# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fc2dfd1-b2c3-525a-8436-7916d5febfd4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2008 D-7005/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7005-2008_2008-12-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7005/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richterin Regula Schenker Senn, Richter Blaise Pagan, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Nepal,
vertreten durch Dr. iur. LL.M. Markus Bachmann, Rechts-
anwalt,
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern.

Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
30. September 2008; D-7598/2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7005/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass der Gesuchsteller am 12. Februar 2002 in der Schweiz ein Asyl-
gesuch  einreichte,  auf  welches  die  Vorinstanz  mit  Verfügung  vom 
28. Februar 2003 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a  des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und gleichzeitig die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Voll-
zug der Wegweisung verfügte, wobei einer allfälligen Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung entzogen wurde,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. März 2003 um Wieder-
herstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ersuchte, die 
Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  jedoch  mit  Urteil  vom 
10. März 2003 auf das Gesuch nicht eintrat, da nicht gleichzeitig eine 
Beschwerde eingereicht worden war,

dass  die  in  der  Folge  vom  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 
17. März 2003 erhobene Beschwerde mit  Urteil  der ARK vom 6. No-
vember 2006 gutgeheissen, die angefochtene Verfügung aufgehoben 
und die Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen wur-
de,

dass das BFM daraufhin mit Verfügung vom 29. November 2006 fest-
stellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft  nicht, 
sein Asylgesuch ablehnte, gleichzeitig die Wegweisung des Beschwer-
deführers aus der Schweiz verfügte und den Vollzug anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwer-
de vom 21. Dezember 2006 mit Urteil vom 30. September 2008 vollum-
fänglich abwies,

dass das Bundesverwaltungsgericht in der Urteilsbegründung zusam-
menfassend festhielt,  die  Schilderungen des Beschwerdeführers ver-
möchten - selbst wenn seine Sachdarstellung als glaubhaft betrachtet 
werde  -  die  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 AsylG nicht zu erfüllen,

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 5. November 2008 um Revisi-
on dieses Urteils ersuchte und beantragte, das Urteil samt Verfügung 
des BFM vom 29. November 2006 sei aufzuheben und ihm sei Asyl zu 
gewähren, eventualiter sei nach Aufhebung des Urteils und der vorins-

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tanzlichen Verfügung kein Asyl  zu gewähren,  jedoch von einer Weg-
weisung abzusehen,

dass ferner als vorsorgliche Massnahme B._______ anzuweisen sei, 
den  Vollzug  des  angefochtenen  Urteils  bis  zur  Erledigung  des 
Revisionsverfahrens auszusetzen,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 105 AsylG endgültig 
(vgl. Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]) über Beschwerden gegen Verfügungen des 
BFM entscheidet,

dass das Bundesverwaltungsgericht  ausserdem für  die Revision  von 
Entscheiden  zuständig  ist,  die  es  in  seiner  Funktion  als 
Beschwerdeinstanz gefällt  hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242, mit 
Hinweisen),

dass  gemäss  Art.  45  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) für die Revision von Urteilen des Bundesver-
waltungsgerichts die Art. 121-128 BGG sinngemäss gelten,

dass gemäss Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisi-
onsgesuches Art. 67 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) Anwendung 
findet,

dass vorliegend - mit Blick auf die Eintretensfrage - der Gesuchsteller 
durch  das  angefochtene  Urteil  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung beziehungsweise Änderung hat, womit 
die  Legitimation  gegeben  ist  (vgl. analog  Art. 48  Abs.  1  VwVG; 
URSINA BEERLI-BONORAND,  Die ausserordentlichen Rechtsmittel  des Bun-
des und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),

dass  sich  der  Gesuchsteller  auf  das  Vorliegen  der  Revisionsgründe 
von Art. 121 Bstn. a und b sowie Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG beruft und 
diese Revisionsgründe innert  der in Art. 124 BGG genannten Fristen 
geltend gemacht werden,

dass  die  Revisionseingabe  zudem  die  Begehren  für  den  Fall  eines 
neuen Beschwerdeentscheides enthält (vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG),

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dass somit  auf  das  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Revisionsge-
such einzutreten ist,

dass mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision die Unab-
änderlichkeit  und Massgeblichkeit  eines rechtskräftigen Beschwerde-
entscheides  angefochten  wird,  damit  in  der  Sache  neu  entschieden 
werden kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin seine Urteile aus 
den in Art. 121-123 BGG genannten Gründen in Revision zieht (Art. 45 
VGG),

dass die Revision eines Entscheids verlangt werden kann,  wenn die 
Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Ausstand 
verletzt worden sind (Art. 121 Bst. a BGG),

dass diesbezüglich zur Begründung vorgebracht wird, das Bundesver-
waltungsgericht habe das Urteil vom 30. September 2008 in Zweierbe-
setzung gefällt, obwohl die damalige Beschwerde zweifelsfrei nicht of-
fensichtlich  unbegründet  gewesen  sei,  weshalb  das  Bundesverwal-
tungsgericht  gemäss  Art.  21  Abs. 1  VGG in  der  Besetzung  mit  drei 
Richtern hätte entscheiden müssen,

dass sich diese Rüge des Gesuchstellers jedoch vorliegend als unbe-
gründet erweist, zumal er zu übersehen scheint, dass das fragliche Ur-
teil entgegen seiner Ansicht in der Besetzung mit drei Richtern gefällt 
wurde, was dem Rubrum des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 30. September 2008 unschwer zu entnehmen ist,

dass weiter die Revision eines Entscheids verlangt werden kann, wenn 
das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen 
nicht berücksichtigt hat (Art. 121 Bst. d BGG),

dass der Gesuchsteller in seinem Gesuch in diesem Zusammenhang 
vorbringt,  die  Behauptung  des  Bundesverwaltungsgerichtes,  wonach 
sich die allgemeine Lage in Nepal seit seiner Ausreise wesentlich ver-
ändert  habe,  sei  aktenwidrig,  zumal  bereits  in  der  Beschwerde vom 
21. Dezember 2006 ausgeführt worden sei, dass auch der vorüberge-
hende Machtwechsel in Verbindung mit der Unterzeichnung des Frie-
densvertrages nichts an der seit Jahren unbeständigen politischen und 

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aus  menschenrechtlicher  Hinsicht  katastrophalen  Situation  geändert 
habe,

dass weiter das Bundesverwaltungsgericht in keiner Weise auf seine 
Ausführungen zur Bedrohung durch die C._______ sowie auf die kon-
krete Furcht aufgrund seiner politischen Anschauung eingegangen sei, 
sondern stattdessen allgemeine Ausführungen gemacht habe, weshalb 
sich  die  Auffassung  des  Bundesverwaltungsgerichts  auch  in  diesen 
Punkten als aktenwidrig erweise,

dass ein "Versehen" gemäss Art. 121 Bst. d BGG dann vorliegt, wenn 
eine  Aktenstelle  übergangen  oder  nach  dem  tatsächlichen  Wortlaut 
unrichtig wahrgenommen worden ist und sich die ausser Acht gelasse-
ne Tatsache nicht nur aus den Akten ergeben, sondern auch erheblich 
sein  muss,  weswegen  ihre  Berücksichtigung  zu  einer  anderen  Ent-
scheidung geführt  hätte (vgl.  ELISABETH ESCHER,  in: Basler Kommentar, 
Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008, hiernach: BSK, Art. 121 N. 9),

dass kein Versehen im Sinne des Gesetzes vorliegt, wenn das Gericht 
auf eine bestimmte Tatsache nicht abgestellt  hat, weil  es sie für den 
Ausgang  des  Verfahrens  als  unerheblich  erachtet  hat  (vgl.  ESCHER, 
BSK, Art. 121 N. 9),

dass  die  angeführte  Versehensrüge  des  Gesuchstellers  vorliegend 
nicht  überzeugt,  zumal  sich bereits  aus dem Wortlaut  des Gesetzes 
klar ergibt, dass es dabei einzig um ein in den Akten liegendes Sach-
verhaltsmoment und in keinem Fall um einen Rechtsstandpunkt gehen 
kann,

dass der Gesuchsteller jedoch mit seiner diesbezüglichen Argumenta-
tion die rechtliche Würdigung des Bundesverwaltungsgerichts zur ak-
tuellen politischen Situation in Nepal im Zeitpunkt des Asylentscheides 
kritisiert  (vgl.  beispielsweise  Ziffer  10.2  des  Revisionsgesuchs:  "Die 
Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts.....".), was jedoch nicht zur 
Revision berechtigt (vgl. dazu ESCHER, BSK, Art. 121 N. 9),

dass  überdies  in  diesem  Zusammenhang  anzuführen  ist,  dass  das 
Bundesverwaltungsgericht im angefochtenen Urteil  bezüglich der an-
geführten  Lagebeurteilung  respektive  Entwicklung  der  politischen 
Situation in Nepal zunächst auf den Zeitpunkt des Asylentscheides als 
massgeblich  für  die  Beurteilung  der  Flüchtlingseigenschaft  hinwies, 
darauf ausführte, Veränderungen der objektiven Situation im Heimat-

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staat zwischen Ausreise und Asylentscheid seien zugunsten oder zu-
lasten der ein Asylgesuch stellenden Person zu berücksichtigen, und 
danach auf verschiedene, öffentlich zugängliche Berichte, die bis zum 
15. August 2008 datieren, Bezug nahm, weshalb die im Revisionsge-
such gemachten Verweise auf aus dem Jahre 2006 datierende länder-
spezifische Ausführungen in der damaligen Beschwerdeschrift ohnehin 
in zeitlicher Hinsicht als veraltet zu erachten gewesen wären und - falls 
eine ausser acht gelassene Tatsache vorgelegen hätte - diese ohnehin 
nicht als erheblich hätten qualifiziert werden können,

dass die Revision in Zivilsachen und öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich 
erhebliche Tatsachen erfährt  oder entscheidende Beweismittel auffin-
det, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Aus-
schluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid 
entstanden sind (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG),

dass die Revision demgegenüber in der Regel nicht aus einem Grund 
verlangt werden kann, der schon im ordentlichen Beschwerdeverfah-
ren hätte geltend gemacht werden können (vgl. Art. 46 VGG),

dass zur Stützung des Revisionsgrundes  nachträglich aufgefundener, 
entscheidender Beweismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) diverse In-
ternetartikel (NZZ Online "Die Maoisten versprechen ein neues Nepal" 
vom 9. April 2008; Frankfurter Allgemeine FAZ.NET "Gefährliche Mao-
isten" vom 29. Mai 2008 und The New York Times nytimes.com "Nepal 
Elects a Maoist to be the Prime Minister" vom 16. August 2008) einge-
reicht wurden, welche die weiterbestehende Bedrohung des Gesuch-
stellers in seiner Heimat belegen sollen,

dass der Gesuchsteller  diesbezüglich anführt, es habe im Beschwer-
deverfahren lediglich einen einfachen Schriftenwechsel gegeben, wes-
wegen  er  die  neuen  Tatsachen  nicht  mehr  habe  beibringen  können 
(vgl. Revisionsschrift S. 9),

dass es dem Gesuchsteller dadurch nicht gelingt darzulegen, weshalb 
es  ihm  nicht  möglich  gewesen  wäre,  die  angeführten  Beweismittel 
nicht  bereits  im ordentlichen Verfahren einzureichen,  zumal  der  Hin-
weis auf die Durchführung lediglich eines einfachen Schriftenwechsels 
im Beschwerdeverfahren nicht zu überzeugen vermag,

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dass es dem Gesuchsteller nämlich auch ohne die Durchführung wei-
terer Schriftenwechsel im ordentlichen Verfahren jederzeit offengestan-
den und möglich gewesen wäre, weitere Beweismittel im Rahmen von 
Art. 32 Abs. 2 VwVG einzureichen, zumal er einen anwaltlich tätigen 
Rechtsvertreter mit seiner Interessenwahrung beauftragt hatte,

dass  nämlich  das  Revisionsverfahren  nicht  dazu  dient,  im  früheren 
Verfahren  begangene  vermeidbare  Unterlassungen  des  Gesuchstel-
lers nachzuholen, wobei Gesetzesunkenntnis oder Rechtsirrtum jeden-
falls  keine  Unzumutbarkeit  schaffen  (vgl.  BEERLI-BONORAND,  a.a.O., 
S. 109),

dass bei dieser Sachlage sodann zu prüfen ist, ob mit Bezug auf die 
eingereichten  Beweismittel  allenfalls  ein  völkerrechtliches  Wegwei-
sungsvollzugshindernis vorliegt (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 9),

dass vorliegend klarerweise nicht vom Vorliegen solcher Vollzugshin-
dernisse ausgegangen werden kann, zumal - wie oben bereits darge-
legt  -  das  Bundesverwaltungsgericht  im  angefochtenen  Urteil  vom 
30. September 2008 bei seiner Lagebeurteilung auf verschiedene, öf-
fentlich zugängliche Berichte bis zum 15. August 2008 Bezug nahm, 
und der jüngste vom Gesuchsteller  eingereichte Internet-Zeitungsbe-
richt vom 16. August 2008 datiert,  der - wie im Übrigen auch der im 
angefochtenen Urteil  erwähnte Bericht  -  auf  die Wahl des Maoisten-
Chefs zum Ministerpräsidenten Bezug nimmt,

dass  die  vom Gesuchsteller  eingereichten  drei  Beweismittel,  welche 
zwar auf anderen als vom Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil 
verwendeten, sich jedoch zum gleichen Thema äussernden öffentlich 
zugänglichen Berichten (Internet-Zeitungsartikel zur allgemeinen Lage 
in Nepal) beruhen, nicht geeignet gewesen wären, zu einem anderen 
Urteil zu führen, selbst wenn sie im ordentlichen Beschwerdeverfahren 
rechtzeitig eingereicht worden wären, und somit als revisionsrechtlich 
nicht erheblich zu bewerten sind,

dass der  Gesuchsteller  ferner  als  neue Tatsache darauf  verweist,  er 
habe einen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, 
und diesbezüglich die Kopie seines Gesuches an die zuständigen kan-
tonalen Behörden um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung einreicht,

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dass er zum Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde noch nicht fünf 
Jahre in der Schweiz gelebt und demnach noch nicht über diesen An-
spruch verfügt habe,

dass der Gesuchsteller, der sein Asylgesuch am 12. Februar 2002 ein-
gereicht hatte, bereits vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes 
vom 30. September 2008 über fünf Jahre in der Schweiz lebte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 30. Oktober 2007 die kantona-
len  Behörden um Auskunft  ersuchte,  ob  dem Gesuchsteller  gestützt 
auf  Art. 14 AsylG allenfalls eine Aufenthaltsbewilligung erteilt  werde, 
eine Antwort aber ausblieb (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 30. September 2008, Bst. I),

dass zudem im gerügten Urteil  in E. 6.4.3 auf die in Zusammenhang 
mit der Prüfung eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles ste-
hende neue gesetzliche Bestimmung von Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG 
hingewiesen wurde,

dass diese Bestimmung -  entgegen den Ausführungen des Gesuch-
stellers - den Betroffenen nicht einen Anspruch auf Erteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung  verleiht,  weshalb  für  das  Bundesverwaltungsge-
richt kein Anlass bestand, dies bei der Prüfung der Wegweisung zu be-
rücksichtigen (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass somit keine neue Tatsache im revisionsrechtlichen Sinne vorliegt, 

dass zusammenfassend keine konkreten Hinweise für die Begründet-
heit des Revisionsgesuches zu erkennen sind und dieses folglich ab-
zuweisen ist,

dass  sich  mit  vorliegendem  Urteil  das  Gesuch  um  Aussetzung  des 
Wegweisungsvollzuges als gegenstandslos erweist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Gesuchsteller aufzuerle-
gen sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG und Art. 68 
Abs. 2 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Gesuchsteller auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Gesuchstellers (Einschreiben; Beilage: Ein-
zahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- B._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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