# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38cf0cc0-b45f-5e81-97d7-c640bd3d2831
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-02-20
**Language:** de
**Title:** In der angestammten Tätigkeit ist medizinisch keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Subjektive Selbsteinschätzung und Ausführungen des Arbeitgebers genügen nicht, um einen anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad auszuweisen. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2019.00220
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2019.00220.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2019.00220
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Sozialversicherungsrichterin Sager
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
2
0.
Februar 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
,
geboren
1963
, meldete sich am
4.
April 2003 unter Hinweis auf Bein
beschwerden bei der Invalidenversicherung
für eine Umschulung
an (Urk.
8/4
Ziff.
7.2 und
Ziff.
7.8
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
nahm Abklärungen der medizinischen und beruflich
-
erwerbli
chen Situation vor
(
Urk.
8/25)
und erteilte
mit Verfügung
en
vom
5.
März 2004 (
Urk.
8/41)
,
vom 2
2.
Dezember 2004 (
Urk.
8/51)
und
vom 2
1.
September 2005 (
Urk.
8/64)
Kostengutsprache für
eine Umschulung zum Microsoft Certified Sys
tems Engineer, welche mit Mitteilung vom 1
5.
März 2007
erfolgreich
abgeschlos
sen wurde (
Urk.
8/91).
1.2
Am 2
7.
Dezember 2017 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf
ein
e
Chro
nic
Obstructive
Pulmonary
Disease
(
COPD
)
, eine Diskushernie mit schwerer Arth
rose sowie ein ausgelottertes Knie
erneut bei der Invalidenver
sicherung zum Leis
tungsbezug an
(
Urk.
8/96,
Urk. Urk.
8/
97
Ziff.
6.1-2
). Die IV-Stelle klärte die beruflich-erwerbliche und die medizinische Situation ab und zog die Akten des Unfallversicherers (
Urk.
8/100) bei.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/
115
;
Urk.
8/117
)
verneinte
die IV-Stelle mit Verfügung vom
2
5.
Februar 2019 einen Rentenanspruch
(Urk.
8/131
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
2
2.
März 2019
Beschwerde
(
Urk.
1)
. Mit Gerichtsverfü
gung vom
1.
April 2019 wurde ihm eine nicht erstreckbare Frist von 10 Tagen angesetzt, um ein klares Rechtsbegehren und eine hinreichende Begründung zu formulieren sowie den angefochtenen Entscheid einzureichen (
Urk.
3). Dem kam der Beschwerdeführer am
9.
April 2019 nach und beantragte sinngemäss, dass die Verfügung vom 2
5.
Februar 2019
(
Urk.
2)
aufgehoben und ihm eine halbe Ren
te zugesprochen werde (
Urk.
5
S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
3.
Mai 2019
(
Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
am 1
4.
Mai 2019
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9
).
Am 1
0.
sowie am 1
3.
September 2019 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein (vgl.
Urk.
11,
Urk.
12/1-3,
Urk.
13/1-3
)
.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkom
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim
men lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass nach Anmeldung des Beschwerdeführers im Dezember 2017 sein Anspruch auf beruf
liche Massnahmen geprüft
,
jedoch gemäss Rückmeldung des Arbeitgebers und der Case Managerin die Rentenprüfung gewünscht worden sei. Aufgrund der vor
liegenden medizinischen Unterlagen bestünden gesundheitliche Einschränkun
gen. Es lägen jedoch keine Arztberichte vor, welche eine Arbeitsunfähigkeit aus
w
iesen. Der Beschwerdeführer übe
zurzeit seine b
isherige Tätigkeit in einem 100
%-
Pensum aus. Die aktuelle Tätigkeit als Systemadministrator entspreche eine
r
dem Gesundheitsschaden optimal angepasste
n
Tätigkeit (S. 1).
Das
Warte
jahr
sei vorliegend
nicht erfüllt. Die Arbeitsunfähigkeit liege auch gemäss den eingeholten Arztberichten unter 40
%
und begründe weiterhin kein
en
Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 2).
2.2
Dagegen macht der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
5) geltend, dass er seit diversen Jahren gegenüber seinem Arbeitgeber trotz einer vollen Präsenz
zeit aus gesundheitliche
n Gründen
nicht mehr die
volle Arbeitsleistung erbringe. Er
habe daher
verschiedene
Ärzte aufsuchen müssen (Knie-, Lungen-, Rücken- und Herzspezialist) um sich behandeln zu lassen.
Die Angaben seines Arbeitge
bers bescheinigten, dass er sehr viele gesundheitsbedingte Absenzen aufweise sowie eine gesundheitsbedingte hohe Leistungseinbusse. Dies habe die Beschwer
degegnerin überhaupt nicht berücksichtigt. Seit Januar 2019 habe sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechtert. Sein Arbeitgeber wolle ihm daher nur noch einen Lohn von 50
%
ausbezahlen
, was seiner effek
tiven Gesamtleistung entspreche
(S. 1 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali
denrente.
3.
3.1
Dr.
med.
Y.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates, Klinik
Z.___
, stellte in seinem Bericht vom 2
8.
März 2018 (
Urk.
8/106/1-2) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Osteochondrose
L5/S1 mit
Diskusprotrusion
und
Osteochondrose
der
Len
denwirbelsäule (LWS)
tieflumbal
-
incipiente
Gonarthrose links bei Status nach Kniegelenksarthroskopie links mit lateraler
Meniskektomie
am 2
0.
Oktober 2016
-
Status nach Kniegelenkstrauma links
im Jahr
1983
-
Status nach
Val
gisationsosteotomie
links
im Jahr 2002
Dr.
Y.___
führte aus, er habe den Beschwerdeführer am 2
7.
März 2018 in der Sprechstunde untersucht und beraten. Durch die vor rund einem halben Jahr ein
geleitete Physiotherapie hätten die akuten Rückenschmerzen sehr gut kompen
siert werden können, so dass der Patient grösstenteils mit de
n Restbeschwerden gut zurecht
komme. Nur intermittierend träten einschiessende
,
zum T
eil immobi
lisierende Rückenschmerzen auf, die aber unter
Mefenaminsäure
und mit instru
ierten Übungen gut überbrückt werden könnten. Von Seiten des Kniegelenks sei der Patient weitgehend beschwerdefrei, a
bgesehen von
einer gewissen Wetterfüh
ligkeit und Schmerzen bei Kälte. Der Patient habe angegeben, vor allem durch die COPD in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt zu sein (S. 1 Mitte).
Dr.
Y.___
führte aus, dass der Patient momentan von Seiten des Bewegungs
apparates
mit regelmässiger Physiotherapie zur Rumpfstabilisation
gut kompen
siert sei. Über eine allfällige 20%ige Arbeitsunfähigkeit könne durchaus
diskutiert werden. Diese wü
rde das Erhalten des jetzigen Resultats sicher unterstützen und dem Patient auch ermöglichen, rege
l
mässig sowohl für den Rücken
als
auch die Wirbelsäule Therapien durchzuführen. Inwieweit der Patient durch seine COPD eingeschränkt sei, könne nicht beurteilt werden. Operativ stünden zurzeit sicher keine Massnahmen an, weder bezüglich der Kniegelenkbeschwerden noch hin
sichtlich der Wirbelsäule (S. 2).
3.2
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für Pneumologie und für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 1
2.
Juni 2018 (
Urk.
8/106/5
-6
) als Diag
nose eine COPD GOLD Stadium III, Risikogruppe D (S. 1).
Dr.
A.___
führte aus, er habe den Beschwerdeführer am 1
2.
Juni 2018 nachkontrolliert. Seit der letzten Untersuchung am 1
1.
Oktober 2016 sei es zwischen
zeitlich mindestens zu zwei
Infe
ktexazerbationen
mit in der Folge Zunahme der Dyspnoe bei Anstren
gung gekommen. Der Beschwerdeführer habe stets Husten mit weisslichem Aus
wurf.
Er
arbeite als Systemmanager, richte aber auch Arbeitsplätze ein
,
und als Logistiker. Beim Treppensteigen komme er ausser Atem und müsse den Lift neh
men (S. 1 Mitte).
Dr.
A.___
führte aus,
es sei zu einer erneuten Zunahme der Obstruktion mit Abnahme von FEV1 auf 36
%
sowie einer erneuten Abnahme der Diffusion auf 49
%
gekommen. Der
Zigarettenkonsum müsse sistiert werden. Die theoretische Ateminvalidität betrage 40
%
. Inwieweit diese die Arbeitsfähigkeit einschränke
,
richte sich nach der körperlichen Belastung am Arbeitsplatz. Als Systemadministrator im IT-Bereich sei der Beschwerdeführer wahrscheinlich kaum eingeschränkt, bei Logistikarbeiten allenfalls schon (S. 2).
3.3
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD)
, führte in seiner Stellungnahme vom 2
0.
Juli 2018 (
Urk.
8/111
,
Urk.
8/113/3
) aus, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Systemadministrator optimal angepasst sei. Es seien keine weiteren medizinischen Unterlagen erforderlich. Bezüglich der Kniebeschwerden bestehe eine Einschränkung bei der Tätigkeit als Dachdecker. In der aktuellen, angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
.
3.4
Dr.
A.___
führte in seinem Ärztlichen Zeugnis vom 1
7.
Oktober 2018 (
Urk.
8/121) aus, dass sich die
COPD
GOLD III
/Risikogruppe D
verschlechtert
habe
,
so
dass die Arbeitsfähigkeit neu evaluiert werden sollte.
3.
5
Dr.
A.___
führte in seinem
Bericht vom
3.
November 2018
(
Urk.
8/125) aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2015 an einer COPD Gold III/Risikogruppe D leide (
Ziff.
2.1). Er leide an Kurzatmigkeit bei Belastung, so beim Treppensteigen
und beim Lastenheben (
Ziff.
2.2
).
Der Beschwerdeführer sei seit dem 2
8.
April 2015 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 1
8.
September 2018 erfolgt (
Ziff.
1.1).
Dr.
A.___
führte aus, er habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Ziff.
1.3).
Es bestehe eine schwere obstruktive Ven
tilationsstörung mi
t einem FEV1
von 36
%
und eine mittelsch
w
ere Einschrän
kung der Diffusion
auf
49
%
(
Ziff.
2.3-4). Betreffend die zuletzt ausgeübte Tätig
keit seien wechselbelastende Tätigkeiten und Bildschirmarbeiten problemlos möglich. Der Beschwerdeführer sei beim PC-Transportieren und beim Treppen
steigen jedoch eingeschränkt. Er leide an Atemnot
,
und nach einer Anstrengung seien Pausen nötig (
Ziff.
3.3-4). Der Patient sei arbeitsfähig, brauche aber zwi
schendurch Erholungszeit (
Ziff.
3.5). Die bisherige
und auch eine leidensange
passte Tätigkeit seien
zwischen sechs bis acht Stunden zumutbar (
Ziff.
4.1
-2)
. Im Haushalt sei der Beschwerdeführer nicht eingeschränkt (
Ziff.
4.5).
Dr.
A.___
führte abschliessend aus, dass ideal wäre,
wenn der Patient einen Arbeitsplatz erhalten könnte mit einem leistungsangepassten Lohn und einer Invalidenrente von 33
%
(
Ziff.
5).
3.6
Dr.
Y.___
stellte in seinem Bericht vom 1
0.
Dezember 2018 (
Urk.
8/128/7-12
) die gleichen Diagnosen wie in seinem Bericht vom
2
8.
März 2018
(
Ziff.
1.1, vgl. vorstehend E. 3.1).
Dr.
Y.___
führte aus, dass der Beschwerdeführer seit dem 3
1.
August 2016 bei ihm in Behandlung sei, und die letzte Kontrolle am 2
7.
März 2018 erfolgt sei (
Ziff.
3.1
-2
). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit habe vom 2
0.
Oktober bis 1
3.
November 2016
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (
Ziff.
2)
.
Der
Patient
sei ihm
wegen Knieschmerzen links aufgrund einer posttraumatischen Gonarthrose zugewiesen worden. Durch ein
arthrosko
pisches
Débridement
hätten diese Beschwerden gut gelindert werden können. Anschliessend seien Rückenbeschwerden aufgetreten, die mit konservativen Mass
nahmen bis zur letzten Konsultation vom 2
7.
März 2018 gut im Griff gewe
sen seien. Der Patient sei auf eine regelmässige Physiotherapie angewiesen, was eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von rund 20
%
sicher rechtfertige (
Ziff.
3.3).
3.7
Dr.
B.___
, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 2
0.
Februar 2019 (
Urk.
8/130/3) aus, dass die Berichte von
Dr.
A.___
und
Dr.
Y.___
plau
sibel seien. Durch die genannten Diagnosen ergäben sich Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 20 bis 25
%
. Dies
e
würden sich hauptsächlich auf die körperlich anstrengenden Logistikarbeiten beziehen. Dem
entsprechend wären Anpassungen in Bezug auf eine Ausweitung der weniger anstrengenden Arbeiten und eine Beendigung des Zigarettenkonsums hilfreich.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die Stel
lungnahmen von RAD-Arzt
Dr.
B.___
vom
2
0.
Juli 2018
(vgl. vorstehend E. 3.3) und vom
2
0.
Februar 2019
(vgl. vorstehend E. 3.7) davon aus, dass beim Beschwerdeführer kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen sei (vgl. vorstehend E. 2.1
, vgl.
Urk.
8/130
). Dagegen machte der Beschwerdeführer geltend, dass gesundheitsbedingt eine hohe Leistungseinbusse an seinem Arbeits
platz bestehe (vgl. vorstehend E. 2.2).
4.2
Vorliegend kann der Einschätzung des RAD-Arztes
Dr.
B.___
in seinen Stel
lungnahmen vom
2
0.
Juli 2018 (vgl. vorstehend E. 3.3)
und
vom 2
0.
Februar 2019 (vgl. vorstehend E. 3.7)
gefolgt werden, zumal sie in Übereinstimmung mit der medizinischen Aktenlage
,
namentlich mit den Ausführungen der behandeln
den Ärzte
Dr.
Y.___
und
Dr.
A.___
erging (vgl. vorstehend E. 3.
1-
2,
E.
3.4-6
)
.
Dr.
Y.___
führte
bereits
in seinem Bericht vom 2
8.
März 2018 (vorstehend
E.
3.1
) aus, dass die akuten Rückenbeschwerden durch die eingeleitete Physiothera
pie sehr gut hätten kompensiert werden können. Auch von Seiten des Kniegelen
kes beschrieb er den Beschwerdeführe
r als weitgehend beschwerdefrei
.
Soweit
Dr.
Y.___
davon sprach, dass eine 20%ige Arbeitsfähigkeit zu diskutieren wäre, unter anderem, damit der Beschwerdeführer regelmässig Therapien durch
führen könne
(vgl. auch vorstehend E. 3.6)
, handelt es sich dabei nicht um eine aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht relevante Arbeitsunfähigkeit.
So
kann
vom Beschwerdeführer erwartet werden, dass er, sofern Bedarf besteht, die Physiotherapie auf Randzeiten legt.
Dr.
A.___
führte sodann in seinem Bericht vom 1
2.
Juni 2018
(vgl. vorste
hend E. 3.2
) aus, dass der Beschwerdeführer von Seiten des COPD in seiner Tätigkeit als Systemadministrator im IT-Bereich wahrscheinlich kaum einge
schränkt sei.
Die von
Dr.
A.___
in seinem Ärztlichen Zeugnis vom 1
7.
Okto
ber 2018 (vgl. vorstehend E. 3.4
)
erwähnte Verschlechterung der COPD lässt sich anhand der im Bericht vom
3.
November 2018 (vgl. vorstehend E. 3.5) festgehaltenen Messwerte im Vergleich
zum Vorbericht vom
1
2.
Juni 2018 (vgl. vorstehend E. 3.2)
nicht nachvollziehen, zumal diese identisch sind.
Damit ein
hergehend erachtete
Dr.
A.___
die angestammte Tätigkeit des Beschwerde
führers auch in seinem Bericht vom
3.
Novem
ber 2018 (vgl. vorstehend E. 3.5
)
als
bis zu 8 Stunden
für
zumutbar.
Bei
den vom Beschwerdeführer nachgereichten
medizinischen
Unterlagen
(
Urk.
12/
1-3
und
Urk.
13/
1-3
) handelt es sich lediglich um die bereits schon in den Akten liegenden bekannten Berichte, weshalb er die in seiner Beschwerde ab Januar 2019 geltend gemachte Verschlechterung seines Gesundheitszustandes
(vgl. vorstehend E. 2.2)
nicht auszuweisen
vermag.
Festzuhalten bleibt, dass d
ie Bemessung des Invaliditätsgrades im Wesentlichen
auf
ärztlichen
Einschätzungen der Arbeitsf
ähigkeit beruht (vgl. vorstehend
E.
1.4
)
, weshalb
die subjektive Eins
chätzung des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 2.2) und die Einschätzung
seiner Case Managerin oder
jene
des Arbeitgebers (vgl.
Urk.
8/107 S.
3.
Mitte,
Urk.
8
/108 S. 2)
aus
invalidenversiche
-
rungsrechtli
cher
Sicht
nicht massgebend sind.
Zusammenfassen
d
liegt
damit
lediglich eine von
Dr.
Y.___
vom 2
0.
Oktober bis 1
3.
November 2016 attestierte Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Sys
temadministrator vor
(vgl.
vorstehend E. 3.6,
auch
Urk.
8/100/253-254,
Urk.
8/100/256)
. Damit
sind
bei
einer über einem Jahr seit der Anmeldung zum Leistungsbezug am 2
7.
Dezember 2017 (
Urk.
8/96-97) zurückliegenden ausgewie
senen Arbeitsunfähigk
eit von lediglich rund drei
Wochen weder das Wartejahr
im Sinne von
Art.
28
Abs.
1 IVG
(vgl. vorstehend E. 1.3
) noch ein Anspruch auf eine Invalidenrente
erfüllt.
4.3
Aufgrund des Gesagten fehlt es damit an einer aus invalidenversicherungsrecht
licher Sicht relevanten Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers, weshalb vorliegend weder das Wartejahr als erfüllt zu betrachten ist, noch ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.
Die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde
füh
rer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, unter Beilage einer Kopie von
Urk.
11,
Urk.
12/1-3 und
Urk.
13/1-3
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchucan