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**Case Identifier:** c37848de-2980-5164-902b-17c6ddf95458
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.11.2023 B 2023/81, B 2023/82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2023-81--B-2023-82_2023-11-23.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/81, B 2023/82

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 26.01.2024

Entscheiddatum: 23.11.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.11.2023
Steuerrecht. Aufrechnung von geldwerten Leistungen einer AG an die 
Anteilseigner. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG (sGS 811.1) und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG 
(SR 642.11). Zu prüfen war in der vom Steueramt erhobenen Beschwerde, ob 
die Vorinstanz (VRK) im angefochtenen Entscheid zu Recht die 
Einspracheentscheide des Steueramts aufhob und für das Steuerjahr 2014 
eine geldwerte Leistung der C.__ AG von CHF 500'000 (Kantons- und 
Gemeindesteuern 2014) bzw. CHF 300'000 (direkte Bundessteuer 2014) an 
die Be-schwerdegegner A.__ und B.__ (Einkunft aus Beteiligung im 
Privatvermögen) verneinte. Das Verwaltungsgericht bestätigte, dass die 
Beschwerdegegner von der C.__ AG eine geldwerte Leistung von CHF 
500'000 erhalten hätten. Wesentlich erscheine, dass dem Darlehenskonto 
der Beschwerdegegner bei der C.__ AG im Geschäftsjahr 2010 CHF 
2'500'000 gutgeschrieben worden seien, wobei der Saldo des Kontos per 
Ende 2010 CHF 2'434'290.35 betragen habe. Über die Modalitäten inklusive 
Zeitpunkt der Rückzahlung des Darlehens sei keine explizite Abmachung 
bekannt gewesen. Der Umstand, dass sich der Saldo des Darlehenskontos 
per 31. Dezember 2013 noch auf CHF 885'902.40 belaufen habe, mache 
deutlich, dass über den im Jahr 2010 erfolgten Zufluss auf das 
Darlehenskonto in den Folgejahren habe verfügt werden können und Bezüge 
auch ef-fektiv getätigt worden seien. Die im Jahr 2014 erfolgte Gutschrift 
von CHF 500'000 auf dem Darlehenskonto sei zur Abwicklung einer im Jahr 
2014 in demselben Betrag bestätigten Nachzahlungsverpflichtung der C.__ 
AG durch die Beschwerdegegner erfolgt. Letztere hätten den geschuldeten 
Betrag von CHF 642'639.20 am 12. März 2014 an den Empfänger der 
Nachzahlung weitergeleitet. Die C.__ AG habe am 15. April 2014 eine 
Hypothekarschulderhöhung von CHF 400'000 verbucht und das 
Darlehensguthaben der Beschwerdegegner mit der Gegenbuchung um 
denselben Betrag reduziert. Bei diesem Sachverhalt könne ein Zufluss im 
Jahr 2014 im Betrag von CHF 500'000 an die Be-schwerdegegner nicht als 
dargetan gelten, zumal unmittelbar im Nachgang zur Darle-henserhöhung 

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um CHF 642'639.20 derselbe Betrag - im Rahmen der Abwicklung der 
Nachzahlungsverpflichtung der C.__AG durch die Beschwerdegegner - an 
den Empfänger der Nachzahlung wieder abgeflossen sei. Wenn die 
Darlehenserhöhung um CHF 642'639.20 der Darlehensminderung um CHF 
400'000 gegenübergestellt werde, so ergebe sich als Differenz allenfalls ein 
Zufluss von CHF 242'639.20, nicht aber ein solcher von CHF 500'000. Die 
vorinstanzliche Rückweisung zur Neuverfügung lasse sich als Folge davon 
nicht beanstanden. (Verwaltungsgericht, B 2023/81, B 2023/82)

Entscheid vom 23. November 2023

Besetzung

Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

A.__ und B.__,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alexander Bartl, Bartl Egli & Partner AG, 

Berneckerstrasse 26, Postfach, 9435 Heerbrugg,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

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Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern 2014 sowie direkte Bundessteuer 2014

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

Die Eheleute B.__ und A.__ deklarierten am 27. Juli 2015 in der als provisorisch 

bezeichneten Steuererklärung 2014 Einkünfte von CHF 42'280, davon CHF 40'633 aus 

unselbständiger Erwerbstätigkeit der Ehefrau und CHF 1'647 aus einer deutschen 

Regelaltersrente des Ehemanns. Daraus resultierte ein steuerbares Einkommen von 

CHF 21'060. Das steuerbare Vermögen betrug gemäss Deklaration CHF 287'986 

(act. G 5/6/1/1). Die Eheleute A.__ und B.__ waren Alleinaktionäre der im Jahr 2009 

gegründeten C.__ AG mit Sitz in Z.__. B.__ war sodann alleinige Verwaltungsrätin mit 

Einzelunterschrift dieser Gesellschaft. Die Gesellschaft wurde am 8. Januar 2021 durch 

Konkurs aufgelöst; das Konkursverfahren wurde am 6. September 2021 mangels 

Aktiven eingestellt. Seither befindet sich die Gesellschaft in Liquidation. Mit 

verjährungsunterbrechendem Schreiben vom 28. Oktober 2019 hatte das kantonale 

Steueramt die Eheleute darüber informiert, dass die Steuerveranlagungen für die 

Steuerjahre 2011, 2012, 2013 und 2014 noch nicht hätten vorgenommen werden 

können (act. G 5/6/1/8). Am 29. Dezember 2021 veranlagte das Steueramt die Eheleute 

A.__ und B.__ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2014 mit einem 

satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von CHF 521'000 und einem Vermögen 

von CHF 317'000 sowie für die direkte Bundessteuer 2014 mit einem steuerbaren 

Einkommen von CHF 318'800. Das kantonale Steueramt rechnete unter anderem eine 

geldwerte Leistung der C.__ AG von CHF 500'000 (Einkunft aus Beteiligung im 

Privatvermögen) zum Einkommen hinzu. Bei der direkten Bundessteuer betrug die 

Aufrechnung infolge der Teilbesteuerung CHF 300'000. Beim Vermögen liess es die 

deklarierte Kontokorrentschuld gegenüber der D.__ AG in der Höhe von CHF 138'253 

nicht zum Abzug zu (act. G 5/6/1/12-15).

A.a. 

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B.  

Gegen die Veranlagungsverfügungen und -berechnungen sowie die Schlussrechnung 

2014 vom 29. Dezember 2021 erhoben die Eheleute A.__ und B.__ am 24. Januar 2022 

Einsprache (act. G 5/6/1/16). Mit Schreiben vom 8. April 2022 beschränkten sie die 

Einsprache auf die Aufrechnung der geldwerten Leistung in der Höhe von CHF 500'000 

(Kantons- und Gemeindesteuern 2014) beziehungsweise CHF 300'000 (direkte 

Bundessteuer 2014; vgl. act. G 5/6/1/19). Mit Entscheiden vom 19. Mai 2022 wies das 

kantonale Steueramt die Einsprachen sowohl hinsichtlich der Kantons- und 

Gemeindesteuern 2014 als auch der direkten Bundessteuer 2014 ab (act. G 

5/6/1/20-25) mit der Begründung, die von der C.__ AG im Jahr 2010 erworbene 

Liegenschaft sei von der Gesellschaft um CHF 500'000 zu hoch aktiviert worden. Im 

Jahr 2014 liege aufgrund der Gutschrift von CHF 500'000 auf dem Aktionärsdarlehen 

eine geldwerte Leistung an den Aktionär vor.

A.b. 

Mit Eingabe vom 27. Juni 2022 erhoben B.__ und A.__ bei der 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) Rekurs (Kantons- und 

Gemeindesteuern 2014) und Beschwerde (direkte Bundessteuer 2014). Sie 

beantragten, die Einspracheentscheide vom 19. Mai 2022 seien aufzuheben, bei den 

Kantons- und Gemeindesteuern 2014 sei auf die Aufrechnung vom CHF 500'000 zu 

verzichten und sie seien mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 21'060 zu 

veranlagen. Bei der direkten Bundessteuer 2014 sei auf die Aufrechnung von 

CHF 300'000 zu verzichten, und sie seien mit einem steuerbaren Einkommen von 

CHF 18'800 zu veranlagen; die Veranlagung sei gemäss der Deklaration und gestützt 

auf die anlässlich des Einspracheverfahrens eingebrachten Akten vorzunehmen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge. Mit Entscheid vom 3. April 2023 hiess die 

Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) die Rechtsmittel gut, hob die 

Einspracheentscheide vom 19. Mai 2022 auf und wies die Angelegenheit zur neuen 

Verfügung im Sinn der Erwägungen an das kantonale Steueramt zurück, im 

Wesentlichen mit der Begründung, die geldwerte Leistung von CHF 500'000 sei den 

Eheleuten nicht im Jahr 2014 zugeflossen, weshalb sich eine Aufrechnung im Jahr 

2014 als nicht rechtmässig erweise (act. G 2).

A.c. 

Gegen den Entscheid vom 3. April 2023 erhob das kantonale Steueramt mit Eingabe 

vom 27. April 2023 Beschwerde mit den Anträgen, der vorinstanzliche Entscheid sei 

aufzuheben und der Einspracheentscheid vom 19. Mai 2022 zu bestätigen (act. G 1).

B.a. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung 

der Einkommens- und Vermögensbesteuerung natürlicher Personen vereinheitlicht 

sind, erledigte die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2014 einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte 

Bundessteuer 2014 anderseits zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten 

Dispositivziffern. Unter diesen Umständen durfte auch das kantonale Steueramt die 

Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). 

Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen 

Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).

2.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 145 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 641.11. DBG, Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1, Vo DBG). Das kantonale 

Steueramt ist zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 196 Abs. 1 StG und Art. 50 

Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone 

und Gemeinden, SR 642.14, StHG; Art. 145 Abs. 2 und Art. 141 Abs. 1 DBG sowie 

Art. 1 Abs. 1 Vo DBG). Die Beschwerden gegen den am 5. April 2023 versandten 

Entscheid der Vorinstanz wurden mit Eingabe vom 27. April 2023 rechtzeitig erhoben 

Mit Schreiben vom 9. Mai 2023 verzichtete die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung 

(act. G 4). Mit Vernehmlassung vom 27. Juni 2023 beantragten die Beschwerdegegner, 

der Einspracheentscheid vom 19. Mai 202 sei aufzuheben und der vorinstanzliche 

Entscheid vom 3. April 2023 sei zu bestätigen (act. G 9). Die Beschwerdebeteiligte 

verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung (vgl. act. G 6). Von der ihm am 3. 

Juli 2023 eingeräumten Möglichkeit zur Stellungnahme (act. G 10) machte der 

Beschwerdeführer keinen Gebrauch.

B.b. 

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

B.c. 

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(Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 und Art. 140 Abs. 1 DBG) und erfüllen in formeller 

und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 161 StG und Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 Abs. 2 und Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). 

Auf die Beschwerden ist einzutreten.

3.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht die 

Einspracheentscheide vom 19. Mai 2022 aufhob und für das Steuerjahr 2014 eine 

geldwerte Leistung der C.__ AG von CHF 500'000 (Kantons- und Gemeindesteuern 

2014) bzw. CHF 300'000 (direkte Bundessteuer 2014) an die Beschwerdegegner 

(Einkunft aus Beteiligung im Privatvermögen) verneinte.

Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte 

(Art. 29 Abs. 1 StG, Art. 16 Abs. 1 DBG). Steuerbar sind unter anderem die Erträge aus 

beweglichem Vermögen, insbesondere Dividenden, Gewinnanteile, 

Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art 

(einschliesslich Gratisaktien, Gratisnennwerterhöhungen und dergleichen), soweit sie 

keine Rückzahlung von Grund- oder Stammkapital darstellen (Art. 33 Abs. 1 lit. c StG, 

Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG). Geldwerte Vorteile aus Beteiligungen unterliegen beim 

Inhaber des Beteiligungsrechts der Einkommenssteuer. Geldwerte Vorteile aus 

Beteiligungen charakterisieren sich dadurch, dass 1) die leistende Kapitalgesellschaft 

für ihre Leistung keine oder keine gleichwertige Gegenleistung erhält, 2) der 

Beteiligungsinhaber der Kapitalgesellschaft direkt oder indirekt einen Vorteil erlangt, 3) 

die Kapitalgesellschaft diesen Vorteil einem Dritten unter gleichen Bedingungen nicht 

zugestanden hätte (Drittvergleich) und 4) der Charakter dieser Leistung für die 

Gesellschaftsorgane erkennbar war (BGE 140 II 88 E. 4.1 mit Hinweisen). Als geldwerte 

Vorteile aus Beteiligungen gelten alle durch Zahlung, Überweisung, Gutschrift, 

Verrechnung oder auf andere Weise bewirkten, in Geld messbaren Leistungen, welche 

der Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte unter irgendeinem Titel aufgrund 

dieser Beteiligung von der Gesellschaft erhält und welche keine Rückzahlung der 

bestehenden Kapitalanteile darstellen. Dazu gehören insbesondere sogenannte 

verdeckte Gewinnausschüttungen, das heisst Zuwendungen der Gesellschaft, denen 

keine oder keine genügenden Gegenleistungen des Anteilsinhabers entsprechen und 

die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht oder nur in wesentlich 

geringerem Umfang erbracht worden wären, so beispielsweise auch die Übernahme 

einer Schuld. Das ist mit einem Drittvergleich zu ergründen, bei dem alle konkreten 

Umstände des abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 140 II 88 

3.1. 

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E. 4.1, 138 II 57 E. 2.2 mit Hinweisen). Geldwerte Vorteile aus Aktien sind bei der 

direkten Bundessteuer im Umfang von 70 Prozent steuerbar, wenn diese 

Beteiligungsrechte mindestens 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft 

darstellen (Art. 20 Abs. 1  DBG).

Soweit eine geldwerte Leistung einer Gesellschaft rechtskräftig festgestellt ist, erfolgt 

regelmässig eine entsprechende Aufrechnung beim Beteiligungsinhaber (BGer 

2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.6). Indes besteht kein eigentlicher 

Aufrechnungsautomatismus, sondern es herrscht die übliche Beweislastverteilung 

(Normentheorie). Die von der Gesellschaft erbrachte geldwerte Leistung begründet 

zwar ein gewichtiges Indiz, das bei der Veranlagung des Beteiligungsinhabers zu 

berücksichtigen ist. Indes haben lediglich das Dispositiv des rechtskräftigen Entscheids 

bzw. die Steuerfaktoren der Gesellschaft an der Rechtskraft teil. Eine erneute rechtliche 

Beurteilung auf Aktionärsebene ist daher unerlässlich, zumal es sich bei Gesellschaft 

und Beteiligungsinhaber um zwei voneinander unabhängige Rechts- und 

Steuersubjekte handelt (BGer 2C_16/2015 a.a.O. E. 2.5.7 m.H.; Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 147 zu Art. 20 DBG; 

GVP 2001 Nr. 27). In Abweichung von den üblichen Regeln über die Beweislast hat ein 

Beteiligungsinhaber, soweit er gleichzeitig Organ der Gesellschaft ist, Bestand und 

Höhe der von der Steuerverwaltung behaupteten geldwerten Leistung detailliert zu 

bestreiten. Unterlässt er eine Bestreitung oder beschränkt er sich auf pauschale 

Ausführungen, darf die Veranlagungsbehörde annehmen, die auf Gesellschaftsebene 

rechtskräftig veranlagte Aufrechnung sei dem Beteiligungsinhaber gegenüber ebenso 

berechtigt (BGer 2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.8 m.H.).  

bis

Unbestritten und durch die Akten erstellt ist vorliegend, dass die C.__ AG mit 

Kaufvertrag vom 22. Oktober 2009 das Stockwerkeigentum Nr. 0000_ für 

CHF 2'500'000 erwarb (act. G 5/6/13/3). Die Gesellschaft finanzierte diesen Kauf durch 

ein Darlehen der Beschwerdegegner in gleicher Höhe. Per 1. Januar 2010 aktivierte sie 

die Liegenschaft mit CHF 2'500'000 und nahm die Gegenbuchung auf dem Konto Nr. 

001_ «Darlehen A.__ und B.__» vor (act. G 5/6/1/26), ungeachtet der Tatsache, dass die 

Beschwerdegegner dem Verkäufer der Liegenschaft aufgrund von Mängelrügen vorerst 

nur CHF 2'000'000 überwiesen hatten. Dieser tiefere Betrag entsprach der Höhe des 

Hypothekardarlehens, welches die Beschwerdegegner im Oktober 2009 bei der Bank 

E.__ aufgenommen hatten (act. G 5/6/13/1). Per 31. Dezember 2010 befanden sich auf 

dem Darlehenskonto Nr. 001_ CHF 2'434'290.55 (act. G 5/6/1/26). Die C.__ AG schrieb 

den Beschwerdegegnern somit nicht nur einen Teil des Kaufpreises auf dem 

3.2. 

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4.  

Darlehenskonto gut, sondern den gesamten Verkaufspreis, obwohl zu diesem 

Zeitpunkt noch nicht entschieden war, ob der Restbetrag jemals fällig werden würde. 

Mit Entscheid vom 18. Februar 2014 verpflichtete das Kantonsgericht St. Gallen die 

C.__ AG, die Restschuld von CHF 500'000 zuzüglich weiterer Kosten (Parteikosten und 

Zinsen) zu bezahlen. Die Beschwerdegegner beglichen den ausstehenden Betrag von 

insgesamt CHF 642'639.20 am 12. März 2014 (act. G 5/2/10, G 5/6/1/19 [beigelegte 

Belastungsanzeige]). Gleichentags schrieb die Gesellschaft dem Darlehenskonto der 

Beschwerdegegner (Konto Nr. 2165 mit der Bezeichnung «Darlehen A.__ und B.__ mit 

Rangrücktritt») CHF 642'639.20 gut. Die Gegenbuchung erfolgte im 

Liegenschaftskonto (Buchwerterhöhung der Liegenschaft; act. G 5/6/1/11, G 5/13/5). 

Die Gesellschaft schrieb den Beschwerdegegnern mithin nicht nur den von ihnen 

vorgeschossenen Kaufpreis von CHF 2'500'000 gut, sondern überdies CHF 500'000 

zuzüglich der von den Beschwerdegegnern bezahlten Parteikosten und Zinsen von 

CHF 142’639.20. Die Gutschriften auf dem Darlehenskonto fielen folglich um 

CHF 500'000 zu hoch aus. Mit der Vorinstanz (act. G 2 S. 6 f.) ist somit festzuhalten, 

dass die Beschwerdegegner von der C.__ AG eine geldwerte Leistung von 

CHF 500'000 erhielten. Hierbei ist die von der Vorinstanz und vom Beschwerdeführer 

(act. G 1 S. 4) diskutierte Frage, ob die Gesellschaft den Betrag einer Drittperson unter 

gleichen Bedingungen zugestanden hätte (Drittvergleich), augenscheinlich zu 

verneinen, denn die Beschwerdegegner hatten lediglich einen Kaufpreis von 

CHF 2'500'000 bevorschusst (Erwerberin der Liegenschaft war die AG) und konnten 

dementsprechend nur in diesem Betrag eine Gutschrift auf dem Darlehenskonto 

beanspruchen. Hinsichtlich des Vorbringens der Beschwerdegegner, wonach sämtliche 

steuerlichen Belange seit 2009 von einer Treuhandgesellschaft bearbeitet worden seien 

und die Steuerklärung 2014 als "provisorisch" bezeichnet worden sei (act. G 9 S. 1 f. 

und S. 4), wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die Beauftragung eines 

Treuhänders mit administrativen und steuerlichen Belangen nichts an der 

Verantwortung der Beschwerdegegner für die Vollständigkeit und Richtigkeit der 

Angaben des Treuhänders ändert (act. G 2 S. 6 m.H. auf BGer 2C_29/2011 vom 

16. Juni 2011 E. 2.4).

Zu klären bleibt, in welcher Steuerperiode die erwähnte geldwerte Leistung von 

CHF 500'000 steuerlich zu erfassen war. Das steuerbare Einkommen bemisst sich 

nach den Einkünften in der Steuerperiode (Art. 41 Abs. 1 DBG, Art. 66 Abs. 1 StG). Als 

Steuerperiode gilt das Kalenderjahr (Art. 40 Abs. 1 DBG, Art. Art. 66 Abs. 2 StG). 

4.1. 

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Aufgrund der Periodizität der Einkommenssteuer genügt die Feststellung, dass ein 

bestimmter Reinvermögenszugang steuerbares Einkommen bewirkt, für sich allein 

nicht. Vielmehr muss auch der Zeitpunkt des Einkommenszuflusses bestimmt werden 

(Reich/Weidmann, in: Zweifel/Beusch, Kommentar DBG, 4. Aufl. 2022, N 33 zu Art. 16 

DBG). So soll die Besteuerung in jener Periode erfolgen, in welcher das Einkommen 

wirtschaftlich erzielt wurde (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 10 zu Art. 41 

DBG). Praxisgemäss gilt Einkommen in der Regel in jenem Zeitpunkt als zugeflossen, in 

welchem der Steuerpflichtige eine Leistung vereinnahmt oder einen festen Anspruch 

darauf erworben hat, über welchen er tatsächlich verfügen kann ("Soll-Methode"). 

Voraussetzung des steuerauslösenden Zuflusses ist demnach ein abgeschlossener 

Rechtserwerb. Einkommensbildend ist der Zufluss eines Vermögenswerts, der definitiv 

erworben ist. Auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Erfüllung des Anspruchs kommt es 

grundsätzlich nicht an. Wenn ein Forderungserwerb dem Eigentumserwerb vorgelagert 

ist, entsteht grundsätzlich in jenem Zeitpunkt steuerbares Einkommen, in welchem der 

Steuerpflichtige eine rechtlich und tatsächlich durchsetzbare Forderung auf die 

einkommensbildende Leistung erworben hat. Von der "Soll-Methode" wird nur 

abgewichen, soweit die Erfüllung der Forderung (die eigentliche Gegenleistung) als 

besonders unsicher erscheint. Diesfalls wird mit der Besteuerung bis zur Erfüllung 

zugewartet (Reich/Weidmann a.a.O., N 34 f. zu Art. 16 DBG m.H.).

Die Vorinstanz erwog, im Geschäftsjahr 2010 seien den Beschwerdegegnern nicht nur 

CHF 2'000'000 gutgeschrieben worden, sondern CHF 2'500'000. Der Saldo des 

Darlehenskontos Nr. 001_ habe im Jahresabschluss per 31. Dezember 2010 CHF 

2'434'290.35 betragen. Da der Geschäftsbericht gemäss Art. 958 Abs. 3 OR (SR 220) 

innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahrs erstellt und genehmigt 

werden müsse, sei gestützt auf die Akten davon auszugehen, dass die 

Beschwerdegegner spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2011 über das Geld hätten 

verfügen können und in der Folge auch entsprechende Dispositionen getroffen hätten. 

So habe sich die Darlehensschuld der Gesellschaft bis 31. Dezember 2013 auf CHF 

885'902.40 reduziert. Die geldwerte Leistung von CHF 500'000 sei den 

Beschwerdegegnern somit spätestens im Jahr 2011 zugeflossen. Im Jahr 2014 seien 

ihnen zwar wiederum CHF 642'639.20 auf dem Darlehenskonto gutgeschrieben 

worden. Diesen Betrag hätten sie jedoch gestützt auf das Urteil des Kreisgerichts vom 

6. Juli 2012 (bestätigt mit Entscheid des Kantonsgerichts vom 18. Februar 2014) am 

12. März 2014 an den Verkäufer des Grundstücks weitergeleitet. Dazu hätten sie am 

11. März 2014 ein Hypothekardarlehen von CHF 600'000 aufgenommen. Die 

Hypothekenbank habe den Beschwerdegegnern am 15. April 2014 zulasten der Libor 

4.2. 

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Fix Hypothek CHF 400'000 gutgeschrieben. Die C.__ AG habe die 

Hypothekarerhöhung gleichentags verbucht und das Darlehen der Beschwerdegegner 

um CHF 400'000 reduziert. Die geldwerte Leistung von CHF 500'000 sei den 

Beschwerdegegnern nicht im Jahr 2014 zugeflossen. Die Aufrechnung bei den 

steuerbaren Einkünften des Jahrs 2014 erweise sich deshalb sowohl bei den Kantons- 

und Gemeindesteuern 2014 (CHF 500'000) als auch bei den direkten Bundessteuern 

2014 (CHF 300'000) als nicht rechtmässig. Die Angelegenheit sei zu neuer Verfügung 

an den Beschwerdeführer zurückzuweisen (act. G 2 S. 7 f.).

Der Beschwerdeführer hält fest, die C.__ AG habe die Liegenschaft per 1. Januar 2010 

zum vereinbarten Kaufpreis von CHF 2'500'000 aktiviert; die Gegenbuchung sei im 

Passivkonto 001_ «Darlehen A.__ und B.__» erfolgt. Diese Gegenbuchung bedeute, 

dass sich die Beschwerdegegner - intern, gegenüber der Gesellschaft, mittels 

sogenanntem «Befreiungsversprechen» - verpflichtet hätten, den gesamten von der 

Gesellschaft geschuldeten Kaufpreis privat zu begleichen. Im Gegenzug hätten sie eine 

Darlehensforderung gegenüber ihrer Gesellschaft von CHF 2'500'000 erworben. Ein 

Befreiungsversprechen bedürfe zu seiner Gültigkeit keiner besonderen Form. Es leite 

sich aus der Jahresrechnung 2010 ab, die verbindlich sei. Dem Befreiungsversprechen 

sei denn auch Folge geleistet worden, seien doch die Beschwerdegegner direkt 

gegenüber dem Verkäufer und letztlich auch vollumfänglich für den Kaufpreis 

aufgekommen. Nach den drei im Jahr 2009 geleisteten Teilzahlungen von (insgesamt) 

CHF 2'000'000 (act. G 5/13/4) habe gegenüber dem Verkäufer weiterhin eine 

Verpflichtung zur Leistung von CHF 500'000 bestanden, welche die Beschwerdegegner 

von der Gesellschaft übernommen hätten. Diese Verpflichtung sei nicht untergegangen, 

nur weil die Restzahlung an den Verkäufer offenbar infolge von Baumängeln 

zurückgehalten worden sei. Den Beschwerdegegnern sei denn auch aus dem 

entsprechenden Geschäft weder im Jahr 2010 noch im Jahr 2011 eine geldwerte 

Leistung zugeflossen: Sie hätten eine Darlehensforderung gegenüber der C.__ AG über 

CHF 2'500'000 erworben, im Gegenzug hätten sie im Jahr 2009 CHF 2'000'000 an den 

Verkäufer der Liegenschaft überwiesen und seien über das Jahr 2011 hinaus 

gegenüber der Gesellschaft verpflichtet gewesen zur Leistung des Restkaufpreises von 

CHF 500'000. Eine Leistung der Gesellschaft ohne entsprechende Gegenleistung der 

Anteilsinhaber sei insofern nicht erkennbar, zumal die Liegenschaft zum öffentlich 

beurkundeten Kaufpreis eingebracht worden sei und das Drittgutachten gar einen 

Verkehrswert von CHF 3'000'000 ausgewiesen habe. Es fehle denn auch an einer 

Entreicherung der Gesellschaft. So hätte es sich übrigens auch dann verhalten, wenn 

das Gericht auf eine Kaufpreisminderung von CHF 500'000 erkannt hätte. Alsdann 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/14

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hätten mittels erfolgsneutraler Buchung der Buchwert der Liegenschaft und das 

Darlehen in entsprechender Höhe reduziert werden müssen («Liegenschaft 0000_» an 

«Darlehen A.__ und B.__»), weil die Anschaffungskosten für die Liegenschaft tiefer 

ausgefallen seien. Erst mit der weiteren Gutschrift auf dem Darlehenskonto im Jahr 

2014 sei die geldwerte Leistung über CHF 500'000 zugeflossen. Mit der Zahlung am 

12. März 2014 seien die Beschwerdegegner lediglich dem bereits gegenüber der 

Gesellschaft abgegebenen Befreiungsversprechen im Restbetrag nachgekommen und 

hätten damit die C.__ AG von der restlichen Kaufpreisschuld gegenüber dem Verkäufer 

der Liegenschaft (CHF 500'000) befreit. Dafür seien sie bereits im Jahr 2010 mit einer 

Darlehensforderung entschädigt worden. Indem nun aber die Gesellschaft diese 

CHF 500'000 (bzw. 642'639.20) auch noch dem Aktionärsdarlehen gutgeschrieben 

habe, hätten die Beschwerdegegner in dieser Höhe eine Leistung ohne (erneute) 

Gegenleistung und somit eine geldwerte Leistung von Seiten der C.__ AG erhalten (act. 

G 1).

Die Beschwerdegegner merken hierzu unter anderem an, der Beschwerdeführer habe 

den Wert des Anlagevermögens (Liegenschaft) auf Seiten der A.__ AG nicht 

berücksichtigt. Weiter sei die angebliche Darlehensforderung der Beschwerdegegner in 

der Bilanz nicht ausgewiesen und somit sei der Vortrag des Beschwerdeführers zu 

diesem Sachverhalt unvollständig und nicht nachvollziehbar. Die Beschwerdegegner 

hätten mehrfach ihren Treuhänder gebeten, die von ihm erstellten Bilanzen 

entsprechend zu kommentieren; dies sei aber abgelehnt worden. Die 

Beschwerdegegner hätten zu keinem Zeitpunkt über die finanziellen Mittel verfügen 

können, die ihnen der Beschwerdeführer anlasten wolle (act. G 9).  

Wesentlich erscheint vorliegend, dass dem Darlehenskonto 001_ der 

Beschwerdegegner bei der C.__ AG im Geschäftsjahr 2010 CHF 2'500'000 

gutgeschrieben wurden, wobei der Saldo des Kontos 001_ per Ende 2010 CHF 

2'434'290.35 betrug (act. G 5/6/1/26). Ein Darlehensvertrag oder andere schriftliche 

Unterlagen zum Darlehen sind nicht aktenkundig. Somit ist auch über die Modalitäten 

inklusive Zeitpunkt der Rückzahlung des Darlehens keine explizite Abmachung 

bekannt. Der Umstand, dass sich der Saldo des Kontos 002_ per 31. Dezember 2013 

noch CHF 885'902.40 belief (act. G 5/6/13/5), macht deutlich, dass über den im Jahr 

2010 erfolgten Zufluss auf das Darlehenskonto in den Folgejahren verfügt werden 

konnte und Bezüge auch effektiv getätigt wurden. Der letztere - auch im angefochtenen 

Entscheid angeführte - Umstand blieb von Seiten des Beschwerdeführers unbestritten 

bzw. unkommentiert (vgl. act. G 1; siehe ferner zur Rückzahlbarkeit bei fehlender 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/14

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5.   

anderer Vereinbarung Art. 318 des Obligationenrechts, OR, SR 220). Offenbar im Jahr 

2013 wurde ein Rangrücktritt erklärt (neu Konto 2165, «Darlehen Satzer mit 

Rangrücktritt»; vgl. act. G 5/6/13/5). Was die im Jahr 2014 erfolgte Gutschrift auf dem 

Darlehenskonto 002_ von CHF 642'639.20 betrifft, so erfolgte diese nach Lage der 

Akten zur Abwicklung der im Jahr 2014 in demselben Betrag bestätigten 

Nachzahlungsverpflichtung der C.__ AG durch die Beschwerdegegner. Letztere 

leiteten, nachdem sie ein Hypothekardarlehen von CHF 600'000 aufgenommen hatten 

(act. G 5/6/13/2), den geschuldeten Betrag von CHF 642'639.20 am 12. März 2014 an 

den Liegenschaftsverkäufer weiter (vgl. Bankbelastungsanzeige in act. G 5/6/13/2). Die 

C.__ AG verbuchte am 15. April 2014 eine Hypothekarschulderhöhung von CHF 

400'000 und reduzierte das Darlehensguthaben der Beschwerdegegner mit der 

Gegenbuchung um denselben Betrag (act. G 5/6/1/11 Beilage [Kontoblatt 2165). Bei 

diesem Sachverhalt kann ein Zufluss im Jahr 2014 im Betrag von CHF 500'000 an die 

Beschwerdegegner nicht als dargetan gelten, zumal unmittelbar im Nachgang der 

Darlehenserhöhung um CHF 642'639.20 wie dargelegt derselbe Betrag - im Rahmen 

der Abwicklung der Nachzahlungsverpflichtung der C.__ AG durch die 

Beschwerdegegner - an den Liegenschaftsverkäufer wieder abgeflossen war. Wenn die 

Darlehenserhöhung um CHF 642'639.20 der Darlehensminderung um CHF 400'000 

(vgl. vorstehende Buchungen) gegenübergestellt wird, so ergibt sich als Differenz 

allenfalls ein Zufluss von CHF 242'639.20, nicht aber ein solcher von CHF 500'000. Die 

vorinstanzliche Rückweisung zur Neuverfügung lässt sich als Folge davon nicht 

beanstanden. An dem im Jahr 2010 bzw. spätestens 2011 erfolgten Zufluss an die 

Beschwerdegegner von CHF 2'500'000 nichts zu ändern vermag im Übrigen auch der 

(zutreffende) Hinweis des Beschwerdeführers auf das Vorliegen eines 

Befreiungsversprechens sowie die Tatsache, dass nach den drei im Jahr 2009 

geleisteten Teilzahlungen von (insgesamt) CHF 2'000'000 (act. G 5/13/4) gegenüber 

dem Verkäufer weiterhin eine (von den Beschwerdegegnern von der Gesellschaft 

übernommene) Verpflichtung zur Leistung von CHF 500'000 bestanden hatte, zumal 

die (steuerlich relevante) Tatsache des Zuflusses von derjenigen des 

Leistungsverpflichtungsvollzugs zu unterscheiden ist.

Somit sind die Beschwerden unter Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids vom 

3. April 2023 abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen 

Kosten der Beschwerdeverfahren dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 

VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/14

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerdeverfahren B 2023/81 und B 2023/82 werden vereinigt.

2.

Die Beschwerde B 2023/81 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2014 wird 

abgewiesen.

3.

Die Beschwerde B 2023/82 betreffend direkte Bundessteuer 2014 wird abgewiesen.

4.

Der Beschwerdeführer (Staat) bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

von CHF 4'000 (B 2023/81: CHF 2'000; B 2023/81: CHF 2'000).

CHF 4'000 (B 2023/81: CHF 2'000; B 2023/82: CHF 2'000) erscheint angemessen (Art. 

145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Auf die Erhebung der Kosten ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Eine ausseramtliche Entschädigung ist dem Beschwerdeführer und der 

Beschwerdebeteiligten nicht zuzusprechen (Art. 98  VRP; Art. 145 in Verbindung mit 

Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 

SR 172.021). Die Beschwerdegegner haben grundsätzlich Anspruch auf Entschädigung 

der ausseramtlichen Kosten durch den Staat, d.h. den Beschwerdeführer (Art. 98

VRP). Nachdem der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner ein 

Fristerstreckungsgesuch für die Einreichung der Vernehmlassung gestellt hatte (act. G 

7), ging eine von den Beschwerdegegnern selbst unterzeichnete Vernehmlassung vom 

27. Juni 2023 ein (act. G 9). Es ist davon auszugehen, dass das Vertretungsverhältnis 

jedenfalls im Zeitpunkt des Fristerstreckungsgesuchs bestanden hatte, andernfalls eine 

entsprechende Mitteilung des Rechtsvertreters erfolgt wäre. Auch wenn die 

Beschwerdegegner ihre Eingabe vom 27. Juni 2023 wohl selbst erstellt haben, wäre an 

sich zu beachten, dass ein Mandatsverhältnis nicht nur die Erstellung von schriftlichen 

Eingaben, sondern insbesondere auch Beratungsleistung des Rechtsvertreters 

beinhaltet. Indes fehlt es an einem Antrag auf Entschädigung ausseramtlicher Kosten 

(act. G 9), weshalb die Ausrichtung einer Parteientschädigung ausser Betracht fällt (vgl. 

Linder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, 

Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 4 zu Art. 98 VRP).

5.2. 

bis

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/14

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5.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 23.11.2023
	Steuerrecht. Aufrechnung von geldwerten Leistungen einer AG an die Anteilseigner. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG (sGS 811.1) und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG (SR 642.11). Zu prüfen war in der vom Steueramt erhobenen Beschwerde, ob die Vorinstanz (VRK) im angefochtenen Entscheid zu Recht die Einspracheentscheide des Steueramts aufhob und für das Steuerjahr 2014 eine geldwerte Leistung der C.__ AG von CHF 500'000 (Kantons- und Gemeindesteuern 2014) bzw. CHF 300'000 (direkte Bundessteuer 2014) an die Be-schwerdegegner A.__ und B.__ (Einkunft aus Beteiligung im Privatvermögen) verneinte. Das Verwaltungsgericht bestätigte, dass die Beschwerdegegner von der C.__ AG eine geldwerte Leistung von CHF 500'000 erhalten hätten. Wesentlich erscheine, dass dem Darlehenskonto der Beschwerdegegner bei der C.__ AG im Geschäftsjahr 2010 CHF 2'500'000 gutgeschrieben worden seien, wobei der Saldo des Kontos per Ende 2010 CHF 2'434'290.35 betragen habe. Über die Modalitäten inklusive Zeitpunkt der Rückzahlung des Darlehens sei keine explizite Abmachung bekannt gewesen. Der Umstand, dass sich der Saldo des Darlehenskontos per 31. Dezember 2013 noch auf CHF 885'902.40 belaufen habe, mache deutlich, dass über den im Jahr 2010 erfolgten Zufluss auf das Darlehenskonto in den Folgejahren habe verfügt werden können und Bezüge auch ef-fektiv getätigt worden seien. Die im Jahr 2014 erfolgte Gutschrift von CHF 500'000 auf dem Darlehenskonto sei zur Abwicklung einer im Jahr 2014 in demselben Betrag bestätigten Nachzahlungsverpflichtung der C.__ AG durch die Beschwerdegegner erfolgt. Letztere hätten den geschuldeten Betrag von CHF 642'639.20 am 12. März 2014 an den Empfänger der Nachzahlung weitergeleitet. Die C.__ AG habe am 15. April 2014 eine Hypothekarschulderhöhung von CHF 400'000 verbucht und das Darlehensguthaben der Beschwerdegegner mit der Gegenbuchung um denselben Betrag reduziert. Bei diesem Sachverhalt könne ein Zufluss im Jahr 2014 im Betrag von CHF 500'000 an die Be-schwerdegegner nicht als dargetan gelten, zumal unmittelbar im Nachgang zur Darle-henserhöhung

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	St.Galler Gerichte
	um CHF 642'639.20 derselbe Betrag - im Rahmen der Abwicklung der Nachzahlungsverpflichtung der C.__AG durch die Beschwerdegegner - an den Empfänger der Nachzahlung wieder abgeflossen sei. Wenn die Darlehenserhöhung um CHF 642'639.20 der Darlehensminderung um CHF 400'000 gegenübergestellt werde, so ergebe sich als Differenz allenfalls ein Zufluss von CHF 242'639.20, nicht aber ein solcher von CHF 500'000. Die vorinstanzliche Rückweisung zur Neuverfügung lasse sich als Folge davon nicht beanstanden. (Verwaltungsgericht, B 2023/81, B 2023/82)

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