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**Case Identifier:** 272b9d9e-0782-55a9-b7c3-bc20c9e796f4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.08.2025 200 2025 69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-69_2025-08-28.pdf

## Full Text

IV 200 2025 69 
ACT/FRJ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. August 2025

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. Dezember 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

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Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), als 
Selbständigerwerbender resp. als Inhaber eines Unternehmens im Bereich 
... und ... von ... tätig, meldete sich im März 2007 bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Bezug einer Invalidenrente an (Akten der 
IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 14 S. 54). Mit Ver-
fügung vom 8. April 2008 (act. II 38) wies die IVB den Anspruch auf eine 
Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 0 % ab. 

Im Juni 2009 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen Unfall 
resp. eine Fraktur am rechten Oberarm/an der rechten Schulter erneut zum 
Leistungsbezug an (act. II 42). Mit Verfügung vom 26. Juni 2012 (act. II 72 
S. 2 ff.) sprach ihm die IVB eine ganze Rente für den Zeitraum vom 1. De-
zember 2009 bis zum 30. Juni 2010 zu und verneinte einen darüber hin-
ausgehenden Rentenanspruch. Dies wurde durch das Verwaltungsgericht 
mit Urteil IV 200 2012 791 vom 4. Juni 2013 bestätigt (act. II 76). 

Im November 2022 gelangte der Versicherte abermals mit einem Leis-
tungsgesuch an die IVB; als gesundheitliche Beeinträchtigungen gab er 
Beschwerden am Rücken und am Arm sowie psychische Beschwerden an 
(act. II 78). In der Folge tätigte die IVB medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen, insbesondere holte sie Berichte des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) ein (act. II 105, 123, 124, 126) und liess einen Abklärungs-
bericht für Selbständigerwerbende erstellen (act. II 108, 129). Nach Durch-
führung des Vorbescheidverfahrens (act. II 109, 111, 130, 131) verfügte die 
IVB am 16. Dezember 2024 die Abweisung des Rentenanspruchs bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 30 % per 1. Mai 2023 und 37 % per 1. Januar 
2024 (act. II 137).

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B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 31. Januar 2025 Beschwerde mit folgenden 
Anträgen: 

1. Die Verfügung vom 16. Dezember 2024 sei aufzuheben.
2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, dem Beschwerdeführer 

ab dem 1. April 2023 eine ganze Invalidenrente auszurichten. 
Eventualiter:
Die Angelegenheit sei zur Durchführung weiterer Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. März 
2025 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist grundsätzlich 
(vgl. E. 1.2 hiernach) auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 16. Dezember 2024 
(act. II 137). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. 

Soweit der Beschwerdeführer die Zusprache beruflicher Massnahmen zur 
Diskussion stellt (Beschwerde S. 8 Ziff. 7), hat die Beschwerdegegnerin 
hierüber in der angefochtenen Verfügung nicht befunden (act. II 137). 
Diesbezüglich ist daher mangels Anfechtungsobjekts nicht einzutreten 
(BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 67, 9C_86/2021 
E. 5.2). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 

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teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Neben den geistigen und 
körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur 
eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

2.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

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2.4

2.4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 des Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, 
wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, 
falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. 
BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 184). 

2.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrads auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1). Liegt eine 
erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenanspruch in 
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung 
des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsa-
chenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen 
zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2021 IV 
Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.4.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 

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haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). 

2.4.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, Urteil des BGer 9C_540/2020 vom 18. Februar 2021 E. 2.3).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist vorliegend auf die Neuanmeldung vom 
November 2022 (act. II 78) eingetreten (vgl. act. II 82, 137), womit die Ein-
tretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Hingegen gilt es zu prüfen, ob im Vergleich zur Sachlage, wie sie 
der Verfügung vom 26. Juni 2012 (act. II 72 S. 2 ff.) – bestätigt durch VGE 
IV 200 2012 791 (act. II 76) – zu Grunde lag, im Zeitpunkt der nunmehr 
angefochtenen Verfügung vom 16. Dezember 2024 (act. II 137) eine Ver-
änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet 

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ist, den Invaliditätsgrad in einer für den Leistungsanspruch erheblichen 
Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 26. Juni 2012 (act. II 72 S. 2 ff.) stützte sich in 
medizinischer Hinsicht auf die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Physikalische Medi-
zin und Rehabilitation sowie Tropen- und Reisemedizin, vom 1. September 
2010 (act. II 57). In dieser hielt Dr. med. C.________ folgende Diagnosen 
fest (S. 4):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 
- Chronische Schulterbeschwerden rechts mit/bei

o Sturz auf die rechte Seite am TT.11.08
o Schulteroperation mit Arthroskopie und offener AC-

Gelenksoperation und Akromioplastik am 25.08.09
- Leichtes Impingement der Schulter links
- Verdacht auf anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.4)
- Leichte Anpassungsstörung vom ängstlichen Typ mit hypochondri-

schen Ängsten (ICD-10: F42.22)

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Anamnestisch leichtes Cervicovertebralsyndrom
- Anamnestisch leichtes Lumbovertebralsyndrom
- Status nach Ellenbogenfraktur rechts 95 und Refraktur 06, mit Exten-

sions- und Flexionsdefizit

Somatischerseits seien die aktuellen Probleme an der rechten Schulter auf 
einen Sturz am TT. November 2008 zurückzuführen. Nach der langen Re-
habilitation gebe es keinen Grund, anzunehmen, dass die Erwerbsfähigkeit 
für leichtere Tätigkeiten nicht wieder gegeben sei. Funktionelle Einschrän-
kungen bestünden im Rahmen der starken Elevation/Abduktion der Schul-
tern, in einem Kraftdefizit bei gestrecktem Arm und im Rahmen der Beweg-
lichkeit des rechten Ellenbogens. In psychiatrischer Hinsicht bestünden, 
wie bereits beurteilt, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und 
eine leichte Anpassungsstörung (S. 4 f.). Die bisherige Tätigkeit als ... sei 
nicht mehr zumutbar. Die gelernte Tätigkeit (als ..., vgl. S. 3) könne je nach 
Stellenprofil noch ausgeübt werden. In einer körperlich leichten Tätigkeit, 
die eher sitzend oder stehend, am besten wechselbelastend, ausgeführt 
werde, bei der Gewichte von 5 bis 10 kg zumutbar seien und bei der keine 

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Arbeiten über Schulterhöhe, keine Arbeiten mit Lasten am gestreckten Arm 
und keine Tätigkeiten vorkämen, bei denen der rechte Arm stark bean-
sprucht werde, sei ein ganztägiges Pensum zumutbar (S. 5).

3.3. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
seit der Verfügung vom 26. Juni 2012 (act. II 72 S. 2 ff.) lässt sich den Ak-
ten im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.3.1 Die behandelnden Ärzte des Spitals D.________ diagnostizierten im 
Bericht vom 10. Februar 2019 (act. II 92.3 S. 49 ff.) einen St. n. schwerem 
Verkehrsunfall vom 9. Februar 2019 mit multiplen Kontusionen. Der Be-
schwerdeführer habe einen Tag zuvor einen Autounfall in ... erlitten, bei 
dem eine involvierte Fahrerin am Unfallort verstorben sei. Nach dem Unfall 
habe er Schmerzen im ganzen Körper verspürt und sei per Ambulanz in ein 
... Spital gebracht worden (S. 49). Im (in ... angefertigten) CT seien weder 
Frakturen noch Blutungen festgestellt worden. Das Röntgen der linken 
Schulter habe keinen Anhalt auf eine Fraktur und im E-Fast hätten sich 
keine pathologischen Befunde gezeigt. Der Beschwerdeführer sei mit aus-
gebauter Analgesie nach Hause entlassen worden (S. 50).

3.3.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 15. Mai 2019 (act. II 92.3 S. 25 f.) typische 
akute posttraumatische Belastungsstörungen nach einem schweren Ver-
kehrsunfall in ... mit Todesfolgen (ICD-10: F43.1). Der Beschwerdeführer 
befinde sich seit dem 15. Februar 2019 bei ihm wegen anhaltender reakti-
ver posttraumatischer ängstlich-depressiver Störungen und multipler post-
traumatischer Schmerzbeschwerden in regelmässiger psychiatrischer Be-
handlung (S. 25). Der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht als 
fahruntauglich zu betrachten. Der bisherige Verlauf sei sehr komplex und 
eher unbefriedigend. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit könne pro-
gnostisch erst in zwei bis drei Monaten erwartet werden (S. 26). 

In einem weiteren Bericht vom 8. November 2019 (act. II 92.3 S. 20) hielt 
Dr. med. E.________ fest, der Beschwerdeführer befinde sich seit August 
2019 nicht mehr bei ihm in Behandlung. Der Beschwerdeführer könne ab 
Anfang September 2019 aus psychiatrischer Sicht erneut als arbeitsfähig 

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betrachtet werden; die aktuelle gesundheitliche Situation sei ihm jedoch 
nicht bekannt. 

3.3.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 20. April 2020 (act. II 92.3 S. 28 f.) eine 
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), eine Angststörung 
mit depressivem Syndrom (ICD-10: F41.1, F32.1), evtl. im Rahmen der 
posttraumatischen Belastungsstörung, und eine Schmerzstörung (HWS, 
Schultergelenke beidseitig [S. 28 Ziff. 1]). Die Symptome der posttraumati-
schen Belastungsstörung seien kurze Zeit nach dem Autounfall vom 9. Fe-
bruar 2019 aufgetreten (S. 28 Ziff. 2). Der Beschwerdeführer befinde sich 
seit Dezember 2019 bei ihm in Behandlung und werde medikamentös und 
psychotherapeutisch behandelt (S. 28 Ziff. 4 und 5). Aktuell bestehe eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 29 Ziff. 8). 

3.3.4 Im Bericht des Spitals D.________ vom 25. Oktober 2021 (act. II 81 
S. 7 f.) wurde eine Radikulopathie L5 links bei grosser zentraler Diskusher-
nie L5/S1 diagnostiziert. Der Beschwerdeführer sei über das Notfallzentrum 
nach (neuem) Verkehrsunfall vom 4. Oktober 2021 eingetreten. Die Indika-
tion zur operativen Sanierung sei bei sensomotorischen Ausfällen gegeben. 
Am 23. Oktober 2021 erfolgte eine mikroskopische Diskektomie L4/L5 
(S. 7). Am 11. April 2022 erfolgte ausserdem eine L5 Wurzelinfiltration (Be-
richt vom 30. Juni 2022; act. II 86 S. 15). 

Im Bericht derselben Klinik vom 5. September 2022 (act. II 86 S. 10) wurde 
die Diagnose persistierende L5 Radikulopathie links gestellt und ein unver-
änderter Leidensdruck vermerkt. Klinisch bestehe weiterhin eine sensomo-
torische L5-Radikulopathie der linken Seite. Neurophysiologisch bestünden 
nach telefonischer Rücksprache mit der Neurologie keine Hinweise für eine 
floride Radikulopathie. 

3.3.5 Im Bericht der Klinik G.________ vom 15. November 2022 (act II 86 
S. 5) wurde eine fortgeschrittene Ellenbogenarthrose und eine schwere 
Nervus ulnaris Neuropathie rechts bei (u.a.) St. n. operativer Behandlung 
einer Ellenbogenverletzung 1995 diagnostiziert. Als Befunde hinsichtlich 
Hand gaben die behandelnden Ärzte einen ausgeprägten Schwund der 
intrinsischen Handmuskeln, eine deutlich verminderte Kraft für das Ab-

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spreizen und Adduzieren der Finger, eine verminderte Faustschlusskraft 
und eine aufgehobene Sensibilität im Nervus ulnaris Innervationsgebiet an. 
Die Flexion und Extension seien möglich.

3.3.6 Im Bericht des Spitals D.________ vom 27. Januar 2023 (act. II 91 
S. 3 ff.) wurde ein Sulcus-ulnaris-Syndrom des rechten Ellenbogens (domi-
nant) mit begleitendem Ganglion diagnostiziert (S. 3). Sechs Wochen post-
operativ nach endoskopisch assistierter Neurolyse des Nervus ulnaris 
rechts bestehe hinsichtlich der Schmerzen und der Kribbeldysästhesien ein 
sehr erfreulicher Verlauf; diese Beschwerden seien vollständig sistiert. Hin-
gegen bestünden weiterhin eine Sensibilitätsminderung und eine Ein-
schränkung der Kraft. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähig-
keit (S. 3 f.).

3.3.7 Der Hausarzt Dr. med. H.________, Praktischer Arzt, stellte im Be-
richt vom 15. März 2023 (act. II 95) die Diagnose (mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit) Depression (S. 5 Ziff. 2.5). Als Befunde nannte er eine 
Atrophie und Lähmung der rechten Hand, Schmerzen am rechten Arm, 
lumbosakrale Schmerzen und eine Depression (S. 5 Ziff. 2.4). Seit dem 
1. September 2022 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3 
Ziff. 1.3). 

3.3.8 Im Bericht des Spitals D.________ vom 13. April 2023 (act. II 100 
S. 3 f.) hielten die behandelnden Ärzte bei unveränderter Diagnose (S. 3, 
vgl. act. II 91 S. 3) fest, dass Schmerzen und Kribbeldysästhesien, wie sie 
vor der Operation bestanden hatten, zum jetzigen Zeitpunkt verneint wür-
den. Die Kraft und das Gefühl hätten sich gemäss Angaben des Beschwer-
deführers hingegen nicht verbessert (S. 3). Die Arbeitsunfähigkeit wurde 
bis Ende Mai 2023 verlängert (S. 4). 

3.3.9 Prof. Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht 
vom 9. Juni 2023 (act. II 125 S. 4) ein komplexes polyfokales Schmerzsyn-
drom mit einer schweren Ulnarisparese rechts und einem lumboradikulären 
Syndrom links bei mehrsegmentaler Diskusprotrusion/Herniation. Als Be-
fund gab er an, die rechte Hand werde in einer ungewöhnlichen Stellung 
gehalten (Kombination aus Schwurhand, Krallenhand und Fallhand). Ob-

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jektivierbar sei die Atrophie der Interossei und des Hypothenars. Unklar sei 
die Ursache der fehlenden Flexions- und Extensionsfähigkeit der Finger 
vier und fünf. Es bestehe eine komplexe Somatisierung und es werde eine 
neurologische Standortbestimmung empfohlen. 

3.3.10 Der RAD-Arzt Dr. med. J.________, Praktischer Arzt, stellte im Be-
richt vom 12. Juli 2023 (act. II 105) folgende Diagnosen (mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit [S.9]):

- Sulcus-ulnaris-Syndrom Ellenbogen rechts (dominant) mit Dekompressi-
onsoperation 15.12.2022, schwere Ellenbogenarthrose

- Persistierende Radikulopathie L5 links bei Z. n. Diskektomie 23.10.2021

Es bestehe eine ganz erhebliche Beeinträchtigung der Arm- und vor allem 
der Handfunktion bei Kraftlosigkeit und teilweise Sensibilitätsstörungen 
(S. 9). In Bezug auf die Wirbelsäule bestehe eine Einschränkung der Mobi-
lität und der Belastbarkeit für mittelgradige und schwere Belastungen 
(S. 8). Es könne angenommen werden, dass die zuletzt ausgeübte Tätig-
keit zumindest teilweise schwer sei und auch die rechte, dominante Hand 
gebraucht werde, weshalb die zuletzt ausgeübte Tätigkeit dauerhaft nicht 
mehr möglich sei. Eine angepasste Tätigkeit dürfe keine grossen Anforde-
rungen an die rechtsseitige Hand- und Greiffunktion haben und aufgrund 
der Wirbelsäulenproblematik kämen nur leichte körperliche Tätigkeiten in 
Frage. Zumutbar seien körperlich leichte bis ausnahmsweise mittelschwe-
re, wechselbelastende Tätigkeiten ganztags über achteinhalb Stunden mit 
einer maximalen Leistungsminderung von 20 %. Zu vermeiden seien 
Zwangshaltungen des Oberkörpers, Arbeiten mit repetitiven Rotationsbe-
wegungen des Oberkörpers, Rotation des Oberkörpers im Sitzen/Stehen 
unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten körperfern, repetitives 
Heben von Lasten über die Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Besteigen 
von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne ge-
neigter Haltung, repetitive stereotype Bewegungsabläufe im Bereich der 
Lendenwirbelsäule und unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkungen. In 
Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 10 bis 
15kg gehoben und getragen werden (S. 9). Dieses Zumubarkeitsprofil gelte 
seit Mai 2023 (S. 10).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

- 13 -

3.3.11 Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 5. Februar 2024 (act. II 120 S. 5 ff.) eine Ulnarisparese rechts, 
darüber hinausgehende, organisch nicht erklärbare Einschränkungen der 
rechten Hand, den Verdacht auf ein S1-Syndrom links und eine Polyneur-
opathie unklarer Ätiologie (S. 5). Nach der Operation am Ellenbogen rechts 
vom 15. Dezember 2022 bestünden persistierende Restbeschwerden im 
rechten Arm, die sich im Wesentlich auf den Nervus ulnaris beziehen lies-
sen. Darüber hinaus würden Einschränkungen demonstriert, die sich 
gemäss klinischem Eindruck und auch angesichts der unauffälligen elek-
trophysiologischen Befunde organisch nicht plausibel erklären liessen. 
Elektroneurographisch liesse sich eine hochgradige Schädigung des Ner-
vus ulnaris bestätigen. Darüber hinaus würden Gefühlsstörungen im Be-
reich der Beine links angegeben, die am ehesten auf die Nervenwurzel S1 
bezogen werden könnten (S. 7). 

3.3.12 Im Bericht des Spitals D.________ vom 14. Februar 2024 (act. II 
122) wurde eine progrediente Funktionseinschränkung des Nervus ulnaris 
diagnostiziert. Ein Jahr postoperativ berichte der Beschwerdeführer über 
unveränderte Beschwerden. Störend sei vor allem die starke Flexionsstel-
lung der Finger vier und fünf in Ruhe, wobei er die Finger aktiv strecken 
könne mit der bekannten leichtgradigen Krallenhandfehlstellung der Finger 
vier und fünf. Die Sensibilität der Finger eins bis drei habe sich nicht verän-
dert; an den Fingern vier und fünf nehme er keine Berührungen mehr wahr 
(S. 1). Es finde sich klinisch und elektroneurographisch eine progrediente, 
massive Einschränkung der Nervenfunktion des Nervus ulnaris rechts, wo-
bei die Ursache für die Progredienz aktuell unklar sei (S. 3). 

3.3.13 Dr. med. L.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt in ihrem Bericht vom 
20. Februar 2024 zuhanden der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers 
(act. II 125 S. 3) fest, der Beschwerdeführer sei einmalig konsiliarisch beur-
teilt worden. Die ausgeprägte Funktionseinschränkung der rechten Hand 
werde im "beigelegten IV-Bericht" nicht erwähnt und es habe auch keine 
weitere neurologische Abklärung stattgefunden. Bei der ausgeprägten Ar-
throse und der Funktionseinschränkung der Hand scheine das formulierte 
Zumutbarkeitsprofil nicht umsetzbar. Eine leichte Tätigkeit, die mehrheitlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

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mit der linken Hand durchgeführt werden könne, wäre zumutbar. Die rechte 
Hand könne aber, wenn sich die Parese auch im EMG bestätige, nur noch 
als Hilfshand eingesetzt werden. Repetitive Belastungen von 5 bis 10 kg 
wären nicht mehr zumutbar. 

3.3.14 Die RAD-Ärztin Dr. med. M.________, Fachärztin für Neurologie, 
legte in ihrem Bericht vom 21. März 2024 (act. II 124) dar, die beim Be-
schwerdeführer zweifelsfrei bestehenden Einschränkungen der rechten 
Hand und die Schmerzproblematik der Radikulopathie L5 seien im RAD-
Bericht vom 12. Juli 2023 vollumfänglich erfasst und beim Zumutbar-
keitsprofil berücksichtigt worden. Daran ändere die im Februar 2024 fest-
gestellte Progredienz der Störung am Nervus ulnaris rechts nichts, da diese 
nicht zu einer weiteren funktionellen Störung führe, die zusätzlich berück-
sichtigt werden müsse (S. 4).

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

- 15 -

125 V 351 E. 3a S. 352). Den Berichten und Gutachten versicherungsinter-
ner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach-
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizi-
en gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; 
SVR 2022 UV Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten 
können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-
henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-
fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt 
grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler 
Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3).

3.5 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 16. Dezember 2024 (act. II 137) auf die Aktenbeurteilungen der 
RAD-Ärzte Dres. med. J.________ vom 12. Juli 2023 (act. II 105) und 
M.________ vom 21. März 2024 (act. II 124). Diese Berichte erfüllen die 
vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.4.2 hier-
vor) und überzeugen, weshalb darauf abzustellen ist. Dass keine klinische 
Exploration durchgeführt worden ist, ist nicht zu beanstanden, lag doch ein 
lückenloser fachärztlicher Untersuchungsbefund vor, womit es lediglich um 
die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes 
ging (vgl. E. 3.4.2 hiervor).

3.5.1 In psychiatrischer Hinsicht ist kein Gesundheitsschaden mit Auswir-
kung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit erstellt. Wie der RAD-Arzt aus-
führte (vgl. act. II 105 S. 7), ist der Beschwerdeführer denn auch nicht in 
psychiatrischer oder psychotherapeutischer (Mit-)Behandlung. Auch die 
weiteren Akten enthalten diesbezüglich keine Anhaltspunkte. Damit ist kei-
ne für den Invaliditätsgrad massgebliche psychiatrische Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes seit der Verfügung vom 26. Juni 2012 (act. II 72 
S. 2 ff.) erstellt (E. 2.4 hiervor).  

3.5.2 Somatischerseits ist seit der Aktenbeurteilung des Dr. med. 
C.________ vom 1. September 2010 (act. II 57) gestützt auf die Aktenbeur-
teilungen der Dres. med. J.________ und M.________ mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ein Sulcus-ulnaris-Syndrom des rechten Ellenbogens 
mit schwerer Ellenbogenarthrose und eine persistierende Radikulopathie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

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L5 links ausgewiesen (act. II 105 S. 9, act. II 124 S. 4). Dr. med. 
J.________ erläuterte schlüssig und im Einklang mit den Akten, dass sich 
die stark eingeschränkte Hand- und Armfunktion nach der Operation im 
Dezember 2022 nicht verbessert habe und angesichts der langen Erho-
lungsdauer eingeklemmter Nerven zwar von einer gewissen (zukünftigen) 
Besserung ausgegangen werden dürfe, eine vollständige Wiederherstel-
lung der alten Kraft aufgrund des erheblichen Schädigungsgrades jedoch 
nicht zu erwarten sei. Hinsichtlich der Rückenproblematik erwog er über-
zeugend, dass zuletzt keine Hinweise für eine floride Radikulopathie vorge-
legen hätten, ausser einer mittelgradigen Grosszehenheberschwäche eine 
unauffällige Motorik festgestellt worden und seit September 2022 keine 
weitere Behandlung erfolgt sei, weshalb die überwiegenden Beschwerden 
im Bereich der rechten Hand zu finden, jedoch auch die Einschränkungen 
der Wirbelsäule zu berücksichtigen seien (act. II 105 S. 7). 

Soweit der Beschwerdeführer zunächst die fachliche Qualifikation des 
Dr. med. J.________ als "Praktischer Arzt" für die Beurteilung des (somati-
schen) Gesundheitszustandes in Zweifel zieht (Beschwerde S. 4 f. Ziff. 4), 
übersieht er, dass an der RAD-ärztlichen Einschätzung auch Dr. med. 
M.________ beteiligt war, die über einen Facharzttitel im Bereich Neurolo-
gie verfügt (vgl. <https://www.medregom.admin.ch/medreg/search>) und 
mithin hinsichtlich der Radikulopathie als Reizung oder Schädigung einer 
Nervenwurzel (PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, 
S. 1515) und des Sulcus-ulnaris-Syndroms (Schädigung des Nervus ulna-
ris, vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 1750) 
über die entsprechende Fachkompetenz verfügt. Sodann vermögen die 
vom Beschwerdeführer erwähnten Arztberichte resp. die übrigen medizini-
schen Akten keine auch nur geringen Zweifel an den Schlussfolgerungen 
der RAD-Ärzte zu begründen: Was zunächst den Bericht der Orthopädin 
Dr. med. L.________ vom 20. Februar 2024 betrifft, wonach eine "leichte 
Tätigkeit, die mehrheitlich mit der linken Hand durchgeführt werden könne", 
zumutbar sei, wobei die rechte Hand nur noch als Hilfshand eingesetzt 
werden könne und repetitive Belastungen von 5 bis 10 kg nicht zumutbar 
seien (act. II 125 S. 3), steht dieser der RAD-ärztlichen Einschätzung von 
Dr. med. J.________ nicht entgegen, hielt Dr. med. J.________ doch aus-
drücklich fest, dass keine grossen Anforderungen an die rechtsseitige 

https://www.medregom.admin.ch/medreg/search

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

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Hand- und Greiffunktion gestellt werden dürfen und – wegen den Ein-
schränkungen im Zusammenhang mit der Wirbelsäule – in Ausnahmefällen 
und in nicht repetitiver Weise Gewichte von zehn bis fünfzehn Kilogramm 
gehoben und getragen werden können (act. II 105 S. 9). Zu berücksichti-
gen ist diesbezüglich, dass der behandelnde Neurologe Dr. med. 
K.________, der den Beschwerdeführer zweimal (am 25. Januar und 
1. Februar 2024) untersuchte, am 15. Februar 2024 einzig bescheinigte, 
dass gegenwärtig sensomotorische Störungen an der rechten Hand 
bestünden, die "je nach ausgeübter Tätigkeit zu Einschränkungen der Ar-
beitsfähigkeit führen" (act. II 125 S. 5). Was ferner den Bericht des Spitals 
D.________ vom 14. Februar 2024 (act. II 122) betrifft, in welchem eine 
Progredienz der Funktionseinschränkung des Nervus ulnaris festgestellt 
wurde, ist auch dieser nicht geeignet, zumindest geringe Zweifel an der 
RAD-ärztlichen Beurteilung bzw. insbesondere an deren Aktualität zu we-
cken, gehen aus diesem Bericht doch keine Angaben zur Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers, insb. zu einer allfälligen Verschlech-
terung, hervor. Zudem hielt die RAD-Neurologin – unter Berücksichtigung 
dieser Progredienz – ausdrücklich am Zumutbarkeitsprofil fest (act. II 124 
S. 4) und erfolgte die von Dr. med. K.________ erwähnte Einschätzung im 
selben Zeitraum (act. II 125 S. 5). Schliesslich kann auch nicht auf die Arzt-
zeugnisse des behandelnden Hausarztes Dr. med. H.________ (act. II 119 
S. 8 ff.) abgestellt werden (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 7), enthalten diese 
keine Begründung zur Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. 
Damit ist auf die beweiswertige Beurteilung der Dres. med. J.________ und 
M.________ abzustellen und erstellt, dass in einer leichten bis ausnahms-
weise mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit ohne grosse Anforde-
rungen an die rechtsseitige Hand- und Greiffunktion eine 80%ige Arbeits-
fähigkeit besteht (act. II 105 S. 9). 

Dem Voranstehenden zufolge erweist sich der medizinische Sachverhalt 
als rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb es der beantragten Rückweisung 
zwecks weiterer medizinischen Abklärungen, insbesondere eines Gutach-
tens (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 8), nicht bedarf (antizipierte Beweiswürdi-
gung: in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils des BGer 
9C_298/2024 vom 14. August 2024; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; nicht publ. E. 5.2; SVR 2019 IV Nr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

- 18 -

50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). Weil im massgebenden Vergleichszeitpunkt 
(vgl. E. 3.1 hiervor) eine Schulterproblematik vorlag (act. II 57 S. 4) und neu 
Einschränkungen der rechten Hand und des Rückens erstellt sind (act. II 
105 S. 9, act. II 124 S. 4), ist unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten 
eine massgebliche Veränderung der medizinischen Verhältnisse erstellt, 
weshalb nachfolgend eine freie Prüfung des Anspruchs zu erfolgen hat 
(vgl. E. 2.4.2 hiervor). 

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). Ob die War-
tezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) im Zeitpunkt des 
Ablaufs der sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. 
E. 2.2 hiervor) seit der Anmeldung im November 2022 (act. II 78) – daher 
im Mai 2023 (Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns) – erfüllt war, 
kann mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades offenbleiben (vgl. 
E. 4.5.3 hiernach) 

4.2. Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 
134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand 
des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkom-
mens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte 
Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein angemesse-
nes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das 
tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau 
bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach statisti-
schen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

- 19 -

dung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 
Abs. 4 IVV). 

4.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung). Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei 
Beachtung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach 
Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen 
Leistungsfähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die 
zu berücksichtigenden Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbe-
dingten Abzug angeht, bis zum 31. Dezember 2023 ergänzend auf die bis-
herigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (BGE 150 V 410 
E. 10.6 S. 439). 

Ab 1. Januar 2024 werden nach Art. 26bis Abs. 3 IVV vom statistisch be-
stimmten Wert nach Abs. 2 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 
20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig. 

4.4.

4.4.1 Die Beschwerdegegnerin ging gemäss Abklärungsbericht für 
Selbständigerwerbende vom 21. Juni 2024 (act. II 129) davon aus, dass 
der Beschwerdeführer bei guter Gesundheit weiterhin zu 100 % selbständig 
im ... resp. im Bereich ... und ... tätig wäre und setzte das Valideneinkom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

- 20 -

men gestützt auf statistische Werte auf Fr. 77'052.--fest (act. II 129 S. 2 
Ziff. 1, S. 5 Ziff. 4, act. II 137). Dies wird zu Recht nicht bestritten (vgl. Be-
schwerde S. 4 Ziff. 1). 

4.4.2 Da der Beschwerdeführer die ihm attestierte Restarbeitsfähigkeit 
nicht umsetzt, ist das Invalideneinkommen ebenfalls anhand statistischer 
Werte zu bestimmen (vgl. E. 4.3 hiervor), was denn ebenso nicht bestritten 
wird (Beschwerde S. 6 Ziff. 1). Damit hat die Beschwerdegegnerin das In-
valideneinkommen unter Berücksichtigung der Restarbeitsfähigkeit von 
80 % (E. 3.5.2 hiervor) korrekterweise auf Fr. 53'985.-- festgelegt (act. II 
129 S. 5, 137). 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (vgl. act. II 129 S. 5 
Ziff. 4) ist ein leidensbedingter Abzug beim Einkommensvergleich per Mai 
2023 auch bei einem zumutbaren Arbeitspensum von über 50 % möglich 
(vgl. E. 4.3 hiervor). Indes kann vorliegend offenbleiben, ob per 1. Mai 2023 
ein leidensbedingter Abzug von 10 % vorzunehmen ist, da auch unter 
Berücksichtigung eines solchen ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad 
resultieren würde (vgl. E. 4.4.3 hiernach [Anspruch ab 1. Januar 2024]). Ein 
Abzug von mehr als 10 % ist nicht gerechtfertigt: Der eingeschränkte Ge-
brauch der rechten (dominanten) Hand hat bereits im Zumutbarkeitsprofil 
Niederschlag gefunden und der Einschränkung wäre mit einem Abzug von 
10 % hinreichend Rechnung getragen. Zu berücksichtigen ist nämlich, dass 
der Beschwerdeführer seine rechte Hand resp. den rechten Arm gebrau-
chen kann, wenn keine grossen Anforderungen an die Hand- resp. Greif-
funktion gestellt werden (act. II 105 S. 9, 124 S. 4), womit diese nicht nur 
als Zudienhand eingesetzt werden kann (vgl. diesbezüglich Urteil des BGer 
8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.1 f. [betreffend faktische Einhändig-
keit]). Im Urteil des BGer 9C_537/2019 vom 25. Februar 2020 schützte das 
Bundesgericht zwar die vorinstanzliche Auffassung, dass ein Abzug von 
15 % bei Einschränkung der rechten, dominanten Hand (gegenüber dem 
von der Verwaltung vorgenommenen Abzug von 10 %; vgl. E. 3.1 des Ur-
teils) vorzunehmen sei. In diesem Fall waren die Einschränkungen der ver-
sicherten Person jedoch höher als im vorliegenden Fall (die versicherte 
Person litt unter praktisch ständigem Zittern/Tremor, es bestand eine Ar-
beitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit, bei welcher Gewich-

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- 21 -

te über 5kg nicht getragen werden konnten, die versicherte Person hatte 
zudem Mühe beim Schreiben und die Angaben der Gutachter betreffend 
die noch möglichen Tätigkeiten waren sehr eingeschränkt [diese hatten die 
Tätigkeiten als "patrouilleuse scolaire" und "surveillante scolaire" angege-
ben; vgl. E. 4.1 und 4.2 des Urteils]). Dasselbe gilt für das vom Beschwer-
deführer genannte Urteil des BGer 9C_604/2023 vom 26. Februar 2024 
(vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. 5), war die versicherte Person in diesem Fall für 
eine grosse Reihe leichter Hilfsarbeitertätigkeiten eingeschränkt, da ihr 
(zusätzlich zu den Einschränkungen im Zusammenhang mit der Hand) nur 
noch körperlich leichte Tätigkeiten ohne längeres fixiertes Stehen an Ort 
und Stelle und ohne Arbeiten in anhaltender Oberkörpervorneige- oder 
Rückhalteposition zumutbar waren (vgl. E. 5.4 des Urteils). Schliesslich 
bestehen auch keine anderen Umstände, die einen Abzug vom lohnstatis-
tisch ermittelten Invalideneinkommen zu rechtfertigen vermögen. Dies gilt 
namentlich für die geltend gemachte (Beschwerde S. 7 Ziff. 5) fehlende 
(anerkannte) Berufsausbildung, die limitierten Sprachkenntnisse und das 
Alter (vgl. dazu Urteil des BGer 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.3). 
Damit hat es bei einem massgebenden Invalideneinkommen von 
Fr. 53'985.-- sein Bewenden.

Per 1. Januar 2024 ist die Invaliditätsbemessung anhand der Bestimmun-
gen der IVV in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2024 vorzunehmen 
(vgl. E. 4.3 hiervor). Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin korrekter-
weise einen Abzug von 10 % berücksichtigt. Damit resultiert ein Invaliden-
einkommen von Fr. 48'586.50 (Fr. 53'985.--./. 10 %; eine Indexierung auf 
das Jahr 2024 wird nicht vorgenommen, da der Nominallohnindex für das 
Jahr 2024 im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung noch nicht bekannt 
war). 

4.4.3 Aus der Gegenüberstellung der hiervor aufgeführten Vergleichsein-
kommen resultieren die folgenden maximalen Invaliditätsgrade (zur Run-
dung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123): 

- ab 1. Mai 2023: 30% ([Fr. 77'052.-- – Fr. 53'985.--] / Fr. 77'052.-- 
x 100) 

- ab 1. Januar 2024: 37 % ([Fr. 77'052.-- – Fr. 48'586.50] / 
Fr. 77'052.-- x 100)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

- 22 -

Damit hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Invalidenrente 
(E. 2.2 hiervor). 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 16. Dezember 
2024 (act. II 137) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. August 2025, IV 200 2025 69

- 23 -

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.