# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fe28b18-ff1b-5bbf-bdaf-9d4170d4d36e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-01-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.01.2024 F-4779/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4779-2022_2024-01-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4779/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J a n u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Basil Cupa (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton,  

Richterin Claudia Cotting-Schalch, 

Gerichtsschreiberin Nathalie Schmidlin. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zu Besuchszwecken zu Gunsten von 

B._______; Verfügung des SEM vom 20. September 2022. 

 

 

 

F-4779/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 25. April 2022 ersuchte die pakistanische Staatsangehörige B._______ 

(geb. 1967, nachfolgend: Gesuchstellerin), bei der Schweizerischen Aus-

landvertretung in Islamabad um Ausstellung eines Schengen-Visums für 

einen Besuchsaufenthalt von 17 Tagen bei ihrer in der Schweiz lebenden, 

leiblichen Tochter A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin bzw. 

Gastgeberin).  

B.  

Mit Verfügung vom 5. Mai 2022 lehnte die Botschaft den Visumsantrag ab. 

Die Vorinstanz wies die dagegen erhobene Einsprache vom 30. Mai 2022 

mit Entscheid vom 20. September 2022 ab. 

C.  

Mit Eingabe vom 19. Oktober 2022 (Poststempel) erhob die Beschwerde-

führerin beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, der 

Gesuchstellerin sei ein Schengen-Visum für einen Besuch vom 23. Dezem-

ber 2022 bis zum 4. Januar 2023 zu erteilen.  

D.  

Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 16. Dezember 2022 

die Beschwerdeabweisung.  

E.  

Mit Replik vom 15. Januar 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren ein-

gangs gestellten Begehren und deren Begründung fest. Am 2. März 2023 

reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme ein.  

F.  

Mit Schreiben vom 30. März 2023 beantwortete das Gericht eine Verfah-

rensstandsanfrage.  

G.  

Aus organisatorischen Gründen wurde im April 2023 anstelle der bisheri-

gen Instruktionsrichterin der vorsitzende Richter im Spruchkörper aufge-

nommen. 

 

 

F-4779/2022 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Einspracheentscheide der Vorinstanz bezüglich Schengen-Visa sind 

mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (vgl. Art. 112 

Abs. 1 AIG [SR 142.20] i.V.m.  31 ff. VGG und Art. 5 VwVG). Das Rechts-

mittelverfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts ande-

res bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am vorangegangenen Einspracheverfah-

ren teilgenommen und ist als Gastgeberin und leibliche Tochter der Ge-

suchstellerin durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Sie ist 

zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert, zumal die Gesuchstellerin nach 

wie vor einen Besuch in der Schweiz anstrebt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 

Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und, im Falle von Bundesbehörden, die Unangemes-

senheit gerügt werden (vgl. Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht 

wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an 

und ist nicht an die Begründung der Begehren gebunden (Art. 62 

Abs. 4 VwVG). Massgeblich ist grundsätzlich die Sachlage im Entscheid-

zeitpunkt (vgl. BVGE 2020 VII/4 E. 2.2 m.H.). 

3.  

3.1 Der angefochtenen Verfügung liegt ein Gesuch einer pakistanischen 

Staatsangehörigen um Erteilung eines Visums zu Besuchszwecken in der 

Schweiz zugrunde. Da sich die Gesuchstellerin nicht auf die EU/EFTA-Per-

sonenfreizügigkeitsabkommen berufen kann und die beabsichtigte Aufent-

haltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, fällt die vorliegende Streitsache in 

den Anwendungsbereich der Schengen-Assoziierungsabkommen, mit de-

nen die Schweiz den Schengen-Besitzstand sowie die dazugehörigen ge-

meinschaftsrechtlichen Rechtsakte übernahm (BVGE 2014/1 E. 3; 2011/48 

E. 3). Das AIG und dessen Ausführungsbestimmungen gelangen nur so-

weit zur Anwendung, als die Schengen-Assoziierungsabkommen keine ab-

weichenden Bestimmungen enthalten (Art. 2 Abs. 4 AIG). 

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Seite 4 

3.2 Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines 

Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Ertei-

lung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – 

grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise 

zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es 

sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. BVGE 2009/27 E. 3 

m.w.H.). Das Schengen-Recht schränkt die nationalstaatlichen Befugnisse 

insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzungen für Einreise und Visum 

aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einreise beziehungsweise 

das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Ei-

nen Anspruch auf Einreise beziehungsweise Visumserteilung vermittelt 

auch das Schengen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5). 

3.3 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku-

mente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner benötigen sie ein 

Visum, sofern dieses erforderlich ist gemäss der Verordnung (EU) 

2018/1806 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Novem-

ber 2018 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige 

beim Überschreiten der Aussengrenzen im Besitz eines Visums sein müs-

sen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser 

Visumpflicht befreit sind (ABl. L 303/39 vom 28. November 2018 [nachfol-

gend: EU-Visa-VO]). Des Weiteren müssen Drittstaatsangehörige den 

Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und 

hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Sie dürfen nicht im 

Schengener Informationssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung ausge-

schrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere 

Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internationalen Beziehun-

gen eines Mitgliedstaats darstellen (siehe zum Ganzen: Art. 5 Abs. 1 AIG; 

Art. 3 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 der Verordnung vom 15. August 2018 über 

die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 6 Abs. 1 

der Verordnung [EG] Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 9. März 2016 über einen Unionskodex für das Überschreiten 

der Grenzen durch Personen [Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 77/1 

vom 23. Juni 2016]; Art. 14 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 1 der Verordnung [EG] 

Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 

2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [Visakodex, VK, ABl. L 243/1 

vom 15. September 2009]).  

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Seite 5 

3.4 Eine drittstaatsangehörige Person muss für ihre fristgerechte Wieder-

ausreise Gewähr bieten (Art. 5 Abs. 2 AIG). Wenn sie nicht bereit ist, das 

Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu verlassen, ist 

von einer Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 

Bst. e SGK auszugehen (BVGE 2014/1 E. 4.3; 2011/48 E. 4.5). Die Behör-

den haben daher zu prüfen und die gesuchstellende Person hat dement-

sprechend zu belegen, dass die Gefahr einer rechtswidrigen Einwande-

rung oder einer nicht fristgerechten Ausreise nicht besteht respektive dass 

Gewähr für die gesicherte Wiederausreise geboten wird (vgl. Art. 14 Abs. 1 

Bst. d VK; Art. 21 Abs. 1 VK; Art. 12 VEV; BVGE 2014/1 E. 4.4). Das Visum 

ist zu verweigern, wenn begründete Zweifel an der Echtheit der von der 

gesuchstellenden Person eingereichten Belege oder am Wahrheitsgehalt 

ihres Inhalts, an der Glaubwürdigkeit ihrer Aussagen oder der von ihr be-

kundeten Absicht bestehen, das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor Ab-

lauf der Gültigkeit des beantragten Visums zu verlassen (Art. 32 Abs. 1 

Bst. b VK).  

4.  

Strittig ist, ob die pakistanische Gesuchstellerin Gewähr für eine fristge-

rechte Wiederausreise aus dem Schengen-Raum bietet. 

4.1 Bei der Beurteilung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise 

muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Hierzu sind lediglich 

Prognosen möglich, wobei sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalles 

zu würdigen sind. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind die allgemeine 

Lage im Herkunftsland einerseits sowie die individuelle Situation der ge-

suchstellenden Person andererseits. Bei Einreisegesuchen von Personen 

aus Regionen mit politisch und/oder wirtschaftlich ungünstigen Verhältnis-

sen rechtfertigt sich eine strenge Praxis, da die persönliche Interessenlage 

in solchen Fällen häufig nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befris-

teten Einreisebewilligung im Einklang steht (BVGE 2014/1 E. 6.1 m.H.). 

4.2 Pakistan leidet unter einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Im 

ganzen Land bestehen hohe politische und soziale Spannungen sowie die 

Gefahr von Terroranschlägen (vgl. < https://www.eda.admin.ch > Reisehin-

weise und Vertretungen > Reisehinweise für Pakistan, abgerufen am 

05.01.2024). Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der 

Vereinten Nationen belegt Pakistan lediglich Platz 161 von 191 gelisteten 

Staaten (vgl. dazu ausführlich Urteile des BVGer F-4076/2022 vom 16. Ok-

tober 2023 E. 6.2; F-4570/2022 vom 28. August 2023 E. 6.2 je m.w.H.). Vor 

diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das 

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Seite 6 

Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise als allgemein hoch ein-

schätzt. 

4.3 Nebst den allgemeinen Verhältnissen im Herkunftsland sind in die Ri-

sikoanalyse auch die Umstände des konkreten Einzelfalls, insbesondere 

die berufliche, gesellschaftliche und familiäre Verantwortung der gesuch-

stellenden Person im Herkunftsland einzubeziehen. Bei Personen, die in 

ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen wahrnehmen oder die sich 

in wirtschaftlich ungünstigen Verhältnissen befinden, muss das Risiko ei-

nes ausländerrechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach einer bewil-

ligten Einreise als vergleichsweise hoch eingeschätzt werden (vgl. 

BVGE 2019 VII/1 E. 7.2; 2014/1 E. 6.3.1; 2009/27 E. 8). 

