# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef953d18-30f3-534c-b888-60c477177cb7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.09.2010 E-6411/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6411-2010_2010-09-14.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6411/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A._______, 
Guinea,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin-Verfahren);
Verfügung des BFM vom 16. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6411/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am 25.  März 
2010 illegal  in die Schweiz einreiste und gleichentags im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum Vallorbe um Asyl nachsuchte,

dass er in der Folge in das Transitzentrum Altstätten transferiert wurde, 
wo  er  am  7.  April  2010  summarisch  befragt  wurde  und  dabei  als 
Geburtsdatum den (...) angab,

dass am 12. April 2010 im Auftrag des BFM eine radiologische Analy -
se des Knochenalters des Beschwerdeführers durchgeführt wurde,

dass der  Beschwerdeführer anlässlich einer  Anhörung vom 15. April 
2010 mit der Vermutung des BFM konfrontiert  wurde, er sei  in Wirk-
lichkeit nicht minderjährig, und er dabei an dem von ihm angegebenen 
Geburtsdatum festhielt,

dass dem Beschwerdeführer bei einer weiteren Befragung in Altstäten 
vom gleichen  Tag das  rechtliche  Gehör  zu  seiner  voraussichtlichen 
Überstellung nach Österreich gewährt wurde, nachdem die Recherche 
des  BFM in  der  daktyloskopischen  Datenbank  EURODAC bezüglich 
dieses Drittstaats ein positives Ergebnis ergeben hatte,

dass das BFM mit  Verfügung vom 21. Juni  2010 in Anwendung von 
Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung des 
Beschwerdeführers nach Österreich sowie den Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  5.  Juli  2010  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,

dass das Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom 12. Juli  2010 die 
Beschwerde  guthiess,  die  angefochtene  Verfügung  aufhob  und  dem 
BFM die Akten zur korrekten Weiterführung des Asylverfahrens über-
wies,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Begründung  insbesondere 
anführte, dass die Vorinstanz in besagter Verfügung mit keinem Wort 
auf  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachte  Minderjährigkeit 

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eingegangen  sei  und  dies  eine  grobe  Verletzung  der  Begründungs-
pflicht  darstelle,  die  eine  sachgerechte  Anfechtung  verunmöglicht 
habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  16.  August  2010  –  eröffnet  am 
18. August 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG auf 
das Asylgesuch neuerlich nicht eintrat und die Wegweisung des Be-
schwerdeführers nach Österreich sowie den Vollzug anordnete,

dass es weiter  feststellte,  einer  allfälligen Beschwerde komme keine 
aufschiebende Wirkung zu,

dass es  zur  Begründung seiner  Verfügung  anführte,  es  bestehe  ein 
EURODAC-Treffer mit Österreich vom 29. Mai 2009, ausserdem habe 
der  Beschwerdeführer  bestätigt,  sich  dort  aufgehalten  und ein  Asyl-
gesuch eingereicht zu haben,

dass  gemäss  dem  Dublin-Assoziierungsabkommen  (DAA, 
SR 0.142.392.68) und dem Übereinkommen vom 17. Dezember 2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik 
Island  und  dem  Königreich  Norwegen  über  die  Umsetzung, 
Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands und über die 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für 
die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwegen gestell-
ten  Asylantrags  Österreich  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens 
zuständig sei,

dass  Österreich  einer  Übernahme  des  Beschwerdeführers  mit 
Schreiben vom 23. April 2010 zugestimmt habe,

dass  die  Rückführung  des  Beschwerdeführers  –  vorbehältlich  einer 
allfälligen  Unterbrechung  oder  Verlängerung  –  bis  spätestens  am 
23. Oktober 2010 zu erfolgen habe,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs  zur  Zuständigkeit  Österreichs  und  zu  einer  Wegweisung 
dorthin  ausgeführt  habe,  er  habe  dort  gelitten  und  nicht  genug  zu 
Essen erhalten,

dass er weiter geltend gemacht habe, am (...) geboren worden zu sein, 
er  jedoch  vom  BFM  aufgrund  der  Handwurzelknochenanalyse  vom 
12. April 2010, welche ein Alter von mehr als 18 Jahren attestiere und 

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des Umstandes, dass er keine Ausweisdokumente beigebracht habe, 
als volljährige Person eingestuft und sein Asylgesuch in diesem Sinne 
behandelt werde,

dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei,

dass  die  Folge  eines  Nichteintretensentscheides  gemäss  Art.  44 
Abs. 1 AsylG in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz sei,

dass der Beschwerdeführer in einen Drittstaat reisen könnte, in dem er  
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5  Abs. 1  AsylG finden 
würde,  weshalb  das  Non-Refoulement-Gebot  bezüglich  des  Heimat- 
oder Herkunftsstaates nicht zu prüfen sei, 

dass  ferner  keine Hinweise auf  eine Verletzung von Art. 3  der  Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) im Falle  einer  Rückkehr  des Be-
schwerdeführers nach Österreich bestehen würden, 

dass der Vollzug der Wegweisung nach Österreich zulässig, zumutbar 
und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Rechtsmitteleingabe vom 25. August 
2010 in materieller Hinsicht beantragt, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben  und  das Asylgesuch  sei  gutzuheissen,  eventuell  sei  die 
Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme an-
zuordnen,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  die  Erteilung  der  aufschiebenden 
Wirkung der Beschwerde sowie unter Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsver-
fahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ersucht,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht  mit  per  Telefax übermittelter  Ver-
fügung vom 9. September 2010 den Vollzug der Wegweisung per sofort 
aussetzte,

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dass die vollständigen vorinstanzlichen Akten am 9. September 2010 
beim Bundesverwaltungsgericht eingingen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teil -
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m. Art. 37  VGG und  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass daher  auf  den Antrag,  das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
sei gutzuheissen, nicht einzutreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (Ent-

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scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich grundsätzlich volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich diese Fragen 
–  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von  Vollzugs-
hindernissen (Durchführbarkeit  der  Überstellung an den zuständigen 
Staat)  –  in  den  Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintre-
tensentscheides stellen,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass vorderhand festzustellen ist, dass das BFM seiner Begründungs-
pflicht  betreffend  der  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten 
Minderjährigkeit  in  der  nunmehr  angefochtenen  Verfügung  nachge-
kommen ist,

dass die entsprechenden Ausführungen nachvollziehbar und nicht zu 
beanstanden sind,

dass das Bundesasylamt der Republik Österreich dem Ersuchen um 
Übernahme des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 23. April 2010 
zugestimmt hat,

dass  Österreich  unter  anderem Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 
0.142.30),  der  EMRK  und  des  Übereinkommens  vom 10. Dezember 
1984  gegen  Folter  oder  andere  grausame,  unmenschliche  oder  er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass keine Hinweise dafür bestehen, wonach Österreich sich nicht an 
die massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen, insbesondere an 
das Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, 
halten würde, 

dass die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeignet sind, 
zu einer anderen Beurteilung zu gelangen, 

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dass für das Bundesverwaltungsgericht keine Gründe ersichtlich sind, 
die  das  BFM  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  der  Schweiz 
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung) hätten veranlassen sollen,

dass das Bundesamt demzufolge zu Recht in Anwendung von Art. 34 
Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der Zu- 
lässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs regelmässig be-
reits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretens-
entscheides und deshalb vorliegend nicht zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, 
sondern  vor  der  Prüfung  des  Nichteintretens  im  Rahmen  der  Aus-
übung des Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Dublin-II-Verordnung) oder ge-
gebenenfalls – wenn sich Familienmitglieder in verschiedenen Dublin-
Mitgliedstaaten  befinden  und  zusammengeführt  werden  sollen  –  bei 
der  Ausübung  der  sogenannten  Humanitären  Klausel  (Art. 15  Dub- 
lin-II-Verordnung),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass der Beschwerdeführer nicht darzutun vermag, inwiefern die an-
gefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen 
ist  (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,  soweit 
darauf einzutreten ist,

dass mit dem Entscheid in der Hauptsache ohne vorgängige Instrukti -
on  der  Antrag  auf  Erteilung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Be-
schwerde hinfällig geworden ist,

dass  sich  die  gestellten  Rechtsbegehren  aufgrund  vorstehender  Er-
wägungen  als  aussichtslos  erweisen,  weshalb  der  Antrag  auf  Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) ab-

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zuweisen  und  die  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr. 600.-  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 
und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, an das BFM und an die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Jonas Tschan

Versand: 

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