# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b319b3b7-dcb2-5dd1-93e9-c304ee2fd981
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-18
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 18.03.2025 502 2025 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2025-61_2025-03-18.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2025 61

Urteil vom 18. März 2025

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays
Ersatzrichter: Felix Baumann
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Nadine Durot

Parteien A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, vertreten durch 
Rechtsanwältin Sabine Amacher

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug

Beschwerde vom 27. Februar 2025 gegen die Verfügung des Zwangs-
massnahmengerichts vom 17. Februar 2025

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Sachverhalt

A. Am 5. April 2023 kam es am Domizil von B.________ in C.________ zu einer tätlichen Aus-
einandersetzung zwischen B.________ einerseits und A.________ sowie D.________ andererseits. 
Letzterer verstarb noch am Tatort; B.________ und A.________ wurden verletzt; sie wurden glei-
chentags festgenommen und B.________ wurde in der Folge in Untersuchungshaft gesetzt. Mit Ver-
fügung vom 7. April 2023 ordnete das Zwangsmassnahmengericht (im Folgenden: das ZMG) auch 
betreffend A.________, in Gutheissung des Haftgesuchs der Staatsanwaltschaft, für die Dauer von 
drei Monaten, d.h. bis zum 4. Juli 2023, Untersuchungshaft an. Ein von A.________ am 6. Juni 2023 
gestelltes Haftentlassungsgesuch wurde vom ZMG mit Verfügung vom 19. Juni 2023 abgewiesen. 
Die Untersuchungshaft wurde in der Folge mehrmals, letztmals mit Entscheid des ZMG vom 8. April 
2024, für die Dauer von drei Monaten, d.h. bis zum 4. Juli 2024, verlängert.

B. Am 24. April 2024 trat A.________ in den vorzeitigen Strafvollzug über. 

C. Am 5. Februar 2025 (Eingang bei der Staatsanwaltschaft am 6. Februar 2025) richtete 
A.________, vertreten durch seine Verteidigerin, ein Haftentlassungsgesuch an die Staatsanwalt-
schaft. Mit Eingabe vom 7. Februar 2025 beantragte die Staatsanwaltschaft beim ZMG die Abwei-
sung des Haftentlassungsgesuchs und übermittelte ihre Akten. A.________ nahm innert der ihm 
gesetzten Frist von drei Tagen am 10. Februar 2025 (Eingang am 11. Februar 2025) zum Antrag 
der Staatsanwaltschaft auf Abweisung des Haftentlassungsgesuchs Stellung und beantragte die 
Durchführung einer Parteiverhandlung. Daraufhin wurde er am 17. Februar 2025 vom ZMG im Bei-
sein seiner Rechtsbeiständin angehört. Er schloss unter Kosten- und Entschädigungsfolge primär 
auf Gutheissung des Haftentlassungsgesuchs und seine sofortige Freilassung, subsidiär auf seine 
sofortige Haftentlassung unter Anordnung von Ersatzmassnahmen. Nach erfolgter Anhörung wies 
das ZMG das Haftentlassungsgesuch gleichentags ab, bestätigte die Haft A.________s in Form des 
vorzeitigen Strafvollzuges und verfügte, dass die Verfahrenskosten von CHF 400.- dem Ausgang 
des Strafverfahrens folgen. Diese Verfügung wurde A.________ mündlich eröffnet und kurz begrün-
det. Die schriftliche Verfügung wurde ihm am 20. Februar 2025 zugestellt.

D. Gegen die Verfügung vom 17. Februar 2025 hat A.________ mit Eingabe vom 27. Februar 
2025 Beschwerde eingereicht. Er beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge primär seine 
sofortige Entlassung aus der Haft, allenfalls verbunden mit Ersatzmassnahmen gemäss Art. 237 
StPO, sowie eventualiter die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der 
Angelegenheit an die Vorinstanz.

Am 4. März 2025 liess das ZMG der Strafkammer seine Akten zukommen und schloss auf kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Die Staatsanwaltschaft nahm am 5. März 2025 Stellung zur Beschwerde, schloss auf deren Abwei-
sung und übermittelte ihre Akten. 

Rechtsanwältin Sabine Amacher hat mit Schreiben vom 6. März 2025 (Eingang: 7. März 2025) 
namens A.________s (im Folgenden: der Beschwerdeführer) repliziert. Sie verweist auf die 
Beschwerde und weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Strafverfahrens amt-
lich vertreten werde.

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Erwägungen

1.

1.1. Befindet sich die beschuldigte Person im vorzeitigen Straf- oder Sanktionenvollzug, kann sie 
jederzeit ein Haftentlassungsgesuch einreichen; dieses ist nach Massgabe der Art. 221 ff. StPO, 
insb. Art. 228 StPO, zu prüfen (BGE 139 IV 191 E. 4.1; 117 Ia 72 E. 1d; 143 IV 160 E. 2). 

Die verhaftete Person kann Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung oder die Aufhebung 
der Untersuchungs- oder Sicherheitshaft innerhalb von zehn Tagen mittels Beschwerde bei der 
Strafkammer anfechten (Art. 20 Abs. 1 Bst. c, 222, 393 Abs. 1 Bst. c und 396 Abs. 1 StPO; Art. 64 
Bst. c und 85 Abs. 1 JG); dazu zählen auch Entscheide über die Abweisung eines Gesuchs um 
Entlassung aus dem vorzeitigen Straf- oder Sanktionenvollzug (BSK StPO-FORSTER, 3. Aufl. 2023, 
Art. 222 N. 3 Fn. 14 mit Hinweisen). 

Die angefochtene Verfügung datiert vom 17. Februar 2025 und wurde dem Beschwerdeführer am 
20. Februar 2025 zugestellt. Die zehntägige Beschwerdefrist wurde mit der am 27. Februar 2025 
eingereichten Beschwerde gewahrt.

1.2. Der Beschwerdeführer hat offensichtlich ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhe-
bung oder Änderung der angefochtenen Verfügung (Art. 382 Abs. 1 StPO).

1.3. Die Beschwerde enthält Rechtsbegehren und eine Begründung (Art. 396 Abs. 1 StPO).

1.4. Die Strafkammer verfügt (unter Vorbehalt von E. 2.2) über eine umfassende Prüfungsbefug-
nis in rechtlicher und sachlicher Hinsicht (Art. 393 Abs. 2 StPO). Insbesondere können Noven 
berücksichtigt werden (BGE 141 IV 396 E. 4.4). 

1.5. Es kann aufgrund der Akten entschieden werden (Art. 397 Abs. 1 StPO).

2.

2.1. Gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO ist Untersuchungs- oder Sicherheitshaft nur zulässig, wenn 
die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ernsthaft 
zu befürchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion 
entzieht (Bst. a), oder Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfin-
dung zu beeinträchtigen (Bst. b), oder durch Verbrechen oder schwere Vergehen die Sicherheit 
anderer unmittelbar erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten verübt 
hat (Bst. c). Untersuchungs- und Sicherheitshaft sind weiter ausnahmsweise zulässig, wenn die 
beschuldigte Person dringend verdächtig ist, durch ein Verbrechen oder ein schweres Vergehen die 
physische, psychische oder sexuelle Integrität einer Person schwer beeinträchtigt zu haben; und die 
ernsthafte und unmittelbare Gefahr besteht, die beschuldigte Person werde ein gleichartiges, schwe-
res Verbrechen verüben (Art. 221 Abs. 1bis StPO). Haft ist auch zulässig, wenn die ernsthafte und 
unmittelbare Gefahr besteht, eine Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen auszufüh-
ren, wahrmachen (Art. 221 Abs. 2 StPO). Anstelle der Haft sind eine oder mehrere mildere Massnah-
men anzuordnen, wenn diese den gleichen Zweck erfüllen (Art. 212 Abs. 2 Bst. c und Art. 237 Abs. 
1 StPO). Generell muss sich die Haft als verhältnismässig erweisen (vgl. Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 
Abs. 3 BV sowie Art. 197 Abs. 1 Bst. c und d StPO), und sie darf nicht länger dauern als die zu 
erwartenden Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO).

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2.2. Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das Haftgericht bei der Überprüfung des 
allgemeinen Haftgrundes des dringenden Tatverdachtes (Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO) keine 
erschöpfende Abwägung sämtlicher belastenden und entlastenden Beweisergebnisse vorzuneh-
men. Macht ein Inhaftierter geltend, er befinde sich ohne ausreichenden Tatverdacht in strafprozes-
sualer Haft, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend 
konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und eine Beteiligung des Beschuldigten 
an dieser Tat vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit 
vertretbaren Gründen bejahen dürfen. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei der Nachweis von 
konkreten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlich-
keit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte (BGE 143 IV 330 E. 2,1; s. auch BGE 137 
IV 122 E. 3.2; 116 la 143 E. 3c). Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen (Art. 31 Abs. 3-4 BV, Art. 
5 Abs. 2 StPO) lässt hier nur wenig Raum für Beweismassnahmen. Auch über die gerichtliche Ver-
wertbarkeit von Beweismitteln ist in der Regel noch nicht im Untersuchungs- bzw. Haftprüfungsver-
fahren abschliessend zu entscheiden (BGE 141 IV 289 E. 1 mit Hinweisen). Zur Frage des dringen-
den Tatverdachtes bzw. zur Schuldfrage hat das Haftgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren 
durchzuführen noch dem erkennenden Strafrichter vorzugreifen. Vorbehalten bleibt allenfalls die 
Abnahme eines liquiden Alibibeweises (vgl. BGE 137 IV 122 E. 3.2; 124 I 208 E. 3 mit Hinweisen). 
Der dringende Tatverdacht muss sich im Verlauf des Strafverfahrens grundsätzlich verdichten (bzw. 
ausreichend hoch verbleiben). Dabei kommt es nach der Praxis des Bundesgerichts auch auf die 
Art und Intensität der bereits vorbestehenden konkreten Verdachtsgründe an (vgl. Urteile BGer 
1B_514/2018 vom 3. Dezember 2018 E. 3.2; 1B_176/2018 vom 2. Mai 2018 E. 3.2). Zu Beginn der 
Strafuntersuchung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als in späteren 
Prozessstadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist in der Regel ein zunehmend strengerer Massstab 
an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu legen. Nach Durchführung der gebotenen 
Untersuchungshandlungen muss eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 
E. 3.2 mit Hinweisen).

3. Sachverhalt und dringender Tatverdacht

3.1. Sowohl der Beschwerdeführer als auch B.________ wurden mehrmals einvernommen; ihre 
Aussagen widersprechen sich und sind auch für sich allein genommen nicht konstant. Am 27. August 
2024 fand die Schlusseinvernahme des Beschwerdeführers statt. Am 18. Dezember 2024 teilte die 
Staatsanwaltschaft den Parteien den Abschluss der Untersuchung mit und setzte ihnen Frist bis zum 
8. Januar 2025, um allfällige Beweisanträge, Entschädigungsbegehren und Zivilforderungen zu stel-
len. Bezüglich B.________ stellte sie in Aussicht, Anklage wegen vorsätzlicher Tötung von 
D.________ im Notwehrexzess, wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und schwerer Körperverlet-
zung, alternativ im Notwehrexzess, zum Nachteil des Beschwerdeführers sowie wegen Raufhandels 
zu erheben. Bezüglich des Beschwerdeführers stellte sie in Aussicht, Anklage wegen strafbarer Vor-
bereitungshandlungen zu schwerer Körperverletzung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. c StGB), alternativ 
Vorbereitungshandlungen zu vorsätzlicher Tötung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. a StGB) (Alternativsach-
verhalt 1) bzw. versuchter vorsätzlicher Tötung (Art. 111 i.V.m. Art. 22 StGB) (Alternativsachverhalt 
2), jeweils zum Nachteil von B.________, sowie wegen Raufhandels (Art. 133 StGB) und Irreführung 
der Rechtspflege (Art. 304 StGB) zu erheben. Der Beschwerdeführer liess innert erstreckter Frist 
am 5. Februar 2025 mitteilen, er stelle derzeit keine Beweisanträge, und formulierte seine Zivilforde-
rungen als Privatkläger im Verfahren gegen B.________. Wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Stel-
lungnahme vom 5. März 2025 zur Beschwerde ausführt, werde die Anklageerhebung erfolgen, 
sobald die Akten vom Kantonsgericht retourniert werden. 

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3.2. Mutmasslicher Auslöser bzw. Hintergrund für die tätliche Auseinandersetzung vom 5. April 
2023 bildeten offenbar Streitigkeiten zwischen E.________ und deren Ex-Mann B.________ um das 
Sorgerecht der von B.________ angenommenen Tochter E.________s sowie um häusliche Gewalt 
B.________s gegenüber E.________. Nachdem B.________ D.________ die E.________ ausge-
spannt und geheiratet hatte, kam letztere wieder mit D.________ zusammen und beklagte sich bei 
diesem über B.________ (act. 3179 Rz. 113 ff. m.H.). D.________ sei ohnehin mit B.________ 
zerstritten gewesen, dem er insbesondere vorgeworfen habe, Drogen an kleine Kinder, namentlich 
an den verstorbenen Sohn von E.________, zu verkaufen bzw. Frauen unter Drogen gesetzt zu 
haben (act. 3180 Rz. 134 ff.). Der Beschwerdeführer ist mit B.________ ebenfalls seit längerem 
bekannt. Offenbar soll dieser auch dem Beschwerdeführer eine Frau ausgespannt haben 
(F.________). Gemäss der Zeugin G.________ soll der Beschwerdeführer am 5. April 2023, als 
D.________ bereits tot war, B.________ angeschrien haben: «du hast meine Frau...» (act. 14’296, 
Rz. 68). F.________ sagte aus, der Beschwerdeführer und B.________ hätten sich gegenseitig 
bedroht (act. 14'253 Rz. 88). Gestützt auf die Ermittlungen, insbesondere auf die Analyse der ver-
schiedenen Mobiltelefone, ist davon auszugehen, dass D.________ spätestens ab dem 21. März 
2023 den Entschluss fasste, B.________ heimzusuchen, um ihm eine Lektion zu erteilen und ihn 
schwer zu verletzen oder zu töten. E.________ wird vorgeworfen, ihn dazu angestiftet oder zumin-
dest Gehilfenschaft geleistet zu haben (Schreiben Staatsanwaltschaft an die Parteivertreter vom 
18. Dezember 2024, Beschwerdebeilage 2). Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, ab spätes-
tens 26. März 2023 an der Planung D.________s, B.________ schwer zu verletzen oder zu töten, 
beteiligt gewesen zu sein (act. 13047, Sprachnachricht D.________ an E.________ vom 26. März 
2023: «mache noch grad Masterplan mit A.________. du weisst»). Am Vormittag des 5. April 2023 
habe sich der Beschwerdeführer weiter an den Vorbereitungshandlungen beteiligt, nachdem ihn 
D.________ um die Suche nach einem Auto gebeten habe, um sein Vorhaben umzusetzen, da er 
sich vor Kameras in den Zügen fürchtete (act. 13'055 ff., 13063) und der Beschwerdeführer einen 
Führerschein hat (act. 13'060). Daraufhin schrieb der Beschwerdeführer um 10.29 Uhr «bin ich dabi 
ig hab nix mehr zu verlieren». Um 10.30 Uhr schrieb D.________ dem Beschwerdeführer: «er hat 
zu fehlen», «Heute ist der Tag der Tage». Der Beschwerdeführer antwortete sogleich mit «das hat 
er... ich komm mit». Um 10.32 Uhr sandte der Beschwerdeführer ein Foto an D.________, worauf 
man eine Klinge eines Messers sieht. Auf der Klinge steht «VENDETTA ZURIA». Dazu schrieb der 
Beschwerdeführer «verstehste wa». D.________ antwortete daraufhin mit «ihr seht mich wieder in 
den Nachrichten», « so schwarz war ich noch nie». Um 10.33 Uhr schrieb der Beschwerdeführer «ig 
bin Och übel böse drauf. lg geh duschen den komm ig». Der Beschwerdeführer sendete ein zweites 
Foto, worauf man eine grosse schwarze Machete, die Hülle der Machete, sowie das Messer von der 
vorherigen Bildaufnahme erkennen kann sowie seinen Mittelfinger. Am Tatort wurde ein dem 
Beschwerdeführer gehörender Rucksack mit einer Machete sowie auf der Leiche D.________s lie-
gend ein Klappmesser beschlagnahmt, das dem Beschwerdeführer zugeordnet werden konnte. Um 
10.33 Uhr schrieb D.________ «und seine neue nehmen wir ihm auch grad», «einer von uns muss 
sie ficken», «einen von uns wird sie nicht wiedersehen können». Der Beschwerdeführer antwortete 
mit «wir gewinnen». D.________ antwortete mit «Wiedersehen» und «Jetzt spielen wir mit», worauf-
hin der Beschwerdeführer «das machen wir», «ig bin guter Spieler» erwidert. Um 10.35 Uhr schrieb 
D.________ dem Beschwerdeführer «Willkommen in der Familie». Um 10.37 Uhr schrieb 
D.________ an E.________ über WhatsApp «Soo der Plan steht», «Familie an Board» und 
«Attack». Um 11.24 Uhr schrieb D.________ an H.________ «hol dir schon mal Champagner Glä-
ser», und an E.________ schrieb er «muss noch Abschied nehmen, wer weiss was passiert» und 
«du hast Schlüssel und kannst I.________ holen». Weiter ist anhand der Aufnahmen von Überwa-
chungskameras erstellt, dass sich der Beschwerdeführer und D.________ am 5. April 2023 mit dem 

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Zug von J.________ nach C.________ begaben, um die mutmasslich geplante Tat (schwere Körper-
verletzung oder Tötung von B.________) auszuführen. D.________ habe in einem Rucksack eine 
Monopoly-Spiel-Schachtel «Dragonball Z» mit nach C.________ genommen, in welchem sich 
anstatt des Spiels ein Universalschlüssel, ein Hammer, eine Greifzange und eine Brechstange 
befunden haben (vgl. Beschlagnahmungen). Der Beschwerdeführer habe seinen Rucksack dabei-
gehabt, in welchem sich eine Machete, ein Klappmesser (Klingenlänge 10 cm), ein Mobiltelefon, 
seine Geldbörse, ein brauner USB-Stick und weitere alltägliche Gegenstände befanden. 
D.________ und der Beschwerdeführer gingen dann zu Fuss vom Bahnhof C.________ in Richtung 
K.________gasse, wo sie um 14.52 Uhr eintrafen und sich zur Wohnung B.________s im 2. Stock 
begaben. B.________ habe ihnen geöffnet. Darauf kam es zu einem Handgemenge bzw. zu Mes-
serstechereien, deren Verlauf nicht restlos geklärt ist, da die beiden Protagonisten – der Beschwer-
deführer und B.________ – im Laufe des Verfahrens wechselhafte Aussagen machten, die sowohl 
den Aussagen des jeweils anderen als auch der Spurenlage und den Aussagen von drei Nachbarn 
(L.________, M.________ und G.________) in zahlreichen Punkten widersprechen. 

Insbesondere hatte der Beschwerdeführer gegenüber dem ZMG behauptet, B.________ hätte ihnen 
auf ihr Klopfen aufgemacht, er habe ein Messer in der Hand gehabt und D.________, der geschrien 
habe, «was soll das scheiss Messer?», sofort niedergestochen. D.________ sei noch im Türrahmen 
zusammengebrochen. B.________ habe bereits ein Messer in der Hand gehabt, als sie in der Tür 
gestanden seien, weil er sie erwartet habe; D.________ habe sich über WhatsApp oder Facebook-
Messenger angekündigt. Entsprechende Nachrichten wurden allerdings nicht gefunden (vgl. zum 
Ganzen insb. EV Staatsanwaltschaft 27. August 2024, act. 3186 ff., S. 11 ff.). Auch die Spurenlage 
stimmt mit den Aussagen des Beschwerdeführers nicht überein, da ausserhalb der Wohnung bzw. 
unter dem Türrahmen kein Blut von D.________ gefunden wurde (act. 2182 ff.); der tote D.________ 
lag im Wohnungsinnern.

Als gesichert kann entgegen den Aussagen des Beschwerdeführers gelten, dass B.________ seine 
«Besucher» in die Wohnung hineinliess oder sich diese Zutritt verschafften und es erst im Woh-
nungsinnern zu einem Gerangel kam: Die Nachbarin im Stock über der Wohnung B.________s, 
G.________, sagte aus, sie habe von unten Gepolter gehört und sei nachschauen gegangen. Die 
Wohnungstür B.________s sei verschlossen gewesen, und es sei niemand davor gestanden (act. 
14'295). Dies entspricht den Aussagen des Nachbars L.________ (act. 3021) und des Zeugen 
M.________ (act.14'143, Rz. 20 ff.).

Was das dem Beschwerdeführer im Vorfeld des 5. April 2023, bis zum Betreten der Wohnung vor-
geworfene Verhalten betrifft, scheint er sich – wie von der Staatsanwaltschaft vorgebracht und vom 
ZMG angenommen – der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu schwerer Körperverletzung (Art. 
260bis Abs. 1 Bst. c StGB), alternativ der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu vorsätzlicher 
Tötung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. a StGB) schuldig gemacht zu haben; insbesondere scheint er zu-
sammen mit D.________ die Tat vorbereitet und diesen zum Tatort begleitet und dabei Messer und 
Machete in seinem Rucksack mitgeführt zu haben, während D.________ unbewaffnet war. In seiner 
Beschwerde rügt dies der Beschwerdeführer nicht mehr substanziiert (Beschwerde, S. 4, 3. Absatz), 
sondern bringt vielmehr vor, die Haftdauer sei nicht mehr verhältnismässig (vgl. unten, E. 4).

3.3. Wie dargelegt will der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben die Wohnung zum Zeit-
punkt, als B.________ D.________ niedergestochen habe, nicht betreten haben, sondern sei zu 
seinem Rucksack im Treppenhaus oder Hauseingang gegangen und habe sein Klappmesser geholt, 
«um sich zu schützen» (vgl. zuletzt Prot. ZMG 17. Februar 2025, Rz. 161 ff.). Zum Ort, an dem er 
seinen Rucksack abgelegt hatte, machte der Beschwerdeführer wiederum widersprüchliche Aussa-

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gen bzw. will sich nicht erinnern (Hauseingang oder oben im Treppenhaus, wo er von der Polizei 
gefunden wurde, act. 3186 Rz. 368 ff., 3165 f.). Erst dann sei er in die Wohnung gegangen, um zu 
schauen, ob D.________ noch lebe. Er sei über D.________ hinweggestiegen, nachdem er ihm den 
Puls gemessen habe, sei einige Schritte in die Wohnung B.________s gegangen, worauf dieser mit 
zwei Messern in der Hand vorgesprungen sei und geschrien habe, der Beschwerdeführer solle ihn 
in Ruhe lassen. Der Beschwerdeführer habe sich umgedreht, um nach seinem Handy zu greifen und 
die Polizei anzurufen. Dann habe B.________ zugestochen. Nun verhält es sich allerdings so, dass 
B.________ eine Wunde in der linken Hand aufwies, die mutmasslich vom Klappmesser des 
Beschwerdeführers stammt, da auf dessen Klinge DNA von B.________ (und vom Beschwerdefüh-
rer) festgestellt wurde, während sich auf dem Griff nur DNA des Beschwerdeführers befand (vgl. 
Zwischenbericht KTK vom 14. Juni 2023, act. 2100 ff., Ziff. 6 und 5.2). Ebenfalls wies B.________ 
Hautabschürfungen, einige davon verkrustet, an der Unterlippe, im rechten seitlichen Halsbereich, 
am rechten Ober- und Unterarm, sowie Hautunterblutungen an der oberen rechten Extremität und 
im linken seitlichen Brustbereich auf; letztere könnten Folge eines Faustschlags sein, wie von 
B.________ zu Protokoll gegeben (Bericht Rechtsmedizin 29. Dezember 2023, act. 40'400 ff., 
40'414, 40'416 f.). D.________ wies neben dem tödlichen Messerstich zahlreiche Verletzungen insb. 
im Gesicht (u.a. Bruch des Nasenbeins, Schürfungen, Hämatome) auf, die den Schluss nahelegen, 
dass er zusammengeschlagen wurde (act. 40'253 f., 40'259 ff.). Der Beschwerdeführer erlitt u.a. 
eine lebensgefährliche 6-7 cm lange Stichwunde am Hals, auf der Höhe des Schildknorpels. Dies 
alles deutet darauf hin, dass vor den tödlichen Messerstichen ein Kampf zwischen den drei Personen 
stattfand, wobei B.________ und der Beschwerdeführer je mit einem Messer bewaffnet waren, wäh-
rend D.________ unbewaffnet war.

Mit der Staatsanwaltschaft (vgl. Schlusseinvernahme Beschwerdeführer vom 27. August 2024, act. 
3176; Einvernahme B.________ bei der Staatsanwaltschaft vom 9. Oktober 2024, act. 3212 ff.; Ein-
vernahme ZMG vom 17. Februar 2025, S. 5) und unter Berücksichtigung der beschränkten Kognition 
des Haftgerichts (oben, E. 2.2) ist im aktuellen Haftprüfungsverfahren für den Zeitraum nach dem 
Klopfen an der Wohnungstüre von folgendem Tatablauf auszugehen: 

Nachdem B.________ D.________ und dem Beschwerdeführer die Wohnungstüre geöffnet hatte, 
rannte er in die Wohnung und behändigte sein Jagdmesser der Marke «MUELA BUFALO» mit einer 
Klingenlänge von 15.5 cm, welches sich auf dem Esstisch befand. Damit fügte er dem unbewaff-
neten (act. 13’080) D.________ im Laufe der Auseinandersetzung im Wohnungsinnern mit grosser 
Krafteinwirkung (act. 40'466) eine Stichverletzung in der unteren Bauchregion zu, wobei die Tiefe 
des Stichkanals 15 cm betrug (act. 40'473). Das Messer drang durch den Pullover (act. 2256) und 
die geschlossene Jacke (act. 2254) von D.________, durchtrennte die Bauchschlagader und drang 
2.7 cm tief in den 3. Lendenwirbelkörper ein. D.________ war noch in der Lage, einige Schritte zu 
machen, verstarb aber in der Folge im Eingangsbereich der Wohnung durch Verbluten (act. 40'473). 
Die Rechtsmedizin hat bei D.________ keine Verletzungen festgestellt, die direkt auf Abwehrverlet-
zungen hinweisen (act. 40'201). Hingegen wies B.________ eine Schürfwunde am Hals auf, die ihm 
mutmasslich von D.________ zugefügt worden war (act. 13’079). Anschliessend versuchte der 
Beschwerdeführer, die Wohnung zu verlassen. B.________ holte ihn zwischen Wohnzimmer und 
Eingangsbereich ein, packte ihn mit der linken Hand am Kopf und fügte ihm mit der rechten Hand 
mit dem erwähnten Jagdmesser der Marke «MUELA BUFALO» von hinten eine lebensgefährliche 
6-7 cm lange Stichwunde auf Höhe des Schildknorpels mit Durchtrennung der vorderen Drosselvene 
sowie eine teilweise Durchtrennung des Brustbeinzungenbeinmuskels links zu, wobei der Stich aus 
der Sicht des Beschwerdeführers von unten links nach oben rechts erfolgt ist (act. 40'025 ff.). Nach-
dem der Beschwerdeführer die Wunde am Hals erlitten hatte, kam es im Eingangsbereich der Woh-

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nung zu einem Gerangel mit B.________, welcher das Jagdmesser nach wie vor in der Hand hielt. 
Der Beschwerdeführer war mit seinem Klappmesser mit einer Klingenlänge von 10 cm bewaffnet 
und versetzte B.________ – der seinerseits sein Messer in der rechten Hand hielt (act. 13'079) – 
einen Stich in die linke Hand (act. 2721, 40'416 f., 2187), wobei unklar ist, wer zuerst zugestochen 
hat. Letztlich lag der stark blutende Beschwerdeführer in unbekannter Position zumindest auf den 
Beinen von B.________ (act. 750 2235 2236, 2183), welcher mit dem Rücken an das Schuhgestell 
angelehnt war (act. 751 3021, Rz. 139). In diesem Moment klopfte der Nachbar L.________ – ange-
lockt vom Gepolter in der Wohnung B.________s, an die Wohnungstüre (vgl. auch Aussage 
M.________, act.14'143, Rz. 20 ff.), worauf B.________ um Hilfe geschrien habe. Als L.________ 
die Türe etwas öffnete, sei der zu jenem Zeitpunkt unter dem Beschwerdeführer liegende 
B.________ weggeschlüpft (act. 3021, Rz. 158). Alle drei hätten in einer ersten Phase die Wohnung 
B.________s verlassen (act. 3021, Rz. 185 ff.), B.________ habe das Jagdmesser in der Hand 
gehabt, der Beschwerdeführer sei nicht mehr bewaffnet gewesen (act. 14'155, Rz. 168 f). 
L.________ habe sich mit B.________ in die Wohnung L.________s begeben, während der 
Beschwerdeführer bis zum Eintreffen der Polizeipatrouille stark blutend im Treppenhaus, vor dem 
Gebäude und bisweilen in der Wohnung von B.________ herumgelaufen sei (Aussagen 
N.________, act. 14'139, Rz. 18, 28, 38, 40, 48, 54; EV M.________, act. 14'144, 14’554, EV 
G.________, act. 14’296, Rz. 63; EV Kpl O.________, act. 3046, Rz. 60 f., act. 13'080 und act. 
2180). Nachdem L.________, B.________ und der Beschwerdeführer die Wohnung verlassen hat-
ten (EV L.________ und M.________), brach D.________ im Eingangsbereich zusammen und ver-
starb. Zu einem späteren Zeitpunkt, vor Eintreffen der Patrouille, legte der Beschwerdeführer sein 
Klappmesser auf den Rücken D.________s (act. 2205).

Alternativ bringt die Staatsanwaltschaft deshalb vor, der Beschwerdeführer könnte sich nicht bloss 
der strafbaren Vorbereitungshandlungen nach Art. 260bis StGB, sondern der versuchten vorsätzli-
chen Tötung (Art. 111 i.V.m. Art. 22 StGB) zulasten von B.________ schuldig gemacht haben. Der 
Beschwerdeführer rügt, dieser Vorwurf sei neu und klarerweise zu verneinen; er stütze sich einzig 
auf die Aussagen B.________s, die nicht glaubhaft seien und den Untersuchungsergebnissen dia-
metral widersprächen. Es gehe nicht an, sich einzig auf die Aussagen der Zivilpartei abzustützen; 
eine Verurteilung wegen versuchter vorsätzlicher Tötung sei nicht wahrscheinlich. Zudem habe sich 
das ZMG nicht konkret mit diesem neu hinzugekommenen Tatverdacht auseinandergesetzt, was 
sein rechtliches Gehör verletze (Beschwerde, S. 4 f.).

Nicht ganz von der Hand zu weisen ist die Rüge, das ZMG habe den Vorwurf der versuchten vor-
sätzlichen Tötung zu wenig begründet (vgl. dazu angefochtene Verfügung, S. 14 f. E. ee). Der 
Beschwerdeführer konnte sich zu diesem Vorwurf im vorliegenden Verfahren äussern, was er auch 
getan hat, und die Strafkammer begründet das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts der ver-
suchten vorsätzlichen Tötung ausführlich, sodass eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs 
geheilt ist. 

Nicht zutreffend ist die Rüge des Beschwerdeführers, der Vorwurf der versuchten vorsätzlichen 
Tötung sei neu: Anlässlich der Schlusseinvernahme vom 27. August 2024 hielt die Staatsanwalt-
schaft dem Beschwerdeführer den Tatbestand vor (S. 2 Rz. 17) und konfrontierte ihn mit dem Vor-
wurf, B.________ mit einem Messer angegriffen zu haben (S. 16 Rz. 584 ff.; S. 17 Rz. 598 ff.). Am 
10. Oktober 2024 erfolgte die formelle Ausdehnung des Verfahrens auf den Vorwurf der versuchten 
vorsätzlichen Tötung (Beschwerdebeilage 6; vgl. auch die Mitteilung des Abschlusses der Untersu-
chung vom 18. Dezember 2024). Das ZMG konfrontierte ihn in der Einvernahme vom 17. Februar 
2024 ebenfalls mit diesem Vorwurf (Rz. 17 ff.; 57 f., insb. 69 f.). Der Beschwerdeführer antwortete 
darauf, offensichtlich wahrheitswidrig, er sei völlig unbewaffnet an das Treffen gegangen (Rz. 81).

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B.________ hatte in der Tat ausgesagt, der Beschwerdeführer und D.________ seien beide mit 
einem Messer bewaffnet gewesen und hätten ihn angegriffen. Zumindest betreffend D.________ 
kann dies nicht zutreffen, da dieser kein Messer trug. Der Beschwerdeführer habe gemäss 
B.________ während der Auseinandersetzung mehrmals gesagt, er werde ihn umbringen (EV STA 
B.________, 9. Oktober 2024, Rz. 342 ff.). Der Zeuge L.________ bestätigte, dass B.________ 
unmittelbar nach der Auseinandersetzung gesagt hat, er sei von zwei Personen mit Messer(n) ange-
griffen worden (act. 3192 Rz. 600). Im Zeitpunkt, in dem der Zeuge L.________ die Wohnungstüre 
B.________s öffnete, weil dieser um Hilfe schrie, sei der Beschwerdeführer auf B.________ gele-
gen; B.________ sei dann unter dem Beschwerdeführer durchgeschlüpft (act. 3021). Gegenüber 
dem Mitgefangenen P.________ hatte B.________ ebenfalls geschildert, «die beiden anderen» hät-
ten zuerst mit ihm diskutiert und als erste das Messer hervorgenommen; erst dann habe er sein 
eigenes Messer vom Tisch genommen; bezüglich des weiteren Verlaufs der Auseinandersetzung 
machte B.________ gegenüber P.________ wechselhafte Angaben (EV STA P.________ 
28. August 2024, Rz. 129 ff.; act. 3193). Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer das Klappmesser 
mit grösster Wahrscheinlichkeit dabei hatte, als er die Wohnung betrat: Einerseits hat er B.________ 
erwiesenermassen eine Schnittverletzung an der Hand zugefügt; anderseits lässt seine Darlegung, 
er habe sein Natel hervornehmen wollen, um die Polizei zu rufen, B.________ habe ihn daraufhin 
von hinten gepackt, mit der linken Hand am Kopf festgehalten und mit dem Messer in der rechten 
Hand die schwere Verletzung am Hals zugefügt, worauf er selbst sich mit dem Messer gewehrt habe 
(EV STA 27. August 2024, Rz. 621 ff.) – sofern diese Schilderung der Wahrheit entspricht –, nur den 
Schluss zu, dass der Beschwerdeführer das Klappmesser geöffnet in der Hand gehalten haben 
muss; ein Klappmesser hervorzunehmen, auszuklappen und zuzustechen, während man festgehal-
ten und in den Hals gestochen wird, erscheint unmöglich. Der Vorwurf an den Beschwerdeführer, 
B.________ mit dem (geöffneten) Klappmesser bedroht, angegriffen und in die Hand geschnitten zu 
haben, basiert somit neben den – zugebenermassen fragwürdigen – Aussagen B.________s auf 
zumindest vier weiteren Elementen. 

3.4. Der Beschwerdeführer ist wie oben dargelegt, dringend verdächtig, strafbare Vorbereitungs-
handlungen zu schwerer Körperverletzung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. c StGB), alternativ strafbare Vor-
bereitungshandlungen zu vorsätzlicher Tötung (Art. 260bis Abs. 1 Bst. a StGB), begangen zu haben. 
Falls er am 5. April 2023 zusammen mit D.________ nach C.________ gereist ist und die Wohnung 
B.________s mit einem Klappmesser betreten und dieses vor B.________ gezückt hat in der 
Absicht, letzteren umzubringen (oder zumindest schwer zu verletzen), während D.________ kein 
Messer trug, werden diese Vorbereitungshandlungen durch den Vorwurf der versuchten vorsätzli-
chen Tötung konsumiert (BGE 111 IV 144 E. 3b; 115 IV 121 E. 2b). Entscheidend ist dabei die 
Frage, ob der Beschwerdeführer die Wohnung mit dem Klappmesser betrat und dieses öffnete, 
bevor er von B.________ angegriffen wurde, während D.________ unbewaffnet war. Wie oben dar-
gelegt, bestehen hinreichend konkrete Hinweise für dieses Szenario (Aussagen B.________, 
L.________ und P.________, Beibringen einer Schnittverletzung in B.________s Hand, unglaub-
hafte Schilderung des Tathergangs durch den Beschwerdeführer, dazu Vorfinden des Klappmessers 
auf der Leiche D.________s, wo es der Beschwerdeführer abgelegt haben dürfte) und damit für 
einen dringenden Tatverdacht der versuchten vorsätzlichen Tötung B.________s (Art. 111 i.V.m. 
Art. 22 StGB). Da die Schilderungen der beiden einzigen direkten Tatzeugen (B.________ und der 
Beschwerdeführer) widersprüchlich sind, ist eine alternative Anklageerhebung durch die Staatsan-
waltschaft zulässig, und es ist nicht am Haftrichter, sondern am Sachrichter, zu entscheiden, welche 
der beiden Szenarien letztlich zutrifft oder wahrscheinlicher ist (vgl. oben, E. 2).

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Die Annahme des ZMG, gegen den Beschwerdeführer bestehe alternativ der dringende Tatverdacht 
der versuchten vorsätzlichen Tötung (Art. 111 i.V.m. Art. 22 StGB) von B.________, ist somit nicht 
zu beanstanden.

Vor dem ZMG hatte der Beschwerdeführer (erneut) behauptet, das Klappmesser erst geholt zu ha-
ben, nachdem B.________ D.________ in der Türöffnung niedergestochen hatte. Er habe es aus 
seinem Rucksack geholt, den er im Treppenhaus deponiert hatte. Er habe es geholt, «um sich zu 
schützen», und die Wohnung B.________ erst dann betreten, und erst dann habe B.________ ihn 
angegriffen und am Hals verletzt (Prot. ZMG 17. Februar 2025, S. 5 unten und S. 6, Rz. 161 ff.). Die 
Aussagen von L.________ und G.________, niemanden vor der Wohnungstür B.________s gese-
hen zu haben, welche geschlossen gewesen sei, erklärte er damit, er habe den Rucksack unten, bei 
der Haustür, deponiert, und die beiden hätten ihn gar nicht sehen können (B.________ wohnt im 
2. Stock) (EV STA 27. August 2024, act. 3186, Rz. 470 ff.). Ein solcher Ablauf des Geschehens ist 
indes unwahrscheinlich, weil der Zeuge L.________ in dieser Zeit an die Wohnungstür geklopft 
hatte, worauf nach dem Öffnen der Türe der in der Wohnung unter dem Beschwerdeführer liegende 
B.________ unter jenem hindurchschlüpfte und zusammen mit L.________ in dessen Wohnung 
ging. Zudem hülfe sie dem Beschwerdeführer nicht weiter. Wenn er tatsächlich zwei Treppen nach 
unten gegangen wäre, um sein Klappmesser zu holen, und danach erst die Wohnung B.________s 
betreten und diesen dort gesucht hätte, dann könnte dies nur dahingehend interpretiert werden, dass 
er es im Vorsatz tat, den niedergestochenen D.________ zu rächen und B.________ mit dem Mes-
ser zu töten oder zumindest schwer zu verletzen.

3.5. Aufgrund des oben geschilderten Sachverhalts (E. 3.3) ist davon auszugehen, dass sich der 
Beschwerdeführer und D.________ einerseits sowie B.________ andererseits am 5. April 2023 in 
der Wohnung B.________s in C.________ eine tätliche Auseinandersetzung lieferten, in deren Ver-
lauf D.________ an Messerstichen starb, B.________ leicht und der Beschwerdeführer schwer ver-
letzt wurden. Damit scheint sich der Beschwerdeführer überdies des Raufhandels (Art. 133 StGB, 
Idealkonkurrenz zu den Verletzungsdelikten der Art. 111 ff. und 122 ff. StGB; BGE 118 IV 227 E. 5b) 
schuldig gemacht zu haben.

3.6. Am 12. Oktober 2024 richtete der Beschwerdeführer ein Schreiben an die zuständige Staats-
anwältin (act. 9092). Darin nahm er seine bisher getätigten Aussagen zurück bzw. korrigierte diese. 
Er erklärte, B.________ sei als netter und menschenfreundlicher Mensch bekannt. Er habe 
D.________ auf dessen Anfrage hin nach C.________ begleitet, wobei er «wie immer» seinen 
Arbeitsrucksack mit Messer und Machete dabeigehabt habe. Am Domizil von B.________ ange-
kommen, habe eine dritte Person (nicht B.________) vor dem Haus seinen Rucksack stehlen wollen, 
dieser jemand habe ihm den Hals aufgeschlitzt. Diese Person habe eine Kapuze aufgehabt und sei 
weggerannt. Er selbst sei dann in das Haus gegangen und habe an die Türen geklopft, er sei umher-
gelaufen und habe stark geblutet. B.________ sei dann gekommen und habe ihm erste Hilfe geleis-
tet. Es liegen keinerlei Hinweise vor, dass eine weitere, unbekannte Person (Kapuzenträger) in 
irgendeiner Art und Weise an den Ereignissen beteiligt war. Später räumte der Beschwerdeführer 
ein, diesen Brief aus Frust geschrieben zu haben, weil seine Freundin sich von ihm getrennt habe 
(Prot. ZMG 17. Februar 2025, S. 6 Rz. 186 ff.). Indem der Beschwerdeführer bei der Staatsanwalt-
schaft eine unbekannte dritte Person (Kapuzenträger) des versuchten Diebstahls seines Rucksa-
ckes beschuldigt, scheint er sich der Irreführung der Rechtspflege (Art. 304 StGB) schuldigt gemacht 
zu haben. Die Behauptung, nicht B.________, sondern der Kapuzenmann habe ihn in den Hals 
gestochen, erfüllt den Tatbestand von Art. 304 StGB hingegen nicht (BGE 72 IV 138 E. 3).

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4. Haftdauer

4.1. Der Beschwerdeführer rügt die Haftdauer als unverhältnismässig. Er bringt vor, realistischer-
weise sei nicht mit einer Haftstrafe von mehr als zwei Jahren zu rechnen. Die Hauptverhandlung 
werde wohl erst in einem halben bis einem ganzen Jahr stattfinden. Mit Blick auf die bisher erstan-
dene Haft drohe konkret Überhaft (Beschwerde, S. 7 f. Ziff. 5).

4.2. Gemäss Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK hat eine in strafprozessualer Haft gehal-
tene Person Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich abgeurteilt oder wäh-
rend des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Eine übermässige Haftdauer stellt eine 
unverhältnismässige Beschränkung dieses Grundrechts dar. Nach Art. 212 Abs. 3 StPO dürfen des-
halb Untersuchungs- und Sicherheitshaft nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe. 
Dabei ist nach ständiger Praxis bereits zu vermeiden, dass die Haftdauer in grosse Nähe zur zu 
erwartenden Freiheitsstrafe rückt. Diese Grenze ist insbesondere deshalb bedeutsam, weil das 
erkennende Gericht dazu neigen könnte, die Dauer der erstandenen Haft bei der Strafzumessung 
mitzuberücksichtigen (zum Ganzen: BGE 145 IV 179 E. 3.1 m.w.H.).  

4.3. Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 5. April 2023 und somit seit etwas mehr als 
23 Monaten in Haft. Im Fall einer Verurteilung wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen zu schwe-
rer Körperverletzung oder zu vorsätzlicher Tötung droht ihm eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren 
oder Geldstrafe (vgl. Art. 260bis Abs. 1 Bst. a/c StGB). Alternativ droht ihm im Fall einer Verurteilung 
wegen vorsätzlicher Tötung eine Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren, die allerdings aufgrund 
des Versuchs gemildert werden kann, das heisst das Gericht ist nicht an die angedrohte Mindest-
strafe von fünf Jahren Freiheitsstrafe gebunden (Art. 22 Abs. 1 und 48a Abs. 1 StGB).

Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, im Falle einer Verurteilung wegen strafbarer Vorbereitungs-
handlungen im Sinne von Art. 260bis StGB drohe ihm eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei 
Jahren. Das mag vielleicht sein. Wie dargelegt, ist aber konkret mit der Möglichkeit einer Verurteilung 
wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu rechnen. In diesem Fall wird die Strafe für dieses Delikt 
offensichtlich höher ausfallen als für blosse Vorbereitungshandlungen, auch wenn das Gericht nicht 
an die gesetzliche Mindeststrafandrohung von fünf Jahren Freiheitsstrafe gebunden ist. 

Dazu ist aus folgenden Gründen mit einer Straferhöhung zu rechnen: Der Beschwerdeführer muss 
sich auch wegen zweier Vergehen, die mit Freiheitsstrafe bedroht sind (Raufhandel, Art. 133 StGB; 
Irreführung der Rechtspflege, Art. 304 StGB, vgl. E. 3.5/6), verantworten. Im Falle einer Verurteilung 
muss er mithin mit einer Strafschärfung rechnen (Art. 49 Abs. 1 StGB) Zudem weist er zahlreiche 
Strafregistereinträge auf: Gemäss dem deutschen Strafregisterauszug vom 28. April 2023 (act. 1520 
ff., Beschwerdebeilage 7) wurde er in der Zeit vom 24. August 1999 bis 4. August 2022 zehnmal 
verurteilt, insbesondere am 16. Oktober 2018 wegen Sachbeschädigung in Tatmehrheit mit Wider-
stand gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit vers. Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe 
von 10 Monaten und am 4. August 2022 wegen Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstre-
ckungsbeamte, versuchter Körperverletzung, tätlichen Angriffs, Bedrohung, Diebstahls und Sach-
beschädigung zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten. Gemäss dem Schweizer Straf-
registerauszug vom 12. April 2023 (act. 1500 ff.; Beschwerdebeilage 7) wurde er in der Zeit vom 
14. August 2013 bis 3. Oktober 2022 siebenmal verurteilt, namentlich wegen Strassenverkehrsde-
likten, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Sachbeschädigung, einfacher Körperver-
letzung, Hausfriedensbruchs, Drohung und Diebstahls.

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Gemäss psychiatrischem Gutachten von Dr. Q.________ vom 14. März 2024 (act. 42'217 ff.) war 
der Beschwerdeführer zur Zeit der Tat zwar stark alkoholisiert, aber voll schuldfähig (act. 42'289, 
42'294).

Im Anbetracht der dem Beschwerdeführer alternativ drohenden Strafen sowie der Konkurrenz und 
der Vorstrafen ist die bisher erstandene Haft von gut 23 Monaten noch nicht übermässig und hat der 
Beschwerdeführer mit einer deutlich höheren Strafe zu rechnen. Nicht zu prüfen ist, wann die Ver-
handlung vor dem Strafgericht stattfindet und ob in jenem Zeitpunkt Überhaft vorliegen wird; ent-
scheidend sind die konkreten Umstände im Zeitpunkt des heutigen Urteils (vgl. etwa WEDER in 
Donatsch/Lieber/Sumner/Wohlers (Hrsg.), Kommentar zur Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, Art. 
212 N. 17).

Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots wird in der Beschwerde zu Recht nicht gerügt; es ist 
darauf hinzuweisen, dass die Untersuchung komplex ist und gemäss Staatsanwaltschaft die Über-
weisung an das erkennende Gericht unmittelbar bevorsteht.

5. Fluchtgefahr

5.1. Das ZMG hat Fluchtgefahr angenommen und die Anordnung von Ersatzmassnahmen aus-
geschlossen (angefochtene Verfügung, S. 15 ff. E. 2b, S. 20 f. E. 2d). Der Beschwerdeführer bestrei-
tet das Vorliegen von Fluchtgefahr. Er bringt sinngemäss insbesondere vor, die Dauer der möglichen 
Freiheitsstrafe bilde keinen Fluchtanreiz, da er im Falle einer Verurteilung mit einer Freiheitsstrafe 
von maximal zwei Jahren zu rechnen habe. Weiter verweist er darauf, dass er sich nie Ermittlungs-
handlungen oder Anordnungen der Strafverfolgungsbehörden widersetzt habe; er habe sich seinen 
vielen Strafverfahren gestellt und auch die angeordnete Haft jeweils angetreten (Beschwerde, S. 5 
f. Ziff. 2). Bezüglich möglicher Ersatzmassnahmen rügt er, die Vorinstanz habe sich mit den konkret 
vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen, insbesondere auch in Kombination, nicht auseinanderge-
setzt (Beschwerde, S. 7 Ziff. 4).

5.2. Beim Haftgrund der Fluchtgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO geht es um die Siche-
rung der Anwesenheit der beschuldigten Person im Verfahren. Nach der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts braucht es für die Annahme von Fluchtgefahr eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass 
sich die beschuldigte Person, wenn sie in Freiheit wäre, dem Vollzug der Strafe durch Flucht entzie-
hen würde. Im Vordergrund steht dabei eine mögliche Flucht ins Ausland, denkbar ist jedoch auch 
ein Untertauchen im Inland. Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkre-
ten Verhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen Gründe bestehen, die eine Flucht nicht nur als mög-
lich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der drohenden Strafe darf als ein 
Indiz für Fluchtgefahr gewertet werden, genügt jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu 
bejahen. Miteinzubeziehen sind insbesondere die familiären und sozialen Bindungen, die berufliche 
und finanzielle Situation und die Kontakte zum Ausland. Die Wahrscheinlichkeit einer Flucht nimmt 
in der Regel mit zunehmender Verfahrens- bzw. Haftdauer ab, da sich auch die Dauer des allenfalls 
noch abzusitzenden strafrechtlichen Freiheitsentzugs mit der bereits geleisteten prozessualen Haft, 
die auf die mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen wäre (Art. 51 StGB), kontinuierlich verringert 
(BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweisen; Urteil BGer 1B_114/2017 vom 28. April 2017 E. 2.2 m.H.). 

Bei ausgeprägter Fluchtgefahr erweisen sich Ersatzmassnahmen nach der einschlägigen Praxis des 
Bundesgerichts in der Regel nicht als ausreichend (Urteil BGer 1B_378/2018 vom 21. September 
2018 E. 6.2 m.H.).

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5.3. Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger. In Deutschland leben sein Vater 
sowie seine zwei Schwestern. Er weist somit nach wie vor einen familiären Bezug zu Deutschland 
auf. Zwar lebt er seit 2007 teilweise in der Schweiz, ist aber hier nicht stark verwurzelt. Aus den 
Akten, insbesondere den Einvernahmen des Beschwerdeführers sowie der Einvernahme seiner Ex-
Freundin F.________, geht hervor, dass er seinen Wohnsitz in der Vergangenheit immer wieder 
zwischen der Schweiz und Deutschland hin- und her gewechselt hat. Seine Ex-Freundin F.________ 
hat mit ihm Schluss gemacht, sodass er seine Unterkunft verloren hat (act. 9092, 3110 ff.). Er will 
nun nach R.________ ziehen, nachdem er lange im Kanton S.________ gewohnt hatte. Eine 
Arbeitsstelle hat er nicht. Zwar hat der Beschwerdeführer beim ZMG einen Untermietvertrag sowie 
ein E-Mail der Temporärfirma T.________ AG ins Recht gelegt. Mit letzterem wird indes lediglich 
bestätigt, dass der Beschwerdeführer nach seiner Freilassung seine Bewerbungsunterlagen als 
Dachdecker einreichen könne, dass aber ohne Dokumente und ohne ein persönliches Bewerbungs-
gespräch keine Vermittlung vorgenommen werden könne. Es handelt sich somit um eine hypotheti-
sche Aussicht auf eine Arbeitsstelle. Anders als behauptet droht dem Beschwerdeführer eine Frei-
heitsstrafe, welche die Dauer der bisher erstandenen Haft deutlich übersteigen könnte (oben, 
E. 4.3), sodass die Dauer der erwarteten Freiheitsstrafe durchaus ein Fluchtindiz darstellt. Zwar mag 
der Beschwerdeführer in der Vergangenheit die gegen ihn angeordneten (Ersatz-)Freiheitsstrafen 
angetreten haben. Art und Anzahl der insgesamt 17 Verurteilungen legen allerdings den Schluss 
nahe, dass der Beschwerdeführer den Anordnungen der Behörden, bspw. Vorladungen, nicht Folge 
leisten wird. So wurde er u.a. verurteilt wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte 
(Urteil vom 14. August 2013), Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder (Urteil vom 
22. Mai 2014), Hinderung einer Amtshandlung (Urteil vom 7. November 2017), Sachbeschädigung 
in Tatmehrheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit versuchter Körperver-
letzung (Urteil vom 18. Oktober 2018) oder Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbe-
amte in mehreren Fällen, begangen am 16. Januar 2019 (Urteil des Amtsgerichts Gera/D vom 
4. August 2022) sowie Verletzung der An- oder Abmeldepflichten i.S. des AIG (Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft Bern-Oberland vom 30. Oktober 2022; vgl. die Strafregisterauszüge in 
Beschwerdebeilage 7). Die Urteile aus Deutschland bzw. die Tatzeitpunkte zeigen auf, dass der 
Beschwerdeführer sich namentlich im März 2018, Januar 2019 und Dezember 2021 in Deutschland 
aufgehalten haben muss. Ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau vom 6. Juni 
2016 konnte ihm lediglich mittels Publikation im Amtsblatt des Kantons Bern eröffnet werden, da er 
zum damaligen Zeitpunkt unbekannten Aufenthaltes war. Der Beschwerdeführer erklärte dazu, er 
könne nichts dafür, er sei umgezogen, von U.________ nach V.________ und von V.________ nach 
J.________ (Prot. ZMG 17. Februar 2025, S. 7 Rz. 238 ff.). Von einer starken Verwurzelung in der 
Schweiz kann mithin nicht die Rede sein.

Unter diesen Umständen (Höhe der drohenden Freiheitstrafe, ausländische Staatangehörigkeit, 
geringe Verwurzelung in der Schweiz, bisheriges Verhalten gegenüber den Behörden) besteht eine 
grosse Gefahr, dass sich der Beschwerdeführer im Falle einer Freilassung nicht zur Verfügung der 
Behörden halten, sondern in der Schweiz untertauchen oder diese in Richtung Deutschland verlas-
sen wird. Fluchtgefahr ist deshalb gegeben.

5.4. Die Fluchtgefahr muss als hoch bezeichnet werden, sodass nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung keine Ersatzmassnahmen in Frage kommen. Überdies kann bezüglich der Wirk-
samkeit der vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen (Meldepflicht, Ausweis- 
und Schriftensperre, elektronische Fussfessel) auf die zutreffende Begründung der Vorinstanz (an-
gefochtene Verfügung, S. 21 E. 2.d/cc) verwiesen werden. Anzufügen ist, dass eine Ausweis- und 
Schriftensperre von vornherein wirkungslos ist, da der Beschwerdeführer sich als deutscher Staats-

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bürger bei den deutschen Behörden jederzeit neue Papiere beschaffen kann. Nicht eingegangen ist 
die Vorinstanz auf den Vorschlag des Beschwerdeführers, sein Vorsorgeguthaben bei der Stiftung 
Auffangeinrichtung von ca. 10'900.- als Sicherheitsleistung i.S. von Art. 237 Abs. 2 Bst. a StPO 
sperren zu lassen. Zu Recht, da die Sperrung von BVG-Vorsorgeguthaben die Anforderungen an 
eine Sicherheitsleistung im Sinne der Art. 238 f. StPO nicht erfüllt: Zum einen ist die Sicherheitsleis-
tung in bar oder durch eine Bankgarantie zu leisten (Art. 238 Abs. 3 StPO); andere Formen der 
Sicherheitsleistung, z.B. die Hinterlegung von Wertpapieren, sind ausgeschlossen (BAK StPO-
MANFRIN/VOGEL, 3. Aufl. 2023, Art. 238 N 18 m.H.). Zum andern erscheint ein Bezug von Pensions-
kassengeldern als Sicherheitsleistung aufgrund der BVG-Gesetzgebung ausgeschlossen; die 
Sicherheit könnte somit im Falle eines Verfalls an den Staat (Art. 240 Abs. 1 StPO) nicht verwertet 
werden, da die Auffangeinrichtung den Betrag nicht herausgeben dürfte.

6. Einfache Wiederholungsgefahr

6.1. Das ZMG hat einfache Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO 
angenommen und die Anordnung von Ersatzmassnahmen ausgeschlossen (angefochtene Verfü-
gung, S. 17 ff. E. 2c, S. 20 f. E. 2d). Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen von einfacher 
Wiederholungsgefahr. Er bringt unter Hinweis auf sein Strafregister und das psychiatrische Gutach-
ten von Dr. Q.________ vom 14. März 2024 insbesondere vor, es drohten von ihm keine schweren 
Vergehen. Er führt aus, sein Rückfallrisiko hänge eng mit seinem Alkoholkonsum zusammen; nun 
lebe er aber seit beinahe zwei Jahren abstinent. Bleibe er weiterhin abstinent, so sei nicht mit weite-
rer Delinquenz zu rechnen. Zudem möchte er seine psychologische Behandlung fortsetzen 
(Beschwerde, S. 6 f. Ziff. 3). Bezüglich möglicher Ersatzmassnahmen rügt er, die Vorinstanz habe 
sich mit den konkret vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen, insbesondere auch in Kombination, nicht 
auseinandergesetzt (Beschwerde, S. 7 Ziff. 4).

6.2. Einfache Wiederholungsgefahr im Sinne des revidierten Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO liegt vor, 
wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass die beschuldigte Person «durch Verbrechen oder schwere 
Vergehen die Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleich-
artige Straftaten verübt hat». Bei den Vortaten muss es sich um mindestens zwei rechtskräftig be-
urteilte Straftaten handeln; die während des laufenden Strafverfahrens mutmasslich begangenen 
Delikte können nicht hinzugezogen werden (zur Veröffentlichung vorgesehenes Urteil BGer 
7B_1035/2024 vom 19. November 2024 E. 2). Gemäss der nach wie vor gültigen Rechtsprechung 
zu Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO sind drei Elemente für das Vorliegen von einfacher Wiederholungs-
gefahr konstitutiv. Erstens muss grundsätzlich das Vortatenerfordernis erfüllt sein und müssen 
schwere Vergehen oder Verbrechen drohen. Schwere Vergehen sind solche, die mit einer Gefäng-
nisstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden können (BSK StPO-FORSTER, 3. Aufl. 2023, Art. 221 
N. 10a m.H.). Zweitens muss hierdurch die Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet sein. 
Drittens muss die Tatwiederholung ernsthaft zu befürchten sein, was anhand einer Rückfallprognose 
zu beurteilen ist (vgl. zu aArt. 221 Abs. 1 lit. c StPO: BGE 146 IV 136 E. 2.2; 143 IV 9 E. 2.5; je mit 
Hinweisen). An den Erfordernissen drohender Verbrechen oder schwerer Vergehen und einer 
erheblichen unmittelbaren Sicherheitsgefährdung sowie am Vortatenerfordernis wurde bezüglich der 
einfachen Wiederholungsgefahr auch in der erfolgten Revision grundsätzlich festgehalten (BGE 150 
IV 149 E. 3.2; Urteil BGer 7B_843/2024 vom 4. September 2024 E. 3.1, n.v. in BGE 150 IV 462). 

6.3. Die Ausführungen in der Beschwerde treffen offensichtlich nicht zu:

Der Beschwerdeführer weist für den Zeitraum zwischen 1999 und 2022 insgesamt 17 Einträge im 
Strafregister auf, darunter dreimal wegen Delikten gegen die körperliche Integrität: Strafbefehl vom 

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6. Juni 2016 der Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau wegen Körperverletzung; Urteil vom 
18. Oktober 2018 des Amtsgericht Gera wegen versuchter Körperverletzung, mit der er zu zehn 
Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde; Urteil vom 4. August 2022 des Amtsgerichts Gera, u.a. 
wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit versuchter Körperverletzung in 
mehreren Fällen. Mit letztem Urteil wurde er zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zehn 
Monaten verurteilt (inkl. der Freiheitstrafe von zehn Monaten vom 18. Oktober 2018), sodass offen-
sichtlich nicht mehr von Kleinkriminalität oder Bagatellen gesprochen werden kann (Strafregisteraus-
züge, act. 1015 ff., Beschwerdebeilage 7). Daneben weist der Beschwerdeführer auch je mehrere 
Verurteilungen wegen Drohung und Beschimpfung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und 
Beamte, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs auf. Das Vortatenerfordernis ist bezüglich 
Delikte gegen die körperliche Integrität offensichtlich erfüllt, und es ist davon auszugehen, dass auch 
in Zukunft mit ähnlichen Vergehen zu rechnen ist. Auch ist offensichtlich, dass Körperverletzungsde-
likte die Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährden, insbesondere wenn dabei ein Messer 
im Spiel ist. So hatte der Beschwerdeführer in seinem Schreiben an die Staatsanwaltschaft vom 
12. Oktober 2024 etwa erklärt, er habe am 5. April 2023 in C.________ «wie immer» seinen Arbeits-
rucksack mit Messer und Machete dabeigehabt (act. 9092). Die beiden ersten Voraussetzungen für 
die Annahme von einfacher Wiederholungsgefahr sind somit erfüllt.

Bezüglich der Rückfallprognose führte das ZMG Folgendes aus (angefochtene Verfügung, S. 20):

«Der Beschuldigte scheint zudem eine schon seit Jahren andauernde Suchtproblematik mit Alkohol, 
Medikamenten und teilweise mit Betäubungsmitteln aufzuweisen (vgl. rechtsmedizinisches Gutach-
ten vom 19. Juli 2023, S. 5). Dieses langjährige Alkoholabhängigkeitssyndrom (ICD-10: F10.2) 
wurde nun auch im Gutachten vom 14. März 2024 von Dr. med. Q.________ diagnostiziert. Am 
5. April 2023 stand der Beschuldigte nachweislich unter (starkem) Alkoholeinfluss. Er ist bereits in 
Vergangenheit unter Alkohol- und Betäubungsmittelkonsum straffällig, gar aggressiv und gewalttätig 
gegenüber Personen und Sachen geworden und scheint seine Suchtproblematik sowie die damit 
einhergehenden psychischen Probleme nur schwer im Griff zu haben. Das forensisch-psychiatrische 
Gutachten vom 14. März 2024 hält fest, dass die Prognose beim Beschuldigten bezüglich eines 
deliktfreien Lebens sehr ungünstig ausfalle. Es sei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit «mit weiterer 
Delinquenz im Bereich des bislang Gezeigten zu rechnen. Insbesondere mit erneuter Eigentumsde-
linquenz, BetmG- und SVG-Delikten, unanständigem Benehmen, Gewalt- und Widerstand gegen 
Behörden und Beamte und eher leichten Körperverletzungsdelikten. Das Risiko, dass sich der 
Explorand erneut in einem Kontext sehr schwerer Gewalt in Erscheinung treten könnte, zeigt sich 
vom Gesamtbild her in einem erhöhten, aber nicht in einem hohen Masse. Er dürfte sich im Durch-
schnitt andere Gewalttäter bewegen. Die Belastung ist sicherlich höher als bei anderen Menschen 
in seinem Alter. Sie ergibt sich vor allem aus den bisher gezeigten Verhaltensbereitschaften, die eng 
mit seiner Persönlichkeit zusammenhängen.» (act. 42'304). Der Gutachter weist weiter daraufhin, 
dass das Risiko des Beschuldigten, erneut in einem Kontext sehr schwerer Gewalt in Erscheinung 
zu treten, ebenfalls von dynamischen Faktoren abhängig sei. Wenn er nach seiner Haftentlassung 
das Alkoholtrinken über kurz oder lang wieder aufnehme (und hierfür sei die Wahrscheinlichkeit sehr 
hoch), sei die Prognose ungünstiger, als wenn er langfristig abstinent bleibe. Weiter hänge das 
Risiko von situativen Gegebenheiten ab, welche schlecht vorausgesagt werden können (z.B. könne 
er in hochbetrunkenem Zustand auch jemanden einmal so ungünstig schlagen, dass dieser sterbe, 
was aber nicht bedeute, dass er in diesem Moment schon eine Tötungsabsicht hege).» 

Aufgrund der vorangehenden Erläuterungen ging die Vorinstanz von einer ungünstigen Rückfallpro-
gnose aus. Ihr ist zuzustimmen. Zudem fällt bei der Durchsicht des Strafregisterauszugs auf, dass 
Anzahl und Schwere der Delikte zunehmen und dass sich der Konsum von Alkohol und Betäubungs-

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mitteln wie ein roter Faden durch das Leben des Beschwerdeführers zu ziehen scheint (vier Verur-
teilungen wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand oder Trunkenheit am Steuer, mehrere BetmG-
Delikte). Die Strafkammer verweist in diesem Zusammenhang auch auf die angefochtene Verfügung 
(S. 19 letzter Absatz) bezüglich der Vorfälle vom 30. Juni 2015 und vom 7. August 2017.

Den zitierten Ausführungen des Gutachters ist zu entnehmen, dass eher leichte, aber nicht schwere 
Körperverletzungsdelikte dann drohen, wenn der Beschwerdeführer abstinent bleibt. Dass der 
Beschwerdeführer in den letzten 23 Monaten im Gefängnis (zwangsläufig) abstinent gelebt hat, ist 
kein Garant dafür, dass er nicht wieder trinkt. Vielmehr ist mit Blick auf die diagnostizierte langjährige 
Alkoholabhängigkeit und die zitierten Ausführungen des Gutachters ernsthaft zu befürchten, dass er 
nach einer Entlassung erneut zu trinken beginnen und Betäubungsmittel konsumieren und in diesem 
Zustand auch schwerere Körperverletzungen begehen wird.

Einfache Wiederholungsgefahr ist deshalb zu bejahen.

6.4. Der Beschwerdeführer schlägt erneut die Anordnung von Ersatzmassnahmen vor, nämlich 
eine kontrollierte Alkoholabstinenz, eine Psychotherapie und die Verpflichtung, einer geregelten 
Arbeit nachzugehen. Der Vorinstanz ist allerdings zuzustimmen, dass mit Blick auf das ausgeprägte 
Alkoholabhängigkeitssyndrom Abstinenzkontrollen kaum wirksam sein werden. Denn sie schliessen 
nicht aus, dass der Beschwerdeführer zwischen den Kontrollen trinkt und dann schwere Vergehen 
oder Verbrechen begeht. Zudem ist mit Blick auf die hohe Fluchtgefahr und die dafür angeführten 
Gründe zu befürchten, dass sich der Beschwerdeführer Abstinenzkontrollen nicht (oder zumindest 
nicht systematisch) unterziehen würde. Eine Psychotherapie kann nach der Rechtsprechung erst 
dann eine wirksame Ersatzmassnahme darstellen, wenn sie bereits aufgenommen wurde und erste 
Früchte getragen hat (vgl. z.B. Urteile BGer 1B_413/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 3.3 m.H.; 
1B_238/2014 vom 18. Juli 2014 E. 5; s. auch MANFRIN/VOGEL, op. cit., Art. 237 N 70 m.w.H.); über 
erfolgte Aufnahme einer Therapie und deren Erfolg ist im vorliegenden Fall aber nichts bekannt. Die 
Verpflichtung, einer geregelten Arbeit nachzugehen, scheitert bereits daran, dass der Beschwerde-
führer aktuell keine Arbeitsstelle hat und seine Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nach 23 Monaten 
Haft und einer drohenden Landesverweisung (vgl. Art. 66a Abs. 1 Bst a und l StGB) nicht gerade 
gut sind.

Andere Ersatzmassnahmen zur Bannung der gegebenen einfachen Wiederholungsgefahr sind nicht 
ersichtlich.

Die Beschwerde ist folglich vollumfänglich abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestäti-
gen.

7.

7.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens 
oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Im vorliegenden Fall ist der Beschwerdeführer mit seinen 
Rechtsbegehren nicht durchgedrungen, sodass es sich rechtfertigt, ihm die auf CHF 600.- (Gebühr: 
CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) festgesetzten Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

7.2. Die Strafkammer hat kürzlich ihre Praxis, wonach eine amtliche Verteidigung der beschuldig-
ten Person vor der ersten Instanz automatisch, auch ohne entsprechendes Gesuch, auf das 
Beschwerdeverfahren ausgedehnt wurde, aufgegeben und sich der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung (insb. Urteil BGer 7B_485/2023 vom 11. September 2023 E. 4.3 mit Hinweisen) angepasst, 
gemäss welcher sich die notwendige Verteidigung grundsätzlich nicht auf Beschwerdeverfahren 

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erstreckt. In solchen Verfahren fällt – jedenfalls wenn die beschuldigte Person Beschwerde führt – 
einzig die amtliche Verteidigung nach den allgemeinen Regeln der unentgeltlichen Rechtspflege in 
Betracht. Es ist zulässig, die Erteilung der amtlichen Verteidigung von der Nichtaussichtslosigkeit 
des Rechtsmittels abhängig zu machen. Die Gewährung einer amtlichen Verteidigung wegen 
Bedürftigkeit setzt sodann den Nachweis der Mittellosigkeit voraus. Dabei obliegt es der Antrag stel-
lenden Partei, ihre aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse aufzuzeigen und ihre finan-
ziellen Verpflichtungen zu belegen. Kommt sie dieser Obliegenheit nicht nach, ist der Antrag abzu-
weisen. Entsprechend muss eine beschuldigte Person seit dieser Praxisänderung vor der Strafkam-
mer in jedem Fall ein Gesuch um amtliche Verteidigung stellen, in welchem sie nachweist, dass die 
Voraussetzungen der amtlichen Verteidigung gegeben sind (Leiturteil KG FR 502 2024 79 vom 
23. August 2024 E. 3.1.2, bestätigt u.a. in den Urteilen 502 2024 193 vom 6. September 2024, 502 
2024 258 vom 28. Oktober 2024, 502 2024 273 vom 11. November 2024, 502 2025 3 vom 20. Januar 
2025, 502 2024 321 vom 23. Januar 2025; alle im Internet veröffentlicht).

7.3. Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerde kein Gesuch um amtliche Verteidigung 
gestellt. In seiner Replik vom 6. März 2025 bringt er lapidar vor, er sei im Rahmen des Strafverfah-
rens amtlich vertreten (recte: verteidigt), und die amtliche Verteidigung erstrecke sich auch auf das 
Beschwerdeverfahren. Dem ist wie oben dargelegt nicht so. Damit trägt der Beschwerdeführer seine 
Anwaltskosten selbst. Eine Parteientschädigung ist dem Ausgang des Verfahrens entsprechend 
nicht auszurichten.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 17. Februar 2025 wird bestätigt.

II. Die Verfahrenskosten von CHF 600.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) werden 
A.________ auferlegt.

III. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim Bun-
desgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzun-
gen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen. 

Freiburg, 18. März 2025/fba

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin