# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2571a4e2-88af-5a04-b639-ce9d1d53487c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.03.2021 III 2020 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-106_2021-03-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III 

III 2020 106

Entscheid vom 29. März 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

gegen

1. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. C.________ AG,
Beigeladene,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

Gegenstand Öffentliches Beschaffungsrecht (Vergabe Winterdienstleistungen 
auf Kantonsstrasse 2020 - 2030; Los 001.________)

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Sachverhalt:

A. Im Amtsblatt Nr. 47 vom 22. November 2019 (S. 2747 ff.) und gleichentags 
auf der Plattform www.simap.ch hat der Kanton Schwyz, vertreten durch das Bau-
departement des Kantons Schwyz, die Ausführung von Winterdienstleistungen 
(Schneeräumung, Glatteisbekämpfung und teilweise Schneefräsarbeiten) auf den 
Kantonsstrassen 2020 - 2030 im offenen Verfahren, das dem Staatsvertragsbe-
reich unterstellt ist, ausgeschrieben. Die Ausschreibung der Winterdienstleistun-
gen enthielt insgesamt 19 Lose, darunter Los 001.________. Die Frist zur Einrei-
chung des Angebotes wurde auf 15. Januar 2020, 14.00 Uhr, festgesetzt.

B. Innert Frist gingen beim Kanton zwei Offerten zu Los 001.________ ein, 
nämlich eine von der C.________ AG, für Fr. ________/Jahr und eine von der 
A.________ GmbH, für Fr. ________/Jahr.

C. Mit RRB Nr. 412/2020 vom 26. Mai 2020 Dispositiv-Ziff. 18 hat der Regie-
rungsrat die Ausführung Winterdienstleistungen Los 001.________ an die 
C.________ AG, zum Offertpreis von netto Fr. ________ pro Jahr vergeben, mithin 
zu einem Preis für den Winterdienstvertrag über zehn Jahre von Fr. ________ 
(RRB Nr. 412/2020 vom 26.5.2020 Erw. 4.2 S. 15; Disp.-Ziff. 18 S. 17). Mit Schrei-
ben vom 27. Mai 2020 eröffnete das Tiefbauamt des Kantons Schwyz den beiden 
Offerenten den Vergabebeschluss mit der Begründung: 

Im Sinne von § 31 Abs. 1 VIVöB erfolgte die Vergabe an den Anbieter mit dem wirt-
schaftlich günstigsten Angebot gemäss den in den Ausschreibungsunterlagen be-
kannt gegebenen Zuschlagskriterien (vgl. Besondere Bestimmungen Kapitel 2.3.2). 
Ausschlaggebend für die Vergabe war das Kriterium Preis.

D. Am 8. Juni 2020 lässt die A.________ GmbH gegen den Vergabeentscheid 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben 
mit den Anträgen:

A. In der Sache

1. Die Verfügung des Tiefbauamts des Kantons Schwyz vom 27. Mai 2020 betref-
fend Zuschlag an die Beschwerdegegnerin 2 im Ausschreibungsverfahren Win-
terdienstleistungen auf Kantonsstrassen 2020-2030, Vergabe Winterdienst Los 
001.________ sei vollumfänglich aufzuheben.

2. a) Der Zuschlag sei der Beschwerdeführerin zu erteilen oder

b) eventualiter sei die Streitsache zur Neubeurteilung der Angebote und zur Er-
teilung des Zuschlags an die Beschwerdeführerin an das Tiefbauamt des Kan-
tons Schwyz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdegegners 1, 
eventuell zulasten der Beschwerdegegnerin 2.

B. Im Verfahren

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4. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

5. Der Beschwerdeführerin sei vollumfängliche Akteneinsicht zu gewähren.

E. Mit Verfügung vom 10. Juni 2020 wurde der Beschwerde vom 8. Juni 2020 
einstweilen bis auf Widerruf aufschiebende Wirkung erteilt. Zudem wurde die Zu-
schlagsempfängerin zum Verfahrensbeitritt als Beigeladene eingeladen. Ihr und 
der Vorinstanz wurde Frist zur Vernehmlassung angesetzt, der Beschwerdeführe-
rin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'500.--. Alle Verfahrens-
beteiligten wurden eingeladen, sich zur Akteneinsicht zu äussern.

F. Am 1. Juli 2020 teilt die Beschwerdeführerin mit, sie wolle keine Akten oder 
Angaben geheim halten und sei mit der vollumfänglichen Einsichtnahme durch die 
Gegenpartei einverstanden.

G. Die Zuschlagsempfängerin erklärt am 29. Juni 2020 ihren Verfahrensbeitritt 
als Beigeladene und ersuchte um Fristerstreckung zur Einreichung einer Vernehm-
lassung sowie Aktenzustellung. Innert erstreckter Frist stellt sie mit Vernehmlas-
sung vom 15. Juli 2020 die Rechtsbegehren:

In der Sache

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 8. Juni 2020 sei abzuweisen, sofern 
darauf überhaupt einzutreten ist.

2. Die Verfügung des Tiefbauamts des Kantons Schwyz vom 27. Mai 2020 betref-
fend Zuschlag an die Beschwerdegegnerin 2 im Ausschreibungsverfahren Win-
terdienstleistungen auf Kantonsstrasse 2020-2030, Vergabe Winterdienst Los 
001.________, sei vollumfänglich zu bestätigen. 

Im Verfahren

3. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7% MWST) zu Las-
ten der Beschwerdeführerin, eventualiter der Vorinstanz.

H. Mit Vernehmlassung innert erstreckter Frist vom 29. Juli 2020 beantragt die 
Vorinstanz:

1. Der Beschwerde vom 8. Juni 2020 sei die aufschiebende Wirkung wieder zu ent-
ziehen.

2. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf überhaupt einzu-
treten ist.

3. Alles unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.

I. Mit Zwischenbescheid III 2020 138 vom 5. August 2020 hat der Einzelrichter 
der Beschwerde vom 8. Juni 2020 die am 10. Juni 2020 verfügte aufschiebende 
Wirkung entzogen. Das Bundesgericht ist mit Urteil 2C_718/2020 vom 11. Januar 

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2020 auf eine dagegen erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten vom 9. September 2020 nicht eingetreten und hat die subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde abgewiesen.

J. Die Beschwerdeführerin erhält mit dem Zwischenbescheid III 2020 138 vom 
5. August 2020 die Vernehmlassung der Beigeladenen vom 15. Juli 2020 und jene 
der Vorinstanz vom 29. Juli 2020, sowie die Zusammenstellung der Bewertung der 
beiden Offerten zu Los 001.________ und das Leistungsverzeichnis Los 
001.________ der Zuschlagsempfängerin (mit abgedeckten Preisangaben in Ziff. 
1.2, abgedeckten Ortsangaben der Chauffeure in Ziff. 4 und ohne die Detailkalku-
lation in Ziff. 5).

Auf das Akteneinsichtsgesuch vom 12. August 2020 hin stellt des Gericht der Be-
schwerdeführerin am 18. August 2020 die vollständigen Kopien des Verfahrens-
dossiers der Zuschlagsempfängerin betreffend die beiden Fahrzeuge inkl. Geräte 
(Vi-Aktenordner Los 001.________, Register 5 und 6, mit Abdeckungen der in den 
Offerten enthaltenen Preise), das Schreiben des Bezirks E.________ vom 5. März 
2020 (Beigel-act. 3) sowie das Formular "Anschaffung Fahrzeuge und Winter-
dienstgeräte" der Beigeladenen und die Beilagen zur Vernehmlassung der Beige-
ladenen vom 15. Juli 2020 (mit Ausnahme Beigel-act. 2.2) zu.

K. Am 19. August 2020 nimmt die Vorinstanz zum Formular 'Anschaffung Fahr-
zeuge und Winterdienstgeräte' (letzter Absatz der Eingabe der Beschwerdeführe-
rin vom 12.8.2020) Stellung (in Kopie an die Rechtsvertreter der Parteien).

L. Mit Replik innert erstreckter Frist vom 1. September 2020 lässt die Be-
schwerdeführerin ihre Anträge "In der Sache" aus der Beschwerde vom 8. Juni 
2020 bekräftigen.

Mit Duplik innert erstreckter Frist vom 9. Oktober 2020 hält die Vorinstanz an ihren 
Anträgen aus der Vernehmlassung vom 29. Juli 2020 fest. Auch die Beigeladene 
hält am 23. Oktober 2020 duplizierend an ihren Anträgen fest.

Mit Triplik vom 17. November 2020 lässt die Beschwerdeführerin ihre Anträge "in 
der Sache" aus der Beschwerde vom 8. Juni 2020 erneuern, wozu die Beigeladene 
mit Quadruplik vom 24. Dezember 2020 Stellung nimmt.

M. Mit Schreiben vom 1. März 2021 ersuchte das Gericht das Baudepartement 
um Auskunft bezüglich Vertragsabschluss. Am 10. März 2021 wurde mitgeteilt, der 
Vertrag Winterdienst 2020 - 2030 Los 001.________ sei mit der Beigeladenen am 
30. Oktober 2020 abgeschlossen worden.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die Beschwerdeführerin beantragt in der Hauptsache die Aufhebung der mit 
Schreiben des Tiefbauamtes vom 27. Mai 2020 eröffneten Zuschlagsverfügung 
des Kantons Schwyz (Disp.-Ziff. 18 des RRB Nr. 412/2020 vom 26.5.2020) und die 
Erteilung des Zuschlags für die 'Winterdienstleistungen auf Kantonsstrasse 2020-
2030, Los 001.________ an sie.

1.2 Bereits im Zwischenbescheid III 2020 138 vom 5. August 2020 Erw. 3 wurde 
festgestellt, dass die Beschwerde form- und fristgerecht eingereicht wurde und die 
Beschwerdeführerin beschwerdelegitimiert ist. Es wird darauf verwiesen.

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt in ihrer Beschwerde vom 8. Juni 2020 (Ziff. 5 
S. 4 f.; Ziff. 13 f. S. 9 f.) vorab eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die 
Vorinstanz die Vergabe unzureichend begründet habe. Auch sei die Vorinstanz 
resp. das Tiefbauamt ihrem Ersuchen um Begründung des für sie negativen Ent-
scheids und um detaillierte Bekanntgabe des Angebots der Beigeladenen sowie 
ihrem Gesuch um Akteneinsicht nicht resp. nur ungenügend nachgekommen. Das 
Gesuch um Akteneinsicht sei gestützt auf § 17 der Verordnung zur Interkantonalen 
Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (VIVöB; SRSZ 430.130) 
vom 15. Dezember 2004 abgewiesen worden, was nicht nachvollziehbar sei, weil 
keine Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisse im Sinne von § 17 Abs. 1 VIVöB 
bekanntgegeben würden. Zumindest das Bewertungsraster der Beigeladenen 
hätte der Beschwerdeführerin offengelegt werden müssen.

2.2.1  Gemäss § 36 Abs. 1 VIVöB werden Verfügungen durch Veröffentlichung 
oder durch Zustellung eröffnet. Die Verfügungen werden summarisch begründet 
und mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen (§ 36 Abs. 2 VIVöB). Auf Gesuch 
hin gibt die Auftraggeberin oder der Auftraggeber den nicht berücksichtigten An-
bieterinnen und Anbietern unter anderem den Preis des berücksichtigten Ange-
bots, die wesentlichen Gründe für die Nichtberücksichtigung sowie die ausschlag-
gebenden Merkmale und Vorteile des berücksichtigten Angebots bekannt (§ 36 
Abs. 3 lit. c bis d VIVöB). Laut dem Handbuch öffentliches Beschaffungswesen 
im Kanton Schwyz (publ. auf: www.sz.ch/public/upload/assets/18451/handbuch_ 
sz_2011.pdf) enthält eine optimale Kurzbegründung in etwa die in § 36 Abs. 3 
VIVöB aufgeführten Angaben (Handbuch Ziff. 9.1).

2.2.2  Die Pflicht zur Begründung eines Entscheides bzw. einer Verfügung gründet 
im verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 
18.4.1999). Nach der Rechtsprechung soll die Begründungspflicht verhindern, 

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dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und es dem Betrof-
fenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Die 
Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite 
des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 
höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 136 I 229 Erw. 5.2; BGE 136 I 184 
Erw. 2.2.1; Urteile BGer 1C_452/2012 vom 18.11.2013 Erw. 2.2; 9C_101/2011 
vom 21.7.2011 Erw. 6.1; 9C_257/2011 vom 25.8.2011 Erw. 5.1). 

2.2.3  Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Eine Verletzung die-
ses Rechts führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache 
selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Indes kann nach gefestigter 
Rechtsprechung eine − nicht besonders schwerwiegende − Verletzung des recht-
lichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, 
sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die den Sachverhalt und die Rechts-
lage frei überprüfen darf. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Aus-
nahme bleiben (vgl. BGE 133 I 201 Erw. 2.2; BGE 127 V 431 Erw. 3d/aa, mit Hin-
weisen). Die Rechtsprechung anerkennt, dass selbst bei einer schwerwiegenden 
Verletzung des rechtlichen Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung abgesehen werden kann, wenn und soweit die Rückweisung zu einem for-
malistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die 
mit dem − der Anhörung gleichgestellten − Interesse der betroffenen Partei an ei-
ner beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 133 I 
201 Erw. 2.2 mit Hinweis auf BGE 132 V 387 Erw. 5.1; vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich 2020, Rz. 1175 f.). 

2.3.1 Wie bereits im Zwischenbescheid III 2020 138 vom 5. August 2020 (Erw. 4.1) 
festgehalten worden ist, enthält die Vergabeeröffnung vom 27. Mai 2020 eine Kurz-
begründung (vgl. Ingress lit. C. hiervor), welche nicht bloss auf das wirtschaftlich 
günstigste Angebot verweist, sondern zusätzlich festhält, dass das Kriterium Preis 
ausschlaggebend gewesen sei (vgl. auch Beschwerde vom 8.6.2020 Ziff. 3a S. 3). 
Betrachtet man die Auswertungstabelle, so trifft diese Begründung genau zu. Bei 
den Zuschlagskriterien "Qualität Fahrzeuge, Geräte inkl. Garagierung" (Gewich-
tung 30%, 120 Punkte) und "Qualität / Erfahrung / Referenzen" (Gewichtung 20%, 
80 Punkte) liegen die beiden Offerten nahe zusammen (108 und 80 Punkte für die 
Beschwerdeführerin resp. 106 und 80 Punkte für die Beigeladene). Den Ausschlag 
gab der mit 50% (200 Punkte) gewichtete Preis, indem die Beigeladene 200 
Punkte erzielte und die Beschwerdeführerin 122 Punkte. Eine Verletzung der Be-
gründungspflicht liegt demnach nicht vor. 

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2.3.2  Die Beschwerdeführerin erhielt noch während der Rechtsmittelfrist von der 
Vorinstanz die Bewertungstabelle ihrer eigenen Offerte (Bf-act. 9). Aus dieser er-
gibt sich, dass die Angebote anhand der publizierten Zuschlagskriterien und deren 
Gewichtung (Preis: Gewichtung 50%; Qualität Fahrzeuge, Geräte inkl. Garagie-
rung: Gewichtung 30%; Qualität / Erfahrung / Referenzen: Gewichtung 20%) be-
wertet wurden. Daraus wird ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin beim Zu-
schlagskriterium Preis 78 Punkte weniger erzielte als die Zuschlagsempfängerin 
und beim Zuschlagskriterium Qualität / Erfahrung / Referenzen die volle Punkte-
zahl erreichte. Beim Zuschlagskriterium Qualität Fahrzeuge, Geräte inkl. Garagie-
rung ist zu entnehmen, bei welchen Positionen die Beschwerdeführerin Punkte 
einbüsste (Abgasnorm Euro 5 bei beiden Fahrzeugen; < 3 Achsen beim Fahrzeug 
1). Daraus und aus den entsprechenden Randvermerken werden die Überlegun-
gen der Vorinstanz, welche zu den Punkteabzügen bei diesem Kriterium geführt 
haben, erkennbar. 

Nicht ersichtlich wird aus der der Beschwerdeführerin übergebenen Bewertungs-
tabelle (ausser beim Preis), wie die Beigeladene bei den einzelnen Kriterien genau 
abgeschnitten hat. Indes lässt bereits der Vergleich der Gesamtpunktezahl (308 
für die Beschwerdeführerin resp. 386 Punkte für die Beigeladene; vgl. RRB 
412/2020 vom 26.5.2020 Erw. 4.2 S. 15) einzig den Schluss zu, dass die Totaldif-
ferenz von 78 Punkten praktisch ausschliesslich aus der bekannten Punktediffe-
renz beim Zuschlagskriterium Preis (ebenfalls 78 Punkte) resultiert. Daran ändert 
auch der Umstand nichts, dass der Vorinstanz bei der Addition der von Beschwer-
deführerin erzielten Punkte ein geringfügiger Rechnungsfehler unterlaufen ist (122 
+108 + 80 = 310), womit die Totaldifferenz 76 Punkten beträgt und nicht 78 Punkte. 

2.3.3  Mit Vernehmlassungen vom 15. Juli 2020 und vom 29. Juli 2020 reichten 
die Beigeladene und die Vorinstanz je eine ausführliche Begründung ein, und der 
Beschwerdeführerin wurden mit dem Zwischenbescheid III 2020 138 vom 5. Au-
gust 2020 (Versand am selben Tag) die Vergleichsmatrix der Bewertung der Of-
ferten der Zuschlagsempfängerin und der Beschwerdeführerin zu Los 
001.________ sowie das Leistungsverzeichnis Los 001.________ der Beigelade-
nen (mit abgedeckten Preisangaben in Ziff. 1.2, abgedeckten Ortsangaben der 
Chauffeure in Ziff. 4 sowie ohne die Detailkalkulation in Ziff. 5) zugestellt. Am 18. 
August 2020 wurden der Beschwerdeführerin die vollständigen Kopien des Ver-
fahrensdossiers der Zuschlagsempfängerin betreffend die beiden Fahrzeuge inkl. 
Geräte zugestellt (Vi-Aktenordner Los 001.________, Register 5 und 6, mit Abde-
ckungen der in den Offerten enthaltenen Preise), das Schreiben des Bezirks 
E.________ vom 5. März 2020 (Beigel-act. 3), das Formular "Anschaffung Fahr-

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zeuge und Winterdienstgeräte" der Beigeladenen sowie die Beilagen zur Ver-
nehmlassung der Beigeladenen vom 15. Juli 2020 (mit Ausnahme Beigel-act. 2.2) 
(vgl. Ingress lit. J. hiervor).

Hernach konnte die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde vom 8. Juni 2020 im 
Rahmen eines weiteren, doppelten Schriftenwechsels vertieft begründen, weswe-
gen die Beschwerde abzuweisen ist, soweit die beantragte Aufhebung der Zu-
schlagsverfügung mit einer Verletzung ihres Anspruches auf rechtliches Gehör be-
gründet wird.

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt in der Beschwerde vom 8. Juni 2020 (Ziff. 15 
ff. S.10 ff.), dass die Beigeladene (resp. Zuschlagsempfängerin) die Eignungskri-
terien betreffend Fahrzeuge und Personal nicht erfülle und daher vom Verfahren 
hätte ausgeschlossen werden müssen. Nach ihren Kenntnissen verfüge die Bei-
geladene über zwei Garagen. Die eine liege in F.________ in der Landwirtschafts-
zone, was ungeeignet sei, und die andere in E.________ sei bloss gemietet, stehe 
nicht in ihrem Eigentum; bei Mietkündigung müsste sie eine Ersatzgarage finden, 
weshalb auch hier die Eignung nicht gegeben sei. Nach Kenntnis der Beschwer-
deführerin verfüge die Beigeladenen nicht über die für die Erfüllung des Winter-
dienstes notwendigen Personalressourcen. Ihre Chauffeure hätten die Schneeräu-
mung bislang mit Traktoren und Radladern gemacht, weshalb es an der Erfahrung 
im Winterdienst mit LKW mangle. Die Beigeladene habe bisher keine Winterdienst-
arbeiten für einen öffentlichen Auftraggeber ausgeführt, was es fraglich erscheinen 
lasse, ob ihre Chauffeure die erforderliche Praxis in diesem Bereich aufweisen 
würden. Da sich die Beigeladene noch für ein weiteres Los beworben habe und 
auch Winterdienst für Dritte erledige, sei sehr fraglich, ob sie über genügend ge-
schulte und erfahrene Chauffeure verfüge. Schliesslich mangle es der Beigelade-
nen gemäss Wissensstand der Beschwerdeführerin an den erforderlichen Fahr-
zeugen und Gerätschaften. Sie habe nach ihren Kenntnissen bisher bloss mit 
Traktoren und Radladern Winterdienst geleistet und verfüge aktuell nicht über die 
nötigen LKW. Es sei zweifelhaft, ob die Beigeladene über die notwendigen Finan-
zen verfüge, um die erforderlichen Investitionen zu tätigen.

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (Urteil BGer 2D_25/2018 vom 
2.7.2019 [= BGE 145 II 249] Erw. 3.3) müsse ein Anbieter vom Vergabeverfahren 
ausgeschlossen werden, wenn er ein Eignungskriterium im Zeitpunkt der Offert-
prüfung nicht erfülle. Da die Beigeladene nicht über die offerierten Fahrzeuge und 
Gerätschaften verfüge, sondern diese erst erwerben wolle, erfülle sie die Eig-
nungskriterien nicht und müsse vom Verfahren ausgeschlossen werden.

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3.2 Die Beigeladene macht in ihrer Stellungnahme vom 15. Juli 2020 (Ziff. 19 ff. 
S. 9 ff.) u.a. geltend, ihre Garage befinde sich an der G.________strasse (…) in 
E.________. Sie verfüge an diesem Standort über einen unbefristeten Mietvertrag 
(Kündigungsfrist 6 Monate; vgl. Vi-Aktenordner Los 001.________, Register 3) und 
erfülle damit die Vorgaben betreffend Garagierung in den Eignungskriterien Ziff. 
2.3.1. Sie könne mit ihren Fahrzeugen ungehindert aus der Garage ein- und aus-
fahren. Entsprechende Fahrwegrechte seien im Grundbuch eingetragen (Beigel-
act. 6). Der Waschplatz für die Fahrzeugreinigung befinde sich an der 
G.________strasse (…) in E.________ und damit in unmittelbarer Nähe zur Ga-
rage (Beigel-act. 7). In ihren Vergabeunterlagen habe sie ausserdem festgehalten, 
dass ihr bei einem Ausfall die Fahrzeuge der K.________ AG für den Winterdien-
steinsatz zur Verfügung stehen (Bestätigung vom 3.3.2020 in Vi-Aktenordner Los 
001.________, Register 7). 

Die Ersatzchauffeure der Beschwerdeführerin würden nebenberuflichen Tätigkei-
ten nachgehen und seien daher nicht in der Lage, die vorgeschriebenen Arbeits- 
und Ruhezeiten der berufsmässigen Motorfahrzeugführer einzuhalten. Deren Eig-
nung für den Winterdienst sei daher fraglich. Sie selber verfüge über ausreichend 
personelle Ressourcen, welche über die erforderliche Berufserfahrung von min-
destens drei Jahren verfügen würden. Sie habe im Vergabeverfahren in ihrem 
Leistungsverzeichnis neben den beiden Chauffeuren drei Ersatzfahrer angege-
ben, obwohl lediglich zwei gefordert seien. Es würden ihr also für das Los 
001.________ insgesamt fünf LKW-Chauffeure zur Verfügung stehen, die auf 
kommunaler und kantonaler Ebene über Erfahrungen im Winterdienst verfügen 
würden. Dies könne den Referenzen (Beigel-act. 3 - 5) entnommen werden. Ent-
sprechend werde die Behauptung bestritten, dass die Beigeladene lediglich im Be-
reich der Schneeräumung "mit Traktoren und Radladern" und lediglich für Private 
Erfahrung gesammelt habe.

Gemäss den Ausschreibungsunterlagen müssten die erforderlichen Fahrzeuge 
nicht im Zeitpunkt der Einreichung der Offerte, sondern erst im Zeitpunkt der Auf-
tragserteilung vorhanden sein. Folgerichtig würden die Fahrzeuge auch erst vor 
der Auftragserteilung einer technischen Prüfung unterzogen. Erst zu diesem Zeit-
punkt werde darüber befunden, ob die offerierten Fahrzeuge die entsprechenden 
Anforderungen erfüllen würden oder ob diese gegebenenfalls durch neue zu er-
setzen seien (Ausschreibungsunterlagen Ziff. 3.4). Im Rahmen des Vergabever-
fahrens sei lediglich zu prüfen, ob sich die offerierten Fahrzeuge für den entspre-
chenden Winterdienst überhaupt eignen und die technischen Voraussetzungen er-
füllen würden. Sowohl die Beigeladene wie auch die von ihr offerierten Fahrzeuge 
würden die von der Vorinstanz aufgestellten Eignungskriterien erfüllen.

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3.3.1  Die Vorinstanz hält mit Vernehmlassung vom 29. Juli 2020 (Ziff. 15 f. S. 4 f.) 
fest, die Beigeladene erfülle sämtliche Eignungskriterien. Sie habe die Offerte 
vollständig ausgefüllt. Als Garage diene ihr einzig der Werkhof an der 
G.________strasse (…) in E.________. Dass diese gemietet sei, schliesse die 
Eignung nicht aus. Die Ausschreibungsunterlagen würden nicht eine Garage im 
Eigentum des Anbieters verlangen. Der Mietvertrag liege der Offerte bei. Die Garage 
sei vom Tiefbauamt inspiziert und für geeignet befunden worden. Auch bezüglich 
Chauffeure sei die Offerte vollständig. Alle vier aufgeführten Chauffeure seien im 
Besitz des verlangten Führerausweises und würden über mehr als drei Erfah-
rungsjahre Winterdienst verfügen, was durch das Tiefbauamt ebenfalls überprüft 
worden sei, ohne dass Unstimmigkeiten festgestellt worden wären. Aufträge zu-
gunsten Dritter würden die Eignung nicht hindern. In den Ausschreibungsunterla-
gen Ziff. 3.3 werde festgehalten, dass bei Winterdiensteinsätzen die Kantonsstras-
sen stets Vorrang vor Dritten hätten. Mithin sei die Personalkapazität gegeben.

In den Ausschreibungsunterlagen Ziff. 3.4 werde verlangt, dass die offerierten 
LKW und Winterdienstgeräte im Rahmen der Offertauswertung, vor der Auftragser-
teilung, beim Tiefbauamt / Betrieb, einer technischen Kontrolle unterzogen werden 
müssten. Vor Auftragserteilung bedeute vor Abschluss des eigentlichen Winter-
dienstvertrages und nicht bei Zuschlagserteilung im Rahmen des Vergabeverfah-
rens. Von der Zuschlagsempfängerin, welche die Fahrzeuge und Gerätschaften 
für die ausgeschriebenen Arbeiten noch nicht erworben habe, sei eine Bestätigung 
(Formular 'Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte') verlangt worden. Die 
Arbeitsvergabe stehe unter dem Vorbehalt der definitiven Bereinigung sämtlicher 
Vertragsunterlagen. Der definitive Winterdienstvertrag könne erst unterzeichnet 
werden, wenn die Fahrzeuge inkl. Winterdienstgeräte einer technischen Kontrolle 
unterzogen worden seien. Die von der Zuschlagsempfängerin offerierten Fahr-
zeuge und Gerätschaften seien anhand der vorliegenden Unterlagen (z.B. Offerten 
der Händler etc.; Vi-Aktenordner Los 001.________, Register 5 und 6) geprüft und 
bewertet worden. Der Eignungsnachweis der offerierten Fahrzeuge sei durch die 
Zuschlagsempfängerin vollumfänglich erbracht worden; das Eignungskriterium 
könne als erfüllt betrachtet werden. 

Die Förderung des wirksamen Wettbewerbs unter den Anbietenden sowie die wirt-
schaftliche Verwendung öffentlicher Mittel, als wichtige Ziele des öffentlichen Be-
schaffungsrechts (Art. 1 Abs. 3 lit. a und d der Interkantonalen Vereinbarung über 
das öffentliche Beschaffungswesen [IVöB; SRSZ 430.120.1] vom 25.11.1994 / 
15.3.2001) würden unterlaufen, wenn sämtliche Fahrzeuge und Gerätschaften be-
reits im Zeitpunkt der Vergabe vorliegen müssten. Es könnten nur die bisherigen 
Auftragnehmenden eine Offerte einreichen und der Kanton wäre deren Preisdiktat 

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ausgeliefert. Kein potentieller Anbieter würde das Risiko eingehen können, Fahr-
zeuge und Gerätschaften teuer anzuschaffen, welche er gar nicht einsetzen 
könnte, sofern er den Zuschlag nicht erhalte. Die beiden Angebote seien anhand 
der in den Ausschreibungsunterlagen definierten Zuschlagskriterien im Detail ge-
prüft und mit Hilfe eines ausführlichen Prüfrasters sachlich und objektiv bewertet 
worden. Die unbestrittene Bewertung des Kriteriums "Preis" habe zu einer Diffe-
renz von 78 Punkten geführt, welche die Beschwerdeführerin bei den anderen Kri-
terien aufholen müsse. Nachdem sie beim Kriterium "Erfahrung / Referenzen" die 
volle Punktezahl von 80 Punkte und beim Kriterium "Qualität Fahrzeuge, Geräte 
und Garagierung" 108 von möglichen 120 Punkte erhalten habe, sei es unrealis-
tisch, die sehr grosse Differenz beim Kriterium "Preis" aufholen zu können. 

3.3.2  Mit Schreiben vom 19. August 2020 erläutert die Vorinstanz, das Formular 
'Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte' sei nicht Bestandteil der Aus-
schreibungsunterlagen gewesen. Soweit bei Offerteingabe ein noch zu beschaf-
fendes Fahrzeug oder Winterdienstgerät offeriert worden sei, habe die Vorinstanz 
im Rahmen der Prüfung der Angebote den entsprechenden Anbietern ein Formular 
zugestellt, mit welchem sie eine Erklärung hätten abgeben können, wonach das 
zu beschaffende Fahrzeug bzw. Gerät die den Angebotsunterlagen entsprechen-
den Anforderungen erfülle und spätestens im Oktober 2020 einer technischen 
Kontrolle unterzogen werde. Bei Nichteinhalten behalte sich die Vorinstanz den 
Entzug des Winterdienstleistungsauftrages vor.

3.4 Mit Replik vom 1. September 2020 verweist die Beschwerdeführerin vorab 
(Ziff. 4 S. 3; Ziff. 39 f. S. 12 f.) auf einen Betreibungsregisterauszug der Beigela-
denen vom 24. August 2020, welcher zwei, je am 14. Juli 2020 von der Eidgenös-
sischen Steuerverwaltung eingeleitete Betreibungen aufweist (Bf-act. 11) und sie 
schliesst daraus, dass die Beigeladene gestützt auf § 26 Abs. 1 lit. c VIVöB alleine 
deswegen im Nachhinein vom Vergabeverfahren auszuschliessen sei. 

Weiter macht die Beschwerdeführerin u.a. geltend, die Angabe der Beigeladenen 
im Leistungsverzeichnis Los 001.________ Ziff. 3, am Garagierungsort sei eine 
Anlage zur Reinigung der Pflüge und Streugeräte vorhanden, treffe nicht zu. Der 
Waschplatz befinde sich 950 m vom Garagierungsort entfernt. Sie hätte gemäss 
Ausschreibungsunterlagen Ziff. 2.11 wegen falschen Angaben vom Vergabever-
fahren ausgeschlossen werden müssen (Ziff. 8 ff. S. 4; Ziff. 23 S. 9). Die Chauf-
feure müssten als Eignungskriterium über eine mindestens dreijährige Berufser-
fahrung als LKW-Fahrer verfügen und zudem Winterdiensterfahrung als LKW-
Chauffeure ausweisen. Da die Beigeladene den Winterdienst bisher mit Traktoren 
und Pneuladern ausgeführt habe, könnten nicht alle im Leistungsverzeichnis auf-
geführten Chauffeure die erforderliche Winterdiensterfahrung als LKW-Chauffeur 

12

aufweisen. Der Ersatzchauffeur 2 sei seit 2016 bei der Beigeladenen angestellt 
und habe folglich nur bei dieser Firma Erfahrung im Winterdienst (mit Traktoren 
und Pneuladern) sammeln können, was das Schreiben des Bezirks E.________ 
vom 5. März 2020 (Beigel-act. 3) bestätige. Die Beigeladene wäre mangels Erfül-
lens aller Eignungskriterien und auch aufgrund falscher Angaben vom Vergabe-
verfahren auszuschliessen gewesen (Ziff. 10 f. S. 5). Die Zuschlagsempfängerin 
könne mit den von ihr aufgelegten Dokumenten nicht nachweisen, dass sie selbst 
Winterdienstarbeiten ausgeführt habe, weshalb sie diesbezüglich nicht die volle 
Punktezahl hätte erhalten dürfen (Ziff. 24 f. S. 10). Sie selber verfüge über genü-
gend Personal mit Winterdiensterfahrung als LKW-Chauffeure; die Arbeits- und 
Ruhezeiten würden immer eingehalten (Ziff. 36 S. 12).

Die Eignungskriterien müssten von der Vergabebehörde vor dem Zuschlagsent-
scheid überprüft werden können. Es reiche nicht aus, wesentliche Eigenschaften 
für die Auftragsausführung erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen. Ziff. 3.4 
der Ausschreibungsunterlagen genüge nicht, um den Erfüllungszeitpunkt der Eig-
nungskriterien auf den Zeitpunkt der Auftragsausführung zu verschieben. Es 
werde lediglich festgelegt, dass die offerierten Fahrzeuge und Geräte vor der Auf-
tragserteilung einer technischen Kontrolle unterzogen würden. Diese Kontrolle er-
folge im Rahmen der Offertauswertung und damit vor der Zuschlagserteilung. Die 
Ansicht der Vorinstanz, wonach die Eignungskriterien noch nicht im Zeitpunkt des 
Zuschlags erfüllt sein müssten, ergebe sich nicht klar aus der Auslegung der Auf-
tragsausschreibung. Mit dem Formular 'Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienst-
geräte' hätten Anbieter offenbar erklären können, dass gewisse Fahrzeuge und 
Winterdienstgeräte im Falle einer Auftragserteilung angeschafft und diese spätes-
tens im Oktober 2020 bei TBA/Betrieb einer technischen Kontrolle unterzogen wür-
den. Dieses Formular sei aber nicht Teil der Ausschreibungsunterlagen vom 22. 
November 2019 gewesen und könne daher nicht herangezogen werden, um den 
Erfüllungszeitpunkt der Eignungskriterien nach hinten zu verlegen. Zudem würde 
ein solches Vorgehen eine Wettbewerbsverzerrung und Ungleichbehandlung der 
Anbieter bewirken. Jene Anbieter, bei denen bereits Fahrzeuge und Gerätschaften 
vorhanden seien, könnten sich nur auf das stützen, was tatsächlich vorhanden sei, 
und hätten keine Nachbesserungsmöglichkeiten, während bei jenen Anbietern, die 
im Zeitpunkt der Offertstellung noch keine Fahrzeuge und Gerätschaften haben 
müssten, die Bewertung des Angebots nur auf schriftlichen Angaben beruhe. Un-
zulässig sei, dass die Zuschlagsempfängerin ihre eingereichte Offerte nach Ver-
streichen des Eingabetermins vom 15. Januar 2020 noch habe anpassen könne 
(Ziff. 12 ff. 5 ff.).

13

Im Leistungsverzeichnis Los 001.________ habe die Zuschlagsempfängerin an-
gegeben, sie werde als Fahrzeug 1 einen L.1.________, Jahrgang 2020, Anschaf-
fungsjahr 2020 und als Fahrzeuge 2 einen L.2.________, Jahrgang 2019, An-
schaffungsjahr 2019, einsetzen. Demnach sollte Fahrzeug 1 erst noch angeschafft 
werden, während Fahrzeug 2 bereits hätte vorhanden sein müssen. Soweit die 
Zuschlagsempfängerin über keinen L.2.________ verfügt habe, habe sie wissent-
lich falsche Angaben gemacht, weshalb sie vom Verfahren hätte ausgeschlossen 
werden müssen. Zudem habe sie ihr Angebot nachträglich abgeändert, was aus 
Gründen der Gleichbehandlung unzulässig sei. Gemäss dem Formular 'Anschaf-
fung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte' vom 3. März 2020 wolle die Zuschlags-
empfängerin einen L.3.________ und als Fahrzeug 2 einen M.1.________ an-
schaffen. Auch die anzuschaffenden Schneepflüge und der Aufbaustreuer würden 
nicht jenen in der Offerte entsprechen. Indem die Zuschlagsempfängerin rund 6 
Wochen nach Offerteinreichung andere als die offerierten Fahrzeuge und Geräte 
einsetzen wolle und die Vorinstanz dies akzeptiere, bewirke sie eine Wettbewerbs-
verzerrung und Ungleichbehandlung der Anbieter. Eine Anpassung der Offerte 
nach Verstreichen des Eingabetermins sei unzulässig. Die Fotografien im Verfah-
rensdossier der Zuschlagsempfängerin würden zeigen, dass der M.1.________ 
nicht neu angeschafft werden müsse, sondern sich bereits im Besitz der Zu-
schlagsempfängerin befinde. Dem Fahrzeugausweis sei zudem zu entnehmen, 
dass dieses Fahrzeug bereits 2010 in Verkehr gesetzt worden sei (Vi-Aktenordner 
Los 001.________, Register 6). Es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb die 
Zuschlagsempfängerin angegeben habe, sie müsse dieses Fahrzeug noch be-
schaffen; der M.1.________ hätte daher schon bei der Eingabe am 15. Januar 
2020 im Leistungsverzeichnis eingesetzt werden können. Die Beschwerdeführerin 
habe jedoch versucht, bei der Eingabe mehr Punkte zu holen, indem sie den 
L.2.________ (Euro 6) aufgeführt habe. Korrekterweise sei bei der Auswertung 
des TBA vom 14. April 2020 aber der M.1.________ (Euro 5) bewertet worden 
(Ziff. 18 ff. S. 8 f.).

3.5 Die Beigeladene hält in ihrer Duplik vom 23. Oktober 2020 u.a. fest, dass die 
Ersatzchauffeure der Beschwerdeführerin nicht in der Lage seien, die vorgeschrie-
benen Arbeits- und Ruhezeiten der berufsmässigen Motorfahrzeugführer einzu-
halten (Rz. 11 und 21 S. 3 f. und S. 6). Die Beigeladene habe auch bezüglich der 
Waschanlage keine falschen Angaben gemacht. Zum Zeitpunkt der Vergabe seien 
der Vorinstanz neben dem Vorausmass und dem Preisangebot sowie dem Leis-
tungsverzeichnis auch das Bestätigungsschreiben der H.________ AG (Beigel-
act. 7) vorgelegen. An öffentlichen Feiertagen könne sie ihre Fahrzeuge in der 
privaten, für die Reinigung von LKW ausgerüsteten Waschanlage in der Werkhalle 

14

dieser Firma an der G.________strasse (…) in E.________ reinigen. Die Reini-
gung der Fahrzeuge sei auch an hohen Feiertagen gewährleistet; ob diese Reini-
gung in einer internen oder externen Waschanlage erfolge, spiele keine Rolle. Im 
Übrigen könnten Fahrzeuge, welche an einem Feiertag im Einsatz gestanden 
seien, zweifellos auch an einem Folgetag gereinigt werden (Rz. 15 ff. S. 4 f.). Die 
Beigeladene habe den Nachweis erbracht, dass der Einsatz mit LKW-Chauffeuren 
mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung geplant sei. Ihre Angaben zu den Re-
ferenzen seien tadellos. Es stehe nachweislich fest, dass die eingesetzten Chauf-
feure über Winterdiensterfahrung verfügen würden. Ihr Ersatzchauffeur 2 habe 
überdies in den Wintern 2016/17, 2017/18 und 2018/2019 bei der I.________ AG 
für die Gemeinde J.________ Winterdienst verrichtet (Beigel-act. 9). Die Beigela-
dene erfülle auch diese Eignungskriterien (Rz. 19 f. S. 6 f.). Die in der Offerte be-
zeichneten Fahrzeuge könnten nach der Offertstellung noch ausgewechselt bzw. 
ersetzt werden (Rz. 25 S. 7).

Bei der durch die Eidgenössische Steuerverwaltung am 14. Juli 2020 eingeleiteten 
Betreibung handle es sich um ein Versehen. Dies habe unmittelbar danach geklärt 
werden können. Die Beigeladene habe nach Erhalt der Replik gleich einen Betrei-
bungsregisterauszug eingeholt, in welchem die Betreibungen gelöscht seien. Es 
würden gegen sie weder im Zeitpunkt des Offertvergabeverfahrens noch dato of-
fene Betreibungen bestehen (Rz. 30 f. S. 9; Beigel-act. 10 und 11).

3.6 Mit Triplik vom 17. November 2020 macht die Beschwerdeführerin u.a. gel-
tend, das im Leistungsverzeichnis Ziff. 1.1 angegebene Fahrzeuge 2, ein 
L.2.________, Jahrgang 2019, Anschaffungsjahr 2019 habe bei der Beigeladenen 
gar nicht vorhanden sein können, weil ein solches gar nicht existiere. Diese Serie 
sei gemäss Auskunft des Nutzfahrzeughändlers L.________ nur bis Jahr 2018 
produziert worden, ein Jahrgang 2019 sei folglich inexistent und die entsprechen-
den Angaben der Beigeladenen daher falsch (Ziff. 4 S. 3). Die Beigeladene lege 
weder dar, in welcher Form sie Winterdienst für den Bezirk E.________ geleistet 
habe, noch habe sie einen entsprechenden Winterdienstvertrag eingereicht. Es sei 
davon auszugehen, dass sie keinen Winterdienst für den Bezirk E.________ aus-
geführt und diesbezüglich falsche Angaben gemacht habe (Ziff. 5 S. 3). Die Be-
schwerdeführerin könne die erforderliche Personalkapazität problemlos erfüllen. 
Der Vorwurf, die Ersatzchauffeure könnten die Arbeits- und Ruhezeiten nicht ein-
halten, sei haltlos (Ziff. 6 f. S. 3 f.). Im Übrigen würden auch zwei Chauffeure der 
Beigeladenen einem Nebenerwerb nachgehen. Ob diese die Arbeits- und Ruhe-
zeiten einhalten können, werde bezweifelt (Ziff. 7 f. S. 4 f.). Die Beigeladene habe 
im Leistungsverzeichnis Ziff. 3 angegeben, am Garagierungsort sei eine Anlage 
zur Reinigung der Pflüge und Streugeräte vorhanden. Dies treffe nachweislich 

15

nicht zu, womit es sich um eine Falschangabe handle. Das Bestätigungsschreiben 
der H.________ AG datiere vom 9. März 2020 und sei somit im Zeitpunkt der Of-
ferteinreichung noch nicht vorgelegen. Die vorgebrachte Reinigungsmöglichkeit an 
öffentlichen Feiertagen in der privaten Waschanlage der H.________ AG sei un-
beachtlich. Die Reinigung der Fahrzeuge nach jedem Einsatz sei äusserst wichtig. 
Die Flecken von Salzrückständen würden eine gute Rundumsicht verhindern; 
wann der nächste Einsatz erfolge sei jeweils nicht bekannt. Eine Reinigung am 
Folgetag sei daher nicht ausreichend (Ziff. 10 ff. S. 5 f.). Beim Bestätigungsschrei-
ben der I.________ AG handle es sich bestenfalls um eine Parteibehauptung ohne 
Beweiswert. Es erscheine eher unwahrscheinlich, einen Chauffeur mit Wohnsitz 
E.________ für den Winterdienst in der Gemeinde J.________ einzusetzen, denn 
bei schneebedeckten Strassen und einem Arbeitsweg von ca. 17 km könne die 
Einsatzbereitschaft innert 30 Minuten seit Aufgebot nicht gewährleistet werden 
(Ziff. 14 S. 5). 

3.7 Mit Quadruplik vom 24. Dezember 2020 führt die Beigeladene u.a. aus, die 
offerierten Fahrzeuge müssten sich für den Einsatz auf der entsprechenden Win-
terdienststrecke lediglich eignen. Danach sei einzig relevant, dass die dem Bewer-
tungsraster zugrundeliegenden (wesentlichen) Eignungskriterien der Fahrzeuge, 
wie Gesamtgewicht, Anzahl Achsen, Breite und Abgasnorm mit den offerierten 
Fahrzeugangaben übereinstimmen würden. Typenbezeichnung (Jahrgang) der 
Fahrzeuge könnten insofern keine Rolle spielen, solange diese wesentlichen Kri-
terien zutreffen würden. Dies sei bei den von der Beigeladenen offerierten Fahr-
zeugen der Fall. Im Bewertungsraster der Beigeladenen sei in Bezug auf die von 
ihr offerierten Fahrzeuge auch die korrekte Typenbezeichnung erfasst (Rz. 6 f. S. 
3). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu den Ersatzchauffeuren und zum 
Garagierungsort sowie zu den Referenzangaben (I.________ AG) würden bestrit-
ten. Bei der Vorinstanz sei bei der Bewertung dieser Kriterien kein Fehler unter-
laufen. Die Beigeladene habe keine falschen Angaben gemacht (Rz 14 f. S. 5).

4.1 In den Ausschreibungsunterlagen wird in Ziff. 1.3 die Ausführung des Winter-
dienstes auf den Kantonsstrassen des Kantons Schwyz (Schneeräumung, Glatt-
eisbekämpfung und teilweise Schneefräsarbeiten) als Gegenstand der Ausschrei-
bung beschrieben. Die Vergabekriterien werden in Ziff. 2.3 definiert:

2.3.1 Eignungskriterien
Der Anbieter hat den Nachweis über folgende Eignungskriterien zu erbringen:

2.3.1.1 Nachweis zur Garagierung (Zeit, Distanz zur Winterdienst-Strecke)
Der Einsatz auf der Winterdienst-Strecke hat innerhalb maximal einer hal-
ben Stunde nach Aufgebot durch den zuständigen Pikettchef / Unterhalts-
mitarbeiter des Tiefbauamtes zu erfolgen.
Die Angaben sind bei Ziffer 3. im Leistungsverzeichnis zu machen.

16

2.3.1.2 Nachweis der geforderten Personalkapazität (pro Los / Winterdienst-Strecke)
Einsatz von LKW-Chauffeuren mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung.
Die Angaben sind bei Ziffer 4. im Leistungsverzeichnis zu machen.

2.3.1.3 Eignungsnachweis der offerierten Fahrzeuge für den Einsatz auf der ent-
sprechenden Winterdienst-Strecke
Die Angaben sind im Leistungsverzeichnis pro Los zu machen.

Diese Eignungskriterien sind Muss-Kriterien. Falls diese nicht erfüllt werden, wird 
der Anbieter vom Wettbewerb ausgeschlossen.
Sämtliche Formulare, Angaben müssen durch den Unternehmer ausgefüllt und ein-
gereicht werden.
Unvollständige Angaben werden nicht berücksichtigt.

2.3.2 Zuschlagskriterien

Der Zuschlag erfolgt an das wirtschaftlich günstigste Angebot mit folgender Rang-
folge und Gewichtung:

Preis: 50%
Qualität der Fahrzeuge, Geräte, inkl. Garagierung: 30%
(Ökologische Aspekte / Abgasnormkategorie)
Erfahrung und Referenzen: 20%
Total: 100%

2.3.2.1 Zuschlagskriterium Preis (…)

2.3.2.2 Zuschlagskriterium Qualität der Fahrzeuge, Geräte, inkl. Garagierung
Einsatz von den heutigen Anforderungen entsprechen, modernen und umweltscho-
nenden Fahrzeugen und Winterdienstgeräten.
Die eingesetzten LKW sollten die Abgasnorm von Minimum Euro 5 aufweisen.
Die Angaben sind im Leistungsverzeichnis pro Los / Fahrzeug auszufüllen.
Die Abgasnorm-Kategorie der Fahrzeuge wird entsprechend bewertet und bei der 
Gewichtung für den Zuschlag berücksichtigt. Ältere LKW mit tieferen Abgasnormen 
erhalten eine tiefere Punktzahl als LKW mit höheren Abgasnormen.
Die Garagierung inkl. Distanz und Zeitbedarf zur Winterdienststrecke wird hier be-
wertet und fliesst ebenfalls in die Gewichtung ein.

2.3.2.3 Zuschlagskriterium Erfahrung und Referenzen
Gemäss Angaben des Unternehmens unter Ziffer. 4. (Referenzliste)

2.3.3 Zuschlag
Zur Submission sind nur Angebote zugelassen, die die Eignungskriterien gemäss 
Kapitel 2.3.1 erfüllen. Alle anderen Angebote werden von der Submission ausge-
schlossen. (…)

4.2 Laut Ziff. 2.11 (Abs. 1) 'Ausschlussgründe' der Ausschreibungsunterlagen 
werden eine Anbieterin oder ein Anbieter insbesondere dann von der Teilnahme 
ausgeschlossen, wenn sie oder er:

a) Die geforderten Eignungskriterien nicht oder nicht mehr erfüllt;
b) Der Auftraggeberin oder dem Auftraggeber falsche Auskünfte erteilt hat;
(…)
g) wesentliche Formerfordernisse verletzt hat, insbesondere durch Nichteinhaltung 

der Eingabefrist, fehlende Unterschrift, Unvollständigkeit des Angebots oder Än-
derung der Ausschreibungsunterlagen.

17

4.3 Weiter wird in Ziff. 3.4 'Fahrzeuge und Geräte' der Ausschreibungsunterla-
gen verlangt, dass die vom Unternehmer gestellten Fahrzeuge gemäss den ein-
schlägigen Bestimmungen und Gesetzen gem. Ziff. 2.5 ausgerüstet und winter-
tauglich sein müssen (Abs. 1). Die eingesetzten LKW sollten die Abgasnorm von 
Minimum Euro 5 aufweisen (Abs. 2). Die offerierten LKW und Winterdienstgeräte 
müssen im Rahmen der Offertauswertung, vor der Auftragserteilung, beim Tief-
bauamt / Betrieb einer technischen Kontrolle unterzogen werden. Das Tiefbauamt 
entscheidet danach, ob die offerierten Geräte die Anforderungen erfüllen oder 
durch neue ersetzt werden müssen (Abs. 3). Die LKW müssen für den Einsatz auf 
den ausgeschriebenen Winterdienststrecken geeignet sein (Länge, Breite, Ach-
sen, Gewicht, Allrad, Rundumleuchte, Einsatz auf Bergstrecke mit engen Kurven, 
Kreisel, evtl. Ketten etc.). Dieses Eignungskriterium muss erfüllt sein (Abs. 4). Je 
nach Einsatzort (Winterdienst-Strecke) kommen ein bis zwei verschiedene Fahr-
zeuge zum Einsatz, da bei der Schneeräumung das Salzen in Kombination mit der 
Schneeräumung zu erfolgen hat (Abs. 5). Die Fahrzeuge und Winterdienstgeräte 
sind in der Regel innerhalb oder möglichst nahe an der Einsatzstrecke zu garagie-
ren (Angaben zur Garagierung) (Abs. 6).

4.4 Wenn bei Offerteingabe Fahrzeuge oder Winterdienstgeräte offeriert worden 
sind, welche von den Anbietern erst noch zu beschaffen sind, wurde den Anbietern 
im Verlauf des Verfahrens zudem das Formular 'Anschaffung Fahrzeuge und Win-
terdienstgeräte' unterbreitet, mit folgendem Inhalt (Hervorhebung im Fettdruck 
nicht im Original):

Der Unternehmer bestätigte in seinem eingereichten Angebot, dass er im Falle 
einer Auftragserteilung die nachfolgend aufgeführten Fahrzeuge resp. Winter-
dienstgeräte anschaffen wird.
Diese Fahrzeuge resp. Winterdienstgeräte müssen bei einer Auftragserteilung um-
gehend angeschafft werden, so dass diese beim Auftragsbeginn per 1. November 
2020 einsatzbereit zur Verfügung stehen.
Die neu anzuschaffenden Fahrzeuge resp. Winterdienstgeräte müssen den in den 
Angebotsunterlagen definierten Anforderungen entsprechen und spätestens im Ok-
tober 2020 beim TBA/Betrieb einer technischen Kontrolle unterzogen werden.
In der Beilage erhält das TBA/Betrieb eine Kopie mit den technischen Daten der 
vorgesehenen und vom TBA akzeptierten Fahrzeuge resp. Winterdienstgeräte.
Der Unternehmer informiert das TBA über die Bestellung, den Liefertermin und den 
Kontrolltermin.
Der Unternehmer muss bei Nichteinhaltung dieser Abmachungen damit rechnen, 
dass ihm der Auftrag für die Winterdienstleistungen entschädigungslos wieder ent-
zogen werden kann.

Fahrzeuge / Winterdienstgeräte (Beilage Datenblätter / Offerte)

Fahrzeug 1: ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
Fahrzeug 2: ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

18

Schneepflug 1: …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………
Schneepflug 2: …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Aufbaustreuer: ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….

Der Unternehmer bestätigt, dass
a) er die vorstehenden Bedingungen zur Kenntnis genommen hat und damit einver-

standen ist;
b) die vorgegebenen Termine und Anforderungen einhalten kann.

Unternehmer/Adresse: …………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..………

Ort, Datum: rechtsgültige Unter-
schrift/en: (Firmeninhaber)
……………………………………………………………………………………………………………………………………                               ……………………………………………………………………………………………….……………….

5.1 Im Zwischenbescheid III 2020 138 vom 5. August 2020 prüfte das Verwal-
tungsgericht in einer prima-facie Würdigung hinsichtlich des Kriteriums "offerierte 
Fahrzeuge", ob der Offertsteller bereits im Zeitpunkt der Offertstellung über die 
Fahrzeuge und Gerätschaften verfügen müsse oder ob das Eignungskriterium 
auch erfüllt sei, wenn sie erst noch angeschafft würden (Erw. 2.1 und Erw. 4.4.3). 
Nach der Rechtsprechung seien für die Beurteilung der Angebote, insbesondere 
auch der Eignung, grundsätzlich die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse im 
Zeitpunkt der angefochtenen Ausschreibung oder Verfügung massgeblich. Das 
Bundesgericht schränkte dies insofern ein, als die Vergabebehörde in den Aus-
schreibungsunterlagen eine hiervon abweichende Vorgabe machen könne, na-
mentlich wenn es aufgrund der Natur des Auftrages ausreichend sei, wenn eine 
Anbieterin die wesentlichen Eigenschaften erst im Zeitpunkt der Auftragsaus-
führung gewährleisten müsse. Nur wenn sich die Vergabebehörde gar nicht zu 
dieser Frage äussere oder sich die Absicht nicht klarerweise aus den Unterlagen 
ergebe, dürfe der Zuschlag nicht einer Anbieterin erteilt werden, welche ein we-
sentliches Kriterium im Zeitpunkt des Zuschlages nicht erfülle (mit Hinweis auf 
BGE 145 II 249 Erw. 3.3 und BGE 143 I 177). Dabei sei zu beachten, dass die im 
Rahmen einer Ausschreibung formulierten Eignungskriterien bei einer unklaren 
Formulierung auslegungsbedürftig seien. Auszulegen und anzuwenden seien die 
Eignungskriterien diesfalls derart, wie sie von den Anbietern in guten Treuen hät-
ten verstanden werden können und müssen. Dies gelte ebenso für die Frage, zu 
welchem Zeitpunkt die Eignung gegeben sein müsste. Im Rahmen der Auslegung 
seien gegebenenfalls auch beschaffungsrechtliche Zielsetzungen wie die Förde-
rung des wirksamen Wettbewerbs, die Gleichbehandlung der Anbieter sowie die 
Sicherstellung von Transparenz und einer wirtschaftlichen Verwendung öffentli-
cher Mittel zu beachten, weil die Anbieter nach Treu und Glauben davon ausgehen 
könnten, dass die Vergabestelle die Eignungs- und Zuschlagskriterien unter 

19

Berücksichtigung dieser Grundsätze der Submissionsgesetzgebung formuliere 
(mit Hinweis auf das Urteil BGer 2C_111/2018 vom 2.7.2019 Erw. 3.3.2 f.).

Die Ausschreibungsunterlagen würden im Kapitel 'Eignungskriterien' nicht aus-
drücklich definieren, in welchem Zeitpunkt diese erfüllt sein müssten, was insbe-
sondere auch für den Eignungsnachweis der offerierten Fahrzeuge und Gerät-
schaften gelte (mit Verweis auf Ziff. 2.3 der Ausschreibungsunterlagen). Hieraus 
folge indessen nicht zwingend, dass die Eignung im Zeitpunkt der Offertstellung 
gewährleistet sein müsse. Auch weitere Hinweise der Ausschreibungsunterlagen 
und deren Auslegung könnten ergeben, dass die Fahrzeuge und Gerätschaften 
gemäss Offerte auch erst später vorhanden sein können. Mit Blick auf die Aus-
schreibungsunterlagen sowie die zu beschaffende Leistung sei die Auslegung der 
Vorinstanz und der Beigeladenen nicht zu beanstanden, wonach aus der Ausschrei-
bung hervorgehe, dass auch Fahrzeuge und Gerätschaften hätten offeriert werden 
können, deren Anschaffung noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Die Offerten 
seien bis am 15. Januar 2020, 12 Uhr, einzureichen gewesen für den Winterdienst 
ab 1. November 2020. Aus den Ausschreibungsunterlage Ziff. 3.4 Abs. 3, wonach 
die offerierten LKW und Winterdienstgeräte vor Auftragserteilung beim Tiefbauamt 
einer technischen Kontrolle unterzogen werden müssten, sowie der Erklärung, 
welche die Anbieter, die noch zu beschaffende Fahrzeuge oder Geräte offeriert 
hatten, mit dem Formular "Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte" abzu-
geben hatten, dass diese die den Angebotsunterlagen entsprechenden Anforde-
rungen erfüllten und spätestens im Oktober 2020 einer technischen Kontrolle un-
terzogen würden, schloss das Verwaltungsgericht, dass im vorliegenden Beschaf-
fungsverfahren die Möglichkeit vorgesehen gewesen sei, Fahrzeuge und Gerät-
schaften erst nach Offertstellung bestellen zu können. Dies entspreche auch dem 
Sinn und Zweck der vorliegenden Beschaffung und diene insbesondere der Ge-
währleistung eines wirksamen Wettbewerbes. 

Sowohl bei den Fahrzeugen als auch den Gerätschaften handle es sich um we-
sentliche Investitionen, die ein Anbieter nur tätige, wenn ein entsprechender Auf-
trag vorliege. Bei Winterdienstleistungen auf zehn Jahre rechne sich eine entspre-
chende Investition. Müssten die Fahrzeuge und Gerätschaften bereits bei Offert-
stellung vorhanden sein, würde dies viele interessierte Anbieter von der Angebots-
einreichung ausschliessen. Zudem könne es für die Eignung als Winterdienstleis-
ter nicht entscheidend sein, ob die notwendigen Fahrzeuge und Gerätschaften be-
reits rund ein Jahr vor dem relevanten Wintereinbruch vorhanden seien. Vorlie-
gend ergebe sich aus der Absicht der konkreten Beschaffung, deren Sinn und 
Zweck und insbesondere aus der Gewährleistung eines wirksamen Wettbewer-
bes, dass die für die Auftragserfüllung notwendigen Fahrzeuge und Gerätschaften 

20

gemäss Eignungskriterium Ziff. 2.3.1.3 nicht im Zeitpunkt der Offertstellung Be-
standteil des Fahrzeug- und Geräteparkes einer Anbieterin hätten sein müssen, 
sondern bis zur Auftragsausführung resp. Oktober 2020 angeschafft werden könn-
ten. Die Eignung einer Anbieterin sei gegeben, wenn die Kontrolle des bestehen-
den Fahrzeug- und Geräteparkes und/oder die Prüfung der anzuschaffenden Fahr-
zeuge und Gerätschaften die Eignung bestätige.

5.2 Dieser Zwischenbescheid wurde von der Beschwerdeführerin beim Bundes-
gericht angefochten. Mit Urteil 2C_718/2020 vom 11. Januar 2021 hat dieses fest-
gehalten, dass es für eine rechtmässige Zuschlagserteilung grundsätzlich nicht 
ausreiche, wenn eine Anbieterin die Eignungskriterien erst nach dem Zeitpunkt des 
Zuschlagsentscheids erfülle. Sofern jedoch aus der Natur des Auftrags hervor-
gehe, dass es für die Zuschlagserteilung genüge, wenn die Zuschlagsempfängerin 
die wesentlichen Eigenschaften für die Auftragsausführung erst zu einem späteren 
Zeitpunkt erfülle, oder sich ein solcher Wille aus der Interpretation und Auslegung 
der Ausschreibung klar ergebe, dann sei ein Zuschlag auch dann rechtmässig, 
wenn die Zuschlagsempfängerin die Eignungskriterien im Zeitpunkt des Zuschlag-
sentscheids (noch) nicht erfülle (Erw. 1.3.4 mit weiteren Hinweisen u.a. auf BGE 
145 II 249 Erw. 3.3). Die Vergabebehörden seien in diesem Sinne gehalten, ein 
möglichst transparentes Vergabeverfahren zu gewährleisten. Bei einer Auslegung 
könnten insbesondere die binnenmarktrechtlichen Anforderungen und die dem Be-
schaffungsrecht zugrunde liegenden Anliegen der Gleichbehandlung der Anbiete-
rinnen, der Sicherstellung von Transparenz und einer wirtschaftlichen Verwendung 
der öffentlichen Mittel Rechnung getragen werden (Erw. 3.3.1 mit Hinweisen, u.a. 
auf die Urteile 2D_17/2020 vom 30.11.2020 Erw. 1.2.5 und 2C_111/2018 vom 
2.7.2019 Erw. 3.2.2-3.3.4). 

Vor dem Hintergrund der in Ziff. 2.3.1.3 der Ausschreibungsunterlagen vorgese-
henen Eignungskriterien, sowie Ziff. 3.4 Abs. 3 und 4 der Ausschreibungsunterla-
gen, erachtete das Bundesgericht die Erwägung des Verwaltungsgerichts als halt-
bar, dass die Ausschreibungsunterlagen nicht ausdrücklich definierten, in welchem 
Zeitpunkt die Fahrzeuge vorhanden sein müssten, sondern ausdrücklich die Eig-
nungsnachweise hierfür genügen würden. Angesichts des Umstands, dass die den 
Anforderungen nicht entsprechenden Fahrzeuge und Geräte gemäss den Aus-
schreibungsunterlagen auch nachträglich noch ersetzt werden könnten, habe das 
Verwaltungsgericht im Rahmen seiner summarischen Prüfung willkürfrei zur Auf-
fassung gelangen dürfen, dass im Zeitpunkt des Zuschlagsentscheids lediglich der 
Eignungsnachweis der offerierten Fahrzeuge vorliegen müsse. Die Ausschrei-
bungsunterlagen würden sich gerade noch hinreichend klar erweisen, sodass die 
vorinstanzliche summarische Prüfung nicht als offensichtlich unhaltbar erscheine 

21

(vgl. Erw. 3.3.2 f.). In diesem Lichte sei es nicht massgebend, dass die Zuschlags-
empfängerin im Zuge der Offertenauswertung am 3. März 2020 mit dem Formular 
'Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte' noch eine schriftliche Erklärung 
habe abgeben können, wonach die zu beschaffenden Fahrzeuge spätestens im 
Oktober 2020 für die technische Kontrolle zur Verfügung stehen müssten, weswe-
gen offenbleiben könne, ob diese Erklärung im Zusatzformular einen Bestandteil 
der Ausschreibungsunterlagen bilde (Erw. 3.3.4). Zudem stellte das Bundesgericht 
fest, wenn die Fahrzeuge beim erheblichen Wert des zu vergebenden Auftrags 
bereits bei der Einreichung der Offerten vorhanden sein müssten, würden die An-
bieterinnen erhebliche Investitionen eingehen, die bei Nichterteilung des Zu-
schlags nutzlos wären, was zwangsläufig viele grundsätzlich interessierte Anbie-
terinnen vom Vergabeverfahren ausschliessen würde. Die Auslegung des Verwal-
tungsgerichts des Eignungskriteriums "Eignungsnachweise" verhindere daher in 
verfassungskonformer Weise, dass interessierte Anbieterinnen angesichts poten-
ziell nutzloser Investitionen von der Angebotseinreichung absehen würden (Erw. 
3.3.5; vgl. auch Urteil BGer 2D_17/2020 vom 30.11.2020 Erw. 5.3). 

5.3 Mithin hat das Bundesgericht die - namentlich verfassungskonforme - Aus-
legung der Ausschreibungsunterlagen durch das Verwaltungsgericht im Rahmen 
der prima-facie-Würdigung bestätigt. Daran ist auch im vorliegenden, ordentlichen 
Verfahren festzuhalten; es kann aber letztlich aufgrund der nachfolgenden Aus-
führungen und des Ausgangs dieses Verfahrens offenbleiben. 

6.1 Gemäss Ziff. 3.4 Abs. 3 der Ausschreibungsunterlagen müssen die offerier-
ten LKW und Winterdienstgeräte im Rahmen der Offertauswertung, vor der Auf-
tragserteilung, beim Tiefbauamt / Betrieb einer technischen Kontrolle unterzogen 
werden. Das Tiefbauamt entscheidet danach, ob die offerierten Geräte die Anfor-
derungen erfüllen oder durch neue ersetzt werden müssen.

Soweit die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 29. Juli 2020 (Ziff. 21 S. 5), 
ausführt, 'vor der Auftragserteilung' bedeute klarerweise vor dem Abschluss des 
eigentlichen Winterdienst-Vertrags und nicht bei der Zuschlagserteilung im Rah-
men des Vergabeverfahrens', übergeht sie, dass die technische Kontrolle des Tief-
bauamtes dem Wortlaut nach "im Rahmen der Offertauswertung" erfolgt, weswe-
gen ihre bruchstückartige Interpretation nicht haltbar ist. Im Übrigen hat die Vor-
instanz bei anderen Losen der Winterdienstleistungen auf den Kantonsstrassen 
2020 - 2030 (vgl. Ingress lit. A. hiervor) teilweise aufgrund der erfolgten techni-
schen Kontrolle beim Tiefbauamt / Betrieb bei der Offertauswertung Punkteabzüge 
bei Winterdienstgeräten vorgenommen (beispielsweise bei den Positionen 'Wind-
leitschirm', 'Randsteinabweiser' oder 'Pflugbeleuchtung + Positionsleuchten'; vgl. 
VGE III 2020 107 vom 21.12.2020 Erw. 9.3 ff.), weswegen unzweifelhaft ist, dass 

22

diese technische Kontrolle beim Tiefbauamt / Betrieb auch realiter jeweils im Rah-
men der Offertauswertung erfolgt ist.

Dass eine technische Kontrolle beim Tiefbauamt / Betrieb im Rahmen der Offert-
auswertung nur dann vorgenommen werden konnte, wenn Fahrzeuge und Winter-
dienstgeräte offeriert wurden, welche zu diesem Zeitpunkt von den Anbietern be-
reits angeschafft waren, bedarf keiner Erläuterung. Soweit bei Offerteingabe da-
gegen Fahrzeuge oder Winterdienstgeräte angeboten wurden, welche erst noch 
angeschafft werden mussten, wurde von diesen Anbietern mit dem Formular 'An-
schaffung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte' verlangt, dass die - im eingereichten 
Angebot (d.h. im Leistungsverzeichnis Ziff. 1.1 f.) aufgeführten - Fahrzeuge resp. 
Winterdienstgeräte im Falle einer Auftragserteilung umgehend angeschafft wer-
den. Zudem mussten diese Anbieter eine Kopie mit den technischen Daten der 
anzuschaffenden Fahrzeuge und Winterdienstgeräte beibringen und es wurde ih-
nen für die beim Tiefbauamt / Betrieb vorzunehmende technische Kontrolle eine 
Frist bis spätestens im Oktober 2020 angesetzt. 

Hieraus resultiert entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht per se eine 
ungleiche Behandlung der Anbieter. Anhand der einverlangten technischen Daten 
der noch anzuschaffenden Fahrzeuge und Winterdienstgeräte konnte im Rahmen 
der Offertauswertung zeitgleich eine zwar abstrakte, aber durchaus vergleichbare 
Beurteilung der Eignung der offerierten Fahrzeuge und Winterdienstgeräte und de-
ren Bewertung anhand des Bewertungsraster erfolgen, wie bei den bereits be-
schafften Fahrzeugen resp. Winterdienstgeräten, welche einer technischen Kon-
trolle unterzogen wurden. Fraglich ist einzig - wenn auch im vorliegenden Verfah-
ren offen gelassen werden kann -, ob es aus Gründen der Gleichbehandlung aller 
Anbieter (Art. 1 Abs. 3 lit. b und Art. 11 lit. a IVöB) nicht geboten gewesen wäre, 
jenen Anbietern, welche bereits beschaffte (und im Einsatz stehende) Fahrzeuge 
und Winterdienstgeräte angeboten haben und bei denen anlässlich der techni-
schen Kontrolle Mängel festgestellt wurden, Gelegenheit zu geben, diese innert 
einer bestimmten Frist zu beheben; dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, 
dass die technische Kontrolle bei diesen Anbietern im März 2020 und damit gegen 
Ende der laufenden Winterdienstsaison erfolgt ist (vgl. Ziff. 3.3 Abs. 2 der Aus-
schreibungsunterlagen), mithin zu einem Zeitpunkt an welchem gewisse Mängel 
infolge Abnutzung zu erwarten waren und der Unterhaltsservice wie der Ersatz von 
Verschleissteilen naturgemäss noch bevorstanden. 

6.2 Aus vergaberechtlicher Sicht nicht haltbar erscheint dagegen das zusätzlich 
formulierte 'Erfordernis' im Formular 'Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienst-
geräte', wonach der Anbieter dem Tiefbaumt/Betrieb eine Kopie mit den techni-

23

schen Daten der vorgesehenen "und vom TBA akzeptierten" Fahrzeuge resp. Win-
terdienstgeräte einzureichen habe (vgl. Erw. 4.4 hiervor; Passage mit Fettdruck 
hervorgehoben). Es ist weder nachvollziehbar, auf welcher fachlichen und rechtli-
chen Basis sich das Tiefbauamt - noch bevor ihm die Kopie mit den technischen 
Daten zugestellt wurde sowie vor resp. ausserhalb der Offertauswertung - dazu 
hätte äussern können, ob es die von Anbietern vorgesehenen, also offerierten 
Fahrzeuge resp. Winterdienstgeräte akzeptiere, noch in welchem - transparenten 
und protokollierten - Verfahren (vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, Praxis des öffentli-
chen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. Zürich 2013, N 714, N 718, N 848) ein solcher 
Akzept des Tiefbauamtes ergehen und welche Folgen ein Nichtakzept des Tief-
bauamtes zeitigen sollte.

Es kann nicht fraglich sein, dass bei der geforderten Gleichbehandlung der Anbie-
ter wie der Sicherstellung der Transparenz (Art. 1 Abs. 2 IVöB), die Prüfung und 
Bewertung der Eignungs- und Zuschlagskriterien - auch hinsichtlich der noch zu 
beschaffenden Fahrzeuge resp. Winterdienstgeräte - ausschliesslich und in ver-
gleichbarer Weise im Rahmen der Offertauswertung zu erfolgen hat (vgl. Erw. 6.1 
letzter Absatz hiervor). Für eine irgendwie geartete 'Vorauslese' im unbekannten 
Verfahren und mit unbekannten Folgen bieten weder das Vergaberecht im Allge-
meinen noch die Ausschreibungsunterlagen im Besonderen eine Grundlage. Auch 
Ziff. 3.4 Abs. 3 der Ausschreibungsunterlagen ermöglicht den Ersatz der offerierten 
durch neue Fahrzeuge und Geräte nur unter der Voraussetzung, dass die im Rah-
men der Offertauswertung vorzunehmende technischen Kontrolle ergibt, dass die 
offerierten Fahrzeuge und Geräte die Anforderungen nicht erfüllen (vgl. Urteil BGer 
2C_718/2020 vom 11.1.2021 Erw. 3.3.2). Es sind somit bei der Offertauswertung 
in jedem Falle die fristgerecht offerierten Fahrzeuge und Winterdienstgeräte zu 
beurteilen und zu bewerten und nicht solche, welche nachträglich eingebracht wer-
den. Auch die in Ziff. 3.5 der Ausschreibungsunterlagen geregelte Möglichkeit ei-
nes Fahrzeugwechsels, wenn ein Winterdienstfahrzeug ersetzt oder neu ange-
schafft werden muss, ändert hieran nichts. 

6.3 Werden im Formular 'Anschaffung Fahrzeuge und / oder Winterdienstgeräte' 
von einem Anbieter andere Fahrzeuge oder Winterdienstgeräte angeboten, als 
jene, welche im fristgerecht eingereichten Angebot (Leistungsverzeichnis Ziff. 1.1 
f.) offeriert wurden - sei es als Folge davon, dass das Tiefbauamt letztere nicht 
akzeptiert hat (vgl. dazu Erw. 6.2 hiervor) oder aus anderen Gründen - und werden 
solche nachträglich eingebrachten Fahrzeuge oder Winterdienstgeräte von der 
Vergabestelle bei der Offertauswertung geprüft und bewertet, bewirkt dies zwangs-
läufig eine Ungleichbehandlung der Anbieter. 

24

Mit Blick auf das Verhandlungsverbot (§ 29 Abs. 1 VIVöB), woraus sich das Prinzip 
der grundsätzlichen Unveränderbarkeit der Angebote nach deren Einreichung bei 
der Vergabebehörde ergibt (vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., N 710), sowie 
des Gleichbehandlungsgebots (Art. 1 Abs. 3 lit. b und Art. 11 lit. a IVöB), dürfen 
bei der Offertbewertung einzig die in Ziff. 1.1 f. des Leistungsverzeichnisses Los 
001.________ der fristgerecht eingereichten Offerte für den Auftrag offerierten 
Fahrzeuge und Winterdienstgeräte auf ihre Eignung geprüft und anhand der Zu-
schlagskriterien bewertet werden (wobei es sich um vorhandene oder noch anzu-
schaffende Fahrzeuge und Gerätschaften handeln durfte). Nachträglich geänderte 
Angebote stellen dagegen verspätete (neue) Offerten dar und dürfen als solche 
bei der Offertbewertung keine Berücksichtigung finden (vgl. Beyeler, Der Geltungs-
anspruch des Vergaberechts, Zürich 2012, Rz. 1853). Es muss daher als selbst-
verständlich gelten, dass die Abgabe des Formulars 'Anschaffung Fahrzeuge und 
Winterdienstgeräte' einzig der Präzisierung von vorhandenen Offertinhalten die-
nen kann und nicht dazu, dass nachträglich (und in Kenntnis etwa des Preises der 
Konkurrenzofferten; vgl. Protokoll Offertöffnung vom 20.1.2020; § 25 Abs. 4 VI-
VöB) neue Offertinhalte eingebracht werden. Rücksprachen dürfen nicht zur 
nachträglichen Änderung der Offerte führen (vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., 
N 440). In diesem Sinne wird auch im 1. Absatz des Formulars 'Anschaffung Fahr-
zeuge und Winterdienstgeräte' in unmissverständlicher Weise darauf hingewiesen, 
dass es sich bei den "nachfolgend aufgeführten Fahrzeuge[n] resp. Winterdienst-
geräte[n]" um dieselben handelt resp. handeln muss, deren Anschaffung im Falle 
einer Auftragsbestätigung bereits im "eingereichten Angebot" angeboten resp. 
bestätigt worden sind (vgl. zum exakten Wortlaut Erw. 4.4 hiervor; mit Fettdruck 
hervorgehoben). 

Die Möglichkeit, dass bei der Offerteingabe auch Fahrzeuge oder Winterdienst-
geräte angeboten werden können, welche vom Anbieter erst noch zu beschaffen 
sind, ändert mit anderen Worten nichts daran, dass die eingereichte Offerte auch 
hinsichtlich der offerierten, für die Auftragserfüllung notwendigen Fahrzeuge und 
Gerätschaften verbindlich ist - unabhängig davon, ob diese von den jeweiligen An-
bietern schon angeschafft wurden oder erst noch zu beschaffen sind. Entspre-
chend sind bei der Offertbewertung auch diesbezüglich nicht nachträglich geän-
derte Angebote auf ihre Eignung zu prüfen und anhand der Zuschlagskriterien zu 
bewerten, sondern die im Leistungsverzeichnis (Ziff. 1.1 f.) der fristgerecht einge-
reichten Offerte verbindlich angebotenen Fahrzeuge und Winterdienstgeräte. 

6.4 Die Beigeladene hat im Leistungsverzeichnis Los 001.________ unter Ziff. 
1.1 als Fahrzeug 1 einen L.1.________, Jahrgang 2020, Anschaffungsjahr 2020 
und als Fahrzeug 2 einen L.2.________, Jahrgang 2019, Anschaffungsjahr 2019 

25

offeriert sowie unter Ziff. 1.2 als Schneepflug 1 einen N.1.________, Jahrgang 
2020 und als Schneepflug 2 eine N.1.________, Jahrgang 2018. 

Im Formular 'Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte', datierend vom 
3. März 2020 hat die Beigeladene dagegen als Fahrzeug 1 einen L.3.________ 
und als Fahrzeug 2 einen M.1.________ und als Schneepflug 1 und 2 je einen 
N.2.________ aufgeführt. Zu diesem Fahrzeug 1, L.3.________, hat die Beigela-
dene eine Kaufofferte, datierend vom 20. Februar 2020 beigebracht (in Vi-Akten-
ordner Los 001.________, Register 5). Zum Fahrzeug 2, M.1.________, liegt ein 
"Datenblatt LKW" bei den Akten, welches (einzig) vier Fotografien dieses Fahr-
zeugs enthält, auf denen der Schriftzug der Beigeladenen angebracht ist, sowie 
eine Kopie des Fahrzeugausweises, gemäss welchem dieses Fahrzeug mit Jahr-
gang 2010 am 23. Januar 2020 auf die Beigeladene eingelöst worden ist (Vi-Ak-
tenordner Los 001.________, Register 6). Für die Schneepflüge 1 und 2, 
N.2.________ hat die Beigeladenen ebenfalls Kaufofferten, datierend vom 5. Fe-
bruar 2020 beigebracht (in Vi-Aktenordner Los 001.________, Register 5).

Im Bewertungsraster der Beigeladenen vom 14. April 2020 wurden die im Formular 
'Anschaffung Fahrzeuge und Winterdienstgeräte' aufgeführten Fahrzeuge 1 und 2 
sowie die Schneepflüge 1 und 2 bewertet, wobei sich beim Fahrzeug 2 sowie beim 
Schneepflug 1 eine Bemerkung findet, dass die "Eingabe" ein anderes Fahrzeug 
(L.2.________, 2019, Euro 6) resp. einen anderen Pflug (N.2.________, 2020) 
enthält. 

6.5 Damit erweist sich die Darstellung der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung 
vom 29. Juli 2020 (Ziff. 22 S. 6), dass die offerierten Fahrzeuge und Gerätschaften 
geprüft und bewertet worden seien, bezüglich der Fahrzeuge 1 und 2 sowie die 
Schneepflüge 1 und 2 als unzutreffend. Geprüft und bewertet wurden offensichtlich 
nicht die von der Beigeladenen in ihrem Leistungsverzeichnis (Ziff. 1.1 f.) der frist-
gerecht eingereichten Offerte angebotenen Fahrzeuge 1 und 2 sowie die Schnee-
pflüge 1 und 2, sondern die mit dem Formular 'Anschaffung Fahrzeuge und Win-
terdienstgeräte', datierend vom 3. März 2020, nachträglich eingebrachten, von der 
verbindlichen Offerte abweichenden Fahrzeuge 1 und 2 sowie Schneepflüge 1 
und 2. 

6.6.1  Das diesbezüglich nachträglich geänderte Angebot hätte als verspätete 
(neue) Offerte bei der Offertbewertung keine Berücksichtigung finden dürfen (vgl. 
Erw. 6.2 f. hiervor). Mithin hat die Vorinstanz im Rahmen der Offertauswertung Los 
001.________ in rechtswidriger Weise nicht die von der Beigeladenen fristgerecht 
eingereichte, verbindliche Offerte ausgewertet, sondern ein nachträglich abgeän-

26

dertes Angebot. Dies würde im Regelfall dazu führen, dass die Zuschlagsverfü-
gung aufgehoben und die Sache zur neuen Auswertung der korrekten Offerten an 
die Vorinstanz zurückgewiesen würde.

6.6.2  Mit Zwischenbescheid III 2020 138 vom 5. August 2020 wurde die der Be-
schwerde mit Verfügung vom 10. Juni 2020 einstweilen erteilte aufschiebende Wir-
kung entzogen. Auf die dagegen erhobene Beschwerde ist das Bundesgericht 
nicht eingetreten bzw. hat es sie abgelehnt (Urteil BGer 2C_718/2020 vom 
11.1.2021). Im Rahmen des laufenden Verfahrens vor Bundesgericht teilte die Be-
schwerdeführerin dem Bundesgericht mit Schreiben vom 9. Oktober 2020 mit, die 
Vorinstanz habe für das Los 002.________ [recte wohl 001.________] den Win-
terdienst 2020/2021 bereits freihändig vergeben, wohl an die Beigeladene. Hierauf 
informierte das Baudepartement das Bundesgericht am 22. Oktober 2020, diese 
Behauptung sei unzutreffend. Nachdem die aufschiebende Wirkung entzogen sei, 
sei beabsichtigt, die Aufträge der Beigeladenen für die gesamte Auftragsdauer zu 
erteilen. Auf entsprechende Rückfrage des Gerichts hin, bestätigte das Baudepar-
tement am 10. März 2021, dass der Vertrag für die Winterdienstleistungen 2020 - 
2030, Los 001.________, mit der Beigeladenen am 30. Oktober 2020 abgeschlos-
sen wurde.

6.6.3  Wird eine Vergabe gerichtlich angefochten und ist der Vertrag noch nicht 
abgeschlossen, kann das Gericht die Aufhebung der Verfügung beschliessen und 
in der Sache selbst entscheiden oder sie an die Vergabebehörde mit oder ohne 
verbindliche Anordnungen zurückweisen (Art. 18 Abs. 1 IVöB). Ist jedoch der Ver-
trag bereits abgeschlossen und erweist sich die Beschwerde als begründet, stellt 
das Gericht fest, dass die Verfügung rechtswidrig ist (Art. 18 Abs. 2 IVöB). 

Nachdem der Vertrag vorliegend bereits abgeschlossen ist, gilt es einzig festzu-
stellen, dass sich die Beschwerde als begründet erweist und die angefochtene 
Verfügung rechtswidrig ist. Die Rechtswidrigkeit besteht darin, dass die Vorinstanz 
zu Unrecht Fahrzeuge und Winterdienstgeräte der Beigeladenen ausgewertet hat, 
die nicht Inhalt der fristgerecht eingereichten, verbindlichen Offerte waren, sondern 
die die Beigeladene erst später, in unzulässiger Abänderung der Offerte ins Ver-
fahren eingebracht hat (vgl. oben Erw. 6.4 und Erw. 6.5). Ob eine korrekte Offert-
auswertung (d.h. die Bewertung der fristgerecht eingereichten, verbindlichen Of-
ferte) zum gleichen Ergebnis (Beigeladene im ersten Rang) führen würde oder 
nicht, ist nicht erheblich und ändert nichts an der Feststellung, dass das durchge-
führte und angefochtene Verfahren rechtsfehlerhaft war.

27

7. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als begründet, wes-
halb festzustellen ist, dass die angefochtene Zuschlagsverfügung rechtswidrig ist 
(vgl. oben Erw. 6.6.3). 

8.1 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.-- 
(Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) je zur Hälfte der Vorinstanz und 
der Beigeladenen aufzuerlegen.

8.2.1  Zudem wird der beanwalteten Beschwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz 
und der Beigeladenen eine Parteientschädigung zugesprochen. Der Rechtsvertre-
ter der Beschwerdeführerin hat dem Gericht eine Kostennote eingereicht. Diese 
weist einen Zeitaufwand von 31.75 Std. sowie Auslagen von Fr. 228.10 aus. Gel-
tend gemacht wird ein Stunden-Ansatz von Fr. 250.--/h, alles zzgl. MwSt.

8.2.2  Gemäss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 
234.110) vom 6. Juni 1974 hat im Rechtsmittelverfahren (und in verwaltungsge-
richtlichen Klagefällen) die unterliegende der obsiegenden Partei eine dem Auf-
wand angemessene Entschädigung auszurichten, welche die Behörde festsetzt. 
Die Entschädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (Geb-
TRA, SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. § 2 des Gebührentarifs sieht als Be-
messungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Umfang 
und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. Das Ho-
norar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
(§ 14 GebTRA). In Verfahren, die aussergewöhnlich viel Arbeit beanspruchen, na-
mentlich das Studium von fremdem Recht, von Akten, die in einer Fremdsprache 
abgefasst sind, oder von besonders umfangreichem Aktenmaterial, dürfen die 
Höchstansätze dieses Tarifs bis 100% überschritten werden, ebenso, wenn der 
Anwalt an besonders zeitraubenden Beweiserhebungen oder vor einer Instanz an 
mehreren Verhandlungen teilnehmen muss (§ 16 Abs. 1 GebTRA). Eine allfällige 
Kostennote ist zu spezifizieren und vor Fällen des Entscheides einzureichen; an-
dernfalls wird die Vergütung nach freiem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 Geb-
TRA). Gestützt auf die angeführten Normen befolgen die Verwaltungsbehörden 
und das Verwaltungsgericht bei der Entschädigungsbemessung eine zurückhal-
tende Praxis. Dies entspricht § 74 Abs. 1 VRP, welcher nur von einer angemesse-
nen Entschädigung und nicht vom Anspruch auf Ersatz der Kosten der Prozess-
führung und Vertretung nach gerichtlicher Festsetzung (vgl. Art. 105 f. der Zivilpro-
zessordnung [ZPO, SR 272] vom 19.12.2008) spricht. § 74 Abs. 1 VRP verlangt 
nicht die Ausrichtung einer vollen, sondern nur einer angemessenen, im Rahmen 
des Gebührentarifs sich bewegenden und anhand des notwendigen Aufwandes 

28

bestimmten Parteientschädigung. Die Parteientschädigung versteht sich als Bei-
trag an die Anwaltskosten und muss nicht vollumfänglich dem in einer eingereich-
ten Kostennote aufgeführten Betrag entsprechen (vgl. Urteil BGer 2A.453/2004 
vom 23.3.2005 Erw. 5). Die Bindung an den Gebührentarif und damit die notwen-
dige Wahrung der Proportionen zwischen den verschiedensten Aufwandinten-
sitäten bedingt, dass aufwandgeringe Verfahren nur so hoch entschädigt werden, 
dass der Gebührentarif auch für aufwandintensivste Fälle noch eine angemessene 
Entschädigung zulässt (EGV 1986 Nr. 2; 1989 Nr. 6 mit Hinweisen auf die Materi-
alien; VGE 708/97 vom 2.9.1997 Erw. 1c). Die Zurückhaltung bei der Bemessung 
der Parteientschädigung geht einher mit einer ebenso grossen Zurückhaltung bei 
der Bemessung der Verfahrenskosten (EGV 1986 Nr. 2; VGE 708/97 vom 
2.9.1997 Erw. 1c). Die dargelegte Rechtspraxis stellt keinen Widerspruch zu 
Art. 29 BV dar. Unmittelbar aus der Verfassung ergibt sich für die obsiegende Par-
tei kein Anspruch auf Parteientschädigung. Ein bundesrechtlicher Anspruch auf 
Parteientschädigung besteht nur und insoweit, als ein solcher im Gesetz vorgese-
hen ist (vgl. BGE 104 Ia 9 Erw. 1; 117 V 401 Erw. 1b; Pra 2002 Nr. 186 Erw. 2; 
Urteil BGer 2A.468/2005 vom 7.4.2006 Erw. 3.4). Des Weiteren ist zu beachten, 
dass der aktuell vom Verwaltungsgericht akzeptierte maximale Stundenansatz 
Fr. 220.-- inkl. MwSt beträgt (VGE III 2018 194 vom 12.2.2019 Erw. 5.2.2; VGE III 
2016 188 vom 29.5.2017 Erw. 8.2.2; VGE III 2015 176 vom 22.12.2015 Erw. 4 mit 
Hinweisen).

8.2.3  Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat am 17. November 2020 
eine summarische Auflistung einzelner Tätigkeiten eingereicht ohne deren zeitli-
chen Aufwand zu spezifizieren. Der bezifferte Aufwand von 31.75 Stunden erweist 
sich im Vergleich zu anderen, vergleichbaren Verfahren als sehr hoch. Zu beach-
ten ist dabei auch, dass beim Aufwand für die Beschwerde vom 8. Juni 2020 (und 
der Replik vom 1. September 2020) gewisse Synergien zu parallelen Beschwer-
deverfahren (VGE III 2020 104, 105, 106, 107) offensichtlich sind (Urteil BGer 
2C_32/2018 vom 11.11.2019 Erw. 5.5). In Berücksichtigung der Reduktion des 
Stundenansatzes, der konkreten Umstände sowie den obgenannten Grundsätzen 
und Praxis rechtfertigt es sich, die Parteientschädigung für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf gesamthaft 
Fr. 3'800.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen.

8.3 Mit dem Zwischenbescheid III 2020 138 vom 5. August 2020 wurden die Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen des Zwischenbescheides ins Hauptverfahren 
übertragen. 

29

Als in Sachen aufschiebende Wirkung unterliegende Partei hat die Beschwerde-
führerin die Kosten des Zwischenbescheidverfahrens von Fr. 500.-- (Gerichtsge-
bühr, Kanzleikosten und Barauslagen) zu tragen. Zudem hat sie der anwaltschaft-
lich vertretenen Beigeladenen, welche den Entzug der aufschiebenden Wirkung 
beantragt hatte und damit obsiegt hat, eine Parteientschädigung von Fr. 500.-- 
(inkl. Barauslagen und MwSt) zu zahlen.

30

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass die Zuschlagsverfü-
gung vom 27. Mai 2020 betreffend Zuschlag an die Beigeladene im Aus-
schreibungsverfahren Winterdienstleistungen auf Kantonsstrassen 2020 - 
2030, Vergabe Winterdienst Los 001.________: Birchli - Gross - Steinbach 
- Euthal - Unteriberg, rechtswidrig ist.

2. Die Kosten des Verfahrens III 2020 106 in der Höhe von Fr. 2'500.-- (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden je zur Hälfte (je 
Fr. 1'250.--) dem Kanton Schwyz und der Beigeladenen auferlegt. 

Die Beigeladene hat ihr Betreffnis von Fr. 1'250.-- innert 30 Tagen seit Zu-
stellung dieses Entscheides auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungs-
gerichts zu bezahlen.

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

3. Die Beigeladene und der Kanton haben der beanwalteten Beschwerdefüh-
rerin für das verwaltungsgerichtliche Verfahren III 2020 106 eine Parteien-
tschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) von je Fr. 1'900.-- (insgesamt also 
Fr. 3'800.--) zu bezahlen.

4.1 Die Beschwerdeführerin hat die Kosten für das Zwischenbescheidverfahren 
III 2020 138 von Fr. 500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
zu tragen. Sie hat am 17. Juni 2020 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- 
geleistet, so dass ihr aus der Gerichtskasse Fr. 2'000.-- zurückzuerstatten 
sind.

4.2 Die Beschwerdeführerin hat der anwaltschaftlich vertretenen Beigeladenen 
für das Zwischenbescheidverfahren III 2020 138 eine Parteientschädigung 
von Fr. 500.-- zu leisten. 

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden, wenn der staatsvertragliche Schwellenwert über-
schritten ist und soweit sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
stellt (Art. 42 und 82 ff., insbesondere Art. 83 lit f. des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). 

Im Übrigen kann ebenfalls innert 30 Tagen seit Zustellung subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen 
Rechten gerügt werden (Art. 113 ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Be-
schwerde sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

31

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Rechtsvertreter der Beigeladenen (2/R)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Baudepartement des Kantons Schwyz (EB)
- und die Eidg. Wettbewerbskommission WEKO, 3003 Bern (A).

Schwyz, 29. März 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 7. April 2021