# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01b5aac0-cad8-5b9c-96d9-147830702f41
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.01.2023 A-1138/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1138-2021_2023-01-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1138/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Iris Widmer (Vorsitz), 

Richter Keita Mutombo, Richter Raphaël Gani,    

Gerichtsschreiberin Anna Begemann. 
 

 
 

Parteien 
 A._________,  

A.b._________,  

(…),   

Beschwerdeführer,   
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Ressourcen,  

Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,    

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen  

für das Jahr 2020 (RTVG). 

 

 

 

A-1138/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._________ ist Inhaber des Einzelunternehmens A.b._________ mit Do-

mizil in (Ort). Er ist seit dem (Datum) unter der Mehrwertsteuernummer (…) 

im Mehrwertsteuerregister der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nach-

folgend ESTV, Vorinstanz) eingetragen. 

B.  

B.a Mit Schreiben vom 17. Mai 2020 stellte die ESTV A._________ 

Fr. 910.– für die Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen für das 

Jahr 2020, zahlbar bis 15. Juli 2020, in Rechnung. 

B.b Mit E-Mail vom 17. Juli 2020 wandte sich A._________ an die ESTV 

und beanstandete die erhaltene Rechnung. Zur Begründung gab er unter 

anderem an, es würde im Betrieb weder Radio noch Fernsehen konsu-

miert. Zudem sei sein Betrieb während des Lockdowns während zwei Mo-

naten geschlossen gewesen, weshalb eine Beanspruchung der Leistungen 

gar nicht möglich gewesen sei. 

B.c Mit Schreiben vom 22. Juli 2020 übermittelte die ESTV A._________ 

allgemeine Ausführungen zur Unternehmensabgabe für Radio und Fern-

sehen.  

B.d Mit Schreiben vom 25. August 2020 liess die ESTV A._________ eine 

erste Zahlungserinnerung für den offenen Betrag von Fr. 910.– zukommen. 

B.e Mit Schreiben vom 20. Oktober 2020 liess die ESTV A._________ eine 

zweite Zahlungserinnerung zukommen. Unter Berücksichtigung einer am 

13. Oktober 2020 eingegangenen Teilzahlung von Fr. 758.35 bestehe eine 

noch offene Forderung über Fr. 151.65.–. 

B.f In Folge setzte die ESTV den Betrag von Fr. 151.65 in Betreibung (Zah-

lungsbefehl Nr. […] des Betreibungsamtes [Ort] vom [Datum]). 

A._________ erhob dagegen am 10. Dezember 2020 Rechtsvorschlag.  

C.  

Mit Verfügung vom 15. Februar 2021 setzte die ESTV die von 

A._________ für das Jahr 2020 geschuldete Unternehmensabgabe für Ra-

dio und Fernsehen auf Fr. 910.– fest. Davon habe A._________ noch 

Fr. 151.65 zzgl. Verzugszins von 5% ab dem 16. Juli 2020 sowie Fr. 9.25 

Verzugszins auf die am 13. Oktober 2020 erfolgte Teilzahlung von 

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Seite 3 

Fr. 758.35 zu bezahlen. Der Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl 

Nr. (…) vom (Datum) des Betreibungsamtes (Ort) wurde beseitigt. 

D.  

Mit Eingabe vom 12. März 2021 erhebt A._________ (nachfolgend: der Be-

schwerdeführer) Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz beim 

Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der 

Verfügung vom 15. Februar 2021 und die Festsetzung der Unternehmens-

abgabe für Radio und Fernsehen für das Jahr 2020 auf die bereits geleis-

teten Fr. 758.35. Zur Begründung führt er aus, dass der Bundesrat sämtli-

che Restaurants zwischen dem 17. März 2020 und dem 10. Mai 2020 habe 

schliessen lassen. Während dieser knapp zwei Monate sei es seinem Be-

trieb gar nicht möglich gewesen, Radio und Fernsehen in Anspruch zu neh-

men. Für diese Zeit sei ein Abzug von den Gebühren zu tätigen.  

E.  

Mit Vernehmlassung vom 21. April 2021 beantragt die Vorinstanz die voll-

umfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Auf die detaillierten Vorbringen der Verfahrensparteien wird – soweit dies 

für den Entscheid wesentlich ist – im Rahmen der Erwägungen näher ein-

gegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 

das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern in sachlicher Hin-

sicht keine Ausnahme nach Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 

2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) gegeben ist 

(Art. 31 VGG). Eine solche Ausnahme liegt hier nicht vor. Die ESTV ist eine 

Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG; vgl. 

auch Art. 70b Abs. 6 des Bundesgesetzes vom 24. März 2006 über Radio 

und Fernsehen [RTVG, SR 784.40]).  

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Seite 4 

1.3 Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer 

zur Beschwerdeerhebung berechtigt (Art. 48 VwVG). Auf die im Übrigen 

frist- und formgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verlet-

zung von Bundesrecht und der unrichtigen oder unvollständigen Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts auch die Unangemessenheit rü-

gen (Art. 49 Bst. a bis c VwVG). 

1.5  

1.5.1 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrens-

rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeit-

punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (vgl. BGE 130 V 1 

E. 3.2); dies unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmun-

gen. In materieller Hinsicht sind dagegen grundsätzlich diejenigen 

Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen füh-

renden Sachverhalts Geltung hatten (vgl. BGE 134 V 315 E. 1.2; zum Gan-

zen statt vieler: Urteil des BVGer A-2902/2019 vom 16. Dezember 2020 

E. 1.6.1). 

1.5.2 Der vorliegend umstrittene Sachverhalt betrifft die Erhebung der Un-

ternehmensabgabe für Radio- und Fernsehen für das Jahr 2020 (Sachver-

halt Bst. B.a). Damit kommen das RTVG sowie die dazugehörende Radio- 

und Fernsehverordnung vom 9. März 2007 (RTVV, SR 784.401) in ihrer 

jeweiligen im Jahr 2020 geltenden Fassung zur Anwendung (AS 2007 737 

und AS 2007 787). Angesichts dessen sind die per 1. Januar 2021 in Kraft 

getretenen Änderungen von Art. 70 RTVG (AS 2021 239) und Art. 67b 

Abs. 2 RTVV (AS 2020 1461) für die Beurteilung des vorliegenden Sach-

verhalts nicht einschlägig. 

2.  

2.1 Gemäss Art. 68 Abs. 1 RTVG erhebt der Bund eine Abgabe zur Finan-

zierung der Erfüllung des verfassungsrechtlichen Leistungsauftrags von 

Radio und Fernsehen (Art. 93 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwei-

zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Die Ab-

gabe wird pro Haushalt und pro Unternehmen erhoben (Art. 68 Abs. 2 

RTVG). 

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Seite 5 

2.1.1 Diese Bestimmung und die Schaffung einer geräteunabhängigen Ab-

gabe für Radio und Fernsehen geht auf die Revision des RTVG vom 

26. September 2014 zurück, welche am 14. Juni 2015 vom Stimmvolk an-

genommen und am 1. Juli 2016 in Kraft getreten ist (AS 2016 2131). Die 

Abgabe wird seit dem 1. Januar 2019 bei Haushalten und Unternehmen 

erhoben (vgl. Art. 109b RTVG i.V.m. Art. 86 Abs. 1 RTVV in der Fassung 

vom 18. Oktober 2017, in Kraft seit 1. November 2017 [AS 2017 5519]). 

2.1.2 In seiner Botschaft vom 29. Mai 2013 zur Änderung des RTVG schlug 

der Bundesrat ein neues, geräteunabhängiges Abgabesystem zur Finan-

zierung des Service public in Radio und Fernsehen vor. Er kam damit dem 

parlamentarischen Auftrag nach, eine Vorlage auszuarbeiten, welche eine 

Abkehr vom vormals geltenden – an ein Radio- oder Fernsehgerät anknüp-

fendes – Gebührensystem ermöglichen sollte. Die Notwendigkeit eines 

solchen Systemwechsels wurde namentlich darin erkannt, dass 

heute – dank Mobiltelefon, Tablet und Computer – Radio und Fernsehen 

auch ohne ein klassisches Radio- oder Fernsehgerät empfangen werden 

können und sich in praktisch jedem Haushalt (und Unternehmen) ein sol-

ches empfangsfähiges Gerät befindet (Botschaft vom 29. Mai 2013, BBl 

2013 4975, 4983). 

