# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de102adf-7b31-5d7e-9758-c532025e595d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.03.2025 B-4003/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4003-2024_2025-03-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-4003/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Chiara Piras (Vorsitz), 

Richter David Aschmann, Richterin Vera Marantelli,    

Gerichtsschreiber Silas Bänziger. 
 

 
 

Parteien 
 Speira GmbH, 

Aluminiumstrasse 1, DE-41515 Grevenbroich,   

vertreten durch lic. iur. Andreas Thierstein, Rechtsanwalt, 

Schmauder & Partner AG, 

Zwängiweg 7, 8038 Zürich,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Internationale Registrierung Nr. 1'644'194 Vero. 

 

 

 

B-4003/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der internationalen Registrierung 

(IR) Nr. 1'644'194 Vero mit Basiseintragung in der Europäischen Union. 

Das Zeichen ist als Wortmarke hinterlegt. 

A.b Am 10. Februar 2022 notifizierte die World Intellectual Property Orga-

nization (WIPO) der Vorinstanz die von der Inhaberin der Marke beantragte 

Schutzausdehnung auf die Schweiz.  

A.c Nach einer notifizierten "Limitation" vom 10. August 2022 und einer 

"Radiation partielle" vom 13. Dezember 2022 wird noch für folgende Waren 

Schutz beansprucht: 

Klasse 6: Feuilles en aluminium ou en alliages d’aluminium, à utiliser en tant 

que matières premières pour canettes de produits à boire; plaques d’alumi-

nium à utiliser en tant que matières premières pour canettes de produits à 

boire. 

B.  

Die Vorinstanz erklärte mit Schreiben vom 12. Januar 2023, sie verweigere 

der Marke vorläufig die Schutzausdehnung auf die Schweiz ("Notification 

de refus provisoire total [d’office]"). Gleichzeitig setzte sie der Markeninha-

berin Frist um bei der Vorinstanz ihre Rechte durch einen Schweizer Ver-

treter geltend zu machen. 

C.  

Mit Schreiben vom 1. Juni 2023 ersuchte die Beschwerdeführerin die Vo-

rinstanz, die Marke uneingeschränkt einzutragen und (lediglich vorsorglich) 

im Falle weiterer Bedenken (ihr) diese in einem weiteren Prüfentscheid mit-

zuteilen.  

D.  

Mit Schreiben vom 10. November 2023 hielt die Vorinstanz an der vollum-

fänglichen vorläufigen Schutzverweigerung der internationalen Registrie-

rung fest.  

In der Folge liess die Beschwerdeführerin die von der Vorinstanz gesetzte 

Frist zur nochmaligen Stellungnahme unbenutzt verstreichen. 

B-4003/2024 

Seite 3 

E.  

Mit Verfügung vom 24. Mai 2024 bestätigte die Vorinstanz ihre materielle 

Beurteilung und verweigerte der Marke den Schutz in der Schweiz für die 

noch eingetragenen Waren. 

F.  

Mit Eingabe vom 25. Juni 2024 erhob die Beschwerdeführerin dagegen 

Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die Verfü-

gung der Vorinstanz sei aufzuheben, die definitive Schutzverweigerung für 

das Gebiet der Schweiz zurückzunehmen und die Marke in der Schweiz 

für sämtliche eingetragenen Waren einzutragen. Die erforderlichen Gebüh-

ren seien ihr in Rechnung zu stellen und im Falle des Obsiegens seien ihr 

die Kosten des Verfahrens zu erstatten und eine Parteientschädigung zu-

zusprechen. 

G.  

Mit Vernehmlassung vom 27. November 2024 beantragt die Vorinstanz die 

kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. 

H.  

Mit Replik vom 17. Januar 2025 hielt die Beschwerdeführerin an den in der 

Beschwerde vom 25. Juni 2024 formulierten Rechtsbegehren fest. 

I.  

In der Folge liessen sich die Parteien nicht mehr vernehmen. 

J.  

Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31 und 33 Bst. e des Bundesgesetzes vom 

17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]). Die 

Beschwerdeführerin ist als Verfügungsadressatin zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]), hat den eingefor-

derten Kostenvorschuss fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die 

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Seite 4 

Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 

Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.  

2.1 Strittig ist vorliegend, ob die Vorinstanz zu Recht der internationalen 

Registrierung Nr. 1'644'194 für alle eingetragenen Waren den Schutz in der 

Schweiz verweigert hat.  

2.2   

2.2.1 Für das Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen 

Union gilt das Protokoll vom 27. Juni 1989 zum Madrider Abkommen über 

die internationale Registrierung von Marken (MMP, SR 0.232.112.4; vgl. 

Urteil des BVGer B-1015/2021 vom 31. Oktober 2022 E. 3.1 "Shavette").  

2.2.2 Eine Schutzverweigerung hat die Schweiz dem Internationalen Büro 

gemäss Art. 5 Abs. 2 Bst. a in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 Bst. b MMP vor 

Ablauf von 18 Monaten mitzuteilen. Die Vorinstanz hat diese Frist vorlie-

gend mit der provisorischen Schutzverweigerung vom 12. Januar 2023 ein-

gehalten. 

2.2.3 Nach Art. 5 Abs. 1 MMP i.V.m. Art. 6quinquies Bst. B Ziff. 2 der Pariser 

Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (PVÜ, SR 

0.232.04) darf einer internationalen Registrierung der Schutz verweigert 

werden, wenn ihr jegliche Unterscheidungskraft fehlt oder sie "ausschliess-

lich aus Zeichen oder Angaben zusammengesetzt sind, die im Verkehr zur 

Bezeichnung der Art, der Beschaffenheit, der Menge, der Bestimmung, des 

Wertes, des Ursprungsortes der Erzeugnisse oder der Zeit der Erzeugung 

dienen können, oder die im allgemeinen Sprachgebrauch oder in den red-

lichen und ständigen Verkehrsgepflogenheiten des Landes, in dem der 

Schutz beansprucht wird, üblich sind". Dieser zwischenstaatlichen Rege-

lung entspricht Art. 2 Bst. a des Bundesgesetzes über den Schutz von Mar-

ken und Herkunftsangaben vom 28. August 1992 (MSchG, SR 232.11), 

wonach Zeichen, die zum Gemeingut gehören, vom Markenschutz ausge-

schlossen sind, sofern sie sich nicht für Waren oder Dienstleistungen, für 

die sie beansprucht werden, im Verkehr durchgesetzt haben. Rechtspre-

chung und Lehre zu dieser Norm können somit herangezogen werden (Ur-

teile des BGer 4A_330/2009 vom 3. September 2009 E. 2.3.1 "MAGNUM 

[fig.]"; 4A_492/2007 vom 14. Februar 2008 E. 2 "Gipfeltreffen"; Urteile des 

BVGer B-6577/2023 vom 29. Juli 2024 E. 2.3 "Aloe Farmers"; B-6879/2023 

vom 29. Juli 2024 E. 2.3 "Tasty Aloe Vera [fig.]"; B-1136/2023 vom 12. Juni 

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Seite 5 

2024 E. 2.2 "inTime Agile Logistics [fig.]"; B-459/2023 vom 22. Mai 2024 

E. 2.2 [Inhalator 3D]; B-4493/2022 vom 26. Juli 2023 E. 3.2 "[Apfel] [fig.]").  

2.3 Gemäss Art. 2 Bst. a MSchG sind Zeichen vom Markenschutz ausge-

schlossen, die Gemeingut sind, es sei denn, dass sie sich als Marke für die 

Waren oder Dienstleistungen, für die sie beansprucht werden, durchge-

setzt haben. Gründe für den Schutzausschluss von Zeichen, die dem Ge-

meingut angehören, liegen entweder im Freihaltebedürfnis oder in der feh-

lenden Unterscheidungskraft, wobei sich Überschneidungen ergeben kön-

nen. Freihaltebedürftig sind Zeichen, auf deren Verwendung der Wirt-

schafsverkehr angewiesen ist. Die Unterscheidungskraft geht Zeichen ab, 

die aufgrund ihres Erscheinungsbildes oder ihres sachlichen resp. be-

schreibenden Gehalts die markenspezifische Unterscheidungsfunktion 

nicht erfüllen können. Nicht schutzfähig sind nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung insbesondere Zeichen, die sich in Angaben über die Art, 

die Beschaffenheit, die Menge, die Bestimmung, den Wert oder sonstige 

Merkmale der gekennzeichneten Waren oder Dienstleistungen erschöpfen 

und daher die zu deren Identifikation erforderliche Unterscheidungskraft 

nicht aufweisen. Der beschreibende Charakter solcher Hinweise muss vom 

angesprochenen Publikum ohne besondere Denkarbeit und ohne Fanta-

sieaufwand unmittelbar erkennbar sein. Der Umstand, dass die Marke Ge-

dankenassoziationen weckt oder Anspielungen enthält, die nur entfernt auf 

die Waren oder Dienstleistungen hindeuten, macht ein Zeichen noch nicht 

zum Gemeingut (statt vieler: BGE 148 III 257 E. 6.2.2 m.w.H. "Puma World 

Cup Qatar 2022 et al./Qatar 2022 [fig.] et al.").  

2.4 Beschreibend, und demnach zum Gemeingut zählend, sind insbeson-

dere auch Zeichen, die sich in allgemeinen Qualitätshinweisen oder rekla-

mehaften Anpreisungen erschöpfen (BGE 129 III 225 E. 5.1 f. "Master-

piece"; 128 III 447 E. 1.6 "Première"; Urteil des BGer 4A_178/2023 vom 

8. August 2023 E. 3.2 "Truedepth"; BVGE 2013/41 E. 3.1 "Die Post"; Ur-

teile des BVGer B-1136/2023 vom 12. Juni 2024 E. 2.4 "inTime Agile Lo-

gistics [fig.]"; B-2773/2023 vom 16. Oktober 2023 E. 2.2 "StyleLine"; 

B-187/2018 vom 22. Juli 2019 E. 4.2 "Deluxe [fig.]"). Hierbei wirkt auch ein 

selbstverständliches Attribut in Marken anpreisend, solange es für das Pro-

dukt wesentlich ist, da es dennoch besondere Leistungsmerkmale ver-

spricht (DAVID ASCHMANN, in: Noth/Bühler/Thouvenin [Hrsg.], Stämpflis 

Handkommentar zum Markenschutzgesetz [MSchG], 2. Aufl., 2017, Art. 2 

lit. a N 184). 

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Seite 6 

2.5 Für die Unterscheidungskraft ist vom (1) begrifflichen Sinngehalt jedes 

Bestandteiles auszugehen, um zu ermitteln, inwieweit er den massgebli-

chen Verkehrskreisen unabhängig von den eingetragenen Waren und 

Dienstleistungen geläufig ist. Anschliessend ist der (2) kontextuelle Sinn-

gehalt aufgrund des Wissens, Verstehens und Erwartens der Verkehrs-

kreise im eingetragenen Verwendungszusammenhang nach dem Waren- 

und Dienstleistungsverzeichnis der Marke festzustellen (Urteile des BVGer 

B-1136/2023 vom 12. Juni 2024 E. 2.4 "inTime Agile Logistics [fig.]"; 

B-5637/2023 vom 2. April 2024 E. 3.2 "Oxycare"; B-3651/2022 vom 

11. Dezember 2023 E. 2.2 "CoolFlex"; B-3392/2023 vom 7. November 

2023 E. 4.2 "World Economic Forum").  

2.6 Eine allfällige Mehrfachbedeutung des Zeichens führt nicht zu dessen 

Schutzfähigkeit, sofern mindestens eine der Bedeutungen eine unmittel-

bare Aussage über die betreffende Ware oder Dienstleistung darstellt. Liegt 

der beschreibende Sinn eines Zeichens offen auf der Hand, kann die Mög-

lichkeit weiterer, weniger naheliegender Deutungen den Gemeingutcharak-

ter nicht aufheben (BGE 116 II 609 E. 2a "Fioretto"; Urteil des BGer 

4A_492/2007 vom 14. Februar 2008 E. 3.4 "Gipfeltreffen"; Urteile des 

BVGer B-1136/2023 vom 12. Juni 2024 E. 2.5 "inTime Agile Logistics [fig.]"; 

B-4839/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 3.5 "FACE ID"; B-6390/2020 vom 

4. Oktober 2022 E. 2.9 "AI Brain"; B-1892/2020 vom 22. September 2020 

E. 2.3 "NeoGear"). Bei Mehrdeutigkeit ist mit anderen Worten für die Un-

terscheidungskraft jene Bedeutung massgebend, die aus Sicht der rele-

vanten Verkehrskreise im Zusammenhang mit den beanspruchten Produk-

ten im Vordergrund steht (BGE 145 III 178 E. 2.3.1 f. "Apple"; Urteile des 

BGer 4A_178/2023 vom 8. August 2023 E. 3.2 und 6.2 "Truedepth"; 

4A_500/2022 vom 28. März 2023 E. 3.2 und 6.2 "AI Brain"; 4A_158/2022 

vom 8. September 2022 E. 2.2 "Butterfly"). 

2.7 Die Markenprüfung erfolgt in Bezug auf alle vier Landessprachen. Da-

bei kommt jeder Sprache der gleiche Stellenwert zu. Ist die Marke aus Sicht 

der massgeblichen Verkehrskreise auch nur nach einer Landessprache 

schutzunfähig, so ist die Eintragung zu verweigern (BGE 148 III 257 

E. 6.2.2 "Puma World Cup Qatar 2022 et al./Qatar 2022 [fig.] et al."; 145 III 

178 E. 2.3.1 "Apple"; 131 III 495 E. 5 "Felsenkeller"; Urteil des BGer 

4A_514/2023 vom 3. Januar 2024 E. 2.1 und 2.3.2 "Novafoil"). 

2.8 Grundsätzlich sind Unterscheidungskraft und Freihaltebedürfnis stets 

in Bezug auf die zu kennzeichnenden Waren und Dienstleistungen zu prü-

fen. Der Grundsatz der produktbezogenen Prüfung der absoluten Aus-

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schlussgründe und damit auch der produktbezogenen Prüfung des Frei-

haltebedürfnisses findet indessen eine Schranke bei Ausdrücken des all-

gemeinen Sprachgebrauchs, allgemeinen Qualitätshinweisen sowie rekla-

mehaften Anpreisungen, die in allgemeiner Weise auf Waren und Dienst-

leistungen irgendwelcher Art angewendet werden können (Urteile des 

BVGer B-187/2018 vom 22. Juli 2019 E. 7.5 "Deluxe [fig.]"; B-5642/2014 

vom 16. Juli 2015 E. 5.5 "Equipment"; B-6747/2009 vom 26. Februar 2010 

E. 5.2 "Wow"; B-1580/2008 vom 19. Mai 2009 E. 2.5 "A-Z", mit zahlreichen 

Hinweisen, unter anderem auf das Urteil des BGer 4A_161/2007 vom 

18. Juli 2007 E. 6.3 "we make ideas work"). 

3.  

3.1 Vorab sind die massgeblichen Verkehrskreise des Zeichens anhand 

der tatsächlichen Abnehmergruppen der Endabnehmerinnen und -abneh-

mer, Fachkreise und des Zwischenhandels zu bestimmen, ohne die Ab-

grenzung relevanter Sprach- und Fachkenntnisse vorwegzunehmen (vgl. 

Urteile des BGer 4A_65/2022 vom 6. Mai 2022 E. 4.3 "Factfulness"; 

4A_6/2013 vom 16. April 2013 E. 3.2.1 und 3.3.3 "Wilson"; Urteile des 

BVGer B-4751/2023 vom 24. Januar 2025 E. 5.7 "Appenzeller"; 

B-1136/2023 vom 12. Juni 2024 E. 2.9 "inTime Agile Logistics [fig.]"; 

B-2773/2023 vom 16. Oktober 2023 E. 3.1 "StyleLine"; B-1974/2022 vom 

8. März 2023 E. 2.2 "[Apfel] [fig.], [Apfel] [fig.]/[fig.]"). 

3.2 Bei den vorliegend eingetragenen Waren der Klasse 6 handelt es sich 

um Bleche aus Aluminium sowie Aluminiumlegierungen und 

Aluminiumfolien, welche als Rohmaterial für die Herstellung von 

Getränkedosen verwendet werden. Die Waren richten sich nicht an 

Endabnehmerinnen und -abnehmer, sondern dienen der Weiterver-

arbeitung. Mit der Vorinstanz ist damit übereinzustimmen, dass Abneh-

merinnen und Abnehmer dieser Waren Fachkreise – wohl insbesondere 

Getränkeherstellerinnen und -hersteller – und Zwischenhändlerinnen und 

-händler sind (vgl. Urteil des BVGer B-3555/2019 vom 24. Oktober 2019 

E. 3). Entsprechend ist von einer erhöhten Aufmerksamkeit der 

Abnehmerinnen und Abnehmer auszugehen (vgl. statt vieler: Urteil des 

BVGer B-1776/2023 vom 19. Februar 2024 E. 3 m.H. "ID NOW"). 

4.  

4.1 In einem weiteren Schritt ist zu prüfen, ob dem strittigen Zeichen "Vero" 

die notwendige Unterscheidungskraft zukommt. 

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Seite 8 

4.2  

4.2.1 Die Vorinstanz ist der Auffassung, das streitgegenständliche Zeichen 

"Vero" sei Teil des italienischen Grundwortschatzes und werde zumindest 

von den italienischsprachigen Abnehmerinnen und Abnehmern problemlos 

im Sinne von wahr, echt (authentisch) verstanden. In Bezug auf die einge-

tragenen Waren beschreibe das Zeichen in den dargelegten Bedeutungen 

direkt deren Qualität. Die Abnehmerinnen und Abnehmer erwarteten, dass 

es sich dabei um Waren aus z.B. echtem Aluminium handle. "Vero" werde 

im Zusammenhang mit verschiedenen Waren bzw. Materialien üblicher-

weise verwendet. Es werde damit ausgedrückt, dass es sich beim entspre-

chenden Material um das "echte/richtige Material" handle und nicht etwa 

um eine Nachahmung. Die Echtheit bzw. die richtige Zusammensetzung 

stelle gerade auch bei Materialien, welche wie vorliegend zur Weiterverar-

beitung eingesetzt würden, ein wichtiges Qualitätskriterium dar.  

4.2.2 In Zusammenhang mit den "Feuilles en aluminium à utiliser en tant 

que matières premières pour canettes de produits à boire; plaques d’alu-

minium à utiliser en tant que matières première pour canettes de produits 

à boire", für die die Marke beansprucht wird, könne "Vero" bzw. "echt/rich-

tig" beispielsweise dahingehend verstanden werden, dass es sich um sol-

che handle, die vollständig aus Aluminium bestehen also aus "echtem un-

legierten Aluminium". Für die Herstellung von Folien sei denn auch das 

reine sprich unlegierte Aluminium am geeignetsten, da aufgrund der guten 

Verformbarkeit auch sehr dünne Folien hergestellt werden könnten. Auch 

Legierungen könnten mit "echt" bzw. "richtig" beschrieben werden. Denn 

bei Legierungen gebe es ebenfalls Unterschiede in der Herstellung bzw. 

konkreten Zusammensetzung. Je nach Verwendung könne die konkrete 

Zusammensetzung von Bedeutung sein, bzw. eine ganz konkrete Zusam-

mensetzung erforderlich sein. Die Abnehmerinnen und Abnehmer würden 

das Zeichen "Vero" in Zusammenhang mit diesen Waren dahingehend ver-

stehen, dass es sich um solche mit der für diesen Zweck "richtigen" Legie-

rung handle. 

4.2.3 Auch wenn aus der Kennzeichnung einer Ware mit "Vero" in Allein-

stellung noch kein klarer Rückschluss auf die konkrete Beschaffenheit ge-

zogen werden könne, würden die angesprochenen Abnehmerinnen und 

Abnehmer "Vero" als eine reklamehafte Anpreisung bzw. Qualitätsangabe 

wahrnehmen, welche sich in allgemeiner Weise auf die Qualität der Waren 

beziehe. Damit fehle dem Zeichen "Vero" nach Ansicht der Vorinstanz die 

erforderliche Unterscheidungskraft. Als Qualitätshinweis und reklamehafte 

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Seite 9 

Anpreisung müsse der Ausdruck "Vero" zudem dem Wirtschaftsverkehr zur 

Verfügung stehen, weshalb am Zeichen auch ein Freihaltebedürfnis be-

stehe. Das Zeichen sei folglich gemäss Art. 2 Bst. a MSchG dem Gemein-

gut zugehörig. 

4.3  

4.3.1 Die Beschwerdeführerin ist dagegen der Auffassung, es sei nicht 

nachvollziehbar, dass das Zeichen "Vero" durch die Schweizer Abnehme-

rinnen und Abnehmer ohne Gedankenaufwand nur und sogleich in dem 

von der Vorinstanz genannten Sinne von "vrai, authentique" (übersetzt u.a. 

"echt, authentisch") verstanden werde und in Bezug auf die strittigen Wa-

ren eine direkt beschreibende und freihaltebedürftige Angabe darstellen 

solle. Bei der Marke "Vero" handle es sich um ein mehrdeutiges Wort, ein 

eigenständiges Fantasiezeichen. Ein direkt erkennbarer Sinngehalt des 

Zeichens liege nicht vor, für Gedankenarbeit und Fantasie bleibe viel 

Raum.  

4.3.2 Im Zusammenhang mit den beanspruchten Waren der Klasse 6 sei 

der Begriff "Vero" als völlig unüblich und ungewöhnlich einzustufen. Dass 

die Schweizer Abnehmerinnen und Abnehmer in Verbindung mit diesen 

Waren erwarten würden, dass Letztere aus echtem Metall oder echtem 

Aluminium bestünden, sei völlig abwegig. Bleche aus Aluminium oder Alu-

miniumlegierungen oder Aluminiumfolien, welche als Rohmaterial für Ge-

tränkedosen verwendet würden, seien immer aus "echtem" Aluminium 

oder Metall. Die hiesigen Abnehmerinnen und Abnehmer würden nicht er-

warten, dass diese Waren nicht aus "echtem" Aluminium oder Metall be-

stehen könnten, da "unechtes" Aluminium oder Metall nicht existiere. Es 

könne ausgeschlossen werden, dass mit "Vero" die Eigenschaften und ins-

besondere die Qualität der beanspruchten Waren direkt beschrieben 

werde. 

4.3.3 Unter Verweis auf ihre Eingabe vom 1. Juni 2023 (Vorakten, Bei-

lage 3) macht die Beschwerdeführerin zudem geltend, im Ausdruck "Vero" 

könnte höchstens eine indirekte Anspielung auf die fraglichen Waren er-

blickt werden. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung genüge eine 

blosse Anspielung jedoch noch nicht, um eine Bezeichnung als Gemeingut 

zu betrachten. "Vero" sei eine Fantasieangabe und gehöre nicht zum Ge-

meingut. 

B-4003/2024 

Seite 10 

4.3.4 Im Übrigen verweist die Beschwerdeführerin auf den Gleichbehand-

lungsgrundsatz und ihre in Zusammenhang mit diesem vorgebrachten 

Ausführungen im vorinstanzlichen Verfahren, wonach Datenbankabfragen 

in Swissreg sowie in Madrid Monitor für das Wort "Vero" in u.a. der vorlie-

gend relevanten Klasse 6 zeigten, dass in der Schweiz diverse Markenre-

gistrierungen für "Vero", selbst in Alleinstellung, existieren würden. Zudem 

sei die Marke "Vero" als Unionsmarke unter der Nr. 018511776 problemlos 

zugelassen worden. Weiter sei die obige IR-Marke noch in Grossbritan-

nien, Russland, der Türkei, Japan, Indien, Norwegen, Brasilien, Australien 

und den USA eingetragen bzw. zugelassen worden. Hätte dieses Zeichen 

die von der Vorinstanz genannte Bedeutung und würde es die beanspruch-

ten Waren der Klasse 6 direkt beschreiben, wäre das Zeichen mit Sicher-

heit nicht als Unionsmarke in den besagten Ländern eingetragen worden. 

5.  

5.1 Bei der Frage, ob der Marke "Vero" die notwendige Unterscheidungs-

kraft zukommt, ist zunächst vom Sinngehalt des Wortes "Vero" auszuge-

hen. 

5.2 Das Wort "Vero" gehört zum italienischen Grundwortschatz und bedeu-

tet als Adjektiv unter anderem "wahr, richtig, wirklich, echt, eigentlich, tat-

sächlich" oder als Nomen "das Wahre, die Wahrheit" (Langenscheidt, Itali-

enisch-Deutsch Übersetzung für "Vero", abrufbar unter <https://de.langen-

scheidt.com/italienisch-deutsch/vero>, zuletzt abgerufen am 27.02.2025; 

vgl. auch Urteil des BVGer B-4137/2021 vom 1. Februar 2023 E. 6.1.1 

"Truedepth" in Bezug auf den englischen Begriff "True"). Daneben kommen 

dem Wort "Vero" – wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt – wei-

tere Bedeutungen zu. So kann "Vero" unter anderem für einen Familienna-

men, eine Zelllinie oder diverse Ortschaften und Flüsse stehen. Diese Be-

deutung sind jedoch weit weniger naheliegend als die lexikalische Bedeu-

tung und treten aufgrund der Zugehörigkeit von "Vero" zum italienischen 

Grundwortschatz klar in den Hintergrund. Inwiefern "Vero" auch ein Fanta-

siezeichen sein soll, ergibt sich aus den Ausführungen der Beschwerde-

führerin sodann nicht und ist auch nicht ersichtlich. Die Marke "Vero" wird 

demnach durch die italienischsprachigen Abnehmerinnen und Abnehmer 

ohne besonderen Denk- und Fantasieaufwand unmittelbar als "wahr, rich-

tig, wirklich, echt, eigentlich, tatsächlich" verstanden. Aufgrund der Gleich-

wertigkeit aller vier Landessprachen kann dahingestellt bleiben, ob die 

Marke auch aus Sicht der anderen Landessprachen direkt im lexikalischen 

Sinn verstanden wird. 

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Seite 11 

5.3 Der Sinngehalt einer Marke ist immer im Hinblick auf die eingetragenen 

Waren zu betrachten. Bei den vorliegend in Frage stehenden Waren han-

delt es sich um Bleche aus Aluminium sowie Aluminiumlegierungen und 

Aluminiumfolien, welche als Rohmaterial für die Herstellung von Getränke-

dosen verwendet werden ("Feuilles en aluminium ou en alliages d’alumi-

nium à utiliser en tant que matières premières pour canettes de produits à 

boire; plaques d’aluminium à utiliser en tant que matières premières pour 

canettes de produits à boire"). Bereits aus dieser Bezeichnung wird klar, 

dass diese Waren zwingend aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen 

bestehen müssen und kein anderes Material in Frage kommt. In der Wert-

stofftechnik werden mit Aluminium alle Werkstoffe auf Basis des Elementes 

Aluminium (Al) verstanden. Dazu zählt Reinaluminium (mindestens 99,0 % 

Al), Reinstaluminium (mindestens 99,7 % Al) und insbesondere Aluminium-

legierungen (Wikipedia, Eintrag zu: "Aluminium", abrufbar unter 

<https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium>, zuletzt abgerufen am 

27.02.2025). Die genaue Zusammensetzung des Aluminiums bzw. der Alu-

miniumlegierung ist insofern von Bedeutung, als sich die Eigenschaften 

von Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen je nach ihrer konkreten Zusam-

mensetzung ändern (vgl. Wikipedia, Eintrag zu: "Aluminiumlegierung", ab-

rufbar unter <https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminiumlegierung>, zuletzt 

abgerufen am 27.02.2025). 

5.4 Bei den Abnehmerinnen und Abnehmern der Aluminiumbleche oder -

folien, welche der Weiterverarbeitung zu Getränkedosen dienen, handelt 

es sich um Zwischenhändlerinnen und -händler und Fachkreise (vgl. E. 3.2 

hiervor). Bei diesen relevanten Verkehrskreisen ist in Bezug auf die Her-

stellung von Getränkedosen von einer erhöhten Kenntnis auszugehen. 

Diesen Abnehmerinnen und Abnehmern – insbesondere den Getränkeher-

stellerinnen und -herstellern – ist demnach bewusst, dass die Aluminium-

bleche oder -folien, welche zu Getränkedosen weiterverarbeitet werden 

sollen, aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehen müssen 

und keine Alternativprodukte in Frage kommen. Darüber hinaus werden für 

die Weiterverarbeitung zu Getränkedosen auch bestimmte Eigenschaften 

erwartet. In diesem Zusammenhang liegt das Verständnis von "Vero" als 

"echt, authentisch, richtig" auf der Hand. Die Abnehmerinnen und Abneh-

mer erkennen unter der Bezeichnung "Vero" einen direkten Hinweis darauf, 

dass es sich bei den gekennzeichneten Waren um das echte, richtige, au-

thentische oder originale Material bzw. jenes mit der echten, richtigen Zu-

sammensetzung und nicht etwa um eine qualitativ schlechtere Nachah-

mung oder Imitation handelt. Dieses sinngebende Verständnis benötigt we-

der einen besonderen Denkaufwand noch Fantasie und wirkt vorliegend 

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Seite 12 

umso stärker, als es sich um Waren handelt, welche der Weiterverarbei-

tung dienen. Diesbezüglich ist den zutreffenden Ausführungen der Vor-

instanz zuzustimmen, dass die Qualität gerade bei Produkten, die der Wei-

terverarbeitung dienen, einen besonderen Stellenwert hat. Die relevanten 

Verkehrskreise sind darauf angewiesen, dass sie zwecks Weiterverarbei-

tung zu Getränkedosen das Passende bzw. Richtige Produkt erhalten. Ge-

rade bei Produkten aus Aluminium ist dies entscheidend, als Aluminium 

bzw. Aluminiumlegierungen je nach Zusammensetzung unterschiedliche 

Eigenschaften zukommen (vgl. E. 5.3 hiervor) und sich für die Weiterver-

arbeitung zu Getränkedosen nur bestimmte Zusammensetzungen anbie-

ten dürften. Durch die Marke "Vero" erhalten die Abnehmerinnen und Ab-

nehmer einen direkten Hinweis darauf, dass die gekennzeichneten Waren 

eben die benötigten Eigenschaften enthalten und "echt" sind. Inwiefern sie 

als "völlig unüblich und ungewöhnlich" einzustufen sei, geht aus den Aus-

führungen der Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar hervor und ist 

nach dem Gesagten auch nicht ersichtlich. Die Bezeichnung der Waren mit 

"Vero" ist aus Sicht der Abnehmerinnen und Abnehmer demnach nicht nur 

als allgemeiner Qualitätshinweis, sondern auch unmittelbar anpreisend zu 

verstehen, als ihnen die Waren als das Echte, Richtige oder Passende Pro-

dukt zum Kauf empfohlen werden. Die strittige Marke erschöpft sich dem-

nach in einem allgemeinen Qualitätshinweis und einer reklamehaften An-

preisung. 

5.5 Darüber hinaus – und wie von der Beschwerdeführerin zutreffend aus-

geführt –, gibt es kein "unechtes" Aluminium, sondern jedes Aluminium ist 

"echt". Hieraus kann die Beschwerdeführerin jedoch nichts zu ihren Guns-

ten ableiten. Im Gegenteil, denn auch ein selbstverständliches Attribut wirkt 

beschreibend, sofern es für die Ware von Bedeutung ist. Die Echtheit der 

Ware als Eigenschaft ist für die Aluminiumbleche und -folien von entschei-

dender Bedeutung (vgl. E. 5.4 hiervor). Abnehmerinnen und Abnehmer, 

welche Bleche oder Folien aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen für 

die Herstellung von Getränkedosen nachfragen, erwarten, dass es sich um 

ein Produkt aus Aluminium handelt. Gleiches sieht wohl auch die Be-

schwerdeführerin ein, indem sie bereits im vorinstanzlichen Verfahren in 

ihrer Stellungnahme vom 1. Juni 2023 ausführt, dass keiner der Abnehme-

rinnen und Abnehmer erwarte, dass die Waren nicht aus "echtem" Alumi-

nium seien (vgl. Vorakten, Beilage 3 Rz. 5). Die Abnehmerinnen und Ab-

nehmer verstehen damit unter der Marke "Vero", dass es sich beim ge-

kennzeichneten Produkt um ein Produkt aus echtem Aluminium bzw. der 

echten, richtigen Aluminiumlegierung handelt. Die Marke "Vero" 

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Seite 13 

verstanden als "echt, richtig" ist damit in Bezug auf die beanspruchten Wa-

ren der Klasse 6 hinsichtlich deren Beschaffenheit direkt beschreibend. 

5.6 Aufgrund ihres anpreisenden und beschreibenden Charakters ist die 

Marke "Vero" in Bezug auf die beanspruchten Waren der Klasse 6 nicht 

unterscheidungskräftig und gehört demnach dem Gemeingut an (vgl. 

E. 2.3 ff. hiervor). Die Frage, ob auch ein Freihaltebedürfnis in Bezug auf 

die strittige Marke besteht, kann angesichts der fehlenden Unterschei-

dungskraft der strittigen Marke offengelassen werden. 

6.  

6.1 Weiter beruft sich die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsschrift sinn-

gemäss auch auf den Grundsatz der Gleichbehandlung (Art. 8 Abs. 1 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 [BV, SR 101]) und stützt sich dabei auf folgende Eintragungen: 

• CH Nr. 558'550  VERO (Klassen 6 und 42) 

• IR Nr. 742'474  VERO (Klassen 6, 12, 16, 20 und 21) 

• IR Nr. 774'911 VERO (Klassen 6, 11, 20 und 21) 

• IR Nr. 1'069'791  VERO (Klasse 7) 

• IR Nr. 1'120'983  Vero (Klasse 11) 

• IR Nr. 1'390'251 VERO (Klassen 9, 35, 42 und 45) 

• IR Nr. 316'060 VERO (Klassen 16 und 21) 

 

6.2 Wie oben festgestellt, wurde das Zeichen "Vero" zurecht dem Gemein-

gut zugeordnet, sodass mit der vorliegenden Rüge nur noch die Gleichbe-

handlung im Unrecht verlangt werden kann. Ein Anspruch auf Gleichbe-

handlung im Unrecht wird gemäss Rechtsprechung ausnahmsweise aner-

kannt, wenn eine ständige gesetzwidrige Praxis einer rechtsanwendenden 

Behörde vorliegt und diese zu erkennen gibt, dass sie auch in Zukunft nicht 

von dieser Praxis abzuweichen gedenke (Urteile des BGer 4A_607/2023 

vom 26. April 2024 E. 3.2 "World Economic Forum"; 4A_483/2019 vom 

6. Januar 2020 E. 4 "[Hund] [fig.], [Pelzfigur] [fig.], [Elfe] [fig.]"; 

4A_136/2019 vom 15. Juli 2019 E. 3.3 "REVELATION"; 4A_62/2012 vom 

18. Juni 2012 E. 3 "[Doppelhelix] [fig.]"; Urteile des BVGer B-6577/2023 

vom 29. Juli 2024 E. 8.2 "Aloe Farmers"; B-1776/2023 vom 19. Februar 

2024 E. 6.2 "ID NOW"). Das Gleichbehandlungsgebot wird im Markenrecht 

nur zurückhaltend angewendet, da die Eintragungspraxis naturgemäss ka-

suistisch ist. Die Marken müssen hinsichtlich Zeichenbildung und bean-

spruchter Waren bzw. Dienstleistungen vergleichbar sein, wobei bereits 

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Seite 14 

geringfügige Unterschiede ins Gewicht fallen können (Urteil des BGer 

4A_261/2010 vom 5. Oktober 2010 E. 5.1 "V [fig.]"; BVGE 2016/21 E. 6.2 

m.w.H. "Goldbären"; Urteile des BVGer B-6577/2023 vom 29. Juli 2024 

E. 8.2 "Aloe Farmers"; B-2628/2022 vom 13. September 2023 E. 7.2 "No-

vafoil"). Was das Alter der herangezogenen Voreintragungen anbelangt, 

sollte deren Zulassung zum Markenschutz in der Schweiz in der Regel 

nicht länger als acht Jahre zurückliegen, damit diese noch als relevant an-

gesehen werden können (BVGE 2016/21 E. 6.6 "Goldbären"; Urteile des 

BVGer B-4751/2023 vom 24. Januar 2025 E. 10.2 "Appenzeller"; 

B-6577/2023 vom 29. Juli 2024 E. 8.2 "Aloe Farmers"; B-2628/2022 vom 

13. September 2023 E. 6.3 und 7.3 "Novafoil"). Schliesslich besteht insbe-

sondere dann kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht, wenn nur 

in vereinzelten Fällen vom Gesetz abgewichen wurde. Frühere – allenfalls 

fehlerhafte – Entscheide sollen nicht als Richtschnur für alle Zeiten Geltung 

haben müssen (BVGE 2016/21 E. 6.2 m.w.H. "Goldbären"). 

6.3 Bei den Marken CH Nr. 558'550 "VERO" (hinterlegt am 16. März 2007), 

IR Nr. 742'474 "VERO" (hinterlegt am 10. August 2000), IR Nr. 774'911 

"VERO" (hinterlegt am 7. Dezember 2001), IR Nr. 1'069'791 "VERO" (hin-

terlegt am 19. Januar 2011), IR Nr. 1'120'983 "Vero" (hinterlegt am 5. April 

2012) und IR Nr. 316'060 "VERO" (hinterlegt am 30. Juni 1966) liegt die 

Eintragung bereits zeitlich zu lange zurück, als dass sie für die aktuelle 

Praxis noch relevant sein könnten. Die verbleibende Marke IR 

Nr. 1'390'251 "Vero" wurde am 17. November 2017 und damit innerhalb 

der letzten acht Jahre eingetragen. Der Schutz dieser Marke wird indessen 

für Waren der Klassen 9, 35, 42 und 45 beansprucht, wobei sich in keiner 

der Klassen vergleichbare Waren finden. Die Marke ist damit nicht ohne 

weiteres vergleichbar und die Beschwerdeführerin kann daraus keine 

Rechte ableiten. Es ist keine ständige gesetzwidrige Praxis der Vorinstanz 

ersichtlich, welche der Beschwerdeführerin ein Recht auf Gleichbehand-

lung im Unrecht einräumen würde. Es handelt sich vielmehr um einzelne, 

teilweise weit zurückliegende Eintragungen. Die Ausführungen zur Gleich-

behandlung der Beschwerdeführerin sind daher nicht zielführend und es 

liegt in casu kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht vor. 

7.  

Die Beschwerdeführerin macht schliesslich unter Verweis auf ihre vor-

instanzliche Eingabe vom 1. Juni 2023 (Vorakten, Beilage 3) geltend, ihre 

Marke sei als Unionsmarke unter der Nr. 018511776 problemlos zugelas-

sen worden. Ausserdem sei die obige IR-Marke noch in Grossbritannien, 

Russland, der Türkei, Japan, Indien, Norwegen, Brasilien, Australien und 

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Seite 15 

den USA eingetragen bzw. zugelassen worden. Diesbezüglich ist die Be-

schwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass ausländischen Eintragungs-

entscheiden nach ständiger Rechtsprechung keine bindende Präjudizwir-

kung zukommt (vgl. dazu BGE 136 III 474 E. 6.3 "Madonna [fig.]"; 130 III 

113 E. 3.2 "Montessori"; 129 III 225 E. 5.5 "Masterpiece"). Bloss in Grenz-

fällen sind sie unter Umständen als Indiz für die Eintragungsfähigkeit zu 

werten (Urteil des BGer 4A_261/2010 vom 5. Oktober 2010 E. 4.1 "V 

[fig.]"). Angesichts des klaren Gemeingutcharakters der strittigen Marke 

kommt dem Umstand, dass ihr in ausländischen Jurisdiktionen Schutz ge-

währt worden sein mag, keine Indizwirkung für den Ausgang des schwei-

zerischen Markeneintragungsverfahrens zu. Es handelt sich vorliegend 

nicht um einen Grenzfall, bei dem allenfalls der Blick in die ausländische 

Prüfungspraxis den Ausschlag für eine Schutzgewährung geben könnte. 

Entsprechend bleibt kein Raum für eine Eintragung im Zweifelsfall (vgl. 

dazu Urteil des BGer 4A_178/2023 vom 8. August 2023 E. 7 m.w.H. 

"Truedepth").  

8.  

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz der Marke der Beschwerdeführerin 

die Schutzausdehnung für die Schweiz zurecht verweigert. Die Be-

schwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten der Beschwerdeführe-

rin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühren sind nach 

Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und der 

finanziellen Lage der Parteien festzulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 

Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Bei Streitigkeiten betreffend Markeneintragungen sind Vermögensinteres-

sen betroffen. Die Gerichtsgebühr bemisst sich folglich in erster Linie nach 

dem Streitwert (Art. 4 VGKE). Die Schätzung des Streitwertes hat sich an 

den Erfahrungswerten der Praxis zu orientieren, wobei bei eher unbedeu-

tenden Zeichen grundsätzlich ein Streitwert zwischen Fr. 50'000.– und 

Fr. 100'000.– angenommen wird (BGE 133 III 490 E. 3.3 "Turbinenfuss 

[3D]"). Von diesem Erfahrungswert ist auch für das vorliegende Verfahren 

auszugehen. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens sind mit Fr. 3'000.– 

zu beziffern und dem von der Beschwerdeführerin in gleicher Höhe geleis-

tetem Kostenvorschuss zu entnehmen. 

B-4003/2024 

Seite 16 

9.2 Eine Parteientschädigung ist weder der unterliegenden Beschwerde-

führerin (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE) noch der Vorinstanz als 

Bundesbehörde (Art. 7 Abs. 3 VGKE) zuzusprechen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-

nommen.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Eid-

genössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Chiara Piras Silas Bänziger 

 

  

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Seite 18 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt werden 

(Art. 72 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde 

spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder 

zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist 

(Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begrün-

dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 10. März 2025 

 

  

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Seite 19 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 1644194; Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD 

(Gerichtsurkunde)