# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88842e3f-c386-5d00-8c38-21a8a978ff4e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.10.2011 NE110010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NE110010_2011-10-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: NE110010-O/U 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. 

M. Spahn und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. K. Vogel 

Urteil vom 31. Oktober 2011 

 

in Sachen 
 

A._____,  
Kläger und Berufungskläger 
 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  
 

gegen 
 

1. B._____,  
2. C._____,  
Beklagte und Berufungsbeklagte 
 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, 

 

betreffend Nachbarrecht 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am 
Bezirksgericht Pfäffikon vom 28. Januar 2011 (FO080049) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(Urk. 71) 

"1. Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, die im Nordwesten 
ihres Grundstücks liegende Grenzmauer, die unmittelbar neben dem im 
Nordosten des Grundstücks des Klägers liegenden Schopf steht, abzu-
brechen. 

2. Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Boden zwischen 
dem im Nordosten des Grundstücks des Klägers liegenden Schopf und 
der im Norden des Grundstücks der Beklagten liegenden Terrasse ent-
sprechend dem natürlichen Geländeverlauf, d.h. um 40 cm, abzusen-
ken.  

3.  Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, sämtliche im Nord-
westen ihres Grundstücks in unmittelbarer Nähe zum Grundstück des 
Klägers stehenden Gerätekästen, Gerätschaften und weitere Materia-
lien dahingehend umzuplatzieren, dass dem Kläger ein problemloser 
Zugang zu der nordöstlichen, äusseren Schopfwand gewährleistet wird. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich Mehrwertsteuer auf 
der Prozessentschädigung, zu Lasten der Beklagten."  

Urteil der Einzelrichterin im ordentlichen Verfahren  
des Bezirkes Pfäffikon vom 28. Januar 2011: 

(Urk. 88 S. 29) 

"1. Die Klage wird abgewiesen. 

 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'300.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 934.–   Gutachterkosten 
 

 3. Die Kosten werden unter Anrechnung der Kaution dem Kläger auferlegt. 

 4. Der Kläger wird verpflichtet, den Beklagten eine Prozessentschädigung von 

Fr. 2'400.– (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 5. [Mitteilungssatz] 

 6. [Rechtsmittelbelehrung]" 

 

- 3 - 

Berufungsanträge: 

des Klägers (Urk. 87 S. 2): 
 
"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 28. Januar 2011 (Geschäfts-Nr.: 

FO080049) aufzuheben und die Sache sei zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 

 
2. Eventualiter sei das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 28. Januar 2011 (Ge-

schäfts-Nr.: FO080049) aufzuheben und es sei durch die Berufungsinstanz im Sin-
ne der nachfolgenden Anträge Ziff. 2.1-2.3 in der Sache neu zu entscheiden. 

 
2.1. Es seien die Berufungsbeklagten solidarisch zu verpflichten, die im Nordwesten ih-

res Grundstücks liegende Grenzmauer, die unmittelbar neben dem im Nordosten 
des Grundstücks des Berufungsklägers liegenden Schopf steht, abzubrechen. 

 
2.2. Es seien die Berufungsbeklagten solidarisch zu verpflichten, den Boden zwischen 

dem im Nordosten des Grundstücks des Berufungsklägers liegenden Schopf und 
der im Norden des Grundstücks der Berufungsbeklagten liegenden Terrasse ent-
sprechend dem natürlichen Geländeverlauf, d.h. um ca. 40 cm, abzusenken. 

 
2.3. Es seien die Berufungsbeklagten solidarisch zu verpflichten, sämtliche im Nordwes-

ten ihres Grundstücks in unmittelbarer Nähe zum Grundstück des Berufungsklägers 
stehenden Gerätekästen, Gerätschaften und weiteren Materialien dahingehend 
umzuplatzieren, dass dem Berufungskläger ein problemloser Zugang zu der nord-
östlichen, äusseren Schopfwand gewährleistet wird. 

 
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich Mehrwertsteuer auf der 

Prozessentschädigung, zu Lasten der Berufungsbeklagten." 
 
der Beklagten (Urk. 95 S. 2): 
 
"Es sei die Berufung abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil vom 28. Januar 2011 zu 
bestätigen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsklägers." 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte  

1. Der Kläger und Berufungskläger (nachfolgend: der Kläger) ist Eigentümer 

des Grundstücks Kat.-Nr. … in D._____ (politische Gemeinde E._____). Die 

Beklagten und Berufungsbeklagten (nachfolgend: die Beklagten) sind Eigen-

- 4 - 

tümer des benachbarten Grundstücks Kat.-Nr. … ebenfalls in D._____ (Urk. 

72/1). 

2. Es ist unbestritten, dass sich auf dem Grundstück der Beklagten, an der 

Grenze zum Grundstück des Klägers, eine kleine Mauer bzw. ein Stellrie-

men (nachfolgend: Mauer) befindet. Auf dieser Grenzmauer war ursprüng-

lich ein Verschlag befestigt. 

a) Im Frühjahr 2004 wollten die Beklagten anstelle des Verschlags einen 

Geräteschuppen mit Kleintierstall (nachfolgend: Schopf) erstellen, wo-

bei beabsichtigt war, diesen Schopf auf die Grundstücksgrenze zu 

bauen (Urk. 72/3). Dazu benötigten die Beklagten vom Kläger eine ent-

sprechende Erlaubnis. Der Kläger war mit dem Vorhaben der Beklag-

ten einverstanden, sofern er seinerseits berechtigt war, einen eigenen 

Schopf, der sich bereits auf seinem Grundstück befand, bis auf die 

Grundstückgrenze zu erweitern. In der Folge räumten sich die Parteien 

gegenseitig ein Näher- bzw. Grenzbaurecht ein. Der Inhalt dieser Ver-

einbarung ist jedoch strittig und - unter anderem - Gegenstand dieses 

Verfahrens. Umstritten ist insbesondere, ob die Beklagten dem Kläger 

während den Gesprächen um das Näher- bzw. Grenzbaurecht ver-

sprachen, dass die Grenzmauer samt dem darauf befestigten Ver-

schlag entfernt werde. 

b) In der Folge gaben sowohl der Kläger als auch die Beklagten je ein 

Baugesuch ein (Urk. 72/2 [Kläger] und Urk. 72/3 [Beklagte]). Das Ge-

such des Klägers wurde bewilligt. Demgegenüber wurde das Projekt 

der Beklagten nicht bewilligt, da es sich um einen Neubau und nicht um 

eine Erweiterung oder den Anbau einer bereits bestehenden Baute 

handelte. In der Folge erweiterte der Kläger seinen Schopf. Allerdings 

baute er nicht auf, sondern bis einige Zentimeter vor die Grenze. 

Dadurch entstand ein Zwischenraum von ca. 5-10 cm zwischen dem 

klägerischen Schopf und der beklagtischen Mauer an der Grund-

stücksgrenze (vgl. die Fotos in Urk. 26/4 und Urk. 72/6). In diesem 

- 5 - 

Zwischenraum staute sich Laub und Wasser, welches nicht mehr opti-

mal ablaufen konnte. 

c) Im Jahr 2006 bauten die Beklagten den auf der Grenzmauer befestig-

ten Verschlag ab, während die Grenzmauer bestehen blieb. Anstelle 

des Verschlages stellten die Beklagten einen mobilen Gerätekasten 

hin. Durch das Entfernen des auf der Mauer befestigten Verschlags 

verlor auch eine am Schopf des Klägers angebrachte und mit dem 

Verschlag verbundene Konstruktion ihren Zweck, mit welcher die Abla-

gerung von Laub etc. verhindert werden sollte. Als Folge davon sam-

melt sich weiterhin Laub und Wasser im Zwischenraum zwischen dem 

klägerischen Schopf und der beklagtischen Mauer.  

3. Im Sommer 2006 errichteten die Beklagten anstelle des abgebauten Ver-

schlags in geringem Abstand zum Schopf des Klägers Gerätekästen und 

deponierten Gerätschaften und weitere Materialien (nachfolgend "Mobilien"). 

In der Folge beanstandete der Kläger, dass diese Mobilien einen problemlo-

sen Zugang zum Zwischenraum zwischen der Schopfwand und der Grund-

stückmauer zwecks Reinigung dieser Aussparung verhinderten. 

4. In der Zeit zwischen April 2008 und August 2008 erstellten die Beklagten auf 

ihrem Grundstück ein terrasseähnliches Podest (nachfolgend Terrasse). In 

diesem Zusammenhang beanstandete der Kläger, dass die Errichtung der 

Terrasse die ohnehin schon bestehende Stauwirkung beim Schopf in gravie-

render Weise verstärke. 

5. In der Folge gelangte der Kläger mit dem obgenannten Rechtsbegehren ans 

Bezirksgericht Pfäffikon. Am 7. Mai 2009 wurde die Hauptverhandlung mit 

Klage- und Klageantwort durchgeführt (Prot. I S. 5 ff.). Am 14. Dezember 

2009 führte das Gericht einen Augenschein mit Experteninstruktion und 

Vergleichsgesprächen durch (Prot. I S. 25). Im Anschluss an diese Verhand-

lung wurde ein vom Gericht unterbreiteter Vergleichsvorschlag (Urk. 39) von 

beiden Parteien abgelehnt (Urk. 40, 43 und 45). In der Folge betrauten beide 

Parteien je einen Rechtsanwalt mit ihrer Rechtsvertretung. An der mündli-

- 6 - 

chen Hauptverhandlung vom 7. Juni 2010 erstattete der Rechtsvertreter des 

Klägers die Replik (Urk. 71 und Prot. I S. 28) und der Rechtsvertreter der 

Beklagten die Duplik (Prot. I S. 31 ff.). Am 28. Januar 2011 fällte die Einzel-

richterin am Bezirksgericht Pfäffikon das eingangs genannte Urteil (Urk. 88). 

6. Mit Berufung vom 8. April 2011 focht der Kläger das Urteil der Einzelrichterin 

am Bezirksgericht Pfäffikon vom 28. Januar 2011 an und stellte die eingangs 

genannten Anträge (Urk. 87). 

7. Am 21. April 2011 ging der dem Kläger auferlegte Kostenvorschuss bei der 

Obergerichtskasse ein (Urk. 93).  

8. Am 5. Juli 2011 erstatteten die Beklagten die Berufungsantwort und stellten 

den obgenannten Antrag (Urk. 95). 

9. Mit Verfügung vom 8. Juli 2011 wurde dem Kläger die Berufungsantwort zu 

Kenntnis zugestellt und der Schriftenwechsel für abgeschlossen erklärt 

(Urk. 96). 

2. Prozessuales 

1. Für das Berufungsverfahren kommt die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene 

eidgenössische Zivilprozessordnung zur Anwendung (Art. 404 f. ZPO).  

2. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Da der 

angefochtene Entscheid unter der Anwendung des kantonalzürcherischen 

Zivilprozessrechtes erging (ZPO/ZH), das Rechtsmittel sich aber nach dem 

neuen Prozessrecht richtet (ZPO), unterstehen die Kognition und das Vor-

gehen bei der Prüfung des Rechtsmittels - mithin das Rechtsmittelverfahren 

als solches - dem neuen Recht; materiell wird ein nach kantonalem Prozess-

recht ergangener Entscheid im Rechtsmittelverfahren nach dem bisherigen 

kantonalen Prozessrecht überprüft.  

3. Gemäss Art. 316 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung 

durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden (Abs. 1) bzw. einen zwei-

- 7 - 

ten Schriftenwechsel anordnen (Abs. 2). Diese Bestimmung verschafft der 

Berufungsinstanz einen grossen Ermessensspielraum. Die Berufungsinstanz 

kann selbst entscheiden, ob das Berufungsverfahren mündlich oder schrift-

lich durchgeführt wird. Wenn die Sache spruchreif ist, kann bereits nach der 

Berufungsschrift und der Berufungsantwort - d.h. ohne zweiten Schriften-

wechsel bzw. ohne mündliche Berufungsverhandlung - entschieden werden. 

Die Sache ist dann spruchreif und ein Aktenentscheid angezeigt, wenn die 

Berufungsschrift und die Berufungsantwort hinreichend aufschlussreich sind, 

so dass sich die Berufungsinstanz bereits nach dem ersten Schriftenwechsel 

eine abschliessende Meinung bilden kann (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leu-

enberger [Hrsg.], Kommentar zur schweizerischen Zivilprozessordnung, 

N. 34 zu Art  316 ZPO). Wie im Folgenden zu zeigen sein wird, ist die Sache 

im vorliegenden Fall spruchreif, so dass bereits nach dem ersten Schriften-

wechsel aufgrund der Akten zu entscheiden ist. 

4. Der Berufungsentscheid ist zu begründen (Art. 318 Abs. 2 ZPO in Verbin-

dung mit Art. 112 BGG), wobei die Begründung kurz ausfallen darf, wenn 

der angefochtene Entscheid bestätigt wird (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leu-

enberger [Hrsg.], a.a.O., N. 54 zu Art. 318 ZPO). Insbesondere ist es zuläs-

sig, auf die schriftliche Begründung des zu bestätigenden erstinstanzlichen 

Entscheides zu verweisen (BGE 126 III 353 E. 1 S. 355 mit Hinweisen), so-

fern der erstinstanzliche Entscheid den Anforderungen von Art. 112 BGG 

entspricht (BGE 119 II 478 E. 1d S. 480 f. [damals noch Art. 51 OG]). 

3. Materielles 

1. Der Kläger beantragt in erster Linie die Beseitigung der Mauer, die sich an 

der Grenze der Grundstücke der Parteien befindet (vgl. Antrag Ziff. 2.1). Wie 

erwähnt ist unbestritten, dass die Parteien einen Vereinbarung abschlossen, 

die ein gegenseitiges Näher- bzw. Grenzbaurecht vorsah (vgl. Urk. 88 S. 9 f. 

E. 2.1). Umstritten ist hingegen die Frage, ob dieser Vertrag auch vorsah, 

dass die Beklagten jedenfalls - und ungeachtet der Realisierung des von 

ihnen selbst geplanten Schopfs - verpflichtet waren, die an der Grenze ste-

hende Mauer abzubrechen. Bei dieser Ausgangslage steht fest, dass der 

- 8 - 

Vertrag zwischen den Parteien zustande gekommen ist. Umstritten ist je-

doch der Inhalt des Vertrages. 

a) Der Inhalt des Vertrages ist durch Auslegung zu ermitteln. Ziel der Ver-

tragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstimmenden wirkli-

chen Parteiwillen festzustellen (Art. 18 Abs. 1 OR). Steht ein tatsächli-

cher Konsens fest, bleibt für die Auslegung nach dem Vertrauens-

grundsatz kein Raum. Wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung 

nicht behauptet wird oder unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des 

mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund 

des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut 

und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden 

werden durften und mussten. Bei der objektivierten Vertragsauslegung 

nach dem Vertrauensprinzip handelt es sich um eine Rechtsfrage. 

Massgebend für die Frage, ob ein rechtlicher Konsens vorliegt, ist der 

Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (BGE 135 III 410 E. 3.2 S. 412 f., 

132 III 626 E. 3.1 S. 632, je mit Hinweisen). 

b) Die Vorinstanz verneinte im angefochtenen Urteil das Vorliegen eines 

tatsächlichen Konsenses. Es sei zwar seitens des Klägers behauptet 

worden, dass die Beklagten zugesichert hätten, die Mauer mit dem 

Verschlag bei der Realisierung der Bauten auf der Grundstücksgrenze 

zu entfernen (Urk. 88 S. 11 Abs. 2). Nach der Darstellung des Klägers 

sei diese Zusicherung jedoch stets im Zusammenhang mit den geplan-

ten Bauten auf beiden Grundstücken erfolgt. Der Kläger behaupte nicht 

substantiiert, dass die Beklagten die Zusicherung der Beseitigung der 

Mauer auch für den - hier interessierenden - Fall abgegeben hätten, 

dass gar nicht gebaut werde oder egal was gebaut werde. Im Gegenteil 

leite er den von ihm geltend gemachten Anspruch auf Mauerabriss 

stets aus dem vereinbarten Grenz- resp. Näherbaurecht ab (Urk. 88 

S. 11 Abs. 3). Überdies habe der Kläger auch nicht substantiiert be-

hauptet, für den Fall, dass eine der Parteien nicht bauen würde, sei ei-

- 9 - 

ne Regelung getroffen worden, geschweige denn welche (Urk. 88 S. 12 

Abs. 1).  

− Der Kläger widerspricht zunächst der Auffassung der Vorinstanz, er 

habe nicht substantiiert vorgebracht, es sei vereinbart gewesen, die 

Mauer auf jeden Fall - und nicht nur im Fall der Realisierung der beid-

seitigen Projekte - abzureissen.  

− Soweit der Kläger unter Verweis auf verschiedene Aktenstellen im 

erstinstanzlichen Verfahren ausführt, er habe geltend gemacht, 

die Beklagten hätten zugesichert, dass der Verschlag inkl. 

Grenzmauer sowieso entfernt werden müssen (Urk. 87 S. 8 

Rz. 13), scheint er zu übersehen, dass er sich bei einem Teil der 

angegebenen Stellen (Urk. 24 S. 1 Abs. 9, Urk. 24 S. 2 Abs. 1) 

nur zur Beseitigung des durchgerosteten Verschlag äusserte, der 

erstens schon vor langer Zeit entfernt wurde und der zweitens im 

vorliegenden Fall gar nicht von Interesse ist, weil Gegenstand des 

Prozesses nur die Beseitigung der Mauer ist. Bei einem anderen 

Teil der angegebenen Stellen (Urk. 71 Rz. 8 und 9) führt der Klä-

ger selbst aus, der vereinbarte Abbruch der Grenzmauer sei "in-

folge der Tatsache, dass sowohl der Kläger als auch die Beklagte 

bis an die Grenze bauen wollen […], eine ohnehin zwingend vor-

zunehmende bauliche Massnahme". Dies kann nur bedeuten, 

dass der Kläger nicht behauptete, für den hier zu beurteilenden 

Fall, dass er selbst nicht bis an - sondern nur bis knapp vor - die 

Grenze bauen würde und die Beklagten ihr Projekt mangels Be-

willigung gar nicht realisieren konnten, sei ein Abbruch der Mauer 

vereinbart worden. 

− Unbegründet ist sodann der Hinweis des Klägers, der Abbruch 

der Mauer sei projektunabhängig vorgesehen gewesen. Wenn 

nach der Darstellung des Kläger die Beseitigung der Mauer im 

Zusammenhang mit verschiedenen Projekten bzw. Projektvor-

schlägen vorgesehen gewesen sein soll (Urk. 87 S. 8 f. Rz. 14), 

- 10 - 

kann nicht daraus geschlossen werden, dass dies auch dann der 

Fall ist, wenn keines der verschiedenen Projekte realisiert wird. 

− Aus den dargelegten Gründen verletzte die Vorinstanz entgegen 

der Darstellung des Klägers kein materielles Bundeszivilrecht (so 

Urk. 87 S. 9 Rz. 15), wenn sie keine substantiierte Behauptung 

seitens des Klägers erkennen konnte, dass die umstrittene Mauer 

jedenfalls - und auch unabhängig von den geplanten Projekten - 

abzureissen sei. Mangels substantiierten Behauptungen war auch 

kein Beweisverfahren durchzuführen, so dass auch die Rüge der 

Verletzung von § 133 ZPO/ZH fehl geht (Urk. 87 S. 8 f. Rz. 14). 

Verfehlt ist schliesslich auch der Einwand, die Vorinstanz habe 

§ 55 ZPO/ZH verletzt, indem sie ihre richterliche Fragepflicht nicht 

ausgeübt habe (Urk. 87 S. 9 f. Rz. 16 ff.); die Vorinstanz hat den 

Kläger sowohl im Rahmen der ersten Hauptverhandlung vom 

7. Mai 2009 (Prot. I S. 5 ff.) als auch anlässlich der Fortsetzung 

der Hauptverhandlung vom 7. Juni 2001 (Prot. I S. 28 ff.) trotz des 

Vorliegens von ungewöhnlich langen Rechtsschriften (Urk. 24, 45 

und 71) ausführlich persönlich befragt.  

− Wenn aber keine substantiierte Behauptung seitens des Klägers vor-

liegt, die Parteien seien sich tatsächlich darin einig gewesen, dass die 

Mauer auf jeden Fall - und auch unabhängig von der Realisierung der 

ursprünglich geplanten Projekte - abzubrechen sei, wirft der Kläger der 

Vorinstanz zu Unrecht eine unrichtige Feststellung des Sachverhaltes 

vor (Urk. 87 S. 10 ff. Rz. 20-24). Vielmehr durfte die Vorinstanz auf-

grund der Behauptungen der Parteien ohne weiteres davon ausgehen, 

dass keine Vereinbarung über einen Abbruch der Mauer getroffen wur-

de, wenn die geplanten Bauten - bzw. eine der beiden Bauten - nicht 

realisiert werden könnten.  

− Ergänzend führte die Vorinstanz aus, dass der Kläger im Juli 2005 mit 

der Realisierung seines Bauprojektes begann, ohne dabei die Beseiti-

gung der Mauer mit dem Verschlag zu verlangen; dieses nachträgliche 

- 11 - 

Verhalten sei ein gewichtiges Indiz dafür, dass die Beseitigung der 

Mauer kein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung gewesen sei 

(Urk. 88 S. 12). Auch die vom Kläger an dieser Feststellung geübte Kri-

tik ist unbegründet (Urk.  87 S. 13 f. Rz. 26 f.). Vorab ist festzuhalten, 

dass die Vorinstanz zutreffend und unangefochten festhielt, dass das 

Verhalten der Parteien im Anschluss an den Vertragsabschluss nach 

der Rechtsprechung im Zusammenhang mit der Feststellung des über-

einstimmenden wirklichen Willens zu berücksichtigen ist (BGE 107 II 

417 E. 6 S. 418 mit Hinweisen). Wenn der Kläger sein Bauprojekt ab 

Juli 2005 wegen der noch bestehenden Mauer und des Verschlages 

nicht genau so realisieren konnte, wie er dies geplant hatte - nämlich 

nicht exakt auf der Grenze, sondern wenige Zentimeter neben der 

streitgegenständlichen Mauer -, hätte er schon damals die Beseitigung 

der Mauer verlangen müssen. Da er dies nicht getan hatte, durfte die 

Vorinstanz dieses Unterlassen als "gewichtiges Indiz" dafür werten, 

dass der Abbruch der Mauer kein wesentlicher Vertragsbestandteil 

war. Auch diesbezüglich geht die Rüge des Klägers fehl, die Vorinstanz 

habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt. 

c) Nachdem die Vorinstanz das Vorliegen eines tatsächlichen Konsenses 

verneint hatte - namentlich weil kein übereinstimmender wirklicher Wille 

substantiiert behauptet worden war -, prüfte sie, ob ein rechtlicher Kon-

sens in dem Sinn angenommen werden könne, dass das Verhalten der 

Parteien aufgrund aller Umstände nach Treu und Glauben so zu ver-

stehen sei, dass von einer Verpflichtung der Beklagten zum Abbruch 

der Mauer unabhängig von der Realisierung der ursprünglich geplanten 

Bauprojekte ausgegangen werden musste.  

− Die Vorinstanz hielt dazu im Wesentlichen fest, dass eine allfällige Zu-

sicherung eines Mauerabrisses stets im Zusammenhang mit den Ge-

sprächen über das Grenz- resp. Näherbaurecht erfolgt sei. Da die Par-

teien im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht gewusst hätten, 

ob ihre Projekte bewilligt würden, sei nicht anzunehmen, dass die Be-

- 12 - 

klagten dem Kläger zugesichert hätten, sie würden die Mauer in jedem 

Fall - d.h. auch wenn ihr Projekt nicht bewilligt werde - abreissen 

(Urk. 88 E. 2.4 S. 13 f.).  

