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**Case Identifier:** 9449c3c4-bb0f-5a60-bc0d-32751e20ff34
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.07.2017 UV 2016/48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-48_2017-07-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/48

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 24.07.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 24.07.2017
Art. 6 Abs. 1 UVG: Die Epicondylitis humeri radialis gilt vorliegend als neue 
unfallbedingte Schädigung. Der Beweis eines degenerativen Vorzustandes 
misslingt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers endet mit der Heilung 
der Epicondylitis humeri radialis (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 24. Juli 2017,UV 2016/48).Aufgehoben durch Urteil 
des Bundesgerichts 8C_530/2017.

Entscheid vom 24. Juli 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/48         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. Fritz Dahinden, Blumenbergplatz 1, 9000 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer 

und Bodenleger der Firma B.___ bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit 

Schadenmeldung UVG vom 12. Dezember 2014 meldete die Arbeitgeberin der Suva 

einen Unfall. Der Versicherte habe an selbigem Tag beim Hinuntersteigen einer Treppe 

einen Fehltritt gemacht und dabei einen Zwick im Rücken verspürt. Die Schmerzen 

seien so stark gewesen, dass er kaum mehr habe gehen können, worauf ihn sein Vater 

in die Klinik C.___ gebracht habe (Suva-act. 1). Der diensthabende Arzt in der 

Notfallaufnahme hatte eine akute Lumbalgie diagnostiziert. Eine intravenöse Analgesie 

hatte eine deutliche Besserung der Schmerzen gebracht, so dass der Versicherte unter 

Abgabe von Medikamenten am Nachmittag nach Hause hatte entlassen werden 

können (Suva-act. 30). Noch am gleichen Abend wurde der Versicherte erneut wegen 

starker Rückenschmerzen in der Notfallaufnahme der Klinik C.___ vorstellig. Wegen 

Magenkrämpfen und Erbrechen hatte er die Medikamente nicht mehr eingenommen. 

Nachdem die Laboruntersuchungen bis auf eine Ketonurie bzw. auf einen erhöhten 

Kreatininwert unauffällig gewesen waren, wurden die Beschwerden des Versicherten 

weiterhin als Lumbago gewertet. Unter einer teilweise neuen analgetischen Therapie 

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gingen die Schmerzen deutlich zurück und der Versicherte konnte selbigen Abends 

wieder nach Hause entlassen werden (Suva-act. 9-4 f.). Stärkste Schmerzen im Bereich 

der rechten Flanke und des Unterbauchs sowie Übelkeit machten am 13. Dezember 

2014 erneut eine Konsultation in der Notfallaufnahme der Klinik C.___ erforderlich. Eine 

CT-Untersuchung des Abdomens in der Radiologie der Klinik C.___ zeigte einen 

partiellen Niereninfarkt rechts bei Nierenarteriendissektion bei einer doppelten 

Nierenarterie rechts, worauf der Versicherte gleichentags in die Klinik für Nephrologie 

des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) verlegt wurde (Suva-act. 9-1 ff.), wo 

er bis 19. Dezember 2014 hospitalisiert war (Suva-act. 13).

A.b  Anlässlich eines Telefongesprächs vom 9. Januar 2015 erzählte der Versicherte 

der Suva, er sei am 12. Dezember 2014 während der Arbeit ausgerutscht (ca. 3 Stufen 

hinunter). Er habe einen Sturz vermeiden können, weil er vorwärts an der Wand 

aufgeprallt sei (Suva-act. 10).

A.c  Am 18. Februar 2015 wurde der Versicherte von der Suva zum Hergang des 

Ereignisses vom 12. Dezember 2014 und zum Heilverlauf der Nierenproblematik 

befragt. Der Versicherte äusserte ausserdem, während des Spitalaufenthalts 

zunehmend belastungsabhängige Beschwerden im Bereich des rechten Ellbogens 

verspürt zu haben. Diesbezüglich werde er noch heute durch Dr. med. D.___, 

Orthopädie E.___, abgeklärt (Suva-act. 19). Am 4. März 2015 berichtete Dr. D.___ 

hinsichtlich der Ellbogenproblematik. Er habe den Versicherten am 18. Februar 2015 in 

seiner Sprechstunde gesehen. Dieser sei am 12. Dezember 2014 bei der Arbeit auf 

einer Treppe gestürzt und mit der Schulter und vor allem mit dem Ellbogen an eine 

Wand geprallt. Als Diagnose hielt Dr. D.___ eine posttraumatische Epikondylitis humeri 

radialis fest (Suva-act. 27). Zur Behandlung derselben hatte er dem Versicherten eine 

Physiotherapie verordnet (Suva-act. 54).

A.d  Am 17. März 2015 nahm die Kreisärztin der Suva, med. pract. F.___, Fachärztin für 

Chirurgie FMH, in einer ärztlichen Beurteilung zur Unfallkausalität der gesundheitlichen 

Störungen bei der Niere und am Ellbogen Stellung (Suva-act. 32). Gestützt auf die 

kreisärztlichen Ausführungen eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 

18. März 2015, dass die Nierenbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf den 

Unfall vom 12. Dezember 2014 zurückzuführen seien. Die Suva sei demzufolge 

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hinsichtlich der Nierenproblematik nicht leistungspflichtig. Für die seit 12. Dezember 

2014 andauernden Ellbogenbeschwerden könnten hingegen die vollumfänglichen 

Versicherungsleistungen entrichtet werden (Suva-act. 33).

A.e  Am 30. März 2015 konsultierte der Versicherte wegen zunehmender 

Ellbogenschmerzen, vor allem beim Kraftanwenden, Dr. D.___, der eine Verlängerung 

der Physiotherapie vorschlug und dem Versicherten vom 12. Dezember 2014 bis 31. 

März 2015 eine 100%-ige und vom 1. April 2015 bis zur nächsten Konsultation vom 24. 

April 2015 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (Suva-act. 45, 57, vgl. auch 

Suva-act. 49). Anlässlich der Konsultation vom 24. April 2015 berichtete der 

Versicherte über stärker gewordene Beschwerden. Dr. D.___ erhob als Befunde eine 

deutliche Druckdolenz über dem Epikondylus humeri radialis, diffus auch auf die 

Extensorenursprungsregion und den Trizepsansatz übergreiffend, sowie ein positives 

Schmerzphänomen beim Anspannen der Extensoren. Im Untersuchungsbericht vom 

29. April 2015 bezeichnete er die Situation als derart verstärkt, dass weitere 

Massnahmen nötig seien. Davor seien aber noch eine MRI-Abklärung sowie eine 

Besprechung der Situation mit ihrer Handchirurgin, Dr. med. G.___, Fachärztin FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Fachärztin für 

Handchirurgie, Orthopädie E.___, angezeigt. Den Arbeitsfähigkeitsgrad des 

Versicherten reduzierte Dr. D.___ ab 1. April 2015 wieder auf 20% (Suva-act. 58, 63, 

vgl. auch Suva-act. 60).

A.f  Die MRI-Untersuchung des rechten Ellbogens war am 28. April 2015 in der 

Radiologie H.___ durchgeführt worden und hatte eine mässige Epikondylitis humeri 

radialis, jedoch keine traumaassoziierte Fraktur oder Bone bruise respektive 

Chondropathie, gezeigt (Suva-act. 62).

A.g  Am 5. Mai 2015 folgte die Konsultation bei Dr. G.___, welche die Diagnosen einer 

Epikondylitis humeri radialis rechts und eines leichten Supinatorlogen-Syndroms rechts 

stellte und im Bereich der Hauptschmerzpunkte, d.h. des Epikondylus humeri radialis 

und der Supinatorloge, eine Infiltration mit Kenacort 40 durchführte (Suva-act. 69). Dr. 

G.___ attestierte dem Versicherten vom 5. bis 10. Mai 2015 eine Arbeitsunfähigkeit zu 

80% und vom 11. bis 31. Mai 2015 eine solche zu 50% (Suva-act. 64, 69). Am 18. Mai 

2015 teilte der Versicherte der Suva mit, dass es mit der 50%-igen Arbeitsfähigkeit 

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sehr gut klappe. Er besuche noch die Physiotherapie und habe bereits drei 

Infiltrationen erhalten, die ihm sehr geholfen hätten (Suva-act. 70). Anlässlich einer 

weiteren Konsultation bei Dr. G.___ vom 29. Mai 2015 gab der Versicherte an, dass 

seine Beschwerden nur noch 5 % der gehabten 100% betragen würden. Die 

Physiotherapie und die Arbeitsfähigkeitsreduktion hätten ihm sehr gut getan. Dr. G.___ 

erhob als Befund nur noch eine minime Druckdolenz über dem Epikondylus humeri 

radialis, erklärte den Behandlungsabschluss per 29. Mai 2015 und attestierte dem 

Versicherten ab dem folgenden Tag wieder eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 

73). Den Versicherten informierte die Suva am 29. Mai 2015 entsprechend (Suva-act. 

71). Am 19. Juni 2015 teilte der Versicherte der Suva mit, seit der vollen 

Arbeitsaufnahme im Mai 2015 wieder eine Zunahme der Ellbogenbeschwerden rechts 

zu verspüren (Suva-act. 74).

A.h  Nachdem die Suva mittlerweile mit Einspracheentscheid vom 1. Juni 2015 die 

Verfügung vom 18. März 2015 bestätigt hatte (Suva-act. 72), focht der Versicherte die 

Leistungsablehnung der Suva betreffend die Nierenproblematik mit Beschwerde vom 

2. Juli 2015 beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen an (Suva-act. 77).

A.i   Am 26. August 2015 konsultierte der Versicherte erneut Dr. G.___, wobei sich 

klinisch eine Verdickung und deutliche Druckdolenz über dem Epikondylus humeri 

radialis zeigte. Dr. G.___ führte eine weitere Infiltration durch, empfahl Abwarten über 

die nächsten drei Wochen und bestätigte eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 

88). Am 13. November 2015 setzte der Versicherte die Suva telefonisch darüber in 

Kenntnis, nun wieder vermehrt Beschwerden mit dem Ellbogen zu haben (Suva-act. 

94). Am 30. November 2015 wurde er abermals durch Dr. G.___ untersucht, die ihm 

eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 23. November 2015 attestierte und mit ihm 

verschiedene Therapiemöglichkeiten besprach (Suva-act. 105 f.). Am 7. Januar 2016 

teilte der Versicherte der Suva telefonisch mit, dass der Heilverlauf nur langsam 

vorwärts gehe und bei wiederholtem Heben von Lasten von 1 bis 2 kg die 

Beschwerden rasch zunehmen würden. Dr. G.___ und die Physiotherapeutin meinten, 

er dürfe nicht forcieren, ansonsten es wieder zu einer Verschlimmerung kommen 

könne. Vorderhand sei keine Operation geplant und es bestehe nach wie vor eine 50%-

ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 107, vgl. auch Suva-act. 109).

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A.j   Am 12. Januar 2016 kam Suva-Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, in seiner 

Beurteilung zum Schluss, dass es sich bei den Beschwerden des Versicherten um 

Beschwerden infolge einer Prellung des rechten Ellbogengelenks bei Vorzustand einer 

Enthesiopathie im Sinne einer Epikondylopathia radialis rechts handle. Die 

vorbestehende Enthesiopathie sei durch die Prellung vorübergehend verschlimmert 

worden, doch sei der Status quo sine spätestens zum Zeitpunkt der Erstellung des 

MRT am 28. April 2015 erreicht gewesen. Die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit betrage 

seit diesem Datum 0%, die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit 50% (Suva-act. 108).

A.k  Mit Verfügung vom 14. Januar 2016 stellte die Suva ihre bis anhin erbrachten 

Leistungen per sofort mit der Begründung ein, dass die Ellbogenbeschwerden rechts 

nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankheitsbedingt seien. Auf eine 

Rückforderung der bereits erbrachten Versicherungsleistungen ab 28. April 2015 werde 

entgegenkommenderweise verzichtet (Suva-act. 110).

A.l   Am 22. Januar 2016 erfolgte eine klinische Kontrolluntersuchung durch Dr. G.___. 

Im Untersuchungsbericht vom 25. Januar 2016 hielt diese fest, dass aus medizinischer 

Sicht ein Zusammenhang zwischen der entstandenen Epikondylitis und dem 

Unfallereignis vom 12. Dezember 2014 mit Prellung des Ellbogengelenks bestehe. Sie 

bestätigte dem Versicherten vom 1. bis 31. Januar 2016 eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 112 f.). Mit Hinweis auf diesen Bericht wurde Dr. I.___ am 

28. Januar 2016 von der Suva um Überprüfung seiner Stellungnahme vom 12. Januar 

2016 gebeten. Dr. I.___ lehnte am 23. Februar 2016 eine Neubewertung des 

versicherungsmedizinischen Sachverhalts ab (Suva-act. 114).

B.   

B.a  Mit Eingabe vom 15. Februar 2016 erhob der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. F. Dahinden, St. Gallen, gegen die Verfügung vom 14. Januar 

2016 Einsprache (Suva-act. 116) und reichte eine Stellungnahme von Dr. G.___ vom 

25. Januar 2016 ein (Suva-act. 116-2 ff., 116-14).

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B.b  Am 19. Februar 2016 legte die Suva den Schadenfall nochmals Dr. I.___ zur 

Stellungnahme vor (Suva-act. 118). Dessen kreisärztliche Beurteilung datiert vom 9. 

März 2016 (Suva-act. 119).

