# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c77c46bc-acaf-5d81-b22e-23fd5ec3a0a8
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2001-12-10
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 10.12.2001 U 427/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-427-99_2001-12-10.html

## Full Text

[AZA 7] 

U 427/99 Vr 

 

 

 

I. Kammer 

 

Präsident Lustenberger, Bundesrichter Schön, Borella, 

Bundesrichterin Leuzinger und Bundesrichter Ferrari; 

Gerichtsschreiber Widmer 

 

 

Urteil vom 10. Dezember 2001 

 

in Sachen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse 

1, 6004 Luzern, Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

F.________, 1939, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt 

Markus Bischoff, Walchestrasse 17, 8006 Zürich, 

 

und 

 

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur 

 

 

A.- Der 1939 geborene F.________ arbeitete als Maurer 

bei der X.________ AG und war bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen 

Unfälle versichert, als er sich am 19. September 1959 beim 

Einsturz eines Baugerüsts verschiedene Verletzungen zuzog. 

Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. U.a. 

richtete sie F.________ für die Folgen des Unfalls bis 

31. Dezember 1962 eine befristete Invalidenrente von 15 % 

(17. Dezember 1959 bis 31. Dezember 1960), 10 % ab 1. Januar 

1961 und 7 % ab 1. Januar 1962 aus. Seit Januar 1980 

war der Versicherte als Bodenleger bei der Firma Y.________ 

AG tätig, welche verschiedentlich Rückfälle zum Unfall vom 

19. September 1959 meldete. Nachdem er diese Arbeit aus 

gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte, wurde 

er von der Firma Y.________ AG nach entsprechender Ausbildung 

ab September 1981 als Bauführer eingesetzt. Am 

13. April 1993 meldete die Arbeitgeberfirma der Anstalt 

einen weiteren Rückfall. Nach Beizug verschiedener Arztberichte, 

einer kreisärztlichen Abschlussuntersuchung, 

Abklärungen in erwerblicher Hinsicht und einer Beurteilung 

des Integritätsschadens sprach die SUVA F.________ mit 

Verfügung vom 16. September 1996 nebst einer Integritätsentschädigung 

von 5 % auf der Basis eines Jahresverdienstes 

von Fr. 69'600.- ab 1. Mai 1996 eine Invalidenrente auf der 

Grundlage einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % und eines versicherten 

Jahresverdienstes von Fr. 63'926.- zu, woran sie 

mit Einspracheentscheid vom 14. Mai 1997 festhielt. 

 

B.- In teilweiser Gutheissung der hiegegen eingereichten 

Beschwerde, mit welcher der Versicherte die Zusprechung 

einer Invalidenrente von 78 % und einer Integritätsentschädigung 

von 20 %, beides auf der Basis eines Jahresverdienstes 

von Fr. 97'200.-, hatte beantragen lassen, hob das 

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich den angefochtenen 

Einspracheentscheid auf und verpflichtete die SUVA, 

F.________ ab 1. Mai 1996 eine Invalidenrente von 50 % sowie 

eine Integritätsentschädigung von 5 %, je auf der 

Grundlage eines versicherten Jahresverdienstes von 

Fr. 97'200.-, auszurichten. Im Übrigen wies es die Beschwerde 

ab und verpflichtete die Anstalt zur Bezahlung 

einer reduzierten Parteientschädigung an F.________ (Entscheid 

vom 25. Oktober 1999). 

 

C.- Die SUVA führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit 

den Begehren, der vorinstanzliche Entscheid sei hinsichtlich 

der Festlegung des versicherten Jahresverdienstes für 

die Bemessung der Invalidenrente und der Integritätsentschädigung 

auf je Fr. 97'200.- aufzuheben und es seien 

stattdessen der für die Berentung massgebende Jahresverdienst 

auf Fr. 63'926.- und der für die Integritätsentschädigung 

massgebliche Höchstverdienst auf Fr. 69'600.- 

festzusetzen. 

Während F.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

schliessen lässt, verzichtet das Bundesamt 

für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung. 

 

D.- Mit Schreiben vom 3. Mai 2001 räumte die Instruktionsrichterin 

den Parteien Gelegenheit ein, sich zu einer 

Lösungsvariante zu äussern, wonach für die aufgrund eines 

Rückfalls oder einer Spätfolge festgesetzte Integritätsentschädigung 

der Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes 

am Unfalltag - bei Unfällen vor Inkrafttreten des 

UVG (1. Januar 1984) der Höchstbetrag am 1. Januar 1984 - 

die massgebende Berechnungsgrundlage bilden würde, wobei 

zusätzlich ein Ausgleichszins von 5 % pro Jahr gewährt 

würde. Mit Eingaben vom 23. und 28. Mai 2001 nahmen die 

Parteien dazu Stellung. 

 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.- Nach Art. 15 UVG werden Taggelder und Renten nach 

dem versicherten Verdienst bemessen (Abs. 1). Als versicherter 

Verdienst gilt für die Bemessung der Renten der 

innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn 

(Abs. 2). Gemäss Abs. 3 erlässt der Bundesrat Bestimmungen 

über den versicherten Verdienst in Sonderfällen. Gestützt 

darauf hat der Bundesrat in Art. 23 UVV betreffend den 

massgebenden Lohn für das Taggeld in Sonderfällen und in 

Art. 24 UVV unter dem Titel «massgebender Lohn für Renten 

in Sonderfällen» ergänzende Vorschriften erlassen. Nach 

Art. 23 Abs. 8 UVV ist bei Rückfällen der unmittelbar zuvor 

bezogene Lohn, mindestens aber ein Tagesverdienst von 10 % 

des Höchstbetrages des versicherten Tagesverdienstes massgebend, 

ausgenommen bei Rentnern der Sozialversicherung. 

Abs. 2 von Art. 24 UVV lautet: Beginnt die Rente mehr als 

fünf Jahre nach dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit, 

so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte 

ohne den Unfall oder die Berufskrankheit im Jahr vor dem 

Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der 

letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit 

erzielte Lohn. 

 

2.- Streitig ist zunächst die Höhe des versicherten 

Jahresverdienstes, welcher der Invalidenrente von 50 % 

zugrunde zu legen ist, auf die der Beschwerdegegner ab 

1. Mai 1996 gemäss Entscheid der Vorinstanz Anspruch hat. 

Während das kantonale Gericht zur Auffassung gelangte, 

dass eine Verordnungslücke vorliege für Fälle, in denen 

sehr lange Zeit nach dem Unfall, und nachdem der Versicherte 

während Jahrzehnten eine Erwerbstätigkeit ausgeübt habe, 

Spätfolgen auftreten. Diese Lücke sei dahin zu schliessen, 

dass wie in einem neuen Rentenfall zu entscheiden und dementsprechend 

vom zuletzt erzielten Einkommen, hier als Bauführer, 

auszugehen sei. 

Die SUVA wendet sich gegen diese Betrachtungsweise, 

indem sie im Wesentlichen geltend macht, Art. 24 Abs. 2 UVV 

sei klar. Eine Spezialregelung für Rückfälle gebe es nur 

beim Taggeld, nicht aber bei Renten. Die Lösung des kantonalen 

Gerichts hätte eine Privilegierung eines Sonderfalles 

im Vergleich zum Normalfall mit einer durchgehenden Berentung 

wie auch zu Rentenrevisionen, bei welchen der Jahresverdienst 

nicht den zum Revisionszeitpunkt geltenden Lohnverhältnissen 

angepasst werden kann, zur Folge. Eine solche 

Ungleichbehandlung widerspreche dem Willen des Gesetzgebers. 

 

 

3.- a) Nach der Rechtsprechung wird bei Rückfällen, 

die mehr als fünf Jahre nach dem Unfall eingetreten sind, 

für die Berechnung der Invalidenrenten nach Art. 24 Abs. 2 

UVV vorgegangen. Mit dieser Sonderregel soll vermieden 

werden, dass ein Versicherter mit langdauernder Heilbehandlung, 

dessen Rentenanspruch erst mehr als fünf Jahre nach 

dem Unfall entsteht, auf dem vor dem Unfall erzielten Lohn 

haften bleibt, was vor allem dann zu stossenden Ergebnissen 

führen werde, wenn die Löhne während dieser Zeit zufolge 

überdurchschnittlicher Lohnerhöhung stark ansteigen. Angestrebt 

wird also die Anpassung an die normale Lohnentwicklung 

im angestammten Tätigkeitsbereich (BGE 123 V 51 

Erw. 3c, 118 V 303 Erw. 3b). Hingegen ermöglicht auch die 

Sonderregel von Art. 24 Abs. 2 UVV nicht, eine vom Versicherten 

angestrebte berufliche Weiterentwicklung und damit 

eine ohne Unfall mutmasslich realisierte Lohnerhöhung mit 

zu berücksichtigen (RKUV 1999 Nr. U 327 S. 111 Erw. 3c). In 

RKUV 1999 Nr. U 340 S. 404, ebenfalls die Rentenfestsetzung 

bei einem Rückfall (10 Jahre nach dem Unfall) betreffend, 

erachtete das Eidgenössische Versicherungsgericht bei der 

Bestimmung des versicherten Verdienstes wiederum das Arbeitsverhältnis 

im Zeitpunkt des versicherten Unfalls als 

massgebend. Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem Unfallereignis 

angetreten werden, fallen ausser Betracht. Nach 

Wiederholung des Grundsatzes, dass eine spätere Rentenrevision 

nicht dazu dienen kann, den massgebenden Jahresverdienst 

anzupassen (BGE 119 V 492 Erw. 4b), legte das 

Gericht dar, nicht anders verhalte es sich grundsätzlich, 

wenn zwischen dem Eintritt des versicherten Ereignisses und 

der Rentenfestsetzung nach Art. 24 Abs. 2 UVV eine berufliche 

Veränderung oder Karriereschritte zu höherem Einkommen 

führen oder ein neues Arbeitsverhältnis mit anderem 

Lohnniveau angetreten wird. Dabei handle es sich um Änderungen 

in den erwerblichen Verhältnissen, die bei der Bemessung 

des für die Rentenberechnung massgebenden Verdienstes 

ausser Acht bleiben müssen. An dieser Rechtsprechung 

ist festzuhalten: Entgegen der Auffassung der Vorinstanz 

liegt keine echte Gesetzeslücke (vgl. BGE 125 V 11 f. 

Erw. 3 mit Hinweisen) vor. Art. 15 Abs. 3 UVG beauftragt 

den Bundesrat, Bestimmungen über den versicherten Verdienst 

in Sonderfällen, u.a. bei langdauernder Taggeldberechtigung, 

zu erlassen (lit. a). Dies hatte der Bundesrat bereits 

in der Botschaft zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

vom 18. August 1976 vorgeschlagen. In den Erläuterungen 

zählte er alle zu regelnden Sonderfälle auf, wobei 

er denjenigen der langdauernden Taggeldberechtigung umschrieb 

mit «langandauernde Taggeld-Berechtigung oder Festsetzung 

der Rente für einen weit zurückliegenden Unfall» 

(BBl 1976 III 189). Bezüglich des massgebenden Lohnes für 

das Taggeld in Sonderfällen enthält Art. 23 UVV in Ausführung 

von Art. 15 Abs. 3 lit. a UVG in Abs. 7 und 8 Bestimmungen, 

wobei Abs. 8 ausdrücklich den Rückfall regelt. 

Der gestützt auf Art. 15 Abs. 3 UVG ergangene Art. 24 

Abs. 2 UVV nimmt demgegenüber zwar nicht ausdrücklich auf 

den Rückfall Bezug, ist aber vom Wortlaut her auf Rückfälle 

anwendbar. Da der Bundesrat die Taggeldberechnung bei 

Rückfällen im vorhergehenden Artikel ausdrücklich geregelt 

hat, verbietet sich die Annahme, dass ihm die Rückfallproblematik 

in der darauf folgenden Bestimmung im Zusammenhang 

mit der Rentenberechnung entgangen ist. Vielmehr 

hat er hiefür eine andere Lösung getroffen, die auf ihre 

Verfassungs- (Art. 8 Abs. 1 BV; zur Anwendung der neuen 

Bundesverfassung im Rahmen der Überprüfung unselbständigen 

Verordnungsrechts auf Verfahren, in denen der angefochtene 

Entscheid vor dem 1. Januar 2000 ergangen ist: vgl. BGE 126 

V 52 Erw. 3) und Gesetzmässigkeit zu überprüfen ist. 

 

b) Nach der Rechtsprechung kann das Eidgenössische 

Versicherungsgericht Verordnungen des Bundesrates grundsätzlich, 

von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen 

abgesehen, auf ihre Rechtmässigkeit hin überprüfen. Bei 

(unselbstständigen) Verordnungen, die sich auf eine gesetzliche 

Delegation stützen, prüft es, ob sie sich in den 

Grenzen der dem Bundesrat im Gesetz eingeräumten Befugnisse 

halten. Wird dem Bundesrat durch die gesetzliche Delegation 

ein sehr weiter Spielraum des Ermessens für die Regelung 

auf Verordnungsebene eingeräumt, muss sich das Gericht auf 

die Prüfung beschränken, ob die umstrittenen Verordnungsvorschriften 

offensichtlich aus dem Rahmen der dem Bundesrat 

im Gesetz delegierten Kompetenzen herausfallen oder aus 

andern Gründen verfassungs- oder gesetzwidrig sind. Es kann 

jedoch sein eigenes Ermessen nicht an die Stelle desjenigen 

des Bundesrates setzen und es hat auch nicht die Zweckmässigkeit 

zu untersuchen. Die vom Bundesrat verordnete Regelung 

verstösst allerdings dann gegen Art. 8 Abs. 1 BV, wenn 

sie sich nicht auf ernsthafte Gründe stützen lässt, wenn 

sie sinn- oder zwecklos ist oder wenn sie rechtliche Unterscheidungen 

trifft, für die sich ein vernünftiger Grund 

nicht finden lässt. Gleiches gilt, wenn die Verordnung es 

unterlässt, Unterscheidungen zu treffen, die richtigerweise 

hätten berücksichtigt werden sollen (BGE 127 V 70 Erw. 5a, 

126 II 404 Erw. 4a, 126 V 52 Erw. 3b, 365 Erw. 3, 473 

Erw. 5b, je mit Hinweisen). 

 

c) Art. 15 Abs. 3 UVG räumt dem Bundesrat einen sehr 

weiten Ermessensspielraum ein, indem er bestimmt, welche 

Sonderfälle zu regeln sind, aber offen lässt, wie dies zu 

geschehen hat. Art. 24 Abs. 2 UVV fällt nicht offensichtlich 

aus dem Kompetenzrahmen. Insbesondere ist das Anknüpfen 

an das Arbeitsverhältnis, das vor dem Unfall bestanden 

hat, auch im Sonderfall vereinbar mit dem vom Gesetzgeber 

gewählten Konzept des Vorunfallverdienstes, auch als abstrakte 

Berechnungsmethode bezeichnet (vgl. BGE 118 V 293 

Erw. 2e; Botschaft zum UVG, BBl 1976 III 167 und 189; Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 321 und 

326; vgl. auch S. 333). 

Unter dem Gesichtspunkt der rechtsgleichen Behandlung 

fällt die Regelung der Taggeldberechnung bei Rückfällen in 

Art. 23 Abs. 8 UVV auf, die der konkreten Berechnungsmethode 

folgt (Maurer, a.a.O., S. 321). Die Taggeldberechnung 

ist auch hinsichtlich der Abänderungsfrist (Art. 23 Abs. 7 

UVV) im Vergleich zu Art. 24 Abs. 2 UVV mehr auf die Deckung 

des tatsächlich entgangenen Verdienstes ausgerichtet 

als die Rentenberechnung. Im vorliegenden Fall wird jedoch 

- anders als in BGE 117 V 170 (Ungleichbehandlung von 

Grund- und Rückfall hinsichtlich der Taggeldberechnung von 

Saisonniers) oder RKUV 1990 Nr. U 114 S. 385 (Fehlen einer 

Art. 23 Abs. 3 UVV entsprechenden Sondernorm für die Rentenberechnung 

bei unregelmässiger Erwerbstätigkeit oder 

starken Lohnschwankungen) - nicht eine Ungleichbehandlung 

geltend gemacht. Gegenteils wird die Gleichbehandlung von 

Grundfall und Rückfall bei der Rentenberechnung in Frage 

gestellt. Diese - und damit die unterschiedliche Behandlung 

des Rückfalls bei der Taggeld- und der Rentenberechnung - 

ist indessen mit Blick auf das seitens der Gesetzgebung 

gewählte Konzept mit Vorunfalllohn (abstrakte Berechnungsmethode) 

sowie den Umstand, dass die bei der analogen 

Anwendung von Art. 23 Abs. 8 UVV - betreffend den versicherten 

Verdienst für die Taggeldfestsetzung bei Rückfällen 

- mögliche Verschlechterung bei Dauerleistungen stossender 

wäre als bei vorübergehend entrichteten Taggeldleistungen, 

nicht zu beanstanden. Der angefochtene Entscheid ist somit 

im Rentenpunkt hinsichtlich des versicherten Verdienstes 

aufzuheben. 

 

4.- Zu prüfen bleibt die Höhe des Jahresverdienstes, 

welcher der Berechnung der Integritätsentschädigung zu 

Grunde zu legen ist. 

 

a) Gemäss Art. 24 Abs. 2 UVG wird die Integritätsentschädigung 

mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls 

kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen 

Behandlung gewährt. Nach Art. 25 Abs. 1 UVG wird die 

Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. 

Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des 

versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird 

entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft. 

Der Anspruch auf Integritätsentschädigung besteht auch bei 

Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 UVV; Frei, Die Integritätsentschädigung 

nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1997, S. 21). 

Dies gilt für Versicherte der SUVA (Art. 118 Abs. 2 UVG) 

auch in Fällen, in denen sich der Unfall - wie hier - vor 

dem Inkrafttreten des UVG (1. Januar 1984) ereignet hat, 

sofern evolutives Geschehen über diesen Zeitpunkt hinaus 

angehalten hat, sodass damals weder Erheblichkeit noch 

Dauerhaftigkeit schlüssig feststellbar waren; in diesen 

Fällen ist der Anspruch erst unter der Geltung des UVG 

entstanden, weshalb eine Integritätsentschädigung in Frage 

kommt (RKUV 1988 Nr. U 50 S. 284 f. Erw. 1b). Eine Integritätsentschädigung 

wird in solchen Fällen u.a. ausgerichtet, 

wenn der Schaden durch Rückfall oder Spätfolgen nach dem 

1. Januar 1984 dauernd und erheblich (mindestens 5 %) zugenommen 

hat; alsdann erfolgt eine Teilvergütung für die 

Zunahme (RKUV 1988 Nr. U 50 S. 286 Erw. 2b). 

 

b) Hinsichtlich der Basis der Integritätsentschädigung 

fehlt es an einer Art. 15 Abs. 3 UVG entsprechenden Gesetzesbestimmung, 

welche dem Bundesrat die Kompetenz einräumen 

würde, Vorschriften über die Berechnung der Integritätsentschädigung 

in Sonderfällen zu erlassen. Aus dem Fehlen 

einer Regelung für die Integritätsentschädigungsberechnung 

in Art. 25 Abs. 1 UVG bei Rückfällen und Spätfolgen ist 

indessen nicht auf eine echte Gesetzeslücke zu schliessen, 

indem eine unvermeidlich sich stellende Rechtsfrage nicht 

beantwortet würde (BGE 125 V 11 f. Erw. 3 mit Hinweisen). 

Denn die Integritätsentschädigung wird nach Art. 24 Abs. 1 

UVG für eine durch den Unfall verursachte dauernde erhebliche 

Schädigung der Integrität gewährt. Art. 36 Abs. 1 UVV 

hält sodann fest, dass ein Integritätsschaden als dauernd 

gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens in 

gleichem Umfang besteht; die Bestimmung ist gesetzmässig 

(BGE 124 V 36 ff. Erw. 4, 211 Erw. 4b). Diese Konzeption 

der gesetzgebenden Organe zeigt, dass eine Revision der 

Integritätsentschädigung gar nicht vorgesehen war und im 

Gesetz denn auch nicht geregelt wurde. Da es sich bei Rückfällen 

und Spätfolgen um besondere revisionsrechtliche Tatbestände 

handelt (BGE 118 V 297 Erw. 2d mit Hinweis), ist 

es folgerichtig, dass auch hiefür im Gesetz keine Regelung 

getroffen wurde. In den vorstehend (Erw. 4a hievor) umschriebenen 

Konstellationen ist ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung bei Rückfällen und Spätfolgen 

anzunehmen, wenn Erheblichkeit und Dauerhaftigkeit des 

Integritätsschadens bei Festsetzung der Invalidenrente oder 

Abschluss der ärztlichen Behandlung nicht erkennbar waren. 

Für die Berechnung der Integritätsentschädigung in derartigen 

Fällen ist vom Wortlaut von Art. 25 Abs. 1 UVG auszugehen, 

der für die Auslegung in erster Linie massgebend 

ist (BGE 126 II 80 Erw. 6d, 126 III 104 Erw. 2c, 126 V 58 

Erw. 3, 105 Erw. 3, je mit Hinweisen). Entsprechend den 

Ausführungen der SUVA ist daher bei Rückfällen und Spätfolgen 

von Unfällen, die sich unter der Herrschaft des 

KUVG, welches das Institut der Integritätsentschädigung 

nicht kannte, ereignet haben, auf den höchstversicherten 

Verdienst bei Inkrafttreten des UVG (am 1. Januar 1984) 

abzustellen, der damals Fr. 69'600.- betrug (vgl. auch 

Frei, a.a.O, S. 136). Eine Verzinsung der auf dieser Grundlage 

berechneten Integritätsentschädigung im Sinne eines 

Ausgleichszinses ab 1. Januar 1984, in Weiterführung von 

BGE 113 V 48 betreffend Fälle, in denen die Integritätsentschädigung 

entgegen Art. 24 Abs. 2 UVG ausnahmsweise später 

als die Invalidenrente festgesetzt werden kann, fällt nicht 

in Betracht, da vorliegend die Integritätsentschädigung für 

den Rückfall nicht in einem späteren Zeitpunkt verfügt 

wurde als die Invalidenrente für den Rückfall. Ebenso wenig 

gefolgt werden kann schliesslich dem Vorschlag von Maurer 

(a.a.O., S. 419), wonach für die Bestimmung des Höchstbetrages 

des versicherten Jahresverdienstes bei Spätfolgen 

(und wohl auch Rückfällen) analog zu Art. 24 Abs. 2 UVV auf 

den Höchstbetrag abgestellt werden sollte, der bei Auftreten 

der Spätfolge gilt. Denn auch diese Lösung, mit welcher 

der Teuerung im Zeitraum zwischen dem Unfall und dem Auftreten 

der Spätfolge Rechnung getragen werden soll, findet 

in Gesetz und Verordnung keine Grundlage. Zwar ist nicht zu 

verkennen, dass ein Abstellen auf den höchstversicherten 

Verdienst bei Inkrafttreten des UVG am 1. Januar 1984 in 

Fällen wie dem vorliegenden zu unbefriedigenden Resultaten 

führt. Es ist indessen nicht Sache des Gerichts, sondern 

obläge dem Gesetzgeber, eine angemessene Lösung zu finden. 

 

5.- Aufgrund von Art. 134 OG werden für das letztinstanzliche 

Verfahren keine Gerichtskosten erhoben. 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

I. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird 

der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des 

Kantons Zürich vom 25. Oktober 1999 dahin abgeändert, 

dass die SUVA verpflichtet wird, dem Beschwerdegegner 

ab 1. Mai 1996 eine Invalidenrente von 50 % auf der 

Grundlage eines versicherten Jahresverdienstes von 

Fr. 63'926.- sowie eine auf einem versicherten Jahresverdienst 

von Fr. 69'600.- basierende Integritätsentschädigung 

von 5 % zu bezahlen. 

 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wird 

über eine Neuverlegung der Parteikosten für das kantonale 

Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen 

Prozesses zu befinden haben. 

 

IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht 

des Kantons Zürich und dem Bundesamt für 

Sozialversicherung zugestellt. 

 

Luzern, 10. Dezember 2001 

 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der I. Kammer: 

 

 

 

 

 

Der Gerichtsschreiber: