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**Case Identifier:** b47f7d69-bedc-5a2c-a303-9f83756f474f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.11.2021 200 2020 773
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-773_2021-11-04.pdf

## Full Text

200 20 773 IV
KNB/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. November 2021

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. September 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1988 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
zuletzt als ungelernter … bzw. … vom 1. März 2016 bis 31. Dezember 
2017 angestellt, meldete sich im März 2018 unter Hinweis auf einen ope-
rierten Bandscheibenvorfall, vermehrte Rückenschmerzen und eine Ma-
genbandoperation bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 2, 17, 19.5 S.1). Nach medizini-
schen und erwerblichen Abklärungen sowie der Durchführung von berufli-
chen Massnahmen (Aufbautraining vom 15. Mai bis 31. Juli 2018; act. II 26, 
38) veranlasste die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) eine 
interdisziplinäre Begutachtung durch die Dres. med. C.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, und D.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Gutachten vom 13. März 2020 
inkl. interdisziplinäre Beurteilung; act. II 85.2-3, 102). Mit Vorbescheid vom 
1. April 2020 (act. II 86) stellte die IVB die Ablehnung von Leistungen der IV 
in Aussicht. Nach erhobenem Einwand des Versicherten (act. II 96, 98) und 
Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; act. II 100) ver-
neinte sie mit Verfügung vom 11. September 2020 (act. II 103) entspre-
chend dem Vorbescheid einen Leistungsanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 14. Oktober 2020 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde. Er stellte folgende Anträge:

1. Die Verfügung vom 11. September 2020 sei aufzuheben.
2. Es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszu-

richten.
3. Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin sei durch ein gerichtliches Gutachten 

abzuklären.
4. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen.

Mit Eingabe vom 14. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer einen 
beschwerdeweise in Aussicht gestellten Arztbericht zu den Akten.

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In der Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2021 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Die entsprechende Eingabe 
wurde dem Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 26. Ja-
nuar 2021 zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. September 2020 
(act. II 103). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Leistungen der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346)

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 

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können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

3.

3.1 Den Akten ist bezüglich des Gesundheitszustands des Beschwerde-
führers bzw. seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Wesentlichen das 
Folgende zu entnehmen.

3.1.1 Im Operationsbericht vom 18. August 2017 (act. II 20 S.12 f.) über 
die am 15. August 2017 durchgeführte Mikrodekompression L4/5 links via 
Laminotomie, Flavektomie und Fazettektomie sowie Sequestrektomie L4-
S1 links, diagnostizierte Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, persistierende 
Glutealgien und Beinschmerzen linksseitig mit/bei rezessaler Enge bei Dis-
kushernie L4/5 und L5/S1 mit Einengung der L5- sowie S1-Wurzel links 
und Status nach epiduraler Infiltrationen L5/S1 links vom 22. April und 
17. Oktober 2016 (S. 1). 

3.1.2 Im Austrittsbericht des Spitals F.________ vom 29. Dezember 2017 
(act. II 14 S. 5-7) wurden als Diagnosen eine Passagestörung am ehesten 
postoperativ bei Status nach Magenbypass-Operation am 20. Dezember 
2017 (recte: wohl 22. Dezember 2017; act. II 14 S. 13) bei Adipositas per 
magna (Body-Mass-Index [BMI] 38 kg/m2 am 19. Dezember 2017) erwähnt 
(S. 5). Laborchemisch fänden sich regrediente Entzündungszeichen. Eine 
Abdomenleeraufnahme habe leicht dilatierte Dünndarmschlingen ohne 
Spiegelbildung gezeigt. Ein Gastrografinschluck habe eine ungestörte Pas-
sage ohne Hinweis auf ein Leck offenbart. Sonographisch hätten eine Tro-
karhernie und eine Hämatom verdächtige Flüssigkeitskollektion ausge-

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schlossen werden können. Der Beschwerdeführer habe am 28. Dezember 
2017 in einem gebesserten Allgemeinzustand nach Hause entlassen wer-
den können. 

3.1.3 Dr. med. E.________ diagnostizierte anlässlich der Sprechstunde 
vom 15. Februar 2018 persistierende tieflumbale und teilweise in die Glu-
tealregion links ausstrahlende Rückenschmerzen. Der Beschwerdeführer 
sei immer noch sehr leidend. Es bestünden eine etwas dekonditionierte 
Muskulatur und ein ausgeweitetes Schmerzsyndrom mit drei von vier posi-
tiven Waddelzeichen, was auf eine Chronifizierung oder Somatisierung 
hinweise. Es müsse unbedingt mit physiotherapeutischen Massnahmen 
eine Rekonditionierung erreicht werden. Sensomotorische Defizite bestün-
den keine (act. II 14 S. 2 f.).

3.1.4 Im Operationsbericht vom 22. Oktober 2018 (act. II 40) über die am 
18. Oktober 2018 erfolgten ventralen Diskektomien mit Posterior-Release 
und ventralen interkorporellen Spondylodesen (ALIF) L5/S1 und L4/5 nann-
te Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, als Diagnosen ein chronisches per-
sistierendes, hauptsächlich lokales lumbales Schmerzproblem mit Beinab-
strahlungen beidseits mit/bei fortgeschrittener 2-Etagen-Diskopathie L4/5 
und L5/S1 mit Anulus-Einrissen L4/5 und L5/S1 mediolateral links, mediola-
teraler linksseitiger Bandscheibenprotrusion L5/S1 mit deutlicher Kompro-
mittierung des S1-Wurzelverlaufes und Status nach Mikrodekompression 
L4/5 und L5/S1 am 15. August 2017.

3.1.5 Am 10. Mai 2019 (act. II 49 S. 4 f.) berichtete Dr. med. E.________, 
der Beschwerdeführer sei schmerzgeplagt und könne sich kaum und wenn, 
nur langsam und vorsichtig bewegen. Es habe sich ein chronifiziertes lum-
bales Schmerzsyndrom entwickelt. Die zweimal durchgeführte lumbale 
Neuraltherapie habe nach Angaben des Beschwerdeführers überhaupt 
keinen Effekt gezeigt und habe teilweise sogar zu einer Schmerzverstär-
kung geführt, weshalb diese Behandlung abgebrochen worden sei. Klinisch 
sei er in der Mobilisation deutlich beeinträchtigt, bei unauffälligem Neuro-
status. Es drohe eine schmerzbedingte vollständige Bewegungsunfähigkeit. 
Insgesamt sei die Situation unbefriedigend. Indiziert sei nach wie vor eine 
multimodale stationäre Schmerztherapie. Die Abklärungen mittels CT und 

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MRI von Januar 2019 hätten keine richtungsweisenden Befunde gebracht, 
ebenso wenig die aktuellen Kontrollröntgenaufnahmen.

3.1.6 Dr. med. G.________ führte am 2. September 2019 aus, insgesamt 
bestehe eine sehr unbefriedigende Situation knapp ein Jahr nach ALIF. Es 
habe sich ein klares chronifiziertes Schmerzsyndrom entwickelt. Dieses 
führe nun zunehmend zu einer generellen Dekonditionierung. Aus wir-
belsäulenchirurgischer Sicht zeige sich eine stabile Situation. Aktuell gäbe 
es nicht genügend Hinweise für eine unvollständige ossäre Konsolidation 
(act. II 57). 

3.1.7 Anlässlich der Sprechstunde im Spital H.________, Klinik 
I.________, vom 24. September 2019 wurde als Diagnose ein persistieren-
des lumbales, chronifiziertes Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer 
Ausstrahlung bds. genannt. Der Schmerz sei als primär chronifiziertes lum-
bales Schmerzsyndrom mit Verdacht auf "referred pain" zu links>rechts zu 
beurteilen. Klinisch zeige sich aktuell eine muskuloskelettale Beteiligung. 
Eine im Verlauf durchgeführte Skelettszintigraphie habe regelhafte Stel-
lungsverhältnisse von Knochen und Osteosynthesematerial und keine Hin-
weise auf eine Prothesenlockerung gezeigt. Eine radikuläre Symptomatik 
scheine aufgrund wiederholter Untersuchungen unwahrscheinlich (act. II 64 
S. 2). Als therapeutische Massnahme sei vor allem eine psychosomatische 
Vorstellung mit allenfalls psychologischer Beurteilung indiziert (act. II 64 
S. 3).

3.1.8 Die behandelnden Ärztinnen des Spitals H.________, Klinik 
J.________, diagnostizierten nach einer stationären Abklärung vom 18. Ok-
tober bis 8. November 2019 eine chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Anteilen, unterer Rückenschmerz mit Ausstrahlung 
in beide Beine bei "failed back surgery syndrom" (ICD-10 F45.41), eine 
schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) 
und eine milde normozytäre, normochrome Anämie (Austrittsbericht vom 
7. November 2020 [recte: wohl 2019]; act. II 76 S. 1 f.). Insgesamt sei von 
einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen An-
teilen auszugehen. Die pain- und actionprone Anamnese, die begleitende 
psychiatrische Erkrankung sowie die andauernde psychosoziale Belastung 
stellten Risikofaktoren für die Schmerzchronifizierung dar. Während der 

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Hospitalisation hätten erste Fortschritte erzielt werden können, jedoch be-
dürfe es dringend einer weiteren stationären Betreuung um einen Rückfall 
zu den alten Verhaltens- und Denkmustern zu verhindern. Zur weiteren 
Behandlung sei der Beschwerdeführer in die stationäre Rehabilitation ent-
lassen worden (S. 3).

3.1.9 Im Bericht der Klinik K.________ vom 26. November 2019 
(act. II 85.4) über die Hospitalisation vom 11. bis 22. November 2019 wur-
den als Hauptdiagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F32.1) und als Nebendiagnosen eine chronische Schmerzstörung mit so-
matischen und psychischen Anteilen, unter anderem auf dem Boden eines 
"failed back surgery syndroms" (S. 1), eine maladaptive Kognition, eine 
Sensitierung, eine Schmerzchronifizierung, eine Magenbypass-Operation, 
eine arterielle Hypertonie mit Entgleisung und einen Vitamin D-Mangel 
vermerkt (S. 4). Es habe erreicht werden können, dass der Beschwerdefüh-
rer psychoemotional stabiler und ohne signifikanten Einfluss auf die 
Schmerzen selbständig klinik-/umgebungsmobil (ohne Hilfsmittel) sei. Er 
habe in gebessertem Zustand nach Hause entlassen werden können 
(S. 6).

3.1.10 Die Dres. med. D.________ und C.________ diagnostizierten im 
interdisziplinären (rheumatologisch-psychiatrischen) Gutachten vom 
13. März 2020 (act. II 102) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 
chronisches lumbospondylogenes Syndrom. Ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit seien ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom, eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), finanzielle Pro-
bleme (ICD-10 Z59), familiäre Schwierigkeiten (ICD-10 Z63), eine Anpas-
sungsstörung (ICD-10 F43.2), ein chronisches Schmerzsyndrom des Rü-
ckens mit diffuser Ausstrahlung (nicht ausreichend somatisch abstützbar, 
krankheitsfremde Faktoren, multiple Beschwerden wie Schlafstörungen, 
Müdigkeit, ungerichtete Steh- und Gehunsicherheit), anamnestisch eine 
Adipositas (aktuell BMI von 24,0 kg/m2) und anamnestisch ein Reizmagen-
syndrom (act. II 85.2 S. 9, act. II 85.3 S. 12, act. II 102 S. 4. f.). 

Im rheumatologischen Gutachten (act. II 85.2) führte der Experte aus, an-
lässlich der aktuellen Begutachtung imponierten in der klinischen Untersu-
chung eine schmerzvermittelnde Mimik und Gestik und darüber hinaus, 

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abgestützt auf objektivierbare Befunde, ein weitgehend normaler Habitus 
(S. 10). Allgemeininternistisch könne kein relevanter klinisch-pathologischer 
Befund objektiviert werden. Seit Sommer 2016 würde die Entwicklung mul-
tipler Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit und je nach allgemei-
ner Schmerzintensität ungerichtete Steh- und Gehunsicherheiten geschil-
dert. Diesbezüglich sei kein korrelierender somatisch-pathologischer Be-
fund zu objektivieren. Zudem hätten in den ergänzend durchgeführten Un-
tersuchungen keine Hinweise auf entzündliche Systemaffektionen, eine 
metabolische Störung, ein radikuläres Reiz- oder Ausfallsyndrom oder eine 
paraneoplastische Komponente objektiviert werden können. Insgesamt 
seien die geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität 
höchstens als partiell auf die objektivierbaren somatisch-pathologischen 
Befunde abstützbar (S. 14). Ungünstig auf eine erfolgreiche Wiedereinglie-
derung in den Arbeitsprozess könnten sich krankheitsfremde Faktoren, wie 
beispielsweise länger anhaltende berufliche Abstinenz, ärztlicherseits län-
gerdauernd attestierte Arbeitsunfähigkeiten, begrenzte Deutschsprach-
kenntnisse, fehlende Berufsausbildung und möglicherweise die limitierte 
Motivation auswirken. Aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beur-
teilt, sei die zuletzt ausgeübte Tätigkeit täglich vollumfänglich ausführbar, 
sofern die Kriterien für eine angepasste Verweistätigkeit erfüllt seien 
(S. 15). Hingegen seien seit der Rückenoperation vom 15. August 2017 
körperlich belastendere Arbeiten als jene einer angepassten Verweistätig-
keit nicht mehr zumutbar. Ohne Zweifel seien Phasen der vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen nach der ersten Rückenoperation vom 
15. August 2017 bis Mitte Dezember 2017, nach der am 22. Dezember 
2017 durchgeführten Bypass-Operation während der folgenden sechs Wo-
chen und nach der zweiten Rückenoperation vom 18. Oktober 2018 für 
circa zwei bis drei Monate. Ausserhalb dieser Zeitabschnitte könne für eine 
angepasste Verweistätigkeit keine anhaltende Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit begründet werden. Eine der Behinderung angepasste Tätigkeit 
liege in einem temperierten Raum (Raumluft), beschränke sich auf leicht- 
bis mittelgradig körperlich belastende Arbeiten und lasse die Möglichkeit 
zwischen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln, 
zu. Das Einhalten der Rückenergonomie sei wünschenswert. Die repetitiv 
zu bewegenden Gewichte sollten nicht mehr als 10-12.5 kg sein. Das ver-
einzelte Bewegen von Gewichten bis 15 kg sei auch derzeit, zum Beispiel 

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2-3 Mal täglich, noch zumutbar. Eine entsprechende Tätigkeit sei täglich 
vollumfänglich möglich (S. 16). 

Im psychiatrischen Gutachten führte der Experte aus, die Vorgeschichte 
des Beschwerdeführers sei unauffällig. Subjektiv als belastend habe er vor 
allem die postoperative Phase im Sommer 2019 erlebt, was dazu geführt 
habe, dass er im Herbst 2019 in eine akute psychische Krise geraten sei 
(S. 13). Eine eigenständige psychiatrische Störung sei unwahrscheinlich, 
da er früher nie an depressiven Episoden gelitten habe bzw. bestimmte 
Gründe zur seelischen Krise geführt hätten und die Behandlung relativ 
rasch eine Verbesserung erbracht habe. Eine psychiatrische Behandlung 
sei nie eingerichtet worden. Von Oktober bis Mitte November 2019 könne 
eine starke psychische Störung attestiert werden, vorher und nachher sei 
dies nicht der Fall gewesen. Die Persistenz der Schmerzen nach den Rü-
ckenoperationen habe dazu geführt, dass eine psychosomatische Überla-
gerung eingetreten sei. Das Vollbild einer somatoformen Schmerzstörung 
sei nicht vorhanden (S. 14). Die Fremd- und Selbstwahrnehmung sei nicht 
eingeschränkt. Der Beschwerdeführer zeige keine Hinweise für auffällige 
Verhaltensweisen, welche für eine Persönlichkeitsstörung sprächen (S. 15). 
Es bestehe eine subjektive Einschränkung der Ressourcen wegen den 
Schmerzempfindungen. Möglicherweise bestünden auch Ressourcenein-
schränkungen wegen den ärztlich verordneten Opiaten. Der Beschwerde-
führer gehe seinen Verpflichtungen nach. Nicht medizinisch begründete 
Funktionseinschränkungen bestünden durch eine lange Phase von (Ar-
beits-)Untätigkeit, finanzielle Probleme, familiäre Schwierigkeiten und einen 
fehlenden Berufsabschluss. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe 
eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit mit Ausnahme in der Zeit von Oktober bis 
November 2019, in der in hohem Ausmass eine Einschränkung bestanden 
habe; seither bestehe keine Arbeitsunfähigkeit mehr (S. 18). 

3.1.11 Im Bericht des Spitals H.________, Klinik J.________ vom 19. Mai 
2020 zu Handen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (act. II 98 
S. 5-7) wurden eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psy-
chischen Anteilen (unterer Rückenschmerz mit Ausstrahlung in beide Beine 
bei "failed back surgery syndrom"), eine mittelgradige depressive Episode 
im Rahmen von Diagnose 1, rezidivierende Panikattacken mit Hyperventila-

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tion, einen Unguis incarnatus hallux links (S. 5), eine isolierte gGT-
Erhöhung, eine milde hyperregenerative normozytäre, normochrome Anä-
mie und einen Vitamin D-Mangel diagnostiziert. Gemäss interdisziplinär 
beurteiltem Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsbeeinträchti-
gungen bei psychischen Erkrankungen bestehe keine Beeinträchtigung an 
Regeln und Routine sowie bei der Selbstpflege und -versorgung. Eine 
leicht ausgeprägte Beeinträchtigung bestehe bei der Selbstbehauptungs-
fähigkeit, Konversation und Kontaktfähigkeit zu Dritten, Fähigkeit zu einer 
engen dyadischen Beziehung, Mobilität und Verkehrsfähigkeit. Die Beein-
trächtigung bei Planung und Strukturierung von Aufgaben, Kompetenz- und 
Wissensanwendung, Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie Gruppen-
fähigkeit sei mässig ausgeprägt. Erheblich ausgeprägt sei die Beeinträchti-
gung bei Flexibilität und Umstellungsfähigkeit. Grundsätzlich seien die qua-
litativen Vorgaben (wechselnd sitzende, stehende und gehende Tätigkeit) 
richtig. Das quantitative Mass (8.5 Stunden pro Tag, Gewichte nicht schwe-
rer als 10-12.5 kg) sei aktuell als Fernziel zu betrachten, welches durch 
eine gut begleitete berufliche Integration erst noch erreicht werden müsse. 
Durch die multimodale Schmerztherapie sei der Grundstein für einen Ar-
beitseinstieg gelegt worden, es bedürfe aktuell aber eines sorgfältigen 
Wiederaufbautrainings. Eine berufliche Eingliederungsunterstützung wäre 
unbedingt zu befürworten (S. 6). Einschränkungen bestünden aktuell zum 
Beispiel im Gebrauch von Maschinen i.R. der medizinischen Therapie. Der 
Verlust der körperlichen Integrität, einhergehend mit dem Verlust der Er-
werbsfähigkeit und der wirtschaftlichen Autonomie habe zu einem Zustand 
massiver Verunsicherung sowie zu einer Erschütterung des Selbstwertes 
geführt. Dies äussere sich in rezidivierenden Panikattacken sowie schwe-
ren Zukunftsängsten und stetigem Gedankenkreisen (S. 7).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

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Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). 

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 11. September 2020 (act. II 103) 
stützt sich aus medizinischer Sicht massgeblich auf die Gutachten der 
Dres. med. C.________ und D.________ samt interdisziplinärer Beurtei-
lung vom 13. März 2020 (act. II 85.2 f. und 102). Diese erfüllen die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb 
ihnen volle Beweiskraft zukommt. Die Beurteilungen der beiden Gutachter 
(act. II 85.2 f.) sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf ein-
lässlichen Explorationen – inklusive Labor- und Röntgenuntersuchungen 
(act. II 85.2 S. 8) – und wurden in Kenntnis der Vorakten sowie in Berück-
sichtigung der geklagten Beschwerden vorgenommen. Sie überzeugen 
inhaltlich, indem die darin enthaltenen Darlegungen der medizinischen Zu-
sammenhänge sowie der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
ten und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet sind. Ebenso 
flossen die beiden (Teil-)Gutachten – soweit erforderlich – in die interdiszi-
plinäre Beurteilung ein.

In somatisch rheumatologischer Hinsicht liegt demnach mit langdauernder 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes 
Schmerzsyndrom vor. Ein chronisches Schmerzsyndrom des Rückens mit 
diffuser Ausstrahlung wird dagegen als nicht ausreichend somatisch ab-
stützbar diagnostiziert (act. II 85. 2, act. II 102 S. 4), was überzeugt, konn-
ten doch die operierenden Ärzte Dres. med. E.________ und G.________ 
wie auch die Behandler des Spitals H.________, Klinik I.________ weder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 13

Hinweise auf ein Implantatversagen, eine Implantatlockerung oder eine 
unvollständige ossäre Konsolidaton noch sensomotorische bzw. neurologi-
sche Defizite feststellen (act. II 44, 49 S. 5, act. II 57, 64 S. 2). Ebenso 
überzeugt die aus Anamnese, Befund und Diagnose getroffene Einschät-
zung, dass seit der Rückenoperation vom 15. August 2017 (act. II 20 S. 12) 
nur noch leicht bis mittelgradig körperlich belastende Arbeiten in wechseln-
den Positionen in einem temperierten Raum (Raumluft) täglich vollschichtig 
zumutbar sind, ausgenommen in der Zeit nach der Rückenoperation vom 
15. August 2017 bis Mitte Dezember 2017, nach der Magenbypass-
Operation vom 22. Dezember 2017 für die darauffolgenden sechs Wochen 
sowie nach der Rückenoperation vom 18. Oktober 2018 während der zwei- 
bis dreimonatigen Rehabilitationsphase, mit jeweils vollständiger Arbeitsun-
fähigkeit (act. II 85.2 S. 16). In psychiatrischer Hinsicht liegen keine Dia-
gnosen mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor 
(act. II 85.3 S. 12). Der psychiatrische Gutachter hat nachvollziehbar darge-
legt, dass sich keine eigenständige psychische Störung entwickelt hat, 
sondern es einzig im Rahmen einer Anpassungsstörung infolge der belas-
tend erlebten postoperativen Phase vom Sommer 2019 zu einer vorüber-
gehenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von Oktober bis Mitte No-
vember 2019 (akute Krise) gekommen ist (act. II 85.3 S. 13 f. 18). Dass die 
eingeleiteten Behandlungen, wie von Dr. med. D.________ erläutert, zu 
einer raschen Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands ge-
führt haben, korreliert denn auch mit den Berichten über die stationären 
Behandlungen in der Psychosomatischen Medizin des Spitals H.________ 
bzw. in der Klinik K.________ während den Monaten Oktober und Novem-
ber 2019. So kam es dabei insbesondere zu einer Aufhellung der Stim-
mung, vermehrtem Antrieb, einer Abnahme des Grübelns, einer zuneh-
menden Perspektivenentwicklung, einem stabilen psychoemotionalen Zu-
stand und einer Verbesserung der Mobilität (ohne Hilfsmittel), womit 
schliesslich der Beschwerdeführer in gebessertem Zustand nach Hause 
entlassen werden konnte (act. II 76 S. 3 f., act. II 85.4 S. 6). Ausserdem 
setzte sich Dr. med. D.________ im Rahmen der Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit nachvollziehbar und schlüssig begründet mit den sog. Standardin-
dikatoren gemäss BGE 141 V 281 auseinander (vgl. act. II 85.3 S. 15 ff.). 
Die medizinisch-psychiatrische Folgenabschätzung ist daher nicht anzu-
zweifeln. Auf die Gutachten der Dres. med. C.________ und D.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 14

vom 13. März 2020 (inkl. interdisziplinärer Beurteilung; act. II 85.2 f., 102) 
ist daher abzustellen.

3.3.1 Soweit der Beschwerdeführer – namentlich unter Verweis auf die 
von ihm im Vorbescheidverfahren eingereichte Stellungnahme der Dr. med. 
L.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatischen 
Medizin des Spitals H.________, vom 19. Mai 2020 – das gutachterlich 
ermittelte Zumutbarkeitsprofil kritisiert (Beschwerde S. 4 f.), kann dem nicht 
gefolgt werden. Diese Ärztin vermag als Internistin keine Aspekte aus dem 
Fachbereich der Psychiatrie zu benennen, die im Rahmen der Begutach-
tung von den Experten unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (SVR 
2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1), was der RAD-
Arzt Dr. med. M.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, in seinem Bericht 
vom 8. September 2020 (act. II 100) zutreffend festhält. Vielmehr verweist 
Dr. med. L.________, wie bereits im Bericht der Psychosomatischen Medi-
zin des Spitals H.________ vom 7. November 2019 (act. II 76 S. 3), auf die 
erhebliche Mitbeteiligung von psychosozialen Belastungsfaktoren, welche 
jedoch nicht unter den invalidenversicherungsrechtlichen Begriff des Ge-
sundheitsschadens fallen (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287 f. mit Hinweis auf 
BGE 131 V 49 und 127 V 294 E. 5a S. 299) und daher hier nicht zu 
berücksichtigen sind.

3.3.2 Was sodann den im Rahmen des Beschwerdeverfahrens einge-
reichte Bericht der Klinik N.________ vom 9. Dezember 2020 (Akten des 
Beschwerdeführers [act. I] 4) über die stationäre Behandlung vom 15. Sep-
tember bis 21. Oktober 2020 anbelangt, ist vorab darauf hinzuweisen, dass 
dieser einen Zeitraum nach der hier angefochtenen Verfügung vom 
11. September 2020 (act. II 103) betrifft und daher grundsätzlich unbeacht-
lich ist (BGE 144 V 224 E. 6.1.1 S. 232). Abgesehen davon werden darin 
keine wesentlichen Befunde genannt, die nicht schon den begutachtenden 
Experten bekannt waren. Trotz der von den behandelnden Ärzten diagnos-
tizierten rezidivierend depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode, 
befindet sich der Beschwerdeführer nach wie vor in keiner psychiatrischen 
Behandlung; eine entsprechende fachärztliche Behandlung wurde auch 
nicht eingeleitet (act. I 4 S.1 und 6), was mithin gegen einen erheblichen 
Leidensdruck spricht. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass bereits im – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 15

nicht unterzeichneten – Bericht des Neurozentrums (Psychosomatische 
Medizin) des Spitals H.________ vom 7. November 2019 (act. II 76) (fach-
fremd) eine schwere depressive Episode diagnostiziert wurde. Diesbezüg-
lich hat Dr. med. D.________, wie zuvor ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), 
nachvollziehbar dargelegt, dass eine eigenständige psychische Störung 
nicht vorliegt, da der Beschwerdeführer nie an depressiven Episoden gelit-
ten bzw. bestimmte Gründe zur seelischen Krise geführt und die Behand-
lung relativ rasch eine Verbesserung erbracht hat (act. II 85.3 S. 14). 
Schliesslich ergibt sich auch aus den Ausführungen der Behandler der Kli-
nik N.________, dass erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren beste-
hen (unklare berufliche Perspektive mit Existenz- und Zukunftsangst, fami-
liäre Situation) und diese einen negativen Einfluss auf das Gesamtbefinden 
haben. Damit sind diese Faktoren – entgegen der Ansicht des Beschwer-
deführers (Beschwerde S. 6) – durchaus massgeblich für das hier zur Dis-
kussion stehende Beschwerdebild und haben, wie ebenfalls zuvor ausge-
führt (vgl. 3.3.1 in fine hiervor), unberücksichtigt zu bleiben.

3.4 Zusammenfassend ist gemäss den beweiskräftigen gutachterlichen 
Einschätzungen erstellt, dass seit dem 15. August 2017 (Rückenoperation) 
belastende Tätigkeiten nicht mehr zumutbar sind. In vollem Umfang zumut-
bar sind hingegen körperlich leicht- bis mittelgradig wechselbelastende 
Arbeiten in einem temperierten Raum; dies ausgenommen in den kurzen, 
jeweils nicht drei Monate dauernden Phasen (vgl. E. 4.2 hiernach) betref-
fend die Rückenoperation vom 15. August 2017, die Magenbypass-
Operation vom 22. Dezember 2017 (beide vor dem frühestmöglichen Ren-
tenbeginn im September 2018 [vgl. nachfolgend E. 4.2]), die Rückenopera-
tion vom 18. Oktober 2018 und die psychische Krise im Oktober/November 
2019 mit jeweils vorübergehender (vollständiger) Arbeitsunfähigkeit. 

Der medizinische Sachverhalt erweist sich als hinreichend abgeklärt, so 
dass in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 
V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) 
auf weitere Abklärungen – namentlich auch die beschwerdeweise bean-
tragte Einholung eines gerichtlichen Gutachtens (Beschwerde S. 2 und 7) –
verzichtet werden kann.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 16

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 
E. 5.1.3).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 17

schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medi-
zinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen 
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen 
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen 
dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Frühest möglicher Rentenbeginn ist mit Blick auf die 
gutachterlich – aufgrund der somatischen Beschwerden – seit der Rücken-
operation vom 15. August 2017 postulierte Arbeitsunfähigkeit für Tätigkei-
ten, welche körperlich belastender als leichte bis gelegentlich mittelschwere 
sind (act. II 85.2 S. 16), sowie im Lichte der im März 2018 (act. II 2) erfolg-
ten Anmeldung zum Leistungsbezug, der September 2018 (Art. 28 Abs. 1 
lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommens-
vergleich durchzuführen. Die danach eingetretenen gesundheitlichen Ver-
änderungen (Rückenoperation vom 18. Oktober 2018 mit einer Arbeitsun-
fähigkeit von rund zweieinhalb Monaten [act. II 85.2 S. 16]; psychische 
Störung/Krise vom Sommer 2019 mit Arbeitsunfähigkeit in den Monaten 
Oktober und November 2019 [act. II 85.3 S. 14, 18]) sind aus revisions-
rechtlicher Hinsicht nicht zu berücksichtigen, da es sich bloss um solche 
vorübergehender Natur handelte, welche nach weniger als drei Monaten 
wieder dahingefallen sind (vgl. Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 17. 
Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

4.3 Der Beschwerdeführer hat keine Berufsausbildung (act. II 2, 85.2 
S. 2, 85.3 S. 7) und arbeitete zuletzt bei der O.________ als … bzw. …/…. 
Diese Anstellung wurde aus gesundheitlichen Gründen durch die Arbeitge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 18

berin gekündigt (act. II 17 S. 2). Es bestehen keine Anhaltspunkte in den 
Akten, dass er im massgebenden Zeitpunkt des potentiellen Rentenbe-
ginns im September 2018 als Gesunder überwiegend wahrscheinlich bei 
einer anderen Arbeitgeberin oder in einem anderen Tätigkeitsbereich be-
schäftigt gewesen wäre. Hinsichtlich des Valideneinkommens ist damit auf 
die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin abzustellen, wonach der Be-
schwerdeführer ohne Gesundheitsschaden im Jahr 2018 ein Jahresein-
kommen von Fr. 54'249.-- verdiente hätte (act. II 17 S. 4). 

4.4 Da der Beschwerdeführer seine zumutbare medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit nicht verwertet, ist das Invalideneinkommen 
praxisgemäss gestützt auf die Tabellenlöhne (LSE 2018) zu ermitteln (vgl. 
E. 4.1.2 hiervor). Ausgehend von der Tatsache, dass der Beschwerdefüh-
rer in einer angepassten Tätigkeit vollschichtig arbeitsfähig ist (vgl. E. 3.3 
und 3.4 hiervor), ist das Invalideneinkommen gestützt auf das Total des 
Kompetenzniveaus 1, Tabelle TA1_tirage_skill_level, festzulegen. Der 
massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer beträgt Fr. 5'417.--. Aufge-
rechnet auf ein Jahr und angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeits-
zeit von 41.7 Stunden (BfS, BUA, Total) resultiert ein Einkommen von 
Fr. 67'767.-- (Fr. 5'417.-- / 40 x 41.7 x 12). Es kann offen bleiben, ob zu-
sätzlich ein leidensbedingter Abzug (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 
322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3) zu berücksichtigen 
ist, denn selbst wenn der Abzug vom Tabellenlohn auf das höchst zulässi-
ge, hier jedoch nicht gerechtfertigte Mass von 25 % festgelegt würde, käme 
diesem keine anspruchsentscheidende Bedeutung zu (vgl. E. 4.5 hier-
nach).

Die Eingliederungsmassnahmen betreffend sind solche nicht gerechtfertigt. 
Eine verbesserte oder neu festgestellte Arbeitsfähigkeit ist grundsätzlich 
auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten (Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 25. Februar 2020 9C_473/2019, E. 5.2.1). Das 
vorliegend gutachterlich attestierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.3 und 3.4 
hiervor) ist nicht derart eingeschränkt, dass eine entsprechende Tätigkeit 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt kaum vorhanden wäre oder dass 
eine solche nur durch unrealistisches Entgegenkommen eines durch-
schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre. Vielmehr sind auf dem ausgegli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 19

chenen Arbeitsmarkt körperlich leicht- bis mittelgradig wechselbelastende 
Tätigkeiten, insbesondere leichtere Kontroll-, Überwachungs- oder adminis-
trative Tätigkeiten und dergleichen, vorhanden (vgl. Entscheide des BGer 
vom 23. Juli 2010, 8C_300/2010, E. 4.2, und vom 20. April 2018, 
9C_833/2017, E. 4). Inwiefern sich in einer solchen die gesundheitlichen 
Einschränkungen des Beschwerdeführers auswirken sollten, zeigt er weder 
auf noch ist es ersichtlich. Die Anstellungschancen des Beschwerdeführers 
sind demnach als intakt zu erachten. Dies gilt umso mehr, als der verblie-
benen Restarbeitsfähigkeit erhebliches Gewicht zukommt, denn diese liegt 
in einer leidensangepassten leicht- bis mittelgradig wechselbelastenden 
Tätigkeit bei 100 % ohne weitere Einschränkungen der Leistungsfähigkeit 
(act. II 85.2 S. 16, 85.3 S. 18). Des Weiteren ergibt sich aus der Erwerbs-
biographie des Beschwerdeführers, dass durchaus eine gewisse Vielseitig-
keit und Anpassungsfähigkeit vorhanden ist. So war der Beschwerdeführer 
nach seiner Einreise in die Schweiz in verschiedenen Bereichen erwerbs-
tätig (… […] in verschiedenen …, …, Mitarbeiter …/… in der … [allg. …, …, 
…, …], … und …/…; act. II 22 S. 4, 17 S. 3).

4.5 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen (Validenein-
kommen von Fr. 54'249.-- und Invalideneinkommen von Fr. 67'767.--) re-
sultiert – soweit kein leidensbedingter Abzug gewährt wird – keine Er-
werbseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von 0 %, was einen Rentenan-
spruch ausschliesst (vgl. E. 2.2 hiervor). Würde bei der Berechnung des 
Invalideneinkommens der – zu hohe – maximal zulässige Abzug gewährt 
(vgl. E. 4.4 hiervor), resultierte ein ebenfalls nicht zu einem Rentenan-
spruch berechtigender Invaliditätsgrad von gerundet 6 % ([Fr. 54'249.-- ./. 
{Fr. 67'767.-- x 0.75}] / Fr. 54'249.-- x 100; zur Rundung: vgl. BGE 130 V 
121 E. 3.2 S. 123).

4.6 Nach dem Dargelegten ist die Verfügung vom 11. September 2020 
(act. II 103) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2021, IV/20/773, Seite 20

5.

5.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 82a ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

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Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.