# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93fd4211-014b-5a86-ad7e-ae34ea27eeb9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-09-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 04.09.2002 SB 2002 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2002-24_2002-09-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 04. September 2002 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 02 24 (mündlich eröffnet)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Präsident Schmid, Kantonsrichter Schäfer und Vital, Aktuar ad hoc Hellrigl.

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In der strafrechtlichen Berufung

des F. A . , italienischer Staatsangehöriger, Angeklagter und Berufungskläger, ver-
treten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter, Goldgasse 11, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Imboden vom 15. Mai 2002, mitgeteilt 
am 26. Juni 2002, in Sachen gegen den Berufungskläger,

betreffend Fahren in angetrunkenem Zustand,

hat sich ergeben:

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A. F. A. wurde am 25. Februar 1954 in Vitulazio, Provinz Caserta/Italien 
geboren und wuchs zusammen mit zwei Geschwistern bei den Eltern in B. auf. Glei-
chenorts besuchte er sechs Jahre die Primar- und drei Jahre die Werkschule. An-
schliessend absolvierte er mit Erfolg eine 3½-jährige Maler- und Gipserlehre bei der 
Firma Federspiel in Domat/Ems. Danach war er während 13 Jahren als Vorarbeiter 
bei der Firma Walser in Chur tätig. Von 1994 bis 1999 arbeitete er selbständig als 
Maler und Privatdetektiv. Ab 1999 bis Februar 2001 war F. A. als Verkäufer im Den-
ner Satellit in Chur tätig. Seit 1. Februar 2001 ist er als Magaziner-Chef bei der 
Getränkehandlung Feldschlösschen in Chur angestellt. Gemäss eigenen Angaben 
erzielt er ein monatliches Bruttoeinkommen von CHF 3'900.— und hat Schulden in 
der Höhe von CHF 40'000.— bis 50'000.—. Vermögen ist keines vorhanden.

Im Jahre 1985 heiratete F. A. B.A.. Diese Ehe, welcher ein Knabe entspross, 
wurde im Jahr 1998 geschieden. F. A. bezahlt für seinen Sohn zurzeit monatlich 
CHF 360.— Alimente.

Am 18. Juli 1984 wurde F. A. vom Kreispräsidenten Chur wegen vorsätzli-
chen Fahrens in angetrunkenem Zustand mit einer Busse von CHF 600.— bestraft. 
Im schweizerischen Zentralstrafregister ist F. A. mit einer Verurteilung verzeichnet. 
Am 20. März 1998 wurde er vom Kreispräsidenten Rhäzüns wegen vorsätzlichen 
Fahrens in angetrunkenem Zustand sowie Verletzung von Verkehrsregeln mit 14 
Tagen Gefängnis (bedingt, Probezeit zwei Jahre) und CHF 700.—Busse bestraft. 
Im SVG-Massnahmenregister ist er mit einem Führerausweisentzug verzeichnet. 
Sein automobilistischer Leumund muss als getrübt bezeichnet werden.

B. Dem vorliegenden Strafverfahren liegt gemäss Anklageschrift der 
Staatsanwaltschaft Graubünden vom 9. April 2002 folgender Sachverhalt zugrunde:

Am 30. August 2001 fuhr F. A. zwischen 13.00 Uhr und 13.30 Uhr mit seinem 
Fahrzeug Lancia Thema, GR ........, von seinem Wohnort in Domat/Ems nach Chur, 
wo er den Wagen beim Arcas parkte. In Chur angekommen, verweilte er bis etwa 
18.30 Uhr im Restaurant City und konsumierte dort insgesamt zwei Gläschen Wein. 
Gegen 18.30 Uhr fuhr er zusammen mit einer ihm bekannten Frau nach Landquart 
ins Cabaret Latino, wo sie sich bis etwa 20.00 Uhr / 20.30 Uhr aufhielten und F. A. 
mindestens einen Whisky-Cola konsumierte. Anschliessend fuhr er zusammen mit 
seiner Begleiterin via Igis und Zizers bis zum Autobahnanschlusswerk Rappagugg 
in Zizers. K. P., welcher zu jenem Zeitpunkt auf das Fahrzeug von F. A. aufgeschlos-
sen hatte, konnte dabei beobachten, wie jener beinahe die dortige Verkehrsinsel 

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rammte. Beim anschliessenden Einspuren auf die A13, Fahrtrichtung Chur, verur-
sachte F. A. eine Beinahekollision mit einem auf der Normalspur fahrenden Fahr-
zeug, weshalb K. P. sich entschloss, die Polizei zu benachrichtigen. Zu diesem 
Zweck hielt K. P. sein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen an. Nach seiner Weiterfahrt 
schloss er erneut auf das Fahrzeug von F. A. auf, welcher teilweise auf dem Pan-
nenstreifen fuhr, die Normalspur überquerte, auf der Überholspur fuhr und wieder 
nach rechts zog. Beim Autobahnanschlusswerk nach Domat/Ems verliess F. A. die 
Autobahn und verursachte erneut eine Beinahekollision mit einem von Flims heran-
nahenden Fahrzeug.

Nachdem F. A. sein Auto auf seinem Privatparkplatz in Domat/Ems abgestellt 
hatte, trank er noch im Fahrzeug aus einer gekauften Flasche Ballantines zwei kräf-
tige Schluck. Unmittelbar darauf wurde er von der Polizei kontrolliert. Die Auswer-
tung der Blutprobe ergab gemäss Bericht des Institutes für Rechtsmedizin am Kan-
tonsspital St.Gallen einen Mindestblutalkoholgehalt von 1.88 Gewichtspromille. Der 
erst anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme geltend gemachte 
Nachtrunk entspricht gemäss den Gerichtsmedizinischen Angaben bei F. A. einem 
Wert von 0.36 Gewichtspromille. 

C. Die Polizei entzog F. A. auf der Stelle den Führerausweis. Mit Verfü-
gung vom 20. Februar 2002 entzog ihm das Strassenverkehrsamt Graubünden den 
Führerausweis ab dem 30. August 2001 für die Dauer von 12 Monaten. 

D. Mit Strafmandat des Kreispräsidenten Rhäzüns vom 25. Februar 2002 
wurde F. A. wegen vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand sowie Verlet-
zung von Verkehrsregeln mit 70 Tagen Gefängnis und CHF 500.— Busse bestraft. 
Dagegen liess er am 4. März 2002 Einsprache erheben.

E. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 9. April 2002 
wurde F. A. wegen vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand sowie wegen 
der Verletzung von Verkehrsregeln in Anklagezustand versetzt. Gleichzeitig wurde 
der Fall dem Bezirksgerichtsausschuss Imboden zur Beurteilung überwiesen. Die-
ser erkannte mit Urteil vom 15. Mai 2002, mitgeteilt am 26. Juni 2002:

“1. F. A. ist schuldig des Fahrens in angetrunkenem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG sowie der Verletzung von Ver-
kehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 
90 Ziff. 1 SVG.

2. Dafür wird er mit 70 Tagen Gefängnis und Fr. 500.—Busse be-
straft.

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3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Kosten des Kreisamtes Rhäzüns von Fr.   300.00

- den Untersuchungskosten der 

    Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 1'866.40

- der Gerichtsgebühr von Fr. 1'300.—

total somit Fr. 3'466.40

gehen zulasten des Verurteilten.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)“

F. Gegen dieses Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Imboden vom 
15. Mai 2002, mitgeteilt am 26. Juni 2002, erhob F. A. mit Eingabe vom 17. Juli 2002 
strafrechtliche Berufung an den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden. Er be-
antragt:

“1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben.

2. F. A. sei des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 
SVG schuldig zu sprechen. Im übrigen sei er von der Anklage 
freizusprechen.

3. Dafür sei er mit maximal 50 Tagen Gefängnis bedingt unter 
Auferlegung einer angemessenen Probezeit und einer Busse 
von CHF 500.00 zu bestrafen.

4. Es sei eine mündliche Hauptverhandlung durchzuführen.

5. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zulasten des Staates.“

Sowohl die Staatsanwaltschaft Graubünden als auch die Vorinstanz verzich-
teten auf eine Vernehmlassung, wobei letztere auf ihre Ausführungen im angefoch-
tenen Urteil vom 15. Mai 2002, mitgeteilt am 26. Juni 2002, und die Akten verwies.

G. Anlässlich der Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgerichtsaus-
schuss am 4. September 2002 waren der Berufungskläger und sein Verteidiger, 
Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter, anwesend. Die Staatsanwaltschaft verzichtete 
gestützt auf Art. 145 Abs. 4 StPO auf die Teilnahme an der Verhandlung. Die ak-
tenkundigen Personalangaben wurde durch den Berufungskläger bestätigt. Gegen 
die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichtes wurden keine Ein-
wände erhoben.

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F. A. erklärte, sein Vater sei vor etwa vier Monaten gestorben und er sorge 
jetzt für seine gebrechliche Mutter. Er wohne im selben Haus wie sie und würde für 
sie kochen, putzen und den Haushalt führen. Seine Mutter sei auf ihn angewiesen. 
Er habe einen Bruder und eine Schwester, welche beide verheiratet seien. Diese 
wohnten zwar im selben Dorf wie er, hätten jedoch nicht viel Zeit, sich um die Mutter 
zu kümmern. Das Verhältnis der Geschwister und Schwager untereinander sei sehr 
gut, ebenso verhalte es sich mit dem Verhältnis dieser Personen zur Mutter. 

Er habe am Mittag des besagten Tages 2dl Wein getrunken, was er nicht 
regelmässig tue. Am Abend sei er in Begleitung einer russischen Tänzerin gewesen. 
Diese sei die Freundin einer ihm bekannten russischen Tänzerin namens S., die im 
Cabaret Maxim in Chur arbeite. Er habe, so der Angeklagte, seine Begleiterin, deren 
Name er nicht kenne und die er an jenem Tage zum ersten mal gesehen habe, in 
das Lokal Latino in Landquart gefahren. Weil die Begleiterin Geburtstag gehabt 
habe, habe man ihnen dort Wodka offeriert. Sein Glas sei immer wieder gefüllt wor-
den, z.B. als er auf der Toilette war. Etwa um 21.00 Uhr sei er mit seiner Begleitung 
zu sich nach Domat/Ems gefahren, um dort Spaghetti zu kochen. Die Idee sei dabei 
gewesen, dass seine Begleitung danach per Taxi wieder hätte nach Chur fahren 
sollen, wo sie bei der besagten Freundin namens S. im Maxim in Chur logiert habe. 
Bei Ankunft in Domat/Ems habe er nach dem Abstellen des Motors noch im Auto 
zwei Schluck Whisky konsumiert, bevor er von der Polizei überprüft worden sei. 

Die Divergenz zwischen dem Ergebnis der ersten polizeilichen Einvernahme 
und der Einvernahme vor dem Untersuchungsrichter (der geltend gemachte 
Nachtrunk) erkläre sich dadurch, dass die Polizei das Protokoll nicht richtig verfasst 
habe. Zudem habe die Polizei die russische Tänzerin, welche bestätigen könne, 
dass er einen Nachtrunk konsumiert habe, nicht einvernommen und sie habe auch 
bei seiner Einvernahme nicht dabei sein dürfen. Darum und weil im polizeilichen 
Protokoll wahrheitswidrig stehe, dass die Tänzerin ihn während der Fahrt geschubst 
habe, habe er das polizeiliche Protokoll nicht unterschrieben. 

Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter verwies auf seine Berufungsschrift vom 
17. Juli 2002. Er legte dar, ein Nachweis für einen Verstoss gegen Art. 31 Abs. 3 
SVG sei nicht erbracht worden. Ein Verstoss gegen Art. 91 Abs. 1 SVG werde ein-
gestanden. Die Strafe der Vorinstanz müsse wegen Wegfalls des Verstosses gegen 
Art. 31 Abs. 3 SVG gemäss Art. 63 StGB herabgesetzt werden. Das Verschulden 
des Berufungsklägers wiege schwer und sei nicht zu bagatellisieren. Die Vorinstanz 
habe aber unzulässigerweise bei der Strafzumessung auf ein Richtstrafmass abge-

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stellt. Darum erfolge die Berufung und vor allem auch wegen der Verweigerung des 
bedingten Strafvollzuges. Die Tatumstände seien nicht genügend berücksichtigt 
worden, zudem sei kein Unfall geschehen, der Berufungskläger sei reuig und ein-
sichtig und durch den 12-monatigen Entzug des Führerausweises genügend be-
straft.

Der bedingte Strafvollzug könne objektiv und subjektiv betrachtet gewährt 
werden. Dem Aspekt der Spezialprävention komme dabei ein besonderes Gewicht 
zu. Die Vorinstanz habe die Rückfälligkeit des Berufungsklägers zu Unrecht im 
Lichte des Verschuldens gewürdigt. Diese dürfe lediglich im Rahmen des automo-
bilistischen Leumundes gewürdigt werden. Zudem habe die Vorinstanz die persön-
liche Situation des Berufungsklägers nicht genügend gewürdigt. Auf ausdrückliche 
Frage des Gerichtspräsidenten führte der Verteidiger aus, ein allfälliger Verstoss 
gegen Art. 31 Abs. 1 SVG liege ebenfalls nicht vor.

H. Auf das weitere Ergebnis der Strafuntersuchung, die Begründung der 
Anträge sowie die Erwägungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, im 
folgenden eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile der Bezirksgerichtsausschüsse können der Verurteilte 
und der Staatsanwalt beim Kantonsgerichtsausschuss Berufung erheben (Art. 141 
Abs. 1 StPO). Dazu ist die Berufung innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen 
Eröffnung des angefochtenen Entscheides einzureichen; sie ist zu begründen und 
hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides gerügt werden 
und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 
Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen vermag die vorliegende Berufung zu genü-
gen. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist daher einzutreten.

2. Für das Berufungsverfahren ist zu beachten, dass dem Kantonsge-
richtsausschuss als Berufungsinstanz zwar eine umfassende, uneingeschränkte 
Kognition zukommt (Art. 146 Abs. 1 StPO), er jedoch das vorinstanzliche Urteil 
grundsätzlich nur im Rahmen der in der Berufung oder Anschlussberufung gestell-
ten Anträge überprüft (vgl. W. Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des 
Kantons Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, Ziff. 1 und 2 zu Art. 146, mit Hinweisen). 
Dem Kantonsgerichtsausschuss kommt ferner beim Entscheid über die Strafzumes-
sung und die Gewährung des bedingten Strafvollzuges ein erhebliches Ermessen 

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zu, wobei sich diese Ermessensbetätigung auf sachlich haltbare Gründe zu stützen 
hat (BGE 116 IV 280; 117 IV 114; 118 IV 100). Es gilt allerdings zu berücksichtigen, 
dass der Kantonsgerichtsausschuss auch weitere Urteilspunkte abändern oder er-
gänzen kann und muss, wenn sonst der Würdigung aller Umstände unzureichend 
Rechnung getragen würde beziehungsweise einzelne Fragen aus dem Sachzusam-
menhang gerissen würden und damit Bundesrecht verletzt würde (vgl. BGE 117 IV 
104 ff.). 

3. Die Vorinstanz hat ein schweres Verschulden des Berufungsklägers 
angenommen und dabei insbesondere berücksichtigt, dass sich die Trunkenfahrt 
teilweise auf der Autobahn mit entsprechend hohen Geschwindigkeiten auch der 
übrigen Verkehrsteilnehmer abgespielt hat und dass es dabei zu mehreren gefähr-
lichen Situationen gekommen ist. Bei der Strafzumessung hat die Vorinstanz die 
Vorstrafen aus dem Jahr 1998 und 1984 sowie den mittlerweile stark in Mitleiden-
schaft gezogenen automobilistischen Leumund straferhöhend berücksichtigt. Straf-
schärfend wurde das Zusammentreffen zweier Straftatbestände berücksichtigt. 
Strafmilderungsgründe erachtete die Vorinstanz nicht als gegeben. Zugunsten des 
Berufungsklägers wurde festgehalten, dass er sich teilweise geständig gezeigt 
habe. 

Die Vorinstanz hat festgehalten, dass in objektiver Hinsicht dem bedingten 
Strafvollzug gemäss Art. 41 Ziff. 1. Abs. 1 und 2 StGB nichts entgegen stehe. In 
subjektiver Hinsicht spreche gegen die Gewährung des bedingten Strafvollzuges, 
dass das Delikt im Rückfall begangen worden sei, wobei seit der letzten Tat lediglich 
vier Jahre vergangen seien und dass sich der Berufungskläger von den bisherigen 
Verurteilungen nicht habe beeindrucken lassen. Der Berufungskläger offenbare 
eine Anfälligkeit für das Delikt und halte sich auch im angetrunkenen Zustand für 
fahrberechtigt, solange er langsam genug fahre. Es könne nicht angehen, dem Be-
rufungskläger deshalb eine günstige Prognose zu stellen, weil der Strafvollzug für 
ihn, wie auch für sein Umfeld, mit Unannehmlichkeiten verbunden sei. Die gesamten 
Tatumstände, das automobilistische Vorleben und der Charakter des Berufungsklä-
gers liessen keine günstige Prognose zu, weshalb F. A. die Rechtswohltat des be-
dingten Vollzuges für diese erneute Verfehlung nicht gewährt werden könne. 

4. a) Der Bezirksgerichtsausschuss Imboden sprach F. A. des Fahrens in 
angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG sowie der Verletzung von Ver-
kehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schul-
dig. Der Rechtsvertreter des Berufungsklägers bestreitet die unsichere Fahrweise 

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des Berufungsklägers in seiner Berufungsschrift nicht, macht jedoch geltend, es sei 
nicht nachgewiesen, dass die unsichere Fahrweise des Berufungsklägers auf das 
Verhalten seiner Mitfahrerin zurückzuführen sei. Dies um so mehr, als die Mitfahre-
rin von der Polizei nicht einvernommen worden sei. Grund für die unsichere Fahr-
weise sei – entgegen den Aussagen des Berufungsklägers in der polizeilichen Ein-
vernahme – der angetrunkene Zustand des Berufungsklägers gewesen. Auf ent-
sprechende Anfrage des Gerichtspräsidenten hin, ob allenfalls ein Verstoss gegen 
Art. 31 Abs. 1 SVG vorliege, verneinte dies der Verteidiger, ohne die Antwort jedoch 
näher zu begründen. 

Die Einwände der Verteidigung vermögen teilweise zu überzeugen. Eine Be-
strafung des Berufungsklägers gestützt auf Art. 31 Abs. 3 SVG in Verbindung mit 
Art. 90 Ziff. 1 SVG ist nicht angezeigt. Der Zeuge K. P. hat nie ausgesagt, die Mit-
fahrerin sei für die unsichere Fahrweise des Berufungsklägers verantwortlich gewe-
sen. Dies hat einzig der Berufungskläger selbst anlässlich seiner ersten – wenn 
auch nicht unterschriebenen, so doch von Kpl mbA A. J. bestätigten – (polizeilichen) 
Befragung am Tage der Tat ausgeführt. Die anlässlich dieser polizeilichen Befra-
gung gemachten Ausführungen wurden durch den Berufungskläger in der Folge 
gleich zweifach mit unterschiedlichen Begründungen widerrufen. Einmal hat der Be-
rufungskläger in der Konfronteinvernahme mit dem Zeugen K. P. ausgesagt, er 
habe mit seiner Mitfahrerin während der Fahrt ein Gespräch geführt. Anlässlich der 
Hauptverhandlung hat der Berufungskläger ausgesagt, seine Mitfahrerin habe 
während der ganzen Fahrt neben ihm im Fahrzeug gedöst. Wie dem auch sei. Der 
Beweis, dass die Mitfahrerin für die unsichere Fahrweise des Berufungsklägers ver-
antwortlich ist, wurde nicht erbracht. Dies gereicht dem Berufungskläger jedoch kei-
neswegs zum Vorteil, da die unsichere Fahrweise, die Beinahekollisionen und das 
Nichtbeherrschen das Fahrzeuges unbestritten und durch die glaubwürdigen Aus-
sagen des K. P. bewiesen sind. 

Nach Aussagen der Verteidigung sind die Äusserungen des Zeugen K. P.  
mit Vorsicht zu geniessen, da der Berufungskläger entgegen den Zeugenaussagen 
keinen Posten umgefahren habe. Dem ist entgegenzuhalten, dass der Zeuge K. P., 
der bis zum besagten Tag mit dem Berufungskläger keinerlei Berührungspunkte 
hatte, keinerlei Grund gehabt hätte, die Polizei auf die unsichere Fahrweise des 
Berufungsklägers hinzuweisen, wenn er diese nicht als gefährlich eingestuft hätte. 
Zudem hat der Zeuge nie behauptet, der Berufungskläger habe einen Posten um-
gefahren. Anlässlich der Konfronteinvernahme des Zeugen K. P. mit dem Beru-
fungskläger sagte der Zeuge aus, der Berufungskläger habe in Zizers beim An-

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schlusswerk Rappagugg beinahe die dortige Insel gerammt. Danach sei der Beru-
fungskläger in die A13 eingespurt, obwohl auf der Normalspur und auch auf der 
Überholspur bereits je ein Auto fuhren. Dabei sei er beinahe in einen anderen Wa-
gen hineingefahren. Bis nach Chur sei der Berufungskläger teilweise auf der Über-
holspur, teilweise auf dem Pannenstreifen gefahren, bevor er beim Anschlusswerk 
Domat/Ems die A13 verlassen habe und dabei beinahe mit einem von Flims her-
kommenden Auto kollidiert sei. Der Berufungskläger selbst räumte anlässlich der 
Konfronteinvernahme ein, dass die Angaben des Zeugen betreffend seine Fahr-
weise zutreffen können.

Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG muss der Führer das Fahrzeug ständig so be-
herrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Davon war der 
Berufungskläger weit entfernt, da er – wie vom ihm anlässlich der Konfronteinver-
nahme eingestanden – unbestrittenermassen auf der relativ kurzen Fahrstrecke von 
Landquart nach Domat/Ems beinahe einen Selbstunfall und zwei Unfälle mit ande-
ren Fahrzeugen verursacht hat. Eine Verletzung von Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbin-
dung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG ist darum ausgewiesen. Die fragliche Fahrweise ist 
Gegenstand der Anklageschrift und der Kantonsgerichtsausschuss nimmt lediglich 
eine andere rechtliche Qualifikation vor, was gemäss Art. 125 Abs. 4 StPO möglich 
ist, nachdem der Verteidiger anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung dar-
auf hingewiesen wurde und er sich hiezu äussern konnte.

b) Die rechtliche Qualifikation der Haupttat – Fahren in angetrunkenem 
Zustand (Art. 91 As. 1 SVG) – wie auch der Schuldspruch hiezu sind nicht ange-
fochten. Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden damit in erster Linie die Fra-
gen der Strafzumessung und der Gewährung des bedingten Strafvollzuges. Die 
Vorinstanz bestrafte F. A. wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 
91 Abs. 1 SVG sowie der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 3 
SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG mit 70 Tagen Gefängnis unbedingt und 
einer Busse von CHF 500.—. Der Rechtsvertreter des Berufungsklägers beantragt 
eine Strafe von maximal 50 Tagen Gefängnis bedingt unter Auferlegung einer an-
gemessenen Probezeit und einer Busse von CHF 500.—.

5. Bei der Überprüfung der vorinstanzlichen Strafzumessung setzt der 
Kantonsgerichtsausschuss sein Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz und 
wendet die Regeln über die Strafzumessung selbständig an. Gemäss Art. 63 StGB 
hat der Richter vom Verschulden des Täters auszugehen, wobei er die Beweg-
gründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen berück-

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sichtigt. Liegen keine Strafmilderungs- oder Strafschärfungsgründe vor, hat er sich 
an den vom Gesetzgeber vorgesehenen Strafrahmen zu halten. Grundlage für die 
Strafzumessung ist im vorliegenden Fall der in Art. 91 Abs. 1 SVG vorgesehene 
Strafrahmen von Gefängnis oder Busse, wobei gemäss Praxis die Verbindung von 
Freiheitsstrafe und Busse zulässig ist (Art. 50 Abs. 2 StGB). Die kürzeste Dauer der 
Gefängnisstrafe beträgt drei Tage, die längste Dauer drei Jahre, sofern es das Ge-
setz nicht ausdrücklich anders bestimmt (Art. 36 StGB). 

Grundlage für die Bemessung der Schuld ist immer die Schwere der Tat. Bei 
der Beurteilung der Tatkomponente werden insbesondere das Ausmass des ver-
schuldeten Erfolgs, die Art und Weise seiner Herbeiführung, die Willensrichtung, mit 
welcher der Täter gehandelt hat, und die Beweggründe des Schuldigen berücksich-
tigt. Beim Fahren in angetrunkenem Zustand lassen sich hierzu aus dem Mass der 
Alkoholisierung und der Notwendigkeit oder Entbehrlichkeit der Fahrt massgebliche 
Rückschlüsse entnehmen. Damit verbunden ist eine Würdigung der Gefährlichkeit 
und Länge der Fahrstrecke, sowie der übrigen zu erwartenden Verkehrsverhält-
nisse. Weitere schuldrelevante Umstände können sich aus dem Fahrverhalten so-
wie aus dem tatsächlichen Verlauf der Fahrt ergeben. Zu berücksichtigen sind auch 
allfällige persönliche Faktoren wie Müdigkeit oder Krankheit. Demgegenüber um-
fasst die Täterkomponente das Vorleben, insbesondere allfällige Vorstrafen, den 
Leumund, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat. Inner-
halb des gesetzlichen Strafrahmens ist ohne Bindung an feste Regeln die verschul-
densgerechte Strafe zu finden (PKG 1992 Nr. 35, BGE 124 IV 44 f. und 117 IV 113 
f.). 

Das Verschulden von F. A. muss – wie es der Berufungskläger und sein Ver-
teidiger selbst auch tun – als schwer bezeichnet werden. So musste er im Jahr 1984 
(1.07 Gewichtspromille) und im Jahr 1998 (1.33 Gewichtspromille) wegen Fahrens 
in angetrunkenem Zustand verurteilt werden. Dabei waren die Rahmenbedingun-
gen des Deliktes im Jahr 1984 denjenigen des heute zu beurteilenden Deliktes sehr 
ähnlich. Knapp 3½ Jahre nach seiner letzten Verurteilung manifestiert der Beru-
fungskläger durch eine Trunkenheitsfahrt mit mindestens 1,52 Gewichtspromille, 
dass die ergangenen Strafurteile aus den Jahren 1984 und 1998 ihre Warnwirkung 
– trotz der neben der Bestrafung ebenfalls erfolgten Führerausweisentzüge von je-
weils 2 Monaten –verfehlten, was straferhöhend zu berücksichtigen ist. F. A. setzte 
sich bereits zum dritten Mal und zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren über 
die verbindlichen Regeln des Strassenverkehrs hinweg und offenbart dadurch eine 
bedenkliche Gewissens- und Verantwortungslosigkeit gegenüber anderen Stras-

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senbenützern. Durch seine Straftat vom 30. August 2001 gefährdete er nicht nur 
sich selber und seine Mitfahrerin, sondern konkret auch Leib und Leben anderer 
Menschen. Zudem fällt straferhöhend ins Gewicht, dass keinerlei Notwendigkeit für 
die über 20 km lange Selbstfahrt von Landquart nach Domat/Ems bestand; es han-
delte sich entgegen der Behauptung des Berufungsklägers um eine nicht notwen-
dige Vergnügungsfahrt in ein Nachtlokal nach Landquart, und es wäre für F. A. ein 
Leichtes gewesen, auf die Fahrt zu verzichten. Je leichter es für den Täter gewesen 
wäre, die von ihm übertretene Norm zu respektieren, desto schwerer ist seine Ent-
scheidung gegen sie und damit seine Schuld zu gewichten (vgl. Stratenwerth, 
Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil II, Bern 1989, § 7 N 57). Es ist allge-
mein bekannt, dass die Fahrtüchtigkeit schon durch geringe Mengen Alkohol beein-
trächtigt wird. Motorfahrzeugführer, die unbekümmert um dieses Wissen und trotz 
häufiger und eindringlicher Warnungen in der Öffentlichkeit durch Angetrunkenheit 
am Steuer Leben und Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer erheblich gefährden, 
offenbaren eine nicht entschuldbare Gesinnung. Ein solches Verhalten darf nicht 
bagatellisiert werden.

Zugunsten des Berufungsklägers sind indessen sein guter Leumund, sein 
Geständnis, seine Reue sowie sein – nach anfänglichen Mühen – kooperatives Ver-
halten im Rahmen des vorliegenden Verfahrens zu berücksichtigen. Zugunsten des 
Berufungsklägers kann im weiteren berücksichtigt werden, dass er sich in vorbildli-
cher Weise um seine pflegebedürftige Mutter kümmert.

Angesichts der gesamten Tatumstände, insbesondere aufgrund des Masses 
der Alkoholisierung (welche unter Berücksichtigung des Nachtrunkes 1.52 Blutalko-
holpromille beträgt), der wiederholten Tatbegehung sowie der versagten Warnwir-
kung der Vorstrafen und des damit gezeigten offensichtlichen Verhaltensmusters, 
der konkreten Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, der Entbehrlichkeit der 
Fahrt, der Art der Fahrstrecke (unter anderem Autobahn), der Länge der Fahrstre-
cke und des Zusammentreffens von mehreren Straftatbeständen, vermag der Kan-
tonsgerichtsausschuss keine Umstände zu erkennen, welche eine besonders milde 
Bestrafung rechtfertigen würden. So ist mit aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen, 
dass F. A. bereits zum dritten Mal - auch wenn die erste Tat erhebliche Zeit zurück-
liegt und folglich nicht mehr schwer gewertet werden darf - ein Fahrzeug in erheblich 
angetrunkenem Zustand lenkte und damit eine ernsthafte Gefährdung schaffte. 
Strafmindernd fallen sein Geständnis und sein korrektes Verhalten während des 
Verfahrens in Betracht. Die angeführten Strafminderungsgründe sind jedoch nicht 
so erheblich, dass damit ein Unterschreiten von 70 Tagen Gefängnis begründet 

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werden könnte, stehen ihnen doch ganz beachtliche und gewichtige Strafer-
höhungsgründe (Vorstrafen, Tatumstände, konkrete Gefährdung, erhöhter Alkohol-
konsum) gegenüber. Ausserordentliche Umstände, welche die Ausfällung einer 
Strafe unter 70 Tagen Gefängnis rechtfertigen würden, sind ebenfalls nicht gege-
ben. Unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint daher 
die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe von 70 Tagen Gefängnis und einer Busse 
von 500 Franken als dem Verschulden von F. A. angemessen und erforderlich.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Verteidiger in seinem Plä-
doyer auf BGE 128 II 182 verwiesen hat. Dieser Entscheid kann jedoch für den 
vorliegend zu beurteilenden Fall nicht herangezogen werden, da es dabei um eine 
Streitigkeit bezüglich Dauer des Führerscheinentzuges mit entsprechenden Spezi-
alnormen geht. 

6. a) Der Rechtsvertreter des Berufungsklägers beantragt in seiner Beru-
fung vom 17. Juli 2002, dass der bedingte Strafvollzug angeordnet werde. Er führt 
zur Begründung aus, der Berufungskläger sei weder trunksüchtig, noch liege bei 
ihm gewohnheitsmässiger Alkoholkonsum vor. Unter Berücksichtigung des 
Nachtrunkes ergebe sich ein Mindestblutalkoholgehalt von 1.52 Gewichtspromille, 
was – ohne dies bagatellisieren zu wollen – keinen schweren Fall im Sinne der 
Rechtsprechung darstelle.  Die Tatsache des Geburtstages und der lockeren Stim-
mung der weiblichen Begleitung seien von der Vorinstanz nicht genügend berück-
sichtigt worden. Es seien anlässlich der inkriminierten Fahrt weder Personen noch 
Sachen zu Schaden gekommen. Zudem sei der Berufungskläger für die Pflege sei-
ner Mutter hauptverantwortlich und eine unbedingte Gefängnisstrafe werde den Be-
rufungskläger unter Umständen seine Arbeitsstelle kosten. Weiter müsse berück-
sichtigt werden, dass der Berufungskläger einen 12-Monatigen Führerscheinentzug 
zu tragen habe. Sodann könnten Zweifel bei der Gewährung des bedingten Vollzu-
ges durch eine Verlängerung der Probezeit beseitigt werden. Schliesslich sei der 
Berufungskläger reuig, einsichtig und – nach anfänglichen Mühen – kooperativ, was 
für eine günstige Prognose spreche. 

b) Nach Art. 41 Ziff. 1 StGB kann der Vollzug einer Freiheitsstrafe von 
nicht mehr als 18 Monaten aufgeschoben werden, wenn Vorleben und Charakter 
des Verurteilten erwarten lassen, er werde dadurch von weiteren Verbrechen oder 
Vergehen abgehalten. Hat der Verurteilte jedoch innerhalb der letzten fünf Jahre vor 
der Tat wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens oder Vergehens eine 

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Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe von mehr als drei Monaten verbüsst, so ist der 
Aufschub einer Freiheitsstrafe von Gesetzes wegen nicht zulässig. 

c) Wie ausgeführt wurde, verlangt Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in subjekti-
ver Hinsicht, dass Vorleben und Charakter des Verurteilten erwarten lassen, er 
werde durch den Aufschub von weiteren Verbrechen oder Vergehen abgehalten. 

Nach der früheren Rechtsprechung durfte einem angetrunkenen Fahrzeug-
führer nur mit grosser Zurückhaltung der bedingte Strafvollzug gewährt werden. Das 
Bundesgericht führte diesbezüglich aus, es sei allgemein bekannt, dass die Fahr-
tüchtigkeit schon durch geringe Mengen Alkohol beeinträchtigt werde. Bei jenen Mo-
torfahrzeugführern, welche unbekümmert um dieses Wissen durch Angetrunkenheit 
am Steuer Leben und Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer erheblich gefährden, 
könne somit auf eine rücksichtslose Gesinnung sowie auf einen Charakterfehler ge-
schlossen werden. Aus spezial- und generalpräventiven Gründen seien daher hohe 
Anforderungen an die Gewähr für künftiges Wohlverhalten zu stellen (BGE 98 IV 
160, BGE 105 IV 291 ff.). So war etwa demjenigen, welcher innerhalb von zehn 
Jahren rückfällig wurde, der bedingte Strafvollzug in der Regel zu verweigern. Das 
Bundesgericht ist nun aber von dieser strengeren Praxis abgerückt und hat festge-
halten, dass bei Gewährung oder Verweigerung des bedingten Strafvollzuges auch 
beim Tatbestand des Fahrens in angetrunkenem Zustand die gleichen Kriterien wie 
bei den anderen Delikten zugrunde zu legen sind. Bei der Beurteilung der Be-
währungsaussichten dürfe nicht aus generalpräventiven Überlegungen ein derart 
strenger Massstab angelegt werden, dass angetrunkenen Fahrzeuglenkern der be-
dingte Strafvollzug praktisch zum vornherein verschlossen bleibe (BGE 118 IV 97; 
PKG 1993 Nr. 24). Demzufolge darf auf dem Gebiet des Fahrens in angetrunkenem 
Zustand der bedingte Strafvollzug auch bei einem verkehrsstrafrechtlichen Rückfall 
nicht zum Vornherein verweigert werden. 

Massgeblich ist somit in erster Linie der Grundsatz der Spezialprävention 
(vgl. BGE 118 IV 97). Unzulässig wäre es jedoch, unter den nach Art. 41 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB zu berücksichtigenden Umständen einzelnen eine vorrangige Bedeutung 
beizumessen und andere zu vernachlässigen oder überhaupt ausser Acht zu las-
sen. Die Besonderheiten des Rückfalls oder die Tatsache, dass ein Fahrzeugführer 
bei Trinkbeginn weiss, dass er später ein Fahrzeug führen wird, sind nur Umstände, 
die neben allen anderen bei einer Gesamtwürdigung zu berücksichtigen sind. Auch 
spielen die konkreten Umstände der früheren wie auch der neuen Trunkenheitsfahrt 
sowie die Dauer seit der früheren Tat respektive deren Beurteilung eine Rolle. Wei-

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ter kann bedeutsam sein, ob für die frühere Tat lediglich eine Busse oder aber eine 
Freiheitsstrafe ausgefällt worden ist und auf welche Dauer der Führerausweis ent-
zogen worden ist (vgl. BGE 118 IV 101, Pr. 78 (1989), Nr. 257, Seiten 918 ff.).

Bei einer Prognosestellung bezüglich künftigem Wohlverhalten des Täters 
sind somit alle rechtlich massgeblichen Gesichtspunkte des Vorlebens, des Cha-
rakters und des Leumunds des Täters, die konkreten Tatumstände wie auch alle 
weiteren Tatsachen, welche gültige Rückschlüsse auf die Bewährungsaussichten 
zulassen, abwägend in die Beurteilung einzubeziehen, um in einer Gesamtwürdi-
gung zu entscheiden, ob Aussicht auf zukünftige, dauerhafte, das heisst über die 
allfällige Probezeit hinausgehende, Besserung besteht (vgl. BGE 118 IV 97; PKG 
1993 Nr. 24). In diesem Sinne steht bei der Prüfung der günstigen Prognose im 
Sinne von Art. 41 Ziff. 1 StGB die Frage im Vordergrund, unter welchen Vorausset-
zungen einem Verurteilten trotz unsicherer Zukunftsaussichten Vertrauen ge-
schenkt werden kann (vgl. P. Albrecht, Der bedingte Strafvollzug bei Alkohol am 
Steuer, SJZ 1988, S. 101). Vermag der Richter begründetes Vertrauen zu gewin-
nen, so ist der Vollzug der Freiheitsstrafe aufzuschieben (vgl. Urteil des Kantonsge-
richtsausschusses von Graubünden vom 19. April 1999 in Sachen D. E. B., SB 
99/22 und vom 20. Oktober 1999 in Sachen G. S., SB 99/65). Der Richter muss von 
der Besserungsaussicht mit Begründung überzeugt sein. Schwankt er zwischen va-
ger Hoffnung und Bedenken, so hat er kein Vertrauen auf eine Bewährung und hat 
daher auf die Gewährung des bedingten Strafvollzuges zu verzichten (vgl. BGE 100 
IV 133, 102 IV 63 und PKG 1993 Nr. 24). 

Wird befürchtet, eine bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe vermöge den 
Verurteilten nicht genügend zu beeindrucken, so kann – wo das Gesetz wahlweise 
Freiheitsstrafe oder Busse androht – der Richter die beiden Strafen auch verbinden 
(Art. 50 Abs. 2 StGB). Ebenfalls kann er den Verurteilten gemäss Art. 41 Ziff. 2 Abs. 
1 StGB unter Schutzaufsicht stellen oder ihm für sein Verhalten während der Pro-
bezeit bestimmte Weisungen erteilen. Schliesslich kann allfälligen Bedenken auch 
bei der Festsetzung der Dauer der Probezeit Rechnung getragen werden (Art. 41 
Ziff. 1 Abs. 3 StGB).

d) Im vorliegenden Fall sind die objektiven Voraussetzungen für die Ge-
währung des bedingten Strafvollzuges zugunsten von F. A. gegeben. So wird für 
den hier zu behandelnden Vorfall eine Strafe von weniger als 18 Monaten verhängt, 
und der Berufungskläger hatte innerhalb der letzten fünf Jahre keine Freiheitsstrafe 
von mehr als drei Monaten zu verbüssen. Folglich bleibt zu prüfen, ob F. A. in sub-

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jektiver Hinsicht eine günstige Prognose für künftiges Wohlverhalten gestellt werden 
kann, beziehungsweise ob sein Vorleben und Charakter erwarten lassen, dass er 
sich durch die Gewährung des bedingten Vollzuges von weiteren Verbrechen oder 
Vergehen abhalten lässt (vgl. Art. 41 Ziff. 1 Abs.1 und 2 StGB). 

Für die Beurteilung der Frage, ob F. A. eine günstige Prognose gestellt und 
damit der bedingte Strafvollzug gewährt werden kann, sind einmal die Vorstrafen, 
welche er auf demselben Gebiete erlitten hat, zu berücksichtigen. Dabei können 
grundsätzlich auch Vorstrafen herangezogen werden, welche bereits im Strafregis-
ter gelöscht wurden (BGE 121 IV 9, BGE 105 IV 293). F. A. wird im vorliegenden 
Verfahren bereits zum dritten Mal wegen desselben Tatbestandes verurteilt. Zwar 
führt der verkehrsstrafrechtliche Rückfall nicht automatisch zu einer negativen Pro-
gnose bezüglich künftigem Wohlverhalten, die Umstände einer erneuten Tat bilden 
jedoch ein Indiz für die Uneinsichtigkeit des Fehlbaren und können zusammen mit 
dessen Vorleben Anlass zu negativer Bewertung der Bewährungsaussichten geben 
(vgl. BGE 115 IV 81 f.; 101 IV 330; 98 IV 313). Erschwerend fällt sodann ins Ge-
wicht, dass dem Berufungskläger auch beim letzten der beiden früheren Vorfälle ein 
erheblicher Alkoholgehalt nachgewiesen werden konnte und er bereits zu einer be-
dingten Gefängnisstrafe verurteilt worden ist (welche ihre Warnwirkung offensicht-
lich verfehlt hat). Er hätte daher wissen müssen, dass er nach dem Konsum einer 
solch beträchtlichen Menge Alkohol nicht mehr fahrtüchtig im Sinne des Gesetzes 
war. F. A. lenkte mit mindestens 1,52 Gewichtspromille Alkohol im Blut einen Per-
sonenwagen, wovon im Übrigen auch die Vorinstanz ausgegangen ist. Dieser Wert 
liegt beinahe doppelt so hoch, wie die gesetzlich zulässige Grenze von 0,8 Ge-
wichtspromille. Dem Berufungskläger muss daher vorgeworfen werden, dass er sich 
in einem Zustand ans Steuer setzte, welcher ein sicheres Lenken des Fahrzeuges 
bei Weitem nicht mehr erlaubte. F. A. hat sich damit bewusst über gesetzliche Re-
geln hinweggesetzt und die Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern in Kauf 
genommen. Zudem kann sich der Berufungskläger für seine Handlung weder auf 
eine Ausnahmesituation noch auf andere für ihn sprechende Umstände berufen. Da 
die Fahrt – wie bereits dargelegt – in keiner Weise notwendig war, wäre es für ihn 
ein Leichtes gewesen, auf die Benützung des Fahrzeuges zu verzichten und so sein 
strafbares Verhalten zu vermeiden. All dies weist auf Charaktermängel hin, die 
keine günstige Prognose erlauben. Ein wenig günstiges Licht wirft im weitern auf 
den Angeklagten, dass er bei seiner Trunkenfahrt beinahe einen oder mehrere Zu-
sammenstösse verursacht, dadurch mehrfach eine konkrete Gefahr für Dritte ge-
schaffen hat und weitergefahren ist. Dieses Verhalten lässt auf eine ernstzuneh-
mende Gewissenlosigkeit schliessen, was einen gewichtigen Faktor gegen die Stel-

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lung einer günstigen Prognose darstellt. Es muss zudem befürchtet werden, dass 
F. A. die eigene Fahrfähigkeit nicht richtig einschätzen kann und die Gefahren des 
Alkohols im Strassenverkehr ganz allgemein unterschätzt, was ebenfalls gegen 
eine günstige Prognose bezüglich der Gewährung des bedingten Strafvollzuges 
spricht. Auch die mit einem Strafvollzug verbundene Gefahr des Stellenverlustes 
führt nicht zwingend zur Stellung einer günstigen Prognose, kann doch eine kurze 
Gefängnisstrafe in Halbgefangenschaft verbüsst und damit das geltend gemachte 
Risiko des Stellenverlustes erheblich reduziert werden. Dasselbe gilt es zur Pflege-
bedürftigkeit der Mutter des Berufungsklägers zu sagen. Der Strafvollzug mag unter 
diesen Umständen für den Angeklagten eine gewisse Härte bedeuten, die unter 
dem Aspekt der Strafempflindlichkeit zu würdigen ist, im übrigen aber eine von vie-
len Unannehmlichkeiten darstellt, wie sie dem Strafvollzug eigen ist. Während der 
Halbgefangenschaft kann sich der Berufungskläger, der inzwischen wieder über 
seinen Führerausweis verfügt – wenn auch etwas eingeschränkt – nach wie vor um 
seine pflegebedürftige Mutter kümmern. Hinzu kommt, dass durch die Verbüssung 
der Strafe in Halbgefangenschaft auch andere allfällige negative Auswirkungen, 
welche die Verbüssung einer kurzen Freiheitsstrafe mit sich bringen kann, abge-
schwächt werden.

Das Muster der ersten Trunkenfahrt und das Muster der heute zu beurteilen-
den Fahrt ähneln sich stark, handelt es sich doch in beiden Fällen um unnötige 
Plauschfahrten, was auf eine offensichtlich vorhandene Charakterschwäche und 
Uneinsichtigkeit beim Berufungskläger schliessen lässt. Uneinsichtigkeit liegt beim 
Berufungskläger darum vor, weil er offensichtlich nicht einsieht, dass man in alko-
holisiertem Zustand kein Fahrzeug fahren sollte. 

Es ist weiter zu berücksichtigen, dass die Situation nicht etwa diese ist, dass 
der Berufungskläger zur Tatzeit alkoholabhängig war und dies nun nicht mehr ist, 
was eher für eine günstige Prognose sprechen würde, da aufgrund der weggefalle-
nen Abhängigkeit der Rückfall unwahrscheinlicher werden würde. Der Berufungs-
kläger war zur Tatzeit – ebenso wie heute – nicht alkoholabhängig. Trotzdem ist er 
nach rund 3 ½ Jahren wieder auf dem gleichen Gebiet straffällig geworden, was 
eine erhebliche Charakterschwäche offenbart.

Auch eine längere Bewährungsfrist verspricht nicht, den Berufungskläger von 
weiteren Straftaten abzuhalten, hat er sich doch durch die im Jahr 1998 ausgefällte 
Strafe mit Probezeit nicht von einer gleichgelagerten Verfehlung abhalten lassen. 
Die abschreckende Wirkung der bedingt aufgeschobenen Gefängnisstrafe und der 

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Administrativmassnahmen stossen im vorliegenden Fall offensichtlich an ihre Gren-
zen, und es bleibt als letzte Konsequenz noch der Strafvollzug, um ihn so zu künf-
tigem Wohlverhalten bewegen zu lassen. 

In die Gesamtwürdigung ist schliesslich der Führerausweisentzug von 12 
Monaten, den der Angeklagte jetzt hinter sich hat, miteinzubeziehen. Auf Grund der 
persönlichen Befragung ergibt sich, dass der Entzug ihn in objektiver Weise, sei es 
aus beruflicher, sei es aus privater Sicht, nicht überdurchschnittlich hart und ein-
schneidend getroffen hat. Die Wirkung des Entzuges darf daher nicht als besonders 
nachhaltig eingeschätzt werden. Dieser Umstand vermag angesichts aller übrigen 
Umstände, die gegen eine zuverlässige günstige Prognose sprechen, die Gesamt-
würdigung nicht ins Gegenteil zu kehren und eine dauerhafte Abkehr zu begründen.

Der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden gelangt daher angesichts 
der ungünstigen Umstände (unnötige Fahrt, hohe Blutalkoholkonzentration, lange 
Fahrstrecke, Autobahn) sowie in Anbetracht der Tatsache, dass sich der Berufungs-
kläger bereits zum zweiten Mal innerhalb von 3 ½ Jahren wegen Fahrens in ange-
trunkenem Zustand zu verantworten hat, zum Schluss, dass F. A. trotz einiger we-
niger Anhaltspunkte für eine positive Prognose keine Gewähr für künftiges Wohl-
verhalten bietet. Durch seinen erneuten Verstoss gegen das Strassenverkehrsge-
setz offenbarte er eine Charakterschwäche, welche die ihm zugute zu haltenden 
Faktoren im Rahmen einer Gesamtwürdigung keineswegs zu überwiegen vermö-
gen. Echtes Vertrauen, das trotz zweimaliger Verfehlung auf gleichem Gebiet Aus-
sicht auf eine zukünftige und dauerhafte, über eine Probezeit hinausgehende Be-
währung begründet, ist nicht vorhanden. Wenn aber ein solches Vertrauen auf Be-
währung nicht gewonnen werden kann, wenn der Richter zwischen vager Hoffnung 
und Bedenken schwankt oder gar – wie vorliegend – die Bedenken klar überwiegen, 
ist die Gewährung des bedingten Strafvollzuges zu verweigern. Eine bedingt aus-
gesprochene Freiheitsstrafe würde nicht die erwünschte abschreckende Wirkung 
zur Folge haben. Unter Berücksichtigung aller relevanten Tatsachen und Umstände 
gelangt der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden daher zur Überzeugung, 
dass dem Berufungskläger keine positive Prognose für künftiges Wohlverhalten im 
Sinne von Art. 41 Ziff. 1 StGB gestellt werden kann und dass demzufolge die 
Rechtswohltat des bedingten Strafvollzuges nicht gewährt werden kann. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beru-
fungsverfahrens zu Lasten des Berufungsklägers (Art. 160 Abs. 1 StPO).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Ziffer 1 des angefochtenen Urteils wird von Amtes wegen dahin präzisiert, 
dass F. A. des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 
91 Abs. 1 SVG sowie der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 
31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig gesprochen 
wird.

2. Im übrigen wird die Berufung abgewiesen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers.

4. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident Der Aktuar ad hoc