# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03283079-4b74-5b39-8933-0702bdb37531
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-10
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 10.04.2024 SBK.2024.81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2024-81_2024-04-10.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2024.81 
(HA.2024.114; STA.2022.5739)  

Art. 106 

 

 

Entscheid vom 10. April 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin Eichenberger  

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____, geboren am tt.mm.1993, von […], 

[…] 

z.Zt.: […]  

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Alexander Kunz,  

[…]   

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Baden,  

Mellingerstrasse 207, 5405 Dättwil  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 

12. März 2024 betreffend Verlängerung der Untersuchungshaft 

 

in der Strafsache gegen A._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Baden führt gegen A._____ (fortan: Beschwerde-

führer) ein Strafverfahren wegen mehrfachen Diebstahls (evtl. gewerbs- 

und bandenmässig), mehrfachen Hausfriedensbruchs und mehrfacher 

Sachbeschädigung. 

 

2. 

2.1. 

Der Beschwerdeführer wurde am 8. März 2023 festgenommen und mit Ver-

fügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 

10. März 2023 einstweilen bis am 8. Juni 2023 in Untersuchungshaft ver-

setzt. 

 

2.2. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau verlängerte die Un-

tersuchungshaft des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 14. Juni 2023 

bis am 8. September 2023. Die dagegen erhobene Beschwerde des Be-

schwerdeführers wurde mit Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsa-

chen des Obergerichts des Kantons Aargau vom 13. Juli 2023 

(SBK.2023.199) abgewiesen. Das Bundesgericht trat mit Urteil 

7B_563/2023 vom 6. September 2023 nicht auf die gegen diesen Ent-

scheid gerichtete Beschwerde des Beschwerdeführers ein.  

 

2.3. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau verlängerte die Un-

tersuchungshaft des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 13. Septem-

ber 2023 bis am 8. Dezember 2023. Die dagegen erhobene Beschwerde 

des Beschwerdeführers wurde mit Entscheid der Beschwerdekammer in 

Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau vom 9. Oktober 2023 

(SBK.2023.280) abgewiesen. Das Bundesgericht wies mit Urteil 

7B_842/2023 vom 9. November 2023 die gegen diesen Entscheid gerich-

tete Beschwerde des Beschwerdeführers ab, soweit es darauf eintrat. 

 

2.4. 

Mit Verfügung vom 11. Dezember 2023 verlängerte das Zwangsmassnah-

mengericht des Kantons Aargau die Untersuchungshaft des Beschwerde-

führers um drei Monate bis zum 8. März 2024. 

 

2.5. 

Mit Haftverlängerungsgesuch vom 4. März 2024 beantragte die Staatsan-

waltschaft Baden die Verlängerung der Untersuchungshaft des Beschwer-

deführers um weitere drei Monate.  

 

 - 3 - 

 

 

2.6. 

Mit Verfügung vom 12. März 2024 verlängerte das Zwangsmassnahmen-

gericht des Kantons Aargau die Untersuchungshaft des Beschwerdefüh-

rers um drei Monate, bis zum 8. Juni 2024. 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer erhob gegen die ihm am 15. März 2024 zugestellte 

Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 

12. März 2024 mit Eingabe vom 25. März 2024 Beschwerde mit folgenden 

Anträgen: 

 

" 1. 

Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 12. März 2024 

sei aufzuheben. 

 

2. 

Der Beschwerdeführer sei aus der Untersuchungshaft zu entlassen. 

 

3. 

Anstelle der Untersuchungshaft seien Ersatzmassnahmen anzuord-

nen. 

 

4. 

Eventualiter sei anstelle der Untersuchungshaft eine Kaution im Um-

fang von CHF 60'000.00 festzusetzen, eventualiter nach Ermessen des 

Gerichts. 

 

5. 

Es sei eine Schriftensperre zu verfügen, und es sei der Beschwerde-

führer zu verpflichten, sich weiterhin in der Schweiz aufzuhalten, und 

sich den Behörden zur Verfügung zu stellen. 

 

6. 

Weitere Ersatzmassnahmen werden in das Ermessen des Gerichts ge-

stellt. 

 

7. 

Die amtliche Verteidigung des Beschwerdeführers durch den unter-

zeichnenden Rechtsanwalt sei zu bestätigen und die Verfahrenskosten 

zur Hauptsache zu schlagen. 

 

8. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

3.2. 

Mit Eingabe vom 27. März 2024 verzichtete das Zwangsmassnahmenge-

richt des Kantons Aargau unter Hinweis auf die Begründung der angefoch-

tenen Verfügung auf eine Vernehmlassung. 

 - 4 - 

 

 

 

3.3. 

Die Staatsanwaltschaft Baden beantragte mit Beschwerdeantwort vom 

28. März 2024 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 

3.4. 

Der Beschwerdeführer erstattete mit Eingabe vom 8. April 2024 eine Stel-

lungnahme zur Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft Baden. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der Beschwerdeführer ist als verhaftete Person berechtigt, die Verfügung 

des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau (fortan: Vorinstanz) 

vom 12. März 2024 betreffend die Verlängerung der Untersuchungshaft mit 

Beschwerde anzufechten (Art. 222 StPO i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO). 

Auf die frist- (Art. 396 Abs. 1 StPO) und formgerecht (Art. 385 Abs. 1 StPO) 

eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

 

2. 

Grundsätzlich bleibt eine beschuldigte Person in Freiheit. Gemäss Art. 221 

Abs. 1 StPO ist Untersuchungshaft namentlich zulässig, wenn die beschul-

digte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist 

(Tatverdacht) und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie sich durch Flucht 

dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Fluchtge-

fahr; lit. a). Sie darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheits-

strafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). Das zuständige Gericht ordnet gemäss 

Art. 237 Abs. 1 StPO an Stelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere 

mildere Massnahmen an, wenn diese den gleichen Zweck wie die Haft er-

füllen. 

 

3. 

3.1. 

Untersuchungshaft gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO setzt zunächst einen drin-

genden Tatverdacht betreffend ein Vergehen oder Verbrechen voraus. 

 

3.2. 

Dem Beschwerdeführer wird die Beteiligung an rund 30 (teilweise versuch-

ten) Einbruch-/Einschleichdiebstählen (Kupferdiebstähle) im Zeitraum von 

Anfang 2022 bis zum 8. März 2023 in jeweils unterschiedlicher Täterzu-

sammensetzung vorgeworfen (vgl. Haftverlängerungsgesuch der Staats-

anwaltschaft Baden vom 4. September 2023 E. II.1 [HA.2023.429]). Im 

Raum steht der Vorwurf des mehrfachen Diebstahls (evtl. gewerbs- und 

bandenmässig), des mehrfachen Hausfriedensbruchs und der mehrfachen 

Sachbeschädigung. 

 - 5 - 

 

 

 

3.3. 

Die theoretischen Grundlagen, nach denen das Vorliegen eines dringen-

den Tatverdachts zu prüfen ist, legte die Vorinstanz zutreffend dar (ange-

fochtene Verfügung, E. 6.1). Darauf wird verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

 

3.4. 

Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen eines dringenden Tatver-

dachts nicht. Er habe bereits zu Beginn des Strafverfahrens ein umfassen-

des Geständnis abgelegt (Beschwerde, S. 3 Ziff. III.4). Da sich seit dem 

Haftverlängerungsgesuch vom 4. September 2023 in diesem Zusammen-

hang keine Änderungen ergeben haben und der Beschwerdeführer solche 

auch nicht geltend macht, ist mit der Vorinstanz (angefochtene Verfügung, 

E. 6.2) weiterhin von dem von der Beschwerdekammer in Strafsachen des 

Obergerichts des Kantons Aargau bereits mit Entscheiden SBK.2023.199 

vom 13. Juli 2023 und SBK.2023.280 vom 9. Oktober 2023 bejahten drin-

genden Tatverdacht betreffend die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen 

Delikte (vgl. E. 3.1 hiervor) auszugehen. Es wird diesbezüglich daher er-

gänzend auf die entsprechenden Erwägungen in den vorerwähnten Ent-

scheiden der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des 

Kantons Aargau (E. 3 bzw. E. 4.3) verwiesen (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

 

4. 

4.1. 

Untersuchungshaft gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO setzt weiter einen beson-

deren Haftgrund namentlich in Form von Fluchtgefahr (lit. a) voraus. 

 

4.2. 

Die Vorinstanz bejahte mit Verfügung vom 12. März 2024 (E. 7.5) den von 

der Staatsanwaltschaft Baden geltend gemachten besonderen Haftgrund 

der Fluchtgefahr mit Verweis auf das vorangegangene Haftverfahren 

(HA.2023.611), den Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des 

Obergerichts des Kantons Aargau SBK.2023.199 vom 13. Juli 2023 

(E. 4.2.3.2) sowie das Urteil des Bundesgerichts 7B_842/2023 vom 9. No-

vember 2023. Es seien keine erheblichen Veränderungen der Lebensum-

stände des Beschwerdeführers ersichtlich, welche eine anderweitige Beur-

teilung nahelegten. Bei einer Haftentlassung bestehe aufgrund des fehlen-

den festen Bezugs des Beschwerdeführers zur Schweiz weiterhin die Ge-

fahr, dass dieser sich ins Ausland absetze und für die Strafverfolgungsbe-

hörden nicht mehr greifbar wäre. Daran ändere auch der Umstand nichts, 

dass sich der Beschwerdeführer geständig sowie reuig zeige, zumal sich 

die Möglichkeit eines (teil-)bedingten Strafvollzugs in der Gesamtbetrach-

tung der konkreten Lebensumstände des Beschwerdeführers für die Beur-

teilung der Fluchtgefahr nicht massgeblich auszuwirken vermöge. 

 

 - 6 - 

 

 

4.3. 

In Bezug auf die theoretischen Grundlagen betreffend den besonderen 

Haftgrund der Fluchtgefahr wird auf die Erwägung 4.2.2 des Entscheids der 

Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau 

SBK.2023.199 vom 13. Juli 2023, die Erwägung 5.2 des Entscheids der 

Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau 

SBK.2023.280 vom 9. Oktober 2023 und die Erwägung 3.2 des Urteils des 

Bundesgerichts 7B_842/2023 vom 9. November 2023 verwiesen (Art. 82 

Abs. 4 StPO). 

 

4.4. 

4.4.1. 

In E. 5.3 des Entscheids der Beschwerdekammer in Strafsachen des Ober-

gerichts des Kantons Aargau SBK.2023.280 vom 9. Oktober 2023 führte 

diese in Bezug auf die Fluchtgefahr Folgendes aus: 

 

" Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers liegen diverse konkrete An-
haltspunkte vor, die für die Annahme einer Fluchtgefahr sprechen.  
 
Wie bereits im Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des 
Obergerichts vom 13. Juli 2023 ausgeführt, ist der Beschwerdeführer deut-
scher Staatsangehöriger. Er ist in Q._____ aufgewachsen und wohnte an-
schliessend bis ca. zu seinem 24. Altersjahr in R._____ sowie schliesslich 
auf S._____ und erneut in Q._____. Er lebt erst seit ca. fünf Jahren in der 
Schweiz und verfügt über eine Aufenthaltsbewilligung B. Ausser seiner bis-
herigen Arbeitsstelle als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hat der Be-
schwerdeführer keine ersichtlichen Bindungen zur Schweiz. Insbesondere 
verfügt er nach eigenen Angaben weder über familiäre – seine Mutter lebt 
in Q._____, sein Vater und Bruder leben in T._____ –, partnerschaftliche 
noch andere soziale Beziehungen in der Schweiz, sondern verbringt seine 
Freizeit mit seinen Hunden, im Fitnesscenter oder alleine. An diesen Um-
ständen hat sich seither nichts geändert, was vom Beschwerdeführer auch 
nicht vorgebracht wird. Wie bereits im Entscheid der Beschwerdekammer 
in Strafsachen des Obergerichts vom 13. Juli 2023 ist damit auch derzeit 
davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer im Ausland, insbe-
sondere in U._____ oder in T._____ ohne Weiteres zurechtfinden könnte. 
Es kann auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen werden (Ent-
scheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts vom 
13. Juli 2023 E. 4.2.3.2). Die Ausführungen in der Beschwerde, dass der 
Beschwerdeführer nach seiner Haftentlassung umgehend eine neue Stelle 
und Wohnung suchen würde, vermögen an der fehlenden Bindung zur 
Schweiz nichts zu ändern.  
 
Es liegt der dringende Tatverdacht auf die Begehung von rund 30 Strafta-
ten (insbesondere Diebstahl von Kupferkabeln und Kupferstücken) wäh-
rend ca. eines Jahres und mit einem Deliktsbetrag von mehreren hundert-
tausend Franken vor, wobei u.a. der Verdacht auf gewerbs- und banden-
mässigen Diebstahl besteht. Daran vermögen die Ausführungen des Be-
schwerdeführers, dass die (auch von ihm als dreist bezeichneten) Taten 
eher Einschleichdiebstählen gleichen würden, nichts zu ändern. Die ban-
denmässige Begehung des Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 3 StGB sieht eine 
Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe vor. Angesichts des sehr 
hohen Deliktsbetrags – aus der im Haftverlängerungsgesuch vom 1. Juni 

 - 7 - 

 

 

2023 enthaltenen Übersichtsliste ergibt sich trotz in diversen Fällen noch 
unbekannter Schadenshöhe bereits ein Deliktsbetrag von rund 
Fr. 440'000.00 –, der Vielzahl der Taten und der möglicherweise mehrfach 
qualifizierten Deliktsbegehung ist (ohne dem hierfür zuständigen Sachge-
richt vorzugreifen) trotz des grundsätzlichen Geständnisses des Be-
schwerdeführers von einer drohenden längeren, die bisherige Dauer der 
Untersuchungshaft weit übersteigenden Freiheitsstrafe auszugehen, wel-
che – trotz der bereits siebenmonatigen Untersuchungshaft – einen erheb-
lichen Anreiz zur Flucht zu begründen vermag. Dem Beschuldigten droht 
weiter angesichts des dringenden Tatverdachts auf Katalogtaten gemäss 
Art. 66a lit. c und d StGB eine Landesverweisung, womit ein weiterer Ver-
bleib in der Schweiz ohnehin stark gefährdet ist. Dass die drohenden ho-
hen Zivilforderungen, welche der Beschwerdeführer nicht in Abrede stellt, 
von welchen er indessen nicht darlegt, wie er diese begleichen könnte, 
ebenfalls einen Anreiz begründen, sich seiner Verantwortung durch Flucht 
zu entziehen, liegt ebenfalls auf der Hand (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1B_18/2022 vom 4. Februar 2022 E. 4.3). Auch hier kann damit auf die 
Erwägungen im Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des 
Obergerichts vom 13. Juli 2023 (E. 4.2.3.2) verwiesen werden.  
 
Angesichts der fehlenden Bindung des Beschwerdeführers zur Schweiz, 
der deutschen Staatsbürgerschaft, der familiären Verbindungen nach  
Q._____ und T._____ und der drohenden Freiheitsstrafe mit Landesver-
weisung und hohen Zivilforderungen bestehen hinreichende Anhalts-
punkte, die bei einer Haftentlassung eine Flucht wahrscheinlich machen. 
Es ist (wie bereits im Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen 
des Obergerichts vom 13. Juli 2023 E. 4.2.2) nach wie vor von einer aus-
geprägten Fluchtgefahr auszugehen. Das Zwangsmassnahmengericht 
des Kantons Aargau hat damit den besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr 
zu Recht bejaht." 

 

4.4.2. 

Mit den nachfolgend wiedergegebenen Erwägungen des Urteils des Bun-

desgerichts 7B_842/2023 vom 9. November 2023 beanstandete das Bun-

desgericht diese Argumentation der Beschwerdekammer in Strafsachen 

des Obergerichts des Kantons Aargau nicht: 

 

" 3.3 
Der Beschwerdeführer wird als - gemäss eigener Aussage nicht vorbe-
strafter - ehemaliger Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens verdäch-
tigt, während ca. eines Jahres rund 30 Straftaten begangen zu haben, wo-
bei der Deliktsbetrag insgesamt mehrere hunderttausend Franken betra-
gen soll. Er ist deutscher Staatsangehöriger, in Q._____ aufgewachsen 
und hat in R._____, S._____ sowie erneut in Q._____ gelebt. Seit ca. 
5 Jahren hält er sich mit der Aufenthaltsbewilligung B in der Schweiz auf. 
Sein familiäres Umfeld befindet sich im Ausland. So lebt die Mutter des 
Beschwerdeführers in Q._____ und sein Vater sowie Bruder leben in 
T._____. Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen verfügt er derzeit we-
der über eine partnerschaftliche noch eine andere gefestigte soziale Be-
ziehung in der Schweiz. Der Beschwerdeführer weist in seiner Beschwer-
deschrift darauf hin, dass er sich bisher nicht um die Neuausrichtung sei-
ner beruflichen Zukunft habe kümmern können. Er sei arbeitslos und habe 
sich noch keine neue Wohnung anmieten können. Wenn die Vorinstanz 
aufgrund dieser derzeitigen persönlichen Verhältnisse des Beschwerde-
führers konkrete Anhaltspunkte für eine Fluchtgefahr erkennt, liegt darin 

 - 8 - 

 

 

keine Bundesrechtsverletzung vor. Dies gilt ebenso, wenn die Vorinstanz 
bei der Prüfung der Fluchtgefahr darüber hinaus die drohenden hohen Zi-
vilforderungen miteinbezieht, zumal der – kaum noch über Vermögens-
werte verfügende – Beschwerdeführer diese nicht in Abrede stellt und 
auch in seiner Beschwerdeschrift an das Bundesgericht nicht darlegt, wie 
er diese begleichen resp. die durch ihn vorgebrachte Schadenminimierung 
aussehen könnte (vgl. Urteil 1B_44/2021 vom 23. Februar 2021 E. 3.4). 
 
3.4 
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz kon-
krete Anhaltspunkte für eine Fluchtgefahr erkennt und diesen besonderen 
Haftgrund als gegeben erachtet. […]" 

 

4.4.3. 

4.4.3.1. 

Weder mit Beschwerde vom 25. März 2024 noch mit Stellungnahme vom 

8. April 2024 bringt der Beschwerdeführer etwas (Neues) vor, was für eine 

andere Beurteilung der Fluchtgefahr spricht. 

 

4.4.3.2. 

Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons 

Aargau befasste sich in E. 5.3 des Entscheids SBK.2023.280 vom 9. Okto-

ber 2023 bereits mit dem vom Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 

21. September 2023 in ähnlicher Weise vorgebrachten Argument, der Weg 

für eine bedingte bzw. teilbedingte Strafe sei frei (Beschwerde, S. 5 

Ziff. IV.7.a; Beschwerde vom 21. September 2023, S. 6 Ziff. IV.8 

[HA.2023.429]). Sie führte hierzu zusammengefasst aus, es sei "von einer 

drohenden längeren, die bisherige Dauer der Untersuchungshaft weit über-

steigenden Freiheitsstrafe auszugehen, welche – trotz der bereits sieben-

monatigen Untersuchungshaft – einen erheblichen Anreiz zur Flucht zu be-

gründen vermag." Trotz der nunmehr bereits dreizehnmonatigen Untersu-

chungshaft (Festnahme am 8. März 2023) – ist mit Blick auf die ansonsten 

unveränderte Situation des Beschwerdeführers nach wie vor von einem er-

heblichen Anreiz zur Flucht auszugehen. Dies insbesondere auch mit Blick 

darauf, dass auch das Bundesgericht beim gegen den Beschwerdeführer 

im Raum stehenden Vorwurf davon ausgeht, dass dem Beschwerdeführer 

"eine deutlich länger als 1 Jahr bemessene Freiheitsstrafe" droht (Urteil des 

Bundesgerichts 7B_842/2023 vom 9. November 2023 E. 4.3). 

 

4.4.3.3. 

Mit Blick auf die vorstehende Erwägung (vgl. E. 4.4.3.2 hiervor) erübrigen 

sich weitere Ausführungen zum Vorbringen des Beschwerdeführers, er sei 

mittlerweile über ein Jahr inhaftiert (Beschwerde, S. 5 Ziff. IV.7.b), weshalb 

sinngemäss nur noch allenfalls ein Restrisiko für eine Flucht bestehe. Nicht 

unter dem Titel der Fluchtgefahr, sondern im Rahmen der in E. 5 folgenden 

Prüfung der Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft ist ferner zu klä-

ren, ob der Fluchtgefahr mit Ersatzmassnahmen begegnet werden kann. 

 

 - 9 - 

 

 

4.4.3.4. 

Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer weiter in seiner Ansicht, die an-

geblich drohenden Zivilforderungen vermöchten keine Auswirkungen auf 

die Fluchtgefahr zu zeitigen (Beschwerde, S. 5 Ziff. IV.7.c). Dieses Argu-

ment hat der Beschwerdeführer identisch bereits mit Beschwerde vom 

21. September 2023, S. 8 Ziff. IV.12 [HA.2023.429] vorgebracht. Es ist da-

her auf die E. 5.3 des Entscheids der Beschwerdekammer in Strafsachen 

des Obergerichts des Kantons Aargau zu verweisen, in welcher ausführlich 

und mit Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts dargelegt 

wurde, dass sich der Beschwerdeführer mutmasslich mit beträchtlichen Zi-

vilansprüchen konfrontiert sehen dürfte, was den Fluchtanreiz erheblich er-

höhe (vgl. zum Ganzen E. 4.4.1 hievor). Hieran hat sich nichts geändert 

und der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich auch nichts Neues vor, im 

Gegenteil hat das Bundesgericht die erwähnte Beurteilung der Beschwer-

dekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau ausdrück-

lich geschützt (vgl. E. 4.4.2 hiervor). 

 

5. 

5.1. 

Die Untersuchungshaft muss zudem verhältnismässig sein (Art. 197 Abs. 1 

lit. c und d StPO) und darf nicht länger dauern als die zu erwartende Frei-

heitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). Das zuständige Gericht ordnet anstelle 

der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn 

sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (Art. 237 Abs. 1 StPO) (vgl. 

zum Ganzen etwa Urteil des Bundesgerichts 1B_235/2018 vom 30. Mai 

2018 E. 3.1). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Die Vorinstanz erachtete eine weitere Verlängerung der Untersuchungshaft 

um drei Monate als verhältnismässig. Angesichts der Anzahl der Delikte, 

des hohen Deliktsbetrags sowie der organisierten Tatbegehung durch meh-

rere Personen sei mit der Staatsanwaltschaft Baden mit einer empfindli-

chen, deutlich über ein Jahr hinausgehenden Freiheitsstrafe zu rechnen. 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei nicht vom Grundsatz der 

Nichtbeachtung eines potenziellen, (teil-)bedingten Strafvollzugs abzuwei-

chen. Eine mildere Massnahme im Sinne von Art. 237 StPO, unter ande-

rem die vom Beschwerdeführer offerierte Sicherheitsleistung durch eine 

Drittperson, vermöchte den Zweck der Haft, die Fluchtvermeidung, nicht in 

genügendem Mass zu gewährleisten (angefochtene Verfügung, E. 8.4). 

 

5.2.2. 

Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, die Haft sei nicht länger 

verhältnismässig, da eine bedingte oder teilbedingte Strafe angenommen 

werden müsse, bzw. einem allfällig vorhandenen Restrisiko mit Ersatzmass-

nahmen begegnet werden könne. Die offerierten Ersatzmassnahmen  

 - 10 - 

 

 

– insbesondere die Kaution in Höhe von Fr. 60'000.00, die sein Vater leiste, 

sowie weitere Ersatzmassnahmen wie z.B. eine Ausweis- und Schriften-

sperre – seien eine taugliche Sicherheit, um die Fluchtgefahr auszuschlies-

sen (Beschwerde, S. 6 Ziff. V.9 ff.; Stellungnahme, Ziff.2 f.). 

 

5.3. 

Das Bundesgericht hielt mit Urteil vom 9. November 2023 ausdrücklich fest, 

gestützt auf die konkreten Umstände bestehe vorliegend kein Anlass, aus-

nahmsweise vom Grundsatz der Nichtberücksichtigung einer potenziell be-

dingten oder teilbedingten Strafe abzuweichen (Urteil des Bundesgerichts 

7B_842/2023 vom 9. November 2023 E. 4.3). Mit der Staatsanwaltschaft 

Baden (Beschwerdeantwort, S. 2) ist nicht ersichtlich, inwiefern sich diese 

konkreten Umstände seit dem Urteil des Bundesgerichts verändert haben 

sollten. Solche Veränderungen macht auch der Beschwerdeführer nicht 

geltend, sondern versucht – unter Hinweis auf verschiedene Urteile des 

Bundesgerichts – die konkreten Umstände des Einzelfalls, welche aus-

nahmsweise ein Abweichen von Grundsatz der Nichtberücksichtigung ei-

ner potenziell bedingten oder teilbedingten Strafe rechtfertigen können, mit 

einer anderen Würdigung des bereits vor Bundesgericht bekannten Sach-

verhalts darzulegen (Beschwerde, S. 7 f. Ziff. V.11; Stellungnahme, Ziff. 2). 

Dem ist nicht zu folgen. Vielmehr bleibt es mangels ersichtlicher Verände-

rungen der konkreten Umstände dabei, dass dem Beschwerdeführer eine 

deutlich länger als ein Jahr bemessene Freiheitsstrafe droht und kein An-

lass besteht, vom Grundsatz der Nichtberücksichtigung einer potenziell be-

dingten oder teilbedingten Strafe abzuweichen. 

 

5.4. 

5.4.1. 

5.4.1.1. 

Der Beschwerdeführer rügt in Bezug auf die von ihm offerierte Kaution von 

Fr. 60'000.00 vorab, die Vorinstanz habe ihre Begründungspflicht verletzt. 

Zwar habe die Vorinstanz implizit ausgeführt, dass eine Sicherheitsleistung 

möglich wäre, offenbar sei die offerierte Summe aber zu wenig hoch, um 

der Fluchtgefahr zu begegnen. Damit setze sie sich nicht damit auseinan-

der, inwiefern die von seinem Vater offerierte Kaution zu wenig hoch sei, 

zumal sie etwa einem Drittel von dessen Barvermögen entspreche. Wenn 

die Vorinstanz schon in Erwägung ziehe, dass eine Sicherheitsleistung 

möglich wäre, müsste sie sich konsequenterweise dazu äussern, unter wel-

chen Umständen eine Kaution den gerichtlichen Anforderungen genügte 

(Beschwerde, S. 9 Ziff. V.12.a). 

 

5.4.1.2. 

Die Begründung der Vorinstanz betreffend Ersatzmassnahmen ist tatsäch-

lich kurz und erschöpft sich in der Feststellung, eine mildere Massnahme 

im Sinne von Art. 237 StPO, unter anderem die offerierte Sicherheitsleis-

tung durch eine Drittperson, vermöchte den Zweck der Haft, die 

 - 11 - 

 

 

Fluchtvermeidung, nicht in genügendem Mass zu gewährleisten (angefoch-

tene Verfügung, E. 8.4). Es kann offenbleiben, ob die Vorinstanz damit ihrer 

Begründungspflicht nicht ausreichend nachgekommen ist und sie dadurch 

den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers verletzt hat, 

denn Letzterer konnte sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren dazu er-

neut äussern und die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts 

des Kantons Aargau verfügt über die gleiche Kognition wie die Vorinstanz. 

Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs würde im obergerichtli-

chen Verfahren geheilt, indem der Beschwerdeführer umfassend zu hören 

ist. Eine Rückweisung erübrigte sich umso mehr, als selbst der amtlich ver-

teidigte Beschwerdeführer keine Rückweisung, sondern vielmehr einen re-

formatorischen Entscheid der Beschwerdeinstanz beantragt. 

 

5.4.2. 

Anders als noch bei der letzten Haftverlängerung (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 7B_842/2023 vom 9. November 2023 E. 4.4.2) legt der Beschwer-

deführer nunmehr konkret dar, dass die Kaution in Höhe von Fr. 60'000.00 

von seinem Vater geleistet würde und in welchem Verhältnis diese zu den 

Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Vaters steht. Nach wie vor 

ergibt sich aus den Vorbringen des Beschwerdeführers und insbesondere 

aus dem ins Recht gelegten Schreiben seines Vaters vom 11. März 2024 

(Beschwerdebeilage 2) jedoch nicht, ob Letzterer die dargebotene Hilfe 

überhaupt zurückfordern würde, was – entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers (Stellungnahme, Ziff. 3) – entscheidend ist (Urteil des 

Bundesgerichts 1B_415/2022 vom 30. August 2022 E. 5.1 mit Hinweis auf 

Urteil des Bundesgerichts 1B_297/2019 vom 3. Juli 2019 E. 5.1 und Urteil 

des Bundesgerichts 1B_378/2018 vom 21. September 2018 E. 6.4). Zwei-

fel an einer Rückforderung lässt immerhin bereits die Aussage des Vaters 

des Beschwerdeführers aufkommen, er verpflichte sich, seinen Sohn, bis 

er sich in Arbeit befinde, finanziell voll zu unterstützen (Beschwerdebeilage 

2). Wesentlich sind jedoch nicht nur die Vermögensverhältnisse des Vaters 

des Beschwerdeführers, sondern es ist auch die persönliche Beziehung zur 

Drittperson (seinem Vater) darzulegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

7B_842/2023 vom 9. November 2023 E. 4.4.1 m.H.a. Urteil des Bundesge-

richts 7B_645/2023 vom 13. Oktober 2023 E. 3.2.2). Dies hat der Be-

schwerdeführer unterlassen. Aus den Akten HA.2023.115 ergibt sich, dass 

der Beschwerdeführer nur wenig Kontakt zu seinen Eltern hat. Dies muss 

umso mehr hinsichtlich seines Vaters gelten, nachdem der Beschwerde-

führer vor seinem Aufenthalt in der Schweiz in R._____, S._____ und 

S._____ gewohnt hat, sein Vater aber in T._____ lebt. Verfügt der Be-

schwerdeführer aber nicht über eine besonders nahe Beziehung zu seinem 

Vater, ist nicht auszuschliessen, dass er diesem den Verlust der Kaution 

zumutet. Zudem besteht angesichts des unklaren Verbleibs des Deliksguts 

immer noch die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer die Kaution ver-

fallen lassen würde, um an den möglicherweise beiseite geschafften De-

liktserlös zu gelangen, womit – wie die Beschwerdekammer in Strafsachen 

 - 12 - 

 

 

des Obergerichts des Kantons Aargau bereits mit Entscheiden 

SBK.2023.199 vom 13. Juli 2023 E. 5.3 und SBK.2023.280 vom 9. Oktober 

2023 E. 7.3.1 erwogen hat – eine Kaution als Ersatzmassnahme ausschei-

det, selbst wenn deren legale Herkunft nachgewiesen werden würde (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 1B_562/2022 vom 25. November 2022 E. 4.1.2 

f.). 

 

5.4.3. 

Der Beschwerdeführer verweist weiter pauschal darauf, weitere Ersatz-

massnahmen zu respektieren, ohne sich jedoch mit den bereits von der 

Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau 

(Entscheide SBK.2023.199 vom 13. Juli 2023 E. 5.3 und SBK.2023.280 

vom 9. Oktober 2023 E. 7.3.1) und vom Bundesgericht (Urteil 7B_842/2023 

vom 9. November 2023 E. 4.5) dargelegten Gründen, welche gegen wei-

tere von ihm vorgebrachte Ersatzmassnahmen (Ausweis- und Schriften-

sperre, Electronic Monitoring) sprechen, substanziiert auseinanderzuset-

zen. Da diesbezüglich keine Veränderung der Verhältnisse ersichtlich ist, 

wird auf die vorerwähnten und demnach nach wie vor gültigen Ausführun-

gen der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons 

Aargau und des Bundesgerichts verwiesen. Ebenfalls nicht geeignet, der 

Fluchtgefahr des Beschwerdeführers hinreichend Rechnung zu tragen, 

sind die von ihm summarisch erwähnten Auflagen, einer Arbeit nachzuge-

hen oder sich bei einer Amtsstelle zu melden (Beschwerde, S. 10 

Ziff. V.12.d). Beide Massnahmen könnten den Beschwerdeführer nicht ef-

fektiv von einer Flucht abhalten, sollte er sich dafür entschieden haben bzw. 

(wie jederzeit möglich) dafür entscheiden. 

 

5.4.4. 

Der Beschwerdeführer befindet sich seit rund dreizehn Monaten in Unter-

suchungshaft. Bei Bewilligung der Verlängerung der Untersuchungshaft 

würde die Untersuchungshaft insgesamt fünfzehn Monate betragen. Der 

Strafrahmen der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Tatbestände 

reicht bis zu mehreren Jahren Freiheitsstrafe. Wie die Vorinstanz zutreffend 

festgehalten hat, dürfte angesichts des nunmehr fortgeschrittenen Vorver-

fahrens (insb. Zustellung des Deliktsverzeichnisses an die vier Hauptbe-

schuldigten) eine zeitnahe Anklageerhebung zu erwarten sein (angefoch-

tene Verfügung, E. 8.5). Die Verlängerung der Haft dient entsprechend der 

Sicherung des Fortgangs der Strafuntersuchung und ist angesichts der 

dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Delikte (noch) angemessen, da sie 

auch bei einer weiteren Verlängerung um drei Monate nicht in die Nähe der 

zu erwartenden Strafe von deutlich über einem Jahr kommt. Eine Verlän-

gerung der Untersuchungshaft um weitere drei Monate ist damit verhältnis-

mässig und es besteht keine Gefahr von Überhaft. 

 

 - 13 - 

 

 

6. 

Zusammengefasst ist die von der Vorinstanz am 12. März 2024 verfügte 

Verlängerung der Untersuchungshaft des Beschwerdeführers bis zum 

8. Juni 2024 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuwei-

sen. 

 

7. 

7.1. 

Der Beschwerdeführer unterliegt vollständig. Bei diesem Ausgang des Ver-

fahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerle-

gen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

 

7.2. 

7.2.1. 

Nach der Praxis der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts 

des Kantons Aargau dauert die amtliche Verteidigung bis zu deren Widerruf 

und gilt somit auch für das Beschwerdeverfahren. Auf das vom Beschwer-

deführer gestellte Gesuch um Bewilligung der amtlichen Verteidigung für 

das Beschwerdeverfahren ist deshalb mangels Rechtsschutzinteresses 

nicht einzutreten. 

 

7.2.2. 

Die dem amtlichen Verteidiger auszurichtende Entschädigung wird am 

Ende des Verfahrens durch die zuständige Instanz festzusetzen sein 

(Art. 135 Abs. 2 StPO).  

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Auf das Gesuch des Beschwerdeführers um Anordnung der amtlichen Ver-

teidigung für das Beschwerdeverfahren wird nicht eingetreten. 

 

3. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 67.00, zusammen 

Fr. 1'067.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 

 - 14 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 10. April 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident:  Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Eichenberger