# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 746551c7-be32-5f03-8f5b-bfacfbdd6e3b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2010 D-5869/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5869-2010_2010-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5870/2010
D-5869/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Bendicht Tellenbach,
mit Zustimmung von Richter Walter Lang; 
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

A._______und dessen Lebenspartnerin B.______
Mongolei,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuche und Wegweisung;
Verfügungen des BFM vom 12. August 2010 / N_______ 
und N_______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5870/2010
D-5869/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 8. Juli 2010 ohne Einreichung von 
rechtsgenüglichen Identitätsdokumenten in der Schweiz um Asyl nach-
suchten,

dass  sie  im  C._______  am  13.  Juli  2010  einer  Erstbefragung 
unterzogen und am 19. Juli 2010 nach Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) angehört wurden,

dass die Beschwerdeführerin - eine ethnische Kasachin - dabei unter 
anderem angab, sie habe in ihrem Heimatstaat Mongolei in D._______ 
bei ihren Eltern gelebt, wo sie in islamischer Tradition erzogen worden 
sei, 

dass sie von früher Kindheit an von ihrem Vater geschlagen, bedroht 
und  zu  sexuellen  Handlungen  mit  dessen  Freund  E.______ 
gezwungen  wor-den  sei,  worauf  sie  einen  Selbstmordversuch 
unternommen habe, 

dass sie im Herbst 2005 eine Liebesbeziehung mit dem Beschwerde-
führer - einem ethnischen Khalkh-Mongolen - eingegangen sei, ihr Va-
ter  sie  indessen  mit  dem  Sohn  seines  Freundes  E._____  habe 
verheiraten wollen, worauf er den Beschwerdeführer tätlich angegriffen 
und mit dem Tod bedroht habe,

dass sie im Juni 2006 von ihrem Vater, der keine Kenntnisse von ihrer 
Schwangerschaft  im  vierten  Monat  gehabt  habe,  verprügelt  worden 
sei, worauf sie eine Fehlgeburt erlitten habe, 

dass  sie  im  Sommer  2008  in  Anwesenheit  ihres  Bruders  und  ihres 
Vaters von E._______ vergewaltigt worden sei, 

dass der Beschwerdeführer nach dreijährigem Aufenthalt in Südkorea 
im  April  2009  in  seinen  Heimatstaat  zurückgekehrt  sei  und  die  Be-
schwerdeführenden  ihre  Liebesbeziehung  wieder  aufgenommen 
hätten, 

dass ihr Vater diese Beziehung weiterhin habe verhindern wollen, den 
Beschwerdeführer  mit  dem  Tode  bedroht  habe  und  ihn  durch 
Kasachen habe verprügeln und berauben lassen,

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dass er sie zudem im Juni 2010 dazu genötigt habe, eine schriftliche 
Anzeige gegen den Beschwerdeführer aufzusetzen, worin sie diesen 
der mehrfachen Vergewaltigung beschuldige, 

dass er die Anzeige beim zuständigen Polizeiposten eingereicht habe 
und der Beschwerdeführer in der Folge am 13. Juni 2010 auf dem Poli-
zeiposten habe erscheinen müssen, 

dass  der  Angeschuldigte  gegen  Leistung  einer  Kaution  beziehungs-
weise nachdem sich zwei  Freunde für  ihn verbürgt  hätten,  gleichen-
tags entlassen worden sei, 

dass sich die Beschwerdeführenden in der Folge bis zu ihrer Ausreise 
bei einem Pastor in der Kirche namens F.______ versteckt und am 2. 
Juli 2010 C._______ verlassen hätten,

dass für weitere Einzelheiten auf die angefochtene Verfügung und die 
vorinstanzlichen Akten verwiesen werden kann (vgl. Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer trotz Aufforderung im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum  Kreuzlingen  lediglich  einen  mongolischen  Geburts-
schein und damit keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere einreichte 
mit der Begründung, sein Reisepass und seine Identitätskarten seien 
von  der  mongolischen  Polizei  konfisziert  worden  (vgl.  BFM-Protokoll 
A9 S. 2),

dass die  Beschwerdeführerin  ihrerseits  lediglich  einen mongolischen 
Geburtsschein  einreichte  und  dabei  angab,  sie  habe  zwar  eine 
mongolische Identitätskarte besessen, indessen befinde sich diese bei 
ihrem Vater,  zu  dem sie  keinen  Kontakt  mehr  haben  wolle  (vgl.  A1 
S. 4),

dass  das  BFM  mit  - gleichentags  eröffneten  - Entscheiden  vom 
12. August 2010 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 
AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eintrat, die 
Wegweisung  anordnete  und  den Vollzug als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erachtete,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingaben vom 18. August 2010 an 
das  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diese  Entscheide  Beschwerde 

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erhoben  und  dabei  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  unter  anderem 
darum  ersuchten,  es  sei  ihnen  die  unentgeltliche  Rechtspflege  im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  zu  gewähren  und  auf  das  Erheben  eines  Kostenvor-
schusses zu verzichten, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 19.  August  2010  beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  -  33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtenen Verfügungen 
besonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung 
der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG;  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass die beiden Beschwerdeverfahren D-5869/2010 und D 5870/2010 
aufgrund ihres  engen persönlichen und sachlichen Zusammenhangs 
zu vereinen sind,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um solche han-
delt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen 

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ist,  wobei  auf  die  Erwägungen  in  den  angefochtenen  Verfügungen 
verwiesen werden kann,

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif -
tenwechsel verzichtet wurde, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet-
heit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz 
der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob 
die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. 
S. 240 f.),

dass die  Anwendung des Nichteintretensgrundes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG in einem Verfahren geschieht, in welchem über 
das  Bestehen  beziehungsweise  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigen-
schaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rah-
men einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdever-
fahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines förmlichen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. a.a. O. E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist,  weil  das  BFM sich  diesbezüglich  gemäss  Art.  44  AsylG  in  Ver-
bindung mit Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

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die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass  nach  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht  ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden  nach  Einreichung  des  Gesuchs  Reise-  oder  Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylgesuchs-
teller  glaubhaft  machen  können,  dass  sie  dazu  aus  entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird  oder  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass das Bundesamt offensichtlich zu Recht zum Schluss gelangt ist,  
die Beschwerdeführenden machten keine entschuldbaren Gründe für 
das versäumte Einreichen von Identitätsdokumenten geltend, 

dass  sie  nämlich  bis  zum  heutigen  Zeitpunkt  lediglich  mongolische 
Geburtsscheine und  damit  keine  rechtsgenüglichen  Identitätspapiere 
(vgl. BVGE 2007/7) eingereicht haben,

dass,  wie  vom  BFM  zutreffend  festgehalten,  die  Angabe  des  Be-
schwerdeführers  anlässlich  der  Anhörung  vom  19.  Juli  2010,  sein 
Reisepass  und  seine  Identitätskarten  seien  von  der  mongolischen 
Polizei konfisziert  worden (vgl. A9 S. 2) als Schutzbehauptung zu er-
achten  ist,  hat  der  Beschwerdeführer  doch  im  Rahmen  der  Erst-
befragung vom 8. Juli  2010 davon abweichend zunächst geltend ge-
macht,  er  habe  seine  Ausweispapiere  bei  seiner  Mutter  in 
C._______zurückgelassen (vgl. A1 S. 5 und 6), 

dass  er  bei  der  Rückübersetzung  seiner  Aussagen  anlässlich  der 
Erstbefragung  hinzufügte,  erst  in  der  Pause  der  Befragung  von  der 
Beschwerdeführerin  erfahren  zu  haben,  dass  dessen  Vater  Anzeige 
gegen  ihn  eingereicht  habe,  weshalb  sich  seine  Ausweisdokumente 
bei  der mongolischen Polizei befänden (vgl. A1 S. 7),  eine Aussage, 
die von derjenigen anlässlich der Anhörung vom 19. Juli 2010, wonach 
er  bereits  in  der  Mongolei  von der  Anzeige  gewusst  habe  (vgl.  A9, 
S. 5), abweicht, 

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dass im Weiteren auch die Schilderungen des Beschwerdeführers zu 
seinem  Reiseweg,  auf  der  gesamten  Reise  von  Moskau  bis  in  die 
Schweiz  nie  behördlich  kontrolliert  worden  zu  sein  (vgl.  A1  S.  10), 
realitätsfremd  und  unsubstanziiert  ausgefallen  sind  und  der  Be-
schwerdeführer  bis  zum  jetzigen  Zeitpunkt  offensichtlich  keine  An-
strengungen  unternommen  hat,  Identitätsdokumente  nachzureichen 
(vgl. A1 S. 6; A9 S. 2), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde lediglich die bereits 
im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens geltend gemachte - und, 
wie  vorstehend  ausgeführt,  unglaubhafte  -  Behauptung,  seine  Aus-
weisdokumente befänden sich bei  der  mongolischen Polizei,  wieder-
holt,  ohne auf die Argumente in der angefochtenen Verfügung näher 
einzugehen, 

dass auch die Beschwerdeführerin  keine entschuldbaren Gründe für 
das versäumte Einreichen von Identitätsdokumenten geltend machte,

dass deren Angabe, sie habe zwar  eine mongolische Identitätskarte 
besessen,  indessen befinde  sich  diese bei  ihrem Vater,  zu  dem sie 
keinen Kontakt mehr haben wolle (vgl. A1 S. 4), nicht zu überzeugen 
vermag, ist  doch, wie vom BFM zutreffend festgehalten, von der Be-
schwerdeführerin mit Universitätsabschluss und beruflicher Erfahrung 
zu erwarten, dass sich diese der Notwendigkeit, ihre Identitätspapiere 
auf sich zu tragen, bewusst sein sollte,

dass im Weiteren auch die Schilderungen der Beschwerdeführerin zu 
ihrem  Reiseweg  auffallend  realitätsfremd  und  unsubstanziiert  aus-
gefallen sind, 

dass hierzu auf die zutreffenden Erwägungen des Bundesamtes ver-
wiesen werden kann, zumal  sich die Entgegnungen in einer Wieder-
holung der bereits im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens geltend 
gemachten Vorbringen erschöpfen,

dass  die  Vorinstanz  im  Weiteren  die  Vorbringen  des  Beschwerde-
führers,  vom  Vater  der  Beschwerdeführerin  bedroht  und  in  dessen 
Auftrag verprügelt worden zu sein, angesichts teils widersprüchlicher, 
teils unsubstanziierter Angaben zu Recht als nicht glaubhaft erachtet 
hat, 

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dass der Beschwerdeführer nämlich in Abweichung von den Angaben 
anlässlich  der  Erstbefragung,  wonach  er  insgesamt  dreimal  tätlich 
angegriffen worden sei und zwar im Jahre 2005, im August 2009 und 
im  Dezember  2009  (A1  S.  7),  im  Rahmen  der  Anhörung  geltend 
machte, im April,  Mai 2005, im Januar 2006 und im Dezember 2009 
behelligt worden zu sein (vgl. A9 S. 2 und 3),

dass  im  Weiteren  seine  diesbezügliche  Schilderung  auffallend  un-
bestimmt ausgefallen ist, 

dass schliesslich das BFM das weitere Vorbringen des Beschwerde-
führers, er habe sich wegen einer Anzeige seitens des Vaters bei der  
Polizei melden müssen (vgl. A9 S. 5), angesichts der Tatsache, dass 
der Beschwerdeführer dieses wesentliche Vorbringen im Rahmen der 
Erstbefragung  unerwähnt  liess,  zutreffend  als  nachgeschoben  und 
damit nicht glaubhaft erachtet hat, 

dass zudem festzuhalten ist,  dass die diesbezüglichen Angaben der 
Beschwerdeführerin  von  denjenigen  des  Beschwerdeführers  ab-
weichen,  wobei  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die  zu  be-
stätigenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann, 

dass  die  weiteren  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin,  von  früher 
Kindheit  an  von  ihrem Vater  geschlagen,  bedroht  und  zu  sexuellen 
Handlungen  mit  dessen  Freund  A. gezwungen  worden  zu  sein,  un-
abhängig von der Frage der Glaubhaftigkeit  als nicht asylrelevant zu 
erachten sind, ist doch, wie von der Vorinstanz zutreffend festgehalten, 
vom Schutzwillen  und  der  Schutzfähigkeit  der  mongolischen Sicher-
heitsbehörden  auszugehen,  zumal  die  Beschwerdeführerin  von  der 
Möglichkeit,  sich  an  die  Behörden  zu  wenden,  keinen  Gebrauch 
machte,

dass  in  der  Beschwerdeschrift  auf  die  diesbezüglichen  vorinstanz-
lichen Erwägungen nicht näher eingegangen wird,

dass die Vorinstanz somit zutreffend die Vorbringen der Beschwerde-
führenden als teils unglaubhaft, teils nicht asylrelevant erachtete und 
zu Recht feststellte,  die Beschwerdeführenden erfüllten offensichtlich 
die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

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dass  zusammenfassend festzustellen  ist,  dass  die  Einschätzung der 
Vorinstanz,  wonach  die  Beschwerdeführenden  keine  entschuldbaren 
Gründe für das versäumte Einreichen von Identitätsdokumenten hätten 
angeben  können,  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  und  7 
AsylG nicht erfüllten und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
gemäss Art.  32  Abs. 3  Bst. c  AsylG nicht  erforderlich  seien,  zu  be-
stätigen ist,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art.  32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 
Art. 32 Abs. 3 AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden 
nicht eingetreten ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu 
bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 3 AuG,SR 
142.20),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation,  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK), der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft 
gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 
ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER 
STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht, 
2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asyl -
rechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des flücht-
lingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine 
Anwendung findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  unter  Berücksichtigung  der  politischen,  sicherheitstechnischen 
und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Mongolei keine Anhaltspunkte 
dafür ersichtlich sind, dass die Beschwerdeführenden bei einer Rück-
führung in ihren Heimatstaat heute einer konkreten Gefährdung aus-
gesetzt wären,

dass  auch  keine  individuellen  Gründe  vorliegen,  welche  gegen  den 
Wegweisungsvollzug der jungen, gesunden Beschwerdeführenden mit 
guter Ausbildung und beruflicher Erfahrung sprechen würden,

dass an dieser Einschätzung die bestehende Schwangerschaft der Be-
schwerdeführerin im sechsten Monat nichts ändert, kann doch von ei-
ner diesbezüglichen hinreichenden medizinischen Betreuung der Be-
schwerdeführerin in ihrem Heimatstaat ausgegangen werden, 

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dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht  gelungen ist  dar-
zutun,  inwiefern  die  angefochtenen  Verfügungen  Bundesrecht  ver-
letzen, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig 
feststellen oder  unangemessen  seien  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die 
Beschwerden abzuweisen sind, 

dass die eingereichten Beschwerden als zum Vornherein aussichtslos 
erschienen, weshalb die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen.

2.
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG werden abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichts -
kasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die  Beschwerdeführenden  durch  Vermittlung  des  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrums  (...) (Einschreiben;  Beilage:  Einzah-
lungsschein)

- das BFM, Empfangs-  und Verfahrenszentrum (...)  (per Te-lefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N_____ und N_____, mit der Bitte um Eröffnung 
des Urteils  an  die  Beschwerdeführenden  und um Zu-stellung der 
beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das  Bundesver-
waltungsgericht)

- (....)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Daniel Merkli

Versand: 

Seite 12