# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07588827-f4e6-5a70-adb9-5cc58a2039cd
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.02.2024 715 2023 213 / 51 (715 23 213 / 51)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2023-213---51_2024-02-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 28. Februar 2023 (715 23 213 / 51) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung  
 
 
Ein vorwerfbares Fehlverhalten ist nicht erstellt, weshalb eine Einstellung in der An-
spruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit nicht gerechtfertigt ist. 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Der 1971 geborene A.____ stand vom 1. Juli 2018 bis 31. Dezember 2022 als Nachtwa-
che mit der B.____-Stiftung in einem Arbeitsverhältnis, welches von der Arbeitgeberin am 6. Sep-
tember 2022 unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist aufgelöst wurde. A.____ wurde 
per sofort von der Arbeit freigestellt. Am 2. Januar 2023 meldete sich A.____ zur Arbeitsvermitt-
lung an und erhob am 7. Januar 2023 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Mit Verfügung 
vom 21. Februar 2023 stellte die Arbeitslosenkasse Basel-Landschaft (Arbeitslosenkasse) 
A.____ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. 
Eine dagegen erhobene Einsprache wies das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit 

 

 
 
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(KIGA), Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, als Einspracheinstanz mit Entscheid vom 
30. Mai 2023 ab. 
 
B. Mit Kurzbrief vom 29. Juni 2023 übermittelt die Arbeitslosenkasse dem Kantonsgericht, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), ein Beschwerdeschreiben von A.____ vom 
13. Juni 2023 gegen den Einsprachentscheid vom 30. Mai 2023. Darin beantragt er sinngemäss 
die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids.  
 
C. Mit Eingabe vom 19. Juli 2023 reicht A.____ diverse Unterlagen zu den Akten.  
 
D. Mit Vernehmlassung vom 25. September 2023 beantragt die Arbeitslosenkasse, dass 
die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen sei.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver-si-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 
56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslo-
senversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zu-
ständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädi-
gung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die 
versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend kam der 
Beschwerdeführer seinen Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, weshalb die örtli-
che Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf die im Üb-
rigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde der Versicherten ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Bei einem Taggeld von Fr. 91.35 und 31 zur Diskussion stehenden 
Einstelltagen beläuft sich der Streitwert auf Fr. 2'831.85. Die Angelegenheit ist daher präsidial zu 
entscheiden. 
 
2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer infolge selbstverschulde-
ter Arbeitslosigkeit zu Recht für die Dauer von 31 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt 
hat. 
 

 

 
 
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2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungs-
sanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip be-
herrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Schindler/Tanquerel/ Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Auflage, Basel 2016, 
Rz. 828). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist der Versicherte in der Anspruchsberechtigung ein-
zustellen, wenn er durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Ein Selbstverschulden im 
Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andau-
ern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den 
persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person 
liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
3. Februar 2009, 8C_842/2008, E. 3.2, mit Hinweis). Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als 
selbstverschuldet, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten dem Arbeitgeber Anlass zur 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV). Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt keine fristlose Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen nach Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 des Schweizeri-
schen Obligationenrechts (OR) vom 30. März 1911 voraus. Das Verhalten muss auch nicht zwin-
gend eine Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten darstellen, sondern es genügt, dass die ver-
sicherte Person durch ihr sonstiges Verhalten innerhalb und ausserhalb des Betriebs berechtig-
ten Anlass zur Kündigung gab (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 
1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 
3.1; ARV 1987 Nr. 7; 1982 Nr. 18).  
 

2.3 Am 17. Oktober 1991 ist für die Schweiz das Übereinkommen Nr. 168 der Internationa-
len Arbeitsorganisation (IAO) über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen die Ar-
beitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (Übereinkommen) in Kraft getreten. Gemäss Art. 20 lit. b des 
Übereinkommens können Leistungen verweigert, entzogen, zum Ruhen gebracht oder gekürzt 
werden, wenn die zuständige Stelle festgestellt hat, dass die betreffende Person vorsätzlich zu 
ihrer Entlassung beigetragen hat. Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf 
Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt somit voraus, dass die versicherte Person vorsätzlich zu ihrer Ent-
lassung beigetragen hat (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; ab 1. Januar 
2007: Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 26. April 2006, C 6/06, E. 1.1 und 
C 11/06, E. 1 je mit Hinweisen auf BGE 124 V 236 E. 3b). Im Sozialversicherungsrecht handelt 
vorsätzlich, wer eine Tat mit Wissen und Willen begeht, oder mindestens im Sinn des Eventual-
vorsatzes in Kauf nimmt (JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, 
Diss. Zürich 1998, S. 52). Eine zumindest eventualvorsätzliche Herbeiführung der Arbeitslosig-
keit liegt beispielsweise dann vor, wenn die versicherte Person auf Grund einer Verwarnung 
weiss, dass ein bestimmtes Verhalten vom Arbeitgeber nicht – oder nicht mehr – toleriert und zu 
einer Kündigung führen wird, sie aber dennoch die ihr nach den persönlichen Umständen und 

 

 
 
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Verhältnissen zumutbare Anstrengung zu einer Änderung des beanstandeten Verhaltens nicht 
aufbringt (vgl. BVR 1999 S. 379 E. 5c). Hat eine versicherte Person nur grob fahrlässig zur Kün-
digung durch den Arbeitgeber beigetragen, ist eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens nicht zulässig. Auch wenn die Vorgesetzten dies an-
ders interpretieren, ist nicht ausgeschlossen, dass die versicherte Person wirklich nicht erkannte, 
was von ihr erwartet wurde (KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 213, unter Hinweis auf das Urteil des 
Bundesgerichts vom 26. April 2006, C 6/06, E. 3.2). 
 
2.4 Beim Einstellungsgrund nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV genügt der im Sozialversiche-
rungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht, sondern das der 
versicherten Person zur Last gelegte Verhalten muss klar feststehen (DEJAN SIMIC, Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung nach Art. 30 AVIG, Zürich - Genf 2023, S. 24; NUSSBAUMER, 
a.a.O., Rz. 835). Bei Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermögen blosse Be-
hauptungen des Arbeitgebers den Nachweis für ein schuldhaftes Verhalten der versicherten Per-
son nicht zu erbringen, wenn sie von dieser bestritten werden und nicht durch andere Beweise 
oder Indizien bestätigt erscheinen (BGE 112 V 245 E. 1 mit Hinweisen; ARV 1993/94 Nr. 26 
S. 183 f. E. 2a; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 837 mit Hinweisen).  
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (vgl. BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in 
Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu auf-
grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinrei-
chender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit 
weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat 
in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts 
vom 17. Juni 2009, 8C_412/2009, E. 1). Die Mitwirkungspflicht kommt als allgemeiner Verfah-
rensgrundsatz auch im kantonalen Beschwerdeverfahren zur Anwendung und bedeutet das ak-
tive Mitwirken der Parteien bei der Feststellung des Sachverhalts (vgl. THOMAS LOCHER, Grund-
riss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2014, S. 542, 598; FRITZ GYGI, Bundesverwal-
tungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 284 f.). 
 
3.2 In seiner Beweiswürdigung ist das Gericht regelmässig auf die Parteivorbringen und ins-
besondere auf die Aussagen der Arbeitgeberin angewiesen. Diese sollte eine Sachverhaltsdar-
stellung abgeben, ohne am Ausgang des Verfahrens interessiert zu sein und ohne ein Interesse 
daran zu haben, die versicherte Person in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. So-
lange kein Grund besteht, an den Aussagen der Arbeitgeberin zu zweifeln, ist auf diese abzustel-
len. Es darf hingegen insbesondere dann nicht einzig auf deren Aussagen zu den Umständen 
der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt werden, wenn diese bestritten und 
durch keine weiteren Indizien gestützt werden (BGE 112 V 242 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 E. 7b; 
Urteil des EVG vom 8. März 2001, C 102/00, E. 1a). Denn eine Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung kann, wie eben dargestellt, nur verfügt werden, wenn das der versicherten Person zur 
Last gelegte Verhalten klar feststeht und von dieser vorsätzlich ausgeübt wurde. Ein derartiges 

 

 
 
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Verhalten muss demnach als solches auch bewiesen werden und nicht bloss mit dem ansonsten 
im Bereich des Sozialversicherungsrechts erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt sein (Urteile des EVG vom 26. April 2006, C 11/06, E. 3, vom 7. November 
2002, C 365/01, E. 2 und vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 3.1; BGE 112 V 245 E. 1; SVR 1996 
ALV Nr. 72 S. 220 E. 3b/bb; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 835). Bei Differenzen zwischen der Arbeit-
geberin und der Arbeitnehmerin darf somit nicht ohne weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalten des 
Arbeitnehmers geschlossen werden, wenn die Arbeitgeberin nur unbestimmte Gründe geltend zu 
machen vermag, für welche sie keine Beweise anführen kann (BGE 112 V 242 E. 1; Urteil des 
Bundesgerichts vom 22. Juni 2017, 8C_99/2017, E. 5.4; NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 837). 
 
4. Gestützt auf die vorliegenden Akten stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt 
dar:  
 
4.1  Im Kündigungsschreiben der B.____-Stiftung vom 6. September 2022 wird festgehalten, 
dass sich leider im persönlichen Gespräch gezeigt habe, dass das gegenseitige Vertrauensver-
hältnis im Team in einem solchen Mass beeinträchtigt sei, dass keine Basis mehr für eine kon-
struktive Zusammenarbeit vorhanden sei. Damit sowohl der Beschwerdeführer als auch das 
Team und die Bewohnerinnen und Bewohner zur Ruhe kommen könnten, werde er ab sofort bis 
zum Ablauf der Kündigungsfrist (mit Lohn) freigestellt.  
 
4.2 Auf Aufforderung der Arbeitslosenkasse hin gibt die ehemalige Arbeitgeberin des Be-
schwerdeführers mit Schreiben vom 1. Februar 2023 folgende Vorkommnisse an, die zur Kündi-
gung geführt hätten: 
 - 18.11.2021 Verweigerung FFP2-Maske trotz Weisung 
 - 11.12.2021 Meldung kritisches Ereignis in der Betreuung 
 - 10.07.2022 Meldung kritisches Ereignis - verbale Entgleisung in der Zusammenar- 
  beit 
 - 26.08.2022 Meldung kritisches Ereignis - verbale Entgleisung in der Zusammenar- 
   beit 

Es seien Gespräche geführt worden. Der Dokumentationsstandard sei nicht eingehalten worden. 
(Protokolle / Verwarnung) 
 
Die Angaben könnten in einem gerichtlichen Verfahren bestätigt werden. Das Schlichtungsver-
fahren habe am 30. November 2021 stattgefunden. Ausserdem werden diesem Schreiben die 
nachfolgenden Unterlagen beigelegt: 
4.3.1 Aktennotiz vom 18. November 2021 von C.____ betreffend ein Telefongespräch mit dem 
Beschwerdeführer, welcher krankheitsbedingt abwesend war. Unter anderem wird festgehalten, 
der Beschwerdeführer sei in Bezug auf das Tragen der FFP2-Maske ausgewichen, indem er ge-
sagt habe, dass an dem Tag die Massnahmen nicht mehr bestanden hätten und niemand im 
Haus eine Maske getragen habe. Auf den Hinweis hin, dass es eine Weisung sei, die überall 
visualisiert und verschriftlicht sei, ihn zudem eine Mitarbeiterin darauf hingewiesen habe. In der 
Folge habe er bestätigt, dass er keine FFP2-Maske getragen habe. Die anderen aber auch nicht 
(gemäss ihrer Information seien die Masken korrekt getragen worden). Sie habe ihn informiert, 
dass es eine Weisung und diese einzuhalten sei, ansonsten eine Arbeitsverweigerung vorliege. 

 

 
 
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Er habe versprochen, sich in Zukunft korrekt daran zu halten. Ausserdem wird festgehalten, dass 
ein Mitarbeiter berichtet habe, dass sich der Beschwerdeführer an dem besagten Morgen lauthals 
über die Weisungen des Kantonsarztes beschwert habe, welche unnötig und freiheitsraubend 
seien. Er könne dies nicht einhalten und sehe keine Notwendigkeit. Es wurde vorgesehen, einen 
Gesprächstermin nach der Genesung des Beschwerdeführers anzusetzen und eine Verwarnung 
auszusprechen. 
 
Zum Ereignis vom 18. November 2021 führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, ihm 
seien die neuen Bestimmungen betreffend Tragen der FFP2-Masken an der Teambesprechung 
(falls es eine gegeben habe) nicht mitgeteilt worden. Anlässlich des Morgenrapports sei ihm mit-
geteilt worden, dass keine FFP2-Masken getragen werden müssten. Soweit er sich erinnere, 
habe niemand eine FFP2-Maske getragen. Er habe sich nie geweigert, eine FFP2-Maske zu tra-
gen. Er habe die Maske angezogen, als Frau E.____ ihm die Weisung mitgeteilt habe. Frau 
E.____ nehme nicht am Morgenrapport teil, sie seien sich zufällig begegnet. Seine Äusserungen 
über den Kantonsarzt seien keineswegs laut oder schreiend gewesen. Danach habe es auch 
keine weiteren Konsequenzen gegeben.  
 
4.3.2 Zum Vorfall vom 11. Dezember 2021 (kritisches Ereignis in der Betreuung) wurde eine 
Notiz vom 17. Dezember 2021 einer Besprechung mit dem Beschwerdeführer erstellt, wobei un-
klar bleibt, wer die Notiz verfasst hat und wer an der Besprechung teilgenommen hat. Gestützt 
auf die vom Beschwerdeführer verfasste Stellungnahme vom 21. Dezember 2021 ist davon aus-
zugehen, dass seine damalige Vorgesetzte an der Besprechung teilgenommen bzw. diese gelei-
tet hat. Aus den stichwortartigen Notizen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer darauf hinge-
wiesen wurde, Anweisungen auszuführen. Ausserdem ergibt sich aus den zusammengefassten 
Rückmeldungen, dass er desinteressiert, gleichgültig und kühl sei und direkt nach Dienstbeginn 
zu Rauchen beginne. Zudem wird Kritik geübt an seinem Arbeitsverhalten (TV, Pausen) und an 
seinem Umgang mit Arbeitskollegen (u.a. schlechte Absprachen, Handlung nur nach Auftrag - 
eigenverantwortliches Arbeiten, Sehen der Arbeiten, Ordnung). Von Angehörigen der Klienten 
sei geäussert worden, dass er nicht respektvoll sei, an den Klienten nicht interessiert und un-
freundlich sei. Von einem Klienten sei geäussert worden, dass die erhaltene Pflege nicht or-
dentlich bzw. unsauber sei und der Beschwerdeführer einen desinteressierten und barschen Um-
gang pflege. Die Leitung habe ein ungutes Gefühl. Die Stellungnahme des Beschwerdeführers 
sei von Interesse. Sie werde dies nach Stellungnahme mit der vorgesetzten Stelle besprechen. 
 
Am 21. Dezember 2021 nimmt der Beschwerdeführer gegenüber seiner Vorgesetzten Stellung. 
Er habe eingesehen, dass er Fehler gemacht habe und dass seine Professionalität in gewissen 
Situationen zu wünschen übriggelassen habe. Dabei nimmt der Beschwerdeführer insbesondere 
zu einem medizinischen Vorfall Stellung und schildert sein Verhalten in der Situation. Die Anga-
ben, welche Noemi – vom Beschwerdeführer an anderer Stelle als Auszubildende bezeichnet – 
dazu gemacht habe, würden weder der Wahrheit noch den Tatsachen entsprechen. Weiter führt 
er aus: Was das Herumsitzen anbelange, sei zu erwähnen, dass er auf der Gruppe keine "Ämtli" 
habe. Am Wochenende sei es immer ruhig, weshalb die Mitarbeiter sehr oft in diesen Stunden 
ihre "Ämtli", meist Büroarbeiten, erledigen würden. Da gebe es für ihn nichts zu tun. Er werde 

 

 
 
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zukünftig den betreffenden Mitarbeiter ansprechen, damit dieser ihm einen Auftrag erteile. An-
sonsten werde er diese "untätige" Zeit von seinen Arbeitsstunden abziehen.  
 
4.3.3 Bezüglich des erwähnten Vorfalls vom 10. Juli 2022 liegen keine konkreten Angaben der 
ehemaligen Arbeitgeberin vor. In einem (undatierten) Schreiben zu einem "Ereignis vom 10. Juli" 
(wohl 2022) nimmt der Beschwerdeführer Stellung.  
 
4.3.4 Am 29. August 2022 erging eine E-Mail der Abteilungsleiterin Wohnen betreffend einen 
Vorfall vom 26. August 2022 an C.____ und D.____. Sie sei wegen einem Zwischenfall auf der 
Gruppe kontaktiert worden. Der Beschwerdeführer sei laut und ausfällig geworden. Er habe mit 
einer Mitarbeiterin geschumpfen, sei verbal laut geworden und habe nicht akzeptiert, dass sie 
nicht mit ihm diskutieren möge. Sie sei ihm davon gelaufen, um die Situation zu beruhigen. Er sei 
ihr nachgelaufen und habe sie immer wieder zur Rede gestellt. Später habe er sie im Büro be-
drängt, so dass die Mitarbeiterin sie weinend angerufen habe. Sie habe mitgeteilt, dass sie Angst 
habe und so nicht arbeiten könne. Nach einigen Telefonaten hätten sie abgemacht, dass sie den 
Dienst alleine mache und der Beschwerdeführer nach Hause geschickt werden. Am Telefon sei 
er der Abteilungsleiterin gegenüber auch laut geworden, habe nicht zugehört und sei später zur 
Ruhe gekommen. Es erscheine ihr wichtig, den Fall noch diese Woche aufzurollen, da es nicht 
das erste Mal sei. 
 
Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, diese Vorwürfe würden nicht der Wahrheit ent-
sprechen. Er sei ruhig und sachlich geblieben. Auch gegenüber der Auszubildenden sei er ruhig 
geblieben. Diese habe grossen Schaden über seine Person und seinen Ruf gebracht, was ihn 
sehr verletzt habe.  
 
4.4 In seinen Stellungnahmen vom 8. Februar, vom 24. Februar und vom 13. Juni 2023 
nimmt der Beschwerdeführer zu den oben aufgeführten Ereignissen Stellung. Ganz allgemein 
führt der Beschwerdeführer aus, es habe kein Selbstverschulden zur Kündigung geführt. Frau 
C.____ sei schlichtweg nicht gewillt gewesen, die Angelegenheit gemäss ihrer Verpflichtung als 
Leiterin zu regeln und habe den einfachsten Weg gewählt, nämlich ihm zu kündigen. Dies habe 
sie beim Kündigungsgespräch auch unverblümt geäussert. Die Leitung habe nichts unternom-
men, um ihn und die Bewohner vor Willkür zu schützen. Er erwähnt diverse Umstände, die eine 
Weiterführung des Arbeitsverhältnisses unmöglich gemacht hätten. So sei die Zusammenarbeit 
mit ihm von zwei Mitarbeitern verweigert worden, er sei sozial ausgegrenzt und von diesen Mit-
arbeitern vom Arbeitsplatz verwiesen worden. Es seien Unwahrheiten über seine Betreuungsar-
beit wie über den Umgang mit seinen Mitarbeitern an Vorgesetzte kolportiert worden. Aufforde-
rungen der Leitung an die betreffenden Personen, einen schriftlichen Bericht zu verfassen, um 
die Sache objektiv beurteilen zu können, sei von den betreffenden Mitarbeitern ignoriert worden. 
Er sei der Situation ausgeliefert gewesen. 
 
4.5 Die ehemalige Vorgesetzte des Beschwerdeführers nimmt mit E-Mail vom 15. März 
2023 und einem dieser E-Mail angehängten Schreiben zur Stellungnahme des Beschwerdefüh-
rers vom 24. Februar 2023 selbst Stellung. Im angehängten Schreiben führt sie aus, dass der 
Beschwerdeführer stets ein hohes Reflexionsvermögen und eine kritische, wie konstruktive 

 

 
 
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Auseinandersetzung in den Situationen, in seiner Teamarbeit und seiner Arbeitsqualität gezeigt 
habe. Er sei jederzeit bereit gewesen, sich weiter zu entwickeln und habe sehr gut mit kritischem 
Feedback umgehen können. Er habe den Eigenanteil in den Situationen erkannt, gezielt Verbes-
serungen angesetzt und so einen hohen Anteil an Lösungsansätzen zur Verbesserung beigetra-
gen, so beispielsweise die Feedback Arbeitsberichte, die gegenseitig von seinen Arbeitskollegen 
erstellt worden seien, welche gesamthaft gut und positiv gewesen seien. Mit den verschiedenen 
Teams sei sie persönlich in regelmässigem Austausch gestanden. Im arbeitstechnischen Setting 
hätten die Situationen gelöst und mit Unterstützung der vorgesetzten Stelle gehandhabt werden 
können. Der ehrliche und transparente Informationsfluss und die Zusammenarbeit mit dem Be-
schwerdeführer habe sie sehr geschätzt. Von seinem Fachwissen und seiner Erfahrung im ge-
sundheitlichen Bereich habe der Betrieb damals profitieren können. Im Nachtwachen-Team bzw. 
-Dienst habe er seine Arbeit pflichtbewusst und fachlich kompetent erledigt. Zudem bestätigt die 
ehemalige Vorgesetzte die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den oben aufgeführten Vor-
fällen. 
 
In der E-Mail vom 15. März 2023 hält die ehemalige Vorgesetzte fest, dass die Aufzeichnungen 
des Beschwerdeführers und der geschilderte Ablauf für sie total mit der damaligen Situation 
stimmg sei und sie könne dem sehr gut so zustimmen und unterschreiben. 
 
5.1 Vorweg ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer vom 1. Juli 2018 an für seine ehe-
malige Arbeitgeberin tätig war. Bis zum 18. November 2021 werden keine Vorkommnisse aufge-
führt, die für die Kündigung relevant sein könnten. In Bezug auf das erste Ereignis vom 18. No-
vember 2021 fällt beweismässig auf, dass es sich im Wesentlichen um eine Aktennotiz von Frau 
C.____ von einem Telefongespräch zwischen ihr und dem Beschwerdeführer handelt. Dabei gibt 
Frau C.____ eigene Gedanken sowie Ausführungen, die vom Beschwerdeführer stammen, wie-
der. Bei dem im Telefonat besprochenen Vorwurf (Nichttragen einer FFP2-Maske) handelt es 
sich um einen Vorwurf, der von Drittpersonen geäussert wurde. Der Beschwerdeführer wider-
spricht diesen Ausführungen in seinen Stellungnahmen. Weiter fällt auf, dass Frau C.____ fest-
hält, dass nach der Genesung des Beschwerdeführers ein Gespräch mit ihm anzusetzen und 
eine Verwarnung auszusprechen sei. Im Schreiben vom 1. Februar 2023 hat die Arbeitgeberin 
angegeben, am 30. November 2021 habe ein Schlichtungsverfahren stattgefunden. Diesbezüg-
lich befinden sich jedoch keine Unterlagen in den Akten und die Arbeitgeberin hat auch nicht 
dargelegt, was dabei ausgeführt worden ist oder welche Konsequenzen für den Beschwerdefüh-
rer daraus resultierten. Was das zweite Ereignis vom 11. Dezember 2021 anbelangt, so ist aus 
den Unterlagen weder ersichtlich, welches nun die konkreten Vorwürfe (lediglich stichwortartige 
Auflistung) an den Beschwerdeführer sind noch von wem diese stammen. Auch im Zusammen-
hang mit dem dritten angeführten Ereignis (kritisches Ereignis - verbale Entgleisung in der Zu-
sammenarbeit) lassen sich aus den vorliegenden Unterlagen keine verwertbaren Schlüsse zie-
hen. Auch hier ist unklar, was dem Beschwerdeführer konkret vorgeworfen wird. Aus seinem 
eigenen Schreiben ist lediglich ersichtlich, dass im Betrieb offensichtlich zwischenmenschliche 
Probleme bestanden, ohne dass klar wird, wer dazu in welchem Umfang – wenn überhaupt – 
beigetragen hat. Nicht anders verhält es sich beim vierten Ereignis (kritisches Ereignis - verbale 
Entgleisung in der Zusammenarbeit). Es handelt sich dabei um eine E-Mail von einer F.____ 
(möglicherweise eine nicht direkt zuständige Vorgesetzte) an die vorgesetzte Stelle. Sie berichtet 

 

 
 
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davon, dass der Beschwerdeführer gegenüber einer Mitarbeiterin laut geworden sei und nicht 
akzeptiert habe, dass diese nicht mit ihm diskutieren wolle. Sie sei ihm davon gelaufen und er sei 
ihr nachgelaufen und habe sie immer wieder zur Rede gestellt. Er habe sie bedrängt, so dass sie 
Frau F.____ weinend angerufen habe. Am Telefon sei er auch ihr (Frau F.____) gegenüber laut 
geworden, habe nicht zugehört und sei später zur Ruhe gekommen. Frau F.____ habe die Mitar-
beiterin gebeten, eine Meldung zu schreiben, welche jedoch noch offen sei. Weiter führt Frau 
F.____ aus, ihr sei unklar, ob sie sich der Sache annehmen solle oder wer für die Gruppen zu-
ständig sei. Sie kenne nur eine Seite der Geschichte und sie müsste sich sicherlich noch mehr 
Informationen beschaffen. Ihr wäre es wichtig, den Fall noch diese Woche aufzurollen, da es nicht 
das erste Mal sei.  
 
5.2  Insgesamt zeigt sich, dass Vorwürfe von Mitarbeitern erhoben und dann von Vorgesetz-
ten festgehalten wurden. Soweit der Beschwerdeführer sich dazu überhaupt äussern konnte, be-
streitet er die Vorwürfe oder schildert sie zumindest anders. Offensichtlich ist, dass zwischen den 
Mitarbeitern zwischenmenschliche Schwierigkeiten bestanden, ohne dass hier beurteilt werden 
kann, ob den Beschwerdeführer die Hauptlast trifft. Es fällt jedoch auf, dass der Beschwerdefüh-
rer von Juli 2018 bis November 2021 ohne Schwierigkeiten und Ermahnungen an seiner Arbeits-
stelle gearbeitet hat. Erst im November 2021 wurde in einer Aktennotiz festgehalten, man wolle 
ein Gespräch mit dem Beschwerdeführer führen und ihm dann eine Verwarnung aushändigen. 
Aus den Akten ist jedoch nicht ersichtlich, dass dies geschehen wäre; weder wurde ein Gespräch 
durchgeführt – jedenfalls befinden sich keine Protokolle oder Notizen eines solchen Gesprächs 
in den Akten – noch wurde dem Beschwerdeführer eine Verwarnung ausgehändigt. Auch hat die 
Arbeitgeberin in ihrem Schreiben an die Arbeitslosenkasse vom 1. Februar 2023 selbst ausge-
führt, dass der "Dokumentationsstandard" von Seiten der Arbeitgeberin nicht eingehalten worden 
sei (Protokolle/Verwarnung). Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass die ehemalige Vorgesetzte 
des Beschwerdeführers, welche bis Ende August 2022 bei der B.____-Stiftung gearbeitet hat, die 
Angaben des Beschwerdeführers bestätigt und ihm ein gutes Zeugnis ausstellt. Die Kündigung 
erfolgte am 6. September 2022, also kaum eine Woche nachdem die ehemalige Vorgesetzte ihre 
Arbeitsstelle verlassen hat. Unter diesen Umständen erscheint es nicht ausgeschlossen, dass die 
Kündigung nicht ausgesprochen worden wäre, wenn die ehemalige Vorgesetzte den Betrieb nicht 
verlassen hätte. Der Beschwerdeführer macht zudem auch geltend, er sei von Mitarbeitern zu 
Unrecht beschuldigt und auch gemobbt worden. Im Kündigungsschreiben wird ausserdem ledig-
lich darauf hingewiesen wird, dass das gegenseitige Vertrauensverhältnis im Team in einem sol-
chen Mass beeinträchtigt sei, dass keine Basis mehr für eine konstruktive Zusammenarbeit vor-
handen sei. Auch die Freistellung wird im Kündigungsschreiben damit begründet, dass sowohl er 
als auch das Team und die Bewohnerinnen und Bewohner mit dieser Massnahme zur Ruhe kom-
men könnten. Vorwürfe an den Beschwerdeführer werden dabei keine erhoben. Es macht den 
Anschein, dass die ehemalige Arbeitgeberin die ohne Zweifel bestehenden zwischenmenschli-
chen Probleme mit der Kündigung des Beschwerdeführers auf möglichst einfache Weise lösen 
wollte, ohne dass der Versuch unternommen worden wäre, die Situation mittels Gesprächen 
und/oder weiteren geeigneten Massnahmen zu entspannen. Jedenfalls kann gestützt auf diese 
Ausführungen nicht davon ausgegangen werden, dass das dem Beschwerdeführer zur Last ge-
legte Verhalten klar feststeht (vgl. Ziff. 2.4 hiervor). Selbst wenn ein klares Fehlverhalten vorlie-
gen würde, so ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer in Kauf genommen hat, mit seinem 

 

 
 
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Verhalten zu seiner Kündigung beizutragen. Vielmehr scheint, dass er von der Kündigung über-
rascht worden ist, da ihm gegenüber keine Verwarnung ausgesprochen wurde oder Verhaltens-
anweisungen erteilt wurden. Damit hat der Beschwerdeführer auch nicht vorsätzlich oder zumin-
dest eventualvorsätzlich zu seiner Entlassung beigetragen (vgl. Ziff. 2.3 hiervor). 
 
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass ein vorwerfbares Fehlverhalten des Beschwerde-
führers nicht erstellt ist und er damit seine Arbeitslosigkeit nicht selbst verschuldet hat, weshalb 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung nicht gerechtfertigt ist. Damit ist die vorliegende 
Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben.  
 
7. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine Kos-
tenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichts-
kosten auferlegen. Da das AVIG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder mutwil-
lig noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprache-
entscheid der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Basel-Landschaft vom 
30. Mai 2023 aufgehoben.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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