# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e479da12-62b5-5a98-adaa-a1652634040e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.05.2010 E-2187/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2187-2010_2010-05-11.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2187/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber , 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan; 
Gerichtsschreiberin Barbara Balmelli.

A._____, Sri Lanka, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 8. Februar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2187/2010

Sachverhalt:

A.
Mit  englischsprachiger  Eingabe  vom  11.  September  2009  an  die 

Schweizerische Botschaft in Colombo ersuchte der Beschwerdeführer 

um Asyl in der Schweiz.

Zur Begründung führte der Beschwerdeführer aus, er stamme aus Z. 
_____. Vom 1. März 2006 bis 31. Dezember 2008 habe er für den B. 
_____ gearbeitet. Er sei für die Verteilung von (...) zuständig gewesen. 
In  diesem  Zusammenhang  sei  er  von  einer  ihm  unbekannten,  be-
waffneten  Gruppierung  aufgefordert  worden,  geheime  Details  über 
seine Arbeit weiterzuleiten und (...) herauszugeben. Am (...) 2009 sei 
er von dieser während drei Stunden festgehalten worden. Dabei habe 
man ihm vorgeworfen,  geheime Informationen über  die  Gruppierung 
weitergeleitet zu haben. Nach der Drohung, das Criminal Investigation 
Department (CID) zu informieren, habe er sich beim UNHCR und der 
Polizei  beschwert.  In  der  Folge  sei  er  oft  von  Mitglidern  der 
Gruppierung aufgesucht worden. Später habe sich der CID gemeldet 
und  ihm  vorgeworfen,  der  B._____  würde  Informationen  im  inter-
nationalen  Bereich  verbreiten. Am (...)  2009  habe  er  sich  nach  (...) 
begeben,  wo  er  sich  an  das  dortige  UNHCR  gewendet  habe.  Seit 
seiner Rückkehr nach Sri Lanka am 26. August 2009 lebe er aus Angst 
vor der bewaffneten Gruppierung und der srilankischen Armee in Ver-
stecken.

B.
Mit Schreiben vom 25. September 2009 forderte die Botschaft den Be-

schwerdeführer – sofern er am Gesuch festhalte – auf, seine Vorbrin-

gen detailliert auszuführen, alle Beweismittel zu bezeichnen und Kopi-

en betreffend seine Identität einzureichen.

C.
C. a Mit Eingabe vom 19. Oktober 2009 präzisierte der Beschwerde-
führer  seine  erste  Eingabe.  Er  führte  aus,  eine  verantwortungsvolle 

Stellung  beim  B._____ innegehabt  zu  haben:  Er  sei  für  die  Be-

obachtung  der  Sicherheitslage  und  die  Weiterleitung  von 

Informationen zuständig gewesen. Zudem sei er mit der Verteilung von 

(...)  an  vom  Tsunami  betroffene  (...)  beauftragt  gewesen.  Von  den 

srilankischen  Behörden  sei  er  verdächtigt  worden,  die  Liberation 

Tigers of  Tamil  Eelam (LTTE) zu unterstützen.  Seither  sei  er  Todes-

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drohungen und Folter ausgesetzt.

C. b Am (...)  2007 habe ihn die C._____ um Informationen und (...) 

gebeten,  was er  abgelehnt  habe.  Deshalb sei  er  am 15.  September 

2007 von der C._____ angehalten und mit dem Tod bedroht worden. 

Auch habe man von ihm Informationen und Geld verlangt.  In seiner 

Angst  habe  er  gezahlt,  indessen  keine  Informationen  geliefert.  Die 

C._____ habe am 18. Februar 2008 erneut unter Drohungen Geld von 

ihm verlangt.  Diesmal sei  er  der Aufforderung nicht  nachgekommen. 

Am  (...)  2009  sei  er  von  einer  ihm  unbekannten  Gruppe  zu  Hause 

aufgesucht und aufgefordert worden, sich zu einem bestimmten Zeit-

punkt an einem bestimmten Ort einzufinden. Auch dieser Aufforderung 

habe er keine Folge geleistet. Am (....) 2009 sei er von den C._____ 

mitgenommen  worden.  Man habe  ihm vorgeworfen,  während  seiner 

Arbeit  für  den  B._____  Informationen über  die  Organisation  an  den 

Geheimdienst weitergeleitet  zu haben. Unter Todesdrohungen sei er-

neut Geld von ihm verlangt worden. Am (...) 2009 sei er von zwei Mit-

arbeitern des CID zuhause aufgesucht worden; diese hätten sich nach 

den weitergeleiteten Informationen erkundigt und ihn mit dem Tod be-

droht. 

C.c Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer – jeweils in Kopie 

und teilweise mit englischer Übersetzung – ein Schreiben des UNHCR 

vom 19. Juni 2009, einen Auszug aus dem Informationsbuch der Poli-

zei von (...) vom (...) 2009, eine Karte des UNHCR vom 24. Juni 2009, 

einen Geburtsregisterauszug, eine National Identity Card, einen Aus-

weis des B._____, zehn Handing Over Dokuments des B._____, zwei 

Bestätigungen des B._____, sieben wöchentliche Sicherheitsrapporte 

des (...), eine Mobil-Telefonrechnung, eine Ausweiskarte des (...), vier 

Beriefe des C._____, einen Reisepass und eine Appointment Card des 

UNHCR (...) zu den Akten.

D.  

Am 7. Januar 2010 hörte die Botschaft in Colombo den Beschwerde-

führer  zu  seinen  Asylgründen  an.  Dieser  machte  dabei  geltend,  er 

habe von 1989 bis 1997 bei der (...) gearbeitet und von August 1997 

bis  August  1998 in  (...)  studiert.  Von Dezember  1998 bis  Mai  2000 

habe er  in  (...)  und von Oktober  2001 bis  Februar  2006 in  (...)  ge-

arbeitet.  Vom  1.  März  2006  bis  31.  Oktober  2007  sei  er  für  den 

B._____ tätig gewesen, und seit  2008 arbeite er als Projektmanager 

für die (...). 

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Bei der B.____ sei er für die Verteilung von (...) an (...) zuständig ge-

wesen.  Er  sei  deshalb  von  der  C._____  aufgefordert  worden,  un-

entgeltlich (...) zu liefern. Dies habe er abgelehnt, weshalb er von der 

C._____ bedroht worden sei. Am (...) 2007 sei er angehalten und unter 

Todesandrohungen  zur  Bezahlung  vom  umgerechnet  Fr.  1000.-  an-

gehalten worden, welchen Betrag er bezahlt habe. Einer weiteren Auf-

forderung zu einer Geldzahlung am (...) 2008 habe er keine Folge ge-

leistet.  Am  (...)  2009  sei  er  von  vier  maskierten  und  bewaffneten 

Männern  zu  Hause  aufgesucht  worden;  diese  seien  indessen  weg-

gerannt, als ein Auto vorbeigefahren sei. Vier Tage später sei er von 

zwei  Mitgliedern  der  C._____  angehalten  und  mit  dem  Tod  bedroht 

worden,  wenn er  nicht  bezahle.  Am (...)  2009 sei er  von der Armee 

gestoppt,  von  einer  Person  des  CID  mitgenommen  und  nach  einer 

Befragung  am  (...)  2009  freigelassen  worden.  Man  habe  ihm  vor-

geworfen,  Informationen  die  Regierung  betreffend  an  den  B._____ 

weitergeleitet zu haben. Nach seiner Entlassung habe er sich an die 

Polizei und das UNHCR gewendet. Die Polizei habe ihm nicht helfen 

wollen,  und das  UNHCR habe ihm geraten,  im Ausland um Asyl  zu 

nachzusuchen.

E.

Mit Schreiben vom 8. Januar 2010 überwies die Botschaft  dem BFM 

das Befragungsprotokoll vom 7. Januar 2010. Zwei weitere Schreiben 

übermittelte sie der Vorinstanz am 27. Mai 2009.

F.

Mit  Verfügung vom 8.  Februar  2010 verweigerte  das  BFM dem Be-

schwerdeführer die Einreise in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch 

ab.

G.

Mit  an die  Botschaft  in  Colombo gerichteter  und von dieser  an das 

Bundesverwaltungsgericht  weitergeleiteter  (Eingang:  6.  April  2010) 

Eingabe vom 9.  März 2010 beantragt  der Beschwerdeführer sinnge-

mäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung. 

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem 
Gebiet  des  Asyls  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2 Der  Zeitpunkt  der  Eröffnung der  angefochtenen Verfügung steht 
mangels Vorliegens einer Empfangsbestätigung nicht fest. Da die Be-

weislast für die Zustellung an die Partei der eröffnenden Behörde ob-

liegt (vgl.  ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht, Handbücher für die Anwaltspraxis, 

Band  X,  Basel  2008,  Rz.  3.150,  S.  166  f.),  ist  zugunsten  des  Be-

schwerdeführers davon auszugehen, dass die am 15. März 2010 bei 

der Botschaft  in Colombo und am 6. April  2010 beim Bundesverwal-

tungsgericht eingegangene Beschwerde rechtzeitig erfolgt ist.

1.3 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, hat 

ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 

Änderung und ist  daher  zur  Einreichung der  Beschwerde legitimiert. 

Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit ein-

zutreten  (Art.  108  AsylG  sowie  Art.  105  AsylG i.V.m.  37  VGG  und 

Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG).

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
3.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrich-
terlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-

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schieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt 
es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

3.2 Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.  
4.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

4.2 Das  BFM kann  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen, 

wenn  die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft  ma-

chen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet 

werden kann. Glaubhaft machen heisst, wenn die Behörde ihr Vorhan-

densein mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben hält.  Un-

glaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten 

zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen 

nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 

AsylG).

4.3 Gemäss Art.  20 Abs.  2 AsylG bewilligt  das BFM Asylsuchenden 

die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zuge-

mutet  werden  kann,  im  Wohnsitz-  oder  Aufenthaltsstaat  zu  bleiben 

oder  in  ein  anderes  Land  auszureisen.  Gestützt  auf  Art.  20  Abs.  3 

AsylG  kann  das  Eidgenössische  Justiz-  und  Polizeidepartement 

(EJPD) schweizerische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die 

Einreise zu bewilligen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare 

Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem Grund nach 

Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.

4.4 Bei  diesem Entscheid  gelten  restriktive Voraussetzungen für  die 

Erteilung einer Einreisebewilligung, wobei den Behörden ein weiter Er-

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messensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im 

Sinne  von  Art.  3  AsylG  sind  namentlich  die  Beziehungsnähe  zur 

Schweiz,  die Möglichkeit  der Schutzgewährung durch einen anderen 

Staat,  die Beziehungsnähe zu anderen Staaten,  die praktische Mög-

lichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche so-

wie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs-  und  Assimilationsmöglich-

keiten in Betracht zu ziehen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der 

Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997  Nr.  15 

E. 2.e.- g. S. 131 ff.; die dort akzentuierte Praxis hat nach bloss redak-

tionellen  Änderungen  bei  der  letzten  Totalrevision  des  Asylgesetzes 

nach wie vor Gültigkeit).

5.  
5.1 Das BFM führte  in  der  angefochtenen Verfügung aus,  nachdem 

die srilankische Regierung und die LTTE  im Jahre 2002 einen Waffen-

stillstand geschlossen hätten, sei es im Sommer 2006 zu einem Wie-

deraufflammen des innerstaatlichen bewaffneten Konflikts gekommen. 

Unter  den Kampfhandlungen im Norden und Osten Sri  Lankas hätte 

insbesondere die Zivilbevölkerung gelitten. Die Lage sei dadurch ver-

schärft  worden,  dass die LTTE im Frühjahr  2004 in  zwei  Fraktionen 

auseinandergefallen sei, die sich in der Folge bekämpft hätten. Die im 

Osten Sri Lankas aktive Fraktion, die TMVP, habe dort  um ihre Vor-

herrschaft gerungen, wobei ihr zur Durchsetzung ihres Machtanspru-

ches jedes Mittel recht gewesen sei. Den damit verbundenen Kämpfen 

seien insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 zahlreiche Menschen 

zum Opfer gefallen. 

Heute stelle sich die Situation indes anders dar.  Der Krieg zwischen 

der srilankischen Regierung und der separatistischen LTTE sei im Mai 

2009 mit der Niederlage der LTTE zu Ende gegangen. Damit befinde 

sich das gesamte Land erstmals seit  1983 wieder unter Regierungs-

kontrolle. Die Sicherheits- und Menschrechtslage sei zwar noch nicht 

befriedigend und  präsentiere  sich  regional  unterschiedlich.  Während 

die  Situation  im  Norden  des  Landes  noch  recht  undurchsichtig  sei, 

habe sich die Lage in der Herkunftsregion des Beschwerdeführers im 

Osten stark beruhigt. Insbesondere sei die Anzahl von Gewaltereignis-

sen sowie  Entführungen und Killings erheblich  zurückgegangen.  Zu-

dem habe sich die TMVP als politische Partei etabliert und agiere nicht 

mehr  als  militante Gruppierung.  Angesichts  dieser  veränderten Lage 

erscheine  das  Risiko,  dass  der  Beschwerdeführer  in  Z._____asylre-

levanten  Übergriffen  ausgesetzt  sei,  ausgesprochen  gering.  Dieser 

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Schluss werde dadurch bestätigt, dass er seit bald einem Jahr keine 

Probleme mehr mit der C._____ gehabt habe.

Was sodann das Vorgehen des CID anbelange, sei der Beschwerde-

führer am (...) 2009 festgenommen und während 24 Stunden befragt 

worden.  Der  Beschwerdeführer  gehe davon aus,  dass die Behörden 

ein  Verfolgungsinteresse  an  ihm  hätten,  weil  er  dem  B._____  ins-

künftig  sensible  und  regierungskritische  Informationen  weiterleiten 

könnte. Diese Annahme sei jedoch unbegründet, da er seit 2007 nicht 

mehr  beim B._____ angestellt  sei  und seither  nicht  mehr  mit  dieser 

(...) in Kontakt stehe. Sodann sei der Beschwerdeführer  bereits nach 

zwei Tagen, am (...) 2009, vom CID aus der Haft entlassen worden. Es 

sei davon auszugehen, dass seitens der Behörden kein weiteres Ver-

folgungsinteresse an seiner Person bestehe. Diese Schlussfolgerung 

werde  dadurch  belegt,  dass  der  Beschwerdeführer  seit  der  Frei-

lassung  keine  Probleme  mehr  mit  dem  CID  gehabt  habe.  Gemäss 

ständiger Praxis der schweizerischen Asylbehörden könne die Einreise 

in die Schweiz nur  bewilligt  werden,  wenn mit  überwiegender Wahr-

scheinlichkeit  von  einer  akuten  Gefährdung  bei  einem  Verbleib  im 

Heimatland ausgegangen  werden  müsse.  Der  Beschwerdeführer  sei 

indes nicht derart gefährdet, dass er auf den Schutz der Schweiz an-

gewiesen sei.  An dieser  Feststellung würden auch die eingereichten 

Dokumente nichts zu ändern vermögen, würden sie doch lediglich die 

Vorbringen  des  Beschwerdeführers  stützen,  deren  Glaubhaftigkeit 

vorliegend nicht in Frage gestellt werde.

5.2 In der Rechtsmitteleingabe führt der Beschwerdeführer aus, wäh-

rend  seiner  Arbeit  für  den  B._____  habe  er  seine  Vorgesetzten  in 

seinen  Berichten  über  die  täglichen  Ereignisse  in  der  Gegend, 

namentlich auch die Entführung von Zivilisten durch die Regierung und 

die  Paramilitärs,  orientiert.  Er  werde  nun  beschuldigt,  diese 

regierungskritischen Informationen veröffentlicht zu habe. Er befürchte 

deshalb, heute noch entführt oder getötet zu werden.

5.3 Wie bereits die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung fest-

stellte,  hat  sich die Lage in Sri  Lanka seit  Mai 2009 im allgemeinen 

und in der Herkunftsregion (Z._____) des Beschwerdeführers im Be-

sonderen  –  wesentlich beruhigt. Sodann hat sich die C._____ heute 

als  politische  Partei  etabliert  und  agiert  nicht  mehr  als  militante 

Gruppe. Vor diesem Hintergrund ist mit dem BFM zu schliessen, dass 

die geäusserten Befürchtungen des Beschwerdeführers vor  weiteren 

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Belästigungen durch  die  C._____  wenig  wahrscheinlich  sind.  Dieser 

Schluss trifft umso mehr zu, als der Beschwerdeführer seit rund zwei-

einhalb Jahren nicht mehr beim B._____ arbeitet und seit knapp einem 

Jahr offenbar auch nicht mehr von der C._____ angegangen wurde. 

Betreffend  die  Festnahme  vom  (...)  2009  durch  den  CID  ist 

festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  ohne  Weiteres, 

insbesondere ohne Auflage, nach nur zwei Tagen freigelassen wurde. 

Bei  dieser  Sachlage  ist  davon  auszugehen,  dass  der  CID  kein 

ernsthaftes Verfolgungsinteresse an der Person des Beschwerdefüh-

rers hat. Sodann macht dieser bis heute keine weiteren Kontaktierun-

gen durch den CID geltend. Überdies ist festzustellen, dass es sich bei 

der  vorerwähnten  Inhaftierung  bereits  von  ihrer  Intensität  her  of-

fensichtlich  nicht  um  einen  ernsthaften  Nachteil  im  Sinne  des 

Asylgesetzes handeln kann. 

Schliesslich legt  der  Beschwerdeführer  mit  den Ausführungen in der 

Rechtsmitteleingabe,  welche  sich  im  Wesentlichen  auf  das  blosse 

Wiederholen  der  aktenkundigen  Asylvorbringen  beschränken,  nicht 

substanziiert dar, inwiefern das BFM zu Unrecht geschlossen habe, er 

sei  nicht schutzbedürftig im Sinne des Asylgesetzes und ihm sei die 

Einreise  zu  Unrecht  nicht  bewilligt  worden.  Um  Wiederholungen  zu 

vermeiden,  kann vollumfänglich  auf  die  zutreffenden Erwägungen in 

der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 

5.4 Dem Beschwerdeführer ist es somit nicht gelungen, eine aktuelle 
und unmittelbare Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG beziehungs-
weise  konkrete  Hinweise  auf  eine  künftige,  asylrelevante  Verfolgung 
und eine damit einhergehende, begründete Verfolgungsfurcht darzule-
gen. Damit ist dem Beschwerdeführer ein weiterer Verbleib im Heimat-
land zumutbar.  Das BFM hat  demnach zu Recht  die  Einreise  in  die 
Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt.

6.  
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist daher abzuweisen.

7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus ver-

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waltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art. 63 
Abs. 1  in  fine  VwVG  und  Art.  2  und  6  Bst. b  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist vorliegend jedoch auf 
die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
Schweizerische Botschaft in Colombo.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Barbara Balmelli

Versand:

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