# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ce6dd86-2af0-5c28-aebf-289858b31cbf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.02.2012 B-5877/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5877-2011_2012-02-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung II
B­5877/2011

U r t e i l   v om   1 6 .   F e b r u a r   2 0 1 2  

Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz),
Richter Ronald Flury, Richter Frank Seethaler,   
Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann.

Parteien A._______,
vertreten durch lic. iur. Gregor Marcolli, 
Fürsprecher, 3001 Bern,
Beschwerdeführer, 

gegen

A._______ & Co. VIII Sachwert­Beteiligung 
Kommanditgesellschaft, 
vertreten durch Dr. iur. Patrick M. Hoch, 
Rechtsanwalt, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin, 

Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA, 
Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Verfahrenseinstellung betreffend die A._______ & Co. VIII 
Sachwertbeteiligung Kommanditgesellschaft und die 
A._______ & Co. IX Sachwertbeteiligung 
Kommanditgesellschaft.

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Sachverhalt:

A. 

A.a  A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  gründete  durch  seine 
A._______  AG  in  den  Jahren  1998  bis  2006  diverse 
Kommanditgesellschaften,  darunter  auch  die  A._______  &  Co  VIII 
Sachwert­Beteiligung Kommanditgesellschaft und die A._______ & Co IX 
Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft  (im  Folgenden: 
Kommanditgesellschaften  bzw.  KG  VIII  und  KG  IX).  Diese 
Kommanditgesellschaften  sollten  Anlegern  die  Möglichkeit  bieten,  über 
eine Beteiligung als Kommanditäre  in  Immobilien zu  investieren, welche 
von  den  Kommanditgesellschaften  erworben,  erstellt  und  vermietet 
wurden. Die Anleger konnten entweder direkt (als "Direktkommanditäre") 
oder  indirekt  (als  "Treugeberkommanditäre"  über 
"Treuhandkommanditäre")  einen  Anteil  erwerben.  Die 
Treuhandkommanditäre hielten  in eigenem Namen, aber  treuhänderisch 
und  auf  Rechnung  der  Anleger  die  von  diesen  eingebrachten 
Kommanditeinlagen.  Die  einbezahlten  Kommanditeinlagen  (abzüglich 
Agio)  bildeten  das  Gesellschaftskapital;  je  ein  bestimmter  Anteil  am 
Gesellschaftskapital  ergab  ein  Stimmrecht  an  der 
Gesellschafterversammlung.  Der  Beschwerdeführer  war  ursprünglich 
einziger  unbeschränkt  haftender  Gesellschafter  (Komplementär)  und 
einzelzeichnungsberechtigter  Geschäftsführer  aller 
Kommanditgesellschaften. Er hatte keinen Anteil am Gesellschaftskapital, 
verfügte aber über eine vergleichsweise geringe Anzahl Stimmen  in der 
Gesellschafterversammlung.

Die  KG  VIII  ist  Eigentümerin  des  Hotels  (…)  in  L._______.  Das 
eigentliche  Management  des  Hotels  obliegt  der  R._______  AG 
(nachfolgend:  R._______).  Die  KG  VIII  ist  auch  einzige  Kommanditärin 
der  KG  IX,  die  ihrerseits  Eigentümerin  einer  ebenfalls  durch  das  Hotel 
(…)  genutzten  Liegenschaft  ist.  Fast  alle  Kommanditäre  der  KG VIII 
waren  sogenannte  Treugeberkommanditäre,  d.h.  die  betreffenden 
Anleger  beteiligten  sich  auf  indirektem  Weg  über  zwei 
Treuhandgesellschaften  (Y._______  AG  und  W._______  GmbH).  Auf 
Antrag  dieser  Treuhandgesellschaften,  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
Hoch,  entzog der Kantonsgerichtspräsident K._______ mit  vorsorglicher 
Massnahme  vom  30.  Mai  2007  dem  Beschwerdeführer  die 
Zeichnungsberechtigung  für  die  KG  VIII.  In  der  Folge  bestimmte  die 
Vormundschaftsbehörde  (…)  am  31.  August  2007  B._______  zur 

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Beiständin  der  KG  VIII.  Auf  Einsprache  des  Beschwerdeführers  hin 
ernannte  die  Vormundschaftsbehörde  am  27.  November  2007  eine 
Mehrfachbeistandsschaft mit gemeinsamer Amtsführung.

A.b Per  1.  Januar  2007,  mit  einer  Übergangsfrist  für  Anpassungen  bis 
Ende  2007,  trat  das  neue  Kollektivanlagengesetz  vom  23. Juni  2006  in 
Kraft. Mit superprovisorischer Verfügung vom 11. Januar 2008 eröffnete 
die  Eidgenössische  Bankenkommission  (EBK;  heute:  Eidgenössische 
Finanzmarktaufsicht  FINMA,  nachfolgend:  FINMA  oder  Vorinstanz)  bei 
der  "A._______­Gruppe",  bestehend  aus  der  A._______  AG  sowie 
verschiedenen Kommanditgesellschaften, darunter auch den KG VIII und 
IX,  eine Untersuchung wegen Verdachts  auf  einen Verstoss  gegen  das 
Kollektivanlagengesetz  und  setzte  die  X._______  AG  als 
Untersuchungsbeauftragte ein. Die alleinige Zeichnungsberechtigung  für 
alle  untersuchten Gesellschaften wurde mit  der  gleichen Verfügung  der 
Untersuchungsbeauftragten  übertragen  und  entsprechend  ins 
Handelsregister eingetragen.

Mit  Verfügung  vom  20. Mai  2008  stellte  die  EBK  fest,  die  "A._______­
Gruppe"  verstosse  gegen  das  Kollektivanlagengesetz  und  das 
Bankengesetz und verfügte die Konkurseröffnung über die A._______ AG 
und die Liquidation der diversen Kommanditgesellschaften. 

Gegen  diese Verfügung  erhob  u.a. Rechtsanwalt  Hoch  namens  und  im 
Auftrag  der  KG  VIII  und  der  KG IX  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht,  gestützt  auf  eine  durch  B._______ 
unterzeichnete  Vollmacht.  Das  Bundesverwaltungsgericht  trat  auf  die 
Beschwerde  der  KG  IX  nicht  ein  (Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts 
B­4312/2008 vom 31. Juli 2009). Die Beschwerde der KG VIII hiess das 
Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  31.  Juli  2009  gut,  soweit  es 
darauf  eintrat  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008  vom 
31. Juli 2009). 

Gegen  dieses  letztere  Urteil  erhob  die  FINMA  Beschwerde  an  das 
Bundesgericht. 

Während des laufenden Beschwerdeverfahrens vereinbarte Rechtsanwalt 
Hoch  namens  der KG VIII mit  der  FINMA,  dass mit  der  Liquidation  der 
KG IX zugewartet werde bis zum Urteil des Bundesgerichts.

A.c  Das  Bundesgericht  hiess  die  Beschwerde  mit  Urteil  2C_571/2009 
vom  5.  November  2010  teilweise  gut  und  wies  die  Sache  zu  neuem 

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Entscheid  im  Sinne  der  Erwägungen  an  die  FINMA  zurück.  Aus  der 
Begründung  des  Urteils  geht  hervor,  dass  das  Bundesgericht  die 
Unterstellung  unter  das  Kollektivanlagengesetz  bejahte,  die 
aufsichtsrechtliche Liquidation aber als zu streng beurteilte. 

A.d  Nach  der  Zustellung  des  begründeten  Bundesgerichtsurteils 
gelangten Rechtsanwalt Hoch als Rechtsvertreter der KG VIII sowie der 
Beschwerdeführer mit  Eingaben  vom  19.  Januar  2011  bzw.  26.  Januar 
2011  an  die  FINMA.  Rechtsanwalt  Hoch  beantragte  der  Vorinstanz, 
B._______  sei  als  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  ins  Handelsregister 
einzutragen. Der Beschwerdeführer schlug vor, es sei zu versuchen, das 
Hotel  zu  verkaufen,  und  nur,  wenn  das  scheitern  sollte,  sei  über  eine 
allfällige Liquidation zu entscheiden. 

In der Folge behandelte die Vorinstanz lediglich Rechtsanwalt Hoch und 
B._______  als  Vertreter  der  KG  VIII  (in  diesem  Sinn  nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin)  oder  der  KG  IX.  Am  1.  März  2011  fand  eine 
Besprechung  der  Vorinstanz  mit  Vertretern  der  Beschwerdegegnerin 
statt.  Im  Anschluss  daran  forderte  die  Vorinstanz  die 
Beschwerdegegnerin  auf,  bis  29. April  2011  Alternativen  zu  einer 
Liquidation der KG VIII und KG IX aufzuzeigen. 

Mit Schreiben  vom 22. März  2011 bestätigte  die Vorinstanz  zu Handen 
der  Beschwerdegegnerin,  dass  sie  die  Eintragung  von  B._______  ins 
Handelsregister  als  vorerst  nicht  zeichnungsberechtigte 
Geschäftsführerin  der  KG  VIII  und  der  KG  IX  unterstütze  und  mit  der 
Sitzverlegung  der  KG  VIII  in  den  Kanton  N._______  als  zukünftigen 
Wohnsitzkanton  von  B._______  einverstanden  sei.  Die 
Untersuchungsbeauftragte  vollzog  diese  Einträge  mit  Wirkung  per  28. 
April 2011.

Mit  Stellungnahme  vom  11.  Mai  2011  beantragte  die 
Beschwerdegegnerin die Entlassung der KG VIII und der KG IX aus der 
Aufsicht  der  Vorinstanz.  Zur  Begründung  legte  sie  dar,  ihre  Aktivitäten 
fielen  nicht  unter  das  Kollektivanlagengesetz;  die  Auffassung  des 
Bundesgerichts  sei  diesbezüglich  falsch.  Die  finanzielle  Situation  sei 
besser als von der Untersuchungsbeauftragten dargestellt. Nachdem die 
Vorinstanz  die  beiden Gesellschaften  aus  der Aufsicht  entlassen  haben 
werde, werde vorab eine Gesellschafterversammlung einzuberufen sein, 
wo  B._______  als  Komplementärin  vorzuschlagen  sein  werde.  Eine 

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Überführung in eine juristische Person sei aus steuerlichen Gründen nicht 
sinnvoll. 

Mit  Verfügung  vom  30.  Mai  2011  wies  die  Vorinstanz  das 
Handelsregisteramt  des  Kantons  N._______  an,  die  Eintragung  der 
X._______ AG als Untersuchungsbeauftragte der KG VIII zu löschen und 
B._______ als Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift einzutragen. 

Mit  Verfügung  vom  gleichen  Tag  wies  die  Vorinstanz  das 
Handelsregisteramt  des  Kantons  K._______  an,  die  Eintragung  der 
X._______ AG als Liquidatorin der KG IX zu löschen und B._______ als 
Geschäftsführerin der KG IX mit Einzelunterschrift einzutragen. 

A.e Mit Schreiben  vom 30. Mai  2011  (nicht  als Verfügung ausgestaltet) 
teilte  die  Vorinstanz  der  Beschwerdegegnerin  mit,  dass  sie  die  KG VIII 
und  die  KG  IX  nunmehr  als  operativ  und  daher  nicht  mehr  unter  das 
Kollektivanlagengesetz  fallend  einstufe,  dass  sie  daher  das  Verfahren 
einstelle  und  das  Mandat  der  Untersuchungsbeauftragten  beende.  Zur 
Begründung führte sie aus, es bestünden keine Hinweise mehr, dass der 
Fortbestand der KG VIII und der KG IX in der jetzigen Form nicht möglich 
wäre  oder  dass  die  Gesellschaften  künftig  einer  Tätigkeit  im  Sinne  der 
Finanzmarktgesetze,  insbesondere  des  Kollektivanlagengesetzes, 
nachgehen würden. 

A.f  Am  14.  Juli  2011  erhoben  der  Beschwerdeführer  sowie  die 
I._______ S.A.  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  die 
an  die  Handelsregisterämter  N._______  und  K._______  gerichteten 
Verfügungen vom 30. Mai 2011 und vom 22. März 2011 und beantragten, 
diese  Verfügungen  seien  aufzuheben,  und  die  gestützt  auf  diese 
Verfügungen  vorgenommenen  Eintragungen  seien  rückgängig  zu 
machen.  Im  Kontext  jenes  Beschwerdeverfahrens  (B­3987/2011) 
konsultierte der Beschwerdeführer am 23. September 2011 am Sitz des 
Bundesverwaltungsgerichts  die  von  der  Vorinstanz  eingereichten 
Vorakten.  

B. 
Am  24.  Oktober  2011  erhebt  der  Beschwerdeführer  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  gegen  das  an  die  Beschwerdegegnerin 
adressierte  Schreiben  vom  30.  Mai  2011  und  beantragt  die  Aufhebung 
dieser  Verfügung.  In  prozessualer  Hinsicht  beantragt  er  die  Sistierung 
des Verfahrens bis auf Weiteres. 

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Zur  Begründung  macht  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  habe  als 
unbeschränkt  haftender  Komplementär  der  betroffenen 
Kommanditgesellschaften  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  der 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und sei daher zur Beschwerde 
legitimiert.  Er  sei  erst  durch  die  Einsichtnahme  in  die  amtlichen  Akten 
vom 23. September 2011 auf das Schreiben der Vorinstanz vom 30. Mai 
2011  aufmerksam  geworden.  Die  Beschwerdefrist  habe  daher  erst  am 
23. September  2011  zu  laufen  begonnen  und  sei  mit  der 
Beschwerdeeingabe  vom  24.  Oktober  2011  eingehalten.  In  materieller 
Hinsicht  rügt  er,  die  Vorinstanz  habe mit  der  angefochtenen  Verfügung 
das  Verfahren  abgeschlossen,  ohne  die  vom  Bundesgericht  verlangte 
Umstrukturierung  vorzunehmen,  was  im  Widerspruch  zum  Urteil  des 
Bundesgerichts 2C_571/2009 vom 5. November 2010 stehe. Auch habe 
die  Vorinstanz,  indem  sie  die  Einsetzung  von  B._______  als 
Geschäftsführerin  der  KG  VIII  angeordnet  habe,  eine  rechtswidrige 
Anordnung  erteilt.  Sodann  hätte  gemäss  dem  rechtskräftig  gewordenen 
Liquidationsbeschluss der EBK vom 20. Mai 2008 die Vorinstanz die KG 
IX liquidieren müssen. Offenbar habe die Vorinstanz die KG IX aber nicht 
liquidiert, sondern B._______ auch mit Bezug auf diese Gesellschaft als 
Geschäftsführerin  eingesetzt.  Damit  habe  die  Vorinstanz  ihre  eigene 
Verfügung  im  Ergebnis  in  Wiedererwägung  gezogen,  ohne  ein 
entsprechendes  Wiedererwägungsverfahren  durchzuführen.  Auch  dies 
verletze Bundesrecht. 

C. 
Mit Eingabe vom 24. November 2011 macht Rechtsanwalt Hoch geltend, 
dass er sowohl die KG VIII als auch die KG IX im vorliegenden Verfahren 
vertrete,  und  legt  zwei  von  B._______  namens  der  KG  VIII  bzw.  der 
KG IX am 27. Juli 2011 unterzeichnete Vollmachten ins Recht. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  von  Amtes  wegen  und  mit  voller 
Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen gegeben sind.

1.1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  der  Vorinstanz  (vgl.  Art.  54  Abs.  1  des 
Finanzmarktaufsichtsgesetzes  vom  22.  Juni  2007  [FINMAG,  SR  956.1] 
i.V.m.  Art.  31  und  33  Bst. e  des  Bundesgesetzes  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  vom  17. Juni  2005 
[Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). 

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Als Verfügung gilt die Anordnung einer Behörde, mit der im Einzelfall ein 
Rechtsverhältnis  in  einseitiger  und  verbindlicher  Weise  gestützt  auf 
öffentliches  Recht  geregelt  wird  (vgl.  Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021]). Die  ausdrückliche Bezeichnung  als Verfügung  ist  dabei  nicht 
erforderlich  (vgl.  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI/MARKUS  MÜLLER, 
Allgemeines  Verwaltungsrecht,  3.  Aufl.,  Bern  2009,  §  28  Rz.  16  ff.; 
ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/ Basel/Genf 2010, Rz. 884).

Anfechtungsgegenstand  des  vorliegenden Verfahrens  ist  das Schreiben 
der  Vorinstanz  vom  30.  Mai  2011,  mit  welchem  diese  dem 
Rechtsvertreter der KG VIII mitteilte, dass sie die KG VIII und die KG IX 
nunmehr  als  operativ  und  daher  nicht  mehr  unter  das 
Kollektivanlagengesetz fallend einstufe und daher das aufsichtsrechtliche 
Verfahren gegen die KG VIII und die KG IX per 31. Mai 2011 einstelle. 

Das Schreiben  ist weder als Verfügung bezeichnet noch enthält es eine 
Rechtsmittelbelehrung.  Indessen  weist  das  Schreiben  die 
Definitionsmerkmale einer Verfügung auf. So bezieht sich die Vorinstanz 
darin  auf  das Gesuch  der  Beschwerdegegnerin  vom  11. Mai  2011  und 
entspricht  diesem  Gesuch.  In  Erwägung  3  "Verfahrensabschluss"  des 
Schreibens  legt  die Vorinstanz  fest,  dass das Verfahren der FINMA mit 
Bezug auf die KG VIII und KG IX per Dienstag, 31. Mai 2011, eingestellt 
und  das  Mandat  der  Untersuchungsbeauftragten  der  KG  VIII  bzw.  der 
Liquidatorin  der  KG  IX,  der  X._______  AG,  auf  diesen  Zeitpunkt  hin 
beendigt  werde.  Die  Vorinstanz  nimmt  insofern  eine  verbindliche 
Anordnung vor. 

Demnach  ist mit  Bezug  auf  das Schreiben  der Vorinstanz  vom 30. Mai 
2011 von einer Verfügung  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG und damit 
von  einem  zulässigen  Anfechtungsobjekt  auszugehen.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zur  Behandlung  der  vorliegenden 
Beschwerde zuständig.

1.2. Zur Beschwerde ist legitimiert, wer am Verfahren vor der Vorinstanz 
teilgenommen oder keine Möglichkeit  zur Teilnahme erhalten hat, durch 
die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art. 
48 Abs. 1 VwVG). 

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1.2.1. Der Beschwerdeführer  ist nicht Verfügungsadressat und nahm am 
vorinstanzlichen Verfahren nicht  teil. Es  ist  jedoch aktenkundig,  dass er 
sowohl  schriftlich  wie  auch  mündlich  versuchte,  sich  in  das 
vorinstanzliche Verfahren einzubringen, dass die Vorinstanz ihm aber vor 
Erlass  der  angefochtenen Verfügung  keinerlei  Auskunft  über  den Stand 
des  Verfahrens  und  keine  Möglichkeit  gab,  sich  am  Verfahren  zu 
beteiligen. Er ist daher offensichtlich formell beschwert.

1.2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorliegend angefochtene 
Verfügung  würde  den  beiden  Kommanditgesellschaften  gestatten,  auf 
unbestimmte Zeit weiter einen Hotelbetrieb zu führen, was die Möglichkeit 
beinhalte, dass diese Tätigkeit in einem Konkurs enden könnte, der seine 
Haftung  auslösen  würde.  Würden  sie  dagegen  im  gegenwärtigen 
Zeitpunkt  liquidiert  oder  in  eine  andere  Rechtsform  überführt,  so  wäre 
seine  Haftbarkeit  ausgeschlossen,  weil  sie  zur  Zeit  noch  nicht 
überschuldet seien. 

Als unbeschränkt haftender Komplementär der KG VIII und der KG IX ist 
der  Beschwerdeführer  grundsätzlich  durch  alle  Verfügungen  betroffen, 
welche  zu  einer Überschuldung  dieser  Kommanditgesellschaften  führen 
könnten  (vgl.  dazu  auch  den  Zwischenentscheid  des 
Bundesverwaltungsgerichts B­3987/2011 vom 5. Oktober 2011 E. 3). Ob 
diesbezüglich  ein  genügend  enger  kausaler  Zusammenhang  zwischen 
der  vorliegenden  Verfügung,  mit  der  das  aufsichtsrechtliche  Verfahren 
gegenüber den beiden Kommanditgesellschaften eingestellt wird, und der 
Wahrscheinlichkeit  einer  Überschuldung  der  beiden  Gesellschaften 
vorliegt, ist zumindest bezüglich der KG IX fraglich. 

Die Frage kann indessen letztlich offen bleiben. 

1.3.  Die  Beschwerde  ist  innerhalb  von  30  Tagen  nach  Eröffnung  der 
Verfügung  einzureichen  (Art.  50  Abs.  1  VwVG).  Der  Beschwerdeführer 
hat  dabei  den  Beweis  zu  erbringen,  dass  er  die  Rechtsmittelfrist 
eingehalten hat, während den Behörden die objektive Beweislast  für die 
Tatsache sowie den Zeitpunkt der Zustellung der Verfügung obliegt (BGE 
124  V  402  E.  2a  m.w.H.;  vgl.  STEFAN VOGEL,  in:  Auer/Müller/Schindler 
[Hrsg.], Kommentar  zum Bundesgesetz  über  das Verwaltungsverfahren, 
Zürich/St. Gallen 2008, N. 8 zu Art. 50 VwVG).

1.3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe die Verfügung vom 
30.  Mai  2011  erstmals  am  23.  September  2011,  anlässlich  der 

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B­5877/2011

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Akteneinsicht  im  Verfahren  B­3987/2011  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  zu Gesicht  bekommen. Er  habe  zwar  bereits 
am  15.  Juni  2011  bei  der  Vorinstanz  ein  Gesuch  um  Akteneinsicht 
gestellt,  auf  das  die  Vorinstanz  aber  nicht  reagiert  habe.  In  der  Folge 
habe  er  zwar  durch  das  Handelsregisteramt  N._______  Akteneinsicht 
erhalten  und  dabei  Kenntnis  erhalten  davon,  dass  die  Vorinstanz  eine 
neue Geschäftsführerin  für  die KG VIII  und  die KG  IX  eingesetzt  habe. 
Auch  nachdem  er  die  beiden  diesbezüglichen  Verfügungen  der 
Vorinstanz  am  14.  Juli  2011  mit  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  angefochten  habe,  sei  er  von  der  Vorinstanz 
über  das Schreiben  vom 30. Mai  2011  nicht  orientiert worden.  In  deren 
Vernehmlassung sei es nicht erwähnt worden. Durch die blosse Kenntnis 
der  möglichen  Existenz  einer  Verfügung  könne  keine  Frist  ausgelöst 
werden. Die Frist werde erst ausgelöst, wenn der Betroffene vom  Inhalt 
der  Verfügung  Kenntnis  habe.  Dies  sei  aber  im  vorliegenden  Fall  erst 
anlässlich  der  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  B­3987/2011 
vorgenommenen  Akteneinsichtnahme  vom  23. September  2011 
geschehen. Die dreissigtägige Beschwerdefrist sei daher gewahrt.

1.3.2.  Aus einer mangelhaften bzw. fehlenden Eröffnung einer Verfügung 
darf der betroffenen Partei kein Nachteil erwachsen (Art. 38 VwVG). Wird 
die  Verfügung  nicht  allen  Parteien  eröffnet,  so  vermag  sie  ihre 
Rechtswirkungen  zumindest  vorläufig  nicht  voll  zu  entfalten,  denn  der 
Eröffnungsmangel darf die Beschwerdemöglichkeiten des übergangenen 
Adressaten nicht beeinträchtigen. Ein Rechtsmittel  ist daher  immer noch 
innerhalb  der  ordentlichen  Frist  seit  dem  Zeitpunkt,  in  dem  von  der 
Verfügung Kenntnis genommen werden kann, möglich. Eine mangelhaft 
eröffnete  Verfügung  wird  nach  dem  Vertrauensgrundsatz  erst  dann 
unanfechtbar, wenn dem übergangenen Verfügungsadressaten nach den 
gesamten Umständen übermässig  langes Zuwarten zur Last  fällt. Es  ist 
ihm  zuzumuten,  dafür  besorgt  zu  sein,  den  Inhalt  der  Verfügung  in 
Erfahrung  zu  bringen,  wenn  er  einmal  von  der  ihn  berührenden 
Verfügung Kenntnis erhalten hat (BGE 107 Ia 76 E. 4a). Er darf nach dem 
Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  den  Zeitpunkt  des  Beginns  des 
Fristenlaufs  nicht  beliebig  hinauszögern,  wenn  er  einmal  von  der  ihn 
betreffenden Verfügung Kenntnis erhalten hat, sondern er hat sich nach 
dem  Inhalt  der  entsprechenden  Verfügung  zu  erkundigen,  sobald 
"Anzeichen" für den Erlass einer Verfügung vorliegen (vgl. BGE 107 Ia 72 
E. 4a; Urteil des Bundesgerichts 1P.763/2006 vom 26. März 2007 E. 3.3 
m.w.H). 

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B­5877/2011

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1.3.3. Aus dem Eintrag im Handelsregister des Kantons K._______ geht 
ausdrücklich hervor,  dass die KG  IX seit  dem 27.  Juni 2011 nicht mehr 
als  "Kommanditgesellschaft  in  Liquidation",  sondern  wieder  als 
"Kommanditgesellschaft"   eingetragen war,  dass  die  X._______  AG  als 
Liquidatorin gelöscht war und dass seit diesem Datum auch keine andere 
Beauftragte  der  FINMA mehr  eingetragen war.  Dieser  Eintrag war  dem 
Beschwerdeführer  nachweislich  bekannt,  hat  er  den  entsprechenden 
Auszug  doch  am  12.  Juli  2011  ausgedruckt  und  als  Beilage mit  seiner 
Beschwerde vom 14. Juli 2011 im Verfahren B­3987/2011 eingereicht. 

In dieser Beschwerde führt der Beschwerdeführer auch wörtlich aus: 

"Offenbar hat die FINMA die KG IX aber nicht liquidiert, sondern B._______ 
auch mit Bezug auf diese Gesellschaft als Geschäftsführerin eingesetzt (…). 
Damit hat die FINMA ihre eigene Verfügung im Ergebnis in Wiedererwägung 
gezogen,  ohne  aber  ein  entsprechendes  förmliches  Verfahren  (ein 
Wiedererwägungsverfahren)  durchzuführen."  (Beschwerde  vom  14.  Juli 
2011, Ziff. IV.5.c, S. 28). 

Diese  Formulierung  zeigt,  dass  der  Beschwerdeführer  bereits Mitte  Juli 
2011 aufgrund des Handelsregistereintrags realisiert hatte, dass die von 
ihm im vorliegenden Verfahren angefochtene Verfügung in Bezug auf die 
KG  IX  in  der  Zwischenzeit  und  ohne  rechtliches Gehör  ihm  gegenüber 
oder Eröffnung an ihn faktisch erfolgt sein musste. 

1.3.4.  Auch  in  Bezug  auf  die  KG  VIII  konnte  dem  Eintrag  im 
Handelsregister  des  Kantons  N._______  die  wesentliche  Information 
entnommen  werden,  dass  die  X._______  AG  als  allein 
zeichnungsberechtigte  Untersuchungsbeauftragte  am  31.  Mai  2011 
gelöscht  worden  war  und  stattdessen  B._______  als 
einzelzeichnungsberechtige  Geschäftsführerin  eingetragen  worden  war. 
Auch  diesen  Auszug  reichte  der  Beschwerdeführer  mit  seiner 
Beschwerde  vom  14.  Juli  2011  im  Verfahren 
B­3987/2011 ein. 

In dieser Beschwerde rügte er, die entsprechende Verfügung gegenüber 
dem Handelsregisteramt verstosse gegen das Urteil des Bundesgerichts, 
weil  die Vorinstanz es unterlassen habe, die KG VIII  umzustrukturieren, 
wie  sie  dies  gemäss  jenem Urteil  hätte  tun müssen  ("Widerspruch  zum 
Urteil  des  Bundesgerichts;  unterlassene  Umstrukturierung",  vgl. 
Beschwerde Ziff. 1 und 4). 

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Diese  Rügen  zeigen,  dass  der  Beschwerdeführer  bereits  in  jenem 
Zeitpunkt  konkret  realisiert  hatte,  dass  dieser  Handelsregistereintrag 
keinen  Zwischenschritt  im  Kontext  eines  noch  hängigen 
Aufsichtsverfahrens  darstellte,  sondern  dass  die  Vorinstanz  damit  das 
aufsichtsrechtliche  Verfahren  abgeschlossen  hatte,  ohne  dass  die 
Umstrukturierung, die der Beschwerdeführer aufgrund der Weisungen im 
Urteil des Bundesgerichts erwartet hatte, vorgenommen worden wäre. 

1.3.5.  Hinzu  kommt,  dass  dem  Beschwerdeführer  mit  der 
Zwischenverfügung vom 23. August 2011 das  Inhaltsverzeichnis zu den 
von der Vorinstanz am 19. August 2011 beim Bundesverwaltungsgericht 
eingereichten  Verfahrensakten  zugestellt  wurde.  Dieses 
Inhaltsverzeichnis listet insgesamt 502 Seiten Verfahrensakten betreffend 
die  KG  VIII  auf,  darunter  ein  "Schreiben  an  die  UB 
[Untersuchungsbeauftragte]  i.S. Mandatsbeendigung" vom 30. Mai 2011 
und ein  "Abschlussschreiben an RA Hoch  i.S. KG VIII  und KG  IX"  vom 
30.  Mai  2011.  Insbesondere  die  von  der  Vorinstanz  verwendete 
Bezeichnung "Abschlussschreiben (…) i.S. KG VIII und KG IX"   stellte in 
diesem Zusammenhang ein eindeutiges Indiz dar dafür, dass es sich um 
die vorliegend angefochtene Verfügung handeln könnte. 

1.3.6.  Der  Beschwerdeführer  verfügte  somit  spätestens  nach  Erhalt 
dieses Inhaltsverzeichnisses über genügend konkrete "Anzeichen" dafür, 
dass die vorliegend angefochtene Verfügung in der Form eines einfachen 
Schreibens erlassen worden war. Er wäre daher nach Treu und Glauben 
verpflichtet gewesen, sich umgehend um Einsicht  in diese Verfügung zu 
bemühen.  Selbst  wenn  die  Vorinstanz  seinem  früheren  Gesuch  um 
Akteneinsicht  nicht  nachgekommen  war,  hatte  er  keinerlei  Anlass  zur 
Annahme,  dass  auch  das  Bundesverwaltungsgericht,  bei  dem  die 
Vorakten  sich  seit  dem 19. August  2011  befanden,  ein  entsprechendes 
Gesuch abschlägig beantworten würde. 

1.3.7. Aus  dem Grundsatz  von  Treu  und Glauben  ergibt  sich,  dass  ein 
potentieller  Beschwerdeführer  den  Zeitpunkt  des  Beginns  des 
Fristenlaufs nicht beliebig hinauszögern darf, nachdem er einmal von der 
ihn  betreffenden  Verfügung  Kenntnis  erhalten  hat  (vgl.  Urteil  des 
Bundesgerichts 1P.763/2006 vom 26. März 2007 E. 3.3 m.w.H.; BGE 107 
Ia 72 E. 4a).

Massgeblich für den Beginn der dreissigtägigen Beschwerdefrist ist daher 
nicht  der  23.  September  2011,  an  dem  der  Beschwerdeführer  effektiv 

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erstmals  Einsicht  in  die  angefochtene  Verfügung  hatte,  sondern  der 
Zeitpunkt, von dem an er Kenntnis von der Existenz der Verfügung hatte 
und  über  die Möglichkeit  zur  Einsicht  verfügte.  Diese  Voraussetzungen 
aber  waren  bereits  seit  dem  Erhalt  der  Zwischenverfügung  vom  23. 
August 2011 gegeben.

1.3.8. Die  erst  am  24.  Oktober  2011  eingereichte  Beschwerde  erweist 
sich somit als verspätet. 

1.4. 
Auf  die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  ist  demnach  nicht 
einzutreten. 

2. 
Mit Eingabe vom 24. November 2011 macht Rechtsanwalt Hoch geltend, 
dass er sowohl die KG VIII als auch die KG IX im vorliegenden Verfahren 
vertrete, und legt zwei von B._______ namens der KG VIII bzw. der KG 
IX am 27. Juli 2011 unterzeichnete Vollmachten ins Recht.

B._______  wurde  zwar  aufgrund  der  Verfügungen  der  Vorinstanz  vom 
30. Mai 2011 als Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift der KG IX und 
der  KG  VIII  ins  Handelsregister  eingetragen.  Wie  das 
Bundesverwaltungsgericht indessen bereits in seinem Urteil B­3987/2011 
vom 7. Dezember 2011 ausgeführt hat, entsprechen diese Einträge nicht 
den  effektiven  Vertretungsverhältnissen  innerhalb  der  beiden 
Kommanditgesellschaften,  weshalb  B._______  nicht  befugt  war,  diese 
Vollmachten namens der KG VIII oder der KG IX zu unterzeichnen. 

Aus  den  Urteilen  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  des 
Bundesgerichts  zur  Unterstellungsfrage  (Urteile  des  Bundesgerichts 
2C_571/2009  vom  5.  November  2010  und  des 
Bundesverwaltungsgerichts 
B­4312/2008 vom 31. Juli 2009) ergibt sich indessen, dass Rechtsanwalt 
Hoch  befugt  war,  gestützt  auf  die  2007  von  der  damaligen  Beiständin 
unterzeichnete Anwaltsvollmacht  die KG VIII  im Unterstellungsverfahren 
vor der Vorinstanz und den Rechtsmittelinstanzen zu vertreten,  solange 
diese  Vollmacht  nicht  widerrufen  wurde.  Da  dies  bisher  offenbar  nicht 
geschah,  war  er  auch  befugt,  im  Kontext  der  Fortführung  dieses 
Unterstellungsverfahrens vor der Vorinstanz namens der KG VIII Anträge 
zu  stellen,  und  ist  nach  wie  vor  als  befugt  anzusehen,  die  KG  VIII  im 
vorliegenden  Verfahren,  in  dem  sie  aufgrund  der  Gutheissung  jener 

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Anträge automatisch als Beschwerdegegnerin anzusehen ist, rechtlich zu 
vertreten. 

Was  dagegen  die  KG  IX  betrifft,  hatte  das  Bundesverwaltungsgericht 
bereits  in  seinem  –  diesbezüglich  in  Rechtskraft  erwachsenen  –  Urteil 
festgehalten, dass nur der Beschwerdeführer, nicht aber die KG VIII als 
Kommanditärin  der  KG  IX  befugt  gewesen  wäre,  namens  der  KG  IX 
Beschwerde  zu  erheben  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B­4312/2008  vom  31.  Juli  2009  E.  1.6.3).  Rechtsanwalt  Hoch  verfügte 
daher  über  keine  rechtsgültige  Vollmacht,  um  im  Verfahren  vor  der 
Vorinstanz namens der KG IX Anträge zu stellen. 

Aus  diesem  Grund  ist  lediglich  die  KG  VIII,  nicht  aber  die  KG  IX  im 
vorliegenden Verfahren als Beschwerdegegnerin anzusehen.

3. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  hat  der  Beschwerdeführer  die 
Verfahrenskosten  zu  tragen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die  Spruchgebühr 
richtet  sich  nach  Umfang  und  Schwierigkeit  der  Streitsache,  Art  der 
Prozessführung  und  finanzieller  Lage  der  Parteien  (Art.  63  Abs.  4bis 
VwVG und Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR  173.320.2]).  Die  Gerichtsgebühr  ist  für  Nichteintretensentscheide 
praxisgemäss wesentlich niedriger  anzusetzen als  die Gebühr  für  einen 
materiellen  Entscheid.  Die  Gerichtsgebühr  ist  daher  vorliegend  auf  Fr. 
1'000.−  festzulegen  und  mit  dem  vom  Beschwerdeführer  geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen.

4. 
Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei 
von  Amtes  wegen  oder  auf  Begehren  eine  Parteientschädigung  für  ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe Kosten  zusprechen 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE). 

Da im vorliegenden Verfahren keine Beschwerdeantwort eingeholt wurde, 
sind  der  Beschwerdegegnerin  auch  keine  notwendigen  und 
verhältnismässig  hohen  Kosten  im  Sinn  von  Art.  64  Abs.  1  VwVG 
entstanden,  welche  die  Zusprechung  einer  Parteientschädigung 
rechtfertigen würden.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Dem  Beschwerdeführer  werden  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'000.− 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des 
vorliegenden Urteils mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.− 
verrechnet  und  dem Beschwerdeführer  wird  der  Betrag  von  Fr.  4'000.− 
zurückerstattet. 

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. 
Dieses Urteil geht an:

– den  Beschwerdeführer  (Gerichtsurkunde;  Beilage: 
Rückerstattungsformular)

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 17. Februar 2012