# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f987414b-0db7-56b9-8e3b-b8238ad8b8ab
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.06.2023 725 2022 328 / 144 (725 22 328 / 144)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2022-328---144_2023-06-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. Juni 2023 (725 22 328 / 144) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Hinsetzen auf eine Matraze aus dem Stand mit einem Kind auf den Armen; Unfall mangels 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors verneint. Zweifel an der Beweistauglichkeit einer 

versicherungsinternen Einschätzung, ob der erlittene Meniskusschaden vorwiegend auf 

degenerative Ursachen zurückzuführen ist. Rückweisung zur ergänzenden verwaltungs-

externen Begutachtung.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Banchu Madörin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Visana Versicherungen AG, Rechtsdienst, Weltpoststrasse 19, 
3000 Bern 16, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1984 geborene A.____ war seit dem 1. Februar 2016 bei B.____ angestellt und in 
dieser Eigenschaft bei der Visana Versicherungen AG (Visana) obligatorisch gegen die Folgen 
von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 26. Mai 2021 ging bei der Visana eine Baga-
tellunfallmeldung ein, wonach sich der Versicherte mit seinem Sohn auf den Armen auf der Bett-
matratze aus dem Stand hingesetzt habe, ohne sich dabei mit den Armen abzustützen. Dabei sei 

 
 
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sein linkes Knie unglücklich belastet und verdreht worden. Mit Verfügung vom 4. Januar 2022 
teilte die Visana dem Versicherten mit, dass sie keine Leistungen erbringen werde, da weder ein 
Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorlägen. Eine hiergegen erhobene Einspra-
che wies die Visana unter Hinweis auf eine von ihr veranlasste versicherungsinterne Einschät-
zung von Dr. med. C.____, FMH orthopädische Chirurgie, vom 1. September 2022 mit Ein-
spracheentscheid vom 15. November 2022 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 1. Dezember 2022 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), 
und beantragte, der Einspracheentscheid vom 15. November 2022 sei aufzuheben und die Vi-
sana sei zur Leistungsübernahme zu verpflichten. Weiter sei der Schaden gemäss Art. 6 Abs. 2 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 zu übernehmen. 
Eventualiter sei eine versicherungsexterne Begutachtung bzw. ein Gerichtsgutachten anzuord-
nen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. März 2023 schloss die Visana auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann 
gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungs-
gericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren 
Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde vom 1. Dezember 2022 ist demnach einzutreten.  
 
2.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an 
die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt. Er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 
V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentra-

 
 
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gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Par-
teien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ablei-
ten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 
117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
2.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im Beschwerdefall − das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt es 
sodann auch dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs 
erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen 
Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund 
dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlich-
keit erstellt − die blosse Möglichkeit genügt nicht −, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was 
sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b mit Hinweis; 
Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2 und vom 20. Februar 
2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
 
2.3 Was den Unfallbeweis im Speziellen betrifft, sind die einzelnen Umstände des Unfallge-
schehens von den Leistungsansprechenden glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung eines 
Unfallereignisses müssen über das konkrete Geschehen genaue und möglichst detaillierte An-
gaben gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die 
Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (Urteil des 
EVG vom 25. November 2004, U 209/04, vom 15. September 2004, U 234/04 und vom 19. Mai 
2004, U 236/03). Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Unfall-
hergang ist auf die Beweismaxime abzustellen, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen 
der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, 
die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder an-
derer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit 
wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, deshalb meist ein 
grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers 
(BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1). 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Zu prüfen ist demnach in erster 
Linie, ob der Beschwerdeführer am 9. Mai 2021 einen Unfall im Rechtssinn gemäss Art. 4 ATSG 
erlitten hat. Ein Unfall im Sinne dieser Bestimmung ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi-
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem versi-

 
 
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cherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, In-
tegritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 142 
V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2). Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristi-
kum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituieren-
den – inneren Ursache. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im je-
weiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet (BGE 134 V 76). Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen 
(BGE 134 V 72 E. 4.1; 129 V 402 E. 2.1; 122 V 233 E. 1; 121 V 35 E. 1a, je mit Hinweisen). Nach 
der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wir-
kung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der 
Ungewöhnlichkeit ist deshalb, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete 
Folgen nach sich gezogen hat. Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normal-
mass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkun-
gen alleine begründen demnach keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1).  
 
