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**Case Identifier:** 1fc67376-d53e-5045-a27a-7c427300d43c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.05.2013 725 2012 286 (725 12 286)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2012-286_2013-05-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. Mai 2013 (725 12 286) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Fallabschluss, adäquater Kausalzusammenhang 

 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Michael Guex, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch David Husmann, Rechts-
anwalt, Alderstrasse 40, 8008 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ erlitt am 5. April 2008 einen Auffahrunfall. Am selben Tag 
begab er sich zur Untersuchung ins B.____. Dort wurden eine HWS-Distorsion QTF Grad II mit 
muskulären Verspannungen des M. trapezius links sowie eine Schulterkontusion links festge-
stellt. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. 

 
 
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Mit Verfügung vom 25. Februar 2011 stellte die SUVA die Leistungen per 20. März 2011 ein. 
Aufgrund der medizinischen Abklärungen seien die heute noch geklagten Beschwerden orga-
nisch nicht hinreichend nachweisbar. Mangels adäquater Unfallfolgen bestehe kein Anspruch 
mehr auf weitere Geldleistungen der SUVA. Bezüglich der geltend gemachten Schulterbe-
schwerden links seien keine weiteren Behandlungen notwendig. Entgegenkommenderweise 
seien sie jedoch im Sinne einer abschliessenden Massnahme bereit, eine einmalige Kostenbe-
teiligung von Fr. 300.-- an ein Fitnessabonnement zu leisten. Für die Produkte OmniTens XP 
und Baxolve XP Lumbalstützbandage fehle es an deren Zweckmässigkeit, weshalb die Über-
nahme der Kosten abzulehnen sei. 
 
Die dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 29. März 2011 in dem Sinne teil-
weise gutgeheissen, dass die SUVA die Ablehnung der Kostengutsprache für die Gerätschaften 
OmniTens XP sowie Baxolve XP nochmals prüfen und darüber neu verfügen müsse. Weiterge-
hende Begehren wurden abgewiesen.  
 
B. Mit Eingabe vom 14. September 2012 erhob A.____, vertreten durch Adovkat Rainer 
Deecke, Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte 
die Aufhebung des Einspracheentscheids, die Ausrichtung von weiteren Taggeldern und die 
Übernahme von Heilbehandlungskosten. Weiter seien dem Versicherten eine IV-Rente und 
eine Integritätsentschädigung zuzusprechen. Zudem sei ein verwaltungsexternes, interdiszipli-
näres Gutachten einzuholen, da der Sachverhalt mangelhaft abgeklärt worden sei. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 16. November 2012 beantragte die SUVA die Abweisung der 
Beschwerde. Der Versicherte sei im Anschluss an das Unfallereignis wiederholt von ausgewie-
senen Fachärzten untersucht worden. Der neurologische Status sei im Wesentlichen unauffällig 
ausgefallen. Eine peripher-vestibuläre Funktionsstörung habe nicht nachgewiesen werden kön-
nen. Die MRT des Neurocraniums sei unauffällig. Die Schwindelbeschwerden seien stets in 
ihrer Ätiologie als unklar beurteilt worden. Der Vorwurf der mangelnden Sachverhaltsabklärung 
sei zurückzuweisen. Auf die Einholung eines weiteren Gutachtens sei zu verzichten. Schliess-
lich sei der adäquate Kausalzusammenhang nicht gegeben, da die Kriterien bei diesem mittel-
schweren im Grenzbereich zu den leichten Unfällen anzusiedelnden Unfall mehrheitlich nicht 
erfüllt seien. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 
1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz 
nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten zu gewähren. 

 
 
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1.2 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles 
voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Tag-
geld. Der Anspruch entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wieder-
erlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versi-
cherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erlei-
det sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen 
Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch be-
steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher und ein adä-
quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des 
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge-
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 
Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig-
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende 
Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.2 Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetre-
tenen Schaden ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der 
Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haf-
tungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der einge-
tretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche 

 
 
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Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis ent-
wickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. 
E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG] vom 6. Oktober 2000) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam-
nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160). 
 
3.2 Im vorliegenden Fall beantwortete die SUVA die Frage der natürlichen Kausalität zwi-
schen den persistierenden Beschwerden des Versicherten und dem Unfall vom 5. April 2008 
nicht abschliessend, sondern führte an, dass selbst wenn die natürliche Kausalität der diagnos-
tizierten, aber organisch nicht nachweisbaren Beeinträchtigungen bejaht werden würde, der 
adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen wäre. Diese Vorgehensweise ist rechtspre-
chungsgemäss zulässig. Fehlt es nach Aktenlage im Zeitpunkt der strittigen Leistungseinstel-
lung an organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen und wurden seit dem Unfall mit Kopf-, 
Nacken- und Schwindelbeschwerden eine Häufung der zum typischen Beschwerdebild gehö-
renden Beeinträchtigungen geklagt, braucht der natürliche Kausalzusammenhang unter den 
gegebenen Umständen nicht abschliessend beurteilt zu werden, wenn die für die Leistungs-
pflicht im Weiteren vorausgesetzten Adäquanz des Kausalzusammenhanges zu verneinen ist 
(BGE 135 V 465 E. 5.1). Vor dieser Prüfung ist die Frage des Fallabschlusses zu beurteilen. 
 
