# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22bb3f99-2aa5-50da-aae7-e393bee0b04d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.10.2023 725 2023 51 / 235 (725 23 51 / 235)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-51---235_2023-10-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Oktober 2023 (725 23 51 / 235) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 

Medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Marco Kamber, 
Rechtsanwalt, Linde Law AG, Tödistrasse 48, 8002 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1974 geborene A.____ arbeitete bei der B.____ AG und war in dieser Eigenschaft 
bei der Helsana Unfall AG (Helsana) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 15. Dezember 2021 hängte sich der Versicher-
te beim Skifahren an einer Schneemade ein, wodurch er das Gleichgewicht verlor und nach 
hinten auf seine Skier fiel. Die Helsana anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der 
Folge die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 14. Juli 2022 stellte die Helsana die 
Leistungen rückwirkend per 28. Juni 2022 ein, und lehnte einen Anspruch auf weitere Geldleis-

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

tungen in Form einer Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung ab. Daran hielt sie auch 
auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 12. Januar 2023 fest.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Dr. Marco Kamber, 
Advokat, mit Eingabe vom 15. Februar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, der Ein-
spracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 12. Januar 2023 sei aufzuheben und ihm seien 
die vollen Versicherungsleistungen zu gewähren. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen und Letztere zu verpflichten, weitere Abklärungen vorzu-
nehmen, insbesondere die Einholung eines externen Gutachtens; unter o/e-Kostenfolge. Zur 
Begründung führte er im Wesentlichen an, dass der versicherungsinternen Beurteilung, auf 
welche sich der leistungseinstellende Entscheid der Helsana stütze, keine Beweiskraft zukom-
me. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 10. März 2023 schloss die Helsana auf Abweisung der 
Beschwerde, wobei sie eine weitere Beurteilung ihres beratenden Arztes vom 28. Februar 2023 
zu den Akten reichte.  
 
D. Mit Eingabe vom 20. März 2023 ersuchte der Beschwerdeführer um Zustellung der in 
der Vernehmlassung genannten Beilagen. Mit darauffolgender Replik vom 30. März 2023 hielt 
er an seinen Anträgen sowie wesentlichen Begründungen vollumfänglich fest. Er bekräftigte 
seinen Standpunkt, wonach die versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen nicht schlüssig 
seien. Die Helsana verzichtete mit Eingabe vom 25. April 2023 auf eine freigestellte Duplik. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte über den 28. Juni 2022 hinaus Anspruch 
auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat.  
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters 
ereignet hat. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwar-
tet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge-
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 
dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – 
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausalzu-
sammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, zu deren Beantwortung die rechtsanwenden-
de Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – auf ärztliche Erkenntnisse ange-
wiesen ist. Für den Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt der im Sozialver-
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Mög-
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (vgl. 
BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 
(BGE 125 V 456 E. 5c, 123 V 98 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kau-
salzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitli-
chen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom 
Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 
Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kau-
salzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich 
hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 
127 V 103 E. 5b/bb). 
 
4.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinwei-
sen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast − anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist − nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 
Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 
voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheits-
schadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundes-
gerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen).  
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
6.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts sind im Wesentlichen die folgenden 
Unterlagen von Relevanz: 
 
6.2 Am 18. Januar 2022 diagnostizierte Dr. med. C.____, FMH Orthopädie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, einen Verdacht auf eine Läsion des medialen Kollateralbandes 
(Ligamentum collaterale mediale [MCL]) am rechten Knie und eine posterolaterale Kapselver-
letzung/Meniskusverletzung am linken Knie bei einem Status nach einem Rotationstrauma beim 
Skifahren. Die Situation wurde als unklar beurteilt. Zur Klärung der Diagnosen wurde die Veran-
lassung einer MRI empfohlen.  
 
6.3 Am 3. Februar 2022 erfolgte jeweils eine MRI des linken und des rechten Knies. In 
Bezug auf das linke Knie wurden eine Partialruptur der vorderen Kreuzbandplastik, eine leicht-
gradige Partialruptur des lateralen Seitenbandes, eine Tendinopathie/leichtgradige Partialruptur 
der Popliteussehne sowie ein oberflächlicher Knorpelschaden der Patella und des medialen 
Femurkondylus (Fortsatz des Oberschenkelknochens [Femur]) erhoben. Eine Meniskus- oder 
Kapselverletzung konnte nicht ausgemacht werden. In Bezug auf das rechte Knie wurden eine 
Partialruptur des medialen Seitenbandes (Grad II Läsion), ein umschriebener fokal drittgradiger 
Knorpelschaden des medialen Femurkondylus, beginnende Knorpelschäden retropatellar und 
eine Tendinopathie/leichtgradige Partialruptur der proximalen Patellarsehne und Semimembra-
nosussehne diagnostiziert.  
 
6.4 Mit Bericht vom 3. Februar 2023 nahm Dr. C.____ zu den veranlassten Bildgebungen 
Stellung. Am linken Knie zeige sich eine leichte Zerrung des vorderen Kreuzband(VKB)-
Ersatzes und eine leichte ganglionartige Struktur an der Hinterhornwurzelrefixation des Innen-
meniskus. Ferner bestünden leichte Knorpelschäden der medialen Femurkondyle im Sinne ei-

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ner möglichen "Shift-Belastung". Eine Verletzung der Kapsel des medialen oder lateralen Me-
niskus konnte nicht erhoben werden. Am rechten Knie zeige sich eine MCL-Läsion ventral 
femoral Grad I mit Einblutung. Auch hier bestehe ein Knorpelschaden am interkondylären me-
dialen Femurkondylus als möglicher "Shift-Shaden". Sonst zeige sich ein unauffälliges Kniege-
lenk. Seitens der Verletzung des VKB links und des Innenbands rechts sei die Situation nach 
acht Wochen eigentlich ausgeheilt. Es sei hier trotzdem mit einer Physiotherapie zu versuchen, 
die Belastung auf die Skisaison im März nochmal aufzubauen. Seitens der "Shift-Schäden" des 
Knorpels femoral sei Eigenversorgung mit Laufanalyse angezeigt.  
 
6.5 Im Rahmen eines Verlaufsberichts vom 28. Juni 2022 führte Dr. C.____ zu den be-
kannten Diagnosen aus, der Patient berichte, dass das rechte Knie soweit sehr gutgehe. Das 
linke Knie mache indessen immer noch popliteal Beschwerden genau in 90°-Beugung. Heute 
nach der Durchsicht der MRT zeige sich genau auf der Höhe im Gelenkspalt popliteal eine klei-
ne ganglionartige Struktur, die gegebenenfalls eine Störung des Gastrocnemius auf dieser Hö-
he auslösen könne. Deshalb sei eine lnfiltration des Kniegelenks mit einer Ampulle Ropivacain 
und einer Ampulle Arnica zu empfehlen. Sollte dies helfen, sei gegebenenfalls nochmals Corti-
son zu veranlassen. Falls dies nicht helfen sollte, sei eine Punktion des ganglionartigen Berei-
ches im Wurzelbereich des lnnenmeniskushinterhorns in Erwägung zu ziehen, um anschlies-
send die Auswirkungen auf die Schmerzen zu beurteilen. Ferner wurde Physiotherapie verord-
net.  
 
6.6 Am 8. Juli 2022 legte die Beschwerdegegnerin das Dossier ihrem beratenden Arzt 
Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vor. Dieser führte in seiner Stellungnahme aus, hinsichtlich des linken Kniegelenks habe das 
Ereignis vom 3. Dezember 2021 zu einer Distorsion mit Zerrung des lateralen Kollateralbandes 
und des VKB geführt. Die Knorpelschäden der Patella und des medialen Femurkondylus sowie 
die Tendinopathie der Popliteussehne seien als Vorzustand zu bewerten. ln Bezug auf das 
rechte Kniegelenk habe das Ereignis zu einer Partialruptur des medialen Kollateralbandes ge-
führt. Sowohl der drittgradige Knorpelschaden des medialen Femurkondylus und retropatellar 
wie auch die Tendinopathie der Patellarsehne und der Semimembranosussehne würden als 
Vorzustand eingeschätzt. Der medizinische Endzustand des rechten und des linken Kniege-
lenks sei per 28. Juni 2022 erreicht. 
 
