# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92474a80-1753-52f3-b630-f59a914f1342
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2009 C-3063/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3063-2007_2009-10-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3063/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Marc Steiner (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, 
Richter David Aschmann,
Gerichtsschreiber Martin Buchli.

A._______,
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, 
Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV, Verfügung vom 15. März 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3063/2007

Sachverhalt:

A.
Der  am  23.  April  1951  in  Tuzla  (ehemaliges  Jugoslawien,  heute 
Föderation  Bosnien und Herzegowina)  geborene A._______,  Staats-
bürger  von Bosnien und Herzegowina,  arbeitete 1979 und zwischen 
1986 und 1996 als Bauarbeiter in der Schweiz und hat während dieser 
Zeit  obligatorische  Beiträge  an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet. Am 31. Oktober 1995 erlitt 
A._______  einen  Arbeitsunfall.  Die  Schweizerische  Unfallversi-
cherungsanstalt (SUVA) kam in der Folge für die Heilbehandlung auf 
und richtete Taggeldleistungen aus. 

Mit Verfügung vom 12. März 1997 gewährte die SUVA A._______ für 
die  verbliebenen  Beeinträchtigungen  aus  dem  Unfall  vom  31. Okto-
ber 1995  eine  Integritätsentschädigung  im  Betrage  von  Fr.  9'720.-, 
entsprechend einer  Einbusse der  Integrität  von 10 %. Ein  Begehren 
um  Ausrichtung  einer  Invalidenrente  gemäss  Art.  18  des  Bundes-
gesetzes  vom 20. März  1981 über  die  Unfallversicherung (UVG, SR 
832.20)  wurde  mit  gleicher  Verfügung  abgewiesen.  Eine  gegen  die 
Verfügung  vom  12. März  1997  erhobene  Einsprache  wurde  mit 
Entscheid  vom  24.  Juli  1997  abgewiesen.  Dieser  Entscheid  blieb 
unangefochten.

Ein  Gesuch um Gewährung  einer  Invalidenrente  nach  dem Bundes-
gesetz  vom  19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 
831.20) reichte A._______ im Anschluss an den Unfall nicht ein.

B.
Am 1. März  2004 wendete  sich  A._______ erneut  an die SUVA,  da 
sich sein Zustand verschlechtert habe und entsprechend über seinen 
Rentenanspruch nach UVG neu zu befinden sei. In der Folge wurde 
A._______ auf Veranlassung der SUVA in der Rehaklinik Bellikon im 
Rahmen  eines  Aufenthalts  vom  25. August  bis  zum  15.  September 
2004 untersucht. Gemäss Austrittsbericht vom 6. Oktober 2004 stellten 
die  behandelnden  und  untersuchenden  Ärzte  verschiedene  Leiden 
fest, auf welche in der Urteilsbegründung einzugehen ist. Hinsichtlich 
der Arbeitsfähigkeit  kamen die Ärzte zum Schluss, A._______ sei in 
wechselbelastender,  vorzugsweise  sitzender  Tätigkeit  ganztags 
arbeitsfähig.  Mit  Schreiben  vom 3.  Dezember  2004  teilte  die  SUVA 
A._______  mit,  dass  auf  die  rechtskräftige  Verfügung  vom  24. Ju-

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li 1997 nicht zurückgekommen werden könne und weitere Leistungen 
der SUVA ausser Betracht fielen. 

C.
Am  30.  März  2005  meldete  sich  A._______  bei  der  IV-Stelle  für 
Versicherte  im  Ausland  (IVSTA)  zum  Bezug  einer  schweizerischen 
Invalidenrente  an.  Die  IVSTA liess  darauf  hin  die  Akten  der  SUVA 
edieren. Mit  Vorbescheid  vom 4. Oktober  2006 teilte  die  IVSTA dem 
Versicherten mit,  es habe lediglich für die Zeit  vom 1. Oktober 1996 
bis zum 30. April 1997 ein Anspruch auf eine Rente der IV bestanden. 
Da das Gesuch erst am 30. März 2005 eingereicht worden sei, könne 
keine Rente ausgerichtet werden. Mit Schreiben vom 31. Oktober 2006 
teilte  A._______ der  IVSTA mit,  dass  er  mit  dem Vorbescheid  nicht 
einverstanden sei. In der Folge wies die IVSTA das Rentengesuch mit 
Verfügung vom 15. März 2007 ab.

D.
Gegen  die  Verfügung  der  IVSTA reichte  A._______  (im  Folgenden: 
Beschwerdeführer)  mit  Eingabe  vom 2. Mai  2007  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht ein. Er stellt den Antrag, die Verfügung der 
Vorinstanz vom 15. März 2007 sei aufzuheben und es sei ihm eine IV-
Rente  zuzusprechen  oder  die  Sache  sei  zur  erneuten  Abklärung 
zurückzuweisen.  Der  Beschwerdeführer  bringt  im  Wesentlichen  vor, 
aus  den  in  den  Akten  der  Vorinstanz  und  der  SUVA  vorhandenen 
medizinischen  Dokumentationen  gehe  hervor,  dass  er  für  sämtliche 
Tätigkeiten  (schwere  und  leichtere)  zu  mindestens  50  % arbeitsun-
fähig sei. Im Sinne einer Beweisanerbietung schlägt der Beschwerde-
führer vor, ihn in der Schweiz multidisziplinär untersuchen zu lassen.

E.
Mit Vernehmlassung vom 27. August 2007 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie auf die Be-
richte  des  regionalärztlichen  Dienstes  der  IV  (RAD  Rhone)  vom 
11. Juli 2006 bzw. 6. Februar 2007, aus welchen sich ergebe, dass der 
Beschwerdeführer  einen  Invaliditätsgrad  von  17  %  aufweise  und 
demnach keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe. Mit Bezug auf 
die  vorgeschlagene  multidisziplinäre  Untersuchung  in  der  Schweiz 
bringt  die  Vorinstanz  vor,  vorliegend  könne  auf  weitere  Beweisvor-
kehren verzichtet werden, da sich aufgrund der vorliegenden ausführ-
lichen  medizinischen  Dokumentation  ein  umfassendes  und  präzises 
Bild der Beschwerden des Beschwerdeführers ergebe. 

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F.
Mit  Replik  vom  27.  September  2007  hält  der  Beschwerdeführer 
sinngemäss  an  seinen  Anträgen  fest.  Sein  realer  psychischer  und 
physischer  Gesundheitszustand  sei  zu  beurteilen  und  aufgrund 
dessen sei sein Invaliditätsgrad zu bestimmen. Dazu müsse er in der 
Schweiz  multidisziplinär  untersucht  werden  oder  es  müsse  die 
Beurteilung von Ärzten mit  einem Fachtitel  für sämtliche gesundheit-
lichen Beschwerden eingeholt werden.

G.
Mit Duplik vom 16. Oktober 2007 hält die Vorinstanz vollumfänglich an 
ihren Ausführungen und ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde 
fest. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf  eine Beschwerde 
einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen 
und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

1.1 Der Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 15. März 2007 stellt 
eine  Verfügung  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwal-
tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR 173.32)  Beschwerde-
instanz gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, die u.a. von den – den 
Departementen  unterstellten  oder  administrativ  zugeordneten  – 
Dienststellen  der  Bundesverwaltung  erlassen  werden  (vgl.  Art. 33 
Bst. e  VGG).  Darunter  fällt  der  vorliegende,  von  der  Vorinstanz 
erlassene  Entscheid  (vgl.  Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des  Bundesgesetzes 
über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). 
Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  zur  Behandlung  der  Streit-
sache zuständig, zumal keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt.

1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet. Nach Art. 11 Abs. 3 Bst. e des Geschäftsreglements für das 
Bundesverwaltungsgericht vom 17. April 2008 (VGR, SR 173.320.1) ist 
die  Verwaltungskommission  des  Gerichts  (Leitungsorgan)  zuständig 

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für  die  Anordnung  der  Aushilfe  von  Richtern  und  Richterinnen  in 
anderen Abteilungen. Die Verwaltungskommission hat an ihrer Sitzung 
vom 12. Februar 2009 einer Aushilfe der Abteilung III  im Bereich der 
Sozialversicherung  durch  die  Abteilung II  zugestimmt.  Aus  diesem 
Grund  erfolgte  die  Instruktion  des  vorliegenden  Falles  ab  Anfang 
März 2009  durch  den  gemäss  Art. 39  Abs. 1  VGG  bezeichneten 
Richter der Abteilung II.

1.3 Das Verfahren richtet  sich  nach dem VwVG, soweit  das  Verwal-
tungsgerichtsgesetz  nichts  anderes  bestimmt  (vgl.  Art. 37  VGG). 
Vorbehalten  bleiben  für  Verfahren  in  Sozialversicherungssachen 
gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1).

1.4  Als Adressat des angefochtenen Entscheides ist der Beschwerde-
führer von diesem berührt und er hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 
VwVG); er ist demnach zur Beschwerde legitimiert.

1.5 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG sind Beschwerden innerhalb von 30 
Tagen nach Eröffnung des anzufechtenden Entscheides einzureichen. 
Gegen die auf den 15. März 2007 datierende Verfügung der Vorinstanz 
hat der Beschwerdeführer mit am 2. Mai 2007 bei der Schweizerischen 
Post  aufgegebener  Eingabe Beschwerde  erhoben. Der  Beschwerde-
führer bringt diesbezüglich vor, die Verfügung sei dem Rechtsvertreter 
am 2. April 2007, nach dessen Rückkehr aus den Ferien, zugegangen 
und die Eingabe sei damit fristgerecht erfolgt. Ob vorliegend tatsäch-
lich der Zugang für den Beginn des Fristenlaufs massgebend ist und 
nicht  aufgrund  der  so  genannten  Zustellfiktion  von  einem  früheren 
Beginn  der  Beschwerdefrist  auszugehen  ist  (vgl.  OLIVER ZIBUNG,  in: 
Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar 
VwVG,  Zürich  2009,  Art.  50  N.  4),  kann  offen  bleiben,  da  die  Frist 
ohnehin  gemäss  Art.  22a  Abs.  1  Bst.  a  VwVG  vom  1.  bis  zum 
15. April 2007 (Ostersonntag war im Jahr 2007 am 8. April) stillstand 
und damit selbst bei einem früheren Beginn des Fristenlaufs (bei Ver-
sand vom 15. März 2007 würde die Zustellung frühestens per 23. März 
2007 fingiert) die Beschwerde rechtzeitig erhoben wurde. Die Frist ist 
damit jedenfalls gewahrt.

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1.6 Die  Beschwerde  wurde  formgerecht  durch  den  rechtsgültig 
vertretenen Beschwerdeführer eingereicht (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 
ATSG, Art. 52 VwVG).

1.7 Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  auf  die  Beschwerde  einzu-
treten ist. 

2.
Zunächst  sind  die  für  die  Beurteilung  der  Streitsache  wesentlichen 
Rechtsnormen zu bestimmen. 

2.1 Die Schweiz hat mit  der Föderation Bosnien und Herzegowina – 
im Unterschied zu  anderen Nachfolgestaaten des  ehemaligen Jugo-
slawien – kein neues Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen, 
weshalb  das  Abkommen  zwischen  der  Schweizerischen  Eid-
genossenschaft  und  der  Föderativen Volksrepublik  Jugoslawien über 
Sozialversicherung vom 8. Juni  1962  (SR 0.831.109.818.1)  weiterhin 
anwendbar  ist  (vgl. BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit 
Hinweisen).  Nach  Art. 2  dieses  Abkommens  stehen  die  Staats-
angehörigen der Vertragsstaaten in  ihren Rechten und Pflichten aus 
den  in  Art. 1  genannten  Rechtsvorschriften,  zu  welchen  die 
schweizerische  Bundesgesetzgebung  über  die  IV  gehört,  einander 
gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist.

Da  sich  keine  vom  vorgenannten  Grundsatz  der  Gleichstellung  ab-
weichenden Bestimmungen finden lassen,  ist  die  Frage,  ob und ge-
gebenenfalls  ab  wann  ein  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
Leistungen der schweizerischen IV besteht, aufgrund schweizerischer 
Rechtsvorschriften zu bestimmen (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4).

2.2 Nach  den  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in  verfahrens-
rechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend,  welche  im 
Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben  (BGE 130 V  1 
E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. 
In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  diejenigen Rechtssätze massge-
bend,  die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachver-
halts  Geltung  haben  (BGE  130  V  329  E. 2.3).  Nach  der  Recht-
sprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei  der  Beurteilung 
einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 
des  streitigen  Entscheides  (hier:  15. März  2007)  eingetretenen 
Sachverhalt ab (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen).

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Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in 
Kraft getretene ATSG anwendbar. Bei den materiellen Bestimmungen 
des  IVG  und  der  Verordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom 
17. Januar  1961  (IVV,  SR 831.201)  ist  sodann  auf  die  jeweilige 
Fassung  gemäss  den  am  1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen 
Änderungen  (4. IV-Revision;  AS  2003  3837)  abzustellen.  Nicht  zu 
berücksichtigen  sind  die  durch  die  5. IV-Revision  eingeführten 
Änderungen,  welche  am  1. Januar  2008  in  Kraft  getreten  sind 
(AS 2007  5129).  Im  Folgenden  werden  deshalb  jeweils  die  ab 
1. Januar  2004 bis  Ende 2007 gültigen Bestimmungen des IVG und 
der IVV zitiert.

3.
Vorliegend  ist  strittig  und  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  zu 
prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invaliden-
rente hat. 

3.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim 
Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträ-
ge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) 
geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedingungen müssen kumula-
tiv gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst 
wenn die andere erfüllt ist.

3.2 Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen  während  mehr 
als einem Jahr Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 
und  Invalidenversicherung  geleistet,  so  dass  die  Voraussetzung  der 
Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invaliden-
rente zweifellos erfüllt ist. Zu prüfen bleibt, ob und gegebenenfalls ab 
wann und in welchem Umfang der Beschwerdeführer invalid im Sinne 
des Gesetzes ist.

3.3 Der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht nach den für 
den vorliegenden Fall einschlägigen Rechtsnormen (vgl. E. 2 hiervor) 
bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  70%,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertels-Rente bei einem solchen von mindestens 60%, derjenige 
auf  eine  halbe  Rente  ab  einem  Grad  der  Invalidität  von  50%  und 
derjenige auf eine Viertelsrente ab einem solchen von 40%. Gemäss 
Art.  28  Abs. 1ter IVG werden Renten,  die  einem Invaliditätsgrad von 
weniger  als  50%  entsprechen,  nur  an  Versicherte  ausgerichtet,  die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 

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Schweiz haben. Nach der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt 
Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern 
eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 
Eine  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  seit  dem  1.  Juni  2002  für 
Schweizer  Bürger  und  Staatsangehörige  der  Europäischen  Gemein-
schaft, denen bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerich-
tet  wird,  wenn sie in einem Mitgliedstaat  der  Europäischen Gemein-
schaft Wohnsitz haben (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3). Dies ist beim in 
Bosnien und Herzegowina lebenden Beschwerdeführer nicht der Fall. 
Vorliegend ist für einen Rentenanspruch damit ein Invaliditätsgrad von 
mindestens 50% erforderlich.

3.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Nach  Art.  4  IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie 
die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige  Leistung 
erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). Erwerbsunfähigkeit 
ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen  oder  geistigen 
Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.5 Der Begriff  der Invalidität  ist  demnach nicht  nach medizinischen 
Kriterien definiert,  sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen 
zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a, BGE 102 V 166) oder sich im bishe-
rigen Aufgabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Ar-
beitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bishe-
rigen Tätigkeit, sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren Ver-
weisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Der  Invaliditätsgrad  ist  also  nach 
wirtschaftlichen  und  nicht  nach  medizinischen  Grundsätzen  zu  er-
mitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit einzig auf 
die objektiven wirtschaftlichen Folgen einer funktionellen Behinderung 
an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktionellen 
Einschränkung (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). 

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Trotzdem ist die Verwaltung und im Beschwerdefall auch das Gericht 
auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch an-
dere Fachleute zur Verfügung gestellt  haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh-
men, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versi-
cherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 
115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 
E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbe-
sondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, 
obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht.

4.

4.1 Bei  der  Beurteilung  der  Erwerbs(un)fähigkeit  des  Beschwerde-
führers ist zunächst in zeitlicher Hinsicht festzuhalten, dass sich dieser 
mit  Eingabe  vom  30.  März  2005  erstmals  mit  einem  Gesuch  um 
Gewährung  einer  Rente  an  die  Invalidenversicherung  der  Schweiz 
gewendet hat. Falls sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach 
Entstehung  des  Rentenanspruches  anmeldet,  so  werden  gemäss 
Art. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG Leistungen der Invalidenversicherung ledig-
lich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet. 
Daraus folgt, dass allfällige Leistungen der schweizerischen Invaliden-
versicherung vorliegend frühestens ab 30. März 2004 gewährt werden 
könnten.  Der  Sachverhalt  ist  demnach  für  den  Zeitraum  ab  dem 
30. März 2004 gerichtlich zu erstellen. Soweit  die Vorinstanz in ihrer 
Verfügung ausführt,  zwischen dem 1. Oktober 1996 und dem 1. Mai 
1997 hätte ein Rentenanspruch bestanden, ist dies für die Beurteilung 
des vorliegenden Falls unerheblich.

4.2 Der  Beschwerdeführer  beantragt,  er  sei  in  der  Schweiz  multi-
disziplinär zu untersuchen. Er ist  indessen nicht der Ansicht,  die Er-
gebnisse der von der SUVA veranlassten Untersuchungen seien nicht 
korrekt und es sei deshalb eine erneute Untersuchung durchzuführen. 
Vielmehr  führt  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  vom 
1. Mai 2007 gerade aus,  aus der "sehr ausführlichen"  medizinischen 
Dokumentation  gehe  hervor,  dass  er  für  sämtliche  Arbeiten  zu 
mindestens 50 % arbeitsunfähig sei.

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4.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Demnach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Der Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt; er findet zum 
einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 
125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum andern 
umfasst  die  behördliche  bzw. richterliche  Abklärungspflicht  nicht  un-
besehen  alles,  was  von  einer  Partei  behauptet  oder  verlangt  wird. 
Vielmehr  bezieht  sie  sich  nur  auf  den  im  Rahmen  des  streitigen 
Rechtsverhältnisses  (Streitgegenstand)  erheblichen  Sachverhalt. 
Rechtserheblich  sind  dabei  alle  Tatsachen,  von  deren  Vorliegen  es 
abhängt,  ob  über  den  streitigen  Anspruch  so  oder  anders  zu  ent-
scheiden  ist.  In  diesem  Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und 
Sozialversicherungsgericht  zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzuneh-
men oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen 
oder  anderer  sich  aus  den  Akten  ergebender  Anhaltspunkte  hin-
reichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis).

4.4 Sodann hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
Abweichendes  vorsieht,  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat 
vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  er  von  allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. 
BGE 126 V 363 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

Führen  die  von  Amtes  wegen  vorzunehmenden  Abklärungen  (die 
Verwaltung  oder)  das  Gericht  bei  pflichtgemässer  Beweiswürdigung 
zur  Überzeugung,  ein  bestimmter  Sachverhalt  sei  als  überwiegend 
wahrscheinlich  zu  betrachten  und  weitere  Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist 
auf  die  Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Be-
weiswürdigung;  vgl.  UELI KIESER,  Das  Verwaltungsverfahren  in  der 
Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des 
Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998,  Rz. 111 und 320; vgl. auch BGE 122 II 
464 E. 4a mit Hinweisen).

4.5 Vorliegend  wurde  der  Beschwerdeführer  auf  Veranlassung  der 
SUVA  in  der  Rehaklink  Bellikon  medizinisch  untersucht.  Dass  die 
Untersuchung  durch  die  SUVA und  nicht  durch  die  Organe  der  In-

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validenversicherung  veranlasst  wurde,  ändert  am  Beweiswert  der 
medizinischen Gutachten nichts. Mit  Blick auf die zeitliche Erstellung 
der  Gutachten  ist  festzuhalten,  dass  diese während  des Aufenthalts 
des Beschwerdeführers in der Klinik vom 25. August bis zum 15. Sep-
tember 2004 erfolgt sind und damit für den zu beurteilenden Zeitraum 
(vgl. E. 4.1 hiervor) einschlägig sind.

4.6 Im  Rahmen  des  Untersuchungsaufenthalts  in  der  Rehaklinik 
Bellikon  wurden  eine  psychiatrische  Abklärung  vom  2. September 
2004, ein neuropsychologischer Bericht vom 8. September 2004, ein 
psychiatrisches Kurzkonsilium vom 14. September 2004 und ein Aus-
trittsbericht vom 6. Oktober 2004 erstellt.

4.6.1 Der  mit  der  psychiatrischen  Abklärung  beauftragte  Dr.  med. 
B._______,  Leitender  Arzt,  FMH  Psychiatrie  und  Psychotherapie, 
kommt in seinem Gutachten vom 2. September 2004 (act. 99 IVSTA) 
zum Schluss,  beim Beschwerdeführer  finde sich  ein  leicht  agitiertes 
Zustandsbild  mit  Herabminderung  der  Stimmungslage,  aber  kein 
eindeutiges  schwerergradiges  depressives  Syndrom  vor.  Dieser 
Zustand  gründe wesentlich  auf  der  schwierigen  wirtschaftlichen und 
"sonstwie perspektivelosen" Situation des Beschwerdeführers. Es sei 
unübersehbar,  dass  der  Beschwerdeführer  Druck  mit  vagen  Suizid-
drohungen  aufsetzen  möchte,  um  möglichst  bald  finanzielle  Leis-
tungen zu erhalten. Dr. B._______ legt  weiter  dar,  dass ein aus der 
Heimat  des  Beschwerdeführers  stammendes  Gutachten  von  Dr. 
C._______  (vom 9. März  2004,  act.  115  und  116  IVSTA),  das  eine 
schwere Major Depression diagnostiziert, als deutliche Überzeichnung 
der  Situation  bezeichnet  werden  müsse.  Es  bestehe  keine  psycho-
traumatische  Störung,  sondern  vielmehr  ein  mehr  unspezifischer 
Verstimmungszustand,  der  am  ehesten  als  lang  gezogene  leicht 
depressive  Anpassungsstörung  oder  allenfalls  als  so  genannte 
Dysthymie,  eine  leichte  Form  der  Depression,  bezeichnet  werden 
könne. Solch eher leichte psychischen Störungen seien allein für sich 
aus psychiatrischer Sicht kein zureichender Grund für eine namhafte 
Arbeitsunfähigkeit.  Unverkennbar  sei  jedoch,  dass  der 
Beschwerdeführer  mit  Blick  auf  seine  geringe  Vorbildung  und  die 
äusserst  hohe  Arbeitslosigkeit  in  seiner  Heimat  ohne  soziale 
Perspektive lebe.

4.6.2 Dem  Gutachten  von  Dr.  phil.  D._______,  Fachpsychologe  für 
Neuropsychologie FSP, vom 8. September 2004 (act. 101 IVSTA) ist zu 

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entnehmen,  dass  die  Kooperation  des  Beschwerdeführers  bei  der 
Durchführung  der  neuropsychologischen  Tests  mangelhaft  war.  Die 
Ergebnisse der Test seien nicht verwertbar; immerhin bestünden Hin-
weise darauf, dass die (schlechten) Testergebnisse bei den kognitiven 
Aufgaben mehr auf eine suboptimale Kooperation denn auf eine mögli-
che  Hirnverletzung  basieren.  Zusammenfassend  kam  der  Gutachter 
zum Schluss, dass die bisherige Aktenlage gegen eine neuropsycho-
logische Störung spreche. Es bestehe ein unklares Störungsbild mit im 
Vordergrund  stehenden  psychiatrischen  Auffälligkeiten  (Anpassungs-
störung/Dysthymie) ohne genügende Hinweise auf eine hirnorganisch 
bedingte neuropsychologische Störung.

4.6.3 Das psychiatrische Kurzkonsilium vom 14. September 2004 (act. 
102  IVSTA)  ist  ohne  Relevanz  für  die  Beurteilung  des  Renten-
anspruchs,  da  es  sich  lediglich  zur  Situation  in  Zusammenhang mit 
dem  Klinkaustritt  –  namentlich  zu  den  damals  geäusserten  Suizid-
absichten des Beschwerdeführers – äussert.

4.6.4 Der  Austrittsbericht  vom  6.  Oktober  2004  (act.  105  IVSTA) 
äussert  sich  im Wesentlichen  zu  den  orthopädischen  Beschwerden, 
greift  aber  auch  die  vorgängig  dargestellten  Gutachten  auf. 
Konventionell-radiologisch  sei  im  Bereich  der  Füsse  eine  symmetri-
sche Mineralisation festgestellt  worden. Linksseitig seien die ossaren 
Strukturen etwas vergröbert,  es seien aber keine degenerativen Ver-
änderungen am oberen und am unteren Sprunggelenk festzustellen. 
Im Bereich der Kniegelenke seien die ossaren Verhältnisse unauffällig. 
Die Fussbeschwerden seien mit orthopädischem Schuhwerk teilweise 
behandelbar  und  es  ergäben  sich  daraus  keine  erheblichen  Ein-
schränkungen im Alltag. 

Im  Bereich  der  rechten  Hüfte  wurden  starke  coxarthrotische  Be-
schwerden und eine Flexionskontraktur (Beugekontraktur) festgestellt. 
Im Bereich der linken Hüfte  bestünden leichte bewegungsabhängige 
Schmerzen. Die Hüftbeschwerden hätten eine reduzierte Belastbarkeit 
zur  Folge und es bestünden starke Einschränkungen im Alltag. Eine 
chirurgische Sanierung der Hüfte rechts sei erforderlich. 

Aufgrund des Befundes eines vorbehandelndes Arztes aus der Heimat 
des  Beschwerdeführers,  der  im  Bereich  der  Lungenflügel  beidseitig 
Verschattungen  festgestellt  hatte  sowie  aufgrund  diagnostizierter 
chronischer Bronchitis  mit  Husten und Auswurf,  wurde zudem radio-

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logisch  eine  Thoraxaufnahme  angefertigt.  Diese  lieferte  keine  Hin-
weise auf bestehende Pathologien.

4.7 Die  Gutachten  der  Rehaklinik  Bellikon  vom  2.,  8.  und  14. Sep-
tember sowie vom 6. Oktober 2004 sind umfassend, beruhen auf all-
seitigen  Untersuchungen  und  wurden  in  Kenntnis  der  Vorakten  ab-
gegeben. Dem widerspricht auch der Beschwerdeführer nicht, wenn er 
ausführt,  es  handle  sich  um  eine  "sehr  ausführliche"  medizinische 
Dokumentation und er geltend macht, gestützt auf diese Abklärungen 
sei  ihm  eine  Invaliditätsrente  zuzuerkennen.  Der  Beschwerdeführer 
macht auch nicht geltend, er habe gesundheitliche Beschwerden, die 
bei den medizinischen Untersuchungen unbeachtet geblieben oder die 
nicht fachärztlich untersucht worden seien. Die vom Beschwerdeführer 
zu  den  Akten  gereichten  medizinischen  Gutachten  und  Berichte 
älteren  Datums,  welche  auf  Untersuchungen  in  seiner  Heimat 
basieren,  wurden im Rahmen der  Untersuchungen in  der Rehaklinik 
Bellikon berücksichtigt und stehen hinsichtlich der orthopädischen Be-
funde nicht im Widerspruch zu den schweizerischen Gutachten. Soweit 
das vom Beschwerdeführer eingereichte Gutachten von Dr. C._______ 
(Neuropsychiatrischer Dienst der Klinik "Sveti Vracevi", Bijeljina) vom 
9. März 2004 von einer schweren Major Depression des Beschwerde-
führers  ausgeht,  wurde  im  Gutachten  vom  2.  September  2004 
schlüssig dargelegt, weshalb diese Diagnose als eindeutig übertrieben 
anzusehen ist.

4.8 Vor diesem Hintergrund ist  nicht zu erkennen, welche neuen Er-
kenntnisse aus einer multidisziplinären Untersuchung in der Schweiz, 
wie  sie  vom  Beschwerdeführer  beantragt  wird,  gewonnen  werden 
könnten.  Der  rechtserhebliche  medizinische  Sachverhalt  wurde  von 
der  Vorinstanz  schlüssig  ermittelt  und  begründet;  er  erweist  sich  für 
das  Bundesverwaltungsgericht  als überwiegend  wahrscheinlich  (vgl. 
zur freien Beweiswürdigung insbesondere BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 
122 V 157 E. 1c mit Hinweisen). Der Beweisantrag des Beschwerde-
führers auf neuerliche medizinische Untersuchung in der Schweiz ist 
entsprechend im Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung abzu-
lehnen.

5.

5.1 Gestützt  auf  die  dargestellten  medizinischen  Gutachten  der 
Rehaklinik  Bellikon  kam  der  Regionalärztliche  Dienst  der  Invaliden-
versicherung RAD Rhone zum Schluss, der Beschwerdeführer sei  in 

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seiner  angestammten  Tätigkeit  zu  100  %  arbeitsunfähig.  Seit  dem 
17. Januar  1997  –  und  damit  während  des  für  die  Beurteilung  des 
Rentenanspruchs massgeblichen Zeitraums (vgl. E. 4.1 hiervor) – sei 
der  Beschwerdeführer  aber  in  wechselbelastender,  vorzugsweise 
sitzender  Tätigkeit  zu  100  %  arbeitsfähig.  Ausgeschlossen  seien 
schwere  Arbeiten  sowie  Arbeiten  auf  Leitern  oder  Baugerüsten.  Zu 
vermeiden  sei  zudem  das  Gehen  auf  unebenem  oder  geneigtem 
Untergrund.  Als  Arbeiten,  die  der  Beschwerdeführer  vollschichtig 
erledigen  könne,  wurden  aufgeführt:  Verkäufer  auf  dem  Korrespon-
denzweg, namentlich via Telefon, sowie Magaziner oder Lagerist.

5.2 Der Beschwerdeführer unterlässt es, in seiner Beschwerde darzu-
tun, inwiefern er nicht in der Lage sei, in leichter Verweisungstätigkeit 
zu  arbeiten.  Er  bringt  lediglich  vor,  dass  aus  der  medizinischen 
Dokumentation  hervor  gehe,  dass  er  für  sämtliche  Tätigkeiten 
(schwere und leichte) zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sei. 

5.3 Für das Gericht ist nicht ersichtlich, inwiefern die orthopädischen 
Leiden den Beschwerdeführer daran hindern,  einer der aufgeführten 
leichten Verweisungstätigkeiten nachzugehen. Hinsichtlich der psychi-
schen  Leiden  des  Beschwerdeführers  würde  sich  das  Aufnehmen 
einer Arbeitstätigkeit sogar positiv auswirken, sind die Arbeitslosigkeit 
und  die  Perspektivenlosigkeit  des  Beschwerdeführers  doch  gerade 
ursächlich  für  die  psychischen  Leiden  (siehe  E.  4.6.1  hiervor). 
Indessen ist freilich einzugestehen, dass die Chancen des Beschwer-
deführers, in seiner Heimat entsprechende Arbeit zu finden, nicht gut 
stehen (vgl. E. 4.6.1 hiervor). Bei  der Invaliditätsbemessung ist  aber 
nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten 
Arbeitsmarktverhältnissen  vermittelt  werden  kann,  sondern  einzig 
darauf,  ob  sie  die  ihr  verbliebene  Arbeitskraft  noch  wirtschaftlich 
nutzen könnte,  wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 
Arbeitskräften  entsprechen  würden  (AHl  1998  S.  291  E.  2b). 
Ausgegangen  wird  dabei  vom sogenannten  ausgeglichenen  Arbeits-
markt  (Art.  7  Abs. 1  ATSG; vgl.  E. 3.4  hiervor).  Dieser  Begriff  dient 
dazu, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von demjenigen 
der  Arbeitslosenversicherung  abzugrenzen.  Der  Begriff  umschliesst 
einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nach-
frage nach Stellen; andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der 
von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen 
hält (vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Der Umstand, 
dass  die  Aussichten  des  Beschwerdeführers  auf  einen  Arbeitsplatz 

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aufgrund der strukturellen Arbeitslosigkeit in seiner Heimat wohl gering 
sind, ist demnach ausser Acht zu lassen.

Es ist nach dem Gesagten in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von 
einer 0 %igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer 
100 %igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten Verweisungstätigkeit aus-
zugehen.

5.4 Die  Vorinstanz  hat  aufgrund der  0  %igen Arbeitsfähigkeit  in  der 
angestammten Tätigkeit  und der  100 %igen Arbeitsfähigkeit  in  einer 
leichten Verweisungstätigkeit  den Einkommensvergleich  durchgeführt 
(act. 126 IVSTA). Sie kam dabei unter Annahme eines leidensbeding-
ten Abzugs von 10 % auf einen IV-Grad von 16,57 %. Diese Berech-
nung ist nicht zu beanstanden und wird auch vom Beschwerdeführer 
nicht als rechtsfehlerhaft gerügt. Anzufügen ist, dass selbst bei einem 
maximalen leidensbedingten Abzug in der Höhe von 25 % der für eine 
Invalidenrente erforderliche IV-Grad von 50 % (siehe E. 3.3 hiervor) 
nicht erreicht würde.

6.
Die Vorinstanz hat demnach einen Rentenanspruch des Beschwerde-
führers  zu  Recht  verneint,  weshalb  der  angefochtene  Entscheid  zu 
bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der  seit  dem  1. Juli  2006  gültigen  Fassung)  ist  das  Beschwerde-
verfahren bei Streitigkeiten um Bewilligung oder Verweigerung von IV-
Leistungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  kostenpflichtig.  Bei 
diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Verfahrens-
kosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.3]).  Die  Verfahrens-
kosten sind bei  Streitigkeiten um Bewilligung oder Verweigerung von 
IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensaufwand  und  unabhängig  vom 
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1'000.- festzulegen (Art. 69 
Abs. 1bis IVG).  Diese  werden  auf  Fr. 300.-  festgesetzt  und  mit  dem 
geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

7.2 Dem  unterliegenden  Beschwerdeführer  steht  kein  Anspruch  auf 
eine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG), ebenso wenig 

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der  Vorinstanz  (vgl.  Art. 7  Abs. 3  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 859.51.223.250)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Marc Steiner Martin Buchli

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der  an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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