# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fceb7cfb-6357-5b26-8ece-3bc2adea50f5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.06.2010 C-618/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-618-2010_2010-06-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-618/2010/mes
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u n i  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli.

B._______,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Starkl, 
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 5. Januar 2010.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-618/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin am 2. Februar 2010 die Verfügung der 
Eidgenössischen  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland (IVSTA), vom 5. Januar 2010 betreffend revisionsweiser Auf-
hebung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung (IV) 
beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht gemäss  Art.  31  des  Bundes-
gesetzes  vom  17.  Juni  2006  über  das  Bundesverwaltungsgericht 
(VGG,  SR  173.32) zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern 
keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die  IVSTA  als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat,  und  vorliegend  keine  Ausnahme  von  der  Zuständigkeit  aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG],  SR 831.20),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig ist,

dass  die  weiteren  Prozessvoraussetzungen  ohne  Zweifel  gegeben 
sind, und die Beschwerde vom 2. Februar 2010 zwar knapp, aber den 
Anforderungen  von Art.  52  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) genügend 
begründet ist,

dass die IVSTA am 17. Juni 2010 ihre Vernehmlassung vorgelegt hat 
und  beantragt,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die  angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Stel lung-
nahme ihres ärztlichen Dienstes vom 13. Juni 2010 an die Verwaltung 
zurückzuweisen,

dass  der  ärztliche  Dienst  (Dr.  Z._______)  in  seiner  Stellungnahme 
festhält,  eine  allfällige  Besserung des  Gesundheitszustandes  könnte 
nur mit  einem noch zu erstellenden rheumatologisch-psychiatrischen 
Gutachten belegt werden (act. 121),

dass damit feststeht, dass die angefochtene Verfügung vom 5. Januar 
2010 auf einer mangelhaft ermittelten tatbeständlichen Grundlage be-
ruht, ging doch die IVSTA von einer Verbesserung des Gesundheits-

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zustandes aus,  ohne  das aus medizinischer  Sicht  erforderliche Gut-
achten einzuholen,

dass die IV gemäss Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG, SR 830.1)  die erforderlichen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen hat  und Art.  49  Bst.  b  VwVG  die  unvollständige Fest-
stellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  ausdrücklich  als  Be-
schwerdegrund nennt,

dass  die  Beschwerde  demnach  insofern  gutzuheissen  ist,  als  die 
Sache zur Neubeurteilung an die IVSTA zurückgewiesen wird (Art. 61 
Abs.  1  VwVG)  mit  der  Anweisung,  die  erforderliche  zusätzliche 
rheumatologisch-psychiatrische  Begutachtung  durchführen  zu  lassen 
und neu in der Sache zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),

dass der obsiegenden Beschwerdeführerin eine von der IVSTA zu ent-
richtende Parteientschädigung zuzusprechen ist  (Art. 64 Abs. 1 und 2 
VwVG), 

dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) aufgrund der Akten 
zu bestimmen ist,

dass  sich  das  einer  Partei  zu  entschädigende  Anwaltshonorar  nach 
dem  notwendigen  Zeitaufwand  des  Vertreters  bestimmt  (Art. 10 
VGKE),

dass  unter  Berücksichtigung  dieser  Bestimmungen  und  der  Akten 
vorliegend  das  zu  entschädigende  Anwaltshonorar  (einschliesslich 
Auslagen) auf Fr. 2'000.- festzusetzen ist (Art. 64 VwVG in Verbindung 
mit Art. 9 und Art. 10 VGKE), wobei keine Mehrwertsteuer geschuldet 
und  damit  auch  nicht  zu  entschädigen  ist  (vgl.  Urteil  des  Bundes-
gerichts I 30/03 vom 22. Mai 2003),

dass die Vernehmlassung vom 17. Juni 2010 und die Stellungnahme 
des ärztlichen Dienstes vom 13. Juni 2010 der Beschwerdeführerin zur 
Kenntnis zu bringen sind,

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dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Gesuche  der  Be-
schwerdeführerin  um  Gewährung  der  Akteneinsicht  und  um Ermög-
lichung einer Beschwerdeverbesserung als gegenstandslos geworden 
abzuschreiben sind.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Sache an 
die  Vorinstanz  zurückgewiesen  wird  mit  der  Anweisung,  die  er-
forderliche  zusätzliche  rheumatologisch-psychiatrische  Begutachtung 
durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen,

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Der  Beschwerdeführerin  wird  für  das  Beschwerdeverfahren  eine 
Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr. 2'000.- zugesprochen,  die 
von der Vorinstanz zu leisten ist. 

4.
Ein  Doppel  der  Vernehmlassung  vom 17.  Juni  2010  samt  Stel lung-
nahme des ärztlichen Dienstes vom 13. Juni 2010 geht zur Kenntnis-
nahme an die Beschwerdeführerin.

5.
Die  Gesuche  der  Beschwerdeführerin  um Gewährung  der  Aktenein-
sicht  und  um  Ermöglichung  einer  Beschwerdeverbesserung  werden 
als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der Ver-
nehmlassung vom 17. Juni 2010 samt Stellungnahme des ärztlichen 
Dienstes vom 13. Juni 2010)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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C-618/2010

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Ingrid Künzli

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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