# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf01a260-f253-5d22-9df8-38772c482ac6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.09.2017 200 2016 433
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-433_2017-09-22.pdf

## Full Text

200 16 433 IV
GRD/ZID/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. September 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________, 

Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. März 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Januar 2001 unter Hinweis auf eine Zyste 
im Kopf mit damit einhergehendem Kopfweh bei der IV-Stelle Bern (nach-
folgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach Abklärungen erwerblicher und medi-
zinischer Art (AB 5 ff.) sprach die IVB dem Versicherten ab 1. August 2000 
bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente zu (AB 20 ff.), welche 
in den Jahren 2004 (AB 29) und 2007 (AB 37 f.) revisionsweise bestätigt 
wurde.

B.

Im Dezember 2012 leitete die IVB eine weitere Revision von Amtes wegen 
ein, in deren Rahmen der Versicherte unter Hinweis auf vermehrte Kopf-
schmerzen seit 2011 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
geltend machte (AB 52/2 Ziff. 1.1 f.). Später wies er zudem auf eine onko-
logische Diagnose mit der Folge einer vollen Arbeitsunfähigkeit seit No-
vember 2013 hin (AB 60). Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; AB 79/3) veranlasste die IVB eine polydisziplinäre Begut-
achtung (Gutachten vom 16. Dezember 2015; AB 99.1). Mit Vorbescheid 
vom 27. Januar 2016 (AB 100) stellte die IVB die Aufhebung der Rente in 
Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 101) hob die IVB die Rente ent-
sprechend dem Vorbescheid mit Verfügung vom 21. März 2016 (AB 103) 
per Ende des der Verfügungszustellung folgenden Monats auf. Einer allfäl-
ligen Beschwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung.

C.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur 
B.________, mit Eingabe vom 28. April 2016 Beschwerde erheben und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 3

beantragen, unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihm weiter-
hin mindestens eine halbe Rente auszurichten, eventualiter sei das Verfah-
ren zur Durchführung der erforderlichen Abklärungen und zum neuen Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückzuwiesen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Im Wesentlichen lässt er 
vorbringen, das polydisziplinäre Gutachten vom 16. Dezember 2015 
(AB 99.1) setze sich weder mit den geklagten Beschwerden noch mit den 
divergierenden Meinungen auseinander, die Krebserkrankung habe eine 
volle Arbeitsunfähigkeit von Oktober 2013 bis März 2014 und damit auch 
eine befristete volle Rente zur Folge, weiter würden sich die Gutachter 
nicht auf einen veränderten Gesundheitszustand beziehen, sondern un-
zulässigerweise eine Neubeurteilung der medizinischen Situation vorneh-
men und schliesslich hätte bei der Berechnung des Invaliditätsgrades bei 
Vorliegen eines stabilen Arbeitsverhältnisses nicht auf Tabellenlöhne abge-
stellt werden dürfen. Gleichzeitig beantragte er die aufschiebende Wirkung 
der Beschwerde und die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 2. Juni 
2016 die Abweisung der Beschwerde. Hierzu nahm der Beschwerdeführer 
mit Eingabe vom 9. Juni 2016 unaufgefordert Stellung.

Mit Eingabe vom 28. Juni 2016 zog der Beschwerdeführer das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege zurück. Mit prozessleitender Verfügung vom 
30. Juni 2016 wies der Instruktionsrichter das Gesuch um Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung ab.

Mit Eingaben vom 13. und 19. Oktober 2016 machten die Parteien von der 
Möglichkeit zur Einreichung von Schlussbemerkungen gemäss verfahrens-
leitender Verfügung vom 21. September 2016 Gebrauch.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 21. März 2016 (AB 103). Streitig 
und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 5

werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 6

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). 

Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei-
chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu 
stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch 
mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur-
teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden 
kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende 
Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 7

2.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.7.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 
E. 3.1.1). Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach 
ständiger Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen 
gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 371 E. 2b S. 372; SVR 2014 
UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2). Auch eine neue Verwaltungs- oder Gerichtspraxis 
rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des laufenden Rentenanspruchs 
zum Nachteil des Versicherten (BGE 135 V 201 E. 6.4 S. 210, 115 V 308 
E. 4a bb S. 313).

Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Be-
weisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen 
von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-
den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind 
oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ih-
rem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 
der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 
als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif-
ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der 
früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 
welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 8

lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und 
Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2013 
IV Nr. 44 S. 136 E. 6.1.3).

2.7.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.7.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.7.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind 
einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwen-
dung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Ja-
nuar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) festzusetzen-
de Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massgebenden 
Vergleichszeitpunkte (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 16. Juni 
2009, 8C_87/2009, E. 2.2 mit Hinweisen).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 9

für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Bei einer 
Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu 
berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 
angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

3.

Zu überprüfen ist die umstrittene Rentenaufhebung. Hierzu ist der Sach-
verhalt im Zeitpunkt der rentenzusprechenden bzw. -bestätigenden Verfü-
gungen bis 2007 (vgl. Sachverhalt lit. A hiervor) mit demjenigen im Zeit-
punkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 21. März 2016 (AB 103; vgl. 
Sachverhalt lit. B hiervor) zu vergleichen und zu prüfen, ob in dieser Zeit 
eine Änderung insbesondere in den medizinischen Verhältnissen eingetre-
ten ist, welche geeignet ist, den bisherigen Rentenanspruch zu beeinflus-
sen (vgl. E. 2.7.1 hiervor). Sollte im massgebenden Vergleichszeitraum 
eine relevante Änderung eingetreten sein, wäre in einem weiteren Schritt 
zu prüfen, ob sich diese auf den bisherigen Rentenanspruch auswirkt 
(vgl. E. 2.7.3 hiervor).

3.1 Die Ausrichtung der halben Rente erfolgte aufgrund einer grossen 
Arachnoidalzyste links temporal und Restbeschwerden vor allem in Form 
von Kopfweh und Ermüdbarkeit nach zwei Operationen (1. und 16. Sep-
tember 1999) eines Subduralhämatoms rechts und links; für einfache und 
nicht zu schwere Hilfsarbeiten halbtags ohne psychische und temperatur-
bedingte Belastungen scheine der Beschwerdeführer durchaus einsatz-
fähig (AB 2, 10, 16, 28/3 f.). Der den Beschwerdeführer damals behandeln-
de Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, wies im 
Bericht vom 1. November 2000 (AB 10/19) auf dessen Arbeit seit 13. Juni 
2000 im Umfang von 50 % im ... hin. Seine Stimmung sei gut, die Wesens-
veränderung sei praktisch verschwunden. Es bestünden Restbeschwerden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 10

wie blitzartige Orbitalschmerzen links, leichte Dyspraxie und Parästhesie 
links (sic) in der Hand und im Vorderarm. Er sei noch schnell müde und 
schlafe viel. Zweimal sei eine kurze Ohnmacht eingetreten, dies sei nicht 
ganz klar. Seine Zukunft und Berufsaussichten seien durch die unsichere 
Prognose bei verbliebener Arachnoidalzyste wesentlich beeinträchtigt, dies 
auch durch seine bescheidene Bildung. Er habe sehr gehofft, dass er in der 
… bleiben dürfe und er möchte auch weiter arbeiten. Ihm sei eine IV-
Umschulung zu ermöglichen.

Im Jahr 2002 wurde zudem ein leichtes Schlaf-Apnoe-Syndrom diagnosti-
ziert, welches indessen nicht als ausreichender Grund für die vom Be-
schwerdeführer angegebene, sehr ausgeprägte Tagesschläfrigkeit ange-
geben werden könne (AB 28/5 ff.). Im Jahr 2005 zog sich der Beschwerde-
führer bei einem Sturz vom Baum eine Trümmerfraktur und ein Schäde-
lhirntrauma zu (AB 35).

3.2 Hinsichtlich der seither eingetretenen Entwicklung des Gesund-
heitszustandes lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende ent-
nehmen:

3.2.1 Im Revisionsfragebogen vom 12. Februar 2013 machte der Be-
schwerdeführer unter Hinweis auf vermehrte Kopfschmerzen seit 2011 eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend (AB 52/2 Ziff. 1.1 f.). 
Mit Eingabe vom 28. November 2013 wies er zudem auf eine onkologische 
Diagnose mit der Folge einer vollen Arbeitsunfähigkeit seit November 2013 
hin (AB 60).

3.2.2 Gemäss Berichten des Spitals D.________ vom 9. Dezember 2013 
(AB 61/4 f.) und 27. Januar 2014 (AB 68) wurde nebst dem Status nach 
Arachnoidalzyste links temporal im Oktober 2013 ein Plattenepithelkarzi-
nom des Larynx, Stimmlippe rechts, diagnostiziert und mittels definitiver 
kombinierter Radio-/Chemotherapie (18. November 2013 bis 8. Januar 
2014) behandelt. Im Rahmen dieser Therapie mit ausgeprägten Nebenwir-
kungen und psychischen Belastungssituationen sei es zu einer vollen Ar-
beitsunfähigkeit gekommen, welche auch nach Abschluss der Radiothera-
pie weiterbestehe, da die akuten Nebenwirkungen sich erst im Verlauf von 
einigen Wochen nach Abschluss der Radiotherapie bessern würden; bei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 11

gutem Verlauf sei von einer zumindest weitestgehend erfolgten Wiederauf-
nahme bzw. beruflichen Integration in zwei bis drei Monaten auszugehen. 
Prinzipiell ziele diese Bestrahlung auf eine vollständige Heilung dieses Tu-
mors ab.

Mit weiterem Bericht vom 4. September 2014 (AB 77) wurde auf einen bis-
her guten Verlauf mit erwartbaren/üblichen residuellen Toxizitäten der Ra-
diotherapie und insbesondere kontrollierter Tumorsituation hingewiesen. 
Seit der Diagnose des Karzinoms sei der Beschwerdeführer vor allem psy-
chisch stark belastet. Die definitive kombinierte Radio-/Chemotherapie stel-
le für die Patienten üblicherweise eine starke körperliche, aber auch psy-
chische Belastung dar. Bei gutem Verlauf sollte eine vollständige Wieder-
eingliederung in den Arbeitsmarkt möglich sein.

3.2.3 Der behandelnde Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, ging im Bericht vom 17. Dezember 2013 (AB 61/1 ff.) auf-
grund des Larynx-Karzinoms von einem verschlechterten Gesundheitszu-
stand aus und wies im Weiteren auf eine chronische Heiserkeit seit zwei 
Jahren hin; er attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 18. November 
2013 bis 8. Januar 2014 und erachtete den Beschwerdeführer nach Ab-
schluss der Behandlung allenfalls wieder zu 50 % arbeitsfähig.

Mit Verlaufsbericht vom 12. August 2014 (ab 1. Januar 2014; AB 73) be-
zeichnete der behandelnde Arzt den Gesundheitszustand mit Blick auf das 
seit dem Subduralhämatom ausgeübte Arbeitspensum von (noch) 50 % als 
stationär; im Weiteren wies er auf Parästhesien, ein Kältegefühl der rechten 
Körperseite und Müdigkeit bei der Arbeit seit der Chemotherapie hin. Wie 
zuvor sei dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit im Umfang von 50 % zu-
mutbar.

3.2.4 Nach der Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) sei 
medizinisch objektiv nachvollziehbar und schlüssig, dass der Beschwerde-
führer aufgrund der Kehlkopfkrebserkrankung voll arbeitsunfähig geworden 
sei (AB 72/2 unten) bzw. eine langanhaltende Arbeitsunfähigkeit vorgele-
gen habe (AB 79/3).

3.2.5 Die Gutachter der MEDAS F.________ (MEDAS) nehmen im Gut-
achten vom 16. Dezember 2015 (AB 99.1) folgende Beurteilungen vor:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 12

Der Beschwerdeführer trage keine namhaften internistischen Beschwerden 
vor; auch aktenkundig seien keine diesbezüglichen Hinweise evident. Der 
hiesige internistische Befund zeige erhöhte Blutdruckwerte und eine Be-
lastungsdyspnoe, jedoch keine behinderungsrelevante Auffälligkeit. Die 
Laborbefunde würden auf einen schädlichen Alkoholkonsum hinweisen; 
hier sei eine Abstinenz notwendig. Das Kehlkopf-Karzinom sei als kurativ 
behandelt anzusehen, die diesbezüglich berichteten Restbeschwerden 
(Mundtrockenheit und hierdurch bedingte Sprechstörung) seien hinsichtlich 
der Arbeitsfähigkeit nicht einschränkend und symptomatisch behandelbar 
(lokale Befeuchtung). Internistischerseits ergebe sich somit keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 20 unten).

Auf neurologischem Fachgebiet fänden sich Residualbefunde nach bilate-
ralem Subduralhämatom des Jahres 1999 sowie stattgehabtem Schäde-
lhirntrauma vom November 2005 mit leichtgradigen kognitiven Störungen, 
einem sensiblen Hemisyndrom links und Doppelbildern. Lediglich die 
leichtgradigen kognitiven Störungen würden dabei eine qualitative Minde-
rung der Arbeitsfähigkeit begründen, da von einer geminderten kognitiven 
Leistungsfähigkeit auszugehen sei. In einer geistig einfachen Tätigkeit 
– wie derzeit ausgeübt – sei dabei jedoch von keiner namhaften Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit auszugehen (Pensum und Rendement 100 %). 
Hinzuweisen sei auf die für einen schädlichen Alkoholkonsum typischen 
Laborbefunde, sodass mittels einer Abstinenz durchaus auch eine Besse-
rung bzw. zumindest eine Stabilisierung der kognitiven Funktionen zu er-
warten sei (S. 27 unten).

Für eine die Arbeitsfähigkeit mindernde psychiatrische Erkrankung bestehe 
kein Anhalt (S. 31 Mitte). Insgesamt bestehe ein psychiatrischer Normalbe-
fund, ohne Anknüpfungspunkte für eine namhafte depressive Störung, eine 
Angst- oder Zwangserkrankung oder eine Persönlichkeitsstörung. Die 
geäusserten Sorgen bezüglich der gesundheitlichen Situation entsprächen 
einem normalen menschlichen Reagieren und Empfinden. Auch bei aus-
führlicher Exploration der Gestaltungsfähigkeit des Alltages würden keine 
namhaften Einschränkungen auffallen; der Beschwerdeführer sei sozial 
aktiv, in der Lage, einer Tätigkeit als ... nachzugehen und er unternehme 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 13

jährlich Flugreisen in die Heimat. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeits-
fähigkeit somit nicht eingeschränkt (S. 32 oben).

Neuropsychologisch sei eine leichtgradige kognitive Störung nach bilatera-
len Subduralhämatomen zu diagnostizieren. Testpsychologisch hätten sich 
die Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen sowie das logische Den-
ken beeinträchtigt gezeigt. Die testpsychologisch erhobenen kognitiven 
Defizite hätten sich mit dem klinischen Eindruck gedeckt. Die erhobenen 
kognitiven Störungen deckten sich mit den aktenkundigen Vorbefunden 
und seien mit dem stattgehabten bilateralen Subduralhämatom verein- und 
ausreichend erklärbar. Die anamnestische Alltagsselbstständigkeit und 
Aktivität sprächen jedoch gegen eine gravierende Störung. Dies rechtferti-
ge die Zuerkennung einer qualitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
auf geistig einfache Tätigkeiten, wie derzeit ausgeübt (Arbeitsfähigkeit 
100 %, Pensum 100 %, Rendement 100 %). Die gute Alltagsselbstständig-
keit und Aktivität sprächen gegen eine höhergradige Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit. Die sicheren laborspezifischen Hinweise auf einen schäd-
lichen Alkoholkonsum sprächen dafür, dass die kognitiven Funktionen unter 
einer Abstinenz zumindest zu stabilisieren wären (S. 38 f.).

In Zusammenfassung aller Teilgutachten, der dabei erhobenen Anamnesen 
und Befunde sowie der Aktendaten kommen die Gutachter gemeinsam 
zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der derzeit 
ausgeübten sowie jedweder vergleichbaren oder auch einer anderen geis-
tig einfachen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts sei mit 100 % zu 
bewerten (Pensum und Rendement 100 %), dies ex tunc geltend. Das 
Kehlkopf-Karzinom sei aktenkundig ohne Anhalt für ein Rezidiv. Die hiesi-
gen kognitiven Befunde würden auf eine leichtgradige Störung am ehesten 
als Folge der stattgehabten intrakraniellen Blutungen (1999) hinweisen, 
was eine Begrenzung der Arbeitsfähigkeit auf geistig einfache Tätigkeiten 
ausreichend rechtfertige. Letztlich bleibe auch eine alkoholische zerebrale 
Schädigung (oder ein entsprechender anteiliger Effekt) denkbar, der hiesi-
ge Laborbefund belege einen zumindest potenziell schädlichen chroni-
schen Konsum, der aktenkundig offenkundig bislang nicht erkannt worden 
sei. Hier sei also eine vollständige Abstinenz notwendig. Die Mitarbeit des 
Beschwerdeführers sei dabei gut zumutbar und stehe in seinem Gesund-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 14

heitsinteresse. Die diesbezügliche Einsichtsfähigkeit sei als gegeben anzu-
sehen, da Hinweise auf eine schwerwiegende zerebrale Störung fehlten. 
Aktenkundig sei bereits 2010 auf allenfalls geringe residuelle klinische 
Störungszeichen hingewiesen worden (AB 10/19; vgl. E. 3.1 hiervor), so-
dass letztlich auch seinerzeit kein schlüssiger Grund für eine dauerhafte 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % bestanden habe. Die seinerzeitigen Aus-
führungen zu einer Arachnoidalzyste seien irreführend, da sich hieraus in 
der Regel keine Beeinträchtigungen ergäben (oftmals handle es sich um 
Zufallsbefunde ohne Krankheitswert), zumal auch keine namhafte Grös-
senprogredienz der Zyste beschrieben worden sei. Die genannten Be-
wusstlosigkeiten hätten seinerzeit an eine epileptische Genese denken 
lassen können, letztlich auch eine Genese im Rahmen eines Alkoholmiss-
brauchs. Zu einem weiteren synkopalen bzw. iktalen Ereignis sei es 2006 
gekommen, seither nicht mehr (S. 39 f.). 

3.3 Im Rahmen einer amtlich eingeleiteten Revision der bisherigen hal-
ben Rente im Dezember 2012 (vgl. AB 52) machte der Beschwerdeführer 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aufgrund eines im Okto-
ber 2013 festgestellten Larynx-Karzinoms geltend (AB 60 und 72). Dieses 
ist medizinisch – auch mittels Gutachten – hinreichend erstellt (vgl. E. 3.2.2 
hiervor) und dabei handelt es sich zweifellos um eine wesentliche Ände-
rung des Gesundheitszustandes, die an sich geeignet ist, den Invaliditäts-
grad und somit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.7.1 hiervor). 
In der Folge besteht ein Revisionsgrund und der Rentenanspruch ist allsei-
tig ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen (vgl. E. 2.7.3 hiervor), 
dies unabhängig davon, inwieweit sich diese Änderung letztendlich tatsäch-
lich auf den Invaliditätsgrad bzw. Rentenanspruch auswirkt. Entsprechend 
erweisen sich die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Beschwer-
de, S. 8 Ziff. 5, der Stellungnahme vom 9. Juni 2016 und den Schlussbe-
merkungen, wonach aufgrund der auskurierten Krebserkrankung gar kein 
Revisionsgrund vorliege und somit einfach eine (unzulässige) Neubeurtei-
lung vorgenommen worden sei (vgl. E. 2.7.1 zweiter Abschnitt hiervor), als 
nicht stichhaltig, zumal er in Widerspruch dazu in der Beschwerde, S. 8 
Ziff. 5, selber noch von einem aufgrund der Krebserkrankung stark ver-
schlechterten Gesundheitszustand ausgegangen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 15

3.4 Der Kehlkopfkrebs ist erstmals im Oktober 2013 diagnostiziert und 
alsdann in den Monaten November 2013 bis Januar 2014 behandelt wor-
den; während dieser Therapie und für eine gewisse Zeit danach ist von den 
behandelnden Ärzten eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (vgl. 
E. 3.2.2 hiervor). Nach der Beurteilung des RAD ist medizinisch objektiv 
nachvollziehbar und schlüssig, dass der Beschwerdeführer aufgrund der 
Kehlkopfkrebserkrankung voll arbeitsunfähig geworden ist bzw. eine lang-
anhaltende Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat (vgl. E. 3.2.4 hiervor). Das 
interdisziplinäre Gutachten spricht sich darüber nicht aus (vgl. E. 3.2.5 hier-
vor). Von weiteren Abklärungen sind indessen keine neuen Erkenntnisse 
zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162), 
weshalb aufgrund des Berichts der Tumorsprechstunde des Spitals 
D.________ vom 17. April 2014 (AB 91/16 f.) davon auszugehen ist, dass 
per Ende April 2014 die Aus- und Nebenwirkungen der Kehlkopferkrankung 
abgeklungen waren. Obschon von der Beschwerdegegnerin so nicht er-
kannt, indessen vom Beschwerdeführer beschwerdeweise zu Recht gel-
tend gemacht, berechtigt diese Verschlechterung des Gesundheitszustan-
des in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab Januar 2014 zu einer vollen 
Rente, die mit Blick auf Art. 88a Abs. 1 IVV bis Juli 2014 zu befristen ist 
(vgl. dazu E. 2.7.4 hiervor). Damit ist die Beschwerde insoweit gutzuheis-
sen, als dem Beschwerdeführer für die Zeit von Januar bis Juli 2014 (statt 
der halben Rente) befristet eine ganze Rente auszurichten ist.

3.5 Allfällige weitergehende medizinische Einschränkungen werden 
insbesondere im polydisziplinären Gutachten der MEDAS (vgl. E. 3.2.5 
hiervor) eingehend geprüft. Dieses Gutachten ist bezüglich der vorliegend 
geltend gemachten (weiteren) Beschwerden umfassend, ist in Kenntnis der 
Vorakten erstellt worden, beruht auf allseitigen Untersuchungen und er-
weist sich in der Beurteilung der medizinischen Situation als einleuchtend 
und in den Schlussfolgerungen als begründet, weshalb ihm voller Beweis 
zukommt (vgl. E. 2.5 hiervor). Dabei gilt es zu beachten, dass nicht jeder 
anamnestisch oder mittels Untersuchung erhobene Befund zwangsläufig 
eine entsprechende Diagnose zur Folge hat. So wird im Gutachten denn 
auch in nachvollziehbarer Weise ausgeführt, dass die anlässlich der Be-
gutachtung erhobenen kognitiven Befunde auf eine leichtgradige Störung 
am ehesten als Folge der stattgehabten intrakraniellen Blutungen (1999) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 16

hinweisen würden, was eine Begrenzung der Arbeitsfähigkeit auf geistig 
einfache Tätigkeiten ausreichend rechtfertige (AB 99.1/39). Die seinerzeiti-
gen Ausführungen zu einer Arachnoidalzyste seien irreführend, da sich 
hieraus in der Regel keine Beeinträchtigungen ergäben (AB 99.1/40). Mit 
dieser Argumentation sprechen die Gutachter den vom Beschwerdeführer 
geklagten Kopfschmerzen in nachvollziehbarer Weise eine invalidisierende 
Wirkung seit jeher ab und setzen sich damit – entgegen den Vorbringen in 
der Beschwerde, S. 5 ff. – genügend mit den divergierenden Arztberichten 
auseinander. Dabei gilt es auch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass 
Hausärzte sowie behandelnde Spezialärzte und erst recht schmerzthera-
peutisch tätige Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3; Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundes-
gericht {BGer}] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). Die sodann vom Be-
schwerdeführer geltend gemachten Widersprüche innerhalb der Teilgutach-
ten gilt es stark zu relativieren: Der psychiatrische Gutachter spricht zwar 
von einer unauffälligen Konzentration und Aufmerksamkeit (AB 99.1/30 
Mitte), der neuropsychologische Gutachter immerhin von einer gegebenen, 
wenngleich zeitlich etwas unsicheren Orientierung (AB 99.1/33 Mitte). Die 
darüber hinaus in Bezug auf den Schlaf, Kopfschmerz und Alkoholkonsum 
divergierenden Anamnesen sind auf entsprechend nuancierte Ausführun-
gen des Beschwerdeführers selber zurückzuführen. Zu letzterem gilt es 
noch anzumerken, dass die Gutachter wohl auf einen potenziell schädli-
chen chronischen Alkoholkonsum hinweisen (AB 99.1/39 Mitte), indessen 
von einer entsprechenden Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit absehen, womit eine invalidenversicherungsrechtliche Relevanz zu 
verneinen ist (vgl. Entscheid des BGer vom 23. Mai 2014, 8C_906/2013, 
E. 2.2). Ebenso wenig erweist sich das Kehlkopfkarzinom (ohne Anhalt für 
ein Rezidiv) als (weiterhin) invalidisierend, erachten doch die Gutachter die 
Arbeitsfähigkeit trotz diesem konstant als gegeben (AB 99.1/43 Ziff. 2.2).

Das nachvollziehbare und damit voll beweiskräftige Gutachten kommt zum 
Schluss, dass der Beschwerdeführer jede angepasste, geistig einfache 
Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes zu 100 % mit entsprechendem 
Rendement ausüben kann (AB 99.1/40 Ziff. 1.1). Daran vermögen nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 17

dem Dargelegten die Ausführungen in der Beschwerde keine Zweifel zu 
schüren. Weitere Abklärungen sind nicht notwendig (Eventualantrag Ziff. 3 
der Beschwerde).

4.

Da dem Beschwerdeführer die angestammte Arbeit nach dem Dargelegten 
vollumfänglich zumutbar ist, liegt von vornherein kein invalidisierender Ge-
sundheitsschaden (mehr) vor. Auch bei Durchführung eines Einkommens-
vergleichs resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad:

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 18

SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-
tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Der Beschwerdeführer verlor im Jahr 2001 seine langjährige Anstel-
lung aufgrund der Schliessung des ... (AB 6.1 Ziff. 2 f.) und damit aus inva-
liditätsfremden Gründen, weshalb das Valideneinkommen aufgrund statisti-
scher Zahlen der LSE zu bestimmen ist (vgl. E. 4.1.1 hiervor). Aktuell 
schöpft der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht voll aus. Wenn 
ein Versicherter die Restarbeitsfähigkeit pensumsmässig nicht ausschöpft, 
ist nicht einfach auf die LSE-Tabellenlöhne abzustellen. In einem solchen 
Fall ist vielmehr der bei tatsächlich ausgeübtem Pensum erzielte Lohn auf 
das Entgelt bei voll ausgeschöpftem Pensum hochzurechnen. Allerdings 
muss hierfür eine Pensumaufstockung überhaupt möglich sein und es 
muss sich zudem um ein stabiles Arbeitsverhältnis handeln (BGE 135 V 
297 E. 5.2; Entscheide des BGer vom 10. Juli 2014, 8C_7/2014, E. 7-8, 
vom 11. Februar 2013, 9C_720/2012, E. 2.3.2, und vom 19. August 2011, 
8C_237/2011, E. 2.3). Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer schon 
seit 2006 in einem Pensum von 50 % für dieselbe Arbeitgeberin tätig ist 
und dabei die Abendschicht (18.30 Uhr bis 23.00/24.00 Uhr) übernommen 
hat (vgl. AB 99.1/22 unten), erscheint eine Pensenerhöhung nahezu un-
möglich, weshalb diese Möglichkeit zu verneinen ist. Damit ist – entgegen 
den Vorbringen in der Beschwerde, S. 8 f. Ziff. 6 – auch das Invalidenein-
kommen aufgrund der gleichen Daten zu bestimmen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/eda94ff5-a581-49e7-a36a-3fa8bdcccda2?citationId=e9fc84aa-3a68-44bf-8b5f-3185de8f7636&source=document-link&SP=11|aonzvf
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/eda94ff5-a581-49e7-a36a-3fa8bdcccda2?citationId=e9fc84aa-3a68-44bf-8b5f-3185de8f7636&source=document-link&SP=11|aonzvf
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/9d24d6a5-c5ae-4618-bae6-c42d99b86fac?citationId=5efab355-120e-40ef-9b8c-eeba7db30649&source=document-link&SP=11|aonzvf
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/6793eab7-b7f4-4a45-a7b8-43d6b128f167?citationId=919e0731-593b-44d1-a69e-5ae785efeb30&source=document-link&SP=11|aonzvf
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/29ee7373-0173-4de3-b32f-b37b596a16c7?citationId=15766403-a887-4572-ba01-b30c8462aa0a&source=document-link&SP=11|aonzvf

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 19

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellen-
lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; diesfalls ent-
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück-
sichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des EVG vom 
15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht auf 
einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor) verzichtet, denn hier 
beruhen beide Vergleichseinkommen auf denselben statistischen Grössen, 
weshalb invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) bei beiden Einkommen zu 
berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). Der behinderungsbedingten Einschränkung ist mit der 
Begrenzung auf geistig einfache Tätigkeiten (AB 99.1/39) genügend Rech-
nung getragen. Damit liegt offensichtlich keine Invalidität mehr vor (vgl. 
E. 2.2 hiervor).

4.3 Nach dem Dargelegten resultiert nunmehr – abgesehen von der 
befristeten ganzen Rente für die Zeit von Januar bis Juli 2014 (vgl. E. 3.4 
hiervor) – ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. Die Rente wurde 
somit zu Recht aufgehoben (vgl. E. 2.2 hiervor). In Anwendung von 
Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV ist schliesslich auch der Zeitpunkt der Rentenein-
stellung nicht zu beanstanden.

Die angefochtene Verfügung (AB 115) ist insoweit nicht zu beanstanden 
und die hiergegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Angesichts des Ausgangs des Verfahrens ist von einem teilweisen Obsie-
gen des Beschwerdeführers in hälftigem Umfang (befristete ganze Rente 
infolge der Kehlkopfkrebserkrankung) auszugehen. Die Verfahrenskosten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 20

gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, haben die Parteien somit je zur Hälfte, 
d.h. Fr. 400.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 
Dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- 
werden Fr. 400.-- entnommen. Der verbleibende Betrag von Fr. 400.-- ist 
dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzu-
erstatten.

5.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Gemäss der nicht zu beanstandenden Kostennote von Rechtsanwältin 
B.________ vom 9. Juni 2016 hat die Beschwerdegegnerin dem Be-
schwerdeführer die Hälfe der Parteikosten, ausmachend Fr. 1'777.15 
(Fr. 3'554.30 : 2; inkl. Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, als der Beschwerde-
führer ab 1. Januar bis 31. Juli 2014 Anspruch auf eine ganze Rente 
hat. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden den Parteien je hälftig zur 
Bezahlung auferlegt. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Verfah-
renskosten werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen. Der 
Rest des Kostenvorschusses, ausmachend Fr. 400.--, wird dem Be-
schwerdeführer nach Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'777.15 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin lic.iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers 

(samt Schlussbemerkungen der Beschwerdegegnerin vom 19. Okto-
ber 2016)

- IV-Stelle Bern (samt Schlussbemerkungen des Beschwerdeführers 
vom 13. Oktober 2016)

- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Sept. 2017, IV/16/433, Seite 22