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**Case Identifier:** 440c905f-7680-5624-a3c2-3a57d26fb74e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.02.2025 200 2024 597
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-597_2025-02-11.pdf

## Full Text

IV 200 2024 597 
JAP/FRJ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Februar 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. August 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

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Sachverhalt:

A.

Der 2000 geborenen A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
wurden von der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) im Juli 2010 
aufgrund eines Geburtsgebrechens (Kieferfehlstellung) medizinische 
Massnahmen zugesprochen (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 2, 8).

Im März 2023 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf mehrere erlit-
tene Schädel-Hirn-Traumata erneut zum Leistungsbezug an (act. II 20, 23). 
In der Folge tätigte die IVB medizinische und erwerbliche Abklärungen und 
veranlasste insbesondere eine polydisziplinäre Begutachtung durch die 
MEDAS C.________ (MEDAS-Gutachten vom 14. Mai 2024 [act. II 86.1-
86.12] sowie ergänzende Stellungnahme vom 5. Juli 2024 [act. II 96]). 
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (vgl. act. II 88, 92, 95) wies 
die IVB das Leistungsbegehren hinsichtlich einer Invalidenrente mit Verfü-
gung vom 7. August 2024 (act. II 97) bei einem Invaliditätsgrad von 20 % 
per 16. September 2023 und 28 % per 1. Januar 2024 ab.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
mit Eingabe vom 9. September 2024 Beschwerde beim Verwaltungsge-
richt. Sie beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die 
Zusprache einer unbefristeten Invalidenrente.  

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 27. Sep-
tember 2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 18. Oktober 2024 tätigte die Beschwerdeführerin weitere 
materielle Ausführungen. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. August 2024 (act. II 
97). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.  

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Neben den geistigen und 
körperlichen Gesundheitsschäden können auch solche psychischere Natur 
eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG).

2.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 

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Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er 
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 7. August 2024 (act. II 97) stützt 
sich in medizinischer Hinsicht auf das MEDAS-Gutachten vom 14. Mai 
2024 (act. II 86.1-86.12). Darin stellten die Experten in ihrer interdiszi-
plinären Gesamtbeurteilung (act. II 86.1 S.  5 ff.) folgende Diagnosen (S. 9 
f. Ziff. 4.3):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

1. Intermittierende Schwankschwindelsymptomatik (ICD-10: H81.9)
- Unauffällige periphere vestibuläre Funktion
- Zustand nach Kopfanpralltrauma 2016
- DD leichtgradige zentral-vestibuläre Funktionsstörung

2. Chronisches cervicospondylogenes bis cervicocephales/frontales 
Schmerzsyndrom (ICD-10: M53.0)
- Radiomorphologisch im Röntgen HWS und Dens mit Funktions-

aufnahmen vom 08.08.2023 in der seitlichen Aufnahme ca. 2 mm 

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Ventralversatz von HWK 3 gegenüber HWK 4, in der Reklination 
regelrechtes Alignement, jedoch in der Inklination minimale Zu-
nahme der Anterolisthese von HWK 3 gegenüber HWK 4 um ca. 3 
mm. Insgesamt Verdacht auf pathologische Beweglichkeit in Höhe 
von HWK 3/4. Keine Höhenminderung der mitabgebildeten Wir-
belkörper. Degenerative Veränderungen mit Facettengelenksar-
throse HWK 4/5. Mitabgebildete Weichteile unauffällig. 

- Radiomorphologisch gemäss Aktenlage (Upright-MRT in DE-
München vom 13.01.2022): Rotationsfehlstellung zwischen 1. und 
2. Wirbelkörper mit Rechtsrotation des Atlas gegenüber dem 
Dens Axis um 15 Grad, Verdickung der Lig. transversum atlantis, 
hyperintensive Signalveränderungen in der Ligamenta alaria links 
mehr als rechts

- Funktionell überdurchschnittlich gute HWS-Bewegungsfähigkeit 
im Status vom 16.04.2024

- Objektivierbare reaktive Myogelosen paracervical, im Trapezius 
und interscapulären Gebiet links mehr als rechts

- St. n. mehrfachen HWS-Kontusionen und HWS-Beschleunigungs-
traumata 2016 und 2017 beim Handball spielen

3. Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0)
- Subjektive Erschöpfung und Konzentrationsdefizite (ICD-10: R53)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

1. Anamnestisch Angststörung, nicht näher bezeichnet (ICD:10: F41.9)
2. Anamnestisch dissoziative Störung (ICD-10: F44)
3. Dyslipidämie (ICD-10: E78.2)
4. Operiertes Sulcus ulnaris-Syndrom (ICD-10: G56.2)
5. St. n. Débridement Ellenbogen rechts am 17.12.2020 bei multiplen 

freien Gelenkskörpern und Knorpelläsion in der Trochlea posterome-
dial bei St. n. kindlicher, höchstwahrscheinlich supracondylärer Frak-
tur mit offener Reposition und KD-Osteosynthese (ICD-10: M24.08)

6. St. n. diagnostischer Arthroskopie Schultergelenk rechts, Tenotomie 
der langen Bizepssehne mit subacromialer Bursektomie, offener 
subpektoraler Tenodese Bizepssehne am 21.06.2018, Schulthess 
Klinik Zürich bei Tendinopathie der langen Bizepssehne rechts bei 
SLAP-Läsion sowie Plica-Syndrom Ellbogen rechts (ICD-10: M67.9)

7. St. n. Uveitis intermedia beidseits unklarer Ätiologie 09/2022 (ICD-10: 
H20.9)

Aus allgemein-internistischer Sicht (act. II 86.3 S. 2 ff.) lägen keine Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor (S. 5 Ziff. 6.3).

Im psychiatrischen Teilgutachten (act. II 86.4) hielt Dr. med. D.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, im Vordergrund stün-

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den somatische Probleme, da psychische Beschwerden aktuell verneint 
würden (S. 7 Ziff. 6.2.1). Die Diagnose einer posttraumatischen Belas-
tungsstörung könne nicht nachvollzogen werden, da die Diagnosekriterien 
der ICD-10 hierfür nicht erfüllt seien. Die nach 2022 bestehenden, affekti-
ven, ängstlichen und dissoziativen Symptome könnten aktuell nicht mehr 
festgestellt werden, hätten jedoch zum damaligen Zeitpunkt vorliegen kön-
nen (S. 8 Ziff. 6.2.3). Nachdem die beklagten Beschwerden offenbar nicht 
befriedigend und nicht ausschliesslich aufgrund somatischer Probleme er-
klärbar seien, sei aus psychiatrischer Sicht an eine somatoforme Störung in 
Form einer Somatisierungsstörung zu denken; die diagnostischen Leitlinien 
hierfür seien erfüllt (S. 8 Ziff. 6.3). Aus rein psychiatrischer Sicht könne die 
Beschwerdeführerin in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit in einem vollen 
Pensum anwesend sein. Während dieser Anwesenheit bestehe eine Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % aufgrund eines erhöhten Pau-
senbedarfs. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (S. 9 Ziff. 8.1). In 
einer leidensangepassten Tätigkeit, bei welcher genügend Pausenmöglich-
keiten vorhanden seien und welche kognitiv auch weniger anspruchsvolle 
Aufgaben beinhalte, könne die Beschwerdeführerin ebenfalls in einem vol-
len Pensum anwesend sein. Während dieser Anwesenheit bestehe eine 
Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 10 %. Die Arbeitsfähigkeit betra-
ge 90 % (S. 9 Ziff. 8.2). Die erwähnte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
bestehe wahrscheinlich seit Jahren (S. 9 Ziff. 8.1.4 und 8.2.5). 

Im rheumatologischen Teilgutachten (act. II 86.5) hielt Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, 
fest, die segmentale Untersuchung der Lenden- und Brustwirbelsäule sei 
völlig unauffällig gewesen. Im Bereich der Halswirbelsäule hätten demge-
genüber multiple schmerzhafte Triggerpoints im Bereich der paracervicalen 
und Schultergürtelmuskulatur sowie multiple ossäre Irritationszonen der 
Processus spinosus und Processus transversus der Halswirbelsäule fest-
gestellt werden können. Gestützt auf die Untersuchungsbefunde und die 
Aktenlage bestehe ein somatisches Korrelat für die chronischen cervicalen 
Schmerzen sei 2016/2017 und die intermittierend, zum Teil holocephal be-
schriebenen Kopfschmerzen. Hingegen könnten die von der Beschwerde-
führerin seither beklagte allgemeine Leistungsintoleranz und die rasche 
Ermüdung rein klinisch in Bezug auf den Bewegungsapparat nicht erklärt 

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werden; diesbezüglich werde auf das neurologische und neuropsychologi-
sche Gutachten verwiesen (S. 7 f. Ziff. 6.1). Aus rein rheumatologischer 
Sicht könne die Beschwerdeführerin in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit 
acht bis achteinhalb Stunden pro Tag anwesend sein; dies unter der 
Voraussetzung einer vor allem sitzenden Tätigkeit mit einer optimalen Ar-
beitsplatzergonomie und regelmässigen Positionswechsel nach eigenem 
Gutdünken. Während dieser Anwesenheit bestehe eine um 20 % reduzierte 
Leistungsfähigkeit aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs. Die Arbeitsfähig-
keit betrage 80 % (S. 10 Ziff. 8.1). Das Gesagte gelte ebenfalls für eine 
dem Leiden angepassten Tätigkeit (S. 10 f. Ziff. 8.2). Aufgrund der klini-
schen Befunde der Neurochirurgie des Spitals F.________ sei anzuneh-
men, dass die aktuellen Befunde und Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
seit spätestens August 2023 bestünden (S. 10 f. Ziff. 8.1.4 und 8.2.5). 

Im neurologischen Teilgutachten (act. II 86.6) hielt Dr. med. G.________, 
Facharzt für Neurologie, fest, in der aktuellen Untersuchung werde "eine 
massive Verschlechterung von Erschöpfung und Müdigkeit seit der neuro-
psychologischen Untersuchung vor 10 Tagen beklagt". Dies stehe im Kon-
trast zu einem in objektiver Hinsicht völlig unauffälligen neurologischen 
Status. Gesamthaft ergäben sich aus den Unterlagen eine Fülle von Be-
schwerden, denen nur kleine oder diskrete organische Korrelate entgegen-
stehen. Die initialen Traumata würden plausibel geschildert, Restbe-
schwerden müssten nach acht Jahren jedoch abgeklungen sein. Anzu-
nehmen sei eine Somatisierungsstörung. Gesamthaft ergäben sich daher 
keine Anhaltspunkte für eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende, neurolo-
gische Erkrankung (S. 5 Ziff. 6.1). Aus rein neurologischer Sicht sei die 
Beschwerdeführerin sowohl in der angestammten als auch in einer lei-
densangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (ohne jegliche Leistungs-
einschränkung). Eine optimal angepasste Tätigkeit entspreche einer Tätig-
keit mit körperlich leichten bis punktuell mittelschweren Arbeiten (S. 6 f. 
Ziff. 8.1 f.).

Im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung (act. II 86.8) hielt 
M.Sc. H.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, fest, es 
könne gestützt auf die Symptomvalidierungstests und die Analyse der 
Testbefunde auf Gültigkeit und Konsistenz von validen Testbefunden aus-

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gegangen werden. Es habe eine leichte neuropsychologische Hirnfunkti-
onsstörung mit Minderleistungen in den Bereichen der geteilten Aufmerk-
samkeit, des Verarbeitungstempos und der kognitiven Belastbarkeit festge-
stellt werden können. Als mögliche Ursache hierfür könne das HWS-
Trauma von 2017 angesehen werden (S. 8 Ziff. 7). Aus rein neuropsycho-
logischer Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
von 70 % und in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
von 100 % (S. 9 Ziff. 12.1). In einer Tätigkeit mit abgeschlossenem Bache-
lor in … und … könne die Beschwerdeführerin ihre Konzentration bei Zeit-
druck nur kurzfristig aufrechterhalten, danach nehme die Fehleranfälligkeit 
zu. Ausserdem habe sie Schwierigkeiten, Multitasking-Anforderungen zu 
bewerkstelligen (S. 9 Ziff. 3). Eine leidensangepasste Tätigkeit entspreche 
einer Tätigkeit, bei der die kognitiven Anforderungen optimal angepasst 
sind (Vermeiden von Multitasking-Anforderungen, adäquates Pausenma-
nagement, Arbeiten in eigenem Tempo). Die Einschätzung zur Arbeit- und 
Leistungsfähigkeit (für nicht angepasste Tätigkeiten) gelte spätestens seit 
der aktuellen neuropsychologischen Abklärung (S. 10 Ziff. 12.4). 

Im otorhinolaryngologischen Teilgutachten (act. II 86.7) legte Dr. med. 
I.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie, dar, die ORL-
Untersuchung habe eine altersentsprechende Hörschwelle beidseits ge-
zeigt. Betreffend die periphere, vestibuläre Funktion hätten sich sodann 
unauffällige Befunde mit fehlenden pathologischen Nystagmen sowie 
symmetrischer kalorischer Erregbarkeit beidseits gezeigt, sodass von einer 
unauffälligen peripheren vestibulären Funktion ausgegangen werden kön-
ne. Es hätten sich einzig diskrete Befunde einer Störung der Blickfixation 
sowie eine Unsicherheit im Rahmen der spinalen Motorik gezeigt, welche 
am ehesten im Rahmen einer leichtgradigen zentralen-vestibulären Funkti-
onsstörung interpretiert werden könnten (S. 4 Ziff. 6.3). Aus rein otorhinola-
ryngologischer Sicht könne die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten 
Tätigkeit acht Stunden pro Tag anwesend sein. Während dieser Anwesen-
heit sei die Beschwerdeführerin in Anbetracht der Schwindelsymptomatik 
mit anzunehmendem langsamerem Arbeitstempo und erhöhtem Pausen-
bedarf zu 20 % in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Die Arbeitsfähig-
keit betrage 80 % (S. 5 Ziff. 8.1). In einer leidensangepassten Tätigkeit, 
welche keine sturzgefährdenden Tätigkeiten oder Tätigkeiten mit schnellen 

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Rotationsbewegungen beinhalte, könne die Beschwerdeführerin ebenso 
acht Stunden pro Tag anwesend sein. Während dieser Anwesenheit sei die 
Beschwerdeführerin in Anbetracht der Schwindelsymptomatik mit anzu-
nehmendem langsamerem Arbeitstempo und erhöhtem Pausenbedarf 
ebenfalls zu 20 % in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Die Arbeits-
fähigkeit betrage 80 % (S. 5 Ziff. 8.2). Die erwähnte Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit könne seit Jahren vermutet werden (S. 5 f. Ziff. 8.1.4 und 
8.2.5).

In ihrer Konsensbeurteilung (act. II 86.1 S. 5 ff.) hielten die Sachverständi-
gen fest, die aus rheumatologischer, psychiatrischer, neuropsychologischer 
und otorhinolaryngologischer Sicht attestierten Einschränkungen der Ar-
beitsfähigkeit würden sich nicht addieren, sondern ergänzen; es könnten 
die gleichen Zeitabschnitte zum Einlegen vermehrter Pausen verwendet 
werden (S. 11 Ziff. 4.5). In ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit könne die Be-
schwerdeführerin sieben bis acht Stunden pro Tag anwesend sein. 
Während dieser Anwesenheit bestehe eine reduzierte Leistungsfähigkeit 
bei erhöhtem Pausenbedarf und reduziertem Rendement. Die Arbeitsfähig-
keit betrage 70 % (S. 11 Ziff. 4.6). In einer leidensangepassten Tätigkeit 
könne die Beschwerdeführerin acht Stunden pro Tag anwesend sein. Eine 
solche entspreche einer körperlich leichten, vor allem sitzend ausgeübten, 
wechselbelastenden Tätigkeit an einem ergonomisch gut eingestellten Ar-
beitsplatz, bei der genügend Pausenmöglichkeiten sowie das Einbauen von 
Zeitreserven möglich seien und keine Multitasking-Anforderungen bestün-
den. Ebenfalls dürfe diese Tätigkeit keine sturzgefährdenden Tätigkeiten 
oder Tätigkeiten mit Rotationsbewegungen beinhalten. Während dieser 
Anwesenheit bestünde eine leicht reduzierte Leistungsfähigkeit bei einem 
etwas erhöhten Pausenbedarf und reduziertem Rendement. Die Arbeits-
fähigkeit betrage 80 % (S. 11 f. Ziff. 4.7). Mangels vorangehend dokumen-
tierter dauerhafter Arbeitsunfähigkeit könne die erwähnte Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit spätestens seit dem Zeitpunkt der IV-Anmeldung im 
März 2023 angenommen werden (S. 11 f. Ziff. 4.6.4 und 4.7.5).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

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ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.3 Das MEDAS-Gutachten vom 14. Mai 2024 (act. II 86.1-86.12) inkl. 
ergänzende Stellungnahme vom 5. Juli 2024 (act. II 96) ist für die streitigen 
Belange umfassend, beruht auf einlässlichen klinischen Explorationen und 
wurde in Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksichtigung der geklagten 
Beschwerden erstattet. Es überzeugt inhaltlich, indem die darin enthaltenen 
Darlegungen der medizinischen Zusammenhänge sowie der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchten und die Schlussfolgerungen nach-
vollziehbar begründet sind. Die Beurteilung des Gesundheitszustandes der 
Beschwerdeführerin erfolgte unter Einbezug sämtlicher hier relevanten me-

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dizinischen Fachdisziplinen und beruht auf nachvollziehbaren und über-
zeugenden Einschätzungen anlässlich einer Konsensbeurteilung der sechs 
Sachverständigen (vgl. act. II 86.1 S. 5 ff.). Ebenso wurde nachvollziehbar 
zu den Rückfragen Stellung genommen und aufgezeigt, dass und weshalb 
an der gutachterlichen Beurteilung festgehalten werden könne (vgl. act. II 
96 sowie hiernach). Damit erfüllt diese Expertise inkl. ergänzende Stellung-
nahme die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis, weshalb darauf abzustellen 
ist. 

Psychiatrischerseits ist gestützt auf die gutachterliche Einschätzung mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einzig eine Somatisierungsstörung 
(ICD-10: F45.0) ausgewiesen. Die psychiatrische Sachverständige setzte 
sich im Rahmen der diagnostischen Herleitung einlässlich mit den Akten 
und den Befunden der gutachterlichen Exploration auseinander und legte 
schlüssig und einleuchtend dar, dass gestützt auf die klinische Untersu-
chung, die Diagnosekriterien der ICD-10 sowie mangels aktueller beklagter, 
psychischer Beschwerden weitere Diagnosen – insb. die vom behandeln-
den Psychiater diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung (vgl. 
act. II 67 S. 16) – verneint werden müssen (act. II 86.4 S. 8 Ziff. 6.2.3, 6.3). 
Gegenteiliges wird denn auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend 
gemacht. Da sich die somatisch und psychiatrisch attestierten Arbeitsun-
fähigkeiten nicht summieren (vgl. act. II 86.1 S. 11 Ziff. 4.5 sowie hiernach), 
ist sodann nicht ausschlaggebend, ob die psychische Symptomatik mit 
20 % oder 10 % zu Buche schlägt (vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. III Ziff. 7). 
Anzumerken ist jedoch, dass die Arbeitsfähigkeit von 90 % die optimal lei-
densangepassten Tätigkeit und die Arbeitsfähigkeit von 80 % die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit betrifft (vgl. act. II 86.4 S. 9 Ziff. 8.1 und 8.2). Diese 
Einschätzung gibt denn auch zu keinerlei Zweifel Anlass, zumal auch der 
behandelnde Psychiater von einer "günstigen Eingliederungsprognose" 
ausging (act. II 67 S. 19 Ziff. 4.3). 

In somatischer Hinsicht ist mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chro-
nisches cervicospondylogenes bis cervicocephales/frontales Schmerzsyn-
drom (ICD-10: M53.0) und eine intermittierende Schwankschwindelsym-
ptomatik (ICD-10: H81.9) ausgewiesen. Die Sachverständigen zeigten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

-13-

nachvollziehbar und schlüssig auf, dass ein Teil der von der Beschwerde-
führerin beklagten Beschwerden – die chronischen cervicalen Schmerzen, 
die Kopfschmerzen sowie die Schwindelsymptomatik – aus rheumatolo-
gisch/otorhinolaryngologischer Sicht klinisch objektivierbar sind, sich hin-
gegen für die beklagte allgemeine Leistungsintoleranz und die rasche Er-
müdung kein somatisches Korrelat finden lässt (act. II 86.1 S. 8 f. Ziff. 4.2, 
4.3). In diesem Zusammenhang zeigte der neurologische Sachverständige 
Dr. med. G.________ gestützt auf die eigenen erhobenen Befunde und die 
medizinischen Vorakten einlässlich auf, dass keine Hinweise für eine neu-
rologische Ursache der beklagten Beschwerden zu finden seien (act. II 
86.1 S. 9, 86.6 S. 5 Ziff. 6.1). Dies korreliert denn auch mit der Einschät-
zung der behandelnden Ärzte des Spitals F.________, die – unter Berück-
sichtigung einer umfassenden Anamnese und mehreren klinischen und 
bildgebenden Untersuchungen – keine Anhaltspunkte für eine neurologi-
sche Erkrankung finden konnten und die Ursache der beklagten Beschwer-
den offenliessen (act. II 56 S. 8). Entsprechend waren auch die behandeln-
den Ärzte des Spitals F.________ ausser Stande, eine neurologische Dia-
gnose zu stellen (act. II 54 S. 2). Dass die behandelnden Ärzte des Spitals 
F.________ in ihrem Bericht vom 15. August 2023 (act. II 54 S. 1 f.) weiter-
gehende neurologische Abklärungen befürworteten (S. 2; vgl. hierzu sinn-
gemäss Beschwerde S. 4 Ziff. III Ziff. 2 sowie S. 9 Ziff. III Ziff. 7), vermag 
das neurologische Teilgutachten nicht in Zweifel ziehen, zumal es 
grundsätzlich Sache der Sachverständigen ist, zu entscheiden, ob und wel-
che Abklärungen sowie Untersuchungen für eine umfassende Expertise 
notwendig sind (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_593/2020 vom 
24. November 2020 E. 4.1.1) und vorliegend keinerlei Anhaltspunkte er-
sichtlich sind, dass der neurologische Sachverständige nicht lege artis vor-
gegangen wäre. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang 
ferner bemängelt, dass die von ihr im Rahmen des Vorbescheidverfahrens 
eingereichten (somatischen) Berichte (vgl. act. II 93) nicht Gegenstand des 
gutachterlichen Aktenauszugs (act. II 86.2) gewesen seien (Beschwerde 
S. 4 Ziff. III Ziff. 3, S. 9 Ziff. III Ziff. 7), ist festzuhalten, dass diese der Gut-
achterstelle im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nachträglich unterbrei-
tet wurden (vgl. act. II 94), woraufhin der neurologische Sachverständige 
ausführlich und schlüssig erklärte, dass und weshalb an der gutachterli-
chen Einschätzung festgehalten werden könne (act. II 96). Inwiefern diese 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

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eingereichten (fast allesamt älteren) Berichte "ein anderes Bild" der Be-
schwerdeführerin zeichnen würden (Beschwerde S. 4 Ziff. III Ziff. 3), ist 
ohnedies nicht ersichtlich. Anzumerken ist schliesslich, dass der rheumato-
logische Bericht der Praxis J.________ vom 13. Januar 2022 (act. II 93 
S. 117 ff.) bzw. die darin erhobenen Befunde im Bericht des Spitals 
F.________ vom 2. Dezember 2022 (act. II 56 S. 3 ff.) – der Gegenstand 
des gutachterlichen Aktenauszugs war (vgl. act. II 86.2) – ausführlich wie-
dergegeben wurden (vgl. act. II 56 S. 7). Gleiches gilt für den otorhinola-
ryngologischen Bericht des Dr. med. K.________ (…) vom 22. Dezember 
2021 (act. II 93 S. 115 f.), dessen Feststellungen sich im Bericht des 
Dr. med. L.________ (…) vom 31. Januar 2022 (act. II 69 S. 13 ff.; eben-
falls Teil des Aktenauszugs [act. II 86.2]) wiederfinden (vgl. act. II 69 S. 14 
f.).

Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde (Beschwerde S. 8 Ziff. III 
Ziff. 7) wurde im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung auf 
Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden 
Sachverständigen sodann sehr wohl begründet, weshalb sich die aus 
rheumatologischer, psychiatrischer, neuropsychologischer und otorhinola-
ryngologischer Sicht attestierten Einschränkungen nicht additiv auswirken, 
sondern ineinander aufgehen. Die Sachverständigen erklärten, dass die 
gleichen Zeitabschnitte zum Einlegen vermehrten Pausen verwendet wer-
den können (act. II 86.1 S. 11 Ziff. 4.5). Diese Schlussfolgerung ist nach-
vollziehbar, beziehen sich die aus der Somatisierungsstörung, der Beein-
trächtigung der Wirbelsäule sowie der Störung der Vestibularfunktion 
herrührenden Einschränkungen doch allesamt nicht auf die Präsenzzeit, 
sondern auf das Rendement bzw. einen erhöhten Pausenbedarf (act. II 
86.4 S. 9 Ziff. 8.1 f., 86.5 S. 10 f. Ziff. 8.1 f., 86.7 S. 5 f. Ziff. 8.1 f.). Da die-
se spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung somit überzeugt, 
rückt das Gericht nicht davon ab (SVR 2020 IV Nr. 22 S. 75, 9C_461/2019 
E. 4.1). 

Schliesslich sind auch die übrigen medizinischen Akten nicht geeignet, 
Zweifel an der Schlüssigkeit des interdisziplinären Gutachtens zu wecken, 
zumal diese keine wichtigen neuen Aspekte, insbesondere hinsichtlich der 
Befundlage, zu nennen vermochten, welche im Rahmen der Begutachtung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

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unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 
S. 27, 9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 3). 
Dem Bericht des behandelnden Hausarztes Dr. med. M.________, Prakti-
scher Arzt, vom 18. Oktober 2023 (act. II 67 S. 3 ff.), der lediglich eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit postulierte (S. 5 Ziff. 2.7), lässt sich weder eine 
konkrete Diagnose noch eine begründete Beurteilung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit entnehmen. Weitere (vorliegend relevante) 
Einschätzungen zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit der somatischen 
Behandler finden sich – mit Ausnahme der im Rahmen der stationären 
Behandlung vom Juni/Juli 2018 attestierten Arbeitsunfähigkeit (act. II 93 
S. 113) – sodann nicht. 

3.4  Nach dem Dargelegten bietet das MEDAS-Gutachten vom 14. Mai 
2024 (act. II 86.1-86.12) inkl. ergänzende Stellungnahme vom 5. Juli 2024 
(act. II 96) – auch unter Berücksichtigung der im Vorbescheidverfahren 
eingereichten Berichte (vgl. act. II 93) – eine zuverlässige Grundlage für die 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit der Beschwerdeführerin, weshalb darauf abzustellen ist. Der me-
dizinische Sachverhalt erweist sich damit als rechtsgenüglich abgeklärt, 
weshalb auf weitere Beweisvorkehrungen, insbesondere die beantragte, 
polydisziplinäre Gutachtensergänzung (Beschwerde S. 9 Ziff. III Ziff. 7), 
verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung: BGE 144 V 361 
E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des 
BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgese-
hen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). Auszugehen ist dem-
nach von einer spätestens seit März 2023 bestehenden 80%igen Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Die Durch-
führung eines strukturierten Beweisverfahrens nach Massgabe von BGE 
141 V 281 und 143 V 209 betr. der psychiatrisch attestierten Somatisie-
rungsstörung erübrigt sich vorliegend, da hieraus keine höhere Arbeitsun-
fähigkeit resultieren kann (vgl. Urteil des BGer 8C_783/2019 vom 14. April 
2020 E. 4.1.4) und die aus psychiatrischer und somatischer Sicht attestier-
ten Einschränkungen ohnehin ineinander aufgehen (vgl. E. 3.3 hiervor).

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-16-

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Ob die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) im Zeitpunkt des Ablaufs der sechsmonatigen Ka-
renzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) im Oktober 2023 
erfüllt war, kann offen bleiben, da aus der Invaliditätsbemessung in diesem 
Zeitpunkt ohnehin kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. 
E. 4.6 hiernach). 

4.2. Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 
134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand 
des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkom-
mens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte 
Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein angemesse-
nes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). 
Kann das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinrei-
chend genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität 
nach statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei glei-
cher Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV). 

4.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

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Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig ge-
wesenen Fassung). Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei 
Beachtung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach 
Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen 
Leistungsfähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die 
zu berücksichtigenden Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbe-
dingten Abzug angeht, bis zum 31. Dezember 2023 ergänzend auf die bis-
herigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (Urteil des BGer 
8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 10.6, zur Publikation vorgesehen).

4.4 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 
Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung 
anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.5 Die Beschwerdegegnerin bestimmte das Validen- und das Invali-
deneinkommen auf Grundlage des gleichen Tabellenlohns gemäss Tabelle 
TA1 der LSE 2020, Kompetenzniveau 3, Frauen – unter Berücksichtigung 
der betriebsüblichen Arbeitszeit pro Woche sowie der Nominallohnentwick-
lung – und ermittelte daraus einen Invaliditätsgrad von 20 % (bis 31. De-
zember 2023) und 28 % (ab 1. Januar 2024; act. II 97).

Die Beschwerdeführerin wendet hiergegen beschwerdeweise ein, sie sei 
als hochbegabt identifiziert worden und es bestünden keine Zweifel, dass 
sie bei guter Gesundheit ebenso das Masterstudium abgeschlossen hätte, 
was dem Kompetenzniveau 4 entspreche. Mit Blick auf die … Ausbildung 
an der Hochschule … sei auf den Sektor Finanz- und Versicherungsdienst-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

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leistungen der TA1 der LSE abzustellen, womit der Beschwerdeführerin ein 
Valideneinkommen von Fr. 130'000.--anzurechnen sei. Was das Invaliden-
einkommen betreffe, seien angesichts des gutachterlich formulierten Zu-
mutbarkeitsprofils die Zahlen des Kompetenzniveaus 2 heranzuziehen, da 
das vorliegende Beschwerdebild gegen das Kompetenzniveau 3 spreche 
(Beschwerde S. 4-7 Ziff. III Ziff. 4).

Die Beschwerdeführerin gab anlässlich des Erstgesprächs gegenüber der 
Verwaltung an, dass sie im Gesundheitsfall im Umfang von 100 % erwerbs-
tätig wäre (vgl. hierzu act. II 27 S. 2). Der von der Beschwerdegegnerin 
festgelegte Status als voll Erwerbstätige ist damit nicht zu beanstanden. Da 
sich die Beschwerdeführerin vor Eintritt des zur Invalidität führenden Ge-
sundheitsschadens noch im Gymnasium befand bzw. keiner (ordentlichen) 
Erwerbstätigkeit nachging (vgl. act. II 27 S. 2, 28) ist das Valideneinkom-
men unbestrittenermassen anhand statistischer Werte zu ermitteln (vgl. 
E. 4.2 hiervor). Weil die Beschwerdegegnerin aktuell sodann keiner Er-
werbstätigkeit im zumutbaren Umfang von 80 % (act. II 86.1 S. 11 f. 
Ziff. 4.7) nachgeht (vgl. hierzu act. II 84) und damit ihre medizinisch-
theoretische Restarbeitsfähigkeit nicht vollständig ausschöpft, ist ebenso 
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auch das Invaliden-
einkommen anhand statistischer Werte ermittelt hat (vgl. E. 4.3 hiervor). 
Indes ist darauf hinzuweisen, dass grundsätzlich stets die in Bezug auf den 
Rentenbeginn aktuellsten veröffentlichten statistischen Daten zu verwen-
den sind (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297) und die LSE 2022 im Zeit-
punkt des Verfügungserlasses am 7. August 2024 (act. II 97) bereits vorlag. 
Diesem Umstand kommt indes hier keine Bedeutung zu, da für das Vali-
den- und für das Invalideneinkommen auf dieselbe Bemessungsgrundlage 
abgestellt werden kann, weshalb denn auch offenbleiben kann, welcher 
Wirtschaftszweig bzw. welches Kompetenzniveau heranzuziehen ist. Das 
gutachterliche Zumutbarkeitsprofil für eine 80%ige Restarbeitsfähigkeit 
(act. II 86.1 S. 11 Ziff. 4.7.1) sieht nämlich keine qualitative Einschränkung 
vor, die der Tätigkeit in einer der hypothetischen Validentätigkeit entspre-
chenden Funktion entgegenstehen würde: In einer Bürotätigkeit kann den 
Anforderungen betreffend vestibuläre Funktionsstörung (keine sturzgefähr-
denden Tätigkeiten oder Tätigkeiten mit schnellen Rotationsbewegungen) 
und dem Schmerzsyndrom (vor allem sitzende Tätigkeit mit optimaler Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

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beitsplatzergonomie) ohne Weiteres Rechnung getragen werden. In quali-
tativer Hinsicht verbleibt einzig das aus neuropsychologischer Optik postu-
lierte Vermeiden von Multitasking-Anforderungen. Dies dürfte zwar gewisse 
Arbeitsstellen im Kompetenzniveau 3 und 4 ausschliessen, allerdings bein-
haltet der ausgeglichene Arbeitsmarkt einen breiten Fächer an hochqualifi-
zierten Tätigkeiten, bei denen anspruchsvolle Aufgabenstellungen mit Ruhe 
und Umsicht bewältigt werden können und nicht zeitüberlappend oder 
schnell wechselnd zu bearbeiten sind, mithin kein besonderes Multitasking 
erforderlich ist. Da somit beide Vergleichseinkommen anhand des gleichen 
Tabellenlohns berechnet werden, erübrigt sich deren betragsmässige Er-
mittlung. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit 
bzw. Leistungseinschränkung unter Berücksichtigung eines allfälligen Ab-
zuges vom Tabellenlohn (in BGE 148 V 321 nicht publ. E. 6.2 des Urteils 
des BGer 8C_104/2021 vom 27. Juni 2022). 

Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.3 hiervor) ist vorliegend nicht vorzu-
nehmen. Die medizinisch bedingten Einschränkungen bzw. der beschwer-
deweise geltend gemachte erhöhte Pausenbedarf (Beschwerde S. 7 Ziff. III 
Ziff. 6) wurden bereits mit der Einschätzung der funktionellen Leistungs-
fähigkeit durch die Gutachter bzw. mit deren definierten Zumutbarkeitsprofil 
hinreichend berücksichtigt (vgl. act. II 86.1 S. 11 Ziff. 4.7) und dürfen damit 
nicht in die Bemessung eines leidensbedingten Abzugs einfliessen, da an-
sonsten eine unzulässige doppelte Anrechnung desselben Gesichtspunk-
tes resultieren würde (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20). Aussermedizinische Umstände, die einen Abzug zu rechtfertigen 
vermöchten, sind nicht ersichtlich und würden ohnehin beide Vergleichs-
einkommen betreffen (vgl. Urteil des BGer 8C_42/2008 vom 19. Januar 
2009 E. 5). Selbst wenn die Beschwerdeführerin aufgrund des reduzierten 
Rendements sowie den qualitativen Anforderungen auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt eine Lohneinbusse hinzunehmen hätte, für welche der 
geforderte Abzug von 15-20 % (Beschwerde S. 7 Ziff. III Ziff. 6) in Anschlag 
zu bringen wäre, würde sich weiterhin ein rentenausschliessender Invali-
ditätsgrad (vgl. E. 2.2) von höchstens 36 % (0.8 ./. 20 % = 0.64; [1 ./. 0.64] 
x 100) ergeben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2025, IV 200 2024 597

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Auch der per 1. Januar 2024 massgebende Pauschalabzug von 10 % 
(Art. 26bis Abs. 3 Satz 1 IVV in der ab 1. Januar 2024 gültigen Fassung) 
ändert am Ergebnis nichts, würde sich doch ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von 28 % (0.8 ./. 10 % = 0.72; [1 ./. 0.72] x 100) ergeben. 

4.6 Damit resultiert bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % bzw. Arbeitsun-
fähigkeit von 20 % im für die Beschwerdeführerin günstigsten Fall ein Inva-
liditätsgrad von maximal 36 %. Folglich hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor). 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 7. August 
2024 (act. II 97) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss zu entnehmen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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-21-

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 18. Okto-

ber 2024)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.