# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51ca1852-eb9d-5038-9fd3-6183785861ae
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.02.2013 UV 2012/39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-39_2013-02-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/39

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2019

Entscheiddatum: 27.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 27.02.2013
Art. 6 UVG: Verneinung der überwiegend wahrscheinlichen Kausalität in 
Bezug auf eine Meniskusläsion mit nachfolgender Operation (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Februar 2013, UV 
2012/39).

Vizepräsident Joachim Huber, a.o. Versicherungsrichterin Gertrud Condamin-Voney, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; a.o. Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic

Entscheid vom 27. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christof Steger, Kriessernstrasse 40, 

9450 Altstätten,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war seit 1972 als Schleifer bei der B.___ AG tätig und dadurch obligatorisch 

bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 25. 

Oktober 2011 liess er durch den Arbeitgeber melden, dass er sich am 6. Oktober 2011 

während der Arbeit beim Treppensteigen das Knie verdreht und eine Knieverletzung 

zugezogen habe (Suva-act. I 1).

A.b  Zuvor war der Versicherte am 19. Oktober 2011 wegen eines Handschadens, 

welchen er sich bei einem Arbeitsunfall am 3. September 2001 zugezogen hatte 

(Schadenfall **, Suva-act. II 1), vom Suva-Mitarbeiter C.___ befragt sowie vom Kreisarzt 

der Suva Dr. med. D.___, Facharzt für Chirurgie FMH, einer Abschlussuntersuchung 

unterzogen worden (Suva-act. II 81 f.).

A.c  Anlässlich der die Knieverletzung betreffenden Erstkonsultation vom 21. Oktober 

2011 gab Dr. E.___, prakt. Ärztin, die Hergangsschilderung des Patienten wie folgt 

wieder: Er habe beim Gehen das linke Knie in Beugestellung abgedreht und ein 

Knacken verspürt; vor Schmerz sei ihm schwarz vor den Augen geworden (Suva-act. I 

6). Am 22. Oktober 2011 wurde durch Dr. med. F.___, Facharzt medizinische 

Radiologie FMH, eine Magnetresonanztomographie durchgeführt. Dabei wurden 

folgende Befunde erhoben: Hypertrophie, Interposition des Hoffa'schen Fettkörpers 

zentral sowie lateral mit mässiggradiger Hoffitis und kleinzystischen Ganglien ventral 

vom Aussenmeniskusvorderhorn, leichtgradige Synovitis, leichtgradiges Iliotibiales 

Bandsyndrom, eher ältere degenerative Veränderung am Aussenmeniskus Pars 

intermedia sowie stärker ausgeprägt am Innenmeniskus Pars intermedia und 

Hinterhorn, Verkalkungen/Chondrome ventral vom medialen Tibiaplateau sowie 

ventromedial vom Patellaunterpol mit Umgebungsreaktion und leichter Bursitis 

praepatellaris; ansonsten bestehe ein normales Kernspintomogramm des Kniegelenks 

mit intakten Bändern (Suva-act. I 2, 7). Anlässlich der am 11. November 2011 erfolgten 

Untersuchung durch Dr. med. G.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

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Traumatologie, notierte der Arzt, der Versicherte sei beim Treppensteigen an einer 

erhöhten Stufe hängengeblieben und habe sich dabei eine Kniegelenksdistorsion 

zugezogen. Zum Ereigniszeitpunkt habe er einen Kanister getragen, welcher seine 

Aufmerksamkeit auf die bekannt erhöhte Stufe genommen habe. Dr. G.___ stellte zum 

Untersuchungszeitpunkt am linken Kniegelenk etwas intraartikulären Erguss fest und 

diagnostizierte eine traumatische Meniskusläsion mit Hoffitis sowie Verdacht auf 

Hoffaimpingement. Magnetresonanztomografisch zeige sich eine Läsion des lateralen 

Meniskus mit kleinem Ganglion ventral und eine zusätzlich ausgeprägte Hoffitis (diese 

passend zum Impingement). Auch am medialen Meniskus sei eine degenerative, 

intratendinöse Läsion ohne sicher durchgehende Ruptur erkennbar. Aufgrund der 

typischen Beschwerden und der dazu passenden Bildgebung sei eine Indikation zur 

Kniegelenksarthroskopie gestellt worden. Es sei mit einer Arbeitsunfähigkeit im 

stehenden Beruf von etwa sechs Wochen zu rechnen (Suva-act. I 8).

A.d  Der Versicherte führte im Rahmen der schriftlichen Befragung durch die Suva vom 

16. November 2011 zum Hergang des geltend gemachten Vorfalls aus, er habe sich 

beim Treppensteigen mit dem linken Fuss an der zweiten Stufe angestossen, sei 

anschliessend zurückgerutscht und habe das angewinkelte Knie stark nach aussen 

verdreht. Die Ursache dieses Ereignisses bilde wohl der Umstand, dass die erste Stufe 

etwa zwei Zentimeter kleiner sei als die übrigen (Suva-act. I 9). Anlässlich einer 

weiteren Befragung durch die Suva am 1. Dezember 2011 gab der Versicherte 

Folgendes zu Protokoll: Im Zeitpunkt des geltend gemachten Vorfalls habe er mit dem 

linken Fuss auf die zweite Stufe gelangen wollen, sei glaublich auf dem Absatz hängen 

geblieben und dadurch etwas unglücklich mit dem linken Fuss aufgetreten. Er habe 

sogleich einen stechenden Schmerz im linken Kniegelenk verspürt. Den genauen 

Ablauf könne er allerdings nicht mehr mit Sicherheit wiedergeben. Nach diesem Vorfall 

habe er seine geplanten Wanderferien zwar antreten können, jedoch habe er aufgrund 

der Schmerzen – insbesondere bei längeren Wanderungen – das linke Knie 

einbandagieren müssen. Nach der Rückkehr aus den Ferien habe er seine Hausärztin 

E.___ aufgesucht, welche, obzwar sie keine gravierende Verletzung vermutet habe, eine 

Magnetresonanztomographie veranlasst habe. Auf seine Aussagen im Rahmen einer 

Vorsprache aus dem Jahr 2009 angesprochen, gab der Versicherte an, dass die 

damaligen Kniebeschwerden links nach einer kurzen Episode wieder gebessert hätten 

und danach nicht mehr behandlungsbedürftig gewesen seien. Im Übrigen hielt er fest, 

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ab dem 1. Oktober 2012 altersbedingt pensioniert zu werden (Suva-act. I 15). Des 

Weiteren geht aus der Suva-Aktennotiz vom 7. Dezember 2011 hervor, dass der 

Versicherte im Rahmen eines Telefongesprächs angegeben habe, am 8. Oktober 2011 

erneut einen Schaden erlitten zu haben: Als er in seinen Wanderferien vor dem Hotel 

einen Koffer habe aufheben wollen, habe er sich das Knie erneut verdreht und sei dabei 

nach vorne gestürzt. Seine Frau sowie der Portier des Hotels könnten diesen Vorfall 

bezeugen (Suva-act. I 14).

A.e  Mit Verfügung vom 8. Dezember 2011 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht 

gestützt auf den angeblich erheblichen krankhaften Vorzustand sowie das Fehlen 

jeglicher frischer traumatischer Veränderungen beziehungsweise mangels 

Kausalzusammenhangs zwischen dem geltend gemachten Vorfall und dem gemeldeten 

Knieleiden ab (Suva-act. I 16).

A.f Am 12. Dezember 2011 meldete die Arbeitgeberin den seitens des Versicherten 

anlässlich eines Telefongesprächs mit der Suva vom 7. Dezember 2011 erwähnten 

Vorfall vom 8. Oktober 2011 als Schadenfall an, woraufhin die Suva St. Gallen erklärte, 

dass sie für Kosten des linken Knies mangels Vorliegens eines Unfallereignisses nicht 

aufkomme (Suva-act. I 17).

A.g  Gegen die Verfügung vom 8. Dezember 2011 erhob die Progrès Versicherungen 

AG (nachfolgend Progrès) als Krankenversicherer des Versicherten am 19. Dezember 

2011 – ergänzt um die Einsprachebegründung vom 21. Dezember 2011 – Einsprache 

(Suva-act. I 22). Am 20. Januar 2012 liess auch der Versicherte – unter Beilage seiner 

Notizschreiben vom 13. Dezember 2011 und 12. Januar 2012 – Einsprache gegen die 

obgenannte Vefügung erheben und die Erbringung der gesetzlichen Leistungen 

beantragen (Suva-act. I 39).

A.h  Im Rahmen einer Beurteilung vom 27. Januar 2012 kam Suva-Kreisarzt Dr. D.___ 

zum Schluss, dass sich aufgrund des aktenmässigen Verlaufs lediglich degenerative 

Veränderungen – ohne Anhalt für jedwede Traumatisierung – finden würden, weshalb 

aus medizinischer Sicht kein Anhalt für eine unfallähnliche Körperschädigung bestehe. 

Mit jeweiligem Schreiben vom 6. Februar 2012 nahmen die beiden Einsprecher hierzu 

ergänzend Stellung (Suva-act. I 46 f.). Aufgrund der Zweifel, welche die kreisärztliche 

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Abklärung wecke, beantragte die Progrès, eine versicherungsexterne Begutachtung 

anzuordnen (Suva-act. I 46). Der Versicherte hingegen monierte, dass der 

Operationsbericht vom 8. Dezember 2011, welchem zu entnehmen sei, dass er sich am 

6. Dezember 2011 in der Klinik Stephanshorn einem Eingriff unterzogen habe 

(Arthroskopie mit partieller medialer und ausgedehnter lateraler Meniskusresektion 

sowie Hoffa-Reduktion/ partieller Synovektomie links), nicht in die Beurteilung des 

Kreisarztes eingeflossen sei. Sodann beantragte er, eine Stellungnahme von Dr. G.___ 

einzuholen bezüglich der Frage, ob die intraoperativ vorgefundenen Läsionen im linken 

Knie überwiegend wahrscheinlich wenigstens teilweise unfallbedingt seien und zufolge 

der unfallmässigen Traumatisierung hätten operiert werden müssen. Überdies solle 

geklärt werden, ob der Operationsbefund allenfalls eine unfallähnliche 

Körperschädigung darstelle.

A.i Im Arztbericht vom 6. Februar 2012 hielt Dr. G.___ fest, dass der Versicherte acht 

Wochen nach der Intervention beschwerdefrei und seit Mitte des Monats wieder zu 

100% arbeitsfähig sei. Ferner fuhr er fort, zum Untersuchungszeitpunkt lägen am 

Kniegelenk links reizlose, indolente Arthroskopieportale vor und es sei etwas Krepitie­

ren (retropatellar, indolent) feststellbar. Der noch vorhandene Gelenkerguss werde in 

den nächsten Wochen unter zunehmend normaler muskulärer Belastung weiter 

rückläufig sein (Suva-act. I 48).

A.j Mit Einspracheentscheid vom 21. März 2012 wies die Suva die jeweiligen 

Einsprachen ab (Suva-act. I 54).

B.

B.a  Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur. 

Christof Steger, Altstätten, für den Beschwerdeführer eingereichte Beschwerde vom 3. 

Mai 2012 (act. G 1) mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. 

März 2011 sei aufzuheben und die Suva sei zu verpflichten, für das Ereignis vom 6. No­

vember 2011 [richtig wohl: Oktober] die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 

vorgebracht, es komme einer Rechtsverweigerung gleich, dass die Suva es unterlassen 

habe, durch eine persönliche Konfrontation des Kreisarztes mit dem Beschwerdeführer 

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am Untersuchungsort dem Arzt in Erinnerung zu rufen, dass bei der 

Handschadenuntersuchung vom 19. Oktober 2011 auch der strittige Knieschaden zur 

Sprache und es zu einer summarischen Untersuchung gekommen sei. Dasselbe gelte 

für die Unterlassung, den massgeblichen Operationsbericht von Dr. G.___ beizuziehen 

und dessen Stellungnahme zur Kausalität eines Unfalls in der Operationsindikation am 

linken Knie einzuholen. Sodann sei – anders als von der Beschwerdegegnerin 

behauptet – das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der Arbeitgeberin, den 

Ärzten sowie der Beschwerdegegnerin selber gerade in seiner unprätentiösen 

Unbefangenheit und sachgerechten Ungenauigkeit sehr wohl glaubwürdig und letztlich 

ausreichend beweisend. Wenn es – wie vorliegend – nicht möglich sei, eine 

punktgenaue, widerspruchsfreie Darstellung eines sekundenschnellen, unerwarteten 

Unfallablaufs zu erhalten, sei nicht mit Betrugsverdacht zu operieren. Bereits die erste, 

noch versicherungsferne Angabe spreche von Knieverdrehen mit starken Schmerzen. 

Im Übrigen sei der Zwischenfall vom 8. Oktober 2011 – es dürfte sich hierbei um ein 

Einknicken mit Hinfallen aufgrund der Vorschädigung gehandelt haben – allenfalls 

näher abzuklären; bei Bedarf stehe hierzu ein Dritter als Zeuge zur Verfügung. 

Schliesslich wurde festgehalten, für den Fall, dass die eingereichten mehrfachen 

persönlichen Erklärungen des Beschwerdeführers einer Ergänzung bedürften, werde 

eine Parteibefragung zum Unfallnachweis beantragt.

B.b  Nachdem am 13. Februar 2012 der Operationsbericht von Dr. G.___ vom 

8. Dezember 2011 bei der Suva eingegangen war, nahm Kreisarzt Dr. D.___ am 23. Mai 

2012 eine weitere ärztliche Beurteilung vor und stellte fest, durch den vorliegenden 

Operationsbericht ergebe sich keine Änderung gegenüber der ärztlichen Beurteilung 

vom 27. Januar 2012 (Suva-act. I 59). Insbesondere finde sich im Operationsbericht 

kein eindeutiger Hinweis auf eine frische traumatisch bedingte Meniskusläsion, sondern 

es würden lediglich die aus der Magnetresonanztomographie bekannten degenerativen 

Veränderungen beschrieben. Eine histologische Untersuchung, anhand welcher sich 

ein eindeutiger Nachweis einer frischen – im Gegensatz zu einer degenerativ bedingten 

Meniskusläsion – erbringen liesse, sei unterblieben.

B.c  In der Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2012 (act. G 3) beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 3. Mai 2012 und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 21. März 2012, da die in der 

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Rechtsmitteleingabe vorgebrachten Einwände unbegründet seien und am Standpunkt 

der Beschwerdegegnerin nichts zu ändern vermöchten. Die Angaben zum geltend 

gemachten Ereignisablauf vom 6. Oktober 2011 würden derart divergieren (vgl. Unfall­

meldung, Suva-act. I 1; Zeugnis des erstbehandelnden Arztes, Suva-act. I 6; Angaben 

des Beschwerdeführers im Suva-Protokoll vom 1. Dezember 2011, Suva-act. I 15), 

dass eine Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 

Körper oder ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger 

Vorfall, welcher auf eine unfallähnliche Körperschädigung schliessen liesse, mit der 

geschilderten Aktenlage keinesfalls rechtsgenüglich erstellt sei. Ferner würden die 

Umstände, dass sich der Beschwerdeführer nach dem 6. Oktober 2011 in die Ferien 

begeben, erst am 21. Oktober 2011 den Arzt konsultiert und das angebliche Ereignis 

vom 6. Oktober 2011 zu keiner Arbeitsunfähigkeit geführt habe, gegen einen Unfall 

oder einen unfallähnlichen Vorfall sprechen. Sodann gelte es zu beachten, dass der 

Beschwerdeführer bereits vor dem 6. Oktober 2011 über Probleme im linken Knie 

geklagt habe. Bemerkenswert sei zudem, dass auch am rechten Knie vergleichbare 

degenerative Schäden aktenkundig seien. Weiter gehe aus der kreisärztlichen 

Beurteilung vom 23. Mai 2012 hervor, dass selbst unter Berücksichtigung des 

Operationsberichts vom 8. Dezember 2011 eine traumatisch bedingte Meniskusläsion 

am linken Knie nicht als erstellt zu gelten habe. Im Übrigen sei die vom 

Beschwerdeführer verlangte persönliche Konfrontation mit dem Kreisarzt infolge 

fehlender Erinnerung des Arztes nicht zielführend und zum vornherein zwecklos. 

Schliesslich wäre selbst im Falle, dass der Knieschaden im Rahmen dieser 

Untersuchung erwähnt worden sei, weder ein leistungsbegründendes Ereignis vom 6. 

Oktober 2011 noch ein Kausalzusammenhang zwischen diesem und der 

Knieverletzung erstellt.

B.d  In der Replik vom 26. Juni 2012 (act. G 8) wurde beantragt, es sei festzustellen, 

dass die Beschwerdegegnerin das Abklärungsverfahren nach Einspracheerhebung des 

Beschwerdeführers am 20. Januar 2012 (mit Ergänzung vom 6. Februar 2012) sowie 

nach Abfassung der letzten medizinischen kreisärztlichen Stellungnahme am 27. 

Januar 2012 fortgesetzt habe; folgende Dokumente seien bei der Beschwerdegegnerin 

nach den erwähnten Daten eingegangen: am 10. Februar 2011 der Verlaufsbericht von 

Dr. G.___ vom 6. Februar 2011; am 13. Februar 2012 der Bericht von Dr. G.___ vom 

8. Dezember 2011 die Operation vom 6. Dezember 2011 betreffend; am 12. respektive 

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15. März 2012 voroperative Röntgenaufnahmen vom 22. Oktober 2011, welche der 

Beschwerdegegnerin bereits im Januar 2012 vorgelegen hätten. Da weder die neuen 

medizinischen Akten noch die anbegehrte gutachterliche Beurteilung durch den 

Operateur (gutachterliche Stellungnahme zur Kausalität des fraglichen Unfalls in der 

Indikation zur Operation vom 6. Dezember 2011) als Grundlage für den Einsprache­

entscheid beigezogen worden seien, beruhe dieser auf einer unvollständigen 

Sachverhaltsabklärung und sei bereits deswegen aufzuheben. Zudem sei die nach 

Eintritt der Rechtshängigkeit der Streitsache am Gericht angefertigte weitere 

Stellungnahme von Dr. D.___ formell nicht beweistauglich, denn nach 

Beschwerdeerhebung obliege es einzig dem Gericht, Beweise zu erheben.

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

B.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher 

eingegangen.

Erwägungen:

1. 

1.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Vorfall vom 6. Oktober 

2011 – oder allenfalls den Vorfall vom 8. Oktober 2011 – zu Recht weder als Unfall 

noch als unfallähnliche Körperschädigung qualifizierte und ihre Leistungspflicht aus der 

obligatorischen Unfallversicherung verneinte.

1.2 Vorweg ist in formeller Hinsicht zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin mit den 

nach der Beschwerdeerhebung getroffenen Abklärungen das Prinzip des 

Devolutiveffekts verletzt hat.

2. 

2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) prüft der Versicherungsträger die 

Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 

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erforderlichen Auskünfte ein. Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren – 

wie im Übrigen auch das kantonale Beschwerdeverfahren vor Versicherungsgericht 

(BGE 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen) – ist mithin vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht, d.h. Verwaltung und Versicherungsgericht haben von sich aus für die 

richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sorgen, ohne an die 

Parteibegehren gebunden zu sein. Wurde der entscheidrelevante Sachverhalt 

ungenügend abgeklärt, kann das Gericht die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an 

die Vorinstanz zurückweisen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, 

N 62 zu Art. 61).

2.2 Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG 

Devolutiveffekt zu. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit 

des kantonalen Versicherungsgerichts, über das in der angefochtenen Verfügung 

geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert die Verwaltung die Herrschaft 

über den Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen 

Verfügungs- und Entscheidgrundlagen. Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich 

verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen 

vorzunehmen, soweit sie den Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige 

Änderung der angefochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Die 

gegenteilige Auffassung hat eine Vermengung von Verwaltungs- und erstinstanzlichem 

Beschwerdeverfahren zur Folge. Es bliebe diesfalls unklar, welchen beweisrechtlichen 

Regeln die lite pendente durch die Verwaltung angeordneten Abklärungsmassnahmen 

unterworfen sind und überhaupt wie sich die Rechtsstellung der versicherten Person im 

Verfahren bestimmt. Eine solche Prozessgestaltung weckt auch deswegen Bedenken, 

weil damit allfällige Versäumnisse der Verwaltung bezüglich ihres gesetzlichen 

Abklärungsauftrags korrigiert würden und dem Rechtsmittelverfahren im Ergebnis eine 

Ersatzfunktion für die administrative Untersuchungspflicht überbunden würde. Die von 

der Verwaltung lite pendente vorgenommenen Abklärungen führen des Weiteren 

regelmässig zu einer ungebührlichen Verlängerung der Vernehmlassungsfrist (BGE 127 

V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen). Das Prinzip des Devolutiveffekts des Rechtsmittels 

erleidet insofern eine Ausnahme, als gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG die 

Beschwerdegegnerin die angefochtene Verfügung bis zu ihrer Vernehmlassung in 

Wiedererwägung ziehen kann. In diesem Rahmen sind Abklärungsmassnahmen der 

Verwaltung lite pendente nicht schlechthin ausgeschlossen. Hinter dieser 

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Ausnahmeregelung steht der Gedanke der Prozessökonomie im Sinn der 

Vereinfachung des Verfahrens. So sind punktuelle Abklärungen (wie z.B. Einholen von 

Bestätigungen, Bescheinigungen usw. oder auch Rückfragen beim Arzt oder andern 

Auskunftspersonen) in der Regel zulässig, nicht aber eine medizinische Begutachtung 

oder vergleichbare Beweismassnahmen wegen ihrer Tragweite für den verfügten und 

richterlich zu überprüfenden Standpunkt. Bei solchen erfahrungsgemäss zeitraubenden 

Abklärungen kann zudem auch nicht mehr von einer richterlich zu fördernden 

Prozessökonomie gesprochen werden, dies namentlich nicht im Vergleich zu einem 

rasch zu fällenden Rückweisungsentscheid, der verfahrensmässig klare Verhältnisse 

schafft (BGE 127 V 232 f. E. 2b/bb). Zu beachten gilt schliesslich, dass von einem den 

Devolutiveffekt der Beschwerde beschränkenden Verhalten der Verwaltung auch aus 

weiteren Gründen zurückhaltend Gebrauch zu machen ist. Denn durch eine solche 

Vorgehensweise besteht eine erhebliche Gefahr, dass Verfahrensrechte der 

Beschwerde führenden Partei beeinträchtigt und ihr Anspruch auf eine 

Parteientschädigung umgangen werden (vgl. BGE 127 V 234 E. 2b/bb mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2010, 8C_741/2009, E. 4.2.3).

2.3 Nach der Beschwerdeerhebung vom 3. Mai 2012 beauftragte die 

Beschwerdegegnerin Dr. D.___, zum Operationsbericht vom 8. Dezember 2011, 

welcher ihr bereits am 13. Februar 2012 zugegangen war, Stellung zu nehmen. Seine 

schriftliche versicherungsmedizinische Auskunft vom 23. Mai 2012 (SUVA-act. I 59) 

wurde – wie der Beschwerdeführer zutreffend feststellte – während des laufenden 

Beschwerdeverfahrens und damit lite pendente erteilt. Dr. D.___ fasste in einer 

zweiseitigen Stellungnahme seine ärztliche Beurteilung vom 27. Januar 2012 

zusammen und äusserte sich überdies zum besagten Operationsbericht. Beim 

vorliegend dargelegten Standpunkt handelt sich jedoch keineswegs um eine 

umfassende ärztliche Stellungnahme, zumal Dr. D.___ lediglich festhielt, dass sich 

aufgrund des Operationsberichts keine Änderung gegenüber der ärztlichen Beurteilung 

vom 27. Januar 2012 ergebe. Im Hinblick auf die bescheidene inhaltliche Bedeutung 

der Sachverhaltsvervollständigung für die Streitsache respektive angesichts der aus 

der Beurteilung resultierenden geringen Tragweite für den verfügten und richterlich zu 

überprüfenden Standpunkt gehen die durch die Beschwerdegegnerin durchgeführten 

Abklärungen nicht über das Mass punktueller zulässiger Abklärungen hinaus. Somit 

erfolgte die Einholung der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vorderhand zur 

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Abklärung des medizinischen Sachverhalts (Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Im Übrigen 

kann hinsichtlich der Vorgehensweise – insbesondere infolge der geringen zeitlichen 

Intensität der Abklärung – vorliegend von einer richterlich zu fördernden 

Prozessökonomie gesprochen werden. Die lite pendente vorgenommene Abklärung 

führt schliesslich auch zu keiner Beeinträchtigung der verfahrensrechtlichen Stellung 

des Beschwerdeführers, da er auf Beschwerdestufe (im Rahmen der Replik) vom 

Ergebnis der ärztlichen Beurteilung Kenntnis sowie dazu Stellung nehmen konnte.

3. 

3.1 Die Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung setzt voraus, dass ein 

Unfallereignis oder eine unfallähnliche Körperschädigung glaubhaft gemacht wird. 

Zudem muss der Unfall oder die unfallähnliche Körperschädigung die Ursache der 

geklagten Beschwerden sein. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen 

Einspracheentscheid die rechtlichen Grundlagen für die Leistungspflicht der 

obligatorischen Unfallversicherung zutreffend dargelegt (E. 1). Darauf kann verwiesen 

werden.

3.2 Im Unfallversicherungsrecht herrscht – wie allgemein im Sozialversicherungsrecht – 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Indessen ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Sie muss die 

Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Kommt sie dieser Aufforderung nicht nach, 

indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das 

Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, 

besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem 

Gericht, zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. 

Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen 

Beweise zu erheben und kann zu diesem Zweck auch die Parteien heranziehen (RKUV 

1990 Nr. U 86 S. 50). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn 

einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Be­

weislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener 

Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese 

Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

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kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 2b). Wird 

also auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht 

wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht 

(Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 2003, 3. Aufl., S. 451 

f.) –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch 

erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 140 E. 46; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).

3.3 Über das Ereignis vom 6. Oktober 2011 liegen in den Akten mehrere Schilderungen 

vor. Der Beschwerdegegnerin ist diesbezüglich insofern beizupflichten, dass die 

jeweiligen Schilderungen – zumindest leicht – divergieren. Bei der Einschätzung von 

abweichenden Aussagen ist allerdings massgeblich, ob es sich um nebensächliche 

Einzelheiten oder wesentliche Punkte handelt. Allfällige Abweichungen bezüglich 

Nebensächlichkeiten reichen nicht aus, um die Glaubhaftigkeit von Aussagen 

gesamthaft zu beeinträchtigen. Die seitens der Beschwerdegegnerin angeführten 

Abweichungen in den Aussagen sind nicht als wesentliche Punkte zu bezeichnen, 

zumal die Kernaussage betreffend die echtzeitliche Ereignisschilderung, wonach sich 

der Beschwerdeführer am 6. Oktober 2011 während der Arbeit beim Treppensteigen 

das Knie verdreht habe, stets unverändert blieb (dabei ist davon auszugehen, dass es 

sich in der Unfallmeldung der Arbeitgeberin lediglich um eine unbeabsichtigte 

sprachliche Sinnwidrigkeit handelt, wenn sie von "Treppensteigen in den Keller" 

spricht, Suva-act. I 1). Sodann sind die Ausführungen des Beschwerdeführers in seinen 

handschriftlich verfassten Notizen vom 13. Dezember 2011 und 12. Januar 2012 (Suva-

act. I 39) von diversen Realitätskennzeichen (beispielsweise habe er am 7. Oktober 

2011 und somit vor Antritt der Ferien unangemeldet seine Hausärztin aufgesucht und 

bei deren langjährigen Arztgehilfin nach Schmerztabletten und einer Salbe verlangt) 

geprägt, welche für die Richtigkeit der vorgetragenen Sachverhaltsdarstellung 

sprechen. Der von Dr. D.___ verfassten Telefonnotiz vom 11. Januar 2012 ist zu 

entnehmen, dass er weder bestätigen noch bestreiten könne, ob der Beschwerdeführer 

anlässlich der kreisärztlichen Untersuchungen vom 19. Oktober 2011 betreffend den 

Schadenfall ** seine Knieprobleme angezeigt habe oder nicht (Suva-act. I 35). Eine 

Rekonstruktion der Situation mit dem Kreisarzt erübrigt sich somit. In Würdigung der 

gesamten Aspekte sprechen somit wesentliche und überwiegende Umstände dafür, 

dass sich der Vorfall vom 6. Oktober 2011 tatsächlich entsprechend der Darstellung 

des Beschwerdeführers zugetragen hat, weshalb der Antrag, eine Parteibefragung 

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durchzuführen, sofern das Gericht nicht bereits aufgrund der Aktenlage das geltend 

gemachte Ereignis vom 6. Oktober 2011 als erwiesen betrachte, obsolet ist. Eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht indes nur, sofern die geltend 

gemachten Beschwerden in einem natürlichen (und adäquaten) Kausalzusammenhang 

zum Ereignis vom 6. Oktober 2011 stehen. Im Nachfolgenden ist demnach zu prüfen, 

ob die im Rahmen der Arthroskopie behandelte Meniskusläsion auf das Ereignis vom 6. 

Oktober 2011 zurückzuführen ist.

4. 

4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt gemäss Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Bei physischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, indem die 

Unfallversicherung auch für seltenste, schwerwiegendste Komplikationen haftet, 

welche nach der unfallmedizinischen Erfahrung im allgemeinen gerade nicht 

einzutreten pflegen (BGE 118 V 286, E. 3a; vgl. BGE 117 V 365, E. d/bb, unten, mit 

Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177, E. 3.1 mit 

Hinweisen).

4.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

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beziehungsweise der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 

351, E. 3a mit Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen 

tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als 

schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen – insbesondere ohne Anordnung 

eines Gerichtsgutachtens – abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

4.3 In der am 6. Dezember 2011 operativ behandelten Meniskusläsion ist eine 

strukturelle Gesundheitsschädigung zu sehen. Dazu gilt es zu beachten, dass die 

Kniegelenksmenisken zur Degeneration neigen und starker mechanischer 

Beanspruchung ausgesetzt sind. Allerdings können Meniskusläsionen auch als Folge 

eines Traumas auftreten, wenn die Menisken bei akuten schweren Knieverletzungen 

ein- oder abreissen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 579 f., 1047 ff., 1056 ff.; Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 262. Auflage, Berlin/New York 2010, S. 1297; Alfred Bühler, Die 

unfallähnliche Körperschädigung, in: SZS 1996, S. 85 und 88). – Der Beschwerdeführer 

wies im Rahmen einer schriftlichen Erklärung vom 10. April 2012 darauf hin, dass sein 

linkes Knie vor seinem Unfall nie habe ärztlich behandelt werden müssen. Er erwähnte 

lediglich gelegentliche, leichte Beschwerden im selbigen (Suva-act. I 56). Aus den 

Akten geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2009 über 

Kniebeschwerden links beklagt hatte (Suva-act. II 47, 57). Anlässlich einer Befragung 

durch die Suva im August 2009 zu seiner damaligen Handgelenks-Problematik führte 

er in Bezug auf sein Knie aus, unter Schleimbeutelbeschwerden zu leiden. Im Rahmen 

einer weiteren Befragung im Dezember 2009 erklärte er aber, nach einem 

Ferienaufenthalt im linken Knie wieder völlig beschwerdefrei zu sein. Ende Oktober 

2009 sei er allerdings auf dem ersten Schnee leicht ausgerutscht und auf das linke 

Kniegelenk gefallen, was zu den gleichen Beschwerden wie bereits zuvor geführt habe; 

diese seien jedoch in der Zwischenzeit wieder abgeklungen. Aus den medizinischen 

Unterlagen geht sodann hervor, dass Dr. F.___ anlässlich der am 22. Oktober 2011 

durchgeführten Magnetresonanztomographie zum Schluss kam, es liege eine eher 

ältere degenerative Veränderung am Aussenmeniskus Pars intermedia sowie stärker 

ausgeprägt am Innenmeniskus Pars intermedia und Hinterhorn vor (Suva-act. I 2, 7). 

Auch Dr. G.___ hielt im Operationsbericht vom 8. Dezember 2011 insbesondere fest, es 

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liege eine veraltete mediale Meniskusläsion mit Hoffa-Impingement im linken Knie vor 

(Suva-act. I 49). Dass gemäss Operationsbericht – wie seitens des Beschwerdeführers 

behauptet – nicht nur degenerative, sondern auch frische Läsionen eruiert worden 

seien, lässt sich diesem nicht entnehmen. Weshalb Dr. G.___ im Übrigen anlässlich der 

am 11. November 2011 erfolgten Untersuchung eine traumatische Meniskusläsion am 

Knie links festgestellt haben will, wird nicht nachvollziehbar dargelegt, hält er doch im 

selben Bericht fest, dass sich am 22. Oktober 2011 magnetresonanztomografisch eine 

Läsion des lateralen Meniskus mit kleinem Ganglion ventral sowie eine zusätzlich 

ausgeprägte Hoffitis (diese passend zum Impingement) gezeigt habe und auch am 

medialen Meniskus eine degenerative, intratendinöse Läsion ohne sicher 

durchgehende Ruptur erkennbar sei (Suva-act. I 8). Die von Dr. G.___ gestellte 

Diagnose einer traumatischen Meniskusläsion sagt überdies lediglich aus, dass das 

Ereignis vom 6. Oktober 2011 am Beginn der Beschwerden stand, während über die 

Unfallfolgen damit nichts Konkretes angegeben wird, so dass die Feststellung keinem 

unfallkausalen organischen Korrelat zugeordnet werden kann. Entsprechend vermögen 

auch die Vorbringen des Beschwerdeführers zu keiner anderen Betrachtungsweise zu 

führen. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage ist festzuhalten, dass beim 

Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer vorbestehenden 

degenerativen Problematik im Kniebereich auszugehen ist und eine Unfallkausalität 

nicht wahrscheinlicher ist als eine Krankheitsfolge. Eine klar ausgewiesene neue, 

bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung kann 

medizinisch jedenfalls nicht offenkundig auf eine traumatische Ursache zurückgeführt 

werden. Im Zeitpunkt der Arthroskopie liess sich mithin keine unfallkausale strukturelle 

Gesundheitsschädigung objektivieren, die als Ursache für die Beschwerden des 

Beschwerdeführers zu benennen gewesen wäre. Somit ist mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass das Ereignis vom 6. Oktober 

2011 die Meniskusläsion nicht erzeugte.

4.4 Auch beim geltend gemachten Vorfall vom 8. Oktober 2011, bei welchem der 

Beschwerdeführer in seinen Ferien bei der Ankunft im Hotel eingeknickt und deshalb 

gestürzt sei sowie in der Folge mit einer stark eingeschränkten Bewegungsfreiheit die 

Wanderferien verbracht habe, ist aus denselben Gründen nicht vom Vorliegen einer 

Unfallkausalität auszugehen. Überdies fehlt es dem vorliegenden Ereignis ohnehin an 

einem ungewöhnlichen äusseren Faktor bzw. an der Sinnfälligkeit, weshalb gar kein 

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Unfall respektive unfallähnliches Ereignis vorliegt. Im Übrigen kann bei der vorliegenden 

Sachlage darauf verzichtet werden, auf den Umstand, dass der Beschwerdeführer erst 

im Dezember 2011 im Rahmen eines Telefongesprächs dem Unfallversicherer angab, 

am 8. Oktober 2011 erneut einen Schaden erlitten zu haben (Suva-act. I 14) und seine 

Arbeitgeberin den Vorfall mit E-Mail vom 12. Dezember 2011 als Schadensfall beim 

Unfallversicherer meldete (Suva-act. I 17), näher einzugehen. Schliesslich ist dem 

Antrag des Beschwerdeführers, es sei eine gutachterlichen Stellungnahme des 

Operateurs zur Kausalität des fraglichen Vorfalls einzuholen, nicht stattzugeben. Da 

nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des 

vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann in antizipierter 

Beweiswürdigung darauf verzichtet werden (vgl. BGE 124 V 90, E. 4b; 136 I 229, E. 

5.3).

4.5 Zusammenfassend ist somit folgendes festzuhalten: Es kann mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht als erstellt gelten, dass es sich bei der 

Knieproblematik links um eine natürlich-kausale Folge des Vorfalls vom 6. oder 

desjenigen vom 8. Oktober 2011 handelt. Demgemäss hat die SUVA einen Anspruch 

des Beschwerdeführers auf diesbezügliche Leistungen zu Recht abgelehnt.

5. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.02.2013
	Art. 6 UVG: Verneinung der überwiegend wahrscheinlichen Kausalität in Bezug auf eine Meniskusläsion mit nachfolgender Operation (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Februar 2013, UV 2012/39).

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