# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 544f6933-2855-5db2-92ce-b84cfa7d984a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2016 200 2016 666
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-666_2016-10-13.pdf

## Full Text

200 16 666 UV
ACT/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, UV/16/666, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1956 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war über ihren Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallver-
sicherungsanstalt (nachfolgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) obligato-
risch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Mit 
Bagatellunfall-Meldung vom 23. September 2010 teilte der Arbeitgeber der 
SUVA mit, die Versicherte habe sich am 5. September 2010 eine Zerrung 
am linken Oberarm zugezogen als sie ausgerutscht sei und versucht habe, 
sich noch festzuhalten (Akten der SUVA, [act. II] 1). Im Zusammenhang mit 
diesem Ereignis erbrachte die SUVA die gesetzlichen Unfallversicherungs-
leistungen (act. II 2 – 5). Mit Verfügung vom 24. März 2016 (act. II 46) stell-
te sie die Leistungen per dato ein. Daran hielt die SUVA auf Einsprache 
(act. II 50) hin mit Entscheid vom 13. Juni 2016 (act. II 54) fest.

B.

Mit Eingabe vom 13. Juli 2016 erhob die Versicherte Beschwerde und be-
antragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuhe-
ben und ihr seien für die Folgen des Unfalls vom 5. September 2010 wei-
terhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. August 2016 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2016, UV/16/666, Seite 3

Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.3 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 24. März 2016 
(act. II 46) bestätigende Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 
(act. II 54). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Un-
fallversicherung.

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Weiter ist nebst anderem ein natürlicher und adäquater Kau-
salzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden 
notwendig (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 
E. 3.1).

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2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 

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allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.

3.1 Umstritten ist, ob die Beschwerdeführerin über die von der Be-
schwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 24. März 2016 
(act. II 54) hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung hat. Die Beschwerdegegnerin hat im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 5. September 2010 zunächst Leistungen erbracht (act. II 2 –
5) und damit das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen – insbesondere 
die leistungsbegründende natürliche Unfallkausalität – anerkannt (vgl. Ent-
scheid des Bundesgerichts vom 1. Februar 2011, 8C_895/2010, E. 5.1). 
Demnach liegt die Beweislast für das Dahinfallen des Kausalzusammen-
hangs bei ihr (vgl. E. 2.3 hiervor).

In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen die fol-
genden Angaben entnehmen:

3.1.1 Dr. med. B.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 
Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 26. März 2012 (act. II 13) 
bezogen auf die Schultern einen posttraumatischen Schulterschmerz links 
nach Traumatisierungen vom 3. Juli und 5. September 2010 mit/bei leichter 
partiell schmerzbedingter Schwäche am Musculus supraspinatus links so-
wie möglichen Zeichen für leichte Kapselverletzung, Instabilität, evtl. St. n. 
Subluxation, eine aktuell leichte Reizung auch der Schulter rechts nach 
Fehlbelastung (S. 1). Die Patientin leide seit September 2010 nach ruckar-
tiger Traumatisierung der linken Schulter an nur partiell regredienten Schul-
terschmerzen links. Die anfänglichen deutlichen Ruhe- und Nachtschmer-
zen sowie Bewegungseinschränkungen hätten sich in den letzten Monaten 
zurückgebildet. Es persistierten aber nicht mehr weiter regrediente, zeitwei-

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lig bewegungsabhängige etwas einschiessende Schmerzen. Klinisch finde 
sich nur eine geringgradige Einschränkung der linken Schulter bei der Be-
weglichkeit mit Zeichen einer Supraspinatusreizung (S. 2). Radiologisch 
bestehe einzig ein relativer Humeruskopfhochstand als Ausdruck der Be-
einträchtigung der Rotatorenmanschetten. Die Supraspinatussehne schei-
ne etwas ausgedünnt zu sein (S. 3).

3.1.2 Im Arzt-Zeugnis UVG vom 22. Januar 2013 (act. II 12) nannte 
Dr. med. C.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, als Dia-
gnose einen posttraumatischen Schulterschmerz links. Die Schulterbeweg-
lichkeit sei normal. Die Druckdolenz im Musculus deltoideus sei mit dem 
von der Patientin geltend gemachten Ereignis vereinbar und erscheine 
plausibel.

3.1.3 Am 9. April 2013 wurde ein MRI der linken Schulter durchgeführt 
(act. II 21). Als Befund wurde ein vermehrtes laterales acromiales Downs-
loping und eine mässige Ansatzverdickung des Ligamentum coracoacro-
miale mit geringfügiger Einengung des Subacromialraumes angegeben. Es 
liege eine Bursitis subdeltoidea/subacromialis und eine grossflächige Auf-
rauung der bursaseitigen Supraspinatusoberfläche vom muskulotendinösen 
Übergang bis zum Sehnenansatz vor. Die Supraspinatussehne zeige zu-
dem zentral am Ansatz eine sehr umschriebene, schlitzförmige Unter-
flächenpartialruptur. Es bestehe keine muskuläre Atrophie.

3.1.4 Dr. med. B.________ diagnostizierte im Zwischenbericht vom 
10. Mai 2013 (act. II 19) einen posttraumatischen Schulterschmerz links 
nach Traumatisierungen vom 3. Juli und 5. September 2010 mit/bei passa-
gerer teilweise schmerzbedingter Schwäche des Musculus supraspinatus 
links, chronischem Impingement subacromial links bei acromialem Downs-
loping, verdicktem Ligamentum coracoacromiale und Unterflächen-
Partialruptur der Supraspinatussehne links (MRI 9. April 2013). 

3.1.5 Im Zeugnis vom 19. Mai 2015 (act. II 33) vermerkte Dr. med. 
B.________ als Diagnosen posttraumatische residuelle Schulterschmerzen 
links nach Traumatisierungen vom 3. Juli und 5. September 2010 und eine 
Partialruptur der Supraspinatussehne links (MRI 9. April 2013) mit chroni-
scher Impingementtendenz subacromial links bei acromialem Downsloping, 

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verdicktem Ligamentum coracoacromiale sowie Tendomyosen im Nacken 
und Schultergürtel links betont. Es fänden sich weiter residuelle Beschwer-
den an der Schulterläsion links mit noch leichten Zeichen eines Impinge-
ment sowie Supraspinatussehnenempfindlichkeit. Lokal fänden sich Ten-
domyosen. Klinisch fänden sich keine Zeichen für eine Zunahme der Rup-
turierung oder neue Läsionen.

3.1.6 In der ärztlichen Beurteilung vom 4. Februar 2016 (act. II 42) hielt 
der Kreisarzt der SUVA, Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie, fest, 
unfallkausale strukturelle Läsionen hätten durch ein MRI ausgeschlossen 
werden können. Dadurch sei es durch das Ereignis lediglich zu einer vorü-
bergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustanden ge-
kommen, d.h. die Zerrung habe zu einer Aktivierung der vorbestehenden 
Impingementsituation bei eingeengtem Subacromialraum mit degenerati-
ven Begleitveränderungen der Supraspinatussehne geführt. Damit sei der 
Status quo sine bei fehlendem Bone bruise nach zwei Wochen erreicht 
gewesen und das Ereignis habe im Beschwerdebild danach keine Rolle 
mehr gespielt. Der Status quo sine sei also schon im Jahr 2010 erreicht 
gewesen (S. 2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-

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kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im hier angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 13. Juni 2016 (act. II 54) massgeblich auf den 
kreisärztlichen Bericht von Dr. med. D.________ vom 4. Februar 2016 
(act. II 42). Dieser erfüllt die von der Rechtsprechung aufgestellten Anfor-
derungen an den Beweiswert ärztlicher Berichte (vgl. E. 3.3 hiervor) und 
überzeugt. Daran vermag nichts zu ändern, dass der Kreisarzt von einer 
persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin abgesehen hat, sind 
doch Aktenberichte nach der Praxis nicht zu beanstanden, wenn die Akten 
ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status 
ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (vgl. RKUV 
2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Dies war vorliegend 
der Fall; insbesondere stand dem Kreisarzt auch der MRI-Befund der linken 
Schulter vom 9. April 2013 (act. II 21) zur Verfügung. Gestützt darauf geht 
der Kreisarzt davon aus, dass unfallkausale strukturelle Läsionen ausge-

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schlossen worden sind (act. II 42 S. 2). Dies deckt sich mit den Angaben 
des behandelnden Rheumatologen Dr. med. B.________, der im Bericht 
vom 10. Mai 2013 rapportierte, eine „relevante“ Rotatorenmanschettenläsi-
on sei im MRI nicht gefunden worden (act. II 19 S. 2 lit. b). Daran ändert 
nichts, dass Dr. med. B.________ von „Einrisszeichen“ im Bereich der Su-
praspinatussehne berichtet, die wahrscheinlich bei den Traumata entstan-
den seien (a.a.O.); denn die Supraspinatussehne ist Teil der Rotatoren-
manschette, in welcher Hinsicht der behandelnde Arzt eine relevante Läsi-
on ja gerade ausschliesst. Zudem weist Dr. med. B.________ darauf hin, 
dass das Erreichen einer Beschwerdefreiheit erschwert werde durch die 
(chronische) Impingementsituation bei Verengung des Subacromialraumes 
bei ungünstiger Situation am Acromion, vergrösserter Bursa etc. (act. II 19 
S. 2), welche Erscheinungen offenkundig nicht unfallbedingt sind. Soweit 
die Beschwerdeführerin beschwerdeweise vorbringt, vor dem Unfall nie 
Probleme mit dem linken Arm bzw. der linken Schulter gehabt zu haben 
(vgl. Beschwerde), ist zu beachten, dass für den Nachweis einer unfallkau-
salen gesundheitlichen Schädigung die Formel "post hoc, ergo propter 
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann 
als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, 
nicht massgebend ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV 
Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

Mangels unfallkausaler struktureller Läsion überzeugt die weitere Schluss-
folgerung des Kreisarztes ohne Weiteres, dass allein eine vorübergehende 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes bestand (act. II 42 
S. 2), zumal auch Dr. med. B.________ bereits in seinem Bericht von 
26. März 2012 (und damit zeitlich nach dem Ereignis vom 5. September 
2010) hinsichtlich der Schulter von degenerativen Veränderungen am Gle-
noid und einer ausgedünnten Supraspinatussehne berichtete (act. II 13 
S. 2 f.). Der Zeitpunkt der Leistungseinstellung ist nicht zu beanstanden. 
Ärztliche Berichte, die dieser Darstellung widersprechen würden, finden 
sich in den Akten nicht.

3.5 Nach dem Dargelegten ist die Einstellung der Versicherungsleistun-
gen per 24. März 2016 nicht zu beanstanden. Demnach erweist sich der 

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angefochtene Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 (act. II 54) als rech-
tens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.