# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c3b4215-a017-5ed1-9d53-8ffa0c22d8de
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.11.2017 UV 2016/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-7_2017-11-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 06.11.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2017
Art. 43 Abs. 1 ATSG: Verletzung des Gehörsanspruchs bzw. des 
Mitwirkungsrechts des Beschwerdeführers in Bezug auf ein von der 
Beschwerdegegnerin im Einspracheverfahren eingeholtes Gutachten ihres 
beratenden Arztes verneint; es handelt sich dabei nicht um ein Gutachten im 
Sinne von Art. 44 ATSG.Beweiswert eines Gutachtens eines beratenden 
Arztes der Beschwerdegegnerin (Objektivität, Befangenheit?).Art. 6 UVG: 
Prüfung der Unfallkausalität von Kniegelenksbeschwerden anhand 
verschiedener Anhaltspunkte (zeitlicher Ablauf, Befunde und Diagnosen 
bzw. radiologische Untersuchungsergebnisse im Zusammenhang mit dem 
Kniegelenk) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 6. November 2017, UV 2016/7).

Entscheid vom 6. November 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Katja Meili           

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2016/7        

Parteien

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A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Florian Weishaupt, MLaw,

Küng Rechtsanwälte & Notare AG, Haldenstrasse 10, 9200 Gossau SG,              

gegen

Generali Allgemeine Versicherungen AG, Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon 1,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war durch ihre Tätigkeit als Versandmitarbeiterin 

bei der B.___ AG bei der Generali Allgemeine Versicherungen AG (nachfolgend: 

Generali) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert, als dieser durch die Arbeitgeberin mit Unfallmeldung UVG vom 10. März 

2014 gemeldet wurde, die Versicherte sei am 10. Januar 2014 zu Hause auf der Treppe 

gestürzt und habe dabei einen Knöchelbruch rechts erlitten (act. 1).

A.b  Die Versicherte hatte sich am Unfalltag in der Zentralen Notfallabteilung des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vorgestellt, deren Ärzte nach Durchführung einer 

Röntgenuntersuchung eine laterale Malleolarfraktur Typ Weber B rechts sowie eine 

Ellbogenkontusion rechts diagnostiziert, ihr einen Vacoped-Stiefel angelegt und eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 11. bis 15. Januar 2014 attestiert hatten (act. 3). Die 

Malleolarfraktur war am 17. Januar 2014 im Spital C.___ offen mittels 

Plattenosteosynthese versorgt worden (vgl. act. 14, 16, 31/1). Die Nachbehandlung war 

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durch den Hausarzt der Versicherten, Dr. med. D.___, Innere Medizin FMH, erfolgt, der 

weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt hatte (act. 6).

A.c  Mit ärztlichem Zeugnis vom 23. April 2014 teilte Dr. D.___ der Generali mit, dass 

die Versicherte seit einer Konsultation vom 23. März 2014 über Knieschmerzen rechts 

diffuser Art klage. Klinisch hätten sich blande Befunde gezeigt; eine von ihm 

veranlasste MRI-Untersuchung habe hingegen eine ausgedehnte Osteodystrophie des 

Tibiaplateaus postero-medial und ventral akzentuiert zur Darstellung gebracht (vgl. 

MRT-Unter-suchungsbericht von Dr. med. E.___, Fachärztin für Radiologie FMH, 

Radiologie F.___, vom 29. März 2014; act. 8/2). In Anbetracht dieses Beschwerdebildes 

bestehe weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (act. 8/1, vgl. auch act. 10).

A.d  Am 2. Mai 2014 liess die Generali die Unfallkausalität der 

Kniegelenksbeschwerden durch ihren beratenden Arzt, Dr. med. G.___, FMH 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, beurteilen (act. 9). Gestützt auf dessen Beurteilung teilte 

die Generali der Versicherten mit Schreiben vom 8. Mai 2014 mit, dass die Kausalität 

zwischen den Kniegelenksbeschwerden und dem Unfall vom 10. Januar 2014 nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Sie könne dafür 

demzufolge keine Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung erbringen 

(act. 11).

A.e  Dr. D.___ bestätigte der Versicherten weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

und wies sie mit Schreiben vom 30. Juni 2014 mit der Diagnose "persistierende 

Beinschmerzen rechts bei Status nach Plattenosteosynthese des lateralen malleolus 

rechts bei wenig dislozierter lateraler Malleolarfraktur Typ Weber B 17. Januar 2014, 

radiologisch nachgewiesene epimetaphysäre Osteodystrophie des Tibiaplateaus 

postero-medial und ventral akzentuiert" zur ambulanten Untersuchung und 

Stellungnahme der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG zu (act. 12 ff.). Mit 

Schreiben vom 17. Juli 2014 ersuchte Dr. med. H.___, Oberarzt Orthopädie der Klinik 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG, 

die Generali um Übernahme der Kosten der Kniebehandlung (act. 15). Am selben Tag 

berichteten die Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des KSSG Dr. D.___ über die ambulante Untersuchung inklusive 

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Röntgenuntersuchung vom 16. Juli 2014. Als Diagnose vermerkten sie persistierende 

Knieschmerzen rechts mit Bone bruise Tibia Epi-/Metaphyse und Status nach 

Plattenosteosynthese des lateralen Malleolus rechts bei wenig dislozierter lateraler 

Malleolarfraktur Typ Weber B am 17. Januar 2014. Sie hielten ausserdem fest, dass die 

von der Versicherten geäusserten Kniegelenksbeschwerden auf der rechten Seite und 

das in der MRI-Bildgebung sichtbare Knochenmarksödem der proximalen Tibia mit der 

Traumaanamnese und dem Unfallhergang wohl in Zusammenhang zu bringen seien. 

Am 18. Juli 2014 werde nochmals eine MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks 

durchgeführt (act. 16/2 f.; vgl. MRI-Untersuchungsbericht Knie rechts von Dr. med. 

I.___, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG vom 18. Juli 2014, act. 29/1). 

Am 21. Juli 2014 folgte eine weitere Untersuchung durch die Ärzte der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG mit 

Besprechung des MRI-Untersuchungsergebnisses vom 18. Juli 2014. Die Ärzte 

bestätigten im Bericht vom 23. Juli 2014 die Diagnose vom 16. Juli 2014 und erklärten, 

dass sowohl klinisch als auch im MRI der Befund des Bone Bruise tibial im Vergleich zu 

den Voraufnahmen regredient sei. Die Versicherte berichte, dass das Knie insgesamt 

eher besser sei; sie sei jedoch vor wenigen Tagen erneut mit dem Knie eingeknickt und 

auf die Kniescheibe gefallen (act. 17/2 f.).

A.f  Am 14. August 2014 legte die Generali den Schadenfall erneut Dr. G.___ vor zur 

Beantwortung der Frage, ob neue Erkenntnisse vorliegen würden, welche ihre 

Leistungsablehnung betreffend das rechte Knie beeinflussen würden. Laut 

telefonischer Mitteilung des Ehemanns der Versicherten sei deren Fuss grün und blau 

und würde sehr schmerzen. Die Osteosyntheseplatten würden unangenehm stören und 

Beschwerden verursachen. Dr. G.___ stellte sich auf den Standpunkt, dass eine 

andauernde Arbeitsunfähigkeit aus medizinischer Sicht nicht mehr als unfallkausal 

anzusehen sei. Auch die weiteren medizinischen Behandlungen seien nicht mehr 

unfallkausal. Unter versicherungstechnischen Gesichtspunkten sei der Fall Ende April 

2014 als abgeschlossen zu betrachten (act. 19). Am 12. September 2014 liess die 

Generali Dr. G.___ zudem zur Frage Stellung nehmen, ob seit dem erneuten Sturz auf 

die Kniescheibe ca. Anfang Juli 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

Unfallfolgen vorliegen würden (act. 20).

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A.g  Gestützt auf die Beurteilungen von Dr. G.___ eröffnete die Generali der 

Versicherten mit Verfügung vom 15. September 2014, dass mangels natürlicher 

Kausalität ab 1. August 2014 keine weiteren Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung erbracht würden (act. 21).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 15. September 2014 erhob die Avanex Versicherungen 

AG als Krankenversicherer der Versicherten mit Schreiben vom 24. September 2014 

vorsorglich Einsprache (act. 22), zog diese jedoch nach Prüfung der Akten am 1. 

Oktober 2014 wieder zurück (act. 23).

B.b  Die Versicherte erhob, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw F. Weishaupt, Gossau, 

mit Eingabe vom 16. Oktober 2014 gegen die Verfügung vom 15. September 2014 

Einsprache mit folgenden Anträgen: Die Verfügung vom 15. September 2014 sei 

aufzuheben; der Versicherten seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen aufgrund 

ihrer Gesundheitsschäden am Sprunggelenk und im Knie zu erbringen; eventualiter 

seien weitere Abklärungen vorzunehmen, insbesondere ein Obergutachen einzuholen 

(act. 24). Am 26. November 2014 reichte Rechtsanwalt Weishaupt eine ergänzende 

Einsprachebegründung nach, worin der (geänderte) Hauptantrag gestellt wurde, der 

Versicherten seien in Bezug auf die Gelenksbeschwerden am rechten Knie bzw. den 

Unfall vom 10. Januar 2014 über den 1. August 2014 hinaus Leistungen aus der 

Unfallversicherung zu erbringen (act. 26).

B.c  Vom 22. bis 23. Januar 2015 hielt sich die Versicherte zur 

Osteosynthesematerialentfernung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG auf (act. 31).

B.d  Am 11. Mai 2015 führte Dr. E.___ bei der Versicherten auf Zuweisung von Dr. 

D.___ - zum Vergleich mit dem MRI-Untersuchungsergebnis des rechten Kniegelenks 

vom 29. März 2014 - erneut eine MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks durch 

(act. 34). Am 18. Mai 2015 stellte sich die Versicherte wegen der therapieresistenten 

(vgl. dazu act. 33) persistierenden Schmerzen im Knie sowie im OSG-Bereich rechts in 

der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

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des KSSG vor. Gestützt auf das neue MRI-Untersuchungsergebnis sowie nach einer 

Röntgenuntersuchung des OSG diagnostizierten deren Ärzte im Untersuchungsbericht 

vom 20. Mai 2015 persistierende Schmerzen im Kniebereich rechts sowie im OSG 

rechts nach Trauma vom 10. Januar 2014 mit/bei Status nach Bone bruise tibial 

metaphysär rechts, aktuell vollständig regredient (MRI vom 11. Mai 2015) sowie Status 

nach Ostesynthese lateraler Malleolus rechts vom 17. Januar 2014 bei Malleolarfraktur 

Typ Weber B rechts, Osteosynthesematerialentfernung am 22. Januar 2015 (act. 32/2). 

Am 21. Mai 2015 wurde in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG eine 

weitere MRI-Untersuchung des OSG rechts durchgeführt, wobei sich insgesamt ein 

normales postoperatives Kernspintomogramm zeigte (act. 39). Anlässlich einer 

weiteren Untersuchung vom 13. Juli 2015 bestätigten die Ärzte der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG ihre 

letzte Diagnose. Sie fügten an, dass am 2. Juni 2015 eine therapeutische Infiltration 

Knie rechts stattgefunden habe und dass unklare Hüftschmerzen rechts bestanden 

hätten. Hinsichtlich des rechten Knies sowie des rechten OSG erhoben sie gänzlich 

unauffällige Befunde (act. 40).

B.e  Die Generali holte im Rahmen des Einspracheverfahrens zwei Aktenbeurteilungen 

bei Dr. G.___, datiert vom 14. August und 27. September 2015 (act. 41 f.), ein. Diese 

stellte sie dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Schreiben vom 26. Oktober 2015 

zwecks Einreichung einer Vernehmlassung zu (act. 43). Davon machte dieser am 27. 

November 2015 Gebrauch (act. 44).

B.f  Mit Einspracheentscheid vom 13. Januar 2016 erkannte die Generali wie folgt: "Die 

UVG-Leistungen bezüglich der Sprunggelenksfraktur rechts werden per 13.07.2015 

eingestellt. Soweit darüber hinausgehend wird die Einsprache abgewiesen" (act. 45); 

wobei es sich beim Einstellungszeitpunkt um das Datum der Kontrolluntersuchung im 

KSSG handelt.

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 12. Februar 2016 

Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen: "1. Die Verfügung der 

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Beschwerdegegnerin vom 15. September 2014 sei aufzuheben; 2. Der 

Beschwerdeführerin seien in Bezug auf die Gelenksbeschwerden am rechten Knie bzw. 

auf den Unfall vom 10. Januar 2014 über den 1. August 2014 hinaus Leistungen aus 

der Unfallversicherung zu erbringen; 3. Eventualiter sei die Angelegenheit zur 

Vornahme weiterer Abklärungen, insbesondere zur Einholung eines Obergutachtens bei 

einer neutralen Stelle und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen" (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 23. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 3. Mai 2016 bekräftigte der Rechtsvertreter der Versicherten seine 

Beschwerdeanträge (act. G 5).

C.d Mit Duplik vom 25. Mai 2016 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag auf 

Beschwerdeabweisung (act. G 7).

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.   

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 13. Januar 2016 (act. 45). Dem Einspracheentscheid liegt die Verfügung vom 15. 

September 2014 zu Grunde (act. 21) und dieser ging wiederum das formlose 

Leistungsablehnungsschreiben vom 8. Mai 2014 (act. 11) voraus. In der Verfügung 

wurde zwar einzig eine Leistungseinstellung per 1. August 2014 - ohne exakte 

Trennung von Malleolarfraktur und Kniegelenksbeschwerden - bestimmt, welche 

grundsätzlich die anfängliche Anerkennung von Unfallfolgen und im weiteren Verlauf 

deren Dahinfallen infolge Heilung bedingt (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ 

PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrechts, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

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Basel/Genf 2012, S. 54). Und auch im Verfügungssachverhalt wurde in Bezug auf die 

Behandlungen am Knie missverständlich von einer Ablehnung "weiterer Leistungen" 

gesprochen. Damit übereinstimmend stellte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin in der ergänzenden Einsprachebegründung (act. 26) und 

nachfolgend auch in der Beschwerde (act. G 1) den Hauptantrag, der 

Beschwerdeführerin seien in Bezug auf die Gelenksbeschwerden am rechten Knie bzw. 

den Unfall vom 10. Januar 2014 über den 1. August 2014 hinaus Leistungen aus der 

Unfallversicherung zu erbringen. Im Einspracheentscheid erkannte die 

Beschwerdegegnerin hingegen eindeutig nur bezüglich der Sprunggelenkfraktur rechts 

auf eine Leistungseinstellung (hier mit Datum per 13. Juli 2015 gemäss letzter 

dokumentierter Kontrolluntersuchung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG, act. 40) und wies die Einsprache, 

"soweit darüber hinausgehend" und damit offensichtlich soweit Leistungen bezüglich 

der Gelenksbeschwerden am rechten Knie beantragt wurden, von Beginn weg ab. Dies 

lässt auch die Begründung des Einspracheentscheids erkennen. Gleichermassen hatte 

die Beschwerdegegnerin bereits im formlosen Schreiben vom 8. Mai 2014 festgestellt, 

dass sie für die beklagten Kniegelenksbeschwerden mangels überwiegend 

wahrscheinlicher Unfallkausalität keine Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung erbringen werde. Trotz des obgenannten Hauptantrags des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in der ergänzenden Einsprachebegründung 

und der Beschwerde ist denn auch angesichts seiner jeweiligen Argumentation ohne 

Zweifel anzunehmen, dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren unter den 

Verfahrensparteien nur streitig sein kann und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin 

in Bezug auf die Kniegelenksbeschwerden rechts im Zusammenhang mit dem 

Sturzereignis vom 10. Januar 2014 leistungspflichtig ist bzw. ob ein 

Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben war.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

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Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2014 zur Debatte steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass die geltend gemachten 

Kniegelenksbeschwerden rechts zum Unfallereignis vom 10. Januar 2014 in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang stehen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 

129 V 181 E. 3.1 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 

Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu 

beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 3; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei 

physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 mit 

Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet 

und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrage gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.a, 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Ob ein natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen, 117 V 360 E. 4a mit 

Hinweisen; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts,

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4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 29). Während der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen natürlichen Kausalzusammenhang 

zwischen den Kniegelenksbeschwerden rechts und dem Unfall vom 10. Januar 2014 

bejaht, verneint die Beschwerdegegnerin einen solchen und stützt sich dabei 

insbesondere auf die Kurzbeurteilungen und Gutachten ihres beratenden Arztes Dr. 

G.___ (act. 9, 19 f., 41 f.).

4.   

4.1  Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in Bezug auf die Gutachten von 

Dr. G.___ vom 14. August und 27. September 2015 (act. 41 f.) zunächst eine Verletzung 

des Gehörsanspruchs geltend. Gemäss Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) prüft der 

Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes 

wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Bei der Prüfung der Begehren darf 

er auch den Sachverstand versicherungsinterner bzw. beratender medizinischer 

Fachpersonen einbeziehen. Bei diesen von beratenden Fachpersonen erstellten 

Stellungnahmen handelt es sich indessen nicht um Gutachten im Sinne von Art. 44 

ATSG; diese Bestimmung ist auf die Berichte beratender Fachpersonen nicht 

anwendbar (vgl. BGE 136 V 117, 135 V 258 f. E. 3.4.1). Die Beschwerdegegnerin hält 

mithin in der Beschwerdeantwort vom 23. März 2016 zutreffend fest, dass im 

vorliegenden Fall keine Mitwirkungsrechte der Beschwerdeführerin verletzt worden 

sind. Die Beschwerdeführerin erhielt im Übrigen vor Erlass des Einspracheentscheids 

vom 13. Januar 2016 (act. 45) das rechtliche Gehör, indem ihr die Gutachten von Dr. 

G.___ vom 14. August und 27. September 2015 (act. 41 f.) mit der Möglichkeit zur 

Vernehm¬lassung zugestellt wurden (act. 43).

4.2 

4.2.1      Weiter spricht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin den Gutachten von 

Dr. G.___ den Beweiswert mit der Begründung ab, dieser sei befangen und 

voreingenommen gewesen, indem er in seinen Gutachten von seinen bisherigen 

Kurzbeurteilungen vom 2. Mai 2014 (act. 9), 14. August 2014 (act. 19) und 12. 

September 2014 (act. 20) nicht habe abweichen können, ohne dass er sich zu diesen 

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zwingend in Widerspruch gesetzt hätte. Es sei offensichtlich und wohl auch der 

Beschwerdegegnerin völlig klar gewesen, dass Dr. G.___ wenn irgend möglich an 

seiner vorgefassten Meinung festhalten werde.

4.2.2      Hinsichtlich Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen 

bzw. beratender Ärzte und Ärztinnen von Versicherungen gilt der Grundsatz, dass ein 

Anstellungs- bzw. Vertragsverhältnis dieser Personen zum Versicherungsträger alleine 

nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 

353 E. 3b/ee). Auch aus Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte 

und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) folgt nicht, dass solche Stellungnahmen in 

jedem Fall unbeachtlich wären. Diese Bestimmung gibt keinen formellen Anspruch auf 

eine versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig sind. 

Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines externen 

Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung 

jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen beratender Ärzte und 

Ärztinnen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4, 122 V 

162 f. E. 1d).

4.2.3      Für eine Voreingenommenheit oder Befangenheit müssten sich aus den 

Gutachten von Dr. G.___ objektive Anhaltspunkte ergeben. Im Umstand allein, dass Dr. 

G.___ vor der Erstellung seiner Gutachten vom 14. August und 27. September 2015 

bereits die drei Kurzbeurteilungen vom 2. Mai 2014 (act. 9), 14. August (act. 19) und 12. 

September 2014 (act. 20) abgegeben hat, kann kein objektiver Anhaltspunkt gesehen 

werden. Es ist nichts Aussergewöhnliches, wenn ein Versicherungsträger während des 

Verwaltungsverfahrens mit zusätzlichem Einspracheverfahren mehrmals mit Fragen an 

den beratenden Arzt oder die beratende Ärztin gelangt; insbesondere dann, wenn neue 

Akten eingereicht werden und der beratende Arzt oder die beratende Ärztin - wie im 

konkreten Fall - gefragt wird, ob sich daraus neue Erkenntnisse ergeben würden (act. 

19), wenn ein neuer Unfall passiert ist und nach den darauf zurückführenden 

Unfallfolgen gefragt wird (act. 20), oder wenn der beratende Arzt zunächst nur 

Kurzbeurteilungen abgegeben hat und in einem nachfolgenden Einspracheverfahren 

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um eine umfassende, ausführliche Beurteilung des Schadenfalls ersucht wird (act. 41). 

Vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wird in keiner Weise dargetan, inwiefern 

die Beurteilungen von Dr. G.___ nicht neutral und sachlich gewesen sein sollten. Die 

Berechtigung eines solchen Vorwurfs ist denn auch bezüglich des Gutachtens nicht 

ersichtlich. Aus der Tatsache, dass ein beratender Arzt oder eine beratende Ärztin nach 

vorherigen Kurzbeurteilungen ein ausführliches Gutachten erstellt, in welchem er oder 

sie sich mit den massgebenden medizinischen Fragen eingehender auseinandersetzt 

und zum selben Ergebnis wie zuvor gelangt, kann jedenfalls nicht der Vorwurf 

abgeleitet werden, es habe nicht von der früheren Beurteilung abgewichen werden 

wollen. Genauso gut kann darin ein Hinweis auf die Zuverlässigkeit der ärztlichen 

Beurteilung gesehen werden.

4.3  Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte und Ärztinnen dem von der 

Verwaltung eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und 

Begutachtungsauftrag des amtlichen bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 

zu beachten (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2001, I 

506/00). Ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten kann nicht stets 

dann in Frage gestellt und zum Anlass weiterer Abklärungen genommen werden, wenn 

die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 

bleiben aber Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 

behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 

entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008, 

9C_24/2008, E. 2.3.2, 27. November 2006, I 663/05, E. 2.2.2, 2. August 2006, U 58/06, 

E. 2.2 in fine, und 13. März 2006, I 676, E. 2.4). Es sind mithin in jeder ärztlichen 

Konstellation Anhaltspunkte zu beachten, die die Feststellungen der 

versicherungsinternen Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen lassen (vgl. BGE 

135 V 470 E. 4.5 f.; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 1. Oktober 2013, 

4A_172/2013, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen, 12. Februar 2010, 8C_907/2009, E. 1.1., 

und 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

4.4  Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch reine Beurteilungen bzw. Gutachten 

aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. G.___ erstellt wurden, beweiskräftig sein 

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können, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 

fachärztliche Beurteilung eines an sich fest stehenden medizinischen Sachverhalts 

geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 

Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 

5.1.1).

4.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein Anlass besteht, den Beurteilungen 

von Dr. G.___, insbesondere dessen Gutachten vom 14. August und 27. September 

2015 (act. 41 f.), von vornherein jegliche Aussagekraft abzusprechen. Massgebend ist, 

dass die Überprüfung der Beweiskraft sämtlicher Akten bzw. die gesamte 

Beweiswürdigung auf die überwiegend wahrscheinliche Beantwortung der materiell-

rechtlichen Frage ausgerichtet ist, ob zwischen dem Unfall vom 10. Januar 2014 und 

den von der Beschwerdeführerin geklagten Kniegelenksbeschwerden rechts ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Unter diesem Aspekt gilt es nachfolgend 

sowohl den Beweiswert der Beurteilungen bzw. Gutachten von Dr. G.___ als auch die 

Berichte der behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin zu überprüfen.

5.   

5.1  Dr. G.___ hat in seinen Beurteilungen vom 2. Mai 2014 (act. 9) und 14. August 

2014 (act. 19) sowie im Gutachten vom 14. August 2015 (act. 41/24 ff.) insbesondere 

auf die lange Latenzzeit von rund zehn Wochen bis zur erstmaligen Dokumentation von 

Kniegelenksbeschwerden rechts nach dem Unfallereignis hingewiesen und diesen 

zeitlichen Ablauf als Anhaltspunkt gegen eine Unfallkausalität gewertet.

5.2  Dr. G.___ hält sachverhaltsmässig zutreffend fest, dass die Beschwerdeführerin 

laut ärztlichem Zeugnis von Dr. D.___ vom 23. April 2014 (act. 8) erstmalig bei einer 

Konsultation vom 23. März 2014 zusätzlich zur - hier unstreitigen - OSG- und 

Ellbogenproblematik auch über Kniegelenksbeschwerden rechts geklagt habe. Weder 

in der Unfallmeldung UVG vom 10. März 2014 (act. 1) noch im Erstbericht der Zentralen 

Notfallabteilung des KSSG vom 13. Januar 2014 (act. 3) wurden das Knie oder das 

Kniegelenk erwähnt. Es fanden weder diesbezügliche Untersuchungen noch Therapien 

statt. Die Behandlung richtete sich ausschliesslich auf das rechte OSG. Ausserdem ist 

festzuhalten, dass in der Zentralen Notfallabteilung des KSSG - neben der 

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diagnostizierten Malleolarfraktur - auch die Befunde einer diffusen Dysästhesie am 

rechten Unterschenkel medialseits sowie am Oberschenkel medialseits (vorbestehend) 

erhoben wurden. Die Untersuchungen fokussierten sich offenbar nicht nur auf das OSG 

rechts, sondern auf das ganze rechte Bein. Daraus ist abzuleiten, dass 

Kniegelenkschmerzen oder zumindest äussere Gesundheitsschäden im Bereich des 

rechten Knies, sofern sie vorhanden gewesen wären, wohl aufgefallen und thematisiert 

worden wären. Zwar hielt Dr. D.___ im obgenannten ärztlichen Zeugnis fest, die 

Beschwerdeführerin habe erklärt, dass die Knieschmerzen schon unmittelbar nach der 

Malleolarfraktur rechts aufgetreten seien; sie habe diese jedoch immer als Folge der 

Malleolarfraktur betrachtet (act. 8). Es erscheint nicht abwegig, dass eine verunfallte 

Person zunächst einer schwerwiegenderen strukturellen Verletzung mehr Beachtung 

schenkt als Schmerzen, welche nicht unmittelbar den strukturell verletzten Körperteil 

betreffen; dies vor allem dann, wenn letztere mit der Verletzung in einem 

Zusammenhang stehen könnten. Letztlich bleibt jedoch die Erklärung der 

Beschwerdeführerin lediglich eine Behauptung, welche sich zumindest anhand der 

vorliegenden Akten nicht bestätigen lässt. Deren Glaubhaftigkeit ist - wie von Dr. G.___ 

festgehalten - insofern fraglich, als die Beschwerdeführerin vor dem 23. März 2014 

mehrmals und regelmässig ihren Hausarzt Dr. D.___ konsultiert (vgl. act. 10), diesem 

aber offensichtlich nie über Kniebeschwerden berichtet hatte. Auch wenn die 

Beschwerdeführerin angeblich die Knieschmerzen nicht einer eigentlichen 

Knieverletzung, sondern zunächst der Malleolarfraktur zuordnet hat, wäre zu erwarten 

gewesen, dass sie Dr. D.___ die verschiedenen, sich ihr bemerkbar gemachten 

Beschwerden beschreibt.

5.3  Es liegt mithin einzig die subjektive Angabe der Beschwerdeführerin vor, welche 

dem Wahrscheinlichkeitsbeweis nicht zu genügen vermag. Der zeitliche 

Zusammenhang stellt einen bedeutsamen Umstand im Rahmen der 

Kausalitätsbeurteilung dar. So erscheint es offensichtlich, dass eine beim Unfall 

erlittene Verletzung im Regelfall zu Schmerzen führt und unmittelbar im Anschluss an 

den Unfall oder zumindest unfallnah auch wahrgenommen und im Rahmen einer 

ärztlichen Untersuchung beschrieben wird. Die Anforderungen an den Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs im Grad der Wahrscheinlichkeit sind strenger, je 

grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Eintritt bzw. der 

Objektivierung einer Schädigung ist (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c; Urteil des 

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Bundesgerichts vom 26. September 2008, 8C_102/2008, E. 2.2). Dieser Grundsatz ist 

insbesondere in denjenigen Fällen zu beachten, in welchen nach einer längeren 

Latenzzeit radiologisch nur Befunde erhoben werden konnten, welche - wie im 

vorliegenden Fall - keiner eindeutigen frischen Verletzung wie einer Fraktur oder 

ligamentären Ruptur entsprechen (vgl. act. 8, 16, 29), sondern verschiedene Ursachen 

- traumatische, degenerative oder krankhafte - haben können (vgl. dazu nachfolgende 

Erwägung 6).

5.4  Der Einwand des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in der Einsprache vom 

16. Oktober 2014 (act. 24/4) - es komme nicht selten vor, dass ein Unfall mehr oder 

weniger lang nach Abschluss der Heilbehandlung neue gesundheitliche Störungen 

verursache; für solche Spätfolgen sei der Unfallversicherer gemäss Art. 11 UVV 

leistungspflichtig - ist zwar im Grundsatz nicht in Abrede zu stellen. Spätfolgen 

schliessen jedoch begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis bzw. an eine erlittene 

Unfallverletzung an (vgl. dazu RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 78), wofür der 

zeitliche Ablauf im konkreten Fall gerade nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit spricht.

5.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Dr. G.___ in seinen Beurteilungen vom 2. 

Mai 2014 (act. 9) und 14. August 2014 (act. 19) sowie im Gutachten vom 14. August 

2015 (act. 41/24 ff.) aufgrund der obigen Sachlage - der rund zehnwöchigen Latenzzeit 

bis zur erstmaligen Erwähnung von Kniegelenksbeschwerden rechts - zum 

überzeugenden Ergebnis gelangte, der zeitliche Ablauf spreche nicht für eine 

überwiegend wahrscheinliche Kausalität zwischen den Kniegelenksbeschwerden 

rechts und dem Unfallereignis vom 10. Januar 2014.

6.   

6.1  Einen massgebenden Anhaltspunkt für die Beurteilung des Vorliegens 

traumatischer Kniegelenksbeschwerden bilden sodann die Befunde und Diagnosen 

bzw. radiologischen Untersuchungsergebnisse, welche bei der Beschwerdeführerin im 

Zusammenhang mit dem rechten Kniegelenk erhoben worden sind und welche 

grundsätzlich als Ursache der Kniegelenksbeschwerden in Frage kommen. Nach einer 

Auflistung der vollständigen, d.h. lückenlosen Anamnese, befasste sich Dr. G.___ mit 

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diesen im orthopädisch-chirurgischen Gutachten vom 14. August 2015 (act. 41) 

ausführlich und umfassend, indem er deren grundsätzliches Bestehen und bei 

Bejahung deren Ursächlichkeit - insbesondere deren Kausalität zum Unfallereignis vom 

10. Januar 2014 - beurteilte. Diese Vorgehensweise erscheint logisch und überzeugend 

und ergibt einen Gesamtüberblick über die Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten 

allenfalls vorliegender unfallkausaler Kniegelenksverletzungen.

6.2  Im Zentrum der Frage nach einer beim Unfall vom 10. Januar 2014 im Bereich des 

rechten Kniegelenks erlittenen Verletzung steht der am 29. März 2014 durch Dr. E.___ 

erhobene Befund einer ausgedehnten epimetaphysären flächigen Osteodystrophie des 

Tibiaplateaus posteromedial und ventral akzentuiert (act. 8).

6.2.1      Dr. G.___ stellt nicht das Vorliegen eines auffälligen Befundes als 

Schmerzverursacher an sich in Frage, sondern konkret das Vorliegen einer 

Osteodystrophie, indem er darlegt, dass der Begriff "Osteodystrophie des Tibia-

Plateaus" im vorliegenden Fall unzutreffend gewählt sei. Die Bezeichnung 

Osteodystrophie wird laut Dr. G.___ - und wie auch der medizinischen Literatur zu 

entnehmen ist (vgl. dazu PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 

2014, S. 1558; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1379; ALFRED 

M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 476, 

478) - unter orthopädischen Gesichtspunkten bei klar zu beschreibenden Erkrankungen 

benutzt: renale Osteodystrophie, Osteodystrophia fibrosa generalisata, 

Osteodystrophia deformans. Weitere Formen seien bekannt. Keine dieser 

Veränderungen habe bei der Beschwerdeführerin nachgewiesen werden können; der 

Hausarzt habe auf telefonische Rückfrage hin ausdrücklich bestätigt, dass keine 

sonstigen Erkrankungen bekannt seien. Vor diesem Hintergrund hält Dr. G.___ weiter 

fest, dass in Anlehnung an die Definition von Dr. I.___ vom 18. Juli 2014 (act. 29) nur 

von einer Signalalteration des Knochenmarks im Sinne eines Ödems gesprochen 

werden sollte (act. G 41/23). Die Ausführungen von Dr. G.___ erscheinen ohne Weiteres 

schlüssig und nachvollziehbar, zumal auch Dr. H.___ im Kostenübernahmegesuch vom 

17. Juli 2014 (act. 15) sowie die Ärzte des KSSG im Untersuchungsbericht vom 17. Juli 

2014 (act. 16/3) von einem Knochenmarksödem im ventralen Tibiakopfbereich als 

wahrscheinlichster Ursache der anhaltenden Kniegelenksbeschwerden bzw. einem 

Knochenmarksödem der proximalen Tibia sprechen.

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6.2.2      Dr. G.___ interpretiert sodann auf den MRI-Bildern vom 29. März 2014 die 

Ödemlokalisation anders als Dr. E.___ (act. 8) und die Ärzte des KSSG (act. 16/3). 

Diese seien von einer Signalveränderung im epimetaphysären Bereich ausgegangen, 

was bedeute, dass von einer Veränderung nur der Bereich des die Gelenkflächen 

tragenden Anteils des Schienbeins (Epiphyse) und die Zone der ehemaligen 

Wachstumsfuge (Metaphyse) betroffen gewesen wären. Tatsächlich zeigten aber die 

MRI-Aufnahmen vom 29. März 2014 (act. 8) und die MRI-Kontrolluntersuchung durch 

Dr. I.___ vom 18. Juli 2014 (act. 29) auch eine eindeutige Beteiligung des oberen 

Bereichs des Schienbeinschafts. Die korrekte Lokalisationsangabe müsse also lauten: 

epi-meta-dia-physäre Signalveränderung (act. 41/22).

6.2.3      Nach der grundsätzlichen Würdigung bzw. Einordnung des am 29. März 2014 

mittels MRI erhobenen Befundes einer ausgedehnten epimetaphysären flächigen 

Osteodystrophie als epi-meta-dia-physäre Signalveränderung bzw. Signalalteration des 

Knochenmarks im Sinne eines Ödems (vgl. Erwägung 6.2.1 f.) stellte Dr. G.___ die 

Frage nach einer allfälligen Verursachung desselben und mangels Vorliegens einer 

strukturellen Verletzung sowie angesichts des beschriebenen Unfallmechanismus 

(Sturz auf Treppe [act. 1]) nachvollziehbar die Frage nach einer von der 

Beschwerdeführerin anlässlich des Unfalls vom 10. Januar 2014 erlittenen Kontusions- 

oder Distorsionsverletzung. Ödeme können gemäss medizinischer Literatur krankheits- 

oder traumatisch bedingt sein (vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O, S. 1525; ROCHE LEXIKON, 

a.a.O., S. 1352 f.). Laut Auffassung von Dr. G.___ spricht die am 29. März 2014 

vorgefundene Verteilung der Signalveränderungen im Schienbeinkopfbereich nicht für 

eine Kontusion oder Distorsion. In einem solchen Fall wäre eine sofortige/primäre 

Beteiligung vorwiegend in der oberen Hälfte der Epiphyse in irgendeinem der Bereiche 

in ausgeprägter Form flächig zu erwarten gewesen. Die ausgewählten MRI-Schnitte 

aus der Untersuchung vom 29. März 2014 würden aber eine Beteiligung "fernab" von 

der Epiphyse zeigen. Die primären Signalveränderungen fänden sich im Bereich der 

ehemaligen Wachstumsfuge sowie des darunter liegenden Anteils der Diaphyse. Aus 

diesem Grunde komme eine Distorsion als Ursache für die vorgefundenen 

Signaländerungen nicht in Frage, zumal eine knöcherne Verletzung oder unfallbedingte 

Schädigung der Binnenstrukturen des rechten Kniegelenks nicht beklagt oder 

nachgewiesen worden seien. Im Falle einer Kontusion oder Prellung wäre eine äussere 

Verletzung unter Beteiligung der Hautschichten zu erwarten gewesen; dies sei aber 

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eindeutig nicht der Fall gewesen, wie sich aus dem Befundbericht des KSSG vom 13. 

Januar 2014 (act. 3) ergebe (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen 6.2.4 f.). Auch der 

nachbehandelnde Hausarzt Dr. D.___ habe offensichtlich weder äusserlich erkennbare 

Folgen einer Verletzung am Kniegelenk rechts gesehen noch von der 

Beschwerdeführerin berichtet bekommen (act. 5, 8, 14). Dr. G.___ zeigt unter 

Berücksichtigung der vorliegenden Anamnese schlüssig auf, weshalb im Falle der 

Beschwerdeführerin ein traumatisches Ödem nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann (act. 41/23 f.). Dr. G.___ 

hat Befunde genannt, welche für ein traumatisches Ödem sprechen würden und 

dargelegt, dass solche im vorliegenden Fall nicht erhoben werden können. Dies sowie 

der Umstand, dass das Auftreten von Schmerzen erst mehrere Wochen nach dem 

Unfall dokumentiert wurden (vgl. Erwägung 5) lassen seine Schlussfolgerung ohne 

weiteres überzeugend erscheinen. Im Übrigen hat auch Dr. I.___ im MRI-

Untersuchungsbericht vom 18. Juli 2014 als Befund ein Ödem "unklarer Ätiologie" 

erhoben (act. 29). Wie Dr. G.___ in seiner Beurteilung vom 12. September 2014 dazu 

richtig feststellt (act. 20), war somit auch der Radiologe nicht in der Lage, die Ursache 

des Ödems anzugeben.

6.2.4      Zur Verwendung des von den Ärzten des KSSG in den 

Untersuchungsberichten vom 17. Juli 2014 (act. 16) und 20. Mai 2015 (act. 32) konkret 

benutzten Begriffs "Bone bruise" (bone = Knochen; bruise = Prellung) führte Dr. G.___ 

ergänzend in Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur aus, dass diese in 

irgendeiner Weise eine von aussen auf den Schienbeinkopf einwirkende Gewalt 

bedinge. Beim Bone bruise gehe man davon aus, dass nicht nur eine 

Wassereinlagerung in einem bestimmten Knochenabschnitt vorliege, sondern es auch 

durch Stoss oder Druck von aussen (Kontusion/Distorsion) zu Brüchen der 

Mikrostruktur im Schwammknochenbereich in der Nachbarschaft des Knochenmantels 

gekommen sei (vgl. dazu PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 308). Folgerichtig kam Dr. G.___ 

auch hinsichtlich eines Bone bruise - übereinstimmend mit der Schlussfolgerung 

betreffend Knochenmarksödem bzw. Kontusion oder Distorsion - zum überzeugenden 

Ergebnis, dass äussere Einwirkungen auf das rechte Kniegelenk im vorliegenden Fall 

durch nichts bewiesen worden seien, sondern allenfalls spekulativ vermutet werden 

könnten (act. 41/31 f.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/23

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6.2.5      Im Ergänzungsbericht vom 27. September 2015 zum orthopädisch-

chirurgischen Gutachten vom 14. August 2015 (act. 42/4) wies Dr. G.___ schliesslich 

auf die aktenmässig dokumentierte Tatsache hin, dass im Mai 2015 selbst das 

Erscheinungsbild eines Bone bruise unklarer Ursache (vgl. act. 29: Ödem unklarer 

Ätiologie) verschwunden gewesen sei und die Ärzte des KSSG deshalb im 

Untersuchungsbericht vom 20. Mai 2015 (act. 32/2) kein klinisches Korrelat für die 

angegebenen Beschwerden festgestellt hätten. Laut MRI-Untersuchungsbericht vom 

11. Mai 2015 (act. 34) zeigte sich Dr. E.___ am selben Tag eine weitestgehende 

restitutio ad integrum mit annähernd vollständiger Rückbildung der ehemals 

ausgedehnten epimetaphysären flächigen Osteodystrophie des Tibiaplateaus 

posteromedial und ventral akzentuiert. Ausserdem hielten die Ärzte des KSSG im 

Untersuchungsbericht vom 20. Mai 2015 (act. 32/2) fest, dass die Schmerzen bei der 

Beschwerdeführerin im rechten Kniebereich persistieren würden, der klinische Befund 

allerdings bis auf eine diffuse Druckdolenz unauffällig sei. Bereits in den MRI-Bildern 

vom 18. Juli 2014 (act. 29) und der klinischen Untersuchung der Ärzte des KSSG vom 

21. Juli 2014 (act. 17/2) hatte sich der Befund des Bone Bruise tibial im Vergleich zu 

den Voraufnahmen vom 29. März 2014 (act. 8) regredient gezeigt. Mit dem Umstand, 

dass sich das ursprünglich für die Schmerzen verantwortlich gemachte 

Knochenmarksödem zurückgebildet hatte, von der Beschwerdeführerin hingegen 

weiterhin Kniebeschwerden beklagt worden und die Kniebeschwerden damit zeitlich 

nicht mehr deckungsgleich mit dem Knochenmarksödem waren, wird ein 

Zusammenhang der Schmerzen mit dem Ödem überhaupt in Frage gestellt.

6.2.6      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der verlässlichen und 

überzeugenden Erwägungen von Dr. G.___ in der am 29. März 2014 radiologisch 

erhobenen Osteodystrophie bzw. in dem von ihm als Knochenmarksödem definierten 

Befund mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine im 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. Januar 2014 stehende traumatische 

Verletzung zu sehen ist. Die weiteren ärztlichen Beurteilungen vermögen weder seine 

Schlussfolgerung zu widerlegen bzw. mit dem Beweiswert der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit eine Unfallverletzung nachzuweisen noch deren Beweiswert zu 

schmälern und einen weiteren Abklärungs¬bedarf zu rechtfertigen. Die Formulierung 

von Dr. D.___ im Überweisungsschreiben an das KSSG vom 30. Juni 2014 - seines 

Erachtens "könne" die Ostedystrophie sehr wohl in Zusammenhang mit dem Unfall 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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stehen (act. 14/2) - kommt lediglich einer Vermutung gleich. Eine solche vermag jedoch 

nicht den im Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu genügen (vgl. LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 

70 N. 58 f.). Hinzu kommt, dass Dr. D.___ keine medizinisch fundierte Begründung 

liefert, worauf er seine Vermutung abstützt. Dr. H.___ erachtete es sodann im 

Kostengutsprachegesuch vom 17. Juli 2014 als naheliegend, dass das 

Knochenmarksödem im Rahmen einer traumatischen Knochenkontusion zu 

interpretieren sei, die sich die Beschwerdeführerin anlässlich ihres Treppensturzes 

zugezogen habe. Eine andere Ursache sei für ihn nicht plausibel, zumal seit dem Unfall 

vom 10. Januar 2014 kein weiteres Trauma stattgefunden habe (act. 15). Abgesehen 

davon, dass die Formulierung "naheliegend" ebenfalls nur im Sinne einer denkbaren, 

nicht aber überwiegend wahrscheinlichen, Variante verstanden werden kann, vermag 

auch die Begründung von Dr. H.___ dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen. Der alleinige Ausschluss eines anderen Unfalls 

vermag insbesondere in denjenigen Fällen nicht zu genügen, in denen - wie im 

vorliegenden Fall - Gesundheitsschäden zur Diskussion stehen, welche regelmässig 

auch krankheits- oder degenerativ bedingt sein können. Andernfalls würde man sich 

mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen. 

In derselben Weise kann auch der blossen Erklärung der Ärzte des KSSG im Bericht 

vom 17. Juli 2014 - die von der Patientin geäusserten Kniegelenksbeschwerden auf der 

rechten Seite und das in der MRI-Bildgebung sichtbare Knochenmarksödem der 

proximalen Tibia seien mit der Traumaanamnese und dem Unfallhergang wohl in 

Zusammenhang zu bringen (act. 16/3) - kein Beweiswert beigemessen werden, der für 

die Annahme eines überwiegend wahrscheinlichen Sachverhalts ausreicht. Im Übrigen 

stellen gerade die Traumaanamnese (insbesondere der zeitliche Ablauf) sowie der 

Unfallhergang im konkreten Fall keine überzeugenden Begründungen dar.

6.3  Laut Untersuchungsbericht der Ärzte des KSSG vom 17. Juli 2014 hatte die 

Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung vom 16. Juli 2014 von 

intermittierenden Schwellungszuständen und einer belastungsabhängigen 

Schmerzsymptomatik berichtet, was mit einem posttraumatischen komplexen 

regionalen Schmerzsyndrom (= CRPS; synonym verwendete Bezeichnungen: 

Reflexdystrophie, Sudeck-Syndrom, Algodystrophie; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1914) 

in Zusammenhang gebracht werden könnte (act. 16/3).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/23

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6.3.1      Beim CRPS handelt es sich um ein Schmerzsyndrom, welches - wie auch von 

Dr. G.___ mit Hinweis auf die medizinische Literatur beschrieben (act. 41/26 f.) - 

anerkanntermassen als sekundäre Folge ("Zweitschlag") eines Traumas (unter anderem 

nach Knochentraumen, Kontusionen mit oder ohne trabekuläre Mikrofrakturen und 

Distorsionen) auftreten kann. Genannt werden aber auch zahlreiche weitere nicht 

traumatische Ursachen (vgl. dazu auch DEBRUNNER, a.a.O., S. 695 ff.). Der von den 

Ärzten des KSSG aufgezeigte Zusammenhang basierte lediglich auf den subjektiven 

Angaben der Beschwerdeführerin und wurde entsprechend als Möglichkeit formuliert. 

Abgesehen von einem diskreten Kniegelenkserguss wurden weder auffällige, CRPS-

typische Befunde erhoben noch wurde ein CRPS als Verdachtsdiagnose in den Bericht 

aufgenommen (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 695 f.; Diagnose anhand Budapest-

Kriterien gemäss Konsensuskonferenz aus dem Jahr 2006, abrufbar unter https://

www.crps-netzwerk.org/cms/wp-content/uploads/2014/12/

diagnose_crps_kriterien.pdf). In der von den Ärzten des KSSG in die Wege geleiteten 

MRI-Untersuchung durch Dr. I.___ vom 18. Juli 2014 wurde sodann offenbar keine 

CRPS-Symptomatik festgestellt; ein CRPS bzw. dafür typische radiologische Befunde 

(vgl. dazu act. 41/10: im Stadium II überwiegend feinfleckige, teils zusammenfliessende 

Signalreduktionen des Knochenmarks auf den T1-gewichteten Aufnahmen sowie eine 

Signalerhöhung auf den T2-gewichteten Bildern; vgl. auch DEBRUNNER, a.a.O., S. 

696; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1914) wurden im entsprechenden 

Untersuchungsbericht nicht festgehalten (vgl. act. 29). Dr. G.___ wies in seinem 

Gutachten bezüglich der CRPS-typischen Symptome ausserdem darauf hin, dass es 

bei der Beschwerdeführerin offensichtlich nicht zu einer massgeblichen 

Muskelmassenverminderung am rechten Bein gekommen sei. Im Bericht vom 23. Juli 

2014 (act. 17) werde von den Ärzten des KSSG angegeben, dass die Muskelkraft am 

rechten und linken Oberschenkel seitengleich entsprechend M5 sei. Das gelte auch für 

die Kraft im Unterschenkelbereich für Heben und Senken des Fusses. Auch im letzten 

Untersuchungsbericht des KSSG vom 20. Mai 2015 (act. 32) sei von einer 

Muskelmassenverminderung am rechten Bein keine Rede gewesen (act. 41/28). 

Angesichts der dargelegten Sachlage zog Dr. G.___ den überzeugenden Schluss, dass 

zu keinem Zeitpunkt die klinischen Symptome eines CRPS mit blasser, marmorierter 

bis zyanotischer und mangeltemperierter Haut sowie auch bildtechnisch erkennbaren 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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Strukturveränderungen der Gewebe beschrieben bzw. nachgewiesen worden seien 

(act. 41/29).

6.3.2      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mangels Vorliegens ein CRPS als 

Ursache für die Kniegelenksbeschwerden und damit auch als sekundäre Folge einer 

Unfallverletzung ausser Betracht fällt. Von Dr. G.___ wurde im Falle der 

Beschwerdeführerin ein CRPS als Folge des Unfalls vom 10. Januar 2014 gar nicht 

erörtert, was angesichts einer überwiegend wahrscheinlich fehlenden initial erlittenen 

Verletzung (vgl. dazu Erwägungen 5 f.) folgerichtig ist.

6.4  Obwohl der Unfallversicherer bei Verneinung eines überwiegend wahrscheinlich 

unfallbedingten Gesundheitsschadens grundsätzlich nicht darüber hinaus den Beweis 

für unfallfremde Ursachen erbringen muss (vgl. dazu RKUV 1994 Nr. U 2006 S. 329 E. 

3b), ist in der Bestimmung eines konkreten unfallfremden Gesundheitsschadens 

selbstverständlich ein aufschlussreicher, gegen einen unfallbedingten 

Gesundheitsschaden sprechender Umstand zu sehen. So erläuterte Dr. G.___ in 

seinem Gutachten ausführlich unter Hinweis auf die medizinische Literatur, dass er das 

zeitweilige Vorliegen einer sogenannten transitorischen Osteoporose - dokumentiert 

durch die MRI-Bilder vom 29. März 2014 und die späteren Kontrollen im KSSG - als 

überwiegend wahrscheinlich ansehe (act. 41/31). Radiologisch erheben liessen sich bei 

der Beschwerdeführerin ausserdem am 29. März 2014 (act. 8) und am 11. Mai 2015 

(act. 34) eine unbestrittenermassen degenerative und damit unfallunabhängige 

Meniskopathie Grad I sowie eine minimalste Reiz-Synovialitis und ein diskreter 

Reizzustand der Popliteussehne, am 11. Mai 2015 neu auch des Insertionsbereichs des 

kontinuitätserhaltenden vorderen Kreuzbandes. Dr. G.___ bezeichnete auch diese als 

unfallfremd, was angesichts der überwiegend wahrscheinlichen Verneinung einer am 

10. Januar 2014 erlittenen Knieprellung sowie des Umstands, dass sich offenbar über 

ein Jahr nach dem Unfall neue Reizzustände entwickelt haben, schlüssig erscheint. 

Das Gesagte - fehlende primäre Verletzung, zeitlicher Ablauf - gilt auch in Bezug auf 

die mehr als sechs Monate nach dem Unfall vom 10. Januar 2014 im MRI vom 18. Juli 

2014 zur Darstellung gekommene vermehrte Flüssigkeit in der Bursa infrapatellaris 

profunda, vereinbar mit einer Bursitis (= Schleimbeutelentzündung), und den 

unmittelbar dorsal angrenzenden flüssigkeitshaltigen Hoffa-Fettkörper (act. 29/1). Eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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diesbezügliche sekundäre Unfallkausalität wird denn auch weder von Dr. G.___ noch in 

den weiteren medizinischen Akten diskutiert.

7.   

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich - wie von Dr. G.___ angenommen sowie 

schlüssig und sorgfältig begründet - aus den Akten keine Anhaltspunkte für eine 

überwiegend wahrscheinlich natürliche Unfallkausalität der erstmals von der 

Beschwerdeführerin am 23. März 2014 gegenüber ihrem Hausarzt Dr. D.___ beklagten 

Kniegelenksbeschwerden rechts ergeben. Auch der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin legt weder in der Beschwerde vom 12. Februar 2016 (act. G 1) 

noch in der Replik vom 3. Mai 2016 (act. G 5) materiell-rechtlich dar, worin er eine 

Unzulänglichkeit der Ausführungen von Dr. G.___ bzw. dessen Verneinung einer 

Kausalität zwischen den geklagten Kniegelenksbeschwerden rechts und dem 

Unfallereignis vom 10. Januar 2014 begründet sieht. Der Beschwerdeführerin steht 

damit kein Leistungsanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin wegen 

unfallkausaler Kniegelenksbeschwerden rechts zu.

8.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 13. Januar 

2016 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdeführerin hat 

bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2017
	Art. 43 Abs. 1 ATSG: Verletzung des Gehörsanspruchs bzw. des Mitwirkungsrechts des Beschwerdeführers in Bezug auf ein von der Beschwerdegegnerin im Einspracheverfahren eingeholtes Gutachten ihres beratenden Arztes verneint; es handelt sich dabei nicht um ein Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG.Beweiswert eines Gutachtens eines beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin (Objektivität, Befangenheit?).Art. 6 UVG: Prüfung der Unfallkausalität von Kniegelenksbeschwerden anhand verschiedener Anhaltspunkte (zeitlicher Ablauf, Befunde und Diagnosen bzw. radiologische Untersuchungsergebnisse im Zusammenhang mit dem Kniegelenk) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2017, UV 2016/7).

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