# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f819eff0-16f7-5677-878f-d08c9ea981c8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.12.2016 730 16 245/327
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_730-16-245-327_2016-12-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 7. Dezember 2016 (730 16 245 / 327) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Krankenversicherung 

 

 

Der Krankenversicherer hat den ausstehenden Betrag für eine Kostenbeteiligung korrekt 

festgestellt und durfte für den Zahlungsverzug Mahn- und Umtriebsspesen in der Höhe 

von Fr. 120-- erheben.  

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Gerichtsschreiber i.V. Mark Grieder 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, 
Rechtsdienst, Bundesplatz 15, 6002 Luzern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Forderung 
 
 
 

A. Mit Leistungsabrechnung vom 2. Dezember 2014 stellte die Concordia Schweizerische 
Kranken- und Unfallversicherung AG (Concordia) A.____ die ausstehende Kostenbeteiligung in 
der Höhe von Fr. 444.95 für den Behandlungszeitraum vom 3. September bis 12. November 
2014 in Rechnung. Nachdem sowohl die Zahlungserinnerung vom 17. Januar 2015 als auch die 
Mahnung vom 7. Februar 2015 unbenutzt verstrichen waren, reagierte A.____ am 18. Juni 2015 
auf die letzte Mahnung vom 28. Mai 2015 unter dem Titel „Einsprache“ mittels eines einge-
schriebenen Briefes. Darin monierte er, dass er die Mahnung vom 7. Februar 2015 nicht erhal-

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten habe und seine Einzahlung über Fr. 190.-- vom 28. April 2015 unberücksichtigt geblieben 
sei. Das Auferlegen von Mahn- und Umtriebsspesen sei daher nicht rechtens. Ohne weiteren 
Briefverkehr leitete die Concordia am 9. Juli 2015 eine Betreibung über Fr. 456.95 ein, wobei 
eine inzwischen erfolgte Teilzahlung vom 25. Juni 2015 über Fr. 108.-- sowie die Mahn- und 
Umtriebsspesen von insgesamt Fr. 120.-- mitberücksichtigt wurden. Dagegen erhob A.____ 
Rechtsvorschlag. Daraufhin verfügte die Concordia am 15. Oktober 2015, dass trotz erneuter 
Zahlung von Fr. 110.-- am 27. Juli 2015 noch immer Fr. 246.95 offen seien. Dagegen erhob 
A.____ am 27. Oktober 2015 Einsprache. Er brachte sinngemäss vor, dass zwei weitere Ein-
zahlungen nicht berücksichtigt worden und die Mahn- und Umtriebsspesen nicht rechtmässig 
seien. Seiner Einsprache fügte er die Quittungen für drei Einzahlungen bei. Darauf bestätigte 
die Concordia am 18. November 2015 den Eingang einer dritten Einzahlung über Fr. 120.-- vom 
25. August 2015, verneinte jedoch den Erhalt der von A.____ behaupteten weiteren Einzahlung 
über Fr. 190.--. Für den Nachweis dieses Betrages verlangte sie eine Quittung, die A.____ in 
der Folge jedoch nicht nachreichte. Am 24. März 2016 informierte die Concordia A.____ über 
seine noch immer hängige Einsprache und setzte ihm Frist für eine Stellungnahme. Auf seine 
Stellungnahme vom 7. April 2016 hin erliess die Concordia am 29. Juni 2016 den Einsprache-
entscheid, mit welchem sie den Ausstand auf Fr. 226.-- festsetzte und die Aufhebung des 
Rechtsvorschlags im Umfang von Fr. 226.-- bestätigte. 
 
B. Dagegen erhob A.____ am 29. Juli 2016 „Einsprach“ (recte: Beschwerde) bei der Con-
cordia, welche diese am 4. August 2016 dem Kantonsgericht Basel-Landschaft Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht) zur Beurteilung überwies. Er machte darin sinngemäss 
geltend, dass er der Concordia nichts mehr schuldig sei und aufgrund der unrechtmässig erho-
benen Mahn- und Umtriebsspesen ein Guthaben zu seinen Gunsten bestehe. 
 
C. Die Concordia schloss mit Vernehmlassung vom 16. September 2016 auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Mit Stellungnahme vom 6. Oktober 2016 hielt A.____ an seinen beschwerdeweise ge-
stellten Anträgen fest. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 
18. März 1994 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 und Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen 
Verfügungen und Einspracheentscheide eines Sozialversicherungsträgers beim zuständigen 
Versicherungsgericht innerhalb von 30 Tagen Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben wer-
den. Zuständig ist gemäss Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zum Zeitpunkt der Be-
schwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Da A.____ in B.____ domiziliert ist, kann die örtliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft bejaht werden. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 
ATSG. Damit ist das Kantonsgericht auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde befugt. Auf die im Übrigen fristgerecht und formgerecht eingereichte Laienbeschwer-
de ist daher einzutreten. 
 
2. Gemäss § 55 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsidierende Person der Abteilung 
Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von 
Fr. 10'000.-- durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall beläuft sich der Streitwert auf 
Fr. 106.-- zuzüglich Mahn- und Umtriebsspesen von Fr. 120.--. Die Angelegenheit ist somit prä-
sidial zu entscheiden. 
 
3.1 Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht, so hat 
ihr der Krankenversicherer nach mindestens einer schriftlichen Mahnung eine Zahlungsauffor-
derung zuzustellen, ihr eine Nachfrist von 30 Tagen einzuräumen und sie auf die Folgen des 
Zahlungsverzugs hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 KVG). Dabei muss er die Zahlungsaufforderung 
bei Nichtbezahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen spätestens drei Monate ab deren 
Fälligkeit und getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen zustellen (Art. 105b Abs. 1 
der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) vom 27. Juni 1995). Bezahlt die versicher-
te Person ihre fälligen Prämien oder Kostenbeteiligungen innerhalb der angesetzten Frist nicht, 
so muss der Krankenversicherer von Gesetzes wegen die Betreibung anheben (vgl. Art. 64a 
Abs. 2 KVG). Die in Art. 105b KVV genannte Frist ist eine reine Ordnungsvorschrift, deren 
Nichteinhaltung weder den Anspruch auf die Ausstände noch auf den der betreibungsrechtli-
chen Durchsetzung verwirkt. Die einzige Konsequenz deren Nichteinhaltung ist, dass die Sank-
tionsfolgen von Art. 64a Abs. 2 KVG nicht eintreten können (vgl. dazu GEBHARD EUGSTER, 
Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Ulrich 
Meyer [Hrsg.], 2. Auflage, Basel 2007, Rz. 1028). 
 
3.2 Wenn die versicherte Person Aufwendungen verschuldet, die bei rechtzeitiger Zahlung 
nicht entstanden wären, kann der Versicherer gemäss Art. 105b Abs. 2 KVV in der ab 1. Januar 
2012 anwendbaren Fassung angemessene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen 
allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der Versicherten eine entsprechende 
Regelung vorsieht. 
 
4. Wurde das Vollstreckungsverfahren eingeleitet und wird durch die betroffene Person 
Rechtsvorschlag erhoben, so ist der Versicherer befugt, nachträglich eine formelle Verfügung 
zu erlassen und nach Eintritt der Rechtskraft die Betreibung fortzusetzen. Für eine direkte Fort-
setzung der Betreibung ohne Durchlaufen des eigentlichen Rechtsöffnungsverfahrens nach 
Art. 80 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) vom 11. April 1889, 
in der revidierten Fassung vom 16. Dezember 1994, gilt als Voraussetzung, dass das Dispositiv 
der Krankenkassenverfügung auf die hängige Betreibung Bezug nimmt und den Rechtsvor-
schlag ausdrücklich - gegebenenfalls auch nur teilweise - als aufgehoben erklärt. Die Kranken-
kasse hat deshalb in ihrer Verfügung nicht bloss einen sozialversicherungsrechtlichen Sachent-

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

scheid über die Verpflichtung der versicherten Person zu einer Geldzahlung zu fällen, sondern 
gleichzeitig als Rechtsöffnungsinstanz über die Aufhebung des Rechtsvorschlages zu befinden 
(vgl. BGE 119 V 331 E. 2b). Schliesslich hat das zuständige Versicherungsgericht im Rahmen 
eines allfälligen Beschwerdeverfahrens den Bestand und die Höhe der Forderung der Kranken-
kasse zu prüfen. Erst wenn dessen Urteil, welches auch die Rechtsöffnung bestätigt, in formelle 
Rechtskraft erwachsen ist, kann die Betreibung fortgesetzt werden. 
 
5.1 Der Sozialversicherungsprozess ist gemäss Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 vom Untersu-
chungsgrundsatz beherrscht, welcher besagt, dass das Gericht von Amtes wegen für die richti-
ge und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat 
(vgl. BGE 108 V 197 E. 5; vgl. dazu auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 2009, Art. 61 
Rz. 60 und Art. 43 Rz. 9 m.w.H.). Der Untersuchungsgrundsatz gilt aber nicht uneingeschränkt, 
sondern wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien ergänzt (vgl. BGE 122 V 158 E. 1a mit 
Hinweisen). Dazu gehört auch die Substantiierungspflicht, welche besagt, dass die wesentli-
chen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müs-
sen (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 208). 
 
5.2 Im Zusammenhang mit der Mitwirkungspflicht des mit offenen Forderungen belasteten 
Versicherten hat dieser substantiiert darzulegen, weshalb der von der Krankenkasse ermittelte 
Forderungsbetrag unzutreffend sei (vgl. ZAK 1991 S. 126 E. II/1b). Die erhobenen Einwände 
müssen überprüfbar sein (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG], seit 
dem 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen, vom 29. September 2004, 
H 21/04, E. 4.3). Hat die Krankenkasse den eingeklagten Forderungsbetrag zeitlich und mass-
lich spezifiziert, genügt mit Blick auf das Verhältnis zwischen Untersuchungsgrundsatz und Mit-
wirkungspflicht ein blosser Verweis des Versicherten in der Beschwerdebegründung auf eine 
eigene Aufstellung der von ihm getätigten Zahlungen den gestellten Anforderungen nur dann, 
sofern der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht durch erläuternde Bezug-
nahme auf die Kontoübersicht und andere von der Krankenkasse eingereichte Akten darzutun 
in der Lage ist, wie und gestützt worauf er einen abweichenden Forderungsbetrag ermittelt hat. 
Zur Substantiierungspflicht gehört in diesem Zusammenhang schliesslich auch, dass die Kran-
kenversicherung den Sachverhalt unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher 
Verfahrensbestimmungen festgestellt habe (vgl. KGE SV vom 10. März 2008 Nr. 86 E. 4.2 und 
vom 8. Februar 2008 Nr. 57 E. 4.2). 
 
6. Streitig und zu prüfen ist, ob die Forderung der Beschwerdegegnerin gegenüber dem 
Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 226.-- korrekt festgelegt wurde. Dieser Betrag setzt sich 
aus der ausstehenden Restschuld für Kostenbeteiligungen in der Höhe von Fr. 106.-- sowie 
Mahn- und Umtriebsspesen von gesamthaft Fr. 120.-- zusammen. 
 
6.1 Von keiner der Parteien in Frage gestellt und unstrittig ist die Höhe der ursprünglich 
geschuldeten Kostenbeteiligung. Diese belief sich auf Fr. 444.95 (vgl. Leistungsabrechnung 
vom 2. Dezember 2014, Beleg 1 der Vernehmlassung der Concordia). Strittig und zu prüfen ist 
hingegen, in welchem Umfang der Beschwerdeführer diese Forderung bereits beglichen hat. 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Der Beschwerdeführer bestreitet die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Forderung 
mit der bereits einspracheweise vorgebrachten Begründung, dass er den Ausstand bereits voll-
ständig bezahlt habe. Er vermag diese Behauptung jedoch nicht zu substantiieren. Obschon er 
von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 18. November 2015 aufgefordert worden war, 
ihr die entsprechenden Einzahlungen mittels Quittung zu belegen, hat der Beschwerdeführer 
bis heute lediglich drei Einzahlungen nachgewiesen. Unbestrittenermassen erfolgte am 25. Juni 
2015 eine Zahlung über Fr. 108.--, am 24. Juli 2015 eine über Fr. 110.-- und am 25. August 
2015 eine über Fr. 120.95, wobei diese letzte Zahlung aufgrund einer inkorrekt angegebenen 
Versichertennummer zuerst einem falschen Konto gutgeschrieben und daher in der Verfügung 
vom 15. Oktober 2015 fälschlicherweise noch nicht berücksichtigt worden war (vgl. Schreiben 
der Concordia vom 18. November 2015, Beleg 10 der Vernehmlassung der Concordia). Eine 
vierte Einzahlung über Fr. 190.-- vom 28. April 2015 ist vom Beschwerdeführer zwar behauptet, 
aber bis heute nicht nachgewiesen worden. 
 
6.2 Wenn der Beschwerdeführer einwendet, seiner Krankenkasse die strittige Forderung 
bereits vollständig bezahlt zu haben, ist ihm zu entgegnen, dass dieser Einwand nicht überprüf-
bar ist. Mit Blick auf seine Mitwirkungspflicht vermag die ohne entsprechenden Beleg erhobene 
Rüge jedenfalls in keiner Weise aufzuzeigen, dass die Krankenversicherung den Sachverhalt 
allenfalls unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen 
festgestellt hätte. Der Beschwerdeführer hat auf das Vorlegen einer Quittung verzichtet, obwohl 
er dies für die drei anderen Einzahlungen ohne weiteres getan hat. Weil kein Beleg vorliegt, 
welcher im Zusammenhang mit der behaupteten, vierten Einzahlung über Fr. 190.-- in Verbin-
dung gebracht werden kann oder der zu entnehmen wäre, dass der Beschwerdeführer den 
Ausstand zwischenzeitlich tatsächlich beglichen hat, ist die von der Beschwerdegegnerin gel-
tend gemachte Restschuld nicht zu beanstanden. Daran vermag auch der Umstand nichts zu 
ändern, dass die Beschwerdegegnerin nicht sofort widersprochen hat, als die strittige Einzah-
lung vom Beschwerdeführer mittels eingeschriebenen Briefs vom 18. Juni 2015 erstmalig be-
hauptet worden ist. Dieses Nichtreagieren der Beschwerdegegnerin hat auf die ausstehende 
Restschuld keinen Einfluss. Die von der Beschwerdegegnerin festgelegte Restschuld für die 
Kostenbeteiligung im Umfang von Fr. 106.-- erweist sich vielmehr als korrekt. 
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin macht ausserdem Mahn- und Umtriebsspesen in der Höhe 
von Fr. 120.-- geltend. Gemäss Art. 20.5 Reglement; Ausgabe 2016 ist sie ausdrücklich berech-
tigt, von säumigen Schuldner nebst Verzugszinsen und Betreibungskosten auch angemessene 
Bearbeitungsgebühren, insbesondere Kosten für Mahnungen und Umtriebsspesen, zu erheben. 
Eine entsprechende Regelung in den allgemeinen Bestimmungen liegt damit vor (vgl. oben, 
E. 3.2). Der Einwand des Beschwerdeführers, Mahn- und Umtriebsspesen seien im Reglement 
nicht aufgeführt, erweist sich demnach als unzutreffend. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Mahnung vom 7. Februar 2015 nicht 
erhalten zu haben, weshalb die Mahn- und Umtriebsspesen nicht rechtens seien. Dazu ist an-
zumerken, dass er in seiner Beschwerde zur Begründung sinngemäss vorbringt, er würde die 
Post nur erhalten, wenn sie an seine Postfachadresse adressiert worden sei. Diese Darstellung 
jedoch ist wenig plausibel, da sowohl die Leistungsabrechnung vom 2. Dezember 2014 als 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

auch die Zahlungserinnerung vom 17. Januar 2015 bereits an die Wohnadresse und nicht an 
die Postfachadresse versandt worden waren. Den Akten zufolge wurden diese Schreiben vom 
Versicherten ohne Beanstandung zur Kenntnis genommen. Der Zahlungsbefehl vom 10. Juli 
2015 und der Einspracheentscheid vom 29. Juni 2016 waren ebenfalls an die Wohnadresse 
des Beschwerdeführers adressiert. Auch diese beiden Dokumente hat der Beschwerdeführer 
offensichtlich erhalten, andernfalls er darauf nicht hätte reagieren können, wie er es mittels 
Rechtsvorschlags am 13. Juli 2015 bzw. mit seiner Beschwerde vom 29. Juli 2016 aber getan 
hat. Letztlich ist darauf hinzuweisen, dass der Briefkopf des Beschwerdeführers in seiner Be-
schwerde (vgl. Beschwerde vom 19. Januar 2016, Beleg 12 der Vernehmlassung der Con-
cordia) sowie in seiner Vernehmlassung (vgl. Vernehmlassung vom 22. Februar 2016, Beleg 16 
der Vernehmlassung der Concordia) keine Erwähnung eines Postfaches enthält. Insgesamt 
muss aufgrund dieser Umstände davon ausgegangen werden, dass die Mahnung vom 
7. Februar 2015 dem Beschwerdeführer zugegangen ist. Unabhängig davon war der Be-
schwerdeführer bereits mit Zahlungserinnerung vom 17. Januar 2015 auf die Begleichung der 
strittigen Kostenbeteiligung hingewiesen worden. Er war mit der Begleichung seiner Kostenbe-
teiligung daher bereits im Zeitpunkt der Zahlungserinnerung vom 17. Januar 2015 in Verzug, da 
seine letzte (Teil-) Zahlung erst am 25. August 2015 erfolgt ist. Das vom Beschwerdeführer be-
mängelte Ausbleiben einer Antwort auf seinen eingeschriebenen Brief vom 18. Juni 2015 war 
somit in keiner Weise kausal für seinen Zahlungsverzug und kann daher auch keinen Einfluss 
auf die Rechtmässigkeit der von der Beschwerdegegnerin vorliegend zu Recht geltend gemach-
ten Mahn- und Umtriebsspesen haben. Die von der Beschwerdegegnerin unter diesem Titel 
geltend gemachten Inkonvenienzen im Umfang von Fr. 120.-- hätten bei fristgerechter Bezah-
lung des Prämienausstands vermieden werden können und sind gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung, welche Mahn- und Umtriebsspesen bis Fr. 250.-- bzw. Fr. 300.-- als ange-
messen betrachtet (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Januar 2003, K45/02 und vom 
9. August 2003, K76/03), auch in masslicher Hinsicht nicht zu beanstanden. Sie erweisen sich 
demnach als rechtmässig und sind vom Beschwerdeführer zu tragen. 
 
8.1 Zusammenfassend erweisen sich sowohl die geltend gemachte Restschuld als auch 
die Mahn- und Umtriebsspesen als rechtmässig, weshalb die Voraussetzungen für die Aufhe-
bung des Rechtsvorschlags und die Erteilung der Rechtsöffnung im Rahmen von Fr. 226.-- er-
füllt sind. Demnach ist der Rechtsvorschlag des Beschwerdeführers vom 13. Juli 2015 in der 
Betreibung Nr. XXX der Zivilrechtsverwaltung Basel-Landschaft (vgl. Zahlungsbefehl vom 
10. Juli 2015) für die geltend gemachte Restschuld von Fr. 106.-- sowie für Mahn- und Um-
triebsspesen von Fr. 120.-- zu beseitigen und es ist der Beschwerdegegnerin in diesem Umfang 
die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. 
 
8.2 Was schliesslich die Betreibungskosten betrifft, so bilden diese selber nicht Gegen-
stand des Rechtsöffnungsentscheides. Der Rechtsöffnungsrichter verfügt jedoch im Urteilsdis-
positiv über deren Zusprechung (vgl. ANDRÉ PANCHAUD/MARCEL CAPREZ, Die Rechtsöffnung, 
Zürich 1980, § 164; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KG SV] 
i.S. S. vom 9. April 2003 [735 02 504] E. 6). Gemäss Art. 68 SchKG hat grundsätzlich der 
Schuldner die Betreibungskosten zu tragen. Dazu gehören in jedem Falle die Kosten für den 
Zahlungsbefehl (vgl. Urteil des EVG vom 2. Februar 2006, K 112/05 E. 5.1 mit weiteren Hinwei-

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sen). Der Versicherte ist Schuldner im Betreibungsverfahren, weshalb auch die Kosten des 
Zahlungsbefehls von Fr. 33.30 (vgl. Zahlungsbefehl vom 10. Juli 2015, Beleg 7 der Vernehm-
lassung der Concordia) von ihm zu übernehmen sind.  
 
9. Zusammenfassend ist nach dem eben Ausgeführten festzuhalten, dass die Restschuld 
für die Kostenbeteiligung von der Beschwerdegegnerin korrekt festgesetzt wurde. Die erhobe-
nen Mahn- und Umtriebsspesen sind ebenfalls nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist bei 
diesem Ergebnis abzuweisen. 
 
10. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenlos, so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. Die ausserordentlichen Kosten 
werden dem Prozessausgang entsprechend wettgeschlagen. 
 
  

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. XXX des Betreibungsamtes 
Basel-Landschaft vom 13. Juli 2015 wird im Umfang von Fr. 226.-- 
aufgehoben und es wird der Concordia Schweizerische Kranken- und 
Unfallversicherung AG in diesem Umfang die definitive Rechtsöffnung 
erteilt. 

 3. Die Betreibungskosten von Fr. 33.30 werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. 

 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 5. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.