# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72708e36-302d-5480-a936-5fe54e0d56c8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2017 200 2017 548
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-548_2017-10-13.pdf

## Full Text

200 17 548 UV
SCP/JAP/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 8. Mai 2017 (09.36599.14.1)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, UV/17/548, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er 
sich gemäss Schadenmeldung am 31. August 2014 bei einem Fahrradsturz 
verletzte (Akten der Suva [act. II] 1). Die Suva gewährte im Zusammen-
hang mit diesem Ereignis zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungs-
leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld (act. II 11 f., 19, 22 f., 
34, 40, 106, 126, 143, 197, 202, 224). Ab 20. April 2015 wurde das Taggeld 
während eines sechsmonatigen Aufbautrainings von der hierfür intersyste-
misch zuständigen Invalidenversicherung übernommen (act. II 127, 130, 
180). Mit Verfügung vom 15. Januar 2016 (act. II 207) stellte die Suva die 
vorübergehenden Leistungen per 31. Januar 2016 ein und verneinte einen 
Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen. Daran hielt sie auf Einspra-
che hin (act. II 215) mit Entscheid vom 8. Mai 2017 (act. II 227) fest.

B.

Mit Eingabe vom 7. Juni 2017 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde. Er beantragt, der angefochtene 
Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und die Sache sei zur 
weiteren Abklärung an die Suva zurückzuweisen; eventualiter seien die 
gesetzlichen Leistungen über den 31. Januar 2016 hinaus auf unbestimmte 
Zeit zu erbringen bzw. eine angemessene Invalidenrente und/oder Inte-
gritätsentschädigung zuzusprechen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. September 2017 schloss die Suva (Be-
schwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abwei-
sung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, UV/17/548, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 8. Mai 
2017 (act. II 227). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzli-
chen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 31. August 2014 und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin 
zu Recht die vorübergehenden Leistungen per 31. Januar 2016 einstellte 
und weitere Versicherungsleistungen verneinte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
weiter nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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2.3

2.3.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.3.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für 
die Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf aus-
zugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzu-
beziehen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 
V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung 
des adäquaten Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem 
Unfallereignis für die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsun-
fähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn 
es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernst-
haft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 
V 133 E. 6 S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, 
wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich 

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dabei entwickelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Kata-
logisierung der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende 
und schwere Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die 
erlittenen Verletzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich 
beim Unfall entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 
E. 4.2.2). Abhängig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriteri-
en in die Beurteilung einzubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psy-
chischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
(vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, 
weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug 
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass 
ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsscha-
den zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a 
S. 139).

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel 
zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

 besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrück-
lichkeit des Unfalles;

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 die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verlet-
zungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 
Fehlentwicklungen auszulösen;

 ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
 körperliche Dauerschmerzen;
 ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-

schlimmert;
 schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
 Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Krite-
rien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 
E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

2.4 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-

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standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes «namhaft» durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 
Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur 
prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen 
(SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.5 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Dass das in der Schadenmeldung (act. II 1) geschilderte Ereignis 
vom 31. August 2014 die kumulativen Tatbestandselemente des Unfallbe-
griffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbe-
stritten (Beschwerde S. 3 Ziff. IV). Des Weiteren ist angesichts des Unfall-
datums in intertemporalrechtlicher Hinsicht die bis 31. Dezember 2016 gül-
tige Rechtslage massgebend (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 
Änderung vom 25. September 2015 des UVG), was sich im vorliegenden 
Fall indes nicht auswirkt.

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3.2 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Nach dem Unfallereignis vom 31. August 2014 erfolgte die notfall-
mässige Rettungsdienstzuweisung an das Spital D.________ wo der Be-
schwerdeführer ab dem Unfalltag bis zum 9. September 2014 hospitalisiert 
blieb. Im Austrittsbericht vom 9. September 2014 (act. II 33) vermerkten die 
erstbehandelnden Ärzte eine Commotio cerebri mit RQW (Riss-Quetsch-
Wunde) supraorbital links, ein postcommotioneller Schwindel (Differential-
diagnose: Contusio labyrinthi) sowie eine Schulterkontusion links. Sie er-
klärten, im Rahmen der diagnostischen Abklärung mittels CT und MRI (act. 
II 164) hätten sich keine intrakraniellen Verletzungen gefunden und die 
neurologische Überwachung sei stets unauffällig gewesen. Es habe jedoch 
eine ausgeprägte Schwindelsymptomatik persistiert, welche sich erst im 
Verlauf regredient gezeigt habe. Sie attestierten für die Zeit der stationären 
Behandlung sowie noch bis 1. Oktober 2014 eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit (act. II 25) und danach eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 
(act. II 69).

3.2.2 Der nachbehandelnde Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, orientierte im Bericht vom 23. September 2014 
(act. II 15) darüber, dass die Kopfschmerzen deutlich abgenommen hätten, 
aber noch ein anhaltender leichter Schwindel sowie eine Ermüdung bei 
Arbeiten mit Augenbelastung bestünden. Er bescheinigte zunächst vom 
1. bis 14. Oktober 2014 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (act. II 20). Nach dem 
Scheitern eines Arbeitsversuchs im Rahmen eines neuen Arbeitsverhält-
nisses (act. II 32, 54) vermerkte der Hausarzt im Unfallschein jedoch ab 
13. Oktober 2014 bis auf weiteres erneut eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit (act. II 205). Im Verlaufsbericht vom 22. Oktober 2014 (act. II 37) gab 
er an, nebst anhaltendem Schwindel und Kopfschmerzen klage der Be-
schwerdeführer über Konzentrationsstörungen sowie zervikale Beschwer-
den.

3.2.3 Im Konsiliarbericht vom 28. November 2014 (act. II 60) hielt Dr. 
med. F.________, Facharzt für Neurologie, unter anderem fest, wahr-
scheinlich sei es beim Sturzereignis zu einer kurzen Bewusstlosigkeit mit 
anterograden Amnesie gekommen. Aktuell persistiere ein akutes posttrau-

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matisches Syndrom mit einer Zervikozephalgie, einer Vestibulo(okulären)
pathie sowie neuropsychologischen Leistungseinbussen (Konzentrations- 
und Aufmerksamkeitsstörung). Anamnestisch und klinisch bestünden keine 
Anhaltspunkte für einen posttraumatischen benignen paroxysmalen Lage-
rungsschwindel. Er erachtete eine stationäre Rehabilitation als nicht indi-
ziert und empfahl insbesondere eine Intensivierung der Physiotherapie, 
eine medizinische Trainingstherapie (MTT), gegebenenfalls eine neuropsy-
chologische bzw. psychologische Therapie, eine ophthalmologische Zu-
satzabklärung sowie sobald als möglich die Wiedereingliederung in den 
Arbeitsprozess.

3.2.4 Eine ambulante Abklärung bei Dr. med. G.________, Facharzt für 
Ophthalmologie, vom 18. Dezember 2014 ergab keine pathologischen Be-
funde (act. II 88).

3.2.5 Ab 9. Dezember 2014 wurde der Beschwerdeführer einmal 
wöchentlich in der Klinik H.________ psychologisch betreut. Dem Zwi-
schenbericht vom 16. Februar 2015 (act. II 110) ist zu entnehmen, dass 
sich im Rahmen der psychologischen Untersuchung insgesamt leichte bis 
mittelgradige Minderleistungen manifestiert hätten. Die Psychologin M.Sc. 
I.________ und Dr. med. J.________, Facharzt für Neurologie, für Physika-
lische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, gaben an, im 
Vordergrund stünden Leistungsminderungen in den basalen und komple-
xen Aufmerksamkeitsfunktionen sowie eine deutlich verlangsamte verbale 
und psychomotorische Verarbeitungsgeschwindigkeit. Sie empfahlen eine 
möglichst rasche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess mit einer an-
fänglichen Arbeitsbelastung von zirka 50 %, wobei die angestammte Tätig-
keit aktuell nicht mehr möglich sei. Ergänzend hielten sie am 1. April 2015 
fest, im Rahmen einer beruflichen Wiedereingliederung seien einzig Be-
rufsbereiche ungeeignet, welche eine hohe Anforderung an die Reaktions-
fähigkeit und Aufmerksamkeitsfunktionen stellten (act. II 114). Am 27. Mai 
2015 informierten M.Sc. I.________ und Dr. med. J.________ darüber, 
dass die psychologische Therapie bei adäquater Selbsteinschätzung, guter 
Umsetzung der Erholungsstrategien sowie insgesamt erfreulichem Erho-
lungsprozess seit 7. Mai 2015 sistiert sei (act. II 138).

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3.2.6 Auf Veranlassung des Hausarztes (act. II 133) hin wurde der Be-
schwerdeführer ab 2. März 2015 durch Dr. K.________, Chiropraktor, be-
handelt. Dieser ging im Bericht vom 10. Juni 2015 (act. II 141) von einem 
rezidivierenden Panvertebralsyndrom aus. Er führte aus, nach physikalisch- 
und manualtherapeutischen Massnahmen persistierten teilweise noch reak-
tive Veränderungen der Weichteile und eine muskuläre Dysbalance, wes-
halb er eine aktive Kräftigung/Stabilisierung der Wirbelsäule unter physio-
therapeutischer Anleitung empfehle.

3.2.7 Nach einer bildgebenden Verlaufsuntersuchung vom 21. August 
2015 (MRI des Neurokraniums sowie der Wirbelsäule), die – abgesehen 
von einer kleinen, nicht komprimierenden Diskushernie auf Stufe C5/6 –
keine pathologischen Befunde ergab (act. II 166), wurde der Beschwerde-
führer am 7. September 2015 in der Spezialsprechstunde Leichte Trauma-
tische Hirnverletzung (LTHV-Assessment) der Rehaklinik L.________ ergo- 
bzw. physiotherapeutisch, neuropsychologisch sowie neurologisch abge-
klärt (act. II 173). In diagnostischer Hinsicht ergab sich das Nachstehende:

 Fahrradsturz am 31. August 2014 mit:
 leichter traumatischer Hirnverletzung
 leichter neuropsychologischer Störung mit im Vordergrund 

stehender Erschöpfbarkeit und erhöhtem Schlafbedürfnis 
und damit einhergehenden Leistungsschwankungen sowie 
leichten attentionalen (schwankende kognitive Verarbei-
tungsgeschwindigkeit) und exekutiven (verbale Fluenz, 
visuo-verbale Interferenzkontrolle) Minderleistungen, ätiolo-
gisch am ehesten im Rahmen von sekundären Faktoren

 Riss-Quetsch-Wunde supraorbital links
 postcommotionellem Schwindel, Differentialdiagnose: Con-

tusio labyrinthi
 Schulterkontusion links

 Spannungskopfschmerz

Die Oberärztin med. pract. M.________, Fachärztin für Neurologie, erklär-
te, bei unauffälligem MRI des Schädels bestünden aktuell keine Hinweise 
auf eine hirnorganische Genese der sicherlich im Vordergrund stehenden 
ausgeprägten Fatique. Zur weiteren Abklärung einer allenfalls latent vor-
handenen Angst- und Depressionssymptomatik werde daher eine psychia-
trische Einschätzung empfohlen. Es sei anzunehmen, dass durch eine 
Wiederaufnahme und langsame Steigerung der körperlichen Betätigung, 
was auch der Steigerung des Aktivitätsniveaus dienen solle, ein Rückgang 
der Rückenbeschwerden eintreten werde. Möglicherweise bestehe der an-

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gegebene Kopfdruck im Rahmen eines Spannungskopfschmerzes; diffe-
rentialdiagnostisch sei der Kopfdruck gegebenenfalls auch als Symptom 
der Erschöpfung zu werten. Der beklagte Schwindel lasse sich bei genaue-
rer Nachfrage eher als ein diffuses Gefühl beschreiben; ein systematischer 
Schwindel scheine nicht vorzuliegen.

3.2.8 Veranlasst durch die Beschwerdegegnerin (act. II 182 f.), nahm der 
Beschwerdeführer ab 26. Oktober 2015 eine psychiatrische Behandlung im 
Spital D.________ auf. Im vom zuständigen Oberarzt visierten Bericht vom 
11. November 2015 (act. II 199) diagnostizierte der Assistenzarzt Dr. med. 
N.________ (mittlerweile Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) eine 
undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1). Letzterer gab an, 
die körperliche Symptomatik sei durch ein psychisches Geschehen bedingt 
bzw. werde durch ein solches verstärkt. 

3.2.9 In der Folge liess die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer 
durch die Neurologie O.________ AG abklären. Im entsprechenden «Kon-
siliarbericht» vom 8. Dezember 2015 (act. II 203) diagnostizierte Dr. med. 
P.________, Facharzt für Neurologie, einerseits einen Fahrradsturz vom 
31. August 2014 mit neurologisch folgenlos ausgeheilter Schädelprellung 
und mittels MRI ausgeschlossener struktureller traumatischen Läsion sowie 
andererseits ein unspezifisches Beschwerdebild bei Vitamin B-12- und Vit-
amin D-Mangel. Er gelangte zum Schluss, dass überwiegend wahrschein-
lich kein unfallkausaler Gesundheitsschaden vorliege, womit auch keine 
beruflichen Einschränkungen aufgrund von Unfallfolgen bestünden.

3.3 Die gesamte medizinische Aktenlage präsentiert sich insoweit 
kohärent und widerspruchsfrei, als dass die involvierten Ärzte sich 
grundsätzlich einig sind, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des 
Fahrradsturzes vom 31. August 2014 – abgesehen von der im vorliegenden 
Kontext unbedeutenden Riss-Quetsch-Wunde über dem linken Auge sowie 
allenfalls einem Hämatom durch die stattgehabte linksseitige Schulterkon-
tusion (act. II 33/1) – keine organisch objektivierbaren Verletzungen zuzog. 
Im Zusammenhang mit der ursprünglich diagnostizierten Commotio cerebri 
(Gehirnerschütterung, leichtes Schädelhirntrauma [SHT I] oder leichte 
traumatische Hirnverletzung [LTHV bzw. MTBI; vgl. PSCHYREMBEL, Klini-
sches Wörterbuch, 266. Aufl. 2014, S. 409; MATTLE/MUMENTHALER, Neuro-

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logie, 13. Aufl. 2013, S. 41]) zeigten die initialen bildgebenden Untersu-
chungen (CT und MRI) keine intrakraniellen Verletzungen (act. II 33/1, 
164). Auch im Verlaufs-MRI vom 21. August 2015 konnten keine Trauma-
folgen nachgewiesen werden (act. II 166). Die kleine nicht neurokompres-
sive Diskushernie an der Halswirbelsäule ist offensichtlich degenerativen 
Ursprungs – mithin nicht unfallkausal – und der Verdacht des Suva-
Kreisarztes Dr. med. Q.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, wonach der Beschwerdefüh-
rer eine schwere Verletzung mit konsekutiver Instabilität der oberen Kopf-
gelenke erlitten haben könnte (act. II 157), erhärtete sich nicht. Bezüglich 
der postcommotionellen Schwindelsymptomatik wurde eine Contusio laby-
rinthi (act. II 15/1 Ziff. 1, 33/1 Ziff. 2, 173/16 lit. A) lediglich im Sinne einer 
Differentialdiagnose in Betracht gezogen, eine entsprechende organische 
Innenohrschädigung konnte indes nicht objektiviert werden (vgl. DÖRF-
LER/EISENMENGER/LIPPERT/WANDL [Hrsg.], Medizinische Gutachten, 2. Aufl. 
2015, S. 438). Die diesbezüglichen vestibulären Prüfungen blieben un-
auffällig und anamnestisch sowie klinisch bestanden keine Anhaltspunkte 
für einen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel (BPLS; act. II 60/2 
f., 203/3 Ziff. 1). Bereits anlässlich des neurologischen Konsiliums vom 
26. November 2014 bei Dr. med. F.________ gab der Beschwerdeführer 
im Übrigen an, es bestehe kein Dreh- oder Schwankschwindel mehr und 
die initiale Überempfindlichkeit des linken Gehörs sei ebenfalls nicht mehr 
vorhanden (act. II 60/2). Im Dezember 2014 konnte auch eine ophthalmo-
logische Pathologie ausgeschlossen werden (act. II 88). Im Rahmen des 
LTHV-Assessments vom 7. September 2015 in der Rehaklinik L.________ 
fand die Neurologin med. pract. M.________ für die Fatique-Symptomatik 
ebenfalls keine Hinweise auf eine hirnorganische Genese (act. II 174/23). 
Des Weiteren gelangte Dr. med. P.________ anlässlich der Exploration 
vom 8. Dezember 2015 gleichermassen zum Schluss, weder die unspezifi-
schen Kopf- und Schwindelbeschwerden, noch die Wirbelsäulenbeschwer-
den und die erhöhte Ermüdbarkeit seien organisch-neurologisch objekti-
vierbar (act. II 203/9 Ziff. III). Nichts anderes ergibt sich schliesslich aus 
dem im Beschwerdeverfahren ins Recht gelegten Bericht des neuen Haus-
arztes Dr. med. R.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 
30. Mai 2017 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 4), verwies er darin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, UV/17/548, Seite 14

doch auf weitere Berichte, in welchen Folgeschäden erwähnt worden seien, 
die sich nicht objektivieren liessen.

3.4 Der «Konsiliarbericht» der Neurologie O.________ AG – welche im 
Zweig der Invalidenversicherung auch als MEDAS fungiert (vgl. 
<www.suissemedap.ch>, Rubrik: Informationen über die Gutachterstellen) 
– (act. II 203), wurde nach den Vorgaben von Art. 44 ATSG eingeholt 
(act. II 178), weshalb ihm in diesem Sinne Gutachtensqualität zukommt. 
Die darin enthaltende fachärztliche Beurteilung von Dr. med. P.________ 
erfüllt die höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. BGE 137 V 210 E. 
6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352) und erbringt 
vollen Beweis. Die Beurteilung bezüglich des fehlenden organischen Korre-
lats der geklagten Beschwerdesymptomatik korreliert nach dem vorstehend 
Dargelegten denn auch mit der übrigen medizinischen Aktenlage. Zwar 
besteht in diagnostischer Hinsicht dahingehend eine Diskrepanz, als 
gemäss dem Gutachter nicht von einer Commotio cerebri, sondern einer 
neurologisch folgenlos ausgeheilten Schädelprellung auszugehen ist (act. II 
203/8 f. Ziff. III f.), diese Beurteilung ist indes nachvollziehbar begründet 
und überzeugt ebenso wie der daraus gezogene Schluss, dass kein unfall-
kausaler Gesundheitsschaden (mehr) vorliegt (act. II 203/10 Ziff. IV Ziff. 5). 
Selbst wenn eine stattgehabte Commotio cerebri ausgewiesen wäre, würde 
sich im Ergebnis nichts ändern (vgl. E. 3.5 hiernach), zumal so oder anders 
spätestens im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 31. Januar 2016 nach der 
schlüssigen und von medizinischer Seite unwidersprochen gebliebenen 
Einschätzung von Dr. med. N.________ (act. II 199/1) höchstens noch eine 
Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1) vorlag. Bei dieser Ausgangslage 
erübrigen sich weitere medizinische Sachverhaltserhebungen (antizipierte 
Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]; Beschwerde S. 6 Ziff. IV). 
Ob die besagte psychiatrische Diagnose in einem natürlich kausalen Zu-
sammenhang mit dem inkriminierten Ereignis vom 31. August 2014 steht, 
kann mit Blick auf die fehlende Adäquanz (vgl. E. 4.2 hiernach) letztlich 
offen bleiben. Im Übrigen wies die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf 
hin (Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. V Ziff. 13.2), dass der Beschwerdeführer 
in eine beweisrechtlich nicht zulässige (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb 
S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3) «post hoc ergo propter hoc»-
Argumentation verfällt (wonach eine gesundheitliche Schädigung schon 

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dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetre-
ten ist), soweit er sich auf die vor dem Unfallereignis angeblich bestandene 
Beschwerdefreiheit beruft (Beschwerde S. 5 Ziff. IV f.).

3.5 Die Adäquanz der organisch nicht objektivierbaren Beschwerden 
hat vorliegend unbestrittenermassen anhand der sog. Psycho-Praxis zu 
erfolgen (vgl. E. 2.3.2 hiervor), zumal selbst unter der Prämisse einer erlit-
tenen Commotio cerebri anstelle einer blossen Schädelprellung keine dem 
Schleudertrauma äquivalente Verletzung vorläge, welche die Anwendung 
der sog. Schleudertrauma-Praxis rechtfertigte (vgl. Entscheide des Bun-
desgerichts [BGer] vom 19. April 2017, 8C_44/2017, E. 4.1, und vom 
18. April 2016, 8C_75/2016, E. 4.2). Da im Zeitpunkt des Fallabschlusses 
offensichtlich keine auf die somatischen Leiden gerichtete ärztliche Be-
handlung mehr stattfand und von der Fortsetzung einer solchen dem-
gemäss auch keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr 
hätte erwartet werden können, mithin diesbezüglich der medizinische End-
zustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG (vgl. E. 2.4 hiervor) eingetreten 
war, ist die Adäquanzprüfung ohne weiteres zulässig (vgl. BGE 134 V 109 
E. 6.1 S. 116). 

4.

4.1 Der Unfallhergang vom 31. August 2014 ist in den amtlichen Akten 
nur rudimentär dokumentiert, da der Beschwerdeführer angab, keine Erin-
nerungen an den Fahrradsturz zu haben (act. II 1; vgl. hingegen act. II 69/1 
ad Ziff. 4). Jedenfalls war der Beschwerdeführer nach eigenen Schilderun-
gen mit dem Rennrad unterwegs, trug einen Fahrradhelm und wollte einen 
Bahnübergang überqueren, als er – ohne mit einem Reifen in die Bahn-
schiene geraten zu sein – zu Fall kam. Die Polizei wurde nicht avisiert und 
der nachfolgende Autofahrer konnte ebenfalls nicht sagen, weshalb es zum 
Sturz kam (act. II 21). Die Angaben im Austrittsbericht des Spitals 
D.________ vom 9. September 2014 (act. II 33) lassen darauf schliessen, 
dass der Beschwerdeführer sich beim Sturz den (behelmten) Kopf sowie 
die Schulter an der Fahrbahn kontusionierte. Mit Blick auf die höchstrichter-
liche Kasuistik ist dieses Ereignis als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich 

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zu den leichten Unfällen zu qualifizieren (vgl. Entscheide des BGer vom 
11. September 2013, 8C_62/2013, E. 7.3, vom 9. November 2010, 
8C_605/2010, E. 6.1, je mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesge-
setz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 64), was zwischen den 
Parteien denn auch unbestritten ist (act. II 227/13; Beschwerde S. 5 
Ziff. IV). Es gilt somit, die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung für 
diesen Bereich entwickelten Kriterien (vgl. E. 2.3.2 hiervor) zu prüfen.

4.1.1 Dem Unfallereignis vom 31. August 2014 muss – auch wenn der 
exakte biomechanische Ablauf des Fahrradsturzes nicht restlos erstellt ist – 
bei objektiver Betrachtung eine besondere Eindrücklichkeit abgesprochen 
werden, zumal jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein-
drücklichkeit eigen ist (vgl. Entscheid des BGer vom 15. Januar 2016, 
8C_568/2015, E. 3.5). Besonders dramatische Begleitumstände sind eben-
falls nicht auszumachen und wurden auch in den vorerwähnten ähnlich 
gelagerten Fällen (BGer 8C_62/2013 E. 8.1; BGer 8C_605/2010 E. 6.2.2) 
verneint. Das entsprechende Adäquanzkriterium ist nicht erfüllt, geschwei-
ge denn in besonders ausgeprägter Weise.

4.1.2 Der Beschwerdeführer erlitt keine somatischen Verletzungen von 
besonderer Schwere bzw. Art. Die äusseren Verletzungen beschränkten 
sich auf eine Riss-Quetsch-Wunde über dem linken Auge; initial wurde zu-
dem lediglich eine Commotio cerebri sowie eine linksseitige Schulterkontu-
sion diagnostiziert (act. II 33/1). Die zehntätige stationäre Behandlung dien-
te hauptsächlich der neurologischen Überwachung und diagnostischen 
Abklärungen, invasive Eingriffe waren nicht nötig (act. II 30, 33). Auch die 
geklagten Kopfschmerzen (act. II 15/1 Ziff. 2 lit. a, 37 Ziff. 2 lit. a, 173/16 
lit. B) stellen rechtsprechungsgemäss keinen organisch nachweisbaren 
Unfallschaden dar, selbst wenn sie nach der Internationalen Klassifikation 
von Kopfschmerzerkrankungen (ICHD II) der Internationalen Headache 
Society klassifiziert werden könnten (Entscheid des BGer vom 4. Februar 
2011, 8C_680/2010, E. 3.2). Eine solche Klassifikation wurde durch die 
Ärzte vorliegend im Übrigen nicht vorgenommen.

4.1.3 Eine ungewöhnlich lange ärztliche Behandlung fand nicht statt. 
Nach der Wundversorgung (act. II 33/1, 69/2) und analgetischen Therapie 
erfolgten im Wesentlichen noch (differential-)diagnostische bzw. versiche-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, UV/17/548, Seite 17

rungsmedizinische Abklärungen und klinische Verlaufskontrollen (act. II 
15/1 Ziff. 3, 33/2, 37 Ziff. 3, 60, 88, 166, 173, 203), denen nicht die Qualität 
einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zukommt (vgl. Entscheid 
des BGer vom 1. April 2015, 8C_791/2014, E. 4.2.4). Spätestens am 
31. Oktober 2014 nahm der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben kei-
ne Medikamente mehr ein (act. II 43/2) und die manualtherapeutischen 
Vorkehren in Form von Sitzungen beim Chiropraktor (act. II 141) und Phy-
siotherapie bzw. MTT (act. II 51, 73, 75, 84, 90, 95, 119, 145) gelten nicht 
als kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte 
Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung 
im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Entscheid des BGer vom 5. Oktober 
2007, U 395/06, E. 5.3 mit Hinweisen). 

4.1.4 Körperliche Dauerschmerzen sind nicht ausgewiesen, zumal die 
Kopfschmerzen kein organisches Korrelat aufweisen (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

4.1.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hat, ist nicht aktenkundig und wurde auch nicht geltend ge-
macht. Ein schwieriger Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen ist 
ebenso wenig ausgewiesen.

4.1.6 Die erstbehandelnden Ärzte bescheinigten bereits ab 2. Oktober 
2014 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (act. II 69). Zwar vermerkte 
der Hausarzt Dr. med. E.________ im Unfallschein für dieselbe Zeit 
zunächst eine 50%ige und nach dem gescheiterten Arbeitsversuch (act. II 
32, 54) ab 13. Oktober 2014 bis anfangs 2016 (also auch während des 
sechsmonatigen Aufbautrainings [act. II 127, 130], in welchem der Einsatz 
kurzfristig bis 100 % gesteigert werden konnte [act. II 151/2]) eine vollstän-
dige Arbeitsunfähigkeit (act. II 205). Die attestierten Arbeitsunfähigkeiten 
betrafen aber spätestens ab 2. Oktober 2014 offensichtlich nicht mehr or-
ganisch objektivierbare Beschwerden, womit das Kriterium des Grades und 
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von vornherein nicht er-
füllt ist. 

4.2 Nach dem Gesagten ist vorliegend keines der sieben Kriterien 
erfüllt, womit die adäquate Unfallkausalität zwischen den geltend gemach-
ten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 31. August 2014 zu vernei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2017, UV/17/548, Seite 18

nen ist. Weil auch keine somatischen Unfallfolgen bestehen, stellte die Be-
schwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen zulässigerweise per 
31. Januar 2016 ein und verneinte einen Anspruch auf weitere Unfallversi-
cherungsleistungen zu Recht. Die gegen den Einspracheentscheid vom 
8. Mai 2017 (act. II 227) gerichtete Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 108 Abs. 3 VRPG [Umkehr-
schluss] i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG und Art. 61 Ingress ATSG). Die Be-
schwerdegegnerin als autonome Anstalt des öffentlichen Rechts (Art. 61 
Abs. 1 UVG) hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(vgl. Art. 104 Abs. 4 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

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