# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eab0f756-f6be-5e5a-be37-9c671497fb3b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 03.09.2019 DB.2017.30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2017-30_2019-09-03.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 
 
 
 

Entscheid 
 
 

 3. September 2019 
 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Christian Mäder, Steuerrichterin Micheline Roth, Steuerrichter Ale-
xander Widl und Gerichtsschreiberin Cécile Schmidlin 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Beschwerdeführerin/ 
 Rekurrentin,  
vertreten durch RA lic.iur. B,  
 

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Schweiz er ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2012 und 2013 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 2012 und 2013 

 

- 2 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. Die in C lebende A (nachfolgend die Pflichtige) sowie der freiwillig von ihr 

getrennt lebende Ehemann D sind an verschiedenen Gesellschaften beteiligt, so an 

der E AG mit Sitz in F sowie an der G Trust reg., H/FL (nachfolgend G Trust). Von letz-

terer Gesellschaft erhielt sie im Jahr 2012 verschiedene Darlehen in Tranchen von 

Fr. 400'000.-, Fr. 200'000.-, Fr. 100'000.-, Fr. 300'000.- und Fr. 200'000.- (gesamthaft 

Fr. 1'200'000.-) und im Jahr 2013 ein weiteres Darlehen von Fr. 100'000.-. Das kanto-

nale Steueramt gelangte zur Auffassung, dass sämtliche Darlehen simuliert seien. 

Dementsprechend erfasste es beim Einkommen die Geldzuflüsse als geldwerte Leis-

tungen in Höhe von Fr. 1'200'000.- (Steuerperiode 2012) und Fr. 100'000.- (Steuerpe-

riode 2013) und liess die diesbezüglich geltend gemachten Schuldzinsen von 

Fr. 3'164.- (2012) und Fr. 6'052.- (2013) wie auch die entsprechenden Schulden nicht 

zum Abzug vom Einkommen resp. Vermögen zu. Ferner nahm es bezüglich Vermö-

gensverwaltungskosten, Eigenmietwert und Liegenschaftsunterhaltskosten (bezüglich 

der Liegenschaft ...strasse 15, C, weitere Korrekturen vor, erhöhte den Steuerwert der 

800 von der Pflichtigen gehaltenen Namenaktien der E AG und passte die kantonalen 

Steuerwerte der in Graubünden und Tessin gelegenen Ferienliegenschaften dem zür-

cherischen Steuerniveau an. 

 

 Mit Einschätzungsentscheid bzw. Veranlagungsverfügung vom 25. Au-

gust 2016 setzte das kantonale Steueramt die Steuerfaktoren für die Steuerperioden 

2012 und 2013 wie folgt fest: 

  

 Steuerperiode 2012        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

Steuerbares Einkommen 1'295'100.- 820'100.- 

 davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 1'200'000.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 1'299'200.- 

 Steuerbares Vermögen 1'674'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 2'870'000.- 

 

- 3 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

 Steuerperiode 2013        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 185'800.- 178'300.- 

 davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 100'000.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 217'400.- 

 Steuerbares Vermögen 1'750'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 2'919'000.-. 

 

 

 B. Eine dagegen erhobene Einsprache hiess das kantonale Steueramt am 

3. Januar 2017 teilweise gut und setzte die Steuerfaktoren wie folgt fest: 

 

 Steuerperiode 2012        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

Steuerbares Einkommen 1'276'100.- 813'400.- 

 davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 1'200'000.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 1'280'300.- 

 Steuerbares Vermögen 1'610'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 2'802'000.- 

 

 Steuerperiode 2013        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen    177'600.- 170'000.- 

 davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 100'000.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 209'100.- 

 Steuerbares Vermögen 1'692'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 2'857'000.-. 

 

 Dabei kam es dem Antrag, den Eigenmietwert bezüglich der Liegenschaft 

...strasse 15, C, zu reduzieren, bis auf eine Differenz von rund Fr. 73.- nach. Ferner 

anerkannte es die deklarierten effektiven Liegenschaftsunterhaltskosten bezüglich der 

Liegenschaft ...strasse 15, C, und die geltend gemachten Vermögensverwaltungskos-

ten. Weiter wurde der Wert der 800 Namenaktien der E AG auf Fr. 32'000.- (per 31. 

Dezember 2012) und Fr. 40'000.- (per 31. Dezember 2013) reduziert statt den dekla-

rierten und veranlagten Werten von Fr. 99'065.- bzw. Fr. 100'911.-. 

 

- 4 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

 C. Mit Rekurs und Beschwerde vom 3. Februar 2017 liess die Pflichtige dem 

Steuerrekursgericht beantragen, die Steuerfaktoren für die Steuerperioden 2012 und 

2013 wie folgt festzusetzen: 

 

 Steuerperiode 2012        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

Steuerbares Einkommen 73'300.- 78'000.- 

 davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 0.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 77'000.- 

 Steuerbares Vermögen 895'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 1'593'000.- 

 

 Steuerperiode 2013        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 74'500.- 104'000.- 

 davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 0.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 103'100.- 

 Steuerbares Vermögen 894'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 1'545'000.-. 

 

 Abweichend von den Steuerfaktoren gemäss den angefochtenen Einsprache-

entscheiden beantragte sie, auf die Besteuerung von geldwerten Leistungen von 

Fr. 1'200'000.- (2012) und Fr. 100'000.- (2013) zu verzichten, den Beteiligungsabzug 

zu streichen, Schuldzinsen von Fr. 3'164.- (2012) und Fr. 6'052.- (2013) sowie Schul-

den von Fr. 1'200'000.- (2012) und Fr. 1'300'000.- (2013) in Abzug zu bringen, den nur 

bei der direkten Bundesteuer 2012 aufgerechneten Liegenschaften-Mehrertrag der 

Liegenschaft ...strasse 15, C, von Fr. 12'211.- zu streichen sowie den Vermögenssteu-

erwert der Aktien der E AG um Fr. 9'600.- (2012) und Fr. 12'000.- (2013) zu reduzie-

ren. Ferner beantragte sie eine angemessene Parteientschädigung. 

 

 In der Beschwerde- und Rekursantwort beantragte das kantonale Steueramt 

Abweisung der Rechtsmittel. Mit Replik und Duplik hielten die Parteien an ihren Anträ-

gen fest. 

 

 Auf die Parteivorbringen wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

- 5 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Im vorliegenden Verfahren ist zur Hauptsache streitig, ob die vom G Trust 

gewährten Darlehen als simuliert zu betrachten sind. Von der Beantwortung dieser 

Frage hängt ab, ob die Aufrechnung geldwerter Leistungen (unter Gewährung des Be-

teiligungsabzugs), die Streichung der Schulden und die Nichtberücksichtigung der in 

diesem Zusammenhang bezahlten Schuldzinsen rechtmässig erfolgten. 

 

 

 2. a) Gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 14. Dezem-

ber 1990 (DBG) bzw. § 20 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) sind 

als Ertrag aus beweglichem Vermögen steuerbar insbesondere Dividenden, Gewinnan-

teile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art. Rich-

tet eine Kapitalgesellschaft einem Beteiligten oder einem nahestehenden Dritten ohne 

bzw. jedenfalls ohne eine angemessene Gegenleistung eine geldwerte Leistung aus, 

die sie unter denselben Umständen einer der Gesellschaft fern stehenden Person nicht 

oder nicht im gleichen Umfang gewährt hätte, so liegt eine verdeckte Gewinnausschüt-

tung vor (BGE 138 II 57 E.2.2 f. S. 69 f. mit umfassenden Hinweisen auf Rechtspre-

chung und Literatur). Der Grund solcher Leistungen liegt nicht in der Geschäftstätigkeit 

der Gesellschaft, sondern im Beteiligungsverhältnis (causa societatis). Mit der Ausrich-

tung von geldwerten Vorteilen kommt die Gesellschaft nicht geschäftlichen Verpflich-

tungen nach, sondern verwendet sie Gewinn im Interesse ihrer Aktionäre (Markus 

Reich, Verdeckte Vorteilszuwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, ASA 54, 

621 f.). Im Ausmass, in dem die erbrachte Zuwendung einem unabhängigen Dritten 

nicht erbracht worden wäre, erhält der Empfänger einen Sondervorteil, dessen Ur-

sprung im Beteiligungsverhältnis zur Gesellschaft liegt. Anzustellen ist dabei ein Dritt-

vergleich (sog. Prinzip des "dealing at arm's length"), bei dem alle konkreten Umstände 

des Einzelfalls, sowohl auf Stufe der borgenden Gesellschaft als auch auf Stufe des 

Darlehensnehmers zu berücksichtigen sind (BGE 138 II 57 E. 2.2 f. S. 59 f. mit umfas-

senden Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur). 

 

 b) Zur Kategorie geldwerter Leistungen gehören in einem weiteren Sinn Dar-

lehen zwischen juristischen Personen und ihren Anteilseignern, die im Vergleich des 

üblichen Geschäftsgebarens derart ungewöhnlich sind, dass der Schluss naheliegt, sie 

wären so nicht erbracht worden, wenn der Leistungsempfänger der Gesellschaft nicht 

- 6 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

nahestehen würde. In einem engeren Sinn fallen darunter simulierte Darlehen. Darun-

ter sind Darlehen zu verstehen, die in ihrer zivilrechtlichen Ausgestaltung nur vorge-

täuscht wurden, in Wirklichkeit aber nicht dem wirklichen Willen der Vertragsschlies-

senden entsprachen. In einem solchen Fall ist das vorgetäuschte zivilrechtliche 

Rechtsgeschäft nichtig und auf das verdeckte von den Parteien wirklich gewollte 

Rechtsgeschäft abzustellen (RB 2002 Nr. 92). 

 

 Gemäss Literatur und Praxis deuten insbesondere folgende Indizien auf das 

Vorliegen eines simulierten Darlehens hin (André Rouiller, Geldwerte Leistungen in 

Form von Aktionärsdarlehen, ASA 55, S. 3 ff., BGE 138 II 57 ff.):  

- Fehlende Rückzahlung, die entweder im fehlenden Rückzahlungswillen oder 

in der objektiven Unmöglichkeit zur Rückzahlung begründet sein kann; 

- Fehlender schriftlicher Darlehensvertrag über Höhe und Rückzahlung des 

Darlehens sowie über dessen Verzinsung; 

- Nichtbezahlung der Darlehenszinsen, Kumulierung von Darlehen und Novati-

on des Zinses in eine zusätzliche Darlehensschuld; 

- Der statutarische Zweck der borgenden Gesellschaft sieht keine Gewährung 

von Krediten vor; 

- Das gewährte Darlehen erweist sich im Rahmen der gesamten Bilanzstruktur 

der borgenden Gesellschaft als ungewöhnlich. Dies ist beispielsweise der Fall, 

wenn es im Vergleich zu den übrigen Aktiven übermässig hoch erscheint und 

dann ein sog. Klumpenrisiko verursacht; 

- Die Abschreibung der Forderung durch die borgende Gesellschaft; 

- Fehlende Bonität des Schuldners oder fehlende Sicherheiten und Rückzah-

lungspflichten;  

- Nichtbezahlung der Darlehenszinsen. 

 

 Die genannten Kriterien kommen sowohl beim simulierten Darlehen als auch 

beim (nicht simulierten) Aktionärsdarlehen zur Anwendung, dessen Ausgestaltung als 

ungewöhnlich erscheint und deshalb als geldwerte Leistungen zu qualifizieren sind, 

Unterschiedlich sind lediglich die Beweisanforderungen (nachfolgend E. 2.c), die beim 

simulierten Darlehen anders sind. Dementsprechend kommt beim simulierten Darlehen 

einzelnen Kriterien ein höheres Gewicht zu (BGE 138 II 57, E. 5.1, S. 62 f.). 

 

 c) Bei einer verdeckten Gewinnausschüttung handelt es sich um eine steuer-

erhöhende Tatsache, die nach der allgemeinen Beweislastregel von den Steuerbehör-

- 7 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

den darzutun ist. Die Steuerbehörde hat somit nachzuweisen, dass überhaupt eine 

geldwerte Leistung vorliegt. Wird dieser Nachweis erbracht, trägt der an ihr beteiligte 

Leistungsempfänger die Beweislast dafür, dass er für diese Leistung eine Gegenleis-

tung erbracht hat. Gelingt ihm dieser Nachweis, obliegt es der Steuerbehörde, ein 

Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung darzutun, worauf dem Steuer-

pflichtigen wiederum der Nachweis offen steht, dass trotz Missverhältnis zwischen 

Leistung und Gegenleistung keine verdeckte Gewinnausschüttung anzunehmen ist 

(vgl. StRK II, 26. Mai 1999, 2 ST.1999.194). 

 

 Beruft sich die Steuerbehörde auf ein simuliertes Darlehen, genügt es nicht 

darzulegen, dass das betreffende Darlehen zwischen Gesellschaft und Anteilseigner 

nicht oder nur unter anderen Bedingungen gewährt worden wäre. In diesem Fall muss 

die Steuerbehörde darüber hinaus aufzeigen, dass der Geldfluss unentgeltlich erfolgte, 

sei es, dass von Anfang an keine Rückzahlungspflicht bestand oder die Rückzahlung 

des Darlehens aufgrund der besonderen Verhältnisse schon im Zeitpunkt der Darle-

hensgewährung objektiv unmöglich war oder erst in einem späteren Zeitpunkt unmög-

lich wurde (BGE 138 II 57, E. 5.1). 

 

 d) Grundsätzlich sind Darlehensverträge zwischen Gesellschaft und ihren An-

teilseignern erlaubt, sofern die vereinbarten Bedingungen dem Drittvergleich standhal-

ten. Bei der Ausgestaltung der Vertragsbestimmungen kommt den Parteien ein grosser 

Ermessensspielraum zu, welcher auch für die steuerliche Beurteilung zu berücksichti-

gen ist (Brülisauer/Mühlemann, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, 3. A., 2017, Art. 58 N 310 DBG).  

 

 e) Nach Art. 312 OR ist ein Darlehensnehmer zur Rückzahlung des Darlehens 

verpflichtet. Soweit der Darlehensnehmer das von der Gesellschaft ausgerichtete Dar-

lehen zurückerstatten muss, fehlt es an einer unentgeltlichen Zuwendung. Anders ver-

hält es sich dann, wenn mit der Rückzahlung des Darlehens nicht zu rechnen ist, weil 

ein Darlehensverhältnis nach dem verheimlichten Willen der Parteien gar nicht gewollt 

war oder die Rückerstattung der erbrachten Leistung nicht beabsichtigt oder objektiv 

aufgrund der Bonität des Schuldners unmöglich war. Wird die äussere Form des Dar-

lehens nur simuliert, d.h. bloss zum Schein gewählt oder gewahrt, dann handelt es sich 

bei der Zuwendung gar nicht wirklich um Fremdkapital, sondern um eine Kapitaleinlage 

bzw. einen Zuschuss (BGE 138 II 57 E. 5 S. 62 mit Hinweisen). 

 

- 8 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

 f) Das kantonale Steueramt betrachtete die Darlehen von Fr. 1'200'000.- 

(2012) und Fr. 100'000.- (2013) für die Finanzierung einer neuen Ferienliegenschaft in 

I/GR mit Anlagekosten von rund Fr. 1'550'000.- von Anfang an als simuliert. Zu diesem 

Schluss gelangte es, weil die finanzielle Situation der Pflichtigen (ohne genügendes 

Einkommen oder Rücklagen) im Zeitpunkt der Gewährung des Darlehens keinesfalls 

eine Rückzahlung der Darlehen ermöglicht habe. Unabhängige Dritte, wozu namentlich 

Banken gehörten, stellten für die Vergabe einer Hypothek äusserst strenge Anforde-

rungen. Für die Gewährung einer Hypothek zur Finanzierung einer Ferienwohnung 

müsse der Gesuchsteller 40% des Kaufpreises aus eigenen Mitteln aufbringen können. 

