# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19eef00e-15f0-5a54-aab9-94b6a4f28bda
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-13
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 13.03.2025 BZ 2024 99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2024-99_2025-03-13.pdf

## Full Text

20241210_160402_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2024 99

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiber J. Lötscher

Urteil vom 13. März 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

C.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Forderung
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 18. Juli 2024)

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Sachverhalt

1. Die A.________ AG, Altendorf (nachfolgend: Beschwerdeführerin), bezweckt u.a. die 
Führung und den Betrieb von Arztpraxen, Apotheken oder Zentren mit allen damit zusam-
menhängenden Behandlungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Verwaltungsrat 
mit Einzelunterschrift dieser Gesellschaft ist der Arzt F.________ (nachfolgend: F.________). 
Bis Ende 2015 liess die Beschwerdeführerin ihre Lohnbuchhaltung für die Angestellten der 
delegierten Psychotherapie von der G.________, H.________ (nachfolgend: G.________), 
führen. Am 31. Dezember 2015 beauftragte sie die I.________ GmbH, Zug (nachfolgend: 
I.________ GmbH), mit dieser Aufgabe. Dafür zuständig war J.________, Zeichnungsbe-
rechtigte der I.________ GmbH mit Kollektivunterschrift zu zweien. Die in Rechnung gestell-
ten Aufwendungen der I.________ GmbH wurden von der Beschwerdeführerin bis Ende Juli 
2021 jeweils beglichen. Nicht bezahlt hat die Beschwerdeführerin hingegen die Rechnungen 
Nrn. 16973, 17016, 17089 und 17169 der I.________ GmbH vom 31. Juli 2021, 31. August 
2021, 31. Oktober 2021 und vom 31. Dezember 2021 über insgesamt CHF 7'836.50 
(Vi act. 1/13-1/16). Am 27. Juni 2022 trat die I.________ GmbH diese Forderungen an 
C.________ AG, K.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), ab (Vi act. 1/2), welche 
gegen die Beschwerdeführerin die Betreibung einleitete. Auf den ihr am 18. Mai 2022 zuge-
stellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. E.________ des Betreibungskreises 
L.________ erhob die Beschwerdeführerin am gleichen Tag Rechtsvorschlag (Vi act. 1/6).

2.
2.1 Mit Eingabe vom 17. April 2023 erhob die Beschwerdegegnerin beim Kantonsgericht Zug 

Klage gegen die Beschwerdeführerin. Sie beantragte, die Beschwerdeführerin sei unter Vor-
behalt des Nachklagerechts zu verpflichten, CHF 4'999.95 nebst Zins zu 5 % seit 15. Oktober 
2021 zu bezahlen. Zudem sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. E.________ des 
Betreibungskreises L.________ in diesem Umfang aufzuheben, alles unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten der Beschwerdeführerin (Vi act. 1). In der 
Klageantwort vom 14. Juni 2023 beantragte die Beschwerdeführerin die kostenpflichtige Ab-
weisung der Beschwerde (Vi act. 10). Im weiteren Schriftenwechsel hielten die Parteien an 
ihren Anträgen fest (Vi act. 15 und 19).

2.2 Mit Entscheid vom 18. Juli 2024 verpflichtete der Einzelrichter am Kantonsgericht die Be-
schwerdeführerin, der Beschwerdegegnerin CHF 4'999.95 nebst Zins zu 5 % seit 18. Februar 
2022 zu bezahlen (Ziffer 1.1), und hielt fest, dass die Beschwerdegegnerin die Betreibung 
Nr. E.________ des Betreibungskreises L.________ im erwähnten Umfang fortsetzen könne 
(Ziffer 1.2). Ferner auferlegte der Einzelrichter die Gerichtskosten von total CHF 450.00 der 
Beschwerdeführerin (Ziffer 2) und verpflichtete diese zur Zahlung einer Parteientschädigung 
von CHF 2'776.75 an die Beschwerdegegnerin (Ziffer 3). Da dieser Entscheid unbegründet 
bzw. mit einer Kurzbegründung erfolgte, setzte der Einzelrichter die Gerichtskosten auf 
CHF 800.00 fest, falls eine schriftliche Begründung verlangt wird (Ziffer 4.2), und räumte den 
Parteien für Letzteres eine Frist von 10 Tagen ein (Ziffer 4.1; zum Ganzen: Vi act. 37).

2.3 Am 29. Juli 2024 verlangte die Beschwerdeführerin eine schriftliche Begründung des Ent-
scheids (Vi act. 38). Am 12. August 2024 erliess der Einzelrichter den begründeten Entscheid 
(Vi act. 39).

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3.
3.1 Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 11. September 2024 beim Oberge-

richt des Kantons Zug Beschwerde. Sie beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzu-
heben und die Klage vollumfänglich abzuweisen; eventualiter sei der angefochtene Ent-
scheid aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, un-
ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

3.2 Mit Verfügung vom 12. September 2024 erkannte der Präsident der II. Beschwerdeabteilung 
der Beschwerde antragsgemäss aufschiebende Wirkung zu.

3.3 Während die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung verzichtete, beantragte die Beschwerde-
gegnerin mit Eingabe vom 2. Oktober 2024 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten der Beschwerdeführerin.

Erwägungen

1. Nach Art. 320 ZPO kann mit der Beschwerde die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) oder 
die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) geltend gemacht werden. 
Während die Beschwerdeinstanz die unrichtige Rechtsanwendung mit freier Kognition prüft, 
gilt für die Sachverhaltsfeststellung eine beschränkte Kognition. Erforderlich ist eine qualifi-
ziert fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts. "Offensichtlich unrichtig" ist dabei gleichbe-
deutend mit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV. Dies ist etwa der Fall, wenn die Feststellung 
des Sachverhalts durch die erste Instanz aktenwidrig ist, d.h. wenn sie sich auf einen Sach-
verhalt stützt, der überhaupt nicht aktenmässig belegt ist, es sei denn, es handle sich um be-
kannte Tatsachen (d.h. offenkundige oder gerichtsnotorische Tatsachen oder allgemein an-
erkannte Erfahrungssätze) im Sinne von Art. 151 ZPO. Dasselbe gilt, wenn umgekehrt eine 
aktenkundige und rechtserhebliche Tatsache schlichtweg übersehen oder irrtümlich nicht 
richtig festgehalten worden ist. Ist das Beweisergebnis interpretationsbedürftig, gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Der Beschwerdegrund ist nur erfüllt, wenn die durch 
die erste Instanz gezogene Schlussfolgerung schlichtweg nicht vertretbar erscheint. Eine of-
fensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung führt schliesslich nur dann zur Gutheissung 
der Beschwerde, wenn sie für den Ausgang des erstinstanzlichen Verfahrens kausal war 
(Sterchi, Berner Kommentar, 2012, Art. 320 ZPO N 1 ff.; Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-
Somm und andere [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. A. 2025, 
Art. 320 ZPO N 3 ff.; Spühler, Basler Kommentar, 4. A. 2025, Art. 320 ZPO N 1 ff.; je m.H.).

2. Die Vorinstanz begründete den Entscheid im Wesentlichen wie folgt:

2.1 Es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin die vier streitgegenständlichen Rechnun-
gen der I.________ GmbH für die Monate Juli, August, Oktober und Dezember 2021 nicht 
bezahlt habe. Die Beschwerdeführerin erhebe die Verrechnungseinrede mit der Begründung, 
die I.________ GmbH habe die Lohnbuchhaltung fehlerhaft geführt, indem sie Löhne der bei 
der Beschwerdeführerin angestellten Ärzte seit dem Jahr 2016 über rund fünf Jahre falsch 
abgerechnet und dieser daher einen Schaden in einer Höhe, welche die Forderung der Be-
schwerdegegnerin bei weitem übersteige, zugefügt habe.

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2.2 Unbestrittenermassen handle es sich beim Vertragsverhältnis zwischen der Beschwerdefüh-
rerin und der I.________ GmbH um einen Auftrag gemäss Art. 394 OR. Die I.________ 
GmbH habe die Forderungen aus vier Rechnungen an die Beschwerdegegnerin abgetreten. 
Es sei kein schriftlicher Vertrag zwischen der I.________ GmbH und der Beschwerdeführerin 
vorhanden; es liege lediglich das "Kostenblatt Lohnbuchhaltung" und eine Vollmacht 
"M.________" im Recht.

2.3 An der Zeugenbefragung habe J.________, welche immer noch für die I.________ GmbH 
arbeite und als Zeichnungsberechtigte im Handelsregister eingetragen sei, mit Bezug auf die 
von der Beschwerdeführerin der I.________ GmbH vorgeworfenen Pflichtverletzungen Fol-
gendes ausgesagt:

Mit ihrer E-Mail an F.________ bzw. die Beschwerdeführerin vom 31. Dezember 2020, worin 
sie schreibe: "Endlich, endlich konnte ich die gewünschte Berechnung für Herr N.________ 
vornehmen. Die Korrekturabrechnungen haben wir für die Jahre 2017 bis 2019 berechnet. 
Ich habe Ihnen jeweils am Schluss der Abrechnung den zu viel bezahlten Betrag ausgewie-
sen.", habe sie nicht bestätigt, dass die Abrechnungen von N.________ nicht korrekt ausge-
führt worden seien und für die Jahre 2016-2020 zu viel Lohn ausbezahlt worden sei. 
F.________ habe damals gewünscht, dass man eine Neuberechnung mache aufgrund der 
Basis der Nettoauszahlung von 55 %, die bei der G.________ eingestellt worden sei. 
F.________ habe gewollt, dass man diese Basis neu als brutto betrachte. F.________ habe 
damals wissen wollen, was die Differenz zwischen Netto- und Bruttoauszahlung sei. Auf-
grund dieser Angaben habe die I.________ GmbH eine Neuberechnung gemacht, um her-
auszufinden, wie gross die Differenz zwischen Netto- und Bruttoauszahlung sei. Über die 
Jahre sei eine Nettoauszahlung an die Psychologen erfolgt. Aufgabe der I.________ GmbH 
sei es gewesen, den Bruttolohn auf Grundlage dieser Nettoauszahlungen mittels Aufrech-
nung zu ermitteln. Die I.________ GmbH habe lediglich eine Bruttolohnaufrechnung vorge-
nommen. Die G.________ habe die Nettoauszahlungen bereits getätigt. F.________ und die 
Zeugin hätten im Jahre 2020 bei der gemeinsamen Prüfung eines Arbeitsvertrages festge-
stellt, dass man den Arbeitsvertrag so hätte verstehen müssen, dass es sich bei den 55 % 
um eine Brutto- und nicht um eine Nettolohnbetrachtung handle. Dies bedeute, dass bei ei-
ner Bruttolohnbetrachtung die Sozialabzüge getätigt werden müssten. Bei einer Nettolohnbe-
trachtung würden die Sozialabzüge hinzugerechnet. Es treffe nicht zu, dass die Differenzen 
in den vergangenen Jahren entstanden seien, weil man vergessen habe, die Sozialversiche-
rungsbeiträge der Arbeitnehmer zu berücksichtigen. Die I.________ GmbH habe das nicht 
vergessen. Es habe auch eine AHV-Revision stattgefunden, bei der bestätigt worden sei, 
dass ordnungsgemäss abgerechnet worden sei. Es sei den Arbeitnehmern zwar zu viel aus-
bezahlt worden, weil sie 55 % netto erhalten hätten. Die Nettoauszahlung sei bei der 
G.________ aber so eingestellt worden. Der Arzt müsse hierzu mittels Unterschrift einwilli-
gen. Es handle sich um ein Splitting-Modell. Die Zahlungen würden bei der G.________ alle 
sieben Tage aufgrund der Patienteneinnahmen einfliessen. Der Arbeitsvertrag sei von 
F.________ erstellt worden. Er habe geschrieben: "unter Berücksichtigung der durch den Ar-
beitnehmenden zu bezahlenden Sozialleistungen". Es sei im Vertrag nicht klar formuliert ge-
wesen. Aufgrund der Diskussion zwischen F.________ und ihr sei jedoch klar geworden, 
dass es sich gemäss der Definition im Arbeitsvertrag um eine Bruttobetrachtung handeln sol-
le. Aufgrund dieser Erkenntnis sei die I.________ GmbH zum Schluss gekommen, dass die 
ganze Abrechnungsform umgestellt werden müsse. Dies hätten sie per 1. Dezember 2020 

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gemacht. Konkret bedeute dies, dass das Splitting-Modell bei der G.________ habe gelöscht 
werden müssen. Dies habe F.________ unterschreiben müssen, weil die G.________ keine 
Einstellungen ohne seine Unterschrift als Arzt vorgenommen habe. Aufgrund dessen seien 
die ganzen Einnahmen ab dem 1. Dezember 2020 auf ein Poolkonto geflossen. Auf Grundla-
ge dieser Einnahmen habe man die 55 % brutto berechnet und eine monatliche Lohnauszah-
lung gemacht. Die I.________ GmbH habe die Abrechnungen dafür erstellt. Diese hätten 
dann von F.________ freigegeben werden müssen. Erst danach sei dem Arbeitnehmer ein 
Nettolohn ausbezahlt worden. Die Auszahlung des Nettolohns sei erst ab Dezember 2020 
durch die I.________ GmbH ausgelöst worden. Vorher sei die Auszahlung durch die 
G.________ erfolgt. Die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer seien immer korrekt 
abgerechnet worden. Die I.________ GmbH habe alles so weitergeführt, wie die G.________ 
es bis dahin gemacht habe inkl. Splitting. Sie habe sich auf die Splitting-Modelle gestützt, die 
bei der G.________ mit 55 % netto eingestellt gewesen seien. Aufgrund dieser Basis habe 
sie die Lohnabrechnung auf das Brutto hochgerechnet. Die Auszahlung an die Mitarbeiten-
den bzw. die Delegierten sei in diesem Zeitpunkt bereits geflossen. Die I.________ GmbH 
habe keinen Einfluss auf diese Auszahlung gehabt. Die I.________ GmbH habe von 
F.________ für jeden Mitarbeiter eine M.________-Vollmacht erhalten. Sie habe aber keinen 
Einfluss auf das eingestellte Splitting-Modell gehabt. Das werde vom Arzt unterschrieben. 
Die I.________ GmbH habe einen M.________-Zugang gehabt, um die Abrechnungen aus-
zuwerten. Diesen Zugang habe sie auch benötigt, um die Rohbuchhaltung zu erstellen.

2.4 Den Aussagen der Zeugin stünden diejenigen von F.________, dem einzigen Mitglied des 
Verwaltungsrates der Beschwerdeführerin, gegenüber. Auf die Frage, ob es zutreffe, dass 
die Differenz nicht darin liege, dass man Sozialversicherungsbeiträge vergessen habe, son-
dern darin, dass man von der Brutto- auf die Nettobetrachtung gewechselt habe, habe 
F.________ erklärt, er könne sich so nicht daran erinnern. Er habe sich immer darauf verlas-
sen, dass der Arbeitsvertrag als Grundlage für die Lohnberechnung diene. Er habe sich nicht 
um die Details gekümmert. Es sei, wie wenn er das Auto in der Garage abgebe. Der Service 
werde gemacht, dann hole er das Auto ab und bezahle die Rechnung. Da gehe er auch da-
von aus, dass das richtig gemacht werde, weil er viel zu wenig von Autos verstehe. Auf die 
nochmalige Frage, ob es zutreffe, dass die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer 
immer korrekt abgerechnet worden seien und dass die Zahlung der Sozialversicherungsbei-
träge der Arbeitnehmer erfolgt sei und der Grund für die Differenz in der Brutto- bzw. Netto-
betrachtung des Lohnes liege, habe F.________ schlicht geantwortet, er habe sich hier auf 
die Expertise der Zeugin verlassen. Die I.________ GmbH habe den Vertrag gekündigt. Ihre 
Nachfolgerin schaue die Arbeitsverträge an und schicke ihm die Abrechnungen jedes Mal 
zum Kontrollieren. Das sei früher nicht erfolgt. Nach Meinung der G.________ seien die 
Lohnabrechnungen vor der Übernahme des Mandats durch die I.________ GmbH korrekt er-
folgt.

2.5 Im Arbeitsvertrag von N.________ sei unter "1. Lohn" festgehalten, dass sich dieser nach 
dem Umfang der erbrachten und tariflich verrechenbaren Leistungen unter Abzug der Praxis-
kosten in Höhe von 45 % und unter Abzug der vom Arbeitnehmer zu bezahlenden Versiche-
rungen richte. Wie die Beschwerdeführerin richtigerweise geltend mache, seien N.________ 
– entgegen dieser Bestimmung im Arbeitsvertrag – während Jahren die jeweiligen Monats-
löhne ohne die von ihm selbst zu tragenden Sozialversicherungsabzüge ausbezahlt worden. 

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2.6 Die Beschwerdeführerin (recte: Zeugin) habe indes erklärt, keinen Einfluss auf die Auszah-
lung der Löhne für die Jahre 2016-2020 gehabt zu haben, weshalb sie keine Sorgfaltspflicht-
verletzung begangen habe. Sie habe alles genau so weitergeführt, wie die G.________ dies 
zuvor getan habe, inkl. "Splitting". Die Beschwerdeführerin hingegen bestreite, dass die 
I.________ GmbH die vor 2016 vorgenommenen Auszahlungen so weitergeführt habe, wie 
dies die G.________ getan habe.

2.7 Festzuhalten sei vorab, dass die Aussagen der Zeugin mit Zurückhaltung zu würdigen seien, 
habe sie doch ein offenkundiges Interesse am Prozessausgang, nachdem sie selbst für die 
I.________ GmbH in der kritischen Zeit gehandelt habe.

2.8 Vorliegend sei nicht bewiesen, dass der I.________ GmbH vor dem Jahr 2020 die Arbeitsver-
träge zur Prüfung zur Verfügung gestanden hätten. Die Zeugin habe diese Frage verneint, 
F.________ habe keine klare Antwort dazu geben, sondern nur Vermutungen äussern können. 
Wenn die I.________ GmbH die Arbeitsverträge vor dem Jahr 2020 nicht gekannt habe, habe 
sie die Lohnabrechnungen auch nicht korrekt erstellen können. Ausserdem könne aufgrund der 
Zeugenaussagen nicht davon ausgegangen werden, dass die I.________ GmbH den Zugang 
zum System mit sämtlichen relevanten Daten und Dokumenten gehabt habe.

2.9 Die G.________ habe erklärt, immer korrekt abgerechnet zu haben. Aufgrund der Aussagen 
der Zeugin sei davon auszugehen, dass die Abrechnung bis ins Jahr 2020 in gleicher Weise 
von der I.________ GmbH weitergeführt worden sei. Sodann habe die Beschwerdeführerin 
nicht bestritten, dass vor dem 1. Dezember 2020 die Lohnzahlungen an die Arbeitnehmer be-
reits durch die G.________ ausgelöst worden seien, bevor die I.________ GmbH die Ab-
rechnungen gestützt auf das im System eingestellte Splitting-Modell habe erstellen müssen. 
Auch habe F.________ nirgends in Abrede gestellt, dass die I.________ GmbH keinen Ein-
fluss auf das eingestellte Splitting-Modell und die Auszahlung der Löhne für die Jahre 2016-
2020 gehabt habe. Im Weiteren habe die Beschwerdeführerin in keiner Weise schlüssig be-
gründet, dass und gestützt worauf die I.________ GmbH verpflichtet gewesen sei, in den Jah-
ren 2016-2020 die Lohnabrechnungen auf ihre materielle Richtigkeit hin zu überprüfen. Es 
stehe mithin nicht fest, dass ihre vertraglichen Pflichten diese Aufgabe umfasst hätten. Ge-
stützt auf die sich widersprechenden Aussagen der Zeugin und von F.________ sei im Weite-
ren zwar nicht bewiesen, dass die Beschwerdegegnerin (recte: I.________ GmbH) die Arbeits-
verträge angefordert habe. Gestützt auf welche Umstände sie dies hätte tun müssen, führe die 
Beschwerdeführerin indes nicht aus. Es wäre an der Beschwerdeführerin gelegen, nicht nur 
schlicht zu behaupten, sondern auch nachvollziehbar auszuführen, weshalb die I.________ 
GmbH unter diesen Umständen die Pflicht gehabt habe, trotz voreingestelltem Splitting-
Modell die bereits durch die G.________ ausgelösten Lohnzahlungen auf ihre Richtigkeit und 
Übereinstimmung mit den Arbeitsverträgen hin zu überprüfen. Auch sei nicht ersichtlich, 
weshalb der I.________ GmbH ohne Weiteres hätte auffallen sollen, dass die in den Jahren 
2016-2020 erfolgten Lohnzahlungen den Arbeitsverträgen hätten widersprechen sollen. An-
zumerken sei, dass die Arbeitsverträge ohnehin nicht so klar formuliert seien, dass die falschen 
Abrechnungen ins Auge hätten stechen müssen. Allein vom Resultat her zu argumentieren, 
die fehlerhaften Abrechnungen seien auf eine Sorgfaltspflichtverletzung der I.________ 
GmbH zurückzuführen, gehe nicht an. Es sei mithin nicht erstellt, dass die falschen Abrech-
nungen auf Fehlleistungen der I.________ GmbH zurückzuführen seien.

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2.10 Die Zeugin habe glaubwürdig, nachvollziehbar, präzis und schlüssig ausgesagt. Die Aussa-
gen von F.________ hätten teilweise auf Annahmen basiert und es habe sich gezeigt, dass 
er sich um das Buchhalterische nicht gekümmert habe, sondern der G.________ und der 
I.________ GmbH volles Vertrauen geschenkt und ihnen freie Hand gegeben habe. 

2.11 Als Zwischenergebnis sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin der Nachweis nicht ge-
linge, dass die I.________ GmbH die Lohnabrechnungen in den Jahren 2016-2020 nicht kor-
rekt erstellt habe. Namentlich aufgrund des Ergebnisses der Partei- und Zeugenbefragung 
sei vielmehr davon auszugehen, dass die I.________ GmbH wie vorher die G.________ ab-
gerechnet habe ("Splitting"; Nettoauszahlung von 55 %) und dass die I.________ GmbH kei-
nen Einfluss auf das eingestellte Splitting-Modell und die Auszahlung der Löhne für die Jahre 
2016-2020 gehabt habe. Eine Sorgfaltspflichtverletzung der I.________ GmbH sei nicht er-
stellt (Art. 398 i.V.m. Art. 97 OR; Art. 8 ZGB). Der Verrechnungsforderung der Beschwerde-
führerin sei damit die Grundlage entzogen.

2.12 Wäre der Beschwerdeführerin ein Schaden entstanden (was vorliegend mangels Sorgfalts-
pflichtverletzung der I.________ GmbH nicht mehr zu prüfen sei), so wäre dieser, wenn nicht 
ganz, dann zumindest in beträchtlicher Höhe wohl vermeidbar gewesen. Die Beschwerdefüh-
rerin treffe nämlich eine Schadenminderungspflicht. Falsch ausbezahlte Löhne seien primär 
von den Arbeitnehmern zurückzufordern, was die Beschwerdeführerin unterlassen habe. Sie 
sei daher ihrer Schadenminderungspflicht kaum nachgekommen. 

2.13 Die Beschwerdeführerin mache schliesslich geltend, mit der Rechnung Nr. 16973 vom 
31. Juli 2021 seien Leistungen im Umfang von CHF 2'972.50 "verrechnet" worden, welche 
nicht zu entschädigen seien. Es handle sich nämlich um Aufwand für die Schadensauflistung, 
welche die I.________ GmbH aufgrund ihrer fehlerhaften Abrechnung vorzunehmen gehabt 
habe. Dieser Aufwand wäre nicht entstanden, wenn die I.________ GmbH die Lohnbuchhal-
tung korrekt geführt hätte. Die Beschwerdegegnerin halte dem entgegen, die Rechnung habe 
nicht im Zusammenhang mit dem fehlerhaften Splitting gestanden. Sie umfasse Arbeiten für 
die jährliche Erstellung der provisorischen Erfolgsrechnung, welche dem Treuhänder der Be-
schwerdeführerin für die Saldoübernahme zugestellt worden sei. Zudem wäre der Aufwand 
für geleistete Korrekturen von der Beschwerdeführerin zu bezahlen, da der Schaden nicht 
der I.________ GmbH zuzurechnen sei.

Nachdem keine Sorgfaltspflichtverletzung der I.________ GmbH bewiesen worden sei, laufe 
das Vorbringen der Beschwerdeführerin ins Leere. Die Beschwerdeführerin bleibe für ihre 
Behauptung aber ohnehin den Beweis schuldig, zumal die Zeugin ausgesagt habe, die fragli-
che Rechnung habe nicht im Zusammenhang mit dem fehlerhaften Splitting gestanden, und 
F.________ an der Parteibefragung erklärt habe, er könne nicht beurteilen, ob diese Rech-
nung auch den Aufwand für die Schadensauflistung umfasse, welche die I.________ GmbH 
aufgrund der fehlerhaften Abrechnung habe vornehmen müssen. Anzumerken sei – so die 
Vorinstanz weiter –, dass die Erfolgsrechnung in jedem Fall habe erstellt werden müssen. 
Eine Vergleichsrechnung aus derselben Zeitperiode eines anderen Jahres habe die Be-
schwerdeführerin sodann auch nicht eingereicht. 

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3.
3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, soweit die Vorinstanz die Zeugenaussage von 

J.________ als glaubwürdig, nachvollziehbar, präzis und schlüssig bezeichne, verhalte sie 
sich widersprüchlich, habe sie doch nur wenige Zeilen zuvor (richtigerweise) erkannt, dass 
die Zeugin selber ein Interesse am Ausgang des Verfahrens habe und ihre Aussagen daher 
mit Zurückhaltung zu würdigen seien. Der angefochtene Entscheid habe in der Folge aber 
willkürlich (und ohne jede Zurückhaltung im Rahmen der Würdigung) auf die Aussagen von 
J.________ abgestellt. 

3.2 Die Vorinstanz hielt im Rahmen der Beweiswürdigung einleitend fest, die Aussagen der Zeu-
gin seien aufgrund ihres offenkundigen Interesses am Prozessausgang mit Zurückhaltung zu 
würdigen. In der Folge stellte die Vorinstanz die Zeugenaussagen den Aussagen von 
F.________ gegenüber. Dabei kam sie zum Schluss, dass die Zeugin glaubwürdig, nachvoll-
ziehbar, präzis und schlüssig ausgesagt habe, während die Aussagen von F.________ teil-
weise auf Annahmen basiert hätten, da er sich um das Buchhalterische nicht gekümmert ha-
be. Die Vorinstanz stellte daher trotz den einleitend erwähnten Vorbehalten auf die Aussagen 
der Zeugin ab. Diese Beweiswürdigung ist schlüssig, schilderte die Zeugin die Geschehnisse 
doch detailliert und nachvollziehbar, während F.________ bloss vage Angaben machte. Eine 
willkürliche Beweiswürdigung durch die Vorinstanz liegt damit nicht vor.

4.
4.1 Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, im angefochtenen Entscheid werde (unter Hinweis 

auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin) ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin ih-
re Lohnbuchhaltung bis ins Jahr 2015 von der G.________ und ab dem 1. Januar 2016 von 
der I.________ GmbH habe erledigen lassen. Sei jedoch die I.________ GmbH ab Januar 
2016 für die Lohnbuchhaltung der Beschwerdeführerin zuständig gewesen, so habe diese 
selbstredend die Verpflichtung gehabt, diese Lohnbuchhaltung auch materiell korrekt zu er-
stellen. Jede andere Annahme wäre offensichtlich unrichtig, ja geradezu willkürlich. Ferner 
werde im angefochtenen Entscheid richtigerweise festgehalten, dass N.________ entgegen 
dem Arbeitsvertrag die jeweiligen Monatslöhne während Jahren ohne Abzug der von ihm 
selbst zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge ausbezahlt worden seien. Stehe jedoch 
fest, dass die I.________ GmbH die Lohnbuchhaltung entgegen dem der Lohnbuchhaltung 
zugrunde liegenden Arbeitsvertrag vorgenommen habe, so sei auch die Sorgfaltswidrigkeit 
und die vertragliche Pflichtwidrigkeit der I.________ GmbH erstellt. Im angefochtenen Ent-
scheid werde sodann ausgeführt, dass die G.________ bestätigt habe, richtig abzurechnen. 
"Richtig abrechnen" könne in diesem Kontext nur bedeuten, dass die G.________ das im Ar-
beitsvertrag mit N.________ vereinbarte Splitting korrekt vollzogen habe, d.h. dass die nach 
Abzug der Praxiskosten von 45 % verbleibenden 55 % den Bruttolohn darstellten, von wel-
chem noch die vom Arbeitnehmer zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen 
seien. Stehe nun aber fest, dass die G.________ richtig abgerechnet habe, so sei auch die 
vorinstanzliche Annahme offensichtlich unrichtig resp. widerlegt, wonach nicht bewiesen sei, 
dass die I.________ GmbH vor dem Jahre 2020 Kenntnis der Arbeitsverträge gehabt habe.

4.2 Die Zeugin führte an der Einvernahme vom 19. März 2024 aus, die I.________ GmbH habe 
alles so weitergeführt, wie die G.________ es bis dahin gemacht habe inkl. Splitting. Sie ha-
be sich auf die Splitting-Modelle gestützt, die bei der G.________ mit 55 % netto eingestellt 
gewesen seien. Aufgrund dieser Basis habe sie die Lohnabrechnung auf das Brutto hochge-

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rechnet. Die Auszahlung an die Mitarbeitenden bzw. die Delegierten sei in diesem Zeitpunkt 
bereits geflossen. Die I.________ GmbH habe keinen Einfluss auf diese Auszahlung gehabt. 
Auch hätten der I.________ GmbH bzw. ihr die Arbeitsverträge damals nicht zur Verfügung 
gestanden. Sie hätten erst im Jahr 2020 Kenntnis davon erhalten. Aufgrund der Diskussion 
zwischen ihr und F.________ sei klar geworden, dass es sich gemäss der Definition im Ar-
beitsvertrag um eine Bruttobetrachtung handeln solle. Aufgrund dieser Erkenntnis sei die 
I.________ GmbH zum Schluss gekommen, dass die ganze Abrechnungsform umgestellt 
werden müsse. Dies hätten sie per 1. Dezember 2020 gemacht. Konkret bedeute dies, dass 
das Splitting-Modell bei der G.________ habe gelöscht werden müssen. Dies habe 
F.________ unterschreiben müssen, weil die G.________ keine Einstellungen ohne seine 
Unterschrift als Arzt vorgenommen habe. Aufgrund dessen seien die ganzen Einnahmen ab 
dem 1. Dezember 2020 auf ein Poolkonto geflossen. Auf Grundlage dieser Einnahmen habe 
man die 55 % brutto berechnet und eine monatliche Lohnauszahlung gemacht. Die 
I.________ GmbH habe die Abrechnungen dafür erstellt. Diese hätten dann von F.________ 
freigegeben werden müssen. Erst danach sei dem Arbeitnehmer ein Nettolohn ausbezahlt 
worden (Vi act. 28 Ziff. 7, 10, 14-16, 19 f. u. 37).

4.3 F.________ konnte zu diesen Vorgängen keine Angaben machen. Vielmehr hielt er zusam-
mengefasst lediglich fest, er habe sich nicht um die Details gekümmert und sich hier auf die 
Expertise der Zeugin verlassen (Vi act. 29 Ziff. 9 u. 12).

4.4 Angesichts dessen hielt die Vorinstanz zutreffend fest, dass die Beschwerdeführerin in keiner 
Weise schlüssig begründet habe, dass und gestützt worauf die I.________ GmbH verpflichtet 
gewesen sei, in den Jahren 2016-2020 die Lohnabrechnungen auf ihre materielle Richtigkeit 
hin zu überprüfen. Es ist daher nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz erkannte, dass die 
I.________ GmbH wie vorher die G.________ abgerechnet ("Splitting"; Nettoauszahlung von 
55 %) und keinen Einfluss auf das eingestellte Splitting-Modell sowie die Auszahlung der 
Löhne für die Jahre 2016-2020 hatte. Demgemäss durfte die Vorinstanz, ohne in Willkür zu 
verfallen, darauf schliessen, dass eine Sorgfaltspflichtverletzung der I.________ GmbH nicht 
erstellt ist.

5.
5.1 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, dass Vorinstanz auf die (unzutreffende) Aussage der 

Zeugin abgestellt habe, wonach F.________ damals eine Neuberechnung gewünscht und 
gewollt habe, dass man diese Basis neu als brutto betrachte. Auf diese Zeugenaussage kön-
ne schon deswegen nicht abgestellt werden, weil die Beschwerdegegnerin eine solche 
Sachdarstellung im Rahmen ihrer Eingabe gar nie behauptet habe. Auch deswegen müsse 
sich die Vorinstanz eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts vorwerfen 
lassen.

5.2 Im vorinstanzlichen Verfahren hielt die Beschwerdegegnerin in der Replik vom 14. Septem-
ber 2023 fest, Gespräche zwischen der Zedentin und der Beschwerdeführerin im Jahre 2020 
hätten Anlass dazu gegeben, das von der Beschwerdeführerin "falsch abgesegnete" und 
schon bei der G.________ falsch hinterlegte Splitting zu überprüfen und anzupassen. 
F.________ habe die Löschung des Splittings ab 1. Dezember 2020 bei der G.________ am 
8. Dezember 2020 schriftlich bestätigt. Ab 1. Dezember 2020 sei sodann der Ablauf der 
Lohnzahlung angepasst worden (Vi act. 15 Rz 58, ferner Rz 71). In Übereinstimmung damit 

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hielt die Zeugin fest, F.________ und sie hätten im Jahre 2020 bei der gemeinsamen Prü-
fung eines Arbeitsvertrags festgestellt, dass man den Arbeitsvertrag so habe verstehen müs-
sen, dass es sich bei den 55 % um eine Brutto- und nicht eine Nettolohnbetrachtung handle. 
Präzisierend hielt sie sodann fest, F.________ habe gewünscht, dass deswegen eine Neu-
berechnung gemacht werde (Vi act. 28 Ziff. 7). An der Parteibefragung bestätigte 
F.________, dass dieses Gespräch stattgefunden hat (Vi act. 29 Ziff. 25). Der Vorinstanz 
kann daher nicht vorgeworfen werden, sie habe auf eine Sachverhaltsdarstellung abgestellt, 
die von der Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenügend vorgebracht wurde. 

6.
6.1 Die Beschwerdeführerin erachtet sodann die Feststellung der Vorinstanz, wonach "die Ar-

beitsverträge" (bei den Prozessakten befinde sich nur ein einziger Arbeitsvertrag, derjenige 
mit N.________) ohnehin nicht so klar formuliert gewesen seien, dass die falschen Abrech-
nungen ins Auge hätten stechen müssen, als offensichtlich unrichtig. 

6.2 Wie vorstehend ausgeführt (E. 4.4), erkannte die Vorinstanz zutreffend, dass die Beschwer-
deführerin in keiner Weise schlüssig begründet habe, dass und gestützt worauf die I.________ 
GmbH verpflichtet gewesen sei, in den Jahren 2016-2020 die Lohnabrechnungen auf ihre 
materielle Richtigkeit hin zu überprüfen. In Übereinstimmung damit hielt die Vorinstanz eben-
so zutreffend fest, es hätte an der Beschwerdeführerin gelegen, nicht nur schlicht zu behaup-
ten, sondern auch nachvollziehbar auszuführen, weshalb die I.________ GmbH unter diesen 
Umständen die Pflicht gehabt habe, trotz voreingestelltem Splitting-Modell die bereits durch 
die G.________ ausgelösten Lohnzahlungen auf ihre Richtigkeit und Übereinstimmung mit 
den Arbeitsverträgen hin zu überprüfen. Hatte die I.________ GmbH aufgrund der schlüssi-
gen Begründung der Vorinstanz in den Jahren 2016-2020 mithin keinen Grund zur Überprü-
fung der Arbeitsverträge, ist unerheblich, ob die Arbeitsverträge derart klar formuliert waren, 
dass die falsche Abrechnung hätte ins Auge stechen müssen. Selbst wenn dies der Fall ge-
wesen wäre, könnte die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten.

7.
7.1 Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, im angefochtenen Entscheid werde aus-

geführt, dass es der Beschwerdeführerin oblegen habe, falsch ausbezahlte Löhne primär von 
den Arbeitnehmern zurückzufordern. Da sie dies nicht gemacht habe, habe sie gegen die 
Schadenminderungspflicht verstossen. Diese rechtliche Schlussfolgerung sei unrichtig.

7.2 Wie es sich damit verhält, kann vorliegend dahingestellt bleiben. Die Vorinstanz hat willkür-
frei festgestellt, dass der I.________ GmbH eine Sorgfaltspflichtverletzung bei den Lohnab-
rechnungen in den Jahren 2016-2020 nicht vorgeworfen werden kann. Bereits aus diesem 
Grund hat sie den Bestand der Verrechnungsforderung der Beschwerdeführerin zu Recht 
verneint. Demgemäss ist unerheblich, ob die Beschwerdeführerin – wie die Vorinstanz in ih-
rer Even-tualbegründung ausführt – ihre Schadenminderungspflicht verletzt hat, indem sie 
die zu Unrecht ausbezahlten Löhne von den Arbeitnehmern nicht zurückgefordert hat.

8. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 

9. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen (§ 3, § 4 Abs. 1 und § 11 Abs. 1 KoV OG). Diese ist ferner zu verpflichten, die 

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anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin für das vorliegende Verfahren angemessen zu 
entschädigen (Art. 96 und Art. 106 ZPO i.V.m. § 3 Abs. 1 und 3, § 8 Abs. 1, § 25 Abs. 2 und 
§ 25a AnwT).

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 1'000.00 wird der Beschwerde-
führerin auferlegt und mit dem Kostenvorschuss in Höhe von CHF 700.00 verrechnet. Im 
Mehrbetrag (CHF 300.00) stellt die Gerichtskasse Rechnung

3. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, die Beschwerdegegnerin für das vorliegende Ver-
fahren mit CHF 1'240.00 (inkl. MWST) zu entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von unter CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) nur zulässig, wenn sich 
eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG gegeben. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
den Art. 95 ff. bzw. Art. 116 BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustel-
lung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage 
des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Wird gleichzeitig ordentliche Beschwerde und Ver-
fassungsbeschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzurei-
chen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wir-
kung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht, Einzelrichter (EV 2023 66)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer J. Lötscher
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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