# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a28dcb9a-902f-510e-ac47-5b6d52d1740f
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-29
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 29.05.2020 2020_OG V 19 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_004_2020-OG-V-19-45_2020-05-29.pdf

## Full Text

Strassenbau. Art. 111 BGG. Art. 46 Abs. 1 lit. a VRPV. Einsprachelegitimation. Wer 
zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt ist, muss sich am Verfahren vor 
allen kantonalen Vorinstanzen als Partei beteiligen können. Bei 
Strassenbauprojekten zieht das Bundesgericht für die Beurteilung der Einsprache- 
beziehungsweise Beschwerdelegitimation die Rechtsprechung zur Anfechtung von 
Bauvorhaben durch Nachbarn und zur Anfechtung von funktionellen 
Verkehrsbeschränkungen (zum Beispiel Tempobeschränkungen) heran. Bei der 
Beurteilung der Legitimation ist nicht schematisch auf einzelne Kriterien (wie zum 
Beispiel Distanz zum Vorhaben, Sichtverbindung usw.) abzustellen, sondern es 
kommt auf eine Gesamtwürdigung der im konkreten Fall vorliegenden tatsächlichen 
Verhältnisse an. Im konkreten Fall war nach einer ergänzenden Abklärung durch die 
Vorinstanz eine besondere Betroffenheit der Beschwerdeführerin zu verneinen. Die 
zu erwartenden Beeinträchtigungen durch die neue Strassengestaltung waren zu 
gering und zu wenig spezifisch. Die Vorinstanz hatte die Einsprachelegitimation zu 
Recht verneint. Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 
 
Obergericht, 29. Mai 2020, OG V 19 45 
 
(Das Bundesgericht wies die dagegen erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ab, BGer 1C_392/2020 vom 20.05.2021) 

 
Aus den Erwägungen: 
 
3. a) Art. 111 BGG schreibt die Einheit des Verfahrens vor: Wer zur Beschwerde an das 
Bundesgericht berechtigt ist, muss sich am Verfahren vor allen kantonalen Vorinstanzen als 
Partei beteiligen können (Art. 111 Abs. 1 BGG); die unmittelbare Vorinstanz des 
Bundesgerichts muss grundsätzlich mindestens die Rügen nach den Art. 95 - 98 BGG prüfen 
können (Art. 111 Abs. 3 BGG). Aus diesen Bestimmungen ergibt sich, dass die kantonalen 
Behörden die Rechtsmittelbefugnis nicht enger fassen dürfen, als dies für die Beschwerde 
an das Bundesgericht vorgesehen ist (BGE 1C_317/2010 vom 15.12.2010 E. 4.1). Daraus 
erhellt, dass für die hier strittige Frage der Einsprachelegitimation der Beschwerdeführerin 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Legitimation in Strassenbausachen massgebend 
sein muss. Ist die Beschwerdeführerin nach diesen Grundsätzen legitimiert, so muss sie dies 
auch vor den kantonalen Behörden sein. Im Übrigen ist ohnehin nicht ersichtlich, inwiefern 
das kantonale Verfahrensrecht die Legitimation, zumindest mit Bezug auf das besondere 
Berührtsein und das schutzwürdige Interesse in Form eines praktischen Nutzens, anders 
regeln sollte als die entsprechenden Bestimmungen im BGG (vergleiche Art. 46 Abs. 1 lit. a 
VRPV sowie oben E. 1d). 
 
b) Bei Strassenbauprojekten zieht das Bundesgericht für die Beurteilung der Einsprache- 
beziehungsweise Beschwerdelegitimation die Rechtsprechung zur Anfechtung von 
Bauvorhaben durch Nachbarn und zur Anfechtung von funktionellen 
Verkehrsbeschränkungen (zum Beispiel Tempobeschränkungen) heran (BGE 1C_317/2010 
a.a.O. E. 4.3 und E. 5.6). Will ein Nachbar eine Baubewilligung anfechten, genügt die 
Behauptung allein, er sei von den Folgen der Baubewilligung betroffen, nicht, um die 
Beschwerdebefugnis zu begründen. Vielmehr müssen aufgrund des konkreten Sachverhalts 
das besondere Berührtsein und das schutzwürdige Interesse glaubhaft erscheinen, 
ansonsten jedermann, der eine unzutreffende Behauptung aufstellt, die 
Beschwerdeberechtigung zustünde. Dies liefe im Ergebnis auf eine unzulässige 
Popularbeschwerde hinaus (BGE 2C_888/2015 vom 23.05.2016 E. 2.1, 1C_317/2010 a.a.O. 
E. 4.3, 1C_40/2010 vom 09.03.2010 E. 2.2; Entscheid Obergericht des Kantons Uri vom 
07.07.2017, OG V 16 43, publ. in Rechenschaftsbericht über die Rechtspflege des Kantons 
Uri in den Jahren 2016 und 2017, Nr. 31 S. 176 E. 1b). Ein Kriterium für die Beurteilung der 
Beschwerdebefugnis ist die räumliche Distanz der Liegenschaft beziehungsweise des 

Mietobjekts eines Beschwerdeführers zum umstrittenen Bauprojekt. Das Beschwerderecht 
wird in der Regel anerkannt, wenn die Liegenschaft des Nachbarn unmittelbar an das 
Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur durch einen Verkehrsträger davon getrennt wird 
(BGE 1C_317/2010 a.a.O. E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 121 II 174 E. 2b). Bei der Anordnung 
von funktionellen Verkehrsbeschränkungen steht die Beschwerdebefugnis allen 
Verkehrsteilnehmern zu, welche die mit einer Beschränkung belegte Strasse mehr oder 
weniger regelmässig benützen, wie das bei Anwohnern oder Pendlern der Fall ist, während 
bloss gelegentliches Befahren der Strasse nicht genügt (BGE 1C_317/2010 a.a.O. E. 4.3, 
1C_54/2007 vom 06.11.2007 E. 3.1; vergleiche ferner: Entscheid Obergericht a.a.O., Nr. 31 
S. 176 E. 1b). 
 
c) Bei der Beurteilung der Legitimation ist nicht schematisch auf einzelne Kriterien (wie 
zum Beispiel Distanz zum Vorhaben, Sichtverbindung usw.) abzustellen, sondern es kommt 
auf eine Gesamtwürdigung der im konkreten Fall vorliegenden tatsächlichen Verhältnisse an 
(BGE 1C_317/2010 a.a.O. E. 4.3). Daran ändert nichts, dass in der Rechtsprechung gewisse 
Faustregeln anerkannt sind. So dient beispielsweise in der Praxis als wichtiges Kriterium zur 
Beurteilung der Betroffenheit die räumliche Distanz zum Bauvorhaben beziehungsweise zur 
Anlage. Die Rechtsprechung bejaht in der Regel die Legitimation von Nachbarn, deren 
Liegenschaften sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 m befinden. Bei grösseren 
Entfernungen muss eine Beeinträchtigung aufgrund der konkreten Gegebenheiten glaubhaft 
gemacht werden (BGE 1C_477/2014 vom 12.08.2014 E. 4.2). Dabei ist zu berücksichtigen, 
dass die Beeinträchtigung eine minimale Intensität aufweisen muss. Die Eigentumsgarantie 
schützt den Strassenanstösser nicht vor jeder ihm lästigen Änderung des Verkehrsregimes, 
sondern nur von einer solchen, die ihm die bestimmungsgemässe Nutzung seines 
Grundeigentums faktisch verunmöglicht oder übermässig erschwert (BGE 131 I 16 E. 1.3.3; 
BGE 1P.157/2006 vom 04.12.2006 E. 1.2). Dementsprechend vermögen bloss Gefahren 
respektive Beeinträchtigungen von einer gewissen Bedeutung und Wahrscheinlichkeit eine 
Legitimation zu begründen, nicht rein theoretische und weit entfernt mögliche, weil sonst eine 
sinnvolle Abgrenzung zur Popularbeschwerde kaum möglich ist (vergleiche BGE 128 II 170 
E. 2.1, 121 II 180 E. 3a; BGE 1P.164/2004 vom 17.06.2004 E. 2.6). 
 
4. a) Die Beschwerdeführerin ist Eigentümerin der Gewerbeliegenschaft Nr. X in 
Schattdorf, auf welcher sie einen Garagenbetrieb mit Handel und Reparatur von Autos 
betreibt. Unbestritten ist, dass sich die Liegenschaft respektive der Garagenbetrieb rund 600 
- 700 Meter vom Projektperimeter entfernt und somit ausserhalb des 
rechtsprechungsgemässen Radius von 100 Metern befinden. Die Beschwerdeführerin macht 
geltend, sie sei vom aufgelegten Strassenprojekt dennoch besonders berührt. Das 
angefochtene Projekt sehe vor, dass beim Knoten Schächen ein dreiadriger Kreisel errichtet 
werde. Die Gotthardstrasse in Richtung Gewerbeliegenschaft der Beschwerdeführerin solle 
nicht mehr wie heute direkt, sondern inskünftig einzig noch über die Dorfstrasse an den 
Knoten Schächen angeschlossen sein. Zudem soll die Gotthardstrasse von einer 
Hauptstrasse zu einer Quartiersammelstrasse herabgestuft werden. Es sei mit Wartezeiten 
und gefährlichen Fahrmanövern zu rechnen. Die vorgesehene Einmündung verkomme zu 
einer eigentlichen „Stresskreuzung“, wovon die Beschwerdeführerin erheblich und mehr als 
Übrige betroffen sei. Ihre Angestellten müssten zwecks Fahrzeugeinlösung beim 
Strassenverkehrsamt in Bürglen sowie der Ausübung des Pannendienstes den Knoten 
Schächen täglich über 50 Mal befahren. Die Kundinnen und Kunden müssten Wartezeiten in 
Kauf nehmen und aufgrund der Linienführung sei kaum mehr zufälliger Durchgangsverkehr 
zu erwarten. Weiter würden Lieferanten erhebliche Zeitverluste erleiden und Rückstaus 
verursachen. Durch die Beeinträchtigungen und in Anbetracht der Tatsache, dass ihre 
Gewerbeliegenschaft nicht mehr an einer stark frequentierten, hochwertigen Strasse gelegen 
wäre, bestehe die reelle Gefahr, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr als A-Händlerin, 
sondern als B- oder C-Händlerin eingestuft werde, was mit gewichtigen wirtschaftlichen 
Einbussen verbunden wäre.  
 

b) Die Vorinstanz führt im angefochtenen Beschluss aus, die ergänzende Abklärung habe 
ergeben, dass die Erschliessung von Norden her selbst mit dem Lastwagentyp 
„Sattelschlepper EU“ gewährleistet sei. Dabei handle es sich um einen grösseren 
Fahrzeugtypen als durch die Norm (VSS 640 271a) verlangt werde. Damit werde bewiesen, 
dass der Knoten Schächen mit allen normgemässen Fahrzeugen befahren werden könne. 
Vernehmlassungsweise führt die Vorinstanz aus, zwar sei für das Befahren des Knotens 
Schächen mit Lastwagen ein Überschleppen beziehungsweise Überstreichen von 
angrenzenden Verkehrsflächen notwendig. Die Befahrbarkeit sei aber selbst mit einem 
Lastwagentyp „Sattelzug EU“, der eine grössere Schleppkurve aufweise, gewährleistet und 
die Zeitverzögerung, die durch die Umgestaltung des Knotens entstehen könnte, sei minim. 
Allfällige minime Wartezeiten wegen des Überschleppens erreiche keine genügende 
Intensität, um ein schutzwürdiges Interesse zu begründen.  
 
5. a) In seinem Rückweisungsurteil vom 10. Mai 2019 führte das Obergericht aus 
(E. 3b f.), die Gotthardstrasse führe heute aus nördlicher Richtung von Altdorf her über den 
Knoten Schächen Richtung Süden und bilde gegenwärtig die Hauptverkehrsverbindung 
zwischen dem nördlich gelegenen Kantonshauptort Altdorf, der Gemeinde Schattdorf und 
dem südlich gelegenen Erstfeld. Die Gotthardstrasse sei heute direkt an den Knoten 
Schächen angeschlossen beziehungsweise führe als Hauptstrasse über diesen. Das heisse, 
dass Zulieferer der Beschwerdeführerin aus nördlicher Richtung von Altdorf herkommend, 
direkt über den Knoten in die Gotthardstrasse fahren und die Gewerbeliegenschaft der 
Beschwerdeführerin via die südliche Gotthardstrasse erreichen könnten. Zwar werde die 
Liegenschaft auch von Süden her erschlossen, nämlich über die südliche Gotthardstrasse. 
Aus nördlicher Richtung erfolge die Erschliessung allerdings über die nördliche 
Gotthardstrasse, welche heute, wie erwähnt, in einer geraden Linie über den Knoten 
Schächen führe. Für die Erschliessung der Gewerbeliegenschaft der Beschwerdeführerin sei 
die heutige Gotthardstrasse aus Norden her durchaus von einiger Bedeutung und eine 
Einschränkung der Passierbarkeit im Bereich des Knotens Schächen insbesondere für 
Lastwagen, welche nach glaubhafter Schilderung der Beschwerdeführerin monatlich häufig 
zur Gewerbeliegenschaft gelangen würden, würden die Erschliessungsinteressen der 
Beschwerdeführerin allenfalls unzulässig einschränken können. Aus den Projektunterlagen 
ergebe sich, dass die Gotthardstrasse inskünftig aus südlicher Richtung nicht mehr direkt an 
den Knoten Schächen angeschlossen sein, sondern in die Dorfstrasse münden solle. Die 
Dorfstrasse wiederum werde an den Knoten angeschlossen sein, sodass von der 
Gotthardstrasse aus südlicher Richtung zuerst auf die Dorfstrasse eingemündet werden 
müsse, um danach zum Knoten Schächen gelangen zu können. Aus dem 
Rückweisungsurteil ergibt sich weiter, dass aufgrund der damaligen Projektunterlagen nicht 
mit hinreichender Klarheit festgestellt werden konnte, ob die Befahrbarkeit der Strecke von 
der südlichen Gotthardstrasse über die Dorfstrasse in den Kreisel Schächen (und 
umgekehrt) mit der grössten anzunehmenden Fahrzeugkategorie (grösster Lastwagentyp) 
gewährleistet war. Das Obergericht kam daher zum Schluss, dass die Einsprachelegitimation 
der Beschwerdeführerin nicht verneint werden könne, solange nicht feststehe, ob die 
Zulieferung mit Lastwagen von Norden her auch mit der neuen Knotengestaltung möglich 
bleibe. 
 
b) Die Vorinstanz hat im Nachgang zum Rückweisungsurteil eine ergänzende Abklärung 
vorgenommen und geprüft, ob ein Lastwagen des Typs „Sattelzug EU“ den vorgesehenen 
Kreisel Schächen via die Dorfstrasse in die südliche Gotthardstrasse (und umgekehrt) 
befahren kann. Aus den aktenkundigen planerischen Darstellungen zu den entsprechenden 
Schleppkurven ist ersichtlich, dass die Befahrbarkeit mit diesem Lastwagentyp gewährleistet 
ist. Weil der Lastwagentyp „Sattelzug EU“ nach den glaubhaften und unbestritten 
gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz die grössere Schleppkurve als der gemäss VSS 
normierte Lastwagentyp aufweist, kann davon ausgegangen werden, dass die Strecke 
Kreisel Schächen über die Dorfstrasse in die südliche Gotthardstrasse (und umgekehrt) mit 
der grössten anzunehmenden Fahrzeugkategorie befahrbar bleibt. Dadurch ist nunmehr 
hinreichend klar erstellt, dass auch nach der Umgestaltung des Knotens Schächen die 

Zulieferung mit Lastwagen von Norden her sichergestellt ist. Die Beschwerdeführerin bringt 
zwar vor, der Knoten Schächen sei für die sie anfahrenden Lastwagen nicht vollumfänglich 
befahrbar (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 02.09.2019 Ziff. 8.7). Aus den von ihr 
eingereichten Beilagen ist jedoch ersichtlich, dass die Schleppkurven der von ihr geltend 
gemachten Lastwagentypen mit den Schleppkurven des von der Vorinstanz geprüften 
Lastwagentyps vergleichbar sind. Aus den Beilagen ist denn auch ersichtlich, dass auch die 
von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Lastwagentypen die hier interessierende 
Strecke befahren können. Dass die Lastwagen dabei teilweise angrenzende Verkehrsflächen 
überschleppen müssen, ändert an der Befahrbarkeit nichts. Wie die Beschwerdeführerin 
grundsätzlich korrekt ausführt, ist dadurch höchstens mit einem gewissen Zeitverlust im 
Vergleich zu heute zu rechnen. Dieser Zeitverlust ist mit der Vorinstanz allerdings als minim 
zu erwarten. Ein ausgebildeter Lastwagenchauffeur ist in der Lage, die Strecke zeitgerecht 
zu befahren, auch wenn im Vergleich zu heute aufgrund der neuen Linienführung mehr 
Geschick notwendig ist. Dass beim Ein- und Ausfahren in beziehungsweise aus dem Kreisel 
und beim Einmünden und Abbiegen in die südliche Gotthardstrasse auf den Gegenverkehr 
geachtet werden und gegebenenfalls gewartet werden muss, entspricht gewöhnlichen 
Vorgängen im Strassenverkehr. Dies reicht für eine besondere Betroffenheit nicht aus, denn 
diesen Vorgängen sind sämtliche Bewohner und Gewerbetreibende der Gemeinde 
ausgesetzt. Dass eine genügend erhebliche und für die Beschwerdeführerin spezifische 
Beeinträchtigung zu erwarten wäre, ergibt sich daraus nicht. Aufgrund der ergänzenden 
Abklärung der Vorinstanz steht vielmehr fest, dass die Lastwagenzulieferung von Norden her 
auch mit der neuen Gestaltung des Knotens Schächen in vergleichbarer Weise wie heute 
gewährleistet ist.  
 
Zu berücksichtigen ist sodann, dass es eine direkte Durchfahrt wie heute ohnehin wohl nicht 
mehr geben, von der Beschwerdeführerin aber auch nicht gefordert wird. Aufgrund der 
geplanten Verbindungsstrasse, welche vom Kreisel Wysshus Ost durch das Industrieareal 
der RUAG verlaufen, mit einer Brücke den Schächen überqueren und in Schattdorf am hier 
interessierenden Knoten Schächen an die Gotthardstrasse anschliessen soll, ist es 
erforderlich, dass der Knoten umgestaltet wird. Dass die Errichtung eines Kreisels hierfür 
geeignet ist, wird von keiner Seite bestritten und insbesondere auch von der 
Beschwerdeführerin befürwortet. Die Beschwerdeführerin hält im Unterschied zur Vorinstanz 
allerdings dafür, dass die südliche Gotthardstrasse direkt an den Kreisel angeschlossen sein 
solle. Damit reduzieren sich die Beeinträchtigungen, woran die Beschwerdeführerin Anstoss 
nimmt, auf den Bereich der Einmündung der südlichen Gotthardstrasse in die Dorfstrasse. 
Allfällige Verzögerungen aufgrund des Kreisels sind somit auch aus Sicht der 
Beschwerdeführerin zu vernachlässigen. Wie allerdings bereits aufgezeigt wurde, ist auch 
das Abbiegemanöver von der Dorfstrasse in die Gotthardstrasse (und umgekehrt) für einen 
ausgebildeten Lastwagenchauffeur zeitgerecht zu meistern. Zudem wird der Hauptverkehr 
nicht über die südliche Gotthardstrasse und die Dorfstrasse führen, sondern über die 
geplante Verbindungsstrasse und die nördliche Gotthardstrasse geleitet werden. Dies gehört 
zum Konzept des geplanten Projekts, soll doch der Durchgangsverkehr durch die Gemeinde 
Schattdorf reduziert werden (vergleiche Regionales Gesamtverkehrskonzept Urner 
Unterland, Synthesebericht vom 26.06.2018, S. 15 und S. 30). Die südliche Gotthardstrasse 
soll gerade zu diesem Zweck zu einer Quartiersammelstrasse werden und nicht mehr direkt 
an den Knoten angeschlossen sein. Im hier fraglichen Bereich ist somit nicht mit erheblichem 
Durchgangsverkehr zu rechnen, womit nicht mit ins Gewicht fallenden Zeitverzögerungen 
beim Abbiegen aufgrund von Gegenverkehr zu rechnen ist beziehungsweise entsprechende 
(gewichtige) Verzögerungen theoretisch und wenig konkret erscheinen. Daran vermögen 
auch die Berechnungen der Beschwerdeführerin in der Replik (Ziff. 4.2) nichts zu ändern. 
Diese sind zu grosszügig bemessen und erscheinen nicht realistisch. Bei der von ihr in der 
Replik angeführten Zahl von „50 Zufahrten“ täglich wird beispielsweise nicht zwischen 
Lastwagenfahrten und Personenwagenfahrten unterschieden. Personenwagen werden im 
Vergleich zu den Lastwagen aber regelmässig erheblich weniger Zeit für das Abbiegen 
benötigen. Vielfach werden Personenwagen die Fahrt bloss verzögern und nicht oder nur 
sehr kurz anhalten müssen, zumal an der Einmündung der Gotthard- in die Dorfstrasse nicht 

ein „Stopp“ markiert sein wird. Der zusätzliche Zeitaufwand für Personenwagen bedingt 
durch die neue Knotengestaltung dürfte deshalb kaum quantifizierbar sein und fällt jedenfalls 
nicht ins Gewicht. Deshalb müssen Fahrten mit Personenwagen zum Vornherein ausser 
Betracht fallen, wenn es darum geht, eine besondere Betroffenheit der Beschwerdeführerin 
unter dem Aspekt der zeitlichen Verzögerung zu beurteilen. Bei den Lastwagen auf der 
anderen Seite ist zwar davon auszugehen, dass sie im Vergleich zu den Personenwagen 
mehr Zeit brauchen dürften. Aber auch hier fällt die potentielle zeitliche Verzögerung nicht 
ins Gewicht. In der Einsprache vom 25. Mai 2018 sprach die Beschwerdeführerin von 
monatlich rund 300 Lastwagen, welche auf ihre Gewerbeliegenschaft „zu“ und von dieser 
„weg“ fahren würden (S. 4). Unter diesen Umständen ist von rund 600 
Lastwagenfahrbewegungen pro Monat auszugehen. Wird berücksichtigt, dass die 
Gewerbeliegenschaft der Beschwerdeführerin auch eine südliche Erschliessung (aus 
Richtung Erstfeld auf der südlichen Gotthardstrasse) aufweist, entfallen von den rund 600 
Lastwagenfahrbewegungen monatlich ein erheblicher Anteil auf die südliche Erschliessung. 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die südliche Erschliessung aufgrund des geplanten 
Autobahnhalbanschlusses Altdorf Süd, welcher koordiniert mit dem vorliegenden 
Strassenbauprojekt erstellt werden soll, an Bedeutung gewinnen wird (vergleiche Regionales 
Gesamtverkehrskonzept Urner Unterland, Synthesebericht vom 26.06.2018, S. 30). Die 
direkteste Anfahrt zur Gewerbeliegenschaft über die Autobahn von Norden her wird zukünftig 
über den Halbanschluss und anschliessend über die Rynächtstrasse und die südliche 
Gotthardstrasse erfolgen. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, wieviele von den 
monatlichen Lastwagenfahrten heute auf die nördliche Erschliessung entfallen und mit 
wievielen sie nach Realisierung des Halbanschlusses noch rechnet. Aufgrund der 
vorstehenden Überlegungen zur Bedeutung der südlichen Erschliessung geht das Gericht 
davon aus, dass ein grösserer Anteil der Lastwagenfahrten auf die südliche Erschliessung 
entfallen wird. Wird davon ausgegangen, dass zwei Drittel der Fahrten über die südliche 
Erschliessung abgewickelt werden können, verbleiben für die nördliche Erschliessung rund 
200 Lastwagenfahrten pro Monat. Selbst wenn man sich auf die – klar überhöhte – Annahme 
der Beschwerdeführerin zur durchschnittlichen Verzögerung pro Fahrt stützen würde, ergäbe 
sich nicht, wie geltend gemacht, eine zeitliche Verzögerung von 25 Minuten, sondern von 
bloss rund viereinhalb Minuten täglich (200 x 30 Sekunden = 6000 / 21.75 = 275.86 / 60 = 
4.59 Minuten pro Tag). In Wirklichkeit dürfte die zusätzliche Fahrzeit für Lastwagen aber weit 
tiefer sein, denn für die Abbiegemanöver durchschnittlich 30 Sekunden zu veranschlagen, 
erscheint weit überhöht (vergleiche hierzu: Korrektion Kantonsstrasse 221.2 Belp-Rubigen-
Worb-Metzgerhüsi; Ortsdurchfahr Viehweid, Belp, Schlussbericht zur Wirkungsanalyse vom 
Dezember 2005, S. 14 und 22, abrufbar: 
https://www.mm.directories.be.ch/files/1917/12601.pdf, zuletzt besucht am: 01.05.2020). 
Realistischer, aber immer noch eher grosszügig geschätzt, erscheint eine durchschnittliche 
Verzögerung aufgrund des Abbiegemanövers von 8 bis maximal 10 Sekunden pro Fahrt. 
Damit liegt für Lastwagen die ungefähre zusätzlich benötigte Zeit, verteilt über den ganzen 
Tag hinweg, bei durchschnittlich rund einer bis maximal eineinhalb Minuten. Eine zusätzliche 
Fahrzeit im tiefen einstelligen Minutenbereich pro Tag beziehungsweise von 8 - 10 
Sekunden pro Fahrt erreicht keine genügende Intensität, um ein schutzwürdiges Interesse zu 
begründen. Zu betonen ist nochmals, dass die Lastwagenzulieferung von Norden her 
weiterhin gut möglich sein wird und die Bedeutung der Zufahrt von Norden her durch die 
Verbesserung der südlichen Erschliessung sinken wird. 
 
c) Die Beschwerdeführerin macht zusätzlich geltend, Mitarbeiter und Kunden könnten 
durch die neue Knotengestaltung nicht mehr ungehindert zur Gewerbeliegenschaft fahren. 
Sie macht hier indessen Beeinträchtigungen geltend, die einerseits zu gering sind und 
andererseits die Beschwerdeführerin nicht spezifischer treffen als die Allgemeinheit. Zu 
gering sind die Beeinträchtigungen, weil bereits die Beeinträchtigungen für Lastwagenfahrten 
als zu gering beurteilt wurden. A maiore ad minus muss dies auch für Fahrten mit 
Personenwagen gelten. Zu wenig spezifisch ist die Betroffenheit, weil von einem möglichen 
Rückgang von zufälligem Durchgangsverkehr durch (potentielle) Kunden alle 
Gewerbetreibende an der südlichen Gotthardstrasse gleichermassen betroffen sind. Dies im 

https://www.mm.directories.be.ch/files/1917/12601.pdf

Unterscheid zur Frage der Lastwagenerschliessung, denn der allfällige Wegfall der 
Lastwagenerschliessung von Norden her aufgrund der neuen Knotengestaltung hätte den 
Automobilbetrieb der Beschwerdeführerin besonders getroffen. Was schliesslich bestehende 
Kunden betrifft oder Kunden, die speziell einen Markenhändler suchen, so ist durch die neue 
Knotengestaltung kaum eine Beeinträchtigung oder ein Rückgang zu erwarten. Da 
entsprechende Kunden den von ihnen gewünschten Garagenbetrieb gezielt aufsuchen, 
nehmen sie gewisse Hindernisse bei der Zufahrt in Kauf, zumal wenn, wie hier, die Zufahrt 
im Vergleich zu heute oder auch im Vergleich zur Variante mit direktem Anschluss an den 
Kreisel nur ganz geringfügig erschwert ist. In diesem Zusammenhang ist auch darauf 
hinzuweisen, dass Fahrern mit Personenwagen von Norden her nebst der Zufahrt über den 
Knoten Schächen in die südliche Gotthardstrasse auch die Variante über die Dorf- und 
Adlergartenstrasse offensteht. Nebst diesen beiden Zufahrtswegen von Norden her steht den 
Personenwagen selbstverständlich – wie den Lastwagen – auch die Anfahrt von Süden her 
offen, sodass die geltend gemachten Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit den 
Mitarbeitern und Kunden insgesamt zu gering beziehungsweise – soweit den zufälligen 
Durchgangsverkehr betreffend – zu wenig spezifisch sind. Eine besondere Betroffenheit der 
Beschwerdeführerin ergibt sich daraus unter Würdigung der Gesamtheit der konkreten 
Umstände nicht. 
 
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin nach der ergänzenden 
Abklärung der Vorinstanz weder unter dem Titel der Lastwagenerschliessung noch der 
Mitarbeiter- oder Kundenbeeinträchtigungen eine besondere Betroffenheit durch das 
aufgelegte Strassenprojekt glaubhaft machen kann. Damit gebricht es ihr an der 
Einsprachelegitimation, weshalb die Vorinstanz auf die Einsprache zu Recht nicht 
eingetreten ist. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist abzuweisen. Unter den gegebenen 
Umständen erübrigt es sich, auf den unter den Beteiligten strittigen Punkt der Mitwirkung bei 
der Sachverhaltserhebung einzugehen.