# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46643e4e-83c8-5a0f-b4c3-b0dc13c8fd40
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2021 E-4195/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4195-2021_2021-12-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-4195/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter Yanick Felley;   

Gerichtsschreiberin Nina Ermanni. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch MLaw Sophie Frühauf,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisungsvollzug);  

Verfügung des SEM vom 10. September 2021 / N (…). 

 

 

 

E-4195/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der noch minderjährige Beschwerdeführer suchte am 17. Juni 2021 in der 

Schweiz um Asyl nach. Ein Abgleich mit der Eurodac-Datenbank ergab, 

dass der Beschwerdeführer bereits am 1. April 2021 ein Asylgesuch in 

B._______, C._______, eingereicht hatte. 

B.  

Am 24. Juni 2021 mandatierte der Beschwerdeführer die rubrizierte 

Rechtsvertreterin. Diese reichte am 25. Juni 2021 zuhanden der Vor- 

instanz eine Kopie eines Fotos der Identitätskarte (Tazkera) des Beschwer-

deführers ein. 

C.  

Am 30. Juni 2021 fand die Erstbefragung (EB) des Beschwerdeführers un-

ter Anwesenheit seiner Rechtsvertreterin statt. Der Beschwerdeführer 

führte anlässlich der Befragung aus, er sei im Dorf D._______, Afghanis-

tan, geboren und aufgewachsen. Die Schule habe er bis zur siebten Klasse 

besucht, diese aber aufgrund seiner Probleme nicht beenden können. Seit 

der sechsten Klasse habe er neben der Schule in einer (…) gearbeitet. Dort 

seien auch (…) repariert worden. Eines Tages sei sein Vater von jemanden 

am Telefon bedroht worden. Diese Person habe seinem Vater mitgeteilt, 

dass er (der Beschwerdeführer) durch seine Tätigkeit (…) für die Behörden 

arbeite. Daraufhin habe sein Vater ihm nicht mehr erlaubt, zur Arbeit zu 

gehen. Nach diesem Vorfall habe sein Vater ihm eine Tazkera ausstellen 

lassen und er (der Beschwerdeführer) habe sich abwechselnd bei sich zu 

Hause oder seinem Onkel aufgehalten. Zudem hätten die Taliban eine Per-

son aus seinem Dorf (des Beschwerdeführers) mitgenommen. 

Die Frage nach einem anderweitig bereits eingereichten Asylgesuch ver-

neinte der Beschwerdeführer. Mit den Ergebnissen des Eurodac-Abgleichs 

konfrontiert, führte der Beschwerdeführer aus, dass er an der Grenze zu 

C._______ von der Polizei erwischt worden sei und diese ihm mit Gewalt 

seine Fingerabdrücke abgenommen, ihn in Quarantäne geschickt und 

nach 15 Tagen in ein offenes Camp geschickt hätten. Er sei anschliessend 

einfach weitergereist. Ein falsches Geburtsdatum habe er angegeben, weil 

die Behörden ihn geschlagen hätten. Er habe kein Interview bei den 

C._______ Behörden gehabt. Über sein Asylgesuch sei noch nicht ent-

schieden worden, er sei ja auch gleich weitergereist. 

E-4195/2021 

Seite 3 

Auf seine gesundheitliche Situation angesprochen, gab der Beschwerde-

führer zu Protokoll, dass es ihm gut gehe und er an keinen Krankheiten 

leide. 

D.  

Mit Schreiben vom 13. Juli 2021 teilten die C._______ Behörden mit, dass 

der Beschwerdeführer am 1. April 2021 ein Asylgesuch eingereicht, jedoch 

am 23. April 2021 C._______ verlassen habe und deshalb die Prüfung sei-

nes Asylgesuchs mit Entscheid vom 29. Juni 2021 eingestellt worden sei. 

E.  

Am 1. September 2021 fand die Anhörung des Beschwerdeführers wiede-

rum unter Anwesenheit seiner Rechtsvertreterin statt. Zur Begründung sei-

nes Asylgesuchs machte er im Wesentlichen dasselbe wie in der EB gel-

tend mit folgenden Ergänzungen:  

Bei seiner Arbeit in der (…) sei er dafür verantwortlich gewesen, die (…). 

An den Festtagen, namentlich am Unabhängigkeitstag, sei er zudem zu-

ständig dafür gewesen, an den (…) Flaggen anzubringen. Er habe wäh-

rend seiner Anstellung viele (…) repariert. Sein Vater sei deswegen zwei 

bis drei Mal von den Taliban am Telefon bedroht worden, was er ihm (dem 

Beschwerdeführer) aber erst einige Zeit nach den erfolgten Drohungen mit-

geteilt habe. Sein Vater habe ihm zudem erzählt, dass er versucht habe, 

eine andere Anstellung für ihn zu finden, was dem Vater aber nicht gelun-

gen sei. Er habe weiterhin zur Arbeit gehen wollen, da er einiges an Geld 

habe nach Hause bringen können und damit wesentlich zum Einkommen 

der Familie beigetragen habe. Sein Vater habe aber darauf bestanden, 

dass er nicht mehr arbeite, weil er Angst gehabt habe, dass er (der Be-

schwerdeführer) getötet werde. Er habe sich daraufhin einige Male heim-

lich zur Arbeit begeben, woraufhin sein Vater ihn gefragt habe, wieso er 

(der Beschwerdeführer) seine Geschwister alleine lassen wolle, wenn er 

von den Taliban mitgenommen werde. Daraufhin sei er nicht mehr zur Ar-

beit gegangen, sondern habe sich bei sich zu Hause (manchmal in einem 

angefertigten Loch) oder bei seinem Onkel (im Stall) versteckt. Er habe 

während dieser Zeit oft geweint und auch Albträume gehabt. Sein Vater sei 

nach der Niederlegung seiner Arbeit mit ihm ins Zentrum gegangen, um 

dort eine Tazkera für ihn anfertigen zu lassen. Drei Tage später habe sein 

Vater die Tazkera nach Hause gebracht. Eines Tages habe sein Vater ihn 

dann in ein Auto gesetzt, welches ihn zur iranischen Grenze gebracht habe, 

von wo aus er sich auf den Weg in die Schweiz gemacht habe. Als er sich 

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Seite 4 

in C._______ befunden habe, habe sein Onkel ihm ein Foto der Tazkera 

geschickt. 

Ansonsten hätten weder er noch seine Familie Probleme mit den Taliban 

gehabt. Einzig ein Onkel, der bei der Regierungsarmee gearbeitet habe, 

sei vor sehr langer Zeit von den Taliban mitgenommen und getötet worden.  

Zur Untermauerung seiner Vorbringen legte er einzig ein Foto seiner af-

ghanischen Tazkera ins Recht. 

F.  

Am 8. September 2021 stellte das SEM den Entwurf des Asylentscheids 

der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zur Stellungnahme zu. 

G.  

Mit Stellungnahme vom 9. September 2021 führte die Rechtsvertreterin 

aus, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers unter Berücksichti-

gung seines jugendlichen Alters, seines soziokulturellen Hintergrundes und 

seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung am Tag der Anhörung zu 

beurteilen und unter diesem Gesichtspunkt – entgegen dem Entscheident-

wurf – als glaubhaft zu qualifizieren seien. Des Weiteren teile sie dem SEM 

mit, dass sie infolge der Corona-Quarantäne des Beschwerdeführers den 

Entscheidentwurf nicht mit ihm habe besprechen können. Dem Beschwer-

deführer hätte jedoch zwingend die Möglichkeit eingeräumt werden müs-

sen, Ergänzungen zu seinen Aussagen anzubringen oder Widersprüche 

aufzuklären, insbesondere deshalb, weil der Entscheid mit der fehlenden 

Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers begründet werde. 

Das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers sei somit verletzt, weshalb 

die Rücknahme des Entscheidentwurfs beziehungsweise die Erstreckung 

der Frist zur Stellungnahme – bis zum Zeitpunkt, an dem eine persönliche 

Besprechung mit dem Beschwerdeführer möglich sei – beantragt werde. 

Alternativ werde darum ersucht, den Fall dem erweiterten Verfahren zuzu-

weisen.  

H.  

Mit Verfügung vom10. September – gleichentags eröffnet – stellte das SEM 

fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und 

lehnte sein Asylgesuch ab. Den Vollzug der Wegweisung erachtete das 

SEM als nicht zumutbar, ordnete daher die vorläufige Aufnahme des Be-

schwerdeführers an und wies ihn dem Kanton E._______ zu. Die Anträge 

auf Rückübernahme des Entscheids respektive auf Fristverlängerung zur 

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Seite 5 

Stellungnahme zum Entscheidentwurf sowie auf Zuweisung ins erweiterte 

Verfahren lehnte das SEM ab und stellte fest, dass einer allfälligen Be-

schwerde gegen die Kantonszuweisung keine aufschiebende Wirkung zu-

komme. 

I.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 20. September 2021 liess der 

Beschwerdeführer fristgerecht gegen die Verfügung des SEM beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragte, erstens sei 

die Verletzung des rechtlichen Gehörs aufgrund der nicht rechtswirksamen 

Stellungnahme des Beschwerdeführers zum Entscheidentwurf festzustel-

len, zweitens seien die Ziff. 1 bis 3 der Verfügung vom 10. September 2021 

aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen und drittens seien die Ziff. 1 bis 3 der Verfügung vom 10. Sep-

tember 2021 aufzuheben, der Beschwerdeführer als Flüchtling anzuerken-

nen und ihm Asyl zu gewähren. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG inklusive Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

J.  

Mit Zwischenverfügung vom 28. September 2021 stellte die Instruktions-

richterin fest, dass der Beschwerdeführer – wie bereits im vorinstanzlichen 

Verfahren – (zur Hauptsache) moniere, er habe den Entscheidentwurf des 

SEM aufgrund seiner zehntägigen Corona-Quarantäne nicht persönlich mit 

seiner Rechtsvertreterin besprechen können, weshalb seine Sicht nicht in 

die Stellungnahme habe einfliessen können, und dass auch die Rechtsver-

tretung des Beschwerdeführers geltend mache, sie habe bis zum Zeitpunkt 

der Beschwerdeeinreichung (20. September 2021) aufgrund der Corona-

Quarantäne keine Möglichkeit gehabt, mit dem Beschwerdeführer zu spre-

chen. Da die Beschwerdefrist gemäss der vorinstanzlichen Verfügung noch 

nicht abgelaufen und aufgrund der Schilderungen der Parteien davon aus-

zugehen sei, dass die zehntägige Corona-Quarantäne abgelaufen sei, 

räumte die Instruktionsrichterin dem Beschwerdeführer bis zum Ablauf der 

ordentlichen Beschwerdefrist (11. Oktober 2021) die Gelegenheit ein, sich 

mit seiner Rechtsvertretung zu besprechen und seine Beschwerdeschrift 

zu ergänzen. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung wurde auf später verschoben und auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses wurde vorerst verzichtet.  

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Seite 6 

K.  

Mit Schreiben vom 8. Oktober 2021 (Eingang beim Bundesverwaltungsge-

richt am 11. Oktober 2021) teilte die Rechtsvertretung des Beschwerdefüh-

rers mit, ein Gespräch mit diesem habe «in dieser kurzen Zeit» noch nicht 

organisiert werden können. Aufgrund der hohen Arbeitsauslastung sei es 

ihr zudem nicht möglich, die Frist einzuhalten, weshalb sie um Fristerstre-

ckung bis zum 25. Oktober 2021 ersuche. 

Die Frist wurde gleichentags – einmalig – bis zum 22. Oktober 2021 erstreckt. 

L.  

Am 22. Oktober 2021 reichte der Beschwerdeführer seine Ergänzung der 

Beschwerdeschrift ein. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105, Art. 108 Abs. 1 

AsylG und Art. 10 der Verordnung vom 1. April 2020 über Massnahmen im 

Asylbereich im Zusammenhang mit dem Coronavirus [Covid-19-Verord-

nung Asyl, SR 142.318]; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

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Seite 7 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 In der Beschwerdeschrift wird geltend gemacht, die Rechtsvertreterin 

habe den Entscheidentwurf des SEM nicht mit dem Beschwerdeführer be-

sprechen und somit auch nicht rechtswirksam Stellung nehmen können, 

da der Beschwerdeführer sich in Corona-Quarantäne habe begeben müs-

sen, womit das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Ihm sei dadurch die 

Möglichkeit geraubt worden, allfällige Ergänzungen und Richtigstellungen 

anzubringen, was – infolge der Ablehnung des Asylgesuchs aufgrund feh-

lender Glaubhaftigkeit – umso schwerer wiege. Er rügt damit implizit eine 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. 

4.2 Diese formelle Rüge ist vorab zu beurteilen, da sie sich allenfalls dazu 

eignet, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken (vgl. 

BVGE 2013/34 E. 4.2; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1043 ff. m.w.H.). 

4.3 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, 

Art. 29 und Art. 32 Abs. 1 VwVG), welches alle Befugnisse umfasst, die ei-

ner Partei einzuräumen sind, damit sie ihren Standpunkt wirksam zur Gel-

tung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1; BVGE 2009/35 E. 6.4.1). 

Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich zur Sache zu 

äussern, erhebliche Beweismittel beizubringen und mit erheblichen Be-

weisanträgen gehört zu werden. Mit dem Gehörsanspruch korreliert die 

Pflicht der Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prü-

fen und in ihrer Entscheidung angemessen zu berücksichtigen. Die Be-

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Seite 8 

gründung muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person den Ent-

scheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (vgl. BGE 136 I 184 

E. 2.2.1, 126 I 97 E. 2.b). Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den 

Sachverhalt von Amtes wegen fest. Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststel-

lung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zu-

grunde gelegt wird, unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid 

rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden. 

4.4  

4.4.1 Der Beschwerdeführer rügte dieselbe Gehörsverletzung bereits im 

vorinstanzlichen Verfahren anlässlich seiner Stellungnahme zum Entschei-

dentwurf vom 9. September 2021 und beantragte die Rücknahme des Ent-

scheidentwurfs beziehungsweise die Erstreckung der Frist zur Stellung-

nahme (vgl. Sachverhalt Bst. G).  

4.4.2 Das SEM lehnte die Anträge mit der Begründung ab, dass dem Be-

schwerdeführer bereits anlässlich der Anhörung wiederholt und ausführlich 

die Gelegenheit geboten worden sei, sich zu den bestehenden Ungereimt-

heiten zu äussern, weshalb ihm das Recht zur Stellungnahme nicht ver-

wehrt und somit auch das rechtliche Gehör nicht verletzt worden sei. 

Ebenso wenig vermöge der Umstand, dass seine Rechtsvertreterin anläss-

lich der Stellungnahme die in der Verfügung dargelegten Unglaubhaftig-

keitselemente nicht mit ihm persönlich habe besprechen können, eine Ge-

hörsverletzung zu begründen. Die Rechtsvertreterin sei jeweils während 

sämtlicher Anhörungen dabei gewesen, womit eine Rücksprache mit dem 

Beschwerdeführer nicht zwingend erforderlich gewesen sei. Mit der Zustel-

lung des Entscheidentwurfs sowie der eingehenden Würdigung der Stel-

lungnahme sei den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen worden und 

der rechtserhebliche Sachverhalt vollständig erstellt gewesen. 

4.4.3 In seiner Ergänzung der Beschwerdefrist führte der Beschwerdefüh-

rer betreffend die geltend gemachte Gehörsverletzung aus, eine Heilung 

der Gehörsverletzung komme nur ausnahmsweise bei geringfügiger Be-

einträchtigung von Verfahrensgarantien in Betracht, eine solche liege vor-

liegend jedoch nicht vor, da die Besprechung des Entscheidentwurfs im 

beschleunigten Asylverfahren von höchster Wichtigkeit sei. Der Zweck der 

Stellungnahme sei vollkommen ausgehebelt worden, da der Beschwerde-

führer erst nach Erlass des Entscheids beziehungsweise der Ergreifung 

der Beschwerde die Möglichkeit erhalten habe, sich zum negativen Asyl-

entscheid zu äussern. Zu seinen Asylgründen beziehungsweise dem Asyl-

entscheid des SEM äussert sich der Beschwerdeführer nicht.  

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Seite 9 

Gemäss Art. 20c Bst. f der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 

1, SR 142.311) ist als Verfahrensschritt vor der Schlussredaktion des Asy-

lentscheids die Stellungnahme der Rechtsvertretung zum Entwurf des ab-

lehnenden Asylentscheids vorgesehen. Dies wurde der Rechtsvertreterin 

vom SEM am 8. September 2021 ermöglicht, welche am 9. September 

2021 dann auch ihre Stellungnahme einreichte. Der Tatsache, dass der 

Beschwerdeführer sich ab dem 9. September 2021 in eine zehntägige 

Corona-Quarantäne begeben musste und der von der Rechtsvertreterin 

monierten dadurch verunmöglichten vorgängigen Besprechungsmöglich-

keit mit dem Beschwerdeführer wurde insoweit Rechnung getragen, als 

ihm auf Beschwerdeebene Gelegenheit eingeräumt wurde, sich innert der 

noch laufenden Beschwerdefrist respektive der danach gar noch gewähr-

ten Fristerstreckung, mit seiner Rechtsvertreterin zu besprechen und sämt-

liche vor der Vorinstanz angeblich noch nicht genannte Einwände, Klarstel-

lungen, Beweismittel geltend zu machen beziehungsweise einzureichen. 

Eine allfällig vorliegende Gehörsverletzung ist durch die Gewährung der 

Frist für eine Ergänzung der Beschwerdeschrift jedenfalls als geheilt zu be-

trachten. Dass diese Gelegenheit zur Äusserung nicht wahrgenommen 

wurde, hat sich der Beschwerdeführer selbst anzulasten.  

4.5 Es besteht nach dem Gesagten keine Veranlassung, die Verfügung des 

SEM aufzuheben und die Sache zur Abklärung und Feststellung des voll-

ständigen und richtigen rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeur-

teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das Rückweisungsbegehren ist 

abzuweisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

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Seite 10 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaft-

machen der Vorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt 

dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 

2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 

6.  

6.1 Die Vorinstanz gelangt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, 

die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die 

Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG und denjenigen an die Flüchtlingsei-

genschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. 

Das SEM führt zur Begründung im Wesentlichen aus, die Berichte des Be-

schwerdeführers seien sowohl bei der EB als auch bei der Anhörung äus-

serst knapp und hinsichtlich Struktur, Aufbau und Detailreichtum fast iden-

tisch ausgefallen. Seine Angaben seien sehr allgemein und vage geblie-

ben. Auch auf Vertiefungsfragen betreffend die Situation, als er von der 

Bedrohung durch die Taliban erfahren und wie er darauf reagiert habe, sei 

es ihm abgesehen von einigen weiteren Details nicht möglich gewesen, 

einen anschaulichen und konsistenten Ablauf der Ereignisse zu schildern. 

Die Angaben zu den drei Monaten, in denen er sich versteckt gehalten 

habe, seien trotz Vertiefungsfragen zu seinem eigenen Handeln und Befin-

den während dieser Zeit äusserst allgemein ausgefallen. In Anbetracht 

dessen, dass die Ereignisse unmittelbar vor seiner Ausreise stattgefunden 

hätten beziehungsweise insgesamt erst ein halbes Jahr zurückliegen wür-

den und es sich dabei um sehr einschneidende Erlebnisse gehandelt habe, 

könne auch unter Berücksichtigung seines jugendlichen Alters davon aus-

gegangen werden, dass er einen lebensnahen Bericht des Erlebten hätte 

geben können. Somit würden erheblich Zweifel daran bestehen, dass er 

von selbst Erlebtem berichtet habe. Diese Zweifel würden auch dadurch 

bestätigt werden, dass seine Aussagen betreffend die Ausstellung der Taz-

kera, wonach diese zwei bis drei Monate vor seiner Ausreise beziehungs-

weise unmittelbar nach Beginn seiner Probleme im April/Mai 2021 ausge-

stellt worden sei, nachweislich nicht mit dem auf der Tazkera vermerkten 

Ausstelldatum (…) 1399 ([…] 2020) übereinstimme. Dementsprechend sei 

auch der Ablauf der geltend gemachten Probleme widersprüchlich. Anläss-

lich der Anhörung sei er nicht in der Lage gewesen, diese Widersprüche 

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Seite 11 

aufzulösen oder plausibel zu erklären. Seine Vorbingen seien somit insge-

samt als unglaubhaft zu qualifizieren.  

Die kurze, sieben- bis achtmonatige Arbeit des Beschwerdeführers in einer 

(…) habe kein Risikoprofil zu begründen vermocht. Es sei unwahrschein-

lich, dass er aufgrund seiner Hilfstätigkeit in besonderer Weise in den Fo-

kus der Taliban geraten sei. Er habe sodann selbst ausgesagt, dass, ab-

gesehen von seinem Onkel, niemand aus seiner Familie mit den Taliban 

Probleme gehabt habe. Weitere Risikofaktoren seien den Akten nicht zu 

entnehmen. Mangels konkreter Anhaltspunkte sei somit nicht davon aus-

zugehen, dass alleine die Tätigkeit in (…) mit überwiegender Wahrschein-

lichkeit eine zukünftige Verfolgung zur Folge habe. Die aktuellen Entwick-

lungen seit der Machtübernahme der Taliban vermöchten diese Einschät-

zung nicht umzustossen. Somit bestehe kein begründeter Anlass zur An-

nahme, dass er bei einer Rückkehr nach Afghanistan mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft flüchtlingsrechtlich relevan-

ten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt sein werde. 

6.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, das SEM 

habe Bundesrecht verletzt, indem es seine Vorbringen zu Unrecht als un-

glaubhaft und nicht asylrelevant erachtet habe. 

Zur Begründung führt er aus, dass das SEM bei der Glaubhaftigkeitsprü-

fung sein jugendliches Alter sowie seine schlechte gesundheitliche und 

mentale Verfassung am Tag der Anhörung nicht ausreichend berücksichtigt 

habe. Er habe altersentsprechend und nachvollziehbar über das Kernge-

schehen, welches zu seiner Ausreise geführt habe, berichtet. Er habe ge-

nau angeben können, welche Arbeiten er (…) vorgenommen habe, was 

sein Vater ihm gesagt habe, nachdem die Taliban ihn (den Vater) bedroht 

hätten, und dass er (der Beschwerdeführer) einen Sack Zucker habe fallen 

lassen, nachdem sein Vater ihm von der Drohung erzählt habe. Sodann 

müsse beachtet werden, dass er die Umstände und den Inhalt der Drohung 

von seinem Vater, also aus zweiter Hand erfahren habe, weshalb er gar 

nicht im Stande sei, Details zu liefern. Sodann sei die Asylrelevanz der Vor-

bringen zu bejahen, da er teilweise im Auftrag von Regierungsmitgliedern 

gearbeitet habe, was ihn zu einer besonders gefährdeten Person mache, 

da er künftige Verfolgungsmassnahmen durch die Taliban fürchten müsse. 

  

E-4195/2021 

Seite 12 

7.  

7.1 Nach Durchsicht der Akten kommt das Gericht zum Schluss, dass die 

vorinstanzlichen Erwägungen nicht zu beanstanden sind. In der angefoch-

tenen Verfügung wird einlässlich dargelegt, weshalb die Vorbringen des 

Beschwerdeführers unglaubhaft ausgefallen sind und auch künftig nicht 

von einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung des Beschwerdefüh-

rers auszugehen ist. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann vollumfäng-

lich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung 

verwiesen werden. In der Beschwerdeschrift werden den überzeugenden 

Argumenten des SEM keine substanziellen Einwände entgegengehalten, 

zumal sich der Beschwerdeführer mit den vorinstanzlichen Erwägungen 

kaum auseinandersetzt und mehrheitlich das bereits Gesagte wiederholt. 

Der Beschwerdeführer räumt in seiner Beschwerdeschrift denn auch selbst 

ein, dass seine eigenen Schilderungen teilweise über wenig Detailreichtum 

verfügten, was jedoch mit seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung 

am Tag der Anhörung und seinem jugendlichen Alter zu erklären sei (vgl. 

Rz. 16 der Beschwerdeschrift). Diese Begründung überzeugt nicht. Der 

Beschwerdeführer wurde zu Beginn der Anhörung nach seiner gesundheit-

lichen Verfassung gefragt, woraufhin er zu Protokoll gab, dass es gut gehe 

(SEM-Akte 1099557-25/16, F3). Die befragende Person machte ihn an-

schliessend ausdrücklich darauf aufmerksam, dass er sich melden solle, 

falls es ihm nicht gut gehe oder sonst etwas sei (SEM-Akte 1099557-25/16, 

F5 – F8). Erst nachdem er bereits frei über seine Asylgründe hatte erzählen 

können und die Anhörung schon so gut wie beendet war, klagte er über 

Schmerzen (SEM-Akte 1099557-25/16, F119). Davor hatte er die einzige 

Frage seiner Rechtsvertreterin, ob er sich im Stande fühle, weiter zu ma-

chen, ausdrücklich mit «Ja» beantwortet (SEM-Akte 1099557-25/16, 

F104). Über Schmerzen hatte er zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht 

geklagt. Die Rückübersetzung des Protokolls erfolgte sodann reibungslos 

und ohne Pause, obwohl dem Beschwerdeführer angeboten wurde, Pau-

sen einzulegen oder an die frische Luft zu gehen, falls es ihm nicht gut 

gehe (SEM-Akte 1099557-25/16, F122 und F123). Auch hat die Vorinstanz 

dem jugendlichen Alter des Beschwerdeführers genügend Rechnung ge-

tragen und ihm während der Anhörung immer wieder mit Ergänzungsfra-

gen/Nachfragen die Gelegenheit geboten, sich frei und ausführlicher zu 

äussern. Dennoch sind seine Aussagen allesamt immer knapp ausgefallen 

(vgl. bspw. SEM-Akte 1099557-25/16, F36 – 44; F48 – 52; F66 – 69; F73 

– 76; F82 – 85; F96; F116). 

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Seite 13 

7.2 Das Bundesverwaltungsgericht kommt demnach in Übereinstimmung 

mit der Vorinstanz zum Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG und 

denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand-

halten. Dementsprechend erfüllt der Beschwerdeführer die Flüchtlingsei-

genschaft nicht. Das SEM hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

9.2 Die Vorinstanz nahm den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 

10. September 2021 infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges 

vorläufig auf. Unter diesen Umständen ist auf eine Erörterung der beiden 

anderen Kriterien zu verzichten. Zur Durchführbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs erübrigen sich im heutigen Zeitpunkt weitere Erwägungen (vgl. 

BVGE 2009/51 E. 5.4 S. 748). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

11.  

Der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist abzuweisen, weil sich die Rechtsbegehren 

nach dem Gesagten als aussichtslos erwiesen haben. Folglich sind die 

Kosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 

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Seite 14 

Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-4195/2021 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Nina Ermanni 

 

 

Versand: