# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fde4a109-0892-576b-b58a-02a934132969
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.08.2021 S 2020 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-102_2021-08-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 16. August 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung
(Zwischenverfügung betreffend Begutachtung)

S 2020 102

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Urteil S 2020 102

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1965, meldete sich am 21. Juni 2000 
aufgrund von Rückenproblemen und damit verbundener Arbeitsunfähigkeit als Gipser 
erstmals bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle holte 
daraufhin bei den behandelnden Ärzten aktuelle Berichte ein und gab eine medizinische 
Abklärung beim Universitätsspital C.________ in Auftrag (IV-act. 9). Anlässlich der 
Abklärung wurde im Rahmen der Wirbelsäulenfehlform mit degenerativen Veränderungen 
eine verminderte Belastbarkeit festgestellt, die dazu führte, dass eine schwere körperliche 
Tätigkeit auf längere Sicht ungeeignet war. Für eine leichte und mittelschwere Tätigkeit 
ohne längere Zwangshaltung in lumbaler Flexion mit Rotation konnten demgegenüber 
keine Einschränkungen festgestellt werden (IV-act. 12 S. 5). Aufgrund des Verzichts des 
Versicherten auf IV-Leistungen wurde das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 10. April 
2003 abgewiesen (IV-act. 22).

Am 16. Juni 2008 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle an. Als 
gesundheitliche Beeinträchtigungen wurden seit Jahren bestehende Rückenbeschwerden 
und zwei in den Jahren 2007 erlittene Unfälle, die beide bei der Suva versichert waren, 
verbunden mit starken Beschwerden am rechten Fuss und im linken Schultergelenk 
angegeben (IV-act. 24). Mit Vorbescheid vom 15. März 2019 teilte die IV-Stelle dem 
Versicherten mit, dass er vom 1. Februar 2008 bis 30. April 2017 Anspruch auf eine ganze 
Invalidenrente habe. Die IV-Stelle stützte sich dabei auf die Einschätzung der Suva zum 
Zumutbarkeitsprofil und der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 137). Dagegen erhob der Versicherte 
am 9. April 2019 Einwand (IV-act. 139) und ergänzte diesen mit Eingabe vom 
20. September 2019. Darin beantragte er u.a. ein externes Gutachten mit EFL zur 
Bestimmung des zumutbaren Anforderungsprofils und der darin bestehenden Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit für die Zeit ab Februar 2017 (IV-act. 147). Mit Schreiben vom 12. März 
2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie zur Beurteilung des 
Leistungsanspruchs eine polydisziplinäre Begutachtung durch die MEDAS Zentralschweiz 
in den Disziplinen Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie vorsehe (IV-act. 160). Mit 
Mitteilung vom 14. Mai 2020 orientierte die IV-Stelle den Versicherten darüber, dass sie 
beabsichtige, zusätzlich zu den Abklärungen der Suva bei der MEDAS Zentralschweiz 
eine neuropsychologische Untersuchung zu veranlassen (IV-act. 165). Daraufhin gab der 
Versicherte mit Schreiben vom 3. Juni 2020 zu verstehen, dass er eine 
neuropsychologische Begutachtung nicht für angezeigt halte. Gleiches habe auch eine 
Rücksprache bei der Suva ergeben. Er werde an einer entsprechenden Begutachtung 
somit nicht teilnehmen (IV-act. 168). Am 25. Juni 2020 erliess die IV-Stelle eine 

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Urteil S 2020 102

Zwischenverfügung betreffend die neuropsychologische Begutachtung und hielt an der 
Anordnung derselben fest (IV-act. 171). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 27. August 2020 beantragte der 
Versicherte, die Zwischenverfügung vom 25. Juni 2020 sei aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin anzuweisen, auf eine neuropsychiatrische resp. eine 
neuropsychologische Begutachtung zu verzichten; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. 1).

C. Der mit Verfügung vom 28. August 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 500.– 
wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 3). 

D. Mit Vernehmlassung vom 22. September 2020 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 5). 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 9 und 11). Die IV-Stelle stellte im Rahmen der Duplik den 
Antrag, die Verfahrensakten des Strassenverkehrsamts bezüglich Fahrerlaubnis 
einzuholen (act. 11 S. 2). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
25. Juni 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 

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Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 27. August 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2.
2.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [EG AHVIVG; BGS 841.1]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
– Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige 
Verfügung am 25. Juni 2020. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 27. August 2020 der Post übergeben und ging tags darauf beim 
Verwaltungsgericht ein. Unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 
und mit dem 15. August 2020 (Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) gilt die 30-tägige 
Beschwerdefrist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG als gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von 
der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält sodann auch Antrag und Begründung, entspricht somit den 
formellen Anforderungen an eine Beschwerde.

2.2. Anfechtungsgegenstand ist die Verfügung vom 25. Juni 2020, mit welcher die 
Beschwerdegegnerin eine neuropsychologische Begutachtung des Beschwerdeführers 
angeordnet hat. Es handelt sich dabei um eine Zwischenverfügung im Sinne von Art. 55 
Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021). Diese ist gestützt auf Art. 46 Abs. 1 lit. a 
VwVG selbständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil 
bewirken kann (vgl. BGE 132 V 93 E. 6.1).

In BGE 137 V 210 wurde in Änderung der früheren Rechtsprechung (BGE 132 V 93 
E. 6.5) erkannt, dass die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden 
Nachteils bei der Anordnung von medizinischen Gutachten und der Bezeichnung der 
Gutachter für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren regelmässig gegeben sei, zumal 

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die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen 
tatsächlichen Nachteil bewirken werde. Hinzu komme, dass die mit medizinischen 
Untersuchungen einhergehenden Belastungen zuweilen einen erheblichen Eingriff in die 
physische oder psychische Integrität bedeuten würden. Demnach können materielle 
Einwendungen beschwerdeweise geltend gemacht werden, beispielsweise solche des 
Inhalts, die in Aussicht genommene Begutachtung sei nicht notwendig, weil sie – mit Blick 
auf einen bereits umfassend abgeklärten Sachverhalt – bloss einer "second opinion" 
(Zweitmeinung) entspräche (noch anders: BGE 136 V 156; vgl. auch BGer U 571/06 vom 
29. Mai 2007 E. 4.2).

Vorliegend bringt der Beschwerdeführer vor, ein neuropsychologisches Zusatzgutachten 
sei nicht mehr notwendig und wehrt sich damit gegen das Zusatzgutachten an sich (act. 1 
S. 4). Angesichts der hiervor zitierten Rechtsprechung ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.3 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine 
unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der 
Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16 und Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer 
befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im 
Rahmen der Verfahrensleitung hat er einen grossen Ermessensspielraum hinsichtlich 
Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu 
beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage (Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 20). Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat 
der Versicherer den Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 
126 V 353 E. 5b) entscheiden kann. Dabei kommt Sachverständigengutachten eine 
massgebende Rolle zu. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die 
Mitwirkungspflichten der versicherten Person (vgl. BGE 125 V 193 E. 2). Danach hat sie 
sich den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn sie zumutbar 
sind. Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG müssen jene 
Untersuchungen aber auch notwendig und somit von entscheidender Bedeutung für die 
Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts sein. Die versicherte Person hat sich somit 
nicht jeglicher Untersuchung zu unterziehen, soweit sie sich nicht als unzumutbar erweist. 
In diesem Sinne liegt die medizinische Begutachtung nicht im uneingeschränkten 

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Ermessen der rechtsanwendenden Stellen. Diese haben sich von rechtsstaatlichen 
Grundsätzen leiten zu lassen, wozu die Verpflichtung zur Objektivität und 
Unvoreingenommenheit ebenso gehört wie der Grundsatz der rationellen Verwaltung (zum 
Ganzen BGer 9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 4.1 mit Hinweisen). Eine 
neuropsychologische Abklärung stellt eine Zusatzuntersuchung dar, welche bei 
begründeter Indikation in Erwägung zu ziehen ist (Kieser, a.a.O., Art. 44 N 75; BGer 
9C_752/2018 vom 12. April 2019 E. 5.3). Es ist neben anderem Aufgabe des RAD-Arztes, 
eine umfassende Einordnung vorzunehmen, welche Fachdisziplinen an der Begutachtung 
zu beteiligen sind (BGer 9C_656/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 3.2). 

4. Nachfolgend ist entsprechend zu prüfen, ob eine begründete Indikation für eine 
neuropsychologische Abklärung besteht. 

4.1 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass – unter Berücksichtigung der, der IV-Stelle 
zukommenden Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens und damit 
des grossen Ermessensspielraums bezüglich Notwendigkeit, Umfang und 
Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen – im vorliegenden Verfahren die 
richterliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer 
Plausibilitäts- resp. Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben muss. Entscheidend ist 
somit, ob die Gründe, die die IV-Stelle für die Notwendigkeit weiterer medizinischer 
Abklärungen anführt, plausibel erscheinen. Das Gericht greift demzufolge bei der Frage 
der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung ins Ermessen der mit der Abklärung 
betrauten Verwaltung nur dann ein, wenn klar erkennbare Fehleinschätzungen vorliegen, 
eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder Anhaltspunkte 
bestehen, dass sich die IV-Stelle bei ihrem Entscheid von sachfremden Motiven hat leiten 
lassen (vgl. VGer Zug S 2012 153 vom 28. Februar 2013 E. 3.1 mit Hinweisen).

4.2 Der Sachverhalt stellt sich im vorliegenden Fall wie folgt dar:

4.2.1 Mit ergänztem Einwand vom 20. September 2019 rügte der Versicherte, dass die 
IV-Stelle vollumfänglich auf die abschliessende Beurteilung des Unfallversicherers 
abgestellt habe. Die Suva berücksichtige nur unfallkausale Gesundheitsschädigungen, 
was bei der IV nicht der Fall sei und daher könne nicht auf das Anforderungsprofil der 
Suva abgestellt werden. Auch aus beweisrechtlichen Gründen könne nicht darauf 
abgestellt werden, da der zuständige Suva-Arzt Dr. D.________ mit keinem Wort 
begründe, wie er auf die 100%ige Arbeitsfähigkeit komme. Aus den vom ihm, dem 

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Versicherten, eingereichten Berichten von Dr. E.________ vom 19. November 2018 und 
Dr. F.________ vom 3. Dezember 2018 ginge zudem hervor, dass durch die langjährige, 
unfallbedingte Einnahme stärkster Schmerzmittel eine Einschränkung in der Konzentration 
sowie weitere psychische Einschränkungen (namentlich Depression, fehlende mentale 
und psychische Belastbarkeit) bestünden. Diese Einschränkungen seien von 
Dr. D.________ resp. der Suva weder abgeklärt noch bei der Bestimmung des 
Anforderungsprofils und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden. 
Ebenfalls unberücksichtigt geblieben sei, dass er, der Versicherte, täglich Targin 
einnehmen müsse und ihn dieses Medikament ebenfalls stark in der Konzentration 
einschränke. Zudem mache es ihn schläfrig und es könne zu plötzlichen 
Schwindelanfällen kommen. Eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit sei daher auch in 
einer körperlich angepassten Tätigkeit ausgeschlossen. Weiter sei übersehen worden, 
dass er seit längerer Zeit an Sensibilitätsstörungen im Bereich des linken Ellbogens und 
Unterarms leide, die sich nach wenigen Minuten der Belastung einstellten. Es bedürfe 
eines externen Gutachtens mit EFL zur Bestimmung des zumutbaren Anforderungsprofils 
und der darin bestehenden Arbeits- und Leistungsfähigkeit für die Zeit ab Februar 2017 
(IV-act. 147).

Diesem Einwand kam die IV-Stelle nach und teilte am 14. Mai 2020 mit, dass sie 
beabsichtige, die MEDAS Zentralschweiz zusätzlich mit einer neuropsychologischen 
Untersuchung zu beauftragen (IV-act. 165). 

Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens brachte der Beschwerdeführer nun knapp ein Jahr 
später vor, eine zusätzliche neuropsychologische Begutachtung sei nicht mehr notwendig, 
da er sich aus psychischer Sicht mit den somatischen Einschränkungen besser habe 
arrangieren können und einen "versöhnlicheren" Umgang mit den Schmerzen und 
Einschränkungen gefunden habe. Infolgedessen habe er die Einnahme von Targin in den 
letzten Monaten reduzieren können, was sich positiv auf seine Konzentrationsfähigkeit und 
seine psychische Belastbarkeit ausgewirkt habe. Er sei diesbezüglich nicht mehr 
eingeschränkt. Auch die Suva verzichte auf eine neuropsychologische Teilbegutachtung. 
Die IV-Stelle trage mit der neuropsychologischen Teilbegutachtung nicht zur Abklärung 
des rechtserheblichen Sachverhalts, sondern lediglich zur unnötigen Verteuerung des 
Verfahrens bei (act. 1 S. 4). Zudem könne ihm eine Begutachtung nicht zugemutet 
werden. Jede Begutachtung stelle immer auch einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte 
des Betroffenen dar. Dieser sei nur zulässig, wenn die Massnahme geeignet, notwendig 

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und verhältnismässig sei, um den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
abzuklären (act. 9 S. 2).

4.2.2 Die IV-Stelle brachte in ihrer Vernehmlassung dagegen vor, die Anordnung einer 
neuropsychologischen Abklärung sei begründet. Gemäss RAD-Stellungnahme vom 
23. April 2020 bestünden neurokognitive Einschränkungen mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit. Die Abklärung habe nicht nur unter unfallkausalen Aspekten zu erfolgen. 
Der Beschwerdeführer halte ja selber fest, dass auch unfallfremde 
Gesundheitsbeeinträchtigungen vorliegen könnten. Am 18. Juni 2020 habe der RAD 
zudem ausgeführt, was ihn zum Festhalten an einer neuropsychologischen Abklärung 
veranlasse. Dabei verweise er insbesondere auf die Berichte von Dr. F.________ und 
Dr. E.________. Auch der Beschwerdeführer habe im Rahmen seines Einwandes selbst 
vorgebracht, er leide unter Einschränkungen der Konzentration, die ihn schläfrig machen 
würden, es komme zu plötzlichen Schwindelanfällen und er habe seit längerer Zeit 
Sensibilitätsstörungen. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe sich mittlerweile 
besser arrangieren können, werde mit keinerlei einschlägigen medizinischen Berichten 
belegt. Sodann gehe es vorliegend bei neuropsychologischen Untersuchungen nicht 
darum, wie sich der Beschwerdeführer subjektiv fühle oder mit den somatischen 
Einschränkungen abfinde, sondern darum, ob die Konzentrationsschwierigkeiten 
objektivierbar seien und sich noch auswirken würden (act. 5 S. 3).

4.3 Mit Stellungnahme vom 23. April 2020 führte RAD-Arzt Dr. med. H.________, 
Facharzt Innere Medizin und Arbeitsmedizin (D), aus, es sollte zusätzlich eine 
neuropsychologische Teilbegutachtung (inkl. Leistungs- und Validierungstestverfahren) 
durchgeführt werden, da aktenanamnestisch auch neurokognitive Einschränkungen mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit postuliert würden (IV-act. 162). Nach Ablehnung der 
neuropsychologischen Teilbegutachtung durch den Versicherten nahm RAD-Arzt 
Dr. H.________ am 18. Juni 2020 erneut Stellung und merkte an, die Einschätzung der 
Suva spiele keine Rolle, da diese nur Unfallfolgen berücksichtige, während die 
Invalidenversicherung eine Abklärungspflicht sämtlicher tatsächlicher und/oder möglicher 
Gesundheitsstörungen habe. Er verwies zudem auf die vorgehenden Stellungahmen, in 
denen insbesondere die vom Versicherten anlässlich des Einwandes eingereichten 
Arztberichte gewürdigt worden seien. In den erwähnten Arztberichten würden 
aktenanamnestisch neurokognitive Einschränkung des Versicherten in Form von 
Konzentrationsschwäche aufgeführt. Die Hausärztin führe in ihrem Bericht unter 
Diagnosen "geklagte Konzentrationsschwäche" auf und schreibe weiter "wobei das 

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Ergebnis der neuropsychologischen Testung durch den G.________ noch abzuwarten ist". 
Auch der orthopädische Behandler führe in seinem Bericht unter Diagnosen 
"Konzentrationsschwäche und fehlende Belastbarkeit bei konstanter 
Schmerzmitteleinnahme" auf und schreibe weiter "der Patient kann sich nicht vorstellen, 
einer regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen, da er sich kaum mehr als zwei Stunden 
konzentrieren könne". Da beide Behandler keine objektivier- oder nachvollziehbaren 
Befunde angegeben hätten, solle die subjektiv vom Versicherten angegebene 
Symptomatik durch eine neuropsychologische Untersuchung (inkl. Leistungs- und 
Validierungstestverfahren, ggf. Fatigue-Validierung) objektiviert werden (IV-act. 170).

4.4
4.4.1 Wie unter Erwägung 3 ausgeführt, stellt eine neuropsychologische Abklärung eine 
Zusatzuntersuchung dar, welche bei begründeter Indikation in Erwägung zu ziehen ist. 
Vorliegend beantragte der Beschwerdeführer selbst im Rahmen seines Einwandes gegen 
den Vorbescheid eine externe Begutachtung und merkte an, er leide unter 
Einschränkungen der Konzentration mit Schläfrigkeit, plötzlichen Schwindelanfällen und 
Sensibilitätsstörungen (IV-act. 147 S. 3). Zur Untermauerung des Abklärungsbedarfs 
reichte er neue medizinische Akten ein. Dem Schreiben von Dr. med. F.________, Innere 
Medizin FMH, vom 3. Dezember 2018 ist zu entnehmen, dass eine geklagte 
Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmung, Schlafstörung und Suizidgedanken 
vorliegen würden. Diese Verstimmung führe auch zu einem Grübeln, einer 
Hoffnungslosigkeit und diese oder der chronifizierte Opioidgebrauch zu 
Konzentrationsstörungen. Eine Berentung würde dem Umstand dieser sowohl psychisch 
als auch somatisch begründeten weiteren Arbeitsunfähigkeit Rechnung tragen, wobei das 
Ergebnis der neuropsychologischen Testung durch den G.________ noch abzuwarten sei 
(IV-act. 140 S. 1). PD Dr. med. E.________ stellte in seinem Schreiben vom 
19. November 2018 u.a. die Diagnose der Konzentrationsschwäche und fehlenden 
Belastbarkeit bei konstanter Schmerzmitteleinnahme. Zum Verlauf wurde festgehalten, der 
Versicherte könne sich nicht vorstellen, einer regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen, 
da er sich kaum mehr als zwei Stunden konzentrieren könne. Die fehlende 
Konzentrationsfähigkeit mit Schlafstörungen zur Nacht liessen eine intensive 
anspruchsvolle geistige Tätigkeit nicht mehr zu (IV-act 140 S. 3 f.). Erst diese Akten 
veranlassten RAD-Arzt Dr. H.________ zur Empfehlung einer neuropsychologischen 
Untersuchung inkl. Leistungs- und Validierungstestverfahren. Dabei legte Dr. H.________ 
unter Hinweis auf die medizinischen Berichte von Dr. F.________ und Dr. E.________, die 
beide eine Konzentrationsschwäche diagnostizieren, überzeugend dar, weshalb er eine 

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zusätzliche neuropsychologische Begutachtung für notwendig erachtete, lagen damit 
aktenanamnestisch doch Hinweise auf neurokognitive Einschränkungen vor. Wie aus dem 
Schreiben von Dr. F.________ hervorgeht, war deshalb offenbar auch eine 
neuropsychologische Testung durch den G.________ vorgesehen, die letztlich aber nicht 
durchgeführt wurde. PD Dr. E.________ bezeichnete die Konzentrationsstörungen gar als 
Grund dafür, weshalb eine intensive anspruchsvolle geistige Tätigkeit nicht mehr möglich 
sei. 

Der Beschwerdeführer stellt nicht explizit in Abrede, dass im Zeitpunkt des ergänzten 
Einwandes vom 20. September 2019 eine begründete Indikation resp. eine Notwendigkeit 
für eine neuropsychologische Untersuchung vorlag. Vielmehr bringt er vor, er habe sich 
aus psychiatrischer Sicht mit den somatischen Einschränkungen mittlerweile besser 
arrangieren können und einen "versöhnlicheren" Umgang mit den Schmerzen und 
Einschränkungen gefunden. Infolgedessen habe er die Einnahme von Targin in den 
letzten Monaten reduzieren können, was sich positiv auf seine Konzentrationsfähigkeit und 
seine psychische Belastbarkeit ausgewirkt habe. Er sei diesbezüglich nicht mehr 
eingeschränkt (act. 1 S. 4). Ein entsprechendes ärztliches Zeugnis, welches diese 
Veränderung bestätigt, legt er indessen nicht vor. Sodann ist zu beachten, dass das 
subjektive Empfinden des Beschwerdeführers bezüglich einer 
invalidenversicherungsrechtlichen Arbeitsunfähigkeit keine bzw. nur wenig Relevanz hat 
(vgl. auch BGE 140 V 290 E. 3.3.1). Mit der Beschwerdegegnerin ist daher darauf 
hinzuweisen, dass es nicht darum geht, wie sich der Beschwerdeführer subjektiv fühlt und 
ob er sich mit den Einschränkungen abgefunden hat, sondern darum, ob die 
Konzentrationsschwierigkeiten objektivierbar sind und sich noch auswirken. Darüber 
hinaus liegt es nicht im Ermessen des Beschwerdeführers zu bestimmen, wann ein 
Sachverhalt genügend abgeklärt ist. Im Rahmen der Verfahrensleitung und gestützt auf 
den Untersuchungsgrundsatz liegt es im Ermessen der IV-Stelle zu bestimmen, wann der 
Sachverhalt hinreichend ermittelt ist. Der Beschwerdeführer wurde bisher noch nicht 
neuropsychologisch untersucht, insbesondere wurde auch die beim G.________ 
angedachte neuropsychologische Testung nicht durchgeführt, und der Beschwerdeführer 
bringt diesbezüglich auch nicht vor, die IV-Stelle hole ein Gutachten im Sinne einer 
unzulässigen "second opinion" ein (vgl. hierzu Kieser, a.a.O., Art. 44 N 81). Unter den 
dargelegten Gesichtspunkten kann somit festgehalten werden, dass die IV-Stelle gestützt 
auf die Akten zu Recht eine neuropsychologische Abklärung angeordnet hat.

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4.4.2 Der Beschwerdeführer bringt zudem vor, eine Begutachtung könne ihm nicht 
zugemutet werden. Jede Begutachtung stelle immer auch einen Eingriff in die 
Persönlichkeitsrechte des Betroffenen dar (act. 9 S. 2). Diesbezüglich trifft es zwar zu, 
dass eine medizinische Untersuchung oder Begutachtung regelmässig die persönliche 
Freiheit einer versicherten Person tangiert. Gemäss herrschender Lehre handelt es sich 
hierbei jedoch lediglich um einen leichten Grundrechtseingriff. Bezüglich der 
Untersuchungen durch eine Gutachtensstelle wird in der Lehre und Rechtsprechung auch 
durchgehend festgehalten, dass diese generell als zumutbar betrachtet werden (Kieser, 
a.a.O., Art. 43 N 92; Massimo Aliotta, Begutachtungen im 
Bundessozialversicherungsrecht, 2017, S. 76 f.; BGer 9C_28/2010 vom 12. März 2010 
E. 4.1). Unter den genannten Aspekten erweist sich die neuropsychologische Abklärung 
sodann auch als zumutbar, zumal der Beschwerdeführer selbst nicht weiter begründet, 
aus welchem Grund konkret die Untersuchung nicht zumutbar wäre. 

4.4.3 Auch das Argument des Beschwerdeführers, die Suva verzichte ebenfalls auf eine 
neuropsychologische Teilbegutachtung (act. 1 S. 4), kann nicht gehört werden. Die IV-
Stellen und die Unfallversicherer haben die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall 
selbstständig vorzunehmen. Keinesfalls dürfen sie sich ohne weitere eigene Prüfung mit 
der blossen Übernahme des Invaliditätsgrades des Unfallversicherers begnügen 
(BGE 133 V 549 E. 6.1). Wie die Vorinstanz richtig festhält, hat die IV-Stelle auch 
unfallfremde Gesundheitsbeeinträchtigungen wie krankhafte Vorzustände oder psychische 
Fehlentwicklungen zu berücksichtigen. Erachtet die IV-Stelle also zusätzliche 
Untersuchungen als notwendig, kann sie diese anordnen.

4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die von der Vorinstanz angeführten 
Gründe für eine neuropsychologische Abklärung nachvollziehbar erscheinen und die 
Anordnung der Untersuchung mittels Zwischenverfügung vom 25. Juni 2020 somit nicht zu 
beanstanden ist. Die Beschwerde erweist sich deshalb als unbegründet und ist 
abzuweisen.

5. Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Duplik vom 14. Januar 2021 den 
prozessualen Antrag, die Verfahrensakten des Strassenverkehrsamtes einzuholen (act. 11 
S. 2). Bei dieser Sachlage erübrigt sich jedoch die Einholung der Akten, da davon keine 
relevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. dazu 
BGE 122 V 157 E. 1d).

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6. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG sind sozialversicherungsrechtliche Verfahren in der 
Regel kostenlos. In Abweichung davon ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Nach der ständigen Praxis des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist die Anordnung einer Begutachtung Bestandteil 
des Verfahrens zur Beurteilung des Leistungsanspruchs, weshalb das vorliegende 
Verfahren betreffend die diesbezügliche Zwischenverfügung kostenpflichtig ist. Die Kosten 
des Verfahrens sind auf Fr. 500.– festzulegen und ausgangsgemäss vom 
Beschwerdeführer zu tragen. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist bei 
diesem Ausgang des Verfahrens nicht auszurichten. 

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Urteil S 2020 102

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 500.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 16. August 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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