# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c835093d-7a87-5c9f-adae-bc2efd7fe527
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.12.2011 B-3989/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3989-2011_2011-12-14.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung II
B­3989/2011

U r t e i l   v om   1 4 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Stephan Breitenmoser (Vorsitz),
Bernard Maitre und Maria Amgwerd;
Gerichtsschreiberin Katharina Walder Salamin.

Parteien N._______,
vertreten durch Maître Pascal Moesch, Athemis, rue Jaquet­
Droz 32, case postale 1548, 2300 La Chaux­de­Fonds,
Beschwerdeführerin, 

gegen

The Swatch Group AG, Seevorstadt 6, 2501 Biel/Bienne,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. LL.M. Christian Wind 
und Rechtsanwältin Prof. Dr. iur. Isabelle Häner, bratschi, 
wiederkehr & buob, Bahnhofstrasse 70, Postfach 1130, 
8021 Zürich,
Beschwerdegegnerin, 

Wettbewerbskommission WEKO,
Monbijoustrasse 43, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Vorsorgliche Massnahmen in der Untersuchung 32­0224 
gegen die The Swatch Group AG.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Vorinstanz  am  6.  Juni  2011  gestützt  auf  Art.  27  des 
Kartellgesetzes vom 6. Oktober 1995 (KG, SR 251) die Untersuchung 32­
0224 betreffend Swatch Lieferstopp wegen möglicherweise unzulässiger 
Verhaltensweise  marktbeherrschender  Unternehmen  gemäss  Art.  7  KG 
eröffnet hat (vgl. Medienmitteilung der Vorinstanz vom 8. Juni 2011);

dass  sie  mit  Verfügung  vom  6.  Juni  2011  für  den  Zeitraum  dieser 
Untersuchung  vorsorgliche  Massnahmen  angeordnet  und  die 
Verpflichtungserklärung  der  Beschwerdegegnerin  vom  26.  Mai  2011 
genehmigt hat  (Dispositiv Ziff.  1), welche die Lieferungen mechanischer 
Uhrwerke  (Mouvements)  und  Assortiments  während  der  Untersuchung 
regelt sowie den Umfang der Lieferreduktion für das Jahr 2012 festlegt;

dass die Vorinstanz in Ziff. 2 des Dispositivs der Verfügung festgehalten 
hat, diese Genehmigung gelte ab dem 6. Juni 2011 bis am 31. Dezember 
2012,  verkürze  sich  aber  mit  der  Rechtskraft  einer  anderslautenden 
Verfügung der Vorinstanz;

dass  nach  Ziff.  3  des  Dispositivs  Zuwiderhandlungen  gegen  diese 
Verfügung mit Sanktionen gemäss Art. 50 oder 54 KG belegt werden;

dass die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde gegen Ziff. 1 und 2 des 
Dispositivs die aufschiebende Wirkung entzogen hat (Dispositiv Ziff. 4);

dass  die  Vorinstanz  die  Verfügung  der  Beschwerdegegnerin  eröffnet 
(Dispositiv  Ziff.   6)  und  am  23. Juni  2011  auf  ihrer  Homepage 
veröffentlicht hat;

dass die Beschwerdeführerin  die Verfügung der Vorinstanz  vom 6.  Juni 
2011 mit Beschwerde vom 14. Juli 2011 beim Bundesverwaltungsgericht 
anficht und beantragt, die vorinstanzliche Verfügung sei – verbunden mit 
oder ohne Rückweisung der Sache an die Vorinstanz – aufzuheben und 
die  Beschwerdegegnerin  sei  anzuweisen,  die  Lieferungen  an  die 
Beschwerdeführerin  für  die  nächsten  Jahre  so  beizubehalten,  wie  die 
Bestellungen  für  das  Jahr  2012  erfolgt  seien,  und  die 
Beschwerdegegnerin  sei  weiter  anzuweisen,  die  bisherige  Situation  bis 
zum Hauptentscheid der Vorinstanz unverändert beizubehalten; 

dass  sie  des  Weiteren  die  Wiederherstellung  der  aufschiebenden 
Wirkung der Beschwerde beantragt;

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dass  die  Beschwerdeführerin  zur  Begründung  ihres  Antrags  im 
Wesentlichen  ausführt,  sie  erleide  durch  die  reduzierten 
Bestellmöglichkeiten einen wirtschaftlichen nicht wiedergutzumachenden 
Nachteil  und  einen  Umsatzrückgang,  welcher  sich  auch  auf  die 
Investitionen des Unternehmens (Marketing, Werbung) auswirke;

dass  der  Rückgang  der  Investitionen  auf  mehrere  Hunderttausend 
Franken  pro  Jahr  geschätzt werde  und  schlimmstenfalls  das Überleben 
der Beschwerdeführerin tangiere;

dass  der  Geschäftsumsatz  voraussichtlich  um  22%  sinken  werde  und 
damit  die  Beschwerdeführerin  durch  die  vorsorglichen  Massnahmen 
einen schweren Nachteil erleide; 

dass  entgegen  dem,  was  die  Vorinstanz  verfügt  habe,  vorsorgliche 
Massnahmen den Zweck hätten, einen drohenden Schaden abzuwenden 
und  anzuordnen  seien,  um  den  beabsichtigten  Nutzen  eines 
Endentscheids nicht im Voraus in Frage zu stellen oder zu vereiteln;

dass  die  angeordneten  vorsorglichen  Massnahmen  unverhältnismässig 
seien,  da  sich  erstens  das  Jahr  2010  wegen  der  Finanzkrise  und  des 
daraus resultierenden Bestellungsrückgangs nicht als Referenzjahr eigne 
und zweitens die Lieferreduktionen sich  für 2012  in doppelter Weise auf 
die  von  der  Beschwerdegegnerin  unabhängigen Marken  auswirkten,  da 
neben  der  ETA  auch  die  anderen  beiden  Lieferanten  der 
Beschwerdeführerin wegen deren auf 70% reduzierten Bestellmenge die 
Beschwerdeführerin nicht mehr wie bis anhin belieferten;

dass  drittens  auf  dem Markt  im Moment  keine  Alternative  zu  ETA  und 
Nivarox, deren marktbeherrschende Stellung unbestritten sei, vorhanden 
seien,  weshalb  die  kurze  Frist  von  sechs  Monaten  der 
Beschwerdeführerin  zu  wenig  Zeit  lasse,  um  nach  anderen  Lieferanten 
oder Auswegen zu suchen;

dass  deshalb  die  vorsorglichen  Massnahmen  im  Ergebnis  ungenügend 
für  die  Sicherstellung  eines  wirksamen  Wettbewerbs  unter  den 
verschiedenen  Marktakteuren  und  zur  Verhinderung  eines  nicht 
wiedergutzumachenden Nachteils ungeeignet seien;

dass  die  Vorinstanz  mit  Vernehmlassung  vom  1.  September  2011  die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen beantragt;

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom  6. 
September  2011  den  Antrag  der  Beschwerdeführerin  auf 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen hat;

dass  die  Beschwerdegegnerin  mit  Beschwerdeantwort  vom  12. 
September 2011 unter Kosten­ und Entschädigungsfolgen beantragt, auf 
die  Anträge  der  Beschwerdeführerin  sei  nicht  einzutreten,  eventualiter 
seien  diese  abzuweisen  und  die  angefochtene  Verfügung  sei  zu 
bestätigen;

dass  die  Vorinstanz  mit  Schreiben  vom  7.  Oktober  2011  auf  eine 
Stellungnahme zur Beschwerdeantwort verzichtet und ergänzend festhält, 
die  Beschwerdegegnerin  äussere  sich  in  ihrer  Beschwerdeantwort 
ausführlich  zu materiellen und  rechtlichen Punkten,  die Gegenstand der 
laufenden  Untersuchung  der  WEKO  gegen  die  Beschwerdegegnerin 
seien  und  zu  denen  sie  während  der  laufenden  Untersuchung  keine 
weiteren  Ausführungen  mache,  woraus  aber  keinesfalls  abgeleitet 
werden könne, die WEKO teile die Auffassung der Beschwerdegegnerin;

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Stellungnahme  vom  10.  Oktober 
2011 die Vereinigung der Verfahren gegen die angefochtene Verfügung 
beantragt und an ihren Anträgen in der Sache festhält;

dass die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 10. Oktober 2011 
ebenfalls an ihren Anträgen und Ausführungen festhält;

dass  die  Vorinstanz  mit  Schreiben  vom  28.  Oktober  2011  ihre 
Feststellungen vom 7. Oktober 2011 betreffend Äusserungen im Rahmen 
der  vorsorglichen  Massnahmen  zu  materiellen  Fragen,  welche 
Gegenstand  der  laufenden  Untersuchungen  seien,  wiederholt  und 
festhält,  dass  es  sich  bei  den  diesbezüglichen  Ausführungen  um  reine 
Parteibehauptungen  handeln  würde,  zu  welchen  sie  während  der 
laufenden Untersuchung nicht Stellung nehme;

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Stellungnahme  vom  31. Oktober 
2011 an ihren Anträgen festhält;

dass  die  Beschwerdegegnerin  in  ihrer  Stellungnahme  vom  31. Oktober 
2011 auf ihre bisherigen Ausführungen verweist,

und zieht in Erwägung,

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gestützt  auf  Art.  31  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (VGG,  SR  173.32) 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des 
Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG,  SR 
172.021) beurteilt und es sich bei der angefochtenen Verfügung um eine 
Zwischenverfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 VwVG handelt;

dass  die  Wettbewerbskommission  gemäss  Art.  33  Bst.  f  VGG  eine 
Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts ist und sich das Verfahren vor 
dem Bundesverwaltungsgericht  nach  dem Verwaltungsverfahrensgesetz 
richtet,  soweit  das  Verwaltungsgerichtsgesetz  nichts  anderes  bestimmt 
(Art. 37 VGG);

dass  gemäss  Art.  46  Abs.  1  Bst.  a  VwVG  gegen  eine  selbständig 
eröffnete  Zwischenverfügung,  welche  nicht  die  Zuständigkeit  oder  den 
Ausstand betrifft (Art. 45 VwVG), Beschwerde geführt werden kann, wenn 
diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann;

dass  hierfür  praxisgemäss  ein  tatsächlicher  Nachteil  sowie  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  der  sofortigen  Aufhebung  oder  Änderung 
der  Zwischenverfügung  ausreicht  und  dieses  Interesse  auch 
wirtschaftlicher Natur sein kann, soweit es der Beschwerdeführerin nicht 
einzig darum geht, eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens 
zu  verhindern  (vgl.  Beschwerdeentscheid  der  Rekurskommission  für 
Wettbewerbsfragen vom 14. Juni 2004 in Sachen U. gegen S. AG, A. AG 
und  Wettbewerbskommission  betreffend  vorsorgliche  Massnahmen, 
publiziert  in:  Recht  und  Politik  des  Wettbewerbs  [RPW],  Bern,  2004/3 
859,  E.  1.3;  Isabelle  Häner,  Vorsorgliche  Massnahmen  im 
Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsprozess,  ZSR  1997  II,  S.  379  f. 
m.w.H.),  und  dass  dieser  Nachteil  aufgrund  der  Aktenlage  lediglich 
glaubhaft sein muss;

dass  die  Beschwerdeführerin  glaubhaft  darlegt,  sie  erleide  durch  die 
Lieferplafonierung  im  Jahr  2011  und  die  Lieferreduktion  im  Jahr  2012 
Umsatzeinbussen  und  damit  einen  nicht  mehr  wiedergutzumachenden 
Nachteil;

dass  sie  als  Kundin  der  Beschwerdegegnerin  von  der  angefochtenen 
Verfügung berührt ist, ein aktuelles und schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung  oder  Änderung  der  Verfügung  hat  und  damit  auch  als 
Nichtadressatin  der  Verfügung  –  obwohl  sie  am  vorinstanzlichen 

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Verfahren  nicht  teilgenommen  hat  –  beschwerdelegitimiert  ist  (Art.  48 
Abs. 1 VwVG; vgl. BGE 130 II 149, E. 1.1);

dass die angefochtene Verfügung der Beschwerdeführerin nicht schriftlich 
eröffnet wurde und sie diese  frühestens mit  deren Aufschaltung auf der 
Homepage der Vorinstanz am 23. Juni 2011 zur Kenntnis genommen hat;

dass  die  Beschwerdefrist  30  Tage  beträgt  und  diese  Frist  in  Verfahren 
betreffend aufschiebende Wirkung und andere vorsorgliche Massnahmen 
nicht  stillsteht  (Art.  22a Abs.  2  und Art.  50 Abs.  1 VwVG), weshalb  die 
Beschwerde vom 25. Juli 2011 rechtzeitig eingereicht worden ist;

dass auch die Formerfordernisse von Art. 52 VwVG erfüllt sind und damit 
auf die Beschwerde einzutreten ist;

dass Beschwerdeverfahren gestützt auf Art. 4 VwVG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 
Bst.  b  des  Bundesgesetzes  über  den  Bundeszivilprozess  vom  4. 
Dezember  1947  (SR  273)  bei  Gleichartigkeit  vereinigt  werden  können, 
dass  indessen  die  Geschäftsgeheimnisse  der  Beschwerdeführerin, 
welche Gegenparteien nicht zur Kenntnis gebracht werden können, einer 
Verfahrensvereinigung  entgegenstehen  (Art.  27  Abs.  1  Bst.  b  VwVG), 
weshalb die Beschwerdeverfahren nicht vereinigt werden;

dass  gemäss  Praxis  und  Lehre  im  Verfahren  einer  kartellrechtlichen 
Untersuchung  nach  Art.  27  KG  von  Amtes  wegen  oder  auf  Begehren 
einer  Partei  analog  zu  Art.  56  VwVG  vorsorgliche  Massnahmen 
angeordnet  werden  können,  um  den  bestehenden  Zustand  zu  erhalten 
oder bedrohte  Interessen einstweilen sicherzustellen, und dass über die 
Anordnung  vorsorglicher  Massnahmen  im  summarischen  Verfahren 
entschieden wird (vgl. BGE 130 II 149, E. 2.1; 130 II 521, E. 2, m.w.H.);

dass  solche  vorsorgliche  Massnahmen,  die  vor  Anordnung  einer 
Verfügung  ergehen,  darauf  abzielen,  die  Wirksamkeit  der 
kartellrechtlichen  Untersuchung  und  einer  allfälligen  Verfügung 
sicherzustellen,  und  dass  mit  sichernden  Vorkehren  der  bestehende 
tatsächliche  oder  rechtliche  Zustand  einstweilen  unverändert  erhalten 
werden soll, während mit gestaltenden Massnahmen ein Rechtsverhältnis 
provisorisch  geschaffen  oder  einstweilen  neu  geregelt  werden  soll  (vgl. 
BGE 130 II 149, E. 2.2; RPW 2004/3 859, E.4);

dass die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 49 Bst. a­c VwVG mit der 
Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  einschliesslich 

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Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder 
unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die 
Unangemessenheit der Verfügung rügen kann;

dass  die  Vorinstanz  im  angefochtenen  Entscheid  die  vier  Erfordernisse 
für  den  Erlass  vorsorglicher  Massnahmen  während  des 
Untersuchungsverfahrens (vgl. BGE 130 II 149, E. 2.2; RPW 2004/3 859, 
E. 4, m.w.H.) geprüft hat und zum Schluss gekommen ist, dass davon die 
günstige  Entscheidprognose,  der  nicht  leicht  wiedergutzumachende 
Nachteil  sowie  die  zeitliche  Dringlichkeit  vorliegen  und  die 
Beschwerdeführerin  diese  Voraussetzungen  in  ihrer  Beschwerde  auch 
nicht bestreitet;

dass  die  Beschwerdeführerin  einzig  das  vierte  Erfordernis  der 
Verhältnismässigkeit  der  vorsorglichen  Massnahmen  bestreitet  und  zu 
deren  Unangemessenheit  vorbringt,  die  in  den  Ziff.  1  und  2  der 
Vereinbarung  festgelegten  Liefermengen  würden  unter  ihrem  effektiven 
Bedarf  liegen  und  sie  in  der  Produktion  einschränken  sowie  die 
Beschwerdegegnerin im Wettbewerb bevorteilen;

dass  die  Beschwerdegegnerin  demgegenüber  vorbringt,  die 
Beschwerdeführerin  könne  keine  unbeschränkte  Lieferpflicht  verlangen, 
da im vorsorglichen Verfahren nicht mehr beantragt werden könne, als im 
Untersuchungsverfahren  zu  erreichen  sei,  und  die  mechanischen 
Uhrwerke  von  ETA,  welche  die  Beschwerdeführerin  beziehe,  im  Jahr 
2011  nicht  und  im  Jahr  2012  lediglich  in  geringem  Masse  reduziert 
würden,  was  bedeute,  dass  die  Beschwerdeführerin  diese  geringfügige 
Reduktion  zumindest  kurzfristig  aus  ihren  Lagerbeständen  überbrücken 
könne;

dass  im  Kartellrecht  unzulässige  Wettbewerbsbeschränkungen  sowohl 
auf  dem  zivil­  als  auch  auf  dem  verwaltungsrechtlichen  Weg  verfolgt 
werden  können  und  wegen  der  Parallelität  dieser  Verfahrenswege  der 
öffentlich­rechtliche  Weg  primär  darauf  ausgerichtet  ist,  einen 
funktionierenden  Wettbewerb  sicherzustellen,  woraus  folgt,  dass 
vorsorgliche Massnahmen vorab dann anzuordnen sind, wenn dies dem 
Schutz des wirksamen Wettbewerbs dient  (vgl. BGE 130 II 149, E. 2.4), 
dass die Beschwerdeführerin aber auf diesem Weg keine unbeschränkte 
Lieferpflicht der Beschwerdegegnerin durchsetzen kann;

dass die Beschwerdeführerin sich im Wesentlichen auf Ausführungen zur 
marktbeherrschenden  Stellung  der  Beschwerdegegnerin  und  deren 

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weiteren Stärkung  im Wettbewerb beschränkt, mit dem Hinweis auf  ihre 
Produktionsausfälle  und  voraussichtlichen  Gewinneinbussen  aber  nicht 
darzulegen  vermag,  dass  von  den  von  der  Vorinstanz  im  vorsorglichen 
Verfahren  genehmigten  Liefermengen  die  Gefahr  gravierender  und 
irreversibler Strukturveränderungen ausgeht;

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihren  Ausführungen  nicht  glaubhaft 
macht,  durch  die  vorsorglichen  Massnahmen  sei  der  wirksame 
Wettbewerb  bedroht,  sondern  vielmehr  ihre  Ansichten  und 
Einschätzungen  zu  materiellen  kartellrechtlichen  Fragen  vorbringt,  die 
durch  die  Vorinstanz  in  der  Untersuchung  zu  prüfen,  nicht  aber  im 
Beschwerdeverfahren  gegen  die  vorsorglichen  Massnahmen  zu  hören 
sind,  da  sie  die  Untersuchung  und  deren  abschliessende  Verfügung 
präjudizieren können (vgl. RPW 2004/3 859, E. 4.6 f., m.w.H.);

dass  die  von  der  Vorinstanz  genehmigte  Vereinbarung  demgegenüber 
den  Abnehmerinnen  von  ETA  und  Nivarox,  zu  welchen  die 
Beschwerdeführerin  gehört,  während  der  Untersuchung  eine  im  Voraus 
bestimmbare Liefermenge sicherstellt (nämlich eine unveränderte Anzahl 
mechanischer  Uhrwerke  und  Assortiments  für  das  Jahr  2011  auf  der 
Basis  der  Bestellmengen  2010,  eine  auf  85%  reduzierte  Anzahl 
mechanischer  Uhrwerke  [beim  Einbau  in  eigene  Uhren]  bzw.  eine  auf 
70%  reduzierte  Anzahl  mechanischer  Uhrwerke  [für  Kunden,  die  eine 
eigene Werkproduktion haben und keine eigenen Fertiguhren anbieten], 
und  eine  auf  95%  der  Bestellmengen  2010  reduzierte  Anzahl 
Assortiments  für  das  Jahr  2012)  und  damit  als  geeignete  und 
erforderliche  Massnahme  zum  Schutz  des  Wettbewerbs  während  der 
Untersuchung anzusehen ist;

dass  diese  vorsorgliche  Massnahme  bis  zum  Abschluss  der 
wettbewerbsrechtlichen  Untersuchung  oder  maximal  bis  zum  31. 
Dezember 2012 gilt, welche damit auch zeitlich nicht als unangemessen 
erscheint  und  zudem  jederzeit  bei  veränderten  Verhältnissen  von  der 
Vorinstanz abgeändert werden kann;

dass  bei  diesem  Verfahrensausgang  die  Verfahrenskosten  der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG);

dass die Verfahrenskosten gestützt auf Art. 63 Abs. 4bis VwVG und Art. 2 
des  Reglements  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 (VGKE, SR 173.320.2) 
sich  nach  Umfang  und  Schwierigkeit  der  Streitsache,  der  Art  der 

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Prozessführung  und  der  finanziellen  Lage  der  Parteien  richten  und 
deshalb bei  der Bemessung der Gerichtsgebühr die Zwischenverfügung 
vom  6.  September  2011  als  aufwanderhöhend  und  die  Vielzahl  der 
Beschwerden  gegen  die  gleiche  angefochtene  Verfügung  als 
aufwandvermindernd zu berücksichtigen sind; 

dass  die  Beschwerdegegnerin  mit  ihrem  Hauptantrag,  auf  die 
Beschwerde  sei  nicht  einzutreten,  unterliegt  und  mit  ihrem 
Eventualantrag,  die  Beschwerde  sei  abzuweisen,  obsiegt  und  ihr  bei 
diesem Verfahrensausgang gestützt auf Art. 64 VwVG und Art. 7 VGKE 
eine  Parteientschädigung  zu  Lasten  der  Beschwerdeführerin 
zuzusprechen ist;

dass bei der Festsetzung der Parteientschädigung zu berücksichtigen ist, 
dass  sich  einerseits  der  Vertretungsaufwand  der  Beschwerdegegnerin 
durch  die  Mehrzahl  der  Beschwerdeantworten  reduziert  hat  und 
andererseits  der  Aufwand  für  die  Ausführungen  in  der  Sache  zur 
Untersuchung der WEKO im vorliegenden Beschwerdeverfahren über die 
vorsorglichen Massnahmen nicht erforderlich war.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  werden  auf  Fr.  2'500.−  festgelegt  und  mit  dem 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

3. 
Die  Beschwerdeführerin  hat  der  Beschwerdegegnerin  eine 
Parteientschädigung von Fr. 3'000.− (inkl. Mehrwertsteuer) auszurichten.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde);
– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde);
– die Vorinstanz (Ref­Nr. 32­0224; Gerichtsurkunde);
– das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (Gerichtsurkunde).

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stephan Breitenmoser Katharina Walder Salamin

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tage  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 27. Januar 2012