# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6a9c5c5-8acd-5524-a146-10c569077bb8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 12.07.2010 A 2010 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2010-24_2010-07-12.pdf

## Full Text

A 10 24

URTEIL
vom 12. Juli 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Kantons-, Gemeinde- und direkte Bundessteuer

1. … arbeitete zunächst nach seinem Lehrabschluss als kaufmännischer 

Angestellter bis März 2006 als Kundenberater bei der … und ab April 2006 

als Treuhandassistent bei der … AG in ... In der Steuererklärung 2008 machte 

er Studienkosten zum Betriebsökonomen an der Fachhochschule für 

Wirtschaft in … (nachfolgend HWZ genannt) von insgesamt Fr. 15'251.-- 

geltend, welche aber im Rahmen der Steuerveranlagungen der kantonalen 

Steuerverwaltung vom 19. Mai 2009 für die Kantons-, Gemeinde- und direkte 

Bundessteuer 2008 (jeweilige Steuerbeträge Fr. 1'452.--, 1'307.-- bzw. 

200.40) nicht zugelassen wurden. Die durch den Steuerpflichtigen dagegen 

erhobenen Einsprachen vom 9. Juni 2009 und 16. November 2009 wurden 

mit Entscheiden vom 8. Februar 2010 vollumfänglich abgewiesen. 

2. Dagegen erhob … am 10. März 2010 Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden mit dem sinngemässen Antrag auf 

Berücksichtigung des Weiterbildungsabzuges gemäss Ziff. 9.12 bzw. 9.15 der 

Steuererklärung. Nach telefonischer Rücksprache mit der Steuerverwaltung 

des Kantons Graubünden seien ab dem Jahre 2006 die Weiterbildungskosten 

bei den Steuerveranlagungen 2006 und 2007 anstandslos akzeptiert worden. 

Die steuerlichen Beträge hätten ca. Fr. 1'300.-- pro Jahr erreicht und seien 

sowohl für den Steuerpflichtigen als auch für seine allein erziehende Mutter 

erträglich gewesen. Aufgrund einer Praxisänderung sei der Abzug ab 

Steuerjahr 2008 nicht mehr zugelassen worden, was die Steuerbelastung auf 

ca. Fr. 3'000.-- verdoppelt habe. Dies verletze den Grundsatz der Kontinuität, 

auch wenn jedes Jahr separat veranlagt werde. Das Bundesgesetz über die 

direkte Bundessteuer (DBG) und das Bundesgesetz über die Harmonisierung 

der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) würden aufgrund 

einer Motion auf den 1. Januar 2011 dahingehend abgeändert, dass jegliche 

Weiterbildungskosten bis Fr. 10'000.-- pro Jahr abziehbar seien. Es sei daher 

nicht verständlich, dass die Praxis der Steuerverwaltung des Kantons 

Graubünden in die entgegen gesetzte Richtung gehe. Weiter fügt er an, der 

bisher strenge Kanton Zürich habe inzwischen die gleiche Formulierung wie 

der Kanton Graubünden bezüglich der abzugsfähigen Weiterbildungskosten 

aufgenommen mit dem Unterschied, dass der berufsbegleitende Besuch einer 

Fachhochschule grundsätzlich auch zum Abzug zugelassen werde. Seine 

Situation sei denn auch nicht mit derjenigen eines Uni-Studenten 

vergleichbar, da er seine Ausbildung berufsbegleitend absolviere. Im Urteil 

des Bundesgerichts 2C_589/2007 vom 9. April 2008 liege der Grund für die 

Qualifikation der Studienkosten als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten 

darin, dass der Zusammenhang zwischen dem Studium und der aktuellen 

Berufstätigkeit fehlte. Bei ihm hingegen sei dieser Zusammenhang voll 

gegeben.

3. In ihrer Vernehmlassung vom 14. April 2010 beantragte die kantonale 

Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde. Die für das Steuerjahr 

2008 geltend gemachten Studienauslagen würden für die Fachhochschule für 

Wirtschaft in Zürich Fr. 15'251.--, für GA Fr. 2'250.--, für Autospesen Fr. 

5'879.-- und für die Verpflegung während der Schulzeit Fr. 570.-- erreichen. 

Massgebend seien Art. 31 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes für den Kanton 

Graubünden (StG) beziehungsweise Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG. Demnach 

könnten mit dem Beruf zusammenhängende Weiterbildungskosten in Abzug 

gebracht werden. Diese würden sich klar von den nicht abziehbaren reinen 

Ausbildungskosten nach Art. 37 lit. b StG bzw. 34 lit. b DBG unterscheiden. 

Lehre, Matur und Studium würden zu den Ausbildungskosten gehören. 

Fachhochschulen seien Teil einer erweiterten Grundausbildung, weshalb 

auch deren Kosten als nicht abziehbare Ausbildungskosten zu qualifizieren 

seien. Wer einen Bachelor oder Master an einer Fachhochschule absolviere 

sei gleich zu behandeln wie ein Uni- oder ETH-Absolvent (Gleichheitsgebot 

Art. 8 und 127 BV). Seine Fortbildung biete dem Beschwerdeführer ein 

Betätigungsfeld, das weit über dasjenige seiner bisherigen Tätigkeit als 

Treuhandassistent hinausgehe. Daran ändere die berufsbegleitende 

Absolvierung des Studiums nichts. Es könnten ferner auch keine Rechte aus 

früheren Steuerperioden oder der Vorwirkung künftiger Gesetze abgeleitet 

werden. 

4. In der Replik vom 30. April 2010 präzisierte der Beschwerdeführer den Antrag 

auf den Abzug der Kosten für den Besuch der HWZ im Betrag von Fr. 10'256.-- 

(Kanton) beziehungsweise Fr. 11'756.-- (Bund). Die Qualifizierung der Kosten 

für ein berufsbegleitendes Studium an einer Fachhochschule erfolge heute in 

der Schweiz kontrovers (Kantone SG, SH, TI und bis vor kurzem GR 

abzugsberechtigt, TG, SO, LU und NE nicht abzugsberechtigt; der Bund 

akzeptiere für die direkte Bundessteuer die jeweilige Kantonspraxis). In seiner 

Praxisfestlegung habe der Kanton Graubünden für die Fachhochschulen, 

unabhängig von der berufsbegleitenden Ausbildung oder nicht die 

Gleichstellung mit den Universitäten vorgesehen. Auf Bundesebene gelte Art. 

8 der Berufskostenverordnung, der am Schluss den Nichtabzug der 

eigentlichen Ausbildungskosten vorbehalte. Das Gleichstellungsgebot 

verlange, dass der berufsbegleitende Besuch einer Fachhochschule, der klar 

die Merkmale einer Weiterbildung aufweise und insofern sich vom 

Vollzeitbesuch einer Fachhochschule, Uni oder ETH unterscheide, 

berücksichtigt und zum Abzug zugelassen werde. Sicher sei dies wie 

vorliegend für die klassische Fortsetzungsausbildung gegeben. Der 

Beschwerdeführer habe sich jedoch schon lange für eine kaufmännisch-

buchhalterische Ausbildung entschieden und diese nach und nach vertieft bis 

zu seiner heutigen Anstellung bei der MATA Treuhand AG in Chur. In dieser 

Situation sei seine Ausbildung an der HWZ geeignet sicherzustellen, dass er 

in seinem angestammten Beruf als Treuhänder auf dem Laufenden bleibe und 

zukünftigen steigenden oder neuen Anforderungen genüge.

5. In ihrer Duplik vom 10. Juni 2010 ergänzt die Steuerverwaltung des Kantons 

Graubünden, für die Abzugsberechtigung sei ein enger Zusammenhang 

zwischen dem gegenwärtig ausgeübten Beruf und den Weiterbildungskosten 

verlangt. Nicht abziehbar seien indessen Ausbildungskosten für die 

erstmalige Aufnahme einer Berufstätigkeit oder eines neuen Zusatzberufes. 

Dies gelte vor allem für Auslagen für eine Fortbildung, die zum Umstieg in 

einen anderen Beruf diene. Mit dem Bachelor - Studium Business 

Administration an der HWZ würden gemäss Ausschreibung ein fundiertes 

betriebswissenschaftliches Generalistenwissen in Management, Marketing, 

Accounting, Volkswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Statistik und Recht sowie 

Führung und Leadership erworben. Darüber hinaus könne im Hauptstudium 

eine der angebotenen Hauptrichtungen - General Management, Banking & 

Finance, Treuhand & Revision - erworben werden. Das alles ermögliche dem 

Beschwerdeführer ein neues Wirkungsfeld, das weit über jenes eines 

Treuhandassistenten hinausgehe. Es dränge sich deshalb die Gleichstellung 

mit Uni- und ETH-Absolventen geradezu auf und der Abzug könne nicht 

zugelassen werden. 

Auf die weiteren Ausführungen wird, soweit erforderlich in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG) entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- nicht 

überschreitet und keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu 

entscheiden sind. Da der Streitwert vorliegend allerhöchstens Fr. 2'959.40 

(gesamter Steuerbetrag für das Jahr 2008) beträgt und es keine Rechtsfrage 

von grundsätzlicher Bedeutung zu entscheiden gilt, ist die Zuständigkeit des 

Einzelrichters offensichtlich gegeben.

2. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bilden die 

Einspracheentscheide der kantonalen Steuerverwaltung vom 8. Februar 

2010, in welchen der geltend gemachte Steuerabzug für Berufsauslagen für 

das Jahr 2008 mit der Begründung es handle sich um Ausbildungskosten 

verweigert wurde. 

3. a) Laut Art. 31 Abs. 1 lit. c StG bzw. der entsprechenden Bestimmung in Art. 26 

Abs. 1 lit. d DBG können unselbständig Erwerbende die mit dem Beruf 

zusammenhängenden Weiterbildungskosten als Berufsunkosten vom 

Einkommen abziehen. Es kann der Pauschalbetrag zum Abzug gebracht 

werden oder die notwendigen tatsächlichen Aufwendungen, die der 

Steuerpflichtige nachweisen kann. Nicht abzugsfähig sind demgegenüber 

gemäss Art. 37 lit. b StG bzw. Art. 34 lit. b DBG die Ausbildungskosten. 

Umschulungskosten gelten dann nicht als Ausbildungskosten, wenn der 

Steuerpflichtige durch äussere Umstände zur Umschulung veranlasst wird 

beziehungsweise aufgrund einer bei der bisherigen Berufsausübung 

aufgetretenen Zwangslage einen anderen Beruf ergreifen muss (Bruno 

Knüsel, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. Auflage, 

N 10 zu Art. 26 DBG). 

b) Weiterbildungskosten sind praxisgemäss dann zum Abzug zuzulassen, wenn 

sie mit dem gegenwärtig ausgeübten Beruf in engem Sachzusammenhang 

stehen. Abziehbar sollen also nur solche Unkosten sein, die im Rahmen des 

bereits erlernten und ausgeübten Berufs anfallen, nicht abziehbar sind 

indessen Ausbildungskosten für die erstmalige Aufnahme einer 

Berufstätigkeit oder eines neuen Zusatzberufes (BGE 113 Ib 114 E.2a). Der 

unmittelbare ursächliche Zusammenhang mit dem ausgeübten Beruf besteht 

dann, wenn sich die Weiterbildung auf Kenntnisse bezieht, die bei der 

Berufsausübung erforderlich sind. Dazu gehören nicht nur Anstrengungen, 

um den Stand bereits erworbener Fähigkeiten zu erhalten, sondern vor allem 

auch der Erwerb verbesserter Kenntnisse (z.B. erweiterte 

Informatikkenntnisse, vertiefende Sprachkenntnisse) für die Ausübung des 

gleichen Berufes (vgl. AGVE 1999, S. 411).

c) E contrario gelten Auslagen für eine Fortbildung, die zum Aufstieg in eine 

eindeutig vom bisherigen Beruf zu unterscheidende höhere Berufsstellung 

(Aufstiegskosten) oder zum Umstieg in einen andern Beruf dienen oder gar 

nur aus Gründen der Liebhaberei, Freizeitgestaltung, Unterhaltung oder der 

Allgemeinbildung dienen, nicht als Weiterbildungskosten und sind 

entsprechend nicht steuerlich absetzbar. Das Gesagte gilt auch, wenn eine 

Ausbildung neben einem bereits ausgeübten Beruf im Hinblick auf einen 

späteren Berufswechsel absolviert wird (vgl. BGE 113 Ib 117; BG-Urteil 

2A.277/2003 publiziert in STR 2004, S. 295 f. und in AJP/PJA 2005, S. 224 

ff.; VGU A 04 32). Unter Ausbildung wird daher die Erlernung eines Berufes 

oder die Umstellung bzw. die Umschulung auf einen anderen Beruf 

verstanden. Ausbildung liegt somit - abgesehen von der Vorbereitung auf 

einen Erstberuf - immer dann vor, wenn Berufstätige einen eigentlichen 

Berufswechsel vollziehen oder einen Zweitberuf erlernen.

d) Weil einem Aufstieg im angestammten Beruf regelmässig auch 

Weiterbildungscharakter zukommt, ist die Abgrenzung zwischen Ausbildung 

und Weiterbildung im Einzelfall schwierig (vgl. die in der Zeitschrift für 

Internationales und Schweizerisches Steuerrecht [zsis] vom 30. Juni 2004 

anhand neuerer Entwicklungen in der Rechtsprechung vorgenommene 

Abgrenzung von Aus- und Weiterbildung). Ausschlaggebendes Kriterium für 

die Abgrenzung zwischen Berufsaufstiegs- und Ausbildungskosten ist in der 

Praxis die Frage, ob der Steuerpflichtige mit der Ausbildung eine berufliche 

Veränderung anstrebt, bei der er immer noch zur Hauptsache die ursprünglich 

erworbenen Kenntnisse einsetzen kann, oder ob die Veränderung dazu führt, 

dass er anschliessend hauptsächlich die neu erworbenen Kenntnisse 

benötigt. Beabsichtigt ein Steuerpflichtiger, in einen Beruf zu wechseln, der 

mehrheitlich die neuerworbenen Kenntnisse und nicht resp. nur zu einem Teil 

die bisherige Ausbildung voraussetzt, so handelt es sich nicht um 

Weiterbildungs- sondern um Ausbildungskosten. Stellen die neu erworbenen 

Kenntnisse demgegenüber lediglich eine Ergänzung und Erweiterung der 

bisherigen Kenntnisse dar, ist von einer Weiterbildung auszugehen. Ein Indiz 

für die Abgrenzung kann in der Dauer der besuchten Fortbildung liegen. 

e) Für die Anerkennung von Weiterbildungskosten wird somit verlangt, dass eine 

besonders enge Beziehung zwischen der Art, dem Grund und dem Zweck 

dieser Auslagen zur bisherigen Berufsausübung nachgewiesen wird und die 

Natur der bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit dadurch nicht grundlegend 

verändert wird (ASA 58 [Nr. 6-7/1990] S. 308 ff; StE 1999, B 22.3, Nr. 68). 

Treffen die oben umschriebenen Voraussetzungen nicht zu, sind die 

entsprechenden Kosten steuerlich als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten 

zu qualifizieren.

f) Der Umstand, dass ein Studium berufsbegleitend an einer Fachhochschule 

absolviert wird, führt genauso wenig dazu die Kosten als 

Weiterbildungskosten zu qualifizieren wie die Tatsache, dass es sich bei der 

Ausbildung an einer Fachhochschule um ein praxisorientiertes und nicht 

wissenschaftliches Studium handelt (BG-Urteile 2C_589/2007 und 

2C_590/2007 vom 9. April 2008). Auch im Hinblick auf das 

Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) stellen Kosten im Zusammenhang mit 

dem Besuch von Fachhochschulen Ausbildungskosten dar, zumal sich eine 

Abgrenzung zu einem Universitätsabschluss nicht begründen lässt. 

4. Im Lichte des oben Ausgeführten ergibt sich nun ohne weiteres, dass die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Kosten steuerrechtlich als nicht 

abzugsfähige Ausbildungskosten zu qualifizieren sind. Wie sich nämlich den 

Akten entnehmen lässt, arbeitet der Beschwerdeführer seit April 2006 als 

Treuhandassistent. Parallel dazu nahm er im Jahr 2006 das Studium der 

Betriebsökonomie an der HWZ auf mit dem Ziel dieses Studium mit dem 

eidgenössisch anerkannten Titel „Bachelor of Science in Business 

Administration ZFH mit Vertiefung in (Major)“ abzuschliessen. Im Rahmen 

dieses Studiums der Betriebsökonomie erwirbt der Studierende gemäss 

Ausschreibung der HWZ fundiertes betriebswirtschaftliches 

Generalistenwissen in Management, Marketing, Accounting, Volkswirtschaft, 

Wirtschaftsinformatik, Statistik und Recht sowie Führung und Leadership. 

Ferner soll dieser Hochschulabschluss den Studierenden auf den nächsten 

Karriereschritt vorbereiten, nämlich die Übernahme weiterer 

Verantwortlichkeiten in Management und Führungsfunktionen. Die Natur der 

Erwerbstätigkeit eines Kaufmannes ist denn auch eine andere als diejenige 

eines Betriebsökonomen FH. Bei letzterer Ausbildung handelt es sich 

insgesamt betrachtet um eine (neue) selbständige Grundausbildung, die in 

keinem direkten und engen Zusammenhang mit der bisherigen ausgeübten 

Tätigkeit als Treuhandassistent steht, auch wenn die Ausbildung als 

Kaufmann mit Berufsmatura den Zugang zur Fachhochschule ermöglicht und 

anders als eine gymnasiale Matura sachlich in einem engeren 

Zusammenhang mit der erweiterten Grundausbildung wie etwa einem 

Studium der Betriebsökonomie an einer Fachhochschule steht. Angesichts 

der unterschiedlichen Betätigungsfelder ist jedoch offenkundig, dass der 

Beschwerdeführer die Ausbildung nicht auf sich genommen hat, um in seinem 

angestammten Beruf auf dem Laufenden zu bleiben respektive um den 

steigenden oder neuen Anforderungen in seinem bisherigen Tätigkeitsfeld zu 

genügen. Mit der neuen Ausbildung erwirbt der Beschwerdeführer neue und 

wesentlich von der bisherigen Berufstätigkeit abweichende Kenntnisse, 

welche ihn dazu befähigen umfassende Fach- und Führungskompetenzen im 

Zusammenhang mit der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung 

und Prüfung zu übernehmen. So bereitet das Studium den Beschwerdeführer 

gemäss Ausschreibung der HWZ zielgerichtet auf die vielfältigen fachlichen 

und ausserfachlichen Anforderungen des Treuhandberufes vor und vermittelt 

ebenso wichtige Fähigkeiten im Bereich der Wirtschaftsprüfung. Ferner 

spricht auch die Dauer der Ausbildung von nicht weniger als 8 Semestern 

gegen die Auffassung des Beschwerdeführers, es handle sich bei dem 

Studium um eine Weiterbildung. Gestützt auf die oben gemachten 

Ausführungen ist daher festzuhalten, dass es den geltend gemachten 

Auslagen über Fr. 10’256.-- (Kanton) beziehungsweise Fr. 11'756.-- (Bund) 

daher an der verlangten engen Beziehung zur bisherigen Berufausübung 

fehlt, weshalb sich denn auch die vorinstanzliche Qualifikation als nicht 

abzugsfähige Ausbildungskosten als richtig erweist. Die 

Einspracheentscheide gegen die Kantons-, Gemeinde- und direkte 

Bundessteuer 2008 sowie die ihnen zugrunde liegenden 

Veranlagungsverfügungen sind entsprechend zu schützen und die 

Beschwerde ist abzuweisen.

5. Es bleibt ferner darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer aus dem 

vorgebrachten Einwand, voraussichtlich werde ab 1. Januar 2011 eine 

Gesetzesänderung betreffend abzugsfähige Bildungskosten in Kraft treten, 

keine Rechte ableiten kann. Wird ein Erlass beziehungsweise zukünftiges 

Recht bereits wie geltendes Recht angewendet, obwohl dieses noch nicht in 

Kraft getreten ist, so wird dies als positive Vorwirkung bezeichnet, was dem 

im Verwaltungsrecht zugrundeliegenden Grundprinzip der Gesetzmässigkeit 

widerspricht (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. 

Auflage, N 346). Ebenso als unbegründet erweisen sich die Einwände des 

Beschwerdeführers durch die Praxisänderung im Kanton Graubünden 

hinsichtlich der abzugfähigen Weiterbildungskosten sei der Grundsatz der 

Kontinuität verletzt, sowie dass der Kanton Zürich diesbezüglich eine andere 

Praxis verfolge. Steuerbehörden dürfen solche Abzüge in jeder Periode einer 

Neuüberprüfung unterziehen und sind nicht an die Praxis eines anderen 

Kantons gebunden (vgl. BG-Urteile 2C_589/2007 und 2C_590/2007 vom 9. 

April 2008. E. 4.3). 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) dem 

unterliegenden Steuerpflichtigen zu überbinden. Den Parteien steht keine 

aussergerichtliche Entschädigung zu (Art. 78 VRG).

Demnach erkennt der Einzelrichter

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 300.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 304.--

zusammen Fr. 604.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

Die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 28. Januar 2011 

abgewiesen (2C_697/2010).