Bei der Kreditvergabe spielten auch künftige Einkommenseinbussen infolge (bevorste-

hender) Pensionierung eine entscheidende Rolle, weil der Kreditsuchende in der Lage 

sein müsse, Hypothekarzinsen, Amortisation, Unterhalts- und Betriebskosten über ei-

nen längeren Zeitraum zu tragen. Für die Tragbarkeit einer Hypothek rechneten die 

Banken schon seit einigen Jahren (auch während einer Niedrigzinsphase) mit  

einem kalkulatorischen Hypothekarzinssatz von ca. 5% zuzüglich 1% des Verkehrs-

werts der Liegenschaft für deren Unterhalt und Betriebskosten. Die gesamten Kosten 

der Liegenschaft sollten nicht höher sein als ein Drittel des Bruttojahreseinkommens 

des Kreditnehmers. Die erforderliche Bonität weise die Pflichtige nicht aus. Ihr Brutto-

gehalt aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit belaufe sich im Jahr 2012 auf 

Fr. 87'750.- und im Jahr 2013 auf Fr. 74'492.-. Zudem sei absehbar, dass die in der 

Steuerperiode 2012 schon 61-jährige Pflichtige in absehbarer Zukunft in Pension gehe 

und ab diesem Zeitpunkt von mutmasslich geringeren Einkünften aus der Pensions-

kasse und der AHV leben müsse. Aufgrund der von den Banken zu kalkulatorischen 

Zwecken angestellten Tragbarkeitsberechnung müsste die Pflichtige jährlich 

Fr. 79'000.- für die Liegenschaft aufbringen können, was wiederum ein Bruttojahresge-

halt von Fr. 225'000.- erfordern würde. Unter diesen Umständen spiele es keine Rolle, 

dass für die Darlehen Sicherheiten gewährt worden seien und die Pflichtige die Darle-

hen vollständig zurückbezahlt habe. 

 

 g) Dieser Argumentation steht entgegen, dass die streitbetroffenen Darlehen 

von insgesamt Fr. 1'300'000.- zuzüglich weiterer Darlehen von Fr. 350'000.-, die nicht 

aktenkundig sind und mutmasslich erst im Jahr 2014 gewährt wurden, am ...2015 ge-

gen Verrechnung des Verkaufserlöseses der an die J, K, in einer ersten Tranche abge-

tretenen 126 Anteile der G AG (vorher G Trust, entsprechend 25.2% des Aktienkapi-

tals) vollständig zurückbezahlt wurden (siehe auch E. 2.k über die Beteiligungsverhält-

nisse am G Trust und der Nachfolgegesellschaft G AG). Weitere Darlehen von 

- 9 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

Fr. 550'000.-, welche die Pflichtige zur Finanzierung des Landerwerbs im Januar 2011 

von der G Trust erhalten hatte, wurden nach Verkauf der bisherigen Ferienliegenschaft 

an der ... 146a, I/GR, bereits im ... 2012 zurückbezahlt. Die Rückzahlungen der Darle-

hen erfolgten zu einem Zeitpunkt, als die steueramtliche Untersuchung bezüglich allfäl-

liger verdeckter Gewinnausschüttungen im Zusammenhang mit diesen Darlehen noch 

nicht begonnen hatte. Die steueramtliche Untersuchung wurde nämlich erst am 7. Mai 

2015 in Angriff genommen. 

 

 Dies erweckt Zweifel an der Feststellung des Steueramts, dass die Pflichtige 

bereits im Zeitpunkt des Abschlusses der Darlehensverträge nicht in der Lage gewe-

sen wäre, die Darlehen zurückzuzahlen. Infolgedessen ist die Bonität der Pflichtigen im 

massgebenden Zeitpunkt der Darlehensgewährung genauer zu prüfen.  

 

 h) Das kantonale Steueramt stellt zutreffend fest, dass Grossbanken nur dann 

Hypotheken gewähren, wenn der Gesuchsteller in der Lage ist, die Lasten einer Lie-

genschaft wie Hypothekarzinsen, Amortisation, Unterhalts- und Betriebskosten über 

einen längeren Zeitraum zu tragen. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass die als al-

leinige Grundeigentümerin im Grundbuch eingetragene Pflichtige auch die Möglichkeit 

gehabt hätte, eine Hypothek mit tieferer Belehnung oder mit Solidarhaftung abzu-

schliessen. Dies erhöht ihre Bonität aus Sicht des Finanzinstituts. Denn in diesem Fall 

kann sich das Finanzinstitut aussuchen, von wem sie den Kredit und die Zinsen einfor-

dern will. Diese Möglichkeit wäre bei der Pflichtigen in Betracht gekommen, da sie mit 

einem wohlhabenden Mann verheiratet ist, der massgeblich dazu beigetragen hat, 

dass die Eheleute AD überhaupt Liegenschaften erwerben konnten. Auch wenn an al-

len Liegenschaften die Pflichtige als formelle Eigentümerin im Grundbuch eingetragen 

ist, werden sämtliche Liegenschaften, auch die neu erbaute Liegenschaft in I/GR 

ebenso vom Ehemann der Pflichtigen genutzt, besitzt er doch an dieser Liegenschaft – 

wie bereits an der alten Liegenschaft in I/GR – ein Wohnrecht. Daraus ist zu schlies-

sen, dass die Investitionen für Landerwerb und Gebäudeerrichtung auch im Interesse 

des Ehemanns der Pflichtigen lagen, wie das auch bei allen übrigen Liegenschaften 

der Ehegatten AD der Fall war. Jedenfalls war D über das Bauvorhaben in I/GR ge-

nauestens informiert, erstellte er doch selbst eine Bauabrechnung bezüglich jener Kos-

ten, die nicht in der Bauabrechnung der beauftragten L Architekten, M, enthalten wa-

ren. Dementsprechend leistete er zur Finanzierung dieser Liegenschaft auch einen ho-

hen Beitrag, indem er den von ihm beherrschten G Trust anwies, entsprechende Dar-

lehen zu gewähren bzw. später – um der Pflichtigen die Rückzahlung dieser Darlehen 

- 10 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

zu erleichtern – die Beteiligung der Pflichtigen am G Trust bzw. an der Nachfolgege-

sellschaft G AG zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt nach 2013 von 10% auf 

45% erhöhte. Im Weiteren ergibt sich aus Zahlungsbelegen, dass sich der Ehemann 

der Pflichtigen auch anderweitig an den Unkosten der Pflichtigen beteiligte. Dies deutet 

darauf hin, dass die freiwillig getrennt lebenden Eheleute AD die Mittel zur Bestreitung 

der Lebenshaltungskosten gemeinsam bestritten. 

 

 Im Weiteren hätte die Pflichtige die gleichen Sicherheiten, die sie dem G Trust 

gewährte, nämlich die Hinterlegung von diversen Inhaberschuldbriefen im Nominalbe-

trag von insgesamt Fr. 1'080'000.-, auch einem Bankinstitut anbieten können, was 

ebenfalls gegen ein simuliertes Darlehen spricht. 

 

 i) Im Übrigen wäre – wie von der Pflichtigen und ihrem Ehemann geplant – 

auch eine Eigenfinanzierung in Betracht gekommen. Das kantonale Steueramt ging 

gestützt auf die in der Steuererklärung deklarierten Vermögenswerte davon aus, dass 

die Pflichtige erstens keine ausreichenden Mittel besass, um den Erwerb und den Bau 

der Ferienliegenschaft in I/GR mit Anlagekosten von rund Fr. 1'550'000.- aus eigener 

Kraft zu finanzieren. Zweitens ging es ohne Untersuchung davon aus, dass seit der 

freiwilligen Trennung der Eheleute AD keine Gemeinschaftlichkeit bezüglich Bestrei-

tung der Lebenshaltungskosten mehr bestehe. Beide Annahmen wurden vom kantona-

len Steueramt nicht ausreichend gewürdigt bzw. untersucht. 

  

 j) Die Rücklagen der Pflichtigen sind bedeutend höher, als sie in den Steuer-

erklärungen 2012 und 2013 ausgewiesen wurden. Neben liquiden Mitteln von rund 

Fr. 543'000.- (Bargeld, Bankkonti, börsenkotierte Wertpapiere) besass die Pflichtige 

Vermögenswerte mit einem hohen Anteil an stillen Reserven. Allein schon die Liegen-

schaft in C im Halte von 817 m2 mit 7½-Zimmer Einfamilienhaus (Baujahr 1980), Dop-

pelgarage und Aussenschwimmbad (neu Kat.Nr. ... nach Zusammenlegung der bishe-

rigen Grundstücke Kat.Nrn. ... [EFH-Parzelle] und ... [34 m2 Wiese]) weist per 31. De-

zember 2012 einen geschätzten Verkehrswert von rund Fr. 1'800'000.- aus, wie sich 

aus dem im Jahr 2016 erzielten Erlös von Fr. 1'820'000.- aus dem Verkauf dieser Lie-

genschaft ergibt (vgl. Depotberechnung des Gemeindesteueramts C vom ... 2016). 

Damit übertrifft der Verkehrswert der Liegenschaft in C den amtlichen Vermögenssteu-

erwert von Fr. 1'003'500.- (= Fr. 1'001'800.- zuzüglich Fr. 1700.- für das damals noch 

unter einer eigenen Katasternummer geführte Wiesland) um rund Fr. 800'000.-. Ähn-

lich verhält es sich bezüglich der 3-Zimmer Ferienwohnung in N/TI, die lediglich einen 

- 11 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

angepassten zürcherischen Vermögenssteuerwert von Fr. 268'857.- aufweist, auf wel-

cher jedoch per 31. Dezember 2012 Hypotheken von Fr. 446'000.- lasteten und zudem 

noch ein unbelasteter Inhaberschuldbrief von Fr. 350'000.- bestand. Wäre der Ver-

kehrswert nicht deutlich höher, hätte wohl keine Bank Hypotheken in dieser Grössen-

ordnung gewährt. Hinzu kommt, dass unter normalen Umständen niemand eine Lie-

genschaft unter dem Preis der Hypotheken veräussert. Selbst auf der in den Jahren 

2012 und 2013 neu erbauten Liegenschaft an der ... 24a, I/GR, bestehen gegenüber 

dem amtlichen, auf zürcherisches Niveau angepassten Vermögenssteuerwert von 

Fr. 1'089'944.- bereits beachtliche stille Reserven, weil die Pflichtige für Landerwerb 

und Überbauung finanzielle Mittel von rund Fr. 1'550'000.- investierte und davon aus-

zugehen ist, dass der Verkehrswert dieser Liegenschaft in dieser Grössenordnung 

liegt. Grundsätzlich sind amtliche Formelwerte, die unter 70% des Verkehrswerts lie-

gen, gesetzwidrig, da nach zürcherischem Recht gemäss der Weisung des Regie-

rungsrats vom 12. August 2009 über die Bewertung von Liegenschaften und die Fest-

setzung der Eigenmietwerte ab Steuerperiode 2009 der Verkehrswert einer Liegen-

schaft im Zielkorridor von 70% bis 100% liegen muss (ZStB Nr. 15/502, Rz. 79). Da 

indessen beweismässig erhärtete Grundlagen über die Verkehrswerte all dieser Lie-

genschaften per 2012 und 2013 fehlen, ist im vorliegenden Verfahren davon abzuse-

hen, die amtlichen Formelwerte zu korrigieren. Im Ergebnis kann jedoch trotzdem fest-

gehalten werden, dass allein schon die stillen Reserven auf den Liegenschaften den 

Darlehensbetrag von Fr. 1'200'000.- (per Jahresende 2012) und Fr. 1'300'000.- (per 

Jahresende 2013) übersteigen. 

 

 k) Im Weiteren ist die Pflichtige auch noch am G Trust beteiligt. Dabei handelt 

es sich um eine juristische Person nach liechtensteinischem Gesellschaftsrecht bzw. 

um ein mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattetes "Treuunternehmen reg." (eng-

lisch = Trust reg.; StRG, 21. Dezember 2011, 1 DB.2011.143/144 und 

1 ST.2011.212/213, www.strgzh.ch, auch zum Folgenden). Eine solche Gesellschaft 

verfügt über ein in Anteile (Treugeberrechtsanteile) zerlegtes Kapital. Die Treugeberan-

teile lauten auf einen bestimmten Namen. Die Anteile qualifizieren sich als Wertpapiere 

in der Form von so genannten Orderpapieren. Der G Trust ist daher im Schweizer 

Recht mit einer schweizerischen Aktiengesellschaft vergleichbar, welche über Namen-

aktien verfügt, oder mit einer GmbH, deren Gesellschafteranteile in der Form von auf 

den Namen lautenden Wertpapieren ausgestaltet sind. Gegründet wurde der G Trust 

am ... 2003. Am ... 2003 wurde er ins Handelsregister Liechtenstein eingetragen; dies 

mit der Adresse "c/o O Trust reg., ...strasse 40, H". Ab ... 2014 wurde er unter der Fir-

http://www.strgzh.ch/

- 12 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

ma "G AG" mit gleicher Adresse (ab ... 2015 "c/o P Aktiengesellschaft, ... 13, K) in eine 

Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Jahr 2017 wurde die Nachfolgegesellschaft ge-

löscht. In den Jahren 2012 und 2013 betrug das Kapital des G Trusts Fr. 30'000.-, zu-

letzt eingeteilt in 300 Anteile à Fr. 100.-. Davon hielt die Pflichtige bis Ende 2013 30 

Anteile, entsprechend 10% des Trustkapitals. Mit der Umwandlung in eine Aktienge-

sellschaft per ... 2014 erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft auf Fr. 50'000.-, 

eingeteilt in 500 Aktien à Fr. 100.-. Ungefähr zur selben Zeit bis spätestens ... 2015 

erhöhte sich der Aktienanteil der Pflichtigen auf 225 Aktien, entsprechend 45% des Ak-

tienkapitals, wobei unklar ist, wie dies vonstattenging. Diese Steigerung der Beteiligung 

war im Zeitpunkt der Darlehensaufnahme im Jahr 2012 zwar noch nicht absehbar. 

Dennoch kommt den streitbetroffenen 30 Trustanteilen gemäss nachfolgender Berech-

nung schon per Ende 2012 und 2013 ein wesentlich höherer Verkehrswert zu als den 

in den Steuererklärungen 2012 und 2013 deklarierten Substanzwertanteilen von 

Fr. 204'349.- (Fr. 2012) und Fr. 309'971.- (2013), womit sich der Wert der Beteiligung 

gegenüber den deklarierten Werten mehr als verdoppelt. Da der G Trust schon seit 

längerer Zeit besteht und die Eheleute AD schon mindestens seit dem Jahr 2006 eine 

Mehrheitsbeteiligung von 60% am Trust innehatten und sich der Firmenzweck des 

Trusts seit der Gründung bzw. mindestens seit 2006 nicht grundlegend verändert hatte 

(StRG, 21. Dezember 2011, 2 DB.2011.143 und 144, www.strgzh.ch), kann entgegen 

der Auffassung der Pflichtigen nicht von einer Neugründung infolge Kauf per 2009 

ausgegangen werden. Damit entfällt gemäss Rz. 39 der Wegleitung zur Bewertung von 

Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer (Kreisschreiben Nr. 28 vom 21. 

August 2008, nachfolgend KS Nr. 28) die Bewertung der Anteile unter ausschliessli-

cher Berücksichtigung des Substanzwerts. Die Bewertung hat vielmehr nach der Prak-

tikermethode durch zweimalige Gewichtung des Ertragswerts und einfache Gewich-

tung des Substanzwerts zu erfolgen. Der Ertragswert ergibt sich aus dem kapitalisier-

ten ausgewiesenen Reingewinn der massgebenden Geschäftsjahre, wobei wahlweise 

zwei oder drei Geschäftsjahre berücksichtigt werden können (KS Nr. 28, Rz. 41 ff.). 

Grundlage für die Bestimmung des Substanzwerts ist die Jahresrechnung unter voll-

ständiger Berücksichtigung der Aktiven und Passiven (KS Nr. 28, Rz. 17 f.). 

 

 Aufgrund dieser Regelung sind die Anteile der Pflichtigen am G Trust auf-

grund der eingereichten Jahresrechnungen abweichend von der Deklaration wie folgt 

zu bewerten: 

 

 

- 13 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

 

Bewertung per 31.12.2012 

Ertragswert  Gewichtung Massgebend 
Erfolg im GJ 2012 gem. Jahresrechnung  
(ohne Korrekturen) 

    
719'309        2   1'438'618  

Erfolg im GJ 2011 gem. Jahresrechnung  
(ohne Korrekturen) 

    
485'431        1     485'431  

Total   1'924'049  

Massgebendes Jahresergebnis im Durchschnitt      641'350  

kapitalisiert mit 7.5% (lt. Kommentar 2013 zu KS Nr. 28)   

Total Ertragswert   8'551'329  

    

Substanzwert    

Liberiertes Trustkapital     30'000  

Gesetzliche Reserven    3'000  

Gewinnvortrag Vorjahr    1'291'180  

Jahresgewinn    719'309  

Total einfacher Substanzwert    2'043'489  

    

Unternehmenswert    

Ertragswert (2mal gewichtet)   17'102'658  

Substanzwert (1mal gewichtet)   2'043'489  

Total   19'146'147  

Total Unternehmenswert (geteilt durch 3)    6'382'049  

    

Steuerwert der Anteile    

Total Unternehmenswert   
     

6'382'049  

Kapitalstruktur 300 Anteile à nom. Fr. 100.- (voll liberiert)   

Wert pro Anteil à Nennwert 100.- (voll liberiert)   21'273  

Wert brutto für 30 Anteile   638'205  

Pauschalabzug 30% gemäss KS Nr. 28, Rz. 71     -191'461  

Netto Steuerwert   446'743  
 

Bewertung per 31.12.2013 

Ertragswert  Gewichtung Massgebend 
Erfolg im GJ 2013 gem. Jahresrechnung  
(ohne Korrekturen) 

 
1'056'218        2   2'112'436  

Erfolg im GJ 2012 gem. Jahresrechnung  
(ohne Korrekturen) 

    
719'309        1    719'309  

Total       2'831'745  

Massgebendes Jahresergebnis im Durchschnitt      943'915  

kapitalisiert mit 8% (lt. Kommentar 2013 zu KS Nr. 28)   

Total Ertragswert    11'798'938  

    

Substanzwert    

Liberiertes Trustkapital    30'000  

- 14 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

Gesetzliche Reserven    3'000  

Gewinnvortrag Vorjahr    2'010'489  

Jahresgewinn    1'056'218  

Total einfacher Substanzwert    3'099'707  

    

Unternehmenswert    

Ertragswert (2mal gewichtet)    23'597'875  

Substanzwert (1mal gewichtet)    3'099'707  

Total    26'697'582  

Total Unternehmenswert (geteilt durch 3)    8'899'194  

    

Steuerwert der Anteile    

Total Unternehmenswert   
     

8'899'194  

Kapitalstruktur 300 Anteile à nom. Fr. 100.- (voll liberiert)   

Wert pro Anteil à Nennwert 100.- (voll liberiert)   29'664  

Wert brutto für 30 Anteile    889'919  

Pauschalabzug 30% gemäss KS Nr. 28, Rz. 71    -266'976  

Netto Steuerwert    622'944  
 

 Der korrigierte Steuerwert der Anteile des G Trusts ist bei der Festsetzung des 

steuerbaren Vermögens der Pflichtigen per 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 

2013 zu berücksichtigen. Der höhere Wert der Beteiligung ist ein nicht unerhebliches 

Element bei der Bonitätsprüfung der Pflichtigen. 

 

 l) Andererseits lässt sich aufgrund der vorstehenden Erwägungen die Auffas-

sung des kantonalen Steueramts, dass die Pflichtige schon im Zeitpunkt der Darle-

hensaufnahme wegen genügend hoher Einkünfte und/oder Rücklagen niemals in der 

Lage gewesen wäre, die Darlehen zurückzuzahlen, nicht mehr aufrechterhalten. Als 

Folge dessen ist der Nachweis, dass die Darlehen von Anfang an simuliert waren, als 

gescheitert zu betrachten. Aus diesem Grund können die gewährten Darlehen von 

Fr. 1'200'000.- (2012) und Fr. 100'000.- (2013) nicht als geldwerte Leistung besteuert 

werden und entfällt der vom kantonalen Steueramt von Amtes wegen berücksichtigte 

Beteiligungsabzug. 

 

 

 3. a) Demnach sind auch die Darlehenszinsen von Fr. 3'164.- (2012) und 

Fr. 6'052.- (2012) sowie die Darlehensschulden bei der Bemessung des steuerbaren 

Einkommens und Vermögens in den Steuerperioden 2012 und 2013 zu berücksichti-

gen. 

 

- 15 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

 b) Zu prüfen bleibt noch, ob ein unbeteiligter Dritter der Pflichtigen ebenfalls 

ein Darlehen in genannter Höhe unter den gleichen Bedingungen angeboten hätte. 

Hierbei ist in Betracht zu ziehen, dass die Pflichtige bestehende Inhaberschuldbriefe im 

Nominalbetrag von insgesamt Fr. 1'080'000.-, lastend auf den Liegenschaften in C und 

N, als Sicherheit anbieten konnte. Den Kredit von Fr. 1'300'000.- benötigte sie aus-

schliesslich zur Finanzierung der Baukosten der Liegenschaft in I/GR. Es handelte sich 

dabei quasi um einen Baukredit, da sich die Bauarbeiten von Frühjahr 2012 bis Herbst 

2013 erstreckten. Die Baukosten beliefen sich gemäss Bauabrechnung vom ... Februar 

2014 – ohne Landerwerb und weiteren Kosten von insgesamt Fr. 349'886.75 gemäss 

Bauabrechnung von D vom 15. Februar 2014 – letztlich auf Fr. 1'202'379.60. Mit dem 

Landerwerb und der Errichtung des Gebäudes wurde ein Gegenwert geschaffen, wel-

cher der Pflichtigen ermöglicht hätte, einen weiteren Inhaberschuldbrief lastend auf der 

Liegenschaft in I/GR errichten zu lassen. Diesen hätte sie dann als weitere Sicherheit 

für das Darlehen hinterlegen können. Aufgrund der möglichen Sicherheiten hätte sich 

mutmasslich auch eine unbeteiligte Drittperson finden lassen, welche der Pflichtigen 

ein Darlehen im Betrag von Fr. 1'300'000.- gewährt hätte. Bei dieser unbeteiligten 

Drittperson muss es sich nicht notwendigerweise um ein Bankinstitut handeln, die noto-

risch nur mit äusserster Vorsicht Kredite an Personen im Alter von 60plus vergeben. 

Mittlerweile werden Kredite auch über das Internet vermittelt (beispielsweise durch 

CreditGate24).  

 

 Nicht im Einklang mit den Marktverhältnissen steht der vereinbarte Zinssatz 

von 0.5%. Bezüglich der Frage, ob der vereinbarte Zinssatz einem Drittvergleich 

standhält, orientiert sich die Steuerpraxis an dem von der Eidgenössischen Steuerver-

waltung (EStV) jährlich herausgegebenem Rundschreiben über steuerlich anerkannte 

Zinssätze für Vorschüsse oder Darlehen in Schweizer Franken (André Rouiller, S. 4). 

Danach gilt per 1. Januar 2012 und 1. Januar 2013 für Vorschüsse an Beteiligte, sofern 

diese aus Eigenkapital finanziert und somit kein Fremdkapital verzinst werden muss, 

ein Mindestzinssatz von 1,5%. Grundsätzlich müsste der auf dem Markt realisierbare 

Zinssatz im vorliegenden Fall eher höher veranschlagt werden, weil es sich in den Jah-

ren 2012 und 2013 um einen Baukredit handelte, wofür i.d.R. höhere Zinsen bezahlt 

werden müssen. Der Mindestzinssatz ist vorliegend deutlich unterschritten. Dies führt 

bei dem auf eine genügende Verzinsung verzichtenden G Trust zu einer entsprechen-

den Gewinnaufrechnung. Bei der Pflichtigen als Empfängerin der geldwerten Leistung 

erübrigt sich jedoch eine Korrektur, weil sich einkommenssteuerrechtlich die geldwerte 

- 16 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

Leistung und der zusätzliche Schuldzinsenabzug gegenseitig aufheben (André Rouil-

ler, S. 4). 

 

 

 4. Weiter bestehen Differenzen bezüglich folgender Positionen: 

 

 a) Eigenmietwert Einfamilienhaus ...strasse 15, C, Steuerperiode 2012 

 

 Das kantonale Steueramt liess vom amtlichen Formelwert von Fr. 37'000.- 

gemäss Schätzung 2009 einen Unternutzungsabzug von Fr. 7'790.- für zwei leer ste-

hende Zimmer zu und setzte den steuerbaren Brutto-Eigenmietwert ohne die von der Q 

AG genutzten zwei Büros und Garage auf Fr. 21'421.- fest. Zuzüglich Mietzinsertrag 

von Fr. 28'350.- für die geschäftlich genutzten Räume gelangte es zu einem Brutto-

mietertrag von Fr. 49'771.-. Davon zog es aufgrund der im Einspracheverfahren ge-

führten Untersuchung effektive Unterhaltskosten von Fr. 22'166.- ab und gelangte so-

mit für die Steuerperiode 2012 zu einem steuerbaren Nettoliegenschaftsertrag von 

Fr. 27'605.-. Die Netto-Liegenschaftenerträge für die weiteren Liegenschaften setzte es 

pro 2012 auf Fr. 1'987.- (Ferienhaus ... 146a, I/GR, 1. Januar bis ... 2012, anschlies-

send verkauft) und Fr. 5'555.- (Ferienhaus ... 73, N/TI) fest. Ein zum Ertragswert be-

wertetes Wiesengrundstück in C und das im Bau befindliche Ferienhaus ... 249, I/GR, 

warfen in der Steuerperiode 2012 keinen steuerbaren Ertrag ab. Insgesamt belief sich 

der steuerbare Liegenschaftsertrag in der Steuerperiode 2012 auf Fr. 35'147.- gegen-

über Fr. 53'590.- gemäss Veranlagungsverfügung resp. -entscheid. Dagegen erhob die 

Pflichtige im Beschwerde- und Rekursverfahren keine Einwendungen mehr. Das Ge-

samttotal legte das kantonale Steueramt im Einspracheverfahren der Einkommensbe-

rechnung und der interkantonalen Steuerausscheidung bezüglich Staats- und Gemein-

desteuern 2012 zugrunde, nicht jedoch der Einkommensberechnung bezüglich direkte 

Bundessteuer 2012. Diesbezüglich ging das kantonale Steueramt von einem Netto-

Liegenschaftsertrag von insgesamt Fr. 47'358.- aus, wobei die Differenz von 

Fr. 12'211.- zum staatssteuerpflichtigen Liegenschaftenertrag weder begründet wurde 

noch Gründe ersichtlich sind, den Liegenschaftenertrag bei der direkten Bundessteuer 

anders zu bemessen als bei den Staats- und Gemeindesteuern. Auf der Stufe des 

Veranlagungsentscheids bzw. der -verfügung bemass das kantonale Steueramt den 

gesamten Netto-Liegenschaftenertrag gleich hoch, nämlich auf Fr. 53'590.-. Obwohl 

die Pflichtige das kantonale Steueramt in der Beschwerde auf diese Unstimmigkeit 

hinwies, ging Letzteres mit keinem Wort auf diese Beanstandung ein. Mit der Pflichti-

- 17 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

gen ist deshalb von einem Übertragungsfehler auszugehen, so dass der Einkommens-

berechnung für die direkte Bundessteuer (analog Staats- und Gemeindesteuern 2012) 

ein Nettoliegenschaftsertrag von Fr. 35'147.- zugrunde zu legen ist. Dies hat zur Folge, 

dass das bundessteuerpflichtige Einkommen 2012 um Fr. 12'211.- zu reduzieren ist. 

 

 Bezüglich Steuerperiode 2013 liegen keine Beanstandungen vor, womit sich 

eine weitere Prüfung des Liegenschaftsertrags erübrigt. 

 

 b) Bewertung der Wertschriften der G AG pro 2012 und 2013. 

 

 aa) Die Pflichtige hält 800 von 2800 stimmberechtigten Namenakten der G AG 

im Nominalwert von Fr. 100.- pro Aktie. Für diesen Minderheitsanteil deklarierte sie in 

den Wertschriftenverzeichnissen 2012 und 2013 Steuerwerte von Fr. 99'065.- (2012) 

und Fr. 100'911.- (2013), beantragte jedoch im Einspracheverfahren, den Wert der Ak-

tien unter Berücksichtigung eines Pauschalabzugs von 30% zufolge der Minderheitsbe-

teiligung – auf je Fr. 28'000.- (Fr. 35.- je Aktie) zu reduzieren. Das kantonale Steueramt 

anerkannte diesen Antrag, setzte jedoch den reduzierten Steuerwert der Aktien bei der 

Steuerberechnung zahlenmässig nicht vollständig um. Im Jahr 2012 nahm es im Er-

gebnis nur einen Korrekturabschlag von Fr. 67'925.- statt Fr. 71'065.- (= Fr. 99'065 – 

Fr. 28'000.-) vor. Die Abweichung von Fr. 3'140.- wurde nicht begründet. Im Jahr 2013 

reduzierte es den Steuerwert sinngemäss nur um Fr. 61'841.- statt beantragt 

Fr. 72'911.- (= Fr. 100'911 – Fr. 28'000). Die Abweichung von Fr. 11'070.- wurde eben-

falls nicht begründet. 

 

 bb) Im Rekursverfahren änderte die Pflichtige ihre Bewertung erneut, indem 

sie gestützt auf die vom kantonalen Steueramt erstellten Bewertungen per 

31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2012 Aktienwerte (inklusive Vinkulierungsab-

zug) von Fr. 22'400.- (2012, Fr. 28.- je Aktie) und Fr. 28'000.- (2013, Fr. 35.- je Aktie) 

geltend machte. Diesem Antrag kann hinsichtlich der Steuerperiode 2012 nicht ent-

sprochen werden. Wenn sich die Pflichtige auf die amtliche Bewertung des kantonalen 

Steueramts (Dienstabteilung Wertschriften) abstützt, welche per 31. Dezember 2012 

vorliegt und einen Steuerwert von Fr. 35.- je Aktie ausweist, geht es ohne substanziier-

te Einwendungen gegen diese Bewertung nicht an, der Aktienbewertung per 31. De-

zember 2012 die Bewertung aus dem Vorjahr zugrunde zu legen. Die Pflichtige unter-

lag hier möglicherweise einem Versehen, indem sie die einschlägigen amtlichen Be-

wertungen verwechselte. Zumindest die Ausführungen auf Seite 8 der Beschwerde-

- 18 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

schrift (Ziffer 3.2.2.) deuten darauf hin. Somit ist der Vermögenssteuerwert der streitbe-

troffenen Aktien per 31. Dezember 2012 auf Fr. 28'000.- (800 x Fr. 35.-) festzusetzen. 

 

 cc) Da für das Jahr 2013 keine amtliche Bewertung vorliegt, ist der Vermö-

genssteuerwert der streitbetroffenen Aktien per 31. Dezember 2013 auf der Grundlage 

der amtlichen Bewertung des Vorjahres auf Fr. 35.- je Aktie, insgesamt somit auf 

Fr. 28'000.- festzusetzen. Diesbezüglich besteht Einigkeit zwischen den Parteien. 

 

 

 5. Wie unter E. 2.k dargelegt, ist der Steuerwert der 30 Anteile am G Trust auf 

Fr. 446'743.- (2012) und Fr. 622'944.- (2013) heraufzusetzen, weil die deklarierten 

Werte nicht den stichtagsbezogenen Verkehrswerten in den Jahren 2012 und 2013 

entsprechen. 

 

 6. a) Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist das steuerbare Einkommen 

und steuerbare Vermögen in den Steuerperioden 2012 und 2013 wie folgt festzuset-

zen: 

Staats- und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2012   

   

Einkommen 2012   

Einkünfte aus unselbständigem Haupterwerb     76'370  

Geldwerte Leistung (simuliertes Darlehen)   0    

Wertschriftenertrag      680  

Liegenschaftenertrag   

...strasse 15, C, Eigenmietwert     21'421   

...strasse 15, C, Mietertrag    28'350   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv    -22'166   

Wiese bei ...strasse 15, C      0   

... 146a, I/GR, Eigenmietwert     3'400   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv     -1'413   

...73, N/TI, Eigenmietwert     19'300   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv    -13'745   

Total Liegenschaftsertrag    35'147  

Total der Einkünfte   112'197  

Abzüge   

übrige Berufsauslagen pauschal     2'292  

Weiterbildungs- und Umschulungskosten effektiv     2'791  

Schuldzinsen   

Darlehen G Trust   3'164   

weitere Schuldzinsen  13'909    17'073  

Beiträge 3. Säule a      6'682  

Versicherungsprämien und Zinsen     2'600  

- 19 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

Vermögensverwaltungskosten        619  

Total der Abzüge     32'057  

Nettoeinkommen    80'140  

./. Gemeinnützige Zuwendungen     -3'000  

steuerbares Einkommen    77'140  

steuerbares Einkommen 2012 gerundet (Satz)     77'100  

   

Vermögen per 31. Dezember 2012   

Wertschriften und Guthaben laut Steuererklärung   802'400  

Neuer Vermögenssteuerwert der Aktien G AG      28'000   

statt deklariert     -99'065    -71'065  

Neuer Vermögenssteuerwert der Anteile am G Trust     446'743   

statt deklariert   -204'349   242'394  

Bargeld, Gold und andere Edelmetalle   56'983  

Motorfahrzeuge   16'200  

Briefmarkensammlung, Schmuck  100'000  

Total bewegliches Vermögen  1'146'912  

Liegenschaften   

Einfamilienhaus ... strasse 15, C  1'059'000   

Wiese C (zum Ertragswert)        1'700   

...146, I/GR, verkauft per ...2012 0   

... 24, I/GR (im Bau)   1'022'222   

... 73, N    268'857   

Total Liegenschaften   2'351'779  

Total der Aktiven   3'498'691  

Passiven   

Darlehen G Trust  1'200'000   

Sonstige Passiven    456'499   

Total der Passiven  1'656'499  

Steuerbares Vermögen   1'842'192  

Steuerbares Vermögen 2012 gerundet (Satz)  1'842'000  

   

Direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2012   

   

Einkommen 2012   

Einkünfte aus unselbständigem Haupterwerb    76'370  

Geldwerte Leistung (simuliertes Darlehen)  0  

Wertschriftenertrag   680  

Liegenschaftenertrag   

...strasse 15, C, Eigenmietwert     21'421   

...strasse 15, C, Mietertrag    28'350   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv -22'166   

Wiese bei ...strasse 15, C         0   

...146a, I/GR, Eigenmietwert        3'400   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv      -1'413   

... 73, N/TI, Eigenmietwert      19'300   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv     -13'745   

Total Liegenschaftsertrag    35'147  

- 20 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

Total der Einkünfte   112'197  

Abzüge   

übrige Berufsauslagen pauschal      2'292  

Weiterbildungs- und Umschulungskosten effektiv      2'791  

Schuldzinsen   

Darlehen G Trust     3'164   

weitere Schuldzinsen    13'909    17'073  

Beiträge 3. Säule a      6'682  

Versicherungsprämien und Zinsen      1'700  

Vermögensverwaltungskosten         619  

Beteiligungsabzug  0  

Total der Abzüge    31'157  

Nettoeinkommen    81'040  

./. Gemeinnützige Zuwendungen     -3'000  

steuerbares Einkommen    78'040  

steuerbares Einkommen 2012 gerundet     78'000  

   

 

Staats- und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2013   

   

Einkommen 2013   

Einkünfte aus unselbständigem Haupterwerb     74'492  

Geldwerte Leistung (simuliertes Darlehen)  0  

Wertschriftenertrag         9  

Liegenschaftenertrag   

...strasse 15, C, Eigenmietwert      21'421   

...strasse 15, C, Mietertrag    28'350   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv    -25'850   

Wiese bei ...strasse 15, C            0   

... 24a, I/GR, Eigenmietwert    30'000   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten pauschal     -6'000   

... 73, N/TI, Eigenmietwert     19'300   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv     -6'487   

Total Liegenschaftsertrag     60'734  

Total der Einkünfte   135'235  

Abzüge   

übrige Berufsauslagen pauschal     2'235  

Weiterbildungs- und Umschulungskosten pauschal        500  

Schuldzinsen   

Darlehen G Trust      6'052   

weitere Schuldzinsen      11'751   17'803  

Beiträge 3. Säule a      6'739  

Versicherungsprämien und Zinsen      2'600  

Vermögensverwaltungskosten         617  

Total der Abzüge     30'494  

Nettoeinkommen   104'741  

./. Gemeinnützige Zuwendungen     -1'600  

steuerbares Einkommen   103'141  

- 21 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

steuerbares Einkommen 2013 gerundet (Satz)   103'100  

   

Vermögen per 31. Dezember 2013   

Wertschriften und Guthaben laut Steuererklärung  798'998  

Neuer Vermögenssteuerwert der Aktien G AG     28'000   

statt deklariert   -100'911   -72'911  

Neuer Vermögenssteuerwert der Anteile am GTrust    622'944   

statt deklariert   -309'971   312'973  

Bargeld, Gold und andere Edelmetalle   82'557  

Motorfahrzeuge    10'800  

Briefmarkensammlung, Schmuck   100'000  

Total bewegliches Vermögen   1'232'417  

Liegenschaften   

Einfamilienhaus ... strasse 15, C 1'059'000   

Wiese C (zum Ertragswert)  1'700   

... 24a, I/GR  1'089'944   

... 73, N    268'857   

Total Liegenschaften  2'419'501  

Total der Aktiven  3'651'918  

Passiven   

Darlehen G Trust  1'300'000   

Sonstige Passiven    492'155   

Total der Passiven   1'792'155  

Steuerbares Vermögen   1'859'763  

Steuerbares Vermögen 2013 gerundet (Satz)  1'859'000  

   

Direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2013   

   

Einkommen 2013   

Einkünfte aus unselbständigem Haupterwerb    74'492  

Geldwerte Leistung (simuliertes Darlehen)           0  

Wertschriftenertrag           9  

Liegenschaftenertrag   

...strasse 15, C, Eigenmietwert     21'421   

...strasse 15, C, Mietertrag      28'350   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv     -25'850   

Wiese bei ...strasse 15, C          0   

...24a, I/GR, Eigenmietwert      30'000   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten pauschal       -6'000   

... 73, N/TI, Eigenmietwert      19'300   

./. Liegenschaftsunterhaltskosten effektiv       -6'487   

Total Liegenschaftsertrag    60'734  

Total der Einkünfte   135'235  

Abzüge   

übrige Berufsauslagen pauschal    2'235  

Weiterbildungs- und Umschulungskosten pauschal      500  

Schuldzinsen   

Darlehen G Trust     6'052   

- 22 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

weitere Schuldzinsen    11'751    17'803  

Beiträge 3. Säule a      6'739  

Versicherungsprämien und Zinsen      1'700  

Vermögensverwaltungskosten       619  

Beteiligungsabzug          0  

Total der Abzüge    29'596  

Nettoeinkommen   105'639  

./. Gemeinnützige Zuwendungen     -1'600  

steuerbares Einkommen   104'039  

steuerbares Einkommen 2013 gerundet   104'000  
 

 b) Daraus resultiert unter Anwendung der einschlägigen Ausscheidungsregeln 

folgende interkantonale Steuerausscheidung bezüglich Staats- und Gemeindesteuern, 

Steuerperioden 2012 und 2013: 

 

Staats- und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2012    

  Total Satz  
 Kanton Zü-

rich  
 Kanton 

Graubünden  
 Kanton 
Tessin  

Vermögen per 31. Dezember 2012     

Liegenschaften  2'071'111   1'060'700   800'000   210'411  

Umrechnungsfaktor         90         115       115  

Repartitionswert 2'116'603    954'630   920'000   241'973  

Bewegliches Vermögen  1'146'912   1'146'912    

Korrekturen Zu-/Abgang Lg. ... I/GR      -79'937    79'937    

Total der Aktiven  3'263'515   2'021'605   999'937   241'973  

Quote der Aktiven 100% 61.95% 30.64% 7.41% 

Passiven     

Schulden -1'656'499   -1'026'129   -507'549   -122'821  

Repartitionsdifferenz ZH   235'177     106'070   102'222     26'885  

Repartitionsdifferenz ZH auf Zu-/Abgang        -8'881      8'881    

steuerbares Vermögen  1'842'193   1'092'665   603'491   146'037  

steuerbares Vermögen gerundet 1'842'000   1'092'000    

     

Einkommen 2012     

Nettoertrag aus Liegenschaften     35'147     27'605      1'987     5'555  

Ertrag aus beweglichem Vermögen       680         680    

./. Vermögensverwaltungskosten       -619        -619    

Nettoertrag aus beweglichem Vermögen           61             61      

Vermögensertrag     35'208      27'666      1'987     5'555  

Quote der Aktiven 100% 61.95% 30.64% 7.41% 

Schuldzinsen    -17'073    -10'576     -5'231     -1'266  

Nettovermögensertrag    18'135      17'090     -3'244     4'289  

Quote der Aktiven verbleibende Kantone 100% 89.31%  10.69% 

2. Schuldzinsverlegung         -2'897      3'244       -347  

Nettovermögensertrag    18'135    14'193        3'942  

Unselbständiger Erwerb    76'370     76'370    

- 23 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

Abzüge:     

übrige Berufsauslagen pauschal    -2'292      -2'292    

Weiterbildungs- /Umschulungskosten effektiv     -2'791      -2'791    

Beiträge 3. Säule a     -6'682      -6'682      

Einkommensanteile    82'740      78'798       3'942  

Quote  95.24%  4.76% 

Versicherungsprämien und Zinsen      -2'600      -2'476       -124  

Gemeinnützige Zuwendungen     -3'000     -2'857        -143  

steuerbares Einkommen     77'140         73'465        3'675  

steuerbares Einkommen 2012 gerundet    77'100         73'400    
 

Staats- und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2013    

  Total Satz  
 Kanton Zü-

rich  
 Kanton 

Graubünden  
 Kanton 
Tessin  

Vermögen per 31. Dezember 2013     

Liegenschaften 2'124'111   1'060'700    853'000   210'411  

Umrechnungsfaktor            90        115       115  

Repartitionswert 2'177'553     954'630   980'950   241'973  

Bewegliches Vermögen 1'232'417   1'232'417      

Total der Aktiven 3'409'970   2'187'047    980'950    241'973  

Quote der Aktiven 100% 64.14% 28.77% 7.10% 

Passiven     

Schulden -1'792'155  -1'149'432   -515'551   -127'172  

Repartitionsdifferenz ZH      241'949     106'070   108'994    26'885  

steuerbares Vermögen  1'859'764   1'143'685    574'393   141'686  

steuerbares Vermögen 2013 gerundet  1'859'000  1'143'000    

     

Einkommen 2013     

Nettoertrag aus Liegenschaften        60'734         23'921       24'000    12'813  

Ertrag aus beweglichem Vermögen               9                9    

./. Vermögensverwaltungskosten          -617          -617    

Nettoertrag aus beweglichem Vermögen        -608         -608      

Vermögensertrag      60'126       23'313       24'000    12'813  

Quote der Aktiven 100% 64.14% 28.77% 7.10% 

Schuldzinsen    -17'803    -11'418     -5'121    -1'263  

Nettovermögensertrag     42'323     11'895       18'879    11'550  

Unselbständiger Erwerb     74'492      74'492    

Abzüge:     

übrige Berufsauslagen pauschal   -2'235    -2'235    
Weiterbildungs- und Umschulungskosten pau-
schal      -500       -500    

Beiträge 3. Säule a     -6'739     -6'739      

Einkommensanteile   107'341      76'913       18'879    11'550  

Quote  71.65% 17.59% 10.76% 

Versicherungsprämien und Zinsen     -2'600    -1'863     -457     -280  

Gemeinnützige Zuwendungen     -1'600       -1'146        -281       -172  

steuerbares Einkommen  103'141      73'904     18'140    11'098  

steuerbares Einkommen 2013 gerundet   103'100      73'900    

- 24 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

 c) Somit sind die Rechtsmittel teilweise gutzuheissen und das steuerbare Ein-

kommen und Vermögen wie folgt neu festzusetzen: 

 

 Steuerperiode 2012        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

Steuerbares Einkommen 73'400.- 78'000.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 77'100.- 

 Steuerbares Vermögen 1'092'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 1'842'000.- 

 

 Steuerperiode 2013        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 73'900.- 104'000.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 103'100.- 

 Steuerbares Vermögen 1'143'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 1'859'000.- 

 

 

 7. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der nahezu voll-

ständig unterliegenden Beschwerdegegnerin resp. dem Rekursgegner aufzuerlegen 

(Art. 144 Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG) und ist der Beschwerdeführerin/Rekurrentin 

eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. 

Art. 64 Abs. 1 – 3 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. De-

zember 1968, § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 

24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführerin wird für die 

direkte Bundessteuer, Steuerperioden 2012 und 2013, wie folgt veranlagt (Tarif 

gemäss Art. 214 Abs. 1 DBG; Alleinstehendentarif): 

Steuerperiode 2012:   Steuerbares Einkommen  Fr.          78'000.- 

Steuerperiode 2013:   Steuerbares Einkommen  Fr.        104'000.- 

- 25 - 
 
 
 

2 DB.2017.30 
2 ST.2017.34 

2. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrentin wird für die Staats- und 

Gemeindesteuern, Steuerperioden 2012 und 2013, wie folgt eingeschätzt (Tarif 

gemäss § 35 Abs. 1 bzw. § 47 Abs. 1 StG: Alleinstehendentarif): 

 

Steuerperiode 2012 

Steuerbares Einkommen      Fr.          73'400.- 

Satzbestimmendes Einkommen     Fr.          77'100.- 

Steuerbares Vermögen      Fr.      1'092'000.- 

Satzbestimmendes Vermögen     Fr.      1'842'000.- 

 

Steuerperiode 2013 

Steuerbares Einkommen      Fr.          73'900.- 

Satzbestimmendes Einkommen     Fr.        103'100.- 

Steuerbares Vermögen      Fr.      1'143'000.- 

Satzbestimmendes Vermögen     Fr.     1'859'000.- 

 

[…]