# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c578f5d-2be7-545c-a952-7d430efaaded
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.03.2007 E-1901/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1901-2007_2007-03-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1901/2007
{T 0/2}

Urteil vom 23. März 2007

Mitwirkung: Richterinnen Schenker Senn, Teuscher, Richter Huber 
Gerichtsschreiber David

X._______, dessen Ehefrau Y._______, und ihr Kind Z._______, Serbien,
Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 9. März 2007 i.S. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung / 
N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführer - zusammen mit der Familie des gleichnamigen Sohnes des 
Beschwerdeführers  (N  _______;  E  _______)  -  E._______  erste  Asylgesuche  in  der 
Schweiz stellten und diese mit ihrer Volkszugehörigkeit als ethnische Roma und damit 
verbundenen Belästigungen, insbesondere seitens der Mafia, begründeten,

dass  die  Asylgesuche  mit  Verfügung  des BFM vom F._______  unter  Anordnung  der 
Wegweisung und des Wegweisungsvollzuges abgelehnt wurden,

dass eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom G._______ mit Urteil der 
damals  zuständig  gewesenen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  vom 
H._______ vollumfänglich als offensichtlich unbegründet abgewiesen wurde,

dass  die  Beschwerdeführer  -  wiederum  zusammen  mit  der  Familie  des  Sohnes  des 
Beschwerdeführers - am I._______ ein auf den Vollzug der Wegweisung beschränktes 
und  hauptsächlich  mit  der  schwierigen  Situation  der  Roma  sowie  medizinischen 
Aspekten begründetes Wiedererwägungsgesuch einreichten, welches mit Verfügung des 
BFM vom J._______ abgelehnt wurde,

dass eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom K._______ mit Urteil der 
ARK vom L._______ vollumfänglich als offensichtlich unbegründet abgewiesen wurde,

dass die Beschwerdeführer seit dem M._______ unbekannten Aufenthaltes waren,

dass  die  Beschwerdeführer  laut  eigenen  Angaben  am  9.  Januar  2007  erneut  in  die 
Schweiz eingereist seien und - wiederum in Begleitung der Familie des gleichnamigen 
Sohnes  des  Beschwerdeführers  -  gleichentags  im  Empfangszentrum  B._______  ein 
zweites Mal um Asyl nachsuchten,

dass sie die Gesuche anlässlich der dort durchgeführten Kurzbefragungen vom 25. Ja-
nuar 2007 im Wesentlichen damit begründeten, dass sie nach ihrem Aufenthalt  in der 
Schweiz  direkt  in  den Heimatstaat  zurückgekehrt  seien  und  in  der  Folge erneut  Pro-
bleme mit den Mafiosi gehabt hätten, welche sie geschlagen, beschimpft, bedroht und 
zur Zahlung eines hohen Geldbetrages aufgefordert hätten,

dass  die  Beschwerdeführer  Fragen  nach  weiteren  Auslandaufenthalten  ausdrücklich 
verneinten,

dass die Beschwerdeführer am 1. Februar 2007 vom BFM in Anwendung von Art. 17b 
Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zur Zahlung eines Ko-
stenvorschusses im Betrage von Fr. 1'200.-- bis zum 15. Februar 2007 aufgefordert wur-
den, unter Hinweis auf die Aussichtslosigkeit ihrer Asylgesuche,

dass der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde,

dass die Beschwerdeführer am 6. Februar 2007 zusammen mit einem in ihrem Besitz 
befindlichen  Lieferwagen  von  schweizerischen  Grenzwachtbeamten  in  B._______ 
kontrolliert wurden, wobei C._______ Fahrzeugpapiere, lautend auf den gleichnamigen 
Sohn des Beschwerdeführers, sichergestellt wurden,

dass die Beschwerdeführer am 26. Februar 2007 hierzu sowie im Hinblick auf eine allfäl-

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lige  vorsorgliche  Wegweisung  nach  C._______  Gelegenheit  zur  Stellungnahme  er-
hielten,

dass sie dabei einräumten, nach ihrem Aufenthalt in der Schweiz nach C._______ wei-
tergereist zu sein und dort um Asyl nachgesucht zu haben, was in der Folge abgelehnt 
worden sei, woraufhin sie in ihren Heimatstaat zurückgekehrt seien, bevor sie erneut die 
Reise in die Schweiz angetreten hätten,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragungen  deshalb  nicht  von  ihrem D._______  erzählt 
hätten,  weil  sie  nicht  konkret  danach  gefragt  worden  seien  beziehungsweise  die 
entsprechenden Fragen nicht richtig verstanden hätten,

dass die Beschwerdeführer anlässlich der durch das Bundesamt durchgeführten Anhö-
rungen vom 1. beziehungsweise 2. März 2007 zu den Asylgründen  im Wesentlichen 
wiederholten, von Mafiosi geschlagen, bedroht und zur Zahlung eines grossen Geldbe-
trages sowie zur Abtretung ihres Hauses aufgefordert worden zu sein,

dass eine Intervention des Beschwerdeführers bei der Polizei erfolglos geblieben sei,

dass sie mit den Behörden keine Probleme gehabt hätten,

dass sie im Dezember 2006 beziehungsweise Anfang Januar 2007 ausgereist und mit 
einem Lieferwagen über unbekannte Länder in die Schweiz gelangt seien, ohne dass sie 
im Besitze irgendwelcher Papiere gewesen oder an den Landesgrenzen kontrolliert wor-
den seien,

dass  sie  im  Übrigen  über  Zeitpunkt,  Dauer  und  Umstände  ihrer  Rückkehr  von 
C._______ nach Serbien sowie ihrer erneuten Reise von Serbien in die Schweiz keine 
genaueren Angaben zu machen imstande seien,

dass  die  Beschwerdeführer  weder  Identitätsdokumente  noch  andere  Beweismittel  zu 
den Akten gaben, und sie einer schriftlichen Aufforderung zur Papierbeschaffung innert 
48 Stunden nicht nachgekommen sind,

dass sich insbesondere ihre Reisepässe bei den Mafiosi befänden,

dass die Beschwerdeführer anlässlich der verschiedenen Kurzbefragungen und Anhö-
rungen mehrmals auf die ihnen obliegende Mitwirkungspflicht aufmerksam gemacht wur-
den und  sie  ferner  mehrmals  Gelegenheit  erhielten,  zu  aufgetretenen  Widersprüchen 
Stellung zu nehmen,

dass sie zur Erklärung der Widersprüche Nervosität, Angst, Verwirrtheit und Nichtwissen 
vorbrachten oder sich auf eine von verschiedenen Versionen festlegten,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 9. März 2007 - eröffnet am selben Tag - auf die 
Asylgesuche der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht eintrat 
und deren Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheides im Wesentlichen ausführte, die Be-
schwerdeführer hätten in der Schweiz bereits rechtskräftig abgeschlossene Asylverfah-
ren und zudem ein ebenfalls rechtskräftig abgeschlossenes Wiedererwägungsverfahren 
erfolglos durchlaufen, und es lägen keine Hinweise vor, wonach in der Zwischenzeit Er-
eignisse eingetreten seien, die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären,

dass sich die bei der Kurzbefragung geltend gemachte direkte Rückreise der Beschwer-

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deführer von der Schweiz in ihren Heimatstaat eingestandenermassen als unzutreffend 
erwiesen habe,

dass zudem die im Verlaufe der zweiten Asylverfahren gemachten Angaben zur Rück-
kehr  von  C._______  in  den  Heimatstaat  ebenfalls  offensichtlich  unglaubhaft  seien, 
zumal die Beschreibung der diesbezüglichen Reiseumstände in verschiedener Hinsicht 
erheblich widersprüchlich und substanzarm ausgefallen sei,

dass diese Feststellung ebenso für die geschilderten Reiseumstände von Serbien in die 
Schweiz gelte,

dass folglich der Schluss nahe liege, die Beschwerdeführer seien seit ihrem ersten Asyl-
gesuch in der Schweiz gar nie nach Serbien zurückgekehrt und hätten somit ihre Verfol-
gungsvorbringen  gar  nicht  erlebt,  zumal  diese  für  sich  besehen  vage,  stereotyp, 
unplausibel  und  widersprüchlich  ausgefallen  seien,  so  beispielsweise  betreffend  die 
angeblich von der Mafia eingeforderte Geldsumme,

dass die Beschwerdeführer die ihnen vorgelegten Unstimmigkeiten nicht hätten ausräu-
men können,

dass  die  Wegweisung  die  Regelfolge  eines  Nichteintretensentscheides  darstelle  und 
keine Gründe ersichtlich seien, die auf Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglich-
keit des Wegweisungsvollzuges schliessen lassen könnten,

dass  seit  dem  Jahre  2002  in  Serbien  eine  klare  Verbesserung  der  Situation  und 
Rechtsstellung nationaler und ethnischer Minderheiten - einschliesslich der Roma – fest-
zustellen sei,

dass  im Übrigen  keine  Rückkehrhindernisse  medizinischer  Art  bestünden  und  solche 
insbesondere auch nicht in einem früher erlittenen Herzinfarkt des Beschwerdeführers 
auszumachen seien, zumal eine entsprechende Würdigung bereits im Rahmen des er-
sten Asyl-  beziehungsweise Wiedererwägungsgesuchs stattgefunden habe und in  der 
Heimatregion der Beschwerdeführer verschiedene medizinische Strukturen für Herzpati-
enten bestünden,

dass die Beschwerdeführer  mit  Eingabe vom 14.  März 2007 und Ergänzung gleichen 
Datums gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben 
und dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Rückweisung der Sache zur 
Neubeurteilung  beziehungsweise  zur  materiellen  Entscheidung  sowie  die  Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege beantragen,

dass  sie  in  der  Begründung  zunächst  eine  unvollständige  Feststellung  des  Sachver-
haltes  geltend  machen,  da  protokollierte  gesundheitliche  Beeinträchtigungen  der  Be-
schwerdeführer sowie die ebenfalls vorgebrachte Intervention bei der Polizei keine Er-
wähnung im Entscheid gefunden hätten,

dass  sich  die  Beschwerdeführer  sodann  für  ihr  Verschweigen  des  Aufenthaltes  in 
C._______ entschuldigen und auf ihre bereits in den Befragungen vorgebrachten Erklä-
rungen verweisen,

dass das BFM keine Protokollstellen bezüglich der ihnen vorgeworfenen Substanzarmut 
in den Reiseumständen nennen könne und sie durchaus Angaben zu ihrer Reise von 
Serbien in die Schweiz gemacht hätten, soweit dies ihnen überhaupt möglich gewesen 
sei, da sie in einem geschlossenen Lieferwagen gereist seien,

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dass die aufgetretenen Widersprüche mitunter auf ihre Schwierigkeiten mit Zahlen und 
auf Missverständnisse zurückzuführen seien,

dass im Übrigen auch übereinstimmende Angaben der Beschwerdeführer - so bezüglich 
der Belästigungen durch die Mafia - vorgekommen seien und subjektive Beschreibungen 
auch für die Glaubhaftigkeit von Aussagen sprechen könnten,

dass sie Beweismittel (Arztzeugnisse und Beweise über die tatsächliche Rückkehr nach 
Serbien) nachzureichen beabsichtigten,

dass sich eine gründliche Abklärung ihrer Vorbringen aufdränge und der Schluss einer 
von  vornherein  nicht  gegebenen  Flüchtlingseigenschaft  voreilig  sei,  weshalb  sie  An-
spruch auf einen materiellen Entscheid hätten,

dass das BFM schliesslich im Rahmen der Prüfung der Wegweisung und der Zumutbar-
keit  des Wegweisungsvollzuges die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführer 
"völlig unterlassen" habe,

dass die vorinstanzlichen Akten einenteils  am 15.  März 2007 und andernteils  am 20. 
März 2007 beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG,  SR 
172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführer legitimiert sind, weshalb auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde einzutreten ist  (Art.  108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art.  48 
und 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von  Bundes-
recht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachver-
halts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide praxisgemäss 
auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit darauf beschränkt ist, 
bei  Begründetheit  des Rechtsmittels  die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entschei-
dungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission,  EMARK  2004 
Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz  demgegenüber  die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht einzig diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass die vorliegende Beschwerde - wie sich aus den nachstehenden Erwägungen er-
gibt - offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet wer-
den kann und der Beschwerdeentscheid lediglich summarisch zu begründen ist (Art. 111 
Abs. 1 und 3 AsylG; vereinfachtes Verfahren),

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch insbesondere nicht einge-
treten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos 
durchlaufen haben,  ausser  die Anhörung ergebe Hinweise,  in  der  Zwischenzeit  seien 
Ereignisse eingetreten, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder 
die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass die Anwendung der genannten Bestimmung eine summarische materielle Prüfung 
der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  beziehungsweise der  Glaubwürdigkeit  der  Gesuch 
stellenden Person voraussetzt, aus der sich das offensichtliche Fehlen von Hinweisen 
auf die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsweise auf die Voraussetzungen 
für die Gewährung vorübergehenden Schutzes ergeben muss, wobei ein tiefer Beweis-
massstab anzuwenden ist (vgl. EMARK 2000 Nr. 14 mit weiteren Hinweisen auf die Pra-
xis),

dass - anders als im Falle der Bestimmungen gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG und 
Art.  34  AsylG,  wo ein weiter  Verfolgungsbegriff  Anwendung findet,  der  alle  erlittenen 
oder befürchteten Nachteile umfasst, die von Menschenhand zugefügt werden (vgl. dazu 
EMARK 2004 Nr. 5 m.w.H.) - im Falle von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine Einschrän-
kung insofern  besteht,  als  einer  Anwendung  dieses  Nichteintretenstatbestandes  nicht 
alle, sondern nur solche Nachteile entgegen stehen, welchen potenziell flüchtlingsrecht-
liche Relevanz zukommt,

dass die Beschwerdeführer unbestrittenermassen bereits ein Asylverfahren mit rechts-
kräftig abschlägigem Ausgang in der Schweiz durchlaufen haben,

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung schlüssig und zutreffend aufgezeigt hat, dass kei-
ne  Hinweise  vorlägen,  wonach  seit  rechtskräftigem  Abschluss  der  vorgängigen 
Asylverfahren  (und  ebenso  des  Wiedererwägungsverfahrens)  Ereignisse  eingetreten 
seien,  die  geeignet  wären,  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Beschwerdeführer  zu 
begründen oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären,

dass auf die betreffenden Erwägungen vollumfänglich verwiesen werden kann und die 
Beschwerdeschrift  keine  zureichenden  Anhaltspunkte  für  eine  andere 
Betrachtungsweise enthält,

dass die Rüge einer unvollständigen Feststellung des Sachverhaltes offensichtlich unzu-
treffend ist, da die von den Beschwerdeführern angeführte Protokollstelle betreffend ihre 
angeblichen  gesundheitlichen  Probleme  aktenkundig  ist  und  im  angefochtenen  Ent-
scheid gewürdigt wurde (vgl. dort E. II/2), wobei vorab und zutreffend auf die Argumen-
tation in früheren Entscheiden verwiesen wurde,

dass auch die angebliche Intervention bei der Polizei in den Protokollen festgehalten ist, 
jedoch  mangels  Wesentlichkeit  keine  Notwendigkeit  für  eine  spezielle  Erwähnung  im 
Sachverhaltsteil  der  angefochtenen  Verfügung  bestand,  wenn  die  behauptete  Verfol-
gung durch die Mafia und gar der Aufenthalt im Heimatland als offensichtlich unglaub-
haft erkannt wurden,

dass  die  Entschuldigung  und  die  Erklärungen  hinsichtlich  des  verschwiegenen 

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D._______ nicht nur die klar begangene Missachtung der Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 
AsylG)  nicht  rückgängig  machen  können,  sondern  die  Tatsache  dieses  Ausland-
aufenthaltes wesentlichen Teilen der Verfolgungsvorbringen die Grundlage entzieht, zu-
mal  aus verschiedenen Protokollpassagen die Behauptung  einer  umgehend nach der 
Rückkehr aus der Schweiz eingesetzten Bedrohung durch die Mafia hervorgeht (z.B. ac-
tum C3 S. 5),

dass die in den Anhörungen und in der Beschwerde vorgelegten Erklärungen im Zusam-
menhang mit  den aufgetretenen Widersprüchen und Unstimmigkeiten in keiner Weise 
stichhaltig sind und als Schutzbehauptungen gewertet werden müssen,

dass die Rüge nicht vermerkter Protokollstellen als Gegenargument zu erkannter Sub-
stanzlosigkeit  nicht  nur  offensichtlich  untauglich  ist,  sondern  vielmehr  gerade der Be-
kräftigung dieser vorinstanzlichen Erkenntnis dient,

dass dies ebenso auf den Hinweis zutrifft, wonach - nebst zahlreichen Unstimmigkeiten - 
auch gewisse Übereinstimmungen aufgetreten seien,

dass die gesamten Akten und Umstände in Übereinstimmung mit den Erkenntnissen der 
Vorinstanz die hinreichend begründete Vermutung aufkommen lassen, die Beschwerde-
führer seien seit ihrem Wegzug aus der Schweiz nie nach Serbien zurückgekehrt,

dass vielmehr von einer gegenüber den schweizerischen Behörden betriebenen,  eigent-
lichen  Verschleierungsstrategie  gesprochen  werden  muss  und  die  Beschwerdeführer 
einen erheblich unglaubwürdigen Eindruck hinterlassen,

dass  zusammenfassend  das  BFM  zu  Recht  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2 
Bst. e AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführer nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz zur Folge hat, vorliegend die Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilli-
gung besitzen noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen haben, weshalb die ver-
fügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestä-
tigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
[AsylV 1]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegen-
stehen,  da im Fall  eines unzulässigen,  unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das 
Anwesenheitsverhältnis nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt 
und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 (ANAG, SR 142.20) über die vor-
läufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Wegweisungsvollzug  mangels  anderweitiger  gegenteiliger  Anhaltspunkte  als 
zulässig, zumutbar und möglich im Sinne von Art. 14a ANAG zu betrachten und in Be-
achtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen insbesondere 
deshalb zulässig  ist,  weil  keinerlei  Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Be-
handlung ersichtlich sind (Art. 14a Abs. 3 ANAG),

dass aus den gesamten vorliegenden Akten und Umständen keine Vollzugshindernisse 
allgemeiner  oder  individueller  Art  hervorgehen und den angeblichen  gesundheitlichen 
Problemen aus den vom Bundesamt  zutreffend genannten Gründen kein vollzugshin-
derliches Ausmass zukommt,

dass es in diesem Zusammenhang erstaunt, dass nebst dem an Herzbeschwerden lei-

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denden Beschwerdeführer nunmehr auch die Beschwerdeführerinnen gesundheitlich an-
geschlagen  sein  sollen,  da  diese  auf  ihren  Personalienblättern  im  Empfangszentrum 
(vgl. acta C4) die Frage nach gesundheitlichen Problemen ausdrücklich verneinten,

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vorliegen technischer 
Vollzugshindernisse ergeben, weshalb der Vollzug auch als möglich erscheint (Art. 14a 
Abs. 2 ANAG),

dass die in Aussicht gestellten Beweismittel in Anbetracht des Erwogenen sowie man-
gels Wesentlichkeit und Erheblichkeit nicht abzuwarten sind, zumal nicht dargetan wird, 
welchem Beweisthema sie konkret dienen sollen, welchen Ausstellungsdatums sie sind, 
woher sie stammen und innert welcher Frist sie vorgelegt werden,

dass  zudem  die  Beschwerdeführer  seit  Anhebung  des  Asylverfahrens  einer  weit  rei-
chenden und ihnen mehrfach und hinlänglich zur Kenntnis gebrachten Mitwirkungspflicht 
nach Art. 8 AsylG unterstanden, ohne dass sie dieser nachzukommen gewillt gewesen 
wären,

dass im Übrigen vorliegend auf  die zu bestätigenden Erwägungen gemäss angefoch-
tener Verfügung verwiesen werden kann und kein Anlass zur Vornahme weiterer Abklä-
rungen besteht,

dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die an-
gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der prozessualen Bedürftigkeit wegen von vornhe-
rein bestandener Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.--  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem Bundesverwaltungsgericht  vom 11.  Dezember  2006  [VGKE,  SR 173.320.2]) 
den Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die  Verfahrenskosten,  bestimmt  auf  Fr.  600.--,  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt.

4. Dieses Urteil geht an:

- die  Beschwerdeführer (durch  Vermittlung  des  BFM,  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum B._______)

- die Vorinstanz, Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______, ad N _______, 
mit  der  Bitte,  dieses  Urteil  den  Beschwerdeführern  gegen  beigelegte 
Empfangsbestätigung  auszuhändigen  und  die  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht zu retournieren (vorab per Telefax; Beilagen: Urteil 
im  Original  und  Einzahlungsschein  je  zur  Aushändigung  an  die 
Beschwerdeführer, Empfangsbestätigung) 

- N._______ des Kantons O._______ (per Telefax)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

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