3.2 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtspre-
chung in einer unkoordinierten Bewegung bestehen (BGE 130 V 117 E. 2 mit Hinweis auf RKUV 
2000 Nr. U 368 S. 100). Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis 
der äusseren Einwirkung dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 
V 117 E. 2.1). Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die versicherte Person stolpert, aus-
gleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 
reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht. Wenn solche Umstände den 
normalen Bewegungsablauf stören, handelt es sich um eine unkoordinierte Bewegung (Urteil des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abtei-
lungen] vom 7. Oktober 2003, U322/02, E. 4.1). Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird 
dabei nicht zwingend vorausgesetzt. Wo sich eine Schädigung auf das Körperinnere beschränkt 
und sie erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheiten, namentlich von degenerati-
ven Veränderungen eines Körperteils innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufs 
auftreten kann, muss die unkoordinierte Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung 
indessen unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein; denn ein Unfallereignis 
manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren 
Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (BGE 134 V 
80 E. 4.3.2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2011, 8C_693/2010, E. 5). 
 
4. Der Angelegenheit liegen folgende Akten von Relevanz zu Grunde:  
 
4.1 Am 26. Mai 2021 ging bei der Visana eine Bagatellunfallmeldung ein, wonach sich der 
Versicherte am 9. Mai 2021 infolge «ungünstiger Belastung» eine Verletzung am linken Knie zu-
gezogen habe. Der Versicherte habe sich unmittelbar vor dem Ereignis stehend auf einer Bett-
matratze befunden und habe sich hinsetzen wollen, während er sein Kind in seinen Armen ge-
halten habe. 
 

 
 
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4.2 In seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2021 schilderte der Versicherte den Ereignisher-
gang selbst wie folgt: Er sei an jenem Tag mit seinem Sohn auf den Armen auf dem Bett gestan-
den und habe sich hingesetzt, ohne sich dabei mit den Armen abzustützen. Dabei habe sich das 
Knie ungünstig verdreht bzw. sei eingeknickt, was starke Schmerzen verursacht habe. Der Ablauf 
sei somit durch etwas Besonderes beeinträchtigt worden, nämlich durch eine falsche Bewegung.  
 
4.3 Die erste ärztliche Konsultation erfolgte am 20. Mai 2021 bei Dr. med. D.____, FMH All-
gemeine Innere Medizin. Dieser veranlasste eine am 2. November 2021 durchgeführte Magnetre-
sonanztomografie (MRT). Für eine weitergehende fachärztlich-orthopädische Behandlung über-
wies Dr. med. D.____ seinen Patienten an Dipl. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie. Nach einer klinischen Untersuchung sowie gestützt auf den MRT-Befund diag-
nostizierte Dr. E.____ in der Folge einen medialen Meniskushinterhornriss im linken Knie, worauf 
er am 30. November 2021 eine Kniearthroskopie mit medialer Teilmeniskektomie vornahm. Am 
17. Januar 2022 konnte die ärztliche Behandlung abgeschlossen werden. 
 
4.4 Mit Verfügung vom 4. Januar 2022 lehnte die Visana den Anspruch auf eine Leistungs-
übernahme einerseits mit der Begründung ab, dass es sich vorliegend nicht um einen Unfall im 
Sinne von Art. 4 ATSG handle. Andererseits stellte sie sich auf den Standpunkt, dass auch die 
Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG nicht erfüllt 
seien. Gemäss Beurteilung ihres beratenden Arztes PD Dr. F.____, FMH Chirurgie und Intensiv-
medizin, sei die Meniskusverletzung vorwiegend auf degenerative Umstände zurückzuführen. 
 
4.5 In seiner Einsprache vom 22. Januar 2022 machte der Versicherte geltend, dass ein do-
kumentiertes, identifizierbares und auslösendes Unfallereignis vorläge, weil der diagnostizierte 
Meniskusschaden traumatischer Natur sei. Zudem hätten vor dem Ereignis keine Vorerkrankun-
gen bzw. Kniebeschwerden vorgelegen. Des Weiteren rügte er, dass die Visana ihre Verfügung 
medizinisch nur ungenügend begründet habe. In ihrem anschliessenden Einspracheentscheid 
vom 15. November 2022 stützte sich die Visana sodann auf die Beurteilung ihres neu beigezo-
genen, internen Versicherungsmediziners Dr. med. C.____vom 1. September 2022, wonach der 
eingetretene Meniskusschaden die Folge chronisch-degenerativer Abnützungserscheinungen 
darstelle. 
 
5.1 Vorliegend bestand der in Frage stehende Bewegungsablauf in einem Hinsetzen aus 
dem Stand auf eine Bettmatratze, währenddessen ein Kind auf den Armen gehalten wurde und 
sich der Versicherte beim Hinsetzen deshalb nicht mit den Armen abstützen konnte. Dieser Be-
wegungsablauf vermag für sich allein noch keine Ungewöhnlichkeit im Rechtssinne zu begrün-
den. Es bedarf hierzu zusätzlich der Programmwidrigkeit (E. 3.3 hiervor). Eine solche Programm-
widrigkeit lässt sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellen. Sowohl in der Bagatel-
lunfallmeldung vom 26. Mai 2021 als auch in der Stellungnahme vom 7. Juni 2021 umschrieb der 
Versicherte den Geschehensablauf einzig dahingehend, dass er sich unmittelbar vor dem einge-
tretenen Meniskusschaden habe hinsetzen wollen. Seine zusätzlichen Ausführungen, wonach er 
angeblich versucht habe, ein Hinfallen auf den Rücken zu vermeiden, erfolgten erst in seiner 
Beschwerdeeingabe vom 1. Dezember 2021. Weder bereits aus der Bagatellunfallmeldung vom 
26. Mai 2021 noch aus der Stellungnahme zum Unfallhergang vom 7. Juni 2021 geht jedoch her-
vor, dass eine entsprechende Reflexhaltung eingenommen worden wäre. Der Beschwerdeführer 

 
 
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brachte zu Beginn einzig vor, dass er sein Knie infolge Verdrehens respektive infolge eines Ein-
knickens unglücklich belastet habe. Dass er während seines Hinsetzens versucht hätte, ein plötz-
liches Hinfallen zu verhindern, ist seinen ursprünglichen Schilderungen in der Bagatellunfallmel-
dung und in seiner Stellungnahme jedenfalls weder zu entnehmen, noch lässt sich dahingehend 
aus den zitierten Unterlagen ein entsprechender Vorgang erkennen. Erst in der Beschwerdeein-
gabe vom 1. Dezember 2022 brachte der Beschwerdeführer vor, ein Hinfallen auf den Rücken 
vermieden zu haben, was eine kompensatorische Dreh- bzw. Knickbewegung erfordert habe und 
diese nicht habe antizipiert werden können. Wie eingangs erwähnt kommen den spontanen Aus-
sagen der ersten Stunden indessen ein grösseres Gewicht zu als denjenigen, welche von Seiten 
der versicherten Person im Laufe des Verfahrens gemacht werden (E. 2.3 hiervor). Wechselt die 
versicherte Person wie im vorliegenden Fall insbesondere erst während des Beschwerdeverfah-
rens die Darstellung des Sachverhalts, so sind die zeitnah nach dem Ereignis erfolgten Angaben 
mithin stärker zu gewichten als jene erst nach einer leistungsablehnenden Verfügung.  
 
5.2 Das verspätete Vorbringen des Beschwerdeführers, eine reflexartige Haltung eingenom-
men zu haben, um ein Hinfallen zu verhindern, vermag mithin nicht zu überzeugen. Das Vorliegen 
einer allfälligen Programmwidrigkeit ist deshalb nicht ausgewiesen, weil das blosse Hinsetzen 
ohne Abstützen mit den Armen für sich alleine noch keinen in der Aussenwelt begründeten Um-
stand darstellt, der den natürlichen Bewegungsablauf ausserplanmässig beeinflusst hätte. Soweit 
dem Arztbericht von Dr. E.____ vom 18. November 2021 zu entnehmen ist, dass sich der Be-
schwerdeführer mit seinem Kind auf den Armen lediglich auf ein Sofa habe setzen wollen, ist dem 
Beschwerdeführer zwar beizupflichten, dass der behandelnde Arzt von einem falschen Ereignis-
ablauf ausgegangen ist. Dies aber vermag im Ergebnis nichts daran zu ändern, dass eine allfäl-
lige Programmwidrigkeit so oder anders zu verneinen ist. Ein Unfall im Rechtssinne liegt damit 
nicht vor.  
 
6.1 Zu prüfen bleibt, ob eine unfallähnliche Körperschädigung vorliegt. Gemäss Art. 6 Abs. 
2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen nicht nur bei Unfällen, sondern auch bei nach-
folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zu-
rückzuführen sind (sog. "unfallähnliche Körperschädigungen" oder "Listenverletzungen"): Kno-
chenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), 
Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen 
(lit. h).  
 
6.2 In systematischer Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass das Institut der unfallähnlichen 
Körperschädigung mit der UVG-Revision vom 25. September 2015 (in Kraft seit 1. Januar 2017) 
neu auf Gesetzesstufe in Art. 6 Abs. 2 UVG verankert wurde. Die Gesetzessystematik legt nahe, 
dass Abs. 1 (Unfall) und Abs. 2 (Listenverletzung) unabhängig voneinander sind und grundsätz-
lich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen ist (BGE 146 V 51 E. 8.5). Liegt eine Listenverletzung vor, 
so hat der Unfallversicherer nach deren Meldung die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist 
die Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, so ist der 
Unfallversicherer nach Art. 6 Abs. 1 UVG leistungspflichtig. Sind hingegen nicht sämtliche Krite-
rien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenver-
letzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis 

 
 
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dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen 
ist (BGE 146 V 51 E. 9.1). 
 
6.3 Mit Art. 6 Abs. 2 UVG wird die gesetzliche (Kausalitäts-)Vermutung statuiert, dass der 
Unfallversicherer bei erfüllter Listendiagnose leistungspflichtig ist. Dieser kann sich aber von sei-
ner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Körperschädigung vor-
wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Botschaft vom 30. Mai 2008, BBl 
2008 S. 5411, und Zusatzbotschaft vom 19. September 2014, BBl 2014 S. 7922; SZS 2017 S. 
33). Auf das Kriterium des äusseren Faktors wird explizit verzichtet (BBl 2014 S. 7922). Der Ge-
genbeweis einer vorwiegend abnützungs- oder krankheitsbedingten Verursachung beschlägt den 
natürlichen Kausalzusammenhang. Nur der Nachweis eines rechtsgenügenden, d.h. vorwiegend 
degenerativ oder krankhaft verursachten Schadens kann zu einer Verneinung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs bzw. der Leistungspflicht des Unfallversicherers führen (EVALOTTA 
SAMUELSSON, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung, Das Beispiel des Meniskus-
risses, in: SZS 2018 S. 358).  
 
6.4 Die entscheidende Rolle für die Beurteilung der Frage, ob eine diagnostizierte Listenver-
letzung vorwiegend auf Abnützung oder eine Erkrankung zurückzuführen ist, spielt demnach die 
medizinische Beurteilung. An den entsprechenden Gegenbeweis sind strenge Anforderungen zu 
stellen. Der vom Gesetzgeber mit der Revision verfolgte Zweck kann nämlich nur dann erfüllt 
werden, wenn bezogen auf den Einzelfall eindeutige Beweise von neutralen Stellen vorliegen. 
Auf allgemeinen Erfahrungstatsachen beruhende Prüfungsschemata genügen für den Gegenbe-
weis demgegenüber nicht. Verlangt werden vielmehr Beurteilungen, die in materieller Hinsicht 
nachvollziehbar und schlüssig sind, also den von der Praxis entwickelten Anforderungen an Gut-
achten genügen (BGE 125 V 351). Solche Beurteilungen sind grundsätzlich bei von den Unfall-
versicherern unabhängigen externen Gutachtern zu erhalten, deren Auswahl unter strenger Wah-
rung der Parteirechte der Versicherten getroffen wurde (UELI KIESER/KASPAR GEHRING/SUSANNE 
BOLLINGER, KVG/UVG Kommentar, Zürich 2018, Art. 6 N 12). Bei Entscheiden hingegen gestützt 
auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus 
dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung stren-
gere Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begut-
achtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 
465 und 122 V 157 E. 1d). Auch wenn ein unfallähnliches Ereignis nicht Voraussetzung für die 
Leistungspflicht ist, kann die Anknüpfung der Verletzung an ein Ereignis immerhin als Beweisfak-
tor bei der Deckungsprüfung dienen. Auch Vorzustände wie frühere Unfälle, welche durch einen 
anderen UVG-Versicherer gedeckt waren, sind bei der aktuellen Deckungsprüfung der vorwie-
genden Verursachung durch Abnützung oder Erkrankung (Kausalitätsanteil Vorzustand grösser 
als 50 %) zu berücksichtigen.  
 
7.1 Vorliegend hat der Versicherte einen Meniskusschaden erlitten, welcher gemäss Art. 6 
Abs. 2 lit. c UVG zweifellos unter die Listenverletzungen der unfallähnlichen Körperschädigungen 
fällt (E. 6.1 hiervor). Strittig ist hingegen, ob der eingetretene Schaden vorwiegend auf eine Er-
krankung bzw. auf degenerative Ursachen zurückzuführen ist.  
 

 
 
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7.2.1 Gemäss der Beurteilung von Dr. C.____ vom 1. September 2022 weisen die Aufnahmen 
der am 2. November 2021 durchgeführten Magnetresonanztomographie keine strukturellen Ver-
änderungen auf, die überwiegend wahrscheinlich durch das Ereignis vom 9. Mai 2021 oder an-
lässlich eines anderen Traumas hätten entstehen können. Es liege vielmehr eine multidirektionale 
Komplexläsion des medialen Meniskus mit einem kleinen dorsalen adhärenten Ganglion sowie 
eine popliteale Backer-Zyste vor, was nach dem aktuell medizinisch-wissenschaftlichen Kennt-
nisstand typischen Zeichen eines chronisch-degenerativen Geschehens entspreche. Diese Auf-
fassung werde durch den MRT-Bericht vom 3. November 2021 von PD Dr. med. G.____, FMH 
Radiologie, und die darin festgehaltenen Befunde bestätigt. Auch die Bildaufnahme der am 
30. November 2021 durchgeführten Arthroskopie sprächen nicht für das Vorliegen eines stattge-
habten Traumas. Die entsprechenden Bilder liessen vielmehr einen über die Zeit ausgefranzten 
und mehrfach eingerissenen medialen Meniskus in Kombination mit oberflächlichen Knorpelschä-
den am benachbarten Scheibenmeniskus erkennen, was eine Überlastung des medialen Kom-
partiments eher begünstige. 
 
7.2.2 Laut Operationsbericht von Dr. E.____ vom 30. November 2021 liege ein traumatisch be-
dingter Meniskusschaden im Hinterhorn mit Lappenbildung vor. Der geschädigte mediale Menis-
kus weise nebst dem radiären komplexen Riss im Übergang vom Korpus zum Hinterhorn eine 
stabile Verankerung auf. Das restliche Kniegelenk sei bis auf ganz feine Rissbildungen im latera-
len Kompartiment mit feiner Resektion aus medizinischer Sicht nicht weiter auffällig. 
 
7.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid der Visana wird zunächst das Vorliegen eines 
massgebenden anzuknüpfenden Ereignisses mit der Begründung bestritten, dass zwischen dem 
9. Mai 2021 und der am 2. November 2021 durchgeführten MRT-Untersuchung knapp sechs Mo-
nate vergangen sind. Gemäss der Stellungnahme vom 1. September 2022 von Dr. C.____ sei 
aufgrund dieser grossen Latenz aus klinischer Sicht keine Traumatisierung mehr zu erwarten 
gewesen. Dr. E.____ hätten nur die MRT vom 2. November 2021 sowie die mittels der durchge-
führten Arthroskopie gewonnenen Erkenntnisse zur Verfügung gestanden, weshalb seine medi-
zinische Beurteilung lediglich auf anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers beruhen 
könne. Gemäss Dr. C.____ handle es sich bei den am 9. Mai 2021 aufgetretenen und im Zusam-
menhang mit einer Knick- bzw. Drehbewegung stehenden Knieschmerzen um zeitlich korrelative 
Symptome, deren Ursache nicht etwa das Ereignis selbst, sondern vielmehr eine vorbestandene 
Pathologie am linken Knie sei. Ab dem 30. Lebensjahr bestehe eine erhebliche Prävalenz der 
Meniskussubstanz, was auf eine durch die weitgehend fehlende Durchblutung bedingt limitierte 
Stoffwechselsituation zurückzuführen sei. Diese Veränderungen blieben von vielen Betroffenen 
aufgrund der Kompensation des Körpers zunächst unbemerkt und würden sich erst zu einem 
späteren Zeitpunkt zeigen. Das auslösende Ereignis sei häufig ein banales Trauma. Im vorlie-
genden Fall sei das auslösende Ereignis Dr. C.____ zufolge überwiegend wahrscheinlich eine 
physiologisch gewöhnliche Bewegung gewesen, welche den traumatischen Charakter eines mas-
sgeblichen Ereignisses nicht zu begründen vermöge. 
 
8.1 Zunächst gilt es zu klären, ob ein anzuknüpfendes Ereignis vorliegt. Dabei ist daran zu 
erinnern, dass für eine unfallähnliche Körperschädigung das Vorliegen eines eigentlichen Unfal-
lereignisses nicht vorausgesetzt wird (E. 6.2 hiervor). Das Rechtsinstitut der unfallähnlichen Kör-

 
 
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perschädigung verlangt hinsichtlich der Versicherungsdeckung jedoch einen zu fixierenden An-
knüpfungszeitpunkt. Ist wie im vorliegenden Fall der Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG nicht er-
füllt, so ist dabei auf jenen Zeitpunkt abzustellen, auf welchen die entsprechende Listenverletzung 
eindeutig zurückgeführt werden kann. Dies gilt insbesondere für jene Konstellationen, in denen 
von Seiten des Betroffenen in der Hoffnung, die Beschwerden würden wieder abklingen, vorerst 
mit dem Aufsuchen eines Arztes zugewartet wird (UELI KIESER/KASPAR GEHRING/SUSANNE 
BOLLINGER, KVG/UVG Kommentar, Zürich 2018, Art. 6 N 14). So verhält es sich auch hier. Vor-
liegend erfolgte eine erste ärztliche Konsultation am 20. Mai 2021, nachdem der Versicherte am 
9. Mai 2021 und mithin keine zwei Wochen zuvor infolge eine Verletzung am linken Knie geltend 
gemacht hatte. Der von Dr. C.____ vertretenen Argumentation, es entfiele aufgrund der langen 
Latenzzeit zwischen dem schädigenden Ereignis und der medizinischen Behandlung die Kausa-
lität, kann bei dieser Aktenlage nicht gefolgt werden. Vielmehr erweist es sich als durchaus plau-
sibel, infolge des Auftretens von anfänglichen Kniebeschwerden in der Absicht, den Verlauf vor-
erst zu beobachten, nach erfolgter Erstuntersuchung durch den Hausarzt mit weitergehenden 
fachärztlichen Untersuchungen noch einige Tage zuzuwarten. Der für eine unfallähnliche Körper-
schädigung erforderliche anknüpfbare Zeitpunkt ist damit klarerweise zu bejahen. 
 
8.2 Damit bleibt zu prüfen, ob der Gegenbeweis einer vorwiegend degenerativen Ursache mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit seitens der Beschwerdegegnerin als er-
bracht gilt. In seiner Einsprache vom 22. Januar 2022 rügte der Beschwerdeführer, dass der erst-
begutachtende Versicherungsmediziner Dr. F.____ seine medizinische Begründung nicht ausrei-
chend darlegt habe. Die Visana nahm dieses Vorbringen zur Kenntnis und zog für ihren Ein-
spracheentscheid in der Folge Dr. C.____ als zweiten Begutachter bei. Dessen Stellungnahme 
vom 1. September 2022 ist grundsätzlich ausführlich ausgefallen. Strittig ist hingegen, ob diese 
versicherungsinterne medizinische Einschätzung die Anforderungen an eine ausreichende und 
nachvollziehbare Beurteilung erfüllt. Dies ist letztlich zu verneinen.  
 
8.3 Aufgrund der aktenkundigen MRT-Aufnahmen sowie des zugehörigen Berichts vom 
3. November 2021 sei der Meniskusschaden des Beschwerdeführers Dr. C.____ zufolge vorwie-
gend auf eine Abnützung zurückzuführen. Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin begrün-
det seine Schlussfolgerung damit, dass die medizinischen Befunde gestützt auf die mittels MRT 
wiedergegebenen Bildaufnahmen - namentlich eine multidirektionale Komplexläsion des media-
len Meniskus mit einem kleinen dorsalen adhärenten Ganglion sowie eine popliteale Baker-Zyste 
– typische Zeichen eines chronisch-degenerativen Geschehens darstellten. Weiter führt Dr. 
C.____ aus, dass die Bilder einen über die Zeit ausgefranzten und mehrfach eingerissenen me-
dialen Meniskus in Kombination mit oberflächlichen Knorpelschäden am benachbarten Scheiben-
meniskus erkennen liessen, deren Folge die Begünstigung einer Überlastung des medialen Kom-
partiments sei (E. 7.2.2 hiervor). Damit argumentiert der Vertrauensarzt letztlich aber auf der Ba-
sis allgemeiner Erfahrungswerte. Mit Blick darauf, dass eine medizinische Beurteilung im Sozial-
versicherungsrecht jedoch nicht auf allgemeinen Erfahrungstatsachen beruhen darf (E. 6.4 hier-
vor), ist die Zuverlässigkeit seiner versicherungsmedizinischen Begutachtung hinsichtlich ihres 
Beweisgrads mithin in Frage zu stellen. Es tritt hinzu, dass der operierende Facharzt Dr. E.____ 
im Gegensatz zu Dr. C.____ keine Abnützungserscheinungen zu erkennen vermochte. So hat er 
festgehalten, dass er ausser einem medialen Komplexriss und den ganz feinen Rissbildungen im 
lateralen Kompartiment des Kniegelenks keine sonstigen Auffälligkeiten feststellen konnte (E. 

 
 
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7.2.2 hiervor). Die fachärztliche Beurteilung von Dr. E.____ widerspricht damit letztlich der medi-
zinischen Auffassung des beratenden Versicherungsarztes der Visana. Auch wenn Dr. C.____ in 
seiner Stellungnahme vom 1. September 2022 im Gegensatz zum Operationsbericht von Dr. 
E.____ vom 30. November 2021 deutlich ausführlicher Stellung nimmt, fehlt es in seiner medizi-
nischen Stellungnahme namentlich an einem einzelfallspezifischen Beschrieb für das Vorliegen 
konkreter Abnützungserscheinungen am Knie des Versicherten (E. 6.4 hiervor). Die Einschät-
zung von Dr. C.____ erfolgt vielmehr in allgemeiner Weise, indem seine Formulierungen auf ty-
pisierende Zeichen eines chronisch-degenerativen Verlaufs und auf eine nur allgemeine Begüns-
tigung für die Überlastung des medialen Kompartiments Bezug nehmen. Dies gilt insbesondere 
auch für das Argument von Dr. C.____, dass angesichts des Alters des Versicherten eine bis zum 
Ereigniszeitpunkt unbemerkte und über eine längere Zeit andauernde Abnützungserscheinung 
generell häufig auftrete. Auch seine in diesem Zusammenhang vertretene Auffassung, wonach 
entsprechende degenerative Erkrankungen auf einen im Alter ab 30 Jahren verstärkt limitierten 
Stoffwechsel zurückzuführen seien, beinhaltet keinen überwiegend wahrscheinlichen Nachweis, 
dass beim Beschwerdeführer ein solcher diesen allgemeinen Erfahrungswerten entsprechender 
Verlauf tatsächlich auch stattgefunden hätte.  
 
9. Damit bestehen zusammenfassend zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
der versicherungsinternen Beurteilung von Dr. C.____, weshalb der für das Sozialversicherungs-
recht erforderliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (E. 2.2) nicht erreicht wird. 
Vielmehr bedarf es hierfür einer ergänzenden versicherungsexternen Begutachtung. In diesem 
Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und im Sinne der Erwägungen zur ergänzenden medizi-
nischen Abklärung im Rahmen eines versicherungsexternen Gutachtens und zur anschliessen-
den Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im betreffenden Einzelgesetz vorgese-
hen ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Ver-
fahren keine Kosten zu erheben. 
 
11.  Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfecht-
bar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG (BGE 133 V 477 E. 4.2). Demnach ist gegen ihn eine 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in 
Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das 

 
 
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Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen 
Vorbehalt. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid der Visana Versicherungen AG vom 15. November 2022 auf-
gehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägun-
gen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.