− Was der Beklagte gegen diese Auslegung vorbringt (Urk. 87 S. 14 f. 

Rz. 28-30), ist nicht überzeugend. Wenn die Parteien im Rahmen einer 

Vereinbarung bezüglich Näher- bzw. Grenzbaurecht vereinbart haben 

sollten, dass eine auf der Grenze stehende Mauer - und der daran an-

gebrachte Verschlag - zu entfernen seien, liegt es auf der Hand, dass 

die Verpflichtung zur Beseitigung der Mauer nur für den Fall der Reali-

sierung der Projekte eingegangen worden wäre. Insbesondere ist auch 

der Hinweis der Vorinstanz überzeugend, dass keine vernünftige Ver-

tragspartei die Zusicherung abgeben würde, die Grenzmauer in jeden 

Fall abzureissen, bevor bekannt sei, ob die geplanten Projekte bewilligt 

würden (Urk. 88 S. 14). Auch der Kläger vermag kein Interesse der Be-

klagten namhaft zu machen, ohne Gegenleistung - in der Form eines 

Näher- oder Grenzbaurechts - die Grenzmauer auf eigene Kosten ab-

zubrechen. Namentlich verfängt der Hinweis des Klägers nicht, dass 

die Mauer und der Verschlag "sehr alt, durchgerostet und daher bereits 

baufällig" gewesen seien (Urk. 87 S. 15 Rz. 29). Durchgerostet und 

baufällig war nur der Verschlag, wobei dieser Verschlag wie erwähnt im 

Jahr 2006 entfernt (E. 1./2) und durch "Mobilien" ersetzt wurde 

(E. 1./3). Eine Verpflichtung zur Beseitigung der Mauer würde aus der 

Sicht der Beklagten nur Sinn machen, wenn ihnen im Gegenzug in 

Form eines Näher- bzw. Grenzbaurechts die Berechtigung eingeräumt 

würde, einen eigenen Schopf auf der Grundstücksgrenze zu errichten. 

Da jedoch das Projekt der Beklagten aus baurechtlichen Gründen nicht 

bewilligt werden konnte, ist kein Interesse der Beklagten an der Besei-

tigung der Mauer ersichtlich. Entgegen der Auffassung des Klägers 

kann auch diesbezüglich nicht von einer falschen Rechtsanwendung 

die Rede sein.  

- 13 - 

d) Nachdem die Vertragsauslegung ergab, dass die Parteien im Zusam-

menhang mit dem vereinbarten Näher- bzw. Grenzbaurecht keine Re-

gelung in Bezug auf die Grenzmauer für den Fall trafen, dass die ge-

planten Bauten nicht realisiert werden könnten, prüfte die Vorinstanz, 

ob und wie die Vereinbarung für den nun eingetretenen Fall zu ergän-

zen sei. 

− Vorab ist festzuhalten, dass die rechtlichen Ausführungen der Vo-

rinstanz zur Vertragsergänzung unangefochten und zutreffend sind, 

weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 88 E. 2.5 S. 14 f.). Für 

eine allfällige Vertragsergänzung ist massgebend, was die Parteien 

nach den Grundsätzen von Treu und Glauben vernünftigerweise ver-

einbart hätten, wenn sie die nicht geregelten Punkte in Betracht gezo-

gen hätten. 

− Wie im Zusammenhang mit der Vertragsauslegung ausgeführt, könnte 

die Verpflichtung, die Grenzmauer abzureissen, nur im Zusammen-

hang mit dem gegenseitig vereinbarten Näher- bzw. Grenzbaurecht 

gesehen werden. Der Kläger konnte weder im erstinstanzlichen Verfah-

ren noch im Berufungsverfahren dartun, welches Interesse die Beklag-

ten an einer Beseitigung der Mauer haben könnten, wenn sie nicht im 

Gegenzug von einem Näher- und Grenzbaurecht profitierten. Bereits 

aus diesem Grund kann im Rahmen einer Vertragsergänzung nicht da-

von ausgegangen werden, dass sich die Beklagten zur Beseitigung der 

(Grenz-)Mauer verpflichtet hätten, wenn ihnen bewusst gewesen wäre, 

dass sie den geplanten Schopf auf der Grenze nicht realisieren könn-

ten. Ob die Beseitigung der Mauer noch weitere Nachteile für die Be-

klagten zur Folge hatte - insbesondere Ablauf von mehr Wasser auf ihr 

Grundstück (so Urk. 88 S. 15 f., bestritten in Urk. 87 S. 15 f. Rz. 31 ff.) - 

kann unter diesen Umständen dahingestellt bleiben. 

− Die Berufung erweist sich daher auch insoweit als unbegründet, als der 

Kläger der Vorinstanz eine unrichtige Rechtsanwendung im Zusam-

menhang mit der richterlichen Vertragsergänzung vorwirft. 

- 14 - 

e) Weiter wirft der Kläger der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 156 OR 

vor und führt zur Begründung aus, die Beklagten hätten durch den Ver-

zicht auf die Realisierung einer Alternativbaute - anstelle des ursprüng-

lich geplanten und dann nicht bewilligten Schopfs - den Eintritt der Be-

dingung, dass die Mauer nur bei beidseitiger Realisierung der geplan-

ten Bauprojekte zu beseitigen sei, wider Treu und Glauben verhindert, 

was einer Erfüllung der Bedingung gleichkomme (Urk. 87 S. 12 f. 

Rz. 25). Der Kläger behauptet nicht, dass eine Alternativbaute der Be-

klagten mit einem Waldabstand von 5 Metern (Urk. 72/4) mit dem vom 

Kläger realisierten Schopf zusammengebaut worden wäre. Es ist daher 

davon auszugehen, dass sich bei einer allfälligen Realisierung einer Al-

ternativbaute die Frage des Abbruchs der umstrittenen Grenzmauer 

ohnehin nicht gestellt hätte, weil eine solche Alternativbaute nicht auf 

der Grundstücksgrenze neben dem Schopf des Beklagten hätte errich-

tet werden können (vgl. Urk. 72/1). Von einer treuwidrigen Verhinde-

rung des Eintritts einer Bedingung durch den Verzicht auf eine Alterna-

tivbaute kann daher keine Rede sein.  

f) Schliesslich prüfte die Vorinstanz die Frage, ob die Vereinbarung der 

Parteien an veränderte Verhältnisse anzupassen sei ("clausula rebus 

sic stantibus"). In rechtlicher Hinsicht führte die Vorinstanz zutreffend 

und unangefochten aus, Voraussetzung für eine richterliche Ver-

tragsanpassung nach der "clausula rebus sic stantibus" sei, dass die 

Verhältnisänderung beim Abschluss des Vertrages weder vorausseh-

bar noch vermeidbar gewesen sei (BGE 135 III 1 E. 2.4 S. 9 f. mit Hin-

weisen). Da die Parteien bei Abschluss der Vereinbarung nicht mit Si-

cherheit hätten davon ausgehen können, dass beide Baugesuche be-

willigt würden, fehle es an der Voraussetzung der mangelnden Voraus-

sehbarkeit. Überdies habe es der Kläger der eigenen Bauausführung 

zuzuschreiben, dass der Zwischenraum zwischen Schopf und Mauer 

seine Situation verschlechtert habe, weshalb es auch an der Voraus-

setzung der Vermeidbarkeit fehle (Urk. 88 S. 16 f.). Dagegen wendet 

der Kläger vergeblich ein, dass kein Anlass - geschweige denn eine 

- 15 - 

Pflicht - bestanden habe zu prüfen, ob das Bauprojekt der Beklagten 

bewilligt werden könne, weil die Beklagten den Abbruch der Mauer 

vorbehaltlos und nicht projektbezogen zugesichert hätten (Urk. 87 S. 

17 Rz. 36). Wie ausführlich dargelegt wurde, liegt eine solche Zusiche-

rung der Beklagten nicht vor. Es bleibt daher dabei, dass der Kläger 

nicht damit rechnen durfte, dass die ursprünglichen Bauprojekte der 

Parteien bewilligt würden, weshalb voraussehbar war, dass sich die 

Verhältnisse im Vergleich zu den Annahmen im Zeitpunkt des Ab-

schlusses der Vereinbarung verändern könnten. Umbestritten ist fer-

ner, dass der Kläger die Probleme bei seinem Schopf seiner eigenen 

Bauausführung zuzuschreiben hat, weshalb es auch an der Vorausset-

zung der Vermeidbarkeit fehlte. Die Vorinstanz hat daher die Anpas-

sung der Vereinbarung der Parteien an angeblich veränderte Verhält-

nisse zu Recht abgelehnt.  

g) Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die Vorinstanz zutref-

fend davon ausging, dass die Beklagten nicht verpflichtet werden kön-

nen, die (Grenz-)Mauer abzureissen. Insoweit ist die Berufung des 

Klägers unbegründet und abzuweisen. 

2. Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war sodann die Frage, ob die 

Beklagten verpflichtet werden könnten, das Terrain im Bereich einer von 

ihnen erstellten Terrasse um ca. 40 cm abzusenken (vgl. Antrag Ziff. 2.2). 

a) Diesbezüglich ist unbestritten, dass die Beklagten zwischen April 2008 

und August 2008 eine Terrasse auf ihrem Grundstück erstellten. Die 

Vorinstanz hielt unangefochten fest, dass das Wasser auf den jeweili-

gen Grundstücken entlang der umstrittenen Grenzmauer abgeleitet 

werde. Dadurch, dass die Beklagten die Terrasse erstellt hätten, ände-

re sich an dieser Tatsache nichts. Das Wasser werde immer noch von 

der Grenzmauer geleitet. Dies bedeute, dass eine allfällige Verschlech-

terung des Zustandes beim Schopf des Klägers nicht auf die Errichtung 

der Terrasse auf dem Grundstück der Beklagten zurückzuführen sei 

(Urk. 88 Rz. 1.4 a.E. S. 21). Selbst wenn der Wasserablauf innerhalb 

- 16 - 

der Grenzen des Grundstücks der Beklagten durch die Terrasse ver-

ändert worden sein sollte, habe dies aufgrund der Grenzmauer keinen 

Einfluss auf das klägerische Grundstück. Vielmehr verhalte sich der 

Abfluss des Wassers wegen der Grenzmauer gleich wie schon seit 

über 30 Jahren (Urk. 88 Rz. 1.5 a.E. S. 22).  

b) Der Kläger macht in erster Linie geltend, aufgrund des berechtigten 

Anspruchs auf Abbruch der Mauer habe der Bau der Terrasse seine Si-

tuation negativ beeinflusst (Urk. 87 S. 20 Rz. 44). Dieser Auffassung ist 

entgegenzuhalten, dass sich wie ausführlich erläutert ergeben hat, 

dass die Beklagten nicht verpflichtet werden können, die Grenzmauer 

abzubrechen (vgl. oben E. 3./1). Es bleibt damit grundsätzlich bei der 

Feststellung der Vorinstanz, dass die Grenzmauer das Wasser ableite 

und sich die Situation auf dem Grundstück des Klägers durch eine all-

fällige Aufschüttung der Terrasse auf dem Grundstück der Beklagten 

nicht veränderte.  

c) Zudem weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass der Kläger im 

erstinstanzlichen Verfahren ausführte, die Probleme mit dem Wassers-

tau hätten vor 2005 nicht bestanden, und akut sei es 2006 geworden 

(Prot. I S. 6). Damit ist aufgrund der eigenen Ausführungen des Klä-

gers erstellt, dass allfällige Probleme des Wasserabflusses zwischen 

seinem Schopf und der Grenzmauer, die 2006 akut geworden sein sol-

len, nicht auf die Erstellung der Terrasse im Jahr 2008 zurückgeführt 

werden können.  

d) Wenn die umstrittene Terrasse aber nicht ursächlich für eine allfällige 

Beeinträchtigung des Schopfs des Klägers sein kann, besteht kein 

nachbarrechtlicher Anspruch auf Absenkung des Terrains im Bereich 

der Terrasse. Von einer Verletzung der nachbarrechtlichen Vorschriften 

von Art. 679 ZGB in Verbindung mit Art. 684 f. ZGB kann keine Rede 

sein. Die Vorinstanz hielt daher auch zutreffend fest, dass der Kläger 

kein Rechtsschutzinteresse (§ 51 Abs. 1 ZPO/ZH) an einer Absenkung 

des Terrains habe, da kein Anspruch auf Abbruch der Grenzmauer be-

- 17 - 

steht (Urk. 88 E. 2.3 S. 25 f.). Da das Wasser auf dem klägerischen 

Grundstück unbestritten entlang der Mauer abfliesst, würde eine Ab-

senkung des Terrains im Bereich der Terrasse der Beklagten an dieser 

Situation nichts ändern.  

3. Schliesslich beantragt der Kläger, die Gerätekästen, Gerätschaften und wei-

tere Materialien seien dahingehend umzuplatzieren, dass ein problemloser 

Zugang zur nordöstlichen Schopfwand gewährleistet sei (vgl. Antrag 

Ziff. 2.3). 

− Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang fest, dass die Beklagten 

im Sommer 2006 anstelle des abgebauten Verschlags in geringem Ab-

stand zum Schopf des Klägers Gerätekästen, Gerätschaften und weite-

re Materialien ("Mobilien") auf ihrem Grundstück hingestellt hätten 

(Urk. 88 S. 26 Rz. 1.1). Der Abstand von der Grenze resp. Mauer bis 

zur Schopfwand betrage ca. 7 cm auf einer Länge von 221 cm. Die 

Höhe der Mauer betrage gemäss Angaben des Klägers zwischen 

15 und 60 cm. Die von den Parteien eingereichten Fotografien zeigten, 

dass der Zugang zum Zwischenraum vom Grundstück des Klägers aus 

von oben und von unten her gewährleistet sei. Mit einem geeigneten 

Gerät sei es ohne weiteres möglich, aus einer Furche von 110,5 cm 

Laub herauszuputzen (Urk. 88 S. 27 Rz. 1.2). Eine Erschwerung des 

Zugangs zum Schopf verursacht durch die Mobilien auf dem Grund-

stück der Beklagte sei nur anzunehmen, wenn man davon ausgehe, 

dass der Kläger berechtigt sei, das Grundstück der Beklagten zu betre-

ten. Dies sei jedoch nicht anzunehmen, da der Kläger nicht beantragt 

habe, die Beklagten müssten ihm gestatten, zwecks Reinigung des 

Zwischenraums dessen (recte: deren) Land zu betreten (Urk. 88 S. 28 

Rz. 2.3). Wenn aber kein kausaler Zusammenhang zwischen den 

Schäden am Schopf des Klägers und den Mobilien der Beklagten zu 

erkennen sei, könne keine Rede davon sein, dass die Mobilien auf dem 

Grundstück der Beklagten zu einer übermässigen Einwirkung auf das 

- 18 - 

Eigentum des Klägers im Sinn von Art. 679 in Verbindung mit Art. 684 

ZGB führten (Urk. 88 S. 29).  

b) Dagegen bringt der Kläger im Berufungsverfahren vor, die Vorinstanz 

verkenne, dass eine Reinigung nur unter Betretung des Grundstücks 

der Beklagten erfolgen könne. Gleichzeitig räumt er aber ein, dass dies 

"selbstredend für beide Parteien keine akzeptable Lösung sein" könne 

(Urk. 87 S. 22 Rz. 49). Wenn der Kläger selbst davon ausgeht, dass 

die Reinigung des Zwischenraums von 7 cm zwischen seiner Schopf-

wand und der Grenzmauer nicht vom Grundstück der Beklagten be-

werkstelligt werden kann, sondern die Reinigung von seinem Grund-

stück aus erfolgen muss, ist nicht ersichtlich, weshalb die auf dem 

Grundstück der Beklagten befindlichen Mobilien zu einer übermässigen 

Einwirkung auf seinem Grundstück führen sollen. 

c) Von einer Verletzung von Art. 679 ZGB in Verbindung mit Art. 684 ZGB 

kann auch in diesem Zusammenhang keine Rede sein.  

4. Schliesslich wirft der Kläger der Vorinstanz vor, im erstinstanzlichen Verfah-

ren seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt zu haben. Zur Begrün-

dung führt er aus, er habe anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. Juni 

2011 im Anschluss an die Duplik der Beklagten verlangt, es sei ihm Gele-

genheit zu einer Stellungnahme zur beklagtischen Duplik zu geben. Die Vo-

rinstanz habe ihm jedoch eine Stellungnahme verweigert und dadurch sei-

nen Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt 

(Urk. 87 S. 22 f. Rz. 51 ff.). 

a) Die Rechtsprechung leitet aus dem verfassungs- und konventions-

rechtlich geschützten Anspruch auf ein faires Verfahren ab (Art. 29 

Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ab, dass die Parteien einerseits An-

spruch haben, von jedem Aktenstück und von jeder Stellungnahme der 

Gegenpartei Kenntnis zu nehmen; andrerseits haben sie Anspruch da-

rauf, sich dazu zu äussern, sofern sie es für erforderlich halten, und 

zwar ungeachtet davon, ob die Eingabe neue Tatsachen und Argumen-

- 19 - 

te enthält (BGE 133 I 100 E. 4.3 S. 102 und E. 4.6 S. 104, mit Verweis 

auf die Rechtsprechung EGMR). Nach der Rechtsprechung kann aller-

dings eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtli-

chen Gehörs ausnahmsweise geheilt werden, wenn die betroffene Per-

son die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äus-

sern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen 

kann. Von einer Rückweisung der Sache ist selbst bei einer schwer-

wiegenderen Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, 

wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf 

und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Inte-

resse an einer beförderlichen Erledigung der Sache nicht zu vereinba-

ren wäre (BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204 f. mit Hinweisen).  

b) Im vorliegenden Fall erstatteten die - damals noch nicht rechtskundig 

vertretenen - Parteien an der Hauptverhandlung vom 7. Mai 2009 die 

mündliche Klage und Klageantwort (Prot. I S. 5 ff.), wobei der Kläger 

umfangreiche Notizen verlas (Urk. 24). Am 14. Dezember 2009 fand 

ein Augenschein des Gerichts in Anwesenheit der - immer noch nicht 

rechtskundig vertretenen - Parteien und des vom Gericht ernannten 

Gutachters F._____ statt (Prot. I S. 25). Zu einer in der Folge seitens 

des Gerichts vorgeschlagenen Vereinbarung (Urk. 39) reichte der Klä-

ger am 6. März 2010 erneut eine ungewöhnlich umfangreiche Stel-

lungnahme ein (Urk. 45). Anlässlich der Fortsetzung der Hauptver-

handlung vom 7. Juni 2010 verlas der - nunmehr rechtskundig vertre-

tene - Kläger im Rahmen der Replik seine Plädoyernotizen im Umfang 

von 34 Seiten (Urk. 71) mit verschiedenen mündlichen Ergänzungen 

(Prot. I S. 28 ff.). Anschliessend erstatteten die nunmehr ebenfalls 

rechtkundig vertretenen Beklagte ihre mündliche Duplik (Prot. I S. 31-

49). Anschliessend ersuchte der Rechtsvertreter des Klägers darum, 

es sei ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zur Duplik der Beklagten zu 

geben, was die Richterin mit dem Hinweis ablehnte, es seien praktisch 

keine Noven vorgebracht worden (Prot. I S. 49). Darin erblickt der Klä-

ger eine Gehörsverletzung. 

- 20 - 

c) Vorab ist festzuhalten, dass der Kläger jederzeit Kenntnis von den Vor-

bringen und Eingaben der Gegenpartei hatte. Insoweit liegt keine Ge-

hörsverletzung vor, und es wird auch keine entsprechende Rüge erho-

ben. 

Hingegen wurde dem Kläger anlässlich der Fortsetzung der Hauptver-

handlung am 7. Juni 2010 effektiv keine Gelegenheit gegeben, zu den 

Vorbringen der Beklagten im Rahmen der Duplik Stellung zu nehmen. 

Dieses Vorgehen erscheint zwar nicht ganz unproblematisch, kann 

aber dennoch aus verschiedenen Gründen nicht als Gehörsverletzung 

gewertet werden, die eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

erfordern würde. 

− Zunächst ist zu berücksichtigen, dass im Anschluss an die Duplik der 

Beklagten und im Anschluss an das Gesuch des Vertreters des Klä-

gers, es sei ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben (Prot. I 

S. 49), beide Parteien ausführlich persönlich befragt wurden (Kläger in 

Prot. I S. 49-56, Beklagte in Prot. I S. 57-59). Im Anschluss an diese 

persönliche Befragung erneuerte der beklagtische Rechtsvertreter sein 

Gesuch um Stellungnahme nicht mehr. Überdies hätte im Anschluss an 

die Fortsetzung der Hauptverhandlung vom 7. Juni 2010 bis zum Urteil 

vom 28. Januar 2011 mehrere Monate Zeit bestanden, zu den letzten 

Vorbringen der Gegenpartei Stellung zu nehmen. Auch im Berufungs-

verfahren wird mit keinem Wort ausgeführt, zu welchen Vorbringen der 

Gegenpartei Anlass zu einer Stellungnahme bestanden hätte. Es ist 

daher davon auszugehen, dass sich nach der persönlichen Befragung 

des Klägers im Anschluss an die Duplik der Beklagten eine Stellung-

nahme dazu erübrigte. 

− Selbst wenn dennoch von einer Gehörsverletzung auszugehen sein 

sollte, wäre diese unter Berücksichtigung des Umstandes, dass das 

Verfahren gemessen an der Bedeutung des Streitgegenstandes über-

durchschnittlich aufwändig geführt wurde (vgl. oben, E. 3./4.b), als nicht 

besonders schwere Verletzung zu werten. Eine solche nicht besonders 

- 21 - 

schwere Verletzung des rechtlichen Gehörs kann im Berufungsverfah-

ren geheilt werden, weil mit der Berufung eine unrichtige Rechtsan-

wendung und unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend ge-

macht werden kann (Art. 310 ZPO) und die Berufungsinstanz den an-

gefochtenen erstinstanzlichen Entscheid mit umfassender Kognition 

überprüft (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., N. 15 zu 

Art. 310 [umfassende Rechtskontrolle] und N. 27 zu Art. 310 [umfas-

sende Sachverhaltskontrolle]). 

d) Aus diesen Gründen kann nicht von einer Gehörsverletzung ausge-

gangen werden, namentlich weil der Kläger im Anschluss an die Duplik 

der Beklagten ausführlich befragt wurde; eventuell ist eine allfällige 

Gehörsverletzung angesichts der umfassenden Prüfungsbefugnis der 

Berufungsinstanz geheilt. Entgegen der Auffassung des Klägers kann 

von einer Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV keine Rede sein. 

5. Aus diesen Gründen erweist sich die Berufung als unbegründet und die Kla-

ge ist abzuweisen. 

4. Kostenregelung 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das erstinstanzliche Kosten- und 

Entschädigungsdispositiv zu bestätigen. 

2. Für das Verfahren vor Obergericht kommen die Gebührenverordnung des 

Obergerichts (GebV OG) und die Anwaltsgebührenverordnung (AnwGebV) 

vom 8. September 2010 zur Anwendung. Der Streitwert beläuft sich nach 

Darstellung des Klägers auf Fr. 10'000.00 (Urk. 71 S. 17 Rz. 39), welche 

Angabe von den Beklagten nicht bestritten wird (Prot. I S. 41 f.) und von der 

Vorinstanz übernommen wurde (Urk. 88 S. 3). Die Entscheidgebühr für das 

Berufungsverfahren ist nach § 12 Abs. 1 in Verbindung mit § 4 Abs. 1 GebV 

OG festzusetzen. Da das Berufungsverfahren aufwändig geführt wurde, 

rechtfertigt es sich, für die Festsetzung der Anwaltsgebühr den von § 13 

Abs. 2 AnwGebV gesetzten Rahmen auszuschöpfen und die Parteientschä-

- 22 - 

digung auf 2/3 der Grundgebühr festzusetzen. Da im Berufungsverfahren 

keine Mehrwertsteuer gefordert wurde (Urk. 95 S. 2), ist sie nicht zu ent-

schädigen (ZR 104/2005 Nr. 76 S. 291 ff., 108/2009 Nr. 6 S. 18 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Die Klage wird abgewiesen. 

2. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-

Ziffer 2-4) wird bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'750.00 festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger 

auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.  

5. Der Kläger wird verpflichtet, den Beklagten für das Berufungsverfahren ins-

gesamt eine Parteientschädigung von Fr. 1'600.00 zu bezahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Pfäffikon, 

je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

- 23 - 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 10'000.00. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 31. Oktober 2011 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 
 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. R. Klopfer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. K. Vogel 
 

 
 
versandt am: 
mc 

	Urteil vom 31. Oktober 2011
	Rechtsbegehren: (Urk. 71)
	Urteil der Einzelrichterin im ordentlichen Verfahren  des Bezirkes Pfäffikon vom 28. Januar 2011: (Urk. 88 S. 29)
	"1. Die Klage wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	3. Die Kosten werden unter Anrechnung der Kaution dem Kläger auferlegt.
	4. Der Kläger wird verpflichtet, den Beklagten eine Prozessentschädigung von Fr. 2'400.– (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
	5. [Mitteilungssatz]
	6. [Rechtsmittelbelehrung]"
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1. Der Kläger und Berufungskläger (nachfolgend: der Kläger) ist Eigentümer des Grundstücks Kat.-Nr. … in D._____ (politische Gemeinde E._____). Die Beklagten und Berufungsbeklagten (nachfolgend: die Beklagten) sind Eigentümer des benachbarten Grundstü...
	2. Es ist unbestritten, dass sich auf dem Grundstück der Beklagten, an der Grenze zum Grundstück des Klägers, eine kleine Mauer bzw. ein Stellriemen (nachfolgend: Mauer) befindet. Auf dieser Grenzmauer war ursprünglich ein Verschlag befestigt.
	a) Im Frühjahr 2004 wollten die Beklagten anstelle des Verschlags einen Geräteschuppen mit Kleintierstall (nachfolgend: Schopf) erstellen, wobei beabsichtigt war, diesen Schopf auf die Grundstücksgrenze zu bauen (Urk. 72/3). Dazu benötigten die Beklag...
	b) In der Folge gaben sowohl der Kläger als auch die Beklagten je ein Baugesuch ein (Urk. 72/2 [Kläger] und Urk. 72/3 [Beklagte]). Das Gesuch des Klägers wurde bewilligt. Demgegenüber wurde das Projekt der Beklagten nicht bewilligt, da es sich um eine...
	c) Im Jahr 2006 bauten die Beklagten den auf der Grenzmauer befestigten Verschlag ab, während die Grenzmauer bestehen blieb. Anstelle des Verschlages stellten die Beklagten einen mobilen Gerätekasten hin. Durch das Entfernen des auf der Mauer befestig...

	3. Im Sommer 2006 errichteten die Beklagten anstelle des abgebauten Verschlags in geringem Abstand zum Schopf des Klägers Gerätekästen und deponierten Gerätschaften und weitere Materialien (nachfolgend "Mobilien"). In der Folge beanstandete der Kläger...
	4. In der Zeit zwischen April 2008 und August 2008 erstellten die Beklagten auf ihrem Grundstück ein terrasseähnliches Podest (nachfolgend Terrasse). In diesem Zusammenhang beanstandete der Kläger, dass die Errichtung der Terrasse die ohnehin schon be...
	5. In der Folge gelangte der Kläger mit dem obgenannten Rechtsbegehren ans Bezirksgericht Pfäffikon. Am 7. Mai 2009 wurde die Hauptverhandlung mit Klage- und Klageantwort durchgeführt (Prot. I S. 5 ff.). Am 14. Dezember 2009 führte das Gericht einen A...
	6. Mit Berufung vom 8. April 2011 focht der Kläger das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksgericht Pfäffikon vom 28. Januar 2011 an und stellte die eingangs genannten Anträge (Urk. 87).
	7. Am 21. April 2011 ging der dem Kläger auferlegte Kostenvorschuss bei der Obergerichtskasse ein (Urk. 93).
	8. Am 5. Juli 2011 erstatteten die Beklagten die Berufungsantwort und stellten den obgenannten Antrag (Urk. 95).
	9. Mit Verfügung vom 8. Juli 2011 wurde dem Kläger die Berufungsantwort zu Kenntnis zugestellt und der Schriftenwechsel für abgeschlossen erklärt (Urk. 96).
	2. Prozessuales
	1. Für das Berufungsverfahren kommt die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung zur Anwendung (Art. 404 f. ZPO).
	2. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Da der angefochtene Entscheid unter der Anwendung des kantonalzürcherischen Zivilprozessrechtes erging (ZPO/ZH), ...
	3. Gemäss Art. 316 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden (Abs. 1) bzw. einen zweiten Schriftenwechsel anordnen (Abs. 2). Diese Bestimmung verschafft der Berufungsinstanz einen grossen Ermesse...
	4. Der Berufungsentscheid ist zu begründen (Art. 318 Abs. 2 ZPO in Verbindung mit Art. 112 BGG), wobei die Begründung kurz ausfallen darf, wenn der angefochtene Entscheid bestätigt wird (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leu-enberger [Hrsg.], a.a.O., N. 54 zu A...
	3. Materielles
	1. Der Kläger beantragt in erster Linie die Beseitigung der Mauer, die sich an der Grenze der Grundstücke der Parteien befindet (vgl. Antrag Ziff. 2.1). Wie erwähnt ist unbestritten, dass die Parteien einen Vereinbarung abschlossen, die ein gegenseiti...
	a) Der Inhalt des Vertrages ist durch Auslegung zu ermitteln. Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen festzustellen (Art. 18 Abs. 1 OR). Steht ein tatsächlicher Konsens fest, bleibt für die Ausl...
	b) Die Vorinstanz verneinte im angefochtenen Urteil das Vorliegen eines tatsächlichen Konsenses. Es sei zwar seitens des Klägers behauptet worden, dass die Beklagten zugesichert hätten, die Mauer mit dem Verschlag bei der Realisierung der Bauten auf d...
	 Der Kläger widerspricht zunächst der Auffassung der Vorinstanz, er habe nicht substantiiert vorgebracht, es sei vereinbart gewesen, die Mauer auf jeden Fall - und nicht nur im Fall der Realisierung der beidseitigen Projekte - abzureissen.
	 Soweit der Kläger unter Verweis auf verschiedene Aktenstellen im erstinstanzlichen Verfahren ausführt, er habe geltend gemacht, die Beklagten hätten zugesichert, dass der Verschlag inkl. Grenzmauer sowieso entfernt werden müssen (Urk. 87 S. 8 Rz. 13...
	 Unbegründet ist sodann der Hinweis des Klägers, der Abbruch der Mauer sei projektunabhängig vorgesehen gewesen. Wenn nach der Darstellung des Kläger die Beseitigung der Mauer im Zusammenhang mit verschiedenen Projekten bzw. Projektvorschlägen vorges...
	 Aus den dargelegten Gründen verletzte die Vorinstanz entgegen der Darstellung des Klägers kein materielles Bundeszivilrecht (so Urk. 87 S. 9 Rz. 15), wenn sie keine substantiierte Behauptung seitens des Klägers erkennen konnte, dass die umstrittene ...

	 Wenn aber keine substantiierte Behauptung seitens des Klägers vorliegt, die Parteien seien sich tatsächlich darin einig gewesen, dass die Mauer auf jeden Fall - und auch unabhängig von der Realisierung der ursprünglich geplanten Projekte - abzubrech...
	 Ergänzend führte die Vorinstanz aus, dass der Kläger im Juli 2005 mit der Realisierung seines Bauprojektes begann, ohne dabei die Beseitigung der Mauer mit dem Verschlag zu verlangen; dieses nachträgliche Verhalten sei ein gewichtiges Indiz dafür, d...

	c) Nachdem die Vorinstanz das Vorliegen eines tatsächlichen Konsenses verneint hatte - namentlich weil kein übereinstimmender wirklicher Wille substantiiert behauptet worden war -, prüfte sie, ob ein rechtlicher Konsens in dem Sinn angenommen werden k...
	 Die Vorinstanz hielt dazu im Wesentlichen fest, dass eine allfällige Zusicherung eines Mauerabrisses stets im Zusammenhang mit den Gesprächen über das Grenz- resp. Näherbaurecht erfolgt sei. Da die Parteien im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch ...
	 Was der Beklagte gegen diese Auslegung vorbringt (Urk. 87 S. 14 f. Rz. 28-30), ist nicht überzeugend. Wenn die Parteien im Rahmen einer Vereinbarung bezüglich Näher- bzw. Grenzbaurecht vereinbart haben sollten, dass eine auf der Grenze stehende Maue...

	d) Nachdem die Vertragsauslegung ergab, dass die Parteien im Zusammenhang mit dem vereinbarten Näher- bzw. Grenzbaurecht keine Regelung in Bezug auf die Grenzmauer für den Fall trafen, dass die geplanten Bauten nicht realisiert werden könnten, prüfte ...
	 Vorab ist festzuhalten, dass die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz zur Vertragsergänzung unangefochten und zutreffend sind, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 88 E. 2.5 S. 14 f.). Für eine allfällige Vertragsergänzung ist massgebend, w...
	 Wie im Zusammenhang mit der Vertragsauslegung ausgeführt, könnte die Verpflichtung, die Grenzmauer abzureissen, nur im Zusammenhang mit dem gegenseitig vereinbarten Näher- bzw. Grenzbaurecht gesehen werden. Der Kläger konnte weder im erstinstanzlich...
	 Die Berufung erweist sich daher auch insoweit als unbegründet, als der Kläger der Vorinstanz eine unrichtige Rechtsanwendung im Zusammenhang mit der richterlichen Vertragsergänzung vorwirft.

	e) Weiter wirft der Kläger der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 156 OR vor und führt zur Begründung aus, die Beklagten hätten durch den Verzicht auf die Realisierung einer Alternativbaute - anstelle des ursprünglich geplanten und dann nicht bewilli...
	f) Schliesslich prüfte die Vorinstanz die Frage, ob die Vereinbarung der Parteien an veränderte Verhältnisse anzupassen sei ("clausula rebus sic stantibus"). In rechtlicher Hinsicht führte die Vorinstanz zutreffend und unangefochten aus, Voraussetzung...
	g) Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die Vorinstanz zutreffend davon ausging, dass die Beklagten nicht verpflichtet werden können, die (Grenz-)Mauer abzureissen. Insoweit ist die Berufung des Klägers unbegründet und abzuweisen.

	2. Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war sodann die Frage, ob die Beklagten verpflichtet werden könnten, das Terrain im Bereich einer von ihnen erstellten Terrasse um ca. 40 cm abzusenken (vgl. Antrag Ziff. 2.2).
	a) Diesbezüglich ist unbestritten, dass die Beklagten zwischen April 2008 und August 2008 eine Terrasse auf ihrem Grundstück erstellten. Die Vorinstanz hielt unangefochten fest, dass das Wasser auf den jeweiligen Grundstücken entlang der umstrittenen ...
	b) Der Kläger macht in erster Linie geltend, aufgrund des berechtigten Anspruchs auf Abbruch der Mauer habe der Bau der Terrasse seine Situation negativ beeinflusst (Urk. 87 S. 20 Rz. 44). Dieser Auffassung ist entgegenzuhalten, dass sich wie ausführl...
	c) Zudem weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass der Kläger im erstinstanzlichen Verfahren ausführte, die Probleme mit dem Wasserstau hätten vor 2005 nicht bestanden, und akut sei es 2006 geworden (Prot. I S. 6). Damit ist aufgrund der eigene...
	d) Wenn die umstrittene Terrasse aber nicht ursächlich für eine allfällige Beeinträchtigung des Schopfs des Klägers sein kann, besteht kein nachbarrechtlicher Anspruch auf Absenkung des Terrains im Bereich der Terrasse. Von einer Verletzung der nachba...

	3. Schliesslich beantragt der Kläger, die Gerätekästen, Gerätschaften und weitere Materialien seien dahingehend umzuplatzieren, dass ein problemloser Zugang zur nordöstlichen Schopfwand gewährleistet sei (vgl. Antrag Ziff. 2.3).
	 Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang fest, dass die Beklagten im Sommer 2006 anstelle des abgebauten Verschlags in geringem Abstand zum Schopf des Klägers Gerätekästen, Gerätschaften und weitere Materialien ("Mobilien") auf ihrem Grundstück h...
	b) Dagegen bringt der Kläger im Berufungsverfahren vor, die Vorinstanz verkenne, dass eine Reinigung nur unter Betretung des Grundstücks der Beklagten erfolgen könne. Gleichzeitig räumt er aber ein, dass dies "selbstredend für beide Parteien keine akz...
	c) Von einer Verletzung von Art. 679 ZGB in Verbindung mit Art. 684 ZGB kann auch in diesem Zusammenhang keine Rede sein.

	4. Schliesslich wirft der Kläger der Vorinstanz vor, im erstinstanzlichen Verfahren seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt zu haben. Zur Begründung führt er aus, er habe anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. Juni 2011 im Anschluss an die Dupl...
	a) Die Rechtsprechung leitet aus dem verfassungs- und konventionsrechtlich geschützten Anspruch auf ein faires Verfahren ab (Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ab, dass die Parteien einerseits Anspruch haben, von jedem Aktenstück und von jeder...
	b) Im vorliegenden Fall erstatteten die - damals noch nicht rechtskundig vertretenen - Parteien an der Hauptverhandlung vom 7. Mai 2009 die mündliche Klage und Klageantwort (Prot. I S. 5 ff.), wobei der Kläger umfangreiche Notizen verlas (Urk. 24). Am...
	c) Vorab ist festzuhalten, dass der Kläger jederzeit Kenntnis von den Vorbringen und Eingaben der Gegenpartei hatte. Insoweit liegt keine Gehörsverletzung vor, und es wird auch keine entsprechende Rüge erhoben.
	Hingegen wurde dem Kläger anlässlich der Fortsetzung der Hauptverhandlung am 7. Juni 2010 effektiv keine Gelegenheit gegeben, zu den Vorbringen der Beklagten im Rahmen der Duplik Stellung zu nehmen. Dieses Vorgehen erscheint zwar nicht ganz unproblema...
	 Zunächst ist zu berücksichtigen, dass im Anschluss an die Duplik der Beklagten und im Anschluss an das Gesuch des Vertreters des Klägers, es sei ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben (Prot. I S. 49), beide Parteien ausführlich persönlich befrag...
	 Selbst wenn dennoch von einer Gehörsverletzung auszugehen sein sollte, wäre diese unter Berücksichtigung des Umstandes, dass das Verfahren gemessen an der Bedeutung des Streitgegenstandes überdurchschnittlich aufwändig geführt wurde (vgl. oben, E. 3...

	d) Aus diesen Gründen kann nicht von einer Gehörsverletzung ausgegangen werden, namentlich weil der Kläger im Anschluss an die Duplik der Beklagten ausführlich befragt wurde; eventuell ist eine allfällige Gehörsverletzung angesichts der umfassenden Pr...

	5. Aus diesen Gründen erweist sich die Berufung als unbegründet und die Klage ist abzuweisen.
	4. Kostenregelung
	1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv zu bestätigen.
	2. Für das Verfahren vor Obergericht kommen die Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) und die Anwaltsgebührenverordnung (AnwGebV) vom 8. September 2010 zur Anwendung. Der Streitwert beläuft sich nach Darstellung des Klägers auf Fr. 10'000.00 (...
	Es wird erkannt:
	1. Die Klage wird abgewiesen.
	2. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-Ziffer 2-4) wird bestätigt.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'750.00 festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.
	5. Der Kläger wird verpflichtet, den Beklagten für das Berufungsverfahren insgesamt eine Parteientschädigung von Fr. 1'600.00 zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Pfäffikon, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...