# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2824a17-3afe-50b7-b71e-520a15de46bc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2025 D-6748/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6748-2025_2025-09-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6748/2025 

law/blp 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler; 

Gerichtsschreiber Patrick Blumer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Guinea, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 27. August 2025. 

 

 

 

D-6748/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 6. Mai 2025 in der Schweiz um Asyl nach 

und wurde dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region B._______ zuge-

wiesen. 

B.  

B.a In der Folge führte das SEM mit dem Beschwerdeführer im Beisein 

seiner ihm zugewiesenen Rechtsvertretung das Dublin-Gespräch gemäss 

Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem/einer Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat 

gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO), 

durch. Dabei gab er an, ausser in der Schweiz in keinem anderen europä-

ischen Land um Asyl ersucht zu haben, und keinen Aufenthaltstitel bezie-

hungsweise Visum für ein europäisches Land zu besitzen. 

B.b Am 18. August 2025 hörte das SEM den Beschwerdeführer gemäss 

Art. 29 AsylG (SR 142.31) im Beisein seiner Rechtsvertretung einlässlich 

zu seinen Asylgründen an. 

B.c Zu seiner Person machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen gel-

tend, er sei gemeinsam mit seinen Eltern und einem Bruder in C._______ 

aufgewachsen. Im Jahr 2014 sei die Ebola-Epidemie ausgebrochen, wobei 

seine Eltern erkrankten und später im Spital verstorben seien. Sein älterer 

Bruder sei damals von den Sanitätern und dem Militär mitgenommen wor-

den. Seit diesem Tag habe er (der Beschwerdeführer) nichts mehr von ihm 

gehört. Er selbst sei zu diesem Zeitpunkt nach D._______ gezogen, wo ihn 

ein Mann aus Mitleid bei sich aufgenommen habe. Gelegentlich habe er 

auf dem Markt gearbeitet, etwa indem er das Gepäck von Kunden trans-

portiert oder Waren auf Lastwagen verladen habe. 

B.d Zur Begründung seines Asylgesuches führte der Beschwerdeführer 

aus, er habe seit 2019 gegen die dritte Kandidatur des Präsidenten Alpha 

Condé protestiert. Eines Tages sei er bei einer solchen Demonstration vom 

Militär inhaftiert worden. Nach sechs Monaten in Haft sei ihm die Flucht 

aus dem Gefängnis gelungen. In der Folge habe er sich noch einige Tage 

auf dem Markt versteckt, bevor er aus Guinea ausgereist sei. 

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Seite 3 

Ungefähr im September 2021 sei er illegal über E._______ nach 

F._______ gelangt, wo er sich ein Jahr und einige Monate aufgehalten 

habe. Anschliessend sei er über G._______ und H._______ nach 

I._______ gereist, ehe er am 6. Mai 2025 die Schweizer Grenze überquert 

und gleichentags um Asyl ersucht habe. 

Betreffend seinen Gesundheitszustand machte er geltend, er leide an Rü-

cken- und Knieschmerzen. 

B.e Der Beschwerdeführer reichte keine Identitätsdokumente ein; ein Arzt-

bericht der Praxis J._______, datiert vom 22. Juli 2025, ihn betreffend liegt 

vor. 

C.  

Am 25. August 2025 händigte das SEM der Rechtsvertretung des Be-

schwerdeführers den Entscheidentwurf aus. Am 26. August 2025 nahm sie 

– gemäss SEM – verspätet dazu Stellung. 

D.  

Mit am gleichen Tag eröffneter Verfügung vom 27. August 2025 stellte das 

SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

lehnte sein Asylgesuch ab, wies ihn aus der Schweiz weg und stellte fest, 

er sei verpflichtet, das Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengen-

Raum am Tag nach Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen, 

dies zur Rückreise in seinen Heimatstaat beziehungsweise Herkunftsstaat 

oder zur Weiterreise in ein Land, das sich ausserhalb des Schengen-Rau-

mes befinde und in dem er aufgenommen werde, verbunden mit dem Hin-

weis, wenn er seiner Verpflichtung nicht innert Frist nachkomme, könne die 

Wegweisung unter Zwang vollzogen werden. Gleichzeitig beauftragte es 

den Kanton B._______ mit dem Vollzug der Wegweisung. 

E.  

Mit Eingabe vom 4. September 2025 (Datum Poststempel) erhob der Be-

schwerdeführer gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde. In dieser wurde beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben. Es sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und es sei 

Asyl zu gewähren. Eventualiter sei festzustellen, dass der Vollzug der Weg-

weisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei und es sei die vorläu-

fige Aufnahme anzuordnen. (Sub)eventualiter sei die Sache zur vollständi-

gen Sachverhaltsabklärung und erneuten Entscheidung an das SEM zu-

rückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde zudem beantragt, 

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es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses zu verzichten und ein amtlicher Rechtsbeistand 

einzusetzen. 

Der Beschwerde lag der angefochtene Entscheid in Kopie bei. 

F.  

Mit Schreiben vom 5. September 2025 bestätigte das Bundesverwaltungs-

gericht dem Beschwerdeführer den Eingang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen des SEM und ist daher zuständig für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde. Es entscheidet auf dem Gebiet 

des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG).  

1.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 i.V.m. 

Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).  

2.2 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin entschieden 

(Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachfolgend aufgezeigt wird, handelt es sich 

vorliegend um eine solche, weshalb auf einen Schriftenwechsel zu verzich-

ten und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

 

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Seite 5 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge-

fährdung des Lebens, des Leibes oder der Freiheit sowie Massnahmen, 

die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen in verschiedenen 

Entscheiden dargelegt und präzisiert (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 sowie das 

Referenzurteil des BVGer D-5779/2013 vom 23. Februar 2015 E. 5.6.1 

m.w.H.).  

4.  

4.1 Das SEM führt zur Begründung seiner Verfügung im Wesentlichen aus, 

dass der Beschwerdeführer die Qualität seiner Aussagen auch ohne Erleb-

nishintergrund hätte realisieren können. Seine Aussagen würden demzu-

folge als zu wenig begründet erachtet. Eine Gesamtwürdigung ergebe, 

dass sein Vorbringen die Anforderungen an die Glaubhaftmachung ge-

mäss Art. 7 AsylG nicht erfülle. 

Wie den Akten entnommen werden könne, sei dem Beschwerdeführer in 

der Anhörung vom 18. August 2025 mehrfach die Gelegenheit eingeräumt 

worden, seine Vorbringen frei und detailliert zu schildern. Seine diesbezüg-

lichen Angaben seien, obwohl er explizit zu einem ausführlichen Bericht 

aufgefordert worden sei, äusserst oberflächlich, vage und substanzlos aus-

gefallen und enthielten kaum persönliche oder spezifische Details. Ebenso 

pauschal und lapidar seien seine Angaben zu den mehrfachen Rückfragen 

im Rahmen der Anhörung ausgefallen. Beispielsweise sei er wiederholt zur 

Anzahl der Demonstrationen, seiner persönlichen Motivation sowie seiner 

Begleitung an den Versammlungen befragt worden. Seine diesbezüglichen 

Antworten seien oberflächlich, gar ausweichend ausgefallen, und hätten 

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kaum persönliche Informationen enthalten. So habe er im Wesentlichen 

erwidert, dass er an vielen Demonstrationen mit vielen Menschen teilge-

nommen habe und dies, weil er gegen den Präsidenten Alpha Condé ge-

wesen sei. Erst auf Rückfrage der Rechtsvertretung hin, habe der Be-

schwerdeführer ausgeführt, dass er unter anderem aufgrund der mangeln-

den Strom- und Trinkwasserversorgung auf die Strasse gegangen sei. Fer-

ner sei er nicht in der Lage gewesen, über seine Haftzeit auf eine erlebnis-

basierte Art und Weise zu berichten. So sei er aufgefordert worden, das 

Gefängnis, in dem er sich angeblich sechs Monate aufgehalten habe, zu 

beschreiben, seinen Alltag dort zu schildern und auch anderweitige Beson-

derheiten aus dieser Zeit mitzuteilen. Seine Angaben seien trotz wieder-

holtem Nachhaken knapp und ohne individuelle Nuancen geblieben, die 

eine persönliche und unverwechselbare Schilderung ausmachen würden, 

sodass sie ebenso gut von jeder beliebigen Person stammen könnten. Die 

Tatsache, dass man für den Toilettengang jeweils habe an die Tür klopfen 

und seine Bedürfnisse auch in der Zelle habe erledigen müssen, stelle ei-

nes der wenigen Details dar, welches er zu seiner Gefangenschaft habe 

vorbringen können. Sein Aussageverhalten habe sich auch nicht geändert, 

als er zu Schlüsselmomenten seiner Asylvorbringen befragt worden sei. 

Auf die Bitte hin, den Tag seiner Inhaftierung möglichst ausführlich zu schil-

dern, habe er zwar einige Angabe zur Auseinandersetzung mit den Solda-

ten machen können, was jedoch unmittelbar nach seiner Ankunft im Ge-

fängnis am selben Tag der Verhaftung geschehen sei, habe er trotz aus-

drücklicher Aufforderung nicht darlegen können. Stattdessen habe er zwei-

mal ausweichend zu Protokoll gegeben, dass man am nächsten Tag be-

gonnen habe, ihn zu schlagen. Schliesslich sei er vertieft zu seinem erfolg-

reichen Gefängnisausbruch befragt worden. Auf die Frage, wie es ihm ge-

lungen sei, unversehrt aus einem von bewaffneten Wärtern bewachten Ge-

fängnis auszubrechen, habe er keine stichhaltige Begründung liefern kön-

nen. Seinen Aussagen nach, habe nur ein einziger Wärter die Insassen, 

welche zum Hof ausgeführt worden seien, begleitet. Die restlichen Wärter 

hätten sich zu jenem Zeitpunkt im Salon aufgehalten. Weitere Erklärungen 

habe er nicht geliefert, wobei für die Vorinstanz nach wie vor nicht ersicht-

lich sei, weshalb ein Gefängnis derart geringfügig bewacht worden sei. 

Ohnehin habe nicht festgestellt werden können, dass sich seine Ausfüh-

rungen im Rahmen seiner Anhörung in einem «roten Faden» einer Ge-

schichte erschöpfen würden, die in dieser Form von einer beliebigen Per-

son leicht nacherzählt werden könne. Seinem Bericht fehle es den für per-

sönlich erlebte einschneidende Ereignisse typischen Realkennzeichen. 

Dazu würden insbesondere die Wiedergabe der inneren Gedankenwelt 

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und Gefühle, Interaktionsschilderung (z.B. Dialoge) sowie nebensächliche 

Besonderheiten gehören. Seine Angaben würden auffallend linear ausfal-

len, wohingegen seine Gedankengänge oder seine Gefühlslage betreffend 

seine angebliche Zwangslage nicht fassbar gewesen seien. Allfällige Zwei-

fel, Ängste oder eine innere Zerrissenheit wären zu erwarten gewesen bei 

einem jungen Mann, welcher angeblich eine solche einschneidende Erfah-

rung gemacht haben wolle und deswegen aus seinem Heimatland habe 

fliehen müssen. Dies sei in seinem Fall jedoch mehrheitlich ausgeblieben. 

Seine Schilderung dazu, wie er sich am Abend nach dem Gefängnisaus-

bruch gefühlt habe, stelle hierbei eine Ausnahme dar. Diese unverbindliche 

und distanziert wirkende Art der Darstellung von Ereignissen, in der sich 

kaum ein Ausdruck von subjektiv geprägter Wahrnehmung finde, sei erfah-

rungsgemäss nicht mit der um ein Vielfaches komplexeren Wirklichkeit ver-

einbar. Aufgrund des Gesagten seien seine Asylvorbringen als nicht glaub-

haft zu qualifizieren. Die Frage nach weiteren Unglaubhaftigkeitselemen-

ten könne vor diesem Hintergrund ebenso offengelassen werden wie jene 

nach der flüchtlingsrechtlichen Relevanz der Vorbringen. Die Vorinstanz 

behalte sich eine Prüfung der flüchtlingsrechtlichen Vorbringen vor. 

Seine Rechtsvertretung – so das SEM weiter – habe am 26. August 2025 

verspätet Stellung zum Entwurf der vorinstanzlichen Verfügung genom-

men, womit innert Frist keine Tatsachen oder Beweismittel vorgelegt wor-

den seien, welche eine Änderung des vorinstanzlichen Standpunktes hät-

ten rechtfertigen können. Nichtsdestotrotz sei festzuhalten, dass auch 

seine Eingabe im Rahmen der Stellungnahme keine zusätzlichen Tatsa-

chen enthalte, welche eine Anpassung des Entscheids rechtfertige. So 

weise seine Rechtsvertretung darauf hin, dass der Beschwerdeführer 

seine Eltern im Kindesalter verloren habe, über eine begrenzte Schulbil-

dung verfüge und sein Leben mehrheitlich mit harter körperlicher Arbeit 

verbracht habe. Vor diesem Hintergrund sei zu erwarten, dass seine Fä-

higkeiten beeinträchtigt seien, komplexe Sachverhalte präzise und zusam-

menhängend darzustellen. Der frühe Verlust der Eltern aufgrund einer Ma-

lariaerkrankung könne zu psychischen Belastungen, Traumata und fehlen-

der familiären Unterstützung führen. Dies könne wiederum dazu führen, 

dass er Schwierigkeiten habe, zeitliche Abläufe korrekt wiederzugeben, 

Begriffe eindeutig zu verwenden oder unter Stress widerspruchsfrei zu be-

richten. Zudem scheine es ein Aspekt seiner Persönlichkeit zu sein, nicht 

sehr gesprächig zu sein und Dinge mit nur wenigen Worten zu sagen. Da-

raus dürfe aber nicht zwangsläufig auf eine mangelnde Glaubhaftigkeit sei-

ner Vorbringen geschlossen werden. Das pauschale Argument seiner 

Rechtsvertretung, dass aufgrund seiner Lebensumstände die Fähigkeit 

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des Beschwerdeführers, komplexe Sachverhalt präzise und zusammen-

hängend darstellen zu können, beeinträchtigt sei, vermöge nicht zu über-

zeugen, wobei an dieser Stelle festzuhalten sei, dass seinen geltend ge-

machten Lebensumständen in seinem Heimatland bei der Glaubhaftig-

keitsprüfung seiner Asylvorbringen Rechnung getragen worden sei. Auch 

würden die Mutmassungen über allfällige psychische Beschwerden, wel-

che einen Einfluss auf sein Aussageverhalten haben könnten, keine Ände-

rung der Einschätzung der Vorinstanz zu rechtfertigen vermögen. Im Wei-

teren sei auf die obigen Erwägungen zu verweisen. Somit seien keine Tat-

sachen oder Beweismittel vorgelegt worden, welche eine Änderung des 

Standpunktes der Vorinstanz hätten rechtfertigen können. 

4.2 In der Beschwerde wird im Wesentlichen geltend gemacht, die Aussa-

gen des Beschwerdeführers seien stets kohärent und plausibel gewesen, 

weder seien seine geschilderten Erlebnisse widersprüchlich noch seien sie 

unbegründet. Die vorinstanzlichen Vorwürfe, er habe das Erlebte zu wenig 

detailreich und mit fehlenden Realkennzeichen erzählt, lasse sich wohl 

eher darauf zurückführen, dass er eine eher ruhige und weniger kommuni-

kative Person sei. Zudem sei er während des Interviews sehr gestresst und 

nervös gewesen. Es sei eine neue, überfordernde Situation gewesen. Es 

sollte auch in Betracht gezogen werden, dass der frühe Tod seiner beider 

Eltern ein traumatischer Einschnitt in seine Kindheit dargestellt habe. Dies 

könne dazu führen, dass Menschen sich an Verschiedenes entweder nicht 

erinnern könnten oder aber nicht wollten. Er sei in Guinea ins Gefängnis 

gesteckt worden, weil er sich gegen das Regime von Alpha Condé gestellt 

und demonstriert habe. In seiner Zeit im Gefängnis habe er schwere Folter 

erlebt, an dessen Folgen er bis heute physisch und psychisch leide. Er 

erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG, da er in Guinea aus 

politischen Motiven heraus verhaftet worden sei und aufgrund fehlender 

Schulbildung sowie gesundheitlicher Einschränkungen keine Existenz-

grundlage habe. Diese Faktoren würden eine besondere Verletzlichkeit 

und ernsthafte Gefährdung darstellen. 

5.  

5.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen zutreffend und mit über-

zeugender Begründung zum Ergebnis gelangt ist, dass die Vorbringen des 

Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss 

Art. 7 AsylG nicht standhalten. 

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5.2 In der Beschwerde wird der bereits bekannte, vom Beschwerdeführer 

anlässlich der Anhörung geschilderte Sachverhalt wiederholt, es werden 

jedoch keine substanziellen Argumente vorgebracht, die geeignet wären, 

um hinsichtlich der Frage der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen zu einer 

von derjenigen der Vorinstanz abweichenden Einschätzung zu gelangen. 

Auch der sinngemässe Einwand, der psychische Zustand des Beschwer-

deführers dürfte einen negativen Einfluss auf die Art und Qualität seiner 

Aussagen gehabt haben, vermag nicht zu überzeugen. Wie schon das 

SEM nach der Stellungnahme seiner Rechtsvertretung zum Verfügungs-

entwurf im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten hat, handelt 

es sich allesamt um Mutmassungen, die durch keinerlei ärztliche Berichte 

belegt sind. Überdies ist auch im Falle einer Traumatisierung davon aus-

zugehen, dass die Grundzüge einer Fluchtgeschichte in den wesentlichen 

Teilen ohne krasse Widersprüche und mehrheitlich übereinstimmt darge-

stellt werden (vgl. etwa die Urteile des BVGer D-1333/2022 vom 20. August 

2025 E. 11.1.4.2, D-1357/2025 vom 11. April 2025 E. 7.2, E-3086/2020 

vom 11. November 2024 E. 6.1.1 mit Hinweis auf RENATE VOLBERT, Aus-

sagen über Traumata, in: Aussagepsychologie für die Rechtspraxis, Hrsg. 

LUDEWIG/BAUMER/TAVOR, Zürich 2017, S. 399 ff.). Vorliegend zeichnen 

sich die Aussagen des Beschwerdeführers durch unsubstantiierte Vorbrin-

gen aus, die sich auch durch die angeblichen psychischen Belastungen, 

Traumata und die fehlende familiäre Unterstützung nicht erklären lassen. 

In diesem Zusammenhang ist zudem darauf hinzuweisen, dass der Be-

schwerdeführer während der Anhörung zu keinem Zeitpunkt geltend 

machte, er habe Erinnerungsprobleme oder Mühe, über ein bestimmtes 

Thema zu sprechen – vielmehr gab er anlässlich der Anhörung an, er leide 

an Rücken- und Knieschmerzen (vgl. SEM-act. […]-18/19 F/A 14). 

5.3 Soweit in der Beschwerde geltend gemacht wird, er Beschwerdeführer 

verfüge in Guinea über keine Existenzgrundlage, ist festzuhalten, dass 

Nachteile, die auf die allgemeinen politischen, wirtschaftlichen oder sozia-

len Lebensbedingungen in einem Staat zurückzuführen sind und nicht auf 

der Absicht beruhen, einen Menschen aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG 

erwähnten Gründe zu treffen, keine flüchtlingsrechtlich relevante Verfol-

gung darstellen. 

5.4 Ergänzend festzuhalten ist, dass der (Sub)Eventualantrag, die Sache 

sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, in der Be-

schwerde nicht begründet wird. Es liegen auch keine Anhaltspunkte vor, 

aufgrund derer zu schliessen wäre, die Vorinstanz habe den rechtserheb-

lichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt. Allein der Um-

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stand, dass die Vorinstanz die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen anders 

eingeschätzt hat, als vom Beschwerdeführer erhofft, stellt keine Verletzung 

des Untersuchungsgrundsatzes dar. Es besteht mithin auch kein Anlass, 

die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

5.5 Zusammengefasst ergibt sich, dass die Vorinstanz die Flüchtlingsei-

genschaft des Beschwerdeführers mit zutreffender Begründung verneint 

und sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat. 

6.  

6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50, je m.w.H.). 

6.2 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung sodann unter Be-

rücksichtigung der aktuellen Lage in Guinea, der persönlichen Situation 

des Beschwerdeführers sowie insbesondere auch seiner gesundheitlichen 

Situation ausführlich und zutreffend aus, weshalb der Vollzug der Wegwei-

sung vorliegend zulässig, zumutbar und möglich ist (vgl. angefochtene Ver-

fügung, Ziff. III). In der Beschwerde wird erneut auf die Rücken- und Knie-

schmerzen, an denen der Beschwerdeführer leidet, hingewiesen, die das 

SEM unter Hinweis auf die Rechtsprechung zu Recht als für die Frage der 

Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung unerheblich eingeschätzt hat, 

ansonsten aber nichts Substantielles vorgebracht, was zu einer von derje-

nigen der Vorinstanz abweichenden Beurteilung führen könnte. 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden 

ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses gegenstandslos. Die Gesuche um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung und um Beiordnung eines amtlichen 

Rechtsbeistandes sind ungeachtet der Frage der prozessualen Bedürftig-

keit des Beschwerdeführers abzuweisen, da die Beschwerdebegehren ent-

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Seite 11 

sprechend den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu bezeichnen 

sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens sind 

die Kosten desselben in der Höhe von Fr. 750.– dem Beschwerdeführer 

aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

Walter Lang Patrick Blumer 

 

 

Versand: