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**Case Identifier:** 8e675d4b-5d85-5691-b382-b50f95d8fd08
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.01.2007 IV 2006/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-60_2007-01-22.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/60

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 22.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 22.01.2007
Art. 28 Abs. 2ter IVG: sogenannte gemischte Methode der 
Invaliditätsbemessung. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 22. Januar 2007, IV 2006/60). Der Bericht über die 
Haushaltabklärung hat keinen ausreichenden Beweiswert, wenn er nur das 
Protokoll der Selbsteinschätzung der abgeklärten versicherten Person ist 
und wenn keine vorgängige medizinische Abklärung erfolgt ist bzw. wenn 
das Abklärungsergebnis nicht nachträglich durch einen medizinische 
Sachverständigen auf seine Übereinstimmung mit der gesundheitlichen 
Situation geprüft worden ist. Es gibt keine Schadenminderungspflicht in der 
Form einer Pflicht der Familienmitglieder, im Haushalt mitzuhelfen, denn es 
geht nicht um die Fähigkeit der Familie der versicherten Person, gemeinsam 
den Haushalt zu besorgen, sondern um die Invalidität der versicherten 
Person, also um ihre Unfähigkeit, den Haushalt so wie vor dem Eintritt der 
Gesundheitsbeeinträchtigung zu erledigen Teilweise aufgehoben durch EVG 
I 126/07.

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 22. Januar 2007

In Sachen

G.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Piergiorgio Giuliani, Ebni 3, Postfach, 9053 

Teufen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

IV-Leistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- G.___ meldete sich am 28. April 2003 zum Bezug von IV-Leistungen an. Sie hatte 

sich verletzt, als sie am 10. Oktober 1999 als Beifahrerin im PW ihres Mannes von einer 

Auffahrkollision betroffen wurde. Sie gab an, sie habe vier Kinder im Alter von 9, 14, 16 

und 18 Jahren. Dr. med. X.___ berichtete der IV-Stelle am 21. Dezember 2003, die 

Versicherte leide an einem cervicovertebralen, cervicocephalen und cervicobrachialen 

Schmerzsyndrom nach HWS-Hyperextensionstrauma am 10. Oktober 1999, an einer 

somatoformen Schmerzstörung und an einer Depression. Bis 31. Juli 2003 sei die 

Versicherte zu 50% arbeitsunfähig gewesen, seither sei sie vollständig arbeitsunfähig. 

Ihr Gesundheitszustand verschlechtere sich weiter. Die Versicherte sei erstmals vier 

Monate nach dem Unfall zu ihm gekommen, da er ihrem Ehemann sehr gut für die 

gleiche Problematik habe helfen können. Allerdings sei der Ehemann sprachlich und in 

der Arbeitswelt weit besser integriert als die Versicherte. Der Ehemann arbeite schon 

lange wieder voll. Die Versicherte habe initial gut, mit der Zeit aber immer weniger auf 

die gezielte manuelle und myofasciale Behandlung angesprochen. Es habe sich immer 

mehr eine mühsame Situation mit ständig nötigen Heilbadbehandlungen und 

gelegentlicher Behandlung durch ihn eingestellt. Seit geraumer Zeit erhalte die 

Versicherte Zoloft als Antidepressivum, zusätzlich werde ein Versuch mit Remeron 

unternommen. Die initial eingeschränkte HWS-Rotation habe sich aber unter der 

Behandlung deutlich gebessert. Die Versicherte klage über Kopfschmerzen und 

Schmerzen in der linken Schulter-Nacken-Partie. Die Schulter-Nacken-Muskulatur sei 

sehr druckdolent und nicht belastbar. Die Behandlung beschränke sich auf die 

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Betreuung und bei Bedarf auf die vorsichtige Mobilisation der HWS sowie, zusammen 

mit dem Hausarzt, auf die Steuerung der antidepressiven Behandlung. Bei der 

Haushaltarbeit sei die Versicherte massiv eingeschränkt. Sie brauche insbesondere 

beim Aufhängen der Wäsche, beim Bügeln und beim Putzen Hilfe. Sie könne noch zwei 

bis drei Stunden pro Tag arbeiten. Die Versicherte liess der IV-Stelle am 23. Februar 

2004 mitteilen, sie habe keinen Beruf erlernt.

B.- Am 24. August 2004 erfolgte eine Haushaltsabklärung. Dabei gab die Versicherte 

an, ohne die Behinderung wäre sie weiterhin als Hauswartin erwerbstätig. Sie führte 

aus, sie nehme die Medikamente Remeron, Xamax, Zoloft und Tilur ein. Ausserdem 

verwende sie Sportusal-Gel. Ihre Hauswarttätigkeit von zwanzig Stunden monatlich 

könne sie nicht mehr ausüben. Beim Sitzen und beim Stehen könne sie maximal zehn 

Minuten in der gleichen Position bleiben, dann träten massive Schmerzen von der 

linken Schulter ausgehend auf. Diese Schmerzen könnten bis in die linke Hüfte 

ausstrahlen. Sie habe oft links starke Kopfschmerzen. Die Schmerzen seien ständig 

vorhanden, sie könne Lärm nicht mehr ertragen und sie müsse immer wieder die 

Körperhaltung wechseln. Die Hauswartarbeit (Reinigung des Treppenhauses, des 

Kellers und der Waschküche, Rasenmähen) werde vom Ehemann und von den älteren 

Kindern erledigt. Der Ehemann und die älteren Kinder müssten zudem im Haushalt 

helfen. Die Versicherte gab weiter an, bei der Haushaltführung (1,90%) bestehe keine 

behinderungsbedingte Einschränkung. Im Bereich der Ernährung (65,32%) sei sie 

dadurch eingeschränkt, dass sie nur noch für sich und für den jüngsten Sohn das 

Frühstück zubereiten könne, so dass sich die übrigen Familienmitglieder das Frühstück 

selbst machen müssten. Am Mittag könne sie statt der früheren Menues nur noch 

Fertiggerichte zubereiten, da sie keine schweren Töpfe und Pfannen mehr heben und 

da sie nur noch zehn Minuten stehen könne. Beim Abräumen des Esstisches und bei 

der Küchenreinigung sei sie auf die Hilfe der Kinder angewiesen. Abends koche die 

älteste Tochter. Sie selbst helfe nur beim Anrichten und Abräumen des Tisches, 

manchmal auch noch bei der Küchenreinigung. Das Backen und die Zubereitung von 

Vorräten seien ihr nicht mehr möglich. Der abklärende Sachbearbeiter schätzte die 

Einschränkung anhand dieser Angaben der Versicherten auf 70%. Davon zog er 20% 

wegen der zumutbaren Mitarbeit der Familienmitglieder ab, so dass eine 

Einschränkung von 50% verblieb. Der Anteil der Einschränkung im Bereich der 

Ernährung betrug demnach 32,66%. Für den Bereich der Wohnungspflege (8,49%) gab 

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die Versicherte an, sie könne nur ihr Bett und dasjenige des Ehemannes selber betten. 

Sie könne nicht mehr Staub saugen. Abstauben und aufräumen könne sie nur noch mit 

Pausen. Die Bodenpflege im Bad sei noch möglich, das Fensterreinigen wegen 

Schwindelattacken nur noch bis Kopfhöhe. Bei Grossreinigungen könne sie nur noch 

die leichten Arbeiten ausführen. Der Sachbearbeiter ermittelte eine Einschränkung von 

43%, wovon er wegen der zumutbaren Mitarbeit der Familienmitglieder nur 30% 

anrechnete. Dies ergab eine anteilige Einschränkung von 2,54%. Für den Bereich des 

Einkaufens und der weiteren Besorgungen (5,64%) gab die Versicherte an, sie könne 

die Kleineinkäufe noch ohne Einschränkung selbst erledigen. Den Grosseinkauf habe 

schon immer der Ehemann erledigt. Daraus leitete der abklärende Sachbearbeiter ab, 

dass keine Behinderung bestand. Bei der Wäsche und der Kleiderpflege (9,13%) gab 

die Versicherte an, sie sei auf die Hilfe ihrer älteren Tochter angewiesen. Diese 

transportiere die Wäsche, hänge sie auf, lege sie zusammen und bügle sie. Sie selbst 

helfe nur beim Sortieren und sie bediene die Waschmaschine. Der abklärende 

Sachbearbeiter schätzte die Einschränkung auf 67%, berücksichtigte aber wegen der 

zumutbaren Mithilfe der Familienmitglieder nur 50%, was einer anteiligen 

Einschränkung von 4,56% entsprach. Bei der Betreuung der Kinder (5,71%) gab die 

Versicherte keine Einschränkung an. Da sie nicht mehr stricken konnte, zeigte der 

Bereich Verschiedenes eine Einschränkung von 3,8%. Insgesamt betrug die 

behinderungsbedingte Einschränkung bei der Haushaltarbeit 44%. Da die 

Hauswarttätigkeit 12% ausmachte, verblieb für den Haushalt 88%, was bei einer 

Einschränkung von 44% einen anteiligen Invaliditätsgrad von 39% ergab. Zusammen 

mit der Invalidität von 12% in der Hauswarttätigkeit (Arbeitsunfähigkeit 100%) 

resultierte ein Invaliditätsgrad von 51%.

C.- a) Die IV-Stelle beauftragte die MEDAS-Stelle am 4. Januar 2005 mit einer 

interdisziplinären Abklärung. In seinem Gutachten vom 12. Mai 2005 berichtete die 

MEDAS, die Versicherte habe über seit dem Unfall anhaltende Kopfschmerzen links 

über der Schläfe bis ins linke Auge und über Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die 

linke Schulter geklagt. Sie habe angegeben, dass die Schmerzen immer gleich seien 

und dass sie deswegen nicht schlafen könne. Die Versicherte mache wenig im 

Haushalt, tagsüber sitze sie herum und schaue etwas TV. Sie nehme die Medikamente 

Zoloft, Remeron, Xamax und Sportusal Spray lokal. Aus internistischer und anderweitig 

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somatischer Sicht seien keine Befunde erhoben worden, die eine relevante Diagnose 

nach sich gezogen hätten.

b) Bei der neurologischen Untersuchung habe die Versicherte angegeben, sie habe 

früher häufig Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das rechte Bein gehabt. Diese 

Schmerzen seien aber seit Monaten nicht mehr aufgetreten. Die Schmerzen im Bereich 

des Nackens links seien – wechselnd stark ausgeprägt – permanent vorhanden. 

Schmerzprojektionen den Rücken hinunter oder gegen die Arme seien nie aufgetreten. 

Die Versicherte habe angegeben, sie könne nicht mehr länger als 10-15 Min. an Ort 

stehen, mehr als 20 Min. in unveränderter Stellung sitzen, über Kopf arbeiten (z.B. 

Fensterputzen, Wäsche aufhängen, putzen), Gewichte über 2-3 kg heben und tragen, 

gebückt arbeiten (z.B. Boden putzen, Staub saugen) oder unter Vorhaltung der Arme 

arbeiten (z.B. Wäsche bügeln). Sie nehme Remeron (in Reserve Xamax und Zoloft) und 

als Schmerzmittel Analgin, zudem Ecofenac. Der neurologische Gutacher führte weiter 

aus, er habe Druckdolenzen über den Processus spinosi C3 bis zum zervikothorakalen 

Übergang und über der paravertebralen Muskulatur links im Bereich der mittleren und 

unteren HWS, über dem Austrittspunkt des N. occipialis maior links, über dem oberen 

Trapeziusrand links, dem Levator scapulae links sowie über dem M. 

sternocleidomasticus links gefunden. Diese Druckdolenzen seien leicht bis mässig 

ausgeprägt gewesen. Der Muskeltonus sei mässig erhöht gewesen, es hätten sich 

angedeutete Myogelosen gefunden. Bei sämtlichen Funktionsprüfungen der HWS habe 

ein Endphasenschmerz links Mitte zervikal bestanden. Im Bereich der BWS und der 

LWS seien keine pathologischen Befunde erhoben worden. Bei der Rumpfrotation 

seien endphasig Nackenbeschwerden links aufgetreten. Die neurologische Diagnose 

laute: mässiges linksseitiges mittleres bis unteres Zervikalsyndrom mit leichter bis 

mässiger schmerzhafter Funktionseinschränkung und anamnestisch rezidivierende 

Lumboischialgie rechts. Der neurologische Gutachter wies darauf hin, dass die 

Versicherte kooperativ gewesen sei. Sie habe relativ klar umgrenzte Schmerzangaben 

gemacht. Aufgrund des erhobenen Befundes mit glaubhaften Schmerzangaben sei die 

Versicherte für Arbeiten, die mit einer Belastung der HWS verbunden seien, in ihrer 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, im Haushalt zu 30%. Für leichte Arbeiten könnte sie 

stundenweise eingesetzt werden. Zu empfehlen sei eine deutlich mehr aktive Therapie. 

Damit könnten die Situation verbessert, die Schmerzen gelindert und die 

Arbeitsfähigkeit verbessert werden, wobei aber die genaue Einschätzung der 

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Verbesserungsmöglichkeit nicht möglich sei, da bisher keinerlei Therapien in dieser 

Richtung durchgeführt worden seien.

c) Bei der psychiatrischen Abklärung sei die altersentsprechend aussehende, gepflegte 

Versicherte allseits orientiert und bewusstseinsklar gewesen. Die Wahrnehmung, die 

Auffassung und das Gedächtnis seien nicht eingeschränkt gewesen. Die Versicherte 

habe sich lebhaft mit dem Dolmetscher unterhalten, Mimik und Gestik seien 

ausgeprägt gewesen. Die Versicherte habe die Beschwerden diffus geschildert. 

Während der ganzen Untersuchung habe sie auf dem Stuhl gesessen, ohne ein 

Zeichen einer akuten Schmerzwahrnehmung zu zeigen. Sie habe einen aktiven und 

energischen Eindruck gemacht. Das Denken sei formal und inhaltlich unauffällig 

gewesen, wahnhafte Störungen, Sinnestäuschungen, Halluzinationen und Ich-

Störungen seien nicht vorhanden gewesen. Der affektive Kontakt sei distanziert 

geblieben, die Stimmung sei ausgeglichen gewesen. Die Versicherte sei noch nie in 

psychiatrischer Behandlung gewesen. Sie nehme die ihr verordneten Antidepressiva 

nicht (Zoloft) oder in ungenügender Dosierung (Remeron) ein. Die Beziehung der 

Versicherten zu ihrem Ehemann und zu ihren Kindern sei nach wie vor gut, auch wenn 

die Auseinandersetzungen aufgrund der Gereiztheit der Versicherten etwas 

zugenommen hätten. Die Versicherte lese die Zeitungen, sie sehe regelmässig fern. Die 

sozialen Kontakte hätten sich etwas vermindert. Aufgrund der Untersuchung könne 

nicht nachvollzogen werden, wie die Versicherte ihren Alltag passiv im Bett verbringe. 

Sie habe überhaupt keinen leidenden Eindruck gemacht, habe sich lebhaft und ohne 

Zeichen einer Schmerzäusserung bewegt. Depressive Symptome seien nicht 

festzustellen gewesen. Es bestehe der Verdacht einer psychischen Überlagerung der 

geklagten Beschwerden. Vor dem Unfall hätten keine psychosozialen 

Belastungsfaktoren vorgelegen, denn die Versicherte fühle sich in der Schweiz wohl 

und sie habe eine gute Beziehung zu ihrem Ehemann und zu ihren Kindern. Deshalb 

könne keine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert werden. Es handle sich 

vielmehr um eine Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen, 

wobei die Hintergründe der psychischen Überlagerung weitgehend unklar seien. Es 

fänden sich keine Anhaltspunkte für eine depressive Erkrankung. Aus psychiatrischer 

Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Trotz der subjektiv 

empfundenen Beschwerden könne es der Versicherten zugemutet werden, als 

Hausfrau und Hauswartin ganztags und ohne Einschränkung zu arbeiten. Die vom 

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behandelnden Arzt gestellte Diagnose einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung und einer Depression lasse sich nicht bestätigen.

d) Die im Rahmen eines multidisziplinären Konsensus erarbeitete Gesamtdiagnose 

lautete: mässiges linksseitiges mittleres bis unteres Zervikalsyndrom mit leichter bis 

mässiger schmerzhafter Funktionseinschränkung bei St.n. Auffahrunfall am 10. Oktober 

1999 sowie – ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – Entwicklung körperlicher 

Symptome aus psychischen Gründen und anamnestisch rezidivierende 

Lumboischialgie rechts. In bezug auf die Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, es bestehe 

eine subjektiv monosymptomatische Situation, nämlich ein Zervikalsyndrom ohne 

spinale oder radikuläre Ausfälle mit einer recht lokalisierten Schmerzangabe ohne 

wesentliche Ausbreitungstendenz. Die Wirbelsäule der Versicherten sei vermindert 

belastbar. Körperlich schwere Tätigkeiten seien deshalb nicht mehr zumutbar. 

Körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne 

relevante Überkopfarbeiten und ohne Zwangshaltungen seien aus somatisch-

neurologischer Sicht ganztägig zumutbar mit einer Leistungseinbusse von maximal 

20% aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs. Im Haushalt bestehe eine maximal 30% 

betragende Einschränkung betreffend schwere Putzarbeiten und betreffend das Tragen 

schwerer Lasten. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Die ausgeprägte subjektive Krankheits- und 

Behinderungsüberzeugung der Versicherten lasse sich aufgrund der objektivierbaren 

Befunde aus somatischer und aus psychiatrischer Sicht nicht nachvollziehen. Eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung für die Hauswarttätigkeit sei schwierig, da ein konkretes 

Belastungsprofil fehle. Die Einschränkung im Haushalt von maximal 30% resultiere aus 

der Nichtzumutbarkeit verschiedener Tätigkeiten. Zudem sei zu beachten, dass bei der 

Besorgung des eigenen Haushalts eine selbständige Zeiteinteilung möglich sei. Die 

Verminderung der Arbeitsfähigkeit bestehe seit Oktober 1999. Bei 

Schmerzverarbeitungsstörungen sei es problemimmanent, dass immer eine deutliche 

bis massiv höhere Selbstlimitierung bestehe, die sich medizinisch nicht begründen 

lasse. Der Versicherten sei die Willensanstrengung zur Überwindung ihrer 

Selbstlimitierung zumutbar. Die Nichteinnahme der abgegebenen Antidepressiva lasse 

den Schluss zu, dass bewusstseinsnahe Fehlangaben bestünden und dass die 

Versicherte selbst nicht von einer relevanten Depression ausgehe. Der Bericht von Dr. 

X.___ vom 21. Dezember 2003 sei zwar in bezug auf die Diagnosen, aber in keiner 

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Weise in bezug auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung nachvollziehbar. Auch die hohe 

Einschränkung der Versicherten gemäss dem Bericht über die Haushaltabklärung sei 

nicht nachvollziehbar. Das Ergebnis dieser Abklärung beruhe weitgehend auf den von 

der Selbstlimitierung beeinflussten Selbstangaben der Versicherten, womit sich das 

Zustandekommen der Abweichung erklären lasse.

D.- Mit einer Verfügung vom 28. September 2005 wies die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren der Versicherten ab. Sie begründete dies mit einem Invaliditätsgrad 

von 26%, nämlich einer Einschränkung im Haushalt (88%) von 30% und einer 

uneingeschränkt zumutbaren der Behinderung angepassten Tätigkeit (12%).

E.- Die Versicherte liess am 31. Oktober 2005 Einsprache erheben und beantragen, es 

sei ihr eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung liess sie geltend 

machen, sie sei für eine Hilfstätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. Im Haushalt sei sie zu 

44% eingeschränkt, was einer anteiligen Einschränkung von 38,72% entspreche. 

Zusammen mit der anteiligen Einschränkung im Erwerb von 12% resultiere ein 

Invaliditätsgrad von 50,72%.

F.- Die IV-Stelle wies die Einsprache am 24. Februar 2006 ab. Sie führte aus, die 

Annahme der Gutachter der MEDAS-Stelle, wonach der Versicherten eine 

Willensanstrengung zur Überwindung ihrer Selbstlimitierung zumutbar sei, decke sich 

mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung. Deshalb sei von einer Arbeitsunfähigkeit 

von maximal 20% in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen, wobei zu beachten sei, 

dass der zusätzliche Pausenbedarf erst ab einem Pensum von 80% entstehe. Bei 

einem Pensum von 12% bestehe also keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. In 

bezug auf die Arbeitsunfähigkeit im Haushalt gebe es keinen Grund, von der 

Einschätzung der Gutachter der MEDAS-Stelle abzuweichen, denn die anlässlich der 

Haushaltabklärung ermittelte Einschränkung beruhe auf den von der Selbstlimitierung 

geprägten Angaben der Versicherten.

G.- Die Versicherte liess am 29. März 2006 Beschwerde gegen diesen 

Einspracheentscheid erheben und beantragen, es sei ihr eine halbe Invalidenrente 

zuzusprechen. Sie führte aus, die Gutachter der MEDAS-Stelle hätten ihre 

Arbeitsfähigkeit für den Haushalt und die Diskrepanz zum Ergebnis der 

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Haushaltabklärung nicht erklärt. Die gründliche Haushaltabklärung habe deutlich 

gezeigt, dass eine Einschränkung von 44% bestehe. Dabei sei zu berücksichtigen, 

dass die Gutachter das Bestehen der von Dr. X.___ festgestellten Beschwerden 

bestätigt hätten. Sie habe schon viele Versuche unternommen, ihre Schmerzsituation 

zu überwinden. Es sei ihr aber beim besten Willen nicht gelungen. Am 18. Mai 2006 

reichte der Rechtsvertreter der Versicherten ein Zeugnis von Dr. X.___ vom 10. April 

2006 ein. Dr. X.___ hatte angegeben, es habe sich ein chronifiziertes Schmerzsyndrom 

mit Verbreiterung der Schmerzzonen herausgestellt. Die Versicherte habe im Bereich 

des linken M. levator scapulae und des linken M. trapezius invalidisierende Schmerzen, 

die sie an der Hausarbeit fast vollständig hinderten. Es handle sich um ein 

chronifiziertes Schmerzsyndrom, welches mit Sicherheit keine nennenswerte 

Hausarbeit mehr erlaube. Er habe bei der Behandlung grosse Mühe, die Versicherte 

überhaupt an den schmerzhaften Punkten anzufassen, da sich die Schmerzen sofort 

ausbreiteten. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Versicherte im Verlauf all der 

Jahre bei ihm Theater gespielt habe.

H.- Die IV-Stelle beantragte am 24. Mai 2006 die Abweisung der Beschwerde.

II.

1.- a) Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Bei nichterwerbstätigen Versicherten 

im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG – so namentlich bei im Haushalt tätigen Personen – wird 

für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass eine Behinderung 

besteht, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28 Abs. 2bis IVG i. V. m. 

Art. 27 IVV). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen versicherten Personen gilt 

unter anderem die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung der Kinder (Art. 27 

IVV). Bei einer versicherten Person, die nur zum Teil erwerbstätig wäre, wird die 

Invalidität diesbezüglich nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wäre sie daneben in einem 

Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2bis 

IVG festgelegt. In diesem Falle sind die Anteile der Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit 

im anderen Aufgabenbereich festzustellen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der 

Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28ter Abs. 1 IVG). Diese Art der 

Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss als gemischte Methode bezeichnet. Gemäss 

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Art. 27bis Abs. 2 IVV ist nur der Einkommensvergleich anzustellen, wenn anzunehmen 

ist, dass die versicherte Person im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne 

den Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wäre. In ständiger Praxis prüft das 

Eidgenössische Versicherungsgericht die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem 

Ausmass eine versicherte Person auch ohne den Gesundheitsschaden im 

Aufgabenbereich tätig wäre, anhand der hypothetischen Verhaltensweise der 

versicherten Person. Nach Ansicht des Eidgenössischen Versicherungsgerichts ist 

abzuklären, ob die versicherte Person ohne den Gesundheitsschaden mit Rücksicht 

auf die gesamten Umstände (persönlicher, familiärer, sozialer und erwerblicher Art) 

erwerbstätig oder im Aufgabenbereich tätig wäre. Dabei sollen die finanzielle 

Notwendigkeit der Aufnahme oder der Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit, allfällige 

Erziehungs- und Betreuungsaufgaben, das Alter der versicherten Person, deren 

berufliche Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen massgebend sein. Abzustellen sei 

auf die hypothetischen Verhältnisse in tatsächlicher Hinsicht, wie sie sich bis zum 

massgebenden Zeitpunkt entwickelt haben würden (vgl. etwa BGE 125 V 150).

b) Die Beschwerdeführerin hat am 24. August 2004 anlässlich der Haushaltabklärung 

angegeben, sie wäre ohne die Behinderung weiterhin als Hauswartin tätig gewesen. 

Diese Aussage ist von der Beschwerdegegnerin so interpretiert worden, dass die 

Beschwerdeführerin trotz der zunehmenden persönlichen Selbständigkeit der Kinder 

keine zusätzliche Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte, sondern Hausfrau und 

Hauswartin geblieben wäre. Angesichts des Lohnes des Ehemannes (Fr. 6400.- x 13 

zuzüglich Fr. 4800.- für die Hauswarttätigkeit) erscheint diese Antwort als plausibel, 

auch wenn weder die Fragestellung noch die Antwort der Beschwerdeführer präzise 

protokolliert worden ist, so dass nicht überprüft werden kann, ob die 

Beschwerdeführerin sich tatsächlich in eine hypothetische Situation ohne den 

Gesundheitsschaden hat versetzen können, um die ihr gestellte Frage zu beantworten. 

Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin, hätte sie den Unfall 

nicht erlitten, ihre Arbeitskraft weiterhin als Hausfrau und als Hauswartin verwertet 

hätte. Nun geht das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen aber in ständiger 

Praxis davon aus, dass das sich aus dem klaren Wortlaut des Art. 8 Abs. 3 ATSG 

ergebende Zumutbarkeitskriterium ernst zu nehmen sei (vgl. etwa das unveröffentlichte 

Urteil vom 26. September 2006, IV 2006/10, mit zahlreichen Hinweisen auf die Praxis 

des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen und auf die Lehre). Gemäss Art. 8 

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Abs. 3 ATSG ist eine Invaliditätsbemessung anhand der behinderungsbedingten 

Einschränkung im Haushalt nur zulässig, wenn und soweit der betreffenden Person die 

Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht zumutbar ist. Da ein allfälliger Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin ab 2002 zu prüfen ist (Art. 48 Abs. 2 IVG), muss geklärt 

werden, ob es der Beschwerdeführerin in diesem Jahr oder allenfalls später zumutbar 

gewesen wäre, über die Arbeit als Hausfrau hinaus teil- oder sogar vollzeitlich einer 

Erwerbstätigkeit nachzugehen. Im Jahr 2002 waren die Kinder der Beschwerdeführerin 

17, 15, 13 und 8 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt war demnach höchstens das älteste 

Kind in der Lage, den von ihm verursachten Anteil an der Haushaltarbeit selbst zu 

besorgen und damit die Beschwerdeführerin entsprechend zu entlasten. Dies hätte 

nicht ausgereicht, um die - hypothetisch gesunde - Beschwerdeführerin in die Lage zu 

versetzen, neben der Hausarbeit in einem wirtschaftlich verwertbaren Ausmass einer 

anderen Erwerbstätigkeit als der Hauswarttätigkeit nachzugehen. Die Hauswarttätigkeit 

hingegen war durchgehend zumutbar. Ab 2002 ist die Invalidität also nach der von der 

Beschwerdegegnerin angewandten Methode (Kombination von Haushalt- und 

Hauswarttätigkeit) zu bemessen. Gegen Ende des Jahres 2005 vollendeten die beiden 

älteren Kinder das 20. bzw. das 18. Altersjahr. Ab diesem Zeitpunkt ist davon 

auszugehen, dass diese beiden Kinder in der Lage waren, sich so weit an der 

Hausarbeit zu beteiligen, dass der Arbeitsaufwand der Beschwerdeführerin für den 

Haushalt nur noch demjenigen für eine vierköpfige Familie entsprach. Da zudem die 

beiden jüngeren Kinder zumindest tagsüber kaum mehr Betreuung benötigten, wäre es 

der - hypothetisch gesunden - Beschwerdeführerin zumutbar gewesen, neben der 

Haushaltbesorgung zu wenigstens 50% einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Das 

bedeutet, dass die Invalidität der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2006 ebenfalls nach 

der gemischten Methode, nun aber mit einem Erwerbsanteil von mindestens 50% zu 

ermitteln ist.

2.- a) Ausschlaggebendes Kriterium sowohl beim Betätigungsvergleich (Haushalt) als 

auch beim Einkommensvergleich (Erwerb) ist in der Regel die Arbeitsunfähigkeit. Die 

ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung bezieht sich für den Betätigungsvergleich 

idealerweise auf den konkreten Haushalt, während für den Einkommensvergleich die 

Arbeitsfähigkeit in einer – hypothetischen – der Behinderung so weit wie möglich 

Rechnung tragenden Erwerbstätigkeit massgebend ist. Dr. X.___ ist im Jahr 2003 nur 

nach der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, 

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also nach der Arbeitsfähigkeit im eigenen Haushalt und bei der Hauswarttätigkeit 

gefragt worden. Er hat diese Frage in seinem Bericht vom 21. Dezember 2003 mit der 

Angabe einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin beantwortet. 

Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung ist anlässlich der Haushaltabklärung vom 24. August 

2004 durch die Beschwerdeführerin selbst widerlegt worden. Die Beschwerdeführerin 

hat für die körperlich wenig beanspruchenden und nicht in einer Zwangshaltung 

auszuübenden Haushaltarbeiten keine Einschränkung angegeben. Dies würde an sich 

darauf schliessen lassen, dass Dr. X.___ seine Arbeitsfähigkeitsschätzung vom 21. 

Dezember 2003 nicht auf das gesamte Spektrum der Haushaltarbeiten, sondern nur 

auf die körperlich belastenden Arbeiten bezogen hätte. Wenn diese Schlussfolgerung 

richtig wäre, bestünde kein Widerspruch zwischen der Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

Gutachter der MEDAS-Stelle und derjenigen von Dr. X.___, denn auch im Gutachten 

vom 12. Mai 2005 wird für die körperlich beanspruchenden Arbeiten eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin angegeben. Nun hat Dr. X.___ aber in einem 

Zeugnis vom 10. April 2006 darauf beharrt, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt 

vollständig arbeitsunfähig sei. Er hat sich weder durch die abweichenden 

Selbstangaben der Beschwerdeführerin noch durch die anderslautende 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS-Stelle beeinflussen lassen. 

Begründet hat er seine Einschätzung mit einem äusserst stark ausgeprägten, 

chronifizierten Schmerzsyndrom, das es ihm kaum erlaube, die Beschwerdeführerin zur 

Behandlung an den schmerzhaften Punkten zu berühren, da sich die Schmerzen 

jeweils sofort ausbreiteten. Aufgrund dieser Angaben muss davon ausgegangen 

werden, dass Dr. X.___ sich bereits in seinem Bericht vom 21. Dezember 2003 auf das 

gesamte Spektrum der Haushaltarbeit und nicht nur auf die körperlich 

beanspruchenden einzelnen Haushaltarbeiten bezogen hat. Es besteht also ein 

erheblicher Widerspruch zwischen den vorliegenden ärztlichen 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen. Dem internistischen und dem neurologischen Gutachter 

der MEDAS-Stelle hat die Beschwerdeführerin keine Schmerzangaben gemacht, die 

sich auch nur annähernd mit den Angaben von Dr. X.___ decken würden. Die 

Beschwerdeführerin hat zwar – beschränkt auf die HWS – Schmerzen angegeben, aber 

dabei handelte es sich nur um leicht bis mässig ausgeprägte Druckdolenzen bei 

angedeuteten Myogelosen und um Endphasenschmerzen bei den verschiedenen 

Funktionsprüfungen. Insgesamt gab die Beschwerdeführerin für diesen Bereich ihres 

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Körpers erträgliche Schmerzen an, soweit sie nicht Zwangshaltungen einnehmen oder 

körperlich schwere Arbeiten verrichten müsse. Dass diese Schmerzangaben 

gegenüber den Gutachtern der MEDAS-Stelle glaubhaft waren, zeigt nicht nur die im 

Bericht über die Haushaltabklärung zum Ausdruck kommende Selbsteinschätzung der 

Beschwerdeführerin, sondern auch die Tatsache, dass weder die Beschwerdeführerin 

selbst noch die behandelnden Ärzte (Dr. X.___ und der Hausarzt) sich je um eine 

gezielte Behandlung durch Schmerzmittel bemüht hätten. Im Zentrum der Behandlung 

scheint immer die antidepressive Behandlung gestanden zu haben. Dr. X.___ verteidigt 

seine Arbeitsfähigkeitsschätzung mit dem Argument, die Beschwerdeführerin habe 

sicher nicht über Jahre hinweg bei der Behandlung Theater gespielt. Dabei lässt er 

aber ausser Betracht, dass die massiven Schmerzangaben der Beschwerdeführerin die 

Folge der – auch von ihm selbst diagnostizierten – psychischen 

Gesundheitsbeeinträchtigung sein könnten. Zwar hat der psychiatrische Gutachter der 

MEDAS-Stelle anstelle der von Dr. X.___ am 21. Dezember 2003 behaupteten 

somatoformen Schmerzstörung und Depression nur das die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin nicht beeinträchtigende Entstehen körperlicher Symptome aus 

psychischen Gründen diagnostiziert. Aber auch diese Erkrankung kann die 

Beschwerdeführerin dazu gebracht haben, bei der Behandlung durch Dr. X.___ über 

lange Zeit hinweg die Schmerzangaben zu übertreiben. Möglicherweise fanden die 

Behandlungen auch nur jeweils dann statt, wenn die Schmerzen, beispielsweise 

aufgrund einer Überlastung, entgleist waren. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. 

X.___ erweist sich somit als deutlich weniger überzeugend als diejenige der Gutachter 

der MEDAS-Stelle. Sie vermag deren Beweiskraft nicht so weit zu erschüttern, dass 

eine Oberbegutachtung nötig wäre. Deshalb ist auf das Ergebnis der Begutachtung 

durch die MEDAS abzustellen. Allerdings sind die juristischen Wertungen des 

Gutachtens auszublenden, und die IV-Stelle wäre gut beraten, in der Auftragserteilung 

auf die strikte Abgrenzung medizinischer und rechtlicher Kompetenzen hinzuweisen.

b) Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS-Stelle, die sich auf die 

Haushaltarbeit bezieht, weist allerdings ein Manko auf, das es entgegen der 

Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht erlaubt, auf eine Haushaltsabklärung zu 

verzichten und den Betätigungsvergleich direkt auf die ärztliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung zu stützen. Im Gutachten wird nämlich nicht erklärt, wie der 

Haushalt aussieht, anhand dessen die Arbeitsfähigkeitsschätzung erfolgt ist. 

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Insbesondere fehlt jeder Hinweis darauf, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung auf einer 

sorgfältigen Analyse der Beschreibung des Haushalts im Bericht über die 

Haushaltsabklärung vom 24. August 2004 beruhen würde. Ist die Beschwerdeführerin 

in einer leichten, wechselbelastenden Erwerbstätigkeit durch die pausenbedingte 

Verlangsamung in ihrer Arbeitsfähigkeit um 20% eingeschränkt, so kann sie für die zu 

einem beträchtlichen Teil aus körperlich schweren oder in unergonomischer Haltung 

auszuführenden Tätigkeiten bestehende Haushaltsarbeit nicht um lediglich 30% 

eingeschränkt sein. Die Gutachter der MEDAS-Stelle scheinen also von einem 

imaginären Haushalt ausgegangen zu sein, der fast keine nicht mehr möglichen oder 

nicht mehr zumutbaren Arbeiten erfordert. Darauf kann nicht abgestellt werden, denn 

massgebend ist praxisgemäss die behinderungsbedingte Einschränkung im konkreten 

Haushalt (obwohl dies eigentlich auf eine Berufsunfähigkeit und nicht auf eine 

Erwerbsunfähigkeit hinausläuft). Überzeugend ist somit nur die "qualitative" 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS-Stelle, d.h. die Umschreibung 

jener Arbeiten, die der Beschwerdeführerin nicht mehr möglich oder nicht mehr 

zumutbar sind. Die Arbeitsunfähigkeit und damit die Invalidität der Beschwerdeführerin 

im eigenen Haushalt muss deshalb das Ergebnis eines ganz konkreten 

Betätigungsvergleiches sein, bei dem jeder einzelne Arbeitsvorgang an der 

"qualitativen" Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS-Stelle zu messen 

ist. Dies vermag der Bericht über die Haushaltabklärung vom 24. August 2004 nicht zu 

leisten, denn diese Abklärung beruhte nicht auf einer objektiven ärztlichen 

Einschätzung, sondern nur auf den kritiklos übernommenen Selbstangaben der 

Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin wird deshalb nochmals eine 

Haushaltsabklärung vorzunehmen haben. Dabei wird die Beschwerdegegnerin jede 

einzelne im Haushalt anfallende Arbeit auflisten und anhand der "qualitativen" 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS-Stelle darauf prüfen, ob sie noch 

ausgeführt werden kann und wenn ja, ob die Beschwerdeführerin dabei 

behinderungsbedingt verlangsamt ist. Ausserdem wird die Beschwerdegegnerin 

beachten, dass es keine Schadenminderungspflicht in der Form eines Zwanges der 

Familienmitglieder zur Erledigung der nicht mehr möglichen Haushaltarbeiten gibt. Der 

Invaliditätsgrad gibt den durch eine Gesundheitsbeeinträchtigung bewirkten Verlust an 

erwerblicher Leistungsfähigkeit wieder, bei Nichterwerbstätigen den Verlust an 

Leistungsfähigkeit im bisherigen Aufgabenbereich. Er bezieht sich nicht auf die 

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Fähigkeit der ganzen Familie, den Haushalt zu besorgen. Die Invalidität der 

Beschwerdeführerin im Haushalt darf also nicht manipuliert werden, indem unter 

Berufung auf eine angebliche Schadenminderungspflicht eine effektiv bestehende 

behinderungsbedingte Leistungseinbusse herabgesetzt oder zum Verschwinden 

gebracht wird. Genau dies will die Beschwerdegegnerin aber erreichen, wenn sie den 

Aufgabenbereich der Beschwerdeführerin unter Berufung auf die - rechtlich nicht 

durchsetzbare - Pflicht des Ehemannes und der älteren Kinder, im Haushalt und bei der 

Kinderbetreuung mitzuhelfen, so "gestaltet", dass nur noch Arbeiten übrigen bleiben, 

welche die Beschwerdeführerin trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch 

weitgehend besorgen kann. Eine derartige Manipulation des Massstabes der Invalidität 

hätte willkürliche Ungleichbehandlungen zur Folge, je nachdem, inwieweit es dem 

konkreten Familienverband insgesamt möglich wäre, Haushaltarbeiten und 

Kinderbetreuung anstelle der behinderten nichterwerbstätigen Person zu übernehmen 

(vgl. die Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV 2002/173 

vom 21. September 2004, IV 2005/76 vom 2. März 2006 und IV 2006/63 vom 28. 

November 2006).

c) Hätte die Beschwerdeführerin keinen Unfall erlitten, so wäre sie – zumindest bis zum 

31. Dezember 2005 – neben der Besorgung des Haushalts zu 12% als Hauswartin tätig 

gewesen. Auch für diese Arbeit liegt eine Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der 

MEDAS-Stelle vor. Wegen der "ungünstigen Tätigkeitsanteile", die hier sogar noch 

höher seien als im Haushalt, betrage die Arbeitsfähigkeit nur 50%. Die 

Beschwerdegegnerin hat diese Arbeitsfähigkeitsschätzung als irrelevant betrachtet, da 

sie angenommen hat, die Beschwerdeführerin könnte im entsprechenden Ausmass 

einer körperlich leichten und wechselbelastenden Erwerbstätigkeit nachgehen, bei der 

als Folge des Fehlens eines Pausenbedarfs dank der sehr kurzen Arbeitszeit keine 

Arbeitsunfähigkeit bestehen würde. Dies setzt allerdings voraus, dass ein 

Beschäftigungsgrad von 12% wirtschaftlich verwertbar ist. Bei einer gut ausgebildeten 

Fachkraft wäre dies wohl der Fall, insbesondere wenn ein halber Tag pro Woche 

gearbeitet werden könnte. Die Beschwerdeführerin ist aber auf eine Hilfsarbeit 

angewiesen, die keinerlei berufliches Können voraussetzt und die zudem körperlich 

leicht und wechselbelastend ist. Es kann deshalb entgegen der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bei einem Beschäftigungsgrad von 12% 

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tatsächlich wirtschaftlich verwertbar sei. Die Beschwerdegegnerin wird deshalb noch 

abzuklären haben, ob der allgemeine und ausgeglichene Arbeitsmarkt derartige 

Arbeitsplätze aufweist. Sollte sich ergeben, dass dies nicht der Fall ist, wird (bis 31. 

Dezember 2005) von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für den Anteil von 12% 

auszugehen sein, denn auch die Arbeit als Hauswartin (oder eine vergleichbare 

Hilfsarbeit) ist der Beschwerdeführerin vollumfänglich nicht mehr möglich und 

zumutbar. Entgegen der Auffassung der Gutachter der MEDAS-Stelle enthält die 

Hauswarttätigkeit nämlich praktisch keine Arbeiten, die körperlich leicht sind und für 

die keine Zwangshaltung eingenommen werden muss. Massgebend muss auch hier 

allein die qualitative Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS-Stelle sein.

d) Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab anfangs 2006 neben der 

Haushaltarbeit zumutbarerweise zu mindestens 50% erwerbstätig sein könnte. Durch 

diesen Anstieg des Erwerbsanteils von 12% auf 50% ist die Arbeitskraft auf dem 

allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt als wirtschaftlich verwertbar zu 

betrachten. Die Invalidität der Beschwerdeführerin im erwerblichen Bereich wird durch 

einen Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) zu ermitteln sein. Die Frage, ob die 

Beschwerdeführerin dabei behinderungsbedingt ein überdurchschnittliches 

Pausenbedürfnis hätte, das die Arbeitsfähigkeit um einen Fünftel reduzieren würde, 

lässt sich anhand der Ausführungen im Gutachten der MEDAS nicht beantworten, denn 

es ist nicht klar, ob sich diese Einschränkung nur einstellen würde, wenn die 

Beschwerdeführerin ganztags einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Die 

Beschwerdegegnerin wird dies noch zu klären haben. Da die Beschwerdeführerin am 

1. Januar 2006 keine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, wird nicht nur das 

Valideneinkommen, sondern auch das zumutbare Invalideneinkommen anhand 

statistischer Durchschnittslöhne zu ermitteln sein. Eine über den 

Arbeitsunfähigkeitsgrad hinausgehende Reduktion des massgebenden statistischen 

Durchschnittseinkommens zur Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens wird 

sich auf maximal 10% beschränken, da teilzeitbeschäftigte Hilfsarbeiterinnen 

nachweislich unterproportional weniger verdienen als vollzeitbeschäftigte 

Hilfsarbeiterinnen (vgl. die Lohnstrukturerhebung 2004 des Bundesamtes für Statistik, 

Resultate auf nationaler Ebene, S. 25, Tabelle T 6*). Dieser statistisch ausgewiesene 

Vorteil vermag einen Teil eines allfälligen indirekt behinderungsbedingten Lohnnachteils 

gegenüber gesunden Hilfsarbeiterinnen mit gleichem Beschäftigungsgrad zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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kompensieren. Mit Wirkung ab Januar 2006 wird die Beschwerdegegnerin auch die 

behinderungsbedingte Einschränkung der Beschwerdeführerin bei der 

Haushaltsbesorgung zu überprüfen haben, da die – hypothetische – Erwerbsaufnahme 

zusammen mit der zunehmenden Selbständigkeit der Kinder möglicherweise auch für 

den Haushaltbereich eine andere Bewertung bewirkt. Sollte die sich aus der 

Kombination der behinderungsbedingten Einschränkung im Haushalt mit derjenigen im 

Erwerb ein Invaliditätsgrad ergeben, der einen Rentenanspruch begründen würde, wird 

die Beschwerdegegnerin vorab zu prüfen haben, ob dies durch eine medizinische 

(aktive physikalische Therapie) oder durch eine berufliche Eingliederungsmassnahme 

verhindert werden könnte.

3.- Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist der angefochtene 

Einspracheentscheid als rechtswidrig aufzuheben, da er in Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes ergangen ist. Die Sache ist zur weiteren Abklärung des 

relevanten Sachverhalts und zur anschliessenden Entscheidung über das 

Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Das Beschwerdeverfahren ist nicht kostenpflichtig (lit. c der Übergangsbestimmungen 

zur Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005). Die obsiegende Beschwerdeführerin 

hat einen Anspruch auf eine ungekürzte Parteientschädigung, da die Rückweisung zur 

weiteren Abklärung rechtsprechungsgemäss in bezug auf den Anspruch auf eine 

Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen zu qualifizieren ist (vgl. etwa ZAK 1987 

S. 266 Erw. 5a). Die Höhe der Parteientschädigung ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach 

der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu 

bemessen. Eine Entschädigung von Fr. 3000.- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) erscheint als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 24. 

Februar 2006 aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung und zur neuen 

Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin bezahlt der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3000.-.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.01.2007
	Art. 28 Abs. 2ter IVG: sogenannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Januar 2007, IV 2006/60). Der Bericht über die Haushaltabklärung hat keinen ausreichenden Beweiswert, wenn er nur das Protokoll der Selbsteinschätzung der abgeklärten versicherten Person ist und wenn keine vorgängige medizinische Abklärung erfolgt ist bzw. wenn das Abklärungsergebnis nicht nachträglich durch einen medizinische Sachverständigen auf seine Übereinstimmung mit der gesundheitlichen Situation geprüft worden ist. Es gibt keine Schadenminderungspflicht in der Form einer Pflicht der Familienmitglieder, im Haushalt mitzuhelfen, denn es geht nicht um die Fähigkeit der Familie der versicherten Person, gemeinsam den Haushalt zu besorgen, sondern um die Invalidität der versicherten Person, also um ihre Unfähigkeit, den Haushalt so wie vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung zu erledigen Teilweise aufgehoben durch EVG I 126/07.

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