# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 547464ea-7d75-58f8-9d02-b5c8fe06c75c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 09.06.2020 S 2019 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2019-47_2020-06-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 47

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti
RichterIn von Salis, Audétat 
Aktuar Paganini

URTEIL

vom 9. Juni 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg,

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. Im März 2014 meldete sich A._____ u.a. unter Hinweis auf eine schwere 

Depression bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. 

Dabei gab sie an, in Trennung von ihrem Ehemann zu leben. Zuletzt war 

sie in einem Teilzeitpensum von 60 bis 80 % als Serviceangestellte bei der 

B._____ AG tätig. Seit dem notfallmässigen Eintritt in die Klinik C._____ 

am 30. Januar 2014 zum stationären Aufenthalt wegen einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne 

psychotische Symptome, bestand eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. 

2. Ab Mitte August 2014 arbeitete A._____ in einem 40%igen Pensum im 

D._____ bevor sie im Januar 2015 wegen eines Rückfalls wieder 100 % 

arbeitsunfähig wurde. Nachdem sie im August 2016 im E._____ eine 

Anstellung als Allrounderin (Service, Mithilfe in der Küche und auf den 

Zimmern) in einem 40%-Pensum antreten konnte, wurden die 

Integrationsmassnahmen abgeschlossen und der Anspruch auf eine 

Invalidenrente geprüft. Da auch der Arzt des Regionalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD), Dr. med. F._____, in seiner Abschlussbeurteilung vom 25. 

November 2016 von einer Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und einer 

adaptierten Tätigkeit von 40 % ausging, sprach die IV-Stelle mit Verfügung 

vom 27. März 2017 A._____ ab dem 1. Januar 2015 (den Zeitraum der 

Integrationsmassnahmen ausgenommen) in Anwendung der gemischten 

Methode bei einem Anteil von Erwerb und Aufgabenbereich von 80 % zu 

20 % eine Viertelsrente zu (Invaliditätsgrad 46 %). Dieser Entscheid 

erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

3. Im August 2018 leitete die IV-Stelle eine amtliche Revision ein und traf 

medizinische Abklärungen. Im Revisionsfragebogen gab A._____ an, dass 

sich ihr Gesundheitszustand verbessert habe. Dies bestätigte denn auch 

Dr. med. G._____, Leitender Arzt der Klinik H._____, in seinem 

Verlaufsbericht vom 30. Oktober 2018. Er diagnostizierte eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F33.0), 

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wobei er ausführte, dass seit ca. Mai 2018 ein relativ stabiler psychischer 

Zustand mit nur geringgradiger depressiver Symptomatik i.S.v. 

Erschöpfbarkeit und intermittierender innerer Unruhe bestehe. Es 

bestünden derzeit beim aktuellen Arbeitspensum keine signifikanten 

Einschränkungen. In seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 2018 

präzisierte Dr. med. G._____ seine Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit 

dahingehend, dass A._____ derzeit ein 50-60%iges Pensum zumutbar sei. 

Auch RAD-Arzt Dr. med. F._____ schloss in seiner Beurteilung vom 23. 

Januar 2019 infolge des verbesserten Gesundheitszustands auf eine 

Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und einer adaptierten Tätigkeit von 55 %.

4. Anlässlich ihrer erwerblichen Abklärungen stellte die IV-Stelle fest, dass 

A._____, nachdem sie seit Juli 2017 im I._____ gearbeitet hatte, teilweise 

sogar parallel dazu, per 1. Juni 2018 eine neue 40%ige Teilzeittätigkeit bei 

der K._____ aufgenommen und dabei gemäss Lohnabrechnungen für die 

Monate Juni bis Dezember 2018 ein Bruttoeinkommen von Fr. 21'386.50 

erzielt hatte. Daraufhin stellte die IV-Stelle A._____ mit Vorbescheid vom 

21. Februar 2019 die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht. Dagegen 

liess A._____ am 19. März 2019 Einwand erheben und legte diesem die 

Lohnabrechnungen des K._____ für die Monate Januar und Februar 2019 

bei, welche einen Bruttolohn von insgesamt Fr. 4'196.95 auswiesen. 

5. Mit Verfügung vom 25. März 2019 hob die IV-Stelle die Viertelsrente auf 

Ende des der Verfügung folgenden Monats auf. Zum Einwand führte sie 

begründend aus, für das Invalideneinkommen könne vorliegend auf das 

tatsächlich verdiente Bruttoeinkommen abgestellt werden, wobei die 

Feiertags- und Ferienentschädigungen mitzuzählen seien. Rechne man zu 

den bereits eingereichten Lohnabrechnungen für die verbleibenden 

Monate März bis Mai 2019 ein hypothetisches Bruttoeinkommen im 

Rahmen von lediglich offenbar in den Wintermonaten erzielbaren 

Fr. 2'000.-- pro Monat hinzu, betrage das tatsächlich erzielte 

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Jahreseinkommen mindestens Fr. 31'583.45. Im Vergleich mit dem 

unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 53'241.35 ergebe dies somit im 

Erwerbsbereich eine Einschränkung von maximal 40.68 %. Da im Haushalt 

bereits bei der Rentenzusprache am 27. März 2017 keine Einschränkung 

bestanden und sich der Gesundheitszustand klar verbessert habe, 

resultiere in Anwendung der gemischten Methode bei einem Anteil von 

Erwerb und Haushalt von 80 % zu 20 % ein rentenausschliessender 

Invaliditätsgrad von 32.54 %. Zur Frage, ob die Revision ihre Wirkung ex 

nunc oder ex tunc zeitigt, führte die IV-Stelle aus, A._____ sei es zwar 

möglich gewesen, zu erkennen, dass sie den Arbeitswechsel hätte melden 

müssen. Zu ihren Gunsten falle indes aus, dass sie die neue Arbeitsstelle 

bereits im September 2018 der IV-Stelle im Rahmen der Rentenrevision 

angezeigt habe und in den ersten Monaten wohl noch nicht klar gewesen 

sei, dass sich ihr Einkommen erheblich steigern würde. Insofern sei eine 

Meldepflichtverletzung zu verneinen. Es hätte ohnehin eine gewisse Zeit 

gedauert, bis die IV-Stelle auf eine korrekte Meldung hätte reagieren 

können.

6. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 8. Mai 2019 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erheben 

und neben der Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragen, ihr 

sei eine halbe, mindestens aber eine Viertelsrente zuzusprechen. Im 

Wesentlichen monierte die Beschwerdeführerin, anstelle der gemischten 

sei die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs anzuwenden, da 

sie von ihrem Ehemann getrennt lebe bzw. die Scheidung anstehe, sie 

keine Betreuungsaufgaben erfüllen müsse und ohne gesundheitliche 

Beeinträchtigung einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. 

Gestützt darauf habe sie gemäss den Angaben der IV-Stelle einen 

Anspruch auf eine Viertelsrente (Invaliditätsgrad von 40.68 %). Des 

Weiteren treffe es nicht zu, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert 

habe. Schliesslich betrage das Invalideneinkommen sicherlich nicht mehr 

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als Fr. 24'200.--, wobei für dessen Berechnung aufgrund der sechs 

Ferienwochen pro Jahr lediglich 10.5 Monate heranzuziehen seien, was ihr 

bei einem Invaliditätsgrad von 54.5 % einen Anspruch auf eine halbe Rente 

verleihe.

7. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in der 

Vernehmlassung vom 28. Mai 2019 auf Abweisung der Beschwerde und 

beantragte, eventualiter seien die Lohnausweise des K._____ der Monate 

März bis Mai 2019 einzuverlangen. 

8. Mit Eingabe vom 8. Juli 2019 reichte die Beschwerdeführerin die 

Lohnabrechnungen für die Monate März bis Mai 2019 nach, denen ein 

Bruttolohn von insgesamt Fr. 6'671.05 entnommen werden kann.

9. In der Duplik vom 23. Juli 2019 führte die Beschwerdegegnerin aus, 

gemäss den, ein ganzes Jahr umfassenden Lohnabrechnungen des 

K._____ habe die Beschwerdeführerin ein Jahreseinkommen von 

Fr. 32'254.50 erzielt, welches über jenem liege, das in der angefochtenen 

Verfügung im Rahmen einer Mindestberechnung als Invalideneinkommen 

angerechnet werde.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden vom 25. März 2019. Eine solche Anordnung, die 

laut Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsgericht am Ort der 

verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden als örtlich und sachlich zuständigem Versicherungsge-

richt angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des 

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Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie 

Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formelle und materielle Verfügungs-

adressatin ist die Beschwerdeführerin von der angefochtenen Verfügung 

unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-

hebung oder Änderung. Sie ist somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde zudem 

frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 

und 2 ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG sowie Art. 61 lit. b ATSG). Auf die Be-

schwerde ist somit einzutreten.

2. Streitig und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der Invalidenrente 

per 30. April 2019. Zu Recht nicht in Abrede gestellt wird das 

korrekterweise auf ein 100%-Pensum hochgerechnete (vgl. Art. 27bis Abs. 

2 und 3 Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; RS 831.201]) und 

der Nominallohnentwicklung angepasste Valideneinkommen von Fr. 

53'241.35 (LSE 2016, Tabelle TA 1, Kompetenzniveau 2, Wirtschaftszweig 

55-56 [Sektor Gastgewerbe], weiblich, umgerechnet auf eine 

durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, aufindexiert 

= Fr. 4'197.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.003995 x 1.01). Unbestritten ist ferner, 

dass mit der Aufnahme der Tätigkeit bei der K._____ eine wesentliche 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten und damit ein 

Revisionsgrund gegeben war (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 

9C_346/2019 vom 6. September 2019 E.2.1.1). Damit erübrigt es sich zu 

prüfen, ob die Rente auch aufgrund einer wesentlichen Änderung des 

Gesundheitszustands revidierbar war. Uneins sind sich die Parteien jedoch 

bezüglich der Wahl der korrekten Bemessungsmethode zur Bestimmung 

des Invaliditätsgrads, des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin 

und der Höhe des Invalideneinkommens.

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3. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden 

verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des 

Anspruchs erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). 

Die Erwerbsunfähigkeit wiederum ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Invaliditätsgrad 

hinsichtlich eines Rentenanspruches ist bei erwerbstätigen Versicherten 

aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG 

i.V.m. Art. 16 ATSG). Bei Teilzeiterwerbstätigen wird für den Erwerbsteil 

die Invalidität gemäss Art. 16 ATSG bestimmt. War die Person daneben 

auch noch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diesen Teil 

hingegen nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil 

der Erwerbstätigkeit und die Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 

der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG, 

Art. 27bis IVV; gemischte Methode; siehe dazu BGE 142 V 290 E.4 ff., 141 

V 15 E.3 ff., 137 V 334 E.3 ff., 133 V 504 E.3 ff., 131 V 51 E.5, 130 V 393 

E.3.1 ff., 125 V 146 E.2 ff.; für die seit dem 1. Januar 2018 geltende 

Rechtslage unter dem revidierten Art. 27bis IVV siehe z.B. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_197/2018 vom 25. September 2018 E.5.2, 

8C_145/2018 vom 8. August 2018 E.5 ff. und 8C_462/2017 vom 30. Januar 

2018 E.5 ff.). Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine 

versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

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durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder 

Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG).

4.1. Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, 

Betätigungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine 

versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als 

nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was diese bei im 

Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche 

Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches 

Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall 

zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch 

erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen 

(vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und 

erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und 

Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 

Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und 

Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie 

sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei 

für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-

)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E.3.1, 

137 V 334 E.3.2, 125 V 146 E.2c, 117 V 194 E.3b; je mit Hinweisen).

4.2. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, anstelle der gemischten sei die 

allgemeine Methode des Einkommensvergleichs anzuwenden, da sie von 

ihrem Ehemann getrennt lebe bzw. die Scheidung anstehe, sie keine 

Betreuungsaufgaben erfüllen müsse und ohne gesundheitliche 

Beeinträchtigung einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde, 

vermag sie nach Ansicht des Gerichts nicht durchzudringen. So erfolgte 

bereits die ursprüngliche Rentenzusprache mit Verfügung vom 27. März 

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2017 in Anwendung der gemischten Methode bei einem Anteil von Erwerb 

und Aufgabenbereich von 80 % zu 20 %, wobei sie bereits bei der 

Anmeldung vom 24. März 2014 auf die Trennung hingewiesen hatte (vgl. 

IV-act. 8 S. 1). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft 

erwachsen. Die Beschwerdeführerin wurde schon damals durch den 

aktuellen Anwalt vertreten; dies zwar für das Ehescheidungsverfahren, 

aber der Rechtsvertreter traf auch Erkundigungen zum IV-Verfahren (vgl. 

IV-act. 108 f.). Gegen die Anwendung der gemischten Methode wurde 

zudem im Rahmen des hier interessierenden Rentenrevisionsverfahrens 

im Einwand gegen den Vorbescheid nichts vorgebracht. Vielmehr wurde 

darin bemängelt, dass die Einschränkung im Haushalt nicht nachvollzogen 

werden könne (vgl. IV-act. 144). Das Vorbringen, wonach die allgemeine 

Methode anzuwenden sei, wird erstmals in der vorliegenden Beschwerde 

geltend gemacht, nachdem die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung eine Einschränkung im Erwerbsbereich von maximal 40.68 % 

errechnet hatte. Es erscheint daher überwiegend wahrscheinlich, dass 

dieser Einwand von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher Art beeinflusst war. Im Übrigen gab die 

Beschwerdeführerin nachweislich selber an, sie würde künftig gerne zu 

80 % arbeiten (vgl. Verlaufsprotokoll Eingliederung vom 28. November 

2016, Eintrag vom 26. August 2015 [IV-act. 115 S. 7]). Demnach erscheint 

die Annahme eines 80%-Pensums im Gesundheitsfall nachvollziehbar.

5. Der Beschwerdeführerin kann des Weiteren nicht gefolgt werden, soweit 

sie die Verbesserung ihres Gesundheitszustands unter Hinweis auf ein E-

Mail von Dr. med. G._____ in Abrede stellt. So gab die Beschwerdeführerin 

aktenkundig selbst an, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert habe. 

Zum selben Schluss kam auch Dr. med. G._____, indem er in seinem 

Verlaufsbericht vom 30. Oktober 2018 (vgl. IV-act. 132) nunmehr eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, 

diagnostizierte und dazu ausführte, seit ca. Mai 2018 bestehe ein relativ 

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stabiler psychischer Zustand mit nur geringgradiger depressiver 

Symptomatik i.S.v. Erschöpfbarkeit und intermittierender innerer Unruhe. 

Dr. med. G._____ erachtete ein 50-60%iges Pensum für zumutbar (vgl. 

Stellungnahme vom 12. Dezember 2018 [IV-act. 135]). Gestützt darauf 

befand auch RAD-Arzt Dr. med. F._____ die Beschwerdeführerin infolge 

des verbesserten Gesundheitszustands in der bisherigen und einer 

adaptierten Tätigkeit zu 55 % arbeitsfähig (vgl. IV-act. 147 S. 8). Das E-

Mail von Dr. med. G._____ vom 24. April 2019 (Bf-act. 1), wonach es der 

Beschwerdeführerin zwischenzeitlich aufgrund von "einige[n] 

Belastungsfaktoren" insgesamt wieder schlechter gehe und die 

Arbeitsfähigkeit derzeit sicher nicht über 50 % liege, vermag die 

Einschätzung des RAD nicht in Frage zu stellen. Denn abgesehen davon, 

dass ohnehin nicht klar ist, ob sich diese Aussage von Dr. med. G._____ 

auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens 

gegebene Situation bezieht, stellte Dr. med. G._____ dafür einzig auf die 

ihm von der Beschwerdeführerin am Telefon geschilderten Umstände ab, 

ohne dass eine Konsultation stattgefunden hätte. Hinzu kommt, dass 

unklar ist, ob nicht IV-fremde Faktoren der angeblichen 

Gesundheitsverschlechterung zugrunde liegen. Letztlich weicht aber die 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von Dr. med. G._____ im erwähnten E-

Mail nicht wesentlich von seiner ursprünglichen ab, so dass sie die 

Beurteilung des RAD nicht zu erschüttern vermag.

6. Als unbegründet erweist sich schliesslich auch das Vorbringen der 

Beschwerdeführerin, das Invalideneinkommen betrage sicherlich nicht 

mehr als Fr. 24'200.--, wobei für dessen Berechnung aufgrund des 

Ferienanspruchs von sechs Wochen pro Jahr lediglich 10.5 Monate 

heranzuziehen seien, was ihr bei einem Invaliditätsgrad von 54.5 % einen 

Anspruch auf eine halbe Rente verleihe.

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6.1. Rechtsprechungsgemäss müssen, wenn – wie vorliegend – im Lohn 

Ferien- und Feiertagsentschädigungen enthalten sind, die entsprechenden 

Zeiten für Ferien und Feiertage von der (gesamtarbeitsvertraglich) 

vereinbarten Jahresarbeitszeit abgezogen werden, um das massgebende 

Erwerbseinkommen ermitteln zu können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_188/2016 vom 14. Juni 2016 E.4.2).

6.2. Diese Konstellation liegt hier indes nicht vor. Gemäss Arbeitsvertrag vom 

22. Mai 2018 (IV-act. 137) wurde eine durchschnittliche wöchentliche 

Arbeitszeit von 20 Stunden (+/- 10 %) vereinbart bei einem Stundenlohn 

von Fr. 19.50 (wobei dieser ab Januar 2019 Fr. 20.-- betrug, vgl. 

entsprechende Lohnabrechnungen [IV-act. 142] sowie Beilagen der 

Beschwerdeführerin), einem Ferienlohn von 13.04 % für 6 Wochen (d.h. Fr. 

2.55/Std.) und einer Feiertagsentschädigung von 2.27 % (d.h. Fr. 0.45/Std.) 

(vgl. Art. 6 des Vertrages). Laut den gemäss Arbeitsvertrag im Übrigen 

geltenden Bestimmungen des Landes-Gesamtarbeitsvertrags des 

Gastgewerbes (L-GAV) 2012 beträgt die durchschnittliche wöchentliche 

Arbeitszeit für alle gastgewerblichen Mitarbeiter (höchstens) 42 Stunden 

pro Woche (Art. 15 L-GAV). Gemäss den Angaben im Arbeitsvertrag 

beläuft sich das von der Beschwerdeführerin zu leistende Pensum somit 

auf knapp 50 %, wobei keine jährliche Arbeitszeit definiert wurde (dies im 

Unterschied zur obigen Rechtsprechung). Wie sich aus den von der 

Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Lohnabrechnungen ergibt, leistete 

die Beschwerdeführerin teilweise monatliche Arbeitsstunden, die weit über 

der vereinbarten Arbeitszeit lagen (vgl. z.B. Monate Juli 2018 mit 161.68 

Std. anstelle von 88.4 Std., August 2018 mit 167.57 Std. anstelle von 88.4 

Std., Oktober 2018 mit 132.08 Std. anstelle von 88.4 Std.). Im Durchschnitt 

entsprachen die geleistete Arbeitsstunden einem monatlichen 

Arbeitspensum von rund 60 %. Insofern erweist es sich schwierig zu 

beurteilen, ob die Beschwerdeführerin die ihr zustehenden Ferien und 

Feiertage auch tatsächlich bezogen hat. Immerhin ist aus den 

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Lohnabrechnungen ersichtlich, dass sie zumindest in gewissen Monaten 

weniger Arbeitsstunden auswies als vereinbart bzw. durchschnittlich 

geleistet wurde (vgl. z.B. Monate November 2018 mit 76.4 Std. bzw. Mai 

2019 mit 67.24 Std.), womit im Gesamtkontext davon auszugehen ist, dass 

sie wenigstens einen Teil ihrer Ferien- und Feiertageguthaben bezog. Wie 

es sich damit im Einzelnen verhält, kann letztlich jedoch offen bleiben, 

zumal, selbst bei einem vollständigen Abzug der Ferien- und 

Feiertagsentschädigung von dem während eines ganzen Jahres aufgrund 

der tatsächlich geleisteten monatlichen Arbeitsstunden erzielten 

Bruttolohns von Fr. 32'254.50, immer noch ein rentenausschliessender 

Invaliditätsgrad von 37.5 % resultierte (Valideneinkommen von 

Fr. 53'241.35 - Invalideneinkommen von Fr. 28'267.25 [Fr. 32'254.50 - 

Fr. 3'987.25] = Erwerbseinbusse von Fr. 24'974.10 = Einschränkung von 

0.469 % x 80 Erwerbsanteil  = Teilinvaliditätsgrad im Bereich Erwerb von 

37.5 % + Teilinvaliditätsgrad im Bereich Haushalt von 0). Im Übrigen mutet 

es widersprüchlich an, einen Abzug für die ausbezahlte Ferien- und 

Feiertagsentschädigung von dem im K._____ erzielten Verdienst geltend 

zu machen, wenn die Beschwerdeführerin gleichzeitig während mehrerer 

Monate im I._____ während ihrer Ferien aushalf (vgl. Gespräch vom 15. 

Januar 2019 [IV-act. 136]) und dabei einen – in obiger Berechnung nicht 

berücksichtigten – Lohn von bis zu über Fr. 1'000.-- erzielen konnte (vgl. 

Lohnabrechnungen L._____ von August bis Oktober 2018 [IV-act. 138]). 

7. Die Beschwerdegegnerin hat eine Meldepflichtverletzung der 

Beschwerdeführerin verneint. Dazu hielt sie fest, letzterer sei es zwar 

möglich gewesen, zu erkennen, dass sie den Arbeitswechsel hätte melden 

müssen. Zu ihren Gunsten falle indes aus, dass sie die neue Arbeitsstelle 

bereits im September 2018 der Beschwerdegegnerin im Rahmen der 

Rentenrevision angezeigt habe und in den ersten Monaten wohl noch nicht 

klar gewesen sei, dass sich ihr Einkommen erheblich steigern würde. Es 

hätte ohnehin eine gewisse Zeit gedauert, bis die Beschwerdegegnerin auf 

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eine korrekte Meldung hätte reagieren können. Diese Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin zur fehlenden Meldepflichtverletzung sind nicht zu 

beanstanden.

8. Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie 

abzuweisen ist. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren 

– in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 

200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz 

von Fr. 700.-- angemessen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens 

sind diese Kosten der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine 

aussergerichtliche Entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kan-

tons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

 

4. [Mitteilungen]