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**Case Identifier:** 3c02611f-9c75-5838-abd3-4c5595fd271d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2001-10-11
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 11.10.2001 RV.2001.50032
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_RV-2001-50032_2001-10-11.pdf

## Full Text

2001 Kantonale Steuern 409 

91 Sofortabschreibung auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens 
(§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG, § 15 aStGV)  

- Sind die Buchungsvorschriften gemäss § 15 Abs. 2 aStGV er-
füllt und liegt die Abschreibungstabelle vor, ist die Sofortab-
schreibung zu gewähren. Weitergehende formelle Anforderun-
gen müssen nicht erfüllt werden.  

 11. Oktober 2001 in Sachen R., RV.2001.50032/K 6279 

Aus den Erwägungen 

2.  a) Vom Roheinkommen werden die zur Erzielung des Ein-
kommens unmittelbar notwendigen Aufwendungen abgezogen, zu 
denen bei selbstständig Erwerbenden insbesondere die geschäfts-
mässig begründeten Abschreibungen und Rückstellungen gehören 
(§ 24 lit. b Ziff. 2 aStG). Einzelheiten sind in den §§ 14 und 15 der 
Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Juli 1984 (aStGV) geregelt.  

b) Auf beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens kann 
die Differenz zwischen dem Anlagewert und dem Endwert sofort 
abgeschrieben werden. Endwert ist der Wert, den der abzuschrei-
bende Gegenstand in dem Zeitpunkt haben wird, in welchem er aus 
dem Betrieb ausscheidet, in der Regel 20 % des Anlagewertes (§ 15 
Abs. 1 aStGV; vgl. auch Baur/Klöti/Koch/Meier/Ursprung, Kom-
mentar zum Aargauer Steuergesetz, Muri-Bern 1991, N, 153d zu 
§ 24 aStG; Mühlebach/Bürgi, Kommentar zum aargauischen 
Aktiensteuergesetz, Brugg 1982, S. 163; Altorfer, Abschreibungen 
auf Aktiven des Anlagevermögens aus steuerlicher Sicht, 
Schriftenreihe der Treuhand-Kammer, Band 105, S. 88/89).  

c) Gemäss § 15 Abs. 2 aStGV sind Gegenstände, für welche die 
Sofortabschreibung beansprucht wird, auf separatem Konto zu ver-
buchen, das Anlagewert und Endwert jedes einzelnen Postens im 
Detail ausweist. Den Steuerbehörden ist nebst der Bilanz eine Ab-
schreibungstabelle zur Verfügung zu stellen. Steuerpflichtige, welche 
diese buchmässigen Anforderungen nicht erfüllen, können die So-
fortabschreibung nicht geltend machen.  

410 Steuerrekursgericht 2001 

3. a) Die Vorinstanz ist der Auffassung, dass aus der Bilanz er-
sichtlich sein muss, auf welchen Positionen eine Sofortabschreibung 
vorgenommen wurde (Einspracheentscheid vom 2. November 2000, 
Vernehmlassung vom 28. Februar 2001). Damit ist offensichtlich 
gemeint, dass die Vornahme einer Sofortabschreibung im Text der 
Bilanz zum Ausdruck kommen muss. Das geht jedoch über die in 
§ 15 Abs. 2 aStGV formulierten Anforderungen hinaus, wo lediglich 
eine Verbuchung auf einem separaten Konto verlangt wird, das An-
lage- und Endwert jedes einzelnen Postens im Detail ausweist.  

b) Die Rekurrenten haben im Abschluss 1996 ein neues Konto 
"1111 Laser" eröffnet (neben dem bestehenden und weitergeführten 
Konto 1110 Maschinen + Apparate). Dieses Konto stellt sich wie 
folgt dar:  

 
KONTO-AUSZUG Kontoauszug . Silvia 96  01.01.1996 bis 31.12.1996 . 04.10.1997 . Seite 1 

 
Datum Beleg   Set-Id Text GegKto Wäh RefW-Soll RefW-Haben % N  RefW-Saldo 

 

• 1111 - Laser 

 

31.12.1995 CHE 

 

23.12.1996 1.562 Polymed/Laser 2000 CHE 48'990.00 48'990.00 

 

31.12.1996 1.907 Sofortabschr.Laser:80%  4400 CHE 39'990.00 9'000.00 

 48'990.00 39'990.00 9'000.00 

 
Anlage- und Endwert des Lasers können dem Konto ohne wei-

teres entnommen werden. Die Vornahme der Sofortabschreibung von 
80 % der Anlagekosten ist im Buchungstext ausdrücklich erwähnt 
(wie übrigens auch im Konto 4400 Abschreibungen). Damit ist den 
Anforderungen von § 15 Abs. 2 aStGV Genüge getan. Wohl mag es 
für die Steuerbehörden wünschbar sein, die Sofortabschreibung di-
rekt aus der Bilanz ersehen zu können, doch reicht dies nicht aus, um 
die Gewährung einer an sich zulässigen Sofortabschreibung zu ver-
weigern. Dass die Abschreibungstabelle nicht bereits mit der Steuer-

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erklärung, sondern erst im Einspracheverfahren eingereicht wurde, 
hat die Veranlagungsarbeit ebenfalls nicht erleichtert. Auf der ande-
ren Seite ist nicht recht einzusehen, weshalb die Abschreibungsta-
belle nicht im Veranlagungsverfahren einverlangt wurde, als ihr 
Fehlen festgestellt wurde. Nachdem die Buchungsvorschriften im 
Sinne von § 15 Abs. 2 aStGV erfüllt waren und die Abschreibungs-
tabelle vorlag, hätte die Sofortabschreibung im Einspracheverfahren 
gewährt werden müssen. 

92 Abzüge vom Roheinkommen; Weiterbildungskosten (§ 24 lit. c Ziff.  5 
aStG). 

- Kosten für die auswärtige Unterkunft sind zum Abzug zuzu-
lassen, wenn sie für die Weiterbildung des Steuerpflichtigen 
unumgänglich sind. 

1. März 2001 in Sachen W., RV.2000.50223/K 7060 

Aus den Erwägungen 

3. a) Kosten für die auswärtige Unterkunft sind zum Abzug zu-
zulassen, wenn sie für die Weiterbildung des Steuerpflichtigen un-
umgänglich sind (vgl. Zehnder, Die Behandlung der Kosten für Aus-
bildung und berufliche Weiterbildung im schweizerischen Steuer-
recht, Diss. Zürich 1985, S. 75). Gemäss VGE vom 6. März 1995 in 
Sachen V. können bei einem Studierenden die Kosten für die Miete 
eines Zimmers im Sinne von Ausbildungskosten abgezogen werden, 
wenn dieser seinen Wohnsitz beispielsweise bei seinen Eltern hat, 
aber durch sein Studium gezwungen wäre, sich während der Woche 
am Studienort aufzuhalten. Dies entspricht der Situation eines Steu-
erpflichtigen, der sich während der Woche notwendigerweise am 
Arbeitsort aufhält, jedoch an arbeitsfreien Tagen regelmässig nach 
Hause zurückkehrt und deshalb da steuerpflichtig bleibt (Wochen-
aufenthalter) und darum für die Mehrkosten der Unterkunft die 
Kosten eines Zimmers als Berufsauslagen abziehen kann (§ 12 der 
Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Juli 1984). Darum ist im