# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c7f9aa5-34aa-5b16-b643-4a9e0fbca7f9
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-30
**Language:** de
**Title:** Einholung eines Gerichtsgutachten erbringt über den strittigen Rentenanspruch keinen Beweis. Die Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten der Beschwerdeführerin aus. Abweisung der Beschwerde.
**Docket/Reference:** IV.2016.00273
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2016.00273.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2016.00273
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiber Klemmt
Urteil
vom
30. November 2018
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin
Evalotta
Samuelsson
Samuelsson Recht
Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1958 in
Italien, besuchte dort die obli
gato
rischen Schulen
und absolvierte
hernach keine Berufsausbildung
. 1979 liess sie sich in der Schweiz nieder (Urk. 2/7/2/3 Ziff. 4 und Ziff. 6). Seit 1980 arbeitete sie als Betriebsmitarbeiterin für die
A.___
AG (vgl.
Urk. 2/7/12). Am 25.
Novem
ber 2003 meldete sie sich mit dem Hinweis auf b
estehende Fussprobleme, auf ein Schulterleiden
und auf Rückenschmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenver
sicherung zum
Leistungsbezug (Rente) an (vgl.
Urk. 2/7/2). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte medizinische und beruflich-erwerbliche Abklärungen
durch
(
Urk. 2/7/7,
Urk. 2/7/8-12
, Urk. 2/7/14, Urk. 2/7/17, Urk. 2/
7/18, Urk. 2/7/21, Urk. 2/7/34)
. Mit Verfügung vom 2
3.
Feb
ruar 200
6
, bestätigt mit
Einsprachee
ntscheid
vom 6. September 2007
, verneinte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente
(Urk. 2/7/39
,
Urk. 2/7/54)
. Die dagegen erhobene Beschwerde (vgl. Urk. 2/7/56) hiess das hie
sige Gericht mit Urteil IV.2007.01286 vom 2
9.
Mai 2009 in dem Sinne gut, dass es die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an
die IV-Stelle zurückwies (
Urk. 2/7/69). Diese
führte weitere
medizinische
Abklärungen
durch
. Insbesonde
re holte sie das Gutachten des m
edizinischen Zentrums
B.___
vom 2
6.
März 2011 und die ergänzende Stellungnahme des
B.___
vom 1
3.
April 2011 ein (Urk. 2/7/85; Urk. 2/7/87). Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(vgl. Urk. 2/7/94) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom
3.
Mai 2012 mit Wirkung ab 1. November 2003 eine bis 3
1.
Juli 2005 befristete ganze Rente zu (Urk. 2/2 = Urk. 2/7/107).
2.
Gegen die Verfügung vom
3.
Mai 2012 erhob die Versicherte am
6.
Juni 2012 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe
ben, es sei ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten in den Fachdisziplinen Ortho
pädie, Neurochirurgie, Neurologie und Psychiatrie einzuholen und hernach sei über den Rentenanspruch erneut zu entscheiden. Eventualiter sei die ange
foch
tene Verfügung aufzuheben und es sei über den 1. Januar 2005 hinaus eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % auszurichten (Urk. 2/1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 28. August 2012 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 2/6). Am
6.
November 2013 stellte das Gericht die Einholung eines medizinischen Gutachtens in Aus
sicht (Urk. 2/15), wozu die Parteien am 2. und
3.
Dezember 2013 Stellung nah
men (Urk. 18-19). In der Folge stellte das Gericht den Parteien den Verzicht auf die Einholung eines Gericht
sgutachtens in Aussicht, liess
s
ie dazu Stellung neh
men (Urk. 2/21, Urk. 2/23
-24
) und wies hernach die Beschwerde mit Urteil IV.2012.00600 vom 3
0.
September 2015 ab (Urk. 2/25).
3.
Die von der Versicherten gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde hiess das Bun
desgericht mit
Urteil
9C_857/2015 vom
2.
Februar 2016 teilweise gut und wies die Sache
an
das Sozialversicherungsgericht zurück, damit dieses
das anfänglich in Aussicht gestellte
Gerichtsgutachten
einhole
und hernach über den Leistungs
anspruch erneut entscheide (
Urk.
1 = Urk. 2/28). Am 2
7.
Juni 2016 beschloss das Sozialversicherungsgericht die Einholung eines interdisziplinären Gutachtens (Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Neuropsychologie und Psychiatrie) durch Experten des Universitätsspitals
C.___
und unterbreitete den Par
teien die Fragen
(
Urk.
3). Nachdem weder Ergänzungsfragen gestellt noch Ände
rungsvorschläge gemacht wurden
,
erteilte das Gericht den Gutachtensauftrag und ersuchte das
C.___
um die Mitteilung der Gutachter (Urk. 6).
Die Klinik
teilte am
8.
Mai 2017 die Namen der Gutachter mit (Urk. 17) und am
8.
Juni 2017 gab das Gericht den Parteien Gelegenheit, um allfällige Einwände gegen die Gutachter vorzubringen (Urk. 18). Solche brachte innert Frist keine der Parteien vor (vgl. Urk. 21). Der definitive Gutachtensauftrag erging mit Beschluss vom 1
4.
August 2017 (Urk. 22).
In der Folge fanden die Untersuchungen in den verschiedenen Fachgebieten statt.
Das neuropsychologische Teilgutachten datiert vom 2
2.
Oktober 2017 (Urk. 47), das neurologische vom 1
9.
November 2017 (Urk. 46
), das rheumatologische vom 13.
Dezember 2017 (
Urk.
40 = Urk. 44) und das psy
chiatrische vom 2
2.
Januar 2018 (Urk. (Urk. 45). Am 2
3.
Januar 2018
sodann
erstatteten die Gutachter das Gesamtgutachten mit der abschliessenden Kons
ens
beurteilung (Urk. 42). Am 8.
Februar 2018 gab das Gericht
den Parteien Gelegen
heit, um zum Ergebnis der Begutachtung
Stellung zu nehmen (Urk. 49). Die IV-Stelle verzichtete auf eine Stellungnahme zum Gutachten (Urk. 51) und die Ver
sicherte reichte innert Frist keine solche
ein (vgl.
Urk.
52).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Mit seinem
Urteil 9C_857/2015 vom
2.
Februar 2016 (
Urk.
1) hob das Bundesge
richt das Urteil des Sozialversicherungsg
erichts IV.2012.00600 vom 30.
Septem
ber 2015 auf
und stellte zusammengefasst fest
, der Einwand bezüglich des vorinstanzlichen Verzichts auf
die
Durchführung der angeordneten Begutachtung sei begründet. Prozessleitende Anordnungen erwüchsen zwar nicht in Rechtskraft und es könne grundsätzlich auf sie zurückgekommen werden. Es sei indessen nicht ersichtlich, inwiefern die im Beweisbeschluss vom
5.
November 2013 genannten Aspekte bereits geklärt und beantwortet seien. Die angeordnete Begutachtung sei daher durchzuführen (E. 2.2).
1.2
Mit der
nach
erfolgter
Rückweisung gerichtlich
veranlassten
interdisziplinären Begutachtung durch Experten des
C.___
wurde die Beweismassnahme durchge
führt und
der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
ist nunmehr
erneut zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin hatte diese als
vollerwerbstätig qualifiziert
und ihr mit der Verfügung vom
3.
Mai 2012 ab dem
1.
November 2003
befristet
bis zum 3
1.
Juli 2005 eine ganze Rente zugesprochen (
Urk.
2/2). Da die Befristung der rückwirkend zugesprochenen
Rente
angefochten ist, ist die richterliche Über
prüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben (BGE 125 V 413).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
IVG).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.4
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisfüh
rungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügen
den Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/
bb
; Maurer, Sozialver
sicherungsrecht, Bd. I, 2. unveränderte Aufl., Bern 1983, S. 438
Ziff.
7a). Im Sozial
versicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweis
last nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrund
satzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrschein
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).
3.
3
.1
Dem
C.___
-Gutachten liegt eine ausführliche Zusammenstellung der
Vorakten
zu Grunde
, die den Experten zur Verfügung standen
(Urk. 42 S. 4 ff.). Berücksich
tigung fanden auch die von der Beschwerdegegnerin zur Begutachtung mitge
brachten Unterlagen (
Urk.
42 S. 9, Urk. 43/1-11). Sodann erfolgten die Unter
suchungen in den jeweiligen Fachgebieten Innere Medizin (Urk. 42 S. 46 ff.
Ziff.
4.1), Rheumatologie (einschliesslich einer Evaluation der funktionellen Leis
tungsfähigkeit [EFL]; Urk. 44), Psychiatrie (Urk. 45), Neurologie (Urk. 46) und Neuropsychologie (Urk. 47). Die
jeweiligen
Teilexpertisen sind im Hauptgut
achten zusammengefasst wiedergegeben (Urk. 42 S. 53 ff.
Ziff.
4.2-4.5). Schliess
lich erfolgte eine ausführliche interdisziplinäre Beurteilung aufgrund einer
Kon
sensk
onferenz (Urk. 42 S. 67 ff.
Ziff.
5).
3
.2
Die internistischen Gutachter
Dr.
D.___
, Direktor der K
linik und K
linik für Innere
Medizin, und
Dr.
E.___
, Leitender Arzt der K
linik und K
linik für Innere
Medizin (vgl.
Urk.
42 S. 1
Ziff.
1.1), stellten gestützt auf ihre Untersuchung (Urk. 42 S. 46 ff.
Ziff.
4.1) fest,
hervorzu
heben seien das
Übergewicht
der Beschwerdeführerin
und
der erhöhte
Blutdruck. Auf die Arbeitsfähigkeit wirke sich dies
indessen
nicht aus. Die erhobenen Befunde seien im Wesentlichen altersentsprechend (Urk. 42 S. 53).
3
.3
Die neurologischen Gutachter
Dr.
F.___
, Leitender Arzt, Klinik für Neurologie, und
Dr.
G.___
, Assistenzärztin, Klinik für Neurologie (vgl.
Urk.
42 S. 1
Ziff.
1.1), stellten gestützt auf ihre Untersuchung (Urk. 42 S. 53 ff.
Ziff.
4.2) die folgenden Diagnosen (Urk. 42 S. 56):
-
Status nach Gamma-
Knife
-Behandlung eines
Meningeoms
im Sinus
cavernosus
rechts 2004
-
stabile radiologische Verlaufsuntersuchung, aktuell asymptomatisch
-
Status nach Karpaltunnelsyndrom-Operation rechts 2006, aktuell asymptomatisch
-
Status nach episodischen Kopfschmerzen vom Spannu
ngstyp, aktuell asymptomatisch und ohne
Hinweise
auf
ein neurologisches Krankheits
bild/Neuralgie
-
Urge
-Inkontinenz ohne
Hinweise
auf
eine neurogene Ursache
Dazu führten die Experten aus, objektiv neurologisch fänden sich keine Manifes
tationen des
Meningeoms
mehr
. Die in den Vorberichten beschri
ebene leichte
Abduzenparese
sei nicht mehr nac
hweisbar. Auch die übrigen N
ervenfunktionen
des Gehirns
seien unauffällig. Des Weiteren bestünden keine Hinweise für ein
radikuläres
Reiz- und/oder Ausfallsyndrom
. Die von de
r
Beschwerdeführerin angegebene
veränderte Fühlwahrnehmung der rechten Körperhälfte sei fluktuie
rend ausgeprägt und exakt mittig begrenzt, so dass hier primär der Verdacht auf eine funktionelle Fühlstörung im Rahme
n
des
Schmerzsyndroms bestehe. Trotz
der Rücken- und Nackenschmerzen fänden sich aus neurologischer Sicht erstaun
lich wenige
muskuloskelettale
Befunde. Es
fänden sich
keine sicheren
Myogelo
sen
und es bestehe nur eine diskrete Druckschmerzhaftigkeit im Bereich der Sehnenansätze okzipital am Nacken. Die Kopfbeweglichkeit sei normal und auch die Beweglichkeit der lumbalen Wirbelsäule sei nicht
höhergradig
eingeschränkt. Hierzu passe, dass die Beschwerdeführerin währen
d
der Untersuchung ruhig und ohne Schmerzangabe
n
während zwei Stunden auf dem Stuhl habe sitzen können und sich ausserhalb der Untersuchungssituation ohne wesentliche Auffälligkeiten bewegt habe. Bezüglich der Fussschmerzen ergäben sich aus neurologischer Sicht keine Hinweise auf eine Morton-Neuralgie. Die Ansätze der
Plantarfaszie
seien
beidseits
indolent. Zusammengefasst
könne festgehalten werde
n, dass sich aus neurologischer S
icht aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin, der zur Ver
fügung stehenden Akten und der aktuellen klinisch-neurologischen Unter
suchung keinerlei Hinweise auf ein neur
ologisches Krankheitsbild ergäben
, das zu einer Beeinträchtigung der Arbei
ts- und Lei
s
tungsfähigkeit führe
(Urk. 42 S. 55).
3
.4
Die neuropsychologischen Gutachter
Dr.
H.___
, Abteilungs
leiter Neuropsychologie, Klinik für Neurologie,
Dr.
I.___
, Neuropsy
chologin, Klinik für Neurologie, und
J.___
, Assistenzärztin, Klinik für Neu
rologie (vgl.
Urk.
42 S. 2
Ziff.
1.1), stellten gestützt auf ihre Untersuchung (Urk. 42 S. 57 ff.
Ziff.
4.3) fest, im Vordergrund der erhobenen Befunde stehe eine leichte bis mittelschwere psychomotorische Verlangsamung. Diese habe sich bei allen geschwindigkeitssensitiven Aufmerksamkeitsaufgaben feststellen lassen. Die Verlangsamung trete insbesondere dann auf, wenn die gestellten Anforde
rungen eher gering
seien.
Darüber hinaus sei die verbale Erfassungsspanne im
attentionalen
Bereich mittelschwer vermindert. Bis auf die Lernstörung für ver
bale Informationen
und
semantische Verwechslungen beim Wiedererkennen seien weitgehend altersentsprechende Gedächtnisfunktionen
feststellbar
. Die Frontalhirnfunktionen seien ansonsten altersent
sprechend. Auch basale visuelle,
sprachliche, sprachassoziierte und praktische Leistungen seien unbeeinträchtigt. In der Verhaltensbeobachtung habe sich bei einer vollständig orientierten
Beschwerdeführerin ein leicht verlangsamtes Arbeitstempo gezeigt, bei ordentli
chem Antrieb und intaktem Aufmerksamkeitsfokus ohne starke
attentionale
Schwankungen oder Ermüdung im Verlauf.
Die kognitive
Verlangsamung
in Form
einer leichten neuropsychologischen Störung
habe eine reduzierte Produk
tivität zur Folge und
schränke
somit
die
Arbeitsfähigkeit
ein
. Es rechtfertige sich
,
von einer Arbeitsunfähigkeit zwischen 10 und 30
%
auszugehen. Die Beurteilung stütze sich auf die Kriterien zur Bestimmung des Schwer
e
grades einer neuropsy
chologischen Störung der Schweizerischen Vereinigung für Neuropsychologin
nen und Neuropsychologen (SVNP). Da die beobachtete kognitive Beeinträch
tigung
auch bei
einfache
n
mentale
n
Leistungen
auftrete
,
seien
die angestammte (Maschinen- und
Anlagebedienerin
am Fliessband)
und
angepasste Tätigkeiten
gleichermassen betroffen
(Urk. 42 S. 57
f.).
3
.5
Der rheumatologische Gutachter
Dr.
K.___
und der Physiothe
rapeut
L.___
(vgl.
Urk.
42 S. 1
Ziff.
1.1)
nannten gestützt auf ihre Untersuchung, die auch eine
EFL
beinhaltete (Urk. 42 S. 58 ff.
Ziff.
4.4), die fol
genden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 42 S. 59 f.):
-
hauptsächlich
femoro-patellär
betonte
Pangonarthrosen
beidseits, deutlich rechtsbetont mit mässiger Muskeldegen
e
ration
-
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopathica
links und rechts
-
chronisches
lumbovertebrales
Syndrom
-
Senk-Spreizfuss und
Hallux
va
lgus
beidseits
-
Rhizarthrosen
beidseits
Keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
massen sie den degenerativen Verän
derungen im Bereich der unteren Halswirbelsäule und dem anamnestisch
fibro
myalgischen
Zustandsbild zu (Urk. 42 S. 60).
Die Experten führten zu den gestellten Diagnosen aus
, es bestünden im Bereich des Bewegungsapparates mehrere Gesundheitsprobleme, wobei in funktioneller Hinsicht und auch in Bezug auf die Beschwerdeschilderung die beidseitigen
Knierarthrosen
sowie die
Periarthropathia
humeroscapularis
rechts von Relevanz seien. Die am 1
5.
Mai 2017 durchgeführte Analyse des
Kniegelenkspunktates
spreche eher gegen eine entzündliche Genese und für eine mechanische. Unter Berücksichtigung der strukturellen organischen Veränderungen sei die Zurück
haltung der Beschwerdeführerin gegenüber einer Totalprothese verständlich. Es sei nicht davon auszugehen, dass damit eine erheblich bessere Belastbarkeit erzielt werden könne. Hinsichtlich der rechten Schulter sei im April 2016 noch
mals ein
Arthro-MRI
durchgeführt worden, welches eine im Vergleich zu den f
rüheren Aufnahmen
ausgedehntere
Rotatorenmanschettenrup
t
ur
und
Ruptur der langen
Bizepssehne
bei unveränderter AC-Gelenksarthrose gezeigt habe.
D
ie bei guter Leistungsbereitschaft und Konsistenz im Rahmen der Evaluation der arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit erhobenen funktionellen Einschränkungen
seien
mit den objektiven Befunden und den strukturell-organischen Veränderun
gen vereinbar. Hinweise für ein dysfunktionales Krankheitsverhalten hätten sich keine ergeben.
Für
die verschiedenen Einzeltätigkeiten im angestammten Beruf
hätten keine sicheren funktionellen Einschränkungen objektiviert werde
n kön
nen. Allerdings seien
repetitive Teilaufgaben sowie stehende Arbeitsschritte und die Positionswechsel
ung
ünstig
. Derzeit bestehe das Hauptproblem in der vermin
derten Belastbarkeit des linken Knies. Dies habe sich bei sämtlichen kniebelas
tenden Tests gezeigt (Urk. 42 S. 60).
Die bei der EFL ermittelte Belastbarkeit liege im Bereich einer l
eicht bis mittel
schweren Arbeit
. Zumutbar sei eine
solche Tätigkeit
mit seltenen Gewichtsbelas
tungen bis zu 12,5 kg, ohne Hockstellungen und
ohne
wiederholte Knieb
eugen,
mit seltenem Treppen- oder Leitersteigen
und nur
ma
n
chmaligem
Stossen, Ziehen, Kriechen oder Knien. Ungünstig sei
ferner
eine Tätigkeit mit hohen Anforderungen an das Gleichgewicht. Die angestammte Tätigkeit als Produk
tionsmitarbeiterin liege von den Gewichtsbelastungen her im Bereich einer leich
ten Tätigkeit.
Die Beschwerdeführerin
habe täglich verschiedene Teilaufgaben (Produktion, Abfüllen, Kontrolle, Reinigung) übernehmen müssen (Jobrotation). Die Arbeit habe abwechselnd im Stehen oder im Sitzen ausgeübt werden müssen. Eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit lasse sich unter Berücksichtigung der heutigen Gesundheitssituation aus rheumatologisch-ortho
pädischer Sicht retrospektiv nicht begründen, höchstens in der akuten Phase post
operativ in Bezug auf die Füsse sowie bei Exazerbationen hinsichtlich der Beschwerden der rechten Schulte
r. Eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
sei
in der angestammten Tätigkeit aufgrund der erhobenen Anforderungen und der Belast
barkeit zumutbar (Urk. 42 S. 60 f.).
Eine dem Leiden besser angepasste Tätigkeit könnte die Beschwerdeführerin aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht grundsätzlich ganztags ausüben. Auf
grund der nachvollziehbar auch bei günstigen Voraussetzungen im Laufe der Zeit zunehmenden Beschwerden und möglichen Reizsituationen sei von längeren Erholungszeiten nach Einzelbelastungen auszugehen. Dem lasse sich mit ver
mehrten Pausen von zwei Stunden verteilt über den Tag Rechnung tragen.
Damit
ergebe sich aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht in einer optimal angepass
ten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 75
%
. Gegenüber der letzten Begutachtung durch die Ärzte des
B.___
im Jahr 2011 sei eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes festzustellen, indem neu symptomatische Gonarthrosen rechts
betont sowie beidseitige
Rhizarthrosen
hinzugekommen seien und hinsichtlich der übrigen Gesundheitsprobleme am Bewegungsapparat eine gewisse Ver
schlechterung nicht ausgeschlossen werden könne. Gegenüber früheren bild
gebenden Befunden ausgewiesen sei eine Verschlechterung hinsichtlich der rech
ten Schulter bei allerdings unveränderter subjektiver Situation. Ob das aktuelle Untersuchungsteam bereits 2011 zu einer anderen Einschätzung als die
B.___
-Gutachter gekommen wäre, lasse sich zum heutigen Z
eitpunkt weder beweisen noch wi
derlegen. Entsprechend sei aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht von einer mindestens seit vier Jahren verschlechterten Situation auszugehen, womit seit mindestens Frühjahr 2013 eine unveränderte Arb
eitsunfähigkeit bestehe. Mit
medizinischen Massnahmen lasse sich die verbliebene Arbeitsfähig
keit voraussichtlich nicht steigern. Das gelte insbesondere in Bezug auf eine Totalprothese im Bereich des rechten Knies. Aufgrund der
femoropatellären
Prob
lematik und der vorhandenen Funktionsfähigkeit sei am konservativen Vorgehen festzuhalten (Urk. 42 S. 61 f.).
3
.6
Der psychiatrische Gutachter
Dr.
M.___
, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
C.___
(vgl.
Urk.
42 S. 2
Ziff.
1.1), nannte gestützt auf seine Untersuchung (Urk. 42 S. 62 ff.
Ziff.
4.5) als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
subsyndromal
ausgeprägte Epi
sode (ICD-10 F33.8)
,
sowie eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6;
Urk.
42 S. 65). Zu den gestellten Diagnosen führte der Experte aus, das Vollbild einer Depression liege nicht vor, vielmehr sei von einer
subsyn
dromalen
Ausprägung auszugehen. Die übermässige Reizbarkeit ändere daran nichts. Trotz in der Kindheit erlittener sexueller Übergriffe könne nicht vom Vor
liegen einer posttraumatischen Belastungsstörung ausgegangen werden. Die für eine solche Diagnose erforderlichen Symptome lägen nicht vor. Die Vermeidung
,
über das Erlebte zu sprechen
,
und die übermässigen Gefühle von Scham und Schuld rechtfertigten die Diagnose nicht. Eine somatoforme Schmerzstörung liege ebenfalls nicht vor. Vorgängig sei eine solche zwar diagnostiziert worden, doch seien die hierfür erforderlichen Diagnosekriterien nicht erfüllt. So werde voraus
gesetzt, dass der geklagte Schmerz durch eine somatische Ursache nicht genügen
d
erklärt werden könne. Dies sei bei der Beschwerde
führerin
nicht der Fall. Sodan
n könne angesichts des geklagten
Schmerzniveaus auch nicht von einem vorherr
schenden und quälenden Schmerz gesprochen werden. Mindestens seit dem frühen Erwachsenenalter seien bei der Beschwerdeführerin jedoch übermässige Ängste vor Versagen und sozialer
Zurückweisung, leichte hypochondrische Ängste und eine Störung der Impulskontrolle mit Suizidimpulsen
vorhanden
. Es lägen damit hinreichende Merkmale einer allgemeinen Persönlichkeitsstörung vor. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin trotz dieser Einschränkungen parallel zur Kindererziehung während vielen Jahren habe arbeiten können, deute auf eine eher leichte Ausprägung der Störung hin. Die Persönlichkeitsstörung führe dazu, dass die Beschwerdeführerin Mühe habe, ihre körperlichen Symptome und die dadurch verursachten Einschränkungen im Alltag zu b
ewältigen. Bereits früher habe s
ie auf äussere Belastungen mit depressiven Entgleisungen reagiert. Die derzeit vorliegenden Symptome seien durch die in
den letzten Jahren ver
mehrt aufgetreten
en körperlichen Beschwerden ausgelöst worden. Für deren Bewältigung verfüge die Beschwerdeführerin nur über wenig Ressourcen. Insge
samt bestehe keine wesentliche Diskrepanz zwischen der subjektiven Beschwer
deschilderung, den Fremdangaben und dem Verhalten der Beschwerdeführerin während der Begutachtung. Auch wenn sich die Beschwerdeführerin in den letzten Jahren sozial verstärkt zurückgezogen habe, werde ihr Alltag noch immer von verschiedenen Aktivitäten geprägt. Da die Beschwerdeführerin zeitlebens an depressiven Episoden gelitten habe und die Persönlichkeitsstörung seit dem jun
gen Erwachsenenalter vorhanden sei
,
lasse sich das derzeitige Funktionsniveau nicht direkt mit demjenigen vor Eintritt des Gesundheitsschadens vergleichen. Zeitlich scheine ein Zusammenhang zu bestehen zwischen den seit den um die Jahrtausendwende vermehrt aufgetretenen körperlichen Gebrechen und der Auf
gabe der beruflichen Tätigkeit ab 200
4.
Da die Persönlichkeitsmerkmale über die Jahre weitgehend stabil geblieben seien, könne d
avon ausgegangen werden, dass es
der Beschwerdeführer
in
auch heute möglich wäre
,
einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen.
Aus rein psychiatrischer Sicht liege keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. D
a d
ie Beschwerdeführerin zeitlebens mehrfach unter depressiven Episoden gelitten
habe
, teilweise
unter
sol
chen mit schwererer Aus
prägung,
dürfte die Arbeitsfähigkeit zeitweise vermindert gewesen sein. Ein
e
retrospektive Quantifizierung sei indessen nicht möglich (Urk. 42 S. 65 ff.).
3
.7
In der interdisziplinären Beurteilung fassten die Gutachter zusammen, beein
trächtigt sei die Arbeitsfähigkeit
in erster Linie
aus neuropsychologischer und aus rheumatologischer Sicht. Trotz der langjährigen Leidensgeschichte und der bild
gebend nachweisbaren Schäden de
s
Schultergelenks, der Füsse, der Knie und des Rückens sei bei
der
Untersuchung und insbesondere bei der EFL eine ordentliche
Funktionalität
festzustellen gewesen.
Die Beschwerdeführerin habe bei allen Untersuchungen
kooperiert. Aggravationszeichen oder eine Schonungstendenz hätten gefehlt.
In der angestammten Tätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit allein unter Berücksichtigung der Limitationen am Bewegungsapparat um 50
%
reduziert. Unter Berücksichtigung von Interaktionen mit den neurokognitiven und den psy
chiatrischen Diagnosen besteh
e in der angestammten Tätigkeit
eine theoretische Arbeitsfähigkeit von 35
%
.
Eine Verbesserung
im Vergleich zu früheren Beurtei
lungen
liege nicht vor, vielmehr sei die in den Vorgutachten für die angestammte
Tätigkeit
attestierte Arbeitsunfähigkeit Folge einer zu wenig differenzierten Leis
tungsbeurteilung
gewesen
.
Auch bei einer angepassten Tätigkeit weiche die aktuelle rheumatologische Einschätzung von den Vorgutachtern ab. Hier könne unter
Berücksichtigung der tatsächlich vorliegenden funktionellen Leistungsein
bussen durch die Problematik der rec
hten Schulter, der Füsse, der Kniegelenke
und der Wirbelsä
ule keine vollständige Arbeits
fähigkeit bescheinigt werden. Die EFL habe gezeigt, dass Arbeitspausen von zwei Stunden pro Tag erforderlich seien, so dass aus rein rheumatologisch-orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähig
keit von 75
%
in
optimal angepassten Tätigkeiten vorliege. Die
Behandlung des
Meninge
om
s
habe nach der Einschätzung aller Experten ein gutes Ergebnis gezeitigt, so dass diesbezüglich nicht von Spätschäden auszugehen sei. Einigkeit habe auch dahingehend bestanden, dass die fachspezifischen Beurteilungen für sich allein genommen der komplexen Situation nicht gerecht würden. Auch bei einer angepassten Tätigkeit liege
interdisziplinär betrachtet
eine stärkere Beein
trächtigung vor, als dies aus monodisziplinärer Sicht der Fall sei. Die Aufmerk
samkeitsstörung und
die Persönlichkeitsstörung
erschwerten
die Bewältigung der chronischen körperlichen Beschwerden aufgrund der nachweisbaren Schäden am Bewegungsapparat.
Obschon die neuropsychologischen Einschränkungen zu
m
Teil durch die chronischen Schmerzen erklärbar seien, sei eine therapeutische Verbesserung kaum erreichbar. Eine wirksame pharmakologische Schmerzthe
rapie würde eine weitere Verlangsamung psychomotorischer Funktionen nach sich ziehen und wäre darüber hinaus mit dem Risiko einer Abhängigkeitsent
stehung behaftet. Für eine nicht-pharmakologische Schmerzbehandlung komme nach bereits ausgeschöpften physiotherapeutischen Verfahren nur die chirur
gische Therapie mit bilateralen Kniegelenksprothesen und einer Sch
ultergelenk
sprothese in Frage, wobei
auch dadurch keine namhafte Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten wäre. Zusammengefasst liege aus interdisziplinärer Sicht eine generalisierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
um 40
%
vor
, im Wesentlichen bedingt durch die psychomotorisch
e Verlangsamung
in Kombina
tion mit dem
chronischen Schmerzsyndrom.
Retrospektive lasse sich die Arbeits
fähigkeit nicht beurteilen, da
vergleichstaugliche standardisierte Funktionsana
lysen fehlten. Zu beachten
sei abe
r, dass sich der Zustand tendenziell verschlech
tert habe
(Urk. 42 S. 67 ff.
Ziff.
5
,
Ziff.
6.1-2 und
Ziff.
7
).
4
.
4
.1
Die Untersuchung der Beschwerdeführerin
wurde in jeder Fachrichtung sehr aus
führlich durchgeführt und
die
erhobenen Befunde
wiederum sehr detailliert dar
gelegt
und gewürdigt
.
Die
gestellten
Diagnosen
sind valide und die Schlussfolge
rungen der Experten sowohl bezogen auf das jeweilige Fachgebiet als auch bezogen auf die Konsensbeurteilung nachvollziehbar.
Das Gutachten erfüllt alle Beweisanforderungen (vgl. vorstehende E.
2.4
).
Seitens der Parteien, insbesondere seitens der Beschwerdeführerin
,
erfolgt
en
denn auch
keinerlei Einwendungen.
4
.2
Die Begutachtung durch die Ärzte des
C.___
zeigte, dass die Beschwerdeführerin trotz der durch ihren Gesundheitsschaden bedingten erwerblichen Beeinträch
tigung über genügend Ressourcen verfügt, um einer angepassten Tätigkeit im Umfang von 60
%
nachzugehen.
Angepasst sind leichte bis mittelschwere wech
selbelastende Tätigkeiten mit seltenen Gewichtsbelastungen bis zu 12,5 kg, ohne Hoc
kstellungen,
ohne
wiederholte Kniebeugen und ohne hohe Anforderungen an das Gleichgewicht, mit seltenem Besteigen von Treppen oder Leitern und nur
manchmaligem
Ziehen, Stossen, Kriechen oder Knien (vgl. Urk. 42 S. 71).
Diese Beurteilung gibt die Verhältnisse im Zeitpunkt der Begutachtung wieder.
4
.3
In erster Linie massgebend
sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom
3.
Mai 201
2.
Damit kommt
dem retrospektiven
Verlauf besondere Bedeutung zu
. Diesbezüglich
führten
die Gutachter in der Kon
sensbeurteilung sowohl in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als auch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
aus
, eine rückwirkende Beurteilung sei nicht möglich, da vergleichstaugliche standardisierte Funktionsanalysen fehlten. Immerhin
aber hielten sie fest
, der gesundheitliche Zustand habe sich im Verlauf tendenz
iell verschlechtert (Urk. 42 S. 70
f.
Ziff.
7
lit
. d u.
lit
.
e).
Die
rheumatologischen Experten
wiesen darauf hin
, zur Verschlechterung hätten die seit der letzten Begutachtung aufgetretenen symptomatischen und rechtsbetonten Gonarthrosen sowie beidseitige
n
Rhiz
arthrosen
beigetragen.
Nicht ausgeschlossen wurde auch eine funktionelle Ver
schlechterung hinsichtlich der
übrigen Gesundhei
tsprobleme am Bewegungs
apparat
. Gegenüber früheren bildgebenden Befunden
stellten die Gutachter
ferner
eine Verschlechterung
im Bereich der
rechten Schulter bei allerdings unveränder
ter subjektiver Situation
fest
. Ob das aktuelle Untersuchungsteam bereits 2011 zu einer anderen Einschätzung als
die
B.___
-Gutachter gekommen wäre
,
musste
n die Gutachter offenlassen
.
Hingegen
betonten sie
, es rechtfertige sich insgesamt
aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht
,
von einer seit vier Jahren verschlechter
ten Situation auszugehen, womit seit mindestens Frühjahr 2013 eine unverän
de
rte Arbeitsunfähigkeit bestehe
(Urk. 42 S. 61)
.
4
.4
Die Restarbeitsfähigkeit allein aus rheumatologischer Sicht schätzten die Gutach
ter auf 75
%
ein (Urk. 42 S. 61). Massgebend dabei war der im Rahmen der EFL festgestellte Bedarf an
Arbeitspausen
während insgesamt zwei Stunden pro Tag, wobei die Ergebnisse der EFL nachvollziehbar als valide eingestuft wurden (Urk. 44
S. 24 f.
Ziff.
4.1 u.
S. 28 ff.)
.
In der Konsensbeurteilung hielten die Experten sodann fest, die fachspezifischen Beurteilungen für sich allein genom
men
würden
der ko
mplexen Situation nicht gerecht
werden
. Auch bei einer angepassten Tätigkeit liege interdisziplinär betrachtet eine stärkere Beeinträchti
gung vor, als dies aus monodi
sziplinärer Sicht der Fall sei.
Auch dies überzeugt.
I
ns Gewicht fallen folgende Aspekte:
Die Aufmerksamkeitsstörung und die Per
sönlichkeitsstörung
erschwer
en die Bewältigung der chronischen körperlichen Beschwerden aufgrund der nachweisbaren Schäden am Bewegungsapparat.
Die mit den chronischen Schmerzen zusammenhängenden
neuropsychologischen Einschränkungen
wurden als therapeutisch kaum
angehbar
eingestuft, denn e
ine wirksame pharmakologische Schmerztherapie
dürfte
eine weitere Verlangsamung psychomotorischer Funktionen nach sich ziehen und wäre darüber hinaus mit dem Risiko einer Abhängigkeitsentstehung behaftet. Für eine nicht-pharmako
lo
gische Schmerzbehandlung
kommen
aufgrund der
bereits ausg
eschöpften physiotherapeutischen
Verfahren nur chirurgische
Massnahmen in Betracht (bilaterale Kniegelenksprothesen,
Schultergelenksprothese). Solche lehnt
die Beschwerdeführerin aber ab und
nach der Einschätzung der Experten kann damit auch objektiv betrachtet
die Arbeitsfähigkeit kaum
günstig
beeinflusst werden
.
Limitierend wirkt
sich
sodann
auch die psychomotorische Verlangsamung in Kombination mit dem chronischen Schmerzsyndrom aus.
Die in der Konsensbe
urteilung ermittelte generalisierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 40
%
ist damit nicht nur hinreichend begründet, sondern es ist nicht ersichtlich, dass die zusätzlichen Faktoren erst nach der von den rheumatologischen Experten retrospektiv ermittelten Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes einge
treten sind. Es rechtfertigt sich damit, ab
Frühjahr 2013 von einer generalisierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 40
%
und mithin von einer Restarbeits
fähigkeit von 60
%
in angepassten Tätigkeiten auszugehen.
4
.5
Für die Zeit davor
gingen die Gutachter des
B.___
und des
N.___
ab
Herbst
2001
von einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit
aus sowie
ab
Mai 2005
von einer
gesundheitlichen
Besserung
verbunden mit einer
uneingeschränkte
n A
rbeits
fähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
(Urk.
2/7/
34/20 ff.
,
Urk.
2/7/85/
59 ff.
,
Urk.
2/7/87/1 f.,
Urk. 2/7/92/5 f.)
.
Gestützt darauf sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
nach erfolgter Anmeldung im November 2003
die
von
November 2003
bis Ende Juli 2005
befristete ganze Rente
z
u (Urk. 2/7/99,
Urk.
2/7/107).
Die
gesundheitliche
Besserung
im Jahr 2005
stellt die Beschwer
deführerin in Abrede (Urk.
2/1 S.
4
ff.
).
Von einer Fortdauer der vollständigen Arbeitsunfähigkeit
aber
ist
insbesondere
auch
mit Blick auf die jüngsten Erkennt
nisse nicht auszugehen. Gemäss
C.___
-Gutachten ist
ab Frühjahr 2013
nachvoll
ziehbar von einer Restarbeitsfähigkeit von 60
%
auszugehen,
dies als Folge
einer gesundheitlic
hen Verschlechterung
(vgl.
Urk.
42 S. 61 u. S.
71 f.
)
.
Bestand ab Oktober 2001 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit und ab Frühjahr 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
in einer angepassten Tätigkeit
auf
grund einer gesundheitlichen Verschlechterung
, muss
sich in der Zeit dazwischen der Zustand zunächst gebessert haben
,
bevor er sich ab Frühjahr 2013 erneut verschlechterte. Gemäss den Gutachtern des
N.___
-
und des
B.___
war
ab
Mai 2005
von einem ge
besserte
n Zustand auszugehen
. Ob
sich
d
er
Zustand
effektiv
im Sinne einer vorübergehend uneingeschränkten Restarbeitsfähigkeit besserte
,
oder
ob
in gewissem Umfang weiterhin
eine Beeinträchtigung ver
blieb
,
bleibt
offen
.
Mit
der
erneuten
Begutachtung durch das
C.___
jedenfalls
konnte eine
eindeutige Beurteilung der
erwerblichen Leistungsfähigkeit
erst
für die Zeit
ab
dem Frühjahr 2013
vorgenommen
werden
.
Eine weiter in die Vergangenheit zurückreichende Beurteilung war
nicht möglich. Die
Experten, denen umfangreiche
Vorakten
zur Verfügung standen
(vgl.
Urk.
42 S. 4 ff.)
, kamen zum Schluss, für eine weiter
gehende retrospektive Beurteilung fehlten vergleichstaugliche Funktionsanalysen (Urk. 42 S. 70 f.).
Für die Zeit ab
Mai 2005
bis
zum
Frühjahr 2013 ist demnach von Beweislosigkeit auszugehen.
Die Existenz weiterer echtzeitlicher medizi
nischer Unterlagen, mit denen sich der Verlauf ab Mai 2005 bis zum Frühjahr 2013 zuverlässiger beurteilen liesse, ist weder ersichtlich noch wies die Beschwer
deführerin auf solche hin. Weitere Abklärungen fallen daher ausser Betracht.
4
.6
Zusammenfassen
d
steht fest, dass ab
Oktober
2001 eine vollständige Arbeits
unfähigkeit in allen in Betracht kommenden Tätigkeiten bestand.
Diese dauerte gemäss den Fe
ststellungen der
N.___
-Gutachter
bis
ins Jahr
2005 an (Urk.
2/7/34/23
).
Für die Zeit ab Frühjahr 2013 bestand aufgrund einer
objekti
vierbaren Verschlechterung des Gesundheitszustandes eine
Arbeitsfähigkeit von 60
%
in einer angepassten Tätigk
eit
. Der Verlauf dazwischen bleibt ungeklärt, so dass s
ich nicht feststellen lässt, wie sich der Gesundheitszustand
in diesem Zeit
raum
auf die erwerblichen Ressourcen ausgewirkt hat
.
5
.
5
.1
Aufgrund der
Feststellungen in den Gutachten
des
N.___
und des
B.___
und gestützt auf die Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD;
Urk
.
2/7/34/19 ff., Urk. 2/7/85/58 ff.,
Urk.
2/7/87
,
Urk.
2/7/92/5 f.
)
sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
ab November 2003
eine ganze Rente zu
(
vgl.
Urk.
2/7/99,
Urk. 2/7/107)
. Die
Anmeldung erfolgte im genannten Monat
(Urk.
2/7/2).
Das Wartejahr wa
r zu diesem Zeitpunkt bestanden. Entsprechend dem allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechts
folgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen), ist
sodann
die Frist von sechs Monaten ab der Anmeldung im Sinne
von
Art. 29
Abs.
1 IVG vorliegend nicht anwendbar.
Art. 29
IVG in
dieser
Form trat erst
am
1.
Januar 2008 in Kraft.
Auf
die Zuspre
chung der ganzen Rente
zurückzukommen besteht
nach dem Gesagten
kein Anlass.
Der Entscheid gründet auf
diesbezüglich nachvollziehbare
n
und
daher nicht
zu beanstandenden
Schlussfolgerungen
.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin befristete die ganze
Rente
per Ende Juli 2005 ausgehend von einer Besserung des Gesundheitszustandes ab Mai 2005
(Urk.
2/7/99, Urk. 2/7/107)
. Sie stützte sich
auf die Beurteilungen in den Gutachten des
N.___
und des
B.___
und
auf
die
jenige
des RAD
(vgl. Urk. 2/7/34/22 f.,
Urk.
2/7/85/65 f.,
Urk. 2/7/87,
U
rk.
2/7/
92/5
f.
)
.
Diese von der Beschwerdeführerin
in Frage gestellte
Beurteilung
konnte durch das Gutachten des
C.___
nicht
weiter
geklärt werden.
D
er
gesundheitliche Verlauf
ab
Mai 2005
und damit
auch
die Quantifi
zierung der Restarbeitsfähigkeit bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
3.
Mai 2012
bleiben
nach Durchführung der in Frage kommen
den Beweis
massnahmen offen
(vgl. vorstehende E. 4.5 f.)
. E
in Rentenanspruch ab August 2005
ist
somit
nicht
aus
gewiesen.
Die Beweislosigkeit wirkt sich zu Ungunsten der Beschwerdeführerin aus.
Die von
den
Gutachtern des
C.___
festgestellte,
nur noch teilweise verwertbare Resta
rbeitsfähigkeit
bezieht sich auf
einen Zeitraum nach Erlass der Verfügung vom
3.
Mai 2012, mithin
auf
die Zeit ab Frühjahr 201
3.
5
.3
D
ie
m
it der angefochtenen Verfügung
vom
3.
Mai 2012
ab November 2003 befristet bis Ende Juli 2005 zugesprochene ganze Rente ist nicht zu beanstanden. Sodann hat
die Beschwerdegegnerin
im Ergebnis
zu Recht eine
n
über den 3
1.
Juli 2005 hinausgehe
nd
en Rentenanspruch verneint
. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
Mit Blick auf die von den G
utachtern des
C.___
ab Frühjahr 2013
attestierte
Arbeitsfähigkeit von 60
%
auch
in
einer angepassten Tätigkeit
ist die Sache
indessen
nach Eintritt der Rechtskraft an die Beschwerdegegnerin zu über
weisen, damit
diese
unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten den Rentenan
spruch der Beschwerdeführerin erneut prüfe
(vgl.
Art.
17
Abs.
1
ATSG).
Mit Blick auf die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensbemessung
(vgl. Urk.
2/7/91)
, zu der im Urteil des Sozi
alversicherungsgerichts vom 30.
Sep
tember 2015 Stellung genommen wurde (E. 5)
,
ist
ein Rentenanspruch
angesichts
der
nur noch teilweise verwertbaren Restarbeitsfähigkeit von höchstens 60
%
keineswegs auszuschliessen.
6
.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgesetzt. Vorlie
gend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
1’000
.-- als angemessen. Aus
gangsgemäss sind die Kosten
der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.
Die Kosten für das Gerichtsgutachten
(polydisziplinäres Gutachten des
C.___
; vgl. Urk. 42-47)
sind
dagegen
auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Eine Prozessentschädigung steht der Beschwerdeführerin entsprechend dem Verfahrensausgang nicht zu. Die ihr mit Urteil des Bundesgerichts 9C_857/2015 vom
2.
Februar 2016 zu Lasten des Kantons Zürich zugesprochene Prozessentschädigung
für das bundesgerichtliche Verfahren
wurde ihr
am
4.
März 2016
durch die Gerichtskasse
ausbezahlt
(Urk.
2/31
)
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskr
aft dieses Entscheids an die So
zialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle,
im Sinne der Erwägungen überwiesen.
3.
Die Gerichtskosten von
Fr.
1’000
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
Die Kosten für
das polydisziplinäre Gutachten des
Universit
ätsspitals Zürich vom 2
3.
Januar 2018
werden auf die Gerichtskasse genommen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin
Evalotta
Samuelsson
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GrünigKlemmt