# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 451036d4-371f-5b17-ad03-305442509480
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-13
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 13.10.2023 502 2023 230
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2023-230_2023-10-13.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2023 230
502 2023 231

Urteil vom 13. Oktober 2023

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt Astrit Bytyqi

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Anordnung von Untersuchungshaft, DNA-Analyse

Beschwerde vom 5. Oktober 2023 gegen die Verfügung des Zwangs-
massnahmengerichts vom 22. September 2023 sowie gegen die-
jenige der Staatsanwaltschaft vom 22. September 2023

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Sachverhalt

A. Im Rahmen eines Strafverfahrens betreffend Betäubungsmittelhandel sagte B.________ aus, 
dass er zwischen Mai und Herbst 2020 600 Gramm Kokain für CHF 36'000.- bei A.________ gekauft 
habe (act. 6008 ff., 6025 ff.).

In der Folge eröffnete die Staatsanwaltschaft am 14. September 2023 ein Strafverfahren gegen 
A.________ wegen Verbrechens nach Art. 19 Abs. 2 BetmG (act. 5000).

A.________ wurde am 19. September 2023 auf Anordnung der Staatsanwaltschaft an seinem 
Domizil angehalten und festgenommen (act. 5001 ff., 6000 f.). Er wurde erkennungsdienstlich erfasst 
und es wurde eine DNA-Probe entnommen (act. 1004 ff.). Gleichentags wurde er von der Polizei 
sowie von der Staatsanwaltschaft angehört (act. 3000 ff., 6002 ff.). Die Polizei führte ausserdem 
eine Hausdurchsuchung durch und beschlagnahmte zwei iPhones, eine von A.________ als 
gestohlen gemeldete Uhr, CHF 1'240.- sowie eine Apple Watch. A.________ verlangte die 
Siegelung der beiden iPhones sowie der Apple Watch (act. 6011 ff.).

Mit Eingabe vom 20. September 2023 stellte die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmen-
gericht (nachstehend: das ZMG) ein Gesuch um Untersuchungshaft für eine Dauer von zwei 
Monaten (act. 6017 f.).

A.________ verzichtete ausdrücklich auf eine Parteiverhandlung vor dem ZMG (act. 3004) und 
nahm am 21. September 2023 schriftlich zum Haftgesuch Stellung. Er schloss auf Abweisung des 
Haftantrags und auf eine sofortige Haftentlassung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

B. Mit Verfügung vom 22. September 2023 hiess das ZMG das Gesuch der Staatsanwaltschaft 
teilweise gut und ordnete betreffend A.________ Untersuchungshaft für einen Monat, d.h. bis zum 
18. Oktober 2023, an. 

Die Staatsanwaltschaft ordnete ihrerseits am 22. September 2023 die Analyse der DNA-Probe an.

C. Gegen diese Verfügungen erhob A.________ am 5. Oktober 2023 Beschwerde. Er beantragt, 
dass die Verfügungen aufzuheben seien. Er sei umgehend aus der Untersuchungshaft zu entlassen 
und die bereits entnommene DNA-Probe sei zu vernichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Das ZMG schloss mit Eingabe vom 10. Oktober 2023 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 
einzutreten sei.

Die Staatsanwaltschaft schloss mit Stellungnahme vom 10. Oktober 2023 ebenfalls auf Abweisung 
der Beschwerde.

A.________ replizierte am 11. Oktober 2023.

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Erwägungen

1.

Vorliegend hat der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittelschrift gleichzeitig Beschwerde gegen 
die Verfügung des ZMG vom 22. September 2023 betreffend die Anordnung von Untersuchungshaft 
sowie diejenige der Staatsanwaltschaft vom 22. September 2023 betreffend DNA-Analyse einge-
reicht. Der Beschwerdeführer macht bezüglich beiden Verfügungen namentlich geltend, dass kein 
dringender bzw. hinreichender Tatverdacht vorliege. Es rechtfertigt sich daher, die beiden 
Beschwerdeverfahren 502 2023 230 und 502 2023 231 zur Vereinfachung des Verfahrens zu 
vereinen (Art. 30 StPO).

2.

2.1. Entscheide des ZMG sowie Verfügungen der Staatsanwaltschaft können mit Beschwerde an 
die Strafkammer angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage (Art. 20 Abs. 1 Bst. b 
und c, Art. 222, Art. 393 Abs. 1 Bst. a und c, Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 64 Bst. c und Art. 85 Abs. 1 
JG).

Den Akten kann nicht entnommen werden, wann die angefochtenen Verfügungen dem Beschwerde-
führer bzw. seinem Anwalt zugestellt wurden (Art. 87 Abs. 3 StPO). Die Beschwerde gilt somit als 
rechtzeitig erfolgt.

2.2. Der Beschwerdeführer hat als betroffene Person offensichtlich ein rechtlich geschütztes Inte-
resse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügungen (Art. 382 Abs. 1 StPO).

Nicht klar ist, ob der Beschwerdeführer auch gegen die DNA-Entnahme Beschwerde führen will. 
Diesbezüglich fehlt es aber an einem aktuellen Interesse, zumal die DNA-Entnahme bereits am 
19. September 2023 durchgeführt wurde, der Beschwerdeführer sich nicht widersetzte und sich 
kooperativ verhielt (act. 1005). Der Beschwerdeführer rügt auch keine Verletzung der EMRK (vgl. 
z.B. Urteil KG FR 502 2019 297 vom 17. Dezember 2019 E. 2.1 m.H.), womit auf eine allfällige 
Beschwerde betreffend die DNA-Entnahme nicht einzutreten ist.

2.3. Die Beschwerde ist grundsätzlich begründet und enthält Rechtsbegehren (Art. 396 Abs. 1 
StPO). Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. 

2.4. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststel-
lung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO).

2.5. Die Beschwerde wird in einem schriftlichen Verfahren behandelt (Art. 397 Abs. 1 StPO). Die 
Strafkammer verfügt dabei grundsätzlich über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1, Art. 393 Abs. 2 StPO). 

3.

3.1. Der Beschwerdeführer führt zunächst aus, dass das Strafverfahren vorliegend auf Deutsch 
zu führen sei. Er sei deutscher Muttersprache und der französischen Sprache nicht mächtig. Es 
erstaune, dass die Hafteinvernahme vom 19. September 2023 auf Französisch durchgeführt und 
der Haftantrag der Staatsanwaltschaft vom 20. September 2023 ebenfalls auf Französisch gestellt 
worden sei, zumal er dem nicht zugestimmt habe.

3.2. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, was er daraus ableiten will. Darüber hinaus ist festzu-
halten, dass er anlässlich der Hafteinvernahme vom 19. September 2023 anwaltlich vertreten war 
und sich der Durchführung der Einvernahme auf Französisch mit Übersetzung auf Deutsch nicht 

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widersetzt hat. Ausserdem hat er ohnehin zu einem überwiegenden Teil die Aussage verweigert 
(act. 3000 ff.). Der Beschwerdeführer behauptet auch nicht, dass ihm ein Nachteil daraus erwachsen 
sei, dass der Haftantrag der Staatsanwaltschaft vom 20. September 2023 auf Französisch gestellt 
wurde. Im Übrigen erklärte die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer bereits am 19. September 
2023, dass sie ein Gesuch um Anordnung von Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr stellen 
wird (act. 3003 f.; vgl. Art. 68 Abs. 2 StPO).

Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

Gemäss Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines 
Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ein im Gesetz genannter Haftgrund 
vorliegt. Nach Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO ist Haft bei Flucht-, Fortsetzungs- oder Kollusionsgefahr 
zulässig. Überdies hat die Haft wie alle strafprozessualen Zwangsmassnahmen verhältnismässig zu 
sein (vgl. insbes. Art. 197 StPO) und sie darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheits-
strafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). Nach Art. 237 StPO sind anstelle der Haft eine oder mehrere mildere 
Massnahmen anzuordnen, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen. 

Der Beschwerdeführer bestreitet, dass ein dringender Tatverdacht und Kollusionsgefahr vorliegt, 
und rügt eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes. Hingegen macht er nicht geltend, 
dass die Untersuchungshaft die zu erwartende Freiheitsstrafe überschreitet. 

5.

Der Beschwerdeführer bestreitet zunächst, dass ein dringender Tatverdacht vorliegt.

5.1. Er macht geltend, dass ihm nicht vorgeworfen werden könne, die Aussage verweigert zu 
haben. Ebenso wenig könne ihm vorgehalten werden, dass er nachgefragt habe, ob ein abgekürztes 
Verfahren möglich sei. Er habe leidglich unter Schock alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen, um 
die Untersuchungshaft abzuwenden, weil er sich gerade nicht strafbar gemacht habe. Das abge-
kürzte Verfahren könne die beschuldigte Person leicht dazu veranlassen, auf ihr Schweigerecht zu 
verzichten und ein Geständnis abzulegen. Die Aussage von B.________ könne nicht als glaubhafter 
eingestuft werden als seine. Im Gegenteil werde dieser in einem separaten Strafverfahren 
beschuldigt und sei nach kriminalistischen Erfahrungen die Mehrzahl der Fälle von Beschuldigungen 
durch Mitangeklagte öfter unwahr als wahr. Ausserdem gebe es gegen den Beschwerdeführer keine 
Zeugenaussagen, keine Videoaufzeichnungen und keine Sachbeweise, die unmittelbar belegen 
können, dass er Betäubungsmittel verkauft habe. Einzig B.________ behaupte dies.

5.2. Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das Bundesgericht bei der Überprüfung des 
allgemeinen Haftgrundes des dringenden Tatverdachtes (Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO) keine 
erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. 
Macht ein Inhaftierter geltend, er befinde sich ohne ausreichenden Tatverdacht in strafprozessualer 
Haft, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend 
konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und eine Beteiligung des Beschwerde-
führers an dieser Tat vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatver-
dachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei der 
Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher 
Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte. Das Beschleunigungs-
gebot in Haftsachen (Art. 31 Abs. 3-4 BV, Art. 5 Abs. 2 StPO) lässt hier nur wenig Raum für 
Beweismassnahmen. Auch über die gerichtliche Verwertbarkeit von Beweismitteln ist in der Regel 

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noch nicht im Untersuchungsverfahren abschliessend zu entscheiden. Zur Frage des dringenden 
Tatverdachtes bzw. zur Schuldfrage hat das Bundesgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren 
durchzuführen noch dem erkennenden Strafrichter vorzugreifen. Vorbehalten bleibt allenfalls die 
Abnahme eines liquiden Alibibeweises (BGE 143 IV 330 E. 2.1 m.H.). Da der Haftrichter keine 
abschliessende rechtliche Würdigung der zur Last gelegten Handlungen vorzunehmen hat, kann 
u.U. – je nach Komplexität eines Sachverhalts und Stand des Ermittlungsverfahrens – auch nicht 
verlangt werden, dass dem Beschuldigten bereits im Einzelnen genau bestimmte Handlungen zum 
Vorwurf gemacht werden (FREI/ZURBÜHLER ELSÄSSER, in Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, Art. 221 N. 6; BGE 143 IV 316 E. 6.4). Bei Beginn der Strafunter-
suchung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht noch geringer. Im Laufe des 
Strafverfahrens ist ein immer strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des 
Tatverdachts zu stellen. Nach Durchführung der in Betracht kommenden Untersuchungshandlungen 
muss eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 137 IV 122 E. 3.1 und 3.3, 143 IV 316 
E. 3.2). 

5.3. Vorliegend kann offenbleiben, ob im Antrag auf Durchführung des abgekürzten Verfahrens 
ein Indiz, dass sich der Beschwerdeführer strafbar gemacht hat, gesehen werden kann.

B.________ hat am 8. Februar 2023 namentlich folgende Aussagen getätigt (act. 6025 ff.): «Zu 
dieser Gruppierung kam ich über einen Typen aus C.________. Er war mit meinem Bruder in der 
Orientierungsschule und fährt ein schwarzes Auto. Ich möchte den Namen nicht nennen, ich habe 
Respekt vor diesem Typen. Er war Fahrer für die Gruppierung welche Sie mir oben erwähnt haben. 
Den Typen aus C.________ habe ich einmal in der D.________ Bar in E.________ getroffen und er 
bot mir dann ein wenig Kokain an, welches von dieser Gruppierung stammte. Es muss wohl im 
Frühjahr 2021 gewesen sein. Ich kann dies zeitlich einordnen, denn es war zu jener Zeit als ich in 
die WG an die F.________strasse umgezogen bin. Nachdem ich dieses Kokain probiert habe willigte 
ich ein und es entstand dann der Kontakt mit dieser oben genannten Gruppierung.»

Aus dem Protokoll der Folgeeinvernahme von B.________ vom 19. April 2023 geht sodann hervor, 
dass dieser von Mai 2020 bis Herbst 2020 in C.________, G.________ und E.________, vom 
Beschwerdeführer insgesamt 600 Gramm Kokain für CHF 36'000.- gekauft hat (act. 6009).

Der Beschwerdeführer hat seinerseits bisher zu einem überwiegenden Teil von seinem Aussage-
verweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Es liegen somit gar keine Aussagen vor, welche gegen 
diejenigen von B.________ abgewogen werden könnten. Daran ändert nichts, dass dem Beschwer-
deführer aus der Aussagenverweigerung kein Vorwurf gemacht werden darf, diese angeblich als 
Bestreiten der Vorwürfe anzusehen sei und er die Vorwürfe am 27. September 2023 in pauschaler 
Weise bestritten hat (act. 3007). 

Es mag zwar zutreffen, dass aus den Aussagen von B.________ vom 8. Februar 2023 nicht auf den 
Beschwerdeführer als «Typen aus C.________» geschlossen werden kann. Hingegen geht aus der 
Folgeeinvernahme vom 19. April 2023 hervor, dass B.________ den Beschwerdeführer, welchen er 
offenbar kennt, da sein Bruder mit ihm in der Orientierungsschule war, belastet. Er hat diesbezüglich 
auch diverse Details angegeben. Diesen Aussagen kann nicht bloss deshalb jegliche Glaubhaftigkeit 
abgesprochen werden, weil B.________ als beschuldigte Person allenfalls ein Interesse daran 
haben könnte, den Beschwerdeführer fälschlicherweise zu beschuldigen. Ob dies der Fall ist, wird 
sich vielmehr in der laufenden Untersuchung zu zeigen haben. Dabei ist daran zu erinnern, dass 
sich diese erst im Anfangsstadium befindet. Die Staatsanwaltschaft hat anlässlich der 
Hausdurchsuchung, namentlich 2 iPhones und eine Apple-Watch beschlagnahmt, welche noch 

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auszuwerten sind, wobei der Beschwerdeführer ein Siegelungsgesuch gestellt hat. Die Staatsan-
waltschaft hat folglich am 29. September 2023 ein Entsiegelungsgesuch beim ZMG gestellt 
(act. 6044 ff.). Weiter hat sie eine DNA-Analyse angeordnet, was ebenfalls Gegenstand dieses 
Beschwerdeverfahrens ist. Sie hat ausserdem den Beschwerdeführer und B.________ zur 
Einvernahme am 30. Oktober 2023 vorgeladen (act. 5012) und diverse Herausgabebegehren 
gestellt (act. 8000 ff.). Es ist zwar das Recht des Beschwerdeführers, die Aussage zu verweigern, 
die Siegelung zu verlangen und Beschwerde gegen die DNA-Analyse zu führen, dies hat jedoch 
unweigerlich einen Einfluss auf die Dauer der Untersuchung. Es ist daher nicht zu beanstanden, 
dass bisher noch keine Zeugenaussagen, keine Videoaufzeichnungen und keine Sachbeweise 
vorliegen. Der Beschwerdeführer kann nichts daraus ableiten. 

Zusammenfassend ist ein dringender Tatverdacht gegeben. 

6.

Der Beschwerdeführer bestreitet auch das Vorliegen von Kollusionsgefahr.

6.1. Er bringt vor, dass er bereits mehr als sieben Monate bzw. fünf Monate vor seiner Inhaf-
tierung Gelegenheit gehabt hätte, sein Aussageverhalten mit B.________ abzusprechen. Dieser sei 
ausserdem geständig und seine Aussagen seien dokumentiert. Auch die Erwägung, er könne auf 
zurzeit unbekannte Personen Einfluss nehmen, genüge nicht. Die Möglichkeit, dass eine 
beschuldigte Person in Freiheit kolludieren könnte, dürfe nicht nur theoretischer Natur sein. Darüber 
hinaus sei nicht auszuschliessen, dass involvierte Personen sich in Haft befinden. Es sei daher nicht 
einzusehen, wie er auf diese Personen Einfluss nehmen könnte. Es mute ausserdem erstaunlich 
an, dass sich B.________ nicht in Haft befinde. Was die Analyse der beschlagnahmten Mobil-
telefone betreffe, so könne er selbst in Freiheit keinen Einfluss mehr auf diese Mobiltelefone 
nehmen. Die Erwägung, er könne über andere Geräte auf seine Konten der sozialen Medien zugrei-
fen, sei willkürlich. Es sei weder belegt oder bewiesen noch aktenkundig, dass er solche Konten 
habe.

6.2. Der Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass der 
Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu 
beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Verdunkelung kann nach der bundesgerichtlichen 
Praxis insbesondere in der Weise erfolgen, dass sich der Beschuldigte mit Zeugen, Auskunfts-
personen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheits-
widrigen Aussagen veranlasst, oder dass er Spuren und Beweismittel beseitigt. Untersuchungshaft 
wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass der Beschuldigte die wahrheitsgetreue Abklärung des 
Sachverhaltes vereitelt oder gefährdet. Die theoretische Möglichkeit, dass der Beschuldigte kollu-
dieren könnte, genügt indessen nicht, um Untersuchungshaft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es 
müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das 
Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Einzelfalles zu prüfen 
(BGE 137 IV 122 E. 4.2; 132 I 21 E. 3.2). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich 
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten 
des Beschuldigten im Strafprozess, aus seinen persönlichen Merkmalen, aus seiner Stellung und 
seinen Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten Sachverhaltes sowie aus den persönlichen 
Beziehungen zwischen ihm und den ihn belastenden Personen. Bei der Frage, ob im konkreten Fall 
eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der 
Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der 
untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen (BGE 132 I 21 E. 

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3.2.1). Besondere Berücksichtigung verdienen die persönliche Situation und eine allfällige beson-
dere Schutzbedürftigkeit des mutmasslichen Opfers bzw. wichtiger Gewährspersonen. Je weiter das 
Strafverfahren vorangeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konnte, 
desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von Verdunkelungsgefahr zu stellen (BGE 137 
IV 122 E. 4.2; 132 I 21 E. 3.2.2). 

6.3. Es ist unerheblich, dass der Beschwerdeführer angeblich bereits seit den Aussagen von 
B.________ vom 8. Februar 2023 bzw. 19. April 2023 Gelegenheit gehabt hätte, sein Aussage-
verhalten mit diesem abzusprechen. Der Beschwerdeführer behauptet einerseits nicht substantiiert, 
dass er bereits damals Kenntnis von den Aussagen von B.________ hatte, andererseits bedeutet 
die theoretische Möglichkeit einer Absprache nicht, dass eine solche bereits (vollständig) erfolgt ist.

Unerheblich ist auch, ob sich B.________ in Haft befindet, er geständig ist und seine Aussagen 
dokumentiert seien, zumal die Kollusionsgefahr nicht nur gegenüber ihm, sondern auch gegenüber 
weiteren zurzeit noch unbekannten Tatbeteiligten bejaht wurde. Darüber hinaus hat B.________ am 
8. Februar 2023 ausgesagt, dass er Respekt vor dem Beschwerdeführer habe, und wollte zunächst 
dessen Namen nicht nennen, womit Anhaltspunkte bestehen, dass sich dieser durch den 
Beschwerdeführer könnte einschüchtern lassen. Wie das ZMG zu Recht erwog, ist es für den 
Betäubungsmittelhandel typisch, dass zahlreiche Personen involviert sein können und ohne 
Einflussnahme durch den Beschuldigten einvernommen werden müssen (vgl. Urteil BGer 
1B_20/2016 vom 4. Februar 2016 E. 3.2 m.H.). Vorliegend befindet sich die Untersuchung im 
Anfangsstadium, weshalb noch keine hohen Anforderungen an den Nachweis der Verdunkelungs-
gefahr zu stellen sind. Die Vorwürfe wiegen schwer. Wie bereits erwähnt (vorstehend E. 5.3), stehen 
noch zahlreiche Untersuchungshandlungen an. Diese sollen namentlich dazu dienen, weitere 
Abnehmer, Lieferanten und/oder Komplizen zu identifizieren, einzuvernehmen und allenfalls mit dem 
Beschwerdeführer zu konfrontieren. Besonders am Anfang des Verfahrens ist es unerlässlich, eine 
mögliche Kontaktaufnahme des Beschwerdeführers mit B.________, eventuellen Abnehmern, 
dem/den Auftraggeber/-n, Lieferanten oder allfälligen Komplizen zu verhindern, auch und gerade 
wenn sie zurzeit noch unbekannt sind. Daran ändert nichts, dass sich diese möglicherweise in Haft 
befinden könnten, da dies eben gerade nicht bekannt ist. Ebenso, dass er auf die Auswertung der 
bereits beschlagnahmten Datenträger selbst in Freiheit keinen Einfluss mehr nehmen könnte. Ob 
der Beschwerdeführer über Konten in den Sozialen Medien verfügt, wird sich ferner erst noch zu 
zeigen haben. 

