# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 532ad576-5948-5e48-8c63-fc6634e84bcb
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.09.2020 II 2020 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-38_2020-09-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 38

Entscheid vom 16. September 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach 4032, 
6304 Zug,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz
gemäss Art. 52 AHVG)

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Sachverhalt:

A.1 Im Januar 1987 wurde in Glarus das Unternehmen C.________ AG 
gegründet; Ende Oktober 1999 wurde es in D.________ AG umfirmiert; im 
Januar 2006 wurde deren Sitz nach Zug verlegt und die Firma in E.________ AG 
geändert; Ende 2010 wurde der Sitz nach Freienbach verlegt und die Firma in 
F.________ AG umbenannt. Im Jahre 2010/2011 bestanden fünf operative 
Standorte (________, _______, ________, ________ und ________), 2012 
wurden die Standorte ________ und ________ geschlossen (vgl. Vi-act. 40).

A.2 A.________ war seit 2014 einziges Mitglied des Verwaltungsrates der 
F.________ AG. Deren Zweigniederlassung in Zug war der Ausgleichskasse Zug 
angeschossen. Als Gesellschaftszweck wurden Personalverleih und 
Personalvermittlung, Personalselektion und Personalberatung sowie damit 
verbundene Tätigkeiten festgelegt (vgl. Vi-act. 9 und 34).

B. Mit Verfügung vom 7. Januar 2015 eröffnete der Einzelrichter des Bezirks-
gerichts R.________ mit Wirkung ab 7. Januar 2015, 15.00 Uhr, den Konkurs 
über die Gesellschaft (vgl. Bf-act. 13). Das Konkursverfahren wurde mit Verfü-
gung des Einzelrichters des Bezirksgerichts R.________ vom 17. Januar 2019 
eingestellt und die Gesellschaft von Amtes wegen gelöscht (vgl. zum Ganzen Vi-
act. 34).

C. Mit Verfügung vom 8. März 2019 verpflichtete die Ausgleichskasse Zug 
A.________ zur Bezahlung eines Schadenersatzes für den erlittenen Verlust des 
Jahres 2014 von Fr. 5‘629.95 (vgl. Vi-act. 22ff.).

D. Gegen diese Schadenersatzverfügung vom 8. März 2019 liess A.________ 
am 2. April 2019 Einsprache erheben (vgl. Vi-act. 8ff.), welche die Ausgleichs-
kasse Zug mit Einspracheentscheid vom 10. Februar 2020 abwies (vgl. Vi-act. 
2ff).

E. Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Februar 2020 reicht der Be-
schwerdeführer fristgerecht am 10. März 2020 (Postaufgabe) beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Schwyz Beschwerde ein und stellt folgende Anträge:

1. Es sei der Einspracheentscheid vom 10. Februar 2020 und damit auch die 
Schadenersatzverfügung vom 8. März 2019 aufzuheben.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten Ihrer 
Ausgleichskasse.

F. Vernehmlassend beantragt die Vorinstanz mit Eingabe vom 23. April 2020 
die Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 16. Juni 2020 hält der Be-

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schwerdeführer an seinen Anträgen fest, woraufhin die Vorinstanz am              
29. Juni 2020 eine Duplik einreicht. Mit Stellungnahme vom 8. Juli 2020 äussert 
sich der Beschwerdeführer hierzu. Die Vorinstanz verzichtet am 28. Juli 2020 auf 
eine weitere Stellungnahme. Der Beschwerdeführer äussert sich mit Schreiben 
vom 30. Juli 2020 erneut in der Angelegenheit. 

G. Mit Schreiben vom 10. August 2020 teilt der verfahrensleitende Richter der 
Vorinstanz mit, dass sich die geltend gemachte Schadenersatzforderung von 
Fr. 5'629.95 aufgrund der aktenkundigen Unterlagen nicht rechtsgenüglich über-
prüfen lasse. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund der vom Beschwer-
deführer verrechnungsweise angeführten Positionen und der diesbezüglichen 
Antworten/Stellungnahmen der Vorinstanz. Hierzu und im Weiteren wurde Fol-
gendes ausgeführt:

2. Beispielsweise wird im angefochtenen Einspracheentscheid dargelegt 
(Erw. 4.4), die entsprechenden Gutschriften seien in den jeweils unmittelbar 
folgenden Beitragsrechnungen genannt und gutgeschrieben worden, womit sie 
nicht nochmals in der Schadenersatzrechnung gutgeschrieben werden könnten. 
Ein Verweis auf die Akten, welche eine Prüfung zuliessen, wird nicht gemacht.

Beispielsweise wird in der Vernehmlassung vom 23. April 2020 (Zu 6) jeweils unter 
Verweis auf einen Beleg dargelegt, die einzelnen Zulagen seien zu einem früheren 
Zeitpunkt gutgeschrieben worden. Den jeweiligen Belegen lässt sich der Hinweis 
entnehmen, dass der (jeweilige) Betrag "mit bestehenden oder künftigen 
Forderungen" verrechnet werde. Dem Verwaltungsgericht erschliesst sich nicht, 
um welche bestehenden oder künftigen Forderungen es sich handelt und ob bzw. 
inwieweit sowie wann die Beträge zur Forderung [recte: Verrechnung] gebracht 
wurden. 

3. Der Betrag von Fr. 5'413.30 (vgl. Einspracheentscheid Erw. 4.4; vgl. 
Vernehmlassung S. 5 Ziff. 10) setzt sich offensichtlich zusammen aus Gutschriften 
von Fr. 4'906.45 (Jahr 2011) und Fr. 506.85 (Jahr 2013) (vgl. AK-act. 184 f. 
[Übersicht "Abschreibung von Beiträgen" vom 7.9.2015). Ein Beleg, der diese 
Gutschriften dokumentiert, wird nicht bezeichnet und lässt sich, soweit ersichtlich, 
in den Akten auch nicht finden. Diese Gutschriften lassen sich folglich nicht 
überprüfen. 

4. Gemäss Art. 152 Abs. 1 AHVV führen die Ausgleichskassen für jeden mit 
ihnen abrechnenden Beitragspflichtigen ein Beitragskonto. Das Beitragskonto hat 
darüber Auskunft zu geben, ob der Beitragspflichtige seiner Abrechnungs- und 
Zahlungspflicht nachgekommen ist und welche Forderungen oder 
Schuldverpflichtungen die Ausgleichskasse ihm gegenüber hat (Art. 152 Abs. 2 
AHVV).

5. Der Vorinstanz wird Frist bis spätestens 31. August 2020 angesetzt, um
- die vorstehend (Ziff. 2 und 3) exemplarisch angesprochenen Unklarheiten zu 

klären;
- insbesondere dem Verwaltungsgericht die Beitragskonten der F.________ AG 

für den Zeitraum 2010 bis 2014 einzureichen (vgl. vorstehend Ziff. 4), woraus 
die von der Arbeitgeberin der Ausgleichskasse geschuldeten Beiträge (nicht 

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nur Lohnsumme) und die von der Ausgleichskasse der Arbeitgeberin 
ausgerichteten/gutgeschriebenen Familienzulagen klar und nachvollziehbar 
hervorgehen;

- sich auch zur Frage zu äussern, wie weit sich allfällige verbleibende 
Unklarheiten betreffend die Schadenshöhe damit erklären lassen, dass im 
Sommer 2015 eine ordentliche Revision mangels Kooperation des 
Beschwerdeführers nicht durchgeführt werden konnte (AK-act. 188 f.);

- allfällige weitere der Nachvollziehbarkeit der Schadenshöhe dienliche Angaben 
zu machen. 

Im Unterlassungsfall wird ungenügende Substantiierung des geltend gemachten 
Schadenersatzanspruches angenommen. 

Dieses mit eingeschriebener Post (Sendungsnummer ________) versandte 
Schreiben wurde gemäss den Sendungsinformationen der Post der Vorinstanz 
am 11. August 2020 zugestellt. 

H. Mit Schreiben vom 31. August 2020 teilt die Vorinstanz mit, sie komme 
"nicht umhin, zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 30. Juli 2020 eine kurze 
Bemerkung anzubringen". Auf das gerichtliche Schreiben vom 10. August 2020 
nahm die Vorinstanz in diesem Schreiben nicht Bezug. Innert der Frist 
(31.8.2020) - und ebenso danach - erfolgte auch ansonsten keinerlei Reaktion 
der Vorinstanz auf das gerichtliche Schreiben vom 10. August 2020. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung 
von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er diesen zu 
ersetzen (Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] vom 20.12.1946).

1.2 Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG und die 
dazu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener 
Bestimmungen sinngemäss Anwendung auf die Beträge an die 
Familienausgleichskassen (FAK) gemäss Bundesgesetz über die 
Familienzulagen (FamZG, SR 836.2) vom 1. Januar 2009 (vgl. Art. 25 lit. c).

1.3.1 Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schadenersatzanspruch durch 
Verfügung geltend (Art. 52 Abs. 4 AHVG). Art. 52 Abs. 5 AHVG bestimmt mit 
Bezug auf die örtliche Zuständigkeit, dass in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 für die Beschwerde gegen 
Schadenersatzverfügungen das Versicherungsgericht des Kantons zuständig ist, 
in welchem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat. Seit dem Inkrafttreten des 

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Bundesgesetzes über die Familienzulagen am 1. Januar 2009 ist gemäss Art. 25 
lit. c FamZG i.V.m. Art. 52 Abs. 5 AHVG auch insoweit das Versicherungsgericht 
jenes Kantons zuständig, in welchem der Arbeitgeber seinen Sitz hat mit der 
Folge, dass damit ein einheitlicher örtlicher Gerichtsstand für die AHV/IV/ALV-
Beiträge einerseits und die Familienzulagen andererseits geschaffen wurde (vgl. 
Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 
AHVG, Zürich 2008, Rz. 1049 f.).

1.3.2 Die Unternehmung als Arbeitgeberin war im Handelsregister des Kantons 
Schwyz eingetragen und hatte ihren Hauptsitz bis zur Löschung von Amtes 
wegen am 7. Januar 2015 in ________. Die Zuständigkeit des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz ist somit gegeben. 

2.1 Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zuständige 
Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre 
nach Eintritt des Schadens (Art. 52 Abs. 3 erster Satz AHVG). Handelt es sich 
beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder 
der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten 
Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so 
haften sie für den Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).

2.2 Haftungsvoraussetzung ist, dass die zuständige Ausgleichskasse einen 
Schaden erlitten hat. Ein solcher gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, 
dass die geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht 
mehr erhoben werden können. Der Ausgleichskasse kann somit grundsätzlich 
auf zweierlei Arten ein Schaden entstehen: durch Eintritt der Beitragsverwirkung 
oder durch Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers (vgl. Thomas Nussbaumer, Die 
Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, AJP 9/1996, S. 1076).

Der Schaden setzt sich im Bereich von Art. 52 AHVG zur Hauptsache aus den 
nicht abgelieferten paritätischen Sozialversicherungsbeiträgen (AHV/IV/EO/FAK 
inkl. ALV) zusammen. Dazu können noch die Verwaltungskostenbeiträge, 
Mahngebühren, Veranlagungs- und Betreibungskosten sowie Verzugszinsen für 
rückständige Beiträge kommen (vgl. Nussbaumer, a.a.O. S. 1076, Ziff. 8 lit. a).

2.3 Mit den für eine juristische Person subsidiär haftenden Mitgliedern der 
Verwaltung und aller mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten 
Personen (Art. 52 Abs. 2 Satz 1 AHVG) sind die Organe angesprochen. Die 
Praxis zum Organbegriff in Art. 52 AHVG verläuft grundsätzlich parallel zu jener 
im Bereich der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit gemäss Art. 754 f. des 
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen 

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Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220) vom 30. März 
1911. Die Schadenersatzpflicht erstreckt sich somit auf alle Personen mit 
Entscheidungsbefugnissen, welche ihnen von Gesetzes wegen (formelle 
Organe) oder aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse zukommen (faktische 
Organe). Ein Organ haftet so lange, als es den Geschäftsgang beeinflussen 
kann, sei es durch Handlungen oder Unterlassungen. Der Zeitpunkt des 
Eintrages im Handelsregister ist nicht entscheidend (vgl. Wegleitung über den 
Bezug der Beiträge in der AHV/IV/EO [WBB], gültig ab 1.1.2008, Stand 1.1.2020, 
Rz. 8009 m.H. u.a. auf AHI 2000, S. 283 = BGE 126 V 61 Erw. 4.a; Urteil BGer 
9C_109/2010 vom 28.4.2010 i.Sa. T. vs. AK Schwyz, Erw. 3.2).

2.4 Als Haftungsvoraussetzung für den Schadenersatzanspruch des 
Versicherers gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG wird weiter verlangt, dass ein 
Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von 
Vorschriften der Ver-sicherung einen Schaden zufügt. Mit der "absichtlichen oder 
grobfahrlässigen Missachtung von Vorschriften" ist in erster Linie die Beitrags- 
und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers angesprochen (Art. 14 Abs. 1 AHVG 
i.V.m. Art. 34 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101] vom 31.10.1947). Die 
Nichterfüllung dieser Aufgabe stellt eine Missachtung von Vorschriften im Sinne 
von Art. 52 AHVG dar. 

2.5 Die Schadenersatzpflicht ist nur dann begründet, wenn keine Rechtferti-
gungsgründe vorliegen, d.h. wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das 
fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder 
sein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. 

2.6 Die Schadenersatzpflicht setzt voraus, dass zwischen der absichtlichen    
o-der grobfahrlässigen Verletzung von Vorschriften durch den Arbeitgeber und 
seiner Organe einerseits und dem Eintritt des Schadens bei der Ausgleichskasse 
andererseits sowohl ein natürlicher als auch ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Der adäquate Kausalzusammenhang wird bei 
jedem Umstand angenommen, der nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 
nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der 
Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein begünstigt erscheint (vgl. BGE 119 V 406 Erw. 4a m.H. = AHI 
1994 204). 

3. Vorliegend stellt sich die von Amtes wegen zu beachtende Frage der Ver-
jährung (relative Verjährungsfrist von zwei Jahren), wie dies denn auch der Be-
schwerdeführer geltend macht (vgl. Eingabe vom 30.7.2020).

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3.1.1 Die relative Verjährungsfrist von zwei Jahren nach Art. 52 Abs. 3 AHVG 
beginnt mit der Kenntnis des Schadens zu laufen. Voraussetzung für eine aus-
reichende Kenntnis des Schadens ist, dass die Ausgleichskasse alle tatsächli-
chen Umstände über die Existenz, die Beschaffenheit und die wesentlichen 
Merkmale des Schadens sowie die Person des Ersatzpflichtigen kennt (vgl. 
Reichmuth, a.a.O., Rz 818 m.V. u.a. auf BGE 128 V 15 Erw. 2a). Kenntnis des 
Schadens ist in der Regel von dem Zeitpunkt an gegeben, in welchem die Aus-
gleichskasse unter Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen 
muss, dass die tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beiträge 
einzufordern, wohl aber eine Schadenersatzpflicht begründen können (vgl. BGE 
119 V 89; BGE 116 V 75 Erw. 3b; BGE 113 V 181 Erw. 2; BGE 112 V 8 Erw. 4d).

3.1.2 Zum Kriterium der Kenntnis des Schadens hat das Bundesgericht Regel-
zeitpunkte entwickelt, in welchen von Schadenskenntnis ausgegangen wird (vgl. 
Reichmuth, a.a.O., Nr. 822). Um solche Regelzeitpunkte handelt es sich bei der 
Zustellung des definitiven Pfändungsverlustscheins, bei der Auflage des Kolloka-
tionsplanes sowie bei der Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven 
(vgl. Reichmuth, a.a.O., Fn. 1164 zu Rz. 822 m.V.a. BGE 126 V 443 Erw. 3/4c 
und Urteile BGer H 131/00 vom 21.12.2001 Erw. 2a; 9C_910/2009 vom 
29.1.2010 Erw. 3.3.2; 9C_131/2008 vom 28.5.2009 Erw. 3.3.2; H 74/05 vom 
8.11.2005 Erw. 4.2; H 137/00 vom 6.11.2000 Erw. 4c). In diesem Zeitpunkt ist 
oder wäre der Gläubiger im Allgemeinen in der Lage, den Stand der Aktiven, die 
Kollokation seiner Forderung und die voraussichtliche Dividende zu kennen (vgl. 
BGE 119 V 89; BGE 116 V 75 Erw. 3b; BGE 113 V 181 Erw. 2; BGE 112 V 8 
Erw. 4d). Schadenskenntnis vor dem Regelzeitpunkt ist nur unter besonderen 
Umständen anzunehmen, namentlich einer gesicherten Kenntnis des entstande-
nen Schadens (vgl. Reichmuth, a.a.O., Rz 823). Von einer Kenntnisnahme des 
Schadens nach dem Regelzeitpunkt ist ebenfalls nur ausnahmsweise auszuge-
hen, z.B. infolge Unkenntnis des Schadenersatzpflichtigen (vgl. Reichmuth, 
a.a.O., Rz 826).

3.1.3 Im Falle eines Konkurses besteht in der Regel erst mit der Auflage von Kol-
lokationsplan und Inventar ausreichende Schadenskenntnis im Sinne von Art. 52 
Abs. 3 AHVG. Eine frühere, die relative zweijährige Verjährungsfrist in Gang  set-
zende Kenntnis vom Schaden kann nur angenommen werden, wenn nach den 
konkreten Umständen vom Verwertungsverfahren offensichtlich keine (weitere) 
Befriedigung erwartet werden kann. Nach der Rechtsprechung gilt mit der Aus-
stellung eines definitiven Pfändungsverlustscheins (Art. 115 Abs. 1 Bundesge-
setz über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1] vom 11.4.1889 
i.V.m. Art. 149 SchKG) der Schaden in Bezug auf die Beitragsausstände, die 

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dem verurkundeten Betrag zugrunde liegen, als eingetreten und es besteht frist-
auslösende Schadenskenntnis. Einem bloss provisorischen Pfändungsverlust-
schein (Art. 115 Abs. 2 SchKG) kommt nicht dieselbe Bedeutung zu. Er verpflich-
tet die Ausgleichskasse in der Regel einzig, das Verwertungsbegehren zu stellen 
und dessen Ergebnis abzuwarten, es sei denn, von einem solchen Vorgehen 
könne offensichtlich keine Deckung der fälligen Beitragsschulden erwartet wer-
den (vgl. Urteil BGer 9C_48/2010 vom 9.6.2010 m.H.a. die Rechtsprechung, u.a. 
nicht publiz. Erw. 5.1 von BGE 134 I 179 [Urteil BGer 9C_704/2007 vom 
17.3.2008] = SVR 2008 FL Nr. 1; BGE 129 V 193 Erw. 2.3). Diese Grundsätze 
kommen auch bei Durchführung des summarischen Konkursverfahrens zur An-
wendung, da dessen Anordnung noch keine Kenntnis des Schadens begründet. 
Wird der Konkurs weder im ordentlichen noch im summarischen Verfahren 
durchgeführt, fallen die zumutbare Kenntnis des Schadens und der Eintritt des-
selben in der Regel mit der Einstellung des Konkurses mangels Aktiven zusam-
men, wobei der Publikationszeitpunkt der Konkurseinstellung im Schweizeri-
schen Handelsamtsblatt (SHAB) massgeblich ist. Da die ausstehende Beitrags-
forderung Grundlage für die Höhe des Schadens bildet, kann daher eine Kennt-
nis bei der Publikation der Konkurseinstellung nur dann angenommen werden, 
wenn die Ausgleichskasse zu diesem Zeitpunkt bereits in der Lage ist, die Höhe 
der Beitragsforderung zu beziffern (vgl. BGE 126 V 443 Erw. 3b f.).

3.2.1 Die Vorinstanz hat den Zeitpunkt der Kenntnisnahme im angefochtenen 
Entscheid auf den Moment des Eingangs des Verlustscheins, d.h. auf den 
22. Januar 2019 bestimmt (vgl. Einspracheentscheid vom 10.2.2020 S. 2f. Erw. 
2.2). Der Beschwerdeführer macht demgegenüber mit seiner Stellungnahme vom 
30. Juli 2020 geltend, dass die Vorinstanz am 7. September 2015 die rektifizierte 
Forderung von Fr. 5'629.85 angemeldet und diese gleichentags abgeschrieben 
habe. Dies sowie die Erkundigungen der Vorinstanz beim Konkursamt vom 
16. Januar 2016 bezüglich des Verfahrensstandes würden belegen, dass die 
Vorinstanz spätestens am 16. Januar 2016 den Verlust gekannt und dass somit 
die relative zweijährige Verjährungsfrist am 16. Januar 2018 geendet habe; im 
Zeitpunkt des Erlasses der Schadenersatzverfügung vom 8. März 2019 sei somit 
die Forderung der Vorinstanz bereits verjährt gewesen.

3.2.2 Entgegen den beschwerdeführerischen Vorbringen, liegt eine Kenntnis-
nahme vor dem Regelzeitpunkt, in casu - also vor der Zustellung des Verlust-
scheins - nur dann vor, wenn gesichertes Wissen um den Schaden vorliegt; das 
Wissen um die Möglichkeit eines Schadens stellt kein gesichertes Wissen dar. 
Vorliegend wurde der Konkurs am 7. Januar 2015 eröffnet bzw. im summari-
schen Verfahren durchgeführt, wobei der Kollokationsplan vom 2. November 

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2018 an aufgelegt wurde (vgl. Gläubigerzirkular des Notariat R.________ vom 
13.12.2018 = Vi-act. 38). Vor diesem Zeitpunkt konnte die Vorinstanz indes keine 
hinreichend gesicherten Kenntnisse über den Gesamtbestand der Aktiven wie 
auch insbesondere der Gläubigerforderungen und somit hinsichtlich einer allfälli-
gen Konkursdividende haben. Mithin konnte sie den Schaden vor diesem Zeit-
punkt denn auch nicht rechtsgenüglich beziffern. Allein aufgrund des Umstandes, 
dass die Vorinstanz ihre Forderung per 7. September 2015 intern als abge-
schrieben verbuchte sowie am 16. Januar 2016 beim Konkursamt Erkundigun-
gen einholte, konnte noch nicht davon ausgegangen werden, dass die Sozialver-
sicherungsbeiträge (2. Klasse) nicht bezahlt werden könnten (vgl. Vi-act. 42). 
Mithin ist kein Grund ersichtlich, von der dargelegten Rechtsprechung zur Ver-
jährung und mithin vom Zeitpunkt der Auflage des Kollokationsplanes 2. Novem-
ber 2018 abzuweichen. Hieran vermag auch, die eingereichte Verfügung der 
Ausgleichskasse Zug vom 10. Juli 2020 in einem anderen, vorliegend nicht rele-
vanten Verfahren nichts zu ändern, zumal in jenem Verfahren das Konkursamt 
Zug mit Orientierungsschrieben vom 17. Juli 2017 die Ausgleichskasse offenbar 
explizit darüber informiert hatte, dass sie im Konkursverfahren voraussichtlich 
gänzlich zu Verlust kommen werde (vgl. Bf-act. 1 der Eingabe vom 30.7.2020).

3.3 Da folglich die Vorinstanz frühestens per 2. November 2018 gesicherte 
Kenntnis des vorliegend umstrittenen Schadens hatte, wurde die relative Ver-
jährungsfrist - wie dies der Beschwerdeführer denn auch anfänglich in seiner Be-
schwerde vom 10.3.2020 (S. 3 Ziff. 2) erkannt hatte - mit der Schadenersatzver-
fügung vom 8. März 2019 gewahrt.

4.1 Gemäss der Schadenersatzverfügung vom 8. März 2019 setzt sich die 
Schadenersatzforderung wie folgt zusammen. 

2014

ausbezahlte Löhne Fr. 718'014.95

FAK-Beiträge Fr. 11'488.25

Zu Unrecht ausbezahlte Kinderzulagen

pauschal Fr. 16'813.30

Zwischentotal Fr. 28'301.55

abzüglich Zahlungen/Gutschriften Fr. -22'671.60

Schadenersatzforderung Fr. 5'629.95

Abgesehen von der Erwähnung der massgeblichen Gesetzesbestimmungen 
enthält diese Verfügung keine Begründung, insbesondere auch keine weiteren 
Angaben zu den einzelnen nummerischen Positionen der 
Schadenersatzverfügung. 

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4.2.1 In der Einsprache vom 2. April 2019 führte der Beschwerdeführer zur 
Schadenssumme im Wesentlichen Folgendes aus (S. 3 f. Ziff. 4 ff.): 

- Basierend auf einer Jahreslohnsumme 2014 von Fr. 2.1 Mio. seien monatlich 
Fr. 2'800.-- (1.6 %) in Rechnung gestellt worden. Bei mutmasslich an die 
Gesellschaft auszubezahlenden Familienzulagen (FZ) von Fr. 7'250.-- seien 
jeweils Fr. 4'450.-- an die Gesellschaft überwiesen worden. 

- Ab März 2014 seien die pauschalen Familienzulagen (recte: Beiträge) auf 
einer Jahreslohnsumme von Fr. 1.6 Mio. vorläufig verfügt worden (mit 
Fr. 2'000.--) und in der Annahme, die FZ würden sich im März auf 
Fr. 3'675.70 belaufen, Fr. 1'675.80 an die Gesellschaft überwiesen worden.

- Für die Monate April bis Juli 2014 sei die Ausgleichskasse von gleich hohen 
Beiträgen wie FZ ausgegangen, d.h. jeweils Fr. 2'000.--.  

- In den Monaten August bis Oktober sei von einer die Beiträge (je Akonto-
Rechnungen von Fr. 2'000.--, vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 5) übersteigenden FZ 
ausgegangen und jeweils Fr. 250.-- überwiesen worden.

- In den Monaten November und Dezember seien Überweisungen (bei je 
Akonto-Rechnungen von Fr. 2'000.-- und provisorischen FZ von Fr. 4'477.50 
bzw. Fr. 5'010.--, vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 5) von Fr. 2'477.50 und 
Fr. 3'010.-- erfolgt. 

Die Summe der Überweisungen entspricht den von der Ausgleichskasse 
angeführten (nach Auffassung der Ausgleichskasse zu Unrecht ausbezahlten) 
Fr. 16'813.80.

Weiter führte der Beschwerdeführer Folgendes aus (S. 11 ff. Ziff. 9 ff.):

- Am 16. Dezember 2014 habe die F.________ AG die Lohnbescheinigung 
(2014) mit einer Lohnsumme von Fr. 718'014.-- und total ausbezahlten FZ 
von Fr. 17'258.-- für das Jahr 2014 eingereicht sowie eine Zusammenstellung 
der Nachzahlungen von FZ von Fr. 15'513.30, welche die Jahre 2012 und 
2013 betroffen hätten, aber im Jahr 2014 vorgenommen worden seien.

- Somit seien im Jahr 2014 zu Recht FZ von insgesamt Fr. 32'771.60 an 
Mitarbeiter ausbezahlt worden. 

- Die FK-Beiträge von 1.6 % auf der Lohnsumme von Fr. 718'014.95 
entsprächen Fr. 11'488.25. 

- Es ergäbe sich somit folgende Aufstellung: 
Verfügte FAK Zulagen Fr. 11'484.24

Auszahlungen an F.________ AG Fr. 16'813.30

Total Anspruch Ausgleichskasse Fr. 28'301.54

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./. Auszahlungen an Mitarbeiter Fr. 32'771.60

Guthaben z.G. F.________ AG Fr. 4'470.06

Als Fazit könne festgehalten werden, dass keine Forderung der Ausgleichskasse 
bestehe. 

4.2.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. Februar 2020 führt die 
Vorinstanz u.a. aus, dass am 7. Januar 2015 über die Gesellschaft der Konkurs 
eröffnet worden sei; nachdem die Gläubiger der 1. Klasse teilweise befriedigt 
worden seien, sei die Ausgleichskasse gemäss Verlustschein vom 17. Januar 
2019 mit ihren Forderungen der 2. Klasse leer ausgegangen; die 
Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft als Beitragsschuldnerin sei somit 
dokumentiert (vgl. Erw. 1.2).

Der Beschwerdeführer sei bereits zum Zeitpunkt der Sitzverlegung der 
Gesellschaft in den Kanton Schwyz im Jahre 2010 bis zum Konkurs Mitglied des 
Verwaltungsrates gewesen; er hätte somit die Möglichkeit gehabt, für die 
Bezahlung der in dieser Zeit von Gesetzes wegen entstandenen und fälligen 
Beitragsschulden zu sorgen (vgl. Erw. 3.2). Der Schaden, welche die 
Ausgleichskasse geltend machen könne, liege vorliegend in zuviel 
gutgeschriebenen Familienzulagen gemäss Schadenersatzverfügung vom 8. 
März 2019 (vgl. Erw. 4.1). 

Es sei lediglich die Forderung aus dem Jahre 2014 strittig. Unbestritten sei dabei 
die Jahreslohnsumme für das Jahr 2014 von Fr. 718‘014.95 und der 
dazugehörige FAK-Beitrag von Fr. 11‘488.25 (1.6%; vgl. Einspracheentscheid 
vom 10.2.2020 Erw. 4.2). Die zu Unrecht ausbezahlten Kinderzulagen von 
Fr. 16‘813.30 würden sich aus den an die Gesellschaft überwiesenen Beiträgen 
im Jahre 2014 ergeben; es handle sich dabei um die Differenz zwischen den 
damals provisorisch in Rechnung gestellten Beiträgen und den provisorischen 
Familienzulagen; zusammen mit den tatsächlich von der Gesellschaft 
geschuldeten Lohnbeiträgen von Fr. 11‘488.25 (als verrechnete Familienzulagen) 
ergebe sich daraus das Guthaben der Familienausgleichskasse im Jahre 2014 
(vgl. Erw. 4.3). 

Der Gutschriftsbetrag bestehe einerseits aus den im Jahre 2014 beanspruchten 
Familienzulagen von Fr. 17‘258.30 gemäss Lohnbescheinigung 2014; hierin 
könne dem Beschwerdeführer beigepflichtet werden. Hingegen könne ein 
weiterer Betrag von Fr. 15‘513.30 nicht angerechnet werden. Der 
Beschwerdeführer unterliege hinsichtlich des Anspruchs auf "Nachzahlung 
Vorjahre" einem Irrtum: Die FZ seien für die betreffenden Personen jeweils für 
die zutreffenden Vorjahre zwar nachträglich, aber bereits vor dem Konkurs 

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zugesprochen und mit den jeweils unmittelbar folgenden Beitragsrechnungen 
verrechnet worden; konkret handle es sich um sieben Verrechnungsanzeigen im 
Zeitraum vom 4. März 2014 bis 11. November 2014. Hinsichtlich der zusätzlichen 
Gutschrift von Fr. 5'413.30 in der Schadensberechnung bringe der 
Beschwerdeführer nichts vor, was dagegen spräche. Insbesondere bringe er 
nicht vor, es seien weitere zusätzliche Gutschriften anzurechnen (vgl. Erw. 4.4).

Ferner sei auch das Kriterium der Widerrechtlichkeit erfüllt; der Beschwerdefüh-
rer als verantwortliches Organ habe seine gesetzlichen Sorgfaltspflichten ver-
letzt, indem er die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Abrechnungs- und Bei-
tragszahlungspflicht durch die Arbeitgeberin nicht oder zumindest ungenügend 
überwacht bzw. durchgesetzt habe (vgl. Erw. 5.2 und Erw. 7).

Nach Ansicht der Vorinstanz handelte der Beschwerdeführer infolge Missachtung 
seiner gesetzlichen Meldepflicht grobfahrlässig. Der Beschwerdeführer habe sich 
als damaliges Organ vorwerfen zu lassen, dass die jeweils massgebenden Löh-
ne und Familienzulagen nicht rechtzeitig aktualisiert gemeldet worden seien; hät-
te die Gesellschaft jeweils zeitnah die korrekten Löhne und Familienzulagenan-
sprüche mitgeteilt, hätte eine über das ganze Jahr 2014 geltende Ausgleichs-
rechnung nicht erst nach der Lohnmeldung 2014 erstellt werden können. Vorerst 
seien auf eine Lohnsumme von Fr. 2'100'000.-- Beiträge erhoben worden, ansch-
liessend auf eine solche von Fr. 1'600'000.--; diese Korrektur sei nach der Mel-
dung der mutmasslichen Jahres-Lohnsumme 2014 am 10. Februar 2014 erfolgt; 
gleichzeitig seien die mutmasslich im Jahre 2014 geschuldeten Familienzulagen 
deklariert worden; eine spätere Korrektur sei nicht mehr angebracht worden, so-
dass die Gesamtlohnsumme gemäss Lohnmeldung vom 16. Dezember 2014 er-
heblich von den provisorischen Zahlen abgewichen sei und zudem erheblich we-
niger Familienzulagen ausbezahlt worden seien, als aufgrund der Meldung vom 
10. Februar 2014 zu erwarten gewesen wäre. Zwar sei die Ausgleichskasse über 
Ein- und Austritte von familienzulagenberechtigten Mitarbeitern informiert wor-
den; indes hänge die Lohnbeitragsforderung von sämtlichen ausbezahlten Löh-
nen ab, auch von solchen, die keinen Anspruch auf Familienzulagen hätten; die 
blosse Meldung von Ein- und Austritten familienzulagenberechtigter Mitarbeiter 
reiche daher nicht aus. Schliesslich zeige die Lohnmeldung vom 16. Dezember 
2014 auf, dass ein überwiegender Teil der im Jahre 2014 beschäftigten Mitarbei-
ter keinen Anspruch auf Familienzulage gehabt hätte (vgl. Erw. 6.2).

4.3.1 Der Beschwerdeführer macht beschwerdeweise unter anderem geltend, die 
vorinstanzliche Berechnung der Familien- resp. Kinderzulagen sei nicht vollstän-
dig (Beschwerde S. 4 Ziff. 3 f.). Nicht in der Liste der verrechneten Kinderzulagen 
aufgeführt sei bspw. der Kinderzulagenanspruch von G.________ für die Periode 

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November und Dezember 2012 von Fr. 792.15 gemäss der Verfügung der Vorin-
stanz vom 11. März 2014, gleichwohl dieser von der Ausgleichskasse am 14. 
März 2014 mit der Schlussabrechnung 2013 verrechnet worden sei (vgl. S. 4 Ziff. 
4). Es seien im Jahre 2014 - auf der Basis von Fr. 2'100'00.-- bzw. Fr. 1'600'000.-
- - seitens Ausgleichskasse Auszahlungen von gesamthaft Fr. 16'813.30 erfolgt 
(vgl. S. 5 Ziff. 5). Am 16. Dezember 2014 habe die Gesellschaft der Ausgleichs-
kasse die Lohnbescheinigung mit einer Lohnsumme von Fr. 718'014.-- und total 
ausbezahlten Familienzulagen von Fr. 17'258.-- für das Jahr 2014 eingereicht; 
auf dieser sei eine Zusammenstellung der Nachzahlungen von Familienzulagen 
der Jahre 2012 und 2013 von über Fr. 15'513.30 aufgeführt (vgl. S. 5f Ziff. 6). 

Zutreffend werde in der Einsprache festgehalten, dass im Jahr 2014 FAK-
Akontorechnungen von insgesamt Fr. 25'600.-- gestellt und provisorische Kinder-
zulagen von Fr. 42'413.30 gesprochen und entsprechend Gutschriften von insge-
samt Fr. 16'813.30 geleistet worden seien (Beschwerde S. 5 Ziff. 5). Am 16. De-
zember 2014 habe die F.________ AG der Vorinstanz die Lohnbescheinigung 
mit einer Lohnsumme von Fr. 718'014.-- und total ausbezahlte Familienzulagen 
von Fr. 17'258.-- für das Jahr 2014 eingereicht; auf dieser Lohnbescheinigung sei 
auch eine Zusammenstellung der Nachzahlungen von FZ von Fr. 15'513.30 be-
treffend die Jahre 2012 und 2013 aufgeführt worden (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 6). 
Die Verfügung der Vorinstanz vom 8. März 2019 basiere auf der in keiner Art und 
Weise belegten Annahme, die F.________ AG habe FZ in der Höhe von 
Fr. 16'813.30 unberechtigterweise an Arbeitnehmer ausbezahlt (Beschwerde S. 6 
Ziff. 7 f.). Die Auszahlungen in der Höhe von Fr. 17'258.30 seien zu Recht erfolgt. 
Sie setzten sich wie folgt zusammen (Beschwerde S. 6 f. Ziff. 9; Beträge in Fran-
ken):

2014 Eintritt Austritt AHV-Lohn FZ 2014

H.________ 01.01.2014 23.04.2014 13'493.24 849.05

I.________ 11.02.2014 28.11.2014 54'542.33 5'121.90

J.________ 01.01.2014 17.03.2014 15'560.09 1'540.00

K.________ 14.04.2014 08.10.2014 40'276.45 1'750.00

L.________ 01.01.2014 31.10.2014 62'065.42 2'960.00

G.________ 01.01.2014 31.10.2014 54'000.00 3'277.35

M.________ 01.01.2014 28.03.2014 17'530.15 1'760.00

Total 17'258.30

Es fehlten allerdings mindestens zwei Gutschriften über zusammen Fr. 882.15. 
Es ergebe sich folgende Aufstellung der gegenüber Ansprüchen der Ausgleichs-
kasse zu verrechnenden Guthaben:

Jahresabrechnung 2010-
2014 Nachdeklaration Eintritt Austritt FZ

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N.________ 13.05.2013 15.11.2013 3'660.00

O.________ 13.05.2013 20.09.2013 2'227.50

H.________ 12.03.2013 31.12.2013 1'425.80

J.________ 12.06.2013 31.12.2013 3'980.00

M.________ 18.03.2013 31.12.2013 2'760.00

P.________ 1'460.00

G.________ nicht aufgeführt aber mit Schlussrechnung 2013 verrechnet

G.________ 364.15

Q.________ 07.12.2012 11.01.2013 518.00

Total 16'395.45

Wenn schliesslich von der Schadenersatzforderung von Fr. 5'629.95 die Gut-
schriften von Fr. 882.15 in Abzug gebracht werden würden, ergäbe dies einen 
Saldo von Fr. 4'747.80 zu Gunsten der Ausgleichskasse; dieser Betrag sei indes 
kleiner als die Summe der Beträge, welche die Ausgleichskasse am 13. Novem-
ber 2014 von Fr. 2'477.50 und am 11. Dezember 2014 von Fr. 3'010.-- (total 
Fr. 5'487.50) an die Gesellschaft überwiesen habe (vgl. S. 7 Ziff. 10).

4.3.2 Weiter bestreitet der Beschwerdeführer, der Vorinstanz durch absichtliches 
Verhalten oder durch grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Scha-
den zugefügt zu haben (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 1.2). Die Ausgleichskasse sei 
laufend über die Eintritte und Austritte der beschäftigten Mitarbeiter informiert 
worden; so habe die Ausgleichskasse während des Jahres 2014 immer wieder 
über die Zulagenberechtigung verfügt und sei mithin ständig darüber im Bilde 
gewesen, wie viele Gutschriften an die Gesellschaft zu leisten gewesen wären; 
für allfällige zu hohe Überweisungen der Ausgleichskasse könne der Beschwer-
deführer nicht verantwortlich gemacht werden (vgl. Beschwerde S. 8f. Ziff. 15). 
Ferner sei im Jahre 2013 und stärker noch 2014 der Umsatz als Folge des delik-
tischen Verhaltens einzelner Mitarbeiter zusammengebrochen; ein Umsatzrück-
gang um nochmals 50% gegenüber dem bereits schlechten Vorjahr sei nicht vor-
aussehbar gewesen; der Beschwerdeführer habe im Februar 2014 eine Lohn-
summe in der Höhe des Vorjahres als realistisch erachtet (vgl. Beschwerde S. 9 
Ziff. 17). Auch sei die Höhe der Familienzulagen bei temporären Mitarbeitern aus 
dem Ausland schwer zu errechnen gewesen; zudem habe sich die Anzahl der 
Mitarbeiter und der familienzulagenberechtigten Familienmitgliedern von Monat 
zu Monat geändert; mithin sei dies denn auch nicht zum Voraus bekannt gewe-
sen und hätte auch nicht verlässlich geschätzt werden können; insoweit könne 
dem Beschwerdeführer auch kein grobfahrlässiges Verhalten vorgeworfen wer-
den, dass er Veränderungen der Jahreslohnsumme und der möglichen Familien-
zulagen nicht jeden Monat gemeldet habe; die Lohnsumme habe sich von Monat 
zu Monat verändert (vgl. Beschwerde S. 9f. Ziff. 18). Ohnehin erweise sich die 

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Annahme falsch, dass wenn der Beschwerdeführer seiner Meldepflicht nachge-
kommen wäre, kein Schaden entstanden wäre; denn selbst wenn er die Lohn-
summe nach unten angepasst hätte, hätte dies nicht von selbst eine Reduktion 
der Familienzulagen zur Folge; mithin liege denn auch kein Kausalzusammen-
hang zwischen dem behaupteten Unterlassen der Lohnsummenkorrektur und 
dem Schaden vor (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 19). Auch sei die Lohnsumme 
zwar geringer geworden, die Höhe der Familienzulagen habe indes nicht linear 
abgenommen (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 20). Insoweit sei der Ausgleichskasse 
auch kein Schaden entstanden (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 22).

Weiter seien die ausstehenden Lohnbeiträge für das Jahr 2014 erst am 7. Sep-
tember 2015 veranlagt bzw. sei die entsprechende Rückforderung erst rund acht 
Monate nach Konkurseröffnung geltend gemacht worden; zu jenem Zeitpunkt 
habe der Beschwerdeführer indes keinen Einfluss mehr auf die Geschicke der 
Gesellschaft nehmen können, selbst wenn eine Forderung bestanden hätte, was 
bestritten werde. Schliesslich habe der Beschwerdeführer ohnehin auch vor der 
Konkurseröffnung keine Pflichtverletzung begangen, die natürlich und adäquat 
kausal einen Schaden verursacht hätte (vgl. S. 8 Ziff. 13 und S. 10 Ziff. 22).

4.4 Der Beschwerdeführer bestreitet somit namentlich den von der Vorinstanz 
geltend gemachten Schaden von Fr. 5'629.95 sowie seine Haftbarkeit für den 
geltend gemachten Schadenersatzanspruch; unbestritten sind dabei die Organ-
stellung des Beschwerdeführers seit 2010 bis zur Konkurseröffnung am 7. Janu-
ar 2015 wie auch die Höhe der Jahreslohnsumme für das Jahr 2014 von 
Fr. 718'014.95 und die hierauf zu entrichtenden FAK-Beiträge von Fr. 11'488.25.

5.1 Das Versicherungsgericht stellt unter Mitwirkung der Parteien die für den 
Entscheid erheblichen Tatsachen fest; es erhebt die notwendigen Beweise und 
ist in der Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Zur Mitwirkungspflicht gehört 
auch die Substantiierungspflicht, welche beinhaltet, dass die wesentlichen 
Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten 
sein müssen. Dementsprechend ist es Sache der Ausgleichskasse, die 
Schadenersatzforderung soweit zu substantiieren, dass sie überprüft werden 
kann (Urteil BGer [bzw. EVG] H 313/00 vom 28.1.2002 Erw. 2.c).

5.2 Was die von der Vorinstanz unter dem Titel eines Schadenersatzes 
eingeforderten FAK-Beiträge von insgesamt Fr. 5'629.95 anbelangt, so ist vorab 
darauf hinzuweisen, dass unbestrittenermassen im Konkursverfahren seitens der 
Ausgleichkasse Zug als Gläubigerin eine rektifizierte Forderung über Fr. 5'629.85 
im Konkurs zugelassen und in dieser Höhe der Ausgleichkasse Zug denn auch 
der Verlustausweis ausgestellt wurde (vgl. Vi-act. 163). Wie sich diese Forderung 

16

zusammensetzt, lässt sich dem konkursrechtlichen Verlustausweis nicht 
entnehmen. Das gleiche gilt für die Verfügung vom 8. März 2019 und den 
Einspracheentscheid vom 10. Februar 2020. 

5.3.1 In den umfangreichen Akten (735 Seiten) findet sich eine offensichtlich im 
Hinblick auf die Konkurseingabe erstellte "Abschreibung von Beiträgen" vom 
7. September 2015 (vgl. AK-act. 184 bis 187). Das Zustandekommen der 
einzelnen Beträge ist jedoch ohne Erläuterungen und Verweis auf die Akten nicht 
nachvollziehbar. Eine nachvollziehbare Übersicht der Schadenersatzforderung ist 
den Akten nicht zu entnehmen. Zwar ist die Vorinstanz auf die vom 
Beschwerdeführer vorgebrachten Einwände gegen die Schadenersatzforderung 
eingegangen; doch handelt es sich hierbei um punktuelle Aspekte, die ohne eine 
detaillierte Übersicht über die gutgeschriebenen und ausbezahlten Zulagen 
sowie die beglichenen und unbeglichenen Beitragsforderungen der Vorinstanz 
wenig bzw. keine Aussagekraft hinsichtlich des Zustandekommens der gesamten 
Schadenersatzforderung haben. 

5.3.2 Beispielsweise hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine Gutschrift 
von Fr. 5'413.30 angerechnet (Einspracheentscheid S. 5 Erw. 4.4), ohne sie 
näher zu erläutern. Dieser Betrag setzt sich offensichtlich aus den in der "Ab-
schreibung von Beiträgen" (AK-act. 184) erwähnten Guthaben für die Vorjahre 
2011 und 2013 (Fr. 4'906.45 sowie Fr. 506.85) zusammen. Wie der Beschwerde-
führer zu Recht vorbringt (Beschwerde S. 7 Ziff. 10) bleibt das Zustandekommen 
dieser Guthaben indes unklar. Unter anderem diese Unklarheit hat das Verwal-
tungsgericht im gerichtlichen Schreiben vom 10. August 2020 (vgl. vorstehend 
Ingress lit. G) angesprochen. 

Ebenso ist auch nicht nachvollziehbar bzw. überprüfbar, ob bzw. in welchen 
(Vor)Jahren und in welchem Umfang die vom Beschwerdeführer vorgebrachten 
"Nachzahlungen Vorjahre" von gesamthaft Fr. 15'513.30 tatsächlich verrechnet 
bzw. gutgeschrieben wurden (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 6.; vgl. hierzu Vi-act. 
691). Auch dies wurde im gerichtlichen Schreiben vom 10. August 2020 ange-
sprochen. Das gleiche gilt hinsichtlich des Hinweises in Belegen, dass der (jewei-
lige) Betrag "mit bestehenden oder künftigen Forderungen" verrechnet werde. 
Ohne Erläuterungen erschliesst sich nicht, um welche bestehenden oder 
künftigen Forderungen es sich handelt und ob bzw. inwieweit sowie wann die 
Beträge zur Forderung gebracht wurden. 

5.3.3 Diese und weitere Unklarheiten haben das Verwaltungsgericht veranlasst, 
bei der Vorinstanz ergänzende Abklärungen zu tätigen. Mit dem Schreiben vom 
10. August 2020 wurden der Vorinstanz verschiedene Fragen unterbreitet (vgl. 

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vorstehend Ingress lit. G), ohne deren Beantwortung es allein gestützt auf das 
Aktendossier nicht möglich ist, die als Schadenersatz geltend gemachte 
Forderung auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Gleichzeitig wurde auf Art. 152 
AHVV hingewiesen, wonach die Ausgleichskassen für jeden mit ihnen 
abrechnenden Beitragspflichtigen ein Beitragskonto zu führen haben, welches 
darüber Auskunft zu geben hat, ob der Beitragspflichtige seiner Abrechnungs- 
und Zahlungspflicht nachgekommen ist und welche Forderungen oder 
Schuldverpflichtungen die Ausgleichskasse ihm gegenüber hat.

Nachdem die Vorinstanz der Aufforderung, 

- die angesprochenen Unklarheiten zu klären, 

- insbesondere dem Verwaltungsgericht die Beitragskonten der F.________ 
AG für den Zeitraum 2010 bis 2014 einzureichen, woraus die von der 
Arbeitgeberin der Ausgleichskasse geschuldeten Beiträge (nicht nur 
Lohnsumme) und die von der Ausgleichskasse der Arbeitgeberin 
ausgerichteten/ gutgeschriebenen Familienzulagen klar und nachvollziehbar 
hervorgehen,

- sich auch zur Frage zu äussern, wie weit sich allfällige verbleibende 
Unklarheiten betreffend die Schadenshöhe damit erklären lassen, dass im 
Sommer 2015 eine ordentliche Revision mangels Kooperation des 
Beschwerdeführers nicht durchgeführt werden konnte (AK-act. 188 f.), 

- allfällige weitere der Nachvollziehbarkeit der Schadenshöhe dienliche 
Angaben zu machen,

nicht nachgekommen ist, ist die Beschwerde androhungsgemäss mangels 
rechtsgenüglich substantiiertem Schaden gutzuheissen. Die Prüfung der übrigen 
Voraussetzungen für eine Schadenersatzpflicht des Beschwerdeführers 
(Kausalzusammenhang; Widerrechtlichkeit; Verschulden; Fehlen von 
Rechtfertigungsgründen) erübrigt sich daher. 

5.4. In Gutheissung der Beschwerde ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 10. Februar 2020 (und die mitangefochtene Schadenersatzverfügung vom 
8.3.2019) aufzuheben.

6.1 Das vorliegende Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 1 Abs. 1 AHVG 
i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG). 

6.2 Der beanwaltete Beschwerdeführer hat dem Verfahrensausgang 
entsprechend zu Lasten der Vorinstanz Anspruch auf Ersatz der Parteikosten 
(Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschädigung wird in Beachtung des kantonalen 

18

Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 
1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungs-
gericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 
die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Ermes-
sens auf Fr. 3’000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt), festgelegt.

19

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 10. Fe-
bruar 2020 (und die mitangefochtene Schadenersatzverfügung vom 
8.3.2019) im Sinne der Erwägungen aufgehoben. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat dem beanwalteten Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung von Fr. 3’000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an
- Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R; unter Beilage der Einga-

ben der Vorinstanz vom 28.8.2020 und 31.8.2020)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 16. September 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. September 2020

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II