# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ae68501-b6a8-58fd-b4cd-efd55abb4a56
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.06.2019 720 19 19 / 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-19---139_2019-06-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Juni 2019 (720 19 19 / 139) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Abstellen auf die LSE-Tabelle TA11 zu Berechnung des Invalideneinkommens bei einer 

Lehrperson auf Gymnasialstufe 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Bruno Muggli, Advokat, 
MUGGLI ERHART Rechtsanwälte AG, Hauptstrasse 53, Postfach 
564, 4127 Birsfelden 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1949, war als Turn- und Sportlehrer am Gymnasium B.____ tätig. Mit 
Gesuch vom 6. Februar 2001 meldete er sich bei der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (IV act. 1). Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) wartete zunächst 
die Abklärungen des zuständigen Unfallversicherers Basler Versicherungs-Gesellschaft ab und 
veranlasste in der Folge im Jahr 2008 eine eigene medizinische Begutachtung bei Dr. med. 

 

 
 
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C.____, Facharzt für Rheumatologie FMH (Gutachten vom 9. Dezember 2008, IV act. 44). Ge-
stützt darauf erliess sie am 8. Januar 2009 einen ersten Vorbescheid (IV act. 49). Nachdem der 
Versicherte dagegen am 23. Januar 2009 Einwand erhoben hatte, ersetzte die IV-Stelle diesen 
Vorbescheid durch einen zweiten Vorbescheid vom 26. Januar 2010 (IV act. 56). Mit Urteil vom 
16. Juli 2010 hob das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), den im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren erlassenen Einspracheent-
scheid der Basler Versicherungs-Gesellschaft auf und wies die Angelegenheit zu weiteren medi-
zinischen Abklärungen an den Unfallversicherer zurück. Das Kantonsgericht hielt zusammenfas-
send fest, dass sich das Gutachten von Dr. C.____, das im iv-rechtlichen Verfahren erhoben 
worden sei, zu wenig zu den unfallversicherungsrechtlichen Aspekten äussere, weshalb gestützt 
darauf der UVG-Anspruch nicht beurteilt werden könne. Weitere Abklärungen seien daher ange-
zeigt. Aufgrund dieses Urteils verzichtete die IV-Stelle, ihren Vorbescheid vom 26. Januar 2010 
zu bestätigen. Stattdessen wartete sie die neuen medizinischen Abklärungen des Unfallversiche-
rers ab, der den Versicherten durch das ABI, Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH, polydiszip-
linär begutachten liess. 
 
Die Basler Versicherungs-Gesellschaft stellte der IV-Stelle das ABI-Gutachten vom 22. Novem-
ber 2011 am 14. Juni 2013 zur Kenntnisnahme zu. Gleichzeitig setzte sie die IV-Stelle darüber in 
Kenntnis, dass sie mit dem Versicherten einen Vergleich über die UVG-Leistungen geschlossen 
habe. Dem Vergleich vom 7. Mai 2013 kann entnommen werden, dass der Invaliditätsgrad ver-
gleichsweise vom 1. Juni 2013 bis 28. Februar 2014 auf 100 % und ab Erreichen des ordentlichen 
Rentenalters des Versicherten mit Wirkung ab 1. März 2014 auf 70 % festgesetzt wurde (IV act. 
74). Gestützt darauf erliess die IV-Stelle in der Folge am 9. Juni 2015 den dritten Vorbescheid (IV 
act. 78), wogegen A.____ am 8. Juli 2015 Einwand erhob (IV act. 79). Ohne weitere Abklärungen 
zu treffen, bestätigte die IV-Stelle den Vorbescheid schliesslich mit Verfügung vom 27. November 
2018 und sprach dem Versicherten mit Wirkung ab dem 1. März 2002 eine ganze und ab dem 1. 
April 2004 eine Viertelsrente zu. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Muggli, mit Eingabe vom 
14. Januar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er unter o/e-Kostenfolge die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 27. November 2018 und die Rückweisung der 
Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung. Es sei die Beschwerdegegnerin 
zu verpflichten, ein den Anforderungen der sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen genü-
gendes Gutachten über sämtliche Unfälle, Berufskrankheiten und gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen des Beschwerdeführers mit Blick auf dessen Arbeitsunfähigkeit als Sportlehrer und auf 
die Restarbeitsfähigkeit in einer zumutbaren anderen Stelle in Auftrag zu geben. Eventualiter sei 
ein gerichtliches Gutachten über sämtliche Unfälle, Berufskrankheiten und gesundheitlichen Be-
einträchtigungen des Beschwerdeführers mit Blick auf dessen Arbeitsunfähigkeit als Sportlehrer 
und auf die Restarbeitsfähigkeit in einer zumutbaren anderen Stelle einzuholen, und es sei dem 
Beschwerdeführer eine volle Invalidenrente zuzusprechen. Subeventualiter sei ein gerichtliches 
Gutachten über sämtliche Unfälle, Berufskrankheiten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
des Beschwerdeführers mit Blick auf dessen Arbeitsunfähigkeit als Sportlehrer und auf die Rest-
arbeitsfähigkeit in einer zumutbaren Stelle einzuholen, und es sei dem Beschwerdeführer eine 

 

 
 
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Invalidenrente nach Ermessen des Gerichts zuzusprechen. In der Begründung führte der Be-
schwerdeführer zusammenfassend aus, dass die angefochtene Verfügung die gesetzlichen Vor-
gaben verletze, da der Sachverhalt ungenügend und fehlerhaft abgeklärt worden sei, sie auf fal-
schen Berechnungsgrundlagen beruhe, unangemessen und widersprüchlich sei. Zudem sei die 
wirtschaftliche Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht geprüft worden. In verfahrensrechtli-
cher Hinsicht sei die Verfügung ausserdem unter Verletzung des rechtlichen Gehörs des Be-
schwerdeführers zustande gekommen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 22. März 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Verfügung vom 4. April 2019 wurde die Angelegenheit dem Gericht zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die Akten wird – soweit notwendig – in den 
Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht die Verletzung seines rechtlichen Ge-
hörs, da sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht mit seinen Einwän-
den auseinander gesetzt habe. 
 
2.2 Die Verfügungen eines Versicherungsträgers über Leistungen sind nach Art. 49 Abs. 3 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. 
Oktober 2000 zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen. Aus 
einer mangelhaften Eröffnung einer Verfügung darf der betroffenen Person kein Nachteil erwach-
sen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute Schweizerisches Bundesgericht, 
Sozialrechtliche Abteilungen] vom 17. Juni 2005, I 3/05, E. 3). Die Begründungspflicht steht im 
Zusammenhang mit dem in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV) vom 18. April 1999 statuierten Anspruch auf rechtliches Gehör. Danach muss der 
von einem Entscheid Betroffene in die Lage versetzt werden, diesen sachgerecht anfechten zu 
können (BGE 124 II 149). Die verfügende Behörde muss daher kurz ihre Überlegungen nennen, 
von denen sie sich leiten liess und auf die sich ihre Entscheidung stützt. Dabei darf sie sich auf 
die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 
629 ff.). 
 
2.3 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung sehr ausführlich auf die 
Einwände des Beschwerdeführers ein. Inwiefern sie die Begründungspflicht verletzt haben soll, 

 

 
 
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ist deshalb nicht ersichtlich. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers liegt 
nicht vor. 
3. Strittig und zu prüfen ist in materieller Hinsicht, ob die Berechnung des Rentenanspruchs 
durch die Beschwerdegegnerin korrekt ist. Massgebend für diese Beurteilung sind die tatsächli-
chen Verhältnisse bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. November 2018. 
 
4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
4.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewe-
sen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine 
ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versi-
cherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG).  
 
4.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie um den Invaliditätsgrad bemessen zu 
können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, 
die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits-
unfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 
der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 
E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
4.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

 

 
 
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nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grund-
satz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer 
Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen 
Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 
E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 121 V 47 E. 2a, 115 V 
142 E. 8b, je mit Hinweisen). 
 
4.6 Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das Administrativverfahren und der kanto-
nale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht sind (Art. 43 Abs. 1 
ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht 
von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des strei-
tigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesge-
richts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- 
und Rechtslage. 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts insbesondere auf das ABI-Gutachten vom 22. November 2011 und ging davon aus, dass 
dem Beschwerdeführer die Ausübung einer körperlich leichten, gut adaptierten Tätigkeit in einem 
Pensum von 75 % zumutbar sei. 
 
5.2 Die ABI-Gutachter (Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie, und Dr. med. 
E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. F.____, FMH Innere Medizin) diag-

 

 
 
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nostizierten aus orthopädischer, psychiatrischer und internistischer Sicht mit Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit eine Knie-Totalprothese rechts seit dem 20. November 2001, eine Knie-Totalpro-
these links seit dem 5. November 2003, chronisch rezidivierende radial betonte Handgelenks-
schmerzen rechts, chronisch intermittierende Schulterschmerzen rechts und links, ein chroni-
sches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik, mittelgradige Arthrosen 
der Daumengrundgelenke beidseits sowie eine klinisch moderate OSG-Arthrose rechts. Ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei ein metabolisches Syndrom sowie beidseits ein Knick-
senk- und Spreizfuss. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter nach einer Konsens-
besprechung fest, dass in der angestammten Tätigkeit als Turn- und Sportlehrer seit 2001 eine 
volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Für körperlich leichte Tätigkeiten, die mehrheitlich im Sitzen 
durchgeführt werden könnten, bestehe eine vollzeitliche Arbeitsfähigkeit mit einem um höchstens 
25 % reduzierten Rendement, entsprechend einer theoretisch verwertbaren Arbeitsleistung von 
mindestens 75 %. 
 
5.3 Das ABI-Gutachten erfüllt alle Voraussetzungen, die das Bundesgericht an die Be-
weistauglichkeit einer verwaltungsexternen Begutachtung (vgl. Erwägung 4.4 hiervor) stellt. Es 
weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt 
wird – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt 
die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, ist in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation 
schlüssig, setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander 
und enthält einleuchtende Schlussfolgerungen. Es ist damit grundsätzlich darauf abzustellen, so-
lange nicht konkrete Indizien Zweifel an der Beweistauglichkeit hervorrufen. 
 
5.4.1 Der Beschwerdeführer stellt die Beweiskraft des Gutachtens in Frage, da dieses vom 
Unfallversicherer in Auftrag gegeben worden sei. Diese Rüge kann nicht gehört werden, denn die 
Herkunft eines Beweismittels spielt keine Rolle, solange sämtliche gesundheitlichen Beschwer-
den gewürdigt worden sind. Im ABI-Gutachten wurden nicht nur die unfallbedingten körperlichen 
Einschränkungen untersucht und beurteilt, sondern es wurden alle körperlichen Beschwerden 
begutachtet und bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. Hierzu ist insbesondere 
auf die Ausführungen des ABI auf den S. 32f., Fragen 7.1.5.1f. und 7.1.6.2, hinzuweisen. Dort 
wird ausgeführt, dass von den in Abschnitt 5.1 erwähnten Diagnosen diejenigen an beiden Schul-
tern sowie an der Lendenwirbelsäule als nicht unfallbedingt anzusehen seien. Das Gleiche gelte 
auch für die in Abschnitt 5.2 aufgelisteten Diagnosen. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei 
in wesentlichem Ausmass durch diejenigen Diagnosen bedingt, die durch die erlittenen Unfälle 
entstanden seien. Durch die unfallfremden Diagnosen würden aber keine zusätzlichen Einschrän-
kungen der Arbeitsfähigkeit entstehen. Aus diesen Ausführungen der ABI-Gutachter wird ohne 
weiteres deutlich, dass sämtliche gesundheitlichen Einschränkungen bei der Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurden. 
 
5.4.2 Auch die Auffassung des Beschwerdeführers, dass dem ABI-Gutachten die Beweistaug-
lichkeit fehle, da dieses nicht ausweise, welche Gutachter mit welchen fachspezifischen Qualifi-

 

 
 
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kationen mitgewirkt hätten, kann nicht geteilt werden. Aus dem Gutachten geht an mehreren Stel-
len klar hervor, welcher Gutachter das jeweilige Teilgutachten verfasst hat und über welche Qua-
lifikation er verfügt. 
 
5.4.3 Der Beschwerdeführer stellt sich weiter auf den Standpunkt, dass dem ABI-Gutachten 
eine Gesamtschau sämtlicher Beschwerden und die Erstellung eines Zusammenhangs dieser 
Beschwerden zur Arbeitsunfähigkeit fehlen würden. Auch diesem Einwand kann nicht gefolgt 
werden. Wie bereits dargelegt, berücksichtigte Dr. D.____, der sowohl als fallführender Experte 
fungierte als auch für den orthopädischen Teil verantwortlich war, alle Beschwerden und gesund-
heitlichen Leiden. Soweit der Beschwerdeführer rügt, das Gutachten sei unvollständig, da es sich 
nicht mit allen Operationen auseinander gesetzt habe, ist auf die RAD-Stellungnahme von 
Dr. med. G.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates FMH, vom 24. Januar 2019, S. 4, und die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 
hinzuweisen, worin begründet darlegt, dass alle begutachtungsrelevanten Ereignisse und Ar-
beitsunfähigkeitsbescheinigungen Eingang in die Beurteilung des ABI gefunden haben. Dem ist 
nichts hinzuzufügen. 
 
5.4.4 Weiter zweifelt der Beschwerdeführer den Beweiswert des ABI-Gutachtens an, da sich 
keine hinreichende Begründung für die aus orthopädischer Sicht behauptete Restarbeitsfähigkeit 
finden lasse. Dr. D.____ begründete seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf S. 27f. des Gut-
achtens ausführlich und nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die von 
Dr. D.____ auf über drei Seiten (S. 21ff.) detailliert erhobenen Befunde falsch wären. Weiter führte 
der Gutachter ab S. 25 nachvollziehbar und unter Bezugnahme auf die bei der Anamnese vom 
Beschwerdeführer gemachten Angaben sowie der erhobenen Befunde umfassend aus, wie er 
die Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht beurteilt. Dass er dabei auch Überlegungen über 
die genaue Tätigkeit als Sportlehrer anstellte, zeugt von der Gründlichkeit seiner Vorgehens-
weise. Letztlich orientierte er sich bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit an der körperorientierten Berufsauffassung des Beschwerdeführers. Dies ändert aber 
nichts an der Verlässlichkeit seiner Beurteilung. Auch die Definition der zumutbaren Verweistä-
tigkeit erscheint unter Berücksichtigung der körperlichen Einschränkungen des Beschwerdefüh-
rers als schlüssig. Dr. D.____ verfasste seine Beurteilung entsprechend den Leitlinien, wie sie für 
medizinische Gutachten gelten. An der Verlässlichkeit der Beurteilung von Dr. D.____ ändert 
auch der im UVG-Verfahren geschlossene Vergleich nichts (vgl. dazu die schlüssige Erläuterung 
von Dr. G.____ in seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2019, S. 6). 
 
5.4.5 Der Beschwerdeführer rügt weiter, dass sich das ABI-Gutachten nicht mit der abwei-
chenden Beurteilung von Dr. med. H.____, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, vom 6. 
Mai 2008 auseinander setze, der von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leichten sitzenden, 
körperlich nicht anstrengenden Tätigkeit wie zum Beispiel dem Verkaufen von Eintrittskarten im 
Hallenbad oder der Sortierarbeit in einem Industriebetrieb, ausgegangen sei. 
 
Auf S. 3 des Gutachtens äusserte sich Dr. D.____ zur Beurteilung von Dr. H.____. Er führte dazu 
aus, dass, nachdem auf der rechten Seite eine Kniearthroplastik implantiert worden sei, die Rück-
kehr in die angestammte Tätigkeit als nicht mehr realistisch erschienen sei. Es habe sich aber 

 

 
 
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die Frage nach möglichen alternativen Tätigkeiten gestellt. Diesbezüglich sei ein orthopädisches 
Gutachten in Auftrag gegeben worden, worauf Dr. H.____ am 6. Mai 2008 Bericht erstattet habe. 
Bei der Diagnose beidseitiger Kniearthroplastiken, einer Arthrose des rechten Handgelenks als 
Folge multipler Verletzungen, einer möglicherweise traumatisch bedingten Spondylolisthesis 
L3/4, einer unfallfremden, langsam progredienten Koxarthrose beidseits und einer zervikalen 
Spondylarthrose neben einer Adipositas habe Dr. H.____ die angestammte Tätigkeit als Sport-
lehrer für nicht mehr zumutbar erachtet. In einer körperlich gut adaptierten Tätigkeit in wechseln-
der Position habe er aber eine Arbeitsfähigkeit von „mindestens 50 %“ als zumutbar erachtet. Dr. 
D.____ legte weiter dar, dass zu diesem Zeitpunkt die postoperative Rehabilitation nach der Inlay-
Wechseloperation am rechten Knie im November 2007 noch nicht vollständig abgeschlossen ge-
wesen sei, so dass nicht von einem Endzustand ausgegangen habe werden können. Entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers setzte sich Dr. D.____ mit der Beurteilung von Dr. H.____ 
auseinander und legte auch dar, weshalb Dr. H.____ zu jener Zeit eine höhere Arbeitsunfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit attestiert hatte (vgl. dazu auch die Ausführungen von Dr. G.____ 
in seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2019, S. 10). 
 
5.4.6 Des Weiteren sieht der Beschwerdeführer den Beweiswert des ABI-Gutachtens in Zwei-
fel gezogen, da sich die Gutachter nicht zu den konkreten Zeiträumen unter Angabe der konkret 
beurteilten Arbeitsfähigkeit geäussert hätten. Es fänden sich diverse Arztzeugnisse, welche im 
Zeitraum von April 2004 bis Ende 2009 die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers belegen 
würden. Die vom Beschwerdeführer erwähnten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse wurden von den 
Gutachtern berücksichtigt und auf S. 4ff. im Rahmen der Aktenzusammenstellung mit aufgelistet. 
In Bezug auf den Beginn der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten körperbetonten Tätigkeit, 
wie sie vom Beschwerdeführer interpretiert wurde und die damit Inhalt der Atteste bildete, legte 
Dr. D.____ auf S. 30 des Gutachtens dar, dass er aufgrund der anamnestischen Angaben, der 
vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten davon ausgehe, dass 
die Einschränkung in der angestammten Tätigkeit seit 2001 bestehe. Eine körperlich angepasste 
Tätigkeit wäre dem Exploranden aber schon seit Jahren im attestierten Ausmass zumutbar ge-
wesen, unterbrochen von den vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten im Zusammenhang mit den 
durchgeführten medizinischen Massnahmen. Mit Sicherheit gelte diese Angabe jedenfalls seit 
dem Gutachten von Dr. C.____ vom Dezember 2008, wo weitgehend identische Befunde erho-
ben worden seien. Dr. D.____ sah sich somit nicht in der Lage, für einen früheren Zeitraum eine 
Aussage zu machen. Diese Vorgehensweise stellt nun aber, entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers, kein Mangel am Gutachten dar. Stattdessen ist für diesen Zeitraum auf andere 
medizinische Berichte abzustellen. Dr. G.____ führt dazu in der Stellungnahme vom 24. Januar 
2019, S. 12, in nachvollziehbarer Weise aus, dass gemäss der medizinischen Aktenlage ab März 
2004 von einer weitgehend stabilen medizinischen Situation ausgegangen werden könne und 
dem Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt eine angepasste Tätigkeit in einem Pensum von 
75 % zumutbar gewesen sei. 
 
5.5 Insgesamt ist damit zum Schluss zu kommen, dass sämtliche Rügen gegen das ABI-
Gutachten vom 21. November 2011 keine Zweifel an dessen Verlässlichkeit wecken können, so 
dass zur Beurteilung des Leistungsvermögens des Beschwerdeführers darauf abzustellen ist. 
Insbesondere werden keine neuen, den Gutachtern nicht bekannten Umstände geschildert, die 

 

 
 
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zu weiteren Abklärungen Anlass geben würden. Damit ist mit der Beschwerdegegnerin davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit, wie sie vom ABI 
auf S. 31 umschrieben wurde, seit März 2004 zu 75 % arbeitsfähig ist. 
 
6.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Der Beschwerdeführer bestreitet zum Einen die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf-
grund seines fortgeschrittenen Alters. 
 
6.2.1 Im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei der Bestimmung des trotz gesundheitlicher 
Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens darf nicht von realitätsfremden Ein-
satzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann dort nicht von einer Arbeitsge- le-
genheit gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich 
ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realis-
tischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden einer 
entsprechenden Stelle daher zum vorneherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundes-
gerichts vom 17. Dezember 2008, 9C_854/2008, E. 2.1; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Der ausgegli-
chene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) hält von seiner Struktur her einen Fächer verschie- denartiger 
Stellen offen, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intel- lektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; 
ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im Rahmen 
der der versicherten Person auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden Möglich-
keiten der Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit dürfen von ihr Vorkehren verlangt werden, die 
unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gege- benheiten des Einzelfal-
les nicht zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Fehlt es an einer wirtschaftlich 
verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen An-
spruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (Urteil der EVG vom 21. August 2006, I 831/05, 
E. 4.1.1 mit Hinweisen). 
 
6.2.2 Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich 
ein „invaliditätsfremder“ Gesichtspunkt (Urteil des EVG vom 29. August 2002, I 97/2000, E. 1.4), 
als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit den weiteren persönlichen und beruflichen Ge-
gebenheiten Rahmenbedingungen für die Beurteilung bildet, ob die grundsätzlich denkbaren Er-
werbsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise noch nachgefragt 
werden und ihre Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht unter allen mass-
gebenden Aspekten noch zumutbar ist (BGE 138 V 457). Der Einfluss des Lebensalters auf die 
Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ver-
werten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Um-
ständen ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind 
(beispielsweise Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen; absehba-
rer Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlich-
keitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang o-
der Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich; vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.2.2). 
 

 

 
 
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6.3 Die Beschwerdegegnerin weist in der Vernehmlassung zu Recht auf den Umstand hin, 
dass das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers nicht derart ins Gewicht fällt, dass von 
einer Unverwertbarkeit ausgegangen werden müsste, da er in seinem angestammten Tätigkeits-
bereich noch arbeiten könnte, wenn auch unter Umständen nicht mehr als aktiv am Unterricht 
teilnehmender Turnlehrer. Für die Verwertbarkeit spricht zudem die grosse Erfahrung des Be-
schwerdeführers in seinem Fachgebiet. Diese lassen seine Chancen trotz vorgerücktem Alter als 
intakt erscheinen. Ein Arbeitgeber wird ihm eher zutrauen, sich in eine neue Arbeit einzuarbeiten. 
Die zeitliche Einschränkung ist mit 25 % nicht so hoch und schliesst die Verwertbarkeit nicht aus, 
da dem Beschwerdeführer ein weites Spektrum an möglichen Arbeitsstellen zur Verfügung steht. 
Ausgehend von diesen Grundsätzen kann nicht von einem IV-rechtlich erheblichen, fehlenden 
Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt im Sinne des Art. 16 ATSG gesprochen wer-
den. Die Einschränkungen des Beschwerdeführers reduzieren zwar seine Möglichkeiten auf dem 
Arbeitsmarkt, lassen aber eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht völlig unrealistisch 
erscheinen. 
 
7.1 Es bleibt die Prüfung des Invaliditätsgrads. Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestim-
mung des Invaliditätsgrades einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, 
das diese nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypotheti-
schen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge-
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt 
(BGE 104 V 136). 
 
7.2.1 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden hy-
pothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, 
was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermitt-
lung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die 
versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilun-
gen] vom 26. November 2002, I 491/0, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
7.2.2 Die Beschwerdegegnerin legte der Berechnung des Valideneinkommens die Angaben 
des ehemaligen Arbeitgebers zugrunde und gelangte zu einem Einkommen in der Höhe von 
Fr. 135‘562.-- für das Jahr 2002 und von Fr. 139‘222.-- per 2004. Diese Beträge sind zwischen 
den Parteien unbestritten geblieben. Sie berücksichtigen die vorgenannten Grundsätze, weshalb 
sie für die Berechnung der invaliditätsbedingten Einbusse zu berücksichtigen sind.  
 
7.3.1 Bei der Ermittlung des trotz der Gesundheitsschädigung noch zumutbaren und realisier-
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist zu unterscheiden. Geht die versicherte Person 
auch nach Eintritt der (unfallbedingten) gesundheitlichen Beeinträchtigung einer Erwerbstätigkeit 

 

 
 
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nach, ist der tatsächlich erzielte Verdienst dem Invalideneinkommen gleichzusetzen, wenn ku-
mulativ (1) besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind, (2) die verbliebene Arbeitsfähig-
keit in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft wird und (3) die Entlöhnung der Leistung angemessen 
ist, folglich nicht ein Soziallohn zur Auszahlung gelangt (BGE 129 V 475 E. 4.2.1, 126 V 76 E. 
3b/aa mit Hinweisen). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na-
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls 
keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können die Tabellenlöhne 
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik beigezogen 
werden (vgl. BGE 129 V 475 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/aa mit weiteren Hinweisen). 
 
7.3.2 Für den Zeitraum vom 14. März 2001 bis März 2004 ging die Beschwerdegegnerin davon 
aus, dass dem Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit zumutbar war. Das Invalideneinkommen 
beträgt damit für diese Zeitspanne Fr. 0.--. Für die Berechnung des Invalideneinkommens ab April 
2004 ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer 
leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit wie diejenige einer Lehrperson ohne 
lange Gehstrecken und repetitives Treppenlaufen im Umfang von 75 % zumutbar sei. Ihren Be-
rechnungen legte sie die LSE 2004, Tabelle TA11, Lehrpatent, Anforderungsniveau des Arbeits-
platzes 4, Spalte Männer, Fr. 7‘933.-- monatlich, zugrunde. Nach Umrechnung auf die betriebs-
übliche wöchentliche Arbeitszeit ermittelte sie unter Berücksichtigung des zumutbaren Pensums 
von 75 % ein jährliches hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 71‘397.--. 
 
7.3.3 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass es schlicht unrealistisch sei, 
wenn die Beschwerdegegnerin davon ausgehe, dass er auch als Turnlehrer tätig sein könne. 
Daran ändere auch der Umstand nichts, dass er auf der Gymnasialstufe unterrichte. Der Ver-
gleich zu einem Trainer im Erwachsenensport gehe fehl. Es sei im Unterrichtsfach Sport notwen-
dig, dass eine Lehrperson unterrichte, die aufgrund ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit eine ge-
wisse Vorbildfunktion einnehme. Dies sei unabdingbar, um den Respekt der Schüler sicherstellen 
zu können. Fehle es an einer gewissen sportlichen Leistungsfähigkeit, werde die Autorität und 
Glaubwürdigkeit der Lehrperson dadurch untergraben. Zwar treffe zu, dass auf Gymnasialstufe 
eine gewisse Selbständigkeit und Eigendisziplin der Schülerinnen und Schüler erwartet werden 
dürfe. Allerdings zeige die Realität regelmässig, dass diese kontrolliert, kanalisiert und gefördert 
werden müsse. Es sei schlicht unrealistisch, dass die Lehrperson ihre Schüler und Schülerinnen 
auf eine Joggingrunde schicke, selbst aber nicht mitlaufe, und entsprechend keine Kontrolle aus-
üben könne. Auch in anderen Disziplinen müsse die Lehrperson kontrollierend, korrigierend und 
nicht zuletzt auch unterstützend beteiligt sein, was eine körperlich intakte Leistungsfähigkeit vo-
raussetze.  
 
7.3.4 Ausgehend von der Ausbildung des Beschwerdeführers auf universitärer Stufe, seiner 
damit ausgewiesenen hohen intellektuellen Leistungsfähigkeit, seiner langjährigen Berufserfah-
rung sowie des Umstands, dass ihm ärztlicherseits noch ein 75 %-iges Pensum in einer leichten 
bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne häufiges Treppenlaufen und ohne län-
gere Gehstrecken als zumutbar attestiert wird, erscheint die Auffassung der Beschwerdegegne-
rin, wonach er noch ein Einkommen basierend auf der LSE-Tabelle TA11, Lehrpatent, erwirt-
schaften könnte, als korrekt. Die von der Beschwerdegegnerin beigezogene Tabelle TA11 weist 

 

 
 
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unter anderem die an Personen mit universitärem Hochschulabschluss bezahlten Löhne aus. Der 
Beschwerdeführer als dipl. Turnlehrer II verfügt über eine solche Ausbildung und kann eine mehr-
jährige Berufserfahrung vorweisen. Es müsste ihm möglich sein, seine beruflichen Kenntnisse 
und Erfahrungen in einem seinem Leiden angepassten Betätigungsfeld einzusetzen und damit 
ein Erwerbseinkommen zu generieren, das seinen Ausbildungshintergrund mitberücksichtigt. Ob 
dieses Betätigungsfeld auch die Tätigkeit als Sportlehrer auf Gymnasialstufe umfasst oder nicht, 
kann unter diesen Umständen offengelassen werden. Für den Beschwerdeführer wären auch 
administrative Arbeiten im Schulwesen oder möglicherweise sogar in einem anderen Unterrichts-
fach in Frage gekommen. 
 
7.3.5 Soweit die Beschwerdegegnerin jedoch ein monatliches Einkommen von Fr. 7‘933.-- als 
Ausgangspunkt ihrer Berechnungen wählte, kann ihr nicht gefolgt werden. Diese Zahl findet sich 
nirgends in der TA11. Der Lohnwert, den die LSE Tabellen 2004, TA11, Lehrpatent, Anforde-
rungsniveau 4 für Männer ausweisen, beträgt monatlich Fr. 6‘792.--. Unter Berücksichtigung aller 
Umstände erscheint es als korrekt, vorliegend auf das Anforderungsniveau 3 abzustellen. Es ist 
damit von einem monatlichen Lohn von Fr. 7‘886.-- auszugehen. Umgerechnet auf die betriebs-
übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.4 Stunden (BFS-Statistik der betriebsüblichen Arbeits-
zeit, 2004, P 85) und unter Berücksichtigung eines 75 %-igen Pensums ergibt sich ein Invaliden-
einkommen von Fr. 73‘458.--. 
 
7.4 Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 139‘228.-- und des Invali-
deneinkommens von Fr. 73‘458.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 47 %. Damit ist der in der 
angefochtenen Verfügung ab April 2004 berechnete Invaliditätsgrad im Ergebnis zu bestätigen. 
Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung vom 
27. November 2018 somit zu Recht ab dem 1. März 2002 eine ganze Rente und ab dem 1. April 
2004 eine Viertelsrente zu, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist. 
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- zu verrechnen sind. Dem Prozessausgang entsprechend wird keine Parteientschä-
digung zugesprochen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 14. Oktober 2019 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
ren-Nr. 9C_685/2019) erhoben. 
 
 
 
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