# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc573b64-4059-5295-9a0e-0ff004445761
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2025 C-5068/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5068-2022_2025-08-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5068/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Vito Valenti (Vorsitz), 

Richter Philipp Egli, Richterin Michela Bürki Moreni,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

vertreten durch Stefanie Stoll, Advokatur Stoll,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung (IV), Rentenanspruch;  

Verfügung der IVSTA vom 27. Juli 2022. 

 

 

 

C-5068/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am (…) 1957 geborene, geschiedene und in ihrer Heimat Deutschland 

wohnhafte A._______ (im Folgenden: Versicherte oder Beschwerdeführe-

rin) ist promovierte Ärztin und Mutter zweier erwachsener Kinder. Sie war 

ab 2009 in der Schweiz tätig und in ihrer Eigenschaft als Grenzgängerin ab 

1. Januar 2014 vollzeitlich bei der B._______ AG in (…) als Global Senior 

Medical Manager beschäftigt; der entsprechende Arbeitsvertrag wurde per 

31. August 2015 gekündigt; als Grund für die Kündigung wurden Restruk-

turierungen angegeben (Akten [im Folgenden: IV-act.] der IV-Stelle des 

Kantons C._______ [im Folgenden: IV-Stelle C._______] bzw. der IV-Stelle 

des Kantons D._______ [im Folgenden: IV-Stelle D._______] 2, 3, 9 und 

29 S. 19 ff.). Daraufhin war die Versicherte ab dem 1. Oktober 2017 als 

Medical Advisor bei der E._______ AG angestellt, wobei sie per 31. Mai 

2018 die Kündigung – infolge Reorganisation – erhielt (IV-act. 64, 65 und 

91 S. 14). 

A.a Mit Datum vom 25. Mai 2015 beantragte die Versicherte bei der IV-

Stelle C._______ Leistungen der Schweizer Invalidenversicherung (IV); als 

gesundheitliche Beeinträchtigungen erwähnte sie unter anderem eine 

Beinlängendifferenz, eine chronische Schmerzstörung, eine mittelgradige 

depressive Episode sowie die operative Entfernung einer Synovialzyste im 

Recessus lateralis L4/5 mit Wurzelkompression L5 rechts am 18. Februar 

2015 (IV-act. 1 bis 6). Nach Vorliegen des Auszugs aus dem Individuellen 

Konto (im Folgenden: IK-Auszug) vom 4. Juni 2015 (IV-act. 7), von Frage-

bögen für Arbeitgebende vom 5. und 25. Juni 2015 (IV-act. 8 und 13) und 

von zahlreichen medizinischen Akten bzw. Arbeitsunfähigkeitsbescheini-

gungen (IV-act. 10, 11, 16, 17, 19, 21 und 26) wurde am 22. Februar 2016 

das Protokoll betreffend das "Erstgespräch Frühintervention" erstellt (IV-

act. 27). In Kenntnis weiterer medizinischer Dokumente (IV-act. 28) – unter 

anderem des neurologischen und des orthopädischen Gutachtens der 

Dres. med. F._______ und G._______ vom 13. Oktober 2015 (S. 12 bis 27 

und S. 28 bis 38) – sowie der Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse (IV-act. 

29) und der Akten des Krankentaggeldversicherers (IV-act. 32) teilte die IV-

Stelle C._______ der Versicherten am 20. Juli 2016 mit, dass zurzeit keine 

Eingliederungsmassnahmen möglich seien, weshalb der Anspruch auf 

eine Rente geprüft werde (IV-act. 33). 

A.b Im Rahmen dieser Rentenprüfung empfahl Dr. med. H._______, Fach-

arzt für Allgemeinmedizin FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (im 

C-5068/2022 

Seite 3 

Folgenden: RAD) am 17. November 2016 die Einholung eines polydiszip-

linären Gutachtens mit den Fachdisziplinen Allgemeine/Innere Medizin, 

Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie (IV-act. 40); der entspre-

chende Auftrag an das in Vereinsform organisierte Zentrum für medizini-

sche Begutachtung mit Sitz in Basel (im Folgenden: ZMB; 

vgl. www.zefix.ch > Firmenname > kantonaler Auszug; zuletzt aufgerufen 

am 15. August 2025) datiert vom 15. Dezember 2016. Nachdem die ent-

sprechende, vom 25. April 2017 datierende interdisziplinäre Expertise (IV-

act. 51) am 28. Juni 2017 vom RAD-Arzt Dr. med. H._______ einer Würdi-

gung unterzogen worden war (IV-act. 57) und die B._______ AG am 

15. August 2017 ergänzende Angaben zu den Löhnen für die Jahre 2015 

bis 2017, welche die Versicherte bei guter Gesundheit generiert hätte, ge-

macht hatte (IV-act. 59), erliess die IV-Stelle C._______ am 14. September 

2017 einen Vorbescheid, mit welchem sie der Versicherten mit Wirkung ab 

1. Dezember 2015 eine ganze sowie ab 1. Februar 2017 eine halbe IV-

Rente in Aussicht stellte (IV-act. 61).  

A.c In der Folge verlangte die IV-Stelle C._______ bei der Versicherten am 

26. September 2017 eine Kopie des Arbeitsvertrages, da sie über deren 

Aufnahme einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit (80 %) per 1. Oktober 2017 

informiert worden war (IV-act. 63); diese ging am 26. und 29. September 

2017 bei der IV-Stelle C._______ ein (IV-act. 64 und 65). Daraufhin erliess 

diese am 4. Oktober 2017 einen weiteren Vorbescheid, mit welchem sie 

der Versicherten vom 1. Dezember 2015 bis 30. April 2017 eine ganze und 

vom 1. Mai 2017 bis 30. September 2017 eine halbe Rente in Aussicht 

stellte (IV-act. 68); der entsprechende Beschluss datiert vom 9. November 

2017 (IV-act. 72). In der Folge erliess die Vorinstanz am 8. Januar 2018 

Verfügungen, mit welchen sie der Versicherten mit Wirkung vom 1. Dezem-

ber 2015 bis 31. Januar 2017 eine ganze und mit Wirkung vom 1. Februar 

2017 bis 30. September 2017 eine halbe IV-Rente zusprach (IV-act. 78). 

Diese Entscheide erwuchsen unangefochten in Rechtskraft. 

B.  

B.a Mit Datum vom 29. Mai 2018 stellte die Versicherte bei der mittlerweile 

zuständigen IV-Stelle D._______ ein Leistungsgesuch (IV-act. 80 bis 87 

und 96). Nach Vorliegen des IK-Auszugs vom 22. Juni 2018 (IV-act. 88), 

der gleichentags vom RAD-Arzt Dr. med. I._______, Facharzt für Psychi-

atrie und Psychotherapie, verfassten Stellungnahme (IV-act. 89), der Akten 

des Krankentaggeldversicherers (IV-act. 91) sowie des Fragebogens für 

Arbeitgebende vom 25. Juni 2018 (IV-act. 93) nahm Dr. med. I._______ 

C-5068/2022 

Seite 4 

am 18. Juli 2018 erneut Stellung (IV-act. 97). In Kenntnis weiterer medizi-

nischer Akten (IV-act. 106 bis 109, 114 bis 115, 117, 120, 123 bis 126, 132, 

138 bis 139, 141, 145, 148 bis 149, 154, 156 bis 157, 161 bis 162, 168 bis 

169, 172) empfahl Dr. med. J._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin 

und Arbeitsmedizin, vom RAD am 15. Januar 2020 eine polydisziplinäre 

Begutachtung (medizinische Fachdisziplinen: Rheumatologie, Neurologie, 

Psychiatrie und Psychotherapie, Allgemeine Innere Medizin; IV-act. 173); 

darüber wurde die Versicherte am 16. Januar 2020 entsprechend orientiert 

(IV-act. 174) resp. am 6. Mai 2020 unter Hinweis auf die Säumnisfolgen zur 

Mitwirkung an den medizinischen Untersuchungen aufgefordert (IV-act. 

184). Nach Eingang weiterer medizinischer Dokumente (IV-act. 186, 192 

bis 195) wurde am 17. März 2021 das polydisziplinäre Gutachten bzw. die 

interdisziplinäre Gesamtbeurteilung durch die BEGAZ GmbH mit Sitz in 

Binningen (abrufbar unter www.zefix.ch > Firmenname > kantonaler Aus-

zug; zuletzt aufgerufen am 15. August 2025) erstellt (IV-act. 199 S. 33 bis 

50); das allgemein-internistische Teilgutachten von Dr. med. K._______, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, datiert vom 8. Februar 2021 (IV-

act. 199 S. 51 bis 63), das rheumatologische von Dr. med. L._______, 

Facharzt für Rheumatologie, vom 10. Februar 2021 (IV-act. 199 S. 113 bis 

129), das neurologische von Dr. med. M._______, Facharzt für Neurologie, 

vom 11. Februar 2021 (IV-act. 199 S. 84 bis 111) und das psychiatrische 

von Dr. med. N._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

vom 17. März 2021 (IV-act. 199 S. 65 bis 82). 

B.b Nachdem die RAD-Ärztin Dr. med. J._______, Fachärztin für Allge-

meinmedizin und Arbeitsmedizin, diese polydisziplinäre Expertise am 29. 

März 2021 einer Würdigung unterzogen hatte (IV-act. 203), erliess die IV-

Stelle D._______ am 6. Mai 2021 einen Vorbescheid, mit welchem sie der 

Versicherten bei einem Invaliditätsgrad (im Folgenden auch: IV-Grad) von 

insgesamt 47 % mit Wirkung ab 1. Februar 2019 eine Viertelrente in Aus-

sicht stellte; dabei ging sie im Rahmen der Bemessung der Invalidität nach 

der gemischten Methode von einem hypothetischen Valideneinkommen 

von Fr. 101'030.- und einem hypothetischen Invalideneinkommen von 

Fr. 44'190.- aus (IV-act. 204). Hiergegen reichte die Versicherte am 28. Mai 

und 17./18 Juni 2021 (summarische) Einwände ein (IV-act. 205 und 207 

bis 209); die begründeten Einwendungen datieren vom 11. August 2021 

(IV-act. 212). Nach Eingang weiterer Arztberichte (IV-act. 215, 220, 222 bis 

223) gab Dr. med. J._______ vom RAD am 9. März 2022 erneut eine Stel-

lungnahme ab (IV-act. 224). 

C-5068/2022 

Seite 5 

B.c Daraufhin erliess die Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im 

Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz) am 27. Juli 2022 eine Ver-

fügung, mit welcher sie der Versicherten mit Wirkung ab 1. Februar 2019 

bis 31. Dezember 2021 eine Viertelsrente (monatlich Fr. 108.-) zusprach 

(IV-act. 232). Nachdem dieser Entscheid vorerst an die alte Adresse der 

Versicherten versandt worden war (IV-act. 234 bis 237, 240 bis 242), wurde 

er der Versicherten im Rahmen des Schreibens vom 3. Oktober 2022 an 

deren aktuelle Adresse zugestellt (IV-act. 243). In der Folge liess die Ver-

sicherte, vertreten durch Advokatin Stefanie Stoll, der IVSTA am 19. Okto-

ber 2022 mitteilen, dass die Eröffnung der genannten Verfügung erst mit 

dem Erhalt des mit normaler Post nach Deutschland zugestellten Briefes 

vom 3. Oktober 2022 erfolgt sei (IV-act. 244). 

C.  

C.a Gegen die Verfügung vom 27. Juli 2022 liess die Versicherte durch ihre 

Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 7. No-

vember 2022 Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Verfügung 

vom 27. Juli bzw. 3. Oktober 2022 aufzuheben und es seien ihr die gesetz-

lichen Leistungen auszurichten; eventualiter sei die Angelegenheit zu wei-

teren Abklärungen und zur erneuten Rentenverfügung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen (Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer-

act.] 1). 

C.b Mit Zwischenverfügung vom 9. November 2022 wurde die Beschwer-

deführerin unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Be-

schwerde) aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- 

in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (BVGer-act. 2 

bis 3); dieser Aufforderung wurde am 17. November 2022 nachgekommen 

(BVGer-act. 4). 

C.c In ihrer Vernehmlassung vom 6. Februar 2023 verwies die Vorinstanz 

auf die Stellungnahme der IV-Stelle D._______ vom 1. Februar 2023 und 

beantragte die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 8). 

C.d In ihrer Replik vom 25. April 2023 liess die Beschwerdeführerin weitere 

Ausführungen machen und an ihren beschwerdeweise gestellten Rechts-

begehren festhalten (BVGer-act. 12).  

C.e In ihrer Duplik vom 28. Juni 2023 verwies die Vorinstanz auf die glei-

chentags verfasste Stellungnahme der IV-Stelle D._______ und 

C-5068/2022 

Seite 6 

beantragte entsprechend deren Antrag ebenfalls bzw. weiterhin die Abwei-

sung der Beschwerde (BVGer-act. 16). 

C.f Mit prozessleitender Verfügung vom 11. Juli 2023 wurde der Schriften-

wechsel unter dem Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen geschlos-

sen (BVGer-act. 17). 

C.g Im Rahmen der unaufgefordert eingereichten Eingabe vom 22. August 

2023 liess die Beschwerdeführerin dem Bundesverwaltungsgericht einen 

Bericht des Klinikums O._______ vom 24. Mai 2023 übermitteln und wei-

terhin die Gutheissung der Beschwerde beantragen (BVGer-act. 18). 

C.h Mit prozessleitender Verfügung vom 31. August 2023 ging ein Doppel 

der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. August 2023 inkl. Beilage zur 

Kenntnisnahme an die Vorinstanz; diese erhielt Gelegenheit zur fristge-

rechten Einreichung einer Stellungnahme (BVGer-act. 19). 

C.i In ihrer ergänzenden Meinungsäusserung vom 23. Oktober 2023 ver-

wies die Vorinstanz auf diejenige der IV-Stelle D._______ und beantragte 

– entsprechend dieser – weiterhin die Abweisung der Beschwerde (BVGer-

act. 22). Diese Dokumente wurden der Rechtsvertreterin im Rahmen des 

Einschreibens vom 21. Januar 2025 zugestellt (BVGer-act. 24). 

C.j Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Be-

weismittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-

nition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]; BVGE 

2016/15 E. 1; 2014/4 E. 1.2). 

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG; SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 40 Abs. 2 und Abs. 3 der Verordnung vom 

C-5068/2022 

Seite 7 

17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) beurteilt 

das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland 

gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 

liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach zur Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit es die einzelnen Sozialversiche-

rungsgesetze vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die IV anwendbar (Art. 1a-26bis und 28-70 IVG), soweit das IVG nicht 

ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht 

mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejeni-

gen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur-

teilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Die Beschwerde wurde formgerecht eingereicht (Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

Mit Blick auf die Ausführungen der Parteien (BVGer-act. 1 Ziffer 5 und 

BVGer-act. 8 Ziffer 2) und die diesbezüglichen Verwaltungsverfahrensak-

ten (IV-act. 42, 215, 232, 234 bis 237, 239, 240 bis 249) sowie aufgrund 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach die Behörde dann die 

Beweislast zu tragen hat, wenn die Partei den Beweis der Rechtzeitigkeit 

aus Gründen nicht erbringen kann, die nicht von ihr, sondern – wie vorlie-

gend – von der Behörde zu verantworten sind (vgl. hierzu BGE 142 V 389 

E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 6B_99/2017 vom 27. April 2017 E. 3.6 

mit Hinweisen), ist auch die Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu bejahen 

(vgl. Art. 22a in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 50 Abs. 1 VwVG). 

Nachdem der angefochtene Entscheid vorerst an die alte Adresse der Ver-

sicherten versandt worden war (IV-act. 234 bis 237, 240 bis 242), wurde er 

der Versicherten im Rahmen des Schreibens vom 3. Oktober 2022 korrekt 

an deren neue Adresse zugestellt (IV-act. 243). Aus den IV-Akten geht ei-

nerseits hervor, dass die neue Adresse der Beschwerdeführerin der  

Vorinstanz schon vor der ersten (nicht korrekten) Zustellung an die alte Ad-

resse bekannt war (IV-act. 243, S. 14). Andererseits ist das Schreiben der 

Vorinstanz vom 3. Oktober 2022 (auch die angefochtene Verfügung 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-V-389%3Ade&number_of_ranks=0#page389

C-5068/2022 

Seite 8 

enthaltend) mit normaler Post versandt worden, und die Vorinstanz bestrei-

tet in der Vernehmlassung auch nicht die Angabe der Beschwerdeführerin, 

die angefochtene Verfügung erst am 8. Oktober 2022 erhalten zu haben 

(BVGer-act. 8). Die Einreichung der Beschwerde am 7. November 2022 

wahrt also die 30-tägige Beschwerdefrist. Als Adressatin der im Rahmen 

des Schreibens der Vorinstanz vom 3. Oktober 2022 eröffneten Verfügung 

vom 27. Juli 2022 (IV-act. 232 und 243 S. 1) ist die Beschwerdeführerin 

insofern berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung, als ihr für die Zeit vom 1. Februar 2019 bis 31. Dezember 

2021 anstelle einer höheren IV-Rente bloss eine befristete Viertelsrente 

zugesprochen worden war (vgl. auch E. 1.4 hiernach). Nachdem auch der 

Kostenvorschuss fristgerecht geleistet worden war (BVGer-act. 4), ergibt 

sich zusammenfassend, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt 

sind. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

1.4  

1.4.1 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes 

des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bil-

det die – auf dem Beschluss vom 13. Juli 2022 (IV-act. 229 und 230) ba-

sierende – Verfügung vom 27. Juli 2022 (IV-act. 232), mit welcher die  

Vorinstanz der Beschwerdeführerin bei einem IV-Grad von 47 % mit Wir-

kung vom 1. Februar 2019 bis 31. Dezember 2021 eine Viertelsrente der 

IV zugesprochen hat. Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit dieses 

Verwaltungsaktes und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Vo-

rinstanz den Sachverhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht 

rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt resp. ob die Beschwerdeführerin 

anstelle einer Viertelsrente Anspruch auf eine höhere IV-Rente hat (vgl. E. 

1.4.2 hiernach). 

1.4.2 In diesem Zusammenhang ist zu ergänzen, dass der Versicherungs-

fall Alter bei der am 22. Dezember 1957 geborenen Beschwerdeführerin 

am 22. Dezember 2021 eingetreten war. Demnach bestand der Altersren-

tenanspruch seit dem 1. Januar 2022 (Art. 21 Abs. 1 Bst. b in Verbindung 

mit Art. 21 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter-

lassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 [AHVG; SR 831.10]), wes-

halb die mit vorliegend angefochtener Verfügung vom 27. Juli 2022 zuge-

sprochene Invalidenrente durch die am 29. Juli 2022 verfügungsweise ab 

dem 1. Januar 2022 zugesprochene Altersrente (IV-act. 249 S. 30 ff.) ab-

gelöst wurde (Art. 30 IVG; vgl. auch Urteil des BVGer C-4079/2015 vom 

26. September 2016 E. 4 mit Hinweisen). 

C-5068/2022 

Seite 9 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

1.6 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in 

den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 

E. 2 und 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Im Sozialversicherungspro-

zess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-

weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachver-

halts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr je-

ner Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-

hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b und 

125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 

2.  

In formeller Hinsicht ist vorab zu prüfen, ob die Vorinstanz im Zusammen-

hang mit dem Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 27. Juli 

2022 den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat. 

2.1 Die Beschwerdeführerin liess hierzu beschwerdeweise vorbringen, die 

angefochtene Verfügung genüge den Anforderungen an die Begründungs-

pflicht nicht. Die Vorinstanz habe zum einen nicht rechtsgenüglich begrün-

det, weshalb sie trotz den Einwänden der Beschwerdeführerin nicht auf 

das effektive Valideneinkommen abgestellt habe. Zum anderen werde nicht 

begründet, weshalb kein leidensbedingter Abzug vorgenommen werde. 

Die Vorinstanz machte in diesem Zusammenhang insbesondere geltend, 

wie aus der angefochtenen Verfügung hervorgehe, werde unter Bezug-

nahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung einerseits ausgeführt, 

aus welchen Gründen im vorliegenden Entscheid auf einen Tabellenlohn 

abgestellt worden sei. Andererseits sei man auf die Einwände der Be-

schwerdeführerin eingegangen. Von einer Gehörsverletzung könne nicht 

ausgegangen werden. 

 

C-5068/2022 

Seite 10 

2.2  

2.2.1 Die Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Par-

teien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die Begründungspflicht 

ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne 

von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101). Sie soll verhindern, dass sich 

die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Betroffenen 

ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. 

Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die 

Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild ma-

chen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 

genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 

welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie 

sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem recht-

lichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die 

für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 

229 E. 5.2, 124 V 180 E. 1a). 

2.2.2 In der angefochtenen Verfügung vom 27. Juli 2022 resp. in der ent-

sprechenden Begründung (IV-act. 232) äusserte sich die Vorinstanz über 

die anwendbare Bemessungsmethode und über das hypothetische Vali-

den- und Invalideneinkommen resp. die Einschränkungen im ausserhäus-

lichen Erwerbsbereich sowie im Bereich Haushalt. Weiter verwies sie be-

treffend die medizinischen Vorbringen und eingereichten medizinischen 

Berichte im Vorbescheidverfahren auf die – integrierender Bestandteil der 

angefochtenen Verfügung vom 27. Juli 2022 bildende – Stellungnahme des 

RAD vom 9. März 2022. 

2.2.3 Mit Blick auf die vorstehend erwähnte höchstrichterliche Rechtspre-

chung, wonach sich die Vorinstanz auf die für den Entscheid wesentlichen 

Gesichtspunkte beschränken kann (vgl. E. 2.2.1 hiervor), ist die vorinstanz-

liche Begründung gerade noch als knapp genügend zu erachten resp. liegt 

keine Verletzung der Begründungspflicht (vgl. Art. 49 Abs. 3 ATSG) als we-

sentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne von 

Art. 29 Abs. 2 BV vor. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass selbst bei 

Vorliegen einer entsprechenden Gehörsverletzung dieser Mangel als ge-

heilt zu gelten hätte, da sich die Rechtsvertreterin vor dem Bundesverwal-

tungsgericht – welches über eine volle Kognition verfügt (vgl. E. 1.5 und 

1.6 hiervor) – im Rahmen der Beschwerde vom 7. November 2022 (BVGer-

act. 1) und der Replik vom 25. April 2023 (BVGer-act. 12) ausführlich hatte 

C-5068/2022 

Seite 11 

äussern können und die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht am 

6. Februar 2023 eine Vernehmlassung und mit Datum vom 28. Juni 2023 

eine Duplik einreicht hat (BVGer-act. 8 und 16; BGE 116 V 28 E. 4b). Unter 

diesen Aspekten wäre der Beschwerdeführerin kein Nachteil erwachsen 

(BGE 107 Ia 1), und die Rückweisung würde zu einem formalistischen 

Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit ihrem In-

teresse an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren 

wären. 

3.  

Im Folgenden sind die weiteren, im vorliegenden Verfahren im Wesentli-

chen anwendbaren Normen in den jeweiligen Fassungen und die massge-

blichen Rechtsgrundsätze darzustellen. 

3.1 Die Beschwerdeführerin verfügt über die deutsche Staatsbürgerschaft, 

arbeitete in der Schweiz und wohnt in Deutschland. Damit gelangen das 

Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und 

die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung der Systeme der so-

zialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbesondere die für die 

Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 

883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), 

zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verord-

nungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Än-

derungen in den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitglied-

staaten anwendbar. Das Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität 

beurteilt sich indes auch im Anwendungsbereich des FZA und der Koordi-

nierungsvorschriften nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 

E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4). 

3.2 Am 1. Januar 2022 traten die Änderungen des revidierten IVG (Weiter-

entwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 

2017 2535) mitsamt entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft. Die dem 

angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Verfügung erging nach dem 

1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen 

Grundsätzen (vgl. BGE 148 V 174 E. 4.1; 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der 

bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen (vgl. etwa 

BGE 150 V 323 E. 4.2 sowie Urteil des BGer 8C_543/2023 vom 20. März 

2024 E. 2.2), ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden 

ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch 

zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht An-

wendung (vgl. u.a. Urteil des BGer 9C_484/2022 vom 11. Januar 2023 

C-5068/2022 

Seite 12 

E. 2). In Anbetracht der am 29. Mai 2018 erfolgten Neuanmeldung der Be-

schwerdeführerin bei der Invalidenversicherung sind Leistungen mit An-

spruchsbeginn per 1. Juli 2020 streitig (vgl. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 

Abs. 1 IVG). Für deren Beurteilung ist damit vorab die bis zum 31. Dezem-

ber 2021 geltende Rechtslage massgebend. Sie wird, soweit nicht anders 

vermerkt, im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert 

und angewendet (vgl. auch Urteil des BGer 8C_260/2024 vom 25. Novem-

ber 2024 E. 3.2 mit Hinweis). 

3.3 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 

hat, d.h. während mindestens dreier Jahre (Art. 36 Abs. 1 IVG in der seit 

1. Januar 2008 geltenden Fassung). Diese Bedingungen müssen kumula-

tiv gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn 

die andere erfüllt ist. Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen 

während mehr als drei Jahren AHV/IV-Beiträge geleistet (IV-act. 7), so dass 

die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in 

der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung erfüllt ist. 

3.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dau-

ernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, 

sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff 

enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren 

Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähig-

keit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen KIESER/KRA-

DOLFER/LENDFERS, ATSG-Kommentar, 5. Aufl., Zürich/Genf 2024, Art. 8 Rz. 

7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande-

ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsun-

fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

C-5068/2022 

Seite 13 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-

möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-

markt (Art. 7 ATSG). 

3.5 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-

fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 

anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-

gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 

281 E. 2.1). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 

gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 

der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-

scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 

nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 

objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-

gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 

E. 4.4).  

3.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung 

haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähig-

keit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 

(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu min-

destens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 

3.7 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 gültig gewesenen Fassung, 

welcher per 1. Januar 2022 aufgehoben wurde, bestand der Anspruch auf 

eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derje-

nige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid war. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % bestand Anspruch auf eine 

halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein sol-

cher auf eine Viertelsrente.  

3.8 Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) werden 

Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur 

an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen 

C-5068/2022 

Seite 14 

Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht zwischen-

staatliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine 

solche Ausnahme ist vorliegend gegeben (vgl. Art. 7 der Verordnung [EG] 

Nr. 883/2004). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (bis Ende 

Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht [EVG]) stellt diese 

Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine beson-

dere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 

3.9 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-

hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

3.10 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Ärztliche Auskünfte sind eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 

können (BGE 140 V 193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4). Der Beweiswert eines 

ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

geben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 

E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).  

4.  

Der Vorinstanz dienten in medizinischer Hinsicht als Entscheidgrundlage 

in erster Linie das polydisziplinäre Gutachten der BEGAZ vom 17. März 

2021 samt den diesem integrierten Teilgutachten (IV-act. 199) sowie die 

Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med. J._______ vom 29. März 2021 (IV-

C-5068/2022 

Seite 15 

act. 203). Diese fachärztlichen Dokumente sind nachfolgend teilweise zu-

sammengefasst wiederzugeben. 

4.1 In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wurde mit Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen 

und psychischen Faktoren, ein Status nach einem Motorradunfall 1976, 

eine muskuläre Dysbalance bei Fehlstatik und Fehlbelastung sowie eine 

rezidivierende depressive Störung mittelgradiger Episode (ICD-10: F33.1) 

diagnostiziert. Daneben stellten die Experten noch eine Reihe von Diagno-

sen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und führten weiter aus, die 

Versicherte sei teilweise nur ungenügend in der Lage, ihre Fähigkeiten und 

Funktionen anzuwenden und auf die Ressourcen zurückzugreifen, was mit 

dem labilen psychischen Zustand zusammenhänge. Aus neurologischer 

Sicht ergäben sich keine Inkonsistenzen. Es lägen keine Hinweise auf eine 

Selbstlimitierung, Verdeutlichung oder gar Aggravation vor. Die Versicherte 

gerate schnell an die Grenzen, sei schnell erschöpft und affektlabil, was 

sich auch in der Untersuchungssituation zeige. Es könnten insofern keine 

Inkonsistenzen festgestellt werden und die Angaben erschienen nachvoll-

ziehbar. Aus rein rheumatologischer Sicht fänden sich ebenfalls keine In-

konsistenzen. Die Versicherte habe während Jahrzehnten in der Pharma-

industrie gearbeitet, zuletzt vom 1. Oktober 2017 bis 31. Mai 2018 in einem 

medizintechnischen Unternehmen als Medical Advisor. Nach eingehender 

Konsensbesprechung käme man zum Schluss, dass die zuletzt ausgeübte 

oder eine vergleichbare Tätigkeit seit Februar 2018 nicht mehr möglich sei 

und somit eine vollschichtige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Eine Arbeit, wel-

che unter anderem nicht unter Zeitdruck durchgeführt werden müsse, keine 

komplexen Tätigkeiten beinhalte, in ruhiger Umgebung bei klaren Arbeits-

zeiten ohne wechselnde Kontakte durchgeführt werden könne und bei der 

keine Verantwortung übernommen werden müsse, sei möglich. Es sei auf-

grund einer Verlangsamung durch die affektive Symptomatik gepaart mit 

den zwanghaften Persönlichkeitszügen eine Leistungseinschränkung von 

20 % anzunehmen. In diesem Sinne könne eine derart adaptierte Tätigkeit 

im Ausmass von 80 % seit der Entlassung aus der Tagesklinik im Mai 2018 

durchgeführt werden, also seit Juni 2018. Nach eingehender Konsensbe-

sprechung komme man zum Schluss, dass in einer ideal adaptierten Tä-

tigkeit seit Mai 2018 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 199 

S. 40 bis 47). Anschliessend berichtete die RAD-Ärztin Dr. med. J._______ 

am 29. März 2021, das BEGAZ-Gutachten sei nachvollziehbar und schlüs-

sig, weshalb der RAD darauf abstelle (IV-act. 203). 

C-5068/2022 

Seite 16 

4.2 Die Vorinstanz sprach der Beschwerdeführerin gestützt auf diese me-

dizinischen Entscheidgrundlagen resp. aufgrund der gutachterlichen Ein-

schätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit eine vom 1. Februar 2019 

bis 31. Dezember 2021 befristete Viertelsrente zu. Sie qualifizierte somit 

die materiellen, kumulativen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 

Bst. a bis c IVG (vgl. zum kumulativen Charakter dieser Gesetzesnormen 

bspw. Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Februar 2016 E. 3.1) und 

Art. 28 Abs. 2 IVG als erfüllt (vgl. E. 3.6 und 3.7 hiervor). Aufgrund der 

nachfolgenden Ausführungen hinsichtlich des rechtserheblichen Sachver-

halts in beruflich-erwerblicher Hinsicht kann vorliegend auf eine weiterge-

hende, detailliertere Beurteilung und Würdigung des Gesundheitszustands 

und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin ausnahmsweise verzichtet werden. Der Grund dafür liegt 

grundsätzlich im Umstand, dass die Beschwerdeführerin selbst unter der 

Annahme der von den BEGAZ-Gutachtern nicht rechtsfehlerhaft geschätz-

ten 80%igen Leistungsfähigkeit in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit 

Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat (vgl. auch E. 6.6.6 hiernach). 

5.  

Nachfolgend ist im Zusammenhang mit der Bemessung der Invalidität in 

einem ersten Schritt die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemes-

sungsmethode bzw. dem Status der Beschwerdeführerin zu klären. 

5.1 Während sich die Vorinstanz und die IV-Stelle D._______ nicht detail-

liert zur anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode bzw. zum Status 

äusserten und ihre Wahl begründeten, liess die Beschwerdeführerin be-

streiten, dass zur Berechnung des IV-Grades die gemischte Bemessungs-

methode mit einem 20%igen Anteil im Aufgabenbereich Haushalt zur An-

wendung gelange. Sie hätte mit höchster Wahrscheinlichkeit in gesundem 

Zustand weiterhin eine 100%ige Stelle "verfolgt". Die Jobwahl im Jahr 2017 

erfolgte einzig aufgrund des eingeschränkten Rendements, in einer Tätig-

keit mit reduzierter Verantwortung und einem reduzierten Pensum. Weiter 

wurde in der Beschwerde ausgeführt, allenfalls beschwichtigende Aussa-

gen seitens der Beschwerdeführerin würden mit dem in ihrer Persönlichkeit 

angesiedelten Höchstleistungsanspruch zusammenhängen und seien Teil 

des Problems.  

5.2  

5.2.1 Gemäss der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechts-

lage stellt sich sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des 

C-5068/2022 

Seite 17 

Rentenanspruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision unter dem Ge-

sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-

bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG in der 

bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). Ob eine versicherte 

Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichterwerbs-

tätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Methode der 

Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, ge-

mischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übri-

gen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein-

trächtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1).  

5.2.2 Gemäss BGE 141 V 15 sind Erwerbstätigkeit und nichterwerblicher 

Aufgabenbereich im Rahmen der gemischten Methode grundsätzlich kom-

plementär, wobei der Haushaltsanteil nicht in Abhängigkeit vom Umfang 

der im Aufgabenbereich anfallenden Arbeiten festgesetzt werden darf. Da-

raus kann allerdings nicht abgeleitet werden, dass bei allen teilzeitlich er-

werbstätigen Personen mit eigenem Haushalt ein Aufgabenbereich mit ei-

nem Anteil im Umfang der nicht durch die Erwerbstätigkeit ausgefüllten 

Zeit, somit z.B. bei einem erwerblichen Anteil von 50 % ein ebensolcher 

Anteil im Aufgabenbereich, oder in casu bei einem erwerblichen Pensum 

von 80 % ein Aufgabenbereich von 20 % angenommen werden muss. 

5.2.3 Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 

versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, son-

dern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 

28 E. 2.3; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). Bei einer im Haushalt täti-

gen versicherten Person im Besonderen entscheidet sich die Frage, ob sie 

als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, 

ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war oder nicht. Vielmehr sind die per-

sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie 

allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Al-

ter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen 

Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Dabei sind die konkrete 

Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 

allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3, 117 V 

194 E. 3b; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). Die Frage nach der an-

wendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, 

wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, 

wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten 

(Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-V-15%3Ade&number_of_ranks=0#page15

C-5068/2022 

Seite 18 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 

E. 2.3; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1). 

5.3  

5.3.1 Die Beschwerdeführerin arbeitete unbestrittenermassen bis 31. Au-

gust 2015 immer in einem vollzeitlichen Pensum (IV-act. 157 S. 6), und es 

sind gemäss den nachfolgenden Ausführungen keine stichhaltigen Hin-

weise aktenkundig, wonach sie bei voller Gesundheit einerseits in einem 

Teilpensum und andererseits in einem solchen mit dem Aufgabenbereich 

Haushalt arbeiten würde.  

5.3.2 Gegenüber den ZMB-Experten machte die Beschwerdeführerin gel-

tend, dem Stress der letzten Position sei sie nicht mehr gewachsen gewe-

sen resp. sie könne die Medical Affairs, wie sie sie zuletzt ausgeübt habe, 

nicht mehr im früheren Umfang absolvieren. Sicherlich könnte sie etwas 

tun, sie habe aber auch Angst, nicht zu bestehen. In einer weniger stress-

vollen Arbeitsumgebung traue sie sich aber mindestens ein 50%iges Pen-

sum zu. Sie möchte aber eine höchstens 50%ige Stelle übernehmen, damit 

es nicht wieder zu einer Überforderungssituation komme. Sie sei jedoch 

über ihre jetzige Leistungsfähigkeit im Zweifel und sehr verunsichert, sie 

könne es letztlich nicht einschätzen. Bezüglich Zukunftsperspektiven wolle 

sie sich sicher noch nicht mit dem Rentnerdasein abfinden. Sie habe eine 

80%-Stelle in einem alternativen Segment (Medizintechnik) angenommen 

in der Hoffnung, in dieser Tätigkeit noch bis zum Eintritt ins Pensionsalter 

unter weniger hohen Anforderungen als vergleichsweise in der Pharmain-

dustrie (mit entsprechend geringerer Entlöhnung, was habe in Kauf ge-

nommen werden müssen) bleiben zu können (IV-act. 51 S. 21, S. 25, S. 44, 

S. 49 und S. 50). Gegenüber dem begutachtenden Neurologen Dr. med. 

M._______ führte sie weiter aus, Ende der Achtzigerjahre habe sie eine 

Stelle in der Pharmaindustrie angetreten und sei in der Folge während 

mehr als 30 Jahren in diesem Bereich tätig gewesen. Bis 31. August 2015 

habe sie im Vollzeitpensum bei B._______ gearbeitet. Zuletzt habe sie 

2017 bis 2018 in einer medizintechnischen Unternehmung in einem 80%i-

gen Pensum gearbeitet (IV-act. 199 S. 99). Weiter führte sie aus, sie habe 

(aus gesundheitlichen Gründen) von Anfang an nur 50 bis 60 % arbeiten 

wollen, wobei sich die Depression während ihrer Tätigkeit bei der 

E._______ AG verschlechtert habe. Dr. med. P._______ habe sie bereits 

Ende Oktober 2017 krankschreiben wollen, sie habe jedoch das Arztattest 

aus Angst vor einer Kündigung während der Probezeit nicht bei ihrem Ar-

beitgeber eingereicht (IV-act. 211 S. 3 und 5). Die Arbeitssituation bei der 

C-5068/2022 

Seite 19 

E._______ AG sei sehr anstrengend und äusserst schwierig gewesen. Es 

sei ihr immer mehr zugeschoben worden, sie hätte für immer mehr Verant-

wortung übernehmen müssen und sie habe sich häufig überfordert gefühlt 

(IV-act. 157 S. 6 und 7 und IV-act. 199 S. 71). Bereits nach wenigen Wo-

chen habe sich im neuen Job gezeigt, dass sie ein Pensum von 80 % auf 

keinen Fall mehr schaffe, weshalb sie sich diese Tätigkeit nicht weiter zu-

getraut habe, auch nicht bei reduziertem Pensum (IV-act. 211 S. 4). 

5.3.3 Diese glaubwürdigen und nachvollziehbaren Ausführungen der Be-

schwerdeführerin sind nicht in Zweifel zu ziehen. Obwohl die Beschwerde-

führerin seit 2016 bis auf weiteres zufolge einer Depression und Schmerz-

störung in ärztlicher Behandlung stand (act. 83 S. 7), trat sie am 1. Oktober 

2017 vertragsgemäss die Stelle im alternativen Segment (Medizintechnik) 

bei der E._______ AG, welche weniger hohen Anforderungen als ver-

gleichsweise in der Pharmaindustrie versprach, mit einem Arbeitspensum 

von 80 % an (IV-act. 64 und 65; vgl. auch IV-act. 91 S. 2 und 93). Dass sie 

diese Arbeit überhaupt angenommen hatte, liegt einerseits im Umstand, 

dass sie die Stelle ohne Zustimmung zur (relativ grossen) Höhe des Pen-

sums nicht erhalten hätte (vgl. IV-act. 211 S. 3), und andererseits an den 

hohen Leistungsansprüchen, welche die Beschwerdeführerin an sich sel-

ber stellte. Da sie sich offensichtlich überlastet hatte und von den bei der 

E._______ AG zu verrichtenden Aufgaben sowohl pensums- als auch an-

forderungsmässig überfordert war, kam es erneut zu einer Dekompensa-

tion des affektiven Leidens. Unter diesem Aspekt stellten die Leistungsan-

sprüche der Beschwerdeführerin jedoch eben gerade keine Ressourcen 

zur Verwertung der Arbeitsfähigkeit dar (vgl. hierzu IV-act. 51 S. 49 und 

50). Der Umstand, dass der Arbeitsvertrag zwischen der E._______ AG 

und der Beschwerdeführerin vom 29. Mai resp. 5. Juni 2017 bloss ein 

80%iges Arbeitspensum vorsah (vgl. E. 5.3.1 hiervor) und nach relativ kur-

zer Zeit wieder aufgelöst wurde, war demnach zweifelsfrei dem angeschla-

genen Gesundheitszustand geschuldet (vgl. auch IV-act. 29 S. 1) und nicht 

dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin ein 80%iges Pensum mit Auf-

gabenbereich bevorzugt hätte. Vor diesem Hintergrund sind mit überwie-

gender Wahrscheinlich (vgl. hierzu BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-

weisen) auch ihre Äusserungen, ihr persönlicher Wunsch sei auch bei ei-

nem kürzeren Arbeitsweg 80 % (IV-act. 29 S. 2) resp. sie würde nur in ei-

nem 80%igen Pensum arbeiten (IV-act. 199 S. 38 und 55), zu verstehen. 

5.3.4 Daran ändert auch nichts, dass aus dem Gesprächsprotokoll Intake 

vom 18. Juli 2018 hervorgeht (IV-act. 97), dass die Beschwerdeführerin 

das 80%ige Teilzeitpensum bei der E._______ AG "einzig" mit dem langen 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2023&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-V-218%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page218

C-5068/2022 

Seite 20 

Arbeitsweg und der 42 Stunden-Woche begründet hatte. Diese Aussagen 

sind objektiv betrachtet und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit haupt-

sächlich auf ihre Gesundheit zurückzuführen. Die IV-Stelle D._______ 

resp. die Vorinstanz übersehen, dass die Beschwerdeführerin im Wesent-

lichen aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 2017 eine Teilzeitanstellung 

wählte, und nicht, um sich vermehrt und intensiver um die Haushaltsfüh-

rung zu kümmern und/oder bspw. Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 

gegenüber Kindern wahrzunehmen. Demnach und entgegen der Meinung 

der Vorinstanz und der IV-Stelle D._______ ist die Invalidität der Beschwer-

deführerin nach der sogenannten allgemeinen Methode des Einkommens-

vergleichs zu bemessen. Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, hätte die Be-

schwerdeführerin – in Anbetracht der gesamten Umstanden (es sind u.a. 

die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse 

ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-

dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 

persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen), wie sie sich 

bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben – bei voller Ge-

sundheit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 100% gearbeitet.  

6.  

6.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 

ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommens-

vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die ver-

sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me-

dizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 

eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-

men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-

deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 

zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern-

mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, 

worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen 

lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 

3.4.2; Urteil des BGer 8C_536/2017 vom 5. März 2018 E. 5.1). 

6.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali-

den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben 

und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis 

zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 

C-5068/2022 

Seite 21 

E. 4.2; Urteil des BGer 8C_61/2018 vom 23. März 2018 E. 6.2). Für die 

Bemessung der Invalidität einer im Ausland wohnhaften versicherten Per-

son sind Validen- und Invalideneinkommen grundsätzlich bezogen auf den-

selben Arbeitsmarkt zu ermitteln (BGE 137 V 20 E. 5.2.3.2; Urteil des BGer 

8C_300/2015 vom 10. November 2015 E. 7.1). 

6.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest-

möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 

der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empi-

rischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund-

heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfah-

rungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 134 V 322 E. 4.1; Urteil des BGer 8C_897/2017 

vom 14. Mai 2018 E. 3.1). Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so 

konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3, 134 V 322 E. 4.1; 

SVR 2021 UV Nr. 26 S. 125 E. 6.1). Weist das zuletzt erzielte Einkommen 

starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwan-

kungen auf, ist auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten 

Durchschnittsverdienst abzustellen (SVR 2021 UV Nr. 26 S. 125 E. 6.1). 

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-

che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 

beziffern, ist auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik 

(BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf 

sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberück-

sichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten 

persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 

E. 5.3; SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3). Gemäss der bis zum 31. De-

zember 2021 gültig gewesenen Rechtslage ist für die Ermittlung des hypo-

thetischen Valideneinkommens nicht nur eine teuerungsbedingte Lohnan-

passung gemäss dem Landesindex der Konsumentenpreise vorzuneh-

men. Vielmehr ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Löhne er-

fahrungsgemäss in den meisten Berufssparten, wenn auch in unterschied-

lichem Masse, über die allgemeine Teuerung hinaus erhöht werden. Es ist 

deshalb mit der teuerungsbedingten Lohnanpassung auch die Reallohn-

entwicklung zu berücksichtigen (vgl. BGE 144 I 103 E. 5.3 mit Hinweisen; 

SVR 1999 IV Nr. 24 S. 73 E. 5; ZAK 1991 S. 320 E. 3a). 

C-5068/2022 

Seite 22 

6.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der be-

ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-

son konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit 

aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben 

sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 

aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt 

grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil 

die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 

jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-

men hat, so können insbesondere Tabellenlöhne gemäss LSE herangezo-

gen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis; Urteil des BGer 

9C_422/2017 vom 17. Mai 2017 E. 4.1), wobei grundsätzlich immer die 

aktuellsten statistischen Daten zu verwenden sind (BGE 143 V 295 E. 2.3). 

In der Regel ist auf die LSE-Tabelle TA1 und den darin enthaltenen Total-

wert abzustellen (Urteil des BGer 8C_457/2017 vom 11. Oktober 2017 

E. 6.2; vgl. auch Urteil des BGer 9C_358/2017 vom 2. Mai 2018 E. 5.2 mit 

Hinweisen), wobei aber auf Löhne einzelner Sektoren oder gar einzelner 

Branchen abgestellt werden kann, wenn dies als sachgerecht erscheint, 

um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleiben-

den Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen. Dies geschieht namentlich bei 

Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in diesem Be-

reich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen 

kaum in Frage kommt. Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 

40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebs-

übliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 

E. 3b bb). Zudem ist eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung vor-

zunehmen, wobei nach Geschlechtern zu differenzieren, das heisst auf den 

branchenspezifischen Lohnindex für Frauen oder Männer abzustellen ist 

(BGE 129 V 408 E. 3.1.2). Wird das Invalideneinkommen auf der Grund-

lage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende 

Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache 

Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, 

wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationa-

lität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf 

die Lohnhöhe haben können (BGE 142 V 178 E. 1.3; 124 V 321 E. 3b/aa). 

Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Ar-

beitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicher-

weise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der 

Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der 

C-5068/2022 

Seite 23 

Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 

322 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b; Urteil des BGer 9C_266/2017 vom 29. Mai 

2018 E. 3.1). 

6.5 Nachfolgend ist im Rahmen der Bemessung der Invalidität nach der 

allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs in einem weiteren 

Schritt das hypothetische Valideneinkommen zu bestimmen. 

6.5.1 Während sich die Vorinstanz im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

weder explizit noch implizit zum hypothetischen Valideneinkommen geäus-

sert hatte, liess die Beschwerdeführerin insbesondere vorbringen, sie hätte 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Gesundheitsfall bei der 

E._______ AG weitergearbeitet. Für das Valideneinkommen sei nament-

lich auf die tatsächlichen Einkommensverhältnisse an diesem letzten Ar-

beitsplatz abzustellen. Dem hinzuzufügen sei, dass eventualiter ein höhe-

rer Validenlohn gestützt auf die LSE-Tabellen heranzuziehen sei, welcher 

ihrem Profil besser entspreche. Dabei gelte es zu bedenken, dass sie noch 

vor Zusprache der erstmaligen Rente und vor Antritt der Stelle bei 

E._______ ein erheblich höheres Einkommen in der Pharmabranche habe 

erzielen können. Somit sei nicht einzusehen, weshalb auf das Total der 

akademischen Berufe abgestellt worden sei, wo nicht einmal die Hälfte des 

ursprünglichen Verdienstes bei der Unternehmung B._______ zum Tragen 

käme. Selbst wenn man auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der 

E._______ abstellen wollte, könne nicht auf das Total abgestellt werden, 

sondern seien die Werte gestützt auf die konkret vorliegenden Verhältnisse 

für Versicherte ab Alter 50+ heranzuziehen. Da bei der Ermittlung des Va-

lidenlohns anhand von Tabellenlöhnen weitestgehend an die konkret vor-

liegenden Verhältnisse anzulehnen sei, rechtfertige sich hier somit eventu-

aliter ein Validenlohn gestützt auf diesen, dem Alter und damit der Erfah-

rungsstufe der Beschwerdeführerin in der übergeordneten Pharmaindust-

rie am ehesten entsprechenden Tabellenwert, der auch im Ergebnis jenem 

Verdienst, den sie bei 100 % tatsächlich bei der letzten Arbeitsstelle erzielt 

hätte, eher entspreche. Da die Beschwerdeführerin hauptsächlich in der 

Pharmabranche und nicht in der Medizinaltechnik beruflich zuhause gewe-

sen sei und die Löhne in der Medizinaltechnik per se geringer ausfallen 

würden, hätte sie bei gegebener Gesundheit mit grosser Wahrscheinlich-

keit eine besser bezahlte Position finden können. Unter diesem Umstand 

hätte sie auch nicht den als weniger anspruchsvoll geglaubten Job bei der 

E._______ AG angenommen, sondern wäre nach wie vor in der 

C-5068/2022 

Seite 24 

Pharmaindustrie tätig, wo sie bis dahin auch gut über das Doppelte ver-

dient habe. Es gebe keinen Grund, auf fiktive Tabellenwerte abzustellen. 

6.5.2 Im Rahmen der vorliegend angefochtenen Verfügung (IV-act. 232) 

führte die Vorinstanz hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens 

aus, die Kündigung der Stelle bei der E._______ AG sei nicht aus gesund-

heitlichen, sondern aus organisatorischen Gründen ausgesprochen wor-

den. Daher sei es angezeigt, dass bei der Berechnung ein Tabellenlohn 

beigezogen werde. 

6.5.3 Gemäss den Äusserungen der Arbeitgeberin vom 25. Juni 2018 (IV-

act. 93) verlor die Beschwerdeführerin ihre letzte Stelle bei der E._______ 

AG nicht zufolge ihres gesundheitlichen Zustandes, sondern zufolge einer 

Reorganisation. Ob dies zutrifft resp. ob die Reorganisation seitens der Ar-

beitgeberin bloss vorgeschoben war, braucht hier nicht weiter thematisiert 

werden, da bei der Invaliditätsbemessung hinsichtlich des hypothetischen 

Valideneinkommens aufgrund der nachfolgenden Erwägungen weder das 

zuletzt bei dieser Unternehmung generierte Einkommen noch das von der 

Vorinstanz eruierte Tabelleneinkommen (IV-act. 232 S. 9) zur Anwendung 

gelangen. 

6.5.3.1 Die Beschwerdeführerin legte dar, sie könne sich nicht vorstellen, 

den stressbelasteten Job im Marketing und möglicherweise in einem 

Grossraumbüro auszuüben, höchstens in Teilzeit (IV-act. 51 S. 36). Diese 

Ausführungen sind jedoch vor dem Hintergrund ihrer stark angeschlage-

nen Gesundheit zu sehen. Dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesund-

heit weiterhin vollzeitlich in der Pharmabranche, in welcher sie nach vielen 

Arbeitsjahren (IV-act. 32 S. 5) einen sehr grossen Erfahrungsschatz vorzu-

weisen hat, erwerbstätig gewesen wäre, ergibt sich auch aus ihren Ausfüh-

rungen vom 24. Februar 2016, gemäss welchen sie bei Wiedererlangung 

der Arbeitsfähigkeit erneut eine Tätigkeit in der Abteilung Medical Affairs 

angestrebt hätte (IV-act. 29 S. 1). Auch gegenüber den ZMB-Gutachtern 

erwähnte sie, sie könne sich durchaus vorstellen, wieder in einer vergleich-

baren Tätigkeit wie früher resp. in der Pharmabranche, in welcher sie jah-

relang gearbeitet habe, zu arbeiten (IV-act. 51 S. 25, S. 36 und S. 44). 

Dafür spricht weiter, dass auch die ZMB-Experten gegenüber der allenfalls 

beabsichtigten Absolvierung eines in Deutschland durchgeführten Wieder-

integrationsprogrammes im ärztlichen Beruf insofern skeptisch waren, als 

sie in Frage stellten, ob dadurch die für eine medizinisch-praktische Be-

handlung notwendige Fachkompetenz erreicht werden könnte. Dieser Um-

stand spricht wiederum für den Verbleib der Beschwerdeführerin bei voller 

C-5068/2022 

Seite 25 

Gesundheit in der Pharmabranche, in welcher sie ihre letzte Arbeit – wie 

nachfolgend zu zeigen ist –aus gesundheitlichen Gründen verlor. 

6.5.3.2 Gemäss dem Fragebogen Arbeitgeber vom 4. Juni 2015 war die 

Beschwerdeführerin vom 1. Januar 2014 bis zum 31. August 2015 bei der 

Pharmaunternehmung B._______ AG als Global Senior Medical Manager 

Dermatology angestellt (IV-act. 8; vgl. auch IV-act. 3 und 29 S. 21). An die-

ser Stelle hätte die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit und entspre-

chender Leistung als Global Senior Medical Manager Dermatology im Jahr 

2017 eine Gehaltsleistung in der Höhe von Fr. 234'125.70 erhalten (IV-act. 

59). Mit Blick auf die nachfolgenden Ausführungen verlor die Beschwerde-

führerin diese sehr gut bezahlte Stelle in der Pharmabranche grundsätzlich 

aus gesundheitlichen Gründen, weshalb dieses Einkommen im Rahmen 

der Bestimmung des hypothetischen Valideneinkommens als Basis heran-

zuziehen ist (vgl. E. 6.5.3.5 und E. 6.5.4.1 hiernach). 

6.5.3.3 Anlässlich der vom 12. bis 28. Januar 2015 erfolgten stationären 

psychosomatisch-psychotherapeutischen Behandlung führte die Be-

schwerdeführerin aus, immer wieder habe sie das Gefühl, "nichts sei gut", 

und fühle sich sowohl im Beruf als auch familiär stets unter starkem Druck, 

wobei der Leistungsdruck familiär eine grosse Rolle gespielt habe (IV-act. 

17 S. 17 und S. 19). Auch war sie vom 19. Oktober 2015 bis 13. Januar 

2016 stationär hospitalisiert, und im entsprechenden Austrittsbericht vom 

12. Januar 2016 wurde eine rezidivierende Störung, gegenwärtig schwere 

Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2), eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.40) sowie eine Dysthymie 

(ICD-10: F34.1) diagnostiziert (IV-act. 26 S. 3). Anlässlich dieser Hospitali-

sation führte sie aus, sie sei einerseits über die Kündigung per Ende August 

2015 erleichtert gewesen. Andererseits sei sie auch sehr gekränkt gewe-

sen, da sie ihre Arbeit stets zuverlässig gemacht habe, es allerdings mit 

einer vorgesetzten Kollegin persönlich oft sehr schwierig gewesen sei. Sie 

selbst definiere sich über die Arbeit, diese habe immer einen hohen Stel-

lenwert für sie gehabt, das kenne sie so schon aus ihrem Elternhaus (IV-

act. 34 S. 10). Nachdem sich die Beschwerdeführerin am 22. Februar 2016 

als noch sehr unstabil definiert hatte (IV-act. 27 S. 2), berichtete Dr. med. 

P._______ am 26. April 2016 (IV-act. 32 S. 28) übereinstimmend, kurz nach 

der Entlassung sei es ihr wieder schlechter gegangen. 

6.5.3.4 Aus gutachterlicher Sicht war es der Beschwerdeführerin aufgrund 

der mittelschwer ausgeprägten Depression nicht mehr zumutbar, ihre zu-

letzt ausgeübte Tätigkeit als Global Senior Medical Manager auszuüben, 

C-5068/2022 

Seite 26 

da sie sich in einer solchen Tätigkeit erneut erschöpfen und affektiv und 

vegetativ dekompensieren würde. Es bestand auch die Gefahr der Zu-

nahme der körperlichen Beschwerden, sei es aus physischen Gründen 

oder auch aus Gründen der Somatisierung bei Überforderungssituation. In 

einer den intellektuellen Fähigkeiten der Versicherten entsprechenden Tä-

tigkeit bspw. in beratender Funktion in einer Pharmaunternehmung mit ge-

regelten Arbeitszeiten, ohne Notwendigkeit repetitiver Telefonkonferenzen 

ausserhalb der Arbeitszeiten und so weiter, ohne hohe Reisetätigkeit, war 

die Versicherte aus psychiatrischer Sicht voll einsetzbar, wobei ein aus so-

matischer Sicht begründbares vermindertes Rendement von 20 % auf-

grund der degenerativen Veränderungen bestand (IV-act. 51 S. 56; 

vgl. auch IV-act. 51 S. 41 und S. 48). Indem die ZMB-Gutachter weiter aus-

führten, die Kündigung durch den Arbeitgeber im Mai 2015 sei nach krank-

heitsbedingter Arbeitsunfähigkeit seit dem 9. Dezember 2014 erfolgt (IV-

act. 51 S. 16) resp. die Versicherte sei schliesslich entlassen worden, nach-

dem sie wegen Schmerzen und affektiven Störungen habe krankgeschrie-

ben werden müssen (IV-act. 51 S. 46), gingen sie ebenfalls von einer ge-

sundheitlich bedingten Kündigung aus. Insgesamt sind demnach die Vor-

bringen der Beschwerdeführerin anlässlich der ZMB-Begutachtung, seit 

dem 9. Dezember 2014 arbeite sie nicht mehr und habe ihre Tätigkeit vor 

allem wegen allgemeiner Überforderung aufgeben müssen, wobei die kör-

perliche Problematik eher im Hintergrund gestanden hätte (IV-act. 51 

S. 25) und ihr wegen der andauernden Arbeitsunfähigkeit die Stelle per 

31. August 2015 gekündigt worden sei (IV-act. 51 S. 36), was für sie ein 

Schlag gewesen sei und die vorbestehende Depression verstärkt habe (IV-

act. 51 S. 18), glaubhaft und nachvollziehbar. Dasselbe gilt schliesslich 

auch für die im Beisein des Psychiaters Dr. med. N._______ gemachten 

Ausführungen, die Stelle bei der Unternehmung B._______ sei ihr nach 

einer Wirbelsäulenoperation auf August 2015 gekündigt worden (IV-act. 

199 S. 71). 

6.5.3.5 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Be-

schwerdeführerin bei voller Gesundheit aufgrund ihrer beruflichen Fähig-

keiten und persönlichen Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nach wie vor in der sehr gut bezahlten, spezifischen Tätigkeit innerhalb der 

Pharmabranche arbeiten würde, weshalb keine statistischen Werte resp. 

ein Tabellenlohn zur Anwendung gelangen; vielmehr ist das bei der 

B._______ AG generierte Einkommen beizuziehen (vgl. Urteil des BGer 

8C_581/2020, 8C_585/2020 vom 3. Februar 2021 E. 6.1 und E. 6.3 mit 

Hinweisen; vgl. auch MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des 

C-5068/2022 

Seite 27 

Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 

4. Aufl. 2022, Art. 28a N 52, 69; vgl. auch E. 6.5.4.1 hiernach). 

6.5.3.6 Gemäss der interdisziplinären Konsensbeurteilung des BEGAZ 

vom 17. März 2021 (IV-act. 199 S. 33 ff.) war die zuletzt ausgeübte Tätig-

keit bei der E._______ AG ab Februar 2018 nicht mehr zumutbar. Vorab ist 

darauf hinzuweisen, dass für den Einkommensvergleich die Verhältnisse 

im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massge-

bend sind, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer 

Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Ver-

gleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind 

(BGE 150 V 67 E. 4.1, 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 

Abs. 2 IVV in der seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Fassung). Für die 

neuerliche Arbeitsunfähigkeit war gemäss der interdisziplinären Gesamt-

beurteilung der BEGAZ ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen 

und psychischen Faktoren und eine rezidivierende depressive Störung mit-

telgradiger Episode (vgl. E. 4.1) ursächlich. Es handelt sich somit um die 

gleichen Leiden, die bereits zuvor zur Zusprechung einer befristeten Rente 

geführt hatten, denn Dr. med. Q._______ diagnostizierte in seinem ZMB-

Teilgutachten (vgl. auch die Diagnosen aus polydisziplinärer Sicht) unter 

anderem ebenfalls eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

agitierte depressive Phase leichten Grades, sowie eine chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (IV-act. 51 

S. 46). Unter diesen Umständen sind gemäss Art. 29bis IVV die im Rahmen 

der Erstberentung (Verfügungen vom 8. Januar 2018 [IV-act. 78]) zurück-

gelegten Zeiten gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG anzurechnen. Unter zu-

sätzlicher Berücksichtigung des Anmeldedatums (29. Mai 2018; vgl. Bst. 

C.a hiervor) sowie der Karenzzeit nach Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. hierzu BGE 

142 V 547 E. 3) ist der Einkommensvergleich bei frühest möglichem Ren-

tenbeginn am 1. November 2018 (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG) für das Jahr 2018 

vorzunehmen. 

6.5.4  

6.5.4.1 Gemäss Angaben der B._______ AG hätte die Beschwerdeführerin 

bei guter Gesundheit als Global Medical Manager Dermatology im Jahr 

2017 ein Einkommen in der Höhe von Fr. 234'125.70 generiert (IV-act. 59; 

vgl. auch E. 6.5.3.5 und E. 6.5.4.1 hiervor). Unter Berücksichtigung der 

Lohnentwicklung (vgl. hierzu BGE 129 V 408; SVR 2019 IV Nr. 88 S. 297 

E. 4.1) von 2017 auf 2018 (2017: 106.7; 2018: 107.1; vgl. Tabelle T1.2.10, 

Frauen, Wirtschaftszweig M, Ziffern 69 bis 75 [freiberufliche, 

C-5068/2022 

Seite 28 

wissenschaftliche und technische Tätigkeiten]; vgl. www.bfs.admin.ch > 

Statistiken > Arbeit und Erwerb > Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeits-

kosten > Schweizerischer Lohnindex > Übersicht > weiterführende Infor-

mationen > Tabellen > Tabelle Schweizerischer Lohnindex: Index und Ver-

änderung auf der Basis 2010 = 100 [NOGA08]; zuletzt aufgerufen am 15. 

August 2025) resultiert demnach ein hypothetisches jährliches Validenein-

kommen in der Höhe von Fr. 235'003.-. Davon ist vorliegend auszugehen, 

zumal dieses Valideneinkommen auch dem Vergleich mit dem in den Jah-

ren 2009 bis 2015 durchschnittlich erzielten Einkommen in der Höhe von 

Fr. 234'408.- (vgl. IV-act. 249 S. 34) standhält. Betreffend das von 2009 bis 

2013 (2009 nur März bis Dezember und 2013 ohne Oktober und Dezem-

ber) erzielte Durchschnittseinkommen in der Höhe von Fr. 249'102.- (IV-

act. 7) ist ergänzend festzuhalten, dass dieser Zeitraum von fünf Jahren 

aufgrund der grossen Einkommensschwankungen als zu kurz zu qualifizie-

ren ist, weshalb er im Rahmen der Ermittlung eines aussagekräftigen Vali-

denverdienstes keine Berücksichtigung finden kann (vgl. hierzu Urteil des 

BGer 8C_581/2020, 8C_585/2020 vom 3. Februar 2021 E. 6.5 mit Hinwei-

sen). Abschliessend ist folgender Hinweis anzubringen: 

6.5.4.2 Bereits anlässlich der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen 

Verfügungen vom 8. Januar 2018 (IV-act. 78) ging die Vorinstanz bei der 

Bemessung des IV-Grades nach dem Stellenantritt bei der E._______ AG 

am 1. Oktober 2017 (IV-act. 64) von einem falschen hypothetischen Vali-

deneinkommen aus, indem sie das bei dieser Unternehmung erzielte Ein-

kommen in der Höhe von Fr. 136'500.- in einem Pensum von 100 % als 

Valideneinkommen qualifizierte. Es handelte sich dabei jedoch unzweifel-

haft um das damals tatsächlich konkret erzielte Invalideneinkommen in ei-

nem 80%igen Pensum (Fr. 109'200.-). Gründe, weshalb die Vorinstanz die-

ses 80%ige, von der Beschwerdeführerin tatsächlich generierte Invaliden-

einkommen auf 100 % aufgerechnet und danach als hypothetisches Vali-

deneinkommen qualifiziert hatte, liegen keine vor. Da die Vorinstanz nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu einer Wiedererwägung 

verhalten werden kann resp. kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf 

eine solche besteht (vgl. hierzu BGE 133 V 50 E. 4; SVR 2018 IV Nr. 33 

S. 107 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 29 E. 3.3), erübrigen sich Weiterungen dazu. 

Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass die Verwaltung – und im Streitfall das 

Gericht – das Einkommen, das die Versicherte erzielen könnte, wäre sie 

nicht invalid geworden, als Vergleichsgrösse beim Einkommensvergleich 

ohne Bindung an die der ursprünglichen Rentenverfügung zu Grunde lie-

gende Qualifikation frei überprüfen kann (vgl. hierzu BGE 139 V 28 

E. 3.3.1; Urteil des BGer 8C_103/2024 E. 3.4). 

C-5068/2022 

Seite 29 

6.6 Nachfolgend ist in einem weiteren Schritt das hypothetische Invaliden-

einkommen zu bestimmen. 

6.6.1 Die Beschwerdeführerin liess in diesem Zusammenhang zusammen-

gefasst geltend machen, zwar erscheine das Abstellen auf den Tabellen-

lohn für die zumutbare Verweistätigkeit gerechtfertigt. Jedoch dürfte insge-

samt ein Abzug in der Höhe von 25 % angemessen sein; eine komplette 

Verweigerung eines leidensbedingten Abzugs ohne jegliche Begründung 

sei mit Sicherheit nicht angemessen. Beim Invalideneinkommen sei ein lei-

densbedingter Abzug von 25 % vorzunehmen. Es sei jedoch mindestens 

ein solcher in der Höhe von 10 % vorzunehmen, wodurch ein Invalidenein-

kommen von Fr. 39'779.10 resultiere. 

6.6.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der be-

ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-

son konkret steht. Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesund-

heitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Er-

werbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabel-

lenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebe-

nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 

295 E. 2.2; SVR 2021 Nr. 51 S. 168 E. 3.2). Wird auf Tabellenlöhne abge-

stellt, sind grundsätzlich immer die im Zeitpunkt des angefochtenen Ver-

waltungsaktes aktuellsten statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 

295 E. 2.3; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.1). Es gilt zu berücksichtigen, 

dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfs-

arbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind 

und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rech-

nen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn 

Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 129 V 472 E. 4.2.3). 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 

hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon-

kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss 

sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemäs-

sem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt 

höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 und BGE 134 V 

322 E. 5.2; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfäl-

lige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthal-

tene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung 

C-5068/2022 

Seite 30 

des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten An-

rechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1). 

6.6.3 Ab dem 1. Januar 2022 gilt Folgendes: Erzielt die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbseinkommen, so wird ihr dieses als 

Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) angerechnet, sofern sie damit 

ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zu-

mutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). 

Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen 

mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV be-

stimmt. Bei versicherten Personen nach Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abwei-

chung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechtsunabhängige Werte zu verwen-

den (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versicherte Person aufgrund ihrer In-

validität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 

Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom statistisch 

bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV). 

6.6.4 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 

erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

zu ermitteln. Ein solcher ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichge-

wicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist ei-

nen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der 

dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch 

hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er umfasst auch sogenannte Ni-

schenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behin-

derte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers 

rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten 

auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berück-

sichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 

Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenhei-

ten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine 

übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1; SVR 2019 

IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2). 

6.6.5 Was das Invalideneinkommen anbelangt, so ist unbestritten, dass 

mangels eines tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens von einem Tabel-

lenlohn der Lohnstrukturerhebungen (LSE) auszugehen ist (vgl. BGE 135 

V 297 E. 5.2). Mit Blick auf den von der Vorinstanz durchgeführten Einkom-

mensvergleich (IV-act. 232 S. 9) ist festzuhalten, dass sich das gestützt auf 

die LSE 2018 berechnete hypothetische Invalideneinkommen auf dem 

Zentralwert der Tabelle TA1__tirage_skill_level für Frauen im 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_similar_documents&page=4&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&docid=aza%3A%2F%2F10-04-2017-9C_804-2016&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-297%3Ade&number_of_ranks=0#page297
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_similar_documents&page=4&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&docid=aza%3A%2F%2F10-04-2017-9C_804-2016&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-297%3Ade&number_of_ranks=0#page297

C-5068/2022 

Seite 31 

Kompetenzniveau 1, welches die Einkommen aus einfachen Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art wiederspiegelt (vgl. auch www.bfs.ad-

min.ch > Statistiken > Arbeit und Erwerb > Löhne, Erwerbseinkommen und 

Arbeitskosten > Lohnstruktur > privater und öffentlicher Sektor > weiterfüh-

rende Informationen < Tabellen > monatlicher Bruttolohn nach Wirtschafts-

zweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht [privater Sektor]; zuletzt auf-

gerufen am 15. August 2025), nicht beanstanden lässt. Unter Umrechnung 

auf die betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Ar-

beitsstunden pro Woche im Jahr 2018 (BGE 126 V 75 E. 3b bb; vgl. 

www.bfs.admin.ch > Statistiken > Arbeit und Erwerb > Erwerbstätigkeit und 

Arbeitszeit > Arbeitszeit, Absenzen und Ferien > vertragliche Arbeitsstun-

den der Arbeitnehmenden > weiterführende Informationen > Tabellen > Be-

triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in 

Stunden pro Woche 1990-2022 > Download Tabelle > Abschnitt A - S [Zif-

fern 01 bis 96; Total]; zuletzt aufgerufen am 15. August 2025) beträgt das 

hypothetische Invalideneinkommen demnach jährlich Fr. 54'681.- 

(Fr. 4'371.- x 12 : 40 x 41.7). 

6.6.6 Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen jährlichen Invali-

deneinkommens in der Höhe von Fr. 235'003.- sowie eines hypothetischen 

Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 54'681.- pro Jahr resultiert bei 

einer Erwerbseinbusse von Fr. 180'322.- ein IV-Grad von gerundet 77 % 

(vgl. zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3; SVR 2019 IV Nr. 61 

S. 198 E. 7.1), was Anspruch auf eine ganze IV-Rente für die Zeit vom 

1. November 2018 (vgl. hierzu E. 6.2.5 hiervor) bis zum 31. Dezember 

2021 (Ablösung der IV-Rente durch die AHV-Rente per 1. Januar 2022; 

vgl. E. 1.4.2 hiervor). Da die Beschwerdeführerin nach diesem Ergebnis 

selbst bei Zumutbarkeit einer leidensadaptierten Verweistätigkeit im Um-

fang von 100 % und ohne Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellen-

lohn (vgl. hierzu BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 129 V 472 E. 4.2.3) An-

spruch auf eine ganze IV-Rente hat, erübrigt sich – wie vorstehend bereits 

dargelegt (vgl. E. 4.2 hiervor) – eine weitere fundierte Auseinandersetzung 

mit den medizinischen Akten resp. eine entsprechende, weitergehende 

Würdigung derselben sowie mit dem leidensbedingten Abzug. 

6.6.7 Gemäss der interdisziplinären Konsensbeurteilung der BEGAZ ist 

der Beschwerdeführerin eine Arbeit, welche unter anderem nicht unter Zeit-

druck durchgeführt werden muss, keine komplexen Tätigkeiten beinhaltet, 

in ruhiger Umgebung bei klaren Arbeitszeiten ohne wechselnde Kontakte 

durchgeführt werden kann und bei der keine Verantwortung übernommen 

werden muss, zu 80 % zumutbar (IV-act. 199 S. 46 und S. 47). Selbst wenn 

C-5068/2022 

Seite 32 

davon ausgegangen würde, dass gemäss der interdisziplinären Konsens-

beurteilung in einer ideal adaptierten Tätigkeit eine 80%ige Leistungsfähig-

keit entsprechend dem BEGAZ-Gutachten resp. in Übereinstimmung mit 

der Vorinstanz bestünde und mit Blick auf die universitäre Ausbildung und 

die jahrzehntelange Berufserfahrung der Beschwerdeführerin das Kompe-

tenzniveau 3 – hier werden diejenigen Einkommen eingeordnet, welche in 

komplexen praktischen Tätigkeiten erzielt werden und ein grosses Wissen 

in einem Spezialgebiet erfordern – zu Anwendung käme, würde noch im-

mer eine ganze IV-Rente resultieren. In diesem Fall ergäbe sich aus der 

Gegenüberstellung eines hypothetischen jährlichen Invalideneinkommens 

in der Höhe von Fr. 235'003.- sowie eines hypothetischen Invalideneinkom-

men in der Höhe von Fr. 62'340.- (Fr. 6'229.- x 12 : 40 x 41.7 x 0.8) pro 

Jahr ergäbe sich bei einer Erwerbseinbusse von Fr. 172'663.- ein IV-Grad 

von gerundet 73 %. Ergänzend ist in diesem Zusammenhang darauf hin-

zuweisen, dass mit Blick auf das von den Gutachtern der BEGAZ abgege-

bene Zumutbarkeitsprofil keinesfalls das Kompetenzniveau 4 – dieses er-

fasst Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entscheidungsfindung, 

welche ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen in einem Spezialge-

biet voraussetzen – angewendet werden könnte (vgl. zum Ganzen auch 

Urteil des BGer 8C_534/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 5.3.1 ff.). 

7.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-

ten, dass die Verfügung vom 27. Juli 2022 in Gutheissung der Beschwerde 

vom 7. November 2022 aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen ist, der 

Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. November 2018 bis 31. Dezember 

2021 eine ganze IV-Rente auszurichten. Die Akten sind deshalb an die Vor-

instanz zum Erlass einer entsprechenden neuen Verfügung zurückzuwei-

sen. Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen. 

8.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei aufzuerlegen sind. Der Vorinstanz sind keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der Beschwerde-

führerin sind mit Blick auf den Verfahrensausgang ebenfalls keine Verfah-

renskosten aufzuerlegen. Dieser ist der geleistete 

C-5068/2022 

Seite 33 

Verfahrenskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. 

8.2 Die obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht (VGKE; SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädi-

gung zu Lasten der Vorinstanz. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdefüh-

rerin machte in ihrer Kostennote vom 25. April 2023 (BVGer-act. 12 Beilage 

5) einen Aufwand von 33.58 Stunden (Stundenansatz: Fr. 250.-) sowie eine 

3%ige Spesenpauschale samt Kopien in der Höhe von insgesamt 

Fr. 340.35 geltend. Der geltend gemachte Stundenansatz von Fr. 250.- 

lässt sich nicht beanstanden (vgl. Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 

Abs. 2 VGKE [Stundenansatz für Anwälte/Anwältinnen mindestens 

Fr. 200.- und höchstens Fr. 400.- und für nichtanwaltliche Vertreter und Ver-

treterinnen mindestens Fr. 100.- und höchstens Fr. 300.-]). Jedoch ist das 

geltend gemachte Anwaltshonorar in der Höhe von insgesamt Fr. 8'395.-

unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und ak-

tenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache sowie der Schwie-

rigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens – entsprechend einem 

gerechtfertigten Aufwand von 20 anstelle von 33.58 Stunden – auf 

Fr. 5‘000.- zu kürzen (20 Stunden à Fr. 250.-); die Kürzung erfolgt grund-

sätzlich aufgrund des zu hohen veranschlagten Zeitaufwands für die Ak-

teneinsicht bzw. das Aktenstudium, den Entwurf und die Finalisierung der 

Beschwerde sowie für die Ausarbeitung der Replik. Zudem hat die Rechts-

vertreterin seit der Einreichung der Honorarnote noch eine weitere Eingabe 

in der Beschwerdesache beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht, wel-

che in der Honorarnote nicht enthalten ist (vgl. Eingabe vom 20. Dezember 

2024 [BVGer-act. 23]). Für diese Aufwendungen sind ihr ermessensweise 

durch das Gericht zusätzliche 20 Minuten anzurechnen (Honorar: Fr. 83.35 

[Total Honorar: Fr. 5'083.35]). Sodann wurde in der Kostennote eine Spe-

senpauschale (3 % von Fr. 8'395.- [Fr. 251.85]) und nicht die tatsächlichen 

Kosten ausgewiesen (vgl. Art. 11 Abs. 1 VGKE). Bezüglich der Spesen ist 

darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 11 Abs. 1 VGKE die tatsächlichen 

Auslagen zu vergüten sind (vgl. dazu auch Urteile des BVGer C-45/2014 

vom 26. Juli 2016 E. 9.2.2 mit Hinweisen), weshalb die in Rechnung ge-

stellten pauschalen Spesen von 3% des Honorars grundsätzlich nicht zu-

lässig sind. In Anwendung von Art. 11 Abs. 3 VGKE und mit Blick auf die 

umfangreichen Akten rechtfertigt sich im konkreten Fall eine angemessene 

Vergütung der Auslagen von schätzungsweise Fr. 129.50 (Fr. 100.- Spesen 

sowie Fr. 29.50 Kopien [59 Stück à jeweils Fr. 0.50 {Art. 11 Abs. 4 VGKE}]; 

C-5068/2022 

Seite 34 

vgl. hierzu auch Urteil des BVGer C-4529/2020 vom 11. September 2024 

E. 10.2.1). Demnach beläuft sich die Parteientschädigung inkl. Spesen, 

Kopien und Mehrwertsteuer auf insgesamt Fr. 5'212.85 (Fr. 5'083.35 [An-

waltshonorar] + Fr. 129.50 [Auslagen {Spesen und Kopien}]; ohne Mehr-

wertsteuer, da die Beschwerdeführerin im Ausland wohnt [vgl. hierzu bspw. 

Urteile des BVGer C-4982/2022 vom 2. Mai 2024 E. 8.2 m.H.; C-1741/2014 

vom 28. April 2016 E. 8.3 m.H.; C-6173/2009 vom 29. August 2011 m.H.]). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 

27. Juli 2022 aufgehoben und die Vorinstanz angewiesen, der Beschwer-

deführerin mit Wirkung ab 1. November 2018 bis 31. Dezember 2021 eine 

ganze IV-Rente auszurichten. Die Akten werden deshalb an die Vorinstanz 

zum Erlass einer entsprechenden neuen Verfügung zurückgewiesen. 

2.  

Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Verfahrenskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- wird 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

4.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 5'212.85 zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

 

C-5068/2022 

Seite 35 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Vito Valenti Roger Stalder 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: