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**Case Identifier:** 02532d08-b695-5b7f-8950-0bb23ce54dfb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.01.2021 725 19 378/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-378-27_2021-01-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. Januar 2021 (725 19 378 / 27) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung der Angelegenheit zu weiteren medizinischen Abklärungen, da aufgrund 

der gegensätzlichen Auffassungen des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin und 

der behandelnden Spezialisten des Beschwerdeführers die Frage des natürlichen Kau-

salzusammenhanges zwischen Unfallereignis und Rückfallbeschwerden bzw. Beschwer-

den aufgrund von Spätfolgen nicht rechtsgenüglich entschieden werden kann 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst Personenversicherung, Wuhrmattstrasse 19 - 23, 4103 Bott-
mingen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 

 

 
 
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A. A.____, geboren 1957, war bei der B.____ AG angestellt und in dieser Eigenschaft ob-
ligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten bei der Schweizerischen Natio-
nal-Versicherungs-Gesellschaft AG (National) versichert. Am 4. September 1999 schlug er bei 
einem Sprung in den Swimmingpool mit dem Kopf auf dem Boden auf und zog sich eine Fraktur 
von zwei Halswirbeln zu, die mit einer ventralen Platte (Spondylodese) im Spital C.____ operativ 
versorgt wurde (Unfallmeldung vom 14. September 1999, act. UM 1). Die National anerkannte 
ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus. Vom 4. Septem-
ber 1999 bis zum 27. September 2001 übernahm sie Heilbehandlungskosten im Umfang von 
Fr. 16'029.45 und leistete dem Versicherten insgesamt einen Betrag in der Höhe von 
Fr. 24'340.85 für die bis zum 14. Januar 2000 geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit. Infolge Fu-
sion der National mit der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (Helvetia) gin-
gen sämtliche Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag auf die Helvetia über. 
 
Am 4. September 2018 (act. UM 4) meldete A.____ der Helvetia unter Hinweis auf die Diagnose 
"Posttraumatische HWK 4/5 und 6/7 Neuroforaminalstenose verursacht CRPS II" und eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50 % einen Rückfall. Dem Rückfallformular legte er seine Krankengeschichte 
bei (act. UM 2). In der Folge fand am 27. September 2018 ein Treffen zwischen dem Versicherten 
und einer Sachbearbeiterin der Helvetia statt (Bericht vom 28. September 2018, act. SI 11). 
A.____ teilte mit, dass er seit dem Unfallereignis immer unter Schmerzen und Verspannungen im 
Nacken gelitten habe. Er habe sich immer wieder Massagebehandlungen und Physiotherapien 
unterziehen müssen. Seiner Arbeit als selbständig Erwerbender habe er trotzdem nachgehen 
können. In der rechten Hand habe er ein Kribbeln in den Fingern verspürt. Sein Gesundheitszu-
stand habe sich dann vor drei Jahren massiv verschlimmert. Nebst den Nackenbeschwerden und 
dem Kribbeln in den Fingern seien nun zusätzlich Schmerzen in der rechten Schulter und 
Schmerzen vom Oberarm bis ins rechte Handgelenk sowie ein Taubheitsgefühl in den Fingern 
aufgetreten. Die Nachtruhe sei seither aufgrund der Schmerzen erheblich gestört. Die durchge-
führten Operationen hätten zu keiner Verbesserung geführt. Im Ausschlussverfahren habe nun 
Prof. Dr. med. D.____, Chefarzt der Abteilung Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische Chirurgie 
und Handchirurgie des Spitals C.____, festgestellt, dass die Beschwerden Folgen des Unfaller-
eignisses seien. Die Helvetia unterbreitete die Angelegenheit in der Folge ihrem beratenden Arzt 
Dr. med. E.____, Neurologe Boston University, School of Medicine, der in seiner Stellungnahme 
vom 25. November 2018 festhielt, es gebe keinen Beweis, dass die Schmerzen im Handgelenk 
eine mindestens wahrscheinliche Unfallfolge seien. Mit Verfügung vom 5. Dezember 2018 lehnte 
die Helvetia gestützt auf die Einschätzung von Dr. E.____ den Anspruch auf Versicherungsleis-
tungen für Beschwerden, Behandlungen und Arbeitsunfähigkeiten, die seit September 2017 ein-
getreten und auf die Beschwerden an der rechten Hand und den rechten Arm zurückzuführen 
seien, ab. Die vom Versicherten am 11. Dezember 2018 eingereichte Einsprache wies die Hel-
vetia gestützt auf weitere Einschätzungen von Dr. E.____ mit Entscheid vom 31. Oktober 2019 
ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, mit Eingabe vom 
14. November 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht. Unter o/e-Kostenfolge liess er die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 31. 
Oktober 2019 sowie die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, ihm die gesetzlichen Leistungen 

 

 
 
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auszurichten, beantragen. Eventualiter sei ein gerichtliches Gutachten einzuholen. In der Be-
schwerde wurde im Wesentlichen geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin könne den Beweis 
für die fehlende Unfallkausalität nicht führen. Da sie die Akten vernichtet habe, trage sie die Be-
weislast für das Fehlen von Brückensymptomen. Der Beschwerdeführer könne die Unfallkausa-
lität plausibel und mittels ausdrücklicher Bestätigung der ihn behandelnden Fachärzte nachwei-
sen. Die Beurteilungen von Dr. E.____ dagegen seien nicht beweiskräftig. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 20. Dezember 2019 die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen und 
Begründungen fest (Replik vom 22. Januar 2020 und Duplik vom 21. Februar 2020).  
 
E. Mit Eingabe vom 25. Februar 2020 reichte der Beschwerdeführer einen Bericht von 
Prof. Dr. med. F.____, Chefarzt der Abteilung Spinale Chirurgie und Leiter des Wirbelsäulenzent-
rums des Spitals C.____, vom 19. Februar 2020 zu den Akten und hielt fest, dass Prof. F.____ 
die Unfallkausalität der aktuellen Beschwerden bei fortgeschrittenen Anschlusssegmentdegene-
rationen C3/4 und C5/6 nach der Fraktur-Spondylodese C4/5 mit hochgradigen Foraminalsteno-
sen C3/4 beidseits bestätige. Zudem reichte er Aufzeichnungen über die Therapie, die er auf-
grund der Schmerzen in den vergangenen Jahren in Anspruch nehmen musste, ein. Mit Eingabe 
vom 16. März 2020 liess er zudem Physiotherapie-Verordnungen vom 10. Mai 2007, vom 14. 
September 2007 und vom 16. Januar 2008, die Bestätigung über die Shiatsu-Behandlung vom 
12. März 2020 sowie die Email von Dr. med. G.____, FMH Rheumatologie und ehemaliger Chef-
arzt der Klinik H.____, vom 13. März 2020 zu den Akten reichen. Mit diesen Unterlagen weise er 
die notwendigen Brückensymptome nach, obwohl dies nicht seine Pflicht sei. Auf den Verordnun-
gen von Dr. G.____ werde auch ausdrücklich erwähnt, dass die Behandlungsbedürftigkeit in Zu-
sammenhang mit der unfallbedingten Operation stehe und er wegen unfallbedingter Residualbe-
schwerden lange bei Dr. G.____ in Behandlung gewesen sei. 
 
F. Mit Stellungnahme vom 30. März 2020 hielt die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf 
eine weitere Einschätzung von Dr. E.____ vom 25. März 2020 an ihrer Auffassung fest.  
 
G. Mit Eingabe vom 3. April 2020 verzichtete der Beschwerdeführer auf weitere Ausführun-
gen. Mit Eingabe vom 3. Juni 2020 liess er den Bericht von Dr. med. I.____, Spezialarzt für or-
thopädische Chirurgie und Sportmedizin SGSM, vom 2. Juni 2020 zu den Akten reichen. 
 
H. In der Folge zog das Kantonsgericht die Akten der Allianz Suisse Versicherungs-Gesell-
schaft AG (Allianz), Krankentaggeldversicherer des Beschwerdeführers, bei und räumte den Par-
teien das rechtliche Gehör dazu ein. 
 
I. Mit Stellungnahme vom 27. August 2020 äusserte sich die Beschwerdegegnerin zum 
Bericht von Dr. I.____ und zu den Akten der Allianz. 
 

 

 
 
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J. Der Beschwerdeführer hielt mit Eingabe vom 31. August 2020 fest, die Allianz gehe da-
von aus, dass die Beschwerden nicht krankheitsbedingt seien, sondern dass es sich um Spätfol-
gen des Traumas vom 4. September 1999 handle. 
 
K. Nachdem die Angelegenheit dem Gericht zur Beurteilung überwiesen worden war, nahm 
die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 11. September 2020 nochmals Stellung. Als Kranken-
taggeldversicherer fehle es der Allianz an der Kompetenz, um die Kausalität zwischen den Be-
schwerden und dem Unfall vom 4. September 1999 zu beurteilen. Die Allianz verfüge auch nicht 
über alle Akten, die im Laufe des Einspracheverfahrens eingeholt worden seien. 
 
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der Akten wird, soweit 
notwendig, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 14. November 2019 ist einzutreten. 
 
2.1 Zwischen den Parteien ist umstritten, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht 
für die am 4. September 2018 gemeldeten Beschwerden, die der Beschwerdeführer auf das Un-
fallereignis vom 4. September 1999 zurückführt, zu Recht verneint. Aufgrund der Ausgangslage 
des vorliegend zu beurteilenden Streitfalls sind vorweg die folgenden Erwägungen angezeigt: 
 
2.2 Zunächst ist zu klären, welche Gesundheitsstörungen Streitgegenstand bilden. Die ab-
lehnende Verfügung vom 5. Dezember 2018 betraf gemäss explizitem Dispositiv nur die Be-
schwerden an der rechten Hand bzw. am rechten Arm, nicht aber die Nackenbeschwerden. Dem-
gegenüber wurden im Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2019 auch die Nackenbeschwerden 
thematisiert und die Beschwerdegegnerin verneinte auch diesbezüglich ihre Leistungspflicht. Im 
Dispositiv wird nicht die Bestätigung der Verfügung vom 5. Dezember 2018 festgehalten, sondern 
lediglich die Abweisung der Einsprache. Da der Einspracheentscheid das alleinige Anfechtungs-
objekt bildet und er die angefochtene Verfügung ersetzt, liegen neben den Beschwerden an der 
rechten Hand und am rechten Arm somit auch die Nackenbeschwerden im Streit.  
 
2.3 In Anbetracht der sehr umfangreichen Akten und des mehrfachen Schriftenwechsels ist 
weiter vorweg zu bestimmen, welche Leistungen Streitgegenstand bilden. Ging es zunächst nur 
um die Übernahme von Heilbehandlungskosten, geht es nun aufgrund der geltend gemachten 
Arbeitsunfähigkeit auch um Taggelder, eine allfällige Invalidenrente und eine Integritätsentschä-
digung. Welche Leistungen zu prüfen sein werden, kann derzeit jedoch offengelassen werden, 
da zwischen den Parteien vorerst der Kausalzusammenhang zwischen den Gesundheitsstörun-
gen und dem Unfallereignis vom 4. September 1999 strittig ist. Einzelne Ansprüche wurden von 
der Beschwerdegegnerin gar nicht geprüft. 
 

 

 
 
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2.4 Hinzu kommt im vorliegend zu beurteilenden Streitfall die Besonderheit, dass im Zeit-
punkt der Rückfallmeldung – ausser der Schadensmeldung vom 14. September 1999 – keine 
Unterlagen vom Grundfall mehr vorhanden waren. Die Beschwerdegegnerin hatte diese inzwi-
schen allesamt vernichtet. Immerhin konnte sie im Rahmen ihrer Abklärung rekonstruieren, dass 
sie vom 4. November 1999 bis zum 27. September 2001 Heilbehandlungskosten im Betrag von 
Fr. 16'029.40 übernommen und Taggelder im Betrag von Fr. 24'340.85 (gemäss Beschwerdean-
twort vom 20. Dezember 2019) geleistet hatte. Weiter konnte sie während des Einspracheverfah-
rens einige Arztberichte erhältlich machen. Da jedoch auch Spitäler Patientenakten nach zehn 
Jahren vernichten, fehlen die echtzeitlichen medizinischen Berichte vom Unfallzeitpunkt bis ins 
Jahr 2002. Inwiefern sich dieser Umstand auf die Beweislastverteilung auswirkt, wird nachfolgend 
zu prüfen sein. 
 
3.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 so-
wie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft getreten. 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmun-
gen ereignet haben, werden jedoch nach bisherigem Recht ausgerichtet (Übergangsbestimmung 
in Art. 118 Abs. 1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend noch 
auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug zu nehmen ist. 
 
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Laut Art. 11 UVV werden die Ver-
sicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle und Spätfolgen stel-
len besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; BGE 127 V 457 E. 4b, 118 V 
297 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich ge-
heilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Ar-
beitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Ver-
laufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders ge-
arteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an 
ein bestehendes Unfallereignis an (BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). 
 
3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Heilbehandlungskosten, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschaden) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor-
handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. 
nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 
alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi-
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht wer-
den kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung 
der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds genügt eine Teilursächlichkeit (BGE 134 

 

 
 
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V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers auch auf 
mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2016, 
8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsan-
wendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegen-
den Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs ge-
nügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.4 Da ein Rückfall begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis anschliesst, kann er eine 
Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemach-
ten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung 
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinwei-
sen). Dabei gilt es klarzustellen, dass der Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten 
Rückfall nicht auf der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall be-
haftet werden kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es ob-
liegt vielmehr der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs 
zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht gel-
tenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitli-
che Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, 
desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausal-
zusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten 
Person aus (Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2014, 8C_747/2013, E. 3.2). Werden durch 
einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt der Unfallversicherer den durch das Unfaller-
eignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brü-
ckensymptome gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_506/2008, E. 
3.1.2) Bevor sich aber die Frage der Beweislast stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Unter-
suchungsgrundsatzes (vgl. dazu hiernach Erwägung 3.5) richtig und vollständig zu klären (Urteil 
des Bundesgerichts vom 4. August 2008, 8C_354/2007, E. 2.2). 
 
3.5 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Danach ha-
ben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2).  
 
3.6 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – 
wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

 

 
 
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send und pflichtgemäss zu würdigen (BGE 125 V 351 E. 3a). Dies bedeutet, dass das Sozialver-
sicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden me-
dizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdi-
gen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt. 
 
3.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Be-
richte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zu-
sammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So kommt 
beispielsweise Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Be-
weiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fach-
personen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge 
Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4). 
 
4.1 Zu prüfen ist zunächst die Verteilung der Beweislast. Da zwischen den Parteien unbe-
stritten ist, dass der Grundfall abgeschlossen wurde, obliegt es grundsätzlich dem Beschwerde-
führer, den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den mit Meldung vom 
4. September 2018 geltend gemachten Beschwerden zu beweisen (vgl. dazu Erwägung 3.4 hier-
vor). Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass vorliegend ausnahmsweise eine 
Umkehr der Beweislast stattzufinden habe, da die Beschwerdegegnerin die Akten zu Unrecht 
vernichtet habe. Es sei ihm somit verunmöglicht worden, den Beweis für das Vorliegen von Brü-
ckensymptomen zu erbringen. Aus diesem Grund sei von einer Beweislastumkehr auszugehen. 
 
4.2 Das Bundesgericht hat verschiedentlich festgehalten, dass eine Umkehr der Beweislast 
ausnahmsweise dann eintrete, wenn eine Partei einen Beweis aus Gründen nicht erbringen 
könne, die nicht von ihr, sondern von der Behörde zu verantworten seien (Urteile des Bundesge-
richts vom 15. Februar 2011, 8C_717/2010, E. 7.4.2 und vom 7. Mai 2009, 8C_762/2008, E. 4.1). 
Eine Umkehr der Beweislast könne mangels gesetzlicher Grundlage nur gestützt auf den Grund-
satz von Treu und Glauben erfolgen. So hat das Bundesgericht entschieden, es gehe nicht an, in 
Verletzung der aufgrund von Art. 29 BV bestehenden Aktenführungspflicht den Briefumschlag 
einer Eingabe nicht zu den Akten zu nehmen und hernach der versicherten Person entgegenzu-
halten, sie könne den Beweis für die Rechtzeitigkeit der Postaufgabe nicht erbringen. Dieses 
Verhalten verunmögliche das Beweisführungsrecht und widerspreche auch dem Grundsatz von 

 

 
 
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Treu und Glauben im Prozess. Im beurteilten Fall musste die versicherte Person die Nachteile 
der von ihr nicht verschuldeten Beweislosigkeit nicht tragen und die Einsprache galt als rechtzeitig 
erhoben (BGE 124 V 372 E. 3b). 
 
4.3 Obwohl die Akten des Grundfalls nicht mehr vorhanden sind, ist aufgrund des jetzigen 
Aktenstands klar, was während des Unfallereignisses passierte und welche körperlichen Verlet-
zungen durch den Sprung und den anschliessenden Kopfanprall verursacht wurden. Es ist weiter 
erstellt, dass eine ventrale Stabilisierung C4/5, eine ventrale Plattenspondylodese, also eine Wir-
belsäulenverblockung, vorgenommen wurde. Dieser operative Eingriff bildet der Ausgangspunkt. 
Der Umstand nun, dass die Operationsberichte von damals nicht mehr existieren, fällt beweis-
rechtlich jedoch nicht ins Gewicht, da aufgrund der nachträglich getätigten medizinischen Abklä-
rungen, insbesondere den MRI-basierten Untersuchungen, klar ist, was damals gemacht wurde. 
Von der Beschwerdegegnerin werden zudem weder das Unfallereignis noch die damaligen Heil-
behandlungen in Abrede gestellt. Soweit vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, aufgrund 
der nicht mehr vorhandenen Akten sei ihm der Beweis von Brückensymptomen verunmöglicht, 
kann ihm nicht gefolgt werden. Die Frage der Brückensymptome betrifft primär die Zeit nach Ab-
schluss des Grundfalls, eine Zeit also, in welcher bei der Beschwerdegegnerin so oder so keine 
Akten vorhanden waren, weil der Beschwerdeführer keinen Leistungen mehr angemeldet bzw. 
beansprucht hatte. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, er habe in dieser Zeit 
Rückfälle oder ähnliches gemeldet. Stattdessen rechnete er sämtliche Leistungen über seine 
Krankenversicherung ab. Daher ist in der Vernichtung der Akten durch die Beschwerdegegnerin, 
auch wenn sie mit einem Fragezeigen zu versehen ist, kein Grund zu sehen, um von einer Be-
weislastumkehr auszugehen. Es obliegt damit weiterhin dem Beschwerdeführer, das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den im September 2018 gemeldeten Be-
schwerden und dem Unfallereignis mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachzuweisen, und er trägt dementsprechend die Folgen der Beweislosigkeit. 
 
5.1 Zwischen den Parteien ist weiter umstritten, ob Brückensymptomen vorliegen. Zwischen 
dem im September 2001 formlos abgeschlossenen Grundfall und der Rückfallmeldung im Sep-
tember 2018 liegen 17 Jahre. Nach einer derart langen Zeitdauer müssen rechtsprechungsge-
mäss eindeutige und deutliche Brückensymptome vorhanden sein, damit überhaupt das Vorlie-
gen eines Rückfalles oder von Spätfolgen zum ursprünglichen Unfallereignis bejaht werden kann. 
Ob Brückensymptome angenommen werden können, wird in der Regel gestützt auf medizinische 
Aussagen beurteilt. Brückensymptome können relativ harmloser Natur sein und dürfen nicht nur 
dann anerkannt werden, wenn sie durchgängig ärztlich behandelt wurden (Urteil des Bundesge-
richts vom 26. August 2008, 8C_433/2007). Präventions- und Wellnessmassnahmen, wie z.B. 
ganzheitliche Massagen oder Fussreflexzonenmassagen, genügen jedoch grundsätzlich nicht als 
Brückensymptome (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juli 2013, 8C_271/2013, E. 4). 
 
5.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass er gar keine Brückensymp-
tome darlegen müsse, da die Beschwerdegegnerin die Akten vernichtet habe. Wie bereits in Er-
wägung 4.3 hiervor ausgeführt, waren für die Zeitspanne, in welcher der Beschwerdeführer die 
Brückensymptome nachzuweisen hat, bei der Beschwerdegegnerin gar keine medizinischen Ak-
ten vorhanden, weshalb es bei der ordentlichen Beweislastverteilung bleibt.  

 

 
 
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5.3.1 Mit seinen Eingaben vom 26. Februar 2020 und vom 16. März 2020 reichte der Be-
schwerdeführer Unterlagen zu den Akten, die Brückensymptome belegen sollen. Es handelt sich 
einerseits um Aufzeichnungen über Massagebehandlungen im Zeitraum von 2010 bis 2015. Mit 
Eingabe vom 16. März 2020 reichte er zudem Belege für eine Shiatsu-Behandlung von Januar 
2006 bis Juni 2008 ein, die ihm von der Klinik H.____ verordnet wurde. Gleichzeitig verwies er 
auf eine Email von Dres. med. M. und G.____ vom 13. März 2020, in der bestätigt wird, dass er 
aufgrund der unfallbedingten Residualbeschwerden nach der Operation lange Zeit in der Klinik 
H.____ in Behandlung gewesen sei. Diese Aktenstücke geben zwar Hinweise auf gewisse Brü-
ckensymptome, genügen aber noch nicht, um eindeutige Brückensymptome zu belegen. Sie sind 
deshalb mit weiteren echtzeitlichen medizinischen Berichten abzugleichen. 
 
5.3.2 In den Akten liegt der Inspektorenbericht vom 27. September 2018, in welchem die 
ganze Krankengeschichte, die der Beschwerdeführer aufgelistet hat, wiedergegeben und festge-
halten wird (act. K 44). Der wichtigste Bericht aus diesen Unterlagen ist der Abklärungsbericht 
des Radiologen Dr. med. J.____ vom 17. Mai 2004 (act. M 13), der ca. fünf Jahre nach dem Unfall 
bzw. dem Operationsdatum und zweidreiviertel Jahre nach der Leistungseinstellung erstellt 
wurde. Als Indikation für die Untersuchung wird ein Status nach Plattenspondylodese C4/5 nach 
Berstungsfraktur festgehalten. Radiologisch diagnostiziert werden eine ventrale Plattenspondy-
lodese C5/6 mit normalen postoperativen Verhältnissen ohne Anzeichen einer Instabilität oder 
von chronisch entzündlichen Veränderungen, eine vollständige Verknöcherung des Bandschei-
benraums C5/6, eine mittelschwere Oesteochondrose mit Uncarthrosen und Spondylophyten 
C5/6 und dadurch bedingte beidseitige diskrete recessale Einengungen, allseits keine foramina-
len Stenosen, eine mittelschwere Arthrose in der gelenkigen Verbindung zwischen vorderem At-
lasbogen und Dens. Dem Anschlussbericht betreffend das ergänzende MRI der HWS vom 3. Juni 
2004 (act. M 12) kann als radiologische Diagnose eine Streckhaltung der HWS und diskrete ky-
photische Fehlhaltung C5 bis C6 entnommen werden. Es bestünden keine Diskushernien oder 
anderweitige Neurokompressionen, keine fokalen Läsionen des zervikalen Rückenmarks und 
keine posttraumatische Syrinx. Die Halsmuskulatur sei wenig kräftig ausgebildet und untrainiert. 
Raumforderungen im Verlauf des Plexus brachialis würden keine vorliegen. Es bestehe eine Dys-
funktion der Rotation des kraniozervikalen Übergangs nach rechts (funktionelle Blockwirbel) als 
Hinweis für ein oberes Zervikalsyndrom. 
 
5.3.3 Weiter liegt ein Schreiben des Beschwerdeführers an Dr. med. K.____, Facharzt für In-
nere Medizin FMH, vom 20. März 2013 (act. M 60) bei den Akten. Darin schreibt der Beschwer-
deführer von täglich präsenten Beschwerden, die manchmal so gross seien, dass er Opiumderi-
vate wie Tramaltropfen oder Zaldiar einnehmen müsse. Wenn die Beschwerden zu stark würden, 
benötige er Kortison und Voltarenspritzen. Weiter beschreibt er seine Halswirbel als instabil. 
 
5.3.4 Im Bericht vom 25. Mai 2004 (act. M 123) hält Dr. med. L.____, FMH Neurologie, gegen-
über Dr. G.____ fest, dass bereits vor dem Unfall vom 4. September 1999 permanente Zervikal-
gien und intermittierende Sensibilitätsstörungen der Finger 4 und 5 rechts in Form von Kribbel-
parästhesien bestanden hätten. Nachdem die unfallbedingte HWK5-Fraktur mit einer ventralen 
Platte versorgt worden sei, sei es dem Patienten in Bezug auf den Nacken besser gegangen. 

 

 
 
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Zervikalgien würden seitdem schnell und anhaltend auf Ponstan ansprechen. Vor ungefähr einem 
Jahr sei bei Belastung der Arme ein Schmerz im Bereich des Ellbogens rechts mehr als links 
aufgetreten. Später sei ein Schwellungsgefühl der Finger 2 und 3 hinzugetreten und der Schmerz 
habe sich vornehmlich in die Extensorengruppe des Unterarms, gering auch in den Oberarm, 
ausgedehnt. In der Beurteilung kommt Dr. L.____ zum Schluss, dass eine rechtsbetonte Epicon-
dylitis lateralis humeri vorliege. Hinweise für ein radikuläres Geschehen fänden sich nicht. 
 
5.4 Bei der Beurteilung der Brückensymptome ist zu berücksichtigen, dass eine verfrühte 
Anschlussdegeneration zumindest als Teilursache der heutigen Beschwerden in Frage kommt. 
Eine derartige degenerative Entwicklung benötigt per se Zeit. In Anbetracht dieses Umstands und 
gestützt auf die echtzeitlichen Berichte sind eindeutige Brückensymptome mit dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit rechtsgenüglich erstellt. 
 
6.1 Zwischen den Parteien ist weiter umstritten, ob die medizinischen Unterlagen eine Ver-
neinung des Leistungsanspruchs durch die Beschwerdegegnerin zulassen, indem aus ihnen klar 
hervorgeht, dass der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den ab dem Jahr 
2017 bestehenden Beschwerden zu verneinen ist. 
 
6.2.1 Folgende wesentlichen medizinischen Berichte liegen bei den Akten: 
 
6.2.2 Unter den medizinischen Unterlagen findet sich der bereits in Erwägung 5.3.4 hiervor 
zitierte Bericht von Dr. L.____ an Dr. G.____ vom 25. Mai 2004 (act. M 123).  
 
6.2.3 Prof. Dr. med. M.____, Abteilung Rheumatologie des Spitals C.____, diagnostiziert im 
Bericht vom 5. Juni 2018 (act. M 28) eine unklare Handgelenksarthritis (EM 2016) mit aktuell 
persistierenden Handgelenksschmerzen rechts, eine Arterielle Hypertonie, ein Karpaltunnelsyn-
drom rechts mit Operation Oktober 2016, ein makrozytäres Blutbild, ein Status nach Prostatekto-
mie und nach zweifacher Halswirbelfraktur. Der Patient verspüre seit ca. drei Jahren andauernde 
Schmerzen in der rechten Hand, ohne vorhergehendes Trauma. Initial habe insbesondere ein 
Taubheitsgefühl in den Fingern der rechten Hand bestanden, eine Operation des Karpaltunnels 
habe keine Besserung gebracht. Ob sich die Schmerzen in der aktuellen Qualität erst nach der 
CTS Operation manifestiert hätten, sei dem Patienten nicht erinnerlich. Er beschreibe einen be-
lastungs- und berührungsabhängigen Schmerz der gesamten Hand, gelegentlich auch mit einem 
ausstrahlenden Brennen in die Hand/den Unterarm, morgendlich und abends verstärkt, bei Be-
wegung auch intermittierendes Krampfgefühl in der Hand. Initial sei auch eine Schwellung am 
Handgelenk rechts aufgetreten, mit Ansprechen auf Voltaren. Eine perorale Therapie mit Predni-
son 12,5 mg habe allerdings keine Besserung gebracht. Seit den Operationen im Januar und 
April bestünden unveränderte Schmerzen im rechten Handgelenk. Gelegentlich würden sich Na-
ckenverspannungen nach Stauchungstrauma zeigen, aber keine lumbalen Rückenschmerzen 
und keine weiteren peripheren Gelenkschmerzen. 
 
6.2.4 Im Bericht des Spitals C.____, Abteilung Radiologie und Nuklearmedizin, Muskuloske-
lettale Diagnostik, vom 15. August 2018 (act. M 47) werden ein Status nach Stabilisierung 

 

 
 
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HWK4/5 mit fortgeschrittener Degeneration der Anschlusssegmente, eine osteodiskogene, hö-
hergradige Neuroforaminalstenose beidseits auf Höhe HWK3/4 und eine mässige Neuroforami-
nalstenose beidseits auf Höhe HWK 6/7 festgehalten. 
 
6.2.5 Prof. D.____ diagnostiziert mit Bericht vom 27. September 2018 (act. M 32): 
 
 1. Chronische Schmerzen Handgelenk/Handwurzel rechts 

  - A.e. degenerativ, DD Radikulopathie, DD CRPS 

  - St. n STT Arthrodese rechts am 11. Januar 2018 

  - St. n. arthroskop. Resektion des distalen Kahnbeinpols rechts am 4. April 2018 

- MRI Handgelenk rechts im September 2017: Radiokarpale Arthritis, Tendovaginitis Flexor 

carpi radialis 

- MRI Handgelenk rechts im Juni 2018: Fortgeschrittene degenerative Veränderungen des 

STT-Gelenks mit postoperativen Veränderungen. Ganglion radiocarpal und pisotriquetral. 

Zentraler TFCC Defekt. Läsion der volaren und zentralen SL-Bandzügel 

- MRI HWS 14. August 2018: Status nach Stabilisierung HWK 4/5 mit fortgeschrittener 

Degeneration der Anschlusssegmente. Osteodiskogene, höhergradige Neuroforaminal- 

stenose beidseits auf Höhe HWK 3/4. Mässige Neuroforaminalstenose beidseits auf Höhe 

HWK 6/7 

 2. Dupuytren-Kontraktur 2. und 5. Strahl rechte Hand 

  - St. n. Dupuytren-Kontrakturoperation vor mehreren Jahren 

 

Aufgrund der weiterhin bestehenden chronischen Schmerzen im Bereich des rechten Handge-
lenkes werde die Diagnostik erweitert, da sich trotz adäquater Behandlung der degenerativen 
Veränderungen des Handgelenkes und der Handwurzel keine Besserung der Beschwerden ge-
zeigt habe. Die rheumatologische Vorstellung des Patienten habe keine Hinweise auf eine rheu-
matologische Ursache ergeben. Eine neurologische Abklärung der Beschwerden habe keine Hin-
weise auf eine Radikulopathie C6 oder C7 rechts ergeben. Die Elektroneurographie zeige leichte 
chronische Degenerationszeichen, welche am ehesten hinweisend auf eine Läsion des Nervus 
ulnaris rechts seien, am ehesten bei Status nach Neurolyse. Es sei eine probatorische Therapie 
mit Lyrica begonnen worden. Im MRI des rechten Handgelenks vom Juni dieses Jahres würden 
sich ein TFCC Defekt sowie eine Läsion der volaren und zentralen SL-Band Zügel zeigen, dies 
erkläre aber die Beschwerden des Patienten nicht. Ein MRI der HWS zeige eine Foraminalste-
nose HWK 3/4 sowie HWK 6/7. Zur weiteren Beurteilung werde sich der Patient in der spinalchi-
rurgischen Sprechstunde vorstellen. Ebenfalls werde sich der Patient zur Therapie der chroni-
schen Schmerzen in der Schmerztherapie bei Prof. N.____ vorstellen. Aufgrund der geschilderten 
Schmerzsymptomatik sei der Patient aktuell nur zu 50% arbeitsfähig. Die massiven belastungs-
abhängigen Beschwerden der rechten Hand verhinderten eine Steigerung jeglicher handwerkli-
chen sowie auch Büroarbeiten. Eine Prognose zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei aktuell 
nicht möglich. 
 
6.2.6 Mit Bericht vom 25. November 2018 hält Dr. E.____ (act. M 39) zusammenfassend fest, 
es bestehe kein Beweis, dass die Schmerzen im rechten Handgelenk eine mindestens wahr-
scheinliche Unfallfolge seien. Es sei möglich, dass die mässige Neuroforaminalstenose von 

 

 
 
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HWK6/7 Reizsymptome aus der gleichnamigen Wurzel verursache. Allerdings liege diese Wurzel 
nicht dem frakturierten Halswirbel 5 an und das Segment HWK6/7 sei dasjenige, das sehr häufig 
degenerative Veränderungen bei Personen im Alter von 61 Jahren aufweise. Die eher altersphy-
siologisch statt posttraumatisch einzustufende Veränderung werde durch die geringen degene-
rativen Veränderungen des Segments HWK5/6, das der Fraktur anliege, gestützt. Schliesslich 
sei hervorzuheben, dass Schmerzen im Handgelenk kein gängiges Symptom einer Radikulopa-
thie seien und die Parästhesien in der rechten Hand ebenfalls nicht Folge einer Radikulopathie 
seien, da vier sensible Wurzeln HWK6, 7, 8 und Th 1 aus dem Halsmark die Hand versorgen 
würden. Die geltend gemachten Schädigungen an der rechten Hand seien nicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise Folge des Ereignisses vom 4. September 1999. 
 
6.2.7 In seiner Stellungnahme vom 16. Dezember 2018 (act. M 43) führt Dr. E.____ aus, die 
Beschwerden an der rechten Hand seien nicht durch eine Reizung der zervikalen Nervenwurzeln 
zu erklären. Zu Recht sei von der Handchirurgie des Spitals C.____ Basel eine lokale Schmerzu-
rsache vermutet worden. Eine Reizung der zervikalen Nervenwurzeln verursache keine solchen 
Schmerzen. Es sei daher bereits klinisch unwahrscheinlich, dass sie mit dem Unfall von 1999 in 
ursächlicher Verbindung stünden. Dass die durchgeführten handchirurgischen Massnahmen 
keine Auflösung der Schmerzen gebracht hätten, sei kein Beweis für eine Verursachung durch 
zervikale Nervenwurzeln. Die Bildgebung unterstütze den Erklärungsansatz einer zervikalen Ner-
venwurzelreizung nicht. Die MRI-Bilder vom 15. August 2018 würden eine breitbasige Bandschei-
benprotrusion auf Niveau HWK6/7 ohne relevante Spinalkanaleinengung und mässige Neurofo-
raminalstenose beidseits durch Retrospondylophyten zeigen. Es handle sich nicht um eine Pa-
thologie, die zu Handgelenksschmerzen führe. Es handle sich auch nicht um ein Halswirbelseg-
ment, das dem der Fraktur von HWK4/5 anliege. Somit könne es sich auch nicht um eine indirekte 
Spätfolge handeln, umso mehr als das anliegende Segment HWK5/6 deutlich weniger verändert 
sei als dasjenige von HWK6/7.  
 
6.2.8 Prof. F.____ diagnostiziert im Bericht vom 8. Januar 2019 (act. M 89) eine Zervikobra-
chialgie rechts bei Status nach ventraler Stabilisation C4/5 bei Fraktur 1999 und Anschlussdege-
neration C3/4 und C5/6 und C6/7 mit Foraminalstenosen C3/4 rechts betont sowie C5/6 und C6/7 
rechts betont. Im Sinne von weiteren Diagnosen erwähnt Prof. F.____ den Status nach Dupuy-
tren-Operation rechts und den Status nach CTS-Operation rechts. Das MRI HWS vom 14. August 
2019 zeige einen Status nach ventraler Stabilisation C4/5 sowie eine fortgeschrittene Degenera-
tion der Anschlusssegmente C3/4 und C4-C7 im Sinne von Osteochondrosen mit ventralen Spon-
dylosen und überbrückenden Spondylophythen mit rechts betonten Foraminalstenosen C3/4 so-
wie C5-C7. Insgesamt bestehe eine kyphotische Fehlstellung der HWS. In seiner Beurteilung hält 
Prof. F.____ fest, der Patient leide an einer chronischen Zervikobrachialgie rechts. Die Kribbel-
parästhesien würden am ehesten zu C6 und C7 passen. Aktuell würden sich keine sensomotori-
schen Defizite finden lassen. Als bildmorphologisches Korrelat fänden sich die schweren An-
schlussdegenerationen, betont auf Höhe C5-C7 mit rechtsbetonten Foraminalstenosen. Da keine 
sensomotorischen Defizite bestehen würden, sehe er zurzeit aus seiner Sicht keine Indikation für 
eine operative Dekompression und Verlängerung zur Stabilisation nach C7. Die Schmerzen im 
Handgelenk und Vorderarm seien für ihn eher lokalen Ursprungs. Diese würden durch eine HWS-
Operation nicht gebessert. 

 

 
 
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6.2.9 Im Bericht der Abteilung Anästhesie des Spitals C.____ vom 21. Januar 2019 (act. M 
64) wird Folgendes diagnostiziert: 
 
 1. Zervikobrachialgie rechts 

  - bei Status nach ventraler Stabilisation C4/5 bei Fraktur 1999 

- Anschlussdegeneration C3/4 und C5/6 und C6/7 mit Foraminalstenosen C3/4 rechtsbe-

tont sowie C5/6 und C6/7 rechtsbetont 

 2. Persistierende Handgelenks-/Vorderarm Schmerzen rechts, ES 2015 

  - Ohne rheumatologische Ätiologie 

  - MRI September 2017: Radiokarpale Arthritis, Tendovaginitis Flexor carpi radialis 

- Status nach diagn. Arthroskopie STT und Handgelenk, Resektion des distalen Pols des 

Scaphoids, Shaving einer TFCC-Läsion, Cortisoninfiltration, Resektion des Knotens an der 

proximalen Phalanx Dig V (DD Epithelzyste), Tenorarthrolyse PIP Dig V 

  - Status nach Styloidektomie Hand rechts (2018) 

  - Status nach Karpaltunneloperation, Nervus ulnaris Transposition (2015) 

 

Der Patient berichte von zwei Schmerzlokalisationen, einerseits im Nacken rechts, Ausstrahlung 
über die Schulter bis in den lateralen Oberarm, Kribbelparästhesien der Finger 4 und 5 bzw. 
Taubheitsgefühl in Finger 2 und 3, andererseits im Handgelenk rechts mit Ausstrahlung vor allem 
im palmaren Unterarm bis zum Ellbogen, belastungsabhängig. In der Beurteilung wird festgehal-
ten, dass es sich bei den Beschwerden um eine rechtsseitige Zervikobrachialgie sowie um rechts-
seitige lokale Handgelenksbeschwerden handle. Die Handgelenksbeschwerden seien nicht ganz 
klar einem peripheren Nerv zuordenbar, wobei sich die Schmerzqualität am ehesten als neuro-
pathisch präsentiere. Bezüglich der HWS-Beschwerden werde ein Termin in der interdisziplinären 
Wirbelsäulensprechstunde organisiert, um dem Patienten Vorschläge für infiltrative Massnahmen 
machen zu können. Hinsichtlich der neuropathischen Beschwerden im Handgelenksbereich 
schlage man eine Behandlung mit Surmontil/Saroten bzw. Lyrica/Neurontin vor.  
 
6.2.10 Dr. I.____ hält im Schreiben vom 26. März 2019 (act. M 106) fest, dass er den Versi-
cherten wegen der Halswirbelsäule nur einmal im September 2001 behandelt habe. Weitere Be-
handlungen hätten nicht mehr stattgefunden. 
 
6.2.11 Prof. D.____ diagnostiziert im Bericht vom 6. August 2019 (act. M 136): 
 

 1. Chronische Schmerzen Handgelenk und Arm rechts sowie cervical, ED 2015, am ehesten 

degenerativ bedingt, DD bei Radikulopathie 

  - Status nach STT-Arthrodese rechts am 11. Januar 2018 

- Status nach arthroskopischer Resektion des distalen Kahnbeinpols rechts am 4. April 

2018 

- MRI Handgelenk rechts September 2017: Radiokarpale Arthritis, Tendovaginitis Flexor 

carpi radialis 

 

 
 
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- MRI Handgelenk rechts am 14. Juni 2018: Fortgeschrittene degenerative Veränderungen 

des STT-Gelenks mit postoperativen Veränderungen. Ganglion radiocarpal und piso-

triquetral. Zentraler TFCC Defekt. Läsion der volaren und zentralen SL-Bandzügel. 

  - Status nach Karpaltunnel-Operation und Nervus ulnaris-Transposition 2015 rechts; 

2. Dupuytren-Kontraktur 2. und 5. Strahl der rechten Hand bei Status nach Dupuytren-Kontraktu-

roperation vor mehreren Jahren; 

 3. Zervikobrachialgie rechts bei 

   - Status nach ventraler Stabilisation C4/5 bei Fraktur 1999 

- Anschlussdegeneration C3/4 und C5/6 und C6/7 mit Foramenstenosen (Einengung des 

Nervenaustrittslochs) C3/4 rechtsbetont sowie C5/6 und C6/7 rechtsbetont 

 
In der Beurteilung hält Prof. D.____ fest, dass der Patient an einer chronischen Zervikobrachialgie 
rechts und degenerativen Veränderungen im rechten Handgelenk leide, welche die chronischen 
Schmerzen und gelegentlichen Kribbelparästhesien erklären würden. Aktuell habe der Patient 
jedoch Lebensqualität, könne mit der Situation gut umgehen und es bestehe ein stabiler Zustand, 
der ihm eine Arbeitstätigkeit von 50 % erlaube. Es sei jedoch nicht mit einer Besserung zu rech-
nen. Die Behandlung werde daher abgeschlossen. Empfohlen würden weiterhin regelmässige 
Termine in der Klinik H.____ und physiotherapeutische Massnahmen.  
 
6.2.12 Mit Einschätzung vom 29. September 2019 (act. M 139) hält Dr. E.____ fest, dass kein 
Zweifel bestehe, dass die operative Versteifung der Segmente C4/C5 durch die Spondylodese 
das Risiko einer verstärkten „Abnutzung" der Halswirbel unmittelbar oberhalb und darunter (An-
schlusssegmente) berge, die zu neurologischen Symptomen (Schmerzen, Kribbelparästhesien, 
Dysästhesien) und Zeichen (Sensibilitätsminderung, Schwäche) führen könnten. Beim Versicher-
ten bestünden radiologische Zeichen einer Degeneration (Abnutzung) in den Anschlusssegmen-
ten. Allerdings habe die Elektroneurographie vom 11. Dezember 2017 respektive die im Bericht 
von Prof. D.____ undatiert erwähnte Abklärung keine Beeinträchtigung der Wurzeln C3/C4 oder 
C5/6 nachgewiesen. Die Wirbelsegmente C5/C6 und C6/7 würden auch ohne Fusion (Spondylo-
dese) C4/5 besonders degenerativen Mechanismen unterliegen und somit bevorzugt Symptome 
und klinische Zeichen verursachen. Beim Versicherten bestehe – laut MRI-Bericht vom 15. Au-
gust 2018 – eine „höhergradige" Degeneration von C6/7 als von C5/6, und dies neun (recte: 19) 
Jahre nach dem Unfall, so dass es nicht überrasche, dass sich auch das Segment C5/6 degene-
rativ verändert habe, da es zwischen den beiden Segmenten liege, die eine verminderte Beweg-
lichkeit (C4/5, spondylodesiert und C6/7, degenerativ verändert) zulassen würden, und daher be-
sonders stark durch die Abnützung bei Bewegungen des Kopfs und Nackens belastet werde. Es 
müsse damit gerechnet werden, dass zukünftig die Spondylodese C4/5 auf die unteren Segmente 
erweitert werde, wie dies der Bericht von Prof. F.____ vom 8. Januar 2019 in Aussicht stelle. 
Gegenwärtig seien jedoch keine Befunde dokumentiert, die mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit eine richtunggebende Änderung des günstigen Verlaufs der Behandlung der Fraktur C4/5 
zeigen würden. Die Beschwerden im Handgelenk und diejenigen, die den Funktionsstörungen 
der Unterarmnerven rechts zugeschrieben worden seien, seien unfallfremd. Die Handgelenks-
arthritis rechts sei ebenfalls unfallfremd. 
 

 

 
 
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6.2.13 In seiner Stellungnahme vom 30. November 2019 (act. M 139) führt Dr. E.____ zusam-
menfassend aus, dass die Hauptargumente, die für einen kausalen Zusammenhang zwischen 
den Beschwerden im rechten Arm und einer Anschlussdegeneration sprechen würden, nämlich 
eine klare radiologische Feststellung entsprechender Veränderungen oder klare klinische oder 
elektrophysiologische Befunde, nicht vorhanden seien. Dies bedeute nicht, dass eine verstärkte 
Degeneration der Wirbelsegmente HWK5/6 zukünftig ausbleibe. Die Spondylodese HWK4/5 und 
die fortgeschrittene Degeneration von HWK6/7 würden zu einer vorzeitigen oder frühen Degene-
ration von HWK5/6 prädisponieren. Die Kausalitätsbeurteilung möge zukünftig zu bejahen sein, 
wenn die Klinik, Bildgebung und Elektrophysiologie dies übereinstimmend aufzeigen würden. Ak-
tuell bestehe dieser Nachweis jedoch nicht. Es sei hervorzuheben, dass die wirbelsäulenchirur-
gischen Berichte keine oder kaum klinische Befunde enthalten würden. Selbst die Beschreibung 
der Symptome sei sehr allgemein gehalten. Es lasse sich somit auch im Nachhinein keine fun-
dierte versicherungsmedizinische Kausalitätsbeurteilung durchführen. Beziehe man sich auf die 
angegebenen Kribbelparästhesien in den Fingern IV und V (Ring- und Kleinfinger) respektive das 
Taubheitsgefühl in den Fingern II und III (Zeige- und Mittelfinger), so handle es sich mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nicht um Manifestationen der Wurzeln C5 oder C6, allenfalls um Stö-
rungen der Wurzeln C7 und C8. Allerdings sei die Differenzialdiagnose damit nicht ausgeschöpft. 
Der Versicherte sei bekanntlich mehrfach an den peripheren Nerven des rechten Unterarms ope-
riert worden. Zudem habe er sich einer interventionellen Therapie der rheumatologischen Erkran-
kung des rechten Handgelenks unterzogen. Die Beschwerden im Nacken und rechten Arm seien 
komplex. 
 
6.2.14 Prof. F.____ diagnostiziert im Bericht vom 19. Februar 2020 (Beilage Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 26. Februar 2020) eine Zervikobrachialgie beidseits bei Status nach Frak-
tur-Spondylodese C4/5 von ventral mit Platte 1999, Anschlusssegmentdegeneration C3/4 mit 
hochgradigen Foraminalstenosen bds., Anschlusssegmentdegeneration C5/6 mit mässigen Fo-
raminalstenosen bds., und Osteochondrose C6/7 mit mässiger Einengung beider Foramina links-
betont. 
 
6.2.15 Mit Bericht vom 25. März 2020 (Beilage Duplik) hält Dr. E.____ fest, dass in keinem der 
Berichte von Prof. F.____ ein Befund festgehalten werde, der mit hoher Zuverlässigkeit eine zer-
vikale Radikulopathie oder Myelopathie beschreibe. Es seien in dieser Zeit auch keine neurolo-
gische Untersuchung beigezogen worden, um eine radikuläre oder myelopathische Ursache der 
Beschwerden zu dokumentieren. Sofern eine Ursachenvermutung genannt worden sei, sei sie 
nicht erklärt oder bewiesen, sondern stipuliert worden. Die MRT Befunde der HWS vom 14. Au-
gust 2018 und vom 17. Januar 2020 würden auf eine Zunahme der degenerativen Veränderun-
gen hinweisen, deren Ursache nur bezüglich des Segments C3/C4 empirisch mit dem Unfall von 
1999 ursächlich verbunden werden könnte, da es in direktem Kontakt mit den frakturierten Hals-
wirbeln C4/C5 stehe. Allerdings seien für C3/C4 keine radikulären Symptome oder motorischen 
Störungen beschrieben worden. Ob die Nackenschmerzen mit den degenerativen Veränderun-
gen dieser Wirbelsegmente in ursächlicher Verbindung stehen würden, könne wegen der diffusen 
myofaszialen Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden. Die im 
Bericht von Prof. F.____ beschriebenen Parästhesien entstünden durch Funktionsstörungen der 

 

 
 
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Nerven im Dermatom C7, dessen Wurzeln in den Foramina zwischen C6 und C7 lägen. Die Wir-
bel C6 und C7 mit den Foramina C6/C7 würden den Frakturen der Wirbel C4/C5 nicht anliegen. 
Es lasse sich aus den MRT von 2018 und 2020 ableiten, dass die Degeneration der Wirbelsäule 
im Segment C6/7 deutlich weiter fortgeschritten sei als im Segment C5/C6. Die Beschwerden des 
Versicherten seien wesentlich besser mit nervlichen Funktionsstörungen im frakturentfernten 
Segment C6/C7 vereinbar. Es sei daher überwiegend wahrscheinlich, dass die aktuellen Be-
schwerden und die der letzten Jahre nicht durch die Frakturen von C4/C5 oder einem anliegen-
den Segment verursacht worden seien und daher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
direkt oder indirekt (Pathologie in den Anschlusssegmenten) unfallkausal seien. 
 
6.2.16 Dr. I.____ hält in seiner Stellungnahme vom 2. Juni 2020 (Beilage Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 3. Juni 2020) fest, dass er den Patienten seit vielen Jahren kenne und ihn 
auch immer wieder wegen seiner Halsproblematik behandelt habe. Er diagnostiziert posttrauma-
tische Zervikobrachialgien beidseits bei Status nach ventraler Fraktur Spondylodese C4/C5 1999, 
Folge-Segmentdegeneration C3/C4 mit hochgradigen Foraminalstenosen beidseits, Folge-Seg-
mentdegeneration C5/C6 mit mässigen Foraminalstenosen beidseits, Folge-Osteochondrosen 
C6/C7 mit mässiger Einengung beider Foramina links betont. Aufgrund der Degeneration C5/C6 
mit Bewegungseinschränkung sei es zu einer Abnützung C6/C7 mit Osteochondrose und mässi-
ger Einengung beider Foramina links betont gekommen. In einer Vielzahl von Publikationen sei 
bewiesen worden, dass im Anschluss an eine Spondylodese in vielen Fällen Anschlusssegment-
degenerationen der übrigen HWS zu beobachten seien. Mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit wäre es ohne Fraktur nicht zu diesen Veränderungen an der HWS gekommen. 
Diese Meinung vertrete auch Prof. F.____ in seinem Bericht vom 19. Februar 2020. Primär seien 
immer die unmittelbar benachbarten Wirbelkörper betroffen, im weiteren Verlauf auch die nächst-
folgenden. Bereits 2004 seien degenerative Veränderungen zwischen C3 und C7 festgestellt wor-
den, was seiner Auffassung nach klar als Folge der Spondylodese zu werten sei.  
 
6.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich auf die Einschätzung von Dr. E.____, der einen 
Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden in Arm, Hand und Nacken sowie dem dama-
ligen Unfallereignis bzw. der Folgen der Spondylodese HWK C4/5 verneint. Damit ist klar, dass 
die Beweisregel zu den versicherungsinternen ärztlichen Berichten zur Anwendung gelangt (vgl. 
dazu Erwägung 3.7 hiervor). 
 
6.4.1 Der Beschwerdeführer beruft sich auf die Beurteilung seiner behandelnden Ärzte. Diese 
würden einen Kausalzusammenhang zwischen Unfall, Operation und den heutigen Beschwerden 
bejahen. 
 
6.4.2 Einerseits stützt er sich auf den Bericht von Prof. D.____ vom 6. August 2019 (vgl. Erwä-
gung 6.2.11 hiervor). Im Rahmen der Anamnese und des Befunds führt Prof. D.____ aus, dass 
der Patient keine konstanten Schmerzen mehr im Handgelenk habe, sondern nur noch bei Über-
lastung und schwerer körperlicher Tätigkeit sowie auch bei längerem Autofahren. Die Schmerzen 
seien jedoch mit Schmerztherapie gut kompensierbar, aktuell erhalte der Patient regelmässig 
zervikale Infusionstherapie an die Nervenwurzel und orale Analgesie, um die Nervenkompression 

 

 
 
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und Entzündung aufgrund der durch eine Plattenspondylodese bedingten degenerativen Verän-
derungen der anschliessenden Wirbelkörper nach Unfall zu lindern. Die Beschwerdegegnerin 
vertritt diesbezüglich in der Beschwerdeantwort die Auffassung, wonach es sich dabei lediglich 
um die Wiedergabe der Einschätzung des Beschwerdeführers handle. Dieser Auffassung kann 
nicht gefolgt werden. Der Befund ist so zu verstehen, dass die Platten- 
spondylodese degenerative Veränderungen in den anschliessenden Wirbelkörper verursacht, die 
zu einer Nervenkompression und Entzündungen führen. Dies wird insbesondere aufgrund der 
von Prof. D.____ gestellten Diagnose 3 (Zervikobrachialgie rechts bei Status nach ventraler Sta-
bilisation C4/5 bei Fraktur 1999 und Anschlussdegeneration C3/4 und C5/6 und C6/7 mit Fora-
menstenosen C3/4 rechtsbetont sowie C5/6 und C6/7 rechtsbetont) deutlich. In den Akten findet 
sich zudem eine Email von Prof. D.____ an den Beschwerdeführer vom 22. Januar 2018 (act. K 
22). Darin hält er auf Anfrage des Beschwerdeführers fest, dass die Schmerzen in der Hand 
seiner Auffassung nach in einem Zusammenhang mit der Verletzung der Halswirbelsäule stehen 
würden. Im Weiteren beruft sich der Beschwerdeführer auf die Einschätzung von Prof. F.____ 
vom 8. Januar 2019 und vom 19. Februar 2020 (vgl. dazu Erwägungen 6.2.8 und 6.2.14 hiervor). 
Prof. F.____ hält insbesondere in seiner Beurteilung im Bericht vom 19. Februar 2020 explizit 
fest, dass die posttraumatischen bzw. postoperativen Anschlusssegmentdegenerationen proxi-
mal und kaudal mit konsekutivem Lordoseverlust der HWS für die persistierenden Beschwerden 
des Beschwerdeführers verantwortlich seien. 
 
6.4.3 Prof. F.____ und Prof. D.____ bejahen damit zumindest eine Teilursächlichkeit der Be-
schwerden zum Unfallereignis vom 4. September 1999. Soweit sich der Beschwerdeführer auf 
die Stellungnahme von Dr. I.____ vom 2. Juni 2020 beruft, so ist dieses Schreiben nicht aus-
schlaggebend. Die Beschwerdegegnerin bringt gegen die Einschätzung von Dr. I.____ beach-
tenswerte Gründe vor, die das Schreiben in Richtung Gefälligkeitsbescheinigung rücken. Da sich 
Dr. I.____ im Wesentlichen auf die Beurteilung von Prof. F.____ beruft, ist seine Stellungnahme 
ohnehin nicht von entscheidender Bedeutung. 
 
6.5.1 Zu prüfen ist, ob Dr. E.____ mit seinen Aktenbeurteilungen die Einschätzungen von Prof. 
F.____ und Prof. D.____ zweifelsfrei so entkräften kann, dass die Beschwerdegegnerin berech-
tigt war, ohne weitere medizinische Abklärungen eine rechtsgenügliche Leistungsabweisung zu 
verfügen. 
 
6.5.2 Zunächst ist der Einwand des Beschwerdeführers zu prüfen, Dr. E.____ verfüge nicht 
über die notwendige Qualifikation als Facharzt, weshalb seine Beurteilungen grundsätzlich nicht 
geeignet seien, die klaren Unfallfolgen zu widerlegen. Das Bundesgericht äusserte sich kürzlich 
zu einer ähnlich gelagerten Frage. Im Urteil vom 19. Mai 2020, 8C_767/2019, führte es in Erwä-
gung 3.3.2 aus, dass ein Gutachten dazu diene, Fachwissen, über welches die Verwaltung oder 
das Gericht nicht verfüge, in das Verfahren einzuführen. Die rechtliche Beurteilung des Sachver-
haltes obliege indessen in jedem Fall dem Rechtsanwender. Vor diesem Hintergrund sei es not-
wendig, dass ein medizinischer Experte über hinreichendes medizinisches Fachwissen und prak-
tische Erfahrung verfüge. Da es sich bei der Medizin um eine internationale Wissenschaft handelt, 
müsse dieses Fachwissen und die praktische Erfahrung nicht zwingend in der Schweiz erworben 

 

 
 
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worden sein. Zwar sei es generell nicht einfach, den Ausbildungsstand eines medizinischen Ex-
perten zu beurteilen, so dass dazu im Wesentlichen auf formelle Kriterien wie die vom Arzt er-
worbenen Facharzttitel abgestellt werden müsse. Das Curriculum von Dr. E.____ ist im Internet 
abrufbar. Daraus geht hervor, dass er in der Klinik O.____ als neurologischer Oberarzt und bei 
der Versicherung Z.____ als neurologischer Experte tätig war und seit 2009 SIM-zertifizierter 
Gutachter ist. Heute führt er eine neurologische Praxis. Zweifel an seiner fachlichen Qualifikation 
als Neurologe sind damit unbegründet und dem Einwand des Beschwerdeführers kann nicht ge-
folgt werden. 
 
6.5.3 Die Stellungnahmen von Dr. E.____ können die Beurteilungen von Prof. F.____ und 
Prof. D.____ jedoch nicht entkräften. Entscheidend ist dabei die Beurteilung von Dr. E.____ vom 
29. September 2019 (vgl. dazu Erwägung 6.2.12 hiervor), die er kurz vor Erlass des angefochte-
nen Einspracheentscheids verfasste. Darin anerkennt auch er, dass kein Zweifel bestehe, dass 
die operative Versteifung der Segmente C4/5 durch die Spondylodese das Risiko einer verstärk-
ten Abnutzung an den Halswirbeln unmittelbar oberhalb und darunter bewirke, die zu neurologi-
schen Symptomen führen können, auch zu Schmerzen, Kribbelparästhesien, Sensibilitätsminde-
rungen und Schwäche. Weiter führt er aus, dass damit gerechnet werden müsse, dass die Spon-
dylodese C4/5 zukünftig auf weitere Segmente erweitert werden müsse, was auch Prof. F.____ 
am 8. Januar 2019 in Aussicht gestellt habe. Dessen ungeachtet hält er im nächsten Satz fest, 
es sei gegenwärtig keine richtungsweisende Veränderung dokumentiert. Diese Einschätzung ist 
mit deutlichen Zweifeln behaftet. Es ist klar, dass Dr. E.____ in diesem Bericht implizit zumindest 
eine Teilursache anerkennt oder zumindest in den Raum stellt und die Beschwerdegegnerin bei 
dieser Ausgangslage weitere medizinische Abklärungen hätte in die Wege leiten müssen. Statt-
dessen erliess sie den leistungsabweisenden Einspracheentscheid. 
 
6.6 Die Einschätzung von Dr. E.____ ist damit mit Zweifeln behaftet, weshalb sie die Beur-
teilung der behandelnden Ärzte nicht entkräften kann. Die Beurteilungen von Prof. F.____ und 
Prof. D.____ sind aber auch nicht derart klar, dass das Kantonsgericht gestützt darauf ohne Wei-
teres eine Leistungszusprache verfügen könnte. Unter anderem ist unklar, welche Beschwerden 
(Hand, Arm, Nacken) durch die posttraumatischen degenerativen Veränderungen der HWS über-
haupt ausgelöst werden, und wie sich diese in der Zwischenzeit seit der Rückfallmeldung entwi-
ckelt haben. Es besteht somit weiterer Abklärungsbedarf in Bezug auf den medizinischen Sach-
verhalt, der als komplex bezeichnet werden kann. Dafür sind offensichtlich spezifische fachärzt-
liche Kenntnisse notwendig. Folglich ist die Angelegenheit wegen Verletzung des Untersuchungs-
grundsatzes im Sinne von Art. 43 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
diese ein versicherungsunabhängiges Gutachten veranlasse. Dabei sind die Mitwirkungsrechte 
des Beschwerdeführers gemäss Art. 44 ATSG einzuhalten. Vor Anordnung des Gutachtens 
kommt ihm der Anspruch zu, sich zur Gutachterperson und zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird der Beschwerdefüh-
rer folglich die Möglichkeit haben, dem Experten bzw. der Expertin allfällige Fragen zu unterbrei-
ten. 
 

 

 
 
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7. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass eine abschliessende Beurteilung der 
Angelegenheit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht möglich ist. Der ange-
fochtene Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2019 ist aufzuheben und es sind weitere medizi-
nische Abklärungen im Sinne der Erwägungen vorzunehmen. Anschliessend wird die Beschwer-
degegnerin gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch des 
Beschwerdeführers neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne 
gutzuheissen. 
 
8.1 Art. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 massgebenden Fassung (vgl. dazu 
Übergangsbestimmung zur Änderung vom 21. Juni 2019) hält fest, dass das Verfahren vor dem 
kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben.  
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht – wie hier – einen bei ihm angefochtenen Ent-
scheid auf und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an 
die Verwaltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (voll-
ständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hin-
weisen). Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwer-
degegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote 
vom 9. September 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 19 Stunden und 
40 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungspro-
zessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz 
von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiesenen 
Auslagen von Fr. 125.30. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 5'430.20 (19 Stunden und 40 Minuten à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 125.30 zu-
züglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 

 

 
 
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9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2019 aufgehoben und die Ange-
legenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 5'430.20 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
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