# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df106265-3fc8-52b6-a140-7008fbf370df
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2024 III 2023 203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-203_2024-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 203

Entscheid vom 22. Februar 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien ARGE A.________ bestehend aus: 
1. B.________ AG, 2. C.________ AG, 
c/o B.________ AG, 
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Beschwerdeführerin,

gegen 

1. Kantone Schwyz und Uri, Projektleitung Bauherrn-
gemeinschaft N4 Neue Axenstrasse,
vertreten durch: Baudepartement des Kantons Schwyz, 
Postfach 1250, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. ARGE E.________ bestehend aus: 
1. F.________ AG, 2. G.________ ag, 3. H.________ AG, 
c/o F.________ AG, 
vertreten durch Rechtsanwältin I.________ und / oder 
Rechtsanwältin J.________,
Beigeladene,

Gegenstand Öffentliches Beschaffungsrecht (Zuschlagserteilung und 
Verfahrens-ausschluss; Vergabeverfahren N4 Neue Axen-
strasse, Los K.________)

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Sachverhalt:

A. Mit Publikationsdatum vom (…) 2023 schrieben die Kantone Schwyz und 
Uri, Projektleitung Bauherrngemeinschaft N4 Neue Axenstrasse, vertreten durch 
das Baudepartement des Kantons Schwyz, auf der Plattform Simap die dem 
Staatsvertragsbereich unterliegenden Bauarbeiten "N4 Neue Axenstrasse Baulos 
K.________" im offenen Verfahren aus (Vi-act. 1). Innert der Eingabefrist bis 15. 
September 2023, 11.45 Uhr, haben sechs Arbeitsgemeinschaften Angebote 
(Amts- und Unternehmervarianten) eingereicht (Vi-act. 4). 

B. Am 12. Dezember 2023 beschloss der Regierungsrat des Kantons Schwyz 
(der Kanton Schwyz wurde mit der Federführung des Projektes beauftragt, nach-
dem dieses zum grössten Teil auf Schwyzer Gebiet liegt) mit RRB Nr. 937/2023, 
dass drei Angebote von Amtsvarianten, darunter das Angebot der ARGE 
A.________, sowie sämtliche Angebote von Unternehmervarianten vom Verga-
beverfahren ausgeschlossen werden und die Baumeisterarbeiten für das Los 
K.________, zum Angebotspreis von Fr. (…) (inkl. MwSt) an die ARGE 
E.________ vergeben werden. Das Tiefbauamt wurde beauftragt, den Offertstel-
lern die Arbeitsvergabe mit einer schriftlichen Mitteilung zu eröffnen (Vi-act. 7.1). 
Vor der Beschlussfassung des Schwyzer Regierungsrates erklärten schon das 
Bundesamt für Strassen ASTRA (am 9.11.2023) sowie der Regierungsrat des 
Kantons Uri (am 5.12.2023) ihre Zustimmung zur Vergabe an die ARGE 
E.________ (Vi-act. 7.2 und 7.3).

C. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2023 informierte das Tiefbauamt die 
ARGE A.________ wie folgt über die Vergabe der Baumeisterarbeiten 'N4 Neue 
Axenstrasse, Los K.________' (Vi-act. 7.4):

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat […] oben genannte Arbeiten wie folgt 
vergeben:

ARGE E.________
c/o F.________ AG zu netto Fr. (…), inklusive MWST

Begründung
Gestützt auf Art. 29 und Art. 41 IVöB erfolgt die Vergabe an das vorteilhafteste An-
gebot. Das preislich an erster Stelle liegende Angebot der ARGE E.________, c/o 
F.________ AG, ist nach Auswertung aller Zuschlagskriterien das vorteilhafteste 
Angebot. Ausschlaggebend war das Kriterium Preis (ZK 1). Alle Teilnahmebedin-
gungen und Eignungskriterien sind erfüllt.
Mehrere Angebote mussten vom Wettbewerb ausgeschlossen werden.

Begründung für den Ausschluss Ihres Angebots (nur in diesem Vergabe-
schreiben enthalten) 
Die von der ARGE A.________, c/o B.________ AG, im Zusammenhang mit dem 
Eignungskriterium 3.1 (Erfahrung Schlüsselperson Baustellenchef) vorgebrachte 

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Schlüsselperson wurde im Referenzprojekt "Schulhausplatz L.________" als 
Bauführer eingesetzt. Die Schlüsselperson weist somit nicht die geforderte Erfah-
rung als Baustellenchef vor (keine baustellenleitende Funktion). Da es sich bei ei-
nem Bauführer nicht um einen Baustellenchef handelt, erfüllt das Angebot der 
ARGE A.________ mit dieser Schlüsselperson folglich die Anforderungen des Eig-
nungskriteriums 3.1 nicht. Die ARGE A.________, c/o B.________ AG, wird daher 
vom Vergabeverfahren ausgeschlossen (Art. 44 Abs. 1 Bst. a IVöB).

[Rechtsmittelbelehrung]

D. Am 22. Dezember 2023 lässt die ARGE A.________ gegen den Vergabe-
entscheid beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwer-
de erheben mit den Anträgen:

1. Es sei die Nichtigkeit der Verfügung betreffend Eröffnung des Vergabebe-
schlusses und Ausschluss vom Wettbewerb vom 12. Dezember 2023 festzu-
stellen. Eventualiter sei die Verfügung betreffend Eröffnung des Vergabebe-
schlusses und des Ausschlusses vom Wettbewerb vom 12. Dezember 2023 
aufzuheben.

2. Die Beschwerdeführerin sei zum Vergabeverfahren zuzulassen. Eventualiter sei 
die Sache zur neuen Beurteilung der Zulassung der Beschwerdeführerin an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Die Zuschlagsempfängerin sei vom Verfahren auszuschliessen. Das Angebot 
6.2 sei vom Verfahren auszuschliessen.

4. Der Zuschlag sei der Beschwerdeführerin zu erteilen. Eventualiter sei die Sache 
zur neuen Beurteilung der Vergabe an die Vorinstanz zurückzuweisen.

5. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die aufschiebende 
Wirkung sei superprovisorisch anzuordnen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner.

E. Mit Verfügung vom 27. Dezember 2023 wurde der Beschwerde einstweilen 
bis auf Widerruf aufschiebende Wirkung erteilt. Dem Kanton wurde Frist bis 
17. Januar 2024 zur Vernehmlassung und Akteneinreichung angesetzt; die Zu-
schlagsempfängerin wurde eingeladen, durch Einreichen einer Vernehmlassung 
innert derselben Frist dem Verfahren als Beigeladene beizutreten. Sämtliche Par-
teien wurden aufgefordert, zum Umfang der Einsichtnahme in die vorinstanzli-
chen Akten Stellung zu nehmen. 

F. Mit Vernehmlassung vom 12. Januar 2024 beantragt das Baudepartement 
als Vertreter der Kantone Schwyz und Uri:

1. Der Beschwerde vom 22. Dezember 2023 sei die aufschiebende Wirkung wie-
der zu entziehen.

2. Die Beschwerde vom 22. Dezember 2023 sei vollumfänglich abzuweisen.

3. Alles unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.

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G. Mit Vernehmlassung vom 17. Januar 2024 tritt die ARGE E.________ dem 
Verfahren als Beigeladene bei und stellt die Anträge:

1. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten wer-
den kann.

2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung bereits nach Zustellung der 
Vernehmlassung nicht zu gewähren bzw. die superprovisorisch gewährte auf-
schiebende Wirkung wieder zu entziehen.

3. Es seien das Angebot der Zuschlagsempfängerin sowie alle Akten und Rechts-
schriften, welche Informationen zum Angebot der Zuschlagsempfängerin ent-
halten, gegenüber der Beschwerdeführerin und Dritten vertraulich zu behan-
deln.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin.

H. Das Verwaltungsgericht entzog der Beschwerde mit Zwischenbescheid 
III 2024 6 vom 25. Januar 2024 die aufschiebende Wirkung per sofort. Gleichzei-
tig wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet.

I. Mit Schreiben vom 6. Februar 2024 zieht die Beschwerdeführerin die Be-
schwerde zurück und ersucht um Abschreibung des Verfahrens unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz. Am 7. Februar 2024 infor-
miert das Baudepartement das Gericht, der Werkvertrag mit der Zuschlagsemp-
fängerin sei am 6. Februar 2024 beidseitig unterzeichnet worden. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Aufgrund des Beschwerderückzugs ist das Beschwerdeverfahren ohne 
Weiterungen als gegenstandslos geworden am Protokoll abzuschreiben (§ 28 
lit. a Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974).

2. Mit dem Zwischenbescheid III 2024 6 vom 25. Januar 2024 wurde die Re-
gelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen jenes Verfahrens ins Hauptverfah-
ren verlegt. Mithin ist darüber in diesem Entscheid zu befinden.

3. Die Beschwerdeführerin beantragt die Verfahrensabschreibung unter Kos-
ten und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz. Der Entzug der aufschie-
benden Wirkung sei mit einer ungünstigen Hauptsachenprognose begründet 
worden. Eine telefonische Auskunft der Referenzprojekt-Kontaktperson gegenü-
ber der Vergabebehörde habe ergeben, dass die Schlüsselperson keine Funktion 
eines Baustellenchefs gehabt habe. In Kenntnis dieses Telefonats bzw. der Tele-
fonnotiz müsse die Beschwerde als aussichtslos betrachtet werden. Es sei ärger-
lich, dass eine derart relevante Information für die Beurteilung der Erfolgs-

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aussichten einer Beschwerde im Vergabeentscheid vom 12. Dezember 2023 
keine Erwähnung gefunden habe und erst in einem Beschwerdeverfahren offen-
bart worden sei. Wäre bereits im angefochtenen Entscheid auf dieses Telefonge-
spräch verwiesen worden, hätte sich die Beschwerde von Anfang an erübrigt. Die 
Beschwerde sei praktisch durch die lückenhafte Begründung des Vergabeent-
scheids veranlasst worden. Dies gelte es bei der Verlegung der Prozesskosten 
zu berücksichtigen.

4.1 Die Kosten für den Erlass eines Entscheides oder Zwischenbescheides 
werden in der Regel der unterliegenden Partei überbunden (§ 72 Abs. 2 VRP). 
Die obsiegende Partei kommt für die Kosten auf, die sie durch ein pflichtwidriges 
Verhalten im Verfahren verursacht hat (§ 72 Abs. 3 VRP). Wird ein Verfahren 
gegenstandslos, so liegt der Entscheid über die Kostenfolge im Ermessen der 
Behörde (§ 72 Abs. 4 VRP). 

4.2 Die Beschwerdeführerin rügt sinngemäss eine Gehörsverletzung durch 
mangelhafte Begründung des angefochtenen Vergabeentscheides. Rechtspre-
chungsgemäss muss einer Gehörsverletzung - selbst wenn der Fehler im Rah-
men des Beschwerdeverfahrens geheilt wird - bei der Kostenregelung Rechnung 
getragen werden, sei es durch angemessene Reduktion der Gerichtskosten, 
Verzicht auf die Kostenerhebung oder indem der für die Gehörsverletzung ver-
antwortlichen Behörde Kosten auferlegt werden (Urteil BGer 1C_158/2019 vom 
30.3.2020 E. 6; VGE III 2022 189 vom 29.3.2023 E. 7.1.2; VGE I 2022 45 vom 
9.12.2022 E. 4.2; VGE III 2019 205 vom 20.3.2020 E. 2.4).

4.3 Die Auftraggeberin oder der Auftraggeber eröffnet Verfügungen durch Ver-
öffentlichung oder durch individuelle Zustellung an die Anbieter (Art. 51 Abs. 1 In-
terkantonale Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen [IVöB; SRSZ 
430.120.1] vom 15.11.2019). Beschwerdefähige Verfügungen sind summarisch 
zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen (Art. 51 Abs. 2 
IVöB). Die summarische Begründung eines Zuschlags umfasst die Art des Ver-
fahrens und den Namen des berücksichtigten Anbieters (lit. a), den Gesamtpreis 
des berücksichtigten Angebots (lit. b), die massgebenden Merkmale und Vorteile 
des berücksichtigten Angebots (lit. c) und gegebenenfalls eine Darlegung der 
Gründe für eine freihändige Vergabe (lit. d von Art. 51 Abs. 3 IVöB). 

Gemäss den allgemeinen Grundsätzen zur Begründungspflicht einer Verfügung 
muss die Begründung so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Trag-
weite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache 
an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens 
kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten 

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lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2; Urteile 
BGer 9C_101/2011 vom 21.7.2011 E. 6.1; 9C_257/2011 vom 25.8.2011 E. 5.1). 
Diese Pflicht zur Begründung eines Entscheides bzw. einer Verfügung gründet 
im verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) vom 
18. April 1999. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll die Begrün-
dungspflicht verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten 
lässt, und es dem Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sach-
gerecht anzufechten. 

4.4 Vorliegend hat die Vergabebehörde den Ausschluss der Beschwerdeführe-
rin implizit beschlossen, gleichzeitig aber den Ausschluss in der Mitteilung des 
Vergabeentscheids ausdrücklich begründet (vgl. oben Ingress Bst. C). Wie im 
Zwischenbescheid aufgezeigt, entspricht die Begründung den Ausführungen im 
Vergabeentscheid des Regierungsrates (Zwischenbescheid III 2024 6 vom 
25.1.2024 E. 5.1). Den weiteren Verfahrensakten kann entnommen werden, dass 
die Vergabebehörde die Funktion der Schlüsselperson beim Referenzprojekt bei 
der Kontaktperson telefonisch abgeklärt hat und der Entscheid auf dieser Ab-
klärung basiert (Zwischenbescheid III 2024 6 vom 25.1.2024 E. 5.4.2). Die Erwä-
gung im Vergabeentscheid und die Begründung in der Zuschlagsmitteilung stim-
men mit dem Ergebnis der Abklärung überein. Die Aussage ist korrekt, nämlich, 
dass die Schlüsselperson die geforderte Erfahrung als Baustellenchef beim Refe-
renzprojekt nicht aufweist und er folglich die Anforderungen des Eignungskriteri-
ums 3.1 nicht erfüllt. Diese Begründung erfüllt die Anforderungen an eine genü-
gende Begründung (vgl. oben E. 4.3).

4.5 Mit der neuen IVöB wurde die Beschwerdefrist von 10 auf 20 Tage erhöht. 
Dies nicht zuletzt, um den Betroffenen mehr Zeit für die Prüfung einer allfälligen 
Beschwerde zu gewähren (vgl. Musterbotschaft Totalrevision IVöB vom 
16.1.2020 Art. 56). Namentlich kann auf Verlangen einer nichtberücksichtigten 
Anbieterin etwa ein Debriefing durchgeführt werden, wo über die Begründung der 
Verfügung hinausgehende Erklärungen des Entscheides abgegeben werden 
können (vgl. Bieri, in Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Be-
schaffungsrecht, Art. 51 Rz. 29). Die Möglichkeit, noch während der Beschwerde-
frist von der Vergabebehörde weiterführende Auskunft zu verlangen, war unter 
altem Recht ausdrücklich vorgesehen (§ 36 Abs. 3 VIVöB) und gilt auch unter 
neuem Recht, da es die Transparenz und Glaubwürdigkeit des Verfahrens erhöht 
und Rechtsmittelverfahren zu vermeiden hilft (vgl. VGE III 2019 205 vom 
20.3.2020). So bezweckt etwa auch das Debriefing die Bekanntgabe namentlich 
der wesentlichen Gründe für die Nichtberücksichtigung des Angebots, sodass 

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unnötige Beschwerden nach Möglichkeit vermieden werden können (vgl. TRIAS, 
Leitfaden für öffentliche Beschaffungen, Kap. 6.2, www.trias.swiss). 

Vorliegend ergibt sich aus den Akten nicht, dass die Beschwerdeführerin die Vor-
instanz noch vor Beschwerdeerhebung um weitergehende Auskunft ersucht hät-
te. Sie macht auch nicht geltend, die Vergabebehörde habe weitergehende Aus-
kunft verweigert. Dass die Vorinstanz die einschneidende Feststellung, die 
Schlüsselperson der Beschwerdeführerin erfülle das Eignungskriterium nicht, 
nicht leichthin und ohne Abklärung getroffen haben dürfte, durfte die Beschwer-
deführerin annehmen. Sie selbst äusserte ja, von der Vergabebehörde dürfe er-
wartet werden, dass sie bei der Kontaktperson Abklärungen treffe (was die Ver-
gabebehörde effektiv getan hat). Auch kontaktierte sie selbst während der Be-
schwerdefrist diese Kontaktperson (vgl. Zwischenbescheid III 2024 6 vom 
25.1.2024 E. 5.3). Hingegen hat sie es unterlassen, die entscheidende Vor-
instanz um weitergehende Auskunft zu ersuchen. 

4.6 Zusammenfassend steht fest, dass zum einen die Begründung der ange-
fochtenen Verfügung den gesetzlichen Anforderungen genügt. Zum andern wäre 
das Beschwerdeverfahren vermeidbar gewesen, wenn die Beschwerdeführerin 
bei der Vergabebehörde noch während der Beschwerdefrist Auskunft eingeholt 
hätte. Damit aber liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, welche es 
bei der Kostenverlegung zu beachten gälte.

5.1 Für das vorliegende Hauptverfahren, das aufgrund des Beschwerderück-
zugs gegenstandslos geworden ist, sind keine Kosten zu erheben.

5.2 Die Kosten für das Zwischenbescheidverfahren sind auf Fr. 500.-- (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) festzulegen und der Beschwerde-
führerin aufzuerlegen.

5.3.1 Der anwaltschaftlich vertretenen Beigeladenen ist zulasten der Beschwer-
deführerin eine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 74 Abs. 1 VRP). Die Ent-
schädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA, 
SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. § 2 des Gebührentarifs sieht als Bemes-
sungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Umfang 
und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. Das Ho-
norar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
(§ 14 GebTRA). Eine allfällige Kostennote ist zu spezifizieren und vor Fällen des 
Entscheides einzureichen; andernfalls wird die Vergütung nach freiem Ermessen 
festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Auch spezifizierte Kostennoten sind, soweit die 

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Anwaltskosten ganz der teilweise der Gegenpartei überbunden werden, auf ihre 
Angemessenheit zu prüfen (§ 6 Abs. 3 lit. a GebTRA). 

Gestützt auf die obzitierten Normen befolgen die Verwaltungsbehörden und das 
Verwaltungsgericht bei der Entschädigungsbemessung eine zurückhaltende Pra-
xis. Dies entspricht § 74 Abs. 1 VRP, welcher nur von einer angemessenen Ent-
schädigung und nicht vom Anspruch auf Ersatz der Kosten der Prozessführung 
und Vertretung nach gerichtlicher Festsetzung (vgl. Art. 105 f. der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] vom 19.12.2008) spricht. § 74 Abs. 1 
VRP verlangt nicht die Ausrichtung einer vollen, sondern nur einer angemesse-
nen, im Rahmen des Gebührentarifs sich bewegenden und anhand des notwen-
digen Aufwandes bestimmten Parteientschädigung. Die Parteientschädigung 
versteht sich als Beitrag an die Anwaltskosten und muss nicht vollumfänglich 
dem in einer eingereichten Kostennote aufgeführten Betrag entsprechen (Urteil 
BGer 2A.453/2004 vom 23.3.2005 E. 5). Die Bindung an den Gebührentarif und 
damit die notwendige Wahrung der Proportionen zwischen den verschiedensten 
Aufwandintensitäten bedingt, dass aufwandgeringe Verfahren nur so hoch ent-
schädigt werden, dass der Gebührentarif auch für aufwandintensivste Fälle noch 
eine angemessene Entschädigung zulässt (EGV-SZ 2014 B1.3). Die Zurückhal-
tung bei der Bemessung der Parteientschädigung geht einher mit einer ebenso 
grossen Zurückhaltung bei der Bemessung der Verfahrenskosten (EGV 1986 
Nr. 2; VGE 708/97 vom 2.9.1997 E. 1c). Sodann beträgt der aktuell vom Verwal-
tungsgericht akzeptierte maximale Stundenansatz Fr. 220.-- inkl. MwSt (vgl. VGE 
III 2015 176 vom 22.12.2015 E. 4).

5.3.2 Die Beigeladene hat am 21. Februar 2024 eine Kostennote eingereicht. 
Angesichts der komplexen Fragestellung und des hohen Streitwerts sei der Bei-
zug eines Rechtsbeistandes notwendig gewesen. Umfangreiche Akten und die 
rechtliche Komplexität hätten einen gewissen Aufwand im Umfang von bislang 
27.51 Stunden verursacht. In Beachtung von § 74 Abs. 1 VRP i.V.m. § 14 Geb-
TRA werde eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 8'400.-- geltend ge-
macht. 

5.3.3 In Anbetracht der von der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen, nament-
lich, dass das Angebot der Zuschlagsempfängerin vom Verfahren auszuschlies-
sen sei, ist der Beizug eines Rechtsbeistandes angemessen. Hingegen rechtfer-
tigen weder die Komplexität der Streitsache noch der einfache Schriftenwechsel 
eine Parteientschädigung in der gesetzlichen Maximalhöhe, welche aufwandin-
tensivsten Vertretungen vorbehalten ist. Unberücksichtigt lässt die Beigeladene 
ebenso den maximalen Stundenansatz von Fr. 220.-- inkl. MwSt, was bei den 
ausgewiesenen Stunden (27.51h) einen Betrag von Fr. 6'052.20 ergibt. Unter 

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Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien, der eingereichten 
Honorarnote sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist die Partei-
entschädigung auf insgesamt Fr. 3'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzu-
setzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Das Beschwerdeverfahren wird infolge Beschwerderückzugs als gegen-
standslos geworden abgeschrieben.

2. Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben; die Kosten 
für das Zwischenbescheidverfahren III 2024 6 vom 25. Januar 2024 von 
Fr. 500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden der 
Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 4. Januar 2024 einen Kostenvor-
schuss von Fr. 2'500.-- geleistet, so dass ihr Fr. 2'000.-- aus der Gerichts-
kasse zurückerstattet werden.

3. Die Beschwerdeführerin hat der Beigeladenen eine Parteientschädigung 
von Fr. 3'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, wenn der staatsvertragliche Schwellenwert 
überschritten ist und soweit sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-
deutung stellt (Art. 42 und 82 ff., insbesondere Art. 83 lit f. des Bundesge-
setzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). 

Im Übrigen kann ebenfalls innert 30 Tagen seit Zustellung subsidiäre Ver-
fassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässi-
gen Rechten gerügt werden (Art. 113 ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentli-
cher Beschwerde sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift ein-
zureichen.

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Rechtsvertreterin der Beigeladenen (2/R; unter Beilage des Be-

schwerderückzugs vom 6.2.2024)
- die Vorinstanz (R; unter Beilage des Beschwerderückzugs vom 6.2.2024)
- und die Eidg. Wettbewerbskommission, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 22. Februar 2024

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Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Februar 2024