# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bd5ab15-326d-5fa8-bf25-a8a01fa57ab8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.08.2023 IV 2022/185
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2022-185_2023-08-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2022/185

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.09.2023

Entscheiddatum: 14.08.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2023
Art. 28 Abs. 1 IVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG; revisionsweise Einstellung der 
Invalidenrente. Dem im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen 
Verfahrens eingeholten Administrativgutachten kommt Beweiswert zu und 
darauf kann abgestellt werden. Mithin ist eine Verbesserung des 
Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin ausgewiesen und besteht aus 
objektiver Sicht spätestens seit der Begutachtung keine 
Gesundheitsbeeinträchtigung mit Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit mehr. 
Die Leistungseinstellung ist rechtmässig erfolgt. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 14. August 2023, IV 2022/185).

Entscheid vom 14. August 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

IV 2022/185

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz, Advokatur 107, 

Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente (Einstellung)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 4. Mai 2004 bei der IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an, nachdem sie 

zusammen mit ihrer Familie (Ehemann und drei Kinder) am ___ 2002 Opfer eines 

schweren Verkehrsunfalls in B.___ geworden war, bei dem ihr jüngster, fünfjähriger 

Sohn verstarb (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 16. August 2007 sprach die IV-Stelle der 

Versicherten mit Wirkung ab 1. Januar 2004 eine ganze Rente bei einem nach der 

gemischten Methode ermittelten Invaliditätsgrad von 93 % (Erwerb 25 %, Haushalt 

75 %) zu (IV-act. 36). Die IV-Stelle stützte sich bei diesem Entscheid unter anderem auf 

die Abklärungen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva), wonach eine 

chronifizierte mittelgradige bis schwere Depression mit somatischem Syndrom und 

entsprechend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege (vgl. dazu die von der IV-Stelle 

beigezogenen Akten der Suva [nachfolgend: Fremd-act.], insbesondere das Gutachten 

des Zentrums für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene vom 19. Mai 2005 [richtig: 

2006; Fremd-act. 65]).

A.a. 

Im Rahmen eines von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens beauftragte 

die Suva Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer 

Verlaufsbegutachtung der Versicherten. Eine erste Untersuchung fand am 

A.b. 

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B.  

12. Dezember 2018 statt. Am 11. Januar 2019 fanden eine Laboruntersuchung und 

eine neuropsychologische Untersuchung durch lic. phil. D.___, Fachpsychologe für 

Neuropsychologie FSP, statt. Eine weitere Besprechung mit Dr. C.___ erfolgte am 

26. April 2019 (Fremd-act. 267-1 unten; siehe zum neuropsychologischen Bericht vom 

30. Januar 2019 Fremd-act. 265). Dr. C.___ gelangte zur Auffassung, es bestehe eine 

sehr ausgeprägte, nicht authentische Beschwerde- und Leistungspräsentation mit in 

weiten Teilen fehlender Plausibilität für die von der Versicherten geklagten 

Beschwerden und Einschränkungen. Psychische Störungen und 

Leistungseinschränkungen seien nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. Das 

Verhalten der Versicherten habe kaum bis keine Hinweise für das Vorliegen der von ihr 

geklagten Leistungseinschränkungen und Beschwerden gezeigt. Gleichzeitig stehe 

eine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorliegende Vortäuschung einer 

kognitiven Störung im Vordergrund (Gutachten vom 3. Dezember 2019, Fremd-

act. 267, insbesondere Fremd-act. 267-39 ff.).

Gestützt auf das Gutachten von Dr. C.___ vom 3. Dezember 2019 (Fremd-act. 267) 

nahm die Suva eine Revision der ihrerseits zugesprochenen Invalidenrente vor und 

stellte diese mit Verfügung vom 15. April 2020 per 30. April 2020 ein (Fremd-act. 270; 

nach Einspracheentscheid vom 2. September 2020 [Fremd-act. 275] bestätigt mit 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. März 2022, UV 

2020/77 [IV-act. 117]).

A.c. 

Mit Vorbescheid vom 24. April 2020 stellte auch die IV-Stelle der Versicherten die 

Einstellung ihrer ganzen Invalidenrente in Aussicht, da gemäss dem von der Suva 

veranlassten Gutachten keine psychischen Störungen mehr diagnostiziert werden 

konnten. Es liege im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenzusprache eine wesentliche 

Besserung der psychischen Beschwerden und somit ein Revisionsgrund vor. Die IV-

Stelle ging sowohl hinsichtlich der Erwerbstätigkeit (Anteil 25 %) als auch der 

Haushaltstätigkeit (Anteil 75 %) von einer vollen Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit der 

Versicherten aus (IV-act. 85).

A.d. 

Dagegen erhob die Versicherte am 10. Juli 2020 Einwände, namentlich gegen den 

Beweiswert des Gutachtens von Dr. C.___ (insbesondere hinsichtlich Übersetzungs-/ 

B.a. 

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Sprachproblemen und dem Verhalten des Gutachters). Zudem machte sie unter 

Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung sowie die 17-jährige 

Rentenbezugsdauer und ihr Alter (knapp 51 Jahre im Zeitpunkt des Vorbescheids) 

geltend, die IV-Stelle müsse vor einer Renteneinstellung 

Wiedereingliederungsmassnahmen anordnen (IV-act. 95).

Am 12. August 2021 nahm der RAD zu den medizinischen Berichten von lic. phil. 

D.___ und Dr. C.___ Stellung, wobei er zu dem Schluss kam, diese würden die 

versicherungsmedizinischen Anforderungen erfüllen und es könne daher die 

administrative Entscheidung darauf abgestützt werden. Demnach sei mit an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass spätestens ab dem Zeitpunkt 

des Gutachtens von Dr. C.___ die Arbeitsfähigkeit nicht mehr eingeschränkt gewesen 

sei (IV-act. 98).

B.b. 

Mit Schreiben vom 17. August 2021 informierte die IV-Stelle die Versicherte, dass 

– aufgrund der geplanten Aufhebung der Rente – Eingliederungsmassnahmen 

durchgeführt würden (IV-act. 100). Nachdem die Versicherte anlässlich des 

Assessmentgesprächs vom 23. September 2021 gegenüber der IV-Stelle angegeben 

hatte, sich aktuell nicht in der Lage zu fühlen, an einer Massnahme teilzunehmen (IV-

act. 110-2), wurde vereinbart, dass eine regelmässige Psychotherapie/psychiatrische 

Behandlung aufgegleist werde und ein erweitertes Assessment mit dem Psychiater 

erfolge (IV-act. 110-3). Am Standortgespräch vom 25. April 2022 gab die Versicherte 

an, seit Januar 2022 in regelmässiger psychiatrischer Behandlung zu stehen. Hingegen 

gab sie weiterhin an, sich subjektiv nicht in der Lage zu fühlen, an einem 

Bewerbungsprozess/Jobcoaching teilzunehmen (IV-act. 110-3). Entsprechend 

informierte die IV-Stelle die Versicherte mit Schreiben vom 20. Juli 2022, dass kein 

Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (IV-act. 112). Die anwaltlich vertretene 

Versicherte forderte in diesem Zusammenhang keine anfechtbare Verfügung an.

B.c. 

Am 11. April 2022 hatte die Versicherte der IV-Stelle eine Bestätigung von Dr. 

med. univ. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. März 2021 

(richtig: 2022) eingereicht, wonach sich die Versicherte und ihr Ehemann seit dem 

18. Januar 2022 bei diesem in Behandlung befanden. Dr. E.___ hatte nach 

ausführlicher Exploration hinsichtlich der Versicherten die Diagnosen einer 

B.d. 

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posttraumatischen Belastungsstörung sowie eines chronischen Schmerzsyndroms mit 

somatischen und psychischen Faktoren gestellt (IV-act. 109).

In seinem handschriftlichen Verlaufsbericht vom 18. August 2022 hielt Dr. med. 

F.___, Facharzt für Allgemeinmedizin (D), (soweit lesbar) im Wesentlichen fest, der 

Gesundheitszustand der Versicherten sei stationär. Als Diagnosen führte er eine 

depressive Episode, Diabetes Mellitus, Hypertonie sowie ein LWS- und BWS-Syndrom 

an. Die Versicherte und ihr Mann seien in G.___ bei einem Psychiater aus H.___ in 

Behandlung. Im Gesamten habe sich seit seinem letzten Bericht an die IV-Stelle nichts 

verändert. Körperlich sei die Versicherte stabil, es zeige sich jedoch verstärkt ein 

psycho-emotionales Defizit. Sie arbeite schon mehrere Jahre nicht mehr. Eine leichte 

Arbeit wäre ihr zumutbar, aber wer nehme sie und wo sei der Wille? Weitere Fragen 

solle der Psychiater in G.___ beantworten (IV-act. 119).

B.e. 

Dr. E.___ hielt in seinem handschriftlichen Verlaufsbericht vom 9. Oktober 2022 als 

Diagnosen eine chronische posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), eine schwere 

depressive Episode sowie eine asthenische Persönlichkeitsstörung fest. Er führte 

folgende Befunde auf: Die Beschwerdeführerin sei depressiv herabgestimmt, nicht 

schwingungsfähig, antriebs- und freudlos, sozial stark zurückgezogen (eine Freundin, 

deren Sohn gleichaltrig mit ihrem verstorbenen Sohn). Sie habe Flashbacks, 

Intrusionen und passive Todeswünsche. Im Übrigen hielt er fest, die 

Beschwerdeführerin übe aktuell fast keine Tätigkeiten aus. Sie sei nicht einmal 

selbständig im Hinblick auf die persönliche Hygiene. Es bestehe eine chronifizierte, 

unfallbedingte Schmerzsymptomatik mit im Verlauf durch inadäquate/insuffiziente 

Behandlung Verstärkung durch Depression und Passivität. Die Prognose zur 

Arbeitsfähigkeit bzw. zur Eingliederung sei sehr schlecht. Der Versicherten könne 

weder ihre bisherige Tätigkeit noch eine angepasste Tätigkeit zugemutet werden. Einer 

Eingliederung im Wege stehen würden die Traumatisierung, der depressive Zustand 

und das ganz niedrige Bildungsniveau der Versicherten sowie die kulturelle 

Interpretation ihres "Schicksals" als Gotteswille, den gesunden Sohn zu verlieren und 

den taubstummen, ältesten Sohn zu haben (IV-act. 124 bis 128).

B.f. 

Am 24. Oktober 2022 nahm der RAD nochmals zum Fall der Versicherten Stellung. 

Hinsichtlich dem Verlaufsbericht von Dr. E.___ hielt er fest, unter Berücksichtigung des 

B.g. 

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C.  

Gutachtens von Dr. C.___ seien die Ausführungen des aus H.___ stammenden 

Psychiaters Dr. E.___ überhaupt nicht hinreichend plausibel nachvollziehbar. Insgesamt 

würden nach heutiger Aktenlage keine konkreten Anhaltspunkte für das Vorliegen von 

unfallfremden Krankheitsfaktoren mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen. Auf 

das psychiatrische Gutachten von Dr. C.___ könne vollumfänglich abgestellt werden. 

Dies sei nun auch von Gerichts wegen eindeutig bestätigt worden. Derzeit würden sich 

keine ergänzenden medizinischen Abklärungen aufdrängen (IV-act. 129).

Mit Verfügung vom 25. Oktober 2022 stellte die IV-Stelle die Rente der 

Versicherten auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein und 

entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (IV-act. 130).

B.h. 

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), 

weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz, am 25. November 2022 

Beschwerde. Sie beantragte, die Verfügung vom 25. Oktober 2022 sei aufzuheben; der 

Entzug der aufschiebenden Wirkung sei aufzuheben und die aufschiebende Wirkung zu 

gewähren; es sei der Beschwerdeführerin weiterhin eine ganze IV-Rente zuzusprechen; 

eventualiter sei zur Feststellung des Sachverhalts ein polydisziplinäres Gutachten in 

Auftrag zu geben; unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 

Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.a. 

Die Beschwerdeführerin wurde vom Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

mit Schreiben vom 1. Dezember 2022 aufgefordert, einen Kostenvorschuss in Höhe 

von Fr. 600.  zu leisten (act. G 2). Dieser ging am 2. Dezember 2022 beim Gericht ein.

C.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Januar 2023 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. In prozessualer Hinsicht beantragte sie überdies, auch 

der Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen (act. G 

4).

C.c. 

Mit Zwischenentscheid vom 24. Januar 2023 wies das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab 

(act. G 5).

C.d. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 

25. Oktober 2022, mit welcher sie die ganze Invalidenrente der Beschwerdeführerin per 

30. November 2022 einstellte.

2.  

Die Beschwerdeführerin reichte innert der dreimalig erstreckten Frist keine Replik 

ein, weshalb das Gericht den Schriftenwechsel mit Schreiben vom 22. Juni 2023 für 

abgeschlossen erklärte (act. G 13).

C.e. 

Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) hat Anspruch auf eine Invalidenrente, wer seine Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, während 

eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 

arbeitsunfähig gewesen ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 

ist.

2.1. 

Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit 

verstanden. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die 

Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2. 

Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG wird, wenn sich der Invaliditätsgrad einer 

Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert, die Rente von Amtes 

wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 

aufgehoben. Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG 

gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, 

2.3. 

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den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zeitlicher 

Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des 

Invaliditätsgrads ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen 

Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 134 V 132 f. E. 3 mit Hinweisen). Nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der Rentenanspruch in rechtlicher und 

tatsächlicher Hinsicht umfassend, d. h. allseitig, zu prüfen, sobald ein einzelner 

Revisionsgrund vorliegt, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 

141 V 10 f. E. 2.3 m. w. H.).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin die Parteien in der 

Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

327 E. 1).

2.4. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind sodann grundsätzlich sämtliche 

psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 

zu unterziehen (vgl. BGE 143 V 429 E. 7.2 und 145 V 215; je mit Hinweisen). Dabei ist 

das Vorliegen einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit anhand von 

systematisierten Indikatoren zu beurteilen, die – unter Berücksichtigung von 

2.5. 

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3.

Vorderhand ist zu prüfen, ob zur Beurteilung des IV-rechtlichen Rentenanspruchs der 

Beschwerdeführerin auf das Gutachten von Dr. C.___ vom 3. Dezember 2019 (Fremd-

act. 267) abgestellt werden kann.

leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von 

Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich 

erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (vgl. BGE 141 V 281 und 143 V 418 und 

Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 2018, 9C_680/2017, E. 5.1, je mit Hinweisen). 

Bei diesen Indikatoren handelt es sich aber nicht um eine abhakbare Checkliste. 

Vielmehr ist die Handhabung des Katalogs den Umständen des Einzelfalls anzupassen 

(vgl. BGE 141 V 297 E. 4.1.1 mit Hinweisen).

Wie das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen bereits im Entscheid vom 31. 

März 2022 (UV 2020/77, E. 2.4) zutreffend und nachvollziehbar ausgeführt hat, fällt bei 

der Würdigung des Gutachtens von Dr. C.___ zunächst ins Gewicht, dass darin 

sämtliche von der Beschwerdeführerin geklagten psychischen und psychosomatischen 

Leiden berücksichtigt und den Vorakten umfassend Rechnung getragen wurde. Es 

beruht auf ausführlichen eigenen psychiatrischen Untersuchungen sowie den 

neuropsychologischen Untersuchungen von lic. phil D.___ samt überzeugender 

Ressourcen- und Konsistenzprüfung hinsichtlich beider Untersuchungen. Die 

gezogenen Schlüsse von Dr. C.___ leuchten ein. Auch ist nachvollziehbar, dass die im 

Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung präsentierten Defizite bei der 

Beurteilung der Leistungs-/Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Ergebnis 

unberücksichtigt blieben (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts vom 

13. September 2022, 8C_404/2022, E. 4.1). Das Gutachten von Dr. C.___ erfüllt nach 

Gesagtem die allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen (vgl. dazu vorstehende E. 

2.5, insbesondere den Verweis auf BGE 125 V 352).

3.1. 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Gutachten vom 3. Dezember 2019 sei 

auf die Erfüllung der vom Bundesgericht definierten Standardindikatoren (vgl. dazu 

BGE 141 V 281) zu prüfen (act. G 1-4 Ziff. 6). Wie bereits im Entscheid UV 2020/77 

festgehalten wurde, beruht das Gutachten von Dr. C.___ auf einer überzeugenden 

Ressourcen- und Konsistenzprüfung. So führte Dr. C.___ im Rahmen seiner 

medizinischen und versicherungsmedizinischen Beurteilung einleitend nachvollziehbar 

aus, dass aufgrund von deutlichen Hinweisen auf Inkonsistenzen und die fragliche 

Plausibilität der geklagten Beschwerden und präsentierten Einschränkungen vor der 

Beurteilung von Diagnosen, Persönlichkeit und funktionellem Schweregrad die 

3.2. 

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Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität erfolge, da nur auf der Grundlage von 

konsistenten, plausiblen Befunden und funktionellen Einschränkungen eine 

diagnostische Beurteilung zuverlässig vorgenommen werden könne (Fremd-act. 

267-31 f.). Dabei gelangte er sowohl aufgrund des Vergleichs der Angaben und des 

Verhaltens der Beschwerdeführerin im "Längsschnitt" (d. h. im zeitlichen Verlauf seit 

dem Unfallereignis) als auch im "Querschnitt" (d. h. im Rahmen seiner eigenen 

Untersuchungen) zu dem Schluss, es bestehe eine sehr ausgeprägte, nicht 

authentische Beschwerde- und Leistungspräsentation mit in weiten Teilen fehlender 

Plausibilität für die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und 

Einschränkungen. Psychische Störungen und/oder Leistungseinschränkungen seien 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Insofern könne auch weder 

eine Prognose noch eine Empfehlung für therapeutische und berufliche Massnahmen 

erfolgen (Fremd-act. 267, insbesondere Fremd-act. 267-39). Den dieser Einschätzung 

vorausgehenden, detaillierten und nachvollziehbaren Ausführungen von Dr. C.___ 

hinsichtlich der (fehlenden) Konsistenz und Plausibilität der geklagten Beschwerden 

und Leistungseinschränkungen der Beschwerdeführerin kann ohne Weiteres gefolgt 

werden, zumal er dabei nicht bloss seine eigenen Untersuchungsergebnisse, sondern 

auch die Vorakten bzw. früher erhobenen Befunde umfassend berücksichtigt. Folglich 

erübrigten sich weitere Ausführungen zu anderen Kriterien seitens Dr. C.___, vielmehr 

konnte im vorliegenden Fall – bei überzeugender fachärztlicher Verneinung einer 

psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung bzw. einer Einschränkung der Arbeits-/

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin – auf die (weitere) Indikatorenprüfung 

verzichtet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2019, 9C_292/2018, 

E. 6.2.1 m. w. H.).

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin liegt auch keine Verletzung der 

Begründungspflicht seitens der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Prüfung des 

Vorliegens der Standardindikatoren vor. Zweck der in Art. 49 Abs. 3 ATSG normierten 

Begründungspflicht von sozialversicherungsrechtlichen Verfügungen ist es, den 

Betroffenen eine sachgerechte Anfechtung zu ermöglichen. Aus diesem Grund hat die 

verfügende Behörde wenigstens kurz die Überlegungen zu nennen, von denen sie sich 

leiten liess (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 4. Aufl., 2020, N 66 zu Art. 49 m. w. H.). Die 

angefochtene Verfügung vom 25. Oktober 2022 (IV-act. 130) sowie der dieser 

zugrundeliegende Vorbescheid vom 24. April 2020 (IV-act. 85) erfüllen diese 

Voraussetzungen. Insbesondere geht daraus klar und unmissverständlich hervor, dass 

die Beschwerdegegnerin – gestützt auf das von der Suva eingeholte Gutachten von Dr. 

C.___ vom 3. Dezember 2019 – vom Fehlen einer psychischen Störung ausgeht, 

weshalb sie die Invalidenrente der Beschwerdeführerin einstellt. Aus dieser 

3.3. 

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Begründung geht zumindest implizit hervor, dass die Beschwerdegegnerin davon 

ausging, das Gutachten von Dr. C.___ erfülle die beweisrechtlichen Anforderungen und 

sei mithin beweistauglich (andernfalls sie ihren Entscheid nicht auf dieses hätte stützen 

dürfen). Angesichts des Umstands, dass die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin 

im Vorbescheidverfahren hinsichtlich der Standardindikatoren auch keine Einwände 

äusserte (vgl. zu ihren Einwänden IV-act. 95) und die Verwertbarkeit des Gutachtens in 

dieser Hinsicht auch zuvor nie bestritten wurde, bestand für die Beschwerdegegnerin 

kein Anlass und erst Recht keine Verpflichtung, sich dazu in ihrer Verfügung näher zu 

äussern, weshalb auch nicht von einer Verletzung der Begründungspflicht 

ausgegangen werden kann.

Der Umstand, dass das fragliche Gutachten von der Suva und mithin in einem 

Verfahren betreffend Versicherungsleistungen der Unfallversicherung eingeholt wurde, 

schmälert seinen Beweiswert nicht, zumal in beiden Sozialversicherungszweigen 

grundsätzlich dieselben Anforderungen an solche Administrativgutachten zu stellen 

sind. Unfallfremde (zusätzliche) Beschwerden bzw. Gesundheitsschäden mit 

Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit, die nur im IV-rechtlichen Verfahren zu 

berücksichtigen (gewesen) wären, stehen im vorliegenden Fall denn auch nicht im 

Raum (was auch der RAD in seiner Stellungnahme vom 24. Oktober 2022 bestätigt hat 

[IV-act. 129-3]), insbesondere wurden solche von der Beschwerdeführerin auch nicht 

geltend gemacht. Auch der Umstand, dass das fragliche Gutachten im Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses fast drei Jahre alt war, ändert an dessen Beweiswert nichts, zumal 

für ein Gutachten kein "Verfallsdatum" existiert (Urteil des Bundesgerichts vom 

9. Februar 2022, 8C_663/2021, E. 5.6.6 m. w. H.), die zeitliche Verzögerung nach 

Kenntnis des Gutachtens bis zum Verfügungserlass durch die Beschwerdegegnerin im 

Wesentlichen auf die (notwendigerweise erfolgte) Durchführung bzw. Prüfung 

beruflicher Massnahmen zurückzuführen ist und keine Hinweise auf eine relevante 

Veränderung (namentlich eine Verschlechterung) des Gesundheitszustands der 

Beschwerdeführerin bzw. der Befundlage vorliegen (vgl. dazu nachfolgende E. 3.6).

3.4. 

Betreffend den Inhalt des Gutachtens trägt die Beschwerdeführerin – im 

Gegensatz zum vorinstanzlichen Verfahren (vgl. IV-act. 95) sowie dem Verfahren 

betreffend die Leistungen der Unfallversicherung – im vorliegenden Verfahren zu Recht 

keine Rügen gegen die festgehaltenen gutachterlichen Untersuchungsbefunde bzw. die 

im Gutachten dokumentierten Aussagen der Beschwerdeführerin sowie das Verhalten 

des Gutachters mehr vor, namentlich macht sie keine Übersetzungsprobleme oder eine 

Voreingenommenheit des Gutachters mehr geltend. Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen hat sich im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen 

3.5. 

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Beschwerdeverfahrens denn auch einlässlich mit den diesbezüglichen Einwänden der 

Beschwerdeführerin auseinandergesetzt (vgl. den unangefochten gebliebenen 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. März 2022, UV 

2020/77, insbesondere E. 2.2 und 2.3). Auf diese zutreffenden Ausführungen kann 

vollumfänglich verwiesen werden. Mithin liegen in dieser Hinsicht keine Hinweise auf 

eine fehlende Zuverlässigkeit oder Schlüssigkeit des Gutachtens vor.

Auch die nach dem Gutachten datierenden medizinischen Unterlagen vermögen 

weder Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung zu erwecken noch eine 

zwischenzeitliche Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin 

(zwischen der erfolgten Begutachtung im Jahr 2019 und dem Verfügungserlass am 25. 

Oktober 2022) nachzuweisen.

3.6. 

Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. F.___, hielt in seinem Verlaufsbericht 

vom 18. August 2022 (IV-act. 119) als Diagnosen eine depressive Episode, Diabetes 

Mellitus, eine Hypertonie sowie ein LWS- und BWS-Syndrom fest. Er führte jedoch 

nicht aus, inwiefern die körperlichen Beschwerden Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin haben sollen, zumal sowohl Diabetes als auch eine Hypertonie im 

Regelfall ohne Weiteres medikamentös therapiert werden können. Die 

Beschwerdeführerin macht denn auch selbst nicht geltend, dass sie an physischen 

Krankheiten mit Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit leide, zumal auch der RAD 

unfallfremde Krankheitsfaktoren (im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen 

Verfahrens wurden lediglich psychische Beschwerden diskutiert) mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit verneinte (IV-act. 129-3). Hinsichtlich der Depression begründete 

Dr. F.___ sodann nicht, inwiefern seine eigenen Untersuchungen/Befunde von 

denjenigen des Gutachters bzw. lic. phil. D.___ abweichen sollen oder die 

Einschätzung der Fachärzte nicht korrekt sei. Vielmehr hielt Dr. F.___ im Verlaufsbericht 

selber fest, dass sich im Gesamten seit seinem letzten Bericht an die 

Beschwerdegegnerin nichts verändert habe (IV-act. 119-2). Demnach handelt es sich 

beim Verlaufsbericht von Dr. F.___ vom 18. August 2022 lediglich um eine 

abweichende Einschätzung des im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts, 

wobei die pauschale allgemeinärztliche Einschätzung seitens Dr. F.___ hinsichtlich des 

psychischen Gesundheitszustands nicht geeignet ist, Zweifel an den überzeugenden 

fachärztlichen Einschätzungen des Gutachters Dr. C.___ zu erwecken.

3.6.1. 

Der (seit 18. Januar 2022) behandelnde Psychiater, Dr. E.___, hielt in seiner 

Bestätigung vom 15. März 2022 eine PTBS sowie ein chronisches Schmerzsyndrom 

mit somatischen und psychischen Faktoren fest (IV-act. 109-2). Im Verlaufsbericht vom 

3.6.2. 

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9. Oktober 2022 (IV-act. 124 ff. [Seiten einzeln gescannt]) führte Dr. E.___ als 

Diagnosen eine chronische PTBS, eine schwere depressive Episode sowie eine 

asthenische Persönlichkeitsstörung auf (IV-act. 126). Wie sich die abweichenden bzw. 

neuen Diagnosen erklären lassen, begründet Dr. E.___ jedoch nicht. Im Bericht vom 

15. März 2022 hatte er sich ohnehin nicht zu den von ihm erhobenen Befunden, welche 

zu den entsprechenden Diagnosen geführt hatten, geäussert (IV-act. 109-2). Die von 

Dr. E.___ im Bericht vom 9. Oktober 2022 erwähnten Befunde bzw. Feststellungen (die 

Beschwerdeführerin sei depressiv herabgestimmt, nicht schwingungsfähig, antriebs- 

und freudlos, sozial stark zurückgezogen, habe Flashbacks, Intrusionen und passive 

Todeswünsche, übe aktuell fast keine Tätigkeiten aus [vgl. IV-act. 124 bis 126 sowie 

vorstehend Sachverhalt B.f]) lassen sich allenfalls der von Dr. E.___ diagnostizierten 

PTBS sowie der Depression zuordnen. Hingegen sind keine Befunde ersichtlich, 

welche auf die von Dr. E.___ erwähnte Persönlichkeitsstörung schliessen lassen 

würden. Mithin sind die Berichte von Dr. E.___ hinsichtlich der gestellten Diagnosen 

nicht konsistent und auch nicht nachvollziehbar. Hinsichtlich der erwähnten Befunde ist 

anzufügen, dass die Plausibilität der Angaben der Beschwerdeführerin in dieser 

Hinsicht im Gutachten vom 3. Dezember 2019 (Fremd-act. 267) in Frage gestellt bzw. 

verneint wurde. Dr. E.___ führt nicht aus, inwiefern die von ihm erhobenen Befunde 

nunmehr auf plausible Angaben der Beschwerdeführerin zurückzuführen sein sollen. 

Entsprechend ist vielmehr davon auszugehen, dass seine Einschätzungen auf den 

subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin basieren, wobei er die Plausibilität 

derselben aufgrund seiner auftragsrechtlichen Vertrauensstellung wohl nicht in Frage 

gestellt haben dürfte. Seine Ausführungen vermögen mithin weder Zweifel am 

Gutachten von Dr. C.___ vom 3. Dezember 2019 zu erwecken (vgl. zum Beweiswert 

von Berichten behandelnder Ärzte bzw. dem Umstand, dass sie in Zweifelsfällen eher 

zugunsten ihrer Patienten aussagen, anstelle vieler das Urteil des Bundesgerichts vom 

13. März 2019, 8C_420/2018, E. 6.5) noch ergeben sich daraus Hinweise auf eine 

Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands seit der Begutachtung, 

welche weitere Abklärungen erforderlich gemacht hätten.

Abschliessend bleibt anzufügen, dass auch der RAD in seiner Stellungnahme 

vom 24. Oktober 2022 festgehalten hat, die Ausführungen von Dr. E.___ im Bericht 

9. Oktober 2022 seien unter Berücksichtigung des Gutachtens von Dr. C.___ überhaupt 

nicht hinreichend plausibel nachvollziehbar (IV-act. 129-2). Entgegen dem Dafürhalten 

der Beschwerdeführerin (act. G 1 8 f. Ziff. 3) ist diese Einschätzung des RAD 

beweiskräftig. Es liegen nämlich keine Hinweise darauf vor, dass der RAD-Arzt 

gegenüber Dr. E.___ voreingenommen wäre bzw. seine Anmerkung, wonach Dr. E.___ 

3.6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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aus H.___ stamme, despektierlich gemeint war. Vielmehr ist – mit Blick auf die von der 

Beschwerdeführerin zuvor geltend gemachten Sprach- bzw. Übersetzungsproblematik 

im Zusammenhang mit der erfolgten Begutachtung (vgl. insbesondere IV-act. 95) – 

davon auszugehen, dass dieser Hinweis erfolgt ist, um aufzuzeigen, dass es sich um 

einen von der Beschwerdeführerin wohl aus sprachlichen Gründen gewählten 

Psychiater handelt, welcher sich mithin auch problemlos mit ihr verständigen können 

dürfte. So hat nämlich auch Dr. F.___ in seinem Verlaufsbericht vom 17. August 2022 

erwähnt, dass die Beschwerdeführerin bei einem Psychiater "aus H.___" in Behandlung 

sei (IV-act. 119-2), wobei bei ihm (würde man der Argumentation der 

Beschwerdeführerin folgen) keinerlei Gründe ersichtlich sind, weshalb er das Ansehen 

von Dr. E.___ würde herabsetzen wollen. Ebenfalls ist letztlich nicht entscheidrelevant, 

dass der entsprechende RAD-Arzt Facharzt für Chirurgie ist. Er nimmt nämlich keine 

eigene Würdigung des medizinischen Sachverhalts vor, sondern würdigt lediglich die 

Plausibilität der Beurteilung von Dr. E.___. Damit nimmt er gegenüber der 

Beschwerdegegnerin lediglich eine beratende Funktion hinsichtlich der Würdigung der 

medizinischen Unterlagen wahr. Daher kann an seine fachliche Qualifikation nicht der 

gleich strenge Massstab angesetzt werden, wie bei einem Gutachten oder 

Untersuchungsbericht (vgl. zur Zulässigkeit einer solchen beratenden Funktion ohne 

entsprechenden Facharzttitel die Urteile des Bundesgerichts vom 8. September 2021, 

9C_582/2020, E. 3.3, vom 20. November 2007 I 142/07, E. 3.2.3 e contrario, und vom 

6. September 2017, 8C_406/2017, E. 4.1).

Ein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf besteht bei fehlenden Anzeichen 

bzw. fehlendem Glaubhaftmachen einer zwischenzeitlichen Verschlechterung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin ebenfalls nicht.

3.6.4. 

Aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin im Verfahren betreffend den 

Ehemann der Beschwerdeführerin offenbar aufgrund des Arztberichts von Dr. E.___ 

vom 15. März 2022 (act. G 1.13) und trotz Vorliegens eines Gutachtens von Dr. C.___ 

ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gegeben hat (act. G 1-9), vermag sie für 

ihren eigenen Fall ebenfalls nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, zumal die konkreten 

Umstände seines Falls unklar sind. Jedenfalls kann daraus klarerweise nicht auf eine 

generelle Unzuverlässigkeit der Einschätzungen von Dr. C.___ geschlossen werden.

3.7. 

Zusammengefasst kann vollumfänglich auf das Gutachten von Dr. C.___ vom 

3. Dezember 2019 (Fremd-act. 267) abgestellt werden und ist entsprechend mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprache am 16. August 

2007 (IV-act. 36) verbesserte und aus objektiver Sicht spätestens seit der 

3.8. 

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4.

Nachdem aus den Akten keine Hinweise darauf hervorgehen, dass die 

Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ein Erwerbseinkommen erzielen würde, 

welches über dem LSE-Medianlohn für Hilfsarbeiterinnen (Kompetenzniveau 1) liegt, 

kann die konkrete Bemessung der Vergleichseinkommen offenbleiben und ein 

Prozentvergleich vorgenommen werden. Bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit resultiert 

keine Invalidität. Ein Tabellenlohnabzug wurde nicht geltend gemacht und vorliegend 

sind auch keine Umstände ersichtlich, welche einen solchen rechtfertigen würden. Im 

Übrigen würde selbst bei Anwendung des maximalen Abzugs von 25 % kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 % erreicht. Folgerichtig ist kein 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin mehr ausgewiesen.

5.

Nachdem die Beschwerdegegnerin die gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

(vgl. BGE 145 V 211, E. 5.1) nach einem über 15-jährigen Rentenbezug zu 

gewährenden Wiedereingliederungsmassnahmen durchgeführt hat, diese jedoch 

gescheitert sind (vgl. vorstehend Sachverhalt B.c), ist die mit der angefochtenen 

Verfügung vom 25. Oktober 2022 erfolgte Einstellung der Rente per 30. November 

2022 im Ergebnis nicht zu beanstanden.

6.  

Begutachtung durch Dr. C.___ keine Gesundheitsbeeinträchtigung mit Einfluss auf die 

Erwerbsfähigkeit mehr besteht. Damit liegt ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 

ATSG vor und ist im Weiteren der Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher 

Hinsicht allseitig und ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen (BGE 141 V 11 

E. 2.3).

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die 

Beschwerdeführerin ist mit ihren Anträgen vollumfänglich unterlegen, weshalb sie die 

Gerichtskosten zu tragen hat. Diese sind mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss 

von Fr. 600.-  zu verrechnen und sind damit bezahlt.

6.2. 

bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.  zu bezahlen. Diese 

werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet und 

sind bezahlt.

3.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die unterliegende Beschwerdeführerin 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Beschwerdegegnerin hat – 

unabhängig vom Verfahrensausgang – keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(vgl. dazu Art. 61 lit. g ATSG).

6.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2023
	Art. 28 Abs. 1 IVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG; revisionsweise Einstellung der Invalidenrente. Dem im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens eingeholten Administrativgutachten kommt Beweiswert zu und darauf kann abgestellt werden. Mithin ist eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin ausgewiesen und besteht aus objektiver Sicht spätestens seit der Begutachtung keine Gesundheitsbeeinträchtigung mit Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit mehr. Die Leistungseinstellung ist rechtmässig erfolgt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2023, IV 2022/185).

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