# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f579e0f-842d-5415-8810-0447edfaf5e7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 21.10.2021 KSK 2021 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2021-73_2021-10-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 21. Oktober 2021

Referenz KSK 21 73

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Blumenthal, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

B._____
Beschwerdegegner
vertreten durch C._____

Gegenstand definitive Rechtsöffnung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Landquart, Einzelrichter, vom 
13.09.2021, mitgeteilt am 13.09.2021 (Proz. Nr. 335-2021-60)

Mitteilung 25. Oktober 2021

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Sachverhalt

A. Mit Zahlungsbefehl vom 9. November 2020 leitete die C._____ des B._____ 
(nachfolgend: C._____) gegen A._____ beim Betreibungsamt der Region Land-
quart Betreibung für eine Forderung von total CHF 2'229.90 ein. A._____ erhob 
Rechtsvorschlag.

B. Mit Eingabe vom 2. Juli 2021 ersuchte die C._____ beim Regionalgericht 
Landquart, ihr in der betreffenden Betreibung Nr. E._____ für einen Forderungsbe-
trag von CHF 2'229.90 zuzüglich Kosten von CHF 73.30 die Rechtsöffnung zu er-
teilen. Mit Entscheid vom 13. September 2021 hiess der Einzelrichter SchKG am 
Regionalgericht Landquart das Rechtsöffnungsgesuch im Umfang von 
CHF 2'229.90 gut; im Mehrumfang wies er das Rechtsöffnungsgesuch ab. Die Ge-
richtskosten von CHF 300.00 wurden A._____ auferlegt. A._____ wurde zudem 
verpflichtet, der C._____ eine Entschädigung von CHF 100.00 zu bezahlen.

C. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 
mit Eingabe vom 23. September 2021 (Datum Poststempel) fristgerecht Be-
schwerde beim Kantonsgericht von Graubünden. Der mit Verfügung vom 24. Sep-
tember 2021 von der Beschwerdeführerin eingeforderte Kostenvorschuss in der 
Höhe von CHF 300.00 ging innert Frist ein. Die vorinstanzlichen Akten wurden 
beigezogen. Weitere prozessuale Anordnungen oder Eingaben sind nicht erfolgt. 
Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Gegen den im summarischen Verfahren gefällten Rechtsöffnungsentscheid 
der Vorinstanz ist die Beschwerde zulässig (Art. 319 lit. a i.V.m. Art. 309 lit. b 
Ziff. 3 ZPO). Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 
(Art. 320 ZPO).

2.1. Nach der Rechtsprechung zur Berufung (Art. 311 ff. ZPO) zeichnet sich das 
zweitinstanzliche Verfahren dadurch aus, dass bereits eine richterliche Beurteilung 
des Streits vorliegt. Wer den erstinstanzlichen Entscheid mit Berufung anficht, hat 
deshalb anhand der erstinstanzlich festgestellten Tatsachen oder der daraus ge-
zogenen rechtlichen Schlüsse aufzuzeigen, inwiefern sich die Überlegungen der 
ersten Instanz nicht aufrechterhalten lassen. Die Berufungsinstanz ist nicht gehal-
ten, den erstinstanzlichen Entscheid losgelöst von konkreten Anhaltspunkten in 
der Berufungsbegründung von sich aus in jede Richtung hin auf mögliche Mängel 
zu untersuchen, die eine Gutheissung des Rechtsmittels ermöglichen könnten. 

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Abgesehen von offensichtlichen Mängeln beschränkt sie sich vielmehr darauf, die 
Beanstandungen zu beurteilen, welche die Parteien in ihren schriftlichen Begrün-
dungen (Art. 311 Abs. 1 und Art. 312 Abs. 1 ZPO) gegen das erstinstanzliche Ur-
teil erheben. Inhaltlich ist die Rechtsmittelinstanz dabei weder an die Argumente, 
welche die Parteien zur Begründung ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an 
die Erwägungen der ersten Instanz gebunden; sie wendet das Recht von Amtes 
wegen an (Art. 57 ZPO) und verfügt über freie Kognition in Tatfragen, weshalb sie 
die Berufung auch mit einer anderen Argumentation gutheissen oder diese auch 
mit einer von der Argumentation der ersten Instanz abweichenden Begründung 
abweisen kann. Die vorgebrachten Beanstandungen geben zwar das Prüfpro-
gramm vor, binden die Rechtsmittelinstanz aber nicht an die Argumente, mit de-
nen diese begründet werden. Die beschriebenen Anforderungen an die Begrün-
dung des Rechtsmittels gelten auch für die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO, das 
in Rechtsöffnungssachen gegebene kantonale Rechtsmittel (Art. 309 Bst. b Ziff. 3 
i.V.m. Art. 319 Bst. a ZPO). Dasselbe gilt mit Bezug auf die Voraussetzungen, un-
ter denen die Rechtsmittelinstanz das Recht von Amtes wegen anwendet. Denn 
mit Bezug auf den Beschwerdegrund der unrichtigen Rechtsanwendung ist die 
Prüfungsbefugnis der Rechtsmittelinstanz im Beschwerde- und im Berufungsver-
fahren dieselbe (Art. 320 Bst. a und Art. 310 Bst. a ZPO; zum Ganzen 
BGE 147 III 176 E. 4.2.1 m.w.H.).

2.2. Bei Rechtsmitteleingaben von Laien genügt als Antrag eine Formulierung, 
aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie die Rechtsmittelinstanz ent-
scheiden soll. Zur Begründung reicht aus, wenn auch nur ganz rudimentär zum 
Ausdruck kommt, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet bzw. 
weshalb der angefochtene Entscheid nach Auffassung der beschwerdeführenden 
Partei unrichtig sein soll. Sind auch diese Voraussetzungen nicht gegeben, wird 
auf eine Beschwerde nicht eingetreten (Art. 321 Abs. 1 und 2 ZPO; KGer GR 
KSK 21 28 v. 29.7.2021 E. 2 m.w.H.).

3. Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Beschwerde zunächst aus, dass sie 
nicht beurteilen könne, ob der Einzelrichter SchKG ihre mündliche Stellungnahme 
an der Hauptverhandlung vom 10. September 2021 absichtlich oder nicht absicht-
lich ignoriert oder diese dann nicht verstanden habe (act. A.1 S. 3). Damit rügt sie 
sinngemäss eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 53 ZPO; 
Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 6 Abs. 1 EMRK).

3.1. Nach konstanter Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 2 BV hat das Gericht sei-
nen Entscheid zwar zu begründen, doch wird nicht verlangt, dass es sich mit allen 
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 

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ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentli-
chen Punkte beschränken. Die Begründung muss jedoch so abgefasst sein, dass 
sich die Betroffenen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und 
ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen können. In 
diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 
denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt. Die 
Gründe des Entscheids können auch implizit dargelegt werden oder aus mehreren 
Erwägungen hervorgehen. Demgegenüber liegt eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs vor, wenn das Gericht es unterlässt, sich zu erheblichen Rügen zu äus-
sern oder für die Entscheidfindung wichtige Parteivorbringen gar nicht erst in Er-
wägung zieht (statt vieler BGer 4A_38/2020 v. 22.7.2020 E. 2.3). 

3.2. Die Vorinstanz hielt in ihrem Entscheid fest, die Beschwerdeführerin habe 
im Rahmen der Hauptverhandlung keine Tilgung, Stundung oder Verrechnung der 
Forderung vorgetragen (act. B.2 E. 3). Laut Protokoll der Hauptverhandlung be-
schränkte sich die Beschwerdeführerin darauf, ihre Unschuld zu beteuern und die 
C._____ mit "organisierter Kriminalität und Terrorismus" in Verbindung zu bringen. 
Sie habe eine Strafanzeige beim Bundesgericht eingereicht. Damals habe sie die 
Angaben nach kontinuierlicher Arbeit an die Bundesanwaltschaft, zu Handen 
F._____, geschickt. Herr F._____ sei nun weg und Herr G._____, gegen den die 
Anzeige laufe, sei nun Aufsichtspräsident (RG act. 4 S. 2). Aus diesen Ausführun-
gen geht tatsächlich nicht hervor, dass die in Betreibung gesetzte Forderung ge-
tilgt, gestundet oder verrechnet worden wäre, oder dass sonst etwas der 
Rechtsöffnung entgegenstehen würde. Wenn die Vorinstanz die Ausführungen der 
Beschwerdeführerin anlässlich der Hauptverhandlung als für den Rechtsöffnungs-
entscheid nicht relevant qualifizierte und deshalb in ihrem Entscheid nicht näher 
darauf einging, ist ihr Vorgehen nicht zu beanstanden. Eine Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehör liegt nicht vor.

4. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, bei einer ihr am 16. Septem-
ber 2021 zugegangenen Teilzahlungsvereinbarung würde es sich um Erpressung 
handeln, sie habe keine Vereinbarung abgeschlossen (act. A.1 S. 3). Nachdem 
der angefochtene Rechtsöffnungsentscheid bereits am 13. September 2021 er-
ging, handelt es sich dabei um neue Tatsachenbehauptungen, welche im Be-
schwerdeverfahren ausgeschlossen sind (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Die Rüge kann 
daher nicht berücksichtigt werden.

5. Schliesslich ersucht die Beschwerdeführerin um Sistierung des vorinstanzli-
chen Rechtsöffnungsverfahrens. Zur Begründung führt sie erstens aus, sie könne 
aus sachlichen und objektiven Gründen ihre Stellungnahme einzig bei einer Straf-

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verfolgungsbehörde abgeben. Als Liquidatorin des H._____ (H._____) könne sie 
zweitens erst im Mai/Juni 2022 zum Entscheid Stellung nehmen. Drittens sei die 
Strafuntersuchungsbehörde intern bereits informiert worden, wobei der Beschluss 
des Bezirksgerichts I._____ (CB000003-D) die drei Länder J._____, K._____ und 
die L._____ beinhalte und sie nichts zu ergänzen habe (act. A.1 S. 4). Da das vor-
instanzliche Verfahren mit dem Rechtsöffnungsentscheid vom 13. September 
2021 abgeschlossen worden ist, kann dieses gar nicht mehr sistiert werden. So-
weit die Beschwerdeführerin eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens verlangt, 
ist sodann nicht erkennbar, weshalb eine solche zweckmässig sein sollte. Aus der 
Begründung in der Beschwerde geht nicht hervor, auf welches Strafverfahren die 
Beschwerdeführerin anspielt und inwiefern dieses mit dem vorliegenden 
Rechtsöffnungsverfahren zusammenhängt. Auch eine Sistierung des Beschwer-
deverfahrens kommt damit nicht in Frage.

6. Bei diesem Ergebnis gehen die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens 
zu Lasten der Beschwerdeführerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Mit Blick auf den Streit-
wert und den verursachen Aufwand wird die Spruchgebühr auf CHF 300.00 fest-
gesetzt (Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 48 GebV SchKG [SR 281.35]). Mangels Auf-
wendungen seitens des Beschwerdegegners erübrigt sich die Zusprechung einer 
Parteientschädigung.

7. Da der Streitwert der Beschwerde unter CHF 5'000.00 liegt, ergeht der vor-
liegende Entscheid in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO 
[BR 320.100]).

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 300.00 gehen zu Lasten 
von A._____ und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 300.00 verrechnet.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: