# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07110a09-3a56-5ced-8fcd-6978b1e324db
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2016 200 2015 1091
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1091_2016-10-13.pdf

## Full Text

200 15 1091 IV
SCP/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. November 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich unter Hinweis auf Rückenbeschwerden am 27. Oktober 1994 
bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbe-
zug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1.1/136-147). Diese beurteilte 
das Leistungsgesuch mit Verfügung vom 11. Juni 1997 (AB 1.1/61 f.) ab-
schlägig. Eine hiergegen erhobene Beschwerde (AB 1.1/54-57) wies das 
Verwaltungsgericht mit Urteil vom 11. Dezember 1997, IV 50280 
(AB 1.1/31-41), ab. 

B.

Nachdem die IVB auf eine undatierte (am 18. Januar 2006 eingelangte) 
Neuanmeldung (AB 3) mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 
10. März 2006 (AB 9) mangels glaubhaft gemachter Sachverhaltsänderung 
nicht eingetreten war, stellte die Versicherte unter Hinweis auf eine Brust-
krebserkrankung am 5. August 2013 ein erneutes Leistungsgesuch 
(AB 23). Die IVB ermittelte daraufhin gestützt auf ein polydisziplinäres Gut-
achten (AB 66) einen Invaliditätsgrad von 14 % und stellte der Versicherten 
mit Vorbescheid vom 9. Juli 2015 (AB 67) die Abweisung des Gesuchs 
hinsichtlich einer Invalidenrente in Aussicht. Nach erhobenem Einwand 
(AB 68, 76, 83) und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD; AB 80 f.) verneinte die IVB entsprechend dem Vorbescheid mit Ver-
fügung vom 6. November 2015 (AB 84) einen Rentenanspruch.

C.

Mit Eingabe vom 8. Dezember 2015 erhob die Versicherte, vertreten durch 
lic. iur. C.________ vom B.________ Beschwerde. Sie beantragt, die ange-
fochtene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren 
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ein gleichzeitig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 3

gestelltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zog sie am 16. Dezem-
ber 2015 vorbehaltlos zurück.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 18. Januar 2016 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 10. Februar 2016 legte die Beschwerdeführerin einen medizinischen 
Bericht vom 21. Januar 2016 ins Recht (Akten der Beschwerdeführerin, 
Beschwerdebeilage [BB] 3), worauf die Beschwerdegegnerin im Rahmen 
einer ergänzten Beschwerdeantwort vom 7. März 2016 eine Stellungnahme 
des RAD vom 3. März 2016 (in den Gerichtsakten) einreichte.

Mit Replik vom 11. Mai 2016 bzw. Duplik vom 26. Mai 2016 hielten die Par-
teien an ihren Anträgen fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 4

rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. November 2015 
(AB 84). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

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bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Liegt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor, sind die 
nachfolgenden Grundsätze zu beachten, wobei diese auch für vergleichba-
re Beschwerden gelten, denn aus Gründen der Rechtssicherheit ist es ge-
boten, sämtliche psychosomatischen Leiden den gleichen sozialversiche-
rungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen (BGE 141 V 281 E. 4.2 
S. 298, 139 V 346 E. 2 S. 346, 137 V 64 E. 4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 
S. 283).

2.3.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.40) so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind. Die auf die Begrifflichkeit des medizini-
schen Klassifikationssystems abstellende Diagnose der anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung führt im Weiteren nur dann zur Feststellung einer 
invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung, 
wenn die Diagnose auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 6

halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschluss-
gründe die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so be-
steht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn 
die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung ge-
geben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betref-
fenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesund-
heitsschädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Aus-
wirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287).

2.3.2 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen «Validität» der versicherten Person auszu-
gehen ist (E. 3.7.2). Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss 
erwähntem Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungs-
raster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergeb-
nisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leis-
tungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati-
onspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leis-
tungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Ei-
genschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), 
welche sich in die Kategorien «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) und 
«Konsistenz» einteilen lassen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher 
Natur (E. 5). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgra-
des ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch 
festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand 
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 
die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (E. 6). 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 7

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.5 Wurde eine Rente oder eine andere Dauerleistung wegen eines 
fehlenden oder zu geringen Invaliditätsgrades bereits einmal verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versicherte Person glaub-
haft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung 
immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine 
Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen 
muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch 
Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen 
Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 8

zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 
V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum 
Schluss gelangte, die Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch auf eine 
Invalidenrente. In der ursprünglichen Verfügung vom 11. Juni 1997 
(AB 1.1/61 f.) wurde ein Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen mit 
der Begründung verneint, dass sich die Beschwerdeführerin einer zumutba-
ren Operation der bestehenden Diskushernie (AB 1.1/89, 1.1/98, 1.1/99 
Ziff. 1) widersetzt habe. Im Rahmen der Neuanmeldung im Jahr 2006 
machte die Beschwerdeführerin weiterhin einzig Rückenbeschwerden gel-
tend (AB 3/5 Ziff. 7.2), wobei keine materielle Anspruchsprüfung erfolgte 
und am 10. März 2006 ein Nichteintretensentscheid erging (AB 9). Es ist 
unbestritten und aktenmässig ausgewiesen, dass mit der im März 2013 
diagnostizierten Brustkrebserkrankung (AB 29/1 Ziff. 1.1, 29/6) und mindes-
tens dreimonatiger (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) konsekutiver Arbeitsunfähig-
keit (AB 29/3 Ziff. 1.6) im Vergleich zur Referenzlage im Jahr 1997 
(AB 1.1/61 f.) bis zum Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung 
vom 6. November 2015 (AB 84) in den tatsächlichen Verhältnissen eine 
erhebliche Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 hiervor). Damit 
ist der Rentenanspruch allseitig frei zu prüfen (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.2 Im medizinischer Hinsicht basiert die angefochtene Verfügung vom 
6. November 2015 (AB 84) auf dem polydisziplinären Gutachten der 
D.________ (fortan MEDAS) vom 2. Juli 2015 (AB 66). Darin wurden die 
folgenden Diagnosen gestellt (AB 66.1/22 Ziff. 4.1 f.):

Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeits-
fähigkeit:

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 Bilaterale Intervertebralgelenksarthrosen, linksbetont, zwischen 
dem dritten und vierten, dem vierten und fünften sowie dem fünf-
ten Lendenwirbel und dem Sakrum, mit:
 beidseitigen Rezessusstenosen zwischen dem vierten und 

fünften Lendenwirbel
 breitbasigen Diskusprotrusionen zwischen dem vierten und 

fünften sowie dem fünften Lenden- und ersten Sakralwirbel, 
bei:
 klinisch und bildgebend regredientem Verlauf der 1993 

objektivierten Diskushernie zwischen dem fünften Len-
denwirbel und dem Sakrum

 Mediale Gonarthrose beidseits, linksbetont, mit:
 Periarthropathie
 Status nach Meniskektomie links im Jahr 2006

Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, 
aber mit Krankheitswert:
 Dysthymia (ICD-10: F34), bei:

 anhaltender somatoformer Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), 
mit:
 generalisiertem, linksbetontem fibromyalgiformem Syn-

drom
 abnormem Schmerzgebaren, Symptomenverstärkung 

und Selbstlimitierung
 Adipositas «simplex» (Body-Mass-Index [BMI] 32.5kg/m2), bei:

 positiver Familienanamnese (Vater)
 Dyslipidämie, mit: 

 Hypercholesterinämie
 erhöhtem atherogenem Index

Die Gutachter attestierten für die zuletzt ausgeführte Tätigkeit unter be-
stimmten Rahmenbedingungen (Wechselposition ohne länger als ein bis 
zwei Stunden dauernde Verrichtungen im Stehen und ohne Heben und 
Tragen von mehr als zehn Kilogramm, wobei die rheumatologischen Be-
funde die Grenze setzen) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Auch jede andere 
Tätigkeit erachteten sie unter Beachtung derselben Anforderungen als un-
eingeschränkt zumutbar, wobei zusätzlich keine grossen Reinigungsarbei-
ten im Stehen mit häufiger lumbaler Extension ausgeführt werden sollten 
sowie häufigeres Knien zu vermeiden sei (AB 66.1/23 Ziff. 5.2 f.). Sie er-
klärten unter anderem, es habe nie eine langdauernde, nicht behandelbare 
und irreversible Gesundheitsschädigung vorgelegen, die Phasen mit dem 
Mammakarzinom und dessen Behandlung sei transitorisch gewesen, 
ebenso diejenige mit der Diskushernie im Jahr 1993 (AB 66.1/23 Ziff. 5.4).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 10

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4 Das MEDAS-Gutachten vom 2. Juli 2015 (AB 66) erfüllt die vorer-
wähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.3. hiervor) und 
erbringt vollen Beweis.

3.4.1 Was die im März 2013 diagnostizierte Brustkrebserkrankung anbe-
langt, zeigte Dr. med. E.________, Facharzt für Medizinische Onkologie 
FMH sowie Allgemeine Innere Medizin FMH, in seinem Teilgutachten 
(AB 66.4) nachvollziehbar und überzeugend auf, dass sich im Explorati-
onszeitpunkt keine Hinweise für ein Rezidiv des Mammakarzinoms erga-
ben und das klinische Bild keinem krebskrankheits- oder therapieassoziier-
tem Syndrom entsprach (AB 66.4/4 Ziff. 5). Diese Einschätzung stimmt mit 
jener des behandelnden Dr. med. F.________, Facharzt für Medizinische 
Onkologie FMH sowie Allgemeine Innere Medizin FMH, überein. Dieser 
wies im Bericht vom 5. August 2015 (AB 72) darauf hin, dass die Be-
schwerdeführerin seitens des Mammakarzinoms zurzeit rezidivfrei sei und 
von einem statistisch gesehen massiv reduzierten Rückfallrisiko auszuge-
hen sei; eine IV-Berentung sei somit aus onkologischer Sicht nicht zu be-
gründen. Die Beschwerdeführerin selbst gab denn auch an, keine Angst 
davor zu haben, dass der Brustkrebs erneut auftreten könne (AB 66.1/16 
Ziff. 1.2.4). Der behandelnde Onkologe hatte ursprünglich ab 2. April 2013 
für unbestimmte Zeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert und 
später eine Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit im angestammten Beruf 
zirka ein bis zwei Monate nach Abschluss der Chemotherapie prognosti-
ziert (AB 29/3 Ziff. 1.6 f.). Nach dem letzten Zyklus der adjuvanten Chemo-
therapie am 30. August 2013 (AB 29/2 Ziff. 1.5) unterzog sich die Be-
schwerdeführerin anfangs Dezember 2013 einer Protheseneinlage, womit 

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die weitere Arbeitsunfähigkeit begründet war (AB 38/4 Ziff. 1). Ab März 
2014 erachtete Dr. med. F.________ den beruflichen Wiedereinstieg als 
möglich, dies scheiterte nach der Aktenlage jedoch am Umstand, dass die 
bisherige Arbeitsstelle arbeitgeberseitig gekündigt worden war (AB 38/2 
Ziff. 5, 38/4 Ziff. 2). Im Verlaufsbericht vom 28. Juli 2014 (AB 45) wies der 
Onkologe darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nunmehr an einem dif-
fusen weichteilrheumatischen Schmerzsyndrom vom Typ Fibromyalgie lei-
de und deswegen in rheumatologischer Behandlung stehe, er bezeichnete 
leichte körperliche Arbeiten aber als zumutbar (AB 45/4 Ziff. 1 und 3). Da-
mit ist erstellt, dass die ausschliesslich durch das Mammakarzinom beding-
te und damit aus onkologischer Sicht begründete Arbeitsunfähigkeit noch 
während des Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) überwiegend wahr-
scheinlich im Zeitpunkt der rheumatologischen Behandlungsaufnahme im 
September 2013 (AB 34/6) von diesen rheumatologischen Beschwerden 
sowie einer (weiteren) psychischen Reaktion als Folge der Kündigung des 
Arbeitsplatzes (vgl. E. 3.4.3 hiernach) überlagert wurde.

3.4.2 Hinsichtlich des weichteilrheumatischen Schmerzsyndroms hielt die 
ab September 2013 behandelnde Dr. med. G.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH sowie Rheumatologie FMH, im Bericht 
vom 3. Oktober 2013 (AB 34/6 f.) fest, dass labordiagnostisch Hinweise für 
eine entzündliche rheumatische Erkrankung oder eine Konnektivitis mit 
Muskelbeteiligung fehlten (AB 34/6). Indes sei im Labor ein nicht messba-
res Vitamin D aufgefallen, was die weichteilrheumatischen Beschwerden 
verstärken und die Trainierbarkeit der Muskulatur reduzieren könne 
(AB 34/7). Als Therapieoptionen erkannte die Rheumatologin eine Behand-
lung mit Vitamin D3, physiotherapeutische Massnahmen und zur Schmerz-
distanzierung die Verschreibung von Anafranil (AB 34/7, 76/4). Anlässlich 
der MEDAS-Begutachtung stellte Dr. med. H.________, Facharzt für 
Rheumatologie FMH sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation 
FMH, einen Vitamin D-Mangel (AB 66.2/3 Ziff. 4.2 Ziff. 3) fest und konnte 
im Serum den Wirkstoff des angeblich eingenommenen Anafranil nicht 
nachweisen (AB 66.1/21). Zudem gab die Beschwerdeführerin an, die Phy-
siotherapie im Februar 2015 sistiert zu haben (AB 66.2/1 Ziff. 2). Im Lichte 
dieser Feststellungen ist von einer Malcompliance auszugehen und wird 
offensichtlich, dass Dr. med. G.________ von falschen Annahmen ausging, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 12

als sie im Schreiben vom 24. Juli 2015 (AB 76/4 f.) festhielt, trotz all der 
von ihr verordneten Massnahmen sei die Situation unbefriedigend. Insoweit 
ist dieses Schreiben nicht geeignet, den Beweiswert der gutachterlichen 
Beurteilung von Dr. med. H.________ zu erschüttern. Hinzu kommt, dass 
der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, zutreffend darauf hin-
wies, dass die von Dr. med. G.________ zusätzlich postulierte Diagnose 
einer Periarthritis humeroscapularis (PHS) tendinotica links (AB 76/3 f.) 
mittels gezielter Infiltrationen behandelbar und deshalb nicht invalidisierend 
ist (AB 80 f.; vgl. JÜRGEN FISCHER, Schmerztherapie mit Lokalanästhetika, 
2. Aufl. 2010, S. 48). Im Übrigen erscheint widersprüchlich, dass Dr. med. 
G.________ sich am 24. Juli 2015 nicht vorstellen konnte, wie ihre Patien-
tin einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgehen könne (AB 76/4), am 15. 
September 2015 aber – ohne nähere Begründung  – immerhin eine 50%ige 
Erwerbstätigkeit für möglich hielt (AB 76/3).

3.4.3 Auch das psychiatrische Teilgutachten (AB 66.3) von Dr. med. 
J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ist schlüs-
sig. Der Gutachter zeigte auf, dass die Beschwerdeführerin durch die Kün-
digung des letzten Arbeitsverhältnisses eine schwere Kränkung erlitt und 
ihr die emotionale Verarbeitung offensichtlich sehr schwer fiel (AB 66.3/5 
Ziff. 5). Dass demnach ein reaktives Geschehen vorlag – welches keinen 
invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellt (vgl. Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 17. Februar 2016, 9C_668/2015, E. 3) –, korreliert 
mit der Einschätzung der seit Februar 2014 behandelnden Dr. med. 
N._________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, welche 
allerdings von einer reaktiven Depression infolge des Mammakarzinoms 
ausging (AB 73/1). Die Letztere benannte indes keine Aspekte, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, 
weshalb es die unterschiedliche Natur ihres Behandlungsauftrags einer-
seits und Begutachtungsauftrag von Dr. med. J.________ andererseits 
nicht zulässt, das Administrativgutachten in Frage zu stellen (vgl. SVR 
2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Dasselbe gilt für den Hausarzt sowie die 
behandelnde Gynäkologin, die aus fachfremder Perspektive eine Arbeits-
unfähigkeit bescheinigten, ohne diese mittels differenzierter Begründung 
nachvollziehbar herzuleiten (AB 82, 83/2). Was die von Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 13

J.________ anhand der sog. Foerster-Kriterien geprüfte und bejahte Frage 
der Überwindbarkeit der diagnostizierten anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung diffuser Art (ICD-10: F45.4) anbelangt (AB 66.3/5 f. 
Ziff. 4.2 und Ziff. 5), wies die Beschwerdeführerin zutreffend auf die mit 
BGE 141 V 281 mittlerweile erfolgte Praxisänderung hin (Beschwerde S. 3 
Ziff. IV Ziff. 2). Es ist somit zu eruieren, ob die funktionellen Auswirkungen 
der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung – bzw. der Fibromyalgie 
(AB 66.1/22 Ziff. 4.2) als damit vergleichbares psychosomatisches Leiden 
(BGE 132 V 65 E. 4 S. 70 ff.) – anhand der der sog. Standardindikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sind (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Im MEDAS-Gutachten vom 2. Ju-
li 2015 (AB 66), welches kurz nach der Praxisänderung vom 3. Juni 2015 
fertiggestellt wurde und auf Explorationen vom Mai 2015 (AB 66.1/1) ba-
siert, ist dabei in intertemporalrechtlicher Hinsicht eine schlüssige Beurtei-
lung im Lichte des mittlerweile massgeblichen Prüfungsrasters zu erblicken 
(vgl. BGE 141 V 281 E. 8 S. 309; Beschwerdeantwort S. 3 lit. C Ziff. 9).

4.

4.1 Vorab nachzugehen ist der Frage, ob die besagten psychosomati-
schen Diagnosen unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhalten (vgl. E. 2.3.1 hiervor). Diesbezüglich ist augen-
fällig, dass sich im Rahmen der MEDAS-Begutachtung Hinweise auf eine 
Aggravation sowie diverse Inkonsistenzen ergaben. So fiel Dr. med. 
K.________, Facharzt für Endokrinologie/Diabetologie FMH und Allgemei-
ne Innere Medizin FMH, beim Erheben des Allgemeinstatus ein groteskes 
Hinken der Explorandin auf, als sie vornüber auf ihren Rollator gestützt 
schwer schnaufend ins Untersuchungszimmer kam, wo sie während drei 
Stunden, ohne je aufzustehen, unauffällig im Stuhl sass und sich danach 
auch unauffällig ihrer Kleider entledigte (AB 66.1/18 Ziff. 2.1, 66.1/21 
Ziff. 3). Wohl wurde im Konsiliarbericht vom 21. Januar 2016 (BB 3) zuhan-
den des Hausarztes seitens der Dres. med. L.________ und M.________, 
beides Fachärzte für Oto-Rhino-Laryngologie FMH, nunmehr eine periphe-
re vestibulo-kochleäre Funktionsstörung rechts (ICD-10: H81.3) diagnosti-
ziert und erklärt, im Zusammenhang mit der seit zwei Jahren persistieren-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 14

den Gangunsicherheit liege nicht ein rein psychogener Schwindel vor, es 
handle sich zumindest um einen partiell wesentlichen organischen Teil. Die 
vestibulo-kochleäre Funktionsstörung ist jedoch behandelbar und nicht ge-
eignet, die groteske Beschwerdesymptomatik zu erklären. Zudem wurde in 
diesem erst nach der angefochtenen Verfügung vom 6. November 2015 
(AB 84) erstellten Bericht (vgl. zum gerichtlichen Überprüfungshorizont: 
BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140) keine Indikation für 
die Benutzung eines Rollators gestellt und auch aus keinem anderen medi-
zinischen Bericht ergibt sich ein begründeter Bedarf für dieses Hilfsmittel. 
Zudem gab die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung an, den 
Rollator zu benutzen, weil es zu einer Schmerzexazerbation beim Gehen 
komme und bei längerem Stehen das Knie «versteife» (AB 66.1/15 Ziff. 
1.2.4). Auch die RAD-Ärztin med. pract. N.________, Praktische Ärztin, 
wies in ihrer Stellungnahme vom 3. März 2016 (in den Gerichtsakten) dar-
auf hin, dass die Beschwerdeführerin den Rollator gar nicht wegen eines 
angeblichen Schwindels angeschafft haben soll. 

Gemäss Dr. med. K.________ erreichte die Beschwerdeführerin hyperven-
tilierend einen Finger-Boden-Abstand von 45 Zentimetern, in deutlichem 
Gegensatz zur Beobachtung beim späteren Anziehen, als sie die Klettver-
schlüsse der Schuhe ohne weiteres im Bücken zuschliessen konnte 
(AB 66.1/18 Ziff. 2.1). Während der Anamnese gestikulierte sie recht leb-
haft, was im Widerspruch dazu bei der Untersuchung anscheinend nicht 
mehr möglich war (AB 66.1/18 Ziff. 2.1). Dr. med. K.________ führte im 
Gutachten den Vermerk «Verdeutlichungstendenz +++» auf (AB 66.1/19 
Ziff. 2.1). In der Zusammenfassung beurteilte er das Verhalten als starke 
Verdeutlichungstendenz, eventuell eine Aggravation (AB 66.1/21 Ziff. 3). 

Im Rahmen der rheumatologischen Exploration stellte Dr. med. 
H.________ als klinischen Befund deutlich positive Waddell-Zeichen fest 
(AB 66.2/2 Ziff. 3.1), was für eine nichtorganische Pathologie bzw. ein ab-
normes Schmerzverhalten spricht (vgl. WIDDER/GAIDZIK [Hrsg.], Begutach-
tung in der Neurologie, 2. Aufl. 2011, S. 80; VILLIGER/SEITZ [Hrsg.], Rheu-
matologie in Kürze, 2. Aufl. 2006, S. 166). Er wies zudem auf eine deutliche 
Diskrepanz zwischen der Selbsteinschätzung der Belastungstoleranz durch 
die Beschwerdeführerin und den fassbaren Befunden hin; die Symptom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 15

verdeutlichung sowie die Selbstlimitierung überwögen. Das abnorme 
Schmerzgebaren sei im Übrigen bereits bei einer früheren fachärztlichen 
Untersuchung im Jahr 2006 (AB 8/1) beobachtet worden (AB 66.2/4 Ziff. 5).

Ob die erwähnten Hinweise als Ausschlussgründe zu werten sind, aufgrund 
welcher sich die Annahme einer invalidisierenden Gesundheitsbeeinträch-
tigung von vornherein verbietet (Beschwerdeantwort S. 4 lit. C Ziff. 11) oder 
diese Hinweise nicht genügen (Beschwerde S. 4 Ziff. IV Ziff. 2 Lemma 5), 
kann hier letztlich offen bleiben, denn die Standardindikatoren sprechen 
jedenfalls gegen eine funktionelle Auswirkung der somatoformen Schmerz-
störung bzw. Fibromyalgie (vgl. E. 4.2 f. hiernach).

4.2 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
«funktioneller Schweregrad» (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.):

4.2.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich Folgendes: 

4.2.1.1 Die Beschwerdeführerin pflegt tägliche Kontakte mit einem ihrer 
Söhne, der Schwiegertochter und den drei Enkelkindern. Sie ist in der Lage 
mit ihren Nachkommen Spaziergänge zu unternehmen und die Enkelkinder 
zu betreuen (AB 66.3/2 Ziff. 2). Sie hat ein gutes Verhältnis mit den beiden 
Söhnen sowie den Geschwistern (AB 66.1/12 Ziff. 1.2.2). Sie nimmt an der 
Entwicklung der Nachkommen regen Anteil, hat ein herzliches Verhältnis 
zu den drei Enkelkindern und freute sich auf das vierte (AB 66.1/12 
Ziff. 1.2.2, 66.3/4 Ziff. 2). Sie versucht mit den vielen Landsleuten, die sie in 
… kennt, in Kontakt zu bleiben (AB 66.3/4 Ziff. 2) und kommuniziert 
gelegentlich mit Drittpersonen über das Internet (Skype; AB 66.4/2 Ziff. 2). 
Sie interessiert sich … (AB 66.1/13 f. Ziff. 1.2.2). Dies deutet auf in weiten 
Teilen erhaltene Alltagsfunktionen hin, was mit den Schmerzangaben 
(ubiquitäre Schwäche und diffuse Schmerzen [AB 66.1/14 f. Ziff. 1.2.4, 
66.1/20 f. Ziff. 3]) nicht vereinbar ist. Eine schwere Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde und Symptome (vgl. BGE 141 V 281 E. 
4.3.1.1 S. 298 f.) fällt vor diesem Hintergrund ausser Betracht (vgl. 
Entscheid des BGer vom 21. April 2016, 9C_367/2015, E. 3.3.2)

4.2.1.2 Bezüglich Behandlungserfolg bzw. -resistenz (vgl. BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.2 S. 299 f.) fällt auf, dass Dr. med. J.________ eine gewisse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 16

Chronifizierungstendenz und ein bescheidenes Behandlungspotential 
feststellte (AB 66.3/7 Ziff. 7), die Beschwerdeführerin jedoch erst seit 
Februar 2014 in psychotherapeutischer Behandlung steht (AB 73/1) und 
gemäss Laborergebnis (AB 66.5/3 [Wirkstoff Clomipramin]) hinsichtlich der 
verordneten Pharmakotherapie mit Anafranil (AB 76/4) offensichtlich 
malcompliant war (AB 66.1/21, 66.1/23 Ziff. 5.3, 66.4/2 Ziff. 2). Zudem 
sistierte sie die Physiotherapie im Februar 2015 (AB 66.2/1 Ziff. 2), 
während im MEDAS-Gutachten aktive Heilgymnastik empfohlen wurde 
(AB 66.1/23 Ziff. 5.3, 66.2/5 Ziff. 7), was auf weiterhin vorhandene 
Therapieoptionen hindeutet. Bei dieser Ausgangslage verbietet sich die 
Annahme einer Behandlungsresistenz. Dieser Indikator spricht somit gegen 
eine rechtserhebliche Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit.

4.2.1.3 Die bisherigen Kriterien der «psychiatrischen Komorbidität» und 
«körperlichen Begleiterkrankung» wurden zu einem einheitlichen Indikator 
zusammengefasst. Relevant ist die Gesamtbetrachtung der 
Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge des psychosomatischen Leidens 
zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.3 S. 301). Die degenerativen Veränderungen am 
Bewegungsapparat schlagen sich in spezifischen Anforderungen an die 
noch möglichen Arbeitstätigkeiten nieder, was im medizinischen 
Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt wurde und weder die Präsenzzeit noch 
die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt (AB 66.1/23 Ziff. 5.1 f.). Die Dysthymie 
(ICD-10: F34) fällt nicht ins Gewicht, da sie rechtsprechungsgemäss 
prinzipiell nicht einem Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes 
gleichkommt und es damit an einer relevanten psychischen Komorbidität 
fehlt (vgl. Entscheid des BGer vom 6. März 2014, 8C_806/2013, E. 6.2).

4.2.2 Dafür, dass der Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) einer Erwerbstätigkeit entgegenstünde, bestehen keine 
Anhaltspunkte. Der psychiatrische Gutachter Dr. med. J.________ fand 
keine Ich-Störungen und die Affektivität war lediglich insoweit 
beeinträchtigt, als das Vitalgefühlt reduziert war (AB 66.3/5 Ziff. 3.1). Er 
schloss aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin nach der ersten 
Abweisung des Leistungsbegehrens im Zusammenhang mit ihren 
Rückenbeschwerden wieder zur vollumfänglichen Arbeitstätigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 17

zurückfand, auf eine Kompetenz und Widerstandskraft im Umgang mit 
Problemen (AB 66.3/5 Ziff. 5). Es bestehen also in der Persönlichkeit 
angelegte Fähigkeiten, welche positive Rückschlüsse auf das 
Leistungsvermögen zulassen. 

4.2.3 Der Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
spricht klar gegen die rechtliche Anerkennung der geltend gemachten 
Einschränkungen, hält das soziale Umfeld doch bedeutende Ressourcen 
bereit. Ein sozialer Rückzug hat nur in Ansätzen stattgefunden, die 
Kontakte wurden reduziert, wobei das Leiden des Ehegatten ebenso wie 
der Geldmangel – also psychosoziale Aspekte – eine Rolle spielen dürften 
und die Beschwerden alleine diesbezüglich einen geringen Anteil 
ausmachen (AB 66.3/6 Ziff. 5). Die Beschwerdeführerin betreut 
regelmässig ihre Enkelkinder und unternimmt mit ihnen Spaziergänge, sie 
hat Kontakt zu Verwandten sowie Landsleuten und ihr ist es möglich 
praktisch jedes Jahr in ihrer Heimat Ferien zu verbringen (AB 66.3/2 Ziff. 
2).

4.3 In der Gesamtbetrachtung fehlt es am erforderlichen funktionellen 
Schweregrad der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bzw. des 
fibromyalieformen Syndroms. Die Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 
281 zeigt weder im Komplex Gesundheitsschaden (psychische/somatische 
Komorbidität; Behandlungs- und Eingliederungserfolg bzw. -resistenz) noch 
im Komplex Persönlichkeit (persönliche Ressourcen; sozialer Kontext) eine 
negative Beeinflussung. Eine Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4 
S. 303 f.) erübrigt sich vor diesem Hintergrund (vgl. BGer 9C_367/2015, 
E. 4). Damit kann auch aus rechtlicher Sicht den Schlussfolgerungen im 
MEDAS-Gutachten gefolgt und unter Einhaltung des Zumutbarkeitsprofils 
von einer uneingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit ausgegangen 
werden. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser Aus-
gangslage.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 18

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichti-
gen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen 
und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt 
sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 19

rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn 
Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 
S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-
setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umstän-
den des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 
Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.2

5.2.1 Das letzte Arbeitsverhältnis wurde krankheitsbedingt aufgelöst 
(AB 66.3/5 Ziff. 5) und bestünde im hypothetischen Gesundheitsfall über-
wiegend wahrscheinlich weiterhin. Wohl wäre der Beschwerdeführerin die-
se angestammte Tätigkeit nach der beweiskräftigen MEDAS-Beurteilung – 
unter Einhaltung bestimmter Kautelen – weiterhin uneingeschränkt zumut-
bar. Insbesondere bezüglich des Hebe- und Tragelimits von zehn Kilo-
gramm (AB 66.1/23 Ziff. 5.1) hätte ihr Aufgabenbereich jedoch leicht ange-
passt werden müssen (seltenes Heben oder tragen von Gewichten von 10-
25 bzw. über 25 Kilogramm [AB 28/5]). Vor diesem Hintergrund ist nicht 
von vornherein erstellt, dass die Beschwerdeführerin trotz Gesundheits-
schaden immer noch dasselbe Einkommen erzielen könnte und kann auf 
die Durchführung eines Einkommensvergleichs nicht verzichtet werden.

Die Beschwerdegegnerin stellte für das Valideneinkommen richtigerweise 
auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin ab. Demnach betrug das 
Einkommen ab Mai 2013 Fr. 4‘658.35 pro Monat (AB 28/3 Ziff. 2.10), mithin 
Fr. 60‘559.-- (Fr. 4‘658.35 x 13 Monate) pro Jahr. Die Verwaltung berück-
sichtigte offenbar die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2015 (AB 84/2), 
der für den Einkommensvergleich massgebende frühestmögliche Renten-
beginn liegt jedoch – unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenz-
frist (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG; AB 23/6 Ziff. 11) sowie des Wartejahres (vgl. 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; AB 29/3 Ziff. 1.6 f.) – im Jahr 2014. Auszugehen ist 
somit von einem Valideneinkommen Fr. 61‘383.-- (Fr. 60‘559.-- / 102.9 x 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 20

104.3 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, Wirtschaftszweig I 
{Gastgewerbe und Beherbergung}, Index 2013 bzw. 2014]). 

5.2.2 Die Beschwerdeführerin hat keine neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, weshalb die Beschwerdegegnerin sich beim Invalideneinkommen 
zulässigerweise auf die statistischen Werte der LSE stützte. Ausgehend 
von der LSE 2012, angepasst an die durchschnittliche wöchentliche Ar-
beitszeit und aufindexiert auf das Jahr 2014, resultiert ein hypothetisches 
Jahresgehalt von Fr. 52‘248.-- (Fr. 4‘112.-- [BFS, LSE 2012, Frauen, Total, 
Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 [BFS, 
Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, Total, 2014] / 102.0 x 103.6 [BFS, Tabel-
le T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, Total, Index 2012 bzw. 2014]). Ein 
zusätzlicher leidensbedingter Abzug ist in Anbetracht der uneingeschränk-
ten Arbeits- und Leistungsfähigkeit und unter Berücksichtigung der weite-
ren diesbezüglichen Aspekte (vgl. E. 5.1.2 hiervor) nicht gerechtfertigt.

5.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen re-
sultiert ein aufgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und 
rentenausschliessender (vgl. E. 2.4 hiervor) Invaliditätsgrad von 15 % 
([Fr. 61‘383.-- ./. Fr. 52‘248.--] / Fr. 61‘383.-- x 100). Somit ist die angefoch-
tene Verfügung vom 6. November 2015 (AB 84) im Ergebnis nicht zu bean-
standen und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, IV/15/1091, Seite 21

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
-  B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.