# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b855ca82-00c8-5fca-a4f2-2ced37d9d8e6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.07.2014 200 2014 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-33_2014-07-22.pdf

## Full Text

200 14 33 UV
MAW/SAW/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. Juli 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, UV/14/33, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1970 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
absolvierte bei der B.________ ab dem 1. August 2009 ein Praktikum und 
war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA 
bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsun-
fälle sowie gegen Berufskrankheiten versichert (Akten der SUVA [act. II] 1).

Gemäss Schadensmeldung vom 7. Dezember 2010 (act. II 1) schnitt sich 
der Versicherte am 24. November 2010 mit einer Kappfräse in den rechten 
Handrücken und musste daraufhin operativ behandelt werden (act. II 9, 
25). Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen in Form 
von Taggeld und Behandlungskosten (act. II 4) und holte die medizinischen 
Unterlagen sowie die Arztberichte über den Heilungsverlauf ein. Am 
25. Oktober 2011 hielt Dr. med. C.________, Facharzt für Chirurgie und 
Handchirurgie FMH, als Zwischenanamnese fest, der Patient sei weitge-
hend beschwerdefrei und seit dem 5. September 2011 wieder zu 100% 
arbeitsfähig (act. II 34). Im Bericht vom 1. November 2012 führte er zudem 
aus, bezüglich der ehemaligen Verletzung dränge sich derzeit keine Mass-
nahme auf (act. II 44 S. 3).

B.

Am 29. Januar 2013 meldete sich der Versicherte telefonisch bei der SUVA 
und klagte über weiterhin bestehende Probleme mit der Hand sowie über 
Rückenschmerzen (act. II 35). Zudem teilte er mit, er arbeite schmerzbe-
dingt nicht mehr als …, sondern habe eine Anstellung als … bei der 
D.________ angetreten. Am 6. März 2013 erfolgte sodann eine schriftliche 
Schadensmeldung durch die neue Arbeitgeberin (act. II 40). Die SUVA kam 
erneut für die Heilbehandlungskosten auf (act. II 48), holte die medizini-
schen Berichte ein und gab insbesondere bei Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, eine SUVA-interne Akten-
beurteilung datiert vom 25. September 2013 (act. II 68) in Auftrag. Gestützt 

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darauf verfügte sie am 18. Oktober 2013 (act. II 70) die Einstellung der 
Versicherungsleistungen rückwirkend ab Mai 2013 und führte zur Begrün-
dung aus, zwischen dem Unfall vom 24. November 2010 und den am 7. 
Mai 2013 beschriebenen Beschwerden (vgl. Verlaufsbericht vom 17. Juli 
2013, act. II 60) bestünde kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzu-
sammenhang. Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 71) wies sie mit 
Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2013 (act. II 74) ab.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte am 9. Januar 2014 Beschwerde und be-
antragte, die Ursachen seiner Beschwerden seien durch einen unabhängi-
gen Handspezialisten abzuklären. Falls dieser einen kausalen Zusammen-
hang zwischen den Symptomen und dem Unfall feststelle, sei die Be-
schwerdegegnerin zu verpflichten, die entsprechenden Kosten zu über-
nehmen.

Mit Beschwerdeantwort vom 14. April 2014 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2013 
(act. II 74). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Un-
fallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

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2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 

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nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.2.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 
248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2)

2.4 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-

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lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsanspre-
cher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Un-
fall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall-
versicherers (Entscheid des BGer vom 26. September 2008, 8C_102/2008, 
E. 2.2). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem 
Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anfor-
derungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausal-
zusammenhanges zu stellen (RKUV 1997 U 275 S. 191 E. 1c).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

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gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerde-
führer am 24. November 2010 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat 
(vgl. E. 2.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten 
sind. Die Beschwerdegegnerin ist denn auch für die entsprechenden ge-
setzlichen Leistungen aufgekommen (act. II 4).

Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdeführer über die verfügte Leis-
tungseinstellung ab Mai 2013 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligato-
rischen Unfallversicherung hat (act. II 70) und dabei insbesondere, ob die 
ab Januar 2013 geltend gemachten Beschwerden (act. II 35) auf den Unfall 
vom 24. November 2010 zurückzuführen sind.

3.2 Den medizinischen Akten lässt sich diesbezüglich im Wesentlichen 
das Folgende entnehmen:

3.2.1 Der Beschwerdeführer wurde am 24. November 2010 direkt nach 
dem Unfall im Spital F.________ operiert. Die behandelnden Ärzte, Dres. 
med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates sowie für Handchirurgie FMH, und 
C.________ diagnostizierten im Operationsbericht vom 26. November 2010 
(act. II 9) eine Fräsenverletzung mit dorsaler Rissquetschwunde (RQW) auf 

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dem rechten Handrücken, eine Defektläsion von ca. 25% des ulnodorsalen 
Metakarpaleköpfchens, eine Läsion des ulnaren Seitenbandes, eine 100%-
ige Läsion des EDC-III Zone V, ein Knochendefekt 20% epibasal P1 sowie 
eine 100%-ige Läsion des EDC-IV Zone V. In den nachfolgend erstellten 
Verlaufsberichten (act. II 8, 11, 14 ff., 20, 23) hielten sie im Wesentlichen 
einen guten Heilungsverlauf fest und gaben ab dem 26. Januar 2011 an, 
der Patient sei beschwerdefrei. 

3.2.2 Am 26. Juli 2011 erfolgte eine Tendolyse bei persistierendem 
Streckdefizit des dritten Fingers (vgl. Operationsbericht vom 26. Juli 2011, 
act. II 25). In den daraufhin durchgeführten Verlaufskontrollen zeigte sich 
der Beschwerdeführer wiederum beschwerdefrei (act. II 32, 34). Dr. med. 
C.________ ergänzte im Bericht vom 25. Oktober 2011 (act. II 34) zudem, 
es bestehe ein sehr schönes Resultat nach der Thenarthrolyse, insbeson-
dere was die Streckung anbelange. Leider habe sich in der Flexion wieder 
ein Defizit eingestellt, wobei vorerst keine weiteren Massnahmen indiziert 
seien. Der Patient sei seit dem 5. September 2011 wieder zu 100% arbeits-
fähig.

3.2.3 In der Verlaufsuntersuchung vom 1. November 2012 berichtete der 
Beschwerdeführer über teils einschiessende Schmerzen von der Hand bis 
zur Schulter ausstrahlend (act. II 44 S. 2). Dr. med. C.________ vermerkte 
im gleichentags erstellten Bericht, radiologisch bestünde kein Hinweis auf 
Arthrose, die Seitenbänder MCP II seien äusserst straff und bezüglich der 
ehemaligen Verletzung dränge sich keine Massnahme auf. Um ein Karpal-
tunnelsyndrom auszuschliessen, veranlasste er ferner eine Elektroneuro-
myographie (ENMG; S. 3).

3.2.4 In der Untersuchung vom 7. Mai 2013 machte der Beschwerdefüh-
rer bezüglich der rechten Hand intermittierende Kribbelparästhesien, eine 
Einschlafsymptomatik sowie intermittierend bestehende Schmerzen 
ausstrahlend bis zum Nacken geltend und berichtete von Nackenbe-
schwerden. Zu den Befunden gab Dr. med. I.________, Fachärztin für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 
im entsprechenden Verlaufsbericht vom 17. Juli 2013 (act. II 60) im We-
sentlichen an, bezüglich der rechten Hand bestünde keine Schwellung, 
Rötung, Überwärmung oder Druckdolenz. Auch im Bereich der Halswir-

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belsäule (HWS) läge keine Druckdolenz vor; die Inklination, Reklination, 
Seitenneigung sowie die Rotation seien schmerzfrei und ohne Stauchungs-
schmerz. Ferner habe in der durchgeführten ENMG-Untersuchung kein 
Hinweis auf eine periphere Kompressionsneuropathie nachgewiesen wer-
den können. 

3.2.5 Im Bericht vom 19. Juli 2013 (act. II 61) hielt die SUVA-Ärztin 
Dr. med. J.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates FMH, fest, die Ursachen der Kribbelpa-
rästhesien und der Nackenbeschwerden hätten trotz Magnetresonanzto-
mographie (MRI) und ENMG nicht gefunden werden können. Weder die 
periphere Nervenkompression noch die angegebenen Beschwerden im 
Bereich der HWS oder das Schultergürtel-Syndrom (TOS) seien unfallkau-
sal.

3.2.6 Die SUVA-Ärztin Dr. med. E.________ führte in der SUVA-internen 
Aktenbeurteilung vom 25. September 2013 (act. II 68) aus, weder im 
ENMG noch im MRI der HWS habe eine strukturelle Läsion nachgewiesen 
werden können. Die periphere Nervenkompression, die HWS-Beschwerden 
und das TOS seien nicht unfallkausal (S. 4).

3.3 Die Beschwerdegegnerin prüfte die Kausalität der ab Januar 2013 
geltend gemachten Beschwerden unter dem Aspekt des Rückfalls (Art. 11 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
[UVV; SR 832.202], E. 2.4 hiervor) und ging von einem stillschweigenden 
Abschluss des Grundfalls aus (act. II 37 f.). 

Grundsätzlich hat der Fallabschluss in Form einer Verfügung zu erfolgen, 
wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur 
Diskussion steht. Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indessen keine 
Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne 
dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse 
den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist 
entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden 
konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder 
Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 31. Juli 2013, 8C_400/2013, E. 4). Aus den Akten geht hervor, 

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dass dem Beschwerdeführer ab dem 5. September 2011 wieder eine 
100%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde (act. II 34) und Dr. med. 
C.________ im Verlaufsbericht vom 1. November 2012 explizit festhielt, 
bezüglich der ehemaligen Verletzung dränge sich derzeit keine Massnah-
me auf (act. II 44 S. 3). In Anbetracht dessen sowie unter Berücksichtigung, 
dass der Beschwerdeführer erst am 29. Januar 2013 wieder geltend 
machte, er sei behandlungsbedürftig, ist nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin die ab Januar 2013 geltend gemachten Beschwerden 
als Rückfall beurteilte. Der Beschwerdeführer brachte diesbezüglich denn 
auch keine Einwände vor. 

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der Verfügung vom 18. Ok-
tober 2013 (act. II 70) insbesondere auf die SUVA-interne Aktenbeurteilung 
von Dr. med. E.________ vom 25. September 2013 (act. II 68). In dieser 
berücksichtigte die SUVA-Ärztin sämtliche aktenkundigen medizinischen 
Berichte und setzte sich insbesondere mit denjenigen, die nach dem 
Fallabschluss entstanden sind und die neu geklagten Beschwerden thema-
tisieren (act. II 44.S. 2, 45 S. 2, 55, 57, 60), auseinander. Gestützt auf diese 
Berichte leuchtet die Einschätzung von Dr. med. E.________, wonach es 
durchwegs an einer Unfallkausalität fehle, ohne weiteres ein. 

Nichts Anderes folgt aus den übrigen, im Recht liegenden medizinischen 
Unterlagen. So steht diese Auffassung im Einklang mit den Ausführungen 
von Dr. med. J.________ vom 19. Juli 2013 (act. II 61) und findet ihren 
Rückhalt in den genannten Befunden im Bericht von Dr. med. I.________ 
vom 17. Juli 2013 (act. II 60). Zudem kongruiert sie mit den bildgebenden 
Untersuchungen (ENMG und MRI der HWS), in welchen sich lediglich un-
auffällige Befunde zeigten (act. II 55, 57 S. 3). Schliesslich sind auch den 
Verlaufsberichten der behandelnden Ärzte keine Anhaltspunkte zu ent-
nehmen, die eine andere Betrachtungsweise rechtfertigen könnten. Denn 
Dr. med. C.________ hielt im Bericht vom 1. November 2012 neben den 
beklagten einschiessenden Schmerzen explizit fest, bezüglich der ehemali-
gen Verletzung dränge sich derzeit keine Massnahme auf (act. II 44 S. 3), 
womit er implizit ebenfalls einen Zusammenhang zwischen den geklagten 
Beschwerden und der beim Unfall erlittenen Gesundheitsschädigungen 
ausschloss (vgl. E. 2.4 hiervor).

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An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers 
nichts zu ändern (Beschwerde S. 2). Soweit er geltend macht, vor dem 
Unfall keinerlei Beschwerden gehabt zu haben, ist ihm entgegenzuhalten, 
dass das Vorhandensein von Schmerzen nach einem Unfall für sich ge-
nommen noch keinen Rückschluss auf eine Unfallkausalität zulässt, zumal 
Schmerzen auch durch Krankheit oder altersbedingt begründet sein kön-
nen. Vielmehr muss fundiert und mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit dargelegt werden, dass ein Zusammenhang zwischen 
den geklagten Beschwerden und dem Unfall besteht (vgl. E. 2.4 hiervor). 
Dass sich der Beschwerdeführer für die geltend gemachten Schmerzen 
keine andere Ursache als der Unfall vorstellen kann, genügt daher eben-
falls nicht, um die Kausalität zu belegen. 

3.5 Zusammenfassend ist aufgrund des Aktengutachtens von Dr. med. 
E.________ vom 25. September 2013 (act. II 68) überwiegend wahrschein-
lich erstellt, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Un-
fall vom 24. November 2010 und den ab Januar 2013 geltend gemachten 
Beschwerden nicht gegeben ist, zumal in den bildgebenden Untersuchun-
gen keine strukturelle Läsion nachgewiesen und auch in den Verlaufskon-
trollen keine Ursache für die geklagten Beschwerden gefunden werden 
konnte. Ein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung bestand bzw. 
besteht demnach nicht.

Gestützt auf dieses Ergebnis kann die vom Beschwerdeführer beantragte 
Abklärung, ein unabhängiger Handspezialist habe festzustellen, ob ein 
Kausalzusammenhang bestehe oder nicht, unterbleiben. Zumal diese, da 
bereits die Ursache der geklagten Beschwerden selbst nicht eruiert werden 
konnte, keine schlüssigen Resultate liefern könnte (antizipierte Beweiswür-
digung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). 

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2013 (act. II 
74) ist demnach nicht zu beanstanden und die dagegen gerichtete Be-
schwerde deshalb als offensichtlich unbegründet abzuweisen. 

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4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Juli 2014, UV/14/33, Seite 14