# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3ec7b29-5af6-5e71-8c43-bb12545984e4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.10.2020 C-117/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-117-2019_2020-10-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-117/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  O k t o b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richterin Caroline Gehring, Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland),   

vertreten durch MLaw Michael Keiser,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch, Verfügung der IV-

STA vom 19. November 2018. 

 

 

 

C-117/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der 1971 geborene, in seiner Heimat Deutschland wohnhafte 

A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) ist stu-

dierter Diplompsychologe. Er war ab dem 1. Februar 2009 in seiner Eigen-

schaft als Grenzgänger für die B._______ AG (im Folgenden: B._______) 

als "…" in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete Beiträge an die obliga-

torische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Akten [im Fol-

genden: act.] der Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland 

[im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz] 2, 10, 14, 17 S. 17 und 74). Mit 

Datum vom 24. November 2015 meldete er sich bei der Sozialversiche-

rungsanstalt des Kantons C._______ (im Folgenden: SVA C._______) zum 

Bezug von Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung (IV) an; 

zur Art der Behinderung erwähnte er einen benignen Tumor am Handge-

lenk, eine Schulteroperation (Arthroskopie) inklusive der Behebung von 

Defekten sowie eine psychische/psychosomatische Erkrankung (act. 1, 2, 

5 bis 7). Nachdem am 19. Januar 2016 bei der SVA C._______ ein 

Standortgespräch stattgefunden hatte (act. 8, 9 und 11), erstellte Dr. med. 

Dipl. Psych. D._______, Fachärztin für psychosomatische Medizin/Psy-

chotherapie und für Neurologie und Psychiatrie/Sozialmedizin, am 8. Feb-

ruar 2016 einen Bericht (act. 12). Nach Vorliegen des Fragebogens für Ar-

beitgebende vom 8. April 2016 (act. 14) fand am 18. Mai 2016 ein weiteres 

Gespräch betreffend die berufliche Situation statt (act. 16). In der Folge 

gewährte die SVA C._______ dem Versicherten am 11. Juli 2016 Frühin-

terventionsmassnahmen in Form eines Job Coachings (act. 23) und am 

25. Juli und 9. November 2016 in Form von Ausbildungskursen (act. 24 bis 

30). Nach Durchführung des Abschlussgesprächs am 7. Dezember 2016 

(act. 31 S. 10) schloss die SVA C._______ am 9. Dezember 2016 die Un-

terstützung zum Erhalt des Arbeitsplatzes ab, da der Versicherte den Auf-

bau einer selbstständigen Erwerbstätigkeit plane; diesem wurde betreffend 

Rente eine separate Verfügung in Aussicht gestellt (act. 32 und 33). 

A.b Mit Datum vom 31. Mai 2017 erstellte die SVA C._______ das "Fest-

stellungsblatt für den Beschluss" (act. 42). Gleichentags erliess sie einen 

Vorbescheid, mit welchem dem Versicherten die Abweisung eines Renten-

anspruchs in Aussicht gestellt wurde. Zur Begründung des vorgesehenen 

Entscheids wurde insbesondere aufgeführt, der Versicherte habe aufgrund 

seiner selbstständigen Tätigkeit erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert 

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werden können, wodurch er ein rentenausschliessendes Einkommen er-

zielen könne (act. 43). Mit Schreiben vom 16. Juni 2017 beantragte der 

Versicherte eine Fristerstreckung und teilte der SVA C._______ mit, er sei 

noch bis Ende dieses Monats bei der B._______ angestellt und starte erst 

nachher vollumfänglich in die in der Begründung angegebenen Selbststän-

digkeit. Erst danach werde sich die erfolgreiche Integration in den Arbeits-

markt zeigen (act. 44). Nachdem am 23. Juni 2017 die Frist zur Einreichung 

von Einwendungen bis am 23. August 2017 erstreckt worden war (act. 45), 

informierte der Versicherte die SVA C._______ am 21. August 2017 dahin-

gehend, dass er aktuell noch keine 50 % arbeiten könne, weshalb er eine 

erfolgreiche/vollständige Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt noch 

nicht sehe (act. 46); die entsprechende Empfangsbestätigung datiert vom 

23. August 2017 (act. 47). In Kenntnis eines weiteren (undatierten) Berichts 

von Dr. med. Dipl. Psych. D._______ (act. 51 und 52) holte die SVA 

C._______ am 21. November 2017 bei Dr. med. E._______ einen Arztbe-

richt ein (act. 53, 55 und 56). Nachdem dieser bei der SVA C._______ ein-

gegangen war (act. 57), erkundigte sich diese am 18. Dezember 2017 beim 

Versicherten über den aktuellen Stand (act. 58). Im Anschluss an die tele-

fonische Besprechung vom 22. Januar 2018 zwischen dem Versicherten 

und einer Mitarbeiterin der SVA C._______ (act. 60) bat letztere am 29. 

Januar 2018 um eine Rückmeldung (act. 61). Nach weiterer Korrespon-

denz zwischen den Parteien (act. 62 bis 67) und nachdem Dr. med. 

E._______ am 25. September 2018 einen weiteren Arztbericht verfasst 

hatte (act. 68), erstellte die SVA C._______ am 13. November 2018 das 

"Feststellungsblatt Einwand" (act. 69); aus diesem geht hervor, dass sich 

auch Dr. med. F._______, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 

vom Regionalen Ärztlichen Dienst (im Folgenden: RAD) am 12. November 

2018 zur medizinischen Situation geäussert hatte (act. 69 S. 4 und 5). In 

der Folge liess die SVA C._______ der IVSTA am 13. November 2018 eine 

dem Vorbescheid vom 31. Mai 2017 im Ergebnis entsprechende Verfügung 

zur Datierung und zum Versand zukommen (act. 70 und 71); am 19. No-

vember 2018 wurde die entsprechende Verfügung von der Vorinstanz er-

öffnet (act. 72). 

B.  

B.a Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Michael 

Keiser, beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 7. Januar 2019 

Beschwerde erheben und insbesondere beantragen, es sei die angefoch-

tene Verfügung aufzuheben und es sei die Vorinstanz zu verpflichten, die 

notwendigen Abklärungen durchzuführen. Weiter sei direkt oder auf dem 

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Weg der Rückweisung ein versicherungsexternes psychiatrisches Gutach-

ten einzuholen (act. im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1). 

Zur Begründung liess der Beschwerdeführer zusammengefasst ausführen, 

er könne nach wie vor nur sehr eingeschränkt arbeiten (maximal 4 Stunden 

am Tag). Er leide an massiven körperlichen Schmerzen und müsse sich 

regelmässig am Nachmittag hinlegen. Dazu kämen mentale Blockaden, 

massive Schlafprobleme und eine starke Antriebslosigkeit. Obwohl wieder-

holt darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass aus gesundheitlichen 

Gründen nur ein kleines Pensum bewältigt werden könne, seien zur Er-

werbssituation keine weiteren Abklärungen getroffen worden. Bevor der 

Rentenanspruch abgelehnt worden sei, hätte zwingend abgeklärt werden 

müssen, inwieweit der Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Ein-

kommen erzielen könne. Dass dies unterlassen worden sei, stelle eine Ver-

letzung von Art. 43 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) dar. 

Trotz der jahrelangen psychischen Problematik sei nicht psychiatrisch be-

gutachtet worden. Die Vorinstanz stütze sich auf die RAD-Stellungnahme 

vom 12. November 2018. Die RAD-Beurteilung nehme insbesondere auf 

die Berichte des Hausarztes Bezug und die Tatsache, dass der Beschwer-

deführer im Verlaufsprotokoll vom 7. Dezember 2016 gesagt habe, er fühle 

sich wieder gesund. Dass diese Aussage längst überholt sei, werde nicht 

thematisiert. Auch im neusten Arztbericht liste der Hausarzt die psychiatri-

schen Diagnosen auf und berichte von Schlaflosigkeit, Antriebsschwäche, 

Ängsten und Reizbarkeit. Die Frage nach den weiteren Behandlern und 

zum weiteren Vorgehen würden mit der psychischen Problematik bzw. der 

notwendigen Psychotherapie beantwortet. Dass bei einer langjährigen psy-

chischen Problematik nur gestützt auf einen hausärztlichen Bericht ent-

schieden werde, stelle ebenfalls eine Verletzung von Art. 43 ATSG dar. Es 

sei daran zu erinnern, dass im Verlaufsbericht vom 5. September 2017 von 

Dr. med. Dipl. Psych. D._______ nur eine sehr eingeschränkte Arbeitsfä-

higkeit in einer angepassten Tätigkeit attestiert werde. Inwieweit die von 

der RAD-Ärztin aufgelisteten Diagnosen keine Auswirkungen auf die Ar-

beitsfähigkeit haben sollten, werde von ihr nicht weiter begründet und auch 

nicht geprüft. Diesbezüglich sei auf die Rechtsprechung des Bundesge-

richts zu verweisen, wonach bei depressiven Störungen im mittelgradigen 

Bereich die invalidisierende Wirkung besonders sorgfältig zu prüfen sei 

(Urteil 8C_753/2016 vom 15. Mai 2017). Weiter sei daran zu erinnern, dass 

Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich be-

deutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall 

ressourcenhemmende Wirkung beizumessen sei (BGE 143 V 418 E. 8.1). 

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Die Vorinstanz wäre verpflichtet gewesen, gesamthaft die funktionellen 

Folgen der aufgelisteten psychischen Leiden zu würdigen, auch wenn 

diese für sich allein genommen keine anhaltende Einschränkung zu be-

gründen vermöchten. Dies müsse umso mehr gelten, als die langdauernde 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit belegt sei und von der Vorinstanz an-

erkannt werde. Aktenkundig seien weitere schwerwiegende psychiatrische 

Diagnosen, welche von der RAD-Ärztin gar nicht erst aufgeführt, ge-

schweige denn diskutiert würden. So seien die im Bericht vom 8. Februar 

2016 von Dr. med. Dipl. Psych. D._______ gestellten Diagnosen ausser 

Acht gelassen worden. Diese habe unter anderem die Diagnosen einer An-

passungsstörung und einer posttraumatischen Belastungsstörung aufge-

listet. Indem sich die RAD-Ärztin nicht mit diesen Diagnosen auseinander-

gesetzt habe, könne der versicherungsinternen Beurteilung nur sehr ein-

geschränkte Beweiskraft zukommen. Diese Ausführungen vermöchten er-

hebliche Zweifel an der RAD-Beurteilung zu erwecken. Es sei somit zwin-

gend versicherungsextern psychiatrisch zu begutachten. 

B.b Mit Zwischenverfügung vom 11. Januar 2019 wurde der Beschwerde-

führer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Be-

schwerde) aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- 

in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (B-act. 2); die-

ser Aufforderung kam der Beschwerdeführer nach (B-act. 4). 

B.c In ihrer Vernehmlassung vom 1. März 2019 verwies die Vorinstanz auf 

die Stellungnahme der SVA C._______ vom 26. Februar 2019 und bean-

tragte die Abweisung der Beschwerde (B-act. 6).  

Die SVA C._______ beantragte ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. 

Zur Begründung führte sie zusammengefasst ergänzend aus, zum Indika-

tor "Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder - Resistenz" sei hervor-

zuheben, dass der Beschwerdeführer lediglich von August 2015 bis No-

vember 2016 eine psychiatrische Behandlung wahrgenommen habe. An-

schliessend habe keine psychotherapeutische Therapie mehr stattgefun-

den. Eine medikamentöse Behandlung sei nicht dokumentiert (act. 69/5). 

Mit Blick auf diesen Behandlungsverlauf könne weder von einer Therapie-

resistenz noch von einem hohen Leidensdruck ausgegangen werden. Be-

züglich" funktionellem Schweregrad" als weiteren massgebenden Standar-

dindikator sei hervorzuheben, dass es sich nicht um ein rezidivierendes 

Geschehen, sondern um eine erstmalige depressive Episode (F32.1) 

handle, welche praxisgemäss als therapeutisch gut behandelbar gelte. In-

wiefern der vom Beschwerdeführer zitierte Bericht vom 8. Februar 2016 

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von Dr. med. D._______ für eine aktuelle Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

relevant sein solle, werde nicht dargelegt. Des Weiteren lägen in den vor-

liegenden aktuellen medizinischen Berichten keine Hinweise auf eine post-

traumatische Belastungsstörung vor, zumal nicht ansatzweise von einem 

Ereignis berichtet werde, welches die Kriterien nach den diagnostischen 

Leitlinien erfüllten und damit eine solche Diagnose begründen würde. Dr. 

med. E._______ beschreibe in seinem Bericht vom 25. September 2018 

die Prognose zudem als gut und attestiere eine volle Arbeitsfähigkeit (act. 

68/1 ff.). In der Gesamtschau seien damit keine erheblichen funktionellen 

Auswirkungen des depressiven Leidens zu erkennen und ein invalidisie-

render Gesundheitsschaden in Bezug auf die psychischen Beschwerden 

weiterhin klar zu verneinen. 

B.d Nachdem das Fristerstreckungsgesuch des Beschwerdeführers vom 

4. April 2019 betreffend die Einreichung einer Replik mit prozessleitender 

Verfügung vom 8. April 2019 gutgeheissen worden war (B-act. 8 und 9), 

ging diese am 14. Mai 2019 beim Bundesverwaltungsgericht ein. Der Be-

schwerdeführer liess weiterhin die Gutheissung der Beschwerde beantra-

gen und ausführen, zusammenfassend bestehe eine komplexe, langanhal-

tende somatische und insbesondere psychiatrische Problematik, welche 

nicht genügend abgeklärt worden sei. Namentlich seien die funktionellen 

Einschränkungen ohne Wenn und Aber ausgewiesen. Er habe alles unter-

nommen, um den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu schaffen. Bis heute 

sei ihm dies nicht gelungen (B-act. 10). 

B.e Am 16. Mai 2019 erhielt das Bundesverwaltungsgericht Kenntnis des 

Schreibens des Rechtsvertreters vom 15. Mai 2019 samt Beilage (Stellung-

nahme von Frau G._______ vom 13 Mai 2019; B-act. 12). 

B.f In ihrer Duplik vom 11. Juni 2019 beantragte die Vorinstanz weiterhin 

die Abweisung der Beschwerde und verwies auf die Stellungnahme der 

SVA C._______ vom 28. Mai 2019. Darin wurde ausgeführt, es werde auf 

das Einreichen einer Duplik verzichtet (B-act. 14). 

B.g Mit prozessleitender Verfügung vom 14. Juni 2019 schloss die Instruk-

tionsrichterin den Schriftenwechsel (B-act. 15). 

B.h Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Be-

weismittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen einzugehen. 

 

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Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-

nition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]; BVGE 

2016/15 E. 1; 2014/4 E. 1.2). 

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 40 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 

17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist das 

Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungs-

gesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die IV anwendbar (Art. 1a - 26bis und 28 - 70 IVG), soweit das IVG nicht 

ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Nach den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Regeln finden diejenigen Verfahrensregeln An-

wendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Als direkter Adressat ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen 

Verfügung vom 19. November 2018 (act. 72) berührt und kann sich auf ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung berufen 

(Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem er den Kostenvorschuss 

fristgerecht geleistet hat (B-act. 4), ergibt sich zusammenfassend, dass auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 ATSG; Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 sowie Art. 63 Abs. 4 VwVG) einzutreten ist. 

1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

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Verfügung vom 19. November 2018, mit welcher die Vorinstanz den An-

spruch des Beschwerdeführers auf eine IV-Rente abgewiesen hat. Strittig 

und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit dieser Verfügung und in diesem Zu-

sammenhang insbesondere, ob die Vorinstanz den Sachverhalt in medizi-

nischer Hinsicht rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren weiter anwendba-

ren gesetzlichen Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Der Beschwerdeführer verfügt über die deutsche Staatsbürgerschaft 

und wohnt in Deutschland. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen 

vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Ge-

meinschaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss 

Anhang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in 

Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) 

und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Ja-

nuar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, 

Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehun-

gen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das 

Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch 

im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach 

schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4). 

2.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

Im vorliegenden Verfahren finden demnach jene Vorschriften Anwendung, 

die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 19. November 2018 in Kraft 

standen (so auch die Normen der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen 

Fassung des IVG vom 18. März 2011 [6. IV-Revision]); weiter aber auch 

solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind. 

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Seite 9 

2.3 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG, vgl. auch E. 2.5 

hiernach) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorge-

sehenen Dauer Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (AHV/IV) geleistet hat, d.h. während mindestens dreier Jahre 

(Art. 36 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Diese 

Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein 

Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Der Beschwerdeführer 

hat unbestrittenermassen während mehr als drei Jahren AHV/IV-Beiträge 

geleistet (act. 10), so dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer 

gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung 

erfüllt ist. 

2.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dau-

ernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, 

sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff 

enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren 

Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähig-

keit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 8 Rz. 7). Arbeits-

unfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei 

langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf 

oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-

rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

ATSG). 

2.5 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

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wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-

fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 

anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-

gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 

281 E. 2.1). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 

gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 

der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-

scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 

nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 

objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-

gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 

E. 4.4). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-

mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-

gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung al-

len guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 

5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 

trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit 

auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offenstehenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies 

ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 

279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 

2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung 

haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähig-

keit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 

(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu min-

destens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Gemäss Art. 28 

Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung besteht der Anspruch auf 

eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derje-

nige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine 

halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein sol-

cher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 gelten-

den Fassung) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 

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50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn-

sitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, 

soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Rege-

lung vorsehen. Eine solche Ausnahme ist vorliegend gegeben (vgl. Art. 7 

der Verordnung [EG] Nr. 883/2004). Nach der Rechtsprechung des Bun-

desgerichts (bis Ende Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungs-

gericht [EVG]) stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvor-

schrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 

275 E. 6c). 

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden kön-

nen (BGE 140 V 193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4). Demgegenüber fällt es nicht 

in den Aufgabenbereich des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer 

allfälligen Rente zu äussern, da der Begriff der Invalidität nicht nur von me-

dizinischen, sondern auch von erwerblichen Faktoren bestimmt wird 

(vgl. Art. 16 ATSG). 

Geht es um psychische Erkrankungen, namentlich eine anhaltende soma-

toforme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomatisches 

Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen leicht- bis 

mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409), sind für die Beurteilung der Arbeits-

fähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-

gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 

Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tat-

sächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 

E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.). Ausgangspunkt der Prüfung 

und damit erste Voraussetzung bildet eine psychiatrische, lege artis ge-

stellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). 

Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat das 

Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie 

«funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesundheits-

schädigung» (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symp-

tome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; Komorbidi-

C-117/2019 

Seite 12 

täten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struk-

tur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kon-

text» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhal-

tens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des Aktivitä-

tenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und be-

handlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens-

druck (E. 4.4.2). 

2.8 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-

hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Unab-

hängig davon, ob es sich um eine nachweisliche organische Pathologie 

oder um ein unklares Beschwerdebild handelt, setzt eine Anspruchsbe-

rechtigung stets eine nachvollziehbare ärztliche Beurteilung der Auswir-

kungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

voraus. Dabei können – insbesondere unklaren Beschwerdebildern inhä-

rente – Abklärungs- und Beweisschwierigkeiten die Berücksichtigung wei-

terer Lebens- und Aktivitätsbereiche wie etwa Freizeitverhalten oder fami-

liäres Engagement erfordern, um das Ausmass der Einschränkungen zu 

plausibilisieren, wobei auch fremdanamnestische Angaben zu berücksich-

tigen sind. Ohne Einbezug solcher Indizien, wie sie im Rahmen der festen 

Praxis zu den organisch nicht nachweisbaren unklaren Beschwerdebildern 

(BGE 141 V 281 E. 4.4.1) regelmässig zu berücksichtigen sind, ist eine 

ärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht beweiskräftig (BGE 140 V 290 

C-117/2019 

Seite 13 

E. 3.3.2). In den konsistenten Nachweis einer gestörten Aktivität und Par-

tizipation einzubeziehen sind nur funktionelle Ausfälle, die sich aus denje-

nigen Befunden ergeben, welche auch für die Diagnose der Gesundheits-

beeinträchtigung massgebend gewesen sind. Die Einschränkung in den 

Alltagsfunktionen, welche begrifflich zu einer lege artis gestellten Diagnose 

gehört, wird mit den Anforderungen des Arbeitslebens abgeglichen und an-

hand von Schweregrad- und Konsistenzkriterien in eine allfällige Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit umgesetzt. Auf diesem Weg können gel-

tend gemachte Funktionseinschränkungen über eine sorgfältige Plausibili-

tätsprüfung bestätigt oder verworfen werden (BGE 141 V 281 E. 2.1.2). 

Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der IVSTA, 

welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie Aktengut-

achten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-

henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-

fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile 

des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 vom 

8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1, je mit Hin-

weisen). Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein 

ärztliches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a) genügen, auch hinsichtlich 

der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen (vgl. hierzu Urteil des BGer 

9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1), haben sie einen vergleichbaren 

Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 

E. 3.3.2). Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten 

abweichende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in 

Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, 

sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigen-

ständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abge-

stellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfah-

ren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2). 

Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht insbeson-

dere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für 

die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge 

über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen 

Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizinisch zu würdi-

gen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit Hinweis; Urteil 

des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie haben die vor-

handenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, wozu namentlich 

C-117/2019 

Seite 14 

auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vor-

zunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht ab-

zustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen ist (BGE 

142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen Belange keine be-

weistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme einer versicherungs-

internen Fachperson in der Regel keine abschliessende Beurteilungs-

grundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen Anlass ge-

ben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3). 

3.  

Anlässlich der Verfügung vom 19. November 2018 dienten der Vorinstanz 

als Entscheidbasis insbesondere die Stellungnahme der RAD-Fachärztin 

Dr. med. F._______, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. November 

2018 (act. 69 S. 4 und 5). Dieses ärztliche Dokument ist – nebst weiteren 

– nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben und einer Würdigung zu 

unterziehen. 

3.1  

3.1.1 Dr. med. F._______ erwähnte in ihrem Bericht vom 12. November 

2018 keine Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. 

Ohne dauerhafte Auswirkung listete sie die von den Dres. med. D._______ 

und E._______ gestellten Diagnosen auf und berichtete weiter, förderlich 

seien Tätigkeiten in wohlwollender ruhiger Atmosphäre und ohne hohe An-

forderungen an die psychische Belastbarkeit. Tätigkeiten unter permanen-

tem Zeit- und Leistungsdruck und solche mit Führungsverantwortung soll-

ten vermieden werden. In der bisherigen Tätigkeit als "Vice Präsident bei 

B._______" sei der Versicherten vom Mai 2015 bis September 2016 zu 

100 % arbeitsunfähig gewesen; seit Oktober 2016 bis auf Weiteres betrage 

die Arbeitsunfähigkeit 50 %. In leidensangepassten Tätigkeiten gemäss 

Belastungsprofil bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Insgesamt seien die 

vorliegenden Arztberichte konsistent. Die Diagnosen mittelgradige depres-

sive Episode und somatoforme autonome Funktionsstörung würden wei-

tergeführt. Es würden aber keine entsprechenden Symptome im ärztlichen 

Befund mehr benannt. Als Ressourcen seien die Bereitschaft des Versi-

cherten zu nennen, sich auf eine berufliche Umorientierung eingelassen zu 

haben, und die stabilen familiären Verhältnisse. Als Faktoren, die die 

Krankheit aufrechterhalte, sei die hohe berufliche Inanspruchnahme der 

Ehefrau genannt. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei kein dauerhaf-

ter Gesundheitsschaden ausgewiesen. 

C-117/2019 

Seite 15 

3.1.2 In ihrem Bericht vom 8. Februar 2016 stellte Dr. med. Dipl. Psych. 

D._______ mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen: 

Mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1), posttraumatische Be-

lastungsstörung (ICD-10: F43.1), Anpassungsstörungen (ICD-10: F43.2), 

sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (ICD-10: F60.8). Weiter 

führte sie zusammengefasst aus, in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ("Lei-

tungsposition IT") sei der Versicherte seit Juni 2015 zu 100 % arbeitsunfä-

hig. Er sei dem Zeitdruck, der Führungsverantwortung und der Belastung 

nicht mehr gewachsen. Zur Frage, welche Arbeiten dem Versicherten unter 

Berücksichtigung seiner gesundheitlichen Einschränkungen in behinde-

rungsangepasster Tätigkeit noch zumutbar seien, äusserte sich Dr. med. 

Dipl. Psych. D._______ nicht (act. 12). 

3.1.3 Am 8. August 2016 berichtete Dr. med. Dipl. Psych. D._______, der 

Gesundungsprozess schreite recht gut voran, auch wenn einige Konflikt-

felder bisher noch ungeklärt seien. Sie gehe davon aus, dass der Versi-

cherte im Laufe des Septembers/Oktobers wieder in das Erwerbsleben ein-

treten könne (act. 31 S. 8 und 9). 

3.1.4 In ihrem Verlaufsbericht vom 5. September 2017 erwähnte Dr. med. 

Dipl. Psych. D._______ neu die Diagnosen einer somatoformen autono-

men Funktionsstörung (unteres Verdauungssystem; ICD-10: F45.32) so-

wie von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (schädlicher 

Gebrauch; ICD-10: F10.1). Weiter führte sie aus, im Behandlungsverlauf 

von August 2015 bis November 2016 gebe es eine Besserungstendenz, 

jedoch keine völlige Rückgewinnung der Belastbarkeit. Die bisherige Tä-

tigkeit als "Vice President B._______" sei dauerhaft nicht mehr in wirt-

schaftlich sinnvollem Umfang durchführbar. Eine angepasste selbststän-

dige Tätigkeit sei während zirka 5 Stunden täglich zumutbar (act. 52). 

3.1.5 Dr. med. E._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, diagnostizierte 

in seinem Bericht vom 18. Dezember 2017 eine mittelgradige depressive 

Episode (ICD-10: F32.1), eine somatoforme autonome Funktionsstörung 

(ICD-10: F.45.32) sowie einen Diabetes Mellitus Typ II. Weiter führte er zu-

sammengefasst aus, der Versicherte fühle sich an seinem Arbeitsplatz als 

Leiter einer IT-Abteilung bei der B._______ nicht wohl. In dieser aus medi-

zinischer Sicht nicht mehr zumutbaren Tätigkeit habe er viel Stress gehabt 

und habe sich immer völlig niedergeschlagen und freudlos gefühlt. Zum 

Schluss sei er nicht mehr belastbar gewesen. Zurzeit sei er zu 100 % ar-

beitsfähig in einer Tätigkeit mit wenig Stress. Der Befund könne bei der 

Klinik H._______ angefordert werden (act. 57). 

C-117/2019 

Seite 16 

3.1.6 Im Bericht vom 25. September 2018 wiederholte Dr. med. E._______ 

die gestellten Diagnosen. Weiter gab er an, dass der Versicherte an Schlaf-

losigkeit, Antriebsschwäche, Ängsten und Reizbarkeit leide. Im Untersu-

chungszeitpunkt sei der Versicherte niedergeschlagen und freudlos gewe-

sen, habe viel gegrübelt und schlecht geschlafen. Er wisse, dass die heu-

tige Arbeit ihm viel mehr Spass mache. Die bisherige und eine den Leiden 

angepasste Tätigkeit seien während 8 Stunden täglich zumutbar. Bei Auf-

gaben im Haushalt resp. im Alltag sei der Versicherte nicht eingeschränkt 

(act. 68). 

3.2 Wie bereits dargelegt wurde (vgl. E. 2.8 hiervor), kann auf Stellungnah-

men von Fachärztinnen und -ärzten des RAD nur unter der Bedingung ab-

gestellt werden, dass deren Beurteilungen den allgemeinen beweisrechtli-

chen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (resp. an ein Gutachten) 

genügen und zudem die beigezogenen Ärztinnen und Ärzte über die im 

Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen. 

Der Stellungnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 2bis IVG von Dr. med. 

F._______ vom 12. November 2018 könnte – obwohl diese ohne eigene 

Untersuchung resp. Abklärung vor Ort verfasst wurde – volle Beweiskraft 

zukommen, wenn die übrigen, von der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung herausgearbeiteten Kriterien erfüllt sind. Das ist vorliegend jedoch 

nicht der Fall, wie nachfolgend zu erläutern ist. 

3.2.1 Insofern sich Dr. med. F._______ in ihrer Beurteilung auf medizini-

sche Berichte der Dres. med. D._______ und E._______ vom 5. Septem-

ber und 18. Dezember 2017 stützte, ist aufgrund des Verfügungsdatums 

vom 19. November 2018 bereits mit Blick auf die Aktualität ein gewisser 

Vorbehalt anzubringen. Entscheidender ist jedoch vielmehr was folgt: 

3.2.2 Der Beschwerdeführer wurde von Dr. med. F._______ nicht selber 

untersucht. Zwar steht dieser Umstand der Beweiskraft ihrer Stellung-

nahme grundsätzlich nicht entgegen. Da jedoch kein lückenloser Befund 

vorliegt und es nicht bloss um die fachärztliche Beurteilung eines – auf-

grund eines beweiskräftigen medizinischen Dokuments – an sich festste-

henden medizinischen Sachverhalts geht, kann darauf nicht abgestellt wer-

den (vgl. E. 2.8 hiervor). 

3.2.3 In psychischer Hinsicht ergibt sich mit Blick auf die Berichte von 

Dr. med. Dipl. Psych. D._______ vom 8. Februar 2016 und 7. September 

2017 weiter, dass Dr. med. F._______ die von Dr. med. Dipl. Psych. 

D._______ erwähnten Anpassungsstörungen (ICD-10: F43.2) sowie die 

C-117/2019 

Seite 17 

posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) nicht aufgelistet 

hatte. Zwar bildet die Beachtung der von der Rechtsprechung als aner-

kannten Standard für eine sachgerechte und rechtsgleiche (versicherungs-

)psychiatrische Begutachtung bezeichneten "Qualitätsleitlinien für psychi-

atrische Gutachten in der Eidgenössischen Invalidenversicherung" der 

Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (im Fol-

genden: SGPP) vom 16. Juni 2016 (3., vollständig überarbeitete und er-

gänzte Auflage; vgl. BGE 140 V 260 E. 3.2.2 mit zahlreichen Hinweisen) 

keine zwingende Voraussetzung für die Beweiskraft einer Expertise. Viel-

mehr stellt diese bloss eine Orientierungshilfe dar (vgl. Urteile des BGer 

8C_270/2019 vom 5. September 2019 E. 4.1.2 und 9C_683/2019 vom 6. 

Januar 2020 E. 3.4.1 je mit weiteren Hinweisen). Da sich Dr. med. Dipl. 

Psych. D._______ in ihrer Eigenschaft als deutsche Psychiaterin mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit nicht an den Qualitätsleitlinien für versiche-

rungspsychiatrische Gutachten der SGPP orientiert hatte und somit vom 

Fehlen einer sachgerechten und rechtsgleichen (versicherungs-)psychiat-

rischen Begutachtung auszugehen ist, kann jedoch auf deren Bericht vom 

8. Februar 2016 ebenfalls nicht vorbehaltlos abgestellt werden. In Erman-

gelung einer eigenen Untersuchung durch Dr. med. F._______ resp. eines 

rechtsgenüglichen psychiatrischen Gutachtens ist für das Bundesverwal-

tungsgericht demnach nicht rechtsgenüglich erstellt, dass beim Beschwer-

deführer tatsächlich weder eine posttraumatische Belastungsstörung noch 

Anpassungsstörungen mit Auswirkung auf die Arbeits- und Erwerbsfähig-

keit vorgelegen hatten bzw. vorliegen. Ebenso wenig liegt eine rechts-

genügliche Erklärung dafür vor, weshalb diese beiden Krankheiten sowie 

die weiteren, von Dr. med. F._______ gelisteten entgegen der Auffassung 

von Dr. med. Dipl. Psych. D._______ (überhaupt) keine Auswirkungen auf 

die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit haben sollten. 

3.2.4 Mit Blick auf die Berichte der Dres. med. D._______ und E._______ 

vom 8. Februar 2016 sowie 7. September und 18. Dezember 2017 ist eben-

falls nicht rechtsgenüglich nachvollziehbar, weshalb Dr. med. F._______ 

dem Beschwerdeführer entgegen der Auffassung der Dres. med. 

D._______ und E._______ mit Wirkung ab Oktober 2016 eine 50%ige Ar-

beitsfähigkeit attestiert hatte. Immerhin berichteten letztere Fachärzte, 

dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ("Leitungs-

position IT" resp. "Vice President B._______") seit Juni 2015 zu 100 % ar-

beitsunfähig sei bzw. er diese Arbeit dauerhaft nicht mehr in wirtschaftlich 

sinnvollem Umfang ausüben könne, da er dem Stress, dem Zeitdruck, der 

Führungsverantwortung und der Belastung nicht mehr gewachsen sei. Er-

gänzend ist darauf hinzuweisen, dass sich die Angaben von Dr. med. 

C-117/2019 

Seite 18 

E._______ in dessen Bericht vom 25. September 2018, wonach die bishe-

rige Tätigkeit während 8 Stunden täglich zumutbar sei, nicht auf diejenige, 

bis Ende Juni 2017 bei der B._______ ausgeübte unselbstständige Er-

werbstätigkeit, sondern auf die im Anschluss an dieses Anstellungsverhält-

nis aufgenommene selbstständige Arbeit bezieht. Schliesslich ist ergän-

zend darauf hinzuweisen, dass sich die Angabe, wonach beim Versicher-

ten im Alltag keine Einschränkungen bestünden, alleine auf allfällige Auf-

gaben im Haushalt und nicht auf solche im erwerblichen Bereich bezog. 

3.2.5 Eine nicht schlüssig und überzeugend begründete Diskrepanz ergibt 

sich auch hinsichtlich der beim Beschwerdeführer noch vorhandenen Leis-

tungsfähigkeit in einer den Leiden angepassten Verweisungstätigkeit. 

Während die Dres. med. E._______ und F._______ in ihren ärztlichen Do-

kumenten vom 18. Dezember 2017 sowie 25. September und 12. Novem-

ber 2018 seit jeher eine leidensadaptierte Verweisungstätigkeit im Umfang 

von 100 % als zumutbar erachtet hatten, vertrat Dr. med. Dipl. Psych. 

D._______ in ihrem Bericht vom 7. September 2017 die Auffassung, dass 

eine angepasste selbstständige Tätigkeit während zirka 5 Stunden täglich 

zumutbar sei, wobei sie – wie bereits in den Berichten vom 5. Februar und 

8. August 2016 – keine Angaben betreffend die Zumutbarkeit einer ange-

passten, unselbstständigen Verweisungstätigkeit machte. Ergänzend ist 

mit Blick auf die am 8. August 2016 von Dr. med. Dipl. Psych. D._______ 

gemachten Schilderungen festzuhalten, dass sich die damalige optimisti-

sche Prognose, dass der Versicherte im Laufe des Septembers/Oktobers 

2016 wieder ins Erwerbsleben eintreten könne, nicht verwirklicht hatte, zu-

mal der damalige Fokus von Dr. med. Dipl. Psych. D._______ nicht auf 

einer selbstständigen Arbeit, sondern auf der bisherigen bei der B._______ 

lag.  

4.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich zusammenfassend, 

dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers und dessen 

Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit aufgrund der Stel-

lungnahme von Dr. med. F._______ vom 12. November 2018 sowie der 

weiteren aktenkundigen medizinischen Berichte aus der Heimat des Be-

schwerdeführers der Dres. med. E._______ und D._______ nicht schlüs-

sig und zuverlässig beurteilen lassen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; vgl. 

zum Ganzen auch E. 2.8 hiervor). Es kann deshalb nicht – im Sinne einer 

antizipierten Beweiswürdigung (vgl. hierzu BGE 136 I 229 E. 5 und 131 I 

153 E. 3; SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149 E. 4; Urteil des BGer I 9/07 vom 9. 

C-117/2019 

Seite 19 

Februar 2007 E. 4) – davon ausgegangen werden, dass von einer medizi-

nisch nachvollziehbar und schlüssig begründeten Expertise keine verwert-

baren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu den Diagnosen und zum Grad 

der Arbeitsunfähigkeit zu erwarten sind (vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 

8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 mit Hinweisen). Das gilt selbst unter 

dem Aspekt, dass retrospektive Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit 

schwierig sind und entsprechende Begutachtungen deshalb erhöhten An-

sprüchen genügen müssen (vgl. hierzu Urteil des BVGer C-1421/2013 vom 

29. September 2014 E. 3.4.2 mit Hinweis). Aus diesem Grund und mit Blick 

auf die vorstehend erwähnten Ungereimtheiten hat die Vorinstanz Klarheit 

zu schaffen resp. prüfen zu lassen, ob beim Beschwerdeführer tatsächlich 

ein psychischer Gesundheitsschaden vorliegt und falls ja, ob dieser eine 

rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermochte resp. vermag, wobei 

die entsprechende Prüfung anhand eines strukturierten normativen Prü-

fungsrasters zu erfolgen hat (BGE 143 V 418 E. 7 und BGE 141 V 281 

E. 4.1). Weiter hat die Vorinstanz in Erfahrung zu bringen, ob – entgegen 

den Ausführungen des Beschwerdeführers – bei diesem weiterhin ein 

schädlicher Gebrauch von Alkohol vorliegt, wie dies von Dr. med. Dipl. 

Psych. D._______ in ihrem Verlaufsbericht vom 7. September 2017 er-

wähnt worden war. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass 

primäre Abhängigkeitssyndrome – wie sämtliche psychischen Erkrankun-

gen – grundsätzlich einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 

V 281 zu unterziehen sind (BGE 145 V 215 E. 5 und 6.2 [Änderung der 

Rechtsprechung]). 

5.  

Somit wurde im vorliegend zu beurteilenden Beschwerdeverfahren der 

rechtserhebliche Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt und gewür-

digt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Eine Rückweisung der Sache 

in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an 

die Vorinstanz zur weiteren Abklärung der Auswirkungen sämtlicher Leiden 

in psychischer Hinsicht auf die Arbeits- resp. Leistungsfähigkeit anlässlich 

einer umfassenden medizinischen psychiatrischen Begutachtung in der 

Schweiz ist unter den gegebenen Umständen notwendig und aufgrund der 

aktuellen Bundesgerichtsrechtsprechung auch möglich. Der Grund für die 

Rückweisung an die Vorinstanz liegt insbesondere auch im Umstand, dass 

mit Blick auf Praxisänderungen des Bundesgerichts eine Verlagerung der 

Expertentätigkeit von der administrativen auf die gerichtliche Ebene sach-

lich nicht wünschbar ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.2). Sollte sich – nach 

vorgängiger Einholung eines entsprechenden Arztberichts mit konkreter 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2020&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-V-281%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page281
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C-117/2019 

Seite 20 

Fragestellung – ergeben, dass der Beschwerdeführer – wie beschwerde-

weise geltend gemacht und entgegen den Aussagen im Verwaltungsver-

fahren (act. 22 S. 2) – tatsächlich auch an körperlichen Beschwerden bzw. 

Gesundheitsschäden leidet, wäre die neue umfassende medizinische Be-

gutachtung interdisziplinär durchzuführen (vgl. hierzu Urteil des BGer 

8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 mit Hinweis auf 8C_321/2007 vom 

6. Mai 2008, E. 6.3). Sollten die notwendigen medizinischen Abklärungen 

zeigen, dass sich eine adäquate, leitlinienkonforme antidepressive (ambu-

lante oder stationäre) Therapie und/oder medikamentöse Behandlung auf 

die Arbeitsfähigkeit und Wiedereingliederung günstig auswirken würden, ist 

bereits im vorliegenden Beschwerdeverfahren darauf hinzuweisen, dass 

eine solche Therapie im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Scha-

denminderungspflicht zumutbar wäre und der Beschwerdeführer sich den 

entsprechenden Massnahmen bei entsprechender Zumutbarkeit zu unter-

ziehen hätte (vgl. Urteile des BGer 8C_841/2016 vom 30. November 2017 

E.4.5.2 mit weiteren Hinweisen und 9C_242/ 2009 vom 30. April 2009 so-

wie BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Die zu verlangende Ausschöpfung 

der zumutbaren Therapieoptionen ist Ausfluss der im ganzen Sozialversi-

cherungsrecht als allgemeiner Rechtsgrundsatz geltenden (vgl. BGE 142 

V 442 E. 6.2 mit Hinweis) und in Art. 7 Abs. 2 ATSG eingeflossenen Scha-

denminderungspflicht, wobei Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG nicht bloss die 

Schadenminderungspflicht statuiert, sondern die Übernahme der im 

Grundsatz bereits mit BGE 102 V 65 eingeführten Rechtsprechung dar-

stellt, wonach invalidenversicherungsrechtlich Erwerbsunfähigkeit nur bei 

objektiver Unüberwindbarkeit gegeben ist (BGE 135 V 215 E. 7; vgl. auch 

SVR 2010 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.3 [Urteil des BGer 9C_46/2009] und Urteil des 

BGer 8C_107/2013 vom 23. April 2013 E. 3). 

6.  

6.1 Nach Vorliegen der neuen Abklärungsergebnisse hat die Vorinstanz ei-

nen Einkommensvergleich durchzuführen und in diesem Zusammenhang 

abzuklären, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer zufolge seines 

Gesundheitszustandes auf dem ihm nach seinen Fähigkeiten noch offen-

stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch erwerbs-

tätig sein könnte (vgl. hierzu etwa Urteil des BGer 9C_921/2009 vom 

22. Juni 2010, E. 5.3). Dabei ist zu berücksichtigen, dass an die Konkreti-

sierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten praxisgemäss 

nicht übermässige Anforderungen zu stellen sind (vgl. hierzu Urteile des 

BGer 9C_744/2008 vom 19. November 2008 E. 3.2 und 9C_236/2008 vom 

4. August 2008 E. 4.2; Urteil des EVG I 349/01 vom 3. Dezember 2003 

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C-117/2019 

Seite 21 

E. 6.1) und die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person nach der Tätig-

keit zu beurteilen ist, die sie – im Rahmen der Schadenminderungspflicht 

(vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG) – nach ihren persönlichen Verhältnissen und ge-

gebenenfalls nach einer gewissen Anpassungszeit bei gutem Willen ausü-

ben könnte (vgl. Urteil des BVGer C-4315/2009 vom 22. August 2011 

E. 5.2 mit Hinweisen). 

6.2 Weiter hat die Vorinstanz im Rahmen der Bestimmung des hypotheti-

schen Valideneinkommens auch zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer 

im Anschluss an die unselbstständige Erwerbstätigkeit bei der B._______ 

aufgenommene selbstständige Erwerbstätigkeit trotz ihrer kurzen Dauer 

eine genügende Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens 

darstellt, wobei darauf hinzuweisen ist, dass in den ersten Jahren nach 

Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit üblicherweise aus ver-

schiedenen Gründen (hohe Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen etc.) 

die Betriebsgewinne gering sind (vgl. hierzu BGE 135 V 58 E. 3.4.6; SVR 

2017 IV Nr. 6 S. 17 E. 4.6.2; zur Bemessung des Valideneinkommens von 

Selbstständigerwerbenden vgl. weiter bspw. auch Urteil des BGer 

9C_413/2017 vom 19. September 2017 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Hinsicht-

lich der Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens ist weiter 

zu erwähnen, dass für die Festsetzung des Invalideneinkommens primär 

von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen ist, in welcher die ver-

sicherte Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2). Nur wenn die neuen 

medizinischen Abklärungen zeigen sollten, dass der Beschwerdeführer die 

ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft und 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht 

als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 

als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2). Jedoch würde die verbleibende 

Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft, wenn der Be-

schwerdeführer auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ei-

nen höheren als den tatsächlich erzielten Lohn generieren könnte; auf die-

sem hypothetischen Arbeitsmarkt wäre ein Stellenwechsel auch dann zu-

mutbar, wenn es für den Beschwerdeführer auf Grund der wirtschaftlichen 

Gegebenheiten auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt sehr schwierig oder 

gar unmöglich ist, eine entsprechende Stelle zu finden (SVR 2018 IV Nr. 

24 S. 79 E. 6.1; vgl. zur Zumutbarkeit des Berufswechsels von einer selbst-

ständigen zu einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit auch Urteil des 

BGer 9C_525/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 3.1.2 und 3.1.3 mit Hinwei-

sen).  

C-117/2019 

Seite 22 

7.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-

ten, dass die Beschwerde insoweit gutzuheissen ist, als die angefochtene 

Verfügung vom 19. November 2018 aufzuheben ist und die Akten im Sinne 

der Erwägungen an die Vorinstanz zur Durchführung von weiteren umfas-

senden medizinischen Abklärungen und anschliessendem Erlass einer 

neuen Verfügung zurückzuweisen sind. 

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Da eine Rückweisung pra-

xisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 132 

V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwerdeführer keine Kosten 

aufzuerlegen. Diesem ist der geleistete Verfahrenskostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskos-

ten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

8.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch 

auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung (Art. 64 Abs. 1 

VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ([VGKE, SR 

173.320.2]). Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung 

aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Be-

rücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundi-

gen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 

Verfahrens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen 

Entschädigungen ist eine Parteientschädigung von Fr. 2‘800.– (inkl. Ausla-

gen und Mehrwertsteuer) gerechtfertigt (Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 10 Abs. 2 VGKE). 

  

C-117/2019 

Seite 23 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als die Verfügung vom 

19. November 2018 aufgehoben und die Sache zum weiteren Vorgehen im 

Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Verfahrenskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- wird die-

sem nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 2‘800.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)  

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Viktoria Helfenstein Roger Stalder 

 

C-117/2019 

Seite 24 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: