# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d5437af9-4796-5dc3-9eff-d538d3d346d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-04-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.04.2012 C-5388/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5388-2009_2012-04-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5388/2009 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  A p r i l  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 

Richterin Elena Avenati-Carpani,  

Richterin Marie-Chantal May Canellas, 

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______,  

vertreten durch  

lic. iur. Felice Grella, 

c/o Erdös und Lehmann, Rechtsanwälte,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. 

 

 

C-5388/2009 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.   

Der 1973 geborene X. (nachfolgend: Beschwerdeführer) ist Staatsange-

höriger von Bangladesch. Am 23. März 1999 reiste er illegal in die 

Schweiz ein. Ein daraufhin gestelltes Asylgesuch wurde vom damaligen 

Bundesamt für Flüchtlinge (BFF; heute: Bundesamt für Migration) mit Ver-

fügung vom 27. April 1999 abgelehnt. Die dagegen erhobene  Beschwer-

de wurde von der damals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskom-

mission (ARK) mit Urteil vom 2. Juli 1999 abgewiesen. Seit 11. Oktober 

2000 galt der Beschwerdeführer als verschwunden. 

B.  

Nachdem der Beschwerdeführer am 5. Juni 2001 die Schweizer Bürgerin 

Z. geheiratet hatte, erhielt er am 14. August 2001 im Kanton Zürich 

eine Jahresaufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau. 

C.  

Am 1.Juli 2003 gab das Ehepaar seine eheliche Gemeinschaft auf, wor-

aufhin das Migrationsamt des Kantons Zürich diverse Abklärungen be-

züglich Wohn- und Lebensverhältnisse des Ehepaares vornahm. Auf-

grund dieses Umstands wurde die Aufenthaltsbewilligung des Beschwer-

deführers – ausnahmsweise und ohne Präjudiz – am 26. Juli 2006 sowie 

am 7. Juni 2007 durch das kantonale Migrationsamt verlängert.  

D.  

Mit Eingabe vom 9. Oktober 2006 machte die Ex-Ehefrau des Beschwer-

deführers beim Bezirksgericht Zürich eine Scheidungsklage nach Art. 114 

des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, 

SR 210) anhängig. Nachdem die Ex-Ehefrau die Klage zurückgezogen 

hatte, verfügte das Bezirksgericht Zürich am 17. Dezember 2007 die Ab-

schreibung des Prozesses. 

E.  

Am 21. Mai 2008 ersuchte der – mittlerweile anwaltlich vertretene – Be-

schwerdeführer um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Mit Verfü-

gung vom 8. Dezember 2008 wies das Migrationsamt des Kantons Zürich 

das Gesuch ab; gleichzeitig verlängerte es die Aufenthaltsbewilligung bis 

zum 4. Juni 2009. 

C-5388/2009 

Seite 3 

F.  

Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 29. Januar 2009 wurde die Ehe 

des Beschwerdeführers geschieden.  

G.  

Nachdem der Beschwerdeführer am 29. April 2009 beim Migrationsamt 

des Kantons Zürich erneut um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 

ersucht hatte, unterbreitete dieses das Gesuch dem BFM zur Zustim-

mung. Anschliessend teilte ihm die Vorinstanz mit Schreiben vom 22. Mai 

2009 mit, dass sie erwäge, die Zustimmung zur Verlängerung der Aufent-

haltsbewilligung zu verweigern und gab ihm Gelegenheit zur schriftlichen 

Stellungnahme. Die Frist zur schriftlichen Stellungnahme liess der Be-

schwerdeführer ungenutzt verstreichen. 

H.  

Mit Verfügung vom 25. Juni 2009 verweigerte die Vorinstanz die Zustim-

mung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Gleichzeitig wurde die 

Wegweisung des Beschwerdeführers angeordnet und es wurde ihm eine 

Ausreisefrist von 8 Wochen ab Eintritt der Rechtskraft der Verfügung ein-

geräumt. Dabei führte sie im Wesentlichen aus, die Dauer der gelebten 

Ehegemeinschaft des Beschwerdeführers hätte lediglich zwei Jahre und 

drei Wochen betragen, weshalb kein gesetzlicher Anspruch auf Verlänge-

rung der Aufenthaltsbewilligung bestünde. Weiter könne im vorliegenden 

Fall nicht von einer Verwurzelung des Beschwerdeführers in der Schweiz 

gesprochen werden: So bestünden weder in sozialer, gesellschaftlicher 

noch in beruflicher Hinsicht besonders intensive – über die normale Integ-

ration hinausgehende – Bindungen.  

I.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer beim Bundesver-

waltungsgericht am 25. August 2009 Beschwerde. Darin wird beantragt, 

es sei die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben und die Vorinstanz an-

zuweisen, die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 

zu erteilen.  

J.  

In seiner Vernehmlassung vom 2. Dezember 2009 beantragt das BFM die 

Abweisung der Beschwerde. 

 

C-5388/2009 

Seite 4 

K.  

Mit Replik vom 1. Februar 2010 hält der Beschwerdeführer an seinen An-

trägen und der Begründung fest. Mittels Faxeingabe vom 10. Februar 

2010 wurde – in Ergänzung zur Replik – ein weiteres Beweismittel einge-

reicht.  

L.  

Mit schriftlichen Eingaben vom 15. Februar 2011 und vom 14. Januar 

2012 aktualisierte der Beschwerdeführer seine Beschwerdevorbringen. 

M.  

Mit Schreiben vom 1. März 2012 forderte das Bundesverwaltungsgericht 

beim Bezirksgericht Zürich die Akten der im Jahr 2006/2007 durchgeführ-

ten Ehescheidungsverhandlung ein. Diese wurden dem Bundesverwal-

tungsgericht am 7. März 2012 zugestellt. Gleichentags wurde der Be-

schwerdeführer darüber schriftlich informiert, dass die Akten im vorlie-

genden Gerichtsverfahren zur Entscheidfindung beigezogen werden. 

N.  

Auf Weiteres wird – soweit rechtserheblich – in den Erwägungen einge-

gangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbe-

halt der in Art. 32 genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968  (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33 auf-

geführten Behörden erlassen wurden. Darunter fallen Verfügungen des 

BFM, welche sowohl die Zustimmung zur Erteilung bzw. Verlängerung ei-

ner Aufenthaltsbewilligung als auch die Wegweisung betreffen. Das Bun-

desverwaltungsgericht entscheidet endgültig, soweit nicht die Beschwer-

de in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen 

steht (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 2 und 4 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

C-5388/2009 

Seite 5 

1.2. Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. 

1.3. Als Adressat der Verfügung ist der Beschwerdeführer zu deren An-

fechtung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerechte 

Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kantonale Behörde als 

Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage 

zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2007/41 E. 2 und Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts A-2682/2007 vom 7. Oktober 2010 E. 1.2 

und 1.3). 

3.  

Am 1. Januar 2008 traten die neuen gesetzlichen Bestimmungen des 

Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 

Ausländer (AuG, SR 142.20) und seine Ausführungsbestimmungen in 

Kraft – unter anderem die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulas-

sung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201). In Verfahren, 

die vor diesem Zeitpunkt anhängig gemacht wurden, bleibt nach der 

übergangsrechtlichen Ordnung des AuG das alte materielle Recht an-

wendbar, wobei es ohne Belang ist, ob das Verfahren auf Gesuch hin – 

so explizit Art. 126 Abs. 1 AuG – oder von Amtes wegen eröffnet wurde 

(vgl. BVGE 2008/1 E. 2). 

3.1. Dem Beschwerdeführer ist zwar noch unter dem Geltungsbereich 

des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Nieder-

lassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121) eine erstmalige Aufenthalts-

bewilligung erteilt worden; da er jedoch mit Gesuch vom 29. April 2009 

die zur Frage stehende Verlängerung dieser Bewilligung beantragt hat, ist 

im vorliegenden Verfahren neues Recht anwendbar. 

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Seite 6 

3.2. Gemäss Art. 40 AuG sind die Kantone zuständig für die Erteilung und 

Verlängerung von Bewilligungen. Vorbehalten bleibt jedoch die Zustim-

mung durch das BFM. Das Zustimmungserfordernis ergibt sich im vorlie-

genden Fall aus Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 Abs. 1 Bst. a VZAE. Letztge-

nannte Bestimmung wird präzisiert durch die Weisungen des BFM im 

Ausländerbereich in der Fassung vom 30. September 2011 

(www.bfm.admin.ch > Dokumentation > Rechtliche Grundlagen > Wei-

sungen und Kreisschreiben). Diese sehen in Ziffer 1.3.1.4 Bst. e vor, dass 

die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach der Auflösung der ehe-

lichen Gemeinschaft mit dem schweizerischen oder ausländischen Ehe-

gatten oder nach dessen Tod dem BFM zur Zustimmung zu unterbreiten 

ist, falls die betroffene ausländische Person nicht aus einem Mitgliedstaat 

der EFTA oder der EG stammt. Der Ausweis darf erst ausgestellt werden, 

wenn die Zustimmung des BFM vorliegt (Art. 86 Abs. 5 VZAE). 

4.  

Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Schwei-

zerinnen und Schweizern, wenn sie mit diesen zusammenwohnen, An-

spruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und – 

nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von 

fünf Jahren – Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung 

(Art. 42 Abs. 3 AuG). Nach Auflösung der Ehe oder Familiengemeinschaft 

– mitgemeint ist auch die eheliche Gemeinschaft – besteht der Anspruch 

auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn 

die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine er-

folgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG) oder wenn wich-

tige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erfor-

derlich machen (Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG). 

Das zeitliche Kriterium der dreijährigen Dauer der Ehegemeinschaft ist 

nicht gleichbedeutend mit der Dauer der Haushaltsgemeinschaft. Von ei-

ner bestehenden Ehegemeinschaft kann grundsätzlich – und vorbe-

hältlich offenkundiger Missbrauchsabsichten – ausgegangen werden, so-

lange die Ehegatten zusammen leben. Der Fortbestand der Ehegemein-

schaft kann aber auch im Fall ihres Getrenntlebens angenommen wer-

den, nämlich dann, wenn für das Getrenntleben objektivierbare Gründe 

bestehen (vgl. MARC SPESCHA in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli [Hrsg.], 

Kommentar Migrationsrecht, 2. aktualisierte Auflage, Zürich 2009,  Art. 50  

AuG  N 4). Art. 49 AuG spricht insoweit von wichtigen Gründen, die in der 

Botschaft zum AuG vom 8. März 2002 (BBl 2002 3753 f.) zum einen als 

berufliche Gründe, zum anderen auch als andere wichtige und nach-

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vollziehbare Gründe bezeichnet werden. Zu letzteren zählt – so explizit 

Art. 76 VZAE – eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher fa-

miliärer Probleme, womit der Gesetzgeber insbesondere Fälle häuslicher 

Gewalt im Auge hatte (vgl. ESTHER S. AMSTUTZ in: Caroni/Gächter/ 

Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum Bundesgesetz über die 

Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Art. 49 N 24; Urteile des Bundes-

gerichts 2C_314/2010 vom 26. Juli 2010 E. 2.2 und 2C_544/2010 vom 

23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Hält im Falle erheblicher Eheprobleme das 

Getrenntleben an, so stellt sich die Frage, ob die Trennung als definitiv 

und die Familiengemeinschaft damit als aufgelöst zu betrachten ist (vgl. 

MARC SPESCHA, a.a.O. Art. 49 AuG N. 3).  

5.  

5.1. Es ist soweit unbestritten, dass der Beschwerdeführer – der am  

5. Juni 2001 die Ehe mit einer Schweizerin einging – bis am 5. Juli 2003 

gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau in einer Wohnung in S. gelebt 

hat. Nachdem dem Ehepaar die Wohnung gekündigt worden war, zog der 

Beschwerdeführer hernach in eine Wohnung nach Zürich; die Ex-Ehefrau 

bezog eine Notwohnung in S. Der Beschwerdeführer macht nun in die-

sem Zusammenhang geltend, die eheliche Gemeinschaft sei – entgegen 

den vorinstanzlichen Ausführungen – auch nach dem 5. Juli 2003 auf-

rechterhalten worden: Nach der Kündigung der gemeinsamen   

Wohnung am 5. Juli 2003 habe ihn seine Ex-Ehefrau mit Unwahrheiten 

dazu überlistet, in Zürich eine eigene Wohnung zu nehmen. Seine Ex-

Ehefrau habe hingegen eine Notwohnung in S. bezogen. Konkret habe 

das Ehepaar aber die eheliche Gemeinschaft in der Notwohnung weiter-

geführt. Er habe vom 5. Juli 2003 bis Mitte Juli 2006 lediglich 4 bis 8 mal 

pro Monat in seiner Wohnung in Zürich übernachtet; dies wenn er bis spät 

habe arbeiten müssen und keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nach 

S. gefahren seien. Ansonsten sei er nach der Arbeit in die gemeinsame 

Familienwohnung zurückgefahren. Im Jahr 2004 seien die Eheleute zu-

dem gemeinsam in die Ferien verreist, wobei er die gesamten Kosten 

übernommen habe. Es könne somit festgehalten werden, dass die eheli-

che Gemeinschaft mindestens fünf Jahre gedauert habe. Im Übrigen sei-

en diese Tatsachen in einem Gerichtsverfahren am Bezirksgericht Zürich 

objektiv festgestellt worden. So habe seine Ex-Ehefrau im Oktober 2006 

eine Scheidungsklage gemäss Art. 114 ZGB eingereicht. Nachdem ein 

umfangreiches gerichtliches Beweisverfahren durchgeführt worden sei, 

habe die Ex-Ehefrau die Klage zurückgezogen, da er habe beweisen 

können, dass er von August 2003 bis Mitte Juli 2006 mit seiner damaligen 

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Ehefrau gemeinsam in S. gelebt habe und sie ein gemeinsames Famili-

enleben geführt hätten. Das Bezirksgericht Zürich habe aufgrund dessen 

am 17. Dezember 2007 verfügt, die Parteien hätten übereinstimmend 

festgestellt, dass sie erst ab Juli 2006 getrennt leben würden. Auch in 

seiner Replik vom 1. Februar 2010 weist der Beschwerdeführer auf die-

sen Umstand hin. Des Weiteren macht er dort geltend, seine Ex-Ehefrau 

habe anlässlich eines Gesprächs mit dem Migrationsamt des Kantons Zü-

rich am 7. Juli 2004 ausgesagt, sie lebe nicht mit ihrem Ehemann in der 

Notwohnung zusammen, da es die Gemeinde nicht erlaube. Die Gemein-

de habe indes ihre Zustimmung am 3. März 2006 anhaltend verweigert, 

da sie irrtümlich davon ausgegangen sei, das Ehepaar sei damals bereits 

geschieden gewesen. Indessen ergebe sich aus den Akten, dass das 

Fürsorgeamt S. Kenntnis davon gehabt habe, dass er sich regelmässig in 

der Notwohnung aufgehalten habe. Im Übrigen habe auch seine Ex-

Ehefrau bestätigt, dass er sich täglich in ihrer Wohnung aufgehalten habe 

und sie im Juli 2004 gemeinsam in die Dominikanische Republik gereist 

seien. Seine Ex-Ehefrau habe zudem erklärt, dass er sie mit monatlich  

Fr. 800.- unterstütze. Auch in einem Schreiben an das Migrationsamt des 

Kantons Zürich vom 2. November 2005 habe die Ex-Ehefrau erneut aus-

geführt, dass sie weiterhin mit ihrem Ehemann zusammen wohne. Es 

könne somit festgehalten werden, dass er sich nach der Kündigung der 

ehemaligen Familienwohnung per 30. Juni 2003 bis mindestens Novem-

ber 2005 täglich in der Notwohnung aufgehalten habe, seine Ex-Ehefrau 

persönlich angetroffen habe und sie – im Sinn der ehelichen Beistands-

pflicht – finanziell unterstützt habe.   

5.2.  Der Beschwerdeführer behauptet somit, er habe mehr als drei Jahre 

eine gemeinsame Familienwohnung mit seiner Ex-Ehefrau bewohnt und 

die eheliche Gemeinschaft habe mindestens eben solange gedauert. Es 

gilt daher vorerst die Aussage des Beschwerdeführers zu überprüfen,  er 

habe vom 5. Juli 2003 bis Mitte Juli 2006 bzw. bis mind. November 2005 

– wie es in der Replik geltend gemacht wird – lediglich 4 bis 8 mal pro 

Monat in seiner Wohnung in Zürich übernachtet; dies wenn er bis spät 

habe arbeiten müssen und keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nach 

S. gefahren seien. Ansonsten sei er nach der Arbeit in die gemeinsame 

Familienwohnung zu seiner damaligen Ehefrau zurückgefahren.  

Hätten die Ehegatten drei Jahre an einer gemeinsamen Adresse gelebt, 

so würde die Vermutung gelten, dass bis dahin auch ihre eheliche Ge-

meinschaft intakt gewesen sei. Aufgrund der Akten bestehen jedoch er-

hebliche Zweifel, dass die Haushaltsgemeinschaft des Ehepaars nach 

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Seite 9 

der Kündigung der gemeinsamen Wohnung per 5. Juli 2003 noch weiter 

aufrecht erhalten wurde. Bereits die Begründung des Beschwerdeführers, 

wieso er sich eine eigene Wohnung in Zürich genommen habe, erscheint 

wenig überzeugend. So sei dem Ehepaar die gemeinsame Wohnung per 

5. Juli 2003 gekündigt worden, woraufhin ihn seine Ex-Ehefrau überlistet 

habe, sich in Zürich eine eigene Wohnung zu nehmen. Zwar wird in ei-

nem Schreiben der damaligen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

angetönt, die Ehe habe zu diesem Zeitpunkt in einer Krise gesteckt (vgl. 

Schreiben RAin Thambiah vom 16. Januar 2006), nähere Ausführungen 

wurden hingegen nicht getätigt und ergeben sich auch nicht aus den Ak-

ten. Auch ein anders gelagerter Grund für den Umstand, dass sich der 

Beschwerdeführer eine Wohnung in Zürich genommen hat bzw. nehmen 

musste, ist nicht ersichtlich. Zu Recht verweist die Vorinstanz zudem auf 

die Schreiben des Beschwerdeführers und seiner Ex-Ehefrau an das Mig-

rationsamt des Kantons Zürich vom 11. Juni 2004 bzw. 18. Juni 2004. Der 

Beschwerdeführer führte dort aus, er treffe sich viel mit seiner Ex-

Ehefrau. Er gehe häufig zu ihr oder sie komme auch zu ihm, wenn sie 

Zeit habe. Auch telefonischer Kontakt würde bestehen. Auch die Ex-

Ehefrau erklärte, sie würden sich bei ihm oder bei ihr treffen. Keiner der 

beiden machte hingegen geltend, das Ehepaar würde in der Familien-

wohnung in S. zusammenleben und der Beschwerdeführer würde ledig-

lich wenige Tage pro Monat in seiner Wohnung in Zürich verbringen. Die 

Ex-Ehefrau führte anlässlich einer Befragung beim Migrationsamt des 

Kantons Zürich vom 7. Juli 2004 zudem aus, ihr Ehemann könne nicht in 

die Wohnung ziehen, da es sich um eine Notwohnung handle. In diesem 

Zusammenhang erklärte der Beschwerdeführer, das Fürsorgeamt sei in 

Kenntnis darüber gewesen, dass er sich regelmässig in der Notwohnung 

seiner Ex-Ehefrau aufgehalten hätte, wie es sich aus einer E-Mail von L., 

der damaligen Leiterin des Fürsorgeamts in S., an das Migrationsamt des 

Kantons Zürich vom 9. Juli 2004 ergebe. Dem kann jedoch nicht zuge-

stimmt werden, erscheint es doch – ohne Kenntnis des darin erwähnten 

Telefongesprächs zwischen Absender und Empfänger – unmöglich, ge-

wisse Schlussfolgerungen aus der E-Mail zu ziehen. Immerhin könnte der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer nichts von seinem Lohn an (sei-

nen) Mietanteil oder Unterhaltskosten bezahle, – wie ausgeführt wird – 

auch dahingehend interpretiert werden, dass der Beschwerdeführer eben 

gerade nicht mit seiner damaligen Ehefrau zusammengelebt hat. Vor die-

sem Hintergrund laufen die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerde-

führers ins Leere.  

C-5388/2009 

Seite 10 

5.3.  Der Beschwerdeführer beruft sich zudem darauf, dass das Bezirks-

gericht Zürich in der Verfügung vom 17. Dezember 2007 das Datum des 

ehelichen Getrenntlebens gerichtlich festgestellt habe. Das Gericht habe 

es nach einem umfangreichen Beweisverfahren als erwiesen angesehen, 

dass das Ehepaar die eheliche Gemeinschaft in der Notwohnung mindes-

tens fünf Jahre weitergeführt habe.  

Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers stellte das Bezirksge-

richt Zürich in der Verfügung vom 17. Dezember 2007 jedoch nicht das 

Datum der Trennung fest, sondern wirkte lediglich beim Aufstellen der 

Vereinbarung mit. Wie diese damals zustande gekommen ist, entzieht 

sich den Kenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts. Die Gerichtsakten 

zeigen lediglich auf, dass das Gericht den damaligen Rechtsvertretern 

des Beschwerdeführers und seiner Ex-Ehefrau einen schriftlichen Verein-

barungsvorschlag zukommen liess (vgl. Schreiben des Bezirksgerichts 

Zürich vom 12. Oktober 2007). Wie sich aus den entsprechenden Schrei-

ben ergibt, wurde die Vereinbarung aufgrund einer anlässlich der Beweis-

verhandlung vom 13. September 2007 – ausser Protokoll – geführten Be-

sprechung sowie eines Telefongesprächs aufgesetzt. Es kann somit – wie 

bereits die Vorinstanz geltend machte – nicht davon ausgegangen wer-

den, der Zeitpunkt der Trennung sei gerichtlich festgelegt worden. Über-

dies geht aus der Verfügung vom 17. Dezember 2007 des Bezirksgerichts 

Zürich – entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers – nicht  her-

vor, die eheliche Gemeinschaft habe bis Mitte Juli 2006 bestanden, son-

dern es wird lediglich festgestellt, dass die Parteien übereinstimmend 

festhalten, dass sie spätestens seit Anfang Juni 2006 ununterbrochen ge-

trennt im Sinne von Art. 114 ZGB leben. Diese Formulierung lässt die 

Möglichkeit einer früheren Trennung ohne Weiteres offen. Diesbezüglich 

ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer selbst replikweise 

geltend macht, sich bis mindestens November 2005 täglich in der Not-

wohnung seiner Ex-Ehefrau aufgehalten zu haben, nachdem er in der 

Beschwerde noch ausführt, er habe bis Mitte 2006 dort gelebt.  

5.4.  Im Übrigen zeigen die vom Bezirksgericht Zürich angeforderten Ak-

ten der Scheidungsverhandlung – entgegen den Behauptungen des Be-

schwerdeführers – keineswegs auf, dass die eheliche Gemeinschaft per-

sönlich und räumlich frühestens am 1. Juni 2006 aufgegeben worden sei. 

Der als Zeuge aufgebotene Nachbar der Ex-Ehefrau – welcher seit zehn 

Jahren an der gleichen Adresse wohnt – konnte auf Anfrage hin nicht sa-

gen, ob er den Beschwerdeführer bereits einmal gesehen habe (vgl. Pro-

tokoll der Beweisverhandlung mit Zeugeneinvernahmen des Bezirksge-

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Seite 11 

richts Zürich vom 13. September 2007). Sollte der Beschwerdeführer tat-

sächlich so oft bei seiner Ehefrau in S. gewesen sein (vom  

5. Juli 2003 bis Mitte Juli 2006 sei er lediglich 4 bis 8 mal pro Monat nicht 

in S. gewesen), so hätte ihn der Nachbar zumindest vom Sehen her ken-

nen müssen. Immerhin bestand die Nachbarschaft seit dem Einzug der 

Ex-Ehefrau in die Notwohnung. Hinzuweisen ist auch auf die Aussagen 

des Neffens der Ex-Ehefrau. Dieser erklärte anlässlich der Beweisver-

handlung vom 13. September 2007, er habe letztes oder vorletztes Jahr 

zwei bis drei Monate bei seiner Tante gelebt. Auch der Beschwerdeführer 

sei ab und zu auf Besuch gekommen. Auf  Anfrage hin, wie oft er in die 

Wohnung gekommen sei, sagte dieser aus "zwischen ein- und dreimal". 

Der Beschwerdeführer habe aber nicht dort übernachtet. Anlässlich vor-

heriger Besuche bei seiner Tante, die ca. eine Stunde oder eine halbe 

Stunde gedauert hätten, habe er den Beschwerdeführer nicht gesehen 

(vgl. Protokoll der Beweisverhandlung mit Zeugeneinvernahmen des Be-

zirksgerichts Zürich vom 13. September 2007). Die Schwester der Ex-

Ehefrau sagte anlässlich der genannten Beweisverhandlung aus, sie sei 

nur wenige Male bei ihrer Schwester gewesen. Sie wisse nicht, ob die 

beiden zwischen Mitte 2003 und Mitte 2006 zusammengelebt hätten (vgl. 

Protokoll der Beweisverhandlung mit Zeugeneinvernahmen des Bezirks-

gerichts Zürich vom 13. September 2007). Auch die Aussagen eines wei-

teren an der Beweisverhandlung vom 13. September 2007 einvernom-

menen Zeugen sind in Bezug auf die eheliche Wohngemeinschaft wenig 

aussagekräftig: Der Kollege des Beschwerdeführers gab an, er sei nur 

einmal in der Wohnung der Ex-Ehefrau gewesen, das zweite Mal sei der 

Beschwerdeführer dann auf die Strasse gekommen, da die Ex-Ehefrau 

nicht so gerne Kollegen im Haus habe. Er habe den Beschwerdeführer 

ca. alle 3 ½ bis 4 Monate dort getroffen. Nach 2004 habe er den Be-

schwerdeführer einmal in der Wohnung in S. getroffen. Er habe damals 

feststellen können, dass der Beschwerdeführer dort gewohnt habe, da er 

dort ein Paar Schuhe und Kleider des Beschwerdeführers gesehen habe. 

Der Beschwerdeführer sei in kurzen Hosen gewesen und habe sich dort 

eine andere Hose angezogen. Er wisse zudem, dass der Beschwerdefüh-

rer von Mitte 2003 bis Mitte 2006 in S. gelebt habe, da er ihn ein- oder 

zweimal im Monat mit dem Postbus Richtung S. habe fahren sehen. Es 

habe auch Monate gegeben, in denen er ihn nicht gesehen habe (vgl. 

Protokoll der Beweisverhandlung mit Zeugeneinvernahmen des Bezirks-

gerichts Zürich vom 13. September 2007). Aufgrund der geschilderten 

Zeugenaussagen ist somit gerade nicht erstellt, dass der Beschwerdefüh-

rer vom 5. Juli 2003 bis Mitte Juli 2006 mit seiner Ex-Ehefrau 

in S. zusammengelebt hat. Nur so erklärt sich auch der Umstand, dass 

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Seite 12 

das Bezirksgericht Zürich dem Migrationsamt des Kantons Zürich mit 

Schreiben vom 20. März 2007 mitteilte, beim Beschwerdeführer bestehe 

der Verdacht auf Festhalten an der Ehe aus aufenthaltsrechtlichen Grün-

den.  

Abschliessend gilt es auch auf die Aussagen der Ex-Ehefrau anlässlich 

der Hauptverhandlung betreffend Ehescheidung hinzuweisen. Dort sagte 

diese aus, ihr Ex-Ehemann sei per 1. Juli 2003 ausgezogen und seither 

habe keine Vereinigung mehr stattgefunden (vgl. Protokoll der Hauptver-

handlung des Bezirksgerichts Zürich vom 29. November 2006 und 14. 

März 2007). Noch am 7. Juli 2004 führte sie hingegen anlässlich der Ein-

vernahme beim Migrationsamt des Kantons Zürich aus, sie würde sich 

täglich mit ihrem Ehemann treffen, zudem erwähnte sie auch in einem 

Schreiben an die kantonale Behörde vom 18. Juni 2004, sie habe eine 

Beziehung zu ihrem Ehemann und sie würden sich regelmässig sehen. 

Auch erklärte sie, wieder mit ihrem damaligen Ehemann zusammenzie-

hen zu wollen. Sie wisse allerdings nicht wann. Am 2. November 2005 

teilte sie der kantonalen Migrationsbehörde zudem mit, sie lebe nach wie 

vor mit ihrem Ehemann zusammen. Zwar stehen diese Aussagen im Wi-

derspruch zu ihren vor Gericht getätigten Erklärungen. In Anbetracht des 

Verlaufs der Ehe erscheinen die geschilderten Aussagen jedoch wenig 

glaubhaft. Immerhin liess sich die Ex-Ehefrau bereits im Jahr 2003 in der 

Dominikanischen Republik ein erstes Mal vom Beschwerdeführer schei-

den, wobei sie die Scheidung in der Schweiz nicht anerkennen liess und 

das Scheidungsurteil weggeworfen haben will (vgl. Schreiben von RAin 

Thambiah vom 16. Januar 2006). Es folgte die Einreichung einer ersten 

Scheidungsklage beim Bezirksgericht Zürich und deren Rückzug im Jahr 

2005 durch die Ex-Ehefrau (vgl. Verfügung des Bezirksgerichts Zürich 

vom 11. Mai 2007, wo die Scheidungsklage vom 15. August 2005 als 

Hauptbeweis der Ex-Ehefrau aufgeführt wird). Die Ex-Ehefrau gebar 2005 

einen Sohn, wodurch der Beschwerdeführer als Vater des Kindes einge-

tragen wurde, daraufhin liess sie durch ihren Beistand eine Vaterschafts-

klage erheben. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2006 machte die Ex-Ehefrau 

erneut eine Scheidungsklage anhängig, welche mit Verfügung vom  

17. Dezember 2007 als erledigt abgeschrieben wurde. Mit Urteil und Ver-

fügung vom 29. Januar 2009 wurde die Ehe geschieden. Vor diesem Hin-

tergrund sind ihre gegenüber dem Migrationsamt des Kantons Zürich ge-

tätigten Aussagen lediglich als Gefälligkeitshandlungen für den Be-

schwerdeführer abzutun.  

C-5388/2009 

Seite 13 

5.5. Dem Beschwerdeführer ist es somit nicht gelungen, glaubhaft darzu-

legen, dass er nach seinem Auszug per 5. Juli 2003 noch weiterhin mit 

seiner Ehefrau gemeinsam in einer Wohnung in S. gelebt hat. Vielmehr 

muss davon ausgegangen werden, dass die Eheleute nach der Kündi-

gung der gemeinsamen Wohnung am 5. Juli 2003 den ehelichen Haus-

halt nicht mehr aufgenommen haben und die beiden seitdem über ge-

trennte Wohnsitze verfügen.  

5.6. Wurde der gemeinsame Haushalt nach zwei Jahren und drei Wochen 

und somit vor Ablauf von drei Jahren aufgehoben, so stellt sich die Frage, 

ob die eheliche Gemeinschaft trotzdem weiterhin Bestand hatte. Dies 

kann bejaht werden, wenn für die getrennten Wohnsitze – wie oben dar-

gelegt (E. 4) wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familien-

gemeinschaft fortbesteht (vgl. dazu ESTHER S. AMSTUTZ, a.a.O., N 22 zu 

Art. 49). Der Beschwerdeführer zitiert zwar diesbezüglich in seiner 

Rechtsmitteleingabe aus den Weisungen des BFM (Stand 13. Februar 

2008), wo darauf hingewiesen wird, dass aus wichtigen Gründen ein ge-

trenntes Wohnen auch vor der Frist von drei Jahren möglich sein kann, 

unterlässt es aber, einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AuG für 

die räumliche Trennung geltend zu machen. Immerhin ist darauf hinzu-

weisen, dass bei einer Trennung wegen familiären Problemen eine Aus-

nahme vom rechtsbegründenden Erfordernis des Zusammenlebens nur 

dann denkbar ist, wenn diese Probleme an die Schwere häuslicher Ge-

walt heranreichen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_314/2010 vom  

26. Juli 2010 E.2.2). Hierfür bestehen im vorliegenden Fall hingegen kei-

ne Anhaltspunkte. In Anbetracht der vorhergehenden Ausführungen zum 

allgemeinen Verlauf der Ehe (vgl. E. 5.4) und des Umstands, dass die  

Haushaltsgemeinschaft nach dem Auszug aus der gemeinsamen Woh-

nung am 5. Juli 2003 gar nicht wieder aufgenommen wurde, ist in casu 

nicht davon auszugehen, dass die Ehegatten nach der Aufhebung des 

gemeinsamen Haushalts noch den Willen zur Weiterführung der Ehe hat-

ten. Daran kann auch der Umstand nichts ändern, dass die Eheleute 

noch im Jahr 2004 gemeinsam in die Dominikanische Republik reisten. 

Aufgrund der Akten ist zu bezweifeln, dass das Ehepaar die Ferien tat-

sächlich zusammen verbrachte: Gemäss Protokoll der Hauptverhandlung 

betreffend Ehescheidung vom 14. März 2007 erklärte der Beschwerde-

führer, er habe damals mit seiner Ex-Ehefrau im Haus ihrer Mutter gelebt, 

währenddem seine Ex-Ehefrau aussagte, sie habe mit ihren Kindern bei 

ihrem Freund gelebt; der Beschwerdeführer habe hingegen bei ihrer 

Schwester gelebt (vgl. Protokoll der Hauptverhandlung mit persönlicher 

Befragung des Bezirksgerichts Zürich vom 14. März 2007). Diese Aussa-

C-5388/2009 

Seite 14 

ge wird auch von der Schwester der Ex-Ehefrau bestätigt, sagte diese 

doch als Zeugin anlässlich der Beweisverhandlung vom 13. September 

2007 aus, der Beschwerdeführer habe in den Ferien bei ihr gewohnt, ihre 

Schwester habe bei ihrem Freund gelebt (vgl. Protokoll der Beweisver-

handlung mit Zeugeneinvernahme des Bezirksgerichts Zürich vom  

13. September 2007).  

5.7.  Im Ergebnis steht damit fest, dass die eheliche Gemeinschaft des 

Beschwerdeführers vor Ablauf von drei Jahren beendet war. Art. 50 

Abs. 1 Bst. a AuG findet in seinem Fall somit keine Anwendung. Im Rah-

men dieser Bestimmung kommt es auf die behauptete Integration – die 

ein kumulatives Kriterium wäre – nicht mehr an.  

6.  

Gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG besteht – unabhängig von der bis-

herigen Dauer der Familien- bzw. Ehegemeinschaft – auch dann der An-

spruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn wichtige 

persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich 

machen. Solche Gründe können namentlich – so explizit Art. 50 Abs. 2 

AuG – vorliegen, wenn der betreffende Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt 

wurde und seine soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark ge-

fährdet erscheint; beide Bedingungen müssen jedoch nicht kumulativ er-

füllt sein (BGE 136 II 1 E. 5 S. 3 ff.). Weitere wichtige – und im Zusam-

menhang mit der Ehe stehenden Gründe – können sich auch daraus er-

geben, dass der in der Schweiz lebende Ehepartner gestorben ist oder 

gemeinsame Kinder vorhanden sind (vgl. MARC SPESCHA, a.a.O. Art. 50 

AuG N. 7 sowie MARTINA CARONI in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], 

a.a.O.,  Art. 50 N 23 f.).  

6.1. Im Falle des Beschwerdeführers sind jedoch keine spezifischen, auf 

seiner Ehe bzw. deren Auflösung beruhenden Gründe ersichtlich, die ihm 

einen Anspruch auf weiteren Verbleib in der Schweiz verschaffen könn-

ten. Aus seiner Ehe sind keine gemeinsamen Kinder hervorgegangen. 

Auch der Umstand, dass seine Ehe gescheitert ist, lässt nicht erkennen, 

dass seine soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland (Bangladesch) 

stark gefährdet wäre.  

6.2. Anspruchsbegründend können auch sonstige wichtige persönliche 

Gründe sein, da Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG bewusst auf eine abschlies-

sende Aufzählung der Gründe verzichtet (vgl. Urteile des Bundesverwal-

tungsgerichts C-6133/2008 vom 15. Juli 2011 E. 7.3 oder C-4625/2009 

C-5388/2009 

Seite 15 

vom 31. März 2011 E. 7.2). Entscheidend ist hierbei die persönliche Si-

tuation des jeweils Betroffenen. Auch die in Art. 31 Abs. 1 VZAE aufgelis-

teten, aber nicht erschöpfenden Kriterien können für die Beurteilung eines 

(nachehelichen) Härtefalles herangezogen werden und eine wesentliche 

Rolle spielen, auch wenn sie einzeln betrachtet grundsätzlich noch keinen 

Härtefall zu begründen vermögen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3). Aus-

drücklich aufgeführt werden dort die Integration (Bst. a), die Respektie-

rung der Rechtsordnung (Bst. b), die Familienverhältnisse (Bst. c), die fi-

nanziellen Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben 

und zum Erwerb von Bildung (Bst. d), die Dauer der Anwesenheit (Bst. e), 

der Gesundheitszustand (Bst. f) und die Möglichkeiten der Wiedereinglie-

derung im Herkunftsland (Bst. g; siehe hierzu MARTINA CARONI in: Caro-

ni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., Art. 50 N 23 f.). Schliesslich sind 

auch die Umstände, die zur Auflösung der Ehe geführt haben, zu berück-

sichtigen (zum Ganzen vgl. BGE 137 II 1 E. 4.1 S. 7 f.). Im Zusammen-

hang mit Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG sind an den Grad der Eingliederung 

der betroffenen Person jedoch höhere Anforderungen zu stellen als im 

Anwendungsbereich von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG, welcher neben der 

dreijährigen Ehegemeinschaft eine "erfolgreiche Integration" verlangt (vgl. 

dazu Urteil des Bundesgerichts 2C_635/2009 vom 26. März 2010 E. 5.3; 

im zugrundeliegenden Fall hatte das Bundesgericht die Integration eines 

weder strafrechtlich verurteilten noch je von der Sozialhilfe unterstützten 

Beschwerdeführers als für die Annahme eines wichtigen persönlichen 

Grundes nicht ausreichend betrachtet).  

6.3. Beschwerdeweise wird geltend gemacht, der Beschwerdeführer sei 

in der Schweiz erfolgreich integriert. Er beherrsche die deutsche Sprache,  

halte sich an die hiesigen Gesetze und weise keine Betreibungen auf. 

Fast durchgehend habe er gearbeitet und verfüge diesbezüglich über ei-

nen einwandfreien Leumund. Lediglich im Jahr 2005 sei er von der Sozi-

alhilfe unterstützt worden, da er unverschuldet arbeitslos geworden sei. 

Im hiesigen Arbeitsmarkt sei er denn auch ausgezeichnet integriert. Ent-

gegen diesen Ausführungen verneint die Vorinstanz hingegen eine erfolg-

reiche Integration in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht. Es habe keine 

berufliche Entwicklung stattgefunden, welche ihn für den Schweizer Ar-

beitsmarkt in besonderer Weise interessant machen würde. Er habe aus-

nahmslos Anstellungen im Gastgewerbe bekleidet und sei zwischendurch 

auch arbeitslos und fürsorgeabhängig gewesen. In der Vernehmlassung 

weist die Vorinstanz zudem darauf hin, dass der Beschwerdeführer durch 

einen Kleinkredit von Fr. 30'000.- schwer verschuldet sei. Es sei 

somit nicht vermessen, bezüglich des Beschwerdeführers von einem Ar-

C-5388/2009 

Seite 16 

muts- bzw. Fürsorgerisiko zu sprechen. Aus einem am 14. Januar 2012 

eingereichten Schreiben des Beschwerdeführers ergibt sich, dass er am 

1. Oktober 2010 eine neue Stelle bei der A. AG angetreten habe und dort 

einen Bruttolohn von Fr. 4'500.- erhalte. Den Kleinkredit habe er zudem 

auf Fr. 3'300.- reduzieren können; es sei damit zu rechnen, dass der Be-

schwerdeführer in 5 Monaten schuldenfrei sei. Auch die aus dem Tren-

nungs- und Scheidungsverfahren resultierenden offenen Gerichtskosten 

habe er begleichen können. Dem Strafregisterauszug sei zudem zu ent-

nehmen, dass der Beschwerdeführer zu keinen Klagen Anlass gebe. Es 

bestünden auch keine Betreibungen gegen ihn. Dem Schreiben beigelegt 

wurde unter anderem auch ein Zwischenzeugnis des jetzigen Arbeitsge-

bers des Beschwerdeführers.  

6.4. Zu erwähnen ist in casu, dass der Beschwerdeführer – welcher nun 

seit rund 13 Jahren in der Schweiz lebt – sich nichts hat zuschulden 

kommen lassen, wie aus dem Strafregisterauszug vom 10. Oktober 2011 

hervorgeht. Das darf allerdings auch allgemein erwartet werden. Zudem 

konnte er – wie aus den eingereichten Unterlagen ersichtlich ist – seinen 

Kleinkredit von Fr. 30'000.- auf Fr. 3'909.- abtragen. Ob gegen den Be-

schwerdeführer tatsächlich keine Betreibungen vorliegen, muss hingegen 

offen gelassen werden, da der im Schreiben vom 14. Januar 2012 ange-

kündigte Betreibungsauszug bis heute nicht nachgereicht wurde. Was je-

doch die Integration des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht 

anbelangt, so entspricht diese dem, was normalerweise nach einem Auf-

enthalt von 12 Jahren üblich ist, geht aber nicht darüber hinaus: Bis heute 

arbeitete er an verschiedenen Orten im Gastgewerbe als Buffet-

Mitarbeiter, Aushilfe sowie Allrounder und war zudem vom 21. Juni 2004 

bis 30. April 2005 sowie 1. August 2005 bis 28. Februar 2006 arbeitslos 

(vgl. Schreiben RA Wiedler Friedmann vom 1. Dezember 2008 sowie 

Zwischenzeugnis A. AG vom 2. Dezember 2011). Auch die sprachliche In-

tegration geht nicht  über das Mass hinaus, was nach einem langjährigen 

Aufenthalt in der Schweiz normalerweise erwartet werden kann und darf. 

Zum sozialen Umfeld des Beschwerdeführers werden hingegen keine 

Angaben gemacht, ausser der pauschalen Aussage, aufgrund der berufli-

chen Kompetenzen des Beschwerdeführers habe ihm sein Arbeitgeber 

für verschiedene Arbeitsläufe die Verantwortung übertragen, womit fest-

gehalten werden könne, dass er sich beruflich, sprachlich und auch sozial 

in der Schweiz integriert habe (vgl. Schreiben vom 14. Januar 2012). Es 

ist somit nicht davon auszugehen, seine Bestrebungen im gesellschaftli-

chen Bereich vermöchten den Grad einer gewöhnlichen Integration zu 

übertreffen. Gesamthaft gesehen kann in casu somit nicht von einer be-

C-5388/2009 

Seite 17 

achtlichen Integration ausgegangen werden (vgl. als Beispiel für eine er-

folgreiche Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG das Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts C-7294/2008 vom 23. November 2011 E. 

6). 

6.5. In Anbetracht der geschilderten Umstände steht auch der Rückkehr 

des Beschwerdeführers in sein Heimatland nichts entgegen. Er hat die 

ersten 26 Jahre seines Lebens und damit die prägenden Jahre seiner 

Kindheit und Jugend in Bangladesch verbracht. Zwar macht er geltend, er 

habe in seinem Heimatland lediglich noch Beziehungen zu seinen ge-

brechlichen Eltern. Doch selbst wenn er von seinen dortigen Familienmit-

glieder keine finanzielle Hilfe erwarten kann, dann doch zumindest im 

Sinne einer kurzfristigen Wohnmöglichkeit oder im Sinne von moralischer 

Unterstützung, bis er selbst finanziell auf eigenen Beinen steht. Im Übri-

gen erwähnt die Vorinstanz auch seine fünf Geschwister in seinem Hei-

matland, allerdings versäumt es der Beschwerdeführer bezüglich dieser 

weitere Erörterungen zu treffen. Die von ihm hier erworbenen Fähigkeiten 

können ihm denn auch bei der beruflichen Wiedereingliederung von Nut-

zen sein. Zudem verfügt er in seinem Heimatland über eine hochstehen-

de schulische Bildung, wie es die Vorinstanz ausführt. Ohne Belang ist 

es, wenn der Beschwerdeführer in seiner Heimat wirtschaftliche Verhält-

nisse vorfindet, die nicht denen der Schweiz entsprechen. Entscheidend 

ist lediglich, ob die persönliche, berufliche und familiäre Wiedereingliede-

rung als stark gefährdet zu geltend hat und nicht, ob ein Leben in der 

Schweiz einfacher wäre (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 mit Hinweisen). Da 

er, mittlerweile erst 39 Jahre alt, offensichtlich keine gravierenden ge-

sundheitlichen Probleme hat, ergeben sich insgesamt gesehen auch kei-

ne wichtigen persönlichen Gründe, die eine Verlängerung seiner Aufent-

haltsbewilligung erfordern würden.  

7.  

Der Beschwerdeführer besitzt somit weder gestützt auf Art. 50 Abs. 1 

Bst. a AuG (dreijährige Ehegemeinschaft und erfolgreiche Integration) 

noch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG (wichtige persönliche Gründe) 

einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Dass die 

Vorinstanz die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 

verweigert hat, kann daher nicht beanstandet werden. 

 

C-5388/2009 

Seite 18 

8.  

Als gesetzliche Folge der nicht mehr verlängerten Aufenthaltsbewilligung 

hat der Beschwerdeführer die Schweiz zu verlassen (Art. 64 Abs. 1 Bst. c 

AuG). Es bleibt aber zu prüfen, ob Hinderungsgründe für den Vollzug der 

Wegweisung anzunehmen sind (Art. 83 Abs. 2 – 4 AuG) und das BFM 

gestützt hierauf die vorläufige Aufnahme hätte verfügen müssen.  

8.1. Die Möglichkeit und Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs stehen 

im vorliegenden Fall ausser Frage. Demzufolge wäre allenfalls relevant, 

ob die zwangsweise Rückkehr für den Beschwerdeführer eine konkrete 

Gefährdung mit sich brächte und damit nicht zumutbar wäre.  

8.2. Der Wegweisungsvollzug kann für die betroffene Person unzumutbar 

sein, wenn sie in ihrem Heimat- oder Herkunftsstaat Situationen wie 

Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notlage 

ausgesetzt wäre. Wirtschaftliche Schwierigkeiten, von welchen die ansäs-

sige Bevölkerung regelmässig betroffen ist, wie Wohnungsnot oder ein 

schwieriger Arbeitsmarkt, vermögen jedoch keine konkrete Gefährdung 

zu begründen. Dagegen ist der Vollzug der Wegweisung nicht zumutbar, 

wenn dieser für die ausländische Person höchstwahrscheinlich zu einer 

existenziellen Bedrohung führen würde, beispielsweise dann, wenn sie 

sich nach ihrer Rückkehr mit völliger Armut, Hunger, Invalidität oder Tod 

konfrontiert sähe (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgericht C-6627/2008 

vom 26. März 2010 E. 8.2 mit Hinweisen).  

Der Beschwerdeführer hat sich dahingehend geäussert, dass er beim 

Vollzug der Wegweisung ernsthafte und nicht wieder gutzumachende 

Nachteile befürchten müsse. Konkrete Ausführungen wurden hingegen 

nicht getätigt, weshalb der Vollzug seiner Wegweisung als zumutbar zu 

erachten ist.  

9.  

Aus diesen Darlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung als 

rechtmässig zu bestätigen ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist demzu-

folge abzuweisen.  

10.  

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

C-5388/2009 

Seite 19 

11.  

In der Verfügung des Instruktionsrichters vom 1. Oktober 2009 wurde der 

Entscheid über das Gesuch betreffend Bestellung eines unentgeltlichen 

Rechtsbeistandes gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG auf einen späteren Zeit-

punkt verschoben, weshalb dieser nun nachzuholen ist.  

Die unentgeltliche Verbeiständigung bleibt – wie bereits in obgenannter 

Verfügung mitgeteilt wurde – nach dem Wortlaut der Bestimmung aus-

drücklich patentierten Anwältinnen und Anwälten vorbehalten, d.h. jenen, 

die sich nach Art. 8 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der An-

wältinnen und Anwälte (BGFA, SR. 935.61) im Anwaltregister eintragen 

können (vgl. MARCEL MAILLARD in: Praxiskommentar VwVG, Wald-

mann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 65 N 41, siehe auch [in 

analoger Anwendung zu Art. 64 Abs. 2 BGG] Urteil des Bundesgerichts 

2C_331/2011 vom 25. Januar 2012 E. 6). Der Beschwerdeführer hat am 

28. April 2008 eine Anwaltsvollmacht unterzeichnet, die eine Substituti-

onsklausel enthält, woraufhin lic. iur. Felice Grella eine Substitutionsvoll-

macht ausgestellt wurde. Dieser ersuchte in seiner von ihm verfassten 

und persönlich unterzeichneten Rechtsmitteleingabe um Bestellung eines 

unentgeltlichen Rechtsbeistands ("in der Person des Unterzeichneten"). 

Letzterer verfügt jedoch nicht über das Rechtsanwaltspatent. Dem Ge-

such um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist demzu-

folge nicht stattzugeben.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

C-5388/2009 

Seite 20 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. 

Dem Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird 

nicht stattgegeben.  

3. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt.  

4. 

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. […] retour) 

– das Migrationsamt des Kantons Zürich  

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Antonio Imoberdorf Susanne Stockmeyer 

 

 

 

 

 

 

C-5388/2009 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be-

gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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