# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f813aba1-aa35-5754-a4f0-dc63d49adfdf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 30.01.2014 ZK1 2013 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-112_2014-01-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 30. Januar 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 112 3. Februar 2014

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schlenker
Aktuarin ad hoc Aebli

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der S t o c k w e r k e i g e n t ü m e r g e m e i n s c h a f t  X . _ _ _ _ _ , Beschwerde-
führerin, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea-Franco Stöhr, Via Maistra 5, 
7500 St. Moritz, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 16. September 
2013, mitgeteilt am 7. November 2013, in Sachen der Beschwerdeführerin gegen 
die Y . _ _ _ _ _  A G , Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Mario Pfiffner, Via Maistra 7, 7500 St. Moritz,

betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen (Kostenentscheid),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die Beschwerdeführerin beantragte dem Einzelrichter am Bezirksgericht 
Maloja mit Gesuch um Rechtschutz in klaren Fällen vom 25. Juli 2013, dass die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, den jeweiligen Eigentümern der Parzelle 
_____, Grundbuch der Gemeinde O.1_____, die Zustimmung zur Errichtung eines 
Durchgangs- und Durchfahrtswegs über den westlichen Teil der Parzelle _____, 
Grundbuch der Gemeinde O.1_____, bis zur braun bemalten Strasse und über die 
braun bemalte Strasse bis zur S.1_____, gemäss Beleg _____ vom 27. Januar 
1982, zu erteilen. Ausserdem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, diesen 
Durchgangs- und Durchfahrtsweg zu dulden. Auch nach der Parzellenzusammen-
legung sei das Durchfahrts- und Durchgangsrecht auf der Liegenschaft Nr. _____ 
belassen worden. Aus dem Grundbuch ergebe sich sowohl der Bestand als auch 
der Inhalt der Grunddienstbarkeit deutlich, weshalb eine klare und eindeutige 
Rechtslage vorliege.

B. Am 7. August 2013 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Stellungnahme ein 
und beantragte, auf das Gesuch der Beschwerdeführerin sei wegen fehlender Ak-
tivlegitimation nicht einzutreten. Nicht die Stockwerkeigentümergemeinschaft als 
solche, sondern die einzelnen Mitglieder als Miteigentümer der Liegenschaft seien 
dienstbarkeitsberechtigt. Ferner bestehe keine klare Sach- und Rechtslage, da 
ungewiss sei, wo der Weg durchgeführt werden solle.

C. Die Vorinstanz trat am 16. September 2013 auf die Klage der Stockwerkei-
gentümergemeinschaft X._____ nicht ein. Dieser Entscheid wurde den Parteien 
ohne schriftliche Begründung durch Zustellung des Dispositivs am 17. September 
2013 eröffnet (Art. 239 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[ZPO; SR 272]). Der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Maloja erkann-
te im Einzelnen was folgt:

„1. Auf das Gesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von CHF 1‘500.- werden der Gesuchstellerin aufer-
legt und mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.

3. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, die Gesuchsgegnerin ausseramt-
lich mit CHF 7‘172.50, zuzüglich 8% MwSt., zu entschädigen.“

Die Beschwerdeführerin ersuchte am 18. September 2013 um eine schriftliche 
Begründung des Entscheids. Der begründete Entscheid wurde den Parteien am 
7. November 2013 mitgeteilt.

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D. Kann der Rechtsschutz in klaren Fällen nicht gewährt werden, tritt das Ge-
richt gemäss Art. 257 Abs. 3 ZPO auf das Gesuch nicht ein. Begründend führte 
der Einzelrichter an, dass die Wegstrasse über Parzelle Nr. _____, Grundbuch der 
Gemeinde O.1_____, noch nicht erstellt sei. Vielmehr sei der Bau dieses Weges 
streitig. Das vorliegend bestehende Durchgangs- und Durchfahrtsrecht sei von 
seinem Inhalt her auf einen Teilbereich der Parzelle Nr. _____ beschränkt. Die 
Lage des Wegrechts gehe aus den Grundbuchbelegen sowie den dazugehörigen 
Plänen nicht hervor. Zwar sei der Bestand der Grunddienstbarkeit ausgewiesen, 
doch sei in rechtlicher wie auch tatsächlicher Hinsicht unklar, welcher Teil der be-
lasteten Parzelle für das Wegrecht beansprucht werden könne. Da es gemäss 
dem angefochtenen Entscheid sowohl an einem unbestrittenen oder sofort be-
weisbaren Sachverhalt als auch an einer klaren Rechtslage mangelt, trat die Vor-
instanz auf das Gesuch nicht ein.

E. Gemäss Ziffer 3 des Entscheiddispositivs wurde die Beschwerdeführerin 
verpflichtet, die Beschwerdegegnerin ausseramtlich mit CHF 7‘172.50 zuzüglich 
8% Mehrwertsteuer zu entschädigen. Die Vorinstanz hielt in ihrer schriftlichen Be-
gründung fest, dass die Honorarnoten der Parteien in etwa gleich hoch seien und 
der Beschwerdegegnerin demnach die geltend gemachte ausseramtliche Ent-
schädigung zuzusprechen sei. Die Beschwerdeführerin hat mit ihrem Gesuch vom 
25. Juli 2013 eine Honorarvereinbarung und eine detaillierte Kostennote einge-
reicht (vgl. KB 13). Die Beschwerdegegnerin ihrerseits legte der Stellungnahme 
vom 7. August 2013 eine Vollmacht mit Honorarvereinbarung bei, wonach ein 
Stundenansatz von CHF 250.00 zuzüglich eines allfälligen Interessenwertzu-
schlags geschuldet sei. Sie hat es jedoch unterlassen, eine detaillierte Honorarno-
te einzureichen. Vielmehr machte der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin in 
der Stellungnahme vom 7. August 2013 geltend, ihm sei derselbe Aufwand wie 
der Gegenpartei entstanden, und forderte eine aussergerichtliche Entschädigung 
von CHF 7‘172.50 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer.

F. Mit Eingabe vom 14. November 2013 liess die Beschwerdeführerin, vertre-
ten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea-Franco Stöhr, gegen den Kostenentscheid 
des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja Beschwerde an das Kantonsgericht 
von Graubünden erheben. Dabei stellte sie folgende Rechtsbegehren:

„1. Es sei der Kostenentscheid vom 16. September 2013 aufzuheben;

2. Es sei der Beschwerdegegnerin eine nach Ermessen der Beschwer-
deinstanz festzulegende ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen;

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3. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen;

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.”

In der Begründung wird der Vorinstanz eine fehlerhafte Feststellung des Sachver-
halts vorgeworfen, da die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte ausser-
amtliche Entschädigung weder durch eine ins Recht gelegte Honorarvereinbarung 
noch durch eine detaillierte Kostennote nachgewiesen worden sei. In Anbetracht 
der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin gar keine Honorarnote eingereicht 
habe, sei die vorinstanzliche Feststellung, dass die Honorarnoten der Parteien in 
etwa gleich hoch seien, als schlicht willkürlich zu betrachten. Der Beschwerde-
gegnerin sei somit zu Unrecht eine ausseramtliche Entschädigung im Umfang von 
CHF 7‘172.50 zugesprochen worden. Ausserdem habe die Vorinstanz das Recht 
fehlerhaft angewendet, indem sie eine ausseramtliche Entschädigung zugespro-
chen habe, ohne dass eine Honorarvereinbarung und eine detaillierte Kostennote 
eingereicht worden seien. Dadurch seien Art. 150 ZPO, Art. 105 ZPO sowie 
Art. 95 Abs. 3 ZPO verletzt worden. Der Beschwerdegegnerin sei vielmehr eine 
nach Ermessen der Beschwerdeinstanz festzulegende ausseramtliche Entschädi-
gung zuzusprechen. Die Beschwerdeführerin geht davon aus, dass vorliegend 
eine ausseramtliche Entschädigung von CHF 810.00 als angemessen gilt. Die 
Mehrwertsteuer sei nicht zusätzlich zu erheben, da es sich bei der Beschwerde-
gegnerin um eine Aktiengesellschaft handle, welche die Mehrwertsteuer als Vor-
steuer in Abzug bringen könne.

G. Am 21. November 2013 nahm die Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic.iur. Mario Pfiffner, zur erhobenen Kostenbeschwerde Stellung 
und beantragte, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Sie begründete 
dies damit, dass in der Stellungnahme vom 7. August 2013 ein Antrag auf Zuspre-
chung einer Parteientschädigung gestellt und der Anspruch beziffert worden sei. 
Eine Substantiierung des Anspruchs sei nur unter aussergewöhnlichen Umstän-
den erforderlich. Die geltend gemachte Parteientschädigung entspreche den not-
wendigen Aufwendungen in einem derartigen Verfahren, was die geforderte Par-
teientschädigung der Gegenpartei zeige. Somit bestehe keine Rechtsverletzung.

H. Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie 
in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.a) Angefochten ist vorliegend der Kostenentscheid des Einzelrichters am Be-
zirksgericht Maloja. Gegen Kostenentscheide kann gemäss Art. 110 in Verbindung 
mit Art. 319 ff. ZPO Beschwerde erhoben werden. Beschwerdeinstanz ist das 
Kantonsgericht von Graubünden (Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Da es sich um ein 
summarisches Verfahren nach Art. 257 Abs. 1 ZPO handelt, ist die Beschwerde 
gemäss Art. 321 Abs. 2 ZPO innert 10 Tagen schriftlich und begründet unter Bei-
lage des angefochtenen Entscheids einzureichen. Der angefochtene Kostenent-
scheid datiert vom 16. September 2013 und die Entscheidbegründung, mitgeteilt 
am 7. November 2013, wurde der Beschwerdeführerin am 8. November 2013 zu-
gestellt. Die vorliegende Beschwerde vom 14. November 2013 erfolgte somit frist-
gerecht und entspricht auch den übrigen Formerfordernissen, weshalb darauf ein-
zutreten ist.

b) Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 ZPO). 
Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss gegen ge-
schriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz überprüft ent-
sprechende Rügen mit freier Kognition. Unrichtige Rechtsanwendung beinhaltet 
dabei auch die Unangemessenheit, weshalb mit der Beschwerde auch die Ange-
messenheit einer Kostenauferlegung durch die Vorinstanz von der Rechtsmittelin-
stanz frei überprüft werden kann (Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler /Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 36 zu Art. 310 ZPO). Für die Be-
schwerde hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung gilt indessen eine beschränkte 
Kognition. Diesfalls ist eine qualifiziert fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts 
erforderlich, wobei „offensichtlich unrichtig“ gleichbedeutend mit willkürlich im Sin-
ne von Art. 9 der Bundesverfassung (BV; SR 101) ist (Dieter Freiburg-
haus/Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm /Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 5 
zu Art. 320 ZPO; Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 3 zu 
Art. 320 ZPO).

c) Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue Anträge, 
neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. Vorbehal-

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ten bleiben besondere Bestimmungen des Gesetzes (Abs. 2), welche im vorlie-
genden Verfahren jedoch nicht in Betracht kommen. Es gilt mithin im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens ein umfassendes Novenverbot. Die Beschwerde bezweckt 
grundsätzlich eine Rechtskontrolle des vorinstanzlichen Entscheids, doch dient sie 
anders als die Berufung im Allgemeinen nicht einer Fortführung des erstinstanzli-
chen Verfahrens (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 3 zu Art. 326 ZPO). Aus der Be-
achtung des Novenverbots ergibt sich für den vorliegenden Fall, dass sämtliche 
Vorbringen, die zusammen mit der Beschwerde respektive mit der Stellungnahme 
des Beschwerdegegners geltend gemacht wurden und welche nicht bereits dem 
vorinstanzlichen Verfahren zugrunde lagen, im Beschwerdeverfahren keine Be-
achtung finden können.

2.a) Vorliegend unbestritten ist die Auferlegung der Gerichtskosten an die im 
vorinstanzlichen Verfahren unterlegene Beschwerdeführerin sowie die Ausrichtung 
einer Parteientschädigung an die Beschwerdegegnerin zu Lasten der Beschwer-
deführerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Streitig ist zwischen den Parteien lediglich die 
Höhe der aussergerichtlichen Entschädigung. Diesbezüglich bestehen folgende 
gesetzliche Grundlagen: Zu den Prozesskosten gehören gemäss Art. 95 Abs. 1 
ZPO die Gerichtskosten sowie die Parteientschädigung. Art. 96 ZPO verweist für 
die Prozesskosten auf die kantonal festgelegten Tarife. Gemäss Art. 2 Abs. 1 der 
kantonalen Honorarverordnung (HV; BR 310.250) wird die Parteientschädigung 
der obsiegenden Partei nach Ermessen festgesetzt. Dies gilt insbesondere im vor-
liegenden Fall, in dem vor der Vorinstanz keine Honorarnote eingereicht wurde. 
Gemäss ständiger Praxis erfolgt die Honorarfestsetzung in diesen Fällen nach 
Ermessen des Gerichts, wobei der Aufwand anhand der Akten nach dem Umfang 
der notwendigen und tatsächlich geleisteten Arbeit sowie nach dem Mass der un-
umgänglichen Umtriebe und nach der objektiven Bedeutung der Streitsache zu 
bemessen ist (PKG 2005 Nr. 5 E. 9b S. 37; Urteil der II. Zivilkammer des Kantons-
gerichts ZK2 10 36 vom 12. Juli 2010 E. 3da). Die Einreichung einer Honorarnote 
stellt somit keine Pflicht, sondern bloss eine Obliegenheit dar (PKG 2005 Nr. 5 E. 
9b S. 37; Urteil der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK2 10 69 vom 22. März 
2011 E. 12d).

b) Der vereinbarte Stundenansatz von CHF 250.00 gilt als üblich im Sinne von 
Art. 3 Abs. 1 HV, so dass dieser für die Honorarberechnung übernommen werden 
kann. Ebenso gilt ein einmaliger Interessenwertzuschlag als üblich (Art. 3 Abs. 2 
HV), der in der Honorarvereinbarung auch entsprechend festgelegt wurde. Ohne 
Weiteres ist davon auszugehen, dass sich der Streitwert für beide Parteien gleich 

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berechnet und sich somit auch für beide grundsätzlich derselbe Interessenwertzu-
schlag ergibt (vorbehalten bleibt der Fall, in welchem das Honorar nach Zeitauf-
wand weniger als 1/3 des Interessenwerts beträgt, vgl. dazu PKG 2005 Nr. 6 E. 3 
S. 41). Im vorliegenden Fall ging die Beschwerdeführerin in ihrer Honorarnote (vgl. 
KB 13) von einem Interessenwertzuschlag von CHF 4‘000.00 aus, was von keiner 
Seite in Frage gestellt wurde. Ein Interessenwertzuschlag in dieser Höhe ist somit 
ohne Weiteres auch der Gegenpartei zuzusprechen.

c) Zieht man von der vorinstanzlich zugesprochenen aussergerichtlichen Ent-
schädigung von CHF 7‘172.50 den Interessenwertzuschlag ab, so verbleibt ein 
Honorar nach Zeitaufwand inklusive Barauslagen von CHF 3‘172.50. Subtrahiert 
man im Weiteren die Barauslagen, welche gemäss Honorarvereinbarung 3% be-
tragen, und geht von einem Stundenansatz von CHF 250.00 aus, so führt dies zu 
einem Aufwand von rund 12 Stunden. Anerkannt werden von der Beschwerdefüh-
rerin lediglich 3 Stunden, allerdings zum nicht vereinbarungsgemässen Stunden-
ansatz von CHF 270.00. Die Beschwerdegegnerin begründete die Entschädigung 
insbesondere damit, dass sie „mit dieser Angelegenheit seit längerem beschäftigt“ 
sei. Sollte damit ein Aufwand geltend gemacht werden, der bereits vor dem vorlie-
genden Verfahren entstanden ist, so etwa für frühere Korrespondenz im Zusam-
menhang mit Vergleichsversuchen, wäre sie von vornherein nicht zu hören. Zu 
entschädigen ist nämlich ohnehin nur der für den angehobenen Prozess notwen-
dige Aufwand (vgl. Verfügung der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK2 13 6 
vom 12. November 2013 E. 5a mit weiteren Hinweisen; Urteil der II. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts ZK2 10 59 vom 2. November 2010 E. 3.3.1; Urteil der I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts SB 08 23 vom 29. Januar 2009 E. 12d; Viktor 
Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 17 ff. zu Art. 95 ZPO).

3.a) Zu prüfen ist somit, ob der sinngemäss von der Vorinstanz anerkannte Auf-
wand von rund 12 Stunden willkürfrei festgestellt werden durfte. Dafür ist der aus 
den Akten erkennbare Aufwand von der Beschwerdeinstanz nach pflichtgemäs-
sem Ermessen zu schätzen. Den vorinstanzlichen Akten ist zu entnehmen, dass 
die Beschwerdegegnerin lediglich eine fünfseitige Stellungnahme einreichte, wo-
bei die Titelseite und die letzte Seite mit der Zusammenfassung der Beweismittel 
von vornherein nur wenig Aufwand verursachten. Mit der Erarbeitung der Rechts-
schrift sind aber ohne Zweifel ein Aktenstudium und rechtliche Abklärungen ver-
bunden. Das Kantonsgericht schätzt den gesamten Aufwand (Studium der Klage-
schrift einschliesslich der dazugehörigen Akten und der Rechtslage, Instruktions-

http://links.weblaw.ch/de/GR:%20GRKG-SB-08-23

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gespräche, Verfassen der Stellungnahme) ex aequo et bono auf 8 Stunden. Die 
Annahme eines Aufwands von rund 12 Stunden erscheint dem Kantonsgericht als 
erheblich überhöht und somit nicht mehr als willkürfrei, so dass im Beschwerde-
verfahren korrigierend einzugreifen ist. Ausgehend von einem Aufwand von 8 
Stunden errechnet sich die angemessene Entschädigung wie folgt:

8 Stunden à CHF 250.00 CHF 2‘000.00
3% Barauslagen CHF 60.00
Interessenwertzuschlag CHF 4‘000.00
total somit CHF 6‘060.00

b) Eine Partei kann auf Antrag hin zusätzlich für die Mehrwertsteuer entschä-
digt werden, wenn sie dadurch auch tatsächlich belastet wurde, das heisst, sofern 
sie ihrem Rechtsvertreter die Zahlung der Mehrwertsteuer schuldet und diese 
nicht als Vorsteuer abziehen kann (BGE 125 V 201 E. 4b S. 202 f.; Urteil des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft 410 2011 38 vom 9. Mai 2011 E. 4.5; Kreisschrei-
ben der Verwaltungskommission des Obergerichts Zürichs über die Mehrwert-
steuer vom 17. Mai 2006; Benedikt A. Suter/Cristina von Holzen, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 39 zu Art. 95 ZPO). Die Beschwerdegeg-
nerin hat im vorinstanzlichen Verfahren in ihrer Stellungnahme vom 7. August 
2013 eine aussergerichtliche Entschädigung zuzüglich 8% Mehrwertsteuer ver-
langt. Die Beschwerdeführerin wendet nun im Beschwerdeverfahren ein, dass die 
Beschwerdegegnerin als Aktiengesellschaft zum Vorsteuerabzug berechtigt sei, 
weshalb ihr zuzüglich zur Parteientschädigung keine Mehrwertsteuer zugespro-
chen werden könne. Dieser Einwand ist nur zu berücksichtigen, wenn er von der 
entsprechenden Partei (rechtzeitig) erhoben wird. Obwohl die Vernehmlassung 
vom 7. August 2013, welche ausdrücklich den Antrag auf Zusprechung der Mehr-
wertsteuer enthielt, der Beschwerdeführerin zugestellt wurde, unterliess sie es, vor 
der Vorinstanz einzuwenden, dass die Beschwerdegegnerin selbst mehrwertsteu-
erpflichtig sei und ihr die Kosten der anwaltlichen Vertretung daher ohne Mehr-
wertsteuer zu ersetzen seien. Im Rahmen ihres Replikrechts hätte die Beschwer-
deführerin dies im vorinstanzlichen Verfahren ohne Weiteres vorbringen können. 
Im Beschwerdeverfahren gilt indes ein absolutes Novenverbot (Art. 326 Abs. 1 
ZPO). Der Einwand erweist sich als neues Vorbringen und ist deshalb nicht zu 
hören. Die Mehrwertsteuer für die aussergerichtliche Entschädigung war vom Ein-
zelrichter am Bezirksgericht Maloja zuzusprechen, da die Beschwerdegegnerin 
dies beantragte und die Beschwerdeführerin nicht opponierte (vgl. Kreisschreiben 

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der Verwaltungskommission des Obergerichts Zürichs über die Mehrwertsteuer 
vom 17. Mai 2006). Für das vorinstanzliche Verfahren ergibt sich somit eine aus-
sergerichtliche Entschädigung inklusive Mehrwertsteuer von insgesamt 
CHF 6‘544.80.

4. Die Prozesskosten sind gemäss Art. 106 Abs. 2 ZPO nach dem Ausgang 
des Verfahrens zu verteilen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden ge-
stützt auf Art. 10 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilsachen (VZG; 
BR 320.210) auf CHF 1‘500.00 festgesetzt. Im Rechtsbegehren wurde die zuzu-
sprechende aussergerichtliche Entschädigung durch die Beschwerdeführerin nicht 
beziffert. In der Beschwerdebegründung wurde indessen eine solche von total 
CHF 810.00 anerkannt. Die Beschwerdegegnerin beantragte, die zugesprochene 
Entschädigung von CHF 7‘172.50 zuzüglich Mehrwertsteuer zu belassen. Zuge-
sprochen wird vorliegend eine Parteientschädigung von CHF 6‘544.80, weshalb es 
sich rechtfertigt, die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1‘500.00 zu 9/10 
der Beschwerdeführerin und zu 1/10 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Da 
der Einwand, dass aufgrund der Vorsteuerabzugsberechtigung der Beschwerde-
gegnerin keine Mehrwertsteuer erhoben werden darf, im Beschwerdeverfahren 
(rechtzeitig) geltend gemacht wurde, ist für die in diesem Verfahren geschuldete 
aussergerichtliche Entschädigung keine Mehrwertsteuer zuzusprechen. Die von 
der Beschwerdegegnerin geforderte aussergerichtliche Entschädigung von CHF 
1‘609.40 (exkl. MWSt.) erscheint angemessen. Davon sind 8/10 und damit 
CHF 1‘287.50 von der Gegenpartei zu entschädigen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Ziffer 3 des angefoch-
tenen Entscheides wird aufgehoben.

2. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, die Beschwerdegegnerin für das 
Verfahren vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja aussergerichtlich 
mit insgesamt CHF 6‘544.80 (inkl. MWSt.) zu entschädigen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1‘500.00 gehen zu 9/10 
(CHF 1‘350.00) zu Lasten der Beschwerdeführerin und zu 1/10 (CHF 
150.00) zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Aussergerichtlich hat die Be-
schwerdeführerin die Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren 
mit insgesamt CHF 1‘287.50 zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage 
von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist 
das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: