# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6000362f-69f3-5d43-b046-fb9e54ca7b25
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-06
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 06.10.2025 BEK 2025 122
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-122_2025-10-06.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Verfügung vom 6. Oktober 2025
BEK 2025 122

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Gerichtsschreiber Alen Draganovic.

In Sachen A.________,
Beschuldigte und Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, Schmiedgasse 21, 
6431 Schwyz,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin B.________,

und

C.________,

betreffend Wechsel der amtlichen Verteidigung
(Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 19. August 
2025, SU 2022 10927);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung, dass

- die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. September 2025 beim Kan-
tonsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 
19. August 2025 erhob (KG-act. 1 und 1/1);

- gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO die Beschwerde gegen schriftlich oder 
mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei 
der Beschwerdeinstanz einzureichen ist, wobei eine eingeschriebene und nicht 
abgeholte Postsendung am siebten Tag nach einem erfolglosen Zustellversuch 
als zugestellt gilt, sofern die Person mit einer Zustellung rechnen musste (sog. 
Zustellfiktion; Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO), die Frist am folgenden Tag zu laufen 
beginnt (Art. 90 Abs. 1 StPO und Art. 384 lit. b StPO) und gemäss Art. 91 Abs. 2 
StPO u.a. dann eingehalten ist, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 
Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen der 
Schweizerischen Post übergeben wird;

- bei eingeschriebenen Postsendungen die Vermutung gilt, dass die Post 
die Abholungseinladung ordnungsgemäss in den Briefkasten oder in das Post-
fach des Empfängers legte und das Zustellungsdatum korrekt registrierte, so-
lange der Empfänger nicht den Nachweis einer überwiegenden Wahrschein-
lichkeit von Fehlern bei der Zustellung erbringt (BGE 142 IV 201, E. 2.3);

- die Beschwerdeführerin sich im betreffenden Strafverfahren u.a. mit 
Schreiben vom 24. Juli 2025 äusserte (U-act. 2.1.104), mithin Kenntnis vom 
Verfahren hatte und daher mit amtlichen Zustellungen rechnen musste;

- die Sendung mit der angefochtenen Verfügung der Beschwerdeführerin 
gemäss Zustellnachweis der Post am 20. August 2025 mit Abholungseinladung 
und Frist bis zum 27. August 2025 zur Abholung gemeldet wurde;

- die Beschwerdeführerin keinen Nachweis einer überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit einer nicht ordnungsgemässen Zustellung oder einer falschen 

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Registrierung des Zustellungsdatums erbringt und solche Umstände ebenso 
wenig aus den Akten hervorgehen;

- die angefochtene Verfügung somit am 27. August 2025 als zugestellt gilt 
und die Beschwerdefrist von zehn Tagen am 8. September 2025 endete 
(vgl. Art. 90 Abs. 2 StPO), womit die am 10. September 2025 dem Kantonsge-
richt überbrachte Beschwerde verspätet erfolgte;

- die Beschwerdeführerin am 29. September bzw. 2. Oktober 2025 die 
Fristwiederherstellung beantragte (KG-act. 9 und 10);

- eine Partei die Fristwiederherstellung verlangen kann, wenn sie eine Frist 
versäumte und ihr daraus ein erheblicher und unersetzlicher Rechtsverlust er-
wachsen würde, wobei sie glaubhaft zu machen hat, dass sie an der Säumnis 
kein Verschulden trifft (Art. 94 Abs. 1 StPO);

- die vorgebrachten Verhinderungsgründe (Erschöpfung/Gesundheitszu-
stand, Zeitmangel, polizeiliche Zwangsmassnahmen, Verlust des Postfach-
schlüssels) unbelegt bleiben, mit Ausnahme der eingereichten ärztlichen Zeug-
nisse zur Arbeitsunfähigkeit, die der Beschwerdeführerin allerdings vom 24. Au-
gust bis 8. September 2025 – mithin noch während der Frist für die Abholung 
der angefochtenen Verfügung – nur eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % beschei-
nigen (KG-act. 10/3 und 10/4);

- sie nicht glaubhaft darlegt, dass sie bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % 
die Öffnung des Postfachs, die Abholung der Post und die rechtzeitige Be-
schwerdeeinreichung nicht hätte vornehmen oder zumindest veranlassen kön-
nen, weshalb nicht glaubhaft ist, dass sie an der Säumnis kein Verschulden 
trifft;

- das Fristwiederherstellungsgesuch somit abzuweisen und auf die Be-
schwerde nicht einzutreten ist, was präsidial erfolgen kann (§ 40 Abs. 2 JG; 
KGer SZ, BEK 2022 73 vom 23. Dezember 2022, E. 5);

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- ausnahmsweise auf eine Kostenerhebung verzichtet wird, womit der An-
trag um unentgeltliche Rechtspflege (KG-act. 10) gegenstandslos wird;-

verfügt:

1. Das Fristwiederherstellungsgesuch wird abgewiesen.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3. Kosten für das Beschwerdeverfahren werden nicht erhoben.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung unter den 
Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) nach 
Art. 78 ff. BGG Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lau-
sanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderun-
gen von Art. 42 BGG entsprechen.

5. Zufertigung an A.________ (1/R), C.________ (1/R, inkl. KG-act. 10 samt 
Beilagen z.K.) und die Staatsanwaltschaft (1/A, inkl. KG-act. 10 samt Bei-
lagen z.K., an die 2. Abteilung sowie 1/R an die Amtsleitung / zentraler 
Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an die Staatsanwaltschaft (1/R, 
mit den Akten an die 2. Abteilung).

Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber

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