# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae906f2a-1093-5fd6-b6ad-5ac090c71100
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.04.2024 A-4347/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4347-2022_2024-04-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4347/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  A p r i l  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Iris Widmer (Vorsitz), 

Richter Keita Mutombo, Richter Jürg Steiger, 

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ GmbH, 

(…), 

vertreten durch 

thv AG, Treuhand und Beratung, 

(…), 

Beschwerdeführerin, 

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, 

Hauptabteilung Mehrwertsteuer, 

Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern, 

Vorinstanz, 

  
 

 
 

Gegenstand 
 Mehrwertsteuer, Leistungen an eng verbundene Personen 

(Steuerperioden 2013 bis 2017). 

 

 

 

A-4347/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ GmbH mit Sitz in (…) (nachfolgend: Steuerpflichtige) be-

zweckt laut Handelsregisterauszug unter anderem (Zweck). Die Steuer-

pflichtige ist seit dem 1. Januar 2010 im Register der mehrwertsteuerpflich-

tigen Personen bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfolgend: 

ESTV) eingetragen und rechnete die Mehrwertsteuer im relevanten Zeit-

raum (sogleich: Sachverhalt Bst. B.a) nach der effektiven Abrechnungsme-

thode sowie nach vereinnahmten Entgelten ab. 

B.  

B.a Am 23. und 24. April 2019 führte die ESTV bei der Steuerpflichtigen 

eine Mehrwertsteuerkontrolle betreffend die Steuerperioden 2013 bis 2017 

(Zeit vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2017) durch. Dabei stellte die 

ESTV unter anderem fest, dass die Steuerpflichtige verschiedene Leistun-

gen an Herrn B._______ (Stammanteilsinhaber bzw. Hauptstammanteils-

inhaber) im Zusammenhang mit der Umgestaltung des privaten Einfamili-

enhauses der Familie B._______ in den Jahren 2013 und 2014 sowie di-

verse weitere Umsätze nicht deklariert hatte. Zudem stellte die ESTV die 

Notwendigkeit von Vorsteuerkorrekturen fest. Mit der Einschätzungsmittei-

lung (EM) Nr. (…) vom 30. Oktober 2020 forderte die ESTV von der Steu-

erpflichtigen für den kontrollierten Zeitraum Mehrwertsteuern im Betrag von 

Fr. 21'772.-- zuzüglich Verzugszins seit dem 30. April 2016 nach (Steuer-

korrektur zugunsten der ESTV). 

B.b Mit Schreiben vom 25. November 2020 bestritt die mittlerweile vertre-

tene Steuerpflichtige bei der ESTV die mit EM Nr. (…) festgesetzte Nach-

forderung sinngemäss bzgl. einiger Punkte und reichte weitere Unterlagen 

nach. 

B.c In einer E-Mail-Korrespondenz vom 3. Februar 2021 nahm die Steuer-

pflichtige Bezug auf ihr Schreiben vom 25. November 2020 und erkundigte 

sich insbesondere nach dem Eingangsdatum dieser Eingabe bei der ESTV 

und danach, wann «mit einer entsprechenden Verfügung» gerechnet wer-

den könne. Mit Schreiben vom 4. Februar 2020 (recte: 4. Februar 2021) 

bestätigte die ESTV den Empfang der Eingabe der Steuerpflichtigen vom 

25. November 2020. Im Schreiben vom 15. Februar 2021, das Bezug auf 

die E-Mail vom 3. Februar 2021 nahm, legte die ESTV unter anderem dar, 

dass die Eingabe vom 25. November 2020 am 27. November 2020 bei ihr 

(der ESTV) eingegangen sei (Empfangsbestätigung vom 4. Februar 2021), 

A-4347/2022 

Seite 3 

wobei erfahrungsgemäss mit einer Bearbeitungsdauer von ca. einem Jahr 

gerechnet werden müsse. 

B.d Mittels Eingaben vom 7. und 15. Juli 2021 brachte die Steuerpflichtige 

weitere Einwendungen gegen die Rechtmässigkeit der EM Nr. (…) vor und 

reichte weitere Unterlagen ein. Mit Schreiben vom 2. August 2021 bestä-

tigte die ESTV (wunschgemäss) deren Empfang. 

C.  

Mit Verfügung vom 22. November 2021 setzte die ESTV die Mehrwert-

steuer(nach)forderung für die Steuerperioden 2013 bis 2017 (Zeit vom 

1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2017) auf insgesamt Fr. 19'722.-- zuzüg-

lich Verzugszins seit dem 30. April 2016 (mittlerer Verfall) fest und forderte 

diesen Betrag nach. 

D.  

Mit Schreiben vom 18. Dezember 2021 erhob die Steuerpflichtige Einspra-

che gegen die Verfügung vom 22. November 2021 und beantragte sinnge-

mäss eine Herabsetzung der Mehrwertsteuer(nach)forderung. 

E.  

Mit Einspracheentscheid vom 30. August 2022 wies die ESTV die Einspra-

che vom 18. Dezember 2021 ab (Ziff. 1) und bestätigte die mit Verfügung 

vom 22. November 2021 festgesetzte Mehrwertsteuer(nach)forderung ge-

genüber der Steuerpflichtigen für die Steuerperioden 2013 bis 2017 (Zeit 

vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2017) in Höhe von Fr. 19'722.-- zu-

züglich Verzugszins seit dem 30. April 2016 (mittlerer Verfall; Ziff. 2). Der 

Garten des privaten Einfamilienhauses des Stammanteilsinhabers, für wel-

chen die umstrittenen Leistungsbezüge durch die Steuerpflichtige im Rah-

men einer Neugestaltung in den Jahren 2013 und 2014 erfolgt seien, stelle 

kein «Schaugarten» dar. Er besitze vielmehr einen privaten Charakter. Be-

züglich diverser Leistungsbezüge von der C._______ AG könne die Steu-

erpflichtige keine Weiterverrechnung an Kunden aufzeigen. Ihre (diejenige 

der ESTV) annäherungsweise Ermittlung des betragsmässigen Umfangs 

der Leistungen (der Steuerpflichtigen an den Stammanteilsinhaber) basier-

ten auf der Buchhaltung der Steuerpflichtigen und könnten nicht als zu 

hoch betrachtet werden. Die Abendveranstaltung vom (Datum im Jahr 

2013) – dem Geburtstag des Stammanteilsinhabers – sei dessen Privatbe-

reich zuzurechnen. 

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Seite 4 

F.  

Mit Beschwerde vom 28. September 2022 gelangt die Steuerpflichtige 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) an das Bundesverwaltungsgericht und 

beantragt, der Einspracheentscheid vom 30. August 2022 sei aufzuheben 

und es sei für die Steuerperioden 2013 bis 2017 «über die für diese Perio-

den bereits deklarierten Beträge hinaus maximal Fr. 10'910.15 Mehrwert-

steuer zuzüglich Verzugszins seit dem 30. April 2016 (mittlerer Verfall) 

nachzufordern»; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Be-

schwerdeführerin moniert zusammengefasst, ihre Kunden und Geschäfts-

partner seien zwecks Konkretisierung von Bauvorhaben auch durch den 

neu gestalteten und mit Gestaltungselementen versehenen «Schaugar-

ten» geführt worden. Ein (allein) auf private Bedürfnisse ausgerichteter 

Garten würde diese Vielfalt und diesen Stilmix an Materialien und Gestal-

tungsmöglichkeiten nicht aufweisen. Der Garten bzw. dessen Anordnung 

diene alleine dem Geschäftszweck. Es seien keine aufzurechnenden Leis-

tungen an nahestehende Personen erbracht worden bzw. die Aufrechnung 

für die Gartengestaltung in Höhe von Fr. 46'037.40 (bzw. von Fr. 3'410.15 

Mehrwertsteuer) sei willkürlich. Für Materialbezüge von der C._______ AG 

in Höhe von Fr. 34'194.-- (bzw. von Fr. 2'532.90 Mehrwertsteuer) könne sie 

eine Weiterverrechnung an Kunden nachweisen. Die ESTV habe dennoch 

eine unverhältnismässige Zuordnung in den privaten Bereich vorgenom-

men. Die Abendveranstaltung vom (Datum im Jahr 2013) sei geschäftlich 

begründet gewesen; die Aufrechnung von Fr. 29'916.65 (bzw. Fr. 2'216.05 

Mehrwertsteuer) sei zu korrigieren. 

G.  

Die ESTV (nachfolgend auch: Vorinstanz) beantragt in ihrer Vernehmlas-

sung vom 11. November 2022 die teilweise Gutheissung der Beschwerde 

in Höhe von Fr. 1'772.85; im Übrigen sei sie jedoch unter Kostenfolge zu-

lasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. Aufgrund mittels Beschwerde 

eingereichter Belege könne als erstellt gelten, dass die Abendveranstal-

tung vom (Datum im Jahr 2013) geschäftlich motiviert gewesen sei. Hin-

sichtlich des «Schaugartens» entgegnet sie (die ESTV) jedoch, anlässlich 

ihrer Kontrolle hätten keine Anhaltspunkte bestanden, welche auf einen 

«Schaugarten» hindeuten würden. Auch das Domizil der Beschwerdefüh-

rerin und die eingereichten Fotos könnten dies nicht belegen. Der Garten 

sei «auf private Bedürfnisse ausgerichtet». Die Weiterverrechnung von Ma-

terialbezüge von der C._______ AG an Kunden könne die Beschwerdefüh-

rerin gerade nicht aufzeigen. 

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Seite 5 

H.  

Am 5. April 2024 teilte das Gericht einen Wechsel im Spruchkörper (In-

struktionsrichterin und Gerichtsschreiberin) mit. 

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird – 

soweit dies für den Entscheid wesentlich ist – im Rahmen der folgenden 

Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundes-

gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, 

SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine 

solche liegt hier nicht vor. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

30. August 2022 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Die 

Vorinstanz ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG oder das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 

über die Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) nichts anderes bestimmen 

(Art. 37 VGG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 MWSTG). Die Beschwerdeführerin ist als 

Adressatin des angefochtenen Entscheids grundsätzlich zur Beschwerde-

führung berechtigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten. 

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 

1.4  

1.4.1 Im Beschwerdeverfahren gilt die Untersuchungsmaxime, wonach die 

entscheidende Behörde den rechtlich relevanten Sachverhalt von sich aus 

A-4347/2022 

Seite 6 

abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen muss (teilweise ein-

geschränkt durch Mitwirkungspflichten der Verfahrensbeteiligten). Die Be-

schwerdeinstanz nimmt jedoch nicht von sich aus zusätzliche Sachver-

haltsabklärungen vor oder untersucht weitere Rechtsstandpunkte, für die 

sich aus den vorgebrachten Rügen oder den Akten nicht zumindest An-

haltspunkte ergeben (BVGE 2010/64 E. 1.4.1; ANDRÉ MOSER ET AL., Pro-

zessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 1.49 ff., 

1.54 f., 3.119 ff.). 

1.4.2 Ist ein Sachverhalt nicht erstellt bzw. bleibt ein Umstand unbewiesen, 

ist zu regeln, wer die Folgen der Beweislosigkeit trägt. Im Steuerrecht gilt 

grundsätzlich, dass die Steuerbehörde die (objektive) Beweislast für Tatsa-

chen trägt, welche die Steuerpflicht als solche begründen oder die Steuer-

forderung erhöhen (steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen). Dem-

gegenüber ist die steuerpflichtige Person für die steueraufhebenden und 

steuermindernden Tatsachen beweisbelastet, das heisst für solche Tatsa-

chen, welche eine Steuerbefreiung oder Steuerbegünstigung bewirken 

(statt vieler: BGE 140 II 248 E. 3.5; 121 II 257 E. 4c/aa; Urteile des BVGer 

A-2490/2020 vom 18. November 2020 E. 1.5.2; A-5288/2018 vom 10. Sep-

tember 2020 E. 2.2.2; A-5186/2019 vom 28. August 2020 E. 1.3.2). 

2.  

Der vorliegende Fall betrifft die Steuerperioden 2013 bis 2017. Somit ist in 

casu das am 1. Januar 2010 in Kraft getretene MWSTG (mitsamt der zu-

gehörigen Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 [MWSTV, 

SR 641.201]) massgebend. Vorliegend nicht zu berücksichtigen sind je-

doch die per 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Änderungen des MWSTG. 

Rechtsprechung, welche sich noch auf das alte Mehrwertsteuerrecht be-

zieht, wird zitiert, soweit sie auch für das neue Recht massgeblich ist. 

2.1 Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem System 

der Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug (Mehrwertsteuer; Art. 130 

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 

18. April 1999 [BV, SR 101]; Art. 1 Abs. 1 MWSTG). Der Mehrwertsteuer 

im Inland unterliegen die im Inland durch steuerpflichtige Personen gegen 

Entgelt erbrachten Leistungen; sie sind steuerbar, soweit das MWSTG 

keine Ausnahme vorsieht (Steuerobjekt, Art. 18 Abs. 1 MWSTG). Das Er-

bringen von Leistungen an eng verbundene Personen (sogleich: E. 2.3.3) 

gilt als Leistungsverhältnis (Art. 26 MWSTV). 

  

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Seite 7 

2.2 Steuerpflichtig bzw. unternehmerisch tätig ist, wer im eigenen Namen 

nach aussen auftritt und eine auf die nachhaltige Erzielung von Einnahmen 

aus Leistungen ausgerichtete berufliche oder gewerbliche Tätigkeit selb-

ständig ausübt (Art. 10 Abs. 1 MWSTG in der bis zum 31. Dezember 2017 

geltenden Fassung [AS 2009 5203]; vgl. E. 2). 

2.3  

2.3.1 Die Steuer wird vom tatsächlich empfangenen Entgelt berechnet 

(Art. 24 Abs. 1 MWSTG). Als Entgelt gilt der Vermögenswert, welchen der 

Empfänger oder an seiner Stelle eine Drittperson für den Erhalt einer Leis-

tung aufwendet (Art. 3 Bst. f MWSTG). 

2.3.2 Der Grundsatz gemäss Absatz 1 wird durch Art. 24 Abs. 2 MWSTG 

eingeschränkt. Danach gilt im Fall einer Lieferung oder Dienstleistung an 

eine eng verbundene Person (E. 2.3.3) als Entgelt der Wert, der unter un-

abhängigen Dritten vereinbart würde. Diese Bestimmung entspricht dem 

im Steuerrecht bekannten Grundsatz des Drittvergleichs (sog. «dealing at 

arm's length»; vgl. BGE 142 II 488 E. 3.5.2; Urteile des BVGer 

A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.2.2; A-4155/2021 vom 31. Mai 

2022 E. 2.4.2; A-2490/2020 vom 18. November 2020 E. 2.2.2; 

A-5556/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.3.2; A-2137/2018 vom 15. Januar 

2020 E. 3; FELIX GEIGER, in: Geiger/Schluckebier [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer, 2. Aufl. 2019, Art. 24 N. 12). 

2.3.3 Gemäss Art. 3 Bst. h MWSTG (in der bis zum 31. Dezember 2017 

geltenden Fassung [AS 2009 5203]; vgl. E. 2) gelten als «eng verbundene 

Personen» «die Inhaber und Inhaberinnen von massgebenden Beteiligun-

gen an einem Unternehmen oder ihnen nahe stehende Personen». Eine 

massgebende Beteiligung liegt vor, wenn die Schwellenwerte im Sinne von 

Art. 69 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bun-

dessteuer (DBG, SR 642.11) überschritten werden oder eine entspre-

chende Beteiligung an einer Personengesellschaft vorliegt (Art. 3 Bst. h 

MWSTG). 

2.3.4 Die Anwendbarkeit dieses Drittvergleichs bedingt eine Leistung zu ei-

nem Vorzugspreis, also zu einem Entgelt, welches nicht mit dem Preis 

übereinstimmt, den ein unabhängiger Dritter zu bezahlen hätte (sog. «Dritt-

preis»; vgl. Urteile des BVGer A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.2.4; 

A-2304/2019 vom 20. April 2020 E. 2.2.4.3; A-3734/2011 vom 9. Januar 

2013 E. 2.3.2). 

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Seite 8 

Im Weiteren muss es sich beim Empfänger der Leistung um eine eng ver-

bundene Person im Sinne von Art. 3 Bst. h MWSTG (E. 2.3.3) handeln (Ur-

teil des BVGer A-4190/2020, A-4195/2020 vom 15. Dezember 2021 

E. 3.2.3). 

2.3.5 Rechtsfolge einer solchen Leistung zu einem Vorzugspreis an eine 

eng verbundene Person ist, dass für die Bemessung der Mehrwertsteuer 

eine besondere (fiktive) Bemessungsgrundlage herangezogen wird. Die 

Leistung wird auf den Wert korrigiert, der unter unabhängigen Dritten ver-

einbart würde. Massgebend ist der Drittpreis, das heisst der Preis, den ein 

Dritter der gleichen Abnehmerkategorie auf dem Markt üblicherweise für 

dieselbe Leistung zu bezahlen hätte (sog. «Marktwert»; vgl. Urteil des 

BGer 2C_778/2008 vom 8. April 2009 E. 3.1; zum Ganzen auch: Urteile 

des BVGer A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.2.5; A-2490/2020 vom 

18. November 2020 E. 2.2.4; A-2137/2018 vom 15. Januar 2020 E. 3; 

A-6831/2013 vom 8. Juli 2015 E. 3.2.2.3). 

Dieser Drittpreis ist in den meisten Fällen kein exakter Wert, sondern kann 

nur annäherungsweise bestimmt werden (Urteil des BVGer A-2137/2018 

vom 15. Januar 2020 E. 3 mit weiteren Hinweisen). 

2.3.6 Die ESTV hat zur Ermittlung des Drittpreises grundsätzlich eine 

Schätzung des Werts durchzuführen und sich dabei an die im Zusammen-

hang mit der Ermessenseinschätzung von Art. 79 Abs. 1 MWSTG entwi-

ckelten Prinzipien und Kriterien zu halten. Dies gilt insbesondere für die 

Rechte und Pflichten der ESTV bei einer Veranlagung, für die Möglichkeit 

der steuerpflichtigen Person, die Veranlagung anzufechten, sowie für die 

Zurückhaltung, die das Bundesverwaltungsgericht bei der Überprüfung der 

Richtigkeit der Veranlagung an den Tag legt (Urteile des BVGer 

A-2490/2020 vom 18. November 2020 E. 2.2.5; A-6831/2013 vom 8. Juli 

2015 E. 3.2.2.4). Letzteres bedeutet namentlich, dass das Bundesverwal-

tungsgericht grundsätzlich nur dann sein eigenes Ermessen an die Stelle 

desjenigen der Vorinstanz setzt, wenn dieser bei der Schätzung erhebliche 

Ermessensfehler unterlaufen sind. Aus den bei der Ermessenseinschät-

zung geltenden Grundsätzen ist ferner abzuleiten, dass die ESTV für das 

Vorliegen der Voraussetzungen einer Schätzung des Drittpreises nach der 

allgemeinen Beweislastregel beweisbelastet ist (vgl. E. 1.4.2). Sind die  

Voraussetzungen für eine Schätzung des Werts erfüllt (erste Stufe), und 

erscheint die vorinstanzliche Schätzung nicht bereits im Rahmen der durch 

das Bundesverwaltungsgericht mit der gebotenen Zurückhaltung vorzu-

nehmenden Prüfung als pflichtwidrig (zweite Stufe), obliegt es in Umkehr 

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Seite 9 

der allgemeinen Beweislast dem Steuerpflichtigen, den Nachweis für die 

Unrichtigkeit der Schätzung zu erbringen (dritte Stufe; vgl. hierzu Urteile 

des BVGer A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.2.5; A-5317/2020 vom 

23. Juni 2022 E. 2.2.5; A-4878/2020 12. April 2022 E. 2.3.4; A-4190/2020, 

A-4195/2020 vom 15. Dezember 2021 E. 3.2.4; A-2490/2020 vom 18. No-

vember 2020 E. 2.2.5 mit weiteren Hinweisen; ausführlich: Urteil des 

BVGer A-2496/2020 vom 18. November 2020 E. 2.3.3 ff.). 

3.  

Im vorliegenden Verfahren hat die Vorinstanz aufgrund diverser unbestrit-

tenermassen steuerpflichtigen Material- bzw. Leistungsbezüge durch die 

Beschwerdeführerin, welche diese unter anderem im Zusammenhang mit 

der Umgestaltung der Umgebung (samt Garten) des privaten Einfamilien-

hauses der Familie B._______ bezog, eine Ermessenseinschätzung vor-

genommen. Die ESTV ging nämlich davon aus, dass die (durch die Be-

schwerdeführerin nicht deklarierten) Leistungsbezüge für die Erbringung 

von Leistungen an mit der Beschwerdeführerin eng verbundene Personen 

bzw. an Herrn B._______ (Stammanteilsinhaber bzw. Hauptstammanteils-

inhaber) und dessen Familie getätigt worden sind. Auch die Abendveran-

staltung vom (Datum im Jahr 2013) sei nicht geschäftlich begründet gewe-

sen. Der Beschwerdeführerin wurden durch die Vorinstanz somit Mehr-

wertsteuern in Höhe von insgesamt Fr. 19'722.-- aufgerechnet (vgl. Sach-

verhalt Bst. E). Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Meinung, 

dass in diesem Zusammenhang drei Teilnachbelastungen nicht korrekt 

bzw. zu korrigieren seien, da sowohl die Gartenumgestaltung als auch die 

Abendveranstaltung geschäftlich begründet (und somit ihr [der Beschwer-

deführerin] zuzurechnen) gewesen seien. Hierbei handelt es sich um die 

Teilnachbelastung für den «Schaugarten» in Höhe von Fr. 3'410.15 (2013), 

die Teilnachbelastung für Materialbezüge von der C._______ AG von 

Fr. 2'532.90 (2014) und die Teilnachbelastung für die Abendveranstaltung 

vom (Datum im Jahr 2013) von Fr. 2'216.05 (2013; vgl. hierzu: Sachverhalt 

Bst. F).  

Nicht mehr strittig sind sodann die Mehrwertsteuern in Höhe von 

Fr. 4'716.80 (2013), Fr. 1'643.10 (2014), Fr. 1'767.-- (2015), Fr. 2'777.-- 

(2016) und Fr. 659.-- (2017), die der Beschwerdeführerin unter anderem 

für den Erwerb eines E-Bikes, zweier Mountainbikes, eines Kaffeevollauto-

maten, der Installation einer Musikberieselung(sanlage), der Beauftragung 

einer Notarin, der Reparatur eines Mofas, Rechnungen der Feuerwehr, 

Rechnungen für Essen und Getränke, Aufwendungen betreffend (gelösch-

ter) Einzelfirma «D._______», für privat genutzte Fahrzeuge der eng 

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Seite 10 

verbundenen Personen (oder des Personals) aufgerechnet wurden. So-

dann nicht mehr im Streit liegen die als Umsatz belasteten Privateinlagen 

und diverse Vorsteuerkorrekturen.  

Mit den Urteilen des BGer 2C_563/2022 vom 31. Oktober 2022 E. 1.2 und 

2C_392/2022 vom 15. November 2022 E. 3.6 ff. wurde die seitens des 

BVGer angestossene Rechtsprechung (vgl. Urteil des BVGer A-4848/2021 

vom 1. April 2022 E. 5.2) insoweit fortentwickelt, als dass die Steuerforde-

rung nicht bloss bei teilweiser schriftlicher Anerkennung oder teilweiser vor-

behaltloser Bezahlung einer Einschätzungsmitteilung teilweise in Rechts-

kraft erwächst (Art. 43 Abs. 1 Bst. b MWSTG). Vielmehr erwachsen nach 

der genannten Rechtsprechung auch Verfügungen, Einspracheentscheide 

oder Urteile im Sinne von Art. 43 Abs. 1 Bst. a MWSTG – insoweit sie nicht 

oder nicht mehr bestritten sind – partiell in Rechtskraft und bewirken damit 

die partielle Rechtskraft der ihnen zugrundeliegenden Steuerforderung. In 

diesem Sinne ist der angefochtene Entscheid im oben bezifferten Umfang, 

in welchem er nicht mehr bestritten ist (in Höhe von Fr. 11'562.90) in 

Rechtskraft erwachsen. Die Beschwerdeführerin macht zwar geltend, der 

Nachforderungsbetrag sei auf Fr. 10'910.15 zu reduzieren (vgl. Sachver-

halt Bst. F). Die Differenz in Höhe von Fr. 652.75 beruht aber auf einem 

Berechnungsfehler der Beschwerdeführerin: Sie geht zwar (richtigerweise) 

von einem Total unberechtigter Aufrechnungen von «CHF 110'148.05 inkl. 

8 % MWST» aus, berechnet dann aber den darin enthaltenen Mehrwert-

steuerbetrag fälschlicherweise durch Multiplikation mit dem Steuersatz von 

8 % (Fr. 110'148.05 * 0.08 = Fr. 8'811.85) und geht somit von einem Um-

satzbetrag ohne bereits enthaltene Mehrwertsteuer aus (anstatt: 

Fr. 110'148.05 * 8 / 108 = Fr. 8'159.10). 

3.1  

3.1.1 Die Verjährung der Mehrwertsteuerforderung ist von Amtes wegen zu 

prüfen (BGE 142 II 182 E. 3.2.1; 138 II 169 E. 3.2; 133 II 366 E. 3.3). Art. 42 

Abs. 6 MWSTG sieht eine absolute Festsetzungsverjährung von zehn Jah-

ren nach Ablauf der Steuerperiode vor, in welcher die Steuerforderung ent-

standen ist. Es kann folglich ab dem 1. Januar 2024 für die Steuerperiode 

2013 keine zusätzliche Mehrwertsteuer mehr erhoben werden (vgl. für ver-

gleichbare Konstellationen: Urteil des BGer 2C_1021/2020 vom 28. Juli 

2021 E. 4.1; Urteil des BVGer A-3493/2023 vom 27. Februar 2024 

E. 3.1.1). 

3.1.2 Aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen absoluten Verjährung 

des Rechts zur Festsetzung der Steuerforderung in Bezug auf die 

A-4347/2022 

Seite 11 

Steuerperiode 2013 ist die Beschwerde im Umfang der die Steuerperiode 

2013 betreffenden, noch nicht in Rechtskraft erwachsenen (vgl. E. 3) bzw. 

noch bestrittenen Steuernachforderung, das heisst im Umfang von 

Fr. 5'626.20 gutzuheissen. 

3.2 Vorliegend ist somit lediglich noch die Teilnachbelastung für Material-

bezüge von der C._______ AG in Höhe von Fr. 2'532.90 strittig und zu prü-

fen. 

3.2.1 In ihrem Einspracheentscheid vom 30. August 2022 führt die Vor- 

instanz zu dieser Teilnachbelastung aus, bezüglich diverser Leistungs- 

bzw. Materialbezüge von der C._______ AG könne die Beschwerdeführe-

rin keine Weiterverrechnung an ihre Kunden – Frau E._______ und Herrn 

F._______ – nachweisen. Die in diesem Kontext beigebrachte Debitoren-

rechnung vom 13. September 2014 weise nämlich Unstimmigkeiten auf. 

Sie (die ESTV) sei daher zu Recht davon ausgegangen, dass diese Leis-

tungsbezüge für die Erbringung von Leistungen an mit der Beschwerde-

führerin eng verbundene Personen getätigt worden seien. Im Rahmen ihrer 

Vernehmlassung vom 11. November 2022 ergänzt die Vorinstanz, auch die 

mit Beschwerde nachgereichten Fotos zeigten die Weiterfakturierung an 

die Kunden nicht auf. Zudem könne auch buchhalterisch eine Weiterfaktu-

rierung als nicht erstellt gelten. Denn aufgrund der mittels Sammelbuchung 

lediglich quartalsweise erfolgten Umsatzverbuchungen ohne Führung se-

parater Journale durch die Beschwerdeführerin sei die notwendige Prüf-

spur nicht gegeben. 

3.2.2 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, hinsichtlich 

der Materialbezüge von der C._______ AG in Höhe von Fr. 34'194.-- 

(Fr. 2'800.-- + Fr. 12'797.-- + Fr. 1'500.-- [vgl. hierzu: Vernehmlassungsbei-

lage {VB} 4, EM Nr. (…) der ESTV vom 30. Oktober 2020, Beilage 2b und 

Beschwerdebeilage {BB} 18] * 2; bzw. Fr. 2'532.90 Mehrwertsteuer) könnte 

sie eine Weiterverrechnung an Frau E._______ und Herrn F._______ an-

hand von Rechnungen nachweisen. Auch die beigelegten Fotos zeigten 

auf, dass sie die Materialien im Garten von diesen Kunden verbaut habe. 

Die ESTV habe dennoch eine unverhältnismässige Zuordnung in den pri-

vaten Bereich vorgenommen. 

3.2.3 Hinsichtlich der vorliegend (noch) zu prüfenden Teilnachbelastung 

von der C._______ AG konnte die Vorinstanz aus der Buchhaltung der Be-

schwerdeführerin nicht ersehen, was mit den von der C._______ AG bezo-

genen Leistungen geschehen ist (sogleich: E. 3.2.4). Folglich handelt es 

A-4347/2022 

Seite 12 

sich um keine formell einwandfreie Buchführung, weshalb die Vorausset-

zungen für eine Ermessenstaxation erfüllt sind (erste Stufe) und die ESTV 

nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet war, eine Ermessenstaxation 

nach pflichtgemässem Ermessen vorzunehmen. Strittig und zu prüfen 

bleibt noch, – und zwar mit der gebotenen Zurückhaltung – ob die Vor- 

instanz die Ermessensveranlagung pflichtgemäss vorgenommen hat 

(zweite Stufe; zum Ganzen ausführlich: E. 2.3.6). Vorliegend ging die Vor- 

instanz im Zusammenhang mit den Leistungs- bzw. Materialbezüge von 

der C._______ AG in Ermangelung einschlägiger Belege (hierzu sogleich: 

E. 3.2.4) davon aus, dass diese nicht für Kunden getätigt worden sind, son-

dern für die Erbringung von Leistungen an mit der Beschwerdeführerin eng 

verbundene Personen (bzw. an Herrn B._______ als Stammanteilsinhaber 

bzw. Hauptstammanteilsinhaber und dessen Familie) verwendet wurden. 

Dies führte zu einer Aufrechnung in Höhe von Fr. 2'532.90. Diese Annahme 

der Vorinstanz bzw. die Aufrechnung ist nicht sachwidrig und somit pflicht-

gemäss vorgenommen. Die Berechnungsart der Vorinstanz im Rahmen ih-

rer Ermessenseinschätzung bzw. Drittpreisermittlung wird durch die Be-

schwerdeführerin mittlerweile nicht mehr bestritten. 

3.2.4 Der Beschwerdeführerin gelingt es vorliegend nicht, die offensichtli-

che Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Schätzung nachzuweisen (dritte 

Stufe [vgl. E. 2.3.6]; zu dem diesbezüglichen Vorbringen bereits: E. 3.2.2): 

Die Beschwerdeführerin bringt zum Nachweis die Debitorenrechnung vom 

13. September 2014 bei (BB 19, Rechnung der Beschwerdeführerin an 

E._______ und F._______ [in Form von drei Fotos einer Bildschirman-

zeige] und zwei Rechnungen der C._______ AG an sie [die Beschwerde-

führerin] vom 27. Februar 2014 sowie 30. August 2014). Diese Debitoren-

rechnung weist tatsächlich Unstimmigkeiten auf. Einerseits wird auf der 

Rechnung der C._______ AG vom 27. Februar 2014 unter «Referenz» der 

Name «G._______» geführt, welcher – wohl durch die Beschwerdeführerin 

– von Hand nachträglich durchgestrichen wurde. Andererseits sind in der 

genannten Rechnung der C._______ AG vom 27. Februar 2014 sowie je-

ner vom 30. August 2014 (ohne «Referenz») die zahlreichen Leistungen 

bzw. Materialbezüge zwar detailliert ersichtlich. Diese Leistungen bzw. Ma-

terialbezüge sind aber in der Debitorenrechnung vom 13. September 2014 

nicht in solcher Weise abgebildet, dass eine Verwendung und Weiterfaktu-

rierung der streitbetroffenen Leistungen (mit Bezug auf die Rechnung vom 

27. Februar 2014 zudem rund 7 Monate später) nachvollzogen werden und 

als erstellt gelten kann. Zudem ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 

nicht nachvollziehbar, inwiefern die mit Beschwerde eingereichten Fotos 

A-4347/2022 

Seite 13 

die zu klärende Frage der Weiterfakturierung aufzeigen sollen. Auf den Fo-

tos ist im Wesentlichen ein Gartenzaun und ein Gartentor zu sehen (vgl. 

BB 6). Ob es sich hierbei um die von der C._______ AG bestellten Materi-

alien handelt, welche angeblich im Garten von Frau E._______ und Herrn 

F._______ durch die Beschwerdeführerin verbaut wurden, erhellt nicht. 

Eine Weiterfakturierung ergibt sich auch nicht aus der Buchhaltung der Be-

schwerdeführerin, da durch diese mittels Sammelbuchung lediglich quar-

talsweise der Umsatz verbucht wurde und keine separaten Journale ge-

führt wurden (VB 3, Kontrollbericht Nr. […] der ESTV vom 14. Oktober 

2020 samt diversen Unterlagen; vgl. auch: BB 5). Der beweisbelasteten 

Beschwerdeführerin (vgl. E. 2.3.6) gelingt es somit nicht, aufzuzeigen, 

dass vorliegend eine Weiterverrechnung an ihre Kunden stattgefunden hat. 

Da die Beschwerdeführerin (auch) im Jahr 2014 den Garten des alleinigen 

Stammanteilsinhaber neu gestaltet hat, ist es nicht abwegig, wenn die Vor- 

instanz davon ausgeht, dass die Materialien dort verwendet wurden und 

somit eine Leistung an eng verbundene Personen vorliegt. Die Vorinstanz 

hat somit zu Recht einen Drittpreis aufgerechnet. Die Vorinstanz hat – ent-

gegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin – demnach den Sach-

verhalt nicht unrichtig festgestellt oder ihr Ermessen überschritten. 

3.2.5 Insgesamt bringt die Beschwerdeführerin weiter nichts vor und auch 

den vorliegenden Aktenstücken ist nichts zu entnehmen, was die ermes-

sensweise Ermittlung des Drittpreises bzw. die Aufrechnung der Vorinstanz 

für Materialbezüge von der C._______ AG in Höhe von Fr. 2'532.90 als 

offensichtlich unrichtig zu qualifizieren vermöchte. Im Ergebnis misslingt 

der Beschwerdeführerin der Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit 

der vorinstanzlichen Schätzung. 

3.3 In rechnerischer Hinsicht wird die Nachbelastung nicht bestritten. Auch 

die Verzugszinsfolgen sind zu Recht unbestritten geblieben. Nach dem Ge-

sagten ist die Beschwerde hinsichtlich der Steuerperiode 2013 infolge Ver-

jährung gutzuheissen, im Übrigen jedoch abzuweisen. 

4.  

4.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt; unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten 

ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Die Vorinstanz hat im Einspracheentscheid die Mehrwertsteuer(nach)for-

derung gegenüber der Beschwerdeführerin für die Steuerperioden 2013 

bis 2017 auf insgesamt Fr. 19'722.-- festgesetzt. Die Nachbelastung von 

A-4347/2022 

Seite 14 

Fr. 11'562.90 ist nicht mehr bestritten bzw. rechtskräftig geworden (vgl. 

ausführlich: E. 3). Hinsichtlich der lediglich noch umstrittenen Teilnachbe-

lastung für Materialbezüge von der C._______ AG in Höhe von Fr. 2'532.90 

unterliegt die Beschwerdeführerin (E. 3.2). Aufgrund der zwischenzeitlich 

eingetretenen Verjährung der Steuer(nach)forderung in Bezug auf die 

Steuerperiode 2013 im Umfang von Fr. 5'626.20 (E. 3.1.2) obsiegt die Be-

schwerdeführerin betragsmässig zu rund 30 %. 

Somit sind die auf Fr. 2'500.-- festzusetzenden Verfahrenskosten vor dem 

Bundesverwaltungsgericht (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 

und Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

der Beschwerdeführerin in Höhe von rund Fr. 1'800.-- aufzuerlegen. Dieser 

Betrag ist dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss 

in der Höhe von Fr. 2'500.-- zu entnehmen. Der Restbetrag in Höhe von 

Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils zurückzuerstatten. Keine Verfahrenskosten sind Vor- 

instanzen aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

4.2 Die teilweise obsiegende Beschwerdeführerin hat im entsprechenden 

Umfang Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG und 

Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

Da die Vertreterin der Beschwerdeführerin keine Kostennote eingereicht 

hat, ist die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 

Abs. 2 VGKE). Wie aus Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 8 Abs. 2 und Art. 10 Abs. 1 

VGKE hervorgeht, hat die Entschädigung für die Parteientschädigung nicht 

jeden erdenklichen, sondern nur den notwendigen Aufwand zu ersetzen 

(vgl. Urteile des BVGer A-2495/2020 vom 18. November 2020 E. 4.3.1; 

A-3121/2017 vom 1. September 2017 E. 5.3; A-6903/2015 vom 25. April 

2016 E. 10). 

Die reduzierte Parteientschädigung wird vorliegend praxisgemäss auf 

Fr. 1'050.-- festgesetzt. 

Auf die Auferlegung der zuzusprechenden Parteientschädigung an die 

ESTV wird verzichtet, da die teilweise Gutheissung der Beschwerde auf 

den Verjährungseintritt während der Verfahrenshängigkeit vor Bundesver-

waltungsgericht zurückzuführen ist. Somit ist die der Beschwerdeführerin 

zuzusprechende Parteientschädigung auf die Bundesverwaltungs- 

A-4347/2022 

Seite 15 

gerichtskasse zu nehmen (vgl. Urteil des BGer 2C_263/2020 vom 10. De-

zember 2021 E. 7).  

A-4347/2022 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne von Erwägung 3.1.2 teilweise gutgeheis-

sen; im Übrigen jedoch abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten in Höhe von insgesamt Fr. 2'500.-- werden der Be-

schwerdeführerin in Höhe von Fr. 1'800.-- auferlegt. Dieser Betrag wird 

dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 2'500.-- entnommen. Der Restbetrag in Höhe von Fr. 700.-- wird 

der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur-

teils zurückerstattet. 

3.  

Die der Beschwerdeführerin zuzusprechende reduzierte Parteientschädi-

gung in Höhe Fr. 1'050.-- wird auf die Bundesverwaltungsgerichtskasse ge-

nommen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Iris Widmer Anna Strässle 

 

  

A-4347/2022 

Seite 17 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-4347/2022 

Seite 18 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)