# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53965653-d7ac-5919-8a5b-2aaee1648c22
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2023 B-3628/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3628-2022_2023-09-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-3628/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  S e p t e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Mia Fuchs (Vorsitz), 

Richter Francesco Brentani, Richter Jean-Luc Baechler,    

Gerichtsschreiber Pascal Sennhauser. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung,  

Forschung und Innovation SBFI,  

Vorinstanz,  

 

EIT.swiss, 

Kommission für Qualitätssicherung,  

Erstinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Berufsprüfung für Elektro-Projektleiter. 

 

 

 

B-3628/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Im Frühjahr 2021 legte A._______ den dritten Prüfungsversuch der Berufs-

prüfung zum Elektro-Projektleiter mit eidgenössischem Fachausweis ab. 

B.  

Mit Verfügung vom 10. März 2021 eröffnete ihm die Kommission für Quali-

tätssicherung der EIT.swiss, er habe die Prüfung nicht bestanden. Aus dem 

Prüfungszeugnis gehen folgende Noten hervor: 

Durchschnittsnote Schulprüfungen 4.1 

Planung und Kalkulation 3.5 

Normen 3.5 

Sicherheitskontrolle 4.8 

Messtechnik 3.5 

Schlussnote 3.9 

C.  

C.a Diesen Prüfungsentscheid focht A._______ mit Beschwerde vom 

9. April 2021 beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation 

SBFI an. Er beantragte sinngemäss eine Neubewertung seiner Prüfung als 

bestanden. Die nicht bestandenen Fächer "Normen" und "Messtechnik" 

seien unsorgfältig korrigiert worden. In der mündlichen Prüfung zum Fach 

"Planung und Kalkulation" seien Fragen gestellt worden, welche nicht Be-

standteil des Prüfungsstoffs seien. Mit Eingabe vom 29. April 2021 er-

gänzte er seine Beschwerde mit konkreten Rügen zu einzelnen Aufgaben 

der erwähnten Prüfungsfächer. 

C.b Mit Entscheid vom 19. Juli 2022 wies das SBFI die Beschwerde ab. Es 

erwog im Wesentlichen, A._______ mache eine Unterbewertung geltend 

und kritisiere die gestellten Fragen wiederholt als unklar. Den Experten 

stehe indes ein grosser Ermessensspielraum hinsichtlich der Gewichtung 

der Fragen, der Art der Kontrolle der Kenntnisse und bezüglich der Wahl 

und der Formulierung von Fragen zu. Es sei nicht ersichtlich, dass die Ex-

perten ihr Ermessen diesbezüglich fehlerhaft ausgeübt hätten. Sie seien 

auf alle rechtserheblichen Rügen eingegangen und hätten sich mit ihnen 

auseinandergesetzt. Die Bewertung sei daher nicht zu beanstanden. 

B-3628/2022 

Seite 3 

D.  

Gegen diesen Entscheid hat A._______ (Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 19. August 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erho-

ben. Er beantragt eine externe Beurteilung seiner Antworten. Seine Prü-

fungsleistung sei nicht fach- und normgerecht beurteilt worden. Er habe 

sämtliche seiner Antworten detailliert mit Auszügen aus den Bedienungs-

anleitungen und fachlicher Literatur sowie mit einfacher Elektrotechnik be-

legt. Es stelle sich ihm die Frage, weshalb die Experten die Antworten nicht 

kennten. Es könne nicht sein, dass nach einer Antworten-Vorlage korrigiert 

werde. Zudem seien Fragen klar und unmissverständlich zu stellen und 

Antworten gemäss der Lehre der Elektrotechnik und der Fachliteratur zu 

prüfen und korrigieren. Die Experten würden sämtliche Prüfungen an dem-

selben Tag korrigieren, wobei pro Prüfungsfach ca. 10 Minuten zur Verfü-

gung stünden. Deshalb müssten die Experten nach einer (Antworten-)Vor-

lage vorgehen und könnten auf jene Antworten, die von der Vorlage abwi-

chen, nicht eingehen. Es dürfe aber nicht sein, dass fachlich korrekte Ant-

worten als falsch gewertet würden. 

E.  

Mit Schreiben vom 18. Oktober 2022 verzichtet das SBFI (Vorinstanz) auf 

eine Vernehmlassung und beantragt unter Verweis auf den angefochtenen 

Entscheid die Abweisung der Beschwerde. 

F.  

Auch die Kommission für Qualitätssicherung der EIT.swiss (Erstinstanz) 

schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 18. November 2022 auf Abweisung 

der Beschwerde. Die fachkundigen Personen, zu welchen ihre Experten 

gehörten, müssten gewährleisten, dass ihr Ausbildungsstand dem neues-

ten Stand der Technik entspreche. Sie müssten ihre stetige Weiterbildung 

garantieren. Es gebe lediglich ein Hilfsmittel für die Experten, welches 

ihnen aufzeige, wie die Bewertung erfolgen sollte. Sie seien angewiesen, 

die Antworten wohlwollend, individuell und gestützt auf den aktuellen Stand 

der Technik zu bewerten. Nicht immer sei die Lösung schwarz-weiss und 

die Bewertung erfolge nicht nach einer Antworten-Vorlage. Die Prüfung 

zum Elektro-Projektleiter setze voraus, komplexe Zusammenhänge zu er-

kennen und darauf zu reagieren. Fragestellungen müssten klar formuliert 

werden, wiesen jedoch auch die erwähnte Komplexität auf. Die Korrektur 

erfolge in jedem Fach durch zwei Experten nach dem Vieraugenprinzip, 

wobei Unklarheiten besprochen würden. Da dies in 10 Minuten nicht mög-

lich sei, dauere die Korrektur länger, wobei kein Zeitdruck bestehe. 

B-3628/2022 

Seite 4 

G.  

Mit Verfügung vom 22. November 2022 wurde dem Beschwerdeführer das 

Schreiben der Vorinstanz vom 18. Oktober 2022 sowie die Vernehmlas-

sung der Erstinstanz vom 18. November 2022 zur Kenntnis gebracht und 

ihm Gelegenheit zur Replik eingeräumt. Dieser hat sich nicht mehr verneh-

men lassen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG; SR 132.32) als Be-

schwerdeinstanz Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Ver-

waltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG; SR 

172.021). Der Entscheid der Vorinstanz vom 19. Juli 2022 stellt eine Ver-

fügung im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 33 Bst. d 

VGG sowie Art. 61 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 

13. Dezember 2002 [Berufsbildungsgesetz, BBG, SR 412.10]). Es liegt 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vor. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am Vorverfahren teilgenommen und ist als 

Adressat der angefochtenen Verfügung zur Beschwerde legitimiert, zumal 

er auch ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung beziehungsweise 

Änderung der Verfügung geltend zu machen vermag (vgl. Art. 48 Abs. 1 

VwVG).  

1.3 Die erstinstanzliche Verfügung vom 10. März 2021 ist durch den Be-

schwerdeentscheid der Vorinstanz vom 19. Juli 2022 ersetzt worden (De-

volutiveffekt). Soweit sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vor-

liegend auch gegen diese wendet ("Aufrechterhaltung der Beschwerde ge-

gen die Prüfungsverfügung vom 10.03.2021"), ist auf die Beschwerde da-

her nicht einzutreten. Immerhin gilt die erstinstanzliche Verfügung als in-

haltlich mitangefochten (vgl. statt vieler: BGE 134 II 142 E. 1.4; Urteil des 

BVGer B-4074/2021 vom 19. Mai 2022 E. 1.4). 

1.4 Eingabefrist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwer-

deschrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kos-

tenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG).  

B-3628/2022 

Seite 5 

1.5 Auf die Beschwerde ist demnach im eben dargelegten Umfang einzu-

treten. 

2.  

2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-

zung von Bundesrecht (einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 

des Ermessens), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit der ange-

fochtenen Verfügung gerügt werden (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft Entscheide über Ergebnisse 

von Prüfungen grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition (Art. 49 

VwVG; vgl. Urteile des BVGer B-160/2021 vom 4. August 2021 E. 2.2, 

B-2588/2020 vom 7. Juli 2021 E. 4.1 und B-5185/2019 vom 6. März 2020 

E. 5.2; OLIVER ZIBUNG/ELIAS HOFSTETTER, in: Bernhard Waldmann/Phi-

lippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensge-

setz, 2.  Aufl. 2016 [nachfolgend: Praxiskommentar VwVG], Art. 49 VwVG 

N 43). Indes haben Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegenstand, in 

denen die Rechtsmittelbehörde in der Regel über keine genügenden eige-

nen Fachkenntnisse verfügt, die mit denjenigen der Vorinstanzen ver-

gleichbar wären. Zudem sind der Rechtsmittelbehörde meistens nicht alle 

massgebenden Faktoren der Bewertung bekannt und es ist ihr nicht immer 

möglich, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen 

einer beschwerdeführenden Person sowie der Leistungen der übrigen 

Kandidierenden zu machen. Eine freie und umfassende Überprüfung der 

Examensbewertung würde die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Un-

gleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen, und es ist 

auch nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz, die Bewertung der Prüfungs-

leistungen einer beschwerdeführenden Person gewissermassen zu wie-

derholen (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.1). 

In ständiger Rechtsprechung auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht 

daher bei der Bewertung von Prüfungsleistungen und spezifischen Fragen, 

die seitens der Gerichte nur schwer überprüfbar sind, eine gewisse Zurück-

haltung (vgl. statt vieler: BGE 136 I 237 E. 5.4.1 und 5.4.2, 131 I 467 E. 3.1; 

Urteile des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und  

B-6114/2020 vom 27. Mai 2021 E 4.2) und weicht nicht ohne Not von der 

Beurteilung der Expertinnen und Experten ab, besonders wenn diese im 

Rahmen der Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung zu den Rügen der 

beschwerdeführenden Person genommen haben und die Auffassung der 

Expertinnen und Experten, insbesondere soweit sie von derjenigen der 

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beschwerdeführenden Person abweicht, nachvollziehbar und einleuchtend 

ist (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1, 2010/11 E. 4.2 und 2008/14 E. 3.1 f. und 

4.3.2; Urteile des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und  

B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.3). Auf die Rüge der Unangemes-

senheit der Bewertung von Prüfungsleistungen ist nur dann detailliert ein-

zugehen, wenn die beschwerdeführende Person selbst substantiierte und 

überzeugende Anhaltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass das 

Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, eindeutig zu hohe Anforderungen ge-

stellt oder die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden. Die 

Behauptung allein, die eigene Lösung sei richtig und die Auffassung der 

Prüfungskommission oder eine vorgegebene Musterlösung sei falsch oder 

unvollständig, wird dieser Anforderung nicht gerecht (vgl. BVGE 2010/21 

E. 5.1, 2010/11 E. 4.3, 2010/10 E. 4.1, je mit weiteren Hinweisen; Urteile 

des BVGer B-3099/2020 vom 4. November 2021 E. 4 und B-671/2020 vom 

6. Oktober 2020 E. 2.4; kritisch dazu: PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechts-

schutz bei Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, in: Schweizerisches 

Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 10/2011, S. 553 ff., ins-

besondere 555 f., wonach eine Auseinandersetzung mit dem im konkreten 

Fall zu beurteilenden Leistungsnachweis und seiner Ausgestaltung stattzu-

finden habe). 

2.3 Diese Zurückhaltung gilt indessen nur für die materielle Bewertung der 

Prüfungsleistungen. Ist demgegenüber die Auslegung oder Anwendung 

von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmängel im Prü-

fungsablauf gerügt, so hat das Bundesverwaltungsgericht die erhobenen 

Einwendungen mit umfassender Kognition zu prüfen, andernfalls es eine 

formelle Rechtsverweigerung beginge (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2, 2010/10 

E. 4.1 m.H. und 2008/14 E. 3.3 m.H.). Dabei nehmen all jene Einwände auf 

Verfahrensfragen Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung, die Aufga-

benstellung oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen. Die Beweis-

last für allfällige Verfahrensfehler obliegt der beschwerdeführenden Partei 

(vgl. Urteile des BVGer B-4074/2021 vom 19. Mai 2022 E. 2.5 und  

B-671/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.5). Nicht jede Unstimmigkeit im Prü-

fungsverfahren kann freilich zum Anlass genommen werden, das Prü-

fungsergebnis in Frage zu stellen: Mängel im Prüfungsverfahren sind nur 

dann rechtserheblich, wenn sie das Prüfungsergebnis entscheidend beein-

flussen können oder beeinflusst haben (vgl. BGE 147 I 73 E. 6.7; Urteile 

des BGer 1P.420/2000 vom 3. Oktober 2000 E. 4b und 2D_6/2010 vom 

24. Juni 2010 E. 5.2; Urteil des BVGer A-258/2016 vom 8. November 2016 

E. 4.3). 

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Seite 7 

3.  

3.1 Die höhere Berufsbildung dient der Vermittlung und dem Erwerb der 

Qualifikationen, die für die Ausübung einer anspruchs- oder einer verant-

wortungsvolleren Berufstätigkeit erforderlich sind (Art. 26 Abs. 1 BBG). Sie 

wird durch eine eidgenössische Berufsprüfung oder eine eidgenössische 

höhere Fachprüfung (Art. 27 Bst. a BBG) oder durch eine eidgenössisch 

anerkannte Bildung an einer höheren Fachschule (Art. 27 Bst. b BBG) er-

worben. Den Fachausweis als Elektro-Projektleiter/-in erhält, wer die eid-

genössische Berufsprüfung bestanden hat (vgl. Art. 43 Abs. 1 BBG). Die 

Prüfung ist im Reglement über die Durchführung der Berufs- und höheren 

Fachprüfungen im Elektro- und Telematik-Installationsgewerbe vom 

28. Mai 2003 (genehmigt am 25. Juni 2003; Änderung vom 30. August 

2006 genehmigt am 12. September 2006 und in Kraft seit 1. Februar 2007; 

abrufbar unter: <https://www.eit.swiss> > Berufsbildung > Prüfungen 

HBB > Berufsprüfung > Downloads > Reglement 2003 (R2003) > Regle-

ment und Zusatz, zuletzt abgerufen am 23. August 2023; nachfolgend: Prü-

fungsreglement) und in der zugehörigen Wegleitung geregelt (abrufbar un-

ter: <https://www.eit.swiss> > Berufsbildung > Prüfungen HBB > Berufs-

prüfung > Downloads > Reglement 2003 (R2003) > Wegleitung Elektro-

Projektleiter/in, zuletzt abgerufen am 23. August 2023; vgl. auch Art. 28 

BBG). 

Die Berufsprüfung Elektro-Projektleiter umfasst die sieben Fächer Elektro-

technik/Elektronik, Gebäudetechnik I und Telematik (Fächer 1-3; Schulno-

ten) sowie Planung und Kalkulation, Normen, Sicherheitskontrolle und 

Messtechnik (Fächer 4-7; schriftlich und/oder mündlich; Art. 16 Abs. 1 Prü-

fungsreglement). Sie gilt als bestanden, wenn weder die Durchschnittsnote 

der Schule in den Fächern 1 bis 3 noch die Fachnoten der Fächer 4 bis 7 

der Prüfung die Note 4 unterschritten haben. Die Summe der Differenzen 

der ungenügenden Noten zur Note 4.0 darf bei den Schulnoten 0.5 Noten-

punkte nicht übersteigen (Art. 21 Abs. 1 Prüfungsreglement). Die Leistun-

gen werden mit Noten von 6 bis 1 bewertet. Die Note 4 und höhere be-

zeichnen genügende Leistungen; Noten unter 4 bezeichnen ungenügende 

Leistungen. Andere als halbe Zwischennoten sind nicht zulässig (Art. 20 

Abs. 1 Prüfungsreglement). Unter- und Positionsnoten werden mit ganzen 

und halben Noten nach Art. 20 bewertet. Die Gesamtnote der Prüfung ist 

das Mittel aller an der Prüfung erteilten Fachnoten und dem Durchschnitt 

der Schulnoten. Gesamtnote und Fachnoten werden auf eine Dezimal-

stelle gerundet. Führt der Bewertungsmodus ohne Positionen direkt zur 

Fachnote, so wird diese nach Art. 20 erteilt (Art. 19 Abs. 1 und 2 Prüfungs-

reglement). Wer die Prüfung nicht bestanden hat, wird frühestens nach 

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einem Jahr zur nächsten ordentlichen Prüfung zugelassen. Wird auch die 

zweite Prüfung nicht bestanden, so wird der Bewerber frühestens nach Ab-

lauf von drei Jahren seit der ersten Prüfung zu einer dritten und letzten 

Prüfung zugelassen (Art. 23 Abs. 1 Prüfungsreglement). 

4.  

In materieller Hinsicht bringt der Beschwerdeführer vor, seine Prüfungsleis-

tung sei nicht fach- und normgerecht beurteilt worden. Er habe sämtliche 

seiner Antworten detailliert mit Auszügen aus den Bedienungsanleitungen 

und fachlicher Literatur sowie mit einfacher Elektrotechnik belegt. Es stelle 

sich ihm die Frage, weshalb die Experten die Antworten nicht kennten. Da-

mit macht er sinngemäss eine Unterbewertung seiner Prüfungsleistung 

geltend. 

4.1 Wie ausgeführt, auferlegt sich die Rechtsmittelinstanz eine gewisse 

Zurückhaltung bei der Bewertung von Prüfungsleistungen. Auf die Rüge 

der Unangemessenheit der Bewertung ist nur dann detailliert einzugehen, 

wenn die beschwerdeführende Person selbst substantiierte und überzeu-

gende Anhaltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass das Ergebnis 

materiell nicht vertretbar ist, eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt oder 

die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden. Die Behaup-

tung allein, die eigene Lösung sei richtig und die Auffassung der Erstin-

stanz oder eine vorgegebene Musterlösung sei falsch oder unvollständig, 

wird dieser Anforderung nicht gerecht (vgl. E. 2.2 vorstehend). 

4.2 Der Beschwerdeführer zeigt in seiner Beschwerde nicht auf, welche 

Aufgaben seiner Ansicht nach zu niedrig bewertet wurden. Hierzu verweist 

er sinngemäss auf seine im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren getä-

tigten Ausführungen. Aus seiner dort eingereichten Beschwerdeergänzung 

ergibt sich, hinsichtlich welcher Aufgaben in den Prüfungsteilen Normen 

(schriftlich), Messtechnik (schriftlich) und Planung (mündlich) er diese 

Rüge erhob (Vorakten act. 3, S. 2 f., Beschwerde/Beschwerdeergänzung 

vom 29. April 2021). Dabei haben sich die Experten der Erstinstanz in ihren 

Stellungnahmen im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren ausführlich zu 

ihrer Bewertung geäussert und die zu den einzelnen Aufgaben vorgebrach-

ten Rügen des Beschwerdeführers aufgenommen, die Aufgabenstellung 

wiedergegeben, seine an der Prüfung gegebene Antwort gegenüberge-

stellt, ihre Bewertung respektive Punktzahl näher begründet und dabei zu 

den einzelnen Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung genommen 

(vgl. Vorakten act. 11, Beilagen 1 und 2, Stellungnahmen der Experten vom 

10. Juli 2021 und 9. Juni 2021). Die Vorinstanz erwog im angefochtenen 

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Entscheid, es sei nicht ersichtlich, dass die Experten ihr Ermessen fehler-

haft ausgeübt hätten und sich die gestellten Fragen als unklar erwiesen. 

Die Experten zeigten bei jeder der gerügten Aufgaben nachvollziehbar auf, 

weshalb die erteilte Punktzahl korrekt sei bzw. warum (nicht) zusätzliche 

Punkte erteilt werden könnten. Die Erstinstanz bzw. die Experten seien auf 

alle (rechtserheblichen) Rügen des Beschwerdeführers eingegangen und 

hätten sich mit ihnen rechtsgenüglich auseinandergesetzt. Die vorgenom-

mene Bewertung sei daher nicht zu beanstanden (angefochtener Ent-

scheid, E. 4.2, S. 4). Der Beschwerdeführer setzt sich weder mit den Aus-

führungen der Erstinstanz noch mit dem angefochtenen Entscheid ausein-

ander. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren beschränkt er sich auf die 

pauschale Rüge, seine Prüfungsleistung sei nicht fach- und normgerecht 

beurteilt worden. Er habe die Richtigkeit sämtlicher seiner Antworten be-

legt. Damit behauptet er einzig, seine eigenen Lösungen seien richtig und 

die Auffassung der Erstinstanz unzutreffend. Substantiierte Anhaltspunkte 

dafür, dass das Bewertungsergebnis materiell nicht vertretbar wäre oder 

seine Prüfungsleistung offensichtlich unterbewertet worden wäre, liefert er 

jedoch keine. Es ist daher und vor dem Hintergrund der Zurückhaltung, die 

sich das Bundesverwaltungsgericht aufzuerlegen hat (vgl. E. 2.2 und 4.1), 

nicht weiter auf diese Rüge einzugehen.  

4.3 Aus den Akten ergibt sich sodann die nicht zu beanstandende und im 

Übrigen nicht gerügte Zusammensetzung und Berechnung der ungenü-

genden Fachnoten durch die Erstinstanz (Vorakten act. 15, Stellungnahme 

der Erstinstanz vom 15. November 2021). Die Noten in den (gerügten) Prü-

fungsteilen Normen, Messtechnik und Planung sind damit insgesamt nicht 

zu beanstanden. 

Nachdem keine Hinweise auf eine falsche Beurteilung der Prüfungen des 

Beschwerdeführers vorliegen, ist auf seinen Antrag auf deren externe Be-

urteilung nicht weiter einzugehen. 

5.  

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass bei eidgenössischen Berufs-

prüfungen die Fragen klar und unmissverständlich gestellt werden müss-

ten, was vorliegend nicht der Fall gewesen sei. Dazu korrigierten die Ex-

perten sämtliche Prüfungen an demselben Tag, wobei pro Prüfungsfach 

nur ca. 10 Minuten zur Verfügung stünden, und gingen daher auf Antwor-

ten, die von der Vorlage abwichen, nicht ein. 

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Seite 10 

Soweit der Beschwerdeführer damit die Prüfung in formeller Hinsicht be-

anstanden wollte, ist er auf Folgendes hinzuweisen: Es obliegt ihm, den 

Nachweis für allfällige Verfahrensfehler zu erbringen (vgl. E. 2.3 vorste-

hend). Vorliegend ist nicht ersichtlich, worauf sich seine Rüge zur Korrektur 

stützt, zumal er keine über seine Behauptung hinausgehenden Belege ins 

Feld führt. Die Erstinstanz erklärte dazu, die Experten, welche die schriftli-

chen Prüfungen korrigierten, seien pro Fach immer zu zweit. Sie überprüf-

ten die Korrekturen nach dem Vieraugenprinzip, besprächen Unklarheiten 

zusammen und nähmen erst dann die definitive Bewertung vor. Da dies in 

10 Minuten nicht möglich sei, dauere die Korrektur länger. Diese erfolge 

individuell je nach Kandidat und dessen Antworten. Dabei bestehe kein 

Zeitdruck (Vernehmlassung, S. 2 f.). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern es im 

vorliegenden Verfahren zu Ungereimtheiten gekommen wäre oder gegen 

die einschlägigen Vorgaben zur Durchführung und Korrektur der Prüfungen 

(vgl. Art. 10 ff Prüfungsreglement) verstossen worden wäre. Ebenso finden 

sich keine Hinweise darauf, dass schematisch nach einer Antwortvorlage 

korrigiert worden respektive von einer solchen abweichende, aber fachlich 

korrekte Antworten nicht berücksichtigt worden wären. 

Behauptete Mängel im Prüfungsablauf sind grundsätzlich sofort, das heisst 

unmittelbar nach deren Kenntnisnahme, vorzubringen und der Prüfungs-

kandidat hat allenfalls den Abbruch der Prüfung zu verlangen. Es ist grund-

sätzlich nicht zulässig, formelle Rügen, die in einem früheren Stadium hät-

ten geltend gemacht werden können, erst nach dem ungünstigen Ausgang 

einer Prüfung vorzubringen. Ein derartiges, verspätetes Vorbringen 

verstösst gegen den Grundsatz von Treu und Glauben und führt zur Ver-

wirkung dieses Rechts (BGE 135 III 334 E. 2.2; Urteil des BGer 

2C_433/2011 vom 1. Juni 2012 E. 2.3.2; Urteil des BVGer B-2880/2018 

vom 19. März 2020 E. 6.1 je m.H.). In seiner Beschwerde führt der Be-

schwerdeführer weder aus, welche Prüfungsfragen konkret unklar oder 

missverständlich formuliert worden seien, noch, ob sich seine Rüge auf 

Fragen in einem mündlichen oder schriftlichen Prüfungsteil bezieht. Es 

kann damit vorliegend offengelassen werden, inwiefern es ihm zumutbar 

gewesen wäre, bereits anlässlich der Prüfung gegen die Fragestellungen 

jener Aufgaben zu opponieren, welche nach seiner Ansicht an Klarheit ver-

missen liessen. Denn seine Rüge ist ohnehin rein appellatorisch, soweit 

sie nicht verspätet vorgebracht wurde. 

Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich somit als unbegründet. 

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Seite 11 

6.  

Der angefochtene Entscheid vom 19. Juli 2022 ist nach dem Gesagten 

nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie ein-

zutreten ist. 

7.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer im vor-

liegenden Beschwerdeverfahren als unterliegend. Ihm sind die Verfahrens-

kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]). Diese werden mit Blick auf 

den Verfahrensaufwand und die Schwierigkeit der Streitsache auf 

Fr. 1'000.– festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE). Der 

Betrag ist dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– zu entnehmen. 

Dem Beschwerdeführer ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Urteils der Restbetrag in Höhe von Fr. 500.– zurückzuerstatten. Eine Par-

teientschädigung wird bei diesem Verfahrensausgang nicht ausgerichtet 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 

8.  

Nach Art. 83 Bst. t BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide über das 

Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich 

auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. 

Unter diesen Ausschlussgrund fallen Prüfungsergebnisse im eigentlichen 

Sinn, aber auch alle anderen Entscheide, die sich auf eine Bewertung der 

intellektuellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandi-

daten beziehen (BGE 138 II 42 E. 1.1 m.w.H.). Wenn andere Entscheide 

im Zusammenhang mit einer Prüfung strittig sind, insbesondere solche or-

ganisatorischer oder verfahrensrechtlicher Natur, bleibt das Rechtsmittel 

zulässig (BGE 147 I 73 E. 1.2.1 m.w.H.). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

B-3628/2022 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag wird dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kosten-

vorschuss von Fr. 1'500.– entnommen. Der Restbetrag von Fr. 500.– wird 

dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur-

teils zurückerstattet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, die Erstin-

stanz und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und 

Forschung WBF. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mia Fuchs Pascal Sennhauser 

 

 

  

B-3628/2022 

Seite 13 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-

sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-

tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 26. September 2023 

 

  

B-3628/2022 

Seite 14 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs-

formular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und For-

schung WBF (Gerichtsurkunde)