# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2aa1ef6e-4efd-5ffe-970b-37bc3aee29d9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 29.01.2015 R 2013 178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-178_2015-01-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 178

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuar Gross

URTEIL
vom 29. Januar 2015   

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

D._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Schreiber, 

Beschwerdeführer
gegen 

Schätzungskommission der Gesamtmelioration X._____, 

Beschwerdegegnerin 1
und

Gemeinde Y._____,
vertreten durch Meliorationskommission Gesamtmelioration 

X._____, 

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Neuzuteilung bei Güterzusammenlegung

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1. Mit öffentlicher Auflage der Neuzuteilung der Gesamtmelioration X._____ 

vom 20. August bis 19. September 2012 wurden u.a. auch die Gebiete 

A._____, B._____ und C._____ von den Landumlegungen und 

Grenzbereinigungen zwecks landwirtschaftlicher 

Nutzungsverbesserungen erfasst. D._____ wurde im Gebiet A._____ die 

Parzelle 4081 (Neubestand: Fläche 4'098 m2; 2'248 Bonitierungspunkte; 

Altbestand 4'207 m2; 2'925 Bonitierungspunkte) samt des darauf 

stehenden Stalles (wie bisher zur Hälfte) und im Gebiet C._____ die 

Parzelle 4065 (Neubestand: Fläche 1'176 m2; 980 Bonitierungspunkte) 

anstelle der zwei Parzellen 3016 (Altbestand: Fläche 363 m2; 

Bonitierungspunkte 325) und 3284 (Altbestand: Fläche 413 m2; 

Bonitierungspunkte 298) zugewiesen. Die im Gebiet B._____ situierte 

Parzelle 3328 (Altbestand: Fläche 555 m2; 465 Bonitierungspunkte) wurde 

neu nicht mehr D._____ zugeteilt; dafür wurde ihm der Wertanteil dieser 

Parzelle zusammengefasst mit anderen Parzellen in der Höhenstufe 

Heimwiesen (Gebiet Z._____) neu zugeteilt.

2. Am 18. September 2012 reichte D._____ fristgerecht Einsprache gegen 

die Neuzuteilung der Gesamtmelioration X._____ in den Gebieten 

A._____, B._____ und C._____ ein. Im Wesentlichen bemängelte er darin 

im Gebiet A._____ betreffend Parzelle 4081 die Eigentumsverhältnisse 

am Stall (nur zur Hälfte), die Zuteilung des dortigen Wieslands, die 

Eigentumsverhältnisse an der dortigen Quelle sowie die 

Zufahrtsverhältnisse. Betreffend Gebiet C._____ und der neu zugeteilten 

Parzelle 4065 brachte er vor, er könne nicht akzeptieren, dass sein bisher 

im übrigen Gemeindegebiet (üG) gelegenes Land (Parzellen 3016/3284) 

neu in die Landwirtschaftszone (Lw) umgeteilt und damit die Möglichkeit 

einer Mehrwert-abschöpfung geschaffen werde. Einer Verlegung seiner 

Zuteilungsansprüche in die Nähe des Hauses von E._____ könne er auf 

keinen Fall zustimmen. Betreffend Gebiet B._____ machte er 

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insbesondere geltend, dass eine Umlegung von einer Höhenstufe in eine 

andere nicht ohne seine Zustimmung erfolgen könne und dass dem 

Landwirtschaftsland an der Bauzonengrenze zu wenig Beachtung 

geschenkt werde, zumal seine frühere Parzelle 3328 der Bauzone 

angehört hätte. Weiter verlangte er eine Bewertungskorrektur dieses 

Grundstückes infolge Überbauung (Pferdeauslauf) durch den neuen 

Eigentümer (F._____). Die Schätzungskommission habe dies bei der 

Bonitierung (lediglich 465 Punkte) übersehen, wodurch sein Wertanteil in 

der Höhenstufe Heimwiesen (Gebiet Z._____) entsprechend tiefer 

ausgefallen sei.

3. Die von der Schätzungskommission danach einberufenen 

Einspracheverhandlungen fanden am 13. Dezember 2012 (Protokoll Nr. 

28-III), 12. Februar 2013 (Protokoll Nr. 28-V), 10. April 2013 (Protokoll Nr. 

28-VII) und 1. Mai 2013 (Protokoll Nr. 28-VIII) - teils vor Ort - statt, wobei 

immer - nebst den betroffenen Parteien - auch noch ein Vertreter des 

Meliorationsamtes und ein Vertreter des Amtes für Landwirtschaft und 

Geoinformation (ALG) des Kantons Graubünden anwesend waren. In der 

Folge arbeitete das verantwortliche Ingenieurbüro zwei Vorschläge für die 

weiteren Verhandlungen aus. Vorschlag 1 sah vor, dass verschiedene 

Parzellen von D._____ in der Höhenstufe Heimwiesen (Gebiet Z._____) 

zusammengefasst und im Bereich „G._____“ neu zugeteilt würden. Als 

Vorteile für D._____ wurden darin eine grössere Geländearrondierung (3 

Parzellen in der Höhenstufe Heimwiesen anstatt 6), eine Entflechtung der 

Eigentumsverhältnisse am Stall im Gebiet A._____, ein besserer Standort 

für einen allfälligen Stallneubau infolge bereits vorhandener Erschliessung 

einschliesslich grösserer Distanz zur Bauzone genannt. Vorschlag 2 sah 

vor, dass D._____ die ganze Stallbaute im Gebiet A._____ mit 

Umschwung samt Quelle und Zufahrt zugeteilt erhalten würde. Als 

Ausgleich sollte eine Korrektur in Punkten zwischen der Parzelle 4104 

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(D._____) und Parzelle 4106 (Erben H._____) im Gebiet "I._____" 

vorgenommen werden und die Parzelle 4082 (Erben H._____) eine 

eigene Zufahrt erhalten. Mit Schreiben vom 16. März 2013 lehnte 

D._____ den Vorschlag 1 komplett ab. Anlässlich der 

Einigungsverhandlung vom 1. Mai 2013 konnte sich D._____ auch mit der 

optimierten Variante (Vorschlag) 2 nicht einverstanden erklären. Mit E-

Mail vom 12. Mai 2013 forderte er die Schätzungskommission auf, seine 

bisher geäusserten Zuteilungswünsche im (Einsprache-) Entscheid zu 

berücksichtigen.

4. In drei separaten Entscheiden vom 6. Juni, mitgeteilt am 10. Juni 2013, 

betreffend Neuzuteilung in den Gebieten A._____, B._____ und C._____ 

entschied die Schätzungskommission der Gesamtmelioration X._____ 

was folgt:

Entscheid Nr. 28-X (Dispositiv betreffend Neuzuteilung im Gebiet 
A._____, S. 6) 

1. Die Zuteilung im Gebiet A._____ erfolgt gemäss beiliegenden Plänen 
vom 6. Juni 2013. Diese basieren auf der Einspracheverhandlung 
vom 1. Mai 2013 und der optimierten Variante 2 des Ingenieurbüros. 
Damit besitzt D._____ den gesamten Stall, die Quelle und die 
Zufahrt. Für die Erschliessung der Parzelle Nr. 4082 der Erben 
H._____ wird die Zufahrtsrampe ab der Strasse erstellt.

2. [Rechtsmittelbelehrung]
3. [Mitteilung an/Entscheidadressaten]

Entscheid Nr. 28-XI (Dispositiv betreffend Neuzuteilung im Gebiet 
B.____, S. 5) 

1. Die Neuzuteilung erfolgt im Gebiet B._____ gemäss öffentlicher 
Auflage vom 20. August bis 19. September 2012. Das heisst; der Wert 
der einzigen Parzelle von F._____ wird ihm angrenzend an seine 
Hausparzelle im Gebiet B._____ neu zugeteilt. D._____ wird der 
Wertanspruch aus seiner Parzelle alte Nr. 3328 zusammengefasst mit 
weiteren Wertansprüchen in der gleichen Höhenstufe Heimwiesen 
zugeteilt.

2. Der Bestandeswert des Pferdeauslaufs wird mit Fr. 1'500.-- geschätzt.

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3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung an/Entscheidadressaten]

Entscheid Nr. 28-XII (Dispositiv betreffend Neuzuteilung im Gebiet 
C._____, S. 5)

1. Die Neuzuteilung der vier Grundeigentümer D._____, K._____, 
L._____ und E._____ im Gebiet C._____ erfolgt gemäss öffentlicher 
Auflage vom 20. August bis 19. September 2012.

2. [Rechtsmittelbelehrung]
3. [Mitteilung an/Entscheidadressaten]

5. Gegen die (Einsprache-) Entscheide vom 6./10. Juni 2013 der 

Schätzungskommission der Gesamtmelioration X._____ erhob D._____ 

(nachfolgend Beschwerdeführer genannt) am 10. Juli 2013 Rekurs (recte: 

Beschwerde) beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

folgenden Rechtsbegehren (Ziff. 1):

1.1 Vorerst möge das Gericht entscheiden und feststellen, dass (seine) 
von der Schätzungskommission in deren Erwägungen einbezogenen und 
behandelten persönlichen Verhältnisse betreffend Ausbildung und berufli-
chen Werdegang (von ihm und seinem Sohn) bei allen 3 Entscheiden im 
Meliorationsverfahren nicht derart belastend und negativ gewichtet wer-
den dürften, selbst dann nicht, wenn die Bauernmehrheit in der Kommis-
sion möglichst wenig Konkurrenz wünsche. Die Arrondierung und Ver-
besserung der Bewirtschaftung, also grösstmögliche Betriebsverbesse-
rungen, seien vorrangig anzustreben.

1.2 Für die Behandlung (seiner) Rechtsbegehren sei eine Begehung an 
Ort anzuordnen.

1.3 Erschliessung der Parzelle Nr. 4081 A._____ mit einem Fuss- und 
Fahrwegrecht von M._____ und am östlichen Parzellenrand (oben) in die 
N._____.

1.4 Arrondierung der Ansprüche aus den Parzellen Nm. 4104 und 4075 
zu Lasten der Parzelle Nr. 4082 und Zusammenlegung der Parzelle Nr. 
4104 mit Parzelle Nr. 4106.

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1.5 Zuteilung der ganzen Ansprüche aus der Quellenparzelle Nr. 3244 in 
Verbindung des Rechtsbegehrens bei 1.4.

1.6 Verzicht der Dienstbarkeitseinträge im Grundbuch (NHG-Bereich).

1.7 Neuzuteilung der Ansprüche aus der Parzelle Nr. 3328 am bisherigen 
Ort mit Pferdestand/-auslauf.

1.8 Eventualiter Schaden-/Mehrwertausgleich durch Herrn F._____ von 
Fr. 45'000.-- betreffend Aufwertung dessen Hausparzelle mit 
Vorgartenland und Fr. 8'000.-- Installation Pferdestand/-auslaufplatz.

1.9 Neuzuteilung seiner Ansprüche aus der alten Parzelle Nr. 3016 und 
3284 an der bisherigen Lage mit der bisherigen Erschliessung. Eventuali-
ter Aufwertungszahlung von Fr. 70.--/m2 durch die Empfänger seiner bis-
her besessenen Landfläche im Gebiet C._____/übriges Gemeindegebiet.

1.10 Beweise zur Edition von der Schätzungskommission 
Melioration
 Aktenauflagepläne der Melioration zur Edition
 Technischer Bericht des leitenden Ingenieurs
 Vollmacht Erben H._____
 Schriftlichkeiten betr. Zuteilungswünsche F._____

Kopie Vollmacht Vertreter Erben H._____ mit Grundlagenausweisen 
von F._____:
- Akten Baubussenverfahren
- Schriftlichkeit betr. Zuteilungswünsche

1.11 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten Rekursgegnerin 

Zur Begründung (Ziff. 2) seiner Rechtsbegehren machte der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass die Vorinstanzen 

seinen persönlichen Verhältnissen (Landwirt/Nichtlandwirt/Treuhänder) 

eindeutig zu hohes Gewicht beigemessen habe; anstatt sich an den 

Zielsetzungen der im Meliorationsgesetz vorgeschriebenen Kriterien der 

Strukturverbesserung, Arrondierung und Bewirtschaftung (Art. 28 MeIG) 

zu orientieren. Tatsache sei aber, dass er - nebst dem Besuch einer 

Landwirtschaftsschule - eine mehr als jahrzehntelange Praxis ausweisen 

könne, was auch den Kommissionsmitgliedern bekannt sei. Sein Sohn 

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habe in der Eigenschaft als Selbstbewirtschafter eine eigene 

Betriebsnummer erhalten und nicht lediglich "vom Grossvater her" 

übernommen. Im Zusammenhang mit der Melioration werde auch die 

Möglichkeit einer Betriebsvergrösserung geprüft. Die von ihm in 

schriftlicher Form eingereichten Neuzuteilungswünsche seien vor allem 

zur besseren Orientierung von betriebswirtschaftlichen Sachverhalten 

gedacht gewesen. Im Entscheid Nr. 28-X (Landarrondierung und 

Erschliessung A._____) sei ihm zu wenig Boden sowie Umschwung beim 

Stall zugeteilt worden, um genügend Raum zur Überwindung der 

Höhendifferenz und zur Verbesserung der Gebäudezufahrt zu erhalten. 

Da unterhalb des Stalles keine klare und vollständige Regelung der 

Parzellenerschliessung existiere, müsse ihm dort ein Fuss- und 

Fahrwegrecht eingeräumt werden. Die bisherigen Verbesserungen bei 

der Stallzufahrt würden anerkannt, seien aber noch nicht ausreichend. 

Diese kleine Verbesserung könnte durch Landabtausch erreicht werden, 

wobei er im Gegenzug bereit wäre, ein Stück Land im Gebiet I._____ ab- 

zutreten. Eine Ausdehnung der Parzelle 4104 sei geboten, weil sie sonst 

nur von oben über die Parzelle 4106 der Erben H._____ erschlossen 

wäre und bewirtschaftet werden könnte. Aus diesem Grunde sei die 

Parzelle 4104 am besten der Parzelle 4106 zuzuteilen. Ferner habe er im 

fraglichen Gebiet bisher kein Land besessen, weshalb der Grundsatz der 

Neuzuteilung nach Lage und Qualität - insbesondere bezüglich der 

Zuweisung von Wald in der Parzelle 4104 - hier nicht beachtet worden 

sei. Die Beschwerdegegnerin sei sich der Problematik der ungenügenden 

Landarrondierung (Parzellen 4104 und 4075 zu Lasten Parzelle 4082 und 

zu Gunsten der Parzelle 4106) bewusst. Sie sei in den Erwägungen zwar 

darauf eingegangen, ohne jedoch der sachlich richtigen Lösung zum 

Durchbruch zu verhelfen. Zwecks Wertausgleichs habe er auch die 

Zuweisung seiner Parzelle 4075 an die Erben H._____ verlangt. Damit 

könnte die bisher neben der Stallparzelle 4081 gelegene Quellenparzelle 

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3244 vollumfänglich der Stallparzelle zugeteilt werden. Während des 

ganzen Meliorationsverfahrens habe er einen grösseren Umfang bei der 

Stallhauptparzelle 4081 gewünscht. Die Neuzuteilung weise nun aber 

gerade hier eine Minderzuteilung von beachtlichen 677 

Bonitierungspunkten aus. Mit der gesamten Zuweisung seiner Parzelle 

4104 in I._____ an die Eigentümer der Parzelle 4106 und deren 

Vereinigung könnte diesem Beschwerdepunkt optimal Rechnung 

getragen werden. Im Weiteren sei bei den Parzellen 4075, 4079, 4081 

und 4104 auf die Errichtung von Dienstbarkeiten im NHG-Bereich mit 

Einträgen im Grundbuch zu verzichten. Die Möglichkeit des Abschlusses 

von Bewirtschaftungsverträgen mit dem ANU sei gegeben und auch so zu 

belassen.

Im Entscheid Nr. 28-XI (Obstgarten/Pferdestand/-auslauf) seien seine Zu-

teilungswünsche - wie er sie in der Einsprache vom 18. September 2012 

formuliert habe - ebenfalls nicht gebührend berücksichtigt worden. Nach 

wie vor beantrage er eine Neuzuteilung an der bisherigen Lage auf dieser 

Höhenstufe und besonders in der Fraktion OberX._____. Es sei nicht 

allein die pauschale Zuweisung zu den Heimwiesen mit den 

beträchtlichen Höhenunterschieden zu beachten, sondern auch die 

andersartige Geländekammer in einer für sich abgeschlossenen 

Wohnfraktion. Dem im technischen Bericht auf S. 4 unten erwähnten 

Zuteilungsgrundsatz ("Denn ausser auf Wunsch muss die Neuzuteilung 

jedes Eigentümers in Lage und Form ähnlich wie früher sein") sei nicht 

nachgelebt worden; aus Gleichbehandlungsüberlegungen verlange er 

deshalb die Neuzuteilung seiner Ansprüche nach Lage und Qualität am 

bisherigen Ort. Eine faktische Enteignung der fraglichen Parzelle mit 

Anlage könne nicht akzeptiert werden. Bei der Parzelle 3395 von F._____ 

(selber nicht Landwirt) sei der Grundsatz einer korrekten Bewertung 

ebenfalls willkürlich übergangen worden, da es sich dabei um eine 

Parzelle mit felsigem Untergrund handle. Die Bonitierung sei deshalb viel 

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zu hoch erfolgt. Es könne nicht Sinn und Zweck der durchgeführten 

Melioration sein, seine Wohnhausparzelle derart wertsteigernd zu 

erweitern, mit der Begründung einer Hobby- und Freizeitpferdehaltung für 

seine Kinder. Der materielle Schaden durch diese faktische Enteignung 

müsse auf mindestens Fr. 45'000.-- geschätzt werden. Die ermittelte 

Schätzung von Fr. 1'500.-- sei hingegen viel zu tief ausgefallen und als 

Gefälligkeitsschätzung einzustufen. Der Beschwerdeführer beantrage 

einen Schätzungswert von Fr. 8'000.--, weil für den Nichtlandwirt 

(F._____) nicht die landwirtschaftlichen Ertragswerte, sondern die 

Verkehrswerte massgebend wären.

Am Entscheid Nr. 28-XII (Neuzuteilung/Erschliessung C._____) 

bemängelte der Beschwerdeführer, dass er der Standortverschiebung 

seiner Ansprüche aus den Parzellen 3016 und 3284 direkt vor das 

Wohnhaus von E._____ nicht zustimmen könne. Es sei auch unüblich, 

dass Land im übrigen Gemeindegebiet mit Land in der 

Landwirtschaftszone ausgetauscht würde. Die dadurch geschaffenen 

Wertunterschiede seien nicht statthaft oder sonst zumindest 

entsprechend angemessen auszugleichen. Des Weiteren beantrage er 

hiermit, den diskutierten und im Januar 2013 vorerst von drei Personen 

genehmigten Vorschlag wie folgt gutzuheissen:

- Die Ansprüche von L._____ seien zufolge Erschliessungsstrasse auf 
eine Kleinstparzelle reduziert worden, welche zum Verkehrswert 
abzugelten sei; er selbst habe diese Lösung in der Besprechung vom 
25.01.2013 in die Diskussion gestellt. Eventualiter sei ihm eine 
Gartenparzelle gemäss seiner Plandarstellung im Innenradius des 
Bewirtschaftungswegs C._____-Feld, in nächster Nähe von E._____ 
oder K._____ zuzuweisen.

- Die Ansprüche von K._____ und E._____ könnten in Art und Umfang 
über deren Gesamtansprüche in der Melioration erledigt werden. Dabei 
könnten bei der Neuzuteilung die Ansprüche von K._____ und ihm 
(Beschwerdeführer) an der bisherigen Lage mit Landzuteilung min-
destens im bisherigen Ausmass ohne weiteres befriedigt werden. Die 
Neuzuteilung einer Parzelle an den Beschwerdeführer vor dem Haus 
von E._____ könnte entfallen !

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Festzuhalten sei einzig noch, dass K._____ als aktiver Landwirt bisher in 

der Neuzuteilung 1886 mehr Bonitierung zugeteilt erhalten habe, so dass 

hier Korrekturen möglich seien. Beim Beschwerdeführer selbst könnten 

die sich ergebenden Differenzen bei der Stallparzelle A._____ 

ausgeglichen werden. Im Übrigen sei auch noch zu beachten, dass die 

dem Beschwerdeführer neu zugeteilte Parzelle 4065 total 

"eingeschlossen" sei und somit auch hier keine Zufahrtsmöglichkeit 

bestünde. Im Einspracheentscheid sei auch darauf nicht eingegangen 

worden. All dies könne er nicht akzeptieren und es zeige auf, dass die 

Gutheissung seiner Anträge für vernünftige Lösungen im Sinne des 

Meliorationsgesetzes dringend notwendig sei. Die Mitbenützung an seiner 

Quelle in seinem Parzellenteil habe nur dann einen Sinn, wenn die 

Landzuteilung am bisherigen Ort erfolgen würde.

6. Von der Möglichkeit sich zur Beschwerde vom 10. Juli 2013 zu äussern, 

machten die Erben H._____ mit Eingabe vom 24. August 2013, E._____ 

am 26. August 2013, L._____ am 27. August 2013 (nicht 27. September 

2013), K._____ am 28. August 2013 und F._____ am 30. August 2013 

(Poststempel) in unterschiedlichem Umfange Gebrauch. Während 

E._____, K._____ und F._____ sich darauf beschränkten, nur kurz ihr 

Einverständnis mit den Entscheiden der Schätzungskommission zu 

bekunden, wiesen die Erben H._____ noch darauf hin, dass sie die 

Eigentumsabtretung am halben Stallanteil und die Zugeständnisse für 

eine bessere Stallzufahrt immer nur unter der Bedingung gemacht hätten, 

dass der Beschwerdeführer keine weiteren Landansprüche stellen und 

den Landersatz für die Stallzufahrt im I._____ akzeptieren würde. 

Ungeachtet der Erfüllung dieser Bedingung, verlange er nun, dass ihm die 

ganze Parzelle 4082 zugeteilt würde. Die Schätzungskommission habe in 

ihren Entscheiden demgegenüber eine faire und gerechte Lösung 

getroffen, weshalb sie damit einverstanden seien. L._____ fügte an, es 

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sei naheliegend, dass er eine Parzelle angrenzend an seine 

Wohnliegenschaft zugeteilt erhalten habe. Er selbst habe auch 

konstruktive Vorschläge anlässlich der Einigungsverhandlungen 

vorgebracht, deren Umsetzung habe er aber stets von der Zustimmung 

aller Beteiligten abhängig gemacht. Weil keine Einstimmigkeit erzielt 

worden sei, habe er von seinen Kompromissvorschlägen wieder Abstand 

genommen und sei heute nicht mehr bereit, auf die damals gütlich 

gemachten Vorschläge zurückzukommen. Einer finanziellen Abgeltung 

von eigenem Land habe er niemals - auch nicht zum Verkehrswert - 

zugestimmt. Die Schätzungskommission habe in ihren Entscheiden 

folglich zu Recht die Neuzuteilung gemäss öffentlicher Auflage bestätigt.

7. Die Gemeinde Y._____ als Planungsträgerin der Gesamtmelioration 

X._____ beantragte am 2. September 2013 ihrerseits die angefochtenen 

Entscheide seien allesamt zu schützen. Sie bestätigte darin, dass sie an 

allen Einspracheverhandlungen der Schätzungskommission beratend 

teilgenommen habe. Sie habe dabei festgestellt, dass sich die 

Schätzungskommission und die verantwortlichen Ingenieure immer 

bemüht hätten, eine für alle Beteiligten möglichst gerechte Lösung zu 

finden. Bei den Verhandlungen habe sich zunehmend herausgestellt, 

dass der heutige Beschwerdeführer stets noch bessere Lösungen zu 

seinen Gunsten forderte. Mit diesen Forderungen hätten sich die 

Gegenparteien - abgesehen von wenigen Ausnahmen - nicht 

einverstanden erklären können, weshalb die Schätzungskommission 

letztlich gezwungen gewesen sei, möglichst ausgewogene 

Lösungsentscheide zu fällen.

8. Mit Vernehmlassung vom 3. September 2013 stellte die 

Beschwerdegegnerin 1 (Schätzungskommission) folgende Anträge:

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1. Die Anträge (des Beschwerdeführers) unter Ziff. 1.1, 1.3, 1.4, 1.5, 1.7, 
1.8, 1.9 und 1.11 sind in allen Punkten abzuweisen.

2. Dem Antrag 1.2 betreffend Durchführung eines Augenscheins vor Ort 
kann zugestimmt werden.

3. Der Antrag 1.6 betreffend den Verzicht auf Dienstbarkeitseinträge im 
Grundbuch (Auflagen aufgrund des Natur- und 
Heimatschutzgesetzes) ist nicht Gegenstand der Entscheide und 
kann somit nicht angefochten werden. Darauf ist nicht einzutreten.

4. Zum Antrag 1.10 betreffend die vom Gericht einzufordernden Be- 
weismittel ist zu bemerken, dass es Sache des Instruktionsrichters ist 
zu entscheiden, welche zusätzlichen Unterlagen für die Urteilsfindung 
notwendig und zur Edition zu verlangen sind. Ohne rechtliche Bedeu- 
tung sind im vorliegenden Zusammenhang die Zuteilungswünsche 
der übrigen Grundeigentümer.

5. Die Kosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

Zur Begründung brachte die Beschwerdegegnerin 1 vor, dass jeder 

Grundeigentümer - ob Landwirt oder Nichtlandwirt - bei der Neuzuteilung 

Anspruch auf das im alten Bestand eingebrachte Land habe 

(Wertepunkte im alten Bestand minus allgemeiner Abzug). Von einer 

unzulässigen Gewichtung der persönlichen Verhältnisse des 

Beschwerdeführers (Treuhänder) könne keine Rede sein; einzige 

Zielsetzung des Meliorationsgesetzes sei vielmehr eine grösstmögliche 

Betriebsverbesserung für alle Beteiligten. Im Entscheid Nr. 28-X 
(Neuzuteilung A._____) sei es um die Regelung der 

Eigentumsverhältnisse am Stall, die Zuteilung von Wiesland in dieser 

Geländekammer für den Beschwerdeführer (Altbestand: 4'207 m2 und 

4609 Punkte; Neubestand: Parzelle 4081 mit 4'098 m2 und 2248 

Punkten), die Parzellenzufahrt und die Quelle auf diesem Grundstück 

gegangen. Neu seien der Stall, die Zufahrt und die Quelle dem alleinigen 

Eigentum des Beschwerdeführers zugeteilt worden; unter der Bedingung, 

dass dieser keine weiteren Landansprüche zulasten der davon 

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betroffenen Erben H._____ stelle. Der Beschwerdeführer habe aber die 

gesamte Fläche an Kulturland im fraglichen Gebiet gefordert, was sodann 

zum Entscheid Nr. 28-X geführt habe. Im Entscheid Nr. 28-XI 

(Neuzuteilung B._____) sei die bisherige Parzelle 3328 des 

Beschwerdeführers (Altbestand: 555 m2 und 465 Punkte) neu F._____ 

(Parzelle 3395 mit Fläche 2103 m2 und 776 Punkten) angrenzend an 

seine Hausparzelle zugeteilt worden, was ganz im Sinne der 

Güterzusammenlegung gewesen sei. Im Entscheid 28-XII (Neuzuteilung 

C._____) sei dem Beschwerdeführer neu die Parzelle 4065 (Fläche 1'176 

m2 und 980 Punkte) anstelle der bisherigen zwei Parzellen 3016 

(Altbestand: 363 m2; 325 Punkte) und 3284 (Altbestand: 413 m2; 298 

Punkte) zugewiesen worden. Dabei sei auf die Lage und Beschaffenheit 

im Alten Bestand gebührend Rücksicht genommen worden, indem die 

Wertpunkte im gleichen Gebiet zusammengefasst und dadurch ermöglicht 

worden sei, dass die Quelle auf dem Boden des Beschwerdeführers 

verbleiben könne. Selbstverständlich könne das Prinzip des vollen 

Realersatzes nicht absolut gelten, da sonst eine Güterzusammenlegung 

praktisch kaum durchführbar wäre. Gewisse Unterschiede zwischen Alt- 

und Neubesitz müssten in Kauf genommen werden. Es bestehe denn 

auch kein Anspruch auf eine Landzuteilung an einem bestimmten Ort. 

Nach geltender Rechtsprechung komme dem Verwaltungsgericht in der-

artigen Verfahren lediglich eine beschränkte Überprüfungsbefugnis zu 

(vgl. Art. 43 MeIG und Art. 51 VRG). Das Gericht schreite erst bei Über-

schreitung oder Missbrauch des Ermessens durch die Vorinstanz ein (vgl. 

VGU R 06 111; PVG 1990 Nr. 50). Der Beschwerdeführer übe rein appel-

latorische Kritik am Ergebnis der drei angefochtenen Entscheide. Der 

verantwortliche Ingenieur habe sämtliche massgebenden Zuteilungskrite-

rien des Meliorationsgesetzes (Anspruch aus altem Bestand, Höhenstufe, 

Bewirtschaftbarkeit, Arrondierung und Erschliessung) bei der Neuzutei-

lung angemessen und hinreichend berücksichtigt. Im Entscheid Nr. 28-X 

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(Neuzuteilung A._____) sei das ganze Stallgebäude samt Zufahrt und 

Quelle dem Beschwerdeführer zugeteilt worden, womit seinen Anliegen 

weitgehend Rechnung getragen worden sei. Nach dieser vom ver-

antwortlichen Ingenieur erarbeiteten Variante 2 sei eine einfachere und 

unabhängigere Nutzung der Parzelle 4081 ermöglicht worden. Ein 

weiteres Fuss- und Fahrwegrecht sei weder sinnvoll noch notwendig. 

Ohne Zustimmung der davon direkt betroffenen Erben H._____ wäre die 

Umsetzung der Variante 2 aber nicht möglich gewesen. Im Gegenzug 

habe ein Ausgleich im Gebiet "I._____" zwischen den Parzellen 4104 und 

4106 zugunsten der Erben H._____ erfolgen müssen. Dieser Abtausch 

sei nur zum Ausgleich der Erweiterung des Umschwungs des 

Beschwerdeführers beim Stall und nicht zur Verbesserung der 

Liegenschaftszufahrt für die Erben H._____ erfolgt. Soweit der 

Beschwerdeführer immer wieder auf die Problematik der ungenügenden 

Landarrondierung und Bewirtschaftsverbesserung hingewiesen habe, 

verschweige er, dass die Variante 1 - die er stets rundweg abgelehnt 

habe - seinen Anliegen optimal Rechnung getragen hätte, worin 

verschiedene Parzellen des Beschwerdeführers in der Höhenstufe 

(Gebiet Z._____) zusammengefasst und im Bereich "P._____" neu 

zugeteilt worden wären. Im Entscheid Nr. 28-XI (Neuzuteilung B._____) 

sei der Pferdeauslauf - der teils auf der alten Parzelle 3328 des 

Beschwerdeführers errichtet wurde - durch den Nachbarn F._____ erstellt 

und von diesem von seiner Liegenschaft aus genutzt worden. Auf der 

Parzelle 3328 habe der Beschwerdeführer kein Gebäude besessen. Die 

Beschwerdegegnerin 1 habe sich bei der Schätzung des Pferdeaus-laufs 

auf Angaben einer fachkundigen Firma abgestützt (Gesamtwert Fr. 

1'500.--). Die Unterstellung an die Vorinstanz, es habe sich dabei um eine 

Gefälligkeitsschätzung gehandelt, sei absolut ungerechtfertigt und werde 

in aller Form zurückgewiesen. Festzuhalten sei noch, dass im 

Meliorationsverfahren Landwirtschaftsland gleich wie das "übrige 

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Gemeindegebiet" behandelt werde, während die Bauzonen vom 

Zusammenlegungsverfahren ausgeschlossen seien. Der Gedanke einer 

Mehrwertabschöpfung sei bei Neuzuteilungen sachfremd. Im Übrigen sei 

der Pferdeauslauf noch eigens bonitiert und damit zusätzlich bewertet und 

transparent (mittels öffentlicher Auflage) kundgetan worden. Insoweit der 

Beschwerdeführer einen "Schaden" von Fr. 45'000.-- aus der 

Neuzuteilung in OberX._____ geltend mache, entbehre diese Forderung 

jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage; zumal die Voraussetzungen 

für die Annahme einer materiellen Enteignung nicht im Entferntesten 

gegeben seien. Zum Entscheid Nr. 28-XII (Neuzuteilung C._____) wurde 

noch ergänzt, dass die dazu angebrachte Kritik des Beschwerdeführers 

falsch sei, wonach die Zone "übriges Gemeindegebiet" für eine künftige 

bauliche Nutzung vorgesehen sei. Den Anliegen des Beschwerdeführers 

sei bei der Zuteilung der Parzelle 4065 vollauf Rechnung getragen 

worden; so sei die Parzelle 4065 insbesondere auch von der neuen 

Strasse her bewirtschaftbar. In Bestätigung der eingangs aufgezählten 

Anträge der Beschwerdegegnerin sei die Beschwerde vom 13. Juli 2013 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Auferlegung der Kosten 

zulasten des Beschwerdeführers.

9. In seiner Stellungnahme vom 6. September 2013 beantragte das Amt für 

Landwirtschaft und Geoinformatik (ALG) die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde(n) gegen die drei Entscheide Nr. 28-X, 28-Xl und 28-XII der 

Schätzungskommission der Gesamtmelioration X._____, soweit darauf 

eingetreten werden könne. Zur Begründung brachte es (zunächst in 

Bezug auf den Entscheid Nr. 28-X Neuzuteilung A._____) vor, dass sich 

der Beschwerdeführer trotz wiederholter Schlichtungsversuche und 

Entgegenkommens seitens der Vorinstanzen zu keiner einvernehmlichen 

Lö- sung bereit erklärt habe, weshalb die Schätzungskommission 

schliesslich habe entscheiden müssen. Die vom verantwortlichen 

- 16 -

Ingenieur erarbeite- te Variante 1 hätte hinsichtlich der 

landwirtschaftlichen Kriterien aus Sicht des ALG die beste Lösung 

dargestellt. Sie sei aber vom Beschwerdefüh- rer abgelehnt und daher 

von der Schätzungskommission nicht weiter ver- folgt worden. Die von 

der Schätzungskommission verfügte Variante 2 ha- be - ausser der 

Zuweisung der gesamten Parzelle 4082 - hingegen sämtliche vom 

Einsprecher beantragten Anpassungen (inkl. Zuteilung des gesamten 

Stalles, der obenliegenden Quelle und einer auf seiner Parzelle liegenden 

Zufahrt) berücksichtigt. Eine zusätzliche Landzuteilung rund um den Stall 

liesse sich nicht rechtfertigen; zumal bei der vom Beschwerde- führer 

abgelehnten Variante 1 die zu erwartenden Schwierigkeiten bezüg- lich 

Geruchsemmissionen deutlich geringer gewesen wären. Bezüglich der 

Entscheide Nr. 28-XI (Neuzuteilung B._____) und Nr. 28-XII 

(Neuzuteilung C._____) schliesse sich das ALG vollumfänglich den 

Erwägungen und Beurteilungen der Schätzungskommission an.

10. In seiner Replik vom 10. Oktober 2013 wiederholte und bekräftige der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen nochmals seine früheren 

Ausführungen gemäss Beschwerdeschrift (vgl. dazu vorne im Sachverhalt 

Ziff. 5).

11. Von der Möglichkeit auf die Replik ebenfalls noch zu antworten, machten 

sodann die Erben H._____ mit Schreiben vom 19. Oktober 2013, E._____ 

mit Schreiben vom 24. Oktober 2013 und das ALG mit Eingabe vom 24. 

Oktober 2013 Gebrauch, wobei sie allesamt ihre früher geäusserten 

Standpunkte (vgl. vorn Ziff. 6 und 9) bestätigten und die angefochtenen 

Entscheide als fair und ausgewogen bezeichneten.

12. In ihrer Duplik vom 31. Oktober 2013 hielt die Gemeinde Y._____ 

(Beschwerdegegnerin 2) nochmals fest, dass sie in allen Punkten hinter 

- 17 -

den Begründungen in den strittigen Einspracheentscheiden der 

Beschwerdegegnerin 1 stehe. Die dagegen erhobenen Einwände seien 

allesamt unbegründet. Sie beantrage daher, alle drei Beschwerden 

(Beschwerde vom 10. Juli 2013) abzuweisen.

13. Mit Duplik vom 7. November 2013 äusserte sich die Beschwerdegegnerin 

1 ebenfalls noch zur Replik des Beschwerdeführers, ohne aber von ihren 

früheren Positionen in den angefochtenen Entscheiden abzuweichen.

14. Am 3. September 2014 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen 

Augenschein vor Ort durch, an welchem der Beschwerdeführer persönlich 

in Begleitung seines Rechtsvertreters (RA Dr. Schreiber) anwesend war. 

Von Seiten der Beschwerdegegnerin 1 (Schätzungskommission der 

Gesamtmelioration X._____ [SK-GM X._____: Einsprache- und 

Rechtmittelinstanz]) waren deren Obmann, zwei Mitglieder der 

Schätzungskommission sowie zwei Vertreter des zuständigen 

Ingenieurbüros zugegen. Von Seiten der Beschwerdegegnerin 2 

(Gemeinde Y._____/Meliorations-kommission Gesamtmelioration [MK-

GM X._____: Planungsträgerin]) waren deren Präsident und deren Aktuar 

präsent. Ferner war als fachkundige Auskunftsperson während des 

ganzen Augenscheins noch ein Vertreter des Amtes für Landwirtschaft 

und Geoinformatik (ALG) anwesend. Von den Eingeladenen waren (nur) 

am Standort 1 (Gebiet C._____ – Sektor C) zusätzlich drei 

Grundeigentümer bzw. zwei korrekt bevollmächtigte Angehörige 

derselben anwesend. Am Standort 2 (Gebiet A._____ – Sektor A) kam 

zusätzlich noch der Vertreter der Erben H._____ dazu und am Standort 3 

(Gebiet B._____ – Sektor B) stiess noch F._____ zur Delegation des 

Augenscheins. Allein Anwesenden wurde dabei an den verschiedenen 

Standorten jeweils noch mündlich die Gelegenheit geboten, sich zur 

aufgeworfenen Quellen- und Zufahrtssituation - im Besonderen bei den 

- 18 -

Parzellen 4065 (Neuzuteilung an Beschwerdeführer [BF] im Sektor C) und 

4081 und 4104 (Neuzuteilung BF im Sektor A) und dem Gelände-

/Bodenstreifenabtausch (ehemalige Parzelle 3328 BF; Wegnahme im 

Sektor B) - zu äussern. Seitens des Gerichts wurden an den drei 

erwähnten Standorten in Unter- und OberX._____ noch insgesamt 31 

Fotos von den genauen Raum- und Erschliessungsverhältnissen erstellt 

und dem Protokoll des Augenscheins angefügt. 

15. Gleichentags wurde am Sitzungsort in Chur durch das Gericht 

beschlossen, den vom Beschwerdeführer am Standort 1 mehrfach 

erwähnten und zitierten "Technischen Bericht" des zuständigen 

Ingenieurbüros noch zur Vervollständigung der Akten edieren zu lassen 

und ihn dann den übrigen Parteien ebenfalls noch zur Kenntnisnahme 

zukommen zu lassen.

16. Mit Eingabe vom 4. September 2014 wurde der angeforderte technische 

Bericht vom 9. August 2012 betreffend Neuzuteilung des zuständigen 

Ingenieur- und Vermessungsbüros dem Gericht nachgereicht. In der Ziff. 

1 (Ausgangslage) auf Seite 2 dieses Berichts sind die Ziele der 

Gesamtmelioration – so wie sie anlässlich des Augenscheins vom 

Beschwerdeführer am Standort 1 zitiert wurden – aufgeführt, nämlich:

• Erleichterung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und 
Sicherstellung der Existenzgrundlage für die Landwirtschaftsbetriebe

• Abbau des Gefahrenpotentials bei der landwirtschaftlichen 
Bewirtschaftung

• Verbesserung der Grunderschliessung für die Hofsiedlung, die 
Wiesen, Weiden, Maiensässe und Alpen

• Verbesserung der Grunderschliessung der Wälder in Kombination mit 
der Gesamtmelioration, so etwa für […]

• Sicherstellung der Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft als 
Lebensgrundlage für Mensch und Tier sowie Erhaltung der 
Artenvielfalt

• Bereinigung und Reduktion der Servituten
• Sicherstellung und Verbesserung der Existenz- und Lebensgrundlage

- 19 -

für die Gemeinde
• Reduktion des Gefahrenpotentials für das Dorf Y._____, die 

Kantonsstrasse Zizers-Chur, die Nationalstrasse A13, die RhB und 
SBB  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen noch näher eingegangen.  

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt sind die drei Entscheide Nr. 28-X (Gebiet A), Nr. 28-XI 

(Gebiet B) und Nr. 28-XII (Gebiet C), in welchen die Beschwerdegegnerin 

1 u.a. auch die Neuzuteilung der Güterparzellen 4065, 4081 und 4104 für 

den Beschwerdeführer im Rahmen der Gesamtmelioration vornahm. Mit 

diesen Neuzuteilungen konnte sich der Beschwerdeführer nicht einver-

standen erklären; insbesondere weil er die neuen Zufahrts- und Quellver-

hältnisse auf den Parzellen 4065 (im Gebiet C) und 4081 (im Gebiet A) für 

ungenügend bzw. schlechter als früher gemäss Altbestand bezeichnete 

und den Wegfall seines früheren Landstreifens (Parzelle 3328 im Gebiet 

B) für nicht gerechtfertigt sowie (wertmässig) für nicht hinreichend ersetzt 

bzw. ausgeglichen hielt. Zu klären ist somit, ob die Beschwerdegegnerin 1 

(Einsprache- und Rechtsmittelinstanz) und die dafür (haupt-) verantwortli-

che Beschwerdegegnerin 2 (Planungsträgerin) im Zuge der vorliegenden 

Gesamtmelioration zu Recht davon ausgingen, dass dem Beschwerde-

führer durch die Neuzuteilungen bzw. die Bodenkompensationen und 

Güterabtausche in den erwähnten Gebieten keine unhaltbaren oder gar 

willkürlichen Nachteile auferlegt wurden, welche aus rechtlicher Sicht mit 

den Zielen einer Gesamtmelioration unvereinbar sind. 

- 20 -

2. Nach Art. 1 des Meliorationsgesetzes des Kantons Graubünden (MelG; 

BR 915.100) bezweckt das Meliorationsverfahren, die Ertragsfähigkeit 

des Bodens zu erhalten oder zu steigern, seine Bewirtschaftung zu er-

leichtern oder ihn vor Verwüstung oder Zerstörung durch Naturereignisse 

zu schützen. Zur Güterzusammenlegung wird in Art. 12 Abs. 1 lit. a MelG 

noch präzisierend bestimmt, dass diese der rationellen Verwendung des 

Bodens in der Land- und Forstwirtschaft diene. Nach Art. 28 Abs. 1 MelG 

gilt es dazu folgende Grundsätze zu beachten: Die Neuzuteilung hat, ab-

gesehen vom Landabzug für gemeinsame Infrastrukturanlagen, in quanti-

tativer und qualitativer Hinsicht dem alten Bestand zu entsprechen, soweit 

sich dies unter Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen und techni-

schen Erfordernisse bewerkstelligen lässt. Mit der Neuzuteilung sind 

grösstmögliche Betriebsverbesserungen anzustreben. Zum Grundprinzip 

des Realersatzes wird in Art. 29 MelG festgehalten: Lässt sich ein voller 

Realersatz nicht bewerkstelligen und muss der betroffene Eigentümer ei-

ne Minderzuteilung in Kauf nehmen, so ist diese nach dem Verkehrswert 

zu bemessen (Abs. 1). Analog ist bei Mehrzuteilungen zu verfahren (Abs. 

2). Eine Abgeltung mittels Bezahlung eines Geldbetrags zwecks 

Wertausgleichs ist somit möglich; zumal den fachkundigen Meliorations-

behörden bei der Neuzuteilung von Boden/Gütern im Zuge einer Ge-

samtmelioration naturgemäss ein weites Ermessen zukommt und dem 

Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung aller betroffenen Grundei-

gentümer auf wert- und flächenmässigen Realersatz meistens nur in ab-

geschwächter Form nachgelebt werden kann (vgl. Urteile des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 13 189 vom 27. März 

2014 E.2a, R 09 11 vom 27. August 2009 E.1, R 07 94 vom 20. Mai 2008 

E.2a sowie R 06 111 vom 13. März 2007 E.3a; PVG 2002 Nr. 41 E.3, 

1993 Nr. 47 E.2). Diese Leitvorgaben gelten auch für die Beurteilung des 

vorliegenden Streitfalles über die Rechtmässigkeit der getroffenen Mass-

nahmen durch die darin übereinstimmenden Beschwerdegegnerinnen im 

- 21 -

aktuellen Meliorationsverfahren (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

1P.48/2007 vom 11. Juni 2007 E.4.2 und E.4.4 sowie 1C_392/2008 vom 

17. März 2009 E.2.5).

3. a) Aus dem technischen Bericht vom 9. August 2012 des mit der Gesamt-

melioration planerisch betrauten Ingenieur- und Vermessungsbüros ge-

hen unter Ziff. 4 (Bemerkungen zur Neuzuteilung) auf S. 4 folgende statis-

tisch aussagekräftigen Zahlen bezüglich der Gesamtmelioration hervor: 

Elemente (Vergleichsflächen) Alter Bestand Neuzuteilung

Fläche [ha] (Umlegungsperimeter)  353 353

Anzahl Parzellen (Umlegungsperimeter)  800 375

Anzahl Parzellen (ausserhalb Umlegungsperimeter)     82   82 

Anzahl Massenparzellen      0   16

Durchschnittliche Parzellengrösse [ha] 0.44           0.95  

Anzahl Eigentümer  153            153

b) Aus diesen Eckwerten lässt sich entnehmen, dass die Anzahl der Parzel-

len im Umlegungsperimeter von ehemals 800 (Alter Bestand) auf neu 375 

(Neuzuteilung) zusammengefasst werden konnte und im Gegenzug die 

durchschnittliche Parzellengrösse [ha] von vormals 0.44 (Alter Bestand) 

auf neu 0.95 (Neuzuteilung) erhöht bzw. als zusammenhängendes Gebil-

de vergrössert werden konnte, womit die vorne erwähnten Zielvorgaben 

und Bestimmungen (Art. 1, 12, 28, 29 MelG) bei der Gesamtmelioration 

offenkundig erfüllt wurden. Zu prüfen bleibt im konkreten Fall aber noch, 

ob dies auch in Bezug auf die Parzellen des Beschwerdeführers gesagt 

werden kann, wobei die Anzahl seiner bisherigen Parzellen von rund 40 

(Alter Bestand) auf neuerdings 16 (Neuzuteilungen) zumindest quantitativ 

ebenfalls gesenkt bzw. konzentriert werden konnte, womit sich hier einzig 

noch die Frage nach der Gleichwertigkeit der qualitativ vorgenommenen 

- 22 -

Neuzuteilungen (also der wert- und flächenmässigen Veränderungen) für 

die Parzellen 4065, 4081 und 4104 im Vergleich zum Alten Bestand stellt. 

Dabei gilt es insbesondere die neuen Zufahrts- und Quellverhältnisse zu 

beachten.

4. a) Ausgangspunkt für die Beurteilung der sich stellenden Fragen sind vorab 

die beiden Situationspläne vom 23. August 2013 betreffend Alter Bestand 

und Neuzuteilungen im Gebiet C (vgl. Beilagen der Beschwerdegegnerin 

1). Aus diesen Plänen geht hervor, dass der Beschwerdeführer im Alten 

Bestand über insgesamt acht kleinere [gelb schraffierte] Parzellen 3016, 

3172, 3187, 3226, 3233, 3284, 3909, 3910 verfügte, wobei diese Grunds-

tücke zerstreut und teils durch die Hauptstrasse voneinander getrennt wa-

ren. Gemäss Neuzuteilung wurden dem Beschwerdeführer zwei grössere 

und zusammenhängende Grundstücke (Parzellen 4065 und 4071) sowie 

ein kleineres Grundstück mit einem Gebäude (Parzelle 3232) zugeteilt. 

Wie sich anlässlich des gerichtlichen Augenscheins vom 3. September 

2014 zeigte, konnte sich der Beschwerdeführer sowohl mit der Lage und 

Erschliessungssituation der ihm neu zugewiesenen Parzelle 4065 als 

auch mit der darauf befindlichen Quelle nicht einverstanden erklären, weil 

er damit die Grundsätze des Meliorationsgesetzes (Verbesserung der 

Boden- und Quellbewirtschaftung) klarerweise als verletzt ansah. Das Ge-

richt ist nunmehr aufgrund seiner eigenen Wahrnehmung vor Ort zur 

Überzeugung gelangt, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers ge-

gen die Neuzuteilung von Parzelle 4065 im Gebiet C allesamt unbegrün-

det sind. Zum einen ist deren Parzellenzufahrt von oben über die neu ge-

schaffene Strassenparzelle (mit Abzweigung zwischen den Parzellen 

3283 und 4044) keineswegs derart schlecht oder steil, dass die Parzelle 

4065 nicht auch mit normalen Landwirtschaftsmaschinen und Geräten ge-

fahrlos befahren werden könnte. Für das betreffende Berggebiet mit häu-

fig steilen Hanglagen ist die Parzelle 4065 geradezu günstig gelegen, da 

- 23 -

sie sowohl von oben ab der Strassenparzelle über eine eigene direkte 

Einfahrt verfügt und die zu bewirtschaftende Hangfläche keineswegs so 

steil und abschüssig wäre, als dass mit einem geländetauglichen Heula-

der - nach getaner Arbeit - nicht auch wieder zurück (via Einfahrt) auf die 

Zufahrtsstrasse und von dort wieder friktionslos hinunter auf die Haupt-

strasse gefahren werden könnte. Von einer unzumutbaren Erschwerung 

oder gar generellen Unmöglichkeit für eine landwirtschaftlich vernünftig 

nutzbare Agrarfläche der Parzelle 4065 kann somit weder subjektiv noch 

objektiv ernsthaft die Rede. Auch was den Quellenstandort im unteren 

Bereich der Parzelle 4065 betrifft, so wurde am Augenschein mit Grund 

darauf hingewiesen, dass sich diese Quelle sehr gut für eine Viehtränke 

auf eigenem Boden eigne und zudem die Parzelle 4065 des Beschwerde-

führers - im Gegensatz zu den Nachbarn auf den Parzellen 4064 und 

4037 im Osten - nicht durch die Zufahrtsstrasse von Süden durchtrennt 

werde, was für die Wassernutzung der Quelle auf Parzelle 4065 ebenfalls 

sicherlich nur von Vorteil sei. Die entsprechenden Ausführungen und Er-

läuterungen der Beschwerdegegnerinnen anlässlich des Augenscheins 

sowie des damit vollständig übereinstimmenden Fachvertreters des 

Amtes für Landwirtschaft und Geoinformatik (ALG) an Ort und Stelle ver-

mochten das Gericht restlos davon zu überzeugen, dass die Neuzuteilung 

der Parzelle 4065 sachlich vertretbar erfolgte und die Beschwerdegegne-

rinnen dabei nicht in Willkür verfielen (vgl. dazu die Gerichtsfotos 1-9, die 

dem Protokoll des Augenscheins beigefügt wurden).

b) Wie die Situations- und Vergleichspläne vom 23. August 2013 betreffend 

Gesamtmelioration bezüglich des Teilgebiets A ergaben, verfügte der Be-

schwerdeführer dort im Alten Bestand über insgesamt 11 verschiedene, 

meist kleinere Grundstücke mit den Nummern 3217, 3164, 3310, 3313, 

3316, 3212, 3245 [mit Stallhälfte], 3244, 3251, 3259 und 3392 [alle gelb 

schraffiert]. Gemäss Neuzuteilung wurden dem Beschwerdeführer insge-

- 24 -

samt vier grössere und jeweils zusammenhängende Parzellen mit den 

Nummern 4075, 4079, 4081 [ganzer Stall mit zusätzlichem Umschwung 

im Osten für Zufahrt zum Heuschober] und 4104 [M._____] im Norden 

entlang der dort verlaufenden Höhenstufe/Höhenterrasse zugeteilt, wobei 

am Ende der auch dort neu geschaffenen Stich- und Güterstrasse für rein 

agrarwirtschaftliche Zwecke dem Beschwerdeführer auf M._____ wieder 

ein Stück Boden weggenommen wurde, als Kompensation für den unter-

halb auf Parzelle 4081 neu noch zugeteilt erhaltenen Umschwung bezüg-

lich erweiterter Stall- und Heutennzufahrt (vgl. Beilagen Beschwerdegeg-

nerin 1). Wie der Augenschein an diesem Standort klar gezeigt hat, kann 

auch hier bei einer Gesamtbetrachtung keine Rede davon sein, dass der 

Beschwerdeführer namentlich bei der Neuzuteilung der Parzelle 4081 ei-

ne krasse Schlechterstellung im Vergleich zum Alten Bestand erfahren 

hätte. Zuerst gilt es klarzustellen, dass der Augenschein vom 3. Septem-

ber 2014 erhebliche Zweifel über die Existenz einer früher einmal vorhan-

denen Stallzufahrt auf Parzelle 4081 hat aufkommen lassen. Die am Au-

genschein gezeigte, angeblich früher benutzte Stallzufahrt ist heute kom-

plett mit Sträuchern zugewachsen und daher sicherlich seit Jahrzehnten 

nicht mehr benutzt worden. Diese Sachdarstellung erscheint umso glaub-

hafter, als die Beschwerdegegnerinnen den öffentlichen Güter- und Ver-

bindungsweg (Parzelle 126) im Südwesten der Parzelle 4081 bereits im 

Jahre 1985 erstellt haben und zu diesem Zweck unbestritten gewisse Ter-

rainveränderungen (inkl. Leitungsverlegungen; Erstellen Wasserhydrant) 

entlang des südlichsten Bereichs der heutigen Parzelle 4081 vorgenom-

men wurden. Somit steht für das Gericht jedoch fest, dass eine befahrba-

re Stallzufahrt auch nach dem Alten Bestand seit Jahrzehnten nicht mehr 

existierte und die gegenteiligen Behauptungen des Beschwerdeführers in 

den Rechtschriften insofern nicht den angetroffenen Realitäten vor Ort 

entsprochen haben. Laut Altem Bestand verfügte die frühere Stallparzelle 

3245 des Beschwerdeführers zudem über gar keine eigene Zufahrt. Um-

- 25 -

gekehrt hat der gerichtliche Augenschein mit aller Deutlichkeit ergeben, 

dass die neu gewährten Zufahrtsmöglichkeiten von unten bzw. von Süden 

her über die dort räumlich beträchtlich erweiterte Parzelle 4081 samt Zu-

weisung der Stallbaute zu Alleineigentum sowie gar noch eines vergrös-

serten Umschwungs im Osten für eine problemlose bzw. einwandfreie 

Heutennzufahrt eine markante Verbesserung für die Bewirtschaftung der 

dort gelegenen Parzelle 4081 (inklusive eigener Quelle im nördlichen Be-

reich derselben) gebracht haben. Die Vorteile durch die Neuzuteilung der 

Parzelle 4081 (einschliesslich Vergrösserung der gegenüberliegenden 

Parzelle 4079) vermögen die Nachteile des Wegfalls der wesentlich un-

günstiger gelegenen Massaparzellen 3164, 3217, 3310, 3313 und/oder 

3316 jedenfalls bei weitem zu überwiegen, weshalb alle diesbezüglichen 

Einwände und Vorbringen des Beschwerdeführers klar unbegründet sind. 

Dieser Betrachtungsweise ist umso mehr beizupflichten, sofern auch noch 

die Neuzuteilung der Parzelle 4104 in einer eigenen Höhenstufe 

[M._____] miteinbezogen wird. Dieser von Westen nach Osten ununter-

brochen zusammenhängende, langgezogene Landstreifen stösst nämlich 

südlich bzw. von unten direkt an die dort verlaufende neue Stich- und 

Güterstrasse an und die Bewirtschaftung desselben (mittels „Abrechen“) 

ist daher ohne nennenswerte Probleme jederzeit und ohne fremde Hilfe 

(Einräumung von Wegdienstbarkeiten) möglich. Daran vermag selbst der 

am Augenschein noch nachträglich kundgetane Verlust eines Grunds-

tückteils am östlichen Ende der Parzelle 4104 zu Lasten des Beschwer-

deführers nichts zu ändern, da jene Bodenfläche beinahe identisch (gleich 

gross) ist mit dem neu [ebenfalls nachträglich] zugeteilten Stallum-

schwung im Osten auf Parzelle 4081 zu Gunsten des Beschwerdeführers, 

womit im Resultat eigentlich lediglich eine erneute Kompensation bzw. ein 

weiterer Landabtausch im Interesse der Gesamtmelioration sowie im spe-

zifischen Interesse der Erben H._____ erfolgte. Die Einwände und Be-

denken des Beschwerdeführers zur Neuzuteilung der Parzellen 4081 und 

- 26 -

4104 erweisen sich somit auch bezüglich dieser zweiten Geländekammer 

(Gebiet A) als nicht gerechtfertigt (vgl. dazu die Gerichtsfotos 10-27, wel-

che dem Protokoll des Augenscheins beigeheftet wurden). 

c) Am dritten Besichtigungsstandort im Gebiet B in OberX._____ zeigte sich, 

dass der Beschwerdeführer aufgrund des dortigen Situationsplanes vom 

23. August 2013 im Alten Bestand lediglich über eine einzige Parzelle (mit 

der Nr. 3328) verfügte, die als nur schmaler Bodenstreifen hangseitig (von 

Süden nach Norden) unmittelbar am Rande der schon überbauten Nach-

bargrundstücke 3329 (im Westen), 3926 (im Norden) und 3330 (grosse 

Stall-/Ökonomiebaute im Süden) situiert war und sich damit quasi als Vor-

gartenland zur Parzelle 3329 des Nachbarn F._____ präsentierte. 

Gemäss Neuzuteilung wurde der fragliche Grundstückstreifen des Be-

schwerdeführers neu vollständig der Nachbarparzelle 3329 zugeteilt (vgl. 

Beilagen der Beschwerdegegnerin 1). Wie der gerichtliche Augenschein 

auch diesbezüglich klar ergab, kann diese Neuzuteilung weder als sach-

fremd noch als ungerechtfertigt bezeichnet werden, da die Landflächen 

rings um den früheren Bodenstreifen der Parzelle 3328 bereits seit Jahren 

grossräumig und betriebswirtschaftlich sinnvoll durch den erwähnten 

Nachbarn genutzt wird und der fragliche Bodenstreifen im Gesamtgefüge 

daher bislang wie ein fremdkörperartiger Mosaikstein im Gebiet B wirkte. 

Für eine landwirtschaftlich vernünftige Nutzung und Bewirtschaftung war 

die ehemalige Parzelle 3328 viel zu klein und zu unproduktiv, zumal der 

Beschwerdeführer sonst weit und breit über keine weitere Parzelle im 

Gebiet B verfügte. Die Konzentrationsidee der Beschwerdegegnerinnen, 

wonach dem Beschwerdeführer nach der Neuzuteilung im Gebiet B gar 

keine Parzelle mehr gehören sollte, ihm dafür in den Gebieten A und C 

sowie insbesondere im „Q______“ ein zusätzliches Stück Land - im Sinne 

einer wert- und flächenmässigen Kompensation - zugeteilt werden sollte, 

vermag in einer Gesamtschau zu überzeugen. Anstelle des (flächenmäs-

- 27 -

sig geringfügigen) Verlustes des schmalen Bodenstreifens (vormals Nr. 

3328) im Gebiet B erhielt der Beschwerdeführer also nachweislich an-

dernorts in etwa (nach Bonitierungspunkten) gleichwertiges bzw. eben-

bürtiges Ersatzland, womit den Vorgaben des Meliorationsgesetzes (vgl. 

vorne Art. 1, 12, 28, 29) auch hier hinreichend nachgelebt wurde. Für das 

Gericht ist jedenfalls nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdegegnerin-

nen ihr unbestritten weites Ermessen bei derartig vielschichtigen und 

komplexen Meliorationsverfahren – wie dem hier mit 153 betroffenen 

Grundeigentümern und einem Umlegungsperimeter von ursprünglich 800 

Parzellen (vgl. vorne E.3a; Eckwerte im technischen Bericht) – gerade in 

dieser Beziehung überschritten bzw. gar missbraucht haben sollte. Ent-

gegen den Andeutungen anlässlich des Augenscheins am Standort 3 trifft 

es zudem auch nicht zu, dass der Beschwerdeführer von den Beschwer-

degegnerinnen absichtlich und systematisch entlang der Bauzonen (im 

Grenzbereich: Parzellen 3328/3329) verdrängt worden wäre, vermochte 

der vor Ort anwesende Vertreter des zuständigen und mit dem gesamten 

Zahlenmaterial am besten vertrauten Ingenieur- und Vermessungsbüros 

doch einleuchtend darzulegen, dass der Beschwerdeführer nach der 

Neuzuteilung mit 450 Metern über eine weitaus grössere Strecke an 

(neuem) Boden/Land entlang von Bauzonen verfüge, als dies davor der 

Fall gewesen sei. Von einer bewussten Schlechterstellung des Be-

schwerdeführers kann folglich selbst unter diesem erweiterten Gesichts-

punkt keine Rede sein (vgl. dazu ebenso noch die Gerichtsfotos 28-31 

einschliesslich Protokoll des Augenscheins).

d) Zusammengefasst ergibt sich somit, dass die angefochtenen Einspra-

cheentscheide vom 6./10. Juni 2013 – basierend auf den Entscheiden Nr. 

28-X (Gebiet A), Nr. 28-XI (Gebiet B) und Nr. 28-XII (Gebiet C) betreffend 

Neuzuteilung im Rahmen der vor Ort durchgeführten Gesamtmelioration – 

rechtens und in jeder Hinsicht vertretbar sind, was zu ihrer Bestätigung 

- 28 -

und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde vom 10. Juli 

2013 führt (vgl. dazu die Anträge Ziff. 1.3 bis 1.7, Ziff. 1.9 und Ziff. 1.10). 

Zur Komplettierung der Aktenlage und Verifizierung der vom Beschwerde-

führer anlässlich des Augenscheins zitierten Angaben im technischen Be-

richt zur Neuzuteilung vom 9. August 2012 wurde von Seiten des Gerichts 

- nach dem Untersuchungsgrundsatz - der genannte Fachbericht des zu-

ständigen Ingenieurbüros noch zur Edition verlangt; unter Wahrung des 

rechtlichen Gehörs aller Parteien. Im Übrigen waren die vom Beschwer-

deführer in Ziff. 1.10 der Beschwerde aufgelisteten Dokumente, Vollmach-

ten und dgl. allesamt bereits bei den Akten.

5. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auf die Anträge in Ziff. 

1.1, 1.2 und 1.8 der Beschwerde gar nicht eingetreten wird. Erstens sind 

die persönlichen Verhältnisse der einzelnen Grundeigentümer bei einer 

Gesamtmelioration gerade nicht massgebend; dasselbe gilt selbstver-

ständlich auch hier bezüglich des Beschwerdeführers und der Berufsaus-

übung seines Sohnes. In dieser Hinsicht kann auf die Beschwerde des 

Beschwerdeführers schon mangels Beschwer nicht eingetreten werden. 

Zweitens hat das Gericht die Durchführung des gerichtlichen Augen-

scheins bereits von Amtes wegen für notwendig erachtet, womit der ent-

sprechende Parteiantrag hinfällig geworden ist. Drittens können Scha-

denersatzansprüche zum Voraus nicht im Meliorationsverfahren – in dem 

es ausschliesslich um die Verbesserung der landwirtschaftlichen Rah-

menbedingungen mittels Güterzusammenlegungen und Parzellenarron-

dierungen geht - gestellt werden, womit auch darauf nicht einzutreten ist.  

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(somit auch Abweisung des Antrags laut Ziff. 1.11 der Beschwerdeschrift). 

Eine aussergerichtliche Entschädigung steht den Beschwerdegegnerin-

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nen nach Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegten. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 869.--

zusammen Fr. 3'869.--

gehen zulasten von D._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]