# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d4cd38e-14ee-56a1-b671-c23808aa402a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.11.2017 B-4668/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4668-2016_2017-11-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-4668/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  N o v e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Ronald Flury,    

Gerichtsschreiberin Corine Hämmerli. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Baudirektion des Kantons Zürich,  

Walcheplatz 2, Postfach, 8090 Zürich,    

Vorinstanz,  

 

Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich,  

Abteilung Landwirtschaft,  

Walcheplatz 2, Postfach, 8090 Zürich,    

Erstinstanz. 

 

Gegenstand 
 Bewirtschaftungsbeiträge. 

 

 

 

B-4668/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

  

Das Einzelunternehmen B._______ bzw. dessen Inhaber A._______ 

bewirtschaftet in X._______ die Parzelle Kat.-Nr. (…) und in Y._______ die 

Parzelle Kat.-Nr. (…). Am 24. März 2015 erstattete C._______ (hiernach 

Naturschutzbeauftragter) bei der Kantonspolizei Zürich, Polizeistation 

Z._______, eine Anzeige. Er gab an, A._______ habe an diesen 

Örtlichkeiten Gülle in der Naturschutzzone ausgetragen.  

  

B.a Mit Schreiben vom 12. Oktober 2015 teilte das Amt für Landschaft und 

Natur des Kantons Zürich (hiernach Erstinstanz) A._______ mit, dass sich 

bei einer Kontrolle durch den Naturschutzbeauftragten im März 2015 ge-

zeigt habe, dass auf Teilen der Parzellenteilflächen (…) und (…) in der Na-

turschutzzonen IR Rindergülle ausgebracht worden sei. In dieser Zone sei 

keine Düngung erlaubt, weshalb dies gemäss Kürzungsrichtlinien der DZV 

zu einer Nicht-Auszahlung des Bewirtschaftungsbeitrages für das Jahr 

2015 sowie zur Rückforderung der Beiträge der letzten zwei Jahre (2014 

und 2013) in der Gesamthöhe von Fr. 1368.– führe.  

Dem Entscheid der Vorinstanz ist zu entnehmen, dass die Erstinstanz mit 

Verfügung vom 15. Dezember 2015 an der Nichtauszahlung des Bewirt-

schaftungsbeitrags für das Jahr 2015 sowie der Rückforderung für die 

Jahre 2014 und 2013 im oben genannten Umfang festhielt. (Die Verfügung 

selbst ist beim Bundesverwaltungsgericht trotz Aufforderungen vom 

25. August 2016 und 16. August 2017 an die Erst- und Vorinstanz die [ge-

samten] Akten einzureichen, nicht eingegangen.). 

B.b Gegen diese Verfügung erhob A._______ mit Eingabe vom 16. Januar 

2016 Rekurs an die Baudirektion des Kantons Zürich (hiernach Vor-in-

stanz). Er beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die fraglichen Be-

wirtschaftungsbeiträge seien ihm auszubezahlen.  

B.c Mit Entscheid vom 28. Juni 2016 hiess die Vorinstanz den Rekurs in-

sofern teilweise gut, als dass die Berechnung der nicht ausbezahlten bzw. 

zurückgeforderten Bewirtschaftungsbeiträge angepasst wurde.  

Zur Begründung hielt die Vorinstanz im Wesentlichen fest, dass die Parzel-

lenteilfläche Kat.-Nr. (…) der Naturschutzzone I und die Parzellenteilfläche 

B-4668/2016 

Seite 3 

Kat.-Nr. (…) der Naturschutzzone IR zugeteilt sei. Beide lägen im Perime-

ter der Verordnung zum Schutz der Drumlinlandschaft Zürcher Oberland 

vom 13. März 1998. Gemäss Ziffer 4.1 dieser Verordnung sei in beiden 

Zonen das Ausbringen von Dünger verboten. Die Kantonspolizei Zürich 

habe infolge der Anzeige des Naturschutzbeauftragten festgestellt, dass 

ein Mitarbeiter von A._______ Jauche auf zwei Aren in der Naturschutz-

zone IR und auf sechs Aren in der Naturschutzzone I ausgetragen habe. 

Dass Teile der Naturschutzzone gedüngt worden seien, gehe zudem auch 

aus den bei den Akten liegenden Fotos und der GIS-Auszüge hervor. Damit 

sei erstellt, dass diese Flächen im Frühjahr 2015 gedüngt und damit rechts-

widrig bewirtschaftet worden seien, weshalb eine Kürzung der Bewirtschaf-

tungsbeiträge zu erfolgen habe.  

A._______ habe für die fraglichen acht Aren grundsätzlich Anspruch auf 

folgende Direktzahlungen pro Are: 

Beitrag Qualitätsstufe I (QI)   Fr. 15.– 

Beitrag Qualitätsstufe II (QII)   Fr. 15.– 

Zuschlag für besondere Qualität (Z)   Fr.   2.– 

Vernetzungszuschlag (VZ)   Fr. 10.– 

Betreffend die zwei Aren in der Naturschutzzone IR habe er zudem An-

spruch auf einen Ertragsausfallanteil von Fr. 15.– pro Are. Die Beiträge und 

Zuschläge QI, Z und VZ sowie der Ertragsausfallanteil seien für drei Bei-

tragsjahre (300%) zu kürzen, der Beitrag QII nur für ein Jahr (100%). Ent-

sprechend betrage die Nichtauszahlung bzw. Kürzung total Fr. 858.–.  

  

C.a Gegen diesen Entscheid erhob D._______ mit Eingabe vom 28. Juli 

2016 im Auftrag ihres Vaters (A._______) bzw. seines Einzelunternehmens 

B._______ Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht und ersuchte 

um eine Fristverlängerung bis Ende August 2016 zur Einreichung einer 

ausführlichen Begründung.  

C.b Mit Zwischenverfügung vom 2. August 2016 wurde festgestellt, dass 

D._______ laut Handelsregister keine Zeichnungsberechtigung für das 

Einzelunternehmen B._______ besitzt und dass auch keine entspre-

chende Vollmacht eingereicht wurde. Weiter wurde die B._______ auf die 

formellen Voraussetzungen einer Beschwerde an das Bundesverwaltungs-

gericht nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsver-

fahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 

B-4668/2016 

Seite 4 

172.021) aufmerksam gemacht sowie festgestellt, dass es sich bei der Be-

schwerdefrist um eine gesetzliche, nach Tagen bestimmte Frist handelt, 

welche nicht erstreckbar ist (Art. 22 Abs. 1 VwVG). Aufgrund des Stillstan-

des der Beschwerdefrist vom 15. Juli bis und mit 15. August (Art. 22a 

Abs. 1 Bst. b VwVG) erhielt die B._______ jedoch die Gelegenheit bis zum 

Ablauf der Beschwerdefrist eine verbesserte Beschwerdeschrift einzu-

reichen.  

C.c Mit Eingabe vom 12. August 2016 reichte A._______ namens der 

B._______ die verbesserte Beschwerde ein und beantragte die vollum-

fängliche Auszahlung der fraglichen Bewirtschaftungsbeiträge. Zudem sei 

ihm aufgrund grosser Umtriebe eine Parteientschädigung auszurichten.  

Zur Begründung führte er aus, der Entscheid der Vorinstanz verstosse ge-

gen Treu und Glauben. Im vorangegangenen Strafverfahren hätte ihm kein 

Fehlverhalten nachgewiesen werden können. Die Gülle sei nach dem 

ihnen damals einzig vorliegenden Bewirtschaftungsplan ausgebracht wor-

den. Auf diesem habe der Naturschutzbeauftragte die Düngegrenzen ei-

genhändig eingezeichnet und vermasst. Weiter beanstandete er, dass die 

Akten des unterdessen eingestellten Strafverfahrens des Statthalteramtes 

Z._______ nicht beigezogen worden seien.  

D.  

D.a Die Erstinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 16. September 

2016 die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zu Lasten des Be-

schwerdeführers. Mit Vernehmlassung vom 21. September 2016 bean-

tragte auch die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. 

D.b Am 27. Oktober 2016 wurde das Bundesamt für Landwirtschaft um 

eine Stellungnahme als Fachbehörde ersucht. Die Fachbehörde wies in 

ihrer Eingabe vom 9. Dezember 2016 darauf hin, dass aus den ihr zur Ver-

fügung gestellten Verfahrensakten nicht abschliessend geklärt werden 

könne, ob die eingetragenen Naturschutzzonen im GIS-Auszug und dem 

Bewirtschaftungsplan der Beschwerdeführerin übereinstimmen bzw. wo 

die Naturschutzzonengrenzen genau enden würden. Die ihr vorliegenden 

Pläne würden jedenfalls nicht übereinstimmen. Sie hegte sodann Zweifel 

daran, ob der von der Beschwerdeführerin eingereichte Bewirtschaftungs-

plan der heutigen Situation noch entspreche und stellte deshalb für ihre 

Analyse der Rechtslage auf den GIS-Auszug der Erstinstanz ab. Davon 

B-4668/2016 

Seite 5 

ausgehend sei ihres Erachtens die Kürzung der Beiträge durch die Vor-

instanz korrekt berechnet worden.  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

  

1.1 Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid der 

Baudirektion des Kantons Zürich. Dabei handelt es sich um einen letztin-

stanzlichen kantonalen Entscheid (vgl. § 19 Abs. 3 i.V.m. § 42 des Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich vom 24. Mai 1959 [VRG, 

LS 175.2] i.V.m. Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 

1998 [LwG, SR 910.1]). Er ist in Anwendung von öffentlichem Recht des 

Bundes ergangen und stellt somit eine Verfügung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 und 2 VwVG dar. Das Bundesverwaltungsgericht, das laut 

Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, 

SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG 

beurteilt, ist gemäss Art. 33 Bst. i VGG i.V.m. Art. 166 Abs. 2 LwG für die 

Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig. 

1.2 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 

Teilnahme erhalten hat und durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist sowie ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 

Änderung hat. Als Partei zuzulassen ist in Verfahren vor Erst- und Be-

schwerdeinstanzen weiter nur, wer partei- und prozessfähig ist. Parteifähig 

ist, wer rechtsfähig ist (MARANTELLI/HUBER, in: Waldmann/Weissenberger 

[Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Auflage 2016 

[Praxiskommentar VwVG], Art. 6 N 12 f.). Einzelunternehmen kommt keine 

Parteifähigkeit zu.  

Bei der B._______ handelt es sich laut Handelsregister um ein Einzelun-

ternehmen. A._______ ist als Inhaber mit Einzelunterschrift im Handelsre-

gister eingetragen. Ihr kommt somit keine Parteifähigkeit zu.  

Die Parteifähigkeit ist eine Prozessvoraussetzung, welche die Behörde von 

Amtes wegen prüft und zum Nichteintreten führt, sofern diese Prozessvo-

raussetzung nicht gegeben ist. Eine bloss unrichtige oder ungenaue Par-

teibezeichnung ist demgegenüber von Amtes wegen oder auf Antrag einer 

Partei zu berichtigen, sofern sich aus dem Inhalt der Beschwerde bzw. der 

Akten eindeutig ergibt, wer gemeint ist (vgl. hierzu im Zivilprozessrecht: 

B-4668/2016 

Seite 6 

ALEXANDER FISCHER, in: Baker & McKenzie [Hrsg.], Schweizerische Zivil-

prozessordnung [ZPO], 2010, Art. 66 N 2 mit angeführtem Beispiel der Ein-

zelfirma, die anstelle des Inhabers als Partei bezeichnet wird). Diese Vo-

raussetzung ist vorliegend erfüllt, weshalb die Parteibezeichnung auf 

A._______ berichtigt wird.  

A._______ (hiernach Beschwerdeführer) hat am Verfahren teilgenommen 

und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat zudem 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, wes-

halb er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Der Beschwerdeführer hat frist- und formgerecht Beschwerde erhoben 

(Art. 50 und Art. 52 VwVG). Der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleis-

tet (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.  

  

Mit der Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung 

von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) – einschliesslich Überschreitung 

oder Missbrauch des Ermessens – sowie die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b 

VwVG) gerügt werden. Demgegenüber ist, wenn – wie im vorliegenden 

Fall – eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die 

Rüge der Unangemessenheit unzulässig (Art. 49 Bst. c VwVG; vgl. MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 2. Auflage 2013, N. 2.149 f.). Eine Verletzung von Art. 49 Bst. b VwVG 

liegt insbesondere dann vor, wenn eine dem Untersuchungsgrundsatz un-

terworfene Behörde den Sachverhalt nicht von Amtes wegen abgeklärt  

oder dies nur unvollständig getan hat. Der Sachverhalt ist namentlich dann 

unvollständig, wenn nicht über alle rechtserheblichen Umstände Beweis 

geführt wurde oder wenn eine entscheidrelevante Tatsache zwar erhoben, 

diese jedoch daraufhin nicht gewürdigt würde und nicht in den Entscheid 

einfloss (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 2.149, ZIBUNG/HOFSTET-

TER, Praxiskommentar VwVG, Art. 49 N 40, BVGE 2012/21 E. 5.1). 

  

3.1 Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, er habe im vor-

instanzlichen Verfahren wiederholt vorgebracht, dass er bezüglich der 

Düngung der Parzelle Kat.-Nr. (…) auf den ihm einzig zur Verfügung ste-

henden Bewirtschaftungsplan vertraut habe, auf welchem der Naturschutz-

beauftragte die Düngegrenze eigenhändig eingezeichnet und vermasst 

B-4668/2016 

Seite 7 

habe. Dieses Vorbringen sei durch die Vor- und Erstinstanz jedoch nicht 

berücksichtigt worden.  

3.2 Die Vorinstanz erwog hierzu, dass der GIS-Auszug und der dem Be-

schwerdeführer offensichtlich zur Verfügung gestellte Bewirtschaftungs-

plan bzw. die darin eingetragenen Naturschutzzonen übereinstimmen wür-

den. Somit könne dem Vorbringen des Beschwerdeführers, es könne ihm 

kein Vorwurf gemacht werden, da er die Gülle gemäss dem ihm zur Verfü-

gung gestellten Plan ausgebracht habe, nicht gefolgt werden. Denn hätte 

er sich an die eingetragenen Schutzzonengrenzen gehalten, wäre es nicht 

zum Verstoss gegen das Düngungsverbot gekommen.  

3.3 Die Vorinstanz stellte damit in einem einzigen Satz fest, dass die bei-

den Pläne zur Parzelle Kat. Nr. (…) betreffend die eingetragenen Natur-

schutzzonen übereinstimmen würden. Es finden sich im vorinstanzlichen 

Entscheid aber keine Überlegungen, von denen sich die Behörde bei die-

ser Feststellung hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt.  

Die Vorinstanz setzte sich somit nicht damit auseinander, dass die beiden 

Pläne – wie auch das Bundesamt für Landwirtschaft in seiner Stellung-

nahme vom 9. Dezember 2016 festhält und ohne weiteres von blossem 

Auge zu erkennen ist – bezüglich Gebäudeform und Parzellennummern 

nicht übereinstimmen. Ebenfalls setzte sie sich nicht damit auseinander, 

dass auch im Polizeirapport der Kantonspolizei Zürich vom 23. April 2015 

festgehalten wurde, dass auf dem Plan, der der Beschwerdeführer angeb-

lich vom Naturschutzbeauftragten erhalten habe, der Pfosten an der glei-

chen Stelle eingezeichnet sei, wie er anlässlich der Tatbestandsaufnahme 

im Feld positioniert war, nämlich in der Flucht der Parzelle. Hingegen sei 

auf dem GIS-Plan das Ende der Naturschutzzone IR in der Flucht des Ge-

bäudes eingezeichnet.  

3.4 Aus dem Dargelegten erhellt, dass der vorliegende Sachverhalt betref-

fend die Übereinstimmung der beiden Pläne nicht genügend erstellt ist. Die 

Vorinstanz hat die vorhandenen Beweise einerseits nicht ausreichend ge-

würdigt. Andererseits ist davon auszugehen, dass die derzeitige Beweis-

lage nicht ausreichend ist. Hiervon geht im Übrigen auch das Bundesamt 

für Landwirtschaft aus, wenn es feststellt, dass aus den ihr zur Verfügung 

gestellten Verfahrensakten nicht abschliessend geklärt werden könne, ob 

die eingetragenen Naturschutzzonen im GIS-Auszug und dem Bewirt-

schaftungsplan der Beschwerdeführerin übereinstimmen bzw. wo die Na-

turschutzzonengrenzen genau enden würden. 

B-4668/2016 

Seite 8 

  

4.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-

richt in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen 

Weisungen an die Vorinstanz zurück. Bei der Wahl zwischen den beiden 

Entscheidarten steht dem Gericht ein weiter Ermessenspielraum zu. Lie-

gen sachliche Gründe vor, ist eine Rückweisung regelmässig mit dem Un-

tersuchungsgrundsatz sowie dem Prinzip eines einfachen und raschen 

Verfahrens vereinbar. Zur Rückweisung führt insbesondere eine mangel-

hafte Abklärung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz, die ohne eine auf-

wändigere Beweiserhebung nicht behoben werden kann. Die Vorinstanz ist 

mit den tatsächlichen Verhältnissen besser vertraut und darum im Allge-

meinen besser in der Lage, die erforderlichen Abklärungen durchzuführen; 

zudem bleibt der betroffenen Partei dergestalt der gesetzlich vorgesehene 

Instanzenzug erhalten (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.1; BVGE 2012/21 E. 5.1, 

Urteil des BVGer A-5198/2016 vom 5. April 2017 E 2.3; MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 3.141). Vorliegend ist es deshalb an-

gezeigt, die Sache zu weiteren Abklärungen sowie zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen.  

4.2 Die Vorinstanz wird in einem ersten Schritt, die Sachverhaltsfrage, ob 

der dem Beschwerdeführer vorgelegene Plan mit dem Plan gemäss GIS-

Auszug bzw. die darin eingetragenen Naturschutzzonen identisch sind, 

vollständig prüfen müssen und hierzu alle bereits erhobenen entscheidre-

levanten Tatsachen würdigen sowie bei unklarer Beweislage weitere Sach-

verhaltserhebungen vornehmen müssen. Sollten diese Abklärungen erge-

ben, dass die beiden Pläne nicht übereinstimmen, hat die Vorinstanz in 

einem zweiten Schritt, die Frage des vom Beschwerdeführer wiederholt 

geltend gemachten Vertrauensschutzes zu prüfen. Dabei hat sie gegebe-

nenfalls auch die Edition der Akten aus dem Strafverfahren vor dem Statt-

halteramt Z._______ anzuordnen.  

  

Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten grundsätzlich der 

unterliegenden Partei aufzuerlegen. In der Verwaltungsrechtspflege des 

Bundes gilt die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Ab-

klärungen und neuem Entscheid praxisgemäss als volles Obsiegen der be-

schwerdeführenden Partei (vgl. BGE 137 V 210 E. 7.1).  

Demzufolge sind dem Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuer-

legen. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.– wird ihm 

B-4668/2016 

Seite 9 

zurückerstattet. Der unterliegenden Vorinstanz werden keine Verfahrens-

kosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).  

  

Der obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Ent-

schädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten zuzusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Entschädigung umfasst die Kosten der 

Vertretung sowie allfällige weitere notwendigen Auslagen der Parteien 

(Art. 8 ff. VGKE). 

Der Beschwerdeführer beantragt, es sei ihm eine den grossen Umtrieben 

entsprechende Parteientschädigung auszurichten. Er war jedoch weder 

anwaltlich noch anderweitig berufsmässig vertreten. Zudem wurden auch 

keine notwendigen, verhältnismässig hohe Kosten, namentlich Spesen 

über Fr. 100.– oder ein Verdienstausfall von mehr als einem Tagesver-

dienst geltend gemacht bzw. in genügender Weise substantiiert (vgl. Art. 13 

VGKE). Dem Beschwerdeführer ist somit keine Parteientschädigung zuzu-

sprechen.  

  

B-4668/2016 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Vorinstanz vom 

28. Juni 2016 wird aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne 

der Erwägungen zurückgewiesen. 

  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von 

Fr. 1‘000.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Urteils aus der Gerichtskasse zurückerstattet. 

  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. HRUN-A6AC9Y; Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Landwirtschaft BLW (Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung  

und Forschung WBF (Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.  

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

  

Vera Marantelli Corine Hämmerli 

 

  

B-4668/2016 

Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 22. November 2017