4.1 Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehende UV-Leistung “Heilbehandlung“ setzt 
nach Gesetz (Art. 19 Abs. 1 UVG) und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung noch eine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheits-
zustandes erwartet werden kann oder dass noch Eingliederungsmassnahmen der IV laufen. 

 
 
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Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehen-
den Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integri-
tätsentschädigung zu prüfen (BGE 137 V 201 f. E. 2.1, 134 V 114 E. 4.1). Nahtlos an diese Re-
gelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll Heilbehandlung - wie die in den 
Art. 11 bis 13 UVG vorgesehenen Kostenvergütungen - nach Festsetzung der Rente durch den 
Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, so bei Berufskrank-
heit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen Besserung oder Bewahrung vor we-
sentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur Erhaltung der verbleibenden Er-
werbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder zur Bewahrung vor wesentlicher 
Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Erwerbsunfähigkeit (lit. d). Im dazwi-
schen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann 
und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der Unfall-
versicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt der obligatorische 
Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 114 f. E. 4.2).  
 
4.2 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Das Bundesgericht hat in BGE 
134 V 109 ff. hierzu festgehalten, dies bestimme sich mit Blick darauf, dass die soziale Unfall-
versicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei, nament-
lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfallbedingt 
beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei verdeutliche die Verwendung des Begriffes "namhaft" 
durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 
Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen würden nicht genügen (BGE 134 V 115 
E. 4.3 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.1 Der Beschwerdeführer erlitt anlässlich des Unfalls vom 5. April 2008 eine HWS-
Distorsion sowie eine Schulterkontusion links. Weiter wurden muskuläre Verspannungen des  
M. trapezius links festgestellt (vgl. Bericht des B.____ vom 5. April 2008). Die Verlaufskontrolle 
am 2. Juni 2008 ergab bezüglich der Schulter eine posttraumatische Tendinitis der langen Bi-
zepssehne und eine Bursitis subacromial. Zur Behandlung erfolgten Infiltrationen. Eine Rotato-
renmanschettenruptur konnte mittels MRT ausgeschlossen werden (vgl. Bericht des B.____ 
vom 2. Juni 2008). Es folgte eine ambulante Abklärung in der C.____ am 13. Juni 2008. Als 
Diagnosen nannten die untersuchenden Ärzte eine HWS-Distorsion, eine Zerrung des M. subs-
capularis mit leichter Einblutung im muskulotendinösen Übergang, eine Irritation und eine An-
satztendinose des M. subscapularis links sowie der langen Bicepssehne und ein zervikover-
tebrales Syndrom im Sinne einer myofaszialen Kettentendinose links. Weiter liege ein Status 
nach Arthroskopie des rechten Knies am 18. Januar 2008 vor. Schon vor dem Unfall sei der 
Versicherte im D.____ in physiotherapeutischer Behandlung wegen des rechten Knies gewe-
sen. Seit dem Unfall sei das Programm ergänzt worden mit Massnahmen für die linke Schulter 
sowie des Nackens. Er arbeite zurzeit 10% in seinem Betrieb. 

 
 
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5.2 Am 27. August 2008 fand eine neurologische Untersuchung bei Dr. med. E.____, FMH 
Neurologie, statt. Ein linksbetontes muskuläres Zervikalsyndrom verbunden mit einer Dysbalan-
ce im Schultergürtelbereich könne objektiviert werden. Der Befund sei eindeutig, allerdings nicht 
so ausgeprägt, als dass sich daraus eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit ableiten liesse. Anhalts-
punkte für eine Aggravation oder eine relevante funktionelle Überlagerung fehlten. Gewisse 
depressive Tendenzen seien nicht auszuschliessen. Die Arbeitsfähigkeit für eine wechselnd 
belastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit liege derzeit bei 50%. 
 
5.3 In der Verlaufskontrolle vom 7. Januar 2009 wurde eine Einschränkung der aktiven 
Schultergelenksbeweglichkeit links festgestellt. Es bestehe eine klare Klinik im Bereich des AC-
Gelenkes und der proximalen Bicepssehne. Unter der Physiotherapie sei es zu einer Be-
schwerdelinderung gekommen. Sollte es bis zur nächsten Kontrolle nicht zu einer wesentlichen 
Besserung kommen, sei eine Schulterarthroskopie mit Bicepssehnenentenomie/Tenodese und 
lateraler Clavicularesektion in Erwägung zu ziehen (vgl. Bericht des B.____ vom 7. Januar 
2009). 
 
5.4 Am 20. Januar 2009 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht. Dr. med. F.____, 
Facharzt für Allgemeinmedizin, diagnostizierte ein chronifiziertes Zervikalsyndrom nach relativ 
leichter Traumatisierung, unklare, eventuell funktionelle Gleichtgewichtsbeschwerden im Rah-
men desselben Traumas, eine unklare schmerzhafte Funktionseinbusse der linken Schulter und 
diffuse laterale Restbeschwerden im rechten Knie nach Knorpeltoilette. 
 
5.5 Zur Abklärung der Gleichgewichtsstörungen wurde der Versicherte an das G.____ ver-
wiesen. Am 5. März 2009 fanden Untersuchungen inkl. Hörtest statt. In der G.____ fand eine 
fachärztliche Untersuchung bezüglich des Schwindels statt. Diagnostiziert wurde eine periphere 
Vestibulopathie, ein Verdacht auf zentrale Vestibulopathie und ein Tinnitus auris rechts. Die 
Untersuchungen ergaben eine Otholithenfunktionsstörung rechts, welche die Drehschwindelbe-
schwerden bei Bewegung erklärten. Die Gleichgewichtsanalyse sei leicht pathologisch und 
passe zu einer schleudertraumabedingten Gleichgewichtsstörung. Es liege somit eine periphere 
vestibuläre Funktionsstörung und wahrscheinlich eine zentrale vestibuläre Störung vor. Eine 
neurologische Abklärung mit MRT des Schädels mit Überprüfung einer Hirnstammläsion sei zu 
empfehlen. Zur Verbesserung des Gleichgewichts sei Physiotherapie mit Gleichgewichtstraining 
angezeigt. Sturzgefährdende Arbeiten sollten vermieden werden (vgl. Bericht vom 27. Mai 
2009). 
 
5.6 Da die Schulterbeschwerden links persistierten, wünschte der Versicherte anlässlich 
der Verlaufskontrolle am 30. März 2009 im B.____ eine operative Versorgung (vgl. Bericht vom 
30. März 2009). Am 11. Mai 2009 wurden eine arthroskopische Tenotomie/Tenodese der lan-
gen Bicepssehne und eine laterale Clavicularesektion der linken Schulter durchgeführt (vgl. 
Operationsbericht vom 18. Mai 2009 sowie Bericht vom 14. Mai 2009 des B.____). Am 6. Juli 

 
 
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2009 wurde berichtet, dass nur eine langsame Besserung der Schulterbeschwerden erfolge. 
Postoperativ habe sich eine mässiggradige Frozen shoulder ausgebildet. Hier sollte weiter the-
rapiert werden (vgl. Bericht vom 6. Juli 2009). 
 
5.7 Die empfohlene neurologische Untersuchung mit MRT des Schädels fand am 21. Au-
gust 2009 in der G.____ statt. Diagnostiziert wurden rezidivierende lageabhängige Schwindel-
episoden unklarer Aetiologie sowie ein zervikozephales Schmerzsyndrom. Die vom Versicher-
ten beklagte lageabhängige Schwindelsymptomatik sei nicht sicher zuzuordnen. Die klinisch-
neurologische Untersuchung sei aufgrund eines Schwindelgefühls mit Übelkeit nur einge-
schränkt durchführbar gewesen. Gemäss HNO-Beurteilung vom 28. Februar 2009 bestehe je-
doch eine Otolithenfunktionsstörung rechts, welche die Drehschwindelepisoden erklären könne. 
Klinisch fänden sich keine Hinweise für eine zentrale vestibuläre Störung. Ergänzend sei eine 
MRT-Untersuchung des Neurokraniums vorgesehen. Weiter bestehe ein zervikozephales 
Schmerzsyndrom mit einer Kopfschmerzsymptomatik vom Spannungstyp. Bei aktuell über 20 
Kopfschmerztagen sowie über 20 Analgetika-Einnahmetage pro Monat bestehe zudem der 
Verdacht auf einen "Medikamentenübergebrauchskopfschmerz". Gemäss anamnestischen An-
gaben habe bisher keine stationäre Rehabilitation zur Behandlung der Schmerzsymptomatik 
bzw. der Schwindelepisoden stattgefunden. Dies wäre bei fehlender Besserung in Erwägung zu 
ziehen. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit sowie der Kausalität zum Unfallereignis sei eine interdis-
ziplinäre Begutachtung zu empfehlen (vgl. Bericht vom 31. August 2009) 
 
5.8 Am 26. Oktober 2009 erfolgte eine MRT des Neurocraniums im H.____.  
Dr. med. I.____, FMH Radiologie, stellte eine normale Darstellung des Neurocraniums und so-
mit keine Traumafolgen fest. 
 
5.9 Nach einer weiteren Konsultation am 9. November 2009 in der B.____ wurde eine Exa-
zerbation der Schmerzsituation festgehalten. Zur Erarbeitung eines multimodalen Schmerzthe-
rapie-Konzeptes wurde der Versicherte an die J.____ verwiesen (vgl. Bericht vom 9. November 
2009). 
 
5.10 Dr. F.____ untersuchte den Versicherten am 8. Dezember 2009. Gemäss seinem am 
gleichen Tag erstellten Bericht führte er als Diagnosen eine kombinierte periphere und zentrale 
vestibuläre Funktionsstörung nach relativ leichtem HWS-Trauma, zervikogene Kopfschmerzen 
im Rahmen des Traumas, ein wahrscheinlich persistierendes Zervikalsyndrom, eine regrediente 
Schultersteife links sowie chronifizierte laterale Kniebeschwerden rechts auf. Die Beschwerden 
seien weiterhin ziemlich vordergründig, jedoch ohne konsistenten Befund. Der Brechreiz wirke 
wiederum etwas forciert, er erlaube keine eingehende Untersuchung des Achsenorgans. Der 
linken Schulter gehe es wesentlich besser, die Schonungszeichen hielten sich in Grenzen. Für 
die Kniebeschwerden rechts fände sich kein Substrat. In der Hoffnung, dass die aktuelle Chro-
nifizierung durchbrochen werden könne, sei man mit einer Überweisung an die J.____ einver-

 
 
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standen. Unfallfolgen lägen nur im Bereich des Gleichgewichtsapparates und der linken Schul-
ter vor. Eine Arbeitsfähigkeit bestehe nicht. 
 
5.11 Gemäss Austrittsbericht der J.____ vom 26. Februar 2010, wo der Versicherte vom 18. 
Januar 2010 bis 6. Februar 2010 weilte, wurden ein progredientes chronisches Schmerzsyn-
drom nach HWS-Distorsion, eine periphere Vestibulopathie bei Otolitenfunktionsstörung rechts 
postraumatisch, chronische Schulterschmerzen links, chronische Knieschmerzen rechts sowie 
ein Verdacht auf Hämochromatose festgestellt. Weitere HNO-Abklärungen und Therapien wur-
den empfohlen. 
 
5.12 Der Versicherte war zur weiteren Abklärung in der neurologischen Sprechstunde im 
G.____ am 25. März 2010. In neurologischer Hinsicht wurde ein Schwindel unklarer Ätiologie 
diagnostiziert. In der Vestibularisprüfung konnte keine periphere vestibuläre Funktionsstörung 
nachgewiesen werden. Vielmehr sei anzunehmen, dass der Versicherte durch die immer wie-
derkehrende Angst, dass eine neue Episode von Würgereiz und Schwindelgefühl auftreten 
könnte, in seinem Bewegungsumfang derart stark eingeschränkt sei, dass keine Besserung der 
Beschwerden möglich sei. Zu diskutieren sei eine probatorische anxiolytische Therapie (vgl. 
Bericht vom 30. April 2010). Mit Kurzbericht vom 20. Juli 2010 führte  
Dr. med. K.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, aus, dass der Versicher-
te am 31. Mai 2010 anlässlich der Konsultation einen akuten Schwindelanfall mit Erbrechen 
gehabt habe. Wegen der Nackenbeschwerden sei eine lokale Infiltration im Sinne einer Occipi-
talnervenblockade durchgeführt und ein Titan-Tape appliziert worden. Der Versicherte sei wei-
terhin 100% arbeitsunfähig. 
 
5.13 Anlässlich einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung am 31. August 2010 führte  
Dr. F.____ als Diagnosen einen Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung in Form funktionel-
ler vegetativer Beschwerden nach peripherer und zentraler vestibulärer Funktionsstörung nach 
relativ leichtem HWS-Trauma und eine residuelle Schultersteife links nach Traumatisierung und 
Arthroskopie an. Die Beschwerden im Bereich des Gleichgewichtes und Vegetativums per-
sistierten nahezu unverändert. Aufgrund der Gesamtsituation ergebe sich jetzt der Verdacht auf 
eine somatoforme Problematik. Die Abklärungen gingen auf der psychiatrischen Ebene weiter, 
nachdem ein organischer Befund im Gleichgewichtssystem unwahrscheinlich geworden sei. Am 
rechten Knie und an der linken Schulter zeichneten sich keine erheblichen Restfolgen ab. Der 
aktuelle Befund erlaube eine ganztägige leichte Büroarbeit, das heisse ohne Beanspruchung 
des Bewegungsapparates oder der Gleichgewichtsorgane mit einer zweistündigen Mittagspau-
se. Der Versicherte sehe das auch so. 
 
5.14 Gemäss psychiatrischer Beurteilung von med. pract. L.____, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 5. Oktober 2010 liege bisher kein fachärztlich-psychiatrischer Bericht 
mit einer validierten Diagnose gemäss ICD-10 vor. Es fänden sich keine Hinweise auf deutliche 
psychosoziale Belastungsfaktoren. In der neuropsychologischen Untersuchung werde über ne-

 
 
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gative Antwortverzerrungen im Sinne einer Selbstlimitierung berichtet. Das Ereignis selbst (Auf-
fahrunfall mit einem Delta-V von 10 bis 15 km/h) erkläre eine allfällige psychiatrische Sympto-
matik nicht. So sei es möglich, dass die Beschwerden (Schmerzen, Schwindel) zum Beispiel im 
Sinne einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) mit dem 
Unfall selbst in (teil-)kausalem Zusammenhang ständen. Dies sei aber nicht überwiegend wahr-
scheinlich. 
 
5.15  Es folgte ein weiterer Bericht der J.____ vom 21. Oktober 2010 mit den Diagnosen 
chronisches Post-HWS-Distorsionssyndrom, Schwindel unklarer Ätiologie und chronische Peri-
arthropathia humeroscapularis links, chronische Periarthropathia genu rechts, Verdacht auf 
Hämochromatose sowie grenzwertiger Diabetus mellitus Typ 2. Im Heilverlauf spielten als un-
fallfremde Faktoren eine depressive Entwicklung und ein sozialer Rückzug mit. Zudem bestän-
den Ängste, dass die eigene Firma zugrunde gehe bei anhaltender Arbeitsunfähigkeit. Neu sei-
en arthrotisch bedingte Schmerzen in den Händen und ein Diabetes mellitus bei Adipositas und 
Bewegungsmangel. Die Arbeitsfähigkeit liege bei 50% seit dem 12. Oktober 2010 im eigenen 
Betrieb. Es sei davon auszugehen, dass der Versicherte längerfristig Nacken- und Kopfschmer-
zen sowie Schwindel und rezidivierende Übelkeit haben werde. Die Belastbarkeit sei deutlich 
herabgesetzt. Er werde längerfristig bei der Arbeit öfters Pausen einlegen müssen. Mit Bericht 
vom 8. November 2010 stellte Dr. med. M.____, FMH Neurologie, fest, dass es sich beim Kopf-
schmerz um einen chronischen Kopfschmerz nach HWS-Distorsion handle.  
 
5.16 Da sämtliche ambulanten Behandlungsversuche zu keiner anhaltenden Besserung 
führten, schlug Dr. K.____ einen dreiwöchigen stationären Aufenthalt in der N.____ vor. Die 
SUVA leistete dafür keine Kostengutsprache (vgl. Schreiben der J.____ vom 23. November 
2010 und der N.____ vom 19. Januar 2011). Vielmehr stellte die die Leistungen am 25. Februar 
2011 per 20. März 2011 ein. 
 
5.17 Das seitens der IV-Stelle in Auftrag gegebene Gutachten datiert vom 25. August 2011. 
Der Versicherte wurde in psychiatrischer, orthopädischer, neurologischer und internistischer 
Hinsicht am 20. und 21. Juni 2011 untersucht. Die Gutachter diagnostizierten mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit chronische intermittierende Knieschmerzen rechts und eine beginnende 
Rhizarthrose rechts. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig leichte Episode, eine Schmerzverarbeitungsstörung, ein chronisches zer-
vikozephales Schmerzsyndrom, funktionelle Schwindelbeschwerden mit Brechreiz, ein begin-
nendes metabolisches Syndrom, ein Status nach Arthroskopie sowie ein Status nach Markna-
gel-Osteosynthese einer Unterschenkelfraktur rechts etwa 1998. In der angestammten Tätigkeit 
als Geschäftsführer und Servicetechniker bestehe möglicherweise aus orthopädischer Sicht 
eine Einschränkung. Zur genauen Beurteilung dieser sei ein Belastungsprofil vor Ort zu erstel-
len. Aus psychiatrischer Sicht könnten die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Stö-
rung, gegenwärtig leichten Ausmasses, sowie einer Schmerzverarbeitungsstörung gestellt wer-
den, die ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien. Die aus neurologischer und internistischer 

 
 
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Sicht gestellten Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Spätestens seit 
der kreisärztlichen Untersuchung vom 31. August 2010 seien dem Versicherten körperlich 
adaptierte Verweistätigkeiten uneingeschränkt zumutbar. Bezüglich solcher Verweistätigkeiten 
bestehe aus orthopädischer Sicht für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, wo eine 
Hebe- und Traglimite von 20 kg nur ausnahmsweise überschritten werde, und keine repetitiven 
Zwangshaltungen des rechten Knies vorkämen, eine zumutbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 100%. Insgesamt müsse festgehalten werden, dass ein gewisser Gegensatz zwischen der 
Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit durch den Exploranden und der medizinischen 
Beurteilung vorliege, wonach zumindest in adaptierten Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit 
bestehe. In Bezug auf medizinische Massnahmen sei auf psychiatrischer Ebene eine fachärztli-
che Behandlung mit der Gabe entsprechender Medikamente bei Vorliegen einer leichten De-
pression empfehlenswert. Auf neurologischer Ebene könnten weitere Abklärungen in Bezug auf 
ein allenfalls vorliegendes Schlafapnoe-Syndrom sinnvoll sein, wenngleich diese Symptomatik 
derzeit nicht im Vordergrund zu stehen scheine. Auf internistischer Ebene stehe eine relevante 
Reduktion des Körpergewichts im Vordergrund. Auf orthopädischer Ebene sollten die bezüglich 
der Kopf-Nackenproblematik nach wie vor applizierten Massnahmen sehr kritisch hinterfragt 
und sinnvollerweise sistiert werden. 
 
6.1 Nach Darlegung der medizinischen Situation stellt sich die Frage, ob die SUVA zurecht 
die Leistungen eingestellt hat. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass der Fallab-
schluss verfrüht vorgenommen worden sei. Aus dem Gutachten gehe hervor, dass weitere me-
dizinische Massnahmen bezüglich Schlafapnoe-Syndrom und der psychischen Beschwerden 
angezeigt seien. Nicht in den Griff zu bekommen seien bis jetzt die Schwindel- und Brechreiz-
anfälle. Diese bedürften ebenfalls der weiteren Behandlung, weshalb weitere Taggelder auszu-
richten und die Behandlungskosten zu übernehmen seien. 
 
6.2 In Bezug auf die Schulterbeschwerden wurde am 11. Mai 2009 eine arthroskopische 
Operation durchgeführt. Postoperativ entwickelte sich eine mässiggradige Frozen shoulder, 
welche aber erfolgreich therapiert wurde. So berichtete Dr. F.____ am 8. Dezember 2009 von 
einer regredienten und am 31. August 2010 von einer residuellen Schultersteife. Es zeichneten 
sich keine erheblichen Restfolgen ab. Der aktuelle Befund erlaube eine ganztägige leichte Bü-
rotätigkeit. Zwar bestand nach Bericht der J.____ vom 21. Oktober 2010 noch eine gewisse 
Schmerzhaftigkeit, weitere Behandlungsmassnahmen wurden aber nicht empfohlen. Der ortho-
pädische Gutachter bestätigte, dass die Schulterfunktion absolut symmetrisch sei und die Be-
handlung von orthopädischer Seite habe eingestellt werden können. Der Versicherte berichte 
auch nicht über wesentliche Beschwerden im Alltagsleben. Folglich kann bezüglich der Schul-
terbeschwerden ohne weiteres von einem Endzustand ausgegangen werden. 
 
Hinsichtlich der Kopf-, Nacken- und Schwindelbeschwerden mit Brechreiz ist gleich zu ent-
scheiden. Die am 5. März 2009 im G.____ diagnostizierte periphere vestibuläre Funktionsstö-
rung wurde anlässlich der Verlaufskontrolle vom 25. März 2010 nicht mehr bestätigt. Das am 

 
 
Seite 11 

26. Oktober 2009 durchgeführte MRT des Neurocraniums war unauffällig. Zur Behandlung der 
persistierenden Beschwerden erfolgten Aufenthalte in der J.____. Die durchgeführten Thera-
pien brachten jedoch nur kurzzeitige Besserung. Dr. F.____ erklärte anlässlich seiner Untersu-
chung vom 31. August 2010, es bestehe aufgrund der Gesamtsituation der Verdacht, dass eine 
somatoforme Problematik vorliege. Der aktuelle Befund erlaube auch bezüglich dieser Be-
schwerden eine ganztägige leichte Büroarbeit, ohne Beanspruchung der Gleichgewichtsorgane 
und mit einer zweistündigen Mittagspause. Schliesslich führte Dr. K.____ in seinem Bericht vom 
23. November 2010 an, dass sämtliche ambulanten Behandlungsversuche (Analgetika, Physio-
therapie, Akupunktur PMR und Infiltrationen) zu keiner anhaltenden Verbesserung geführt hät-
ten. Die ABI-Gutachter erklärten sodann mit Gutachten vom 25. August 2011, dass der Endzu-
stand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spätestens mit der kreisärztlichen Untersuchung 
von Dr. F.____ per 31. August 2010 eingetreten sei und aus neurologischer, psychiatrischer 
und internistischer Sicht keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit attestiert werden könnten. 
Aus orthopädischer Sicht bestehe für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, wo eine 
Hebe- und Traglimite von 20 kg nur ausnahmsweise überschritten werde und keine repetitiven 
Zwangshaltungen des rechten Knies vorkämen, ebenfalls eine zeitlich und leistungsmässig un-
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Im Bereich der HWS und des Kopfes zeige die klinische Unter-
suchung lediglich ein leichtgradiges tendomyopathisches Schmerzsyndrom, wobei die anam-
nestischen Angaben hinsichtlich Kopfschmerzen zu einem chronischen Spannungskopfschmerz 
passen würden. Die vom Versicherten beschriebenen neurokognitiven Störungen seien schwie-
rig nachvollziehbar. Wahrscheinlich handle es sich um eine Begleitsymptomatik im Rahmen des 
chronischen Schmerzzustandes. Hinweise für eine posttraumatische hirnorganische Störung als 
Ursache hätten sich keine ergeben. Aus neurologischer Sicht könnten mit objektivierbaren Be-
funden keine Diagnosen begründet werden, welche die vom Versicherten angegebene hoch-
gradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erklären würden, auch wenn ein gewisser Leidens-
druck auf subjektiver Ebene in Anbetracht seiner Angaben nachvollziehbar sei. Auf sämtliche 
durchgeführten Therapiemassnahmen habe der Versicherte nicht angesprochen und eine an-
haltende Besserung habe er bislang nicht verspürt. Bezüglich der Kopf- Nackenproblematik 
seien aus orthopädischer Sicht keine weiteren Therapiemassnahmen notwendig. Vielmehr sei 
davon auszugehen, dass sie sich insgesamt eher kontraproduktiv auswirkten. Auch aus neuro-
logischer Sicht wurden keine weiteren Therapiemassnahmen für die Schwindel-, Kopf- und Na-
ckenbeschwerden empfohlen. Einzig eine Abklärung im Schlaflabor bei Verdacht auf Schlafap-
noe-Syndrom wurde - wie der Beschwerdeführer geltend machte - vorgeschlagen. Dabei han-
delt es sich jedoch nach Ausführungen der Gutachter um eine Erkrankung, die sich gut behan-
deln lasse und keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Folglich kann von dieser Mass-
nahme nicht eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 19 Abs. 1 
UVG erwartet werden. Desgleichen kann auch nicht bezüglich der empfohlenen psychiatrischen 
Behandlung und Medikamentenabgabe von einer zu erwartenden namhaften Verbesserung des 
Gesundheitszustandes gesprochen werden, da die rezidivierende depressive Störung leichten 
Ausmasses ist und keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. 
 

 
 
Seite 12 

6.3 Demnach ergibt sich, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 
von der SUVA per 20. März 2011 verfügten Heilbehandlungsabschluss hinaus keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war. Die in der Folge des Unfalles 
geklagten Beeinträchtigungen (wie insbesondere Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel und 
Brechreiz) sind umfassend und eingehend fachärztlich abgeklärt worden und wurden zuletzt 
nochmals einlässlich von den Fachärzten exploriert. Von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen 
sind keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auf die Einholung 
eines Gerichtsgutachtens verzichtet werden kann. Der Fallabschluss per 20. März 2011 ist folg-
lich zurecht erfolgt. 
 
7.1 Zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer auch nach dem 20. März 2011 anhaltend 
geklagten Gesundheitsstörungen in einem natürlichen und adäquat kausalen Zusammenhang 
mit dem Unfall vom 5. April 2008 stehen. Wie bereits in Ziffer 3.2 erwähnt, verzichtete die SUVA 
auf eine eingehende Beurteilung der natürlichen Kausalität zwischen den persistierenden Be-
schwerden und dem Unfall. Jene ergibt sich jedoch ohne weiteres aus den ärztlichen Berichten. 
 
7.2 Im Sozialversicherungsrecht spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich 
aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im 
Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Anders verhält es sich bei natürlich 
unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es ei-
ner besonderen Adäquanzbeurteilung. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf auszu-
gehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psy-
chischer Aspekte geprüft, während bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der 
HWS sowie Schädel-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109, E. 2.1 mit Hinweisen). 
 
7.3 Die organisch objektiv ausgewiesene Schulterverletzung ist gemäss den ärztlichen 
Berichten und den Ausführungen des Beschwerdeführers soweit abgeheilt, bleibende Schäden 
sind nicht zu erwarten. Die Gutachter gehen auch in Bezug auf die organisch nicht erklärbaren 
Kopf-, Nacken- und Schwindelbeschwerden mit Brechreiz davon aus, dass diese die Arbeitsfä-
higkeit grundsätzlich nicht beeinflussen. Der Beschwerdeführer ist dagegen der Auffassung, 
dass er kein volles Arbeitspensum mehr leisten könne. Die Gutachter führen zu dieser Diskre-
panz aus, dass der Versicherte davon ausgehe, sich körperlich vollständig gesund und immer 
motiviert fühlen zu müssen und zu keiner Zeit Schmerzen verspüren dürfe, um vollzeitlich einer 
Arbeitstätigkeit nachgehen zu können. Die im Rahmen einer Begutachtung festgelegte zumut-
bare Arbeitsfähigkeit stütze sich dagegen im Wesentlichen auf medizinisch möglichst objekti-
vierbare Befunde und unter Ausnützung sämtlicher Ressourcen ab. Im Weiteren beständen bei 
Schmerzverarbeitungsstörungen immer deutlich höhere Selbstlimitierungen, als es sich aus 

 
 
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medizinischer Sicht, insbesondere im Sinne der aus psychiatrischer Perspektive zumutbaren 
Willensanstrengung begründen lasse. 
 
Bei einer attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit 
einer Adäquanzprüfung, insbesondere da auch kein Integritätsschaden vorliegt. Da jedoch bei 
gegebener Adäquanz ein Einkommensvergleich durchzuführen wäre, woraus eine lohnmässige 
Einbusse und damit ein Invaliditätsgrad resultieren könnte, kann darauf nicht verzichtet werden. 
Die Adäquanzprüfung ist vorliegend nach der Schleudertraumapraxis vorzunehmen. 
 
8.1 Der Versicherte macht geltend, dass die Adäquanzkriterien, ohne gesetzliche Grundla-
ge eingeführt worden seien und Menschen mit nicht-objektivierbaren Gesundheitsschäden 
benachteiligen würden. Dies stelle eine Verletzung von Art. 14 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 dar. Der sachlich unge-
rechtfertigte Entzug von Sozialversicherungsleistungen - trotz ausgewiesener Unfallfolgen - 
stelle zudem eine Verletzung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK dar.  
 
8.2 Das Bundesgericht hat sich bereits verschiedentlich mit diesbezüglichen Einwänden 
auseinandergesetzt. Es hat erkannt, dass das Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung 
eine genügende gesetzliche Grundlage aufweise und die besagten EMRK-Bestimmungen nicht 
verletze (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 2012, 8C_754/2011, E. 4 mit zahlreichen 
Hinweisen). Es besteht kein Anlass, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. 
 
9. Nach der Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
im Einzelfall voraus, dass dem Unfallereignis für die geltend gemachte Arbeits- bzw. Erwerbs-
unfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 
E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, 
wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten 
Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und schliesslich dem dazwischen liegenden 
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Re-
gel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, 
lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des 
Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Um-
stände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indi-
rekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen.  
 
10.1 Die Schwere des Unfalles ist auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den 
sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 3.1). Dabei 
werden einfache Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug in der Regel als mittelschwerer 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet (Urteil des Bundesgerichts vom  
20. Februar 2013, 8C_629/2012; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.1.2). Vorliegend 

 
 
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handelt es sich um ein solches Ereignis. Der Beschwerdeführer musste als Lenker eines Citro-
en vor einem Fussgängerstreifen anhalten. Der hinter ihm fahrende Personenwagenlenker 
konnte nicht rechtzeitig bremsen und es kam zu einem Auffahrunfall. Die Unfalladäquanz des 
Beschwerdebildes kann somit nur bejaht werden, wenn vier der sieben Adäquanzkriterien erfüllt 
sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 2013, 
8C_729/2012, E. 7.2; BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100 E. 4.5 
[8C_897/2009]). Die Kriterien sind: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fort-
gesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehl-
behandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und 
erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. 
 
10.2 Unbestritten ist, dass das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände bzw. 
der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls und dasjenige der ärztlichen Fehlbehandlung, wel-
che die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, vorliegend nicht gegeben sind. 
 
10.3 Auch das Kriterium Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung kann nicht 
als erfüllt gelten, genügt doch die Diagnose einer HWS-Distorsion für sich allein nicht zur Beja-
hung dieses Kriteriums. Es bedarf dazu vielmehr einer besonderen Schwere der für das 
Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwer-
debild beeinflussen können. Solche liegen hier aber ebenso wenig vor wie erhebliche Verlet-
zungen, welche sich der Versicherte nebst der HWS-Distorsion zusätzlich zugezogen hätte. Bei 
der Schulterkontusion links, welche der Versicherte beim Unfall erlitten hat, handelt es sich 
nicht um eine erhebliche Verletzung. 
 
10.4 Eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung musste der Beschwerde-
führer nicht über sich ergehen lassen. Die Beschwerden des Versicherten wurden mehrfach 
fachärztlich abgeklärt. Weder diese Abklärungen noch die weiteren, teilweise in der Schmerz-
klinik durchgeführten ambulanten Therapien (Analgetika, Physiotherapie, Akupunktur, PMR, 
Infiltrationen) sind als belastend anzusehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 
2012, 8C_150/2011, E. 9.2.4). 
 
10.5 Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden 
darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen ge-
schlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum Fallab-
schluss beeinträchtigt oder verzögert haben. Die Einnahme vieler Medikamente und die Durch-
führung verschiedener Therapien genügen nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. Gleiches gilt 
für den Umstand, dass trotz regelmässiger oder verschiedener Therapien weder eine Be-
schwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit er-
reicht werden konnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2011, 8C_948/2010, E. 5.3.5 
mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall kann aufgrund der medizinischen Berichte von einem ver-

 
 
Seite 15 

zögerten Heilungsverlauf gesprochen werden, jedoch nicht von einem schwierigen. Die Ursa-
chen für die Schwindelbeschwerden mit Brechreiz wurden über eine längere Zeit - auch in der 
Schmerzklinik - abgeklärt. Eine erhebliche Komplikation stellen sie im Rahmen des Beschwer-
dekatalogs einer HWS-Verletzung jedoch nicht dar. 
 
10.6 Einzig fraglich bleibt, ob allenfalls die Kriterien erhebliche Beschwerden und erhebliche 
Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen als erfüllt betrachtet werden können. 
Der Versicherte war nach dem Unfall längere Zeit in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Aus 
den Akten geht hervor, dass er im Rahmen des ihm nach der Schadenminderungspflicht Zu-
mutbaren ernsthafte Anstrengungen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess unternom-
men hat. Dem Gutachten ist jedoch auch zu entnehmen, dass der Versicherte seit der kreisärzt-
lichen Untersuchung vom 31. August 2010 für leichte Tätigkeiten 100% arbeitsfähig ist. Hin-
sichtlich der erheblichen Beschwerden berichtet der Beschwerdeführer glaubhaft über Kopf- 
und Schwindelbeschwerden mit Brechreiz, die ihn im Alltag einschränken. Die Frage nach der 
Erfüllung dieser beiden Kriterien muss indessen nicht abschliessend geklärt werden, denn 
selbst wenn dem Versicherten erhebliche Beschwerden und eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit 
trotz ausgewiesener Anstrengungen zugebilligt werden könnten, wären lediglich zwei der rele-
vanten Kriterien - und dies nicht in ausgeprägtem Masse - erfüllt, was für eine Bejahung der 
adäquaten Unfallkausalität bei einem mittelschweren Unfall im Bereich zu den leichten Unfällen 
nicht genügt. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 
 
11. Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Entsprechend dem 
Ausgang des Verfahrens sind die ausserordentlichen Kosten wettzuschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
Seite 16 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht