# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64e1815c-8c8b-5108-a55c-136316d130cc
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 16.12.2014 R 2014 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2014-75_2014-12-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 14 75

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuarin ad hoc Lazzarini

URTEIL
vom 16. Dezember 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg, 

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Brunner, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Baugesuch

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1. Am 23. Dezember 2010 erhielt A._____ die Bewilligung für innere Um-

bauten und Fassadensanierung an seinem Haus auf Parzelle 422 in 

Y._____, Gemeinde X._____ (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2). 

Im Zuge der Bauarbeiten beabsichtigte er auch eine Neugestaltung des 

Vorplatzes, inklusive der beiden bestehenden Mauern Nord (zur Quartier-

strasse hin) und Süd (zum Nachbargrundstück von B._____, Parzelle 

265, hin) durchzuführen. Am 25. August 2012 übergab A._____ dem Mit-

glied des Gemeindevorstandes eine Bauskizze und ersuchte die Gemein-

de um Erteilung einer Baubewilligung für die Anpassung des Vorplatzes, 

Erhöhung der Mauer und Einfriedung derselben auf der Parzelle 422 in 

Y._____. In der Folge leitete die Gemeinde gestützt auf diese Unterlagen 

ein ordentliches Bewilligungsverfahren ein, wobei im Sinne von Art. 93 

BG auf eine Profilierung und Publikation verzichtet wurde. Nach umstrit-

tener Darstellung des Bauherrn teilte, nachdem in der Vorstandssitzung 

vom 27. August 2012 das Bauvorhaben besprochen worden sei, das Ge-

meindevorstandsmitglied ihm am 1. September 2012 mündlich mit, der 

Vorstand habe das Baugesuch behandelt und die Baufreigabe erteilt. Da 

Bewilligungen bei kleinen Bauarbeiten zuvor auch mündlich erteilt worden 

seien, habe A._____ die Bauarbeiten sogleich in Auftrag gegeben. Diese 

Arbeiten seien vom 14. bis 21. September 2012 ausgeführt worden. 

Nachdem die Baukommission am 11. Oktober 2012 das Bauvorhaben 

behandelt und der Baubehörde Antrag auf Nichtgenehmigung respektive 

Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes gestellt hatte, entschied 

der Gemeindevorstand als Baubehörde am 22. Oktober 2012, antrags-

gemäss, das Bauvorhaben abzulehnen und die Wiederherstellung des ur-

sprünglichen Zustandes zu erwirken.

2. Dagegen erhob A._____ am 25. November 2012 Beschwerde beim Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte die Aufhebung 

des angefochtenen Entscheides sowie den Erlass der Baugenehmigung. 

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Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und das Baugesuch sei an die 

Gemeinde mit der Auflage zurückzuweisen, dass dem Beschwerdeführer 

umfassende Akteneinsicht zu gewähren sei. Subeventualiter habe die 

Gemeinde für den entstandenen Schaden einzustehen. Das Gericht hiess 

die Beschwerde im Sinne der Erwägungen teilweise gut, hob die ange-

fochtene Verfügung vom 31. Oktober 2012, mitgeteilt am 5. November 

2012, auf, und wies die Angelegenheit an die Gemeinde X._____ zur 

Durchführung eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens zurück. Im 

Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Es erwog 

insbesondere, dass die Gemeinde anstelle des Meldeverfahrens ein or-

dentliches Baubewilligungsverfahren hätte durchführen müssen, was sie 

nicht getan habe. Die Gemeinde habe auch das unmittelbar anwendbare 

(materielle) kantonale Baurecht nicht oder nur zum Teil angewendet. Das 

kommunale Recht regle zwar die Strassenabstände. Art. 76 des Raum-

planungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) ent-

halte indessen strengere und unmittelbar anwendbare Bestimmungen für 

Bauabstände von Mauern und Einfriedungen (vgl. 

Art. 107 Abs. 2 Ziff. 5 KRG). Diese habe die Gemeinde im Bewilligungs-

verfahren nicht angewendet. Auch nicht zur Anwendung gebracht habe 

die Gemeinde Art. 73 Abs. 1 KRG. Insbesondere habe sie das Verhältnis 

dieser unmittelbar anwendbaren Vorschrift zu Art. 22 Abs. 3 BG nicht ge-

klärt. Weiter stellten sich Fragen bezüglich Besitzstand, nachdem unbe-

strittenermassen die vorbestandene Mauer mindestens teilweise lediglich 

erhöht worden sei. Käme die Gemeinde folglich zum Schluss, dass für 

das nachgesuchte Bauprojekt keine Bewilligung erteilt werden könne, so 

müsse sie die Wiederherstellungsverfügung entsprechend präziser fas-

sen. Das Urteil R 12 165 vom 23. April 2013, mitgeteilt am 27. Mai 2013, 

erwuchs in Rechtskraft.

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3. Am 7. Juni 2013 publizierte die Gemeinde A._____s Baugesuch betref-

fend die Anpassungen am Sitzplatz, Erhöhung der bestehenden Mauer 

und Errichtung eines Zauns auf Parzelle 422 gemäss den am 25. August 

2012 der Gemeinde übergebenen Plänen (Bf-act. 6). Gegen dieses Bau-

gesuch erhob B._____ am 13. Juni 2013 Einsprache und beanstandete, 

A._____ habe ohne Bewilligung die bestehende Mauer abgeändert und 

vorstehende Steine eingebaut (beschwerdegegnerische Akten [Bg-

act.] 1). Er verlange den Rückbau auf altes Niveau sowie die Einhaltung 

der notwendigen Höhen und Distanzen des Bauprojekts gegenüber seiner 

Parzelle. Zudem dürfe der vorgesehene Zaun auf der Mauer einerseits 

nur mit Zaunlatten mit Zwischenräumen und mit einer maximalen Höhe 

von 30 cm erstellt werden. Andererseits dürfe er nicht auf die Stirnseite 

der Mauer zu seiner Parzelle und auch nicht zur Strasse hin angebracht 

werden. Die Gemeinde X._____ stellte A._____ die Einsprache von 

B._____ vom 13. Juni 2013 erst am 21. Januar 2014 zu (Bf-act. 7).

4. Mit Stellungnahme vom 31. Januar 2014 antwortete A._____, die Mauer 

Süd entspreche den Bauvorschriften (Bf-act. 9). Er sei jedoch bereit, auf 

die Erhöhung der Mauer zur Nachbarparzelle 265 hin zu verzichten und 

die Mauer gegen Süden auf das ursprüngliche Niveau anzupassen, so 

dass die höchste Stelle maximal 1.7 m betrage. Die Höhe von 1.7 m sei 

gesetzmässig, weil die Mauer an der kritischen Stelle mehr als 20 cm hin-

ter der Grenzlinie liege. Die Mauer werde, wie sie heute Bestand habe, 

um 30 cm in der Höhe reduziert. Er sei auch bereit, den Zaun anzupas-

sen, indem er hervorstehende Steine entferne, den Zaun am Rand der 

Mauer entlang führe und den Zaun aus Eisenpfosten und Holzgeländer 

erstelle. Die Skizze zum angepassten Vorplatz und Zaun reichte A._____ 

am 7. Februar 2014 nach (Bf-act. 10).

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5. Der Gemeindevorstand wies das Baugesuch am 26. Februar 2014 

zurück, weil in der Skizze vom 7. Februar 2014 Massangaben fehlten und 

nicht ersichtlich sei, was geplant sei. A._____ wurde aufgefordert, das 

Baugesuchsformular auszufüllen, den Situationsplan, Projektpläne und 

die detaillierten Angaben wie Masse, Material etc. beizubringen, sowie die 

Masse des neuen Zauns anzugeben (Bf-act. 11). In der Folge meldete 

sich A._____ telefonisch bei der Gemeinde X._____ und teilte mit, die 

verlangten Angaben seien bereits in seinen früheren Schreiben vom 31. 

Januar bzw. vom 7. Februar 2014 enthalten. Am 8. April 2014 verlangte 

die Baukommission der Gemeinde X._____ von A._____, die von ihm 

selbst bestätigte Wiederherstellung zur Grenze von B._____ herzustellen 

sowie die Mauer Nord bis zum 9. Mai 2014 zu entfernen (Bf-act. 12).

6. Am 1. Mai 2014 fand eine Begehung vor Ort statt, an welcher A._____ 

und der Vertreter des Bauvorstands anwesend waren. Im Anschluss dar-

an übermittelte A._____ dem Einsprecher B._____ am 2. Juni 2014 die 

überarbeiteten Pläne zur Projektänderung zur Stellungnahme zu (Bf-

act. 14). Eine Antwort darauf erhielt er offenbar nicht, woraufhin A._____ 

der Gemeinde am 10. Juni 2014 unter Bezugnahme auf die stattgefunde-

ne Begehung vor Ort die Pläne für die Projektänderung, namentlich das 

Baugesuchsformular der Gemeinde X._____, den Projektplan Grundriss 

EG und den Projektplan Süd-Westansicht (beide Pläne vom 15. Mai 

2014) zustellte (Bf-act. 15). Er führte an, bei der Südmauer seien keine 

vorstehenden Steine mehr geplant und die Mauer werde auf das ur-

sprüngliche Niveau zurückgebaut. Der Zaun werde sodann nicht auf der 

Stirnseite der Mauer angebracht, und damit rage der Zaun nicht über die 

Mauer hinaus. Damit berücksichtige er die in der Einsprache von B._____ 

vom 13. Juni 2013 aufgeführten Einwände. Weiter teilte er mit, dass die 

ursprüngliche Natursteinmauer nach Norden zur Gemeindestrasse hin 

nicht verschoben worden sei, denn er habe lediglich den Verputz entfernt, 

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wodurch die Mauer um ca. 5 cm schmäler und die Durchfahrt zur Ge-

meindestrasse entsprechend breiter geworden sei. Die Erhöhung dieser 

Mauer solle gemäss den eingereichten Plänen 10 bis 40 cm betragen und 

die Mauer werde mit Natursteinplatten abgedeckt. Zumal die Mauer 

gemäss Grundbuchplan schon immer auf der Grenzlinie gestanden habe, 

und weil die Mauer durch die Entfernung des Verputzes zur Gemeinde-

strasse hin schmäler geworden sei, sowie in Anwendung von 

Art. 22 Abs. 4 BG solle die geplante Erhöhung der ursprünglichen Mauer 

um 10 bis 40 cm möglich sein (Bf-act. 15).

7. Am 30. Juli 2014 schrieb die Gemeinde X._____, der Vorstand habe am 

16. Juli 2014 folgendes beschlossen (Bf-act. 1):

Die Nordmauer sei ohne Bewilligung abgerissen und wieder erstellt wor-

den, dies gemäss Art. 8 Abs. 2 BG. Entlang einer öffentlichen Strasse sei 

dies nicht erlaubt und deshalb könne keine Bewilligung erteilt werden. 

Darüber sei der Eigentümer an der Begehung vom 1. Mai 2014 durch den 

Vertreter der Baukommission informiert worden. Somit könne auf das 

Baugesuch nicht eingetreten werden, weil die eingereichten Pläne mit den 

Massen der ursprünglich bestehenden Mauer nicht stimmten. Die ohne 

Baubewilligung errichtete Mauer sei bis zum 30. September 2014 zu ent-

fernen. Für eine neue Mauer sei ein neues Baugesuch einzureichen, wel-

ches die Vorgaben der Gemeinde zu erfüllen habe, damit darauf eingetre-

ten werden kann. Ausserdem sei Art. 22 Abs. 4 BG zu berücksichtigen. 

Betreffend die Südmauer sei der Eigentümer an der Begehung vom 1. 

Mai 2014  darauf hingewiesen worden, dass für das dort geplante Bau-

vorhaben die Einwilligung des Nachbarn B._____ einzuholen sei. Sobald 

dieses Einverständnis der Baukommission schriftlich vorliege, könne die 

Gemeinde Beschluss fassen.

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8. Am 14. August 2014 bestätigte der Bauunternehmer, er habe im Septem-

ber 2012 im Auftrag von A._____ die Bauarbeiten selbst vor Ort ausge-

führt. Dabei sei die Nordmauer gegen die Quartierstrasse nicht abgebro-

chen worden, sondern es sei lediglich der äussere Zementverputz und 

der Holzzaun mit den Geländerpfosten aus Metall entfernt worden. Die 

bestehende Nordmauer sei um 10-40 cm erhöht worden.

9. Gegen den Entscheid des Gemeindevorstands der Gemeinde X._____ 

vom 16. Juli 2014, mitgeteilt am 30. Juli 2014, erhob A._____ (nachfol-

gend Beschwerdeführer) am 18. August 2014 Beschwerde beim Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte, der angefochtene 

Entscheid sei aufzuheben. Es sei festzustellen, dass das Bauvorhaben 

gemäss Plänen vom 15./ 30. Mai 2014 gesetzeskonform sei, und es sei, 

soweit die Bauarbeiten bewilligungspflichtig seien, die entsprechende 

Bewilligung zu erteilen. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägun-

gen zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Be-

schwerde sei hinsichtlich des verfügten Abbruchs der Mauer Nord auf-

schiebende Wirkung zuzuerkennen.

Zur Nordmauer führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, diese 

sei nicht abgerissen und neu aufgebaut worden. Der Sachverhalt sei 

diesbezüglich falsch festgestellt worden, denn er habe lediglich den auf 

der alten Mauer stehenden Holzzaun inklusive Metallstützen abgebrochen 

und den Verputz von der alten Natursteinmauer entfernt (Bf-act. 4/1-5 und 

16/1-3 sowie Bf-act. 17 und 18). Entsprechend sei auch Art. 8 BG betref-

fend Hofstattrecht nicht anwendbar, sondern Art. 81 Abs. 1 und 2 KRG. 

Allenfalls können ein Augenschein sowie die Befragung der mit den Baua-

rbeiten betrauten Arbeiter als Zeugen die Darstellung des Beschwerde-

führers bestätigen. Des Weiteren seien anstelle von Art. 8 BG die Rege-

lungen in Art. 81 Abs. 1 und 2 KRG betreffend Besitzstand anwendbar, 

denn die Nordmauer bestehe wohl seit ungefähr 100 Jahren. Die als Bei-

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lage 19 beigebrachten und ca. aus dem Jahre 1960 stammenden Fotos 

zeigten, dass die Mauer bereits damals vorhanden gewesen sei. Die Ab-

brucharbeiten und die geringfügige Erhöhung der Mauer Nord mit Naturs-

teinen sowie die Abdeckung mit Natursteinplatten seien somit ohne weite-

res zulässig und Art. 22 Abs. 4 BG werde nicht verletzt. Die Abweichung 

von den Strassenabstandsvorschriften sei durch die baulichen Änderun-

gen nicht verstärkt worden (Art. 81 Abs. 2 KRG). Die geplante Einfriedung 

sei durch den Verzicht auf einen Holzzaun sogar weniger hoch als die 

frühere, welche aus dem jetzt abgebrochenen Holzzaun und den Me-

tallstützen bestanden habe. Ferner sei nicht nachvollziehbar, warum die 

Pläne vom 30. Mai 2014 (Bf-act. 13) nicht stimmen sollten. Der Vergleich 

von Beilage 13 mit den Beilagen 4 und 16 zeige, dass die Masse korrekt 

seien. Selbst wenn ein Massfehler bestünde, wäre es unverhältnismässig, 

deswegen nicht auf das Baugesuch einzutreten, denn in diesem Fall hätte 

der Beschwerdeführer zur Plankorrektur aufgefordert werden müssen. 

Zudem müsse der Gemeindevorstand entscheiden, ob er auf das Bauge-

such nicht eintreten oder es abweisen wolle. Das eine schliesse das an-

dere aus. Die Wiederherstellung könne nicht verfügt werden, weil kein 

materiell vorschriftswidriger Zustand bestehe (Art. 94 Abs. 1 KRG). Somit 

sei die zu Unrecht ergangene Abbruchverfügung aufzuheben. Letzteres 

gelte insbesondere auch, weil die Einfriedung durch die Entfernung des 

Verputzes ca. 5 cm weiter von der Strasse weggerückt sei, sie durch den 

Abbruch des Holzzaunes mit Metallstützen insgesamt niedriger sei als 

vorher, und der untere Mauerteil bereits seit langer Zeit bestehe. Darüber 

hinaus erlaube Art. 22 Abs. 4 BG die Bewilligung von Ausnahmen vom 

regulären Strassenabstand. Eine öffentliches Interesse am Mauerabbruch 

sei nicht geltend gemacht worden und sei auch nicht ersichtlich. Die Ab-

bruchverfügung verstosse daher auch gegen die Voraussetzungen der 

Notwendigkeit und der Verhältnismässigkeit.

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Betreffend die Südmauer wandte der Beschwerdeführer ein, der Gemein-

devorstand müsse das Bauvorhaben als zuständige Baubehörde prüfen 

und entweder bewilligen oder abweisen (vgl. Art. 4 Abs. 1 BG). Folglich 

weigere sich der Gemeindevorstand zu Unrecht, einen Entscheid zu fäl-

len. Einen Entscheid dürfe er schliesslich nicht von der schriftlichen Ein-

willigung des Nachbarn B._____ abhängig machen, weil im vorliegenden 

Fall kein Bauabstand unterschritten werde (Art. 77 Abs. 1 KRG). Der Na-

tursteinplattenbelag im Bereich Süd sei im Übrigen nicht bewilligungs-

pflichtig (Art. 40 Abs. 1 Ziff. 8 KRVO). Zum einen kenne die Gemeinde 

kein Meldeverfahren, zum anderen bestünden für solche Anlagen auch 

keine Abstandvorschriften. Ebenfalls solle die Mauer, welche um 30 cm 

erhöht worden sei, wieder auf das alte Niveau abgesenkt werden. Damit 

werde der frühere Zustand wiederhergestellt. Da auch diesbezüglich der 

Besitzstandesschutz gelte, gebe es im Zusammenhang mit einzuhalten-

den Abständen keine Probleme (vgl. Art. 81 Abs. 1 KRG). Eine Baubewil-

ligung sei folglich nicht erforderlich, da es sich hier höchstens um Repara-

tur- und Unterhaltsarbeiten gemäss Art. 40 Abs. 1 Ziff. 1 KRVO handle. 

Darüber hinaus beabsichtige der Beschwerdeführer auf der Mauer einen 

Zaun zu erstellen, welcher den vorbestehenden Zaun ersetze, wobei letz-

terer auch besitzstandgeschützt sei. Im Rahmen der Erneuerung des 

Zaunes müsse auf Art. 75 ff. KRG keine Rücksicht genommen werden. 

Gemäss Art. 40 Abs. 1 Ziff. 1 und Ziff. 18 KRVO sei hierfür auch keine 

Bewilligung erforderlich. Sollte das Vorhaben dennoch als bewilligungs-

pflichtig angesehen werden, stünde der Erteilung der Baubewilligung 

nichts entgegen.

10. Mit prozessleitender Verfügung vom 2. September 2014 erteilte der In-

struktionsrichter der Beschwerde hinsichtlich des verfügten Abbruchs der 

Mauer Nord die aufschiebende Wirkung, nachdem die Beschwerdegegne-

rin auf einen entsprechenden Antrag verzichtete. 

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11. Am 10. Oktober 2014 beantragte die Gemeinde X._____ (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Die eingereichten 

Pläne und die dort angegebenen Masse der Nordmauer entsprächen we-

der dem ursprünglichen Zustand noch den bereits ausgeführten Abände-

rungen. Die alte Mauer habe nach Norden beim Eingang zum Wohnhaus 

beispielsweise nur eine Höhe von 46 cm statt der angegebenen 65 cm 

aufgewiesen. Beim Anschluss an die Hauswand sei sie ursprünglich prak-

tisch auf Null ausgelaufen, während sie dort aktuell eine Höhe von min-

destens 55 cm aufweise. Die Mauer sei strassenseitig weitgehend abge-

baut und durch neue Steinquader ersetzt worden. Beilage 16/3 zeige nur 

den dem Haus zugewandten Teil der Mauer. Die Mauer Nord sei in we-

sentlichen Teilen abgetragen und durch eine neue Mauer ersetzt worden, 

welche 30 bis 50 cm höher als die ursprüngliche Anlage sei. Zudem wür-

de die geplante Abdeckung der Mauer in den Strassenbereich hineinrei-

chen. Nach Art. 22 Abs. 4 BG müsse die Mauer entlang von öffentlichen 

Strassen in der Regel einen Abstand von mindestens 30 cm einhalten. 

Weiter dürften bestehende Bauten gemäss Art. 8 BG nur dann ohne 

Berücksichtigung der Grenzabstände aufgebaut werden, wenn sie durch 

Elementarschaden zerstört oder mit Bewilligung abgebrochen worden 

seien. Beides sei hier nicht der Fall. Die dortigen Strassenverhältnisse 

seien sehr eng und erlaubten keine zusätzliche Einschränkung der 

Manövrierfreiheit. Darüber hinaus habe die Beschwerdegegnerin mit der 

Formulierung betreffend Nichteintreten aussagen wollen, es gebe neben 

materiellen Gründen auch formelle Argumente gegen eine Bewilligungser-

teilung. Nachdem der Gemeindevorstand im angefochtenen Entscheid die 

Erteilung der Baubewilligung verweigert habe, habe er gleichzeitig die 

Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes verfügen dürfen.

Betreffend die Südmauer habe der Beschwerdeführer am 10. Juni 2014 

schriftlich festgehalten, diese werde im Sinne der Einsprache von 

B._____ auf das ursprüngliche Niveau zurückgebaut. Dafür sei keine Be-

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willigung erforderlich, zumal der Beschwerdeführer gemäss Ziff. 3 der an-

gefochtenen Verfügung ausdrücklich dazu verpflichtet worden sei. Hinge-

gen sei ausgeschlossen gewesen, auf der immer noch 1.7 m hohen und 

damit das Höchstmass von Art. 76 KRG überschreitenden Mauer ohne 

Zustimmung des Nachbarn ein 90 cm hohes Geländer zu bewilligen, denn 

nach Art. 77 Abs. 1 KRG und Art. 22 Abs. 7 BG könnten Unterschreitun-

gen der gesetzlichen Bauabstände erst bewilligt werden, wenn eine Ver-

einbarung zwischen den Betroffenen vorliege.

12. Am 21. Oktober 2014 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen 

Anträgen fest. Die Masse in den am 10. Juni 2014 eingereichten Plänen, 

insbesondere die Masse der Nordmauer, seien korrekt. Dies sei auch aus 

Beilage 3 der Beschwerdegegnerin ersichtlich. Ein Vergleich dieser Beila-

ge 3 mit Beilagen 4 und 16 des Beschwerdeführers zeige, dass die Aus-

führungen der Beschwerdegegnerin nicht zutreffen könnten. Beim An-

schluss an die Hauswand habe die alte Mauer um 15 cm über das Stras-

senniveau hinausgeragt, während sie gemäss Beilage 3 der Beschwer-

degegnerin dort unterhalb des Niveaus der Gemeindestrasse gelegen 

haben solle. Inklusive Abdeckplatten werde die neue Mauer an dieser 

Stelle ca. 55 cm hoch sein. Die Nordmauer sei weitestgehend erhalten 

worden. Entfernt habe er einzig den strassenseitigen Verputz, den Holz-

zaun sowie die Beton- und Metallelemente. Durch den Verzicht auf die 

Erneuerung des Holzzaunes, welcher die alte Mauer um rund 80 cm über-

ragt habe, resultiere neu eine geringere Gesamthöhe. Neue Steine seien 

nur im oberen Mauerbereich eingebaut worden (Bf-act. 16). Die geplanten 

Abdeckplatten würden darüber hinaus bündig an die bestehende Mauer 

angebracht und reichten somit nicht in den Strassenbereich hinein. Durch 

die Entfernung des Verputzes sei die Mauer zudem ca. 5 cm weiter von 

der Strasse entfernt als früher, und deshalb werde auch die Manövrier-

freiheit nicht zusätzlich eingeschränkt, denn schliesslich stelle die Haus-

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ecke und nicht etwa die Mauer die engste Stelle dar (Bf-act. 21). Betref-

fend die Nordmauer seien ferner Art. 81 Abs. 1 und 2 KRG und nicht 

Art. 81 Abs. 3 KRG bzw. Art. 8 BG massgebend.

Weiter betrage die Höhe des neuen Geländers auf der Südmauer weniger 

als 1.0 m und falle damit in den Anwendungsbereich von Art. 40 Abs. 1 

Ziff. 18 KRVO. Es müsse zudem bereits aus Sicherheitsgründen ange-

bracht werden (Art. 40 Abs. 1 Ziff. 14 KRVO). Wäre für das Geländer eine 

Bewilligung erforderlich, so wäre diese sowohl gestützt auf Art. 76 

Abs. 4 KRG als auch gestützt auf Art. 81 Abs. 1 und 2 KRG zu erteilen. 

Denn zum einen bestehe die Terrasse im Bereich der Mauer Süd schon 

viel länger als zehn Jahre und mehr als zehn Jahre zurückliegende Ter-

rainveränderungen seien gewachsener Boden. Einfriedungen dürften da-

her bis zu einer Höhe von 1.5 m an die Grenze und somit auch auf die 

von der Grenze noch leicht zurückversetzte Südmauer gestellt werden. 

Zum anderen habe an der Stelle des geplanten Geländers schon immer 

ein rund 90 cm hoher Zaun bestanden. Es erfolge keine Verstärkung der 

Abweichung von den geltenden Vorschriften. Die filigranere Bauweise 

führe vielmehr dazu, dass das Ensemble als weniger hoch und wuchtig 

wie früher wahrgenommen werde. Eine Zustimmung des Nachbarn sei im 

Anwendungsbereich von Art. 81 KRG nicht erforderlich. 

13. Am 24. November 2014 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an ih-

ren Anträgen fest. Sie wies darauf hin, dass der Beschwerdeführer fest-

halte, er habe die Nordmauer ohne Baubewilligung von ursprünglich 

15 cm auf 55 cm erhöht. Damit stehe der Verstoss gegen 

Art. 22 Abs. 4 BG fest. Nachdem das verspätet eingereichte Baugesuch 

ebenfalls eine Mauererhöhung zum Gegenstand habe, komme eine Be-

willigungserteilung nicht in Frage. 

Betreffend die Südmauer habe der Beschwerdeführer zugesichert, er 

werde die Mauer auf das ursprüngliche Niveau zurückbauen und den 

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Zaun nicht auf der Stirnseite der Mauer anbringen, sodass dieser nicht 

über die Mauer hinausrage. Trotzdem missachteten die vom Beschwerde-

führer gleichzeitig eingereichten Pläne diese Zusicherungen und gingen 

von einem abgeänderten Zustand aus. Aufgrund des widersprüchlichen 

Verhaltens des Beschwerdeführers habe die Beschwerdegegnerin keine 

konkrete Beurteilung des Bauvorhabens vornehmen können. Daher sei 

die angefochtene Verfügung auch in diesem Punkt rechtens.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf die im Recht liegenden Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Bei Baugesuchen hat die kommunale Baubehörde nach Abschluss des 

Auflageverfahrens über das Baugesuch und allfällige Einsprachen zu ent-

scheiden und einen Bauentscheid zu erlassen (Art. 46 Abs. 1 der Raum-

planungsverordnung des Kantons Graubünden (KRVO; BR 801.110). 

Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) können Entscheide von Gemeinden mittels Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden, soweit diese 

nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach 

kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind (vgl. 

Art. 103 Abs. 1 KRG). Als Entscheide gelten u.a. auch Rechtsverweige-

rung und Rechtsverzögerung (vgl. Art. 49 Abs. 3 VRG). Ein Entscheid und 

damit eine Verfügung des materiellen Verwaltungsrechts wird definiert als 

ein individueller, an den Einzelnen gerichteter Hoheitsakt, durch den eine 

konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder 

feststellend in verbindlicher und erzwingbarer Weise geregelt wird (HÄFE-

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LIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. 

Gallen 2010, Rz. 854). Eine Verfügung ist auf Rechtswirkungen ausge-

richtet, d.h. mit ihr werden in einem konkreten Fall Rechte und Pflichten 

eines bestimmten Privaten begründet, geändert oder aufgehoben (z.B. 

Erteilung einer Baubewilligung; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 

Rz. 862). Die Verfügung ist den Parteien zu eröffnen, denn erst die Eröff-

nung ermöglicht deren Anfechtung. Die Eröffnung kann grundsätzlich 

formfrei erfolgen. Aus einer mangelhaften Eröffnung, wie z.B. bei fehlen-

der Rechtsmittelbelehrung, darf den Betroffenen kein Rechtsnachteil er-

wachsen (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1638 ff.). 

Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 

mit Schreiben vom 30. Juli 2014 mitgeteilt, der Vorstand habe am 16. Juli 

2014 beschlossen, dass keine Baubewilligung für die Mauer Nord erteilt 

werde. Hinsichtlich der Mauer Süd könne erst Beschluss gefasst werden, 

wenn der Baukommission das Einverständnis des Nachbarn B._____ 

schriftlich vorliege. Offensichtlich wurde das Schreiben der Gemeinde 

X._____ vom 30. Juli 2014 nicht explizit als Verfügung bezeichnet und es 

enthält auch keine Rechtsmittelbelehrung. Im vorliegenden Fall ist die 

Verbindlichkeit der behördlichen Anordnung für den Verfügungsadressat 

jedoch vorhanden, denn die Beschwerdegegnerin hat in ihrem Schreiben 

verbindlich festgehalten, dass die Bewilligung für die Mauer Nord nicht er-

teilt werde, bzw. dass diese Mauer bis zum 30. September 2014 zu ent-

fernen sei (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

R 01 48 vom 12. September 2001 E.1). Hinsichtlich der Mauer Süd hat 

die Gemeinde einen Entscheid zu Unrecht verweigert, indem sie die Be-

schlussfassung über die Rechtsmässigkeit des Bauvorhabens von der 

Einwilligung des Nachbarn B._____ abhängig machte. Die fehlende 

Rechtsmittelbelehrung hatte im vorliegenden Fall für den anwaltlich ver-

tretenen Beschwerdeführer keine Rechtsnachteile zur Folge. Zudem bil-

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det das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung für sich genommen keinen 

Nichtigkeitsgrund (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 976). Entspre-

chend liegt dem vorliegenden Beschwerdeverfahren ein taugliches An-

fechtungsobjekt zugrunde. Als Adressat der Verfügung ist der Beschwer-

deführer von dieser überdies berührt und weist ein schutzwürdiges Inter-

esse an deren gerichtlichen Überprüfung auf (vgl. Art. 50 Abs. 1 VRG). 

Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutre-

ten.

2. Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Nordmauer und die 

Südmauer bewilligungsfähig sind. Die übrigen Teile des Bauvorhabens 

gemäss Projektplan vom 15. Mai 2014 (Natursteinplattenbelag, Stellplat-

ten, Garten etc.) sind in der angefochtenen Verfügung nicht beanstandet 

worden und gelten somit, soweit überhaupt notwendig, als bewilligt (vgl. 

Bf-act. 13). 

3. a) Das Raumplanungsgesetz des Kantons Graubünden definiert den Begriff 

der Einfriedung nicht. Die nunmehr geltende Grenzabstandsregelung von 

Art. 76 Abs. 4 Satz 1 KRG wurde indessen im Rahmen der KRG-Revision 

geschaffen, als der ehemalige Art. 101 Abs. 1 des Einführungsgesetzes 

zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB) übernommen wurde 

(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 10 112 

vom 5. April 2011 E.3b m.w.H.; Botschaft der Regierung an den Grossen 

Rat, Heft Nr. 3/2004-2005, KRG-Revision, S. 345 f.). Aus dem verblei-

benden Art. 101 Abs. 4 EGzZGB wird abgeleitet, dass auch bloss teilwei-

se Umschliessungen von Grundstücken Einfriedungen im Sinne von 

Art. 76 Abs. 4 KRG sein können, denn wenn es nach dem Wortlaut von 

Art. 101 Abs. 4 EGzZGB „Einfriedungen gänzlich eingeschlossener 

Grundstücke“ gibt, dann muss es als Gegenstück dazu auch Teileinfrie-

dungen von Grundstücken geben; ansonsten wäre die betreffende ge-

- 16 -

setzliche Regelung obsolet (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-

tons Graubünden R 13 145 vom 7. Januar 2014 E.7a; VGU R 10 112 

a.a.O.; PVG 1974 Nr. 32). 

b) Gemäss Art. 76 Abs. 4 Satz 1 KRG dürfen Einfriedungen wie Zäune, 

Mauern und Holzwände bis zu einer Höhe von 1.5 m ab gewachsenem 

Boden an die Grenze gestellt werden. Höhere Einfriedungen müssen um 

das Mass der Mehrhöhe zurückversetzt werden, jedoch um maximal 

2.5 m (vgl. Art. 76 Abs. 4 Satz 2 KRG). Nach der Rechtsprechung des 

Verwaltungsgerichts wird unter einer Einfriedung gemeinhin eine von 

Menschenhand erstellte Vorrichtung verstanden, die dazu bestimmt ist, 

ein Grundstück nach aussen hin abzuschliessen. Dabei muss es sich um 

eine Abschliessung im Sinne einer Absperrung und nicht bloss um eine 

Abgrenzung handeln (vgl. VGU R 10 112 E.3c m.w.H.). Es stellt sich 

zunächst die Frage, gegen welche Art von Einwirkungen sich die betref-

fende Anlage im Speziellen richtet. Sodann ist zu prüfen, ob die geplante 

Vorrichtung geeignet ist, den angestrebten Zweck zu erfüllen. Erst nach 

dieser Prüfung lässt sich sagen, ob eine Anlage zur blossen Abgrenzung 

oder zu einer eigentlichen Absperrung dient (vgl. VGU R 13 145 

E.7b; PVG 1974 Nr. 32). Ähnliche Definitionen finden sich auch in der 

Lehre:

BAUMANN definiert Einfriedungen als Vorrichtungen, die ein Grundstück 

gegen aussen abschliessen, absperren und nicht lediglich abgrenzen. Ihr 

Zweck könne vielfach sein: Verhindern des Zutritts, des Einblickes, des 

Entlaufens oder Eindringens von Tieren, Verhüten von Unfällen bei ge-

fährlichen Stellen, Windschutz, Verhinderung des Abschwemmens von 

Erde usw. Als Einfriedungen gelten etwa Mauern, Zäune aus Holz, Eisen 

oder Draht, lebende Hecken, Gräben, etc. (BAUMANN, in: BAUMANN/VAN DEN 

BERGH/GOSSWEILER/HÄUPTLI/HÄUPTLI-SCHWALLER/SOMMERHALDER FORESTIER 

- 17 -

[Hrsg.], Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, 

§ 111 N. 10 m.w.H.). Eine Einfriedung durch Zäune, Hecken oder Mauern 

dient dem äusseren Abschluss einer Liegenschaft (FRITZSCHE/BÖSCH, Zür-

cher Planungs- und Baurecht, Band 1, Planungsrecht, Verfahren und 

Rechtsschutz, 5. Aufl., Zürich 2011, S. 263). Nach REY ist eine Einfrie-

dung ein von Menschenhand geschaffenes, somit künstliches Objekt (z.B. 

Zaun, Mauer, Graben etc.). Sie dient dem Abschluss der einen, gegenü-

ber der andern, benachbarten Liegenschaft und kann verschiedene Zwe-

cke aufweisen. Oftmals wird mit einer Einfriedung auch eine Abgrenzung 

des Grundstücks bezweckt (REY, in: HONSELL/VOGT/GEISER [Hrsg.], Basler 

Kommentar zum Zivilgesetzbuch, Band II, 4. Aufl., Basel 2011, 

Art. 697 N. 1). 

c) Nachdem der Beschwerdeführer am 23. Dezember 2010 bereits die Be-

willigung für innere Umbauten und Fassadensanierung an seinem Haus 

auf Parzelle 422 in Y._____, Gemeinde X._____, erhielt (Bf-act. 2), beab-

sichtigte er im Sinne einer äusserlichen Gesamtrenovierung auch die 

Neugestaltung des Vorplatzes inklusive der bestehenden Mauern Nord 

(zur Quartierstrasse hin) sowie der bestehenden Mauer Süd (zum Nach-

bargrundstück von B._____, Parzelle 265, hin; Bf-act. 13). Zweck des hier 

zu beurteilenden Bauvorhabens auf Parzelle 422 ist die Renovierung der 

bestehenden Nordmauer, durch welche der Zutritt zum Grundstück des 

Beschwerdeführers verhindert wird, und durch welche der Schutz gegen 

bzw. mindestens die Einschränkung von störenden Emissionen und Im-

missionen beabsichtigt wird. Tatsächlich ist die Nordmauer eine Vorrich-

tung, mit welcher die Parzelle 422 nach Aussen hin nicht bloss abge-

grenzt, sondern im Sinne einer Absperrung abgeschlossen wird. Sie ist 

entweder gar nicht oder nur mit grosser Anstrengung zu überwinden. Ur-

sprünglich stand auf dieser Mauer ein Holzzaun, welcher nun im Rahmen 

der Neugestaltung entfernt wurde. Dessen ungeachtet ist die geplante 

- 18 -

Anlage geeignet, den vorgesehenen Zweck zu erfüllen. Rechtlich betrach-

tet ist die Mauer somit als Teileinfriedung gemäss Art. 76 Abs. 4 KRG zu 

qualifizieren, weil das Grundstück des Beschwerdeführers durch sie nicht 

vollständig, sondern nur teilweise umschlossen wird ( 

Art. 101 Abs. 4 EGzZGB; VGU R 10 112 E.3d; VGU 13 145 E.7c).

4. a) Nach Art. 81 Abs. 1 KRG dürfen rechtmässig erstellte Bauten und Anla-

gen, die den geltenden Vorschriften nicht mehr entsprechen, erhalten und 

erneuert werden. Solche Bauten und Anlagen dürfen zudem umgebaut, 

massvoll erweitert oder in ihrer Nutzung geändert werden, wenn dadurch 

die Abweichung von den geltenden Vorschriften nicht verstärkt wird und 

keine überwiegenden öffentlichen oder nachbarlichen Interessen entge-

genstehen (vgl. Art. 81 Abs. 2 KRG). Art. 81 Abs. 3 KRG regelt sodann 

das Hofstattrecht, welches als Befugnis der Gemeinden definiert wird, im 

Baugesetz auch den Wiederaufbau nach Zerstörung durch höhere Gewalt 

oder den freiwilligen Abbruch von Bauten und Anlagen innert bestimmter 

Frist ohne Rücksicht auf die geltenden Vorschriften der Regelbauweise 

(z.B. Grenz- und Gebäudeabstände, Gebäudeabmessungen, Nutzungs-

ziffern) zu gestatten (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat, 

Heft Nr. 3/2004-2005, KRG-Revision, S. 353). Dabei ist der Grundsatz zu 

berücksichtigen, dass der Erstbau dem vormaligen Gebäude hinsichtlich 

Lage, Umfang und Nutzung resp. Zweck zu entsprechen hat. Abweichun-

gen gegenüber dem bisherigen Zustand sollen insbesondere dann nicht 

ausgeschlossen sein, wenn die Abweichung zu einer Verbesserung der 

bisherigen Situation führt und die nachbarlichen Interesse darunter nicht 

leiden. Diese „Abweichungsklausel“ erlaubt beispielsweise im öffentlichen 

oder auch im nachbarlichen Interesse liegende Verbesserungen bezüg-

lich Ästhetik oder Immissionsschutz (vgl. Botschaft der Regierung an den 

Grossen Rat, Heft Nr. 3/2004-2005, KRG-Revision, S. 353 f.). Die Ge-

meinde X._____ statuiert in Art. 8 Abs. 1 und 2 BG ein solches Hofstatt-

- 19 -

recht. Demnach dürfen bestehende Bauten, welche durch Elementar-

schäden zerstört oder mit Bewilligung abgebrochen werden, ohne Rück-

sicht auf die Vorschriften über Grenzabstände, Gebäudehöhen und Aus-

nützung mindestens im bisherigen Umfang wieder hergestellt werden. Je-

doch wird verlangt, dass bei solchen Bauvorhaben vor dem Abbruch oder 

spätestens innert sechs Monaten nach Zerstörung durch Elementarscha-

den im Einvernehmen mit der Baubehörde das genaue Ausmass festzu-

halten ist. Art. 22 Abs. 4 BG enthält schliesslich einen Vorbehalt nach 

Art. 107 Abs. 2 letzter Satz KRG. Damit wird die strengere Vorschrift der 

Gemeinde X._____ vorbehalten, dass Einfriedungen aller Art entlang von 

öffentlichen Strassen von der Baubehörde nur gegen Revers bewilligt 

werden. In der Regel ist ein Sockel-, Zaun-, oder Mauerabstand von min-

destens 30 cm einzuhalten. 

b) Die Beilage 16/1 des Beschwerdeführers dokumentiert in anschaulicher 

Weise, wie die Nordmauer früher aussah (vgl. auch Bf-act. 4/1). Der Pro-

jektplan Fassade Südwest vom 15. Mai 2014 entspricht dieser Fotografie 

(Bf-act. 13). Obwohl die in diesem Plan angegebenen Masse vielleicht 

nicht auf den Millimeter genau stimmen, sind sie höchstwahrscheinlich 

weitgehend korrekt (Bf-act. 13). Hingegen ist die beschwerdegegnerische 

Einzeichnung der bisherigen Mauerhöhe in Bg-act. 3 im oberen Teil der 

Mauer vom Knick bis zum Hauseck offensichtlich falsch. Die vom Be-

schwerdeführer beigebrachten Fotos zeigen dass die Nordmauer schon 

seit mehreren Jahrzehnten besteht und somit besitzstandgeschützt ist 

(vgl. Art. 81 Abs. 1 und 2 KRG; Bf-act. 19). Deshalb darf diese Mauer, 

welche den Regelabstand von 30 cm gemäss Art. 22 Abs. 4 BG unter-

schreitet, unterhalten und erneuert und zudem massvoll erweitert werden, 

wenn dadurch die Abweichung von den geltenden Vorschriften nicht ver-

stärkt wird und dem keine überwiegenden öffentlichen oder nachbarlichen 

Interessen entgegenstehen. Die Regelungen betreffend Hofstattrecht fin-

- 20 -

den daher keine Anwendung (vgl. Art. 81 Abs. 3 KRG und Art. 8 Abs. 1 

und 2 BG). Im vorliegenden Fall ist die Mauer massvoll erweitert worden 

(Bf-act. 13; Bf-act. 16/1-2; Bf-act. 21). Dies bestätigte auch der Bauunter-

nehmer am 14. August 2014, indem er festhielt, er habe im September 

2012 im Auftrag des Beschwerdeführers die Bauarbeiten vor Ort selbst 

ausgeführt, wobei die Nordmauer gegen die Quartierstrasse hin nicht ab-

gebrochen wurde, sondern er habe lediglich den äusseren Zementverputz 

und den Holzzaun mit dem Geländerpfosten aus Metall entfernt. Die be-

stehende Nordmauer sei zudem um 10 bis 40 cm erhöht worden (Bf-act. 

18). Das neue Mauervolumen ist kleiner oder höchstens so gross wie der 

vorbestehende Teil der Nordmauer. Vor der Neugestaltung war auf der 

Nordmauer ein Staketenzaun angebracht, welcher die ursprüngliche Bau-

te insgesamt höher als die heute bestehende machte (Bf-act. 4/1-3; Bf-

act. 16/1; Bf-act. 19). Somit wird die Abweichung von den geltenden Vor-

schriften durch die massvolle Erweiterung nicht verstärkt. Daneben sind 

entgegenstehende nachbarliche Interessen in den Akten weder dokumen-

tiert noch sind solche daraus ersichtlich. Die Beschwerdegegnerin macht 

als öffentliches Interesse einzig geltend, die Manövrierfreiheit werde an 

dieser engen Stelle eingeschränkt. Dabei übersieht sie, dass die 

Manövrierfreiheit nicht zusätzlich eingeschränkt wird, zumal das vorbe-

stehende Mauerwerk breiter und mit dem vorbestehenden Zaun sogar 

höher war (Bf-act. 4/1; Bf-act. 16/1). Durch die Abtragung des Verputzes 

wurde die Mauer ein wenig weiter vom Strassenrand entfernt und grenzt 

daher jedenfalls nicht näher an die Strasse als vorher (Bf-act. 4/1; Bf-

act. 4/3-4; Bf-act. 13; Bf-act.16/1-2; Bf-act. 21; Bg-act. 3). Insgesamt be-

steht die schon vorher vorhandene, eingeschränkte Manövrierfreiheit mit 

der neuen Mauer – immerhin –  unverändert fort. Nach dem Gesagten 

erweist sich die Nordmauer gemäss den vom Beschwerdeführer am 10. 

Juni 2014 eingereichten Plänen vom 15. Mai 2014 als bewilligungsfähig. 

Indessen ist gemäss Art. 22 Abs. 4 BG eine Bewilligung von Einfriedun-

- 21 -

gen entlang öffentlicher Strassen nur gegen Revers möglich. Diese Be-

stimmung ist nach wie vor zu beachten (Art. 107 Abs. 2 letzter Satz KRG). 

Weil das Gericht den in der Gemeinde X._____ üblichen Inhalt von Re-

versen in solchen Fällen nicht kennt, ist die Angelegenheit an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Nordmauer gemäss den 

vom Beschwerdeführer am 10. Juni 2014 der Gemeinde X._____ einge-

reichten Plänen vom 15. Mai 2014 gegen einen Revers mit dem in der 

Gemeinde X._____ in solchen Fällen üblichen Inhalt bewilligt.

5. a) Nach Art. 76 Abs. 2 Satz 1 KRG dürfen freistehende Mauern, hinterfüllte 

Mauern (Futternauern), Böschungen und dergleichen an der Grenze er-

richtet werden, sofern sie nicht höher als 1.0 m sind. Überschreiten sie die 

Höhe von 1.0 m, haben sie einen Grenzabstand im Ausmass der Mehr-

höhe, jedoch von maximal 2.5 m einzuhalten (vgl. Art. 76 Abs. 2 Satz 2 

KRG). Einfriedungen wie Zäune, Mauern und Holzwände bis zu einer 

Höhe von 1.5 m ab gewachsenem Boden dürfen an die Grenze gestellt 

werden (vgl. Art. 76 Abs. 4 Satz 1 KRG). Nach ständiger verwaltungsge-

richtlicher Rechtsprechung gelten mehr als zehn Jahre zurückliegende 

Terrainveränderungen als gewachsener Boden, es sei denn, es könne 

nach so langer Zeit eine Umgehungsabsicht nachgewiesen werden (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 12 87 vom 14. 

Dezember 2012 E.5f; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden R 10 15 vom 20. August 2010 E.4).

b) Unbestrittenermassen ist die Südmauer auf das vorbestandene Ausmass 

zurückgebaut worden (Bf-act. 4/1; Bf-act. 20/1-4). In dieser Form ist sie 

seit langem vorbestehend, jedenfalls mehr als zehn Jahre und länger als 

die letzte Revision der Grundordnung in der Gemeinde X._____ 

(1998/1999). Sie und ihre Hinterfüllung stellen somit gewachsenes Ter-

rain dar. Auf das gewachsene Terrain darf gemäss Art. 76 Abs. 2 KRG 

- 22 -

auf der Grenze ein Zaun errichtet werden, sofern dieser nicht höher als 

1.0 m ist. Der neue Zaun auf der Südmauer ist 90 cm hoch und erfüllt 

deshalb sowohl die Voraussetzungen von Art. 76 Abs. 2 als auch diejeni-

gen von Art. 76 Abs. 4 KRG, wonach Zäune bis zu einer Höhe von 1.5 m 

ab gewachsenem Boden an die Grenze gestellt werden dürfen. Ob der 

Zaun als besitzstandgeschützt betrachtet werden kann, weil auf der Mau-

er schon früher ein Zaun stand (vgl. beispielsweise Bf-act. 4/1), kann im 

vorliegenden Fall somit offen bleiben. Zutreffenderweise wird bei dem 

Bauvorhaben an der Südmauer auch kein Bauabstand im Sinne von 

Art. 77 Abs. 1 KRG unterschritten, weshalb in diesem Fall die Zustim-

mung des Nachbarn B._____ nicht erforderlich ist. Soweit die Beschwer-

de das Bauvorhaben an der Südmauer betrifft, ist sie folglich gutzuheis-

sen und für die Südmauer inklusive Zaun ist gestützt auf 

Art. 56 Abs. 3 VRG direkt vom Gericht die Bewilligung zu erteilen.

6. Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die Nordmauer gemäss den 

vom Beschwerdeführer am 10. Juni 2014 eingereichten Plänen vom 15. 

Mai 2014 als bewilligungsfähig erweist. Da die Nordmauer entlang einer 

öffentlichen Strasse verläuft, ist deren Bewilligung nur gegen Revers 

möglich (vgl. Art. 22 Abs. 4 BG). Daher ist die Angelegenheit an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die Nordmauer gegen ein 

Revers mit dem in der Gemeinde X._____ üblichen Inhalt bewilligt (vgl. 

Art. 107 Abs. 2 letzter Satz KRG). Betreffend die Südmauer ist die Be-

schwerde gutzuheissen und die Südmauer mit Zaun wird, gestützt auf 

Art. 56 Abs. 3 VRG, direkt vom Gericht bewilligt.

7. Nach Art. 73 Abs. 1 VRG hat im Rechtsmittelverfahren grundsätzlich die 

unterliegende Partei die Kosten zu tragen. Im Rechtsmittelverfahren wird 

die unterliegende Partei sodann in der Regel auch verpflichtet, der obsie-

genden Partei die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kos-

- 23 -

ten zu ersetzen (vgl. Art. 78 Abs. 1 VRG). Die Honorarnote des anwaltlich 

vertretenen Beschwerdeführers vom 26. November 2014 liegt bei den Ak-

ten. Geltend gemacht wird ein Aufwand von Fr. 5'656.60 (inkl. 8 % 

MWST) zu einem Stundensatz von Fr. 240.--. Den geltend gemachten 

Aufwand erachtet das Gericht als angemessen. Bei diesem Verfahrens-

ausgang gehen somit die Gerichtskosten zulasten der Beschwerdegegne-

rin, welche überdies den Beschwerdeführer aussergerichtlich zu entschä-

digen hat. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Vorstandes 

der Gemeinde X._____ vom 16. Juli, mitgeteilt am 30. Juli 2014, wird auf-

gehoben. Betreffend die Nordmauer wird die Sache an die Gemeinde 

X._____ zurückgewiesen, damit diese die Nordmauer gegen einen Re-

vers mit dem in der Gemeinde X._____ üblichen Inhalt bewilligt. Die 

Südmauer mit Zaun wird bewilligt.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 464.--

zusammen Fr. 2'464.--

gehen zulasten der Gemeinde X._____ und sind innert 30 Tagen seit Zu-

stellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die Gemeinde X._____ bezahlt A._____ eine aussergerichtliche Ent-

schädigung von Fr. 5'656.60 (inkl. MWST).

- 24 -

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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