# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15912e53-d71a-5fd7-97c1-bcb440e2ba63
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 05.08.2019 110 2018 148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2018-148_2019-08-05.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 110/2018/148 Bern, 5. August 2019

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 

abgewiesen (VGE 2019/295 vom 28.9.2020).

in der Beschwerdesache zwischen

Beschwerdeführende 1-19

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt T.________ und/oder Frau Rechtsanwältin 
A.________

und

V.________
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt W.________

sowie

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb, Gemeindeverwaltung, Bauabteilung, 
Bärenplatz 1, Postfach, 3076 Worb

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 11. Oktober 
2018 (bbew 97/2018; Mobilfunkanlage)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 20. Februar 2018 bei der Gemeinde Worb ein 

Baugesuch (datiert vom 14. Februar 2018) ein für den Neubau einer gut 25 m hohen 

Mobilfunkanlage mit drei Antennenkörpern und zwei Richtfunkantennen sowie weiteren 

RA Nr. 110/2018/148 2

technischen Einrichtungen beim Mastfuss auf der Parzelle Worb Grundbuchblatt 

Nr. Z.________. Die Parzelle ist im Eigentum der Einwohnergemeinde Worb und liegt in der 

Zone für Sport und Freizeitanlagen (ZSF) a (Sportanlagen). Gegen das Bauvorhaben 

erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 

11. Oktober 2018 bewilligte das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland das Bauvorhaben.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 9. November 2018 Beschwerde bei 

der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen, der 

Gesamtentscheid vom 11. Oktober 2018 sei aufzuheben und dem Bauvorhaben sei der 

Bauabschlag zu erteilen; eventualiter sei der Gesamtentscheid aufzuheben und die Akten 

zum neuen Entscheid an die Baubewilligungsbehörde zurückzuweisen. Sie machen unter 

anderem geltend, das Bauvorhaben ordne sich nicht in die Umgebung ein und beeinträchtige 

dadurch die umliegenden Bauten sowie das umliegende Orts- und Landschaftsbild.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet,1 führte den 

Schriftenwechsel durch und edierte die Vorakten. Danach holte es einen Fachbericht der 

kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ein. 

Anschliessend führte das Rechtsamt im Beisein der Parteien sowie je einer Vertretung der 

Gemeinde und OLK einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch. Die 

Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, sich zum Protokoll des Augenscheins zu 

äussern und Schlussbemerkungen einzureichen. Die Beschwerdegegnerin beantragt die 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Regierungsstatthalteramt 

hat unter Verweis auf die Vorakten auf die Einreichung einer förmlichen Stellungnahme 

verzichtet. Die Gemeinde hält an ihren positiven Beurteilungen aus dem 

Baubewilligungsverfahren fest.

4. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten sowie den Fachbericht der OLK und das 

Ergebnis des Augenscheins wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191).

RA Nr. 110/2018/148 3

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann 

er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel 

angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im 

vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können 

nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVE 

angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den 

Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 11. Oktober 2018 

zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 

Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG 

i.V.m. Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Einsprachen der Beschwerdeführenden wurden von der 

Vorinstanz als öffentlich-rechtlich unbegründet beurteilt, womit die Beschwerdeführenden 

formell beschwert sind. Sie sind zudem allesamt Eigentümerinnen bzw. Eigentümer und/oder 

Bewohnerinnen bzw. Bewohner von Liegenschaften, die innerhalb eines Umkreises von rund 

330 m vom Bauvorhaben entfernt liegen. Der maximale Abstand, bis zu dem die 

Berechtigung zur Einsprache gegeben ist, beträgt gemäss Standortdatenblatt vom 

15. Februar 2018 1'212 m. Damit sind die Beschwerdeführenden durch den vorinstanzlichen 

Entscheid auch materiell beschwert. Sie sind daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf 

ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Ortsbild- und Landschaftsschutz; rechtliche Grundlagen

a) Es ist umstritten, ob sich die geplante Mobilfunkanlage in ihre Umgebung einfügt oder 

die umliegenden Bauten sowie das umliegende Orts- und Landschaftsbild in unzulässiger 

Weise beeinträchtigt.

2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

RA Nr. 110/2018/148 4

b) Gemäss Art. 9 Abs. 1 BauG dürfen Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und 

Bemalungen Landschaften, Orts- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen. Diese Vorschrift 

stellt die «ästhetische Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen 

Beeinträchtigungsverbots dar. Art. 17 Abs. 1 BauV4 konkretisiert diese Vorschrift: 

Aussenanlagen für Radio- und Fernsehempfang sowie für Funkzwecke und dergleichen sind 

möglichst unauffällig zu gestalten und anzubringen; sie dürfen die Landschaft und das 

Ortsbild nicht beeinträchtigen. Schutzobjekt des Ortsbild- und Landschaftsschutzes ist der 

Aussenraum, soweit er von einem allgemein begangenen Standort aus als Einheit wirkt und 

als solche erfassbar ist. Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen 

Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der erheblich stört.5

Darüber hinaus sind die Gemeinden befugt, eigene Ästhetikvorschriften zu erlassen, die über 

die kantonalen Vorschriften hinausgehen können (Art. 9 Abs. 3 BauG und Art. 17 Abs. 1 

letzter Satz BauV). Solche Vorschriften müssen aber, um eine selbständige Bedeutung zu 

haben, konkreter gefasst sein als die kantonalen und dürfen Letztere nicht nur allgemein 

anders umschreiben.6

Von dieser Möglichkeit hat die Gemeinde Worb Gebrauch gemacht. So sind nach Art. 12 

Abs. 1 GBR7 Bauten und Anlagen so zu gestalten, dass zusammen mit der bestehenden 

Umgebung eine gute Gesamtwirkung entsteht. Die Beurteilung dieser Gesamtwirkung richtet 

sich nach der bestehenden, bei Vorliegen einer genügend detaillierten Planung nach der 

zukünftigen Umgebung. Bauten, welche diese Anforderungen nicht erfüllen, sind unzulässig, 

auch wenn sie den übrigen Bauvorschriften entsprechen. Bei der Beurteilung, ob eine gute 

Gesamtwirkung entsteht, ist gemäss Art. 12 Abs. 2 GBR besonders auf die folgenden 

Elemente einzugehen:

- Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen eines Gebäudes;

- Gestaltung von Fassaden und Dach (Form, Farbe, Material);

- Eingänge, Ein- und Ausfahrten;

- Aussenräume, insbesondere das Vorland, die Begrenzung gegen den öffentlichen Raum 

und die Bepflanzung, soweit sie für den Charakter des Aussenraumes bestimmend ist;

4 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 9/10 
N. 13 f.
6 BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4.
7 Baureglement der Gemeinde Worb vom 7. März 1993 (GBR).

RA Nr. 110/2018/148 5

- Abstellplätze für Motorfahrzeuge;

- Terrainveränderungen.

An das Erfordernis der «guten Gesamtwirkung» gemäss Art. 12 Abs. 1 und 2 GBR dürfen 

nicht unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt werden. Das bedeutet bei 

durchschnittlichen örtlichen Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht 

gestört werden darf und sich eine neue Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren 

Bauten und Anlagen der Umgebung zu orientieren hat.8

c) Gemäss der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung lassen sich Mobilfunkanlagen 

unter ästhetischen Gesichtspunkten nicht ohne Weiteres mit Gebäuden, auf welche die 

Gestaltungsnormen in erster Linie zugeschnitten sind, vergleichen. Zum einen ist das 

Erscheinungsbild einer Mobilfunkanlage – namentlich Durchmesser und Höhe des Masts 

sowie die Anzahl und optische Erscheinung der Antennen – vorwiegend durch die 

technischen Gegebenheiten bedingt. Die Gestaltungsmöglichkeiten der 

Mobilfunkbetreiberinnen sind daher gering. Ausserdem besteht die Besonderheit, dass 

Mobilfunkanlagen aufgrund ihrer Funktion in der Regel gut sichtbar sind, womit ihnen 

praktisch an jedem Standort von vornherein etwas Störendes anhaftet. Dies allein vermag 

jedoch nicht ohne Weiteres einen Bauabschlag zu rechtfertigen, ansonsten würde aus den 

kommunalen Ästhetiknormen ein flächendeckendes Mobilfunkantennenverbot resultieren, 

was nicht der Absicht des Gesetzgebers entsprechen kann und raumplanungs- bzw. 

fernmelderechtlich problematisch wäre.9 Auch ist zu beachten, dass Mobilfunkantennen 

aufgrund der betrieblich bedingten Höhe regelmässig geeignet sind, Silhouetten zu brechen 

und Horizonte zu teilen. Soweit der Silhouette bzw. dem Horizont nicht eine erhöhte 

Schutzwürdigkeit zukommt, vermag diese Wirkung allein daher ebenfalls nicht einen 

Bauabschlag zu rechtfertigen.10 Diesen Umständen ist bei der Beurteilung gebührend 

Rechnung zu tragen. Auch das Bundesgericht betont, dass die Anwendung einer 

Ästhetikbestimmung bundesrechtswidrig sein kann, wenn damit jeglicher Bau von 

Mobilfunkantennen in einem Dorf verhindert wird.11

8 BVR 2009 S. 328 E. 5.3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4a zweites Lemma.
9 VGE 2011/303 vom 1.6.2012, E. 4.3 mit Hinweisen.
10 VGE 23330 vom 31.3.2009, E. 4.4.3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 17 neuntes Lemma und 
N. 29b fünftes Lemma mit weiteren Hinweisen.
11 BGer 1C_49/2015 vom 9.12.2015, E. 4.3.

RA Nr. 110/2018/148 6

3. Bauvorhaben und Umgebung

a) Die Bauparzelle befindet sich in der Ebene zwischen Richigen und der Bahnlinie 

Richtung Langnau. Sie ist der ZSF a (Sportanlagen) zugeordnet, die allseitig von 

Landwirtschaftszone umgeben ist. Gegen Norden grenzt die Parzelle zudem an die 

AA.________strasse und im Osten teilweise an die AB.________strasse. Der geplante 

Standort befindet sich nahe der AB.________strasse, im nordöstlichen Bereich der Parzelle, 

wo sich bereits ein Schopf mit Pultdach (Gebäude Nr. B.________), ein eingeschossiges 

Holzgebäude mit Satteldach (Gebäude Nr. C.________), mehrere Container(-bauten), ein 

Parkplatz sowie ein Schotterplatz befinden; zwischen den Gebäuden Nrn. B.________ und 

C.________ steht ein Laubbaum und Buschwerk. Im nordwestlichen Bereich der Parzelle 

und entlang der westlichen Parzellengrenze befindet sich eine Hornussen-Anlage mit 

Clubhaus. Das Zentrum der Parzelle besteht schliesslich aus einem Fussballfeld mit 

Flutlichtanlage und zwei Maschendrahtzäunen hinter den Fussballtoren sowie sonstigem 

Wiesland bzw. Feldern.

b) In nördlicher Richtung gegenüber dem Parkplatz, auf deren anderen Seite der 

AA.________strasse, befindet sich ein von grossen Laubbäumen und Obstkulturen 

umgebenes ehemaliges Bauernhaus (D.________), das im Bauinventar als erhaltenswert 

eingestuft ist. Östlich der Bauparzelle, auf der anderen Seite der AB.________strasse, 

führen mehrere Strassen hinauf nach Richigen. Entlang dieser Strassen (bzw. am 

«G.________»), in einem Umkreis von ca. 250 m vom Bauvorhaben entfernt, befinden sich 

mehrere ebenfalls als erhaltens- bzw. teilweise sogar als schützenswert eingestufte 

Gebäude. Nordöstlich der Bauparzelle erstreckt sich schliesslich das 

Landschaftsschutzgebiet (LSG) I. Dieses ist gemäss Art. 54 Abs. 1 GBR ein Teil der 

Landwirtschaftszone und dient unter anderem der Erhaltung der charakteristischen 

Ortsansichten des Dorfs Richigen; es gelten zusätzliche Nutzungsbeschränkungen. Gemäss 

Art. 54 Abs. 3 GBR gilt im LSG I zudem ein absolutes Bauverbot für oberirdische Bauten. 

Das LSG I fällt damit unter die Schutzgebiete nach Art. 86 BauG. In diesen Gebieten sind 

nur Bauvorhaben gestattet, die den Schutzzweck nicht beeinträchtigen und den von der 

Gemeinde erlassenen Schutzvorschriften entsprechen oder standortgebunden sind (Art. 86 

Abs. 3 BauG).

RA Nr. 110/2018/148 7

c) Gemäss den Bauplänen soll die Mobilfunkanlage direkt neben dem Gebäude 

Nr. B.________, auf dessen südlicher Seite erstellt werden. Der freistehende Antennenmast 

mit Söll-Leiter weist ohne Blitzschutz eine Höhe von 25 m auf und überragt den 

angrenzenden Schopf um knapp 21.3 m. Die drei Antennenkörper (mit Massen von jeweils 

rund 2.00 x 0.40 x 0.20 m) sollen auf einer Höhe von 22.05 m und die beiden 

Richtfunkantennen auf einer Höhe von 24.65 m am Mast befestigt werden. Unter den 

Antennenkörpern, auf einer Höhe von etwa 21.5 m, ist ein Podest vorgesehen. Weitere 

technische Einrichtungen (Technikschrank, Leuchte, Elektrounterverteilung usw.) sollen 

schliesslich beim Mastfuss aufgestellt werden.

4. Einschätzung der OLK

a) Das Rechtsamt der BVE hat für die ästhetische Beurteilung des Vorhabens die OLK 

beigezogen. Diese umschreibt in ihrem Bericht vom 19. Februar 2019 das Orts- und 

Landschaftsbild in der Umgebung der geplanten Mobilfunkanlage wie folgt: Die Umgebung 

des Bauvorhabens sei geprägt von freistehenden Hofgruppen in der Ebene und loser 

Bebauung entlang des aufsteigend hügeligen Geländes in der Landschaftskammer Worb-

Tägertschi. Insbesondere vom Aussichtspunkt beim E.________ sei zudem die Sicht ins 

Berner Oberland beeindruckend. In der unmittelbaren Umgebung der geplanten 

Mobilfunkanlage seien das erhaltenswerte Bauernhaus D.________, die Obstkulturen und 

die mächtigen Laubbäume, welche die Hofgruppe umschliessen, sowie der Sportplatz mit 

der Flutlichtanlage und den dazugehörigen Parkplätzen prägend.

b) Zur Wirkung des Bauvorhabens in Bezug auf das umliegende Orts- und 

Landschaftsbild führt die OLK in ihrem Bericht aus: Der freistehende Antennenmast mit den 

drei Antennenkörpern und den zwei Richtfunkantennen überrage mit seiner geplanten Höhe 

von 25 m die umliegenden Gebäude und Bäume deutlich und trete in der Ebene prominent 

in Erscheinung. Insbesondere von der höher gelegenen Ortschaft Richigen werde die 

Antennenanlage die Fernsicht ins Berner Oberland beeinträchtigen. Seine freistehende, 

singuläre Lage mache den Antennenmast von überall aus der Ebene einsehbar; einzig vom 

Aussichtspunkt beim E.________ werde die direkte Sicht auf ihn durch die davor liegenden 

Bäume teilweise verdeckt. In Kombination mit dem Sportplatz, der Flutlichtanlage und dem 

dazugehörigen Parkplatz werde die geplante Mobilfunkanlage die bestehende Situation um 

das Bauernhaus D.________ zwar nicht grundsätzlich verändern. Da es sich beim 

RA Nr. 110/2018/148 8

Bauvorhaben um eine weitere Infrastrukturbaute handle, werde die bestehende Situation um 

den Hof, mit seinen Obstkulturen und den mächtigen Laubbäumen, sowie das direkt 

angrenzende LSG I aber weiter verunklärt. Daran ändere auch eine unauffällige 

Farbgestaltung der Mobilfunkanlage sowie das südwestlich der Bauparzelle gelegene 

Waldstück nichts. Der freistehende Antennenmast trete mit der geplanten Höhe von 25 m in 

der Ebene deutlich in Erscheinung und störe empfindlich die Aussicht auf das 

Alpenpanorama des Berner Oberlands. Nach Ansicht der OLK sei die geplante 

Mobilfunkanlage daher nicht bewilligungsfähig.

c) Anlässlich des Augenscheins vom 6. Mai 2019 ergänzten die Vertreter der OLK unter 

anderem, die Horizontlinie in Richtung des Berner Oberlands sei von der 

AB.________strasse sowie vom F.________ aus betrachtet mitprägend für die 

Landschaftskammer.12 Gleiches gelte für das LSG I.13 Die teilweise als erhaltens- bzw. 

schützenswert eingestuften Gebäude am Hang in Richtung Richigen («G.________») seien 

einzeln betrachtet zwar nicht prägend für das Orts- und Landschaftsbild, in ihrer Gesamtheit 

jedoch schon. Analog verhalte es sich mit der Wirkung der geplanten Mobilfunkanlage. So 

wirke sich diese zwar nicht negativ auf die erwähnten Einzelbauten aus, jedoch auf die 

Gebäudegruppe als Ganzes und damit auf ein prägendes Element des Ortsbilds.14 Die 

bestehende Sportanlage würde die Fernwirkung der Ebene, in der die Mobilfunkanlage 

geplant sei, zwar nicht aufwerten. Dies rechtfertige jedoch nicht eine weitere 

Verschlechterung des Landschaftsbilds. Das Bauvorhaben hätte aber genau das zur Folge. 

So füge sich dieses keineswegs selbstverständlich in die Landschaft ein, sondern falle 

aufgrund seiner Höhe und technischen Ausgestaltung negativ bzw. als Fremdkörper auf und 

beeinträchtige das Erscheinungsbild der Ebene und der Hofgruppe D.________ sowie die 

Fernsicht ins Berner Oberland.15 

5. Würdigung

12 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 6. Mai 2019, S. 5 (unten), Votum OLK-Vertreter.
13 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 6. Mai 2019, S. 11 (unten), Votum OLK-Vertreter.
14 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 6. Mai 2019, S. 6 (oben), Votum OLK-Vertreter.
15 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 6. Mai 2019, S. 6 (in der Mitte) und S. 9 (oben), Voten OLK-Vertreter.

RA Nr. 110/2018/148 9

a) Die Ausführungen der OLK sind nachvollziehbar und überzeugend. Sie decken sich 

zudem mit dem Eindruck, den das Rechtsamt der BVE anlässlich des Augenscheins vom 

Bauvorhaben und dessen Standort sowie Umgebung gewonnen hat. So fällt einem zunächst 

die weitläufige, landwirtschaftlich geprägte, weitgehend unbebaute und grüne Ebene auf, die 

sich am Fusse des nach Richigen aufsteigenden Hügels ausbreitet und in welcher die 

Mobilfunkanlage realisiert werden soll.16 Von dieser Ebene wie auch vom F.________ aus 

besteht ferner eine imposante Sicht auf die Berge des Berner Oberlands, die sich 

südwestlich der Bauparzelle am Horizont erstrecken.17 In der unmittelbaren Umgebung des 

geplanten Standorts ziehen die zur Sportanlage gehörenden Infrastrukturbauten (Schuppen, 

Container, Flutlichtanlage sowie Parkplatz) und das ehemalige, als erhaltenswert eingestufte 

Bauernhaus D.________ mit seinen grossen Laubbäumen und den zahlreichen 

Obstkulturen den Fokus auf sich.18 Aus westlicher Richtung wird das Bild im Wesentlichen 

durch die lose, teilweise aus erhaltens- und schützenswerten Gebäuden bestehende 

Bebauung hinauf nach Richigen geprägt, die ebenfalls von viel Grünraum umgeben ist; 

Letzterer geht gegen Norden in das LSG I über.19

b) Der Augenschein bestätigte ferner, dass die geplante Antennenanlage mit ihrer Höhe 

von über 25 m sehr dominant in Erscheinung treten und zu einem erheblich störenden 

Einzelelement in der weitläufigen grünen Ebene würde. So überragt sie die wenigen 

umliegenden Bauten und Bäume massiv und fällt dadurch sowohl von Nahem als auch aus 

der Ferne auf; es fehlt ihr mit anderen Worten an einer vertikalen Anbindung in die 

Umgebung.20 Daran ändern auch die Flutlichtanlage beim Fussballplatz und die 

Fahrleitungsmasten der Bahnlinie nichts. So sind sogar die Flutlichtmasten nur rund halb so 

hoch21 und weniger voluminös als der geplante Antennenmast. Die Flutlichtanlage und 

Bahninfrastruktur werden zudem mehrheitlich von dahinterliegendem Wald oder Gelände 

(Hügel und Berge) abgedeckt und fügen sich dadurch jedenfalls zu einem gewissen Grad 

ins Landschaftsbild ein. Die geplante Antennenanlage überragt – zumindest aus der Ebene 

betrachtet – hingegen auch die umliegenden Wälder, Hügel sowie Berge deutlich und führt 

16 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 5, 9 und 30.
17 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 26-32.
18 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 17-19 und 22.
19 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 11-14 und 20.
20 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 5, 9, 13, 17, 18, 21 und 30.
21 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 6. Mai 2019, S. 9 (in der Mitte).

RA Nr. 110/2018/148 10

damit zu einem krassen Bruch des Horizonts.22 Einer der OLK-Vertreter hat anlässlich des 

Augenscheins denn auch zutreffend bemerkt, der Antennenmast trete am geplanten 

Standort wie eine «Lanze» in Erscheinung.23 Dieser Eindruck würde durch die 

beabsichtigten Aufbauten (Antennenkörper, Richtfunkantennen und Podest), die allesamt im 

oberen Bereich angebracht werden sollen, zusätzlich verstärkt. Dass von den Flutlichtern 

Lichtemissionen ausgehen, ist entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin ebenfalls 

unerheblich. Denn das Landschaftsbild präsentiert sich bei Dunkelheit anders bzw. ist nicht 

gleich gut wahrnehmbar wie bei Tageslicht. Es gilt zudem zu beachten, dass bestehende 

Beeinträchtigungen kein Grund sind, weitere Beeinträchtigungen zu erlauben. Denn die 

Schutzwürdigkeit von Landschaften wird durch frühere nachteilige Veränderungen nicht 

aufgehoben.24

c) Die geplante Mobilfunkanlage würde sich aber nicht nur auf die Ebene am Fusse von 

Richigen negativ auswirken. Insbesondere von der AB.________strasse aus betrachtet, 

würde die Anlage auch das Erscheinungsbild des als erhaltenswert eingestuften ehemaligen 

Bauernhauses D.________ mit seinen grossen Laubbäumen und den zahlreichen 

Obstkulturen beeinträchtigen. Aus südlicher Richtung ist das Erscheinungsbild des 

betreffenden Hofs zwar bereits durch Teile der Flutlichtanlage, einen der beiden 

Maschendrahtzäune, an dem diverse Fussballtore aufgehängt sind, sowie die auf der 

Bauparzelle befindlichen Containerbauten stark beeinträchtigt.25 Von Norden her betrachtet, 

deckt der Hof D.________ die bestehenden Infrastrukturbauten der Sportanlage jedoch 

vollständig ab. Dadurch präsentiert sich der Hof in seinem Erscheinungsbild als intakt und 

prägend für die Landschaft. Dieses Bild würde durch die geplante Antennenanlage erheblich 

gestört. Denn mit der Erstellung der Mobilfunkanlage würden aus dieser Perspektive 

neuerdings nicht nur zwei völlig unterschiedliche Bauten aufeinanderprallen. Die 

Mobilfunkanlage würde aufgrund ihrer Höhe und Positionierung am Strassenrand zudem 

auch den Fokus auf sich ziehen und damit in ungerechtfertigter Weise prägend für das 

betreffende Landschaftsbild werden.26

22 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 9-11, 13, 17, 21 und 32.
23 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 6. Mai 2019, S. 6 (unten), Votum OLK-Vertreter.
24 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 22 mit Hinweisen.
25 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Foto Nr. 19.
26 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 15 und 16.

RA Nr. 110/2018/148 11

d) Aus westlicher Richtung von der AA.________strasse aus nimmt man die geplante 

Antennenanlage sodann mit der teilweise als erhaltens- und schützenswert eingestuften, 

bäuerlich geprägten Gebäudegruppe am «G.________» wahr. Diese gibt insbesondere 

aufgrund ihrer einheitlichen Gebäudestellungen (firstparallel zum Hang), den Dachformen 

sowie den durchgrünten und teilweise baumbestandenen Zwischenräumen ein stimmiges 

Gesamtbild ab. Entgegen der Beschwerdegegnerin kann diesbezüglich also nicht von einem 

unruhigen Landschaftsbild gesprochen werden. Die geplante Mobilfunkanlage würde jedoch 

zu einem solchen führen bzw. das bestehende Landschaftsbild beeinträchtigen. So tritt die 

Antennenanlage auch aus dieser Perspektive als markanter Fremdkörper in Erscheinung, 

der den Horizont deutlich überschreitet. Daran ändern auch der im Vordergrund befindliche 

Sportplatz mit seiner Flutlichtanlage und das auf der Anhöhe gelegene Silo nichts. Der 

Sportplatz selbst tritt nicht dreidimensional in Erscheinung. Die Flutlichtanlage wird, im 

Gegensatz zur Antennenanlage, weitgehend vom dahinterliegenden Hügel und Wald 

abgedeckt. Das Silo hat einen Bezug zur landwirtschaftlich geprägten Umgebung und bricht 

den Horizont, trotz seiner erhöhten Lage, weit weniger als die geplante Mobilfunkanlage. Die 

Flutlichtlichter und das Silo befinden sich schliesslich von Westen aus betrachtet am Rande 

der erhaltens- und schützenswerten Bebauung; der Antennenmast käme hingegen direkt 

davor zum Stehen.27

e) Weiter ist von der AB.________strasse, südwestlich des geplanten Standorts, in 

Blickrichtung Nordosten klar erkennbar, dass sich die Mobilfunkanlage auch auf das 

dahinterliegende LSG I negativ auswirken würde. Die bestehende Situation ist aufgrund des 

auf der Bauparzelle befindlichen Schotterplatzes und der Containerbauten zwar nicht gerade 

«einladend».28 Die geplante Antennenanlage würde aufgrund ihrer alles überragenden Höhe 

und technischen Erscheinung jedoch einen neuen, den Fokus auf sich ziehenden 

Fremdkörper darstellen und dadurch das betreffende Landschaftsbild nicht nur anhaltend 

prägen, sondern weiter beeinträchtigen.29 Es ist offensichtlich, dass dies dem Schutzzweck 

des LSG I, die Erhaltung der charakteristischen Ortsansichten des Dorfs Richigen, zuwider 

läuft. Wie bereits erwähnt, rechtfertigt eine bestehende Beeinträchtigung im Übrigen keine 

weiteren Beeinträchtigungen.

27 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 11-14.
28 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 6. Mai 2019, S. 8 (unten), Votum OLK-Vertreter.
29 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Foto Nr. 20.

RA Nr. 110/2018/148 12

f) Vom F.________ aus, mithin aus nordöstlicher Richtung, beeinträchtigt die 

Mobilfunkanlage aufgrund ihrer massiven Höhe schliesslich die Fernsicht auf die Berge des 

Berner Oberlands. Denn im Gegensatz zu den bestehenden Infrastrukturbauten 

(Flutlichtanlage und Fahrleitungsmasten) profitiert die geplante Antennenanlage auch aus 

dieser Perspektive nicht von einer Hintergrundabdeckung, sondern geht sogar deutlich über 

die Bergsilhouette hinaus. Die Mobilfunkanlage fügt sich mit anderen Worten nicht ins 

Landschaftsbild ein, sondern stellt einen Fremdkörper dar, der erheblich stört. Dass die 

Mobilfunkanlage und Berge teilweise durch eine Baumgruppe verdeckt werden, 

insbesondere vom Aussichtspunkt beim E.________, ist entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin ferner unbeachtlich. So handelt es sich bei der betreffenden Gruppe 

mehrheitlich um Laubbäume, die nicht einen ganzjährigen Sichtschutz bieten. 

Strassenabwärts, unterhalb der Baumgruppe, hat man zudem uneingeschränkte Sicht auf 

die Mobilfunkanlage und das Berner Oberland; dieser Sichtbezug umfasst im Übrigen auch 

die Ebene, den erhaltenswerten Hof D.________ sowie den südlichen Teil des LSG I.30

6. Schlussfolgerung

a) Aus den Netzabdeckungskarten ist zwar ersichtlich, dass die Mobilfunkversorgung 

durch die Beschwerdegegnerin sowohl beim Bahnhof Worb SBB als auch in Richigen nicht 

optimal ist und durch den geplanten Standort verbessert werden könnte.31 Es ist zudem 

unbestritten, dass beim Bahnhof Worb SBB aufgrund einer bestehenden Anlage einer 

anderen Mobilfunkanbieterin bzw. wegen den Anlagegrenzwerten keine weitere 

Mobilfunkanlage aufgestellt werden kann. Ferner weisen Mobilfunkantennen aufgrund ihrer 

Funktion in der Regel immer eine gewisse Höhe und ein technisches Erscheinungsbild auf, 

weshalb ihnen stets etwas Störendes anhaftet (E. 2c). Allerdings bedeutet dies nicht, dass 

Mobilfunkanlagen unbesehen der bestehenden Umgebung und ohne jegliche 

Berücksichtigung der Ästhetikvorgaben realisiert werden können. So muss auch für die Höhe 

von Mobilfunkanlagen aus ästhetischer Sicht eine Grenze bestehen, solange daraus kein 

flächendeckendes Mobilfunkantennenverbot resultiert. Mobilfunkanlagen haben sich daher 

ebenfalls – wenn auch in reduziertem Umfang – an die bestehenden Ästhetikbestimmungen 

zu halten. Dies gilt selbst dann, wenn der betreffenden Umgebung keine besondere 

30 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 6. Mai 2019, Fotos Nrn. 28-32.
31 Vgl. Vorakten, pag. 269/271.

RA Nr. 110/2018/148 13

Schutzwürdigkeit zukommt und kein geschütztes Ortsbild oder historisches Gebäude 

betroffen ist. So hat das Verwaltungsgericht einer 30 m hohen Mobilfunkanlage in einer 

typischen Gewerbezone ohne besondere Schutzwürdigkeit allein aufgrund der Höhe, der 

dadurch markanten Erscheinung und der massiven Überragung der umliegenden Bauten 

und des angrenzenden Hügelzugs die Baubewilligung verweigert.32 Ein Ortsbildschutzgebiet 

kann im Übrigen auch von einer Antennenanlage ausserhalb dieses Gebiets in unzulässiger 

Weise beeinträchtigt werden.33

b) Der geplante Standort selbst befindet sich zwar nicht in einem Schutzgebiet und die 

Mobilfunkanlage soll auch nicht auf einem denkmalgeschützten Gebäude erstellt werden. 

Wie oben ausgeführt, tritt die Antennenanlage aufgrund ihrer alles überragenden Höhe und 

Aufbauten jedoch als dominanter Fremdkörper in der weitgehend unbebauten Ebene in 

Erscheinung, der erheblich stört. Gleichzeitig wirkt sich die freistehende Anlage auch negativ 

auf das nordöstlich gelegene LSG I, das Erscheinungsbild des als erhaltenswert eingestuften 

Hofs D.________ und der teilweise ebenfalls denkmalgeschützten Gebäudegruppe am 

«G.________» sowie auf die Fernsicht ins Berner Oberland aus. Unter diesen Umständen 

kann – entgegen der Vorinstanz und Beschwerdegegnerin – nicht mehr gesagt werden, die 

umstrittene Mobilfunkanlage ergebe zusammen mit der bestehenden Umgebung eine gute 

Gesamtwirkung. Die geplante Antennenanlage ordnet sich in keinster Weise in die 

Landschaft ein. Sie geht vielmehr über das aus ästhetischer Sicht vorliegend zulässige 

Höchstmass hinaus und führt dadurch zu einer unzulässigen Beeinträchtigung der 

relevanten Orts- und Landschaftsbilder bzw. Sichtbezüge. Daran ändert auch die von der 

Gemeinde beantragte und von der Vorinstanz verfügte Auflage nichts, wonach der 

Antennenmast «im Farbton RAL 6010 Grasgrün oder RAL 6002 Laubgrün zu streichen» ist. 

Aufgrund ihrer Höhe von über 25 m fehlt es der geplanten Antennenanlage weitgehend an 

einer Hintergrundabdeckung. Im vorliegenden Fall hätte die Farbauflage daher nur einen 

geringen Nutzen. Die vorliegend anwendbaren Ästhetikbestimmungen (Art. 9 Abs. 1 BauG 

und Art. 17 Abs. 1 BauV sowie Art. 12 Abs. 1 und 2 GBR) werden durch das Vorhaben 

folglich verletzt. Angesichts der Beeinträchtigung des Erscheinungsbilds des als 

erhaltenswert eingestuften Hofs D.________ und der teilweise ebenfalls 

denkmalgeschützten Gebäudegruppe am «G.________» erscheint es zudem fraglich, ob 

nicht sogar ein Verstoss gegen Art. 10b Abs. 1 BauG vorliegt. Denn gemäss dieser 

32 VGE 21806 vom 27.5.2004, E. 4.
33 VGE 2011/373 vom 15.2.2013, E. 5.4; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 29b sechstes Lemma.

RA Nr. 110/2018/148 14

Bestimmung dürfen Baudenkmäler nicht durch Veränderungen in ihrer Umgebung 

beeinträchtigt werden. Da dem Vorhaben aber bereits aufgrund der verletzten 

Ästhetikbestimmungen der Bauabschlag zu erteilen ist, kann diese Frage letztlich offen 

gelassen werden. Es ist schliesslich nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdegegnerin 

auch nicht geltend gemacht, inwiefern es ihr zukünftig verwehrt sein sollte, an einem weniger 

sensiblen Standort, eine kleinere bzw. weniger exponierte Mobilfunkanlage aufzustellen. Der 

vorliegende Entscheid führt daher nicht zu einem grundsätzlichen Verbot für freistehende 

Mobilfunkantennen in der Gemeinde Worb. Im Übrigen ist festzuhalten, dass sich aus der 

Mobilfunkkonzession kein Rechtsanspruch auf Erstellung einer Mobilfunkanlage an einem 

bestimmten Standort ableiten lässt.34

c) Zusammengefasst ist der Fachmeinung der OLK zu folgen. Die geplante 

Mobilfunkanlage verstösst gegen die anwendbaren Ästhetikbestimmungen. Folglich ist die 

Beschwerde gutzuheissen. Der angefochtene Gesamtentscheid ist aufzuheben und dem 

Baugesuch vom 14. Februar 2018 ist der Bauabschlag zu erteilen. Bei diesem Ausgang 

erübrigt es sich, auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführenden einzugehen.

d) Die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Erteilung des Bauabschlags 

führen schliesslich nicht zu einer Verletzung der Gemeindeautonomie. Wo eine Gemeinde 

eigene, selbständige (Ästhetik-)Normen erlassen hat, steht ihr aufgrund der 

Gemeindeautonomie zwar auch bei der Auslegung und Anwendung der Norm ein gewisser 

Beurteilungsspielraum zu. Soweit die Gemeinde die Norm rechtlich vertretbar ausgelegt hat, 

darf eine Rechtsmittelinstanz sie daher nicht anders auslegen.35 Dies gilt selbst dann, wenn 

die Gemeinde wie hier nicht selber Baubewilligungsbehörde ist, sondern sich als 

Verfahrensbeteiligte auf die entsprechende Auslegung beruft.36 Wie sich aus den obigen 

Ausführungen ergibt, erfüllt das umstrittene Bauvorhaben die kommunalen 

Ästhetikanforderungen nicht. Folglich ist die Auffassung der Gemeinde Worb, wonach die 

geplante Mobilfunkanlage in gestalterischer Hinsicht als bewilligungsfähig zu beurteilen sei, 

rechtlich nicht haltbar. Eine Verletzung der Gemeindeautonomie liegt somit nicht vor.

34 BVR 2007 S. 58 E. 5.2; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 29 mit weiteren Hinweisen.
35 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 5 mit Hinweisen.
36 BVR 2019 S. 51 E. 6.2.

RA Nr. 110/2018/148 15

7. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin. Sie hat die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG37). Die Verfahrenskosten im 

Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für besondere 

Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben werden 

(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.– (Art. 103 Abs. 2 

VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV38). Für den Augenschein vom 6. Mai 2019 wird in 

Anwendung von Art. 20 Abs. 1 GebV eine zusätzliche Gebühr von Fr. 500.– erhoben. Die 

Kosten der OLK (Fr. 1'000.– für den Bericht vom 19. Februar 2019 gemäss Rechnung vom 

22. Februar 2019 und Fr. 300.– für die Teilnahme am Augenschein gemäss Rechnung vom 

7. Mai 2019) werden gestützt auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Die Verfahrenskosten im 

Beschwerdeverfahren betragen somit insgesamt Fr. 3'300.–.

b) Die amtlichen Kosten für das erstinstanzliche Baubewilligungsverfahren in der Höhe 

von Fr. 2'439.15 hat in jedem Fall die Beschwerdegegnerin als Baugesuchstellerin zur tragen 

(Art. 52 Abs. 1 BewD39).

c) Die Beschwerdegegnerin hat zudem den Beschwerdeführenden die Parteikosten zu 

ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige 

Parteivertretung anfallenden Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Kostennote des Anwalts 

und der Anwältin der Beschwerdeführenden beläuft sich auf Fr. 8'939.10 (Honorar 

Fr. 8'250.–, Auslagen Fr. 50.– und Mehrwertsteuer Fr. 639.10). Nach Art. 11 Abs. 1 PKV40 

beträgt das Honorar in verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren Fr. 400.– bis 

Fr. 11'800.– pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz 

nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und 

der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG41). Im vorliegenden Fall erscheint eine 

Ausschöpfung des Gebührenrahmens zu 50 Prozent und damit ein Honorar von Fr. 6'100.– 

als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat somit den Beschwerdeführenden eine 

37 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
38 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).
39 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
40 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; 
BSG 168.811).
41 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11).

RA Nr. 110/2018/148 16

Parteikostenentschädigung von Fr. 6'623.55 (Honorar Fr. 6'100.–, Auslagen Fr. 50.– und 

Mehrwertsteuer Fr. 473.55) zu bezahlen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Gesamtentscheid des 

Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 11. Oktober 2018 wird aufgehoben. 

Dem Baugesuch vom 14. Februar 2018 wird der Bauabschlag erteilt.

2. Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 3'300.– werden der 

Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, 

sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

Die Kosten des erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens von Fr. 2'439.15 werden 

der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten ist 

das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland zuständig.

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden Parteikosten im Betrag von 

Fr. 6'623.55 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt T.________, eingeschrieben

- Herrn Rechtsanwalt W.________, eingeschrieben

- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, A-Post

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb, Gemeindeverwaltung, Bauabteilung, 

eingeschrieben

- Amt für Wirtschaft (AWI), Abteilung Immissionsschutz, zur Kenntnis

RA Nr. 110/2018/148 17

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), z. H. der OLK-Gruppe Bern-Mittelland, 

zur Kenntnis

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 

allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, muss 

einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 

enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.