# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09c4ba18-a613-5c85-aee9-a8ca0255e4a9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.06.2019 F-2757/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2757-2019_2019-06-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2757/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  J u n i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Einzelrichter Andreas Trommer, 

mit Zustimmung von Richter Yanick Felley;   

Gerichtsschreiberin Jacqueline Moore. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Georgien,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 24. Mai 2019 / […]. 

 

 

 

F-2757/2019 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 3. Mai 2019 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte (Akten der Vorinstanz [SEM-act.] 1), 

dass das SEM dem Beschwerdeführer im Rahmen des persönlichen Ge-

sprächs am 14. Mai 2019 im Beisein der Rechtsvertretung rechtliches Ge-

hör zur allfälligen Zuständigkeit Deutschlands für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum beabsichtigten Nichteintretens-

entscheid, zur Wegweisung nach Deutschland sowie zu seinem Gesund-

heitszustand gewährte (SEM-act. 11), 

dass das SEM mit Verfügung vom 24. Mai 2019 – eröffnet am 27. Mai 2019 

– in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Deutschland 

anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens 

am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig auf die einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid von Gesetzes wegen fehlende aufschiebende Wirkung hinwies, und 

es die Aushändigung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeich-

nis an den Beschwerdeführer verfügte sowie den Kanton Bern mit dem 

Vollzug der Wegweisung beauftragte (SEM-act. 23), 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. Juni 2019 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben und auf sein 

Asylgesuch einzutreten, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege, um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses so-

wie um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ersuchte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Überstellung am 

5. Juni 2019 gestützt auf Art. 56 VwVG per sofort einstweilen aussetzte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 5. Juni 

2019 in elektronischer Form zugänglich gemacht wurden (Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

  

F-2757/2019 

Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AslyG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts grund-

sätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 

Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 

E. 2.2, je m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

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Seite 4 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(nachfolgend: Dublin-III-VO), zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-

ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende 

erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) 

demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach 

Kapitel III stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und E. 8.2.1 

m.w.H.), 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der während der Prüfung seines Antrags in einem an-

deren Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet 

eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe 

der Artikel 23, 24, 25 und 29 wiederaufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO), 

dass der Beschwerdeführer – aus einem von der Vorinstanz veranlassten 

Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank zu schlies-

sen – am 4. Januar 2018 bzw. am 18. Januar 2018 in Deutschland ein 

Asylgesuch eingereicht hatte (SEM-act. 4), 

dass der Beschwerdeführer diesen Sachverhalt anlässlich der Befragung 

vom 14. Mai 2019 bestätigte, 

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dass das SEM die deutschen Behörden am 15. Mai 2019 um Wiederauf-

nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-

VO ersuchte (SEM-act. 13), 

dass die deutschen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 23. Mai 

2019 zustimmten (SEM-act. 18), 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Deutschlands somit gegeben ist, 

dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in Deutschland wiesen systemische 

Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 4. Juni 2019 ausführt, 

er habe Probleme mit dem georgischen Präsidenten gehabt und sei von 

dessen Gefolgsleuten zunächst im Heimatland verfolgt und dann später 

auch in Deutschland gesucht und mehrfach bedroht worden,  

dass deshalb die Wegweisung nach Deutschland nicht vollzogen werden 

könne, 

dass auch sein Gesundheitszustand – seit einer kriegerischen Auseinan-

dersetzung habe er (Ausführungen zum Gesundheitszustand) – eine Weg-

weisung nicht zulasse, seine Reisefähigkeit stark eingeschränkt sei und er 

die zwangsweise Rückschaffung nach Deutschland körperlich nicht "über-

stehen" würde, 

dass er damit implizit die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO res-

pektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert,  

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dass Deutschland Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die deutschen Behörden hätten seine bisherigen Asylgesuche 

nicht den zu beachtenden Normen gemäss geprüft oder würden sich wei-

gern ihn wieder aufzunehmen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Deutschland werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden, 

dass die Überstellung nach Deutschland auch nicht zu einer völkerrechtli-

chen Kettenabschiebung führt, welche gegen das Non-Refoulement-Prin-

zip verstossen würde, wie es in Art. 33 FK verankert ist (und sich ausser-

dem aus Art. 4 der EU-Grundrechtecharta, Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK 

ableiten lässt),  

dass Deutschland über gut funktionierende Polizei- und Justizorgane ver-

fügt, deren Hilfe der Beschwerdeführer im Fall einer tatsächlichen Bedro-

hung durch Dritte in Anspruch nehmen könnte, 

dass der Beschwerdeführer – seinen Gesundheitszustand betreffend – im 

vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht hatte, er sei Kriegsinvalide 

(gemäss Feststellung der behandelnden Ärztin im Bundesasylzentrum 

X._______…), und er daneben noch andere Probleme medizinischer Art 

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vorbrachte (im Zusammenhang mit dem Gehör, der Leber und der Lungen) 

(SEM-act. 10), 

dass er im Bundesasylzentrum X._______ am 7., 8. und 10. Mai 2019 im 

Zusammenhang mit seiner (…) ärztlich untersucht und behandelt wurde 

(SEM-act. 16), 

dass der Beschwerdeführer gemäss einem ärztlichen Kurzbericht vom 

22. Mai 2019 an einer (…) litt, welche medikamentös behandelt wurde 

(SEM-act. 22),  

dass sonstige gesundheitliche Beeinträchtigungen demgegenüber offen-

bar kein Thema waren und auch in der Beschwerde nicht mehr explizit auf-

gegriffen werden,  

dass das SEM zu Recht darauf hinwies, Deutschland verfüge über eine 

ausreichende medizinische Infrastruktur, und somit die medizinische Ver-

sorgung, welche zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforder-

liche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen 

umfasse, gewährleistet sei (Art. 19 Abs. 1 und 2 Aufnahmerichtlinie), 

dass für das weitere Dublin-Verfahren einzig die Reisefähigkeit ausschlag-

gebend sei, welche erst kurz vor der Überstellung beurteilt werde,  

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochte-

nen Verfügungen beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der 

Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Beschwerde-

führers entsprechend Rechnung zu tragen und die deutschen Behörden 

vorgängig in geeigneter Weise über seinen Gesundheitszustand und die 

notwendige medizinische Behandlung zu informieren haben (Art. 31 f. Dub-

lin-III-VO),  

dass sich das SEM – aus den angefochtenen Verfügungen zu schliessen 

– dieser Verpflichtung durchaus bewusst ist,  

dass es angesichts der vorstehenden Erwägungen keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

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dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Deutschland angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass der am 5. Juni 2019 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vorliegen-

den Urteil dahinfällt, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass damit der Antrag auf Befreiung von der Kostenvorschusspflicht ge-

genstandslos geworden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Andreas Trommer Jacqueline Moore 

 

 

Versand: