# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eefdfab9-79e5-5ee8-a452-69a39c7bbe69
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 26.07.2023 SK1 2022 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2022-29_2023-07-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 26. Juli 2023

Referenz SK1 22 29

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Michael Dürst und Richter
Gustin, Aktuar

Parteien Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

gegen

A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Luca Curdin Conrad
c/o Conrad Mengiardi Clavadetscher, Hartbertstrasse 1, Postfach 
148, 7001 Chur 

Gegenstand Mehrfacher Betrug, mehrfacher Diebstahl, mehrfacher betrügeri-
scher Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 11.01.2022, mitgeteilt am 
19.05.2022 (Proz. Nr. 515-2021-10)

Mitteilung 08. Oktober 2024

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Sachverhalt

A. Mit Urteil vom 11. Januar 2022 (Proz. Nr. 515-2021-10) verurteilte das Re-
gionalgericht Plessur A._____ (nachfolgend: Beschuldigter) wegen unterschiedli-
cher Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, einer Geldstrafe von 30 Ta-
gessätzen zu je CHF 30.00 und einer Busse von CHF 4'000.00. Die erstandene 
Polizeihaft von 2 Tagen rechnete es ihm an; im Übrigen schob es den Vollzug der 
Freiheitsstrafe und der Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren 
auf. Für den Fall einer schulhaften Nichtbezahlung der Busse legte das Gericht 
zudem als Ersatzfreiheitsstrafe 40 Tage fest. Im Einzelnen sprach das Gericht den 
Beschuldigten wegen der folgenden Delikte schuldig:

- mehrfacher Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB;

- versuchter Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 
Abs. 1 StGB;

- Zechprellerei gemäss Art. 149 StGB;

- mehrfache Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB;

- mehrfacher betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage 
gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB;

- mehrfacher geringfügiger betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbei-
tungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter StGB;

- mehrfacher Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB;

- mehrfacher geringfügiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 
mit Art. 172ter StGB;

- mehrfache Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB;

- Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 Abs. 1 StGB;

- mehrfache Widerhandlung gegen Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 
SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG;

- mehrfache Widerhandlung gegen Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG;

- mehrfache Widerhandlung gegen Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG;

- Widerhandlung gegen Art. 3 Abs. 1 VRV i.V.m. Art. 96 VRV;

- Widerhandlung gegen Art. 63 VZAE i.V.m. Art. 90a lit. b VZAE;

- Widerhandlung gegen Art. 57 Abs. 3 PBG.

Neben den genannten Verurteilungen und einzelnen Freisprüchen ordnete die 
Vorinstanz den gerichtlichen Einzug diverser Kreditkarten an. Zudem beurteilte es 
insgesamt 15 Zivilklagen, wobei sieben gutgeheissen, drei teilweise gutgeheissen 
(und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen), und fünf vollständig auf den Zivilweg 
verwiesen wurden. 

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B. Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft fristgerecht Berufung 
an. In der Berufungserklärung vom 3. Juni 2022 (Datum Poststempel) beantragte 
sie, was folgt:

1. Ziffer 3 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und A._____ sei

- Dafür mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, einer Geldstrafe von 
30 Tagessätzen zu je CHF 40.00, total somit CHF 1'200.00, und einer 
Busse von CHF 4'000.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 40 
Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse, zu bestrafen. An 
die Freiheitsstrafe sei die erstandene Polizeihaft von 2 Tagen anzu-
rechnen.

2. Kostenfolge im Berufungsverfahren sei die gesetzliche.

C. Mit Beweisantrag vom 29. Juni 2023 beantragte die Staatsanwaltschaft die 
Einholung einer Übersicht über die dem Beschuldigten durch die Staatsanwalt-
schaft AR._____ in den hängigen Verfahren SUV_F.2021.375/gee, 
ST.2023.6871/FAE und U 23 203 vorgeworfenen Taten. Unter Berücksichtigung 
der Stellungnahme des Beschuldigten vom 5. Juli 2023 hiess der Vorsitzende den 
Beweisantrag der Staatsanwaltschaft gut und forderte die Staatsanwaltschaft 
AR._____ mit Verfügung vom 6. Juli 2023 auf, eine Übersicht der gegen den Be-
schuldigten geführten Strafuntersuchungen einzureichen. 

D. Die mündliche Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden fand am 12. Juli 2023 statt. Die Staatsanwaltschaft hielt an ihren An-
trägen in der Berufungserklärung grundsätzlich fest; einzig hinsichtlich der Tages-
satzhöhe beantragte die Staatsanwaltschaft eine Erhöhung von CHF 40.00 auf 
CHF 60.00. Der Beschuldigte beantragte die vollumfängliche Abweisung der Beru-
fung.

Erwägungen

1. Formelle Voraussetzungen

Gegen das angefochtene erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Plessur ist 
die Berufung zulässig (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die formellen Voraussetzungen ge-
ben zu keinen Bemerkungen Anlass, womit auf die Berufung einzutreten und ein 
neues Urteil zu fällen ist (Art. 408 StPO).

2. Beweisanträge

Wie dargelegt, hat der Vorsitzende der I. Strafkammer des Kantonsgerichts mit 
Verfügung vom 6. Juli 2023 einen Beweisantrag der Staatsanwaltschaft um Einho-
lung einer Übersicht der gegen den Beschuldigten geführten Strafuntersuchungen 

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bei der Staatsanwaltschaft AR._____ gutgeheissen; die am 10. Juli 2023 zuge-
stellten Dokumente wurden zu den Akten genommen (act. I.). Dasselbe gilt betref-
fend des anlässlich der Hauptverhandlung gestellten Beweisantrag des Beschul-
digten um Aufnahme diverser Dokumente (Schlussbericht über den Verlauf der 
Bewährungshilfe [act. C.1]; Arbeitszeugnis C._____ [act. C.2]; Praktikumsvertrag 
[act. C.3]). Erläuternd ist diesbezüglich festzuhalten, dass die Rechtsmittelinstanz 
gestützt auf Art. 389 Abs. 3 StPO von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei 
die erforderlichen zusätzlichen Beweise erheben kann. Es gilt auch im Berufungs-
verfahren der Wahrheits- und Untersuchungsgrundsatz (vgl. BGE 143 IV 214 
E. 5.4). 

3. Gegenstand des Berufungsverfahrens

3.1. Ausgangslage

3.1.1. Mit Anklageschrift vom 18. März 2021 warf die Staatsanwaltschaft dem Be-
schuldigten im vorliegenden Strafverfahren in insgesamt 40 Anklageziffern diverse 
Delikte vor, welche dieser zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 28. Oktober 
2020 begangen haben soll. Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten mit Urteil 
vom 11. Januar 2022 hinsichtlich neun Anklageziffern frei, hinsichtlich 31 Anklage-
ziffern erfolgte ein Schuldspruch. Dafür sprach die Vorinstanz eine bedingte Frei-
heitsstrafe von 14 Monaten, eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 
CHF 30.00 und eine Busse von CHF 4'000.00 aus. Neben dem Strafpunkt ordne-
ten die Vorinstanz den Einzug diverser beschlagnahmter Gegenstände (Kreditkar-
ten) ein, beurteilte die 15 Zivilklagen (sieben Gutheissungen, fünf Verweise auf 
den Zivilweg, drei Teilgutheissungen/Teilverweise) und regelte die Kosten- und 
Entschädigungsfolgen. Zudem hat sie die Löschung des DNA-Profils des Be-
schuldigten per 11. Januar 2023 durch die Kantonspolizei Graubünden, die 
Staatsanwaltschaft Luzern und das Untersuchungsamt Altstätten angeordnet. 

3.1.2. Gegen dieses Urteil der Vorinstanz hat die Staatsanwaltschaft Berufung 
erhoben. Sie rügt dabei einzig die angeordnete Strafe beziehungsweise deren 
Vollzugsordnung. Nicht angefochten sind damit die Freisprüche, der Schuldpunkt, 
der Einzug der beschlagnahmten Gegenstände, die Beurteilung der Zivilklagen 
und die Kosten- und Entschädigungsregelung.

3.1.3. Das Berufungsgericht kann das Urteil in allen angefochtenen Punkten um-
fassend überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO). Unter Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 
StPO erwachsen die mit Berufungserklärung nicht angefochtenen Punkte in 
Rechtskraft (BGer 6B_428/2013 v. 15.4.2014, E. 3.3 und 6B_694/2012 v. 

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27.6.2013, E. 1.3). Dem Gesagten entsprechend, sind die Dispositivziffern 1 (Frei-
sprüche), 2 (Schuldsprüche), 4 (Einzug beschlagnahmter Gegenstände) und 5 
(Zivilklagen) in Rechtskraft erwachsen.

3.1.4. Der Vollständigkeit halber ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass die Vor-
instanz den Beschuldigten in Bezug auf den Vorwurf des Betrugs hinsichtlich der 
Anklageziffer 1.1.9 freigesprochen, den Beschuldigten gestützt auf dieselbe An-
klageziffer beziehungsweise denselben Sachverhalt jedoch gemäss Art. 149 StGB 
(Zechprellerei) verurteilt hat. Rechtliche Überlegungen führen nicht zu einem Frei-
spruch, insofern ist entgegen dem widersprüchlichen Wortlaut des vorinstanzli-
chen Dispositivs in Bezug auf den Sachverhalt in der Anklageziffer 1.1.9 auch kein 
Freispruch erfolgt.

3.1.5. Zusammenfassend ist in der vorliegenden Berufung damit über das Straf-
mass und den Vollzug der Strafe zu richten. Zudem ist gegebenenfalls neu über 
die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu befinden.

3.2. Zu beurteilende Straftaten

3.2.1. Wie dargelegt, hat die Vorinstanz hinsichtlich 31 Anklageziffern einen 
Schuldspruch ausgesprochen, wofür im vorliegenden Berufungsverfahren 
grundsätzlich das Strafmass festzusetzen ist. Wie ebenfalls dargelegt, beanstan-
det die Staatsanwaltschaft vorliegend einzig die Festlegung der Freiheitsstrafe, die 
Höhe des festgelegten Tagessatzes für die Geldstrafe sowie die Vollzugsregelung. 
Weder die Strafbehörde noch der Beschuldigte haben sich zur ausgesprochenen 
Busse für die Übertretungen geäussert; die Staatsanwaltschaft hat auch keine Er-
höhung der Busse beantragt. Dasselbe gilt hinsichtlich der ausgesprochenen An-
zahl Tagessätzen der Geldstrafe. Angesichts dessen ist darauf und auf die von 
der Vorinstanz angewendete Methodik nicht beziehungsweise nur kurz (vgl. 
E. 4.8) weiter einzugehen. Diesbezüglich kann vornehmlich auf die Erwägungen 
im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (act. E.1, E. 30.14 ff. u. E. 30.8 ff.; 
Art. 82 Abs. 4 StPO). Ausführlich einzugehen ist im Folgenden demnach einzig auf 
die Delikte, welche die Freiheitsstrafe betreffen. Gemäss der Anklage, welche das 
Regionalgericht Plessur vollumfänglich als erstellt ansah (vgl. act. E.1, E. 2.24), 
hat der Beschuldigte dabei (jeweils zusammengefasst) die folgenden Straftaten 
begangen:

- Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB (Anklageziff. 1.1.1): Der Beschuldigte 
liess in der Zeit zwischen dem 1. Januar 2018 bis 6. März 2018 in einem 
Stellenbewerbungsprozess bei der D._____ ein gefälschtes Zeugnis der 

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B._____, welches ihm die Qualifikation als dipl. Logistikfachmann FA be-
scheinigte, einreichen. Dadurch erschlich er sich eine Stelle als Logistik-
Gruppenleiter mit einem Monatslohn von CHF 6'400.00. Ohne das Zeugnis 
hätte man ihn höchstens als gewöhnlichen Logistiker mit einem Monatslohn 
von CHF 4'800.00 angestellt. Während der Anstellungsdauer von 9.5 Mona-
ten zahlte die D._____ dem Beschuldigten damit insgesamt CHF 15'200.00 
zu viel aus.

- Versuchter Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB 
(Anklageziff. 1.1.3): Am. 28. Februar 2019 überwies E._____ dem Beschul-
digten CHF 1'900.00 für zwei iPhones, welche ihm der Beschuldigte über das 
Internet verkauft hatte. Anstatt dem Käufer die beiden Mobiltelefone wie ver-
einbart zu schicken, schickte der Beschuldigte diesem allerdings nur ein lee-
res Paket zu. Der Käufer hatte den Zahlungsauftrag an den Beschuldigten 
jedoch vorzeitig storniert, nachdem ihm aufgrund der Paketangaben (nicht 
eingeschrieben und zu geringes Gewicht) Zweifel aufgekommen waren. Der 
Beschuldigte wusste von Anfang an, dass er die Telefone nicht liefern kann 
oder will und versuchte, den Käufer in seinem Vermögen zu schädigen. Auf-
grund der stornierten Zahlung blieb es beim Versuch.

- Zechprellerei (Anklageziff. 1.1.9): Der Beschuldigte logierte vom 11. Dezem-
ber 2019 bis zum 20. Dezember 2019 im F._____ und bezog insgesamt Leis-
tungen im Umfang von CHF 2'925.80. Diesen Betrag hat der Beschuldigte 
nie bezahlt, wobei er aufgrund seiner fehlenden finanziellen Mittel nie die Ab-
sicht hatte, die Rechnung zu bezahlen.

- Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB (Anklageziff. 1.1.10): Spätestens am 
5. Mai 2020 und 31. Mai 2020 fälschte der Beschuldigte zwei ärztliche Zeug-
nisse des G._____ und reichte diese bei seiner damaligen Arbeitgeberin ein, 
um seine angebliche 100% Arbeitsunfähigkeit zu belegen. Diese bezahlte 
ihm gestützt darauf während der angeblichen Krankheit vom 24. März 2020 
(Zeitpunkt des Fehlens am Arbeitsplatz) bis zum Zeitpunkt der fristlosen 
Kündigung am 5. Juni 2020 zu Unrecht einen Lohn von CHF 9'856.40 aus.

- Mehrfacher Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB (Anklageziff. 1.1.11): Der 
Beschuldigte bestellte in der Zeit vom 2. Oktober 2020 bis zum 28. Oktober 
2020 über diverse Mailadressen bei der H._____ verschiedene Waren im 
Gesamtwert von CHF 9'848.85. Die Bestellungen erfolgten ohne Absicht, die 
Waren auch zu bezahlen und alleine zum Zweck des Weiterverkaufs. Im Ein-
zelnen bestellte der Beschuldigten die folgenden Waren:

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- am 2. Oktober 2020 eine Apple Watch und diverse Kleinartikel im Wert 
von CHF 516.20 (StA act. 44.3, Rechnung 19672914);

- am 5. Oktober 2020 ein Apple iPhone und diverse Kleinartikel im Wert 
von CHF 1'273.35 (StA act. 44.3, Rechnung 19684276);

- am 9. Oktober 2020 ein Apple iPhone, eine Apple Watch und Kuttermes-
ser im Wert von CHF 1'705.40 (StA act. 44.3, Rechnung 19734798);

- am 9. Oktober 2020 ein Apple iPhone und Klebeband im Wert von 
CHF 1'189.40 (StA act. 44.3, Rechnung 19736770);

- am 13. Oktober 2020 ein Samsung Galaxy S20 im Wert von 
CHF 1'279.00 (StA act. 44.3, Rechnung 19763912);

- am 13. Oktober 2020 ein Caran d'Ache Holzkoffer im Wert von 
CHF 103.95 (StA act. 44.3, Rechnung 19767834);

- am 13. Oktober 2020 eine Ultimat Ears WonderBoom 2 und weitere 
Kleinartikel im Wert von CHF 216.40 (StA act. 44.3, Rechnung 
19767985);

- am 14. Oktober 2020 einen Vellemann Werkzeugkoffer im Wert von 
CHF 58.00 (StA act. 44.3, Rechnung 19783852);

- am 19. Oktober 2020 zwei Apple iPhones im Wert von CHF 2'038.00 
(StA act. 44.3, Rechnung 19822676);

- am 27. Oktober 2020 ein Apple iPhone und eine Apple Watch im Wert 
von CHF 1'388.00 (StA act. 44.3, Rechnung 19915819);

- am 28. Oktober 2020 einen Leitz Aktenvernichter im Wert von CHF 81.15 
(StA act. 44.3, Rechnung 19915819).

- Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB (Anklageziff. 1.1.12): Am 9. Oktober 
2020 führte der Beschuldigte als Teamleiter der H._____ einen Teamevent in 
einem Restaurant durch, wobei sich dessen Rechnung auf CHF 1'200.00 be-
lief. Diesen Betrag machte der Beschuldigte bei der H._____ als Spesen gel-
tend, welche ihm diese CHF 1'200.00 am 26. Oktober 2020 überwies. In der 
Folge bezahlte der Beschuldigte die Rechnung des Restaurants jedoch nie 
und beabsichtigte dies auch nicht. Im Umfang der Vermögensdisposition 
wurde die H._____ geschädigt und der Beschuldigte bereichert.

- Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 u. 3 StGB (Anklageziff. 
1.2.1): Der Beschuldigte fälschte in der Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 
6. März 2018 ein Zeugnis der B._____ vom 20. Januar 2017 wissentlich und 
willentlich, indem er den Inhalt des Zeugnisses (Namen, Noten etc.) selber 
erfand.

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- Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 u. 3 StGB (Anklageziff. 
1.2.2): Spätestens am 6. Juni 2018 fälschte der Beschuldigte absichtlich ein 
Arbeitszeugnis der D._____, welches gar nie existierte, indem er ein solches 
auf seinen Namen herstellte und inhaltlich alles selber erfand.

- Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 u. 3 StGB (Anklage-
ziff. 1.2.4): Am 19. September 2019 fälschte der Beschuldigte die Unterschrift 
seiner damaligen Freundin und unterzeichnete so ohne ihr Wissen und Ein-
verständnis in ihrem Namen einen Leasingvertrag für einen BMW M4 Cabrio 
Competition. Wahrheitswidrig gab er zudem in einer E-Mail an, dass die 
Freundin CHF 8'750.00 verdienen würde und gab diese Urkunde dem Lea-
singgeber ab.

- Mehrfacher betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage 
gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB (Anklageziff. 1.3.1): Der Beschuldigte beging in 
der Zeit vom 8. April 2019 bis zum 25. Juli 2020 mehrfach betrügerischen 
Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage. Konkret schädigte er die fol-
genden Personen durch das unberechtigte Nutzen von Kreditkarten(daten) 
im Betrag von jeweils über CHF 300.00 (Grenze zum geringfügigen Vermö-
gensdelikt):

- I._____ am 8. April 2019 im Betrag von CHF 362.00;
- J._____ zwischen dem 22. Juli und dem 6. August 2019 im Betrag von 

CHF 911.00;
- K._____ zwischen dem 8. und 11. August 2019 im Betrag von 

CHF 478.00;
- L._____ zwischen dem 20. und 23. September 2019 im Betrag von 

CHF 1'020.55;
- M._____ am 25. und 26. September 2019 im Betrag von CHF 509.85;
- N._____ am 11. September 2019 im Betrag von CHF 362.00;
- O._____ zwischen dem 16. Juni 2019 und ca. dem 12. April 2020 im Be-

trag von CHF 3'333.85;
- P._____ zwischen dem 6. August 2020 und dem 15. Oktober 2020 im 

Betrag von CHF 1'487.95.

- Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB (Anklageziff. 1.4.1): Der Beschuldigte 
entwendete am 8. August 2019 in einer unverschlossenen Umkleidekabine 
eines Sportplatzes aus dem Portemonnaie von Q._____ CHF 300.00. 

- Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB (Anklageziff. 1.4.2): Der Beschuldigte 
entwendete am 11. Juli 2020 bei einem Fussballplatz aus dem Portemonnaie 

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von R._____ CHF 100.00 und dessen EC-Karte im Wert von CHF 30.00. Die 
Vorinstanz erachtete Art. 172ter StGB (geringfügiges Vermögensdelikt) nicht 
als anwendbar, da sich der Vorsatz des Beschuldigten auf einen Betrag von 
mehr als CHF 300.00 bezog (vgl. act. E.1, E. 21.3).

- Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 u. 2 StGB (Anklageziff. 1.5.1): 
Am 11. April 2019 teilte S._____ dem Beschuldigten via WhatsApp die Kar-
tennummer, den Namen und den Sicherheitscode seiner Kreditkarte mit, um 
eine Zahlungsreservierung beim italienischen Konsulat in der Höhe von 
CHF 153.75 vorzunehmen. Nachdem der Beschuldigte wie vereinbart die 
Zahlungsreservierung vorgenommen hatte, buchte er gleichentags in einem 
Reisebüro eine Reise nach Ägypten im Wert von CHF 4'766.00. Als Bestäti-
gung und Sicherheit für die Reise gab der Beschuldigte ohne Wissen und 
Einverständnis von S._____ dessen Kreditkartendaten an; der Betrag in der 
Höhe von CHF 4'766.00 wurde der Kreditkarte von S._____ belastet.

- Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 u. 2 StGB (Anklageziff. 1.5.2): 
Das Personalbüro der H._____ übergab dem Beschuldigten zwischen Sep-
tember 2020 und Oktober 2020 zehn Goldbarren zu je 2 Gramm im Wert von 
total CHF 1'209.50, mit dem Auftrag, diese seinen Angestellten als Bonus 
auszuhändigen. Anstatt die ihm anvertrauten Goldbarren aber weisungs-
gemäss seinen Mitarbeitern auszuhändigen, behielt der Beschuldigte diese 
für sich und tauschte sie in Bargeld um.

- Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 Abs. 1 StGB (Anklageziff. 
1.6.1): Am 27. September 2019 in Buchs hat der Beschuldigte einen Polizei-
beamten an einer Amtshandlung gehindert, indem er sein Fahrzeug be-
schleunigte, als ihn die Polizei im Rahmen einer Kontrolle anhalten wollte. 
Weiter kam der Beschuldigte kurze Zeit später, als ihn derselbe Polizist er-
neut antraf, der Aufforderung eines Polizisten nicht nach, stehenzubleiben. 
Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz.

- Mehrfache Widerhandlung gegen Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG (Anklageziff. 1.6.1, 
1.6.3, 1.6.4, 1.6.5): Der Beschuldigte hat am 27. September 2019, am 9. Au-
gust 2019, am 1. Februar 2020 und am 25. März 2020 das jeweilige Fahr-
zeug seiner damaligen Freundin vorsätzlich gegen ihren Willen zum Ge-
brauch entwendet.

- Mehrfache Widerhandlung gegen Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG (Anklageziff. 1.6.1, 
1.6.2, 1.6.3, 1.6.4, 1.6.5, 1.6.6, 1.6.7): Der Beschuldigte lenkte am 27. Sep-

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tember 2019, am 20. September 2019, am 1. August 2019, am 17. Juli 2019, 
am 9. August 2019, am 1. Februar 2020, am 25. März 2020, am 11. Juli 2020 
und am 28. Juli 2020 vorsätzlich ein Fahrzeug seiner damaligen Freundin, 
ohne im Besitz eines dazu erforderlichen Führerausweises zu sein.

3.2.2. Für diese aufgezählten Delikte ist im Folgenden das Strafmass und der 
Vollzug festzusetzen.

4. Strafzumessung (Strafmass)

4.1. Grundsätze der Strafzumessung

4.1.1. Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu, wobei 
sich das Verschulden wiederum nach der Schwere der Verletzung oder Gefähr-
dung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 
Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter 
nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 
Verletzung zu vermeiden (Art. 47 StGB). Verschuldensmindernde und verschul-
denserhöhende Gründe des konkreten Falles sind zu würdigen und die objektive 
und subjektive Tatschwere zu bewerten, um zu einer Gesamteinschätzung des 
Tatverschuldens zu gelangen. Dem Tatverschulden kommt bei der Strafzumes-
sung eine entscheidende Rolle zu. Es ist zu qualifizieren und ausdrücklich zu be-
nennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszu-
gehen ist (beispielsweise sechsstufig: sehr leicht, leicht, nicht mehr leicht, mittel-
schwer, schwer und sehr schwer). Basierend darauf sind – sofern verschiedene 
Strafarten alternativ angedroht werden – die Strafart zu wählen und das Strafmass 
festzulegen (tatangemessene Strafe). Die so ermittelte Strafe kann aufgrund we-
sentlicher Täterkomponenten, wie dem Vorleben des Täters, seinen persönlichen 
Verhältnissen sowie der Wirkung der Strafe auf sein Leben, angepasst werden 
(täterangemessene Strafe). Ergebnis ist eine tat- und täterangemessene Strafe 
(Art. 47 StGB; BGE 136 IV 55 E. 5.4 f. und 5.7; Hans Mathys, Leitfaden Strafzu-
messung, 2. Aufl., Basel 2019, N 487 f.; BGE 144 IV 313 E. 1.1.1). 

4.1.2. Im Falle mehrfacher Verletzung desselben Straftatbestands oder der Ver-
letzung mehrerer verschiedener Straftatbestände (Konkurrenz) ist für die Tat mit 
der abstrakt schwersten Strafandrohung dem dargelegten Vorgehen (E. 5.3.1 f.) 
folgend Art und Höhe der Einsatzstrafe zu bestimmen. In Anwendung der konkre-
ten Methode ist dies sodann für jede weitere Tat zu tun, d.h. es ist für jede weitere 
Tat separat die objektive und subjektive Tatschwere zu ermitteln und eine Ge-
samteinschätzung des Tatverschuldens für die jeweilige Tat (sog. Einzeltatver-

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schulden) vorzunehmen. Ferner ist wiederum – bei alternativ angedrohten Strafar-
ten – die Strafart zu bestimmen und schliesslich die Höhe der hypothetischen Ein-
zelstrafe festzulegen. So ist für jede weitere Tat zu verfahren.

4.1.3. Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im zu beurteilenden 
Einzelfall eine Geld- oder Freiheitsstrafe auszusprechen ist, gemäss Art. 47 StGB 
nach dem Ausmass des (Einzeltat-)Verschuldens, wobei die Geldstrafe gegenüber 
der Freiheitsstrafe als mildere Sanktion gilt. Das Gericht trägt bei der Wahl der 
Strafart neben dem Verschulden des Täters der Zweckmässigkeit der Strafe, ihren 
Auswirkungen auf die Täterschaft und auf ihr soziales Umfeld sowie ihrer Wirk-
samkeit unter dem Gesichtswinkel der Prävention Rechnung. Dabei berücksichtigt 
es, dass bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldaus-
gleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall jene gewählt werden soll, die weni-
ger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn am we-
nigsten hart trifft. Dies gilt auch im Rahmen der Gesamtstrafenbildung. Der Täter 
darf aufgrund des Umstands, dass mehrere Delikte gleichzeitig zur Beurteilung 
stehen, für die einzelnen Taten nicht schwerer bestraft werden als bei separater 
Beurteilung (BGer 6B_244/2021, 6B_254/2021 v. 17.4.2023 E. 5.3.3 m.w.H.).

4.1.4. Wurde für die weiteren Taten eine andere Strafart gewählt, als für die 
schwerste Straftat, so sind die Einsatzstrafe und die weiteren Strafen zu kumulie-
ren, d.h. nebeneinander auszusprechen. Ist hingegen die Strafart der Einsatzstra-
fe und der weiteren Strafen (oder eines Teils derselben) die gleiche ("gleichartig"), 
so sind die Strafen nicht zu kumulieren, sondern die Einsatzstrafe in Anwendung 
des Asperationsprinzips bloss – die Deliktsmehrheit wirkt sich nur unproportional 
straferhöhend aus – zu verschärfen, d.h. zu einer einzigen Gesamtstrafe zu er-
höhen (Art. 49 StGB). Der Umfang dieser Erhöhung ist "in Abhängigkeit zu den 
begangenen Delikten festzusetzen […], um der Art der Taten Rechnung zu tragen" 
(BGE 144 IV 217 E. 3.5.2). In diesem Sinne ist das Verhältnis der einzelnen Taten 
untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbständigkeit 
sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und Bege-
hungsweisen zu berücksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Delikts 
wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und 
situativ in einem engen Zusammenhang stehen (Mathys, a.a.O., N 500 m.w.H.).

4.1.5. Die in den vorangegangenen Erwägungen dargelegte Strafzumessung 
i.w.S. muss begründet werden, wobei erhebliche Umstände und ihre Gewichtung 
festzuhalten sind (Art. 50 StGB). So ist insbesondere das Verschulden für jede Tat 
und ihr Gewicht im Rahmen der Gesamtstrafe auszuweisen (BGE 144 IV 217 
E. 3.5.3). Die Wahl der Freiheitsstrafe ist wie erwähnt näher zu begründen (Art. 41 

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Abs. 2 StGB). Die Strafzumessung muss nachvollziehbar sein (BGE 134 IV 17 
E. 2.1).

4.2. Begründung der Vorinstanz und Vorbringen der Parteien

4.2.1. Der Beschuldigte ist von der Vorinstanz zu 14 Monaten Freiheitsstrafe, ei-
ner Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 30.00 und einer Busse von 
CHF 4'000.00 verurteilt worden, wobei sie den Vollzug der Freiheitsstrafe und der 
Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufschob. In ihrer Be-
gründung legte die Vorinstanz zunächst den Grundsatz von Art. 47 StGB dar, wo-
nach das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zumisst. Weiter 
führte sie aus, dass das Gericht das Vorliegen von Strafmilderungs-, Strafschär-
fungs-, Strafminderungs- und Straferhöhungsgründen zu prüfen habe und die für 
die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzu-
halten habe. Sodann erläuterte sie das Asperationsprinzip. Hinsichtlich der Strafart 
für die begangenen Verbrechen und Vergehen stellte die Vorinstanz fest, dass die 
Straftatbestände von Art. 146 Abs. 1 StGB, Art. 149 StGB, Art. 251 Ziff. 1 StGB, 
Art. 147 Abs. 1 StGB, Art. 139 Ziff. 1 StGB, Art. 138 Ziff. 1 StGB, Art. 94 Abs. 1 
SVG und Art. 95 Abs. 1 SVG alternativ eine Freiheits- oder Geldstrafe vorsehen 
würden. Angesichts des Verschuldens und der finanziellen Verhältnisse des Be-
schuldigten falle vorliegend für sämtliche Straftatbestände lediglich eine Freiheits-
strafe in Betracht. Hinsichtlich der konkreten Strafe ging die Vorinstanz metho-
disch so vor, dass sie die gleichen Delikte jeweils zusammenfasste und dafür je-
weils eine Strafe aussprach. Als schwerste Delikte erachtete sie dabei die fünf 
begangenen Betrüge (in einem Fall lediglich als Versuch im Sinne von Art. 22 
Abs. 1 StGB). Dafür setzte sie eine Einssatzstrafe von sechs Monaten fest. Diese 
Einssatzstrafe erhöhte sie für die Urkundenfälschungen um drei Monate, für die 
Zechprellerei um einen Monat, für den mehrfachen betrügerischen Missbrauch 
einer Datenverarbeitungsanlage um zwei Monate, für zwei Diebstähle um einen 
Monat, für die Veruntreuungen um zwei Monate und die mehrfachen Widerhand-
lungen gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von Art. 94 Abs. 1 SVG und 
Art. 95 Abs. 1 SVG um einen weiteren Monat. Gesamthaft sprach es damit eine 
objektiv und subjektiv verschuldensangemessene Strafe von 16 Monaten Frei-
heitsstrafe aus. Diese verschuldensangemessene Strafe reduzierte sie aufgrund 
der Täterkomponenten um gesamthaft zwei Monate (im Detail: Vorstrafen +2 Mo-
nate, Geständnisse -4 Monate), womit eine Gesamtstrafe von 14 Monaten Frei-
heitsstrafe resultierte. Hinsichtlich des Delikts der Hinderung einer Amtshandlung 
stellte die Vorinstanz schliesslich fest, dass zwingend eine Geldstrafe auszuspre-
chen sei. Es erachtete das Verschulden als aussergewöhnlich schwer, die diesbe-

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zügliche Vorstrafenlosigkeit wertete es als neutral und verurteilte den Beschuldig-
ten zu 30 Tagessätzen Geldstrafe. Ausgehend von einem Jahreseinkommen von 
CHF 14'434.40 setzte es einen Tagessatz auf das gesetzliche Minimum von 
CHF 30.00. Hinsichtlich der begangenen Übertretungen setzte die Vorinstanz 
schliesslich gesamthaft eine Busse von CHF 4'000.00 fest (vgl. act. E.1, E. 30.14 
ff.).

4.2.2. Die Staatsanwaltschaft brachte hinsichtlich der Strafzumessung an der Be-
rufungsverhandlung vor, dass die Vorinstanz der vom Bundesgericht entwickelten 
Methodik gefolgt sei, sie die einzelnen Elemente jedoch anders als die Vorinstanz 
gewichte. Hinsichtlich der fünf Betrüge sei festzuhalten, dass der Deliktsbetrag bei 
beachtlichen CHF 36'105.25 liegen würde und der Deliktszeitraum sich von An-
fang 2018 bis Oktober 2020 erstrecke. Der Beschuldigte habe eine beachtliche 
kriminelle Energie manifestiert und sei nicht davor zurückgeschreckt, Delikte zum 
Nachteil seines Arbeitgebers zu begehen. Betreffend subjektivem Verschulden sei 
festzuhalten, dass der Beschuldigte ohne Not aus egoistischen (finanziellen) 
Gründen mit direktem Vorsatz gehandelt habe. Eine Einsatzstrafe von acht Mona-
ten sei daher angemessen. Für die drei Urkundenfälschungen sei diese Strafe um 
drei Monate zu erhöhen; auch hier habe der Beschuldigte mit direktem Vorsatz, 
zielgerichtet und mit erheblicher krimineller Energie gehandelt. Hinsichtlich der 
Zechprellerei sei die Strafe um einen weiteren Monat zu erhöhen; der Beschuldig-
te habe die Zeche von rund CHF 3'000.00 nicht bezahlt, wobei sein Verhalten als 
dreist bezeichnet werden müsse. Bei den betrügerischen Missbräuchen von Da-
tenverarbeitungslagen springe der gesamthafte Deliktsbetrag sowie die Vielzahl 
der Delikte während längerer Zeit ins Auge. Eine Erhöhung der Strafe um zwei 
Monate sei angemessen. Bei den beiden Diebstählen zum Nachteil von Teamka-
meraden liege der Deliktsbetrag zwar nur knapp über demjenigen eines geringfü-
gigen Vermögensdelikts; der Vorsatz dürfte sich aber auf mehr gerichtet haben. 
Dies rechtfertige eine Erhöhung der Strafe um einen weiteren Monat. Mit der Vor-
instanz habe der Beschuldigte hinsichtlich der beiden Veruntreuungen besonders 
dreist gehandelt, weshalb eine Erhöhung um zwei Monate angemessen erscheine. 
Auch um zwei Monate sei die Strafe aufgrund der mehrfachen Vergehen gegen 
das SVG zu erhöhen, zumal der Beschuldigte eine beachtliche Gleichgültigkeit 
gegenüber dem Strassenverkehrsgesetz gezeigt habe. Insgesamt erscheine somit 
eine verschuldensangemessene Strafe von 19 Monaten angemessen. 

Hinsichtlich der Täterkomponenten beanstandete die Staatsanwaltschaft die 
Straferhöhung um zwei Monate für die Vorstrafen und die Strafminderung um vier 
Monate für die Geständnisse nicht. Entgegen der Vorinstanz sei die Delinquenz 

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des Beschuldigten während der laufenden Strafuntersuchung jedoch klar strafer-
höhend zu berücksichtigen, sofern es um bewiesene Delikte gehe. Aus den Unter-
lagen der Staatsanwaltschaft AR._____ werde ersichtlich, dass dem Beschuldigte 
51 Delikte vorgeworfen würden. Diese seien praktisch unisono eingestanden; nur 
bei drei Delikten bestreite er die Tat. Diesem Umstand sei straferhöhend mit ei-
nem Monat Rechnung zu tragen. Nach Berücksichtigung der Täterkomponenten 
verbleibe somit eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten (act. H.2). 

4.2.3. Die Verteidigung erläuterte an der Hauptverhandlung einleitend die Famili-
engeschichte des Beschuldigten. Er sei in schwierigen Verhältnissen in einem 
vom Vater dominierten Haushalt aufgewachsen. Zwischen den Eltern sei es häufig 
zu Streitigkeiten gekommen; zeitweise sei er mit der Mutter in den Kanton 
AP._____ gezügelt. Die obligatorische Schulzeit habe er im AO._____ absolviert, 
danach habe er eine Lehre begonnen und abgebrochen; später habe er eine Lo-
gistikerlehre begonnen und absolviert. Mit 24 Jahren habe er früh geheiratet; die 
Ehe habe jedoch nur kurz gehalten und sei mit Problemen beladen gewesen. Da-
nach hätten die Schwierigkeiten begonnen. Nach der Scheidung sei er aus der 
Gemeinschaft der AQ._____, welcher seine Familie angehört habe, ausgeschlos-
sen worden; seine Eltern hätten den Kontakt abgebrochen. Er habe versucht, sich 
ein neues Leben aufzubauen, um ihnen zu zeigen, dass er sehr wohl über positive 
Fähigkeiten verfüge. Geschehen sei bekanntlich das Gegenteil und er sei straffäl-
lig geworden. Im Jahr 2021 sei er nach Italien, wo es zu einem Sinneswandel ge-
kommen sei; das vorinstanzliche Urteil habe ihm dabei auch geholfen. Er habe 
dieses sang- und klanglos anerkannt und sei überrascht gewesen, dass die 
Staatsanwaltschaft ihn nun hinter Gitter sehen wolle. Gerade jetzt habe er in der 
Gesellschaft Fuss fassen können, eine neue Partnerin gefunden und eine Ausbil-
dung begonnen. Er sei auf dem richtigen Weg; man solle ihn nun nicht von diesem 
entfernen (act. H.1, S.2 f.).

Zur Höhe der Strafe brachte die Verteidigung vor, dass die Vorinstanz die Straf-
zumessung ausserordentlich gut und professionell begründet habe, auch wenn die 
Strafe etwas zu hoch ausgefallen sei. Der Beschuldigte habe das harte Urteil auch 
akzeptiert. Es verwundere, dass die Staatsanwaltschaft das Urteil nicht nur in Be-
zug auf den bedingt aufgeschobenen Strafvollzug, sondern auch auf die Sankti-
onshöhe in Frage stelle. Die von der Staatsanwaltschaft geforderte Freiheitsstrafe 
sei unverhältnismässig, insbesondere, wenn man bedenke, dass sie vor der Vor-
instanz die exakt gleiche Strafe beantragt habe. Die Strafzumessung mache folg-
lich noch weniger Sinn als damals, weil der Beschuldigte in Bezug auf verschiede-
ne Ziffern der Anklageschrift freigesprochen worden sei. Diese Ausführungen wür-

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den zeigen, dass sich die Staatsanwaltschaft nicht hinreichend mit der Strafzu-
messung befasst habe und schlicht die Zumessung der damaligen Anklage über-
nommen habe (act. H.1, S. 3 f.).

4.3. Bemerkungen zur Methodik (Gruppenbildung)

Vorliegend haben die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung die Methodik der 
vorinstanzlichen Strafzumessung – namentlich die Bildung von Deliktsgruppen – 
nicht gerügt, sondern vielmehr angegeben, dass die Zumessung korrekt erfolgt 
sei. Die Staatsanwaltschaft fordert lediglich, dass für einzelne Deliktsgruppen die 
Strafe höher auszufallen habe, verfährt hinsichtlich der Methodik jedoch gleich wie 
die Vorinstanz. Dabei übersehen sowohl die Vorinstanz als auch die Parteien die 
dargelegte Rechtsprechung des Bundesgerichts zur konkreten Methode. Dem-
nach muss – wenn mehrere Delikte zu beurteilen sind – für jedes einzelne Delikt 
eine gesonderte Strafzumessung festgelegt werden. Die vorliegend angewandte 
Gruppenbildung von Delikten ohne näheren Zusammenhang ist durch das Bun-
desgericht wiederholt für unzulässig erklärt worden, da die Bildung von Delikts-
gruppen zur Strafartbestimmung im Ergebnis auf eine (selektive) Aufgabe der Ge-
samtstrafe nach dem Asperationsprinzip zugunsten der gesetzlich nicht vorgese-
henen "Einheitsstrafe" hinauslaufe (vgl. BGE 144 IV 217 E. 3.5.4 und 3.6; 144 IV 
313 E. 1.1.2 f.; 6B_254/2021 v. 17.4.2023 E. 5.3.2). Das Bundesgericht hält indes 
auch fest, es dürfe weiterhin eine Gesamtfreiheitsstrafe ausgesprochen werden, 
wenn viele Einzeltaten zeitlich sowie sachlich eng miteinander verknüpft sind und 
eine blosse Geldstrafe bei keinem der in einem engen Zusammenhang stehenden 
Delikte geeignet ist, in genügendem Masse präventiv auf den Täter einzuwirken 
(BGer 6B_798/2021 v. 2.8.2022 E. 5.1; 6B_382/2021 v. 25.7.2022 E. 2.4.2; 
6B_196/2021 v. 25.4.2022 E. 5.3.2; je m.H.). Da diese Voraussetzungen kumulativ 
gelten und die präventive Wirksamkeit der Strafe mit Bezug auf jedes einzelne 
Delikt fehlen muss, sich anders ausgedrückt mit diesen Tat- und Täterkomponen-
ten die Wahl der Strafart Freiheitsstrafe für das Einzeldelikt gesondert begründen 
lassen muss, ist fraglich, inwiefern dies überhaupt eine Ausnahme von der konkre-
ten Methode darstellt; vielmehr handelt es sich schlicht um das Ergebnis des Vor-
gehens nach Art. 49 StGB und nicht um dasjenige einer (unzulässigen) Gesamt-
betrachtung (KGer GR SK1 20 31 v. 1.12.2022 E. 5.3.4 m.w.H.). Unabhängig da-
von muss es jedoch zulässig sein, dass die Begründung für einzelne Punkte ver-
schiedener Delikte zusammengefasst wird, sofern die Begründung für diese je-
weils genau gleich ist. Wichtig ist dann jedoch, dass dennoch klar wird, dass hin-
sichtlich jedem Delikt eine eigene Strafzumessung vorgenommen worden ist.

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4.4. Der Strafrahmen der zu beurteilenden Delikte

4.4.1. Wie vorstehend dargelegt, hat die Vorinstanz den Beschuldigten wegen 
einer Vielzahl von Delikten schuldig gesprochen, für welche vorliegend mehrheit-
lich das Strafmass ausführlich neu zu beurteilen ist (vgl. E. 3.1).

4.4.2. Die abstrakten Strafrahmen der hier zu beurteilenden Tatbestände sind 
teilweise unterschiedlich. Den gleichen Strafrahmen von einer Geldstrafe bis zu 
180 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren sehen die Tat-
bestände des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, der Urkundenfälschung 
gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB, des betrügerischen Missbrauchs einer 
Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB, des Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 StGB und der Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 
StGB vor. Weiter werden die Tatbestände der Zechprellerei gemäss Art. 149 
Abs. 1 StGB, der Widerhandlung gegen Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG und der Wider-
handlung gegen Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG jeweils mit einer Geldstrafe von bis zu 
180 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren sanktioniert. Für 
die Verurteilung wegen der Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 
Abs. 1 StGB sieht das Gesetz wiederum als abstrakte Strafandrohung eine Gelds-
trafe bis zu 30 Tagessätzen vor. Für die übrigen verurteilten Delikte ist als Sankti-
on eine Busse vorgesehen (Konkrete Delikte: geringfügiger betrügerischer Miss-
brauch einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB i.V.m. 
Art. 172ter StGB; geringfügiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. mit 
Art. 172ter StGB; Widerhandlung gegen Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 
SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG; Widerhandlung gegen Art. 3 Abs. 1 VRV i.V.m. 
Art. 96 VRV; Widerhandlung gegen Art. 63 VZAE i.V.m. Art. 90a lit. b VZAE; Wi-
derhandlung gegen Art. 57 Abs. 3 PBG).

4.4.3. Vorliegend sind im Rahmen der Strafzumessung diverse Strafschärfungs- 
und Strafminderungsgründe zu berücksichtigen. Mangels aussergewöhnlicher 
Umstände sind die Grenzen der oben angegebenen ordentlichen Strafrahmen je-
doch nicht zu verlassen, womit die Strafschärfungs- und Strafminderungsgründe 
innerhalb des ordentlichen Strafrahmens zu berücksichtigen sind. Dem Gesagten 
entsprechend, stimmt der konkrete ordentliche Strafrahmen bei allen Delikten mit 
dem ordentlichen abstrakten Strafrahmen überein.

4.5. Wahl der Sanktionsart

4.5.1. Wie dargelegt, sehen die meisten vorliegend zu beurteilenden Tatbestände 
als Sanktionsart entweder eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe vor. Bei der Wahl 

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der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässigkeit einer bestimmten 
Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre 
präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 134 IV 97 E. 4.2 mit Hinweisen). 
Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll nach konstanter Rechtsprechung 
bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs 
äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark 
in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift (BGE 138 IV 120 E. 5.2; BGer 
6B_125/2018 v. 14.6.2018 E. 1.3.2; je m.H.). Die Geldstrafe stellt die Hauptsankti-
on dar (BGE 134 IV 97 E. 4.2.2). Sie wiegt als Vermögenssanktion prinzipiell we-
niger schwer als ein Eingriff in die persönliche Freiheit (BGE 138 IV 120 E. 5.2; 
134 IV 97 E. 4.2.2). Gemäss Art. 41 Abs. 1 lit. a und b StGB kann das Gericht statt 
auf eine Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn entweder eine solche 
geboten erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder 
Vergehen abzuhalten, oder wenn eine Geldstrafe nicht vollzogen werden kann. 

4.5.2. Beim Beschuldigten handelt es sich um einen Wiederholungstäter, bei dem 
davon ausgegangen werden muss, dass er sich mit einer reinen Geldstrafe nicht 
von der Begehung weiterer Straftaten abhalten lassen wird, was die Verurteilun-
gen in der Vergangenheit zeigen. Weder die bedingt oder unbedingt ausgespro-
chenen Geldstrafen noch die diversen gegen ihn verhängten Bussen wegen ver-
schiedener, hier einschlägigen Delikten vermochten ihn von weiterer Delinquenz 
abzuhalten (vgl. act. D.22). Auch das vorinstanzliche Urteil mit einer bedingt aus-
gesprochenen Freiheitsstrafe zeigte offenbar zu wenig Wirkung; zwischen dem 
erstinstanzlichen Urteilsspruch und der Verhandlung vor dem Kantonsgericht wur-
de er mutmasslich wieder mehrfach und einschlägig straffällig. So führt die 
Staatsanwaltschaft AR._____ bereits wieder eine Strafuntersuchung wegen diver-
ser Delikten (u.a. -Betrug, Urkundenfälschung, betrügerischer Missbrauch einer 
Datenverarbeitungsanlage, Diebstahl), welche der Beschuldigte zwischen dem 
1. Dezember 2020 und dem 29. Januar 2023 begangen haben soll (vgl. act. I.1 u. 
I.2). Der Beschuldigte hat dabei fast alle Tatbestände eingestanden (vgl. act. I.3 u. 
I.4). Die Ausfällung einer Geldstrafe kommt daher aus spezialpräventiven Gründen 
für jedes einzelne hier zu beurteilende Delikt nicht mehr in Frage. Die Beurteilung 
erfolgt dabei nicht im Sinne einer Gesamtbewertung. Hinsichtlich jedem einzelnen 
Delikt ist der Beschuldigte schon (teilweise mehrfach) einschlägig vorbestraft und 
hat damit gezeigt, dass eine Geldstrafe offensichtlich nicht mehr genügt. Wie be-
reits die Vorinstanz richtig erwog, ist mit Blick auf die prekären finanziellen Ver-
hältnisse des Beschuldigten zudem davon auszugehen, dass eine Geldstrafe oh-
nehin nicht vollzogen werden könnte (vgl. act. H.4, Frage IV.8). Hernach ist mit 
Ausnahme der begangenen Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 

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Abs. 1 StGB – welcher als Sanktion lediglich eine Geldstrafe vorsieht –  für sämtli-
che von ihm begangenen Verbrechen und Vergehen jeweils eine Freiheitsstrafe 
auszufällen. 

4.6. Einsatzstrafe: Betrug gemäss Anklageziffer 1.1.1

4.6.1. Wie dargelegt, hat die Vorinstanz sämtliche Betrüge zu einer Gruppe zu-
sammengefasst und diese Delikte als schwerste Straftaten festgelegt. Dies ist an-
gesichts der dargelegten Erwägungen zur konkreten Methode zu korrigieren. 

4.6.2. Als schwerste Straftat gilt die Straftat mit der grössten abstrakten gesetzli-
chen Strafandrohung. Der Beschuldigte wurde im vorliegenden Verfahren unter 
anderem wegen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, wegen Urkundenfälschung 
gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB, wegen betrügerischen Missbrauchs 
einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB, wegen Diebstahls 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB und wegen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 
Abs. 1 und 2 StGB verurteilt, wobei alle Delikte als abstrakte Strafandrohung eine 
Geldstrafe von 180 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren 
vorsehen. Sind mehrere Tatbestände mit dem gleichen Strafrahmen zu beurteilen, 
ist von demjenigen Delikt auszugehen, welches die höchste Strafe nach sich zieht 
(vgl. KGer GR SK1 20 31 v. 1.12.2022 E. 6.2.4. m.w.H.). Vorliegend erscheint es 
angemessen, die konkret schwerste Straftat gestützt auf den Deliktsbetrag festzu-
legen, zumal sämtliche aufgeführten Straftaten das Rechtsgut des Vermögens 
betreffen. In diesem Sinne ist angesichts der Schadenssumme der Betrug zulas-
ten der D._____ im Umfang von rund CHF 15'200.00 (Anklageziffer 1.1.1) als 
schwerste Straftat anzusehen. 

4.6.3. Gemäss den vorstehenden Erwägungen beträgt der konkrete abstrakte 
Strafrahmen für den Betrug gemäss Anklageziffer 1.1.1 bis zu fünf Jahre Frei-
heitsstrafe. Die objektive Schwere der hier zu beurteilenden Tat ist dabei unter 
Berücksichtigung des weiten Strafrahmens im unteren Bereich anzusiedeln. Für 
die Beurteilung der Tatschwere bei einem Vermögensdelikt kommt der Delikt-
summe eine erhebliche Bedeutung zu. Diese ist vorliegend zwar nicht unerheblich, 
im Rahmen des für einen Betrug denkbaren jedoch eher im tieferen Bereich anzu-
setzen. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Beschuldigte sich aufgrund seiner 
falschen Angaben zwar eine Stelle als Gruppenleiter erschlichen hat, jedoch im-
merhin die Probezeit überstanden und während neuneinhalb Monaten auch als 
Gruppenleiter gearbeitet hat. Dennoch hat er das Vertrauen seines Arbeitgebers in 
erheblichem Masse missbraucht und in Kauf genommen, dass diesem aufgrund 
seiner fehlenden Qualifikationen ein erheblicher finanzieller Schaden entstehen 

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könnte. Dass die Deliktsumme nicht höher ist, liegt schliesslich einzig daran, dass 
der Beschuldigte durch seinen Arbeitgeber im Februar 2019 entlassen worden ist. 
In Bezug auf die subjektive Tatschwere ist festzuhalten, dass der Beschuldigte mit 
seinem dreisten Vorgehen eine nicht unerhebliche kriminelle Energie gezeigt hat. 
Seine mit einem gefälschten Zeugnis untermauerte Angabe, wonach er eine Aus-
bildung als dipl. Logistikfachmann FA abgeschlossen hatte, musste er nicht nur 
während des Bewerbungsprozesses, sondern während seiner gesamten Anstel-
lungsdauer gegenüber seinen Vorgesetzten und Arbeitskollegen aufrechterhalten. 
Insgesamt gleichen sich die genannten Tatumstände aus; eine Einsatzstrafe von 
90 Tagessätzen erscheint der Tatschwere deshalb angemessen.

4.7. Asperation: Übrige Delikte

Dem Gesagten entsprechend, ist die Einsatzstrafe von 90 Tagessätze für die übri-
gen Delikte angemessen zu erhöhen. Bei den übrigen Delikten handelt es sich 
mehrheitlich um Vermögensdelikte (Betrug, Zechprellerei, Missbrauch einer Da-
tenverarbeitungsanlage, Diebstahl, Veruntreuung), bei welchen die Tatschwere 
angesichts des geschützten Rechtsguts in erheblichem Masse vom Deliktsbetrag 
abhängt (vgl. Marcel Alexander Niggli/Christof Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafgesetzbuch/Jugendstrafgesetz, 4. Aufl., Basel 
2019, N 7 zu Art. 138 StGB). Da die gennannten Vermögensdelikte – mit Aus-
nahme der Zechprellerei – denselben Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Frei-
heitsstrafe aufweisen, rechtfertigt es sich, das Strafmass für alle diese Delikte 
ausgehend vom Deliktsbetrag nach dem folgenden Schema festzusetzen: 15 Ta-
gessätze bis zu einem Deliktsbetrag von CHF 1'000.00, 20 Tagessätze bis zu ei-
nem Deliktsbetrag von CHF 2'000.00, 25 Tagessätze bis zu einem Deliktsbetrag 
von CHF 3'000.00 und so weiter. Ausgehend von diesem Strafmass ist die Strafe 
ist an die jeweiligen besonderen (namentlich objektiven und subjektiven) Umstän-
de anzupassen. 

4.7.1. Versuchter Betrug gemäss Anklageziff. 1.1.3

Die objektive Tatschwere ist angesichts des Deliktsbetrags im untersten Bereich 
festzusetzen, womit gestützt auf die Deliktsumme eine Einzelstrafe von 20 Tages-
sätzen angemessen erscheint. Jedoch ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 
auch hier eine nicht unerhebliche kriminelle Energie zeigte. Er begnügte sich nicht 
nur damit, dem Geschädigten ein nichtexistierendes Smartphone zu versprechen, 
sondern schickte diesem – um das Versenden zu beweisen – ein leeres Paket zu. 
Dass das Delikt nicht vollendet wurde, lag letztlich nur an der Aufmerksamkeit des 
Geschädigten, welcher den Betrug unter anderem aufgrund des zu geringen Pa-

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ketgewichts entdeckte und deshalb die Zahlung an den Beschuldigten frühzeitig 
stornierte. Insgesamt erscheint es angemessen, das Strafmass aufgrund der sub-
jektiven Tatschwere um drei Tagessätze zu erhöhen und den Versuch mit einem 
Abzug von fünf Tagessätzen zu berücksichtigen. Als Einzelstrafe wären damit 18 
Tagessätze festzusetzen, welche für die Gesamtstrafe asperierend zur Hälfte und 
damit mit neun Tagessätzen anzurechnen ist.

4.7.2. Betrug gemäss Anklageziff. 1.1.10

Gestützt auf den Deliktsbetrag von CHF 9'856.40 ist die objektive Tatschwere für 
den Betrug zulasten der T._____ ebenfalls im unteren Bereich einzuordnen, wofür 
eine verschuldensangemessene Einzelstrafe von 60 Tagessätzen festzusetzen ist. 
Ähnlich wie bei der Einsatzstrafe hat der Beschuldigte dabei das Vertrauen seines 
Arbeitgebers in dreister Weise missbraucht, wobei er hier – entgegen dem Sach-
verhalt zur Anklageziffer 1.1.1 – seine Arbeitsleistung in betrügerischer Weise un-
ter Einreichung zweier gefälschter Arztzeugnisse unrechtmässig verweigert hat. 
Angesicht dieser erhöhten Tatschwere ist die hypothetische Einzelstrafe um weite-
re zehn Tagessätze auf insgesamt 70 Tagessätze zu erhöhen. Unter Anwendung 
eines Asperierungsfaktors von 0.5 ist die Einsatzstrafe damit um weitere 35 Ta-
gessätze zu erhöhen.

4.7.3. Mehrfacher Betrug gemäss Anklageziff. 1.1.11

Gemäss Anklageschrift Ziff. 1.1.11 bestellte der Beschuldigte in der Zeit vom 2. bis 
28. Oktober 2020 über diverse Mailadressen bei der H._____ diverse Gegenstän-
de im Wert von CHF 9'848.85, um sie ohne zu bezahlen weiterzuverkaufen. Die elf 
Bestellungen tätigte er dabei mehrheitlich an unterschiedlichen Tagen und – um 
die Bestellungen zu verschleiern – teilweise über unterschiedliche Mailadressen. 
Sowohl die Vorinstanz als auch die Staatsanwaltschaft haben für die Bestellungen 
beziehungsweise die Delikte eine Einheitsstrafe festgelegt, obwohl zwischen den 
Delikten – abgesehen vom Vorgehen – kein Zusammenhang besteht. Bei jeder 
Bestellung musste der Beschuldigte einen neuen Tatentschluss fassen; jede Be-
stellung erfüllt für sich den Tatbestand des Betrugs. Angesichts dessen und der 
zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Gruppenbildung erscheint es 
nicht zulässig, die Delikte mit einer Einheitsstrafe zu sanktionieren. 

Vorliegend ist der Beschuldigte für insgesamt elf Bestellungen verurteilt worden. 
Betragsmässig fallen vier (StA act. 44.3, Rechnungen Nrn. 19767834, 19767985, 
19783852, 19938056) in den Bereich des geringfügigen Vermögensdelikts, wofür 
lediglich eine Busse festzulegen wäre. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten je-

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doch nicht aufgrund eines Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter 
StGB schuldig gesprochen, womit hinsichtlich dieser Delikte auch keine Strafe 
ausgesprochen werden kann. Hinsichtlich der anderen Straftaten ist sowohl die 
objektive als auch die subjektive Tatschwere im unteren beziehungsweise unters-
ten Bereich anzusiedeln; besondere Umstände sind nicht ersichtlich. Ausgehend 
vom Deliktsbetrag ist die Strafe für die Bestellung vom 2. Oktober 2020 über 
CHF 516.20 auf 15 Tagessätze und für die Bestellung vom 19. Oktober 2020 über 
CHF 2'038.00 auf 25 Tagessätze festzulegen. Für die übrigen Bestellungen, wel-
che alle zwischen CHF 1'000.00 und CHF 2'000.00 liegen, ist jeweils eine Strafe 
von 20 Tagessätzen anzuordnen. Die Taten sind zur Hälfte anzurechnen, womit 
die Einssatzstrafe insgesamt um 69 Tagessätze (fünfmal zehn Tagessätze, einmal 
sieben Tagessätze, einmal zwölf Tagessätze) zu erhöhen ist. 

4.7.4. Betrug gemäss Anklageziff. 1.1.12

Gestützt auf den Deliktsbetrag von CHF 1'200.00 ist die objektive Tatschwere im 
untersten Bereich einzuordnen, wofür eine verschuldensangemessene Einzelstra-
fe von 20 Tagessätzen festzusetzen ist. Ähnlich wie bei der Einsatzstrafe und dem 
Betrug gemäss Anklageziffer 1.1.10 hat der Beschuldigte dabei das Vertrauen 
seines Arbeitgebers in dreister Weise missbraucht, wobei er hier wesentlich weni-
ger kriminelle Energie zeigte, um den Betrug zu vertuschen; angesichts seines 
Vorgehens war die Wahrscheinlichkeit relativ gross, dass er mit seinem Vorhaben 
scheitern würde. Insgesamt erscheint eine verschuldensangemessene Einzelstra-
fe von 20 Tagessätzen als angemessen. Diese ist ihm zur Hälfte und damit im 
Umfang von 10 Tagessätzen an die Gesamtstrafe anzurechnen. 

4.7.5. Zechprellerei gemäss Anklageziff. 1.1.9

Im Gegensatz zu den übrigen hier zu beurteilenden Vermögensdelikten, welche 
einen Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe vorsehen, sieht der Tat-
bestand der Zechprellerei gemäss Art. 149 StGB lediglich einen Strafrahmen von 
bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe vor. In diesem Sinne ist auch das vom Deliktsbe-
trag abhängige Strafmass im Vergleich zu diesen Delikten anzupassen. Insgesamt 
ist sowohl das objektive als auch das subjektive Tatverschulden angesichts der 
Deliktsumme von CHF 2'925.80.00 und dem Vorgehen des Beschuldigten im un-
tersten Bereich einzuordnen, womit eine Einzelstrafe von 18 Tagessätzen dem 
Verschulden angemessen erscheint. Diese ist der Gesamtstrafe zur Hälfte und 
damit mit neun Tagessätzen anzurechnen.

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4.7.6. Urkundenfälschung gemäss Anklageziff. 1.2.1

Der Beschuldigte fälschte im Frühjahr 2018 ein Abschlusszeugnis der B._____ 
(Namen, Noten, Unterschriften), um eine Ausbildung als diplomierter Logistik-
fachmann FA ausweisen zu können, obwohl er eine solche Ausbildung nie absol-
viert hat. Die gefälschte Urkunde verwendete er dabei unter anderem für den Be-
werbungsprozess bei der D._____, um eine Arbeitsstelle zu bekommen, welche 
die genannte Ausbildung voraussetzte. Der Aufwand des Beschuldigten und die 
damit einhergehende kriminelle Energie sind dabei nicht unerheblich, zumal er das 
Dokument von Grund auf selbst erstellt hat und es sich bei diesem um eine Total-
fälschung handelt. Der damit erlangte Vorteil bestand darin, dass der Beschuldigte 
eine Arbeitsstelle mit einem höheren Lohn bekam. In subjektiver Hinsicht handelte 
der Beschuldigte mit direktem Vorsatz. Insgesamt ist sowohl die objektive als auch 
subjektive Tatschwere angesichts des eher tiefen Deliktbetrags dennoch im unte-
ren Bereich anzusiedeln; eine Einzelstrafe von 85 Tagessätzen erscheint ange-
messen. Die Urkundenfälschung erweist sich vorliegend als das Tatmittel des Be-
trugs gemäss Anklageziffer 1.1.1 und steht in engstem Zusammenhang mit die-
sem Delikt, weshalb der Asperationsfaktor etwas zu senken ist (0.4). Für die Ur-
kundenfälschung gemäss Anklageziff. 1.2.1. ist die Einsatzstrafe um 34 Tagessät-
ze zu erhöhen.

4.7.7. Urkundenfälschung gemäss Anklageziff. 1.2.2

Spätestens am 6. Juni 2018 fälschte der Beschuldigte ein Arbeitszeugnis der 
D._____. In der Anklage ist nicht umschrieben, wann und gegenüber welchen Ar-
beitgebern das verfälschte Arbeitszeugnis eingesetzt wurde. Die objektive und 
subjektive Tatschwere ist ähnlich einzustufen (im unteren Bereich) wie in der An-
klageziffer 1.2.1, wobei zu berücksichtigen ist, dass die erzielten Vorteile unbe-
kannt sind. Letztlich wären als Einzelstrafe 75 Tagessätze festzulegen. Diese sind 
zur Hälfte und damit 37 Tagessätzen an die Gesamtstrafe anzurechnen.

4.7.8. Urkundenfälschung gemäss Anklageziff. 1.2.4

Am 19. September 2019 fälschte der Beschuldigte die Unterschrift seiner damali-
gen Freundin und unterzeichnete so ohne ihr Wissen und Einverständnis in ihrem 
Namen einen Leasingvertrag für einen BMW M4 Cabrio Competition im Wert von 
CHF 134'990.00. Wahrheitswidrig gab er zudem in einer E-Mail an, dass die 
Freundin CHF 8'750.00 verdienen würde und gab diese Urkunde dem Leasingge-
ber ab. Die objektive Tatschwere erscheint vorliegend nicht mehr leicht. Der Be-
schuldigte zeigte erhebliche kriminelle Energie, indem er auf den Namen der 

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Freundin eine E-Mail-Adresse eröffnete, um gegenüber dem Leasinggeber den 
Eindruck zu vermitteln, dass dieser mit der Freundin in Kontakt stehe. Der Freun-
din gegenüber musste er wiederum verschleiern, dass das Auto auf sie eingelöst 
war und unter anderem auch die Versicherungen auf ihren Namen liefen. In sub-
jektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte mit direktem Vorsatz und alleine des-
halb, um sich selbst zu bereichern. Als Einzelstrafe wären für das Delikt 80 Ta-
gessätze festzulegen. Diese sind zur Hälfte und damit mit 40 Tagessätzen an die 
Gesamtstrafe anzurechnen.

4.7.9. Mehrfacher Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Anklage-
ziff. 1.3.1

Zwischen dem 8. April 2019 und dem 25. Juli 2020 beging der Beschuldigte zulas-
ten verschiedener Personen mehrfach einen betrügerischen Missbrauch einer Da-
tenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB und Art. 147 Abs. 1 StGB 
i.V.m. Art. 172ter StGB. Der Beschuldigte ging dabei jeweils relativ ähnlich vor. Er 
gelangte auf unterschiedlichem Wege – häufig, indem er die Kreditkarte aus Gar-
deroben der Sportanlage entwendete – an Kreditkartendaten verschiedener Per-
sonen und nutzte diese nachfolgend auf Online-Plattformen oder über die Contact-
less-Funktion, bis die entsprechende Karte gesperrt war. Dem Geschädigten 
I._____ verursachte er so einen Schaden von CHF 362.00, dem Geschädigten 
J._____ einen Schaden von CHF 911.00, dem Geschädigten K._____ einen 
Schaden von CHF 478.00, dem Geschädigten L._____ einen Schaden von 
CHF 1'020.55, dem Geschädigten M._____ einen Schaden von CHF 509.85, dem 
Geschädigten N._____ einen Schaden von CHF 362.00, dem Geschädigten 
O._____ einen Schaden von CHF 3'333.85 und dem Geschädigten P._____ einen 
Schaden von CHF '1'614.70. Die einzelnen Karten nutzte der Beschuldigte dabei 
zwar jeweils mehrfach und auch an unterschiedlichen Tagen. Da der Tatent-
schluss jedoch bereits mit dem Entwenden der Karten bzw. Kartendaten getroffen 
worden ist, ist die mehrfache Nutzung einer einzelnen Karte jeweils als eine Tat 
anzusehen.

Vorliegend sind damit insgesamt acht Delikte zu bewerten. Für alle ist sowohl die 
objektive als auch die subjektive Tatschwere im unteren beziehungsweise unters-
ten Bereich anzusiedeln; besondere Umstände sind nicht ersichtlich. Ausgehend 
vom Deliktsbetrag ist die Strafe für die Delikte mit einem Deliktsbetrag bis 
CHF 1'000.00 auf je 15 Tagessätze festzulegen (Delikte gegen I._____, J._____, 
K._____, M._____ und N._____). Die Straftat gegen L._____ ist mit 20 Tagessät-
zen zu bestrafen; diejenige gegen O._____ mit 30 Tagessätzen und die miss-
bräuchliche Verwendung der Kreditkarte gegen P._____ mit 20 Tagessätzen. Die 

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einzelnen Strafen sind zur Hälfte anzurechnen, womit die Einsatzstrafe insgesamt 
um 70 Tagessätze (fünfmal sieben Tagessätze, zweimal zehn Tagessätze, einmal 
15 Tagessätze) zu erhöhen ist. 

4.7.10. Mehrfacher Diebstahl gemäss Anklageziffern 1.4.1 und 1.4.2

Gemäss Anklageziffer 1.4.1 entwendete der Beschuldigten aus dem Portemon-
naie von Q._____ am 8. August 2019 CHF 300.00; gemäss Anklageziffer 1.4.1 
entwendete der Beschuldigten am 11. Juli 2020 aus dem Portemonnaie von 
R._____ CHF 100.00 und dessen EC-Karte im Wert von CHF 30.00. Die Vorin-
stanz ging davon aus, dass sich der Eventualvorsatz des Beschuldigten in beiden 
Fällen auf einen Diebstahl von mindestens CHF 300.00 erstreckt habe, weshalb er 
gemäss Rechtsprechung in beiden Fällen gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB zu verur-
teilen sei. Insofern ist auch das objektive und subjektive Tatverschulden 
grundsätzlich so festzusetzen, als ob der Beschuldigte einen Betrag von bis zu 
CHF 1'000.00 gestohlen hat. Es erscheint angemessen, beide Taten mit 15 Ta-
gessätzen zu bestrafen. Beide Strafen sind zur Hälfte (je abgerundet) anzurech-
nen, womit die Einssatzstrafe insgesamt um 14 Tagessätze zu erhöhen ist. 

4.7.11. Veruntreuung gemäss Anklageziff. 1.5.1

Die objektive Tatschwere für die Veruntreuung zulasten von S._____ wiegt ange-
sichts des verhältnismässig tiefen Deliktsbetrags von CHF 4'766.00 leicht. In sub-
jektiver Hinsicht kommt jedoch erschwerend hinzu, dass der Beschuldigte sein 
Vertrauensverhältnis zu S._____ in dreister Art und Weise ausgenützt hat. So hat 
er ihm gegenüber eine Notlage vorgetäuscht, damit er ihm seine Kreditkartenda-
ten herausgibt. Diese nutzte er im Anschluss dazu, um für sich und seine damali-
ge Freundin Ferien in einem Fünfsternehotel in Ägypten zu buchen. Angesichts 
der subjektiven Tatschwere erscheint es angemessen, das Strafmass leicht zu 
erhöhen und den Beschuldigten gesamthaft zu einer Strafe von 40 Tagessätzen 
zu verurteilen. Diese ist der Gesamtstrafe zur Hälfte und damit mit 20 Tagessät-
zen anzurechnen. 

4.7.12. Veruntreuung gemäss Anklageziff. 1.5.2

Die objektive Tatschwere für die Veruntreuung zulasten der H._____ beziehungs-
weise deren Mitarbeiter liegt angesichts des tiefen Deliktsbetrags von 
CHF 1'209.00 im untersten Bereich. In subjektiver Hinsicht hat der Beschuldigte 
abermals das Vertrauen seiner Arbeitgeberin in dreister Weise missbraucht, indem 
er die an ihn abgegebenen Goldbarren nicht an seine Mitarbeiter verteilt, sondern 
für sich selbst verkauft hat. Potentiell hat er dabei – unter Ausnützung seiner Stel-

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lung als Teamleiter – nicht seiner Arbeitgeberin, sondern seine tiefergestellten 
Mitarbeiter geschädigt. Die objektiv schuldangemessene Strafe ist auf 20 Tages-
sätze festzulegen und um zwei Tagessätze für die subjektive Tatschwere zu er-
höhen. Die Strafe von 22 Tagessätzen ist im Umfang von elf Tagessätzen an die 
Gesamtstrafe anzurechnen.

4.7.13. Mehrfache Widerhandlung gegen Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG und Art. 95 
Abs. 1 lit. a SVG gemäss Anklageziff. 1.6.1 – 1.6.7

Gemäss Anklageziffern 1.6.1 bis 1.6.2 lenkte der Beschuldigte am 20.9.2019, am 
27.9.2019, am 1.8.2019, am 17.7.2019, am 9.8.2019, am 1.2.2020, am 25.3.2020, 
am 11.7.2020 und am 28.7.2020 jeweils ein Fahrzeug, ohne im Besitz eines Füh-
rerausweises zu sein und erfüllte so den Tatbestand gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. a 
SVG. Am 20.9.2019, am 9.8.2019, am 1.2.2020 und am 25.3.2020 entwendete er 
dafür jeweils ohne Einwilligung der berechtigten Person das gefahrene Fahrzeug 
zum Gebrauch und erfüllte so den Tatbestand gemäss Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG. 
Insgesamt liegt damit eine neunfache Widerhandlung gegen Art. 95 Abs. 1 lit. a 
SVG und eine vierfache Widerhandlung gegen Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG vor. Beide 
Tatbestände sehen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstra-
fe vor. 

Entgegen dem Vorgehen der Vorinstanz ist abermals für jedes Delikt eine Einzel-
strafe festzulegen. Vorliegend erscheint es angemessen, für alle dreizehn Delikte 
je eine Strafe von 20 Tagessätzen vorzusehen. Die Strafe für die neun Wider-
handlungen gegen Art. 95 Abs.1 lit. a SVG ist der Gesamtstrafe jeweils zur Hälfte 
anzurechnen (je zehn Tagessätze); für die Widerhandlungen gegen Art. 94 Abs. 1 
lit. a SVG sind der Gesamtstrafe schliesslich lediglich acht Tagessätze anzurech-
nen, da sie jeweils in Idealkonkurrenz zu den Fahrten ohne Führerausweis stehen. 
Für alle Delikte zusammen ist die Strafe damit um 122 Tagessätze zu erhöhen.

4.6.14. Zusammenfassung

Zusammenfassend ist damit als verschuldensangemessen Strafe vor Berücksich-
tigung der Täterkomponenten eine Freiheitsstrafe von insgesamt 19 Monaten vor-
zusehen. Diese setzt sich aus der Einsatzstrafe von 90 Tagessätzen und asperie-
renden Strafen im Umfang von 480 Tagessätzen zusammen.

4.7. Täterkomponenten

4.7.1. Die verschuldensangemessene beziehungsweise tatbezogene Strafe kann 
aufgrund von Umständen, die mit der Tat grundsätzlich nichts zu tun haben, er-

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höht oder herabgesetzt werden. Die Täterkomponente umfasst namentlich das 
Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im 
Strafverfahren (vgl. Art. 47 Abs. 1 StGB). Bei der Beurteilung des Vorlebens fallen 
einerseits früheres Wohlverhalten, andererseits Zahl, Schwere und Zeitpunkt von 
Vorstrafen ins Gewicht. Unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Verhältnisse 
ist etwa zu berücksichtigen, ob sich der Täter im Strafverfahren kooperativ ver-
hielt, ob er Reue und Einsicht zeigte sowie ob er mehr oder weniger strafempfind-
lich ist. Strafbare, aber nicht abgeurteilte Vorstrafen können bei der Strafzumes-
sung berücksichtigt werden, da es weniger auf die Verurteilung des Täters als 
vielmehr darauf ankommt, dass er eine grundsätzlich strafbare Vortat begangen 
hat. Das heisst allerdings auch, dass es nur um bewiesene Verhaltensweisen ge-
hen kann (Hans Wiprächtiger/Stefan Keller, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Strafgesetzbuch/Jugendstrafgesetz, 4. Aufl., Basel 2019, N 136 zu 
Art. 47 StGB; BGer 6B_404/2008 v. 24.11.2008 E. 1.4.).

4.7.2. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse und den Werdegang des 
Beschuldigten korrekt wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden (act. E.1, 
Sachverhalt A). Insgesamt reduzierte die Vorinstanz die Strafe aufgrund der 
Täterkomponenten um zwei Monate, wobei sie im Detail die Geständnisse des 
Beschuldigten mit einer Reduktion der Strafe um vier Monate, die einschlägigen 
sechs Vorstrafen (Strassenverkehrsdelikte, Betrug, geringfügiger Diebstahl, vgl. 
act. D.22) mit einer Erhöhung um zwei Monate berücksichtigte. Anlässlich der Be-
rufungsverhandlung äusserte sich die Verteidigung nicht zu den Täterkomponen-
ten. Die Staatsanwaltschaft wiederum rügte diese Berechnungen zu Geständnis 
und Vorstrafen nicht und erwähnte vielmehr, dass die Vorinstanz damit den vor-
instanzlichen Anträgen der Staatsanwaltschaft gefolgt sei. Stark straferhöhend 
seien jedoch die mittlerweile 51 neuen Delikte zu berücksichtigen, welche dem 
Beschuldigten vorgeworfen würden. Dies, zumal im Rahmen der Täterkomponen-
ten auch das Verhalten des Täters nach der Tat und im Strafverfahren zu berück-
sichtigen sei. Vorliegend habe der Beschuldigte mit Ausnahme von drei Delikten 
sämtliche 51 Straftaten eingestanden; es sei damit bewiesen, dass der Beschul-
digte die Taten begangen habe. Insofern sei die Strafe um einen weiteren Monat 
zu erhöhen (vgl. act. H.2, S.1 f. und 5 f.). Hinsichtlich den Vorbringen des Be-
schuldigten zu seinem Werdegang kann auf E. 4.2.3 und E. 5.2.2 verwiesen wer-
den.

4.7.3. Die Ausführungen der Vorinstanz hinsichtlich der Geständnisse und Vor-
strafen erscheinen angemessen, es kann darauf verwiesen werden (vgl. act. E.1, 
E. 30.7.8). Insofern die Staatsanwaltschaft auf die laufende Untersuchung im 

27 / 38

AO._____ hinweist, ist auf eine weitere Erhöhung der Strafe zu verzichten. Der 
Beschuldigten hat gemäss Bericht der Kantonspolizei Thurgau die meisten Delikte 
zwar eingestanden (vgl. act. I.3 u. I.4), was im Rahmen der Vollzugsregelung auch 
zu berücksichtigen ist. Jedoch erscheint es nach Ansicht des Gerichts nicht gebo-
ten, die Strafe aufgrund von Taten zu erhöhen, welche zeitlich nach den hier zu 
beurteilenden Delikten begangenen worden sind. Dies würde letztlich zu einer 
doppelten Bestrafung führen, da die vorliegenden Taten auch als Vorstrafen im 
späteren Verfahren Berücksichtigung finden werden. Zusammenfassend ist die 
Freiheitsstrafe deshalb aufgrund der Geständnisse um vier Monate zu reduzieren 
und aufgrund der zahlreichen Vorstrafen um zwei Monate zu erhöhen. Gesamthaft 
ist die Strafe aufgrund der Täterkomponenten um zwei Monate auf 17 Monate 
Freiheitsstrafe zu senken.

4.8. Kumulative Strafen

4.8.1. Wie dargelegt, wurde der Beschuldigte – neben den bisher behandelten 
Verbrechen und Vergehen – auch zu Übertretungen verurteilt, welche als Strafe 
lediglich eine Busse vorsehen (Konkrete Delikte: mehrfacher geringfügiger betrü-
gerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 
StGB i.V.m. Art. 172ter StGB; mehrfacher geringfügiger Diebstahl gemäss Art. 139 
Ziff. 1 StGB i.V.m. mit Art. 172ter StGB; mehrfache Widerhandlung gegen Art. 27 
Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG; Widerhandlung 
gegen Art. 3 Abs. 1 VRV i.V.m. Art. 96 VRV; Widerhandlung gegen Art. 63 VZAE 
i.V.m. Art. 90a lit. b VZAE; Widerhandlung gegen Art. 57 Abs. 3 PBG). Sowohl die 
Staatsanwaltschaft als auch der Beschuldigte haben die von der Vorinstanz dafür 
ausgefällten Busse von CHF 4'000.00 nicht beanstandet; angesichts dessen ist 
daran festzuhalten. Da diese Tatbestände eine andere Strafart vorsehen, als vor-
liegend für die übrigen verurteilten Tatbestände gewählt werden musste, sind sie 
mit der Freiheitsstrafe von 17 Monaten zu kumulieren, d.h. nebeneinander auszu-
sprechen.

4.8.2. Schliesslich ist der Beschuldigte aufgrund einer Hinderung einer Amtshand-
lung gemäss Art. 286 Abs. 1 StGB verurteilt worden, welcher als Strafe maximal 
eine Geldstrafe bis zu 30 Tagessätze vorsieht. Die Vorinstanz hat den Strafrah-
men voll ausgeschöpft und den Beschuldigten zu 30 Tagessätzen à CHF 30.00 
verurteilt. Die Staatsanwaltschaft beantragt vorliegend, am Strafmass von 30 Ta-
gessätzen festzuhalten; die Verteidigung hat sich zu diesem Punkt nicht geäus-
sert. Angesichts dessen erscheint es auch hier angemessen, am Strafmass von 
30 Tagessätzen festzuhalten; auf die zutreffende Begründung der Vorinstanz kann 
verwiesen werden (act. E.1, E. 30.8 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).

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Die Staatsanwaltschaft beantragt jedoch eine Erhöhung der Tagessatzhöhe. Für 
die Bemessung der Tagessatzhöhe sind die persönlichen und wirtschaftlichen 
Verhältnisse im Zeitpunkt des Urteils massgebend (vgl. Art. 34 Abs. 2 StGB). Vor-
liegend hat der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung angegeben, 
dass er aktuell CHF 2'200.00 verdiene, jedoch zusätzlich durch seine Eltern und 
die Partnerin unterstützt werde (namentlich CHF 300.00 monatlich für den öffentli-
chen Verkehr und Übernahme der Versicherungen). Zudem bezahle er etwa 
CHF 500.00 monatlich an das Betreibungsamt, um seine Schulden abzubauen 
(vgl. act. H.4, Frage IV.9). Angesichts dessen erscheint es angemessen, dem Be-
schuldigten ein Einkommen von rund CHF 2'500.00 anzurechnen. Da die Versi-
cherungen von seinen Eltern und der Partnerin übernommen werden, ist von ei-
nem Pauschalabzug abzusehen. Abzuziehen ist jedoch die monatlich geleistete 
Zahlung von rund CHF 582.00 an das Betreibungsamt. Unter Berücksichtigung 
eines verfügbaren monatlichen Einkommens von CHF 1'918.00 ist die Tagessatz-
höhe damit auf CHF 60.00 festzulegen.

4.8.3. Zusammenfassend ist der Beschuldigte damit zusätzlich zur ausgespro-
chenen Freiheitsstrafe mit einer Busse von CHF 4'000.00 und einer Geldstrafe von 
30 Tagessätzen à CHF 60.00 zu bestrafen.

5. Vollzug

5.1. Grundsätze zum Strafvollzug

Nach Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von 
gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten 
und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht 
notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder 
Vergehen abzuhalten. Es kann eine Strafe von mindestens einem Jahr und höchs-
tens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Ver-
schulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB). Im 
überschneidenden Anwendungsbereich von Art. 42 und 43 StGB (zwischen einem 
und drei Jahren) ist der Strafaufschub nach Art. 42 StGB die Regel, die grundsätz-
lich vorgeht. Der teilbedingte Vollzug bildet dazu die Ausnahme. Sie ist nur zu be-
jahen, wenn der Aufschub wenigstens eines Teils der Strafe aus spezialpräventi-
ver Sicht erfordert, dass der andere Strafteil unbedingt ausgesprochen wird. Erge-
ben sich – insbesondere aufgrund früherer Verurteilungen – ganz erhebliche Be-
denken an der Legalbewährung des Täters, die bei einer Gesamtwürdigung aller 
Umstände eine eigentliche Schlechtprognose noch nicht zu begründen vermögen, 
so kann das Gericht anstelle des Strafaufschubs den teilbedingten Vollzug ge-

29 / 38

währen. Auf diesem Wege kann es im Bereich höchst ungewisser Prognosen dem 
Dilemma "Alles oder Nichts" entgehen. Art. 43 StGB hat die Bedeutung, dass die 
Warnwirkung des Teilaufschubes angesichts des gleichzeitig angeordneten Teil-
vollzuges für die Zukunft eine weitaus bessere Prognose erlaubt. Erforderlich ist 
aber stets, dass der teilweise Vollzug der Freiheitsstrafe für die Erhöhung der Be-
währungsaussichten unumgänglich erscheint. Das trifft nicht zu, solange die Ge-
währung des bedingten Strafvollzugs, kombiniert mit einer Verbindungsgeldstrafe 
bzw. Busse (Art. 42 Abs. 4 StGB), spezialpräventiv ausreichend ist. Diese Mög-
lichkeit hat das Gericht vorgängig zu prüfen (BGE 134 IV 1 E. 5.5.2). 

Erkennt das Gericht auf eine teilbedingte Strafe, hat es im Zeitpunkt des Urteils 
den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen und die bei-
den Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Als Bemessungsregel ist 
das Verschulden zu beachten, dem in genügender Weise Rechnung zu tragen ist 
(Art. 43 Abs. 1 StGB). Das Verhältnis der Strafteile ist so festzusetzen, dass darin 
die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters einerseits und dessen Ein-
zeltatschuld anderseits hinreichend zum Ausdruck kommen. Je günstiger die Pro-
gnose und je kleiner die Vorwerfbarkeit der Tat, desto grösser muss der auf Be-
währung ausgesetzte Strafteil sein. Der unbedingte Strafteil darf dabei das unter 
Verschuldensgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschreiten 
(BGE 134 IV 1 E. 5.6; BGer 6B_1095/2014 v. 24.3.2015 E. 3.1).

5.2. Vorbringen der Parteien

5.2.1. Die Staatsanwaltschaft sah weder die Voraussetzungen des bedingten 
noch des teilbedingten Vollzugs als gegeben an. Namentlich brachte sie vor, dass 
der Beschuldigte trotz seiner Vorstrafen auch während laufendem Strafverfahren 
immer weiter delinquiert habe und sogar nach Anklageerhebung beim Regionalge-
richt nicht damit aufgehört habe. Auch die Staatsanwaltschaft AR._____ führe wei-
tere Verfahren, wobei der Beschuldigte 43 von 44 nach Erlass des erstinstanzli-
chen Urteils mutmasslich begangenen Delikte eingestanden habe. Der Beschul-
digte habe die von der Vorinstanz eingeräumte letzte Chance mehrfach vertan; er 
ziehe nach wie vor nicht die nötigen Konsequenzen aus seinen Handlungen. Die 
Prognose sei mehr als nur ungünstig; eine unbedingte Strafe sei deshalb notwen-
dig (act. H.2, S. 6 ff.). 

5.2.2. Die Verteidigung bestritt die Vorbringen der Anklagebehörde. Namentlich 
habe die Vorinstanz richtig erkannt, dass die Staatsanwaltschaft bei laufenden 
Strafuntersuchungen nichts zuungunsten des Beschuldigten ableiten könne. 
Gemäss Aktenbeizug der Staatsanwaltschaft AR._____ seien seit dem erstin-

30 / 38

stanzlichen Urteil zudem nur wenige neue angebliche Lebenssachverhalte hinzu-
gekommen; eine Verurteilung sei bis anhin nicht erfolgt, womit auch hier das Prin-
zip der Unschuldsvermutung gelte. Zudem sei die Deliktsumme nicht so hoch, um 
das Ermessen der Vorinstanz in Bezug auf die Rückfallprognose umzustossen. 
Beim Beschuldigten sei vielmehr nicht von einer ungünstigen Prognose auszuge-
hen. Er habe seit der erstinstanzlichen Verurteilung einen radikalen Sinneswandel 
vollzogen. Er habe sich augenscheinlich zum Positiven verändert, der Beschuldig-
te habe mittlerweile erkannt, dass er sein Leben in die eigene Hand nehmen müs-
se. Aus diesem Grund habe er sich auch freiwillig in psychologische Behandlung 
begeben, was ihm angerechnet werden müsse. Der Schlussbericht der Be-
währungshilfe des Kantons AS._____ vom Frühling 2022 zeige mit Blick auf die 
Legalprognose, dass der Beschuldige in Zukunft problemlos straffrei und mit er-
höhter sozialer Selbständigkeit durch das Leben gehen werde. Er habe sich zum 
Guten verändert und mache einen freundlichen, offenen und zugewandten Ein-
druck. Heute sehe seine Lebenssituation noch einmal massiv besser aus als im 
Frühling 2022. Er lebe in einer stabilen Partnerschaft und werde von seinen Eltern 
stark getragen und gefördert. Seine Partnerin sei Pflegefachfrau und Berufsbildne-
rin und unterstütze ihn in seiner Ausbildung und auch finanziell. Sie kenne zudem 
seine deliktische Vergangenheit. Auch in der Arbeitswelt habe sich der Beschul-
digte bewährt. Er arbeite bei der U._____ und befinde sich in der Ausbildung zum 
Pflegefachmann HF. Er habe sein Leben in kurzer Zeit geordnet. Eine unbedingte 
Freiheitsstrafe würde ihn wieder aus dem neu geordneten Leben reissen, was 
nicht im Sinne des Gerichts beziehungsweise der Strafgesetzgebung sein können. 
Es sei von zentraler Bedeutung, dass der Beschuldigte seine Ausbildung absch-
liessen könne; der Vollzug einer Freiheitsstrafe stünde dem diametral entgegen, 
zudem würde er wohl seine neue Partnerin verlieren. Der Beschuldigte wolle in 
naher Zukunft alle Schulden zurückbezahlen, er wolle sein Leben von der Pike 
neu beginnen. Ein Freiheitsentzug würde sein Vorhaben, ein bürgerliches Leben 
zu führen, vollends zerstören. Aus diesem Grund sei die Berufung abzuweisen 
und er in Freiheit zu belassen (act. H.1, S. 4 ff.).

5.3. Subsumtion 

5.3.1. Bei einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten sind die objektiven Voraussetzun-
gen für die Gewährung des bedingten und teilbedingten Vollzugs erfüllt (Art. 42 
Abs. 1 StGB; Art. 43 Abs. 1 StGB). In subjektiver Hinsicht hat der Beschuldigte in 
der Vergangenheit wiederholt aufgezeigt, dass er offenbar nicht ernsthaft gewillt 
ist, sein Verhalten der Rechtsordnung anzupassen. Im Strafregister sind insge-
samt sechs einschlägige Verurteilungen registriert, und offenbar hat der Beschul-

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digte seit dem vorinstanzlichen Urteil abermals weiterdelinquiert (vgl. E. 4.7.3). 
Auch letzteres ist vorliegend zu berücksichtigen, da es im Rahmen der Legalpro-
gnose gerade um die Beurteilung geht, wie sich eine bestimmte Strafe bezie-
hungsweise Vollzugsform auf den Täter auswirken wird. Die Vorinstanz hatte in 
ihrem Urteil dementsprechend auch festgehalten, dass es am Beschuldigten liege, 
den Beweis für seinen behaupteten Sinneswandel anzutreten. Diesen Beweis 
konnte er nicht erbringen. Angesichts dieses in der Vergangenheit sehr grossen 
Rückfallrisikos kann deshalb grundsätzlich nur schwer von einer positiven Legal-
prognose ausgegangen werden. Nichtsdestotrotz zeigt der Beschuldigte auch po-
sitive Tendenzen. Seit September 2022 befindet er sich in Ausbildung zum Pflege-
fachmann HF. Zudem hat er sich gemäss eigener Aussagen mit seinen Eltern ver-
söhnt und hat – um Kosten zu sparen – zeitweise auch wieder bei ihnen gewohnt. 
Mittlerweile sei er mit seiner Freundin zusammengezogen, welche die ganze Si-
tuation kenne. Auch seine Berufsbildnerin und der Pflegedirektor seines aktuellen 
Arbeitgebers würden seine Situation kennen und ihn unterstützen. Auflage seines 
Arbeitgebers sei es zudem gewesen, dass er sich mit einem internen Psychologen 
treffe, mit welchem er sich mit der ganzen Sache auseinandersetzen müsse. An-
gesichts dieser Entwicklung erscheint es nicht sinnvoll, den Beschuldigten zu einer 
unbedingten Freiheitsstrafe zu verurteilen und ihn für über ein Jahr aus seinem 
neuen Setting herauszureissen. Aufgrund der jüngsten Entwicklung erscheint es 
möglich, dass er dieses Mal tatsächlich zu einem Sinneswandel gekommen ist 
und er sich in Zukunft wohlverhalten wird. Dennoch erscheint es angesichts des 
hohen Rückfallrisikos in der Vergangenheit nötig, die Strafe zumindest teilweise 
unbedingt auszusprechen. Die Warnwirkung des Teilaufschubes angesichts des 
gleichzeitig angeordneten Teilvollzuges könnte für die Zukunft eine weitaus besse-
re Prognose erlauben, als wenn ganz auf den Vollzug verzichtet werden würde 
oder die Strafe gar vollständig unbedingt ausgesprochen werden würde. Mit einem 
vorliegend zu gewährenden Teilvollzug erscheint es gegebenenfalls zudem mög-
lich, dass der Beschuldigte die Haft in Halbgefangenschaft vollziehen und so seine 
Ausbildung abschliessen kann. Hinsichtlich der Aufteilung der Freiheitsstrafe auf 
den Teilvollzug und den Teilaufschub ist angesichts der Vorgeschichte und des 
Verschuldens des Beschuldigten das maximal gesetzlich zulässige auszuschöp-
fen. Dementsprechend sind acht Monate Freiheitsstrafe unbedingt zu vollziehen 
und neun Monate Freiheitsstrafe lediglich bedingt auszusprechen.

5.3.3. Ebenfalls lediglich bedingt auszusprechen ist schliesslich die Geldstrafe. 
Die Entwicklung des Beschuldigten in den vergangenen Monaten und die zu voll-
ziehende Freiheitsstrafe lassen darauf hoffen, dass der Beschuldigte seine Lektion 
endlich gelernt hat. Die Ausfällung einer zusätzlichen unbedingten Geldstrafe er-

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scheint deshalb nicht sinnvoll, um ihn von weiteren Strafen abzuhalten, zumal es 
dem Beschuldigte ohnehin nicht möglich sein wird, eine Geldstrafe in naher Zu-
kunft zu bezahlen.

5.4. Probezeit

Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt 
es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). 
Angesichts des in der Vergangenheit hohen Rückfallrisikos des Beschuldigten er-
scheint vorliegend eine Probezeit von fünf Jahren angemessen und notwendig. 
Die Probezeit von fünf Jahren gilt dabei sowohl hinsichtlich der bedingt ausge-
sprochenen Freiheitsstrafe von neun Monaten als auch für die bedingt ausgespro-
chene Geldstrafe.

6. Fazit zum Strafmass und Strafvollzug

Zusammengefasst ist der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, 
einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à CHF 60.00 und einer Busse von 
CHF 4'000.00 zu verurteilen. Die bereits erstandene Polizeihaft von 2 Tagen ist an 
die Freiheitsstrafe anzurechnen. Die Freiheitsstrafe ist im Umfang von acht Mona-
ten zu vollziehen; der Vollzug der übrigen neun Monate und der Geldstrafe von 30 
Tagessätzen wird unter Ansetzung einer Probezeit von fünf Jahren aufgeschoben.

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen

7.1. Untersuchung und Vorinstanz

7.1.1. Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen Entscheid, so befindet sie auch 
über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). 
Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person dabei die Verfahrens-
kosten, wenn sie verurteilt wird.

7.1.2. Die Staatsanwaltschaft hat vorliegend lediglich die Strafzumessung ange-
fochten, womit alle übrigen Punkte – namentlich die Schuldsprüche – in Rechts-
kraft erwachsen sind. An den Kosten- und Entschädigungsfolgen der Vorinstanz 
ist demnach festzuhalten, zumal die beschuldigte Person die Verfahrenskosten 
gemäss Art. 426 Abs.1 StPO zu tragen hat, wenn sie verurteilt wird. Diesbezüglich 
und hinsichtlich der Entschädigung der amtlichen Verteidiger kann auf die zutref-
fenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1, E. 47; Art. 82 
Abs. 4 StPO). Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft von 
CHF 15'439.00 sind damit im Umfang von 7/10 beziehungsweise CHF 10'807.30 

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dem Beschuldigten zuzuweisen; die übrigen CHF 4'631.70 gehen zulasten des 
Kantons Graubünden (Staatsanwaltschaft). Die Verfahrenskosten des Regionalge-
richts Plessur sind ebenfalls zu 7/10 durch den Beschuldigten zu tragen. 
CHF 3'500.00 gehen damit zu seinen Lasten, CHF 1'500.00 gehen zulasten des 
Kantons Graubünden (Regionalgericht). Die Kosten der amtlichen Verteidigung 
von CHF 16'706.20 werden einstweilen aus der Gerichtskasse des Regionalge-
richts Plessur bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht gemäss 
Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO im Umfang von CHF 11'694.35.

7.2. Rechtsmittelinstanz

7.2.1. In Anwendung von Art. 7 VGS (BR 350.210) ist die Gerichtsgebühr für das 
Berufungsverfahren auf CHF 4'000.00 festzulegen. Die Kosten des Berufungsver-
fahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens 
(Art. 428 Abs. 1 StPO).

7.2.2. In casu dringt die Staatsanwaltschaft mit ihren Anträgen in grossen Teilen 
durch. Sie hatte eine unbedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten und zudem die 
Erhöhung des Tagessatzes für die Geldstrafe von CHF 30.00 auf CHF 60.00 be-
antragt. Durch das vorliegende Urteil wird die Freiheitsstrafe von 14 auf 17 Monate 
erhöht, wobei 8 davon zu vollziehen sind. Zudem wird der Tagessatz auf 
CHF 60.00 erhöht. Angesichts dieses Verfahrensausgangs erscheint es ange-
messen, dem Beschuldigten ¾ und damit CHF 3'000.00 der Verfahrenskosten 
aufzuerlegen. Die restlichen CHF 1'000.00 gehen zulasten des Kantons Graubün-
den (Kantonsgericht).

7.2.3. Vorliegend war der Beschuldigte amtlich verteidigt. Die Kosten der amtli-
chen Verteidigung übernimmt einstweilen der Kanton Graubünden, sie sind aber 
vom Beschuldigten zurückzuerstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnis-
se zulassen (Art. 426 Abs. 1 StPO; Art. 135 Abs. 4 StPO). Zurückzuerstatten sind 
die Kosten dabei nur insoweit, als der Beschuldigte in der Sache unterliegt, vorlie-
gend demnach zu ¾. Der amtliche Verteidiger reichte anlässlich der Hauptver-
handlung eine Honorarnote im Umfang von CHF 4'171.00 (inkl. Spesen und 
MwSt.; act. G.1) ein. Er machte dabei einen Aufwand von 18.8 Stunden à 
CHF 200.00 geltend. Dies erscheint der vorliegenden Sache angemessen; der 
Verteidiger ist mit diesem Betrag zu entschädigen. Vorbehalten bleibt wie darge-
legt die Rückerstattungspflicht des Beschuldigten. Dieser ist demnach verpflichtet, 
dem Kanton die Entschädigung im Betrag von CHF 3'128.25 zurückzuerstatten, 
sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

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8. Berichtigung

Das am 27. Juli 2023 unbegründet mitgeteilte Entscheiddispositiv der erkennen-
den I. Strafkammer ist in Anwendung von Art. 83 Abs. 1 StPO von Amtes wegen 
zu berichtigen. Neu sind als Ziffern 4.1 und 4.2 des Dispositivs die Rechtsmittelbe-
lehrungen an das Bundesgericht und das Bundesstrafgericht aufzunehmen; die 
bisherige Dispositivziffer 4 (Mitteilungen) verschiebt sich entsprechend nach hin-
ten. Die Berichtigung wird den Parteien in Form eines Beschlusses eröffnet 
(Art. 83 Abs. 4 StPO).

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Demnach wird beschlossen:

Das am 27. Juli 2023 unbegründet mitgeteilte Entscheiddispositiv des Urteils vom 
26. Juli 2023 wird in Bezug auf die neu aufzunehmenden Rechtsmittelbelehrungen 
(neue Dispositivziffern 4.1 und 4.2) von Amtes wegen berichtigt.

und erkannt:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 
11. Januar 2022 (Proz. Nr. 515-2021-10) wie folgt in Rechtskraft erwachsen 
ist:

1. A._____ wird in Bezug auf die Ziffern 1.1.2, 1.1.4, 1.1.5, 1.1.6, 1.1.7, 
1.1.8 und 1.1.9 der Anklageschrift vom Vorwurf des Betrugs gemäss 
Art. 146 Abs. 1 StGB und in Bezug auf die Ziffern 1.2.3 und 1.2.5 der 
Anklageschrift vom Vorwurf der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 
Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB freigesprochen.

2. A._____ ist schuldig:

- des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB

- des versuchten Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbin-
dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB

- der Zechprellerei gemäss Art. 149 StGB

- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 
Abs. 1 und 3 StGB

- des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverar-
beitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB

- des mehrfachen geringfügigen betrügerischen Missbrauchs einer 
Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB i.V.m. 
Art. 172ter StGB

- des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB

- des mehrfachen geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 
StGB i.V.m. mit Art. 172ter StGB

- der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 
und 2 StGB

- der Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 Abs. 1 StGB

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 27 Abs. 1 SVG und 
Art. 32 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG

- der Widerhandlung gegen Art. 3 Abs. 1 VRV i.V.m. Art. 96 VRV

- der Widerhandlung gegen Art. 63 VZAE i.V.m. Art. 90a lit. b 
VZAE

- der Widerhandlung gegen Art. 57 Abs. 3 PBG.

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3. […]

4. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände werden gerichtlich ein-
gezogen und sind zu vernichten:

- V._____ Kreditkarte mit der Karten Nr. W._____ (act. 16.3)

- Kreditkarte X._____ mit der Nummer Y._____, lautend auf 
Z._____ (act. 24.3)

- Kreditkarte X._____ mit der Nummer AA._____, lautend auf 
M._____ (act. 24.3)

- Kreditkarte AB._____ mit der Nummer AD._____, lautend auf 
AC._____ (act. 24.3)

- Kreditkarte X._____ mit der Nummer AE._____, lautend auf Da-
niel Lichtenstern (act. 24.3)

- Kreditkarte X._____ mit der Nummer 5500 2080 0294 3762, lau-
tend auf AF._____ (act. 24.3)

5. a) Die Zivilklage der D._____, AH._____, gegen A._____ wird im 
Umfang von CHF 15'200.00 zzgl. Zins zu 5% seit 27. März 2019 
gutgeheissen und A._____ verpflichtet, der AG._____, 
AH._____, diesen Betrag zu bezahlen. Im Übrigen wird die Zivil-
klage auf den Zivilweg verwiesen.

b) Die Zivilklage von I._____ gegen A._____ wird gutgeheissen und 
Letzterer verpflichtet, I._____ CHF 360.00 zu bezahlen.

c) Die Zivilklage von S._____ gegen A._____ in Höhe von 
CHF 4'766.00 wird auf den Zivilweg verwiesen.

d) Die Zivilklage der AI._____ gegen A._____ in Höhe von 
CHF 4'766.00 wird auf den Zivilweg verwiesen.

e) Die Zivilklage von AJ._____ gegen A._____ wird gutgeheissen 
und Letzterer verpflichtet, Ersterem CHF 300.00 zu bezahlen.

f) Die Zivilklage von N._____ gegen A._____ wird gutgeheissen 
und Letzterer verpflichtet, Ersterem CHF 362.00 zu bezahlen.

g) Die Zivilklage der AK._____ gegen A._____ wird im Umfang von 
CHF 12'760.00 gutgeheissen und A._____ verpflichtet, der 
AK._____ diesen Betrag zu bezahlen. Im Übrigen wird die Zivil-
klage auf den Zivilweg verwiesen.

h) Die Zivilklage der AL._____ gegen A._____ wird auf den Zivilweg 
verwiesen.

i) Die Zivilklage von O._____ gegen A._____ wird im Umfang von 
CHF 1'000.00 gutgeheissen und A._____ verpflichtet, O._____ 
diesen Betrag zu bezahlen. Im Übrigen wird die Zivilklage auf 
den Zivilweg verwiesen.

j) Die Zivilklage der AM._____ gegen A._____ wird gutgeheissen. 
A._____ wird verpflichtet, der AM._____ CHF 2'925.80 zu bezah-
len.

k) Die Zivilklage der T._____ gegen A._____ wird auf den Zivilweg 
verwiesen.

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l) Die Zivilklage von R._____ gegen A._____ wird gutgeheissen 
und Letzterer verpflichtet, Ersterem CHF 276.00 zu bezahlen.

m) Die Zivilklage der H._____ gegen A._____ wird auf den Zivilweg 
verwiesen.

n) Die Zivilklage von AN._____ gegen A._____ wird gutgeheissen 
und Letzterer verpflichtet, Ersterem CHF 1'634.70 zu bezahlen.

o) Die Zivilklage von Manuel Pepe gegen A._____ wird gutgeheis-
sen und Letzterer verpflichtet, Manuel Pepe CHF 91.60 zu be-
zahlen.

6. […]

7. […]

8. […]

9. (Rechtsmittel)

10. (Mitteilungen)

2.1. A._____ wird mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, einer Geldstrafe von 
30 Tagessätzen zu je CHF 60.00 und einer Busse von CHF 4'000.00 be-
straft.

2.2. Die erstandene Polizeihaft von 2 Tagen wird an die Freiheitsstrafe ange-
rechnet.

2.3. Von der Freiheitsstrafe sind 8 Monate zu vollziehen. Der Vollzug der Gelds-
trafe und der übrigen 9 Monate der Freiheitstrafe wird unter Ansetzung ei-
ner Probezeit von 5 Jahren aufgeschoben.

2.4. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 40 Tage. Sie tritt an die Stelle 
der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird. 

3.1. Die Untersuchungskosten von CHF 15'439.00 gehen im Umfang von 
CHF 10'807.30 zulasten von A._____ und im Umfang von CHF 4'631.70 
zulasten des Kantons Graubünden (Staatsanwaltschaft).

3.2. Die Gerichtsgebühr des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 5'000.00 
geht im Umfang von CHF 3'500.00 zulasten von A._____ und im Umfang 
von CHF 1'500.00 zulasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht 
Plessur).

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 16'706.20 werden einst-
weilen aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts Plessur bezahlt. Vorbe-

38 / 38

halten bleibt die Rückerstattungspflicht von A._____ im Umfang von 
CHF 11'694.35 gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

3.3. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 geht im 
Umfang von CHF 3'000.00 zulasten von A._____ und im Umfang von 
CHF 1'000.00 zulasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht).

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 4'171.00 werden einstwei-
len aus der Gerichtskasse des Kantonsgerichts bezahlt. Vorbehalten bleibt 
die Rückerstattungspflicht von A._____ im Umfang von CHF 3'128.25 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

4.1. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4.2. Gegen den Entschädigungsentscheid kann der amtliche Verteidiger ge-
mäss Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG (SR 173.71) Be-
schwerde an das Bundesstrafgericht erheben. Die Beschwerde ist dem 
Bundesstrafgericht, Viale Stefano Franscini 7, Postfach 2720, 6501 Bel-
linzona, schriftlich innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 385 StPO in Verbindung mit 
Art. 39 Abs. 1 StBOG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zu-
lässigkeit, die Beschwerdegründe, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 393 ff. StPO.

5. Mitteilung an: