# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af4460d0-7192-5fdc-baea-36147b039585
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.06.2024 ZK1 2022 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2022-140_2024-06-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 17. Juni 2024

Referenz ZK1 22 140 / ZK1 22 157

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Michael Dürst und Bäder Federspiel
Gabriel, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin (ZK1 22 140) und Beschwerdegegnerin 
(ZK1 22 157)
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta
Gürtelstrasse 24, Postfach 536, 7001 Chur 

gegen

B._____
Beschwerdeführer (ZK1 22 157) und Beschwerdegegner 
(ZK1 22 140)
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Bühler
Postfach 23, Sennhofstrasse 19, 7001 Chur 

in Sachen

C._____
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen
Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur 

Gegenstand Entzug Aufenthaltsbestimmungsrecht

Anfechtungsobj. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubün-
den, Zweigstelle Nordbünden, vom 24.08.2022, mitgeteilt am 
25.08.2022 

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Mitteilung 18. Juni 2024

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Sachverhalt

A. C._____ (nachfolgend: C._____), geboren am _____ 2009, ist das zweit-
jüngste der vier Kinder von B._____ und A._____. Die unverheirateten und ge-
trennt lebenden Eltern üben die elterliche Sorge über C._____ gemeinsam aus.

B. A._____ erstattete bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden), am 
9. April 2021 eine Gefährdungsmeldung in Bezug auf ihre älteste Tochter 
D._____. Daraufhin eröffnete die KESB Nordbünden ein Abklärungsverfahren und 
weitete dieses in der Folge auf alle vier Geschwister aus. 

C. Mit Entscheid vom 5. August 2021 errichtete die KESB Nordbünden für alle 
vier Kinder eine Beistandschaft mit besonderen Befugnissen im Sinne von Art. 308 
Abs. 2 ZGB. Der Beistandsperson wurde die Vertretungskompetenz in den Berei-
chen Schule, Ausbildung, Berufswahl (inkl. Finanzierung), medizinische Behand-
lung/Betreuung eingeräumt und sie wurde beauftragt, die Eltern bei der Ausübung 
des persönlichen Verkehrs zu unterstützen.

D. B._____ (nachfolgend: Vater) beantragte für C._____ und ihren älteren 
Bruder eine Neuregelung der Obhut, was A._____ (nachfolgend: Mutter) ablehnte. 
Die KESB Nordbünden setzte mit Verfügungen vom 9. August 2021 und vom 
23. August 2021 Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen als Kindesvertreterin im 
Abklärungsverfahren ein.

E. Im ersten Halbjahr 2021 verbrachte C._____ mehrere Monate in der Kinder-
Rehaklinik des Universitätsspitals Zürich, da sie infolge eines Schädelhirntraumas 
unter gesundheitlichen Einschränkungen litt. Das Schädelhirntrauma hatte sie sich 
durch einen Unfall im Schwimmunterricht zugezogen. Die 6. Primarklasse begann 
die dannzumal bei der Mutter in N._____ lebende C._____ im zweiten Halbjahr 
2021 in der dortigen öffentlichen Schule. 

F. Die KESB Nordbünden verfügte am 6. September 2021 für alle vier Kinder 
eine Beschränkung der elterlichen Sorge in den Bereichen Schule, Ausbildung 
und Berufswahl (inkl. Finanzierung) und räumte der Beistandsperson ein Vertre-
tungsrecht ein. Die vom Vater hiergegen erhobene Beschwerde blieb betreffend 
C._____ erfolglos (KGer GR ZK1 21 153 v. 28.12.2021).

G. Ab dem 25. Oktober 2021 besuchte C._____ gemäss Entscheid der Bei-
standsperson die Privatschule E._____ in F._____.

H. Ab Frühling 2022 herrschte zwischen den Eltern erneut Uneinigkeit darüber, 
wo C._____ beschult werden sollte. Auf die Gefährdungsmeldung der behandeln-
den Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. med. G._____ vom 12. Juli 2022 hin wur-

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de C._____ zu dieser Frage angehört und es fand ein Rundtischgespräch mit allen 
Beteiligten statt. Daraufhin entschied die Beiständin, dass C._____ nicht weiter in 
die Privatschule E._____ gehen werde, was von den Eltern nicht akzeptiert wurde.

I. Mit Entscheid vom 24. August 2022, mitgeteilt am 25. August 2022, verfüg-
te die KESB Nordbünden was folgt:

1. Im Zusammenhang mit dem Aufenthalt von C._____ wird per 28. Au-
gust 2022 gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB:

a. das Aufenthaltsbestimmungsrecht von A._____ (Mutter) und 
B._____ (Vater) über C._____ aufgehoben;

b. C._____ im Chinderhus H._____ behördlich untergebracht.

c. C._____ wird in der öffentlichen Schule I._____ beschult.

2. Zum persönlichen Verkehr verfügt die KESB was folgt:

a. C._____ und A._____ (Mutter) beziehungsweise B._____ (Vater) 
haben das gegenseitige Recht, grundsätzlich jedes zweite Wo-
chenende je abwechslungsweise miteinander zu verbringen. Nach 
Möglichkeit sollen die Besuche an Wochenenden stattfinden, an 
welchen auch die Geschwister sich beim jeweiligen Elternteil auf-
halten. Die Hol- und Bringzeiten richten sich verbindlich nach den 
Vorgaben des Chinderhus H._____.

b. C._____ soll Ferien, welche ausserhalb des Chinderhus H._____ 
stattfinden, je zur Hälfte mit A._____ 
(Mutter) beziehungsweise B._____ (Vater) verbringen. Nach Mög-
lichkeit sollen die Ferien dann stattfinden, wenn auch die Ge-
schwister sich beim jeweiligen Elternteil aufhalten.

c. Die Beistandsperson hat die Regelung der Wochenend- und Fe-
rienbesuche in Absprache mit dem Chinderhus H._____ und den 
Eltern verbindlich festzulegen und die Modalitäten von allenfalls 
notwendigen Übergaben zwischen den Eltern detailliert zu regeln, 
zu kommunizieren und deren Umsetzung zu überwachen.

d. Die Regelung und Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs zwi-
schen C._____ und den Eltern richtet sich nach den Bedürfnissen 
von C._____ und ist je nach Verlauf und Gesundheitszustand von 
C._____ in Absprache zwischen den involvierten Fachpersonen 
anzupassen.

3. Es wird festgestellt, dass über die weiteren offenen Anträge zu einem 
späteren Zeitpunkt in einem separaten Entscheid entschieden wird.

4. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Abklärung Kindesschutzmassnahme 
werden auf Fr. 850.─ festgesetzt.

b. Diese Kosten sowie die Kosten gemäss Entscheid vom 31. März 
2022 (Fr. 500.─), im Totalbetrag von Fr. 1'350.─ werden den El-
tern von C._____ je zur Hälfte auferlegt.

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Mitteilung)

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J.a. Gegen diesen Entscheid erhob die Mutter am 1. September 2022 Be-
schwerde beim Kantonsgericht von Graubünden (ZK1 22 140) und stellte die fol-
genden Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Entscheid sei in Ziffern 1 a (Teil Entzug Aufent-
haltsbestimmungsrecht von A._____ [Mutter]) b und c, 2 a bis d, 4 und 
5 (letzter Satz) aufzuheben.

2. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung des angefochtenen Ent-
scheides (Ziffer 5 letzter Satz) sei aufzuheben und die aufschiebende 
Wirkung wieder herzustellen.

3. Sofern das Kind C._____ bereits in das Heim gebracht wurde, sei dies 
durch ein Elternteil oder eine Amtsperson, sei das Kind wieder umge-
hend zur Mutter zurück zu führen.

4. Die KESB sei anzuweisen, umgehend und ohne Verzug eine ange-
passte Beschulungsmöglichkeit für C._____ mit Verbleib am Wohnsitz 
der Kindsmutter sicherzustellen.

Ziffer 2, 3 und 4 seien superprovisorisch anzuordnen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge inkl. Kosten vor Vorinstanz 
zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zulasten der Vorinstanz.

J.b. Der Antrag der Mutter auf superprovisorische Anordnung von Ziffer 2, 3 und 
4 wies der Vorsitzende der I. Zivilkammer mit Verfügung vom 5. September 2022 
ab.

J.c. Die KESB Nordbünden schloss in ihrer Stellungnahme vom 14. September 
2022 betreffend den Antrag auf Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung auf 
kostenfällige Abweisung desselben und äusserte sich zur Sache.

J.d. Mit Eingabe vom 16. September 2022 hielt die Mutter an ihren Rechtsbe-
gehren fest. 

J.e. Die KESB Nordbünden reichte ihre Stellungnahme zur Beschwerde der 
Mutter am 27. September 2022 ein. Darin beantragte sie die Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Dies unter gesetzlicher Kos-
ten- und Entschädigungsfolge.

J.f. Die Kindesvertreterin reichte ihre Beschwerdeantwort am 4. Oktober 2022 
ein und beantragte darin die Gutheissung der Beschwerde der Mutter, unter ge-
setzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

J.g. Mit Beschwerdeantwort vom 6. Oktober 2022 beantragte der Vater eine 
Gutheissung der Anträge 1 und 2 und im Übrigen die Abweisung der Beschwerde 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. 7.7% MwSt. zu Lasten der Mutter.

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K.a. Der Vater gelangte seinerseits mit Beschwerde vom 26. September 2022 
gegen den Entscheid der KESB Nordbünden vom 24. August 2022 an das Kan-
tonsgericht (ZK1 22 157) und beantragte was folgt:

1. Die Ziffern 1.a. – c., 2.a. – d., und 4. des angefochtenen Entscheids 
der KESB Nordbünden seien aufzuheben und es sei die Angelegen-
heit zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Es sei der Beschwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung 
zu erteilen.

3. C._____ sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme superproviso-
risch unter die Obhut des Beschwerdeführers zu stellen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7% zulasten der 
Beschwerdegegnerin.

K.b. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2022 forderte der Vorsitzende der 
I. Zivilkammer den Vater zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von 
CHF 3'000.00 auf. Der Eingang des Kostenvorschusses konnte fristgerecht ver-
zeichnet werden.

K.c. Die KESB Nordbünden beantragte mit Stellungnahme vom 26. Oktober 
2022, es sei die Beschwerde des Vaters unter gesetzlicher Kosten- und Entschä-
digungsfolge abzuweisen, sofern darauf eingetreten werden könne. 

K.d. Die Mutter beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2022, die 
Beschwerde sei – ausser in den Ziffern 1 und 2 – abzuweisen und C._____ sei in 
die Obhut der Kindsmutter zurückzuführen. Dies unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten des Vaters. 

K.e. In ihrer Stellungnahme vom 3. November 2022 beantragte die Kindesvertre-
terin, dass die Ziffer 1 der Beschwerde des Vaters gutzuheissen sei, jedoch 
C._____ unter die Obhut der Mutter zu stellen und die Beschwerde im Übrigen 
unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen sei.

L. In zwei handschriftlichen Briefen vom 30. September 2022 zuhanden des 
Kantonsgerichts hielt C._____ sinngemäss fest, dass es ihr im "Kinderheim" nicht 
gut gehe und sie die Nahrungsverweigerung neben der sozialen Isolation als ein-
ziges Mittel sehe, um ihre Ablehnung gegenüber ihrem Aufenthalt im Chinderhus 
H._____ zu zeigen, und dass sie nach Hause wolle.

M. Am 7. Oktober 2022 ersuchte die Mutter im Verfahren ZK1 22 140 um Ak-
teneinsicht, welche ihr mit Schreiben vom 20. Oktober 2022 gewährt wurde.

N. Die Stiftung Chinderhus H._____ erstattete – nachdem sie vom Vorsitzen-
den der I. Zivilkammer darum ersucht wurde – am 11. Oktober 2022 Bericht über 
den bisherigen Verlauf der behördlichen Unterbringung von C._____ im Chinder-
hus H._____ sowie ihre Beschulung in der öffentlichen Schule in I._____. Der Bei-

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stand erstatte am 27. Oktober 2022 Bericht über seine Tätigkeit sowie zu den von 
ihm gemachten Feststellungen.

O. Die KESB Nordbünden beauftragte am 13. Oktober 2022 Dr. med. P._____ 
von der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (KJP) mit der Erstellung eines 
Erziehungsfähigkeitsgutachtens.

P. C._____ wandte sich am 1. Dezember 2022 erneut an das Kantonsgericht 
und erklärte sinngemäss, es gehe ihr im Chinderhus H._____ nicht gut.

Q. Am 16. Dezember 2022 stellte die Kinderärztin med. pract. M._____ für 
C._____ ein ärztliches Zeugnis aus, mit welchem diese bis zum 8. Januar 2023 
vom Aufenthalt im Chinderhus dispensiert wurde. In der Folge hielt sich C._____ 
bei ihren Eltern auf, besuchte aber weiterhin die Schule in I._____. 

R. Mit Schreiben vom 20. und 22. Dezember 2022 forderte die KESB Nord-
bünden die Eltern von C._____ auf, ihre Tochter ins Chinderhus H._____ zurück 
zu bringen. Dieser Aufforderung kamen die Eltern nicht nach.

S. Die Mutter nahm mit Eingabe vom 23. Dezember 2022 zu den Schreiben 
der KESB Nordbünden Stellung, der Kindsvater mit Eingabe vom 30. Dezember 
2022.

T. Die KESB Nordbünden teilte im Schreiben vom 11. Januar 2023 mit, es 
werde weiterhin an der behördlichen Unterbringung von C._____ im Chinderhus 
H._____ festgehalten. Gleichzeitig wurde erklärt, C._____ müsse vorläufig nicht 
dorthin zurückkehren.

U. Die Kindesvertreterin äusserte sich mit Schreiben vom 20. Januar 2023 er-
neut. Ebenso bezog die Mutter in den Schreiben vom 24. Januar 2023 und vom 
16. Februar 2023 erneut Stellung.

V. Der Vorsitzende der I. Zivilkammer forderte mit prozessleitender Verfügung 
vom 2. März 2023 den Beistand von C._____ zur Einreichung eines schriftlichen 
Berichts über seine Tätigkeit seit der letzten Berichterstattung und zu den im Zuge 
der Fremdplatzierung von C._____ gemachten Feststellungen auf. Ebenso wurde 
das Chinderhus H._____ zur Einreichung eines schriftlichen Berichts über den 
derzeitigen Verlauf der behördlichen Unterbringung sowie über die Beschulung in 
der öffentlichen Schule in I._____ und zur Frage, ob eine Unterbringung im Chin-
derhus H._____ derzeit überhaupt noch möglich sei, aufgefordert. Sowohl der 
Beistand wie auch das Chinderhus H._____ sollten sich zudem zur Frage äus-
sern, ob eine Beschulung in der Schule I._____ bis Ende des Schuljahres 2022/23 
auch ohne Unterbringung im Chinderhus H._____ möglich sei. Der Beistand reich-

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te seinen Bericht am 4. März 2023 ein. Der Bericht des Chinderhus H._____ wur-
de am 7. März 2023 eingereicht.

W. Die Instruktionsverhandlung, zu welcher die Parteien mit Verfügung vom 
28. Februar 2023 vorgeladen worden waren, fand am 13. März 2023 statt. Den 
Parteien gelang es unter Mitwirkung der Kindesvertreterin, sich mündlich auf eine 
Betreuungsregelung für C._____ zu einigen. Die Kindesvertreterin stellte dem 
Kantonsgericht in Aussicht, die Betreuungsregelung zu verschriftlichen und diese 
nach Unterzeichnung durch die Parteien dem Kantonsgericht zu unterbreiten.

X.a. Die Kindesvertreterin reichte am 12. Mai 2023 eine vom Vater unterzeich-
nete Vereinbarung betreffend das Beschwerdeverfahren ein und erklärte, die Mut-
ter habe eine bis auf Ziffer 11 identische Vereinbarung unterzeichnet und bei Ziffer 
32 und 35 Ergänzungen angebracht. Das von der Mutter unterzeichnete Exemplar 
der Vereinbarung wurde mit Eingabe vom 16. Mai 2023 nachgereicht. Im Wortlaut 
lauten die Vereinbarungen wie folgt (die Differenzen zwischen den beiden Versio-
nen sind als solche gekennzeichnet):

Anträge und Vereinbarung
von

A._____
vertreten durch RAin lic. iur. Susanna Mazzetta, Gürtelstrasse 24, 7001 Chur

und

B._____
vertreten durch RA lic. iur. Gian Reto Bühler, Quaderstrasse 8, 7001 Chur

betreffend

Beschwerdeverfahren ZK1 22 140/157 vor Kantonsgericht 
Graubünden

I. Vorbemerkungen
1. A._____ (nachfolgend: Mutter) und B._____ (nachfolgend: Vater) ha-

ben je den Entscheid der KESB Nordbünden vom 24./25.8.2022 be-
treffend Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts beim Kantonsge-
richt Graubünden angefochten.

2. Nachdem C._____ seit dem 17.12.2022 nicht mehr im Chinderhus 
H._____ war, teilte die KESB Zweigstelle Nordbünden den Eltern mit 
Schreiben vom 11.1.2023 mit, C._____ sei weiterhin behördlich unter-
gebracht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht den Eltern entzogen. 
C._____ müsse jedoch vorläufig nicht ins Chinderhus H._____ zurück-
kehren. Die Eltern seien verpflichtet, den Beistand zu informieren, wo 
sich C._____ aufhalte und wie die Besuche geregelt seien.

3. C._____ lebt daher seit dem 17.12.2022 alternierend bei den Eltern 
und hat im Februar 2022 die Aufnahmeprüfung für das Untergymnasi-
um in Graubünden bestanden. Die Eltern sind sich einig, dass 
C._____ ab Sommer 2023 die R._____ in J._____ besuchen wird, was 
dem Wunsch von C._____ entspricht.

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4. Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 13. März 2023 vor Kan-
tonsgericht Graubünden haben sich die Mutter und der Vater (nachfol-
gend: die Eltern) darauf geeinigt, ihre Beschwerden teilweise zurück-
zuziehen und dem Kantonsgericht zu beantragen, ihre Vereinbarung 
betreffend Betreuungsregelung von C._____ zu genehmigen und die 
Verfahren ZK1 22 140/157 damit zu erledigen.

5. Die weitere Beschulung in I._____ erfolgt lediglich, um einen nochma-
ligen Schulwechsel von C._____ zu verhindern, ohne dass damit eine 
Zustimmung der Eltern zum Entscheid der KESB Nordbünden vom 
24./25.8.2022 verbunden wäre

II. Teilrückzug der Beschwerden
6. Die Mutter zieht ihre Beschwerde vom 1.9.2022 gegen die Beschulung 

von C._____ in der öffentlichen Schule I._____ (Ziff. 1 c Entscheid 
KESB vom 24./25.8.2022) zurück.

7. Der Vater zieht seine Beschwerde vom 26.9.2022 gegen die Beschu-
lung von C._____ in der öffentlichen Schule I._____ (Ziff. 1 c Ent-
scheid KESB vom 24./25.8.2022) zurück.

8. Die Eltern sind ausdrücklich damit einverstanden, dass die Vertre-
tungsbeiständin von C._____ mit dem Beistand die notwendigen An-
träge stellt, damit die Beschulung in I._____ bis Ende des Schuljahres 
2022/23 erfolgen kann und die gesamte Kommunikation mit der Schu-
le I._____ über den Beistand läuft. Davon ausgenommen sind Krank-
meldungen von C._____ an die Lehrpersonen (per SMS oder Whats-
App). Die Krankmeldung erfolgt durch denjenigen Elternteil, der 
C._____ zum gegebenen Zeitpunkt betreut.

III. Vereinbarung der Betreuungsregelung für C._____
9. Die Eltern vereinbaren nachfolgende Betreuungsregelung für C._____.

10. Für die Wochennummerierung gilt die ISO 8601.

IV. Vereinbarung betreffend alternierenden Obhut betreffend C._____ 
11. Wortlaut der vom Vater unterschriebenen Vereinbarung:

Von Sonntagabend, 19.30 h, bis Mittwochmittag, Schulschuss ist die 
Obhut bei der Mutter. Benötigt C._____ vom Vater Unterstützung für 
die Vorbereitung auf Prüfungen oder Erledigungen von Schulaufträ-
gen, kann C._____ montags und dienstags nach dem Schulunterricht 
längstens bis 19.00 h zum Vater gehen. Der Vater verpflichtet sich da-
bei, die Mutter mindestens einen Tag im voraus per WhatsApp oder e-
mail darüber zu informieren, dass C._____ ihn um Unterstützung an-
gefragt hat und sie entsprechend nicht direkt nach der Schule zur Mut-
ter gehen wird.

Wortlaut der von der Mutter unterschriebenen Vereinbarung:
Von Sonntagabend, 19.30 h, bis Mittwochmittag, Schulschuss ist die 
Obhut bei der Mutter.

12. Von Mittwochabend, 19.30 h, bis Freitagabend, 19.30 h, ist die Obhut 
beim Vater.

13. Die Mittwochnachmittage, Schulschuss, bis 19.30 h, ist C._____ in un-
geraden Wochen unter der Obhut der Mutter und in geraden Wochen 
unter der Obhut des Vaters.

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V. Wochenendregelung 
14. C._____ verbringt die Wochenenden in geraden Wochen bei der Mut-

ter und die Wochenenden in ungeraden Wochen beim Vater.

15. Die Eltern vereinbaren, dass die Geschwister K._____, C._____ und 
L._____ die Wochenenden jeweils zusammen beim gleichen Elternteil 
verbringen.

16. Will ein Kind an einem Wochenende an einer ausserfamiliären Aktivität 
teilnehmen, entscheidet ausschliesslich derjenige Elternteil, bei wel-
chem die Kinder das betroffene Wochenende verbringen, unter ange-
messener Berücksichtigung der Wünsche des Kindes darüber, ob das 
Kind an einer solchen Aktivität teilnehmen darf.

17. Die Eltern verpflichten sich gegenseitig, keinerlei Aktivitäten für die 
Kinder an Wochenenden des anderen Elternteils zu planen und/oder 
dem Kind zu erlauben, an ausserfamiliären Aktivitäten teilzunehmen.

VI. Vereinbarungen bis zum Ende des Schuljahres 2022/23 
19. Da die Eltern ihre Beschwerden teilweise zurückziehen, wird C._____ 

bis Ende des Schuljahres 2022/23 in der öffentlichen Schule I._____ 
beschult.

20. Bis Ende des Schuljahres 2022/23 müssen die Eltern C._____ mor-
gens nach I._____ fahren, da kein passendes ÖV-Angebot besteht. 
Nach Schulschluss am Nachmittag fährt C._____ mit dem ÖV zum El-
ternteil, unter dessen Obhut sie steht.

21. Kann C._____ krankheitshalber die Schule nicht besuchen, informiert 
derjenige Elternteil, bei welchem C._____ im Zeitpunkt der Erkrankung 
wohnt, die zuständige Lehrperson und den anderen Elternteil (Whats-
App oder SMS).

22. Bis zu den Frühlingsferien ist es der Mutter aus beruflichen Gründen 
teilweise nicht möglich, C._____ in die Schule zu fahren. Der Vater er-
klärt sich daher bereit, C._____ bis zu den Frühlingsferien montags, 
mittwochs, donnerstags und freitags nach I._____ zu fahren. Nach den 
Frühlingsferien fährt die Mutter C._____ montags und dienstags, der 
Vater mittwochs, donnerstags und freitags bis Ende des Schuljahres 
2022/23 nach I._____.

23. Bis zu den Frühlingsferien übernachten C._____ und L._____ an 
Sonntagen in ungeraden Wochen beim Vater und der Vater ist dafür 
verantwortlich, dass alle Kinder montags zur Schule gehen können.

24. Den Eltern steht es frei, C._____ durch geeignete Drittpersonen in die 
Schule bringen zu lassen. Die Verantwortung für den Schulbesuch 
trägt jedoch derjenige Elternteil, der für den Transport von C._____ 
zuständig ist.

25. Derjenige Elternteil, unter dessen Obhut C._____ steht, ist dafür ver-
antwortlich, dass C._____ über Mittag in I._____ verpflegt und ange-
messen betreut wird.

VII. Ferienregelung 
26. Jeder Elternteil betreut die Kinder während der Hälfte der gesamten 

Schulferien, gemäss nachfolgender Regelung: 

Sportferien: 1. Hälfte Mutter, 2. Hälfte (ab Mittwoch, 12 h) Vater 

Frühlingsferien: Vater 

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Sommerferien: 4 Wochen Mutter, 2 Wochen Vater 

Herbstferien: 1. Woche Vater (Wechsel Samstag, 19.30 h), 
2. Woche Mutter 

Weihnachtsferien: je hälftig, in ungeraden Jahren Weihnachten bei der 
Mutter, Silvester beim Vater, in geraden Jahren 
Weihnachten beim Vater, Silvester bei der Mutter 
(Wechsel rechnerisch hälftig bei ungerader Tages-
zahl um 12 h, bei gerader Tageszahl um 19.30 h)

27. Die Ferienregelung geht der Feiertagsregelung und der Wochenend-
regelung vor. 

28. Die Ferien beginnen jeweils am Freitag vor Ferienbeginn, 18 h, und 
enden am letzten Samstag in den Ferien, 19.30 h. Die Kinder werden 
daher am letzten Samstag der Schulferien, spätestens 19.30 h, vom 
ferienverbringenden Elternteil zu demjenigen Elternteil zurückgebracht, 
von welchem sie montags betreut werden (K._____ zum Vater, 
C._____ und L._____ zur Mutter).

29. Jeder Elternteil entscheidet unter Berücksichtigung der Wünsche der 
Kinder allein, wie die Kinder die ihm zugewiesenen Schulferien ver-
bringen.

VIII. Feiertagsregelung 
30. Ostern, Pfingsten und Auffahrt verbringen die Kinder bei demjenigen 

Elternteil, auf dessen Wochenende die Feiertage fallen, wobei sich das 
Wochenende um die zusätzlichen schulfreien Tage verlängert (Beginn 
am Tag vor dem schulfreien Tag, 19.30 h, Ende am letzten Feiertag, 
19.30 h), sofern diese nicht in Schulferien fallen. Führt diese Regelung 
dazu, dass alle Feiertage dem gleichen Elternteil zufallen, teilt der Bei-
stand ein Feiertagswochenende dem anderen Elternteil zu.

31. Weihnachten (24.12.-26.12.) verbringen die Kinder in Jahren mit unge-
rader Jahreszahl bei der Mutter und in Jahren mit gerader Jahreszahl 
beim Vater. 

32. Den Muttertag (2. Sonntag im Mai), 10.00 h bis 19.30 h, verbringen die 
Kinder bei der Mutter, den Vatertag (1. Sonntag im Juni), 10.00 h bis 
19.30 h, beim Vater. 

Handschriftlich angebrachter Vermerk auf dem Exemplar der Mutter: 
Ist diese Regelung über der Feiertagsregelung?

IX. Einhaltung der Regelung und Ausnahmen 
33. Hält sich ein Elternteil nicht an die Vereinbarungen über die Aufteilung 

der Betreuungszeiten und/oder die weiteren Regelungen, informiert 
der andere Elternteil den Beistand der Kinder per E-mail mit cc an den 
anderen Elternteil.

34. Die Eltern nehmen zur Kenntnis, dass die Nichteinhaltung der verein-
barten Regelung dazu führen kann, dass die Obhutsregelung überprüft 
wird und derjenige Elternteil, welcher sich nicht an die Vereinbarungen 
hält, damit rechnen muss, dass ihm das Obhutsrecht von der zustän-
digen Behörde entzogen und C._____ unter die Obhut des anderen El-
ternteils gestellt werden kann. 

35. Will ein Elternteil aus einem triftigen Grund (insbes. wegen einem Fa-
milienanlass) von der vereinbarten Regelung abweichen, wendet er 

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sich so früh als möglich an den Beistand der Kinder, um eine abwei-
chende Regelung zu vereinbaren. Der Beistand regelt Ausnahmen von 
der vereinbarten Betreuungsregelung abschliessend. 

Handschriftlich angebrachter Vermerk auf dem Exemplar der Mutter: 
und gibt diese mindestens 2 Wochen vor dem Termin bekannt.

X. Gesundheit, Arzttermine 
36. Die Eltern vereinbaren bezüglich Terminen aus gesundheitlichen 

Gründen (Ärzte, Zahnärzte und anderen Fachpersonen aus dem Ge-
sundheitsbereich), dass der andere Elternteil und der Beistand umge-
hend über vereinbarte Termine informiert werden und solche Termine 
ausserhalb der Schulzeit wahrgenommen werden, es sei denn die 
Fachperson kann keine solchen Termine anbieten. 

37. C._____ wünscht sich aktuell keine psychologische Unterstützung, 
geht aber in regelmässigen Abständen zu ihrer Kinderärztin, 
med. pract. M._____. Beide Elternteile sind damit einverstanden, dass 
C._____ bei solchen Terminen ohne die Anwesenheit der Eltern Ge-
spräche mit Frau M._____ führen kann.

XI. Gemeinsamer Antrag an die KESB Zweigstelle Nordbünden auf 
Verzicht einer Begutachtung 
38. Angesichts dessen, dass die Eltern sich umgehend bezüglich der al-

ternierenden Obhut für C._____ geeinigt haben und die getroffene Re-
gelung den Wünschen von C._____ entspricht, erübrigt sich die durch 
die KESB Zweigstelle Nordbünden angeordnete Erstellung eines Er-
ziehungsfähigkeitsgutachtens durch die kjp Graubünden. Die kjp 
Graubünden hat mit der Begutachtung noch nicht begonnen.

39. Die Eltern erklären sich daher damit einverstanden, dass die Vertre-
tungsbeiständin bei der KESB Nordbünden den Antrag auf Verzicht 
der Begutachtung stellt, wobei die Vertretungsbeiständin dafür besorgt 
ist, die Zustimmung des Beistands einzuholen.

XII. Anträge 
40. Die Eltern beantragen dem Kantonsgericht, es sei ihnen das Aufent-

haltsbestimmungsrecht für C._____ wieder zu erteilen, da die Voraus-
setzungen für den Entzug nicht gegeben sind. 

41. Die Eltern beantragen dem Kantonsgericht, es sei ihre Vereinbarung 
betreffend der Betreuung von C._____ zu genehmigen und ins Dispo-
sitiv des Entscheids aufzunehmen. 

42. Die Eltern beantragen dem Kantonsgericht, es sei im Entscheid fest-
zuhalten, dass die vorliegende Einigung bezüglich Obhut mit Teilrück-
zug in Bezug auf den Schulort I._____ keine teilweise Zustimmung 
zum KESB-Entscheides vom 24/25. August 2022 in Bezug auf den 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts, der Heimeinweisung, der 
Einschulung in I._____ sowie einer damit verbundenen Kostenfolge 
bedeutet. 

43. Die Kostenregelung überlassen die Parteien dem Kantonsgericht. 

N._____, 12.5.23 sig. A._____

O._____, 11.5.23 sig. B._____

X.b. Die Kindesvertreterin beantragte in ihrem Schreiben vom 12. Mai 2023, es 
sei die alternierende Obhut anzuordnen und es seien die Anträge und Vereinba-

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rungen, soweit beide Elternteile diesen zugestimmt hätten, zu genehmigen. 
C._____ sei zu berechtigen, bei Bedarf montags und dienstags zum Vater zu ge-
hen, wobei die Rahmenbedingungen genau – gemäss der vom Vater unterzeich-
neten Version – zu regeln seien.

Y. Die Rechtsvertreterin der Mutter, Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta, 
reichte ihre Honorarnote am 23. Mai 2023 ein. Die Kindesvertreterin, Rechtsan-
wältin Dr. iur. Silvia Däppen, reichte ihre Honorarnote am 2. Juni 2023 ein. Weite-
re Eingaben der Parteien sind nicht erfolgt. 

Z.a. Mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 8. August 
2023, mitgeteilt am 11. August 2023, wurden die Massnahmen angepasst und 
eine Entschädigung der Kindesvertretung festgesetzt, und zwar wie folgt: 

1. Das bei der KESB Graubünden, Zweigstelle Nordbünden, betreffend 
C._____ offene Verfahren zur Abklärung einer Anpassung der Obhuts-
regelung wird infolge Rückzug der diesbezüglichen Anträge als ge-
genstandlos abgeschrieben.

2. Auf die mit verfahrensleitender Verfügung der KESB Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden, vom 13. Oktober 2022 für C._____ angeord-
nete ambulante Begutachtung durch Dr. med. P._____, Kinder- und 
Jugendpsychiatrie Graubünden (kjp, Chur) wird verzichtet und das 
diesbezügliche Verfahren abgeschlossen.

3. Die für C._____ bestehende Massnahme wird per Vollstreckbarkeit 
dieses Entscheides wie folgt angepasst:

Die mit Entscheid der KESB Graubünden, Zweigstelle Nordbünden, 
vom 6. September 2021 verfügte Beschränkung der elterlichen Sorge 
(Art. 308 Abs. 3 ZGB) in den Bereichen Schule/Ausbildung/Berufswahl 
(inkl. Finanzierung) wird aufgehoben.

4. Für die Mandatsführung vom 10. August 2021 bis 28. Oktober 2022 
(gemäss Honorarnote vom 7. November 2022) sowie vom 1. Dezem-
ber 2022 bis 13. Juli 2023 (gemäss Honorarnote vom 13. Juli 2022) 
wird zugunsten von Dr. Silvia Däppen (Rechtsanwältin, Chur) eine 
Entschädigung im Umfang von Fr. 12'934.55 (inkl. Spesen und MWST) 
sowie von Fr. 1'286.80 inkl. Spesen und MWST) bzw. insgesamt Fr. 
14'221.35 (inkl. Spesen und MWST) festgesetzt.

5. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt: 

a. Die Kosten im Verfahren Anpassung Massnahme/Entschädigung 
Kindsvertretung werden auf Fr. 14'721.35 (inkl. Kosten Kindesver-
tretung Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen von Fr. 14'221.35) 
festgesetzt. Wird eine Begründung verlangt, erhöhen sich die Kos-
ten um bis zu Fr. 200.-.

b. Auf die Erhebung des hälftigen Kostenanteils der Mutter wird ver-
zichtet.

c. Der hälftige Kostenanteil wird dem Vater auferlegt.

6. (Rechtmittelbelehrung)

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7. (Mitteilung)

Z.b. Der Entscheid der KESB Nordbünden vom 8. August 2023 blieb unange-
fochten.

Z.c. Sämtliche Vorakten der KESB Nordbünden sind beigezogen worden. Akten 
des Verfahrens ZK1 22 140 werden nachstehend jeweils lediglich mit Aktennum-
mer zitiert. Demgegenüber wird für die Belegstellen des Verfahrens ZK1 22 157 
zusätzlich die entsprechende Prozessnummer aufgeführt.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Der Entscheid der KESB Nordbünden vom 24. August 2022 betreffend den 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts (act. B.1) ist beschwerdefähig, was 
sich aus Art. 314 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 450 Abs. 1 ZGB ergibt. Im 
Kanton Graubünden ist das Kantonsgericht gemäss Art. 60 Abs. 1 EGzZGB 
(BR 210.100) einzige gerichtliche Beschwerdeinstanz und damit zur Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig. Innerhalb des Kantonsgerichts ist die 
I. Zivilkammer zuständig (vgl. Art. 6 KGV [BR 173.100]).

1.2. Der angefochtene Entscheid wurde am 25. August 2022 mitgeteilt und bei-
den Eltern am 29. August 2022 per Einschreiben zugestellt. Mit den schriftlichen 
Eingaben vom 1. September 2022 (Beschwerde ZK1 22 140 der Mutter [act. A.1]) 
und vom 26. September 2022 (Beschwerde ZK1 22 157 des Vaters [act. A.1 
[ZK1 22 157]) wurden die Beschwerden innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen 
beim Kantonsgericht eingereicht. Die Beschwerden wurden somit form- und frist-
gerecht erhoben (vgl. Art. 450 Abs. 3 und Art. 450b Abs. 1 ZGB).

1.3. Nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB sind die am Verfahren Beteiligten und da-
mit in erster Linie die von der Anordnung der KESB direkt betroffenen Personen 
zur Beschwerde legitimiert. Im Bereich des Kindesschutzes können nebst den 
Kindern auch deren Eltern betroffene Personen sein (Daniel Steck, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 21 
zu Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich 2010, 
N 21 zu Art. 450 ZGB; jüngst etwa BGer 5A_101/2023 v. 9.6.2023 E. 3.3.1; 
5A_979/2013 v. 28.3.2014 E. 6 m.w.H.). Die elterliche Sorge über C._____ steht 
den Eltern gemeinsam zu. Daher sind auch beide Eltern von einem Entzug des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts betroffen und je für sich zur Beschwerde legiti-
miert.

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1.4. Auf beide Beschwerden ist einzutreten. Aufgrund des sachlichen Zusam-
menhangs werden die Beschwerdeverfahren ZK1 22 140 und ZK1 22 157 gestützt 
auf Art. 125 lit. c ZPO, der auch in Rechtsmittelverfahren zur Anwendung gelangt, 
vereinigt (Adrian Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, 
N 5 zu Art. 125 ZPO m.w.H).

1.5. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten in erster 
Linie die im ZGB normierten Verfahrensbestimmungen des Bundesrechts (Art. 314 
Abs. 1 i.V.m. Art. 450 ff. ZGB). Subsidiär gelangen die kantonalen Verfahrensbe-
stimmungen zur Anwendung. Sofern sich weder dem ZGB noch dem EGzZGB 
eine entsprechende Regelung entnehmen lässt, sind die Bestimmungen über die 
zivilprozessuale Berufung sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450f 
ZGB und Art. 60 Abs. 5 EGzZGB). Zu beachten sind sodann die allgemeinen Ver-
fahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB). Diese sind 
auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, soweit 
das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (Lo-
renz Droese/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zi-
vilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 13 zu Art. 450 ZGB m.H. auf KGer GR 
ZK1 16 186 v. 26.1.2017 E. 2.b). 

1.6. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sind Kindesschutz-
massnahmen. In diesem Bereich ist das Kantonsgericht nicht an die Parteianträge 
gebunden und erforscht den Sachverhalt von Amtes wegen. Es gelten die Offizial- 
sowie die Untersuchungsmaxime (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 446 Abs. 1 und 3 
ZGB und Art. 60 Abs. 3 EGzZGB). Der Streitgegenstand ist somit der Parteidispo-
sition entzogen (Art. 58 Abs. 2 ZPO). Gleichwohl gelten im Beschwerdeverfahren 
die Rüge- und Begründungsobliegenheit. Die gerichtliche Beschwerdeinstanz darf 
sich primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (Lorenz 
Droese, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
7. Aufl., Basel 2022, N 5 zu Art. 450a ZGB). Die Beschwerde ist ein vollkommenes 
Rechtsmittel, welches eine umfassende Überprüfung des erstinstanzlichen Ent-
scheids in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht ermöglicht. Entsprechend können 
mit der Beschwerde gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts (Ziff. 2) sowie Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. 

16 / 33

2. Entzug der Aufenthaltsbestimmungsbefugnis

2.1. Gegenstand des angefochtenen Entscheids bilden der Entzug des Aufent-
haltsbestimmungsrechts der Eltern über C._____ und damit verbunden ihre 
behördliche Unterbringung im Chinderhus H._____ in I._____ sowie die Beschu-
lung in der dortigen öffentlichen Schule (act. B.1, Dispositivziffer 1.a bis c). 

2.2. Bereits mit Verfügung vom 6. September 2021 wurde die elterliche Sorge 
im Bereich der Schule, Ausbildung und Berufswahl (inkl. Finanzierung) beschränkt 
und der Beistandsperson ein Vertretungsrecht eingeräumt (KESB act. 158, Dispo-
sitivziffer 1.a). Somit hätte die Beistandsperson über den Ort der Beschulung ent-
scheiden können, ohne dass die KESB diesbezüglich im angefochtenen Entscheid 
noch hätte verfügen müssen. Mit Entscheid vom 8. August 2023 hob die KESB 
Nordbünden die am 6. September 2021 verfügte Beschränkung der elterlichen 
Sorge in den Bereichen Schule, Ausbildung und Berufswahl (inkl. Finanzierung) 
auf (act. E.14, Dispositivziffer 3). Die Anträge der Eltern, es sei Dispositivziffer 1.c 
des Entscheides betreffend die Beschulung in der öffentlichen Schule I._____ auf-
zuheben (act. A.1, Ziff. I.1 und act. A.1, Ziff. I.1 [ZK1 22 157]), sind mit Ergehen 
des vorgenannten Entscheids gegenstandslos geworden. Die Beschwerden 
ZK1 22 140 und ZK1 22 157 sind demnach – soweit damit die Aufhebung von 
Dispositivziffer 1.c des angefochtenen Entscheids beantragt wird – aufgrund von 
Gegenstandslosigkeit als erledigt abzuschreiben (Art. 242 ZPO). Der Vollständig-
keit halber sei erwähnt, dass C._____ zwischenzeitlich in das Untergymnasium an 
der Evangelischen Mittelschule J._____ übergetreten ist (vgl. act. H.1, S. passim). 
Es erübrigen sich weitere Ausführungen zum Beschulungsort.

2.3. Der Entzug der Aufenthaltsbestimmungsbefugnis setzt voraus, dass das 
Kind in angemessener Weise untergebracht wird (Art. 310 Abs. 1 ZGB in fine). 
Nachdem C._____ ab dem 16. Dezember 2022 nicht mehr in das Chinderhus 
H._____ zurückgekehrt war, teilte die KESB Nordbünden am 11. Januar 2023 mit, 
es werde trotz Androhung von einer polizeilichen Zuführung abgesehen. C._____ 
müsse vorläufig nicht in das Chinderhus H._____ zurückkehren. An der behördli-
chen Unterbringung der KESB von C._____ im Chinderhus H._____ werde aber 
dennoch festgehalten (act. D.31). Q._____, Leiter des Chinderhus H._____, teilte 
mit, eine weitere Unterbringung von C._____ sei nicht zielführend. Es sei unbe-
dingt davon abzusehen (Bericht vom 7. März 2023, act. I.4). Fest steht also, dass 
spätestens ab März 2023 eine Unterbringung von C._____ im Chinderhus 
H._____ gemäss Leitung der Institution nicht mehr möglich war. Die Kindes-
schutzbehörde war nicht um eine anderweitige angemessene Unterbringung für 
C._____ besorgt. Damit fehlt es an einer für den Entzug des Aufenthaltsbestim-

17 / 33

mungsrechts erforderlichen Voraussetzung. Dementsprechend sind die Dispositiv-
ziffern 1.a und b des angefochtenen Entscheids in teilweiser Gutheissung der Be-
schwerden aufzuheben. Den Eltern ist die Aufenthaltsbestimmungsbefugnis über 
C._____ wieder zu erteilen.

2.4. Dispositivziffern 2.a bis d des angefochtenen Entscheides enthalten eine 
Regelung für den persönlichen Verkehr von C._____ mit ihren Eltern während der 
behördlichen Unterbringung. Diese Dispositivziffern sind aufzuheben, zumal 
C._____ nicht mehr behördlich untergebracht ist und den Eltern das Aufenthalts-
bestimmungsrecht wieder zu erteilen ist.

3. Genehmigungsfähigkeit der Vereinbarung vom 11./12. Mai 2023

3.1. Vorbemerkungen

3.1.1. Dem Kantonsgericht wurde eine von der Kindesvertreterin verfasste und in 
der Folge von Mutter und Vater am 11. bzw. am 12. Mai 2023 unterzeichnete Ver-
einbarung betreffend das Beschwerdeverfahren ZK1 22 140/157 unterbreitet 
(nachfolgend: Vereinbarung; vgl. act. A.12.1; A.13.1). 

3.1.2. Bei einem aussergerichtlichen Vergleich entfällt das Rechtsschutzinteresse 
an einer gerichtlichen Entscheidung. Der Prozess wird als gegenstandslos abge-
schrieben (Art. 242 ZPO; Laurent Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 16 zu 
Art. 242 ZPO). Die prozesserledigenden Parteihandlungen können nur dann wirk-
sam vorgenommen werden, wenn die Parteien über den Streitgegenstand verfü-
gen können. Bei mangelnder Dispositionsbefugnis der beklagten bzw. der be-
schwerdegegnerischen Partei ist ein Vergleich über den Streitgegenstand ausge-
schlossen. Ein Vergleich kann in diesen Fällen nur mit gerichtlicher Genehmigung 
abgeschlossen werden (Killias, a.a.O., N 20 zu Art. 241 ZPO). Dass behördliche 
Massnahmen auch gegen den Willen der Kindseltern angeordnet werden können, 
ist gerade das Wesensmerkmal des Kindesschutzes. Es würde folglich dem 
Schutzgedanken widersprechen, wenn die Eltern des betroffenen Kindes als Par-
teien des Beschwerdeverfahrens mittels Vergleich über den Gegenstand der Kin-
desschutzmassnahmen disponieren könnten und das Gericht das Vereinbarte le-
diglich einer rudimentären Prüfung unterziehen würde. Die vorliegende Vereinba-
rung führt daher noch nicht zu einer unmittelbaren Beendigung des Prozesses, 
welche im Sinne von Art. 241 Abs. 2 ZPO nur noch in einer Abschreibungsverfü-
gung festzustellen wäre. Vielmehr ist ein Urteil zu fällen, das sich über die Ge-
nehmigung der vorliegenden Vereinbarung ausspricht (so KGer GR ZK1 22 94 v. 

18 / 33

26.9.2022 E. 2, allerdings zu einer Berufung betreffend den Kindesunterhalt und 
das Besuchsrecht, ebenso KGer GR ZK1 16 31 v. 21.3.2016 E. 2; ZK1 16 190 v. 
16.2.2017 E. 2). Die von den Eltern unterbreitete Vereinbarung vom 11./12. Mai 
2023 ist vom Kantonsgericht daher nachstehend auf ihre Rechtmässigkeit hin zu 
prüfen. Sie ist genehmigungsfähig, wenn sie mit dem Kindeswohl als oberster Ma-
xime des Kindesschutzrechts vereinbar ist (Art. 307 Abs. 1 ZGB).

3.2. Teilweiser Rückzug der Beschwerden

Beide Eltern erklärten in der Vereinbarung den Rückzug ihrer Beschwerden betref-
fend Dispositivziffer 1.c des angefochtenen Entscheides, welcher die Beschulung 
von C._____ in der öffentlichen Schule I._____ vorsieht (act. A.12.1, Ziff. II.6; 
A.13.1, Ziff. II.7). Diese Begehren sind mit dem Entscheid der KESB Nordbünden 
vom 8. August 2023 gegenstandslos geworden (vgl. E. 2.2 hiervor). In diesem 
Punkt sind die Beschwerden als erledigt zu betrachten. In Ziff. II.8 der Vereinba-
rung wird statuiert, dass die Eltern sich ausdrücklich damit einverstanden erklär-
ten, dass die Kindesvertreterin mit dem Beistand die notwendigen Anträge stelle, 
damit die Beschulung in I._____ bis Ende des Schuljahres 2022/23 erfolgen könne 
und die gesamte Kommunikation mit der Schule I._____ über den Beistand laufe. 
Davon ausgenommen seien Krankmeldungen von C._____ an die Lehrpersonen 
(per SMS 
oder WhatsApp). Die Krankmeldung erfolge durch denjenigen Elternteil, der 
C._____ zum gegebenen Zeitpunkt betreue. Da C._____ inzwischen in das Unter-
gymnasium übergetreten ist, ist auch diese Regelung gegenstandslos geworden, 
womit darauf nicht näher einzugehen ist.

3.3. Alternierende Obhut

3.3.1. Nachdem den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht zukommt, ist die 
Obhut über C._____ zu regeln. Die vorliegende Vereinbarung sieht vor, dass 
C._____ unter die alternierende Obhut ihrer Eltern gestellt wird. Im Weiteren 
enthält die Vereinbarung eine Betreuungsregelung, deren Genehmigung und Auf-
nahme in das Dispositiv beantragt wird (act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. III bis X). 
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss die alternierende Obhut in 
jedem Fall mit dem Kindeswohl als oberster Maxime des Kindesrechts vereinbar 
sein. Die Interessen der Eltern haben in den Hintergrund zu treten. Ob eine alter-
nierende Obhut möglich und mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist, muss anhand 
der Umstände des konkreten Einzelfalls geprüft werden. Das bedeutet, dass das 
Gericht gestützt auf festgestellte Tatsachen der Gegenwart und der Vergangenheit 
eine sachverhaltsbasierte Prognose darüber zu stellen hat, ob die alternierende 

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Obhut als Betreuungslösung aller Voraussicht nach dem Wohl des Kindes ent-
spricht (BGE 142 III 612 E. 4.2; 142 III 617 E. 3.2.3). Die Vereinbarkeit der alter-
nierenden Obhut und der konkret vorgeschlagenen Betreuungsregelung mit dem 
Kindeswohl ist nachstehend anhand der von Lehre und Rechtsprechung entwi-
ckelten Kriterien zu prüfen.

3.3.2. Die Anordnung einer alternierenden Obhut bedingt die Erziehungsfähigkeit 
beider Eltern (BGE 142 III 612 E. 4.3; 142 III 617 E. 3.2.3). Die KESB Nordbünden 
entschied am 8. August 2023, dass auf die mit verfahrensleitender Verfügung vom 
13. Oktober 2022 für C._____ angeordnete ambulante Begutachtung durch Dr. 
med P._____ von der KJP verzichtet und das diesbezügliche Verfahren abge-
schlossen werde (act. E.14, Dispositivziffer 2). Somit lässt sich die Erziehungs-
fähigkeit der Eltern nicht anhand eines Gutachtens beurteilen. Die KESB Nord-
bünden scheint davon auszugehen, dass die Eltern von C._____ erziehungsfähig 
sind, ansonsten sie wohl kaum auf die Begutachtung verzichtet hätte. Auch liegen 
keine konkreten Anhaltspunkte vor, welche auf eine Beeinträchtigung der Erzie-
hungsfähigkeit von Vater und/oder Mutter hindeuten. Demnach ist davon auszu-
gehen, dass beide Elternteile erziehungsfähig sind. 

3.3.3. Die Eltern müssen gemäss Lehre und Rechtsprechung sowohl fähig als 
auch bereit sein, in Kinderbelangen laufend miteinander zu kommunizieren und im 
Hinblick auf die notwendigen organisatorischen Vorkehren zu kooperieren. Von 
einer fehlenden Kooperationsfähigkeit ist etwa dann auszugehen, wenn die Eltern 
aufgrund der zwischen ihnen bestehenden Feindseligkeiten hinsichtlich der Kin-
derbelange nicht zusammenarbeiten können. Dies mit der Folge, dass sie ihr Kind 
im Szenario einer alternierenden Obhut dem gravierenden Elternkonflikt in einer 
Weise aussetzen würden, die seinen Interessen offensichtlich zuwiderläuft (BGE 
142 III 612 E. 4.3; 142 III 617 E. 3.2.3). Der Elternkonflikt muss einen gewissen 
Schweregrad erreichen, damit die Nichtanordnung einer alternierenden Obhut ge-
rechtfertigt ist. Er muss insgesamt derart ausgeprägt und umfassend sein, dass 
bezüglich der Kinderbelange weder eine Kommunikation noch eine Einigung mög-
lich erscheint (BGer 5A_629/2019 v. 13.11.2020 E. 8.3.4). 

Vorliegend ist die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Eltern aufgrund 
ihres Konflikts eindeutig beeinträchtigt, was sich an der Instruktionsverhandlung 
zeigte. So beanstandete die Mutter wiederholt, der Vater bestimme eigenmächtig, 
wann C._____ von ihm selbst betreut werde und wann sie zur Mutter gehe. Der 
Vater bestritt dies (act. H.1, S. 11, Frage 9). Die Kindesvertreterin erklärte, 
C._____ habe ihr mitgeteilt, dass sich die Eltern darauf geeinigt hätten, dass sie 
eine Hälfte der Woche beim einen und die andere Hälfte beim anderen Elternteil 

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verbringen würde. Diese Regelung habe grundsätzlich funktioniert und sie sei bei 
beiden Eltern gewesen. Indessen habe C._____ auch gesagt, dass sie nie ge-
wusst habe, wann sie bei welchem Elternteil sei und die Eltern unter der Woche 
Änderungen vornehmen würden, was stressig für sie sei (act. H.1, S. 5). Die be-
einträchtigte Kommunikation und Kooperation der Eltern führt für C._____ also zu 
unvorhersehbaren Wechseln in der Betreuung. Da der Besuch der Mittelschule in 
J._____ für C._____ bereits eine gewisse Mehrbelastung bedeutet, wären derarti-
ge zusätzliche, durch eine alternierende Obhut bedingte Unsicherheiten mit dem 
Kindeswohl nicht vereinbar. Eine alternierende Obhut kommt gemäss Lehre und 
Rechtsprechung denn auch nur in Frage, wenn stabile Verhältnisse gewährleistet 
sind. Vorliegend können jedoch stabile Verhältnisse im Rahmen einer alternieren-
den Obhut trotz der Defizite in der Kommunikations- und der Kooperationsfähigkeit 
geschaffen werden – nämlich mittels einer klaren und möglichst genauen Rege-
lung der Betreuungsanteile. Damit steht die beeinträchtigte Kommunikations- und 
Kooperationsfähigkeit einer alternierenden Obhut nicht entgegen. Damit eine al-
ternierende Obhut mit dem Kindeswohl in Einklang zu bringen ist, muss ebenfalls 
eine Kontinuität der Verhältnisse gegeben sein. Je nach Einzelfall kann daher eine 
Weiterführung der bisherigen Regelung geboten erscheinen. Somit fällt eine alter-
nierende Obhut eher in Betracht, wenn die Eltern das Kind schon vor ihrer Tren-
nung abwechselnd betreuten oder auch nach Aufnahme des Getrenntlebens ab-
wechselnd betreut haben (vgl. zum Kriterium der Stabilität und Kontinuität der 
Verhältnisse BGE 142 III 612 E. 4.3; 142 III 617 E. 3.2.3). Aus den Akten ergeht, 
dass C._____ vor der behördlichen Unterbringung von beiden Elternteilen betreut 
worden ist, was für eine alternierende Obhut spricht.

3.3.4. Die Möglichkeit der Elternteile, die Kinder persönlich zu betreuen spielt als 
Kriterium für die alternierende Obhut vor allem dann eine Rolle, wenn spezifische 
Bedürfnisse der Kinder eine persönliche Betreuung notwendig erscheinen lassen 
oder wenn ein Elternteil auch in den Randzeiten (morgens, abends und an den 
Wochenenden) nicht bzw. kaum zur Verfügung stünde; ansonsten ist von der 
Gleichwertigkeit von Eigen- und Fremdbetreuung auszugehen (vgl. BGE 144 III 
481 E. 4.6.3 und E. 4.7; BGer 5A_748/2022 v. 9.2.2023 E. 3.1.1; 5A_67/2021 v. 
31.8.2021 E. 3.3.2; 5A_707/2019 v. 18.8.2020 E. 3.1.1; 5A_241/2018 v. 18.3.2019 
E. 5.1). Sowohl die Mutter als auch der Vater sind vorliegend in der Lage, die Be-
treuung von C._____ im Rahmen einer geteilten Obhut sicherzustellen.

3.3.5. Bei der Betreuungsregelung zu berücksichtigen ist auch der Wunsch des 
Kindes, selbst wenn es diesbezüglich (noch) nicht urteilsfähig ist. Der Richter, 
welcher den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht (Art. 296 Abs. 1 ZPO), wird 

21 / 33

im konkreten Fall entscheiden müssen, ob und gegebenenfalls in welcher Hinsicht 
Hilfe von Sachverständigen erforderlich ist, um die Aussagen des Kindes zu inter-
pretieren, insbesondere um erkennen zu können, ob diese seinem wirklichen 
Wunsch entsprechen (BGE 142 III 612 E. 4.3; 142 III 617 E. 3.2.3). C._____ ist 15 
Jahre alt, weshalb ihr Wille bei der Regelung der Betreuung zu berücksichtigen ist. 
Laut der Kindesvertreterin hat C._____ konsistent den Wunsch geäussert, bei bei-
den Eltern sein zu können. C._____ selbst wünscht also eine alternierende Obhut 
(act. H.1, S. 5). 

3.3.6. In Würdigung sämtlicher Umstände und Kriterien, welche gemäss Lehre 
und Judikatur für die Beurteilung der Frage heranzuziehen sind, ob eine alternie-
rende Obhut mit dem Kindeswohl zu vereinbaren ist, ergibt sich, dass dieser Be-
treuungsmodus dem Wohl von C._____ am besten entspricht und daher zu ge-
nehmigen ist.

3.4. Betreuungsanteile

3.4.1. Unter der Woche beantragen die Eltern übereinstimmend die folgende Auf-
teilung der Betreuung: C._____ soll von Sonntagabend, 19.30 Uhr, bis Mittwoch-
mittag, Schulschluss, durch die Mutter betreut werden. Von Mittwochabend, 19.30 
Uhr, bis Freitagabend 19.30 Uhr, soll die Betreuung durch den Vater erfolgen. Die 
Mittwochnachmittage, Schulschluss, bis 19.30 Uhr, soll C._____ in ungeraden 
Wochen bei der Mutter und in geraden Wochen beim Vater verbringen (act. 
A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. IV.11-13). Die vom Vater unterzeichnete Vereinbarung 
sieht in Ziffer IV.11 zusätzlich was folgt vor: "Benötigt C._____ vom Vater Unter-
stützung für die Vorbereitung auf Prüfungen oder Erledigungen von Schulaufträ-
gen, kann C._____ montags und dienstags nach dem Schulunterricht längstens 
bis 19.00 h zum Vater gehen. Der Vater verpflichtet sich dabei, die Mutter mindes-
tens einen Tag im Voraus per WhatsApp oder e-mail darüber zu informieren, dass 
C._____ ihn um Unterstützung angefragt hat und sie entsprechend nicht direkt 
nach der Schule zur Mutter gehen wird" (act. A.12.1, Ziff. IV.11).

3.4.2. Hinsichtlich des Zusatzes in der vom Vater unterzeichneten Vereinbarung 
ist zu bedenken, dass es in der Vergangenheit zwischen den Eltern gerade dann 
zu Streitigkeiten gekommen ist, als die Aufteilung der Betreuungseinheiten nicht 
eindeutig und klar geregelt war. Da die Mutter mit der vom Vater befürworteten 
Regelung betreffend Aufgabenhilfe am Montag und Dienstag von Vornherein nicht 
einverstanden ist, wären bei Genehmigung dieser Variante aufgrund der limitierten 
Kooperationsfähigkeit der Eltern wiederum Konflikte zu erwarten. Hinzu tritt der 
Umstand, dass C._____ neben dem ordentlichen Schulweg jeweils einen Umweg 

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über O._____ zurücklegen müsste, was eine zusätzliche Belastung darstellen 
würde. Es liegt auf der Hand, dass die vom Vater befürwortete Regelung mit Auf-
gabenhilfe durch den Vater montags und dienstags nicht im Kindeswohl liegt. Im 
Übrigen bezweckt die alternierende Obhut auch, dass beide Eltern eine alltagsbe-
zogene Betreuung des Kindes wahrnehmen. Wenn C._____ am Montag und 
Dienstag die Zeit nach der Schule bis 19.00 Uhr regelmässig beim Vater verbringt, 
beschränkt sich die Betreuung der Mutter auf den Morgen vor der Schule und den 
Abend ab 19.00 Uhr, womit nicht mehr von einer alltagsbezogenen Betreuung die 
Rede sein kann. Im Ergebnis wird – entgegen dem Antrag der Kindesvertreterin – 
diejenige Aufteilung der Betreuung genehmigt, auf welche sich die Eltern einigen 
konnten, ohne den vom Vater bevorzugten und beantragten Zusatz betreffend 
Aufgabenhilfe (d.h. act. A.12.1, Ziff. 11 Satz 1 sowie Ziff. 12 f.; act. A.13.1, Ziff. 11-
13).

3.4.3. Die Wochenendregelung, gemäss welcher C._____ die geraden Wochen 
bei der Mutter und die ungeraden Wochen beim Vater verbringt, ist ohne Weiteres 
genehmigungsfähig (act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. V.14). Die Vereinbarung, wo-
nach die Geschwister die Wochenenden jeweils zusammen beim gleichen Eltern-
teil verbringen sollen (act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. V.15), steht im Einklang mit 
der Rechtsprechung, wonach Geschwister grundsätzlich und nach Möglichkeit 
nicht zu trennen sind (BGer 5A_589/2021, 5A_590/2021 v. 23.6.2022 E. 3.1.2). In 
Bezug auf C._____ ist sie zu genehmigen. Soweit die Regelung die Geschwister 
von C._____ betrifft, ist sie im vorliegenden Verfahren nicht zu beurteilen. 
Grundsätzlich nicht zu beanstanden ist die Regelung, wonach – unter angemes-
sener Berücksichtigung der Wünsche von C._____ – ausschliesslich derjenige 
Elternteil über die Teilnahme an einer ausserfamiliären Aktivität entscheidet, bei 
welchem C._____ das betroffene Wochenende verbringt und sich die Eltern ge-
genseitig verpflichten, keinerlei ausserfamiliären Aktivitäten für C._____ an Wo-
chenenden des anderen Elternteils zu planen und/oder dem Kind eine Teilnahme 
zu erlauben (act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. V.16 f.). Wenn ein Elternteil Akti-
vitäten für das Kind in der dem anderen Elternteil zufallenden Betreuungszeit plant 
und dies noch ohne Einverständnis mit dem betreuenden Elternteil, so wider-
spricht dies dem eigentlichen Grundgedanken der geteilten Obhut. Die Verpflich-
tung, keine Aktivitäten für das Kind zu planen, welche in die Betreuungszeit des 
anderen Elternteils fallen, ergibt sich bereits aus dem vereinbarten Betreuungs-
modus der alternierenden Obhut mit den Betreuungsanteilen, ohne dass dies aus-
drücklich vereinbart werden müsste. Eine solche Regelung hat einen deklaratori-
schen Charakter und muss daher auch durch das Kantonsgericht nicht genehmigt 
werden.

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3.5. Vereinbarungen bis zum Ende des Schuljahres 2022/23

Die Vereinbarungen betreffend den Beschulungsort für das Schuljahr 2022/23 
(vgl. act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. VI.19-25) sind zwischenzeitlich hinfällig ge-
worden und können nicht mehr Gegenstand einer aktuellen Regelung sein.

3.6. Ferien- und Feiertagsregelung

3.6.1. Die Ferien- und Feiertagsregelung haben die Parteien jeweils in Bezug auf 
alle Kinder getroffen. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind lediglich die 
im angefochtenen Entscheid der KESB Nordbünden für C._____ getroffenen Kin-
desschutzmassnahmen. Folglich bezieht sich die Prüfung der Genehmigungs-
fähigkeit sowie die Genehmigung der Regelungen im Nachfolgenden ausschliess-
lich auf C._____.

3.6.2. Die Schulferien soll C._____ vereinbarungsgemäss je zur Hälfte bei einem 
Elternteil verbringen. Die Parteien haben dabei eine genaue und fixe Aufteilung 
vorgesehen (im Einzelnen act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. VII.26 sowie oben X.a.). 
Ausserdem wurde festgelegt, dass die Ferienregelung der Feiertags- und Wo-
chenendregelung vorgeht. Ferner wurden der Ferienbeginn (jeweils Freitag um 
18.00 Uhr) sowie deren Ende (letzter Samstag um 19.30 Uhr) und die Übergabe 
vereinbart. Diese Regelungen sind allesamt mit dem Wohl von C._____ vereinbar 
und daher zu genehmigen (act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. 27 f.). Keiner Geneh-
migung durch das Kantonsgericht bedarf die Festlegung, wonach jeder Elternteil 
unter Berücksichtigung der Wünsche der Kinder alleine entscheidet, wie die Kin-
der die ihm zugewiesenen Schulferien verbringen (act. A.12.1; A.13.1, jeweils 
Ziff. VII.29). Diese Befugnis fliesst bereits aus Art. 301 Abs. 1bis Ziff. 1 ZGB, wo-
nach der Elternteil, der das Kind betreut, allein entscheiden kann, sofern die Ange-
legenheit alltäglich ist. Bei der Gestaltung der Schulferien handelt es sich um eine 
alltägliche Angelegenheit.

3.6.3. Für Ostern, Pfingsten und Auffahrt sieht die Vereinbarung vor, dass 
C._____ durch denjenigen Elternteil betreut wird, bei welchem sie bereits das be-
treffende Wochenende verbringt. Dabei verlängert sich das Wochenende um die 
zusätzlichen schulfreien Tage (Beginn am Tag vor dem schulfreien Tag, 19.30 
Uhr, Ende am letzten Feiertag, 19.30 Uhr), sofern diese nicht in die Schulferien 
fallen. Führt diese Regelung dazu, dass alle Feiertage dem gleichen Elternteil zu-
fallen, soll der Beistand ein Feiertagswochenende dem anderen Elternteil zuteilen. 
Weihnachten (dauernd jeweils vom 24. bis am 26. Dezember) soll C._____ in Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl bei der Mutter und in Jahren mit gerader Jahreszahl 

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beim Vater verbringen. Am Muttertag (2. Sonntag im Mai) soll C._____ von 10.00 
bis 19.30 Uhr von der Mutter und am Vatertag (1. Sonntag im Juni), von 10.00 bis 
19.30 Uhr vom Vater betreut werden (zum Ganzen vgl. act. A.12.1; A.13.1, jeweils 
Ziff. VIII.30-32). Präzisierend und in Beantwortung der im Exemplar der Mutter 
handschriftlich vermerkten Frage ist festzuhalten (act. 13.1, Ziff. VIII.32), dass die 
Regelung betreffend den Mutter- und Vatertag den übrigen Feiertagsregelungen 
vorgeht. Es ist keine Feiertagsregelung ersichtlich, welche dem Wohl von C._____ 
besser entsprechen würde, womit die vereinbarte Regelung zu genehmigen ist.

3.7. Einhaltung der Regelung und Ausnahmen

3.7.1.  Für den Fall, dass sich ein Elternteil nicht an die Vereinbarungen über die 
Aufteilung der Betreuungszeiten und/oder die weitere Regelung halten, haben die 
Parteien vorgesehen, dass der andere Elternteil den Beistand der Kinder per E-
Mail informiert "mit cc" an den anderen Elternteil (act. A.12.1; A.13.1, jeweils 
Ziff. IX.33). Es liegt nicht am Kantonsgericht festzulegen, wie die Eltern mit dem 
Beistand im Falle der Missachtung der vereinbarten Betreuungsregelung zu kom-
munizieren haben. Dies betrifft den Streitgegenstand höchstens indirekt, weshalb 
die Regelung vorliegend nicht genehmigt zu werden braucht. In Ziff. IX.34 werden 
mögliche Folgen einer Nichteinhaltung der vereinbarten Regelung aufgeführt und 
festgehalten, dass die Eltern diese zur Kenntnis nehmen. Es handelt sich hierbei 
um eine deklaratorische Bestimmung und nicht um eine eigentliche Vereinbarung 
betreffend den Streitgegenstand, womit auch diese Regelung nicht genehmigt zu 
werden braucht. 

3.7.2. Weiter haben die Parteien vereinbart, dass ein Elternteil, welcher aus einem 
triftigen Grund (insbes. wegen eines Familienanlasses) von der vereinbarten Re-
gelung abweichen will, sich so früh als möglich an den Beistand der Kinder wen-
det, um eine abweichende Regelung zu vereinbaren. Der Beistand soll Ausnah-
men von der vereinbarten Betreuungsregelung abschliessend regeln (act. A.12.1; 
A.13.1, jeweils Ziff. IX.35, wobei das von der Mutter unterzeichnete Exemplar den 
handschriftlichen Zusatz "und gibt diese mindestens 2 Wochen vor dem Termin 
bekannt." trägt).

3.7.3. Wie die Kindesvertreterin in ihrem Schreiben vom 12. Mai 2023 bereits zu-
treffend ausführte, können die Eltern dem Beistand von C._____ nicht qua Verein-
barung eine Weisung betreffend den Zeitpunkt der Bekanntgabe von Ausnahmen 
erteilen. Auch ist die Erteilung einer derartigen Weisung an den Beistand durch 
das Kantonsgericht nicht angezeigt. Die unterstützende und beratende Tätigkeit 
der Beistandsperson in Fragen der Betreuung richtet sich nach dem Kindeswohl 

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von C._____. Massgeblich sind jeweils die konkreten Umstände des Einzelfalls. 
Eine generelle und starre Weisung, wonach Ausnahmen von der vereinbarten Be-
treuungsregelung zwingend zwei Wochen davor mitzuteilen sind, ist daher nicht 
sinnvoll. Zu genehmigen ist die von den Eltern übereinstimmend getroffene Rege-
lung – ohne den von der Mutter angebrachten Zusatz.

3.7.4. Nicht vom Kantonsgericht genehmigt werden müssen die Vereinbarungen 
betreffend Gesundheit und Arzttermine (act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. X.36 f.), 
zumal beide Eltern die elterliche Sorge gemeinsam innehaben. Die am 6. Sep-
tember 2021 verfügte Beschränkung der elterlichen Sorge (hierzu KESB act. 158, 
Dispositivziffer 1.a) wurde mit Entscheid vom 8. August 2023 aufgehoben 
(act. E.14, Dispositivziffer 3) und betraf im Übrigen ohnehin nur die Aufgabenbe-
reiche Schule, Ausbildung und Berufswahl. Dementsprechend steht es den Eltern 
frei, betreffend die Arzttermine von C._____ Vereinbarungen zu treffen. Einer Ge-
nehmigung durch das Kantonsgericht bedarf es dazu nicht.

4. Fazit

4.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Dispositivziffern 1.a und b des 
angefochtenen Entscheids der KESB Nordbünden vom 24. August 2022 ersatzlos 
aufzuheben sind und die Aufenthaltsbestimmungsbefugnis über C._____ ihren 
Eltern wieder zu erteilen ist. Die diesbezüglich in den Beschwerden (act. A.1, Ziff. 
I.1; A.1, Ziff. I.1 [ZK1 22 157]) und in der Vereinbarung vom 11./12. Mai 2023 
(act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. XII.40) gestellten Anträge sind also gutzuheissen. 
Soweit Dispositivziffer 1.c betreffend den Beschulungsort angefochten ist, so fehlt 
es nach Ergehen des Entscheids vom 8. August 2023 und der Aufhebung der Be-
schränkung der elterlichen Sorge an einem aktuellen und praktischen Interesse 
und die Beschwerden sind in diesem Punkt als erledigt am Geschäftsverzeichnis 
abzuschreiben.

4.2. Antragsgemäss sind die folgenden Regelungen der Vereinbarung vom 
11./12. Mai 2023 (act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. XII.40, 41) betreffend die Be-
treuung (nur) von C._____ zu genehmigen: Vereinbarung der Betreuungsregelung 
für C._____ (ibid, Ziff. III), Vereinbarung betreffend alternierende Obhut betreffend 
C._____, allerdings ohne die Regelung zur Unterstützung bei Schulaufträgen 
(Ziff. IV.11, erster Satz, 12 und 13), Wochenendregelung (Ziff. V.14, 15), Ferienre-
gelung (Ziff. VII.26-28), Feiertagsregelung mit der Präzisierung, dass die Regelung 
betreffend den Mutter- und Vatertag der Feiertagsregelung vorgeht (Ziff. VIII.30-
32).

26 / 33

4.3. Die übrigen, von der Mutter mit Beschwerde erhobenen Anträge auf Rück-
führung zur Mutter sowie Sicherstellung einer angepassten Beschulungsmöglich-
keit für C._____ mit Verbleib am Wohnsitz der Mutter (act. A.1, Ziff. I.3) werden 
mit Genehmigung der Vereinbarung vom 11./12. Mai 2023 gegenstandslos. 

4.4. Wenn die Eltern die elterliche Sorge gemeinsam ausüben, aber keinen ge-
meinsamen Wohnsitz haben, so befindet sich der Wohnsitz des Kindes am Wohn-
sitz des Elternteils, unter dessen Obhut das Kind steht; in den übrigen Fällen gilt 
sein Aufenthaltsort als Wohnsitz (Art. 25 Abs. 1 ZGB). Wenn das Kind wie vorlie-
gend von den Eltern alternierend betreut wird, steht sowohl die elterliche Sorge als 
auch die Obhut beiden Eltern gemeinsam zu, so dass sich aus der Obhutsrege-
lung keine eindeutige Anknüpfung ergibt. Nach der Rechtsprechung ist, wenn die 
Obhut wie im vorliegenden Fall ungefähr hälftig aufgeteilt ist, der Wohnsitz im 
Streitfall durch das Gericht oder die KESB festzulegen (BGer 5A_242/2022 v. 
29.8.2022 E. 3.3.3 m.H. auf BGer 5A_310/2021 v. 30.4.2021 E. 3 m.w.H.). Wie in 
allen Kinderbelangen steht beim Entscheid über den Wohnsitz des Kindes das 
Kindeswohl an oberster Stelle (so BGE 146 III 313 E. 6.2.2; 141 III 328 E. 5.4) und 
hat das Gericht gestützt auf festgestellte Tatsachen der Gegenwart und der Ver-
gangenheit eine sachverhaltsbasierte Prognose darüber zu stellen, welche Lösung 
aller Voraussicht nach dem Wohl des Kinds am besten entspricht (vgl. 
BGE 142 III 612 E. 4.2). Da C._____ die Mittelschule in J._____ besucht, richtet 
sich ihr Beschulungsort nicht mehr nach ihrem Wohnsitz. Weitere Folgen, welche 
sich aus dem Umstand des Wohnsitzes ergeben und für das Wohl von C._____ 
von Belang sind, lassen sich nicht ausmachen. Mit anderen Worten ist nicht von 
Belang, ob sich ihr Wohnort bei der Mutter in N._____ oder beim Vater in O._____ 
befindet. Vor der behördlichen Unterbringung im Chinderhus H._____ war der 
Wohnsitz von C._____ bei der Mutter in N._____. Es sind keine Gründe ersicht-
lich, wonach sich eine Änderung aufdrängt. Deshalb ist festzulegen, dass sich der 
Wohnsitz von C._____ bei der Mutter in N._____ befindet.

5. Kosten

5.1. Kosten des Verfahrens vor der Kindesschutzbehörde

5.1.1. Vater und Mutter liessen Dispositivziffer 4 des Entscheids vom 24. August 
2022 betreffend die Verfahrenskosten anfechten (act. A.1, Ziff. I.1; A.1, Ziff. I.1 
[ZK1 22 157]). Die Mutter liess beantragen, es seien die Kosten vor Vorinstanz der 
Vorinstanz aufzuerlegen (act. A.1, Ziff. I.5).

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5.1.2. Art. 63 Abs. 2 EGzZGB bestimmt, dass die Verfahrenskosten in Kindes-
schutzverfahren von den Eltern zu tragen sind. Bei Vorliegen besonderer Umstän-
de kann auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet werden, sofern das 
Verfahren nicht mutwillig oder trölerisch eingeleitet worden ist (Art. 63 Abs. 3 
EGzZGB). Beide Parteien begründen ihren Antrag auf Aufhebung der Regelung 
betreffend Verfahrenskosten nicht näher und es wird nicht geltend gemacht, dass 
besondere Umstände vorliegen. Daher ist die angefochtene Regelung betreffend 
die Verfahrenskosten zu bestätigen und die Beschwerden sind in diesem Punkt 
abzuweisen.

5.2. Kosten der Kindesschutzmassnahmen

Die Kostenfolgen der Kindesschutzmassnahem per se (Aufhebung Aufenthaltsbe-
stimmungsrecht, Heimeinweisung und Beschulung in I._____) sind nicht Gegen-
stand des angefochtenen Entscheids. Hierüber wurde noch nicht entschieden, 
womit diese Kosten auch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens bilden können. Es versteht sich von selbst, dass die von den Eltern anlässlich 
der Instruktionsverhandlung vom 13. März 2023 gefundene Einigung hinsichtlich 
der Obhut und Betreuung von C._____ nicht gleichzeitig eine Zustimmung zu dem 
angefochtenen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts, der Heimeinweisung, 
der Einschulung in I._____ sowie einer damit verbundenen Kostenfolge zu deuten 
ist (vgl. auch act. A.12.1; A.13.1, jeweils Ziff. XII.42). 

5.3. Kosten der Beschwerdeverfahren

5.3.1. Die Kosten der vereinigten Beschwerdeverfahren ZK1 22 140 und 
ZK1 22 157 werden gestützt auf Art. 10 Abs. 1 VGZ (BR 320.210) auf 
CHF 3'000.00 festgesetzt. Hinzu kommen die Kosten der Kindesvertreterin (Art. 95 
Abs. 2 lit. e ZPO). Diese weist in ihrer Honorarnote einen Aufwand von 
CHF 7'439.05 aus (inkl. CHF 68.00 Reisespesen, Kleinspesenzuschlag von 3 % 
und 7.7 % MwSt.; act. G.3 [ZK1 22 140]). Das entspricht einem Aufwand von 32.7 
Stunden. Für das Einholen von Instruktionen bei C._____ und das Verfassen von 
Rechtsschriften in zwei Beschwerdeverfahren, die Vorbereitung und Teilnahme an 
der Instruktionsverhandlung sowie die Ausarbeitung der detaillierten und entspre-
chend umfangreichen Vereinbarung in Absprache mit den Parteien und C._____ 
erscheint dieser Aufwand angemessen. Somit belaufen sich die Gerichtskosten 
auf insgesamt CHF 10'439.05.

5.3.2. Gemäss Art. 60 Abs. 5 EGzZGB in Verbindung mit Art. 450f ZGB und 
Art. 106 Abs. 2 ZPO werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfah-

28 / 33

rens verteilt, wenn keine Partei vollständig obsiegt. Die übereinstimmenden Anträ-
ge der Eltern, Dispositivziffern 1.a und 1.b des angefochtenen Entscheids aufzu-
heben, wurden gutgeheissen (A.1, Ziff. I.1 [ZK1 22 140]; act. A.1, Ziff. I 
[ZK1 22 157]). In diesem Punkt sind beide Eltern mit ihrer Beschwerde durchge-
drungen. Betreffend Dispositivziffer 1.c sind die Beschwerden mit dem Entscheid 
der KESB Nordbünden vom 8. August 2023 gegenstandslos geworden. In Bezug 
auf die Obhut und die Aufteilung der Betreuungsanteile (Dispositivziffer 2) einigten 
sich die Eltern aussergerichtlich. Nicht durchgedrungen sind die Eltern mit ihren 
Beschwerden in Bezug auf die Kostenverlegung durch die KESB Nordbünden. In 
einer Gesamtbetrachtung hat – auch in Berücksichtigung der eingetretenen Ver-
änderungen – jedenfalls keine Partei vollumfänglich obsiegt. Die Eltern sind mit 
ihren Beschwerden teilweise – beide in genau gleichem Ausmass –durchgedrun-
gen. Angesichts dessen rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten in der Höhe von 
insgesamt CHF 10'439.05 im Umfang von drei Vierteln (CHF 7'829.30) dem Kan-
ton Graubünden und zu einem Viertel, somit CHF 2'609.80, den Eltern aufzuerle-
gen, welche davon einen je hälftigen Anteil, somit je CHF 1'304.90, zu tragen ha-
ben. Da der Mutter aufgrund der ausgewiesenen Mittellosigkeit die unentgeltliche 
Rechtsvertretung (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO) bewilligt wurde (vgl. dazu die ent-
sprechenden Verfügungen vom 12. Dezember 2022 [KGer GR ZK1 22 141 und 
ZK1 22 181]), rechtfertigt sich nach Art. 63 Abs. 3 EGzZGB ein Verzicht auf die 
Kostenüberbindung des Anteils der Mutter an dieselbe, zumal sie die Verfahren 
nicht selbst (ZK1 22 157) bzw. nicht mutwillig oder trölerisch (ZK1 22 140) einge-
leitet hat. Die von ihr zu tragenden Kosten (CHF 1'304.90) werden vom Kanton 
Graubünden aus der Gerichtskasse des Kantonsgerichts bezahlt. Der Vater hat 
die Verfahrenskosten von CHF 1'304.90 zu tragen. Diese werden mit dem von ihm 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'000.00 verrechnet.

Vorliegend ist kein Grund ersichtlich, welcher gestützt auf Art. 107 Abs. 2 ZPO die 
Auferlegung der Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren an die KESB Nord-
bünden gebieten würde. Der betreffende Antrag der Mutter ist abzuweisen (vgl. 
act. A.1, Ziff. I.5).

5.3.3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist beiden Eltern zu Lasten des Staa-
tes eine reduzierte Parteientschädigung von drei Vierteln ihrer Aufwendungen zu-
zusprechen (Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 95 ZPO i.V.m. Art. 105 und Art. 106 ZPO; 
PKG 2015 Nr. 23 E. 9). Die Parteientschädigung wird nach Ermessen festgesetzt, 
wobei vom Betrag auszugehen ist, welcher der entschädigungsberechtigten Partei 
für die anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellt wird. Dies soweit der vereinbar-

29 / 33

te Stundenansatz üblich ist, der geltend gemachte Aufwand angemessen und für 
die Prozessführung erforderlich (Art. 2 HV [BR 310.250]). 

5.3.4. Die Rechtsvertreterin der Mutter, Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta, 
macht einen Aufwand von CHF 8'297.20 (inkl. Barauslagen von CHF 48.00 und 
7.7 % MwSt.) geltend (act.G.2 [ZK1 22 140]). Das entspricht einem Aufwand von 
31.9 Stunden. Ursächlich für den Aufwand waren zum einen die in den Verfahren 
abgefassten Rechtsschriften und Eingaben (act. A.1; A.3 [ZK1 22 140]; A.7 
[ZK1 22 140] = A.5 [ZK1 22 157]; A.10 [ZK1 22 140] = A.8 [ZK1 22 157]; A.10 und 
11 [ZK1 22 140] = A.8 und 9 [ZK1 22 157]). Zum anderen wurde eine (beinahe 
dreistündige) Instruktionsverhandlung durchgeführt (act. H.1), anlässlich derer sich 
die Parteien in den Grundzügen über die strittigen Punkte einigten. Im Anschluss 
an die Instruktionsverhandlung einigten sich die Parteien im Hinblick auf die noch 
strittigen Punkte sodann auf eine äusserst detaillierte Regelung. Vor diesem Hin-
tergrund ist der ausgewiesene Aufwand als angemessen zu beurteilen. Für die 
Angemessenheit der Aufwendungen spricht ausserdem, dass der Aufwand der 
Mutter und derjenige der Kindesvertreterin ungefähr gleich gross sind. In Erman-
gelung einer Honorarvereinbarung ist praxisgemäss von einem mittleren Stunden-
ansatz von CHF 240.00 auszugehen (Art. 3 Abs. 1 HV). Drei Viertel der Aufwen-
dungen, will heissen 24 Stunden, sind à CHF 240.00 zu entschädigen, was einem 
Betrag von CHF 5'760.00 entspricht. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 7.7 %, 
was CHF 6'203.50 ergibt. 

5.3.5. Weil der Mutter die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist 
(E. 5.3.2 soeben), ist ihre Rechtsvertreterin für den verbleibenden Aufwand von 
7.98 Stunden zum Stundenansatz von CHF 200.00 zu entschädigen (Art. 5 Abs. 1 
HV), was zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer von 7.7 % einen Betrag von 
CHF 1'770.60 ergibt. Dieser ist – unter Vorbehalt der Rückforderung i.S.v. Art. 123 
ZPO gegenüber der Mutter – aus der Gerichtskasse des Kantonsgerichts zu be-
zahlen (Art. 123 Abs. 1 lit. a ZPO). 

5.3.6. Der Rechtsvertreter des Vaters, Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Bühler, hat 
weder eine Honorarvereinbarung noch eine Honorarnote eingereicht, weshalb sei-
ne Parteientschädigung nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 2 Abs. 1 HV). Pra-
xisgemäss ist von einem mittleren Stundenansatz von CHF 240.00 auszugehen 
(Art. 3 Abs. 1 HV). Der Rechtsvertreter des Vaters verfasste insgesamt lediglich 
zwei Eingaben (act. A.1 [ZK1 22 157]; act. A.6 [ZK1 22 140], die Eingabe act. A.8 
[ZK1 22 140] = act. A.6 [ZK1 22 157] verfasste der Vater selbst). Sein Aufwand ist 
daher etwas geringer mit 27 Stunden zu schätzen. Das ergibt – zuzüglich einer 
praxisgemässen Spesenpauschale von 3% (vgl. dazu statt vieler ZK1 19 103 v. 

30 / 33

11.9.2019) und 7.7% Mehrwertsteuer – ein Honorar von CHF 7'188.35. Für drei 
Viertel dieser Aufwendungen im Zusammenhang mit den Verfahren vor Kantons-
gericht ist der Vater folglich mit CHF 5'391.25 aus der Gerichtskasse des Kan-
tonsgerichts zu entschädigen. 

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Demnach wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerden ZK1 22 140 und ZK1 22 157 
werden die Dispositivziffern 1.a, 1.b und 2 des angefochtenen Entscheides 
ersatzlos aufgehoben.

2. Soweit die Beschwerden Dispositivziffer 1.c des angefochtenen Entschei-
des betreffen, sind sie gegenstandslos geworden und am Geschäftsver-
zeichnis abzuschreiben.

3. Im Übrigen sind die beiden Beschwerden ZK1 22 140 und ZK1 22 157 ab-
zuweisen.

4. Der Vergleich vom 11./12. Mai 2023, wird, soweit er die Obhut und Betreu-
ung von C._____ zum Gegenstand hat (Ziff. III, IV.11 erster Satz, 12, 13, 
V.14, 15, VII.26-28, VIII.30-32), wie folgt genehmigt:

5. C._____ wird unter die alternierende Obhut von A._____ und B._____ ge-
stellt.

6. Die Betreuung wird wie folgt geregelt:

6.1. C._____ wird von Sonntagabend, 19.30 Uhr, bis Mittwochmittag (Schul-
schluss) von A._____ und von Mittwochabend, 19.30 Uhr, bis Freitagabend, 
19.30 Uhr, von B._____ betreut.

6.2. Die Mittwochnachmittage, von Schulschluss bis 19.30 Uhr, ist C._____ in 
ungeraden Wochen unter der Obhut von A._____ und in geraden Wochen 
unter der Obhut von B._____.

6.3. Die Wochenenden verbringt C._____ in geraden Wochen bei A._____ und 
in ungeraden Wochen bei B._____.

6.4. Jeder Elternteil betreut C._____ während der Hälfte der gesamten Schulfe-
rien. Die erste Hälfte der Sportferien verbringt C._____ bei A._____ und die 
zweite Hälfte (ab Mittwoch, 12.00 Uhr) bei B._____. Die Frühlingsferien, 
zwei Wochen der Sommerferien sowie die erste Woche der Herbstferien 
verbringt C._____ bei B._____. Vier Wochen der Sommerferien und die 
zweite Woche der Herbstferien (Wechsel Samstag, 19.30 Uhr) verbringt 
C._____ bei A._____. Die Weihnachtsferien werden hälftig aufgeteilt, wobei 
C._____ in ungeraden Jahren Weihnachten bei A._____ und Silvester bei 

32 / 33

B._____ verbringt. In geraden Jahren verbringt sie Weihnachten bei 
B._____ und Silvester bei A._____ (Wechsel rechnerisch hälftig bei unge-
rader Tageszahl um 12.00 Uhr, bei gerader Tageszahl um 19.30 Uhr).

6.5. Die Ferien beginnen jeweils am Freitag vor Ferienbeginn, 18.00 Uhr, und 
enden am letzten Samstag in den Ferien, 19.30 Uhr. Wenn C._____ am Fe-
rienende von B._____ betreut wird, wird sie am letzten Samstag der Schul-
ferien, spätestens um 19.30 Uhr, von diesem zu A._____ gebracht.

6.6. Die Ferienregelung geht der Feiertagsregelung und der Wochenendrege-
lung vor.

6.7. Ostern, Pfingsten und Auffahrt verbringt C._____ bei demjenigen Elternteil, 
auf dessen Wochenende die Feiertage fallen, wobei sich das Wochenende 
um die zusätzlichen schulfreien Tage verlängert (Beginn am Tag vor dem 
schulfreien Tag, 19.30 Uhr, Ende am letzten Feiertag, 19.30 Uhr), sofern 
diese nicht in die Schulferien fallen. Führt diese Regelung dazu, dass alle 
Feiertage dem gleichen Elternteil zufallen, teilt der Beistand ein Feiertags-
wochenende dem anderen Elternteil zu. 

Weihnachten (24. Dezember bis 26. Dezember) verbringt C._____ in Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl bei A._____ und in Jahren mit gerader Jah-
reszahl bei B._____.

Den Muttertag (2. Sonntag im Mai) verbringt C._____ von 10.00 Uhr bis 
19.30 Uhr bei A._____, den Vatertag (1. Sonntag im Juni), 10.00 Uhr bis 
19.30 Uhr, bei B._____. Die Regelung des Mutter- und Vatertags geht der 
übrigen Feiertagsregelung vor.

7. Der Wohnsitz von C._____ befindet sich an demjenigen von A._____ in 
N._____.

8.1. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 10'439.05, be-
stehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 3'000.00 und Kosten der Kin-
desvertreterin von CHF 7'439.05, gehen im Umfang von 3/4 (CHF 7'829.30) 
zu Lasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht) und im Umfang von je 
1/8 (CHF 1'304.90) zu Lasten von A._____ und B._____.

8.2. Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen (Kindesvertreterin) wird für das Be-
schwerdeverfahren zu Lasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht) 
mit CHF 7'439.05 entschädigt.

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8.3. Die A._____ auferlegten Gerichtskosten von CHF 1'304.90 verbleiben beim 
Kanton Graubünden (Kantonsgericht).

8.4. Die B._____ auferlegten Gerichtskosten von CHF 1'304.90 werden mit dem 
von ihm geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'000.00 verrechnet. Der zu 
viel bezahlte Betrag von CHF 1'695.10 wird B._____ erstattet.

8.5. A._____ wird für die Beschwerdeverfahren mit CHF 6'203.50 zu Lasten des 
Kantons Graubünden (Kantonsgericht) entschädigt, 

8.6. Die Rechtsvertreterin von A._____, Rechtsanwältin Susanna Mazzetta, wird 
gestützt auf die entsprechenden Verfügungen des Vorsitzenden der 
I. Zivilkammer vom 12. Dezember 2022 (ZK1 22 140/181) zu Lasten des 
Kantons Graubünden mit CHF 1'770.60 (inklusive Spesen und Mehrwert-
steuer) aus der Gerichtskasse (Kantonsgericht) entschädigt. Die Rückforde-
rung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubünden gemäss 
Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

8.7. B._____ wird für die Beschwerdeverfahren zu Lasten des Kantons 
Graubünden (Kantonsgericht) mit CHF 5'391.25 entschädigt.

9. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

10. Mitteilung an: