# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e36e834-20bc-56d3-acbc-eeee130a3666
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.03.2016 UV 2014/24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-24_2016-03-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/24

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.03.2016

Entscheiddatum: 11.03.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2016
Art. 18 und 24 UVG. Anspruch auf eine Invalidenrente und eine 
Integritätsentschädigung verneint. Die das Beschwerdebild dominierenden 
psychischen Leiden der Beschwerdeführerin stehen nicht in einem 
adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom11. März 2016, UV 
2014/24).Entscheid vom 11. März 2016  

Besetzung

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2014/24

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Rechsteiner,

FRT Rechtsanwälte, Unterer Graben 1, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Stefan Mattmann, Egli Mattmann Hehli 

Rechtsanwälte, Murbacherstrasse 3, 6003 Luzern,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___ war bei der B.___ AG angestellt (Einsatz als Produktionsmitarbeiterin bei 

der C.___ AG) und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- 

und Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert. Am 23. Mai 2009 war 

die Versicherte zu Hause beim Anschliessen des Fernsehkabels auf einem Hocker mit 

Rädern gestanden. Dieser rutschte weg, wodurch sie auf die Hände fiel 

(Schadenmeldung vom 28. Mai 2009, UV-act. 138 [an erster Stelle des Aktendossiers 

abgelegt]). Bei diesem Sturz zog sich die Versicherte am linken Ellbogen eine 

Radiusköpfchenfraktur und am rechten Handgelenk eine minimal dislozierte distale 

intraartikuläre Radiusfraktur zu (Bericht der Abteilung Chirurgie des Spitals D.___ vom 

30. Juni 2009, UV-act. 6, vgl. auch den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 

18. November 2009, UV-act. 29). Wegen eines freien osteochondralen Flakes nach 

Radiusköpfchenfraktur links unterzog sich die Versicherte am 20. Juni 2009 einer 

operativen Revision mit Entfernung des Flakes (Operationsbericht der Abteilung 

Chirurgie des Spitals D.___ vom 20. Juni 2009; Operateur, Dr. med. E.___, Leitender 

Arzt Orthopädie an der Abteilung Chirurgie des Spitals D.___; UV-act. 13). Die Suva 

erbrachte für die Folgen des Nichtberufsunfalls Taggeld- und 

Heilbehandlungsleistungen (Einstellung der Taggeldleistungen per 22. Juli 2010, UV-

act. 101).

A.b     Der behandelnde Dr. med. F.___, FMH Allgemeine Medizin, gab im Bericht vom 

7. September 2009 an, gemäss Dr. E.___, könne die Versicherte per sofort ihre Arbeit 

wieder aufnehmen, sie klage jedoch über anhaltende Beschwerden. Deshalb ersuchte 

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Dr. F.___ die Ärztliche Leitung der Orthopädie G.___ um eine fachärztliche Beurteilung 

(UV-act. 16). Dr. med. H.___, Facharzt an der Orthopädie G.___, empfahl im Bericht an 

Dr. F.___ vom 28. September 2009 zur Behandlung ein konservatives Vorgehen. 

Aufgrund der Beschwerden bestehe vorerst eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für eine 

körperlich doch belastende Tätigkeit (UV-act. 20). Am 17. November 2009 wurde die 

Versicherte von Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, 

untersucht. Im Bericht vom 18. November 2009 führte Kreisarzt Dr. I.___ aus, es handle 

sich um eine vorbestehend polymorbide Versicherte. Sie habe eine weitere 

Verbesserung der Ellbogenbeweglichkeit links mit Rückgang der Restbeschwerden 

angegeben. Am rechten Handgelenk habe sie nach wie vor erhebliche Beschwerden 

und eine Einschränkung der Beweglichkeit. Klinisch bestünden durchaus günstige 

Verhältnisse mit nur gering eingeschränkter Handgelenksbeweglichkeit rechts und 

diskretem Streckausfall im linken Ellbogen. Klinisch hätten sich keine Hinweise auf eine 

Dystrophie oder auf einen fehlenden Frakturdurchbau ergeben. Die muskuläre Situation 

sei auffällig günstig. Die Restbeschwerden im rechten Handgelenk seien glaubwürdig. 

Wahrscheinlich würden sie zusammen mit der nur geringen Bewegungseinschränkung 

von der diesbezüglich etwas ängstlich wirkenden Versicherten überbewertet. Der 

Kreisarzt brachte die Erwartung der Wiedererlangung einer vollen Arbeitsfähigkeit zum 

Ausdruck, erachtete aber einen stationären Rehabilitationsaufenthalt zuvor als sinnvoll 

(UV-act. 29).

A.c      Vom 16. Dezember 2009 bis 20. Januar 2010 befand sich die Versicherte zur 

Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon. Die dort behandelnden medizinischen 

Fachpersonen äusserten sich wegen einer bevorstehenden Kortikosteriodinfiltration am 

1. Strecksehnenfach am Handgelenk rechts noch nicht zur (längerfristigen) 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten. Das Ausmass der von der Versicherten geschilderten 

Schmerzen am rechten Handgelenk sei durch die objektivierbaren Befunde nicht 

vollumfänglich erklärt (Austrittsbericht vom 26. Januar 2010, UV-act. 41-1 ff.; die 

anschliessend zweimal in der Orthopädie G.___ durchgeführte Steroidinfiltration hat 

gemäss Aussage der Versicherten jeweils jedes Mal zu einer verstärkten 

Schmerzsymptomatik geführt [UV-act. 65-1; zur Erfolglosigkeit dieser Massnahmen 

siehe auch UV-act. 78-5 unten]). Dr. med. J.___, Leitender Arzt Orthopädie/

Handchirurgie an der Klinik K.___, berichtete im an die Rehaklinik Bellikon gerichteten 

Schreiben vom 26. Januar 2010 gestützt auf ein Handgelenk-CT vom 11. Januar 2010 

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(UV-act. 42-14 f.), er halte die distale Radiusfraktur für sehr schön verheilt. Er denke, 

dass es sich um ein weitgehend normales Handgelenk handle und „dies“ die beklagten 

Beschwerden der Versicherten nicht erklären könne. Wahrscheinlich liege eine gewisse 

Symptomausweitung vor (UV-act. 42-13).

A.d     Auf Zuweisung von Dr. F.___ hin wurde die Versicherte am 22. April 2010 von 

Dr. med. L.___, Abteilung Handchirurgie an der Orthopädie G.___, untersucht. Den 

Akten sei zu entnehmen, dass das Handgelenk rechts vollständig abgeklärt worden sei 

und sich keine posttraumatische Schädigung im Sinn einer beginnenden Arthrose 

finden lasse. Von der Versicherten würden diffuse Handgelenksbeschwerden 

angegeben. Betreffend den linken Ellbogen fänden sich weder klinisch noch 

radiologisch signifikante Residuen im Sinn einer Gelenksaffektion einer Radiusfraktur 

(Bericht vom 27. April 2010, UV-act. 58). Gestützt auf eine Untersuchung der 

Versicherten vom 4. Juni 2010 berichtete Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie, 

Dr. F.___, aufgrund der klinischen und elektrophysiologischen Befundkonstellation 

müsse bei der Versicherten von einem chronifizierten Schmerzsyndrom ausgegangen 

werden, das im Moment von neurologischer Seite her nicht zu erklären sei. Es 

bestünden weder Hinweise für eine peripher-neurogene Schädigung noch Hinweise für 

eine vegetative Störung bei klinisch regelrechtem Befund (UV-act. 69).

A.e      Am 21. Juli 2010 wurde die Versicherte erneut vom Kreisarzt Dr. I.___ 

untersucht. Er stellte eine „ganz diffuse“ Druckschmerzhaftigkeit über dem distalen 

Radius dorsal und radial fest, diskreter auch ventral. Das Bestehen trophischer 

Störungen an der rechten Hand verneinte er. Wiederholte fachärztliche 

Untersuchungen hätten keine sichere unfallkausale Schmerzursache ergeben. Die von 

der Versicherten erwähnte massive Funktionseinschränkung der rechten Hand lasse 

sich nicht objektivieren und könne anhand objektivierbarer Befunde klar widerlegt 

werden. Bei klinisch und vor allem auch bildgebend unauffälligen Verhältnissen sowohl 

am rechten Handgelenk als auch am linken Ellbogen sei zudem die (medizinisch nicht 

messbare) Schmerzhaftigkeit nicht erklärbar. Kreisarzt Dr. I.___ hielt die Versicherte für 

voll arbeitsfähig ohne Einschränkung des Zumutbarkeitsprofils (UV-act. 78).

A.f       Dr. med. N.___, Abteilung Handchirurgie an der Orthopädie G.___, berichtete 

am 17. Februar 2011, im Bereich des rechten Handgelenks sei eine gewisse Pathologie 

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nachvollziehbar, auch wenn die Röntgenbilder schöne Befunde zeigten. Die Anamnese 

einer intraartikulären Fraktur weise natürlich auf ein fassbares Problem hin. Zum 

anderen würde man die Problematik der Versicherten „gerne“ mit dem Begriff 

Fibromyalgie umschreiben. Eine „intelligente Therapie“ konnte Dr. N.___ nicht anbieten 

(UV-act. 98). Die neurologischen Fachpersonen der Universitätsklinik Balgrist 

berichteten am 3. Mai 2011, bei der Versicherten lasse sich kein sicheres 

neurologisches Defizit objektivieren. Ein Karpaltunnelsyndrom rechts, ein Sulkus-

ulnaris-Syndrom rechts sowie ein Interosseus anterior-Syndrom rechts würden bei 

unauffälligem EMG des Musculus extensor digitorum communis ausgeschlossen (UV-

act. 134).

A.g     Am 18. August 2011 unterzog sich die Versicherte einer von PD Dr. med. O.___, 

Universitätsklinik Balgrist, durchgeführten operativen Massnahme am rechten 

Handgelenk (Handgelenksarthroskopie, Débridement, partielle 

Handgelenksdenervation, Erweiterung 1. Strecksehnenfach rechts; Operationsbericht 

vom 31. August 2011, UV-act. 116). Diese chirurgische Intervention hatte keinen 

positiven Effekt (UV-act. 136-2). Prof. Dr. med. P.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, 

Wirbelsäulenzentrum Q.___, gab im Schreiben vom 3. Oktober 2011 gegenüber 

Dr. N.___ an, die Versicherte leide aus seiner Sicht an einem Schulter-/Armsyndrom bei 

Zustand nach Spaltung des 1. Strecksehnenfachs rechts (UV-act. 133). Im sich auf eine 

MRT der HWS vom 3. Oktober 2011 stützenden Bericht vom 12. Oktober 2011 führte 

Prof. P.___ aus, die vorgefundene Pathologie im Sinn einer Diskushernie C5/6 rechts 

bestätige die Beschwerden der Patientin (UV-act. 135).

A.h     Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen wurde die Versicherte am 

23. Mai, 18. Juni und 14. Juli 2012 polydisziplinär (internistisch, handchirurgisch, 

psychiatrisch und neurologisch) in der MEDAS Interlaken GmbH begutachtet. Die Suva 

beteiligte sich mit Ergänzungsfragen. Im Gesamtgutachten vom 4. September 2012 

stellten die Experten folgende, seit Mai 2009 bestehende Diagnosen mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches Schmerzsyndrom (ICD-10: F45.4) und eine 

Dysthymie (ICD-10: F34.1). Die leichtgradige Handgelenksarthrose und Irregularität im 

distalen Radioulnargelenk führten zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit. Vielmehr stehe das mittlerweile chronifizierte Schmerzsyndrom 

dorsoradial am rechten Handgelenk im Bereich der beiden Narben im Vordergrund. 

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Aufgrund der leichten Bewegungseinschränkung im Handgelenk sei eine verminderte 

Leistungsfähigkeit von 25% sowohl für die bisherigen als auch für andere zumutbare 

Tätigkeiten einzuräumen (UV-act. 146, insbesondere S. 22 f. und S. 29 f.).

A.i       Dr. N.___ berichtete am 9. Oktober 2012, aktuell komme die Versicherte nun 

wegen Beschwerden im Bereich des linken Ellbogens in Behandlung. Geblieben seien 

die bekannten Beschwerden „überall vor allem“ im Bereich des rechten Arms 

beginnend vom Hals über die Schulter über den Epicondylus bis zum Handgelenk. Im 

Bereich des linken Ellbogens liege eine beginnende Arthrose vor (UV-act. 148). In der 

zuhanden von Dr. F.___ erstellten konsiliarischen Beurteilung des linken Ellbogens vom 

30. November 2012 führte Dr. med. R.___, Abteilung Orthopädie an der Orthopädie 

G.___, aus, es fänden sich einerseits Hinweise auf eine radiohumerale Gelenksaffektion 

im Sinn einer beginnenden Arthrose mit Schmerz und endständiger 

Bewegungseinschränkung und andererseits Hinweise auf eine radiale Epicondylitis mit 

begleitendem Supinatorsyndrom. Diese gesamte Problematik werde aber stark 

beeinflusst durch das generelle Schmerzsyndrom beider oberer Extremitäten, welche 

die Versicherte im Sinn von massiven Verspannungen sehe (UV-act. 158).

A.j       Kreisarzt Dr. med. S.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, untersuchte die Versicherte am 

18. Februar 2013. Er stellte fest, die Beweglichkeit am rechten Handgelenk sei 

schmerzbedingt aktiv eingeschränkt. Die Beweglichkeit am linken Ellbogengelenk zeige 

aktiv nur eine unwesentliche Einschränkung für die maximale Flexion ohne damit 

einhergehende Funktionseinbusse. Leichte körperliche Tätigkeiten könnten unter 

Vermeiden von Vibrationsbelastungen und Durchführen von Tätigkeiten, die einen 

vermehrten und repetitiven Krafteinsatz der rechten Hand erfordern, vollschichtig 

ausgeübt werden (UV-act. 171). Hinsichtlich des Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung vertrat Kreisarzt Dr. S.___ in der Stellungnahme vom 26. April 

2013 die Ansicht, dass die Erheblichkeitsgrenze zur Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung nicht erreicht werde. Sämtliche Funktionsgriffe mit der 

rechten, dominanten Hand seien durchführbar. Radiologisch seien im rechten 

Handgelenk und im linken Ellbogengelenk jeweils nur Zeichen einer leichten Arthrose 

sichtbar (UV-act. 175). Kreisarzt Dr. S.___ hielt anlässlich der internen Besprechung an 

der Auffassung fest, die Versicherte verfüge für eine leidensangepasste Tätigkeit über 

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eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Der handchirurgische MEDAS-Gutachter führe eine 

verminderte Leistungsfähigkeit von 25% aufgrund der leichten 

Bewegungseinschränkung auf. Damit widerspreche er sich, weil er kurz zuvor von einer 

theoretischen 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei (Besprechungsprotokoll 

vom 27. Juni 2013, UV-act. 183). Mit Verfügung vom 25. Oktober 2013 wies die Suva 

die Gesuche um eine Rentenleistung (Fallabschluss per 22. Juli 2010) und eine 

Integritätsentschädigung ab. Die Erwerbsfähigkeit der Versicherten werde durch 

psychogene Störungen beeinträchtigt. Diese stünden nicht in einem adäquat kausalen 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Eine erhebliche Schädigung der körperlichen 

Integrität liege nicht vor (UV-act. 197).

A.k      Dagegen erhob die Versicherte am 25. November 2013 Einsprache (UV-

act. 198). Am 4. Dezember 2013 erhielt die Suva einen von Dr. N.___ zuhanden von 

Dr. F.___ verfassten Bericht vom 27. November 2013. Darin führte jener aus, die 

Versicherte habe „einfach“ starke Schmerzen im Bereich des rechten Handgelenks und 

im Bereich des linken Ellbogens. Die Schmerzen seien invalidisierend. Eine am rechten 

Handgelenk durchgeführte Arthroskopie sei wenig ergiebig gewesen. Aus seiner Sicht 

bestehe ein chronifiziertes Schmerzsyndrom im Bereich des rechten Handgelenks und 

des linken „Handgelenks“ (wohl richtig: des linken Ellbogens; UV-act. 206). In der 

Stellungnahme vom 10. März 2014 äusserte sich Kreisarzt Dr. S.___ nochmals zur 

Beurteilung des handchirurgischen MEDAS-Gutachters. Es bestünden keine 

Abweichungen zwischen der gutachterlichen und der kreisärztlichen Beurteilung vom 

26. Juni 2013 (UV-act. 210). Mit Einspracheentscheid vom 18. März 2014 wies die Suva 

die Einsprache ab (UV-act. 211).

B.       

B.a      Gegen den Einspracheentscheid vom 18. März 2014 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 1. April 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt darin dessen 

Aufhebung, die Zusprache einer „vollen IV-Rente“ und einer angemessenen 

Integritätsentschädigung von mindestens Fr. 25‘000.--; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Des Weiteren stellt sie den Verfahrensantrag, das 

Beschwerdeverfahren sei bis zum Vorliegen des Berichts der Verlaufsbegutachtung im 

Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zu sistieren. Zur Begründung bringt die 

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Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, die Beurteilung von Kreisarzt Dr. S.___ sei 

nicht beweiskräftig. Die Beschwerdegegnerin negiere den adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem 

Unfallereignis zu Unrecht (act. G 1). Mit der Beschwerde hat die Beschwerdeführerin 

u.a. die Stellungnahme von Dr. med. T.___, Fachärztin für Praktische Medizin, 

Regionaler Ärztlicher Dienst Ostschweiz (RAD), vom 11. März 2014 eingereicht. Darin 

führte die RAD-Ärztin aus, verglichen mit der letzten RAD-Stellungnahme (vom 

6. November 2012) bzw. der MEDAS-Begutachtung sei keine Veränderung des 

somatischen Gesundheitszustands auszumachen. Die behandelnde Psychiaterin habe 

eine schwere Depression mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.2) diagnostiziert. 

Deshalb könne eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands nicht 

ausgeschlossen werden. Die RAD-Ärztin empfahl eine Verlaufsbegutachtung an der 

MEDAS Interlaken (act. G 1.4).

B.b     Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 18. Juni 

2014 die Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um Sistierung des 

Beschwerdeverfahrens (act. G 5).

B.c      Im Schreiben vom 24. Juni 2014 teilte die Verfahrensleitung der 

Beschwerdeführerin mit, die im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren im Raum 

stehende Verlaufsbegutachtung diene einzig der Abklärung, ob sich der psychische 

Gesundheitszustand verändert habe. Für die unfallversicherungsrechtliche Frage, ob 

die psychischen Beschwerden als adäquat-kausale Unfallfolgen zu betrachten seien, 

spiele deren Verlauf keine relevante Rolle. Deshalb werde einstweilen von einer 

Sistierung des Beschwerdeverfahrens abgesehen (act. G 6).

B.d     In der Replik vom 9. Juli 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an ihren 

Anträgen fest (act. G 7). Mit der Replik hat die Beschwerdeführerin einen Bericht der 

behandelnden Dr. med. U.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 17. Juni 

2014 eingereicht. Darin erwähnt die Psychiaterin als Diagnose eine schwere 

Depression mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.2) und ein bekanntes 

chronifiziertes Schmerzsyndrom (act. G 7.1).

B.e      Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 9).

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Erwägungen

1.       

Zwischen den Parteien ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung umstritten.

1.1      Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).

1.2      Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Gericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet 

dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, 

objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Bei versicherungsinternen ärztlichen Beurteilungen, die im 

Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem 

Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

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und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, so kann darauf beim Entscheid nicht 

abgestellt werden (BGE 135 V 471 ff. E. 4.7).

2.        

Zunächst ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu prüfen.

2.1      Ist eine versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid 

(Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).

2.2      Kreisarzt Dr. I.___ vertrat im Bericht vom 21. Juli 2010 den Standpunkt, es 

bestünden keine organischen Unfallfolgen mehr, welche die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin beeinträchtigten. Die von der Beschwerdeführerin angegebene 

massive Funktionseinschränkung der rechten Hand lasse sich nicht objektivieren. 

Vielmehr habe die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte 

Funktionseinschränkung rechts anhand objektivierbarer Befunde klar widerlegt werden 

können. Bei klinisch und vor allem auch bildgebend unauffälligen Verhältnissen sowohl 

am rechten Handgelenk wie auch am linken Ellbogen sei zudem die Schmerzhaftigkeit 

nicht erklärbar. Kreisarzt Dr. I.___ verwies in diesem Zusammenhang auf die „vielen 

früheren Schmerzsyndrome“, welche die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit 

gezeigt habe (UV-act. 78-6). Diese kreisärztliche Beurteilung stützt sich auf eine 

persönliche Untersuchung und erfolgte in Würdigung der u.a. bildgebenden 

medizinischen Aktenlage. Sie wurde vom Kreisarzt Dr. S.___, der die 

Beschwerdeführerin ebenfalls persönlich untersucht hatte, bestätigt (UV-act. 171 und 

UV-act. 210).

2.3      Die kreisärztliche Würdigung wird durch das MEDAS-Gutachten vom 

4. September 2012 bestätigt.

2.3.1  Darin werden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 

chronisches Schmerzsyndrom (ICD-10: F45.4) und eine Dysthymie (ICD-10: F34.1) 

erwähnt. Die ICD-Codierung „F45.4“ entspricht der Diagnose einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung (zur von Dr. N.___ aufgeworfenen Diagnose einer 

Fibromyalgie siehe UV-act. 98-2 und zu dessen Ausführungen zur Entwicklung des 

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Schmerzsyndroms siehe UV-act. 190-228 f., worin er bei der Befundschilderung allein 

„Schmerzen“ aufführt). Den als Diagnosen erfassten Zuständen nach wenig dislozierter 

intraartikulärer Radiusfraktur rechts mit scapholunärer Bandruptur Stadium Geissler III 

rechts und nach Radiusköpfchenfraktur des linken Ellbogens mit kleinem 

Knorpeldefekt wurde von den MEDAS-Experten im Gesamtgutachten keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Gleiches gilt betreffend den Zustand 

nach V.___ am rechten Handgelenk mit Strecksehnenfacherweiterung (UV-act. 146-22), 

womit offen bleiben kann, ob dieser Zustand überhaupt eine natürlich kausale 

Unfallfolge ist. Bei der gesamtgutachterlichen Beurteilung der Auswirkungen der 

Störungen auf die bisherige Tätigkeit gaben die Experten an, hier wirkten sich das 

chronische Schmerzsyndrom und vor allem die Dysthymie aus. Die leichtgradige 

Arthrose und die latente scapholunäre Insuffizienz würden sich auf eine leichte 

manuelle Tätigkeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht auswirken (UV-act. 146-28). Die für die 

Arbeitsfähigkeit relevanten Einschränkungen bestehen gemäss MEDAS-Gutachter 

praktisch nur durch die Schmerzen (UV-act. 146-30), womit die bei der bescheinigten 

25%igen Arbeitsunfähigkeit zur Begründung herangezogene Bewegungseinschränkung 

der rechten Hand (UV-act. 146-30 unten) allein mit der somatoformen Schmerzstörung 

und nicht mit organischen Unfallfolgen erklärt wird (siehe auch die Ausführung des 

neurologischen MEDAS-Gutachters, wonach die Beschwerdeführerin an einem 

Schmerzsyndrom mit Handgelenksschmerzen rechts mit deutlicher Einschränkung der 

Handbeweglichkeit leide; die Arbeitsunfähigkeit solle hauptsächlich aufgrund der 

Schmerzen und der psychischen Lage beurteilt werden, UV-act. 146-36).

2.3.2  Nicht nachvollziehbar ist vor diesem Hintergrund, weshalb die MEDAS-Gutachter 

an anderem Ort angaben, eine leichte bewegungsabhängige Schmerzhaftigkeit sowie 

Einschränkung der Belastbarkeit des rechten Handgelenks seien aufgrund der 

Frakturfolgen und der Bandläsion objektivierbar (UV-act. 146-31 unten). Einerseits steht 

diese Aussage im Widerspruch zum übrigen Gutachten und andererseits fehlt eine 

nähere Begründung. Des Weiteren ist weder erkennbar noch dargelegt worden, 

inwiefern die als objektivierbar bezeichnete „leichte bewegungsabhängige“ 

Schmerzhaftigkeit und die Einschränkung der Belastbarkeit des rechten Handgelenks 

zu einer Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ohne relevanten Einsatz 

des rechten Handgelenks zu führen vermag (zur Bewegungs- und 

Belastungsabhängigkeit siehe etwa auch UV-act. 42-2 oben und UV-act. 65-1; zur 

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tatsächlichen Erledigung von leichteren Sachen mit der rechten Hand ohne Belastung 

des Handgelenks siehe UV-act. 125-3 sowie UV-act. 169; zum Autofahren vgl. UV-

act. 78-3 und UV-act. 171-7 f.). Die fragliche Aussage ist auf die Einschätzung des 

handchirurgischen MEDAS-Gutachters zurückzuführen (UV-act. 146-54), der 

ausdrücklich bestätigte, die somatisch feststellbaren Befunde führten zu keiner 

wesentlichen Beeinträchtigung qualitativer und quantitativer Art der Arbeitsfähigkeit. Im 

Vordergrund stehe das Schmerzsyndrom (UV-act. 146-27 und -52). Eine wesentliche 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit durch die am rechten Handgelenk feststellbaren 

Befunde wurde vom handchirurgischen MEDAS-Gutachter verneint (UV-act. 146-21 f.). 

Die Unfallkausalität der geklagten Handbeschwerden begründete er im Übrigen mit der 

unzulässigen Beweisregel „Post hoc ergo propter hoc“ (Urteil des Bundesgerichts vom 

8. April 2009, 8C_945/2008, E. 6.2; „[…] auf den Unfall vom 23.05.2009 

zurückzuführen. Laut Angaben der Versicherten sind diese Beschwerden seit der 

Entfernung des Gipses nach Frakturruhigstellung vorhanden“, UV-act. 146-51). Ein 

Mangel an der kreisärztlichen Beurteilung wird daher durch die genannte zweifelhafte 

Angabe zur Objektivierbarkeit nicht begründet.

2.4      Zugunsten der kreisärztlichen Beurteilung spricht sodann, dass alle 

neurologischen Fachpersonen, die sich mit der Beschwerdeführerin befasst haben, 

keine organische Unfallfolge zur Begründung der geklagten Schmerzen finden konnten 

bzw. eine solche ausgeschlossen haben (UV-act. 69, UV-act. 134 und UV-act. 146-36). 

Diverse handchirurgische Experten fanden keine organisch objektivierbare Erklärung 

für die von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden („ein weitgehend normales 

Handgelenk“, das „die beklagten Beschwerden […] nicht erklären kann“ mit Hinweis 

auf eine „gewisse Symptomausweitung“, UV-act. 42-13; „[…] dass das Handgelenk 

rechts vollständig abgeklärt wurde und dass man keine posttraumatische Schädigung 

im Sinne einer beginnenden Arthrose findet“, UV-act. 58-1; „diffuse 

Handgelenksbeschwerden“, UV-act. 58-2; betreffend den linken Ellbogen siehe UV-

act. 58-2: Klinisch und radiologisch fänden sich keine signifikanten Residuen im Sinn 

einer Gelenksaffektion einer Radiusfraktur; siehe auch UV-act. 158-2 mit u.a. Hinweis 

auf die starke Beeinflussung des Beschwerdebilds durch das generelle 

Schmerzsyndrom; vgl. betreffend fehlende radiologische Auffälligkeiten auch den 

Bericht von Dr. F.___ vom 15. Mai 2010, UV-act. 65-1). Insbesondere gab Dr. N.___ an, 

die Beschwerdeführerin sei schon wiederholt fachärztlich untersucht worden. Eine 

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Diagnose bzw. eine Zuordnung ihrer Beschwerden sei nicht möglich gewesen (UV-

act. 98-1). Er selbst vermochte diesbezüglich ebenfalls keine klärende Einschätzung 

vorzunehmen (UV-act. 98-2: gerne würde man die Problematik mit dem Begriff 

Fibromyalgie umschreiben; zur von ihm gestellten Diagnose „chronifiziertes 

Schmerzsyndrom“ siehe UV-act. 206-2). Es ergeben sich aus seinen zahlreichen 

Beurteilungen keine mit den diversen durchgeführten apparativen 

Abklärungsergebnissen zu vereinbarenden organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen, denen eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten zukommt (vgl. zum Begriff der organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen Urteil des Bundesgerichts vom 9. August 2011, 8C_198/2011, E. 4.3.3.2). 

Damit geht einher, dass die Beschwerdeführerin selbst davon spricht, es herrsche eine 

medizinische Ratlosigkeit (act. G 1, Rz 22).

2.5      Für eine psychogene Ursache der geklagten Schmerzen sprechen sodann 

Hinweise auf Inkonsistenzen („teilweise kann die Hand vom äusseren Aspekt her recht 

locker und normal bewegt werden, teilweise auch massive Schonhaltung“, UV-

act. 69-2; siehe auch UV-act. 78-6; zur Symptomausweitung siehe UV-act. 42-13).

2.6      Nach dem Gesagten liegen spätestens seit der kreisärztlichen Beurteilung vom 

21. Juli 2010 überwiegend wahrscheinlich keine organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

vor. Gestützt auf die Akten war von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden 

gerichteten ärztlichen Behandlung überwiegend wahrscheinlich keine namhafte, ins 

Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustands bzw. Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit mehr zu erwarten (UV-act. 78; vgl. auch UV-act. 42-13 und UV-

act. 69-3 sowie die wenige Monate nach der kreisärztlichen Einschätzung ergangenen 

Berichte von Dr. N.___, UV-act. 94-2 und UV-act. 98-2; vgl. auch UV-act. 146-32). Da 

angesichts der umfangreichen medizinischen Aktenlage keine neuen Erkenntnisse zu 

erwarten sind, besteht kein Bedarf für weitere medizinische Abklärungen bezüglich 

organischer Unfallfolgen (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 9. August 2011, 8C_198/2011, E. 4.3.3.3). Ob die von der Beschwerdeführerin 

geklagten psychischen Unfallfolgen eine aus objektiver Sicht nicht überwindbare 

Erwerbsunfähigkeit begründen (Art. 7 Abs. 2 ATSG), kann ebenso wie deren natürliche 

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Kausalität offen bleiben, da die adäquate Unfallkausalität jedenfalls zu verneinen ist 

(vgl. nachstehende E. 3).

3.        

Was die Beurteilung der Adäquanz bezüglich der psychischen Leiden der 

Beschwerdeführerin anbelangt, ist zwischen den Parteien unbestritten (UV-act. 211-3, 

Rz 3a, und act. G 1, Rz 22), dass diese nach der in BGE 115 V 133 ergangenen 

Rechtsprechung zu den psychisch bedingten Folgeschäden zu erfolgen hat. Aus den 

Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die gegen diese Auffassung sprechen.

3.1      Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall 

und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem 

Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende 

Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere 

aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7). Es 

sind bei der Beurteilung der Adäquanz weitere, objektiv erfassbare Umstände, die 

unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste 

Kriterien sind zu nennen: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 116 E. 6.1; 115 

V 140 E. 6c/aa).

3.2      Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend 

dargelegt, dass das Sturzereignis vom 23. Mai 2009 als mittelschwerer Unfall an der 

Grenze zu leichten Ereignissen zu qualifizieren und keines der Adäquanzkriterien erfüllt 

ist (UV-act. 211-3 f., Rz 3b). Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden.

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3.2.1  Die Qualifikation des Vorfalls vom 23. Mai 2009 als mittelschwerer Unfall an der 

Grenze zu leichten Ereignissen wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert 

bestritten und deckt sich mit der Rechtsprechung zu Sturzereignissen (vgl. etwa Urteil 

des Bundesgerichts vom 26. Juni 2009, 8C_116/2009, E. 4.1 mit Hinweisen).

3.2.2  Gegen die Verneinung der adäquaten Kausalität bringt die Beschwerdeführerin 

vor, die Beschwerdegegnerin verkenne, dass wohl eine invalidisierende 

Beeinträchtigung vorliege, sie seit Jahren in ärztlicher Behandlung sei und keinen 

Schritt weiter komme. Sie lebe tagtäglich mit Schmerzen und fühle sich im Alltag 

komplett nutzlos. In der Folge seien zusätzliche Minderwertigkeitskomplexe 

aufgetreten, weil die Eingliederungsmassnahmen gescheitert seien. Des Weiteren sei 

es sehr belastend, wenn sie von der Beschwerdegegnerin als Simulantin dargestellt 

werde und diese von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Alle bisherigen 

Bemühungen seien nicht erfolgreich gewesen. Dieser langwierige Prozess stelle eine 

besondere Art der erlittenen Verletzungen dar, verbunden mit einer ungewöhnlich 

langen Dauer der ärztlichen Behandlung, die noch nicht abgeschlossen sei (act. G 1, 

Rz 22). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin zielen ins Leere. Denn sie beziehen 

sich nicht auf somatische, sondern rein psychische Beschwerden bzw. psychogene 

Schmerzen. Weder aus ihren Vorbringen noch aus den Akten ergibt sich, dass die 

Beschwerdeführerin somatische Verletzungen von besonderer Art bzw. insbesondere 

Verletzungen erlitten hätte, die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen. Beide Läsionen waren gemäss Einschätzung von 

Dr. N.___ mit nur diskreter Fehlstellung verbunden (UV-act. 94-1). Ausgeprägte 

körperliche Dauerschmerzen sind nicht dargetan. Die somatischen Beschwerden 

wurden im Wesentlichen konservativ behandelt (siehe etwa UV-act. 94-1 f.) und 

spätestens nach der kreisärztlichen Beurteilung vom 21. Juli 2010 stand die 

Behandlung des psychogenen Schmerzsyndroms im Vordergrund. Das Kriterium der 

objektiv besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls ist zu verneinen. Die Beschwerdeführerin legt ferner weder 

substanziiert dar noch lässt sich den Akten entnehmen, dass eine unfallbedingte 

somatische Arbeitsunfähigkeit in einem Ausmass vorlag, das die Bejahung des 

Kriteriums des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 

rechtfertigen würde.

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3.3      Im Licht dieser Umstände ergibt sich, dass keine adäquat-kausalen Unfallfolgen 

bestehen, die zu einer quantitativen oder erheblich qualitativen Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten führen. Selbst wenn zugunsten der 

Beschwerdeführerin, die vor dem Unfallereignis erheblich schwankende, im Vergleich 

zur Hilfsarbeiterinnenlöhne nicht überdurchschnittliche Jahresverdienste erzielt hat (vgl. 

den IK-Auszug in UV-act. 190-49 f.), ein Prozentvergleich durchgeführt wird, resultiert 

kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 10%. Denn die 

Beschwerdeführerin verfügt aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht für eine 

leidensangepasste Tätigkeit über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Auch die bisherigen 

Tätigkeiten wurden als „im Prinzip noch zumutbar“ bezeichnet (UV-act. 146-28). 

Angesichts dessen, dass weder erhebliche qualitative unfallbedingte Einschränkungen 

noch anderweitige Gründe bestehen, die auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

Lohneinbussen befürchten lassen, fällt höchstens ein Tabellenlohnabzug von 5% in 

Betracht. Unter diesen Umständen ergibt sich ein nicht rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von 5%.

4.        

Zu prüfen bleibt der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Integritätsentschädigung.

4.1      Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24. Abs. 1 UVG).

4.2      Die von der Beschwerdeführerin über den Fallabschluss hinaus geklagten 

Leiden sind im Wesentlichen psychischer Natur und stehen nicht in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis. Bei vorliegend fehlendem adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischer Beschwerden besteht hierfür 

kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Urteil des Bundesgerichts vom 

14. September 2011, 8C_101/2011, E. 5). Des Weiteren führte Kreisarzt Dr. S.___ mit 

überzeugender, von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestrittener 

Begründung aus (vgl. act. G 1, Rz 24), weshalb aus somatischer Sicht die für die 

Ausrichtung einer Integritätsentschädigung erforderliche Erheblichkeitsgrenze nicht 

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erreicht wird (UV-act. 175). Folglich ist die Verweigerung einer Integritätsentschädigung 

nicht zu beanstanden.

5.        

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2016
	Art. 18 und 24 UVG. Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung verneint. Die das Beschwerdebild dominierenden psychischen Leiden der Beschwerdeführerin stehen nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom11. März 2016, UV 2014/24).Entscheid vom 11. März 2016  

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