6.7 Am 23. Januar 2023 nahm Dr. C.____ zur leistungsablehnenden Verfügung vom 
14. Juli 2022 Stellung. Es werde angegeben, dass der Zustand am 28. Juni 2022 als abge-
schlossen angesehen werden könne, was sich unter anderem auch auf seinen Bericht vom 
3. Februar 2022 beziehe. Dort sei nichts anderes erwähnt worden, als dass die Grundverhei-
lung der verletzten Strukturen soweit abgeschlossen sei. Nach einer Bandverletzung brauche 
es zwischen 6 bis 12 Wochen, um eine Grundvernarbung zu produzieren, die wieder eine 
Grundstabilität gebe. Die hierbei verloren gegangene Muskulatur müsse entsprechend wieder 
aufgebaut werden, um einen annährend gleichen Zustand wie vor dem Unfall zu erreichen. Die 
blosse Ausheilung einer Wunde sage nichts darüber aus, wie funktionstüchtig das Gelenk in 
dem Sinne zu diesem Zeitpunkt wieder sei. Von dieser Seite sei es nicht zulässig, den Fall am 
28. Juni 2022 als abgeschlossen anzusehen. Es sei hier klar dargelegt worden, welche weite-

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ren Beschwerden noch bestünden und welche noch weiter behandelt werden müssten, um eine 
namhafte Besserung des aktuellen Zustands zu erreichen. In dieser Behandlung eingeschlos-
sen seien einerseits eine Punktion der ganglionartigen Struktur hinter dem lnnenmeniskushin-
terhorn vor dem Gastrocnemius sowie zusätzlich gegebenenfalls eine intraartikuläre lnfiltration 
bis hin zu möglicherweise einer Arthroskopie zur Beurteitung der Restbeschwerden intraartiku-
lär. ln welchem Zusammenhang und in welcher Zeitspanne diese Therapien dann zu einer Bes-
serung führen werden, könne leider erst im Verlauf oder nach der Therapie festgelegt werden. 
Deshalb sei der Fall noch nicht abgeschlossen. Aus der Zusammenschau der Befunde ist si-
cherlich mit einer Verbesserung der aktuellen Situation zu rechnen. Wie bei jeder verletzten 
Struktur werde es nie wieder einen 100%-igen Ausgleich wie vor der Verletzung geben. Funkti-
onell könne und solle immer am Ziel gearbeitet werden, eine möglichst uneingeschränkte Be-
lastbarkeit zu erreichen. Dies sei bis zum letzten Termin vom 6. September 2022 noch nicht 
erreicht gewesen. 
 
6.8 Im Rahmen ihrer Vernehmlassung vom 10. März 2023 reichte die Beschwerdegegnerin 
eine weitere Stellungnahme von Dr. D.____ vom 28. Februar 2023 ein. Dieser kam darin erneut 
zum Schluss, dass der medizinische Endzustand per 28. Juni 2022 eingetreten sei. Die Verlet-
zungen würden nach diagnostisch bildgebender Abklärung konservativ behandelt. Der Heilver-
lauf sei nach Kenntnis der medizinischen Unterlagen komplikationslos. Am 3. Februar 2023 
habe das Center E.____ (Dr. C.____) berichtet, dass die Situation seitens der Verletzung des 
VKB rechts und des medialen Kollateralbandes links nach acht Wochen ausgeheilt sei. Die im 
Bericht vom 28. Juni 2023 erwähnten poplitealen Beschwerden links seien mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht auf das oben genannte Ereignis zurückzuführen. Vielmehr sei davon 
auszugehen, dass die im MRI beschriebene ganglionartige Struktur an der Hinterhornwurzel 
des lnnenmeniskus Ursache für die angegebenen Beschwerden sei. Dementsprechend würden 
sich auch die behandelnden Ärzte äussern. Die oben genannte Struktur sei hingegen nicht kau-
sal zum oben genannten Ereignis, sondern ohne Zweifel als Vorzustand bei Status nach lang-
jähriger VKB-Plastik identifizierbar. Das rechte Knie sei nach Aussage des Versicherten am 
28. Juni 2022 sehr gut. Insofern sei der Endzustand per 28. Juni 2022 erreicht.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
12. Januar 2023 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die vorstehend zitierte 
Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. D.____ vom 8. Juli 2022. Demzufolge ging sie davon 
aus, dass per 28. Juni 2022 keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands mehr zu 
erwarten gewesen sei. Auch den Berichten der Behandler lasse sich entnehmen, dass allfällige 
therapeutische Massnahmen nur noch der Schmerzlinderung dienen würden. In ihrer Vernehm-
lassung vom 10. März 2023 bekräftigte sie ihren Standpunkt unter Hinweis auf eine weitere Be-
urteilung von Dr. D.____ vom 28. Februar 2023. Dieser vorinstanzlichen Beweiswürdigung kann 
– wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – aus verschiedenen Gründen nicht gefolgt werden. 
 
7.2.1 Wie unter Erwägung 5.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge An-
forderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklä-

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rungen vorzunehmen. Vorliegend bestehen solche Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilun-
gen des Suva-Arztes Dr. D.____. Seine Beurteilungen erweisen sich als unvollständig und bil-
den keine rechtsgenügliche Grundlage für die Beantwortung der sich vorliegend als zentral er-
weisende Frage, ob Ende Juni 2022 von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands zu erwarten gewesen war.  
 
7.2.2 Dem dargelegten medizinischen Sachverhalt kann jedenfalls entnommen werden, dass 
der Versicherte auch in der Zeit nach dem 28. Juni 2022 weiterhin in ärztlicher Behandlung war 
(vgl. E. 6.5 und 6.7 hiervor). Der Beschwerdegegnerin ist zwar darin beizupflichten, dass der 
Eintritt des medizinischen Endzustands nicht bedingt, dass keine unfallkausalen Beschwerden 
mehr bestehen. Ferner trifft es zu, dass konservative Behandlungsmassen dem Erreichen des 
Endzustands grundsätzlich nicht entgegenstehen. Vielmehr verdeutlicht die Verwendung des 
Begriffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehand-
lung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. 
BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1). Vor-
liegend besteht indessen bereits Unklarheit darüber, welche Schädigungen durch das Unfaller-
eignis vom 3. Dezember 2021 verursacht worden und welche hingegen als Vorzustand zu wer-
ten sind. Dr. D.____ äusserte sich weder eingehend zur Frage der Kausalität noch begründete 
er, weshalb er gewisse Diagnosen als vorbestehend qualifizierte. In den MRI vom 3. Februar 
2022 wurde sowohl am linken als auch am rechten Knie ein Knorpelschaden am medialen 
Femurkondylus erhoben, welche Dr. C.____ mit Bericht gleichen Datums als mögliche "Shift-
Schäden" beurteilte (vgl. E. 6.3. und 6.4 hiervor). Dr. D.____ begnügte sich in Bezug auf diese 
Diagnosen im Wesentlichen mit der Feststellung, dass diese Knorpelschäden als Vorzustand zu 
bewerten seien, wobei er hierfür jegliche Erklärung vermissen liess. Unter Ziffer 2 "Natürlicher 
Kausalzusammenhang" nahm Dr. D.____ zwar zu einem Sturz auf das rechte Knie 2016 Stel-
lung. Auf eine mögliche vorbestehende Schädigung ging er in diesem Zusammenhang aber 
nicht ein, sondern liess diese Feststellungen ohne weitere Erläuterungen im Raum stehen. Als-
dann lässt sich den Akten im Zusammenhang mit einem Skiunfall vom 28. Januar 2011 zwar 
ein Knorpelschaden am rechten Knie entnehmen. Auf dieses Ereignis nahm Dr. D.____ jedoch 
gar keinen Bezug. Hinsichtlich des linken Knies ist in den Akten eine erlittene Ruptur des VKB 
mit anschliessender VKB-Transplantation dokumentiert. Hinweise auf vorbestehende Knorpel-
schäden am linken Knie finden sich jedoch keine. In seiner Beurteilung vom 28. Februar 2023 
äusserte sich Dr. D.____ zwar zu den am 28. Juni 2022 erhobenen poplitealen Beschwerden 
und qualifizierte diese als Vorzustand bei langjähriger VKB-Plastik. Hinsichtlich der Knorpel-
schäden bekräftigte er aber erneut ohne nachvollziehbare Begründung, dass diese im Sinne 
eines Vorzustands einzuschätzen seien. Damit bleibt letztlich auch ungeklärt, ob und gegebe-
nenfalls welche unfallbedingten Ursachen für die noch heute bestehenden Beschwerden in 
Frage kommen. Genauso wenig kann beurteilt werden, ob von allfälligen unfallbedingten Be-
schwerden Ende Juni 2022 noch eine namhafte Verbesserung zu erwarten gewesen war. Den 
Ausführungen von Dr. D.____ folgend trifft es zwar zu, dass Dr. C.____ am 3. Februar 2022 
feststellte, dass seitens der Verletzung des linken VKB und des rechten Innenbands die Situati-
on nach acht Wochen eigentlich ausgeheilt sei (vgl. E. 6.3 hiervor). Zum einen bilden diese 
Feststellungen allein aber keine hinreichende Grundlage für die Schlussfolgerung, dass der 
Endzustand just am 28. Juni 2022 eingetreten sein soll. Zum anderen präsentiert sich die Situa-

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

tion in Bezug auf weitere Diagnosen, wie erwähnt, als unklar. Hinzu tritt, dass zahlreiche rele-
vante Fragen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis unbeantwortet blieben. Zur Frage, ob 
das Ereignis zu einer vorübergehenden oder richtunggebenden Verschlimmerung geführt habe 
und damit zusammenhängend nach dem Eintritt des Status quo sine vel ante findet sich von 
Seiten von Dr. D.____ lediglich der Vermerk "entfällt". Gleichermassen verhält es sich bei we-
sentlichen Fragen zum Heilverlauf. Ferner wurde bspw. die Frage, ob durch die Heilbehandlung 
der letzten Monate ein Fortschritt habe erzielt werden können ohne weitere Erklärung verneint. 
Es ist in grundsätzlicher Hinsicht zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin ein Unfall-
ereignis anerkannt und die vorübergehenden Leistungen erbracht hat. Entsprechend trägt sie 
die Beweislast dafür, dass unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens dahingefallen 
sind. Diesen Nachweis ist ihr nach dem Ausgeführten jedoch nicht gelungen. Hierzu wären 
vielmehr weitere Abklärungen erforderlich gewesen.  
 
7.3 Nach dem Gesagten kommt den Beurteilungen von Dr. D.____ hinsichtlich der Würdi-
gung des massgebenden medizinischen Sachverhalts keine ausschlaggebende Beweiskraft zu. 
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, die Frage nach der Kausalität der (persistie-
renden) Kniebeschwerden sowie nach dem Zeitpunkt des Eintritts des medizinischen Endzu-
stands können nicht zuverlässig beurteilt werden. Vor diesem Hintergrund wäre die Beschwer-
degegnerin gehalten gewesen, den Gesundheitszustand des Versicherten vor Erlass des Ein-
spracheentscheids eingehender abklären zu lassen. Indem sie jedoch lediglich versicherungs-
medizinische Aktenbeurteilungen bei ihrem beratenden Arzt einholte, ist sie ihrer – aus dem 
Untersuchungsgrundsatz resultierenden – Pflicht zur richtigen und vollständigen Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhalts nur unzureichend nachgekommen. Da auch die übrigen bei den 
Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden, 
sind die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig. 
Der relevante medizinische Sachverhalt bedarf deshalb weiterer Abklärung. Demzufolge ist die 
Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 12. Januar 2023 
zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat den Gesund-
heitszustand und die Frage nach der Unfallkausalität sowie nach dem medizinischen Endzu-
stand von einer unabhängigen Ärzteschaft untersuchen zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse 
der Aktenergänzung wird die Beschwerdegegnerin über die Ansprüche des Beschwerdeführers 
neu zu befinden haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben.  
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 31. März 2023 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von insgesamt 29 Stunden und 34 Minuten geltend gemacht. Zu beachten 
ist vorab, dass der zu entgeltende Aufwand auf das vorliegende Beschwerdeverfahren zu be-

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schränken ist, womit ein Zeitaufwand von 22 Stunden und 45 Minuten verbleibt. Dieser Auf-
wand erweist sich im Quervergleich zu ähnlich gelagerten Fällen als zu hoch, zumal der 
Rechtsvertreter den Beschwerdeführer bereits im Einspracheverfahren vertreten hatte und da-
mit insbesondere ein vertieftes Aktenstudium entfällt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung sind Synergieeffekte bei der Beurteilung der Honorarnote insofern zu berücksichtigen, 
als diese bei der Vertretung durch denselben Anwalt im Verwaltungsverfahren zur Kürzung der 
Honorarnote führen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Dezember 2013, 9C_637/2013, E. 5.3, 
und vom 14. Januar 2010, 8C_723/2009, E. 4.3). Im Weiteren enthält die vorliegende Be-
schwerde viele Übereinstimmungen mit der Einsprache. Der im Zusammenhang mit der Be-
schwerdeschrift geltend gemachte Aufwand von 14 Stunden und 15 Minuten ist folglich um 
4 Stunden zu kürzen. Ferner macht der Rechtsvertreter einen Aufwand von 5 Stunden und 
36 Minuten für das Studium des Schreibens des Kantonsgerichts vom 21. März 2023 inkl. zu-
gestellter Verfahrensakten sowie das Verfassen der daraufhin ergangenen fünfseitigen Eingabe 
vom 30. März 2023 an das Kantonsgericht und die Erstellung der Honorarnote geltend. Zu-
nächst gilt es zu berücksichtigen, dass das Erstellen einer Honorarnote keine zu entschädigen-
de Leistung des Anwaltes, sondern Voraussetzung seiner Entschädigung nach Aufwand und 
anwaltliche Obliegenheit ist. Der hierfür geltend gemachte Aufwand ist daher nicht zu berück-
sichtigen. Wenngleich dem Rechtsvertreter die mit Vernehmlassung beigebrachte Beurteilung 
von Dr. D.____ vom 28. Februar 2023 erst mit Schreiben des Kantonsgerichts vom 21. März 
2023 zugestellt wurde, war ihm der wesentliche medizinische Sachverhalt zu diesem Verfah-
renszeitpunkt bereits bekannt. Zumal sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers 
ferner nicht als besonders komplex erweist, ist ein Aufwand von 3 Stunden für die genannte 
Eingabe als ausreichend zu beurteilen. Unter Beachtung aller Umstände erscheint daher ein 
Aufwand von gerundet 16 Stunden als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozial-
versicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenan-
satz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Unter Berücksichtigung der geltend gemachten Kleinspe-
senpauschale von 3% und von 7,7% Mehrwertsteuer ist dem Beschwerdeführer daher eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 4'437.25 (16 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von 
Fr. 120.-- und 7,7% Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
9. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwi-
schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 
über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kön-
nen (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen En-
dentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Helsana Unfall AG vom 12. Januar 2023 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Helsa-
na Unfall AG zurückgewiesen wird 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Helsana Unfall AG hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 4'437.25 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht