# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5c1e9d1-b835-54a1-bc59-0b720fd70591
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.05.2025 B-6083/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6083-2024_2025-05-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-6083/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Daniel Willisegger (Vorsitz), 

Richter Pietro Angeli-Busi, Richter Francesco Brentani,    

Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch 

Dr. Livio Bundi, Rechtsanwalt, 

Beschwerdeführerin,  

 

 
gegen 

 
 

ETH-Beschwerdekommission, 

Vorinstanz, 

 

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich 

(ETH Zürich),  

Erstinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Ausschluss aus dem Bachelor-Studiengang Medizin. 

 

B-6083/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) war Studentin im Bachelor-

Studiengang Humanmedizin an der Eidgenössischen Technischen Hoch-

schule Zürich (ETH Zürich; nachfolgend: Erstinstanz). Am 10. Januar 2024 

absolvierte die Beschwerdeführerin zum zweiten Mal die praktische Prü-

fung zum Praktikum in klinischer Anatomie, nachdem sie die Prüfung im 

ersten Versuch ein Jahr zuvor nicht bestanden hatte. Am 11. Januar 2024 

wurde der Beschwerdeführerin die Bewertung der Prüfung mit der Note 3.0 

mitgeteilt. Am 31. Januar 2024 fand eine Prüfungsbesprechung mit den Ex-

aminatoren statt. Mit Verfügung vom 8. Februar 2024 teilte die Erstinstanz 

der Beschwerdeführerin die Note 3.0 im Fach "Praktikum klinische Anato-

mie" mit. Mit Verfügung vom 26. Februar 2024 schloss die Erstinstanz die 

Beschwerdeführerin vom Bachelor-Studiengang Humanmedizin aus, weil 

es ihr nicht mehr möglich gewesen sei, die erforderlichen 49 Kreditpunkte 

für die Kategorie "Organsysteme, klinische Fächer und Naturwissenschaf-

ten: Weitere Fächer" zu erreichen und das Bachelor-Diplom in Medizin zu 

erlangen. 

B.  

B.a Mit Eingabe vom 15. März 2024 erhob die Beschwerdeführerin gegen 

die Notenverfügung Beschwerde vor der ETH-Beschwerdekommission 

(nachfolgend: Vorinstanz). Sie beantragte, die Notenverfügung sei aufzu-

heben und es sei ihr zu ermöglichen, die mündliche Prüfung im Fach "Prak-

tikum klinische Anatomie" innert 12 Monaten kostenlos zu wiederholen. Es 

seien ihr das Gesprächsprotokoll der mündlichen Prüfung, die ausgefüllten 

Bewertungsraster und Korrekturschemata der Prüfungsexperten, weitere 

Notizen der Prüfungsexperten sowie alle übrigen Unterlagen im Zusam-

menhang mit der Prüfung und deren Korrektur herauszugeben. Nach Er-

halt der Unterlagen sei ihr eine angemessene Frist zur Ergänzung der Be-

schwerde zu gewähren. 

B.b Mit Verfügung vom 20. März 2024 erhob die Vorinstanz von der Be-

schwerdeführerin einen Kostenvorschuss, der am 22. März 2024 geleistet 

wurde. 

B.c Mit Eingabe vom 22. März 2024 legte die Erstinstanz die Ausschluss-

verfügung vom 26. Februar 2024 ins Recht und erklärte, das Anfechtungs-

objekt im Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz sei nicht die Notenver-

fügung, sondern die Ausschlussverfügung, da die Einzelnote als ein Be-

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gründungselement bereits in der Ausschlussverfügung enthalten sei. Das 

doppelte Nichtbestehen des Praktikums in klinische Anatomie habe zum 

Ausschluss aus dem Bachelor-Studiengang Medizin geführt. 

B.d Mit Verfügung vom 27. März 2024 setzte die Vorinstanz der Erstinstanz 

Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung an. 

B.e Mit Eingabe vom 28. März 2024 erhob die Beschwerdeführerin gegen 

die Ausschlussverfügung Beschwerde vor der Vorinstanz. Sie beantragte, 

die Ausschlussverfügung sei aufzuheben und es sei ihr zu ermöglichen, die 

mündliche Prüfung im Fach "Praktikum klinische Anatomie" innert 12 Mo-

naten kostenlos zu wiederholen. Eventualiter sei die Ausschlussverfügung 

aufzuheben und es sei ihr zu erlauben, die fünf Kreditpunkte des Fachs 

"Praktikum klinische Anatomie" zu kompensieren. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht beantragte sie die Verfahrensvereinigung mit dem Beschwerde-

verfahren betreffend die Notenverfügung. 

B.f Mit Verfügung vom 2. April 2024 stellte die Vorinstanz der Erstinstanz 

die neuerliche Beschwerde zu und erklärte, dass sie den Ausschluss vom 

Studium als Anfechtungsobjekt betrachte und die ursprünglich angefoch-

tene Note inhaltlich als mitangefochten gelte. 

B.g Mit Vernehmlassung vom 6. Mai 2024 beantragte die Erstinstanz die 

Abweisung der Beschwerde unter Beilage einer Stellungnahme der Exa-

minatoren vom 18. April 2024. 

B.h Mit Replik vom 24. Juni 2024 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest. 

B.i Mit Entscheid vom 22. August 2024 wies die Vorinstanz die Be-

schwerde ab und auferlegte der Beschwerdeführerin Verfahrenskosten von 

Fr. 500.–. 

C.  

Mit Eingabe vom 25. September 2024 hat die Beschwerdeführerin Be-

schwerde vor Bundesverwaltungsgericht erhoben. Sie beantragt, der Ent-

scheid der Vorinstanz sei aufzuheben und es sei ihr zu ermöglichen, die 

mündliche Prüfung im Fach "Praktikum klinische Anatomie" kostenlos zu 

wiederholen. Eventualiter sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben 

und es sei ihr zu erlauben, die fünf Kreditpunkte des Fachs "Praktikum kli-

nische Anatomie" zu kompensieren. 

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Seite 4 

D.  

Mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 2024 beantragt die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 25. November 2024 beantragt die Erstinstanz, 

die Beschwerde sei abzuweisen. 

F.  

Mit unaufgeforderter Stellungnahme vom 6. Dezember 2024 hält die Be-

schwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren fest. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der Beschwerde zu-

ständig (Art. 37 Abs. 1 und Art. 37a des Bundesgesetzes über die Eidge-

nössischen Technischen Hochschulen vom 4. Oktober 1991 [ETH-Gesetz, 

SR 414.110] i.V.m. Art. 31 f. sowie Art. 33 Bst. f des Verwaltungsgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Die Vorinstanz erachtete 

den Studienausschluss als Anfechtungsobjekt im vorinstanzlichen Be-

schwerdeverfahren und die vorgängig durch Verfügung mitgeteilte unge-

nügende Einzelnote als inhaltlich mitangefochten, weil die ursprünglich an-

gefochtene Einzelnote ein Begründungselement des Ausschlusses aus 

dem Studiengang bilde. Damit hat die Vorinstanz die separat angehobenen 

Beschwerdeverfahren faktisch vereinigt. Im Verfahren vor Bundesverwal-

tungsgericht bildet der vorinstanzliche Beschwerdeentscheid das Anfech-

tungsobjekt, mit dem materiell über die Bewertung der fraglichen Prüfung 

sowie über den verfügten Studienausschluss entschieden wurde. Die Be-

schwerdeführerin hat ein Rechtsschutzinteresse an der Überprüfung des 

angefochtenen Beschwerdeentscheids, mithin auch an der Überprüfung 

der dem verfügten Studienausschluss zugrunde liegenden Einzelnote (vgl. 

BGE 136 I 229 E. 2.6). Sie ist zur Beschwerde berechtigt (Art. 48 Abs. 1 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 

SR 172.021]). Sie hat das Vertretungsverhältnis durch schriftliche Voll-

macht nachgewiesen (Art. 11 VwVG), den Kostenvorschuss bezahlt 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die Beschwerde frist- und formgerecht einge-

reicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist ein-

zutreten. 

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Seite 5 

2.  

Die Beschwerde ist nur im Rahmen des Streitgegenstands zulässig. Dieser 

wird durch den Gegenstand des angefochtenen Entscheids und durch die 

Parteibegehren bestimmt, wobei der angefochtene Entscheid den mögli-

chen Streitgegenstand begrenzt (BGE 133 II 35 E. 2). Gegenstand des an-

gefochtenen Entscheids bildet die Bewertung der fraglichen Prüfung sowie 

der Studienausschluss. Die Beschwerdeführerin stellt in Bezug auf den 

Studienausschluss keinen Antrag. Es wird zwar die Aufhebung des ange-

fochtenen Entscheids beantragt; Haupt- und Eventualantrag beschränken 

sich inhaltlich jedoch auf die nicht bestandene Prüfung zum Praktikum in 

klinischer Anatomie, wobei deren kostenlose Wiederholung, eventualiter 

die Kompensation des Fachs beantragt wird. In der Beschwerdeschrift wird 

indessen ausgeführt, dass der Studienausschluss aufzuheben sei, weil die 

fragliche Prüfung unterbewertet sei. Die Aufhebung der diesbezüglichen 

Notenverfügung führe dazu, dass die Voraussetzungen für einen Aus-

schluss aus dem Studiengang nicht erfüllt seien. Strittig ist demnach so-

wohl die Bewertung der fraglichen Prüfung als auch der verfügte Studien-

ausschluss. 

3.  

3.1 Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich ist eine au-

tonome öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes mit Rechtspersönlichkeit. 

Sie regelt und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig (Art. 5 Abs. 1 

und 2 ETH-Gesetz; vgl. BGE 146 II 56 E. 5.1). Ihre Aufgaben in der Lehre 

erfüllt die ETH Zürich, indem sie Studierende in einem universitären Fach-

studium ausbildet, das mit einem akademischen Titel (namentlich Ba-

chelor- und Masterabschluss; vgl. Art. 19 Abs. 1 Bst. abis ETH-Gesetz und 

Art. 24 Abs. 1 Bst. b und c der Verordnung des ETH-Rates vom 13. No-

vember 2003 über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich 

und Lausanne [ETHZ-ETHL-Verordnung, SR 414.110.37]) abgeschlossen 

wird (Art. 8 Abs. 1 Bst. a ETH-Gesetz). Welche Lerneinheiten hierfür zu ab-

solvieren und welche Lernkontrollen zu bestehen sind, wird in der Verord-

nung über Lerneinheiten und Leistungskontrollen an der ETH Zürich vom 

22. Mai 2012 (Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich, SR 414.135.1) 

sowie den gestützt darauf (Art. 7 Abs. 3 und Art. 31 Abs. 2 Bst. d Leistungs-

kontrollenverordnung ETH Zürich) erlassenen Studienreglementen gere-

gelt (vgl. BGE 147 I 73 E. 3.1).  

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3.2 Gemäss Art. 45 Abs. 1 des Studienreglements 2018 für den Bachelor-

Studiengang Humanmedizin vom 19. Juni 2018 (nachfolgend: Studienreg-

lement) gilt der Studiengang als endgültig nicht bestanden, wenn die Be-

dingungen für den Erwerb des Bachelor-Diploms (erforderliche Anzahl Kre-

ditpunkte nach Massgabe von Art. 40 oder weitere Bedingungen) nicht 

mehr erfüllt werden können wegen Nichtbestehens von Leistungskontrol-

len oder Nichteinhalten von Studienfristen. Der Erwerb des Bachelor-Dip-

loms in Medizin erfordert Studienleistungen in verschiedenen Kategorien 

(vgl. Art. 23 und Art. 24 Studienreglement). Eine Leistungskontrolle – in der 

vorliegend in Frage stehenden Kategorie – ist bestanden, wenn die Leis-

tung mit einer Note von mindestens 4 oder mit dem Prädikat "bestanden" 

bewertet wird (Art. 39 Abs. 6 Bst. a Studienreglement). Eine nicht bestan-

dene Leistungskontrolle kann nur einmal wiederholt werden (Art. 39 Abs. 6 

Bst. b). In gewissen Kategorien bestehen für endgültig nicht bestandene 

obligatorisch zu absolvierende Fächer Kompensationsmöglichkeiten (vgl. 

Art. 39 Abs. 7 Studienreglement). Die minimal erforderliche Anzahl Kredit-

punkte für den Erwerb des Bachelor-Diploms beträgt 180, wobei in der Ka-

tegorie "Organsysteme und klinische Fächer sowie Naturwissenschaften 

des zweiten und dritten Studienjahrs" – die vorliegend betroffen ist – ins-

gesamt 79 Kreditpunkte erworben werden müssen (Art. 40 Abs. 1 Bst. a, 

Abs. 2 und Abs. 3bis Studienreglement). Kreditpunkte werden nur für genü-

gende Leistungen erteilt. Eine Leistung gilt als genügend, wenn sie mit ei-

ner Note oder mit einem Notendurchschnitt von mindestens 4 oder mit dem 

Prädikat "bestanden" bewertet wird (Art. 10 Abs. 1 Studienreglement). Für 

ungenügende Leistungen werden keine Kreditpunkte erteilt (Art. 10 Abs. 2 

Studienreglement). Wer den Studiengang endgültig nicht bestanden hat, 

wird aus dem Studiengang ausgeschlossen ("Erteilung des Nicht-bestan-

den-Zeugnis"; Art. 45 Abs. 2 Studienreglement). 

3.3 Die Vorinstanz kommt im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass 

die Prüfung zum Praktikum in klinischer Anatomie zu Recht als ungenü-

gend bewertet worden sei. Die Beschwerdeführerin habe diese Leistungs-

kontrolle somit zum zweiten Mal und endgültig nicht bestanden. Eine Kom-

pensation sei ausgeschlossen. Weil die Beschwerdeführerin die für die Ka-

tegorie "Organsysteme und klinische Fächer sowie Naturwissenschaften 

des zweiten und dritten Studienjahrs" erforderlichen 79 Kreditpunkte nicht 

mehr erwerben könne, sei sie korrekterweise aus dem Studiengang aus-

geschlossen worden.  

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3.4 Die Beschwerdeführerin erachtet den angefochtenen Entscheid aus 

mehreren Gründen als rechtswidrig. Sie rügt eine unzulässige Kognitions-

beschränkung durch die Vorinstanz, eine Verletzung des Anspruchs auf 

korrekte Zusammensetzung der Prüfungsbehörde, weshalb der angefoch-

tene Entscheid auf der Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften be-

ruhe und damit gegen den Anspruch auf ein faires Verfahren sowie gegen 

das Willkürverbot verstosse, und eine Ungleichbehandlung als Repetentin 

im Vergleich zu denjenigen Studierenden, welche die Prüfung erstmals ab-

solvierten, weil ihr untersagt worden sei, das Praktikum in klinischer Ana-

tomie beziehungsweise das Tutorat nochmal zu besuchen. Die Vorinstanz 

lasse zudem rechtzeitige substantiierte Rügen betreffend Mängel im Prü-

fungsablauf im Zusammenhang mit der Fragestellung und dem Verhalten 

der Examinatoren unbeachtet und zweifle offenbar daran, dass sich die 

Tatsachen, wie von der Beschwerdeführerin dargestellt verwirklicht hätten. 

Damit nehme die Vorinstanz eine unhaltbare Beweiswürdigung vor und 

verstosse gegen das Willkürverbot. Die Beschwerdeführerin rügt eine Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs, weil weder die an der Prüfungsbespre-

chung von den Examinatoren abgegebene noch die schriftliche Begrün-

dung der Bewertung in der Vernehmlassung der Erstinstanz den Anforde-

rungen an eine genügende Begründung für einen Prüfungsentscheid ent-

sprächen. Schliesslich sei die fragliche Prüfung unterbewertet. 

4.  

4.1 Die Beschwerdeinstanz ist verpflichtet, ihre Kognition auszuschöpfen, 

das heisst, sie muss sich mit allen zulässigerweise erhobenen und hinrei-

chend begründeten Rügen auseinandersetzen. Widrigenfalls verletzt sie 

den Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 [BV, SR 101]) beziehungsweise begeht eine formelle Rechtsverwei-

gerung (Art. 29 Abs. 1 BV; BGE 131 II 271 E. 11.7.1; Urteile des BGer 

9C_302/2024 vom 27. November 2024 E. 3.3.1 [zur Publikation vorgese-

hen] und 2D_24/2021 vom 5. November 2021 E. 3.2 in fine). 

4.2 Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Entscheid, ihre Kognition sei 

gestützt auf Art. 37 Abs. 4 ETH-Gesetz eingeschränkt, dies gelte aber nur 

für die materielle und inhaltliche Prüfung und nicht für Rügen betreffend 

Mängel im Prüfungsverfahren oder die Auslegung und Anwendung von 

Rechtsnormen; diese seien mit umfassender Kognition zu prüfen. Soweit 

es um die Beurteilung von verwaltungsorganisatorischen Fragen gehe, 

auferlege sich die Vorinstanz zudem eine gewisse Zurückhaltung, zumal 

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die Erstinstanz als frontnähere Instanz mit ihren internen Problemen und 

Abläufen besser vertraut sei. Die Vorinstanz verweist diesbezüglich auf die 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts, wie sie im Urteil A-3757/2020 vom 

16. März 2021 E. 2.1 dargestellt wird. 

4.3 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe ihre Kognition mehr-

fach ungenügend und rechtsfehlerhaft wahrgenommen. Zwar treffe es zu, 

dass die Vorinstanz die Bewertung von Examensleistungen nur mit Zurück-

haltung überprüfen und nicht ohne Not von der Beurteilung der Prüfungs-

organe abweichen müsse. Die in der Beschwerde vorgebrachten Ein-

wände zur Durchführung und Bewertung der mündlichen Prüfung erwiesen 

sich jedoch als substantiiert und überzeugend, sodass die Vorinstanz eine 

offensichtliche Unterbewertung der Leistung der Beschwerdeführerin hätte 

erkennen müssen. Ohnehin keine Kognitionsbeschränkungen seien ange-

bracht bezüglich der Rügen hinsichtlich des Prüfungsablaufs, der falschen 

Zusammensetzung der Prüfungsbehörde und der rechtsungleichen Be-

handlung der Beschwerdeführerin im Vergleich zu den nicht repetierenden 

Studierenden. 

4.4 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es üblich und ver-

letzt Verfassungsrecht nicht, wenn Gerichtsbehörden bei der Kontrolle von 

Prüfungsentscheiden Zurückhaltung üben, wenn bei der inhaltlichen Be-

wertung Beurteilungsspielräume bestehen (BGE 136 I 229 E. 5.4.1 betref-

fend eine wissenschaftliche Arbeit an der Universität). Die Vorinstanz durfte 

sich Zurückhaltung auferlegen, solange sie gestützt auf die Akten keine 

Hinweise darauf ausgemacht hatte, dass sich die Erstinstanz von sach-

fremden oder ganz offensichtlich unhaltbaren Erwägungen hatte leiten las-

sen, sodass der Entscheid unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als 

nicht mehr vertretbar und damit willkürlich erschienen wäre (BGE 131 I 467 

E. 3.1). Es oblag der Beschwerdeführerin, substantiierte und überzeu-

gende Anhaltspunkte dafür zu liefern, dass die Prüfungsleistung offensicht-

lich unterbewertet wurde (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1). Vorliegend ist zudem 

spezialgesetzlich vorgesehen, dass mit der Beschwerde gegen Verfügun-

gen über das Ergebnis von Prüfungen und Promotionen die Unangemes-

senheit nicht gerügt werden kann (Art. 37 Abs. 4 ETH-Gesetz). Im Übrigen 

hat die Vorinstanz ihre Überprüfungsbefugnis korrekt dargestellt. 

4.5 Für das Bundesverwaltungsgericht gilt grundsätzlich dasselbe wie für 

die Vorinstanz: Es überprüft angefochtene Prüfungsentscheide umfas-

send, soweit sich die Rügen auf Verfahrensmängel im Prüfungsablauf so-

wie die Auslegung und Anwendung von Rechtsnormen beziehen (vgl. 

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Art. 49 VwVG; BVGE 2010/11 E. 4.2 in fine), jedoch mit einer gewissen Zu-

rückhaltung, soweit diese sich auf die materielle Bewertung von Prüfungs-

leistungen beziehen (BVGE 2010/11 E. 4.1, BVGE 2010/10 E. 4.1; vgl. Ur-

teile des BGer 2D_24/2021 vom 5. November 2021 E. 3.6.1 und 

2P.44/2007 vom 2. August 2007 E. 2.2 in fine). Auf Verfahrensfragen neh-

men all jene Einwände Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung, die 

Aufgabenstellung oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen (Urteil 

des BVGer B-6256/2009 vom 14. Juni 2010 E. 3). Ein rechtserheblicher 

Verfahrensmangel liegt vor, wo ein Mangel in kausaler Weise das Prü-

fungsergebnis eines Kandidaten entscheidend beeinflussen kann oder be-

einflusst hat (Urteil des BGer 2D_6/2010 vom 24. Juni 2010 E. 5.2). Bei 

einer wichtigen Verfahrensregel, die klar formuliert und im Hinblick auf die 

prozedurale Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit streng zu befolgen ist, 

ist dagegen nicht von Bedeutung, ob sich deren Verletzung konkret auf das 

Prüfungsergebnis ausgewirkt hat oder nicht (Urteile des BGer 2D_30/2016 

vom 19. Juni 2017 E. 2.1 und 2P.26/2003 vom 1. September 2003 E. 3.4; 

Urteil des BVGer B-8265/2010 vom 23. Oktober 2012 E. 4.1). Die Beweis-

last für allfällige Verfahrensfehler obliegt der beschwerdeführenden Partei 

(Urteil des BVGer B-822/2016 vom 24. August 2017 E. 4 in fine). Die Kog-

nition in oberer Instanz kann überdies nur enger, aber nicht weiter sein als 

vor unterer Instanz (Einheit des Verfahrens; BGE 135 V 382 E. 4.2): Art. 37 

Abs. 4 ETH-Gesetz gilt auch im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht. 

Eine Angemessenheitskontrolle entfällt. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- 

und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung 

sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. Daraus leitet sich das 

Recht der Verfahrensbeteiligten ab, dass die Behörde in der richtigen, un-

parteiischen Zusammensetzung entscheidet. Die Besetzung richtet sich 

nach dem Verfahrens- und Organisationsrecht. Die Behörde verfügt indes 

hinsichtlich der Zusammensetzung des Entscheidgremiums über ein ge-

wisses Ermessen, um beispielsweise Ersatzmitglieder in die Entscheidfin-

dung einzubinden. Allerdings soll die Besetzung, wenn immer möglich, 

nach sachlichen Kriterien erfolgen (vgl. BGE 142 I 172 E. 3.2, BGE 137 I 

340 E. 2.2.1; GEROLD STEINMANN/BENJAMIN SCHINDLER/DAMIAN WYSS, in: 

Bernhard Ehrenzeller/Patricia Egli/Peter Hettich/Peter Hongler/Benjamin 

Schindler/Stefan G. Schmid/Rainer J. Schweizer [Hrsg.], Die schweizeri-

sche Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 4. Aufl., Zürich/St. Gallen/ 

Genf 2023, Art. 29 N 46; BERNHARD WALDMANN, in: Bernhard Waldmann/ 

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Eva Maria Belser/Astrid Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesverfas-

sung, Basel 2015, Art. 29 N 34). 

5.2 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 17 Abs. 1 in Ver-

bindung mit Art. 4 Abs. 1 und 2 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich. 

Sie bringt vor, die Prüfungsbehörde sei falsch zusammengesetzt gewesen. 

Das negative Prüfungsresultat beruhe auf einer Verletzung wesentlicher 

Verfahrensvorschriften und verstosse gegen den Anspruch auf ein faires 

Verfahren. Es erweise sich darüber hinaus als willkürlich. Die fragliche Prü-

fung sei von zwei Examinatoren abgenommen worden, die weder als Do-

zierende noch als Prüfende im Vorlesungsverzeichnis oder in der Prü-

fungsinformation aufgeführt gewesen seien. Die Erstinstanz habe weder 

darlegen können, weshalb die fraglichen Examinatoren als Dozierende ein-

zustufen seien, noch dass sie in der betroffenen Lerneinheit unterrichtet 

hätten. Es gehe vorliegend nicht um die Frage, ob die Examinatoren tat-

sächlich sachkundig gewesen seien oder nicht, was im Übrigen nicht zu-

treffe. Die zuständigen Examinatoren seien im Vorlesungsverzeichnis fest-

gelegt gewesen und es habe keine Änderung gegeben, die den Studieren-

den verbindlich mitgeteilt worden wäre. Auch sei kein vorgesehener Exa-

minator verhindert gewesen. Eine hohe Anzahl abzunehmender Prüfungen 

sei kein Verhinderungsgrund im Sinne der Leistungskontrollenverordnung. 

Selbst wenn ein Ausnahmefall nach Art. 4 Abs. 2 Leistungskontrollenver-

ordnung vorgelegen hätte, wäre dieser vom Rektor zu bewilligen gewesen. 

Der Anspruch auf korrekte Zusammensetzung der Prüfungsbehörde sei 

daher verletzt. Die Zusammensetzung der Prüfungsbehörde sei im Übrigen 

keine rein verwaltungsorganisatorische Frage, sondern eine wesentliche 

Verfahrensvorschrift. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach der Erstin-

stanz dabei ein Ermessensspielraum zu belassen sei, sei unzutreffend. 

5.3 Die Vorinstanz führt im angefochtenen Entscheid aus, es bestehe kein 

Anspruch darauf, dass die Prüfung von den im Vorlesungsverzeichnis auf-

geführten Personen abgenommen werde. Insbesondere bei beruflich be-

dingter Verhinderung könne eine Leistungskontrolle jederzeit durch andere 

sachkundige Examinatoren abgenommen werden. Dies müsse namentlich 

auch dann gelten, wenn die Quantität der abzunehmenden Prüfungen der 

persönlichen Abnahme aller Prüfungen durch die Dozierenden entgegen-

stehe. In diesem Sinn sei es an den kantonalen Universitäten etwa üblich, 

dass Assistierende einen grossen Teil der schriftlichen Arbeiten korrigier-

ten. Assistenzprofessorinnen und -professoren des Anatomischen Instituts 

– die vorliegend zum Einsatz gelangt seien – könnten sodann als hinrei-

chend qualifiziert bezeichnet werden. Schliesslich rechtfertige es sich, der 

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Seite 11 

Erstinstanz einen Ermessensspielraum zu belassen, zumal es um organi-

satorische Fragen gehe. 

5.4 Die Erstinstanz erklärt, das Praktikum in klinischer Anatomie sei eine 

Lehrveranstaltung, die vom Anatomischen Institut der Universität Zürich 

durchgeführt werde und an der aufgrund einer Vereinbarung der beiden 

Universitäten auch die Studierenden der ETH Zürich teilnähmen. Als Do-

zenten und Examinatoren seien somit Angehörige des Anatomischen Insti-

tuts tätig. Die fraglichen Examinatoren seien zum Zeitpunkt der Prüfung im 

Herbstsemester 2023 Angehörige des Anatomischen Instituts der Univer-

sität Zürich gewesen und verfügten beide über das für die Abnahme der 

Prüfung notwendige Fachwissen. Selbst wenn sie nicht im Vorlesungsver-

zeichnis aufgeführt gewesen seien, seien sie als Dozierende im Sinne von 

Art. 17 Abs. 1 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich einzustufen, wo-

mit sie auch die Prüfung abnehmen könnten. 

5.5 Die Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich legt die Grundsätze für 

sämtliche Lerneinheiten und Leistungskontrollen in den Bachelor- und 

Master-Studiengängen an der ETH Zürich fest (Art. 1 Abs. 1 Leistungskon-

trollenverordnung ETH Zürich). 

5.5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich wer-

den Leistungskontrollen von Dozentinnen und Dozenten abgenommen, die 

in der entsprechenden Lerneinheit unterrichtet haben. Ist eine Prüfungsab-

nahme durch die Dozentin oder den Dozenten insbesondere infolge Krank-

heit oder einer beruflich bedingten Verhinderung nicht möglich, so kann die 

oder der Studiendelegierte des anbietenden Departements jederzeit an-

dere sachkundige Examinatorinnen und Examinatoren bestimmen (frz.: 

"Les enseignants font passer les contrôles des acquis dans les disciplines 

qu’ils enseignent. S’ils ne peuvent le faire pour cause de maladie ou pour 

toute autre raison d’ordre professionnel, le délégué aux études du dépar-

tement concerné peut à tout moment désigner d’autres examinateurs com-

pétents."; ital.: "Le verifiche delle prestazioni sono svolte dai docenti che 

hanno insegnato nelle corrispondenti unità d’insegnamento. Se la prova 

non può essere svolta da un docente segnatamente a causa di malattia o 

di altri impedimenti professionali, il delegato agli studi del dipartimento of-

ferente può nominare in ogni momento altri esaminatori qualificati."). 

5.5.2 Es besteht kein Anspruch auf die Abnahme einer Leistungskontrolle 

durch eine bestimmte Examinatorin oder einen bestimmten Examinator 

(Art. 17 Abs. 2 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich). Bei einer Lern-

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Seite 12 

einheit mit mehreren Dozentinnen und Dozenten bestimmt die oder der 

Studiendelegierte die verantwortliche Examinatorin oder den verantwortli-

chen Examinator. Sie oder er informiert bis spätestens zum Semesterbe-

ginn das Rektorat über den Entscheid (Art. 17 Abs. 3 Leistungskontrollen-

verordnung ETH Zürich). Die Examinatorinnen und Examinatoren führen 

unter anderem die Leistungskontrolle durch und bewerten die Leistung 

(Art. 17 Abs. 4 Bst. d und f Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich). 

Bei der Prüfung zum Praktikum in klinischer Anatomie werden die Kandi-

dierenden durch zwei Prüfende (Examinator und Co-Examinator) geprüft 

(vgl. die schriftliche Prüfungsinformation vom 13. September 2023 zum 

Praktikum in klinischer Anatomie, gültig für das Examen in Anatomie des 

Medizinstudiums der ETH Herbstsemester 2023, Prüfungsdaten 9. bis 

11. Januar 2024, S. 2). 

5.5.3 Die Angabe der Dozenten sowie der verantwortlichen Examinatoren 

sind im Vorlesungsverzeichnis des zuständigen Departements der 

ETH Zürich zu den von ihm selbst angebotenen Lerneinheiten ersichtlich 

und ab Semesterbeginn verbindlich (Art. 4 Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 Leis-

tungskontrollenverordnung ETH Zürich; Art. 16 Studienreglement). In be-

gründeten Ausnahmefällen kann die Rektorin oder der Rektor nach Se-

mesterbeginn beantragte Änderungen der Angaben bewilligen, sofern der 

Antrag vor Ablauf der Frist für die Anmeldung zu Leistungskontrollen nach 

Art. 9 Abs. 1 eingereicht worden ist. Nachträgliche Änderungen werden 

nach Art. 3 mitgeteilt. Auf verspätet eingereichte Anträge wird nicht einge-

treten (Art. 4 Abs. 2 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich). Nach 

Art. 5 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich werden die Modalitäten 

einer bestimmten Leistungskontrolle für alle Studierenden einheitlich fest-

gelegt und durch dasjenige Departement bestimmt, das die Leistungskon-

trolle durchführt (vgl. BGE 147 I 73 E. 3.2). Die Modalitäten der Leistungs-

kontrollen werden im Vorlesungsverzeichnis festgelegt, wenn die Lernein-

heit aus dem Lehrangebot der ETH Zürich stammt (Art. 39 Abs. 2 Studien-

reglement). 

5.5.4 Mitteilungen, welche die Leistungskontrollen betreffen, sind verbind-

lich, sobald sie a. von der E-Mailbox der ETH Zürich abrufbar sind, die je-

der Studentin und jedem Studenten bei der Immatrikulation zugeteilt wird; 

b. schriftlich zugestellt sind; oder c. in geeigneter Weise, insbesondere auf 

der Website der ETH Zürich, veröffentlicht sind (Art. 3 Leistungskontrollen-

verordnung ETH Zürich; vgl. BGE 147 I 73 E. 3.2). 

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5.6 Es ist erstellt und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin nicht von 

den im (verbindlichen) Vorlesungsverzeichnis für das Herbstsemes-

ter 2023 als "Prüfende" aufgeführten Dozenten des Praktikums in klini-

scher Anatomie geprüft worden ist. Es ist ferner unbestritten, dass keiner 

der als "Prüfender" im Vorlesungsverzeichnis bezeichneten Dozenten am 

fraglichen Prüfungstag berufsbedingt oder krankheitshalber verhindert ge-

wesen war. Art. 17 Abs. 1 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich lässt 

zumindest seinem deutschen ("insbesondere") und italienischen ("segna-

tamente") Wortlaut nach zwar grundsätzlich weitere Ausnahmetatbestände 

zu, jedoch wird solches vorliegend weder von der Vor- noch von der Erst-

instanz geltend gemacht. Insbesondere behaupten Vor- und Erstinstanz 

nicht, die Examinatoren, welche die Prüfung der Beschwerdeführerin ab-

genommen haben, seien von der oder dem Studiendelegierten des anbie-

tenden Departements bestimmt worden, wie es nach Art. 17 Abs 1 Leis-

tungskontrollenverordnung ETH Zürich für den Fall einer beruflich beding-

ten Verhinderung oder krankheitsbedingten Abwesenheit vorgesehen 

wäre. Die Vorinstanz begnügt sich mit dem Hinweis darauf, dass die Quan-

tität abzunehmender Prüfungen der persönlichen Abnahme aller Prüfun-

gen durch die Dozenten entgegenstehe. Aus der Stellungnahme der Exa-

minatoren im vorinstanzlichen Verfahren vom 18. April 2024 geht hervor, 

dass es sich um ca. 100 Prüfungen von ETH-Studierenden handelte, die 

von sieben Examinatoren und fünf Co-Examinatoren durchgeführt und be-

urteilt worden waren. Demgegenüber ist die Beschwerdeführerin der An-

sicht, dass dies kein Verhinderungsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 Leis-

tungskontrollenverordnung ETH Zürich sein könne, da bei 100 zu prüfen-

den Studierenden mit fünf im Vorlesungsverzeichnis aufgeführten Exami-

natoren und einer Prüfungsdauer von 20 Minuten, verteilt auf drei Tage, 

jeder Examinator sieben Prüfungen pro Tag abzunehmen habe, was von 

der Quantität her ohne Weiteres machbar sei. Es ist nachvollziehbar, dass 

das Abnehmen einer grossen Anzahl von Prüfungen eine logistische Her-

ausforderung für eine Bildungsinstitution sein kann, jedoch entbindet dies 

nicht vom Einhalten der vorliegend durch die Erstinstanz selbst gesetzten 

Prüfungsbestimmungen. 

5.7 Unbestritten ist weiter, dass keine nach Art. 3 Leistungskontrollenver-

ordnung ETH Zürich verbindliche Mitteilung erfolgte, wonach die fraglichen 

Angehörigen des Anatomischen Instituts als Examinatoren eingesetzt wor-

den waren. Dies behauptet auch die Erstinstanz nicht. Ein begründeter 

Ausnahmefall nach Art. 4 Abs 2 Leistungskontrollenverordnung ETH Zü-

rich, wonach der Rektor nach Semesterbeginn beantragte Änderungen der 

Angaben in Vorlesungsverzeichnis bewilligen kann, lag auch nicht vor. Aus 

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der schriftlichen Prüfungsinformation vom 13. September 2023 zum Prak-

tikum in klinischer Anatomie (gültig für das Examen in Anatomie des Medi-

zinstudiums der ETH Herbstsemester 2023, Prüfungsdaten 9. bis 11. Ja-

nuar 2024) geht auch kein Wechsel oder eine Ergänzung der bereits im 

Vorlesungsverzeichnis aufgeführten Examinatoren hervor. Vielmehr bestä-

tigt die Prüfungsinformation vier der fünf vorgesehenen Examinatoren; ein 

Examinator wird in der Prüfungsinformation im Unterschied zum Vorle-

sungsverzeichnis nicht mehr genannt. Die Examinatoren, welche die Prü-

fung der Beschwerdeführerin abgenommen haben, führten in ihrer Stel-

lungnahme vom 18. April 2024 im vorinstanzlichen Verfahren aus, es sei 

aus logistischen Gründen notwendig, zusätzliche zu den fünf im Vorle-

sungsverzeichnis geführten Personen einzuteilen. Die Examinierenden 

seien alle Dozierende der Anatomie und/oder Lehrpersonen aus dem Prak-

tikum klinische Anatomie oder hielten Vorlesungen und besässen somit 

das nötige Fachwissen. Um den qualitativen Ansprüchen der praktischen 

Prüfung gerecht zu werden, würden neue Hauptexaminierende über meh-

rere Jahre sukzessive für diese Rolle aufgebaut. Die Qualifikation der nicht 

aufgeführten Personen unterscheide sich nicht von denen der genannten 

Personen und alle Examinierenden hielten den in der Prüfungsinformation 

kommunizierten Prüfungsablauf ein, so dass keine Benachteiligung festge-

stellt werden könne. Werde der Prüfungsstoff beherrscht, sei es irrelevant, 

welche Examinierenden die Prüfung durchführten (Stellungnahme vom 

18. April 2024, S. 3). Damit bestätigen die Examinatoren selbst, dass sie 

"zusätzlich" zu den als "Prüfende" ausgewiesenen Examinatoren für die 

Abnahme der Prüfung der Beschwerdeführerin "eingeteilt" worden waren. 

Angesicht der Erörterungen betreffend den Aufbau neuer Hauptexamina-

toren bleibt offen, warum diese Personen im verbindlichen Vorlesungsver-

zeichnis nicht (rechtzeitig) als Examinatoren bezeichnet werden könnten. 

5.8 Entgegen der Ansicht der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin im 

vorinstanzlichen Verfahren auch nicht geltend gemacht, sie wolle von ei-

nem bestimmten Examinator oder einer bestimmten Examinatorin geprüft 

werden (vgl. Art. 17 Abs. 2 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich), 

sondern grundsätzlich von Personen, die im publizierten Vorlesungsver-

zeichnis als prüfende Personen für das Praktikum in klinischer Anatomie 

im Herbstsemester 2023 bezeichnet worden waren. Nicht massgeblich ist 

die Frage, ob die zwei Examinatoren, welche die Prüfung abgenommen 

haben, als Dozenten im fraglichen Semesterkurs im Sinne von Art. 17 

Abs. 1 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich gelten können oder 

nicht; das könnten sie gemäss Vorlesungsverzeichnis grundsätzlich, denn 

darin sind beim Praktikum in klinischer Anatomie unter "Dozierende" fünf 

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Personen namentlich sowie "weitere Dozierende" angegeben. Solange je-

doch die weiteren Dozenten nicht (ggf. namentlich) als "Prüfende" aufge-

führt sind, sind sie zwar Dozenten, die allenfalls Prüfungen abnehmen 

könnten, wenn sie in der entsprechenden Lerneinheit unterrichtet haben 

(und sachkundig sind), jedoch nicht Dozenten, die als spätere Examinato-

ren gegenüber den Studierenden im Vorlesungsverzeichnis (oder einer 

späteren verbindlichen Mitteilung) ausgewiesen worden waren. Im Übrigen 

ist unklar und ergibt sich aus den Akten soweit ersichtlich nicht, dass die 

fraglichen Examinatoren tatsächlich in der betroffenen Lerneinheit unter-

richtet hätten. Dazu äussern sich weder die Vor- noch die Erstinstanz. Aus 

den diesbezüglichen Ausführungen der Examinatoren vom 18. April 2024 

geht hervor, dass es sich wohl auch um Personen handeln könnte, die an-

dere Vorlesungen am Anatomischen Institut gehalten haben (Stellung-

nahme vom 18. April 2024, S. 3). Zumindest die Co-Examinatorin war aber 

gemäss eigenen Angaben während des Kurses als Saalaufsicht tätig (Stel-

lungnahme vom 18. April 2024, S. 1). 

5.9 Zusammenfassend ergibt sich Folgendes: Die Angaben im Vorlesungs-

verzeichnis sind verbindlich. Es handelt sich vorliegend um eine Lernein-

heit, die im Vorlesungsverzeichnis des zuständigen Departements der 

ETH Zürich für den Bachelor-Studiengang Humanmedizin geführt ist, auch 

wenn sie von einer Partneruniversität beziehungsweise von einem Partne-

rinstitut durchgeführt wird. Im Vorlesungsverzeichnis sind die Examinato-

ren unter "Prüfende" publiziert. Die Personen, welche die Prüfung der Be-

schwerdeführerin im Praktikum in klinischer Anatomie abgenommen ha-

ben, befanden sich nicht unter den publizierten Examinatoren. Nach Se-

mesterbeginn wurde weder eine Änderung der entsprechenden Angaben 

im Vorlesungsverzeichnis beantragt und durch den Rektor bewilligt noch 

erfolgte eine verbindliche Mitteilung über Änderungen bezüglich der fragli-

chen Leistungskontrolle an die Studierenden. Die massgebliche schriftliche 

Prüfungsinformation bekräftigte vielmehr die im Vorlesungsverzeichnis 

publizierten Examinatoren (mit einer Ausnahme, oben E. 5.7). Daraus folgt, 

dass die Prüfungsbehörde nicht rechtmässig zusammengesetzt war. An-

gesichts dieses Ergebnisses ist unerheblich, ob die betroffenen Examina-

toren sachkundig und qualifiziert waren. Rechtserheblich ist vorliegend die 

Tatsache, dass die Prüfung der Beschwerdeführerin von Examinatoren ab-

genommen worden ist, die nach den anwendbaren Rechtsgrundlagen die 

Prüfung nicht hätten abnehmen dürfen, und nicht, ob diejenigen Personen, 

welche die Prüfung abgenommen haben, sachkundig im Sinne von Art. 17 

Abs. 1 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich sind. 

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Seite 16 

5.10 Bei der Bestimmung über die Zusammensetzung des Prüfungsgremi-

ums handelt es sich um eine wichtige Verfahrensregel, die klar formuliert 

ist und im Hinblick auf die prozedurale Rechtssicherheit und Rechtsgleich-

heit streng zu befolgen ist. Dabei ist nicht von Bedeutung, ob sich der Ein-

satz von nicht vorgängig verbindlich als prüfende Personen ausgewiese-

nen Examinatoren konkret auf das Prüfungsergebnis ausgewirkt hat oder 

nicht (oben E. 4.7). Die eindeutige Verfahrensregel ist einzuhalten; ihre 

Missachtung durch die Prüfungsbehörde stellt eine Verletzung von Art. 17 

in Verbindung mit Art. 4 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich dar, 

womit der Entscheid sich als rechtsfehlerhaft erweist und der Anspruch ei-

ner Prüfungskandidatin oder eines Prüfungskandidaten auf ein gerechtes 

Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV) verletzt ist (vgl. Urteile des BGer 2P.26/2003 

vom 1. September 2003 E. 3.4 betreffend Bewertung einer Prüfung durch 

eine vorschriftswidrige [zu hohe] Anzahl Prüfende und 2D_30/2016 vom 

19. Juni 2017 E. 2.1 betreffend Beurteilung einer Prüfung durch eine unzu-

lässige [zu niedrige] Anzahl von Prüfungsexperten). 

5.11 Erweist sich die Rüge der fehlerhaften Zusammensetzung der Prü-

fungskommission als zutreffend, so ist die Beschwerde schon aus diesem 

Grund gutzuheissen und muss auf die übrigen Rügen nicht mehr einge-

gangen werden (vgl. Urteile des BGer 2P.26/2003 vom 1. September 2003 

E. 4 und 2D_30/2016 vom 19. Juni 2017 E. 2.2.3). 

6.  

Die Beschwerdeführerin beantragt im Hauptbegehren die kostenlose Wie-

derholung der Prüfung zum Praktikum in klinischer Anatomie; sie beantragt 

ausdrücklich nicht, dass die Prüfung für bestanden zu erklären und ihr das 

Bachelor-Diplom zu erteilen sei. Die damit anvisierte Rechtsfolge korres-

pondiert mit der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vorgän-

gerorganisationen, wonach Verfahrensfehler im Prüfungsablauf grundsätz-

lich nur dazu führen können, dass eine Beschwerdeführerin den betroffe-

nen Prüfungsteil gebührenfrei wiederholen darf, nicht aber zur Erteilung 

des Prüfungsausweises (vgl. BVGE 2010/21 E. 8.1; Urteile des BVGer  

B-2528/2015 vom 29. März 2017 E. 2.4, B-5981/2019 13. März 2020 

E. 6.3 und B-8265/2010 vom 23. Oktober 2012 E. 4.8). Vorliegend handelt 

es sich zwar nicht "nur" um einen Mangel im Prüfungsablauf, sondern um 

die Missachtung einer grundlegenden Verfahrensregelung. Auch dies kann 

jedoch nur dazu führen, dass die Beschwerdeführerin die betroffene Prü-

fung gebührenfrei wiederholen darf.  

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Seite 17 

7.  

Die Beschwerde erweist sich als begründet und ist gutzuheissen. Der an-

gefochtene Entscheid, mit dem die Beschwerde gegen die Notenverfügung 

und die Ausschlussverfügung abgewiesen worden ist, ist aufzuheben. Die 

Sache ist gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen mit der Weisung, dafür zu sorgen, dass die Beschwerdeführerin die 

Prüfung im Fach "Praktikum klinische Anatomie" unter Einhaltung der 

Rechtsbedingungen kostenlos wiederholen kann. Die Vorinstanz wird dazu 

die Noten- und die Ausschlussverfügung aufzuheben, die Erstinstanz ent-

sprechend anzuweisen und die Kosten- und Entschädigungsfolgen neu zu 

regeln haben. 

8.  

8.1 Entsprechend dem Verfahrensausgang obsiegt die Beschwerdeführe-

rin, weshalb ihr keine Kosten zu auferlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Keine Verfahrenskosten werden Vorinstanzen oder beschwerdeführenden 

und unterliegenden Bundesbehörden auferlegt; anderen als Bundesbehör-

den, die Beschwerde führen und unterliegen, werden Verfahrenskosten 

auferlegt, soweit sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen von 

Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

Weder der Vorinstanz noch der Erstinstanz sind daher Verfahrenskosten 

aufzuerlegen. 

8.2 Als obsiegende Partei hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten (Art. 64 

Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 

[VGKE, SR 173.320.2]). Parteikosten sind dann als notwendig zu betrach-

ten, wenn sie zur sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder 

Rechtsverteidigung unerlässlich erscheinen (BGE 131 II 200 E. 7.2). Die 

Entschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere 

Auslagen der Partei; unnötiger Aufwand wird nicht entschädigt (Art. 8 ff. 

VGKE). Das Anwaltshonorar wird nach dem notwendigen Zeitaufwand des 

Vertreters bemessen, wobei der Stundenansatz für Anwälte mindestens 

Fr. 200.– und höchstens Fr. 400.– beträgt und die Mehrwertsteuer darin 

nicht enthalten ist (Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE). Das Gericht setzt die Par-

teientschädigung aufgrund der Kostennote fest. Wird keine Kostennote 

eingereicht, so setzt das Gericht die Entschädigung aufgrund der Akten 

fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

hat keine Kostennote eingereicht. Aufgrund der Akten und des geschätzten 

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Seite 18 

notwendigen Aufwands der Vertretung und in Berücksichtigung, dass die 

Ausführungen im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht teilweise be-

reits im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens erarbeitet wurden (wenn 

auch von einem anderen Rechtsvertreter) erscheint eine Parteientschädi-

gung von Fr. 4'000.– als angemessen. Die Vorinstanz ist als verfügende 

Behörde zu verpflichten, der Beschwerdeführerin diesen Betrag als Partei-

entschädigung zu entrichten (Art. 64 Abs. 2 VwVG). 

9.  

Nach Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, 

SR 173.110) ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide über das Ergebnis von 

Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Ge-

bieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. Unter die-

sen Ausschlussgrund fallen Prüfungsergebnisse im eigentlichen Sinn, aber 

auch alle anderen Entscheide, die sich auf eine Bewertung der intellektu-

ellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandidaten be-

ziehen (BGE 138 II 42 E. 1.1). Wenn andere Entscheide im Zusammenhang 

mit einer Prüfung strittig sind, insbesondere solche organisatorischer oder 

verfahrensrechtlicher Natur, bleibt das Rechtsmittel zulässig (BGE 147 I 73 

E. 1.2.1). 

  

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Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der angefochtene Beschwerdeent-

scheid vom 22. August 2024 wird aufgehoben. Die Vorinstanz wird ange-

wiesen, im Sinne der Erwägungen dafür zu sorgen, dass die Beschwerde-

führerin die Prüfung im Fach "Praktikum klinische Anatomie" erneut, unter 

Einhaltung der Rechtsbedingungen und kostenlos wiederholen kann. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss von Fr. 1'000.– wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wir zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-

gung von Fr. 4'000.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die Erst-

instanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Willisegger Astrid Hirzel 

  

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Seite 20 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 6. Mai 2025 

 

  

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Seite 21 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: 

Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde)