# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce06670b-4614-5c0c-b1af-50a5d7dd76d7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 29.06.2010 I/1-2009/111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2009-111_2010-06-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2009/111

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 02.08.2019

Entscheiddatum: 29.06.2010

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 29.06.2010
Art. 27 Abs. 1 DBG (SR 642.11). Beruflich bedingte Notwendigkeit eines 
Personenwagens für einen Landarzt, Höhe des Privatanteils 
(Verwaltungsrekurskommission, 29. Juni 2010, I/1-2009/111).

Präsident Nicolaus Voigt, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiberin Sabrina Häberli

X und Y, Beschwerdeführer,

vertreten durch Confedes Treuhand AG, Rosenbergstrasse 72, 9000 St. Gallen,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Rechtswesen, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Direkte Bundessteuer (Einkommen 2007)

Sachverhalt:

A.- X und Y wohnen in einem Einfamilienhaus in G. Dr.med. X betreibt als 

Allgemeinmediziner eine eigene Praxis in einem Mehrfamilienhaus in G. Y ist als 

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Sekretärin in der Praxis ihres Ehemannes angestellt. Das Ehepaar besitzt je ein 

Maiensäss in R und in L AR.

B.- In der Steuererklärung 2007 deklarierten X und Y ein steuerbares Einkommen von 

Fr. 315'824.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 1'979'339.--. Dabei wiesen sie in 

der Erfolgsrechnung der Arztpraxis einen Fahrzeugaufwand von insgesamt Fr. 

29'782.-- (Fr. 17'782.-- Betriebsaufwand Fahrzeug und Fr. 12'000.-- Abschreibungen 

Fahrzeug) aus, wobei sie einen Privatanteil von Fr. 4'400.- aufrechneten. Die 

Veranlagungsbehörde nahm verschiedene Korrekturen vor und veranlagte die 

Steuerpflichtigen für die direkte Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren Einkommen 

von Fr. 328'700.--. Unter anderem wurde der Privatanteil am Fahrzeugaufwand auf 

40%, d.h. um Fr. 7'500.-- auf Fr. 11'900.-- erhöht.

Die dagegen erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt mit Entscheid vom 

29. Mai 2009 ab.

C.- Gegen den Einsprache-Entscheid erhoben X und Y durch ihre Vertreterin mit 

Eingabe vom 11. Juni 2009 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit 

dem Antrag, das in der Buchhaltung aufgeführte Auto sei dem Geschäftsvermögen 

zuzuordnen und der Privatanteil an den verbuchten Autokosten von Fr. 29'782.-- sei 

auf Fr. 4'416.-- festzusetzen.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 14. August 2009 die kostenfällige 

Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine 

Vernehmlassung.

Am 15. Oktober 2009 reichten die Beschwerdeführer durch ihre Vertreterin eine 

zusätzliche Stellungnahme ein.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, 

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 11. Juni 2009 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, 

SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 1 Abs. 2 und Art. 7 der Verordnung zum 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten.

2.- Umstritten ist die Höhe des Fahrzeugaufwands der Arztpraxis im Steuerjahr 2007.

a) Von den steuerbaren Einkünften werden gemäss Art. 27 Abs. 1 DBG bei 

selbständiger Erwerbstätigkeit die geschäfts- und berufsmässig begründeten Kosten 

abgezogen. Da diese Bestimmung mit Art. 40 Abs. 1 des St. Galler Steuergesetzes 

(sGS 811.1, abgekürzt: StG) identisch ist, rechtfertigt es sich, zur Auslegung auch die 

Rechtsprechung und Literatur zum St. Galler Steuergesetz heranzuziehen.

aa) Gemäss Art. 34 DBG sind die übrigen Kosten und Aufwendungen, insbesondere die 

Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der 

durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand nicht 

abziehbar (lit. a). Die Bestimmung stimmt im Wortlaut mit dem st. gallischen 

Steuerrecht überein (vgl. 47 StG). Nicht zum Unternehmungsaufwand gehören deshalb 

die privaten Lebenshaltungskosten, zu denen die Aufwendungen des Steuerpflichtigen 

und seiner Familie für Nahrung, Bekleidung, standesgemässes Auftreten, Unterhaltung 

und Vergnügen, private Autofahrten und dergleichen zu zählen sind. Solche Auslagen 

dienen nicht der Erzielung von Unternehmungserträgen wie die Gewinnungskosten, 

sondern stellen Verwendung des erzielten Einkommens dar, wenngleich sie teilweise 

ganz allgemein die notwendigen Voraussetzungen für die Erhaltung der Arbeitskraft 

und für jede einkommenserzielende Tätigkeit bilden. Sie sind erfolgsneutral. In der 

Buchhaltung sind die privaten Aufwendungen dem Privatkonto bzw. dem Kapitalkonto 

zu belasten. Wird ein Aufwandkonto belastet oder werden die Privatbezüge in der Form 

eines festen Eigenlohns und/oder Eigenkapitalzinses verbucht, sind sie dem 

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steuerbaren Gewinn zuzurechnen (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser 

durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 72 f.).

Die getroffene Unterscheidung zwischen Unternehmungsaufwand und 

Lebenshaltungskosten ist grundsätzlich klar und einleuchtend, gibt aber in Grenzfällen 

häufig Anlass zu Auseinandersetzungen. So stellt sich etwa die Frage, ob die der 

Erfolgsrechnung belasteten Autokosten, Reise- und Kundenspesen, Auslagen für 

Miete, Heizung, Reinigung usw. in vollem Umfang als Gewinnungskosten anzusehen 

sind oder ob es sich mindestens teilweise um nicht abziehbare Kosten der privaten 

Lebenshaltung handelt. In solchen Fällen sind regelmässig "Grenzbereinigungen" nötig. 

Aufwendungen, die privaten Charakter haben und mit der Unternehmung in keinen 

sachlichen Zusammenhang gebracht werden können, werden unter dem Titel 

"Privatanteil an Unkosten" oder "über Unkosten verbuchte Privatauslagen" zum 

ausgewiesenen Gewinn hinzugerechnet. Die Privatanteile an Unkosten werden 

entweder der tatsächlichen Höhe entsprechend oder nach allgemeinen Normen 

bemessen. Grundsätzlich hat der Unternehmungsinhaber für die geltend gemachten 

Auslagen den Nachweis zu leisten oder - sofern keine Belege beschafft werden können 

- glaubwürdige Angaben zu machen. In einzelnen Branchen liefern die 

Erfahrungszahlen gewisse Durchschnittswerte (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, 

a.a.O., S. 73 f.). Gerade in Fällen, wo zum grossen Teil Kosten zur Beurteilung stehen, 

die teilweise beruflich und teilweise privat bedingt sind, lässt sich nicht mit letzter 

Bestimmtheit festlegen, welche Auslagen in welchem Umfang in einem ursächlichen 

Zusammenhang mit der Berufsausübung stehen und geschäftsmässig begründet sind. 

Deshalb ist auch der Privatanteil nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen. Dabei 

ist stets die Gesamtwürdigung der geschäftsmässig begründeten Aufwendungen im 

Auge zu behalten, die der beruflichen Funktion des konkreten Falles Rechnung trägt 

(vgl. VRKE I/1 vom 7. Dezember 2000 in Sachen M.B., S. 6).

bb) Geschäfts- und berufsmässig begründete Aufwendungen schmälern das 

steuerbare Einkommen, weshalb grundsätzlich der Steuerpflichtige die Beweislast für 

geschäftsmässig begründete Kosten und damit auch für die Zuteilung von 

Vermögenswerten zum Geschäftsvermögen trägt (vgl. GVP 1980 Nr. 6; Weidmann/

Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379 f.). Der Steuerpflichtige hat darzutun, dass die 

entsprechenden Aufwendungen effektiv getätigt wurden und dass sie mit der 

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selbständigen Erwerbstätigkeit in einem sachlichen Zusammenhang stehen 

(Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 70). Von der Beweisführungslast (subjektive 

Beweislast) ist die objektive Beweislast zu unterscheiden. Dabei geht es um die Frage, 

zu wessen Nachteil es sich auswirkt, wenn ein behaupteter Sachverhalt unbewiesen 

bleibt (vgl. VerwGE B 2009/204 vom 11. Mai 2010 in Sachen J.T., E. 2.3). In formeller 

Hinsicht setzt die Abzugsfähigkeit einer Aufwendung also voraus, dass diese belegt 

oder wenigstens glaubhaft gemacht wird. Bei der Anerkennung nicht bzw. ungenügend 

belegter Aufwendungen steht der Veranlagungsbehörde ein Spielraum des Ermessens 

zu. Zur ermessensweisen Festlegung eines Privatanteils kann es im Einzelfall 

sachgemäss sein, sich an den Werten des Merkblattes N1/2007 über die Bewertung 

der Naturalbezüge und der privaten Unkostenanteile von Geschäftsinhaberinnen und 

Geschäftsinhabern der Eidgenössischen Steuerverwaltung (vgl. StB 29 Nr. 3 in der 

Fassung vom 1. Januar 2007, nachfolgend: Merkblatt N1/2007; Weidmann/

Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 75 f.) zu orientieren, welches unter Anderem die 

Ermittlung des Privatanteils an Autokosten regelt. Dies setzt allerdings voraus, dass es 

sich beim betreffenden Fahrzeug um ein solches im Geschäftsvermögen handelt.

cc) Als Geschäftsvermögen gelten nach Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG alle 

Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen. 

Diese Bestimmung stimmt wörtlich mit Art. 31 Abs. 2 Satz 3 StG überein. Ob ein 

Wertgegenstand dem Privat- oder dem Geschäftsvermögen zuzuordnen ist, 

entscheidet sich aufgrund einer Würdigung aller in Betracht kommenden tatsächlichen 

Umstände. Ausschlaggebendes Zuteilungskriterium ist dabei, wie sich aus der zitierten 

gesetzlichen Begriffsumschreibung ergibt, die aktuelle technisch-wirtschaftliche 

Funktion des fraglichen Vermögensgegenstands; massgebend ist also in erster Linie, 

ob der Gegenstand tatsächlich dem Geschäft dient (BGE 133 II 420 E. 3.2 mit 

Hinweisen). Daneben können als weitere Abgrenzungskriterien im Einzelfall die äussere 

Beschaffenheit des Vermögenswertes, dessen tatsächliche Nutzung, die Herkunft der 

Mittel zu dessen Finanzierung, das Erwerbs- oder Veräusserungsmotiv, die 

zivilrechtlichen Eigentumsverhältnisse und auch dessen buchmässige Behandlung 

dienen (BGE 2A.44/2006 vom 17. November 2006; vgl. auch Cagianut/Höhn, 

Unternehmenssteuerrecht, 3. Aufl. 1993, S. 253 ff.). Bei gemischt genutzten 

Vermögenswerten, die teilweise geschäftlichen und teilweise privaten Zwecken dienen, 

gilt der Grundsatz der Präponderanz, das heisst solche Vermögenswerte werden 

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demjenigen Vermögensbereich zugeordnet, dem sie vorwiegend dienen (GVP 2002 Nr. 

16; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 51 f.).

b) Die Vorinstanz führt im Einsprache-Entscheid aus, die Beschwerdeführer hätten 

keinen Nachweis über die im Jahr 2007 gesamthaft gefahrenen Kilometer sowie die 

davon geschäftlich begründeten Kilometer erbracht. Entsprechend sei weder eine 

proportionale Verlegung der gesamten Betriebskosten auf die geschäftlich und privat 

zurückgelegten Kilometer noch die Zweckbestimmung zur Zuteilung des Fahrzeugs 

zum Privat- oder Geschäftsvermögen abschliessend möglich. Es könne jedoch auf 

Privatvermögen geschlossen werden, da Geschäfts- und Wohnort des 

Steuerpflichtigen beinahe identisch seien. Zudem besitze er in den Gemeinden R und L 

Maiensässe und die Fahrkosten zu solchen Hütten, welche erfahrungsgemäss oft 

genutzt würden, begründeten keinen Geschäftsaufwand. Ein weiteres privates 

Fahrzeug sei nicht vorhanden. Da das Fahrzeug zum Privatvermögen gehöre, sei ein 

Privatanteil "inkl. Abschreibungen" von Fr. 11'900.-- bzw. 40% keinesfalls zu hoch. 

Dies entspreche der ständigen Praxis des Kantons St. Gallen.

Die Beschwerdeführer stellen sich hingegen auf den Standpunkt, der Ehemann müsse 

aus geschäftlichen Gründen ein Auto halten. Er benötige sein Fahrzeug täglich für 

Patientenbesuche und - wenn die Distanz zum Wohnort auch klein sei - für die Fahrt 

zur Arbeit. Das Auto müsse jederzeit für Notfälle bereit stehen. Es werde zum 

wesentlichen überwiegenden Teil für den Praxisbetrieb eingesetzt. Ein Bordbuch zu 

führen sei schlichtweg unverständlich. Die Zuordnung zum Privatvermögen könne 

keinesfalls nur aufgrund des behaupteten höheren Privatanteils erfolgen. Die Fahrten zu 

den Maiensässen seien nicht häufig und auch distanzmässig nicht gross. Gemäss 

Merkblatt N1/2007 der eidgenössischen Steuerverwaltung sei als Privatanteil pro 

Monat 0.8% des Kaufpreises zu deklarieren. Dieser habe Fr. 46'000.-- betragen. Die 

Berechnung nach dem Merkblatt ergebe Fr. 4'416.-- pro Jahr.

In der Vernehmlassung hält die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführer seien die 

aufgeforderten Nachweise zur Zuteilung des Fahrzeugs zum Geschäfts- oder 

Privatvermögen schuldig geblieben. Die pauschale Ermittlung eines Auto-Privatanteils 

gemäss Merkblatt beziehe sich grundsätzlich auf steuerlich anerkannte 

Geschäftsfahrzeuge, welche zum Teil auch privat genutzt würden. Vorliegend handle es 

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sich jedoch um ein überwiegend privat genutztes Fahrzeug, welches dem 

Privatvermögen zuzuordnen sei. Auch bei Fehlen eines Bordbuches wäre es ohne 

Weiteres möglich gewesen, die Gesamtfahrleistung des Jahres 2007 und die davon 

geschäftlich zurückgelegten Kilometer - mittels entsprechender Unterlagen wie 

Servicebüchlein, Aufzeichnungen über Kundenbesuche und über Notfallfahrten oder 

sonstiger Belege und Unterlagen - nachzuweisen. Ein Privatanteil an Autokosten von 

mindestens 40% sei auch in den Vorjahren angerechnet worden und entspreche der 

langjährigen Veranlagungspraxis von Ärzten im Kanton St. Gallen. Diese Praxis finde 

nur dann keine Anwendung mehr, wenn eindeutig nachgewiesen sei, dass das 

Fahrzeug überwiegend dem Geschäft diene und damit Geschäftsvermögen darstelle. 

Dies werde vorliegend verneint.

Dazu erklärten die Beschwerdeführer in ihrer zusätzlichen Stellungnahme, die 

Zuordnung des Autos zum Geschäftsvermögen sei damit begründet, dass es der 

Erzielung von Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit diene. Für ärztliche 

Einsätze ausserhalb der Praxis sei ein Auto absolut unabdingbar. Die Führung eines 

Bordbuchs zur genauen Erfassung der geschäftlich und privat gefahrenen Kilometer sei 

bei einem Arzt eine Zumutung. Der Fahrzeugeinsatz erfolge mehrheitlich für die 

ärztliche Tätigkeit.

c) Die Beschwerdeführer besitzen nur ein Fahrzeug. Dieser Personenwagen "Subaru 

Outback" ist in der Buchhaltung der Arztpraxis als Geschäftsvermögen aufgeführt. 

Auch wurden Abschreibungen auf dem Fahrzeug vorgenommen. Abschreibungen sind 

nur auf Geschäftsvermögen zulässig (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., 

S. 56). Buchhalterisch wurde das Fahrzeug also als Geschäftsfahrzeug der Arztpraxis 

behandelt. Die Vorinstanz hat aber bereits in den Jahren 2002 bis 2006 von den 

gesamten Fahrzeugkosten einen Privatanteil von 40% aufgerechnet (vgl. act. 7/IV-2). 

Sie begründet dies mit ihrer Praxis gemäss interner Richtlinie (vgl. act. 7/IV-1) wonach 

Fahrzeuge, welche eigentlich dem Privatvermögen zuzuordnen wären, bei Ärzten im 

Geschäftsvermögen belassen werden, diesem Umstand jedoch mit einem höheren 

Privatanteil Rechnung getragen wird. Der Gegenbeweis mittels Belegen stehe offen. 

Dies wurde den Beschwerdeführern mit Mail vom 13. März 2009 mitgeteilt (vgl. act. 7/

I-1.9). Die Beschwerdeführer haben dies zumindest für das Steuerjahr 2006 so 

akzeptiert.

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Auch im Steuerjahr 2007 nahm die Vorinstanz wieder die Aufrechnung eines 

Privatanteils von 40% vor. Als dies von den Beschwerdeführern nicht akzeptiert wurde, 

leitete sie im Einspracheverfahren Abklärungen bezüglich Präponderanz des 

Personenwagens ein. Da die Beschwerdeführer nur über ein Fahrzeug verfügen, durfte 

sie eine erhebliche private Nutzung annehmen. Die Abklärungen erfolgten daher zu 

Recht. Sie verlangte von den Beschwerdeführern den Nachweis der gesamten 

Autofahrkilometer sowie der davon geschäftlich gefahrenen Kilometer zu erbringen 

(act. 7/I-1.7). Die Beschwerdeführer reichten mit der Bemerkung "nicht vorhanden" (vgl. 

act. 7/I-1.6) keine diesbezüglichen Belege ein. Im Beschwerdeverfahren machen sie 

geltend, es sei für einen Arzt unzumutbar, ein Bordbuch zu führen. Dem kann nicht 

gefolgt werden. Ein Hausarzt stellt den Patienten seine Kosten gemäss Tarmed-Tarifen 

in Rechnung. Macht er Hausbesuche, so verrechnet er gemäss Tarifposition 00.0095 

eine Wegentschädigung pro 5 Minuten, welche die reine Fahrzeit entschädigt (vgl. 

Tarif-Browser auf www.tarmedsuisse.ch neues Fenster). Aufgrund dieser von ihm 

weiter zu verrechnenden Leistungen ist er also gezwungen, seine geschäftlichen 

Fahrten für Hausbesuche aufzuzeichnen. Deshalb wäre es ihm ohne Weiteres möglich, 

aufgrund der von ihm gestellten Honorarrechnungen die Anzahl und Häufigkeit von 

Hausbesuchen zu belegen.

Damit die Veranlagungsbehörde ihrer Untersuchungspflicht nachkommen kann, sind 

die steuerpflichtigen Personen verpflichtet, an der Untersuchung mitzuwirken (vgl. 

VerwGE B 2009/204, a.a.O., E. 2.2 mit Hinweis auf die in der Kooperationsmaxime von 

Art. 123 DBG zum Ausdruck kommende Mitwirkungspflicht und insbesondere Art. 126 

DBG; Richner/Frei/Kaufmann, Handkommentar zum DBG, 2. Auflage, Zürich 2009, N 9 

zu Art. 123 DBG). Die von der Vorinstanz geforderten Unterlagen erschienen geeignet 

und notwendig, um den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Den 

Beschwerdeführern war die Einreichung möglich und zumutbar (vgl. Richner/Frei/

Kaufmann, a.a.O., N 33 zu Art. 126). Sie weigerten sich mit der Begründung "nicht 

vorhanden", da das Führen eins Bordbuches für einen Arzt unzumutbar sei, die 

geforderten Unterlagen einzureichen und verletzten damit ihre Mitwirkungspflichten. 

Wie oben bereits ausgeführt hat ein Arzt zwecks Weiterverrechnung an seine Patienten 

die geschäftliche Benützung des Fahrzeugs sowieso zu dokumentieren. Eine 

Verletzung der Mitwirkungspflicht wirkt sich im Zusammenhang mit der objektiven 

Beweislast auf die Untersuchungsmaxime der Behörden aus. So führt etwa die 

http://www.tarmedsuisse.ch/
http://www.tarmedsuisse.ch/

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Verweigerung der Kooperation bei der Abklärung eines Sachverhalts, der nach 

Darstellung der Steuerpflichtigen einem von ihnen geltend gemachten Abzug zugrunde 

liegt, zur Nichtberücksichtigung des Abzugs (vgl. Zweifel/Casanova, Schweizerisches 

Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, Zürich/Basel/Genf 2008, § 5 N 12).

Die Vorinstanz musste zufolge verweigerter Mitwirkung der Beschwerdeführer aufgrund 

der vorliegenden Akten entscheiden. Diese umfassen bezüglich des Fahrzeugs nur die 

Bilanz und die Erfolgsrechnung 2007 sowie den Kaufvertrag des Fahrzeugs vom 3. 

Januar 2006 (act. 7/IV-3). Eine mehrheitliche geschäftliche Nutzung des Fahrzeugs 

kann daraus nicht abgeleitet werden. Die Vorinstanz ging damit zu Recht davon aus, 

dass das Fahrzeug eigentlich dem Privatvermögen zuzuordnen wäre. Gemäss ihrer 

internen Praxis beliess sie das Fahrzeug aber im Geschäftsvermögen und rechnete 

einen Privatanteil von 40% auf. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Bei einer 

Zuteilung des Fahrzeugs zum Privatvermögen müsste die Häufigkeit der geschäftlichen 

Nutzung ebenfalls nachgewiesen werden, um Fahrzeugaufwand geltend machen zu 

können. Dies gelänge aufgrund der vorliegenden Akten nicht, was zur Folge hätte, dass 

der gesamte Fahrzeugaufwand aufzurechnen wäre. Auf eine Schlechterstellung der 

Beschwerdeführer wird jedoch verzichtet.

d) Zusammenfassend ist die Erhöhung des Privatanteils am Fahrzeugaufwand auf 40% 

oder Fr. 11'900.-- zu Recht erfolgt. Dementsprechend erweist sich die Beschwerde als 

unbegründet und ist abzuweisen.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten den 

Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von 

Fr. 800.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 13 Ziff. 522 

des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

ist zu verrechnen.

Entscheid: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführer bezahlen die Kosten des Verfahrens von Fr. 800.-- unter 

Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 600.--.

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