# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5243b02a-c9dc-591d-88a6-d9e1cd50c57c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.10.2008 IV 2007/312
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-312_2008-10-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/312

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.05.2020

Entscheiddatum: 10.10.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 10.10.2008
Art. 28 aIVG (in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Rentenanspruch. 
Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachters beweistauglich. 
Keine für weitere medizinische Abklärung erforderliche gesundheitliche 
Verschlechterung mit Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit seit der 
MEDAS-Begutachtung ausgewiesen. Zur Bestimmung des 
Valideneinkommens ist aufgrund des unterdurchschnittlichen und nicht 
existenzsichernden tatsächlich erzielten Verdiensts auf die statistischen 
Löhne abzustellen. Zumutbarkeit der Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit 
bejaht, weshalb auch zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf die 
statistischen Löhne abzustellen ist. Prozentvergleich zur Bestimmung des 
Invaliditätsgrades. Anspruch auf Viertelsrente (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Oktober 2008, IV 
2007/312).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_922/2008.

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterin Marie Löhrer,

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 10. Oktober 2008

in Sachen

R.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Hagmann, Obere Bahnhofstrasse 11, 

Postfach, 9501 Wil SG 1,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a R.___, geboren 1956, kollidierte als Autofahrer am 9. April 1978 frontal und erlitt 

eine Commotio cerebri, Monteggia-Fraktur links mit Radialisparese, Olecranonfraktur 

links, Patellafraktur links, Rissquetschwunde am linken Sprunggelenk und an der Stirn. 

Im Frühjahr 1982 erfolgte ein Rückfall in Form einer posttraumatischen 

Patellachondropathie. Am 12. August 1983 erlitt der Versicherte einen Motorradunfall 

mit Rippenserienfrakturen rechts, Haematopneumothorax rechts, offene 

Nasenbeinfraktur, Commotio cerebri und Schürfungen am rechten Fuss.

A.b Am 29. November 1999 meldete sich der Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen 

(Rente) an. Er machte geltend, infolge Unfalles an schwerer Arthrose im linken Knie- 

und Fussgelenk und an schweren Abnützungserscheinungen im linken Arm zu leiden 

(act. G 4.1/3). Der behandelnde Arzt Dr. med. A.___, Facharzt für Physikalische Medizin 

FMH, diagnostizierte im Arztbericht vom 11. Februar 2000 eine posttraumatische 

Femuropatellararthrose, einen Zustand nach partieller medialer Menisektomie, einen 

Zustand nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes, eine Chondrocalcinose des lateralen 

Meniskus links, eine beginnende OSG-Arthrose mit Synovialitis links und eine laterale 

Epicondylitis links. Er gab an, dass eine Berentung nicht gerechtfertigt erscheine. 

Vielmehr müsse mit beruflichen Massnahmen versucht werden, mit einer adäquaten 

Tätigkeit die Arbeitsfähigkeit wieder auf 100% zu steigern. Aufgrund der bisherigen 

Erfahrungen sei mit erheblichen Widerständen des Patienten gegen eine volle 

Wiedereingliederung zu rechnen, da er um jeden Preis in seiner selbstständigen 

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Tätigkeit in der B.___ (Recycling) bleiben wolle. In dieser Tätigkeit könne er angeblich 

nicht mehr als 50% arbeiten (act. G 4.1/10.1 ff.).

A.c Der IV-Berufsberater berichtete am 25. April 2000, dass dem Versicherten eine 

Umschulung zumutbar wäre. Dieser wolle aber sein im Rahmen eines 50%igen 

Pensums ausgeübtes Geschäft nicht aufgeben und keine Umschulung angehen (act. 

G 4.1/17).

A.d Im unfallversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren vor dem 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen bestätigte dieses mit Entscheid vom 

19. Juni 2002 die Rentenabweisung der Suva. Es hielt fest, dass dem Versicherten aus 

unfallversicherungsrechtlicher Sicht eine 100%ige Tätigkeit im kaufmännischen Bereich 

und die Aufgabe seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit zugemutet werden könne (act. 

G 4.2).

A.e Dr. med. A.___ berichtete am 20. Dezember 2002, der Gesundheitszustand des 

Versicherten sei stationär. Die bisherige Tätigkeit in der B.___ sei ihm zu 50% 

zumutbar. In einer körperlich weniger belastenden Tätigkeit mit Wechselbelastung 

bestehe mindestens eine 70%ige Arbeitsfähigkeit. Es bestehe dabei maximal eine 

20%ige Einbusse in der Leistungsfähigkeit (act. G 4.1/26).

A.f Der Versicherte wurde am 24. April 2003 durch Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, und durch Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH für Innere 

Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, untersucht. Die Gutachter kamen zum Schluss, 

dass insgesamt beim Versicherten aus medizinisch-rheumatologischer und aus 

psychiatrischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit im kaufmännischen Bereich bei 

sitzender und stehender Position sowie in angepassten beruflichen Tätigkeiten, wie er 

sie momentan ausübe, bestehe (act. G 4.1/33.6).

A.g Mit Verfügung vom 28. August 2003 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab 

(act. G 4.1/40). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 24. September 2003 

Einsprache und beantragte die Ausrichtung einer halben Rente. Eventualiter sei eine 

umfassende medizinisch-berufliche Abklärung in Auftrag zu geben (act. G 4.1/48). Am 

13. Oktober 2003 berichtete Dr. med. A.___ über eine Verschlechterung des 

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Gesundheitszustandes, namentlich über verstärkte Rückenschmerzen sowie Knie- und 

OSG-Beschwerden links. Klinisch bestünden keine nennenswerten Veränderungen. 

Wegen dieser Verschlechterung habe sich die Arbeitsleistung des Versicherten weiter 

vermindert, so dass er in der B.___ höchstens noch 50% erbringen könne und die 

Mithilfe in der Hauswarttätigkeit habe vollständig aufgeben müssen (act. G 4.1/50).

A.h Die IV-Stelle widerrief am 4. November 2003 die Verfügung vom 28. August 2003 

und stellte die Durchführung weiterer Abklärungen in Aussicht (act. G 4.1/64). Dr. med. 

A.___ berichtete am 20. Februar 2004, dass eine MRI-Abklärung vom 17. November 

2003 eine Diskushernie L5/S1 links gezeigt habe. Zudem habe am 5. Februar 2004 ein 

bösartiger Hodentumor entfernt werden müssen. Es bestehe seit Ende 2003 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine 50%ige Berentung erscheine gerechtfertigt (act. 

G 4.1/71).

A.i Am 1. Juni 2004 führte die IV-Stelle vor Ort eine Abklärung für 

Selbstständigerwerbende durch. Die Abklärungsperson hielt fest, dass der Versicherte 

angegeben habe, sein Gesundheitszustand sei seit Jahren mehr oder weniger gleich. 

Als Gesunder wäre er voll in der B.___ tätig. Zur Beantwortung der Frage nach der 

zumutbaren Erwerbstätigkeit empfahl die Abklärungsperson eine MEDAS-Abklärung 

(act. G 4.1/80).

A.j Die IV-Stelle gab am 8. April 2005 eine interdisziplinäre Begutachtung bei der 

MEDAS Zentralschweiz in Auftrag (act. G 4.1/84). Der Versicherte wurde am 23. und 

24. August 2005 internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht. Mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die MEDAS-Gutachter eine 

Dysthymia (ICD-10 f), eine leichte, saisonal abhängige, rezidivierende depressive 

Störung (ICD-10 F33.4), gegenwärtig remittiert, eine sekundäre mehrheitlich 

tendomyotische chronische Brachialgie links, eine sekundäre Femoropattelararthrose 

und Gonarthrose links, ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links, eine 

Periarthropathie der linken Schulter und eine leichtgradige Arthrose des oberen und 

unteren Sprunggelenks links. Für die angestammte selbstständige Tätigkeit sowie für 

körperlich leichte Tätigkeiten sei von einer 66 / %igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

Der weitere Gesundheitsverlauf wurde als stationär eingeschätzt (act. G 4.1/91.1 ff.).

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A.k Mit Schreiben vom 2. Februar 2006 wies die IV-Stelle den Versicherten auf die im 

Sozialversicherungsrecht geltende Schadenminderungspflicht hin. Sie ersuchte ihn um 

Mitteilung, ob er bereit sei, an beruflichen Massnahmen teilzunehmen (act. G 4.1/94). 

Der Versicherte gab in den Schreiben vom 3. März und 17. Mai 2006 an, gemäss 

MEDAS-Gutachten sei er in seiner jetzigen Tätigkeit als selbstständiger 

Velomechaniker optimal integriert. Es bestehe kein Anlass für berufliche Massnahmen. 

Eine Tätigkeit auf dem Büro sei aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar (act. 

G 4.1/97 und 102.1 f.).

A.l Dr. med. E.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, diagnostizierte im 

Arztbericht vom 20. Juni 2006 eine beginnende Gonarthrose rechts bei 

Chondrocalzinose und eine fortgeschrittene Gonarthrose links nach Trauma 1978 (act. 

G 4.1/106.3). Am 21. August 2006 berichtete Dr. med. A.___ wiederum über eine 

gesundheitliche Verschlechterung. Neu habe der Versicherte neben den 

Kniegelenksbeschwerden links auch stärkere Kniegelenksbeschwerden rechts. Dazu 

bestünden neu auch Schmerzen im Daumengrundgelenk links und in den 

Mittelfingergelenken II und III beidseits. Es müsse ihm eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 

mit entsprechender Berentung attestiert werden (act. G 4.1/106.1 f.). Dr. med. E.___ 

bezeichnete im Verlaufsbericht vom 8. Januar 2007 den Gesundheitszustand des 

Versicherten seit der MEDAS-Begutachtung als stationär. Die Diagnose habe sich nicht 

verändert. Zusätzlich bestünden seit rund einem halben Jahr beginnende, 

belastungsabhängige Knieschmerzen rechts. Diese hätten keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit und seien im Vergleich zu den linken Knieschmerzen deutlich 

sekundär. Die bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten zu 50% (5 Stunden pro Tag) 

zumutbar. Andere Tätigkeiten mit vorwiegend sitzender und abwechselnd sitzender 

und stehender Tätigkeit seien ihm sicher mehr als 6 Stunden pro Tag zumutbar. Dabei 

bestünden nur leichtgradige Einschränkungen (act. G 4.1/115.1 ff.).

A.m Mit Vorbescheid vom 30. März 2007 stellte die IV-Stelle gestützt auf einen 

ermittelten Invaliditätsgrad von 37% die Abweisung des Leistungsbegehrens in 

Aussicht (act. G 4.1/125).

A.n Dr. med. A.___ teilte der IV-Stelle am 11. Mai 2007 mit, dass sich im Verlauf des 

vergangenen Jahres die Kniegelenksbeschwerden links und besonders die 

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rezidivierenden Arthritisschübe im Rahmen der Chondrocalcinose verschlechtert 

hätten. Daraus resultiere eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (act. G 4.1/130.10).

B.  

B.a Der Versicherte erhob gegen den Vorbescheid am 15. Mai 2007 Einwand und 

beantragte die Ausrichtung einer ganzen Rente. Er machte geltend, dass sich sein 

Zustand seit der MEDAS-Begutachtung erheblich verschlechtert habe. Seine 

Arbeitsfähigkeit sei für sämtliche Tätigkeiten mindestens um 50% eingeschränkt. Für 

die Bestimmung des Valideneinkommens sei vom letzten Lohn als kaufmännischer 

Angestellter auszugehen. Beim Invalideneinkommen sei von einem hypothetischen 

Hilfsarbeitereinkommen gemäss Lohnstrukturerhebung auszugehen, wobei auf das 

Total der Tabelle TA1 der LSE, Sektor Dienstleistungen, Anforderungsniveau 4, 

abzustellen sei. Von diesem Einkommen sei wegen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung ein weiterer Abzug von 25% vorzunehmen. Die Aufgabe der 

selbstständigen Erwerbstätigkeit sei ihm nicht zumutbar. Der Invaliditätsgrad ergebe 

demnach mehr als 70% (act. G 4.1/130).

B.b Die IV-Stelle wies mit Verfügung vom 26. Juni 2007 entsprechend dem 

Vorbescheid das Rentenbegehren ab (act. G 4.1/133).

C.  

C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 27. August 

2007. Der Beschwerdeführer beantragt deren Aufhebung und die Zusprache einer 

Rente; eventualiter sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Begründung lautet im Wesentlichen gleich 

wie diejenige des Einwandes vom 15. Mai 2007 (act. G 1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 

2007 die Beschwerdeabweisung. Sie bringt vor, dass sich der Gesundheitszustand 

nicht leistungsrelevant verändert habe. Zudem berichte Dr. med. E.___ von einem 

stationären Gesundheitszustand. Bezüglich der geltend gemachten Arthritisschübe in 

den Knie-, Sprung- und Fingergrundgelenken sei der Beschwerdeführer gehalten, 

entzündungshemmende Medikamente einzunehmen. Die von den MEDAS-Gutachtern 

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attestierten psychischen Störungen seien rechtsprechungsgemäss nicht 

invalidisierend. Demnach sei aus psychischer Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers auszugehen. Insofern könne vom MEDAS-Gutachten 

abgewichen werden, ohne dass diesem deshalb im restlichen Teil der Beweiswert 

abgesprochen werden müsse. Betreffend die Bestimmung des Valideneinkommens sei 

auf das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Juni 2002 

hinzuweisen. Dieses habe festgestellt, der Beschwerdeführer sei zu keinem Zeitpunkt 

in seiner kaufmännischen Tätigkeit arbeitsunfähig gewesen, weshalb ein Berufswechsel 

unfallbedingt nicht notwendig gewesen wäre. Gestützt auf diese Ausführungen des 

Gerichts stehe fest, dass der Beschwerdeführer aus nicht invaliditätsbedingten 

Gründen ab 1993 vollständig in die nicht sehr lukrative Tätigkeit als selbstständig 

erwerbender Velomechaniker und -händler gewechselt habe. Das Valideneinkommen 

sei daher gestützt auf die selbstständige Tätigkeit zu bestimmen. Bei grosszügiger 

Betrachtung ergebe sich für ein 100%-Pensum ein Valideneinkommen von ungefähr 

Fr. 20'000.--. Das Invalideneinkommen sei gestützt auf die LSE-Löhne des gesamten 

privaten Sektors, Anforderungsniveau 4 für Hilfsarbeiter, zu bestimmen. Ein 

sogenannter Leidensabzug über 10% sei nicht gerechtfertigt. Nach dem Gesagten 

resultiere ein Invaliditätsgrad von 0% (act. G 4).

C.c Mit Replik vom 4. Dezember 2007 entgegnet der Beschwerdeführer, dass die von 

den MEDAS-Gutachtern festgestellten psychischen Beeinträchtigungen berücksichtigt 

werden müssten. Einerseits liege beim Beschwerdeführer sowohl eine Dysthymia als 

auch eine leichte rezidivierende depressive Störung vor. Diese seien nicht auf 

psychosoziale Faktoren zurückzuführen. Die anderslautende Betrachtungsweise der 

Beschwerdegegnerin blende darüber hinaus die Wechselwirkungen der vorliegenden 

Polymorbidität aus. Die Aufgabe der kaufmännischen Tätigkeit sei gesundheitsbedingt 

erfolgt, wie auch den Feststellungen des Berufsberaters im Abklärungsbericht vom 

25. April 2000 entnommen werden könne. Der von der Beschwerdegegnerin 

angewandte Einkommensvergleich sei unzutreffend. Im Übrigen habe er (der 

Beschwerdeführer) im Jahr 2005 bei einem 50%igen Arbeitspensum einen 

Ertragsüberschuss von Fr. 21'000.-- erzielt (act. G 9). Der Replik ist ein ärztlicher 

Bericht von Dr. med. A.___ vom 30. November 2007 beigelegt. Dieser bestätigt darin, 

dass sich die von ihm attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit auf sämtliche Tätigkeiten 

beziehe. Betreffend die Einnahme entzündungshemmender Medikamente gegen die 

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Arthritisschübe weist der Arzt auf die regelmässig beim Beschwerdeführer auftretenden 

Nebenwirkungen hin. Er sei nach wie vor der Meinung, dass der verschlechterte 

Gesundheitszustand zu einer 50%igen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führe. 

Auch sei eine Morton Neuralgie rechts aufgetreten.

C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 11).

Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des IVG in 

Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 127 V 467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis 

zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt 

abzustellen ist (BGE 121 V 366 E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 

geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.

2.   

In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Rentenleistungen umstritten.

2.1  Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2  Die Rentenabstufungen des Art. 28 Abs. 2 aIVG geben bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 

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mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.

2.3  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Diese Untersuchungspflicht dauert so 

lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 

Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den 

Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und 

inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 400 E. 4.1) zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 360 E. 5b mit 

Hinweisen) und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden 

Ergebnis nichts mehr ändern, so ist ein Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise 

zulässig und bedeutet keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (SVR 

2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).

2.4  Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle 

Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Dies bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch 

den Umstand allein, dass sie von einer Partei eingeholt und in das Verfahren 

eingebracht wurden, keinen Beweiswert haben. Denn auch sie können nützliche 

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Äusserungen zum medizinischen Sachverhalt enthalten. Daraus folgt wiederum nicht, 

dass sie den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom Sozialversicherer nach dem 

vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten besitzen. Relevant werden sie 

nur, wenn ihre Aussagen die Auffassungen und Schlussfolgerungen des förmlich 

bestellten Gutachtens in rechtserheblichen Fragen derart zu erschüttern vermögen, 

dass davon abzuweichen wäre (BGE 125 V 351 E. 3c). Was Berichte von Hausärzten 

angeht, so darf diesen nicht zum Vorneherein jede Glaubwürdigkeit abgesprochen 

werden. Indes muss die Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 

zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Dezember 2005 i.S. A., 4P.254/2005, E. 4.2).

2.5  Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) nach Art. 49 Abs. 3 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201; in der bis Ende 2007 

gültigen Fassung) sind weder medizinische Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG noch 

Untersuchungsberichte gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV (in der bis Ende 2007 gültigen 

Fassung). Ihre Funktion besteht darin, den medizinischen Sachverhalt 

zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden 

medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine 

oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung 

vorzunehmen sei. Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 

nicht verwehrt, gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich von einem 

Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In 

solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem 

Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

sind. Eine fehlende fachspezifische Qualifikation stellt ein Indiz gegen die 

Zuverlässigkeit und damit den Beweiswert eines ärztlichen Berichts dar (Urteil des 

Bundesgerichts vom 16. November 2007 i.S. B., 9C_341/2007, E. 4.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2007 i.S. P., I 142/07, E. 3.4).

3.   

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3.1  Umstritten ist die dem Beschwerdeführer noch zumutbare Leistungsfähigkeit. Die 

Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die Beurteilung 

der MEDAS-Gutachter sowie des RAD-Arztes, Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Innere 

Medizin, Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, vom 

26. Februar 2007 von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

adaptierten Tätigkeit aus (act. G 4.1/116.2). In Abweichung hiervon bringt die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2007 vor, in einer 

adaptierten Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit, da die psychiatrisch gestellten 

Diagnosen nicht invalidisierend seien (act. G 4). Der Beschwerdeführer macht geltend, 

er sei generell zumindest zu 50% arbeitsunfähig (act. G 1).

3.2  Das MEDAS-Gutachten und dessen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 21. 

Dezember 2005 (act. G 4.1/91.1 ff.) werden von den Parteien grundsätzlich nicht 

kritisiert.

3.2.1 Die Beschwerdegegnerin bringt anlässlich des Beschwerdeverfahrens aber vor, 

dass trotz grundsätzlicher Beweistauglichkeit des MEDAS-Gutachtens nicht auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachters abgestellt werden könne. 

Die von ihm erhobenen Diagnosen einer Dysthymie und leichten saisonalabhängigen 

rezidivierenden depressiven Störung (SAD) seien rechtsprechungsgemäss "von 

vornherein" nicht invalidisierend. Es bestehe daher keine Arbeitsunfähigkeit in 

adaptierten Tätigkeiten (act. G 4).

3.2.2 Die Beschwerdegegnerin gibt in der Beschwerdeantwort die höchstrichterliche 

Rechtsprechung nur unvollständig wieder. Diese hat zwar verschiedentlich 

angenommen, eine Dysthymie sei den jeweiligen Umständen nach nicht invalidisierend. 

Dabei wurde aber betont, dass diese Schlussfolgerung nicht absolut zu setzen sei; eine 

dysthyme Störung könne die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall erheblich beeinträchtigen. 

Dies sei namentlich dann der Fall, wenn sie zusammen mit anderen Befunden auftrete. 

Findet sich im Psychostatus indes nur eine Dysthymie, so geht die Rechtsprechung 

davon aus, dass diese für sich allein nicht einem Gesundheitsschaden im Sinne des 

Invalidenversicherungsrechts gleich komme (Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 

2007 i.S. B., I 649/06, E. 3.3.1 mit Hinweisen).

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3.2.3 Vorab ist festzuhalten, dass nebst der Dysthymie zusätzlich eine – wenn auch 

leichte – depressive Störung diagnostiziert wurde. Ferner wurden erhebliche 

körperliche Befunde erhoben. Bei dieser Polymorbidität kamen die MEDAS-Gutachter 

zum Schluss, dass aufgrund der psychiatrischen Gegebenheiten auch für körperliche 

leichte Tätigkeiten eine um einen Drittel gekürzte Arbeitsfähigkeit bestehe (act. 

G 4.1/91.42 f.). Der psychiatrische MEDAS-Gutachter begründete die von ihm 

festgestellte Einbusse in der Arbeitsfähigkeit u.a. in Würdigung des permanenten 

Schmerzzustandes und im Zusammenhang mit den erlittenen Unfällen und Krankheiten 

(act. G 4.1/91.58). Die Sachverständigen der MEDAS haben die offenkundige 

subjektive Überzeugung des Beschwerdeführers, für sämtliche Arten von 

Erwerbstätigkeiten mindestens zu 50% arbeitsunfähig zu sein, gegen die Art und die 

Schwere der Gesundheitsbeeinträchtigung abgewogen. Sie sind dabei zur 

Überzeugung gelangt, dass es dem Beschwerdeführer zumutbar wäre, zu 66 / % einer 

den körperlichen Beschwerden angepassten Erwerbstätigkeit nachzugehen. Diese 

Einschätzung missachtet die genannte Rechtsprechung zu den invalidisierenden 

Wirkungen von psychischen Beschwerden nicht, denn der Beschwerdeführer leidet 

zwar an einer Dysthymie, aber zusätzlich auch noch an einer leichten rezidivierenden 

depressiven Störung und an zahlreichen körperlichen Beschwerden. Angesichts der 

Polymorbidität und der damit verbundenen Wechselwirkungen erscheint es durchaus 

plausibel, dass der Beschwerdeführer auch bei einer zumutbaren Willensanstrengung 

nur zu 66 / % einer adaptierten Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Es steht deshalb 

gestützt auf das MEDAS-Gutachten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass 

der Beschwerdeführer in einer adaptierten Erwerbstätigkeit zu 66 / % arbeitsfähig ist. 

Dies ergibt sich auch aus der vom invalidenversicherungsrechtlich versierten RAD-Arzt 

vorgenommenen Beurteilung vom 26. Februar 2007. Dieser bestätigte hinsichtlich einer 

adaptierten Tätigkeit die Beurteilung durch die MEDAS und erachtete den 

Beschwerdeführer diesbezüglich ebenfalls lediglich zu 70% arbeitsfähig (act. 

G 4.1/116). Ferner scheint auch Dr. med. E.___ von einer nicht unwesentlichen 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auszugehen (act. 

G 4.1/115.6).

3.3  Der Beschwerdeführer seinerseits rügt, das MEDAS-Gutachten sei infolge weiterer 

seit der Begutachtung vom 23. und 24. August 2005 eingetretener gesundheitlicher 

Verschlechterungen nicht mehr aktuell. Deshalb könne nicht darauf abgestellt werden, 

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und es sei von einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% auszugehen. Im Übrigen 

bringt er keine Mängel am MEDAS-Gutachten vor (act. G 1).

3.3.1 Der Beschwerdeführer stützt die geltend gemachte Verschlechterung des 

Gesundheitszustands auf die zahlreichen Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. 

A.___ (act. G 1.5, 1.6, 9.1 und 9.2).

3.3.2 Vorab ist dem Beschwerdeführer zu entgegnen, dass Dr. med. A.___ bereits vor 

der MEDAS-Begutachtung im ärztlichen Bericht vom 20. Februar 2004 eine generelle 

50%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (act. G 4.1/71; vgl. auch den Bericht vom 

13. Oktober 2003, act. G 4.1/59.2). Trotz der von ihm festgestellten gesundheitlichen 

Veränderungen hielt Dr. med. A.___ aber auch in den nach der MEDAS-Begutachtung 

erstellten Berichten an seiner bisherigen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung fest und sah sich 

nicht veranlasst, eine über 50% liegende Arbeitsunfähigkeit zu attestieren (act. G 1.5, 

1.6 und 9.1). Die vorgebrachte gesundheitliche Verschlechterung hat sich somit nach 

Auffassung von Dr. med. A.___ nicht leistungsrelevant ausgewirkt. Da sie demnach 

keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat, ist sie unbeachtlich (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. April 2008 i.S. M., 9C_733/07, E. 3.2). Im Übrigen bezeichnete 

auch Dr. med. E.___ im Arztbericht vom 8. Januar 2007 den Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers seit der MEDAS-Begutachtung als stationär. Er verneinte 

namentlich die Frage, ob die neu aufgetretenen Knieschmerzen rechts einen Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit haben (act. G 4.1/115.5 ff.). Vor diesem Hintergrund kann eine 

relevante gesundheitliche Veränderung seit der MEDAS-Begutachtung vom 23. und 

24. August 2005 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

angenommen werden.

3.4  Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass gestützt auf das beweistaugliche 

MEDAS-Gutachten der Beschwerdeführer in leidensadaptierten Tätigkeiten zu 66 / % 

arbeitsfähig ist. Im Nachfolgenden sind die erwerblichen Auswirkungen der 

beeinträchtigten Leistungsfähigkeit zu beurteilen.

4.   

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4.1  Der Beschwerdeführer rügt den von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen 

Einkommensvergleich und hält sowohl die vorinstanzliche Festlegung des Validen- wie 

auch des Invalideneinkommens für unzutreffend (act. G 1). Gemäss der Aktenlage (act. 

G 4.1/80.1) zu Recht nicht bestritten ist, dass der Beschwerdeführer als voll 

erwerbstätig zu qualifizieren ist. Der Invaliditätsgrad ist daher gemäss Art. 16 ATSG 

aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs; vgl. BGE 128 V 30 E. 1).

4.2   

4.2.1 Bei der Ermittlung des Erwerbseinkommens, welches die versicherte Person ohne 

invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielen könnte (Valideneinkommen), ist 

entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen 

Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit verdient hätte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes 

[EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 

21. Dezember 2001 i.S. G., I 183/01, E. 4a, mit Hinweisen). Massgebend ist, was die 

versicherte Person als Gesunde tatsächlich erzielen würde, und nicht, was sie 

bestenfalls verdienen könnte (ZAK 1992, S. 92). Ist auf Grund der Umstände des 

Einzelfalles anzunehmen, dass die versicherte Person sich ohne gesundheitliche 

Beeinträchtigung voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit 

begnügte, so ist darauf abzustellen, auch wenn sie an sich besser entlöhnte 

Erwerbsmöglichkeiten hätte (BGE 125 V 157 E. 5c/bb mit Hinweisen). Dies gilt jedoch 

nicht, wenn das Einkommen weit unterdurchschnittlich und nicht existenzsichernd war 

(vgl. Urteil des EVG vom 9. November 2005 i.S. W., I 347/05, E. 5.1). In diesem Fall ist 

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nicht auf den zuletzt erzielten Verdienst, sondern auf dasjenige Einkommen 

abzustellen, dass die versicherte Person auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verdienen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (vgl. ZAK 1992 S. 92, E. 4b).

4.2.2 Der Beschwerdeführer gab anlässlich der Abklärung vor Ort vom 1. Juni 2004 an, 

dass er im Gesundheitsfall seine Tätigkeit voll in der B.___ verwerten würde (act. 

G 4.1/80.1). Dabei handle es sich um einen "Traumberuf" (act. G 4.1/91.48). Sein Beruf 

sei sein "Hobby" (act. G 4.1/91.56). Im das unfallversicherungsrechtliche Verfahren 

betreffenden Entscheid vom 19. Juni 2002 legte das kantonale Versicherungsgericht 

eingehend dar, der vom Beschwerdeführer vollzogene Berufswechsel weg vom 

kaufmännischen Bereich sei zu keinem Zeitpunkt gesundheitlich bedingt notwendig 

gewesen (act. G 4.2, S. 8 f.). Im Lichte dieser Umstände ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall 

die selbstständige Erwerbstätigkeit als Velomechaniker und -händler aufgenommen 

und weitergeführt hätte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann somit 

nicht der letzte Lohn als kaufmännischer Angestellter Ausgangspunkt für die 

Bemessung des Valideneinkommens bilden.

4.2.3 Gemäss der Einschätzung der MEDAS-Gutachter fällt der mutmassliche Beginn 

der reduzierten Arbeitsfähigkeit in das Jahr 2005 (act. G 4.1/91.43). In den letzten drei 

Jahren vor Eintritt der reduzierten Arbeitsfähigkeit (2002 bis 2004) erzielte der 

Beschwerdeführer im Durchschnitt einen Jahresverdienst von Fr. 11'841.-- (vgl. IK-

Auszug, act. G 4.1/120.1). Dieses Einkommen kann offensichtlich nicht als 

existenzsichernd betrachtet werden. Für die Berechnung des hypothetischen 

Valideneinkommens ist daher nicht auf den zuletzt erzielten Verdienst, sondern auf die 

Löhne gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen.

4.3   

4.3.1 Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist vorerst zu klären, ob dem 

Beschwerdeführer zum Zweck der Schadensminderung eine Aufgabe der 

selbstständigen Erwerbstätigkeit zuzumuten ist.

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4.3.2 Wie die höchstrichterliche Rechtsprechung wiederholt festgestellt hat, folgt aus 

der sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht, dass eine versicherte 

Person unter Umständen so zu behandeln ist, wie wenn sie ihre Tätigkeit als 

Selbstständigerwerbende aufgäbe; das heisst, sie hat sich im Rahmen der 

Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen zu lassen, welche sie bei Aufnahme 

einer leidensangepassten unselbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise 

verdienen könnte. Bei der Frage nach der Zumutbarkeit einer Aufgabe der 

selbstständigen Erwerbstätigkeit sind praxisgemäss die gesamten subjektiven und 

objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen 

bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren 

persönlichen Verhältnisse wie das Alter, die berufliche Stellung und die Verwurzelung 

am Wohnort. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (AHI 2001 S. 

283 E. 5a/bb mit Hinweisen).

4.3.3 Vorliegend fällt vor allem ins Gewicht, dass seit 1992 bis 2005 Jahreserträge 

zwischen Fr. 2'348.-- bis Fr. 20'888.-- (act. G 4.1/120 und G 9, S. 6) erwirtschaftet 

wurden, mithin durchschnittlich weniger als Fr. 10'000.-- jährlich. Bei diesen Erträgen 

kann nicht von einem rentierenden Betrieb gesprochen werden. Schliesslich steht auch 

das Alter des 1956 geborenen Beschwerdeführers (act. G 4.1/3.1) und die berufliche 

Stellung als selbstständiger Velomechaniker und -händler einer nochmaligen 

beruflichen Umorientierung nicht entgegen. Des Weiteren besteht aufgrund der zwar 

eingeschränkten, aber immerhin noch zu 66 / % bestehenden bzw. realisierbaren 

Arbeitsfähigkeit keine Veranlassung, die Zumutbarkeit der Geschäftsaufgabe zu 

verneinen. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend in der Beschwerdeantwort darlegt, 

bestehen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten, die 

mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung vereinbar und zumutbar sind (act. G 4, S. 7). 

Demzufolge ist in Nachachtung der dem Beschwerdeführer obliegenden 

Schadenminderungspflicht eine Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit als 

zumutbar zu bezeichnen.

4.3.4 Das in Ausübung einer im erwähnten Sinne zumutbaren Tätigkeit erzielbare 

Einkommen lässt sich praxisgemäss gestützt auf die der Lohnstrukturerhebung zu 

entnehmenden Tabellenlöhne ermitteln (BGE 126 V 76 f. E. 3b/aa).

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4.4  Das Valideneinkommen ist daher wie das Invalideneinkommen anhand der 

statistischen Werte zu ermitteln. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend 

vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. 

Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 

Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (sogenannter Prozentvergleich; SVR 

1/2008 IV Nr. 2 S. 3 E. 5.4). Hinsichtlich der Bestimmung des Validen- und 

Invalideneinkommens bestehen vorliegend keine Anhaltspunkte, die ein Abstellen auf 

unterschiedliche Tabellenlöhne rechtfertigen. Der Invaliditätsgrad ist somit anhand 

eines Prozentvergleichs vorzunehmen.

4.5  Zu beurteilen bleibt letztlich noch die Frage, in welchem Umfang ein Leidensabzug 

auf dem Invalideneinkommen vorzunehmen ist.

4.5.1 Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt 

werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen 

behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung 

hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden 

Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal 

zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des 

Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und 

BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

4.5.2 Die Beschwerdegegnerin anerkannte einen Leidensabzug von 10% wegen 

Teilzeittätigkeit bzw. Zumutbarkeit ausschliesslich körperlich leichter Tätigkeit (act. G 4, 

4.1/133). Die Frage, ob dieser Abzug einer Ermessensprüfung standhält, kann 

vorliegend offen gelassen werden. Denn selbst für den Fall, dass von einem höheren – 

wenn überhaupt höchstens – 20%igen Abzug ausgegangen würde, bliebe dies ohne 

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leistungsrelevante Folge, wie sich aus nachstehender Berechnung des 

Invaliditätsgrades ergibt.

4.6  Unter Berücksichtigung eines 10%igen Leidensabzuges und gestützt auf eine 

Arbeitsfähigkeit von 66 / % resultiert in Anwendung eines Einkommensvergleichs 

gemäss vorstehender E. 4.4 ein Invaliditätsgrad von 40% (100% - [66 / % x 0.9]) und 

somit ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Berücksichtigung eines 20%igen 

Leidensabzuges resultiert ein Invaliditätsgrad von 47% (100% - [66 / % x 0.8]), womit 

ebenfalls eine Viertelsrente ausgewiesen ist

4.7  Hinsichtlich des Rentenbeginns ist festzuhalten, dass mindestens ab 

Untersuchungszeitpunkt der MEDAS-Begutachtung (August 2005) eine das Wartejahr 

gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b aIVG auslösende Beeinträchtigung der Arbeits- und 

Erwerbsfähigkeit besteht. Ob in Anbetracht früherer Arbeitsunfähigkeitszeiten das 

Wartejahr früher begann (vgl. act. G 4.1/91.43 Ziffer 5.4), wird die Beschwerdegegnerin 

noch zu prüfen haben.

5.   

5.1  Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene 

Verfügung vom 26. Juni 2007 aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine 

Viertelsrente zuzusprechen. Die Sache wird zur Festsetzung des Rentenbeginns und 

der Rentenhöhe an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Da die Beschwerdegegnerin unterliegt, hat sie die 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

5.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

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(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- 

bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf das 

Einreichen einer Kostennote. Im vorliegenden Fall erscheint eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 26. Juni 2007 aufgehoben, 

und es wird dem Beschwerdeführer eine Viertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung 

von Rentenbeginn und Rentenhöhe wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.10.2008
	Art. 28 aIVG (in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Rentenanspruch. Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachters beweistauglich. Keine für weitere medizinische Abklärung erforderliche gesundheitliche Verschlechterung mit Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit seit der MEDAS-Begutachtung ausgewiesen. Zur Bestimmung des Valideneinkommens ist aufgrund des unterdurchschnittlichen und nicht existenzsichernden tatsächlich erzielten Verdiensts auf die statistischen Löhne abzustellen. Zumutbarkeit der Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit bejaht, weshalb auch zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf die statistischen Löhne abzustellen ist. Prozentvergleich zur Bestimmung des Invaliditätsgrades. Anspruch auf Viertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Oktober 2008, IV 2007/312).Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_922/2008.

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