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**Case Identifier:** 6d2d5c18-adc6-5d4d-8215-73757f98bdfe
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.01.2022 720 21 209/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-209-16_2022-01-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Januar 2022 (720 21 209 / 16) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung des externen Verwaltungsgutachtens 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Stefan Fierz, Rechtsan-
walt, nigon Rechtsanwälte Notariat, Marktplatz 18, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1975, meldete sich am 1. Juni 2017 unter Hinweis auf eine Hüftopera-
tion bei der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die erwerblichen und gesundheitlichen Verhält-
nisse ab. Dabei liess sie die Versicherte von Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie, und Dr. med. 
C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, bidisziplinär begutachten (Gutachten vom 8. Au-
gust bzw. vom 9. August 2019). Nachdem die Versicherte im Dezember 2019 mitgeteilt hatte, sie 

 

 
 
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wolle so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsprozess einsteigen, sprach ihr die IV-Stelle ein 
Coaching zu. Im Februar 2020 stellte A.____ ein Gesuch um Aufnahme von beruflichen Mass-
nahmen. Für den Zeitraum von Mai bis August 2020 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für 
eine Vorbereitungsmassnahme, die in der Folge verlängert wurde. Nach Durchführung des Vor-
bescheidverfahrens sprach ihr die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Juni 2021 für eine befristete 
Zeitdauer Rentenleistungen zu, nämlich vom 1. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018 eine Drei-
viertelsrente und vom 1. März 2018 bis 30. April 2019 eine Viertelsrente.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Fierz, mit Eingabe vom 1. 
Juli 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht), und liess die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zuspra-
che einer Dreiviertelsrente ab 1. Dezember 2017 beantragen; eventualiter sei die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 13. August 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin unter 
Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. med. D.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH und Facharzt Allg. Innere Medizin FMH, Regionaler ärztlicher Dienst beider Basel, vom 6. 
Juli 2021 die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 19. August 2021 wurde die Angele-
genheit der Dreierkammer zu Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde vom 1. Juli 2021 ist einzutreten. Streitig und zu prüfen ist die Ausrichtung einer un-
befristeten Dreiviertelsrente ab 1. Dezember 2017. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich 
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. Juni 2021 entwickelte. Dieser Zeitpunkt 
bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 
129 V 1 E. 1.2). 
 
2.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging vor dem 1. Januar 
2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massge-
benden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind 
daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 
Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie 
werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 

 

 
 
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2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
2.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfä-
hig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind 
(lit. c). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die 
nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen kumulativ und in der für die 
einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im 
entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 21. 
Oktober 2013, 8C_174/2013, E. 3.2 und vom 5. Mai 2011, 9C_996/2010, E. 7.1, je mit Hinwei-
sen). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig, von 
wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unter-
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf 
es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

 

 
 
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das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwer den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf 125 V 351 E. 
3a). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztin-
nen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-
nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 
 
3.4 Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das Administrativverfahren vor der IV-Stelle 
wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 
sind (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen 
für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese 
Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 
2018, 9C_273/2017, E. 3.1). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
4.1 Im Rahmen der Abklärungen liess die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin gut-
achterlich in rheumatologischer und psychiatrischer Fachrichtung von Dr. B.____ und Dr. C.____ 
abklären. Gestützt auf die Konsensbeurteilung der beiden Gutachter vom 8. August 2019 erliess 
sie die vorliegend angefochtene Verfügung.  
 
4.2.1 Dr. B.____ diagnostiziert aus rheumatologischer Sicht im Gutachten vom 8. August 2019 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 1. Status nach Implantation einer Hüfttotalprothese 
links am 28. November 2017 bei beginnender Coxarthrose infolge femoroacetabulärem Impinge-
ment bei Status nach Hüftarthroskopie links am 24. Januar 2017 mit partieller Synovektomie, 
Labrumdébridement und Refixation, Offset- und Pincerkorrektur sowie Entfernung freier Gelenk-
körper und Periarthropathia coxae links sowie 2. Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyn-
drom links bei Osteochondrose LWK5/S1, Chrondrosen LWK3 bis LWK5 mit Diskusprotrusionen 
LWK3-S1 und nach distal zunehmenden Spondylarthrosen LWK2 bis S1 (MRI der LWS vom 31. 
August 2018 und vom 15. Mai 2019) mit begleitenden Ansatztendinosen am medialen Becken-
kamm links mehr als rechts (SIPS) und lumbo-sakraler Übergangsanomalie (MRI LWS vom 1. 
Oktober 2012). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert er eine Hyperkyphose 
der BWS bei Status nach Morbus Scheuermann anamnestisch, eine muskuläre Dysbalance am 
Schultergürtel beidseits (Trapezius und Rhomboidei beidseits, Levator scapulae links) und be-
gleitendem Thoracic Outlet Syndrom links, Spreizfüsse und Hallux valgus beidseits sowie klini-
sche Zeichen der Schmerzfehlverarbeitung (positive Fibromyalgie-Druckpunkte und Kontroll-
punkte), nicht einem rheumatologischen Krankheitsbild entsprechend. Für die bisherige Tätigkeit 
resultiere eine vorerst andauernde teilweise Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, da die Arbeits-
positionen und die Bewegungen teilweise als nicht rückenadaptiert anzusehen seien. Geschätzt 

 

 
 
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betrage diese Einschränkung bezogen auf ein 100 % Pensum 40 %. Vorübergehend sei es in 
Anbetracht der Schmerzen am linken Hüftgelenk aufgrund der lokalen anatomisch bedingten Be-
wegungseinschränkungen und degenerativen Veränderungen mit Notwendigkeit der durchge-
führten Operationen zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen. Als aus rheumatologi-
scher Sicht optimal zu bezeichnen sei eine körperlich leichte und rückenadaptierte Tätigkeit, die 
wechselbelastend ausgeführt werden könne. In einer adaptierten Tätigkeit sei aus rein rheuma-
tologischer Sicht ohne Berücksichtigung der Zeichen der Schmerzfehlverarbeitung eine etwas 
höhere Arbeitsfähigkeit zumutbar als für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, geschätzt 20 %. Wäh-
rend den postoperativen Phasen hätten dagegen die gleichen Einschränkungen wie für die bis-
herige Tätigkeit bestanden. 
 
4.2.2 Dr. C.____ diagnostiziert in seinem Gutachten vom 9. August 2019 mit Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger 
Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.00). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit seien eine chronische Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen (ICD-10 
F45.41), anamnestisch ADHS (ICD-10 F90.0), Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-
10 Z63.0) sowie Probleme in der Beziehung zum Sohn (ICD-10 Z63.8). Die Arbeitsfähigkeit in 
der bisherigen Tätigkeit belaufe sich aus psychiatrischer Sicht seit Februar 2019 auf 80 %. Eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei nach der Operation im November 2017 aufgetreten. Der 
Schweregrad der depressiven Episode sei seit der Operation im November 2017 als etwa mittel-
gradig zu beurteilen. Eine schwergradige Ausprägung lasse sich aufgrund der aktuellen Untersu-
chung retrospektiv nicht nachweisen. Approximativ könne davon ausgegangen werden, dass sich 
der Schweregrad der Depression spätestens ab Februar 2019, zum Zeitpunkt der Hospitalisie-
rung der Versicherten in der Klinik E.____, gebessert habe. Im Austrittsbericht der Klinik E.____ 
(vom 12. März 2019) sei lediglich ein leichtgradiger Schweregrad der Depression diagnostiziert 
worden. Somit könne davon ausgegangen werden, dass eine Arbeitsunfähigkeit aus rein psychi-
atrischer Sicht seit etwa Anfang 2018 bis Januar 2019 im Rahmen von 40 % vorgelegen haben 
dürfte. Anschliessend sei seit Februar 2019 lediglich noch von einer 20 %-igen Einschränkung 
auszugehen. Vor dem Jahr 2018 lasse sich aus psychiatrischer Sicht seit der Einreise in die 
Schweiz im Jahr 2015 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Zudem lasse sich in 
einer angepassten Tätigkeit keine höhere Arbeitsfähigkeit attestieren.  
 
4.2.3 Im Rahmen der Konsensbeurteilung vom 8. August 2019 gelangen die Gutachter zum 
Schluss, dass aus psychiatrischer Sicht von Januar 2018 bis Januar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit 
von 50 % und ab Februar 2019 von 20 % in jeder Tätigkeit attestiert werden könne und keine 
Gründe für eine Addition mit den rheumatologischen Einschränkungen bestehen würden. In Be-
zug auf den Verlauf halten sie fest, dass die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
vom 23. Januar 2017 bis 9. April 2017 100 %, vom 10. April 2017 bis 6. August 2017 50 %, vom 
7. August 2017 bis 27. November 2017 40 %, vom 28. November 2017 bis 28. Februar 2018 
100 %, vom 1. März 2018 bis 31. Januar 2018 50 % und ab 1. Februar 2019 bis auf Weiteres 
40 % betrage. In Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit betreffend eine Verweistätigkeit gelangen die 
Gutachter mit Ausnahme der Einschätzung, dass ab Februar 2019 bis auf Weiteres die Arbeits-
unfähigkeit 20 % betrage, zum gleichen Schluss und zu den gleichen Arbeitsunfähigkeiten wie in 
der angestammten Tätigkeit. 

 

 
 
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4.3 Die Beschwerdegegnerin misst diesen Gutachten volle Beweiskraft bei. Die Beschwer-
deführerin dagegen vertritt die Auffassung, dass die Gutachten nicht plausibel und zudem veraltet 
seien, weshalb sie für die vorliegende Rentenfrage nicht beweistauglich seien. In der Beschwerde 
wird vorgebracht, dass die Klinik E.____ im Bericht vom 6. August 2020 von einer sich unterei-
nander aufrechterhaltenden Schmerztrias lumbal, iliosakral und inguinal ausgehe. Die Schmerz-
entwicklung sei so ausgeprägt, dass seit langem nur noch eine leichte wechselbelastende Tätig-
keit zu max. 40 % zumutbar sei. Darüber hinaus gehe aus diesem Bericht hervor, dass es seit 
der Beurteilung durch Dr. B.____ und Dr. C.____ sukzessive zu einer Verschlechterung gekom-
men sei, sodass eine operative Versorgung habe diskutiert werden müssen. Die Schwere der 
Erkrankung sei letztlich auch durch die veranlasste SPECT-CT-Untersuchung vom 24. Oktober 
2019 deutlich geworden, wo sich bereits ein angehobener Knochenmetabolismus im Bandschei-
benfach LWKS/SWK I mit Betonung der linken Seite als Zeichen der aktivierten Osteochondrose 
gezeigt habe. Zudem sei die Klinik E.____ im Bericht vom 6. August 2020 von einer dauerhaft 
bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 60 % ausgegangen, wobei sich diese Einschätzung auf den 
Befund vom 24. Oktober 2019 gestützt habe, der erst nach Abschluss der Verwaltungsgutachten 
vom August 2019 erhoben worden sei. Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
habe zudem im Bericht vom 24. August 2020 im Detail aufgezeigt, dass die psychiatrische Beur-
teilung von Dr. C.____ nicht plausibel sei. Er habe die Frage aufgeworfen, wie ein über ein Jahr 
altes Gutachten als Momentaufnahme für die aktuelle Situation Gültigkeit haben wolle. Dabei 
habe er darauf hingewiesen, dass sich die Arbeitsfähigkeit trotz aller Arbeitsversuche bisher nicht 
dauerhaft auf über 40 % habe steigern lassen. Auch im Rahmen des Belastbarkeits- und Arbeits-
trainings habe sich gezeigt, dass eine 80 %-ige Arbeitsfähigkeit unrealistisch sei. Dr. F.____ habe 
am 21. Juni 2021 einen neuen Bericht verfasst. Darin führe er aus, dass die Hüftgelenke der 
Patientin sowie die untere LWS mit einer spezifischen Anlagevariante eines nicht ins Os sacrum 
integrierten S1-Wirbels als funktionelle Einheit aufzufassen seien, die bei der Versicherten als 
Ganzes lädiert und im Fazit in einer wirksamen Brauchbarkeit nicht verfügbar sei. Es würden 
Erkenntnisse darüber vorliegen, dass zwischenzeitlich immer wieder ein kompletter Becken-
schiefstand zu verzeichnen gewesen sei, dessen Behandlung sich offenbar als schwieriger er-
wiesen habe bzw. erweise und zu einer verminderten Funktionsfähigkeit der ganzen Region bei-
getragen habe, sodass die ganze Beckenregion einer integrativen Therapie bedürfe. Die fehlge-
schlagenen Behandlungsversuche hätten die depressive Stimmung der Versicherten immer wie-
der untermauert. Daher sei der Entscheid der IV-Stelle nicht nachvollziehbar. Auch die Klinik 
E.____ habe am 21. Juni 2021 nochmals Stellung genommen und habe ihre Auffassung erneuert, 
wonach in einer angepassten Tätigkeit lediglich eine 40 %-ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Die bei-
den nunmehr fast zwei Jahre alten Gutachten seien nicht mehr aktuell, längst überholt und durch 
eine aktuelle Begutachtung zu ersetzen, die die weiteren Diagnosen der letzten beiden Jahre und 
die vor allem auch das Ergebnis der zahlreichen weiteren Behandlungen der Beschwerdeführerin 
und die Resultate der Eingliederungsmassnahmen berücksichtige. Das Resultat der Eingliede-
rungsmassnahmen sei ein starkes Indiz dafür, dass die medizinische Beurteilung nicht mehr ak-
tuell sei. Die entsprechenden Ergebnisse seien zumindest in die Beurteilung miteinzubeziehen. 
Dies insbesondere bei der Beschwerdeführerin, die sämtliche Möglichkeiten der IV ausschöpfe, 
um die Arbeitsfähigkeit zu steigern und damit zeige, dass sie gewillt sei, die Restarbeitsfähigkeit 

 

 
 
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maximal auszuschöpfen. Dr. B.____ habe nicht alle im Bericht der Klinik E.____ genannten Di-
agnosen in seine Begutachtung miteinbezogen und es gemäss Dr. F.____ auch pflichtwidrig un-
terlassen, eine gesamtheitliche Betrachtung aller Beschwerden vorzunehmen. Die Begutachtung 
stehe auch in einem deutlichen Widerspruch zur Beurteilung der Klinik E.____ vom 6. August 
2020, wonach es zu einer deutlichen Verschlechterung gekommen sei. Entsprechend den aktu-
ellen Berichten der behandelnden Ärzte und den Ergebnissen der Arbeitsversuche sei von einer 
dauerhaften Arbeitsunfähigkeit von 60 % auszugehen und deshalb bis auf weiteres eine Dreivier-
telsrente zuzusprechen. 
 
4.4.1 Wie bereits in Erwägung 3.3 hiervor dargelegt, ist einem verwaltungsexternen Gutachten 
die Beweiskraft abzusprechen, wenn konkrete Indizien vorliegen, die Zweifel an der Vollständig-
keit und Schlüssigkeit und Aktualität der Begutachtung wecken können. Die beiden Gutachten 
wurden im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt. In formeller Hinsicht entsprechen sie den 
Anforderungen der Rechtsprechung. 
 
4.4.2 Inhaltlich erläutert Dr. B.____ die Diagnosen nachvollziehbar. Im Weiteren führt er ab 
S. 15 des Gutachtens aus, dass die aktiven physiotherapeutischen Massnahmen die Beschwer-
den verschlimmern könnten, wie dies die Beschwerdeführerin selbst schildere. Das fehlende An-
sprechen auf infiltrative diagnostische und/oder therapeutische Massnahmen zeige, dass klinisch 
nicht spezifische Rückenschmerzen im Sinne von lokalisierbaren symptomatischen Interverteb-
ralgelenksarthrosen oder Diskopathien bestünden. Das Gleiche gelte für das Sakroilialgelenk. 
Auch dort habe die infiltrative Therapie keine Schmerzlinderung gebracht. Seit der Implantation 
der Hüftgelenkstotalprothese links seien die eigentlichen Gelenkschmerzen nicht mehr spürbar. 
Die Versicherte sei mit dem Resultat der Operation zufrieden. Allerdings seien weiterhin peri-
arthropatische Beschwerden vorhanden, die sich klinisch durch den druckdolenten Trachanter 
major links äussern würden. Dr. B.____ beurteilt sodann die geschilderten Kreuzschmerzen als 
korrelierend mit den bildgebenden und klinischen Befunden. Es bestünden keine Inkonsistenzen. 
Die Beschwerden seien auch plausibel in ihrer Belastungsabhängigkeit. 
 
Bei dieser Ausgangslage ist es nachvollziehbar, dass Dr. B.____ nur noch leichte bis intermittie-
rend mittelschwere, rückenadaptierte Tätigkeiten für zumutbar hält. Dr. B.____ äussert sich zwar 
nicht zu den anderen Berichten, insbesondere nicht explizit zum Bericht der Klinik E.____ vom 
12. März 2019. Dies ist aber insofern kein Mangel, als in diesem Bericht in somatischer Hinsicht 
im Wesentlichen die gleichen Diagnosen erhoben werden wie von Dr. B.____ und sich die be-
handelnden Ärztinnen nicht zur Arbeitsfähigkeit äussern. Die Begründung der Arbeitsfähigkeit 
durch Dr. B.____ erscheint auf den ersten Blick zwar etwas dürftig. Mit Blick auf Tätigkeiten in 
der angestammten Tätigkeit, die nicht rückenadaptiert sei, schätzt er die Arbeitsfähigkeit auf 40 % 
ein und hält fest, dass diese Einschätzung aufgrund der allgemeinen Erfahrung abgegeben wer-
den müsse. Dies ist natürlich oft der Fall und ist nicht per se zu beanstanden. Für eine angepasste 
Tätigkeit schliesst er auf eine etwas höhere Arbeitsfähigkeit, was bei einer rückenadaptierten Tä-
tigkeit nachvollziehbar ist. Ebenfalls als schlüssig erweist sich seine rückwirkende Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit. Dabei ist vorliegend insbesondere der Zustand ab Dezember 2017 von Be-
deutung, da sich die Beschwerdeführerin im Juni 2017 bei der Beschwerdegegnerin anmeldete. 

 

 
 
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Im November 2017 wurde sie operiert, weshalb die von Dr. B.____ festgelegte 100 %-ige Arbeits-
unfähigkeit bis Februar 2018 begründet ist. Die Klinik G.____ attestierte im Verlauf ab 1. März 
2018 keine Arbeitsunfähigkeit mehr, weshalb ab diesem Zeitpunkt die Einschätzung von Dr. 
B.____ von einer 40 %-igen respektive 20 %-igen Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit gilt. 
 
4.4.3 Die Beurteilung von Dr. C.____ ist inhaltlich ebenfalls nachvollziehbar, wenn er gestützt 
auf die von ihm erhobenen Befunde auf eine leichte depressive Episode schliesst. Die Diagnose 
einer chronischen Schmerzstörung steht im Einklang mit der Diagnostik der Klinik E.____. Weiter 
stehen die Diagnosen nicht in einem wesentlichen Widerspruch zu den Feststellungen von Dr. 
F.____ vom 26. April 2018 bzw. vom 10. August 2018. Wie auch Dr. C.____ diagnostiziert Dr. 
F.____ eine Depression und zusätzlich ein ADHS. Dr. C.____ nimmt zum möglichen ADHS Stel-
lung, kann diese Diagnose aber nicht mit Sicherheit bestätigen, dies insbesondere mit Blick auf 
die 100 %-ige Arbeitsfähigkeit der Versicherten seit 2004. Die Versicherte habe zudem bestätigt, 
dass die kognitiven Beschwerden nie zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt hätten. 
Mit Bezug auf das anamnestisch diagnostizierte ADHS geht Dr. C.____ deshalb nachvollziehbar 
von einer allenfalls leichtgradigen Ausprägung aus. Die unterschiedliche Bewertung der Arbeits-
fähigkeit durch Dr. F.____ und durch ihn begründet er damit, dass der behandelnde Psychiater 
keine Schmerzstörung diagnostiziert habe. Die unterschiedliche Diagnostik erkläre weitgehend 
die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Auch diese Erklärung erscheint nachvoll-
ziehbar, zumal auch Dr. F.____ eine mögliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit bei entsprechender 
Therapie beschrieb und die Beschwerdeführerin selbst bei Dr. C.____ von einer Verbesserung 
der psychischen Beschwerden berichtete. Dr. C.____ beschreibt ab S. 18 seines Gutachtens den 
durch die Behandlung bei Dr. F.____ verbesserten depressiven Zustand. Das Schmerzsyndrom 
habe sich jedoch nicht gebessert. Die Versicherte könne ihre Arbeitsfähigkeit nicht einschätzen, 
betone aber, dass sie eine Tätigkeit mit Wechselbelastung haben müsse. Weiter würdigt Dr. 
C.____ die Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen und stellt eine weitgehend intakte psycho-
soziale Funktionsfähigkeit, die vielen Interessen der Versicherten sowie gemäss Ratingbogen 
Mini-ICF-App nur leichtgradige Funktionseinschränkung fest. Vor diesem Hintergrund beurteilt er 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %, was mit Blick auf seine Ausführungen und 
Diagnosen als nachvollziehbar angesehen werden kann, auch wenn er das Ausmass der Ein-
schränkung ebenfalls wenig begründet. Nachvollziehbar ist sodann die rückwirkende Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit durch Dr. C.____. So geht er von einer ab der Operation im Jahr 2017 etwa 
mittelgradigen Depression aus, was sich mit Blick auf die Berichte von Dr. F.____ vom 26. April 
und 10. August 2018 und den dort erhobenen Psychostatus als nachvollziehbar erweist. Eine 
schwere Depression wird von Dr. F.____ nicht beschrieben, auch wenn diagnostisch im Bericht 
vom 26. April 2018 die Rede von "bis schwerer Ausprägung" ist. Es ist auch nachvollziehbar, 
dass diese Phase bis maximal ca. Februar 2019 dauerte, nachdem die Beschwerdeführerin von 
der Klinik E.____ bereits bei Eintritt Mitte Februar 2019 nur als leichtgradig depressiv eingeordnet 
wurde. 
 
4.4.4 An dieser Einschätzung ändern auch die neueren Berichte der behandelnden Ärzte 
nichts. Dr. med. H.____, Anästhesiologie, Ärztlicher Direktor der Klinik E.____, berichtet am 6. 
August 2021. Seine Diagnostik weicht dabei nicht von derjenigen des Verwaltungsgutachtens ab. 

 

 
 
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Er diagnostiziert zwar ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom, dieses findet aber in der Be-
urteilung keine Erwähnung mehr. Inwiefern hierin eine Verschlechterung gesehen werden soll, ist 
nicht ersichtlich. Dr. H.____ erwähnt noch eine Hüft TEP rechts. Dies scheint jedoch eine Ver-
wechslung zu sein, denn auch dazu folgt in der Beurteilung nichts mehr. Im Bericht von Dr. med. 
I.____, Facharzt Orthopädie, Klinik E.____, vom 21. Juni 2021 ist die HWS-Problematik unter den 
Nebendiagnosen aufgeführt. Das lumbospondylogene Schmerzsyndrom ist seit langem bekannt, 
wie auch die Coxarthrose links. Die Einschätzung einer 40 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer leich-
ten wechselbelastenden Tätigkeit aufgrund der bestehenden lumbalen/lumbosakralen Beschwer-
den und Hüftbeschwerden links von Dr. H.____ und Dr. I.____ scheint auf subjektiven Angaben 
der Beschwerdeführerin zu basieren bzw. auf der geschilderten Schmerzsituation, die psychiat-
risch betrachtet keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. Die Berichte der Klinik E.____ sind 
insofern auch nicht umfassend. Auch die depressive Störung wird nicht thematisiert, sondern nur 
die Schmerzen, die bereits bekannt sind und von Dr. B.____ und Dr. C.____ mitberücksichtigt 
wurden. Eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit der Begutachtung ist damit 
nicht ausgewiesen. 
 
Dr. F.____ erwähnt in seinem Bericht vom 24. August 2020 insbesondere die Eingliederungs-
massnahmen, die auf eine nicht über 40 %-ige Arbeitsfähigkeit schliessen liessen. Auch im Be-
richt vom 21. Juni 2021 verweist er auf die Einschätzung der Beschwerdeführerin als Ergebnis 
der Eingliederungsmassnahmen, sie könne nicht mehr als 50 % arbeiten. Die Eingliederungs-
massnahmen zeigen jedoch eher das Gegenteil, denn dem Bericht der Eingliederungsstätte vom 
31. Mai 2021 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin über eine längere Zeit ein Pensum 
von 70 % habe stabil aufrechterhalten können. Ein Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu 50 % 
sei möglich. Die Leistungsfähigkeit sei abgesehen von den Schmerzen gut. Es werde die An-
schlusslösung mit dem RAV gesucht. Der Bericht der Eingliederungsmassnahmen geht somit von 
einer höheren Leistungsfähigkeit aus als von Dr. I.____ und von Dr. H.____ beschrieben.  
 
4.5 Damit ist festzustellen, dass die Gutachten von Dr. B.____ und Dr. C.____ zwar schon 
zwei Jahre zurückliegen. Sie haben ihre Gültigkeit aber nicht durch diesen Zeitablauf verloren, 
da sich keine Hinweise ergeben haben, dass sich der Gesundheitszustand massgeblich verän-
dert hätte. Auch gewichtige Indizien, die den Beweiswert der Gutachten in Frage stellen würden, 
liegen nicht vor. Damit ist zur Beurteilung der Rentenfrage mit der Beschwerdegegnerin auf die 
Einschätzung von Dr. B.____ und Dr. C.____ abzustellen. 
 
5.1 Gemäss Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund 
eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi-
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung 
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypotheti-
schen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge-
stellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 104 
V 136 E. 2a und b). 

 

 
 
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5.2 Gegen die konkrete Berechnung des Valideneinkommens gestützt auf die Angaben des 
ehemaligen Arbeitgebers und die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf die LSE Ta-
bellenlöhne 2016 sowie die konkrete Berechnung des Invaliditätsgrads erhob die Beschwerde-
führerin keinen Einwand. Nachdem sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzuneh-
men wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit den vorgenannten Berech-
nungsparametern. Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen 
der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 
 
5.3 Wie in Erwägung 2.3 hiervor ausgeführt, müssen gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und 
die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit kumulativ und in der für die einzel-
nen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entspre-
chenden Umfang zugesprochen werden kann. Die Beschwerdegegnerin ging von einer durch-
schnittlichen Arbeitsunfähigkeit im Wartejahr von 66 % aus. Sie legte die Berechnung zwar nicht 
offen, jedoch erscheint diese – mit Verweis auf die Aufstellung der Arbeitsunfähigkeiten in den 
Gutachten von Dr. B.____ und Dr. C.____ – als nachvollziehbar. Überdies wurde diese Berech-
nung von der Beschwerdeführerin nicht weiter bestritten. Sie hat folglich ab 1. Dezember 2017 
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Richtigerweise ging die Beschwerdegegnerin weiter davon 
aus, dass unter Berücksichtigung der dreimonatigen Anpassungsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV 
sowie in Anbetracht der gesteigerten Arbeitsfähigkeit ab 1. März 2018 Anspruch auf eine Vier-
telsrente besteht und ab 1. Mai 2019 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr vorliegt. 
 
6. Zusammenfassend folgt aus dem Gesagten, dass die Beschwerdegegnerin den Sach-
verhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG genügend abklärte und gestützt darauf der Beschwer-
deführerin zu Recht vom 1. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018 eine Dreiviertelsrente und vom 
1. März 2018 bis 30. April 2019 eine Viertelsrente zusprach. Die Beschwerde ist daher abzuwei-
sen. 
 
7. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der 
unterliegenden Partei auferlegt. Bei Entscheiden wie dem vorliegenden, in denen ein durch-
schnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuer-
legen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zu verrechnen sind. 
Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

 
 
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://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

 
 
 
 
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