Die Kollusionsgefahr ist somit gegeben.

7.

Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass die Anordnung von Untersuchungshaft 
unverhältnismässig sei.

7.1. Er sei verheiratet und Vater von zwei Töchtern im Alter von zwei Jahren bzw. acht Monaten. 
Er sei der einzige Versorger der Familie und ohne seine Unterstützung werden seine Ehefrau und 
Kinder in einen finanziellen Engpass geraten. Er arbeite als Sicherheitswärter zu 100% und riskiere 
seinen Job zu verlieren. Parallel zu seiner Erwerbstätigkeit mache er eine Weiterbildung als Detail-
handelsspezialist und müsse zwischen dem 9. und 13. Oktober 2023 seine Abschlussarbeit 
verteidigen. 

7.2. Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht substantiiert mit den zutreffenden Erwägungen 
des ZMG auseinander, wonach keine Ersatzmassnahmen ersichtlich sind. Insbesondere ein Verbot, 

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zum Teil gar nicht identifizierte Personen zu kontaktieren, kann nicht erlassen werden, da ein 
solches laut Gesetz nur gegenüber «bestimmten Personen» angeordnet werden kann (Art. 237 
Abs. 2 Bst. g StPO). Es wäre offensichtlich wirkungslos und nicht überprüfbar. Der 
Beschwerdeführer legt nicht dar, welche Ersatzmassnahmen vorliegend in Frage kommen würden, 
wobei solche ohnehin nicht ersichtlich sind (vgl. Urteile BGer 1B_197/2019 vom 27. Mai 2019 E. 3.3 
f.; 1B_121/2019 vom 8. April 2019 E. 4.4). 

Die Untersuchungshaft ist somit auch verhältnismässig. Die Beschwerde ist demnach betreffend die 
Untersuchungshaft abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

8.

Der Beschwerdeführer ist sodann der Ansicht, dass kein DNA-Profil erstellt werden dürfe.

8.1. Der Beschwerdeführer bestreitet auch diesbezüglich, dass ein hinreichender Tatverdacht 
vorliegt. Weiter erhelle nicht, inwiefern die DNA-Analyse geeignet sein soll, den Verkauf von Kokain 
zu beweisen. Der vorgeworfene Sachverhalt datiere von 2020. Es sei kein Kokain sichergestellt 
worden. Anhaltspunkte, dass er in andere Delikte von gewisser Schwere verwickelt sein könnte, 
seien nicht auszumachen. Folglich erweise sich die Abnahme des Wangenschleimhautabstrichs als 
rechtswidrig.

Die Staatsanwaltschaft führt in ihrer Stellungnahme aus, dass die Polizei bereits im Jahr 2020 wegen 
Kokainhandel im Raum C.________ ermittelt habe. Die Erstellung des DNA-Profils des 
Beschwerdeführers rechtfertige sich, um es mit den damals entnommenen Spuren zu vergleichen. 

8.2. Gemäss Art. 255 Abs. 1 Bst. a StPO kann von der beschuldigten Person zur Aufklärung eines 
Verbrechens oder eines Vergehens eine Probe genommen und ein DNA-Profil erstellt werden. 
Art. 255 StPO ermöglicht aber nicht bei jedem hinreichenden Tatverdacht die routinemässige 
Entnahme von DNA-Proben, geschweige denn deren generelle Analyse. Dies konkretisiert Art. 197 
Abs. 1 StPO. Danach können Zwangsmassnahmen nur ergriffen werden, wenn ein hinreichender 
Tatverdacht vorliegt (Bst. b), die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht 
werden können (Bst. c) und die Bedeutung der Straftat die Zwangsmassnahme rechtfertigt (Bst. d; 
BGE 147 I 372 E. 2.1; 145 IV 263 E. 3.3 f.; je m.H.).

8.3. Wie bereits gesehen, besteht vorliegend ein dringender und somit auch ein hinreichender 
Tatverdacht. Die DNA-Analyse vermag zwar für sich allein nicht den Verkauf von Kokain zu 
beweisen, hingegen ist sie sehr wohl geeignet, die Beteiligung des Beschwerdeführers am 
Kokainhandel nachzuweisen, zumal bereits im Jahr 2020 Spuren entnommen wurden und diese mit 
dem DNA-Profil des Beschwerdeführers zu vergleichen sind. Ausserdem ist nicht nur der Verkauf 
von Kokain, sondern namentlich auch der Besitz strafbar (vgl. Art. 19 Abs. 1 Bst. d, Art. 19a Ziff. 1, 
Art. 19b BetmG). Das angestrebte Ziel kann nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden, 
wobei bei der DNA-Analyse von einem leichten Grundrechtseingriff auszugehen ist (BGE 145 IV 363 
E. 2.2 m.H.). Die Massnahme ist ausserdem auch durch die Bedeutung der Straftat gerechtfertigt.

Die Beschwerde ist somit auch diesbezüglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

9.

9.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens 
oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).

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Vorliegend ist der Beschwerdeführer mit seinen Rechtsbegehren nicht durchgedrungen, sodass es 
sich rechtfertigt, ihm die auf CHF 600.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) festgesetzten 
Verfahrenskosten aufzuerlegen.

9.2. Die Strafkammer setzt die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für das Beschwerde-
verfahren fest (Art. 57 Abs. 1 und 2 JR; FZR 2015 73). Vorliegend erscheinen rund fünf Stunden 
Arbeit für die Kenntnisnahme der Verfügungen, der Stellungnahmen und des vorliegenden Urteils, 
die Kontakte mit dem Klienten sowie das Verfassen der Beschwerde und der Replik als ange-
messen. Unter Berücksichtigung der Auslagen wird die Entschädigung bei einem Stundentarif von 
CHF 180.- pauschal auf CHF 1’000.- festgesetzt. Hinzu kommen 7.7% MwSt., d.h. CHF 77.-.

Die Kammer erkennt:

I. Die Verfahren 502 2023 230 und 502 2023 231 werden vereint.

II. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 22. September 2023 wird bestätigt.

Die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. September 2023 wird bestätigt.

III. Die angemessene Entschädigung von Rechtsanwalt Astrit Bytyqi für das Beschwerde-
verfahren wird auf CHF 1'000.-, zzgl. MwSt. von CHF 77.-, festgesetzt.

IV. Die Verfahrenskosten von CHF 1'677.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-; ange-
messene Entschädigung: CHF 1'077.-) werden A.________ auferlegt.

A.________ ist verpflichtet, die Entschädigung gemäss Ziffer III zurückzubezahlen, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

V. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Die Festsetzung der Entschädigung des amtlichen Verteidigers kann innert 10 Tagen nach Eröff-
nung dieses Urteils mit Beschwerde am Bundesstrafgericht angefochten werden (Art. 135 Abs. 3 
Bst. b StPO). Das Verfahren ist in den Art. 379 bis 397 StPO (Art. 39 des Bundesgesetzes über die 
Organisation der Strafbehörden des Bundes; SR 173.71) geregelt. Die begründete Beschwerde-
schrift ist beim Bundesstrafgericht, Postfach 2720, 6501 Bellinzona, einzureichen. 

Freiburg, 13. Oktober 2023/sig

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin