# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2c3f56d-fe37-5f1c-b10a-5593847a83fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2010 C-4133/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4133-2008_2010-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4133/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Rentenanspruch.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4133/2008

Sachverhalt:

A.
Der am _______ 1955 geborene, verheiratete und in Frankreich wohn-
hafte  türkische  Staatsangehörige  X._______ (im  Folgenden: Be-
schwerdeführer)  war als Grenzgänger vom 1. Februar 1988 bis zum 
31. März 2002 bei der L._______ im Frachtbereich tätig und leistete in 
dieser Zeit Beiträge an die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung  (AHV/IV). Danach  ging  er  keiner  Erwerbs-
tätigkeit mehr nach (act. 1 S. 1 bis 7 und 14 bis 15, act. 10.2 S. 53).  
Am  3.  August  2000  zog  er  sich  bei  einem  Nichtbetriebsunfall  eine 
Ruptur des ulnaren Seitenbandes am Grundgelenk des rechen Dau-
mens (act. 10.2 S. 117 bis 127) und am 23. April 2001 anlässlich eines 
Berufsunfalles Verletzungen am linken Knie zu (act. 10.1 S. 61, 62, 66 
und 71). Für die Folgen dieser Unfälle erbrachte die Schweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (im Folgenden: SUVA) die gesetzlichen Ver-
sicherungsleistungen (vgl. act. 10.2 S. 1 f., S. 18 f., S. 36 f. und S. 91 f., 
act. 20 und act. 22 S. 10 f.), welche sie mit Einspracheentscheid vom 
23.  Mai  2006  – den  das  Sozialversicherungsgericht  A._______ mit 
rechtskräftigem Urteil vom 5. März 2007 bestätigte  – per 28. Februar 
2005 einstellte (vgl. act. 35). 

B.
Am 7.  März 2005 (Datum des Posteingangs)  stellte der Beschwerde-
führer  bei  der IV-Stelle  A._______ (im Folgenden:  IV-Stelle)  ein Ge-
such um Bezug von Rentenleistungen der schweizerischen Invaliden-
versicherung  (IV).  Er  machte  geltend,  weiterhin  an  den  gesundheit-
lichen Folgen der Unfallereignisse vom 3. August 2000 und 23. April 
2001 zu leiden (vgl. act. 1 S. 1 bis 7). 

C.
Mit  Verfügung vom 19. Mai  2008,  die  den Vorbescheid  der  IV-Stelle 
vom 14. Januar 2008 (act. 43) im Wesentlichen bestätigte, wies die IV-
Stelle  für  Versicherte  im Ausland  (IVSTA;  im  Folgenden:  Vorinstanz) 
das Leistungsgesuch vom 7. März 2005 ab und hielt fest, über das im 
Vorbescheidverfahren  gestellte  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um 
unentgeltliche Verbeiständung werde separat entschieden.

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, infolge der am 3. Au-
gust 2000 und 23. April  2001 erlittenen Unfälle sei der Beschwerde-
führer vorübergehend zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Indessen sei 

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aufgrund  der medizinischen Unterlagen erstellt,  dass spätestens seit 
Mitte November 2001 keine die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Un-
fallfolgen und keine unfallfremden Beschwerden (mehr) vorlägen; seit-
her sei der Beschwerdeführer vollschichtig arbeitsfähig und resultiere 
entsprechend  dem durchgeführten  Einkommensvergleich  ein  renten-
ausschliessender  Invaliditätsgrad von 0%. Die  von ihm mit  Stellung-
nahme vom 12. Februar 2008 zum Vorbescheid (vgl. act. 47) nachge-
reichten Berichte vom 12. Juli 2006 bis 31. Januar 2008 der Dres. med. 
B._______  und  C._______  (vgl.  act.  47  S.  4  bis  10)  sowie  die 
Schreiben  vom  14. Dezember  2007  und  7.  Januar  2008  der 
„D._______“  (vgl.  act.  47  S.  10  und  11)  erlaubten  keine  anderen 
Schlussfolgerungen  zur  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers,  da 
sie keine medizinisch objektivierbaren Befunde aufzeigten. Obschon er 
ab August 2001 bis zur vollen Wiedererlangung seiner Arbeitsfähigkeit 
im  November  2001  Anspruch  auf  eine  ganze  Invalidenrente  gehabt 
habe,  könnten  ihm  infolge  verspäteter  Anmeldung  zum 
Leistungsbezug  auch  für  diese  Zeit  keine  Rentenleistungen  ausge-
richtet  werden.  Mangels  Einreichung  der  einverlangten  Gesuchsun-
terlagen sei ferner noch nicht zu beurteilen, ob der Beschwerdeführer 
bedürftig und ihm die beantragte unentgeltliche Verbeiständung zu ge-
währen sei (act. 52).

D.
Mit Beschwerde vom 19. Juni 2008 beantragte der Beschwerdeführer 
vor  Bundesverwaltungsgericht,  die  Verfügung  vom 19.  Mai  2008  sei 
aufzuheben und die Sache sei zwecks Durchführung weiterer medizi-
nischer  Abklärungen  und zum Erlass  einer  neuen Verfügung an  die 
Vorinstanz  zurück  zu  weisen  –  alles  unter  Kosten-  und  Entschädi-
gungsfolge.  Zudem stellte  er  ein  Gesuch  um unentgeltliche  Rechts-
pflege im Beschwerdeverfahren sowie den Verfahrensantrag, es sei ein 
Bericht von Dr. med. C._______ einzuholen.

Zur Begründung seiner Anträge führte der Beschwerdeführer im We-
sentlichen  aus,  die  Vorinstanz  habe  sich  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung nicht rechtsgenüglich mit seiner Stellungnahme vom 12. Feb-
ruar 2008 zum Vorbescheid (act. 47) auseinandergesetzt und dadurch 
seinen  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  verletzt.  Auch  habe  sie  den 
rechtserheblichen  medizinischen  Sachverhalt  ungenügend abgeklärt, 
erlaubten doch die der angefochtenen Verfügung zugrunde liegenden 
medizinischen Abklärungen der SUVA keine zuverlässige Beurteilung 
seiner  Arbeitsfähigkeit; insbesondere  auch nicht  das  Gutachten vom 

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25. Januar 2006 von Dr. med. E._______ (act. 22 S. 17 bis 29),  der 
bloss das Vorliegen von Unfallfolgen verneint, sich indessen nicht zur 
Arbeitsfähigkeit  geäussert  habe. Angesichts  der  zahlreichen 
medizinischen Dokumente – insbesondere der Schreiben vom 14. De-
zember 2007 und 7. Januar 2008 der „D._______“ sowie der Berichte 
vom 2. Februar 2005 bis 31. Januar 2008 von Dr. med. C._______  – 
und dem Umstand, dass die SUVA bis am 28. Februar 2005 Taggelder 
ausgerichtet  habe,  sei  erstellt,  dass  er  infolge  seiner  Leiden  in  der 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. 

E.
In ihrer Vernehmlassung vom 4. September 2008 beantragte die Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der ange-
fochtenen  Verfügung. Zur  Begründung  verwies  sie  auf  die  Stellung-
nahme vom 28. August 2008 der IV-Stelle, wonach der medizinische 
Sachverhalt  vollständig und zuverlässig erhoben und der Invaliditäts-
grad des Beschwerdeführers korrekt ermittelt worden sei.

F.
In seiner Replik vom 29. September 2008 bestätigte der Beschwerde-
führer  seine bisherigen Ausführungen und zog sein  Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege zurück. In ihrer Duplik vom 17. Oktober 2008 
bestätigte  auch  die  Vorinstanz  die  gestellten  Anträge  sowie  – unter 
Verweis auf die Stellungnahme vom 15. Oktober 2008 der IV-Stelle  – 
deren bisherige Begründung. 

G.
Am 9. April  2009 reichte die Vorinstanz zusätzliche Arztberichte aus 
der  Zeit  vom  13.  September  2000  bis  27.  März  2009  ein.  Der 
Beschwerdeführer legte am 28. Mai 2009 den Entscheid vom 16. April  
2009 der „D._______“ vor. In ihren Stellungnahmen vom 23. und 26. 
Juni  2009  bestätigten  der  Beschwerdeführer  und  die  Vorinstanz  – 
letztere mit Verweis auf die Stellungnahme vom 25. Juni 2009 der IV-
Stelle – ihre bisherigen Anträge und hielten im Wesentlichen an deren 
Begründung fest.

H.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter -
lagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen 
der nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Zu beurteilen ist  die Beschwerde vom 19. Juni 2008 gegen die Ver-
fügung der Vorinstanz vom 19. Mai 2008, mit welcher das Leistungs-
begehren des Beschwerdeführers abgewiesen und ein separater Ent-
scheid über sein Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung vorbehal-
ten worden ist. 

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgeset -
zes  vom 6. Oktober  2000 über  den  Allgemeinen Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. dbis  VwVG]). 
Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln 
diejenigen  Verfahrensregeln  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der 
Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch 
Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 
vorliegend  – keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  gegeben  ist.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu die-
sen gehört auch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Ver-
fügungen über Leistungsgesuche von Grenzgängern befindet (Art. 33 
Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] sowie 
Art. 40 Abs. 2, dritter Satz der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die  Invalidenversicherung  [IVV,  SR  831.201]).  Das  Bundesverwal-
tungsgericht  ist  somit  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig.

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht legitimiert,  wer durch die angefochtene Verfügung 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer 
hat  am vorinstanzlichen Verfahren als  Partei  teilgenommen. Als  Ver-
fügungsadressat  ist  er  durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt  und  hat  er  an  deren  Aufhebung  bzw. Änderung  ein  schutz-
würdiges Interesse. 

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1.4 Der mit der angefochtenen Verfügung umschriebene Anfechtungs-
gegenstand  bildet  nicht  nur  den  Ausgangspunkt,  sondern  auch  den 
Rahmen und die Begrenzung des Streitgegenstandes im vorliegenden 
Verfahren. Daher kann das Bundesverwaltungsgericht über diejenigen 
Punkte, welche von der Vorinstanz nicht verfügungsweise entschieden 
wurden, grundsätzlich nicht urteilen. 

Die  Vorinstanz hat  in  der  angefochtenen  Verfügung einen separaten 
Entscheid über das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche 
Verbeiständung  vorbehalten.  Zudem  wird  vom  Beschwerdeführer 
weder gerügt noch bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die Vorinstanz 
den Entscheid über dieses Gesuch unrechtmässig verzögert und/oder 
verweigert  hätte.  Soweit  der  Beschwerdeführer  vorliegend  auch  die 
Aufhebung des vorerwähnten Vorbehalts beantragt, kann daher man-
gels  eines  Anfechtungsobjektes  auf  seine  Beschwerde  nicht  einge-
treten werden (vgl. zum Ganzen: BGE 131 V 164 E. 2.1;  UELI KIESER, 
Das  Verwaltungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich  1999, 
S. 88  Rz.  188;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149, Rz. 
403 ff. und S. 253, Rz. 718 ff.).

1.5 Im Übrigen ist aber auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten (Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).

2.
Im Folgenden sind vorerst die im vorliegenden Verfahren wesentlichen 
Verfahrensgrundsätze darzustellen.

2.1 Mit  der  Beschwerde kann gerügt  werden,  die angefochtene Ver-
fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

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2.3 Das  Sozialversicherungsverfahren  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht  von 
Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtser-
heblichen  Sachverhalts  zu  sorgen.  Dieser  Grundsatz  gilt  indessen 
nicht  uneingeschränkt. Zum einen findet  er  sein Korrelat  in  den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 
E. 1a,  je  mit  Hinweisen);  zum anderen  umfasst  die  behördliche  und 
richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von  einer 
Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf  
den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist  (vgl.  GYGI,  a.a.O., S. 43 und 273). In 
diesem  Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und  Sozialversiche-
rungsgerichte  zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzunehmen  oder  zu 
veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer 
sich  aus den Akten ergebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  [im  Folgenden:  EVG,  heute  Schweizerisches 
Bundesgericht] I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall  – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

2.4.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines  bestimmten  Sachverhalts  genügt  den  Beweisan-
forderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen  möglichen  Ge-
schehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 
E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes 
wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm-
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und 
weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergeb-
nis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 
verzichten  (antizipierte  Beweiswürdigung;  KIESER,  a.a.O.,  S. 212,  Rz. 
450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  a.a.O.,Rz. 111 und 320;  GYGI,  a.a.O., 

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S. 274; vgl. auch BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 
120 Ib 224 E. 2b, BGE 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen).

2.4.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise  frei,  d.h. ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen.

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuch-
ungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Ken-
ntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei -
lung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  Situation  einleuchtet 
und  ob  die  Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Aus-
schlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder  die 
Herkunft  des  Beweismittels  noch die  Bezeichnung der  eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten.

Ferner  erachtet  es  die  Rechtsprechung  als  mit  dem Grundsatz  der 
freien  Beweiswürdigung  vereinbar,  dem  Gutachten  eines  externen 
Spezialarztes  bei  der  Beweiswürdigung  volle  Beweiskraft  zuzuer-
kennen, sofern keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise  sprechen,  er  aufgrund  eingehender  Beobachtungen  und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstattet und 
bei  der Erörterung der  Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangt 
(vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b/aa und bb mit Hinweisen; AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des EVG I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b).

Auch  auf  Beurteilungen  versicherungsinterner  Ärzte  der  Vorinstanz 
darf  nur abgestellt  werden,  sofern  sie schlüssig  und nachvollziehbar 
begründet  sowie  in  sich  widerspruchsfrei  sind  und  keine  Indizien 
gegen  ihre  Zuverlässigkeit  bestehen  (vgl.  zum Ganzen: BGE 125  V 
351 E. 3a und E. 3b/ee,  je  mit  Hinweisen). Nicht  in jedem Einzelfall  
zwingend erforderlich ist, dass solche Ärzte den Versicherten persön-
lich untersuchen. Das Fehlen eigener Untersuchungen vermag daher 
ihre Stellungnahmen für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt 
insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung der 
erwerblichen Folgen eines bereits feststehenden medizinischen Sach-
verhalts  geht,  folglich  die  direkte  ärztliche  Befassung  mit  dem  Ver-

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sicherten  in  den  Hintergrund  rückt  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts 
9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen).

3.
In  formeller  Hinsicht  macht  der  Beschwerdeführer  geltend,  die  Vor-
instanz habe sich in der angefochtenen Verfügung nicht angemessen 
mit  den  Vorbringen  in  seiner  Stellungnahme vom 12.  Februar  2008 
zum  Vorbescheid  (im  Folgenden:  Stellungnahme;  vgl.  act.  47)  aus-
einandergesetzt  und dadurch seinen verfassungsmässigen Anspruch 
auf  rechtliches Gehör (vgl. Art. 29 Abs. 2  der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]; 
vgl. auch Art. 42 ATSG und Art. 29 VwVG) verletzt .

3.1 Die  Begründungspflicht  ist  ein  wesentlicher  Bestandteil  des  ver-
fassungsrechtlichen Gehörsanspruchs. Sie soll  verhindern,  dass sich 
die rechtsanwendende Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, 
und  dem  Betroffenen  ermöglichen,  ihre  Verfügung  gegebenenfalls 
sachgerecht  anzufechten.  Das  ist  nur  möglich,  wenn  sowohl  er  wie 
auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite der Verfügung ein 
Bild  machen  können.  In  diesem  Sinn  müssen  wenigstens  kurz  die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die rechtsanwendende 
Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt.  
Das bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tat -
beständlichen  Behauptung  und  jedem  rechtlichen  Einwand  ausein-
andersetzen muss. Vielmehr darf sie sich auf die für ihren Entscheid 
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. dazu: BGE 125 II 369 
E. 2c und BGE 124 V 180 E. 1a, je mit Hinweisen). 

3.2 In der angefochtenen Verfügung erwog die Vorinstanz, die ihr vor-
liegenden Dokumente – namentlich das Urteil vom 5. März 2007 des 
Sozialgerichtes  A._______  (vgl.  act.  35)  sowie  die  Gutachten  vom 
25. Januar 2006 und 13. November 2006 der Dres. med. E._______ 
und F._______ (vgl. act. 22 S. 17 ff. und 30 S. 2 bis 8) – erlaubten eine 
zuverlässige Beurteilung des relevanten medizinischen Sachverhalts. 
Zudem führte sie aus, der Bericht vom 6. November 2007 von Dr. med. 
B._______  (vgl.  act.  40)  sei  nicht  geeignet,  an  ihren  Schlus-
sfolgerungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit etwas 
zu ändern,  da er  auf  einer  Behandlung bzw. Untersuchung des Be-
schwerdeführers  im  Juli  2006  beruhe. Ebensowenig  vermöchten  die 
mit der Stellungnahme nachgereichten medizinischen Dokumente (vgl. 
act.  47),  die  keine  medizinisch  objektivierbaren  Befunde  aufführten, 

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die  Beurteilung  in  Frage  zu  stellen.  Da  sich  der  Beschwerdeführer 
zudem  verspätet  zum  Leistungsbezug  angemeldet  habe,  stehe  ihm 
kein Anspruch auf  Rentenleistungen der schweizerischen IV zu (vgl. 
act.  47).  Den  Akten  kann  ferner  entnommen  werden,  dass  dem 
Beschwerdeführer sowohl die vorerwähnten als auch die übrigen, der 
angefochtenen Verfügung vom 19. Mai  2008 hauptsächlich zugrunde 
liegenden Dokumente anlässlich seiner Stellungnahme bekannt waren 
(vgl.  act.  44,  45  und  47).  Die  Erwägungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  entsprechen  zudem  inhaltlich  weitestgehend  den 
Stellungnahmen vom 10. Januar  und 19. März  2008 des  regionalen 
ärztlichen  Dienstes  beider  Basel  (Dr. med. G._______)  (vgl.  act.  49 
sowie das Protokoll  der IV-Stelle per 28. August 2008 S. 5). Folglich 
war dem Beschwerdeführer  auch der  wesentliche Inhalt  dieser  Stel-
lungnahmen vor Ablauf der Beschwerdefrist bekannt.

3.3 Demnach hat die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung nicht 
nur  ihre  entscheidwesentlichen  Überlegungen  vollständig  nachvoll-
ziehbar dargelegt, sondern auch rechtsgenüglich ausgeführt, weshalb 
sie  sich den Argumenten des Beschwerdeführers nicht  anschliessen 
konnte. Dieser war daher durchaus in der Lage, in seiner Beschwerde 
sachgerechte  Rügen  vorzubringen,  weshalb  keine  Gehörsverletzung 
vorliegt und kein Anlass dazu besteht, die Sache zur Gewährung des 
rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. dazu BGE 
126 V 130 E. 2b, BGE 124 V 389 E. 5a und BGE116 V 182 E. 1b und 
E. 3d, je mit Hinweisen).

4.
Nachfolgend werden die  für  die  Beurteilung der  Streitsache wesent-
lichen  materiellen  Bestimmungen  und  die  von  der  Rechtsprechung 
dazu entwickelten Grundsätze dargestellt.

4.1 Der  Beschwerdeführer  ist  türkischer  Staatsangehöriger,  weshalb 
das Abkommen vom 1. Mai 1969 zwischen der Schweiz und der Repu-
blik Türkei über soziale Sicherheit (SR 0.831.109.763.1; im Folgenden: 
Abkommen) Anwendung findet. Nach Art. 2  Abs. 1 des Abkommens 
sind die Staatsangehörigen der einen Vertragspartei in ihren Rechten 
und Pflichten aus der Gesetzgebung der anderen Vertragspartei – wo-
zu auch die schweizerische Bundesgesetzgebung über die IV gehört 
(vgl.  Art.  1  lit.  B  Abs. 1  Bst. b  des  Abkommens)  – einander  gleich-
gestellt, soweit nichts anderes bestimmt ist. Im vorliegenden Verfahren 
relevante Abweichungen vom Gleichbehandlungsgrundsatz finden sich 

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weder im Abkommen selbst noch in der dazugehörigen Verwaltungs-
vereinbarung vom 14. Januar 1970 (SR 0.831.109.763.11). Daher rich-
tet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die materielle Prüfung 
des  Rentenanspruchs  alleine  nach  der  schweizerischen  Rechtsord-
nung. Für  die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz besteht 
– entgegen der  Auffassung des Beschwerdeführers  – keine Bindung 
an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, 
Krankenkassen, Behörden und Ärzte (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI 
1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen 
auch aus  dem Ausland stammende Beweismittel  der  freien  Beweis-
würdigung des Gerichts (vgl. Urteil des EVG vom 11.  Dezember 1981 
i.S. D).

4.2 In  zeitlicher  Hinsicht  ist  vorab  festzuhalten,  dass  Rechts-  und 
Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 19. Mai 2008) eintraten, im vor-
liegenden Verfahren grundsätzlich nicht  zu berücksichtigen sind (vgl. 
BGE 130 V 138 E. 2.1, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Allerdings 
können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter 
Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. 
BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

Weiter  sind grundsätzlich diejenigen materiellrechtlichen Bestimmun-
gen massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leis-
tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der 
bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen  Normen  zu 
prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445).

Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene schwei-
zerischen  Rechtsvorschriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  der  ange-
fochtenen Verfügung vom 19. Mai 2008 in Kraft standen; weiter aber 
auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft  
getreten  sind,  die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher 
entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG: ab  dem 
1. Januar 2003 in der Fassung vom 6. Oktober 2000 [AS 2002 3371 
und 3453]; ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 
[AS 2003 3837; 4. IVG-Revision]  und ab dem 1. Januar 2008 in der 
Fassung  vom  6. Oktober  2006  [AS  2007  5129;  5.  IV-Revision];  die 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, 
SR  831.201]  in  den  entsprechenden  Fassungen  der  4.  und  5.  IV-

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Revision). 
Bei  der  Beurteilung  des  vorliegend  geltend  gemachten  Rentenan-
spruchs sind zudem das ATSG und die Verordnung vom 11. Septem-
ber  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierun-
gen der Arbeitsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität ent-
sprechen den bisherigen,  von der  Rechtsprechung  zur  Invalidenver-
sicherung  entwickelten  Begriffen  und  Grundsätzen  (vgl.  BGE 130  V 
343 E. 3.1,  3.2 und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der 
Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV 
und  ATSV vom 28. September  2007  (5. IV-Revision  [AS  2007  5129 
bzw. AS 2007 5155], in Kraft seit 1. Januar 2008) nichts geändert.

4.3 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim 
Eintritt  der Invalidität  während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer 
(vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die AHV/IV geleistet hat. Diese 
Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht 
kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

4.3.1 Der Beschwerdeführer hat laut Auszug vom 16. März 2005 aus 
dem individuellen Konto in der Zeitspanne von 1988 bis 2002 während 
insgesamt mehr als einem Jahr Beiträge an die AHV/IV geleistet (vgl. 
act. 6 S. 2), so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für 
den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist (vgl. Art. 36 
Abs. 1 in der diesbezüglich anwendbaren, bis am 31. Dezember 2007 
gültig gewesenen Fassung).

4.3.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde,  ganze oder  teilweise Erwerbsunfähigkeit  oder  Unmöglich-
keit,  sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 
und 3 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburts -
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, 
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 
Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2).

Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Krite-
rien  definiert,  sondern  nach  der  Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen  zu 
erzielen  oder  sich  im bisherigen  Aufgabenbereich  zu betätigen  (vgl. 
BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165). Dabei sind die Erwerbs- bzw. 
Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur im angestammten Beruf  bzw. der bis-
herigen Tätigkeit, sondern  – wenn erforderlich  – auch in zumutbaren 

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Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist  also grund-
sätzlich  nach  wirtschaftlichen  und  nicht  nach  medizinischen  Grund-
sätzen zu ermitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit 
einzig  auf  die  objektiven  wirtschaftlichen  Folgen  einer  funktionellen 
Behinderung an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der 
funktionellen Einschränkung (vgl. BGE 110 V 273; ZAK 1985 S. 459). 

Trotzdem ist  die Verwaltung  – und im Beschwerdeverfahren das Ge-
richt  – auf  Unterlagen angewiesen,  die der  Arzt  und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 
Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stell-
ung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärzt lichen 
Auskünfte  eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem Versicherten  noch  zugemutet  werden 
können (vgl. BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; 
ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beur-
teilungen, insbesondere im Zusammenhang mit  der  Bestimmung der 
Erwerbsfähigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwer-
defall dem Gericht.

4.3.3 Gemäss  Art.  28  Abs.  1  IVG (in  der  von  2004  bis  Ende  2007 
gültig  gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze 
Rente,  wenn  die  versicherte  Person mindestens  70%,  derjenige  auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher 
auf  eine Viertelsrente. Hieran  hat  die  5. IV-Revision  nichts  geändert 
(vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fass-
ung). Laut Art. 28 Abs. 1 ter  erster Satz IVG (in der von 1988 bis Ende 
2007 gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG 
(in  der  ab  dem 1.  Januar  2008  geltenden  Fassung)  werden  jedoch 
Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, 
nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen 
Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der  Schweiz  haben,  was  laut  Recht-
sprechung  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  darstellt  (vgl. 
BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt  seit 
dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsangehörige der EU, 
denen bereits ab einem Invaliditätsgrad von 40% eine Rente ausge-
richtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben – 

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nicht  aber  für  Staatsangehörige  der  Türkei  (vgl.  Art.  10  Abs. 2  des 
Abkommens).

4.3.4 Der Rentenanspruch entsteht frühestens in jenem Zeitpunkt, in 
dem  die  versicherte  Person  mindestens  zu  40%  bleibend  erwerbs-
unfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (vgl. Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b 
IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassungen). Gemäss Art.  
28 Abs. 1 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben 
jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Erwerbsfähig-
keit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im Aufgabenbereich  zu betätigen,  nicht 
durch  zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder  herstellen,  er-
halten oder  verbessern  können (Bst. a),  und die zusätzlich  während 
eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durchschnittlich  zu 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% (bzw. 50%; vgl. E. 3.3.3 
hiervor) invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 

Meldet sich indessen eine versicherte Person mehr als zwölf Monate 
nach Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen gemäss 
den  bis  zum 31.  Dezember  2007  in  Kraft  gestandenen  Vorschriften 
lediglich  für  die  zwölf  der  Anmeldung  vorangehenden  Monate  aus-
gerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG).

4.4 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist sodann ein dauernd in 
seiner  Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert 
nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- 
oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie noch mög-
lich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 235 E. 
2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt der  
IV-Stelle,  aus  medizinischer  Sicht  zu  entscheiden,  in  welchem Aus-
mass  ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumut-
barer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich der Ver-
sicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätig-
keit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest-
arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

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5.
Die beim Beschwerdeführer seit dem 7. August 2000 diagnostizierten 
Leiden (vgl. act. 10.2 S. 124 ff.) sind zweifelsohne als labiles patholog-
isches Geschehen zu qualifizieren  – also als Leiden, die sowohl eine 
Besserung als auch eine Verschlimmerung durchmachen können. Dies 
führt zur Anwendung von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG und Art. 28 Abs. 1 ter 

erster Satz  IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassungen. 
Folglich hätte dem Beschwerdeführer ein Rentenanspruch frühestens 
dann entstehen können, wenn er während eines Jahres ohne wesent-
lichen Unterbruch mindestens zu 50% arbeitsunfähig  gewesen wäre 
(Wartezeit; vgl. BGE 121 V 264 E. 5 und 6 mit Hinweisen). Allerdings 
könnten ihm Rentenleistungen ohnehin lediglich für die zwölf der An-
meldung vom 7. März 2005 (act. 1 S. 1 bis 7) vorangehenden Monate 
und die folgende Zeit ausgerichtet werden (vgl. Art. 48 Abs. 2 IVG in 
der  diesbezüglich  anwendbaren,  bis  Ende  2007  gültig  gewesenen 
Fassung). Daher ist vorliegend zu prüfen, ob er ab dem 7. März 2003 
während eines Jahres zu mindestens 50% arbeitsunfähig gewesen ist 
und anschliessend,  in  der  Zeit  vom 7. März  2004 bis  19. Mai  2008 
(Erlass  der  angefochtenen  Verfügung; vgl.  E.  3.2  hiervor)  invalid  im 
Sinne des Gesetzes gewesen bzw. geworden ist. 

Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben ist im Folgenden unter Heran-
ziehung  und  Würdigung  der  entscheidwesentlichen  Dokumente  zu 
prüfen, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt vollstän-
dig erhoben und das Leistungsbegehren vom 7. März 2005 zu Recht 
mangels  anspruchsbegründender  Invalidität  abgewiesen  hat  – was 
vom Beschwerdeführer bestritten wird.

5.1 Die angefochtene Verfügung beruht  – wie bereits dargelegt  – im 
Wesentlichen  auf den Stellungnahmen vom 10. Januar und 19. März 
2008  des  regionalen  ärztlichen  Dienstes  beider  Basel  (Dr.  med. 
G._______), dem Berichte von in Frankreich und der Schweiz auf den 
Gebieten  der  Orthopädie,  Handchirurgie,  Traumatologie,  Radiologie, 
Allgemeinmedizin,  Neurologie  und  Psychiatrie  praktizierenden  Fach-
ärzten aus der Zeit vom 7. August 2000 bis 31. Januar 2008 (vgl. act.  
10.1, 10.2, 17, 22 S. 13, 28 S. 2, 40 S. 1 bis 4 und 47 S. 4 bis 9) sowie  
die Gutachten vom 25. Januar 2006 und 13. November 2006 der Dres. 
med.  E._______  und  F._______  (act.  22  und  30  S.  2  bis  8)  und 
insbesondere das rechtskräftige Urteil  vom 5. März 2007 des Sozial-
versicherungsgerichts A._______ (act. 35) vorlagen.

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5.1.1 Das Sozialversicherungsgerichts A._______ gelangte in seinem 
Urteil  vom 5. März  2007 zum Schluss,  dass  das Gutachten von Dr. 
med. E._______ (act. 22)  – obschon alleine auf einer Beurteilung der 
medizinischen Vorakten beruhend  – zu  zuverlässigen Feststellungen 
und Schlussfolgerungen komme. Aufgrund dieses Gutachtens und der 
ebenfalls zuverlässigen Expertise von Dr. med. F._______ (vgl. act. 30 
S. 2 bis 8) sei davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer keine 
die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Folgen der Unfälle vom 3. August 
2000 und 21. April 2001 (recte: 23. April 2001) vorlägen, so dass nicht 
zu beanstanden sei, dass die SUVA ihre Leistungen per 28. Februar 
2005 eingestellt habe (vgl. act. 35 S. 8 f.). 

5.1.2 In Kenntnis dieses Urteils erwähnte Dr. med. G._______ als Dia-
gnose  einzig  eine  Schmerzverarbeitungsstörung  ohne  Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit und führte aus, seit November 2001 leide der 
Beschwerdeführer  nicht  mehr  an  unfallbedingten  somatischen  Be-
schwerden,  welche  seine  Leistungsfähigkeit  einschränken  könnten; 
seither  sei  er  vollschichtig  arbeitsfähig.  Mangels  medizinisch  objek-
tivierbarer  Befunde  sei  –  mit  Dr.  med.  E._______  –  insbesondere 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nie an einem Morbus 
Sudeck  bzw.  einer  Algodystrophie  (gleichbedeutend,  im  Folgenden 
nur: Algodystrophie) gelitten habe (vgl. das Protokoll der IV-Stelle per 
28. August 2008 S. 5 sowie act. 49 S. 2). Die neueren, im Urteil des 
Sozialversicherungsgerichts  A._______  noch  nicht  berücksichtigten 
medizinischen Unterlagen (Berichte von Dr. med. C._______ aus der 
Zeit vom 19. April 2005 bis 31. Januar 2008 [act. 17 und 47 S. 7 bis 9], 
von  Dr.  med.  B._______  aus  der  Zeit  vom  12.  Juli  2006  bis  6.  
November 2007 [act. 40 S. 1 bis 4 und 47 S. 4 bis 6] und Schreiben 
vom 14. Dezember 2007 und 7. Januar 2008 der „D._______“ [act. 47 
S. 10  und  11])  vermöchten  diese  Einschätzung  nicht  in  Frage  zu 
stellen.

5.2 Zu  den  Feststellungen  und  Schlussfolgerungen  von  Dr.  med. 
G._______  ist  vorab  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  sein 
Leistungsgesuch einzig  mit  den gesundheitlichen Folgen der  Unfälle 
vom 3. August 2000 und 23. April 2001 begründet hatte (vgl. act. 1 S. 
5).  Den  aktenkundigen  medizinischen  Dokumente  sind  denn  auch 
keine  unfallfremden  somatischen  Diagnosen  und/oder  Beschwerden 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Die psychia-
trischen  Beschwerden  (Schmerzverarbeitungsstörung),  für  welche 
nach  Auffassung  des  Sozialversicherungsgerichts  A._______  keine 

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adäquate Unfallkausalität  besteht  (act. 35 S. 8),  sind – wie Dr.  med. 
F._______ überzeugend dargelegt hat (vgl. E. 5.2.1 hiernach) –  ohne 
Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit.  Daher  kann  als  überwiegend 
wahrscheinlich  gelten,  dass  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerde-
führers im vorliegend massgebenden Zeitraum vom 7. März 2003 bis 
19. Mai 2008 (vgl. E. 5 hiervor) alleine durch gesundheitliche Folgen 
der Unfälle vom 3. August 2000 und 23. April 2001 eingeschränkt sein 
könnte.  Weitere,  nicht  unfallbedingte  somatische  Einschränkungen 
sind nicht ersichtlich.

5.2.1 Das  Sozialversicherungsgericht  A._______  hat  in  seinem 
rechtskräftigen Urteil vom 5. März 2007 ausführlich erwogen, weshalb 
keine gegen die Zuverlässigkeit der Feststellungen und Schlussfolge-
rungen von Dr. med. E._______ sprechenden Indizien vorliegen (vgl. 
act. 35 S. 6 bis 8). Dieser Auffassung ist zu folgen. Dr. med. E._______ 
hat  medizinisch  einleuchtend  begründet,  weshalb  der  Beschwerde-
führer nie an einer Algodystrophie am rechten Daumengelenk litt und 
spätestens seit November 2001 keine medizinisch objektivier- bzw. er-
klärbaren, auf den Unfall vom 3. August 2000 zurückzuführenden Be-
schwerden mehr vorliegen. Ebenso hat er nachvollziehbar dargelegt, 
dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der beim 
Unfall vom 23. April 2001 am linken Knie erlittenen Zerrung nicht bzw. 
nicht in invalidisierendem Ausmass eingeschränkt sein konnte (vgl. act. 
22).  Auch  Dr.  med.  F._______  hat  die  von  ihm  diagnostizierte 
Schmerzverarbeitungsstörung  (ICD-10  F  59)  medizinisch  nachvoll-
ziehbar begründet und einleuchtend dargelegt, dass diese ohne Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist (vgl. act. 30). Den medizinischen 
Akten können denn auch keine Umstände entnommen werden, welche 
gesamthaft die Annahme eines invalidisierenden psychischen Leidens 
im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigen wür-
den (vgl. BGE 131 V 49 E.1.2 mit Hinweisen). Von der Zuverlässigkeit 
der  Gutachten  der  Dres.  med.  E._______  und  F._______  ist  daher 
auch im vorliegenden Verfahren auszugehen und es  kann hierzu im 
Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil vom 5. März 2007 
des Sozialversicherungsgerichtes  A._______  verwiesen werden (vgl. 
act. 35 S. 6 ff.).

5.2.2 Wie  Dr.  med.  G._______  einleuchtend  und  nachvollziehbar 
darlegt,  sind  auch  die  vom  Sozialversicherungsgericht  A._______ 
noch  nicht  gewürdigten,  neueren  medizinischen  Dokumente  (vgl.  E. 
5.1.2  hiervor)  nicht  geeignet,  Zweifel  an  der  Zuverlässigkeit  der 

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Gutachten der Dres. med. E._______ und F._______ aufkommen zu 
lassen; ebenso wenig der  Bericht  vom  27. März  2009  von Dr. med. 
H._______  und  der  Entscheid  vom 16. April  2009  der  „D._______“, 
welche  Dr.  med.  G._______  nicht  zur  Beurteilung  vorlagen.  So 
beinhalten  die  Schreiben  und  der  Entscheid  der  „D._______“  keine 
Diagnosen oder  Ausführungen zur  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerde-
führers,  und  sind  – wie  bereits  dargelegt  – die  rechtsanwendenden 
Behörden in der Schweiz ohnehin nicht an Entscheide ausländischer 
Versicherungsträger  gebunden.  Den  Berichten  der  Dres.  med. 
C._______  und  B._______  kann  zudem  – soweit  lesbar  – nicht 
entnommen  werden,  gestützt  auf  welche  konkreten  medizinischen 
Vorakten (Anamnese) sie erstellt  worden sind. Zudem werden die in 
diesen Berichten diagnostizierten Leiden und ihre Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit  keineswegs medizinisch nachvollziehbar und ein-
leuchtend begründet. Den Gutachten der Dres. med. E._______ und 
F._______ kommt im Vergleich zu diesen Dokumenten ein wesentlich 
höherer Beweiswert zu. Hinzu kommt, dass der Bericht vom 27. März 
2009  von  Dr.  med.  H._______  –  der  ebenfalls  keine  konkreten 
anamnestischen  Angaben  und  keine  medizinisch  nachvollziehbare 
Begründung enthält – bereits deshalb nicht zu berücksichtigen ist, weil 
er auf einer Untersuchung und Beurteilung des Gesundheitszustandes 
des  Beschwerdeführers  nach  dem  vorliegend  massgebenden 
Zeitpunkt (19. Mai 2008) beruht.

5.2.3 Dr. med. G._______ hat seine Einschätzung, dass die Arbeitsun-
fähigkeit  des Beschwerdeführers seit  2001 nicht  mehr eingeschränkt 
sei,  auf  die  auch  in  dieser  Beziehung  einlässlichen  und  nachvoll -
ziehbaren  Ausführungen  von  Dr. med  E._______  abgestützt,  die  im 
Wesentlichen  mit  der  Beurteilung  von  Prof.  Dr.  med.  I._______ 
übereinstimmen.  Auch  wenn  das  Sozialversicherungsgericht 
A._______ offen liess, ab welchem Zeitpunkt die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers  infolge  der  unfallkausalen  Beschwerden  nicht 
mehr eingeschränkt ist, und einzig zum Schluss gelangte, es sei nicht  
zu  beanstanden,  dass  die  SUVA  ihre  Leistungen  (Taggeld  und 
Heilkosten) per 28. Februar 2005 eingestellt hat (vgl. act. 35 S.9; vgl. 
auch act. 10.2 S. 18, 10.2 S. 1f., 20 und 22 S. 15 f.), kann hieraus nicht 
geschlossen  werden,  dass  das  Gericht  von  einer  bis  zum  Februar 
2005 andauernden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen wäre. Abgesehen 
davon, dass sich für eine derartige Interpretation in den medizinischen 
Unterlagen  keine  Anhaltspunkte  finden,  ist  zu  betonen,  dass  das 
Gericht  keinen Anlass  hatte,  sich  zur  Arbeitsunfähigkeit  vor Februar 

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2005 zu äussern,  war  doch  bloss  die  Taggeldeinstellung ab diesem 
Zeitpunkt zu beurteilen.  Auch aus dem Umstand, dass die SUVA die 
Taggeldzahlungen erst  per Ende Februar 2005 einstellte,  kann nicht 
gefolgert werden, dass der Beschwerdeführer bis zu diesem Zeitpunkt 
arbeitsunfähig  bzw.  invalide  gewesen  wäre.  Zwar  trifft  es  zu,  dass 
gemäss Art. 16 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 
über die Unfallversicherung [UVG, SR 832.20] der unfallversicherungs-
rechtliche Taggeldanspruch die volle oder teilweise Arbeitsunfähigkeit 
voraussetzt und dieser Anspruch von Gesetzes wegen mit der Wieder-
erlangung der vollen Arbeitsfähigkeit erlischt. Hieraus kann aber nicht 
geschlossen  werden,  dass  bei  jeder  Taggeldauszahlung  auch  ein 
Taggeldanspruch besteht. Vielmehr ist es denkbar, dass – etwa infolge 
noch  laufender  medizinischer  Abklärungen  –  Taggelder  ausgerichtet 
werden,  ohne  dass  der  Anspruch  bereits  abschliessend  festgestellt  
worden wäre. In  derartigen Fällen  kann  eine Leistungseinstellung in 
der  Regel  nur  ex  nunc  et  pro  futuro erfolgen  –  vorbehältlich  eines 
Widerrufs  oder  der  (prozessualen)  Revision der  ursprünglichen,  tag-
geldzusprechenden Verfügung (vgl. etwa BGE 130 V 380 E. 2 ff. mit 
Hinweisen). 

Vorliegend  hat  die  SUVA  darauf  verzichtet,  die  nicht  aktenkundige 
ursprüngliche Verfügung zu widerrufen oder in Revision zu ziehen, so 
dass  es  trotz  dem  durch  die  ärztlichen  Stellungnahmen  belegten 
Termin der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit ausgeschlossen war, 
den  Taggeldanspruch  ex tunc aufzuheben  und  allenfalls  bereits  ge-
leistete Taggelder zurückzufordern. Warum die SUVA so vorgegangen 
ist,  lässt  sich  aufgrund  der  Akten  nicht  eruieren  –  ist  letztlich  aber 
auch  nicht  von  Belang,  da  für  die  Bestimmung  des  Zeitpunkts  der 
Wiedererlangung  der  Arbeitsfähigkeit  ohnehin  nicht  formelle,  verfah-
rensrechtliche  Aspekte,  sondern  die  Einschätzungen  der  medizini-
schen  Experten  –  allen  voran  jene  von  Dr.  med  E._______  – 
ausschlaggebend sind.

5.3 Damit steht  fest,  dass die Expertisen der Dres. med. E._______ 
und  F._______  zusammen  mit  den  übrigen  aktenkundigen 
medizinischen  Dokumenten  Dr.  med.  G._______  eine  zuverlässige 
Beurteilung  des  Gesundheitszustandes  und  der  Arbeitsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  im  vorliegend  massgebenden  Zeitraum  vom  7. 
März  2003  bis  19.  Mai  2008  erlaubten.  Es  ist  nicht  einzusehen, 
inwiefern die vom Beschwerdeführer beantragte Einholung eines Be-
richtes  von  Dr.  med.  C._______  am  rechtserheblichen  Sachverhalt 

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etwas  Entscheidwesentliches  zu  ändern  vermöchte,  so  dass  in 
antizipierter  Beweiswürdigung  auf  diese  Beweismassnahme  zu 
verzichten ist. 

Aufgrund der Expertisen der Dres. med. E._______ und F._______ ist 
überwiegend  wahrscheinlich  erstellt  und  Dr.  med.  G._______  darin 
zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer spätestens seit  November 
2001 in der Lage ist,  die von ihm zuletzt ausgeübte Erwerbstätigkeit 
wieder vollschichtig auszuüben, so dass er im vorliegend massgeben-
den  Zeitraum  keine  invaliditätsbedingte  Erwerbseinbusse  erleiden 
konnte. Unter diesen Umständen erübrigt sich die Durchführung eines 
Einkommensvergleichs.

6.
Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  weder  den 
Gehörsanspruch des Beschwerdeführers  verletzt  noch den rechtser-
heblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt oder unzutreffend ge-
würdigt hat. Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtens und 
die  Beschwerde  vom 19.  Juni  2008  ist  –  soweit  darauf  eingetreten 
werden kann – vollumfänglich abzuweisen. 

7.
Das Gesuch des Beschwerdeführers vom 19. Juni 2008 um unentgelt-
liche Rechtspflege ist infolge Rückzugs als gegenstandslos geworden 
abzuschreiben.  Zu  befinden  bleibt  noch  über  die  Verfahrenskosten 
sowie eine allfällige Parteientschädigung.

7.1 Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Verfahrens-
kosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), die sich aus der Gerichtsge-
bühr und den Auslagen zusammensetzen. Sie werden unter  Berück-
sichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache im vor-
liegenden Verfahren auf  Fr. 400.- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG 
sowie Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]) und sind vom Beschwerdeführer innert 30 Ta-
gen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten 
der Gerichtskasse zu überweisen.

7.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende 
Vorinstanz  haben  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art.  64 
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde vom 19. Juni  2008 wird  abgewiesen,  soweit  darauf 
eingetreten werden kann.

2.
Das Gesuch vom 19. Juni 2008 um unentgeltliche Rechtspflege wird 
als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden dem Beschwerdeführer zur 
Zahlung auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu 
überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit  sepa-
rater Post.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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