# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6dad2c97-7668-5aad-99cb-9d80124b2cc9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.11.2021 200 2021 248
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-248_2021-11-18.pdf

## Full Text

200 21 248 IV
LOU/SHE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. November 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. März 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2021, IV/21/248, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1989 geborene A.________ (ehemals A.________; nachfolgend 
Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) meldete sich im Februar 2008 unter 
Hinweis auf einen Morbus Perthes bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB 
oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, 
Antwortbeilage [AB] 3). Die IVB tätigte in der Folge berufliche und 
medizinische Abklärungen. Insbesondere gewährte sie 
Frühinterventionsmassnahmen (Eingliederungsberatung [AB 9]) sowie 
berufliche Massnahmen (erstmalige berufliche Eingliederung [recte wohl: 
Ausbildung] vorgesehen vom 1. August 2009 bis zum 31. Juli 2012 [AB 
22]). Die berufliche Ausbildung wurde am 18. September 2009 
abgebrochen (AB 26). In der Folge gewährte die IVB erneut berufliche 
Massnahmen (berufliche Abklärung [AB 39], Arbeitstrainings [AB 44, 58, 
63]) sowie beratende Begleitung [AB 45]). Weiter veranlasste sie eine 
medizinische Untersuchung beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; vgl. 
Untersuchungsbericht vom 10. September 2010 [AB 47]). Mit Verfügung 
vom 4. Mai 2011 (AB 69) sprach die IVB der Versicherten in Anwendung 
der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (100% Erwerb) und 
bei einem Invaliditätsgrad von 55% ab dem 1. September 2007 eine halbe 
Invalidenrente zu. Die Verfügung blieb unangefochten. Mit Mitteilungen 
vom 17. August 2011 (AB 78) und 13. August 2012 (AB 86) bestätigte die 
IVB bei einem Invaliditätsgrad von 55% die Weiterausrichtung der bisher 
bezogenen halben Invalidenrente; mit Verfügung vom 7. Februar 2012 (AB 
80) schloss sie die Arbeitsvermittlung ab. 

Am 3. Oktober 2012 (AB 87) beantragte die Versicherte „die 
Wiedereröffnung ihres Dossiers in der beruflichen Eingliederung“. Erneut 
tätigte die IVB erwerbliche und medizinische Abklärungen. Insbesondere 
gewährte sie berufliche Massnahmen (berufliche Abklärung [AB 92], 
erstmalige berufliche Eingliederung [AB 116], Arbeitsvermittlung [AB 124]), 
Integrationsmassnahmen (Support am Arbeitsplatz [AB 99, 104]) sowie 
Frühinterventionsmassnahmen (Coaching [AB 106]). Mit Mitteilung vom 31. 
Juli 2015 (AB 140) bestätigte die IVB die Weiterausrichtung der bisherigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2021, IV/21/248, Seite 3

halben Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 55%. In der Folge 
gewährte sie weitere berufliche Massnahmen (Arbeitsversuch [AB 148]). 
Mit Mitteilung vom 15. September 2016 (AB 162) schloss die IVB die 
Arbeitsvermittlung ab. Im Rahmen einer weiteren Revision von Amtes 
wegen bestätigte sie mit Mitteilung vom 18. Januar 2018 (AB 197) die 
Weiterausrichtung der bisher bezogenen halben Invalidenrente aufgrund 
eines Invaliditätsgrads von 55%.

B.

Im Februar 2020 (AB 202) beantragte die Versicherte die Ausrichtung einer 
Hilflosenentschädigung. Die IVB tätigte in der Folge diesbezügliche 
Abklärungen. Insbesondere veranlasste sie eine Abklärung vor Ort (vgl. 
Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 9. Juni 2020 [AB 210]). Mit 
Verfügung vom 28. August 2020 (AB 216) verneinte sie mit der 
Begründung, die Versicherte sei in den alltäglichen Lebensverrichtungen 
selbstständig und es werde keine regelmässige Dritthilfe in Form einer 
lebenspraktischen Begleitung geleistet, einen Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung. Diese Verfügung blieb unangefochten. Sodann 
initiierte die IVB im Sommer 2020 (vgl. u.a. AB 209) eine weitere Revision 
der Invalidenrente und tätigte abermals Abklärungen. Insbesondere 
veranlasste sie eine Abklärung vor Ort (Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb 
vom 3. November 2020 [AB 219]). Mit Vorbescheid vom 5. November 2020 
(AB 220) stellte die IVB in Aussicht, in Anwendung der spezifischen 
Methode des Betätigungsvergleichs (100% Haushalt) und einem 
Invaliditätsgrad von 0% die halbe Invalidenrente aufzuheben, wogegen die 
Versicherte Einwand erhob (AB 232). In der Folge holte die IVB eine 
Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 2. März 2021 (AB 235) ein. 
Am 4. März 2021 (AB 236) verfügte sie dem Vorbescheid entsprechend 
und hob die halbe Invalidenrente per 30. April 2021 auf. 

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C.

Mit Eingabe vom 6. April 2021 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung vom 4. März 2021 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der 
Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 17. Mai 
2021 auf Abweisung der Beschwerde. Weiter sei der Antrag der 
Beschwerdeführerin, wonach die aufschiebende Wirkung 
wiederherzustellen sei, abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Mai 2021 wies der 
Instruktionsrichter das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden 
Wirkung durch das Verwaltungsgericht ab, soweit er darauf eintrat. Diese 
Verfügung blieb unangefochten.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) 
Beschwerden gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im 
vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch 

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den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 
an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 4. März 2021 (AB 
236). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei 
insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die laufende halbe 
Invalidenrente zu Recht revisionsweise per 30. April 2021 aufhob.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe 

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Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf 
eine Viertelsrente.

2.3 Bei den nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet 
werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die 
Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf 
abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen (spezifische Methode; Art. 28a Abs. 2 IVG; BGE 142 V 290 E. 4 
S. 293). Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt 
tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege 
und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

Der gesamte Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten 
entspricht in jedem Fall einem Wert von 100%. Die Gewichtung der 
einzelnen Teilbereiche der Haushaltführung hat sodann nach Massgabe 
der Verwaltungsweisungen zu erfolgen. Hernach ist die gesundheitlich 
bedingte Einschränkung in den einzelnen Teilbereichen festzustellen, 
woraus sich schliesslich der Invaliditätsgrad ermitteln lässt (AHI 1997 S. 
291 E. 4a).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 
aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, 
sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Be-

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messung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 
2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der 
Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung 
ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an 
frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 
198 E. 4b S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im 
Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige 
zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 
343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 
3.1). Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als 
zeitliche Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, 
sofern eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich 
stattgefunden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) 
Sachverhaltsabklärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – 
sofern Hinweise für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 
Gesundheitszustands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt 
worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 
2).

3.

Vorab ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund vorliegt. Zu vergleichen ist dazu 
der Sachverhalt zur Zeit der rentenzusprechenden Verfügung vom 4. Mai 
2011 (AB 69) mit demjenigen, der sich bis zur angefochtenen Verfügung 
vom 4. März 2021 (AB 236) entwickelt hat (vgl. E. 2.4.3 hiervor). Die 
Mitteilungen vom 17. August 2011 (AB 78), 13. August 2012 (AB 86), 31. 
Juli 2015 (AB 140) und 18. Januar 2018 (AB 197), mit welchen bei 
unveränderten Invaliditätsgraden von jeweils 55% die Weiterausrichtung 
der bisher bezogenen halben Invalidenrente bestätigt wurde, stellen keine 
Vergleichsbasis dar, erfolgte doch keine umfassende Überprüfung des 

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Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (BGE 
133 V 108 E. 5.4 S. 114). Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer 
Beschwerde als zeitlichen Referenzzeitpunkt die „eine halbe IV-Rente 
zusprechende Verfügung von 2005“ sieht (S. 8 Ziff. 10 letzter Absatz), ist 
ihr nicht zu folgen, zumal die erstmalige Anmeldung zum Leistungsbezug 
erst im Frühjahr 2008 (AB 3) erfolgte.

3.1 Im massgeblichen Zeitpunkt der ursprünglichen 
rentenzusprechenden Verfügung wurde die Beschwerdeführerin als 
Vollerwerbstätige bemessen (vgl. AB 69). Die angefochtene 
Rentenaufhebung basiert hingegen auf der Annahme einer vollzeitlichen 
Haushaltstätigkeit im Gesundheitsfall. Dabei wurde der Statuswechsel mit 
der Geburt der Tochter im Jahre 2019 begründet. Gestützt auf die Angaben 
der Beschwerdeführerin sei neu von einer hypothetischen Vollzeittätigkeit 
im Haushalt auszugehen und die Invalidität anhand der spezifischen 
Methode, des sog. Betätigungsvergleichs, zu ermitteln (vgl. AB 219/11 Ziff. 
8, 235).

3.2 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen entschei-
det sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige zu be-

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trachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war oder 
nicht. Vielmehr sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen 
Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil-
dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichti-
gen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten 
Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen 
(BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b S. 195; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 
7 E. 5.1).

3.3 Unbestritten (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 6) ist, dass es durch die Ge-
burt der Tochter im Jahr 2019 zu einer Änderung der familiären Situation 
gekommen ist. Nachzugehen ist zunächst der Frage, ob der von der 
Beschwerdegegnerin angenommene und durch die Mutterschaft bedingte 
Statuswechsel von Vollerwerbstätigkeit zu Nichterwerbstätigkeit überhaupt 
einen zulässigen Revisionsgrund darstellen kann, was von der 
Beschwerdeführerin verneint wird (Beschwerde S. 9 ff. Ziff. 10). 

Soweit die Beschwerdeführerin mit dem Entscheid der zweiten Kammer 
des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Febru-
ar 2016 (Di Trizio gegen die Schweiz [7186/09], abrufbar unter 
<http://hudoc.echr.coe.int> sowie <www.bger.ch>), argumentiert, ist ihr 
nicht zu folgen. Dieses Urteil wie auch die darauf ergangene 
Rechtsprechung des Bundesgerichts betrafen ausschliesslich Fälle mit 
einem Statuswechsel von Vollerwerbstätigkeit hin zur Teilerwerbstätigkeit 
(mit Aufgabenbereich) und daraus folgender Anwendbarkeit der 
gemischten Methode der Invaliditätsbemessung. Eine Wirkung darüber 
hinaus hat das Bundesgericht verneint und dargelegt, dass keine Relevanz 
besteht für die spezifische Methode, bei der die Invalidität der versicherten 
Person danach ermittelt wird, in welchem Ausmass sie unfähig ist, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen. Der Verlust einer Invalidenrente zufolge 
familiär bedingten Statuswechsel von Vollerwerbstätigkeit hin zur 
Nichterwerbstätigkeit und der daraus resultierenden Anwendbarkeit der 
spezifischen Methode der Invaliditätsbemessung ist mit Art. 14 i.V.m. Art. 8 
der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) vereinbar 
(BGE 144 I 28 E. 4.4 ff. S. 35 ff.). Zudem ist auf den Umstand hinzuweisen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Nov. 2021, IV/21/248, Seite 10

dass das Bundesgericht in BGE 147 V 124 entschieden hat, dass ein 
familiär bedingter Statuswechsel hin zu einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit 
seit der am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Verordnungsänderung auch 
bei einer dem Urteil des EGMR vom 2. Februar 2016 analogen 
Konstellation als Revisionsgrund gilt. Damit kann vorliegend der 
Statuswechsel von Vollerwerbstätigkeit zu Nichterwerbstätigkeit als 
Revisionsgrund berücksichtigt werden und es ist in der Folge der 
Rentenanspruch frei und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen 
zu prüfen (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Dass die Beschwerdeführerin auch vor der 
Geburt ihres Kindes im Rahmen ihrer Resterwerbsfähigkeit keiner 
Erwerbstätigkeit nachging und durch die Geburt des Kindes keine effektive 
Änderung des Erwerbspensums eingetreten ist (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 
10), ändert daran nichts. Der Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung 
vom 4. Mai 2011 (AB 69) rechtskräftig in Anwendung der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs (100% Erwerb) und bei einem 
Invaliditätsgrad von 55% ab dem 1. September 2007 eine halbe 
Invalidenrente zugesprochen. Der Rentenanspruch wurde in der Folge 
mehrmals bestätigt, letztmals mit Mitteilung vom 18. Januar 2018 (AB 197). 
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihre Resterwerbsfähigkeit nicht 
verwertet hat, vermag nicht rückwirkend eine Änderung des Status zu 
begründen. 

3.4 Weiter wird die Statusfestlegung der Beschwerdegegnerin (100% 
Haushaltstätigkeit) bestritten.

Die Beschwerdegegnerin stützt sich im Wesentlichen auf die Aussagen der 
Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltsabklärung vom 15. September 
2020, wonach es für sie immer klar gewesen sei, dass sie ihre Tochter 
selbstständig erziehen und diese erst mit drei bis vier Jahren fremdbetreu-
en lassen möchte. Ab diesem Alter könne sie sich eine Fremdbetreuung 
vorstellen, um den nötigen Sozialkontakt zu fördern. Zum jetzigen Zeitpunkt 
sei sie mit dem Haushalt und der Betreuung ihrer Tochter vollständig 
ausgelastet. Auch ohne die gesundheitlichen Einschränkungen ginge sie 
einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit erst wieder nach, wenn ihre 
Tochter vier Jahre alt sei. Ihr Mann arbeite zu 100% und sie übernehme die 
Kinderbetreuung sowie den Haushalt. Wenn ihr Ehemann zu Hause sei, 

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übernehme er nur wenig bis keine Aufgaben im Haushalt. Das sei klar ihr 
Aufgabengebiet (AB 219/5 Ziff. 3.4). Gestützt auf diese Aussagen kam die 
Beschwerdegegnerin zum nachvollziehbaren Schluss, die 
Beschwerdeführerin wäre im Gesundheitsfall aufgrund der Kinderbetreuung 
und der ehelichen Aufgabenteilung zu 100% als Hausfrau tätig und 
wendete bei der Invaliditätsgradbemessung die spezifische Methode des 
Betätigungsvergleichs an (AB 219/11 Ziff. 8). Die Aussagen der 
Beschwerdeführerin decken sich denn auch mit ihren Ausführungen 
anlässlich der Abklärung vor Ort bezüglich Hilflosenentschädigung vom 3. 
Juni 2020. Dort gab die Beschwerdeführerin an, im Moment suche sie 
keine Arbeit, „da sie ja Mutter sei und den ganzen Haushalt machen 
müsse. Da habe sie genug zu tun. Sie wolle das Kind nicht in eine Krippe 
geben. Sie wolle sich selber um die Tochter kümmern“ (AB 210/2 f. Ziff. 1). 
Der besagte Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 9. Juni 2020 
wurde der Beschwerdeführerin bereits mit dem Vorbescheid betreffend 
Hilflosenentschädigung vom 15. Juni 2020 (AB 211) zugestellt. Gegen ihre 
darin festgehaltenen Aussagen hat sie keine Einwände vorgebracht. Weiter 
hat die Beschwerdeführerin den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 3. 
November 2020 (AB 219) und die darin festgehaltenen Aussagen mit 
Vorbescheid betreffend Rentenaufhebung vom 5. November 2020 (AB 220) 
erhalten. Entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde (S. 6 Ziff. 9) hatte 
sie damit sehr wohl Gelegenheit, den Bericht gegenzulesen und umgehend 
Einwände zu erheben. Von dieser Möglichkeit hat sie keinen Gebrauch 
gemacht. Selbst im Einwand vom 28. Januar 2021 bezeichnete ihre 
Rechtsvertreterin die im Bericht festgehaltenen Aussagen der 
Beschwerdeführerin nicht als falsch, sondern gab an, die 
Beschwerdeführerin habe darauf aufmerksam machen wollen, dass sie die 
Kita-Kosten nicht tragen könnte, wenn sie ihr Kind fremdbetreuen liesse 
und deshalb auch bei voller Gesundheit wohl auf eine Anstellung verzichtet 
hätte, bis das Kind ein gewisses Alter erreicht hat (AB 232/2 f.). Diese 
Aussage überzeugt und deckt sich weitgehend mit den Feststellungen der 
Beschwerdegegnerin. Die nun vorgebrachten Einwände gegen die im 
Bericht festgehaltenen Feststellungen überzeugen nicht. Vielmehr ist mit 
der Argumentation der Beschwerdegegnerin (vgl. Beschwerdeantwort S. 5 
Ziff. 18) davon auszugehen, dass mit den im Beschwerdeverfahren 
vorgebrachten Einwänden versucht wird, im Nachhinein aus 

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versicherungsrechtlichen Überlegungen die Aussagen der ersten Stunde 
der Beschwerdeführerin zu korrigieren, um die bisher ausgerichtete halbe 
Invalidenrente nicht zu verlieren. Weiter sind die Aussagen der 
Beschwerdeführerin, sie wolle zurzeit nicht erwerbstätig sein, auch 
insgesamt nachvollziehbar, zumal sie sich mit ihren früheren Angaben 
anlässlich der beiden Abklärungen vor Ort weitgehend decken und sie 
angegeben hatte, weder bei der Kinderbetreuung noch bei der 
Haushaltsführung wesentliche Unterstützung durch die Eltern oder ihren 
Ehemann zu erhalten (AB 210/3 Ziff. 1, 210/7 Ziff. 7.1, 219/3 Ziff. 1, 219/7 
ff. Ziff. 6.2).

Soweit die Beschwerdeführerin vorbringen lässt, ihr seien vorgängig der 
Haushaltsabklärung weder der Grund noch die Konsequenzen derselben 
erläutert worden und die gestellten Fragen hätten sie unerwartet und unver-
hofft getroffen (Beschwerde S. 3 Ziff. 6), kann sie daraus nichts zu ihren 
Gunsten ableiten. Bereits mit Schreiben vom 5. Juni 2020 (AB 209) wurde 
sie darüber informiert, dass die Beschwerdegegnerin periodisch überprüfen 
werde, ob sich die für den Bezug der Invalidenrente massgebenden 
Bedingungen verändert haben. Wie die Beschwerdegegnerin zur Recht 
darauf hinweist (vgl. Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 18), leidet die 
Beschwerdeführerin an keinen psychischen Beschwerden, die ihre Urteils- 
und Handlungsfähigkeit als eingeschränkt erscheinen liessen. 
Entsprechend war es ihr im Zeitpunkt der Haushaltsabklärung vom 15. 
September 2020 denn auch möglich, sich in die hypothetische Situation als 
gesunde Person hineinzuversetzen und ihren Tagesablauf ohne 
gesundheitliche Einschränkung sowie unter Berücksichtigung ihres 
Mutterseins seit April 2019 darzulegen. Bei den von der 
Beschwerdeführerin nachträglich vorgebrachten Einwänden (Beschwerde 
S. 3 ff. Ziff. 5 ff.) entsteht der Eindruck, dass sie bewusst oder unbewusst 
von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 
Art beeinflusst sind, weshalb nicht darauf, sondern auf die anlässlich der 
Abklärung gemachten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" 
abzustellen ist (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47).

3.5 Nach dem Dargelegten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass die Beschwerdeführerin auch im hypothetischen 

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Gesundheitsfall nach der Geburt der Tochter nicht erwerbstätig, sondern 
ausschliesslich im Haushalt beschäftigt wäre. Die Methode der 
Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich) ist damit nicht zu 
beanstanden (vgl. E. 2.3, 3.2 hiervor). Gleichzeitig steht fest, dass mit 
diesem Statuswechsel ein materieller Revisionsgrund vorliegt und der 
Rentenanspruch frei zu prüfen ist (E. 2.4.2 hiervor).

4.

4.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 
547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein genereller 
Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haus-
halt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensver-
gleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität ab-
gestellt werden. Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen, was unter Berücksichtigung der konkreten Ver-
hältnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung 
eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im 

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Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar. Nach 
der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den 
einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der 
Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei un-
glaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu 
den ärztlichen Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1).

4.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 3. November 2020 (AB 
219) samt Stellungnahme vom 2. März 2021 (AB 235) erfüllt die Vorausset-
zungen der Rechtsprechung an derartige Berichte (vgl. E. 4.1 hiervor) und 
überzeugt. Die Feststellungen der fachkundigen Abklärungsperson basie-
ren auf eigenen, vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin 
durchgeführten Erhebungen und berücksichtigen die bestehenden gesund-
heitlichen Einschränkungen. Der Abklärungsbericht ist zudem hinsichtlich 
der Gewichtung der Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert und es liegen 
keine klaren Fehleinschätzungen vor. Der Abklärungsbericht ist damit 
nachvollziehbar und beweiskräftig. Die Beschwerdeführerin lebt zusammen 
mit ihrem Ehegatten und der Tochter. Somit wurde im Abklärungsbericht 
unter Bezugnahme auf bestehende Einschränkungen im Haushalt zutref-
fend auf die Schadenminderungspflicht der Beschwerdeführerin selber und 
jene des Ehemannes verwiesen (AB 219/7 ff. Ziff. 6 f.), zumal dessen Un-
terstützungspflicht weiter geht als die ohne Gesundheitsschädigung übli-
cherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509; 
SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5; vgl. auch Kreisschreiben des Bundesam-
tes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung [KSIH], Rz. 3090). Dr. med. C.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin, gab zudem im Bericht vom 6. August 2020 
an, die Beschwerdeführerin sei bei den alltäglichen Lebensverrichtungen 
lediglich bei schweren Reinigungsarbeiten regelmässig auf die Hilfe von 
Drittpersonen angewiesen (AB 215/3 Ziff. 17, AB 215/5 Ziff. 2 lit. b). Dem-
entsprechend ist es ihr ohne weiteres möglich, die im Haushalt anfallenden 
leichteren Tätigkeiten zu erledigen, wie es auch ihrem Ehemann im Hin-
blick auf seine Unterstützungspflicht zumutbar ist, die schwereren Arbeiten 
zu übernehmen und sich ausserdem im üblichen Rahmen einer Familien-
gemeinschaft am Haushalt zu beteiligen. Folglich ist von keiner relevanten 
Einschränkung im Bereich Haushalt auszugehen.

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4.3 Zusammenfassend ist gestützt auf den Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb vom 3. November 2020 (AB 219) ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von 0% erstellt.

5.

Aufgrund des Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 4. März 
2021 (AB 236) nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat die 
Invalidenrente in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV zu Recht per 
Ende April 2021 aufgehoben. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.