# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6286bf19-6586-5bdb-80e0-656d3c593043
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-22
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 22.12.2022 SK 2022 454
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2022-454_2022-12-22.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 22 454

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 22. Dezember 2022 

Besetzung Oberrichterin Bratschi (Präsidentin), Oberrichterin Friederich Hörr, 
Oberrichter Zuber
Gerichtsschreiberin Bucher

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

alias: 
BM.________
BN.________
BO.________
BP.________
AZ.________
BQ.________
BR.________
BS.________
BT.________
BU.________
BV.________
BW.________
BX.________
BY.________
BZ.________
CA.________
CB.________
CC.________
CD.________
CE.________
CF.________
CG.________ 
CH.________

2

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

 

Gegenstand gewerbsmässiger Diebstahl, Sachbeschädigung mehrfach be-
gangen, Hausfriedensbruch mehrfach begangen etc.

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Oberland (Kolle-
gialgericht) vom 17. März 2022 (PEN 21 479)

3

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Oberland (nachfolgend Vorinstanz) fällte gegen den Beschul-
digten und Berufungsführer A.________ (nachfolgend Beschuldigter) am 
17. März 2022 folgendes Urteil (pag. 633 ff.; Hervorhebungen im Original):

«I.

A.________ wird freigesprochen:

1. von der Anschuldigung des gewerbsmässigen Diebstahls, ev. Diebstahls, angeblich began-
gen in der Zeit vom 16.02.2016 bis am 21.03.2016, 12.00 Uhr, in W.________ (Ortschaft), 
D.________ (Adresse), Baubaracke hinter dem Hotel E.________, zum Nachteil der 
F.________ AG (Deliktssumme CHF 40.00);

2. von der Anschuldigung der Sachbeschädigung, angeblich begangen in der Zeit vom 
16.02.2016 bis am 21.03.2016, 12.00 Uhr, in W.________(Ortschaft), D.________(Adresse), 
Baubaracke hinter dem Hotel E.________, zum Nachteil der F.________ AG (Sachschaden 
CHF 300.00);

3. von der Anschuldigung des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen in der Zeit vom 
16.02.2016 bis am 21.03.2016, 12.00 Uhr, in W.________(Ortschaft), D.________(Adresse), 
Baubaracke hinter dem Hotel E.________, zum Nachteil der F.________ AG;

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

II.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. des Diebstahls, gewerbsmässig begangen:

1.1. am 21.03.2016, ca. 01.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), D.________ 
(Adresse), Hotel E.________, zum Nachteil der C.________ AG (Deliktssumme CHF 
10'458.80);

1.2. in der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________ (Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG (Deliktssumme ca. CHF 50.00);

1.3. am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in W.________(Ortschaft), Y.________ (Adresse), Hotel 
Q.________, zum Nachteil der H.________ AG (Versuch);

1.4. am 09.04.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________ (Ortschaft), AA.________ 
(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH und von J.________ (Deliktssumme ca. 
CHF 11'255.05);

1.5. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________ (Ortschaft), AB.________ (Adresse), Chalet R.________, zum Nachteil von 
S.________ (Deliktssumme ca. CHF 130'000.00);

4

1.6. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________ (Adresse), Hotel T.________, zum Nachteil der 
K.________ AG (Deliktssumme ca. CHF 500.00);

1.7. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________ (Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________ (Deliktssumme CHF 18.90);

1.8. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 18.40 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.50 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AE.________ (Adresse), AJ.________(Betrieb), zum Nachteil der 
M.________ GmbH (Versuch);

1.9. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________ (Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von N.________ (Deliktssumme ca. CHF 2'820.00);

2. der Sachbeschädigung, mehrfach, teilweise qualifiziert begangen

2.1. am 21.03.2016, ca. 01.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________ resp. auf dem Wanderweg Richtung 
AG.________ (Ortschaft), zum Nachteil der C.________ AG (Sachschaden ca. CHF 
7'000.00);

2.2. in der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG (Sachschaden ca. CHF 7’500.00);

2.3. am 09.04.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________(Ortschaft), 
AA.________(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH (Sachschaden CHF 
4'920.00);

2.4. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________ und auf dem Wan-
derweg Richtung AH.________ (Ortschaft), zum Nachteil von S.________ (Sachschaden 
ca. CHF 17'000.00);

2.5. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________ und auf dem Forstweg 
Richtung AI.________ (Ortschaft), zum Nachteil der K.________ AG (Sachschaden ca. 
CHF 4’000.00);

2.6. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________ (Sachschaden ca. CHF 1'500.00);

2.7. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 18.40 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.50 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AE.________(Adresse), AJ.________ (Betrieb), zum Nachteil der 
M.________ GmbH (Sachschaden: ca. CHF 600.00);

2.8. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von N.________ (Sachschaden ca. CHF 1’000.00);

5

2.9. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von O.________ (Sachschaden ca. CHF 2’500.00);

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen

3.1. am 21.03.2016, ca. 01.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________, zum Nachteil der C.________ AG;

3.2. in der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG;

3.3. am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in W.________(Ortschaft), Y.________(Adresse), Hotel 
Q.________, zum Nachteil der H.________ AG;

3.4. am 09.04.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________(Ortschaft), 
AA.________(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH;

3.5. am 16.04.2016, ca. 18.00 Uhr, bis am 25.04.2016, 16:00 Uhr, in V.________(Ortschaft), 
AK.________ (Adresse), zum Nachteil von AL.________; 

3.6. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________, zum Nachteil von 
S.________;

3.7. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________, zum Nachteil der 
K.________ AG;

3.8. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________;

3.9. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von O.________ und N.________;

4. der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer (AUG), 
begangen in der Zeit vom 21.03.2016 bis am 25.04.2016 in W.________(Ortschaft), 
Z.________(Ortschaft) und V.________(Ortschaft) sowie anderswo auf dem Gebiet der 
Schweiz;

5. der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer und 
über die Integration (AIG) fahrlässig begangen am 21.08.2021, 20.10 Uhr, in AM.________ 
(Ortschaft), Grenzübergang AM.________(Ortschaft) Flughafen, Schalter Anreise

und in Anwendung der Artikel
40, 47, 49 Abs. 1, 51, 106, 139 Ziff. 2, 144 Abs. 1 und 3, 186 aStGB, 
115 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG1 [Anmerkung der Kammer: gemäss Fussnote in der 
Fassung vom 01.10.2015],
115 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 115 Abs. 3 und Art. 5 Abs. 1 lit. d AIG
426 ff. StPO

verurteilt:

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1. Zu einer Freiheitsstrafe von 35 Monaten.

Die Untersuchungs- resp. Sicherheitshaft vom 21.08.2021-17.03.2022 von 208 Tagen werden 
im Umfang von 208 Tagen auf die Freiheitsstrafe angerechnet.

2. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. 

Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf 2 Tage festgesetzt.

3. Zu den Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 16’675.00 (Gebühr 
des Untersuchungsverfahrens von CHF 9'375.00, Gebühr für die ZMG Entscheide ARR 21 72, 
ARR 21 84 und ARR 21 110 von je CHF 400.000; Gebühr des Regionalgerichts von CHF 
5’100.00, Gebühr für den Auftritt der Staatsanwaltschaft von CHF 1'000.00) und Auslagen des 
Untersuchungsverfahrens von CHF 7'784.25, insgesamt bestimmt auf CHF 24’459.25.

III.

1. Die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche Verteidigung von 
A.________ durch Rechtsanwalt AN.________ werden wie folgt bestimmt:

[Zusammensetzung amtliche Entschädigung]

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwalt AN.________ für die amtliche Verteidigung von 
A.________ mit CHF 8'661.35. 

A.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen 
und Rechtsanwalt AN.________ die Differenz von CHF 1'830.90 zwischen der amtlichen Ent-
schädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse 
erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

Der vormalige amtliche Verteidiger, Fürsprecher AO.________, hat mit Schreiben vom 
10.11.2021 auf die Bestimmung des vollen Honorars und eine entsprechende Rückforderung 
verzichtet. 

IV.

Im Zivilpunkt wird weiter verfügt:

1. Es wird festgestellt, dass die G.________ AG, die F.________ AG, die I.________ GmbH und 
J.________ ihre Zivilklagen vor Abschluss der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zurückgezo-
gen haben und diese auf dem Zivilweg erneut geltend machen können (Art. 122 Abs. 4 StPO).

2. Für den Zivilpunkt werden keine Kosten ausgeschieden.

V.

Weiter wird verfügt:

1. A.________ 

wird in Sicherheitshaft belassen. Die Verlängerung der Sicherheitshaft wird für vorerst drei Mo-
nate bewilligt (Art. 231 i.V.m. Art. 227 StPO).

[Begründung Verlängerung Sicherheitshaft]

2. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. ________) ist nach Ablauf 
der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).

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3. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten ist 
nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 19 
Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungs-dienstlicher Daten).

[Eröffnungs- und Mitteilungsformel]»

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete der vormalige amtliche Verteidiger des Beschuldigten, 
Rechtsanwalt AN.________, am 18. März 2022 fristgerecht die Berufung an 
(pag. 649). Die Berufungserklärung der neu eingesetzten amtlichen Verteidigerin, 
Rechtsanwältin B.________, ging am 15. August 2022 innert Frist beim Oberge-
richt des Kantons Bern ein (pag. 982 ff.). Die Generalstaatsanwaltschaft teilte am 
31. August 2022 (pag. 1038 f.) mit, dass weder Anschlussberufung erklärt noch ein 
Nichteintreten auf die Berufung des Beschuldigten beantragt werde.

3. Wechsel amtliche Verteidigung

Bereits vor Anklageerhebung fand ein Anwaltswechsel von Fürsprecher 
AO.________ zu Rechtsanwalt AN.________ statt (pag. 422 ff.). Nach dem erstin-
stanzlichen Urteil wurden die Anträge des Beschuldigten vom 11. April 2022 (pag. 
706) und 25. April 2022 (pag. 723 f.) um Wechsel der amtlichen Verteidigung mit 
begründeter Verfügung vom 11. Mai 2022 (pag. 763 ff.) gutgeheissen und das amt-
liche Mandat von Rechtsanwalt AN.________ aufgehoben. Gleichzeitig wurde 
Rechtsanwältin B.________ per 11. Mai 2022 als neue amtliche Verteidigerin des 
Beschuldigten eingesetzt (Erklärung Übernahme amtliche Verteidigung pag. 762). 
Mit Entscheid vom 19. Mai 2022 legte die Vorinstanz das Honorar von Rechtsan-
walt AN.________ für die Aufwendungen im Anschluss an die erstinstanzliche 
Hauptverhandlung fest (pag. 779 ff.). 

4. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Mit Eingabe vom 12. Dezember 2022 beantragte Rechtsanwältin B.________ na-
mens und auftrags des Beschuldigten, das Regionalgefängnis AP.________ (Orts-
chaft) habe auf Anweisung der Kammer sicherzustellen, dass das sich in den Ef-
fekten befindliche Mobiltelefon des Beschuldigten zwecks Einsichtnahme durch die 
Kammer und die Parteien an die oberinstanzliche Hauptverhandlung verbracht 
werde (pag. 1126). Nach Einlangen der Stellungnahme der Generalstaatsanwalt-
schaft vom 16. Dezember 2022 wurde der Beweisergänzungsantrag mit Beschluss 
vom 16. Dezember 2022 abgewiesen (pag. 1136 f.). Anlässlich der Berufungsver-
handlung stellte Rechtsanwältin B.________ den Beweisergänzungsantrag, die 
Geschädigten seien aufzufordern, ihre Schadensforderungen zu belegen, die 
Rechnungen oder Belege entsprechend einzureichen oder seien als Auskunftsper-
sonen dazu zu befragen. Die Kammer wies auch diesen Beweisergänzungsantrag 
begründet ab (pag. 1156). 

Von Amtes wegen wurde in oberer Instanz über den Beschuldigten ein Führungs-
bericht des Regionalgefängnisses AP.________ (Ortschaft), datierend vom 10. No-
vember 2022 (pag. 1091), eingeholt. Beim Staatssekretariat für Migration (nachfol-
gend SEM) wurden Erkundigungen über den Stand des Asylverfahrens getätigt und 

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unter anderem der Asylentscheid vom 17. August 2022 zu den Akten erkannt (pag. 
1108 ff.). Weiter wurde in die Strafregisterauszüge des Beschuldigten Einsicht ge-
nommen (Strafregisterauszüge vom 2. September 2021 [pag. 310 f.] und vom 14. 
Januar 2022 [pag. 1133 f.]). Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde der Be-
schuldigte zudem erneut zur Person und zur Sache einvernommen (pag. 1146 ff.). 

5. Anträge der Parteien

5.1 Anträge des Beschuldigten bzw. der Verteidigung

Rechtsanwältin B.________ stellte und begründete für den Beschuldigten – teilwei-
se in Abweichung zu den Anträgen der Berufungserklärung vom 14. August 2022 
(pag. 983) – die folgenden Anträge (pag. 1165 ff.; Hervorhebungen im Original): 

«1. A.________ sei freizusprechen 

vom Vorwurf des gewerbsmässigen Diebstahls hinsichtlich: 

- dem 21.03.2016, ca. 01.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________, zum Nachteil der C.________ AG, entwendeter 
Tresor im angeblichen Wert von CHF 2’000.00) in Aufhebung von Ziff. 1.1. des angefochte-
nen Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________, zum Nachteil von 
S.________ (Deliktssumme ca. CHF 125’000.00), in Abänderung von Ziff. 1.5. des angefoch-
tenen Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________, zum Nachteil der 
K.________ AG (Deliktssumme angeblich ca. CHF 500.00 Bargeld) in Abänderung von Ziff. 
1.6. des angefochtenen Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________ (Deliktssumme CHF 18.90) in Abänderung von Ziff. 1.7. des angefochtenen Ur-
teils 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 18.40 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.50 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AE.________(Adresse), AJ.________(Betrieb), zum Nachteil der 
M.________ GmbH (Versuch, keine Deliktssumme) in Abänderung von Ziff. 1.8. des ange-
fochtenen Urteils sowie 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von N.________ (Deliktssumme ca. CHF 2’820.00) in Aufhebung von 
Ziff. 1.9. des angefochtenen Urteils, 

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vom Vorwurf der mehrfachen Sachbeschädigung, teilweise qualifiziert hinsichtlich: 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________ und auf dem Wander-
weg Richtung AH.________(Ortschaft), zum Nachteil von S.________ (Sachschaden ca. 
CHF 17’000.00, Tresor CHF 5’000.00) in Aufhebung von Ziff. 2.4. sowie 1.4. des angefoch-
tenen Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________ und auf dem Forstweg 
Richtung AI.________(Ortschaft), zum Nachteil der K.________ AG (Sachschaden ca. CHF 
4’000.00) in Aufhebung von Ziff. 2.5. des angefochtenen Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________ (Sachschaden ca. CHF 1’500.00) in Aufhebung von Ziff. 2.6. des angefochtenen 
Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 18.40 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.50 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AE.________(Adresse), AJ.________(Betrieb), zum Nachteil der 
AJ.________ (Betrieb) V.________(Ortschaft) GmbH (Sachschaden: ca. CHF 600.00) in 
Aufhebung von Ziff. 2.7. des angefochtenen Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von N.________ (Sachschaden ca. CHF 1’000.00) in Aufhebung von Ziff. 
2.8. des angefochtenen Urteils sowie 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von O.________ (Sachschaden ca. CHF 2’500.00) in Aufhebung von 
Ziff. 2.9. des angefochtenen Urteils, 

vom Vorwurf des mehrfachen Hausfriedensbruchs hinsichtlich: 

- dem 16.04.2016, ca. 18.00 Uhr, bis am 25.04.2016, 16:00 Uhr, in V.________(Ortschaft), 
AK.________(Adresse), zum Nachteil von AL.________ in Aufhebung von Ziff. 3.5. des an-
gefochtenen Urteils, 

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________, zum Nachteil von 
S.________ in Aufhebung von Ziff. 3.6. des angefochtenen Urteils,

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________, zum Nachteil der 
K.________ AG in Aufhebung von Ziff. 3.7. des angefochtenen Urteils,

10

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________ in Aufhebung von Ziff. 3.8. des angefochtenen Urteils sowie

- der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von O.________ und N.________ in Aufhebung von Ziff. 3.9. des ange-
fochtenen Urteils,

2. A.________ sei schuldig zu sprechen 

des gewerbsmässigen Diebstahls hinsichtlich:

- dem 21.03.2016, ca. 01.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________, zum Nachteil der C.________ AG (Deliktssumme 
Bargeld CHF 8’458.80 ohne Tresor CHF 2’000.00) in Abänderung von Ziff. 1.1. des ange-
fochtenen Urteils sowie

- dem 9.4.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________(Ortschaft), 
AA.________(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH und von J.________ (Deliktss-
umme gemäss dem Beschuldigten: CHF 700.00) in Abänderung von Ziff. 1.4. des angefoch-
tenen Urteils),

des versuchten gewerbsmässigen Diebstahls hinsichtlich:

- der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG (Deliktssumme: ca. CHF 50.00) in Abänderung von 1.2. des angefochtenen 
Urteils sowie

- dem 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in W.________(Ortschaft), Y.________(Adresse), Hotel 
Q.________, zum Nachteil der H.________ AG (Versuch, keine Deliktssumme) in Abände-
rung von Ziff. 1.3. des angefochtenen Urteils,

der mehrfachen versuchten Sachbeschädigung hinsichtlich:

- dem 21.03.2016, ca. 01.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________ resp. auf dem Wanderweg Richtung 
AG.________(Ortschaft), zum Nachteil der C.________ AG, (AS Sachschaden ca. CHF 
7'000.00, konkret 2 beschädigte Fenster und ein beschädigter Schrank in der Rezeption im 
angeblichen Gesamtwert von CHF 5’000.00 und beschädigter Tresor im angeblichen Wert 
von CHF 2’000.00 in Abänderung von Ziff. 1.1. und im Sinne von Ziff. 2.1 des angefochtenen 
Urteils,

11

- der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG (Sachschaden ca. CHF 7’500.00, Türrahmen, Fensterscheibe, Eingangstü-
re, diverse Beschädigungen) in Abänderung von Ziff. 2.2 des angefochtenen Urteils sowie

- dem 09.04.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________(Ortschaft), 
AA.________(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH (Sachschaden CHF 4’920.00, 2 
Türrahmen und Türe, Holzschrank und Tresor CHF 1’800.00) in Abänderung von Ziff. 2.3 
des angefochtenen Urteils,

des mehrfachen Hausfriedensbruchs hinsichtlich:

- dem 21.03.2016, ca. 01.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________, zum Nachteil der C.________ AG gemäss Ziff. 
3.1. des angefochtenen Urteils,

- in der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG gemäss Ziff. 3.2. des angefochtenen Urteils sowie

- dem 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in W.________(Ortschaft), Y.________(Adresse), Hotel 
Q.________, zum Nachteil der H.________ AG gemäss Ziff. 3.3. des angefochtenen Urteils,

der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer (AUG), 
begangen in der Zeit vom 21.03.2016 bis am 25.04.2016 in W.________(Ortschaft), 
Z.________(Ortschaft) und V.________(Ortschaft) sowie anderswo auf dem Gebiet der Schweiz 
gemäss Ziff. 4. des angefochtenen Urteils

sowie
der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer und über 
die Integration (AIG) fahrlässig begangen am 21.08.2021, 20.10 Uhr, in 
AM.________(Ortschaft), Grenzübergang AM.________(Ortschaft) Flughafen, Schalter Anreise

3. A.________ sei zu verurteilen zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von höchstens 16 
Monaten. 

4. A.________ sei zu verurteilen zu einer Busse von CHF 200.00. 

5. A.________ sei unverzüglich aus der Sicherheitshaft zu entlassen. 

6. A.________ seien für die erstandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft angemessene 
Entschädigungs- und Genugtuungszahlungen auszurichten zzgl. Verzugszins von 5% ab 
17. März 2022. 

7. Die Verfahrenskosten vor erster und zweiter Instanz seien vollumfänglich auf die Staats-
kasse zu nehmen. 

12

8. Rechtsanwältin B.________ sei für deren Aufwendungen als amtliche Verteidigerin im Be-
rufungsverfahren vollumfänglich aus der Staatskasse zu entschädigen gemäss der noch ein-
zureichenden Honorarnote.»

5.2 Anträge der Generalstaatsanwaltschaft

Die stv. Generalstaatsanwältin AQ.________ beantragte und begründete ihrerseits 
Folgendes (pag. 1170 ff.; Hervorhebungen im Original): 

«I.

Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Oberland (Kollegialgericht 
in Dreierbesetzung) vom 17.03.2022 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich 

1. des Freispruchs von: 

1.1. der Anschuldigung des gewerbsmässigen Diebstahls, evtl. Diebstahls, angeblich be-
gangen in der Zeit vom 16.02.2016 bis am 21.03.2016, 12.00 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), D.________(Adresse), Baubaracke hinter dem Hotel E.________, 
zum Nachteil der F.________ AG (Deliktssumme CHF 40.00); 

1.2. der Anschuldigung der Sachbeschädigung, angeblich begangen in der Zeit vom 
16.02.2016 bis am 21.03.2016, 12.00 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Baubaracke hinter dem Hotel E.________, zum Nachteil der 
F.________ AG (Sachschaden CHF 300.00); 

1.3. der Anschuldigung des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen in der Zeit vom 
16.02.2016 bis am 21.03.2016, 12.00 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Baubaracke hinter dem Hotel E.________, zum Nachteil der 
F.________ AG; 

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten; 

2. der Bestimmung der amtlichen Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche Verteidi-
gung von A.________ durch Rechtsanwalt AN.________ vor dem Regionalgericht Oberland; 

3. der Verfügungen im Zivilpunkt. 

II.

A.________ sei schuldig zu sprechen: 

1. des Diebstahls, gewerbsmässig begangen: 

1.1. am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________, zum Nachteil der C.________ AG (Deliktssum-
me CHF 10’458.80); 

13

1.2. in der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG (Deliktssumme ca. CHF 50.00); 

1.3. am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in W.________(Ortschaft), Y.________(Adresse), Hotel 
Q.________, zum Nachteil der H.________ AG (Versuch);

1.4. am 09.04.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________(Ortschaft), 
AA.________(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH und von J.________ (Delikts-
summe ca. CHF 11’255.05); 

1.5. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________, zum Nachteil von 
S.________ (Deliktssumme ca. CHF 130’000.00); 

1.6. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________, zum Nachteil der 
K.________ AG (Deliktssumme ca. CHF 500.00); 

1.7. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________ (Deliktssumme CHF 18.90); 

1.8. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 18.40 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.50 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AE.________(Adresse), AJ.________(Betrieb), zum Nachteil der 
M.________ GmbH (Versuch); 

1.9. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von N.________ (Deliktssumme ca. CHF 2’820.00); 

2. der Sachbeschädigung, mehrfach, teilweise qualifiziert begangen 

2.1. am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________ resp. auf dem Wanderweg Richtung 
AG.________(Ortschaft), zum Nachteil der C.________ AG (Sachschaden ca. CHF 
7’000.00); 

2.2. in der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG (Sachschaden ca. CHF 7’500.00); 

2.3. am 09.04.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________(Ortschaft), 
AA.________(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH (Sachschaden CHF 
4’920.00); 

14

2.4. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________ und auf dem Wan-
derweg Richtung AH.________(Ortschaft), zum Nachteil von S.________ (Sachschaden 
ca. CHF 17’000.00); 

2.5. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________ und auf dem Forstweg 
Richtung AI.________(Ortschaft), zum Nachteil der K.________ AG (Sachschaden ca. 
CHF 4’000.00); 

2.6. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________ (Sachschaden ca. CHF 1’500.00);

2.7. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 18.40 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.50 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AE.________(Adresse), AJ.________(Betrieb), zum Nachteil der 
M.________ GmbH (Sachschaden: ca. CHF 600.00);

2.8. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von N.________ (Sachschaden ca. CHF 1’000.00);

2.9. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von O.________ (Sachschaden ca. CHF 2’500.00);

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen

3.1. am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr bis 06.20 Uhr, in W.________(Ortschaft), 
D.________(Adresse), Hotel E.________, zum Nachteil der C.________ AG;

3.2. in der Zeit vom 20.03.2016, ca. 21.20 Uhr bis am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in 
W.________(Ortschaft), X.________(Adresse), Hotel P.________, zum Nachteil der 
G.________ AG;

3.3. am 21.03.2016, ca. 00.30 Uhr, in W.________(Ortschaft), Y.________(Adresse), Hotel 
Q.________, zum Nachteil der H.________ AG;

3.4. am 09.04.2016, ca. 04.30 Uhr bis ca. 04.50 Uhr, in Z.________(Ortschaft), 
AA.________(Adresse), zum Nachteil der I.________ GmbH;

3.5. am 16.04.2016, ca. 18.00 Uhr, bis am 25.04.2016, 16:00 Uhr, in V.________(Ortschaft), 
AK.________(Adresse), zum Nachteil von AL.________;

15

3.6. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 14.30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.20 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AB.________(Adresse), Chalet R.________, zum Nachteil von 
S.________;

3.7. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 19.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07.00 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AC.________(Adresse), Hotel T.________, zum Nachteil der 
K.________ AG;

3.8. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 20.00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06.45 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AD.________(Adresse), Bäckerei U.________, zum Nachteil von 
L.________;

3.9. in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10.00 Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10.30 Uhr, in 
V.________(Ortschaft), AF.________(Adresse), Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwoh-
nung, zum Nachteil von O.________ und N.________;

4. der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer (AUG), 
begangen in der Zeit vom 21.03.2016 bis am 25.04.2016 in W.________(Ortschaft), 
Z.________(Ortschaft) und V.________(Ortschaft) sowie anderswo auf dem Gebiet der 
Schweiz; 

5. der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer und 
über die Integration (AIG), fahrlässig begangen am 21.08.2021, 20.10 Uhr, in 
AM.________(Ortschaft), Grenzübergang AM.________(Ortschaft) Flughafen, Schalter Anreise. 

III.

A.________ sei in Anwendung von Art. 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 106, 139 Ziff. 2, 144 Abs. 1 und 3, 186 
StGB, 115 Abs. 1 lit. a i.V.m Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG, 115 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 115 Abs. 3 und Art. 5 
Abs. 1 lit. d AIG und Art. 426 ff. StPO 

zu verurteilen:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 35 Monaten unter Anrechnung der seit 21.08.2021 ausgestande-
ner Untersuchungs- und Sicherheitshaft; 

2. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung sei auf 2 Tage festzusetzen; 

3. zur Bezahlung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine Gebühr gemäss 
Art. 21 VKD). 

IV.

Im Weiteren sei zu verfügen: 

16

1. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils sowie der erhobenen biometrischen 
erkennungsdienstlichen Daten des Beschuldigten sei nach Ablauf der Frist einzuholen (Art. 16 
Abs. 4 DNA-ProfilG und Art. 17 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Be-
arbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten). 

2. A.________ sei in Sicherheitshaft zu belassen (Art. 231 Abs. 1 Bst. a StPO). 

3. Das Honorar der amtlichen Verteidigung sei gerichtlich zu bestimmen (Art. 135 StPO). 

4. Das Urteil sei dem Migrationsdienst des Kantons Bern mitzuteilen.»

6. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochte-
nen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte hat das erstinstanzliche Ur-
teil lediglich teilweise angefochten. Seine Berufung richtet sich gemäss Berufungs-
erklärung vom 14. August 2022 (pag. 983) und Anträgen anlässlich der Berufungs-
verhandlung vom 21. Dezember 2022 (pag. 1165 ff.) gegen die erstinstanzlichen 
Schuldsprüche wegen gewerbsmässigen Diebstahls, wegen mehrfacher und teil-
weise qualifizierter Sachbeschädigung sowie wegen mehrfachen Hausfriedens-
bruchs gemäss den Ziffern II.1.1., II.1.4. bis II.1.9., II.2., II.3.4. bis II.3.9. des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs. Weiter gegen die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe 
von 35 Monaten (Ziff. II.1. zweiter Abschnitt des erstinstanzlichen Urteilsdisposi-
tivs), gegen die vollständige Auferlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten 
(Ziff. II.3. zweiter Abschnitt des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) und gegen die 
Entschädigungsfolgen (Ziff. III. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs). Diese 
Punkte des erstinstanzlichen Urteils sind somit durch die Kammer neu zu beurtei-
len. Nicht der Rechtskraft zugänglich und damit ebenfalls zu überprüfen sind die 
Verfügungen betreffend das DNA-Profil und die erhobenen erkennungsdienstlichen 
Daten (Ziffern V.2. und V.3. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) sowie die Si-
cherheitshaft (Ziff. V.1. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs). 

Demgegenüber sind die Freisprüche von den Anschuldigungen des gewerbsmäs-
sigen Diebstahls, ev. Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedens-
bruchs (Ziffer I. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs), die Schuldsprüche wegen 
gewerbsmässigen Diebstahls, teilweise als Versuch begangen gemäss den Ziffern 
II.1.2. und II.1.3. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs, wegen mehrfachen Haus-
friedensbruchs gemäss den Ziffern II.3.1, II.3.2. und II.3.3. des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs, wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG; SR 142.20) gemäss Ziff. II.4. des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs, wegen fahrlässiger Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über 
Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20) gemäss 
Ziff. II.5. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs und die damit verbundene Verurtei-
lung zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00, wobei die Ersatzfreiheitsstrafe 
bei schuldhafter Nichtbezahlung auf 2 Tage festgesetzt wurde (Ziff. II.2. zweiter 
Abschnitt des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) sowie der Zivilpunkt (Ziff. IV. des 
erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) in Rechtskraft erwachsen, mithin nicht mehr 
Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens.

17

Die Kammer verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen – und/oder der 
Rechtskraft nicht zugänglichen – Punkte über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 
StPO), ist aufgrund der alleinigen Berufung des Beschuldigten allerdings an das 
Verschlechterungsverbot (Verbot der sog. «reformatio in peius», Art. 391 Abs. 2 
StPO) gebunden. Auf die Höhe der amtlichen Honorare für die Verteidigung des 
Beschuldigten in erster Instanz ist nur zurückzukommen, sofern die Vorinstanz das 
ihr bei der Honorarfestsetzung zustehende Ermessen in unhaltbarer Weise aus-
geübt haben sollte (Urteile des Bundesgerichts 6B_349/2016 vom 13. Dezember 
2016 E. 2.4.2; 6B_769/2016 vom 11. Januar 2017 E. 2.3).

7. Verletzung Anklagegrundsatz

Die Verteidigung brachte im Rahmen ihres Parteivortrags in Bezug auf Ziff. I.1.6. 
der Anklageschrift vom 17. Dezember 2021 (gewerbsmässiger Diebstahl zum 
Nachteil von S.________; pag. 478) sinngemäss vor, der Anklagegrundsatz sei 
verletzt, da hinsichtlich dieses Vorwurfs nicht explizit ein Versuch angeklagt worden 
sei. Es komme eigentlich eine Einstellung in Betracht; diese werde in das Ermes-
sen des Gerichts gestellt (vgl. pag. 1158).

Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des Ge-
richtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion; Art. 9 und Art. 325 StPO; Art. 29 Abs. 2 
und Art. 32 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
[BV; SR 101]; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 Bst. a und b der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101]). Das Gericht ist an den in 
der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden (Immutabilitätsprinzip), nicht 
aber an dessen rechtliche Würdigung durch die Anklagebehörde (vgl. Art. 350 
StPO). Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in 
ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und 
subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind (Urteile des Bundesgerichts 
6B_720/2018 vom 3. Oktober 2018 E. 1.3; 6B_149/2017 vom 16. Februar 2018 E. 
4.3.7). Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz der Verteidigungsrechte 
der beschuldigten Person und garantiert den Anspruch auf rechtliches Gehör (In-
formationsfunktion). Entscheidend ist, dass die beschuldigte Person genau weiss, 
welcher konkreter Handlungen sie beschuldigt und welchen Straftatbestand sie 
durch ihr Verhalten erfüllt haben soll, damit sie sich in ihrer Verteidigung richtig 
vorbereiten kann (BGE 143 IV 63 E. 2.2; BGE 141 IV 132 E. 3.4.1; BGE 133 IV 235 
E. 6.2 f.; je mit Hinweisen). Wird ein Versuch angeklagt, sind zudem jene tatsächli-
chen objektiven Elemente zu erwähnen, die nach den diesbezüglichen rechtlichen 
Kriterien einen Versuch gemäss Art. 22 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetz-
buches (StGB; SR 311.0) annehmen lassen (HEIMGARTNER/NIGGLI, in: Basler 
Kommentar Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 35a zu Art. 325 
StPO). 

Was die Verteidigung vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Wie nachfolgend 
noch dargelegt wird, geht die Kammer nicht von einer versuchten Tatbegehung aus 
(vgl. E. III.13.2 hiernach). Ungeachtet dessen ist eine versuchte Tatbegehung sehr 
wohl angeklagt (vgl. pag. 477, «teilweise versucht begangen»). Der Beschuldigte 
wusste somit genau, was ihm konkret zum Vorwurf gemacht wird und konnte sich 

18

rechtzeitig und umfassend verteidigen. Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes ist 
zu verneinen.

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

8. Vorbemerkungen

Dem Beschuldigten werden – mit Ausnahme der Widerhandlung gegen das AuG 
sowie der fahrlässigen Widerhandlung gegen das AIG – eine Vielzahl von Ein-
bruchdiebstählen vorgeworfen. Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass sich 
diese in zeitlicher und örtlicher Hinsicht in drei Sachverhaltskomplexe aufteilen las-
sen. Es handelt sich um die Vorfälle in W.________(Ortschaft), 
Z.________(Ortschaft) und V.________(Ortschaft) (S. 8 erstinstanzliche Urteilsbe-
gründung; pag. 889). 

9. Vorwurf gemäss Anklageschrift sowie unbestrittener und bestrittener Sach-
verhalt

Mit Anklageschrift vom 17. Dezember 2021 (pag. 476 ff., mit Abänderung anläss-
lich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung gemäss pag. 601) wird dem Beschul-
digten zusammengefasst vorgeworfen, er habe insgesamt 10 Diebstähle gewerbs-
mässig und teilweise versucht begangen mit der Absicht, sich aus der Beute, wel-
che er bei der Begehung der Diebstähle machte, einen namhaften Betrag an seine 
Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Eventualiter wird ihm die Begehung mehrfa-
cher Diebstähle vorgeworfen. Ferner wird dem Beschuldigten Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruch in je 10 Fällen zur Last gelegt. Von den Vorwürfen gemäss 
den Ziffern I.1.4., I.2.3. und I.3.4. der Anklageschrift wurde der Beschuldigte 
rechtskräftig freigesprochen (Einbruchdiebstahl in eine Baubaracke zum Nachteil 
der F.________ AG, angeblich begangen in der Zeit vom 16. Februar 2016 bis am 
21. März 2016). Die Ziffern I.1.2., I.3.2. (gewerbsmässiger Diebstahl und Hausfrie-
densbruch zum Nachteil der G.________ AG) und I.1.3., I.3.3. (versuchter ge-
werbsmässiger Diebstahl und Hausfriedensbruch zum Nachteil der H.________ 
AG), sowie I.3.1 (Hausfriedensbruch zum Nachteil der C.________ AG) und I.4. 
und I.5. (Widerhandlungen gegen das AuG und gegen das AIG) der Anklageschrift 
blieben unangefochten.

Oberinstanzlich bestritt der Beschuldigte nicht mehr, an den Einbruchdiebstählen 
und dem Versuch dazu in W.________(Ortschaft) und dem Einbruchdiebstahl in 
Z.________(Ortschaft) beteiligt gewesen zu sein (pag. 1149, Z. 33 ff.; pag. 1150, Z. 
1 ff.). Ebenfalls gab der Beschuldigte zu, zusätzlich zu den Aufenthalten in 
W.________(Ortschaft) und Z.________(Ortschaft) auch im April 2016 in der 
Schweiz gewesen zu sein (pag. 1148, Z. 8 f.). Für die widerrechtliche Einreise in 
die Schweiz am Flughafen AM.________(Ortschaft) wurde er rechtskräftig verurteilt 
(Ziffern I.5. und I.2. zweiter Abschnitt des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs; pag. 
637). Für die von ihm oberinstanzlich eingestandene Beteiligung am Einbruchdieb-
stahl in die Baubaracke in V.________(Ortschaft) (vgl. pag 706; pag. 1149, Z. 40 f.) 
wurde er erstinstanzlich rechtskräftig freigesprochen (Ziff. I. des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs; pag. 634).

19

Hingegen wird vom Beschuldigten wie bereits vor erster Instanz seine Mitwirkung 
an den Einbruchdiebstählen und dem Versuch dazu in V.________(Ortschaft) und 
damit auch die Täterschaft bestritten. Er sei im April 2016 nach 
V.________(Ortschaft) in die Scheune von AL.________ gekommen, um dort sei-
nen verletzten Bruder abzuholen. Weiter stellt der Beschuldigte in Abrede, sich im 
Rahmen des Einbruchdiebstahls in Z.________(Ortschaft) eine Deliktsumme von 
insgesamt CHF 11'255.05 angeeignet zu haben. Im Tresor sei ein Briefumschlag 
mit lediglich CHF 700.00 gewesen. Betreffend den Einbruchdiebstahl zum Nachteil 
der C.________ AG anerkennt der Beschuldigte sodann nur eine Deliktsumme von 
CHF 8'458.80. 

Auf die Wiedergabe der einzelnen Vorwürfe wird verzichtet. Darauf wird nachfol-
gend einzugehen sein (vgl. E. 11. hiernach).

10. Beweismittel

Folgende objektiven und subjektiven Beweismittel liegen der Kammer vor: Der 
Sammelrapport vom 11. Oktober 2021 (pag. 94 ff.); die Anzeigerapporte der Kan-
tonspolizei Bern vom 21. März 2016 (pag. 107 ff.), vom 27. April 2016 (pag. 235 ff.; 
pag. 247 ff.; pag. 260 ff.; pag. 270 ff.; pag. 281 ff.), vom 2. Mai 2016 (pag. 180 ff.) 
sowie vom 25. Mai 2016 (pag. 207 ff.) und der Nachtrag vom 23. Juni 2016 (pag. 4 
ff.) mit den jeweiligen Deliktsblättern vom 11. Oktober 2021 zu den einzelnen Vor-
fällen (pag. 105 ff; pag. 177 ff.; pag. 205 f.; pag. 233 f.; pag. 245 f.; pag. 258 f.; pag. 
268 f.; pag. 279 f.); die Rapporte des Kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspo-
lizei Bern (nachfolgend KTD) vom 8. Juni 2016 (pag. 115 ff.; pag. 143 ff.), vom 
9. Juni 2016 (pag. 211 ff.) und vom 5. Oktober 2021 (pag. 193 ff.) sowie die Aussa-
gen des Beschuldigten (staatsanwaltschaftliche Einvernahme anlässlich der Haf-
teröffnung vom 23. August 2021 [pag. 51 ff.], delegierte Einvernahmen vom 
6. Oktober 2021 [pag. 101 ff; pag. 129 ff.; pag. 199 ff.; pag. 225 ff.; pag. 240 ff.; 
pag. 254 ff.; pag. 264 ff.; pag. 275 ff.; pag. 289 ff.], erstinstanzliche Hauptverhand-
lung vom 15. März 2022 [pag. 602 ff.], oberinstanzliche Verhandlung vom 
21. Dezember 2022 [pag. 1146 ff.]). Hinzu kommen die oberinstanzlich edierten 
Beweismittel (vgl. E. I.4. hiervor).

Bereits die Vorinstanz hat diese zutreffend aufgelistet. Sie hat die Ermittlungser-
gebnisse der Polizei, die dem Sammelrapport vom 11. Oktober 2021 entnommen 
werden können, ebenfalls zutreffend wiedergegeben. Vorgenannter Sammelrapport 
gründet auf den Deliktsblättern vom 11. Oktober 2021 sowie auf den sehr sorgfältig 
erstellten Anzeigerapporten der Kantonspolizei Bern vom 21. März 2016, vom 
27. April 2016, vom 2. Mai 2016 und vom 25. Mai 2016 sowie den Rapporten des 
KTD vom 5. Oktober 2021 und vom 9. Juni 2016. Schliesslich hat die Vorinstanz 
die Aussagen des Beschuldigten korrekt zusammengefasst. Es wird auf die ent-
sprechenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen (S. 10 ff., S. 15 f. und S. 19 
ff. erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 891 ff., pag. 896 f. und pag. 900 ff.). 
Soweit sich Ergänzungen resp. Präzisierungen aufdrängen, erfolgen diese im 
Rahmen der nachfolgenden Erwägungen. 

20

11. Beweiswürdigung der Kammer

11.1 Vorbemerkung

Das Geständnis des Beschuldigten ist gemäss Art. 160 StPO im Lichte seiner Aus-
sagen und der weiteren Beweismittel auf seine Stichhaltigkeit hin zu prüfen. Es 
kann aber vorweggenommen werden, dass vorliegend keinerlei Zweifel an der 
Richtigkeit dieses Geständnisses bestehen und sich eine eingehende Beweiswür-
digung erübrigt. Die Vorinstanz erkannte bereits zutreffend, dass der Beschuldigte 
die Einbruchdiebstähle und den Versuch dazu in W.________(Ortschaft) sowie den 
Einbruchdiebstahl in Z.________(Ortschaft) begangen hatte und sein Vorbingen, 
es könnte sein Bruder gewesen sein, als Schutzbehauptung angesehen werden 
muss (S. 12 ff. erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 893 ff.). 

11.2 Theoretische Grundlagen der Beweiswürdigung

Für die theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung und der Aussagenanalyse 
kann vorab auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 
(S. 5 ff. erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 886 ff.). Ergänzend anzuführen ist, 
dass die Frage, ob der Beschuldigte an den Einbruchdiebstählen und dem Versuch 
dazu in V.________(Ortschaft) beteiligt war, nicht mittels direkter Beweise, sondern 
aufgrund von Indizien ermittelt werden muss.

Indizien (Anzeichen) sind Hilfstatsachen, die, wenn selber bewiesen, auf eine an-
dere, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache schliessen lassen. Der erfolgreiche In-
dizienbeweis begründet eine der Lebenserfahrung entsprechende Vermutung, dass 
die nicht bewiesene Tatsache gegeben ist. Für sich allein betrachtet deuten Indizi-
en jeweils nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache 
hin. Auf das einzelne Indiz ist der Grundsatz «in dubio pro reo» denn auch nicht 
anwendbar. Gemeinsam – einander ergänzend und verstärkend – können Indizien 
aber zum Schluss führen, dass die rechtserhebliche Tatsache nach der allgemei-
nen Lebenserfahrung gegeben sein muss (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
6B_360/2016 vom 1. Juni 2017 E. 2.4, nicht publ. in: BGE 143 IV 361 sowie 
6B_332/2009 vom 4. August 2009 E. 2.3; BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.3; je mit Hin-
weisen).

11.3 Sachverhaltskomplex W.________(Ortschaft) - C.________ AG und G.________ 
AG (Ziffern I.1.1., I.2.1. und I.2.2. der Anklageschrift)

Die Vorinstanz hat den Sachverhalt C.________ AG korrekt wiedergegeben, wes-
halb integral darauf verwiesen wird (S. 8 erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 
889). Diesen Erwägungen ist nichts beizufügen, zumal der Beschuldigte oberin-
stanzlich bezüglich dieses Sachverhalts lediglich eine andere rechtliche Würdigung 
hinsichtlich des Tresors (im Deliktswert von CHF 2'000.00) beantragt (vgl. E. III.13. 
hiernach). Gestützt auf die oberinstanzlichen Anträge ist dieser Vorwurf demnach 
unbestritten.

Ebenfalls eingestanden hat der Beschuldigte den Vorwurf des Einbruchdiebstahls 
in das Hotel P.________ in W.________(Ortschaft), wofür er rechtskräftig verurteilt 
wurde (Ziff. II.1.2 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs; pag. 635). Diesbezüglich 
brachte die Verteidigung oberinstanzlich vor, bei der Sachbeschädigung habe es 

21

sich lediglich um einen Versuch gehandelt, da die Deliktsumme nicht substantiiert 
sei. Weiter führte sie aus, selbige Überlegung müsse hinsichtlich sämtlicher aus ih-
rer Sicht nicht substantiierter Deliktsummen – sowohl der Diebstähle als auch der 
Sachbeschädigungen – gelten, denn es würden jegliche Nachweise oder Belege 
fehlen. Aufgrund der Vorgeschichte des Beschuldigten sei davon auszugehen, 
dass der subjektive Tatbestand in Bezug auf den Diebstahl erfüllt sei, aber nicht 
bezogen auf die jeweilige Deliktsumme (vgl. pag. 1158). 

Für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob eine versuchte Tatbegehung vorliegt oder 
nicht, wird auf die nachfolgenden Erwägungen zur rechtlichen Würdigung verwie-
sen (vgl. E. III. hiernach). Die Begründung verfängt jedoch bereits in sachverhalts-
mässiger Hinsicht nicht. Eine detaillierte Auflistung – sowohl der Deliktsgüter mit 
den jeweiligen Werten als auch der Schadenspositionen – betreffend den Sachver-
haltskomplex W.________(Ortschaft), auf die sich die Anklageschrift für die Bezif-
ferung der Deliktsbeträge und der Sachschäden stützt, findet sich in den Anzeige-
rapporten vom 21. März 2016 (pag. 108 f.) und vom 11. April 2016 (pag. 139 f.). 
Ein Anzeigerapport ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein objektives 
Beweismittel (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts 6B_982/2018 vom 6. Fe-
bruar 2019 E. 6.2; 6B_1057/2013 vom 19. Mai 2014 E. 2.3) und dem Abstellen auf 
die Angaben der Geschädigten für die Schätzung des Deliktbetrags steht nichts 
entgegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_544/2012 vom 11. Februar 2013 E. 7.3). 
Ebenfalls sind Schätzungen – insbesondere hinsichtlich der Schadenspositionen 
der Sachbeschädigungen (vgl. pag. 109; pag. 140; pag. 184; pag. 236; pag. 248; 
pag. 261; pag. 271; pag. 283 f.) – grundsätzlich zulässig (BGE 136 IV 117 E. 4.3.2; 
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6B_571/2020 vom 30. Juni 2021 E. 2.4.4). 
Hinweise, wonach diese Positionen nicht wahrheitsgetreu erhoben bzw. geltend 
gemacht worden wären, sind den Akten nicht zu entnehmen. In Anbetracht der vor-
stehenden Erwägungen ist die Schadensposition der Sachbeschädigung zum 
Nachteil der G.________ AG – wie im Übrigen auch der weiteren Sachbeschädi-
gungen in W.________(Ortschaft) – hinreichend belegt. 

Gleiches gilt auch in Bezug auf die Sachverhaltskomplexe Z.________(Ortschaft) 
und V.________(Ortschaft). Die entsprechenden Schadenspositionen und Delikts-
beträge sind den Anzeigerapporten vom 2. Mai 2016 (pag. 183 ff.) und vom 27. 
April 2016 (pag. 236; pag. 248; pag. 261; pag. 271; pag. 282 ff.) zu entnehmen und 
damit im Lichte der vorstehenden Rechtsprechung hinreichend dargetan.

11.4 Sachverhaltskomplex Z.________(Ortschaft) - I.________ GmbH (Ziffern I.1.5., 
I.2.4. und I.3.5. der Anklageschrift)

Die Täterschaft des Beschuldigten ist mittlerweile unbestritten. Der Beschuldigte 
hat zugegeben, den Einbruchdiebstahl zum Nachteil der I.________ GmbH und 
von J.________ sowie den Hausfriedensbruch begangen zu haben. Er macht aber 
geltend, er habe aus dem Tresor nur einen kleinen Briefumschlag mit CHF 700.00 
entwendet (pag. 706, bestätigt anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung pag. 
1149, Z. 34) und nicht, wie mit Ziff. I.1.5. der Anklageschrift vorgeworfen, einen Be-
trag von CHF 11'255.05 (pag. 478).

22

Die Vorinstanz hat den Sachverhalt zutreffend wiedergegeben, weshalb auch dar-
auf verwiesen werden kann (S. 15 erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 896 f.). 
Im Rahmen des Einbruchdiebstahls in Z.________(Ortschaft) wurde der Tresor 
nicht entfernt, sondern in der Liegenschaft mit einem mitgebrachten Vorschlag-
hammer aufgebrochen und das sich darin befindliche Deliktsgut entnommen (pag. 
181). Im Anzeigerapport vom 2. Mai 2016 findet sich wiederum eine Auflistung der 
geltend gemachten Summe Bargeld sowie der gestohlenen Vignetten (pag. 183 f.). 
Zunächst sticht die detaillierte Stückelung der jeweiligen Beträge ins Auge. Eine 
derartige Unterteilung von Noten- und Bargeldbeträgen lässt sich mit dem Umstand 
in Einklang bringen, dass die Leistungen der Geschädigten – die I.________ 
GmbH als AR.________ (Betrieb) und AS.________ als AT.________ (Betrieb) 
(pag. 177) – zu einem überwiegenden Teil mittels Bargeld oder Zug um Zug abge-
wickelt worden sein dürften. Weiter ist die I.________ GmbH buchführungspflichtig, 
was die Nennung detaillierter Noten- und Bargeldbeträge in der Kasse resp. im 
Tresor ermöglicht. Insgesamt bestehen keine Anhaltspunkte, welche auf etwaige 
Falschangaben hindeuten würden. Letztlich lässt auch das Aussageverhalten des 
Beschuldigten Zweifel an dessen Darstellung, es hätten sich lediglich CHF 700.00 
im Tresor befunden, aufkommen. Es mutet doch merkwürdig an, wenn sich der Be-
schuldigte gerade an diesen konkreten Deliktsbetrag erinnern können will, auf der 
anderen Seite jedoch nicht ausführen konnte, welcher Arbeit er im Jahre 2016 
nachgegangen war oder wo er sich aufgehalten hatte (pag. 1152, Z. 19 ff.). Seine 
Aussage ist vielmehr als Schutzbehauptung zu werten und als Versuch, den Un-
wert seiner Tat zu mindern. Dafür spricht schliesslich auch die Tatsache, dass sich 
der Einbruchdiebstahl an einem frühen Samstagmorgen ereignet hatte (vgl. pag. 
181). Eine AR.________(Betrieb) ist – anders als andere Geschäftsbetriebe – übli-
cherweise auch an Samstagen geöffnet, womit sich die Bargeldsumme im Tresor 
ebenfalls begründen lässt. Die Kammer erachtet die geltend gemachte Deliktsum-
me in der Höhe von CHF 11'255.05 und damit den angeklagten Sachverhalt als er-
stellt. 

11.5 Sachverhaltskomplex V.________(Ortschaft) (Ziffern I.1.6. bis I.1.10., I.2.5. bis 
I.2.10. und I.3.6. bis I.3.10. der Anklageschrift)

11.5.1 Anklagesachverhalt

Die Vorinstanz führte zu den entsprechenden Vorwürfen in sachverhaltsmässiger 
Hinsicht Folgendes aus (S. 17 f. erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 898 f.):

Ferner wird dem Beschuldigten vorgeworfen, in der Zeit vom 17.04.2016, ca. 10:00 Uhr bis am 
19.04.2016, ca. 10:30 Uhr in V.________(Ortschaft) insgesamt fünf Diebstähle sowie die damit ein-
hergehenden Sachbeschädigungen und Hausfriedensbrüche begangen zu haben. Zudem wird ihm 
vorgeworfen, vom 16.04.2016, ca. 18:00 Uhr bis am 25.04.2016, 16:00 Uhr ebenfalls in 
V.________(Ortschaft), AK.________(Adresse), zum Nachteil von AL.________ einen Hausfriedens-
bruch begangen zu haben.

Konkret wird dem Beschuldigten vorgeworfen, vom 17.4.2016, ca. 14:30 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 
07:20 Uhr zusammen mit einem unbekannten Mittäter beim AU.________ (Betrieb) im Chalet 
R.________ ein Fenster auf der Westseite und die Eingangstüre auf der Südwestseite mittels Flach-
werkzeug aufgewuchtet, das Büro betreten und durchsucht zu haben, im Hochparterre den auf den 

23

Boden gestellten Tresor "Rieffel Paper Star" behändigt, diesen aus dem Büro geschafft und auf den 
mitgebrachten Handkarren geladen zu haben. Anschliessend hätten sie sich auf den Wanderweg 
Richtung AH.________(Ortschaft) begeben, wobei der Tresor auf dem steilen Weg vom Handkarren 
gefallen und bei einem Baum zurückgelassen worden sei (Deliktsbetrag: CHF 130'000.00, Sachscha-
den: CHF 17'000.00; AKS Ziff. I.1.6, I.2.5, I.3.7, Bd. II pag. 476 ff.). Weiter wird dem Beschuldigten 
vorgeworfen, vom 17.04.2016, ca. 19:00 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 07:00 Uhr zusammen mit einem 
unbekannten Mittäter, ein kleines Fenster des Hotels T.________ aufgedrückt, dort hindurchgegriffen 
und das grosse Fenster von innen geöffnet zu haben, durch dieses in das Büro des Hotels eingestie-
gen zu sein, das Büro durchsucht und den kleinen Tresor behändigt zu haben. Dieser hätten sie mit 
einer mitgebrachten Schubkarre auf den ostseitig des Hotels gelegenen Forstweg Richtung 
AI.________(Ortschaft) gebracht und dort mittels Pickel und Stemmeisen aufgewuchtet und ansch-
liessend daraus das Deliktsgut behändigt (Deliktsbetrag: CHF 500.00, Sachschaden: ca. CHF 
4'000.00; AKS Ziff. I.1.7, I.2.6, I.3.8, Bd. II pag. 476 ff.). Zudem soll er vom 17.04.2016, ca. 20:00 Uhr, 
bis am 18.04.2016, ca. 06:45 Uhr ebenfalls zusammen mit einem unbekannten Mittäter die Hauptein-
gangstüre der Bäckerei U.________ (elektrische Schiebetüre) mit einem Flachwerkzeug aufgebro-
chen, den Verkaufsraum durchsucht, die Korpustüre bei der Verkaufstheke aufgebrochen, die La-
gerräume durchsucht und dabei eine AV.________ Nusstorte behändigt zu haben (Deliktsbetrag: 
CHF 18.90, Sachschaden ca. CHF 1'500.00; AKS Ziff. I.1.8, I.2.7, I.3.9, Bd. II pag. 476 ff.). Zudem 
wird dem Beschuldigten vorgeworfen vom 17.04.2016, ca. 18:40 Uhr, bis am 18.04.2016, ca. 06:50 
Uhr zusammen mit einem unbekannten Mittäter versucht zu haben, die Haupteingangstüre (elektri-
sche Schiebetüre) des AJ.________ (Betrieb) V.________(Ortschaft) mit einem Flachwerkzeug auf-
zuwuchten und da dies misslungen sei, versucht zu haben, mit einem Flachwerkzeug die Seitenein-
gangstüre aufzubrechen, ohne das Gebäude betreten zu haben (Sachschaden: ca. CHF 600.00; AKS 
Ziff. I.1.9, I.2.8, Bd. II pag. 476 ff.). In der gleichen Zeitspanne, das heisst vom 17.04.2016, ca. 10:00 
Uhr, bis am 19.04.2016, ca. 10:30 Uhr wird dem Beschuldigten zudem vorgeworfen, zusammen mit 
einem unbekannten Mittäter die Holztür zum Keller des Landwirtschaftsgebäudes mit Ferienwoh-
nung mit Körpergewalt aufgerissen und daraus einen Pickel behändigt zu haben, mit dem Pickel auf 
der Nordseite den Fensterladen aufgebrochen, die Scheibe eingeschlagen, das Fenster geöffnet und 
das Haus betreten und durchsucht zu haben und dabei diverse Gegenstände behändigt zu haben 
(Deliktsbetrag: ca. CHF 2'820.00, Sachschaden: CHF 2'500.00; AKS Ziff. I.1.10, I.2.10, I.3.10, Bd. II 
pag. 476 ff.). Schliesslich wird dem Beschuldigten vorgeworfen sich in der Zeit vom 16.04.2016, ca. 
18:00 Uhr bis am 25.04.2016, 16:00 Uhr zusammen mit einem unbekannten Mittäter unberechtigter-
weise Zugang zu einer Scheune von AL.________ verschafft und dort genächtigt zu haben (AKS Ziff. 
I.3.6, Bd. II pag. 483).

11.5.2 Objektive und subjektive Beweise

Die Vorinstanz hat die verfügbaren Beweismittel gewürdigt und erwogen, was folgt 
(S. 25 ff. erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 906 ff.):

Im Zentrum der objektiven Beweismittel steht zunächst die DNA-Spur des Beschuldigten ab der PET-
Flasche aus der Scheune von AL.________ (Bd. I pag. 212). Der Beschuldigte hat sich nachweislich 
in der Scheune aufgehalten, was von ihm sodann anlässlich der Einvernahme vom 06.10.2021 und 
der Hauptverhandlung vom 15.03.2022 auch bestätigt wurde (Bd. I pag. 227 Ziff. 48 ff., Bd. II pag. 
604 Ziff. 25). Der Beschuldigte bestreitet jedoch konstant, sich aufgrund der Einbruchdiebstähle in der 
Scheune von AL.________ aufgehalten zu haben. Vielmehr führte er aus, er habe seinen verletzten 
Bruder abgeholt und sei aus diesem Grund in die Schweiz gereist (Bd. I pag. 226 ff. Z. 44 ff., Bd. II 
pag. 603 Ziff. 19 ff.). Die diesbezüglichen Schilderungen des Beschuldigten sind nach der Ansicht des 

24

Gerichts jedoch widersprüchlich, oberflächlich und damit nicht glaubhaft. So lässt zunächst das Aus-
sagverhalten an der Glaubhaftigkeit der Äusserungen des Beschuldigten zweifeln. Der Beschuldigte 
führte anlässlich der Einvernahme vom 23.08.2021 anfänglich aus, er könne sich nicht erklären, wie 
die DNA an die Tatorte gekommen sei, er könne sich an so etwas nicht erinnern (Bd. I pag. 55 Z. 149 
f.). An der Einvernahme vom 06.10.2021, mithin knapp zwei Monate später, hatte der Beschuldigte 
dann plötzlich eine Erklärung für die sichergestellten DNA-Spuren (Bd. I pag. 226 ff. Z. 44 ff.). Dass es 
sich hierbei um eine nachgeschobene Schutzbehauptung handelt, zeigt zunächst der Umstand, dass 
der Beschuldigte lediglich Aussagen machte, die sich nicht überprüfen lassen. Namentlich führte er 
beispielsweise aus, sein Bruder habe ihn telefonisch kontaktiert. Er erinnere sich jedoch nicht mehr an 
die Nummer seines Bruders, dieser habe die Nummer nur in der Zeit gehabt, in der er bei ihm gelebt 
habe. Auch sein Handy, auf das sein Bruder angerufen habe, sei nicht mehr dasselbe (Bd. I pag. 227 
Z. 74 ff.). Weiter führte er aus, dass er einen Freund aus BH.________ in die Schweiz mitgenommen 
hätte. Dieser Freund heisse AW.________. Den Familiennamen kenne er aber nicht, er habe auch 
seine Kontaktdaten nicht mehr. Er habe in AX.________ (Ortschaft) gelebt, wo er jetzt wohne, wisse 
er nicht (Bd. I pag. 229 Z. 162 ff.). Ebenfalls nicht überprüfbar ist die Aussage, wonach sich sein Bru-
der das Bein gebrochen habe. Der Beschuldigte führte hierzu aus, dass ein Freund seinen Bruder ins 
Krankenhaus gefahren habe, nachdem sie in AX.________(Ortschaft) angekommen seien. Er wisse 
nicht wo, einfach irgendwo in BH.________. Es müsste aber weiter weg gewesen sein. Auf jeden Fall 
sei es nicht in AX.________(Ortschaft) gewesen (Bd. I pag. 230 Z. 215 ff.). Um die Überprüfbarkeit 
der Aussage dann komplett zu vereiteln, führte der Beschuldigte dann zusätzlich aus, sein Bruder ha-
be sich mit einer Krankenkassenkarte von jemandem anderen behandeln lassen, er wisse aber nicht 
von wem die Karte gewesen sei, einfach von einem Freund (Bd. I pag. 230 Z. 218 ff.). Diesbezüglich 
ist es dann auch realitätsfremd, dass der Beschuldigte seinen verletzten Bruder nach Ankunft in 
AX.________(Ortschaft) nicht direkt selber ins Krankenaus gefahren haben soll. Darüber hinaus 
konnte auch die Aussage, wonach die Polizei in der Nacht Tatverdächtige mit der Taschenlampe ver-
folgt hätten, nicht bestätigt werden. Polizeilichen Abklärungen zufolge war in der Nacht der Einbruch-
diebstähle keine Polizei in V.________(Ortschaft) (Bd. I pag. 97). Soweit die Verteidigung ausführt, 
die Aussagen des Beschuldigten zu seinem Bruder und damit dessen Belastung würden für dessen 
Glaubwürdigkeit sprechen, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Aussagen sind derart oberflächlich und 
ungenau, dass sie gerade nicht glaubhaft wirken. Weiter spricht auch der schematische Aufbau der 
Aussagen für deren Konstruiertheit. So schilderte der Beschuldigte beispielsweise seine Fahrt nach 
AP.________ (Ortschaft) wie folgt: «Ich sagte ihm, er solle mir die Adresse schicken und ich würde 
mich sofort auf die Reise machen (…). Ich fuhr auf der Autobahn. Als ich auf der Höhe von 
AP.________ (Ortschaft) war, habe ich meinen Bruder angerufen und ihm gesagt, dass ich nun in 
AP.________ (Ortschaft) durchgefahren bin (…). Ich habe den Freund dann an dieser Adresse getrof-
fen» (Bd. I pag. 226 Z. 136 ff.). Erst später führte er dann plötzlich aus, dass er ausserdem noch ei-
nen Kollegen aus BH.________ mitgenommen habe, damit dieser helfen könne, seinen Bruder run-
terzutragen (Bd. I pag. 229 Z. 161 ff.). Dieses Aussageverhalten widerspricht dem erlebten Erzählten 
und erscheint insbesondere auch deshalb konstruiert, da der Beschuldigte auch anlässlich der Haupt-
verhandlung nur am Rande mitteilte, dass noch ein Freund von ihm dabei gewesen sei (Bd. II pag. 
603 Z. 36). Die Schilderungen sind schliesslich auch wegen den vorhandenen Widersprüchen äus-
serst unglaubhaft. So führte der Beschuldigte zunächst auf die Frage, wo er seinen Bruder abgeholt 
habe aus: «In dieser Scheune. Mein Bruder hat sich diesen Bruch bei einem Diebstahl zugezogen. 
Ich habe ja gewusst, dass er stiehlt» (Bd. I pag. 227 Z. 64 f.). Kurz später sagte er dann «Er hat mir 
mitgeteilt, dass er das Bein gebrochen habe auf der Flucht vor der Polizei. Ich habe nicht gewusst, 
dass er Diebstähle begangen hatte und deshalb auf der Flucht war. Hätte ich das gewusst, wäre ich 

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das Risiko nicht eingegangen, um ihn zu holen» (Bd. I pag. 228 Z. 122 ff.). Darauffolgend sagte er: 
«Ich habe erst zu Hause in der Wohnung in AX.________(Ortschaft) davon [von den Diebstählen] er-
fahren. Als wir zurück waren. Am Telefon hat er mir gesagt, dass er geflüchtet sei, weil er in eine 
Schlägerei mit Arabern involviert gewesen sei (Bd. I pag. 228 Z. 129 ff.). Die Schilderungen des Be-
schuldigten hierzu sind widersprüchlich und geradezu wirr. Sie lassen eine logische Konsistenz ver-
missen und erscheinen gerade nicht in sich stimmig und vorstellbar. Die Widersprüchlichkeit und Abs-
traktheit der Schilderungen des Beschuldigten lassen keine Zweifel offen, dass es sich dabei um eine 
Schutzbehauptung handeln muss. Der Grund des Aufenthalts des Beschuldigten war folglich nicht die 
Abholung seines verletzten Bruders.

Diesen zutreffenden Ausführungen kann sich die Kammer vollumfänglich ansch-
liessen. Als objektives Beweismittel liegt einzig die DNA-Spur des Beschuldigten 
auf einer PET-Flasche in der Scheune von AL.________ vor, welches einen Bezug 
des Beschuldigten zu den Einbruchdiebstählen und dem Versuch dazu in 
V.________(Ortschaft) zulässt (pag. 212 [PCN ________]; pag. 214 [Asservat Nr. 
005.1]). Diese sich ergebende belastende Tatsache wird durch die subjektiven Be-
weismittel allerdings in keiner Art und Weise relativiert. Der Beschuldigte brachte 
auch oberinstanzlich vor, er habe in der Scheune von AL.________ lediglich seinen 
verletzten Bruder abgeholt (pag. 1150, Z. 39), aber dort nicht übernachtet (pag 
1152, Z. 35 und Z. 38). Die Aussagen des Beschuldigten in Zusammenhang mit 
seinem Bruder erachtet die Kammer – wie die Vorinstanz – als von Widersprüchen 
geprägt, ungenau, konstruiert und teilweise realitätsfremd. 

Die im Berufungsverfahren bestätigte Aussage des Beschuldigten, wonach er vor 
seiner Verhaftung (August 2021 [pag. 17 ff.]) letztmals Kontakt zu seinem Bruder 
gehabt habe und seither nicht mehr (pag. 1153, Z. 8 f.), ist widersprüchlich. Dem 
Asylentscheid des SEM respektive den Angaben des Beschuldigten im Gesuch 
vom 8. Juni 2022 kann entnommen werden, dass sein Bruder in AY.________ 
(Ortschaft) in den CI.________ in einem Restaurant angestellt sei (pag. 1111). Im 
Zeitpunkt der Gesucheinreichung befand sich der Beschuldigte jedoch bereits seit 
10 Monaten in Haft, weshalb er gemäss seiner eigenen Darstellung gar nicht wis-
sen konnte, wo sich sein Bruder aufhält. Zudem hatte er im Gegensatz dazu an der 
delegierten Einvernahme vom 6. Oktober 2021 noch angegeben, sein Bruder habe 
ihm vor seiner Verhaftung gesagt, er (der Bruder) werde nach dem Geburtstag sei-
nes Sohnes nach BH.________ gehen (pag. 131, Z. 89 ff.). Das Erinnerungsver-
mögen des Beschuldigten in Bezug auf seinen Bruder scheint selektiv und die Aus-
sagen entsprechend konstruiert. 

Weiter ist das oberinstanzliche Vorbringen, er habe bereits vor der Vorinstanz ein 
Geständnis hinsichtlich der Einbruchdiebstähle in W.________(Ortschaft) und 
Z.________(Ortschaft) ablegen wollen, ihm aber seine damalige amtliche Verteidi-
gung davon abgeraten habe (pag. 1151, Z. 10 ff.), nach Überzeugung der Kammer 
als reine Schutzbehauptung zu werten. Der Beschuldigte wurde sowohl bei der 
Hafteröffnung vom 23. August 2021 als auch bei der delegierten Einvernahme vom 
6. Oktober 2021 konkret auf die Vorwürfe betreffend den Tatkomplex 
W.________(Ortschaft) und der Scheune in V.________(Ortschaft) angesprochen, 
worauf er jeweils antwortete, er wisse nichts und sei nie dort gewesen (pag. 54 f., 
Z. 122 ff.; pag. 130, Z. 35 ff.; pag. 152, Z. 35 ff.; pag. 163, Z. 37 ff.). Er erhielt dem-

26

nach mehrfach Gelegenheit, die Vorwürfe einzugestehen. Auch der diesbezügliche 
Einwand der Verteidigung, wonach es schwierig sei, ein bereits vorbereitetes Plä-
doyer noch umzuschreiben, verfängt nicht (pag. 1157; pag. 1161), zumal es gerade 
eine der Hauptaufgaben der Verteidigung darstellt, umgehend auf spontane Einge-
ständnisse oder neue belastende Beweise reagieren zu können (vgl. auch die obe-
rinstanzlichen Ausführungen der stv. Generalstaatsanwältin, pag. 1159). Bezeich-
nend ist weiter die Übereinstimmung des vom Beschuldigten angegeben Namens 
und Geburtsdatums seines Bruders (AZ.________ [pag. 131, Z. 89; pag. 605, Z. 
3]), mit einem seiner Aliasnamen. Dass der Beschuldigte für einen gefälschten 
Ausweis ausgerechnet den Namen seines eigenen Bruders verwenden würde, wie 
die Verteidigung argumentiert (pag. 1156 f.), macht keinen Sinn. Denn im Falle ei-
ner Verhaftung könnte eine Verbindung zu seinem Bruder und folglich zum Be-
schuldigten selbst geschaffen werden, was Sinn und Zweck der Verwendung ge-
fälschter Ausweispapiere zuwiderläuft. Entgegen der Verteidigung (pag. 1157) 
vermögen weiter weder die Erklärungsversuche des Beschuldigten hinsichtlich der 
insgesamt 23 Aliasnamen (pag. 1149, Z. 1 ff.) die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen 
zu begründen, noch kann von einem eigentlichen Eingeständnis des illegalen Auf-
enthalts in BH.________ die Rede sein (pag. 1148, Z. 3). Der Beschuldigte wurde 
wegen illegaler Einreise und illegalen Aufenthalts in BH.________ rechtskräftig 
verurteilt (pag. 314) und gab damit nur zu, was ihm ohnehin nachgewiesen werden 
konnte. Auch bedeutet der Umstand, dass der Beschuldigte oberinstanzlich von der 
«Stadt» V.________(Ortschaft) sprach (pag. 1152, Z. 43), nicht, dass er sich nie 
dort aufgehalten hat. Angesichts des Eintrags im Strafregisterauszug von 
BH.________ (vgl. pag. 315) ist auch seine oberinstanzliche Aussage, das Urteil 
des Tribunal Correctionel de AX.________(Ortschaft) vom 4. April 2019 sei nicht 
korrekt, da er nicht verurteilt, sondern nur nach BL.________ ausgeschafft worden 
sei (pag. 1148, Z. 27 ff.), wenig überzeugend.

Ergänzend ist weiter festzuhalten, dass sich der Beschuldigte, wie auch die stv. 
Generalstaatsanwältin zutreffend erwog, im Rahmen der Hafteinvernahme vom 
23. August 2021 zunächst an nichts erinnern konnte (pag. 54, Z. 115 ff.) und erst 
an der delegierten Einvernahme vom 6. Oktober 2021 das Geschehnis mit der 
Scheune in V.________(Ortschaft) und dem angeblich verletzten Bruder zu Proto-
koll gab. Schuld daran sei die Übersetzerin gewesen, da er Villa und nicht Scheune 
verstanden habe (pag. 226, Z. 44 ff.). Für die taktische Motiviertheit seiner Aussage 
sprechen vorab die oberinstanzlichen Erkenntnisse. Der Beschuldigte antwortete 
auf Fragen teilweise ohne Übersetzung und vereinzelt auf Deutsch (vgl. exempla-
risch pag. 1155, Z. 1 ff.) und korrigierte gar eine Angabe seiner amtlichen Verteidi-
gerin während ihres Parteivortrags (pag. 1157). Obwohl nicht verkannt wird, dass 
sich der Beschuldigte zuweilen im Schweizerischen Strafvollzug befunden und sich 
seine Deutschkenntnisse verbessert haben dürften, so gründete die anfängliche 
Aussageverweigerung sicherlich nicht auf einem Übersetzungsfehler. Vielmehr sah 
sich der Beschuldigte gezwungen, eine Geschichte zu erfinden, um die ihm ge-
machten Vorwürfe zu entkräften. Dazu passt, dass der Beschuldigte an der Einver-
nahme vom 6. Oktober 2021 betreffend die nunmehr eingestandenen Einbruch-
diebstähle in die Hotels E.________ und P.________ auf Vorhalte der festgestell-
ten DNA-Spuren angegeben hatte, sein Bruder habe wohl seine Handschuhe ge-

27

braucht, weshalb seine DNA an die Tatorte gelangt sei (pag. 131, Z. 45 ff.; pag. 
153, Z. 46 ff.). Im Widerspruch dazu führte er sodann im Rahmen der erstinstanzli-
chen Hauptverhandlung aus, er wisse nicht, wie seine DNA nach 
W.________(Ortschaft) gelangt sei (pag. 604, Z. 17). Der Beschuldigte hat dem-
nach manifestiert, ohne Hemmungen zu lügen, was seiner Glaubwürdigkeit eben-
falls nicht förderlich ist. 

11.5.3 Indirekte Beweise

Neben dem vorrangigen Beweismittel, der in der Scheune in 
V.________(Ortschaft) sichergestellten DNA-Spur des Beschuldigten, sind zahlrei-
che weitere Indizien, die für die (Mit-)Täterschaft des Beschuldigten sprechen, aus-
zumachen. So sind gleichzeitig mehrere Spuren und/oder Konnexe vom bzw. zum 
Beschuldigten feststellbar.

Augenfällig ist zunächst die örtliche und zeitliche Nähe der Deliktsvorwürfe. Die 
vorliegend zu beurteilenden Vorfälle ereigneten sich allesamt in der Nacht vom 
17. April 2016 auf den 18. April 2016 bzw. dauerten bis am 19. April 2016 an und 
die Einbruchsobjekte befanden sich in unmittelbarer Nähe (innerhalb weniger 
Gehminuten erreichbar) in V.________(Ortschaft) (vgl. pag. 233; pag. 245; pag. 
258; pag. 268; pag. 279). Auch die Tatorte der eingestandenen Einbruchdiebstähle 
und dem Versuch dazu in W.________(Ortschaft) und in Z.________(Ortschaft) 
sprechen für einen Zusammenhang, zumal diese Örtlichkeiten im BB.________ 
(Gebiet) nahe beieinander liegen (pag. 203). Weiter lassen sich die Einbruchdieb-
stahlsvorwürfe in V.________(Ortschaft) nachvollziehbar verbinden: In der Scheu-
ne in V.________(Ortschaft) wurde noch eine weitere DNA-Spur von einer PET-
Flasche sichergestellt und ein DNA-Profil einer männlichen Person isoliert (pag. 
212 [PCN ________]; pag. 214 [Asservat-Nr. 003.1]). Eine Identifikation der Spu-
rengeberschaft war zwar nicht möglich, jedoch liessen sich Spuren der gleichen 
DNA beim Einbruchdiebstahl in das Chalet R.________ feststellen (pag. 95; pag. 
212; pag. 215 [PCN ________]; pag. 234). Zudem konnte die im Rahmen des Ein-
bruchdiebstahls in die Bäckerei U.________ gestohlene Nusstorte beim Tresor, 
welcher aus dem Chalet R.________ entwendet worden war, aufgefunden werden 
(pag. 259; pag. 261). Die oberinstanzliche Aussage des Beschuldigten, dies sei 
sein Cousin gewesen und der Onkel habe sie nach AH.________(Ortschaft) ge-
bracht (pag. 1150, Z. 19 und Z. 29), ist wenig glaubhaft, zumal auch diese Angabe 
nicht überprüfbar ist. Letztlich muss die Identität des Mittäters vorliegend offenblei-
ben. In jedem Fall aber handelte es sich nicht um eine mit Einbruchdiebstählen 
gänzlich unerfahrene Person, wurde die selbige DNA doch im Rahmen eines Ein-
bruchdiebstahls in ein Schwimmbad in BC.________ (Ortschaft) im Jahre 2005 si-
chergestellt (pag. 95; pag. 215 [PCN ________]). 

Nach Ansicht der Kammer entspricht das festgestellte täterschaftliche Verhalten in 
V.________(Ortschaft) demjenigen in W.________(Ortschaft) und 
Z.________(Ortschaft). Sowohl die Wahl der Ortschaft (V.________(Ortschaft) ist 
wie W.________(Ortschaft) eine autofreie Tourismusdestination im 
BB.________(Gebiet)), der Objekte (Hotel- und Geschäftsbetriebe) als auch das 
Tatvorgehen (insbesondere die Suche nach Tresoren und dem Wegschaffen der-
selben, um diese anschliessend aufzubrechen) sind klare Indizien, die für die 

28

Täterschaft des Beschuldigten sprechen. Die Vorgehensweise ist, anders als die 
Verteidigung vorbringt (pag. 1156), nicht geradezu typisch bei Tresordiebstählen, 
sondern lässt eindeutig eine Handschrift erkennen (vgl. auch die Ausführungen der 
stv. Generalstaatsanwältin anlässlich der Berufungsverhandlung, pag. 1159 f.). 
Einzig der Einbruchdiebstahl in das Landwirtschaftsgebäude mit Ferienwohnung 
fügt sich – soweit das Deliktsobjekt (eine Privatwohnung) und das Deliktsgut (u.a. 
warme Kleidung, Stirnlampen, Feldstecher und Bergpickel [pag. 282 f.]) betreffend 
– nicht nahtlos in dieses ein. Eine andere, von der Einbruchserie in 
V.________(Ortschaft) unabhängige Täterschaft, ist allerdings bereits in Anbe-
tracht der geografischen Lage höchst unwahrscheinlich. Das Landwirtschaftsge-
bäude mit Ferienwohnung AF.________ (Adresse) (Gebäudenummer ________ 
[pag. 279]) liegt abgeschieden und befindet sich in rund 115m Luftlinie zur Scheune 
von AL.________ in AK.________(Adresse) (pag. 205). Die Scheune ist zudem 
das geografisch nächste Gebäude zum Tatobjekt. BD.________ (Adresse) und 
AF.________ (Adresse) befinden sich insgesamt gerade mal vier Gebäude (vgl. 
Geoportal des Kantons Bern, Karte «Basiskarte», einsehbar unter: htt-
ps://www.map.apps.be.ch/pub). Weiter sprechen der Tatzeitpunkt sowie die weite-
ren Umstände der Tat für einen klaren Zusammenhang hinsichtlich sämtlicher Ein-
bruchdiebstähle in V.________(Ortschaft) und damit für die gleichen Täter. Dem 
Anzeigerapport vom 27. April 2016 kann zudem entnommen werden, dass sich der 
Einbruchdiebstahl aufgrund der am Morgen des 19. April 2016 vorgefundenen, fri-
schen Schuhspuren im Schnee in der Nacht vom 18. auf den 19. April 2016 ereig-
net haben muss (pag. 284 f.). Zudem konnte die Geschädigte O.________ anläss-
lich der Tatbestandsaufnahme angeben, bei den Spuren im Schnee habe es sich 
um zwei unterschiedliche Schuhspuren von grossen Schuhen mit gutem Profil ge-
handelt, ähnlich jenem von Bergschuhen (pag. 284). Auch beim Deliktsgut handelte 
es sich zweifellos um Kleidung für zwei männliche Personen (warme Männerkleider 
in Grösse L, insbesondere zwei Paar Skihosen, zwei Paar Skihandschuhe, zwei 
Paar Herrenschuhe, eine Herrenjacke, drei Pullover sowie zwei Stirnlampen [pag. 
282 f.]). Diese Gegenstände dürften der Täterschaft angesichts der Wetterverhält-
nisse – es hatte in der Nacht geschneit und war wohl entsprechend kalt – dienlich 
gewesen sein. 

Das vorliegend ermittelte Tatvorgehen entspricht zudem dem modus operandi 
(Einstieg nachts in Geschäftsräumlichkeiten, Entwenden eines Tresors, Aufbrechen 
in einem Waldgebiet), der sich in der schriftlichen Urteilsbegründung des Oberge-
richts des Kantons BF.________ vom 1. Dezember 2011 findet (pag. 349 f., vgl. 
Dossier 5 bis 10, für die der Beschuldigte rechtskräftig verurteilt wurde [pag. 367; 
pag. 374]), was ein weiteres Indiz für die Täterschaft des Beschuldigten darstellt. 
Weitere Indizien sind auch die mehrfachen und einschlägigen Vorstrafen des Be-
schuldigten (pag. 311 ff.). Die Erfahrung in Z.________(Ortschaft) hat den Be-
schuldigten, anders als er selbst geltend macht (pag. 1154, Z. 11 f.), nicht im Ge-
ringsten daran gehindert, wieder in die Schweiz zu kommen. Denn die Delikte in 
W.________(Ortschaft) waren, mit Ausnahme des Einbruchs in das Hotel 
Q.________ – bei dem die Täterschaft im Übrigen vom Hotelier überrascht worden 
war – erfolgreich gewesen. Nach dem beinahe missglückten Einbruchdiebstahl in 
Z.________(Ortschaft) nahmen der Beschuldigte und der Mittäter in 

29

V.________(Ortschaft) ihr ursprüngliches Tatvorgehen (Hotels- und Geschäftsbe-
triebe) wieder auf.

Als weiteres belastendes Indiz ist die Entstehungsgeschichte der Aussagen des 
Beschuldigten zu werten. Anlässlich der delegierten Einvernahme vom 
6. Oktober 2021 wurde der Beschuldigte zunächst zur Person (Beginn der Einver-
nahme um 09:00 Uhr, pag. 101 ff.), zu den Einbruchdiebstählen in 
W.________(Ortschaft) (um 09:45 Uhr, pag. 129 ff.; um 10:30 Uhr, pag. 151 ff.; um 
10:41 Uhr, pag. 162 ff.), zum Einbruchdiebstahl in Z.________(Ortschaft) (um 
11:08 Uhr, pag. 199 ff.) und zum Hausfriedensbruch in die Scheune von 
AL.________ (um 11:22 Uhr, pag. 225 ff.) befragt. Zu den Vorwürfen der Einbruch-
diebstähle in V.________(Ortschaft) erfolgte die Befragung erst im Anschluss dar-
an (Beginn der Einvernahme um 13:06 Uhr, pag. 240 ff.; um 13:28 Uhr, pag. 254 
ff.; um 13:34 Uhr, pag. 264 ff.; um 13:43 Uhr, pag. 275 ff.; um 13:49 Uhr, pag. 289 
ff.). Auch anlässlich der Hafteröffnung vom 23. August 2021 wurde der Beschuldig-
te mit den Vorwürfen in W.________(Ortschaft) und der Scheune in 
V.________(Ortschaft) (pag. 54 f., Z. 122 ff.) konfrontiert, nicht jedoch mit den Ein-
bruchdiebstählen in V.________(Ortschaft). Trotzdem vermochte er bereits im Zu-
sammenhang mit dem Vorwurf des Hausfriedensbruchs zum Nachteil von 
AL.________ Ausführungen, namentlich zum Einbruchdiebstahl in das Chalet 
R.________, zu machen. Er sagte aus, es sei eine Kasse wegtransportiert und im 
Wald aufgebrochen worden (pag. 227, Z. 66 f.; pag. 228, Z. 114 f.), was im We-
sentlichen dem Tatvorgehen entspricht. Zwar gab er an, diese Informationen von 
seinem Bruder erhalten zu haben (pag. 227, Z. 65, bestätigt anlässlich der oberin-
stanzlichen Verhandlung pag. 1154, Z. 34 ff.). Die Aussagen zu seinem Bruder er-
weisen sich jedoch, wie bereits ausgeführt, als reine Schutzbehauptungen. Viel-
mehr handelt es sich bei diesen Angaben auch nach Ansicht der Kammer um dem 
Beschuldigten zurechenbares Täterwissen und nicht um Drittinformationen (vgl. 
dazu die Ausführungen der stv. Generalstaatsanwältin anlässlich der oberinstanzli-
chen Hauptverhandlung; pag. 1160). Auch die Aussage des Beschuldigten ge-
genüber dem Grenzbeamten im Rahmen seiner Verhaftung – so fragte er diesen, 
ob er wegen dem Einbruch festgenommen werde (pag. 24) – fügt sich als weiteres 
Indiz in das Gesamtbild. 

Schliesslich sprechen die Gesamtumstände für die Täterschaft des Beschuldigten 
und gegen seine Darstellung, sein Bruder habe die Einbruchdiebstähle und den 
Versuch dazu in V.________(Ortschaft) begangen. So wollte der Beschuldigte – 
jedenfalls dem Grundsatz nach – nichts von den angeblichen Einbruchdiebstählen 
seines Bruders gewusst haben (pag. 228, Z. 123 f.). Ein allfälliger Austausch der 
Brüder, der eine ähnliche Vorgehensweise erklären würde, bringt sodann nicht der 
Beschuldigte, sondern einzig dessen Verteidigung vor (pag. 1156). Es käme einem 
ungeheuren Zufall gleich, wenn er im März 2016 den weiten Weg von 
AX.________(Ortschaft) nach W.________(Ortschaft) und im April 2016 nach 
Z.________(Ortschaft) auf sich genommen und dort Einbruchdiebstähle verübt hät-
te und im Anschluss daran sein Bruder, welcher gemäss seiner Aussage in dieser 
Zeit bei ihm gelebt habe (pag. 227, Z. 60 f.), ebenfalls im April 2016 von 
AX.________(Ortschaft) nach V.________(Ortschaft) gereist und ohne jegliche 
Absprache nach der praktisch identischen Methode Einbruchdiebstähle begangen 

30

hätte. Selbst wenn der Bruder dem Beschuldigten nach dessen Rettung von den 
Diebstählen in V.________(Ortschaft) erzählt hätte, wie die Verteidigung geltend 
macht (pag. 1161), vermag dies nicht die Gleichartigkeit der Vorgehensweise zu 
erklären, insbesondere da der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt die Delikte in 
W.________(Ortschaft) und Z.________(Ortschaft) bereits begangen hatte. Viel-
mehr geben sämtliche dieser Indizien in ihrer Gesamtheit ein stimmiges Bild. Die-
ses lässt keinen Zweifel an der Täterschaft für sämtliche dem Beschuldigten vor-
geworfenen Delikte und damit an der Erwahrung der Anklageschrift, soweit nicht 
bereits ein rechtskräftiger Freispruch erfolgte. Der Beschuldigte hatte in der Scheu-
ne in V.________(Ortschaft) übernachtet und dies einzig – wie auch seine rechts-
widrige Einreise in die Schweiz und den Aufenthalt – zu dem Zweck, um Einbruch-
diebstähle zu begehen.

An dieser Stelle wird sodann auf einzelne Vorbringen der Verteidigung eingegan-
gen, soweit diese den vorliegenden Sachverhaltskomplex und Tatfragen betreffen. 

Zunächst wurde vorgebracht, der Tresor aus dem Chalet R.________ sei ver-
schlossen geblieben und von der Polizei an den Geschädigten zurückgegeben 
worden. Demnach habe der Beschuldigte im Zeitpunkt der Verhaftung nichts von 
dessen Inhalt gewusst. Er habe diese Tat nicht wegen der Deliktsumme bestritten, 
denn dass hierfür eine hohe Strafe drohe, sei ihm nicht bewusst gewesen (pag. 
1157). Was der Beschuldigte wusste, wollte und in Kauf nahm ist eine Tatfrage, die 
konkrete Würdigung dieses Wissens und des unbestrittenen Umstands, dass die 
Summe dem Geschädigten zurückgegeben wurde, hingegen eine Rechtsfrage (vgl. 
dazu E. III.13.2 nachfolgend). Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Täter bei 
Entwendung eines Tresors regelmässig nicht genau weiss, welche Wertge-
genstände oder wie viel Bargeld darin aufbewahrt sind. Durch seine Vorgehens-
weise manifestierte der Beschuldigte jedenfalls seine Absicht, sich jeglichen Inhalt 
anzueignen, der sich darin befindet. Die Reaktion – schockiert – ab dem ihm vor-
geworfenen Betrag, die er oberinstanzlich vorbrachte (pag. 1155, Z. 20 f.), ändert 
daran nichts. Da der Betrag dem Geschädigten wieder ausgehändigt wurde (vgl. 
pag. 237), macht der Hinweis der Verteidigung unter dem Stichwort Versiche-
rungsbetrug (pag. 1161) auch keinen Sinn. Die hohe Summe ist zudem durch die 
Tatsache erklärbar, dass es sich bei der Liegenschaft um ein 
AU.________(Betrieb) handelt (pag. 236). Weiter brachte die Verteidigung betref-
fend die Sachbeschädigung desselbigen Tresors vor, der Tresor habe gemäss An-
klageschrift keine Aufbruchspuren aufgewiesen. Er sei einzig als Folge eines Miss-
geschicks von der Schubkarre auf den Boden gefallen. Somit liege Fahrlässigkeit 
vor, weshalb ein Freispruch zu erfolgen habe (pag. 1157). Tatsächlich ist der An-
klageschrift unter Ziff. I.2.5. zu entnehmen, dass die Täterschaft den Tresor auf den 
mitgebrachten Handkarren verladen, aber nicht gesichert habe, so dass der Tresor 
auf dem steilen Wanderweg vom Handkarren gefallen und dadurch beschädigt 
worden sei (pag. 481). Der Anzeigerapport vom 27. April 2016 führt hierzu folgen-
des aus: «[…] Die Täterschaft schaffte den Tresor aus dem Büro und verlud diesen 
auf den mitgebrachten Handwagen. Damit begab sich die Täterschaft auf dem steil 
abfallenden Wanderweg / Fahrstrasse in Richtung AH.________(Ortschaft). Ober-
halb der BE.________ (Örtlichkeit) fiel der Tresor offensichtlich ab dem Handwa-
gen und blieb rechts der Fahrstrasse an einem Baum liegen. Die Täterschaft liess 

31

in der Folge vom Tresor ab und hinterliess diesen ohne Anzeichen von Aufbruchs-
puren. […]» (pag. 236). Trotz dieser polizeilichen Feststellungen bleibt unklar, aus 
welchem Grund der Tresor letztendlich vom Wagen fiel. Angesichts des konkreten 
Vorgehens – Abtransport auf dem Karren in steilem, unebenen Gelände – musste 
der Beschuldigte Beschädigungen an besagtem Tresor ohne Zweifel in Kauf neh-
men und damit auch, dass ein solcher im Rahmen des Transports vom Karren fal-
len könnte. Die Rechtsfrage, ob gestützt auf diese Feststellungen Fahrlässigkeit, 
Eventualvorsatz oder direkter Vorsatz gegeben ist, wird nachfolgend geprüft (vgl. 
E. III.14. hiernach).

11.5.4 Fazit und erstellter Sachverhalt

Zusammengefasst hat die Kammer mit Blick auf die verwertbaren DNA-Hits und die 
zahlreichen sehr starken Indizien keine Zweifel daran, dass der Beschuldigte die 
Einbruchdiebstähle bzw. die Versuche dazu in V.________(Ortschaft), 
W.________(Ortschaft) und Z.________(Ortschaft) begangen hat, so wie sie in der 
Anklageschrift umschrieben sind. Die Kammer erachtet folglich die angeklagten 
Sachverhalte gemäss den Ziffern I.1.1., I.1.5. bis I.1.10, I.2.1. bis I.2.2., I.2.4. bis 
I.2.10. und I.3.5. bis I.3.10 der Anklageschrift als erstellt. 

III. Rechtliche Würdigung

12. Vorbemerkung

Für die theoretischen Grundlagen sowie die konkrete Anwendung der vorliegend 
einschlägigen Gesetzesbestimmungen – Diebstahl, gewerbsmässig begangen 
gemäss Art. 139 Ziff. 2 des alten Strafgesetzbuches (aStGB; SR 311.01 [zur Ter-
minologie aStGB vgl. E. IV.17. hiernach]); Sachbeschädigung gemäss Art. 144 
aStGB; Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 aStGB – wird nachfolgend grundsätz-
lich auf die korrekten und ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen und 
diese falls nötig ergänzt. Der Beschuldigte hat weiter die vorinstanzlichen Schuld-
sprüche gestützt auf Art. 115 Abs. 1 Bst. a AuG und 115 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 
115 Abs. 3 AIG akzeptiert.

13. Diebstahl, gewerbsmässig begangen (Art. 139 Ziff. 2 aStGB)

13.1 Grundtatbestand und Qualifikation

Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz zum Grundtatbestand des Art. 139 
aStGB (S. 31 erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 912) sowie zum Qualifikati-
onstatbestand der Gewerbsmässigkeit (S. 32 erstinstanzliche Urteilsbegründung; 
pag. 913) verwiesen werden. Ergänzend ist auf Nachfolgendes hingewiesen:

Der Vorsatz muss sich auf alle objektiven Tatbestandselemente beziehen, d.h. ins-
besondere auf die Fremdheit der Sache sowie den Bruch fremden und die Begrün-
dung neuen Gewahrsams. Gefordert ist neben dem (Eventual-)Vorsatz auch die 
Absicht, sich die Sache anzueignen. Es muss dem Täter mithin gerade auf die An-
eignung ankommen, die eigentliches Motiv seines Handelns darstellt. Aneignungs-
absicht muss zum Zeitpunkt der Handlung, also der Wegnahme bestehen. Nur die 
Wegnahme zur Aneignung stellt einen Diebstahl dar. Schliesslich fordert Art. 139 

32

StGB die Absicht unrechtmässiger Bereicherung im Zeitpunkt der Tat. Damit ist 
«dolus directus ersten Grades» gemeint, also der unbedingte Wille des Täters, 
Eventualabsicht reicht mithin nicht aus (NIGGLI/RIEDO, in: Basler Kommentar Straf-
recht, 4. Aufl. 2019, N. 67 ff. zu Art. 139 StGB). «Aneignung» bedeutet, «dass der 
Täter die fremde Sache oder den Sachwert wirtschaftlich seinem eigenen Vermö-
gen einverleibt, sei es, um sie zu behalten oder zu verbrauchen, sei es, um sie an 
einen andern zu veräussern, bzw. dass er wie ein Eigentümer über die Sache ver-
fügt, ohne diese Eigenschaft zu haben». Entscheidend ist die Verschiebung der 
tatsächlichen Nutzungs- und Herrschaftsmöglichkeit. Der Täter muss also den Wil-
len manifestieren, das Opfer endgültig bzw. dauernd aus der Eigentümerstellung zu 
verdrängen (TRECHSEL/CRAMERI, in: TRECHSEL/PIETH [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl., Zürich/St. Gallen 2021, N. 6 zu Vor 
Art. 137 StGB, mit weiteren Hinweisen). Bei Behältnissen, die nur wegen ihres In-
haltes mitgenommen werden, kann der Wille zur dauernden Enteignung fehlen 
(SJZ 360/1984, Nr. 62: Telefonautomat entfernen, Münzbehälter herausbrechen 
und nach Behändigung der Münzen wegwerfen); v.a. dann, wenn das Behältnis 
nach Gebrauch weggeworfen wird. Massgeblich ist allemal, worauf es dem Täter 
ankommt (Inhalt, Behältnis oder beides, Letztes wäre etwa zu bejahen, wenn das 
Behältnis auch dem zwischenzeitlichen Transport dienen soll [NIGGLI/RIEDO, a.a.O., 
N. 37 zu Art. 137 StGB, mit Hinweis auf TRECHSEL/CRAMERI, a.a.O., N. 7 zu Vor 
Art. 137 StGB]).

13.2 Subsumtion

Was die rechtliche Würdigung der Einbruchdiebstähle anbelangt, kann – vorbehält-
lich der nachfolgenden Präzisierungen – auf die Erwägungen der Vorinstanz ver-
wiesen werden (S. 31 f. erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 912 f.). 

Dem Vorbringen der Verteidigung, es liege hinsichtlich dem Deliktsgut aus dem 
Chalet R.________ kein Erfolg mangels Aneignung und damit ein Versuch vor, da 
der Beschuldigte den Tresor nicht geöffnet und den sich im Tresor befindlichen De-
liktsbetrag von CHF 125'000.00 nicht behändigt habe (pag. 1158), kann die Kam-
mer nicht folgen. Der Diebstahl ist vollendet mit der Herstellung eines neuen, nicht 
notwendigerweise eigenen Gewahrsams nach dem Willen des Täters (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_100/2012 vom 5. Juni 2012 E. 3 mit Hinweis auf BGE 132 IV 
108 ff. E. 2.1). Dies dürfte mit dem Ergreifen der Sache bzw. des Behältnisses, 
welche die Möglichkeit der Wegschaffung verschafft, gegeben sein. Trifft dies zu, 
so hat der Täter die Herrschaftsmacht des Berechtigten aufgehoben bzw. alleinige 
Einwirkungsmöglichkeit erhalten (vgl. NIGGLI/RIEDO, a.a.O., N. 64 und N. 77 zu Art. 
139 StGB). Da der Beschuldigte den Tresor mitsamt Inhalt auf einem Handwagen 
mitnahm und aus dem Gebäude schaffte, liegt ein vollendeter Diebstahl vor, auch 
wenn er sich am Diebesgut nicht bereichern konnte. 

Entgegen der Vorinstanz (S. 33 erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 914) be-
tragen die effektiv erzielten Einkünfte – unter Berücksichtigung der nachstehenden 
Erwägungen – insgesamt CHF 23’102.75 innert einem Zeitraum von 30 Tagen. 
Dass das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit bei vorliegender Dieb-
stahlserie erfüllt ist, ist offenkundig und wird auch von der Verteidigung nicht in Ab-
rede gestellt. Durch das Aufbrechen bzw. teilweise Abtransportieren von Tresoren 

33

legte der Beschuldigte eine erhebliche kriminelle Energie an den Tag und richtete 
sich darauf ein, durch die Diebstähle namhafte Einkünfte zu erzielen. Hätte der Be-
schuldigte im Deliktszeitraum durch reguläre und legale Arbeit hinreichend Ein-
kommen erwirtschaftet, hätte er die Einbruchdiebstähle und Versuche dazu sicher-
lich nicht verüben müssen. Dass er gemäss eigenen Angaben 5 Jahre später im 
Sommer 2021 auf dem Bau schwarz gearbeitet hat (pag. 1147, Z. 35 ff.), ist nicht 
von Relevanz. Die weiteren Voraussetzungen der Gewerbsmässigkeit – mehrfa-
ches Delinquieren und die Bereitschaft zur Verübung einer Vielzahl von Delikten 
der fraglichen Art – liegen sodann vor und werden auch nicht bestritten. Betreffend 
den versuchten Einbruchdiebstahl in den M.________ bleibt anzumerken, dass die 
gewerbsmässige Begehung als Kollektivdelikt sämtliche Diebstähle zu einer juristi-
schen Handlungseinheit zusammenfasst, weshalb Art. 22 Abs. 1 StGB nicht zur 
Anwendung gelangt. Der Versuch geht im entsprechenden vollendeten gewerbs-
mässigen Delikt auf (Urteil des Bundesgerichts 6B_1223/2013 vom 4. Dezember 
2014 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 123 IV 113). 

Anders als die Vorinstanz erwog, mangelt es hinsichtlich der im Rahmen der Ein-
bruchdiebstähle in das Hotel E.________, das Chalet R.________ sowie das Hotel 
T.________ entwendeten Tresore im Lichte der zitierten Lehre und Rechtspre-
chung (vgl. E. 13.1 hiervor) am dauernden Aneignungswillen. Zwar wurden die 
Tresore mit einem Fahrradanhänger, Handwagen oder einer Schubkarre abtrans-
portiert, in kurzer Distanz zu den Deliktsobjekten (ca. 500m [pag. 109]; ca. 600m 
[pag. 236]; ca. 300m [pag. 248]) aufgebrochen [Hotel E.________ und Hotel 
T.________], bzw. nach dem Sturz ab dem Handwagen [Chalet R.________] lie-
gen gelassen (pag. 107; pag. 235; pag. 247). Die Täterschaft brach damit den Ge-
wahrsam an den Tresoren und begründete neuen, allerdings manifestierte sie da-
bei nicht ihre Absicht, die Tresore zu behalten. Diese dienten vielmehr als Behält-
nisse des Deliktsguts, auf deren Aneignung und Bereicherung die Täterschaft letzt-
lich abzielte. Sie befanden sich infolgedessen auch nur eine kurze Zeitdauer in de-
ren Gewahrsam. Der subjektive Tatbestand ist somit nicht erfüllt. In Anbetracht der 
gewerbsmässigen Begehung der Diebstähle als rechtliche Handlungseinheit (NIG-
GLI/RIEDO, a.a.O., N. 113 zu Art. 139 StGB mit Hinweisen) haben jedoch keine se-
paraten Freisprüche zu erfolgen. Einzig sind die Deliktsummen – soweit diese die 
Werte der Tresore enthielten – wie folgt zu korrigieren: Hinsichtlich des gewerbs-
mässigen Diebstahls zum Nachteil der C.________ AG (Ziffern I.1.1. der Anklage-
schrift; pag. 477), machte die Position des Tresors gemäss Anzeigerapport vom 21. 
März 2016 CHF 2'000.00 aus (pag. 108), dieser war neben zwei beschädigten 
Fenstern und eines beschädigten Schranks im Gesamtschaden in der Höhe von 
CHF 7'000.00 enthalten (Position «1 Kassenschrank Marke Atlas» [pag. 109]). 
Vom Deliktsbetrag des Diebstahls im Umfang von CHF 10'458.80 sind folglich CHF 
2'000.00 abzuziehen. Das aus dem Tresor entwendete Deliktsgut betrug unbestrit-
tenermassen CHF 8'458.80 (pag. 108 f.). Der im Rahmen des Einbruchdiebstahls 
zum Nachteil von S.________ (Ziff. I.1.6 der Anklageschrift; pag. 478) entwendete 
Tresor ist im Anzeigerapport vom 27. April 2016 unter dem Titel «Deliktsgut» mit 
einer Position von CHF 5'000.00 aufgeführt, beim Titel «Schaden» mit einer Ge-
samtsumme von CHF 17'000.00 findet sich ebenfalls die Position «Tresor beschä-
digt» (pag. 236). Demnach ist der Schadensbetrag von CHF 5'000.00 der Delikt-

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summe von insgesamt CHF 130'000.00 abzuziehen, woraus ein Deliktsbetrag von 
CHF 125'000.00 resultiert (pag. 237).

Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der erstinstanzliche Schuldspruch 
wegen gewerbsmässigen Diebstahls und Versuchs dazu nach Art. 139 Ziff. 2 
aStGB zu bestätigen. Einer Verurteilung wegen gewerbsmässigen Diebstahls und 
Versuchs dazu, mehrfach begangen, wie angeklagt (pag. 477), steht das Verbot 
der reformatio in peius entgegen. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich.

14. Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 aStGB)

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen der Sachbeschädigung nach 
Art. 144 Abs. 1 aStGB zutreffend wiedergegeben. Darauf kann vollumfänglich ver-
wiesen werden (S. 33 erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 914). Ergänzend ist 
festzuhalten, was folgt:

Gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB gilt ein Schaden als gross, welcher den Betrag von 
Fr. 10'000.00 übertrifft (BGE 136 IV 117 E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 
6B_699/2018 vom 7. Februar 2019 E. 3.3.2). Viele kleinere Schäden können sum-
miert einen grossen Schaden ausmachen (TRECHSEL/CRAMERI, in: TRECHSEL/PIETH 
[Hrsg.], Praxiskommentar StGB, 3. Aufl. Zürich 2018, Art. 144 StGB N 10). Dies gilt 
jedenfalls dann, sofern eine Handlungseinheit vorliegt. Die Frage der Tateinheit ist 
bei Art. 144 Abs. 3 StGB nicht eigenständig, sondern nach den allgemeinen Regeln 
zu beantworten (WEISSENBERGER, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, 
N. 104 ff. zu Art. 144 StGB). Eine natürliche Handlungseinheit liegt dann vor, wenn 
das gesamte, auf einem einheitlichen Willensakt beruhende Tätigwerden des 
Täters kraft eines engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhanges der Ein-
zelakte bei natürlicher Betrachtungsweise objektiv noch als ein einheitliches, zu-
sammengehörendes Geschehen erscheint, indem in diesen Fällen durch mehrere 
Einzelhandlungen ein einheitlicher Deliktserfolg herbeigeführt wird (BGE 131 IV 83 
E. 2.4.5.). Der Vorsatz des Täters muss sich hier auch auf die Verursachung eines 
grossen Schadens richten, wobei Eventualvorsatz genügt (WEISSENBERGER, 
a.a.O., N. 103 zu Art. 144 StGB).

Die Verteidigung brachte im oberinstanzlichen Parteivortrag vor, hinsichtlich der 
Sachbeschädigungen würden lediglich versuchte Delikte vorliegen, da die Scha-
denspositionen nicht belegt seien (pag. 1157). Diese Argumentation geht an der 
Sache vorbei (vgl. Ausführungen unter E. II.11.3 hiervor). Würde ein versuchtes 
Delikt vorliegen, müsste es am Eintritt des angestrebten Erfolgs mangeln (vgl. 
WEISSENBERGER, a.a.O., 4. Aufl. 2019, N. 80 zu Art. 144 StGB). Der Erfolgseintritt 
wurde vom Beschuldigten allerdings nicht in Frage gestellt. Es liegen vollendete 
Delikte vor und ein Versuch ist nicht zu prüfen. 

Hinsichtlich der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 aStGB hat die Vorin-
stanz die objektiven und subjektiven Tatbestandselemente korrekt subsumiert, 
weshalb darauf verwiesen wird (S. 34 erstinstanzliche Urteilsbegründung; pag. 
915). Präzisierend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte die Beschädigung des 
Tresors aus dem Chalet R.________ (Ziff. I.2.5. der Anklageschrift; pag. 481) zu-
mindest in Kauf nahm, womit Eventualvorsatz vorliegt. Rechtfertigungs- oder 
Schuldausschlussgründe sind nicht ersichtlich. Die entsprechenden Strafanträge 

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liegen ebenfalls vor (pag. 112; pag. 141; pag. 187; pag. 238; pag. 250; pag. 262; 
pag. 272; pag. 286; pag. 288). 

Entgegen der Vorinstanz liegt in Bezug auf die Gesamtschadenssumme von CHF 
46'020.00 keine Qualifikation im Sinne von Art. 144 Abs. 3 aStGB vor. Zunächst 
fällt bei näherer Betrachtung des vorinstanzlichen Verhandlungsprotokolls auf, dass 
das Gericht den anwesenden Parteien nach Schliessung des Beweisverfahrens 
eröffnet hatte, es werde sich betreffend Sachbeschädigung eine abweichende 
rechtliche Würdigung unter dem Gesichtspunkt der qualifizierten Sachbeschädi-
gung gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB vorbehalten. Hinweise, wonach den Parteien 
Gelegenheit zur Stellungnahme gewährt worden wäre, wie dies Art. 344 StPO vor-
sieht, gehen aus dem Protokoll nicht hervor (pag. 606). Auch konnte sich der Be-
schuldigte erstinstanzlich zu den Sachbeschädigungen nicht äussern, ihm wurden 
einzig die «Vorwürfe der Anklageschrift zu den Einbruchdiebstählen in 
V.________(Ortschaft)» vorgehalten und erfragt, was er dazu sage (pag. 603, Z. 
46 ff.). Ob ein derartiges Vorgehen zulässig wäre, insbesondere auch, da mit An-
klageschrift vom 17. Dezember 2021 in Ziff. I.2. lediglich ein Schuldspruch wegen 
mehrfacher Sachbeschädigung angeklagt (pag. 480) und erstinstanzlich beantragt 
(vgl. 625) wurde, kann offenbleiben. So oder anders ist in Bezug auf die Sachbe-
schädigungen das Vorliegen einer Handlungseinhei