# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb3b606a-f9de-5ae3-8c7d-3fcbf38fc02c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2009 C-4925/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4925-2007_2009-10-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4925/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

A._______
vertreten durch Anwalt lic. iur. Heiko Melcher, Kaiser-
Joseph-Str. 262, DE-79098 Freiburg i. B.,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

Sachverhalt:

A.
Der 1952 geborene, aus Deutschland stammende und in seiner Hei-
mat  wohnhafte  A._______  (im  Folgenden: Versicherter  oder  Be-
schwerdeführer)  absolvierte  nach  der  obligatorischen  Schulzeit  eine 
Ausbildung zum Metzger (Akten [im Folgenden: act.] der IV-Stelle für 
Versicherte im Ausland [nachfolgend IVSTA oder Vorinstanz] 2.1, 2.8, 
10  bis  12).  In  seiner  Eigenschaft  als  Grenzgänger  war  er  in  der 
Schweiz erwerbstätig und leistete Beiträge an die Alters-, Hinterlasse-
nen  und  Invalidenversicherung  (im Folgenden  auch: AHV  resp.  IV; 
act. 9  und 18). Zuletzt  war er  vom 18. Oktober 2004 bis  Ende März 
2006 bei der B._______ AG in C._______ (im Folgenden: Arbeitgebe-
rin)  als  Lastkraftwagenfahrer  (im  Folgenden: LKW-Fahrer)  tätig  und 
über  diese  Arbeitgeberin  bei  der  Schweizerischen  Unfallversiche-
rungsanstalt (im Folgenden: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 
Unfällen und Berufskrankheiten versichert (act. 35).

B.
Am 26. September 2003 erlitt  der Versicherte einen Berufsunfall  und 
verletzte sich am linken Kniegelenk. Nach einer am 9. Oktober 2003 
durchgeführten Kniearthroskopie links wurde ihm bei fortgeschrittener 
Gonarthrose links am 13. Januar 2004 eine Knietotalendoprothese im-
plantiert (act. 2.4 bis 2.7, 6). Daraufhin erbrachte die Suva in der Zeit 
vom 29. September 2003 bis 17. Oktober 2004 die gesetzlichen Leis-
tungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldzahlungen (act. 31.17 
und 40).

C.
Gemäss Schadenmeldung UVG vom 14. April 2005 erlitt der Versicher-
te am 2. April 2005 einen weiteren Unfall (act. 32.36); er rutschte aus 
und klagte sofort nach dem Sturz über Schmerzen im linken Knie und 
Rückenbeschwerden (act. 32.24 und 32.25). Wiederum kam die Suva 
ihrer  gesetzlichen  Leistungspflicht  nach  (Taggeldzahlungen  vom 
5. Apri 2005 bis Ende März 2006; act. 31.1). Nach Vorliegen medizini-
scher  Berichte  von  behandelnden  Fachärzten  aus  Deutschland 
(act. 32.20)  sowie  eines  kreisärztlichen  Untersuchungsberichts  vom 
27. Juli 2005, worin Dr. med. D._______ einen stationären Rehabilita-
tionsaufenthalt vorgeschlagen hatte (act. 32.19), befand sich der Versi-
cherte vom 17. August bis 21. September 2005 zur Rehabilitation in 

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der  Rehaklinik  E._______; der  entsprechende Austrittsbericht  datiert 
vom 4. Oktober 2005 (act. 32.13). 

D.
Nach dem Klinikaustritt am 21. September 2005 musste der Versicher-
te am 5. Oktober 2005 wegen einer Typ A Dissektion der Aorta notfall-
mässig  im Universitätsklinikum H._______ operiert  und hospitalisiert 
werden.  Nach  dem  Klinikaustritt  am  29. Oktober  2005  erfolgten  ab 
dem  2.  bis  Ende  November  2005  Rehabilitationsmassnahmen  in 
G._______ (act. 47 und 32.2). Nachdem der Suva-Kreisarzt Dr. med. 
D._______ am 11. Januar 2006 den Bericht hinsichtlich der ärztlichen 
Abschlussuntersuchung  verfasst  und  die  Beurteilung  des  Integritäts-
schaden  vorgenommen  hatte  (act.  32.6  und  32.7),  sprach  die  Suva 
dem  Versicherten  mit  Verfügung  vom  9. Mai  2006  mit  Wirkung  ab 
1. April  2006 –  bei  einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 12 % – eine 
Rente und – zufolge einer 10%igen Integritätseinbusse – eine Integri-
tätsentschädigung zu (act. 31.2).

E.
Am 11. März 2006 (Eingangsstempel: 17. März 2006) meldete sich der 
Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons Solothurn (im Folgenden: IV-
Stelle SO) zum Bezug von Leistungen der IV in Form einer Rente an 
(act. 2.1). Aufgrund von Feststellungen der IV-Stelle SO vom 26. April 
2006 verfügte die IVSTA die Gewährung einer Beratung und Unterstüt-
zung bei der Stellensuche (mittels Verwaltungshilfe durch die Stellen-
vermittlung  der  IV-Stelle  Basel-Land  [im Folgenden: IV-Stelle  BL], 
act. 14 bis 16; am 10. Mai 2006 erfolgte der Abschluss der Delegation, 
act. 27). Da die Stellenvermittlung nach Ansicht des Versicherten nicht 
erfolgreich gewesen sei, beantragte die Abt. Stellenvermittlung der IV-
Stelle  SO in ihrem Schlussbericht vom 21. August 2006 die Prüfung 
des Rentenanspruchs (act. 36 und 37). In diesem Zusammenhang for-
mulierte Dr. med. F._______, Allgemeine Medizin FMH, vom Regiona-
len  Ärztlichen  Dienst  (im  Folgenden: RAD)  in  seinem  Bericht  vom 
24. Oktober  2006  ein  Zumutbarkeitsprofil  (act.  39).  Gestützt  darauf 
stellte die IV-Stelle SO dem Versicherten mit Vorbescheid vom 11. De-
zember  2006  die  Abweisung  der  Anträge  auf  berufliche  Eingliede-
rungsmassnahmen und auf eine Rente in Aussicht (act. 43). 

Hiergegen brachte der Versicherte unter  Beilage dreier  Berichte des 
Universitätsklinikums  H._______  seine  Einwendungen  vor  (act.  47). 
Nach einer weiteren Stellungnahme von Dr. med. F._______ vom RAD 

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vom 22. Januar 2007 wurde das Universitätsspital I._______ mit einer 
spezialärztlichen kardiologischen Untersuchung beauftragt, wobei die 
Berichte  aus  H._______  nachgereicht  wurden  (act.  50,  51  und  54). 
Nach Vorliegen eines Berichts  von Dr. med. J._______,  Facharzt  für 
Orthopädie, vom 5. März 2007 (Formular E 213; act. 52) und des Be-
richts der Kardiologie des Universitätsspitals I._______ vom 8./9. März 
2007 (act. 55) empfahl der RAD-Arzt Dr. med. F._______ am 30. Mai 
2007  das  Festhalten  am  vorgesehenen  abweisenden  Entscheid 
(act. 56). In der Folge erliess die IVSTA – aufgrund der Erhebungen 
der IV-Stelle  SO vom 11. Juni  2007 – am 18. Juni  2007 eine Verfü-
gung, mit der sowohl der Antrag auf berufliche Massnahmen als auch 
jener auf eine Rente abgewiesen wurde (act. 57, 60 und 61).

F.
Hiergegen  liess  der  Versicherte,  vertreten  durch  Rechtsanwalt  Mel-
cher, mit  Eingabe vom 19. Juli  2007 beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erheben und (sinngemäss) die Aufhebung der Verfügung 
bzw. die Einholung einer fachärztlichen Expertise beantragen. Zur Be-
gründung  wurde  im  Wesentlichen  ausgeführt,  bereits  der  Suva-Arzt 
Dr. med. D._______ habe anlässlich der ärztlichen Abschlussuntersu-
chung vom 11. Januar 2005 berichtet, dass der Beschwerdeführer auf-
grund seiner beiden Unfälle nicht mehr als LKW-Fahrer (mit der Not-
wendigkeit, schwere Lasten zu ziehen, zu stossen und zu heben usw.) 
eingesetzt werden könne. Betreffend die im Oktober 2005 aufgetrete-
nen Herzprobleme sei zwar derzeit ein guter Behandlungszustand fest-
zustellen. Dem Beschwerdeführer sei es allerdings nicht möglich, auf-
grund der Herzprobleme eine dauerhafte und regelmässige Erwerbstä-
tigkeit  auszuüben. Zum Beweis dieser Tatsache berufe man sich auf 
das  hausärztliche  Zeugnis  von  Dr. med. K._______  (Akten  des  Be-
schwerdeverfahrens [im Folgenden: B-act.] 1 und 2).

G.
In ihrer Vernehmlassung vom 18. September 2007 beantragte die Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der ange-
fochtenen Verfügung. Sie verwies dabei auf die von der IV-Stelle SO 
ausgearbeite Stellungnahme vom 4. September 2007. Darin wurde im 
Wesentlichen ausgeführt, die medizinische Aktenlage präsentiere sich 
mit  Ausnahme der Berichte von Dr. med. J._______ sehr einheitlich; 
auf letztere könne nicht abgestellt werden. Dem Beschwerdeführer sei 
die angestammte Tätigkeit als LKW-Fahrer nicht mehr zumutbar. Ange-
passte Tätigkeiten seien hingegen ganztags ohne Leistungseinschrän-

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kung zumutbar. Beim Beschwerdeführer sei von der Suva ein IV-Grad 
von  12 %  berechnet  worden,  was  keinen  Anspruch  auf  eine 
Umschulung ergebe. Er lebe in der Nähe von L._______. Die IV-Stelle 
sei nicht gehalten, eine Person im Ausland bei der Stellensuche zu un-
terstützen (B-act. 4).

H.
Am 26. Oktober 2007 liess der Beschwerdeführer zur Eingabe weiterer 
Beweismittel  eine  Fristverlängerung  beantragen.  Weiter  liess  er  zu-
sätzliche Ausführungen machen und am Antrag auf  Einholung eines 
Sachverständigengutachtens festhalten (B-act. 7). 

Mit prozessleitender Verfügung vom 30. Oktober 2007 wurde das Frist-
erstreckungsgesuch  des  Beschwerdeführers  gutgeheissen.  Weiter 
wurde  er  darauf  hingewiesen,  dass  nach  höchstrichterlicher  Recht-
sprechung der  Zeitpunkt  des  Erlasses der  angefochtenen Verfügung 
die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bilde (B-
act. 8).

I.
Zusammen mit der (zweiten) Replik vom 5. Dezember 2007 liess der 
Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. med. M._______ vom Univer-
sitätsklinikum  H._______  vom  8.  November  2007  nachreichen  und 
ausführen, bedauerlicherweise würden darin keine Angaben zur aktu-
ellen Belastungssituation des Beschwerdeführers gemacht. Es sei zu 
klären, ob der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Erlasses der an-
gefochtenen Verfügung aufgrund seiner Einschränkungen leistungsfä-
hig gewesen sei. Insoweit werde ausdrücklich angeregt, dass der Be-
schwerdeführer  durch zuständige Sozialmediziner fachärztlich begut-
achtet werde (B-act. 10).

J.
Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Dezember 2007 forderte der 
Instruktionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss 
von Fr. 400.-- zu leisten (B-act. 11); am 3. Januar 2008 ging beim Bun-
desverwaltungsgericht der Betrag von Fr. 399.-- ein (B-act. 13).

K.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Par-
teien wird – soweit  erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Seite 5

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Ob  die  Prozessvoraussetzungen  erfüllt  sind  und  auf  eine  Be-
schwerde einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Am-
tes wegen und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinwei-
sen). 

1.1.1 Laut Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  seit  dem 
1. Januar 2007 Beschwerden gegen Verfügungen gemäss Art. 5 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 
vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten 
Behörden. Zu diesen gehört auch die IVSTA, die mit Verfügungen über 
Rentengesuche von Grenzgängerinnen und Grenzgängern – wie dem 
Beschwerdeführer – befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 
Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi-
cherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2, dritter Satz und Art. 40 
Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV, SR 831.201]).

1.1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt 
(vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversi-
cherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. 

1.1.3 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressat des an-
gefochtenen Entscheides ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung 
(vgl. Art. 59 ATSG).

1.1.4 Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht  geleistet  wur-
de, ergibt sich zusammenfassend,  dass sämtliche Prozessvorausset-
zungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt  bildet  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom 
18. Juni 2007. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und der 
Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen des Beschwerde-
führers und in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage, ob die 
Vorinstanz den Sachverhalt  rechtsgenüglich abgeklärt  und gewürdigt 
hat.

2.

2.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt 
in Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft  getretene Ab-
kommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihrer 
Mitgliedsstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (FZA,  SR 
0.142.112.681) zu beachten ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grund-
lage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens 
bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der 
sozialen  Sicherheit")  des  FZA in  Verbindung mit  Abschnitt  A  dieses 
Anhangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die 
Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur An-
wendung der Systeme der sozialen Sicherheit  auf Arbeitnehmer und 
Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Ge-
meinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Ver-
ordnung Nr. 1408/71), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Ra-
tes vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit 
auf  Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehöri-
ge,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern  (SR 
0.831.109.268.11;  nachfolgend:  Verordnung  Nr. 574/72),  oder  gleich-
wertige  Vorschriften  an.  Dabei  ist  im  Rahmen  des  FZA  auch  die 
Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnun-
gen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 

Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger ei-
nes Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antrag-
stellers  für  den  Träger  eines  anderen  betroffenen  Staates  nur  dann 
verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festge-
legten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verord-
nung  als  übereinstimmend  anerkannt  sind.  Eine  solche  anerkannte 
Übereinstimmung besteht  für  das Verhältnis zwischen einzelnen EU-
Mitgliedstaaten und der  Schweiz nicht. Der Invaliditätsgrad bestimmt 

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sich daher auch im Geltungsbereich des FZA nach schweizerischem 
Recht ( BGE 130 V 253 E. 2.4).

2.2 Nach den intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrecht-
licher  Hinsicht  diejenigen Rechtssätze massgebend,  welche im Zeit-
punkt  der  Beschwerdebeurteilung  in  Kraft  stehen  (BGE  130  V  1 
E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. 
In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  diejenigen Rechtssätze massge-
bend,  die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachver-
halts  Geltung haben  (BGE 130 V 329  E. 2.3). Nach der  Rechtspre-
chung stellt  das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer 
Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des 
streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Für das vorliegende Verfahren ist des-
halb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG anwendbar. 

Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist 
sodann auf die jeweilige Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in 
Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision; AS 2003 3837, 3859) ab-
zustellen. Nicht  zu berücksichtigen sind  die  durch die 5. IV-Revision 
eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft getreten 
sind (AS 2007 5129, 5155). Im Folgenden werden deshalb jeweils die 
ab 1. Januar 2004 bis Ende 2007 gültigen Bestimmungen des IVG und 
der IVV zitiert. 

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall  sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität  ist somit der durch einen Ge-
sundheitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder 
Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-
glichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält insbesondere 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7 ): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit)  und ein wirtschaftliches im weite-
ren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der  Er-
werbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). Arbeitsunfähig-
keit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen 

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oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder  teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).  Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust  der Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht 
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

2.4 Nach Art.  28  Abs.  1  IVG besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze 
Rente,  wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf eine Viertelsrente. Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG werden Renten, die ei-
nem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an 
Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufent-
halt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche 
Vereinbarungen  eine  abweichende  Regelung  vorsehen.  Eine  solche 
Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines 
Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft und der Schweiz, so-
fern sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohn-
sitz haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

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medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

3.
Der  Beschwerdeführer  war  ein  Grenzgänger.  Wie  in  der  Zuständig-
keitsregelung des Art.  40  Abs. 2  IVV hiefür  vorgesehen,  hat  die  IV-
Stelle SO, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstä-
tigkeit ausgeübt hat, in korrekter Weise die Anmeldung für Leistungen 
der  Invalidenversicherung entgegengenommen und geprüft,  während 
die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 18. Juni  2007 erlas-
sen hat. 

4. Die  Vorinstanz  stütze  sich  im  Rahmen  der  angefochtenen  Verfü-
gung  vom 18.  Juni  2007  insbesondere  auf  die  Berichte  vom Suva-
Kreisarzt  Dr. med. D._______  vom 11. Januar  2006  (act.  32.7),  der 
Kardiologie des Universitätsspitals I._______ vom 8. März 2007 (Da-
tum  der  Sprechstunde;  act.  55)  sowie  vom  RAD-Arzt  Dr.  med. 
F._______ vom 24. Oktober 2006 bzw. 30. Mai 2007 (act. 39 und 56). 
Diese sowie weitere Berichte sind nachfolgend zusammengefasst wie-
derzugeben und zu würdigen. Dies gilt  auch für  den nachgereichten 
Bericht von Dr. med. M._______ vom 8. November 2007. Zwar wurde 
dieser  nach  Erlass  der  angefochtenen Verfügung verfasst. Da er  je-
doch mit  dem Streitgegenstand in  engem Sachzusammenhang steht 
und geeignet ist, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses 
zu beeinflussen, ist er im vorliegenden Verfahren mitzuberücksichtigen 
(vgl. BGE 116 V 80 E. 6b; ZAK 1989 S. 111 E. 3b mit Hinweisen).

4.1 Hinsichtlich  des  Unfallereignisses  vom  26.  September  2003 
bzw. der im Anschluss daran durchgeführten mehreren Knieoperatio-
nen und der Implantation einer Knietotalprothese führte der Kreisarzt 
Dr. med. N._______ am 18. August 2004 aus, aufgrund des bisherigen 
Verlaufs und des Untersuchungsbefunds sei momentan noch keine Ar-
beitsfähigkeit  gegeben.  Er  rechne  mit  einer  vollen  Arbeitsaufnahme 
anfangs Oktober (act. 31.19).

4.2 Nach dem Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 2. April 2005 wur-
den unter anderem folgende ärztlichen Berichte verfasst:

Seite 10

Im Austrittsbericht der Rehaklinik E._______ – wo der Versicherte auf 
Anraten des Dr. med. D._______ vom 17. August bis 21. September 
2005 stationär behandelt  wurde – vom 4. Oktober 2005 wurde unter 
anderem ausgeführt, der Versicherte habe ab dem 18. Oktober 2004 
vollzeitlich für die Unternehmung B._______ AG gearbeitet. Seit dem 
4. April 2005 bestehe aufgrund des Unfalls vom 2. April 2005 eine Ar-
beitsunfähigkeit  von  100 %.  Aufgrund  der  unfallbedingten  Restbe-
schwerden sei  die bisherige  Tätigkeit  als  Chauffeur  nur noch einge-
schränkt  möglich.  Dem  Versicherten  seien  medizinisch-theoretisch 
leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ganztags zu-
mutbar. Es sei auf dem Unfallschein eine Arbeitsfähigkeit im Rahmen 
des  Zumutbaren  ab  dem  22.  September  2005  attestiert  worden 
(act. 2.3 und 32.19). 

Dr.  med.  D._______  diagnostizierte  am  11.  Januar  2006  Zustände 
nach  Traumatisierung  einer  vorbestehenden  Pangonarthrose  anläss-
lich des Unfallereignisses vom 26. September 2003 (Implantation einer 
Totalendoprothese) sowie Traumatisierung des linken Kniegelenks an-
lässlich  des  Unfalls  vom  2.  April  2005  mit  vorübergehender  Ver-
schlechterung  des  linken  Kniegelenks. Hinsichtlich  der  vorbestehen-
den  degenerativen  Veränderungen  der  Lumbalwirbelsäule  berichtete 
er  von  einer  subjektiven,  vollständigen  Beschwerdefreiheit.  Weiter 
führte Dr. med. D._______ aus, unter Berücksichtigung der Instabilität 
könne der Versicherte als LKW-Fahrer mit der Notwendigkeit, schwere 
Lasten zu ziehen und zu stossen, nicht mehr eingesetzt werden kön-
ne. Eine mittelschwere Arbeit auf ebenem Boden mit Gewichtslimiten 
zwischen 10 und 15 kg, (teils) sitzend, (teils) stehend oder (teils) ge-
hend, sei zumutbar. Ausgeschlossen seien Arbeiten in der Höhe und 
solche, welche mit Spitzenbelastungen und Kniezwangsstellungen ver-
bunden seien. In der Folge wurde die Zumutbarkeitsbeurteilung dahin-
gehend präzisiert, dass dem Versicherten auch eine reine Chauffeur-
tätigkeit  – ohne Heben, Ziehen und Stossen von schweren Lasten – 
zumutbar sei (act. 32.7).

Dr. med. J._______,  Facharzt  für  Orthopädie,  diagnostizierte  im Be-
richt vom 30. März 2006 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
kompensierte  Restinstabilität  nach  Implantation  einer  Knietotalendo-
prothese links am 13. Januar 2004 und attestierte dem Versicherten 
vom 13. Januar 2004 bis 22. April 2005 für die Tätigkeit als Chauffeur 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Weiter hielt er dafür, dass körperlich 
nicht belastbare, administrative Tätigkeiten zumutbar seien, wobei eine 

Seite 11

durchgehend sitzende Tätigkeit ungünstig wäre. Dem Versicherten soll-
te  in  regelmässigen Abständen Gelegenheit  zum Aufstehen und zur 
Bewegung gegeben werden; zumutbar seien 6 bis 8 Stunden pro Tag 
(act. 5).

Dr. med. F._______ hielt am 24. Oktober 2006 fest, bei der Beurteilung 
stütze sich der RAD auf die ärztliche Abschlussuntersuchung der Suva 
durch Dr. med. D._______ vom 11. Januar 2006 (act. 39). 

Nach Eingang der nachgereichten Berichte des Universitätsklinikums 
H._______  vom 12. April  und  9. Oktober  2006  (act.  47)  wurde vom 
RAD-Arzt Dr. med. F._______ am 22. Januar 2007 eine spezialärztli-
che Untersuchung empfohlen (act. 50). Im entsprechenden kardiologi-
schen Bericht des Universitätsspitals I._______ betreffend die Sprech-
stunde  vom 8. März  2007  wurde  zusammenfassend  ausgeführt,  so-
wohl in der "24-h-Blutdruckmessung" als auch in der Spiroergometrie 
sei eine Belastungshypertonie festzustellen, weshalb man eine Anpas-
sung  der  antihypertensiven  Therapie  empfehle. Aufgrund  der  aktuell 
vorliegenden Resultate  sei  der  Versicherte  aus  kardiologischer  Sicht 
für eine vollzeitliche Bürotätigkeit  arbeitsfähig,  wobei das Heben von 
schweren Lasten resp. eine unphysiologische Arbeitsweise vermieden 
werden sollte (act. 55).

Der  RAD-Arzt  Dr.  med. F._______  erwähnte  in  seinem Bericht  vom 
30. Mai  2007,  der  Bericht  der  Kardiologie  des  Universitätsspitals 
I._______ genüge, um den Einwendungen des Versicherten Rechnung 
zu tragen. Die Beurteilung des RAD vom 24. Oktober 2006 habe des-
halb nach wie vor Gültigkeit,  indem kardiologisch nachgewiesen sei, 
dass  das  unfallfremde  Leiden  (Aortenoperation)  die  Arbeitsfähigkeit 
nicht  zusätzlich  zu  den  im  Zumutbarkeitsprofil  beschriebenen  Ein-
schränkungen beeinträchtige (act. 56).

Dr. med. M._______ führte am 8. November 2007 aus, im Vergleich zu 
Oktober 2006 zeige sich aktuell eine konstante Darstellung der verblie-
benen Aortendissektionsmembran bei einem Zustand nach suprakoro-
narem Ascendensersatz. Es lägen kein neu aufgetretenes Aneurysma 
und keine nachweisbare Ruptur vor. Weiterhin erfolge eine Speisung 
der linken Niere aus dem falschen Lumen; jene zeige sich aktuell  im 
Seitenvergleich etwas minderkontrastiert, komme in Grösse und Konfi-
guration aber konstant zur Darstellung. In erster Linie sei dies als Fol-
ge einer unterschiedlichen Kontrastierungsphase zu erklären. Zusam-

Seite 12

mengefasst  liege  insgesamt  ein  sehr  gutes  postoperatives  Ergebnis 
vor (B-act. 10).

4.3 Vorab  ist  festzustellen,  dass  die  Berichte  der  Dres.  med. 
N._______ und D._______ sowie der Rehaklinik E._______ und des 
Universitätsspitals I._______ (Kardiologie) die an den Beweiswert ei-
nes  ärztlichen Gutachtens gestellten  Kriterien  erfüllen. Insbesondere 
sind sie für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen 
Untersuchungen,  berücksichtigen  auch  die  geklagten  Beschwerden 
und wurden in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Sie sind 
zudem in  der  Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und in den 
Schlussfolgerungen  begründet,  so  dass  darauf  abgestellt  werden 
kann.  Demnach  lässt  sich  der  gesamtheitliche  Gesundheitszustand 
bzw. dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren schlüssig und zuverläs-
sig  beurteilen  (vgl. zum Ganzen  E. 2.5  hiervor)  und  den  Expertisen 
kommt volle  Beweiskraft  zu  (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Weitere 
medizinische Abklärungen sind auch mit  Blick auf zahlreiche weitere 
medizinische  Akten  nicht  geboten  (antizipierte  Beweiswürdigung; 
vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 Erw. 4b mit Hinweisen).

4.3.1 Der Suva-Kreisarzt  Dr. med. N._______ prognostizierte  betref-
fend  das  Unfallereignis  vom 26. September  2003  in  seinem Bericht 
vom 18. August 2004 die vollzeitliche Arbeitsaufnahme und damit das 
Vorliegen einer vollen Arbeitsfähigkeit zu Beginn des Oktobers 2004. 
Diese Prognose erwies sich in der Folge als  richtig,  nahm doch der 
Beschwerdeführer – nachdem die Suva vom 29. September 2003 bis 
17. Oktober 2004 zufolge einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit Taggeld-
leistungen ausgerichtet hatte – am 18. Oktober 2004 seine vollzeitliche 
Tätigkeit als LKW-Fahrer bei der Arbeitgeberin auf (vgl. Bst. A. und B. 
hiervor). Aufgrund der Akten und insbesondere des Fragebogens Ar-
beitgeber vom 15. Mai  2006 ist  nicht ersichtlich,  inwiefern der Versi-
cherte ab dem Zeitpunkt der Aufnahme dieser Arbeit in seiner Arbeits-
fähigkeit  bei  der  Arbeitgeberin  als  LKW-Fahrer  hätte  eingeschränkt 
sein  sollen,  weshalb  diesbezüglich  nicht  auf  die  Beurteilung der  Ar-
beitsunfähigkeit (medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
vom  13.  Januar  2004  bis  22.  April  2005)  von  Dr.  med.  J._______, 
Facharzt für Orthopädie, vom 30. März 2006 abgestellt  werden kann 
(act. 5).

Seite 13

Aufgrund der Akten steht demnach fest und ist erstellt,  dass der Be-
schwerdeführer ab dem 26. September 2003 vollständig arbeitsunfähig 
gewesen war. Demnach begann die einjährige  gesetzliche Wartezeit 
(vgl. BGE 104 V 191 Erw. a) an diesem Tag zu laufen. Der Anspruch 
auf eine ganze Invalidenrente wäre somit am 1. September 2004 ent-
standen (vgl. BGE 121 V 264). Dieser Rentenanspruch wäre – da der 
Beschwerdeführer ab 18. Oktober 2004 wieder voll arbeitsfähig gewe-
sen war – in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV per Ende De-
zember 2004 zu befristen gewesen. Die Fragen im Zusammenhang mit 
diesem Rentenanspruch können letztlich jedoch offen bleiben: Da der 
Beschwerdeführer sein Leistungsgesuch erst am 11. März 2006 (Ein-
gangsstempel: 17. März 2006) und somit mehr als zwölf Monate nach 
Entstehung des Rentenanspruchs per 1. September 2004 bei der IV-
Stelle SO eingereicht hatte (vgl. Bst. E. hiervor), ist zufolge verspäteter 
Anmeldung zum Leistungsbezug gemäss Art.  48  Abs. 2 Satz  1  IVG 
kein Anspruch auf eine entsprechende Nachzahlung entstanden. Aus 
diesem Grund kann an dieser Stelle auch auf die Durchführung eines 
Einkommensvergleichs verzichtet werden (vgl. jedoch E. 5 hiernach).

4.3.2 Hinsichtlich des – die einjährige gesetzliche Wartefrist auslösen-
den – Unfallereignisses vom 2. April 2005 sowie der vorbestehenden 
Zustände  ergibt  sich  aufgrund  der  schlüssigen  und  überzeugenden 
Beurteilung des Suva-Kreisarztes Dr. med. D._______ vom 11. (bzw. 
19.) Januar 2006, dass dem Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte 
Tätigkeit als LKW-Fahrer, welche auch das Manövrieren mit schwerem 
Transport- bzw. Stückgut beinhaltet, nicht mehr zumutbar ist. Gemäss 
rechtsgenüglichem Zumutbarkeitsprofil  von Dr. med. D._______, wel-
ches im Übrigen weitestgehend mit demjenigen im Bericht der Reha-
klinik  E._______ vom 4. Oktober  2005 übereinstimmt,  sind dem Be-
schwerdeführer jedoch spätestens ab Januar 2006 (Zeitpunkt der Stel-
lungnahmen  von  Dr.  med.  D._______)  leidensadaptierte  Tätigkeiten 
vollzeitlich ohne Leistungseinbussen zumutbar. Diesbezüglich kein re-
levanter Widerspruch ergibt sich auch aus dem Bericht von Dr. med. 
J._______ vom 30. März 2006, welcher eine körperlich leichte, admi-
nistrative Tätigkeit während maximal acht Stunden pro Tag als zumut-
bar erachtet hatte. 

Am Zumutbarkeits- bzw. Leistungsprofil  von Dr. med. D._______ und 
der Rehaklinik E._______ ändert sich auch mit Blick auf den Zustand 
nach suprakoronarem Ascendensersatz wegen der akuten Typ-A-Dis-
sektion am 5. Oktober 2005 nichts. Mit Bezugnahme auf die Sprech-

Seite 14

stunde  vom  8. März  2007  wurde  im  Bericht  der  Kardiologie  des 
Universitätsspitals I._______ nachvollziehbar dargelegt, dass der Ver-
sicherte  aus  kardiologischer  Sicht  für  eine  seinen  gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen  angepasste  Tätigkeit  arbeits-  bzw. leistungsfähig 
ist. Daran vermag auch der Umstand, dass dieser Bericht erst im Jah-
re 2007 verfasst worden war, nichts zu ändern, denn es ist ohne weite-
res davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch diesbezüg-
lich bereits ab Januar 2006 keine wesentlichen Einschränkungen mehr 
gehabt hatte.

Dr. med. M._______ vom Universitätsklinikum H._______ hatte bereits 
am 29. Oktober 2005 festgehalten, dass im Vergleich zur Voruntersu-
chung vom 18. Oktober 2005 ein unveränderter Befund mit Nachweis 
einer kleinen Plattenatelektase im linken Unterlappen vorliege; weiter-
hin sei ein entzündlich pneumonisches Infiltrat nicht nachweisbar. Am 
15. November 2005 berichtete er weiter  von einem sehr guten post-
operativen Ergebnis nach dem Notfalleingriff. Mit Datum vom 13. De-
zember 2005 führte Dr. med. O._______ aus, im Vergleich zu der Vor-
untersuchung vom Oktober  2005 habe  sich  das  bei  der  Voruntersu-
chung noch nachweisbare  periprothetische Hämatom vollständig  zu-
rückgebildet. Es bestünde ein regelrechter Zustand nach Ascendener-
satz wegen einer Typ-A-Dissektion. Es sei kein Nahtaneurysma im Be-
reich der proximalen distalen Anastomose bzw. kein thorakales oder 
abdominelles Aneurysma nachweisbar. Die Typ-B-Dissektion bis in die 
Beckenstrombahn beidseits reichend bestehe fort (act. 2.2). Schliess-
lich  erwähnte  auch  Dr. med.  M._______  am  8.  November  2007  ein 
sehr gutes postoperatives Ergebnis (B-act. 10). 

Aufgrund der postoperativen Ergebnisse ergeben sich demnach keine 
Hinweise  darauf,  dass  der  Beschwerdeführer  ab  dem Zeitpunkt  der 
Berichterstattung durch Dr. med. D._______ im Januar 2006 in kardio-
logischer  Hinsicht  noch  in  relevantem Masse  in  seiner  Arbeits-  und 
Leistungsfähigkeit  eingeschränkt  gewesen wäre. Es kann diesbezüg-
lich  im  Übrigen  auf  die  zutreffenden  Äusserungen  des  RAD-Arztes 
Dr. med. F._______ vom 24. Oktober 2006 und 30. Mai 2007 verwie-
sen werden.

Dass der Beschwerdeführer, wie vom Orthopäden Dr. med. J._______ 
in dessen Bericht vom 5. März 2007 proklamiert (act. 52), keine berufli-
chen  Verrichtungen  mehr  ausführen  könne,  kann  unter  diesen 
Umständen nicht nachvollzogen werden. Dr. med. J._______ begrün-

Seite 15

dete  seine  Beurteilung  der  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  nicht 
schlüssig  und  überzeugend. Auch  lässt  er  eine  Auseinandersetzung 
mit  den  bereits  damals  vorliegenden,  übereinstimmenden  Berichten 
vermissen. Dass Dr. med. J._______  im Zeitpunkt  der  Berichterstat-
tung am 5. März 2007 (noch) nicht im Besitz des Berichts der Kardiolo-
gie des Universitätsspitals I._______ gewesen war, ändert nichts dar-
an, dass auf jenen Bericht nicht abgestellt werden kann, zumal die von 
Dr. med. J._______ erwähnte Verschlechterung mit Blick auf die Aus-
führungen der Dres. med. M._______ und O._______, welche von ei-
nem  sehr  guten  postoperativen  Ergebnis  ausgehen,  ebenfalls  nicht 
überzeugend  nachvollzogen  werden  kann.  Hinsichtlich  der  von 
Dr. med.  J._______  erwähnten  depressiven  Verstimmung  und  des 
Angstsyndroms ist festzuhalten, dass Dr. med. J._______ über keinen 
Facharzttitel im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie verfügt; es 
obliegt einem solchen Facharzt, eine psychiatrische Diagnose zu stel-
len. Da sich mit Blick auf die übrige medizinische Aktenlage keine Hin-
weise auf relevante Einschränkungen in psychischer Hinsicht ergeben, 
erübrigt  es sich  vorliegend,  eine spezialärztliche psychiatrische bzw. 
psychologische Abklärung zu veranlassen. In diesem Zusammenhang 
ist schliesslich ergänzend darauf hinzuweisen, dass eine Diagnose für 
sich allein noch keinen Schluss auf  die gesundheitlich bedingte Ein-
schränkung in der Arbeitsfähigkeit zulässt (vgl. BGE 132 V 65 E. 3.4).

4.3.3 Bei der Bemessung der Invalidität ist zusammenfassend davon 
auszugehen,  dass  dem Beschwerdeführer  ab  Januar  2006  eine  lei-
densadaptierte Tätigkeit vollzeitlich ohne zusätzliche Leistungsvermin-
derung zumutbar ist. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass gemäss 
den rechtsgenüglichen, medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofi-
len der diversen involvierten Fachärzte ein breiter Fächer von Verwei-
sungstätigkeiten existiert. Mit  Blick  auf  diese Zumutbarkeitsprofile  ist 
mit  anderen Worten erstellt,  dass dem Beschwerdeführer auf  dem – 
bei der Beurteilung der Erwerbs(un)fähigkeit zu unterstellenden – aus-
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 8 ATSG) ein genügende Auswahl ver-
schiedener  möglicher  Tätigkeiten  offen  steht  (vgl.  BGE  110  V  273 
Erw. 4b S. 276; vgl. hierzu auch Urteile des EVG I 858/05 vom 6. April 
bzw. I 332/06 vom 23. Juni 2006 sowie des Bundesgerichts U 232/06 
vom 6. März 2007.

Seite 16

5.

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbe-
ginns  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit 
als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu-
letzt  tatsächlich  erzielten,  nötigenfalls  der  Teuerung  und  der  realen 
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 129 
V 222 E. 4.3.1; RKUV 2006 U 568 S. 66 E. 2). 

5.2 Dem  Beschwerdeführer  wurde  ab  Datum  des  Unfallereignisses 
vom  2.  April  2005  eine  vollständige  Arbeitsunfähigkeit  in  der  ange-
stammten Tätigkeit attestiert. Unter diesen Umständen wäre der Ren-
tenbeginn nach Ablauf des gesetzlichen Wartjahres frühestens ab Ap-
ril 2006 möglich gewesen und der Einkommensvergleich ist auf diesen 
Zeitpunkt hin vorzunehmen (vgl. BGE 129 V 222).

Aufgrund  des  Umstands,  dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  dem 
Fragebogen Arbeitgeber vom 15. Mai 2006 bzw. des Jahreslohnkontos 
ab  Januar  2006  bei  der  bisherigen Arbeitgeberin  einen  monatlichen 
Verdienst von Fr. 4'650.-- erzielt  hätte und der Beschwerdeführer bei 
voller Gesundheit weiterhin als LKW-Fahrer tätig wäre, lässt sich das 
von  der  IV-Stelle  SO  ermittelte  Valideneinkommen  von  jährlich 
Fr. 60'450.-- nicht beanstanden.

5.3 Für  die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutba-

rerweise  noch  realisierbaren  Einkommens  (Invalideneinkommen)  ist 

primär  von  der  beruflich-erwerblichen  Situation  auszugehen,  in  wel-

cher die versicherte Person konkret steht (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 

126 V 76 Erw. 3b aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei 

der Bestimmung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu-

mutbarerweise  erzielbaren  Einkommens  nicht  von  realitätsfremden 

Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Von der versicherten Per-

son  können  nur  Vorkehren  verlangt  werden,  die  unter  Berücksichti-

gung  der  gesamten  objektiven  und  subjektiven  Gegebenheiten  des 

Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28 Erw. 4a; ZAK 1989 S. 321 

Erw. 4a).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens kei-

ne oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

aufgenommen,  so  können  nach  der  Rechtsprechung  Tabellenlöhne 

gemäss  den  vom  Bundesamt  für  Statistik  herausgegebenen  Lohn-

Seite 17

strukturerhebungen  (LSE)  herangezogen  werden  (BGE  129  V  475 

Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b bb; RKUV 1999 U 343 S. 412 Erw. 4b 

aa). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabel-

lenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

lediglich  noch  leichte  und  intellektuell  nicht  anspruchsvolle  Arbeiten 

verrichten  können,  ist  in  der  Regel  vom durchschnittlichen  monatli-

chen Bruttolohn für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven 

Tätigkeiten  (Anforderungsniveau  4  des  Arbeitsplatzes)  auszugehen. 

Dabei  sind  in  erster  Linie  die  Lohnverhältnisse  im  privaten  Sektor 

massgebend  (SVR  2002  UV  Nr.  15  Erw.  3c  cc).  Da  den 

Tabellenlöhnen  generell  eine  Arbeitszeit  von  40  Wochenstunden  zu 

Grunde  liegt,  ist  eine  Umrechnung  auf  eine  betriebsübliche 

durchschnittliche  Wochenarbeitszeit  erforderlich  (BGE  126  V  77 

Erw. 3b bb).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Perso-

nen,  die  selbst  bei  leichten Hilfsarbeitstätigkeiten  behindert  sind,  im 

Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Ar-

beitnehmern lohnmässig benachteiligt  sind und deshalb in der Regel 

mit  unterdurchschnittlichen  Lohnansätzen  rechnen  müssen.  Diesem 

Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen 

(BGE 124 V 323 Erw. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 Erw. 3.2; RKUV 

2003 U 494 S.  390 Erw. 4.2.3). Die Frage,  ob und in welchem Aus-

mass  Tabellenlöhne  herabzusetzen  sind,  hängt  von  sämtlichen  per-

sönlichen und  beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles  ab 

(leidensbedingte  Einschränkung,  Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/Auf-

enthaltskategorie  und  Beschäftigungsgrad).  Der  Einfluss  sämtlicher 

Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Er-

messen  gesamthaft  zu  schätzen,  wobei  der  Abzug  auf  insgesamt 

höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3, 126 V 

80 Erw. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. Erw. 4b).

5.4 Das hypothetische Invalideneinkommen ist vorliegend anhand der 
Tabellenlöhne der LSE 2006 zu bestimmen. Mit Blick auf das Zumut-
barkeitsprofil  von Dr. med. D._______ und der Rehaklinik E._______ 
sowie  des  Universitätsspitals  I._______  ist  auf  den  Zentralwert  für 
Männer  in  Hilfsarbeitertätigkeiten  abzustellen,  für  die  keine  Berufs- 
und Fachkenntnisse  vorausgesetzt  sind. Gemäss LSE 2006,  Tabelle 
TA1, belief sich dieser Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven 
Tätigkeiten beschäftigen Männer im privaten Sektor (Anforderungsni-
veau 4)  auf  monatlich brutto Fr. 4'732.-- bei  einer wöchentlichen Ar-

Seite 18

beitszeit  von 40  Stunden  und inkl.  13. Monatslohn  (Webseite  BfS  > 
Themen > Arbeit,Erwerb > Publikationen > LSE 2006, Schweizerische 
Lohnstrukturerhebung. Die Löhne 2006 im Überblick, Tabelle TA1, To-
tal).  Unter  Umrechnung  dieses  Einkommens  auf  die  betriebsübliche 
wöchentliche  Arbeitszeit  von  41.7  Stunden  im  Jahr  2006  (Webseite 
BfS > Themen > Arbeit,Erwerb > Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit > de-
taillierte Daten > Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit > Betriebs-
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche 
1990-2008,  Abschnitt  A-O [Total],  Ziff. 01-93)  resultiert  demnach als 
Zwischenergebnis  ein  hypothetisches  Invalideneinkommen  von 
Fr. 59'197.--. Da  der  Beschwerdeführer  in  einer  leidensangepassten 
Tätigkeit ab Januar 2006 zu 100 % arbeitsfähig ist, reduziert sich die-
ses  jährliche  hypothetische  Invalideneinkommen  diesbezüglich  nicht 
weiter.

Dass die  Verwaltung vorliegend einen zusätzlichen leidensbedingten 
Abzug in der Höhe von 8 % berücksichtigt hat, lässt sich mit Blick auf 
die gesamten Akten bzw. die in ähnlich gelagerten Fällen von den IV-
Stellen  zugestandenen  behinderungsbedingten  Abzügen  nicht  bean-
standen, zumal das Gericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund 
an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf  (BGE 126 V 75 
E. 6 S. 81). Es ist folglich von einem hypothetischen Invalideneinkom-
men von Fr. 54'462.-- auszugehen.

5.5 Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen jährlichen Vali-
deneinkommens von Fr. 60'450.-- und eines hypothetischen Invaliden-
einkommens von Fr. 54'462.-- resultiert bei einer Erwerbseinbusse von 
Fr. 5'988.-- ein IV-Grad von 10 % (zur Rundung vgl. BGE 130 V 121 
E. 3.2 und 3.3), was keinen Anspruch auf eine IV-Rente ergibt.

6.

6.1 Die Vorinstanz verwies in ihrer Vernehmlassung vom 18. Septem-
ber 2007 auf die von der IV-Stelle SO ausgearbeitete Stellungnahme 
vom 4. September 2007. Darin wurde die Ansicht vertreten, dass die 
IV-Stelle nicht gehalten sei, eine Person im Ausland bei der Stellensu-
che zu unterstützen (B-act. 4). Dem ist entgegen zu halten, dass nach 
Art. 9 Abs. 1 IVG die Eingliederungsmassnahmen – dazu gehören ge-
mäss Art.  8  Abs. 3  Bst. b  IVG auch Massnahmen beruflicher  Art  in 
Form von Arbeitsvermittlung – zwar in der Regel in der Schweiz, aus-
nahmsweise jedoch auch im Ausland zu gewähren sind. Erweist sich 
die  Durchführung  einer  Eingliederungsmassnahme  in  der  Schweiz 

Seite 19

nicht  als  möglich,  insbesondere  weil  die  erforderlichen  Institutionen 
oder Fachpersonen fehlen, so übernimmt die Versicherung die Kosten 
einer  einfachen  und  zweckmässigen  Durchführung  im  Ausland 
(Art. 23bis Abs. 1 IVV). Wird  eine Eingliederungsmassnahme aus an-
dern beachtlichen Gründen im Ausland durchgeführt,  so vergütet die 
Versicherung die Kosten bis zu dem Umfang, in welchem solche Leis-
tungen in der Schweiz zu erbringen gewesen wären (Art. 23bis Abs. 3 
IVV;  vgl.  zum  Ganzen  auch  Urteil  des  EVG  I  137/02  vom  26.  Juli 
2002).

Nach dem Dargelegten ist demnach erstellt, dass berufliche Massnah-
men im Ausland nicht generell  verneint werden können. Die Prüfung 
des Anspruchs auf Durchführung solcher Massnahmen in Deutschland 
kann vorliegend gemäss den nachfolgenden Erwägungen jedoch un-
terbleiben,  da  der  Beschwerdeführer  ohnehin  die  gesetzlichen  An-
spruchsvoraussetzungen beruflicher Eingliederungsmassnahmen nicht 
erfüllt.

6.2 Insofern  der  Beschwerdeführer  beschwerdeweise berufliche  Ein-
gliederungsmassnahmen in Form einer Umschulung hatte beantragen 
lassen, ist darauf hinzuweisen, dass bei ihm gemäss vorstehender Er-
wägung  5  ein  IV-Grad  von  10 % errechnet  wurde. Mit  Blick  auf  die 
höchstrichterliche  Rechtsprechung  begründet  ein  IV-Grad  in  dieser 
Höhe von vornherein keinen Anspruch auf eine Umschulung durch die 
IV (vgl. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3).

6.3 Weiter fragt sich schliesslich, ob der Beschwerdeführer wegen sei-
ner Leiden Probleme bei der Suche einer geeigneten Stelle hat.

6.3.1 Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG bestimmt, dass eingliederungsfähige 

invalide Versicherte Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche 

eines  geeigneten  Arbeitsplatzes  sowie  auf  begleitende  Beratung  im 

Hinblick  auf  die  Aufrechterhaltung eines  bestehenden Arbeitsplatzes 

haben. Die im Zusammenhang mit  dem Anspruch auf Arbeitsvermitt-

lung relevante  Invalidität  besteht  darin,  dass  die versicherte  Person 

bei  der  Suche nach einer  geeigneten Arbeitsstelle  aus gesundheitli-

chen Gründen Schwierigkeiten hat.  Eine drohende Invalidität  bezüg-

lich des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung liegt vor, wenn in absehba-

rer Zeit mit dem Verlust der bisherigen Arbeitsstelle und mit nachfol-

genden behinderungsbedingten Schwierigkeiten  bei  der  Suche einer 

neuen  Erwerbsmöglichkeit  zu  rechnen  ist.  Da  die  Arbeitsvermittlung 

keine besonders kostspielige Eingliederungsmassnahme darstellt, ge-

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nügt  zur  Anspruchsbegründung bereits  ein relativ  geringes Mass an 

gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten bei der Suche einer neuen 

Arbeitsstelle  (BGE  116  V  80  E.  6a;  SVR  2006  IV  Nr.  45  S.  164 

E. 4.1.1; AHI 2000 S. 68 f.). 

Zur Arbeitsvermittlung nach Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG ist im Weiteren 

berechtigt,  wer  aus  invaliditätsbedingten Gründen spezielle  Anforde-

rungen an den Arbeitsplatz (z.B. Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (z.B. 

Toleranz  gegenüber  invaliditätsbedingt  notwendigen  Ruhepausen) 

stellen  muss  und  demzufolge  aus  invaliditätsbedingten  Gründen  für 

das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe 

der  Vermittlungsbehörden  angewiesen  ist.  Bei  der  Frage  der  An-

spruchsberechtigung nicht zu berücksichtigen sind demgegenüber in-

validitätsfremde Probleme bei der Stellensuche, z.B. Sprachschwierig-

keiten (SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 E. 4.1.1; AHI 2003 S. 270 E. 2c).

Ist  die Arbeitsfähigkeit  einzig insoweit  eingeschränkt,  als  dem Versi-

cherten leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind, bedarf es zur Begrün-

dung  des  Anspruchs  auf  Arbeitsvermittlung  zusätzlich  einer  spezifi-

schen Einschränkung gesundheitlicher Art (SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 

E. 4.1.2 und 4.2; AHI 2003 S. 268).

6.3.2 Gemäss  rechtsgenüglichem  Zumutbarkeitsprofil  von  Dr.  med. 
D._______ sind dem Beschwerdeführer ab Januar 2006 (Zeitpunkt der 

Stellungnahmen von Dr. med. D._______ ) leidensadaptierte Tätigkei-

ten (wechselbelastende mittelschwere Arbeiten auf ebenem Boden mit 

Gewichtslimiten zwischen 10 und 15 kg; reine Chauffeurtätigkeit ohne 

Heben, Ziehen und Stossen von schweren Lasten) ohne Leistungsein-

bussen zumutbar.  Damit  liegt  auch eine vollständige Arbeitsfähigkeit 

für  leichte  Tätigkeiten  vor,  ohne  dass  weitere  Einschränkungen  er-

sichtlich wären.  Dem Beschwerdeführer stehen deshalb auf  dem für 

alle erwerblich orientierten Leistungen der IV massgebenden ausgegli-

chenen, hypothetischen Arbeitsmarkt genügend zumutbare Stellen of-

fen, zu deren Finden die spezifischen Fachkenntnisse der mit der IV 

betrauten  Vorinstanz  nicht  notwendig  sind.  Damit  besteht  kein  An-

spruch auf Arbeitsvermittlung durch die IV.

7.

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

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7.1 Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Verfahrens-
kosten, gerichtlich festgesetzt auf Fr. 399.--, zu tragen (Art. 63 Abs. 1 
VwVG). Diese  Kosten  sind  mit  dem geleisteten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen.

7.2 Entsprechend  dem Ausgang  des  Verfahrens  ist  keine  Parteient-
schädigung  zuzusprechen  (Art.  64  Abs.  1  e  contrario  VwVG; Art.  7 
Abs. 1 e contrario  und Abs. 3 des Reglements über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 399.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 399.-- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Michael Peterli Roger Stalder

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand:

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