# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae2eaef8-ec81-55b0-91dd-b57876c25511
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.08.2023 NP230010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NP230010_2023-08-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: NP230010-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender,  

Oberrichter Dr. M. Kriech und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw L. Hengartner 

Urteil vom 16. August 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Beklagte und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

 

gegen 

 

B._____ GmbH,  
Klägerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y._____ 

 

betreffend Forderung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Uster vom 25. Oktober 2022 (FV220026-I)  

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Rechtsbegehren: 

der Klägerin (Urk. 15 S. 1): 
"1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin einen Betrag in 

Höhe von CHF 27'890.40 zu bezahlen. 
2. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin einen 

Betrag in Höhe von CHF 24'017 zu bezahlen. 
3. Subeventualiter sei die Beklagte unter Rücknahme des Kaufge-

genstandes gemäss Kaufvertrag vom 05.07.2021, zu verpflichten, 
der Klägerin einen Betrag in Höhe von CHF 15'040.15 zuzüglich 
Zins von 5 % seit 16.08.2021 zu bezahlen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwert-
steuer zu Lasten der Beklagten." 

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht  
Uster vom 25. Oktober 2022: 
(Urk. 22 S. 8 f. = Urk. 25 S. 8 f.) 

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 27'890.40 zu bezahlen.  

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'890.– festgesetzt. 

3. Die Entscheidgebühr wird der Beklagten auferlegt. Sie wird von der Klägerin 

unter Verrechnung mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss bezogen, 

sie ist ihr aber von der Beklagten zu ersetzen. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Kosten für das Schlichtungs-

verfahren vor dem Friedensrichteramt C._____ (GV.2022.00019 / 

SB.2022.00031) von Fr. 525.– zu ersetzen. 

5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 5'298.85 (inkl. 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

6. (Mitteilungssatz) 

7. (Rechtsmittel: Berufung, Frist 30 Tage) 

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Berufungsanträge: 

der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 24 S. 2): 
"Das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 25. Oktober 2022 (Geschäfts-
Nr. FV220026-I) sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an 
das Bezirksgericht Uster zurückzuweisen. 
Eventualiter: 
Das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 25. Oktober 2022 (Geschäfts-
Nr. FV220026-I) sei aufzuheben und die Klage sei abzuweisen. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der 
Berufungsbeklagen." 

 
der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 35 S. 2): 

"1. Die Berufung vom 20.03.2023 sei vollumfänglich abzuweisen und 
das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 25.10.2022 sei zu bestä-
tigen. 

2. Die Kosten des Verfahrens seien der Berufungsklägerin aufzuer-
legen und diese sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten eine 
angemessene Parteientschädigung (zzgl. MwSt) zu bezahlen." 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

1. Mit Eingabe vom 28. Februar 2022 reichte die Klägerin und Berufungs-

beklagte (fortan Klägerin) ein Schlichtungsgesuch beim Friedensrichteramt 

C._____ ein. Nach gescheiterter Schlichtungsverhandlung wurde der Klägerin am 

10. Mai 2022 die Klagebewilligung erteilt (Urk. 1 und Urk. 8). Daraufhin machte 

sie am 21. Juni 2022 eine Klage mit den Rechtsbegehren gemäss Urk. 2 S. 2 

hängig, die sie anlässlich der Verhandlung vom 26. Oktober 2022 leicht modifi-

zierte (vgl. Rechtsbegehren im Ingress). Mit Urteil vom 25. Oktober 2022 hiess die 

Vorinstanz die Klage (gemäss modifiziertem Rechtsbegehren) gut (Urk. 22 

S. 8 = Urk. 25 S. 8). 

2. Dagegen erhob die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) 

mit Eingabe vom 20. März 2023 fristgerecht (Urk. 23 und Art. 311 Abs. 1 ZPO) 

Berufung mit den vorgenannten Anträgen (Urk. 24). Mit Verfügungen vom 

24. März und 3. April 2023 wurden von der Beklagten zunächst eine Vollmacht 

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und anschliessend ein Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 3'780.– verlangt, welche 

beide fristgerecht eingingen (Urk. 29-33). Daraufhin wurde der Klägerin mit Verfü-

gung vom 21. April 2023 Frist zur Erstattung der Berufungsantwort angesetzt 

(Urk. 34). Diese wurde fristgerecht eingereicht und der Klägerin mit Verfügung 

vom 13. Juni 2023 zugestellt (Urk. 35-38). Die Beklagte nahm mit Eingabe vom 

26. Juni 2023 Stellung zur Berufungsantwort (Urk. 39). Diese Stellungnahme wird 

der Klägerin mit dem heutigen Urteil zugestellt. Weitere Eingaben erfolgten nicht. 

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-23) und das 

Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die Parteivorbringen wird im Folgenden 

eingegangen, soweit es sich für die Entscheidfindung als notwendig erweist.  

II. Prozessuale Vorbemerkungen 

 Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur 

noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumut-

barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten 

(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Hinsichtlich verspätet vorgebrachter Tatsachen und Be-

weismittel, mit welchen das Fehlen einer Prozessvoraussetzung geltend gemacht 

wird, ist hingegen zu differenzieren: Lehre und Rechtsprechung wenden für die 

Prüfung der Prozessvoraussetzungen eine eingeschränkte Untersuchungsmaxi-

me an, gemäss welcher das Gericht von Amtes wegen unabhängig von den Vor-

bringen der Parteien darüber zu wachen hat, dass die Prozessvoraussetzungen 

gegeben sind. Der Richter ist daher an die Zugeständnisse der Parteien nicht ge-

bunden und muss von Amtes wegen erforschen, ob Tatsachen bestehen, die ge-

gen das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen sprechen (BGer 4A_229/2017 

vom 7. Dezember 2017, E. 3.4.). Die Gefahr, dass ein Sachurteil trotz Fehlens der 

Prozessvoraussetzungen ergeht, kann es nach bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung rechtfertigen, verspätet vorgebrachte Tatsachen zu berücksichtigen (BGer 

4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017, E. 3.4.3.). So werden Noven ausserhalb 

der Voraussetzungen von Art. 317 ZPO zugelassen, sofern sie die sachliche oder 

funktionelle Unzuständigkeit betreffen (BGer 4A_229/2017 vom 7. Dezember 

2017, E. 3.4.3.; OGer ZH LB130013 vom 16.09.2013, E. II.4.; OGer ZH LB120012 

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vom 23.11.2012, E. II.4). Entscheide, welche von einem sachlich oder funktionell 

unzuständigen Gericht erlassen werden, leiden nämlich an einem schwerwiegen-

den Mangel, welcher zur Nichtigkeit des Entscheides führen kann (BGE 137 III 

217 E. 2.4.3.; BGer 2C_178/2020 vom 19. Juni 2020, E. 2.2.). Das Vermeiden 

solch schwerwiegender, möglicherweise zu nichtigen Urteilen führenden Fehlern 

liegt im öffentlichen Interesse (BGer 4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017, 

E. 3.2.), weshalb es ohne weiteres gerechtfertigt ist, auch verspätet vorgebrachte 

Noven zu berücksichtigen. Anders als die sachliche und funktionelle Zuständigkeit 

ist die örtliche Zuständigkeit der Disposition der Parteien in aller Regel nicht ent-

zogen, sondern kann durch (auf Einrede hin zu berücksichtigende) Parteiverein-

barung (Art. 17 ZPO; BSK ZPO-Infanger, Art. 17 N 20) oder ein einseitiges tat-

sächliches Verhalten (Einlassung; Art. 18 ZPO) begründet werden. Ihr Fehlen 

führt grundsätzlich nicht zur Nichtigkeit eines Entscheides (BGer 5F_6/2016 vom 

23. Mai 2016, E. 2.2). Damit besteht (jedenfalls in den erwähnten Fällen) kein An-

lass, verspätet vorgebrachte Tatsachen und Beweismittel ausserhalb von Art. 317 

Abs. 1 ZPO zu berücksichtigen und dadurch unsorgfältig prozessierenden Partei-

en unter die Arme zu greifen. Es erscheint auch nicht erstrebenswert, Parteien so 

die Möglichkeit einzuräumen, abzuwarten, ob sich der Prozess (materiell) zu ihren 

Gunsten entwickelt, um im Falle eines ungünstigen Entscheides im Rechtsmittel-

verfahren die Unzuständigkeitseinrede erheben zu können. Daher sind neue Be-

hauptungen und Beweismittel, welche die örtliche Unzuständigkeit belegen sollen, 

(jedenfalls in den erwähnten Fällen) nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 

Abs. 1 ZPO zulässig. Wer sich auf Noven beruft, hat zudem deren Zulässigkeit 

nachzuweisen und darzutun, warum ein früheres Vorbringen nicht möglich war 

und worin die hierfür unternommenen Anstrengungen bestanden haben. Die Par-

tei, welche das Novenrecht beansprucht, ist insoweit behauptungs- und beweis-

belastet (BGer 4A_38/2020 vom 22. Juli 2020, E. 5.1.3.;  

OGer ZH RT180120 vom 12.02.2019, E. 3.3.3. m.w.H.).  

III. Materielles 

1. Die Beklagte rügt zusammengefasst, die Klägerin habe die streitge-

genständliche Maschine über die von ihr (der Beklagten) betriebene Internetseite 

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www.D._____.ch bestellt. Zur Bestellung habe die Klägerin die allgemeinen Ge-

schäftsbedingungen akzeptieren müssen. Die Bestellung sei am 5. Juli 2021 um 

14.39 Uhr von der Klägerin bestätigt worden, wobei sie sich mit den allgemeinen 

Geschäftsbedingungen einverstanden erklärt habe. Die Auftragsbestätigung sei 

sodann mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen an E._____ versandt worden 

(Urk. 24 Rz. 9). Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (fortan AGB) sähen bei 

Streitigkeiten wie im vorliegenden Fall, bei welchen der Kunde Kaufmann sei, als 

alleinigen Gerichtsstand F._____ vor (Urk. 24 Rz. 10). Dies gelte bereits für das 

vorgelagerte Schlichtungsverfahren. Die Klägerin habe ihr Schlichtungsgesuch 

jedoch beim Friedensrichteramt C._____ eingereicht (Urk. 24 Rz. 11). Die Klage-

bewilligung sei somit von einem örtlich unzuständigen Friedensrichteramt ausge-

stellt worden und die Vorinstanz hätte nicht auf die Klage eintreten dürfen (Urk. 24 

Rz. 12). Sollte wider Erwarten von einem korrekt durchgeführten Schlichtungsver-

fahren oder von der Nichtgeltung der allgemeinen Geschäftsbedingungen ausge-

gangen werden, so werde auf folgende Eventualbegründung verwiesen (Urk. 24 

Rz. 13): Sie sei im Vertrauen auf die von der Klägerin akzeptierten allgemeinen 

Geschäftsbedingungen der Schlichtungsverhandlung ferngeblieben. Infolge der 

ungültigen Klagebewilligung habe sie sich einen Nichteintretensentscheid der Vor-

instanz erhofft und sei deshalb auch der Verhandlung vom 25. Oktober 2022 

ferngeblieben. Hätte sie sich in den Verfahren geäussert, hätte sie sich den Vor-

halt der Einlassung gefallen lassen müssen, was sie habe verhindern wollen 

(Urk. 24 Rz. 14). Entgegen ihren Erwartungen sei ein Entscheid in der Sache er-

gangen. Da die Vorinstanz von einer Säumnis ihrerseits an der Verhandlung vom 

25. Oktober 2022 ausgegangen sei, sei die Vorinstanz von einer wahren Darstel-

lung der Klägerin ausgegangen. Mithin habe die Vorinstanz ihr (der Beklagten) 

keine Möglichkeit mehr eingeräumt, sich umfassend zu den Tatsachenvorbringen 

der Klägerin zu äussern (Urk. 24 Rz. 15). Daher sei es auch unter dem Aspekt 

des rechtlichen Gehörs und der Verfahrensfairness notwendig, die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 24 Rz. 16).  

2. Die Klägerin entgegnet zusammengefasst, die AGB seien für Vertrags-

parteien nur verbindlich, wenn sie Vertragsbestandteil seien. In der von der Be-

klagten eingereichten E-Mail werde geäussert, die Bestellung sei im Shop bestellt 

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und die AGB akzeptiert worden, sonst "könne man nicht bestellen". Dem sei unter 

Verweis auf die Bestellung vom 23. Mai 2023 zu widersprechen, als die Unter-

zeichnende ohne einen Hinweis auf die AGB die Bestellung habe abschliessen 

können. Dies könne – unter Vorbehalt der neuen Programmierung durch die Be-

klagte – jederzeit getestet bzw. simuliert werden (Urk. 35 Rz. 5). Nachdem der 

diesbezügliche Beweis, ob die AGB als Vertragsbestandteil gelten würden, der 

Beklagten obliege, werde auf weitere Ausführungen verzichtet. Der eingereichte 

Quelltext vermöge den Nachweis nicht zu erbringen. Schliesslich lasse sich dar-

aus nicht erkennen, wie sich der Bestellvorgang tatsächlich ereignet habe, und 

ein nachträglicher Nachweis wäre ohnehin verspätet, zumal nicht ausgeschlossen 

werden könne, dass der Bestellvorgang mittlerweile angepasst worden sei 

(Urk. 35 Rz. 6). Entsprechend sei die Berufung infolge Fehlens einer Gerichts-

standsvereinbarung abzuweisen (Urk. 35 Rz. 7). Diese sei nie Vertragsbestandteil 

geworden (Urk. 35 Rz. 20). 

3.1. Die Beklagte bringt erstmals im Rechtsmittelverfahren vor, dass die 

Parteien eine Gerichtsstandsvereinbarung abgeschlossen hätten (Urk. 24 

Rz. 9 ff.), und reicht die AGB mitsamt dieser Klausel ein (Urk. 28/4). Dass es ihr 

trotz zumutbarer Sorgfalt nicht möglich gewesen sein soll, diese Behauptungen 

und Beweismittel bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorzubringen, macht die 

Beklagte nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Damit sind sie verspätet und 

nicht zuzulassen (siehe E. II). Der Beklagten gelingt es daher nicht, die Unzu-

ständigkeit des Friedensrichteramtes C._____ nachzuweisen.  

3.2. Im Sinne einer Eventualbegründung ist zu ergänzen, dass der Beklag-

ten der Nachweis einer Gerichtsstandsvereinbarung auch nicht gelänge, wenn die 

Noven zuzulassen wären. Dem eingereichten Quelltext der E-Mail vom 5. Juli 

2021 um 14:39 Uhr lässt sich nicht entnehmen, dass die Klägerin die AGB akzep-

tiert hat (Urk. 28/3). Da diese E-Mail von der Beklagten an die Klägerin verschickt 

wurde, konnte Letztere die Bestellung – entgegen der Darstellung der Beklagten 

(Urk. 24 Rz. 9) – mit dieser E-Mail auch gar nicht bestätigen und sich hierbei mit 

den AGB einverstanden erklären. Ohnehin scheint die Bestellung nicht über den 

Webshop der Beklagten aufgegeben worden zu sein: Wie die Klägerin im vo-

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rinstanzlichen Verfahren ausführte, habe die Beklagte ihr im Juli 2021 die streit-

gegenständliche Maschine offeriert und sie hätten grösstenteils per Whatsapp 

kommuniziert (Urk. 15 Rz. 5 f.). Aus dem beigelegten Chat-Verlauf ist ersichtlich, 

dass die Klägerin der Beklagten am 5. Juli 2021 um 10:08 Uhr mitteilte, dass sie 

die Maschine gerne hätte. Die Beklagte entgegnete um 10:12 Uhr, dass sie den 

Auftrag fertig mache. Um 13:04 Uhr erwiderte die Klägerin, sie habe gesehen, 

dass die Beklagte ihr bereits eine Mail geschickt habe, und bat um Anpassung der 

Adresse (Urk. 16/6 S. 1). Die Bestellung wurde daher offensichtlich über 

Whatsapp – ohne Bezugnahme auf die AGB – aufgegeben.  

3.3. Die Rügen der Beklagten erweisen sich nach dem Gesagten als unbe-

gründet. Ohne Gerichtsstandsvereinbarung waren das Friedensrichteramt 

C._____ und die Vorinstanz zur Behandlung der Klage örtlich zuständig; das wird 

auch von der Beklagten eingeräumt (Urk. 24 Rz. 7, 9). Die Vorinstanz trat folglich 

zu Recht auf die Klage ein. Das Verfahren ist nicht zur Wahrung des rechtlichen 

Gehörs und der Verfahrensfairness (so die Beklagte in Urk. 24 Rz. 16) an die Vor-

instanz zurückzuweisen, da die Beklagte an der Verhandlung vom 25. Oktober 

2022 Gelegenheit gehabt hätte, die Klage zu beantworten. Sie blieb der Verhand-

lung jedoch trotz ordnungsgemässer Vorladung unentschuldigt fern (Urk. 10-12; 

Prot. I. S. 4). Eine erneute Vorladung wäre daher nur unter den Voraussetzungen 

von Art. 148 ZPO möglich. Die Beklagte vermochte jedoch nicht darzutun, dass 

sie an ihrer Säumnis kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft. Sie hätte ohne 

weiteres im Schlichtungsverfahren oder im vorinstanzlichen Verfahren die Unzu-

ständigkeitseinrede erheben können, was nicht als Einlassung gilt und was der 

anwaltlich vertretenen Beklagten zweifelsfrei bewusst ist. Die Berufung ist daher 

abzuweisen und das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen.  

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 Bei diesem Verfahrensausgang sind die erstinstanzlichen Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen zu bestätigen. Ferner sind der unterliegenden Beklagten die 

Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen, welche in Anwendung von § 2, 

§ 4, § 10 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 3'780.– festzusetzen und aus 

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dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss zu beziehen sind. Sie ist sodann zu 

verpflichten, der Klägerin für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung in 

Höhe von Fr. 2'600.– inklusive Mehrwertsteuer zu bezahlen (§ 4 und § 13 Abs. 1 

und 2 AnwGebV).  

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Einzelgerichts im verein-

fachten Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 25. Oktober 2022 wird be-

stätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'780.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beklag-

ten auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.  

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das zweitinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung von Fr. 2'600.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage des 

Doppels von Urk. 39, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 27'890.40. Die Be-
schwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des 
Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

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Zürich, 16. August 2023 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Vorsitzende: 

 
 
 

lic. iur. A. Huizinga 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw L. Hengartner 
 
versandt am: 
st 

	Urteil vom 16. August 2023
	Rechtsbegehren:
	Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht  Uster vom 25. Oktober 2022: (Urk. 22 S. 8 f. = Urk. 25 S. 8 f.)
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 27'890.40 zu bezahlen.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'890.– festgesetzt.
	3. Die Entscheidgebühr wird der Beklagten auferlegt. Sie wird von der Klägerin unter Verrechnung mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss bezogen, sie ist ihr aber von der Beklagten zu ersetzen.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Kosten für das Schlichtungsverfahren vor dem Friedensrichteramt C._____ (GV.2022.00019 / SB.2022.00031) von Fr. 525.– zu ersetzen.
	5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von Fr. 5'298.85 (inkl. 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
	6. (Mitteilungssatz)
	7. (Rechtsmittel: Berufung, Frist 30 Tage)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte

	1. Mit Eingabe vom 28. Februar 2022 reichte die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) ein Schlichtungsgesuch beim Friedensrichteramt C._____ ein. Nach gescheiterter Schlichtungsverhandlung wurde der Klägerin am 10. Mai 2022 die Klagebewilli...
	2. Dagegen erhob die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) mit Eingabe vom 20. März 2023 fristgerecht (Urk. 23 und Art. 311 Abs. 1 ZPO) Berufung mit den vorgenannten Anträgen (Urk. 24). Mit Verfügungen vom 24. März und 3. April 2023 wurden ...
	3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-23) und das Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die Parteivorbringen wird im Folgenden eingegangen, soweit es sich für die Entscheidfindung als notwendig erweist.
	II.  Prozessuale Vorbemerkungen
	III.  Materielles

	1. Die Beklagte rügt zusammengefasst, die Klägerin habe die streitgegenständliche Maschine über die von ihr (der Beklagten) betriebene Internetseite www.D._____.ch bestellt. Zur Bestellung habe die Klägerin die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzepti...
	2. Die Klägerin entgegnet zusammengefasst, die AGB seien für Vertragsparteien nur verbindlich, wenn sie Vertragsbestandteil seien. In der von der Beklagten eingereichten E-Mail werde geäussert, die Bestellung sei im Shop bestellt und die AGB akzeptier...
	3.1. Die Beklagte bringt erstmals im Rechtsmittelverfahren vor, dass die Parteien eine Gerichtsstandsvereinbarung abgeschlossen hätten (Urk. 24 Rz. 9 ff.), und reicht die AGB mitsamt dieser Klausel ein (Urk. 28/4). Dass es ihr trotz zumutbarer Sorgfal...
	3.2. Im Sinne einer Eventualbegründung ist zu ergänzen, dass der Beklagten der Nachweis einer Gerichtsstandsvereinbarung auch nicht gelänge, wenn die Noven zuzulassen wären. Dem eingereichten Quelltext der E-Mail vom 5. Juli 2021 um 14:39 Uhr lässt si...
	3.3. Die Rügen der Beklagten erweisen sich nach dem Gesagten als unbegründet. Ohne Gerichtsstandsvereinbarung waren das Friedensrichteramt C._____ und die Vorinstanz zur Behandlung der Klage örtlich zuständig; das wird auch von der Beklagten eingeräum...
	IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 25. Oktober 2022 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'780.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beklagten auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das zweitinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'600.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage des Doppels von Urk. 39, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...