# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b583203b-a137-5371-beff-5bd3945d1f21
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.10.2014 B 2014/210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-210_2014-10-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2014/210

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 12.02.2020

Entscheiddatum: 27.10.2014

Präsidialverfügung Verwaltungsgericht, 27.10.2014
Öffentliches Beschaffungswesen. Art. 8 Abs. 3, Art. 17 Abs. 2 IVöB. Das 
Verwaltungsgericht ist zur Behandlung von Beschwerden gegen 
Zuschlagsverfügungen des Rektors der Interstaatlichen Hochschule für 
Technik Buchs (NTB Buchs) zuständig. Mit der Beauftragung des 
Baudepartements des Kantons St. Gallen als Bauherrenvertreterin ist keine 
Delegation der Kompetenz verbunden, Zuschlagsverfügungen zu erlassen. 
Bei einer nicht rechtskundig vertretenen Beschwerdeführerin kann im 
Begehren um Aufhebung des Zuschlags sinngemäss auch das Gesuch 
enthalten sein, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren 
(Änderung der Rechtsprechung). Die ausgeschriebenen Arbeiten sind Teil 
des Innenausbaus eines komplexen Bauvorhabens mit vor- und 
insbesondere nachgelagerten Arbeiten. Deshalb kommt der Einhaltung der 
Termine der einzelnen Teilarbeiten für die zeitlich zuverlässige Planbarkeit 
der Erstellung innert absehbarer Frist ein grosses Gewicht zu. Allfällige 
Mängel bei der Handhabung des Preiskriteriums und der Gewichtung der 
weiteren Kriterien vermöchten im konkreten Fall zudem nichts daran zu 
ändern, dass das Angebot der Beschwerdeführerin nicht das wirtschaftlich 
günstigste ist. Dem Gesuch, es sei der Beschwerde die aufschiebende 
Wirkung zu gewähren, kann nicht entsprochen werden (Verwaltungsgericht, 
Präsidialverfügung, B 2014/210).

Verfügung vom 27. Oktober 2014

In Sachen

Stesag AG, Güterstrasse 1, 4654 Lostorf,

Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin,

gegen

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Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs (NTB), Werdenbergstrasse 4, 

9471 Buchs SG 1,

Vorinstanz und Gesuchsgegnerin,

vertreten durch Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

und

BS Automation AG, Felsenstrasse 24, 8808 Pfäffikon SZ,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Vergabe Neubau Labor 2 (Gebäudeautomation) / aufschiebende Wirkung

stellt der Präsident fest:

Die nicht anwaltlich vertretene Stesag AG, Lostorf (nachfolgend Gesuchstellerin) hat 

den vom Rektor der Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs (kurz NTB Buchs, 

nachfolgend Vorinstanz und Gesuchsgegnerin) am 10. Oktober 2014 verfügten 

Zuschlag für die Erstellung der Gebäudeautomation im Neubau Labor 2 zum Preis von 

CHF 486'000 an die BS Automation AG, Pfäffikon (nachfolgend Beschwerdegegnerin), 

mit Beschwerde vom 16. Oktober 2014 fristgerecht angefochten mit dem Antrag, den 

Vergabeentscheid aufzuheben und die Vergabe neu zu beurteilen. Der Präsident des 

Verwaltungsgerichts erblickte in diesem Antrag sinngemäss auch ein Gesuch um 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung und untersagte der Vorinstanz mit 

verfahrensleitender Verfügung vom 17. Oktober 2014 superprovisorisch den Abschluss 

des Vertrags. Gleichzeitig erhielten Vorinstanz und Beschwerdegegnerin Gelegenheit, 

sich zum sinngemässen Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung zu 

äussern. Die Beschwerdegegnerin hat sich nicht vernehmen lassen. Die Vorinstanz hat 

am 22. Oktober 2014 beim Verwaltungsgericht die Vergabeakten eingereicht und 

beantragt, der Beschwerde sei keine aufschiebende Wirkung zu erteilen.

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Der Präsident erwägt:

   1. Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen.

   1.1. Angefochten ist eine Verfügung des Rektors der NTB Buchs, die als selbständige 

öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit konstituiert ist (Art. 1 Abs. 

2 der Vereinbarung über die Hochschule für Technik Buchs vom 20. Juni 1968; sGS 

234.111). Deren Träger – nämlich die Kantone St. Gallen und Graubünden sowie das 

Fürstentum Liechtenstein – regelten in der Vereinbarung vom 12. Januar 2011 die 

Finanzierung der Erneuerungsinvestitionen in Anlagen und Laborgeräte sowie in ein 

Laborgebäude (sGS 234.110.11). Dabei übertrugen sie in Art. 7 mit dem Randtitel 

"Verantwortlichkeit" Projektierung und Realisation des Laborgebäudes und die 

Bauherrenvertretung dem Baudepartement des Kantons St. Gallen. Bauherrin und 

Eigentümerin bleibt gemäss Art. 6 Abs. 1 aber die NTB Buchs. Mit Art. 7 ist 

dementsprechend keine Delegation der Zuständigkeit zur Eröffnung von 

Zuschlagsverfügungen an das kantonale Baudepartement verbunden. Der 

Vergabeentscheid fällt damit in die Zuständigkeit der Organe der NTB Buchs.

   1.2. Nach Auffassung der Vorinstanz ist mangels Regelung in den Rechtsgrundlagen 

der NTB Buchs im Vergabeverfahren entsprechend Art. 8 Abs. 3 der Interkantonalen 

Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS 841.32, abgekürzt IVöB) 

st. gallisches Recht anwendbar. Die Frage der Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 

lässt sie offen.

   Die Gründungsvereinbarung der NTB Buchs setzt in Art. 19 f. eine Rekurskommission 

als Rechtsmittelinstanz ein. Diese beurteilt gemäss Art. 20 Abs. 1 Beschwerden gegen 

Verfügungen und Entscheide des Hochschulrats, der seinerseits gemäss Art. 15 Abs. 3 

Ingress und lit. k über Rekurse gegen Anordnungen unterer Organe der Hochschule, 

das heisst des Rektors (vgl. Art. 13 Ingress und lit. b in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1), 

entscheidet. Grundsätzlich führt dementsprechend der Rechtsmittelweg gegen 

Verfügungen des Rektors über den Hochschulrat an die Rekurskommission.

   Zu prüfen ist, ob sich aus dem Recht zum öffentlichen Beschaffungswesen eine 

andere Zuständigkeit ergibt. Der Kanton St. Gallen ist mit Regierungsratsbeschluss 

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vom 8. Oktober 2002 der IVöB beigetreten. Sie ist seit 1. Januar 2003 in Vollzug. 

Zunächst ist zu klären, ob die NTB Buchs in den Anwendungsbereich der IVöB fallen. 

Als Auftraggeber werden unter anderem gemäss Art. 8 Abs. 1 Ingress und lit. a IVöB 

Einrichtungen des öffentlichen Rechts auf kantonaler oder kommunaler Ebene erfasst. 

Die NTB Buchs beruht auf einer "interstaatlichen" Vereinbarung, welche nebst den 

Kantonen St. Gallen und Graubünden auch das Fürstentum Liechtenstein umfasst. 

Welchem Recht die selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener 

Rechtspersönlichkeit untersteht, wurde in der Gründungsvereinbarung nicht 

ausdrücklich festgelegt (vgl. auch Botschaft des Regierungsrates des Kantons St. 

Gallen an den Grossen Rat über den Beitritt zur Vereinbarung über das Neu-Technikum 

Buchs vom 18. April 1967, in: ABl 1967 S. 560 ff., S. 562 f.). Als Sitz der Hochschule 

legten die Träger jedoch in Art. 1 Abs. 3 der Gründungsvereinbarung Buchs/SG fest. 

Daraus – und aus der Rechtswahl der Träger und der Organe der NTB Buchs 

zugunsten des st. gallischen Rechts (vgl. Art. 29 und 30 der Gründungsvereinbarung; 

Beschluss des Technikumsrates des Neu-Technikums Buchs betreffend 

anzuwendende Verfahrensvorschriften, sGS 234.12) – kann ohne Weiteres geschlossen 

werden, dass es sich bei der NTB Buchs um eine Einrichtung des st. gallischen 

öffentlichen Rechts handelt und sie – vorbehältlich besonderer Regelungen – st. 

gallischem Recht untersteht. Vergaberechtlich fällt sie deshalb in den 

Anwendungsbereich der IVöB.

   Gemäss Art. 15 Abs. 1 IVöB ist gegen Verfügungen der Auftraggeberin oder des 

Auftraggebers die Beschwerde an eine unabhängige kantonale Instanz zulässig, 

welche endgültig entscheidet. Art. 5 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur 

Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 2. April 1998 (sGS 841.1, 

abgekürzt EGöB) bezeichnet das Verwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz. Die 

Regelung ist zeitlich jünger als die Gründungsvereinbarung der NTB Buchs aus dem 

Jahr 1968 und bezweckt als spezielleres Recht eine einheitliche kantonale Ordnung 

des Rechtsmittelverfahrens in Vergabeangelegenheiten (vgl. Grossratsbeschluss über 

den Beitritt zur Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen 

und Einführungsgesetz zur Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen, 

Botschaft und Entwürfe der Regierung vom 12. August 1997, in: ABl 1997 S. 1892 ff., 

S. 1893). Deshalb ist es angebracht, für die Behandlung der Beschwerde gegen die 

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Zuschlagsverfügung der Vorinstanz auf die Zuständigkeit abzustellen, die das st. 

gallische Vergaberecht schafft.

   Über das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung hat demnach gemäss 

Art. 42 der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS 841.11, 

abgekürzt VöB) der Präsident des Verwaltungsgerichts innert zehn Tagen nach Eingang 

der Beschwerde zu entscheiden.

   1.3. Die Vorinstanz bestreitet, dass aus den Anträgen der Beschwerdeführerin in der 

Beschwerde vom 16. Oktober 2014 – Aufhebung und Neubeurteilung des Vergabe-

Entscheides, plausible und nachvollziehbare Gestaltung der Vergabekriterien – ein 

Gesuch um aufschiebende Wirkung abzuleiten sei. Zwar seien Anträge in 

Laienbeschwerden einer Auslegung zugänglich. Die Beschwerdeführerin hätte aber 

zumindest zum Ausdruck bringen müssen, dass der Zuschlag ihr zu erteilen und 

sicherzustellen sei, dass sie den Vertrag erhalte. Selbst bei grosszügiger Auslegung zu 

Gunsten der Beschwerdeführerin finde sich in der gesamten Beschwerdeeingabe 

keinerlei Hinweis auf einen Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung.

   Bisher ging die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung davon aus, ein Begehren um 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung sei ausdrücklich zu stellen (VerwGE B 

2012/119 vom 23. August 2012 E. 1.3, www.gerichte.sg.ch). In der Literatur ist diese 

Auffassung kritisch kommentiert worden: Wer, zumindest dem Anschein nach, in 

verwaltungsprozessualen Belangen unbewandert ist und sinngemäss den Erhalt des 

Auftrags verlangt, würde, wenn diese Feinheit ihm bekannt wäre, zweifelsohne die 

Aufhebung der Zuschlagsverfügung und separat auch noch die Gewährung der 

aufschiebenden Wirkung beantragen. In guten Treuen ausgelegt seien darum Anträge 

von Laien, die sinngemäss auf das Begehren nach Beauftragung hinauslaufen, als auch 

die aufschiebende Wirkung verlangend zu verstehen (zumal wenn sich der 

Beschwerdeschrift ansonsten nichts Gegenteiliges entnehmen lässt; vgl. M. Beyeler, 

Vergaberechtliche Urteile 2012-2013, in: Stöckli/Beyeler [Hrsg.], Das Vergaberecht der 

Schweiz, 9. Aufl. 2014, S. 602 f.; Nr. 304).

   Die Beschwerdeführerin ist nicht rechtskundig vertreten. Wenn sie in der Begründung 

der Beschwerde vorbringt, sie habe das preisgünstigste Angebot eingereicht, der Preis 

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wirke sich aber in der konkreten Handhabung zu wenig aus, und zudem ihre 

Referenzliste erweitern will, macht sie klar, dass sie eine bessere Bewertung ihres 

Angebots und den Zuschlag anstrebt. Zudem fehlt ein Antrag auf Schadenersatz, aus 

welchem geschlossen werden könnte, die Beschwerdeführerin beschränke sich 

gegebenenfalls auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit des angefochtenen Zuschlags 

und auf Schadloshaltung entsprechend den rechtlichen Vorgaben. Unter 

Berücksichtigung der nachvollziehbaren Kritik in der Lehre erscheint deshalb der 

Antrag auf Aufhebung des Zuschlags und neue Vergabe unter plausibler und 

nachvollziehbarer Gestaltung der Vergabekriterien nur dann als sinnvoll, wenn damit 

auch geprüft wird, ob der Vertrag vorläufig nicht abgeschlossen werden darf.

   2. Gemäss Art. 5 EGöB in Verbindung mit Art. 17 Abs. 2 IVöB kann die aufschiebende 

Wirkung – auf Gesuch oder von Amtes wegen - erteilt werden, wenn die Beschwerde 

ausreichend begründet erscheint und keine überwiegenden öffentlichen oder privaten 

Interessen entgegenstehen. Die summarisch zu beurteilende Prozessprognose muss 

für die Gesuchstellerin umso besser sein, je dringlicher das Projekt ist (vgl. Galli/Moser/

Lang/Steiner, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 1349).

   2.1. Der Gesuchsteller äussert sich in seiner Begründung nicht zu den Interessen, 

welche der Erteilung der aufschiebenden Wirkung entgegenstünden. Die Vorinstanz 

macht geltend, bei Erteilung der aufschiebenden Wirkung verzögerten sich die 

Inbetriebnahme des geplanten Wärmepumpentestzentrums und die Qualifizierung der 

Reinräume erheblich. Planungs- und Ausführungsaufwand erhöhten sich durch längere 

und komplexere Bauausführung, was erhebliche Mehrkosten beziehungsweise 

Produktionsausfälle erwarten lasse.

   Die ausgeschriebenen Arbeiten sind Teil des Innenausbaus eines komplexen 

Bauvorhabens mit vor- und insbesondere nachgelagerten Arbeiten. Deshalb kommt der 

Einhaltung der Termine der einzelnen Teilarbeiten für die zeitlich zuverlässige 

Planbarkeit der Erstellung innert absehbarer Frist ein grosses Gewicht zu. Da bei der 

Realisation eines solchen Projekts regelmässig nicht alle Teilarbeiten vor Baubeginn 

vergeben werden, sondern vielmehr ein "rollendes" Vorgehen nach Baufortschritt 

zweckmässig ist, kann der Vorinstanz auch nicht entgegen gehalten werden, sie habe 

einem möglichen Rechtsmittelverfahren zu wenig Gewicht beigemessen.

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   Auch wenn die Vorinstanz die drohenden Zusatzkosten bei einer Verzögerung nicht 

quantifiziert, wiegt das gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung stehende 

private Interesse der weiteren am Bau beteiligten Unternehmer an der zeitlichen 

Planbarkeit ihrer Arbeiten und das öffentliche Interesse an der Fertigstellung des 

Gebäudes innert absehbarer Frist – insbesondere auch mit Blick auf den Grundsatz 

von Art. 17 Abs. 1 IVöB, welcher der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung 

einräumt – beträchtlich. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerde nicht als ausreichend 

begründet erscheint.

   2.2. / 2.2.1. Die Eingabesumme des Angebots der Beschwerdeführerin betrug CHF 

322'152 brutto. Die Vergabebehörde hat die Positionen Ziffer 1.1 (Managementebene) 

um CHF 7'800 (CHF 6'000 Signalaustausch MA mit GA, CHF 1'800 OPC-Server; Ziffer 

1.2.5 und 1.2.6 des Leistungsverzeichnisses S. 6 und 8; act. 7/5) und Ziffer 5.1 

(Automationsstation /SGK Reinraum) um CHF 43'200 (Briem Mess- und Anzeigegeräte; 

Ziffer 5.1.4 des Leistungsverzeichnisses S. 26; act. 7/5) erhöht. Nach Berücksichtigung 

von zwei Prozent Rabatt, einem Prozent allgemeiner Bauabzüge und einem Abzug von 

CHF 200 für Baureklame sowie der Mehrwertsteuer von einem Angebotspreis von CHF 

390'778.70 aus. Die Beschwerdeführerin beanstandet diese Anpassungen nicht.

   2.2.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Differenz zwischen dem tiefsten – 

CHF 390'779 - und dem höchsten – CHF 723'956 - Angebot betrage 12,6 Punkte. 

Darin komme ein nur noch minimaler Einfluss des Preises zum Ausdruck. Da kein 

Anbieter 100 Punkte erreichen könne, werde der Preis in der Gewichtung zusätzlich 

abgewertet. Damit macht die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, die 

Preisdifferenz zwischen den Angeboten falle zu wenig ins Gewicht.

   Jedes Preisbewertungssystem muss dafür sorgen, dass das im Voraus bekannt 

gegebene Gewicht des Kriteriums bei der konkreten Benotung auch tatsächlich zum 

Tragen kommt. Dies ist dann der Fall, wenn die Bewertung innerhalb der effektiven 

oder zumindest einer realistischen Preisspanne erfolgt. Die Abstufung in der Benotung 

teurerer Objekte darf also nicht so gewählt werden, dass sich die Preisunterschiede 

nicht oder nur wenig auswirken würden, weil damit das Preiskriterium praktisch selbst 

dann umgangen würde, wenn ihm bei der Gesamtgewichtung der Kriterien ein hohes 

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Gewicht zugemessen wurde (vgl. Galli/Moser/Lang/Steiner, Praxis des öffentlichen 

Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 896 und 898).

   Die eingereichten Angebote wiesen bereinigte Eingabesummen netto inklusive 

Mehrwertsteuer zwischen CHF 390'778.70 (Beschwerdeführerin) und CHF 723'955.81 

auf. Die Eingabesumme des berücksichtigten Angebots der Beschwerdegegnerin 

beträgt pauschal CHF 486'000 (act. 7/6). Gemäss Bewertungsmatrix vom 25. August 

2014 wurde der Preis mit 60 von 100 Punkten bewertet. In der Vernehmlassung gibt die 

Bauherrenvertretung bekannt, der Angebotspreis sei nach der Formel "60 x tiefster 

Offertpreis / Offertpreis des Angebots" bewertet worden. Dies führte zu einer 

Bewertung des bereinigten tiefsten Angebots der Beschwerdeführerin mit 60 Punkten 

und des mehr als doppelt so teuren teuersten Angebots mit immer noch 32,4 Punkten.

   Die von der Vorinstanz gewählte – von ihr zwar als "gängig" bezeichnete - Preiskurve 

geht von einer unrealistisch breiten Preisspanne aus. Mit der tiefsten Punktzahl, das 

heisst mit einem von sechzig Punkten würde ein Angebot mit einem Preis von über 23 

Millionen Franken (60 x tiefstes Angebot) bewertet. Die Preiskurve verläuft 

dementsprechend flach. Das Kriterium des Preises wurde mit 60 Prozent zwar 

ausreichend gewichtet (vgl. dazu Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 879 f.), jedoch 

wirken sich die Preisdifferenzen nur wenig aus. Umso mehr als die Gesuchsgegnerin 

zusammen mit der Ausschreibung keine Preiskurve bekannt gab, hätte sie sich bei 

deren Festlegung an die Preisspanne der eingereichten Angebote halten können (vgl. 

Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., Rz. 901). Dann wäre das teuerste Angebot mit CHF 

723'955.81 leer ausgegangen. Die Differenz zum billigsten Angebot mit CHF 

390'778.70, das heisst CHF 333'177.11, hätte sich auf 60 Punkte verteilt, was rund 

CHF 5'553 pro Punkt ausgemacht hätte. Das hätte für die Beschwerdegegnerin zu 

einer Bewertung ihres Angebots von CHF 486'000 mit 42,85 Punkten (Abzug von 17,15 

Punkten, nämlich [CHF 486'000 – CHF 390'778.70] : CHF 5'553) statt mit 48,2 Punkten 

geführt. Selbst diese an den tatsächlichen Preisen der Angebote ausgerichtete 

Preiskurve würde indessen bei unveränderter Bewertung der übrigen Kriterien nichts 

daran ändern, dass das Angebot der Beschwerdeführerin weniger Punkte, nämlich 80 

(75 gemäss Bewertungsmatrix plus 5 Punkte für die Referenzen gemäss 

Vernehmlassung der Vorinstanz), als jenes der Beschwerdegegnerin, nämlich 82,8, 

erzielt.

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   2.3. Die ungleiche Gewichtung der Kriterien Referenzen (25 Punkte) und Qualität (15 

Punkte) widerspricht der Ausschreibung, in welcher sie nach dem Preis als gleichrangig 

unter Ziffer 2 erscheinen. Auch in der Bewertungsmatrix (act. 7/6) werden sie trotz 

unterschiedlicher Gewichtung im gleichen Rang angeführt. Zutreffend wäre es deshalb, 

beide Kriterien mit je 20 Punkten zu gewichten. Das hätte allerdings zur Folge, dass die 

Beschwerdegegnerin hier nach wie vor das Punktemaximum erzielen würde, während 

die Beschwerdeführerin bei den Referenzen drei Fünftel – der Abzug von zwei Fünfteln 

erfolgt mangels Reinraum-Referenzen – der Punkte, nämlich 12, und bei der Qualität 

einen Drittel der Punkte, nämlich 6,7, zusammen 18,7 – statt 20 – erreichen, also 

schlechter fahren würde.

  3. Zusammenfassend erscheint die Beschwerde insbesondere mit Blick auf die 

erheblichen öffentlichen und privaten Interessen an der Einhaltung des Terminplans 

nicht als ausreichend begründet. Das Gesuch, es sei ihr die aufschiebende Wirkung zu 

erteilen, ist deshalb abzuweisen.

   4. Die Vorinstanz, soweit sie dies nicht bereits getan hat, und die 

Beschwerdegegnerin sind einzuladen, innert einer nicht erstreckbaren Frist bis 7. 

November 2014 zur Beschwerde materiell Stellung zu nehmen, wobei nach 

unbenützter Frist Verzicht auf eine Stellungnahme angenommen wird.

   5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten dieser Verfügung von 

CHF 1'000 der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 7 Ziff. 211 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Ausseramtliche Kosten sind nicht zu 

entschädigen (Art. 98 und Art. 98bis VRP).

verfügt:

1./ Das Gesuch, es sei der Beschwerde im Verfahren B 2014/210 die aufschiebende 

Wirkung zu erteilen, wird abgewiesen.

2./ Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin werden eingeladen, bis 7. November 

2014 materiell zur Beschwerde Stellung zu nehmen (in dreifacher Ausfertigung). Bei 

unbenütztem Ablauf der Frist wird aufgrund der vorhandenen Akten entschieden.

3./ Die Kosten dieser Verfügung von CHF 1'000 bezahlt die Gesuchstellerin.

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4./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

______________

VERWALTUNGSGERICHT

des Kantons St. Gallen

Der Präsident:

lic. iur. Beda Eugster

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