# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6a0c579-c997-537f-8114-ebb388721173
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-18
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2019 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2019
**Docket/Reference:** DB.2024.79
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-db.2024.79--1-st.2024.103.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2024.79 
1 ST.2024.103 

Entscheid 

 18. März 2025 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Michael Ochsner, Steuerrichterin Christina Hefti, Steuerrichter Ma-
rius Obertüfer und Gerichtsschreiberin Angela Schorno 

1.  A ,    

2.  B ,    

Nr. 1 vertreten durch C AG,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt, Bau,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerde-/ 
Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2019 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2019 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B (nachfolgend  die  Pflichtigen)  sind  beide  selbständig  erwerbstätig. 

Namentlich ist der Pflichtige mit der Firma "D" (nachfolgend Einzelfirma) als Einzelunter-

nehmen im Handelsregister mit Sitz in E, Kanton F, eingetragen, wobei sein diesbezüg-

liches  Einkommen  im  Rahmen  der  Steuerausscheidung  stets  pauschal  zu  30%  nach 

Kanton G ausgeschieden wurde (die Einkünfte von B sind unstrittig, weshalb darauf nicht 

weiter eingegangen wird). Unter anderem machte er sich einen Namen als Designer von 

[…]. Daneben entwickelte er auch Designs, die er unter der Eigenmarke "I" über eine 

ihm gehörende separate juristische Person vertreiben liess. Am … 2019 gründete der 

Pflichtige sodann die J AG mit Sitz in E, Kanton F (nachfolgend J AG). Die Gründung mit 

Aktienkapital von Fr. 750'000.- erfolgte vollumfänglich mittels Sacheinlage. Der Pflichtige 

brachte  bei  der  Gründung  gemäss  Vertrag  vom  …  2019  die  Markenrechte  für  die 

Marke "I" sowie geschützte Designrechte in die J AG ein (nachfolgend zusammen auch 

Immaterialgüter).  Die  Neugründung  erfolgte  deshalb,  weil  der  Pflichtige  seit  anfangs 

2019 mit einem potenziellen Investor aus K in Verhandlung stand (nachfolgend L Ltd), 

der dem Pflichtigen mittels Aussenfinanzierung das weitere Wachstum der Eigenmarke 

hätte ermöglichen sollen. Diese Kapitalspritze sollte über die J AG erfolgen. Gegen Ende 

des dritten Quartals 2019 wurden die Verhandlungen dann aber ergebnislos abgebro-

chen.  

In der ursprünglich am 2. Oktober 2020 eingereichten Steuererklärung dekla-

rierten  die  Pflichtigen  ein  steuerbares  Einkommen  betreffend  die  direkte  Bundes-

steuer 2019 von Fr. 222'696.-. Betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2019 dekla-

rierten  sie  ein  steuerbares  Einkommen  von  Fr.  211'496.-  sowie  ein  steuerbares 

Vermögen von Fr. 1'868'124.-. Die Aktien der J AG wurden von ihnen in ihrem Guthaben- 

und Wertschriftenverzeichnis als Privatvermögen zum Steuerwert von Fr. 635'000.- auf-

geführt.  

Mit Begleitschreiben vom 12. Februar 2021 reichten die Pflichtigen eine rektifi-

zierte Steuererklärung ein. Namentlich nahmen sie bei der vermögensseitigen Deklara-

tion eine Änderung vor. Die Beteiligung an der J AG wurde in der Bilanz der selbständi-

gen  Erwerbstätigkeit  des  Pflichtigen  zunächst  neu  als  Geschäftsvermögen  zum 

Nominalwert von Fr. 750'000.- erfasst. In der Erfolgsrechnung der Einzelfirma verbuchte 

er  weiter  für  die  vollzogene  Sacheinlageneinbringung  einen  (ausserordentlichen) 

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Aufwertungserfolg von Fr. 749'999.-. Bereits vor Jahresende wurde die Beteiligung dann 

aber wieder um Fr. 749'999.- aufwandswirksam abgeschrieben bzw. im Wert berichtigt 

und per Ende 2019 zum Steuerwert von Fr. 1.- bilanziert. Entsprechend reduzierte sich 

das  deklarierte  Vermögen  der  Pflichtigen  im  Vergleich  zur  ursprünglich  eingereichten 

Steuererklärung auf Fr. 1'233'125.- (Differenz Fr. 634'999.-). Die einkommensseitige Ge-

samtdeklaration (Fr. 222'696.- betreffend direkte Bundessteuer sowie Fr. 211'496.- be-

treffend Staats- und Gemeindesteuern) veränderte sich hingegen durch das Rektifikat in 

Folge der aufwandswirksamen Abschreibung nicht.  

Mit Veranlagungsverfügung vom 19. Juli 2022 veranlagte das kantonale Steu-

eramt  die  Pflichtigen  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  mit  einem  steuerbaren  Ein-

kommen von Fr. 929'000.- (satzbestimmend Fr. 964'500.-). Mit dem ebenfalls am 19. Ju-

li 2022 ergangenen Einschätzungsentscheid betreffend die Staats- und Gemeindesteu-

ern  setzte  es  ihr  steuerbares  Einkommen  auf  Fr.  285'500.-  (satzbestimmend 

Fr. 961'400.-)  und  das  steuerbare  Vermögen  auf  Fr.  653'000.-  (satzbestimmend 

Fr. 1'983'000.-) fest. Es stützte sich dabei bei der Veranlagung/Einschätzung primär auf 

das nachgereichte Rektifikat und erachtete die Beteiligung des Pflichtigen an der J AG 

als  dessen  Geschäftsvermögen  zugehörig.  Die  vorgenommene  Wertberichtigung/Ab-

schreibung  der  J AG-Beteiligung  über  Fr. 749'999.-  taxierte  es  jedoch  als  nicht  ge-

schäftsmässig begründet und liess diese einkommens- und vermögensseitig nicht zum 

Abzug zu.  

B.  Dagegen  liessen  die  Pflichtigen  am  10.  August  2022  Einsprache  erheben 

und beantragen, sie seien betreffend die direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 179'000.- (satzbestimmend Fr. 214'500.-) zu veranlagen. Betreffend 

die Staats- und Gemeindesteuern liessen sie beantragen, sie seien mit einem steuerba-

ren  Einkommen  von  Fr.  0.-  (satzbestimmend  Fr.  211'400.-)  sowie  einem  steuerbaren 

Vermögen  von  Fr.  428'000.-  (satzbestimmend  Fr.  1'233'000.-)  einzuschätzen.  In  pro-

zessualer  Hinsicht  liessen  sie  beantragen,  es  sei  ihnen  das rechtliche Gehör  in Form 

einer mündlichen Anhörung zu gewähren.  

Mit  Auflage  vom  20.  Oktober  2022  verlangte  das  kantonale  Steueramt  von 

den  Pflichtigen  den  substanziierten  Nachweis  der  geschäftsmässigen  Begründetheit 

der Wertberichtigung an den Beteiligungsrechten der J AG ein. Namentlich sei nachzu-

weisen,  dass  die  Wertreduktion  nach  der  Einbringung,  d.h.  im  Zeitraum  …  - 

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31. Dezember 2019,  erfolgt  sei.  Die  Pflichtigen  liessen  die  Auflage  am  10.  Novem-

ber 2022 beantworten und mit E-Mail vom 15. Dezember 2022 die Antwort ergänzen. 

Das kantonale Steueramt erachtete die Auflage indessen nicht als vollständig erfüllt und 

mahnte sie in der Folge am 8. Februar 2023. Die Pflichtigen liessen die Mahnung mit 

Eingabe vom 23. Februar 2023 beantworten. Daraufhin wies das kantonale Steueramt 

die Einsprache der Pflichtigen mit Entscheiden vom 25. März 2024 ab.  

C. Am 12. April 2024 liess der Pflichtige dagegen Beschwerde und Rekurs er-

heben mit  den  Anträgen,  die  Pflichtigen  seien  für  die  direkte  Bundessteuer mit  einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 182'500.- (satzbestimmend Fr. 214'500.-) zu veranla-

gen. Betreffend die Staats- und Gemeindesteuern liess er beantragen, sie seien mit ei-

nem steuerbaren Einkommen von Fr. 60'500.- (satzbestimmend Fr. 211'400.-) sowie ei-

nem steuerbaren Vermögen von Fr. 428'000.- (satzbestimmend Fr. 1'233'000.-) einzu-

schätzen. Eventualiter sei die Sache zur Durchführung einer mündlichen Anhörung an 

das kantonale Steueramt zurückzuweisen. Mit Verfügung vom 18. April 2024 wurde der 

Pflichtigen Frist angesetzt, um sich dazu zu äussern, ob sie sich dem Rechtsmittel des 

Pflichtigen anschliesse. Bei Stillschweigen werde angenommen, sie schliesse sich des-

sen Anträgen an.  Die Pflichtige liess sich dazu nicht  vernehmen,  weshalb sie als  Be-

schwerdeführerin/Rekurrentin ins Verfahren aufgenommen wurde. Mit Beschwerde- und 

Rekursantwort vom 29. Mai 2024 schloss das kantonale Steueramt auf Abweisung der 

Rechtsmittel. Der Pflichtige hielt mit Replik vom 27. Juni 2024 an seinen Anträgen fest. 

Mit Verfügung vom 17. Dezember 2024 wurde den Pflichtigen mitgeteilt, dass 

ihr eventualiter gestellter Antrag auf Rückweisung zur Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung  praxisgemäss  vorab  geprüft  werde  und  nicht  erst  resp.  ausschliesslich 

dann, wenn sie mit ihrem Hauptantrag nicht durchdringen sollten. Ihnen wurde Frist zur 

Mitteilung angesetzt, ob sie bei dieser Ausgangslage am Antrag auf Rückweisung fest-

halten wollen. Der Pflichtige erklärte daraufhin mit Schreiben vom 7. Januar 2025  am 

Antrag  auf  Rückweisung  nicht  länger  festhalten  zu  wollen.  Die  Pflichtige  schloss  sich 

dem Rückzug ebenfalls an (durch Stillschweigen).  

Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit rechtserheblich – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. Wie den Pflichtigen mit Verfügung vom 17. Dezember 2024 eröffnet wurde, 

wird der von ihnen zur Begründung ihres Eventualantrags vorgetragene Einwand, das 

kantonale  Steueramt  hätte  vor  Entscheidfällung  nach  Massgabe  von  §§ 138  Abs. 2 

und 141 Abs. 2 i.V.m. § 211 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) antragsgemäss 

eine mündliche Verhandlung durchführen müssen, vorab geprüft. Dass dieser bloss als 

Eventualantrag formuliert wurde, spielt keine Rolle. Mit diesem Umstand konfrontiert zo-

gen die Pflichtigen ihren entsprechenden Antrag zurück. Diesem Rückzugsbegehren ist 

stattzugeben. Zwar ist das Steuerrekursgericht an die Anträge der Parteien aufgrund der 

geltenden Offizialmaxime gemäss Art. 143 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) sowie § 149 Abs. 2 StG nicht gebunden 

und könnte die Sache auch ohne entsprechenden Antrag an das kantonale Steueramt 

zurückweisen (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Handkommentar zum DBG, 4. A., 2023, 

Art. 143 N 1 DBG, und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., 2021, § 149 N 2 

StG). Konkret erscheint ein solches Vorgehen gegen den Willen aller Parteien nicht an-

gezeigt, ist doch aus den eingereichten Stellungnahmen klar ersichtlich, dass vorliegend 

eine allfällige Einigung im Rahmen einer mündlichen Verhandlung kaum möglich sein 

dürfte. Die Rückweisung würde demgemäss bloss zu einem formellen Leerlauf führen. 

Der vorab zu behandelnde Eventualantrag der Pflichtigen ist damit ohne Weiterungen 

abzuweisen (aufgrund der Offizialmaxime wird der entsprechende Antrag nicht einfach 

gegenstandslos) und ihr Hauptantrag materiell zu prüfen.  

2. a) Der Einkommenssteuer nach DBG und StG unterliegen alle wiederkehren-

den und einmaligen Einkünfte mit Ausnahme der im Gesetz namentlich genannten steu-

erfreien Einkünfte (Art. 16 Abs. 1 und 3 DBG sowie Art. 24 DBG bzw. § 16 Abs. 1 und 3 

StG sowie § 24 StG; BGr, 10. September 2015, 2C_27/2015, E. 2.1 f., mit Hinweisen, 

auch zum Folgenden). Steuerbar sind namentlich auch alle Einkünfte aus einem Han-

dels- und Gewerbebetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbständi-

gen Erwerbstätigkeit (vgl. Art. 18 Abs. 1 DBG und § 18 Abs. 1 StG). Jede irgendwie auf 

Erwerb gerichtete Tätigkeit einer Person bildet eine selbständige Erwerbstätigkeit.  

b) Als Geschäftsvermögen gelten alle Vermögenswerte, die ganz oder vorwie-

gend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen (Art. 18 Abs. 2 DBG; § 18 Abs. 2 und 3 

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StG). Selbst geschaffene immaterielle Güter – hierzu zählen nicht nur die rechtlich ge-

schützten Vermögenswerte wie die Rechte an Werken der Literatur, Musik und Kunst, 

an Patenten, Muster und Modellen sowie Marken, sondern auch die rechtlich nicht ge-

schützten Werke wie nicht patentierte Erfindungen, Verfahren und Rezepte – zählen ge-

wöhnlich zum Geschäftsvermögen. Fliessen dem Schöpfer solcher Güter aus deren Nut-

zungsüberlassung Einkünfte zu und lässt er sich so seine schöpferische Arbeitsleistung 

abgelten,  stellt  dies  Einkommen  aus  selbständiger  Tätigkeit  dar  (Richner/Frei/Kauf-

mann/Rohner, Art. 18 N 70 DBG und § 18 N 37i StG). Zu den Einkünften aus selbstän-

diger Erwerbstätigkeit zählen weiter auch alle Kapitalgewinne aus Veräusserung, Ver-

wertung oder buchmässiger Aufwertung von Geschäftsvermögen.  

c) Sachlich kann grundsätzlich kein Unterschied zwischen dem von selbständig 

Erwerbenden  und  dem  von  einer  juristischen  Person  erarbeiteten  Gewinn  festgestellt 

werden.  Nicht zuletzt  weil  Art.  18  Abs.  3  DBG  sowie § 18  Abs.  4 StG für  selbständig 

erwerbstätige Steuerpflichtige, die eine ordnungsgemässe Buchhaltung führen, auf die 

diesbezügliche massgeblichen Vorschriften betreffend juristische Personen verweisen, 

kennt das Unternehmenssteuerrecht dementsprechend einen einheitlichen Gewinnbe-

griff für natürliche und juristische Personen.  Art. 58 Abs. 1 DBG und § 64 Abs. 1 StG 

schreiben vor,  für  die Ermittlung des  steuerbaren  Reingewinns  auf  den Saldo  der  Er-

folgsrechnung abzustellen. Wie bei juristischen Personen gilt damit auch bei selbständig 

Erwerbstätigen,  die  freiwillig  oder  zwingend  den  Bestimmungen  des  kaufmännischen 

Rechnungslegungsrechts  unterstehen,  das  Prinzip  der  Massgeblichkeit  der  nach  den 

(zwingenden) Regeln des Handelsrechts aufgestellten Handelsbilanz auch für die Steu-

erbilanz,  unter  Vorbehalt  der  steuerrechtlichen  Korrekturvorschriften,  mit  welchen  das 

Abgaberecht bewusst vom Handelsrecht abweicht (BGE 141 II 83 E. 3.1; vgl. zum Gan-

zen BGr, 2. Oktober 2019, 2C_972/2018, E. 4.3). Umgekehrt bedeutet dies aber auch, 

dass die Handelsbilanz nur dann eine taugliche Grundlage für die Steuererhebung dar-

stellt, wenn sie nach den zwingenden handelsrechtlichen Vorschriften ordnungsgemäss 

zustande gekommen ist (StRK I, 30. Mai 2001, 1 ST.2001.32, E. 2a = StE 2002 B 72.12 

Nr. 6, mit Hinweisen). Steuerrechtliche Korrekturvorschriften vorbehalten müssen sich 

die steuerpflichtige Gesellschaft und die selbständig erwerbstätige Person nach diesem 

Prinzip grundsätzlich bei der sich aus ihren ordnungsgemäss geführten Büchern erge-

benden  Darstellung  des  Jahresergebnisses  behaften  lassen  (BGr,  17. August  2020, 

2C_576/2020, E. 2; BGr, 19. Dezember 2014, 2C_1218/2013, E. 3, je mit Hinweisen, 

auch zum Folgenden).  

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d) aa) Bei ihrer Ersterfassung müssen Aktiven gemäss Handelsrecht höchstens 

zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet werden (Art. 960a Abs. 1 OR). 

In der Folgebewertung dürfen Aktiven mit Börsenkurs oder beobachtbarem Marktpreis 

in einem aktiven Markt zum Kurs oder Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet werden, 

auch wenn dieser über den Nenn- oder Anschaffungswert liegt (Art. 960b Abs. 1 OR). 

Sonstige Aktiven dürfen in der Folgebewertung nicht höher bewertet werden als zu den 

Anschaffungs- und Herstellungskosten (Art. 960a Abs. 2 OR).  

bb)  Wertberichtigungen  sind  handelsrechtlich  nicht  planmässige,  einmalige 

Vorgänge  bzw.  ungeplante  Ereignisse,  die  zu  einem  Minderwert  von  Aktiven  führen 

(BGr, 16. Juli 2018, 2C_330/2017, E. 2.2; Haag/Neuhaus, in: Basler Kommentar, Obli-

gationenrecht  II,  6.  A.,  2024,  Art.  960a  N  21  ff.  OR,  auch  zum  Folgenden;  Reich/Zü-

ger/Betschart in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 

direkte Bundessteuer, 4. A., 2022, Art. 28 N 42 DBG). Sie sind zulasten der Erfolgsrech-

nung  der  dazugehörigen  Bilanzposition  zuzuordnen.  Zusätzliche  Angaben  im  Anhang 

ergeben sich aus den Offenlegungsvorschriften, wonach Angaben, Aufschlüsselungen 

und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und Erfolgsrechnung (Art. 959c Abs. 1 Ziff. 

2 OR) und Erläuterungen zu ausserordentlichen, einmaligen oder periodenfremden Po-

sitionen in der Erfolgsrechnung (Art. 959c Abs. 2 Ziff. 12 OR) verlangt werden. Wertbe-

richtigungen sind so zu bemessen, dass der Restbuchwert eines Vermögenswerts den 

erzielbaren Wert nicht übersteigt.  

cc) Im Unterschied zum Handelsrecht wird im Steuerrecht unter Abschreibung 

in der Regel eine endgültige Wertverminderung verstanden. Ob sie handelsrechtlich als 

Abschreibung  oder  Wertberichtigung  taxiert  wird,  spielt  steuerlich  keine  Rolle  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Rohner, Art. 28 N 3 ff. DBG und § 27 N 23 StG i.V.m. § 64 N 71 ff. 

StG, mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Abschreibungen haben steuerlich dauern-

den, definitiven Charakter, d.h. sie können nur von der steuerpflichtigen Person selber – 

durch eine Aufwertung – "wieder eingebracht" werden. Eine Korrektur durch die Steuer-

behörde in einer späteren Steuerperiode ist grundsätzlich unzulässig. Wenn die vorge-

nommenen (handelsrechtlichen) Wertberichtigungen  hingegen keinen definitiven  Cha-

rakter  aufweisen,  qualifizieren  sie  steuerlich  als  Rückstellungen  gemäss  Art. 29  DBG 

und § 27 Abs. 2 lit. b StG. Bei solchen Wertberichtigungen bleibt die Aktivposition unver-

ändert; es wird lediglich eine entsprechende Passivposition gebildet (z.B. Delkredere). 

Sie sind immer provisorischer Natur und können in jeder Steuerperiode neu überprüft 

werden.  Bei  Abschreibungen  oder  Wertberichtigungen  auf  qualifizierten  Beteiligungen 

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im  Geschäftsvermögen  bei  juristischen  Personen  ist  eine  spätere  Überprüfung  und 

eventuelle Korrektur immer möglich (vgl. Art. 62 Abs. 4 DBG und § 64 Abs. 1 Ziff. 5 StG; 

Guler/Manz, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 

direkte  Bundessteuer,  4.  A.,  2022,  Art.  62  N  30  DBG).  Insoweit  wird  das  Prinzip  der 

Massgeblichkeit  der  Handelsbilanz  durchbrochen  und  herrscht  ein  steuerrechtlicher 

"Aufwertungszwang" (BGr, 19. September 2024, 9C_4/2024, E. 2.1).  

e) Nach Art. 28 Abs. 1 DBG und § 27 Abs. 2 lit. a StG (natürliche Personen) 

resp. Art. 62 Abs. 1 DBG und § 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. b StG (juristische Personen)  sind 

Abschreibungen nur zulässig, soweit sie buchmässig oder, bei vereinfachter Buchfüh-

rung nach Art. 957 Abs. 2 OR (nur bei natürlichen Personen), in besonderen Abschrei-

bungstabellen ausgewiesen sind (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Art. 28 N 5 DBG und 

§ 27 N 25 StG). Diese Voraussetzung ergibt sich aus dem Grundsatz der Massgeblich-

keit der Handelsbilanz, indem die steuerliche Gewinnermittlung auf die ordnungsgemäss 

geführte Buchhaltung abstellt (Reich/Züger/Betschart, Art. 28 N 8 und 13 DBG, mit Hin-

weisen, auch zum Folgenden). Zusätzlich zur handelsrechtlichen Erfassung besteht in 

steuerrechtlicher Hinsicht sowohl bei juristischen Personen sowie auch bei selbständiger 

Erwerbstätigkeit aber das gesetzliche Erfordernis der geschäftsmässigen Begründetheit. 

Es bringt korrigierend zum Handelsrecht zum Ausdruck, dass nicht jede handelsrechtlich 

verbuchte Abschreibung steuerrechtlich Anerkennung findet. Das Handelsrecht lässt Ab-

schreibungen in einem den tatsächlichen Wertverlust übersteigenden Ausmass und da-

mit die Bildung von (willkürlichen) stillen Reserven ausdrücklich zu (vgl. Art. 960a Abs. 4 

OR). Die von derjenigen des Handelsrechts abweichende Zielsetzung des Steuerrechts 

bedingt in diesem Bereich eine Einschränkung der handelsrechtlichen Bewertungsfrei-

heit. Aus steuerrechtlicher Sicht erweist sich eine Abschreibung grundsätzlich nur dann 

als geschäftsmässig begründet, wenn sie der bis zum Bilanzstichtag eingetretenen Ent-

wertung entspricht. Eine Abschreibung ist geschäftsmässig nicht begründet, wenn der 

Steuerpflichtige zu rasch, d.h. konstant mit zu hohen Sätzen, abschreibt oder kein Ab-

schreibungsbedarf mehr besteht, weil mit keinem Wertverlust mehr zu rechnen ist. Auf 

Tatsachen, die sich erst nach dem Bilanzstichtag ergeben haben, darf nur insoweit ab-

gestellt werden, als sie Rückschlüsse auf die tatsächlichen Verhältnisse am Bilanzstich-

tag zulassen.  

f) Hinsichtlich der Beweislast im Steuerrecht gilt, dass der Nachweis für steuer-

begründende Tatsachen der Steuerbehörde und der Beweis für steuermindernde Tatsa-

chen  grundsätzlich  dem  Steuerpflichtigen  obliegt;  er  hat  steuermindernde  Tatsachen 

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nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (BGE 140 II 248 E. 3.5, mit weiteren 

Hinweisen).  Macht  die  steuerpflichtige  Person  im  Steuerverfahren  geltend,  eine  Ab-

schreibung  oder  Wertberichtigung  sei  sachlich  geboten,  ist  sie  dafür  beweispflichtig 

(BGr, 18. September 2013, 2C_309/2013, E. 2.4.3 = StE 2013 B 72.14.2 Nr. 42).  

3. a) Eine Sacheinlage liegt vor, wenn bei Gründung einer Aktiengesellschaft 

die Liberierungsschuld der Beteiligungsinhaber durch Übertragung von Sachen oder an-

deren  Vermögenswerten  getilgt  wird  (StRG,  23.  Februar  2023,  1  DB.2022.63/1 

ST.2022.83, E. 2b, auch zum Folgenden). Im Schweizer Recht ist die Gründung durch 

Sacheinlagen besonders geregelt. Eine Sacheinlage weist im Vergleich mit einer Bar-

einlage das erhöhte Risiko auf, dass das den Gläubigern als Haftsubstrat dienende Ak-

tienkapital von Anfang an nicht vollständig existiert oder aber ausgehöhlt wird. Das Ob-

ligationenrecht  sieht  daher  verschiedene  Sicherheitsmassnahmen  vor,  namentlich 

bestimmte Formvorschriften (vgl. Art. 631, 634 OR), einen Gründungsbericht (Art. 635 

OR), eine Prüfungsbestätigung durch einen zugelassenen Revisor (Art. 635a OR) sowie 

Publizität in den Statuten (Art. 628 OR; mittlerweile aufgehoben) und im Handelsregister 

(Art. 45 Abs. 2 der Handelsregisterverordnung vom 17. Oktober 2007; Franz Schenker, 

in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. A., 2016, Art. 628 N 1 ff. OR). Nötigenfalls 

schreitet gar das Handelsregisteramt ein und verweigert die Eintragung, wenn die Wert-

haltigkeit der Sacheinlage fraglich erscheint (BGE 132 III 668 E. 3; Peter Böckli, Schwei-

zer Aktienrecht, 5. A., 2022, § 1 N 154). Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit von Sach-

einlagen enthält Art. 753 OR zudem eine spezielle Vorschrift bezüglich der Haftung der 

Gründer (Art. 755 OR für die an der Gründung mitwirkende Revisionsgesellschaft).  

b) In der Neufassung von Art. 634 Abs. 1 OR (in Kraft seit 1. Januar 2023) ist 

nunmehr sogar genau umschrieben, unter welchen Voraussetzungen Gegenstände als 

Sacheinlage in Frage kommen. Bei der Neufassung handelt es sich bloss um ein redak-

tionelles Nachführen der bereits vorher geltenden Kriterien (Schenker/Meyer, in: Basler 

Kommentar, Obligationenrecht II, 6. A., 2024, Art. 634 N 3 ff. OR; Hans Caspar Von der 

Crone, Aktienrecht, 2. A., 2020, Rz. 225, je auch zum Folgenden), denn die Sacheinla-

gefähigkeit war bereits zuvor begrifflich deckungsgleich mit der rechnungslegungsrecht-

lichen Bestimmung in Art. 959 Abs. 2 OR (Tobias Hüttche, in: Rechnungslegung nach 

Obligationenrecht,  veb.ch  Praxiskommentar,  2. A.,  2019,  Art.  960a  N  16 OR).  Bereits 

nach altem Aktienrecht konnten dabei namentlich Marken- und Designrechte als sach-

einlagefähig  eingestuft  werden,  wenn  die  diesbezüglichen  Anforderungskriterien 

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kumulativ  erfüllt  waren.  Die Einhaltung der formellen  Anforderungen  für Sacheinlagen 

begründet eine widerlegbare natürliche Vermutung zugunsten der Erfüllung der Liberie-

rungspflicht. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Prüfung durch den zugelassenen Revi-

sor (Art. 635a OR; Von der Crone, Rz. 242, auch zum Folgenden). Das Sacheinlagever-

fahren  schafft  damit  den  notwendigen  Ausgleich  zum  praktisch  kaum  vermeidbaren 

Interessenskonflikt,  in  dem  sich  die  Gründer  beim  Entscheid  über  eine  Erfüllung  der 

Liberierungsverpflichtung durch Sacheinlage befinden. Mit der Prüfung durch eine un-

abhängige, einer staatlichen Aufsicht unterstellte Person wird das Sacheinlageverfahren 

extern abgestützt. Das formell korrekte Vorgehen begründet damit die Vermutung der 

materiellen  Richtigkeit,  d.h.  der  vollumfänglichen  Erfüllung  der  Einlageverpflichtung 

(Liberierungsvermutung). Die Aktienzeichner können sich genauso auf diese Vermutung 

berufen, wie die Gründer im Allgemeinen. 

c)  Auch  wenn Marken- und Designrechte grundsätzlich  aktivierungsfähig und 

damit auch als sacheinlagenfähig qualifiziert werden können, kann namentlich deren Be-

wertung zu Problemen führen (Lukas Müller, Die Sacheinlagefähigkeit von immateriel-

lem Anlagevermögen und Goodwill im Lichte der internationalen Rechnungslegung, Ge-

sKR 2008, S. 50 ff., auch zum Folgenden). Dies insbesondere dann, wenn die besagte 

Marke originär erschaffen und nicht derivativ erworben wurde. Originär geschaffene Mar-

ken dürfen dabei gemäss OR höchstens zu den historischen Herstellungskosten aktiviert 

werden (Art. 960a Abs. 1 OR). Wird die Sacheinlage als derivativer Erwerb qualifiziert, 

so ist die Marke zum tatsächlichen Wert aktivierbar und damit sacheinlagefähig. Ein de-

rivativer Erwerb wäre allerdings schwierig zu bejahen, sofern z.B. der einzige Aktionär 

eine selbstgeschaffene Marke in seine eigene AG einbringen will. Er müsste in so einem 

Falle  mit  betriebswirtschaftlichen  Bewertungsmethoden  objektiviert  nachweisen,  dass 

die Marke einen künftigen Nutzen bringt. Eine bestimmte Bewertungsmethode ist dabei 

nicht vorgegeben. Marken können grundsätzlich handelsrechtlich in ihrem Wert berich-

tigt werden. Ob sie auch planmässig über eine bestimmte Nutzungsdauer abgeschrie-

ben werden können, ist hingegen strittig (Guler/Manz, Art. 62 N 11 ff. DBG, mit Verweis 

auf Schreiber/Diefenbacher, Abschreibung von Markenrechten – Kein Anlass für geän-

derte steuerliche Praxis, StR 2020, S. 346 ff.).  

d) aa) Die überbewertete Sachanlage ist handelsrechtlich verboten; sie führt zur 

Bilanzierung fiktiver Aktiven (Reto Heuberger, Die verdeckte Gewinnausschüttung aus 

Sicht  des  Aktienrechts  und  des  Gewinnsteuerrechts,  2001,  S.  281  ff.,  mit  Hinweisen, 

auch zum Folgenden). Sie kann auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. 

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Die Überbewertung muss aber von der gegründeten Gesellschaft nicht einfach hinge-

nommen werden. Beachtlich ist, dass zeichnende Aktionäre sich anlässlich der Grün-

dung gemäss Art. 630 Abs. 2 OR rechtlich verpflichten, eine (mindestens) dem Ausga-

bebetrag  der  Aktie  entsprechende  Einlage  zu  leisten  (Deckungsprinzip;  Daniel 

Häusermann, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 6. A., 2024, Art. 624 N 1 OR, 

auch zum Folgenden). Im Umfang der Zeichnung ist der Aktionär Liberierungsschuldner 

– seine einzige gesellschaftsrechtliche Verpflichtung (vgl. Art. 680 Abs. 1 OR). Wird der 

gezeichnete Betrag von diesem im Folgenden nicht vollständig geleistet, liegt eine sog. 

verbotene  (verdeckte)  Unterpariemission  vor.  Verstösst  ein  Errichtungsakt  gegen  das 

Verbot der Unterpariemission, so gebietet es die Ratio von Art. 624 OR, dass der Errich-

tungsakt gültig bleibt, wobei jedoch die Einlageverpflichtung in Höhe des Nennwerts wei-

ter  besteht  (lediglich  das  Einlagengeschäft  ist  nach  herkömmlicher  Meinung  nichtig; 

Häusermann, Art. 624 N 12 OR; Schenker/Meyer, Art. 634 N 19 f. OR.; Heuberger, S. 21 

ff.,  je  mit  Hinweisen,  auch  zum  Folgenden).  Der  Zeichner  ist  daher  zur  Nachleistung 

verpflichtet und es muss nicht der gesamte Gründungsvorgang rückabgewickelt werden 

(zu den Details der Nachleistung vgl. Schenker/Meyer, Art. 634 N 20 OR).  

bb) Steuerrechtlich ist bei einer handelsrechtlich verbotenen Unterpariemission 

auf der Stufe der Gesellschaft eine Bilanzberichtigung vorzunehmen. Der Buchwert ist 

erfolgsneutral auf den handelsrechtlich zulässigen Höchstwert herabzusetzen. Im Um-

fang des fiktiven Aktivums sind keine Abschreibungen als geschäftsmässig begründet 

anerkannt. Steuerrechtlich wird die Unterpariemission auf Stufe der Gesellschaft behan-

delt,  wie  wenn  die  Gesellschaft  im  Rahmen  einer  verdeckten  Gewinnausschüttung  in 

den  Besitz  eines  Nonvaleurs  gelangt  (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Art. 62  N 5a 

DBG, mit Hinweisen). 

cc) Auch auf der Ebene des Aktionärs/Gesellschafters kommt in solchen Fällen 

de facto die allgemeine Rechtsprechung zur Anwendung, wenn eine Gesellschaft vom 

Aktionär einen Nonvaleur zum überhöhten Preis übernimmt; d.h. die Differenz zwischen 

wirklichem Wert der Sacheinlage und dem höheren Nennwert der dafür ausgegebenen 

Aktien wird als geldwerte Leistung der Gesellschaft an den Anteilsinhaber angesehen 

(Heuberger, S. 282, mit Verweis auf Ernst Känzig, Die Sacheinlage im Aktien- und Steu-

errecht,  SAG  38  (1966),  S.  165,  je  auch  zum  Folgenden;  vgl.  auch  BGr,  27.  Novem-

ber 2020, 2C_536/2020, allerdings betreffend Kapitalerhöhung im Sanierungsfall durch 

Verrechnungsliberierung).  Das  Gesagte  ist  auf  den  ersten  Blick  nicht  ohne  Weiteres 

nachvollziehbar,  weil  die Gesellschaft  im  Gründungsstadium  im  Zeitpunkt  der  Einlage 

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der überbewerteten Sacheinlage in die Gesellschaft keine Leistung an den Anteilsinha-

ber  erbringt,  sodass  auch  keine  verdeckte  Gewinnausschüttung  vorliegen  kann.  Ge-

wisse Stimmen stehen deshalb einer Besteuerung auf der Stufe des Aktionärs kritisch 

gegenüber, selbst wenn auf der Ebene der Gesellschaft eine Wertberichtigung ohne wei-

tere Konsequenzen für den Gründungsaktionär erfolgt (Heuberger, S. 283 f.). Die Ein-

kommensbesteuerung auf Stufe des Aktionärs gemäss Rechtsprechung lässt sich den-

noch rechtfertigen, denn bei der Unterpariemission werden den Aktionären nämlich nicht 

bereits erzielte, sondern erst noch zu erzielende Gesellschaftsgewinne gutgeschrieben. 

Um zu verhindern, dass diese noch zu erzielenden Gewinne später steuerneutral an die 

Aktionäre zurückfliessen können, wird die Ausgabe von Aktien unter dem Nennwert des-

halb  steuerlich  gleichbehandelt  wie  die  Nennwerterhöhung  von  Aktien  aus  Gesell-

schaftsmitteln  (Vorwegnahme  einer  Gratisliberierung).  Die  unliebsamen  steuerlichen 

Folgen  einer  Ausgabe  von  Aktien  unter  dem  Nennwert  können  abgewendet  werden, 

wenn die Aktionäre ihrer Liberierungspflicht noch nachkommen; z.B. durch Wertberich-

tigung der Sacheinlage unter gleichzeitigem Zuschuss von Kapital. Verzichtet die Ge-

sellschaft hingegen durch ihr Handeln auf die Einlage oder einen Ersatzanspruch, ist die 

Besteuerung  vorzunehmen  (RB  1982  Nr. 73;  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Art. 58 

N 182  DBG  und  §  64  N  229  StG;  Cagianut/Höhn,  Unternehmungssteuerrecht,  3. A., 

1993, § 12 Rz. 73). Wenn die Aktien zum Geschäftsvermögen des Aktionärs gehören, 

ist die Beteiligung von den Steuerbehörden von Beginn an zu ihrem niedrigen wirklichen 

Wert in der Steuerbilanz anzusetzen. Insoweit ist demgemäss die Vornahme einer Bi-

lanzberichtigung angezeigt.  

4. a) aa) Der nachfolgend steuerlich zu beurteilende Sachverhalt ist unbestrit-

ten. Der Pflichtige ist mit seiner Einzelfirma seit … 2015 im Handelsregister eingetragen 

(er war bereits zuvor im In- und Ausland selbständig erwerbstätig). Soweit für das vor-

liegende Verfahren von Belang bezweckt die Einzelfirma des Pflichtigen namentlich das 

Design von […]. Einerseits entwarf er […] für bekannte Drittmarken (ob diese Tätigkeit 

auch über  die Einzelfirma abgewickelt  wurde  oder  nicht,  lässt  sich  nicht lückenlos  er-

gründen) und andererseits begann er ab 2014, Designs für seine Eigenmarke "I" zu ent-

werfen.  Die  Verantwortung  betreffend  Fertigung  und  der  Vertrieb  […]  wurde  an  die 

M GmbH (am … 2024 infolge Liquidation aus dem Handelsregister gelöscht) ausgela-

gert, die exklusive Lizenznehmerin der Marke und der Designs war und der Einzelfirma 

dafür Lizenzgebühren zu entrichten hatte. Die M GmbH erwirtschaftete 2014 - 2019 zwar 

respektable Umsätze zwischen ca. Fr. 400'000.- (2018) und ca. Fr. 2.2 Mio. (2015), war 

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im besagten Zeitraum insgesamt allerdings nicht profitabel. Die netto aggregierten Ver-

luste  beliefen  sich  auf  ca.  Fr. 100'000.-).  Die  Geschäftsjahre  2015  und  2018  konnten 

aber mit Gewinn abgeschlossen werden. 

bb)  Im  Bestreben,  sein  Geschäft  durch  die  Herstellung  und  den  Vertrieb  der 

Eigenmarke  zu revitalisieren und zu  skalieren,  begab  sich  der  Pflichtige ab  dem  Jahr 

2018  auf  die  Suche  nach  externen  Kapitalgebern,  welche  die  angestrebte  Expansion 

seiner Marke resp. seines Geschäfts finanzieren sollten. Zur Verwirklichung dieses Vor-

habens  wurde  vom  Pflichtigen  ein konkreter  Business  Plan  ausgearbeitet.  Dieser  sah 

vor, die zusätzlichen externen Mittel primär für Marketingzwecke zu verwenden, um ent-

sprechend den Absatz steigern zu können und gleichzeitig unabhängiger von den Zulie-

ferern zu werden ([…]). Zur Verwirklichung dieses Plans war dabei ein Drittinvestment 

von ca. Fr. 1 Mio. veranschlagt. Die Investition sollte dabei über eine zu gründende ju-

ristische Person abgewickelt werden, woran der Investor im Gegenzug zu 65% beteiligt 

werden sollte.  

cc) Der Pflichtige fand zumindest einen potenziellen Investor für sein Vorhaben. 

Konkret stand er seit 2019 in Verhandlungen mit der L Ltd aus K. Die Verhandlungen 

waren im Sommer 2019 so weit fortgeschritten, dass er sich wie im Business Plan an-

gedacht  an  die  Gründung  der  für  die  Investition  vorgesehenen  Gesellschaft  machte. 

Konkret  gründete  er  am  …  2019  (Datum  der  Handelsregistereintragung  …  2019)  die 

J AG mit einem Aktienkapital von Fr. 750'000.- (1'000 Namenaktien zu je Fr. 750.-; voll-

ständig liberiert). Die Gründung erfolgte nicht mittels Barliberierung, sondern vollumfäng-

lich mittels Sacheinlage. Als Gegenleistung für die liberierten Aktien brachte er gemäss 

Gründungsbericht die Markenrechte seiner Marke "I" (Eingetragen beim Eidg. Institut für 

Geistiges Eigentum unter der Nr. …) im Wert und Preis von Fr. 500'000.- sowie die ur-

heberrechtlich geschützten  Designrechte betreffend  […]produkte  gemäss  Inventarliste 

im Wert und zum Preis von Fr. 250'000.- in die J AG ein. Die Bewertung der Marken-

rechte basierte  gemäss Gründungsbericht  auf  dem  Free Cash  Flow  ab 2018  gemäss 

Business Plan und die Bewertung der Designrechte auf Erfahrungswerten von bisheri-

gen  Designverkäufen  des  Pflichtigen.  Mit  der  Übertragung  der  Immaterialgüter  wurde 

die  J AG  ermächtigt,  die  hinterlegten  Designs  und die  Marke  alleine  zu  benutzen  und 

insbesondere entsprechende Produkte herzustellen, anzubieten, und in den Verkehr zu 

bringen. Kurz zuvor wurde per … 2019 der Lizenzvertrag mit der bisherigen exklusiven 

Lizenznehmerin (der M GmbH)  gekündigt.  Der Gründungsbericht  vom  …  2019  wurde 

von  der  N Treuhand  AG  hinsichtlich  den  gesetzlichen  Vorschriften  gemäss  Art. 777c 

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Abs. 2 Ziff. 3 OR i.V.m. Art. 635a OR (recte bloss Art. 635a OR; bei der J AG handelt es 

sich um eine AG und nicht eine GmbH) geprüft. Der Prüfer O, zugelassener Revisions-

experte,  gelangte  zum  Schluss,  dass  der  Gründungsbericht  der  J AG  in  Übereinstim-

mung mit Art. 777c Abs. 2 Ziff. 3 i.V.m. 635 OR (recte bloss Art. 635 OR) vollständig und 

richtig sei.  

dd) Trotz der weit fortgeschrittenen Verhandlungen scheiterte die angestrebte 

Drittinvestition der L Ltd letztendlich gegen Ende des dritten Quartals 2019. Der poten-

zielle Investor zog sich gemäss Angabe des Pflichtigen aus dem angedachten Geschäft 

zurück. Die J AG erhielt lediglich eine Kostenentschädigung über ca. Fr. 10'000.- erstat-

tet. Die J AG nahm ihre bezweckte operative Tätigkeit dennoch auf bzw. setzte diese 

fort,  wenn  auch  mit  geringeren  finanziellen  Möglichkeiten.  Insbesondere  konnte  nicht 

derart viele Mittel für Marketing alloziert werden, wie dies im Business Plan vorgesehen 

war.  Sie  schloss  ihr  Geschäftsjahr  2019  (endend  am  31.  Dezember  2019)  mit  einem 

operativen Verlust ab (nachfolgend E. 5c/aa). 

b) aa) Diese Ereignisse fanden auch Eingang in die Steuerdeklaration 2019 der 

Pflichtigen. Am 17. Februar 2021 liessen sie durch ihre neue Vertreterin eine rektifizierte 

Steuererklärung  2019  samt  Beilagen  einreichen  (auf  die  ursprünglich  am  2.  Okto-

ber 2020  eingereichte  Steuererklärung  ist mangels  Relevanz für  das  vorliegende  Ver-

fahren nicht weiter einzugehen). Die Beteiligung an der J AG wurde neu als Geschäfts-

vermögen  des  Pflichtigen  zum  Vermögenssteuerwert  von  Fr.  1.-  deklariert  (anstatt 

ursprünglich Fr. 635'000.-). Die J AG-Beteiligung wurde auch in seinem Anlagevermö-

gen in der Jahresrechnung 2019 erstmals aufgeführt. Sie wurde zunächst zum Wert von 

Fr. 750'000.- aktiviert, aber dann noch vor Jahresende um Fr. 749'999.- auf Fr. 1.- auf-

wandswirksam  abgeschrieben.  Der  Pflichtige  neutralisierte  damit  den  ertragsseitig  mit 

Fr. 749'999.- verbuchten, originär erwirtschafteten "Aufwertungserfolg" (ausserordentli-

chen Erfolg), welchen er zuvor durch Einbringung der Immaterialgüter realisierte.  

bb) Nach identischem Muster ging auch die J AG selbst vor. In ihrer Eröffnungs-

bilanz aktivierte sie die vom Pflichtigen anlässlich der Gründung eingebrachten immate-

riellen Anlagen erfolgsneutral über die beiden Konten "Markenrechte" und "Modell- und 

Designrechte" mit Fr. 500'000.- resp. Fr. 250'000.-, nur um diese dann noch vor Jahres-

ende um total Fr. 749'998.- aufwandswirksam abzuschreiben bzw. im Wert zu berichti-

gen. In der Schlussbilanz des Jahres 2019 waren die  beiden Immaterialgüter  demge-

mäss nur noch je mit Fr. 1.- bilanziert.  

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c) aa) Mit Veranlagungsverfügung vom 19. Juli 2022 veranlagte das kantonale 

Steueramt die Pflichtigen betreffend die direkte Bundessteuer 2019 mit einem steuerba-

ren  Einkommen  von  Fr.  929'000.-  (satzbestimmend  Fr.  964'500.-).  Mit  dem  ebenfalls 

am  19. Juli  2022  ergangenen  Einschätzungsentscheid  Staats-  und  Gemeindesteuern 

2019 setzte es das steuerbare Einkommen der Pflichtigen auf Fr. 285'500.- (satzbestim-

mend Fr. 961'400.-) und das steuerbare Vermögen auf Fr. 653'000.- (satzbestimmend 

Fr. 1'983'000.-)  fest.  Das  kantonale  Steueramt  zeigte  sich  dabei  namentlich  in  zwei 

Punkten mit der rektifizierten Steuerdeklaration der Pflichtigen nicht einverstanden. Es 

stellte sich auf den Standpunkt, dass der Wert der Sacheinlage und damit im Endeffekt 

der Wert der J AG-Beteiligung anlässlich der Gründung von einer unabhängigen Revisi-

onsstelle geprüft worden sei. Folglich dürfe nicht einfach davon ausgegangen werden, 

dass bei der Gründung ein Nonvaleur in die J AG eingebracht worden sei. Aufgrund der 

Werthaltigkeit der Sacheinlage müsse für die geschäftsmässige Begründetheit einer Ab-

schreibung in der Steuerperiode 2019 folglich von den Pflichtigen ein Ereignis nachge-

wiesen werden, welches die Vornahme einer Wertberichtigung im Zeitraum nach Grün-

dung und vor Jahresende (… - 31. Dezember 2019) rechtfertige. Ein solches Ereignis 

sei  aber  nicht  ersichtlich.  Die  vom  Pflichtigen  vorgenommene  aufwandswirksame  Ab-

schreibung auf der Beteiligung der J AG wurde deshalb vom kantonalen Steueramt man-

gels geschäftsmässiger Begründetheit nicht akzeptiert und entsprechend die Einkünfte 

aus selbständigem Haupterwerb des Pflichtigen anstatt der deklarierten Fr. 260'178.- mit 

Fr.  1'010'177.-  berücksichtigt  (Aufrechnung  Fr. 749'999.-).  Eine  gleiche  Aufrechnung 

über Fr. 749'999.- tätigte das kantonale Steueramt sodann auch hinsichtlich des steuer-

baren Vermögens der Pflichtigen durch Korrektur der Geschäftsaktiven des Pflichtigen. 

Anlässlich der internationalen und interkantonalen Steuerausscheidung schied es wie in 

den Vorjahren 70% des Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Pflichtigen 

sowie 70% von dessen Geschäftsaktiven nach F aus (unbestritten).  

bb) An dieser Auffassung hielt das kantonale Steueramt im Grundsatz auch in 

den  abweisenden  Einspracheentscheiden  vom  25.  März  2024  sowie  in  seiner  Be-

schwerde-  und  Rekursantwort  vom  29.  Mai  2024  fest.  Ergänzend  bzw.  spezifizierend 

hielt es namentlich fest, dass es die Pflichtigen im Einspracheverfahren mit Auflage vom 

20. Oktober 2022 resp. Mahnung vom 8. Februar 2023 aufgefordert habe, den Nachweis 

zu erbringen, dass die Wertreduktion der Beteiligung nach der Einbringung, d.h. im Zeit-

raum … - 31. Dezember 2019, eingetreten sei. Diesen Nachweis hätten die Pflichtigen 

nicht erbracht. Das kantonale Steueramt betonte sodann noch einmal, dass es sich bei 

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der  Aufwertung  und  Einbringung  der  Immaterialgüterrechte  um  eine  steuersystemati-

sche Realisation gemäss § 18 Abs 2 StG und nicht um einen Umstrukturierungstatbe-

stand gehandelt habe. Aus Sicht der J AG sei deshalb nicht von originär geschaffenem 

Goodwill,  sondern  von  derivativem  Erwerb  auszugehen,  der  grundsätzlich  aktivierbar 

sei. Weiter sei es dem Steueramt nicht möglich, den kausalen Zusammenhang zwischen 

dem Abspringen des Investors und dem Wertzerfall der Beteiligung zu überprüfen. Ein 

entsprechender Nachweis der Pflichtigen sei auch nicht erbracht worden. Etwaige Er-

eignisse nach Ende 2019 seien dabei nicht zu berücksichtigen. Zuletzt macht das kan-

tonale  Steueramt  in  der  Beschwerde-  und  Rekursantwort  überdies  geltend,  dass  das 

Verhalten der Pflichtigen gegen Treu und Glauben verstosse (Art. 5 Abs. 3 BV). Es sei 

treuwidrig, wenn sie nunmehr im Steuerverfahren den eingebrachten Immaterialgütern 

die Sacheinlagefähigkeit absprechen würden. Wenn sich die Pflichtigen just auf einen 

selbst  herbeigeführten  Gründungsmangel  resp.  die  Nichtigkeit  der  Gründung  berufen 

würden, um die nicht mitberücksichtigten steuerlichen Konsequenzen dieses Vorgehens 

zu verhindern, stelle dies ein nicht schutzwürdiges rechtsmissbräuchliches Verhalten dar 

(das kantonale Steueramt brachte in der Beschwerde- und Rekursantwort weitere, nicht 

rechtserhebliche bzw. von den Pflichtigen widerlegte Argumente vor, worauf nicht weiter 

einzugehen  ist;  z.B.  betreffend  geschäftliche  Abgrenzung zwischen  der  J AG  und  der 

Einzelfirma etc.). 

d) aa) Die Pflichtigen machen soweit rechtserheblich in ihrer Hauptbegründung 

hingegen geltend, dass die vom Pflichtigen selbsterschaffenen immateriellen Werte nicht 

zu Marktkonditionen in die J AG eingebracht worden seien bzw. gar nicht als Sacheinla-

gen hätten eingebracht werden dürfen. Obwohl der Wirtschaftsprüfer die Werthaltigkeit 

in seinem Prüfungsbericht unbestrittenermassen bestätigt habe, sei die Sacheinlage be-

reits im Zeitpunkt der Einbringung als nicht werthaltig zu beurteilen gewesen. Der Revi-

sor habe sein Werturteil vom Einstieg eines Investors abhängig gemacht, was sich dann 

nicht verwirklicht habe. Die eingebrachten Immaterialgüter seien vorliegend nicht zuver-

lässig schätzbar und damit auch nicht aktivierbar gewesen. Da die Sacheinlage geset-

zeswidrig trotzdem vorgenommen worden sei, müsse nun buchhalterisch und steuerlich 

eine Wertkorrektur der eingebrachten immateriellen Werte in den Büchern der J AG und 

korrespondierend deren Beteiligung in den Büchern des Pflichtigen zwingend erfolgen. 

bb) Die Pflichtigen machen in ihrer Alternativbegründung weiter geltend, dass 

die Wertberichtigung auch bei ursprünglicher Werthaltigkeit der Sacheinlage angezeigt 

gewesen  wäre.  Nachdem  der  potenzielle  Investor  abgesprungen  sei  und  keine 

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alternative Finanzierungslösung des angestrebten Wachstums in Sicht gewesen seien, 

sei  die  Verwirklichung  des  Business  Plans  höchst  unrealistisch  geworden.  Dem  Vor-

sichtsprinzip Rechnung tragend (Art. 960 Abs. 3 OR) habe deshalb eine Abschreibung 

auf jeden Fall bereits im Jahr 2019 vorgenommen werden müssen. Die Wertberichtigung 

erweise  sich  damit  als  handelsrechtlich  zwingend  und  damit  auch  als  steuerlich  ge-

schäftsmässig begründet.  

cc) Es sei einerlei, so die Pflichtigen zusammenfassend, ob die Werthaltigkeit 

der immateriellen Werte schon anfänglich nicht gegeben gewesen oder erst infolge des 

definitiven Verhandlungsabbruchs mit dem potenziellen Investor Ende des Jahres 2019 

eingetreten sei. Beides führe zum gleichen Ergebnis: Entweder sei kein Aufwertungsge-

winn  entstanden  oder  dieser  werde  mit  der  Beteiligungsabschreibung  neutralisiert.  In 

beiden Fällen sei die Werthaltigkeit der J AG-Beteiligung per relevantem Abschlussda-

tum Ende 2019 nicht gegeben. 

5. a) Nach dem Gesagten ist zunächst unbestritten, dass der Pflichtige anläss-

lich der Gründung sämtliche J AG-Aktien mit Nennwert von total Fr. 750'000.- zugeteilt 

erhielt, die im Rektifikat korrekterweise als Geschäftsvermögen qualifiziert wurden. Die 

Sacheinlage  ist  sodann  ein  entgeltliches  Veräusserungsgeschäft  (unter  Nahestehen-

den).  Damit  liegt  ein  die  Besteuerung  von  Kapitalgewinn  auslösender  Realisationsakt 

über Fr. 750'000.- vor (Art. 18 Abs. 2 DBG sowie § 18 Abs. 2 StG). Der verbuchte aus-

serordentliche Aufwertungserfolg trat in temporaler Hinsicht zu Recht in der Steuerperi-

ode  2019  ein.  Strittig  ist  somit  nur  noch,  ob  die  Beteiligung  vor  Jahresende  zu  Recht 

über Fr. 749'999.- aufwandswirksam im Wert berichtigt wurde. Handelsrechtlich handelt 

es sich dabei um eine Wertberichtigung, d.h. eine nicht planmässige, einmalige Wert-

korrektur  in den Geschäftsaktiven  des  Pflichtigen  (E.  2d/bb).  Sie  qualifiziert  steuerlich 

als  endgültige  Wertverminderung  und  damit  als  Abschreibung  gemäss  Art.  28  Abs. 1 

DBG und § 27 Abs. 2 lit. a StG, deren Rechtmässigkeit es im Folgenden zu überprüfen 

gilt.  

b) aa) Zur Klärung der Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang eine 

Wertberichtigung der J AG-Beteiligung im Geschäftsvermögen des Pflichtigen vorzuneh-

men war, ist gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts der Buchwert gemäss Eröff-

nungsbilanz (Fr. 750'000.-) mit dem massgebenden Verkehrswert per Ende 2019 zu ver-

gleichen (BGr, 27. November 2020, 2C_536/2020, E. 3.2 f., mit Hinweisen, auch zum 

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Folgenden;  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Art.  28  N  7b  DBG).  Der  Verkehrswert  ist 

dabei anhand der allgemeinen Bewertungsregeln von Beteiligungen zu ermitteln (reine 

Ertragswertmethode einschliesslich DCF-Methode, reine Substanzwertmethode, Mittel-

wert-  oder  Praktikermethode).  Die  Frage  des  steuerlichen  Verkehrswerts  der  J AG-

Beteiligung lässt sich damit nicht gleichsetzen mit der Frage nach der Werthaltigkeit der 

zur Liberierung verwendeten Immaterialgüter. Dass die Bewertung der Immaterialgüter 

und die Bewertung der Beteiligung in einer Wechselwirkung zueinanderstehen, lässt sich 

systembedingt aber auch nicht vollends abstreiten.  

bb) Namentlich die im erwähnten Entscheid vom 27. November 2020 zitierten 

Urteile  (BGr,  7.  April  2020,  2C_1057/2018,  E.  4;  BGr,  30.  Juni  2014,  2C_1168/2013, 

E. 3.5) lassen keine Zweifel offen, dass das Bundesgericht in diesem Zusammenhang 

auf die einschlägigen Regeln zur Ermittlung des Vermögenssteuerwerts gemäss Weg-

leitung zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer (Kreis-

schreiben Nr. 28 vom 28. August 2008, nachfolgend KS 28, zuletzt aktualisiert per Ende 

2022) Bezug nimmt (so auch BGr, 18. Februar 2025, 9C_485/2024). Ob der handels-

rechtlich nach kaufmännischen Grundsätzen gemäss Art. 960 Abs. 3 OR i.V.m. Art. 960a 

Abs. 1 und 3 OR ermittelte gebotene Wertberichtigungsbedarf in der Bilanz des Pflichti-

gen auch steuerlich nach Massgabe von Art.  28 Abs. 1 DBG resp. § 27 Abs. 1 und 2 

lit. a StG als notwendig resp. geschäftsmässig begründet anzusehen ist, ist deshalb mit 

Hilfe des KS 28 zu ermitteln.  

c) Das KS 28 bezweckt für die Vermögenssteuer eine in der Schweiz einheitli-

che Bewertung von inländischen und ausländischen Wertpapieren, die an keiner Börse 

gehandelt  werden.  Es  dient  der  Steuerharmonisierung  zwischen  den  Kantonen  (BGr, 

12. Juni 2009, 2C_800/2008; KS 28 Rz. 1). Das KS 28 gilt nach ständiger Praxis des 

Bundesgerichts  als  zuverlässige  Methode  zur  Bestimmung  des  Verkehrswerts,  weil 

darin die Überlegungen, die für die Preisbildung bei nicht kotierten Aktien im Allgemeinen 

massgebend  sind,  zum  Ausdruck  kommen  (vgl.  BGr,  7. April  2020,  2C_1057/2018, 

E. 4.2, mit zahlreichen Verweisen). Das schliesst nicht aus, dass aufgrund besserer Er-

kenntnisse oder mit Rücksicht auf die Besonderheiten des Einzelfalles vom Kreisschrei-

ben  Abstand  genommen  und  eine  andere  Bewertungsmethode  herangezogen  wird 

(BGr,  18. September  2013,  2C_309/2013,  E.  3.6).  So  ist  beispielsweise  im  Fall  einer 

zeitnahen Transaktion unter Dritten nicht auf das KS 28 abzustellen (BGr, 26. Novem-

ber 2020, 2C_132/2020, E. 5.6.5 und 8.1.3; kommentiert von Greter/Dietschi, ASA 89, 

742).  

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d) Das KS 28 hält ‒ soweit hier relevant ‒ zunächst in Rz. 32 fest, dass neuge-

gründete  Handels-,  Industrie-  und  Dienstleistungsgesellschaften  in  der  Regel  für  das 

Gründungsjahr und die Zeit der Aufbauphase nach dem Substanzwert zu bewerten sind. 

Die  erst Mitte 2019  gegründete  J AG  ist  demgemäss  per  Ende  2019  augenscheinlich 

nach der Substanzwertmethode zu bewerten. Dies erscheint unter den gegebenen Um-

ständen als sachgerecht, lässt sich kurz nach der Gründung der Ertragswert einer Ge-

sellschaft gewöhnlich erst schwer abschätzen. Namentlich die reine Ertragswert- und die 

Praktikermethode (gewichtete Berücksichtigung des Ertrags- und Substanzwerts) erwei-

sen sich damit als ungeeignet, resp. die Praktikermethode käme vorliegend  zum glei-

chen  Ergebnis  wie  die  Substanzwertmethode,  da  die  J AG  im  diesbezüglich  massge-

benden  Beobachtungszeitraum  durchgehend  operative  Verluste  erwirtschaftete  (vgl. 

dazu auch StRG, 9. November 2021, 1 DB.2021.53/1 ST.2021.71, E. 1b/bb/aaa; bestä-

tigt  mit  VGr,  15.  November  2023,  SB.2021.00144  sowie  BGr,  19. September 2024, 

9C_4/2024).  

e)  aa)  Grundlage  für  die  Bestimmung  des  (steuerlich  massgebenden)  Sub-

stanzwertes eines Unternehmens ist die Jahresrechnung (KS 28 Rz. 11 ff., auch zum 

Folgenden), womit auch insoweit das Massgeblichkeitsprinzip zur Anwendung gelangt 

(E. 2c). Aktiven und Passiven sind vollständig und grundsätzlich zum Nennwert zu er-

fassen. In ihrer Bilanz 2019 weist die J AG auf der Aktivseite ein Umlaufvermögen von 

ca. Fr. 90'000.- und ein Anlagevermögen von Fr. 2.- aus. Auf der Passivseite finden sich 

ein kurzfristiges Fremdkapital über ca. Fr. 144'000.- (inkl. eines Aktionärskontokorrents 

von ca. Fr. 110'000.-), das Aktienkapital über Fr. 750'000.- sowie ein Jahresverlust über 

ca. Fr. 804'000.-. Der Jahresverlust setzt sich zusammen aus der vorgenommenen Ab-

schreibung der Immaterialgüter über Fr. 749'998.- und einem operativen Verlust von ca. 

Fr. 54'000.- (E. 4b/bb). Die J AG weist damit handelsrechtlich ein negatives Eigenkapital 

von ca. Fr. 54'000.- aus und ist bloss deshalb nicht überschuldet, weil der Pflichtige im 

Betrag  seiner  Kontokorrentforderung  (Fr. 110'000.-)  seinen  Rangrücktritt  erklärte.  Der 

Substanzwert der J AG gemäss KS 28 beläuft sich für die Pflichtigen demgemäss auf 

einen "Pro Memoria Franken". Ohne Berücksichtigung der Wertberichtigung beliefe die-

ser sich auf Fr. 696'000.-.  

bb) Für die Bestimmung des Substanzwerts der J AG-Beteiligung stellt sich da-

mit  primär  die  Vorfrage,  ob  diesbezüglich  auf  deren  Jahresrechnung  2019  abgestellt 

werden  muss  oder  ob  namentlich  die 

vorgenommene  handelsrechtliche 

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Wertberichtigung über ca. Fr. 750'000.- rechnungslegungsrechtlich nach den zwingen-

den Regeln des Handelsrechts zulässig war. Ist die Wertberichtigung handelsrechtlich 

nicht haltbar, ist sie auch für die Bewertung nach Substanzwertmethode nicht zu berück-

sichtigen (E. 2c). Die von den Pflichtigen in ihrer Haupt- und Alternativbegründung vor-

getragenen Argumente (E. 4d) sind dabei separat zu prüfen, wobei sie antragsgemäss 

zu veranlagen und einzuschätzen wären, wenn sie mit einer ihrer Argumentationslinien 

durchdringen sollten. Erweisen sich ihre Einwände als unbegründet, stellt sich die Frage, 

ob aufgrund der übrigen Aktiven und Passiven gemäss Bewertung mittels Substanzwert-

methode dennoch bis zu einem gewissen Grad Wertberichtigungsbedarf vorhanden ist, 

da der Substanzwert mit Fr. 696'000.- dennoch unter dem ursprünglichen Buchwert der 

J AG-Beteiligung liegt.  

6. a) Hinsichtlich der Frage der ursprünglichen Werthaltigkeit der als Sachein-

lage  in  die  J AG  eingebrachten  Immaterialgüter  resp.  der  buchhalterischen  Ersterfas-

sung ist zunächst beachtlich, dass diese vom Pflichtigen ohne dazugehörigen Betrieb 

übertragen wurden. Dieser Schritt beinhaltete unstrittig ein erhöhtes Risikopotential, war 

ein solches Vorgehen nach altem Recht – bis April 1993 – gar gänzlich verboten (Pascal 

Hinny, Die steuerrechtliche Behandlung der Marke im Konzern [einschliesslich Steuer-

planung], 2000, S. 103). Die Einbringung der Marken- und Designrechte im vorliegenden 

Fall war damit mit Bezug auf die Werthaltigkeit der Einlage problematisch. Die Einbrin-

gung der auf der Ebene der selbständigen Erwerbstätigkeit originär geschaffenen Imma-

terialgüter kann entgegen der Auffassung des kantonalen Steueramts nur teilweise mit 

einem (gewöhnlichen) derivativen Erwerb mittels Kaufgeschäft unter Dritten verglichen 

werden. Die Pflichtigen halten zu Recht fest, dass der objektive Wert solcher auf diese 

Weise geschaffener Immaterialgüter vorab nicht unmittelbar am Markt effektiv bestätigt 

wurde. 

b) aa) Das Gesagte bedeutet indessen nicht, dass Immaterialgüter in solchen 

Fällen zu vollends willkürlichen Werten in eine Gesellschaft eingebracht werden können. 

Eine Bestätigung der Werthaltigkeit erfolgt mittelbar, indem das Gesetz Mechanismen 

vorsieht, die darauf ausgelegt sind, den objektiven Wert der Sacheinlage sicherzustellen. 

Es kann nicht einfach darüber hinweggesehen werden, dass de facto vom Revisor und 

vom  Handelsregisteramt  externe  Bestätigungen  darüber  vorliegen,  dass  der  Sachein-

lage  ein nach betriebswirtschaftlichen  Bewertungsmethoden  ermittelter  Wert von min-

destens Fr. 750'000.- zukam (E. 3c). Diesen Bewertungen kommt erhöhtes Gewicht zu 

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(StRG,  23. Februar  2023,  1  DB.2022.63  /  1  ST.2022.83,  E.  2b,  bestätigt  mit  VGr, 

18. Juli 2023, SB.2023.00036, E. 2.6), worauf sich auch das kantonale Steueramt unter 

Vorbehalt des Gegenbeweises verlassen darf (Liberierungsvermutung). Dieser Umstand 

spricht stark gegen die Hauptbegründung der Pflichtigen (E. 4d/aa). Die von ihnen nun-

mehr  behauptete  vollständige  ursprüngliche  Wertlosigkeit  erscheint  aufgrund  der  er-

wähnten Kontrollmechanismen vielmehr unwahrscheinlich, denn dann wäre spätestens 

vom Handelsregisteramt die Eintragung augenscheinlich verweigert worden. Wieso die 

Marke und die Designs gänzlich wertlos sein sollen, obwohl sie unstrittig zuvor bereits 

während mehrerer Jahre mehr oder minder erfolgreich in Gebrauch waren und Umsätze 

generierten, ist überdies auch rein objektiv betrachtet schwer nachvollziehbar.  

bb)  Die  Pflichtigen  scheitern  weiter  daran,  den  Gegenbeweis  hinsichtlich  der 

Liberierungsvermutung auch nur ansatzweise im rechtsgenüglichen Umfang zu erbrin-

gen.  Namentlich  wird  dies  nicht  vom  Schreiben  des  Revisors  vom  21. Februar  2023 

bestätigt. Der Revisor spezifiziert lediglich, anhand welcher Kriterien und Annahmen er 

sein Prüfungszeugnis ausstellte. Konkret bestätigte er noch einmal, dass er die Bewer-

tung der Markenrechte im Gründungsbericht basierend auf dem Free Cash Flow Ansatz 

(= betriebswirtschaftliche Bewertungsmethode) im Zeitpunkt der Vornahme der Prüfung 

als  werthaltig  qualifizierte  (E.  4a/cc).  Eine  objektive  Bestätigung  der  behaupteten  ur-

sprünglichen vollständigen Wertlosigkeit der Immaterialgüter lässt sich daraus nicht ab-

leiten. Der Revisor räumt auch nicht ein, dass er die Werthaltigkeit gemäss  den zwin-

genden  gesellschafts-  oder  revisionsrechtlichen  Vorgaben  anhand  einer  anderen 

Methode  hätte  prüfen  müssen.  Zu  den  Designrechten,  die  mit  Fr.  250'000.-  bewertet 

wurden (E. 4a/cc), äussert sich das Schreiben weiter nicht, was als Indiz für deren Wert-

haltigkeit zu deuten ist. Ein alternatives Gutachten liegt weiter nicht vor und die Einho-

lung eines solchen wurde auch nicht beantragt. Starkes Indiz gegen die ursprüngliche 

Wertlosigkeit  der  eingebrachten Immaterialgüter ist  überdies  das  diesbezüglich wider-

sprüchliche Vorgehen des Pflichtigen resp. der J AG. Widersprüchlich ist, dass die ur-

sprüngliche Wertlosigkeit der Immaterialgüter vom Pflichtigen lediglich auf steuerrechtli-

cher Ebene propagiert wird. In gesellschaftsrechtlicher Hinsicht hingegen traf er in seiner 

Rolle als Aktionär resp. Verwaltungsrat der J AG allem Anschein nach zu keinem Zeit-

punkt irgendwelche Anstalten, nach der Entdeckung der angeblichen Unterpariemission 

sich rechtlich dagegen zur Wehr zu setzen. Dies obwohl ihm dazu nach Entdeckung eine 

ganze  Reihe  von  rechtlichen  Mitteln  zur  Verfügung  gestanden  wären  (eventuell  auch 

gegen den Revisor, vorne E. 3a sowie nachfolgend E. 6c). Diese Untätigkeit spricht stark 

dafür,  dass  die  nunmehr  vorgebrachte  Begründung  der  Pflichtigen  als  reine 

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Schutzbehauptung zu taxieren ist. Dass der Pflichtige im Jahr 2024 die Marke "I" aus 

der Konkursmasse für Fr. 40.- günstig zurückkaufen konnte, ändert nichts am Gesagten. 

Dies lässt keinen Rückschluss auf den massgeblichen ursprünglichen Wert bei der Grün-

dung zu.  

c) Insgesamt gelingt den Pflichtigen damit der Beweis nicht, dass es sich bei 

der  Sacheinlagengründung  in  Verletzung  von  Art.  960a  Abs.  1  OR  um  eine  Unterpa-

riemission handelte, die handelsrechtlich auf der Ebene der Gesellschaft zwingend mit-

tels Vornahme einer Bilanzberichtigung zu korrigieren gewesen wäre (E. 3d/bb). 

d) Mit ihrer Hauptbegründung sehen die Pflichtigen überdies einfach über die 

Tatsache hinweg, dass selbst die behauptete fehlende Aktivierungs- und Sacheinlage-

fähigkeit der Immaterialgüter grundsätzlich nichts daran ändert, dass die Gründung der 

J AG rechtsgültig erfolgt wäre (E. 3d/aa). Diese wäre entgegen der Auffassung des kan-

tonalen Steueramts (E. 4c/bb) nicht nichtig bzw. müsste nicht gesamthaft rückabgewi-

ckelt werden. Demgemäss bestünde bis heute auch die Pflicht des Pflichtigen, die J AG 

durch Sacheinlage oder gegebenenfalls anderweitig mit einer Einlage von gesamthaft 

mindestens Fr. 750'000.- auszustatten. Die Liberierungspflicht wäre nur im Umfang des 

tatsächlichen Werts der Einlage tatsächlich untergegangen (Heuberger, S. 29). Die ver-

bleibende  Liberierungspflicht  bei  festgestellter  Unterpariemission  hätte  die  J AG 

gegenüber dem Pflichtigen durchsetzen müssen. Konkret hätte der Pflichtige "das Spiel 

der AG spielend" in seiner Organfunktion bei der J AG sicherstellen müssen, dass die 

Liberierungspflicht vollständig erfüllt wird, wozu der Pflichtige privat mit seinem übrigen 

Privat- oder Geschäftsvermögen gemäss vermögenssteuerlicher Deklaration wohl auch 

in der Lage gewesen wäre. Werden hingegen die Immaterialgüter aufgrund anfänglicher 

Wertlosigkeit einfach definitiv abgeschrieben und wird zudem auf die Einforderung eines 

Ersatzanspruchs vom Gründungsaktionär verzichtet, so ist dies auf der Ebene des An-

teilsinhabers  entsprechend  wie  eine  verdeckte  Gewinnausschüttung  zu  besteuern 

(E. 3d/cc,  auch  zum  Folgenden).  Die  Hauptargumentation  der  Pflichtigen  der  bereits 

ursprünglichen  vollständigen  Wertlosigkeit  hätte  demgemäss  zur  Folge,  dass  die  Ab-

schreibung  der  J AG-Beteiligung  zwar  zulässig  wäre,  weil  sie  auch  handelsrechtlich 

auf der Ebene der J AG geboten wäre (E. 4d/bb). Dem Pflichtigen wäre aber im Gegen-

zug die Differenz wiederum einkommensseitig aufzurechnen, wohl aber nach dem Teil-

besteuerungsverfahren gemäss Art. 18b Abs 1 DBG und § 18b Abs. 1 StG zu besteuern. 

Vermögensseitig würde die Besteuerung leicht tiefer ausfallen, da diesbezüglich die Ge-

schäftsaktiven zum niedrigen wirklichen Wert von Amtes wegen bilanzberichtigend zu 

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berücksichtigen wären (VGr, 29. April 2020, SB.2019.00119, E. 5.3). Ob die Werthaltig-

keit der Immaterialgüter schon anfänglich oder erst nachträglich nicht (mehr) gegeben 

war,  spielt  demgemäss  entgegen  der  Auffassung  der  Pflichtigen  steuerlich  sehr  wohl 

eine Rolle (E. 4d/cc). 

7. a) Die Wertberichtigung wäre nach dem Gesagten höchstens dann als recht-

mässig zu betrachten, wenn es handelsrechtlich in der Folgebewertung nach Massgabe 

von Art. 960 Abs. 3 OR geboten gewesen wäre, aufgrund des geltenden Vorsichtsprin-

zips eine Wertberichtigung per Ende 2019 vorzunehmen. Wie das kantonale Steueramt 

in der Auflage vom 20. Oktober 2022 resp. der Mahnung vom 8. Februar 2023 deshalb 

zutreffend festhielt, haben die diesbezüglich beweisbelasteten Pflichtigen den Nachweis 

zu erbringen, dass die im Rahmen der Sacheinlage in die J AG eingebrachten Marken- 

und  Designrechte  im  Zeitraum  nach  der  Gründung  bis  zum  Jahresende  (…  2019  - 

31. Dezember 2019) entsprechend an Wert verloren haben. 

b) Die Pflichtigen begründen die Vornahme der Wertberichtigung in ihrer Alter-

nativbegründung mit dem Abspringen von L Ltd als potenziellen Investor (E. 4d/bb). Un-

bestritten ist in diesem Zusammenhang, dass der Pflichtige mit der L Ltd aus K als mög-

licher  Investor  in  Kontakt  stand  und  die  Investitionsgespräche  zu  einem  gewissen 

Zeitpunkt derart weit fortgeschritten waren, dass zumindest über den Abschluss eines 

Vorvertrags (Letter of Intent) diskutiert wurde. Ob die L Ltd effektiv bereit gewesen wäre, 

die  gemäss  Business  Plan  für  das  prognostizierte  Wachstum  erforderliche  Gesamt-

summe von ca. Fr. 1 Mio. zu investieren, wird von den Pflichtigen nirgends offengelegt. 

Ansonsten ist über die L Ltd wenig bekannt. Es ist aber nicht ersichtlich und wird auch 

nicht geltend gemacht, dass es sich bei der L Ltd um einen branchenspezifischen Inves-

tor gehandelt hätte, wovon die J AG über das blosse monetäre Investment hinaus noch 

weiter hätte profitieren können (z.B. durch Erlangung branchenspezifischen Wissens be-

treffend Herstellung, Vermarktung und/oder dem Vertrieb von […] oder Synergieeffekte). 

Folglich ist auch nicht ersichtlich, dass es der J AG aufgrund spezieller Eigenschaften 

der L Ltd rein objektiv unmöglich gewesen wäre, einen gleichwertigen alternativen Kapi-

talgeber zur Verwirklichung ihres Business Plans zu finden, was von den Pflichtigen auch 

nicht behauptet wird.  

c) aa) Unbestritten ist, dass unter Umständen die negativen Entwicklungen von 

rechtlichen  oder  unternehmerischen  Rahmenbedingungen  den  Wert  eines  Aktivums 

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wesentlich  beeinflussen  können  (Müller/Henry/Barmettler,  in:  Rechnungslegung  nach 

Obligationenrecht, veb.ch Praxiskommentar, 2. A., 2019, Art. 960 N 33 ff. OR; auch zum 

Folgenden). Daraus abzuleiten, dass jegliche geschäftlichen Vorkommnisse sich sofort 

auf den Wert der Aktiven niederschlagen, wäre jedoch verwegen. So auch im vorliegen-

den Fall. Zunächst lassen die weit fortgeschrittenen Investitionsverhandlungen zwischen 

dem Pflichtigen und der L Ltd den Schluss zu, dass der Marke "I" und seinen Designs 

nach  objektiven  Gesichtspunkten  durchaus  ein gewisses  Gewinnpotential  zukam,  an-

sonsten sich für das vom Pflichtigen angedachte Vorhaben wohl nicht einmal irgendwel-

che potenziellen Investoren hätten finden lassen. Die Pflichtigen behaupten zwar, eine 

alternative Finanzierungslösung sei nicht in Sicht gewesen (E. 4d/cc), bleiben diesbe-

züglich  indessen  jeglichen  Nachweis  schuldig.  Bei  dieser  Ausgangslage  kann  folglich 

angenommen werden, dass sich nach dem Abspringen von L Ltd auch ein alternativer 

Investor für das Vorhaben hätte finden lassen. Diese grundsätzliche Austauschbarkeit 

des  potenziellen  Investors  hat  wiederum  zur  Folge,  dass  dessen  unvorhergesehenes 

Abspringen nicht kausal für einen möglichen Wertverlust der Marken- und Designrechte 

verantwortlich gemacht werden kann. Zu Recht vertritt das kantonale Steueramt die Mei-

nung, dass den Pflichtigen der entsprechende Nachweis der Kausalität nicht gelingt. Ein 

allfälliges Investment von L Ltd hätte unter diesen Umständen zwar gegebenenfalls bei 

entsprechendem  Erfolg den  Wert  der  Immaterialgüter  bei  der  seit  2019 auch operativ 

tätigen J AG zusätzlich steigern können. Hingegen ist dessen Abspringen nach der all-

gemeinen Erfahrung allein nicht geeignet, deren Wert ohne weitere nachgewiesene aus-

sergewöhnliche Vorkommnisse innerhalb von lediglich ca. sechs Monaten derart schnell 

zu verringern. Ausnahmen zum Gesagten wären etwa denkbar, wenn es sich konkret 

bei der L Ltd z.B. um einen bekannten Hersteller, eine Vertriebsorganisation für den Zwi-

schen-  oder  Einzelhandel  oder  um  ein  (Einzelhandel-)Fachgeschäft  gehandelt  hätte 

oder die L Ltd publikumswirksam als sog. Ankerinvestor (bekannter Investor mit nam-

hafter Beteiligung, die geeignet ist, weitere Investoren anzuziehen) in Erscheinung ge-

treten wäre. In solchen Fällen kann eine publikumswirksame Investition oder aber der 

Abbruch von entsprechenden Investitionsverhandlungen auch das Image und damit den 

Wert der geschäftseigenen Marken und Designs rasch positiv oder negativ beeinflussen. 

Dies deshalb, weil die Attribute, die mit dem (potenziellen) Investor assoziiert werden, 

auch auf die eigenen Marken und Designs übertragen werden. Ein solcher Effekt ist je-

doch im gegebenen Fall nicht zu erkennen oder gar nachgewiesen. Das Abspringen des 

Investors stellt in der vorliegenden Konstellation keine hinreichende Verschlechterung 

der unternehmerischen Rahmenbedingungen dar, die eine Wertberichtigung im vorge-

nommenen  Umfang  rechtfertigen  liesse.  Auch  die  2019  erwirtschafteten  operativen 

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Verluste  und  auch  die  (behaupteten)  düsteren  Aussichten  schlagen  sich  gewöhnlich 

nicht  unmittelbar  und  in  solch  grossem  Ausmass  auf  den  Wert  von  Immaterialgütern 

durch, zumal gerade im Gründungsstadium Verluste nicht ungewöhnlich sind. Die finan-

zielle  Lage  allein  dürfte  zwar  die  Gesamtbewertung  der  J AG  z.B.  nach  der  DCF-

Methode beeinträchtigt haben, nicht hingegen die vorliegend strittige Bewertung der Im-

materialgüter selbst. Diese beiden Bewertungen dürfen nicht miteinander gleichgesetzt 

werden.  

bb) Somit stellt sich nur noch die Frage, ob andere interne und externe Faktoren 

ersichtlich sind, welche die behauptete zwischenzeitlich eingetretene Wertlosigkeit der 

Immaterialgüter rechtfertigen würden. Solche sind dabei bei näherer Betrachtung nicht 

ersichtlich, geschweige denn belegt. Zunächst ist nicht ersichtlich, dass externe Fakto-

ren  wie  z.B.  Reputationsschäden  (schlechter  Service,  Qualitätsprobleme,  persönliche 

Verfehlungen wie Plagiatsvorwürfe etc. des Pflichtigen, die negativ auf seine Marke und 

seine Designs zurückfallen usw.) den Wert der Immaterialgüter nachträglich geschädigt 

hätten. Aus den Geschäftszahlen des Jahres 2019 (und auch 2020) ergibt sich ebenfalls 

nichts Auffälliges. Immerhin konnte die J AG im zweiten Halbjahr 2019 […] im Gesamt-

wert von ca. Fr. 50'000.- verkaufen (ca. Fr. 265'000.- im Geschäftsjahr 2020), ohne im 

grösseren Umfang Skonti und Rabatte gewähren zu müssen (ca. Fr. 300.- im Jahr 2019 

und Fr. 3'400.- im Jahr 2020). Der (ungefähr mit Faktor 2 auf das Jahr hochgerechnete) 

Umsatz liegt zwar lediglich bei ca. einem Drittel zum Vergleich der Prognose im Business 

Plan, denn prognostiziert wurde im ersten Jahr ein Turnover von Fr. 305'000.- bei einem 

Marketingbudget  von  ca.  Fr. 150'000.-.  Ein 

Interesse  an  den  vertriebenen 

"I"-Produkten war damit vorhanden, was zumindest im vorliegenden Beobachtungszeit-

raum für die Werthaltigkeit der Marken und Designrechte spricht. Dies auch wenn deren 

Potential auf "Stand-Alone Basis" bis jetzt von der M GmbH oder der J AG gesamthaft 

noch nicht gewinnbringend skaliert werden konnte (E. 4a/aa). Dies allein rechtfertigt in-

dessen die Vornahme einer derart aggressiven Wertberichtigung der seit 2014 geschaf-

fenen  Immaterialgüter  keinesfalls.  Vielmehr  scheint  die  Abschreibung  allgemein  nicht 

effektiv nach anerkannten kaufmännischen Grundsätzen vorgenommen worden zu sein, 

wie dies das Rechnungslegungsrecht stipuliert (Art. 960a Abs. 3 OR). Trotz Aufforderung 

von Seiten des kantonalen Steueramts zur Einreichung eines substanziierten Nachwei-

ses  zu den vorgenommenen  Wertberichtigungen,  ist auch  kein entsprechender  Beleg 

(z.B. ein allenfalls vorgenommener Werthaltigkeitstest) eingereicht oder zum Beweis of-

feriert  worden.  Es  ist  auch  nicht  ersichtlich  und wurde  von  den  Pflichtigen  auch  nicht 

geltend gemacht, dass per Ende 2019 bereits klar war, dass der operative Betrieb im 

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Jahr 2021 de facto wieder eingestellt werden würde (vgl. die diesbezüglichen Geschäfts-

zahlen im Jahr 2021.  

8. Der Haupt- und Alternativbegründung der Pflichtigen kann demnach insge-

samt nicht beigepflichtet werden. Die bereits mehrfach bestätigte Sacheinlagefähigkeit 

und die ursprüngliche Werthaltigkeit der eingebrachten Immaterialgüter gemäss Erstbe-

wertung ist auch vom Steuerrekursgericht als gegeben anzusehen. Die Pflichtigen konn-

ten weiter den Nachweis der Kausalität zwischen dem Abspringen des Investors (L Ltd) 

und dem Wertzerfall der Immaterialgüter im Zeitraum … - 31. Dezember 2019 nicht er-

bringen. Die Entwertung im behaupteten Umfang bis zum Bilanzstichtag ist damit von 

ihnen nicht nachgewiesen worden.  

9. a) Handelsrechtlich lässt sich demgemäss die vorgenommene Wertberichti-

gung über Fr. 749'998.- bei der J AG insgesamt nicht rechtfertigen. In steuerlicher Hin-

sicht ist ihr folglich ebenfalls die geschäftsmässige Begründetheit abzusprechen (E. 2e). 

Dies  wiederum  hat  Auswirkungen  auf  die  strittige  Bewertung  der  J AG-Beteiligung  im 

Geschäftsvermögen des Pflichtigen gemäss Substanzwertmethode (E. 5e). Dort sind die 

Immaterialgüter dabei zum Wert von Fr. 750'000.- zu berücksichtigen, da der Nachweis 

von notwendigen Abschreibungen fehlt (KS 28 Rz. 26). Die übrigen Aktiven und Passi-

ven  sind  sodann  als  vollumfänglich  werthaltig  anzusehen  und  dementsprechend  zum 

Nennwert zu berücksichtigen (KS 28 Rz. 28). Dies gilt namentlich hinsichtlich der Kon-

tokorrentforderung des Pflichtigen gegenüber der  J AG über ca. Fr. 110'000.-, obwohl 

dieser  diesbezüglich  eine  Rangrücktrittserklärung  abgab.  Es  kann  angenommen  wer-

den, dass er diese nur aufgrund der vorgenommenen Wertberichtigung abgab und bei 

Nichtvorliegen einer Überschuldung eine solche nicht abgegeben hätte. Eine bloss par-

tielle  Berücksichtigung  dieses  Passivums  bei  der  Substanzwertberechnung  erscheint 

deshalb nicht angezeigt.   

b)  Aufgrund  des operativen  Verlusts  der  J AG  pro  2019  über ca.  Fr. 54'000.- 

beläuft  sich  deren  Substanz-  und  steuerlicher  Verkehrswert  per  Ende  2019  auf 

Fr. 696'000.-.  Dieser  Wert  ist  tiefer  als  die  ursprünglichen  Gestehungskosten  von 

Fr. 750'000.-, mit welchen die J AG-Beteiligung in der Buchhaltung der Einzelfirma des 

Pflichtigen ursprünglich aktiviert wurde. Eine Abschreibung gemäss Art. 28 Abs. 1 DBG 

und  § 27  Abs.  2  lit.  a  StG  über  Fr.  54'000.-  erscheint  folglich  als  geschäftsmässig 

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begründet (E. 5b). Dementsprechend ist bei der direkten Bundessteuer 2019 sowie bei 

den Staats- und Gemeindesteuern 2019 das (satzbestimmende) steuerbare Einkommen 

um je Fr. 54'000.- zu reduzieren. Im gleichen Umfang sind auch die Geschäftsaktiven im 

steuerbaren  Vermögen der  Pflichtigen  zu  reduzieren (nur  Staats-  und Gemeindesteu-

ern). Einer Wertberichtigung der J AG-Beteiligung in grösserem Umfang ist hingegen die 

geschäftsmässige Begründetheit abzusprechen.  

c) Diese Anpassungen bedingen die Vornahme einer neuen korrigierten Steu-

erausscheidung für die direkte Bundessteuer sowie auch betreffend die Staats- und Ge-

meindesteuern.  Bei teilweiser Gutheissung  der  Beschwerde  sind  die  Pflichtigen  damit 

mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 875'100.- (satzbestimmend Fr. 910'500.-) zu 

veranlagen. Ebenfalls teilweise gutzuheissen ist der Rekurs, wo die Pflichtigen neu mit 

einem steuerbaren Einkommen von Fr. 269'300.- (satzbestimmend Fr. 907'400.-) sowie 

einem steuerbaren Vermögen von Fr. 637'000.- (satzbestimmend Fr. 1'929'000.-) einzu-

schätzen sind.  

10. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den beinahe vollständig 

unterliegenden Pflichtigen aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

Ihnen sind dabei die Kosten je zur Hälfte aufzuerlegen, unter solidarischer Haftung eines 

jeden für den gesamten Betrag. Dass sich namentlich die Pflichtige im vorliegenden Ver-

fahren nicht vernehmen liess, ist hinsichtlich der Kosten unerheblich. Sie gilt ebenfalls 

als unterliegende Partei, da sie sich durch Stillschweigen den Anträgen des Pflichtigen 

anschloss (vgl. Verfügung vom 18. April 2024). Den Pflichtigen ist sodann keine Partei-

entschädigung zuzusprechen (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 - 3 des Bundes-

gesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember 1968  sowie  §  152  StG 

i.V.m.  §  17  Abs.  2  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  vom  24.  Mai  1959/8. 

Juni 1997). 

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1 ST.2024.103 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die 

direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2019, mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 875'100.- (satzbestimmend Fr. 910'500.-) veranlagt (Tarif gemäss Art. 36 Abs. 2 

DBG; Verheiratetentarif). 

2.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrenten werden für die Staats- und 

Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2019,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 269'300.- (satzbestimmend Fr. 907'400.-) und einem steuerbaren Vermögen von 

Fr. 637'000.-  (satzbestimmend  Fr. 1'929'000.-)  eingeschätzt  (Tarif  gemäss  § 35 

Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif). 

[…] 

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