# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0e99a06-39a4-51bc-8b84-ace4b923c0b7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 05.09.2019 725 19 142/221
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-142-221_2019-09-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 5. September 2019 (725 19 142 / 221) 

____________________________________________________________________ 

 

Unfallversicherung 

 

 

Kein Anspruch auf Leistungen mangels natürlichem Kausalzusammenhangs; Vorliegen 

eines Rückfalls verneint; 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Margit Cam-
pell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A.1 A.____ arbeitete seit dem 1. Dezember 2014 bei der B.____ GmbH in C.____ als Chauf-
feur und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 
gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Schadenmeldung 
UVG vom 31. August 2016 verunfallte der Versicherte am 5. August 2016. Der Sachverhalt wurde 
wie folgt beschrieben: "Beim Schieben der Palette kippte der Kühler und beim Stützen des Küh-
lers wurde er zwischen dem Kühler und dem LKW eingeklemmt". Dabei zog er sich am Rücken 

 

 
 
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links eine Prellung zu. Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggelder 
und Heilbehandlung). Nachdem der Versicherte ab dem 28. November 2016 (vgl. Seite 29 Suva-
Akten) seine Arbeit wiederum vollumfänglich aufgenommen hatte, schloss sie den Fall ab.  
 
A.2 Am 12. Februar 2018 meldete der Versicherte unter Hinweis auf Schulter- und Oberarm-
schmerzen rechts der Suva einen Rückfall. Diese klärte den medizinischen Sachverhalt ab und 
teilte A.____ mit Schreiben vom 10. April 2018 mit, dass sie keine Leistungspflicht für den gemel-
deten Rückfall treffe, da die aktuellen Schulter- und Armbeschwerden rechts nicht auf den Unfall 
vom 5. August 2016 zurückzuführen seien. Daran hielt sie auch in ihrer Verfügung vom 26. Sep-
tember 2018 und dem Einspracheentscheid vom 29. März 2019 fest.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, am 9. Mai 2019 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er bean-
tragte, es sei der Einspracheentscheid vom 29. März 2019 aufzuheben und es sei die Suva unter 
o/e-Kostenfolge zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen für die ab Februar 2018 bestehen-
den Beschwerden an der rechten Schulter und dem rechten Oberarm zu erbringen. Zur Begrün-
dung führte er im Wesentlichen aus, dass sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Beurteilung auf 
unzureichende und fehlerhafte Berichte ihres Kreisarztes stütze. Am 23. Mai 2019 reichte der 
Beschwerdeführer eine Stellungnahme des behandelnden Hausarztes Dr. med. D.____, FMH 
Allgemeine Medizin, ein. 
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 18. Juli 2019 schloss die Beschwerdegegnerin unter 
Hinweis auf die Beurteilung im angefochtenen Einspracheentscheid auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in E.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde ist folglich einzutreten. 
 

 

 
 
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1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, die 
sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufs-
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So 
verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die 
dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdiensts. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG).  
 
2.2 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 
werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle und 
Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; BGE 127 V 457 
E. 4b, 118 V 297 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes 
Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu ei-
nem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit 
begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 
118 V 296 E. 2c mit Hinweisen).  
 
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt - unter anderem - vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen hang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - 
im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

 

 
 
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eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.2 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 
(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 
eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsauf-
hebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, 
sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei 
Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bun-
desgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie insbesondere der Feststellung natürli-
cher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei ei-
nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das ge-
samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

 

 
 
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und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.1 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers und der Frage der 
natürlichen Kausalität sind im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte zu berücksich-
tigen: 
 
6.2 In Bezug auf den Grundfall ist zunächst auf den radiologischen Bericht des Röntgenin-
stituts des Spitals F.____ vom 30. August 2016 hinzuweisen. Diesem ist zu entnehmen, dass der 
Versicherte vor drei Wochen einen Unfall mit Einklemmung des linken Hemithorax erlitten habe. 
Aufgrund der vorgenommenen Computertomographie (CT) könnten Rippenfrakturen beidseits 
nicht nachgewiesen werden. Ebenso wenig lägen Wirbelkörperfrakturen vor. Möglicherweise sei 
von einem Status nach Frakturierung des Processus transversus des Lendenwirbelkörpers 
(LWK) 1 links (Differentialdiagnose: Übergangsanomalie) bereits etwas älter imponierend auszu-
gehen. Es seien auch keine Fraktur im Bereich der Scapula und - soweit abgebildet - der linken 
Schulter sowie Weichteilverkalkungen erkennbar. Zum Ausschluss einer Rotatorenmanschetten-
ruptur müsste mindestens eine Sonographie oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) 
durchgeführt werden. Dem Bericht ist weiter zu entnehmen, dass das Mediastinum und das Lun-
genparenchym unauffällig seien und weder ein Pneumo- noch ein Hämatothorax noch ein Pleura-
erguss oder eine Raumforderung vorliegen würden. Auch die Oberbauchorgane sowie die abge-
bildeten kaudalen Halsabschnitte in der Nativ-CT seien unauffällig. 
 
6.3 Dr. D.____ diagnostizierte am 3. September 2016 eine starke Prellung des Hemithorax 
links. Der Beschwerdeführer leide an massiven Druckdolenzen über dem linken lateralen Hemit-
horax und es sei ihm nicht möglich, den Arm über die Horizontale zu heben. Aufgrund der durch-
geführten bildgebenden Untersuchungen des Thorax bestünden aber keine Frakturen.  
 

 

 
 
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6.4 Im Zusammenhang mit der Rückfallmeldung vom 13. Februar 2018 diagnostizierte 
Dr. D.____ am 15. Februar 2018 eine Aggravation bei Schulter-Armsyndrom rechts. Der Be-
schwerdeführer sei seit dem 7. Februar 2018 zu 100 % arbeitsunfähig.  
 
6.5 Gemäss dem radiologischen Bericht des Röntgeninstituts der Klinik G.____ (MRT des 
Schultergelenks rechts) vom 22. Februar 2018 bestünde beim Beschwerdeführer ein Verdacht 
auf ein umschriebenes subacromiales Impingement mit Zeichen einer moderaten Bursitis sub-
deltoidea und eine leichte, eng umschriebene Sehnenirregularität der Supraspinatussehne be-
treffend die bursale Oberfläche.  
 
6.6 Am 8. März 2018 berichtete Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, Institut I.____, dass der Beschwerdeführer im August 2016 
einen Unfall mit Rippenfraktur erlitten habe, als er durch eine Palette auf dem Boden eingeklemmt 
worden sei. Seitdem leide er auch an rechtsseitigen Schulterschmerzen mit Analgetikabedürftig-
keit und seit sechs Monaten an Rückenschmerzen. Dr. H.____ ging bezüglich der rechten Schul-
ter von einer SLAP-Läsion und betreffend die Beschwerden in der Lendenwirbelsäule (LWS) am 
ehesten von einer lumbalen Diskushernie aus.  
 
6.7 Dr. med. J.____, FMH Orthopädische Chirurgie, Institut I.____, bestätigte am 15. März 
2018 eine SLAP-Läsion und eine bursaseitige Läsion der Supraspinatussehne. Betreffend die 
LWS zeige sich eine Diskusprotrusion LWK 5/SWK1, welche je nach Position ursächlich sein 
könne für die Schmerzausstrahlung sowie die Kribbelparästhesien im rechten Bein ohne senso-
motorische Ausfälle.  
 
6.8 Gemäss Operationsbericht von Dr. H.____ vom 20. Juni 2018 sei beim Beschwerdefüh-
rer eine diagnostische Schulterarthroskopie rechts, eine subakromiale Dekompression (SAD), 
eine Acromioplastik, eine mini-open subpectorale Bicepstenodese bei traumatischer SLAP-II-
Läsion durchgeführt worden. 
 
6.9 Der Suva-Kreisarzt med. pract. K.____, Facharzt Chirurgie, führte in seiner Beurteilung 
vom 7. August 2018 aus, dass der Versicherte sich echtzeitlich am 5. August 2016 mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Einklemmung des linken Hemithorax und 
der linken Schulter/des linken Arms (Quetschtrauma) zugezogen habe. Aus diesem Grund seien 
die 18 Monate später diagnostizierten und sogar operierten Schulterbeschwerden rechts als Un-
fallfolge des Ereignisses vom 5. August 2016 medizinisch nicht nachvollziehbar. Ausserdem wür-
den bei einer frischen traumatischen Schulterläsion bzw. SLAP-Läsion sofortige starke Schmer-
zen auftreten. Zudem seien Schwellungen und Hämatome zu erwarten, welche in der Regel eine 
zeitnahe Arztkonsultation mit Abklärung/Behandlung erfordern würden. Im vorliegenden Fall habe 
die Erstkonsultation aber erst fast 3 Wochen nach dem Unfallereignis stattgefunden. Nach primä-
rer radiologischer Abklärung mittels konventionell radiologischer Diagnostik vom 24. August 2016 
sowie Thorax-CT vom 30. August 2016 seien keine strukturellen Läsionen linksseitig nachgewie-
sen worden. Wegen rechtsseitigen Schulterschmerzen habe er sich erst 18 Monate nach dem 
Unfall bei seinem Hausarzt vorgestellt. Wie dem radiologischen Bericht vom 22. Februar 2018 zu 

 

 
 
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entnehmen sei, seien aufgrund des gleichentags durchgeführten MRI keine Hinweise für struktu-
relle Läsionen, sondern ein Impingementsyndrom ersichtlich. In Bezug auf die Ausführungen von 
Dr. H.____ vom 8. März 2018, wonach sich der Beschwerdeführer im Rahmen des Arbeitsunfalls 
vom 5. August 2016 Rippenfrakturen zugezogen habe, hielt der Kreisarzt fest, dass diese Aus-
sage im Kontext des radiologischen Berichts vom 30. August 2016 bezüglich Thorax-CT sowie 
nach eigener Beurteilung der CT-Bilder widersprüchlich und medizinisch nicht nachvollziehbar 
sei. Anhand der zeitnahen, fachärztlichen klinischen und radiologischen Berichte sowie dem bild-
gebenden Material bezüglich dem Ereignis vom 5. August 2016 seien strukturelle, objektivierbare 
Unfallfolgen im Bereich der linken Schulter sowie dem linken Thorax mindestens mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit auszuschliessen und es sei davon auszugehen, dass die Kontusionsfol-
gen innerhalb von 4 bis 6 Wochen vollständig abgeheilt seien. Die vom Versicherten im Februar 
2018 geäusserten Beschwerden in der rechten Schulter sowie die am 20. Juni 2018 durchge-
führte operative Sanierung derselben liessen sich mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit durch ein krankheitsbedingtes Schulterimpingement-Syndrom erklären. 
 
6.10 Im vorliegenden Verfahren reichte der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. D.____ 
vom 23. Mai 2019 ein. Der behandelnde Arzt hielt darin unter anderem fest, dass Dr. H.____, ein 
erfahrener Schulterchirurg, intra- wie perioperativ von traumatischen Beschwerden gesprochen 
habe. Es sei daher nicht relevant, was der Kreisarzt dazu in seinem Aktenbericht äussere. Weiter 
sei der Beschwerdeführer wegen diversen Leiden bei ihm in Behandlung, weshalb die Aussage, 
dass er sich erst 18 Monate nach dem Unfall in der Praxis gemeldet habe, nicht zutreffe.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Einschätzungen ihres Kreisarz-
tes pract. med. K.____ vom 7. August 2018. Sie ging demzufolge davon aus, dass die im Februar 
2018 gemeldeten Beschwerden an der rechten Schulter nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 5. August 2016 zurückgeführt werden 
könnten.  
 
7.2 Wie in Erwägung 4.2 hiervor ausgeführt, sind rechtsprechungsgemäss an versiche-
rungsinterne Beurteilungen, wie dem Bericht des Kreisarztes pract. med. K.____ strenge Anfor-
derungen zu stellen und bereits bei geringen Zweifeln an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Anders als der Beschwerdeführer und der behandelnde 
Hausarzt Dr. D.____ ausführen, bestehen vorliegend keine auch nur geringen Zweifel an der 
versicherungsinternen Beurteilung. Der Kreisarzt begründet nachvollziehbar und ausführlich, 
dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwischen den im Februar 2018 gemeldeten Schul-
terschmerzen rechts und dem Unfall vom August 2016 kein natürlicher Zusammenhang besteht. 
Er stützte sich bei seiner Beurteilung auf sämtliche Vorakten. Er hielt insbesondere unter Hinweis 
auf die bildgebend sowie anlässlich der Erstkonsultation Ende August 2016 erhobenen Befunde 
nachvollziehbar und überzeugend fest, dass das Ereignis vom 5. August 2016 zu keiner unfall-
bedingten strukturellen Läsion, sondern höchstens zu einem Quetschtrauma mit Kontusionen an 
der linken Schulter und des linken Arms sowie des linken Hemithorax geführt hat. In den Akten 
finden sich zeitnah keine abweichenden medizinischen Beurteilungen, die derjenigen des Kreis-
arztes in begründeter Weise entgegenstehen würden. Die Beschwerdegegnerin durfte unter die-
sen Umständen auf die einleuchtende Beurteilung des Kreisarztes abstellen. 

 

 
 
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7.3 Daran ändern auch die Ausführungen in der Beschwerde nichts. Soweit der Beschwer-
deführer mit Blick auf die Angaben der behandelnden Dres. H.____ und J.____ von einer trau-
matischen SLAP-Läsion rechts ausgeht, kann ihm nicht gefolgt werden. Zunächst ist mit der Be-
schwerdegegnerin davon auszugehen, dass die Bezeichnung traumatisch oder posttraumatisch 
im medizinischen Sprachgebrauch zwar häufig gleichbedeutend mit "unfallkausal" verwendet 
wird. Einzig daraus kann aber nicht zwingend auf eine natürlich kausale Ursache geschlossen 
werden, denn nach üblichem, allgemein geläufigem Sprachverständnis wird der Ausdruck "post" 
oft mit der zeitlichen Abfolge - unter Ausschluss des Verhältnisses von Ursache und Wirkung - in 
Verbindung gebracht. (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2014, 8C_524/2014, E. 
4.3.3). Mit der Beschwerdegegnerin ist vorliegend davon auszugehen, dass die Bezeichnung 
"traumatisch" sich vorliegend nur auf die zeitliche Abfolge bezieht. Diese Auffassung wird in Be-
zug auf die Beschwerden in der rechten Schulter vom Kreisarzt unter Berücksichtigung der echt-
zeitlichen, den Grundfall betreffenden Berichte denn auch überzeugend dargelegt. In der Unfall-
meldung vom 31. August 2016 wird eine Verletzung im Rücken links erwähnt. Dem radiologischen 
Bericht des Röntgeninstituts des Spitals F.____ vom 30. August 2016 ist eine Einklemmung des 
linken Hemithorax zu entnehmen. Aufgrund des vorgenommenen CT konnten zudem Rippen-
frakturen beidseits nicht nachgewiesen werden. Ebenfalls sei keine Fraktur im Bereich der Sca-
pula und - soweit abgebildet - der linken Schulter nachweisbar. Dr. D.____ bestätigte am 3. Sep-
tember 2016 eine starke Prellung des Hemithorax links. Der Beschwerdeführer leide an massiven 
Druckdolenzen über dem linken lateralen Hemithorax und es sei ihm nicht möglich, den Arm über 
die Horizontale zu heben. Unter Bezugnahme auf diese echtzeitlichen Einschätzungen sind die 
Angaben im Bericht von Dr. H.____ vom 8.März 2018 nicht nachvollziehbar. So trifft es nach-
weislich nicht zu, dass der Beschwerdeführer im August 2016 einen Unfall mit Rippenfraktur er-
litten hat. Weiter leuchtet es nicht ein, weshalb die festgestellte SLAP-Läsion rechts auf diesen 
Unfall zurückzuführen sein soll. Da Dr. H.____ diese Auffassung nicht begründet, vermag seine 
Beurteilung keine Zweifel an den Ausführungen von pract. med. K.____ zu verursachen. Auch 
die von Dr. D.____ in seinem Bericht vom 23. Mai 2019 geäusserten Bedenken an der Be-
weistauglichkeit des kreisärztlichen Berichts ändern daran nichts, handelt es sich dabei doch le-
diglich um unbehelfliche Anmerkungen, welche vorliegend nicht gehört werden können. Insbe-
sondere vermögen sie die vom Beschwerdeführer behaupteten Brückensymptome, welche seit 
dem Unfall vom 5. August 2016 ununterbrochen bestanden hätten, nicht zu belegen. Dr. D.____ 
hielt diesbezüglich in seinem Bericht lediglich fest, dass der Beschwerdeführer wegen diversen 
Leiden regelmässig bei ihm in Kontrolle sei. Aus dieser Formulierung lassen sich nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit Brückensymptome ableiten. Zudem steht weiter fest, dass Dr. 
D.____ der Beschwerdegegnerin seit Dezember 2016 keine Rechnungen mehr betreffend den 
Grundfall eingereicht hat. Daraus kann geschlossen werden, dass er ab diesem Zeitpunkt nicht 
mehr von einer Behandlungsbedürftigkeit der im August 2016 erlittenen Verletzungen ausging.  
 
7.4 Insgesamt ergibt sich aus den vorliegenden medizinischen Akten zusammenfassend 
nichts, was geeignet wäre, den Beweiswert der kreisärztlichen Beurteilung, wonach die im Feb-
ruar 2018 geltend gemachten Beschwerden an der rechten Schulter nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 5. August 2016 zurückzuführen sind, in Zweifel zu 

 

 
 
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ziehen. Unter diesen Umständen steht auch fest, dass die im Februar 2018 gemeldeten Be-
schwerden in der rechten Schulter nicht als Rückfall im Sinne von Art. 11 UVV (vgl. oben E. 2.2) 
zum Grundfall verstanden werden können, weshalb sich diesbezüglich weitere Ausführungen er-
übrigen.  
 
8. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 29. März 2019 erweist sich auf-
grund der vorstehenden Erwägungen als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
9. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Ein Anspruch auf eine Entschädigung der Parteikosten besteht beim vorliegenden Ver-
fahrensausgang nicht (vgl. Art. 61 lit g ATSG e contrario). 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht