# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 949005b6-182e-5779-9f77-f0c222ae394a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 13.12.2023 ZK2 2023 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2023-13_2023-12-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 13. Dezember 2023

(Mit Urteil 4D_18/2024 hat das Bundesgericht die gegen dieses Urteil erhobene 
Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.)

Referenz ZK2 23 13

Instanz II. Zivilkammer

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Michael-Walker, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Luca Curdin Conrad
c/o Conrad Mengiardi Clavadetscher, Hartbertstrasse 1
Postfach 148, 7001 Chur

gegen

B._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Vincent Augustin
Quaderstrasse 8, 7000 Chur

Gegenstand Forderung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Landquart vom 30.11.2022, mitgeteilt 
am 15.02.2023 (Proz. Nr. 115-2020-18)

Mitteilung 14. Dezember 2023

2 / 23

Sachverhalt

A. Am 3. April 2019 schlossen B._____ (Verkäufer) und A._____ (Käufer) ei-
nen Kaufvertrag über das Grundstück Nr. C._____, Plan __, Grundbuch der Stadt 
D._____. Die Parteien einigten sich auf einen Kaufpreis von CHF 70'000.00, wel-
cher vom Käufer am Tag der Eintragung des Vertrages ins Grundbuch an den 
Verkäufer "gemäss dessen Anweisungen" zu bezahlen war. Der Kaufvertrag wur-
de gleichentags vom zuständigen Grundbuchverwalter in E._____ öffentlich beur-
kundet.

B. Mit Schlichtungsgesuch vom 7. April 2020 gelangte B._____ an das Ver-
mittleramt E._____ und beantragte, A._____ sei zu verpflichten, ihm 
CHF 70'000.00 plus 5% Zins seit dem 3. April 2019 zu bezahlen. Er machte gel-
tend, A._____ habe den Kaufpreis für das Grundstück bislang nicht bezahlt. Die 
Parteien konnten sich anlässlich der Schlichtungsverhandlung nicht einigen, wor-
auf B._____ am 11. Mai 2020 die Klagebewilligung ausgestellt wurde.

C. Mit vereinfachter Klage vom 11. August 2020 verlangte B._____, A._____ 
sei zu verpflichten, ihm CHF 28'000.00 plus 5% Zins seit dem 3. April 2019 zu be-
zahlen. Er beantragte, davon Vormerk zu nehmen, dass es sich bei seiner Klage 
um eine Teilklage handle und er sich das Recht auf Nachklage ausdrücklich vor-
behalte.

D. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Landquart fand am 
23. September 2020 statt. Der Kläger hielt an seinem Rechtsbegehren fest. 
A._____ reichte anlässlich der Verhandlung seine schriftliche Klageantwort und 
Widerklage ein. Er beantragte die Abweisung der Klage. Die Widerklage bezog 
sich auf die Räumung von diversen Fahrnisgegenständen auf dem Grundstück Nr. 
C._____, Plan __, Grundbuch der Stadt D._____. Sie wurde von B._____ anläss-
lich der Hauptverhandlung ausdrücklich anerkannt.

E. Nach der Hauptverhandlung vom 23. September 2020 folgten weitere 
Schriftenwechsel. Dabei ging es insbesondere um die Edition von Originalquittun-
gen und die Überprüfung der Echtheit der sich darauf befindlichen Unterschriften.

F. Am 30. November 2022 fand eine zweite Hauptverhandlung statt. Das Re-
gionalgericht Landquart erkannte gleichentags was folgt:

1. Die Teilklage von B._____ wird gutgeheissen.

2. A._____ wird verpflichtet, B._____ CHF 28'000.00 zuzüglich Zins zu 
5% seit dem 3. April 2019 zu bezahlen.

3 / 23

3. Es wird davon Vormerk genommen, dass es sich bei der vorliegenden 
Klage von B._____ um eine Teilklage handelt und B._____ sich aus-
drücklich das Recht der Nachklage vorbehält.

4. Die Widerklage von A._____ wird infolge Anerkennung abgeschrieben.

5. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 4'600.00 gehen im Umfang von 
CHF 460.00 zu Lasten von B._____ und im Umfang von CHF 4'140.00 
zu Lasten von A._____ und werden mit den geleisteten Vorschüssen 
von CHF 4'600.00 (davon CHF 3'000.00 durch B._____ und 
CHF 1'600.00 durch A._____) verrechnet.

6. A._____ hat B._____ mit CHF 4'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
aussergerichtlich zu entschädigen und ihm den geleisteten Vorschuss 
in Höhe von CHF 2'540.00 zu ersetzen.

7. a) (Rechtsmittelbelehrung Entscheid)

b) Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

8. (Mitteilungen)

G. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend Berufungskläger) am 
20. März 2023 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Er beantragt die 
Aufhebung der Dispositivziffern 1, 2, 3, 5 und 6 des angefochtenen Entscheids 
sowie die Abweisung der Klage von B._____, unter Kosten- und Entschädigungs-
folge zzgl. 7.7% MwSt. zu Lasten von B._____.

H. Mit Berufungsantwort vom 13. April 2023 beantragte B._____ (nachfolgend 
Berufungsbeklagter) die Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten des Berufungsklägers.

Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

1.1. Angefochten ist ein erstinstanzlicher Endentscheid mit einem Streitwert von 
mehr als CHF 10'000.00 (vgl. act. E.1; RG act. I.2), der nach Art. 308 ZPO mit Be-
rufung anfechtbar ist. Die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts von 
Graubünden ergibt sich aus Art. 4 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 
320.00). 

1.2. Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung bei der Rechtsmittelinstanz in-
nert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise seit 
der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet 
einzureichen. Der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Landquart vom 
30. November 2022 wurde den Parteien am 15. Februar 2023 begründet mitge-
teilt. Die am 20. März 2023 dagegen erhobene Berufung erfolgte frist- und formge-
recht.

4 / 23

1.3.1. Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO muss die Berufung eine Begründung enthal-
ten. Wer den erstinstanzlichen Entscheid mit Berufung anficht, hat anhand der 
erstinstanzlich festgestellten Tatsachen oder der daraus gezogenen rechtlichen 
Schlüsse aufzuzeigen, inwiefern die Überlegungen der ersten Instanz fehlerhaft 
erscheinen und sich nicht aufrechterhalten lassen. Dies setzt voraus, dass der 
Berufungskläger im Einzelnen die beanstandeten vorinstanzlichen Erwägungen 
bezeichnet, sich mit diesen argumentativ auseinandersetzt und die Aktenstücke 
nennt, auf denen seine Kritik beruht (BGE 138 III 374 E. 4.3; BGer 5A_350/2019 
v. 26.10.2020 E. 4.1). Gemäss Art. 310 ZPO können mit Berufung die unrichtige 
Rechtsanwendung (lit. a) und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) 
geltend gemacht werden. Die Berufungsinstanz verfügt mithin über eine vollstän-
dige Überprüfungsbefugnis der Streitsache ("plein pouvoir d'examen de la cause") 
und kann das erstinstanzliche Urteil sowohl auf rechtliche wie tatsächliche Mängel 
hin überprüfen (BGE 142 III 413 E. 2.2.4; 138 III 374 E. 4.3.1). Das bedeutet aber 
nicht, dass die Berufungsinstanz gehalten ist, den erstinstanzlichen Entscheid los-
gelöst von konkreten Anhaltspunkten in der Berufungsbegründung von sich aus in 
jede Richtung hin auf mögliche Mängel zu untersuchen, die eine Gutheissung des 
Rechtsmittels ermöglichen könnten. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln darf 
sie sich trotz voller Kognition darauf beschränken, die Beanstandungen zu beurtei-
len, welche die Parteien in ihren schriftlichen Begründungen (Art. 311 Abs. 1 und 
Art. 312 Abs. 1 ZPO) gegen das erstinstanzliche Urteil erheben (BGE 147 III 176 
E. 4.2.1; 142 III 413 E. 2.2.4). Inhaltlich ist die Rechtsmittelinstanz dabei weder an 
die Argumente, welche die Parteien zur Begründung ihrer Beanstandungen vor-
bringen, noch an die Erwägungen der ersten Instanz gebunden; sie wendet das 
Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO) und verfügt über freie Kognition in Tat-
fragen, weshalb sie die Berufung auch mit einer anderen Argumentation gutheis-
sen oder diese auch mit einer von der Argumentation der ersten Instanz abwei-
chenden Begründung abweisen kann. Die vorgebrachten Beanstandungen geben 
zwar das Prüfprogramm vor, binden die Rechtsmittelinstanz aber nicht an die Ar-
gumente, mit denen diese begründet werden (BGE 147 III 176 E. 4.2.1; BGer 
4A_186/2022 v. 22.8.2022 E. 4.4.1; 4A_56/2021 v. 30.4.2021 E. 5.2; 5A_350/2019 
v. 26.10.2020 E. 4.1).

1.3.2. Der Berufungskläger rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz verkenne die von 
Literatur und Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zum Beweismass. Sie ha-
be einerseits ein falsches Beweismass angewandt, indem sie vom strengen Re-
gelbeweismass ausgegangen sei. Andererseits habe sie dieses Beweismass 
falsch angewendet und Fehler in der Beweiswürdigung begangen. Damit macht 
der Berufungskläger eine unrichtige Rechtsanwendung sowie eine unrichtige 

5 / 23

Feststellung des Sachverhalts geltend. Diese Vorbringen sind nachfolgend zu be-
urteilen. Vorweg ist kurz auf die Beweislastverteilung einzugehen.

2. Beweislastverteilung

2.1. Zwischen den Parteien ist strittig, ob der Berufungskläger den Kaufpreis 
von CHF 70'000.00 bezahlt bzw. ob der Berufungsbeklagte diesen erhalten hat. 
Zunächst ist zu klären, wer hierfür die Beweislast trägt.

2.2. Art. 8 ZGB regelt die Beweislastverteilung und bestimmt, wer die Folgen der 
Beweislosigkeit zu tragen hat, wenn der Sachverhalt unaufklärbar ist ("non liquet"; 
Hans Peter Walter, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Einleitung 
und Personenrecht, Einleitung [Art. 1-9 ZGB], Bern 2012, N 165 zu Art. 8 ZGB). 
Gemäss Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das 
Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ab-
leitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechts-
begründenden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsauf-
hebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der 
Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung 
oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Diese Grundregel kann durch abweichende ge-
setzliche Beweislastvorschriften verdrängt werden und ist im Einzelfall zu konkre-
tisieren (BGE 130 III 321 E. 3.1; 128 III 271 E. 2a/aa m.H.; BGer 4A_117/2021 
v. 31.8.2021 E. 3.3.1). Beim Kaufvertrag trägt nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung grundsätzlich der Käufer die Beweislast für die Bezahlung des 
Kaufpreises (vgl. BGer 4D_6/2015 v. 22.5.2015 E. 4.2; Alfred Koller, in: Widmer 
Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 
7. Aufl., Basel 2020, N 81 zu Art. 184 OR). Mithin hat der Käufer die Erfüllung 
(Zahlung) zu beweisen und es trägt nicht der Verkäufer die Beweislast dafür, dass 
er den Kaufpreis nicht erhalten hat. Dies gilt sogar beim Handkauf, und zwar un-
geachtet dessen, dass bei Geschäften, die regelmässig nur gegen sofortige Be-
zahlung abgeschlossen werden, eine natürliche Vermutung für die Bezahlung be-
steht, was sich allerdings nur auf der Ebene der Beweiswürdigung, nicht aber der 
Beweislastverteilung auswirkt (vgl. Koller, a.a.O., N 81 zu Art. 184 ZGB m.w.H.).

6 / 23

2.3. Nach dem Ausgeführten trägt in casu – was zwischen den Parteien an sich 
unbestritten ist – der Berufungskläger als Käufer die Beweislast für die Bezahlung 
des Kaufpreises an den Berufungsbeklagten. Nachfolgend ist zu prüfen, ob ihm 
dieser Beweis gelungen ist, wobei − anhand der im Berufungsverfahren vorge-
brachten Rügen − zunächst das anwendbare Beweismass zu bestimmen und an-
schliessend eine entsprechende Beweiswürdigung vorzunehmen ist.

3. Beweismass

3.1. Der Berufungskläger macht geltend, die Vorinstanz habe bei der Beurtei-
lung der Frage, ob ihm der Nachweis für die Kaufpreiszahlung gelungen sei, ver-
kannt, dass eine Beweisnot vorliege. Das Regionalgericht sei daher zu Unrecht 
von der Anwendbarkeit des Regelbeweismasses ausgegangen (act. A.1, Rz. 23 
ff.). Nachfolgend stellt sich somit die Frage, welches Beweismass für die Behaup-
tung des Berufungsklägers, wonach er den Kaufpreis für das Grundstück bezahlt 
habe, anwendbar ist. Dabei ist namentlich zu prüfen, ob in casu eine Beweisnot 
gegeben ist, die ein Abweichen vom Regelbeweismass rechtfertigt.

3.2.1. Das Beweisverfahren ist auf die Feststellung von streitigen Tatsachen 
durch gerichtlichen Entscheid ausgerichtet (vgl. Art. 150 ZPO). Entschieden wird 
aufgrund der jeweiligen richterlichen Überzeugung. Das Ergebnis der Überzeu-
gungsbildung hängt vom Beweismass, von der Beweiskraft der Beweismittel und 
vom Verhalten von Parteien und Dritten ab. Das Beweismass bestimmt sich nach 
dem materiellen Recht, sei dies aufgrund von Art. 8 ZGB oder einer anderen ma-
teriellen Norm (Peter Guyan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Basel 2017, N 1 zu 
Art. 157 ZPO; Flavio Lardelli/Meinrad Vetter, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 7. Aufl., Basel 2022, N 16 zu 
Art. 8 ZGB). Es bestimmt, ob für das Vorhandensein einer bestimmten Tatsache 
ein strikter Beweis verlangt wird oder ein minderer Grad an Sicherheit genügt. 
Grundsätzlich gelangen in der Praxis drei Beweismasse zur Anwendung: Der 
strenge (oder volle) Beweis der an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit, der 
Beweis der hohen (oder überwiegenden) Wahrscheinlichkeit und der Beweis der 
einfachen Wahrscheinlichkeit, auch als Glaubhaftmachung bezeichnet (vgl. Guy-
an, a.a.O., N 7 zu Art. 157 ZPO). 

3.2.2. Nach dem bundesrechtlichen Regelbeweismass gilt ein Beweis als er-
bracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit 
einer Sachbehauptung überzeugt ist. Absolute Gewissheit kann dabei nicht ver-
langt werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsa-

7 / 23

che keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als 
leicht erscheinen (BGE 148 III 134 E. 3.4.1; 135 V 39 E. 6.2; 130 III 321 E. 3.2). 
Ausnahmen von diesem Regelbeweismass, in denen eine überwiegende Wahr-
scheinlichkeit als ausreichend betrachtet wird, ergeben sich einerseits aus dem 
Gesetz selbst und sind andererseits durch Rechtsprechung und Lehre herausge-
arbeitet worden. Den Ausnahmen liegt die Überlegung zu Grunde, dass die 
Rechtsdurchsetzung nicht an Beweisschwierigkeiten scheitern darf, die typischer-
weise bei bestimmten Sachverhalten auftreten. Die Beweiserleichterung setzt 
demnach eine "Beweisnot" voraus. Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn ein strik-
ter Beweis nach der Natur der Sache nicht möglich oder nicht zumutbar ist, insbe-
sondere, wenn die von der beweisbelasteten Partei behaupteten Tatsachen nur 
mittelbar durch Indizien bewiesen werden können. Eine Beweisnot liegt aber nicht 
schon darin begründet, dass eine Tatsache, die ihrer Natur nach ohne weiteres 
dem unmittelbaren Beweis zugänglich wäre, nicht bewiesen werden kann, weil der 
beweisbelasteten Partei die Beweismittel fehlen. Blosse Beweisschwierigkeiten im 
konkreten Einzelfall (die etwa durch die unterlassene Schaffung oder Aufbewah-
rung von Urkunden entstehen können [vgl. dazu BGE 130 III 321; BGer 
4A_357/2011 v. 18.10.2011]), können nicht zu einer Beweiserleichterung führen 
(BGE 148 III 134 E. 3.4.1; 148 III 105 E. 3.3.1; 144 III 264 E. 5.3; 141 III 569 
E. 2.2.1). Das Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist wiederum 
von der Glaubhaftmachung abzugrenzen. Glaubhaft ist eine Behauptung, wenn 
der Richter von der Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, sie aber überwiegend für 
wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt sind (BGE 120 II 393 E. 4c).

3.3. Der Berufungskläger moniert, die Vorinstanz habe die Voraussetzungen für 
die Annahme einer Beweisnot zu Unrecht verneint. Er sei durch das "komische 
bzw. verworrene" respektive durch das "unorthodoxe und absolut unübliche" Ver-
halten des Berufungsbeklagten bezüglich des Nachweises der Kaufpreiszahlung 
unvorhergesehen in einen Beweisnotstand geraten (act. A.1, Rz. 23, 26 und 29). 
Im Einzelnen lässt er ausführen, dass er als über 80-jähriger Berufungskläger 
durch den telefonischen "Befehl" des Berufungsbeklagten, wonach er sich nach 
dessen erfolglosem Besuch der F._____-Filiale in D._____ nun darum (zu) küm-
mern habe, "dass er die CHF 70'000.00 in bar erhalte", massiv unter Druck gera-
ten sei. Daher habe er einfach raschmöglichst die Kaufpreisschuld begleichen wol-
len, wobei der Druck des Berufungsbeklagten auf den "gewissenhaften Beru-
fungskläger" es diesem verunmöglicht habe, eine ordentliche Quittung vorzuberei-
ten. Es spreche gegen die Natur der Sache, dass der Berufungsbeklagte den 
Kaufpreis unbedingt in bar habe erhalten wollen. Eine Barzahlung sei während 
den Vertragsverhandlungen nie Thema gewesen. Die Ausstellung eines "Ordine di 

8 / 23

pagamento" hätte nach Ansicht des Berufungsklägers auch keinen Sinn ergeben, 
hätte der Berufungsbeklagte von Anfang an auf eine Barzahlung bestanden. Der 
Berufungskläger sei nach der Unterzeichnung des Grundstückkaufvertrags beim 
Grundbuchamt E._____ und der damit einhergehenden Übergabe des "Ordine di 
pagamento" davon überzeugt gewesen, die Zahlung auf diese Weise und somit 
der Natur der Sache nach abzuwickeln. Die Kaufpreiszahlung sei aber aufgrund 
des grossen Druckes des Berufungsbeklagten auf den Berufungskläger und des-
sen ungewöhnlichen Verhaltens in bar erfolgt, womit von der Natur der Sache, 
wonach ein Grundstückkaufvertrag grundsätzlich gegen dokumentierte Überwei-
sung erfolge, abgewichen worden sei. Damit sei es dem unter Druck stehenden 
Berufungskläger nicht zumutbar gewesen, einen strikten Beweis zu erlangen (vgl. 
act. A.1, Rz. 31 ff.).

3.4. Wie oben abgebildet, gilt im Zivilprozess grundsätzlich das Regelbeweis-
mass, gemäss welchem der volle oder strenge Beweis zu erbringen ist bzw. das 
Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit der Sachbehauptung 
− in casu die Bezahlung des Kaufpreises durch den Käufer − (voll) überzeugt sein 
muss. Davon abweichende Ausnahmen sind vorliegend nicht ersichtlich. Weder 
das Gesetz noch die Rechtsprechung sehen hinsichtlich des Nachweises der 
Kaufpreiszahlung Beweismasserleichterungen vor. Vielmehr liegt es in der Natur 
des Kaufvertrags, dass der Nachweis über die Bezahlung des Kaufpreises dem 
unmittelbaren Beweis, in der Regel durch Urkunden gemäss Art. 168 Abs. 1 lit. b 
ZPO (z.B. Banküberweisungsbeleg, handschriftlich unterzeichnete Zahlungsquit-
tung), zugänglich ist. Mithin ist ein strikter Beweis der Kaufpreiszahlung der Natur 
der Sache nach möglich und dem Käufer als beweisbelasteter Partei auch ohne 
weiteres zumutbar. Ebenso kann die Bezahlung des Kaufpreises auch nicht re-
gelmässig nur mittelbar durch Indizien bewiesen werden und stellt der vom Käufer 
zu erbringende Beweis der Kaufpreistilgung darüber hinaus auch keinen Anwen-
dungsfall für eine typische Beweisschwierigkeit dar, wie sie beispielsweise beim 
Eintritt eines Versicherungsfalles gegeben sein kann (vgl. dazu z.B. BGE 130 III 
321 E. 3.2; BGer 4A_117/2021 v. 31.8.2021 E. 3.3.1). 

3.5. Was der Berufungskläger vorbringt, verfängt nach dem Gesagten nicht. Es 
wäre ihm ohne weiteres zumutbar gewesen, im Hinblick auf die von ihm geschil-
derte Übergabe des Kaufpreises eine entsprechende Quittung vorzubereiten. Dies 
gilt umso mehr, als er gemäss eigener Darstellung das Bargeld in Höhe von 
CHF 70'000.00 nicht selber dem Berufungsbeklagten übergab, sondern ihm die-
ses über zwei Mittelsmänner zukommen liess. Die Behauptung des Berufungsklä-
gers, er sei durch das Verhalten des Berufungsbeklagten massiv unter Druck ge-

9 / 23

raten und er habe raschmöglichst den Kaufpreis begleichen wollen und es aus 
diesem Grund unterlassen, eine Zahlungsquittung auszustellen, überzeugt nicht. 
Die Ausstellung einer Quittung bedarf keines relevanten Zeitaufwands. Ebenso 
unbehelflich ist das Vorbringen, die vom Berufungsbeklagten geforderte Barzah-
lung spreche gegen die Natur der Sache, wonach ein Grundstückkaufvertrag 
grundsätzlich gegen dokumentierte Überweisung erfolge (gemeint wohl: die Be-
zahlung des Preises beim Grundstückkauf), weshalb er in Beweisnot geraten sei. 
Laut Vertrag war der Kaufpreis vom Käufer am Tag der Eintragung des Vertrages 
ins Grundbuch an den Verkäufer, "gemäss dessen Anweisungen" zu bezahlen 
(RG act. II.4). Nach der vorinstanzlich unbestritten gebliebenen Darstellung des 
Berufungsklägers wollte der Berufungsbeklagte den Kaufpreis unbedingt in bar 
bezahlt bekommen (RG act. I.3, Rz. 8. f.). Dies gab auch die als Zeugin befragte 
Bankangestellte G._____ zu Protokoll (vgl. RG act. V.7, Frage 2). Der Berufungs-
beklagte führte hierzu lediglich aus, zwischen den Parteien sei nicht strittig, "dass 
die vorerst zwischen ihnen definierten Anweisungen bzw. Vereinbarungen betref-
fend Kaufpreistilgung via Bankzahlungsauftrag erfolglos" gewesen seien und es 
irrelevant sei, weshalb diese Überweisung nicht funktioniert habe (RG act. VII. 
[ohne Akturierung; Plädoyer RA Augustin; ohne Datum, S. 2]). Demnach ist als 
erstellt zu erachten, dass der Berufungsbeklagte auf Barzahlung des Kaufpreises 
bestanden hatte (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO; BGE 141 III 433 E. 2.6 m.w.H.) und 
somit von der üblichen Zahlungsmethode bei Grundstückkaufverträgen abgewi-
chen worden sein mag. Indes waren beide Parteien damit einverstanden und än-
dert dies auch nichts daran, dass der Berufungskläger die Bezahlung des Kauf-
preises (statt mittels Banküberweisungsbeleg) mittels Zahlungsbeleg für die Bar-
zahlung hätte dokumentieren können, was ihm ohne weiteres zumutbar gewesen 
wäre. Dass er es unterliess, einen solchen Zahlungsbeleg vorzubereiten, den der 
Berufungsbeklagte bei der händischen Übergabe des Kaufpreises hätte unter-
zeichnen müssen, ist nicht dem Berufungsbeklagten anzulasten. Der Beweis der 
Barzahlung wäre der Natur der Sache nach ohne weiteres möglich und zumutbar 
gewesen, womit die Voraussetzungen für die Annahme einer Beweisnot nicht er-
füllt sind. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 3.2.2), führen blosse Beweisschwierigkei-
ten (die der Berufungskläger durch die unterlassene Quittierung der Zahlung sel-
ber zu vertreten hat) nicht zu einer Beweiserleichterung. 

3.6. Nach dem Ausgeführten gelangt vorliegend – wie die Vorinstanz korrekt 
festgehalten hat (vgl. act. B.2, E. 3.1) – das Regelbeweismass der vollen Über-
zeugung zur Anwendung. 

10 / 23

4. Beweiswürdigung

Der Berufungskläger kann den Beweis der Kaufpreiszahlung vorliegend lediglich 
mittelbar (durch verschiedene Indizien) erbringen, da ein unmittelbarer Beweis für 
die Kaufpreiszahlung (mangels unterzeichneter Quittung über den Erhalt des Be-
trages von CHF 70'000.00 seitens des Verkäufers) fehlt. Zu würdigen sind dabei 
neben den im Recht liegenden Urkunden und den Parteiaussagen auch vier Zeu-
genaussagen (vgl. dazu E. 4.6). Der Vollständigkeit halber ist in diesem Zusam-
menhang festzuhalten, dass die Würdigung der Zeugenaussagen auf deren 
Glaubhaftigkeit hin nicht mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens zu ver-
wechseln ist. Im Zentrum der Würdigung von Aussagen steht deren Glaubhaftig-
keit, wobei sich bei der Abklärung des Wahrheitsgehaltes von Aussagen in der 
Praxis die sogenannte Aussageanalyse durchgesetzt hat (vgl. BGE 133 I 33 
E. 4.3; 129 I 49 E. 5; 128 I 81 E. 2). Das Gericht hat zu prüfen, ob es die Aussage 
eines Zeugen als glaubhaft und wahr erachtet. Damit wird festgelegt, welcher Wert 
ein konkreter Beweis (z.B. eine Zeugenaussage) im Hinblick auf den Beweiserfolg 
hat (vgl. Pascal Grolimund, in: Staehelin/Staehelin/Grolimund [Hrsg.], Zivilprozess-
recht, Unter Einbezug des Anwaltrechts und des internationalen Zivilprozess-
rechts, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2019, § 18 Rz. 29). Demgegenüber betrifft das 
Beweismass des Glaubhaftmachens den Grad bzw. die Intensität der Überzeu-
gungsbildung seitens des Gerichts (vgl. dazu BGE 140 III 610 E. 4.1; 132 III 715 
E. 3.1; 130 III 321 E. 3.3). Wie bereits dargelegt, gilt vorliegend das Regelbeweis-
mass, wonach das Gericht von der Richtigkeit der Tatsachenbehauptung (in casu: 
Kaufpreiszahlung seitens des Berufungsklägers) überzeugt sein muss, damit ihm 
dieser Beweis gelingt (vgl. E. 3.2.2). Dies vorausgeschickt, sind die vorhandenen 
Beweismittel nachfolgend zu würdigen.

4.1. Der Berufungskläger moniert, die Vorinstanz verkenne, dass gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung selbst beim Regelbeweismass der vollen Über-
zeugung keine absolute Gewissheit verlangt werden könne. Es genüge, wenn das 
Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsachen keine ernsthaften Zweifel mehr 
habe oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen würden. Entgegen 
der Auffassung der Vorinstanz seien die noch bestehenden Zweifel über die 
tatsächliche Höhe des Geldbetrags im übergebenen Couvert als leicht zu beurtei-
len, weshalb der Beweis gelungen sei (act. A.1, Rz. 9 ff.). 

4.2. Nach Art. 157 ZPO bildet sich das Gericht seine Überzeugung nach freier 
Würdigung der Beweise. Die Mitglieder des Gerichts sollen und müssen die Be-
weismittel und die Tatsachen nach ihrer eigenen Überzeugung bewerten, ohne 
dabei förmliche Regeln für die Überzeugungskraft der einzelnen Beweismittel be-

11 / 23

achten zu müssen. Insofern bildet die eigene, persönliche Überzeugung der Rich-
terin oder des Richters die Grundlage des Entscheides (Franz Hasenböhler, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zu Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, N 5 f. zu Art. 157 
ZPO m.w.H.). Freie Beweiswürdigung bedeutet aber nicht, dass das Gericht die 
Beweise nach Belieben gewichten dürfte. Vielmehr ist es verpflichtet, die Bewer-
tung gewissenhaft so vorzunehmen, dass sie mit den Denk- und Naturgesetzen, 
den allgemein anerkannten Erfahrungssätzen und der Lebenserfahrung vereinbar 
ist (vgl. Samuel Baumgartner, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommen-
tar ZPO, 3. Aufl., Basel 2021, N 8 zu Art. 157 ZPO; Guyan, a.a.O., N 3 zu Art. 157 
ZPO; Hasenböhler, a.a.O., N 7 zu Art. 157 ZPO). Um beurteilen zu können, ob der 
Beweis für eine entscheidrelevante Tatsachenbehauptung erbracht ist, muss das 
Gericht die erhobenen Beweismittel bewerten. Dabei hat es die vorliegenden Be-
weise in ihrer Gesamtheit zu würdigen. Massgeblich ist, welchen Beweiswert die 
einzelnen Beweise im Verhältnis zueinander haben (vgl. Christian Leu, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 49 zu Art. 157 ZPO). Verglichen mit 
naturwissenschaftlicher Tatsachenfeststellung ist der Beweis im Zivilprozess im-
mer ein Wahrscheinlichkeitsbeweis (Leu, a.a.O., N 47 zu Art. 157 ZPO). Nach 
dem vorliegend massgebenden Regelbeweismass ist der Beweis in der Regel er-
bracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit 
einer Tatsachenbehauptung überzeugt ist. Absolute Gewissheit wird nicht ver-
langt. Es reicht aus, dass das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache 
keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht 
erscheinen (vgl. E. 3.2.2 mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). 
Demnach hat die Verwirklichung der streitigen Tatsache derart nahe zu liegen, 
dass sie als annähernd sicher erscheint. Verbleibende Zweifel sind zulässig, wenn 
sie gesamthaft betrachtet nicht ins Gewicht fallen und keinen erst zu nehmenden 
Vorbehalt betreffend die Beweisentscheidung begründen. Als Orientierungsgrösse 
kann eine numerische Wahrscheinlichkeit von 90 % herangezogen werden (vgl. 
Leu, a.a.O., N 60 ff. zu Art. 157 ZPO; Guyan, a.a.O., N 8 f. zu Art. 157 ZPO).

4.3. Die Vorinstanz hielt fest, der Berufungskläger habe belegen können, dass 
er am 5. April 2019, just an jenem Tag, an welchem der Berufungsbeklagte den 
"Ordine di pagamento" habe einlösen wollen und dies nicht geklappt habe, genau 
den Betrag des Kaufpreises, also CHF 70'000.00 in bar abgehoben habe. Dies sei 
ein starkes Indiz dafür, dass dieser Geldbetrag für den Kaufpreis bestimmt gewe-
sen sei. Ebenfalls glaubhaft und mittels Beweismitteln untermauert sei, dass der 
Berufungskläger am 8. April 2019 H._____ ein verschlossenes Kartoncouvert mit-

12 / 23

gegeben und dieser jenes an I._____ übergeben habe. Die Übergabe des Karton-
couverts an den Berufungsbeklagten sei sowohl von I._____ als auch von J._____ 
bestätigt worden, wobei ihre Aussagen keine offensichtlichen Unstimmigkeiten, 
Ungereimtheiten oder Widersprüche aufweisen würden. Die von I._____ verfasste 
Quittung sei zwar eher unglücklich formuliert, aber er habe ausgesagt, dass er 
diese selbst verfasst habe. Es sei allerdings darauf hinzuweisen, dass es sich bei 
I._____ und J._____ um Angestellte des Betriebes des Sohnes des Berufungsklä-
gers handle. Die Vorinstanz wertete es als eher ungewöhnlich, dass beide ausge-
sagt haben, der Berufungsbeklagte habe anlässlich der Übergabe das Couvert 
nicht geöffnet, was erstaune. Die Aussage des Berufungsbeklagten in Bezug auf 
die Übergabe des Kartoncouverts sei schwierig zu würdigen, zumal er abstreite, 
überhaupt bei I._____ gewesen zu sein. Er habe somit weder ein Couvert erhalten 
noch die entsprechende Quittung unterzeichnet. Als eher ungewöhnlich bezeich-
nete die Vorinstanz auch die vom Berufungsbeklagten eingereichte SMS- und E-
Mailkorrespondenz zwischen ihm und dem Berufungskläger, bei welchen es um 
die "Aufräumung des Grundstücks" gegangen sei. Bei keiner dieser Korrespon-
denzen, bei welchen der Berufungskläger den Berufungsbeklagten aufgefordert 
habe, das Grundstück zu räumen, habe der Berufungsbeklagte erwähnt, dass der 
Kaufpreis noch nicht bezahlt worden sei. Der Berufungsbeklagte habe ausgesagt, 
die fehlende Bezahlung des Kaufpreises direkt beim Rechtsvertreter des Beru-
fungsklägers gerügt zu haben, was allerdings nicht durch Urkunden belegt sei. 
Das Regionalgericht wertete das Verhalten des Berufungsbeklagten zusammen-
fassend "doch auch als eher untypisch", da man bei einer offenen Schuld von 
CHF 70'0000 erwarten würde, dass sich der Verkäufer direkt und mehrfach und 
insbesondere auch schriftlich zur Wehr setzen würde und nicht noch Forderungen 
in Bezug auf die Räumung des Grundstücks gegen sich gelten lasse. Die Vorin-
stanz kam zum Ergebnis, dass der Berufungskläger die Kaufpreiszahlung nicht 
mittels dem "üblichen Zahlungsbeleg" belegen könne. Sie führte aus, selbst wenn 
von der Darstellung des (Berufungsklägers) auszugehen wäre, sei lediglich nach-
gewiesen, dass ein Kartoncouvert übergeben worden sei. Dass Geld darin gewe-
sen sei, könne lediglich der Berufungskläger aus eigener Wahrnehmung bestäti-
gen. Ausserdem sei auch dann nicht der Beweis erbracht, dass CHF 70'000.00 im 
Couvert gewesen seien, womit der Berufungskläger den Beweis für die Kaufpreis-
zahlung nicht habe erbringen können (vgl. act. B.2, E. 3.2 und E. 3.3).

4.4. Der Berufungskläger macht geltend, dass die noch verbleibenden Zweifel, 
konkret die tatsächliche Höhe des Geldbetrages im Kartoncouvert und das fehlen-
de Wissen von Drittpersonen um die Höhe des Geldbetrages, entgegen der Vor-
instanz nur als leichte Zweifel zu werten seien, womit die Bezahlung des Kaufprei-

13 / 23

ses durch den Berufungskläger an den Berufungsbeklagten mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit bewiesen sei. Eine andere Subsumtion des Sach-
verhaltes sei falsch (act. A.1, Rz. 22, 28). Die Höhe des Geldbetrages sei dadurch 
bewiesen, dass er den exakten Betrag am 5. April 2019 nacheinander auf der 
K._____ in L._____ (CHF 30'000.00) und danach in M._____ (CHF 40'000.00) 
abgehoben habe, dies insbesondere unter Berücksichtigung der Umstände, wel-
che zur Geldübergabe bzw. Kaufpreiszahlung in N._____ geführt hätten. Der Be-
rufungsbeklagte habe ihm unmittelbar nach dessen Besuch bei der F._____ in 
D._____ mitgeteilt, dass die Bank ihm den Betrag von CHF 70'000.00 nicht in bar 
ausbezahlt bzw. auf sein Konto überwiesen habe. Der Berufungsbeklagte habe 
ihm "befohlen", er, der Berufungskläger, solle sich nun darum kümmern, dass er 
die CHF 70'000.00 in bar erhalte. Unmittelbar nach dem Telefongespräch habe 
der Berufungskläger um 14.59 Uhr auf der K._____, Agenzia L._____, 
CHF 30'000.00 in bar abgehoben. Die Filiale habe nicht über genügend Bargeld-
reserven verfügt, um den gesamten Betrag von CHF 70'000.00 auszubezahlen. 
Aus diesem Grund habe er den restlichen Betrag in der Filiale in M._____ erhält-
lich machen müssen, wo er um 15.19 Uhr die restlichen CHF 40'000.00 abgeho-
ben habe. Aufgrund der geografischen Trennung sei es ihm nicht möglich gewe-
sen, das Geld dem Berufungsbeklagten rasch möglichst und persönlich zu über-
geben, weshalb er die Mittelsmänner H._____ und I._____ damit beauftragt habe. 
Am Sonntag, den 7. April 2019, habe er die CHF 70'000.00 in ein Kartoncouvert 
gesteckt und seinen Betriebsleiter I._____ per E-Mail über die geplante Geldü-
bergabe informiert. Am 8. April 2019 habe er das mit CHF 70'000.00 gefüllte Kar-
toncouvert dem Lastwagenchauffeur H._____ übergeben. Dieser sei Angestellter 
der O._____ SA. H._____ habe das Kartoncouvert gleichentags an den Betriebs-
leiter I._____ in N._____ übergeben. I._____ habe den Berufungsbeklagten tele-
fonisch aufgefordert, das Kartoncouvert bei ihm abzuholen. Dieser sei um ca. 
15.00 Uhr bei I._____ bei der P._____ auf dem Gemeindegebiet N._____ erschie-
nen. Im Auftrag des Berufungsklägers habe I._____ das Kartoncouvert mit den 
CHF 70'000.00 im Beisein seiner Frau J._____ um 15.10 Uhr an den Berufungs-
beklagten übergeben. Dieser habe ihm den Empfang des Kartoncouverts quittiert. 
I._____ habe dem Berufungskläger per E-Mail umgehend um 15.34 Uhr die erfolg-
te Übergabe des Kartoncouverts an den Berufungsbeklagten gemeldet und ihm 
auch die von diesem unterzeichnete Quittung elektronisch als Beilage zugesandt. 
Der Berufungsbeklagte habe sich überdies nach der Übergabe des Couverts 
"wirklich ungewöhnlich" verhalten. Er habe den Berufungskläger trotz zwischen-
zeitlicher mehrmaliger E-Mail- und SMS-Korrespondenz betreffend die Grunds-
tückräumung erst vier Monate später zur "wiederholten" Zahlung aufgefordert. In 
all den vorgenannten Korrespondenzen habe er ihn nie zur Kaufpreiszahlung auf-

14 / 23

gefordert, was ein weiteres starkes Indiz dafür sei, dass er den Kaufpreis bereits 
am 8. April 2019 in N._____ erhalten habe. Die Beweis- und Indizienkette sei na-
hezu geschlossen und die allfällig verbleibenden Zweifel erschienen mehr als nur 
leicht (gemeint wohl: weniger als nur leicht), weshalb ihm der strikte Beweis für die 
Kaufpreiszahlung gelungen sei (vgl. act. A.1, Rz. 16 ff.).

4.5. Der Berufungsbeklagte wendet ein, es könne der Vorinstanz "auf Grundlage 
des Regelbeweismasses" kein Vorwurf gemacht werden, "wenn sie am Vorliegen 
der behaupteten Tatsache – Kaufpreiszahlung über CHF 70'000.00 – ernsthafte 
Zweifel" gehabt und folglich die Klage gutgeheissen habe. Die Vorinstanz habe 
insgesamt zu Recht gefolgert, dass der Berufungskläger "keinen schlüssigen Be-
weis für die Übergabe von CHF 70'000.00 in bar" an den Berufungsbeklagten ha-
be erbringen können; der Berufungsbeklagte verweist dafür auf die Erwägung 3.3 
des vorinstanzlichen Entscheids, welche er auszugsweise im Wortlaut zitiert 
(act. A.2, Rz. II.4 und III.3.5 sowie III.5).

4.6.1. Aufgrund der Zeugenaussage der Bankangestellten G._____ ist erstellt, 
dass der Berufungsbeklagte am 5. April 2019 den Kaufpreis von CHF 70'000.00 in 
bar beziehen wollte, was ihm von der Bankmitarbeiterin verweigert wurde (vgl. 
E. 3.5). Die Zeugin, welche den Berufungsbeklagten in der F._____-Filiale in 
D._____ am Schalter bediente, sagte aus, dass der vom Berufungsbeklagten ge-
wünschte Barbezug des Geldes nicht möglich gewesen sei, da es sich um einen 
Zahlungsauftrag bzw. ein Überweisungsformular gehandelt habe (wobei die Kon-
tonummer gefehlt habe) und ein solch hoher Betrag aufgrund der GwG-
Bestimmungen sowieso nicht ausbezahlt werden dürfe. Der Berufungsbeklagte 
habe sich geärgert, den Zahlungsauftrag wieder mitgenommen und sei gegangen 
(vgl. RG act. V.7, Frage 2). Der Berufungsbeklagte gab anlässlich seiner Parteibe-
fragung (in Übereinstimmung mit der gleichlautenden Aussage des Berufungsklä-
gers) an, dass er den Berufungskläger nach dem Bankbesuch angerufen habe, 
allerdings habe er ihn nicht erreicht (RG act. VII.4, Frage 3). Überdies bestreitet 
er, am 8. April 2019 in N._____ auf dem Firmengelände der P._____ bei I._____ 
gewesen zu sein und ein Kartoncouvert mit den CHF 70'000.00 von diesem erhal-
ten zu haben (vgl. RG act. VII.4, Fragen 1, 5 f.). 

4.6.2. Der Berufungskläger sagte demgegenüber aus, vom Berufungsbeklagten 
nach dessen erfolglosem Bankbesuch vom 5. April 2019 telefonisch angewiesen 
worden zu sein, ihm den Kaufpreis von CHF 70'000.00 in bar zu bezahlen. Die von 
ihm erwähnte Wendung, wonach der Berufungsbeklagte ihm am Telefon gesagt 
habe, "dieser Zahlungsauftrag sei nicht einmal das Papier wert" kann grundsätz-
lich bereits an sich als Realitätskriterium gewertet werden (RG act. VII.5, Frage 2), 

15 / 23

da ein solcher Ausdruck bei einer erfundenen Geschichte kaum zu erwarten wäre. 
In Zusammenschau mit den beiden Bankbelegen, die bestätigen, dass der Beru-
fungskläger am selben Tag, dem 5. April 2019, kurz nacheinander zuerst 
CHF 30'000.00 auf der Bankfiliale K._____ in L._____ und anschliessend 
CHF 40'000.00 auf der Bankfiliale K._____ in M._____ abhob (RG act. III.5, 6), 
wie auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Berufungsbeklagte das 
Geld am 5. April 2019 in bar beziehen wollte, ist die Aussage des Berufungsklä-
gers, wonach ihn der Berufungsbeklagte danach telefonisch angewiesen habe, 
ihm das Geld in bar zu besorgen, glaubhaft. Ebenso ist auch seine Schilderung 
glaubhaft, dass er den Lastwagenchauffeur H._____ angewiesen habe, das Kar-
toncouvert mit dem Geld am übernächsten Tag mitzunehmen und an den Be-
triebsleiter I._____ in N._____ zu übergeben (vgl. RG act. VII.5, Fragen 6, 7). Dies 
wurde vom Zeugen H._____ bestätigt, wobei keinerlei Anhaltspunkte für eine 
Falschaussage ersichtlich sind. H._____ sagte (in freier Rede) aus, dass er das 
Couvert vom Berufungskläger erhalten und dieses am nächsten Tag nach 
N._____ habe bringen müssen. In N._____ sei er aus seinem LKW ausgestiegen 
und habe das Couvert I._____ übergeben. Dieses sei verschlossen gewesen (vgl. 
RG act. V.10, S. 2 und Fragen 2, 3). Auch I._____ gab zu Protokoll, dass er den 
LKW habe kommen sehen, hinausgegangen sei, das Couvert (von H._____) in 
Empfang genommen und überprüft habe, ob dieses noch verschlossen gewesen 
sei, was es gewesen sei (RG act. V.8, Frage 4). Damit erachtet es das Kantonsge-
richt als erwiesen, dass der Lastwagenfahrer H._____ das vom Berufungskläger 
zur Übermittlung erhaltene Couvert an I._____ in N._____ übergeben hat. 

