# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f38b1bb-0185-5d27-9f06-dfd17db8eb70
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.07.2014 IV 2013/522
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-522_2014-07-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/522

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.06.2020

Entscheiddatum: 07.07.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2014
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Wiederanmeldung. Würdigung Gutachten 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 
2014, IV 2013/522).

Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 7. Juli 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

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A.    

A.a  A.___ meldete sich am 3. März 1999 erstmals bzw. am 30. Juni 2010 letztmals zum 

Bezug von IV-Leistungen an. Im Entscheid vom 6. Februar 2012, IV 2010/351, hiess 

das Versicherungsgericht die vom Versicherten erhobene Beschwerde vom 

14. September 2010 teilweise gut und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit 

diese im Sinn der Erwägungen weitere medizinische Abklärungen vornehme und über 

den Rentenanspruch neu verfüge (vgl. hierzu sowie zum bis dahin eingetretenen 

relevanten Sachverhalt act. G 4.187). In der Folge und schliesslich in Nachachtung des 

Urteils des Versicherungsgerichts vom 17. Oktober 2012, IV 2012/273 (act. G 4.227), 

beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Ostschweiz am 7. Januar 2013 mit einer 

interdisziplinären Begutachtung des Versicherten (act. G 4.235).

A.b  Am 11. und 14. März 2013 wurde der Versicherte interdisziplinär (internistisch, 

rheumatologisch und psychiatrisch) untersucht. Im MEDAS-Gutachten vom 8. August 

2013 diagnostizierten die Experten mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit: 

chronische Polyarthralgien, ein chronisches cervicovertebrales bis -spondylogenes und 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom. Ohne wesentliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) mit sekundärer rezidivierender depressiver 

Störung, gegenwärtig leichte Episode ohne somatisches Syndrom, und ein Diabetes 

mellitus Typ II. Wie bereits im Vorgutachten der MEDAS Ostschweiz vom 25. März 

2002 und im rheumatologischen Verlaufsgutachten von Dr. med. B.___ vom 21. Juli 

2005 erwähnt, könne dem Versicherten die angestammte Tätigkeit als 

Serviceangestellter und Hilfskoch aus somatischer Sicht seit April 1999 nicht mehr 

zugemutet werden. Für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne 

kraftanfordernde bzw. feinmotorische manuelle Arbeiten, ohne Heben/Tragen von 

Lasten über 5 kg bis Tischhöhe bzw. 3 kg bis Schulterhöhe, des Weiteren ohne 

Arbeiten in Wirbelsäulenzwangshaltungen bescheinigten die Gutachter in 

Übereinstimmung mit dem rheumatologischen Verlaufsgutachten von Dr. B.___ vom 

21. Juli 2005 aus somatischer Sicht eine Einschränkung von höchstens 20% 

("vermehrte und über das betriebsübliche Mass hinausgehende Pausen zur Einnahme 

von Entlastungsstellungen bzw. Durchführung von Entspannungsübungen). Aus 

psychiatrischer Sicht könne eine Arbeitsunfähigkeit weder in den angestammten noch 

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in körperlich angepassten Tätigkeiten attestiert werden (act. G 4.242). RAD-Arzt 

Dr. med. C.___, Facharzt für u.a. Psychiatrie und Psychotherapie, hielt das MEDAS-

Gutachten für schlüssig (Stellungnahme vom 14. August 2013, act. G 4.243).

A.c  Mit Vorbescheid vom 22. August 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten 

gestützt auf die gutachterlich bescheinigte 80%ige Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten in Aussicht, das Rentenbegehren abzuweisen (act. 

G 4.247). Dagegen erhob der Versicherte am 19. September 2013 Einwand (act. 

G 4.250). Am 30. September 2013 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des 

Rentengesuchs (act. G 4.251).

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 30. September 2013 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 17. Oktober 2013. Der Beschwerdeführer beantragt darin 

sinngemäss deren Aufhebung und die Zusprache einer ganzen Rente. Zur Begründung 

bringt er im Wesentlichen vor, das Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 8. August 

2013 sei nicht beweiskräftig. Im Übrigen kritisiert er, dass von der Beschwerdegegnerin 

keine konkreten Arbeitsgelegenheiten benannt worden seien, die den Anforderungen 

an eine leidensangepasste Tätigkeit entsprechen würden (act. G 1). Mit der 

Beschwerde reicht der Beschwerdeführer Berichte des behandelnden Dr. med. D.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 18. September 2013 (act. 

G 1.2) und von der behandelnden Dr. med. E.___, FMH Innere Medizin und 

Rheumatologie, vom 10. Oktober 2013 (act. G 1.3) ein.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 9. Januar 

2014 die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Gutachter sei beweiskräftig. Die davon abweichenden 

Einschätzungen der behandelnden medizinischen Fachpersonen würden daran nichts 

ändern. Für den Beschwerdeführer geeignete Tätigkeiten seien etwa leichtere 

Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie Verpackungsarbeiten, leichtere 

Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung sowie Kurier- und leichtere 

Lieferdienste (act. G 4).

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B.c  In der Replik vom 6. Februar 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 6) und reicht Stellungnahmen der behandelnden 

medizinischen Fachpersonen zur Beschwerdeantwort ein (Bericht von Dr. D.___ vom 

21. Januar 2014, act. G 6.2, und von Dr. E.___ vom 1. Februar 2014, act. G 6.1).

B.d  Am 3. April 2014 orientiert der Beschwerdeführer unter Hinweis auf den Bericht 

der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) vom 3. März 2014 (act. 

G 8.1), dass er vor kurzem einen Hirnschlag erlitten habe (act. G 8). Die 

Beschwerdegegnerin hat das Schreiben vom 3. April 2014 als Neuanmeldung entgegen 

genommen (act. G 10) und auf eine Duplik verzichtet (act. G 11).

Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der am 30. Juni 2010 

wieder angemeldete Rentenanspruch des Beschwerdeführers (act. G 4.146) für die Zeit 

nach dem - vom Versicherungsgericht im Urteil vom 6. September 2007, IV 2006/19, 

bestätigten (act. G 4.144) - Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2005 (act. 

G 4.125).

1.1   Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der 

für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 

ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

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gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

1.2   Die Rentenabstufungen nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) geben bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.

1.3   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

1.4   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Wenn der 

entscheid-relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt wurde, kann das Gericht die 

Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, N 62 zu Art. 61).

2.     

Vorweg ist die Frage zu beantworten, ob die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung 

des Rentenanspruchs in medizinischer Hinsicht zu Recht auf das Gutachten der

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MEDAS Ostschweiz vom 8. August 2013 abgestellt hat. Der Beschwerdeführer hält 

dieses nicht für beweiskräftig (act. G 1).

2.1   Gegen die gutachterliche Beurteilung führt der Beschwerdeführer die davon 

abweichenden Beurteilungen der behandelnden medizinischen Fachpersonen ins Feld 

(act. G 1 und G 6).

2.1.1         Bei der Würdigung der Berichte behandelnder medizinischer Fachpersonen 

ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Erfahrungstatsache Rechnung zu

tragen, dass diese Personengruppe im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen 

dürften (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dabei handelt es sich um eine Richtlinie, die als 

solche mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) vereinbar ist 

(BGE 125 V 352 E. 3b). Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien 

und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der 

Berichte behandelnder medizinischer Fachpersonen nicht vergessen werden. Der 

Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf 

nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren 

Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde medizinische 

Fachpersonen bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es 

die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 

(Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten anderseits nicht zu, ein Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen zu anderslautenden 

Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 

Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden medizinischen Fachpersonen wichtige - 

und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, 

die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil 

des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2 mit Hinweisen).

2.1.2         Was die Stellungnahmen von Dr. D.___ vom 18. September 2013 (act. G 1.2) 

und vom 21. Januar 2014 (act. G 6.2) anbelangt, so gilt es festzustellen, dass sich 

daraus keine relevanten, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringenden 

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Gesichtspunkte ergeben, denen im MEDAS-Gutachten nicht hinreichend Rechnung 

getragen worden wäre. Vielmehr rügt er hauptsächlich, dass kein eigenständiges 

depressives Leiden diagnostiziert wurde und der psychiatrische Gutachter das 

Bestehen einer andauernden Persönlichkeitsstörung verneint habe. Eine kritische 

Auseinandersetzung mit den vom Beschwerdeführer geklagten Leiden sowie eine 

Beurteilung von dessen erhaltenen Ressourcen nahm er nicht vor (act. G 1.2 und 

G 6.2). Der psychiatrische Gutachter setzte sich mit den damals in den Akten 

enthaltenen abweichenden Einschätzungen von Dr. D.___ auseinander und begründete 

schlüssig seine davon abweichende Auffassung - insbesondere auch hinsichtlich 

Diagnosestellung (act. G 4.242-36 f.). Ergänzend ist zu bemerken, dass der vom 

psychiatrischen Gutachter durchgeführte Test nach Hamilton 11 Punkte entsprechend 

einer leichten depressiven Episode ergeben hat (act. G 4.242-36) und er ausführlich die 

erhaltenen Funktionen/Ressourcen beschrieb (act. G 4.242-38). Des Weiteren erweist 

sich die Annahme von Dr. D.___, der Beschwerdeführer habe "schon vor der 

somatischen Erkrankung an Depressionen gelitten" (act. G 6.2) als aktenwidrig. So 

gelangte das Gericht im Entscheid vom 6. September 2007, IV 2006/19, zur 

Auffassung, dass - nebst den somatisch ausgewiesenen Leiden (chronische 

Polyarthralgien und chronisches cervicobrachiales Beschwerdebild schwankenden 

Ausmasses, act. G 4.144-2 f.) - sich der gesamten Aktenlage keine Hinweise darauf 

entnehmen liessen, der Beschwerdeführer habe im Dezember 2005 an einer relevanten 

psychischen Erkrankung gelitten (act. G 4.144-9, E. 4c; vgl. auch die damit 

übereinstimmende Anamnese des psychiatrischen MEDAS-Gutachters in act. 

G 4.242-34). Ferner ergeben sich keine Anhaltspunkte aus dem

MEDAS-Gutachten für ein unsachliches Vorgehen des psychiatrischen Gutachters, 

insbesondere auch nicht für den von Dr. D.___ erhobenen Vorwurf, der psychiatrische 

MEDAS-Gutachter habe bewusst die Diagnose der sekundären Depression gestellt, 

"im Wissen, dass diese versicherungsmedizinisch keine Arbeitsunfähigkeit nach sich 

zieht. Dies zur Freude seines Auftraggebers, der IV" (act. G 6.2). Vielmehr stellen solche 

schweren, nicht gerechtfertigten Beschuldigungen die Objektivität des behandelnden 

Psychiaters in Frage. Schliesslich lässt sich die von Dr. D.___ bescheinigte vollständige 

Arbeitsunfähigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt ("Aus meiner psychiatrischen Sicht ist eine 

mögliche adaptierte Arbeitsfähigkeit nur in einem geschützten Rahmen und zu 

höchstens 30% gegeben", act. G 6.2) und die entsprechende Selbsteinschätzung des 

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Beschwerdeführers (act. G 4.242-46) nicht mit dem Tagesablauf des 

Beschwerdeführers vereinbaren (regelmässige Zubereitung des Essens für die Familie, 

zweistündige Veloausflüge oder Spaziergänge und Erledigung kleiner Einkäufe, act. 

G 4.242-27 und -36).

2.1.3         Dr. E.___ bestätigte in der Stellungnahme vom 10. Oktober 2013 die im

MEDAS-Gutachten erhobenen Diagnosen. Im Übrigen benennt sie darin sowie in der 

Stellungnahme vom 1. Februar 2014 zur Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2014 keine 

objektiven Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung ausser Acht gelassen worden 

sind, sondern kritisiert hauptsächlich, dass bei der Beschreibung des möglichen 

Arbeitsplatzes ein Realitätsbezug fehle (act. G 1.2 und G 6.1). Die Frage der 

realistischen Verwertbarkeit ist indessen keine medizinische, weshalb die 

Ausführungen von Dr. E.___ nicht geeignet sind, Zweifel an der gutachterlichen 

Beurteilung zu begründen (zur realistischen Verwertbarkeit vgl. nachfolgende E. 3.3).

2.2   Bei der Würdigung der gutachterlichen Beurteilung fällt weiter ins Gewicht, dass 

sie auf eigenständigen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend 

ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die Attestierung einer 80%igen 

Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten leuchtet in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 

Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht 

berücksichtigt worden wären. Die Beschwerdegegnerin hat damit der Bestimmung des 

Invaliditätsgrades in der angefochtenen Verfügung zu Recht die - vom RAD bestätigte 

(Stellungnahme vom 14. August 2013, act. G 4.243) - gutachterliche 

Leistungsfähigkeitsbeurteilung zugrunde gelegt, zumal sich bis dahin keine 

gesundheitliche Verschlechterung aus den Akten entnehmen lässt (zur erst nach 

Verfügungserlass im Dezember 2013 eingetretenen, nicht Gegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildenden Verschlechterung siehe Bericht des 

KSSG vom 3. März 2014, act. G 8.1).

3.     

Der Beschwerdeführer begründet sein Rentengesuch ferner damit, dass der 

Arbeitsmarkt keine leidensangepasste Tätigkeit bereit halte (act. G 1).

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3.1   Das invalidenversicherungsrechtlich festgelegte Invalideneinkommen wird auf der 

Grundlage eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes (Art. 16 ATSG) ermittelt. Damit grenzt 

sich die Invalidenversicherung von der Arbeitslosenversicherung ab. Der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt ist deshalb ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die 

konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch 

tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den fehlenden oder 

verringerten Chancen teilinvalider Personen ab, eine zumutbare und geeignete 

Arbeitsstelle zu finden (BGE 134 V 70 f. E. 4.2.1 mit Hinweis).

3.2   Betreffend die Umschreibung einer leidensangepassten Tätigkeit führte der 

psychiatrische Gutachter aus, eine angepasste Tätigkeit wäre eine solche, die der 

Beschwerdeführer wegen der Reizbarkeit und Ungeduld alleine und nicht in einem 

Team ausüben könne. Aufgrund der leichten Vergesslichkeit sollten diese Tätigkeiten 

keine hohen Anforderungen an die Planungs- und Organisationfähigkeit stellen (act. 

G 4.242-48). Somatischerseits wurde eine Verweistätigkeit wie folgt definiert: körperlich 

leicht, wechselbelastend ohne kraftanfordernde bzw. feinmotorische manuelle 

Arbeiten, ohne Heben/Tragen von Lasten über 5 kg bis Tischhöhe bzw. 3 kg bis 

Schulterhöhe und ohne Arbeiten in Wirbelsäulenzwangshaltungen. Ferner bedarf eine 

Verweistätigkeit der Möglichkeit für vermehrte und über das betriebsübliche Mass 

hinausgehende Pausen zur Einnahme von Entlastungsstellungen bzw. Durchführung 

von Entspannungsübungen (act. G 4.242-47).

3.3   Zwar wird das dem Beschwerdeführer noch offen stehende Spektrum an 

möglichen leichten Hilfsarbeiten durch diese Anforderungen eingeengt. Dennoch 

lassen die qualitativen Einschränkungen nicht bloss noch Nischenarbeitsplätze zu. 

Vielmehr ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt leichtere Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- 

sowie Verpackungsarbeiten oder leichtere Arbeiten bei der Lager- und 

Ersatzteilbewirtschaftung (act. G 4, Rz 4) bestehen, die den genannten Anforderungen 

gerecht werden. Trotz des fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers (geboren 

1953, act. G 4.2-6) und der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt (seit 1999 nicht 

mehr erwerbstätig, act. G 4.242-39) ist aufgrund der bestehenden Ressourcen (act. 

G 4.242-38: Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen sowie die Flexibilität und 

Umstellungsfähigkeit des Beschwerdeführers sind nicht wesentlich eingeschränkt; 

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gleiches gilt für die Durchhaltefähigkeit und Verkehrsfähigkeit) und der quantitativ 

lediglich um 20% reduzierten Leistungsfähigkeit nach wie vor - bei allem Verständnis 

für seine auf dem realen Arbeitsmarkt zweifellos schwierige Situation - nicht davon 

auszugehen, er verfüge über gar keine realistischen Chancen (mehr), die 

Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verwerten.

4.     

Hinsichtlich der Bestimmung des Invaliditätsgrades sind die genannten, 

lohnmindernden Umstände (fortgeschrittenes Alter, lange Abwesenheit vom 

Arbeitsmarkt sowie krankheitsbedingt eingeschränktes Spektrum möglicher leichter 

Hilfsarbeiten; vgl. vorstehende E. 3.3) insoweit zu berücksichtigen, als sie bei der 

Ermittlung des Invalideneinkommens einen Tabellenlohnabzug von 15% rechtfertigen. 

Selbst wenn zugunsten des Beschwerdeführers ein Prozentvergleich vorgenommen 

würde, resultierte bei einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten und einem 15%igen Tabellenlohnabzug (weiterhin) ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 32% (20% + [80% x 15%]).

5.     

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie 

vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

bis

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2.      Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

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