# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa306187-56b5-55e4-a463-7503b5dd63e1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.04.2021 UV 2020/28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-28_2021-04-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/28

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.10.2021

Entscheiddatum: 19.04.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2021
Art. 6 UVG: Ungenügende Aktenlage in Bezug auf die Beurteilung der Frage 
der Unfallkausalität einer objektivierten Meniskusschädigung. Rückweisung 
an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung und neuer Verfügung 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. April 
2021, UV 2020/28).

Entscheid vom 19. April 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin 

Kobelt

Geschäftsnr.

UV 2020/28

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, 

Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Heilbehandlung / Taggeldleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Maschinenbautechniker bei der B.___ 

GmbH angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 13. 

August 2018 liess er durch seine Arbeitgeberin melden, er sei am 2. August 2018 in 

den Ferien in C.___ mit dem Fahrrad gestürzt. Die Erstbehandlung habe bei Dr. med. 

D.___ in E.___ (C.___), stattgefunden. Ab dem 2. August 2018 habe eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bestanden und am 13. August 2018 habe er die Arbeit wieder ganz 

aufgenommen (Suva-act. 1, vgl. auch Suva-act. 3).

A.a. 

Am 15. August 2018 konsultierte der Versicherte seinen Hausarzt Dr. med. F.___, 

Allgemeine Medizin, der in einer klinischen Untersuchung eine Druckdolenz im Bereich 

des rechten Kniegelenks erhob und den Verdacht auf eine Seitenband- sowie 

Meniskusläsion stellte (Suva-act. 14). Dr. F.___ überwies den Versicherten für eine MRI-

Untersuchung des rechten Knies an die Radiologie G.___, Diagnosezentrum H.___ 

(nachfolgend: Radiologie G.___). Die Untersuchung fand am 16. August 2018 durch Dr. 

med. I.___, Fachärztin für Radiologie, statt, die in der Beurteilung ihres 

Untersuchungsberichts vom 17. August 2018 als Befunde Hinweise auf eine Zerrung 

des medialen Bandapparates, kleine Risse des medialen Meniskus, nicht disolziert, 

sowie einen begleitenden Kniegelenkserguss festhielt (Suva-act. 21). Ebenfalls auf 

Zuweisung von Dr. F.___ wurde der Versicherte sodann am 7. September 2018 durch 

Dr. med. J.___, Orthopädische Chirurgie FMH, untersucht. Im Untersuchungsbericht 

vom 20. September 2018 hielt dieser fest, dass er die MRI-Bilder anders als die 

A.b. 

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Radiologin beurteile. Er diagnostizierte einen Innenmeniskusschrägriss rechts mit 

Innenbandzerrung, eine Bone Bruise Tibiakopf rechts medial sowie einen 

Knorpelschaden laterales Tibiaplateau notchseitig. Die Radiologie G.___ bat er um eine 

nochmalige Befundung des MRI vom 16. August 2018 (Suva-act. 13). Noch am 

Untersuchungstag nahm Dr. med. K.___, ebenfalls Facharzt für Radiologie der 

Radiologie G.___, diese Beurteilung vor und ergänzte die Befunde von Dr. I.___ (Suva-

act. 23).

Anlässlich einer Nachkontrolle vom 16. Oktober 2018 durch Dr. J.___ war der 

Versicherte fast vollständig beschwerdefrei; sein Gang war hinkfrei, es zeigten sich 

keine Meniskuszeichen und kein Erguss, die Bänder waren stabil, das rechte Knie voll 

beweglich und in Bauchlage bestand kein Rotationsschmerz. Dr. J.___ beurteilte den 

Verlauf als günstig, betrachtete eine Arthroskopie vorerst nicht als notwendig und 

vereinbarte mit dem Versicherten, er solle sich nach Bedarf melden (Suva-act. 20).

A.c. 

In einem Fragebogen der Suva erklärte der Versicherte am 23. Januar 2019, dass 

die Behandlung bei Dr. J.___ nicht abgeschlossen sei. Am 31. Januar 2019 finde eine 

nächste Behandlung statt (Suva-act. 25). Dasselbe bestätigte er gegenüber der Suva 

am 25. Januar 2019 telefonisch (Suva-act. 24). Am 31. Januar 2019 notierte Dr. J.___ in 

der Krankengeschichte des Versicherten, dieser habe nach einer vorübergehenden 

Besserung wieder mehr Schmerzen im rechten Knie. Er wünsche eine Infiltration. Für 

eine Operation habe er keine Zeit. Als Befunde schrieb er eine Klopfdolenz am 

medialen Plateau, einen minimen Erguss, ein positives Meniskuszeichen, einen 

negativen Lachmann und einen Bewegungsumfang von Flexion/Extension von 130/0/0° 

auf. Schliesslich wurde eine Infiltration Knie rechts mit Kenacort und Lidocain 

festgehalten (Suva-act. 30).

A.d. 

Am 13. September 2019 führte Dr. J.___ beim Versicherten eine arthroskopische 

mediale Teilmeniskektomie rechts sowie eine Gelenktoilette mit partieller Synovektomie 

rechts durch (Suva-act. 33).

A.e. 

Am 19. September 2019 informierte der Versicherte die Suva über die Operation, 

welche aufgrund der Befunde eines Kontroll-MRI vom 14. August 2019 (der 

Untersuchungsbericht liegt nicht bei den Akten) und nach einer nur vorübergehenden 

A.f. 

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B.  

C.  

Besserung durch die Infiltration des rechten Knies vorgenommen worden sei. Seit der 

Operation bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 34).

Am 20. September 2019 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. 

L.___, Facharzt für Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, vor, der gleichentags in einer 

Kurzbeurteilung festhielt, dass die Operation vom 13. September 2019 einzig auf einen 

Erkrankungsschaden des rechten Knies an Meniskus und Knorpel abgezielt habe und 

somit nicht vom Unfallversicherer, sondern vom Krankenversicherer zu übernehmen sei 

(Suva-act. 35).

A.g. 

Gestützt auf die Beurteilung von Dr. L.___, wies die Suva mit Verfügung vom 4. 

Oktober 2019 ihre Leistungspflicht für die Knieoperation und eine weitere ärztliche 

Behandlung ab (Suva-act. 37).

A.h. 

Gegen diese Verfügung wandte sich der Versicherte am 10. Oktober 2019 

telefonisch (Suva-act. 43).

B.a. 

Mit Schreiben vom 11. Oktober 2019 liess sich auch Dr. J.___ gegenüber der Suva 

zur verfügungsweisen Leistungsablehnung vernehmen (Suva-act. 44).

B.b. 

Am 15. Oktober 2019 gab der Versicherte seine Einsprache zu Protokoll (Suva-act. 

43).

B.c. 

Nach Einholung einer ausführlichen ärztlichen Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. 

med. M.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie (Suva-act. 46), wies die Suva die 

Einsprache vom 15. Oktober 2019 mit Entscheid vom 18. März 2020 ab (Suva-act. 51).

B.d. 

Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas, Muolen, mit 

Eingabe vom 18. Mai 2020 Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen: 1. Der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 18. März 2020 sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer seien die UVG-Leistungen, insbesondere die Heilbehandlung und 

das Taggeld während der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit, weiterhin zu gewähren. 2. 

C.a. 

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Erwägungen

1.  

Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und es sei eine 

fachmännische Abklärung direkt durch das Gericht in Auftrag zu geben, woraufhin neu 

zu entscheiden sei. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

In Ergänzung der Beschwerde vom 18. Mai 2020 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers am 22. Mai 2020 eine Stellungnahme von Dr. J.___ vom 19. Mai 

2020 ein (act. G 2, G 2.1).

C.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 23. Juli 2020 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).

C.c. 

Mit Replik vom 28. Oktober 2020 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

an seinen Anträgen gemäss Beschwerdeeingabe fest (act. G 12) und reichte - bereits 

aktenkundige (vgl. Suva-act. 44) - Bilder der Arthroskopie vom 13. September 2019 ein 

(act. G 12.1).

C.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und reichte am 

9. Dezember 2020 eine kurze Stellungnahme ein. Am Antrag auf 

Beschwerdeabweisung hielt sie unverändert fest (act. G 14).

C.e. 

Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) hat der Unfallversicherer bei Vorliegen eines Unfalls (vgl. dazu Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]) für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser 

in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis 

steht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 E. 3.1 ff. mit Hinweisen; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 

6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: 

KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne 

Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 

[nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 

53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

1.1. 

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Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-

Nabold, N 53, 59 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 und 74 zu Art. 6; Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 55, 58; BGE 122 V 158 f. E. b mit zahlreichen Hinweisen; SZS 2018 S. 

357 f.). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbstständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher/

Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58 f.; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 2020, N 130 zu Art. 61). Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen 

Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Insofern kann 

rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen 

während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, 

Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis kann jedoch nicht abgestellt 

werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

bestehen. In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 

1.2. 

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2.  

E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4, 4.6 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 

8C_385/2014, E. 4.2.2). Die Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als 

zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist 

ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte bzw. die Expertin imstande 

ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Insbesondere die 

ärztliche Beurteilung von Dr. M.___ vom 18. November 2019 wurde in Kenntnis der 

Vorakten ("Aktenmässiger Verlauf") und nach Einsichtnahme in die MRI-Bilder vom 16. 

August 2018 und 14. August 2019 sowie in die intraoperativen Bilder der Arthroskopie 

vom 13. September 2019 vorgenommen (Suva-act. 46). Sie enthält ausführliche 

Erwägungen zur Kausalitätsfrage der Meniskusproblematik rechts. Vor diesem 

Hintergrund sprechen angesichts der obigen Darlegungen keine formellrechtlichen 

Gründe gegen den Einbezug der Aktenbeurteilung von Dr. M.___. Ob letztlich auf diese 

abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden materiell-rechtlichen 

Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion oder eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRI, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SRV 

2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

2.1. 

 2.2. 

Dr. I.___ hat laut Untersuchungsbericht vom 17. August 2018 in der am 16. 

August 2018 durchgeführten MRI-Untersuchung des rechten Knies im medialen 

Kompartiment eine "degenerative Veränderung" des medialen Meniskus mit multiplen 

filiformen Signalalterationen, schräg bis horizontal verlaufend, im Sinne von nicht 

dislozierten kleinen Rissen, keinen Korbhenkelriss, wenig Gelenkserguss im medialen 

Tibiaplateau sowie einen leicht verdickten und ödematösen, jedoch durchgängigen 

medialen Bandapparat erhoben. Im lateralen Kompartiment sah die Radiologin einen 

2.2.1. 

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intakten Meniskus, einen altersentsprechenden femoro-tibialen Knorpelbelag und einen 

durchgängigen lateralen Bandapparat. Im zentralen Kompartiment erhob sie 

schliesslich eine degenerative Veränderung der Kreuzbänder, diese seien jedoch 

durchgängig, einen retropatellären Knorpelbelag, einen Extensorenapparat ohne 

pathologischen Befund sowie wenig Kniegelenkserguss. In der Beurteilung führte die 

Radiologin Hinweise auf eine Zerrung des medialen Bandapparates, kleine Risse des 

medialen Meniskus, nicht disloziert, sowie einen begleitenden Kniegelenkserguss auf 

(Suva-act. 21).

Dr. K.___ sah laut Zusatzbefund vom 13. September 2018 in den MRI-Bildern 

einen lappenförmigen Schrägriss des Innenmeniskus posterior am Übergang des 

Korpus zum Hinterhorn mit radiärer Einstrahlung in den freien inneren Rand; 

angrenzend ein leichtes subchondrales Knochenödem entlang des medialen 

Tibiaplateau-Randes (DD: Bone bruise, reaktives Knochenödem im Rahmen der 

Meniskopathie); in einer queren Ausdehnung von 1.1 cm eine Chondropathie Grad 2-3 

dorso-zentral an der Belastungszone des lateralen Tibiaplateaus; eine myxoide 

Binnendegeneration beider Kreuzbänder; einen leichten reaktiven Reizzustand des 

rechten Kniegelenks mit Reizsynovialitis an der Hoffa-Spitze sowie auch an der 

Oberfläche der medio-patellären Plica begleitet von wenig Gelenkerguss anterior in der 

Notch und suprapatellär (Suva-act. 23).

2.2.2. 

Im Bericht über die Operation vom 13. September 2019 hielt Dr. J.___ fest, die 

Patella im Recessus zeige in der Arthroskopie einen glatten Knorpelbelag. Auch das 

Gleitlager habe einen schönen Knorpelbelag. Im oberen Recessus sei eine deutliche 

Synovitis. Lose herumschwimmende freie Gelenkkörper (Knorpelteile) würden entfernt. 

Eine partielle Synovektomie mit Inzision der Plica mediopatellaris werde durchgeführt. 

Im Zentralpfeiler seien das VKB und HKB kräftig und die Plica segelförmig. Diese 

werde belassen. Der Knorpel des lateralen Kompartiments sei altersentsprechend. 

Insbesondere zeige sich arthroskopisch die im MRI beschriebe Knorpelläsion in keiner 

Art und Weise. Der Knorpel sei unverletzt, glatt und von guter Konsistenz. Der 

Meniskus sei intakt. Im medialen Kompartiment zeige sich ein Riss des Innenmeniskus 

im Hinterhornbereich. Der Knorpel sei medial altersentsprechend noch gut erhalten 

(Suva-act. 33).

2.2.3. 

Als unfallkausaler Gesundheitsschaden steht neben der unbestrittenen 

Innenbandzerrung die sowohl von Dr. I.___ und Dr. K.___ in den MRI-Bildern als auch 

von Dr. J.___ in der Arthroskopie gesehene Veränderung des Innenmeniskus des 

rechten Kniegelenks zur Diskussion. Während eine Unfallkausalität der 

Meniskusschädigung von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung von Dr. 

2.3. 

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3.  

M.___ vom 18. November 2019 (Suva-act. 46) verneint und damit insbesondere eine 

Leistungspflicht hinsichtlich der Knieoperation vom 13. September 2019 abgelehnt 

wird, vertritt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vornehmlich gestützt auf die 

Stellungnahme von Dr. J.___ vom 19. Mai 2020 (act. G 2.1) den gegenteiligen 

Standpunkt.

Meniskusläsionen können als Folge eines Traumas auftreten, indem die Menisken 

bei akuten schweren Knieverletzungen ein- oder abreissen. Hinsichtlich 

Meniskusläsionen gilt es aber auch zu beachten, dass die Kniegelenksmenisken zur 

Degeneration neigen. Zudem sind sie starker mechanischer Beanspruchung 

ausgesetzt. Entsprechend wird der Meniskusriss in der medizinischen Literatur im 

Regelfall als degenerative bzw. chronische Schädigung beschrieben (vgl. Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2002, S. 1056 f.; 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 1146; Roche Lexikon, 

Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 1204, 1852; Evalotta Samuelsson, Neuregelung der 

unfallähnlichen Körperschädigung, Das Beispiel des Meniskusrisses, in: SZS 2018, S. 

344 f.). Nachfolgend ist mithin zu entscheiden, ob mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einem traumatisch oder von einem degenerativ 

bedingten Meniskusriss auszugehen ist.

3.1. 

Der Vergleich bildgebender Untersuchungsergebnisse aus der Zeit vor und nach 

dem Unfall würde für die Abgrenzung Vorzustand bzw. neue unfallbedingte strukturelle 

Schädigung eine bedeutsame Beweisgrundlage darstellen (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 

5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 

2). Im konkreten Fall liegen indes keine vor dem Unfall erstellten radiologischen Bilder 

vor, weshalb diesbezügliche Erkenntnisse fehlen. Die Veränderungen des medialen 

Meniskus rechts wurden bereits im Rahmen der MRI-Untersuchung vom 16. August 

2018, also unfallnah, erhoben (Suva-act. 21). Damit ist an sich nicht ausgeschlossen, 

dass sich der Beschwerdeführer die am 13. September 2019 operierte 

Meniskusschädigung beim Unfall vom 2. August 2018 zugezogen hat. Sowohl Dr. I.___, 

Dr. K.___ und Dr. M.___ als auch Dr. J.___ sprechen von einem Riss, von Einrissen 

bzw. von einer Läsion. Diese Ausdrücke allein sprechen jedoch weder deutlich für eine 

traumatische noch für eine degenerative Verursachung der Meniskusschädigung. Mit 

dem alleinigen Vorliegen von Rissen, Einrissen oder Läsionen ist nicht in jedem Fall 

auch mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Unfallkausalität 

oder die degenerative Verursachung eines Risses, Einrisses oder einer Läsion 

ausgewiesen (Debrunner, a.a.O., S. 412, 628, 724 f. 728 ff.; Roche Lexikon, a.a.O., S. 

3.2. 

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1681; Pschyrembel, a.a.O., S. 1576, 1646). Es bleibt also immer noch zu entscheiden, 

von welcher Kausalität der Meniskusschädigung des Beschwerdeführers auszugehen 

ist.

Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, kann anhand der Beurteilung von Dr. 

M.___ vom 18. November 2019 (Suva-act. 46) nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als nachgewiesen gelten, dass die 

Meniskusschädigung des Beschwerdeführers nicht durch den Unfall vom 2. August 

2018 verursacht wurde.

3.3. 

Dr. M.___ weist zwar zutreffend darauf hin, dass Dr. I.___ (Suva-act. 21) die sich 

am Innenmeniskus befindenden Veränderungen als verschleissbedingte kleine 

Rissbildungen und Fibrillationen beurteilte. Sie spricht explizit von einer degenerativen 

Veränderung des medialen Meniskus. Würden die vorgenannten Veränderungen 

tatsächlich vorliegen, wären in ihnen Stadien bzw. Zeichen einer Meniskusdegeneration 

zu sehen (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 123 f., 725). Eine radiologische Untersuchung 

sowie eine Arthroskopie liefern MRI- und Arthroskopiebilder, welche zwar grundsätzlich 

Fakten zeigen, doch müssen diese vom Mediziner eingeordnet und beurteilt werden. 

Diese Expertise enthält eine subjektive, d.h. persönliche, Komponente, was bei 

verschiedenen Medizinern zu unterschiedlichen Beurteilungen und letztlich 

voneinander abweichenden Befunden und Diagnosen führen kann. Auch kann die 

Expertise ergeben, dass die Zuordnung der Fakten unterschiedlich erfolgt. So beurteilt 

Dr. J.___, wie von Dr. M.___ ebenfalls richtig erwähnt, die sich im Hinterhorn des 

Innenmeniskus darstellenden Veränderungen, anders als Dr. I.___, als Innenmeniskus-

Schrägriss. Eine unterschiedliche Befundsituation von MRI und Arthroskopie kann 

damit erklärt werden, dass die Arthroskopie gegenüber dem MRI durch direkten 

Einblick in die intraartikulären Strukturen in vielen Fällen eine nochmals feinere 

diagnostische Differenzierung zulässt (Pschyrembel, a.a.O., S. 153 f.; Debrunner, 

a.a.O., S. 247 f., 725 f., 1036 f.). Dem von Dr. J.___ in der Arthroskopie erhobenen 

Befund könnte demnach ein höherer Beweiswert beigemessen werden als demjenigen 

von Dr. I.___, der auf MRI-Bildern basiert (vgl. Erwägungen 2.2.1 und 2.2.3). Dr. J.___ 

hatte jedoch laut seinem Bericht vom 20. September 2018 (Suva-act. 13) bereits die 

MRI-Bilder vom 16. August 2018 anders als Dr. I.___ beurteilt. Seine Feststellung, aus 

seiner Sicht bestehe ein Meniskusriss medial, ist hier offensichtlich als traumatischer 

Riss, im Gegensatz zu einer (blossen) Auffaserung und Fibrillation, zu verstehen. Dr. 

M.___ nennt weiter auch den Befund von Dr. K.___ (Suva-act. 23), der - wie Dr. J.___ - 

von einem lappenförmigen Schrägriss des Innenmeniskus spricht, worauf dieser in 

seiner Stellungnahme vom 19. Mai 2020 auch verweist (vgl. act. G 2.1). Auf diese 

3.3.1. 

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Übereinstimmung nimmt Dr. M.___ gar keinen Bezug. Er nahm jedoch auch selbst 

Einsicht in die kernspintomographischen sowie die intraoperativen Bilder vom 16. 

August 2018 bzw. 13. September 2019. In den kernspintomographischen Bildern 

beurteilte er die lineare Signalerhöhung im Innenmeniskushinterhorn als Zeichen einer 

mukoiden Degeneration mit Ausläufern bis in den tibialen Unterrand des 

Innenmeniskus und instabiler Rissbildung und damit übereinstimmend mit Dr. I.___ als 

Verschleisserscheinung des Innenmeniskus ohne Zeichen einer Traumatisierung. Bei 

den intraoperativen Bildern bezeichnete er insbesondere das Bild 4 als 

ausschlaggebend für die Beurteilung des Meniskusschadens. Die Übersicht über den 

gesamten Meniskus zeige keine Hinweise auf eine akut traumatische Schädigung des 

Innenmeniskus mit scharfkantigen Läsionen oder gar einem radiären Einriss. 

Randständig fänden sich leichte Auffaserungen und eine randständige Aufwalzung des 

Innenmeniskus-Gewebes in der Pars intermedia. Insofern entspreche das 

intraoperative Bild des Meniskus exakt der kernspintomographischen Darstellung einer 

flächigen verschleissbedingten Schädigung an der Unterseite des Innenmeniskus. Aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass sowohl hinsichtlich der 

kernspintomographischen als auch der arthroskopischen Bilder zwei voneinander 

abweichende Beurteilungen vorliegen. Wie in Erwägung 2.1 dargelegt, kommt im 

Rahmen der Kausalitätsbeurteilung der Auswertung der radiologischen und 

arthroskopischen Bilder die zentrale Bedeutung zu. Aufgrund der dargelegten 

unterschiedlichen Faktenzuordnungen von Dr. I.___, Dr. K.___, Dr. J.___ und Dr. M.___ 

allein erschliesst sich jedoch dem Gericht gerade nicht, ob die Beurteilung von Dr. 

M.___ dem überwiegend wahrscheinlichen Sachverhalt entspricht. Die Prüfung der 

Kausalität findet häufig anhand verschiedener zusätzlicher Beurteilungskriterien statt. 

Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, vermögen jedoch auch diese keine 

hinreichende Klarheit zu schaffen.

Einen degenerativ und nicht traumatisch bedingten Meniskusschaden begründet 

Dr. M.___ insbesondere auch mit einer O-Bein-Fehlstellung beim Beschwerdeführer als 

prädisponierendem Faktor für eine Entwicklung von Knorpel- und Meniskusschäden. 

Laut medizinischer Literatur ist die Beanspruchung des Gelenkknorpels bei O-Beinen 

im medialen Gelenkspalt übermässig gross. Eine Varusfehlstellung kann somit zu 

Degenerationen führen (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 612 f., 616, 618, 1069 f.; 

Pschyrembel, a.a.O., S. 329 "Chondropathia patellae", 655; Roche Lexikon, a.a.O., S. 

134; Leitlinien der Orthopädie, Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und 

Orthopädische Chirurgie und Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte 

Aufl. 2002, S. 53, 141). Das Beurteilungskriterium der Achsenfehlstellung ist jedoch, wie 

3.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/16

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beispielsweise auch dasjenige der Epidemiologie, lediglich ein Beurteilungskriterium, 

welches Entwicklungen im Allgemeinen beschreiben, und damit nicht - wie die 

Beurteilungskriterien Unfallhergang, initiale Beschwerdesymptomatik, Diagnosen, 

Befunde, radiologische Untersuchungsergebnisse sowie zeitlicher Ablauf – sich mit 

dem konkreten Fall befassen. Sprechen einzelfallbezogene Beurteilungskriterien 

massgebend für eine traumatische Genese, kann im Einzelfall durchaus auch bei einer 

Achsenfehlstellung eine traumatische Läsion vorkommen. Laut Untersuchungsbericht 

von Dr. J.___ vom 20. September 2018 ist die Varusfehlstellung im Kniegelenk des 

Beschwerdeführers nur leicht ausgeprägt (Suva-act. 13). Allein aufgrund dieses von Dr. 

M.___ angeführten Beurteilungskriteriums kann mithin eine traumatische 

Meniskusläsion nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

ausgeschlossen werden.

Weitere Ausführungen zur Kausalität bzw. weitere relevante Indizien, anhand 

derer beurteilt werden könnte, welche Kausalität - eine traumatische oder eine 

degenerative - wahrscheinlicher erscheint, sind der ärztlichen Beurteilung von Dr. 

M.___ nicht zu entnehmen. Hingegen nimmt Dr. J.___ in seinem Schreiben vom 11. 

Oktober 2019 (Suva-act. 44) und in seiner Stellungnahme vom 19. Mai 2020 (act. G 2.1) 

schlüssig und überzeugend auf die Gesamtsituation des rechten Kniegelenks Bezug. 

Weist ein Gelenk umfassende, unstreitig degenerative Veränderungen auf, sind diese 

häufig auch miteinander verbunden und stellen insofern gegenseitige 

Begleitpathologien dar (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 579 ff., S. 724 ff.). Damit ist zu 

prüfen, weshalb eine bestimmte strukturelle Veränderung losgelöst von den übrigen 

degenerativen Veränderungen als unfallbedingt zu betrachten ist. Grundsätzlich wären 

in der von Dr. K.___ in den MRI-Bildern vom 16. August 2018 erhobenen 

Chondropathie Grad 2-3 dorso-zentral an der Belastungszone des lateralen 

Tibiaplateaus sowie der myxoiden Binnendegeneration beider Kreuzbänder (Suva-act. 

23; vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 124, 582, 1048 f., 1067; Pschyrembel, a.a.O., S. 

329; Roche Lexikon, a.a.O., S. 326) weitere degenerative Veränderungen zu sehen, 

welche zusammen mit der Meniskusschädigung im medialen Kompartiment eine 

umfassende degenerative Situation darstellen würden. In seinem Schreiben vom 11. 

Oktober 2019 hielt Dr. J.___ allerdings fest, dass man bei der Arthroskopie im ganzen 

Gelenk keinerlei Degeneration gesehen habe. Alle Knorpelflächen seien glatt, prall 

elastisch und ohne degenerative Fibrillationen gewesen (Suva-act. 44). In seiner 

Stellungnahme vom 19. Mai 2020 wiederholte Dr. J.___, dass sowohl die Kniescheibe 

wie auch das Gleitlager für die Kniescheibe einen schönen Knorpelbelag ohne 

Abnützung oder Degeneration gezeigt hätten. Auch im lateralen Kompartiment habe 

3.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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sich ein altersentsprechend gesunder Knorpel ohne jegliche Knorpelabnützung 

dargestellt. Insbesondere sei in der Arthroskopie die im MRI beschriebene 

Knorpelläsion in keiner Art und Weise zu sehen gewesen. Der Knorpel sei unverletzt, 

glatt und von guter Konsistenz gewesen, ohne Abnützungszeichen oder Degeneration. 

Nur der Innenmeniskus habe einen Riss im Hinterhorn gezeigt, die Randleiste habe 

hingegen keine Degeneration, keine Cholesterineinlagerung oder sonstige 

Abnutzungserscheinungen gezeigt. Auch der Knorpel sei im inneren (medialen) 

Kompartiment altersentsprechend unverletzt und glatt gewesen. Zusammenfassend 

könne sich arthroskopisch keine Abnützung/Degeneration bestätigen lassen (vgl. dazu 

den Operationsbericht vom 13. September 2019, Suva-act. 33; vgl. Erwägung 2.2.3). 

Dr. J.___ bezeichnet es schliesslich als unglücklich, dass Dr. I.___ im MRI-

Untersuchungsbericht vom 17. August 2018 beim Innenmeniskus, aber auch bei den 

Kreuzbändern degenerative Veränderungen beschreibe. Er fügt zutreffend an, dass Dr. 

K.___ im Zusatzbefund vom 7. September 2018 intakte Kreuzbänder beschreibe (vgl. 

Suva-act. 23). Angesichts der dargelegten Sachlage sowie des bereits erwähnten 

Umstandes, dass die Arthroskopie gegenüber dem MRI eine nochmals feinere 

diagnostische Differenzierung zulässt (vgl. Erwägung 3.3.1), wäre also in der 

Gesamtsituation des rechten Kniegelenks des Beschwerdeführers weniger ein Indiz 

gegen eine traumatische als gegen eine degenerative Genese des Meniskusrisses zu 

sehen. Allerdings sah Dr. K.___ gemäss Zusatzbefund vom 7. September 2018 in den 

MRI-Bildern vom 16. August 2018 im Femoro-Patellargelenk einen reaktiven 

Reizzustand mit Reizsynovialitis an der Hoffa-Spitze sowie auch an der Oberfläche der 

medio-patellären Plica (Suva-act. 23). Dr. J.___ führte sodann in der Arthroskopie vom 

13. September 2019 auch eine partielle Synovektomie mit Inzision der Plica 

mediopatellaris durch und nannte unter anderem freie Gelenkskörper in der 

Beschreibung des Operationsverlaufs (Suva-act. 33), also nicht nur - wie von Dr. M.___ 

beschrieben - im Vorspann des Operationsberichts vom 17. Dezember 2018 als 

Diagnose. Die vorgenannten Befunde werden in der medizinischen Literatur 

insbesondere auch als krankhaft bzw. degenerativ beschrieben werden (Debrunner, 

a.a.O., S. 492; Pschyrembel, a.a.O., S. 650, 1764 f.; Roche Lexikon, a.a.O., S. 688, 

1792 f.). Vor diesem Hintergrund erscheint die Schlussfolgerung von Dr. J.___ in der 

Stellungnahme vom 19. Mai 2020 (act. G 2.1) zumindest teilweise wieder in Frage 

gestellt.

Weder von Dr. M.___ noch von Dr. J.___ diskutiert wurde sodann der im Rahmen 

einer Kausalitätsbeurteilung grundsätzlich ein massgebendes Beurteilungskriterium 

bildende Unfallmechanismus. So führt nicht jeder Unfall bzw. Unfallmechanismus zu 

3.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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4.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus den vorliegenden, sich teilweise 

widersprechenden ärztlichen Beurteilungen nicht hinreichend klar wird, ob eine 

unfallkausale oder eine unfallfremde Genese hinsichtlich der Schädigung des 

Innenmeniskus rechts vorliegt. Insbesondere die Auswertungen bzw. 

Befunderhebungen anhand der kernspintomographischen und arthroskopischen Bilder 

sind widersprüchlich. Doch auch die Auswertung letzerer durch Dr. J.___ sowie seine 

diesbezügliche Schlussfolgerung lassen Fragen offen. Dem Gericht ist es jedenfalls 

insbesondere gestützt auf die ärztliche Beurteilung von Dr. M.___ vom 18. November 

2019 (Suva-act. 46) sowie die Stellungnahme von Dr. J.___ vom 19. Mai 2020 (act. G 

2.1) und dessen Operationsbericht vom 17. Dezember 2018 (Suva-act. 33) nicht 

möglich, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob 

die auf dem MRI und den intraoperativen Bildern ersichtliche Schädigung des 

Innenmeniskus Folge des Unfalls vom 2. August 2018 ist oder einen degenerativen 

Vorzustand darstellt. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf den 

Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer medizinischer 

Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität verpflichtet gewesen. Nachdem - wie 

gesagt - geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner 

einer Verletzung oder zumindest nicht zu einer derart körperlich gravierenden 

strukturellen Verletzung, dass anhaltende Beschwerden auftreten oder eine operative 

Behandlung notwendig wird. Insbesondere für Meniskusläsionen wird in der 

medizinischen Literatur ein konkreter Bewegungsmechanismus - eine Distorsion oder 

ein Rotationstrauma (Verletzung durch Drehbewegung) - gefordert, der geeignet ist, 

eine solche Verletzung hervorzurufen (Debrunner, a.a.O., S. 1057; Pschyrembel, a.a.O., 

S. 1146; Roche Lexikon, a.a.O., S. 1146; Leitlinie der Orthopädie, a.a.O., S. 141; S2k 

Leitlinie Meniskuserkrankung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und 

Unfallchirurgie [DGOU], abrufbar unter https://gelenkzentrum-rheinmain.de/app/

uploads/2017/08/Allgemeine-Leitlinie-Meniskus.pdf, abgerufen am 22. März 2021). 

Laut Dr. M.___ ist bei dem vom Beschwerdeführer geschilderten Unfallereignis u.a. von 

einer Distorsionsverletzung auszugehen (Suva-act. 46). Zudem erlitt der 

Beschwerdeführer beim Sturz vom Fahrrad am 2. August 2018 unbestrittenermassen 

eine Seitenbandläsion bzw. eine Zerrung des medialen Bandapparates (Suva-act. 14, 

21, 46). Angesichts dessen, dass für eine Bandläsion derselbe Unfallmechanismus 

typisch ist wie für eine Meniskusschädigung (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 636, 1097; 

Pschyrembel, a.a.O., S. 951) und die Seitenbandläsion zudem ebenfalls im medialen 

Kompartiment erhoben wurde, ist ein weiteres Indiz für eine traumatische Genese der 

Meniskusschädigung gegeben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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Ärztinnen und Ärzte ergänzende Abklärungen erforderlich machen, wird sie solche 

nachzuholen haben. Da bislang noch kein Administrativgutachten erstattet wurde, 

besteht kein Anlass für das vom Beschwerdeführer eventualiter beantragte 

Gerichtsgutachten. Die Angelegenheit ist mithin zur Veranlassung einer externen 

fachmedizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 18. März 

2020 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der 

Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 18. Mai 2020 

unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 18. März 2020 

dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im 

Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

5.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Verfassung).

5.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht 

nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- 

bis Fr. 15'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint der Bedeutung der Streitsache 

und dem Aufwand für die Beschwerdeführung entsprechend eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

als angemessen.

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

2'500.-- zu bezahlen (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2021
	Art. 6 UVG: Ungenügende Aktenlage in Bezug auf die Beurteilung der Frage der Unfallkausalität einer objektivierten Meniskusschädigung. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung und neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. April 2021, UV 2020/28).

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