Im neuen Abgabesystem ist es unerheblich, ob in einem Haushalt oder in 

einem Unternehmen ein Radio- oder Fernsehgerät betrieben wird und zu 

welchem Zweck (sog. «geräteunabhängige Abgabe»; Botschaft vom 

29. Mai 2013, BBl 2013 4975, 4984). Die Unternehmensabgabe für Radio 

und Fernsehen wurde demgemäss vom Bundesverwaltungsgericht denn 

auch als Steuer qualifiziert (vgl. ausführlich Urteile des BVGer A-2865/2019 

vom 16. Dezember 2020 E. 2.5.7 und A-2902/2019 vom 16. Dezember 

2020 E. 2.6.7). 

2.2 Nach Art. 70 Abs. 1 RTVG ist ein Unternehmen abgabepflichtig, wenn 

es den vom Bundesrat festgelegten Mindestumsatz in der im vorangegan-

genen Kalenderjahr abgeschlossenen Steuerperiode nach Art. 34 des 

Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 (MWSTG, SR 641.20) erreicht 

hat. Als Unternehmen gilt, wer bei der ESTV im Register der mehrwertsteu-

erpflichtigen Personen eingetragen ist (Art. 70 Abs. 2 RTVG in der vorlie-

gend anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 geltenden Fassung [AS 

2016 2131]). Unter «Umsatz» im Sinne von Absatz 1 wird der von einem 

Unternehmen erzielte, gemäss MWSTG zu deklarierende Gesamtumsatz 

ohne Mehrwertsteuer, unabhängig von seiner mehrwertsteuerlichen Quali-

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Seite 6 

fikation, verstanden (Art. 70 Abs. 3 RTVG). Der Bundesrat legt den Min-

destumsatz so fest, dass kleine Unternehmen von der Abgabe befreit sind 

(Art. 70 Abs. 4 RTVG). Die Höhe der Abgabe richtet sich nach dem Um-

satz, wobei der Bundesrat mehrere Umsatzstufen mit je einem Tarif pro 

Stufe festlegt (Tarifkategorien; Art. 70 Abs. 5 RTVG).  

2.3 Gestützt auf Art. 70 Abs. 4 und 5 RTVG bestimmte der Bundesrat in 

Art. 67b Abs. 1 RTVV, dass kleine Unternehmen mit einem Umsatz von 

weniger als Fr. 500'000.– von der Abgabepflicht befreit sind. Gemäss 

Art. 67b Abs. 2 RTVV (in der vorliegend anwendbaren, bis 31. Dezember 

2020 geltenden Fassung [AS 2017 5519]) beträgt die jährliche Abgabe ei-

nes Unternehmens pro Jahr: 

 Umsatz in Fr. Abgabe in Fr. 

Stufe 1 500'000 bis 999'999 365 

Stufe 2 1'000'000 bis 4'999'999 910 

Stufe 3 5'000'000 bis 19'999'999 2'280 

Stufe 4 20'000'000 bis 99'999'999 5'750 

Stufe 5 100'000'000 bis 999'999'999 14'240 

Stufe 6 1'000'000'000 und mehr 35'590 

 

3.  

Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer mit sei-

nem mehrwertsteuerpflichtigen Einzelunternehmen im massgebenden Re-

ferenzjahr einen Umsatz in der Höhe von Fr. 1'002'294.70 ohne Mehrwert-

steuer erzielt hat und somit grundsätzlich die Tatbestandsvoraussetzungen 

für die Leistung der Unternehmensabgabe gemäss Art. 70 Abs. 1 RTVG 

i.V.m. Art. 67b Abs. 1 RTVV erfüllt (vgl. E. 2.3). Auch die von der Vorinstanz 

vorgenommene Einordnung in die Tarifstufe 2 wird vom Beschwerdeführer 

nicht beanstandet. Der Beschwerdeführer macht jedoch geltend, in seinem 

Unternehmen habe während des Zeitraums vom 17. März 2020 bis 10. Mai 

2020 infolge der vom Bundesrat verordneten Schliessung sämtlicher Res-

taurants zur Bekämpfung der COVID-19 Pandemie gar kein Radio oder 

Fernsehen in Anspruch genommen werden können. Er habe daher, nach-

dem er zunächst mehrmals und erfolglos bei der ESTV einen solchen Ab-

zug eingefordert habe, «eigenmächtig zwei Monate von der Jahresgebühr 

abgezogen». 

3.1 Die Vorinstanz führt in der Vernehmlassung aus, die Unternehmensab-

gabe stelle keine Abgeltung für den effektiven Konsum des Radio- und 

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Fernsehprogramms dar, sondern diene der Sicherstellung des verfas-

sungsmässig garantierten Guts einer unabhängigen und qualitativ hoch-

stehenden Informationsversorgung via Radio und Fernsehen. Wesentlich 

für die Bestimmung des Umfangs der Unternehmensabgabe für Radio und 

Fernsehen seien einzig die Mehrwertsteuerpflicht eines Unternehmens so-

wie die Höhe des Umsatzes im vorangegangenen Kalenderjahr. Eine zeit-

weise Betriebsschliessung habe hingegen keinen Einfluss auf die Höhe der 

Unternehmensabgabe im Abgabejahr. Schliesslich würden weder die im 

fraglichen Zeitpunkt geltenden COVID-19-Verordnungen des Bundesrats 

noch das Bundesgesetz vom 25. September 2020 über die gesetzlichen 

Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Co-

vid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz; SR 818.102) Massnahmen in Bezug 

auf die Unternehmensabgabe für Radio und Fernsehen vorsehen. Für eine 

Reduktion der Unternehmensabgabe im vom Beschwerdeführer geforder-

ten Sinn bestehe keine gesetzliche Grundlage. 

3.2  

3.2.1 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist die Unternehmensabgabe 

für Radio und Fernsehen voraussetzungslos und gegenleistungslos ge-

schuldet. Jedes mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen (welches überdies 

einen bestimmten Mindestumsatz erzielt, vgl. E. 2.3) hat die Abgabe zu 

entrichten, unabhängig davon, ob es ein Empfangsgerät besitzt oder nicht 

und unabhängig davon, ob es ein Radio- oder Fernsehprogramm bezogen 

hat oder nicht. Die Abgabe ist damit sowohl «geräteunabhängig» als auch 

«konsumunabhängig» (vgl. E. 2.1.2). Für mehrwertsteuerpflichtige Unter-

nehmen, die den für die Entstehung der RTVG-Abgabepflicht notwendigen 

Mindestumsatz erreichen, ist eine Befreiung von der Abgabepflicht nicht 

vorgesehen (E. 2.2 f.). Das Einzelunternehmen des Beschwerdeführers ist 

als mehrwertsteuerpflichtiges Unternehmen mit einem Umsatz von mehr 

als Fr. 500'000.– somit zur Leistung der Unternehmensabgabe verpflichtet 

(Art. 70 Abs. 1 RTVG i.V.m. Art. 67b Abs. 1 RTVV; vgl. E. 2.3).  

3.2.2 Die Tatsache, dass im Unternehmen des Beschwerdeführers infolge 

der durch den Bundesrat verordneten Schliessung zwischen dem 17. März 

2020 und dem 10. Mai 2020 kein Radio und Fernsehen konsumiert werden 

konnte, führt ebenfalls nicht zu einer (ganzen oder teilweisen) Befreiung 

von der Abgabepflicht. Der Beschwerdeführer nennt keinerlei gesetzliche 

Grundlage, auf welche sich die von ihm beantragte teilweise Befreiung von 

der Unternehmensabgabe für das Jahr 2020 stützen könnte. Eine solche 

gesetzliche Grundlage ist auch nicht ersichtlich: Wie die Vorinstanz zutref-

fend ausführt, sieht das Covid-19-Gesetz (bzw. die darauf basierenden 

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Seite 8 

Verordnungen) keine Massnahmen in Bezug auf die Unternehmensabgabe 

für Radio und Fernsehen vor. Es steht folglich weder im Ermessen der Ver-

waltung noch des Bundesverwaltungsgerichts, dem Beschwerdeführer ei-

nen Teilerlass der Abgabe zu gewähren. Damit hat die Vorinstanz zu Recht 

festgehalten, dass der Beschwerdeführer für das Jahr 2020 die Unterneh-

mensabgabe gemäss Stufe 2 von Art. 67b Abs. 2 RTVV in der Höhe von 

Fr. 910.– schuldet.  

3.2.3 Die Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit des Beschwerdeführers 

durch die Betriebsschliessung während des genannten Zeitraums dürfte 

sich indes auf den im Jahr 2020 erzielten Gesamtumsatz ausgewirkt ha-

ben. Letzterer ist ausschlaggebend für die Berechnung der Unternehmens-

abgabe für das Folgejahr 2021 (vgl. E. 2.2). Damit werden die Auswirkun-

gen des Lockdowns zumindest indirekt bei der Berechnung der Unterneh-

mensabgabe für das Jahr 2021 berücksichtigt. 

3.2.4 Mit Bezug auf die Einforderung und Berechnung der Verzugszinsen 

wird die Verfügung vom 15. Februar 2021 zu Recht nicht beanstandet (vgl. 

Art. 70b Abs. 1 RTVG i.V.m. Art. 67h RTVV). 

3.2.5 Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 

4.  

Ausgangsgemäss hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrens-

kosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 500.– festzu-

setzen (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), wobei der einbezahlte Kostenvorschuss in glei-

cher Höhe zur Bezahlung dieser Kosten zu verwenden ist. 

Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite. 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Iris Widmer Anna Begemann 

 

  

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Seite 10 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

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Seite 11 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)