4.6.3. Ebenso sind auch die Aussagen der beiden Zeugen I._____ und J._____ 
konsistent, nachvollziehbar und glaubhaft, und zwar ungeachtet dessen, dass sie 
– wie auch H._____ – Angestellte der AG des Sohnes des Berufungsklägers sind. 
Beide sagten aus, dass der Berufungsbeklagte am Nachmittag des 8. April 2019 
um ca. 14.30 Uhr persönlich auf dem Firmengelände der P._____ in N._____ vor-
beigekommen sei. I._____ schilderte zusätzlich zum eigentlichen Hauptgeschehen 
verschiedene Nebensächlichkeiten und Details: so sei der Berufungsbeklagte mit 
einem kleinen roten Toyota gekommen; er, der Berufungsbeklagte, sei nach der 
Begrüssung zielstrebig auf die Bilder in einem Büro hingegangen, welche Luftauf-
nahmen der Parzellen zeigten, und habe zu ihm gesagt, als er (I._____) mit dem 
Couvert und der Quittung hinausgegangen sei, dass er nicht gewusst habe, wie 
gross das "Gut" sei (RG act. V.8, Frage 4). Diese Schilderung von unbedeutenden 
Nebensächlichkeiten ist als Realitätskriterium zu werten und wäre bei einer erfun-
denen Geschichte nicht zu erwarten, was grundsätzlich für den Erlebnisbezug der 
Aussage spricht. Auch der vom Zeugen I._____ geschilderte Grund, weshalb er 

16 / 23

die Quittung angefertigt hatte, ist nachvollziehbar. Er sagte aus, dass der Beru-
fungskläger ihn angerufen und ihm mitgeteilt habe, dass der Fahrer abgefahren 
sei und um 14.30 Uhr bei ihm sein werde. Der Berufungskläger habe ihm gesagt, 
dass Geld im Couvert wäre, "da mit der Bank etwas nicht funktioniert" habe. Der 
Berufungskläger habe verneint, dass eine Quittung dabei sein werde, "weil durch 
den Kaufvertrag alles ok" sei. Er, I._____, habe zum Berufungskläger gesagt, dass 
er eine Quittung haben wolle, da er Geld übergebe; deshalb habe er, I._____, die 
Quittung so geschrieben (RG act. V.8, Frage 4). I._____ gab zudem zu Protokoll, 
dass er in seinem Leben "schon einiges erlebt" habe, und deshalb gewollt habe, 
dass ein Zeuge anwesend sei, weil Geld im Couvert gewesen sei. So habe er sei-
ne Frau, die draussen am Bäume Schneiden gewesen sei, für die Übergabe herzu 
gebeten (RG act. V.8, Frage 4). Nach der Übergabe des Kartoncouverts an den 
Berufungsbeklagten habe er dem Berufungskläger eine Meldung gemacht und 
auch die Quittung eingescannt. Beide Aussagen sind mittels Beweisen belegt; ei-
nerseits durch die mit der Unterschrift des Berufungsbeklagten versehene Quit-
tung mit dem Wortlaut "Couvert erhalten, von A._____ am 8.04.2019 durch 
I._____, Betriebsleiter, P._____, für Q._____, D._____, Dankend erhalten (Unter-
schrift B._____)" (RG act. III.9); andererseits durch das Mail von I._____ an den 
Berufungskläger vom 8. April 2019, das die Übergabe des Couverts an B._____ 
mit Uhrzeit (15.10 Uhr) zum Inhalt hat (RG act. III.10). J._____ bestätigte die er-
folgte Übergabe des Couverts durch I._____ an den Berufungsbeklagten, eben-
falls gab sie – in Übereinstimmung mit der gleichlautenden Aussage von I._____ – 
an, dass sie draussen am Bäume Schneiden gewesen sei, als ihr Mann sie in den 
Aufenthaltsraum hineingebeten habe, wo sie beide auf den Berufungsbeklagten 
gewartet hätten. Als der Berufungsbeklagte hereingekommen sei, hätten sie sich 
kurz begrüsst, I._____ habe ihm das Couvert übergeben und der Berufungsbe-
klagte habe den Empfang quittiert. Sie habe dabei die Funktion einer "stillen Be-
obachterin" gehabt (vgl. RG act. V.9, S. 2 und Ergänzungsfrage 2). 

Nur nebenbei bemerkt sei, dass die sowohl von J._____ als auch von I._____ zu 
Protokoll gegebene Aussage, wonach der Berufungsbeklagte das Kartoncouvert 
anlässlich der Übergabe nicht geöffnet habe, entgegen dem Dafürhalten der Vor-
instanz nicht als "eher ungewöhnlich" erscheint. Der Berufungsbeklagte bestätigte 
mit seiner (von ihm bestrittenen Unterschrift) lediglich den Erhalt des "Couverts" 
"von A._____ am 8.4.2019 durch I._____, Betriebsleiter, P._____, für Q._____, 
D._____" und nicht etwa den Erhalt von CHF 70'000.00. Vor diesem Hintergrund 
erstaunt es nicht, dass er das Couvert gemäss den Aussagen der Zeugen J._____ 
und I._____ nicht geöffnet hat, um das Geld nachzuzählen, dessen Erhalt er mit 
seiner Unterschrift bestätigt hätte. Seine (von ihm bestrittene), auf der Quittung 

17 / 23

befindliche Unterschrift bestätigt gerade nicht, den Betrag von CHF 70'000.00 er-
halten zu haben.  

Zusammenfassend sind weder bei J._____ noch bei I._____ Anhaltspunkte für 
eine Falschaussage ersichtlich, auch sind ihre Aussagen in sich und im Vergleich 
zu- und miteinander stimmig und durch die genannten Urkunden zusätzlich belegt.

4.6.4. Der Berufungsbeklagte selber gab anlässlich seiner erstinstanzlichen Be-
fragung ausweichende Antworten auf die Frage des Vorsitzenden, ob er tatsäch-
lich vor Ort bei I._____ in N._____ gewesen sei. Statt die Frage, ob I._____ ihm 
am 8. April 2019 ein Couvert übergeben habe, zu beantworten, führte er aus, was 
er am 8. April 2019 alles getan habe (er habe um 11.30 Uhr in R._____ sein müs-
sen, um bei einem Pop Up Restaurant Wein zurückzuholen, gleichzeitig habe er 
den Wein von einem Weinbau in S._____ "auch gerade mitnehmen" müssen; er 
habe den Wein um 16.30 Uhr in S._____ abgeladen; vgl. RG act. V.4, Frage 5). 
Auch die anschliessende nochmalige Frage des Vorsitzenden, ob er an diesem 
Tag bei I._____ gewesen sei oder irgendwann anfangs April ein Couvert erhalten 
habe, beantwortete er mit "Nein. Ich habe kein Couvert von I._____ erhalten. Mal 
nicht mit Geld drin. Nein, ich habe kein Couvert erhalten" (RG act. V.4, Frage 6). 
Auf die spätere nochmalige Nachfrage des Vorsitzenden, ob er am 8. April 2019 
keinen Kontakt mit I._____ gehabt habe, antwortete er: "Ich glaube nicht. Ich 
musste an diesem Tag nach R._____ und Wein nach S._____ bringen." (RG 
act. V.4, Frage 9). Hinzu kommt, wie auch die Vorinstanz vermerkte, das unge-
wöhnliche Verhalten des Berufungsbeklagten nach der von ihm bestrittenen 
Übergabe des Kaufpreises. Statt den angeblich nie erhaltenen Kaufpreis vom Be-
rufungskläger einzufordern, erwähnte er in den mehrfachen (zeitlich nachfolgen-
den) schriftlichen Korrespondenzen zwischen ihm und dem Berufungskläger nie, 
dass er den Kaufpreis nicht erhalten habe. Dies wäre aber umso mehr zu erwarten 
gewesen, als der Berufungskläger ihn gar mehrfach aufgefordert hatte, das erwor-
bene Grundstück von Fahrnisgegenständen zu räumen, und ihm dafür Fristen an-
gesetzt hatte (vgl. RG act. III.12, 13, 15; vgl. auch die zutreffende Erwägung der 
Vorinstanz, act. B.2, E. 3.3). Diese unterlassene Aufforderung zur Kaufpreiszah-
lung ist ein starkes Indiz dafür, dass er den Kaufpreis erhalten hatte, wäre doch 
ansonsten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten gewesen, dass er den 
fehlenden Erhalt der Kaufpreiszahlung in der vorliegenden Konstellation mehrfach 
und insbesondere auch schriftlich gegenüber dem Berufungskläger gerügt hätte. 
Seine Aussage, er habe dies telefonisch gegenüber dem Rechtsvertreter des Be-
rufungsklägers getan (vgl. RG act. VII.4, Frage 7), ist wenig überzeugend. Auch 
sein ausweichendes Aussageverhalten zur Frage, ob er für die Übergabe des 

18 / 23

Geldes tatsächlich vor Ort in N._____ gewesen sei, insbesondere aber die dieser 
Aussage gegenüberstehenden Aussagen der Zeugen I._____ und J._____, spre-
chen dafür, dass er das Kartoncouvert entgegen seiner Aussage persönlich von 
I._____ am 8. April 2019 in N._____ erhalten hat. Schliesslich bestritt der Beru-
fungsbeklagte nicht, dass es sich bei der Unterschrift auf der Quittung um seine 
Unterschrift handelt, er bestritt nur, dass er diese angebracht habe (RG act. V.II, 
Frage 4), mithin bestritt er die Echtheit der Unterschrift. Die im vorinstanzlichen 
Verfahren edierten Strafrechtsakten betreffend das vom Berufungsbeklagten ein-
geleitete Strafverfahren wegen Urkundenfälschung enthalten indes unter anderem 
ein Gutachten des Forensischen Instituts (FOR) Zürich vom 25. Mai 2022. Die dort 
festgestellten Untersuchungsbefunde sprechen laut Gutachter dabei sehr stark 
dafür, dass die fragliche Unterschrift von B._____ geschrieben worden und somit 
echt sei (vgl. StA act. 2.23, S. 7).

4.7.1. Die ganze Kette des durch den Berufungskläger behaupteten Geschehens, 
wie es zur Übergabe des Kaufpreises von CHF 70'000.00 kam, ist – angefangen 
bei den Umständen, die zur Abhebung der CHF 30'000.00 und CHF 40'000.00 am 
7. April 2019 führten, über die Übergabe des Couverts an und von H._____ an 
I._____, bis und mit der Übergabe desselben von I._____ an den Berufungsbe-
klagten – schlüssig und in sich stimmig. Rein theoretisch wäre es zwar denkbar, 
dass der Berufungskläger die ganze Geschichte mit den Angestellten der AG sei-
nes Sohnes fingiert haben könnte, wobei dies aufgrund der Anzahl der involvierten 
Personen, der vielen Details und der Stimmigkeit in und zwischen den Zeugen-
aussagen und den Aussagen des Berufungsklägers und nicht zuletzt auch jenen 
des Berufungsbeklagten selbst, als sehr unwahrscheinlich scheint. 

4.7.2. Des Weiteren sagten alle Zeugen aus, dass sie gewusst hätten, dass Geld 
im Kartoncouvert gewesen sei, nicht aber, wie viel (vgl. RG act. V.8, Fragen 4 und 
Ergänzungsfrage 3; RG act. V.9, Frage 2; RG act. V.10, Frage 1). Auch dies ist 
glaubhaft, nicht zuletzt im Lichte der Aussage des Berufungsklägers, wonach er 
nicht gewollt habe, dass I._____ bzw. "unsere Leute" von der Höhe des Kaufprei-
ses erfahren (vgl. RG act. VII.5, Frage 6). Bei einer fingierten Geschichte seitens 
des Berufungsklägers wäre im Übrigen wohl zu erwarten gewesen, dass allfällige 
von ihm instruierte Zeugen die Höhe des Geldbetrages, der sich im Couvert be-
funden haben sollte, benennen könnten. 

4.7.3. Der Berufungskläger führte anlässlich seiner erstinstanzlichen Befragung 
auch den Grund aus, warum er keine Quittung ausstellte bzw. das Geld dem Beru-
fungsbeklagten nicht selber in bar übergab: Er habe tausende Verträge, von Eur-
opa bis Neuseeland, mündlich abgeschlossen, alles telefonisch, wobei das Wort 

19 / 23

bzw. Treu und Glauben genügt hätten. Er habe dem Berufungsbeklagten vertraut 
und diesen als ehrlichen Geschäftspartner und Mann eingeschätzt. Im Nachhinein, 
"heute", würde er ihm das Geld persönlich übergeben (vgl. RG act. VII.5, Frage 8 
und Ergänzungsfrage 9). Die bereits zitierte Aussage von I._____, wonach der 
Berufungskläger verneint habe, dass eine Quittung dabei sein werde, "weil durch 
den Kaufvertrag alles ok" sei, steht mit dieser Einstellung des Berufungsklägers in 
Einklang. Damit stimmig ist auch dessen Aussage, wonach er I._____ nicht dazu 
beauftragt habe, die Quittung auszustellen; er habe ihm lediglich gesagt, er solle 
das Couvert übergeben. I._____ sei aber "noch so intelligent" gewesen, eine Quit-
tung auszustellen (RG act. VII.5, Frage 5). Aus Sicht des Berufungsklägers ist es 
auch nachvollziehbar, dass er das Geld nach dem erfolglosen Bargeldbezugsver-
such des Berufungsbeklagten und dessen Anweisung, der Berufungskläger solle 
ihm nun den Kaufpreis in bar besorgen (dazu E. 3.4.2 und E. 4.6.2); tatsächlich 
auch in bar besorgte, nachdem der Kaufpreis gemäss Kaufvertrag nach den An-
weisungen des Verkäufers zu leisten war (vgl. RG act. II.4). 

4.7.4. Schliesslich ist durch die beiden Bankbelege erstellt, dass der Berufungs-
kläger am Nachmittag des 5. April 2019 kurz hintereinander zuerst CHF 30'000.00 
auf der Bankfiliale K._____ in L._____ und anschliessend CHF 40'000.00 auf der 
Bankfiliale K._____ in M._____ direkt nach dem von ihm glaubhaft geschilderten 
Telefonat mit dem Berufungsbeklagten (dazu oben, E. 3.4.2), mithin exakt die 
Höhe des Kaufpreises von CHF 70'000.00, abhob. Das von ihm anschliessend an 
I._____ verfasste E-Mail mit den entsprechenden Anweisungen betreffend Entge-
gennahme des Kartoncouverts vom LKW-Fahrer und Übergabe desselben an den 
Berufungsbeklagten (RG act. III.8) bildet ein weiteres (stimmiges) Glied in der Ket-
te der Darstellung des Berufungsklägers zu den Modalitäten der Übergabe des 
Kartoncouverts an den Berufungsbeklagten, welche durch die Aussagen der drei 
Zeugen H._____, I._____ und J._____ bestätigt wurden. Wiederum wäre es 
denkbar, dass der Berufungskläger die Abhebung der exakten Kaufpreissumme 
bewusst vorgenommen haben könnte, um zu fingieren, dass sich die 
CHF 70'000.00 im Kartoncouvert befunden haben, während er das abgehobene 
Geld anderswo aufbewahrt haben und das Kartoncouvert beispielsweise mit Pa-
pier oder ähnlichem gefüllt haben könnte. Allerdings hätte er in einem solchen Fall 
damit rechnen müssen, dass der Berufungsbeklagte das fehlende Geld spätes-
tens beim Öffnen des Kartoncouverts bei sich zuhause bemerkt hätte und den feh-
lenden Erhalt des Kaufpreises rügen und nachfordern würde. Er konnte nicht er-
warten, dass der Berufungsbeklagte dies – wie in casu geschehen – nicht machen 
bzw. trotz mehrfacher schriftlicher Korrespondenz zwischen ihnen dies erst vier 
Monate später machen würde. 

20 / 23

4.7.5. Aufgrund der Stimmigkeit aller vor- und nachgelagerten Begebenheiten – 

- Abhebung von exakt dem Kaufpreis entsprechenden CHF 30'000.00 sowie 
CHF 40'000.00, mithin CHF 70'000.00 in bar durch den Berufungskläger ab 
dessen Bankkonto auf den beiden Bankfilialen K._____ in L._____ und 
K._____ in M._____ am Freitag, 5. April 2019; 

- E-Mail des Berufungsklägers an I._____ vom Sonntag, 7. April 2019, wo-
nach einer der Fahrer ein Kartoncouvert zu ihm bringen werde, das er an 
den Berufungsbeklagten übergeben solle, wobei I._____ ausgesagt hatte, 
der Berufungskläger habe ihm telefonisch mitgeteilt, dass sich Geld im Kar-
toncouvert befinden würde;

- vom Zeugen und Lastwagenfahrer H._____ geschilderte Übergabe des 
Kartoncouverts durch den Berufungskläger an ihn; 

- von I._____ und H._____ geschilderte, zweite Übergabe des Kartoncou-
verts durch H._____ an I._____ am Montag, 8. April 2019; 

- von I._____ und J._____ geschilderte bzw. bezeugte Übergabe des Kar-
toncouverts an den Berufungsbeklagten am Montag, 8. April 2019;

- mit der Unterschrift des Berufungsbeklagten versehene Quittung, welche 
den Erhalt des Kartoncouverts von I._____ bestätigte (wobei der Beru-
fungsbeklagte bestritt, dass er diese Unterschrift geleistet habe – das edier-
te Gutachten indes zum Schluss gelangt, die Unterschrift spreche sehr 
stark dafür, dass sie vom Berufungsbeklagten geschrieben worden sei); 

- kein Hinweis seitens des Berufungsbeklagten betreffend Nichterhalt des 
Kaufpreises in den nachfolgenden Korrespondenzen mit dem Berufungs-
kläger

– verbleiben dem Berufungsgericht keine ernsthaften Zweifel daran, dass sich im 
Kartoncouvert tatsächlich der Kaufpreis von CHF 70'000.00 in bar befunden hat 
und dass der Berufungsbeklagte diesen tatsächlich persönlich von I._____ erhal-
ten hat. In Würdigung aller Aussagen und den von den Parteien vorgebrachten 
Beweismitteln ist die Berufungsinstanz mithin überzeugt, dass der Berufungsbe-
klagte den Kaufpreis von CHF 70'000.00 wie vom Berufungskläger geschildert 
erhalten hat. Wie oben abgebildet (vgl. E. 3.2.2), ist absolute Gewissheit nicht er-
forderlich, womit eine kleine Wahrscheinlichkeit verbleibt, dass kein Geld oder 
dass weniger Geld im Kartoncouvert war und/oder dass das Kartoncouvert dem 

21 / 23

Berufungsbeklagten von I._____ nicht übergeben worden war. Die allenfalls ver-
bleibenden Zweifel, dass der Berufungskläger die gesamte Geschichte samt den 
bzw. ohne die als Zeugen aussagenden H._____, I._____ und J._____ erfunden 
haben könnte, erscheinen aufgrund der dargelegten, nahezu geschlossenen Be-
weis- und Indizienkette, als sehr leicht. Gleiches gilt für allfällig verbleibende Zwei-
fel daran, dass sich im Kartoncouvert tatsächlich kein oder weniger Geld als 
CHF 70'000.00 in bar befunden haben könnte. 

4.7.6. Nach dem Ausgeführten ist das Kantonsgericht von der Richtigkeit der 
Sachbehauptung des Berufungsklägers, wonach er dem Berufungsbeklagten den 
Kaufpreis von CHF 70'000.00 am 8. April 2019 über die beiden Mittelsmänner 
H._____ und I._____ in einem verschlossenen Kartoncouvert, enthaltend 
CHF 70'000.00 in bar, übergeben und bezahlt hat, überzeugt.

4.8. Zusammenfassend gelingt dem Berufungskläger der Beweis der Kaufpreis-
zahlung an den Berufungsbeklagten nach dem eingangs dargelegten Regelbe-
weismass. Die Berufung ist antragsgemäss gutzuheissen, der vorinstanzliche Ent-
scheid in Bezug auf die Ziffern 1, 2, 3, 5 und 6 aufzuheben und die Teilklage von 
B._____ wie beantragt abzuweisen.

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen

5.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist über die Prozesskosten des vor-
instanzlichen Verfahrens zu entscheiden (vgl. Art. 104 ff. ZPO i.V.m. Art. 318 
Abs. 3 ZPO). Da der Berufungsbeklagte mit seiner Teilklage vollständig unterliegt 
und vor Erstinstanz überdies die Widerklage des Berufungsklägers betreffend die 
Räumung des Grundstückes vollumfänglich anerkannt hatte (vgl. act. B.2, E. 4.1; 
RG act. VII.3), hat er die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu tra-
gen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Damit sind ihm die von der Vorinstanz festgelegten 
und überdies unbestritten gebliebenen Gerichtskosten in Höhe von CHF 4'600.00 
aufzuerlegen. Auch hat er dem obsiegenden Berufungskläger für das erstinstanz-
liche Verfahren eine Parteientschädigung zu bezahlen (vgl. Art. 95 Abs. 1 lit. b 
ZPO i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Rechtsvertreter des Berufungsklägers 
machte für das erstinstanzliche Verfahren einen Aufwand von 83.8 Stunden à 
CHF 250.00, zuzüglich 3% Spesen und 7.7% MwSt., total CHF 23'240.05, geltend 
(RG act. VIII.4). Bei der Kostennote des Rechtsvertreters des Berufungsklägers 
fällt auf, dass dieser 19.5 Stunden alleine für Besprechungen, Korrespondenzen 
und Telefonaten mit seinem Klienten verrechnete. Dies erscheint als zu hoch. Zum 
Vergleich dazu hat der Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten für das gesamte 
Verfahren insgesamt lediglich 18 Stunden in Rechnung gestellt (RG act. VIII.3). 

22 / 23

Zwar kann dieser Aufwand lediglich als grober Anhaltspunkt für eine Plausibilitäts-
kontrolle dienen, zumal er für das immerhin mehr als drei Jahre dauernde erstin-
stanzliche Verfahren mit zwei Hauptverhandlungen, diversen Einvernahmen und 
Editionsanträgen als sehr niedrig erscheint. Nichtsdestotrotz ist der von Rechts-
anwalt Luca Conrad für Korrespondenzen, Besprechungen, und Telefonaten mit 
dem Klienten geltend gemachte Aufwand von 19.5 Stunden für die Prozess-
führung nicht erforderlich. Es rechtfertigt sich, diesen um pauschal 10 Stunden auf 
9.5 Stunden zu kürzen. Die weiteren Aufwandpositionen geben zu keinen Bemer-
kungen Anlass. Demnach hat der Berufungsbeklagte dem Berufungskläger für das 
erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 20'466.75 (73.8 Std. 
x CHF 250.00, zzgl. 3% Spesen, zzgl. 7.7% MwSt.), zu bezahlen.

5.2. In Verfahren der zivilrechtlichen Berufung beträgt die Entscheidgebühr 
gemäss Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren (VGZ; 
BR 320.210) CHF 1'000.00 bis CHF 30'000.00. Vorliegend wird angesichts der 
Sach- und Rechtsfragen, die zu beurteilen waren, eine Gebühr von CHF 6'000.00 
erhoben. Die Parteientschädigung zugunsten des Berufungsklägers wird ermes-
sensweise auf pauschal CHF 3'500.00 (inkl. Spesen und MwSt.) festgesetzt, was 
beim vereinbarten Stundenansatz von CHF 250.00 in etwa einem Aufwand von 
rund 12 Stunden entspricht. Nachdem sich gegenüber dem vorinstanzlichen Ver-
fahren keine neuen Fragen stellten, erscheint dieser Aufwand als angemessen. 
Entsprechend ist der Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Berufungskläger 
eine Parteientschädigung von CHF 3'500.00 (inklusive Spesen und MwSt.) zu be-
zahlen.

23 / 23

Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von A._____ wird gutgeheissen und die Ziffern 1, 2, 3, 5 und 
6 des angefochtenen Urteils werden aufgehoben.

2. Die Teilklage von B._____ wird abgewiesen.

3. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 4'600.00 werden B._____ 
auferlegt und mit den geleisteten Kostenvorschüssen in Höhe von 
CHF 4'600.00 (davon CHF 3'000.00 durch B._____ und CHF 1'600.00 
durch A._____) verrechnet. B._____ wird verpflichtet, A._____ den Betrag 
von CHF 1'600.00 direkt zu ersetzen. 

4. B._____ wird verpflichtet, A._____ für das erstinstanzliche Verfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 20'466.75 (inklusive Spesen und Mehrwert-
steuer) zu bezahlen.

5. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von CHF 6'000.00 werden 
B._____ auferlegt und mit dem von A._____ erbrachten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe verrechnet. B._____ wird verpflichtet, A._____ den von die-
sem geleisteten Kostenvorschuss direkt zu ersetzen.

6. B._____ wird verpflichtet, A._____ für das Berufungsverfahren eine Partei-
entschädigung von CHF 3'500.00 (inklusive Spesen und Mehrwertsteuer) 
zu bezahlen.

7. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung, kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 
Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde 
gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

8. Mitteilung an: