# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e310979a-ce2d-5f1f-b0a7-73c776d181c4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2025 E-7757/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7757-2025_2025-11-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7757/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis, 

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Vereinigte Staaten von Amerika (USA), Beschwerdeführerin 

1, ihr Sohn 

B._______, geboren am 

(…), Beschwerdeführer 

und ihre Tochter 

C._______, geboren am (…), Beschwerdeführerin 2 

Vereinigte Staaten von Amerika (USA) und Pakistan,  

c/o (…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);  

Verfügung des SEM vom 10. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

E-7757/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden (die Beschwerdeführerin und ihre minderjähri-

gen Kinder) suchten am 15. September 2025 am Flughafen D._______ um 

Asyl nach. Auf dem Flughafeninformationsblatt gaben sie insbesondere an, 

sie seien US-Staatsangehörige (SEM-Akten […][A]2). 

B.  

Mit Verfügung vom 17. September 2025 verweigerte das SEM ihnen die 

Einreise in die Schweiz und wies ihnen für die Dauer von maximal sechzig 

Tagen den Transitbereich des Flughafens D._______ als Aufenthaltsort zu. 

C.  

Am 25. September 2025 wurden die Beschwerdeführerin 1 und ihr Sohn 

zur Person befragt (BzP; A43 und A46) und am 1. Oktober und 3. Oktober 

2025 wurden die Beschwerdeführenden in Anwesenheit ihrer Rechtsver-

tretung zu den Asylgründen angehört (A51, A53 und A54).  

Die Beschwerdeführerin 1 machte im Wesentlichen geltend, sie sei liby-

sche und US-amerikanische Staatsbürgerin muslimischen Glaubens und 

im Libanon als Tochter einer libanesischen Staatsangehörigen geboren. 

Die Familie sei dann nach Libyen, den Heimatstaat ihres Vaters, gezogen 

und sie habe dort die Schulen besucht und (…) studiert. Sie habe dann für 

die Regierung Gaddafi und auch Gaddafi privat gearbeitet. Einige Zeit habe 

sie auch in der Schweiz, in Deutschland und in Kanada gelebt. Von 20(…) 

bis 20(…) habe sie in den USA gelebt, wo sie einen pakistanischen Staats-

angehörigen geheiratet habe, den Vater ihrer Kinder. Sie besitze in den 

USA zwei Unternehmen in der Gesundheitsversorgung, wo sie nach wie 

vor Mitarbeitende habe; gerade habe sie die Steuern bezahlt, und sie be-

sitze auch eine NGO. Sie habe die USA 20(…) zusammen mit den Kindern 

aus gesundheitlichen Gründen verlassen, nachdem sie mehrmals habe 

hospitalisiert werden müssen, da sie fast nichts mehr habe essen können. 

Auch ihr Sohn habe Probleme mit der Verdauung gehabt. Sie vermute, 

Personen pakistanischer Herkunft, mit welchen sie Probleme habe, hätten 

ihnen etwas ins Essen getan. Ausserdem leide ihre Tochter seit der Geburt 

an (…) und sie habe gedacht, im Libanon gehe es allen besser. Schliess-

lich habe ihre Schwester im Libanon nach einer Herzoperation ihre Unter-

stützung benötigt. In Bezug auf die USA gab die Beschwerdeführerin so-

dann an, mit zwei respektive einer pakistanischen Frau verfeindet gewesen 

zu sein; diese habe die Beschwerdeführerin beschuldigt, sie geschlagen 

zu haben. Die Polizei habe allerdings gewusst, dass diese Frau lüge und 

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Seite 3 

habe sie nach Pakistan ausgeschafft. Dieselbe Frau sei auch in einen 

(…)fall verwickelt gewesen, in welchem die Beschwerdeführerin beim Fe-

deral Bureau of Investigation (FBI) als Zeugin habe aussagen müssen. 

20(…) sei sie im Rahmen des diesbezüglichen Ermittlungsverfahrens ein-

mal bei Gericht gewesen, habe aber nicht ausgesagt. Das FBI habe sie 

später wiederholt eingeladen, eine Zeugenaussage zu machen. Sie sei 

dieser Aufforderung jedoch nicht nachgekommen, da sie bereits im Liba-

non und es zudem die Zeit von Covid-19 gewesen sei. Man habe ihr ge-

sagt, sie könne aussuchen, ob sie eine Aussage machen wolle oder nicht, 

sie sei aber grundsätzlich dazu bereit gewesen. In den USA seien dann 

zwei ihrer Häuser im Wert von (…) Dollar beschlagnahmt, in einem davon 

hätten die Beschuldigten gelebt. Später hätten die libanesischen Behörden 

in diesem Zusammenhang von ihr weitere USD (…) beschlagnahmt. Auch 

habe sie erfahren, dass nach ihrer Ausreise aus den USA in ihrem Zuhause 

ihr Handy und ihr Computer mitgenommen worden seien, weil sie etwas 

Politisches, etwas über Menschenrechte in den sozialen Medien geschrie-

ben habe, sie wisse allerdings nicht mehr was; sie habe auch Fotos gepos-

tet, wie die Polizei Menschen schlage. Ihr Twitter- und ihr Facebook-Ac-

count seien gelöscht worden. Nach der Ausreise aus den USA hätten sie 

zunächst in Grossbritannien Verwandte besucht und seien dann in den Li-

banon zurückgekehrt, wo sie zusammen mit ihrer Schwester und – bis zu 

deren Tod – mit ihrer Mutter in E._______ gelebt hätten. Zwischenzeitlich 

seien sie zudem für ein Jahr in Pakistan gewesen, wo ihre Kinder von ei-

nem anderen Mann adoptiert worden seien. Weil sie aber dort von den 

Verwandten schlecht behandelt worden seien und man die Kinder habe 

verheiraten wollen, seien sie in den Libanon zurückgeflogen, wobei sie teil-

weise auch dort mit den pakistanischen Verwandten Probleme gehabt hät-

ten. Schliesslich gab die Beschwerdeführerin an, sie hätten auch eine 

Weile im Iran gelebt, wo die Kinder ein Jahr lang (…) studiert hätten. Zuletzt 

sei die Situation im Libanon aufgrund des Krieges schwierig gewesen und 

beim Einsturz eines Hauses durch Bombardierungen seien sie verletzt wor-

den. Sie und ihre Kinder hätten aber auch Krankheiten aufgrund derer sie 

bereits in den USA und auch in einem amerikanischen Spital im Libanon 

behandelt worden seien. Die Kinder hätten aber im Libanon auch nicht op-

timal studieren können. Kurz vor der Ausreise hätten sie von der amerika-

nischen Botschaft Reisepässe (Kinder) und ein Ersatzreisepapier (Be-

schwerdeführerin) erhalten. Da ihre libanesischen Aufenthaltspapiere ab-

gelaufen gewesen seien, habe man sie am Flughafen erst nach Bezahlung 

einer Geldsumme ausreisen lassen. Ihr amerikanisches «Laisser-passer» 

und die amerikanischen Reisepässe der Kinder seien ihnen dann vom 

Schlepper, der sie bis nach D._______ begleitet habe abgenommen 

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worden. Sie habe eigentlich in die USA zurückkehren wollen. Allerdings 

bestehe die Möglichkeit, dass sie bei einer Rückkehr in die USA festge-

nommen werden könnte, da sie trotz Aufforderung zur Zeugenaussage 

nicht vor Gericht erschienen sei. Auf Bitten ihrer Tochter und Anraten des 

Schleppers sei sie deshalb auch in D._______ geblieben. 

Der Beschwerdeführer gab an, pakistanischer und US-amerikanischer 

Staatsbürger, muslimischen Glaubens sowie in den USA geboren zu sein, 

wo er bis 20(…) gelebt habe. Danach habe er kurz im Libanon und danach 

für ein Jahr in Pakistan gelebt, wo seine Mutter wieder geheiratet habe. 

Ende 20(…) seien sie zurück in den Libanon gegangen und er habe dort 

vier Jahre lang die Schule sowie danach online eine US-Schule besucht. 

Anschliessend habe er mit seiner Mutter und seiner Schwester von 20(…) 

bis 20(…) im Iran gelebt und (…) studiert. Bis zu seiner Ausreise habe er 

zuletzt in F._______ gelebt. Wegen des Krieges seien sie aus dem Libanon 

ausgereist. Er leide seit rund sechs Jahren an einer (…) und müsse des-

wegen Medikamente nehmen. Bisher habe er nicht viele Komplikationen 

gehabt, er wünsche jedoch, einen Facharzt zu sehen in Bezug auf die Do-

sis. Ferner sei er beim Einsturz eines Hauses im Libanon am Rücken ver-

letzt worden und deswegen in Behandlung gewesen, er nehme diesbezüg-

lich Schmerzmittel ein, wenn es notwendig sei. Schliesslich leide er seit 

den Bombardierungen im Libanon manchmal an Albträumen. Die amerika-

nische Botschaft in F._______ habe ihnen kurz vor der Ausreise Reise-

pässe ausgestellt, die ihnen von der Person, die ihnen geholfen habe, in 

die Schweiz zu gelangen, entweder in D._______ nach der Landung oder 

noch in F._______ abgenommen worden seien. Sein Reiseziel sei 

D._______ gewesen, die Mutter habe eigentlich in die USA reisen wollen, 

sich aber auf Rat des Schleppers hin ebenfalls entschieden, in D._______ 

zu bleiben. In die USA möchte er nicht zurückkehren, da er aufgrund seiner 

Ethnie und seines Glaubens dort Diskriminierung ausgesetzt wäre. Seine 

Mutter sei sodann nicht zu einer Zeugenaussage in einem Verfahren in den 

USA erschienen. Für den Fall, dass sie festgenommen würde, befürchte 

er, in ein betreutes Wohnen gehen zu müsste.  

Die Beschwerdeführerin 2 gab an, pakistanische und US-amerikanische 

Staatsbürgerin, muslimischen Glaubens zu sein. Sie leide seit ihrer Geburt 

an einer (…), weswegen ihre Mutter mit ihr Physiotherapie mache. Seit im 

Libanon das Haus eingestürzt sei, leide sie auch unter Herz- und Rücken-

beschwerden, psychisch gehe es ihr gut. Medikamentös nehme sie Vita-

mine und Eisentabletten ein. Weiter führte sie aus, sie sei in den USA ge-

boren und habe bis 20(…) dort gelebt. Damals sei sie mit ihrer Mutter und 

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ihrem Bruder nach Pakistan gegangen zur erweiterten Verwandtschaft ih-

res Vaters, sie hätten sich aber gegenseitig nicht gemocht. Auch habe man 

sie aufgrund der Tradition im Alter von (…) Jahren mit einem Cousin ver-

heiraten wollen. Ihre Mutter habe dann wieder einen pakistanischen 

Staatsangehörigen geheiratet und für sie pakistanische Pässe besorgt, 

weil ihr Vater sich habe von ihr scheiden lassen, ohne ihnen pakistanische 

Pässe zu geben. Damit seien sie dann in den Libanon gereist. Im Jahr 

20(…) oder 20(…) sei sie für einige Wochen in den Iran gereist, um dort 

wie ihr Bruder zu studieren. Weil sie Physiotherapie gebraucht habe, sei 

die Mutter ebenfalls mitgereist. Die amerikanische Botschaft habe sie dann 

aber als amerikanischen Staatsangehörige aufgrund der damals heiklen 

Sicherheitslage gewarnt und sie seien in den Libanon zurückgekehrt. Dort 

habe sie einen High-School-Abschluss an einer amerikanischen Schule 

gemacht und eine arabische Sprachschule besucht. Als ihre Mutter dann 

einen temporären amerikanischen Pass erhalten habe, habe sie entschie-

den, dass sie aus dem Libanon ausreisen würden. Bei der Ausreise habe 

es Probleme gegeben, weil sie nicht mehr über eine gültige Aufenthaltsbe-

willigung für den Libanon verfügt hätten; die Verlängerung sei wegen den 

Zuständen dort schwierig gewesen. Nachdem ihre Mutter Geld bezahlt 

habe, hätten sie aber ausreisen können. Ihres und das Ziel ihres Bruders 

sei von Anfang an D._______ gewesen, um hier (…) zu studieren, jenes 

ihrer Mutter sei G._______ gewesen, weil sie dort etwas im Zusammen-

hang mit einem Verfahren habe erledigen wollen. Die Mutter habe ihnen 

Geld und eine Kreditkarte gegeben, um hier zu bleiben. Sie habe dann aber 

ihre Mutter gebeten, auch hier zu bleiben, da sie befürchtet habe, die Mut-

ter käme wegen des Verfahrens in den USA möglicherweise in Haft und sie 

selbst müsste dann in ein betreutes Wohnen gehen.  

Zum Beleg ihrer Identität und Stützung ihrer Vorbringen reichten die Be-

schwerdeführenden die folgenden Beweismittel ein: 

- Diverse medizinische Berichte und Rezepte (in Kopie); 

- Paket der «(…)» an die Adresse der Beschwerdeführerin in F._______ 

aus dem Jahr 2023 (im Original); 

- Schreiben mit schriftlichen Asylgründe der Beschwerdeführerin (in Ko-

pie); 

- Pakistanische Identitätskarten der Kinder (in Kopie); 

- Pakistanische Pässe der Kinder (im Original); 

- Schulunterlagen der Kinder (in Kopie); 

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- Flugunterlagen (in Kopie); 

- Libanesische Bestätigung betreffend die Tätigkeit der Beschwerdefüh-

rerin als Ärztin (in Kopie); 

- Bankkarten der Beschwerdeführerin (in Kopie); 

- Libysche Geburtsurkunde der Beschwerdeführerin (in Kopie); 

- Geldwechselbeleg (in Kopie); 

- Dokumente aus dem Libanon betreffend das Verfahren der Beschwer-

deführerin in den USA (in Kopie); 

- Libyscher Reisepass der Beschwerdeführerin (abgelaufen, in Kopie); 

- Libanesische Aufenthaltstitel der Kinder (abgelaufen, in Kopie). 

D.  

Am 7. Oktober 2025 wurde der Entscheidentwurf der zugewiesenen 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführenden zur Stellungnahme ausge-

händigt. Eine entsprechende Stellungnahme ging am folgenden Tag beim 

SEM ein.  

E.  

Das SEM stellte mit Verfügung vom 10. Oktober 2025 – gleichentags eröff-

net – fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, lehnte ihre Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus dem 

Transitbereich des Flughafens D._______ sowie den Wegweisungsvollzug 

an. 

F.  

Die Beschwerdeführenden erhoben mit E-Mail vom 10. Oktober 2025 ge-

gen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und be-

antragen sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich auf-

zuheben. 

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2025 forderte die Instruktionsrich-

terin die Beschwerdeführenden unter Androhung eines Nichteintretensent-

scheids auf, innert Frist eine Beschwerdeverbesserung im Sinne der Erwä-

gungen einzureichen. Insbesondere wurden die Beschwerdeführenden da-

rauf hingewiesen, dass sämtliche elektronischen Eingaben an das Bundes-

verwaltungsgericht als Grundvoraussetzung für deren Gültigkeit eine gül-

tige qualifizierte elektronische Signatur eines anerkannten Anbieters ent-

halten müssen (Art. 21a Abs.2 VwVG). 

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H.  

Mit Eingabe vom 16. Oktober 2025 – übermittelt durch die Flughafenpoli-

zei – reichten die Beschwerdeführenden eine Beschwerdeverbesserung 

ein. Sie beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, sie seien 

als Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen sei Asyl zu gewähren. Zudem sei 

festzustellen, dass der Wegweisungsvollzug unzulässig, unmöglich sowie 

unzumutbar sei und sie seien vorläufig aufzunehmen. In verfahrensrechtli-

cher Hinsicht ersuchen sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung und um Beiordnung einer amtlichen Rechtsbeiständin. Eventualiter 

sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen. Der Beschwerde bei-

gelegt waren zahlreiche bereits erstinstanzlich eingereichte ärztliche Un-

terlagen, insbesondere aus dem Libanon sowie ein Gesuch des Mukhtars 

von Tripoli an das UK Home Office vom 30. August 2025 um humanitäre 

Aufnahme der Tochter und des Sohnes der Beschwerdeführerin, welche 

britische Staatsangehörige seien. 

I.  

Mit zahlreichen einfachen E-Mails vom 17., 20., 24. und 27. Oktober 2025 

sowie vom 19. Oktober (Eingang Gericht 3. November 2015) sowie 3. No-

vember 2025 (Eingang Gericht 4. November 2025) gelangten die Be-

schwerdeführenden erneut an das Gericht. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG). 

Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, so-

weit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2 Die Beschwerdeführenden sind zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 

105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Eingabe er-

folgte ausserdem fristgerecht. Nach rechtzeitigem Eingang der Beschwer-

deverbesserung und angesichts der praxisgemäss im Flughafenverfahren 

akzeptierten englischsprachigen Eingabe, erweist sie sich auch als form-

gerecht. Vorbehältlich des unter 1.3 Gesagten ist demnach auf die Be-

schwerde einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 

VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

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Seite 8 

1.3 Nachdem der Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschiebende 

Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese auch nicht 

entzogen hat, ist auf den Verfahrensantrag auf Erteilung der aufschieben-

den Wirkung nicht einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge-

stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.3 Gestützt auf Art. 1 A Ziff. 2 Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 

über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sind Personen 

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Seite 9 

von der Anerkennung der Rechtsstellung als Flüchtling ausgeschlossen, 

die mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen und den Schutz von wenigs-

tens einem dieser Länder in Anspruch nehmen können. Soweit verfügbar, 

hat der Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit eine Person be-

sitzt, Priorität gegenüber dem internationalen Schutz und dem Schutz 

durch einen Drittstaat (vgl. UNHCR, Handbuch über Verfahren und Krite-

rien zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft, Genf 1979, Neuauflage: 

UNHCR Österreich 2003, Rz. 106 f.). 

5.  

5.1 Zur Begründung der angefochtenen Verfügung führt die Vorinstanz im 

Wesentlichen aus, die geltend gemachten Vorbringen der Beschwerdefüh-

renden seien flüchtlingsrechtlich nicht relevant. Die von der Beschwerde-

führerin 1 geltend gemachte Einladung der US-amerikanischen Behörden 

zur Zeugenaussage sei in einem rechtsstaatlich legitimen gemeinrechtli-

chen Strafverfahren erfolgt. Zudem sei die Furcht der Tochter, ihr sei in 

Pakistan im (…) Lebensjahr mit einer Zwangsheirat gedroht worden, zwar 

möglicherweise subjektiv begründet, jedoch sei sie seither diesbezüglich 

nicht mehr behelligt worden. Auch fehle es den aufgrund des Krieges gel-

tend gemachten schwierigen Lebensbedingungen im Libanon – insbeson-

dere die schulische und medizinische Situation der Kinder – an der flücht-

lingsrechtlichen Relevanz. Ebenfalls erfüllten die vorgebrachten Diskrimi-

nierungen und der Rassismus in den USA nicht die Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft. Schliesslich seien die Ereignisse, die sich auf einen 

Zeitraum vor 20(…) beziehen würden (Mitnahme von Computer und 

Handy, Löschung der Konten auf den sozialen Medien) flüchtlingsrechtlich 

nicht relevant. 

5.2 Dagegen bringen die Beschwerdeführenden im Wesentlichen vor, ihre 

Flüchtlingseigenschaft sei sehr wohl gegeben. In Pakistan habe die Familie 

des Ex-Ehemanns der Beschwerdeführerin – die lokal über politische 

Macht und Verbindungen zur Regierung verfügen würde – den Sohn zu 

Kinderarbeit gezwungen und beide Kinder zwangsverheiraten wollen. In 

Libanon seien ihre Wohnungen während des israelischen-libanesischen 

Krieges und der Hafenexplosion in Beirut zerstört worden, wobei sie ver-

letzt worden und fortan obdachlos gewesen seien. Bei einer Rückkehr in 

die USA hätte die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer verweigerten Zusam-

menarbeit mit dem FBI und der Nichtteilnahme als Zeugin in einem Straf-

verfahren möglicherweise eine Festnahme zu befürchten. 

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Seite 10 

6.  

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerde-

führenden zu Recht verneint und ihre Asylgesuche abgelehnt hat. Es hat 

ausführlich und mit weitgehend zutreffender Begründung dargelegt, wes-

halb die von den Beschwerdeführenden geschilderten Ereignisse sowie 

Beweismittel die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht erfül-

len. Darauf kann mit den nachfolgenden Ergänzungen verwiesen werden: 

6.2 Zunächst ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die Beschwerdefüh-

renden entgegen ihrer Behauptung in der Beschwerde über die US-ameri-

kanische Staatsangehörigkeit verfügen. Insbesondere gaben sie bei ihrer 

Ankunft am Flughafen D._______ und anlässlich ihrer Anhörung alle an, 

sie hätten die US-Staatsbürgerschaft (A2, A51 F62, A53 F34 f., A54 F23, 

F25). Zudem ist die Beschwerdeführerin 1 in der Eurodac-Datenbank mit 

der Nationalität USA vermerkt (A26). Soweit sie pauschal einwendet, ihr 

sei die US-Staatsbürgerschaft unrechtmässig entzogen worden, ist vorab 

festzustellen, dass sich solches nicht aus den Akten ergibt. Vielmehr sei 

zwar gemäss den Angaben der Beschwerdeführenden ihr abgelaufener 

Pass auf der Botschaft eingezogen, ihr jedoch ein Ersatzreisepapier aus-

gestellt worden. Ebenfalls aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwer-

deführenden Zugang zu amerikanischen Institutionen (Spitäler, Schulen) 

hatten und im Iran als amerikanische Staatsbürger aufgrund von Sicher-

heitsbedenken auch gewarnt worden seien. Dafür, dass der Beschwerde-

führerin 1 ihre US-amerikanische Staatsbürgerschaft entzogen worden 

wäre oder sie nicht mehr unter dem Schutz dieses Landes stehen würde, 

bestehen keine belastbaren Hinweise. Anzumerken bleibt, dass die for-

melle Anerkennung der Staatenlosigkeit im Sinne von Art. 1 des Überein-

kommens vom 28. September 1954 über die Rechtstellung der Staatenlo-

sen (SR 0.142.40; StÜ) nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist. 

6.3 Das Bundesverwaltungsgericht stellt sodann fest, dass der Beschwer-

deführer und die Beschwerdeführerin 2 die doppelte Staatsangehörigkeit – 

sowohl die pakistanische als auch die US-amerikanische – besitzen. Frag-

lich ist sodann aufgrund des der Beschwerde beigelegten Gesuches eines 

Mukhtars aus dem Libanon, ob sie auch die britische besitzen, dies kann 

aber offenbleiben. Auch auf die Frage eines angemessenen Schutzes in 

Pakistan vor den dort geltend gemachten und von Drittpersonen ausge-

henden Übergriffen betreffend Kinderarbeit und Zwangsheirat braucht da-

her – unabhängig von der Frage der Glaubhaftigkeit – nicht eingegangen 

zu werden (vgl. E. 4.3). Ergänzend kann mit dem SEM immerhin 

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Seite 11 

festgestellt werden, dass die Aktualität dieser angeblichen Bedrohung frag-

lich ist. Im Übrigen sind die von den Beschwerdeführenden in Libanon gel-

tend gemachten Ereignisse – die Bombardierungen und Kriegsgescheh-

nisse aufgrund des israelischen-libanesischen Konfliktes und der Hafenex-

plosion in Beirut sowie die sozioökonomische Situation des Landes – von 

der Vorinstanz zu Recht als nicht flüchtlingsrechtlich relevant qualifiziert 

worden. 

6.4 Schliesslich ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz nicht davon aus-

zugehen, dass die Beschwerdeführerin 1 – wie nochmals auf Beschwerde-

stufe vorgebracht – in den USA aufgrund der verweigerten Zusammenar-

beit mit dem FBI und wegen ihres Versäumnisses, vor einem Gericht in den 

USA als Zeugin auszusagen, wegen eines illegitimen Strafverfahrens ver-

haftet und mit der notwendigen hohen Wahrscheinlichkeit in flüchtlings-

rechtlich relevanter Weise verfolgt wird. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern es 

sich beim fraglichen (…)verfahren nicht um ein gemeinrechtliches Strafver-

fahren handeln sollte. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin hinsichtlich 

ihrer Äusserungen auf den sozialen Medien, aufgrund derer ihre Konten 

geschlossen worden seien, sind sodann mehr als oberflächlich, zumal sie 

selbst sich nicht mehr erinnert, um was es sich dabei inhaltlich gehandelt 

habe, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern sie diesbezüglich in einen vor-

liegend entscheidenden Fokus geraten sollte, ganz abgesehen davon, 

dass sie selbst darin keinen Grund sah von einer Rückreise nach 

G._______ abzusehen. Nichts zu bewirken vermag offenkundig auch der 

pauschale Einwand, aufgrund der aktuellen amerikanischen Regierung 

würde sie alleine aufgrund ihrer Ethnie oder Glaubenszugehörigkeit in 

flüchtlingsrechtlich relevanter Weise belangt werden, zumal es sich bei ihr 

um eine amerikanische Staatsbürgerin handelt und nicht etwa um eine sich 

illegal in den USA aufhaltende Person. Sodann betont die Beschwerdefüh-

rerin 1 auf Beschwerdeebene erneut, sie habe sich einzig einer Zeugen-

aussage entzogen. Inwiefern dies – über eine allfällige Anhaltung, erneute 

Vorladung zur Aussage oder Busse hinaus – zu einer unmittelbaren Haft 

führen sollte, leuchtet nicht ein. Dies umso mehr als das FBI ihr freigestellt 

habe, überhaupt eine Aussage zu machen (A51 Anmerkung zu F87). 

Schliesslich hat sich die Beschwerdeführerin – trotz ihrer angeblichen Be-

fürchtung einer Festnahme – kurz vor der Ausreise zusammen mit den Kin-

dern an die amerikanischen Behörden gewandt mit dem Ziel, Reisepapiere 

zu erhalten, hat einen Flug nach G._______ gebucht und diesen auch an-

getreten. Ausdrücklich gab sie an, sie habe in die USA zurückkehren wol-

len, zumal sie dort auch ihre Rechte geltend machen wolle (A43 Ziff. 5.02; 

A51 F114). Erst während der Reise auf Anraten des Schleppers und auf 

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Seite 12 

Bitte ihrer Tochter hin, habe sie sich dazu entschieden, ein Asylgesuch zu 

stellen (u.a. A51 F92). Vor diesem Hintergrund fehlt es nebst allem bereits 

an der subjektiven Befürchtung der Beschwerdeführerin, bei einer Rück-

kehr werde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einem flüchtlingsrechtlich 

relevanten Grund verhaftet werden.  

Hinsichtlich des Beschwerdeführers und der Beschwerdeführerin 2 ist fest-

zustellen, dass zwar nicht bestritten werden muss, dass es in den USA 

bedauerlicherweise zu Diskriminierungen aufgrund der ethnischen und re-

ligiösen Zugehörigkeit kommen kann. Demgegenüber bestehen auch bei 

ihnen keine konkreten Anhaltspunkte, dass in ihrem Fall von Nachteilen 

auszugehen wäre, die ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 Asyl 

gleichkämen. Soweit sie vorbringen, sie befürchteten für den Fall einer 

Festnahme der Mutter die Unterbringung in einem betreuten Wohnen fehlt 

es, wie bereits erwähnt, vorab an der notwendigen hinreichenden Wahr-

scheinlichkeit einer solchen Festnahme. Sodann ist selbst bei einer mögli-

chen solchen Unterbringung nicht ersichtlich, inwiefern ein flüchtlingsrecht-

lich relevantes Motiv gegeben sein könnte.    

7.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über 

eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch 

auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

 

E-7757/2025 

Seite 13 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.2.2 Vorliegend findet das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment sowie der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschie-

bung keine Anwendung, weil es den Beschwerdeführenden nicht gelungen 

ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft 

zu machen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK). Ebenfalls 

werden mit dem Wegweisungsvollzug keine völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen verletzt (Art. 83 Abs. 3 AIG). Insbesondere vermögen die Beschwer-

deführenden keine konkrete und ernsthafte Gefahr von Folter oder un-

menschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung im Sinne von 

Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 

gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende 

Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK darzutun (vgl. 

die diesbezüglich hohen Anforderungen in Urteil des Europäischen Ge-

richtshofs für Menschenrechte [EGMR] Saadi gegen Italien 28. Februar 

2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124-127 m.w.H.). Es ist aufgrund der 

Angaben der Beschwerdeführerin 1 und mangels Anhaltspunkte in den Ak-

ten nicht davon auszugehen, dass sie bei einer Rückkehr eine Art. 3 EMRK 

verletzende Verhaftung zu befürchten hat (vgl. E. 6.4). Hinsichtlich der bei 

den Beschwerdeführenden diagnostizierten gesundheitlichen Beschwer-

den (Beschwerdeführerin 1: […], […], […], […], A51, A56, A57, A58, […], 

Beschwerde, S. 7; Beschwerdeführer: […], […], […], […], […], […], […], 

[…]A48, A53, A59; Beschwerdeführerin 2: […], […], […], […], […], […] und 

[…] [{…}], A54, Beschwerde, S. 4 sowie alle betreffend die medizinischen 

Unterlagen aus dem Libanon) ist festzuhalten, dass eine zwangsweise 

Wegweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen nur ganz aus-

nahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellt (vgl. zu den An-

forderungen BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die damalige Praxis des 

EGMR sowie zur neueren Praxis des EGMR das Urteil Paposhvili gegen 

Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180-193 

m.H., bestätigt in Savran gegen Dänemark vom 7. Dezember 2021, Grosse 

Kammer 57467/15). Bei den Beschwerdeführenden ist nicht von einer be-

sonderen Vulnerabilität aufgrund eines derart gravierenden Krankheitsbil-

des im Sinne der zitierten Rechtsprechung auszugehen. Das Vorbringen 

der Beschwerdeführerin 1 – das auch in den zahlreichen per einfache Mail 

zugestellten Eingaben betont wird – sie litten alle an schwerwiegenden 

E-7757/2025 

Seite 14 

Erkrankungen, findet weder in den medizinischen Akten noch in den Anhö-

rungsprotokollen eine Stütze. Die gesundheitlichen Probleme sind offen-

sichtlich nicht dergestalt, dass bei einer Überstellung in die USA eine ernst-

hafte, rapide und irreversible Verschlechterung ihrer Lage, verbunden mit 

übermässigem Leiden oder einer bedeutenden Verkürzung der Lebenser-

wartung, zu erwarten wäre, zumal es auch keinen Grund für die Annahme 

gibt, die Beschwerdeführenden könnten sich nicht – wie früher schon – in 

den USA wieder oder weiterbehandeln lassen. In diesem Zusammenhang 

fällt auf, dass die Beschwerdeführerin 1 offenbar nach wie vor Kontakt zu 

ärztlichen Fachpersonen in den USA hat (vgl. etwa Beweisangebot in der 

Maileingabe vom 19. Oktober 2025 betreffend den die Beschwerdeführerin 

2 und den Beschwerdeführer jahrelang behandelnden Arzt Professor Dr. 

I._______, […]). Zudem ist eine Verletzung von Art. 8 EMRK mit Blick auf 

die Anwesenheit der Kinder der Beschwerdeführerin im Flughafen 

D._______ weder ersichtlich noch wird eine solche substantiiert geltend 

gemacht, zumal die Familie gemeinsam in ihren Heimatstaat zurückkehren 

kann. Auffallend in diesem Zusammenhang ist einzig, dass die Beschwer-

deführerin 1 selbst zunächst beabsichtigt hatte, ohne ihren Sohn und ihre 

Tochter in die USA zurückzukehren. Wie bereits im Rahmen der Flücht-

lingseigenschaft erwogen, fehlt es sodann bereits an der notwendigen ho-

hen Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren und längeren Trennung der Be-

schwerdeführerin 2 und des Beschwerdeführers von der Beschwerdefüh-

rerin 1 aufgrund einer Verhaftung. Selbst dann wären aber die hohen An-

forderungen an die Annahme eines real-risk in Bezug auf die beiden bald 

(…)-jährigen, gut gebildeten und aktenkundig selbständigen Beschwerde-

führenden mit dem pauschalen Hinweis auf schlechte Zustände in einem 

betreuten Wohnen nicht dargetan. Auch die allgemeine Menschenrechts-

situation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeit-

punkt schliesslich nicht als unzulässig erscheinen. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.2 In den USA herrscht weder eine Situation Krieg oder Bürgerkrieg 

noch eine Situation allgemeiner Gewalt gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG. Folglich 

E-7757/2025 

Seite 15 

ist nicht von einer generellen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

auszugehen. 

8.3.3 In individueller Hinsicht handelt es sich bei der Beschwerdeführerin 1 

um eine gebildete Frau, die über Arbeitserfahrung als (…) verfügt. Zudem 

hat sie gemäss eigenen Angaben in den USA eigene Unternehmen, die 

noch immer aktiv seien, und wo sie auch die Steuern bezahle (A51 F109 

ff). Ebenfalls verfügen die (…)-jährige Tochter und der (…)-jährige Sohn 

über einen US-amerikanischen High-School-Abschluss (A17, A53 F106), 

womit ihnen die Möglichkeit offensteht, in den USA eine Universität zu be-

suchen und es überdies ihre Selbständigkeit sowie Reife aufzeigt. Diese 

Selbständigkeit geht im Übrigen auch direkt aus den Anhörungsprotokollen 

hervor (u.a. betreffend die Tochter: A54 F111 ff.) oder aus dem Umstand, 

dass sie beide in der Lage waren, im Iran ein Medizinstudium aufzuneh-

men. Es besteht somit insgesamt kein Grund zur Annahme, dass die Be-

schwerdeführenden bei einer Rückkehr in die USA in eine existentielle Not-

lage geraten werden. Zudem steht auch der Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführenden (vgl. E. 8.2.2) einem Vollzug der Wegweisung in die 

USA nicht entgegen. Eine allfällig notwendige medizinische Behandlung 

steht ihnen grundsätzlich auch in den USA zur Verfügung, zumal die Be-

schwerdeführerin 1 zweifellos über die notwendigen Kontakte verfügt. 

Ebenfalls steht es den Beschwerdeführenden diesbezüglich frei, von den 

Möglichkeiten der Rückkehrhilfe Gebrauch zu machen, indem ihnen gege-

benenfalls eine Reservemedikation zur Verfügung gestellt wird, um mögli-

che Verzögerungen beim Zugang zur Gesundheitsversorgung in ihrem 

Heimatstaat zu überbrücken (vgl. Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der 

der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 142.312]). Soweit 

in der Beschwerde gerügt wird, die Vorinstanz habe das Kindeswohl nicht 

berücksichtigt, ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz die Beschwer-

deführenden durchaus als Familie wahrgenommen und damit auch dem 

Kindeswohl Rechnung getragen hat. Eine Verletzung des Kindeswohls ist 

denn auch vorliegend nicht gegeben, weil die Beschwerdeführenden zu-

sammen in das Heimatland zurückkehren. Wie bereits ausgeführt ist von 

vornherein nicht davon auszugehen, es käme zu einer längeren Trennung 

der Familie und die pauschalen Ausführungen in der Beschwerde zu den 

unbelegten im Foster Care System angeblich in hoher Zahl vorhandenen 

Sex- und Drogenmissbräuche sowie Ausbeutungen verschiedener Art ver-

mögen nichts zu bewirken. Das Kindeswohl steht dem Wegweisungsvoll-

zug demzufolge nicht entgegen. Dementsprechend ist der Vollzug der 

Wegweisung auch in individueller Hinsicht zumutbar. 

E-7757/2025 

Seite 16 

8.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

Soweit die Beschwerdeführenden in der Eingabe vom 19. Oktober 2025 

(Eingang Gericht: 3. November 2025) beantragen, sie seien im Universi-

tätsspital D._______ unterzubringen und somit sinngemäss eine Be-

schwerde gegen die Verfügung des SEM betreffend die Zuweisung des 

Flughafens D._______ als Aufenthaltsort vom 17. September 2025 erhe-

ben, ist festzuhalten, dass eine einfache E-Mail – wie mit Zwischenverfü-

gung vom 15. Oktober 2025 bereits mitgeteilt (vgl. Sachverhalt Bst. G) – 

keine rechtsgültige Eingabe darstellt, die grundsätzlich nicht zu beachten 

ist, und im Übrigen aus den Akten keine Hinweise auf eine unangemessene 

Unterkunft im Sinne von Art. 22 Abs. 3 AsylG ersichtlich sind. Vielmehr be-

legen diese insbesondere gerade den Zugang zu medizinischer Behand-

lung. 

11.  

11.1 Mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache ist das Gesuch um Befrei-

ung von der Kostenvorschusspflicht gegenstandslos geworden. 

11.2 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands sind ungeachtet der gel-

tend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen, da sich die Be-

schwerdebegehren entsprechend den vorstehenden Erwägungen von 

Vornherein als aussichtslos erwiesen haben. 

11.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Be-

schwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf 

E-7757/2025 

Seite 17 

Fr. 1000.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-7757/2025 

Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und um Beiordnung einer 

amtlichen Rechtsbeiständin werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand: