# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a682f771-bae8-5e16-b929-7267a4c6db71
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-02-26
**Language:** de
**Title:** Mobilfunkbasisstationen. Spiel- und Sportplatz als OMEN.
**Docket/Reference:** BRKE III Nr. 0024/2003
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_III_24_2003_760.pdf

## Full Text

BRKE III Nr. 24/2003 vom 26. Februar 2003 in BEZ 2003 Nr. 32

Die Rekurrenten rügen den Nichteinbezug des neben dem Antennenstandort gele-
genen  Sportplatzes  in  die  Anlagegrenzwertberechnungen.  Der  Platz  werde  täglich  von 
zahlreichen Kindern und Jugendlichen frequentiert und sei darum ein Ort mit empfindli-
cher Nutzung. Die Rekursgegner hätten es deshalb pflichtwidrig unterlassen, auch hier 
die Einhaltung der Anlagegrenzwerte zu prüfen.

Art. 3 Abs. 3 NISV definiert die Bereiche, welche als Orte mit empfindlicher Nutzung 
gelten und wo der Anlagegrenzwert einzuhalten ist (Ziffer 65 Anhang 1 NISV). Es sind 
dies  Räume  in  Gebäuden,  in  denen  sich  Personen  regelmässig  während  längerer  Zeit 
aufhalten  (lit.  a),  öffentliche  oder  private,  raumplanungsrechtlich  festgesetzte  Kinder-
spielplätze  (lit.  b)  sowie  diejenigen  Flächen  von  unüberbauten  Grundstücken,  auf  wel-
chen  Nutzungen  nach  den  Buchstaben  a  und  b  zugelassen  sind  (lit.  c).  Sportanlagen 
sind also, sofern dort keine Wohnräume oder ständige Arbeitsplätze vorhanden sind, in 
der  Regel  nicht  als  Orte  mit  empfindlicher  Nutzung  im  Sinne  der  NISV  zu  betrachten 
(BUWAL,  Vollzugsempfehlung  zur  NISV,  Mobilfunk- und  WLL-Basis  Stationen,  Bern 
2003,  S.  13  f.,  Ziff.  2.1.3).  Ob  ein  zu  einer  Schulanlage  gehörender  Spiel- und  Sport-
platz, der regelmässig für den Schulsport genutzt wird, als Kinderspielplatz im Sinne von 
Art. 3 Abs. 3 lit. b NISV qualifiziert werden müsste, braucht hier nicht weiter geprüft zu 
werden, gehört doch der neben dem Antennenstandort liegende Sportplatz nicht zu ei-
nem Schulhaus. Folglich müssen dort die Anlagegrenzwerte nicht eingehalten werden.