# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 011ce18c-bd0a-5468-a768-e2eb9cd41e14
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 14.11.2025 BEK 2025 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-119_2025-11-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 14. November 2025
BEK 2025 119

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Ilaria Beringer,
a.o. Gerichtsschreiber Halil Sütlü.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Beschwerdeführer,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, 
Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________, 

betreffend DNA-Profilerstellung
(Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 25. August 
2025, SU 2024 8737);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Die Staatsanwaltschaft führt gegen den Beschwerdeführer ein Strafver-
fahren wegen Verdachts auf Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
i.S.v. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. Der Beschwerdeführer soll zwischen 1. Juli 
2021 und 19. November 2023 an der D.________strasse xx im Verkaufsge-
schäft „E.________ GmbH“ zusammen mit seinem Bruder F.________ und 
dessen Lebenspartnerin G.________ insgesamt ein Kilogramm Kokainge-
misch an verschiedene zurzeit nicht bekannte und nicht identifizierte Abneh-
mer verkauft und dadurch die Gesundheit vieler Menschen gefährdet haben. 
Die gegen den Beschwerdeführer vorliegende Verdachtslage ergebe sich aus 
einem von der Staatsanwaltschaft St. Gallen gegen H.________ und 
I.________ geführten Strafverfahren, in welchem die beiden Brüder sowie 
eine Frau (mutmasslich G.________) als Abnehmer genannt worden seien. 
Es sei anzunehmen, dass der Beschwerdeführer zusammen mit G.________ 
und F.________ weiterhin im Betäubungsmittelhandel tätig sei. Die Staatsan-
waltschaft ordnete Zwangsmassnahmen wie Observation, rückwirkende Tele-
fonkontrolle, Einsatz von IMSI-Catcher, Anbringen von GPS-Trackern an 
Fahrzeugen, Beschaffung eines Nachschlüssels sowie Hausdurchsuchungen 
an den Wohnorten der drei Beschuldigten und an den von F.________ als 
Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der „E.________ 
GmbH“ gemieteten Verkaufsräumlichkeiten in J.________ an. Anlässlich die-
ser Hausdurchsuchungen stellte die Polizei Betäubungsmittel, Betäubungsmit-
telutensilien, Bargeld, Mobiltelefone und SIM-Karten sicher. Der Beschwerde-
führer wurde am 20. August 2025 erkennungsdienstlich erfasst; ebenso wurde 
bei ihm ein Wangenschleimabstrich (WSA) zur Erstellung eines DNA-Profils 
durchgeführt. 

Mit Verfügung vom 25. August 2025 ordnete die Staatsanwaltschaft die Erstel-
lung eines DNA-Profils an und beauftragte die Kantonspolizei Schwyz, den 

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WSA des Beschwerdeführers dem Institut für Rechtsmedizin der Universität 
Zürich zuzustellen mit dem Auftrag, ein DNA-Profil zu erstellen und dieses in 
die DNA-Datenbank aufzunehmen (KG-act. 1/1).

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 5. September 2025 
rechtzeitig Beschwerde beim Kantonsgericht mit den Anträgen, die angefoch-
tene Verfügung sei aufzuheben und es sei der Staatsanwaltschaft zu untersa-
gen, vom vorhandenen WSA des Beschwerdeführers ein DNA-Profil zu erstel-
len; eventualiter sei ein allenfalls bereits erstelltes DNA-Profil zu vernichten 
bzw. ein bereits vorgenommener Eintrag im DNA-Profil-Informationssystem zu 
löschen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse 
(KG-act. 1). Die Staatsanwaltschaft beantragte in der Folge mit Beschwerde-
antwort vom 17. September 2025 die kostenpflichtige Abweisung der Be-
schwerde (KG-act. 3). Dazu nahm der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
24. September 2025 Stellung (KG-act. 5).

2.  Die DNA-Analyse im Strafverfahren ist in Art. 255 ff. StPO als strafpro-
zessuale Zwangsmassnahme geregelt. Zur Aufklärung den Strafverfolgungs-
behörden bereits bekannter Verbrechen oder Vergehen, deren die beschuldig-
te Person verdächtigt wird (Anlasstat), kann gemäss Art. 255 Abs. 1 lit. a StPO 
von der beschuldigten Person eine Probe entnommen und ein DNA-Profil er-
stellt werden. Darüber hinaus erlaubt Art. 255 Abs. 1bis StPO die Probenahme 
und DNA-Analyse dort, wo konkrete Anhaltspunkte auf weitere, in der Ver-
gangenheit liegende Verbrechen oder Vergehen hinweisen. Eine präventive, 
d.h. auf künftige Verbrechen oder Vergehen gerichtete Probenahme und 
DNA-Profilerstellung kann gemäss Art. 257 StPO nur bei verurteilten Perso-
nen angeordnet werden, wenn das Gericht in seinem Urteil aufgrund konkreter 
Anhaltspunkte von einer Rückfallgefahr der verurteilten Person ausgeht. Eine 
routinemässige Entnahme von DNA-Proben resp. deren generelle Analyse ist 
unzulässig. Für deren Anordnung gelten die allgemeinen Voraussetzungen für 

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Zwangsmassnahmen gemäss Art. 197 Abs. 1 lit. b-d StPO. Erforderlich sind 
ein hinreichender Tatverdacht in Bezug auf die Anlasstat, Eignung der Mass-
nahme zur Durchsetzung des Ziels und das Fehlen milderer Mittel dazu (Sub-
sidiaritätsprinzip) sowie die Verhältnismässigkeit der Massnahme in Relation 
zur Straftat. Art. 255 Abs. 1bis StPO enthält insofern eine Ausnahme, als es 
hier genügt, wenn aufgrund konkreter Anhaltspunkte anzunehmen ist, die be-
schuldigte Person könnte weitere Verbrechen oder Vergehen begangen ha-
ben (vgl. Fricker/Maeder, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023 [=BSK StPO], N 6 zu 
Vorbemerkungen zu Art. 255 StPO sowie N 1 und 31 zu Art. 255; 
Klaus/Zuberbühler Elsässer, Beschwerde gegen die DNA-Profilerstellung, 
ZStR 2025 S. 88, 94). 

3. a) Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen eines Delikts von hin-
reichender Schwere. Selbst wenn es sich bei den Sicherstellungen anlässlich 
der Hausdurchsuchung in seiner Wohnung um Betäubungsmittel handeln 
würde, seien die Mengen mit Eigenkonsum zu erklären. Dies stelle eine Über-
tretung gemäss Art. 19a BetmG dar und erlaube keine Erstellung eines DNA-
Profils.

Es liege auch kein hinreichender Tatverdacht vor. Die Strafuntersuchung ge-
gen den Beschwerdeführer sei einzig aufgrund der von H.________ gegenü-
ber der Kantonspolizei St. Gallen gemachten Aussagen eröffnet. Die Staats-
anwaltschaft habe vermutet, dass es sich bei den von den vorgenannten Per-
sonen erwähnten Brüdern, welche im Kanton Schwyz einen Kiosk betreiben 
würden, um den Beschwerdeführer und seinen Bruder F.________ handle. 
Die Einvernahmen seien jedoch unverwertbar, da dem Beschwerdeführer das 
Teilnahmerecht gemäss Art. 147 StPO sowie das Konfrontationsrecht gemäss 
Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK nicht gewährt worden sei. In den dann am 3. Septem-
ber 2025 parteiöffentlich durchgeführten Einvernahmen hätten H.________ 

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und I.________ diesmal die den Beschwerdeführer belastenden Aussagen 
nicht wiederholt. Insofern fehle es an verwertbaren belastenden Aussagen 
und somit an einem hinreichenden Tatverdacht. Auch dürften in Anwendung 
von Art. 141 Abs. 2 und Art. 141 Abs. 4 StPO allfällige belastende Ergebnisse 
der Zwangsmassnahmen nicht zur Begründung eines Tatverdachts herange-
zogen werden, da sie ohne die unverwertbaren Aussagen von H.________ 
und I.________ nie hätten durchgeführt werden können.

Die Erstellung eines DNA-Profils des Beschwerdeführers zur Aufklärung ir-
gendwelcher Delikte sei auch untauglich. Es gebe in den Akten keine Hinwei-
se auf Betäubungsmittelverpackungen, welche bei allfälligen Abnehmern si-
chergestellt worden seien (KG-act. 1).

b) In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. September 2025 führt die Staats-
anwaltschaft aus, der hinreichende Tatverdacht ergebe sich aus den Aussa-
gen von H.________ und I.________, die sie im von der Staatsanwaltschaft 
St. Gallen geführten Strafverfahren als Beschuldigte gemacht hätten. Die 
Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen hätten erst anlässlich der 
Einvernahmen von H.________ und I.________ erfahren, dass in einem Kiosk 
in K.________ mit Kokain gehandelt werde und es sich bei den Beteiligten um 
zwei Brüder und eine Frau handle. Die anschliessend durchgeführten Ermitt-
lungen der Kantonspolizei St. Gallen hätten ergeben, dass es sich bei den 
beiden Brüdern u.a. um den Beschwerdeführer handle. Zum Zeitpunkt der 
Einvernahmen sei gar nicht möglich gewesen, dass der Beschwerdeführer an 
den Befragungen hätte teilnehmen können, da er noch nicht identifiziert ge-
wesen sei. Sein Teilnahmerecht sei somit nicht verletzt worden. Die Einver-
nahmen von H.________ und I.________ seien als Erkenntnisquelle 
bzw. Ermittlungsgrundlage uneingeschränkt verwertbar. Die Einvernahmen 
unter Gewährung des Fragerechts seien als Beweismittel verwertbar. 

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Zur Geeignetheit und Erforderlichkeit der Massnahme hält die Staatsanwalt-
schaft fest, dass einerseits bei G.________ Betäubungsmittel und -utensilien 
sichergestellt worden seien, die auf DNA-Spuren des Beschwerdeführers un-
tersucht werden könnten. Zudem stünden die Ermittlungen noch am Anfang 
und es sei damit zu rechnen, dass Abnehmer ermittelt werden und Sicherstel-
lungen erfolgen könnten, die auf das Vorhandensein von DNA-Spuren des 
Beschwerdeführers untersucht werden könnten (KG-act. 3). 

c) In seiner unaufgeforderten Eingabe vom 24. September 2025 macht der 
Beschwerdeführer geltend, dass selbst wenn die Einvernahmen von 
H.________ und I.________ als Ermittlungsgrundlage verwertbar wären, es 
vorliegend an einem hinreichenden Tatverdacht fehle. In den parteiöffentli-
chen Einvernahmen am 3. September 2025 hätten H.________ und 
I.________ keine den Beschwerdeführer belastenden und somit verwertbaren 
Aussagen gemacht. Weiter führt der Beschwerdeführer aus, die Anordnung 
von Zwangsmassnahmen ohne Vorliegen, sondern zum Schaffen eines Tat-
verdachts, sei eine Fishing Expedition und damit rechtswidrig (KG-act. 5). 

4.  a) Die Beschwerdeinstanz entscheidet gemäss Art. 391 Abs. 1 StPO 
mit voller Kognition und ist weder an die Begründung der Vorinstanz noch an 
die Anträge der Parteien gebunden. Sie überprüft einzig die strafprozessuale 
Zulässigkeit der Anordnung und Durchführung einer DNA-Analyse (inklusive 
Probenahme). Über den Beweiswert der Massnahme und auch darüber wie-
viel an Beweisen eine spätere Anklageerhebung und Verurteilung erfordert, 
wird erst später in einem allfälligen Strafbefehl oder Urteil entschieden. Die 
Prüfungsintensität bei der Beurteilung eines strittigen Tatverdachts oder von 
geltend gemachten Beweisverwertungsverboten nach Art. 140 f. StPO ist im 
Beschwerdeverfahren daher praxisgemäss eingeschränkt. Die Beschwerdein-
stanz übt aufgrund der verfahrensleitenden Rolle der Staatsanwaltschaft 

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Zurückhaltung, soweit kriminalistische und ermittlungstaktische Überlegungen 
im Vordergrund stehen (vgl. ZStR 2025, S. 98; BSK StPO, N 6 zu Art. 255). 

b) Die Staatsanwaltschaft begründet die angefochtene Verfügung damit, 
dass der Beschwerdeführer verdächtigt werde, zwischen 1. Juli 2021 und     
19. November 2023 zusammen mit seinem Bruder und dessen Lebenspartne-
rin insgesamt ein Kilogramm Kokaingemisch verkauft zu haben. Dabei handelt 
es sich um eine in der Vergangenheit liegende Anlasstat i.S.v. Art. 255 Abs. 1 
StPO. Sodann sei laut Staatsanwaltschaft anzunehmen, der Beschwerdefüh-
rer sei weiterhin im Betäubungsmittelhandel tätig. Dies umfasst nach dem 
Wortlaut einerseits den Strafbehörden noch unbekannte, in der Vergangenheit 
liegende weitere Delikte i.S.v. Art. 255 Abs. 1bis StPO, andererseits auch künf-
tige Delikte i.S.v. Art. 257 StPO.

c) Gemäss Staatsanwaltschaft werde das DNA-Profil des Beschwerdefüh-
rers benötigt, um die bei der Hausdurchsuchung sowie bei allfälligen Abneh-
mern sichergestellten Verpackungen von Betäubungsmitteln und weiteren 
Betäubungsmittelutensilien auf das Vorhandensein von DNA-Spuren des Be-
schwerdeführers zu prüfen (KG-act. 1/1). Die Ermittlungen stünden noch am 
Anfang und es sei damit zu rechnen, dass Abnehmer ermittelt würden und 
Sicherstellungen erfolgen könnten, die auf das Vorhandensein von DNA-
Spuren des Beschwerdeführers untersucht werden könnten. Bei der Mitbe-
schuldigten G.________ seien sodann Betäubungsmittel und -utensilien si-
chergestellt worden, die auf DNA-Spuren des Beschwerdeführers untersucht 
werden könnten (KG-act. 3). Vorliegend ist zumindest fraglich, inwiefern die 
von der Staatsanwaltschaft angeordnete DNA-Analyse der Aufklärung der 
Anlasstat (Kokainhandel zwischen 1. Juli 2021 und 19. November 2023) die-
nen sollte. Diese liegt zeitlich relativ weit zurück und es wurden gemäss 
Staatsanwaltschaft noch keine Abnehmer des im fraglichen Zeitraum mut-
masslich durch den Beschwerdeführer vertriebenen Kokaingemischs ermittelt 

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oder Sicherstellungen durchgeführt. Es ist daher kaum denkbar, dass zum 
jetzigen Zeitpunkt z.B. noch Verpackungen von Betäubungsmitteln aus einem 
Verkauf aus der fraglichen Zeit sichergestellt würden, auf denen DNA-Spuren 
des Beschwerdeführers zu finden wären. Somit fehlt es soweit ersichtlich für 
einen Abgleich an Vergleichsmaterial. Unklar ist auch, wie die Feststellung 
von DNA-Spuren des Beschwerdeführers in der Wohnung von G.________ 
zur Aufklärung der Jahre zurückliegenden Anlasstat dienen könnte. Für die 
Anordnung einer DNA-Profilerstellung zur Aufklärung der Anlasstat fehlt es 
folglich an der Eignung. 

5. a) Die Staatsanwaltschaft vermutet indes und wie sich aus der nachfol-
genden Erwägung ergibt auch nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer im 
Betäubungsmittelhandel tätig sein könnte, mitunter nebst der Anlasstat weite-
re Betäubungsmitteldelikte begangen haben könnte. Die Anordnung eines 
DNA-Profils kann deshalb auch unabhängig von der Aufklärung der Anlasstat 
auf Art. 255 Abs. 1bis StPO gestützt werden. Diese Bestimmung wurde per     
1. Januar 2024 neu in die StPO eingeführt. Gemäss bisheriger Rechtspre-
chung zum bis zum 31. Dezember 2023 geltenden Recht war die anlasstatun-
abhängige Erstellung eines DNA-Profils gestützt auf aArt. 255 Abs. 1 lit. a 
StPO nur zulässig, wenn „erhebliche und konkrete Anhaltspunkte“ dafür be-
standen, dass die beschuldigte Person in andere Delikte von einer gewissen 
Schwere verwickelt sein könnte. Im neuen Gesetzestext wurde das zusätzli-
che Element der Erheblichkeit weggelassen (vgl. ZStR 2025 S. 100 f.). Auch 
gemäss Botschaft verlangt die Regelung nach Art. 255 Abs. 1bis StPO unter 
dem Erfordernis der „konkreten Anhaltspunkte“ keinen auf die beschuldigte 
Person bezogenen Tatverdacht, sondern auf den konkreten Fall bezogene 
Elemente, welche auf eine Beteiligung der beschuldigten Person an weiteren 
früheren Straftaten hindeuten (Botschaft zur Änderung der Strafprozessord-
nung vom 28. August 2019 [19.048], BBI 2019 6754). Nötig ist eine individuell-
konkrete Begründung, die darlegt, welche konkreten Anhaltspunkte inwiefern 

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auf mögliche vergangene Delinquenz hinweisen (BSK StPO, N 38 f. zu 
Art. 255). 

b) Es liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschwerdeführer 
nebst der Anlasstat weitere schwerwiegende Betäubungsmitteldelikte began-
gen haben könnte. Vorliegend laufen umfangreiche Strafuntersuchungen der 
Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen und des Kantons Schwyz 
gegen mehrere Tatverdächtige wegen qualifizierter Betäubungsmitteldelikte. 
Die Ermittlungen stehen noch am Anfang. Anlass für das gegen den Be-
schwerdeführer eingeleitete Strafverfahren sind die Aussagen von I.________ 
und H.________ gegenüber der Kantonspolizei St. Gallen, dass diese dem 
Beschwerdeführer und seinem Bruder sowie dessen Lebenspartnerin zwei 
Mal ein Kokaingemisch von je 500 Gramm geliefert hätten. Dabei habe es sich 
um Musterlieferungen gehandelt. Sie hätten das Kokain zuerst testen schauen 
und wollen, ob eine Zusammenarbeit möglich wäre. Sie würden monatlich 
einkaufen. Sie seien aber mit der Ware nicht zufrieden gewesen und hätten 
einen Teil zurückgegeben, einen Teil der Zahlung zurückverlangt und diesen 
auch bekommen. Es handle sich um zwei Brüder aus L.________, wovon der 
eine einen Kiosk an der M.________strasse in K.________ betreibe. Die Frau 
sei die Partnerin des einen (U-act. 10.1.001, Einvernahmeprotokoll 
I.________ vom 8. Februar 2024, Frage 68 – 72; U-act. 10.1.002, Einvernah-
meprotokoll I.________ vom 14. Februar 2024, Frage 3; U-act. 10.1.003, Ein-
vernahmeprotokoll von H.________ vom 24. Januar 2024, Frage 26 – 44; U-
act. 10.1.005, Einvernahmeprotokoll von H.________ vom 3. September 
2025; U-act. 15.1.004; Einvernahmeprotokoll N.________ vom 7. April 2025, 
Frage 24 und 25). Aufgrund dieser Angaben war es der Polizei möglich, den 
Beschwerdeführer, seinen Bruder sowie dessen Lebenspartnerin zu identifi-
zieren. Der mutmasslich ebenfalls im Betäubungsmittelmilieu aktive Bruder 
des Beschwerdeführers ist in L.________, er selbst in der Nachbarsgemeinde 
O.________ wohnhaft. Der Bruder betreibt in J.________ an der 

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D.________strasse, die in die Nachbarsgemeinde K.________ führt, einen 
Kiosk und ist der Lebenspartner von G.________.

Anlässlich der unter Gewährung des Teilnahmerechts durchgeführten Einver-
nahmen durch die Kantonspolizei Schwyz verweigerte I.________ mehrheit-
lich die Aussagen. Auf die Frage, ob er in einer persönlichen Beziehung zu 
den Beschuldigten stehe, antwortete er mit Nein. H.________ sagte, er kenne 
die Beschuldigten nicht und wisse auch nicht, wo sie wohnten. Aus ihren Ant-
worten kann nicht geschlossen werden, sie würden die Beschuldigten nicht 
kennen. In der Folge wichen beide den wiederholten Fragen der Polizei zur 
Sache und zu ihren bei der Kantonspolizei St. Gallen gemachten Aussagen 
aus, widerriefen sie aber auch nicht (U-act. 10.1.005 und 10.1.006).

Bei einem Kilogramm Kokaingemisch ist gemäss Staatsanwaltschaft von 680 
Gramm reinem Kokain auszugehen (KG-act. 1/1). Diese Menge liegt um ein 
Vielfaches über dem Grenzwert für einen schweren Fall im Sinne von Art. 19 
Abs. 2 lit. a BetmG. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist dies 
bereits ab einer Menge von 18 Gramm reinem Kokain der Fall (BGE 138 IV 
100, E. 3.2 m.H.). Gegen I.________ und H.________ sowie weitere Kompli-
zen laufen bei der Kantonspolizei St. Gallen Strafverfahren wegen der Einfuhr 
und des Veräusserns von grossen Mengen Kokain. Es handle sich dabei um 
eine äusserst professionell agierende kriminelle Gruppierung, welche grössere 
Mengen Kokain aus Südamerika und Europa, entweder per Flugzeug oder mit 
Fahrzeug, nach Europa bzw. in die Schweiz transportierten. H.________ und 
I.________ seien am 19. November 2023, nach der Übergabe eines Koffers 
mit 23.1 Kilogramm Kokain, festgenommen worden. Während den umfangrei-
chen Ermittlungen sei ein grosses Netzwerk von weiteren Betäubungsmittel-
händlern aufgedeckt worden, welche grosse Mengen Kokain von H.________ 
und I.________ bezogen hätten. Darunter seien die im Kanton Schwyz wohn-
haften Brüder F.________ und A.________ als Kokainabnehmer und Betäu-

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bungsmittelhändler identifiziert worden (U-act. 8.1.001, Rapport Kantonspoli-
zei St. Gallen, S. 4). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer und sein Bru-
der sowie dessen Lebenspartnerin in Verdacht stehen, von einer international 
agierenden Organisation ein Kilogramm Kokaingemisch als Muster bezogen 
zu haben in der Absicht, bei H.________, monatlich einzukaufen, sie nach 
Erhalt einer Kokainlieferung von schlechter Qualität ein Teil der Zahlung 
zurückfordern konnten, deutet ebenfalls darauf hin, dass der Beschwerdefüh-
rer zusammen mit seinem Bruder und dessen Lebenspartnerin im qualifizier-
ten Betäubungsmittelhandel tätig gewesen sein könnte. 

Weitere Indizien sind die anlässlich der Hausdurchsuchungen sichergestellten 
für den Betäubungsmittelhandel typischen Gegenstände wie Feinwaage, Va-
kuumiergerät, Vakuumbeutel, Minigrip-Beutel, Tupperware, Gummihandschu-
he, Löffel, Hammer und Schüssel für das Wägen und Portionieren des Ko-
kains, Bargeld, mehrere Mobiltelefone und SIM-Karten. Beim Bruder des Be-
schwerdeführers wurden Bargeld u.a. mit insgesamt 35x200-er-Noten und 
31x100-er-Noten (2x200.-, 12x100.-, 1x50.- im Portemonnaie [U-act. 4.1.003]; 
1x1’000.-, 5x200.-, 13x100.- in einer schwarzen Tasse im Schlafzimmer sowie 
1x1000.-, 28x200.-, 6x100.- in einer Keksdose im Schlafzimmer [U-
act. 5.2.002]) und drei Mobiltelefone sowie zwei zusätzliche SIM-Karten 
P.________, ein Vakuumiergerät inklusive Beutel in seiner Wohnung in 
L.________ (U-act. 5.2.002) sowie weitere zwei Mobiltelefone im Kiosk in 
J.________ (U-act. 5.3.002) sichergestellt. Beim Beschwerdeführer wurden 
drei Mobiltelefone und ein Laptop anlässlich der Festnahme (U-act. 4.2.003) 
sowie ein weiteres Mobiltelefon, ein Microsoft Surface Book sowie eine zu-
sätzliche SIM-Karte P.________ in seiner Wohnung in O.________ gefunden 
(U-act. 5.4.002). Bei G.________ wurden u.a. in einem Schrank im Schlaf-
zimmer im Obergeschoss eine Schüssel mit einem Löffel, Hammer sowie ein 
Beutel mit weissen Klumpen, Gummihandschuhe, Schere, Feinwaage mit Pul-
verrückständen, ein Mobiltelefon in einer Tupperware (U-act. 5.5.002) und 31 

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Gramm Kokain sichergestellt (U-act. 11.3.003). Es liegen auch Hinweise aus 
den Observationen und Telefonüberwachungen der Gebrüder A+F.________ 
und G.________ vor, die auf Betäubungsmittelhandel und damit verbundene 
Aktivitäten schliessen lassen. 

Zu berücksichtigen sind im Übrigen die Vorstrafen. Der Beschwerdeführer 
wurde wegen mehrfacher Übertretung von Art. 19a BetmG (Anbau von Mari-
huana; begangen zwischen 2013 und 2015) sowie Raufhandels gemäss     
Art. 133 Abs. 1 StGB (begangen 2014) mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 
March vom 24. Oktober 2016 zu einer bedingten Geldstrafe sowie einer Busse 
verurteilt (U-act. 1.2.001). Der Bruder des Beschwerdeführers wurde 2015 bei 
der Kantonspolizei Schwyz wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz 
sowie Vergehen / Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Anbau von 
Marihuana) registriert und mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Schwyz vom 
5. Oktober 2021 wegen Fahrens unter Drogeneinfluss (begangen 2021) und 
mehrfacher Übertretung von Art. 19a BetmG (Anbau von Marihuana; began-
gen zwischen 2019 und 2021) zu einer bedingten Geldstrafe sowie einer Bus-
se verurteilt (U-act. 1.1.001; vgl. auch U-act. 8.1.001, Rapport der Kantonspo-
lizei St. Gallen vom 19. Juli 2024). Auch wenn es sich dabei um einige Jahre 
zurückliegende und im Vergleich zu den vorliegend in Verdacht stehenden 
Delikten nicht einschlägige Vorstrafen handelt, liefern sie in Kombination mit 
den genannten Anlassumständen Hinweise dafür, dass der Beschuldigte mit 
seinem Bruder zusammen bereits seit einigen Jahren im Betäubungsmittel-
handel aktiv sein könnte.  

Unter Berücksichtigung der sehr detaillierten Aussagen von I.________ und 
H.________ anlässlich der polizeilichen Befragungen, den engen Verbindun-
gen des Beschwerdeführers zu diversen ebenfalls tatverdächtigen Personen, 
der anlässlich der Hausdurchsuchungen sichergestellten für Kokainhändler 
typischen Utensilien sowie der Vorstrafen des Beschwerdeführers und dessen 

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Bruders ergeben sich zusammengefasst mehrere konkrete Anhaltspunkte für 
die Annahme in der Vergangenheit begangener Vergehen oder Verbrechen.

c) Die Strafuntersuchung läuft gegen mehrere Tatverdächtige u.a. mit in-
ternationalem Bezug, was die Aufklärung der vorgeworfenen qualifizierten 
BetmG-Widerhandlung zusätzlich erschwert. Die Erstellung eines DNA-Profils 
und der Abgleich mit DNA-Spuren bei allfälligen anderen Abnehmern der 
Betäubungsmittel ist - auch im Zusammenspiel mit anderen Ermittlungsme-
thoden - geeignet und erforderlich, um die Tätigkeit des Beschwerdeführers im 
Betäubungsmittelhandel weiter auszuleuchten, zum jetzigen Zeitpunkt noch 
unbekannte, in der Vergangenheit liegende Vorfälle dem Beschwerdeführer 
zuzuordnen sowie weitere Tatbeteiligte am Betäubungsmittelhandel und des-
sen Umstände (Ermittlung möglicher Abnehmer, Art, Menge und Häufigkeit 
von Betäubungsmittelgeschäften, Lieferanten, Zusammenarbeit F.________ 
und A.________ und G.________ sowie evtl. weiterer Personen) zu ermitteln. 
Die Schwere der angenommenen Delikte (qualifizierter Kokainhandel) recht-
fertigt den verhältnismässig geringen Eingriff in die Grundrechte des Be-
schwerdeführers ohne Weiteres. 

6. Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für die Erstellung eines 
DNA-Profils des Beschwerdeführers gegeben. Die Beschwerde ist somit ab-
zuweisen. Die mit Verfügung vom 25. August 2025 (U-act. 2.2.004) bestellte 
amtliche Verteidigung bleibt der Praxis des Kantonsgerichts entsprechend 
auch im Beschwerdeverfahren bestehen. Ausgangsgemäss sind die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’500.00 dem Beschwerdeführer aufzuer-
legen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung 
des Beschwerdeführers bleibt bei der Hauptsache (Art. 135 Abs. 2 StPO);-

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beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’500.00 werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt.

3. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung verbleibt bei der Haupt-
sache.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

5. Zufertigung an den Verteidiger (2/R), die Staatsanwaltschaft (1/A an die 
1. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/Zentraler Dienst), sowie nach 
definitiver Erledigung an die Staatsanwaltschaft (1/R, mit den Akten an 
die 1. Abteilung) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der a.o. Gerichtsschreiber

Versand 19. November 2025  amu