgebenden Vergleichszeitraum zwi-

schen der Verfügung vom 28. August 2014 (mit bis zum 31. März 2014 

befristeter Rentenzusprache) und der angefochtenen Verfügung vom 

6. Juli 2018 eine anspruchsrelevante Veränderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen eingetreten ist, ist nachfolgend zu prüfen. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung ausgeführt, basie-

rend auf dem Arztbrief des Landeskrankenhauses D._______ vom 2. Ja-

nuar 2017, dem Bericht von Dr. med. E._______ vom 28. April 2017, dem 

ärztlichen Gesamtgutachten von Dr. med. F._______ vom 27. Oktober 

2017 sowie dem ärztlichen Gutachten von Dr. med. G._______ vom 

23. Oktober 2017 habe sie der Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 

30. November 2017 mitgeteilt, dass auf ihr Gesuch nicht eingetreten wer-

den könne, da sie eine anspruchsrelevante Veränderung des Gesundheits-

zustandes nicht habe glaubhaft machen können. Gestützt auf die Mittei-

lung der Beschwerdeführerin vom 18. Dezember 2017, wonach sie sich in 

der Psychosomatischen Klinik D._______ in Behandlung befinde, habe sie 

den Anspruch in erwerblicher und medizinischer Hinsicht materiell abge-

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Seite 10 

klärt. Gestützt auf eine Prüfung der neu eingereichten Akten (Konsiliarbe-

fund des Landeskrankenhauses D._______ vom 16. Dezember 2017, Arzt-

brief des Landeskrankenhauses D._______ vom 18. Januar 2018, Befund 

von Dr. med. E._______ vom 19. Januar 2018, Arbeitsunfähigkeitsbeschei-

nigung vom 7. Februar 2018) sei ihr medizinischer Dienst zum Schluss ge-

kommen, dass eine abschliessende Beurteilung aufgrund der vorliegenden 

Akten möglich sei und keine rentenbegründende Invalidität vorliege 

(act. 143).   

5.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, aus den von ihr nachgereich-

ten medizinischen Berichten und Gutachten gehe hervor, dass sie nach wie 

vor und voraussichtlich auch noch für längere Zeit arbeitsunfähig sei. Mit 

Blick auf die Tatsache, dass sie seit ihrer Kündigung des Arbeitsverhältnis-

ses Ende 2009 aufgrund ihres schweren Krankheitsbildes keiner Arbeit 

mehr nachgehen könne, stehe ihr ein Anspruch auf eine Rente der schwei-

zerischen Invalidenversicherung zu. Trotz Inanspruchnahme sämtlicher 

therapeutischer Massnahmen habe sie bisher keine Erwerbsfähigkeit her-

stellen können. Sie sei nach wie vor sehr aktiv in psychiatrischer, psycho-

logischer und medizinischer Betreuung (BVGer act. 1 samt Beilagen). 

5.3 Replicando wendet die Vorinstanz ein, die Prüfung der im Beschwer-

deverfahren eingereichten medizinischen Akten durch ihren medizinischen 

Dienst habe ergeben, dass bei der Beschwerdeführerin keine Invalidität 

von anspruchsbegründendem Ausmass festzustellen sei. Der versiche-

rungsinterne beurteilende Psychiater sei zur Feststellung gelangt, dass 

das psychiatrische Gutachten von Dr. med. H._______ vom 14. Mai 2018 

nicht zu überzeugen vermöge, da die darin gestellten Diagnosen allesamt 

nicht nachvollziehbar begründet seien. Insgesamt würden durch das psy-

chiatrische Gutachten keine schwerwiegenden psychiatrischen Gesund-

heitsschäden nachgewiesen, welche eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit 

zur Folge hätten. Aus somatischer Sicht sei die beurteilende Ärztin des me-

dizinischen Dienstes zum Schluss gelangt, dass sich aus rheumatologisch-

orthopädischer Sicht aus dem Gutachten von Dr. med. I._______ vom 

12. April 2018 keine Diagnosen und keine funktionellen Einschränkungen 

ergeben würden, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (BVGer 

act. 6 samt Beilagen).  

5.4 In ihrer Duplik vom 8. April 2019 hält die Beschwerdeführerin an ihren 

bisherigen Anträgen und der entsprechenden Begründung fest. Zu ergän-

zenden Begründung bringt sie insbesondere vor, trotz intensiver therapeu-

tischer psychologischer Massnahmen, welche sie mit grosser Motivation 

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Seite 11 

und Hoffnung in Anspruch nehme, sei die erhoffte Besserung ihres Ge-

sundheitszustandes nicht eingetreten. Sie sei weiterhin auf die regelmäs-

sige Einnahme von Antidepressiva und Schmerzmitteln angewiesen, um 

ihren Alltag zu bewältigen. Aus den nachgereichten Berichten des Landes-

krankenhauses D._______ gehe hervor, dass sie nach wie vor nicht in der 

Lage sei, einer regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen, da ihre Psy-

che und ihre körperliche Verfassung im Tagesablauf starken Schwankun-

gen unterlägen (BVGer act. 8).  

6.  

Die Verfügung vom 28. August 2014 beruht auf der Annahme, dass der 

Beschwerdeführerin ab dem 4. Dezember 2013 wieder eine ihrem Gesund-

heitszustand angepasste Tätigkeit zumutbar wäre (act. 101 f.). Sie basiert 

im Wesentlichen auf folgenden ärztlichen Einschätzungen: 

6.1 Am 1. Februar 2014 erstattete Dr. med. C._______, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, das von der Vorinstanz in Auftrag gege-

bene psychiatrische Gutachten. Darin hielt der Psychiater als Diagnosen 

eine rezidivierende mittelgradige bis leichte depressive Episode mit derzeit 

leichtgradiger Ausprägung (ICD-10 F 33.1 - 33.0) sowie eine Persönlichkeit 

mit histrionisch-unreifen Zügen (ICD-10 Z 73.1) und persönlichkeitsstruk-

turellen Defiziten fest. In seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung 

kam er zum Schluss, dass im Zeitpunkt der Untersuchung keine die Ar-

beitsfähigkeit wesentlich tangierende psychische Funktionsstörung vorge-

legen sei. Nach Mini-ICF-APP seien die Flexibilität und die Umstellungsfä-

higkeit (aufgrund der Versagensängste in ungewohnten Situationen) sowie 

(als Folge des unbedingten Willens, zu gefallen) die Entscheidungs- und 

Urteilsfähigkeit sowie die Selbstbehauptungsfähigkeit leicht eingeschränkt. 

Die derzeit leichten Funktionseinschränkungen wirkten sich nicht generell 

auf die Arbeitsfähigkeit aus. Im Sommer 2012 sei die Arbeitsfähigkeit zu-

sätzlich durch die Kreuzbeinfraktur eingeschränkt gewesen. Die Tatsache, 

dass die Beschwerdeführerin gleichzeitig mit dem Reitunfall die Psycho-

therapie aufgehört habe, könne als Hinweis dafür interpretiert werden, 

dass es ihr persönlich zumindest nicht ganz so schlecht wie zu Beginn der 

Krankheitsphase ergangen sei. Bei lediglich leichten Depressionen sei die 

Arbeitsfähigkeit in aller Regel nicht in einem rentenrelevanten Ausmass 

tangiert. Abweichungen von dieser Regel, welche hier nicht vorlägen, 

müssten vom Gutachter begründet werden. Der Beschwerdeführerin sei 

mit hoher Wahrscheinlichkeit ab Februar 2013, mit Sicherheit aber jeden-

falls ab dem Datum seiner Untersuchung (Dezember 2013) bereits wieder 

C-4472/2018 

Seite 12 

eine Arbeitsfähigkeit im Rahmen von 80 % zumutbar, und zwar im ange-

stammten Bereich als Betriebsfachfrau oder Industrieoptikerin. Aufgrund 

ihrer persönlichen psychischen Schwierigkeiten wäre das Stellenprofil in-

sofern anzupassen, als sie keine Führungsverantwortung übernehmen 

sollte, es sei denn, sie würde es sich im Verlauf der Psychotherapie wieder 

zutrauen (act. 86).  

6.2 Dr. med. J._______, Facharzt für Psychiatrie, hielt in seinem zuhanden 

der Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle K._______ erstellten 

ärztlichem Gutachten vom 22. Februar 2014 als Diagnose eine wiederkeh-

rende depressive Störung (ICD-10: F 33.1) fest. In seiner Beurteilung kam 

er zum Schluss, dass im Vergleich zum Sozialgerichtsgutachten von Dr. 

med. H._______ vom 29. Februar 2012 (act. 51) keine mittel- bis schwer-

gradig ausgeprägte Depression mehr vorliege. Vielmehr sei lediglich noch 

eine leichte Symptomatik feststellbar; die Verbesserung des Gesundheits-

zustandes sei offenbar durch die inzwischen begonnene antidepressive 

Medikation mit dem Medikament Cipralex bewirkt worden. Aus rein psychi-

atrischer Sicht sei es somit insgesamt zu einer Besserung gekommen, und 

es seien wieder leichte und fallweise mittelschwere Arbeitstätigkeiten, un-

ter prophylaktischer Ausnahme der Nachtarbeit, möglich. Eine weitere Bes-

serung sei bei Aufnahme einer entsprechenden psychiatrischen Behand-

lung zu erwarten (act. 95, S. 3). 

6.3 In seinen zuhanden der Pensionsversicherungsanstalt der Landes-

stelle K._______ erstatteten Gesamtgutachten vom 23. Januar/20. März 

2014 hielt Dr. med. L._______, Arzt für Allgemeinmedizin, neben der im 

psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. J._______ festgehaltenen wie-

derkehrenden depressiven Störung (ICD-10 F 33.1) eine Essstörung, ein 

chronisches Halswirbelschmerzsyndrom, derzeit ohne Ausstrahlung in die 

Arme, bei Zustand nach Bandscheibenvorfall C 5/6 rechts, sowie Überge-

wicht fest. In seiner zusammenfassenden Beurteilung kam er zum Schluss, 

dass es aus psychiatrischer Sicht zu einer Besserung gekommen sei, so 

dass der Beschwerdeführerin leichte und fallweise mittelschwere Tätigkei-

ten, unter Vermeidung von schweren und überwiegend mittelschweren 

Hebe- und Trageleistungen, wieder zumutbar seien. Die Nachtarbeit wie 

auch Arbeiten unter besonderem Zeitdruck seien aus prophylaktischer 

Sicht zu vermeiden. Bei Inanspruchnahme einer entsprechenden psychi-

atrisch-fachärztlichen Behandlung sei eine weitere Verbesserung der psy-

chischen Beschwerden zu erwarten (act. 97).  

C-4472/2018 

Seite 13 

6.4 RAD-Arzt Dr. med. M._______, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-

therapie, hielt mit Bericht vom 11. März 2014 fest, dass laut den ihm vorlie-

genden medizinischen Akten für die Zeit von September 2009 bis 3. De-

zember 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der bisherigen wie auch 

in einer angepassten Tätigkeit bestanden habe. Ab dem 4. Dezember 2013 

sei lediglich noch von einer Einschränkung von 20 % auszugehen (act. 91). 

6.5 Nach Prüfung der Gutachten der Dres. med. J._______ und L._______ 

kam Dr. med. M._______ zum Schluss, dass diese an der gutachterlichen 

Beurteilung des Psychiaters, Dr. med. C._______, nichts zu ändern ver-

möchten (Schlussbericht vom 28. Juli 2014; act. 99). 

7.  

Bezogen auf den Zeitraum zwischen dem Erlass der Verfügung vom 

28. August 2014 und der angefochtenen Verfügung vom 6. Juli 2018 liegen 

im Wesentlichen die folgenden ärztlichen Einschätzungen in den Akten: 

7.1 Im Anschluss an einen vom 2. Januar 2017 bis 17. März 2017 dauern-

den stationären Aufenthalt im Departement für Psychosomatische Medizin 

und Psychotherapie des Landeskrankhauses D._______ kam Dr. med. 

N._______ zum Schluss, dass es aufgrund der noch nicht ausreichenden 

psychischen Stabilität bei zu frühen Arbeitsversuchen erneut zu längeren 

Krankheitsausständen komme (act. 133). 

7.2 Die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. E._______, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, führte mit Bericht vom 28. 

April 2017 insbesondere aus, dass sich die Beschwerdeführerin von Ja-

nuar bis 17. März 2017 in stationärer Behandlung im Krankenhaus 

D._______ befunden habe. Dadurch habe sie sich zwar stabilisieren kön-

nen, aufgrund der schweren Traumafolgestörungen sei indes nach wie vor 

eine Instabilität vorhanden, so dass bei ihr eine deutlich reduzierte Belast-

barkeit bestehe (act. 114). 

7.3 Dr. med. G._______, Facharzt für Psychiatrie, hielt in seinem zuhan-

den der Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle K._______ erstell-

ten Gutachten vom 3. September 2017 als Diagnosen eine gemischte 

Angststörung im Zuge einer komplexen posttraumatischen Belastungsstö-

rung (ICD-10 F 41.3) sowie eine Binge-Eating-Störung (ICD-10 F 50.4) 

fest. In seiner Beurteilung führte er aus, aktuell lasse sich bei Beschwerde-

führerin keine psychiatrische Erkrankung in dem Ausmass feststellen, die 

C-4472/2018 

Seite 14 

eine Berufstätigkeit rechtfertige (recte wohl: verunmögliche). Regelmäs-

sige Arbeiten zu Erwerbszwecken seien ihr weiterhin zumutbar, und die 

angegebenen Einschlafstörungen seien mit einer entsprechenden Medika-

tion leicht zu beheben (act 113). 

7.4 In seinem zuhanden der Pensionsversicherungsanstalt der Landes-

stelle K._______ erstellten Gesamtgutachten vom 27. Oktober 2017 be-

stätigte Dr. med. F._______, Arzt für Allgemeinmedizin, die psychiatrischen 

Diagnosen des Teilgutachtens von Dr. med. G._______ und führte als wei-

tere Diagnosen überdies noch chronisch wiederkehrende Nacken- und 

Lendenwirbelsäulen-Beschwerden ohne Schmerzausstrahlung in die Ext-

remitäten, bei Zustand nach Bandscheibenvorfall C 5/C 6 rechts, sowie ein 

leichtes Übergewicht an. Im Rahmen der Gesamtbeurteilung der Leis-

tungsfähigkeit kam er zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin eine an-

gepasste, leichte bis mittelschwere Verweistätigkeiten möglich und zumut-

bar sei (act. 112).  

7.5 Im Anschluss an eine tagesklinische Behandlung in der Zeit vom 6. No-

vember 2017 bis 11. Januar 2018 führte Dr. med. N._______ mit Bericht 

vom 18. Januar 2018 insbesondere aus, sie halte eine Verlängerung der 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für indiziert, da ein zu früher Arbeitsver-

such mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer erneuten psychischen Dekom-

pensation führen würde. Eine stufenweise Wiedereingliederung in den Ar-

beitsprozess (Teilzeitanstellung) sei zu gegebenem Zeitpunkt zu befürwor-

ten (act. 129). 

7.6 Mit Bericht vom 19. Januar 2018 führte Dr. med. E._______ insbeson-

dere aus, sie halte die Beschwerdeführerin gerade auch nach der Erfah-

rung auf der Psychosomatik für nicht arbeitsfähig (act. 130).  

7.7 In seiner medizinischen Stellungnahme vom 4. Mai 2018 kam RAD-

Arzt Dr. med. O._______, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, zum 

Schluss, dass bei Beschwerdeführerin weder in der bisherigen noch in ei-

ner angepassten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzu-

nehmen sei. Die Beschwerdeführerin sei nie für eine länger dauernde Zeit 

ununterbrochen arbeitsunfähig geschrieben worden; gestützt auf die Gut-

achten der Dres. med. F._______ und G._______ bestehe keine Arbeits-

unfähigkeit (act. 139).  

7.8 Dr. med. H._______, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, hielt in 

seinem zuhanden des Landesgerichts P._______ erstatteten Gutachten 

C-4472/2018 

Seite 15 

vom 14. Mai 2018 fest, auf psychiatrischem Gebiet bestehe vordergründig 

eine anhaltende emotional instabile Persönlichkeitsstörung nach traumati-

schen Erfahrungen in Kindheit und Jugend. Auch eine inzwischen regel-

mässige nervenärztliche und psychotherapeutische Behandlung, ein-

schliesslich zweier stationärer Aufenthalte auf der Psychosomatik in 

D._______, habe nicht zu einer Verbesserung des Zustandsbildes geführt. 

Die Beschwerdeführerin sei stimmungslabil, und an einzelnen Tagen 

komme sie kaum aus dem Bett. Sie sei im zwischenmenschlichen Kontakt 

massiv verunsichert, und schon alltägliche Situationen stressten sie psy-

chisch. Sie könne sich nicht abgrenzen, und fühle sich völlig verunsichert. 

Sowohl nach der Einschätzung der Psychosomatik als auch nach jener der 

behandelnden Nervenärztin bestehe derzeit keine Arbeitsfähigkeit. Dieser 

Eindruck habe sich bei der persönlichen Untersuchung vom 4. Mai 2018 

bestätigt. Auf neurologischem Gebiet bestehe der Verdacht auf eine Trige-

minus-Neuralgie, d. h. einen linksseitigen Gesichtsschmerz, der allerdings 

bisher noch nicht fachärztlich abgeklärt worden sei. Mit Rücksicht auf den 

bestehenden Gesundheitszustand könne die Beschwerdeführerin unter 

den üblichen Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses seit dem 1. August 

2017 keine Tätigkeiten mehr verrichten. Der psychische Zustand sei der-

zeit derart labil, dass mit weitaus längeren als den üblichen Arbeitsunter-

brechungen zu rechnen sei. Die psychische Belastbarkeit sei deutlich ein-

geschränkt, und die therapeutischen Möglichkeiten würden voll ausge-

schöpft. Grundsätzlich sei bei weiterer Therapie mit einer langsamen Sta-

bilisierung mit positiven Auswirkungen auf das Leistungskalkül zu rechnen. 

Allerdings sei vor Ablauf einer Dauer von 1 bis 2 Jahren ab dem Zeitpunkt 

der Begutachtung nicht mit wesentlichen Schritten zu rechnen (Beilage zu 

BVGer act. 8).  

7.9 Mit Gesamtgutachten vom 15. Mai 2018 bestätigte Dr. med. I._______, 

Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, die psychiatrisch-

neurologischen Diagnosen des Teilgutachters und ergänzte die Beurtei-

lung aus orthopädischer Sicht dahingehend, dass bei der Beschwerdefüh-

rerin chronische Nackenschmerzen bei deutlicher Bandscheibenabnut-

zung im Segment C 5/6 sowie chronische Rückenschmerzen rechts bei 

Fehlhaltung der Wirbelsäule (Hohl-Rundrücken) und muskuläre Verspan-

nungen am Gesäss rechts bestünden. In Übereinstimmung mit den psychi-

atrischen Teilgutachter kam er zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin 

unter den üblichen Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses seit dem 1. Au-

gust 2017 keine Tätigkeiten mehr verrichten könne (Beilage zu BVGer act. 

8). 

C-4472/2018 

Seite 16 

8.  

Die Vorinstanz vertritt die Auffassung, dass die Beschwerdeführerin sowohl 

in ihrer angestammten als auch in einer angepassten Verweistätigkeit zu 

100 % arbeitsfähig sei. Umstritten und zu prüfen ist, ob sie zu Recht davon 

ausgeht, dass der Beschwerdeführerin eine solche Leistungsfähigkeit at-

testiert werden kann und ob sich der medizinische Sachverhalt in dieser 

Hinsicht als genügend abgeklärt erweist.  

8.1 Die Vorinstanz ist bei ihrer Beurteilung im Wesentlichen der Stellung-

nahme ihres RAD-Arztes Dr. med. O._______ vom 4. Mai 2018 gefolgt, der 

sich seinerseits auf die Schlussfolgerungen der vom österreichischen So-

zialversicherungsträger veranlassten Gutachten der Dres. med. F._______ 

und G._______ stützt. Stellungnahmen des medizinischen Dienstes, wel-

che nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie Aktengutach-

ten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-

henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-

fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile 

des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 vom 

8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1, je mit Hin-

weisen). Enthalten die Akten für die streitigen Belange keine beweistaugli-

chen Unterlagen, kann die Stellungnahme einer versicherungsinternen 

Fachperson in der Regel keine abschliessende Beurteilungsgrundlage bil-

den, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen Anlass geben (vgl. Urteil 

des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3). Zu prüfen ist mithin, ob 

die im Auftrag der Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle 

K._______ erstellten Gutachten der Dres. med. F._______ und G._______ 

dem medizinischen Dienst erlaubten, sich ein umfassendes Bild der ge-

stellten Diagnosen, der gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Verlauf und 

gegenwärtiger Status) und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu 

machen, und ob die Schlussfolgerungen nachvollziehbar und schlüssig 

sind. 

8.2 Nach der Rechtsprechung ist bei psychischen Leiden unabhängig von 

der diagnostischen Einordnung auf objektivierter Beurteilungsgrundlage zu 

prüfen, ob eine rechtlich relevante Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit nach-

zuweisen ist (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416). Bei der Frage der funktio-

nellen Auswirkungen einer Störung haben sich sowohl die medizinischen 

Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer 

Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu 

orientieren (BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 53 f.; 143 V 418 E. 6 S. 427).  

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C-4472/2018 

Seite 17 

Weder RAD-Arzt Dr. med. O._______ noch Dres. med. F._______ und 

G._______ haben sich im Lichte von BGE 141 V 281 sowie BGE 143 V 

409 und BGE 143 V 418 zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin geäussert. Besondere Gründe für einen Verzicht auf 

das strukturierte Beweisverfahren sind nicht ersichtlich und werden auch 

nicht geltend gemacht. Insbesondere fehlt es an Hinweisen für die An-

nahme einer Aggravation oder Simulation. Zudem kann auch nicht aus 

Gründen der Verhältnismässigkeit von einem strukturierten Beweisverfah-

ren abgesehen werden. Dies wäre nur statthaft, wenn im Rahmen beweis-

wertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar 

begründeter Weise verneint würde und allfälligen gegenteiligen Einschät-

zungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen 

kein Beweiswert beigemessen werden könnte (BGE 143 V 418 E. 7.1 

S. 428). Vorliegend weichen sowohl die behandelnde Psychiaterin Dr. 

med. E._______, welche mit Blick auf die Erfahrungen im psychosomati-

schen Bereich eine Arbeitsfähigkeit verneint hat (act. 130), als auch der 

Gerichtsgutachter Dr. med. H._______ (Beilage zu BVGer act. 8) von der 

Leistungsbeurteilung des RAD-Arztes ab. Dr. med. H._______ legt sodann 

seine abweichende Auffassung mit einlässlicher Begründung nachvollzieh-

bar dar. Hinzu kommt, dass Dres. med. E._______ und H._______ die Be-

schwerdeführerin persönlich untersucht haben und auch über die notwen-

dige psychiatrische Fachausbildung verfügen, während Dr. med. 

O._______ als Facharzt für Allgemeinmedizin nicht über die erforderliche 

fachliche Qualifikation für eine abschliessende Beurteilung der psychiatri-

schen Leistungsfähigkeit verfügt (vgl. zum Erfordernis der Fachausbildung 

BGE 137 V 210 E. 3.3.2 S. 246; Urteile des BGer 8C_460/2017 vom 1. 

Februar 2018 E. 5.5, 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 2.4). 

Daraus folgt, dass die Vorinstanz im Rahmen der Prüfung des Neuanmel-

deverfahrens zu Unrecht von der Einholung eines Administrativgutachtens 

unter Beachtung der Vorgaben des strukturierten Beweisverfahrens abge-

sehen hat.  

8.3 Aus dem Gutachten von Dr. med. H._______ vom 14. Mai 2018 geht 

überdies hervor, dass der Verdacht auf eine Trigeminus-Neuralgie respek-

tive einen linksseitigen Gesichtsschmerz bis dato noch nicht fachärztlich 

abgeklärt worden ist (BVGer act. 8, Beilage, S. 8). Im Rahmen der erneuten 

Begutachtung der Beschwerdeführerin wird zu klären sein, ob diese Diag-

nose bestätigt werden kann und ob hieraus gegebenenfalls Einschränkun-

gen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit resultieren.  

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C-4472/2018 

Seite 18 

8.4 Aus den bisherigen medizinischen Akten geht überdies nicht verläss-

lich hervor, ob und gegebenenfalls in welchen Bereichen und in welchem 

Umfang die bei der Beschwerdeführerin festgestellten chronische Nacken-

schmerzen (bei deutlicher Bandscheibenabnutzung im Segment C 5/6) 

und die chronischen Rückenschmerzen rechts bei Fehlhaltung der Wirbel-

säule (act. 97; Beilage zu BVGer act. 8) zu einer zusätzlichen Beeinträch-

tigung der Leistungsfähigkeit führen.   

Der RAD-Arzt konnte sich zudem für seine Beurteilung der Entwicklung 

des Rückenleidens sowie für seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht 

auf eine fachärztliche, ausreichende klinische Untersuchung abstützen. 

Gerade bei Gesundheitsschäden an der Wirbelsäule stellt indes die klini-

sche Untersuchung die wichtigste Prüfung dar (Urteil des BGer 

9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 4.2.2). Bei Gesundheitsschäden 

im Bereich der Orthopädie ist nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung zudem eine Diagnose des Funktionsausfalles (Funktionsdiagnose), 

d.h. eine qualitative und quantitative Analyse der Funktionsstörung des Be-

wegungsapparates und seiner Folgen für die versicherte Person von zent-

raler Bedeutung (vgl. Urteil des BGer 9C_335/2015 vom 1. September 

2015 E. 4.2.2; vgl. auch Urteil des BVGer C-6103/2016 vom 11. Juli 2017 

E. 6.3.1). Ärztliche Berichte, welche diese Anforderungen erfüllen, standen 

dem medizinischen Dienst für die Beurteilung nicht zur Verfügung; denn 

das ärztliche Gesamtgutachten vom 27. Oktober 2017 (act. 112) genügt 

diesen Anforderungen nicht, zumal Dr. med. F._______ als Arzt für Allge-

meinmedizin nicht über eine orthopädische Fachausbildung verfügt.  

8.5 Mit Blick auf die hier zur Diskussion stehende Rentenprüfung im Rah-

men einer Neuanmeldung fehlt es schliesslich in den vorliegenden medizi-

nischen Akten an einer Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern sich 

der Gesundheitszustand und/oder die Leistungsfähigkeit der Beschwerde-

führerin seit der rechtskräftigen Verfügung vom 28. Juli 2014 (vgl. dazu 

E. 6.1 - 6.5 hievor) verändert haben. Rechtsprechungsgemäss fehlt es 

selbst einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und 

schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige 

Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, in der Regel am 

rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren ab-

weichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, 

inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustands stattgefun-

den hat (Urteil des BGer 9C_244/2017 vom 26. Oktober 2017 [SVR 2018 

IV Nr. 12] E. 4.2.1). Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident 

ist, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse verändert haben (Urteile 

C-4472/2018 

Seite 19 

8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 6.1.2, in: SVR 2013 IV Nr. 44 S. 134, 

und 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 4.2, in: SVR 2012 IV Nr. 18 

S. 81).   

8.6 Aus dem Gesagten folgt, dass die medizinische Aktenlage unvollstän-

dig ist. Den medizinischen Akten ist keine umfassende Darstellung der Be-

funde, Diagnosen und Leistungsbeurteilungen zu entnehmen. Für die  psy-

chiatrischen Diagnosen hat die Vorinstanz zu Unrecht von der Einholung 

eines Gutachtens nach den Vorgaben des strukturierten Beweisverfahrens 

(BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 - 3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.) abgesehen. 

Es fehlt auch eine fachübergreifende, polydisziplinäre Gesamtschau der 

verschiedenen geltend gemachten somatischen und psychischen Beein-

trächtigungen respektive der allenfalls darauf zurückzuführenden Ein-

schränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (vgl. BGE 137 V 210 

E. 1.2.4). Darüber hinaus fehlt in den vorliegenden Akten auch an einer 

medizinischen Beurteilungsgrundlage, welche den besonderen Anforde-

rungen des revisionsrechtlichen Kontextes Rechnung trägt und zu Art und 

Umfang der Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem Erlass der 

Verfügung vom 28. August 2014 verlässliche Aussagen macht. Schliesslich 

bestehen zumindest geringe Zweifel an der Einschätzung der Arbeitsfähig-

keit durch den medizinischen Dienst der Vorinstanz. Aus diesen Gründen 

kann auf die Aktenbeurteilungen des medizinischen Dienstes als Grund-

lage für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähig-

keit der Beschwerdeführerin nicht abgestellt werden. Daraus folgt, dass die 

Vorinstanz den relevanten medizinischen Sachverhalt nicht rechtsgenüg-

lich abgeklärt hat. Mangels einer zuverlässigen medizinischen Entscheid-

grundlage ist es demzufolge nicht möglich, mit dem im Sozialversiche-

rungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit zu beurteilen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe und ab wann 

die Beschwerdeführerin im Rahmen der Neuanmeldung Anspruch auf eine 

ordentliche Invalidenrente hat. 

9.   

9.1 Im vorinstanzlichen Verfahren sind infolge unvollständiger Feststellung 

des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts (vgl. Art. 43 ff. ATSG 

und Art. 12 VwVG) entscheidwesentliche Aspekte vollständig ungeklärt ge-

blieben. Da es an einer Gesamtbeurteilung fehlt und die Vorinstanz im vor-

liegenden Neuanmeldeverfahren selbst noch kein Gutachten eingeholt hat, 

sondern die vom österreichischen Versicherungsträger und der Beschwer-

C-4472/2018 

Seite 20 

deführerin eingereichten Berichten als ausreichend betrachtet hat, steht ei-

ner Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen 

nichts entgegen (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Von der Einholung eines 

Gerichtsgutachtens oder Erhebung anderer Beweismassnahmen ist daher 

abzusehen. Die Beschwerde ist folglich insoweit gutzuheissen, als die an-

gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen ist. Die Vorinstanz ist anzuweisen, unter Berücksichtigung 

sämtlicher aktenkundiger Arztberichte sowie Beizug weiterer verfügbarer 

medizinischer Unterlagen ein interdisziplinäres, insbesondere psychiatri-

sches, neurologisches und orthopädisches Gutachten in der Schweiz ein-

zuholen. Ob daneben noch Spezialisten aus weiteren Fachgebieten beizu-

ziehen sind, wird dem pflichtgemässen Ermessen der Gutachter überlas-

sen. Die gutachterliche Beurteilung allfälliger psychischer Leiden der Be-

schwerdeführerin und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat in 

Anwendung der Standardindikatoren gemäss neuer bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung zu erfolgen (BGE 143 V 418; 143 V 409; 141 V 281). Den 

Gutachtern ist überdies auch die Frage der Veränderung des Gesundheits-

zustandes und/oder der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit 

der rechtskräftigen Verfügung vom 28. Juli 2014 zu unterbreiten. Im Rah-

men der Begutachtung ist die Gutachterstelle nach dem Zufallsprinzip ge-

mäss Zuweisungssystem «SuisseMED@P» zu ermitteln und der Be-

schwerdeführerin sind die ihr zustehenden Mitwirkungsrechte einzuräu-

men (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). 

9.2 Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde insoweit gutzuheissen 

ist, als die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2018 aufgehoben und die 

Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit sie die erforderlichen 

zusätzlichen Abklärungen und Beurteilungen im Sinne von Ziff. 9.1 der Er-

wägungen vornehme und anschliessend neu verfüge. 

10.  

10.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. 

Art. 69 Abs. 2 IVG), wobei die Verfahrenskosten grundsätzlich der unterlie-

genden Partei auferlegt werden (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Rückweisung 

der Sache zu erneuter Abklärung gilt für die Frage der Auferlegung der Ge-

richtskosten und der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen (vgl. 

BGE 137 V 210 E. 7.1; 132 V 215 E. 6; Urteil des BGer 8C_897/2017 vom 

14. Mai 2018 E. 4.1). Der obsiegenden Beschwerdeführerin sind keine Ver-

fahrenskosten aufzuerlegen, weshalb ihr der geleistete Kostenvorschuss 

von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten 

C-4472/2018 

Seite 21 

ist. Der Vorinstanz sind ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen 

(vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

10.2 Der obsiegenden, nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin 

sind keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihr keine 

Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die Verfü-

gung vom 6. Juli 2018 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zu-

rückgewiesen wird, damit sie die erforderlichen zusätzlichen Abklärungen 

und Beurteilungen im Sinne von Ziff. 9.1 der Erwägungen vornehme und 

anschliessend neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

 

 

 

 

 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen). 

C-4472/2018 

Seite 22 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Roland Hochreutener 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben wird (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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