# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 210a9e61-9a06-502c-9268-308becb93afe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2025 D-426/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-426-2025_2025-03-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-426/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Bolz-Reimann, 

mit Zustimmung von Richterin Roswitha Petry; 

Gerichtsschreiber Jonas Perrin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…)  

(Beschwerdeführer 1), 

B._______, geboren am (…) 

(Beschwerdeführerin 2), 

und deren Kinder   

C._______, geboren am (…) 

(Beschwerdeführerin 3), 

D._______, geboren am (…) 

(Beschwerdeführerin 4), 

alle Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 20. Dezember 2024 / N (…). 

 

D-426/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden – türkische Staatsangehörige kurdischer 

Ethnie und alevitischen Glaubens mit letztem Wohnort in der Provinz Ga-

ziantep – eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit dem volljährigen Sohn 

der Beschwerdeführerenden 1 und 2 (E._______, N […], Verfahren 

D-427/2024) am 12. November 2023 in die Schweiz einreisten, wo sie tags 

darauf – am 13. November 2023 – um Asyl nachsuchten, 

dass das SEM am 5. Dezember 2023 ihre Personalien aufnahm, 

dass die Beschwerdeführenden am 12. Februar 2024 beziehungsweise 

am 13. Februar 2024 zu ihren Asylgründen angehört wurden, 

dass der Beschwerdeführer 1 im Wesentlichen geltend machte, vor etwa 

zwanzig Jahren seien sein Schwiegervater (N […]) und sein Schwager auf-

grund politischer Straftaten inhaftiert worden, weswegen diese später in die 

Schweiz geflüchtet seien, wo ihnen Asyl gewährt worden sei, 

dass in diesem Zusammenhang eine Hausdurchsuchung stattgefunden 

habe, anlässlich welcher sie – die Beschwerdeführenden 1 und 2 – auf der 

örtlichen Polizeistation festgehalten worden seien, 

dass er – der Beschwerdeführer 1 – in seinem Heimatstaat einen Herren-

Coiffeursalon betrieben habe, und er im Februar 2023 von zwei in zivil ge-

kleideten Polizisten aufgefordert worden sei, als Spitzel für den Millî İstih-

barat Teşkilâtı (Nationaler Aufklärungsdienst, MIT) zu arbeiten, 

dass er dabei insbesondere angehalten worden sei, dem MIT mitzuteilen, 

welche seiner Kunden Mitglieder bei der Partiya Karkerên Kurdistanê (Ar-

beiterpartei Kurdistans, PKK) seien, 

dass im April 2023 dieselben Polizisten seinen Betrieb erneut aufgesucht 

hätten, und ihm vorgeworfen worden sei, keine Nachforschungen zu sei-

nen Kunden angestellt zu haben, 

dass er im Juni 2023 auf die Polizeistation mitgenommen worden sei, wo 

er erneut aufgefordert worden sei, Kundennamen allfälliger PKK-Mitglieder 

preiszugeben, 

D-426/2025 

Seite 3 

dass er ungefähr im August 2024 erneut auf der Polizeistation festgehalten 

worden sei, und wiederum angehalten worden sei, als Spitzel für den MIT 

tätig zu werden, 

dass er seinen Heimatstaat gemeinsam mit seiner Familie am 9. Septem-

ber 2023 – etwa eineinhalb beziehungsweise zwei Monate nach der letzten 

Festhaltung auf dem Polizeiposten – verlassen habe, 

dass – als er und seine Familie sich in Serbien aufgehalten hätten – ihr 

Haus in der Türkei durchsucht worden und Haftbefehle gegen ihn und sei-

nen Sohn E._______ ausgestellt worden seien, 

dass zwei seiner Kunden erwischt worden seien und diese den heimatli-

chen Behörden seinen Namen angegeben hätten, 

dass er – der Beschwerdeführer 1 – selbst nicht politisch tätig gewesen sei, 

er als Kurde alevitischen Glaubens jedoch wiederholt Diskriminierungen 

und Schikanierungen ausgesetzt gewesen sei, 

dass die Beschwerdeführerin 2 im Wesentlichen vorbrachte, dass ihr Vater 

(N […]) im Jahr 1989 und einer ihrer Brüder im Jahr 1990 aufgrund ihrer 

politischen Tätigkeiten in der Türkei verhaftet und inhaftiert worden seien, 

dass sie damals von einem Soldaten mit einem Gewehr im Gesicht verletzt 

worden sei, wovon sie noch heute eine Narbe trage, 

dass es im Jahr 2000 zu einer Hausdurchsuchung gekommen sei, und sie 

gemeinsam mit ihrem Ehegatten auf dem örtlichen Polizeiposten festge-

halten worden sei, und sie deswegen ihren damals sechs Monate alten 

Sohn alleine zu Hause habe lassen müssen, 

dass dieser einen krankheitsbedingten Anfall erlitten habe, seither stark 

hilfsbedürftig gewesen und im Jahr 2000 verstorben sei, 

dass etwa drei Jahre vor ihrer Ausreise ein weisses Kreuz auf die Ein-

gangstüre ihres Hauses gemalt worden sei, was als Drohung zu verstehen 

gewesen sei, und sie und ihre Familie auch sonst Diskriminierungen und 

Schikanierungen aufgrund ihrer kurdischen Ethnie und ihres alevitischen 

Glaubens ausgesetzt gewesen seien, 

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Seite 4 

dass sie selbst ihre Stimme zwar der Halkların Demokratik Partisi (Demo-

kratische Partei der Völker, HDP) gegeben habe, sich davon abgesehen 

aber politisch nicht betätigt habe,  

dass ihr Ehegatte zudem aufgefordert worden sei, als Spitzel für den türki-

schen Sicherheitsapparat zu arbeiten, sie aber nicht viel darüber wisse, 

dass sie im Nachgang an die schweren Erdbeben im Jahr 2023 keine Hilfe 

bekommen hätten und zwei Monate in ihrem Auto und in einem Zelt hätten 

schlafen müssen, 

dass ihr Sohn E._______ im August 2023 nach Istanbul gereist sei und es 

anschliessend zu einer Hausdurchsuchung gekommen sei, 

dass sie daraufhin gemeinsam mit ihrem Ehegatten beschlossen habe, die 

Türkei zu verlassen, da sie nicht noch einmal einen Sohn verlieren möch-

ten, 

dass die Beschwerdeführerinnen 3 und 4 angaben, in der Schule aufgrund 

ihrer Zugehörigkeit zur kurdischen Ethnie und ihres alevitischen Glaubens 

wiederholt Schikanierungen ausgesetzt gewesen seien, 

dass die Beschwerdeführenden je eine türkische Identitätskarte im Original 

einreichten, 

dass das SEM den Beschwerdeführer 1 anlässlich der Anhörung vom 

12. Februar 2024 aufforderte, eine Wohnsitzbestätigung, einen Familien-

registerauszug, einen Auszug betreffend die Ein- und Ausreisen auf türki-

schem Staatsgebiet, einen aktuellen Strafregisterauszug sowie alle UYAP-

Dokumente betreffend die geltend gemachten Strafverfahren einzureichen, 

dass die Beschwerdeführenden am 12. Februar 2024 ein Berufsdiplom 

und einen Beschluss in sonstiger Sache vom 29. Oktober 2023, ein Proto-

koll betreffend die Hausdurchsuchung und Beschlagnahme vom 29. Okto-

ber 2023, einen Festnahmebefehl vom 22. Oktober 2023, ein Einvernah-

meprotokoll eines Tatverdächtigen vom 16. September 2023, einen Über-

weisungsbericht vom 16. September 2023 und einen Beschluss zur 

zwangsweisen Vorführung vom 19. November 2023 zu den Akten reichten, 

dass das SEM die Asylverfahren der Beschwerdeführenden mit Verfügung 

vom 15. Februar 2024 zur weiteren Behandlung dem erweiterten Verfahren 

zuteilte und die Beschwerdeführenden dem Kanton F._______ zuwies, 

D-426/2025 

Seite 5 

dass das SEM mit Instruktionsschreiben vom 8. März 2024 die Beschwer-

deführenden aufforderte, eine Wohnsitzbestätigung, einen Familienregis-

terauszug, einen Auszug betreffend die Ein- und Ausreisen, aktuelle Straf-

registerauszüge sowie einen aktuellen UYAP-Auszug zu den geltend ge-

machten Strafverfahren einzureichen, 

dass die Beschwerdeführenden am 28. März 2024 eine Wohnsitzbestäti-

gung zu den Akten reichten, 

dass das SEM am 26. Juni 2024 eine Prüfung der eingereichten Justizdo-

kumente durchführte und feststellte, dass die Dokumente mehrere objek-

tive Fälschungsmerkmale aufwiesen, 

dass das SEM am 11. Oktober 2024 sowie am 5. Dezember 2024 den Be-

schwerdeführenden das rechtliche Gehör zu den festgestellten Fäl-

schungsmerkmalen gewährte, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 29. November 2024 ein 

undatiertes Anwaltsschreiben ins Recht legten, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 16. Dezember 2024 Stel-

lung zu den Justizdokumenten nahmen, 

dass das SEM mit Verfügung vom 20. Dezember 2024 – eröffnet am 

27. Dezember 2024 – das Asylgesuch der Beschwerdeführenden ab-

lehnte, die Wegweisung aus der Schweiz anordnete und den Vollzug ver-

fügte, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 20. Januar 2025 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und sinngemäss bean-

tragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei ihre Flücht-

lingseigenschaft festzustellen und es sei ihnen Asyl zu gewähren; eventu-

aliter sei eine vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 21. Januar 2025 

den Eingang der Beschwerde bestätigte, 

dass die Beschwerdeführenden am 27. Januar 2025 ein weiteres Schrei-

ben einreichten, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 3. Februar 2025 

feststellte, dass die Beschwerdeführenden den Ausgang des Verfahrens in 

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Seite 6 

der Schweiz abwarten können, und sie diese gleichzeitig zur Stellung eines 

Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung beziehungsweise – unter An-

drohung des Nichteintretens auf die Beschwerde – zur Bezahlung eines 

Kostenvorschusses aufforderte, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 6. Februar 2025 sinnge-

mäss um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchten, 

dass die Beschwerdeführenden am 14. Februar 2025 während noch lau-

fender Frist den erhobenen Kostenvorschuss leisteten, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG und dem VGG richtet, soweit 

das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass – nachdem die Beschwerdeführenden den Kostenvorschuss fristge-

recht geleistet haben – auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass das Urteil in vorliegender Sache koordiniert im gleiche Spruchgre-

mium und zeitgleich mit dem Urteil betreffend E._______ (Verfahren  

D-427/2025) ergeht,   

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Seite 7 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass das SEM zur Begründung seines ablehnenden Entscheids im We-

sentlichen anführte, die Vorkommnisse betreffend die Verhaftung des Va-

ters sowie des Bruders der Beschwerdeführerin 2, die Hausdurchsuchung 

und der tragische Tod eines Sohns im Jahr 2000 seien nicht asylrelevant, 

mithin ein zeitlicher Kausalzusammenhang zur Flucht im Jahr 2023 nicht 

gegeben sei, 

dass auch die Konsultation des Asyldossiers des Vaters der Beschwerde-

führerin 2 zu keinem anderen Ergebnis führe, zumal dessen Vorbringen 

chronologisch weit zurückliegen würden, weshalb kein zeitlicher Kausalzu-

sammenhang zur Flucht der Beschwerdeführenden bestehe, 

dass – unter Fingierung der Glaubhaftigkeit – die seitens des Beschwerde-

führers 1 geltend gemachten Vorfälle mit den türkischen Sicherheitsbehör-

den keine ernsthaften Nachteile zu begründen vermöchten, 

dass die Angaben zu diesen Vorfällen indes substanzlos ausgefallen seien, 

dass die eingereichten Justizdokumente objektive Fälschungsmerkmale 

aufweisen würden, weshalb die Vorbringen im Zusammenhang mit einem 

eingeleiteten Strafverfahren nicht glaubhaft gemacht worden seien, 

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dass auch die weiteren vorgerbachten Diskriminierungen und Schikanie-

rungen der Familie aufgrund ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit 

die Schwelle der Asylrelevanz nicht zu überschreiten vermöchten, 

dass schliesslich auch die legale Ausreise aus der Türkei darauf hinweise, 

dass der türkische Staat kein Verfolgungsinteresse an ihnen habe, 

dass die Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde entgegneten, sie 

stünden aufgrund ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit im Fokus 

des türkischen Sicherheitsapparats und seien wiederholt mit Diskriminie-

rungen konfrontiert gewesen, 

dass es unverständlich sei, dass ihr Asylgesuch abgelehnt worden sei, zu-

mal Teilen ihrer Familie in der Schweiz Asyl gewährt worden sei, 

dass die Ablehnung ihres Asylgesuchs ihre Zukunftspläne zerstört und die 

gesamte Familie in eine äusserst schwierige Lage versetzt habe, 

dass das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der Akten feststellt, 

dass die vorinstanzlichen Erwägungen nicht zu beanstanden sind, 

dass der Verhaftung des Vaters sowie des Bruders der Beschwerdeführe-

rin 2, die Hausdurchsuchung und der tragische Tod des Sohnes der Be-

schwerdeführenden 1 und 2 im Jahr 2000 keine Asylrelevanz zukommt, 

zumal kein zeitlicher Kausalzusammenhang zur Flucht der Beschwerde-

führenden aus der Türkei im Jahr 2023 ersichtlich ist, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers 1 betreffend die Kontrollbesu-

che von Polizeiangehörigen in seinem Betrieb und die Mitnahmen auf den 

Polizeiposten äusserst vage und substanzlos ausgefallen sind, weshalb 

die diesbezüglichen Angaben nicht glaubhaft erscheinen (vgl. SEM-eAkte 

[…]-35/21 [nachfolgend A35/21] F95 ff.), 

dass – nachdem das SEM mehrere objektive Fälschungsmerkmale an den 

eingereichten Justizdokumenten festgestellt hat – die damit verbundenen 

Vorbringen offensichtlich nicht glaubhaft sind, und dies in der Beschwerde 

auch nicht gerügt wurde, 

dass die geltend gemachte Hausdurchsuchung im August 2023 – selbst 

bei Wahrunterstellung – keine Asylrelevanz zu entfalten vermag, mithin die 

Beschwerdeführenden keinen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt gewesen 

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Seite 9 

sind und auch nicht absehbar ist, dass sie deshalb künftigen Verfolgungs-

massnahmen zum Opfer fallen könnten, 

dass ferner auch die Zugehörigkeit der Beschwerdeführenden zur kurdi-

schen Ethnie für sich genommen noch keine begründete Furcht vor asyl-

relevanter Verfolgung zu begründen vermag, und gemäss gefestigter Pra-

xis allgemein die kurdische Bevölkerung betreffende Nachteile nicht zur 

Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen, zumal die strengen Anfor-

derungen der Rechtsprechung für die Annahme einer Kollektivverfolgung 

nicht erfüllt sind (vgl. statt vieler das Urteil des BVGer E-4621/2020 vom 

14. April 2022 E. 5.4), 

dass gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts auch die Zuge-

hörigkeit zum alevitischen Glauben die Anforderungen für die Annahme ei-

ner Kollektivverfolgung nicht zu erfüllen vermag (vgl. Urteil des BVGer 

E-3917/2021 vom 11. Januar 2022 E. 6.3), 

dass an dieser Einschätzung auch die Vorbringen im Beschwerdeverfah-

ren nichts zu ändern vermögen,  

dass insbesondere kein flüchtlingsrechtlicher Konnex zum Asylverfahren 

des Vaters der Beschwerdeführerin 2 ersichtlich ist und in der vorliegenden 

Familienkonstellation auch kein Anspruch auf Familienasyl im Sinne von 

Art. 51 Abs. 1 AsylG besteht, 

dass das Gericht die schwierige Situation der Beschwerdeführenden nicht 

in Abrede stellt, jedoch feststellt, dass es ihnen nicht gelungen ist, asyl-

rechtlich relevante Sachumstände glaubhaft zu machen, 

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-

genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

das SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

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dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine in der Türkei drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

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Seite 11 

dass auch unter Berücksichtigung der Entwicklungen im Nachgang des 

Putschversuchs vom Juli 2016 nicht davon auszugehen ist, dass in der 

Türkei eine landesweite Situation allgemeiner Gewalt herrscht (vgl. Refe-

renzurteil des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13), 

dass am 6. Februar 2023 ein starkes Doppel-Erdbeben der Stärke 7.8 res-

pektive 7.6 auf der Richterskala Teile der Türkei und Syriens erschütterte, 

und es im Anschluss zu starken Nachbeben kam, wovon hauptsächlich die 

Provinzen Adana, Adıyaman, Diyarbakır, Elazığ, Gaziantep, Hatay, Kahra-

manmaraş, Kilis, Malatya, Osmaniye und Şanlıurfa betroffen waren, 

dass trotz der Folgen der Erdbeben zurzeit nicht von einer Situation aus-

zugehen ist, aufgrund welcher sich der Vollzug der Wegweisung abgewie-

sener asylsuchender Personen in die genannten Gebiete als generell un-

zumutbar erweisen würde (auch nicht mit Bezug auf die am stärksten be-

troffene Provinz Hatay), und die Beurteilung der Zumutbarkeit von Weg-

weisungen in das betroffene Gebiet im Rahmen einer einzelfallweisen Prü-

fung der individuellen Lebenssituation der betroffenen Personen vorzuneh-

men ist, 

dass dabei der Situation vulnerabler Personen – insbesondere gebrechli-

cher, behinderter (oder sonst beeinträchtigter) sowie chronisch kranker 

Menschen – gebührend Rechnung zu tragen ist, namentlich bei Personen, 

die in die Provinzen Hatay, Adıyaman, Kahramanmaraş und Malatya zu-

rückkehren müssten (vgl. Referenzurteil des BVGer E-1308/2023 vom 

19. März 2024 E. 11.3.1),  

dass vorliegend unbestritten ist, dass die Beschwerdeführenden aus Gazi-

antep stammen,  

dass die Beschwerdeführerin 2 gemäss Aktenlage am 5. November 2024 

aufgrund einer fortgeschrittenen Arthrose des (…) ([…]) operiert wurde und 

die Behandlung vier Monate nach der Operation abgeschlossen sein wird 

(vgl. SEM-eAkte […]-59/4), 

dass dieser Umstand keine Vulnerabilität im Sinne der Rechtsprechung zu 

begründen vermag, zumal dem Gesundheitszustand der Beschwerdefüh-

rerin 2 im Rahmen der Vollzugsmodalitäten Rechnung zu tragen sein wird 

und sie ausserdem auf die Unterstützung ihrer gesamten Familie zählen 

darf, 

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Seite 12 

dass die Akten keine Rückschlüsse auf eine allfällige Vulnerabilität der Be-

schwerdeführenden 1, 3 und 4 zulassen (vgl. A35/21 F4 f., SEM-eAkten 

[…]-37/7 F6 f. und […]-38/5 F4 f.), 

dass das Gericht nicht ausser Acht lässt, dass die Beschwerdeführerin-

nen 2 und 3 Anstrengungen zur persönlichen und schulischen Integration 

in der Schweiz unternommen haben, 

dass aufgrund der relativ kurzen Aufenthaltsdauer von ungefähr 15 Mona-

ten jedoch nicht von einer unzumutbaren Entwurzelung aus ihrem sozialen 

Umfeld in der Schweiz auszugehen ist, weshalb der Vollzug der Wegwei-

sung auch unter Berücksichtigung des Kindeswohls im Sinne des Art. 3 

Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des 

Kindes (KRK, SR 0.107) erscheint, 

dass auch sonst nicht davon auszugehen ist, die Beschwerdeführenden 

würden bei einer Rückkehr in eine Notlage geraten, zumal der Beschwer-

deführer 1 über langjährige Arbeitserfahrung als Herrencoiffeur, die Familie 

über Wohneigentum und ein intaktes familiäres Netz verfügt (vgl. A35/21 

F7, 11 ff., 43 ff., 51 ff.), 

dass nach dem Gesagten weder die allgemeine Lage in der Türkei noch 

individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr 

schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumut-

bar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

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Seite 13 

dass der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung vom 

6. Februar 2025 mit der Zahlung des Kostenvorschusses gegenstandslos 

geworden ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), und die-

ser Betrag mit dem in gleicher Höhe bereits geleisteten Kostenvorschuss 

zu verrechnen ist, 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-426/2025 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag wird mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-

vorschuss beglichen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Bolz-Reimann Jonas Perrin 

 

 

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