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**Case Identifier:** 4ba159bc-050d-550d-9b17-885be2ced15f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 14.11.2025 VBE.2025.184
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-184_2025-11-14.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2025.184 / sb / hf  
Art. 155 

 

 

Urteil vom 14. November 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichterin Hausherr  

Gerichtsschreiber Berner          

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern   

vertreten durch Luca Eigensatz, Rechtsanwalt, Alpenquai 28a, 

6005 Luzern    

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 18. März 2025) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1977 geborene Beschwerdeführer war seit dem 1. Mai 2023 als Gipser 

bei der B._____ GmbH angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Be-

schwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 21. Juli 2023 

verletzte er sich bei Gipserarbeiten an der rechten Schulter. Für die Folgen 

dieses Ereignisses erbrachte die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen 

Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Mit Verfügung vom 28. August 

2024 schloss die Beschwerdegegnerin den Fall per 31. August 2024 ab, 

verneinte einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Be-

schwerdeführer bei einer Integritätseinbusse von 10 % eine Integritätsent-

schädigung von Fr. 14'820.00 zu. Die dagegen am 12. September respek-

tive 13. November 2024 vom Beschwerdeführer erhobene Einsprache wies 

die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 18. März 2025 ab. 

 

2. 

2.1. 

Mit dagegen fristgerecht erhobener Beschwerde vom 2. Mai 2025 stellte 

der Beschwerdeführer folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. 
Es seien der Einsprache-Entscheid der SUVA vom 18.03.2025, sowie die 
vorgängige SUVA-Verfügung aufzuheben: 
 
Es sei die bisherigen bei der SUVA deponierten Beschwerdeantworten der 
Unfallversicherung abzulehnen; 
 
2. 
Es sei [dem Beschwerdeführer] eine UVG-Invalidenrente zu 30%, mit Wir-
kung ab 01. Juni 2024 auszurichten, 
 
3. 
Es sei eine Neuprüfung der medizinischen und arbeitstechnischen effekti-
ven körperlichen Einschränkungen des Versicher[t]en vom Versicherungs-
gericht anzuordnen, in Hinsicht auf die Ausrichtung der nun beantragten 
Invaliditätsrente (30%); es sei demnach eine spezialärztliche Unter-
suchung vom Gericht anzuordnen." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 3. Juli 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zulasten des Beschwerdeführers. 

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 18. März 2025 (Vernehmlassungsbei-

lage [VB] 256; vgl. auch die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 

28. August 2024 in VB 229) ging die Beschwerdegegnerin bezüglich des 

Ereignisses vom 21. Juli 2023 im Wesentlichen davon aus, von der Fort-

setzung der ärztlichen Behandlung sei keine namhafte Besserung des Ge-

sundheitszustands des Beschwerdeführers mehr zu erwarten, weshalb die 

vorübergehenden Leistungen per 31. August 2024 einzustellen seien. Der 

Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Bei 

einem Valideneinkommen von Fr. 68'506.15 und einem Invalideneinkom-

men von Fr. 65'080.85 resultiere ein nicht rentenbegründender Invaliditäts-

grad von 5 %. Bei einer mit versicherungsmedizinischer Stellungnahme 

von med. pract. C._____, Facharzt für Chirurgie, vom 25. Juli 2024 

(VB 199) festgesetzten Integritätseinbusse von 10 % habe der Beschwer-

deführer jedoch Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 

Fr. 14'820.00. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber sinngemäss 

geltend, es bestehe als Folge des Unfalls vom 21. Juli 2023 eine Arbeits-

unfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Zudem haben die Beschwerdegegne-

rin die Vergleichseinkommen unzutreffend festgesetzt. Bei richtiger Be-

trachtung habe er (auch) Anspruch auf eine Invalidenrente.  

 

Soweit dem Beschwerdeführer für die verbleibenden Folgen des Ereignis-

ses vom 21. Juli 2023 eine auf einer Integritätseinbusse von 10 % beru-

hende Integritätsentschädigung zugesprochen wurde, ist der angefochtene 

Einspracheentscheid unangefochten geblieben und demnach in Teilrechts-

kraft erwachsen (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.3 S. 358 f. mit Hinweisen). Damit 

ist streitig und nachfolgend zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin einen 

Invalidenrentenanspruch des Beschwerdeführers mit Einspracheentscheid 

vom 18. März 2025 zu Recht verneint hat. 

 

2. 

Vorab ist darauf hinzuweisen, dass – abgesehen von hier nicht massge-

benden Ausnahmen – nach Art. 52 Abs. 1 ATSG gegen Verfügungen in-

nerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben wer-

den kann. Das Einspracheverfahren wird durch Erlass eines Einsprache-

entscheids abgeschlossen. Dieser Einspracheentscheid tritt im sozialver-

sicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren an die Stelle der einsprache-

weise angefochtenen Verfügung (ARTHUR BRUNNER, in: Kieser/Kradolfer/ 

Lendfers [Hrsg.], ATSG-Kommentar, 5. Aufl. 2024, N. 70 zu Art. 52 ATSG). 

Soweit mit Beschwerde vom 2. Mai 2025 also verlangt wird, die Verfügung 

vom 28. August 2024 sei aufzuheben, ist auf die Beschwerde nicht 

einzutreten, fehlt es doch diesbezüglich am Anfechtungsobjekt. 

 

 - 4 - 

 

 

3. 

3.1. 

Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit 

das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfäl-

len sowie Berufskrankheiten gewährt. Der Bundesrat kann Körperschädi-

gungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung 

einbeziehen (Art. 6 Abs. 2 UVG; vgl. Art. 9 UVV). Nach Art. 10 Abs. 1 UVG 

hat die versicherte Person Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung 

der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun-

fähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 

Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie nach 

Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. 

 

3.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-

ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärzt-

lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können 

(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f. mit Hinweisen).  

 

3.3. 

3.3.1. 

Der Versicherungsträger und das Gericht (vgl. Art. 61 lit. c in fine ATSG) 

haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisre-

geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwer-

deverfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-

den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 2.1 

S. 396). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei-

dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Ausschlaggebend 

für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-

weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-

 - 5 - 

 

 

benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a 

S. 352 und 122 V 157 E. 1c S. 160 f.). Dennoch hat es die Rechtsprechung 

mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in 

Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-

linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b S. 352). 

 

3.3.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder 

einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f., 125 V 351 E. 3a 

S. 352 ff. und 122 V 157 E. 1c S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsver-

hältnis der versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger al-

leine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen 

(BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470 und 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 ff.). Soll ein 

Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens ent-

schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 

zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 

V 58 E. 5.1 S. 65 und 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). 

 

4. 

4.1. 

Den Akten ist zusammengefasst im Wesentlichen zu entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer am 21. Juli 2023 bei Gipserarbeiten an einer Decke 

"durch erhöhte Kraftanstrengung […] plötzlich sehr starke Schmerzen an 

der [rechten] Schulter und Kraftverlust gespürt" habe. Danach habe er den 

Arm nicht mehr heben können (vgl. die Unfallmeldung vom 21. Juli 2023 in 

VB 1). In der Folge beklagte der Beschwerdeführer diverse Beschwerden 

an der rechten Schulter, an der Hüfte und am rechten Kniegelenk, was un-

ter anderem am 12. Februar 2024 zu einer Schulterarthroskopie rechts mit 

Synovektomie, Bizepstenotomie respektive -tenodese, Bursektomie und 

Acromioplastik führte (vgl. den undatierten Operationsbericht von 

Dr. med. D._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, in VB 96, S. 2 f., und den 

Austrittsbericht des Spitals Z._____ vom 14. Februar 2024 in VB 106, 

S. 2 f.).  

 

4.2. 

Die Beschwerdegegnerin legte die Sache mehrfach ihrem Versicherungs-

mediziner med. pract. C._____ vor. Dieser hielt am 1. Dezember 2023 fest, 

dass die rechtsseitigen Kniebeschwerden teilweise auf das Ereignis vom 

21. Juli 2023 zurückzuführen seien und einer Verletzung nach Art. 6 Abs. 2 

lit. e UVG entsprächen, indes nach rund acht bis zehn Wochen als 

 - 6 - 

 

 

abgeheilt zu betrachten seien. Die Schulterbeschwerden rechts seien 

ebenfalls teilweise auf das Ereignis vom 21. Juli 2023 zurückzuführen, wo-

bei die Oberrandläsion der Subscapularissehne eine Körperschädigung 

nach Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG darstelle (VB 68). Mit einer weiteren Stel-

lungahme vom 11. April 2024 gab med. pract. C._____ an, die vom Be-

schwerdeführer beklagten Hüftbeschwerden seien vorwiegend auf eine Ab-

nützung respektive eine Erkrankung zurückzuführen (VB 131, S. 1). Am 

16. April 2024 ergänze er zudem, der operative Eingriff an der rechten 

Schulter vom 12. Februar 2024 habe der Behandlung von degenerativen 

Gesundheitsschäden gedient; die Oberrandläsion der Subscapularis-

sehne, die als Listendiagnose anerkannt worden sei, habe sich intraope-

rativ nicht bestätigt (VB 133). Schliesslich untersuchte med. pract. C._____ 

den Beschwerdeführer am 25. Juli 2024 bezüglich der rechtsseitigen 

Schulterbeschwerden. Klinisch zeige sich im Bereich der rechten Schulter 

eine leichte Atrophie der rechtsseitigen Schultergürtelmuskulatur ohne 

Hinweise für eine Läsion der langen Bizepssehne und ohne deutliche 

Hinweise für eine Rotatorenmanschettenläsion. Abgesehen von mässigen 

Druckdolenzen des AC-Gelenkes bestünden keine Druckdolenzen. Abduk-

tion und Aussenrotation seien mässig eingeschränkt sowie die Anteversion 

leicht eingeschränkt. Klinische Hinweise für funktionelle Einschränkung des 

rechten Ellenbogen- oder Handgelenkes bestünden ebenso wenig wie eine 

Atrophie der rechtsseitigen Armmuskulatur bei aber leichter bis mässiger 

Kraftminderung des rechten Unterarmes und der rechten Hand. Klinische 

oder neurologischen Defizite oder Durchblutungsstörungen seien nicht zu 

beobachten. Insgesamt handle es sich um einen medizinisch stabilen 

Zustand. Von weiteren Behandlungen sei mit überwiegender Wahrschein-

lichkeit keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszu-

standes mehr zu erwarten. Zu empfehlen sei die Fortführung der bisherigen 

Physiotherapie sowie MTT für weitere vier Monate mit anschliessender 

eigener Ausführung der erlernten Übungen in einem Fitnesscenter für ein 

Jahr (VB 198, S. 5). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Gipser bestehe 

eine volle Arbeitsunfähigkeit. Demgegenüber sei für eine angepasste 

leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit höchstens mittelschweren Arbeiten 

bis Lendenniveau, höchstens leichten Tätigkeiten bis Schulterniveau, ohne 

repetitive (und mit höchstens sehr leichten) Überkopfarbeiten, ohne mit 

Vibrationen und/oder Schlägen für die rechte obere Extremität verbundene 

Tätigkeiten, ohne Tätigkeiten mit Stossen und/oder Ziehen von schweren 

bis sehr schweren Lasten, ohne körperfernes Hantieren mit schweren bis 

sehr schweren Lasten, ohne Tragen und/oder Heben sowie Bewegen von 

schweren bis sehr schweren Lasten mit einem Hubwagen ohne Eigen-

betrieb, ohne Gerüstarbeiten und ohne Arbeiten mit Besteigen von Leitern 

eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben (VB 198, S. 5 f.). 

 

 - 7 - 

 

 

5. 

5.1. 

Der Untersuchungsbericht von med. pract. C._____ vom 25. Juli 2024 ist 

umfassend, berücksichtigt die massgebenden Beschwerden sowie Vorak-

ten und ist in seiner Beurteilung des medizinischen Sachverhalts einleuch-

tend begründet (vgl. dazu vorne E. 3.3.1.). Er ist ferner ohne Weiteres ver-

einbar mit den aktenkundigen Berichten der behandelnden Ärzte des Be-

schwerdeführers. Daran vermag auch die vom Beschwerdeführer (sinnge-

mäss) angerufene Beurteilung von Dr. med. D._____ nichts zu ändern, wo-

nach – so der Beschwerdeführer – "eine unfallbedingte Erwerbsunfähig-

keit" vorliege. Tatsächlich attestierte Dr. med. D._____ in seinem Bericht 

vom 3. Juni 2024 (VB 186, S. 1 f.) sowie seinen auf die versicherungsme-

dizinische Untersuchung vom 25. Juli 2024 folgenden Berichten vom 6. No-

vember 2024 (VB 245, S. 2 f.) und vom 23. Januar 2025 (VB 252, S. 2 f.) 

lediglich in genereller Weise eine Arbeitsunfähigkeit ohne Differenzierung 

zwischen der zuletzt ausgeübten und einer angepassten Tätigkeit. Zudem 

hielt Dr. med. E._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, nach der Operation vom 

12. Februar 2024 in seinem Verlaufsbericht vom 18. April 2024 fest, 

abgesehen von Schmerzen im Bereich der rechten Schulter bei forcierter 

endgradiger Flexion sei der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben "im 

Alltag stets komplett beschwerdefrei und nicht eingeschränkt", weshalb die 

Behandlung abgeschlossen werde (VB 143, S. 3). Ähnlich verhält es sich 

hinsichtlich der Stellungnahmen von med. pract. C._____ vom 

1. Dezember 2023 die rechtsseitigen Kniebeschwerden betreffend und 

vom 11. April 2024 bezüglich der Hüftbeschwerden, welche inhaltlich ohne 

Weiteres mit dem Bericht von Dr. med. F._____, Fachärztin für Radiologie, 

vom 13. November 2023 (VB 127) sowie den Berichten von 

Dr. med. E._____ vom 14. (VB 53, S. 2 f.) und vom 22. November 2023 

(VB 59), sowie vom 23. Januar (VB 82, S. 2 f.) und vom 12. März 2024 

(VB 114, S. 2 f.) übereinstimmen.  

 

5.2. 

Es bestehen damit keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsmedizinischen Feststellungen von 

med. pract. C._____ in dessen Stellungnahmen vom 1. Dezember 2023 

und vom 11. April 2024 sowie dessen Untersuchungsbericht vom 25. Juli 

2024. Diese sind damit als beweiskräftig anzusehen (vgl. vorne E. 3.3.2.), 

zumal auch die weiteren Akten keine diesbezüglichen Zweifel zu begrün-

den vermögen. Es ist demnach von den versicherungsmedizinischen Fest-

stellungen von med. pract. C._____ auszugehen. Die Beschwerdegegne-

rin hat unter diesen Umständen die vorübergehenden Leistungen unter 

gleichzeitiger Prüfung eines Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine 

Rente beziehungsweise eine Integritätsentschädigung richtigerweise per 

31. August 2024 eingestellt.  

 

 - 8 - 

 

 

6. 

6.1. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 18. März 2025 (VB 256) nahm die Be-

schwerdegegnerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung gestützt auf die 

Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Jah-

res 2022 des Bundesamtes für Statistik (BFS), Tabelle TA1, Kompetenzni-

veau 1, Total, Männer, und unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen 

wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie der Nominallohnent-

wicklung von 2022 bis 2024 ein Valideneinkommen von Fr. 68'506.15 an 

(VB 256, S. 7). Das Invalideneinkommen bemass sie gestützt auf gleiche 

Basis und unter Gewährung eines leidensbedingten Abzugs vom Invaliden-

einkommen von 5 % mit Fr. 65'080.85 (VB 256, S. 5 f.). Ausgehend von 

diesen beiden Vergleichseinkommen errechnete sie einen Invaliditätsgrad 

von 5 %.  

 

6.2. 

Soweit der Beschwerdeführer in genereller Weise die Differenzierung 

zwischen Validen- und Invalideneinkommen in Frage stellt, ist auf er auf 

Art. 18 Abs. 1 UVG hinzuweisen, wonach ein Invalidenrentenanspruch 

einen Invaliditätsgrad von mindestens 10 % voraussetzt. Invalidität ist die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.3 

S. 347 f.). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Arbeitsunfähigkeit be-

deutet demgegenüber die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten (Art. 6 ATSG; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1 S. 345 f.). Das Vorgehen 

der Beschwerdegegnerin erweist sich vor diesem Hintergrund ohne Weite-

res als rechtmässig.  

 

6.3. 

Die weiteren Feststellungen der Beschwerdegegnerin bezüglich der aus 

unfallversicherungsrechtlicher Sicht bestehenden erwerblichen Auswir-

kungen des Gesundheitsschadens werden vom Beschwerdeführer nicht in 

Frage gestellt und geben aufgrund der Aktenlage grundsätzlich auch zu 

keinen Weiterungen Anlass. Zu ergänzen ist lediglich, dass bei der Invali-

ditätsgradberechnung die Verhältnisse im Zeitpunkt des allfälligen Renten-

beginns massgebend (vgl. SVR 2022 IV Nr. 23 S. 73, 8C_202/2021 

E. 6.2.1, und SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.1) sowie bei 

Verwendung statistischer Grundlagen die zum Zeitpunkt des Erlasses des 

Einspracheentscheids für diesen Berechnungszeitpunkt aktuellsten veröf-

fentlichten Erhebungen zu verwenden sind (vgl. BGE 150 V 67 E. 5.2 S. 70 

 - 9 - 

 

 

und BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; siehe ferner SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 

8C_132/2020 E. 4.2.1, sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_192/2023 vom 

13. Dezember 2023 E. 4.2.1 ). Vorliegend wäre demnach das Jahr 2024 

massgebend, was denn auch zu Recht unumstritten ist. Bei Erlass des Ein-

spracheentscheids vom 18. März 2025 waren jedoch die Erhebungen zur 

Nominallohnentwicklung der Jahre 2023 bis 2024 noch nicht veröffentlicht. 

Entsprechend wäre eine Berechnung per 2023 vorzunehmen gewesen. Da 

indes vorliegend Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom 

gleichen Tabellenlohn zu bestimmen sind, womit der Invaliditätsgrad – im 

Sinne einer rechnerischen Vereinfachung (vgl. SVR 2017 IV Nr. 71 S. 219, 

9C_675/2016 E. 3.2.1) – dem Grad der Arbeitsunfähigkeit in einer ange-

passten Tätigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen leidensbeding- 

ten Abzugs entspricht (vgl. statt vieler Urteile des Bundesge-

richts 8C_587/2018 vom 11. März 2019 E. 5.3 und 9C_207/2018 vom 

16. April 2018 E. 3.2.4), wirken sich diese Umstände nicht auf das Ergebnis 

aus. Der Beschwerdeführer hat damit – wie von der Beschwerdegegnerin 

entschieden – keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.  

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein-

zutreten ist. 

 

7.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

7.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

 - 10 - 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 14. November 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth Berner