# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bef19b6b-cd68-5910-8ef2-6e616833b166
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-09-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.09.2016 C-3189/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3189-2014_2016-09-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-3189/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  S e p t e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. 
 

 
 

Parteien 
 A.________, (Mazedonien),   

vertreten durch Dr. iur. Balthasar Settelen, Rechtsanwalt, 

SwissLegal Dürr + Partner,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IV, Rentenanspruch;  

Verfügung der IVSTA vom 2. Mai 2014. 

 

 

 

C-3189/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend Versicherter/Beschwerdeführer), geboren am (…) 

1959, Staatsangehöriger Mazedoniens mit derzeitigem Wohnsitz in 

Z._______ (Mazedonien), wohnte von 1980 bis 1997/1998 in der Schweiz 

(IV-act. 1 p. 1, IV-act. 245 p. 15). In dieser Zeit leistete er während insge-

samt 179 Monaten (IV-act. II/69 p. 5) Beiträge an die obligatorische Alters-

, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Zuletzt arbeitete er 

bis 19. August 1992 als Eisenleger (IV-act. 1 p. 3). 

B.  

Am 19. August 1992 erlitt der Versicherte durch einen Arbeitsunfall eine 

Talusluxationsfraktur links mit Fersenbein-Absprengung. Die Schweizeri-

sche Unfallversicherungsanstalt (SUVA) richtet ihm deshalb seit Juni 1994 

eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 35% aus (IV-act. 15, Fest-

setzung des Invaliditätsgrads durch Urteil des Versicherungsgerichts 

Y._______ vom 3. März 1997 [IV-act. 27]). 

C.  

C.a Am 21. Juli 1993 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversi-

cherung zu Wiedereinschulung und Rente an (IV-act. 1). Die IV-Stelle 

X._______ gewährte ihm mit Verfügung vom 16. Juli 1997 rückwirkend 

vom 1. August 1993 und befristet bis zum 31. Mai 1994 eine ganze Rente 

aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100% (IV-act. 37). Ab Juni 1994 sei 

der im SUVA-Verfahren gerichtlich festgelegte Invaliditätsgrad von 35% 

verbindlich. 

C.b Die kantonale Rekurskommission für die Ausgleichskassen von 

X._______ wies die Sache mit Urteil vom 28. Mai 1998 (IV-act. 45) zur Ein-

holung eines psychiatrischen Gutachtens betreffend den fraglichen Ren-

tenanspruch ab Juni 1994 zurück. 

C.c Nach Einholen eines amtlichen psychiatrischen Gutachtens von 

Dr. B.________ (vom 30. Juni 1999, IV-act. 53) sprach die nach Ausreise 

des Versicherten nach Mazedonien zuständig gewordene IV-Stelle für Ver-

sicherte im Ausland (IVSTA, nachfolgend Vorinstanz) dem Versicherten mit 

Verfügungen vom 14. August 2000 (IV-act. 68) und 8. September 2000 (IV-

act. 71) für die Zeit von Juni 1994 bis Januar 1998 eine Viertelsrente und 

ab Februar 1998 eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 70% zu. 

C-3189/2014 

Seite 3 

D.  

Nach einer amtlichen Revision hob die Vorinstanz die Rentenberechtigung 

mit Verfügung vom 12. Juli 2004 (IV-act. 127) aufgrund eines Invaliditäts-

grads von nurmehr 42% per September 2004 auf. Dieser Entscheid wurde 

mit Einspracheentscheid vom 30. März 2005 (IV-act. 155) bestätigt. Die 

dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwaltungsgericht mit 

Urteil vom 6. Juli 2007 (IV-act. 167) und vom Bundesgericht mit Urteil vom 

19. Oktober 2007 (IV-act. 182) geschützt. 

E.  

E.a Aufgrund neuer, nach dem Einspracheentscheid eingereichter Berichte 

wies das Bundesgericht gleichzeitig die Sache zur Abklärung einer allfälli-

gen Verschlechterung des Gesundheitszustandes (Herz-/Kreislauf-sys-

tem, innere Organe wie Lunge, Nieren, Leber) als Neuanmeldung an die 

Vorinstanz. Diese eröffnete das Neuanmeldungsverfahren am 28. Dezem-

ber 2007 (IV-act. 184), wies das Leistungsbegehren aber am 22. Septem-

ber 2008 aufgrund ungenügender Erwerbsunfähigkeit ab (IV-act. 204). 

E.b Nach dagegen erhobener Beschwerde wies das Bundesverwaltungs-

gericht die Sache mit Urteil vom 4. September 2009 im Beschwerdeverfah-

ren C-6669/2008 (IV-act. 218) zur Ergänzung des rechtserheblichen Sach-

verhalts an die Vorinstanz zurück. 

E.c Die Vorinstanz liess den Versicherten daraufhin in der MEDAS 

C._______ in Y._______ polydisziplinär (in den Fachbereichen allgemeine 

und innere Medizin, Orthopädie und Psychiatrie) begutachten. Die Gutach-

ter hielten in ihrer Expertise vom 24. Juni 2010 (IV-act. 245) als Diagnosen 

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyn-

drom linkes Sprunggelenk, ein lumbospondylogenes Syndrom nach chro-

nischer Fehlbelastung, ein chronisches Impingement-Syndrom der linken 

Schulter, klinisch eine Patellachondropathie [Knorpelschädigung an der 

Kniescheibe] links, einen Diabetes mellitus Typ II, eine arterielle Hypertonie 

sowie einen Verdacht auf COPD bei ausgeprägtem Nikotinabusus fest. Als 

Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung, akzentuierte narzisstische, ei-

genwillige Persönlichkeitszüge, eine Dysthymie, Adipositas (BMI 32), eine 

Hepatopathie [Lebererkrankung] (teils äthylisch/steatotisch) sowie einen 

Verdacht auf Hepatomegalie [Schwellung der Leber]. Dem Versicherten sei 

die vorherige Tätigkeit als Eisenleger nicht mehr zumutbar. Aufgrund des 

sehr hohen Blutdrucks und schlecht beherrschten Blutzuckers bestehe 

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Seite 4 

derzeit volle Arbeitsunfähigkeit, doch seien diese Einstellungen medizin-

theoretisch zu erreichen; dazu sei die antihypertensive Behandlung zu in-

tensivieren. Danach sei, bei Ausschluss sekundärer Ursachen der Hyper-

tonie, vollschichtige Arbeitsfähigkeit für wechselbelastende, leichte Tätig-

keiten gegeben (IV-act. 245 p. 41-44). Nachdem sich die verschiedenen 

Symptome des hohen Blutdrucks gelegt hätten, seien weitere Untersu-

chungen zur sicheren Diagnose diabetischer Nephropathie [durch Diabe-

tes verursachte Nierenerkrankung] und eines cor hypertonicum [Hyperto-

nikerherz] indiziert.  

E.d Die Vorinstanz errechnete aus der gutachterlich als erreichbar erklär-

ten Arbeitsfähigkeit einen Invaliditätsgrad von 31% (IV-act. 251) und wies 

das Rentenbegehren mit Verfügung vom 7. Juni 2011 (IV-act. 267) ab. 

E.e Der Versicherte erhob am 7. Juli 2011 gegen die abweisende Verfü-

gung Beschwerde und rügte, die gutachterlich vorausgesetzte Einstellung 

des Blutdrucks und -zuckers sei nicht erreichbar und er sei demzufolge voll 

arbeitsunfähig.  

E.f Das Bundesverwaltungsgericht hiess mit Urteil B-3908/2011 vom 

11. Juni 2012 (IV-act. II/1) die Beschwerde des Versicherten teilweise gut, 

beurteilte die Beschwerden des Versicherten in Bezug auf den Fachbe-

reich innere Medizin im Sinne des amtlichen Gutachtens als ungenügend 

abgeklärt und wies die Sache zur Durchführung einer Mikroalbuminurie o-

der Biopsie zum Ausschluss einer diabetischen Nephropathie, zu Untersu-

chungen zum Ausschluss einer sekundären Hypertonie, einer Echokardio-

graphie zum Ausschluss eines Hypertonikerherzes sowie einer Myokard-

perfusionsszintigraphie zum Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit an 

die Vorinstanz zurück. 

F.  

F.a In einer gemeinsamen Sitzung der Leitung der IVSTA mit ihrem medi-

zinischen Dienst (nachfolgend Rapport oder Expertengremium) vom 

15. November 2012 (IV-act. II/4) entschied die Vorinstanz, vorerst nur die 

einfachen Abklärungen via den mazedonischen Versicherungsträger vor-

nehmen zu lassen und über die Notwendigkeit der invasiveren Untersu-

chungen nach erneuter Dossiersichtung und Stellungnahme bzw. ergän-

zender Expertise der MEDAS zu entscheiden. Die Messung von Mikroal-

buminurie und Kreatinin im Urin, der Blutwerte von Harnstoff/-säure, Krea-

tinin, Kalium und Natrium und eine Echokardiographie mit Messung des 

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Seite 5 

Ausflussanteils wurden am 27. Dezember 2012 (IV-act. II/5) in Auftrag ge-

geben. Eine Aufforderung zur Dossierergänzung erging am 14. Januar 

2013 an den Versicherten (IV-act. II/6). 

F.b Am 14. März 2013 (IV-act. II/7) unterrichtete der Versicherte die Vor-

instanz über einen zwischenzeitlich entdeckten Lungentumor und eine 

deshalb begonnene Chemotherapie und reichte verschiedene medizini-

sche Berichte zu den Akten. 

F.c Am 17. September 2013 (IV-act. II/35) stellte der mazedonische Versi-

cherungsträger die einverlangten Untersuchungsresultate (Sachv. F.a) und 

weitere Unterlagen zu. Darunter finden sich insbesondere Berichte über 

die chirurgische Entfernung des linken Lungenflügels (26. Februar 2013 

[IV-act. II/57]) und die unterstützende Chemotherapie (5. April 2013 [IV-

act. II/55]; 26. April 2013 [IV-act. II/54]). 

F.d Der Rapport der Vorinstanz bestätigte am 5. Dezember 2013 (IV-

act. II/60) einleitend die volle Arbeitsunfähigkeit des Versicherten aufgrund 

des Lungenkarzinoms ab 19. November 2012. Betreffend die vorherge-

hende Periode hielt der Rapport fest, dass die Kopfschmerzen psychoge-

ner Natur seien. Die Herz-/Kreislaufsituation sei genügend gut gewesen, 

um im Februar 2013 eine Lungenresektion zuzulassen. Das präoperative 

Elektrokardiogramm vom 19. Dezember 2012 habe keine Zeichen für eine 

kardiale Hypertrophie und eine koronare Ischämie gezeigt. Unter Spitalbe-

dingungen sei der Blutdruck unter Kontrolle gewesen. Zudem deuteten die 

gemessenen Kreatinin- und Glykämiewerte nicht auf eine Niereninsuffizi-

enz hin. Hingegen gingen die Ärzte nicht von voller Arbeitsfähigkeit in einer 

Verweistätigkeit aus, wie sie das MEDAS-Gutachten attestierte, sondern 

bestätigten für die ganze Periode die noch zuvor angenommene Arbeits-

unfähigkeit von 30%, resultierend in einer Erwerbseinbusse von 42%.  

F.e Die Vorinstanz stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 20. De-

zember 2013 (IV-act. II/61) eine volle Rente ab November 2012 in Aussicht. 

Dagegen wandte der Versicherte am 5. Februar 2014 (IV-act. II/63 p. 3) 

ein, dass das Karzinom bereits vorher bestanden habe und ihm deshalb 

bereits früher eine volle Rente zustehe. 

F.f Der Rapport der Vorinstanz erörterte am 3. April 2014 (IV-act. II/66), 

dass erstmals im Röntgenbild vom 3. Oktober 2012 Anzeichen für einen 

Verdacht auf eine Neoplasie ersichtlich seien, für den vorhergehenden 

Zeitraum könne der Argumentation des Beschwerdeführers nicht gefolgt 

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Seite 6 

werden. Zudem begründeten nicht die Diagnose des Lungenkarzinoms 

selbst, sondern (erst) die mit der Hospitalisation und Behandlung verbun-

denen Einschränkungen eine volle Arbeitsunfähigkeit. 

F.g Am 2. Mai 2014 erliess die Vorinstanz eine dem Vorbescheid entspre-

chende Verfügung und hielt fest, er habe ab 1. November 2012 Anspruch 

auf eine ganze Invalidenrente (IV-act. II/69). 

G.  

G.a Gegen die Rentenverfügung liess der Versicherte am 10. Juni 2014 

(Eingang 11. Juni 2014, act. 1) Beschwerde ans Bundesverwaltungsge-

richt erheben. Er beantragt, in Abänderung der Verfügung eine ganze 

Rente bereits ab April 2006 zuzusprechen, eventualiter die Vorinstanz ent-

sprechend anzuweisen. Er rügt, die Gutachter der MEDAS hätten bis zum 

Zeitpunkt der Begutachtung eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die von 

ihnen erwähnte Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten sei unter der 

Voraussetzung einer Besserung des medizinischen Zustandes gestanden. 

Weiter habe die Vorinstanz die gerichtlich angeordneten Untersuchungen 

unterlassen und deshalb, wiederholt, den Sachverhalt unvollständig fest-

gestellt. Zur Frage der schwerwiegenderen koronaren Erkrankung habe 

die Vorinstanz Mutmassungen angestellt und nicht berücksichtigt, dass die 

gebesserten (Blutdruck-)Werte nur auf eine intensive ärztliche Betreuung 

während der Hospitalisierungen zurückzuführen seien. Zudem sprächen 

sich die Werte über einen vorliegend nicht relevanten Zeitpunkt (ab 15. No-

vember 2011) aus; relevant sei die Situation ab 1. April 2005. Darüber habe 

die Vorinstanz nicht ausreichend Beweise erhoben. Der Beschwerdeführer 

sei die ganze Zeit über nicht arbeitsfähig gewesen, weshalb ihm ab 1. April 

2006 eine Rente zustehe. 

G.b Mit ihrer Vernehmlassung von 21. August 2014 (act. 7) beantragt die 

Vorinstanz Abweisung der Beschwerde. Nierenbiopsie und Myokardperfu-

sionsszintigraphie seien Eingriffe, die risikobehaftet seien und stark in die 

Privatsphäre des Versicherten eingriffen. Sie habe deshalb entschieden, 

die übrigen Untersuchungen durchführen zu lassen und danach über das 

weitere Vorgehen zu entscheiden. Sie habe in der Folge sowohl vom Ver-

sicherten als auch von der Verbindungstelle umfangreiche medizinische 

Unterlagen erhalten. An der Sitzung vom 5. Dezember 2013 (IV-act. 60) 

habe eine volle Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ab 19. Novem-

ber 2012 (Diagnose eines Lungenkarzinoms) und ab 5. Juni 2003 durch-

gehend eine Arbeitsunfähigkeit von 30% bestätigt werden können. Mit Ex-

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Seite 7 

pertensitzung vom 3. April 2014 sei bestätigt worden, dass das Lungenkar-

zinom erst ab Herbst 2012 symptomatisch geworden sei und zuvor keine 

Arbeitsunfähigkeit habe verursachen können (IV-act. 66). Die Beurteilung 

ihrer ärztlichen Experten beruhe auf klaren medizinischen Fakten. 

G.c Mit Replik vom 23. Oktober 2014 (act. 12) hält der Beschwerdeführer 

an seinen Anträgen fest. Die Vorinstanz habe von ihm ausdrücklich nur be-

stehende Unterlagen einverlangt; auch der Verfügung sei nicht zu entneh-

men, dass die angeordneten Untersuchungen vorgenommen worden 

seien. Die von der Vorinstanz erwähnten umfangreichen medizinischen 

Unterlagen äusserten sich zum Lungenkarzinom, nicht jedoch zum stritti-

gen, bereits im vorhergehenden Beschwerdeverfahren gegenständlichen 

Sachverhalt (hypertensive Herzkrankheit, Nierenerkrankung). Das amtli-

che Gutachten attestiere eine langjährige volle Arbeitsunfähigkeit aufgrund 

ausgeprägter Hypertonie, weshalb die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit 

von lediglich 30% den Tatsachen widerspreche. Trotz stetiger Optimierung 

der Medikation und uneingeschränkter Kooperation des Beschwerdefüh-

rers habe keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erzielt werden können. 

G.d Die Vorinstanz verzichtete am 10. November 2014 auf eine substanti-

ierte Duplik (act. 14), woraufhin der Instruktionsrichter am 18. November 

2014 den Schriftenwechsel abschloss (act. 15). 

H.  

H.a Mit seiner Beschwerdeschrift beantragte der Beschwerdeführer die 

Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege (act. 1). Der Instruktionsrichter 

wies diesen Antrag mit unangefochten gebliebener Zwischenverfügung 

vom 20. Januar 2015 (act. 17) ab. 

H.b Ein Kostenvorschuss von CHF 400.– wurde am 19. Juni 2014 (act. 2) 

verfügt. Sein Eingang konnte am 14. Juli 2014 (act. 4) verbucht werden. 

H.c Mit seiner Beschwerdeschrift stellte der Beschwerdeführer den Verfah-

rensantrag, die angefochtene Verfügung für die unbestrittene Periode ab 

November 2012 bereits vollstrecken zu lassen. 

I.  

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-

weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

C-3189/2014 

Seite 8 

1.  

1.1 Das sozialversichungsrechtliche Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht richtet sich im Wesentlichen nach den Vorschriften des Bun-

desgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021, vgl. auch Art. 37 VGG) so-

wie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1, vgl. auch Art. 3 

Bst. dbis VwVG). 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen im Sinne von Art. 5 VwVG von gesetzlich definierten Vorinstanzen, 

sofern kein Ausnahmesachverhalt gegeben ist (Art. 31, 33, 32 VGG).  

1.3 Zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht ist legiti-

miert, wer durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung und am vo-

rinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat (Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 

VwVG).  

1.4 Eine Beschwerde muss schriftlich, unterschrieben sowie unter Angabe 

von Begehren und Begründung (Art. 52 Abs.1 VwVG) innert einer Frist von 

30 Tagen eingereicht werden (Art. 60 Abs. 1 ATSG; Fristenstillstand ge-

mäss Art. 38 Abs. 3 ATSG). Bei kostenpflichtigen Verfahren ist zudem ein 

Vorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

2.  

2.1 Bei Versicherten mit ausländischem Wohnsitz ist die IV-Stelle für Ver-

sicherte im Ausland (IVSTA) für die Verfügung von Leistungen der Invali-

denversicherung (IV) zuständig (Art. 40 Abs. 1 Bst. b der Verordnung über 

die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV, SR 831.201]). Der 

Beschwerdeführer ist in Mazedonien domiziliert. Die angefochtene Verfü-

gung vom 2. Mai 2014 wurde also zu Recht von der IVSTA erlassen. 

2.2 Die Vorinstanz gehört zum gesetzlichen Kreis derjenigen, deren Ent-

scheide an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden können 

(Art. 33 Bst. d VGG, explizit auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes 

vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Es 

liegt auch kein ausgenommener Sachverhalt vor. Das Bundesverwaltungs-

gericht ist demzufolge zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

C-3189/2014 

Seite 9 

2.3 Als Adressat ist der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfü-

gung besonders berührt und hat an deren Aufhebung beziehungsweise Än-

derung ein schutzwürdiges Interesse; er hat auch am vorinstanzlichen Ver-

fahren als Partei teilgenommen. Seine Beschwerde wurde zudem form- 

und fristgerecht eingereicht und der Kostenvorschuss geleistet, weshalb 

auf sie einzutreten ist. 

3.  

3.1 Seit dem 1. Januar 2002 gilt das Abkommen zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und der Republik Mazedonien über Soziale Si-

cherheit vom 9. Dezember 1999 (Sozialversicherungsabkommen, 

SR 0.831.109.520.1). Es ist insbesondere auf die schweizerische Gesetz-

gebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung sowie die Invali-

denversicherung anwendbar (Art. 2 Abs. 1 Bst. A no. i und ii). 

3.2 Gemäss dem Sozialversicherungsabkommen sind Angehörige der je-

weiligen Staaten den Angehörigen des Partnerstaates in Rechten und 

Pflichten betreffend die angeführten Sozialversicherungen gleichgestellt, 

insoweit nicht das Abkommen selbst eine Differenzierung vorsieht (Art. 4 

Sozialversicherungsabkommen). 

3.3 Im Sinne einer solchen Differenzierung sollen Versicherte ohne Wohn-

sitz in der Schweiz eine Invalidenrente nur erhalten, wenn sie zu mindes-

tens 50% invalid sind (Art. 5 Abs. 2 Sozialversicherungsabkommen). 

3.4 Das Sozialversicherungsabkommen sieht, bis auf den Fall einer Zu-

sammenrechnung von Versicherungszeiten (Art. 18 Sozialversicherungs-

abkommen), keine Situation vor, in der gleichzeitig Schweizer und maze-

donisches Recht zur Anwendung kommt. Demnach bestimmt sich die 

Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung besteht, allein aufgrund des 

schweizerischen Rechts. 

3.5  

3.5.1 Der Beschwerdeführer besitzt die Staatsangehörigkeit Mazedoniens, 

eines Vertragspartners, und beantragt Leistungen aus der Invalidenversi-

cherung. Die persönliche und sachliche Anwendbarkeit des Sozialversi-

cherungsabkommens ist damit erstellt. 

3.5.2 Die angefochtene Verfügung vom 2. Mai 2014 sowie der zugrunde-

liegende Sachverhalt ab 30. März 2005 fallen vollständig in die Periode 

C-3189/2014 

Seite 10 

nach Inkrafttreten des Sozialversicherungsabkommens. Seine zeitliche An-

wendbarkeit steht deshalb ausser Frage. 

3.5.3 Nachdem vorliegend kein Fall der parallelen Anwendung der Rechts-

ordnung beider Staaten zu beurteilen ist, beurteilt sich der Anspruch, unter 

Berücksichtigung konventionsrechtlicher Schranken, allein aufgrund 

schweizerischer Rechtsvorschriften. 

4.  

4.1 In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Bestimmungen des IVG und 

des ATSG abzustellen, die für die Beurteilung im in E. 3.4 genannten Zeit-

raum jeweils relevant waren und in Kraft standen. 

Vorliegend ist eine Rentenverfügung vom 2. Mai 2014 betreffend einen 

Sachverhalt ab 30. März 2005 (Sachv. D) strittig, weshalb bis zum 31. De-

zember 2007 das IVG und das ATSG in der Fassung vom 21. März 2003, 

die IVV in der Fassung vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision, AS 2003 3837 

beziehungsweise AS 2003 3859) und ab dem 1. Januar 2008 die mit der 

5. IV-Revision in Kraft getretenen Gesetzes- und Verordnungsänderungen 

(AS 2007 5129 und AS 2007 5155) anwendbar sind. Soweit ein Anspruch 

auf Rente ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen ist, sind weiter die mit dem 

ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft 

getretenen Gesetzesänderungen zu beachten (IVG in der Fassung vom 

18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 

2011 [AS 2011 5679]). Sofern sich die einschlägigen Bestimmungen mate-

riell nicht verändert haben, werden im Folgenden – falls nichts Gegenteili-

ges vermerkt – die Bestimmungen in der ab 1. Januar 2008 gültig gewese-

nen Fassung zitiert.  

4.2 Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine sub-

stantiellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 

gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergangene 

Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Ebenso wenig brachte die 6. 

IV-Revision – mit Ausnahme der auf die Schlussbestimmungen der Ände-

rung vom 18. März 2011 gestützten Rentenrevisionen – substantielle Än-

derungen bei der Bemessung der Invalidität. 

4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG) und kann 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 

C-3189/2014 

Seite 11 

IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden, ausgegliche-

nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-

chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 

Abs. 2 ATSG). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem an-

deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs-

unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-

möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-

markt (Art. 7 ATSG). 

4.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invalidi-

tätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-

prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 

Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 

87 Abs. 3 und 4 IVV).  

4.5 Die in Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV genannte Eintretensvoraussetzung soll 

verhindern, dass sich die Verwaltung nach vorausgegangener rechtskräfti-

ger Rentenverweigerung immer wieder mit gleichlautenden und nicht nä-

her begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darle-

genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 130 V 64 E. 5.2.3, 125 V 

410 E. 2b, 117 V 198 E. 4b). Art. 87 Abs. 4 IVV beruht auf dem Grundge-

danken, dass die Rechtskraft der früheren Verfügung einer neuen Prüfung 

so lange entgegensteht, als der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sich in der 

Zwischenzeit nicht in rechtserheblicher Weise verändert hat. Um zu verhin-

dern, dass sich die Verwaltung mit gleich lautenden und nicht näher be-

gründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhaltes darlegenden 

Rentengesuchen befassen muss, ist sie nach Eingang einer Neuanmel-

dung demnach zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der 

versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt 

C-3189/2014 

Seite 12 

sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird 

sie unter anderem berücksichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze o-

der schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaub-

haftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (Urteil des 

Bundesgerichts [BGer] I 489/05 vom 4. April 2007 E. 4.3 mit Hinweis auf 

BGE 109 V 262 E. 3, Urteil BGer 9C_68/2007 vom 19. Oktober 2007 E. 3.3 

sowie Urteil BGer 9C_286/2009 vom 28. Mai 2009 E. 2.2).  

4.6 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 

materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 

Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat-

sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem 

Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (AHI 1999 S. 84 E. 1b 

mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 

früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 

weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-

fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-

gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-

schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-

richt (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 

erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungs-

verfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 105 

V 29) – durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ersten 

Ablehnungsverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streiti-

gen neuen Verfügung. Erfolgte nach einer ersten Leistungsverweigerung 

eine erneute materielle Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs 

und wurde dieser nach rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweis-

würdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhalts-

punkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesund-

heitszustands) abermals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungsan-

sprechende Person dieses Ergebnis – vorbehältlich der Rechtsprechung 

zur Wiedererwägung oder prozessualen Revision – bei einer weiteren Neu-

anmeldung entgegen halten lassen (BGE 133 V 108 E. 5.3; 130 V 71 E. 

3.2.3; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

4.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

C-3189/2014 

Seite 13 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 

E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

4.8 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-

zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Exper-

ten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a).  

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert 

zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie 

in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-

verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonde-

rer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-

lung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

mit Hinweisen).  

Auf Stellungnahmen der RAD respektive der medizinischen Dienste kann 

für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, nur 

abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforde-

rungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 

15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Ein-

zelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, 

spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Wür-

digung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen 

Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf 

die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die 

Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Dis-

ziplin ein entsprechender spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zu-

mindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des EVG 

C-3189/2014 

Seite 14 

I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a; Urteile des BGer 9C_410/2008 vom 8. 

September 2008 E. 3.3, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 

362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1; vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 

E. 3.3.2 [nicht publizierte Textpassage der E. 3.3.2 des Entscheides BGE 

135 V 254]).  

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht 

wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizi-

nischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur „bei Bedarf“ selber 

ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Be-

urteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von 

eigenen Untersuchungen an sich ist somit kein Grund, um einen RAD-Be-

richt in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesent-

lichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts 

geht, und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 

2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hin-

weisen). 

4.9 Die beweisrechtliche Würdigung bei pathogenetisch-ätiologisch unkla-

ren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische 

Grundlage soll in zwei Stufen erfolgen (Urteil des Bundesgerichts 

9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 E. 4.1.3, zur Publikation vorgesehen). Ein 

einer ersten Stufe soll der funktionelle Schweregrad der Beschwerden be-

stimmt werden; dazu sind insbesondere die Ausprägung der diagnoserele-

vanten Befunde, der Behandlungs- und Eingliederungserfolg (oder aber -

resistenz) und Komorbiditäten zu bestimmen. Im Gegensatz zur früheren 

Praxis des Bundesgerichts werden hier aber auch mobilisierbare Ressour-

cen zur Beschwerdekompensation, in Form der Persönlichkeitsstruktur 

und des sozialen Kontexts, berücksichtigt (BGE 141 V 281 E. 4.3.2, 4.3.3). 

In einem zweiten Schritt ist dann eine Konsistenzprüfung zu bestehen. We-

sentlich ist dabei zu berücksichtigen, ob die geltend gemachte Einschrän-

kung gleichmässig in allen vergleichbaren Lebensbereichen auftritt und in 

welchem Ausmass Behandlungsoptionen wahrgenommen bzw. vernach-

lässigt werden, ob also ein entsprechender Leidensdruck manifestiert wird 

(BGE 141 V 281 E. 4.4.1, 4.4.2). 

4.10 Führen die vorgenommenen Abklärungen bei umfassender, sorgfälti-

ger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, 

ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu be-

C-3189/2014 

Seite 15 

trachten und es könnten zusätzliche Beweismassnahmen an diesem fest-

stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, muss nicht weiter untersucht wer-

den. Der Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise stellt diesfalls keine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar (antizipierte Beweis-

würdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3, BGE 124 V 90 E. 4b). 

5.  

5.1 Nachdem das Bundesgericht mit Urteil 9C_624/2007 vom 19. Oktober 

2007 (IV-act. 182) die Sache aufgrund neuer, nach dem Einspracheent-

scheid eingegangener Berichte im Sinne einer Neuanmeldung an die Vor-

instanz zurückgewiesen hat, ist diese auf das Gesuch eingetreten, hat wei-

tere Abklärungen vorgenommen und am 22. September 2008 das Renten-

gesuch abgewiesen (IV-act. 182). Nach zweimaliger Rückweisung der Sa-

che durch das Bundesverwaltungsgericht an die Vorinstanz zu weiteren 

Abklärungen (Urteile C-6669/2008 vom 4. September 2009 [IV-act. 218] 

und B-3908/2011 vom 11. Juni 2012 [IV-act. II/1 S. 1]) bestätigte die Vo-

rinstanz nach ergänzenden Abklärungen mit Verfügung vom 2. Mai 2014 

die Verneinung eines Rentenanspruchs ab April 2005, bejahte aber den 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. November 2012. 

5.2 Hinsichtlich der Vergleichszeitpunkte ergibt sich damit Folgendes: Mit 

Blick auf die in E. 4.4 ff. wiedergegebene bundesgerichtliche Rechtspre-

chung beurteilt sich die Frage, ob beim Beschwerdeführer eine wesentliche 

Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da-

mit den Rentenanspruch im Sinne von Art. 17 ATSG zu beeinflussen, durch 

Vergleich des Sachverhaltes, wie er zur Zeit des in Rechtskraft erwachse-

nen Einspracheentscheids vom 30. März 2005 bestanden hatte, mit dem-

jenigen, wie er im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 

2. Mai 2014 eingetreten war. 

5.3 In medizinischer Hinsicht lagen dem Einspracheentscheid vom 

30. März 2005 folgende Beurteilungen zugrunde: In seinem Gutachten 

vom 11. Juli 2003 (IV-act. 111) hielt Dr. D.______, Spezialarzt für Psychiat-

rie & Psychotherapie des Zentrums E._______, als ersten Schwerpunkt 

eine Dysthymie (Differenzialdiagnostisch und/oder thymische und ängstli-

che Störung begründet durch Alkoholkonsum), eine Schmerzstörung in 

Verbindung mit einerseits psychologischen Faktoren und anderseits einem 

allgemeinen medizinischen Leiden, einer Abhängigkeit und/oder eines 

Missbrauchs von Alkohol, einer Nichteinhaltung der medikamentösen Be-

handlung (Seroxat, Helex), als zweiten Schwerpunkt eine einfache, impul-

sive Persönlichkeit, als dritten Schwerpunkt eine somatische Pathologie 

C-3189/2014 

Seite 16 

(unter Verweis auf die Beurteilung des Fachexperten) und als vierten 

Schwerpunkt eine Vermeidung von schweren Stressfaktoren fest (S. 14). 

In der Gesamtbeurteilung schloss er auf eine Verbesserung der Arbeitsfä-

higkeit seit der Rückkehr des Versicherten nach Mazedonien im Jahre 

1997 (S. 19). Es liege aktuell eine Dysthymie sowie eine Schmerzstörung 

vor. Die Persönlichkeitsstörung sei nicht dekompensiert („entgleist“), da der 

psychosoziale Kontext günstig sei. Gleichzeitig sei eine Nichtbeachtung 

der ihm auferlegten Medikation festzustellen. Die Arbeitsfähigkeit in rein 

psychiatrischer Hinsicht liege bei einer an seine physischen Probleme an-

gepassten Tätigkeit bei 70% (S. 17, 20). In somatischer Hinsicht hielt Dr. 

F.________ des medizinischen Dienstes der Vorinstanz am 17. September 

2003 und 29. Juni 2004 ergänzend fest, dass Einschränkungen und 

Schmerzen am linken Fuss (Luxation/Bruch) nicht mehr existierten und 

auch keine relevante Einschränkung der Atemwege sowie Pathologie be-

treffend die innere Medizin (praktisch normale Leberwerte) mehr bestehe. 

Auch der attestierte Diabetes, der mit leichter Medikation behandelt werde, 

habe keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Der (übermässige) Alkohol-

konsum zeige keine somatischen Auswirkungen (IV-act. 112, 126). Das 

Bundesgericht hielt in seinem Urteil 9C_624/2007 vom 19. Oktober 2007 

fest, die mit der Arthrose verbundenen belastungsabhängigen Beschwer-

den fielen bei leichten, sitzend wahrzunehmenden Tätigkeiten (nach wie 

vor) nicht massgeblich ins Gewicht. Hinsichtlich der psychischen Be-

schwerden sei eine Besserung ausgewiesen; es liege im Wesentlichen 

noch eine Dysthymie vor. Diese sei mit einer Reduktion der Arbeitsunfähig-

keit auf 30% verbunden. Das metabolische Syndrom schränke – unter Be-

rücksichtigung der dem Beschwerdeführer zumutbaren Schadenminde-

rungspflicht – ebenfalls nicht ein. Der Invaliditätsgrad betrage deshalb neu 

nur noch (nicht rentenbegründende) 43 Prozent. Hinweise auf kardiologi-

sche Befunde und Diagnosen seien bis zum Betrachtungszeitraum (30. 

März 2005) nicht beachtlich (E. 2.1-2.4). 

5.4  Zur Beurteilung des in der Neuanmeldung geltend gemachten Ge-

sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit holte die Vorinstanz bei der 

MEDAS in Y._______ ein polydisziplinäres Gutachten (Allgemeine und In-

nere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie) ein. Aufgrund der im Gutachten vom 

24. Juni 2010 festgehaltenen Diagnosen (vgl. Sachv. E.c) schlossen die 

Gutachter, dass dem Versicherten die vorherige Tätigkeit als Eisenleger 

nicht mehr zumutbar sei. Nach Einstellung des Blutzuckers bestehe bei 

Ausschluss sekundärer Ursachen der Hypertonie eine vollschichtige Ar-

beitsfähigkeit für wechselbelastende, leichte Tätigkeiten. Nachdem sich die 

C-3189/2014 

Seite 17 

verschiedenen Symptome des hohen Blutdrucks gelegt hätten, seien je-

doch weitere Untersuchungen zur sicheren Diagnose beziehungsweise 

zum Ausschluss einer diabetischer Nephropathie und eines cor hypertoni-

cum indiziert. Die Parteien interpretieren diese Resultate jedoch unter-

schiedlich, indem der Beschwerdeführer die Feststellung einer anhalten-

den Arbeitsunfähigkeit verlangt, die Vorinstanz hingegen auf Überwindbar-

keit der Arbeitsunfähigkeit schliesst. In einem ersten Schritt ist deshalb zu 

prüfen, ob das Gutachten der MEDAS den beweisrechtlichen Anforderun-

gen (E. 4.8) genügt. 

5.4.1 Das Gutachten umfasst 47 Seiten, darin inbegriffen sind die allge-

mein-internistischen, orthopädischen und psychiatrischen Teilgutachten 

(IV-act. 245 p. 19, 16, 32); Labor- und Röntgenberichte wurden integriert. 

Es basiert auf den Vorakten sowie persönlichen Untersuchungen während 

eines stationären Aufenthaltes im Zeitraum vom 22.-25. März 2010. 

5.4.2 Der Hauptteil beginnt mit einer Erläuterung des Grundes der Begut-

achtung und den Grundlagen, insbesondere einer umfassenden Aufstel-

lung der medizinischen Vorakten (48 ärztliche Berichte oder Stellungnah-

men), damit zusammenhängender Entscheide und einer ausführlichen 

Anamneseerhebung. Zusätzliche oder nachträglich eingegangene Akten 

sind keine verzeichnet. 

5.4.3 An aktuellen Leiden gab der Beschwerdeführer gegenüber den Gut-

achtern an: schlechter Schlaf, Kopf-, stechende Rücken-, und Fuss-, Knie-

, Schulter- sowie Hüftschmerzen links, Schmerzen und "Vibrieren" im gan-

zen Körper sowie Kraftlosigkeit und anhaltender Bluthochdruck. In letzter 

Zeit leide er zudem unter häufigem Harndrang, auch in der Nacht, Kribbel-

sensationen im Bereich der Füsse und verminderter Sensibilität. Es wird in 

der Beschwerde nicht geltend gemacht, es seien Leiden unberücksichtigt 

geblieben. 

5.4.4 In der allgemein-internistischen Untersuchung stellt der Teilgutachter 

ein auffällig rotes Gesicht, Schonhinken links mit Wadenhypotrophie, die 

Vermeidung einer Bückbewegung und eine äusserst erschwerte Anam-

neseerhebung fest. Der gemessene Body-Mass-Index (BMI) liege im adi-

pösen Bereich, der Blutdruck im Bereich schwerer Hypertonie (nach WHO-

Klassifikation). Die Lungenfunktionsprüfung sei aufgrund miserabler Ko-

operation (der Beschwerdeführer klage sofort über Müdigkeit und höre mit 

der Prüfung auf [IV-act. 245 S. 22]) nicht aussagekräftig. 

C-3189/2014 

Seite 18 

Gesteigerter Durst und Harndrang seien wohl auf den seit zirka 2000 be-

handelten, aber schlecht eingestellten, erhöhten Blutzucker zurückzufüh-

ren. Sensibilitätsstörungen und Kribbelsensationen sprächen für eine peri-

phere diabetische Nephropathie. Der Blutdruck sei ebenfalls schlecht ein-

gestellt und verursache die Kopfschmerzen; falls er trotz Intensivierung der 

Therapie nicht gesenkt werden könne, sei eine sekundäre Hypertonie zu 

untersuchen. Es stelle sich aber auch die Frage nach der Compliance [The-

rapietreue]. Eine hypertensive oder koronare Herzkrankheit könne erst 

nach einer Echokardiographie bzw. Myokardperfusionsszintigraphie bestä-

tigt werden. 

5.4.5 Der orthopädische Teilgutachter erkennt ebenfalls ein Schonhinken 

links, aber normales Bücken aus dem Sitzen. Er notiert einen lumbosakra-

len Klopfschmerz sowie eingeschränkte und schmerzhafte Abwinklung/ 

Reklination der Lendenwirbelsäule. Die linke Schulter sei endgradig einge-

schränkt und es zeigten sich deutliche Krepitationsgeräusche [Knochenrei-

ben]; das linke Knie zeige eine deutliche Druckdolenz, das obere linke 

Sprunggelenk sei etwas eingeschränkt beweglich, das untere vollständig 

blockiert. Die Fussbeschwielung links sei deutlich herabgesetzt. Die Rönt-

genaufnahmen zeigten eine Osteochondrose L5/S1, durchgehende vent-

rale Spondylose und Spondylarthrosen. 

Bereits 1993 sei eine schwere Arthrose des unteren linken Sprunggelenks 

diagnostiziert worden, der Beschwerdeführer habe aber die wiederholte 

Empfehlung einer Arthrodese jeweils abgelehnt. Das lumbospondylogene 

Syndrom erkläre sich durch eine chronische Fehlbelastung. 

5.4.6 Der psychiatrische Teilgutachter erwähnt einen spontan hypertoni-

schen Eindruck des Beschwerdeführers. Das Gespräch habe grundsätz-

lich auf Deutsch stattgefunden, allerdings im Beisein eines Dolmetschers, 

der auch oft übersetzte. Der Beschwerdeführer gebe aufgrund einfacher 

Struktur vage und ungenaue Antworten, inhaltlich stark auf die Schmerzen 

fixiert. Er äussere unspezifische Ängste und wirke etwas dysphorisch – 

eine Depression sei aber klinisch nicht zu bestätigen. Eine gewisse Ver-

deutlichung durch Stöhnen komme auf.  

Die anamnestisch erwähnte Persönlichkeitsstörung sei wohl aufgrund 

mangelnder Kooperation und Einsichtsfähigkeit nach dem Unfallgesche-

hen 1992 ins Auge gefasst, seither aber nie überprüft oder begründet wor-

den. Sie könne, auch retrospektiv, nicht bestätigt werden. 

C-3189/2014 

Seite 19 

5.4.7 Das Gutachten attestiert als die Arbeitsfähigkeit beeinflussend ein 

chronisches Schmerzsyndrom des linken Sprunggelenks, ein lumbo-spon-

dylogenes Syndrom nach chronischer Fehlbelastung, ein chronisches Im-

pingment-Syndrom linke Schulter, eine Patellachrondopathie links, einen 

Diabetes Mellitus Typ 2, einen schlecht eingestellten Blutdruck und -zucker 

und einen Verdacht auf chronisch obstruktive Pneumopathie bei ausge-

prägtem Nikotinabusus. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nennen die 

Gutachter eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, akzentuiert nar-

zisstische Persönlichkeitszüge, Dysthymia, Adipositas bei Body-Mass-In-

dex 32 und eine Hepatopathie (s. Sachverhalt E.c). 

5.4.8 Das Gutachten attestiert eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-

rung. Der psychiatrische Teilgutachter merkte jedoch an, es fehle an objek-

tiv feststellbaren Befunden, die die verwertbare Arbeitsfähigkeit effektiv be-

einträchtigten. Auf die vom Bundesgericht früher festgehaltenen Überwind-

barkeitskriterien ist er im Einzelnen nicht eingegangen. Er hielt aber fest, 

dass die attestierte Persönlichkeitsstörung, die zur Annahme einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit geführt habe, vorliegend nicht bestätigt werden könne, 

retrospektiv sei vielmehr von einer Anpassungsstörung nach Unfall, mit 

dysphorischen und narzisstisch gekränkten Gefühlsanteilen auszugehen. 

Unklar bleibe, woraus Dr. B._______ diese Diagnose in seiner erneuten 

Begutachtung am 13. Dezember 2005 begründe (S. 36 f.). Der Versicherte 

erfülle die Kriterien überhaupt nicht für eine Persönlichkeitsstörung, weder 

in seinen sozialen Beziehungen noch in seinen Gefühlen und seinem Han-

deln, er habe auch seine Sozialkompetenz nicht aufgegeben. Nach dem 

Unfall 1999 sei er noch einmal Vater geworden, habe zu seinen Kindern 

gute und regelmässige Kontakte gehabt. Er lebe zwar ein etwas zurückge-

zogenes Leben in Mazedonien, habe aber die Sozialkompetenz dort über-

haupt nicht aufgegeben und fahre auch weiterhin Auto. Der Versicherte 

zeige eine gute kognitive Leistungsfähigkeit. Er sei etwas verlangsamt, 

wirke auch etwas müder, zeige aber keine depressive Symptomatik. Die 

Affekte hellten während der Untersuchung recht gut auf. Er weise einen 

etwas ungesunden Lebenswandel auf, rauche zuviel, bewege sich wohl 

kaum und sei deshalb etwas dekonditioniert. Die akzentuierten Persönlich-

keitszüge seien gesichert nicht invalidisierend auf die Arbeitsfähigkeit. Ob-

jektiv feststellbare Befunde, die die verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt effektiv beeinträchtigen würden, hätten im vorlie-

genden Gutachten nicht festgehalten werden können (S. 37 f.). In dieser 

Konstellation ist davon auszugehen, dass die notwendige, minimale 

Schwere der Störung für eine effektive Beeinträchtigung gar nicht erreicht 

C-3189/2014 

Seite 20 

wird. Auch unter der neueren Rechtsprechung zu pathogenetisch-ätiolo-

gisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare orga-

nische Grundlage (E. 4.9) kann deshalb keine Auswirkung dieser Störung 

auf die Arbeitsunfähigkeit angenommen werden. Die Klassifizierung der 

Dysthymie als nicht invalidisierend ist ebenfalls nicht zu beanstanden (Ur-

teil der Bundesgerichts I 649/06 vom 13. März 2007 E. 3.3.1). 

5.4.9 Die Gutachter sprechen sich schliesslich über die Arbeitsfähigkeit im 

angestammten Beruf und einer Verweistätigkeit aus. Im angestammten Be-

ruf als Eisenleger sei der Beschwerdeführer voll und dauerhaft arbeitsun-

fähig. In angepassten, körperlich leichten, nicht rein stehenden oder ge-

henden Tätigkeiten ohne Heben über 10 kg, ohne Zwangspositionen oder 

repetitive Überkopfarbeiten bestehe aufgrund des schlecht eingestellten 

Blutdrucks und -zuckers aktuell ebenfalls Arbeitsunfähigkeit. Allerdings sei 

zu erwarten, dass diese Werte durch intensivere Behandlung und eine zu-

mutbare Anpassung des Lebensstils des Beschwerdeführers normalisiert 

werden und vollschichtige Arbeitsfähigkeit unter diesen Einschränkungen 

erreicht werden könne.  

5.4.10 Die Leiden des Beschwerdeführers wurden sämtlich in den jeweili-

gen Teilgutachten berücksichtigt. Die klinischen Untersuchungen und Be-

obachtungen in den einzelnen Teilen erscheinen umfassend und schlüssig. 

Die Zusammenhänge und medizinischen Schlussfolgerungen der Teilgut-

achten wie auch der Gesamtdiskussion erscheinen ausführlich und be-

gründet. Es sind insbesondere keine medizinischen Widersprüche oder un-

begründete Abweichungen von Vordiagnosen beziehungsweise Auslas-

sungen erkennbar. 

Das amtlich erstellte Gutachten vom 24. Juni 2010 erfüllt somit die Beweis-

anforderungen an ein Gutachten (E. 4.8) und wurde von Fachärzten er-

stellt. Schliesslich sind auch keine Indizien für eine ausnahmsweise Unzu-

verlässigkeit ersichtlich. Es kommt ihm also volle Beweiskraft zu. 

5.5  

5.5.1 Der Beschwerdeführer stellt die Ergebnisse des amtlichen Gutach-

tens nicht grundsätzlich in Frage, sondern spricht sich gegen die Annahme 

einer zumutbaren Reduktion des Bluthochdrucks und -zuckers aus, die 

auch – trotz Umsetzung der gutachterlichen Empfehlungen – nicht erreicht 

worden sei (IV-act. 255, 262; B-3908/2011 act. 1 p. 5). Im Lichte seiner 

Schadenminderungspflicht (BGE 129 V 460 E. 4.2; Urteil des EVG U 

C-3189/2014 

Seite 21 

417/04 vom 22. April 2005 E. 4.5) hat sich der Beschwerdeführer zumut-

baren medizinischen Massnahmen zu unterziehen; der Beweis für  

eine angebliche Wirkungslosigkeit der medikamentösen Behandlung liegt 

bei ihm. Dazu gibt er medizinische Atteste zu den Akten, davon eines vom 

28. Februar 2011 (IV-act. 259) mit der Bestätigung eines Blutdrucks von 

195/120 mmHg und Blutzuckers von 19.5 mm/L (recto mmol/l). 

5.5.2 Das Expertengremium des medizinischen Dienstes der Vorinstanz 

konnte diesen Einwänden am 19. Mai 2011 (IV-act. 266) nicht folgen. We-

der bestätige die neu beigebrachte Dokumentation eine Medikation ge-

mäss gutachterlichen Empfehlungen, noch sei damit die Compliance, 

grundlegend für jede dauerhafte Blutdruckbehandlung, erstellt. Auch sei 

der Beschwerdeführer in seinen täglichen Verrichtungen nicht durch den 

Blutdruck eingeschränkt.  

5.5.3 Nach Sichtung der neuesten medizinischen Unterlagen hielt das Ex-

pertengremium des medizinischen Dienstes am 5. Dezember 2013 (IV-

act. II/60) gestützt auf die Beurteilung des anwesenden Onkologen fest, 

dass aufgrund des diagnostizierten Lungenkarzinoms seit dem 19. Novem-

ber 2012 (Datum des Spitalberichts und des Histologieberichts aus 

W.______) eine Arbeitsunfähigkeit von 100% für sämtliche Aktivitäten be-

stehe. Des Weiteren hielt es fest, dass durch die operative Behandlung des 

Lungenkarzinoms die im Gutachten diskutierten, schwerwiegenderen Ko-

ronarerkrankungen ausgeschlossen werden könnten. Andernfalls wäre 

eine Operation kontraindiziert gewesen. Sowohl Blutdruck wie auch -zuk-

ker seien offensichtlich behandelbar, wie die Werte während der Hospitali-

sierung (vom 15. bis 19. November 2012) zeigten; die zuvor verschie-

dentlich berichteten, schlechten Werte könnten nur auf eine schlechte 

Compliance zurückgeführt werden. Auch das vor der Operation erstellte 

EKG vom 19. Dezember 2012 zeige keine Zeichen einer Bluthochdruck-

bedingten Kardiopathie oder koronaren Ischämie. Die Kreatinin-Werte von 

49 (Laborbericht vom 15. Februar 2013) und 66 (Laborbericht vom 20. 

März 2013) zeigten keine bedeutenden Nierenprobleme. Die Glykämie-

Werte seien – unter Behandlung – in der Norm liegend. Die neuesten Er-

gebnisse seien damit verbessert, gegenüber beispielsweise der Analyse 

vom 7. Februar 2008. Es sei davon auszugehen, dass zuvor die Therapie 

nicht konsequent befolgt worden sei. Es sei daher zu bestätigen, dass die 

Arbeitsunfähigkeit von 30% in Verweistätigkeiten ohne Veränderungen bis 

zur deutlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes (mit Feststel-

lung des Lungenkarzinoms) angedauert habe. 

C-3189/2014 

Seite 22 

5.6 Der Beschwerdeführer rügt die unrichtige beziehungsweise unvollstän-

dige Erhebung des Sachverhalts, da die Vorinstanz die im Gutachten dis-

kutierten und von diesem Gericht danach angeordneten, zusätzlichen Un-

tersuchungen unterlassen habe (Sachv. G.a).  

5.6.1 Entgegen der Rügen in Beschwerde und Replik hat die Vorinstanz 

rechtsgenügliche Abklärungen veranlasst. Den Vorakten sind folgende 

(neue) medizinische Akten – nach Rückweisung der Sache durch das Bun-

desverwaltungsgericht zu weiteren Abklärungen – zu entnehmen: 

 18.02.2008: Arztbestätigung Dr. G.________, Institut H._______ (IV-act. 

II/64) 

 28.02.2011: Nachuntersuchung, Ultraschall der Bauchorgane,  

Dr. I.________, Intermedikal Z.________ (IV-act. II/25) 

 28.02.2011: Arztbericht Dr..________, Intermedikal Z.________ (IV-act. 

II/22) 

 01.03.2011: Arztbericht Dr. J._______, Facharzt für Neurologie, Klinik für 

Psychiatrie, Krankenhaus in V._______ (IV-act. II/26) 

 02.03.2011: Arztbericht Dr. G.________, Krankenanstalt H._________ (IV-

act. II/24) 

 02.10.2012: CT Lunge, Dr. I._______ (IV-act. II/18) 

 03.10.2012: Röntgenbericht Lunge, Dr. K._______ (IV-act. II/14) 

 03.10.2012: Röntgenbilder (IV-act. II/28) 

 01.11.2012: Röntgenbilder (IV-act. II/27) 

 02.11.2012: CT der Lunge (IV-act. II/15): „Infill pulmo“ 

 14.11.2012: CT Lunge mit Kontrastmittel, Dr. L._______ (IV-act. II/16) 

 15.11.2012: Rapport OAIE (IV-act. II/4): 1. Stellungnahme 

 19.11.2012: Austrittsbericht Dres. M.______ (Internist), N.________  

(Pneumologe), O._______ (Internistin/Pneumologin) (IV-act. II/12) 

 21.11.2012: Biopsie, Labor für Zytologie & Histopathologie, W._______  

(IV-act. II/13) 

 26.11.2012: CT Lunge, Bericht Dr. P._______ (IV-act. II/17) 

 27.11.2012: Arztbericht Dr. Q.________ (IV-act. II/19) 

 19.12.2012: Ultraschall Bauchorgane, Dr. I.________, Internist, Fachklinik für 

Innere Medizin, Z._______ (IV-act. II/9) 

 19.12.2012: Echokardiographie (IV-act. II/21) 

 19.12.2012: Handschriftlicher Bericht Dr. I.________, Fachklinik für Innere 

Medizin, Z.________ (IV-act. II/20) 

 19.12.2012: Arztbericht Dr. I._______, Fachklinik für Innere Medizin, 

Z.________ (IV-act. II/10) 

C-3189/2014 

Seite 23 

 05.02.2013: Attest Dr. Q.________, Institut für Strahlentherapie &  

Onkologie (IV-act. II/12) 

 07.02.2013: Ärztlicher Bericht Dr. G.________, Krankenanstalt H.________ 

(IV-act. II/11) 

 13.02.2013: Arztbericht Dr. R._______, Röntgen (IV-act. II/44 S. 22;  

IV-act. II/53) 

 15.02.2013: Blutgruppen-Bestimmung (IV-act. II/44 S. 13; IV-act. II/52) 

 15.02.2013: Laborbericht (IV-act. II/43 S. 2), Laborwerte (IV-act. II/43 S. 1) 

 15.02.2013: Ultraschall und Echokardiografie (IV-act. II/38) 

 15.02.2013: Bericht EKG Dr. S.________, Internistin, Krankenhaus 

T.________, W.________ (IV-act. II/44 S. 21; IV-act. II/50 S. 3) 

 15.02.2013: Arztbericht Dr. S.________, Internistin, Krankenhaus 

T.________, W.________ (IV-act. II/44 S. 20; IV-act. II/50 S 1): voroperative, 

kardiologische Untersuchung. 

 20.02.2013: Echokardiographie (IV-act. II/37) 

 20.02.2013: Röntgenbilder (IV-act. II/39) 

 20.02.2013: Laborwerte (IV-act. II/42) 

 20.02.2013: Röntgenbericht Lunge Dr. U.________, Radiologie (IV-act. II/44 

S. 19; IV-act. II/57 S. 5) 

 21.02.2013: Laborwerte (IV-act. II/41) 

 21.02.2013: Arztbericht zu Laborauswertung, Dr. V.________, Pathologie,  

Privatkrankenhaus, W._______ (IV-act. II/44 S. 18) 

 26.02.2013: Laborbericht (IV-act. II/43 S. 4) 

 26.02.2013: Entlassungsbericht Dres. W.________ und X.________,  

Chirurgische Abteilung, Krankenhaus T._________, W._________ (IV-act. 

II/44 S. 17; IV-act. II/57) 

 04.03.2013: Kurzbericht Dr. Q.________, Onkologin/Internistin, Uniklinik 

W.________ (IV-act. II/44 S. 6, IV-act. II/44 S. 23, IV-act. II/49) 

 19.03.2013: Arztbericht Dr. Q.________, Onkologin/Internistin (IV-act. II/44 

S. 7; IV-act. II/56 S. 4)  

 19.03.2013: Handschriftlicher Arztbericht Dr. Y.________, Internistin/Endo-

krinologie (IV-act. II/44 S. 3) 

 22.03.2013: Entlassungsbericht, Klinik für Endokrinologie, W.________  

(IV-act. II/44 S. 9; IV-act. II/56 S. 5) 

 22.03.2013: Entlassungsbrief Klinik für Endokrinologie, W.________ (IV-act. 

II/44 S. 8; IV-act. II/56 S. 1) 

 05.04.2013: Entlassungsbrief Dr. Z._______, (IV-act. II/44 S. 14; IV-act. 

II/55): Behandlung mit 1. Einheit Chemotherapie 

 08.04.2013: Laborwerte (IV-act. II/40) 

 26.04.2013: Entlassungsbericht Dr. AA._______, Onkologe (IV-act. II/44 

S. 5; IV-act. II/54): Behandlung mit 2. Einheit Chemotherapie 

C-3189/2014 

Seite 24 

 13.05.2013: Handschriftlicher Arztbericht Radiodiagnostik  

(IV-act. II/44 S. 2, IV-act. II/51): Röntgen Herz und Lunge 

 19.07.2013: Arztbericht Dr. Q._______, Onkologe/Internist, Uniklinik für 

Röntgen und Onkologie, W.________ (IV-act. II/44 S. 15) 

 19.07.2013: Handschriftlicher Bericht Dr. BB._______, Neurologie, Uniklinik 

für Neurologie, W._______ (IV-act. II/44 S. 4) 

 30.08.2013: Echokardiographie (IV-act. II/36) 

 02.09.2013: Kurzbericht Dr. I._______, Internist, Privatklinik Intermedikal (IV-

act. II/44 S. 16, IV-act. II/46) 

 05.09.2013: Handschriftlicher Arztbericht (IV-act. II/44 S. 1, IV-act. II/45) 

 05.12.2013: Rapport OAIE (IV-act. II/60): 2. Stellungnahme 

 03.04.2014: Rapport OAIE (IV-act. II/66): 3. Stellungnahme 

Es kann damit – entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers –ge-

schlossen werden, dass der Vorinstanz für die Beurteilung der gemäss Ur-

teil B-3908/2011 noch abzuklärenden Diagnosen (diabetische Nephropa-

thie, sekundäre Hypertonie, Hypertonikerherz, koronare Herzkrankheit) in 

rechtsgenüglicher Weise neue, noch nicht aktenkundige Abklärungen der 

behandelnden Ärzte in Mazedonien zur Verfügung standen. Von den oben 

genannten Dokumenten beziehen sich die kursiv dargestellten Berichte 

nicht oder nicht nur auf die Abklärungen im Zusammenhang mit dem später 

diagnostizierten Lungentumor. Es trifft daher nicht zu, dass die neuen Arzt-

berichte nur im Zusammenhang mit der nachträglich diagnostizierten Lun-

gentumor-Erkrankung stünden und keine Rückschlüsse auf die offenen Di-

agnosen zuliessen. 

5.6.2 Den eingereichten Berichten ist zu entnehmen, dass die im Raume 

stehenden, schwerwiegende Koronarerkrankung und diabetische Nie-

renerkrankung ausgeschlossen werden konnten und zudem der Nachweis 

der Behandelbarkeit des Bluthochdrucks und -zuckers möglich war (vgl. 

dazu im Einzelnen E. 5.8); insofern genügt dies zur rechtsgenüglichen 

Sachverhaltsfeststellung. 

5.7 Ebenfalls lässt sich dem Einwand des Beschwerdeführers nicht folgen, 

diese Ergebnisse seien für den strittigen Zeitraum vor November 2012 

nicht einschlägig. Bereits im Gutachten vom 24. Juni 2010 wurde darauf 

hingewiesen, dass in Mazedonien nach wie vor keine konsequente antihy-

pertensive Behandlung durchgeführt werde und eine Blutdrucksenkung 

auch mit einer Gewichtsreduktion verbunden werden müsse (IV-act. 245 

S. 42 ff.). Das Expertengremium des medizinischen Dienstes weist in sei-

ner Stellungnahme vom 5. Dezember 2013 zutreffend und nachvollziehbar 

C-3189/2014 

Seite 25 

daraufhin, dass in der stationären Behandlung vom 15. bis 19. November 

2012, unter Überwachung der Medikamentengabe, die eingereichten Ak-

ten einen in der Norm liegenden Blutdruck aufzeigen. Normale Blutdruck-

werte ergeben sich auch aus den Berichten vom 15. Februar 2013 (IV-act. 

II/50 S. 1) und 22. März 2013 (IV-act. II/56 S. 5-7). Das Expertengremium 

ergänzt, dass im MEDAS-Gutachten keine Überprüfung der Medikamen-

teneinnahme anhand einer Blutprobe vorgenommen worden und damit 

fraglich sei, ob die anamnestisch vom Beschwerdeführer bestätigte Medi-

kamenteneinnahme auch tatsächlich erfolge. Seiner Erfahrung nach könne 

zudem in Mazedonien keine Blutüberprüfung zum Nachweis der einge-

nommenen Medikamente vorgenommen werden (IV-act. 4 S. 1). Damit 

drängt sich mit dem Expertengremium der Schluss auf, der Beschwerde-

führer habe die medikamentöse Therapie vor November 2012 nicht konse-

quent und anweisungsgemäss eingehalten (IV-act. II/60), weshalb sich der 

Beschwerdeführer im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht die von 

den Ärzten des medizinischen Dienstes der IV-Stelle bestätigte retrospek-

tive Arbeitsfähigkeit zu 70% in Verweistätigkeiten entgegen halten lassen 

muss. Weshalb eine konsequente Therapie ausserhalb des Spitals nicht 

eingehalten werden könne, unter zusätzlicher Begleitung durch den behan-

delnden Facharzt, wird vom Beschwerdeführer in der Beschwerde nicht 

ansatzweise dargelegt (act. 1 S. 7).  

5.8  

5.8.1 Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe die vom Bun-

desverwaltungsgericht mit Urteil B-3908/2011 angeordneten Untersuchun-

gen nicht durchgeführt, ist mit dem Expertengremium darauf hinzuweisen, 

dass es sich bei der Nierenbiopsie und der Myokardperfusions-Szintigra-

phie um invasive Eingriffe handelt, die mit gewissen Risiken für den Pati-

enten verbunden sind und nicht ohne dessen Zustimmung erfolgen können 

(IV-act. II/4). Die genannten Untersuchungen beruhen auf Empfehlungen 

der MEDAS in seinem Gutachten vom 24. Juni 2010 (IV-act. 245). In der 

vorliegenden Konstellation war deshalb die Vorgehensweise, wie der (noch 

offene) Diagnosenkomplex diabetische Nephropathie, sekundäre Hyperto-

nie, Hypertonikerherz und koronare Herzkrankheit zusätzlich abgeklärt 

werden kann, in die Entscheidkompetenz der  

Vorinstanz zu legen. Es sind – wie bereits gesagt – umfangreiche medizi-

nische Akten nachgereicht worden, die bezüglich besagter Diagnosen er-

gänzende und einleuchtende Schlüsse des Expertengremiums der Vor-

instanz zulassen. Zudem kann die Würdigung des Rapports vom 5. De-

zember 2013 insoweit bestätigt werden, als die zwischen dem 21. und 

C-3189/2014 

Seite 26 

26. Februar 2013 durchgeführte Pneumektomie (Entfernung eines Lun-

genflügels), mit welcher gleichzeitig eine partielle Resektion des Perikards 

[Herzmuskel] erfolgte (vgl. IV-act. II/44 S. 17 f.), einen schweren operativen 

Eingriff mit Eröffnung des Brustkorbs darstellt und nur bei genügend stabi-

len Blutdruck- und Herzwerten durchgeführt werden kann. Zudem habe 

das Elektrokardiogramm vom 19. Dezember 2012 keine Anzeichen für eine 

kardiale Hypertrophie und eine koronare Ischämie enthalten. Daraus kann 

geschlossen werden, dass zum Operationszeitpunkt die Herz- und Kreis-

laufsituation nicht in pathologischer Weise eingeschränkt war. Zum Blut-

druck ist auf das in E. 5.7 Gesagte zu verweisen.  

5.8.2 Hinsichtlich des Verdachts auf Vorliegen einer Nephropathie (Nie-

renerkrankung) ist mit dem Expertengremium zu bestätigen, dass die Kre-

atininwerte, anhand derer die Nierenfunktion und allfällige chronische Er-

krankungen der Niere beurteilt werden können (vgl. http://flexikon.doc-

check.com/de/Diabetische_Nephropathie; abgerufen am 11. August 

2016), in den nachgereichten Berichten Normalwerte enthalten und keine 

relevante Erkrankung bestätigen. Gleiches gilt für die Glykämiewerte (Zu-

ckerwerte im Blut), die gemäss Aussagen der Experten zudem generell 

besser seien als im Jahre 2008. Zu dieser Würdigung hat der Beschwer-

deführer notabene nicht ansatzweise Stellung genommen. Ergänzend 

bleibt darauf hinzuweisen, dass die Mikroalbuminurie – der geringfügigen 

Ausscheidung von Albumin, einem Protein – anhand einer Urinuntersu-

chung festgestellt werden kann und als Hinweis auf das Vorliegen einer 

diabetischen Nephropathie gilt (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 

264. Auflage 2013, S. 50; http://flexikon.doccheck.com/de/Diabetische_ 

Nephropathie, abgerufen am 11. August 2016), sich jedoch – wie oben auf-

gezeigt – eine Nierenschädigung auch in anderen Laborergebnissen wi-

derspiegeln kann. Dies war vorliegend nicht der Fall. 

5.8.3 Es besteht aufgrund der Untersuchungsergebnisse und deren Wür-

digung durch das Expertengremium auch kein Anlass, der Diabetes und 

Adipositas entgegen dem Regelfall eine invalidisierende Wirkung zuzuer-

kennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_751/2012 vom 24. Januar 2013 

E. 3.2 und 8C_372/2012 vom 13. Juni 2013 E. 2.2). 

5.9  Es ist deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge-

hen, dass die Vorinstanz den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers rechtsgenüglich und zutreffend bestimmt hat. 

6.  

http://flexikon.doccheck.com/de/Diabetische_

C-3189/2014 

Seite 27 

6.1 Damit ist die angefochtene Verfügung hinsichtlich der Würdigung, dass 

seit April 2005 bis Oktober 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 70% bestanden 

habe, was einen nicht rentenrelevanten Invaliditätsgrad von 43% ergebe, 

zu bestätigen. Darauf hinzuweisen bleibt, dass – insoweit der Beschwer-

deführer mit Replik implizit daran festhält, dass das Lungenkarzinom be-

reits vor dem 19. November 2012 zu einer rentenrelevanten Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit geführt habe – der Hinweis des Expertengremiums 

vollumfänglich zu bestätigen ist, wonach für eine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit infolge Lungenkarzinoms erst ab dessen Diagnostizierung 

am 21. November 2012 (Histologiebericht gestützt auf eine Entnahme am 

19. November 2012; IV-act. II/13) eine rechtsgenüglich Grundlage gelegt 

worden ist. Früher gestellte Diagnosen wie eine chronische Bronchitis (vgl. 

Arztbericht Dr. G._______, Institut H.________, vom 18. Februar 2008; IV-

act. II/64) vermögen kein Lungenkarzinom zu bestätigen. 

6.2 Die Rügen des Beschwerdeführers an der angefochtenen Verfügung 

vom 2. Mai 2014 verfangen somit nicht. Die Abweisung des Leistungsge-

suchs, soweit darin eine Rente ab April 2006 beantragt wurde, und die Gut-

heissung, soweit darin eine ganze Invalidenrente ab 1. November 2012 zu-

gesprochen wird, ist daher zu bestätigen. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

6.3 Zum Verfahrensantrag der Auszahlung der zugesprochenen Rente 

während hängigen Beschwerdeverfahrens bleibt darauf hinzuweisen, dass 

mit der angefochtenen Verfügung die Auszahlung der Rentenbetreffnisse 

ab 1. November 2012 innert den ersten 20 Tagen des der Verfügung fol-

genden Monats angeordnet wurde, weshalb der Antrag als gegenstandslos 

abzuschreiben ist. 

7.  

7.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ist 

kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Entsprechend dem Aus-

gang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu 

tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf CHF 400.– festzusetzen und 

aus dem bereits geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen. 

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

C-3189/2014 

Seite 28 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der unterliegende Beschwerdeführer hat ebenfalls 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Verfahrensantrag zur Rentenauszahlung während der unbestrittenen 

Rentenperiode wird als gegenstandslos abgeschrieben. 

3.  

Es werden Verfahrenskosten von CHF 400.– erhoben und dem geleisteten 

Kostenvorschuss entnommen. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Susanne Flückiger 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

C-3189/2014 

Seite 29 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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