# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d6efab4-1378-5cce-adc0-cb9e7e3fd19a
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 31.10.2024 CA.2024.19
**Docket/Reference:** CA.2024.19
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CA-2024-19_2024-10-31

## Full Text

Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB);
Rückweisung CAR (CR.2023.15), Revision (CA.2022.2);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB);
Rückweisung CAR (CR.2023.15), Revision (CA.2022.2);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB);
Rückweisung CAR (CR.2023.15), Revision (CA.2022.2);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB);
Rückweisung CAR (CR.2023.15), Revision (CA.2022.2)

Urteil vom 31. Oktober 2024 
Berufungskammer 

Besetzung  Richterin Andrea Blum, Vorsitzende 
Richter Thomas Frischknecht und Olivier Thormann 
Gerichtsschreiberin Nathalie Hiltbrunner  

Parteien  A.,  
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Daniel U. Walder,  

Berufungsführer / Beschuldigter  
 
gegen 
 
BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwältin 
des Bundes Sabrina Beyeler, 

Berufungsführerin / Anklagebehörde 
 
und 
 
1. B. BANK, 

  
2. C. AG, 
 
3. D. VERSICHERUNG, 

Privatklägerschaft  
 
 
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2024.19 

- 2 - 

Gegenstand 
 

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in ver-
brecherischer Absicht, qualifizierter Diebstahl und quali-
fizierte Sachbeschädigung 
 
Berufung des Beschuldigten (vollumfänglich) vom 
28. Februar 2022 und Berufung der Bundesanwaltschaft 
(teilweise) vom 22. Februar 2022 gegen das Urteil der 
Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2021.45 vom 
22. Dezember 2021 
 
Revision des Urteils CA.2022.2 vom 14. März 2023 

  

- 3 - 

Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil 

A.1 Am 12. Dezember 2019 erhielt die Notrufzentrale des Kantons St. Gallen die 
Meldung, dass an der G. Strasse 37 in Z. ein Bankomat aufgesprengt wurde, 
woraufhin die Kantonspolizei St. Gallen an den Tatort ausrückte (BA pag. 10.01-
0003). Gemäss Zwischenbericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 13. Januar 
2020 konnten an zwei in Tatortnähe sichergestellten Nageleisen (nachfolgend: 
Geissfüsse oder Brecheisen) DNA-Spuren gesichert werden, die mit den DNA-
Profilen von A. (nachfolgend: Beschuldigter) und F. übereinstimmen (BA pag. 
10.01-0023).  

A.2 Am 21. Januar 2020 stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Un-
tersuchungsamt ZZ., eine Gerichtsstandsanfrage zuhanden der Bundesanwalt-
schaft (nachfolgend: BA) (BA pag. 02.02-0001), worauf Letztere am 3. März 2020 
bestätigte, das Verfahren in Bundeskompetenz weiterzuführen (BA pag. 02.02-
0005). Am 29. Mai 2020 eröffnete die BA ein Verfahren gegen den Beschuldig-
ten, F. und unbekannte Täterschaft wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und 
giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Diebstahl (Art. 
139 StGB), Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB) und Hausfriedens-
bruch (Art. 186 StGB) und vereinigte die Verfahren in der Hand der Bundesbe-
hörden (BA pag. 01.01-0003; 02.01-0004 f.). Der Beschuldigte wurde am 19. Juni 
2020 um circa 15:50 Uhr in YY. einer Verkehrskontrolle unterzogen. Aufgrund 
des gleichentags durch die BA erlassenen internationalen Haftbefehls (BA pag. 
06.03-0005) wurde er durch die österreichischen Behörden um 17:45 Uhr fest-
genommen (BA pag. 18.01-0013). 

A.3 Mit Verfügung vom 17. Juni 2021 trennte die BA das Verfahren gegen den Be-
schuldigten vom Strafverfahren gegen F. und unbekannte Täterschaft ab, da F. 
aufgrund eines gegen ihn in Dänemark hängigen Strafverfahrens damals nicht 
an die Schweiz ausgeliefert und das gegen ihn und unbekannte Täterschaft in 
der Schweiz hängige Verfahren – im Gegensatz zum Strafverfahren gegen den 
Beschuldigten – nicht abgeschlossen werden konnte (BA pag. 03.01-0014 ff.). 
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

A.4 Am 6. Oktober 2021 erhob die BA bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
Anklage (TPF pag. 9.100.001 ff.) gegen den Beschuldigten wegen Gefährdung 
durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 
StGB), qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB) und qualifizierter 
Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und Abs. 3 StGB). 

- 4 - 

A.5 Die erstinstanzliche Hauptverhandlung fand am 22. Dezember 2021 in Anwesen-
heit der BA sowie des Beschuldigten und seines amtlichen Verteidigers am Sitz 
des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt (TPF pag. 9.720.001 ff.). Mit gleichen-
tags mündlich eröffnetem Urteil SK.2021.45 wurde der Beschuldigte der Gefähr-
dung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht gemäss 
Art. 224 Abs. 1 StGB, des qualifizierten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 
Ziff. 3 Abs. 4 StGB und der qualifizierten Sachbeschädigung gemäss Art. 144 
Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB schuldig gesprochen. Dafür wurde er mit einer Frei-
heitsstrafe von 74 Monaten bestraft. Die ausgestandene Haft wurde auf den Voll-
zug der Strafe angerechnet. Zudem wurde der Beschuldigte für die Dauer von 10 
Jahren des Landes verwiesen. Die Zivilklage der C. AG (nachfolgend: Privatklä-
gerin 2) wurde auf den Zivilweg verwiesen. Betreffend Zivilklage der D. Versiche-
rung (nachfolgend: Privatklägerin 3) wurde der Beschuldigte zur Bezahlung von 
Schadenersatz von Fr. 57'641.55, zuzüglich 5 % Zins seit 10. Dezember 2020, 
verpflichtet. Im Übrigen wurde die Zivilklage der Privatklägerin 3 auf den Zivilweg 
verwiesen.  

A.6 Gegen dieses Urteil meldeten sowohl der Beschuldigte am 27. Dezember 2021 
(TPF pag. 9.940.001 f.) als auch die BA am 30. Dezember 2021 (TPF 
pag. 9.940.003 f.) fristgerecht die Berufung an.  

A.7 Die schriftliche Urteilsbegründung wurde am 4. Februar 2022 versandt und von 
den Parteien am 7. Februar 2022 postalisch empfangen (CA.2022.2 pag. 
1.100.005 ff.). 

B. Ursprüngliches Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafge-
richts (CA.2022.2) 

B.1 Mit Schreiben vom 4. Februar 2022 leitete die Strafkammer das begründete Urteil 
vom 22. Dezember 2021 mitsamt den beiden Berufungsanmeldungen und den 
Akten an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts (nachfolgend: Beru-
fungskammer) weiter (CA.2022.2 pag. 1.100.003). 

Mit Berufungserklärung vom 22. Februar 2022 (CA.2022.2 pag. 1.100.058 f.) er-
klärte die BA die Beschränkung der Berufung auf die Bemessung der Strafe und 
der Massnahme gemäss Ziffer 2 und 3 des Urteilsdispositivs vom 22. Dezember 
2021 und stellte folgende Anträge: 

1. A. sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren, unter Anrechnung der erstandenen 

Haft. 

2. A. sei für 12 Jahre des Landes zu verweisen. 

- 5 - 

B.2 Der Beschuldigte focht mit Berufungserklärung vom 28. Februar 2022 
(CA.2022.2 pag. 1.100.060 ff.) das erstinstanzliche Urteil vollumfänglich an – mit 
Ausnahme der Höhe der Entschädigung des amtlichen Verteidigers gemäss Zif-
fer 8 des Urteilsdispositivs – und liess folgende Anträge stellen: 

1. A. sei freizusprechen vom Vorwurf der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in ver-

brecherischer Absicht, des qualifizierten Diebstahls sowie der qualifizierten Sachbeschädigung, 

alles angeblich gemeinsam begangen mit F. am 12. Dezember 2019, 01.33 Uhr, in Z. 

2. Die entstandenen erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft aufzuerlegen und es sei A. für die diesbezüglich entstandenen Verteidigungskosten 

eine Entschädigung auszurichten. 

3. Es sei A. für den ausgestandenen Freiheitsentzug eine gerichtlich zu bestimmende Genugtuung 

sowie eine gerichtlich zu bestimmende Erwerbsausfallsentschädigung auszurichten. 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens seien die geltend gemachten Zivil- resp. Strafklagen unter 

Kostenfolgen abzuweisen. 

5. Es seien die oberinstanzlichen Verfahrenskosten der Schweizerischen Eidgenossenschaft auf-

zuerlegen und es sei A. für die diesbezüglich entstandenen Verteidigungskosten eine Entschä-

digung auszurichten. 

6. Es sei A. beim vorliegend beantragten Ausgang des Verfahrens unverzüglich aus dem vorzei-

tigen Strafvollzug zu entlassen. 

7. Es seien die weiteren notwendigen Verfügungen zu treffen und es sei das Honorar der amtli-

chen Verteidigung im oberinstanzlichen Verfahren gerichtlich zu bestimmen. 

Weiter beantragte der Beschuldigte die abermalige rechtshilfeweise Einver-
nahme von F. (CA.2022.2 pag. 1.100.062). 

B.3 Die BA verzichtete mit Eingabe vom 14. März 2022 auf einen Nichteintretensan-
trag und eine über die bereits eingereichte Berufungserklärung hinausgehende 
Anschlussberufung. Sie nahm zum Beweisantrag des Beschuldigten Stellung, 
ohne selbst Anträge zu stellen (CA.2022.2 pag. 1.400.003).  

B.4 Nach erfolglosen Abklärungen zur Aussagebereitschaft des sich in Dänemark in 
Haft befindenden F. (CA.2022.2 pag. 2.100.001 f.) und Durchführung eines 
Schriftenwechsels betreffend Fragekatalog zur Einvernahme von F. auf dem 
Rechtshilfeweg (CA.2022.2 pag. 2.100.003 ff., pag. 2.101.006, pag. 2.102.003), 
stellte die Berufungskammer in Gutheissung des Beweisantrags des Beschuldig-
ten am 10. Juni 2022 ein internationales Rechtshilfeersuchen in Strafsachen 
zwecks rechtshilfeweiser Einvernahme von F. als Auskunftsperson an Dänemark 
(CA.2022.2 pag. 3.101.001). Die dänischen Behörden beantworteten das 
Rechtshilfegesuch am 28. September 2022 dahingehend, dass F. die Aussage 
verweigere, bis er Akteneinsicht erhalte (CA.2022.2 pag. 3.101.046 ff.).  

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B.5 Am 3. August 2022 stellte der damalige amtliche Verteidiger des Beschuldigten, 
Rechtsanwalt André Vogelsang, ein Gesuch um Entlassung aus dem amtlichen 
Mandat aufgrund eines erheblich gestörten Vertrauensverhältnisses zum Be-
schuldigten (CA.2022.2 pag. 2.102.004 ff.). Mit Schreiben vom 9. August 2022 
ersuchte Rechtsanwalt Daniel U. Walder (Zürich) um Einsetzung als amtlicher 
Verteidiger des Beschuldigten (CA.2022.2 pag. 2.102.008 f.). Mit prozessleiten-
der Verfügung vom 10. August 2022 hiess die Verfahrensleitung das Gesuch gut 
und entliess Rechtsanwalt André Vogelsang aus dem Mandat der amtlichen Ver-
teidigung des Beschuldigten und bestellte Rechtsanwalt Daniel U. Walder mit 
sofortiger Wirkung als amtlichen Verteidiger (CA.2022.2 pag. 8.101.001 f.).  

B.6 Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte die Berufungskammer entsprechend 
der Verfügung über die Beweismassnahmen vom 10. August 2022 (CA.2022.2 
pag. 4.200.001 ff.) aktuelle Auszüge aus dem schweizerischen Strafregister 
(CA.2022.2 pag. 4.401.009 ff.) und mehreren ausländischen Strafregistern 
(CA.2022.2 pag. 4.401.012 ff.) sowie einen Führungsbericht der Justizvollzugs-
anstalt H. (CA.2022.2 pag. 6.100.006 ff.) über den Beschuldigten ein.  

B.7 Mit Eingabe vom 8. September 2022 beantragte der Beschuldigte die Einver-
nahme des Mitverfassers des Berichts des Kriminaltechnischen Dienstes vom 
9. Januar 2020, DD. (CA.2022.2 pag. 4.200.006). Nach entsprechender Informa-
tion der Verfahrensleitung liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 16. Septem-
ber 2022 diesen Beweisantrag hinsichtlich der zu befragenden Person zu EE. als 
Verantwortlicher des Fachbereichs Forensische Genetik vom Institut für Rechts-
medizin (nachfolgend: IRM) St. Gallen korrigieren (CA.2022.2 pag. 4.200.007). 
Mit Schreiben vom 19. September 2022 informierte die Verfahrensleitung die 
Parteien, dass EE. aufgrund von ferienbedingter Auslandabwesenheit nicht zum 
Verhandlungstermin vom 17. Oktober 2022 erscheinen könne, jedoch einen 
schriftlichen Bericht erstatten werde. Nach vorgängiger Vernehmlassung zum 
Fragekatalog (CA.2022.2 pag. 2.100.015) erstattete EE. am 3. Oktober 2022 sei-
nen schriftlichen Bericht (CA.2022.2 pag. 2.203.018 ff.).  

B.8 Mit Eingabe vom 5. Oktober 2022 beantragte der Beschuldigte die Einvernahme 
von Wachtmeister FF., Mitarbeiter des Kriminaltechnischen Dienstes der Kan-
tonspolizei St. Gallen (CA.2022.2 pag. 4.200.008 f.). Die Verfahrensleitung 
brachte sodann in Erfahrung, dass neben FF. insbesondere auch GG. vom Kri-
minaltechnischen Dienst der Kantonspolizei St. Gallen an der Spurensicherung 
im vorliegenden Fall beteiligt gewesen war (CA.2022.2 pag. 4.200.010). Am 
10. Oktober 2022 verfügte sie in Gutheissung des Beweisantrages die Vorladung 
von FF. und GG. vom Kriminaltechnischen Dienst der Kantonspolizei St. Gallen 
als Zeugen zur Berufungsverhandlung vom 17. Oktober 2022 (CA.2022.2 
pag. 4.301.010 ff.). 

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B.9 Der erste Teil der Berufungsverhandlung fand am 17. Oktober 2022 in Anwesen-
heit des Beschuldigten und seiner amtlichen Verteidigung sowie der BA am Sitz 
des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt (CA.2022.2 pag. 5.100.001 ff.), wäh-
rend die Privatklägerschaft auf Teilnahme an der Berufungsverhandlung verzich-
tet hatte (CA.2022.2 pag. 4.301.009, 5.100.002). Anlässlich dieser Verhandlung 
wurden die beiden Zeugen zu Protokoll befragt (CA.2022.2 pag. 5.301.001 ff. 
und 5.302.001 ff.). Auf Antrag des Beschuldigten hin und nach Mitteilung der BA, 
wonach F. voraussichtlich Ende Januar 2023 vorübergehend von Dänemark an 
die Schweiz ausgeliefert werde, wurde entschieden, die Berufungsverhandlung 
am 2. März 2023 unter Einvernahme von F. fortzuführen, unter vorgängigem Bei-
zug sämtlicher durch die BA im Strafverfahren gegen F. noch zu erstellender 
Einvernahmeprotokolle (CA.2022.2 pag. 5.100.008).  

B.10 Im Vorfeld der Fortsetzungsverhandlung wurde am 6. Februar 2023 nochmals 
ein aktueller Auszug aus dem schweizerischen Strafregister über den Beschul-
digten eingeholt (CA.2022.2 pag. 4.401.024 f.). Die Justizvollzugsanstalt H. ver-
zichtete auf Anfrage der Verfahrensleitung vom 7. Februar 2023 auf das Anbrin-
gen von Ergänzungen zum Führungsbericht über den Beschuldigten vom 
13. September 2023 (CA.2022.2 pag. 6.100.018 f.). Mit Eingabe vom 7. Februar 
2023 übermittelte die BA dem Gericht die Einvernahmeprotokolle im Untersu-
chungsverfahren gegen F. (CA.2022.2 pag. 3.201.011 ff.).  

B.11 Mit Eingabe vom 22. Februar 2023 beantragte der Beschuldigte die Abnahme 
der Vorladung für die Verhandlung vom 2. März 2023 und die Rückweisung der 
Anklage an die BA zwecks Ermittlung zum Sachverhaltsteil XX. ZH (CA.2022.2 
pag. 2.102.022 ff.). Die BA beantragte mit Stellungnahme vom 24. Februar 2023 
die Abweisung dieser Anträge (CA.2022.2 pag. 2.101.019 f.). Mit prozessleiten-
der Verfügung vom 27. Februar 2023 wies die Verfahrensleitung die Anträge des 
Beschuldigten vom 22. Februar 2023 ab und hielt am Verhandlungstermin vom 
2. März 2023 fest (CA.2022.2 pag. 2.100.027 ff.).  

B.12 Anlässlich der am 2. März 2023 fortgesetzten Berufungsverhandlung wurden F. 
als Auskunftsperson (CA.2022.2 pag. 5.304.001 ff.) und der Beschuldigte von 
Gesetzes wegen einvernommen (CA.2022.2 pag. 5.303.001 ff.).  
 
Im Rahmen des Parteivortrags liess der Beschuldigte durch die Verteidigung fol-
gende Anträge stellen (CA.2022.2 pag. 5.100.015 f.): 

1. Mein Mandant sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen. 

2. Mein Mandant sei umgehend bzw. nach der Urteilseröffnung aus dem vorzeitigen Strafvollzug 

in Freiheit zu entlassen.  

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3. Meinem Mandanten sei für den ungerechtfertigten Freiheitsentzug in Anwendung von Art. 429 

Abs. 1 lit. c StPO eine angemessene Genugtuung, mindestens CHF 200.00 pro Hafttag, zzgl. 

Verzugszins zu 5 % ab mittlerem Verfallstag (18. August 2021), zuzusprechen. 

4. Jegliche erkennungsdienstlichen Daten seien mit Eintritt der Rechtskraft zu löschen. 

5. Die sichergestellten Gegenstände seien meinem Mandanten mit Eintritt der Rechtskraft her-

auszugeben. 

6. Die Zivilforderung der Privatkläger seien vollumfänglich abzuweisen, eventualiter auf den Zivil-

weg zu verweisen. 

7. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens (inkl. Kosten der amtli-

chen Verteidigung) seien ausgangsgemäss auf die Staatskasse zu nehmen. 

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) gemäss dem Ausgang des Verfah-

rens. 

Die BA stellte und begründete im Rahmen ihres Parteivortrags folgende Anträge 
(CA.2022.2 pag. 5.100.017 f.): 

− Bestätigung erstinstanzliches Urteil mit Schuldsprüchen wg.  
§ Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht gemäss 

Art. 224 Abs. 1 StGB 

§ qualifizierten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB 
§ qualifizierter Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB 

− Erhöhung der Freiheitsstrafe auf 10 Jahre 
− Erhöhung Landesverweis auf 12 Jahre 
− Bestätigung Nebenfolgen sowie Kosten- und Entschädigungsfolgen für erstinstanzliches Ver-

fahren 

− Vollumfängliche Kostenauflage Berufungsverfahren an beschuldigte Person, ausgenommen 
Kosten amtl. Vert. 

− Entschädigung amtl. Vert. durch Eidgenossenschaft mit Verpflichtung Rückzahlung beschul-
digte Person 

Nach erfolgtem zweiten Parteivortrag (Replik / Duplik) hielt der Beschuldigte das 
letzte Wort. Auf Nachfrage des Gerichts erklärten die Parteien ihren Verzicht auf 
die mündliche Urteilseröffnung im Sinne von Art. 84 Abs. 3 StPO (CA.2022.2 
pag. 5.100.022). 

B.13 Innert der anlässlich vom Gericht angesetzten nachträglichen Frist zur Beziffe-
rung von Schadenersatzansprüchen, verlangte der Beschuldigte mit Eingabe 
vom 13. März 2023 eine Entschädigung für wirtschaftliche Einbussen im Umfang 
von Fr. 11'257.00 (CA.2022.2 pag. 2.102.024 f.).  

B.14 Mit Urteil vom 14. März 2023, das den Parteien am 15. März 2024 im Dispositiv 
schriftlich eröffnet wurde (CA.2022.2 pag. 9.100.001 ff.), wurde der Beschuldigte 

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vollumfänglich freigesprochen und unverzüglich aus dem vorzeitigen Strafvollzug 
entlassen. Für den ausgestandenen Freiheitsentzug wurde ihm eine Genugtuung 
von Fr. 99'900.00 zusätzlich Zins von 5 % seit 31. Oktober 2021 zugesprochen. 
Die Verfahrenskosten gingen zu Lasten der Staatskasse und den amtlichen Ver-
teidigern des Beschuldigten wurden Entschädigungen ausgerichtet. Die Zivilkla-
gen wurden abgewiesen. Das begründete Urteil wurde den Parteien am 25. bzw. 
am 26. April 2023 postalisch zugestellt (CA.2022.2 pag. 9.100.060 ff.).  

B.15 Mit Beschwerde in Strafsachen vom 25. Mai 2023 focht die BA das Urteil vom 
14. März 2023 beim Bundesgericht an (Geschäftsnummer 6B_703/2023) 
(CA.2022.2 pag. 9.200.002 ff.). 

C. Revisionsverfahren vor der Berufungskammer (CR.2023.15 / CA.2024.19) 

C.1 Mit Eingabe vom 30. November 2023 beantragte die BA bei der Berufungskam-
mer des Bundesstrafgerichts die Revision des Urteils CA.2022.2 vom 14. März 
2023 und die Wiederaufnahme des Verfahrens. Sie begründete das Revisions-
gesuch insbesondere damit, dass F. anlässlich dessen Einvernahme als be-
schuldigte Person in der Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Bun-
desstrafgerichts vom 16. November 2023 im Verfahren SK.2023.36 den Beschul-
digten erstmals als Mittäter der Bankomatensprengung in Z. bezeichnet hatte, 
womit ihres Erachtens ein neues Beweismittel vorliege.  

C.2 Mit Beschluss CR.2023.15.vom 21. Mai 2024 hiess die Berufungskammer (in an-
derer Besetzung als im Berufungsverfahren) das Revisionsgesuch der BA gut, 
hob das Urteil der Berufungskammer CA.2022.2 vom 14. März 2023 auf und wies 
die Sache zur neuen Behandlung/Beurteilung an die Berufungskammer zurück 
(CAR pag. 1.100.001 ff.). 

C.3 Am 28. Mai 2024 eröffnete die Berufungskammer in der ursprünglichen Beset-
zung des Falles CA.2022.2 das Verfahren neu unter der Verfahrensnummer 
CA.2024.19 (CAR pag. 1.200.001).  

C.4 Nach Rechtskraft des Revisionsbeschlusses CR.2023.15 vom 21. Mai 2024 
übermittelte die Verfahrensleitung diesen am 2. Juli 2024 dem Bundesgericht zur 
Kenntnisnahme und ersuchte um Rücksendung der Akten CA.2022.2 (CAR 
pag. 3.201.001). Dieses schrieb in der Folge mit Verfügung vom 4. Juli 2024 das 
Beschwerdeverfahren 6B_703/2023 als gegenstandslos ab (CA.2022.2 
pag. 9.200.027 ff.).  

C.5 Mit Eingabe vom 8. Juli 2024 teilte der Beschuldigte mit, dass er bereit sei, sich 
dem wiederaufgenommenen Strafverfahren zu stellen und an der neu 

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angesetzten Hauptverhandlung auszusagen. Dazu beantragte er jedoch die Zu-
sicherung des freien Geleits (Art. 204 StPO) sowie die Durchführung einer Kon-
frontationseinvernahme mit F. (CAR pag. 2.102.001 f.). Die BA erklärte sich mit 
Eingabe vom 18. Juli 2024 mit der Gewährung des freien Geleits einverstanden, 
sofern dies vom Gericht zwecks Abschlusses des Verfahrens als nötig erachtet 
werde (CAR pag. 2.101.002). Mit Verfügung vom 6. August 2024 hiess die Ver-
fahrensleitung den Beweisantrag auf Durchführung einer Einvernahme mit F. als 
Zeuge gut, zog von Amtes wegen die Akten des rechtskräftig abgeschlossenen 
Strafverfahrens gegen F. CA.2023.30 (inklusive Vorakten) bei und wies das Ge-
such des Beschuldigten auf Zusicherung des freien Geleits ab (CAR 
pag. 2.300.001 f.). 

C.6 Mit Schreiben vom 9. Juli 2024 forderte die Verfahrensleitung die Verteidigung 
auf, die aktuelle Wohnsitz- oder Aufenthaltsadresse des Beschuldigten bekannt-
zugeben und/oder allenfalls ein Zustellungsdomizil in der Schweiz zur direkten 
Zustellung der Vorladung im Sinne von Art. 87 Abs. 4 StPO zu bezeichnen (CAR 
pag. 2.100.001). Am 23. Juli 2024 bezeichnete die Verteidigung ihre Anwalts-
kanzlei als Zustelldomizil für den Beschuldigten (CAR pag. 2.102.007), was von 
diesem mit Eingabe vom 9. September 2024 unterschriftlich bestätigt wurde 
(CAR pag. 2.102.0014 f.).  

C.7 Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte die Berufungskammer entsprechend 
der Verfügung über die Beweismassnahmen vom 11. September 2024 (CAR 
pag. 4.200.001 f.) aktuelle Auszüge über den Beschuldigten aus dem schweize-
rischen (CAR pag. 4.401.001 f.), dem österreichischen (CAR pag. 4.401.019), 
dem französischen (CAR pag. 4.401.004 ff.), dem luxemburgischen (CAR pag. 
4.401.008) und dem rumänischen (CAR pag. 4.401.010 ff. und 4.401.014 ff.) 
Strafregister ein. Die ebenfalls verlangten Strafregisterauszüge aus Dänemark 
und aus Belgien wurden von den zuständigen Behörden nicht zeitgerecht über-
mittelt. Weiter wurde vom Beschuldigten ein Formular über seine aktuellen per-
sönlichen und finanziellen Verhältnisse eingeholt (CAR pag. 4.401.020 ff.).  

C.8 Mit Eingabe vom 4. Oktober 2024 ersuchte der Beschuldigte die Verfahrenslei-
tung um Abklärung, ob gegen ihn seitens der BA ein weiteres Strafverfahren im 
Tatkomplex XX. (ZH) hängig sei und gegebenenfalls die Prüfung der Sistierung 
des Verfahrens CA.2024.19(CAR pag. 4.200.009 f.). Die BA teilte mit Eingabe 
vom 16. Oktober 2024 mit, dass bisher bezüglich Tatkomplex XX. ZH keine Ver-
fahrensausdehnung stattgefunden habe, sie sich jedoch entsprechende pro-
zessuale Schritte nach Ausgang des vorliegenden Berufungsverfahrens vorbe-
halte (CAR pag. 4.200.018). 

- 11 - 

C.9 Die Berufungs-/Revisionsverhandlung CA.2024.19 fand am 31. Oktober 2024 in 
Anwesenheit des Beschuldigten und der amtlichen Verteidigung sowie der BA 
am Sitz der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt, wäh-
rend die Privatklägerschaft auf Teilnahme an der Berufungs-/Revisionsverhand-
lung verzichtete (CAR pag. 5.100.001 ff.). Anlässlich der Verhandlung wurden F. 
als Zeuge und der Beschuldigte von Gesetzes wegen einvernommen (CAR 
pag. 5.300.001 ff.).  

C.10 Im Rahmen des Parteivortrags liess der Beschuldigte durch seine Verteidigung 
folgende Anträge stellen und begründen (CAR pag. 5.100.007 ff.): 

1. Es sei mein Mandant von Schuld und Strafe freizusprechen; 

2. Die beiden Zivilklagen seien vollumfänglich abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu ver-

weisen; 

3. Es sei meinem Mandanten für den ungerechtfertigten Freiheitsentzug vom 19. Juni 2020 bis 

14. März 2023 (999 Tage) eine Genugtuung von CHF 100.00 pro Hafttag, total CHF 99’0000.00, 

zzgl. Verzugszins zu 5 % ab dem 31. Oktober 2021, zuzusprechen; 

4. Es seien alle erkennungsdienstlichen Daten meines Mandanten mit Eintritt der Rechtskraft um-

gehend zu löschen; 

5. Die Kosten des Vorverfahrens und des erst- bzw. letztinstanzlichen Verfahrens (inkl. Kosten 

der amtlichen Verteidigung) seien ausgangsgemäss auf die Staatskasse zu nehmen; 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) gemäss dem Ausgang des Verfahrens. 

Die BA stellte und begründete ihrerseits folgende Anträge (CAR 
pag. 5.100.005 f.): 

• Es wird beantragt, dass die Schuldsprüche des erstinstanzlichen Urteils SK.2021.45 vom 22. 

Dezember 2021 wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer 

Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff.1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 

StGB) und qualifizierter Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) bestätigt wer-

den.  

• Im Weiteren wird beantragt, dass die ausgesprochene Freiheitsstrafe von 74 Monaten auf 10 

Jahre erhöht wird.  

• Ebenfalls zu erhöhen ist die ausgesprochene Landesverweisung von 10 Jahren auf 12 Jahre.  

• Im Falle eines Schuldspruches in zweiter Instanz sind die Nebenfolgen des erstinstanzlichen 

Urteils zu bestätigen.  

• Bei den Kostenfolgen für das Vor- und Hauptverfahren wird ebenso eine Bestätigung des erst-

instanzlichen Urteils beantragt.  

• Bei den Kosten des Berufungsverfahrens wird beantragt, dass der Beschuldigte die Kosten 

nach Massgabe seines Unterliegens, mithin vollumfänglich zu tragen hat. Dasselbe gilt für die 

Kosten aus dem Revisionsverfahren, in welchem der Beschuldigten mit seinen Anträgen unter-

legen ist. Ausgenommen davon sind jeweils die Kosten der amtlichen Verteidigung. 

- 12 - 

Diesbezüglich wird beantragt, dass die amtliche Verteidigung durch die Eidgenossenschaft für 

die notwendigen und ausgewiesenen Aufwendungen angemessen entschädigt wird. Der Be-

schuldigte soll zu einer Rückzahlung dieser Kosten in vollem Umfang verpflichtet werden. 

C.11 Das Urteil wurde gleichentags mündlich eröffnet und summarisch begründet 
(CAR pag. 5.100.013 f.). Das Urteilsdispositiv wurde den anwesenden Parteien 
anlässlich der Urteilseröffnung gegen Empfangsbestätigung ausgehändigt (CAR 
pag. 9.100.008 f.) und den übrigen Parteien mit Versand vom 4. November 2024 
postalisch zugestellt. 

C.12 Nach erfolgter Hafteinvernahme und Stellungnahme der Parteien zu der vom Ge-
richt in Aussicht gestellten Prüfung von Sicherheitshaft (vgl. CAR 
pag. 5.100.003), ordnete das Gericht für den Beschuldigten sodann im Hinblick 
auf den Antritt des Strafvollzugs Sicherheitshaft an. Der Haftentscheid wurde im 
separaten Nebenverfahren CN.2024.26 gleichentags eröffnet (CAR 
pag. 500.100.015).  
 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Revisionsverfahren 

Die Berufungskammer als Revisionsgericht hat mit Beschluss CR.2023.15 vom 
21. Mai 2024 das Urteil CA.2022.2 vom 14. März 2023 aufgehoben und zur 
neuen Beurteilung an die Berufungskammer zurückgewiesen (CAR 
pag. 1.100.001 ff.). Begründend hielt das Revisionsgericht fest, dass es vorlie-
gend aufgrund der neuen Beweise neue Beweismassnahmen sowie eine neue 
Beweiswürdigung brauche (vgl. E. 8.4 CAR pag. 1.100.020). Wurde die Sache 
an ein Gericht zurückgewiesen, so nimmt dieses die notwendigen Beweisergän-
zungen vor und fällt nach einer Hauptverhandlung ein neues Urteil (Art. 414 
Abs. 2 StPO). Dieses Vorgehen hat die Berufungskammer vorliegend eingehal-
ten. Im nach Gutheissung der Revision wiederaufgenommen Berufungs- bzw. 
Revisionsverfahren wurden neu die Akten des rechtskräftig abgeschlossenen 
Berufungsverfahrens gegen F. CA.2023.30 beigezogen sowie eine Zeugenein-
vernahme mit F. durchgeführt, an welcher der Beschuldigte und dessen Vertei-
diger anwesend waren. Da das Urteil CA.2022.2 vom 14. März 2023 vollumfäng-
lich aufgehoben wurde, sind sämtliche Punkte grundsätzlich nochmals neu zu 
entscheiden. Soweit sich die Ausgangslage nicht wesentlich verändert hat, ori-
entiert sich das vorliegende Urteil im Sinne von Treu und Glauben dennoch am 
aufgehobenen Urteil. 

- 13 - 

2. Eintreten / Fristen 

Die Berufungsanmeldungen und -erklärungen des Beschuldigten und der BA er-
folgten jeweils fristgerecht (Art. 399 Abs. 1-3 StPO). Die Bundesgerichtsbarkeit 
ist vorliegend gestützt auf Art. 23 Abs. 1 lit. d und Art. 26 Abs. 2 StPO gegeben. 
Die Berufungen richten sich gegen das Urteil der Strafkammer SK.2021.45 vom 
22. Dezember 2021, mit welchem der Beschuldigte der Gefährdung durch 
Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), 
des qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB) und der 
qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) für schuldig 
befunden, zu einer Freiheitsstrafe von 74 Monaten verurteilt und für 10 Jahre des 
Landes verwiesen wurde. Entsprechend ist der Beschuldigte durch das vo-
rinstanzliche Urteil beschwert, an dessen Aufhebung bzw. Änderung interessiert 
und zur Berufung legitimiert (Art. 104 Abs. 1 lit. a, Art. 111 Abs. 1 und Art. 382 
Abs. 1 StPO). Die BA obsiegte in erster Instanz zwar im Schuldpunkt, unterlag 
jedoch bezüglich des Strafmasses (Antrag: Freiheitsstrafe von 10 Jahren) und 
Dauer des Landesverweises (Antrag: 12 Jahre) teilweise, womit auch sie zur Be-
rufung legitimiert ist (Art. 104 Abs. 1 lit. c, Art. 382 Abs. 1 StPO). Die Berufungs-
kammer ist in der Besetzung mit drei Richterpersonen für die Beurteilung der 
vorliegenden Berufungen örtlich und sachlich zuständig (Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO, 
Art. 33 lit. c, Art. 38a und Art. 28b StBOG). Die übrigen Eintretensvoraussetzun-
gen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Verfahrenshindernisse liegen keine 
vor. Es ist auf die Berufungen einzutreten. 

3. Verfahrensgegenstand und Kognition (reformatio in peius möglich) 

3.1 Die Berufungsinstanz hat das erstinstanzliche Urteil im Rahmen der angefochte-
nen Punkte umfassend zu überprüfen (Art. 398 Abs. 2 und Art. 404 Abs. 1 StPO). 
Der Beschuldigte focht das Urteil der Vorinstanz, – mit Ausnahme der Höhe der 
Entschädigung der amtlichen Verteidigung im erstinstanzlichen Verfahren – voll-
umfänglich an (CA.2022.2 pag. 1.100.060 ff.). Dennoch ist dieser Punkt noch 
nicht in Rechtskraft erwachsen und im vorliegenden Berufungsverfahren grund-
sätzlich zu überprüfen. Denn bei einer vollumfänglichen Anfechtung des Schuld-
spruchs sind die Entschädigungsfolgen zwangsläufig mitangefochten und damit 
neu zu prüfen. Schliesslich entfällt bei einem Freispruch etwa die Rückzahlungs-
pflicht der Entschädigung des amtlichen Verteidigers durch den Beschuldigten 
nach Art. 135 Abs. 4 lit. a aStPO. Eine Teilung der Berufung innerhalb der Ent-
schädigungsfolge, etwa betreffend Höhe und Rückzahlungspflicht, ist in der 
StPO nicht vorgesehen (vgl. Art. 399 Abs. 4 lit. f StPO).  

3.2 Die Rechtsmittelinstanz verfügt im Berufungsverfahren über volle Kognition 
(Art. 398 Abs. 3 StPO). Aufgrund der selbständigen Berufung der BA bezüglich 

- 14 - 

der Strafzumessung und der Landesverweisung ist die Berufungskammer nicht 
an das Verschlechterungsverbot nach Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden und darf 
das angefochtene Urteil auch zum Nachteil des Beschuldigten abändern. 

4. Antrag auf Rückweisung der Anklage / Einheit des Verfahrens 

4.1 Nachdem die Verfahrensleitung den vom Beschuldigten im Vorfeld gestellten An-
trag auf Rückweisung der Anklage mit prozessleitender Verfügung vom 27. Feb-
ruar 2023 abgelehnt hatte (siehe oben B.11), unterbreitete dieser anlässlich der 
Fortsetzungsverhandlung vom 2. März 2023 der Berufungskammer als Kollegi-
algericht denselben Antrag im Sinne von Art. 65 Abs. 2 StPO erneut (CA.2022.2 
pag. 5.100.012). Zur Begründung brachte er insbesondere vor, dass er von F. in 
dessen Einvernahmen bei der BA für einen weiteren Sachverhalt (Banko-
matsprengung in XX. ZH) belastet werde. Die BA habe es in krasser Verletzung 
von verfahrensrechtlichen Grundsätzen unterlassen, ihn mit diesen Vorwürfen zu 
konfrontieren und ihm eine Verteidigung dazu zu ermöglichen. Es sei nie zu einer 
Nichtanhandnahmeverfügung oder einer Einstellung des Verfahrens(teils) ge-
kommen (CA.2022.2 pag. 5.200.028 f.). Er müsse damit rechnen, dass wegen 
des Sachverhalts in XX. das Verfahren gegen ihn fortgesetzt werde. Es bestehe 
die Gefahr von sich widersprechenden Urteilen. Zudem müsse die Konfrontation 
mit Belastungszeugen bezüglich sämtlicher Tatvorwürfe im selben Verfahren 
möglich sein (CA.2022.2 pag. 5.200.029). Es bestehe ein enger sachlicher Zu-
sammenhang zwischen den beiden Sachverhaltskomplexen Z. und XX., sodass 
sich diesbezügliche Entscheide gegenseitig beeinflussen würden (CA.2022.2 
pag. 5.200.030). Die Verfahrenstrennung durch die BA sei weder sachlich be-
gründet und objektiv gerechtfertigt gewesen (CA.2022.2 pag. 5.200.031). Die 
Weiterführung des vorliegenden Verfahrens würde Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzen 
(CA.2022.2 pag. 5. 200.032). 

4.2 Die BA beantragte abermals die Abweisung des Rückweisungsantrages 
(CA.2022.2 pag. 5.100.012). Zur Begründung wurde ausgeführt, dass das Straf-
verfahren gegen den Beschuldigten aufgrund des DNA-Hits nur im Fall Z. eröffnet 
worden sei. Wegen des Spezialitätsvorbehalts der österreichischen Rechtshilfe-
behörden sei ihr gar nicht erlaubt gewesen, gegen den Beschuldigten auch be-
züglich des Vorfalls in XX. ein Strafverfahren zu eröffnen (CA.2022.2 
pag. 5.100.013). Die Verfahrenstrennung sei rechtsgültig vorgenommen worden, 
ohne dass ein Rechtsmittel dagegen ergriffen worden wäre. Es sei ein Ausgleich 
geschaffen worden, indem F. mehrmals rechtshilfeweise einvernommen worden 
sei und nun gar durch die Berufungskammer in Anwesenheit der Parteien ein-
vernommen werde. Die Bankomatsprengung in Z. könne unabhängig von einer 
weiteren, möglichen Straftat beurteilt werden. Verfahrensgegenstand des Beru-
fungsverfahrens sei einzig die Bankomatsprengung in Z. und bezogen auf den 

- 15 - 

Verfahrensgegenstand bestünden keine Gründe für eine Rückweisung 
(CA.2022.2 pag. 5.100.013 i.V.m. CA.2022.2 pag. 2.101.020). 

4.3 Nach Art. 29 Abs. 1 StPO werden Straftaten gemeinsam verfolgt und beurteilt, 
wenn eine beschuldigte Person mehrere Straftaten verübt hat; oder Mittäter-
schaft oder Teilnahme vorliegt. Die Staatsanwaltschaft und die Gerichte können 
aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen oder vereinen (Art. 30 StPO). 
Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 
EMRK) verpflichtet die Behörden, das Strafverfahren voranzutreiben, um die be-
schuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Un-
gewissen zu lassen (vgl. BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3.3.1 mit Hinweisen). 
Befindet sich eine beschuldigte Person in Haft, so wird ihr Verfahren vordringlich 
geführt (Art. 5 Abs. 2 StPO). Die drohende Verletzung des Beschleunigungsge-
bots kann einen sachlichen Grund gemäss Art. 30 StPO darstellen, auf eine Ver-
fahrensvereinigung zu verzichten (Urteile des Bundesgerichts 6B_751/2014 vom 
24. März 2015 E.1.4, 1B_200/2013 vom 17. Juni 2013 E. 1.5.3). Die Hauptprob-
lematik bei getrennter Verfahrensführung liegt vor allem in der Beeinträchtigung 
der Teilnahme- und Informationsrechte von Mitbeschuldigten, da diesen im an-
deren Verfahren kein Teilnahmerecht und kein umfassendes Akteneinsichtsrecht 
zusteht (SCHLEGEL, in: Donatsch/Lieber et. al. (Hrsg.), Kommentar zur StPO, 
3. Aufl. 2020, Art. 30 StPO N. 8). 

4.4 Vorliegend wurden die Strafverfahren gegen die beiden mutmasslichen Mittäter, 
den vorliegend Beschuldigten sowie F. mit Verfügung der BA vom 17. Juni 2021 
getrennt (BA pag. 03.01.0014 ff.). Sachlich begründet wurde dies mit dem Um-
stand, dass sich F. damals in Dänemark wegen eines ihm dort zur Last gelegten 
Delikts in Haft befand, eine Auslieferung in die Schweiz nicht möglich war und er 
sich weigerte, rechtshilfeweise Aussagen zu tätigen, während sich der Beschul-
digte in der Schweiz in Haft befand und mehrfach einvernommen werden konnte. 
Ein Zuwarten mit der Anklage wäre insbesondere mit dem Beschleunigungsge-
bot in Haftsachen nach Art. 5 Abs. 2 StPO nicht vereinbar gewesen. Die entspre-
chende Abtrennungsverfügung erwuchs schliesslich unangefochten in Rechts-
kraft. Am 22. Dezember 2021 erging betreffend den Beschuldigten im Sachver-
haltskomplex Z. ein erstinstanzliches Urteil (Urteil SK.2021.45). Erst im Laufe des 
Berufungsverfahrens war es schliesslich möglich, F. in die Schweiz auszuliefern, 
wo dieser in dem ihn betreffenden derzeit bei der BA hängigen Strafverfahren 
Aussagen zu den Tatvorwürfen machte. Nach Auffassung der Verteidigung be-
lastete dieser damit den Beschuldigten nicht nur betreffend die bekannten Vor-
würfe gemäss Anklage vom 6. Oktober 2021 (Bankomatsprengung in Z. SG), 
sondern auch bezüglich einer weiteren Bankomatsprengung am 20. Dezember 
2019 in XX. ZH. 

- 16 - 

4.5 Aufgrund der im Zeitpunkt des ersten Berufungsverfahrens des Beschuldigten 
völlig unterschiedlichen Verfahrensstadien – Berufungsverfahren (A.: CA.2022.2) 
und Vorverfahren (F.: SV.21.0837-ECN) – wäre eine Rückweisung der Anklage 
an die BA im damaligen Zeitpunkt nicht sinnvoll gewesen und hätte eine Kassa-
tion des erstinstanzlichen Urteils bedungen. Zudem wurde gegen den Beschul-
digten bis zum ursprünglichen Urteilszeitpunkt im März 2023 kein Verfahren be-
treffend die Bankomatsprengung in XX. ZH eröffnet, das mit demjenigen im vor-
liegenden Verfahren mit dem Verfahrensgegenstand der Bankomatsprengung in 
Z. hätte vereinigt werden können. Der Beschuldigte befand sich sodann seit Juni 
2020, d.h. im März 2023 seit über zweieinhalb Jahren, in Haft, weshalb ein er-
höhtes Beschleunigungsgebot nach Art. 5 Abs. 2 StPO galt. Somit war die ge-
trennte Verfahrensführung vorliegend weiterhin im Sinne von Art. 30 StPO sach-
lich begründet. Der Wahrung des Konfrontationsanspruches (Art. 6 Ziff. 3 lit. d 
EMRK) wurde insbesondere durch die Einvernahme des möglichen Mittäters F. 
anlässlich der ersten Berufungsverhandlung in Anwesenheit des Beschuldigten 
Genüge getan. Anlässlich der Hauptverhandlung im Revisionsverfahren hatte 
der Beschuldigte nochmals die Möglichkeit auf eine Konfrontation. Das Beru-
fungsgericht ist in der Lage, eine Würdigung der vorhandenen und verwertbaren 
Beweismittel in Bezug auf den Verfahrensgegenstand, nämlich die Banko-
matsprengung in Z. SG, vorzunehmen, ohne Aussagen von F. zu vorliegend nicht 
relevanten Sachverhalten zu berücksichtigen. Zur Frage der Verwertbarkeit der 
Aussagen von F. im abgetrennten Verfahren für das vorliegende Verfahren wird 
ausserdem nachfolgend noch eingegangen (E. I.5.1). Der Rückweisungsantrag 
der Verteidigung war entsprechend abzuweisen (CA.2022.2 pag. 5.100.014). 

5. Verwertbarkeit der erhobenen Beweismittel 

5.1 Einvernahmen des mutmasslichen Mittäters ohne Teilnahmerecht des Be-
schuldigten 

5.1.1 Die Parteien haben das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwalt-
schaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fra-
gen zu stellen (Art. 147 Abs. 1 Satz 1 StPO). Beweise, die in Verletzung der 
Bestimmung dieses Artikels erhoben worden sind, dürfen nicht zulasten der Par-
tei verwertet werden, die nicht anwesend war (Art. 147 Abs. 4 StPO). Der Be-
schuldigte hat grundsätzlich das Recht, an Einvernahmen von Mitbeschuldigten 
im gleichen Verfahren teilzunehmen. Bei Verletzung des Teilnahmerechts sind 
belastende Aussagen von Mitbeschuldigten nicht verwertbar (BGE 143 IV 457 
E.1.6). Die Verwertbarkeit der vorhandenen Beweismittel ist vom Gericht, soweit 
es darauf abstellen will, von Amtes wegen zu prüfen. In getrennt geführten Ver-
fahren gegen andere beschuldigte Personen gilt der Anspruch der beschuldigten 
Person auf Teilnahme an Beweiserhebungen nicht (BGE 140 IV 172 E. 1.2.3). 

- 17 - 

Will eine Strafverfolgungsbehörde auf Aussagen eines Beschuldigten aus einem 
von diesem getrennt geführten Verfahren abstützen, ist jedoch dem Konfrontati-
onsrecht Rechnung zu tragen. So können dessen Aussagen nur verwertet wer-
den, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal während des Verfahrens ange-
messene und hinreichende Gelegenheit hatte, die ihn belastenden Aussagen in 
Zweifel zu ziehen und Fragen an den Beschuldigten im getrennten Verfahren zu 
stellen (BGE 140 IV 172 E. 1.3 mit Hinweisen). 

5.1.2 Wie bereits erläutert, wurden die Strafverfahren gegen den Beschuldigten und 
seinen mutmasslichen Mittäter F. voneinander abgetrennt (siehe oben E.I.4.). 
Während laufendem Berufungsverfahren gegen den Beschuldigten wurde F. von 
Dänemark temporär in die Schweiz ausgeliefert und tätigte im (getrennt geführ-
ten) Strafverfahren der BA gegen ihn selbst (Verfahrensnr. BA SV 21 0837) ge-
genüber der BA diverse Aussagen, u.a. auch betreffend den konkreten Tatablauf 
und das mittäterschaftliche Vorgehen. Weder dem Beschuldigten (als mutmass-
licher Mittäter verdächtigt) noch seiner Verteidigung wurde jedoch die Teilnahme 
an diesen Einvernahmen ermöglicht (CA.2022.2 pag. 3.201.011 ff.). Nach Ab-
schluss des Berufungsverfahrens CA.2022.2 lief das getrennte geführte Verfah-
ren gegen F. weiter. F. machte weitere Aussagen, insbesondere anlässlich der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 16. November 2023 (Verfahren 
SK.2023.36) und an der Berufungsverhandlung vom 14. März 2024 
(CA.2023.30) auch bei diesen Einvernahmen wurde dem Beschuldigten und sei-
ner Verteidigung keine Teilnahmemöglichkeit gewährt, zumal das Strafverfahren 
gegen diesen damals bereits zweitinstanzlich abgeschlossen war. Das Beru-
fungsgericht hatte damals die betreffenden Einvernahmeprotokolle bei der BA 
ediert und zu den Akten erkannt (CA.2022.2 pag. 3.201.001 ff.). Im Revisions-
verfahren wurden die Akten des gesamten, mittlerweile rechtskräftig abgeschlos-
senen Strafverfahrens gegen F. CA.2023.30, beigezogen (vgl. oben C.5).  

Zumal die Aussagen von F. formell nicht im selben Verfahren gemacht wurden, 
stand dem Beschuldigten diesbezüglich zwar grundsätzlich kein Teilnahmerecht 
zu. Dem Beschuldigten wurde jedoch das entsprechende Konfrontationsrecht 
durch die Einvernahme von F. am 2. März 2023 (CA.2022.2 pag. 5.304.001 ff.) 
sowie durch die Einvernahme im Revisionsverfahren am 31. Oktober 2024 (CAR 
pag. 5.300.012 ff.) vor der Berufungskammer gewährt. Anlässlich dieser Einver-
nahmen wiederholte er die bereits in den anderen vorgängigen Einvernahmen 
(im Verfahren gegen sich selbst) gemachte Aussagen. Damit sind die Aussagen 
von F. in seinem eigenen Strafverfahren grundsätzlich allesamt auch zu Lasten 
des Beschuldigten verwertbar. Da Verfahren gegen Mittäter jedoch grundsätzlich 
gemeinsam zu führen sind (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO), eine Abtrennung die 
absolute Ausnahme darstellt, der ursprüngliche Grund für die damalige Verfah-
rensabtrennung (F.s Inhaftierung in Dänemark) seit seiner Auslieferung in die 

- 18 - 

Schweiz nicht mehr bestand und die Gewährung von Teilnahmerechten, zumin-
dest während das Strafverfahren gegen den Beschuldigten noch lief, grundsätz-
lich möglich gewesen wäre, ist bei der Verwertung dieser ohne Teilnahmerecht 
erfolgten Einvernahmen zu Lasten des Beschuldigten im vorliegenden Verfahren 
Zurückhaltung angezeigt. Die Berufungskammer fokussiert in ihrer Beweiswürdi-
gung hauptsächlich auf die von F. im ersten Berufungsverfahren und im Revisi-
onsverfahren getätigten Aussagen in Konfrontation mit dem Beschuldigten. 

5.2 Polizeiliche Einvernahmen der Auskunftspersonen ohne Teilnahme und 
Konfrontation des Beschuldigten 

5.2.1 Für die theoretischen Grundlagen zum Teilnahme- und Konfrontationsrecht wird 
auf die oben gemachten Ausführungen verwiesen (vgl. Ziff. I. 5.1.1). Auf die Kon-
frontation kann vorgängig oder auch im Nachhinein ausdrücklich oder stillschwei-
gend verzichtet werden, wobei der Verzicht auch von der Verteidigung ausgehen 
kann. Ein Verzicht ist nach ständiger Rechtsprechung namentlich anzunehmen, 
wenn die beschuldigte Person es unterlässt, rechtzeitig und formgerecht entspre-
chende Anträge zu stellen (Urteil des Bundesgericht 7B_253/2022 vom 8. Feb-
ruar 2024 E. 2.3.3 mit weiteren Hinweisen).  

5.2.2 Die BA machte im Revisionsverfahren geltend, dass die Einvernahmen der Aus-
kunftspersonen bzw. Augenzeugen (BA pag. 12.01, 12.02 und 12.04), die ledig-
lich bei der Kantonspolizei St. Gallen noch vor Eröffnung des Strafverfahrens ge-
gen den Beschuldigten erfolgt waren, parteiöffentlich wiederholt werden müss-
ten, wenn zu Lasten oder zu Gunsten des Beschuldigten darauf abgestützt wer-
den sollte (CAR pag. 5.200.017). Die Verteidigung machte hingegen geltend, es 
sei stossend, wenn die BA auf eine Beweisabnahme verzichte und dann bei un-
gewünschtem Resultat die Unverwertbarkeit geltend mache (CAR 
pag. 5.100.009).  

5.2.3 Die Berufungskammer erachtet die vorhandenen Aussagen der Auskunftsperso-
nen als verwertbar. Sie waren von Beginn weg Teil der Akten. Der Beschuldigte 
hatte nie eine Konfrontation beantragt, was als Verzicht auszulegen ist. Im Übri-
gen blieben die Aussagen auch bei Verletzung des Konfrontationsrechts des Be-
schuldigten in jedem Fall zu dessen Gunsten verwertbar. Beim Teilnahme- und 
Konfrontationsrecht handelt es sich nämlich eindeutig um Bestimmungen, die 
dem Schutz der betroffenen Person dienen und nicht der Staatsanwaltschaft (so 
zum Unmittelbarkeitsprinzip Urteil des Bundesgerichts 6B_384/2022 vom 
20. Juni 2022 E.2.3.1.). Diese können daher auch nicht von dieser angerufen 
werden. So erschiene es in der Tat treuwidrig, wenn die Staatsanwaltschaft bei 
gewissen Beweismitteln bewusst auf eine Konfrontation verzichten könnte, um 
dann vor Gericht, sollte dieses die Beweismittel eventuell anders würdigen wie 

- 19 - 

sie selbst, deren Unverwertbarkeit geltend zu machen. Dies würde auch dem 
Grundsatz von Art. 6 Abs. 2 StPO zu widerlaufen, wonach die Strafbehörden 
belastende und entlastende Umstände mit gleicher Sorgfalt zu untersuchen ha-
ben. 

5.3 Einvernahme des Beschuldigten im Ausland ohne Verteidigung 

5.3.1 Eine beschuldigte Person muss unter anderem notwendig verteidigt werden, 
wenn ihr eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr, eine freiheitsentziehende 
Massnahme oder eine Landesverweisung droht (Art. 130 lit. b StPO). Sind die 
Voraussetzungen notwendiger Verteidigung bei Einleitung des Vorverfahrens er-
füllt, so ist die Verteidigung nach der ersten Einvernahme durch die Staatsan-
waltschaft, jedenfalls aber vor Eröffnung der Untersuchung, sicherzustellen. Wur-
den in Fällen, in denen die Verteidigung erkennbar notwendig gewesen wäre, 
Beweise erhoben, bevor eine Verteidigerin oder ein Verteidiger bestellt worden 
ist, so ist die Beweiserhebung nur gültig, wenn die beschuldigte Person auf ihre 
Wiederholung verzichtet (Art. 131 Abs. 2 StPO). Die Verwertbarkeit der vorhan-
denen Beweismittel ist vom Gericht, soweit es darauf abstellen will, von Amtes 
wegen zu prüfen. 

5.3.2 Mit Verfügung vom 29. Mai 2020 eröffnete die BA das Strafverfahren gegen den 
Beschuldigten (BA pag. 01.01.-0003). Dieser wurde am 19. Juni 2020 in Öster-
reich festgenommen und von der österreichischen Polizei am 19. und 20. Juni 
2020 einvernommen (BA pag. 18.01-0030 ff.). Dabei wurde er im Vorfeld über 
sein Recht einen Verteidiger beizuziehen informiert, worauf er jedoch verzichtete 
(BA pag. 18.01-0032). Dieser Verzicht ist nach schweizerischem Strafprozess-
recht bei einer wie hier erforderlichen notwendigen Verteidigung jedoch ungültig. 
Dem Beschuldigten drohte aufgrund der Tatvorwürfe offensichtlich eine Frei-
heitsstrafe von mehr als einem Jahr sowie ein Landesverweis. Der Beschuldigte 
hat auch im Laufe des Verfahrens nie ausdrücklich auf die Wiederholung dieser 
Einvernahme verzichtet. Die Einvernahme vom 19. und 20. Juni 2020 durch die 
österreichischen Behörden kann somit nicht bzw. jedenfalls nicht zu Lasten des 
Beschuldigten verwertet werden.  

II. Materielle Erwägungen 

1. Anklagevorwurf / vorinstanzliches Urteil / Standpunkt des Beschuldigten  

1.1 Die Anklage (TPF pag. 9.100.002 ff.) wirft dem Beschuldigten zusammengefasst 
vor, er habe am 12. Dezember 2019 um ca. 01:33 Uhr – nach vorgängiger ge-
meinsamer Planung und in gemeinsamer Ausführung mit F. – den sich an der G. 
Strasse 37 in Z. SG befindenden und in die Fassade des mehrstöckigen Wohn- 

- 20 - 

und Geschäftshauses eingebauten Bankomaten mithilfe zweier Geissfüsse so-
wie einem zur Explosion gebrachten Selbstlaborat mit Triacetontriperoxid (nach-
folgend: TATP) aufgebrochen. Anschliessend habe er – zusammen mit F. – aus 
der obersten Geldkassette des Bankomaten 633 Banknoten à Fr. 200.00 (aus-
machend Fr. 126'600.00) behändigt und sich mit dem Geld vom Tatort entfernt. 
Durch die Explosion seien die Bedienkonsole des Bankomaten und Teile der an-
liegenden Wandplatten des Gebäudes auf die Strasse geschleudert sowie das 
Gebäude – namentlich an der Aussenfassade, den Fenstern, Briefkästen und 
Deckenverkleidungen – beschädigt worden. Dadurch sei ein Sachschaden am 
Bankomaten von ca. Fr. 60'000.00 sowie am Gebäude von ca. Fr. 40'000.00 ent-
standen. Überdies seien die Anwohner der betroffenen Liegenschaft sowie zu-
fällig auf der G. Strasse anwesende Passanten und Strassenbenutzer aufgrund 
ihrer örtlichen Nähe zum Detonationspunkt an Leib und Leben konkret gefährdet 
worden. Es sei Zufall gewesen, dass niemand gestürzt oder von Gebäudeteilen 
oder Gegenständen getroffen worden sei.  

1.2 Der Beschuldigte bestritt im Untersuchungsverfahren und vor erster Instanz 
seine Beteiligung am Vorfall durchgehend. Insbesondere zog er beim Vorfall die 
Verwendung des in Tatortnähe sichergestellten Geissfusses, auf welchem seine 
DNA-Spur gefunden worden war, in Zweifel (Urteil SK.2021.45 E. 2.3.2; BA 
pag. 13.02-0003 Z. 4 ff.; 0140 Z. 21 ff; TPF pag. 9.731.007; 9.721.074 ff.). Er 
machte in diesem Zusammenhang geltend, sich nicht erklären zu können, wie 
seine DNA auf den Geissfuss gekommen sei. Es könne jedoch sein, dass der 
betreffende Geissfuss von ihm im Rahmen der beruflichen Tätigkeit dem Tro-
ckenbau benutzt und dann von F. entwendet und zur Tatausführung benutzt wor-
den sein könnte (TPF pag. 9.721.077 f.). Überdies erklärte er, eine Sekun-
därübertragung der DNA als möglich zu erachten (TPF pag. 9.721.080 ff.). Auf 
die Vorbringen des Beschuldigten im Berufungsverfahren wird nachfolgend ein-
gegangen (E. II.2.2.1 f.). 

1.3 Die Vorinstanz erachtete den Vorfall vom 12. Dezember 2019 wie in der Anklage 
beschrieben als erstellt. Aufgrund der Vorbringen des Beschuldigten prüfte sie 
die Verwendung der sichergestellten Geissfüsse schwerpunktmässig. Als Aus-
gangspunkt wurde von dem am Tatwerkzeug sichergestellten DNA-Profil des Be-
schuldigten ausgegangen, das den dringenden Tatverdacht begründe. Nach 
Würdigung sämtlicher vorliegender Beweise kam sie im Ergebnis zum Schluss, 
dass die Indizien in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen würden, das bei objektiver 
Betrachtung keine Zweifel an der Tatbeteiligung des Beschuldigten zulasse. 
Diesbezüglich wurde von einem längeren, intensiveren Kontakt mit dem Geiss-
fuss ausgegangen und eine Sekundärübertragung als unrealistisch erachtet (Ur-
teil SK.2021.45 E. 2.3.5.2 d). Dieser dringende Tatverdacht werde durch das wi-
dersprüchliche Aussageverhalten des Beschuldigten bezüglich seines 

- 21 - 

Aufenthaltsorts im Tatzeitpunkt, zur Verwendung von Geissfüssen im Trocken-
bau sowie zu seinem Verhältnis zum Mitbeschuldigten F. (Urteil SK.2021.45 E. 
2.3.4.4 a – c und 2.3.5.2 b), die Aussagen der Auskunftspersonen (E. 2.3.5.2 c), 
das Vorleben des Beschuldigten mit zahlreichen einschlägigen Vorstrafen in ver-
schiedenen Ländern Europas (E. 2.3.5.2 f), den Umstand, dass er in örtlicher und 
zeitlicher Hinsicht die Möglichkeit zur Tatausführung gehabt habe (E. 2.3.5.2 e) 
und die engen Kontakte zu F. und S., die ebenfalls der Beteiligung an Banko-
matsprengungen verdächtigt würden (E. 2.3.5.2 g), bestätigt. Insgesamt würden 
die Indizien in ihrer Gesamtheit das Gericht von der Tatbeteiligung des Beschul-
digten überzeugen und sämtliche übrigen denkbaren Alternativszenarien, die das 
Beweisergebnis in Zweifel ziehen würden, ausschliessen (Urteil SK.2021.45 
E. 2.3.5, insb. 2.3.5.2 h). 

2. Sachverhalt und Beweiswürdigung 

2.1 Grundlagen der Beweiswürdigung und der Aussagenanalyse 

2.1.1 Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 
gewonnen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Es berücksichtigt die im Vorver-
fahren und im Hauptverfahren erhobenen Beweise (Art. 350 Abs. 2 StPO). Ge-
mäss Art. 10 Abs. 3 StPO geht das Gericht von der für die beschuldigte Person 
günstigeren Sachlage aus, wenn unüberwindliche Zweifel daran bestehen, dass 
die tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat erfüllt sind. Diese Be-
stimmung konkretisiert den verfassungsmässigen Grundsatz der Unschuldsver-
mutung («in dubio pro reo»; Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Sie ver-
bietet es, bei der rechtlichen Würdigung eines Straftatbestands von einem belas-
tenden Sachverhalt auszugehen, wenn nach objektiver Würdigung der gesamten 
Beweise ernsthafte Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt tatsächlich so ver-
wirklicht hat, oder wenn eine für die beschuldigte Person günstigere Tatversion 
vernünftigerweise nicht ausgeschlossen werden kann. Eine einfache Wahr-
scheinlichkeit reicht nicht. Auf der anderen Seite kann keine absolute Gewissheit 
verlangt werden; abstrakte und theoretische Zweifel sind kaum je ganz auszu-
räumen (BGE 144 IV 345 E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen). Mit Blick auf die Aus-
prägung des In-dubio-Grundsatzes als Beweislastregel muss ein Sachverhalt 
nach Überzeugung des Gerichts umgekehrt mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit erstellt sein, damit er dem Angeklagten zur Last gelegt werden 
kann (BGE 144 IV 345 E. 2.2.2.3 mit weiteren Hinweisen). 

2.1.2 Der Grundsatz «in dubio pro reo» sagt indes nichts darüber aus, welche Beweis-
mittel zu berücksichtigen und wie diese zu würdigen sind (vgl. BGE 144 IV 345 
E. 2.2.3.1). Der In-dubio-Grundsatz wird erst anwendbar, nachdem alle aus Sicht 
des urteilenden Gerichts notwendigen Beweise erhoben und ausgewertet 

- 22 - 

worden sind (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.2 mit Hinweisen auf Urteile des Bundes-
gerichts 6B_288/2015 vom 12. Oktober 2015 E. 1.5.3 mit Hinweisen und 
6B_690/2015 vom 25. November 2015 E. 3.4). Der Nachweis kann mittels direk-
ten oder indirekten Beweises erbracht werden. Bei Letzterem (sog. «Indizienbe-
weis») wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittelbar rechtserheblich, 
aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, unmittelbar rechtserhebli-
che Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche für sich alleine 
nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder die Tat hin-
weisen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das bei objektiver Betrach-
tung keine Zweifel bestehen lässt, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht hat 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_1427/2016 vom 27. April 2017 E. 3 mit weiteren 
Hinweisen; Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2018.26 vom 
9. August 2018 E. 3.4.4.4). Der Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleich-
gestellt (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.4; Urteil des Bundesgerichts 6B_360/2016 vom 
1. Juni 2017 E. 2.4; BGE 143 IV 361 sowie Urteil des Bundesgerichts 
6B_332/2009 vom 4. August 2009 E. 2.3; je mit Hinweisen). Sachverhaltsalter-
nativen sind nur zu prüfen, wenn die Indizienlage widersprüchlich oder ambiva-
lent ist (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.7). 

Bei der Würdigung von Aussagen ist grundsätzlich zu beachten, dass jede (Zeu-
gen-) Aussage eine Leistung ist, die gewisse Sinnes- und Geistesangaben zur 
Wahrnehmung einer Tatsache sowie zur Mitteilung des Wahrgenommenen vo-
raussetzt. Die drei notwendigen Bestandteile dafür sind Wahrnehmungs-, Erin-
nerungs- und Ausdrucksfähigkeit. Die Gefahr einer irrtümlich falschen Aussage 
liegt in der allgemeinen Unzulänglichkeit menschlichen Erkennens absoluter 
Wahrheit und in der Subjektivität des Zeugenbeweises (vgl. zum Ganzen BÄH-
LER, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 163 StPO N. 1 ff.). Wenn die Glaub-
haftigkeit von Aussagen zu überprüfen ist, ist nach Massgabe der modernen Aus-
sagenpsychologie weniger die allgemeine Glaubwürdigkeit oder Wahrhaftigkeit 
der jeweiligen Aussageperson an sich, als vielmehr die spezielle Glaubhaftigkeit 
ihrer im Einzelfall zu überprüfender, konkreter Aussage von Bedeutung (vgl. BEN-
DER/HÄCKER/SCHWARZ, Tatsachenfeststellung vor Gericht, 5. Aufl. 2021, N. 254 
ff.). Das Konzept der inhaltsorientierten Glaubhaftigkeitsanalyse basiert auf der 
empirisch zureichend belegten Annahme, dass sich Aussagen über tatsächlich 
Erlebtes von Aussagen über nicht selbst Erlebtes unterscheiden zentrale Ele-
mente sind die merkmalsorientierte Aussagenanalyse anhand von sogenannten 
Realitätsmerkmalen und Kompetenzanalyse anhand der Kompetenzen der Aus-
sageperson im konkreten Zusammenhang (BENDER/HÄCKER/SCHWARZ, a.a.O., 
N. 325 ff.). 

  

- 23 - 

2.2 Vorbringen der Parteien im Berufungs- und Revisionsverfahren 

2.2.1 Die Verteidigung brachte im ersten Berufungsverfahren zusammengefasst vor, 
dass allein aufgrund des DNA-Hits am blauen Geissfuss die Tatbeteiligung des 
Beschuldigten nicht angenommen werden könne. Die DNA-Spur beweise einzig, 
dass die DNA einer bestimmten Person an einem bestimmten Ort angehaftet 
habe. Wie sie dahin gelangt sei oder was die betreffende Person gemacht habe, 
lasse sich mittels DNA-Hit nicht erstellen. F. habe den Beschuldigten nicht belas-
tet. Aus dessen Befragung könne nichts zu Ungunsten des Beschuldigten abge-
leitet werden. Zumal F. bereits in der rechtshilfeweisen Einvernahme vorgehalten 
worden sei, die Tat mit dem Beschuldigten begangen zu haben, seien dessen 
Aussagen von Beginn weg aufgrund von Suggestion kontaminiert gewesen. Es 
sei auch fraglich, ob als erstellt erachtet werden könne, dass das aufgefundene 
Werkzeug überhaupt als Tatmittel verwendet worden sei. Die vorinstanzliche Er-
wägung, wonach der Beschuldigte zu seinem Aufenthaltsort im Dezember 2019 
unterschiedliche, widersprüchliche Angaben gemacht habe, stimme nicht. Er 
habe konstant ausgesagt, dass er am fraglichen Vorfall nicht beteiligt gewesen 
sei. Seine Aussagen seien glaubhaft. Es sei möglich, dass der Geissfuss aus 
dem Bestand der Firma des Beschuldigten stamme und ihn jemand entwendet 
und zur Tatausführung benutzt habe. Sein Unternehmen habe existiert und sei 
im Zeitraum um den Tatzeitpunkt aktiv gewesen. Damit könnte die DNA am 
Geissfuss angehaftet haben, weil er ihn irgendeinmal angefasst habe. Gemäss 
Aussagen von F. habe dieser mehrmals Fahrzeuge des Beschuldigten benutzt. 
Er habe mit einem solchen Fahrzeug den gekauften Geissfuss transportiert. Das 
Auto sei voll von DNA des Beschuldigten gewesen, was eine weitere Möglichkeit 
einer Übertragung von DNA sei. Dass der blaue Geissfuss neu gewesen sein 
soll, basiere einzig auf einer augenscheinlichen Feststellung und nicht auf einer 
Untersuchung. Auch wenn der Geissfuss noch nicht auf dem Bau verwendet wor-
den sei, könnte ihn der Beschuldigte irgendwann vor dessen Verwendung in der 
Tatnacht berührt haben. Die Erwägung der Vorinstanz, wonach der Beschuldigte 
das geschilderte Alternativszenario nicht näher begründet habe, sei geradezu 
absurd. Der Beschuldigte müsse nicht den Entlastungsbeweis führen. Es sprä-
chen viele Umstände dafür, dass die DNA des Beschuldigten einzig deshalb auf 
dem Geissfuss gewesen sei, weil er mit diesem Werkzeug im Rahmen seiner 
beruflichen Tätigkeit Umgang hatte oder dieses in seinem Fahrzeug oder in sei-
ner Wohnung gewesen sei. Es sei nicht erstellbar, wie lange die DNA bereits auf 
dem Geissfuss angehaftet habe. Man wisse auch nicht, wo genau am Geissfuss 
die DNA des Beschuldigten angehaftet habe. Darüber hinaus bestehe auch die 
Möglichkeit eines indirekten Transfers der DNA des Beschuldigten auf den 
Geissfuss. Dafür spreche auch, dass sich keine Fingerabdrücke von ihm auf dem 
Geissfuss finden liessen. Man wisse nicht, um welches biologische Material es 
sich bei der DNA-Spur handle. Das Fehlen von anderen belastendenden 

- 24 - 

Umständen sei zu Gunsten des Beschuldigten zu werten. Die von den Auskunfts-
personen zu Protokoll gegebenen Signalements würden nicht mit der Statur und 
der Körpergrösse des Beschuldigten übereinstimmen. Aus der Auswertung des 
Mobiltelefons ergäben sich keinerlei Hinweise auf eine Tatbeteiligung. Wo er am 
nächsten Tag gewesen sei, nämlich 40 km vom Tatort entfernt, sei völlig irrele-
vant. Es gebe auch keine verdächtigen Kontobewegungen oder sonstige Trans-
aktionen. Der Anklagesachverhalt sei nicht erstellt. Es sei jedenfalls nicht auszu-
schliessen, dass die DNA des Beschuldigten ohne Zusammenhang mit der Tat 
auf den Geissfuss gelangt sei. Hinzu komme das Fehlen von weiteren belasten-
den Elementen. Es sei nicht jenseits vernünftiger Zweifel erstellbar, dass der Be-
schuldigte an der angeklagten Tat beteiligt gewesen sei. Er sei entsprechend in 
dubio pro reo freizusprechen (CA.2022.2 pag. 5.200.037 ff. und pag. 5.100.016 
f.). 

2.2.2 Die Verteidigung erneuerte im zweiten Berufungs- bzw. Revisionsverfahren weit-
gehend die im ersten Berufungsverfahren vorgetragenen Argumente. Neu 
brachte sie insbesondere vor, die Aussagen von F. seien in sich widersprüchlich, 
unglaubhaft und darauf ausgerichtet, eigene Vorteile zu erlangen. F. habe den 
Beschuldigten von Anfang an zumindest indirekt belastet. F. sei von Beginn an 
suggestiv – auf den Beschuldigten als Mittäter gemünzt – befragt worden. Dass 
die Belastung des Beschuldigten durch F. nicht nur implizit, sondern auch explizit 
erfolgte, ändere nichts an der Ausgangslage, wie sie im ersten Berufungsverfah-
ren dem Gericht vorgelegen habe. Die von F. jeweils behauptete Angst, explizit 
gegen den Beschuldigten auszusagen, sei nicht nachvollziehbar, ebenso wenig, 
weshalb diese Angst dann plötzlich weggefallen sein solle. Die Befragung von F. 
anlässlich dessen erstinstanzlichen Hauptverhandlung sei suggestiv und unter 
Druckausübung erfolgt. Sodann habe F. in dieser Befragung dem Beschuldigten 
die gesamte Schuld zugewiesen, während er anlässlich der Verhandlung im 
zweiten Berufungs- bzw. Revisionsverfahren wieder anders ausgesagt habe. F. 
sei in Dänemark wegen einer Bankomatensprengung verurteilt worden, was er 
versuche zu negieren, und in Österreich werde deswegen gegen ihn ermittelt. Er 
verfüge über ein kriminelles Netzwerk und sei der Fachmann fürs Verbrechen. F. 
sei nicht auf die Hilfe des Beschuldigten angewiesen gewesen für die Durchfüh-
rung der Bankomatensprengung. F. habe versucht, durch die Belastung des Be-
schuldigten, die ihm regelrecht in den Mund gelegt worden sei, seine eigene Si-
tuation zu verbessern. Konstruierte und widersprüchliche Angaben mache F. 
etwa zur Beschaffung des Sprengstoffes. F. habe ein gewichtiges Interesse da-
ran gehabt, spät gegen den Beschuldigten auszusagen. Er habe eine deutlich 
mildere Strafe erhalten. Zudem sei die belastende Aussage nach dem freispre-
chenden Urteil gegen den Beschuldigten erfolgt, was ihm explizit vorgehalten 
worden sei. F. habe nicht hinnehmen wollen, dass ein ehemals Mitbeschuldigter 
freigesprochen worden sei und eine Entschädigung zugesprochen erhalten 

- 25 - 

habe, während ihm selbst eine mehrjährige Freiheitsstrafe gedroht habe. Auf die 
Aussagen von F. könne nicht abgestellt werden (CAR pag. 5.200.027 ff.). 

2.2.3 Die BA argumentierte im ersten Berufungsverfahren zum Sachverhalt und zur 
Beweiswürdigung insbesondere, dass der Sachverhalt mittels Indizienkette er-
stellt sei, was die Vorinstanz zutreffend und vollständig festgestellt habe. Einzig 
nicht zutreffend sei, dass nicht nachgewiesen werden könne, dass der Beschul-
digte auch bei der Planung der Tat beteiligt gewesen sei. Denn natürlich werde 
eine solche Bankomatsprengung von der Täterschaft vorbereitet. F. habe ausge-
sagt, dass der Mittäter über die Vorbereitungen im Bilde gewesen und bei der 
Besorgung der Werkzeuge dabei gewesen sei. Die Vorinstanz habe das Vorlie-
gen ernsthafter Anhaltspunkte für mögliche alternative Sachverhalte geprüft und 
diese zu Recht verneint. Es gebe kein plausibles Alternativszenario. Gemäss 
dem im Berufungsverfahren neu erhobenen Bericht des IRM könne von einer 
sehr guten Spurenqualität gesprochen werden, die zu einer hohen Qualität bei 
der DNA-Auswertung geführt habe. Die Aussagen des Zeugen GG., wonach die 
beiden Geissfüsse neuwertig gewirkt hätten, würden sich mit den Aussagen von 
F. decken, wonach diese explizit für diese Bankomatsprengung neu gekauft wor-
den seien. Die Verteidigung habe in ihrem Schreiben vom 22. Februar 2023 
selbst geschrieben, dass die Aussagen von F. als Belastung des Beschuldigten 
verstanden werden müssten. F. gebe Details bezüglich Planung, Herangehens-
weise, Organisation und Durchführung der Bankomatsprengung preis. Gemäss 
F. sei der Mittäter männlich gewesen und sie hätten die Tat zu zweit ausgeführt. 
F. nehme offensichtlich viel Schuld bewusst auf sich, wohl um den Mittäter zu 
schonen. Das wirke nicht überzeugend, vor allem weil der Beschuldigte zuerst in 
Österreich ansässig gewesen sei und sich dort ausgekannt habe. Er habe F. zu 
sich geholt und zum Schein eine Baufirma und Fahrzeuge gehabt. So sei viel-
mehr anzunehmen, dass der Beschuldigten die treibende Kraft gewesen sei. Die 
Aussagen von F. würden die Anklage und die von der Vorinstanz überzeugend 
dargelegte Indizienkette stützen. An der Täterschaft des Beschuldigten gebe es 
keinerlei Zweifel (CA.2022.2 pag. 5.200.067 ff., pag. 5.100.018).  

2.2.4 Die BA brachte im zweiten Berufungs- bzw. Revisionsverfahren zu Sachverhalt 
und Beweiswürdigung insbesondere vor, es seien nicht nur die Aussagen von F. 
als neues Beweismittel zu betrachten, sondern jedes einzelne Beweismittel 
nochmals umfassend und richterlich frei zu würdigen. Aufgrund der DNA-Spur 
lasse sich zweifelsfrei nachweisen, dass der Beschuldigte mit dem blauen Geiss-
fuss und F. mit dem schwarzen Geissfuss Kontakt gehabt habe. Auch sei über-
zeugend nachgewiesen, dass diese Geissfüsse als Tatwerkzeug eingesetzt wor-
den seien. Da die Geissfüsse neu gewesen seien – was auch die Verkaufswegs-
abklärung der Kantonspolizei St. Gallen stützten würde – könne ausgeschlossen 
werden, dass der Beschuldigte im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit mit dem 

- 26 - 

Geissfuss in Kontakt gekommen sei. Da gemäss Gutachten des IRM eine De-
gradierung der DNA-Spur auszuschliessen sei, sei es nicht möglich, dass der 
Beschuldigte längere Zeit vor der Tatausführung mit dem Geissfuss in Kontakt 
gekommen sei. Es erscheine abwegig, dass der Beschuldigte per Zufall an einem 
Lager- oder Transportort mit dem Geissfuss in Kontakt gekommen sei. Die Aus-
sagen des Beschuldigten seien als grossmehrheitlich nicht glaubhaft einzustu-
fen. Die Aussagen des Mittäters F. seien glaubhaft. Dessen vollumfängliches Ge-
ständnis mit Namen des Mittäters erst in der eigenen erstinstanzlichen Hauptver-
handlung sei erklärbar. F. habe das Motiv für die Änderung seines Aussagever-
haltens nachvollziehbar dargelegt. Die Aussagen der Augenzeugen seien als we-
der belastend noch entlastend anzusehen. Aufgrund der äusseren Bedingungen 
könne nicht ohne Weiteres insbesondere auf die Aussagen zum Signalement der 
Täterschaft abgestellt werden, da Aussagen zu solchen Details erfahrungsge-
mäss zu ungenau seien. Es seien sodann die tatsächlichen Umstände in der Tat-
nacht, u.a. die Witterungsbedingungen, die Sichtverhältnisse und das Überra-
schungsmoment zu berücksichtigen. Aufgrund der Vorstrafen des Beschuldigten 
habe dieser ein Bewegungsprofil und ein Kontaktnetzt, dass gut ins Täterprofil 
einer Gruppierung mit Bankomatensprengungen passe. Insgesamt lägen ver-
schiedene schlüssige, überzeugende Beweismittel mit hohem Beweiswert vor, 
anhand derer sich die angeklagte Tatbegehung durch den Beschuldigten rechts-
genüglich nachweisen lasse (CAR pag. 5.200.003 und -007 ff.). 

2.3 Unbestrittener Sachverhalt 

Abgesehen von der Tatbeteiligung des Beschuldigten ist der angeklagte äussere 
Sachverhalt unzweifelhaft erstellt und auch unbestritten. So ist erstellt, dass es 
am 12. Dezember 2019 um 01:33 Uhr an der G. Strasse 37 in Z. SG mit der 
Tatbeteiligung von zwei Personen vor Ort zu einer Bankomatsprengung mit dem 
in der Anklage beschriebenen modus operandi, nämlich dem Einsatz von TATP 
kam, dass Fr. 126'600.00 entwendet und Schäden am Gebäude und am Banko-
maten von insgesamt rund Fr. 100'000.00 verursacht wurden. Zu prüfen ist, ob 
sich rechtsgenüglich beweisen lässt, dass der Beschuldigte einer der zwei vor 
Ort wirkenden Tatbeteiligten war. 

2.4 Beweismittel 

Im Zusammenhang mit der bestrittenen Tatbeteiligung des Beschuldigten sind 
folgende Beweismittel relevant:  

a. Diverse Beweismittel zu den in Tatortnähe sichergestellten Gegenständen und 
gesicherten Spuren (vgl. Urteil SK.2021.45 E. 2.3.4.1): Bei der Suche mit Polizei-
hunden am 12. Dezember 2019 wurden in einem Gebüsch an der I. Strasse 30, 

- 27 - 

rund 300 Meter vom Standort des gesprengten Bankomaten entfernt, zwei Geis-
sfüsse, einer blau und einer schwarz, sowie zwei Schraubenzieher gefunden (BA 
pag. 11.01-002). Gemäss Bericht der Kantonspolizei St. Gallen handelte es sich 
um neuwertige Werkzeuge, die höchstwahrscheinlich zuvor noch nie benutzt 
worden waren (BA pag. 10.01-0010). Die Spurensicherung an den Werkzeugen 
vor Ort wurde durch GG. von der Kantonspolizei St. Gallen vorgenommen, der 
im Berufungsverfahren als Zeuge dazu befragt wurde (vgl. CA.2022.2 pag. 
5.302.001 ff., mehr dazu unten lit. c). Sein Kollege FF. leitete als Hauptsachbe-
arbeiter im Rahmen der Ermittlungen die gesicherten Spuren weiter ans IRM 
(CA.2022.2 pag. 5.301.004 Z. 27 ff.). Auch er wurde im Berufungsverfahren als 
Zeuge dazu befragt. Beim IRM wurden die DNA-Spuren durch EE. ausgewertet 
(vgl. CA.2022.2 pag. 2.203.018 ff.). Am blauen Geissfuss wurde ein DNA-Misch-
profil festgestellt, welches im Hauptprofil in 15 vergleichbaren DNA-Systemen mit 
dem DNA-Profil des Beschuldigten übereinstimmt (BA pag. 11.01-0012). Auf 
dem schwarzen Geissfuss wurde dasselbe bezüglich F. festgestellt (BA pag. 
11.01-0014). Die Zuordnung der Profile zu den Personen erfolgte am 6. Januar 
2020 durch das Bundesamt für Polizei fedpol (BA pag. 10.01-0023). Gemäss fo-
rensischem Untersuchungsbericht des Forensisch-Naturwissenschaftlichen 
Dienstes der Kantonspolizei St. Gallen vom 22. Januar 2020 kann das Eigenma-
terial der zwei vorgenannten Geissfüsse weder mikroskopisch noch anhand von 
Infrarotspektren von am Bankomaten gesichertem schwarzen bzw. blauen Lack-
abrieb unterschieden werden. Dies spreche in hohem Mass dafür, dass die zwei 
Geissfüsse in Kontakt mit dem Bankomaten gekommen seien (BA pag. 11.01-
0023 f.).  

b. Schriftlicher Bericht von EE., Fachbereich Forensische Genetik, Institut für 
Rechtsmedizin, Kantonsspital St. Gallen, vom 3. Oktober 2022 (CA.2022.2 pag. 
2.203.018 ff.): EE. führt im Bericht insbesondere aus, dass ein Mischprofil vor-
liege, wenn sich ein Profil aus DNA von mehr als einer Person zusammensetze. 
Wenn darin der DNA-Anteil eines Spurengebers grösser sei als derjenige des 
oder der anderen, könne das Mischprofil in eine sogenannte Hauptprofilkompo-
nente und Nebenprofilkomponente unterteilt werden. Vorliegend sei der DNA-
Anteil des Nebenprofils so gering gewesen, dass dieses keinen Einfluss auf das 
Hauptprofil gehabt habe (CA.2022.2 pag. 2.203.020). Es sei von einem rund 1.3 
x 1021 Mal höheren Beweiswert auszugehen, wenn der Beschuldigte der Spuren-
geber des interpretierbaren DNA-Hauptprofils am Spurenträger (blauer Geiss-
fuss) sei, als wenn der Spurengeber eine unbekannte mit dem Beschuldigten 
nicht verwandte Person wäre (CA.2022.2 pag. 2.203.021). Die Persistenz und 
Verweildauer der DNA auf einem Gegenstand hänge von verschiedenen Fakto-
ren ab, die wichtigsten seien z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Anwesenheit von 
Mikroorganismen oder UV-Licht Exposition. Ohne Kenntnis der Bedingungen sei 
eine abschliessende Beurteilung nicht möglich. Eine «alte» DNA-Spur könne 

- 28 - 

degradieren und die DNA-Merkmale seien bei fortgeschrittener Degradierung 
nicht mehr nachweisbar. Bei der DNA-Spur des Beschuldigten habe es keine 
solche Probleme gegeben (CA.2022.2 pag. 2.203.022). Vorliegend habe die 
DNA bezüglich Qualität und Menge für die Erstellung eines Profils ausgereicht 
(CA.2022.2 pag. 2.203.023). Es bestünden keine begründeten Zweifel daran, 
dass die Zuordnung bzw. Übereinstimmung zwischen DNA-Profil, der Spur sowie 
dem DNA-Profil des Beschuldigten korrekt sei (CA.2022.2 pag. 2.203.025). Da 
es sich vorliegend um ein fast vollständiges DNA-Profil handle, sei der Beweis-
wert naturgemäss hoch (CA.2022.2 pag. 2.203.026). Eine Person besitze 16 ver-
wertbare DNA-Abschnitte und vorliegend habe das an die Datenbank gesandte 
DNA-Profil in 15 untersuchten Abschnitten ein verwertbares Ergebnis ergeben 
(CA.2022.2 pag. 2.203.027). Unter gewissen Bedingungen könne eine DNA-
Spur auf eine Oberfläche gelangen, ohne dass diese Person diese Oberfläche 
berührt habe. Das sei als indirekter Transfer bekannt. Dabei werde von einem 
Gegenstand oder einer anderen Person DNA auf einen anderen Gegenstand 
übertragen. Ob es sich um einen direkten oder einen indirekten Transfer handle, 
spiele für die Auswertbarkeit der DNA keine Rolle (CA.2022.2 pag. 2.203.028 f.). 
Vorliegend könne mangels Kenntnis der Bedingungen eines allfälligen indirekten 
Transfers, keine Aussage gemacht werden, ob die DNA-Spur des Beschuldigten 
direkt oder indirekt auf den Spurenträger gelangt sei (CA.2022.2 pag. 2.203.030). 

c. Aussagen der Zeugen FF. und GG., Kriminaltechnischer Dienst, Kantonspolizei 
St. Gallen, anlässlich der Berufungsverhandlung vom 17. Oktober 2022 
(CA.2022.2 pag 5.301.001 ff. und 5.302.001 ff.): FF. erklärte zu Protokoll, dass 
die Spurensicherung im vorliegenden Fall ganz normal abgelaufen sei 
(CA.2022.2 pag. 5.301.004 Z. 5 ff.). Er habe die Spurensicherung am Bankoma-
ten gemacht, aber nicht diejenige an den Werkzeugen, die durch einen Polizei-
hund im Gebüsch gefunden worden seien (vgl. CA.2022.2 pag. 5.301.003 f.). Es 
sei undenkbar, dass es bei der Weiterleitung der Spur ans IRM zu Unregelmäs-
sigkeiten bzw. einer Kontamination gekommen sei (CA.2022.2 pag. 5.301.004 f. 
Z. 40 ff.). Ein Geissfuss werde bei einem solchen Delikt über die volle Fläche mit 
dem Wattestäbchen abgerieben (CA.2022.2 pag. 5.301.007 Z. 15 ff.). Heutzu-
tage sei bei der Spurensicherung oft die Kontamination das Problem. Die Erken-
nung sei so fein, dass sie fast immer zu viel (Anmerkung: DNA) hätten (CAR pag. 
5.301.005 Z. 33 ff.). GG. schilderte detailliert, wie er bei der Spurensicherung an 
den aufgefundenen Werkzeugen (zwei Geissfüsse und zwei Schraubenzieher) 
vorgegangen war (CA.2022.2 pag. 5.302.003 f.). Seines Erachtens seien die von 
ihm am Fundort der Werkzeuge angetroffenen Bedingungen zur Spurensiche-
rung geradezu ideal gewesen, unter anderem, da die Werkzeuge in der Hecke 
vor dem Regen geschützt gewesen seien und sich niemand über die Sachen 
habe beugen können (CA.2022.2 pag. 5.302.003 f., 005 Z. 1 ff. und Z. 38 f.). Er 
hielt es für unmöglich, dass es zu Unregelmässigkeiten in Form von 

- 29 - 

Beeinträchtigung oder Verunreinigung der gesicherten Spuren gekommen sein 
könnte (CA.2022.2 pag. 5.302.005 Z. 9 ff.). Es sei ihm aufgefallen, dass zumin-
dest der blaue Geissfuss relativ neu gewesen sei (CA.2022.2 pag. 5.302.006 Z. 
5 ff.). Er sei seiner Einschätzung nach (er sei gelernter Werkzeugmacher und 
habe privat viel im mechanischen Bereich gemacht, daher verfüge er über eine 
gewisse Expertise diesbezüglich) zuvor wohl höchstens ein oder zwei Mal be-
nutzt worden, aber nicht auf einer Baustelle oder sonst irgendwo im Einsatz ge-
wesen (CA.2022.2 pag. 5.302.006 Z. 31 ff. und 007 Z. 6 ff.). Er habe nur die DNA 
gesichert, ansonsten habe der Forensisch-Naturwissenschaftliche Dienst den 
Geissfuss beurteilt (CA.2022.2 pag. 5.302.006 Z. 40 ff.; 007 Z. 19 ff.). Auch wenn 
ein Täter Handschuhe trage, sei es möglich, dass DNA von den Handschuhen 
an einen Gegenstand gelangen könne (CA.2022.2 pag. 5.302.007 f. Z. 42 ff.).  

d. Auswertung der Mobiltelefondaten des Beschuldigten (vgl. Urteil SK.2021.45 
E. 2.3.4.2): Die getätigten Auswertungen ergaben im Tatzeitpunkt keine Hin-
weise auf einen Aufenthalt des Beschuldigten in der Schweiz (BA pag. 10.02-
0042). Die Daten zeigen am 13. Dezember 2019 um 11:07 Uhr eine WLAN-Ver-
bindung des Mobiltelefons im «J.» in W./AUT und somit ca. 40 km vom Tatort 
und ca. 4.5 km vom damaligen Wohnsitz des Beschuldigten in U./AUT entfernt 
(BA pag. 10.02.0121 und 0042). Zum Tatzeitpunkt wurde das Mobiltelefon nicht 
verwendet (BA pag. 10.02.0042). Gemäss der «Timeline» in der Mobiltelefonaus-
wertung fand die letzte Aktivität auf dem Mobiltelefon vor der Tat am 11. Dezem-
ber 2019 um 10:31 Uhr und die erste nach der Tat am 12. Dezember 2019 um 
11:15 Uhr statt. Die Auswertung zeigt, dass das Mobiltelefon nachts regelmässig 
nicht verwendet wurde. An anderen Daten fanden die letzten Aktivitäten abends 
aber häufig noch nach 21 oder 22 Uhr und morgens die ersten öfters ab 10-11 
Uhr statt (USB-Stick mit gesicherten Telefondaten, BA pag. 10.02-0121). 

 Zudem fanden sich auf dem Mobiltelefon zwei durch den Beschuldigten ausge-
stellte Rechnungen vom 21. Dezember 2019 für zwischen dem 2. und 15. De-
zember 2019 («KW 49/2019» und «KW 50/2019») ausgeführte Trockenbauar-
beiten (BA pag. 10.02.0113 f.). Die eine Rechnung an die M. GmbH in WW./AUT 
für Arbeiten in der Kalenderwoche 50 betrifft ein Bauvorhaben in W. (BA pag. 
10.02.0113). Es wurden auf dem Mobiltelefon auch Bilder von Baustellen festge-
stellt, unter anderem solche, die vom 9. Dezember 2019 stammen (BA pag. 
10.02-0116, 119 f.). Weiter wurden auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten E-
Mails gefunden, die sich auf dessen Trockenbaufirma beziehen, insbesondere 
Korrespondenz mit der Firma HH., die der Beschuldigte offenbar für Steuerbera-
tung und Lohnzahlungen beauftragt hatte (BA pag. 10.02.-0042, 0095 ff.). 
Schliesslich fand sich eine E-Mail, die der Beschuldigte am 30. April 2020 erhal-
ten hatte mit dem Betreff «Contract F.» (BA pag. 10.02.0043, 0108). Der Anhang 
dieser E-Mail konnte offenbar nicht reproduziert werden. 

- 30 - 

e. Auswertung der Bankunterlagen des Beschuldigten (vgl. Urteil SK.2021.45 
E. 2.3.4.3): Gemäss den Bankunterlagen (Auszug vom 20. Januar 2020) wurde 
am 13. Dezember 2019 um 13:01 Uhr in U./AUT, d.h. in der Region des Tatortes 
und am Meldeort des Beschuldigten EUR 200.00 und bezogen (BA pag. 18.09-
0048 f., S. 1 Kontoauszug vom 20. Januar 2020). Gemäss Kontodaten des Be-
schuldigten erhielt er zwischen September 2019 und März 2020 von drei (Bau-
)Firmen, unter anderem der M. GmbH, Zahlungen von insgesamt ca. EUR 
45'509.40 überwiesen (BA pag. 10.02-0040 f. und 18.09-0049). 

f. Aussagen des mutmasslichen Mittäters F. (CA.2022.2 pag. 3.202.011 ff. und 
5.304.001 ff. und CAR pag. 5.300.012 ff. sowie CA.2023.30 TPF pag. 18.731.001 
ff. und BA pag. 13-03-0065 ff.): Der bis Januar 2023 in Dänemark inhaftierte F. 
machte im Untersuchungsverfahren (BA pag. 18.06-0082 ff.) sowie im Beru-
fungsverfahren im Rahmen der rechtshilfeweise durchgeführten Einvernahmen 
(CA.2022.2 pag. 3.101.046 ff.) von seinem Aussageverweigerungsrecht Ge-
brauch. Nach seiner Auslieferung in die Schweiz machte er in dem gegen ihn 
geführten Strafverfahren am 12. Januar 2023 erstmals konkrete Aussagen. Er 
gestand, die Bankomatsprengung in Z. am 12. Dezember 2019 gemeinsam mit 
einer zweiten Person begangen zu haben und schilderte die Planung und Vorbe-
reitung und die Ausführung der Tat im Detail (CA.2022.2 pag. 3.201.011 ff.). Zur 
Tatbeteiligung des Beschuldigten wollte er sich nicht äussern. Nach der Tatbe-
teiligung von sieben namentlich genannten anderen Personen gefragt, verneinte 
er diese (CA.2022.2 pag. 3.201.023 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung 
vom 2. März 2023 wurde F. als Auskunftsperson einvernommen, wobei er zu-
sammengefasst im Wesentlichen folgende Aussagen tätigte (CA.2022.2 pag. 
5.304.001 ff.):  

 Er kenne den Beschuldigten seit circa fünf Jahren und habe ihn über gemein-
same Freunde kennengelernt (CA.2022.2 pag. 5.304.006 Z. 21 ff.). Es sei eine 
einfache Freundschaft oder eine bessere Bekanntschaft (CA.2022.2 
pag. 5.304.003 Z. 23 ff., 006 Z. 30 f.). Er sei im Dezember 2019 in Österreich 
gewesen und habe an der Adresse in U. (Anmerkung: beim Beschuldigten) circa 
drei Wochen bis einen Monat lang gewohnt, um dort auf dem Bau nach Arbeit zu 
suchen. Der Beschuldigte habe damals nicht genug Arbeit gehabt, um ihn zu 
beschäftigen. Zwar sei im Frühjahr ein Arbeitsvertrag erstellt worden, die Covid-
Pandemie habe das Arbeiten jedoch verunmöglicht. Er (F.) sei dann nach Däne-
mark gereist (CA.2022.2 pag. 5.304.004 f.). Betreffend die Bankomatsprengung 
in Z. vom 19. Dezember 2019 könne er nur für sich selbst sprechen – er wolle 
weder jemanden beschuldigen noch schützen (CA.2022.2 pag. 5.304.002 f.). Er 
bekenne sich schuldig und habe bereits ein Geständnis abgelegt (CA.2022.2 
pag. 5.304.008 f.). Die Geissfüsse zum Aufbrechen des Bankomats hätten sie in 
einem Geschäft in Österreich neu gekauft. Den Sprengstoff habe er von einem 

- 31 - 

Ukrainer gekauft (CA.2022.2 pag. 5. 304.009 Z. 13 ff.). Er habe zuvor keine Er-
fahrung mit Sprengstoff gehabt. Bei der Sprengung sei nur die oberste Kassette 
des Bankomaten aufgegangen. Er hätte jedoch erwartet, dass der ganze Banko-
mat aufgehe (CA.2022.2 pag. 5.304.010 f. Z. 46 ff.). Die Tat sei nur von ihm und 
dieser zweiten Person begangen worden, wobei es für beide das erste Mal ge-
wesen sei und niemand von ihnen eine Chef-Rolle gehabt habe. 80 % der Bank-
noten seien durch die Sprengung kaputt gegangen – sie hätten alle mitgenom-
men, die kaputten jedoch weggeworfen. Nach der Sprengung seien sie in Panik 
geraten und hätten die Werkzeuge in ein Gebüsch geworfen. Sie seien zu Fuss 
unterwegs gewesen. Den Sprengstoff habe er nach dem Kauf in einem Rucksack 
aufbewahrt, u.a. im Haus in U. (CA.2022.2 pag. 5.304.010 f.). Die fünf Jungs im 
Haus hätten davon nichts gewusst. Ob der Beschuldigte davon gewusst habe, 
wollte er auf Nachfrage nicht beantworten (CAR pag. 5.304.012 Z. 1 ff.). Das 
Sprengstoffpaket sei für die Auslösung der Sprengung mit zwei Kabeln ausge-
stattet gewesen sowie am anderen Ende mit einer Batterie, welche er schliesslich 
angeschlossen habe (CA.2022.2 pag. 5.304.014 Z. 20 ff.). Im Haus hätten im 
Dezember 2019 neben dem Beschuldigten noch vier weitere Personen gewohnt: 
II., JJ., KK. und ein Tscheche, der kein Rumänisch gesprochen habe (CA.2022.2 
pag. 5.304.014 f. Z. 37 ff.). Er selbst sei 1.75 Meter gross. Die Werkzeuge habe 
er ein paar Tage vor der Sprengung gekauft und im Auto (recte: Kleintransporter) 
aufbewahrt – an das genaue Datum erinnere er sich nicht. Dieser Kleintranspor-
ter habe dem Beschuldigten gehört. Da es defekt gewesen sei und nicht habe 
gefahren werden können, habe man darin Werkzeuge und einen Staubsauger 
aufbewahrt. Für den Kauf der Werkzeuge sei ein anderes Auto verwendet wor-
den, man habe sie dann aber bis zur Tat im defekten Fahrzeug aufbewahrt 
(CA.2022.2 pag. 5.304.016 Z. 15 ff.). Nach der Bankomatsprengung in Z. seien 
sie mit einem kleinen Auto gefahren – seines Wissens ein Mietauto. Dieses sei 
von den Arbeitern jeweils für die Fahrt zur Arbeit benutzt worden und darin hätten 
sie auch das Tatwerkzeug transportiert (CA.2022.2 pag. 5.304.017 Z. 4 ff.). Die 
Frage, ob ihn II., JJ., KK. oder der Beschuldigte nach Z. begleitet hätten, wollte 
F. nicht beantworten. Sein (hälftiger) Anteil am verwendbaren Geld habe zwi-
schen Fr. 7'000.00 und Fr. 10'000.00 betragen (CA.2022.2 pag. 5.304.020 Z. 5). 
Auf dem Fluchtweg habe er in dieser Nacht niemanden gesehen (CA.2022.2 
pag. 5.304.020 Z. 38 ff.). Ob er die Werkzeuge im Rucksack aufbewahrt oder 
direkt ins Auto gelegt habe, wisse er nicht mehr. Es sei einfach alles im Auto 
gewesen (CA.2022.2 pag. 5.304.021 Z. 30 ff.).  

 Anlässlich der Schlusseinvernahme bei der BA vom 21. April 2023 im Strafver-
fahren gegen ihn selbst anlässlich der Schlusseinvernahme wiederholte F. sein 
Geständnis zum Vorfall in Z. vom 12. Dezember 2019 (CA.2023.30 BA pag. 13-
03-0067 ff.). Die Frage, mit wem er in Z. gewesen sei, wollte er wegen seiner 
Familie nicht beantworten (CA.2023.30 BA pag. 13-03-0071 Z. 9 ff.). Anlässlich 

- 32 - 

der Hauptverhandlung vor Erstinstanz vom 16. November 2023 im Verfahren ge-
gen ihn selbst wiederholte F. sein Geständnis (CA.2023.30 TPF pag. 18.731.006 
ff.). Er beschrieb nochmals in freier Erzählung detailliert und gleichbleibend, wie 
bei der Bankomatensprengung vorgegangen worden sei (CA.2023.30 TPF 
pag. 18.731.007 f.). Er wollte die zweite Person, die mit ihm am Tatort war, nach 
wie vor nicht benennen, da diese Person für seine Familie gefährlich sein könne 
(CA.2023.30 TPF pag. 18.731.008 Z. 33 ff. und -009 Z. 3 ff. und Z. 21 ff.). Als er 
erfahren habe, dass der Beschuldigte freigesprochen worden sei, habe er be-
fürchtet, dass es jetzt gefährlich werde für ihn (CA.2023.30 TPF pag. 18.731.009 
Z. 18 ff.). Auf konkrete Nachfrage wollte er nicht ausschliessen, dass der Be-
schuldigte in Z. sein Mittäter gewesen sei (CA.2023.30 TPF pag. 18.731.010 Z. 
16 f.). Nach wiederholter Frage der Richterpersonen und des Staatsanwalts be-
jahte er schliesslich die Mittäterschaft des Beschuldigten (CA.2023.30 TPF 
pag. 18.731.010 Z. 19 ff.). Er sei über das Netz von Bekanntschaften des Be-
schuldigten in diese Kreise gekommen. Die Mittäterschaft des Beschuldigten sei 
offensichtlich. Der Beschuldigte habe im Vorfeld recherchiert, die Adresse aus-
findig gemacht und das Auto gemietet (CA.2023.30 TPF pag. 18.731.010 Z. 30 
ff.). Sie seien damals losgefahren, ohne dass die Rollen abgesprochen gewesen 
wären, und gemäss im Internet gefundenen Instruktionen vorgegangen 
(CA.2023.30 TPF pag. 18.731.011 Z. 32 ff.). Anlässlich der Berufungsverhand-
lung im Verfahren gegen ihn selbst vom 14. März 2024 präzisierte F. wie er und 
der Beschuldigte durch Internetrecherchen auf die Idee der Bankomatenspren-
gung gekommen seien und dass vor allem er (F.) damals Geld gebraucht habe 
(CA.2023.30 CAR pag. 5.300.005, auch pag. 5.300.015 f.). Er habe den Namen 
des Mittäters bis anhin zum Schutz seiner Familie nicht nennen wollen 
(CA.2023.30 CAR pag. 5.300.008 Z. 16 ff.). Bei der Konfrontation mit dem Be-
schuldigten damals habe er gegenüber dem Gericht durchblicken lassen, dass 
es sich um ihn handle (CA.2023.30 CAR pag. 5.300.008 Z. 34 ff.).  

Im zweiten Berufungs- bzw. Revisionsverfahren gegen den Beschuldigten sagte 
F. am 31. Oktober 2024 als Zeuge und damit unter Wahrheitspflicht stehend un-
ter anderem aus, da er Geld für den Spitalaufenthalt seines Vaters gebraucht 
habe, habe er die Idee gehabt, diesen Bankomaten zu sprengen. Es sei eigent-
lich nichts geplant gewesen (CAR pag. 5.300.014 Z. 21 ff.). Sie hätten im Internet 
recherchiert und dann Werkzeug und Sprengstoff gekauft respektive er habe das 
getan (CAR pag. 5.300.015 Z. 6 ff.). Das Werkzeug sei zwischen dem Kauf und 
der Sprengung im Auto oder im nicht funktionstüchtigen Kleintransporter aufbe-
wahrt worden und nicht verpackt gewesen (CAR pag. 5.300.015 Z. 26 ff. und 
5.300.016 Z. 4 ff.). Auf Frage, ob er den Mittäter nochmals benennen könne, 
sagte er, er habe das bereits gesagt (CAR pag. 5.300.016 Z. 12 f.). Er habe zwar 
seinen Namen zuerst nicht explizit genannt, aber er habe auch nicht gesagt, dass 
er nicht dabei gewesen sei (CAR pag. 5.300.016 Z. 31 f.). Es stimme nicht, dass 

- 33 - 

er nicht die Wahrheit gesagt hätte (CAR pag. 5.300.026 Z. 30 ff., vgl. auch CAR 
pag. 5.300.024 Z. 14 ff.). Auf nochmalige Frage, wer der Mittäter war, nannte er 
dann erneut den Namen des Beschuldigten (CAR pag. 5.300.017 Z. 3 f.). Er wie-
derholte, niemanden entlasten zu wollen. Sein Mittäter sitze neben ihm (CAR 
pag. 5.300.024 Z. 21 ff.). Es seien nur sie zwei ins Tatgeschehen involviert ge-
wesen (CAR pag. 5.300.017 Z. 6 ff.). Es habe keine spezielle Rollenteilung ge-
geben. Er (F.) habe die Initiative gehabt und das Geld gebraucht (CAR pag. 
5.300.017 Z. 16 ff.). Auf Fragen, weshalb der Beschuldigte mitgemacht habe, 
konnte er keinen Grund benennen. Er gehe jedoch davon aus, dass auch der 
Beschuldigte damals wohl auch familiäre Probleme gehabt habe. Er wisse aber 
nicht, ob er auch finanzielle Probleme gehabt habe (CAR pag. 5.300.017 Z. 21 
ff.). Er habe nicht den Mut gehabt, die Tat allein zu machen. Beim ersten Mal sei 
der Beschuldigte nicht wirklich einverstanden bzw. nicht so entschlossen gewe-
sen. Immerhin habe er damals ein Einkommen gehabt (CAR pag 5.300.022 
Z. 29 ff.). Sie seien der Meinung gewesen, dass im Gebäude beim Bankomaten 
niemand übernachte (CAR pag. 5.300.17 Z. 43 ff.). Vor der Explosion sei nie-
mand da gewesen (CAR pag. 5.100.018 Z. 12 f.). Er habe das Paket mit dem 
Sprengstoff in die Öffnung des Bankomaten reingetan und mittels Drahts die Ex-
plosion ausgelöst (CAR pag. 5.300.018 Z. 23 ff., auch CAR pag. 5.300.025 Z. 15 
f.). Den Sprengstoff habe er mittels Wucherkredit finanziert (CAR pag. 5.300.019 
f. Z. 36 ff.). Er bestätigte, dass er die Beute hälftig mit den Beschuldigten geteilt 
habe (CAR pag. 5.300.020 Z. 23 ff.). Sie hätten bei der Tat Handschuhe getra-
gen, die sie zusammen mit den Brecheisen gekauft hätten (CAR pag. 5.300.012 
Z. 6 ff., auch CAR pag. 5.300.023 Z. 20 f.). Die Idee zur Tat habe er ein paar 
Tage zuvor gehabt und den Beschuldigten habe er zwei drei Tage zuvor einge-
weiht (CAR pag. 5.300.021 Z. 21 ff.). Er habe mehr als seinen Anteil an der er-
beuteten Summe der brauchbaren Banknoten für Spitalrechnung des Vaters ver-
wendet (CAR pag. 5.300.022 Z. 13 ff.), wofür er aber keine Belege habe (CAR 
pag. 5.300.025 Z. 21 ff.). Auf Frage, was der Beschuldigte mit dem blauen Geiss-
fuss gemacht habe, sagte er, sie hätten beide die Öffnung des Bankomaten er-
weitert (CAR pag. 5.300.023 Z. 9 ff.). Er habe für seine Belastung des Beschul-
digten keine kleinere Strafe bekommen und es habe nie einen Deal mit der BA 
gegeben (CAR pag. 5.300.023 Z. 33 ff.).  

g. Aussagen des Beschuldigten (vgl. Urteil SK.2021.45 E. 2.3.4.4 und CA.2022.2 
pag. 5.303.001 ff. und CAR pag. 5.300.001 ff.): Der Beschuldigte wurde im Vor-
verfahren erstmals am 19. Juni 2020 in Österreich befragt (BA pag. 18.01.0030 
ff.). Diese Einvernahme ist jedoch nicht verwertbar (vgl. oben E. I.5.3). Am 
10. August 2020 wurde er durch die Bundeskriminalpolizei (nachfolgend: BKP) 
delegiert befragt (BA pag. 13.02.0001 ff.), am 11. August 2020 erfolgte die 
Hafteinvernahme durch die BA (BA pag. 13.02.0009 ff.). Weitere Einvernahmen 
folgten am 20. Oktober 2020 (BA pag. 13.02.0029 ff.), am 17. Februar 2021 durch 

- 34 - 

die BKP (BA pag. 13.02.0054 ff.) und am 9. Juni 2021 durch die BA (BA 
pag. 13.02.0134 ff.). Schliesslich wurde der Beschuldigte vor der Vorinstanz im 
Rahmen der Hauptverhandlung vom 22. Dezember 2021 befragt (TPF 
pag. 9.731.001 ff.). Für eine ausführliche Zusammenfassung dieser Aussagen 
wird auf die Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen Urteil verwiesen (Ur-
teil SK.2021.45 E. 2.3.4.4). Der Beschuldigte hat seine Tatbeteiligung durchge-
hend konsequent abgestritten. Im Weiteren wird auf einzelne Aussagen des Be-
schuldigten direkt in der Beweiswürdigung eingegangen.  

 Im ersten Berufungsverfahren machte der Beschuldigte zusammengefasst im 
Wesentlichen folgende Aussagen (CA.2022.2 pag. 5.303.001 ff.): Er sei unschul-
dig – was F. gemacht habe bzw. warum er nur die halbe Wahrheit erzähle (auf 
Nachfrage: mit wem er dort gewesen sei) und wen dieser schützen wolle, wisse 
er nicht (CA.2022.2 pag. 5.303.006 f., insb. 007 Z. 5 f.). In der Nacht vom 11. auf 
den 12. Dezember 2019 habe er sich entweder in Rumänien oder in Österreich 
aufgehalten. Er wisse nicht, wer am 13. Dezember 2019 mit seiner Bankkarte in 
U. Geld abgehoben habe. Das müsse entweder er oder sein Onkel gewesen sein 
(CA.2022.2 pag. 5.303.007). Die Anmeldung mit seinem Mobiltelefon im Netz-
werk des «J.» gehe auf seine Arbeit auf der 20 bis 30 Meter von dort entfernt 
liegenden Baustelle zurück. Er selbst, II. und LL. hätten dort gearbeitet – mög-
licherweise auch N. (CA.2022.2 pag. 5.303.008). Er wisse nicht, wie seine DNA 
auf den sichergestellten Geissfuss gelangt sei (CA.2022.2 pag. 5.303.008 Z. 44). 
Er kenne F. über Freunde, wahrscheinlich vom Fussball. Es stimme, dass er die-
sen in der Trockenbaufirma habe anstellen wollen, dass aber wegen Corona nicht 
habe gearbeitet werden können (CA.2022.2 pag. 5.303.009 Z. 3 ff.). Er selbst sei 
im Dezember 2019 wegen der schweren Krankheit seines Vaters mental abwe-
send gewesen. Wenn etwa F. ihn gefragt habe, ob er das Auto benutzen könne, 
habe er ihm die Schlüssel gegeben. Die Situation habe ihn nicht wirklich interes-
siert (CA.2022.2 pag. 5.303.009 Z. 30 ff.). Er wisse nichts vom Sprengstoff und 
den gekauften Werkzeugen, die bei ihm im Haus bzw. im Auto aufbewahrt wor-
den seien. Die Werkzeuge könne man überall kaufen (CA.2022.2 pag. 5.303.010 
Z. 3 ff.). Wenn er die Bankomatsprengung gemacht hätte, so hätte er das Werk-
zeug mitgenommen und nicht in der Nähe des Bankomaten liegen lassen 
(CA.2022.2 pag. 5.303.010 Z. 29 ff.). Beim von F. erwähnten Transporter mit ka-
puttem Motor handle es sich um einen Mercedes Vito mit deutschem Kennzei-
chen, das auf seinen Namen eingelöst gewesen sei. Dieses sei, nachdem es 
kaputtgegangen sei, für circa einen Monat vor dem Haus parkiert gewesen und 
habe als Abstellkammer für Werkzeug, Isolationsmaterial etc. gedient 
(CA.2022.2 pag. 5.303.012 Z. 1 ff.). Es habe im Dezember 2019 noch zwei wei-
tere Autos gegeben, die von ihm oder seinen Mitarbeitern genutzt worden seien. 
Es sei möglich, dass F. eines dieser Fahrzeuge benutzt habe. Die Schlüssel 

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hätten im Eingang auf einer Kommode gelegen. Jeder habe diese nehmen und 
das Auto benutzen können (CA.2022.2 pag. 5.303.013).  

 Im zweiten Berufungs- bzw. Revisionsverfahren blieb der Beschuldigte bei sei-
nen bisherigen Aussagen. Er anerkenne den Anklagvorwurf nicht (CAR 
pag. 5.300.005 Z. 25 ff.). Er habe nichts zusammen mit F. geplant oder getan. 
Dessen Erklärung, alles im Internet nachgelesen zu haben, sei absurd. Er wisse 
nicht, wen F. schützen wolle oder vor wem er Angst habe. Seiner Meinung nach 
müsste jemand dabei gewesen sein, der grosse Erfahrung hatte, sonst hätte F. 
das nicht allein tun können. Das Ganze klinge für ihn mehr wie ein Zeichentrick-
film als die Realität (CAR pag. 5.300.005 f. Z. 44 ff.). Er wisse nicht, wie seine 
DNA-Spur auf den blauen Geissfuss gekommen sei (CAR pag. 5.300.006 Z. 36 
f.). F. erzähle immer wieder eine andere Version und habe immer wieder gelogen 
(CAR pag. 5.300.006 Z.41 f.). Er sei ja (Anmerkung: zur Verhandlung) ganz allein 
aus Rumänien gekommen und sein Gewissen sei sauber. Er sei freiwillig gekom-
men, weil er ja unschuldig sei (CAR pag. 5.300.008 Z. 21 ff.).  

h. Aussagen der Auskunftspersonen O., Q. und R. (vgl. Urteil SK.2021.45 E. 2.3.4.6 
- 8): Die drei im Vorverfahren bei der Kantonspolizei St. Gallen zu Protokoll be-
fragten Auskunftspersonen konnten teilweise Angaben zur Anzahl und dem gro-
ben Signalement der Täterschaft sowie zu deren eingeschlagenen Fluchtweg im 
Anschluss an die Bankomatsprengung machen. O. wohnte direkt gegenüber dem 
Tatort, wurde durch die Explosion geweckt und machte Beobachtungen durch ihr 
Fenster bzw. den angehobenen Rollladen. Sie habe damals zwei Personen beim 
Bankomaten festgestellt. Sie schätzte eine Person auf eine Grösse von circa 1.80 
bis 1.90 Meter, ein ganz schlanker. Die andere Person sei um einiges kleiner 
gewesen, so circa 1.65 bis 1.70 Meter. Die kleinere Person könnte auch eine 
Frau gewesen sein, wobei sie die beiden nur von hinten gesehen habe. Sie wisse 
nicht mehr, ob nur einer oder beide einen Rucksack dabeigehabt hätten. Sie 
seien in die P. Strasse geflüchtet (BA pag. 12.01-0002 f.). R. sah die Täterschaft 
von der G. Strasse herkommend in der P. Strasse, wo er sie kreuzte. Die beiden 
Personen seien dann in die I. Strasse gegangen. Er beschrieb zwei dunkel ge-
kleidete Personen, eine grössere, circa 1.80 bis 1.85 Meter und eine kleinere, ca. 
1.70 Meter, wie er selbst. Der grössere Mann habe fit ausgesehen, muskulös. Er 
glaube, dass es zwei Männer gewesen seien, wobei er es wegen der Dunkelheit 
bei der zweiten Person nicht mit Bestimmtheit sagen könne. Einer der beiden 
habe einen Rucksack getragen (BA pag. 12.02-0002 f.). Q. wohnte in einer Woh-
nung oberhalb des Bankomaten. Er sah aus seinem Fenster nach eigenen An-
gaben zwei dunkel gekleidete Personen, vermochte diese aber nicht näher zu 
beschreiben. Er habe nicht viel gesehen (BA pag. 12.04-0001 ff.). 

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i. Rechtshilfeweise beigezogene Ermittlungsakten aus Österreich (BA pag. 18.05-
001 ff.): Die Staatsanwaltschaft Innsbruck verdächtigt den Beschuldigten zusam-
men mit F. und S. für vier Bankomatsprengungen in Österreich vom 13. Mai bis 
am 3. Juni 2020 verantwortlich zu sein. Der Verdacht der österreichischen Straf-
behörden gründet auf diversen Indizien. Bei drei Sprengungen wurde ein auf den 
Beschuldigten eingelöstes Fahrzeug mit den Taten in Verbindung gebracht 
(CA.2022.2 BA pag. 18.05.0011). Das Fahrzeug wurde am 19. Mai 2020 um 
21:30 Uhr durch den Arlbergtunnel Richtung Tirol gefahren. Am 20. Mai 2020 um 
02:41 Uhr fand in VV. (Tirol) eine Bankomatsprengung statt und am 20. Mai 2020 
um 10:30 Uhr wurde das Fahrzeug zurück durch den Arlbergtunnel in Richtung 
Vorarlberg gefahren, wo sich der Wohnsitz des Beschuldigten in U. befand. Am 
28. Mai 2020 wurde dasselbe Fahrzeug um 19:00 Uhr durch den Arlbergtunnel 
in Richtung Tirol gefahren. Am 29. Mai 2020 um 02:20 Uhr fand dann im knapp 
300 km von U. entfernten UU. (YYY.) eine Bankomatsprengung statt, wonach 
das Fahrzeug um 08:58 Uhr wiederum durch den Arlbergtunnel in Richtung Vor-
arlberg gefahren wurde. Am 31. Mai 2020 wurde das Fahrzeug um 01:12 Uhr 
durch den Vorarlbergtunnel gefahren, allerdings in Richtung Vorarlberg, bevor 
am 3. Juni 2020 in TT (Vorarlberg) um 02:02 Uhr eine Bankomatsprengung statt-
fand. Am 4. Juni 2020 um 12:22 Uhr wurde es durch den Tunnel in Richtung Tirol 
gefahren. Bei dieser letzten Bankomatsprengung wurde am Tatort auf einem 
Kreppband die DNA von F. festgestellt (BA pag. 18.05-0011). Der Beschuldigte 
stritt jegliche Tatbeteiligung ab und sagte, es sei möglich, dass Personen, die bei 
ihm arbeiten, sein Auto benutzt hätten (BA pag. 18.05-0041). Soweit bekannt, 
wurden bis zum Urteilszeitpunkt weder F. noch der Beschuldigte in Österreich 
verurteilt noch deren Verfahren weitergeführt. 

2.5 Beweiswürdigung 

2.5.1 Zur DNA-Spur auf dem blauen Geissfuss 

2.5.1.1 Gestützt auf die Akten, insbesondere den schriftlichen Bericht von EE. vom IRM 
sowie die Aussagen von FF. und GG. vom Kriminaltechnischen Dienst der Kan-
tonspolizei St. Gallen, existieren keinerlei Hinweise, dass es bei der Spurensi-
cherung zu einer Kontaminierung gekommen bzw. dass nicht sauber gearbeitet 
worden wäre (vgl. oben E. II.2.4.a-c). Bei der auf dem blauen Geissfuss sicher-
gestellten DNA-Spur des Beschuldigten handelt es sich um eine DNA-Spur von 
hoher Qualität und hohem Beweiswert. Für die Berufungskammer ist gestützt auf 
die vorhandenen Beweismittel klar erstellt, dass der Beschuldigte bzw. mindes-
tens seine DNA mit diesem Geissfuss in Berührung gekommen ist. 

2.5.1.2 Erstellt ist auch die Verbindung dieses Geissfusses mit der Bankomatsprengung, 
d.h. dessen Benutzung durch die Täterschaft. Zum einen befand sich der Fundort 

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des Geissfusses und der weiteren Werkzeuge auf der gemäss den Auskunfts-
personen nachgezeichneten Fluchtroute der Täterschaft (BA pag. 10.01-001 ff.). 
Zum anderen befand sich – wie bereits erwähnt – auf dem anderen daneben 
aufgefundenen Geissfuss die DNA des mit dem Beschuldigten bekannten F., der 
seine Tatbeteiligung gestanden hat. Die von der Verteidigung in Frage gestellte 
Beweiskraft des Berichts des Forensisch-Naturwissenschaftlichen Dienstes der 
Kantonspolizei St. Gallen zur nicht Unterscheidbarkeit des Lackabriebs 
(CA.2022.2 BA pag. 11.01-0021 ff.) muss somit gar nicht mehr beurteilt werden, 
wäre aber zumindest ein weiteres klares Indiz für diese Verbindung. 

F. sagte glaubhaft aus, dass er bzw. er und sein Mittäter die aufgefundenen 
Werkzeuge ein paar Tage vor der Tatbegehung neu gekauft hätten (CA