4.4 Die 56-jährige Gesuchstellerin ist verwitwet und lebt mit ihrem Bruder 

und dessen Familie zusammen. Eine gewisse familiäre Verwurzelung in 

Pakistan ist zwar aufgrund ihrer dort lebenden Geschwister gegeben. Ab-

gesehen von der Betreuung der Kinder ihres Bruders und Mithilfe im Haus-

halt machte die Gesuchstellerin aber keine familiären oder gesellschaftli-

chen Verantwortlichkeiten geltend. Aufgrund ihrer persönlichen Situation ist 

davon auszugehen, dass sie – wie die Vorinstanz zutreffend festhält – 

keine Verpflichtungen hat, die besondere Gewähr für eine Rückkehr ins 

Heimatland bieten könnten. Soweit replizierend vorgebracht wird, eine 

Emigration würde die Gesuchstellerin aufgrund ihres fortgeschrittenen Al-

ters unnötig belasten, ist festzuhalten, dass sie zwar aufgrund ihres Alters 

nicht zu jener Personengruppe gehört, von der das grösste Emigrationsri-

siko ausgeht (vgl. Urteil des BVGer F-3020/2019 vom 11. März 2021 E. 8.1 

m.H.). In Anbetracht der gewichtigen Gründe, die für eine Migration spre-

chen (u.a. Gesundheitsversorgung, wirtschaftliche und soziale Sicherheit 

in der Schweiz), kann aber auch im fortgeschrittenen Alter der Entschluss 

gefasst werden, auszuwandern oder – einmal im Gastland angekommen – 

dort zu verbleiben. Die Gesuchstellerin verfügt in der Schweiz durch ihre 

hier lebende, leibliche Tochter über ein vorbestehendes familiäres Bezie-

hungsnetz, was das Emigrationsrisiko erhöht. 

4.5 In Bezug auf die finanziellen Verhältnisse ist aktenkundig, dass die Ge-

suchstellerin gemäss Kontoauszug der «(…)» über ein Vermögen von 

2'136'818 pakistanische Rupien (Fr. 6'440.–) per 30. Januar 2023 verfügt. 

Es ist davon auszugehen, dass die regelmässigen Gutschriften auf dem 

Bankkonto – soweit derer Herkunft nicht ohnehin unklar bleibt – aufgrund 

der Namen der Absender von Familienangehörigen stammen. Auffallend 

ist dabei, dass sich das Vermögen der Gesuchstellerin von 630 

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Seite 7 

pakistanische Rupien (Fr. 1.90) im Oktober 2021 auf über zwei Millionen 

pakistanische Rupien (Fr. 6'440.–) im Januar 2023 erhöht hat. Die Be-

schwerdeführerin selbst hat der Gesuchstellerin zwischen Oktober 2021 

und August 2022 Beträge von insgesamt 384’000 pakistanische Rupien 

(Fr. 1'157.–) überwiesen. Die geltend gemachten Erträge aus Ländereien 

blieben gänzlich unbelegt. Gemäss eigenen Angaben ist die Gesuchstelle-

rin Hausfrau und geht keiner bezahlten Erwerbstätigkeit nach. Vor diesem 

Hintergrund – und mit Blick auf das für Schweizer Verhältnisse ohnehin 

relativ geringe Vermögen, welches zudem bei einer Auswanderung nicht 

zwingend verloren geht (vgl. BVGE 2014/1 E. 6.3.6 m.H.) – kann entgegen 

den Ausführungen auf Beschwerdeebene nicht von stabilen wirtschaftli-

chen Verhältnissen ausgegangen werden, welche die Gesuchstellerin von 

einer Emigration abzuhalten vermöchten. Daran ändert auch nichts, dass 

sie aufgrund einer Landstreitigkeit vor Gericht erscheinen muss.  

5.  

Im Ergebnis ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, die Wiederausreise 

der Gesuchstellerin sei nicht ausreichend gesichert. An dieser Einschät-

zung vermag die Bereitschaft der Beschwerdeführerin, eine Verpflichtungs-

erklärung zu unterzeichnen, nichts zu ändern. Die Beschwerdeführerin 

kann zwar als Gastgeberin mit rechtlich verbindlicher Wirkung für gewisse 

finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Besuchsaufenthalt, nicht 

aber für ein bestimmtes Verhalten der eingeladenen Person einstehen 

(vgl. BVGE 2014/1 E. 6.3.7 und BVGE 2009/27 E. 9). Gründe humanitärer 

oder anderer Art, welche die Erteilung eines Visums mit räumlich be-

schränkter Gültigkeit rechtfertigen würden, wurden nicht geltend gemacht 

und sind auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat das nachgesuchte Visa 

für den Schengen-Raum zu Recht verweigert.  

6.  

Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtmässig (Art. 49 VwVG). 

Die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die Kosten der unterliegenden 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen und auf Fr. 800.– festzusetzen (vgl. 

Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt. 

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Seite 8 

8.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Angele-

genheit endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv: nachfolgende Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Nathalie Schmidlin 

 

 

 

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