# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f430549-63cb-5da4-bda8-f62ec91d032f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.05.2015 200 2015 203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-203_2015-05-01.pdf

## Full Text

200 15 203 UV
SCP/SCC/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Mai 2015

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 26. Januar 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, UV/15/203, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1977 geborene A.________ arbeitet seit dem 1. Februar 2013 für die 
Firma C.________ und ist dadurch bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert (Akten der 
SUVA, Antwortbeilage [AB] 1). 

Der Arbeitgeber meldete am 9. September 2013, der Versicherte sei am 
19. August 2013 gegen ein … gelaufen und habe an der rechten Schulter 
eine Prellung erlitten (AB 1). Die SUVA erbrachte Versicherungsleistungen. 
Am 3. März 2014 erfolgte in der Klinik D.________ eine Operation an der 
rechten Schulter (AB 39). Nachdem die SUVA eine Stellungnahme des 
Kreisarztes Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 12. März 2014 
eingeholt hatte (AB 42), stellte sie mit Verfügung vom 4. April 2014 rückwir-
kend die Versicherungsleistungen per 2. März 2014 ein. In der Begründung 
hielt sie fest, aufgrund der Beurteilung des Kreisarztes seien die Unfallfol-
gen drei Monate nach dem Unfall, d.h. per 19. November 2013 abgeheilt 
gewesen. Aus Kulanz richte die SUVA die Versicherungsleistungen bis und 
mit dem 2. März 2014 aus. Für die Kosten der Operation vom 3. März 2014 
sei sie jedoch nicht mehr leistungspflichtig (AB 47). Hiergegen erhob der 
Versicherte, vertreten durch die B.________, Einsprache. Es sei mit der 
Operation zur Klärung des Sachverhalts beigetragen worden. Die SUVA 
könne demnach nicht einen Tag vor der Operation vom 3. März 2014 die 
Leistungen einstellen (AB 50). In der Folge holte die SUVA eine ärztliche 
Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E.________ vom 16. Mai 2014 ein 
(AB 53). Am 27. Mai 2014 hielt der Versicherte an der Einsprache fest und 
brachte vor, Dr. med. E.________ gehe in seiner Beurteilung überhaupt 
nicht auf eine vorübergehende Aktivierung eines stummen degenerativen 
Zustandes in der rechten Schulter ein (AB 55). Mit Einspracheentscheid 
vom 26. Januar 2015 wies die SUVA die Einsprache ab (AB 60).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Mai 2015, UV/15/203, Seite 3

B.

Am 26. Februar 2015 erhob der Versicherte, vertreten durch die 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er 
beantragt das Folgende:

1. Es sei der Einspracheentscheid vom 26. Januar 2015 aufzuheben.
2. Es seien dem Beschwerdeführer auch nach dem 2. März 2014 Heilungskosten und 

Taggelder zu entrichten.
3. Es seien bei den behandelnden Ärzten des Beschwerdeführers weitere Verlaufsbe-

richte einzuholen.
4. Eventualiter seien die Kosten der Operation vom 3. März 2014 von der Beschwer-

degegnerin zu übernehmen.
5. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen.
6. Unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

Er bringt im Wesentlichen vor, die persistierenden Beschwerden an der 
rechten Schulter seien auf das Ereignis vom 19. August 2013 zurückzu-
führen. Der operative Eingriff sei durch das versicherte Trauma bestimmt 
worden. Die Befunde seien intraoperativ entdeckt worden, worauf die Dia-
gnosen gestellt worden seien. Die Operationskosten seien deshalb als Hei-
lungskosten zu übernehmen; zudem seien auch Taggelder bis mindestens 
16. April 2014 zu erbringen. Eventualiter seien die Kosten der Operation als 
Abklärungskosten zu übernehmen.

Mit Beschwerdeantwort vom 31. März 2015 beantragte die SUVA die Ab-
weisung des Begehrens.

Mit prozessleitender Verfügung vom 2. April 2015 wies der Instruktionsrich-
ter die Verfahrensanträge (Ziffern 3 und 5) ab; es werde kein weiteres Be-
weisverfahren durchgeführt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 

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den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 26. Januar 2015 (AB 
60). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Versicherungsleistungen über den 2. März 2014 hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 

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nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 

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ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 

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in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Es ist erstellt und nicht bestritten, dass sich am 19. August 2013 ein 
Unfall (zum Unfallablauf: Kontusion mit … [AB 59 S. 1]) im Rechtssinne 
ereignet hat. Die Beschwerdegegnerin erbrachte in der Folge die Versiche-
rungsleistungen (Heilungskosten und Taggelder). Am 4. April 2014 verfügte 
die SUVA die Einstellung der Versicherungsleistungen per 2. März 2014 
mit der Begründung, dass die Unfallfolgen drei Monate nach dem Ereignis 
abgeheilt seien. Grundsätzlich bestünden seit dem 20. November 2013 
keine Unfallfolgen mehr, sondern die Beschwerden seien krankhafter Na-
tur; die Versicherungsleistungen seien aus Kulanz bis 2. März 2014 ausge-
richtet worden (AB 47). Dieser Entscheid wurde mit Einspracheentscheid 
vom 26. Januar 2015 bestätigt (AB 60). Umstritten ist somit, ob die weiter-
hin geltend gemachten Beschwerden auch nach dem 2. März 2014 in ei-
nem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 
19. August 2013 stehen.

3.2 Diesbezüglich ist den Akten aus medizinischer Sicht im Wesentli-
chen das Folgende zu entnehmen:

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3.2.1 Der den Beschwerdeführer am 21. August 2013 erstbehandelnde 
Hausarzt Dr. med. F.________ diagnostizierte im Bericht vom 23. Septem-
ber 2014 einen Zustand nach Kontusion und Distorsion der Schulter rechts 
und verwies auf den MR Befund (AB 59 S. 1).

3.2.2 Im Bericht der K._______ vom 23. August (AB 59 S. 2) bzw. 
29. November 2013 (AB 21) wurde – gestützt auf eine MR-Arthrografie des 
Schultergelenkes rechts vom 23. August 2013 – festgehalten, es liege 
wahrscheinlich eine postkontusionell bedingte Signalstörung und eine 
leichtgradige Verdickung der Supraspinatussehne im Ansatzbereich vor. Es 
bestehe eine diskrete angedeutete Bursitis subdeltoidea in diesem Bereich, 
ansonsten ein altersentsprechender Schultergelenksbefund.

3.2.3 Im Bericht vom 24. Oktober 2013 diagnostizierte Dr. med. 
G.________, orthopädische Chirurgie FMH, ein traumatisches subacromia-
les Impingement der Schulter rechts, DD: Bicepstendinopathie, Läsion des 
Ligamentum Glenohumerale medius. In der Beurteilung hielt er fest, es 
liege ein traumatisch aktiviertes subacromiales Impingement vor, wobei die 
klinischen Zeichen eher für eine Bicepspathologie sprächen, auch wenn die 
Sehne im MRI als intakt beschrieben werde. Zusätzlich sei das Ligamen-
tum glenohumerale medius wohl nicht eindeutig abgrenzbar, was die Be-
schwerden ventralseitig miterklären könne. Die Veränderungen an der Su-
praspinatussehne weisen auf eine kleine Partialläsion hin, klinisch sei die 
Kraft jedoch regelrecht (AB 17). Am 16. November 2013 legte er zum Be-
fund dar, im MRI falle eine deutliche Verdickung der Supraspinatussehne 
auf, eine transmurale Läsion sei jedoch nicht erkennbar. Auch die Bizeps-
verankerung erscheine intakt (AB 16).

3.2.4 Im Bericht vom 6. Februar 2014 diagnostizierte Dr. med. 
H.________, Spital I.________, ein subacromiales Impingement Schulter 
rechts bei engem Subacromialraum, einen Status nach Schulterkontusion 
am 19. August 2013 und einen Status nach offener Acromioplastic links vor 
sechs bis acht Jahren (AB 44 S. 2).

3.2.5 Im Operationsbericht vom 4. März 2014 diagnostizierte Dr. med. 
G.________ eine Slap I – Läsion, ein subacromiales Impingement, eine 
Bursitis subacromialis und eine beginnende AC-Gelenksarthrose. Es wurde 

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eine diagnostische Arthroskopie, ein Débridement der Slap I – Läsion, eine 
subacromiale Bursektomie, eine subacromiale Dekompression und Acro-
mioplastik sowie eine AC-Gelenksresektion durchgeführt (AB 39).

3.2.6 In der Stellungnahme vom 12. März 2014 führte Dr. med. 
E.________ aus, der Beschwerdeführer habe eine Schulterkontusion erlit-
ten. Eine solche könne weder eine Slap Läsion noch ein Impingement er-
klären. Die Folgen einer Schulterkontusion würden nach drei Monaten als 
abgeklungen gelten (AB 42). Am 16. Mai 2014 legte er dar, aus den Berich-
ten gehe klar und eindeutig hervor, dass der Beschwerdeführer am 19. 
August 2013 eine Schulterkontusion erlitten habe, ohne Gewichtsbelastung 
und ohne axiale Komponente. Die MR-Untersuchung der rechten Schulter 
vom 23. August 2013 zeige dementsprechend eine kontusionsbedingte 
Signalstörung aber keine unfallbedingte strukturelle Läsion im Bereich der 
ganzen rechten Schulter. Die bei der Operation angegangene Slap-Läsion 
Typ I könne durch eine Schulterkontusion keinesfalls erklärt werden. Beim 
Beschwerdeführer sei einige Jahr zuvor eine Acromioplastik durchgeführt 
worden. Dies zeige, dass ein enger subacromialer Raum an beiden Schul-
tern vorliege, was mit dem Unfall nichts zu tun habe. Weder ein Impinge-
ment, noch ein enger Subacromialraum, noch eine Bursitis subacromialis 
seien unfallbedingte strukturelle Läsionen. Die Folgen einer Schulterkontu-
sion würden aus medizinischer Sicht spätestens nach drei Monaten als 
abgeklungen gelten (AB 53 S. 3).

3.3 Bezüglich des Unfallablaufs ist gestützt auf die Schadenmeldung 
(AB 1) und die Berichte der behandelnden Ärzte Dres. med. G.________ 
(AB 17), F.________ (AB 59 S. 1) sowie H.________ (AB 44 S. 2) davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei der Arbeit auf … ohne Ge-
wichtsbelastung ventralseitig mit der rechten Schulter gegen … stiess. Er 
erlitt dabei eine Prellung an der rechten Schulter (vgl. AB 1, 44 S. 2). Die 
angeordnete Physiotherapie diente der Entzündungsbehandlung und se-
kundären Aktivierung zur Wiederherstellung der Beweglichkeit und Belast-
barkeit, Schmerz- und Entzündungsreduktion. In diagnostischer Sicht wur-
de eine postkontusionell bedingte Signalstörung und leichtgradige Verdi-
ckung der Supraspinatussehne im Ansatzbereich, diskret angedeutete Bur-
sitis subdeltoidea angegeben (AB 12), was im Befundbericht der 

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K._______ (MR-Arthrografie des Schultergelenks rechts vom 23. August 
2013; AB 21) bestätigt wurde (AB 21). Nicht erwähnt wurde dagegen im 
Befundbericht der K._______ die von Dr. med. G.________ gestellte Dia-
gnose eines traumatisch subacromialen Impingements, DD: Bicepstendi-
nopathie, Läsion des Ligamentum glenohumerale medius (AB 16, 17, 25).

Da eine Sehnenverdickung einen degenerativen Vorzustand darstellt und 
eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) als krankheitsbedingt gilt, nament-
lich durch mechanische Irritationen verursacht werden kann, ist vorliegend 
davon auszugehen, dass die am 19. August 2013 erlittene Prellung der 
Schulter zu einer bloss vorübergehenden nicht richtunggebenden Ver-
schlimmerung des konstitutionell und degenerativ bedingten Vorzustandes 
geführt hat. Es kann diesbezüglich auf die Stellungnahme von Dr. med. 
E.________ vom 16. Mai 2014 abgestellt werden, worin er überzeugend 
dargelegt hat, dass weder das Impingement (Engpass-Syndrom), noch ein 
enger Subacromialraum sowie eine Bursitis (Schleimbeutelentzündung) 
subacromialis unfallbedingte Läsionen sind (AB 53 S. 3). Schlüssig ist denn 
auch seine Darlegung, dass die Verschlimmerung durch die Schulterkontu-
sion im Sinne einer medizinischen Erfahrungstatsache spätestens binnen 
drei Monaten abgeklungen war. Da der status quo sine drei Monate nach 
der Schulterkontusion, d.h. am 19. November 2013, als erreicht zu gelten 
hatte, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistun-
gen per 2. März 2014 einstellte. Die Operation vom 3. März 2014, mit wel-
cher ein Débridement der Slap I – Läsion, eine subacromiale Bursektomie, 
eine subacromiale Dekompression und Acromioplastik sowie eine AC-
Gelenksresektion durchgeführt wurde (AB 39), diente der Behandlung der 
durch Krankheit bedingten Beschwerden und nicht der Behandlung der 
Folgen der Prellung nach dem Unfall vom 19. August 2013. Vor diesem 
Hintergrund ist mit Blick auf die gezeigte medizinische Ausgangslage der 
natürliche Kausalzusammenhang zwischen den anhaltenden Beschwerden 
und dem Unfall vom 19. August 2013 am 2. März 2014 nicht mehr mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Die Einstellung der Leistun-
gen der Unfallversicherung per 2. März 2014 ist damit nicht zu beanstan-
den.

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An diesem Ergebnis ändern auch die Vorbringen des Beschwerdeführers 
nichts: Er macht geltend, eine Kontusion könne, die anlässlich der Arthro-
skopie vom 3. März 2014 festgestellte Slap – Läsion Typ I hervorrufen. Bei 
einer Slap-Läsion Typ I handelt es sich um eine Degeneration des oberen 
Labrums und des Bizepsankers (Bizepssehnenansatzes) ohne Ablösung, 
aber mit Auffaserung (http://de.wikipedia.org/wiki/SLAP-L%C3%A4sion). 
Bei einem Ausriss des Bizepssehnenankers handelt es sich um einen 
Einriss am oberen Pfannenrand der Schulter, direkt beim Ansatz der 
langen Bizepssehne; dieser geschieht typischerweise durch einen Sturz mit 
Auffangbewegung 
(www.hirslanden.ch/global/de/startseite/klinikenzentren/zen-
tren_institute/zuerich/orthopaedie_zentrum_zuerich/kompetenzen/schulter/   
slap-laesion_ausrissdesbizepssehnenanker.html). Weder der Unfallablauf 
noch der Operationsbericht vom 4. März 2014 sprechen für eine Slap Läsi-
on Typ I als Unfallfolge. Im Operationsbericht vom 4. März 2014 wurde ein 
intaktes Labrum, eine deutliche Auffaserung im Sinne einer Slap I – Läsion 
am Bizepssehnenansatz und eine intakte Bizepssehnenverankerung fest-
gestellt (AB 39 S. 2), womit auch kein Ausriss des Bizepssehnenankers 
vorlag. Da es sich um einen unfallfremden Befund handelt, sind die Kosten 
für die Operation vom 3. März 2014 nicht von der Beschwerdegegnerin zu 
übernehmen.

3.4 Nicht gefolgt werden kann auch dem Vorbringen des Beschwerde-
führers, die Kosten der Operation vom 3. März 2014 seien als Abklärungs-
kosten (Art. 45 Abs. 1 ATSG) zu übernehmen. Der Unfallmechanismus war 
der Unfallmeldung (AB 1) und den Angaben des erstbehandelnden Arztes 
(AB 59) zu entnehmen. Die Diagnose einer postkontusionell bedingten Si-
gnalstörung und der leichtgradigen Verdickung der Supraspinatussehne im 
Ansatzbereich sowie einer angedeuteten Bursitis subdeltoidea stand be-
reits mit der bildgebenden Abklärung vom 23. August 2013 fest (AB 21), 
wobei sowohl das Impingementsyndrom wie auch die Schleimbeutelent-
zündung unfallfremd sind. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb im ange-
fochtenen Entscheid zu Recht darauf hingewiesen, dass die Operation der 
Behandlung des vorbestehenden unfallfremden, die Bursitis verursachen-
den Zustandes diente und somit keine Abklärungsmassnahme darstellt.

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3.5 Damit erweist sich der angefochtene Einsprachentscheid der SUVA 
vom 26. Januar 2015 als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA  
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.