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**Case Identifier:** 401fa0d1-830c-5cc0-818a-195989a517a4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.02.2024 100 2022 229
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-229_2024-02-12.pdf

## Full Text

100.2022.229/230U
BUC/FLN/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 12. Februar 2024

Verwaltungsrichter Bürki
Gerichtsschreiberin Flückiger

A.________ und B.________
Beschwerdeführende

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2019 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
30. Juni 2022; 100 21 337, 200 21 229)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.02.2024, Nrn. 100.2022.229/
230U, Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

Am 18. März 2021 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Bern 
A.________ und B.________ für das Jahr 2019 abweichend von deren 
Selbstdeklaration auf ein steuerbares Einkommen von Fr. 79'674.-- bei den 
Kantons- und Gemeindesteuern bzw. Fr. 107'894.-- bei der direkten Bundes-
steuer. Die Abweichung beruhte im Wesentlichen darauf, dass die Steuer-
verwaltung die von A.________ und B.________ geltend gemachten Liegen-
schaftsunterhaltskosten in der Höhe von Fr. 35'260.-- lediglich im Umfang 
von Fr. 21'490.-- berücksichtigte. Mit Einspracheentscheiden vom 20. Au-
gust 2021 reduzierte die Steuerverwaltung den für Unterhaltskosten abzieh-
baren Betrag auf Fr. 15'247.-- und setzte das steuerbare Einkommen neu 
auf Fr. 85'917.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern bzw. auf 
Fr. 114'137.-- bei der direkten Bundessteuer fest.

B.

Am 12. September 2021 gelangten A.________ und B.________ mit Rekurs 
und Beschwerde an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). 
Diese wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 30. Juni 2022 ab.

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 22. Juli 2022 in einer ein-
zigen Rechtsschrift sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern 
als auch der direkten Bundessteuer 2019 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben. Sie beantragen sinngemäss, es seien die Entscheide der StRK 
vom 30. Juni 2022 aufzuheben und zusätzliche Kosten für Liegenschafts-
unterhalt im Umfang von Fr. 12'411.-- (Fr. 6'807.-- für den Ersatz der Gar-
tentreppe sowie Fr. 5'604.-- für den Ersatz des Balkongeländers) zum Abzug 
zuzulassen.

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Am 26. Juli 2022 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend die 
Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer vereinigt.

Mit Beschwerdevernehmlassung vom 18. August 2022 beantragt die StRK 
grundsätzlich die Abweisung der Beschwerden, enthält sich bezüglich der für 
die Gartentreppe geltend gemachten Kosten jedoch letztlich eines Antrags 
in der Sache. Die Steuerverwaltung beantragt mit Beschwerdeantwort vom 
21. September 2022 die teilweise Gutheissung der Beschwerden (Abzugs-
fähigkeit der Kosten von Fr. 6'807.-- für den Ersatz der Gartentreppe). 

Am 16. Oktober 2022 haben die Beschwerdeführenden eine Replik einge-
reicht und an ihren Anträgen festgehalten. Mit Eingabe vom 19. Oktober 
2022 bzw. mit Duplik vom 1. November 2022 haben sowohl die StRK als 
auch die Steuerverwaltung ihre Anträge bestätigt und auf weitere Bemerkun-
gen verzichtet. Mit Eingabe vom 30. November 2023 haben die Beschwer-
deführenden ihren Antrag auf einen Augenschein wiederholt. 

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug 
der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdeführenden 
haben am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenom-
men, sind durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und ha-
ben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

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(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die 
Beschwerden ist einzutreten. 

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern han-
delt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten Ver-
fahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und der-
selben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil im vorliegenden Fall die einschlägigen Be-
stimmungen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich 
lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsicht-
lich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Sowohl im Verfahren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 
(Verfahren 100.2022.229) als auch betreffend die direkte Bundessteuer 
(Verfahren 100.2022.230) beträgt der Streitwert weniger als Fr. 20'000.--, 
womit die Beurteilung der Beschwerden in die einzelrichterliche Zuständig-
keit fällt (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisa-
tion der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

In materieller Hinsicht streitig ist der von den Beschwerdeführenden geltend 
gemachte zusätzliche Abzug von insgesamt Fr. 12'411.-- für Liegenschafts-
unterhaltskosten.

2.1 Der Kanton erhebt von den natürlichen Personen insbesondere eine 
Einkommenssteuer (Art. 1 Abs. 1 Bst. a StG; Art. 1 Bst. a DBG; Art. 2 Abs. 1 
Bst. a des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). 

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Zu diesem Zweck wird das Reineinkommen der Steuerpflichtigen ermittelt, 
indem von deren gesamten steuerbaren Einkünften (Art. 19-29 StG; Art. 16-
24 DBG) die mit der Einkommenserzielung zusammenhängenden Aufwen-
dungen (Gewinnungskosten) und die allgemeinen Abzüge (Art. 31-39 StG; 
Art. 26-33a DBG) abgezogen werden (Art. 30 Abs. 1 StG; Art. 25 DBG). Bei 
Liegenschaften im Privatvermögen können die Unterhaltskosten, die Versi-
cherungsprämien, die Liegenschaftssteuern der Gemeinde und die Kosten 
der Verwaltung durch Dritte abgezogen werden (Art. 36 Abs. 1 StG; soweit 
hier interessierend, übereinstimmend Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DBG; vgl. auch 
Art. 9 Abs. 3 Satz 1 StHG). Eine genauere Umschreibung der hiermit ab-
zugsfähigen Aufwendungen enthält für die Kantons- und Gemeindesteuern 
die Verordnung vom 12. November 1980 über die Unterhalts-, Betriebs- und 
Verwaltungskosten von Grundstücken (VUBV; BSG 661.312.51) und für die 
direkte Bundessteuer die Verordnung vom 9. März 2018 über den Abzug der 
Kosten von Liegenschaften des Privatvermögens bei der direkten Bundes-
steuer (Liegenschaftskostenverordnung; SR 642.116) sowie die Verordnung 
der ESTV vom 24. August 1992 über die abziehbaren Kosten von Liegen-
schaften des Privatvermögens bei der direkten Bundessteuer (ESTV-Liegen-
schaftskostenverordnung; SR 642.116.2). Abziehbar sind auch Investitions-
kosten, die dem Energiesparen und Umweltschutz dienen, sowie seit dem 
1. Januar 2020 die Rückbaukosten im Hinblick auf einen Ersatzneubau 
(Art. 36 Abs. 1a StG; Art. 32 Abs. 2 Satz 2 und 3 DBG; vgl. auch Art. 9 Abs. 3 
Satz 2 sowie Art. 9 Abs. 3 Bst. a StHG; vgl. ausserdem die Verordnung vom 
24. August 1992 über die Massnahmen zur rationellen Energieverwendung 
und zur Nutzung erneuerbarer Energien [SR 642.116.1; nachfolgend: 
VMRE]). Nicht abziehbar sind demgegenüber Aufwendungen für die An-
schaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögensgegenständen 
(Art. 39 Bst. d StG; Art. 34 Bst. d DBG). Bei Grundstücken im Privatvermö-
gen sind dies Aufwendungen für Neueinrichtungen und Verbesserungen, die 
entweder den Gebrauchswert der Liegenschaft erhöhen oder die jährlichen 
Betriebskosten senken, wobei über die Abgrenzung Richtlinien zu erlassen 
sind (Art. 1 Abs. 2 Bst. a VUBV). Gestützt auf diese Delegationsnorm hat die 
Steuerverwaltung das Merkblatt 5 betreffend die «Grundstückkosten» erlas-
sen, das einen Ausscheidungskatalog für die Abgrenzung von abzugsfähi-
gen Unterhaltskosten und nicht abziehbaren wertvermehrenden Aufwendun-
gen enthält (nachfolgend: Merkblatt 5 in den Versionen 2019 bis 2023, ein-

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sehbar unter <www.sv.fin.be.ch>, Rubriken «Publikationen/Merkblätter/
Einkommens- und Vermögenssteuern»). Auch wenn der Katalog formell nur 
für die Kantons- und Gemeindesteuern Geltung hat, erfasst er praxisgemäss 
auch die direkte Bundessteuer, was nicht zu beanstanden ist (vgl. BVR 2022 
S. 537 E. 2.1 mit Hinweisen; Lissi/Dini, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommen-
tar zum Schweizerischen Steuerrecht, DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 32 N. 20 
und 22).

2.2 Nach der Rechtsprechung stellen Aufwendungen dann abzugsfähige 
Unterhaltskosten dar, wenn sie dazu dienen, eine Liegenschaft in ihrem Wert 
bzw. im bisherigen Zustand zu erhalten oder sie in den Zustand zu verset-
zen, in dem sie sich bereits einmal befunden hat. Massgebend ist der kon-
krete Nutzungswert, wobei die Abgrenzung zwischen werterhaltenden und 
wertvermehrenden Aufwendungen grundsätzlich anhand einer objektiv-tech-
nischen Beurteilung erfolgt. Zu prüfen ist, ob aufgrund einer funktionalen Be-
trachtungsweise eine qualitative Verbesserung und damit eine Wertsteige-
rung vorliegt (vgl. BGE 149 II 27 E. 4.1; BVR 2022 S. 537 E. 2.2, auch zum 
Folgenden, je mit weiteren Hinweisen; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, 
Handkommentar zum DBG, 4. Aufl. 2023, Art. 32 N. 39 ff., 50 ff.; Lissi/Dini, 
a.a.O., Art. 32 DBG N. 22, 25 und 31 f., 15a; Peter Locher, Kommentar zum 
DBG, I. Teil, 2. Aufl. 2019, Art. 32 N. 19, 25 ff., 33). Entsprechend ist bei Sa-
nierungen oder beim Ersatz bestehender Anlagen nicht erforderlich, dass die 
ersetzte und die neue Anlage identisch sind; entscheidend ist, dass beide 
die gleiche Funktion erfüllen. Die rein wirtschaftliche Betrachtungsweise, die 
von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vor der am 1. Januar 2010 in 
Kraft getretenen Neufassung von Art. 32 Abs. 2 DBG und Art. 9 Abs. 3 StHG 
unter der sog. Dumont-Praxis entwickelt worden war, hat seit deren Deroga-
tion durch den Bundesgesetzgeber keine Geltung mehr. Dennoch ist zu be-
achten, dass es sich bei den Unterhaltskosten aufgrund der gesetzlichen 
Konzeption um Gewinnungskosten handelt, die als solche ein steuerbares 
Einkommen voraussetzen. Unterhaltskosten müssen daher in wirtschaftli-
cher und zeitlicher Hinsicht einen direkten und unmittelbaren Zusammen-
hang mit der Einkommenserzielung bzw. mit einem gegenwärtigen oder ver-
gangenen Ertrag aus unbeweglichem Vermögen aufweisen (vgl. BVR 2022 
S. 537 E. 2.2 mit Hinweisen; Lissi/Dini, a.a.O., Art. 32 DBG N. 1, 16, 21, 31; 
Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., Art. 32 N. 39, 53 f.; Peter Locher, 

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a.a.O., Art. 32 N. 2, 21 f.). Als Vergleichsmassstab für die Abgrenzung zwi-
schen Werterhaltung und Wertvermehrung dient das konkret instand gehal-
tene oder ersetzte Objekt bzw. die Installation; der Fokus gilt mithin nicht 
dem Grundstückswert als Ganzes, sondern den in Frage stehenden Einzel-
massnahmen bzw. Gebäudebestandteilen (sog. Einzelbetrachtung; vgl. 
BGE 149 II 27 E. 4.1; BVR 2022 S. 537 E. 2.2, je mit Hinweisen; Peter Lo-
cher, a.a.O., Art. 32 N. 19, 27, 33; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., 
Art. 32 N. 55, 67; Kocher/Anzante, Von «Dumont» zum wirtschaftlichen Neu-
bau, in StR 2020 S. 710 ff., 719). Führt eine Sanierung oder der Ersatz einer 
bestehenden Anlage zu einer qualitativen Verbesserung bzw. weist eine Auf-
wendung sowohl einen werterhaltenden als auch einen wertvermehrenden 
Anteil auf, so ist letzterer zu schätzen und die Gewährung eines Abzugs nur 
in entsprechendem Umfang zulässig (vgl. BVR 2022 S. 537 E. 2.2 mit Hin-
weisen; Leuch/Schlup Guignard, in Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], Pra-
xis-Kommentar zum Berner Steuergesetz, Band 1, 2. Aufl. 2014, Art. 36 
N. 20; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., Art. 32 N. 51 und N. 79 ff. mit 
Hinweisen zur Kasuistik; Peter Locher, a.a.O., Art. 32 N. 27). 

2.3 Aus dem Gesagten folgt, dass bei einem Neubau keine abzugsfähi-
gen Auslagen anfallen können, weil Unterhalt begrifflich nur an bestehenden 
Gebäuden möglich ist. Nicht abzugsfähig sind daher grundsätzlich auch Auf-
wendungen für Ersatzbauten, die ein bestehendes bzw. durch Brand zerstör-
tes Gebäude vollständig ersetzen (vgl. BVR 2022 S. 537 E. 2.3 mit Hinwei-
sen; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., Art. 32 N. 64, Art. 34 N. 42; zu 
den bei Ersatzneubauten seit dem 1.1.2020 gegebenenfalls abzugsfähigen 
Rückbaukosten vgl. Art. 36 Abs. 1a Satz 2 StG i.V.m. Art. 1b und Art. 1c 
VUBV bzw. zum alten Recht aArt.1 Bst. h, aArt.1a und aArt. 1b VUBV in der 
Fassung vom 4.9.2019 [BAG 19-046]; Art. 32 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 2bis 
DBG i.V.m. Art. 2 f. Liegenschaftskostenverordnung; Richner/Frei/Kauf-
mann/Rohner, a.a.O., Art. 32 N. 133 ff.; Peter Locher, a.a.O., Art. 32 
N. 42 f.). Hingegen hat das Bundesgericht seine Praxis zum sogenannten 
«wirtschaftlichen Neubau» (vgl. hierzu ausführlich BVR 2022 S. 537 
E. 2.3 f.) inzwischen aufgegeben: Mit Leiturteil vom 23. Februar 2023 hat es 
entschieden, dass (auch) Kosten für Arbeiten im Zusammenhang mit einer 
Totalsanierung oder dem völligen Um- oder Ausbau abzugsfähig sind, soweit 
sie aufgrund ihres objektiv-technischen Charakters dazu dienen, einen 

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früheren Zustand der Liegenschaft wiederherzustellen, mithin werterhaltend 
wirken. Nach dem Willen des Gesetzgebers sei bei allen Liegenschaftskos-
ten individuell aufgrund ihres objektiv-technischen Charakters – und unter 
Mitwirkung der steuerpflichtigen Person – abzuklären, ob sie werterhaltend 
wirkten (Praxisänderung; BGE 149 II 27 E. 4.3-4.6; vgl. auch Richner/Frei/
Kaufmann/Rohner, a.a.O., Art. 32 N. 66 f.).

2.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob Aufwendungen werterhaltender 
oder wertvermehrender Natur sind, kommt der Abklärung der konkreten Sa-
chumstände bzw. dem Beweisrecht besondere Bedeutung zu (vgl. 
BGE 149 II 27 E. 4.6; BVR 2022 S. 357 E. 2.6; Richner/Frei/Kaufmann/
Rohner, a.a.O., Art. 32 N. 67; Kocher/Anzante, a.a.O., S. 718 f., 722 f., auch 
zum Folgenden). Dabei ist es nach dem auch im Steuerrecht geltenden Un-
tersuchungsgrundsatz zwar an den Behörden, den entscheidwesentlichen 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 18 
Abs. 1 VRPG; Art. 166 StG; Art. 123 DBG); die Untersuchungspflicht findet 
indes ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 20 Abs. 1 VRPG; Art. 166 Abs. 2 und Art. 167 StG; Art. 123 Abs. 1 und 
Art. 125 f. DBG; BVR 2022 S. 537 E. 2.6, 2011 S. 241 E. 4.1). Danach hat 
die steuerpflichtige Person aktiv an der Feststellung des behaupteten Sach-
verhalts mitzuwirken, aus dem sie Rechte für sich ableitet, und unaufgefor-
dert alle sachdienlichen Unterlagen einzureichen (vgl. Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 20 VRPG; Art. 167 StG; Art. 126 DBG). Für die Verteilung der Beweis-
führungslast zwischen Behörde und Partei bedeutet dies, dass die Behörde 
nicht gehalten ist, von sich aus weitere Abklärungen zu treffen, wenn die 
Partei einen Sachumstand aufklären könnte, die ihr obliegende Mitwirkung 
aber unterlässt (vgl. BVR 2022 S. 537 E. 2.6 mit Hinweisen, 2018 S. 139 
E. 4.4.3). Die den Abzug für Liegenschaftsunterhalt begründenden Tatsa-
chen wirken sich steuermindernd aus und sind folglich prinzipiell von der 
steuerpflichtigen Person nachzuweisen (vgl. statt vieler BGE 147 II 338 
E. 3.2, 144 II 427 E. 2.3.2; BVR 2022 S. 537 E. 2.6 mit Hinweisen).

3. 

In sachverhaltlicher Hinsicht lässt sich den Akten Folgendes entnehmen:

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3.1 Die Beschwerdeführenden sind Eigentümer einer 1974 erbauten Lie-
genschaft in der Einwohnergemeinde (EG) C.________, die sie im Jahr 2017 
erworben haben und als Familienwohnung nutzen (Beschwerden S. 1). In 
den Jahren 2018 und 2019 liessen sie verschiedene Umbauarbeiten am Bal-
kon und im Garten sowie eine Fassadenrenovation vornehmen (vgl. Formu-
lar Nr. 7 inkl. Zusatzblatt je zu den Steuererklärungen 2018 und 2019, Vorak-
ten StV [act. 3B] pag. 98 und 135). Dabei wurden zum einen die bestehen-
den, vom Park- bzw. Vorplatz auf den Balkon führenden Gartenwege und 
die Gartentreppe mit (im unteren Teil) leicht geändertem Verlauf ersetzt; zum 
anderen erfolgte eine Renovation und nach vorne (zum Park- bzw. Vorplatz) 
gerichtete Vergrösserung des Balkons inkl. Balkongeländer (vgl. Mail vom 
13.12.2020 inkl. Fotodokumentation [nachfolgend: Mail vom 13.12.2020], 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 69 ff.; Stellungnahme vom 15.4.2021 inkl. Skiz-
zen [nachfolgend: Stellungnahme vom 15.4.2021], Vorakten StV [act. 3B] 
pag. 36 ff.; Beschwerdebeilage [BB] 20). Die im Jahr 2019 angefallenen 
Kosten beliefen sich für den Ersatz der Gartenwege und der Gartentreppe 
auf Fr. 12'362.80 bzw. Fr. 6'807.65 (Rechnungen ... Nrn. 19 0032 bzw. 
19 0033 vom 1.4.2019, Vorakten StV [act. 3B] pag. 110 f.) sowie für das 
Balkongeländer auf Fr. 9'963.10 (Rechnung ... vom 25.3.2019, Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 101). 

3.2 In ihrer Steuererklärung für das Jahr 2019 machten die Beschwerde-
führenden insgesamt Liegenschaftsunterhaltskosten in der Höhe von 
Fr. 35'260.-- geltend, darunter Fr. 18'090.-- für die Arbeiten an den Garten-
wegen und der Gartentreppe sowie Fr. 6'963.-- für das Balkongeländer (vgl. 
Formular Nr. 7 inkl. Zusatzblatt zur Steuererklärung 2019, Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 97 f.). Mit Veranlagungsverfügungen vom 18. März 2021 liess 
die Steuerverwaltung hiervon insgesamt Fr. 21'490.-- zum Abzug zu, nicht 
jedoch die Auslagen für das Balkongeländer in der Höhe von Fr. 6'963.-- 
sowie Kosten von Fr. 6'807.-- für den Ersatz der Gartentreppe (Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 55 ff.). Im Nachgang der darauffolgenden Einsprachen 
reichten die Beschwerdeführenden eine neuerliche Stellungnahme und 
diverse Skizzen ein (vgl. Stellungnahme vom 15.4.2021), worauf die 
Steuerverwaltung mit Schreiben vom 19. Mai 2021 ihre Absicht erklärte, die 
zuvor nicht berücksichtigten, auf die Gartentreppe entfallenen Kosten von 
Fr. 6'807.-- zum Abzug zuzulassen. Von den Aufwendungen für die Garten-

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wege werde sie Fr. 7'922.-- berücksichtigen; die übrigen geltend gemachten 
Kosten (insbesondere auch jene für den Ersatz des Balkongeländers) stell-
ten steuerrechtlich keinen Unterhalt dar (Schreiben der Steuerverwaltung 
vom 19.5.2021 [nachfolgend: Schreiben vom 19.5.2021], Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 24 f.). Nach einem neuerlichen Austausch zwischen den Be-
schwerdeführenden und der Steuerverwaltung (vgl. Schreiben vom 4.6., 
16.6. und 13.7.2021, Vorakten StV [act. 3B] pag. 12 ff.) setzte letztere den 
abzugsfähigen Liegenschaftsunterhalt mit Einspracheentscheiden vom 
20. August 2021 auf Fr. 15'247.-- fest, wobei aber (entgegen dem Schreiben 
vom 19.5.2021) die auf die Gartentreppe entfallenen Aufwendungen in der 
Höhe von Fr. 6'807.-- unberücksichtigt blieben (Vorakten StV [act. 3B] 
pag. 1 ff.). 

3.3 Hiergegen gelangten die Beschwerdeführenden an die StRK und 
machten geltend, sowohl der aufgrund eines «Rechenfehlers» nicht berück-
sichtigte Betrag von Fr. 6'807.-- für den Ersatz der Gartentreppe als auch die 
Kosten für das Balkongeländer seien im Umfang von Fr. 5'604.-- als Unter-
haltskosten zum Abzug zuzulassen (Vorakten StRK [act. 3A] pag. 2 ff.). Mit 
Vernehmlassung vom 15. Oktober 2021 beantragte die Steuerverwaltung, 
soweit die Kosten für die Gartentreppe betreffend seien Rekurs und Be-
schwerde gutzuheissen; im Übrigen seien die Rechtsmittel abzuweisen 
(nachfolgend: Vernehmlassung StV vor der StRK, Vorakten StRK [act. 3A] 
pag. 56 ff.). Trotz teilweise übereinstimmender Anträge wies die StRK Re-
kurs und Beschwerde mit Entscheiden vom 30. Juni 2022 vollumfänglich ab. 
Zur Begründung führte sie aus, im vorliegenden Fall habe zwar bereits vor 
dem Umbau ein Balkon bestanden; funktional handle es sich nach den bau-
lichen Veränderungen jedoch nicht mehr um einen Balkon, sondern vielmehr 
um einen Carport. Die Anpassung des Geländers sei daher durch eine Kom-
bination von Nutzungserweiterung und Nutzungsänderung «ausgelöst» wor-
den. Die Kosten für das Balkongeländer seien gemäss Merkblatt 5 sowie der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zum Abzug zuzulassen (ange-
fochtene Entscheide E. 6). Dasselbe gelte in Bezug auf die Gartentreppe, 
die in erster Linie wegen der Verbreiterung des Balkons habe ersetzt werden 
müssen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts seien «alle mit einer 
Nutzungserweiterung in Zusammenhang stehenden Kosten auszuschei-
den» (angefochtene Entscheide E. 7). – Die Beschwerdeführenden halten 

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dem entgegen, in Bezug auf die Gartentreppe lege die StRK ihren Entschei-
den einen falschen Sachverhalt zugrunde. Die Treppe befinde sich an der 
exakt gleichen Stelle wie zuvor; ein kausaler Zusammenhang zu einer an-
geblichen Verbreiterung des Balkons bestehe nicht (Beschwerden S. 2). In 
Bezug auf den Balkon und das mit diesem fest verbundene Balkongeländer 
habe sodann nachweislich dringender Sanierungsbedarf bestanden. Über-
dies sei das Geländer nach heutigen Vorgaben viel zu niedrig gewesen (Be-
schwerden S. 3). Eine Nutzungsänderung liege nicht vor und die Abstellmög-
lichkeit für Fahrzeuge habe schon vorher bestanden. Es seien daher ledig-
lich die wertvermehrenden Kosten auszuscheiden (Beschwerden S. 4 f.). 

4.

Von den im Jahr 2019 deklarierten Liegenschaftsunterhaltskosten haben so-
wohl die Steuerverwaltung als auch die StRK Aufwendungen im Umfang von 
insgesamt Fr. 15'247.-- zum Abzug zugelassen. Strittig ist somit einzig noch, 
ob zusätzlich auch die auf das Balkongeländer entfallenen Auslagen im Um-
fang von Fr. 5'604.-- sowie die Ausgaben für den Ersatz der Gartentreppe in 
der Höhe von Fr. 6'807.-- als abzugsfähige Unterhaltskosten zu berücksich-
tigen sind (vgl. vorne E. 3.2 f.).

4.1 In Bezug auf die Kosten für das Balkongeländer ist im Licht der dar-
gelegten Rechtsgrundlagen (vorne E. 2) Folgendes festzuhalten: 

4.1.1 Die Vorinstanz hat die Abzugsfähigkeit dieser Kosten im Wesentli-
chen mit der Begründung verneint, es liege eine Kombination von Nutzungs-
erweiterung und -änderung vor. Dabei seien gemäss Merkblatt 5 und der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung alle mit einer solchen in Zusammen-
hang stehenden Kosten als wertvermehrend auszuscheiden (angefochtene 
Entscheide E. 6 f.). Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Der von 
der StRK zitierte Bundesgerichtsentscheid bezog sich auf den Ausnahmefall 
eines sog. «wirtschaftlichen Neubaus» (vgl. BGer 2C_153/2014 vom 
9.9.2014). Von einem solchen wäre hier selbst dann nicht auszugehen, wenn 
die betreffende Rechtsprechung noch Geltung hätte, womit der Entscheid 
von vornherein nicht einschlägig ist (vgl. zu den Kriterien ausführlich 

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BVR 2022 S. 537 E. 2.4 mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat die besagte 
Praxis im Übrigen ohnehin aufgegeben und festgehalten, eine Gesamt-
betrachtung sei mit Art. 32 Abs. 2 DBG nicht vereinbar. Nach dem Willen des 
Gesetzgebers sei vielmehr bei allen Liegenschaftskosten individuell auf-
grund ihres objektiv-technischen Charakters abzuklären, ob sie werterhal-
tend wirkten (vgl. vorne E. 2.3). Entsprechend ist gemäss dem Grundsatz 
der Einzelbetrachtung jede Installation bzw. jede Ausgabe isoliert auf ihre 
(zumindest teilweise) werterhaltende bzw. wertvermehrende Wirkung zu 
untersuchen und zu prüfen, ob den Aufwendungen Gewinnungskos-
tencharakter zukommt. Führt eine Sanierung oder der Ersatz einer 
bestehenden Installation zu einer qualitativen Verbesserung bzw. weist eine 
Aufwendung sowohl einen werterhaltenden als auch einen wertvermeh-
renden Anteil auf, ist eine proportionale Ausscheidung vorzunehmen (vgl. 
vorne E. 2.2). Soweit daher den Praxisfestlegungen der Steuerverwaltung 
(insbesondere den Ausführungen zu Nutzungsänderungen und -erwei-
terungen in Merkblatt 5 Version 2019 Ziff. 5 und 6 bzw. damit übereinstim-
mend <www.taxinfo.sv.fin.be>, Rubriken «Einkommens- und Vermögens-
steuern/Artikel 36 StG/Unterhaltskosten [nachfolgend: Taxinfo Unterhalts-
kosten] Ziff. 5 und 6) etwas anderes zu entnehmen wäre (wie die Vorinstanz 
sowie die Steuerverwaltung anzunehmen scheinen; vgl. angefochtene Ent-
scheide E. 6 f.; Vernehmlassung StV vor der StRK S. 3), müsste diesen 
daher die Anwendung versagt werden (vgl. zur Tragweite solcher Verwal-
tungsverordnungen statt vieler BVR 2022 S. 537 E. 4.2.3; BGE 146 V 233 
E. 4.2.1 je mit weiteren Hinweisen; s. aber immerhin den zutreffenden Hin-
weis in Merkblatt 5 Version 2019 Ziff. 6 sowie in Taxinfo Unterhaltskosten 
Ziff. 6, wonach bei einer Nutzungserweiterung [lediglich] «die auf die Nut-
zungserweiterung entfallenden Kosten kein Unterhalt [sind]»). 

4.1.2 Allerdings ist im vorliegenden Fall entgegen der Auffassung der StRK 
ohnehin nicht von einer Nutzungsänderung auszugehen: Zu beurteilen ist die 
Renovation bzw. der Um- und Ausbau eines vorbestehenden Balkons inkl. 
Balkongeländer. Auch wenn im Rahmen des Umbaus eine Vergrösserung 
nach vorne (hin zum Vor- bzw. Parkplatz) erfolgte (vgl. vorne E. 3.1), ist dem 
eingereichten Bildmaterial zu entnehmen, dass der Balkon den Parkplatz be-
reits zuvor teilweise (gemäss den Angaben der Beschwerdeführenden auf 
einer Länge von 2,4 m; vgl. Beschwerden S. 4) überdachte (vgl. Mail vom 

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13.12.2020 inkl. Fotodokumentation, Vorakten StV [act. 3B] pag. 69 ff.; 
BB 20 Foto 1 und 6). Bei dieser Sachlage kann der Steuerverwaltung nicht 
gefolgt werden, wenn sie vorbringt, «die abgebrochene Fläche [sei] im Ver-
hältnis zur neu aufgebauten Fläche 0 % zu 100 %» (Vernehmlassung StV 
vor der StRK S. 3). So wurde und wird der Balkon grundsätzlich als Balkon 
sowie als (ursprünglich teilweise, nun gänzlich) überdachter Vor- bzw. Park-
platz genutzt und erfüllt somit dieselbe (Doppel-)Funktion wie vor den 
Umbauarbeiten; eine Anpassung erfolgte lediglich hinsichtlich der Grösse. 
Eine Nutzungsänderung bzw. eine Kombination von Nutzungsänderung und 
-erweiterung liegt daher entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht vor. 
Aufgrund der funktionalen Betrachtungsweise ist somit für den Ersatz und 
Umbau des Balkongeländers die gesetzlich vorgeschriebene Einzelbe-
trachtung vorzunehmen bzw. mit Blick auf den objektiv-technischen Charak-
ter der fraglichen Arbeiten grundsätzlich eine Ausscheidung zu prüfen. 

4.1.3 Der (zumindest teilweise) werterhaltende Charakter einer Ausgabe 
dürfte typischerweise dann zu bejahen sein, wenn die Sanierungs- bzw. Un-
terhaltsbedürftigkeit der in Frage stehenden Installation nachgewiesen ist 
(vgl. auch Merkblatt 5 Version 2019 Ziff. 3; Taxinfo Unterhaltskosten Ziff. 3). 
Die Ursache für die Ausgabe darf jedenfalls nicht in privaten oder aus-
schliesslich subjektiven Gründen liegen bzw. der Befriedigung persönlicher 
Bedürfnisse dienen und blosse Einkommensverwendung darstellen; die 
Kosten müssen vielmehr für die Nutzungswerterhaltung notwendig gewesen 
sein, d.h. nützlich und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des Übli-
chen liegend (weiterführend BVR 2022 S. 537 E. 4.2.4; Lissi/Dini, a.a.O., 
Art. 32 DBG N. 1 f.). Diesbezüglich lässt sich den Akten Folgendes entneh-
men: Vor dem Umbau hatten sich sowohl der 1974 errichtete Balkon als auch 
das Balkongeländer leicht abgesenkt und waren durchhängend, sodass es 
bei Regenfällen zu Pfützenbildung kam (BB 20 Foto 9 und 11). Der Balkon 
musste daher im Rahmen der Umbauarbeiten zunächst mit Spriesswinden 
nach oben gedrückt und anschliessend verstärkt werden (vgl. BB 20 
Foto 12; Beschwerden S. 4). Das Balkongeländer bestand dabei ursprüng-
lich aus einer mit dem Balkon fest verbundenen Betonmauer, auf der eine 
Konstruktion aus vertikalen Eisenpfosten und horizontalen Holzbrettern 
befestigt war (vgl. Mail vom 13.12.2020 inkl. Fotodokumentation; BB 20 
Foto 1 und 6). Dem Bildmaterial ist überdies zu entnehmen, dass sich nicht 

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nur der Balkon, sondern auch das mit diesem fest verbundene Geländer 
leicht abgesenkt hatte und in der Betonmauer im Bereich der Befestigung 
der Geländerkonstruktion Risse entstanden waren (vgl. Mail vom 13.12.2020 
inkl. Fotodokumentation; BB 20 Foto 1, 7, 8 und 11). Bei dieser Ausgangs-
lage ist den Beschwerdeführenden zuzustimmen, dass die Renovation des 
Balkons den Ersatz des Balkongeländers nach sich zog. Damit kommt auch 
den Aufwendungen für das Balkongeländer grundsätzlich Gewinnungs-
kostencharakter zu bzw. erweisen sich diese Kosten für die Nutzungswert-
erhaltung zumindest teilweise als notwendig. Unter diesen Umständen spielt 
aufgrund der objektiv-technischen Betrachtungsweise entgegen der Auffas-
sung der StRK auch keine Rolle, welche subjektiven Überlegungen für den 
Umbau des Balkons kausal waren (vgl. BVR 2022 S. 357 E. 4.2.2), d.h. ob 
nun in erster Linie die Vergrösserung der Balkonfläche oder jene der 
überdachten Parkmöglichkeit im Vordergrund stand. Gänzlich unberücksich-
tigt gelassen hat die Vorinstanz im Übrigen auch den Umstand, dass das 
Geländer gemäss den glaubhaften Ausführungen der Beschwerdeführenden 
nach den heutigen SIA-Normen zu wenig hoch war, was ein erhebliches 
Sicherheitsrisiko darstellte (Beschwerden S. 4) und die Arbeiten in jedem 
Fall zumindest als nützlich im vorgenannten Sinn erscheinen lässt. 

4.1.4 Nach dem Gesagten kann die Abzugsfähigkeit der auf den Ersatz des 
Balkongeländers entfallenen Kosten nicht allein deshalb verneint werden, 
weil gleichzeitig eine flächenmässige Vergrösserung des Balkons erfolgte. 
Eine Nutzungsänderung liegt nicht vor. Vielmehr ist davon auszugehen, dass 
nicht nur die Aufwendungen für den nachgewiesenermassen sanierungs-
bedürftigen Balkon, sondern auch jene für das mit diesem über eine Beton-
mauer fest verbundene Balkongeländer für die Nutzungswerterhaltung not-
wendig bzw. nützlich waren. Entsprechend kommt den für den Ersatz des 
Balkongeländers angefallenen Kosten zumindest teilweise werterhaltender 
Charakter zu. Dabei stellen auch die Beschwerdeführenden nicht in Abrede, 
dass ein Teil der in Frage stehenden Rechnung als wertvermehrend auszu-
scheiden ist. Sie beantragen, von dem auf den Ersatz des Balkongeländers 
entfallenen Gesamtbetrag von Fr. 9'963.10 einen Anteil von Fr. 5'604.-- zum 
Abzug zuzulassen (vgl. vorne Bst. C sowie E. 3.1 und 3.3). Es ist indessen 
nicht Sache des Verwaltungsgerichts als letzte kantonale Instanz, sich erst-

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mals konkret zur Wertausscheidung zu äussern, zumal diesbezüglich mög-
licherweise Schätzungen erforderlich werden könnten. 

4.2 Hinsichtlich der Ausgaben für die Gartentreppe ergibt sich Folgen-
des: Entgegen dem Antrag der Steuerverwaltung hat die StRK auch die Ab-
zugsfähigkeit der mit der Gartentreppe in Zusammenhang stehenden Kosten 
verneint. Ein entsprechender Abzug sei «nicht mit der (...) bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung in Einklang» zu bringen, «wonach alle mit der Nut-
zungserweiterung in Zusammenhang stehenden Kosten auszuscheiden» 
seien. «Die bauliche Anpassung der Treppe» stehe «in direktem kausalen 
Zusammenhang mit der Verbreiterung des Balkons» und sei somit «eine 
Folge der Nutzungserweiterung, was die Anerkennung der betreffenden 
Kosten als Unterhalt» ausschliesse (angefochtene Entscheide E. 7). Die von 
der StRK zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung ist indessen – wie 
dargelegt – für den vorliegenden Fall nicht einschlägig (vgl. vorne E. 2.3 und 
4.1.1, auch zum Folgenden). Soweit daher den in Frage stehenden Kosten 
werterhaltender Charakter zukommt, kann diesen nicht mit dem Hinweis auf 
eine angebliche Nutzungsänderung bzw. -erweiterung hinsichtlich des Bal-
kons pauschal die Abzugsfähigkeit abgesprochen werden. Dabei wird von 
keiner Seite in Frage gestellt, dass den Aufwendungen für die Gartentreppe 
grundsätzlich Gewinnungskostencharakter zukommt bzw. die Arbeiten als 
nützlich im Sinn der Ausführungen vorne in E. 4.1.3 zu qualifizieren sind. So 
führt die Steuerverwaltung aus, es handle sich bei der neuen Gartentreppe 
um gleichwertigen Ersatz, sei doch die Treppenführung im Vergleich zu vor-
her nur geringfügig angepasst worden (vgl. Beschwerdeantwort S. 1). Dem 
ist zuzustimmen: Sowohl die von den Beschwerdeführenden mit Eingabe 
vom 15. April 2021 übermittelten Skizzen (vgl. Stellungnahme vom 
15.4.2021) als auch das Bildmaterial belegen (vgl. Mail vom 13.12.2020 inkl. 
Fotodokumentation; BB 20 Foto 1-5), dass der Treppenverlauf ausschliess-
lich im unteren Bereich leicht angepasst wurde; der Aufgang auf den Balkon 
befindet sich an derselben Stelle wie zuvor und hat auch in Bezug auf die 
Ausgestaltung abgesehen von einer leichten Verbreiterung keine wesentli-
che Veränderung erfahren. Bei diesen Gegebenheiten ist von dem zumin-
dest teilweise werterhaltenden Charakter der mit der Gartentreppe in Zusam-
menhang stehenden Aufwendungen auszugehen. Somit besteht für das Ver-
waltungsgericht kein Anlass, von den übereinstimmenden Anträgen der 

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Steuerverwaltung und der Beschwerdeführenden abzuweichen. Die für den 
Ersatz der Gartentreppe geltend gemachten Kosten sind daher im Rahmen 
der Neufestsetzung des zu berücksichtigenden Liegenschaftsunterhalts (vgl. 
E. 4.1.4 hiervor bzw. E. 5.1 hiernach) antragsgemäss in der Höhe von 
Fr. 6'807.-- zum Abzug zuzulassen. 

5.

5.1 Nach dem Gesagten sind die Beschwerden dahin gutzuheissen, dass 
die Entscheide der StRK vom 30. Juni 2022 aufzuheben sind und die Sache 
zur Vornahme der Kostenausscheidung in Bezug auf das Balkongeländer 
sowie zur weiteren Behandlung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist. Im Übrigen sind die Beschwerden abzuweisen. Der 
StRK ist es unbenommen, die Angelegenheit ihrerseits gegebenenfalls an 
die Steuerverwaltung zurückzuweisen (vgl. etwa VGE 2023/28/29 vom 
27.12.2023 E. 7; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 84 N. 16). Unter diesen Umständen 
kann auf den beantragten Augenschein und die Zeugeneinvernahme (vgl. 
Beschwerden S. 2 und 4) verzichtet werden; die entsprechenden Beweisan-
träge werden abgewiesen. Aus demselben Grund erübrigt es sich zudem, 
auf die von den Beschwerdeführenden erhobene Rüge einzugehen, die 
StRK habe sie über die «Verschlechterung» in Bezug auf die Gartentreppe 
nicht informiert und ihnen keine Möglichkeit zum Rückzug der Rechtsmittel 
eingeräumt (Beschwerden S. 2).

5.2 Bei diesem Ausgang der Verfahren dringen die Beschwerdeführen-
den mit ihren Anträgen nur teilweise durch. Nach der Praxis des Verwal-
tungsgerichts ist indes im Kostenpunkt von einem vollumfänglichen Obsie-
gen auszugehen, sofern bei Vorliegen eines weitergehenden Antrags ein 
blosser Rückweisungsentscheid gefällt wird und die infolge Rückweisung 
vorzunehmende Neubeurteilung noch zu einer vollständigen Gutheissung 
des Begehrens führen kann (BVR 2020 S. 455 E. 5.1, 2016 S. 222 E. 4.1; 
Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 6). Dies ist hier der Fall, ist doch nicht aus-
geschlossen, dass hinsichtlich des Balkongeländers der von den Beschwer-
deführenden vorgeschlagenen Kostenausscheidung gefolgt wird. Demnach 

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sind die Beschwerdeführenden für die Kostenverlegung in der Beschwerde-
sache als gänzlich obsiegend zu betrachten und sind ihnen für die Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht keine Kosten aufzuerlegen (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). 
Soweit die StRK beantragt, der Umstand, dass die Beschwerdeführenden 
die Fotos betreffend die Gartentreppe erst vor Verwaltungsgericht einge-
reicht haben, sei im Kostenpunkt zu berücksichtigen (vgl. Beschwerdever-
nehmlassung), ist ihr entgegenzuhalten, dass nicht allein das entsprechende 
Bildmaterial zu einer von den vorinstanzlichen Entscheiden abweichenden 
Beurteilung geführt hat (vgl. vorne E. 4.2). Eine vom Unterliegerprinzip ab-
weichende Kostenverlegung kommt daher von vornherein nicht in Betracht. 
Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und 
Art. 104 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und 
Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).

5.3 Die aufgrund der vorliegenden Rückweisungsentscheide erneut mit 
der Angelegenheit befasste StRK wird die vor ihr entstandenen Kosten ge-
mäss dem Ausgang der Neuprüfung festlegen (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 
N. 7).

6.

Rückweisungsentscheide gelten nach der Regelung des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) als Zwischenentscheide. Sie können unter den Voraussetzun-
gen von Art. 93 Abs. 1 BGG mit dem in der Hauptsache offenstehenden 
Rechtsmittel, hier mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten, selbständig angefochten werden (statt vieler BGE 144 V 280 E. 1.2, 
134 II 124 E. 1.3, je mit Hinweisen).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 wird 
dahin gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern vom 30. Juni 2022 aufgehoben und die Sache zur weiteren 
Behandlung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2019 wird dahin gut-
geheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons 
Bern vom 30. Juni 2022 aufgehoben und die Sache zur weiteren Behand-
lung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- wird den Be-
schwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurücker-
stattet.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- Eidgenössische Steuerverwaltung 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.