# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 245b32a3-eada-5723-99d5-ad96b0ea6aaf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-01-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.01.2011 UV 2010/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-40_2011-01-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/40

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 26.03.2020

Entscheiddatum: 04.01.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 04.01.2011
Art. 16 ATSG, Art. 18 UVG. Berechnung des Valideneinkommens unter 
Beizug von Durchschnittswerten, da aktuell nicht von einer vollständigen 
Ausschöpfung der zumutbaren Tätigkeit ausgegangen werden kann. Beim 
Invalideneinkommen kann auf die DAP-Löhne abgestellt werden. Eine 
Integritätsentschädigung in Höhe von 6% bei einer Verletzung des 
Mittelfingers der adominanten linken Hand ist nicht zu beanstanden 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Januar 
2011, UV 2010/40).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 4. Januar 2011

in Sachen

H.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 

9410 Heiden,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1968 geborene H.___ war seit 1995 als Gruppenleiter/Lackierer bei der A.___ 

tätig und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert (Suva-act. 1), 

als er sich am 31. Mai 2005 bei der Arbeit mit einer elektrischen Lackierpistole unter 

Hochdruck silberne Rostschutzfarbe in die linke Hand schoss (Suva-act. 4). 

Gleichentags erfolgte im Kantonsspital Münsterlingen eine ausgiebige Wundrevision 

mit Weichteildébridement, Jet-Lavage und Drainage (Suva-act. 4). Im Austrittsbericht 

über die Hospitalisation bis 6. Juni 2005 wurde ein Injektionstrauma palmar MP-Gelenk 

Dig. III links diagnostiziert (Suva-act. 5). Auf Grund eines nekrotisierenden und 

abszedierenden Infekts wurde am 22. Juni 2005 erneut ein ausgedehntes Débridement 

und eine Nekrosektomie nötig. Dabei zeigte sich, dass bereits die ganze 

Beugesehnenscheide nekrotisch zerfallen und die Beugesehne selbst ebenfalls 

involviert war und nicht mehr die normale Konsistenz aufwies (Suva-act. 6). Am 

Folgetag wurde die geplante zweite Revision durchgeführt. Auf Grund der 

weitreichenden Gewebedestruktion wurde auch die Möglichkeit einer Strahlamputation 

diskutiert (Suva-act. 7, 8). Die Ärzte attestierten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und 

die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

A.b   Am 15. August 2005 untersuchte Kreisarzt Dr. med. B.___ den Versicherten 

(Suva-act. 11). Eine ambulante Beurteilung im Kantonsspital Münsterlingen zeigte 

weitgehend reizlose Wundverhältnisse und eine nur noch minimale Schwellung des 

linken Mittelfingers, jedoch eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit in den 

distalen Gelenken (Suva-act. 20). Vom 7. November bis 21. Dezember 2005 fand eine 

Hospitalisation in der Rehaklinik Bellikon statt, wo nebst strukturellen 

Funktionsbeeinträchtigungen eine starke Limitation durch eine bereits bei geringer 

Belastung auftretende dystrophe Reaktion mit Hypersudation und Schmerzzunahme 

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festgehalten wurde. Die Ärzte empfahlen die Arbeitsaufnahme ab 9. Januar 2006 zur 

Anpassung und Angewöhnung (Suva-act. 36, 40). Gemäss Dr. med. C.___, Oberarzt 

Handchirurgie des Kantonsspitals Münsterlingen, war der vermeintliche Sudeck am 1. 

Februar 2006 kein Thema mehr (Suva-act. 54).

A.c   Am 15. Mai 2006 wurde der Versicherte im Kantonsspital St. Gallen operativ 

durch Prof. Dr. med. D.___, Chefarzt, Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie, durch lokal weites Débridement und Tenolyse behandelt 

(Suva-act. 86, 90). Während der Hospitalisation vom 3. bis 6. Oktober 2006 wurde im 

KSSG eine Beuge- und Strecksehnentenolyse durchgeführt (Suva-act. 105).

A.d   Der Versicherte leistete ab 1. Dezember 2006 einen teilweisen Arbeitsversuch, 

den er jedoch Mitte Dezember 2006 wegen vermehrter Schmerzen in der linken 

Hohlhand wieder abbrach. Darauf kündigte ihm die Arbeitgeberin per Ende April 2007 

(Suva-act. 121, 125, 165). Am 1. März 2007 konnte der Versicherte bei der E.___ einen 

neuen Arbeitsversuch als Springer beginnen (Suva-act. 135).

A.e   Nach ambulanter Untersuchung vom 7. Juni 2007 schloss Prof. D.___ den Fall von 

handchirurgischer Seite her ab (Suva-act. 182). Am 16. und 17. Januar 2008 fand am 

KSSG eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit EFL statt (Suva-act. 236). 

Eine Anstellung bei der F.___, Rüthi, lehnte der Versicherte mit der Begründung ab, 

dass er lediglich einen Lohn von Fr. 3'650.-- x 12 (ohne Ferien und 

Feiertagsentschädigung) verdienen würde und keine Aufstiegsmöglichkeiten hätte 

(Suva-act. 259).

A.f    Am 1. September 2008 trat der Versicherte einen Arbeitsversuch bei der G.___ an, 

während dem ihm sechs Monate lang ein IV-Taggeld geleistet wurde (Suva-act. 268, 

272, 276, 277). Ab März 2009 wurde das Arbeitsverhältnis in eine unbefristete 

Anstellung als Lager-Mitarbeiter zu einem Monatslohn von Fr. 3'375.-- (plus 13. 

Monatslohn ab Ende Probezeit) umgewandelt, was 75% des Normallohns ohne 

Einschränkungen entspreche (Suva-act. 288). Die IV-Stelle St. Gallen schloss darauf 

laut Mitteilung vom 30. März 2009 die Arbeitsvermittlung erfolgreich ab (Suva-act. 290).

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A.g   Am 22. April 2009 fand eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung durch Prof. 

Dr. med. I.___, FMH Orthopädischer Chirurg, statt (Suva-act. 293). Gestützt auf die 

Suva-Tabelle 4 (1) schätzte dieser den Integritätsschaden auf 6% (Suva-act. 294). 

Zudem gab er im Ergänzungsbericht vom 9. Mai 2009 eine Zumutbarkeitsbeurteilung 

ab (Suva-act. 296). Die IV-Stelle St. Gallen verfügte am 18. Juni 2009 eine 

Rentenabweisung gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 29% (Suva-act. 301).

A.h   Mit Verfügung vom 2. Juli 2009 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung gestützt auf einen Integritätsschaden von 6% zu. Gleichzeitig 

wies sie sein Begehren um Invalidenrente ab (Suva-act. 303).

B.       

Die gegen diese Verfügung am 3. August 2009 erhobene Einsprache (Suva-act. 308) 

wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 12. April 2010 ab (Suva-act. 321).

C.       

C.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, 

Heiden, für den Versicherten am 14. Mai 2010 erhobene Beschwerde mit den 

Anträgen, die Verfügung vom 2. Juli 2009 sowie der Einspracheentscheid vom 12. April 

2010 seien aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine UVG-Rente auszurichten; 

eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, mit dem Beschwerdeführer im 

Rahmen von Stellenvermittlung weitere Eingliederungsbemühungen durchzuführen. 

Zudem sei dem Beschwerdeführer eine höhere Integritätsentschädigung zuzusprechen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Rechtsvertreter legte u.a. gestützt auf 

Berechnungen des Individuellen Lohnrechners Salarium dar, dass die 

Beschwerdegegnerin von einem falschen Valideneinkommen ausgegangen sei, indem 

sie die hierarchische Stellung des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit 

nicht berücksichtigt habe. Zudem gehe sie fälschlicherweise anstelle eines 100%-

Pensums lediglich von einem 75%-Pensum aus. Im Weiteren müsse der 

Integritätsschaden auf Grund der funktionellen Einschränkungen insgesamt zwischen 

dem Verlust der ganzen Hand (50%) und dem gleichzeitigen Verlust des 3., 4. und 5. 

Fingers (17.5%) angesiedelt werden.

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C.b   In der Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2010 beantragte die durch Rechtsanwalt 

lic. iur. Reto Bachmann vertretene Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde und die Bestätigung ihres Einspracheentscheids.

C.c   Mit Replik vom 6. September 2010 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an seinen Anträgen fest. Zusätzlich beantragte er das Ausmass der 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit durch ein 

gerichtliches Gutachten abklären zu lassen.

C.d   Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 17. September 2010 an ihren 

Anträgen fest.

C.e   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Vorliegende Streitigkeit dreht sich im Wesentlichen um die Fragen der Höhe des 

massgebenden Validen- und Invalideneinkommens und damit des Invaliditätsgrads des 

Beschwerdeführers sowie der Höhe der ihm zustehenden Integritätsentschädigung. 

Soweit der Beschwerdeführer im Eventualbegehren allerdings weitere 

Eingliederungsbemühungen im Rahmen einer Stellenvermittlung geltend macht, kann 

auf dieses Begehren nicht eingetreten werden. Gemäss Art. 18 des Bundesgesetzes 

über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) ist es Sache der IV-Stelle, 

Massnahmen zur Arbeitsvermittlung zu veranlassen. Demgegenüber sieht das 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) keine solchen Leistungen 

vor.

1.2    Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen für die Bemessung von Rentenleistungen zutreffend dar 

(Erwägung 2a, 3a, 3b); darauf kann verwiesen werden. Anzufügen bleibt, dass die 

Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer 

mangels rechtserheblichen "Berührtseins" im Sinn von Art. 49 Abs. 4 des 

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Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) keinerlei Bindungswirkung entfaltet, auch nicht im Sinn einer 

Richtigkeitsvermutung (BGE 131 V 366 f. E. 2.2 mit Verweis auf AHI 2004 S. 181 E. 4.3 

und 4.4).

1.3    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2.        

In seinem Bericht vom 30. August 2007 hielt Kreisarzt Dr. K.___, Facharzt FMH für 

Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, fest, dass gestützt auf die 

Röntgenbilder vom 28. August 2007 (vgl. Suva-act. 194) auf Grund der Verletzung mit 

der Hochdrucklackierpistole und nach multiplen Weichteilinterventionen mit 

Débridement, Nekrosektomien bei Nekrose und Infekt (sechsmalig) mit auch Beuge- 

und Strecksehnentenolyse und Arthrolyse sowie der Ausbildung eines chronifizierten 

Schmerzsyndroms eine Belastungs- und Bewegungseinschränkung verblieben sei. 

Nachdem die Evaluation in der Schmerzklinik noch offen war und weil der 

Beschwerdeführer sich nicht in der Lage sah, die Tätigkeit über sechs Stunden 

auszuweiten, empfahl Dr. K.___ die Vornahme einer Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit EFL im KSSG (Suva-act. 193). Während der am 16. und 17. Januar 

2008 durchgeführten Tests gab der Beschwerdeführer an, im Alltag würden keine 

Einschränkungen auftreten. Sobald er jedoch Gewichte von mehr als 10kg oder 

Tätigkeiten mit der linken Hand erledigen müsse, würden die Schmerzen zunehmen. 

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Gemäss den Schlussfolgerungen der Experten war die aktuelle Tätigkeit des 

Beschwerdeführers wegen zu hoher Anforderungen, insbesondere eines häufigen 

Krafteinsatzes des linken Arms und zu hoher Gewichte, nicht zumutbar. Die 

Zumutbarkeit für andere berufliche Tätigkeiten (gemäss DOT-Kategorien) sei jedoch bei 

leichter bis mittelschwerer Arbeit ganztags gegeben. Für solche Arbeiten reiche die 

Hand- und Greiffunktion aus, zumal der Beschwerdeführer in der Lage sei, gute Greif­

varianten einzusetzen. Auch die feinmotorischen Fähigkeiten seien ausreichend, da er 

als Rechtshänder die linke Hand auch nur zur Unterstützung einsetzen könnte. Speziell 

eingeschränkt sei der Beschwerdeführer bei wiederholtem Greifen mit der linken Hand 

und längerdauernder Tätigkeit mit wiederholtem Krafteinsatz mit der linken Hand. 

Sinnvoll sei daher eine Steigerung der Belastbarkeit im Sinn einer Trainingstherapie zur 

Verbesserung der allgemeinen körperlichen Verfassung sowie zur Kräftigung der linken 

oberen Extremität (Suva-act. 236). Nach ärztlicher Abschlussuntersuchung vom 22. 

April 2009 hielt Prof. I.___ fest, dass nun ein praktisch stabiler Zustand eingekehrt sei. 

Die funktionellen Defizite am 3. Finger seien bleibend und dürften nicht mehr gross in 

die eine oder andere Richtung beeinflussbar sein. Verschiedene therapeutische 

Optionen, so eine Amputation des Fingers und eine Neuromentfernung aus der 

Hohlhand des 3. Strahls links seien immer mal wieder diskutiert worden, würden 

jedoch vom Beschwerdeführer regelmässig verworfen (Suva-act. 293). Laut der 

Zumutbarkeitsbeurteilung im Ergänzungsbericht vom 9. Mai 2009 bestanden nach Prof. 

I.___ funktionelle Defizite im Bereich der Langfinger der linken Hand bei vollständig 

intakter Daumenfunktion. Insgesamt scheine die linke obere Extremität etwas aus dem 

Körperschema desintegriert zu sein, was aber nicht zwingend ausserhalb der 

kreisärztlichen Untersuchung praktiziert werden müsse. Auf Grund der mangelnden 

Beweglichkeit des 3. Fingers und der Neurombeschwerden im Bereich der Mittelhand 

seien kräftig zupackende Funktionen mit dieser Hand nicht mehr möglich. Auch seien 

feinmotorische Arbeiten nur noch eingeschränkt ausführbar, d.h. es werde vermutlich 

längere Zeit bis zur Erledigung solcher Aufgaben benötigt. Zumutbar seien somit alle 

auch manuellen Tätigkeiten, die mit einem etwas eingeschränkten Gebrauch der einen 

Hand (grobmotorisch/feinmotorisch) einhergingen. Arbeiten, bei denen die Sicherheit 

des Beschwerdeführers ein Thema sei, zum Beispiel solche, bei denen er sich auf einer 

Leiter beidhändig festhalten müsse, könnten nicht mehr ausgeübt werden (Suva-

act. 296). Der Beschwerdeführer arbeitet - zählt man den sechsmonatigen 

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Arbeitsversuch dazu - ab September 2008 als Lager-Mitarbeiter für die G.___. Gemäss 

Stellenbeschreibung gehören zu seinem Aufgabenbereich selbständiges Einlagern der 

Komponenten und Bedienung der EDV, Materialvorbereitung und Rüstung nach 

Aufträgen und Vorgaben der Vorgesetzten, Kontrolle des Materials und der Unterlagen 

auf Vollständigkeit und Richtigkeit, Stellvertretung aller Mitarbeiter der betreffenden 

Abteilung und Aushilfe in anderen Abteilungen nach Vorgabe des Vorgesetzten (Suva-

act. 288). Die arbeitsvertragliche Klausel, wonach die Höhe des Monatssalärs von Fr. 

3'375.-- 75% eines Normallohns ohne Einschränkungen entspreche, sagt jedoch nichts 

über die genaue Präsenzzeit aus, sondern ist äusserst wage verfasst. Damit ebenfalls 

nicht konkludent ist die kreisärztlich festgehaltene Äusserung des Beschwerdeführers, 

eine Art Frauenarbeit auszuführen und dafür bei voller Präsenz nur 70% des Lohnes zu 

erhalten (vgl. Suva-act. 293 S. 3, vgl. auch E-Mail einer SVA-Mitarbeiterin vom 17. März 

2009, welche von unbekannter Quelle - allenfalls dem Beschwerdeführer - informiert 

worden sei, dass die Entlöhnung auf einer Leistungsfähigkeit von 75% bei einem 

Ganztagespensum basiere). Ob der Beschwerdeführer, der während seiner 

Arbeitsversuche nie eine 100%ige Präsenzzeit erreichte (vgl. Suva-act. 187, 207, 271) 

und Arbeitswege von einer halben Stunde bereits als unzumutbar lange befand (Suva-

act. 257), aktuell nun wie behauptet, seinen Lohn bei einem Arbeitspensum von 100% 

generiert oder lediglich mit einer 75%igen Präsenzzeit, kann vorliegend jedoch offen 

bleiben. Auf Grund der EFL sowie der nachvollziehbaren und in sich schlüssigen 

ärztlichen Beurteilungen wäre ihm schliesslich ein ganztägiges Arbeitspensum in 

angepasster Tätigkeit ohne Leistungseinschränkungen zumutbar, was er gegenwärtig 

jedoch aus ungeklärten Gründen nicht vollständig ausschöpft.

3.        

3.1    Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden mutmasslich erzielten 

Verdienstes (Valideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (bis 

31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG) entscheidend, was 

die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen 

würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

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fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2010 i/S E. [8C_201/2010] E. 

4.1; BGE 134 V 325 E. 4.1 S. 325 mit Hinweisen). Schliesslich sind neben dem 

Grundlohn auch weitere Lohnbestandteile wie Vergütungen z.B. für regelmässig 

geleistete Überstunden zu berücksichtigen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 

Zürich 2009, Art. 16 Rz. 12 f.). Hat eine versicherte Person aus invaliditätsfremden 

Gründen wie geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde 

Deutschkenntnisse oder beschränkte Anstellungsmöglichkeiten zufolge 

Saisonnierstatus ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen bezogen, ist diesem 

Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern 

keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem 

bescheideneren Einkommen begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, 

dass auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführende Lohneinbussen entweder 

überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu 

berücksichtigen sind. Praxisgemäss wird diese so genannte Parallelisierung der 

Vergleichseinkommen entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine 

entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Lohnes oder durch Abstellen auf 

statistische Werte oder aber auf Seiten des trotz Invalidität realisierbaren Verdienstes 

durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Werts vorgenommen. 

Grundüberlegung davon ist, dass bei einer versicherten Person, welche in derjenigen 

Tätigkeit, die sie als Gesunde ausgeübt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen 

Lohn erzielte, weil persönliche Eigenschaften (namentlich fehlende Ausbildung oder 

Sprachkenntnisse, ausländerrechtlicher Status) die Erzielung eines 

Durchschnittslohnes verunmöglichten, nicht anzunehmen ist, dass sie mit 

gesundheitlicher Beeinträchtigung einen durchschnittlichen Lohn erreichen könnte 

(BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 300 f. mit Hinweisen). Den Erheblichkeitsgrenzwert der 

Abweichung des ohne Gesundheitsschaden effektiv erzielten Verdienstes vom 

branchenüblichen LSE-Tabellenlohn, ab welchem sich eine Parallelisierung der 

Vergleichseinkommen rechtfertigen kann, setzte das Bundesgericht auf 5% fest (BGE 

135 V 297 E. 6.1.2). Zur Vermeidung eines willkürlich erscheinenden, erheblichen 

sprunghaften Anstiegs des Invaliditätsgrades gleich um mehrere Prozentpunkte bei im 

Grenzbereich des 5%igen Erheblichkeitswerts liegenden Abweichungen befand es - in 

Änderung der Rechtsprechung -, dass jeweils nur in dem Umfang zu parallelisieren sei, 

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in welchem die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitswert von 5% übersteige. 

Weil die Parallelisierung nur den Ausgleich einer deutlichen - also nicht jeder kleinsten - 

Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom tabellarisch bestimmten 

branchenüblichen Referenzlohn bezwecke, sei an der bisherigen Praxis, welche bei 

gegebenen Voraussetzungen - insbesondere einer ausreichend deutlichen Abweichung 

des Valideneinkommens vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn - die Parallelisierung 

jeweils im vollen Ausmass der ganzen prozentualen Unterdurchschnittlichkeit vornahm, 

nicht länger festzuhalten (BGE 135 V 297 E. 6.1.3).

3.2    Gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers 

erfolgten in den Jahren 2005 bis 2009 keine Lohnerhöhungen, weshalb für das Jahr 

2009 von einem Valideneinkommen von Fr. 59'800.-- (13 x Fr. 4'600.--; vgl. Suva-act. 

291) auszugehen ist. Demgegenüber fielen im Vorfeld zum Unfallereignis lediglich im 

Dezember 2004 ausnahmsweise vergütete Überstunden an und es bestehen 

angesichts der erwerblichen Situation und des tatsächlichen Arbeitseinsatzes auch 

sonst keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer ohne Unfall weiterhin 

regelmässig Überstunden geleistet hätte (vgl. dazu Urteil vom 18. April 2008 i/S S. 

[8C_520/2007] E. 3.1; RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381 [= U 297/99] und AHI 2002 S. 155 

E. 3b [= I 357/01]). Nichts daran zu ändern vermag die vom Rechtsvertreter 

vorgebrachte Tatsache, dass einer der ehemaligen Arbeitskollegen des 

Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Rentenberechnung auf Grund eines 

Stellenwechsels ein höheres Jahreseinkommen erzielen konnte (vgl. act. G 1 S. 8 i.V.m. 

Suva-act. 319 Beilage 4), da nicht darauf abzustellen ist, was die versicherte Person als 

Gesunde bestenfalls verdienen könnte, sondern was sie bei sonst gleich bleibender 

Situation tatsächlich erzielen würde (EVG-Urteil vom 22. Februar 2006 i/S T. [I 505/05] 

E. 2 mit Hinweisen). Vorliegend gibt es keine Indizien dafür, dass der Beschwerdeführer 

bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin eine Aussicht auf eine qualifiziertere Stelle oder 

eine Beförderung gehabt hätte (vgl. diesbezüglich auch die Aussage des ehemaligen 

Arbeitgebers des Beschwerdeführers in Suva-act. 65 S. 2, wonach ein Einsatz des 

Beschwerdeführers im administrativen Bereich selbst bei einer Zusatzausbildung 

ausgeschlossen sei, da dies dann auch vielen anderen Mitarbeitern ermöglicht werden 

müsste, was nicht gehe). Dasselbe gilt für einen allfälligen Wechsel in eine 

qualifiziertere Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber.

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3.3    Streitig ist schliesslich, ob eine Parallelisierung durchzuführen ist. Während der 

Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin geltend macht, dass sich der 

Beschwerdeführer gestützt auf mehrere Anhaltspunkte wie gute Deutschkenntnisse, 

das Schweizer Bürgerrecht, die langjährige Tätigkeit beim ehemaligen Arbeitgeber und 

die Kenntnis über höhere Verdienstmöglichkeiten in seiner Branche aus freien Stücken 

mit einem leicht unterdurchschnittlichen Valideneinkommen begnügt habe, verlangt der 

Beschwerdeführer eine Herabsetzung des Invalideneinkommens. Der aus dem Libanon 

stammende Beschwerdeführer, der gemäss Akten über ordentliche Deutschkenntnisse 

und das Schweizer Bürgerrecht verfügt (vgl. Suva-act. 11 S. 2), war im Zeitpunkt des 

Unfalls seit fünfzehn Jahren in der Schweiz und seit zehn Jahren bei derselben 

Arbeitgeberin, einem Korrosionsschutzunternehmen (Suva-act. 1, 11 S. 2), angestellt. 

Seine Tätigkeit bestand darin, als Spritzlackierer Industrieteile von 20 - 25kg mit dem 

Kranen auf die Maschine zu legen und manuell anzuspritzen (Suva-act. 10). Dabei 

fielen Gewichte bis zu 50kg häufig an (Suva-act. 37). Ob er für seine Tätigkeit 

tatsächlich nur unterdurchschnittlich entlöhnt wurde, ist auf Grund einer 

Vergleichsrechnung anhand der Durchschnittslöhne gemäss der 

gesamtschweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik zu 

eruieren.

3.4    Auf Grund seiner bisherigen Tätigkeit ist folglich anhand der LSE von der Position 

Metallbe- und -verarbeitung (Ziff. 27, 28), Anforderungsniveau 4, auszugehen. Obgleich 

der Beschwerdeführer als Gruppenleiter betitelt wurde, fallen bei dieser Funktion 

keinerlei administrative Tätigkeiten an (vgl. Suva-act. 65 S. 2) und kann auch nicht von 

einer "Kaderfunktion" im eigentlichen Sinn gesprochen werden, wie es der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend macht. Aus der LSE 2008 TA 1 

Position 27, 28 (Anforderungsniveau 4) ist für Männer ein Monatssalär von Fr. 4'949.-- 

ersichtlich. Das hieraus errechnete Jahressalär von Fr. 59'388.-- basiert auf 40 

Wochenstunden und ist auf die betriebsübliche durchschnittliche branchenspezifische 

Arbeitszeit 2009, d.h. auf 41.0 Stunden (Ziff. 27: Erzeugung und Bearbeitung von 

Metall) aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 60'872.70 ergibt. Für das Jahr 

2009 resultiert unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2.1% ein 

Betrag von Fr. 62'151.--. Das bei der bisherigen Arbeitgeberin effektiv im 

Gesundheitsfall erzielte Einkommen von Fr. 59'800.-- liegt 3.8% unter dem erwähnten 

Tabellenwert. Da damit der Erheblichkeitswert von 5% nicht erreicht wird und folglich 

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ohnehin auf eine Parallelisierung zu verzichten ist, kann offen gelassen werden, ob von 

einer freiwillig in Kauf genommenen leicht unterdurchschnittlichen Entlöhnung 

auszugehen ist oder ob dafür invaliditätsfremde Gründe vorliegen. Somit ist vorliegend 

auf ein Valideneinkommen von Fr. 59'800.-- abzustellen.

4.        

4.1    Für die Festsetzung des trotz unfallbedingter Behinderung realisierbaren 

Verdiensts (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 

steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen angesichts der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen vorhanden, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit angenommen hat, können nach der 

Rechtsprechung entweder die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik 

periodisch durchgeführten Lohnstrukturerhebung (LSE-Tabellenlöhne) oder die von der 

Suva geführte Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP-Zahlen) herangezogen werden.

4.2    Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf DAP-Zahlen, 

d.h. die Arbeitsplätze Nr. 6481, 5162, 7469, 5469 und 9949 fest. Wie bereits in 

Erwägung 2 dargelegt, schöpft der Beschwerdeführer in seiner aktuellen 

Erwerbstätigkeit das ihm zumutbare Tätigkeitspotential nicht in vollem Masse aus. Da 

auch nicht auf das ihm während der Eingliederungsphase von der F.___ angebotene 

Einkommen (vgl. Suva-act. 259) abgestellt werden kann, da er sich zu jenem Zeitpunkt 

noch in einer Abklärungsphase befand und dabei v.a. auch nicht von einem stabilen 

Arbeitsverhältnis ausgegangen werden könnte, sind vorliegend zu Recht 

Durchschnittslöhne beigezogen worden. Im Hinblick auf die geforderte 

Repräsentativität der DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die 

Beschwerdegegnerin nach der Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens 

fünf DAP-Blättern, Angaben zu machen über die Gesamtzahl der auf Grund der 

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gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den 

Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils 

verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist 

es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-

Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer 

zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich 

gestützt auf die LSE vorzunehmen (EVG-Urteil vom 28. August 2003 i/S C. [U 35/00] 

E. 4.2.2). Ausgehend vom dargelegten Zumutbarkeitsprofil (Erwägung 2) sind die von 

der Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Arbeitsplätze den behinderungsbedingten 

Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst, weshalb für die Bemessung des 

Invalideneinkommens auf sie abgestellt werden kann. Im Rahmen des DAP-Systems 

sind leidensbedingte Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht und damit nicht zulässig 

(BGE 129 V 472 E. 4.2.3; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht vom 

26. Februar 2004 i/S H.M. [U 208/02]. Die von der Beschwerdegegnerin beigezogenen 

fünf DAP-Arbeitsplätze wiesen im Jahr 2008 einen Durchschnittslohn von Fr. 56'554.20 

auf. Nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung 2009 von 2.1% resultiert damit 

ein Invalideneinkommen von Fr. 57'741.80. Bei der Gegenüberstellung von Validen- 

(Fr. 59'800.--) und Invalideneinkommen (Fr. 57'741.80) ergibt sich folglich ein unter die 

Schwelle zum Rentenanspruch fallender Erwerbsunfähigkeitsgrad von 3.4%.

4.3    Zu keinem anderen Resultat würde die Berechnung des Invalideneinkommens 

gestützt auf die Löhne nach LSE führen. Ausgehend von einem durchschnittlichen 

Monatslohn gemäss LSE 2008 von Fr. 4'806.-- (Anforderungsniveau 4) ergibt sich ein 

Jahreslohn von Fr. 57'672.-- (Fr. 4'806.-- x 12) bzw. umgerechnet auf die 

durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2009 von 41.7 Stunden/Woche und angepasst an 

die Nominallohnentwicklung 2009 von 2.1% ein Betrag von Fr. 61'385.65. 

Praxisgemäss (BGE 126 V 78 ff. E. 5) können persönliche und berufliche Merkmale der 

versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad einen auf höchstens 25% begrenzten, 

so genannten Leidensabzug von dem nach LSE-Tabellenlöhnen ermittelten 

Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, dass die trotz 

Gesundheitsschaden verbliebene Leistungsfähigkeit infolge eines oder mehrerer dieser 

Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg verwertet werden kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit 

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Hinweisen). Beim heute 42-jährigen Beschwerdeführer ist davon auszugehen, dass er 

seine Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt infolge der 

unfallbedingten Einschränkungen in der linken Hand insofern eingeschränkt verwerten 

kann, als für ihn lediglich Tätigkeiten in Betracht fallen, die mit der linken Hand kein 

Tragen schwerer Gewichte oder feinmotorisches Arbeiten verlangen. Was die übrigen 

Merkmale betrifft, fallen diese wie im Einspracheentscheid vom 12. April 2010 

zutreffend ausgeführt wurde (vgl. Erwägung 5c Abs. 4), ausser Betracht. Dabei ist die 

Höhe des von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen leidensbedingten Abzugs von 

10% mit Blick auf die Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 

2009 i/S. M. [8C_142/2009], wo derselbe Leidensabzug nach Abtrennung von Zeige-, 

Mittel- und Ringfinger der linken adominanten Hand durch eine 

Holzbearbeitungsmaschine zugesprochen wurde sowie EVG-Urteil vom 12. Januar 

2004 i/S. T. [U 134/03¨], wonach eine Abtrennung der Endglieder des Zeige- und 

Mittelfingers jedoch der dominanten rechten Hand höchstens einen Abzug von 15% 

rechtfertige) nicht zu beanstanden. Damit resultiert nach Vornahme eines 

leidensbedingten Abzugs von 10% ein Invalideneinkommen von Fr. 55'247.10 (Fr. 

61'385.65 - Fr. 6'138.55) und aus der Gegenüberstellung von Validen- und 

Invalideneinkommen ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 8%, wodurch ebenfalls kein 

Anspruch auf Invalidenrente begründet wird.

4.4    Unter diesen Gegebenheiten lässt sich die von der Beschwerdegegnerin im 

Einspracheentscheid vom 12. April 2010 festgehaltene Rentenabweisung nicht 

beanstanden.

5.        

5.1    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf 

eine angemessene Entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Als dauernd gilt ein 

Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang bestehen wird, und als erheblich, wenn die körperliche oder geistige 

Integrität unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist 

(Art. 36 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; vgl. RKUV 

1998 Nr. U 303 S. 354).

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5.2    Die Entschädigung ist nach der Schwere des Integritätsschadens abzustufen 

(Art. 25 Abs. 1 UVG). Für ihre Bemessung gelten die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV 

(Art. 36 Abs. 2 UVV). Der Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala der Integritätsschäden. 

Dadurch, dass ein Integritätsschaden in der Liste steht, ist dessen Erheblichkeit bejaht, 

nicht dagegen in jedem Fall die Dauer, d.h. der voraussichtlich lebenslange Charakter 

(Gilg/Zollinger, Die Integritätsentschädigung, Bern 1984, S. 49 f.). Die Skala ist 

verbindlich, als Grobraster indessen nicht abschliessend. Sie enthält lediglich 

richtunggebende, in der Praxis häufig vorkommende Schäden mit den entsprechenden 

Werten. Teilschäden, andere Schäden oder Kombinationen derartiger Ganz- oder 

Teilschäden müssen mit den Listenfällen verglichen und nach der Schwere der 

durchschnittlichen Auswirkungen taxiert werden (Art. 36 Abs. 3 UVV; Ziff. 1 Abs. 2 der 

Richtlinien im Anhang 3 zur UVV). Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine 

ausschliesslich ärztliche Angelegenheit. Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3 

zur UVV erlaubt es dem Arzt oder der Ärztin, grundsätzlich jeden Integritätsschaden 

annähernd vergleichbaren Integritätsschäden in dieser Skala zuzuordnen. Trotzdem hat 

sich in der Praxis ein Bedürfnis zur differenzierten listenmässigen Erfassung der 

Integritätsschäden manifestiert. Die Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten 

Skala und unter Berücksichtigung dieser verbindlichen Werte, weitere 

Schätzungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der 

Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der 

Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für 

die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur 

UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens 

für den Regelfall gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben 

ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen 

die Gleichbehandlung aller versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und 

Nr. U 31 S. 438).

5.3    Bei der Schätzung der Beeinträchtigung der Integrität hat der Arzt oder die Ärztin 

festzustellen, in welcher Hinsicht die versicherte Person durch den Unfall noch 

körperlich oder geistig/psychisch geschädigt ist. Sie haben sich im Weiteren dazu zu 

äussern, welche dieser Schäden als dauernd zu betrachten sind, d.h. voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang bestehen bleiben. Bei 

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geringfügigen Verletzungsfolgen hat sich der Arzt oder die Ärztin zur Frage zu äussern, 

ob die Schädigung im Hinblick auf die im Anhang 3 zur UVV enthaltenen 

Listenpositionen als erheblich, d.h. augenfällig oder stark zu gelten hat. Gegebenenfalls 

haben sie zudem auf voraussehbare Verschlimmerungen aufmerksam zu machen. 

Anschliessend ist es Sache der Verwaltung bzw. des Sozialversicherungsgerichts, die 

ärztlichen Schlussfolgerungen daraufhin zu prüfen, ob sie den gesetzlichen 

Anforderungen gerecht werden.

5.4    Gemäss Bericht von Prof. I.___ vom 22. April 2009 liegt beim Beschwerdeführer 

ein Erhalt des linken Mittelfingers vor, der im Wesentlichen eine 

Bewegungseinschränkung mit Neurombeschwerden in der Hohlhand aufweist. 

Nennenswerte Zirkulationsstörungen würden allerdings nicht vorliegen. Der Finger 

schmerze im Winter, bei warmer Temperatur sei die Störung geringer. Bei der Arbeit 

werde die Hand zwar eingesetzt, der Mittelfinger sei jedoch dysfunktional. Zu einer im 

Prinzip möglichen, jedoch nicht unbedingt notwendigen Amputation habe sich der 

Beschwerdeführer nicht entschliessen können. Dabei finde er Verständnis bei den 

behandelnden bzw. konsiliarisch hinzugezogenen Handchirurgen. Prof. I.___ hielt mit 

Verweis auf die Suva-Tabelle 4 (1) (richtig: Tabelle 3) einen Integritätsschaden von 6% 

bei Exartikulation im MP-Gelenk fest. Er begründete dies damit, dass trotz erhaltenem 

Finger dieser so dysfunktional sei, wie es einer Amputation / Exartikulation auf Höhe 

des MP-Gelenks entsprechen würde. Auch hier wäre eine gewisse Empfindlichkeit der 

Amputationsnarbe zu 

erwarten, was der Neuromproblematik beim Beschwerdeführer entspreche, bei dem 

der 3. Strahl erhalten sei. Angesichts dieser gestützt auf die Suva-Tabelle klar 

nachvollziehbaren Integritätsschadensbeurteilung besteht somit kein Grund für ein 

Abweichen. Damit ist die von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 

12. April 2010 zugesprochene Integritätsentschädigung von 6% nicht zu beanstanden.

6.        

Dem Eventualantrag zur Einholung eines gerichtlichen Gutachtens zur 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit ist nicht zu 

entsprechen, da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die 

Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, 

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sondern auf den schlüssigen und nachvollziehbaren EFL-Bericht vom 15. Februar 2008 

sowie die Zumutbarkeitsbeurteilung von Prof. I.___ vom 9. Mai 2009 abgestellt werden 

kann (vgl. dazu BGE 125 V 351 E. 3a, RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 mit Hinweisen; 

antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 E. 4b; Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 

Nr. 62.211).

7.        

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. April 2010 lässt sich somit nicht 

beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist im Sinn der vorstehenden 

Erwägungen abzuweisen soweit darauf eingetreten werden kann. Gerichtskosten sind 

keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.01.2011
	Art. 16 ATSG, Art. 18 UVG. Berechnung des Valideneinkommens unter Beizug von Durchschnittswerten, da aktuell nicht von einer vollständigen Ausschöpfung der zumutbaren Tätigkeit ausgegangen werden kann. Beim Invalideneinkommen kann auf die DAP-Löhne abgestellt werden. Eine Integritätsentschädigung in Höhe von 6% bei einer Verletzung des Mittelfingers der adominanten linken Hand ist nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Januar 2011, UV 2010/40).

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