# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff0a84ca-9c86-59fa-bf62-a548c5ce40b8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.01.2015 200 2014 871
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-871_2015-01-07.pdf

## Full Text

200 14 871 IV
KOJ/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 7. Januar 2015

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 1. September 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Jan. 2015, IV/14/871, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) bezieht seit dem 1. Juli 2007 eine Dreiviertelsrente der 
Invalidenversicherung (IV; Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 81 f.).

Am 8. Februar 2012 leitete die IVB eine Revision von Amtes wegen ein 
(AB 87 ff.). Im Rahmen dieses Revisionsverfahrens nahm die IVB erwerbli-
che und medizinische Abklärungen vor, insbesondere veranlasste sie eine 
neuropsychologische Untersuchung (Gutachten vom 10. November 2012 
[AB 104]). Gestützt auf diese Abklärungen bestätigte die IVB mit Mitteilung 
vom 24. Dezember 2012 (AB 106) den Anspruch des Versicherten auf eine 
Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 67 %. Diese Mitteilung blieb 
unangefochten.

B.

Am 14. April 2014 gelangte der Versicherte an die IVB und beantragte die 
Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente, da sich sein Gesundheitszustand 
verschlechtert habe (AB 108). Mit Vorbescheid vom 17. Juli 2014 (AB 111) 
stellte die IVB das Nichteintreten auf das Revisionsgesuch in Aussicht, weil 
der Versicherte keine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Er-
lass der letzten Verfügung glaubhaft gemacht habe. Daran hielt sie nach 
Zustellung eines Arztzeugnisses (AB 114) von Dr. med. B.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, fest und trat mit Ver-
fügung vom 1. September 2014 (AB 115) auf das Revisionsgesuch nicht 
ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Jan. 2015, IV/14/871, Seite 3

C.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Schreiben vom 10. Sep-
tember 2014 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung sowie das Eintreten der IVB auf sein Rentener-
höhungsgesuch. Zur Begründung führt er hauptsächlich aus, dass sich sein 
Gesundheitszustand aufgrund einer depressiven Krise stark verschlechtert 
habe. Dies würden die Zeugnisse seines Hausarztes und seiner Psychia-
terin belegen. Sollten die eingereichten Arztberichte nicht ausreichen, sei er 
bereit, sich einer psychiatrischen Begutachtung zu unterziehen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. November 2014 schloss die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Sie bringt im Wesentlichen 
vor, der Beschwerdeführer habe eine gesundheitliche Veränderung bzw. 
eine anderweitige Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen nicht 
glaubhaft gemacht.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

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cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 1. September 2014 
(AB 115). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf das 
Rentenerhöhungsgesuch des Beschwerdeführers vom 14. April 2014 
(AB 108) zu Recht nicht eingetreten ist. 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 1 lit. c GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 

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V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.3 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheb-
lichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invali-
denversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Diese Eintre-
tensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder 
mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung 
des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 
V 108 E. 5.3.1 S. 112).

2.4 Unter Glaubhaftmachen ist kein Beweis nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht allgemein massgebenden Grad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu verstehen. Die Beweisanforderungen sind vielmehr her-
abgesetzt, indem nicht im Sinne eines "vollen Beweises" die Überzeugung 
der Verwaltung begründet zu werden braucht, dass der behauptete Sach-
verhalt eingetreten ist. Vielmehr genügt es, dass für den geltend gemach-
ten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte 
bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei 
eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsdarstellung 
nicht erstellen lassen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Grundsätzlich unter-
liegt das Glaubhaftmachen weniger strengen Anforderungen als im Zivil-
prozessrecht. Dort muss – im Gegensatz zum vollen Beweis – das Gericht 
von der Richtigkeit der behaupteten Sachdarstellung immerhin überzeugt 
sein, wenn auch nicht vollständig und unter Ausschluss jeden Zweifels 
(SVR 2003 IV Nr. 25 S. 77 E. 2.2).

2.5 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-

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klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.2).

Die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen 
durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände-
rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74ter lit. f IVV 
keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisionsergebnis-
ses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 IVV; bis 
31. Dezember 2011 Art. 74quater IVV), in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt 
einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (SVR 2010 IV Nr. 4 S. 8 
E. 3.1; BGer 8C_441/2012, E. 3.1.2).

2.6 Nach Eingang eines Revisionsgesuchs ist die Verwaltung zunächst 
zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person über-
haupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne 
weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon 
längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung 
höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu re-
spektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung 
ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer eine erhebliche Änderung 
des Sachverhalts, die geeignet ist, seinen Anspruch auf Leistungen der 
Invalidenversicherung zu beeinflussen, in zureichender Weise glaubhaft 
gemacht hat (vgl. E. 2.3 f. hiervor).

Die Beschwerdegegnerin nahm im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens 
im Jahr 2012 (AB 87 ff.) erwerbliche und medizinische Abklärungen vor, 

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namentlich wurde ein neuropsychologisches Gutachten (AB 104) bei 
lic. phil. C.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, eingeholt 
und dieses med. pract. D.________, Fachärztin für Neurologie und Psych-
iatrie sowie Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), zur Beurtei-
lung vorgelegt (AB 105). Nach erfolgter Überprüfung legte die Beschwer-
degegnerin den Invaliditätsgrad auf 67 % fest und bestätigte in der Mittei-
lung vom 24. Dezember 2012 (AB 106) den Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf eine Dreiviertelsrente. Der erwähnten Mitteilung lag demzufolge 
eine umfassende materielle Überprüfung zu Grunde.

Es ist folglich der Sachverhalt im Zeitpunkt der unangefochten gebliebenen 
Mitteilung vom 24. Dezember 2012 (AB 106) mit demjenigen im Zeitpunkt 
der hier angefochtenen Nichteintretensverfügung vom 1. September 2014 
(AB  115) zu vergleichen (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Die Mitteilung vom 24. Dezember 2012 (AB 106) stützte sich in me-
dizinischer Hinsicht massgeblich auf das neuropsychologische Gutachten 
vom 10. November 2012 (AB 104) und den Bericht der RAD-Ärztin vom 
19. November 2012 (AB 105).

3.2.1 Im neuropsychologischen Gutachten vom 10. November 2012 
(AB 104) hielt lic. phil. C.________ als Diagnosen eine deutliche 
Sprachstörung (ICD-10 R47.0) mit schwerer Lese- und Recht-
schreibstörung (ICD-10 F81.0), zudem weitere kognitive Einschränkungen 
meist geringeren Ausmasses auch in sprachfremden Bereichen und einen 
langjährigen Cannabis- und Alkoholabusus (aktueller Status nicht genau 
bestimmbar) fest. Beim Explorand seien sowohl die Sprachproduktion wie 
auch das Sprachverständnis und das eigentliche Sprachsystem besonders 
betroffen. In Zusammenhang mit der Sprachstörung seien auch weitere 
Funktionen eingeschränkt, beispielsweise das Kopfrechnen, die verbale 
Merkspanne, das verbale Arbeitsgedächtnis oder die Aufmerksamkeitsleis-
tung mit verbalem Material. Nur leicht vermindert seien dagegen die eigent-
lichen verbalen Gedächtnisleistungen. Schwer vermindert seien das Lesen 
und auch das Rechtschreiben. Neben den sprachassoziierten Einschrän-
kungen seien auch Beeinträchtigungen in anderen kognitiven Bereichen 
vorhanden. In stärkerem Ausmass bestünden in der Handlungsplanung 
und beim Problemlösen von komplizierten neuartigen Aufgabenstellungen 

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sowie im ab-strakten logischen Denken mit visuellem Material und in gerin-
gerem Ausmass bei einzelnen Aufmerksamkeitsleistungen Beeinträchti-
gungen.

Gut bzw. recht gut erhalten seien dagegen die meisten sprachfernen kogni-
tiven Leistungen, so die einzelnen Denkleistungen mit visuellem Material, 
die visuelle Merkspanne, das eigentliche visuelle Gedächtnis, die visuelle 
Ideenproduktion sowie einzelne Aufmerksamkeitstestwerte. Auf eine zu-
mindest zu einem gewissen Teil erhaltene kognitive Leistungsfähigkeit deu-
te auch hin, dass der Explorand in der Lage gewesen sei, eine Anlehre als 
... erfolgreich zu absolvieren sowie nach Vietnam zu reisen und dort zu 
heiraten.

Die recht gut erhaltenen sprachfernen Leistungen deuteten darauf hin, 
dass beim Versicherten nicht von einer eigentlichen Intelligenzminderung 
im Sinne des ICD-10 auszugehen sei, worauf auch der „lediglich“ leicht 
verminderte Handlungs-IQ von 81 Punkten hinweise. Der tiefe Gesamt-IQ 
von 68 Punkten sei in erster Linie als Folge der sprachassoziierten Beein-
trächtigungen zu werten und nicht Ausdruck einer eigentlichen Intelligenz-
minderung. In guter Übereinstimmung dazu habe der Explorand schon bei 
der Voruntersuchung vom September 1999 durch den Kinder- und Jugend-
psychologen einen Intelligenzquotienten von 81 Punkten erreicht. Das Be-
fundbild stehe in sehr guter Übereinstimmung zu den in früheren Berichten 
und Untersuchungen festgehaltenen Schwierigkeiten in der mündlichen 
und schriftlichen Sprache. Neben den kognitiven Beeinträchtigungen sei 
beim Explorand ein langjähriger Cannabis- und Alkoholabusus bekannt.

Es sei anzunehmen, dass die Sprachstörungen sowie die Lese- und 
Rechtschreibstörung in der bisherigen Tätigkeit als angelernter ... dazu 
führen, dass Instruktionen und Anweisungen nur unzureichend aufgenom-
men werden könnten, so dass es zu Unterlassungen und Fehlern bei der 
Arbeit kommen könne. Bei komplexen Anweisungen sei mit einer schnellen 
Überforderung zu rechnen. Das selbständige Umsetzen von Aufgaben aus 
Arbeitsplänen oder gezeichneten Vorlagen sei ebenfalls deutlich erschwert. 
Grundsätzlich sei wegen der Aphasie die Kommunikation an der Arbeits-
stelle deutlich erschwert, was zu Missverständnissen führen könne. Bei 
anspruchsvollen Aufgabenstellungen sei zudem auch bei nichtsprachlichen 

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Anforderungen mit einer schnellen Überforderung zu rechnen. Rein visuelle 
und praktische Aufgabenstellungen könne der Versicherte aber grundsätz-
lich recht gut ausführen. Voraussetzung dafür sei, dass die einzelnen Ar-
beitsschritte nicht zu komplex seien und er diese gut verstanden habe. 
Wegen der Suchtproblematik sei mit einer erhöhten Unzuverlässigkeit zu 
rechnen. Aus rein neuropsychologischer/kognitiver Sicht sei die bisherige 
angelernte Tätigkeit als ... in zeitlicher Hinsicht uneingeschränkt zumutbar. 
Dagegen sei von einer Einschränkung der qualitativen Leistungsfähigkeit in 
dieser Tätigkeit auszugehen. Es sei denkbar, dass der Explorand in einer 
Verweistätigkeit eine bessere Verwertung seiner verbliebenen Fähigkeiten 
erreichen könne. Die angelernte Tätigkeit als ... sei letztlich für ihn nur dann 
geeignet, wenn er mit einer Begleitperson zusammenarbeiten könne. Bes-
ser geeignet sei eine einfache manuelle Tätigkeit mit hohem Routineanteil, 
beispielsweise im Rahmen einer … Arbeit.

3.2.2 Im ärztlichen Bericht vom 19. November 2012 (AB 105) führte die 
RAD-Ärztin med. pract. D.________ als Diagnosen mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit eine dissoziierte Intelligenzminderung IQ 68 (Verbal-
IQ 60 und Handlungs-IQ 81 [ICD-10 F74.0]) mit mittelschweren bis schwe-
ren neurokognitiven Dysfunktionen, dominierende sprachassoziierte Ein-
schränkungen (R47.0), eine schwere Lese- und Rechtschreibstörung (ICD-
10 F81.0) und eine schwere Beeinträchtigung der Exekutivfunktionen auf. 
Der Gesundheitszustand des Versicherten bzw. die dissoziierte Intelli-
genzminderung mit schweren sprachassoziierten Dysfunktionen sei seit 
dem Jahr 2000 unverändert.

3.3 Den im Rahmen des Rentenerhöhungsgesuchs (AB 108) einge-
reichten medizinischen Unterlagen ist im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.3.1 Im Bericht vom 30. April 2014 (AB 110) hielt Dr. med. E.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, fest, der Gesundheitszustand 
des Patienten habe sich verschlechtert. Neben chronisch rezidivierenden 
Rücken- und Kopfschmerzen befinde sich der Patient vor allem in einer 
schweren depressiven Krise, mitausgelöst durch die momentane Trennung 
von seiner Ehefrau.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Jan. 2015, IV/14/871, Seite 10

3.3.2 Im Bericht vom 21. August 2014 (AB 114) führte Dr. med. 
B.________ als Diagnosen eine depressive Episode bei Beziehungspro-
blemen (Trennung), einen Status nach Suizidversuch, einen Status nach 
Schädelhirntrauma und einen Status nach schädlichem Gebrauch von Al-
kohol und THC (zur Zeit abstinent) auf.

3.4 Der Beschwerdeführer macht in seinem Rentenerhöhungsgesuch 
vom 14. April 2014 (AB 108) u.a. geltend, er habe sich in psychiatrische 
Behandlung begeben müssen; seine Bemühungen um eine Teilzeitarbeits-
stelle seien deshalb gescheitert, so dass er auf eine Erhöhung der Rente 
der Invalidenversicherung angewiesen sei. Der Beschwerdeführer macht 
mit diesem Vorbringen insbesondere finanzielle Gründe für eine Rentener-
höhung geltend. Aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht sind solche 
Faktoren unbeachtlich.

Weiter beruft sich der Beschwerdeführer auf die Arztzeugnisse von 
Dr. med. E.________ vom 30. April 2014 (AB 110) und Dr. med. 
B.________ vom 21. August 2014 (AB 114). Dr. med. E.________ begrün-
det die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten da-
mit, dass sich dieser in einer schweren depressiven Krise, mitausgelöst 
durch die momentane Trennung von seiner Ehefrau, befinde. Die vom 
Hausarzt des Beschwerdeführers beschriebene depressive Krise wurde 
demnach von einer psychosozialen Belastungssituation hervorgerufen und 
ist damit invalidenversicherungsrechtlich nicht massgebend (vgl. BGE 127 
V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). In diesem Zusam-
menhang ist ebenfalls darauf hinzuweisen, dass Dr. med. E.________ 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin ist. Sein Bericht vom 30. April 2014 
(AB 110) zum psychischen Zustand des Beschwerdeführers stellt demzu-
folge keine fachärztliche Einschätzung dar, weshalb seinen Angaben nur 
reduzierter Beweiswert zukommt (vgl. BGer vom 26.1.2011, 9C_547/2010, 
E. 2.2).

Was schliesslich das Zeugnis von Dr. med. B.________ vom 21. August 
2014 (AB 114) betrifft, enthält dieses keinerlei Hinweise für eine im hier 
interessierenden Zeitraum eingetretene Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes. Sie führte darin, wie ebenfalls bereits Dr. med. E.________ 
in seinem Bericht vom 30. April 2014 (AB 110), aus, die depressive Episo-

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de sei durch psychosoziale Faktoren bedingt (Beziehungsprobleme, Tren-
nung). Zudem listet sie lediglich die bereits bekannten Diagnosen auf, ohne 
aber darauf einzugehen, inwiefern sich der Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers allenfalls verschlechtert habe. Gleiches gilt für den Bericht 
von Dr. med. E.________ vom 28. Oktober 2014 (AB 120), welchen dieser 
der Beschwerdegegnerin und in Kopie dem Gericht zugestellt hat. Darin 
erwähnt er, dass der Beschwerdeführer nach wie vor an einer gestörten 
intellektuellen Entwicklung mit Verlangsamung, an Konzentrationsstörun-
gen, an einer Lernschwäche und an Sprachschwierigkeiten leide. Es hand-
le sich vermutlich um eine kongenitale Hirnleistungsschwäche, die mögli-
cherweise durch ein Schädelhirntrauma im Jahr 1986 verschlimmert wor-
den sei. Diese Ausführungen vermögen eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes seit der Mitteilung vom 24. Dezember 2012 (AB 106) 
ebenfalls nicht glaubhaft darzulegen, werden doch damit einzig gesundheit-
liche Probleme des Beschwerdeführers angegeben, welche durch ein meh-
rere Jahrzehnte zurückliegendes Ereignis verschlimmert worden seien. 
Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der letzten umfas-
senden materiellen Überprüfung im Jahr 2012 wird jedoch nicht beschrie-
ben. Hinzu kommt, dass dieser Bericht in zeitlicher Hinsicht erst nach Er-
lass der angefochtenen Verfügung vom 1. September 2014 (AB 117) bei 
der Verwaltung und in Kopie beim Verwaltungsgericht eingereicht wurde 
und damit im vorliegenden Beschwerdeverfahren grundsätzlich unbeacht-
lich ist (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4).

Was das Vorbringen des Beschwerdeführers betrifft, er sei auch bereit, sich 
psychiatrisch begutachten zu lassen, falls die eingereichten Arztzeugnisse 
nicht genügen sollten, verkennt dieser, dass er im Zusammenhang mit der 
Einreichung eines Revisionsgesuchs i.S.v. Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft zu 
machen hat, der Grad der Invalidität habe sich in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise geändert. Eine diesbezüglich weitergehende Ab-
klärungspflicht besteht für die Verwaltung bzw. das Gericht nicht (vgl. BGE 
130 V 64 E. 5.2.5 S. 68 f. und hiervor E. 2.3, 2.6).

3.5 Nach dem Dargelegten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer eine 
erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Mitteilung 
vom 24. Dezember 2012 (AB 106) nicht glaubhaft gemacht hat, womit sich 

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die angefochtene Nichteintretensverfügung vom 1. September 2014 
(AB 115) als rechtens erweist und die Beschwerde vom 10. September 
2014 abzuweisen ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g GSOG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.