# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0fb853c9-6ca1-57ca-a8fa-585fd7a073e8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-04-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.04.2020 BVGE 2020 VI/10
**Docket/Reference:** BVGE-2020-VI-10
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2020-VI-10_2020-04-20

## Full Text

Fonctionnement du centre d&#39;enregistrement | Zuweisung
in ein besonderes Asylzentrum. Aktuelles Interesse. Recht auf eine wirksame Beschwerde.
			

			

				Art. 2 Abs. 3, Art. 12 Abs. 1 und 2 UNO-Pakt II. Art. 5, Art. 13
EMRK. Art. 29 Abs. 1 BV. Art. 48 Abs. 1 VwVG. Art. 24a
Abs. 1, Art. 107 Abs. 1 AsylG.
			

			

				1.      Beschwerdelegitimation.
Schutzwürdiges Interesse bei Berufung auf Menschenrechtsverletzungen (E. 1.4).
			

			

				2.      Definition des Freiheitsentzugs
im Sinne von Art. 5 EMRK und Abgrenzung zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit je nach
Intensität des Eingriffs. Die Zuweisung in das besondere Asylzentrum in Les Verrières stellt
keinen Freiheitsentzug dar (E. 5).
			

			

				3.      Die Zuweisung in
das besondere Asylzentrum in Les Verrières stellt einen Eingriff in die durch Art. 12 Abs. 1
und 2 UNO-Pakt II garantierte Freiheit dar, erfüllt aber die Voraussetzungen für die Einschränkung
von Grundrechten (E. 6).
			

			

				4.      Recht auf eine wirksame
Beschwerde. Grundrechtskonforme Auslegung des Asylgesetzes. Obwohl die Zuweisung in ein besonderes
Asylzentrum mittels Zwischenverfügung nach Art. 24a
und 107 Abs. 1 AsylG nur im Rahmen der Beschwerde gegen den materiellen Asylentscheid anfechtbar
ist, ist auf eine Beschwerde gegen eine solche Verfügung unabhängig vom Asylentscheid innert
30 Tagen nach der Zuweisung einzutreten (E. 7).
			

			

2021-10-07T08:45:54Z