# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60486ed8-c753-5d6c-ab03-4d61c8e428d8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2025 D-8435/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8435-2025_2025-11-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8435/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Kaspar Gerber;   

Gerichtsschreiberin Linn Amanda Szemberg. 

   

Parteien 

 
A. _______, geboren am (…), 

Guinea,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 24. Oktober 2025 / (…). 

 

 

 

D-8435/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer – ein guineischer Staatsangehöriger – suchte am 

20. Januar 2025 in der Schweiz um Asyl nach. 

B.  

Am 31. Januar 2025 führte die Vorinstanz mit dem Beschwerdeführer ein 

Gespräch, stellte danach die Zuständigkeit Italiens für das Asylverfahren 

fest und verfügte in einem Nichteintretensentscheid vom 28. April 2025 die 

Wegweisung des Beschwerdeführers nach Italien. 

C.  

Aufgrund abgelaufener Überstellungsfrist nahm die Vorinstanz das Asyl-

verfahren des Beschwerdeführers am 20. August 2025 wieder auf und 

führte am 14. Oktober 2025 eine Anhörung zu den Asylgründen durch. 

D.  

Der Beschwerdeführer führte anlässlich der genannten Anhörung aus, 

dass er in B. _______ geboren und dort aufgewachsen sei. Nachdem zu-

erst seine Mutter und danach sein Vater verstorben seien, habe er und 

seine ältere Schwester bei einem Onkel und dessen Familie gelebt. 

Der Onkel sei während der Regierungszeit des Staatspräsidenten Dadis 

im Reishandel tätig gewesen und habe bis im Jahr 2014 und somit auch 

nach dem Machtwechsel entsprechende Geschäfte gemacht. Im 2014 sei 

der Onkel erstmals während zwei Wochen inhaftiert und ihm sei vorgewor-

fen worden, Geld gestohlen zu haben, um politische Parteien zu unterstüt-

zen. Aus diesem Grund sei die Familie nach der Freilassung umgezogen, 

er (der Beschwerdeführer) habe sich jedoch entschieden, zu bleiben, um 

wegen seines Studiums weiterhin in der Nähe der Universität zu wohnen. 

Einige Monate später sei sein Onkel erneut festgenommen worden. 

Im August 2017 sei er im Taxi nach Hause von maskierten Personen an-

gehalten worden, wobei er habe fliehen können und zwei Tage später habe 

er Guinea verlassen. 

Er sei über mehrere Länder nach Libyen gereist, wo er zuerst inhaftiert, 

danach verkauft worden sei und ohne Entgelt während mehreren Monaten 

auf dem Bau habe arbeiten müssen, bis er habe fliehen können. Er sei 

sodann nach Tunesien gereist, wo er während etwa sechs Jahren unter 

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Seite 3 

anderem in der Gastronomie und als Dolmetscher gearbeitet habe, bis er 

über Lampedusa in die Schweiz gekommen sei. 

In der Schweiz habe er eine Frau schweizerischer Staatsangehörigkeit 

kennengelernt, die er heiraten wolle und diesbezüglich seien sie bereits mit 

dem Zivilstandsamt in Kontakt gewesen. 

Würde er nach Guinea zurückreisen, fürchte er, von den Personen, denen 

sein Onkel Geld schulde, festgenommen oder entführt zu werden. 

E.  

Am 21. Oktober 2025 wurde der mandatierten Rechtsvertretung der Ent-

wurf des Asylentscheids zur Stellungnahme zugestellt. Gleichentags nahm 

die Rechtsvertretung hierzu schriftlich Stellung und führte im Wesentlichen 

aus, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Guinea Nach-

teile zu erwarten hätte, nicht sicher leben könne und zudem keine nahen 

Verwandten mehr in seiner Heimat habe. 

F.  

Mit Verfügung vom 24. Oktober 2025 – gleichentags eröffnet – lehnte die 

Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers im Rahmen des be-

schleunigten Verfahrens ab. Gleichzeitig ordnete sie die Wegweisung aus 

der Schweiz an, forderte den Beschwerdeführer auf, die Schweiz und den 

Schengen-Raum bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen und 

beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. 

Zur Begründung ihrer Verfügung hielt die Vorinstanz im Wesentlichen fest, 

dass kein effektives Interesse an der Person des Beschwerdeführers und 

keine ihn betreffende Bedrohungslage erkennbar sei. So sei unbekannt, 

wer die Täter beim vom Beschwerdeführer geschilderten Übergriff im Taxi 

überhaupt gewesen seien oder was diese gewollt hätten. Der Beschwer-

deführer sei bis zu seiner Ausreise im Jahr 2017 keinen ernsthaften Nach-

teilen ausgesetzt gewesen und habe auch bei einer Rückkehr mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit keine asylrelevanten Nachteile zu befürchten.  

In Bezug auf die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz 

prüfte die Vorinstanz, ob aufgrund des Ehevorbereitungsverfahrens allen-

falls im Sinne von Art. 14 Abs. 1 AsylG ein Anspruch auf eine Aufenthalts-

bewilligung bestehe, verneinte jedoch ein intaktes und tatsächlich gelebtes 

Familienverhältnis, da der Beschwerdeführer weder verheiratet sei noch 

mit seiner Partnerin zusammenwohne.  

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Seite 4 

In Bezug auf den Wegweisungsvollzug hielt die Vorinstanz schliesslich fest, 

dass der Vollzug der Wegweisung unter Berücksichtigung der allgemeinen 

Situation in Guinea wie auch der individuellen Situation des Beschwerde-

führers zulässig, zumutbar und möglich sei. 

G.  

Mit Schreiben vom 24. Oktober 2025 informierte die mandatierte Rechts-

vertretung die Vorinstanz über die Beendigung des Mandatsverhältnisses. 

H.  

Mit E-Mail vom 29. Oktober 2025 teilte der Beschwerdeführer der Vo-

rinstanz mit, dass beim zuständigen Zivilstandsamt ein Gesuch zur Vorbe-

reitung der Eheschliessung hängig sei und dass er am 22. Oktober 2025 

aus diesem Grund beim zuständigen Migrationsamt um Verlängerung sei-

ner Aufenthaltsbewilligung ersucht habe. 

I.  

Mit Eingabe vom 3. November 2025 (Datum Poststempel) erhob der Be-

schwerdeführer gegen die Verfügung der Vorinstanz Beschwerde und be-

antragte in materieller Hinsicht die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft unter der Gewährung 

von Asyl, eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahme sowie sub-

eventualiter die Rückweisung zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die 

Vorinstanz. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche 

Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

sowie um Bestellung eines amtlichen Rechtsbeistandes. 

Zur Begründung seiner Beschwerde hielt der Beschwerdeführer im We-

sentlichen fest, dass im Jahre 2017 Regierungsangehörige begonnen hät-

ten, nach ihm zu suchen, da er als enger Vertrauter seines Onkels ange-

sehen worden sei. Aus diesem Grund habe er sich entschieden, sein Hei-

matland zu verlassen. Es sei nicht bekannt, wo sich der Onkel heute auf-

halte oder ob er noch am Leben sei. Seine gesamte Familie lebe nun im 

Ausland, was aufzeigen würde, dass auch er in Guinea nicht mehr sicher 

sei. 

Zudem gab der Beschwerdeführer an, von den Erlebnissen in Libyen stark 

traumatisiert und auf psychologische Unterstützung angewiesen zu sein. 

In Guinea sei er zudem auf sich allein gestellt und könne sich auf keinerlei 

familiäre oder soziale Unterstützung verlassen. 

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Seite 5 

Ferner führte der Beschwerdeführer aus, dass es sich bei der Beziehung 

mit seiner Partnerin um eine eheähnliche Beziehung handle, da sie sich im 

Ehevorbereitungsverfahren befänden und er einen grossen Teil seiner Zeit 

mit ihr verbringen und auch oft bei ihr übernachten würde. Zudem würden 

sie einen gemeinsamen Alltag führen, sich gegenseitig unterstützen und 

Entscheidungen zusammen treffen. 

J.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

4. November 2025 in elektronischer Form vor. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

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Seite 6 

nachstehend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Der Beschwerdeführer hat im Sinne eines Eventualbegehrens die Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Sachverhaltsabklärung 

beantragt. Vor dem Hintergrund der nachfolgenden Erwägungen ist jedoch 

von einem in entscheidrelevanter Hinsicht bereits hinreichend erstellten 

Sachverhalt auszugehen, weshalb das Gericht in der Sache zu entschei-

den hat (Art. 61 Abs. 1 VwVG). 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.3 Aus den Vorbringen des Beschwerdeführers geht nicht hervor, dass 

dieser vor der Ausreise aus Guinea ernsthaften Nachteilen im Sinne des 

Asylgesetzes ausgesetzt wurde oder solche zu befürchten hatte. Neben 

dem vom Beschwerdeführer beschriebenen Vorfall im August 2017 blieb 

dieser vielmehr bis zu seiner Ausreise unbehelligt. So sah sich der Be-

schwerdeführer beispielsweise nach der ersten Inhaftierung seines Onkels 

im Jahre 2014 nicht gezwungen, mit der Familie umzuziehen. Danach blieb 

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er während Jahren unbehelligt. Zum Vorfall im Taxi im Jahr 2017 ist festzu-

stellen, dass der Beschwerdeführer weder darlegen konnte, wer die Täter 

waren, was der Grund des Überfalls war, noch ob dieser gezielt gegen ihn 

gerichtet war oder genauso eine andere Person hätte treffen können. Ins-

gesamt vermag der Beschwerdeführer nicht überzeugend darzulegen, 

dass aufgrund der Tätigkeiten des Onkels ein Verfolgungsinteresse an sei-

ner Person bestehen könnte. Daran ändert auch nichts, dass der Be-

schwerdeführer der Ethnie der Peul angehört, zumal praxisgemäss nicht 

von einer Kollektivverfolgung in diesem Zusammenhang auszugehen ist. 

Folgerichtig ist eine flüchtlingsrechtlich relevante Furcht vor Verfolgung 

auch bei Rückkehr des Beschwerdeführers nach Guinea zu verneinen, da 

kein Verfolgungsinteresse an der Person des Beschwerdeführers vorliegt. 

5.4 Zusammenfassend ist folglich festzuhalten, dass das SEM zu Recht 

die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asyl-

gesuch abgelehnt hat. 

6.  

6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). Die Wegweisung ist nicht zu verfügen, wenn ein Anspruch 

auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung besteht (vgl. EMARK 2001 

Nr. 21). 

6.2 Die Vorinstanz hat vorliegend zu Recht einen Anspruch auf Erteilung 

einer Aufenthaltsbewilligung verneint. Zwar befindet sich der Beschwerde-

führer aktuell im Ehevorbereitungsverfahren, anhand der Umstände ist je-

doch nicht von einem intakten, tatsächlich gelebten Familienverhältnis zu 

seiner Partnerin im Sinne von Art. 8 EMRK auszugehen. Der Beschwerde-

führer führt in seiner Beschwerde zwar aus, dass er und seine Partnerin 

viel Zeit miteinander verbringen, sich gegenseitig unterstützen und Ent-

scheidungen zusammen treffen würden. Dies reicht jedoch bereits auf-

grund der kurzen Zeit der Beziehung nicht aus, um einen ausländerrechtli-

chen Anspruch zu begründen.  

6.3 Da kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung besteht, ist 

die von der Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestätigen. Wie in der Ver-

fügung der Vorinstanz bereits ausgeführt, steht es dem Beschwerdeführer 

offen, beim kantonalen Migrationsamt um eine Kurzaufenthaltsbewilligung 

zwecks Vorbereitung der Heirat zu ersuchen. 

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Seite 8 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-

liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in 

Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegen-

den Verfahren keine Anwendung finden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso 

Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung 

der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Fol-

ter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung un-

terworfen wäre (vgl. Art. 3 EMRK, Art. 25 Abs. 3 BV und Art. 3 des Über-

einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105). 

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der 

asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

Weder mit Blick auf die allgemeine Situation in Guinea noch die individuelle 

Situation des Beschwerdeführers sind Gründe ersichtlich, die den Wegwei-

sungsvollzug unzumutbar erscheinen lassen. Insbesondere sind die vom 

Beschwerdeführer beschriebenen gesundheitlichen Beschwerden nicht als 

derart gravierend zu qualifizieren, dass sie ein 

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Seite 9 

Wegweisungsvollzugshindernis darstellen könnten. Auch der Umstand, 

dass der Beschwerdeführer im Heimatstaat angeblich keine Angehörigen 

mehr habe, vermag nicht zur Unzumutbarkeit zu führen, zumal der Be-

schwerdeführer, ein junger Mann mit guter Bildung, auch ohne familiäre 

Anknüpfungspunkte in der Lage sein wird, sich eine Existenz aufzubauen. 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-

weist sich mit vorliegendem Urteil als gegenstandslos. 

9.2 Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und um amtliche 

Rechtsverbeiständung sind ungeachtet der geltend gemachten prozessu-

alen Bedürftigkeit abzuweisen, da sich die Beschwerdebegehren entspre-

chend den vorstehenden Erwägungen von vornherein als aussichtlos er-

wiesen haben. 

9.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 1’000.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und um amtliche Rechts-

verbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Linn Amanda Szemberg 

 

 

Versand: