# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9801b3a0-a5c7-5221-b81b-fb15d2937f29
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.03.2010 D-1450/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1450-2010_2010-03-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1450/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...), alias B._______, geboren (...), 
alias C._______, geboren (...), alias D._______, geboren 
(...), alias E._______, geboren (...), alias F._______, 
geboren (...), alias G._______, geboren (...), Nigeria,
c/o (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 2. März 2010 N / (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1450/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 16. November 2008 unter der Identität 
C._______,  geboren  am  (...),  in  der  Schweiz  erstmals  um  Asyl 
nachsuchte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 15. Dezember 2008 und der 
Anhörung vom 27. Februar 2009 im Wesentlichen geltend machte, er 
sei noch minderjährig, geboren am (...), und stamme aus H._______ 
(Imo State), 

dass  im  November  2008  sein  Vater  gestorben  sei  und  er  an-
schliessend  von  einem Freund  seines  Vaters  aufgenommen  worden 
sei,  der  Mitglied  in  einem  Geheimbund  sei,  in  dem  die  Mitglieder 
homosexuelle  Praktiken  durchführen  und  Tötungen  vornehmen  wür-
den, 

dass  ihm  gesagt  worden  sei,  dass  auch  sein  Vater  Mitglied  dieses 
Geheimbundes  gewesen  sei  und  er  nun  an  dessen  Stelle  beitreten 
müsse, was er jedoch nicht habe tun wollen, weshalb er weggelaufen 
sei, 

dass  er  zu  Hause  von  seinem  Onkel,  der  das  Erbe  seines  ver-
storbenen Vaters habe an sich reissen wollen, weggejagt worden sei, 
weshalb er sein Heimatland verlassen habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  dem  Resultat  eines  Finger-
abdruckvergleichs  bereits  am  23.  Oktober  2008  unter  der  Identität 
B._______,  geboren  am  (...),  versucht  hatte,  in  die  Schweiz  einzu-
reisen, er jedoch nach Italien zurückgeschickt wurde, 

dass sich die italienischen Behörden am 5. Februar 2009 dazu bereit 
erklärten, den Beschwerdeführer zurückzunehmen, 

dass das BFM mit Verfügung vom 13. März 2009 in Anwendung von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und 
dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug 
nach Italien verfügte, 

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dass das Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom 6. April  2009 die 
gegen  diese  Verfügung  erhobene  Beschwerde  vom  20.  März  2009 
abwies, 

dass der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2009 unter  der Identität 
A._______,  geboren  am  (...),  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) I._______ ein zweites Asylgesuch einreichte, 

dass aufgrund seiner angegebenen Minderjährigkeit am 3. November 
2009 eine Handknochenanalyse durchgeführt  wurde, die ergab, dass 
der  Beschwerdeführer  ein  biologisches  Skelettalter  von mehr  als  18 
Jahren aufweise (act. B 6/1), 

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  EVZ  I._______  vom  16. 
November 2009 im Wesentlichen geltend machte, er heisse A._______ 
und er  habe sich nach der Ablehnung seines ersten Asylgesuchs in 
der Schweiz in Italien aufgehalten, 

dass er anschliessend aber wieder in die Schweiz gereist sei, da er in 
Italien keine Arbeit und keine Dokumente gehabt habe, 

dass  seine  Asylgründe  dieselben  seien  wie  im ersten  Asylverfahren 
und sich in der Zwischenzeit nichts Neues ergeben habe, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  2.  März  2010  -  eröffnet  am 
folgenden Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen Wegweisung 
aus  der  Schweiz  verfügte,  den  Vollzug  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erachtete, sowie eine Gebühr von Fr. 600.-- erhob, 

dass das BFM zur Begründung dieses Entscheides im Wesentlichen 
anführte,  das  am 16. November  2008  eingeleitete  Asylverfahren  sei 
seit  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  6.  April  2009 
rechtskräftig  abgeschlossen und aus den Akten würden sich  zudem 
keine Hinweise ergeben, nach Abschluss dieses Verfahrens seien Er-
eignisse eingetreten, die geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu 
begründen,  oder  die  für  die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes 
relevant  seien,  zumal  der  Beschwerdeführer  geltend  mache,  seine 
Asylgründe seien seit dem ersten Verfahren unverändert, 

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dass überdies festzuhalten sei, dass der Beschwerdeführer bereits im 
ersten  Verfahren  rechtskräftig  als  volljährige  Person  erkannt  worden 
sei, 

dass  seine  erneute  Angabe,  er  sei  am  (...)  geboren,  sich  auf  kein 
neues  Element  stütze,  weshalb  es  als  reine  Behauptung  ohne 
irgendeinen  Hintergrund  aufgefasst  werden  müsse,  weswegen  ihm 
sein angeblich minderjähriges Alter nicht geglaubt werden könne, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  9.  März  2010  (Post-
stempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und dabei beantragte, der angefochtene Entscheid 
sei aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der  unent-
geltlichen  Rechtspflege gemäss Art.  65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersuchte, 

dass in  Bezug auf  die  Beschwerdebegründung auf  die  Beschwerde-
schrift zu verweisen ist, 

dass der Beschwerde eine Unterstützungsbedürftigkeitserklärung vom 
9. März 2010 beilag, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. März 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass vorab festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer mit Verfügung 
des BFM vom 13. März 2009 als volljährig eingestuft wurde und er im 
zweiten Asylverfahren nichts  vorgebracht  hat,  was diese Beurteilung 
als unrichtig erscheinen lassen würde, 

dass  das  BFM  nach  dem  Gesagten  daher  zu  Recht  auch  im  vor-
liegenden  Verfahren  von  der  Volljährigkeit  des  Beschwerdeführers 
ausgegangen ist, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  der  Form  nach  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Be-
gründetheit  hin  zu  überprüfen (Art. 32-35a AsylG),  die  Beurteilungs-
kompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  be-

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schränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht ein-
getreten ist, 

dass  dementsprechend  die  Beschwerdeinstanz,  erachtet  sie  das 
Nichteintreten auf das Asylgesuch als unrechtmässig, sich einer selb-
ständigen  materiellen  Prüfung  zu  enthalten,  die  angefochtene 
Nichteintretensverfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Ent-
scheidung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  hat  (vgl.  EMARK [Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren  Vollzugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesver-
waltungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe Hinweise, dass in der 
Zwischenzeit  Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet  sind,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG), 

dass der Nichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG somit 
ein formelles (früheres Asylverfahren) und ein materielles Erfordernis 
(fehlende Hinweise) enthält, welche im Einzelfall beide gleichzeitig er-
füllt sein müssen,

dass im Falle des Beschwerdeführers das formelle Erfordernis in Form 
der ersten Variante des in der Schweiz erfolglos durchlaufenen Asyl-
verfahrens offensichtlich  erfüllt  ist,  zumal  das BFM in der  Verfügung 
vom 13. März 2009 nach einer summarischen Prüfung das offensicht-
liche Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  im Sinne der  Definition  von 
Art.  3  AsylG  verneint  hat  und  diese  Feststellung  im  nachfolgenden 
Beschwerdeverfahren durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 6. April 2009 bestätigt wurde (vgl. E. 6.3 dieses Urteils),

dass an dieser  Einschätzung auch die Ausführungen in  der  Rechts-
mittelschrift nichts zu ändern vermögen, 

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dass  das  BFM  ebenso  offensichtlich  zu  Recht  ein  Fehlen  von  Hin-
weisen  auf  seither  eingetretene  bedeutsame  Ereignisse  (materielles 
Erfordernis) festgestellt hat, 

dass  zur  Erläuterung  dessen  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  des 
BFM in der angefochtenen Verfügung (vgl. ebenda, Ziff. I S. 2) zu ver-
weisen  ist,  zumal  der  Beschwerdeführer  den  vorinstanzlichen  Er-
wägungen nichts Stichhaltiges entgegenhält, 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. e 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  vom 31. Oktober 
2009 nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da der Beschwerdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht 
vor  Nachteilen  dazulegen  vermag,  welche  geeignet  wäre,  seine 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  und  auch keine Anhaltspunkte 
für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  ihm  in 
Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  die  allgemeine  Lage  in  Nigeria  nicht  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen 
lässt,

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um einen - soweit akten-
kundig  -  gesunden  jungen  Mann  handelt,  der  fast  sein  ganzes  bis-
heriges Leben in Nigeria verbracht hat,  weshalb - entgegen den un-
glaubhaften  Behauptungen  des  Beschwerdeführers  -  davon  auszu-
gehen ist, er verfüge dort über ein Beziehungsnetz, das nicht nur aus 
seinem Onkel besteht,

dass demnach weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle 
Gründe gegen die Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges des Be-
schwerdeführers sprechen, weshalb der Vollzug der Wegweisung als 
zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 

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bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos wird, 

dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist, da die Begehren - wie sich aus den vorliegenden Erwägungen er-
gibt - als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen 
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
nicht erfüllt sind, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Matthias Jaggi

Versand:

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