# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35046d8a-da89-5bac-8d3f-3b78832ebc2b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 16.02.2022 110 2021 184
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-184_2022-02-16.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/184

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 16. Februar 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________

und

G.________
Beschwerdegegnerin 1

H.________
Beschwerdegegnerin 2

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt I.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Uetendorf, Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 48, 
Postfach 135, 3661 Uetendorf

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Uetendorf vom 
21. September 2021 (Gemeinde-Nr. 944/20/034; Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen und 
einer 
Autoeinstellhalle mit elf Parkplätzen)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerinnen reichten am 10. September 2020 bei der Gemeinde Uetendorf 
ein Baugesuch ein für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen und einer 
Autoeinstellhalle mit elf Parkplätzen auf Parzellen Uetendorf Grundbuchblatt Nr. K.________ und 
O.________. Die Parzellen liegen in der Wohn- und Gewerbezone WG2. Gegen das Bauvorhaben 
erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache.

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Nach einer Beurteilung des Vorhabens durch die Fachgruppe für Gestaltungsfragen der 
Gemeinde Uetendorf reichten die Beschwerdegegnerinnen am 14. April 2021 eine 
Projektänderung ein (Umgebungsgestaltung, Änderung Erschliessung).

Mit Gesamtentscheid vom 21. September 2021 erteilte die Gemeinde Uetendorf die 
Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 21. Oktober 2021 Beschwerde bei der 
Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen die Aufhebung des 
Gesamtentscheids vom 21. September 2021 und die Erteilung des Bauabschlags. Sie machen 
insbesondere geltend, der grosse und kleine Grenzabstand seien fehlerhaft festgesetzt worden, 
das Ortsbild und die Ästhetikvorschriften seien beeinträchtigt, die Umgebungsgestaltung tangiere 
das Ortsbild, die Erschliessung für Feuerwehr und Sanität sowie Wasser und Elektrizität sei nicht 
gewährleistet, es würden ein Wendeplatz für den Besucherparkplatz und ein 
Besucherbehindertenparkplatz fehlen und die Zufahrt sei rechtswidrig.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, holte bei der Vorinstanz 
die Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Die Beschwerdegegnerinnen beantragen 
in ihrer Beschwerdeantwort vom 25. November 2021 die vollumfängliche Abweisung der 
Beschwerde. Die Gemeinde Uetendorf beantragt die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde 
und die Bestätigung des Entscheids der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Uetendorf.

4. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er –
 unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG).

b) Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit zur Beurteilung der 
Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die 
Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die 
zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 BauG). Die 
Beschwerdeführenden, deren Einsprache abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen 
Gesamtentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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2. Situation / Bauvorhaben

Aktuell stehen auf der Parzelle Uetendorf Grundbuchblatt Nr. O.________ drei Einzelgaragen. Auf 
dieser Parzelle soll nun ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen gebaut werden. Weiter ist 
eine Einstellhalle mit elf Parkplätzen vorgesehen sowie ein behindertengerechter Aussenparkplatz 
für Besucher an der Ostseite des geplanten Gebäudes.

Auf der Südseite grenzt das Grundstück an den Q.________weg, bei welchem es sich um eine 
Privatstrasse handelt. Im Nordosten der Parzelle verläuft die Gemeindestrasse T.________weg. 
Zwischen den Parzellen Uetendorf Grundbuchblatt Nrn. O.________ und B.________ (Parzelle 
der Beschwerdeführenden) verläuft auf der Parzellengrenze ein Privatweg, welcher je hälftig zu 
den beiden Parzellen gehört und den T.________weg und den Q.________weg verbindet. Die 
Einstellhallenausfahrt ist auf der Nordseite der Bauparzelle vorgesehen und die Ein- und Wegfahrt 
ist in erster Linie über den T.________weg geplant.4

Die Bauparzelle befindet sich wie die westliche und südliche Nachbarparzelle in der «Wohn- und 
Gewerbezone WG2». Die Nachbargrundstücke im Norden und Osten liegen in der «Wohnzone 
W2 E Ebene».

3. Grenzabstände

a) Es ist umstritten, ob die Vorschriften betreffend des grossen Grenzabstandes eingehalten 
sind.

Für die konkrete Festlegung der Grenzabstände gegenüber Nachbargrundstücken sind die 
Vorschriften der Gemeinde massgebend (Art. 12 Abs. 2 BauG). Art. 7 Abs. 1 GBR5 legt für die 
Wohn-/Gewerbezone 2 einen kleinen Grenzabstand von 4.00 m und einen grossen Grenzabstand 
von 6.00 m fest. In Art. A14.5 GBR wird der grosse Grenzabstand wie folgt geregelt:

«1 Der grosse Grenzabstand gA bezeichnet die zulässige kürzeste Entfernung der Fassade 
(Umfassungswand) auf der besonnten Längsseite des Gebäudes von der Grundstücksgrenze.

2 Ist die besonnte Längsseite nicht eindeutig bestimmbar (keine Seite mehr als 10 % länger als die anderen 
und bei Ost-West-Orientierung der Längsseiten), bestimmt die Baupolizeibehörde, auf welcher Fassade, die 
Nordfassade ausgenommen, der grosse Grenzabstand gemessen wird.»

b) Die Beschwerdeführenden rügen, die besonnte Längsseite sei nicht eindeutig bestimmbar. 
Dies habe auch ihre Berechnung zur Besonnungsdauer ergeben; diese unterscheide sich je nach 
Jahreszeit bei den beiden Längsseiten nur um 3 bis 12 Prozent. Daher sei die besonnte 
Längsseite und somit die Fassade, auf welcher der grosse Grenzabstand zu messen sei, durch 
die Vorinstanz zu bestimmen. Der grosse Grenzabstand sei vorliegend auf der Ostseite zu 
berücksichtigen, da aufgrund des Näherbaurechts zwischen den Grundstücken Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. K.________ und O.________ ein erhebliches Risiko bestehe, dass der 
Abstand früher oder später auf der Westseite des vorliegenden Bauprojekts verbaut werden 
könnte. Auch dass das Baugrundstück an der Zonengrenze liege, spreche für die Festlegung des 
grossen Grenzabstandes auf der Ostseite. Die Festlegung des grossen Grenzabstands auf der 
Westseite des geplanten Vorhabens sei eine nicht sachgerechte und letztlich unhaltbare rechtliche 

4 vgl. Situationsplan vom 26.08.2020
5 Baureglement der Gemeinde Uetendorf vom 21. Mai 2017, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und 
Raumordnung am 26. Februar 2019

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Beurteilung der Verhältnisse. Die Vorinstanz habe es auch unterlassen, ihre diesbezügliche 
Haltung zu begründen und sich mit der Rüge der Beschwerdeführenden auseinanderzusetzen.

Der grosse Grenzabstand betrage 6.00 m, der Abstand des geplanten Gebäudes zur 
Grundstückgrenze der Beschwerdeführenden sei aber nur 4.00 m. Der grosse Grenzabstand 
werde daher nicht eingehalten.

c) Die Beschwerdegegnerinnen führen aus, die besonnte Längsseite sei beim vorliegenden 
Bauprojekt bestimmbar, da die Längsseiten eine Ost-West-Orientierung aufwiesen. Dem grossen 
Grenzabstand komme wohn- und arbeitshygienische Bedeutung zu. Die Westfassade weise eine 
stärkere Südorientierung und damit eine bessere Besonnung auf als die Ostfassade. Dies sei im 
Baubewilligungsverfahren durch ein Schattendiagramm nachgewiesen worden. 
Konsequenterweise seien auch die überwiegende Anzahl der Wohnräume und die Aussenräume 
nach Westen orientiert. Die Gemeinde habe zu Recht den grossen Grenzabstand auf der 
Westseite festgelegt. Auf Näherbaurechte müsse nicht abgestellt werden. Die im Baureglement 
festgelegten Rahmenbedingungen würden somit eingehalten.

d) In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. November 2021 führt die Vorinstanz aus, die besonnte 
Längsseite sei vorliegend nicht eindeutig bestimmbar, weshalb Art. A14.5 Abs. 2 GBR anwendbar 
sei und die Baupolizeibehörde die Fassade bestimme, auf welcher der grosse Grenzabstand 
gemessen werde. In der Regel sei der grosse Grenzabstand auf die am stärksten nach Süden hin 
ausgerichtete Längsfassade oder Hauptwohnseite auszuweisen.

Im vorliegenden Projekt seien alle Hauptwohnflächen (Wohnzimmer) der sechs geplanten 
Wohnungen gegen Westen hin ausgerichtet. An der Westfassade würden sich zudem auch die 
Aussenaufenthaltsflächen (Balkone) befinden. Das Risiko, dass der Abstand zwischen dem neu 
zu bauenden Mehrfamilienhaus und der Parzelle Uetendorf Grundbuchblatt Nr. K.________ im 
Westen verbaut werden könne, sei aufgrund der gewählten Ausrichtung der Wohnungen kaum 
resp. nicht bestehend.

Nach der Vorinstanz handle es sich bei der Westseite des geplanten Gebäudes klar und eindeutig 
um die besonnte Längsseite. Die zur Anwendung gelangenden Grenzabstände würden auf dieser 
Seite vollumfänglich eingehalten. Die Beschwerdeführenden könnten keinen Rechtsanspruch 
geltend machen, dass die Ostseite als besonnte Längsseite definiert werde.

e) Der Wortlaut von Art. A14.5 GBR ist klar: Der grosse Grenzabstand gilt für die besonnte 
Längsseite eines Gebäudes. Nur in Fällen, in welchen diese nicht eindeutig zu ermitteln ist, kann 
der grosse Grenzabstand auf einer anderen Seite zu liegen kommen. Eine besonnte Längsseite 
ist nicht eindeutig ermittelbar, wenn keine Seite um mehr als 10% länger ist als die andere (bei 
annähernd quadratischen Gebäuden) oder wenn die Längsseiten Ost-West orientiert sind. Eine 
eigenständige Praxis der Gemeinde Uetendorf, welche von der genannten Regelung abweicht, ist 
nicht ersichtlich und wurde auch nicht behauptet.

Die Längsseiten des vorliegend zu beurteilenden Gebäudes weisen eine Ost-West-Ausrichtung 
auf. Die besonnte Längsseite ist somit gestützt auf Art. A14.5 Abs. 2 GBR nicht eindeutig 
bestimmbar. Dies zeigen auch die Berechnungen der Beschwerdeführenden zur 
Besonnungsdauer auf. Die Beschwerdeführenden halten denn auch selbst fest, die besonnte 
Längsseite sei nicht eindeutig bestimmbar. Daher durfte die Gemeinde die besonnte Längsseite 
gestützt auf Art. A14.5 Abs. 2 GBR festlegen.

Das Gebäude weist eine leichte Südwest-Ausrichtung auf, so dass die Westseite leicht mehr 
besonnt ist. Wie die Vorinstanz ausführt, sind die Wohnräume nach Westen ausgerichtet. Dass 

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die Gemeinde die Westfassade als diejenige Fassade festgelegt hat, auf welcher der grosse 
Grenzabstand gemessen wird, ist nicht zu beanstanden. Dass auf der Ostseite der Bauparzelle 
die Zonengrenze verläuft und auf der Westseite der Bauparzelle ein Näherbaurecht zur 
Nachbarparzelle vereinbart ist, ist unerheblich für die Festlegung des grossen Grenzabstandes. 
Trotz Näherbaurecht muss gemäss Art. 7 Abs. 4 und Art. A14.8 GBR ein Gebäudeabstand 
eingehalten werden.

Die Rüge der Beschwerdeführenden erweist sich somit als unbegründet.

4. Ästhetik und Ortsbild

a) Es ist umstritten, ob das Bauvorhaben die Vorschriften zu Ortsbild- und Landschaftsschutz 
und zur Umgebungsgestaltung einhält.

Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die «ästhetische 
Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der 
erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die 
kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige 
Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie 
dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders formulieren.6

Gemäss Art. 21 Abs. 1 GBR sind Bauten und Anlagen hinsichtlich ihrer Gesamterscheinung, Lage, 
Proportionen, Dach- und Fassadengestaltung, Material- und Farbwahl so abzubilden, dass 
zusammen mit der Umgebung eine gute Gesamtwirkung entsteht. Die Beurteilung der 
Gesamtwirkung richtet sich dabei nach der bestehenden Planung – oder bei Vorliegen einer 
genügend detaillierten Planung nach der zukünftigen Umgebung. 

Diese Bestimmung geht weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihr kommt daher selbständige Bedeutung 
zu.

Der Begriff „gute Gesamtwirkung“ stellt einen unbestimmten kommunalen Gesetzesbegriff dar, bei 
dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen Beurteilungsspielraum haben. 
Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe 
Ansprüche gestellt werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders 
hohen architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen 
Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue 
Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu 
orientieren hat.7

Gestützt auf die Vorschriften des allgemeinen Ortsbild- und Landschaftsschutzes dürfen in der 
Regel Art oder Mass der nach der Zonenordnung zulässigen Nutzung nicht eingeschränkt 
werden.8

6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 4 
und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen
7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 4a; 
BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1
8 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 15 
mit Hinweisen

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Gemäss Art. 14 Abs. 1 BauG ist die Umgebung von Bauten und Anlagen so zu gestalten, dass 
sich eine gute Einordnung in die Landschaft und Siedlung ergibt und dass sie den Bedürfnissen 
der Benützer entspricht. Die Gemeinden können dazu nähere Vorschriften aufstellen (Art. 14 
Abs. 2 BauG). Von dieser Kompetenz hat die Gemeinde Uetendorf Gebrauch gemacht. Art. 24 
Abs. 1 GBR gibt vor, dass die Gestaltung der privaten Aussenräume, vor allem die einsehbaren 
Bereiche wie Vorplätze und Hauszugänge, sich nach den ortsüblichen Merkmalen (Strassen-, 
Quartier- oder Ortsbild) zu richten hat. Bei Neuanlagen sind mehrheitlich einheimische Gehölze 
zu verwenden und es ist eine naturnahe Gestaltung mit der Verwendung einheimischer kleinerer 
Pflanzen anzustreben (Art. 24 Abs. 2 GBR).

b) Die Gemeinde Uetendorf verfügt laut Art. 27 GBR über eine Fachgruppe für 
Gestaltungsfragen, welche aus in Gestaltungsfragen ausgewiesenen, unabhängigen 
Fachpersonen zusammengesetzt ist und welche von der Baubewilligungsbehörde bei Bedarf zur 
Fachberatung beigezogen werden kann, wenn ein Bauvorhaben für das Orts- und Landschaftsbild 
von Bedeutung ist oder sich spezielle Fragen bezüglich Architektur oder Aussenraumgestaltung 
stellen. In vorliegendem Baubewilligungsverfahren hat die Bauherrschaft aufgrund der 
eingegangenen Einsprachen gegen das Baubewilligungsgesuch um den freiwilligen Beizug der 
Fachgruppe für Gestaltungsfragen ersucht, um insbesondere die Volumetrie sowie die 
Ortsverträglichkeit des Bauprojektes zu beurteilen.

Die Fachgruppe führte zum geplanten Gebäude in ihrem Bericht vom 11. Februar 2021 Folgendes 
aus:
«Am 3. Februar 2020 [sic] hat eine Sitzung der Fachgruppe für Gestaltungsfragen stattgefunden. Allen 
Sitzungsteilnehmern wurden die Unterlagen zur Voranfrage von der Bauverwaltung vorgängig per Mail 
zugeschickt. Die Begehung vor Ort hat individuell stattgefunden.

Das Bauprojekt befindet sich in der Wohn- und Gewerbezone WG2. Das Quartier weist eine signifikante 
Heterogenität auf. Im Quartier an der E.________strasse und dem T.________weg befinden sich etliche 
Gebäude mit vergleichbaren Volumen. Der westliche Bereich ist geprägt durch Einfamilienhäuser aus 
unterschiedlichen Zeitepochen mit verschiedenen Baustilen. Die öffentlichen Strassenräume weisen keine 
übergeordneten, zusammenhängenden Qualitäten auf, sie werden vielmehr durch eine ausgeprägte 
Individualisierung der einzelnen Gärten charakterisiert. Es können demzufolge aus dem unmittelbaren 
Kontext weder eine Schutzwürdigkeit noch relevante, typologische Vorgaben abgeleitet werden.

Situierung und Materialisierung des geplanten Gebäudes nehmen Bezug auf die Bauten entlang der 
E.________strasse. Mittels der geplanten Holzfassade wird ein Bezug zu Gebäuden in der zweiten Reihe 
hergestellt, welche oftmals bei Ausfallstrassen vorzufinden sind.

Nicht zu überzeugen vermag die Umgebungsgestaltung. Insbesondere der Bereich Q.________weg, die 
Platzierung der zwei Parkplätze sowie die Verbindung zum T.________weg weisen kaum erkennbare 
Aussenraumqualitäten auf. Eine Erschliessung der Einstellhalle über den T.________weg wäre eine 
prüfenswerte, plausible Option und würde für die Umgebungsgestaltung weitaus bessere Voraussetzungen 
ermöglichen.

Aus Sicht der Fachgruppe ist das Projekt mit dessen Volumen und Situierung ortsverträglich. Zudem erfüllt 
es die Anforderungen an eine angemessene, innere Verdichtung.

Die Fachgruppe empfiehlt das Bauprojekt in der vorliegenden Form zu genehmigen. Die 
Umgebungsgestaltung sowie die Erschliessung ist jedoch zu präzisieren. Ein überarbeiteter 
Umgebungsgestaltungsplan ist einzufordern.»

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Aufgrund des Berichts der Fachgruppe für Gestaltungsfragen reichten die 
Beschwerdegegnerinnen am 14. April 2021 eine Projektänderung ein 
(Umgebungsgestaltungsplan vom 18. März 2021), mit welcher ein Besucherparkplatz in der 
südöstlichen Ecke der Parzelle des geplanten Gebäudes durch eine Grünfläche ersetzt wurde, die 
Zufahrt über den T.________weg vorgesehen wurde und die Fahrradparkplätze sowie die 
Briefkastenwand neu angeordnet wurden. Weiter wurde der Hausvorplatz und der dort 
vorgesehene Parkplatz neu mit Verbundsteinen statt mit Asphaltbelag geplant.

Diese Projektänderung wurde von der Fachgruppe für Gestaltungsfragen mit Bericht vom 
26. Juli 2021 abermals wie folgt beurteilt:

«Die Fachgruppe hat den überarbeiteten Plan vom 18.6.2021 (recte 18.3.2021) für die 
Umgebungsgestaltung zu beurteilen. Es wurden folgende Anpassungen vorgenommen:

- Die Besucherparkplätze im Süden wurden durch eine Grünfläche ersetzt.
- Im Parkplatz-, Fahrradabstellplatz und Eingangsbereich sind Verbundsteine geplant.
- Die Zufahrtsstrasse wird asphaltiert und neu über den T.________weg geführt.
- Die Briefkästen werden südlich vom Vordach verschoben.

Die Fachgruppe beurteilt die Projektänderung wie folgt:
- Der Wegfall des Besucherparkplatzes und die dadurch einhergehende Verlängerung der 

Begrünung entlang des Q.________weges werden positiv beurteilt.
- Der Hausvorplatz wirkt durch die vorgeschlagene Materialisierung jedoch wenig einladend. Die 

Fachgruppe empfiehlt eine Begrünung auch in diesem Bereich zu prüfen.
- Die Abstände der Schächte zum Q.________weg sind so zu planen, dass eine Begrünung rund um 

die Schächte möglich ist.
- Die Anzahl der Büsche scheint eher unterdurchschnittlich, insbesondere entlang der 

Einstellhallenrampe und entlang des Q.________weges wären ergänzende Bepflanzungen 
erwünscht.»

c) Die Beschwerdeführenden rügen, das Bauprojekt passe aufgrund der Ausrichtung, der 
Kubatur und der Ausgestaltung nicht ins Ortsbild. Die bereits bestehenden Liegenschaften seien 
praktisch durchwegs nach Süden ausgerichtet, weshalb die Ausrichtung der geplanten Baute nach 
Westen nicht ins Gesamtbild des Quartiers passe.

Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, bei den bestehenden Bauten am Q.________weg 
und T.________weg handle es sich fast ausschliesslich um Einfamilienhäuser, welche 
unabhängig von deren Erstellung zu unterschiedlichen Zeitepochen in einem ähnlichen Stil 
(Chalet- oder Bungalowstil) gebaut seien. Das geplante Vorhaben stelle aufgrund der Kubatur 
(Proportionen), des anderen Baustils sowie der Dach- und Fassadengestaltung einen 
offensichtlichen Fremdkörper dar und füge sich in keiner Art und Weise in das bestehende 
Quartier- bzw. Gesamtbild ein.

Weiter führen die Beschwerdeführenden aus, die Baubehörde der Gemeinde Uetendorf verfolge 
bezüglich Quartierverträglichkeit und Gesamtwirkung eines Bauvorhabens eine restriktive 
kommunale Praxis. Die Beschwerdeführenden hätten im Jahr 2017 den Dachstock inklusive zwei 
Lukarnen ausgebaut. Dabei habe die Baupolizeibehörde entschieden, dass gleichzeitig die beiden 
Kamine entfernt werden müssten, weil das Gebäude mit zwei Lukarnen und zwei Kaminen zu 
mächtig wirke. Die Bewilligung eines überdimensionierten Gebäudes mit sechs Wohnungen nur 
drei Jahre später auf dem Nachbargrundstück würde neben dem Verstoss gegen die 
Ästhetikvorschriften auch zu einer rechtungleichen Behandlung führen.

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Bezüglich Umgebungsgestaltung rügen sie, beim Bauprojekt sei lediglich auf der Westseite wenig 
Begrünung vorgesehen, was nicht ausreiche. Die Zufahrt und die Abfallcontainer seien nicht durch 
Begrünung abgedeckt. Dies widerspreche klar den Vorgaben von Art. 14 Abs. 1 BauG, da sich 
keine gute Einordnung in die Umgebung ergebe und diese marginale Begrünung zudem auch 
nicht den Bedürfnissen der Benützer entspreche. Auch dem zweiten Bericht der Fachgruppe für 
Gestaltungsfragen vom 23. Juli 2021 seien deutliche Vorbehalte zu entnehmen, indem ausgeführt 
werde, der Hausplatz wirke wenig einladend und dessen Begrünung sei zu prüfen, eine 
Begrünung bei den Schächten des Q.________wegs sei zu planen und die Anzahl der Büsche 
erscheine eher unterdurchschnittlich.

d) Die Beschwerdegegnerinnen bringen vor, der allgemeine Schutz des Ortsbildes werde 
vorliegend nicht verletzt. Auch die Fachgruppe für Gestaltungsfragen habe befunden, dass das 
Bauprojekt in das Ortsbild passe und nicht gegen Art. 9 Abs. 1 BauG verstosse.

Die Rüge der rechtsungleichen Behandlung sei ebenfalls abzuweisen, da das Bauvorhaben der 
Beschwerdegegnerinnen im Gegensatz zu jenem der Beschwerdeführenden weder Kamine noch 
Lukarnen beinhalte, welche vergleichbar wären. Zudem werde das vorliegende Bauprojekt nach 
dem neuen Baureglement beurteilt, welches der Vorgabe des RPG9 Rechnung trage, eine 
zusätzliche innere Verdichtung anzustreben.

Im zweiten Bericht der Fachgruppe für Gestaltungsfragen sei die Projektänderung und somit auch 
die Umgebungsgestaltung dann auch positiv beurteilt worden.

e) Die Vorinstanz bringt vor, zur Beurteilung des Bauvorhabens sei die Fachgruppe für 
Gestaltungsfragen einbezogen worden, welche aus ausgewiesenen, unabhängigen und 
anerkannten Fachpersonen bestehe. Die Beschwerde begründe nicht nachvollziehbar, weshalb 
sich das Bauvorhaben nicht in das Orts- und Landschaftsbild einordnen würde. Die 
Baubewilligungsbehörde stütze sich auf die unabhängige und neutrale Beurteilung des Orts- und 
Landschaftsbildes sowie der Einfügung des Bauvorhabens ins Quartierbild durch die Fachgruppe 
für Gestaltungsfragen, welche die Rügen der Einsprecher nachvollziehbar und fachlich begründet 
widerlege.

Zur Umgebungsgestaltung führt die Vorinstanz aus, in der Wohn- und Gewerbezone WG2 sei 
keine minimale Grünflächenziffer vorgeschrieben, es gelte lediglich die Regel, dass die Gestaltung 
der privaten Aussenräume, besonders der einsehbaren Einfriedungen, Vorgärten, Vorplätze und 
Hauszugänge, sich nach den ortsüblichen Merkmalen zu richten habe. Die pauschale Rüge, es 
sei keine genügende Begrünung vorgesehen, sei demnach unzureichend. Aus Sicht der 
Gemeindebaubewilligungsbehörde seien die ausgewiesenen Grünflächen ausreichend und 
würden die ihnen zugewiesenen Funktionen erfüllen. Die definitive Ausgestaltung sei vor der 
Ausführung noch zu optimieren, was auch so im Bauentscheid festgelegt sei. Zudem sei im 
Bauentscheid die Auflage aufgenommen worden, der Bauabteilung Uetendorf frühzeitig einen 
Umgebungsgestaltungsplan (inkl. Bepflanzungen) zur Genehmigung zu unterbreiten, wobei der 
Beurteilung der Fachgruppe für Gestaltungsfragen sowie der Bauabteilung bezüglich Zugang 
Kinderspielplatz besondere Beachtung zu schenken sei. Es seien beispielsweise die Anzahl der 
zu pflanzenden Büsche entlang der Einstellhallenrampe und entlang des Q.________weges zu 
erhöhen. Die definitive Umgebungsgestaltung werde vor Beginn der diesbezüglichen Arbeiten 
erneut durch die Behörden beurteilt und sofern die geforderten Qualitäten nachgewiesen werden, 
genehmigt.

9 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)

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f) Die Beurteilung der Fachgruppe für Gestaltungsfragen, die das Vorhaben zur Bewilligung 
empfahl, ist nachvollziehbar und überzeugend. Im Perimeter zwischen Q.________weg, 
E.________strasse und T.________weg gibt es neben Einfamilienhäusern in verschiedensten 
Stilen auch mehrere Mehrfamilienhäuser. Auch die Mehrfamilienhäuser sind in verschiedenen 
Stilen gehalten. Es kann der Vorinstanz gefolgt werden, wenn diese aufgrund der Beurteilung der 
Fachgruppe entschied, das Volumen, die Ausrichtung und die Ausgestaltung des vorliegenden 
Bauvorhabens würden sich ins bestehende Quartier einfügen. Die Ausrichtung orientiert sich an 
der Form der Parzelle und in Richtung E.________strasse, wie dies bei anderen Gebäuden in der 
Umgebung auch der Fall ist. Die Parzelle ist zudem an der Zonengrenze zwischen Wohnzone W2 
und Wohn- und Gewerbezone WG2 gelegen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden 
sind nicht alle Gebäude im Quartier nach Süden, sondern in der WG2 teilweise nach Süden, 
teilweise nach Westen ausgerichtet.

Das vorliegende Bauprojekt wird wie die umliegenden Gebäude mit einem Satteldach gebaut und 
nimmt mit der Holzfassade den Stil bereits bestehender Gebäude im Quartier auf.

Soweit sich die Beschwerdeführenden mit dem Vorbringen, ihr eigenes Bauvorhaben mit 
Veränderung des Daches sei strenger beurteilt worden, auf die Rechtsgleichheit berufen wollen, 
kann ihnen nicht gefolgt werden. Der in Art. 8 Abs. 1 BV10 und Art. 10 Abs. 1 KV11 enthaltene 
Grundsatz der Rechtsgleichheit verpflichtet die rechtsanwendenden Behörden, gleiche 
Sachverhalte mit gleichen relevanten Tatsachen gleich zu behandeln, es sei denn, ein sachlicher 
Grund rechtfertige eine unterschiedliche Behandlung. Die von den Beschwerdeführenden 
erwähnte Veränderung eines Daches eines Einfamilienhauses mit zwei Lukarnen und zwei 
Kaminen ist bei der ästhetischen Beurteilung nicht vergleichbar mit dem Neubau eines 
Mehrfamilienhauses. Zudem liegen die Parzellen der Beschwerdeführenden und der 
Beschwerdegegnerinnen in verschiedenen Zonen. Es handelt sich somit um gänzlich 
unterschiedliche Sachverhalte. Eine Berufung auf das Rechtsgleichheitsgebot ist daher nicht 
möglich.12

Bezüglich der Umgebungsgestaltung wurde nach der Projektänderung die zusätzliche Begrünung 
entlang des Q.________wegs von der Fachgruppe positiv beurteilt. Weiter empfiehlt die 
Fachgruppe weitere Massnahmen zur zusätzlichen Verbesserung der Begrünung (Begrünung um 
die Schächte im südlichen Bereich der Parzelle, Büsche entlang des Q.________wegs und neben 
der Einstellhalle). Diese Verbesserungsvorschläge können in der geplanten 
Aussenraumgestaltung ohne Weiteres umgesetzt werden bzw. die geplante Begrünung 
entsprechend ergänzt werden. Die Verbesserungsmassnahmen sind auch genügend bestimmbar. 
Die von der Vorinstanz im Gesamtbauentscheid vom 21. September 2021 diesbezüglich verfügte 
Auflage ist ausreichend und trägt den Verbesserungsvorschlägen der Fachgruppe Rechnung. Im 
Übrigen hat die Fachgruppe das Vorhaben auch unabhängig von der Realisierung der 
Verbesserungsvorschläge zur Bewilligung empfohlen. 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Vorinstanz gestützt auf die positive Beurteilung 
ihrer Fachgruppe zu Recht entschied, das Bauvorhaben halte die Gestaltungsvorschriften ein. Die 
Rüge der Beschwerdeführenden, das Vorhaben füge sich nicht ins Ortsbild ein, erweist sich als 
unbegründet.

10 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)
11 Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1)
12 Statt vieler BGE 136 I 345 E. 5 mit Hinweisen; VGE 2016/242 vom 8. Juni 2017 E. 5.3; Tschannen/Zimmerli/Müller, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Auflage 2014, § 23 N. 11 f.

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5. Erschliessung

a) Die Beschwerdeführenden rügen, die strassenmässige Erschliessung sei ungenügend. Sie 
machen geltend, die Zufahrt für Feuerwehr und Sanität sei nicht rechtskonform. Die 
Fahrbahnbreite des Weges zwischen den Parzellen Uetendorf Grundbuchblatt Nrn. O.________ 
und B.________ betrage nur etwa 1.70 bis 1.80 m statt des vorgeschriebenen Minimums von 
3.00 m. Damit sei auch die notwendige Zufahrtsbreite für die Feuerwehrfahrzeuge nicht 
eingehalten. Die Pläne seien ungenügend; es fehle die Einzeichnung von Schleppkurven für die 
Zufahrt ab dem T.________weg. Zudem fehle für den Anschluss an den T.________weg eine 
Dienstbarkeit, da das gegenseitige Fuss- und Fahrwegrecht nur auf einer Breite von je 1.50 m 
gewährt werde und somit nicht nahtlos an den T.________weg anschliesse. Dies sei an der 
gelben Markierung im Situationsplan ersichtlich, welcher integraler Bestandteil des 
Dienstbarkeitsvertrags bilde. Weiter fehle ein Wendeplatz für den Besucherparkplatz. Weiter 
bringen die Beschwerdeführenden vor, auf dem Weg zwischen den Grundstücken Uetendorf 
Grundbuchblatt Nrn. O.________ und B.________ sei auf der Zufahrt vom Q.________weg her 
ein Zaun mit Tor errichtet worden. Weil die Hälfte des Zaunes auf dem Grundstück der 
Beschwerdeführenden stehe, würde die in den Amtsberichten zum Strassenanschluss 
festgehaltene Verpflichtung zur Entfernung dieses Tores einen unzulässigen Eingriff in das 
Eigentum der Beschwerdeführenden darstellen, welchem sie nicht zustimmen würden. Weiter sei 
ein Besucherparkplatz vorgesehen, der über die Zufahrtstrasse vorbei an der Einfahrt zur 
Einstellhalle und dem Hauseingang zu erreichen sei. Aufgrund der engen Platz- und 
Sichtverhältnisse müsste zum Verlassen des Besucherparkplatzes rückwärts vorbei am 
Hauseingang und der Zufahrt zur Einstellhalle auf den T.________weg gefahren werden. Dies sei 
untauglich, weshalb zwingend ein Wendeplatz für die Besucher vorzusehen sei.

b) Bauvorhaben dürfen nur bewilligt werden, wenn sichergestellt ist, dass das Baugrundstück 
auf den Zeitpunkt der Fertigstellung des Baus oder der Anlage, wenn nötig bereits bei Baubeginn, 
genügend erschlossen sein wird (Art. 8 Abs. 1 BauG). Die Erschliessungsstrassen müssen weiter 
den Beanspruchungen gewachsen sein, die sich aus der Nutzung des Baugrundstücks und der 
weiteren Grundstücke ergeben können, denen sie nach der Planung zu dienen bestimmt sind 
(Art. 7 Abs. 3 BauG).

Gemäss Art. 7 Abs. 2 Bst. a BauG setzt eine genügende Erschliessung voraus, dass die 
Zufahrtsstrasse hinreichend nahe an Bauten und Anlagen heranführt und diese für Feuerwehr und 
Sanität gut erreichbar sind. Laut Art. 7 Abs. 3 BauG müssen die Erschliessungsanlagen zudem 
den Beanspruchungen gewachsen sein, die sich aus der Nutzung des Baugrundstücks und der 
weiteren Grundstücke ergeben können, denen sie nach der Planung zu dienen bestimmt sind. Die 
Bauverordnung regelt die Anforderungen an eine genügende Erschliessung näher (vgl. Art. 8 
BauG). Gemäss Art. 6 Abs. 1 BauV13 wird unter Zufahrt die Strassenverbindung zwischen dem 
Baugrundstück und dem allgemeinen Strassennetz verstanden. Sie umfasst auch die 
Hauszufahrt. Bei der Strassengestaltung, insbesondere bei der Bemessung der Fahrbahnbreite, 
ist auf die Verkehrssicherheit sowie auf Landschaft und Ortsbild Rücksicht zu nehmen. 
Besonderen Verhältnissen, wie ungünstigen topographischen Gegebenheiten, vorhandenen 
baulichen Hindernissen, gebotener Verlangsamung des Verkehrs, zu erwartender geringer 
Verkehrsbelastung (Zufahrt für nicht mehr als 20 Wohnungen oder verkehrsmässig 
gleichbedeutende Nutzung), sowie besonderen Verkehrsbedürfnissen ist im Rahmen der Art. 7 ff. 
BauV Rechnung zu tragen (Art. 6 Abs. 3 BauV). 

Neue Erschliessungsstrassen sind grundsätzlich von Anfang an entsprechend den Bedürfnissen 
zu dimensionieren und zu gestalten, denen sie nach der geltenden Planung dienen sollen 

13 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1)

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(Vollausbau, Art. 11 Abs. 1 BauV). Neue Hauszufahrten und Detailerschliessungsstrassen 
müssen in Bezug auf die Fahrbahnbreite den Anforderungen von Art. 7 BauV genügen. Nach Art. 
7 Abs. 2 BauV setzt eine genügende Zufahrt grundsätzlich voraus, dass die Fahrbahnbreite bei 
Einbahnstrassen 3 m und bei Strassen mit Gegenverkehr 4.2 m nicht unterschreitet. Bei 
besonderen Verhältnissen im Sinn von Art. 6 Abs. 3 BauV kann die Fahrbahnbreite auch bei 
Strassen mit Gegenverkehr auf 3 m herabgesetzt werden (Art. 7 Abs. 3 BauV). Bestehende 
Erschliessungsanlagen genügen für Bauvorhaben in einem weitgehend überbauten Gebiet oder 
ausserhalb der Bauzone dann, wenn die insgesamt zu erwartende Mehrbelastung 
verhältnismässig gering ist und die Verkehrssicherheit und Brandbekämpfung gewährleistet sind 
(Art. 5 Bst. a BauV). Die Verkehrssicherheit ist nicht mehr gewährleistet, wenn die Normen für 
neue Anlagen (Art. 7 und 9 BauV) massiv unter- bzw. überschritten werden.

Die Richtlinie für Feuerwehrzufahrten, Bewegungs- und Stellflächen14 konkretisiert Art. 44 der 
Brandschutznorm 2015 der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF). Es handelt sich 
dabei nicht um Rechtsnormen, sondern um Richtlinien, welche zur Beurteilung der konkreten 
Situation dienen. Diese schreibt vor, dass die Zufahrten so nahe an die zu erschliessenden Bauten 
und Anlagen heranzuführen sind, dass ein wirksamer Einsatz der Feuerwehr möglich ist. 
Fahrzeug-Parkflächen zählen daher nicht als Feuerwehrzufahrten, Bewegungs- und Stellflächen. 
Ordnungsgemäss parkierte Fahrzeuge dürfen die Zufahrt, das Bewegen und das Stellen der 
Feuerwehrfahrzeuge nicht behindern.15 Die Fahrspur muss eine Breite von mindestens 3.00 m 
aufweisen.16

Die zu erwartende Mehrbelastung beurteilt sich im Verhältnis zum bestehenden 
Verkehrsaufkommen. Dabei bedeutet eine erwartete Verdoppelung des Verkehrsaufkommens 
nicht automatisch, dass die Mehrbelastung nicht mehr gering ist. Wesentlich sind auch die 
örtlichen Verhältnisse (bisherige Nutzung, Fahrbahnbreite, Länge und Übersichtlichkeit der 
Zufahrt) sowie die Benützerkategorien (PW, Lastwagen, Schulkinder etc.).17

c) Für Erschliessungsanlagen auf fremdem Grund ist deren rechtliche Sicherstellung 
nachzuweisen. Dazu muss eine Vereinbarung zwischen den beteiligten Grundeigentümern 
vorliegen, die der Bauherrschaft das Recht zur Erstellung und Erhaltung der Anlagen einräumt.18

Über privatrechtliche Verhältnisse wird im Baubewilligungsverfahren grundsätzlich nicht 
entschieden. Nach Art. 2 Abs. 1 BauG haben die Baubewilligungsbehörden lediglich zu prüfen, ob 
ein Bauvorhaben den bau- und planungsrechtlichen Vorschriften und den nach anderen Gesetzen 
im Baubewilligungsverfahren zu prüfenden Vorschriften entspricht. Eine Ausnahme bilden 
privatrechtliche Tatbestände, die von der Baugesetzgebung vorausgesetzt oder ausdrücklich als 
mass-gebend erklärt werden, wie namentlich bei der rechtlichen Sicherstellung einer Zufahrt über 
fremden Boden (Art. 3 und 4 BauV). Die benötigten Rechte müssen bei Baubeginn erworben sein 
(Art. 4 Abs. 1 Bst. c BauV). Die Sicherstellung der Zufahrt kann mittels Errichtung einer 
Dienstbarkeit erfolgen. Baurechtlich vorausgesetzt ist jedoch nur die Einräumung des Rechts, das 
betreffende Grundstück über fremdes Grundeigentum zu erschliessen. Massgebend ist, dass die 
faktische Zugänglichkeit zum Grundstück dauerhaft gewährleistet bleibt. Eine Vereinbarung über 
die daraus resultierenden finanziellen Rechte und Pflichten setzt das öffentliche Baurecht 
hingegen nicht voraus. Dies liegt ausserhalb der zivilrechtlichen Vorfragen, zu denen sich die 

14 Richtlinie für Feuerwehrzufahrten, Bewegungs- und Stellflächen der Feuerwehr Koordination Schweiz FKS, Version 
1.0 vom 4. Februar 2015; Richtlinie FKS
15 Richtlinie FKS, S. 5 Ziff. 3
16 Richtlinie FKS, S. 7, Ziff. 5.3
17 VGE 100.2012.208 vom 31. Januar 2013, E. 3.2; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des 
Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 7/8 N 10
18 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2007, Art. 7/8 N. 12

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Verwaltungsbehörden äussern dürfen. Denn es ist nicht Aufgabe der Baubewilligungsbehörde, die 
Rechte Privater durch die Verweigerung einer Baubewilligung zu wahren.19 Für die Durchsetzung 
von finanziellen Ansprüchen sind die Beschwerdeführenden daher auf den Zivilweg zu verwiesen.

Für die Ermittlung von Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit gibt Art. 738 ZGB20 eine 
Stufenordnung vor. Ausgangspunkt ist der Grundbucheintrag. Soweit sich die Rechte und 
Pflichten aus dem Eintrag deutlich ergeben, ist dieser für den Inhalt der Dienstbarkeit 
massgebend. Nur wenn sein Wortlaut unklar ist, darf im Rahmen des Eintrags auf den 
Erwerbsgrund, das heisst den Begründungsakt, zurückgegriffen werden. Ist auch der 
Erwerbsgrund nicht schlüssig, kann sich der Inhalt der Dienstbarkeit im Rahmen des Eintrags aus 
der Art ergeben, wie sie während längerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausgeübt 
worden ist.21

d) Die Beschwerdegegnerinnen bringen vor, die fehlerhafte Erschliessung sei mit der 
Projektänderung vom 24. März 2021 behoben. Die Zufahrt führe neu über den T.________weg 
und nicht mehr über den Q.________weg. Es handle sich dabei um eine bestehende 
Erschliessung, was auch im Grundbuchplan ersichtlich sei. Bereits heute gebe es zahlreiche 
Erschliessungsanlagen für die verschiedenen Garagen auf dem zu bebauenden Grundstück. 
Gemäss Art. 5 BauV würden bestehende Erschliessungsanlagen genügen, wenn ein 
Bauvorhaben in einem weitgehend überbauten Gebiet geplant werde und die insgesamt zu 
erwartende Mehrhaltung verhältnismässig gering sei. Zudem müsse die Verkehrssicherheit und 
die Brandbekämpfung gewährleistet sein. Die Tiefbau- und Umweltkommission habe festgestellt, 
dass die bestehende Erschliessungsanlage genüge und die zu erwartende Mehrbelastung 
verhältnismässig gering sei. 

e) Die Vorinstanz ist in ihrer Stellungnahme vom 25. November 2021 der Auffassung, die 
Beschwerdeführenden hätten diesen Punkt lediglich bei der ursprünglich vorgesehenen 
Erschliessung über den Q.________weg vorgebracht. Es könne jedoch festgehalten werden, dass 
die Zufahrt für die Feuerwehr sowohl vom Q.________weg wie auch vom T.________weg 
gewährleistet sei.

Zudem bringt die Vorinstanz vor, dass die von den Beschwerdeführenden als ungenügend 
bezeichnete Erschliessung für Feuerwehr und Sanität nicht Gegenstand der Einsprache zur 
Projektänderung vom 31. Mai 2021 gewesen sei und somit dieser Punkt nicht mehr Gegenstand 
sei.

Die Grundeigentümer der Parzellen Uetendorf Grundbuchblatt Nr. B.________ und O.________ 
hätten sich gemäss Dienstbarkeitsvertrag vom 18. September 1990 entlang der gesamten Länge 
der Parzellengrenze ein gegenseitiges Recht eingeräumt, dieses Wegstück zu begehen und zu 
befahren. Daran angrenzend befinde sich die Gemeindestrasse (Parzelle Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. F.________). Die Rüge, wonach das Wegrecht nicht nahtlos an den 
T.________weg angrenze, könne nicht nachvollzogen werden. Der Plan zum 
Dienstbarkeitsvertrag sei rudimentär dargestellt und nicht vermasst, er diene lediglich zur 
Orientierung. Es könne daher davon ausgegangen werden, dass die Erschliessung auch 
privatrechtlich hinreichend sichergestellt sei.

19 BVR 2004 S. 412 E. 3.2, 1990 S. 374 E. 2b f.; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 2 N. 4a
20 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210)
21 BGE 137 III 145 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen

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Bezüglich der heute angebrachten Absperrung mittels Kette oder Gartentor führt die Vorinstanz 
aus, dass der Amtsbericht Strassenanschluss vom 10. August 2021 verlange, diese Absperrung 
zu entfernen. Die Durchsetzung dieser Entfernung sei jedoch privatrechtlicher Natur. Aus 
öffentlich-rechtlicher Sicht stehe fest, dass den Eigentümern der zu bebauenden Parzelle ein 
Fuss- und Fahrwegrecht auf der Parzelle der Beschwerdeführenden eingeräumt sei. Sollte die 
Entfernung des Zaunes verhindert werden, wäre zumindest zu überprüfen, ob dadurch das 
dauernde, dingliche und unentgeltliche Recht, dieses Wegstück zu begehen und zu befahren, 
verletzt würde.

Ein Wendeplatz sei weiter nicht erforderlich. Die Wegfahrt ab dem Besucher- bzw. 
Behindertenparkplatz könne über den Q.________weg erfolgen. Die Wegfahrt über den 
Q.________weg sei aus öffentlich-rechtlicher Sicht zulässig und sichergestellt.

f) Es handelt sich bei der Strasse zwischen den Grundstücken Uetendorf Grundbuchblatt 
Nr. B.________ und O.________ um eine bestehende Strasse im Sinne von Art. 5 BauV22. Wie 
die Beschwerdeführenden selbst vorbringen, ist eine Fahrbahnbreite von 3.00 m gestützt auf 
Art. 7 Abs. 3 i.V.m Art. 6 Abs. 3 BauV ausreichend, da die Strasse als Zufahrt für weniger als 20 
Wohnungen genutzt wird und gut überblickbar ist.

Die Beschwerdeführenden rügen, die Schleppkurven für die neue Zufahrt via T.________weg 
würden fehlen und die bestehende Strasse habe nur eine Breite von 1.70 bis 1.80 m. Der 
Argumentation der Beschwerdeführenden, die Fahrbahnbreite zwischen den Parzellen Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. B.________ und O.________ sei teilweise nur 1.70 bis 1.80 m, kann nicht 
gefolgt werden. Aus den Plänen und den Eingaben der Parteien ist ersichtlich, dass die Strasse 
zwischen den beiden Parzellen 3.00 m breit ist (je 1.50 m auf den beiden Parzellen), wobei ein 
gegenseitiges Fuss- und Fahrwegrecht besteht. Ein neuer Plan mit der Einzeichnung weiterer 
Schleppkurven ist vorliegend auch nicht notwendig: Das Abbiegen über den Vorplatz und die 
Ausfahrt auf den Q.________weg, so wie im ursprünglichen Projekt vorgesehen, wäre schwieriger 
als die Ausfahrt aus der Tiefgarage und vom Besucherparkplatz in den T.________weg. Die 
Ausfahrt von der Einstellhalle in den T.________weg erscheint dagegen unproblematisch. Bereits 
heute erfolgt die Zu- und Abfahrt zu den bestehenden Garagen über den T.________weg und ist 
problemlos möglich. Auch die Beschwerdeführenden fahren über den T.________weg auf der 
geteilten Zufahrtsstrasse zwischen den Grundstücken Uetendorf Grundbuchblatt Nr. B.________ 
und O.________ zu ihrer Garage an der Westseite ihrer Parzelle.

In den Amtsberichten Strassenanschluss vom 4. Januar 2021 und vom 10. August 2021 kommt 
die Tiefbau- und Umweltkommission der Gemeinde Uetendorf zudem zum Schluss, die Zufahrt 
für die Feuerwehr sei sowohl vom Q.________weg wie vom T.________weg gewährleistet.23 
Diese Beurteilung ist vorliegend nicht in Frage zu stellen, da aktuell die Parzelle Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. O.________ auch schon vom T.________weg und vom Q.________weg 
befahren werden kann. Selbst wenn eine Zufahrt der Feuerwehr über den Weg zwischen den 
Parzellen Nrn. B.________ und O.________ schwierig wäre, könnten die Feuerwehrfahrzeuge 
über den Q.________weg zufahren und dort auf diesem Weg direkt südlich des geplanten 
Gebäudes anhalten.

g) Die ursprüngliche Planung sah eine Erschliessung über den Q.________weg vor. Aufgrund 
der Kritik der Fachgruppe für Gestaltung an der Umgebungsgestaltung und dem Ratschlag, die 
Einstellhalleneinfahrt über den T.________weg zu erschliessen, wurde von der Bauherrschaft 

22 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1)
23 vgl. Vorakten, Amtsbericht Strassenanschluss vom 4. Januar 2021, Ziff. 12 resp. Amtsbericht Strassenanschluss 
vom 10. August 2021, Ziffer 11

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eine Projektänderung eingereicht. Neu soll die Erschliessung der Einstellhalle über den 
T.________weg erfolgen. Diese Erschliessung wurde von der Baubewilligungsbehörde bewilligt. 
Die Tiefbau- und Umweltkommission erachtet die Fuss- und Fahrwegrechte für beide Zugänge 
(vom T.________weg und vom Q.________weg her) als gegeben.

Der T.________weg wurde laut Grundstückdaten-Informationssystem GRUDIS mit Eintrag vom 
10. September 2015 ins Alleineigentum der Einwohnergemeinde Uetendorf überführt. In der 
entsprechenden Handänderungsurkunde vom 20. August 2015 ist ersichtlich, dass die Anrainer 
vorher Miteigentümerinnen und Miteigentümer der Parzelle Uetendorf Grundbuchblatt Nr. 
F.________ (ganzer T.________weg) waren. Die Eigentümer der Parzellen Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. B.________ und O.________ waren Miteigentümer der Parzelle 
T.________weg zu je 1/16.

Mittels Dienstbarkeitsvertrag von 1978, im Grundbuch eingetragen am 24. April 1978, wurden 
gegenseitige Fuss- und Fahrwegrechte an der damals zu erstellenden Erschliessungsstrasse 
gewährt. Dies auch zu Gunsten der Parzellen Uetendorf Grundbuchblatt Nr. B.________ und 
O.________. Auf dem Plan zum Dienstbarkeitsvertrag ist ersichtlich, dass es sich dabei um den 
heutigen T.________weg handelte und die Parzelle Uetendorf Grundbuchblatt Nr. O.________ 
direkten Anstoss an den geplanten T.________weg hatte.24 Laut Dienstbarkeitsplan war 
vorgesehen, dass die zu erstellende Erschliessungsstrasse im nordöstlichen Bereich der Parzelle 
Nr. O.________ in westlicher Richtung bis zur Grenze der Parzelle Nr. O.________ verbreitet 
wird. Dementsprechend wurde die Dienstbarkeit im Dienstbarkeitsplan bis an die Grenze der 
Parzelle Nr. O.________ eingetragen. Auch wenn die heutige Gemeindestrasse nicht direkt bis 
an die Grenze der Parzelle Nr. O.________ führen sollte, ist eine asphaltierte Fläche vorhanden, 
die zur Parzelle Nr. O.________ führt und die, wie erwähnt, laut Dienstbarkeitsplan mit einer 
Dienstbarkeit zu Gunsten der Bauparzelle belastet ist.

Mit Dienstbarkeitsvertrag vom 18. September 1990 wurden zwischen den Parzellen Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. B.________ und O.________ das gegenseitige Fuss- und Fahrrecht für die 
neu zu erstellende Strasse zwischen den Grundstücken Uetendorf Grundbuchblatt Nr. 
B.________ und O.________ verbrieft und am 28. September 1990 im Grundbuch eingetragen.25 
Mit dem gleichen Dienstbarkeitsvertrag wurde zu Lasten des damaligen Grundstücks Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. K.________ und zu Gunsten der Grundstücke Uetendorf Grundbuchblatt Nr. 
B.________ und O.________ ein Fuss- und Fahrwegrecht vereinbart. Dieses Fuss- und 
Fahrwegrecht betrifft den Hogantweg ab der Parzelle Nr. B.________ bis zur E.________strasse. 
Zu diesem Zeitpunkt war die Parzelle T.________weg noch im Miteigentum der 
Anrainergrundstücke gemäss Dienstbarkeitsvertrag vom 24. April 1978. Es kann folglich davon 
ausgegangen werden, dass die Erschliessung über den Q.________weg nicht anstelle der 
Erschliessung über den T.________weg, sondern in Ergänzung dazu erstellt wurde – zumal in 
diesem Zeitpunkt alle drei Grundstücke (Uetendorf Grundbuchblatt Nr. B.________, O.________ 
und K.________) alle im Alleineigentum der gleichen Person waren.

Die Beurteilung der Vorinstanz, die Erschliessung über den Q.________weg sowie über den 
T.________weg seien dienstbarkeitsrechtlich gesichert, ist nicht zu beanstanden.

Die auf dem Plan «Situation 1:200 Schleppkurve PW Ausfahrt A» eingezeichneten Schleppkurven 
befinden sich auf dem Grundstück Uetendorf Grundbuchblatt Nr. B.________, jedoch auf den 
1.50 m, auf welchen gemäss Dienstbarkeitsvertrag ein Fuss- und Fahrwegrecht für die Parzelle 
Uetendorf Grundbuchblatt Nr. O.________ besteht.

24 vgl. Beilage 10, 11 und 12 zur Beschwerdeantwort vom 25. November 2021
25 Beschwerdebeilage 8

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h) Bezüglich der Frage der Notwendigkeit eines Wendeplatzes für den Besucherparkplatz kann 
der Gemeinde gefolgt werden. Die Zu- und Wegfahrt kann über den Q.________weg und über 
den T.________weg erfolgen. Fährt eine Besucherin oder ein Besucher vom Q.________weg auf 
den Besucherparkplatz, kann sie oder er über den T.________weg wegfahren und umgekehrt. 
Daher ist ein Wenden nicht notwendig, ein Wendeplatz ist überflüssig.

Die Beschwerdeführenden scheinen diesbezüglich aber davon auszugehen, dass eine Zu- oder 
Wegfahrt über den Q.________weg nicht möglich sei, weil sie bzw. ihre Voreigentümerschaft bei 
der Einmündung in den Q.________weg eine Absperrung mit einem Zaun / Tor angebracht haben. 
Dazu ist festzuhalten, dass zu Gunsten der Liegenschaft der Beschwerdegegnerinnen ein Fuss- 
und Fahrwegrecht sowohl betreffend des Wegs zwischen den Parzellen Nrn. B.________ und 
O.________ als auch für den Q.________weg besteht. Mit dem bei der Einmündung in den 
Q.________weg erstellten Zaun / Tor scheinen die Beschwerdeführenden die Ausübung des 
Fuss- und Fahrwegrecht der Beschwerdegegnerinnen zu behindern. Die Beschwerdegegnerinnen 
dürften daher wohl die Beseitigung des Zauns / Tors auf dem zivilrechtlichen Weg durchsetzen 
können.

6. Parkplätze

a) Die Beschwerdeführenden rügen, ein Besucherparkplatz sei klar ungenügend für sechs 
Wohnungen. Dies würde unweigerlich dazu führen, dass weitere Besucher ihre Fahrzeuge bei 
den Nachbargrundstücken parkieren müssten, was offensichtlich nicht erlaubt sei. Zudem müsse 
ein Behindertenparkplatz in einer maximalen Gehdistanz von 100 m zum Hauseingang 
vorgesehen werden, was vorliegend nicht der Fall sei.

b) Die Vorinstanz führt in der Stellungnahme vom 25. November 2021 aus, die 
Beschwerdeführenden gingen davon aus, dass es sich beim Parkplatz auf der Ostseite entlang 
der Hausfassade um keinen Behindertenbesucherparkplatz handle. Auf den Planunterlagen sei 
aber ersichtlich, dass das Piktogramm «Rollstuhlfahrer» auf dem fraglichen Parkplatz eingetragen 
sei. Auf der entsprechenden Beilage zur Beschwerde sei das Piktogramm aufgrund der schlechten 
Druckqualität nicht ersichtlich. Es sei somit ein Behindertenparkplatz in Gehdistanz von 100 m 
zum Hauseingang vorgesehen. Im Bauentscheid sei zudem die Auflage aufgenommen worden, 
diesen entsprechend zu markieren.

c) Die zulässige Anzahl der Abstellplätze für Motorfahrzeuge wird vom kantonalen Baurecht 
festgelegt. Die Art. 16 ff. BauG regeln die Grundsätze und halten unter anderem fest, dass eine 
ausreichende Zahl an Parkplätzen zu schaffen ist, überdimensionierte Flächen aber zu verindern 
sind (Art. 17 Abs. 1 BauG). Die Bemessung der Parkflächen hat der Regierungsrat in den 
Art. 49 ff. BauV umschrieben: Gemäss Art. 50 Abs. 1 BauV wird die Anzahl der Abstellplätze für 
Motorfahrzeuge durch eine Bandbreite begrenzt; innerhalb dieser Bandbreite legen die 
Gesuchstellenden die Anzahl fest. Die Bandbreite umfasst insbesondere auch die Abstellplätze 
für Beschäftigte, Besucher und Behinderte (Art. 50 Abs. 2 BauV). Bei der Wohnnutzung ist die 
Bandbreite abhängig von der Anzahl der Wohnungen, wobei gemäss Art. 51 Abs. 2 BauV ab vier 
Wohnungen die Bandbreite 0,5 bis 2 Abstellplätze pro Wohnung beträgt.

Für Behindertenparkplätze ist die SIA26 Norm 500:2009 anwendbar. Gemäss Art. 9.7.2 Korrigenda 
C3 dieser Norm muss für die Bewohnerinnen und Bewohner pro 25 Wohnungen mindestens ein 
rollstuhlgerechter Parkplatz zur Verfügung gestellt werden. Pro Parkplatzstandort für 

26 Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein (SIA)

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Besucherinnen und Besucher muss mindestens ein Parkplatz rollstuhlgerecht sein und sich in 
maximaler Gehdistanz von 100 m zu den Hauseingängen befinden. Ein rollstuhlgerechter 
Parkplatz muss verschiedene Anforderungen erfüllen: Ebene Bodenfläche, maximales Gefälle von 
2%, mindestens 3.50 m breites Parkfeld bei Senkrecht- und Schrägparkierung, mindestens 8.00m 
langes Parkfeld bei Längsparkierung mit anschliessender Fläche von mindestens 1.40 m Breite 
auf der linken Seite des Parkfeldes (Art. 7.10.3 und 9.7.1 der SIA Norm 500:2009).

d) Vorliegend hat die Vorinstanz den Bau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen 
bewilligt. Gestützt auf Art. 51 Abs. 2 BauV beträgt die Bandbreite vorliegend drei bis zwölf 
Abstellplätze. Darin sind auch die Besucherparkplätze enthalten. Die geplanten 11 
Einstellhallenparkplätze und der Besucherbehindertenparkplatz vor dem Haus bewegen sich an 
der oberen Grenze der Bandbreite. Auch wenn ein Parkplatz ausschliesslich von der Spitex 
J.________, welche ihre Räumlichkeiten auf dem Nachbarsgrundstück hat, benutzt wird, ist mit 
elf Parkplätzen für die zu erstellende Liegenschaft die Bandbreite eingehalten. Es sind damit auch 
genügend Besucherparkplätze vorhanden.

Der bewilligte Plan «Projektänderung Umgebung» zeigt auf der Ostseite der Liegenschaft einen 
Besucherparkplatz, welcher als Behindertenparkplatz bezeichnet ist. Der Parkplatz befindet sich 
auf einer ebenen Fläche in der Nähe des Eingangs, die Länge der Pflästerung mit Verbundsteinen, 
die keiner anderen Nutzung dient, ist deutlich über 8.00 m lang. Es ist auch eine Fläche von mehr 
als 1.40 m Breite auf der linken Seite des Parkfeldes zum Aussteigen vorhanden. Diese Fläche 
befindet sich zwar teilweise auf dem Zufahrtsweg zwischen den Parzellen Nrn. B.________ und 
O.________. Da sie aber nur sehr selten und kurzfristig zum Aussteigen benutzt werden wird und 
der private Zufahrtsweg wenig befahren ist, ist der vorgesehene Parkplatz genügend 
rollstuhlgerecht ausgestaltet. Ebenfalls befindet sich in der Einstellhalle ein Behindertenparkplatz, 
welcher die Anforderungen der SIA Norm 500:2009 ebenfalls erfüllt. Auch diese Rüge erweist sich 
als unbegründet.

7. Erschliessung mit Wasser und Elektrizität

a) Die Beschwerdeführenden führen aus, bei der geplanten Erschliessung für Wasser und 
Energie via T.________weg würden die Leitungen zwangsläufig über das Grundstück der 
Beschwerdeführenden führen. Soweit diese Leitungen noch nicht bestehen würden, würden die 
Beschwerdeführenden der Erschliessung nicht zustimmen. Die Eigentümerschaft habe gemäss 
Art.  461 Abs. 1 ZGB27 das Recht, jede ungerechtfertigte Einwirkung gegen ihr Eigentum 
abzuwehren. Die entsprechende Erschliessung müsse zum Zeitpunkt der Erteilung der 
Baubewilligung sichergestellt sein, was vorliegend nicht der Fall sei.

Weiter bemerken die Beschwerdeführenden, eine Erschliessung über das Grundstück Uetendorf 
Grundbuchblatt Nr. K.________ sei ohnehin naheliegender, da dort die Einstellhalle sowieso bis 
zur Grundstückgrenze oder sogar darüber hinaus erstellt werden solle. Damit müsste die 
Gemeinde auch keine Entschädigung wegen materieller Enteignung an die Beschwerdeführenden 
leisten.

b) Die Beschwerdegegnerinnen führen aus, die Weigerungshaltung der 
Beschwerdeführenden, keine Einwilligung für die Erschliessung von Wasser und Elektrizität über 
deren Grundstück zu gewährend, verletze die grundbuchlich gesicherten Leitungsrechte gemäss 
Dienstbarkeitsvertrag von 1978. Zudem habe die Gemeinde die Anschlüsse so vorgegeben. Die 
Werkpläne Wasser und Abwasser, die BKW-Pläne und der UPC-Leistungskataster würden alle 

27 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210)

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bestehenden Leitungen aufzeigen. Die Beschwerdeführenden müssten das Betreten oder die 
vorübergehende Benützung des Grundstücks gestatten, wenn dies für die Errichtung von 
Leitungen nötig sei.

c) Die Gemeinde bringt in ihrer Stellungnahme vom 25. November 2021 vor, dass die 
Sicherstellung der Erschliessung sämtlicher Leitungen mit dem Dienstbarkeitsvertrag vom 
18. September 1990 ausdrücklich und unmissverständlich geregelt sei. Gemäss Ziff. VI Abs. 2 
dieses Vertrags würden sich die Eigentümer der Grundstücke Uetendorf Grundbuchblatt Nr. 
L.________ bis O.________ gegenseitig das dauernde, dringliche und unentgeltliche Recht 
einräumen, sämtliche zur Erschliessung ihrer Grundstücke mit Kanalisation, Wasser und 
Elektrizität erforderlichen Leitungen über ihre Grundstücke durchzuführen. Die Grundeigentümer 
hätten diese Leitungen in ihren Grundstücken zu dulden und jederzeit zu gestatten, dass ihre 
Grundstücke zur Vornahme von Unterhaltsarbeiten oder zu Kontrollzwecken betreten werden 
dürften. Diese Grunddienstbarkeit sei unter dem Stichwort «Leitungsrechte» im Grundbuch 
eingetragen.

d) Ein Bauvorhaben darf nur bewilligt werden, wenn das Baugrundstück genügend erschlossen 
oder wenn sichergestellt ist, dass es auf den Zeitpunkt der Realisierung über die erforderliche 
Erschliessung verfügt (Art. 22 Abs. 2 Bst. b RPG und Art. 7 Abs. 1 BauG). Ein Grundstück gilt als 
erschlossen, wenn eine für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht und die 
erforderlichen Wasser-, Energie- sowie Abwasserleitungen so nahe heranführen, dass ein 
Anschluss ohne erheblichen Aufwand möglich ist (Art. 19 RPG). Für Erschliessungsanlagen auf 
fremdem Grund ist deren rechtliche Sicherstellung nachzuweisen. Dazu muss eine Vereinbarung 
zwischen den beteiligten Grundeigentümern vorliegen, die der Bauherrschaft das Recht zur 
Erstellung und Erhaltung der Anlagen einräumt.28

e) Laut Grundstückdaten-Informationssystem GRUDIS besteht mit Eintrag vom 24. April 1978 
ein gegenseitiges Leitungsrecht zu Gunsten und zu Lasten der Grundstücke Nrn. L.________, 
M.________, N.________, P.________, R.________, S.________, U.________, V.________, 
W.________, X.________, Y.________, Z.________, AA.________, B.________ und 
O.________. Der entsprechende Dienstbarkeitsvertrag regelt unter dem Titel «Leitungsrechte» 
folgendes:
«Die Eigentümer der Grundstücke Nrn. L.________ – O.________ räumen sich gegenseitig das dauernde, 
dingliche und unentgeltliche Recht ein, sämtliche zur Erschliessung ihrer Grundstücke mit Kanalisation, 
Wasser und Elektrizität (BKW und PTT) erforderlichen Leitungen über ihre Grundstücke durchzuführen. 
Ueber den Verlauf dieser Leitungen wird auf den beiliegenden Situationsplan verwiesen.

Die Grundeigentümer haben diese Leitungen in ihren Grundstücken zu dulden und jederzeit zu gestatten, 
dass ihre Grundstücke zur Vornahme von Unterhaltsarbeiten oder zu Kontrollzwecken betreten werden 
dürfen.

Die Unterhaltskosten der gemeinsam benutzten Leitungen gehen zu gleichen Teilen zulasten der 
angeschlossenen Eigentümer.

Diese Grunddienstbarkeit ist unter dem Stichwort «Leitungsrechte» wie folgt im Grundbuch einzutragen:
- Als Recht bzw. als Last auf den Grundstücken Nrn. L.________ bis O.________»

Aus den Katasterplänen der Gemeinde Uetendorf29 ist ersichtlich, dass eine bestehende 
Wasserleitung vom T.________weg bis an die Parzellengrenze der Bauparzelle führt. Auch die 

28 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2007, Art. 7/8 N. 12
29 vgl. Beschwerdeantwortbeilagen 14-17

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Abwasserleitung, die Stromleitung und die Internet-/TV-Leitung führen bereits auf die Bauparzelle. 
Die Anschlüsse an diese Leitungen mit den entsprechenden Schächten werden auf der 
Bauparzelle erstellt. Die Erstellung von Leitungen auf dem Grundstück der Beschwerdeführenden 
ist nicht vorgesehen. Zudem bestehen entsprechende Dienstbarkeiten zwischen den 
Grundstücken Uetendorf Grundbuchblatt Nrn. B.________ und O.________, welche den Bau und 
den Unterhalt der zur Erschliessung notwendigen Leitungen gestatten. Die Rügen der 
Beschwerdeführenden sind folglich unbegründet.

8. Verletzung des rechtlichen Gehörs

a) Die Beschwerdeführenden rügen mehrere Verletzungen des rechtlichen Gehörs. So habe 
es die Vorinstanz bezüglich der Rüge der fehlerhaften Festsetzung des grossen und kleinen 
Grenzabstandes unterlassen, ihre Haltung auch nur ansatzweise zu begründen und sich mit der 
Rüge der Beschwerdeführenden auseinanderzusetzen. Weiter habe die Vorinstanz die gerügten 
Punkte bezüglich der Erschliessung für Feuerwehr und Sanität nicht inhaltlich behandelt. Auch 
bezüglich des Wendeplatzes für den Besucherparkplatz sei die Vorinstanz auf die Rüge nicht 
inhaltlich eingegangen.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der 
Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der 
Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG30). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der 
Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten 
auseinandergesetzt hat.31
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs führt deshalb grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine 
Gehörsverletzung kann aber dann geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe 
Kognition hat wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein 
Nachteil erwächst. Eine Heilung kommt in erster Linie bei nicht besonders schwerwiegenden 
Gehörsverletzungen in Frage. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist aber auch bei 
schwerwiegenden Gehörsverletzungen eine Heilung nicht ausgeschlossen, wenn und soweit die 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache 
nicht zu vereinbaren wären.32 Die Heilung des rechtlichen Gehörs ist allenfalls bei der 
Kostenverlegung zu berücksichtigen.33

c) Es ist zutreffend, dass sich die Vorinstanz mit gewissen Punkten nicht sehr vertieft 
auseinandergesetzt hat. Sie hat aber zu sämtlichen wesentlichen Einwänden in knapper Form 
Stellung bezogen und dargetan, weshalb sie diese für unbegründet hält. Bezüglich die Festlegung 
des grossen Grenzabstandes hat die Vorinstanz den Artikel des Gemeindebaureglements 
genannt, welchen sie zur Begründung ihrer Entscheidung anwendet. Die Begründung mag 
teilweise missverständlich sein. Ob die Begründung korrekt ist, ist jedoch keine Frage der 
Begründungspflicht, sondern eine Frage des materiellen Rechts. Zu zwei gerügten Punkten 
äussert sich die Vorinstanz dahingehen, dass diese mit der Projektänderung gegenstandslos 

30 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
31 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7
32 BGE 142 II 218 E. 2.8.1; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 9 bis 11
33 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 21 und 39

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geworden seien und begründete folglich, weshalb sie die Rügen als unerheblich betrachtete. Ob 
diese Einschätzung korrekt ist, ist wiederum eine Frage des materiellen Rechts und nicht der 
Begründungspflicht.

Wie die vorliegend zu behandelnde Beschwerde zeigt, war es den anwaltlich vertretenen Parteien 
denn auch ohne Weiteres möglich, die Verfügung sachgerecht anzufechten.

Die Vorinstanz hat sich demnach mit den Vorbringen der Einsprechenden und heutigen 
Beschwerdeführenden in genügender Form auseinandergesetzt und deren Anspruch auf 
rechtliches Gehör nicht verletzt.

9. Zusammenfassung, Kosten

a) Nach dem Gesagten entspricht das Bauvorhaben den gesetzlichen Anforderungen und 
kann bewilligt werden. Der angefochtene Entscheid wird bestätigt und die Beschwerde wird 
abgewiesen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 2400.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV34). 

c) Die Beschwerdeführenden haben zudem den Beschwerdegegnerinnen die Parteikosten zu 
ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG).

d) Die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerinnen gibt zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdeführenden haben somit den Beschwerdegegnerinnen die 
Parteikosten von CHF 6098.30 zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Gesamtentscheid der Gemeinde Uetendorf vom 
21. September 2021 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 2400.– werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

3. Die Beschwerdeführenden haben den Beschwerdegegnerinnen die Parteikosten im Betrag 
von CHF 6098.30 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen. Die Beschwerdeführenden haften 
solidarisch für den gesamten Betrag.

34 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt A.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt I.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Uetendorf, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.

Beilage: Kopie des Situationsplanes vom 26.08.2020