# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d37a3e4e-96c9-5596-8946-ce744689ab5a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.03.2010 C-886/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-886-2008_2010-03-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-886/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Alberto Meuli, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Kroatien),
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simo Filipovic, 
Y._______ (Kroatien),
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
X._______,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA 
vom 23. Januar 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-886/2008

Sachverhalt:

A.
A._______,  geboren  am  (...)  1951,  kroatischer  Staatsangehöriger 
(nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer), wohnt in Kroatien. 
Er  arbeitete  zwischen  1977  und  1996  in  der  Schweiz,  zuletzt  als 
Zimmermann, und leistete Beiträge an die obligatorische Alters-, Hin-
terlassenen-  und  Invalidenversicherung. Er  arbeitete  auch als  Ange-
stellter der Wasserwerke und in Österreich als Metzger. Ab April 1997 
war er in Kroatien als Zimmermann und Maurer tätig (act. IV/7, 8, 65). 
Wegen Herzproblemen gab er  am 2. Mai  2002 seine Arbeitstätigkeit 
auf. Seit dem 9. Januar 2006 bezieht er eine kroatische Invalidentei-
lrente (Anmeldung in Kroatien am 17. November 2003, rückwirkende 
Zusprechung der Rente per 11. Mai 2004, act. IV/25 und Beschwer-
deakte 13).

B.
B.a Am 7. November 2006 meldete er sich via den kroatischen Ver-
sicherungsträger  bei  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  IVSTA 
(nachfolgend: Vorinstanz)  für  eine  Schweizer  Invalidenrente  an  (Ein-
gang bei der IVSTA: 28. November 2006, act. IV/3). 

B.b Die IVSTA holte die Akten ein und liess die zahlreich eingereich-
ten ärztlichen Unterlagen von ihrem ärztlichen Dienst beurteilen. Aus 
dessen  Stellungnahme vom 28.  Oktober  2007  ergibt  sich,  dass  der 
Versicherte  ab  dem  2.  Mai  2002  zwar  nicht  mehr  auf  Baustellen 
schwere Arbeiten wie Dachdecker oder Zimmermann ausüben könne, 
ihm aber alle weiteren, leichten und mittelschweren Tätigkeiten in Voll-
zeit zumutbar seien (act. IV/66). Der Erwerbsvergleich vom 13. Novem-
ber 2007 ergab einen IV-Grad von 31.32% (act. IV/68). 

Mit  Vorbescheid  vom  19.  November  2007  teilte  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer mit, aus den Akten ergebe sich weder eine bleiben-
de  Erwerbsunfähigkeit  noch  eine  ausreichende  durchschnittliche  Ar-
beitsunfähigkeit während eines Jahres, auch wenn die letzte gewinn-
bringende  Tätigkeit  aufgrund  des  Gesundheitszustandes  nicht  mehr 
zumutbar sei. Es liege somit keine Invalidität vor, die einen Rentenan-
spruch zu begründen vermöge. Deshalb müsse das Leistungsbegeh-
ren abgewiesen werden (act. IV/69). 

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B.c Der Beschwerdeführer erhob am 5. Januar 2008 (Eingang bei der 
Zentralen  Ausgleichsstelle  ZAS:  18.  Januar  2008,  bei  der  IVSTA: 
23. Januar 2008) Widerspruch und beantragte die Anerkennung einer 
Invalidenrente. Er bezog sich einerseits auf den zugesprochenen kroa-
tischen  Rentenbescheid  vom 8. Dezember  2006  sowie  einen  neuen 
Arztbericht vom 19. Dezember 2007 (Beschwerdeakte 1.1), wonach er 
zu 70 – 80% erwerbsunfähig/invalid sei (act. IV/70). 

B.d Mit Verfügung vom 23. Januar 2008 wies die Vorinstanz das Lei-
stungsbegehren – ohne auf die Einwände des Versicherten einzuge-
hen – ab (act. IV/71).

C.
C.a Der  Beschwerdeführer  –  vertreten  durch  Rechtsanwalt  Simo 
Filipovic – reichte gegen diesen Entscheid am 8. Februar 2008 (Post-
aufgabe) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein und bean-
tragte die Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Invaliden-
rente. Er rügte, die Vorinstanz habe den Sachverhalt ungenügend fest-
gestellt und demnach seinen Gesundheitszustand fehlerhaft beurteilt. 
Gemäss fachärztlicher Feststellung vom 19. Dezember 2007 bestehe 
eine gesundheitliche Beeinträchtigung von 70 – 80% und damit eine 
Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Er  sei  daher  nicht  in 
der Lage, seinen bisherigen Beruf auszuüben. Da er ständig in ärztli-
cher  Behandlung  sei  und  Medikamente  einnehmen  müsse,  sei  ihm 
auch  die  Ausübung  einer  leichteren  Tätigkeit,  wie  in  der  Verfügung 
ausgeführt werde, nicht möglich, es sei denn, es würde ihm eine ent-
sprechende Arbeit angeboten. Er bot im Übrigen an, für eine genauere 
gesundheitliche Abklärung in die Schweiz zu kommen.

C.b Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 30. Mai 
2008 –  mit  Verweis  auf  die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes 
vom 18. Mai 2008 (act. IV/73) – die Abweisung der Beschwerde und 
die Bestätigung der Verfügung (act. 5).

C.c Das Bundesverwaltungsgericht übermittelte dem Beschwerdefüh-
rer die Vernehmlassung der Vorinstanz und lud ihn ein, dazu Stellung 
zu nehmen, ansonsten der Schriftenwechsel als geschlossen betrach-
tet  werde.  Ausserdem forderte  es  den  Beschwerdeführer  auf,  einen 
Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu 
leisten.

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C.d Mit Eingabe vom 27. Juni 2008 teilte der Beschwerdeführer mit, er 
halte an der Beschwerde fest, und leistete innert der angesetzten Frist 
den auferlegten Kostenvorschuss (act. 8, 10, 11).

C.e Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20)  sowie Art. 5 des Bundesge-
setzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Aus-
land. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Der Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Anfechtung  (Art.  59  ATSG; 
vgl. auch Art. 48  Abs. 1 VwVG). Er  ist  daher  zur  Beschwerde legiti-
miert. Mit  Vollmacht  vom 5. Februar 2008 hat  er  Rechtsanwalt  Simo 
Filipovic mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt (act. 1.3). Der 
die Beschwerde unterzeichnende Simo Filipovic ist somit rechtsgültig 
bevollmächtigt.

1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
und der auferlegte Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist da-
rauf einzutreten (Art. 60 ATSG und 52 VwVG).

2.
2.1 Nach  Art.  37  VGG richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem Bundes-
verwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz  (VwVG), 
soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

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rechts (ATSG) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim-
mungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 
28 – 70) anwendbar, soweit  das IVG nicht  ausdrücklich eine Abwei-
chung vom ATSG vorsieht.

2.2 Der  Beschwerdeführer  ist  kroatischer  Staatsangehöriger.  Nach 
Art. 4  des  Abkommens  vom 9. April  1996  zwischen der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  und  der  Republik  Kroatien  über  Soziale 
Sicherheit  (SR  0.831.109.291.1)  stehen  die  Staatsangehörigen  der 
Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 2 ge-
nannten Rechtsvorschriften,  zu welchen die  schweizerische Bundes-
gesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, 
soweit nichts anderes bestimmt ist (vgl. Art. 29 Abs. 4 IVG, siehe unten 
E. 4.3.4). Bestimmungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des An-
spruchs auf eine schweizerische Invalidenrente von dem in Art. 4 des 
Abkommens aufgestellten Grundsatz der Gleichstellung der jeweiligen 
Staatsangehörigen abweichen, finden sich weder im Abkommen selbst 
noch in  den  seither  getroffenen  schweizerisch-kroatischen  Vereinba-
rungen.

Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der  schweizerischen  Invalidenversicherung  besteht,  bestimmt  sich 
demnach allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Für 
die Beurteilung eines allfälligen Rentenanspruchs sind daher die Fest-
stellungen  des  ausländischen  Versicherungsträgers  bezüglich  Invali-
ditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Behörden 
in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 
1996 S. 177 E. 1).

2.3 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reich der Sozialversicherung bei  der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich  auf  den  im Zeitpunkt  des  Erlasses  des  angefochtenen  Ver-
waltungsaktes, hier der Verfügung vom 23. Januar 2008, eingetretenen 
Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin-
weisen),  werden  im Folgenden  die ab  1. Januar  2008  anwendbaren 
Bestimmungen  des  ATSG,  des  IVG  (5.  IVG-Revision,  in  Kraft  seit 
1. Januar 2008, AS 2007 5129) und der IVV zitiert. Ein allfälliger Lei-
stungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der 

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bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prü-
fen (pro rata temporis; BGE 130 V 445 E. 1).

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

3.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt  den Beweisanfor-
derungen nicht. Das Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je 
mit Hinweisen).

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Ver-
waltung  oder  das  Gericht  bei  pflichtgemässer  Beweiswürdigung  zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die 
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b).

4.
Im vorliegenden Verfahren ist in der Hauptsache streitig und vom Bun-
desverwaltungsgericht  zu  prüfen,  ob  die  IV-Stelle  dem Beschwerde-
führer zu Recht die Zusprechung einer Invalidenrente verweigert hat. 
Ausserdem beantragt  der  Beschwerdeführer  sinngemäss die weitere 
Abklärung  der  Angelegenheit  mittels  medizinischer  Untersuchung  in 

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der Schweiz.

Zunächst sind jedoch die zur Beurteilung der Streitsache massgeben-
den  gesetzlichen  Grundlagen  und  die  von  der  Rechtsprechung  ent-
wickelten Grundsätze darzulegen.

4.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

4.2 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt.  Für  die  Beurteilung  des  Vor-
liegens einer  Erwerbsunfähigkeit  sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung  zu  berücksichtigen  (Art.  7  Abs. 1 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, gesundheitlich 
bedingte Unfähigkeit, durch zumutbare Arbeit ein Erwerbseinkommen 
zu  verdienen  (vgl.  ALFRED MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER, 
Bundessozialversicherungsrecht,  3. Auflage,  Basel  2009,  §  6  Rz.16 
und § 12 Rz. 16, 18). Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG liegt zudem eine 
Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar  ist. Dabei  sind die Erwerbs-  bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht 
nur im angestammten Beruf, sondern – wenn erforderlich – auch in zu-
mutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Aufgrund des im gesam-
ten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenmin-
derungspflicht ist ein in seinem bisherigen Beruf dauernd arbeitsunfä-
higer Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit in einem an-
deren Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit 
dies möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 
E. 2a). Diese Erwerbsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen 
zu lassen. 

4.3 Der  Begriff  des  ausgeglichenen  Arbeitsmarktes  ist  ein  theoreti-
scher und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich 
der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab-
zugrenzen. Nach der  Gerichtspraxis  ist  für  die  Annahme eines  aus-

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geglichenen Arbeitsmarktes zu prüfen, ob die verbliebene Arbeitskraft 
nutzbar wäre, würden die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 
Arbeitskräften  entsprechen  (unveröffentlichter  Entscheid  des  Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts vom 10. Mai 1995, E. 5a). Der aus-
geglichene  Arbeitsmarkt  kennzeichnet  sich  durch  ein  Gleichgewicht 
zwischen  Angebot  von  Stellen  und  Nachfrage  nach  solchen;  dabei 
muss  zudem  ein  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  vorliegen,  und 
zwar sowohl bezüglich der dafür  verlangten beruflichen und intellek-
tuellen  Fähigkeiten  wie  auch hinsichtlich  des  körperlichen Einsatzes 
(vgl.  BGE  110  V  276  E.  4b;  ZAK  1991  321  E.  3b;  vgl.  UELI KIESER, 
ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz 26 zu Art. 7 und THOMAS 
LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3.  Auflage,  Bern 
2003,  S. 124,  je  mit  weiteren Hinweisen).  Massgebend ist,  inwiefern 
sich  das  dem Versicherten  verbliebene  Leistungsvermögen  auf  dem 
für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaft-
lich verwerten lässt (BGE 110 V 276 E. 4b, ZAK 1991 S. 321 E. 3b). 
Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustel-
len ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktver-
hältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr 
verbliebene Arbeitskraft  noch wirtschaftlich  nutzen könnte,  wenn  die 
verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen 
würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b).

4.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

4.4.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente,  die  ihre  Erwerbsfähigkeit  nicht  durch  zumutbare  Eingliede-
rungsmassnahmen wieder  herstellen,  erhalten  oder  verbessern  kön-
nen;  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind. Der Ren-
tenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29  Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 29 Abs. 1 ATSG). 

Meldet  sich  ein  Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate  nach Entstehen 
des Anspruchs an, so werden die Leistungen in Abweichung von Arti-
kel 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehen-
den Monate ausgerichtet. Weitergehende Nachzahlungen werden er-
bracht,  wenn  der  Versicherte  den  anspruchsbegründenden  Sachver-

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halt  nicht  kennen  konnte  und  die  Anmeldung  innert  zwölf  Monaten 
nach Kenntnisnahme vornimmt (vgl. Art. 48 Abs. 1 und 2 IVG in der bis 
Ende 2007 geltenden Fassung,  welche hier  auf  Grund der  vor dem 
1. Januar  2008 erfolgten Anmeldung massgebend ist;  vgl. Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  16.  Dezember  2009  C-7531/2008 
E. 6.3)

4.4.2 Gemäss Art. 28  Abs. 2 IVG besteht  bei  einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens  60% Anspruch auf  eine  Dreiviertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine hal-
be  Rente  und  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  40%  An-
spruch auf eine Viertelsrente.

4.4.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

4.4.4 Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50%, so werden die ent-
sprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt,  die ihren Wohn-
sitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben (Art. 29 
Abs. 4  IVG; altrechtlich:  Art.  28  Abs. 1ter IVG). Nach  der  bundesge-
richtlichen  Rechtsprechung  stellt  der  bisherige  Art.  28  Abs.  1ter IVG 
nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere An-
spruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c).

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärz-
te und Ärztinnen besteht  darin,  sich  dazu zu äussern,  inwiefern  die 

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versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen lei-
densbedingt eingeschränkt ist.

Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der 
medizinischen Angaben und unter  Berücksichtigung der  übrigen Fä-
higkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber 
nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. 
von  der  Berufsberatung  zu  beantworten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössi-
schen  Versicherungsgerichts  I  457/04  vom  26.  Oktober  2004,  in: 
SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.6 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertinnen und Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten  darf  und  soll  der  Richter  der  Erfahrungstatsache  Rech-
nung tragen,  dass  Hausärzte  mitunter  im Hinblick auf  ihre  auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in  Zweifelsfällen eher  zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen. Was Parteigutachten anbelangt,  rechtfertigt  der 
Umstand  allein,  dass  eine  ärztliche  Stellungnahme von  einer  Partei 
eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem 
Beweiswert  (ZAK 1986  S.  189  Erw. 2a  in  fine).  Den  Berichten  und 
Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert 
zu, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie 
in sich widerspruchsfrei sind und keine konkreten Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 
E. 1c, 123 V 178 E. 3.4 sowie  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar, 2. Auf-
lage, Zürich 2009, Art. 43 Rz. 35).

5.
Der Beschwerdeführer  verlangt  die  Ausrichtung einer  Invalidenrente. 
Er stützt sich hauptsächlich auf den neuen arbeitsmedizinischen Be-
richt  vom 19. Dezember  2007,  wonach eine Gesundheitsbeeinträch-
tigung von 70 – 80% festgestellt worden sei.

Im Folgenden ist demnach abzuklären, ob der Beschwerdeführer auf-
grund  seines  Gesundheitszustandes  in  rentenrelevanter  Weise  er-

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werbsunfähig ist,  und darauf einzugehen, ob sein Rentengesuch ge-
nügend abgeklärt wurde.

5.1
5.1.1 Gemäss dem Bericht der kroatischen Invalidenversicherung vom 
26. Juni  2006 begannen beim Beschwerdeführer ab Mai  2000 Herz-
probleme mit  Druckschmerzen im Brustbereich, Schwitzen, Schwarz-
werden vor den Augen, Herzrasen und Bluthochdruck. Bei erheblicher 
körperlicher Anstrengung, insbesondere im Sommer, würden die Prob-
leme verstärkt.

Bezüglich  der  Herzkreislaufproblematik  werden  folgende  Diagnosen 
gestellt:

- Cardiomyopathia chr. cong. subtherapiam
- Fibrillatio atriorum com tachyarithmya ventricularis chr.
- Hypertonia art.

Bei  zusätzlich  festgestellter  Adipositas  und  Hyperlipidämie  werden 
vom kroatischen Versicherungsarzt Dr. B._______, Spezialarzt für Chi-
rurgie,  orthopädischerseits  weiter  eine  rechtslaterale  Periarthritis 
humeroscapularis  (PHS;  degenerative  Prozesse  am  Schultergelenk) 
und eine contractura part. omeris lat. dextra diagnostiziert. Ausserdem 
gibt  der  Versicherungsarzt  in  letzter  Zeit  markant  verstärkte  Depres-
sionssymptome an. Gemäss dieser Gesamtbeurteilung sei die Arbeits-
fähigkeit zu mehr als 50% herabgesetzt (act. IV/48 – 50).

5.1.2 Aus  dem  Ergometrie-Bericht  vom  8.  Juli  2003  des  Spitals 
W._______,  von Dr. C._______,  Internist,  ergibt  sich  ein  Vorhofflim-
mern und eine Hypertrophie des linken Ventrikels [Herzkammer]. Der 
behandelnde  Arzt  stellte  fest,  dass  die  funktionelle  Kapazität  stark 
reduziert sei (act. IV/40, 41 = 19).

Anlässlich der kardiologischen Untersuchung vom 15. Mai 2006 (act. 
IV/54 = 33) wurde der linke Ventrikel von der Grösse her als an der 
Grenze beurteilt, bei einem stark erweiterten linken Atrium [Vorhof] bei 
intakten  Septen  [Trennwände]  mit  mittelschwerer  bis  schwerer 
Herzklappeninsuffizienz.  Die  Ergometrie  ergab  bei  der  Diagnose 
„Cardiomyopathie  dilatative“  unter  Belastung  eine  starke  Ermüdung 
und eine stark reduzierte funktionelle Kapazität (act. IV/55, 56 = 32).

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5.1.3 Gemäss  den  neueren  medizinischen  Akten  von  Mitte  2007 
ergeben sich im Röntgenbild ein erhöhter kardiovaskulärer Schatten in 
myopathischer Form mit  Zeichen von kardiologischer Subdekompen-
sation (act. IV/57, 58). Der behandelnde Internist weist in seinem Un-
tersuchungsbericht  auf  eine  funktionell  stark  reduzierte  (Leistungs-) 
Kapazität hin (act. IV/59, 60). Gemäss Echokardiographie hält der Arzt 
mässige Herzklappeninsuffizienzen sowie eine konzentrierte linksvent-
rikuläre Hypertrophie mit Erweiterung des linken Ventrikels (act. IV/62) 
fest.  In  der  Zusammenfassung  vom  27.  Juli  2007  kommt  er  zum 
Schluss,  der  Patient  sei  für  jegliche  körperliche  Tätigkeit  arbeitsun-
fähig (act. IV/64).

5.1.4 Dem Befund über die Erwerbsfähigkeit vom 19. Dezember 2007 
durch  Dr. D._______,  Fachärztin  für  Arbeitsmedizin  (act.  IV/1.1),  ist 
neben der Feststellung der bekannten Diagnosen ebenfalls zu entneh-
men, dass der Beschwerdeführer gemäss Ergometrie eine ausgespro-
chen  verminderte  Herzkapazität  habe  und  sein  Gesundheitszustand 
sich  seit  der  letzten  Beurteilung  der  Erwerbsfähigkeit  verschlechtert 
habe (Arbeitsunfähigkeit von 70% – 80%).

5.2
5.2.1 Dr. E._______ vom ärztlichen Dienst stellte am 28. Oktober 2007 
zu Handen der IVSTA fest, der Beschwerdeführer habe im Mai 2002 
einen Kollaps erlitten und sei  einige Tage hospitalisiert  gewesen. Es 
sei eine Rhythmusstörung (sogenanntes Vorhofflimmern) diagnostiziert 
worden,  bei  erhaltener  Herzleistung.  Regelmässige  kardiologische 
Verlaufskontrollen  würden  die  Rhythmusstörung  bestätigen.  Weiter 
werde  über  eine  diskrete  Einschränkung  der  Leistungsfähigkeit  des 
linken  Ventrikels  [Herzkammer]  bei  einer  EF  [Ejektionsfraktion]  von 
60%, leicht sinkend auf 45%, berichtet. Klinisch werde der Versicherte 
anlässlich der kardiologischen Kontrolle als kardiologisch kompensiert 
beschrieben. Erwähnt würden [gemäss dem ärztlichen Gutachten des 
kroatischen Rentenversicherers zu Handen der Schweiz vom 3. Mai/ 
26. Juni 2006; act. IV/48 – 50] weiter leichte degenerative Veränderun-
gen im Bereich der Schulter und ein etwas neurotischer Patient.

Dr. E._______  kam  zum  Schluss,  der  Versicherte  sei  zwar  für 
Schwerstarbeiten auf der Baustelle seit  dem 2. Mai 2002 nicht mehr 
einsetzbar (Arbeitsunfähigkeit: 70%), aber Tätigkeiten in der Werkstatt 
und viele weitere Verweistätigkeiten mittelschwerer oder leichter Natur 
in wechselnder Haltung seien immer noch vollschichtig zumutbar. Als 

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Hauptdiagnosen führte er auf: Kardiomyopathie, Vorhofflimmern,  kar-
dial kompensiert, Periarthropatie (der Schulter; act. IV/66).

5.2.2 In  seiner  zweiten  Stellungnahme  vom  18.  Mai  2008  gab  Dr. 
E._______  an,  es  könne  aufgrund  der  neuen  Akten  nicht  von einer 
Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  seit  Mai  2007  aus-
gegangen werden, bei einer noch vorhandenen EF von 45% seien die 
vorgeschlagenen Verweistätigkeiten vollschichtig zumutbar. Im Übrigen 
gebe es keine Anhaltspunkte für relevante zusätzliche Erkrankungen, 
die sich auf  die Arbeitsfähigkeit  in diesen leichten Verweistätigkeiten 
auswirken würden (act. IV/73).

5.3 Übereinstimmend  diagnostizieren  die  kroatischen  Ärzte  und  der 
ärztliche Dienst  der Vorinstanz ein Vorhofflimmern des Herzens,  das 
der ärztliche Dienst der Vorinstanz jedoch als nicht invalidisierend be-
züglich mittelschwerer und leichter  Arbeit  betrachtet. Darüber hinaus 
sind  in  den  kroatischen  Akten  (durch  die  Herzerkrankung  bedingte) 
weitergehende körperliche Einschränkungen beschrieben, so eine di-
latative,  chronisch  subdekompensierte  Kardiomyopathie  (act.  IV/63, 
64) und Herzklappeninsuffizienzen.

5.3.1 Die  Berichte  der  kroatischen  Ärzte  deuten  auf  das  Vorliegen 
einer  chronischen Herzerkrankung hin,  wobei  sich  die beurteilenden 
Ärzte in der Schwere der Erkrankung uneinig sind. Der behandelnde 
Internist  geht  von  einer  stark  eingeschränkten  Arbeitsfähigkeit  und 
zuletzt von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aufgrund der dilata-
tiven Kardiomyopathie  aus  (act. IV/64),  während der  kroatische Ver-
sicherungsarzt  (Facharzt  für  Chirurgie)  eine  chronische  Kardiomyo-
pathie in kompensierter Phase unter Therapie beschreibt (act. IV/48 – 
50). Anzeichen für eine Ischämie bestehen jedoch keine. Weiter geht 
aus den Akten hervor, dass die Herzerkrankung ausschliesslich medi-
kamentös behandelt wird (zuletzt zusätzlich mit einem Blutzuckersen-
ker, wobei  die Diagnose Diabetes nicht  gestellt  wird; act. IV/47,  64). 
Die Akten enthalten darüber hinaus keine Hinweise auf weitergehende 
Therapien  oder  gar  eine  chirurgische  Intervention. Es  ist  daher  von 
einer stabilen Situation auszugehen.

Die  Spezialberichte  betreffend  Herzleiden  stammen zudem vom be-
handelnden  Arzt  des  Beschwerdeführers,  weshalb  für  deren  Beur-
teilung zu beachten ist,  dass behandelnde Ärzte aufgrund ihres Ver-
trauensverhältnisses eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (oben 
E. 4.4). Schliesslich geht aus dem kurz gefassten Bericht der Arbeits-

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medizinerin Dr. D._______ nicht hervor, ob die Beurteilung im Auftrag 
der  kroatischen  Rentenversicherung  im  Rahmen  eines  kroatischen 
Revisionsverfahrens (vgl. act. IV/25, 70) oder zu Handen der IVSTA er-
stellt wurde, oder ob die Arbeitsmedizinerin den Befund im Auftrag des 
Beschwerdeführers  erstellte.  Dem  Bericht  ist  auch  nicht  zu  entneh-
men, auf welche Grundlagen sich die Ärztin stützt und ob sie den Be-
schwerdeführer  selber  untersucht  hat,  weshalb  diesem  Bericht  nur 
beschränkter Beweiswert zukommt.

5.3.2 Dr. E._______ vom ärztlichen Dienst stellt vorliegend einen sich 
verschlechternden  echographischen  Parameter  der  Herzleistung  von 
60% auf 45% – bzw. in seinem zweiten Bericht vom 18. Mai 2008 von 
45% – fest, kommt aber zum Schluss, dies sei nicht als leistungsein-
schränkend für vollschichtige mittlere und leichtere Verweistätigkeiten 
zu bewerten (act. IV/66). 

Berichten  versicherungsinterner  Ärzte  kommt  Beweiswert  zu,  sofern 
sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet und in sich wider-
spruchsfrei  sind  und  keine  konkreten  Indizien  gegen  ihre  Zuverläs-
sigkeit bestehen (siehe oben E. 4.6). 

Die  Beurteilungen  des  ärztlichen  Dienstes  sind  –  wie  auch  die  Be-
urteilungen des kroatischen Versicherungsträgers – knapp ausgefallen. 
Sie berücksichtigen indes die im Vordergrund stehende Leistungsein-
schränkung infolge  Herzkrankheit  und nehmen eine gestützt  auf  die 
erhobenen Befunde objektivierte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor. 
So  fehlen  Hinweise  dafür,  dass  sich  die  Herzleistung  bis  zum  ent-
scheidrelevanten Zeitpunkt derart verschlechtert hat, als dass sie den 
Beschwerdeführer  in  der  Ausübung  einer  leichten  bis  mittleren  Ver-
weistätigkeit  massiv  behindern  würde.  Wie  weiter  oben  bereits  auf-
geführt wurde, fehlen Hinweise auf eine Ischämie, die Erkrankung wird 
rein medikamentös behandelt und sind keine weiteren Therapien oder 
Eingriffe geplant. Dass der Beschwerdeführer ausser der unbestritten 
vorhandenen Herzrhythmusstörung (Vorhofflimmern) und einer diskre-
ten Einschränkung der Leistungsfähigkeit des linken Ventrikels (kardio-
logisch kompensiert)  weiter in einem Mass erkrankt sein soll,  wie er 
behauptet,  und  deshalb  gar  nicht  mehr  oder  nur  noch  in  ganz  be-
schränktem  Mass  belastungsfähig  sein  soll,  kann  daher  nicht  ge-
schlossen werden.

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5.3.3 Bei dieser Sachlage kann die vom Internisten festgestellte voll-
ständige Arbeitsunfähigkeit nicht bestätigt werden und ist auf die zu-
treffende Beurteilung durch den ärztlichen Dienst abzustellen, wonach 
der Beschwerdeführer aus kardiologischer Sicht einer Verweistätigkeit 
vollschichtig und unter Beachtung der aufgeführten Wechselpositionen 
nachgehen kann.

5.4
5.4.1 In  orthopädischer  Hinsicht  finden  sich  ausser  den  Diagnosen 
rechtslaterale Periarthropathie humeroscapularis (PHS) mit Schwierig-
keiten,  den  Arm  in  die  Horizontale  zu  heben  und  mit  Kribbeln  der 
Gliedmassen,  sowie  Verspannung  der  rechten  Schulter  (contractura 
part. omeris lat. dex.) in den Akten keine Angaben zu invalidisierenden 
Auswirkungen in einer der angegebenen Verweistätigkeiten (act. IV/14 
– 16, 48, 49 S. 6 und 7).

5.4.2 Auch  zu  den  psychischen  Auswirkungen  der  Herzerkrankung, 
die  in  den  kroatischen  Akten  erwähnt  werden,  fehlen  jegliche  be-
gründete Ausführungen, die auf eine invaliditätsrelevante Gesundheits-
einschränkung  aus  psychischer  Hinsicht  hindeuten  würden.  So  be-
schrieb  Prof.  F._______,  Psychiater  im  Spital  von  W._______,  den 
Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 12. Mai 2006 als psychisch 
normal, jedoch mit der Tendenz zu neurotischen Zügen, was die Sorge 
um die somatische Erkrankung betrifft (vgl. act. IV/38, 39, 48, 49).

5.4.3 Somit  sind  auch aus orthopädischer  und psychiatrischer  Sicht 
keine Gründe dafür  ersichtlich,  weshalb dem Beschwerdeführer eine 
Verweistätigkeit  im  oben  ausgeführten  Umfang  nicht  möglich  sein 
sollte.

5.5 Der Beschwerdeführer gibt an, er könne seinen bisherigen Beruf 
nicht mehr ausüben, und weil er ständig in ärztlicher Behandlung sei 
und  Medikamente  einnehmen  müsse,  sei  auch  die  Ausübung  einer 
leichteren Tätigkeit nicht möglich.

Die Tatsache allein, dass ein Versicherter auf Medikamente angewie-
sen und in ärztlicher Behandlung ist, stellt für sich gesehen keinen In-
validitätsgrund  dar,  und  es  ist  dem Beschwerdeführer  in  Beachtung 
seiner Mitwirkungspflicht (siehe oben E. 3.2) zumutbar, trotz Behand-
lung einer seiner Krankheit  angepassten Tätigkeit  nachzugehen. Der 
Beschwerdeführer gibt im Übrigen selber an, er sei bereit zu arbeiten, 
wenn ihm eine entsprechende Arbeit verschafft werde. Ein Spektrum 

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solcher für  den Beschwerdeführer zumutbarer  Stellen (Tätigkeiten in 
einer  Werkstatt  und  Verweistätigkeiten  leichter  bis  mittelschwerer 
Natur,  sitzend  und  gelegentlich  stehend,  mit  Belastung  bis  maximal 
15 kg, in Vollzeit, act. IV/66) ist ohne Zweifel auch in Kroatien vorhan-
den,  weshalb  das  Risiko  des  Beschwerdeführers,  in  concreto  keine 
Stelle  zu finden,  nicht durch die Invalidenversicherung zu decken ist 
(vgl. E. 4.3). Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass dem Be-
schwerdeführer eine leichte bis mittlere angepasste Verweistätigkeit im 
Umfang von 100% zumutbar ist.

5.6 Abschliessend  ist  noch  der  von  der  Vorinstanz  errechnete  Er-
werbsvergleich (act. IV/68) zu überprüfen. 

Der  Beschwerdeführer  arbeitete  zuletzt  als  Zimmermann/Maurer  bis 
am 1. Mai 2002 in Kroatien (act. IV/7, 8). Da die Vorinstanz für die Be-
stimmung  des  Validenlohnes  nicht  auf  Statistiken  über  den  Arbeits-
markt  in  Kroatien  verfügte,  wurde  der  Erwerbsvergleich  aufgrund 
Schweizer  Daten durchgeführt.  Ohne Gesundheitsschaden hätte  der 
Beschwerdeführer gemäss Listenlöhnen des Bundesamtes für Statistik 
(BfS,  Lohnstrukturerhebung 2004,  Tabelle  TA 1,  Privater  Sektor,  An-
forderungsniveau des Arbeitsplatzes 3, Spalte Männer) in der Schweiz 
im  Baugewerbe  ein  monatliches  Valideneinkommen von  Fr. 5'585.72 
(41.6 Std. pro Woche) verdienen können. Weiter berechnete die Vor-
instanz  in  Berücksichtigung  einer  ganztägigen  Verweistätigkeit  mit 
zumutbarem  Belastungsprofil  (Anforderungsniveau  4,  Männer,  leich-
tere bis mittelschwere Verweistätigkeiten in Vollzeit, siehe oben E. 5.5) 
ein  zumutbares  durchschnittliches  monatliches  Einkommen  von 
Fr. 4'513.43 (41.6 Std. pro Woche, in der Schweiz). Die Vorinstanz hat 
weiter in Berücksichtigung des Alters des Beschwerdeführers und der 
Tatsache,  dass dieser  nur  noch leichte,  angepasste  Tätigkeiten  aus-
üben  kann,  zusätzlich  einen  Leidensabzug  von  15% vorgenommen, 
was ein Invalideneinkommen von Fr. 3'836.42 ergibt. 

Die Berechnung ist entsprechend der bundesgerichtlichen Praxis zum 
Erwerbsvergleich (BGE 124 V 321 E. 3b) nachvollziehbar, beruht auf 
der richtigen Berechnungstabelle und ist auch bezüglich der Höhe des 
vorgenommenen Leidensabzugs von 15% (vgl. BGE 126 V 75 E. 5b) 
nicht  zu  beanstanden,  da  der  Beschwerdeführer  in  den  noch  ver-
bleibenden Verweistätigkeiten unbestritten beeinträchtigt ist. Es ergibt 
sich somit vorliegend ein Invaliditätsgrad von gerundet 31% ([{5'585.72 

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– 3'836.42} x 100 / 5'585.72] = 31.32%), der keinen Anspruch auf eine 
Rente ergibt.

5.7 Wie aufgezeigt  wurde, konnte der Sachverhalt  aufgrund der vor-
liegenden  Akten  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  festgestellt 
werden, wurden doch alle wesentlichen Elemente zur Beurteilung der 
medizinischen Situation berücksichtigt. Deshalb ist in antizipierter Be-
weiswürdigung (siehe oben E. 3.3) der Eventualantrag des Beschwer-
deführers auf weitere Abklärung seines Gesundheitszustandes in der 
Schweiz abzuweisen.

5.8 Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen einen Antrag auf Einglie-
derungsmassnahmen (Arbeitsvermittlung) gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG 
stellt, ist – da der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in Kroatien und 
nicht  in  der Schweiz hat  – eine Gewährung derartiger  Massnahmen 
aufgrund  Art.  14  Abs.  1  und  2  des  Staatsvertrages  zwischen  der 
Schweiz und Kroatien ausgeschlossen (e contrario).

6.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei-
entschädigung.

6.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfan-
ges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren 
auf Fr. 300.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Sie sind von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 
und  mit  dem am 21. Juli  2008  geleisteten  Kostenvorschuss  zu  ver-
rechnen. 

6.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende 
Vorinstanz  haben  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art.  64 
Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird vollumfänglich abgewiesen. 

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2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  300.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.-- verrechnet.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern, Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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