B.c  Mit Schreiben vom 18. April 2016 teilte Rechtsanwalt Dahinden der Suva mit, dass 

beim Versicherten seit dem 1. März 2016 ein Arbeitsversuch auf der Basis einer 100%-

igen Arbeitsfähigkeit stattgefunden habe. Der Versuch sei positiv verlaufen, weshalb er 

nun in ein ordentliches Arbeitspensum habe überführt werden können. Gemäss 

Beurteilung von Dr. G.___ sei der medizinische Endzustand damit erreicht. Dies 

gemäss der zuletzt erfolgten Verlaufskontrolle vom 8. April 2016. Zur Diskussion 

stünden also nur noch Taggeldansprüche bis zum 29. Februar 2016 sowie 

Heilbehandlungskosten bis zum 8. April 2016 (Suva-act. 121, vgl. auch Suva-act. 122-2 

und 128).

B.d  Mit Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab, bestätigte die Ablehnung ihrer Leistungspflicht ab Verfügungsdatum 

vom 14. Januar 2016 sowie den Verzicht auf eine Rückforderung der seit dem 28. April 

2015 erbrachten Leistungen (Suva-act. 124).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 13. Juli 2016 Beschwerde erheben 

und beantragen, der Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 sei aufzuheben und es sei 

die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

für die Folgen der Ellbogenbeschwerden rechts die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventuell sei die Streitsache zur Durchführung 

einer versicherungsexternen medizinischen Begutachtung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuwiesen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 14. September 2016 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 24. November 2016 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an den in der Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 9).

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C.d Mit Duplik bestätigte auch die Beschwerdegegnerin ihren Antrag auf 

Beschwerdeabweisung (act. G 11).

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 13. Juni 2016 (Suva-act.124). Diesem liegt die Verfügung vom 14. Januar 2016 zu 

Grunde (Suva-act. 110), mit welcher die Beschwerdegegnerin ihre bezüglich der 

Ellbogenbeschwerden rechts erbrachten Versicherungsleistungen per 

Verfügungsdatum einstellte. Strittig ist, ob der Beschwerdeführer über dieses Datum 

hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 

hat. Aktenkundig ist, dass beim Beschwerdeführer seit 1. März 2016 wieder eine 

100%-ige Arbeitsfähigkeit besteht (vgl. Suva-act. 128) und die Heilbehandlung am 8. 

April 2016 abgeschlossen wurde (Suva-act. 128). Zu prüfen ist damit nur noch ein 

(weiterer) Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggeldleistungen vom 15. Januar bis 

29. Februar 2016 und auf Heilkostenvergütungen vom 15. Januar bis 8. April 2016.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

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3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Unfall die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der 

Unfallversicherer sodann bei Vorliegen eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur 

insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit 

Hinweisen; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 

174). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 mit 

Hinweisen).

3.2  Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so 

entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 

adäquate Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die 

Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Im 

Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers 

genügt es mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung 

immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs.1 UVG werden 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und 

Hilfslosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des 

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Kausalitätprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Februar 2003, 

U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender Auswirkungen 

des Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 N. 58; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich 2015, N 46 ff. zu Art. 43 

ATSG). Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall 

verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften Vorzustand 

entfällt erst, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. 

zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Juni 2007, U 290/06, E. 3.3).

3.3  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b). Auch eine 

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ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. I.___ erstellt wurde 

(vgl. Suva-act. 119), ist nicht an sich unzuverlässig, wenn die Akten ein vollständiges 

Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 

unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der 

Experte oder die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein 

lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 E. 3b; RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371). 

Die Kreisärzte und Kreisärztinnen der Beschwerdegegnerin sind nach ihrer Funktion 

und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich 

Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten 

diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders 

ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Im Verhältnis zu den 

Allgemeinpraktikern kommt ihnen eine spezialärztliche Stellung zu. Auch ihre 

Beurteilungen sind jedoch nach den vorgenannten allgemeinen Grundsätzen der 

Schlüssigkeit, Nachvollziehbarkeit, Widerspruchsfreiheit sowie des Fehlens von 

Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der spezialärztlichen Beurteilung sprechen, 

zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4; 

BGE 135 469 E. 4.4, 122 V 162 f. E. 1d; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.). Die 

Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte und Ärztinnen aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Stellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten und 

Patientinnen aussagen, steht in denjenigen Fällen nicht im Vordergrund, in denen ein 

Arzt oder eine Ärztin einen Patienten oder eine Patientin nicht als Hausarzt oder 

Hausärztin, sondern als Facharzt bzw. Fachärztin behandelte. Im Übrigen sind in jeder 

ärztlichen Konstellation Anhaltspunkte zu beachten, die die Feststellungen der 

versicherungsinternen Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen lassen (vgl. BGE 

135 V 470 E. 4.5 f.; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 1. Oktober 2013, 

4A_172/2013, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen, vom 12. Februar 2010, 8C_907/2009, E. 

1.1, und vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

4.   

4.1  Mit Schadenmeldung vom 12. Dezember 2014 liess der Beschwerdeführer durch 

seine Arbeitgeberin einen Unfall vom 12. Dezember 2014 melden, dem zunächst die 

Heilbehandlung eines Niereninfarkts rechts bei Nierenarteriendissektion folgte (Suva-

act. 9, 13, 18, 41, 46). Am 18. Februar 2015 sprach der Beschwerdeführer bei einer 

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Besprechung mit der Beschwerdegegnerin über Beschwerden im Bereich des rechten 

Ellbogens (Suva-act. 19). Eine diesbezügliche Heilbehandlung begann an selbigem Tag 

(Suva-act. 27). Mit Verfügung vom 18. März 2015 (Suva-act. 33) verneinte die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht hinsichtlich der Nierenproblematik mangels 

kausalem Zusammenhang zum Unfall vom 12. Dezember 2014, anerkannte hingegen 

mit gleicher Verfügung ihre Leistungspflicht für die Ellbogenbeschwerden und 

bestätigte diese mit Einspracheentscheid vom 1. Juni 2015 (Suva-act. 72). Mit 

Verfügung vom 14. Januar 2016 stellte sie ihre Leistungen per Datum des 

Verfügungserlasses ein (Suva-act. 110) und bestätigte die Leistungseinstellung 

wiederum mit dem hier angefochtenen Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 (Suva-

act. 124). Im vorliegenden Fall steht damit ein anspruchsaufhebender Sachverhalt zur 

Diskussion, für welchen die Beweislast bei der Beschwerdegegnerin liegt, d.h. dass 

diese die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (vgl. dazu BGE 138 V 222 E. 6 und 

BGE 117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 

8C_540/2007, E. 4.3.2; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 54 f.).

4.2  Der Umstand, dass die Leistungseinstellung von der Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 14. September 2016 anders als zuvor damit begründet wird, 

in Bezug auf den rechten Ellbogen des Beschwerdeführers sei eigentlich gar kein 

Unfallgeschehen im Sinne von Art. 4 ATSG mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt, (act. G 3, Ziff. 5.2) und sie damit aussagt, es habe eigentlich 

zu keiner Zeit ein Unfallgeschehen in Bezug auf den rechten Ellbogen stattgefunden 

und damit auch nie eine Leistungspflicht bestanden, ändert an obgenannter 

Beweislastverteilung nichts. Im vorliegenden Verfahren ist - wie erwähnt - die Frage der 

Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung zu prüfen. Gemäss BGE 130 V 380 hat der 

Unfallversicherer - wie von der Beschwerdegegnerin dargelegt und getätigt - bei 

Leistungseinstellungen die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlungen 

und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne 

Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen 

Revision (vgl. dazu Art. 53 ATSG) einzustellen, da eine solche Leistungseinstellung kein 

Zurückkommen auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen bedeutet.

5.  

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5.1  Bei der materiell-rechtlichen Beurteilung einer über das Datum der 

Leistungseinstellung hinausgehenden Leistungspflicht bildet die Frage, ob beim 

Treppenunfall vom 12. Dezember 2014 überhaupt eine Einwirkung auf den rechten 

Ellbogen des Beschwerdeführers stattgefunden hat, zweifellos einen massgebenden 

Ausgangspunkt. Entsprechend äusserte sich auch Dr. I.___ in seiner ärztlichen 

Beurteilung vom 9. März 2016 zu dieser Sachverhaltsfrage (vgl. Suva-act. 119-4 ff.). 

Von Bedeutung sind dabei der Unfallmechanismus bzw. die Art und Weise der 

Einwirkung auf den rechten Ellbogen (vgl. Erwägungen 5.2 und 5.3.1), die echtzeitlich 

gestellte Unfalldiagnose (siehe dazu Erwägungen 5.5.3 und 6) und der zeitliche Ablauf 

(vgl. Erwägung 5.3.2). Dies in dem Sinne, als es offensichtlich erscheint, dass in der 

Regel nur ein vom Unfall betroffener Körperteil eine Verletzung mit nachfolgenden 

Beschwerden zeitigen kann, eine erlittene Verletzung im Regelfall zu Schmerzen führt 

und unmittelbar im Anschluss an den Unfall oder zumindest unfallnah auch 

wahrgenommen sowie im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung beschrieben wird. Je 

grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 

gesundheitlichen Beschwerden ist, desto strengere Anforderungen sind an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 

1997 Nr. 275 S. 191 E. 1c).

5.2  Laut Schadenmeldung UVG vom 12. Dezember 2014 hatte der Beschwerdeführer 

gleichentags beim Hinuntergehen einer Treppe einen Fehltritt gemacht und dabei einen 

Zwick im Rücken verspürt (Suva-act. 1). Am 13. Dezember 2014 wurde von den Ärzten 

der Klinik für Nephrologie des KSSG ein akuter Niereninfarkt rechts bei 

Nierenarteriendissektion diagnostiziert (Suva-act. 13, vgl. auch Suva-act. 9). Anlässlich 

eines Telefongesprächs mit der Beschwerdegegnerin vom 9. Januar 2015 erklärte der 

Beschwerdeführer, während der Arbeit ausgerutscht zu sein (ca. 3 Stufen hinunter). Er 

habe einen Sturz vermeiden können, weil er an der Wand vorwärts aufgeprallt sei 

(Suva-act. 10). Erstmals am 18. Februar 2015, d.h. rund zwei Monate nach dem Unfall, 

bei einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin, schilderte der Beschwerdeführer 

einen auf eine Beteiligung des rechten Ellbogens zugeschnittenen Unfallmechanismus. 

Er sei während der Arbeit eine Treppe hinuntergegangen und dabei aus unerklärlichen 

Gründen irgendwie ins Straucheln geraten, wodurch die Gefahr entstanden sei, 2-3 

Treppenstufen hinunterzustürzen. Er habe einen Sturz gerade noch verhindern können, 

indem er sich unterhalb der Treppe an einer Wand seitlich abgefangen habe. Er sei 

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dabei mit angelegtem rechten Arm seitlich gegen die Wand geprallt (= Körper nach 

links abgedreht und mit rechtem Arm und rechter Flanke gegen die Wand). Anlässlich 

der vorgenannten Besprechung erzählte der Beschwerdeführer auch das erste Mal von 

Ellbogenbeschwerden. Im Rahmen der Spitalbehandlung seien an seinem rechten Arm 

- im Bereich des Ellbogens - diverse Nadelstiche gesetzt worden, meist um 

Blutentnahmen durchzuführen. Im Laufe der Zeit habe er dann belastungsabhängige 

Beschwerden im Bereich des rechten Ellbogens gespürt. Die Beschwerden am rechten 

Ellbogen seien nach wie vor vorhanden, wenn sie sich auch etwas gebessert hätten 

(Suva-act. 19). Am 18. Februar 2015 erfolgte zudem eine erste ärztliche Untersuchung 

bzw. Behandlung des rechten Ellbogens durch Dr. D.___. Laut Anamnese des 

entsprechenden Untersuchungsberichts vom 4. März 2015 war der Beschwerdeführer 

bei der Arbeit auf der Treppe gestürzt und mit der rechten Schulter und vor allem mit 

dem rechten Ellbogen an eine Wand geprallt. Er habe Schmerzen im Oberarm gespürt 

(Suva-act. 27). In der Einspracheergänzung vom 30. April 2015 (Suva-act. 66) zur 

Anfechtung der leistungsablehnenden Verfügung betreffend Nierenproblematik vom 18. 

März 2015 (Suva-act. 33) beschrieb der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

ausserdem einen Mauerknick unterhalb der Treppe, an dem der Beschwerdeführer 

aufgeprallt sei. Der Aufprall sei rechtsseitig erfolgt (Suva-act. 66). Ein erhebliches 

Anpralltrauma an einem (scharfen) Mauerknick führte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auch in der Beschwerdeeingabe vom 13. Juli 2016 (act. G 1) und 

der Replik vom 24. November 2016 (act. G 9) an.

5.3 

5.3.1      Die vorgenannten Unfallschilderungen verändern sich zwar von einem blossen 

Fehltritt beim Hinuntergehen einer Treppe über einen Aufprall vorwärts in eine Wand zu 

einem rechtsseitigen, offenbar die rechte Schulter, den rechten Ellbogen und die rechte 

Flanke tangierenden Anprall an einem Mauerknick. Kommt man jedoch auf einer 

Treppe ins Straucheln, erscheint insgesamt ein Unfallmechanismus mit Anpralltrauma 

des rechten Ellbogens, sei es rechtsseitig an der Treppenwand oder erst an dem von 

der Treppe entfernt liegenden Mauerknick (vgl. Suva-act. 68-6 f.), plausibel. Die 

Schadenmeldung UVG vom 12. Dezember 2014 wurde von der Arbeitgeberin bzw. vom 

Vater des Beschwerdeführers ausgefüllt (Suva-act. 1). Eine eigene 

Sachverhaltsdarstellung gab der Beschwerdeführer erstmals am 9. Januar 2015 ab, 

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wobei er zumindest einen Anprall - wohl seines Körpers - erwähnte. Seiner 

Formulierung "an der Wand vorwärts" ist dabei nicht zu viel Gewicht beizumessen, 

zumal vorne keine Wand, sondern der Mauerknick stand, und damit ohne weiteres die 

Richtung der Schwerkraftwirkung (der Beschwerdeführer strauchelte beim 

Hinuntergehen einer Treppe) gemeint sein konnte.

5.3.2      Die rund zweimonatige Latenzzeit bis zur erstmaligen Erwähnung von 

Ellbogenbeschwerden und einer ausdrücklichen Ellbogentangierung gilt es ebenfalls zu 

relativieren. Der Beschwerdeführer litt - unabhängig davon, ob es sich bei den 

Ellbogenbeschwerden um eine Unfallfolge handelte oder nicht - zeitgleich mit dem 

Unfall vom 12. Dezember 2014 akut unter einer schwerwiegenden, d.h. gefährlichen 

und schmerzhaften, Gesundheitsstörung an der Niere, weswegen er hospitalisiert und 

operativ behandelt werden musste. Dass bei einem Nierenschaden dieser Art eine 

gesundheitliche Störung am Ellbogen ohne strukturelle Verletzung nicht im 

Vordergrund steht bzw. ihr keine Beachtung geschenkt wird, ist nachvollziehbar. 

Zudem ist davon auszugehen, dass die eingenommenen Schmerzmittel verhindert 

haben, dass er die Verletzung am Ellbogen überhaupt verspürte. Im Übrigen hat der 

Beschwerdeführer am 18. Februar 2015 angegeben, nach der Spitalbehandlung im 

Laufe der Zeit belastungsabhängige Beschwerden im Bereich des rechten Ellbogens 

gespürt zu haben. Nach dem Spitalaustritt bis zum Besprechungstermin mit der 

Beschwerdegegnerin verging nur ein Monat. Der Beschwerdeführer hatte zudem für 

den Tag der Besprechung bereits einen Sprechstundentermin bei Dr. D.___ vereinbart 

(Suva-act. 19). Angesichts des dargelegten Sachverhalts darf insgesamt von einem 

zusammenhängenden, zumindest nicht gegen einen Unfall mit Tangierung des rechten 

Ellbogens sprechenden zeitlichen Ablauf ausgegangen werden.

5.3.3      Wie von Dr. I.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 9. März 2016 zutreffend 

festgestellt, sind im Austrittsbericht der Klinik für Nephrologie des KSSG vom 22. 

Dezember 2014 neben den Hauptdiagnosen akuter Niereninfarkt rechts am 12. 

Dezember 2014 bei Nierenarteriendissektion und Niereninsuffizienz einige 

Nebendiagnosen - sporadischer Herpes Zoster, Hypercholesterinämie, Katarakt links - 

aufgeführt (Suva-act. 13). Die kreisärztliche Schlussfolgerung, die Nebendiagnosen 

würden darauf schliessen lassen, dass der Beschwerdeführer umfassend und 

ganzheitlich untersucht und beurteilt worden sei und nicht nur die internistische 

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Problematik mit Niereninfarkt im Vordergrund gestanden habe, kann hingegen vom 

Gericht nicht ohne Weiteres nachvollzogen werden. Die Nebendiagnosen sind sehr 

ausgewählt und zumindest der Herpes Zoster sowie die Hypercholesterinämie lassen 

darauf schliessen, dass sich die Abklärungen und Behandlungen in der Klinik für 

Nephrologie des KSSG auf Erkrankungen der Inneren Medizin fokussierten (vgl. dazu 

https://de.wikipedia.org/wiki/Innere_Medizin, abgerufen am 7. Juli 2017). Jedenfalls 

lässt sich aus den Nebendiagnosen in keiner Weise der Schluss ziehen, dass der 

Bewegungsapparat des Beschwerdeführers bzw. die Extremitäten Inhalt der 

Untersuchungen gewesen wären, was bei einer Hospitalisation in der Klinik für 

Nephrologie auch nicht zu erwarten war. Zu erwähnen bleibt, dass der 

Beschwerdeführer nicht behauptet, Ellbogenbeschwerden in der Notfallaufnahme der 

Klinik C.___ oder während der Hospitalisation in der Klinik für Nephrologie des KSSG 

erwähnt zu haben, diese jedoch nicht dokumentiert worden seien (vgl. dazu Suva-act. 

119-4).

5.4 

5.4.1      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass entgegen den Überlegungen der 

Beschwerdegegnerin und von Dr. I.___ nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, der rechte Ellbogen des 

Beschwerdeführers sei vom Unfall vom 12. Dezember 2014 nicht betroffen gewesen. 

Das Fehlen einer echtzeitlichen Dokumentation von Ellbogenbeschwerden rechts lässt 

zumindest keine überzeugenden Zweifel an einem solchen Geschehen aufkommen.

5.4.2      Der Einwand der Beschwerdegegnerin, klinisch hätten echtzeitlich keinerlei 

Anzeichen einer äusseren Einwirkung auf den rechten Ellbogen - wie Prellmarken, 

Schwellungen, Blutergüsse, Schürfwunden, Ödeme - objektiviert werden können (act. 

G 3 Ziff. 5.2, act. G 11 Ziff. 1), vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Bei einer 

schmerzhaften Weichteil- bzw. Kontusionsverletzung, die nicht von einer strukturellen 

Läsion begleitet ist, sind die Unfallfolgen nicht immer sichtbar. So beschrieb Dr. D.___ 

den rechten Ellbogen mit Bericht vom 4. März 2015 äusserlich unauffällig ohne 

sichtbare Schwellung, leitete jedoch aus den weiteren Befunden (Druckdolenz über 

dem Epikondylus lateralis und über dem Extensorenursprung, Anspannen der 

Extensoren gegen Widerstand deutlich schmerzhaft) die Diagnose einer 

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posttraumatischen Epicondylitis humeri radialis ab (Suva-act. 27). Med. pract. F.___ 

bezeichnete diese in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 17. März 2015 basierend auf der 

Schilderung des Beschwerdeführers eines Anpralltraumas und im Wissen, dass initial 

keine Behandlung erfolgt und in den echtzeitlichen medizinischen Akten auch keine 

Hämatome, Schwellungen etc. beschrieben worden waren, als unfallkausal. Sie 

betrachtete die Beschwerdegegnerin für die Behandlung der Epicondylitis humeri 

radialis im damaligen Zeitpunkt als leistungspflichtig, ohne die Stärke der Prellung 

weiter zu besprechen. Ebenso bejahte Dr. G.___ im Untersuchungsbericht vom 25. 

Januar 2016 eine Unfallkausalität zwischen der Epicondylitis humeri radialis und dem 

Unfallereignis vom 12. Dezember 2014 mit Prellungen des Ellbogengelenks (Suva-act. 

113).

6.   

Die Verfahrensparteien sind sich darin uneinig, ob es sich bei der Epicondylitis humeri 

radialis um einen neuen unfallbedingten Schaden handelt oder ob die Epicondylitis 

humeri radialis im Zeitpunkt des Unfalls vom 12. Dezember 2014 bereits als 

Vorschädigung bestanden hat.

6.1  Am 28. April 2015 wurde in der H.___ eine radiologische Untersuchung des 

rechten Ellbogens des Beschwerdeführers durchgeführt, wobei sich die Epicondylitis 

humeri radialis mit Reizzustand der myxoid imponierenden gemeinsamen 

Extensorensehnenaponeurose bestätigte (Suva-act. 62). Unter den Ärzten ist 

unbestritten, dass die Epicondylitis humeri radialis als Ursache der vom 

Beschwerdeführer geklagten Ellbogenbeschwerden zu betrachten ist. Auch von der 

Beschwerdegegnerin wird nichts anderes vorgebracht.

6.2  Bei der Epicondylitis humeri radialis handelt es sich laut medizinischer Literatur um 

einen Entzündungszustand im Bereich der Sehnenansätze der Hand- und 

Fingerstreckmuskulatur am Epicondylus radialis (lateralis), dessen Natur nicht ganz 

geklärt ist (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 

4. Aufl. Bern 2005, S. 740 f.; LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE, Hrsg. von der Deutschen 

Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und dem Berufsverband der 

Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 35; PSCHYREMBEL, Klinisches 

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Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 612; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. 

München 2003, S. 541). Grundsätzlich ist es jedoch medizinisch möglich, dass ein 

Unfallereignis, insbesondere eine Kontusion, eine posttraumatische Epicondylitis 

auslösen kann (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. 

Juli 2011, UV 2010/80; Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 19. Juli 2012, 

725 12 28/194, E. 6.2; http://flexikon. doccheck.com/de/Epicondylitis_humeri_lateralis; 

http://tennisarm.ch/index. htm?/unfall.htm; http://www.symptomeundbehandlung.com/

schmerzen-im-ellenbogen/ tennisarm-tennis ellenbogen-epicondylitis/, alle abgerufen 

am 7. Juli 2017).

6.3  Ist es durch den Unfall zu keinen neuen unfallbedingten Schäden gekommen, trifft 

er aber auf einen vorgeschädigten Körper, kommt eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung höchstens als vorübergehende oder richtunggebende 

Verschlimmerung des Vorzustandes in Betracht. Eine richtunggebende 

Verschlimmerung liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn medizinischerseits 

feststeht, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine wieder erreicht 

werden könnten (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54). In Bezug auf die Epicondylitis 

humeri radialis des Beschwerdeführers steht bereits fest, dass eine richtunggebende 

Verschlimmerung nicht in Betracht kommt, nachdem per 8. April 2016 der medizinische 

Endzustand erreicht werden konnte (vgl. Suva-act. 128, 146). Die lediglich 

vorübergehende unfallbedingte Verschlimmerung eines Vorzustandes basiert auf dem 

Wissen, dass es im Unfallversicherungsrecht Fälle gibt, bei denen die Unfallfolgen bzw. 

deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen 

Verlaufs nicht immer konkret beschrieben werden können. Dennoch wird bei einem 

geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden 

Wirkung des Ereignisses (Unfall) auf den Körper ausgegangen, die in der Folge 

aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden werden nach einem bestimmten 

Zeitraum - trotz ihres möglichen Fortdauerns - aufgrund einer medizinischen 

Erfahrungstatsache aber nicht mehr dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung 

übernimmt in diesen Fällen nur den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante 

Leistungen für die unmittelbar im Zusammenhang stehenden Beeinträchtigungen zu 

erbringen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, 

vom 9. Januar 2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 

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und 4; Urteil des EVG vom 14. März 2000, U 266/99, E. 1; vgl. auch RUMO-JUNGO/

HOLZER, a.a.O., S. 55 f.).

6.4  Die Beschwerdegegnerin ging in der Verfügung vom 14. Januar 2016 (Suva-act. 

110) bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid (Suva-act. 124) in Bezug auf die 

Epicondylitis humeri radialis des Beschwerdeführers von einer vorbestandenen 

Gesundheitsschädigung aus und nahm per 28. April 2015 (Zeitpunkt der Erstellung des 

MRT; Suva-act. 62) einen Status quo sine an. Dabei stützte sie sich auf die ärztliche 

Beurteilung von Dr. I.___ vom 9. März 2016 (Suva-act. 119). Die tatsächliche 

Leistungseinstellung erfolgte jedoch "entgegenkommenderweise" erst per 

Verfügungsdatum vom 14. Januar 2016 (Suva-act. 110). Im Sinne der Erwägung 6.3 

argumentierte Dr. I.___ in seiner ärztlichen Beurteilung, dass die vom 

Beschwerdeführer angegebene Beschwerdesymptomatik des rechten Ellbogengelenks 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine vorübergehende Verschlimmerung 

eines unfallunabhängig vorbestehenden Verschleisszustandes der 

Strecksehnenaponeurose im Sinne einer Epikondylopathie humero radialis rechts 

durch Prellung zurückzuführen sei, die Epikondylopathie humero radialis rechts also 

nicht einem am 12. Dezember 2014 erlittenen Prelltrauma entstamme.

6.5  Für die Abgrenzung Vorzustand bzw. neue unfallbedingte Schädigung stellt der 

Vergleich radiologischer Untersuchungsergebnisse aus der Zeit vor und nach dem 

Unfall eine bedeutende Beweisgrundlage dar. Im konkreten Fall liegen keine 

prätraumatischen radiologischen Untersuchungsergebnisse des rechten Ellbogens des 

Beschwerdeführers vor, welche einen eindeutigen Beweis für das Vorliegen eines 

Vorzustandes liefern könnten. Das Vorhandensein eines solchen erklärte Dr. I.___ (nur) 

mit dem MRT-Untersuchungsergebnis vom 28. April 2015, worin die Radiologin der 

H.___, Dr. med. J.___, Fachärztin für Radiologie FMH, die bildgebenden Befunde des 

rechten Ellbogens mit typischen Zeichen einer verschleissbedingten Veränderung der 

Strecksehnenaponeurose, einem verschleissbedingten entzündlichen Reizzustand des 

Ligamentum collaterale radii, der Plica und des vor dem Olecranon gelegenen 

Schleimbeutelgewebes beschrieb. Wortwörtlich formulierte Dr. J.___: " […] als 

mögliches Korrelat einer abgelaufenen aktuell nicht floriden entzündlich veränderten 

Bursitis olecrani bei diskreten Insertionstendinosen der Sehne des Musculus trizeps 

bachii. Minimale Insertionstendinose, auch der Sehne des Musculus bizeps brachii." 

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Die Radiologin interpretierte demnach die sich darstellenden Echoalterationen als 

morphologischen Ausdruck einer reaktiven Entzündung mit verschleissbedingten 

Veränderungen des Ellbogengelenks. Von einer traumatisch bedingten strukturellen 

Veränderung könne genauso wenig die Rede sein wie von einer traumatisch bedingten 

Rissbildung oder anderweitigen unfallspezifischen Folgen (Suva-act. 119).

6.6  Die Überzeugung von Dr. I.___, die Radiologin interpretiere die sich darstellenden 

Echoalterationen als morphologischen Ausdruck einer reaktiven Entzündung mit 

verschleissbedingten Veränderungen des Ellbogengelenks ist in den Ausführungen des 

MRT-Untersuchungsberichts nicht erkennbar. Insbesondere die Formulierung 

"verschleissbedingte Veränderung" als eindeutige Beschreibung eines degenerativen 

Zustandes ist im Untersuchungsbericht von Dr. J.___ nicht explizit zu lesen. Der Befund 

der mässigen Epicondylitis humeri radialis mit Reizzustand der myxoid imponierenden 

gemeinsamen Extensorenaponeurose und Reizzustand des Ligamentum collaterale 

radii und der angrenzenden Plica wurde von ihr im MRT-Untersuchungsbericht neutral, 

d.h. ohne Zusatz eines Hinweises auf eine degenerative oder traumatische Genese, 

angeführt. Auch wenn ein Reizzustand in der Regel einen krankheitsbedingten bzw. 

degenerativ bedingten Zustand darstellt, kann eine Epicondylitis humeri radialis - wie 

gesagt - grundsätzlich die Folge eines Prelltraumas sein (vgl. Erwägung 6.2). Aus dem 

genannten Befund kann mithin nicht nur der Schluss einer Degeneration gezogen 

werden. Was die weiter genannten Insertionstendinosen angeht, betreffen diese die 

Sehnen des Musculus triceps brachii und des Musculus biceps brachii und damit der 

Muskeln des Oberarms, während am Epicondylus humeri radialis die 

Unterarmextensoren entspringen. Zwar könnte eine umfassendere 

Entzündungsproblematik im Bereich eines Körperteils auf einen krankhaften bzw. 

degenerativen Zustand hinweisen. Mit ihrer Formulierung "als mögliches Korrelat einer 

abgelaufenen aktuell nicht floride entzündlich veränderten Bursitis olecrani" bringt 

jedoch Dr. J.___ nur eine Vermutung zum Ausdruck, welche den im 

Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen vermag (vgl. LOCHER/GÄCHTER, 

a.a.O., § 70 N. 58 f.).

6.7  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass anhand der ärztlichen Beurteilung von Dr. 

I.___ nicht nachvollzogen werden kann, inwiefern in den Befunden des MRT-

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Untersuchungsberichts ein Beweis für eine degenerativ bedingte Epicondylitis humeri 

radialis bzw. einen Vorzustand im rechten Ellbogen in Form einer Epicondylitis humeri 

radialis im Zeitpunkt des Unfalls vom 12. Dezember 2014 zu sehen ist. Daran vermag 

auch der Umstand nichts zu ändern, dass das Ellbogengelenk bei der MRT-

Untersuchung insbesondere keine traumaassoziierte Fraktur/Bone bruise respektive 

Chondropathie zeigte (Suva-act. 62). Eine Epicondyitis humeri radialis kann sich 

offenbar aus einem blossen Kontusionstrauma heraus entwickeln und bedarf keiner 

strukturellen Ursprungsverletzung (vgl. Erwägung 6.2). Gegen den Beweis eines 

überwiegend wahrscheinlichen degenerativen Vorzustandes spricht auch die - wenn 

auch nicht begründete, so doch uneingeschränkte - Verneinung eines Vorzustandes 

und/oder einer degenerativen Erkrankung am Ellbogen durch Dr. G.___ in ihrem 

Schreiben vom 25. Januar 2016 und weiter ihre Bejahung der Unfallkausalität der noch 

bestehenden Restbeschwerden im damaligen Zeitpunkt (Suva-act. 116). Dr. G.___ gab 

ihre Antworten offensichtlich in Kenntnis des MRT-Untersuchungsergebnisses ab 

(Suva-act. 69). Es ist kaum anzunehmen, dass sie als Fachärztin einen Vorzustand 

ohne Weiterungen verneint hätte, wäre dem MRT-Untersuchungsbericht ein solcher 

eindeutig zu entnehmen gewesen. Die Beweiswertigkeit der Feststellung von Dr. I.___ 

in seiner ärztlichen Beurteilung, die beim Beschwerdeführer am 28. April 2015 

radiologisch erhobene Epicondyitis humeri radialis habe bereits vorbestanden, ist 

angesichts des Gesagten in Frage gestellt bzw. ein Vorzustand nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen.

7.   

Nachfolgend ist zu prüfen, ob bei dieser Sachlage im Zeitpunkt der MRT-Untersuchung 

vom 28. April 2015 oder der Leistungseinstellung per Datum des Verfügungserlasses 

(14. Januar 2016) vom Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen der fortdauernden Ellbogenbeschwerden auszugehen ist.

7.1  Von einer Heilung der unfallbedingten Ellbogenbeschwerden ist auszugehen, wenn 

sich die unfallkausalen Befunde gänzlich zurückgebildet haben (vgl. dazu Erwägung 

3.2). Dr. I.___ geht in seiner ärztlichen Beurteilung vom 9. März 2016 von einer 

dreimonatigen Heilungsdauer aus (vgl. Suva-act. 119-6), was ihn im konkreten Fall von 

einer Heilung der Kontusionsfolgen spätestens im Zeitpunkt der MRT-Untersuchung 

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ausgehen liess. Mit Blick auf die Erwägung 6.3 ist jedoch - wie vom Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers in der Replik vom 24. November 2016 (act. G 9 Ziff. 6) 

zutreffend dargelegt - nur in dem von Dr. I.___ angenommenen Fall einer leichten 

Prellung mit vorübergehender Verschlimmerung eines vorbestehenden, 

überlastungsbedingten Verschleisszustandes der Strecksehnenansätze die Annahme 

eines Status quo sine vel ante allgemein und konkret per Datum der MRT-

Untersuchung möglich (vgl. dazu medizinische Erfahrungsmedizin gemäss 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 412). Stellt hingegen die Epicondylitis humeri radialis keinen 

überwiegend wahrscheinlichen Vorzustand, sondern für sich eine Unfallfolge dar, kann 

nicht gesagt werden, es würden nur noch die Auswirkungen des vorbestandenen 

Grundleidens wirksam sein und die Unfallfolgen seien vollständig abgeklungen. Im 

Zeitpunkt der MRT-Untersuchung konnte im Ellbogen des Beschwerdeführers noch 

eine Epicondylitis humeri radialis ausgemacht werden, womit eine Heilung der 

Unfallfolgen zu diesem Zeitpunkt mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausser Betracht fällt.

7.2  Erst mit der Heilung der Epicondylitis humeri radialis kann mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit ein Dahinfallen der Unfallfolgen angenommen 

werden. Die Tatsache, dass in der medizinischen Literatur als Ursache einer 

krankheits- bzw. degenerativ bedingten Epicondylitis humeri radialis eine lokale, 

funktionelle Überlastung beschrieben wird, lässt annehmen, dass eine Überlastung 

auch die Heilung einer Epicondylitis humeri radialis verhindern bzw. erschweren kann. 

Die Heilung einer Epicondylitis humeri radialis wird in der medizinischen Literatur 

ausserdem als langwierig beschrieben (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 740; LEITLINIE 

DER ORTHOPÄDIE, a.a.O., S. 35; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 612; ROCHE LEXIKON, 

a.a.O., S. 541). Der Beschwerdeführer ist Geschäftsführer der Firma B.___. Da es sich 

dabei jedoch um ein kleines Unternehmen handelt, muss er auch handwerklich 

mitarbeiten. Der Beschwerdeführer verrichtet angeblich zu 10% Bürotätigkeiten 

(Aquisition, Auftragsentgegennahme usw.). Ca. 90% übt er auf den Baustellen 

eigentliche Bodenlegerarbeiten wie Abbrucharbeiten, Transport von Arbeitsmaterial, 

Tragen von Bodenbelägen, Bearbeiten und Schneiden derselben sowie eigentliches 

Verlegen von Böden, aus (Suva-act. 19). Nach einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit 

hatte der Beschwerdeführer seine Tätigkeit ab dem 1. April 2015 wieder zu 50% 

aufgenommen (Suva-act. 45, 49, 57). Durch die berufsbedingte Mehrbelastung des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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rechten Arms nahmen die Schmerzen wieder zu und der Beschwerdeführer reduzierte 

das Pensum, ärztlich bestätigt, auf 20%. Ausserdem wurde beim Beschwerdeführer 

eine Infiltration mit Kenacort 40 durchgeführt (Suva-act. 60, 63, 64, 69). Ab dem 11. 

Mai 2015 attestierte ihm Dr. G.___ wieder eine 50%-ige und damit immer noch 

massgebend reduzierte Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 64, 69). Mit dieser fand sich der 

Beschwerdeführer gut zurecht (Suva-act. 70). Anlässlich der Untersuchung vom 29. 

Mai 2015 gab der Beschwerdeführer Dr. G.___ an, dass ihm die 

Arbeitsfähigkeitsreduktion gut getan habe. Die klinischen Befunde zeigten sich zudem 

als befriedigend, worauf Dr. G.___ beim Beschwerdeführer ab 30. Mai 2015 wieder von 

einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit ausging (Suva-act. 73). Erneut trat eine Zunahme der 

Ellbogenbeschwerden auf (Suva-act. 74). Die nächste Untersuchung bei Dr. G.___ 

datiert vom 30. November 2015, anlässlich welcher der Beschwerdeführer angab, dass 

die Infiltration nur kurzfristig eine Besserung gebracht habe (Suva-act. 105). Dr. G.___ 

bestätigte darauf erneut eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit seit 23. November 2015, 

verordnete dem Beschwerdeführer eine Physiotherapie (Suva-act. 109, 111) und 

verlängerte die Arbeitsunfähigkeit letztlich bis 29. Februar 2016 (Suva-act. 122). 

Entsprechend hatte der Beschwerdeführer am 7. Januar 2016 telefonisch berichtet, 

dass der Heilverlauf nur langsam vorwärts gehe. Es brauche einfach seine Zeit. Wenn 

er wiederholt 1 bis 2 kg anhebe, würden die Beschwerden rasch zunehmen. Dr. G.___ 

sowie die Physiotherapeutin meinten, dass er aktuell nicht forcieren dürfe, andernfalls 

es wieder zu einer Verschlimmerung kommen könne (Suva-act. 107). Erst ab 1. März 

2016 bestätigte Dr. G.___ dem Beschwerdeführer wieder eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 122). Am 8. April 2016 ist die Abschlusskontrolle bei Dr. 

G.___ dokumentiert (Suva-act. 128).

7.3  Angesichts der in Erwägung 7.2 dargelegten Sachlage ist mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 14. Januar 2016 in seiner beruflichen Tätigkeit 

als Bodenleger immer noch beschränkt einsatzfähig war, keine Beschwerdefreiheit 

besass und das Beschwerdebild unbestrittenermassen mit der unfallkausalen 

Epicondylitis humeri radialis in Zusammenhang stand. Erst ab dem 8. April 2016 ist von 

einer Heilung derselben bzw. vom Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalls 

vom 12. Dezember 2014 für den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

auszugehen. Die Beschwerdegegnerin wird mithin über den 14. Januar 2016 hinaus bis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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zum 8. April 2016 die Heil¬behandlungskosten betreffend die Ellbogenbeschwerden 

rechts zu vergüten und bis 29. Februar 2016 Taggeldleistungen für eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit zu erbringen haben.

8.   

8.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 13. Juli 2016 unter 

Aufhebung des Einspracheentscheids vom 13. Juni 2016 gutzuheissen. Die 

Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, dem Beschwerdeführer vom 15. Januar bis 29. 

Februar 2016 Taggelder entsprechend einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50% und 

vom 15. Januar bis 8. April 2016 Heilkostenleistungen für die Ellbogenbeschwerden 

rechts auszurichten.

8.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung ist vom Gericht 

ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und 

dem Aufwand Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. Art. 98 ff. des st. 

gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Der 

Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache entsprechend erscheint vorliegend eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (inklusive Barausalgen und 

Mehrwertsteuer) angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 

aufgehoben.

2.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer vom 15. Januar bis 

29. Februar 2016 Taggelder entsprechend einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50% und 

vom 15. Januar bis 8. April 2016 Heilkostenleistungen für die Ellbogenbeschwerden 

rechts auszurichten.

3.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.07.2017
	Art. 6 Abs. 1 UVG: Die Epicondylitis humeri radialis gilt vorliegend als neue unfallbedingte Schädigung. Der Beweis eines degenerativen Vorzustandes misslingt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers endet mit der Heilung der Epicondylitis humeri radialis (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juli 2017,UV 2016/48).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_530/2017.

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