# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35fb497c-dcb8-5add-8fa6-4941e7dfbca8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2011 D-5522/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5522-2011_2011-10-11.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5522/2011

U r t e i l   v om   1 1 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;  
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

Parteien A._______, geboren (…), 
dessen Ehefrau
B._______, geboren (…),
sowie deren Kinder
C._______, geboren (…),
D._______, geboren (…),
ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, 
(…)
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin­Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 26. September 2011 / N (…).

D­5522/2011

Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer A._______ am 15. Juli  2001 ein erstes und 
am  14. Juni  2004  ein  zweites  Asylgesuch  in  der  Schweiz  einreichte, 
welche beide abgewiesen wurden,

dass  die  Beschwerdeführenden  am  25. Oktober  2005  gemeinsam  um 
Asyl in der Schweiz nachsuchten,

dass diese Asylgesuche – mit Verfügung vom 9. März 2006 – abgelehnt 
und die Wegweisung sowie der Wegweisungsvollzug angeordnet wurden,

dass die dagegen eingereichte Beschwerde von der damals zuständigen 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  mit  Urteil  vom  26. Juni 
2006 abgelehnt wurde,

dass der Beschwerdeführer beziehungsweise die Beschwerdeführenden 
jeweils  nach  Erhalt  der  negativen  Asylentscheide  unbekannten 
Aufenthalts waren,

dass  sie  eigenen  Angaben  zufolge  am  18. August  2011  erneut  in  die 
Schweiz  einreisten,  wo  sie  gleichentags  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) E._______ um Asyl nachsuchten,

dass  das  BFM  aufgrund  einer  Abfrage  der  EURODAC­Datenbank 
feststellte, dass die Beschwerdeführenden am (…) 2006 in Frankreich ein 
Asylgesuch eingereicht hatten und dabei daktyloskopisch erfasst wurden,

dass alle vier Beschwerdeführenden am 30. August 2011 im EVZ befragt 
wurden und sie dabei angaben, sie hätten sich seit ihrer Ausreise aus der 
Schweiz im Jahr 2006 immer in Frankreich aufgehalten,

dass  ihnen  im  Rahmen  der  Befragungen  das  rechtliche  Gehör  zum 
EURODAC­Ergebnis  sowie  zu  einer  allfälligen  Wegweisung  nach 
Frankreich gewährt wurde,

dass  sie  angaben,  sie  hätten  in  Frankreich  Probleme  mit  einer  aus 
F._______  stammenden  Familie  gehabt  und  sie  seien  von  diesen 
Familienmitgliedern  auch  tätlich  angegangen  sowie  bedroht  worden, 
weshalb sie nicht nach Frankreich zurückkehren wollten,

D­5522/2011

Seite 3

dass  die  Beschwerdeführerin  (Mutter)  zudem  gesundheitliche  Probleme 
habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  26. September  2011  –  eröffnet  am 
30. September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche 
nicht eintrat und die Wegweisung nach Frankreich anordnete,

dass  das Bundesamt  die Beschwerdeführenden  gleichzeitig  aufforderte, 
die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu 
verlassen,  den  Kanton  G._______  mit  dem  Vollzug  der 
Wegweisungsverfügung  beauftragte,  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen 
diese  Verfügung  habe  keine  aufschiebende  Wirkung,  und  ihnen  die 
editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die 
Beschwerdeführenden hätten am (…) 2006 in Frankreich ein Asylgesuch 
gestellt, 

dass  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR 0.142.392.68])  und  auf  das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft, 
der Republik Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, 
Anwendung  und  Entwicklung  des  Schengen­Besitzstands  und  über  die 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die 
Prüfung  eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten 
Asylantrags  Frankreich  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens 
zuständig sei,

dass  Frankreich  am  16. September  2011  einer  Übernahme  der 
Beschwerdeführenden gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung 
[EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  (Dublin­II­
Verordnung; nachfolgend Dublin­II­VO) zugestimmt habe,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder 
Verlängerung – bis spätestens am 23. März 2012 zu erfolgen habe,

D­5522/2011

Seite 4

dass die Aussagen der Beschwerdeführenden anlässlich der Gewährung 
des  rechtlichen  Gehörs  zu  einer  Wegweisung  nach  Frankreich  kein 
Hindernis für eine Wegweisung dorthin darstellten,

dass davon auszugehen sei, die französischen Behörden gewährleisteten 
grundsätzlich  Schutz  vor  der  Verfolgung  durch  Drittpersonen  und  der 
französische  Staat  treffe  geeignete  Massnahmen,  um  eine  solche 
Verfolgung zu verhindern,

dass  keine Hinweise  darauf  bestünden,  dass die Beschwerdeführenden 
keinen  Zugang  zu  solchem  Schutz  hätten,  sie  sich  mithin  an  die 
französischen Behörden wenden  könnten,  falls  sie  nach  ihrer Rückkehr 
nach Frankreich weiterhin Probleme mit Drittpersonen hätten,

dass  somit  auf  die  Asylgesuche  nicht  einzutreten  sei,  die Wegweisung 
aus der Schweiz die Regelfolge des Nichteintretens auf  ein Asylgesuch 
und der Vollzug der Wegweisung nach Frankreich zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 5. Oktober 2011 gegen 
die  vorinstanzliche  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhoben,  mit  welcher  sie  beantragten,  die  angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben und das Amt sei anzuweisen, sein Recht zum 
Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  vorliegendes  Asylverfahren  für 
zuständig zu erklären,

dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Erteilung  der 
aufschiebenden Wirkung im Sinne vorsorglicher Massnahmen ersuchten, 
und  die  Vollzugsbehörden  seien  anzuweisen,  von  einer  Überstellung 
nach Frankreich abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über den 
Suspensiveffekt der eingereichten Beschwerde entschieden habe,

dass  sie  schliesslich  beantragten,  es  sei  ihnen  die  unentgeltliche 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  und  2  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021)  zu  bewilligen  und  es  sei  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses zu verzichten,

dass  der  Beschwerdeschrift  verschiedene  Beweismittel  zum 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerinnen beilagen,

D­5522/2011

Seite 5

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerdebegehren  sowie  die 
eingereichten  Beweismittel  –  soweit  entscheidwesentlich  –  in  den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  6. Oktober  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden mit  Eingabe  vom  7. Oktober  2011  eine 
Stellungnahme des Kantonsspitals H._______ vom 6. Oktober 2011 zum 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin (Mutter) einreichten,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme nicht vorliegt,

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 

D­5522/2011

Seite 6

sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  gemäss  Ergebnis  der  EURODAC­
Abfrage sowie nach  ihren eigenen Angaben am (…) 2006  in Frankreich 
daktyloskopisch erfasst wurden und Asylgesuche stellten,

dass  das  BFM  die  französischen  Behörden  am  8. September  2011 
gestützt  auf  Art. 16  Abs. 1  Bst. c  Dublin­II­VO  um  Übernahme  der 
Beschwerdeführenden ersuchte,

dass  Frankreich  der  Rückübernahme  der  Beschwerdeführenden  mit 
Schreiben  vom  16. September  2011  gestützt  auf  Art. 16  Abs. 1  Bst. e 
Dublin­II­VO zustimmte,

dass  die  Beschwerdeführenden  damit  ohne  weiteres  in  einen  Drittstaat 
(vorliegend Frankreich)  ausreisen  können, welcher  für  die Prüfung  ihrer 
Asylanträge staatsvertraglich zuständig ist,

dass hinsichtlich des Einwandes der Beschwerdeführenden, sie könnten 
nicht  nach  Frankreich  zurückkehren,  da  sie  dort  von  einer  (…)  Familie 

D­5522/2011

Seite 7

bedroht würden, die Vorinstanz zutreffend darauf hingewiesen hat, dass 
sie sich im Falle von erneuten Belästigungen Dritter an die französischen 
Behörden wenden könnten,

dass  der  auf  Beschwerdeebene  erhobene  Einwand,  die  französische 
Polizei  habe  den  Beschwerdeführenden  nicht  geholfen,  in  den 
protokollierten Aussagen keine Stütze findet, 

dass  der  Beschwerdeführer  (Vater)  vielmehr  das  Vorgehen  der 
französischen Polizei schilderte (vgl. Akten BFM F 5/11 S. 7 f.),

dass  der  weitere  Einwand,  die  französischen  Behörden  könnten  die 
Beschwerdeführenden nicht 24 Stunden  täglich, 7 Tage die Woche,  vor 
jeglichen  Übergriffen  schützen  (vgl.  a.a.O.,  S. 8),  nicht  auf  eine 
mangelhafte  Schutzfähigkeit  und  –willigkeit  des  französischen  Staates 
schliessen lässt,

dass vielmehr mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden kann, die 
französische  Polizei  werde  bei  einer  erneuten  Bedrohung  sämtliche 
notwendigen und möglichen Schutzmassnahmen treffen,

dass  aus  den  von  den  Beschwerdeführenden  eingereichten 
Beweismitteln  sowie  ihren  Aussagen  anlässlich  der  Befragungen 
hervorgeht,  dass  ihnen  die  notwendige  ärztliche  Behandlung  in 
Frankreich gewährt wurde und auch weiterhin gewährt wird,

dass  somit  ohne weiteren Begründungsaufwand  davon  auszugehen  ist, 
das BFM habe keine Veranlassung zu einem Selbsteintritt gehabt,

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu  Recht  auf  die   Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht 
eingetreten ist,

dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Frankreich  der  Systematik 
des Dublin­Verfahrens entspricht und nach dem Nichteintretensentscheid 
im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches 
zuständigen  Staat  handelt  –  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 
Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art. 44  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83 
Abs. 1 AuG,

D­5522/2011

Seite 8

dass eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, vielmehr bereits im 
Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  stattfinden  muss  (vgl.  vorstehende 
Erwägungen, BVGE 2010/45 E. 10.2),

dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  für  die  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom 
Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Frankreich  zu 
bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, 

dass  mit  vorliegendem  Urteil  das  Beschwerdeverfahren  abgeschlossen 
ist, weshalb die Anträge auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen, wie 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung, und auf Verzicht auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses hinfällig werden,

dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art. 65  Abs.  1  und  2  VwVG 
abzuweisen  ist,  da  die  Begehren  –  wie  sich  aus  den  vorstehenden 
Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die 
kumulativen  Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

D­5522/2011

Seite 9

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: