# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b87ceff0-fa39-547a-81e3-6d764f70947c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.10.2022 KV 2021/10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_KV-2021-10_2022-10-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KV 2021/10

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: KV - Krankenversicherung

Publikationsdatum: 17.01.2023

Entscheiddatum: 20.10.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 20.10.2022
Rechtskräftiger Zuweisungsentscheid betreffend andere 
Krankenversicherungen als die Beschwerdegegnerin vorhanden; zwischen 
Beschwerdeführerin und Beschwerdegegnerin besteht kein 
Versicherungsverhältnis; die Beschwerdegegnerin war offensichtlich nicht 
zuständig zum Erlass von Prämienverfügungen betreffend die 
Beschwerdeführerin; die Rechtssicherheit steht einer Nichtigkeit vorliegend 
nicht entgegen; Nichteintreten auf die Beschwerde und Feststellen der 
Nichtigkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 20. Oktober 2022, KV 2021/10).

Entscheid vom 20. Oktober 2022

Besetzung

Einzelrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

KV 2021/10

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Matthias Gmünder, Gmünder Frischknecht & 

Partner, Bahnhofstrasse 7, 9630 Wattwil,

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und/oder Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Frischknecht, Gmünder

Frischknecht & Partner, Bahnhofstrasse 7, 9630 Wattwil,

gegen

Arcosana AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Forderung

Sachverhalt

A.  

A.___ ist beim deutschen B.___. versichert. Nach Wohnsitznahme in der Schweiz 

ersuchte sie im Oktober 2016 um Befreiung von der Versicherungspflicht nach dem 

Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10). Das Departement 

Finanzen und Gesundheit des Kantons C.___ wies das Gesuch mit Verfügung vom 

20. Januar 2017 ab; gleichzeitig verpflichtete es A.___, eine Krankenversicherung 

gemäss KVG abzuschliessen und die entsprechende Police binnen 30 Tagen an die 

Gemeinsame Einrichtung KVG und an die Wohngemeinde zu senden. Daran hielt es mit 

Einspracheentscheid vom 4. April 2017 fest. Dieser wurde mit Entscheid VG.

2017.00031 des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 26. Oktober 2017 resp. 

mit Urteil des Bundesgerichts, 9C_875/2017, vom 20. Februar 2018 bestätigt. Im 

Nachgang zu diesem Urteil verliess A.___ die Schweiz (act. G 1.5 in KV 2019/5).

A.a. 

Am 27. August 2018 verlegte A.___ ihren Wohnsitz nach D.___ im Kanton St. 

Gallen. Im November 2018 ersuchte sie die neue Wohngemeinde sinngemäss - unter 

Vorlage eines Versicherungsscheines und weiterer Dokumente der Debeka - um 

Befreiung von der Versicherungspflicht nach KVG. Die Kontrollstelle für 

Krankenversicherung der Politischen Gemeinde D.___ (nachfolgend: Kontrollstelle) wies 

das Gesuch mit Verfügung vom 28. November 2018 ab; gleichzeitig verpflichtete sie 

A.b. 

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A.___, bis zum 13. Dezember 2018 eine Krankenversicherung gemäss KVG ab dem 

27. August 2018 abzuschliessen und den entsprechenden Versicherungsnachweis 

vorzulegen, ansonsten sie "umgehend in Anerkennung des Bundesgerichtsurteils" 

amtlich einem KVG-Versicherer zugewiesen werde. Daran hielt sie mit 

Einspracheentscheid vom 16. Januar 2019 fest (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

25. August 2020, 9C_335/2020, Sachverhalt; nur auszugsweise in act. G 5.1-3 ff.).

Mit Verfügung vom 24. Januar 2019 wies die Kontrollstelle A.___ der CSS 

Krankenversicherung AG (nachfolgend: CSS) zu (act. G 5.1-2). Diese Verfügung wurde 

mit Einspracheentscheid vom 25. Februar 2019 bestätigt (KV 2019/5, act. G 1.1). Die 

gegen diesen Einspracheentscheid und gegen den Einspracheentscheid vom 

16. Januar 2019 gerichteten Beschwerden wurden mit Urteil des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen vom 15. April 2020, KV 2019/4 und KV 2019/5, abgewiesen. 

Das Bundesgericht befand mit Urteil vom 25. August 2020, 9C_335/2020, dass 

hinsichtlich der Frage der Befreiung von der Versicherungspflicht angesichts des 

Urteils des Bundesgerichts vom 20. Februar 2018 eine res iudicata vorgelegen habe, 

und folglich weder die Kontrollstelle noch das Versicherungsgericht auf das 

Befreiungsgesuch resp. die in diesem Zusammenhang erhobene Beschwerde hätten 

eintreten dürfen. Die konkrete Zuweisung zur CSS war laut Bundesgericht bei ihm nicht 

angefochten worden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2020, 

9C_335/2020, E. 1.1 und 1.6 in act. G 5.1-3 ff.). Über die Rechtskraft der Verfügung 

vom 24. Januar 2019 informierte die Kontrollstelle die CSS mit Schreiben vom 

11. September 2020 (act. G 5.1-1).

A.c. 

Am 23. September 2020 liess die Arcosana AG (nachfolgend: Arcosana), eine 

Krankenkasse der CSS-Gruppe, A.___ eine Versicherungsbestätigung ab dem 

27. August 2018 zukommen (act. G 5.3). Gleichzeitig liess sie A.___ eine 

Versicherungspolice für die Zeit vom 27. August bis 31. Dezember 2018 (act. G 5.4), 

eine für das Jahr 2019 (act. G 5.5) und eine für das Jahr 2020 (act. G 5.6) zukommen.

A.d. 

Mit Schreiben vom 28. September 2020 erklärte A.___ der Arcosana die 

Kündigung der Krankenversicherung (KV-act. 7).

A.e. 

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Am 17. Oktober 2020 erstellte die Arcosana die Prämienabrechnung betreffend 

A.___ für die Zeit vom 27. August 2018 bis 31. Dezember 2020 über Fr. 11'215.85 

(act. G 5.8).

A.f. 

Mit Schreiben vom 24. Oktober 2020 bestätigte die Arcosana die Kündigung der 

Grundversicherung KVG von A.___ per 31. Dezember 2020 (act. G 5.9).

A.g. 

Am 4. November 2020 bestritt Rechtsanwalt lic. iur. M. Gmünder, Wattwil, als 

Rechtsvertreter von A.___ die Rechnung vom 17. Oktober 2020 (act. G 5.10). Als 

Antwort verwies die Arcosana A.___ (mangels aktueller Bevollmächtigung von 

Rechtsanwalt Gmünder) an die Kontrollstelle (act. G 5.12).

A.h. 

Am 24. November 2020 bezahlte Rechtsanwalt Gmünder zugunsten von A.___ 

Fr. 1'219.65 an die Arcosana (act. G 5.13).

A.i. 

Am 19. Dezember 2020 liess die Arcosana A.___ unter Berücksichtigung dieser 

Zahlung eine Mahnung über ausstehende Prämien von Fr. 9'996.20 (Fr. 11'215.85 - 

Fr. 1'219.65) zukommen und bat um Begleichung bis 6. Januar 2021 (act. G 5.14). Da 

sie keinen Zahlungseingang verzeichnen konnte, versandte sie am 23. Januar 2021 

eine Zahlungsaufforderung über einen Betrag von Fr. 10'016.20 (Prämienausstände 

von Fr. 9'996.20 plus Mahngebühren von Fr. 20.--) und bat um Begleichung bis 

22. Februar 2021 (act. G 5.15).

A.j. 

Am 31. Mai 2021 gelangte die Arcosana mittels Brief an A.___ und liess ihr diese 

Zahlungsaufforderung nochmals zukommen. Gleichzeitig informierte sie A.___ darüber, 

dass sie (die Arcosana) gesetzlich verpflichtet sei, offene Forderungen via Rechtsweg 

geltend zu machen (act. G 5.16).

A.k. 

In der Folge leitete die Arcosana beim Betreibungsamt D.___ Betreibung ein gegen 

A.___ (Betreibungsnummer XXXXXXXXX). Im Zahlungsbefehl vom 2. August 2021, 

zugestellt am gleichen Tag, wurden folgende Forderungen geltend gemacht: Prämien 

KVG vom 1. Dezember 2018 bis 31. Dezember 2020 von Fr. 9'996.20 nebst Zins zu 

5 % seit 13. Juli 2021, Spesen von Fr. 250.-- und Zins von Fr. 311.05. Die Kosten für 

den Zahlungsbefehl betrugen Fr. 103.30. A.___ erhob Rechtsvorschlag (act. G 5.18).

A.l. 

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B.  

C.  

Mit Verfügung vom 13. September 2021 beseitigte die Arcosana den 

Rechtsvorschlag im Betrag von Fr. 9'996.20 zzgl. Spesen von Fr. 250.-- und 

Verzugszins von Fr. 398.50. Auch wies sie darauf hin, dass die Betreibungskosten von 

Fr. 103.30 von A.___ zu bezahlen seien (act. G 5.19).

A.m. 

Mit Einsprache vom 28. September 2021 beantragte A.___, vertreten durch 

Rechtsanwalt Gmünder, unter Kostenfolge, die Verfügung vom 13. September 2021 sei 

vollumfänglich aufzuheben (act. G 5.20).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 23. November 2021 wies die Arcosana die 

Einsprache vom 28. September 2021 ab (act. G 5.21).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid der Arcosana vom 23. November 2021 liess 

A.___ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 23. Dezember 2021 durch Rechtsanwalt 

Gmünder Beschwerde erheben. Beantragt wurde unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die vollumfängliche Aufhebung des Einspracheentscheids 

(act. G 1).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Januar 2021 beantragte die Arcosana 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin), die Beschwerde sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge abzuweisen (act. G 5).

C.b. 

Mit Replik vom 21. Februar 2022 liess die Beschwerdeführerin, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. D. Frischknecht, Wattwil, beantragen, die Forderung betreffend 

rückwirkende Prämie und der Rechtsöffnungsentscheid seien vollumfänglich 

abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 8).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 18. März 2022 an ihren Anträgen 

gemäss Beschwerdeantwort fest (act. G 10).

C.d. 

Das Versicherungsgericht teilte der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 

14. Juli 2022 mit, dass sie gemäss vorläufiger Einschätzung des Gerichts nicht 

zuständig zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids und der diesem 

C.e. 

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Erwägungen

1.

Die Parteien streiten sich über offene Prämienforderungen aus der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung für die Zeit vom 27. August 2018 bis 31. Dezember 2020 

abzüglich einer Zahlung der Beschwerdeführerin vom 24. November 2020 (act. G 5.13) 

zuzüglich Verzugszinsen und Mahnspesen, wie sie mit Zahlungsbefehl vom 12. Juli 

2021 (act. G 5.18) seitens der Beschwerdegegnerin geltend gemacht wurden und an 

welchen diese mit Verfügung vom 13. September 2021 (act. G 5.19) sowie im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 23. November 2021 (act. G 5.21) festhielt.

2.

Laut Art. 61 Abs. 1 KVG legt der Versicherer die Prämien für seine Versicherten fest. 

Bei der Beschwerdeführerin handelt es sich jedoch um keine Versicherte der 

Beschwerdegegnerin, da kein entsprechender Antrag von Seiten der 

Beschwerdeführerin gestellt wurde und die Zuweisung der Kontrollstelle nicht die 

Beschwerdegegnerin betraf, sondern die CSS. Die Beschwerdegegnerin war vor 

diesem Hintergrund augenscheinlich weder für die Prämienerhebung noch für den 

Erlass der Verfügung vom 13. September 2021 respektive des hier angefochtenen 

Einspracheentscheides zuständig. Da es sich dabei um einen offensichtlichen und 

besonders schweren Mangel an der Verfügung respektive dem angefochtenen 

Einspracheentscheid handelt, stellt sich die Frage der Nichtigkeit der letzten beiden. 

Ein nichtiger Verwaltungsakt bedarf keiner Anfechtung. Die Nichtigkeit betrifft eine 

zugrundeliegenden Verfügung gewesen sei und gewährte ihr das rechtliche Gehör 

(act. G 12). Am 21. Juli 2022 antwortete die Beschwerdegegnerin, dass es korrekt sei, 

dass die Zuweisung an die CSS erfolgt sei. Die Prämien der CSS wären jedoch höher, 

deshalb sei die Versicherung mit der Beschwerdegegnerin geschlossen worden 

(act. G 13). Am 2. August 2022 gelangte das Versicherungsgericht unter Hinweis auf 

die höheren Prämien an die Beschwerdeführerin und gab ihr Gelegenheit zum Rückzug 

der Beschwerde (act. G 15). Am 5. September 2022 liess die Beschwerdeführerin dem 

Gericht unter anderem mitteilen, dass sie an der Beschwerde festhalte (act. G 16). 

Dieses Schreiben wurde der Beschwerdegegnerin am 7. September 2022 zur Kenntnis 

gebracht (act. G 17). Die angesetzte Frist zur allfälligen Stellungnahme verstrich 

unbenutzt.

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Rechtsfrage, die jederzeit und von sämtlichen staatlichen Instanzen von Amtes wegen 

geprüft wird. Nichtigkeit, d.h. absolute Unwirksamkeit eines Verwaltungsaktes wird nur 

angenommen, wenn der ihm anhaftende Mangel besonders schwer wiegt, wenn er 

offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die 

Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Als 

Nichtigkeitsgründe fallen hauptsächlich funktionelle und sachliche Unzuständigkeit 

einer Behörde sowie schwerwiegende Verfahrensfehler in Betracht (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. Mai 2016, 9C_923/2015, E. 4.1.1 und 4.1.2). Der Annahme der 

Nichtigkeit könnte also das Gebot der Rechtssicherheit entgegenstehen (vgl. Ulrich 

Häfelin / Georg Müller / Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, 

Rz. 1102 ff. zu § 15 mit Hinweisen sowie Jürg Martin / Jan Seltmann / Silvan Loher, Die 

Verfügung in der Praxis, 2. Aufl., S. 246 ff.). Es ist eine Abwägung zwischen dem 

Interesse an der Rechtssicherheit und dem Interesse an der richtigen 

Rechtsanwendung erforderlich (Häfelin / Müller / Uhlmann, a.a.O., Rz. 1098). Da 

vorliegend keine Gefährdung der Rechtssicherheit erkenntlich ist, zumal ausschliesslich 

das Verhältnis zwischen den Parteien betroffen ist, und eine solche auch von der 

Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht wird (vgl. act. G 16), spricht das genannte 

Gebot nicht gegen die Nichtigkeit der Verfügung respektive des angefochtenen 

Einspracheentscheides. Mangels Anfechtungsobjekts kann folglich nicht auf die 

Beschwerde vom 23. Dezember 2021 eingetreten werden. Damit bleibt auch kein 

Raum für die Prüfung der im Beschwerdeverfahren an den letzten beiden 

vorgebrachten Mängeln. In diesem Zusammenhang könnte es aber durchaus von 

Vorteil sein, wenn sich die Beschwerdeführerin mit dem rechtskräftig zugewiesenen 

Krankenversicherer in Verbindung setzt zwecks Bestimmung der wählbaren Franchise.

3.  

Auf die Beschwerde vom 23. Dezember 2021 wird nicht eingetreten.3.1. 

Es wird festgestellt, dass die Verfügung vom 13. September 2021 und der 

Einspracheentscheid vom 23. November 2021 nichtig sind.

3.2. 

Vorliegendes Verfahren betrifft keine Leistungsstreitigkeit (vgl. Art. 61 lit. f  des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1), weshalb es grundsätzlich kostenpflichtig ist (vgl. dazu Botschaft zur 

Änderung des ATSG vom 2. März 2018, BBl 2018 1624 ff.). Gemäss Art. 97 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) kann die Behörde auf 

Kostenvorschüsse und auf die Erhebung amtlicher Kosten verzichten, wenn die 

Umstände es rechtfertigen. Dies ist unter anderem der Fall bei einem fehlerhaften 

3.3. bis

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Entscheid

im Verfahren gemäss Art. 18 OrgR

1.

Auf die Beschwerde vom 23. Dezember 2021 wird nicht eingetreten.

2.

Es wird festgestellt, dass die Verfügung vom 13. September 2021 und der 

Einspracheentscheid vom 23. November 2021 nichtig sind.

3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

vorinstanzlichen Entscheid und bei Unbilligkeit (vgl. Rebecca von Rappard-Hirt, Rz. 8 f. 

zu Art. 97, in: Salim S. Rizvi / Benjamin Schindler / Urs Peter Cavelti [Hrsg.], Gesetz 

über die Verwaltungsrechtspflege [VRP], Praxiskommentar, 2020). Formal betrachtet ist 

vorliegend von einem Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen, welche sich 

gegen den nichtigen Einspracheentscheid gewehrt hat. Da die Veranlassung für die 

nichtige Verfügung vom 13. September 2021 und den nichtigen Einspracheentscheid 

vom 23. November 2021 die von der Beschwerdegegnerin zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin berücksichtigten tieferen Prämien waren (vgl. hierzu act. G 13), 

erscheint es als unbillig, der Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten aufzuerlegen. 

Folglich ist vorliegend auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. Der von der 

Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist ihr 

zurückzuerstatten.

Da wie gesagt formal betrachtet von einem Obsiegen der Beschwerdeführerin 

auszugehen ist, hat sie einen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt 

das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung 

(HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Im vorliegenden Fall 

rechtfertigt sich eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 1'500.--, welche die 

Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu entrichten hat. Die 

Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss keinen Anspruch auf Parteientschädigung.

3.4. 

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4.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 1'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Der Antrag auf 

Parteientschädigung der Beschwerdegegnerin wird abgewiesen.

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		2025-07-19T01:24:14+0200
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