# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a12249fb-259d-5006-9bf5-79127b06b90b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 30.04.2013 RT120073
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT120073_2013-04-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT120073-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Dr. M. Kriech  

und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiber  

lic. iur. A. Baumgartner 

Urteil vom 30. April 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Klägerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Affoltern vom 12. März 2012 (EB120001) 

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Erwägungen: 

 1. Mit Urteil vom 12. März 2012 entschied die Vorinstanz das Folgende 

(Urk. 19 S. 14): 

" 1. Der Klägerin wird definitive Rechtsöffnung erteilt in der Betreibung 
Nr. … des Betreibungsamtes C._____, Zahlungsbefehl vom 
16. November 2011, für Fr. 15'428.–. 

 2. Der Klägerin wird provisorische Rechtsöffnung erteilt in der Betrei-
bung Nr. … des Betreibungsamtes C._____, Zahlungsbefehl vom 
16. November 2011, für Fr. 911.60. 

 3. Die Spruchgebühr von Fr. 340.– wird vom von der Klägerin geleis-
teten Vorschuss bezogen, ist ihr aber vom Beklagten vollumfäng-
lich zu ersetzen. 

 4. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädi-
gung von Fr. 670.– zu bezahlen. 

 5. (Schriftliche Mitteilung.) 
 6. Wird provisorische Rechtsöffnung erteilt, kann die beklagte Partei 

innert 20 Tagen nach Zustellung dieses Entscheids beim zuständi-
gen Gericht unter Beilage dieses Entscheids schriftlich und im 
Doppel auf Aberkennung der Forderung klagen; unterlässt sie dies, 
wird die Rechtsöffnung definitiv. 

 7. (Rechtsmittelbelehrung.)" 
 

 2. a) Innert Frist erhob der Beklagte und Beschwerdeführer (fortan Beklag-

ter) mit Eingabe vom 27. April 2012 Beschwerde gegen vorgenanntes Urteil, wo-

bei er folgende Anträge stellte (Urk. 18 S. 2): 

" 1. Das Urteil EB120001 des Bezirksgerichts Affoltern als Einzelgericht 
vom 12. März 2012 sei aufzuheben. 

 2. Das Begehren um definitive, eventualiter provisorische Rechtsöff-
nung in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes C._____ 
(Zahlungsbefehl vom 16. November 2011) sei im Betrage von 
Fr. 11'540.00 (Kapitalanteil), im Betrage von Fr. 464.00 (Zinsanteil) 
sowie im Betrage von Fr. 137.00 (Kostenanteil), insgesamt somit 
im Betrage von Fr. 12'141.00, abzuweisen. Das Begehren sei im 
Betrage von Fr. 4'198.60 – für welchen lediglich die provisorische 
Rechtsöffnung zu erteilen sei – gutzuheissen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerde-
gegnerin, sowohl für das vorliegende als auch für das erstinstanzli-
che Verfahren." 
 

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 b) Mit Verfügung vom 21. Mai 2012 wurde dem Beklagten Frist angesetzt, 

um einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– zu leisten (Urk. 21), welcher innert Frist 

hierorts eingegangen ist (Urk. 22). 

 c) Mit Verfügung vom 31. Mai 2012 wurde der Klägerin und Beschwerde-

gegnerin (fortan Klägerin) Frist angesetzt, um die Beschwerde zu beantworten 

(Urk. 23). Innert Frist erstattete die Klägerin die Beschwerdeantwort mit dem An-

trag, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschä-

digungsfolgen zu Lasten des Beklagten (Urk. 24 S. 2). 

 3. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensicht-

lich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 

ZPO). 

 4. a) Der Beklagte führt in seiner Beschwerdeschrift aus, dass trotz seiner 

entsprechenden Einwendungen anlässlich der Verhandlung im vorinstanzlichen 

Verfahren, auf welche verwiesen werde (vgl. die Stellungnahme vom 6. März 

2012, N. II.1 bis 3; siehe ferner die Zusammenfassung der entsprechenden Vor-

bringen in E. 3.2 und E. 4.2.1 des angefochtenen Urteils), die Vorinstanz verken-

ne bzw. unbeachtet lasse, dass es sich bei der klägerischen Forderung haupt-

sächlich (nämlich im Totalbetrag von Fr. 11'510.– zuzüglich entsprechendem 

Zins- und Kostenanteil) um Forderungen handle, welche vor der Ehescheidung 

der Parteien entstanden seien. Gemäss Urteil 5A_803/2010 des Bundesgerichts 

vom 3. Dezember 2010 würden nun jedoch Schulden aus Unterhaltspflicht unter 

die gemäss Art. 205 Abs. 3 ZGB zu regelnden Schulden fallen und seien daher 

bei der Auflösung des Güterstandes in die güterrechtliche Auseinandersetzung 

einzubeziehen. Würden sich die Parteien dabei als Ergebnis dieses Vorganges 

als auseinandergesetzt erklären, könne keiner vom anderen mehr etwas aus die-

sem Titel fordern (unter Hinweis auf E. 3.3 des zitierten Urteils). Mitunter bedeute 

dies auf den vorliegenden Fall bezogen somit, dass für den grössten Teil der klä-

gerischen Forderung – nämlich den Totalbetrag von Fr. 11'510.– zuzüglich ent-

sprechendem Zins- und Kostenanteil – die (definitive) Rechtsöffnung nur dann 

gewährt werden könne, wenn sich die Parteien bezüglich dieser Unterhaltsforde-

rungen bis heute nicht güterrechtlich auseinandergesetzt hätten. Nur in diesem 

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Fall stelle nämlich insbesondere das Urteil des Amtsgerichts Sursee LU vom 

11. Juli 2000 betreffend Eheschutzmassnahmen (unter Verweis auf Urk. 2/1) ein 

vollstreckbares Urteil im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG dar. Die Vorinstanz ha-

be in ihrer E. 4.2.4 des angefochtenen Entscheides ausgeführt, dass das Schei-

dungsurteil der Parteien bezüglich güterrechtlicher Auseinandersetzung lücken-

haft sei, weswegen davon auszugehen sei, dass die Parteien bis heute güter-

rechtlich noch nicht vollständig auseinandergesetzt seien. Dabei werde nun je-

doch zunächst verkannt, dass eine güterrechtliche Auseinandersetzung nicht 

zwingend die Abgabe einer entsprechenden Saldoerklärung der Parteien bedürfe 

(unter Hinweis auf das Urteil OG ZH LC110030 vom 10. Oktober 2011, E. 2, worin 

explizit auf das eingangs erwähnte Urteil 5A_803/2010 des Bundesgerichts vom 

3. Dezember 2010 Bezug genommen werde). Des Weiteren sei, falls güterrechtli-

che Forderungen tatsächlich in einem Nachverfahren zum Scheidungsverfahren 

beurteilt werden müssten, der Inhalt der entsprechenden Vereinbarung unter den 

damaligen Ehegatten durch Auslegung zu ermitteln, und im Zweifel habe das 

Scheidungsurteil, das auch die güterrechtliche Auseinandersetzung umfasse, da-

bei als erschöpfende Regelung aller einschlägigen Ansprüche zu gelten (unter 

Hinweis etwa auf das Urteil des Bundesgerichts 5C_257/2006 vom 20. Dezember 

2006, E. 1.1, mit Hinweis). Die Vorinstanz habe hingegen einzig im Sinne einer 

summarischen Prüfung festgestellt, dass das Scheidungsurteil der Parteien vom 

12. Januar 2001 (unter Hinweis auf Urk. 2/3) auf keine vollständige güterrechtli-

che Auseinandersetzung schliessen lasse. Dass hingegen sowohl er in seiner 

Stellungnahme anlässlich der Verhandlung vom 6. März 2012 (unter Hinweis auf 

Urk. 9 und Prot. Vi S. 4), als auch die Klägerin (unter Hinweis beispielsweise auf 

ihr Schreiben vom 8. März 2012 [Urk. 12]) die Auffassung vertreten würden, sie 

seien durch die mit Urteil des Amtsgerichts Sursee LU vom 12. Januar 2001 aus-

gesprochene Scheidung auch güterrechtlich vollkommen auseinandergesetzt, 

werde im angefochtenen Urteil nicht in Erwägung gezogen. Mitunter ziele somit 

auch der Schluss der Vorinstanz, wonach er nicht mit Urkunden habe nachweisen 

können, dass die geltend gemachte Schuld getilgt sei bzw. nicht mehr geltend 

gemacht werden könne, ins Leere. Vielmehr hätte die Vorinstanz aufgrund der 

Vorbringen beider Parteien davon ausgehen müssen, dass sich diese mit Schei-

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dungsurteil vom 12. Januar 2001 gänzlich und somit auch bezüglich der bis dahin 

offenen Unterhaltsbeiträge güterrechtlich auseinandergesetzt hätten und deshalb 

in Anwendung der Rechtsprechung gemäss Urteil 5A_803/2010 des Bundesge-

richts vom 3. Dezember 2010 für diese Forderungen auch keine (definitive) 

Rechtsöffnung erteilt werden könne. Die Vorinstanz habe diesbezüglich somit 

auch den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt. Am soeben wiederge-

gebenen Ergebnis würde im Übrigen auch die Eventualbegründung nichts ändern, 

wonach die Frage aufgeworfen werden könnte, ob der Beklagte sich durch sein 

widersprüchliches Verhalten im Sinne von Art. 2 Abs. 2 ZGB rechtsmissbräuchlich 

verhalten habe (unter Hinweis auf E. 4.2.5 des angefochtenen Urteils). Denn ei-

nerseits diene der Rechtsvorschlag nur zur Bestreitung der materiellen oder voll-

streckungsrechtlichen Zulässigkeit der Betreibung (unter Hinweis auf Staehe-

lin/Bauer/Staehelin, BSK-SchKG, 2010, N. 3 zu Art. 74 SchKG), und das Nichter-

heben eines Rechtsvorschlags (unter Hinweis auf Urk. 2/9) sage noch lange 

nichts über den tatsächlichen Bestand der betriebenen Forderung (bzw. über de-

ren Anerkennung) aus, und andererseits sei auch der erwähnte Vergleichsvor-

schlag rein unverbindlich und ohne präjudizielle Wirkung erfolgt (unter Hinweis auf 

Urk. 2/8; Urk. 18 S. 3 ff. Ziff. III. 2-7). 

 b) ba) Die Klägerin macht in ihrer Beschwerdeantwort hauptsächlich Ausfüh-

rungen zur güterrechtlichen Auseinandersetzung im Rahmen des Scheidungsver-

fahrens der Parteien (Urk. 24). Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 

machte sie zu den Äusserungen des Beklagten in seiner Stellungnahme zum 

Rechtsöffnungsbegehren einzig geltend, es werde bestritten, dass der eingereich-

te Bundesgerichtsentscheid auf den vorliegenden Fall Anwendung finde. Es wür-

den Verlustscheine über die geforderten Beträge existieren. Am Rechtsöffnungs-

begehren werde vollumfänglich festgehalten (Prot. Vi S. 4). Eine weitere Eingabe 

der Klägerin vom 8. März 2012 betreffend die Vorbringen des Beklagten in seiner 

Stellungnahme vom 6. März 2012 (Urk. 12) wurde von der Vorinstanz aus dem 

Recht gewiesen (Urk. 19 S. 3 Ziff. 2.2). 

 bb) Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue Anträ-

ge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. Dies 

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wird mit dem Charakter der Beschwerde begründet, die sich als ausserordentli-

ches Rechtsmittel auf die Rechtskontrolle beschränkt und nicht das erstinstanzli-

che Verfahren fortsetzen soll. Das Novenverbot ist umfassend und gilt sowohl für 

echte wie auch für unechte Noven (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/ 

Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 

(ZPO), 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 326 N 3 f.). Echte Noven sind neue 

Tatsachen und Beweismittel, die erst nach Abschluss des erstinstanzlichen 

Schriftenwechsels entstanden oder gefunden worden sind. Unechte Noven sind 

neue Tatsachen und Beweismittel, die bereits vor erster Instanz hätten vorge-

bracht werden können (vgl. Leuenberger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ 

Leuenberger, a.a.O., Art. 229 N 5 und 8). 

 Die Tatsachenbehauptungen der Klägerin in ihrer Beschwerdeantwort, wel-

che sie im Beschwerdeverfahren zum ersten Mal vorbringt, sind daher allesamt 

aufgrund von Art. 326 ZPO unbeachtlich. 

 c) ca) Die Vorinstanz führte im angefochtenen Urteil zu den Einwendungen 

des Beklagten aus, dass die Parteien mit Urteil des Amtsgerichts Sursee LU vom 

12. Januar 2001, welches am 27. Februar 2001 in Rechtkraft erwachsen sei, ge-

schieden worden seien (unter Hinweis auf Urk. 2/3). Die Parteien hätten keine 

Konvention abgeschlossen und das Amtsgericht Sursee LU habe in einem be-

gründeten Urteil über sämtliche Nebenfolgen der Scheidung, unter anderem auch 

über das Güterrecht, entschieden (unter Hinweis auf Urk. 2/3 S. 18 ff., Ziffer 7 der 

Erwägungen). Ziffer 6 bis 8 des Dispositivs des Urteils würden zwar über güter-

rechtliche Anträge der Parteien entscheiden, es werde aber nicht festgehalten, 

dass sie güterrechtlich auseinandergesetzt seien. Auch in den Erwägungen wür-

den diesbezüglich Hinweise fehlen. Bei der Durchsicht des genannten Schei-

dungsurteils falle aber auf, dass nicht abschliessend oder zumindest nicht nach-

vollziehbar über sämtliche güterrechtlichen Ansprüche entschieden worden sei. 

Offenbar habe die Klägerin ihren Antrag auf Zuweisung der ehelichen Liegen-

schaft in ihr Alleineigentum und das Begehren auf Auszahlung einer Eigenguts-

forderung zurückgezogen und der Beklagte habe seinerseits die Übertragung der 

ehelichen Liegenschaft in sein Alleineigentum nicht verlangt (unter Hinweis auf 

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Urk. 2/3 S. 19). Das Scheidungsurteil schweige sich sowohl in den Erwägungen 

als auch im Dispositiv darüber aus, in wessen Eigentum die eheliche Liegenschaft 

nach der Scheidung stehe oder ob diese verkauft werde. Im vom Beklagten zitier-

ten Entscheid stütze das Bundesgericht seine Hauptargumentation aber gerade 

auf den Umstand, dass die Parteien güterrechtlich auseinandergesetzt seien und 

die Beschwerdeführerin diesen Umstand auch anerkenne. Der zitierte Bundesge-

richtsentscheid sei auf den vorliegenden Fall nur beschränkt anzuwenden. Der 

Beklagte müsse durch Urkunden beweisen, dass die Schuld getilgt sei. Indem der 

Beklagte nur durch Einreichung eines Bundesgerichtsentscheids und unter Be-

zugnahme auf das Scheidungsurteil behaupte, dass die Forderung nicht mehr 

geltend gemacht werden könne, da die Parteien güterrechtlich auseinanderge-

setzt seien, gelinge ihm dieser Beweis nicht im verlangten Umfang. Weitergehen-

de Beweiserhebungen würden den Rahmen des summarischen Rechtsöffnungs-

verfahrens sprengen und müssten in einem ordentlichen Verfahren gemacht wer-

den. Es gelte zwar der Grundsatz, dass mit der Scheidung die güterrechtliche 

Auseinandersetzung vorzunehmen sei, wie aber erwähnt, könne ein Scheidungs-

urteil in Bezug auf güterrechtliche Ansprüche lückenhaft sein. Das ins Recht ge-

legte Scheidungsurteil selbst stelle aufgrund des fehlenden Hinweises auf die 

vollständige güterrechtliche Auseinandersetzung keinen Beweis dafür dar, dass 

die Parteien tatsächlich güterrechtlich auseinandergesetzt seien und deshalb die 

Forderung durch Untergang getilgt sei (Urk. 19 S. 11 f. Ziff. 4.2.4). 

 cb) Der Beklagte äussert sich im Beschwerdeverfahren nicht zu den vor-

instanzlichen Erwägungen, dass die Klägerin ihren Antrag auf Zuweisung der 

ehelichen Liegenschaft in ihr Alleineigentum und das Begehren auf Auszahlung 

einer Eigengutsforderung zurückgezogen und er seinerseits die Übertragung der 

ehelichen Liegenschaft in sein Alleineigentum nicht verlangt habe. Es ist somit 

davon auszugehen, dass aufgrund des Scheidungsurteils des Amtsgerichts  

Sursee LU vom 12. Januar 2001 die Parteien nicht vollständig güterrechtlich aus-

einandergesetzt waren. Im Gegensatz zur Behauptung des Beklagten vertritt auch 

die Klägerin in ihrem Schreiben vom 8. März 2012 (Urk. 12) nicht die Auffassung, 

sie seien durch das Scheidungsurteil güterrechtlich vollkommen auseinanderge-

setzt. Im Gegenteil führte der Rechtsvertreter der Klägerin in diesem Schreiben 

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aus, dass es ihm anlässlich der Verhandlung vom Vortag nicht möglich gewesen 

sei, sich über den Verlauf des komplizierten Ehescheidungsprozesses zu äus-

sern. Der Prozess liege mehr als zehn Jahre zurück (Urk. 12 S. 1). Weiter warf er 

im Schreiben die Fragen auf, ob es dem Gericht unmöglich gewesen sei, im 

Scheidungsurteil die güterrechtliche Regulierung der Schulden der Parteien im 

Sinne von Art. 205 Abs. 3 ZGB vorzunehmen, und ob sich das Gericht deshalb im 

Urteil nicht zur ehelichen Liegenschaft und den darauf lastenden Bankschulden 

geäussert habe. Sodann fragte er sich, ob die güterrechtliche Auseinanderset-

zung weder im Scheidungsurteil (noch zu einem späteren Zeitpunkt) durch das 

Gericht erledigt worden sei und ob es deshalb im Scheidungsurteil keine Sal-

doklausel gäbe (Urk. 12 S. 2). Inwiefern der Beklagte hierin eine Anerkennung der 

Klägerin sehen will, dass die güterrechtliche Auseinandersetzung im Scheidungs-

urteil vollständig durchgeführt worden sei, ist nicht ersichtlich. Ferner wurde – wie 

bereits erwähnt – dieses Schreiben von der Vorinstanz aus dem Recht gewiesen 

(Urk. 19 S. 3 Ziff. 2.2). Weitere Fundstellen in den vorinstanzlichen Akten, in wel-

chen die Klägerin ausführt, dass die Parteien aufgrund des Scheidungsurteils gü-

terrechtlich vollkommen auseinandergesetzt seien, machte der Beklagte nicht gel-

tend. 

 cc) Es ist somit in Bestätigung der vorinstanzlichen Erwägungen davon aus-

zugehen, dass die Parteien durch das Scheidungsurteil des Amtsgerichts Sursee 

LU vom 12. Januar 2001 nicht vollständig güterrechtlich auseinandergesetzt wur-

den, weshalb die vom Beklagten geltend gemachte Rechtsprechung gemäss Ur-

teil 5A_803/2010 des Bundesgerichts vom 3. Dezember 2010 vorliegend keine 

Anwendung finden und die Klägerin die von ihr geltend gemachten Unterhaltsbei-

träge nach wie vor fordern kann. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

 5. a) Die zweitinstanzliche Spruchgebühr ist ausgangsgemäss dem Beklag-

ten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für deren Bemessung gelangt gemäss 

Praxis der Kammer die Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbe-

treibung und Konkurs (GebV SchKG; SR 281.35) zur Anwendung (Art. 16 SchKG; 

ZR 110 (2011) Nr. 28). Die Spruchgebühr ist gestützt auf Art. 48 GebV SchKG 

und Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 750.– festzusetzen. 

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 b) Der Beklagte ist zudem zu verpflichten, der Klägerin für das Beschwerde-

verfahren gestützt auf § 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1, § 9 und § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV 

eine angemessene Parteientschädigung von Fr. 800.– zuzüglich 8 % Mehrwert-

steuer zu bezahlen. Dies unter Berücksichtigung, dass aufgrund von Art. 326 ZPO 

die in der Beschwerdeantwort vorgebrachten Tatsachenbehauptungen allesamt 

unbeachtlich geblieben sind. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 750.– festge-

setzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beklagten auferlegt und 

mit seinem Kostenvorschuss verrechnet. 

4. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Beschwerdeverfahren ei-

ne Parteientschädigung von Fr. 864.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Affoltern, 

Einzelgericht, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 12'141.–. 

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Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 30. April 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. A. Baumgartner 
 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 30. April 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 750.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beklagten auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 864.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Affoltern, Einzelgericht, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...