# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 978b537c-137e-5111-b02f-ab1e89cc0db5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.05.2020 E-2021/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2021-2020_2020-05-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2021/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  M a i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richter Jürg Marcel Tiefenthal,  

Gerichtsschreiberin Janine Sert. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Pakistan,   

vertreten durch Daniel Weber, Fürsprecher, Advokaturbüro, 

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 6. März 2020. 

 

 

 

E-2021/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer verliess Pakistan eigenen Angaben zufolge Ende 

2014 und gelangte am 8. Oktober 2016 in die Schweiz, wo er am 11. Ok-

tober 2016 um Asyl nachsuchte. Am 19. Oktober 2016 erfolgte im Emp-

fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) (…) die Befragung zur Person (BzP). 

Am 31. Juli 2019 wurde er zu den Asylgründen vertieft angehört. 

Der Beschwerdeführer machte zur Begründung seines Asylgesuches im 

Wesentlichen geltend, er stamme aus B._______, Distrikt C._______, sei 

ethnischer Balti und Schiite. In Pakistan gebe es grosse Unruhen zwischen 

Schiiten und Sunniten. Am (…) April 2012 sei er mit einem, von der Polizei 

eskortierten Bus, von D._______ nach B._______ unterwegs gewesen, als 

dieser von einer Menge von Protestierenden angehalten worden sei. Be-

waffnete Männer hätten die Identitätspapiere der Businsassen kontrolliert 

und begonnen, Personen mit schiitischen Namen zu töten. In der Panik 

habe er durch das bergige Gelände fliehen können und sei zwei Tage spä-

ter nach B._______ gelangt. Nach etwa einem bis zwei Monaten, als die 

Polizei acht Personen verhaftet habe, sei er von einem Polizisten zur Iden-

tifikation der Verhafteten nach E._______ gebracht worden. Er habe sich 

aber nicht an die Gesichter erinnern können, so dass er den Polizisten 

keine Antwort gegeben habe. Später habe er – vermutlich von den Taliban 

oder den Daesh – Drohtelefonate und -briefe erhalten, dass er wegen der 

Zusammenarbeit mit der Polizei sein Dorf verlassen solle, sonst würde man 

ihn umbringen. Er habe sodann bei der Polizei Anzeige gegen unbekannt 

erstattet, B._______ anschliessend etwa im Mai oder Juni 2012 verlassen 

und sei nach F._______ gegangen. Im Sommer 2013 sei er in F._______ 

eines nachts auf dem Nachhauseweg überfallen worden, habe dem Ver-

schleppungsversuch jedoch entkommen können. Die Polizei in F._______ 

habe seine Anzeige gegen unbekannt nicht ohne Auflagen annehmen wol-

len. Er vermute, dass es sich bei den Tätern um die gleichen Personen 

gehandelt habe, von welchen er bereits in B._______ bedroht worden sei. 

Ungefähr eineinhalb Monate nach diesem Vorfall sei er erneut angegriffen 

und geschlagen worden. Weil sein Leben in Gefahr gewesen sei, habe er 

entschieden, Pakistan zu verlassen. Ende 2014 sei er in den Iran aus- und 

zwei Wochen später in den Irak weitergereist. Bei einer Rückkehr nach Pa-

kistan würde er, wegen seines Aufenthaltes im Irak und weil er mit den An-

zeigen Personen angeschuldigt habe, von der Polizei oder dem Militär ver-

haftet und willkürlich inhaftiert. 

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Seite 3 

Seine Ehefrau und Tochter würden noch immer in Pakistan leben. 

B.  

Mit Verfügung vom 6. März 2020 stellte das SEM fest, der Beschwerdefüh-

rer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte das Asylgesuch ab. 

Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den 

Wegweisungsvollzug an. Zur Begründung führte es aus, die geltend ge-

machten Vorbringen würden den Anforderungen an die Flüchtlingseigen-

schaft im Sinne von Art. 3 AsylG nicht standhalten. 

C.  

Mit Eingabe vom 14. April 2020 reichte der Beschwerdeführer gegen diese 

Verfügung durch seinen Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde ein und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung und die Asylgewährung; eventualiter sei die Unzulässigkeit, Unzu-

mutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung ersucht. Auf die Begründung der Beschwerde wird, soweit 

für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen. 

D.  

Am 16. April 2020 wurde der Eingang der Beschwerde vom Gericht bestä-

tigt. 

E.  

Mit Eingabe vom 2. Mai 2020 reichte der Rechtsvertreter Unterlagen zum 

Einkommen und Zwangsbedarf des Beschwerdeführers zu den Akten.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015). 

1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.4 Die angefochtene Verfügung vom 6. März lag mit Frist bis am 14. März 

2020 auf der Post in Adelboden zur Abholung bereit, wurde seitens des 

Beschwerdeführers indes nicht abgeholt. Eine Mitteilung, die nur gegen 

Unterschrift des Adressaten oder einer anderen berechtigten Person über-

bracht wird, gilt spätestens am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen 

Zustellungsversuch als erfolgt (vgl. Art. 20 Abs. 2bis VwVG). Der erste er-

folglose Zustellungsversuch der vorliegend angefochtenen Verfügung 

dürfte auf den 7. März 2020 gefallen sein, weshalb das Bundesverwal-

tungsgericht gemäss der zuvor genannten Zustellfiktion von Art. 20 

Abs. 2bis VwVG davon ausgeht, dass der vorinstanzliche Entscheid am 14. 

März 2020 eröffnet wurde, womit die Beschwerdefrist am Montag 13. April 

2020, beziehungsweise, weil es sich dabei um Ostermontag handelte, am 

Dienstag 14. April endete. Damit ist die Beschwerde fristgerecht einge-

reicht worden.  

1.5 Die Beschwerde ist auch formgerecht. Der Beschwerdeführer hat am 

Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene 

Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an de-

ren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung 

der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 

Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

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Seite 5 

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Eine asylsuchende Person erfüllt die Flüchtlingseigenschaft im Sinne 

von Art. 3 AsylG, wenn sie Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat, 

beziehungsweise solche mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in abseh-

barer Zukunft befürchten muss, sofern ihr die Nachteile gezielt und auf-

grund bestimmter, in Art. 3 Abs. 1 AsylG aufgezählter Verfolgungsmotive 

zugefügt worden sind respektive zugefügt zu werden drohen.  

Eine begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG 

liegt vor, wenn ein konkreter Anlass zur Annahme besteht, die Verfolgung 

hätte sich – aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit verwirklicht oder werde sich – 

auch aus heutiger Sicht – mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit in absehba-

rer Zukunft verwirklichen. Es müssen demnach hinreichende Anhalts-

punkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein, die bei jedem Men-

schen in vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und damit den Ent-

schluss zur Flucht hervorrufen würden. Es müssen konkrete Indizien vor-

liegen, welche den Eintritt der erwarteten – und aus einem der vom Gesetz 

aufgezählten Motive erfolgenden – ernsthaften Nachteile als wahrschein-

lich und dementsprechend die Furcht davor als realistisch und nachvoll-

ziehbar erscheinen lassen. Dabei hat die Beurteilung einerseits aufgrund 

einer objektivierten Betrachtungsweise zu erfolgen und ist andererseits 

durch das von der betroffenen Person bereits Erlebte und das Wissen um 

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Seite 6 

Konsequenzen in vergleichbaren Fällen zu ergänzen. Wer bereits staatli-

chen Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt war, hat objektive Gründe für 

eine ausgeprägtere (subjektive) Furcht (vgl. BVGE 2014/27 E. 6.1; 

2013/111 E. 5.1; 2010/57 E. 2, je m.w.H.).  

Die erlittene Verfolgung oder die begründete Furcht vor zukünftiger Verfol-

gung muss zudem sachlich und zeitlich kausal für die Ausreise aus dem 

Heimat- oder Herkunftsstaat und grundsätzlich auch im Zeitpunkt des Asy-

lentscheides noch aktuell sein. Anspruch auf Asyl nach schweizerischem 

Recht hat somit nur, wer im Zeitpunkt der Ausreise ernsthaften Nachteilen 

im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt war oder solche begründeterweise 

zu befürchten hatte (Vorfluchtgründe), oder aufgrund von äusseren, nach 

der Ausreise eingetretenen Umständen, auf die er keinen Einfluss nehmen 

konnte, bei einer Rückkehr ins Heimatland solche ernsthaften Nachteile 

befürchten müsste (sogenannte objektive Nachfluchtgründe). 

4.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründet ihre Verfügung dahingehend, dass die Vor-

bringen des Beschwerdeführers die Anforderungen an die Flüchtlingsei-

genschaft im Sinne von Art. 3 AsylG nicht zu erfüllen vermögen. Bei dem 

geltend gemachten Angriff auf den Bus, den darauffolgenden Bedrohungen 

und den Überfällen in F._______ handle es sich um Übergriffe seitens Dritt-

personen und nicht um eine Verfolgung staatlicher oder quasi-staatlicher 

Natur. Der pakistanische Staat sei nach gefestigter Rechtsprechung des 

Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich schutzwillig und schutzfähig, 

weshalb davon auszugehen sei, dass Übergriffe durch militante Gruppie-

rungen oder unbekannte Drittpersonen der Polizei gemeldet werden könn-

ten und der pakistanische Staat seine Schutzpflicht im Rahmen des Mög-

lichen wahrnehme. Zwar führe der Beschwerdeführer aus, die Polizei wolle 

die Schiiten eigentlich nicht unterstützen. Aus den Akten würden sich je-

doch keine konkreten und glaubhaften Hinweise darauf ergeben, dass ihm 

die staatliche Schutzinfrastruktur nicht zugänglich gewesen wäre und die 

pakistanischen Behörden offensichtlich aus einem Grund nach Art. 3 AsylG 

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nicht willens wären, ihm Schutz vor allfälligen Übergriffen beziehungsweise 

Drohungen durch die genannten Personen und Gruppierungen zu gewäh-

ren. So habe die Polizei in B._______ seine Anzeigen gegen unbekannt 

entgegengenommen, Ermittlungen aufgenommen und ihn beispielsweise 

als Zeuge der Ereignisse befragt und eine Gegenüberstellung durchge-

führt. Ihm wäre es ferner möglich gewesen, sich wegen der vermeintlichen 

Weigerung der Anzeigeaufnahme des Polizeipostens in F._______ – allen-

falls mittels Beizug eines Anwalts – an eine höhere Instanz zu wenden. 

Dass es den lokalen Polizeibehörden nicht gelungen sei, die Täter zur Ver-

antwortung zu ziehen, vermöge an der Einschätzung, dass ein hinreichen-

der Schutz durch die pakistanischen Behörden gewährleistet sei, nichts zu 

ändern. Die Glaubensgemeinschaft der Schiiten sei in Pakistan staatlich 

anerkannt und deren freie Religionsausübung gemäss gesicherten Er-

kenntnissen des SEM gewährleistet, so dass Angehörige dieser Glaubens-

gemeinschaft in Pakistan keinen staatlichen Verfolgungsmassnahmen im 

Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt seien. Gesetzesübertretungen, welche 

sunnitische und schiitische Fanatiker im Zusammenhang mit gegenseiti-

gen Feindseligkeiten begehen würden, würden von den Polizeibehörden 

im Rahmen der lokalen Gegebenheiten und der effektiv bestehenden Straf-

verfolgungsmöglichkeiten auch tatsächlich verfolgt und geahndet. Es wäre 

ihm sodann möglich gewesen, sich an einem anderen Ort in Pakistan nie-

derzulassen, zumal seine Familie gemäss eigenen Angaben unbehelligt im 

Heimatland lebe. Ferner habe sich der letzte von ihm vorgebrachte Vorfall 

im Sommer 2013 ereignet. Folglich habe er während rund eineinhalb Jah-

ren vor seiner Ausreise unbehelligt in Pakistan gelebt und gearbeitet. 

Seine subjektive Furcht, bei einer Rückkehr nach Pakistan von der Polizei 

oder dem Militär inhaftiert zu werden, weil er sich im Irak aufgehalten und 

andere Personen mit den erstatteten Anzeigen angeschuldigt habe, seien 

als objektiv unbegründet zu qualifizieren. Den Akten seien keine konkreten 

und glaubhaften Hinweise zu entnehmen, welche auf Verfolgungsmass-

nahmen seitens der pakistanischen Behörden hindeuten würden oder 

diese zu begründen vermögen. Ferner habe er Pakistan – gemäss eigenen 

Angaben – legal beziehungsweise im Besitz seines heimatlichen Reise-

passes und mit zwei Visa für den Iran und Irak verlassen. 

5.2 Auf Beschwerdeebene führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

aus, er habe glaubhaft dargelegt, dass er wegen des Vorfalls vom 3. April 

2012, welcher unmittelbar die Flucht ausgelöst habe, bei einer Rückkehr 

nach Pakistan eine sowohl objektiv wie subjektiv begründete Furcht vor 

asylrelevanter Verfolgung habe, welche sich mit hoher Wahrscheinlichkeit 

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und in absehbarer Zeit verwirklichen würde, beziehungsweise einer Situa-

tion unerträglichen psychischen Druckes ausgesetzt sei. Zwar habe die 

Polizei damals wegen des Vorfalls vom (…) April 2012 Ermittlungen aufge-

nommen, er sei jedoch in der Folge wegen seiner Kooperation mit den Be-

hörden seitens sunnitischer Verfolger bedroht worden. Der pakistanische 

Staat sei grundsätzlich schutzwillig, aber nicht fähig, ihm den nötigen 

Schutz vor privater Verfolgung zu bieten. Er habe sich auch durch die 

Flucht aus seiner Heimatregion den Nachstellungen seiner Verfolger nicht 

entziehen können, weshalb ihm eine inländische Fluchtalternative nichts 

nütze. Die Vorinstanz habe zu substanziieren, inwiefern sie in seinen Aus-

führungen Unglaubhaftigkeitselemente erblicke, zumal seine Ausführun-

gen voller Realkennzeichen seien. Seine Vorbringen habe er genügend 

substanziiert, in sich schlüssig und plausibel dargelegt. 

6.  

6.1 Die Ausführungen in der Beschwerdeschrift vermögen der angefochte-

nen Verfügung nichts Stichhaltiges entgegenzusetzen. Die Glaubhaftigkeit 

wurde vom SEM nicht in Zweifel gezogen. Das Gericht schliesst sich dieser 

Einschätzung an. 

6.2 Die Erwägungen der Vorinstanz, wonach die Vorbringen des Be-

schwerdeführers nicht asylrelevant seien, sind indes vollumfänglich zu be-

stätigen. Bei den geltend gemachten Übergriffen handelt es sich um solche 

seitens Drittpersonen. Eine Verfolgung durch nicht-staatliche Akteure kann 

dann flüchtlingsrechtlich relevant sein, wenn es der betroffenen Person 

nicht möglich ist, davor im Heimatstaat adäquaten Schutz zu finden. Nach 

der sogenannten Schutztheorie (vgl. hierzu Entscheidungen und Mitteilun-

gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 18) ist 

nicht-staatliche Verfolgung flüchtlingsrechtlich nur dann relevant, wenn der 

Staat unfähig oder nicht willens ist, Schutz vor einer solchen Verfolgung zu 

bieten. Eine Garantie für langfristigen individuellen Schutz der von nicht-

staatlicher Verfolgung bedrohten Person kann dabei nicht verlangt werden. 

So kann es keinem Staat gelingen, jederzeit und überall die absolute Si-

cherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Hingegen muss 

der Staat eine funktionierende und effiziente Schutzinfrastruktur zur Verfü-

gung stellen. Zudem muss die Inanspruchnahme des Schutzsystems der 

betroffenen Person objektiv zugänglich und individuell zumutbar sein, was 

jeweils im Rahmen einer Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung des län-

derspezifischen Kontextes zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2011/51 E. 7.3 f. 

m.w.H. und Urteil des BVGer E-4446/2018 vom 23. Januar 2018 E. 6.2.1). 

 

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6.2.1 Es ist nicht zu verneinen, dass in Pakistan ein insgesamt hohes Mass 

an religiös motivierter Gewalt herrscht. Die Angriffe, welche meist von sun-

nitischen Extremisten ausgehen, bleiben weitgehend straflos, und es be-

steht kein oder nur gänzlich ungenügender staatlicher Schutz gegen die 

sunnitischen Gewaltübergriffe (vgl. BVGE 2014/32 E. 7.2), wobei sich die 

Effizienz der Sicherheitsbehörden von Distrikt zu Distrikt unterscheide und 

von einigermassen guter Effizienz bis zur gänzlichen Unwirksamkeit reiche 

(U.S. Department of State: Country Report on Human Rights Practices for 

2013 – Pakistan, 27. Februar 2014). In weiteren Urteilen des Bundesver-

waltungsgerichts wird festgestellt, dass der Staat Pakistan im Rahmen der 

lokalen Gegebenheiten fähig und willens ist, Schutz vor Verfolgung Dritter 

zu bieten und die effektiv bestehende Schutzinfrastruktur zur Verfügung zu 

stellen (vgl. hierzu etwa die Urteile des BVGer E-2517/2018 vom 11. Mai 

2018 E. 6; E-1266/2016 vom 25. April 2017 E. 5.3).  

6.2.2 Vor dem Hintergrund dieser länderspezifischen Einschätzung und in 

Berücksichtigung der vorliegenden Aktenlage kann der Beschwerdeführer 

nicht überzeugend darlegen, dass er wegen fehlender Schutzfähigkeit der 

pakistanischen Behörden einer asylrelevanten Verfolgungsgefahr durch 

Dritte ausgesetzt gewesen und aus diesem Grund eine Gefährdung seiner 

Person im Falle einer Rückkehr nach Pakistan anzunehmen wäre. Auch 

aufgrund der entsprechenden Schilderungen des Beschwerdeführers ist 

von einer schutzfähigen Polizei auszugehen. So habe die Polizei in 

B._______ seine Anzeigen gegen unbekannt entgegengenommen und Er-

mittlungen aufgenommen (A35 F45). In F._______ habe die Polizei für eine 

Anzeige zusätzlich die Namen und Adressen seiner Angreifer sowie eine 

Geldsumme verlangt, was der Beschwerdeführer nicht habe angeben kön-

nen (A35, F68 ff.). Ferner lässt sich das konkrete Motiv hinter den geltend 

gemachten Überfällen in F._______ nicht eruieren (A35 F45 [S. 9], F76 ff.). 

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer als zu-

fälliges Opfer einer möglichen Straftat ausgesucht worden ist, womit der 

Vorfall nicht als asylrelevant angesehen werden kann. Nachdem er sich in 

einen anderen Landesteil begeben hatte und ihm dort weder etwas Kon-

kretes zugestossen war noch ihn bedrohte, besteht kein sachlicher Zusam-

menhang zwischen einer Verfolgungshandlung und seiner Ausreise Ende 

2014. Zu jenem Zeitpunkt bestand auch keine begründete Furcht vor einer 

solchen.  

6.2.3 Folglich wäre es dem Beschwerdeführer auch weiterhin möglich, sich 

an einem anderen Ort auf dem Staatsgebiet Pakistans niederzulassen, zu-

mal seine Familie gemäss eigenen Angaben, unbehelligt im Heimatstaat 

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Seite 10 

lebt (A10, S. 5 und A35, F64). Dies schliesst einen notwendigen Schutz 

seitens eines Drittstaates aus.  

6.3 Seine subjektive Furcht, bei einer Rückkehr nach Pakistan von der Po-

lizei oder dem Militär inhaftiert zu werden, weil er sich im Irak aufgehalten 

und andere Personen mit den erstatteten Anzeigen angeschuldigt habe, 

vermochte der Beschwerdeführer nicht substanziell zu konkretisieren. Aus 

objektiver Sicht vermögen seine Ausführungen keine begründete Furcht 

vor zukünftiger asylrelevanter Verfolgung zu begründen.  

6.4 In Würdigung der gesamten Aktenlage kommt das Bundesverwaltungs-

gericht zum Schluss, dass der Beschwerdeführer weder nachweisen 

konnte, dass er im Zeitpunkt der Ausreise aus Pakistan ernsthaften Nach-

teilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt war oder solche in begründeter 

Weise befürchten musste, noch, dass er zum heutigen Zeitpunkte solche 

Nachteile im Fall seiner Rückkehr dorthin in absehbarer Zukunft mit erheb-

licher Wahrscheinlichkeit erleiden müsste. Die Vorinstanz hat das Asylge-

such zu Recht abgelehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

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Seite 11 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im 

Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht 

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Seite 12 

als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Weg-

weisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim-

mungen zulässig. 

8.4  Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.5 Der Wegweisungsvollzug nach Pakistan ist grundsätzlich zumutbar 

(vgl. Urteil des BVGer E-5352/2017 vom 12. Februar 2019 E. 9.3.1 m.w.H.). 

In Fällen der grundsätzlichen Zumutbarkeit ist die Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs nur anzunehmen, wenn konkrete, in der Person des 

Beschwerdeführers liegende Gegebenheiten eine individuelle Gefährdung 

zu begründen vermögen. Solche sind vorliegend nicht ersichtlich, weshalb 

vollumfänglich auf die diesbezüglichen Erwägungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden kann.  

Die aktuellen Massnahmen im Zusammenhang mit der weltweiten Ausbrei-

tung der Coronavirus-Krankheit (Covid-19) sind aufgrund ihrer vorüberge-

henden Natur nicht geeignet, die obigen Schlussfolgerungen in Frage zu 

stellen. Würden diese im vorliegenden Fall den Vollzug der Wegweisung 

vorübergehend verzögern, so würde dieser zwangsläufig zu einem späte-

ren, angemessenen Zeitpunkt erfolgen (vgl. Urteile der BVGer  

D-1557/2020 und D-1554/2020 vom 23. April 2020 E. 7.4, E-895/2020 vom 

15. April 2020 E. 9.6). 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

8.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.7 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

E-2021/2020 

Seite 13 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass 

seine Begehren als aussichtlos zu gelten haben. Damit ist eine der kumu-

lativ zu erfüllenden Voraussetzungen gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht 

gegeben, weshalb das Gesuch abzuweisen ist. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-2021/2020 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Janine Sert 

 

 

Versand: