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**Case Identifier:** 65637148-4bb2-5293-b697-fb16b749fad8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.04.2017 720 16 304/97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-16-304-97_2017-04-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. April 2017 (720 16 304 / 97) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Beurteilung der Frage, ob vor Verfügungserlass eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes eingetreten ist / Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist 

auf den bei der letzten Arbeitgeberin erzielten Lohn abzustellen, da der Versicherte diese 

Stelle aus gesundheitlichen und nicht aus invaliditätsfremden Gründen verloren hat 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Markus 
Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1959 geborene A.___ war seit 1. Oktober 2006 als Mitarbeiter im Bereich “Entwick-
lung Informatik“ bei der B.____ AG angestellt. Am 9. März 2010 meldete er sich unter Hinweis 
auf eine rezidivierende depressive Störung und ein Schlafapnoe-Syndrom bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) an, wobei er berufliche Massnahmen beantragte. Mit Verfü-

 

 
 
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gung vom 12. Mai 2011 lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) dieses Leistungsbe-
gehren mit der Begründung ab, dass der Versicherte angemessen eingegliedert sei. Nachdem 
die B.____ AG das Arbeitsverhältnis mit A.____ am 18. Juni 2013 gekündigt hatte, meldete sich 
dieser am 4. Dezember 2013 unter Hinweis auf eine Depression erneut bei der IV zum Leis-
tungsbezug an. Die IV-Stelle klärte in der Folge die gesundheitlichen und beruflichen Verhält-
nisse des Versicherten ab, wobei sie einen Invaliditätsgrad von 44 % ermittelte. Gestützt auf 
dieses Ergebnis sprach die IV-Stelle A.____ - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - mit 
Verfügung vom 19. Juli 2016 rückwirkend ab 1. Juni 2014 eine Viertelsrente zu. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Roman Felix, am 
14. September 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es 
sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter o/e Kos-
tenfolge, wobei ihm für den Fall des Unterliegens die unentgeltliche Prozessführung und die 
unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen seien. In verfahrens-
rechtlicher Hinsicht beantragte er überdies, es sei ihm Gelegenheit zu geben, aktuelle ärztliche 
Unterlagen einzureichen. Zur Begründung machte er geltend, sein Gesundheitszustand habe 
sich noch vor Verfügungserlass verschlechtert. Er werde entsprechende schriftliche Berichte 
nachreichen. 
 
C. Mit Verfügung vom 16. September 2016 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwer-
deführer gestützt auf die eingereichten Unterlagen die unentgeltliche Prozessführung und die 
unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Roman Felix als Rechtsvertreter. Gleichzeitig räum-
te es dem Versicherten eine Frist zur Einreichung der von ihm in Aussicht gestellten Arztberich-
te ein.  
 
D. Am 16. November 2016 reichte der Beschwerdeführer Berichte des behandelnden 
Psychiaters Prof. Dr. med. C.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 7. November 
2016 und von Dr. med. D.____, Innere Medizin FMH, speziell Endokrinologie/Diabetologie, vom 
26. Oktober 2016 ein. In seinem Begleitschreiben nahm er aus seiner Sicht zu diesen beiden 
Berichten Stellung. Gleichzeitig beantragte er, es sei die IV-Stelle zu verpflichten, die Kosten 
der Berichterstattung von Prof. Dr. C.____ vom 7. November 2016 im Betrag von Fr. 1‘200.-- zu 
bezahlen.  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2017 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. Im Zusammenhang mit dem vom Versicherten beanstandeten Einkommens-
vergleich anerkannte sie allerdings, dass sie bei der Ermittlung des massgebenden Invaliden-
einkommens fälschlicherweise keinen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn vorgenom-
men habe. Es sei angezeigt, dem Versicherten einen Abzug in der Höhe von 5 % zu gewähren, 
was im Ergebnis zu einem Invaliditätsgrad von 47 % und nicht, wie in der angefochten Verfü-
gung festgehalten, zu einem solchen von 44 % führe. Diese Korrektur ändere aber nichts daran, 
dass der Beschwerdeführer lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente habe. Im Weiteren legte 
die IV-Stelle ihren Ausführungen zwei nachträglich beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) 
beider Basel eingeholte Beurteilungen von Dr. med. E.____, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom 

 

 
 
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22. November 2016 und von Dr. med. F.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
5. Dezember 2016 bei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 14. September 2016 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-

 

 
 
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kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 
127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeein-
trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person 
nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vo-
raussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 
E. 4c in fine). 
 
2.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

 

 
 
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einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4.1 Die IV-Stelle zog im Rahmen der Abklärung des medizinischen Sachverhalts die Akten 
der G.____ Versicherungen AG, des Krankentaggeldversicherers des Beschwerdeführers, bei. 
Diese hatte im Zusammenhang mit der Beurteilung ihrer Leistungspflicht bei Prof. Dr. med. 
H.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eine psychiatrische Begutachtung des Versicher-
ten in Auftrag gegeben. In seiner fachärztlichen Expertise, welche er am 7. August 2014 erstat-
tete, erhob Prof. Dr. H.____ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidi-
vierende depressive Störung, zurzeit mittelschwere Depression (ICD-10 F33.1; seit 2009) und 
eine organisch bedingte Schlafstörung bei Schlafapnoesyndrom (seit 2008). Als Diagnose ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt der Gutachter abhängige Persönlichkeitszüge (ICD-10 
F60.7; akzentuierte Persönlichkeitsmerkmale, seit der Jugend) fest. Zur Frage der Arbeitsfähig-
keit führte Prof. Dr. H.____ aus, der Versicherte leide unter Lust- und Antriebslosigkeit, was ihn 
bereits in der Verrichtung der Alltagstätigkeiten beeinträchtige und was es ihm schwer mache, 
einer geregelten Arbeit nachzugehen. Erschwerend komme die Müdigkeit dazu. Aufgrund sei-
ner Lustlosigkeit und seiner bedrückten Stimmung sei er momentan einem Arbeitgeber kaum 
zumutbar. Auf die Frage, wie sich die festgestellten Störungen auf die bis anhin ausgeübte Tä-
tigkeit auswirken würden, hielt Prof. Dr. H.____ fest, der Explorand sei zuletzt in der Lage ge-
wesen, noch 50 % zu arbeiten, und es sei anzunehmen, dass er mit Mühe weiter dazu in der 
Lage wäre, falls er wieder eine Arbeitsstelle finden würde. Auf die weiteren Frage, ob und ge-
gebenenfalls seit wann die festgestellten Störungen eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 
20 % verursachen würden, führte der Gutachter aus, im Frühjahr 2010 habe eine 100 %-ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Schrittweise habe diese auf 50 % und aktuell (theoretisch) auf 
30 % reduziert werden können, wobei man diese, bedingt durch die Arbeitslosigkeit, nicht habe 
umsetzen können. Diese 30 %-ige Arbeitsunfähigkeit sei ausgewiesen. Das Beschwerdebild mit 
ausgeprägtem Antriebsmangel, Freud- und Lustlosigkeit, Rückzugstendenz, Müdigkeit bei 
Schlafstörungen, Verlangsamung sowie gedrückter Stimmung mit Affektlabilität spreche aller-
dings für eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Diese gelte ab dem 24. Juli 2014.  
 
4.2 Nachdem auch der behandelnde Psychiater Prof. Dr. C.____ in seinem Bericht vom 
17. April 2015 die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit als Infor-
matiker auf maximal 50 % beziffert hatte, schloss sich der RAD-Arzt Dr. E.____ in seiner Beur-

 

 
 
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teilung vom 21. April 2015 im Ergebnis der Einschätzung der beiden Fachärzte an, wonach 
beim Versicherten im angestammten Beruf als Informatiker von einer 50 %-igen Arbeitsunfähig-
keit auszugehen sei. Gleichzeitig präzisierte er in seiner Beurteilung, dass diese Einschätzung 
auch für jegliche leidensadaptierte Verweistätigkeit, die er als leichte bis mittelschwere, wech-
selbelastende und überwiegend im Sitzen zu verrichtende Arbeit umschrieb, gelte. 
 
4.3 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2016 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf diese vorstehend geschilderten, in Bezug auf 
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten im Ergebnis übereinstimmenden Ein-
schätzungen des Gutachters Prof. Dr. H.____ und des RAD-Arztes Dr. E.____. Sie ging demzu-
folge davon aus, dass der Versicherte sowohl im angestammten Beruf als Informatiker als auch 
in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit zu 50 % arbeitsfähig ist. Diese vorinstanzliche Be-
weiswürdigung ist - jedenfalls im Lichte der damals vorhandenen medizinischen Aktenlage - 
nicht zu beanstanden, wobei vorliegend insbesondere der Expertise des verwaltungsunabhän-
gigen Facharztes Prof. Dr. H.____ ausschlaggebender Beweiswert beizumessen ist. Dessen 
Gutachten vom 7. August 2014 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie 
dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfas-
send, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, 
es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es ist in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation schlüssig, es setzt 
sich mit den übrigen fachärztlichen Einschätzungen auseinander und es enthält einleuchtende 
Schlussfolgerungen. Insbesondere nimmt Prof. Dr. H.____ eine überzeugende Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten vor. Zu ergänzen bleibt, dass diese auch mit der damaligen 
Einschätzung des behandelnden Psychiaters Prof. Dr. C.____ übereinstimmt, der in seinem 
Bericht vom 17. April 2015 die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in seiner angestammten Tätig-
keit als Informatiker ebenfalls auf (maximal) 50 % beziffert hat. Es erstaunt denn auch nicht, 
dass der Versicherte in seinen Einwänden, die er Ende Mai 2015 gegen den Vorbescheid der 
IV-Stelle erhoben hat, die Beurteilung seines Gesundheitszustandes und seiner Arbeitsfähigkeit 
durch den Gutachter Prof. Dr. H.____ nicht in Frage gestellt hat.  
 
5. In seiner Beschwerde vom 14. September 2016 macht der Versicherte nun allerdings 
geltend, sein Gesundheitszustand habe sich im Zeitraum zwischen dem Vorbescheidverfahren 
und dem Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung verschlechtert.  
 
5.1 Nach ständiger Rechtsprechung hat das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmäs-
sigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt zu beurteilen, wie er im 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses vorgelegen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit 
Hinweisen). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde grundsätzlich 
der (medizinische) Sachverhalt massgebend ist, der am 19. Juli 2016, dem Zeitpunkt des Erlas-
ses der rentenablehnenden Verfügung der IV-Stelle, vorgelegen hat. Falls sich der Gesund-
heitszustand des Versicherten tatsächlich, wie von ihm geltend gemacht, noch vor Verfügungs-
erlass verschlechtert haben sollte, wäre diese Entwicklung deshalb im vorliegenden Beschwer-
deverfahren mit zu berücksichtigen.  
 

 

 
 
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5.2 Als Belege für die geltend gemachte Verschlechterung seines Gesundheitszustandes 
reichte der Beschwerdeführer am 16. November 2016 einen längeren Bericht von Prof. 
Dr. C.____ vom 4. November 2016 und ein kürzeres Schreiben von Dr. D.____ vom 26. Okto-
ber 2016 ein. Der behandelnde Psychiater Prof. Dr. C.____ hielt in seinem Bericht fest, dass 
sich das Gesamtzustandsbild des Patienten neben den immer wiederkehrenden depressiven 
Episoden und dem zunehmenden Vermüllen der Wohnung in den letzten ein bis zwei Jahren 
verschlechtert habe. Davon zeugten die zunehmenden, den Patienten stark belastenden Zah-
lungsprobleme und Betreibungen sowie die existentielle Aussichtslosigkeit. Der Patient habe 
seit 2013 keine Arbeitsstelle und er hätte auch kaum Aussicht auf eine solche, selbst wenn er 
arbeitsfähig wäre. Offenbar müsse sich der Versicherte seit ca. eineinhalb Jahren mit dem Exis-
tenzminimum begnügen. Auch die Vergesslichkeit, die Konzentrationsstörungen und die rasche 
Ermüdbarkeit hätten sich in dieser Zeit verschlechtert. Nebst den erwähnten Diagnosen leide er 
auch am bereits erwähnten Sammeln und Horten von Gegenständen, was dem Vermüllungs-
syndrom in seiner Wohnung Vorschub leisten und sein Befinden ebenfalls stark beeinträchtigen 
würde. Auch dieses Sammeln und Horten habe eindeutig Krankheitswert. Die Verlangsamung, 
die auch tagsüber auftretende Müdigkeit und das Nichtvorankommen bei alltäglichen Verrich-
tungen hätten in den letzten ein bis zwei Jahren ebenfalls zugenommen. Berücksichtige man 
sämtliche Diagnosen und das Gesamtbefinden des Patienten, so sei davon auszugehen, dass 
dieser seit mehr als einem Jahr zu 80 – 100 % arbeitsunfähig sei. Der Internist Dr. D.____ wie-
derum schilderte in seinem Schreiben die ihm bekannten aktuellen somatischen Leiden des 
Versicherten. So bestünden Schmerzen im rechten Sprunggelenk, wobei sich der Patient in den 
Jahren 2006 und 2013 jeweils eine Bandläsion im Rahmen eines Pronations-/Supinationstrau-
mas zugezogen habe. Des Weiteren sei ihm bekannt, dass der Versicherte an einem schweren 
obstruktiven Schlafapnoesyndrom leide und deshalb nachts eine maschinelle Luftzufuhr in 
Form einer APAP-Therapie benötige. Bei ihm selber sei der Patient in erster Linie wegen eines 
Testosteronmangels im Rahmen eines tertiären Hypogonadismus in Behandlung. Der Patient 
benötige in diesem Zusammenhang regelmässig Testosteron intramuskulär.  
 
5.3 Die Beschwerdegegnerin nahm in ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2017 zu die-
sen vom Versicherten eingereichten aktuellen Arztberichten Stellung. So führte sie unter Hin-
weis auf die fachärztliche Beurteilung ihres RAD-Arztes Dr. F.____ vom 5. Dezember 2016 aus, 
dass Prof. Dr. C.____ in seiner Beurteilung des aktuellen Zustandsbildes des Versicherten nur 
unzureichend zwischen störungsbedingten und versicherungsfremden Faktoren differenziere. 
Eine störungsbedingte Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Erstellung des 
Gutachtens durch Prof. Dr. H.____ vom 7. August 2014 bzw. der Beurteilung von Dr. E.____ 
vom 21. April 2015 könne dem neuen Bericht nicht entnommen werden. Bereits damals habe 
eine mittelgradige depressive Episode bestanden und in deren Rahmen seien die Symptome 
“Antriebsmangel, Freud- und Lustlosigkeit, Rückzugstendenz, Müdigkeit bei Schlafstörungen, 
Verlangsamung sowie gedrückte Stimmung bei Affektlabilität“ beschreiben worden. Die neu 
dargelegten Entwicklungen bzw. die nunmehr beschriebenen Verhaltensweisen des Versicher-
ten würden gesamthaft zwar auf eine Chronifizierung/Verfestigung dieser Symptomatik, nicht 
aber auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen lassen. In diesem Zu-
sammenhang scheine auch das beschriebene Sammeln und Horten von Gegenständen eher 
Ausdruck des beim Versicherten bestehenden depressiven Zustandsbildes zu sein als Aus-

 

 
 
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druck eines zwanghaften Verhaltens. Schliesslich sei auch der von Prof Dr. C.____ angeführte 
Umstand, dass der Versicherte zunehmend Mühe habe, seinen Alltag zu organisieren und zum 
Beispiel seine Rechnungen zu bezahlen, bereits im Gutachten von Prof. Dr. H.____ festgehal-
ten und berücksichtigt worden. Diesen schlüssigen Ausführungen der IV-Stelle kann vollum-
fänglich beigepflichtet werden und es kann von Weiterungen hierzu abgesehen werden. Entge-
gen der Auffassung des Beschwerdeführers ist deshalb der aktuelle fachärztliche Bericht von 
Prof. Dr. C.____ vom 7. November 2016 nicht geeignet, eine im Zeitraum zwischen dem Vorbe-
scheidverfahren und dem Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretene erhebliche Ver-
schlechterung seines Gesundheitszustandes zu belegen. Dasselbe kann sodann auch für den 
Bericht von Dr. D.____ vom 26. Oktober 2016 festgehalten werden. Wie die IV-Stelle zutreffend 
aufzeigt, enthält dieser in Bezug auf die vorhandenen somatischen Beeinträchtigungen 
(Sprunggelenksbeschwerden, Schlafapnoesyndrom, tertiärer Hypogonadismus) keine neuen 
medizinischen Fakten, die nicht bereits anlässlich der RAD-Beurteilung vom 21. April 2015 be-
kannt gewesen und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden sind. Auch 
diesbezüglich kann auf die zutreffenden Ausführungen der IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung 
vom 26. Januar 2017 verwiesen werden.  
 
5.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuhalten, dass die IV-Stelle in 
der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2016 bei der Beurteilung des medizinischen Sach-
verhalts zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer sowohl im angestamm-
ten Beruf als Informatiker als auch in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit zu 50 % arbeits-
fähig ist. 
 
6. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 30 E. 1).  
 
7.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der 
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Ge-
sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Ausnahmen von diesem 
Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 
E. 3.1; vgl. auch BGE 135 V 300 E. 5.1). Ein zuletzt bezogener (hoher) Verdienst ist nur dann 
als Valideneinkommen heranzuzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, 

 

 
 
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dass er weiterhin erzielt worden wäre. Erfolgte der Stellenverlust aus invaliditätsfremden Grün-
den, ist der Validenlohn anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen (Urteil A. des Bundes-
gerichts vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er seine Arbeitsstelle bei der B.____ AG 
aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme verloren habe. Somit sei bei der Berechnung sei-
nes Validenlohns vom letzten Einkommen auszugehen, welches er bei der genannten Arbeit-
geberin erzielt habe. Demgegenüber vertritt die IV-Stelle den Standpunkt, dass der Versicherte 
seine Arbeitsstelle aus invaliditätsfremden Gründen verloren habe, weshalb das Validenein-
kommen gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des 
Bundesamtes für Statistik zu ermitteln sei. Wie dem Protokoll “Assessment und Eingliederungs-
plan“ vom 23. Januar 2014 entnommen werden könne, habe die ausgesprochene Kündigung 
die seit Jahren bestehende psychische Problematik akzentuiert und die aktuelle Arbeitsunfähig-
keit ausgelöst. Ferner habe der Versicherte über eine problematische Zusammenarbeit mit sei-
nem direkten Vorgesetzten berichtet, die mehrheitlich zur Entlassung geführt habe. Diese Aus-
sagen des Beschwerdeführers anlässlich des Gesprächs vom 23. Januar 2014 würden 
schliesslich dadurch gestützt, dass die Kündigung vom 18. Juni 2013 vor der IV-Anmeldung am 
5. Dezember 2013 erfolgt sei und die Arbeitgeberin am 24. Dezember 2013 bestätigt habe, 
dass die Kündigung vor der Erkrankung des Versicherten ausgesprochen worden sei.  
 
7.2.2 Der Auffassung der IV-Stelle, wonach die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch 
die Arbeitgeberin auch ohne Erkrankung des Versicherten erfolgt und die bisherige Beschäfti-
gung auch im Gesundheitsfall nicht fortgesetzt worden wäre, kann nicht gefolgt werden. Im 
“Fragebogen für Arbeitgebende“ vom 24. Dezember 2013 begründet die B.____ AG die Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses mit dem Versicherten einzig, d.h. ohne weitergehende Ausfüh-
rungen, mit dem Vermerk “ungenügende Leistungen“. Aufgrund der Aktenlage muss nun aber - 
entgegen der Betrachtungsweise der IV-Stelle - davon ausgegangen werden, dass die “unge-
nügenden Leistungen“ des Versicherten im Wesentlichen Folge seiner gesundheitlichen Prob-
leme waren. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass der Versicherte bereits im 
Frühjahr 2010 erheblich erkrankt und damals aufgrund seines psychischen Leidens während 
rund drei Monaten hospitalisiert war. Nach der Klinikentlassung bestand beim Versicherten vor-
erst eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit, welche in der Folge auf 70 % erhöht worden ist. Zu beach-
ten ist allerdings, dass der Versicherte auch in der Zeit nach der Hospitalisation immer wieder 
an depressiven Phasen litt (vgl. den Arztbericht des behandelnden Psychiaters Prof. Dr. C.____ 
vom 17. Februar 2014). Es liegt auf der Hand, dass sich diese wiederkehrenden gesundheitli-
chen Probleme des Versicherten, die sich unter anderem in Konzentrationsstörungen, rascher 
Ermüdung, Verlangsamung und dem Gefühl, blockiert zu sein, äussern (vgl. den Arztbericht von 
Prof. Dr. C.____ vom 25. August 2014), im beruflichen Alltag in qualitativer und quantitativer 
Hinsicht auf seine Arbeitsleistung ausgewirkt haben. Laut der Einschätzung des Gutachters 
Prof. Dr. H.____ ist denn auch davon auszugehen, dass der Versicherte seit der Erkrankung im 
Frühjahr 2010 aus medizinisch-theoretischer Sicht nie mehr vollständig, sondern bis zur Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin eigentlich nur zu 70 % arbeitsfähig ge-
wesen ist. Für Prof. Dr. H.____ ist die entsprechende 30 %-ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. 
Wie bereits oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), kommt dem überzeugenden und schlüssigen 

 

 
 
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Gutachten von Prof. Dr. H.____ vom 7. August 2014 bei der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten voller Beweiswert zu. Somit besteht aber 
auch im vorliegenden Zusammenhang keine Veranlassung, seine Einschätzung in Frage zu 
stellen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Versicherte bis zur Auflösung des Arbeits-
verhältnisses durch die Arbeitgeberin aus medizinisch-theoretischer Sicht eigentlich nur zu 
70 % arbeitsfähig gewesen ist. Vor diesem Hintergrund sind denn aber auch die von der Arbeit-
geberin monierten “ungenügenden Leistungen“ ohne Weiteres erklärbar. 
 
7.2.3 Aus den Gesagten folgt, dass der Beschwerdeführer seine letzte Arbeitsstelle bei der 
B.____ AG, wie von ihm geltend gemacht, aus gesundheitlichen und nicht, wie die IV-Stelle 
angenommen hat, aus invaliditätsfremden Gründen verloren hat. Somit ist aber für die Ermitt-
lung des Valideneinkommens das Gehalt heranzuziehen, welches der Versicherte zuletzt bei 
der genannten Arbeitgeberin erzielt hat, wobei dieses auf den Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns hin (hier: 1. Juni 2014) nötigenfalls noch der Teuerung und der realen Einkom-
mensentwicklung anzupassen ist.  
 
7.3 Laut Auskunft der B.____ AG im bereits erwähnten “Fragebogen für Arbeitgebende“ 
hätte der Versicherte im Jahr 2014 im Rahmen des von ihm ausgeübten 90%-Pensums monat-
lich einen Lohn von Fr. 7‘407.-- erzielt, was bei 13 Monatslöhnen ein massgebendes Jahresein-
kommen von Fr. 96‘291.-- ergibt. Der Beschwerdeführer stellt diesen Betrag als solchen nicht in 
Frage, er macht jedoch geltend, dass die IV-Stelle der Bestimmung des Valideneinkommens zu 
Unrecht ein Arbeitspensum von 90 % zu Grunde gelegt habe. Es sei aktenkundig, dass er seit 
Jahren unter depressiven Episoden leide. Einzig aus diesem Grund sei er zuletzt in einem 
90 %-Pensum tätig gewesen. Er hätte den Alltag nebst einer 100 %-Anstellung aufgrund seiner 
Erkrankung nicht mehr bewältigen können. Unter diesen Umständen sei aber der erwähnte, auf 
einem 90 %-Pensum beruhende Jahreslohn von 96‘291.-- im Hinblick auf die Ermittlung des 
massgebenden Valideneinkommens auf ein 100 %-Pensum hochzurechnen, was im Ergebnis 
zu einem Gehalt von Fr. 106‘956.-- führe. Diesem Einwand des Beschwerdeführers kann nicht 
gefolgt werden. Den Angaben der B.____ AG im “Fragebogen für Arbeitgebende“ kann ent-
nommen werden, dass der Versicherte nicht bloss „zuletzt“, sondern seit Beginn des Arbeits-
verhältnisses am 1. Oktober 2006 in einem Pensum von 90 % bei der genannten Arbeitgeberin 
angestellt war. Zudem erklärt auch Prof. Dr. C.____ in seinem Bericht vom 7. November 2016 
ausdrücklich, dass der Versicherte jahrelang nur 90 % (und nicht 100%) gearbeitet habe, hänge 
nicht mit seinem Gesundheitszustand zusammen. Dieses Pensum sei vom Versicherten freiwil-
lig vereinbart worden, um mehr Freizeit, in erster Linie für seinen 2000 geborenen Sohn, zu 
haben. In Anbetracht dieser klaren Aussage des behandelnden Psychiaters und der Angaben 
der Arbeitgeberin im “Fragebogen für Arbeitgebende“ ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass der Versicherte auch im Gesundheitsfall (weiterhin) in einem 90 %- Pensum und 
nicht in einem Vollpensum für seine bisherige Arbeitgeberin tätig gewesen wäre. Somit ist dem 
Einkommensvergleich aber das vorstehend erwähnte, auf einem 90 %-Pensum beruhende Jah-
resgehalt des Versicherten in der Höhe von Fr. 96‘291.-- als massgebendes Valideneinkommen 
zu Grunde zu legen.  
 
8. Zu prüfen bleibt die vorinstanzliche Bemessung des Invalideneinkommens. 

 

 
 
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8.1 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden-
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so muss ihr (hypotheti-
sches) Invalideneinkommen unter Beizug der LSE-Tabellenlöhne ermittelt werden (vgl. dazu 
BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 322 E. 3b/aa). Vorliegend ist der Versicherte 
seit dem Verlust seiner Arbeitsstelle bei der B.____ AG keiner Erwerbstätigkeit mehr nachge-
gangen. Die IV-Stelle hat deshalb in der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2016 eine Ein-
kommensermittlung anhand der LSE-Tabellenlöhne vorgenommen, was sich nach dem Gesag-
ten als richtig erweist.  
 
8.2 Die IV-Stelle hat bei ihrer Berechnung auf die statistischen Lohndaten der Tabelle TA1 
(“Privater Sektor“) abgestellt. Innerhalb dieser Tabelle hat sie die Lohnzahlen der Position 62-63 
(“Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen“) herangezogen. Da der Versicherte 
laut der massgeblichen gutachterlichen Beurteilung (vgl. E. 4.3 hiervor) weiterhin in seinem an-
gestammten Beruf als Informatiker tätig sein kann, ist das Abstellen auf die genannte Position 
der Tabelle TA1 nicht zu beanstanden. Dies wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht in 
Frage gestellt. Streitig ist jedoch, von welchem Kompetenzniveau innerhalb der Position 62-63 
der Tabelle TA1 auszugehen ist. In den Tabellenlöhnen der LSE werden je nach persönlicher 
Qualifikation der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers vier Kompetenzniveaus des Arbeits-
platzes unterschieden. Bei der Frage, auf welchen Wert der LSE abzustellen ist, sind die Aus-
bildung, die Berufserfahrung und der berufliche Werdegang der versicherten Person zu berück-
sichtigen. Die IV-Stelle ist der Auffassung, dass für den Versicherten das Kompetenzniveau 3 
der LSE 2012 zur Anwendung gelangen soll, welches „komplexe praktische Tätigkeiten, die ein 
grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen“, umfasst. Dem hält der Beschwerdefüh-
rer entgegen, dass er seine letzte anspruchsvolle Stelle gerade wegen seiner Krankheit verlo-
ren habe. Da er laut gutachterlicher Beurteilung unter Lust- und Antriebslosigkeit sowie rascher 
Ermüdbarkeit leide, was ihm bereits die Verrichtung der Alltagstätigkeiten erschwere, sei ledig-
lich noch vom untersten Kompetenzniveau - also in Bezug auf die hier zur Anwendung gelan-
gende LSE 2012 vom Kompetenzniveau 1 (“einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerkli-
cher Art“) - auszugehen. Dieser Betrachtungsweise des Versicherten kann nicht beigepflichtet 
werden. Der Beschwerdeführer kann auf seine Ausbildung und seine langjährige Berufserfah-
rung im Informatikbereich zurückgreifen und er kann laut gutachterlicher Beurteilung weiterhin 
in einer Tätigkeit als Informatiker eingesetzt werden. Zudem ist zu beachten, dass den vom 
Versicherten erwähnten, gutachterlich festgehaltenen Beeinträchtigungen (Lust- und Antriebs-
losigkeit, rasche Ermüdbarkeit) bereits dadurch Rechnung getragen worden ist, dass dem Ver-
sicherten lediglich noch eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Infor-
matiker attestiert worden ist. Nach dem Gesagten ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die 
IV-Stelle bei der Ermittlung des Invalideneinkommens des Versicherten innerhalb der Position 
62-63 (“Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen“) der Tabelle TA1 auf die 
Lohnzahlen des Kompetenzniveaus 3 abgestellt hat.  
 
8.3 Laut Tabelle TA1 der LSE 2012 belief sich der Zentralwert für die im Bereich “Informa-
tionstechnologie und Informationsdienstleistungen“ im Kompetenzniveau 3 (“komplexe prakti-
sche Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen“) beschäftig-

 

 
 
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ten Männer im Jahre 2012 auf Fr. 7'317.-- (LSE 2012, Privater Sektor, Tabelle TA1, Männer, 
Position 62-63). Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeits-
zeit von 40 Wochenstunden beruht und deshalb auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 
des Jahres 2014 von 41,2 Stunden (Bundesamt für Statistik, Statistik der betriebsüblichen Ar-
beitszeit, Sektor J, Position 62-63: Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen) 
umzurechnen ist. Daraus resultiert ein Monatslohn von Fr. 7'536.50. Dieser Betrag ist der bis 
ins Jahr 2014 erfolgten Nominallohnentwicklung von + 2,2 % (Bundesamt für Statistik, Tabelle 
T1.1.10, Nominallohnindex Männer, 2011-2015, Sektor J, Position 58-63: Information und 
Kommunikation) anzupassen, was ein Invalideneinkommen von Fr. 7'702.30 pro Monat bzw. ein 
Jahresgehalt von Fr. 92'428.-- ergibt. Da der Versicherte laut den massgebenden medizini-
schen Unterlagen (vgl. E. 4.3 hiervor) in einer solchen Tätigkeit lediglich noch zu 50 % arbeits-
fähig ist, resultiert für den Beschwerdeführer grundsätzlich ein Invalideneinkommen von 
Fr. 46'214.-- (Fr. 92'428.-- x 50 %). 
 
8.4.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von statisti-
schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Per-
sonen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt 
des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in 
der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht errei-
chen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Fol-
ge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Um-
stand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 
Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll 
aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür be-
stehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesund-
heitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-
schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der 
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabel-
lenlohnes zu begrenzen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2; vgl. zum Ganzen auch BGE 126 V 80 
E. 5b/bb und cc).  
 
8.4.2 Vorliegend nahm die IV-Stelle in der angefochten Verfügung vom 19. Juli 2016 keinen 
leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn vor. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2017 
bezeichnete sie dies jedoch selber als nicht korrekt. Dem Beschwerdeführer sei die Ausübung 
seiner angestammten Tätigkeit nur noch zu 50 % zumutbar. Er könne deshalb nur noch eine 
Teilzeittätigkeit ausüben, weshalb ihm ein Abzug vom Tabellenlohn von 5 % zu gewähren sei. 
Diesen Ausführungen der IV-Stelle kann gefolgt werden, sodass es angezeigt erscheint, den 
oben ermittelten Tabellenlohn um 5 % zu kürzen. Zu ergänzen bleibt, dass keine hinreichenden 
Gründe für die Vornahme eines höheren Abzugs ersichtlich sind. Solche werden denn auch 
vom Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend gemacht. Nimmt man demnach einen 5 %-igen 

 

 
 
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Abzug vom Tabellenlohn vor, so führt dies zu einem massgebenden Invalideneinkommen des 
Versicherten von Fr. 43'903.-- (Fr. 46’214.-- x 95 %).  
 
8.5 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 43'903.-- dem 
Valideneinkommen von Fr. 96‘291.-- (vgl. E. 7.3 hiervor) gegenüber, so resultiert daraus eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 52'388.--, was einen Invaliditätsgrad von 54,41 % bzw. gerundet (vgl. 
zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 54 % ergibt. Bei einem Invaliditätsgrad von 54 % 
hat der Versicherte aber nicht bloss Anspruch auf eine Viertelsrernte, sondern auf eine halbe 
Rente. In Gutheissung der Beschwerde des Versicherten ist deshalb die angefochtene Verfü-
gung der IV-Stelle vom 19. Juli 2016 dahingehend zu ändern, dass dem Beschwerdeführer mit 
Wirkung ab 1. Juni 2014 eine halbe Rente zuzusprechen ist.  
 
9. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer obsiegende 
und die IV-Stelle unterliegende Partei. 
 
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei-
gerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist 
allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des 
hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies 
hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. 
 
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 28. Februar 2017 für das vorliegende Verfahren einen Zeitauf-
wand von 8,75 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversi-
cherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden 
Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der 
Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 52.60. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘419.30 (8,75 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von 
Fr. 52.60 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
9.4 Der Beschwerdeführer beantragt überdies, es seien ihm im Zusammenhang mit der 
auszurichtenden Parteientschädigung auch die Kosten der Berichterstattung durch Prof. 
Dr. C.____ vom 7. November 2016 in der Höhe von Fr. 1‘200.-- zuzusprechen. Dem Beschwer-
deführer ist insoweit beizupflichten, als nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Parteient-

 

 
 
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schädigung auch die Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten sind, soweit die Partei-
expertise für die Entscheidfindung unerlässlich war (BGE 115 V 63 E. 5c; Urteil B. des Bundes-
gerichts vom 24. April 2007, I 1008/06, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz ist für 
das Verwaltungsverfahren ausdrücklich in Art. 45 Abs. 1 ATSG festgehalten (UELI KIESER, 
ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 45 Rz. 17). Vorliegend kommt nun 
allerdings dem Bericht von Prof. Dr. C.____ vom 4. November 2016 im Hinblick auf den Pro-
zessausgang keine entscheidrelevante Bedeutung zu. Der Bericht ist entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers nicht geeignet, eine erhebliche, im Zeitraum zwischen dem Vorbe-
scheidverfahren und dem Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung eingetretene Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten zu belegen (vgl. E. 5 hiervor). Die 
IV-Stelle hat deshalb - wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor) - bei der Beurteilung des medi-
zinischen Sachverhalts zu Recht vollumfänglich auf das Gutachten von Prof. Dr. H.____ und die 
RAD-Stellungnahme vom 21. April 2015 abgestellt. Somit sind aber die Voraussetzungen für 
eine Vergütung der Kosten des privat eingeholten Berichts von Prof. Dr. C.____ nicht gegeben, 
weshalb dem entsprechenden Begehren des Beschwerdeführers nicht entsprochen werden 
kann.  
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 19. Juli 2016 dahingehend geändert, 
dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juni 2014 eine halbe 
Rente zugesprochen wird.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2‘419.30 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
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