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**Case Identifier:** 2b2e63c6-3f85-5fc7-893c-074c9d2c1388
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.06.2024 810 24 47 (810 2024 47)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-24-47_2024-06-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. Juni 2024 (810 24 47) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht  

 

 

Einschränkung der elterlichen Sorge in medizinischen Belangen 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, 

Kantonsrichter Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiber Martin Michel 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Peter Epple, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

  
 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Beat Lehner, Advokat 
 

 D.____, Beigeladener, vertreten durch Dr. Rita Jedelhauser, Advokatin 
 

  
 
 
 
 

Betreff Einschränkung der elterlichen Sorge (Entscheid der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 16. Januar 2024) 

 

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A. D.____ (geb. 2010) ist der Sohn der verheirateten, seit 2019 getrennt lebenden, 
A.____ (Kindsmutter, geb. 1970) und C.____ (Kindsvater, geb. 1971). D.____ zeigte bereits im 
Kindergarten ein deutlich auffälliges Verhalten (geringe Frustrationstoleranz, hohe Impulsivität 
und verbale Aggressionen), woraufhin bei ihm im Jahr 2018 eine Asperger-Störung diagnosti-
ziert wurde. Im Rahmen des Eheschutzverfahrens wurde eine Erziehungsbeistandschaft für 
D.____ errichtet, E.____ als Beiständin ernannt und die Initiierung der alternierenden Obhut per 
1. Dezember 2020 genehmigt. 
 
B. Nach einer Verhärtung des elterlichen Konfliktes aufgrund der Umsetzung der alter-
nierenden Obhut, Hinweisen der Schule über die stark belastete Kommunikation der Eltern 
sowie einer Gefährdungsmeldung des F.____ erliess die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde B.____ (KESB) mit mehreren Entscheiden zusätzliche Kindesschutzmassnahmen 
(5. Oktober 2021: Erweiterung der Aufgaben der Beiständin; 2. November 2021: Anordnung 
einer sozialpädagogischen Familienbegleitung; 25. Mai 2022: Anordnung eines psychiatrisch-
psychologischen Fachgutachtens; 25. Mai 2022: Anordnung einer Kindsvertretung; 20. Juni 
2022: Vorsorglicher Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzierung von D.____ in 
G.____ (Heim) sowie Festlegung der Kontaktrechte; 24. Juli 2023: Verlängerung der sozial-
pädagogischen Familienbegleitung). 
 
C. Das Scheidungsverfahren zwischen der Kindsmutter und dem Kindsvater ist aktuell 
beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost hängig (Verfahrensnummer 120 21 1820 III). 
 
D. Mit Entscheid vom 16. Januar 2024 entzog die KESB den Kindseltern gestützt auf 
Art. 310 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907 definitiv 
das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____ und platzierte ihn weiterhin im Heim (Ziff. 1 und 
2). Zugleich entzog die KESB der Kindsmutter das medizinische Sorgerecht über D.____ 
gestützt auf Art. 308 Abs. 3 ZGB vorderhand für die Dauer von einem Jahr und übertrug die 
diesbezügliche Entscheidkompetenz von der Kindsmutter auf die Beiständin (Ziff. 3, 4 und 5 
lit. f). Weiter regelte die KESB den persönlichen Verkehr der Kindseltern neu (Ziff. 6) und wies 
die von der Kindsmutter zuvor gestellten Anträge ab (Ziff. 9). 
 
E. Gegen den Entscheid der KESB vom 16. Januar 2024 erhebt die Kindsmutter, ver-
treten durch Peter Epple, Advokat in Münchenstein, mit Eingabe vom 19. Februar 2024 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), mit den Rechtsbegehren, es seien die Ziff. 3, 4, 5 lit. f, 6 lit. f und 9 des 
Entscheids der KESB aufzuheben, eventualiter sei der Entscheid zur Neubeurteilung der ge-
nannten Ziffern an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
zulasten der Vorinstanz sowie unter Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mit dem 
Unterzeichneten als unentgeltlichem Rechtsbeistand. 
 
F. Mit Eingabe vom 14. März 2024 verzichtete die Vorinstanz unter Verweis auf den 
angefochtenen Entscheid auf eine Vernehmlassung. 
 

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G. Mit Vernehmlassung vom 20. März 2024 schloss der Kindsvater, vertreten durch Beat 
Lehner, Advokat in Liestal, auf Abweisung der Beschwerde. Die Vertreterin des Beigeladenen 
hat eine Honorarnote eingereicht und sich im Verfahren inhaltlich nicht geäussert. 
 
H. Mit Präsidialverfügung vom 10. April 2024 wurde der Beschwerdeführerin die un-
entgeltliche Rechtspflege gewährt. 
 
I. Am 15. April 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB und § 66 Abs. 1 des kanto-
nalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 
kann gegen Entscheide der KESB Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Das 
Verfahren richtet sich vorab nach den Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des 
kantonalen Verwaltungsprozessrechts, des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungs-
prozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993, anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die 
am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als Verfahrensbeteiligte zur Beschwerde-
erhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen nach den Art. 450 ff. ZGB 
i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
1.2 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die 
Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
2. Inhaltlich umstritten ist vorliegend einzig die Rechtmässigkeit der Beschränkung des 
medizinischen Sorgerechts der Beschwerdeführerin durch die Vorinstanz bzw. die Übertragung 
der diesbezüglichen Entscheidkompetenz auf die Beiständin.  
 
3.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, die Kindsmutter zeige gemäss der 
umfangreichen Aktenlage und den Ausführungen im Gutachten der H.____ vom 8. März 2023 
(Gutachten) eine Beeinträchtigung in Bezug auf die Kooperationsbereitschaft mit anderen im 
System beteiligten Fachpersonen. Die Beschwerdeführerin habe sich ein Netz aus Fachperso-
nen geschaffen, die ihre Sicht und Einstellung unterstützten und mit ihr eine Allianz gegen den 
Beschwerdegegner eingingen. Durch zusätzliche Arzttermine habe die Beschwerdeführerin 
regelmässig Unterbrechungen in der Lebenssituation von D.____ im Heim verursacht. Das 
Gutachten komme zum Schluss, dass als zusätzliche flankierende Massnahme ein auf die 
Beiständin übertragenes medizinisches Sorgerecht sowie die Reduktion weiterer ambulanter 
therapeutischer Massnahmen verhindern könne, dass ungeplante Arztbesuche den struk-

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turierten Alltag von D.____ im Heim beeinträchtigten. D.____ werde im Heim umfassend und 
ihm gerecht werdend betreut und versorgt, sodass jegliche ambulante therapeutische Massnah-
men zugunsten einer Beruhigung des Alltags und des Systems aufgehoben werden sollten, da 
sie aktuell nicht zweckdienlich erschienen, um die Entwicklung von D.____ weiterhin günstig zu 
beeinflussen. Ein auf die Beiständin übertragenes medizinisches Sorgerecht würde eine weitere 
Beruhigung und Stabilisierung des Systems begünstigen. Daher erscheine die Einschränkung 
des medizinischen Sorgerechts bei der Kindsmutter für D.____ gestützt auf Art. 308 Abs. 3 ZGB 
die erforderliche und verhältnismässige Massnahme, um den Jugendlichen in seiner weiteren 
Entwicklungsgesundheit und im Heranwachsen als eigenständiger junger Mann in Ablösung zu 
den Eltern zu unterstützen. 
 
3.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, es handle sich vorliegend um eine hoch-
strittige Elternbeziehung mit unterschiedlichen Ansichten über die Wünsche und Bedürfnisse 
des gemeinsamen Sohns D.____. Eine Rückmeldung der Schulleiterin bestätige, dass sie je-
weils frühzeitig die Termine von D.____ mit dem Heim koordiniert habe und kurz vor dem Ter-
min nochmals eine Erinnerung gesandt habe. Vor diesem Hintergrund erscheine es grotesk, 
dass seitens der Vorinstanz behauptet werde, es falle ihr schwer, Klarheit, Struktur und 
Vorhersehbarkeit für D.____ zu gewährleisten, indem sie durch zusätzliche Arzttermine regel-
mässige Unterbrechungen in der Lebenssituation im Heim verursache. Diese Belege und Ar-
gumente widersprächen nachweislich der Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass nur mittels 
einer zusätzlichen flankierenden Massnahme im Rahmen eines auf die Beiständin übertrage-
nen medizinischen Sorgerechts sowie der Reduktion weiterer ambulanter therapeutischer 
Massnahmen verhindert werden könne, dass ungeplante Arztbesuche den strukturierten Alltag 
von D.____ beeinträchtigten. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt falsch festgestellt und 
darüber hinaus ohne Not und ohne zunächst ein milderes Mittel auch nur zu prüfen, geschwei-
ge denn anzuordnen, direkt zur härtesten der möglichen Massnahmen gegriffen, weshalb sie 
unangemessen und rechtswidrig gehandelt habe. Hinzu komme, dass die Befristung auf ein 
Jahr in keiner Weise begründet oder an konkrete Voraussetzungen gebunden worden sei, 
weshalb diese willkürlich sei. 
 
3.3 Der Beschwerdegegner macht geltend, der Entzug des medizinischen Sorgerechts der 
Beschwerdeführerin durch die Vorinstanz stütze sich nicht bloss auf die wenigen im angefoch-
tenen Entscheid vom 16. Januar 2024 zitierten Passagen aus dem Gutachten, sondern viel-
mehr auf dessen umfangreiche Abklärungen und Erkenntnisse als Ganzes. Die zentral ange-
führte Begründung in der Beschwerde, wonach die Beschwerdeführerin nur notwendige Arztter-
mine wahrgenommen habe und es daher keinen Grund gebe, ihr das medizinische Sorgerecht 
zu entziehen, übersehe die im Gutachten angeführten Gründe für einen Entzug des medizi-
nischen Sorgerechts. 
 
4.1 Die elterliche Sorge dient dem Wohl des Kindes (Art. 296 Abs. 1 ZGB). Sie umfasst die 
Gesamtheit der elterlichen Verantwortlichkeiten und Befugnisse in Bezug auf das Kind, d.h. die 
Bestimmung des Aufenthaltsorts, die Erziehung und die gesetzliche Vertretung des Kindes 
sowie dessen Vermögensverwaltung (vgl. INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Auflage, 2022, Art. 296 

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ZGB N 2). Die Eltern leiten im Blick auf das Wohl des Kindes seine Pflege und Erziehung und 
treffen unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungsfähigkeit die nötigen Entscheidungen (Art. 301 
Abs. 1 ZGB). Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für 
Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde die geeigneten 
Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Gemäss Art. 307 Abs. 2 ZGB ist 
die Kindesschutzbehörde dazu auch gegenüber Kindern verpflichtet, die bei Pflegeeltern unter-
gebracht sind oder sonst ausserhalb der häuslichen Gemeinschaft der Eltern leben. Erfordern 
es die Verhältnisse, so ernennt die Kindesschutzbehörde dem Kind einen Beistand, der die 
Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt und dem besondere Befugnisse 
übertragen werden können (Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB). Die elterliche Sorge kann gemäss 
Art. 308 Abs. 3 ZGB entsprechend beschränkt werden. Im Gegensatz zur Anordnung nach 
Art. 308 Abs. 2 ZGB setzt die Beschränkung der elterlichen Sorge nach Art. 308 Abs. 3 ZGB ein 
höheres Mass an Gefährdung des Kindeswohls voraus, da diese einen stärkeren Eingriff 
darstellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_147/2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.3 mit Hinweisen). 
Die Möglichkeit, elterliche Sorge partiell zu beschränken, sichert – unter Respektierung des 
Verhältnismässigkeitsprinzips – beistandschaftliche Handlungsmacht, wo Eltern aktiv den 
Interessen des Kindes zuwiderhandeln oder dies zu erwarten ist und sie damit die Handlungen 
des Beistandes durchkreuzen. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge kann die anordnende Behör-
de (KESB oder Gericht) die Beschränkung auf einen Elternteil begrenzen, wenn sich der andere 
Elternteil kooperativ und kindeswohlverträglich verhält (KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, 
Berner Kommentar Zivilgesetzbuch, 2016, Art. 308 ZGB N 143, mit Hinweisen). Eine Beschrän-
kung elterlicher Sorge ist andererseits nicht denkbar, ohne einer Beistandsperson entsprechen-
de Befugnisse zu übertragen. Andernfalls entstünde ein Vertretungs- und Verantwortungs-
vakuum gegenüber dem betroffenen Kind. Die Beschränkung elterlicher Sorge kann deshalb 
nie weiter, wohl aber weniger weit gehen als die Befugnisse einer Beistandsperson. Ohne am 
Prinzip etwas zu ändern, dass auf elterliche Sorge weder ganz noch teilweise verzichtet und 
diese nicht von den Eltern ganz oder teilweise Dritten übertragen werden kann, besteht damit 
die Möglichkeit, durch behördliche Anordnung elterliche Sorge zwischen Eltern und Beistand 
aufzuteilen (AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Art. 308 ZGB N 144). 
 
4.2.1 Die Vorinstanz entzog der Beschwerdeführerin das medizinische Sorgerecht gestützt 
auf die Empfehlungen im Gutachten. Das Gutachten zeichnet das Bild eines vor und nach der 
Geburt von D.____ deutlich belasteten Familiensystems: einerseits eine durch Fehlgeburt, 
künstliche Befruchtung mit Hormonbehandlungen und Burnout psychisch stark belastete Be-
schwerdeführerin, andererseits ein durch die psychischen Belastungen der Beschwerdeführerin 
beeinträchtigter Beschwerdegegner. Die Beschwerdeführerin war tagsüber stets mit D.____ be-
schäftigt, der Beschwerdegegner zu 100% erwerbstätig. D.____ habe sich sehr auffällig im 
Kontakt- und Sozialverhalten entwickelt und sei zum Aussenseiter geworden. Im April 2018 sei 
bei D.____ ein Asperger-Autismus diagnostiziert worden. Nach der Trennung der Kindseltern 
sei es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen und zur Anordnung der alternierenden Obhut 
gekommen, die wiederum zu Streitigkeiten geführt habe und nicht habe umgesetzt werden kön-
nen. Es sei dahingehend zu einer Eskalation gekommen, dass D.____ nicht mehr ordnungs-
gemäss habe beschult werden können und im August 2022 habe fremdplatziert werden müs-
sen. Obschon die Fremdplatzierung zunächst zu einer deutlichen Beruhigung der Situation und 

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Stabilisierung von D.____ geführt habe, habe es weiterhin Konflikte und Unstimmigkeiten in 
Bezug auf die Besuchsregelungen und die Kontakte von D.____ zu seinen Eltern gegeben. Im 
Gutachten wird die seit Jahren konflikthafte Elternsituation auf Paarebene, der Loyalitätskonflikt 
von D.____ sowie die symbiotische Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und D.____ 
anhand der umfangreich vorhandenen Akten dargelegt. Die Beschwerdeführerin sehe D.____ 
als haltgebend, sinnstiftend und zentralen Fixpunkt in ihrem Leben an. Sie brauche D.____ und 
die Beziehung zu ihm, um sich selbst zu regulieren und zu stabilisieren. D.____ entspreche 
diesem Bedürfnis der Beschwerdeführerin, was jedoch seiner notwendigen Selbständigkeits-
entwicklung im Weg stehe. Es liege eine Parentifizierung vor, d.h. D.____ übernehme unbe-
wusst elterliche Funktionen an Fürsorge, Haltgebung und partnerschaftlicher Beziehungsgestal-
tung, um die psychisch belastete Beschwerdeführerin zu unterstützen. Dies überfordere ihn 
jedoch, weshalb er sich entsprechend auffälliger verhalte, was die intensive Bindung zwischen 
Mutter und Sohn wiederum verstärke. Das führe wiederum zu weiteren Auffälligkeiten und über-
fordere schliesslich beide. Letztlich habe nur noch mit einer Fremdplatzierung von D.____ eine 
innerpsychische Beruhigung erreicht werden können. Befreit von der Belastung, für das Wohl 
und das psychische Gleichgewicht der Beschwerdeführerin verantwortlich sein zu müssen, und 
ausserhalb der Einflussnahme beider Eltern und der ausgeprägten Spannungen zwischen 
diesen, scheine er sich auf seine eigenen Bedürfnisse und seine eigene Entwicklung kon-
zentrieren zu können. 
 
4.2.2 Gemäss Gutachten sei die Beschwerdeführerin in ihrer Erziehungsfähigkeit deutlich 
eingeschränkt: Ihre eigene psychische Belastung führe immer wieder dazu, dass sie D.____ als 
Halt benötige und sich durch die Beziehung mit ihm stabilisiere. Dies überfordere D.____ klar 
und schränke seine Eigenständigkeitsentwicklung ein. Die Beschwerdeführerin habe Schwierig-
keiten, D.____ als eigenständige, von ihr getrennte Person mit eigenen Bedürfnissen, eigenen 
Gefühlen, eigenen Motiven, eigenen Wünschen und einem eigenen, von ihr unabhängigen 
Leben wahrzunehmen. D.____ sei verhaltensauffällig und regrediere zu kleinkindlich anmuten-
den, abhängigen, bedürftigen Verhaltensweisen und Beziehungsansprüchen, die auch durch 
das erzieherische Verhalten der Beschwerdeführerin beeinflusst erschienen. Zwar erkenne die 
Beschwerdeführerin Beeinträchtigungen und Auffälligkeiten von D.____ an und sei fortwährend 
um Unterstützung und Begleitung bemüht (Heilpädagogik, spezielle Förderung in der Schule, 
Maltherapie, Einzeltherapie). Sie scheine jedoch Schwierigkeiten zu haben, altersadäquate 
Bedürfnisse nach Eigenständigkeit und Unabhängigkeit sowie Sozialkontakte zu anderen 
Gleichaltrigen zu tolerieren und scheine immer wieder auch von ihren eigenen Bedürfnissen in 
Bezug auf die Beziehung zu D.____ eingenommen. Sie suche sehr enge Beziehungen und 
habe gerade auch in Bezug auf D.____ Schwierigkeiten mit der Nähe-Distanz-Regulation. Es 
zeigten sich auch Beeinträchtigungen in Bezug auf die Kooperationsbereitschaft mit anderen im 
System beteiligten Fachpersonen. Es entstehe der Eindruck, dass jegliche Fachpersonen, die 
Verhaltensweisen und Einstellungen der Beschwerdeführerin kritisch hinterfragten bzw. an ihre 
Verantwortung in Bezug auf die Eigenständigkeitsentwicklung und Förderung von D.____ 
appellierten, von ihr nicht weiter berücksichtigt würden bzw. sie sich der Einflussnahme dieser 
Fachpersonen entziehe. Es entstehe weiter der Eindruck, dass sich die Beschwerdeführerin 
eher ein Netz aus Fachpersonen geschaffen habe, die ihre Sicht und Einstellung unterstützten 
und mit ihr eine Allianz gegen den Beschwerdegegner eingingen. Grundsätzlich leide die 

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Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auch darunter, dass ihre Introspektionsfähigkeit 
eingeschränkt erscheine und sie grössere Schwierigkeiten zu haben scheine, zwischen sich 
und ihren eigenen (Beziehungs-)Bedürfnissen und D.____ und seinen (Beziehungs-)Bedürf-
nissen zu trennen. Es falle ihr auch schwer, Klarheit, Struktur und Vorhersehbarkeit für D.____ 
zu gewährleisten, indem sie durch zusätzliche Arzttermine regelmässig Unterbrechungen in der 
Lebenssituation im Heim verursache oder aber wiederholt Schwierigkeiten zu haben scheine, 
die Rahmenbedingungen der Obhutsregelung einzuhalten. 
 
4.2.3 Gemäss Gutachten ist das Kindeswohl von D.____ aktuell und längerfristig deutlich 
gefährdet, insbesondere in Bezug auf die Ablösung von der Beschwerdeführerin. D.____ sei auf 
umfassende und mittel- bis langfristige intensive Betreuung durch Fachpersonen und insbeson-
dere auf Ruhe, Klarheit, Halt- und Strukturgebung angewiesen. Dies alles habe er im Heim. Im 
Gutachten wird empfohlen, D.____ im Heim zu belassen, da er Ruhe und Abstand von den 
Eltern brauche, um sich günstig entwickeln zu können. D.____ erhalte im Heim eine umfassen-
de und ihm gerecht werdende Fachbetreuung, so dass jegliche ambulanten therapeutischen 
Massnahmen zugunsten einer Beruhigung des Alltags und des Systems aufgehoben werden 
sollten. Jegliche zusätzlich zur Platzierung am aktuellen Platzierungsort getroffenen Massnah-
men, die zu einer weiteren Beruhigung und Stabilisierung des familiären Gesamtsystems beitra-
gen könnten, seien wünschenswert. Dazu gehörten klare, unmissverständliche und erst auf 
behördliche Bewilligung hin abänderliche Besuchs- und Ferienzeiten. Zudem könnte ein auf die 
Beiständin übertragenes medizinisches Sorgerecht verhindern, dass ungeplante Arztbesuche 
den strukturierten Alltag von D.____ beeinträchtigten. Eine intensivere, psychotherapeutische 
Behandlung der Beschwerdeführerin könnte deren Stabilität und somit auch deren Erziehungs-
fähigkeit günstig beeinflussen, was mittel- und langfristig eine Änderung in Bezug auf die Mass-
nahmenempfehlungen ergeben könnte. Auch könnten beide Eltern dazu verpflichtet werden, 
sich erneut einer kinderzentrierten Beratung zu unterziehen. Im Verlauf sollten die Diagnosen 
und die Entwicklungsprognose durch eine kinder- und jugendpsychiatrische Fachperson über-
prüft werden. 
 
4.3 Die Beschwerdeführerin zweifelt die gutachterliche Empfehlung eines auf die Beistän-
din übertragenen medizinischen Sorgerechts an und macht geltend, sie habe nur medizinisch 
notwendige Termine mit D.____ wahrgenommen. So werde sie selbstredend auch die erneute 
Autismus-Abklärung bei D.____ unterstützen. Die gutachterliche Empfehlung sei ohnehin nicht 
mehr aktuell, da es im letzten Jahr keine Diskussionen im Zusammenhang mit Arztterminen 
mehr gegeben habe. 
 
4.4 Im Gutachten wird durchaus berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin die Beein-
trächtigungen und Auffälligkeiten von D.____ anerkennt und fortwährend um Unterstützung und 
Begleitung bemüht ist. So ergibt sich auch aus den Bestätigungen der Zahnarztpraxis I.____ 
vom 15. Mai 2023 und 30. Januar 2024, aus der Verordnung zur Myofunktionellen Therapie 
vom 13. Juni 2023, aus der Bestätigung des Beschwerdegegners zur Maltherapie vom 
9. Februar 2021, aus der Bestätigung der Gemeinschaftspraxis J.____ vom 31. Januar 2024 
und aus der Bestätigung der Praxis K.____ vom 25. Januar 2024 (Beschwerdebeilagen 5-6, 9, 

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15-16, 18), dass die von der Beschwerdeführerin vereinbarten Therapietermine medizinisch in-
diziert waren bzw. teilweise auch vom Beschwerdegegner bestätigt wurden. 
 
4.5.1 Problematisch erscheint allerdings das Ausmass der Bemühungen der Beschwerde-
führerin im Zusammenhang mit Arztterminen, die sich nicht nur auf das medizinisch Notwendige 
beschränken, sondern darüber hinaus darauf ausgerichtet sind, möglichst viel Zeit mit D.____ 
ausserhalb des Heims und ausserhalb der ihr zustehenden Besuchszeiten zu verbringen. Vor 
dem Hintergrund der im Gutachten dargelegten bedenklichen und D.____s Entwicklung beein-
trächtigenden symbiotischen Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und D.____ ist dies 
durchaus besorgniserregend. So ergibt sich aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin 
D.____ anlässlich eines Zahnarzttermins vom 7. September 2022 insgesamt 7 Stunden bei sich 
behielt. Einer Aktennotiz der Vorinstanz vom 19. Oktober 2022 ist weiter zu entnehmen, dass 
das Heim auffällig viele Arzttermine von D.____ erwähnte, die fast ausschliesslich durch die 
Beschwerdeführerin organisiert worden seien. Die Beschwerdeführerin hole dann D.____ früh 
ab und bringe ihn viel später zurück, als es der Termin erfordern würde. Es mache den An-
schein, dass die Beschwerdeführerin diese Termine als Vorwand benutze, um mit D.____ zu-
sammen zu sein. Zudem habe die Beschwerdeführerin D.____ am 23. Oktober 2022 unter Hin-
weis auf einen positiven COVID-Test nicht zurück ins Heim gebracht, dies trotz mehrfacher 
Aufforderungen durch das Heim und die Beiständin, D.____ in das Heim zurückzubringen. Am 
27. Oktober 2022 sei D.____ immer noch nicht zurück im Heim gewesen (E-Mail-Nachricht der 
Vorinstanz vom 27. Oktober 2022). In der Folge musste die Vorinstanz mit Entscheid vom 
7. Dezember 2022 präzisieren, dass Aussentermine von D.____ auf ein absolutes Minimum zu 
beschränken sind und D.____ nach Terminende umgehend ins Heim zurückzubringen ist. Auch 
die Dauer des elterlichen Aufenthaltes beim Abholen und Bringen wurde auf je maximal ca. 
15 Minuten beschränkt. Diese Regelung wurde von der Kindsvertretung mit Stellungnahme vom 
30. November 2022 ausdrücklich begrüsst. Dieser Entscheid der Vorinstanz hatte jedoch nur 
eine relative Beruhigung im Zusammenhang mit den von der Beschwerdeführerin aufgegleisten 
Arztterminen für D.____ zur Folge. Für den 14. Dezember 2022 vereinbarte die Beschwerde-
führerin erneut einen Zahnarzttermin für D.____, der vom Heim mit Verweis auf den Entscheid 
vom 7. Dezember 2022 abgesagt werden musste. Bezeichnend im Zusammenhang mit dem 
Verhalten der Beschwerdeführerin anlässlich von Arztterminen mit D.____ ist auch ihre Aussa-
ge anlässlich der Anhörung vom 20. April 2023 nach Vorliegen des Gutachtens. Anlässlich 
dieser Anhörung brachte sie vor, D.____ gehe es im Heim nicht gut und zu Hause wäre seine 
Eigenständigkeit sehr gross. D.____ habe in der Schule gut funktioniert, bis die alternierende 
Obhut gekommen sei. Sie und D.____ hätten eine sehr gute Beziehung, das sei immer so ge-
wesen und ihre Beziehung werde immer eng sein. Die Betreuung im Heim sei eine Katastrophe, 
D.____ gehe es dort sehr schlecht. Sie wolle wissen, was die Voraussetzungen für eine Rück-
platzierung zu ihr seien. Als D.____ bei ihr gewohnt habe, sei es ihm viel besser gegangen. 
D.____ möchte zu ihr kommen und nicht im Heim leben. Der dortige Aufenthalt sei nicht gut für 
ihn.  
 
4.5.2 Damit bestätigt die Beschwerdeführerin ihre fehlende Akzeptanz für die im Gutachten 
zum Wohl von D.____ als notwendig erachtete Fremdplatzierung. Für sie steht weiterhin die 
enge Beziehung zu D.____ im Vordergrund, die von den Gutachtern schlüssig als bedenklich 

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und D.____s Entwicklung abträglich eingestuft wurde. D.____ erklärte anlässlich seiner Anhö-
rung vom 31. August 2023, dass er mehr zur Beschwerdeführerin wolle, insbesondere auch 
weiterhin mit ihr zu den Arztterminen gehen möchte. Er sei mit ihr in letzter Zeit einmal bei der 
Maltherapie gewesen, was ihm gefallen habe. In diesem Zusammenhang ist die Stellungnahme 
des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 15. Dezember 2023 zu erwähnen, wonach 
die Maltherapie seit Juli 2023 beendet sei. Demgegenüber bestätigte die Maltherapeutin mit E-
Mail vom 25. Januar 2024, dass unter anderem am 13. Oktober 2023, also nach dem 
angeblichen Ende der Maltherapie, ein weiterer Maltherapietermin stattgefunden habe. 
Schliesslich erklärte die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Anhörung vom 7. September 2023, 
dass vor allem die Betreuung von D.____ durch sie nach den Arztterminen erforderlich 
gewesen sei. Nach den Zahnarztbehandlungen habe D.____ gar nicht mehr essen können und 
nach der psychologischen Therapie in L.____ sei er erschöpft gewesen. Deshalb habe sie zur 
Erholung von D.____ noch Zeit mit ihm verbracht, ca. drei Stunden. Unter diesen Umständen 
besteht, auch unter Berücksichtigung der eingetretenen Beruhigung im Zusammenhang mit den 
von der Beschwerdeführerin aufgegleisten Arztterminen, die erhebliche Gefahr, dass sie künftig 
wiederum in dieses Muster verfallen könnte, um ihre enge Beziehung zu D.____ ausleben und 
festigen zu können. Dies stellt mit Blick auf die schlüssigen gutachterlichen Ausführungen eine 
erhebliche Gefährdung des Kindeswohls dar. 
 
5. Die Beschwerdeführerin bestreitet weiter, dass sie sich der Einflussnahme von Fach-
personen, die ihre Verhaltensweisen und Einstellungen kritisch hinterfragen würden, entziehe. 
Es sei auch nicht nachvollziehbar, welches Netz aus Fachpersonen sie sich geschaffen haben 
solle, die ihre Sicht und Einstellung unterstützten und mit ihr eine Allianz gegen den 
Beschwerdegegner eingingen. Diesbezüglich ist beispielsweise auf eine E-Mail-Nachricht des 
behandelnden Psychiaters der Beschwerdeführerin, Dr. med. M.____, und dessen Ehefrau, 
N.____, der Maltherapeutin der Beschwerdeführerin, vom 30. Juni 2022 an die zuständige 
Familienbegleiterin zu verweisen, worin diese gegenüber der sozialpädagogischen Familien-
begleiterin geltend machen, sie solle den Fokus ihrer Begleitung auf D.____ setzen, anstatt auf 
die "hochstrittigen" Eltern, dann wäre es eventuell möglich, das "Nein" von D.____ zum Vater 
anzunehmen. Aus ihrer Wahrnehmung sei ihre Allparteilichkeit als sozialpädagogische Fa-
milienbegleiterin definitiv nicht mehr gegeben. 
 
6.1  Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der Entzug des medizinischen Sorge-
rechts sei unverhältnismässig und die dafür vorgesehene Dauer von vorderhand einem Jahr sei 
willkürlich. 
 
6.2 Kindesschutzmassnahmen müssen im Hinblick auf ihre Zielsetzung erforderlich (Sub-
sidiarität) sein und es ist stets die mildeste erfolgversprechende Massnahme anzuordnen 
(Proportionalität), welche die elterlichen Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen 
(Komplementarität) soll. 
 
6.3  Nicht zu verkennen ist, dass die Akzeptanz der erfolgten Fremdplatzierung von D.____ 
bei der Beschwerdeführerin nicht vorhanden ist. Auch wenn nach dem Entscheid der Vorinstanz 
vom 7. Dezember 2022 eine relative Beruhigung hinsichtlich der Arzttermine und der 

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"Nachbetreuung" durch die Beschwerdeführerin erfolgt ist, besteht die erhebliche Gefahr, dass 
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Erkrankung in ihr altes und für D.____ 
schädliches Muster verfallen könnte, für ihn Arzttermine zu vereinbaren, um ihn danach mög-
lichst lange bei sich zu behalten. Vor diesem Hintergrund ist der Entzug des medizinischen Sor-
gerechts erforderlich, um D.____ vor dieser Art der Einflussnahme durch die Beschwerdefüh-
rerin zu schützen. Ein milderes Mittel ist nicht ersichtlich. Die bereits mit Entscheid vom 7. De-
zember 2022 (Ziff. 4) erfolgte Beschränkung der Aussentermine auf ein Minimum und die Anfor-
derung, D.____ nach Terminende umgehend in das Heim zurückzubringen, ist nur bedingt zum 
Schutz von D.____ geeignet, zumal sie von der Beschwerdeführerin ohne weiteres missachtet 
werden könnte und die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit D.____ bereits diverse Male 
weit über die Termine hinaus bei sich behalten hat. Auch die von der Beschwerdeführerin ins 
Feld geführte alleinige Erweiterung der Kompetenzen der Beiständin ist nicht erfolgsverspre-
chend, zumal sich sowohl aus den Akten als auch aus dem Gutachten eine fehlende Koopera-
tionsbereitschaft der Beschwerdeführerin mit anderen im System beteiligten Fachpersonen 
ergibt. Die umfangreichen Verfahrensakten veranschaulichen denn auch klar, dass sich die Be-
schwerdeführerin wiederholt über die gerichtliche Anordnung der alternierenden Obhut oder 
über Anordnungen der Vorinstanz und des Heims, D.____ ins Heim zurückzubringen, hinweg-
gesetzt hat. 
 
6.4  Die Beschränkung des Entzugs des medizinischen Sorgerechts auf ein Jahr erscheint 
ebenso angemessen. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass sie durchaus einen Einfluss 
darauf hat, ob ihr das medizinische Sorgerecht wieder übertragen wird. So kann sie, wie im 
Gutachten ausgeführt, mit einer intensiveren psychotherapeutischen Behandlung ihre Erzie-
hungsfähigkeit günstig beeinflussen, so dass sie sich nicht mehr – auch via Arzttermine – an 
D.____ klammern muss, um sich selbst zu regulieren. Zudem kann sie mit der sozialpäda-
gogischen Familienbegleitung zusammenarbeiten, zumal sie Ziff. 7 und 8 des angefochtenen 
Entscheides akzeptiert hat. Die Aufgabe der sozialpädagogischen Familienbetreuung ist unter 
anderem, die Beschwerdeführerin in ihrer Erziehungsfähigkeit zu stärken und zu fördern, ins-
besondere hinsichtlich einer altersgemässen Eigenständigkeits- und Unabhängigkeitsentwick-
lung von D.____; sie zu befähigen, die altersgemässen Bedürfnisse nach Eigenständigkeit und 
Unabhängigkeit von D.____ zu erkennen und zu tolerieren; sie in der Wahrnehmung ihrer 
eigenen und von D.____ separaten Bedürfnisse zu fördern, nötigenfalls unter Beizug einer 
Fachperson. Ohnehin hat die Vorinstanz gemäss Art. 313 Abs. 1 ZGB die Kindesschutzmass-
nahmen bei Änderungen der Verhältnisse der neuen Lage anzupassen. Mit Blick darauf ist die 
Beschränkung des Entzugs des medizinischen Sorgerechts auf ein Jahr dahingehend zu ver-
stehen, dass die Vorinstanz den Entzug des medizinischen Sorgerechts spätestens vor Ablauf 
eines Jahres überprüfen wird, sofern bis dahin das Zivilkreisgericht im Rahmen des aktuell 
hängigen Scheidungsverfahrens (siehe vorne lit. C) nicht bereits eine neue Regelung getroffen 
hat. 
 
6.5  Die Beschränkung des medizinischen Sorgerechts der Beschwerdeführerin erweist 
sich somit auch als verhältnismässig. 
 

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7. Zusammenfassend erweist sich somit die Beschränkung der elterlichen Sorge der Be-
schwerdeführerin in medizinischen Belangen betreffend D.____ und die Übertragung der dies-
bezüglichen Entscheidkompetenz auf die Beiständin als rechtmässig. Dies führt zur vollumfäng-
lichen Abweisung der Beschwerde. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichts-
gebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz 
oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da die Beschwerdeführerin 
vollumfänglich unterliegt, sind ihr die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- aufzuer-
legen, wobei sie zufolge der mit Verfügung vom 10. April 2024 bewilligten unentgeltlichen 
Rechtspflege zulasten der Gerichtskasse gehen. 
 
8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem 
Beschwerdegegner eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdeführerin zuzusprechen. 
Der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners macht in seiner Honorarnote vom 16. April 2024 
einen Zeitaufwand von 7 Stunden 30 Minuten zu einem Stundenansatz von Fr. 270.-- geltend. 
Der geltend gemachte Zeitaufwand ist nicht zu beanstanden. Gemäss § 3 der Tarifordnung für 
die Anwältinnen und Anwälte (Tarifordnung) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar, je 
nach Schwierigkeit und Bedeutung der Sache, der damit verbundenen Verantwortung und der 
persönlichen und finanziellen Verhältnisse der zahlungspflichtigen oder der auftraggebenden 
Person, Fr. 200.-- bis Fr. 350.-- pro Stunde. Gestützt darauf erachtet das Kantonsgericht im 
vorliegenden Fall einen Stundenansatz von Fr. 250.-- als angemessen. Dem Beschwerde-
gegner ist demnach für den Beizug eines Anwalts eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2'049.35 (7 Stunden 30 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen und 8.1 % MWST) zulasten 
der Beschwerdeführerin zuzusprechen. 
 
8.3 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin ein Honorar zulasten der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorar-
note vom 15. April 2024 macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen Aufwand von 
22 Stunden 55 Minuten geltend, was deutlich überhöht erscheint. Unter Berücksichtigung der 
erhobenen Rügen und des Umfangs der eingereichten Rechtsschriften erscheint ein Aufwand 
von maximal 15 Stunden als angemessen. Die geltend gemachten Auslagen für die Kosten der 
Fotokopien (113 Kopien à Fr. 1.50) sind ebenfalls überhöht. Nach § 15 Abs. 2 TO beträgt der 
Auslagenersatz bei Massenkopien Fr. 0.50 pro Seite. Entsprechend werden die geltend ge-
machten Auslagen für Kopiaturen reduziert. Demzufolge ist dem Rechtsvertreter der Beschwer-
deführerin ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'304.05 (15 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Ausla-
gen und 8.1 % MWST) zulasten der Gerichtskasse auszurichten.  
 
8.4 Die Rechtsvertreterin des Beigeladenen wurde von der Vorinstanz als Kindsvertreterin 
eingesetzt. Sie wird eine Mandatsentschädigung, welche auch die Bemühungen im Rahmen 
des vorliegenden Beschwerdeverfahrens mitumfasst, bei der Vorinstanz geltend machen 

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können (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht [KGE VV], vom 12. Mai 2021 [810 21 1] E. 8.1). 
 
8.5 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 
2001). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden der Beschwer-

deführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung gehen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu Lasten 
der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 2'049.35 (inkl. Auslagen und MWST) auszu-
richten. 

   
 4. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Advokat 

Peter Epple ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'304.05 (inkl. Auslagen und 
MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 

 

Vermerk eines allfälligen Weiterzugs