# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aaf83f7c-a111-508b-8a47-88c9303940af
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.05.2024 SB220648
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220648_2024-05-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB220648-O/U/nk

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichter Dr. iur. Bezgovsek 

und Oberrichter lic. iur. Amsler sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Lazareva

Urteil vom 23. Mai 2024

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter, Erstberufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

gegen

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

sowie

1. - 3. …
4. B._____ AG in Liquidation, 
5. - 59. …
60. C._____, 
Privatkläger und Drittberufungskläger

61. - 106. …
107. D._____, 
Privatkläger und Anschlussberufungskläger

108. - 140. …

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4 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

60 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Z._____ 

107 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. XX._____ 

sowie

E._____ AG, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. XY._____ 

betreffend gewerbsmässiger Betrug etc.

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil vom 6. September 
2022 (DG210014)

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft lll des Kantons Zürich vom 12. Juli 

2021 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 1/0501001).

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 

StGB;

 der mehrfachen unwahren Angaben über kaufmännische Gewerbe im 

Sinne von Art. 152 StGB;

 der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB;

 der Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung im Sinne von 

Art. 164 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 29 StGB;

 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB;

 der Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung gemäss Art. 44 

Abs. 1 aFINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG;

 der Tätigkeit als Investmentgesellschaft mit festem Kapital (SICAF) 

ohne Bewilligung gemäss Art. 44 Abs. 1 aFINMAG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 

KAG.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 

8 Monaten, wovon 92 Tage durch Haft erstanden sind.

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

4. Die Begehren der Privatklägerin 4 (B._____ AG in Liquidation) auf Einzie-

hung sämtlicher beschlagnahmter Vermögenswerte und Surrogate sowie auf 

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Zusprechung von Verwertungserlösen im Sinne von Art. 73 Abs. 1 lit. b 

StGB werden abgewiesen.

5. Die Begehren des Privatklägers 60 (C._____) und des Privatklägers 107 

(D._____) auf Zusprechung von Verwertungserlösen im Sinne von Art. 73 

Abs. 1 lit. a und b StGB werden abgewiesen.

6. Das aktuelle Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 21. August 2019 gesperrten Privatkontos CH1 bei der 

E._____ AG, F._____, lautend auf den Beschuldigten (Stand per 27. Juni 

2022: CHF 16'595.72), wird zugunsten des Kantons Zürich zur Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. Die E._____ AG wird mit Eintritt der Voll-

streckbarkeit dieses Urteils angewiesen, dieses Guthaben mit dem Vermerk 

der Geschäftsnummer DG210014-E an das Zentrale Inkasso des Oberge-

richts des Kantons Zürich (Postkonto 80-10210-7) zu überweisen. Danach 

ist die Kontosperre aufgehoben.

7. Der sich bei der Bezirksgerichtskasse Hinwil befindliche Betrag von 

CHF 34'575.15 (Erlös aus der Verwertung des mit Verfügungen der Staats-

anwaltschaft vom 11. Februar 2021 und 7. Mai 2021 beschlagnahmten Mo-

torboots Malibu Wakesetter 22 VLS, Kennzeichen SG 2, Stammnummer …, 

Schalennummer …) wird zugunsten des Kantons Zürich zur Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet.

8. a) Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 25. März 2020 be-

schlagnahmte Forderung des Beschuldigten gegenüber der G._____ 

AG im Betrag von CHF 610'000.– inkl. Forderungen aus zukünftigen 

Zinszahlungen (7.8 % p.a.) wird zugunsten des Kantons Zürich zur De-

ckung der Verfahrenskosten herangezogen. Im Umfang eines allfälli-

gen Überschusses bleibt die Beschlagnahme aufrechterhalten zwecks 

Sicherung der Ersatzforderung gemäss nachfolgender Dispositiv-Ziff. 9 

lit. a bis zu deren vollständiger Tilgung oder bis in einem allfälligen 

Zwangsvollstreckungsverfahren über die Anordnung von Sicherungs-

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massnahmen entschieden wurde, längstens jedoch für die Dauer von 

3 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft der Ersatzforderung.

b) Das Zentrale Inkasso des Obergerichts des Kantons Zürich wird mit 

Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils angewiesen, der G._____ 

AG den zur Kostendeckung zu verwendenden und ihr zu überweisen-

den Betrag mitzuteilen.

c) Die G._____ AG wird mit Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils an-

gewiesen, den ihr gemäss lit. b) vorstehend bekannt gegebenen Be-

trag, sobald die Forderung fällig geworden ist, mit dem Vermerk der 

Geschäftsnummer DG210014-E an das Zentrale Inkasso des Oberge-

richts des Kantons Zürich (Postkonto 80-10210-7) zu überweisen.

9. a) Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr 

vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil 

CHF 2'800'000.– zu bezahlen.

b) Der vom Beschuldigten erhaltene und/oder im Zwangsvollstreckungs-

verfahren erhältlich gemachte Betrag der Ersatzforderung wird dem 

Privatkläger 107 (D._____) zur Deckung seiner Schadenersatzforde-

rung gemäss Dispositiv-Ziff. 18 nachstehend zugesprochen.

c) Das Zentrale Inkasso des Obergerichts des Kantons Zürich wird ange-

wiesen, den zur Deckung der Ersatzforderung vom Beschuldigten er-

haltenen und/oder im Zwangsvollstreckungsverfahren erhältlich ge-

machten Betrag nach Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils dem 

Privatkläger 107 (D._____) im Umfang seines Anspruchs gemäss lit. b 

vorstehend auf sein erstes Verlangen auf ein von ihm noch zu bezeich-

nendes Konto zu überweisen.

d) Es wird davon Vormerk genommen, dass der Privatkläger 107 

(D._____) seine Schadenersatzforderung in Höhe der von ihm gemäss 

lit. c vorstehend erhältlich gemachten Ersatzforderung an den Staat ab-

getreten hat. 

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10. a) Das gemäss Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft III des Kan-

tons Zürich vom 17. Juli 2019 sowie 1. Ergänzung zum Rechtshilfeer-

suchen vom 23. September 2019 rechtshilfeweise beschlagnahmte 

Guthaben auf dem Privatkonto 3 bei der VP Bank AG, Vaduz, lautend 

auf den Beschuldigten (Stand per 25. August 2019: CHF 96'710.31), 

wird zur teilweisen Deckung der Ersatzforderung gemäss Dispositiv-

Ziff. 9 verwendet.

b) Das Fürstliche Landgericht des Fürstentums Liechtenstein wird er-

sucht, das genannte Guthaben auf dem Privatkonto 3 bei der VP Bank 

AG, Vaduz, lautend auf den Beschuldigten nach Abzug allfälliger Spe-

sen zu Gunsten des Zentralen Inkassos des Obergerichts des Kantons 

Zürich (IBAN CH49 0070 0110 0045 5300 6; SWIFT ZKBKCHZZ80A; 

Zürcher Kantonalbank, 8022 Zürich) mit Vermerk der Geschäftsnum-

mer DG210014-E überweisen zu lassen und danach die Kontosperre 

aufzuheben.

11. a) Das gemäss Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft III des Kan-

tons Zürich vom 27. August 2019, 1. Ergänzung zum Rechtshilfeersu-

chen vom 6. September 2019, Beschluss des Amtsgerichts Nürnberg 

vom 29. März 2022 und Pfändungsbeschluss der Staatsanwaltschaft 

Nürnberg-Fürth vom 21. April 2022 rechtshilfeweise beschlagnahmte 

Guthaben auf dem Privatkonto DE4 bei der Consorsbank, Nürnberg, 

lautend auf den Beschuldigten (Stand per 5. Mai 2022: EUR 

154.217.96), wird zur teilweisen Deckung der Ersatzforderung gemäss 

Dispositiv-Ziff. 9 verwendet.

b) Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, Nürnberg, wird ersucht, das 

genannte Guthaben auf dem Privatkonto DE4 bei der Consorsbank, 

Nürnberg, lautend auf den Beschuldigten nach Abzug allfälliger Spesen 

zu Gunsten des Zentralen Inkassos des Obergerichts des Kantons Zü-

rich (IBAN CH49 0070 0110 0045 5300 6; SWIFT ZKBKCHZZ80A; Zür-

cher Kantonalbank, 8022 Zürich) mit Vermerk der Geschäftsnummer 

DG210014-E überweisen zu lassen und danach die Sperre dieses 

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Kontos sowie diejenige in Bezug auf das Marginkonto DE5 bei der 

Consorsbank, Nürnberg, lautend auf den Beschuldigten, aufzuheben.

12. a) Die gemäss Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft III des Kan-

tons Zürich vom 13. September 2019 rechtshilfeweise beschlagnahm-

ten Vermögenswerte auf dem Konto und Depot unter der Account 

Number 6 bei der DEGIRO B.V., Amsterdam, lautend auf den Beschul-

digten (Stand per 15. Juli 2021: CHF 1'026'918.15), werden zur teilwei-

sen Deckung der Ersatzforderung gemäss Dispositiv-Ziff. 9 verwendet.

b) Die Officier van Justitie bij het Functioneel Parket wird ersucht, die ge-

nannte, unter der Account Number 6 geführte Konto- und Depotbezie-

hung bei der DEGIRO B.V., Amsterdam, lautend auf den Beschuldig-

ten, unter Verkauf der vorhandenen Wertschriften und unter Einbezug 

aller aus der Konto- und Depotbeziehung hervorgehenden Guthaben, 

saldieren zu lassen, sowie den Saldo nach Abzug allfälliger Spesen zu 

Gunsten des Zentralen Inkassos des Obergerichts des Kantons Zürich 

(IBAN CH49 0070 0110 0045 5300 6; SWIFT ZKBKCHZZ80A; Zürcher 

Kantonalbank, 8022 Zürich) mit Vermerk der Geschäftsnummer 

DG210014-E überweisen zu lassen.

13. Die (von der E._____ AG bestrittene) Forderung des Beschuldigten gegen-

über der E._____ AG, F._____, aus während angeordneter Kontosperre der 

Staatsanwaltschaft vom 21. August 2019 erfolgten Auszahlungen vom Pri-

vatkonto CH1 zwischen 21. Juli 2020 und 2. November 2021 in Höhe von 

CHF 359'510.20 wird beschlagnahmt zwecks Sicherung der Ersatzforderung 

gemäss Dispositiv-Ziff. 9 lit. a bis zu deren vollständiger Tilgung oder bis in 

einem allfälligen Zwangsvollstreckungsverfahren über die Anordnung von Si-

cherungsmassnahmen entschieden wurde, längstens jedoch für die Dauer 

von 3 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft der Ersatzforderung.

Bis dahin kann sich die E._____ AG nicht durch Zahlungen an den Beschul-

digten von dieser (von ihr bestrittenen) Schuldverpflichtung befreien, son-

dern allfällige Zahlungen sind an die Bezirksgerichtskasse Hinwil zu richten.

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14. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. August 2019 angeord-

nete Sperre des Geschäftskontos CH7 bei der E._____ AG, F._____, lau-

tend auf die H._____ AG, wird aufgehoben.

15. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

vom 22. März 2021 beschlagnahmten Unterlagen werden nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Entscheides den Berechtigten wie folgt herausgegeben:

a) An die FINMA: HC-Nr. 04.4.1-04.4.43 (Anhang A der genannten Verfü-

gung).

b) An den Konkursliquidator FINMA, I._____: HC-Nr. 05.5.1-05.5.18 (An-

hang B der genannten Verfügung).

c) An das Konkursamt Wetzikon: A014'336'357 (Anhang C der genannten 

Verfügung).

16. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

22. März 2021 beschlagnahmten Gegenstände werden nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Entscheides auf erstes Verlangen der Berechtigten wie 

folgt an diese herausgegeben:

a) An den Beschuldigten: HC-Nr. 19.01, 19.02, 19.04, 19.05, 19.07-19.20, 

19.25-19.27, 19.29, 19.31-19.37 (Anhang E der genannten Verfügung).

b) An das Konkursamt Pfäffikon, Frau J._____, Notariatssekretärin, als Li-

quidatorin des Nachlasses von †K._____: A012'952'180, 

A012'952'191, A012'952'259, A012'952'260 und A012'952'271 (Anhang 

F der genannten Verfügung).

c) An die das Konkursamt Küsnacht betreffend die mittlerweile gelöschte 

L._____ GmbH in Liquidation: A012'952'293, A012'952'306, 

A012'952'317, A012'952'328, A012'952'340, A012'952'351, 

A012'952'362 und A012'952'373 (Anhang G der genannten Verfü-

gung).

d) An die M._____ GmbH / N._____: A012'968'002 (Anhang H der ge-

nannten Verfügung).

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e) An die O._____ AG / P._____: A012'978'017, A012'978'039 und 

A012'978'040 (Anhang I der genannten Verfügung).

f) An die Q._____ AG: A012'978'631, A012'978'642 und A012'978'653 

(Anhang J der genannten Verfügung).

g) An die R._____, S._____ / R._____: A014'424'454, A014'424'498 und 

A014'424'545 (Anhang K der genannten Verfügung).

h) An die T._____ AG: A013'001'199 (Anhang L der genannten Verfü-

gung).

Die Geltendmachung des Herausgabeanspruchs hat innerhalb von 3 Mona-

ten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zu erfolgen; ansonsten werden 

die vorgenannten Gegenstände durch die Lagerbehörde vernichtet.

17. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

22. März 2021 beschlagnahmten, elektronisch gesicherten Informationen 

(Datensicherungen) werden bei den Akten belassen: A011'413'437 (Anhang 

B [E] der genannten Verfügung), A012'924'333 und A012'924'355 (Anhang 

D [E]), A012'951'596, A012'951'541, A012'952'088, A012'952'099/ 

A013'009'386, A012'952'102, A012'952'113 und A012'952'124 (Anhang E 

[E]), A012'945'709 und A012'962'742 (Anhang F [E]), A012'952'384, 

A012'952'395, A012'952'408, A013'080'347, A013'080'369 und 

A013'080'381 (Anhang G [E]), A012'969'130 und A012'969'141 (Anhang H 

[E]), A012'977'901 (Anhang I [E]).

18. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den folgenden Privatklägern Schadener-

satz in nachfolgender Höhe zu bezahlen:

 Privatkläger 1 (U._____) und Privatklägerin 2 (V._____) gemeinsam: 

CHF 60'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 16.07.2014

 Privatkläger 5 (W._____): CHF 18'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 12.03.2015

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 Privatkläger 6 (AA._____): CHF 227'500.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 24'000 seit 21.10.2014, auf CHF 83'750 seit 

18.12.2014, auf CHF 83'750 seit 04.03.2015 und auf CHF 36'000 seit 

17.06.2015

 Privatkläger 7 (AB._____): CHF 240'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 08.06.2012

 Privatkläger 8 (AC._____): CHF 105'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 90'000 seit 27.04.2015, auf CHF 15'000 seit 

04.05.2015

 Privatklägerin 9 (AD._____ AG): CHF 18'750.–

 Privatkläger 10 (AE._____): CHF 28'750.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 12'000 seit 22.10.2014 und auf CHF 16'750 seit 

15.12.2014

 Privatklägerin 11 (AF._____): CHF 16'750.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 10.12.2014

 Privatkläger 12 (AG._____): CHF 45'500.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 12'000 seit 10.10.2014 und auf CHF 33'500 seit 

10.12.2014

 Privatkläger 13 (AH._____): CHF 4'980.–

 Privatkläger 14 (AI._____): CHF 54'418.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 29'410 seit 2.7.2014 und auf CHF 25'008 seit 

22.10.2014

 Privatkläger 15 (AJ._____): CHF 18'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 04.05.2015

 Privatkläger 16 (AK._____): CHF 95'000.–

 Privatklägerin 17 (AL._____): CHF 24'000.–

 Privatkläger 18 (AM._____): CHF 9'975.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 07.08.2012

 Privatkläger 19 (AN._____): CHF 30'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 07.07.2015

 Privatkläger 20 (AO._____): CHF 58'800.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 07.11.2012

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 Privatkläger 21 (AP._____): CHF 24'000.–

 Privatkläger 22 (AQ._____): CHF 75'000.–

 Privatkläger 23 (AR._____): CHF 20'000.–

 Privatkläger 24 (AS._____): CHF 36'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 18'000 seit 16.05.2014  und  auf CHF 18'000 

seit 29.05.2015

 Privatkläger 25 (AT._____): CHF 30'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 07.08.2015

 Privatkläger 26 (AU._____): CHF 100'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 10.08.2015

 Privatkläger 27 (AV._____): CHF 27'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 01.09.2015

 Privatklägerin 28 (AW._____): CHF 27'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.12.2014

 Privatkläger 29 (AX._____): CHF 57'500.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 24'000 seit 13.10.2014 und auf CHF 33'000 seit 

04.12.2014

 Privatkläger 30 (AY._____): CHF 25'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 25.08.2015

 Privatkläger 31 (AZ._____): CHF 30'008.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 31.7.2015

 Privatklägerin 32 (BA._____): CHF 84'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 48'000 seit 27.10.2014, auf CHF 36'000 seit 

26.03.2015

 Privatkläger 33 (BB._____): CHF 352'955.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 102'410 seit 14.08.2012, auf CHF 50'625 seit 

22.11.2012, auf CHF 99'960 seit 19.02.2014 und auf CHF 99'960 seit 

11.5.2015

 Privatkläger 34 (BC._____) und Privatklägerin 35 (BD._____) 

gemeinsam: CHF 30'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 30.07.2015

 Privatkläger 36 (BE._____): CHF 240'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 120'000 seit 23.10.2014 und auf CHF 120'000 

seit 08.06.2015

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 Privatklägerin 37 (BF._____ und Privatkläger 38 (BG._____) 

gemeinsam: CHF 8'400.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 11.09.2014

 Privatkläger 39 (BH._____): CHF 9'800.–

 Privatklägerin 41 (BI._____): CHF 30'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 28.05.2015

 Privatkläger 42 (BJ._____): CHF 82'430.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 26'410 ab 12.12.2013 und auf CHF 56'020 ab 

31.1.2014

 Privatkläger 44 (BK._____): CHF 25'000.–

 Privatkläger 45 (BL._____): CHF 12'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 27.10.2014

 Privatklägerin 46 (BM._____): CHF 35'946.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 20'100 seit 21.12.2011 und auf CHF 15'846 seit 

16.10.2013

 Privatklägerin 47 (BN._____): CHF 19'500.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 28.11.2011

 Privatkläger 48 (BO._____): CHF 10'000.–

 Privatkläger 49 (BP._____): CHF 24'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 12'000 seit 16.05.2014 und auf CHF 12'000 seit 

29.05.2015

 Privatkläger 50 (BQ._____): CHF 89'504.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 20'004 seit 15.10.2014, auf CHF 33'500 seit 

15.12.2014, auf CHF 18'000 seit 19.02.2015 und auf CHF 18'000 seit 

02.03.2015

 Privatkläger 51 (BR._____): CHF 18'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 19.02.2015

 Privatkläger 53 (BS._____): CHF 30'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 27.04.2015

 Privatkläger 54 (BT._____): CHF 150'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 100'000 seit 10.12.2013, auf CHF 25'000 seit 

27.01.2014 und auf CHF 25'000 seit 11.09.2013

 Privatkläger 55 (BU._____): CHF 147'500.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 12'000 seit 10.10.2014, auf CHF 33'500 seit 

12.12.2014, auf CHF 90'000 seit 02.03.2015 und auf CHF 12'000 seit 

15.06.2015

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 Privatkläger 56 (BV._____): CHF 60'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.06.2015

 Privatkläger 57 (BW._____): CHF 100'020.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 50'016 seit 30.10.2014 und auf CHF 50'004 seit 

25.06.2015

 Privatkläger 58 (BX._____): CHF 9'975.–

 Privatkläger 59 (BY._____): CHF 25'000.–

 Privatkläger 60 (C._____): CHF 79'486.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 31.12.2015

 Privatkläger 61 (BZ._____): CHF 35'916.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.05.2015

 Privatkläger 62 (CA._____): CHF 12'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 30.10.2014

 Privatkläger 63 (CB._____): CHF 12'250.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 30.01.2015

 Privatkläger 64 (CC._____): CHF 15'180.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 15.08.2013

 Privatklägerin 65 (CD._____): CHF 30'360.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 15.08.2013

 Privatkläger 67 (CE._____): CHF 12'420.80
 zuzüglich Zins zu 5% seit 07.01.2015

 Privatkläger 68 (CF._____): CHF 8'640.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 05.05.2015

 Privatkläger 70 (CG._____): CHF 30'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.11.2014

 Privatkläger 71 (CH._____): CHF 30'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.11.2014

 Privatklägerin 72 (CI._____): CHF 60'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.11.2014

 Privatkläger 73 (CJ._____): CHF 36'000.–

 Privatkläger 74 (CK._____): CHF 52'750.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 36'000 seit 21.10.2014 und auf CHF 16'750 seit 

17.12.2014

 Privatkläger 75 (CL._____): CHF 15'950.–

 Privatkläger 76 (CM._____): CHF 12'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.09.2014

- 14 -

 Privatkläger 77 (CN._____): CHF 116'250.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 48'000 seit 23.10.2014, auf CHF 6'000 seit 

27.10.2014, auf CHF 50'250 seit 28.01.2015 und auf CHF 12'000 seit 

15.06.2015

 Privatkläger 78 (CO._____): CHF 200'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 15.08.2016

 Privatkläger 79 (CP._____): CHF 12'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 23.10.2014

 Privatkläger 80 (CQ._____): CHF 40'750.–

 Privatkläger 81 (CR._____): CHF 20'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 05.06.2015

 Privatkläger 82 (CS._____): CHF 137'500.–

 Privatkläger 83 (CT._____): CHF 75'000.–

 Privatkläger 84 (CU._____): CHF 93'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 24'000 seit 21.10.2014, auf CHF 45'000 seit 

12.02.2015 und auf CHF 24'000 seit 29.05.2015

 Privatkläger 85 (CV._____): CHF 25'002.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 20.02.2015

 Privatkläger 86 (CW._____): CHF 84'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 29.10.2015

 Privatkläger 87 (CX._____): CHF 12'000.–

 Privatkläger 88 (CY._____): CHF 24'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 17.10.2014

 Privatkläger 89 (CZ._____): CHF 51'418.–

 Privatkläger 90 (DA._____): CHF 18'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 16.02.2015

 Privatkläger 91 (DB._____): CHF 20'000.–

 Privatklägerin 92 (DC._____ AG): CHF 13'500.–

 Privatkläger 93 (DD._____): CHF 24'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 02.10.2014

 Privatklägerin 94 (DE._____ AG): CHF 149'025.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 99'750 seit 03.08.2012, auf CHF 49'275 seit 

04.12.2012

 Privatkläger 95 (DF._____): CHF 12'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.10.2014

- 15 -

 Privatklägerin 96 (DG._____): CHF 375'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 110'000 seit 08.07.2011, auf CHF 125'000 seit 

15.11.2011 und auf CHF 140'000 seit 19.03.2012

 Privatkläger 98 (DH._____): CHF 25'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.03.2015

 Privatkläger 99 (DI._____): CHF 145'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 45'000 seit 01.04.2014 und auf CHF 100'000 

seit 09.02.2015

 Privatkläger 102 (DJ._____): CHF 100'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 50'000 seit 14.05.2014, auf CHF 50'000 seit 

12.06.2015

 Privatkläger 103 (DK._____): CHF 504'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 27.10.2014

 Privatkläger 104 (DL._____): CHF 580'426.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 26'410 seit 13.12.2013, auf CHF 50'016 seit 

10.09.2014 und auf CHF 504'000 seit 27.10.2014

 Privatkläger 105 (DM._____): CHF 200'031.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 22.09.2014

 Privatklägerin 106 (DN._____): CHF 79'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 22.10.2014

 Privatkläger 107 (D._____): CHF 250'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 275'000 seit 05.08.2011 bis 31.05.2012 und auf 

CHF 250'000 seit 01.06.2012

 Privatkläger 108 (DP._____): CHF 5'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 30.10.2014

 Privatklägerin 109 (DQ._____): CHF 27'000.–

 Privatkläger 110 (DR._____): CHF 18'000.–

 Privatkläger 111 (DS._____): CHF 30'000.–

 Privatkläger 112 (DT._____): CHF 36'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 24.06.2014

 Privatkläger 113 (DU._____): CHF 167'500.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.03.2015

 Privatkläger 114 (DV._____): CHF 12'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 23.10.2014

- 16 -

 Privatkläger 116 (DW._____): CHF 371'730.–

 Privatkläger 118 (DX._____): CHF 25'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 25.08.2015

 Privatkläger 119 (DY._____): CHF 25'008.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 30.10.2014

 Privatkläger 121 (DZ._____): CHF 20'138.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 5'138 seit 02.04.2013 und auf CHF 15'000 seit 

17.12.2013

 Privatkläger 122 (EA._____): CHF 160'950.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 22.12.2011

 Privatkläger 123 (EB._____): CHF 182'511.50
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 73'000 ab 06.02.2015 und auf CHF 109'511.50 

seit 18.03.2015

 Privatklägerin 124 (EC._____): CHF 3'960.–

 Privatklägerin 125 (ED._____): CHF 48'600.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 09.09.2015

 Privatkläger 126 (EE._____): CHF 33'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 01.07.2011

 Privatklägerin 127 (EF._____): CHF 19'998.–

 Privatkläger 128 (EG._____): CHF 335'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 100'000 seit 31.03.2015 und auf CHF 235'000 

seit 10.04.2015

 Privatkläger 129 (EH._____) und Privatklägerin 130 (EI._____)

gemeinsam: CHF 24'000.–

 Privatkläger 131 (EJ._____): CHF 110'250.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 60'000 seit 22.10.2014 und auf CHF 50'250 seit 

18.12.2014

 Privatkläger 132 (EK._____): CHF 12'000.–

 Privatkläger 133 (EL._____) und Privatklägerin 134 (EM._____)

gemeinsam: CHF 8'400.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 03.10.2014

 Privatkläger 135 (EN._____): CHF 34'750.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 18'000 seit 24.02.2015 und auf CHF 16'750 seit 

22.05.2015

- 17 -

 Privatkläger 136 (EO._____): CHF 58'750.–

 Privatkläger 137 (EP._____): CHF 18'000.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 13.02.2015

 Privatkläger 138 (EQ._____): CHF 28'010.–
 zuzüglich Zins zu 5% seit 27.01.2014

 Privatklägerin 139 (ER._____): CHF 24'000.–

 Privatklägerin 140 (ES._____ Holding AG): CHF 57'500.–
 zuzüglich Zins zu 5% auf CHF 24'000 seit 23.10.2014 und auf CHF 33'500 seit 

19.12.201

Im Mehrbetrag werden die Schadenersatzbegehren der obengenannten Pri-

vatkläger auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.

19. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 1, 2, 8, 14, 17, 19, 20, 23, 30, 

31, 33, 42, 45, 46, 47, 51, 53, 59, 61, 62, 70, 71, 72, 84, 85, 90, 91, 93, 98, 

108, 118, 119, 121, 122, 126 und 137 werden abgewiesen.

20. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 4 (B._____ AG in Liqui-

dation) CHF 1'399'795.– zuzüglich 5 % Zins seit 15. Juni 2021 zu bezahlen.

21. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten aus der Gerichtskasse zusätzlich mit 

CHF 63'214.20 (Honorar, Barauslagen und Mehrwertsteuern) entschädigt. 

Es wird davon Vormerk genommen, dass Rechtsanwalt lic. iur. X._____ be-

reits im Vorverfahren mit einer Akontozahlung von CHF 24'902.90 entschä-

digt wurde.

22. Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltli-

cher Rechtsvertreter des Privatklägers 60, C._____, aus der Gerichtskasse 

mit CHF 25'804.45 (Honorar, Barauslagen und Mehrwertsteuern) entschä-

digt, wovon CHF 10'088.90 auf das Konto der ET._____ bei der VP Bank 

AG, FL-9490 Vaduz (IBAN 8) und CHF 15'715.55 auf das Konto von Dr. iur. 

Z._____ bei der Liechtensteinischen Landesbank AG, FL-9490 Vaduz (IBAN 

9), ausbezahlt werden.

- 18 -

23. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

CHF 50'000.00 ;  die weiteren Auslagen betragen:

CHF 120'000.00 Gebühr für das Vorverfahren

CHF 1'800.00 Kosten Beschwerdeverfahren UB190119

CHF 3'209.05 Auslagen Vorverfahren (inkl. Auslagen Polizei)

CHF 29.50 Entschädigung Zeuge im Vorverfahren

CHF 630.00 Kosten Übersetzung im Vorverfahren

CHF 5'490.00 Telefonkontrolle

CHF 24'902.90 Kosten amtliche Verteidigung (bereits bezahlt) 

CHF 63'214.20 Kosten amtliche Verteidigung (inkl. CHF 7'021.10 Bar-auslagen und MwSt) 

CHF 25'804.45 Kosten unentgeltliche Rechtsvertretung des Privatklä-gers 60 (inkl. MwSt) 

CHF 211.40 Kosten schriftl. Übersetzung im Hauptverfahren 

CHF weitere Kosten schriftl. Übersetzung im Hauptverfahren

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

24. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechts-

vertretung des Privatklägers 60, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die 

auf ihn entfallenden Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltli-

chen Rechtsvertretung des Privatklägers 60 werden indessen einstweilen 

auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO und Art. 138 Abs. 1 StPO bleibt vorbehalten.

Allfällige weitere Kosten für schriftliche Übersetzungen, insb. im Zuge des 

Rechtshilfeersuchens an die Officier van Justitie bij het Functioneel Parket, 

Niederlande, werden dem Beschuldigten auferlegt und nach Eingang der 

entsprechenden Rechnung nachbelastet.

25. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 107 (D._____) für das 

Strafverfahren eine Prozessentschädigung in der Höhe von CHF 22'860.40 

(inkl. 8 respektive 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

- 19 -

26. Auf die Entschädigungsanträge der Privatkläger 4 (B._____ AG in Liquida-

tion), 53 (BS._____), 57 (BW._____), 63 (CB._____), 67 (CE._____), 68 

(CF._____), 103 (DK._____), 104 (DL._____), 105 (DM._____) und 106 

(DN._____) wird nicht eingetreten.

Berufungsanträge:

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 247 S. 2)

1. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen.

2. Ihm seien sodann seine Schriften unverzüglich herauszugeben und es 

sei ihm eine angemessene Genugtuung auszurichten.

3. Die Zivilklagen der Privatkläger seien abzuweisen; eventualiter seien 

sie auf den Zivilweg zu verweisen.

4. Ferner seien sämtliche beschlagnahmten Vermögenswerte dem Be-

schuldigten wieder herauszugeben.

5. Und schliesslich seien die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzli-

chen Verfahrens sowie des Berufungsverfahrens, inklusive diejenige 

der amtlichen Verteidigung, auf die Staatskasse zu nehmen.

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich: 

(Urk. 205, schriftlich)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

c) Des Vertreters des Privatklägers C._____:

(Urk. 243 S. 1 ff.)

1. In Abänderung der Ziffer 5 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 

06.09.2022 zu DG210014 sei dem Begehren des Privatklägers 60 

- 20 -

(C._____) auf Zusprechung von Verwertungserlösen im Sinne von 

Art. 73 Abs. 1 lit. a und b StGB stattzugeben.

2. In Abänderung der Ziffern 6, 7 und 8 a bis c des Urteils des Bezirksge-

richts Hinwil vom 06.09.2022 zu DG210014

a. seien das aktuelle Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwalt-

schaft III des Kantons Zürich vom 21. August 2019 gesperrten 

Privatkontos CH1 bei der E._____ AG, F._____, lautend auf den 

Beschuldigten (Stand per 27. Juni 2022: CHF 16'595.72), der sich 

bei der Bezirksgerichtskasse Hinwil befindliche Betrag von 

CHF 34'575.15 (Erlös aus der Verwertung des mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft vom 11. Februar 2021 und 7. Mai 2021 be-

schlagnahmten Motorboots Malibu Wakesetter 22 VLS, Kennzei-

chen SG 2, Stammnummer …, Schalennummer …) und die mit 

Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 25. März 2020 beschlag-

nahmte Forderung des Beschuldigten gegenüber der G._____ 

AG im Betrag von CHF 610'000.– inkl. Forderungen aus künftigen 

Zinszahlungen (7,8% p.a.) zugunsten des Privatklägers 60 

(C._____) im Umfang seiner Schadenersatzforderung gegenüber 

dem Beschuldigten im Sinne des Art. 73. Abs. 1 lit. a und b StGB 

zu verwenden. Der Überschuss sei zugunsten des Kantons Zü-

rich zur Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden.

b. sei die E._____ AG mit Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils 

angewiesen, das aktuelle Guthaben des mit Verfügung der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 21. August 2019 

gesperrten Privatkontos CH1 bei der E._____ AG, F._____, lau-

tend auf den Beschuldigten (Stand per 27. Juni 2022: 

CHF 16'595.72) an den Privatkläger 60 (C._____) auf ein noch 

bekanntzugebendes Konto zu überweisen. Danach sei die Konto-

sperre aufgehoben.

- 21 -

c. seien der Privatkläger 60 (C._____) und das Zentrale Inkasso des 

Obergerichts des Kantons Zürich mit Eintritt der Vollstreckbarkeit 

dieses Urteils angewiesen, der G._____ AG den zur jeweiligen 

Kostendeckung zugesprochene und zu verwendende Betrag mit-

zuteilen.

d. sei die G._____ AG mit Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils 

angewiesen, die ihr gemäss lit. c vorstehend bekannt gegebenen 

Beträge, sobald die Forderung fällig geworden ist, mit dem Ver-

merk der Geschäftsnummer DG210014-E an den Privatkläger 60 

(C._____) sowie an das Zentrale Inkasso des Obergerichts des 

Kantons Zürich (Postkonto 8-10210-7) zu überweisen.

3. In Abänderung der Ziffern 10 a und b, 11 a und b und 12 a und des Ur-

teils des Bezirksgerichts Hinwil vom 06.09.2022 zu DG210014

a. seien das gemäss Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich vom 17. Juli 2019 sowie 1. Ergänzung zum 

Rechtshilfeersuchen vom 23. September 2019 rechtshilfeweise 

beschlagnahmte Guthaben auf dem Privatkonto 3 bei der VP 

Bank AG, Vaduz, lautend auf den Beschuldigten (Stand per 

25. August 2019: CHF 96'710.31), das gemäss Rechtshilfeersu-

chen der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 27. Au-

gust 2019, 1. Ergänzung zum Rechtshilfeersuchen vom 6. Sep-

tember 2019, Beschluss des Amtsgerichts Nürnberg vom 

29. März 2022 und Pfändungsbeschluss des Staatsanwaltschaft 

Nürnberg-Fürth vom 21. April 2022 rechtshilfeweise beschlag-

nahmte Guthaben auf dem Privatkonto DE4 bei der Consorsbank, 

Nürnberg, lautend auf den Beschuldigten (Stand per 5. Mai 2022: 

EUR 154'217.96), sowie die gemäss Rechtshilfeersuchen der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 13. September 

2019 rechtshilfeweise beschlagnahmten Vermögenswerte auf 

dem Konto und Depot unter der Account Number 6 bei der DE-

GIRO B.V., Amsterdam, lautend auf den Beschuldigten (Stand 

- 22 -

per 15. Juli 2021: CHF 1'026'918.15), zugunsten des Privatklä-

gers 60 (C._____) im Umfang seiner Schadenersatzforderung ge-

genüber dem Beschuldigten im Sinne des Art. 73 Abs. 1 und 

Abs. 2 StGB zu verwenden. Der Überschuss sei zur teilwesen 

Deckung der Ersatzforderung des Staats gemäss Dispositivzif-

fer 9 zu verwenden.

b. sei das Fürstliche Landgericht des Fürstentums Liechtenstein zu 

ersuchen, das genannte Guthaben auf dem Privatkonto 3 bei der 

VP Bank AG, Vaduz, lautend auf den Beschuldigten, nach Abzug 

allfälliger Spesen zu Gunsten des Privatklägers 60 (C._____) so-

wie des Zentralen Inkassos des Obergerichts des Kantons Zürich 

(IBAN CH49 0070 0110 0045 5300 6; SWIFT ZKBKCHZZSOA; 

Zürcher Kantonalbank, 8022 Zürich) mit Vermerk der Geschäfts-

nummer DG210014-E im Umfang der jeweils festgelegten Be-

träge gemäss lit. a vorstehend überweisen zu lassen und danach 

die Kontosperre aufzuheben. 

c. sei die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, Nürnberg zu ersu-

chen, das genannte Guthaben auf dem Privatkonto DE4 bei der 

Consorsbank, Nürnberg, lautend auf den Beschuldigten, nach Ab-

zug allfälliger Spesen zu Gunsten des Privatklägers 60 (C._____) 

sowie des Zentralen Inkassos des Obergerichts des Kantons Zü-

rich (IBAN CH49 0070 0110 0045 5300 6; SWIFT 

ZKBKCHZZB0A; Zürcher Kantonalbank, Zürich) mit Vermerk der 

Geschäftsnummer DG210014-E im Umfang der jeweils festgeleg-

ten Beträge gemäss lit. a vorstehend überweisen zu lassen und 

danach die Sperre dieses Kontos sowie diejenige in Bezug auf 

das Marginkonto DE5 bei der Consorsbank, Nürnberg, lautend 

auf den Beschuldigten, aufzuheben.

d. sei die Officier van Justitie bij het Functioneel Parket zu ersuchen, 

die genannte, unter der Account Number 6 geführte Konto- und 

Depotbeziehung bei der DEGIRO B.V., Amsterdam, lautend auf 

- 23 -

den Beschuldigten, unter Verkauf der vorhandenen Wertschriften 

und unter Einbezug aller aus der Konto- und Depotbeziehung her-

vorgehenden Guthaben, saldieren zu lassen, sowie den Saldo 

nach Abzug allfälliger Spesen zu Gunsten des Privatklägers 60 

(C._____) sowie des Zentralen lnkassos des Obergerichts des 

Kantons Zürich (IBAN CH49 0070 0110 0045 5300 6; SWIFT 

ZKBK-CHZZSOA; Zürcher Kantonalbank, 8022 Zürich) mit Ver-

merk der Geschäftsnummer DG210014-E im Umfang der jeweils 

festgelegten Beträge gemäss lit. a vorstehend überweisen zu las-

sen.

e. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Privatkläger 60 

(C._____) (erneut) seine Teilforderung gegen den Verurteilten im 

Sinne des Art. 73 Abs. 2 StGB an den Staat abtritt, insoweit der 

Privatkläger 60 entsprechende Beträge nach Art. 73 StGB zuge-

sprochen und erhalten hat.

4. In Abänderung der Ziffer 18 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 

06.09.2022 zu DG210014 betreffend den Privatkläger 60 (C._____) sei 

der Beschuldigte zu verpflichten, dem Privatkläger 60 (C._____) zu-

sätzlich zu den zugesprochenen CHF 79'486.– zzgl. Zins zu 5% p.a. 

seit 31.12.2015 einen weiteren Schadenersatz in Höhe von

a. CHF 34'400.00 zzgl. Zins zu 5% p.a. auf dem Betrag von 

CHF 54'400.00 seit 17.12.2011 bis 27.12.2014 sowie Zins zu 5% 

p.a. auf dem Betrag von 34'400.00 seit 28.12.2014

b. CHF 30'002.70 zzgl. Zins zu 5% p.a. seit 05.08.2011

zu zahlen.

Eventualiter zu 4:

In Abänderung der Ziffer 18 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 

06.09.2022 zu DG210014 betreffend den Privatkläger 60 (C._____) sei 

- 24 -

der Beschuldigte zu verpflichten, dem Privatkläger 60 (C._____) zu-

sätzlich zu den zugesprochenen CHF 79'486.– zzgl. Zins zu 5% p.a. 

seit 31.12.2015 einen weiteren Schadenersatz in Höhe von 

CHF 30'887.20 zzgl. Zins zu 5% p.a.

auf dem Betrag von CHF 54'400.00 seit 17.12.2011 bis 

16.05.2013

auf dem Betrag von CHF 38'420.50 seit 17.05.2013 bis 

08.06.2013

auf dem Betrag von CHF 15'884.50 seit 09.06.2013 bis 

27.12.2014

auf dem Betrag von CHF 35'002.70 seit 05.08.2011 bis 

27.12.2014

auf dem Betrag von 30'887.20 seit 28.12.14 

zu zahlen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MwSt.)

d) Des Vertreters des Privatklägers D._____:

(Urk. 245 S. 1 f.)

0. Es sei die vorinstanzliche Verurteilung des Beschuldigten zu bestäti-

gen.

1. Es sei das vorinstanzliche Urteil, Ziffer 18, insofern zu bestätigen, als 

der Beschuldigte zu verpflichten sei, dem Privatkläger D._____ Scha-

denersatz im Umfange von

 CHF 250'000.– plus
 Zins zu 5% für den Zeitraum vom 4. August 2011 bis zum 31. Mai 

2012 auf CHF 275'000.– plus
 Zins zu 5% auf CHF 250'000.– für den Zeitraum ab dem 1. Juni 

2012 bis zum Urteilsdatum des zweitinstanzlichen Urteils
zu bezahlen.

- 25 -

2. Es sei das erstinstanzliche Urteil, Ziffer 25, insofern zu bestätigen, als 

der Beschuldigte zu verpflichten sei, dem Privatkläger eine Prozessent-

schädigung für die notwendigen Aufwendungen in Höhe von 

CHF 22'860.40 (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

3. Es sei der Beschuldigte zu verpflichten, dem Privatkläger eine Prozes-

sentschädigung für die notwendigen Aufwendungen seit 20. April 2021, 

d.h. seit der Eingabe des Unterzeichnenden an die Staatsanwaltschaft 

im Hinblick auf den Abschluss der Untersuchung, erfolgten notwendi-

gen Aufwendungen in der Höhe von CHF 2'879.90 plus CHF 668.05 

gemäss der heute ins Recht gelegten Honorarnote zu bezahlen.

4. Es sei der Beschuldigte zu verpflichten, dem Privatkläger eine durch 

das Gericht festzusetzende, den Stundensatz von CHF 400.– plus die 

vereinbarte Spesenpauschale von 3% sowie die gesetzliche Mehrwert-

steuer in Höhe von 8,1% berücksichtigende Prozessentschädigung für 

die Berufungsverhandlung inkl. Reisezeit von jeweils 30' pro Weg zu 

bezahlen.

5. Es seien dem Privatkläger die vom Verurteilten bezahlten Geldstrafen 

oder Bussen, die eingezogenen Gegenstände und Vermögenswerte

oder deren Verwertungserlös unter Abzug der Verwertungskosten so-

wie die Ersatzforderungen im Umfange des Schadenersatzes zuzu-

sprechen.

6. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Privatkläger den dergestalt 

erhältlich gemachten Teil seiner Forderung an den Staat abtritt.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staats-

kasse bzw. des Beschuldigten.

- 26 -

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1. Am 14. September 2022 meldete der Beschuldigte A._____ (Urk. 174), am 

15. September 2022 die Privatklägerin B._____ AG in Liquidation (Urk. 176), am 

19. September 2022 der Privatkläger C._____ (Urk. 178) sowie am 20. Septem-

ber 2022 die Verfahrensbeteiligte E._____ AG (Urk. 180) jeweils fristgerecht Be-

rufung gegen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts Hinwil 

(nachfolgend: Vorinstanz) vom 6. September 2022 an, welches ihnen am 12., 

13. bzw. 14. September 2022 jeweils schriftlich im Dispositiv eröffnet worden war 

(vgl. Prot. I S. 121 ff.; Urk. 171 und 173). Am 17. Oktober 2022 zog die Privatklä-

gerin B._____ AG in Liquidation ihre Berufung zurück (Urk. 184), wovon Vormerk 

zu nehmen ist. Nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 190 = Urk. 193) am 

30. November 2022 bzw. am 1. Dezember 2022 (Urk. 191) reichten der Beschul-

digte am 16. Dezember 2022 (Poststempel) sowie der Privatkläger C._____ am 

19. Dezember 2022 dem Obergericht jeweils fristgerecht ihre Berufungserklärun-

gen ein (Urk. 194 und 195). Die Verfahrensbeteiligte E._____ AG erklärte mit Ein-

gabe vom 20. Dezember 2022, auf eine Berufungserklärung zu verzichten 

(Urk. 197). Auf die von ihr angemeldete Berufung ist somit nicht einzutreten.

2. Mit Präsidialverfügung vom 2. Februar 2023 wurden der Staatsanwaltschaft, 

den Privatklägern sowie der Verfahrensbeteiligten in Anwendung von Art. 400 

Abs. 2 und 3 StPO sowie Art. 401 StPO Kopien der Berufungserklärungen des 

Beschuldigten und des Privatklägers C._____ zugestellt und Frist angesetzt, um 

Anschlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung zu bean-

tragen. Zugleich wurde der Beschuldigte aufgefordert, auf die Berufungsverhand-

lung aktuelle Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen einzureichen 

(Urk. 201). Die Staatsanwaltschaft wie auch der Beschuldigte verzichteten in der 

Folge explizit auf eine Anschlussberufung. Die Staatsanwaltschaft beantragte die 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 205 und 212). Einzig der Privatklä-

ger D._____ erklärte mit Eingabe vom 27. Februar 2023 fristgerecht Anschlussbe-

- 27 -

rufung (Urk. 210), welche den übrigen Parteien zur Kenntnis gebracht wurde 

(Urk. 213).

Mit Präsidialverfügung vom 27. Februar 2023 wurde sodann die gegen den Be-

schuldigten verhängte Ausweis- und Schriftensperre bis zum (vorliegenden) Ent-

scheid der Berufungsinstanz verlängert (Urk. 208).

3. Am 22. August 2023 wurden die Parteien auf den 21. und 23. Mai 2024 zur 

Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 222). Am 28. Dezember 2023 wurde den 

Parteien eine Änderung der Gerichtsbesetzung angezeigt (Urk. 226).

4. Im Vorfeld der Berufungsverhandlung wurden von Amtes wegen aktuelle 

Straf- und Betreibungsregisterauszüge über den Beschuldigten eingeholt 

(Urk. 235 und 239) sowie die Akten des eingestellten Verfahrens der Staatsan-

waltschaft See/Oberland gegen den Beschuldigten betreffend Bruch amtlicher Be-

schlagnahme beigezogen (Urk. 238/1-13).

5. Zur Berufungsverhandlung vom 21. Mai 2024 erschienen der Beschuldigte 

A._____ in Begleitung seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. 

X._____, Staatsanwalt MLaw EU._____, Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____ für den 

Privatkläger C._____ sowie Rechtsanwalt lic. iur. XX._____ für den Privatkläger 

D._____. Sie stellten die eingangs wiedergegebenen Anträge (Prot. II S. 10 ff.). 

Es waren keine Vorfragen und keine Beweisanträge zu behandeln. Das Verfahren 

ist spruchreif.

II. Prozessuales

1.1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im 

Umfang der Berufungsanträge gehemmt, während die von der Berufung nicht er-

fassten Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. Basler Kommentar, Schweizerische 

Strafprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2023, N 1 f. zu Art. 402 StPO, m.w.H.). Mit 

der Berufungserklärung ist deshalb verbindlich anzugeben, auf welche Teile des 

angefochtenen Urteils sich die Berufung gegebenenfalls beschränkt (Art. 399 

- 28 -

Abs. 3 lit. a sowie Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 3 lit. b StPO sind mit der 

Berufungserklärung zudem reformatorische Anträge in der Sache selbst zu stel-

len, d.h. vom Berufungskläger ist anzugeben, wie das Urteil nach seiner Ansicht 

richtigerweise lauten soll (BGE 149 IV 284, E. 2.2; BGE 143 IV 408, E. 6.1; BGer. 

7B_539/2023 vom 3. November 2023, E. 3.1.2). Die gestellten Rechtsbegehren 

sind dabei stets nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der 

dazu gegebenen Begründung (BGE 147 V 369, E. 4.3.1; BGer. 6B_881/2021 vom 

27. Juni 2022, E. 1.2; BGer. 7B_293/2022 vom 6. Januar 2024, E. 2.2.1 f.).

1.2. Der Beschuldigte liess mit seiner Berufungserklärung das vorinstanzliche 

Urteil grundsätzlich umfassend anfechten, mit Ausnahme der Dispositivziffern 4, 

5, 14, 19, 21 und 26. Er verlangt einen vollumfänglichen Freispruch, die 

Abweisung der Zivilklagen der Privatkläger sowie die Herausgabe der 

beschlagnahmten Vermögenswerte, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 

Lasten der Staatskasse (Urk. 194 S. 2).

Der Beschuldigte nahm die Ziffern 22 (Honorar Geschädigtenvertretung Privat-

kläger 60) und 23 (Kostenaufstellung) des vorinstanzlichen Urteils zwar nicht 

explizit von der Anfechtung aus, machte anlässlich der Berufungsverhandlung 

jedoch keinerlei Ausführungen dazu. Es ist daher davon auszugehen, dass er 

auch diese Dispositivziffern nicht anfechten wollte.

1.3 Der Privatkläger C._____ liess mit seiner Berufungserklärung die Dispositiv-

ziffern 5, 6, 7, 8 a) bis c), 10, 11, 12, 13 sowie 18 des vorinstanzlichen Urteils 

– soweit sie ihn betreffen – anfechten. Er verlangt die Zusprechung eines höheren 

Schadenersatzes sowie die Verwendung der beschlagnahmten Vermögenswerte 

zu seinen Gunsten (Urk. 195 S. 2 ff.).

1.4 Der Privatkläger D._____ liess mit seiner Anschlussberufung die Dispositiv-

ziffern 5, 6, 7 sowie 8a) des vorinstanzlichen Urteils anfechten. Er verlangt die 

Verwendung von beschlagnahmten Vermögenswerten zu seinen Gunsten sowie 

die Zusprechung einer zusätzlichen Prozessentschädigung (Urk. 210 S. 1 f. und 

S. 4 f.).

- 29 -

1.5 Unangefochten blieben somit die Dispositivziffern 4 (Abweisung 

Einziehungsbegehren der Privatklägerin 4), 14 (Aufhebung Kontosperre H._____ 

AG), 19 (Abweisung Genugtuungsbegehren diverser Privatkläger), 

21 (Honorarfestsetzung amtliche Verteidigung), 22 (Honorar Geschädigten-

vertretung Privatkläger 60), 23 (Kostenaufstellung) und 26 (Nichteintreten auf 

Entschädigungsanträge diverser Privatkläger). All diese Dispositivziffern des 

vorinstanzlichen Urteils sind daher in Rechtskraft erwachsen, was vorweg mittels 

Beschluss festzustellen ist.

1.6 Nachdem hauptsächlich der Beschuldigte Berufung führt, steht die 

Überprüfung des vorinstanzlichen Urteils weitgehend unter dem Vorbehalt des 

Verschlechterungsverbots (vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO), mit Ausnahme der (auch) 

von den Privatklägern C._____ und/oder D._____ angefochtenen Dispositivziffern 

5, 6, 7, 8a) bis c), 10, 11, 12, 13 sowie 18.

2. Auf die Argumente der Parteien ist im Rahmen der nachstehenden Erwä-

gungen einzugehen. Dabei muss sich das Gericht nicht ausdrücklich mit jeder tat-

sächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen; viel-

mehr kann es sich auf die für die Entscheidfindung wesentlichen Gesichtspunkte 

beschränken (vgl. statt vieler: BGE 141 IV 249, E. 1.3.1, mit Hinweisen). Ferner 

kann das Gericht zur Begründung im Folgenden auf Erwägungen der Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid verweisen, soweit es diese als zutreffend erachtet 

(Art. 82 Abs. 4 StPO; vgl. hierzu BGer. 6B_570/2019 vom 23. September 2019, 

E. 4.2, m.w.H., sowie Nydegger, Der Verweis auf die Entscheidbegründung der 

Vorinstanz gemäss Art. 82 Abs. 4 StPO, recht 2021, S. 15 ff.). Dies, zumal das 

strafrechtliche Berufungsverfahren keine Wiederholung des erstinstanzlichen Er-

kenntnisverfahrens darstellt und das Berufungsgericht auch keine Erstinstanz ist; 

vielmehr knüpft das Berufungsverfahren an das erstinstanzliche Verfahren an und 

baut darauf auf (vgl. dazu BGer. 7B_15/2021 vom 19. September 2023, E. 4.2.2; 

BGer. 7B_11/2021 vom 15. August 2023, E. 5.2; BGer. 6B_931/2021 vom 15. Au-

gust 2022, E. 3.2; BGer. 7B_293/2022 vom 6. Januar 2024, E. 2.2.1).

3. Die Vorinstanz hat sich bereits einlässlich mit den früheren prozessualen 

Einwänden der Verteidigung betreffend Verjährung, Verletzung des Anklageprin-

- 30 -

zips und des rechtlichen Gehörs sowie der Verwertbarkeit von Beweismitteln aus-

einandergesetzt (Urk. 193 S. 21 bis 26). Auf diese zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz kann ohne Weiteres verwiesen werden, zumal die Verteidigung im Be-

rufungsverfahren nichts Neues dazu vorbrachte. Soweit die Verteidigung im Beru-

fungsverfahren vereinzelt kritisierte, die Vorinstanz sei bei der Erstellung des 

Sachverhalts teilweise über die Anklagevorwürfe hinausgegangen, ist darauf – so-

weit erforderlich – bei den jeweiligen Anklagepunkten zurückzukommen.

4.1 Die Verteidigung rügte im Berufungsverfahren, entgegen der Vorinstanz 

seien die Voraussetzungen für die Annahme eines Seriendeliktes im Sinne der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung vorliegend nicht erfüllt. Eine Verurteilung 

wegen Betruges sei nur möglich, wenn die Anklageschrift für jeden einzelnen An-

leger im Detail und unter konkreter Angabe der erforderlichen Motivationszusam-

menhänge aufzeigen würde, wann, wo und von welcher Person er mit welchen 

Mitteln genau getäuscht worden sei, inwiefern diese Täuschung im konkreten Fall 

arglistig gewesen sei und welche Vermögensdisposition der Anleger aufgrund 

welcher irrigen Vorstellung getätigt habe. Diese Vorgaben erfülle die Anklage für 

keinen einzigen Anleger. Dabei seien auch die von der Staatsanwaltschaft bei 

den Anlegern eingeholten schriftlichen Berichte nicht verwertbar, zumal zahlreiche 

Anleger sich auf die Anfrage der Staatsanwaltschaft gar nicht geäussert hätten. 

Nur ein Bruchteil der Geschädigten sei einvernommen worden. Aus den vorhan-

denen Angaben ergebe sich zudem, dass die Beweggründe für die Investitionen 

unterschiedlich gewesen seien, wobei sich die meisten Anleger jedoch gar nicht 

für die konkrete Geschäftstätigkeit der jeweiligen Firmen interessiert hätten, son-

dern lediglich an der Erzielung eines Gewinns interessiert gewesen seien 

(Urk. 247 S. 4 ff.).

4.2 Das Bundesgericht hat sich gerade in einem neuesten Entscheid erneut zur 

vorliegenden Thematik geäussert (BGer. 6B_978/2023 vom 11. März 2024).

Es hielt darin u.a. fest, dass die Strafbehörde gemäss Art. 145 StPO eine einzu-

vernehmende Person dazu einladen könne, an Stelle einer Einvernahme oder zu 

deren Ergänzung einen schriftlichen Bericht abzugeben. Dieses Vorgehen könne 

insbesondere bei Massendelikten mit einer Vielzahl von Geschädigten, etwa – wie 

- 31 -

vorliegend – im Finanzbereich, im Interesse einer effizienten Strafverfolgung an-

gezeigt sein und sei ausdrücklich zulässig. Es liege somit keine Verletzung einer 

gesetzlichen Gültigkeitsvorschrift vor (a.a.O., E. 1.2.1, m.w.H.).

Sodann seien echte oder vermeintliche formelle Mängel vom Beschuldigten so 

früh wie möglich geltend zu machen und könnten nicht für das Rechtsmittelverfah-

ren "aufgespart" werden. Verlange der Beschuldigte nicht rechtzeitig die Konfron-

tation mit Geschädigten, die sich schriftlich geäussert hätten, so sei von einem 

Verzicht des anwaltlich vertretenen Beschuldigten auf eine solche Konfrontation, 

mithin auf eine formelle Einvernahme dieser Geschädigten durch die Staatsan-

waltschaft bzw. das Gericht auszugehen. Dass der Beschuldigte nur mit einzelnen 

Geschädigten im Rahmen persönlicher Einvernahmen konfrontiert worden sei, 

stehe mithin der Verwertbarkeit der übrigen Geschädigtenangaben nicht entge-

gen. Ob der Sachverhalt genügend erstellt sei, sei dagegen eine Frage der Be-

weiswürdigung (a.a.O., E. 2.2, m.w.H.).

Weiter führte das Bundesgericht aus, die Figur des Seriendelikts finde insbeson-

dere bei mehrfachem Betrug Anwendung. Bei einem serienmässig begangenen 

Betrug handle der Täter häufig nach demselben Muster, wobei dieses nicht auf 

ein konkretes Opfer, sondern auf eine ganze Opfergruppe angelegt sei. In dieser 

Konstellation dürfe das Gericht, soweit die Einzelfälle in tatsächlicher Hinsicht 

gleichgelagert seien und sich bezüglich Opfergesichtspunkten nicht wesentlich 

unterschieden, die Tatbestandsmerkmale des Betruges in allgemeiner Weise für 

alle Einzelhandlungen gemeinsam prüfen. Eine ausführliche, fallbezogene Erörte-

rung der einzelnen Merkmale müsse nur in denjenigen Fällen erfolgen, die deut-

lich vom übrigen Handlungsmuster abwichen. Dies gelte insbesondere bei einer 

unüberschaubaren Zahl von Geschädigten, wenn nachgewiesen sei, dass diese 

durch gleichartige, insbesondere etwa öffentlich geäusserte falsche Angaben ge-

täuscht worden seien (a.a.O., E. 4.1.2, m.w.H.).

4.3 Vorliegend zeigte der – von Beginn an anwaltlich vertretene – Beschuldigte 

weder auf noch ist sonstwie ersichtlich, dass er eine Konfrontation mit den von 

der Staatsanwaltschaft nicht bereits von Amtes wegen einvernommenen Geschä-

digten verlangte. Dies tat er insbesondere auch im Berufungsverfahren nicht, 

- 32 -

stellte er doch keinerlei Beweisanträge. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung ist somit von einem Verzicht auf Konfrontation mit den zahlreichen übrigen 

(insgesamt ca. 200) Geschädigten auszugehen. Deren schriftliche Angaben ge-

genüber der Staatsanwaltschaft sind deshalb gestützt auf Art. 145 StPO auch zu 

Lasten des Beschuldigten als Beweismittel verwertbar (vgl. hierzu auch bereits 

die Vorinstanz in Urk. 193 S. 134 f.). Ob sich der Sachverhalt mit den vorhande-

nen Beweismitteln erstellen lässt, ist hingegen eine Frage der Beweiswürdigung.

Wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausführte (vgl. Urk. 193 S. 118 ff., S. 170, 

S. 230 f.) und auch nachstehend noch zu zeigen sein wird (vgl. E. III.), handelt es 

sich vorliegend zudem in optima forma um ein Seriendelikt im Sinne der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung. Der Beschuldigte vermarktete und vertrieb zusam-

men mit †K._____ planmässig Aktien von Gesellschaften, die – wie er als deren 

Verwaltungsrat bzw. Geschäftsführer wusste – keine nennenswerte Geschäftstä-

tigkeit entwickeln würden, fälschlicherweise als angeblich vielversprechende (tat-

sächlich jedoch zum Scheitern verurteilte) "Start-ups" an ein breites Publikum. 

Der Beschuldigte war zwar selbst meistens nicht direkt an den Verkaufsgesprä-

chen beteiligt, sondern bediente sich dafür der Mithilfe von †K._____ sowie diver-

sen internen und externen Vermittlern, welche auf Provisionsbasis arbeiteten, sich 

beim Verkauf namentlich auf die falschen oder irreführenden Angaben in den vom 

Beschuldigten erstellten "Factsheets" und Präsentationen verliessen und über die 

wahren Verhältnisse in der Regel nicht im Bilde waren. Zudem wickelte der Be-

schuldigte den Verkaufsvorgang ab, indem er den Zahlungseingang überwachte 

und die Aktien an die Geschädigten ausliefern liess. Die so von den Geschädigten 

investierten Gelder wurden dann zu einem grossen Teil vom Beschuldigten auf 

verschiedenen Wegen aus den jeweiligen Gesellschaften umgehend direkt oder 

indirekt an den Beschuldigten und †K._____ sowie weitere Akteure wieder abge-

führt. Dieses Handlungsmuster war bei allen drei Gesellschaften identisch aufge-

baut. Der Beschuldigte unterschied denn auch nicht danach, wer ihm seine (fak-

tisch wertlosen) Aktien abkaufte. Entgegen der Verteidigung ist deshalb irrelevant, 

was die einzelnen Geschädigten letztlich zum Kauf der Aktien bewegte, ob eine 

derartige Investition ohnehin mit einem hohen Verlustrisiko behaftet wäre und ob 

sie vorgängig über ein solches aufgeklärt wurden. Denn das Vorgehen des Be-

- 33 -

schuldigten bestand ja gerade – einheitlich – darin, den Geschädigten mit (durch-

aus aufwändigen) täuschenden Angaben und Machenschaften Non-Valeurs zu 

verkaufen und sich (und andere) daran persönlich zu bereichern. Dies war für die 

zahlreichen Geschädigten, von denen sich im vorliegenden Strafverfahren alleine 

140 als Privatkläger konstituierten (insgesamt waren es ca. 200), nicht durch-

schaubar und damit mussten sie vernünftigerweise auch nicht rechnen. Der Ein-

wand der Verteidigung geht damit ins Leere.

III. Schuldpunkt

A. Vorbemerkungen / Allgemeines

1. Bezüglich der Zusammenfassung der Anklagevorwürfe, die Grundlagen der 

Sachverhaltserstellung, die massgeblichen Beweismittel sowie den Aufbau der 

Urteilsbegründung kann ohne Weiteres auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 193 S. 26 bis 30). Im Einzelnen ergeben sich 

die Anklagevorwürfe gegen den Beschuldigten aus der auch diesem Urteil beige-

hefteten, ausführlichen Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zü-

rich vom 12. Juli 2021 samt Anhängen A bis C (Urk. 1/0501001 bis 1/0501084).

2. Die vorinstanzliche Urteilsbegründung im Schuldpunkt (Urk. 193 S. 31 

bis 292) folgt – nach der einleitenden Erstellung des Sachverhalts gemäss Ankla-

geziffern B.I.-III. – nicht mehr dem Aufbau der Anklageschrift, sondern den einge-

klagten Tatbeständen, wobei die Vorinstanz den Vorwurf des gewerbsmässigen 

Betruges anhand der jeweiligen Gesellschaften (EW._____, EX._____ und 

B._____) unterteilte. Dabei behandelte die Vorinstanz teilweise in der Anklage-

schrift getrennt geschilderte, jedoch thematisch zusammengehörende Sachver-

halte gemeinsam, was sachlich richtig und sinnvoll erscheint, weshalb dieser Auf-

bau für die vorliegende Urteilsbegründung zu übernehmen ist. Ebenso erscheint 

es mit der Vorinstanz zweckmässig, die rechtliche Würdigung jeweils im Zusam-

menhang mit dem betreffenden Sachverhaltskomplex vorzunehmen.

3. Soweit die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beweiswürdigung teilweise umfang-

reiche (und zutreffende) Ausführungen zur Glaubwürdigkeit der in der Untersu-

- 34 -

chung befragten Personen machte (vgl. etwa Urk. 193 S. 31 ff.; 59 f.; 116 ff.; 

181 ff.; 230), ist darauf hinweisen, dass der allgemeinen Glaubwürdigkeit einer 

aussagenden Person nach neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Ver-

gleich zur Glaubhaftigkeit ihrer konkreten Aussagen nur noch untergeordnete Be-

deutung zukommt (BGE 147 IV 534, E. 2.3.3, m.w.H.; vgl. auch Urk. 193 S. 28 

unten). Dies ändert indes nichts an der Richtigkeit der vorinstanzlichen Erwägun-

gen.

B. Anklagevorwürfe im Einzelnen

1. Involvierte Gesellschaften, Handlungsort, Rolle des Beschuldigten allgemein 

(Anklageziffern B. I. bis III., Anklageschrift S. 6 bis S. 14 oben)

1.1 Es kann – zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen – hierzu vollumfäng-

lich auf die umfassenden, äusserst sorgfältigen und in allen Teilen zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, wel-

che sich auch mit den wesentlichen Einwänden der Verteidigung bereits ausein-

andergesetzt haben (Urk. 193 S. 36 bis 59). Mit der Vorinstanz ist der Anklage-

sachverhalt insbesondere dahingehend erstellt, dass der Beschuldigte – teilweise 

gemeinsam mit dem während der Strafuntersuchung verstorbenen Mitbeschuldig-

ten †K._____ – im Tatzeitraum von ca. 2010 bis 2015 alleiniger oder zumindest 

massgeblicher Inhaber, (faktischer) Geschäftsführer und/oder Verwaltungsrat aller 

in die vorliegenden Anklagevorwürfe involvierten Gesellschaften war (EV._____ 

AG (nachfolgend: "EV._____"), EW._____ AG ("EW._____"), EX._____ AG 

("EX._____"), B._____ AG ("B._____"), EY._____ AG ("EY._____"), EZ._____ 

Ltd. ("EZ._____") sowie FA._____ Ltd. ("FA._____")). Der Beschuldigte führte die 

Geschäfte dieser Firmen im Wesentlichen von den Büroräumlichkeiten der 

EY._____ in FB._____ aus. Soweit er dies gemeinsam mit †K._____ tat, besorgte 

der Beschuldigte hauptsächlich das "Backoffice", d.h. Bankgeschäfte, Buchhal-

tung, Administration, Geschäftsberichte, Publikationen etc., versah aber durchaus 

auch repräsentative Aufgaben wie die Leitung von Generalversammlungen als 

Verwaltungsratspräsident, während †K._____ hauptsächlich an der "Front" tätig 

war, d.h. im direkten Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern stand, wobei 

- 35 -

sich der Beschuldigte und †K._____ laufend über ihre jeweiligen Tätigkeiten ab-

sprachen.

1.2 Soweit sich die Verteidigung im Berufungsverfahren überhaupt mit diesen 

einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt hat, vermögen ihre 

Ausführungen – welche im Wesentlichen darauf abzielen, den verstorbenen 

†K._____ für allfällige Unregelmässigkeiten verantwortlich machen zu wollen 

(Urk. 247 S. 21 ff.) – die umfassende und überzeugende Beweiswürdigung der 

Vorinstanz nicht ernsthaft in Frage zu stellen, geschweige denn zu widerlegen.

2. Gewerbsmässiger Betrug durch Aktienverkäufe der EW._____ 

(Anklageziffern B.IV. und C.I.; Anklageschrift S. 14 bis S. 30 und S. 48 unten 

bis S. 53 oben sowie Anhang A zur Anklageschrift)

2.1 Es kann – zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen – auch hierzu vollum-

fänglich auf die umfassenden, äusserst sorgfältigen und in allen Teilen zutreffen-

den Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, 

welche sich auch mit den massgeblichen Einwänden der Verteidigung bereits 

auseinandergesetzt haben (Urk. 193 S. 59 bis 155). Die Vorinstanz hat die vorlie-

gend relevante Beweislage im angefochtenen Entscheid umfassend und zutref-

fend wiedergegeben und hat diese in der Folge ausführlich, sorgfältig und über-

zeugend gewürdigt. Sie ist dabei zu Recht zum Schluss gekommen, dass der re-

levante Anklagesachverhalt im Wesentlichen (mit einzelnen, jedoch nicht ent-

scheidenden Einschränkungen) erstellt ist und der Beschuldigte sich des ge-

werbsmässigen Betruges schuldig gemacht hat. Das Beweisbild ist für den – die 

Vorwürfe bestreitenden – Beschuldigten geradezu erdrückend. Die rechtliche 

Würdigung als gewerbsmässiger Betrug ist klar und eindeutig.

Stark zusammengefasst veranlasste der Beschuldigte (gemeinsam mit †K._____) 

zahlreiche Personen zum Kauf von EW._____-Aktien, indem er diese über eigene 

oder externe Vermittler mit falschen oder zumindest irreführenden Behauptungen 

in von ihm erstellten sog. "Factsheets" oder anderweitigen Werbepräsentationen 

als vielversprechende Investitionsmöglichkeit im Gold- und Schmuckhandel dar-

stellte bzw. bewerben liess, wobei er diese Angaben zudem mit täuschenden Ma-

- 36 -

chenschaften unterfütterte wie frei erfundenen Kursmeldungen, angebliche Unter-

nehmensbewertung durch eine renommierte Revisionsgesellschaft, In-sich-Ge-

schäften mit anderen ihm gehörenden Gesellschaften wie EZ._____ und 

FA._____, angeblicher Erwerb von Goldminen, angebliche Einführung eines 

"Goldfrankens", Umbuchungen von Aktienerlösen als angeblicher Betriebsertrag 

sowie Dividendenzahlungen wiederum aus Aktienerlösen im Stil eines eigentli-

chen "Schneeballsystems".

Durch sein Vorgehen schuf der Beschuldigte bei den Investoren gezielt die Illu-

sion, sich an einem potentiell erfolgreichen Start-up-Unternehmen beteiligen und 

mittel- oder langfristig einen namhaften Gewinn erzielen zu können. Tatsächlich 

fand die vom Beschuldigten propagierte Geschäftstätigkeit der EW._____ (Gold- 

und Schmuckhandel) in Wahrheit nicht oder nur in einem vernachlässigbaren Um-

fang statt, dies zudem entweder in Kooperation mit einer anderen Firma, der 

FC._____ (FC._____) von FD._____, oder durch Selbstkontrahierung mit ande-

ren, dem Beschuldigten zuzuordnenden Gesellschaften wie der EZ._____ oder 

der FA._____. Soweit die EW._____ eigene Angestellte hatte, waren diese im 

Wesentlichen mit Aktienverkäufen beschäftigt und nicht mit Gold- oder Schmuck-

handel. Die durch die Aktienverkäufe generierten Mittel kamen im Wesentlichen 

denn auch gar nicht der EW._____ zu Gute, sondern flossen unter verschiedenen 

Titeln (Löhne, Honorare, Provisionen etc.) an den Beschuldigten bzw. von ihm 

kontrollierte Gesellschaften sowie an †K._____ und diverse interne und externe 

Vermittler ab und standen damit für die vom Beschuldigten propagierte (tatsäch-

lich aber ohnehin nicht in diesem Umfang stattfindende) Geschäftstätigkeit der 

EW._____ von Vornherein gar nicht zur Verfügung. Hätten dies die Investoren 

von Anfang an gewusst, so hätten sie mit an Sicherheit grenzender Wahrschein-

lichkeit gar nie in die EW._____ investiert, wollten sie doch offenkundig in die ih-

nen präsentierte, vermeintlich erfolgreiche (tatsächlich aber nicht umgesetzte) Ge-

schäftsidee investieren und nicht in das Privatvermögen des Beschuldigten bzw. 

von †K._____.

- 37 -

Von den Aktienverkäufen der EW._____ profitierte der Beschuldigte denn auch 

persönlich, direkt oder indirekt via EZ._____ und FA._____, im Umfang von rund 

Fr. 2,9 Mio. (vgl. zur Berechnung: Urk. 193 S. 154).

Infolge der fehlenden (oder jedenfalls bei Weitem nicht der in Aussicht gestellten) 

entsprechenden Geschäftstätigkeit der EW._____ sowie des Umstands, dass nur 

ein (kleiner) Bruchteil des investierten Kapitals überhaupt in der EW._____ ver-

blieb, bestand für die Käufer von deren Aktien – ungeachtet der allgemein gerin-

gen Erfolgschancen von sog. Start-ups – somit von Beginn weg gar nie die 

Chance, das investierte Kapital zurückzuerhalten, geschweige denn zu vermeh-

ren, zumal die Aktien nicht handelbar waren und der Beschuldigte deren Rück-

nahme bzw. Weiterplatzierung – entgegen anderslautenden Zusicherungen – in 

aller Regel verweigerte. Die Käufer erhielten somit für das investierte Kapital fak-

tisch keinen Gegenwert, sondern mussten dieses vielmehr bereits im Moment der 

Investition abschreiben.

Aus der Vielzahl von aufeinander abgestimmten Täuschungshandlungen über ei-

nen Zeitraum von mehreren Jahren sowie der Um- bzw. Ableitung grosser Teile 

des von den Investoren einbezahlten Aktienkapitals in das Privatvermögen des 

Beschuldigten und weiterer Beteiligter kann sodann nur der Schluss gezogen wer-

den, dass der Beschuldigte von Anfang an beabsichtigte oder zumindest in Kauf 

nahm, sich am – durch seine falschen bzw. irreführenden Angaben und täuschen-

den Machenschaften erlangten – Geld der Investoren ohne Gegenleistung zu be-

reichern, zumal ihm zweifellos klar sein musste, dass bei Kenntnis der wahren 

Verhältnisse kein vernünftiger Mensch in die EW._____ investiert hätte. Die auf-

wändigen und raffinierten betrügerischen Machenschaften des Beschuldigten, 

welche den Eindruck eines erfolgreichen Unternehmens vermitteln sollten, waren 

für die geschädigten Anleger denn auch nicht durchschaubar, was sich nicht zu-

letzt daran zeigt, dass sich auch diverse renommierte und versierte Investoren un-

ter den Geschädigten befinden.

2.2 Soweit sich die Verteidigung im Berufungsverfahren überhaupt mit den ein-

lässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt hat, vermögen ihre 

Ausführungen (Urk. 247 S. 6 ff.) die umfassende und überzeugende Beweiswürdi-

- 38 -

gung der Vorinstanz nicht ernsthaft in Frage zu stellen, geschweige denn zu wi-

derlegen. Entgegen der Verteidigung verkannte die Vorinstanz keineswegs, dass 

vom Beschuldigten mit der EW._____ ein gewisses operatives Geschäft betrieben 

wurde – dies allerdings nicht zur Verfolgung des von ihm angegebenen Zwecks 

(gewinnstrebiger Gold- und Schmuckhandel), sondern gewissermassen als "Fas-

sade" zur Unterstützung seines tatsächlichen Geschäftsmodells, nämlich des Ver-

kaufs von (wertlosen) Aktien an Investoren zu seiner persönlichen Bereicherung. 

Erkennbar ist dies – wie erwähnt – etwa am Einsatz der investierten Gelder bzw. 

an den Geld(ab)flüssen zu Gunsten des Beschuldigten und weiterer Beteiligter 

sowie daran, dass Schmuckhandelstätigkeiten praktisch nur mit nahestehenden 

Firmen oder über die FC._____ erfolgten, während die Mitarbeiter der EW._____ 

mit Aktienverkäufen beschäftigt waren. Für letzteres wurden die personellen Res-

sourcen eingesetzt und (nur) daraus resultierte auch ein (namhafter) "Gewinn", 

während die den Investoren angepriesene Geschäftsidee – wenig verwunderlich – 

nie zum Laufen kam. Auch dass Erlöse aus Aktienverkäufen falsch als "Verkaufs-

ertrag aus Gold Nuggets" verbucht (vgl. nachstehend E. 8.) und hernach noch als 

"Dividenden" an Investoren ausgeschüttet wurden, ist einzig mit betrügerischen 

Machenschaften vereinbar, jedoch kaum mit einem seriösen Start-up-Unterneh-

men, welches investiertes Kapital zur Umsetzung der den Investoren bekanntge-

gebenen und auch von ihm verfolgten Geschäftsidee benötigt (vgl. zum Ganzen 

auch die zutreffenden Ausführungen der Staatsanwaltschaft in Prot. II S. 67 ff.).

Entgegen der Verteidigung ist vorliegend irrelevant, ob die Geschädigten auf die 

(allgemeinen) Risiken einer Investition in ein Start-up-Unternehmen hingewiesen 

wurden, wie auch, was genau die Geschädigten letztlich zur Investition veran-

lasste und welche Abklärungen sie diesbezüglich vorgängig vornahmen oder 

nicht. Denn der Beschuldigte täuschte nicht (nur) über bestimmte Eigenschaften 

einer Aktie bzw. über (allgemeine) Chancen und Risiken dieser Investition, son-

dern – viel grundsätzlicher – über die Existenz eines (redlichen) Unternehmens, in 

das überhaupt mit (wenn auch allenfalls geringer) Aussicht auf Erfolg investiert 

werden konnte, die von der Staatsanwaltschaft so genannte "Lüge Null". Damit 

mussten die Geschädigten nicht rechnen und es wäre ihnen angesichts der auf-

wändigen betrügerischen Machenschaften des Beschuldigten auch kaum möglich 

- 39 -

gewesen, dies zu durchschauen. Auch unter Berücksichtigung der sog. Opfermit-

verantwortung ist das Vorgehen des Beschuldigten deshalb klarerweise als arglis-

tig zu bezeichnen.

2.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs des gewerbs-

mässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB schuldig zu spre-

chen.

3. Gewerbsmässiger Betrug durch Aktienverkäufe der EX._____ 

(Anklageziffern B.V. und C.II.; Anklageschrift S. 31 bis S. 35 und S. 53 

bis S. 56 oben sowie Anhang B zur Anklageschrift)

3.1 Es kann – zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen – auch hierzu vollum-

fänglich auf die umfassenden, äusserst sorgfältigen und in allen Teilen zutreffen-

den Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, 

welche sich auch mit den massgeblichen Einwänden der Verteidigung bereits 

auseinandergesetzt haben (Urk. 193 S. 156 bis 180). Die Vorinstanz hat die vor-

liegend relevante Beweislage im angefochtenen Entscheid umfassend und zutref-

fend wiedergegeben und hat diese in der Folge ausführlich, sorgfältig und über-

zeugend gewürdigt. Sie ist dabei zu Recht zum Schluss gekommen, dass der re-

levante Anklagesachverhalt im Wesentlichen (mit einzelnen, jedoch nicht ent-

scheidenden Einschränkungen) erstellt ist und der Beschuldigte sich des ge-

werbsmässigen Betruges schuldig gemacht hat. Das Beweisbild ist für den – die 

Vorwürfe bestreitenden – Beschuldigten geradezu erdrückend. Die rechtliche 

Würdigung als gewerbsmässiger Betrug ist klar und eindeutig.

Der Beschuldigte und †K._____ gingen bei der EX._____ im Wesentlichen gleich 

vor, wie bei der EW._____, nur dass die EX._____ angeblich erfolgreich im Dia-

mantenhandel tätig sein sollte durch (tatsächlich nicht vorhandene) "einzigartige 

Bezugsquellen" bzw. ein "globales Netzwerk". Abgesehen von einzelnen Werbe-

veranstaltungen und dem einmaligen Ankauf von drei Diamanten von der (dem 

Beschuldigten zuzuordnenden) FA._____ fand jedoch keine erkennbare Ge-

schäftstätigkeit statt (ausser dem Verkauf ihrer eigenen Aktien). Der Beschuldigte 

bediente sich auch hier falscher Kursmeldungen zur Aktie der EX._____. Im Übri-

- 40 -

gen kann sinngemäss auf die Erwägungen zur EW._____ unter Ziff. 2.1 vorste-

hend verwiesen werden.

Von den Aktienverkäufen der EX._____ profitierte der Beschuldigte persönlich, di-

rekt oder indirekt via EZ._____ und FA._____, im Umfang von rund Fr. 957'000.– 

(vgl. zur Berechnung: Urk. 193 S. 179 f.).

3.2 Soweit sich die Verteidigung im Berufungsverfahren überhaupt mit den ein-

lässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt hat, vermögen ihre 

Ausführungen (Urk. 247 S. 48 ff.) die umfassende und überzeugende Beweiswür-

digung der Vorinstanz nicht ernsthaft in Frage zu stellen, geschweige denn zu wi-

derlegen. Sie erhebt bezüglich der EX._____ weitgehend analoge Einwände wie 

bezüglich der EW._____. Insofern kann sinngemäss auf die vorstehenden Aus-

führungen unter Ziff. 2.2 verwiesen werden. Nichts zu seinen Gunsten ableiten 

kann der Beschuldigte aus dem Umstand, dass der Betrieb der EX._____ nach 

relativ kurzer Zeit wieder eingestellt wurde, nachdem †K._____ selber Opfer eines 

Betruges geworden war. Dies ändert nichts an der klaren Beweislage, wonach 

auch die EX._____ von Anfang an als "Betrugsvehikel" für Aktienverkäufe vorge-

sehen war und nicht als ernsthaftes Diamantenhandelsunternehmen.

3.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs des gewerbs-

mässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB schuldig zu spre-

chen.

4. Gewerbsmässiger Betrug durch Aktienverkäufe der B._____ 

(Anklageziffern B.VI. und C.III.; Anklageschrift S. 35 bis S. 48 und S. 56 

bis S. 60 sowie Anhang C zur Anklageschrift)

4.1 Es kann – zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen – auch hierzu vollum-

fänglich auf die umfassenden, äusserst sorgfältigen und in allen Teilen zutreffen-

den Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, 

welche sich auch mit den massgeblichen Einwänden der Verteidigung bereits 

auseinandergesetzt haben (Urk. 193 S. 181 bis 251 oben). Die Vorinstanz hat die 

vorliegend relevante Beweislage im angefochtenen Entscheid umfassend und zu-

- 41 -

treffend wiedergegeben und hat diese in der Folge ausführlich, sorgfältig und 

überzeugend gewürdigt. Sie ist dabei zu Recht zum Schluss gekommen, dass der 

relevante Anklagesachverhalt im Wesentlichen (mit einzelnen, jedoch nicht ent-

scheidenden Einschränkungen) erstellt ist und der Beschuldigte sich des ge-

werbsmässigen Betruges schuldig gemacht hat. Das Beweisbild ist für den – die 

Vorwürfe bestreitenden – Beschuldigten geradezu erdrückend. Die rechtliche 

Würdigung als gewerbsmässiger Betrug ist klar und eindeutig.

Der Beschuldigte und †K._____ gingen bei der B._____ im Wesentlichen gleich 

vor, wie bei der EW._____ und der EX._____, nur dass die B._____ angeblich in 

der Entwicklung und Vermarktung von Robotern, namentlich des sog. "…" tätig 

sein sollte, wobei diese tatsächlich durch ein Wissenschaftler-Team an der 

FE._____ [Universität] erfolgte, die B._____ jedoch weder die Rechte an dieser 

Entwicklung innehatte, noch über einen Businessplan verfügte noch die Fertigstel-

lung des Projekts überhaupt innert nützlicher Frist absehbar war. Abgesehen von 

kleineren Zuschüssen an die Forschungsarbeiten sowie der Abhaltung von einzel-

nen Werbeveranstaltungen entfaltete die B._____ keine erkennbare Geschäftstä-

tigkeit (ausser dem Verkauf ihrer eigenen Aktien). Um dies zu verschleiern (ein 

anderer Grund ist nicht ersichtlich), veranlasste der Beschuldigte u.a. die Umbu-

chung von Provisionszahlungen in das Aufwandkonto "Forschung und Entwick-

lung" (vgl. auch nachstehend E. 8.). Zudem verbreitete der Beschuldigte etwa 

wahrheitswidrig, es bestehe ein Interesse von Google und/oder Microsoft an einer 

Übernahme der B._____. Der Beschuldigte bediente sich auch hier falscher Kurs-

meldungen zur Aktie der B._____. Im Übrigen kann auch hier sinngemäss auf die 

Erwägungen zur EW._____ unter Ziff. 2.1 vorstehend verwiesen werden.

Von den Aktienverkäufen der B._____ profitierte der Beschuldigte persönlich, di-

rekt oder indirekt via EZ._____ und FA._____, im Umfang von rund Fr. 4,95 Mio. 

(vgl. zur Berechnung: Urk. 193 S. 249 f.).

4.2 Soweit sich die Verteidigung im Berufungsverfahren überhaupt mit den ein-

lässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt hat, vermögen ihre 

Ausführungen (Urk. 247 S. 34 ff.) die umfassende und überzeugende Beweiswür-

digung der Vorinstanz nicht ernsthaft in Frage zu stellen, geschweige denn zu wi-

- 42 -

derlegen. Sie erhebt bezüglich der B._____ weitgehend analoge Einwände wie 

bezüglich der EW._____. Insofern kann sinngemäss auf die vorstehenden Aus-

führungen unter Ziff. 2.2 verwiesen werden. Die Zusammenarbeit der B._____ mit 

renommierten Fachleuten auf dem Gebiet der Robotik erweist sich als blosse, 

weitere Machenschaft des Beschuldigten, um der von ihm simulierten Geschäfts-

tätigkeit der B._____ Glaubwürdigkeit zu verleihen, so wie er bereits für die 

EW._____ und die EX._____ Vorträge bzw. Werbeveranstaltungen mit FD._____ 

und weiteren anerkannten Fachleuten organisiert hatte. Dies ist nicht zuletzt an 

den vergleichsweise äusserst bescheidenen von der B._____ in das laufende For-

schungsprojekt an der FE._____ investierten Gelder ersichtlich, während gleich-

zeitig (fragwürdige) Provisionszahlungen an †K._____ in Millionenhöhe fälschli-

cherweise als Forschungsaufwand verbucht wurden (vgl. nachstehend E. 8.). 

Auch die Vorbringen der Verteidigung ändern somit nichts an der klaren Beweis-

lage, wonach auch die B._____ von Anfang an als "Betrugsvehikel" für Aktienver-

käufe vorgesehen war und nicht als ernsthaftes Robotikunternehmen.

4.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs des gewerbs-

mässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB schuldig zu spre-

chen.

5. Mehrfache unwahre Angaben über kaufmännische Gewerbe 

(Anklageziffern B.IV.2. und 3., B.VI.2. und 3. sowie C.IV. und V.; Anklage-

schrift S. 23 bis S. 30 und S. 43 bis S. 48 sowie S. 60 f.)

5.1 Es kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

hierzu verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist (Urk. 193 S. 251 bis 254 

samt Verweisen). Zusammenfassend nahm der Beschuldigte als Verwaltungsrats-

präsident der EW._____ sowie der B._____ zumindest in Kauf, mehrfach erhebli-

che Falschangaben über die EW._____ sowie die B._____ an einen unbestimm-

ten (möglichst grossen) Adressatenkreis zu verbreiten, welche geeignet waren, 

Dritte zu schädigenden Vermögensdispositionen (nämlich zu Investitionen in die 

jeweilige Firma) zu veranlassen (Gefährdungsdelikt). Soweit die Empfänger der 

unwahren Angaben tatsächlich Aktien kauften, wird der Tatbestand von Art. 152 

- 43 -

StGB von demjenigen des gewerbsmässigen Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 

und 2 StGB konsumiert.

5.2 Soweit sich die Verteidigung im Berufungsverfahren überhaupt mit den Er-

wägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt hat, vermögen ihre Ausführungen 

(Urk. 247 S. 53 ff.) die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz nicht ansatz-

weise zu widerlegen. Insbesondere liegen zweifellos "öffentliche Bekanntmachun-

gen" im Sinne von Art. 152 Abs. 2 StGB vor, welche eine selbständige Tatbe-

standsvariante darstellen, und es ist entgegen der Verteidigung auch irrelevant, 

ob die unwahren Angaben deren Empfänger tatsächlich zum Kauf von Aktien ver-

anlassten, handelt es sich doch wie erwähnt um ein blosses Gefährdungsdelikt.

5.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs der mehrfa-

chen unwahren Angaben über kaufmännische Gewerbe im Sinne von Art. 152 

StGB schuldig zu sprechen.

6. Qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung zum Nachteil der B._____ 

(Anklageziffern B.VI.1.2 und C.VI.; Anklageschrift S. 37 bis S. 39 sowie 

S. 61 f.)

6.1 Die Vorinstanz hat nach materieller Prüfung des erstellten Sachverhalts die 

objektive sowie subjektive Tatbestandsmässigkeit nach Art. 158 StGB bejaht und 

den Beschuldigten der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne 

von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB zum Nachteil der B._____ schuldig gespro-

chen mit der abschliessenden Bemerkung, zum erfolgenden Schuldspruch wegen 

Betruges in Bezug auf den Verkauf der Aktien der B._____ bestehe echte Real-

konkurrenz (Urk. 193 S. 254 bis 257, insb. S. 256).

6.2 Zunächst kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 

werden, wonach der Beschuldigte zusammengefasst als (faktisches) Organ der 

B._____ mehrere geschäftsmässig nicht begründete Überweisungen zu Lasten 

der B._____ und zu Gunsten der ihm zuzuordnenden EZ._____ über insgesamt 

fast Fr. 1,4 Mio. veranlasst habe. Der vom Beschuldigten während der Untersu-

chung nachgeschobene Zahlungsgrund der sog. "Overhead-Provisionen" erweist 

- 44 -

sich zudem als blosse Schutzbehauptung, zumal der Beschuldigte die fraglichen 

Zahlungen in der Buchhaltung der B._____ weitestgehend unter "Forschung und 

Entwicklung" verbuchen liess (vgl. Urk. 193 S. 255). Nicht gefolgt werden kann 

der Vorinstanz hingegen, wenn sie ausführt, zum erfolgenden Schuldspruch we-

gen Betruges in Bezug auf den Verkauf der Aktien der B._____ bestehe echte 

Realkonkurrenz (Urk. 193 S. 256). Zur Begründung verweist die Vorinstanz mit ei-

nem Umkehrschluss auf den BGE 111 IV 60. Das Bundesgericht hat im dortigen 

Fall unter anderem erwogen, wenn ein Täter die Stellung eines Geschäftsführers 

oder Vertreters durch betrügerisches Handeln erlange, um sich aus dem zu ver-

waltenden Vermögen zu bereichern, gehe der Betrugstatbestand vor (vgl. 

BGE 111 IV 60, E. 3). Dies bedeutet entgegen der Vorinstanz jedoch nicht, dass 

in jedem Fall, in welchem die Geschäftsführerstellung nicht betrügerisch erlangt 

wurde, echte Konkurrenz anzunehmen wäre. Das Bundesgericht hat im besagten 

Entscheid ferner erwogen, der Ausschluss der Idealkonkurrenz zwischen den Tat-

beständen des Betruges und der ungetreuen Geschäftsbesorgung entspreche 

dem Grundgedanken, Idealkonkurrenz nur dort anzunehmen, wo es um den 

Schutz verschiedener Rechtsgüter gehe, hingegen nur die schwerere Strafnorm 

anzuwenden, wenn formell zwei Varianten der Verletzung des gleichen Rechtsgu-

tes durch eine Handlung erfüllt werden (BGE 111 IV 60, E. 3). Letzteres trifft vor-

liegend zu. Wie vorstehend erwogen hat der Beschuldigte die Investoren mittels 

arglistiger Täuschung dazu veranlasst, ihre Gelder der B._____ zu überweisen, 

von wo er sie dann nicht rechtmässig an die ihm zuzuordnende EZ._____ hat ab-

fliessen lassen. Durch die Ausrichtung dieser Zahlungen und die damit verbun-

dene Verminderung der Aktiven entstand der B._____ zugleich ein Vermögens-

schaden in der Höhe von Fr. 1'399'795.–, wobei es sich jedoch um einen Reflex-

schaden handelt. Der letztlich (durch den vom Beschuldigten begangenen Betrug 

sowie durch die geschäftsmässig nicht begründeten Überweisungen zu Lasten 

der B._____ und zu Gunsten der EZ._____) sowohl bei der B._____ als auch bei 

den Anlegern entstandene Schaden betrifft somit dasselbe Vermögen und damit 

dasselbe Rechtsgut, dessen Schutz Art. 146 und Art. 158 StGB bezwecken. Was 

dem Beschuldigten – zusätzlich – als ungetreue Geschäftsbesorgung vorgewor-

fen wird, ist somit durch seine zu erfolgende Verurteilung wegen Betruges konsu-

- 45 -

miert; es liegt unechte Idealkonkurrenz vor (vgl. Donatsch / Godenzi / Tag, Straf-

recht I, Verbrechenslehre, 10. Aufl. Zürich 2022, S. 437 f., mit Hinweisen).

6.3 Der Beschuldigte ist somit vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Ge-

schäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB zum Nachteil 

der B._____ AG in Liquidation freizusprechen.

7. Qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung und Gläubigerschädigung 

durch Vermögensminderung zum Nachteil der EY._____ 

(Anklageziffern B.VII. und C.VII.; Anklageschrift S. 48 und S. 62 f.)

7.1 Es kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

hierzu verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist (Urk. 193 S. 257 bis 264; 

einzig ist auf S. 261 oben fälschlicherweise von einem Vermögensschaden der 

EW._____ statt richtig: der EY._____ die Rede, wobei es sich aber um einen of-

fensichtlichen Verschrieb handelt).

Zusammenfassend kaufte der Beschuldigte namens der EY._____ als deren allei-

niges Organ von der ihm ebenfalls zuzuordnenden EZ._____ ein Goldnugget zu 

einem um fast 100% überhöhten Preis von Fr. 90'000.–, wobei ein Preis von 

höchstens ca. Fr. 46'700.– angemessen gewesen wäre. Damit bereicherte er die 

EZ._____ unrechtmässig um mindestens Fr. 43'000.– und schädigte die 

EY._____ mindestens im gleichen Umfang, was der Beschuldigte wusste und 

wollte. Dieses Vorgehen war zugleich geeignet, die nachmaligen Gläubiger der 

bereits überschuldeten EY._____ im Konkurs zu schädigen, was der Beschuldigte 

ebenfalls wusste und zumindest in Kauf nahm.

7.2 Was die Verteidigung im Berufungsverfahren dagegen vorbringt (Urk. 247 

S. 58 ff.), überzeugt nicht. Bereits die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass 

der Beschuldigte in der vorliegenden Konstellation (Rechtsgeschäft zwischen 

zwei vom Beschuldigten kontrollierten Gesellschaften) verpflichtet gewesen wäre, 

das Geschäft "at arm's length" abzuschliessen, d.h. zu einem angemessenen 

(mittleren) Marktpreis, bestenfalls auf einer aktuellen, neutralen Bewertung beru-

hend. Eine solche holte der Beschuldigte nicht ein. Die Vorinstanz hat überzeu-

- 46 -

gend dargelegt, warum der Kaufpreis vorliegend höchstens ca. Fr. 46'700.– hätte 

betragen dürfen. Dem Beschuldigten stand es entgegen seiner Ansicht nicht frei, 

einen (Fantasie-)Preis nach eigenem Gusto festzulegen, den ein (fiktiver) Samm-

ler möglicherweise für ein Liebhaberobjekt bezahlt hätte, zumal es sich bei der 

EY._____ als Käuferin gerade nicht um eine solche Sammlerin handelte. Das 

Vorgehen des Beschuldigten lässt mit der Vorinstanz keinen anderen Schluss zu, 

als dass er damit beabsichtigte, die (dem Untergang geweihte) EY._____ bzw. 

deren Gläubiger zu schädigen und die EZ._____ bzw. mittelbar sich selbst im 

gleichen Umfang unrechtmässig zu bereichern.

7.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs der qualifizier-

ten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 

StGB zum Nachteil der EY._____ AG sowie der Gläubigerschädigung durch Ver-

mögensminderung im Sinne von Art. 164 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 29 StGB schuldig 

zu sprechen.

8. Mehrfache Urkundenfälschung 

(Anklageziffern C.VIII. und C.IX.; Anklageschrift S. 63 bis S. 65 oben)

8.1 Es kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

hierzu verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist (Urk. 193 S. 264 bis 269).

Zusammenfassend liess der Beschuldigte (fiktive) Provisionszahlungen zu Lasten 

der B._____ an die EZ._____ fälschlicherweise als Geschäftsaufwand im Konto 

"Forschung und Entwicklung" der B._____ verbuchen, womit der wahre Zahlungs-

zweck verschleiert und gleichzeitig nicht erfolgte Investitionen der B._____ im 

Forschungsbereich vorgetäuscht wurden. Zudem liess der Beschuldigte Kursge-

winne aus Aktienverkäufen der EW._____ in deren Buchhaltung in das Konto 

"Verkaufsertrag aus Gold Nuggets" umbuchen, womit – tatsächlich nicht vorhan-

dene – Einnahmen der EW._____ aus dem Goldhandel suggeriert wurden. Der 

Beschuldigte wusste, dass diese Buchungen falsch waren und wollte, dass diese 

dazu beitragen, eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit der EW._____ bzw. der 

B._____ vorzutäuschen.

- 47 -

8.2 Entgegen der Verteidigung (in Urk. 247 S. 61 ff.) ist die für den Tatbestand 

der Urkundenfälschung erforderliche Vorteilsabsicht (nicht: Bereicherungsabsicht) 

des Beschuldigten sehr wohl im Anklagesachverhalt umschrieben, wie denn auch 

die Vorinstanz (in Urk. 193 S. 23 f.) und die Staatsanwaltschaft (in Prot. II S. 66) 

bereits zutreffend darlegten. Irrelevant ist entgegen der Verteidigung, ob aus den 

einzelnen Buchungssätzen bzw. Kontoblättern, mithin der "untersten Stufe" der 

Buchhaltung der eigentliche Zahlungsgrund hervorgegangen wäre, muss doch 

niemand damit rechnen, dass diese der Zuordnung im übergeordneten Konten-

plan gänzlich widerspricht. Jedenfalls ändert dies nichts daran, dass die jeweilige 

Buchhaltung auf den ersten Blick den offenkundig falschen Eindruck vermittelte, 

es seien bei der B._____ erhebliche Forschungsaufwände getätigt bzw. bei der 

EW._____ erhebliche Umsätze im Goldhandel erzielt worden – beides im Millio-

nenbereich. Dass dies nicht den Vorschriften der ordnungsgemässen Buchfüh-

rung entsprechen kann, musste gerade dem Beschuldigten klar sein, der sowohl 

über eine Ausbildung als auch über langjährige Berufserfahrung im Finanzbereich 

verfügte und zahlreiche Gesellschaften gründete und führte (vgl. Prot. II S. 20 f.). 

Vor diesem Hintergrund mutet es geradezu grotesk an, wenn sich der Beschul-

digte als ahnungsloser, von Beratern abhängiger "Laie" dazustellen versucht. Den 

Beschuldigten (als verantwortliches Gesellschaftsorgan) entlastet denn auch 

nicht, dass er sich die offensichtlichen Falschbuchungen im Rahmen von Gesprä-

chen mit Revisoren angeblich "absegnen" liess, selbst wenn diese Auskünfte auf 

wahrheitsgemässen Angaben des Beschuldigten beruht hätten.

8.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs der mehrfa-

chen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.

9. Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung 

(Anklageziffer C.X.; Anklageschrift S. 65 f.)

9.1 Es kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

hierzu verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist. Die Vorinstanz hat sich 

darin auch bereits mit den wesentlichen Einwänden der Verteidigung befasst 

(Urk. 193 S. 270 bis 283).

- 48 -

Zusammenfassend bot der Beschuldigte mit der von ihm gesteuerten Firmen-

gruppe, welche hauptsächlich im Finanzbereich tätig war, am Primärmarkt ge-

werbsmässig Effekten (Aktien) aus dieser Firmengruppe öffentlich an Dritte an 

(Emissionshaustätigkeit), ohne über die dafür erforderliche Bewilligung als Effek-

tenhändler zu verfügen, was ihm angesichts seiner vorgängigen Korrespondenz 

mit der FINMA auch bewusst war.

9.2 Soweit sich die Verteidigung im Berufungsverfahren überhaupt mit den ein-

lässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt hat, vermögen ihre 

Ausführungen (Urk. 247 S. 63 ff.) die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz 

nicht ansatzweise zu widerlegen. Dass sich die anwendbaren Strafbestimmungen 

zwischenzeitlich geändert haben, ist allenfalls im Rahmen der Strafzumessung zu 

berücksichtigen.

9.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs der Tätigkeit 

als Effektenhändler ohne Bewilligung gemäss Art. 44 Abs. 1 aFINMAG i.V.m. 

Art. 10 Abs. 1 aBEHG schuldig zu sprechen.

10. Betrieb einer kollektiven Kapitalanlage (SICAF) ohne Bewilligung 

(Anklageziffer C.XI.; Anklageschrift S. 66 f.)

10.1 Es kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

hierzu verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist. Die Vorinstanz hat sich 

darin auch bereits mit den wesentlichen Einwänden der Verteidigung befasst 

(Urk. 193 S. 283 bis 292 oben).

Zusammenfassend betrieb der Beschuldigte mit der EV._____ eine bewilligungs-

pflichtige kollektive Kapitalanlage im Sinne des Kollektivanlagengesetzes (KAG), 

ohne über die entsprechende Bewilligung zu verfügen. Insbesondere setzte sich 

das Aktionariat der EV._____ nicht ausschliesslich aus qualifizierten Anlegern zu-

sammen, was die Bewilligungspflicht hätte entfallen lassen. Bis zum 1. März 2013 

(Inkrafttreten einer Gesetzesrevision) durfte der Beschuldigte jedoch davon aus-

gehen, gemäss den bis dahin geltenden gesetzlichen Bestimmungen überprüft zu 

haben, dass das Aktionariat der EV._____ ausschliesslich aus qualifizierten Anle-

- 49 -

gern bestand, (nicht vermeidbarer Verbotsirrtum). Der Beschuldigte handelte inso-

weit nicht schuldhaft (Art. 21 Satz 1 StGB). Gleichwohl rechtfertigt sich bezüglich 

dieses minimen Teilvorwurfs keine Ausfällung eines separaten Freispruchs.

Spätestens ab dem 1. März 2013 hätte der Beschuldigte das Aktionariat der 

EV._____ jedoch entsprechend den revidierten gesetzlichen Bestimmungen er-

neut überprüfen müssen, was er nicht tat. Hätte er dies getan, wäre ihm zwangs-

läufig aufgefallen, dass nicht ausschliesslich qualifizierte Anleger an der 

EV._____ beteiligt waren. Insoweit handelte der Beschuldigte schuldhaft, jedoch 

ist die hierfür auszufällende Strafe zwingend zu mildern (vermeidbarer Verbotsirr-

tum, Art. 21 Satz 2 StGB).

10.2 Soweit sich die Verteidigung im Berufungsverfahren überhaupt mit den ein-

lässlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandergesetzt hat, vermögen ihre 

Ausführungen (Urk. 247 S. 68 f.) die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz 

nicht ansatzweise zu widerlegen. Insbesondere stellte die Vorinstanz zu Recht 

fest, dass das Aktionariat der EV._____ bereits vor Inkrafttreten der Revision am 

1. März 2013 tatsächlich nicht den gesetzlichen Vorgaben für einen bewilligungs-

freien Betrieb entsprach, der Beschuldigte jedoch bis dahin auf die im März 2011 

erfolgten Abklärungen der FF._____ vertrauen durfte, wogegen er nach Inkrafttre-

ten der Revision die notwendigen Abklärungen nicht traf, obwohl er dazu Anlass 

hatte, wovon er auch selber ausging. Damit nahm der Beschuldigte spätestens ab 

diesem Zeitpunkt in Kauf, die EV._____ als bewilligungspflichtige kollektive Kapi-

talanlage (SICAF) auch ohne Bewilligung (weiter) zu betreiben.

10.3 Der Beschuldigte ist somit bezüglich dieses Anklagevorwurfs des Betriebs 

einer kollektiven Kapitalanlage (SICAF) ohne Bewilligung gemäss Art. 44 Abs. 1 

aFINMAG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 KAG schuldig zu sprechen.

C. Zusammenfassung / Fazit

1. Obwohl bereits die Vorinstanz in ihrer Urteilsbegründung den Beschuldigten 

bezüglich jedem der drei "Betrugsvehikel" (EW._____, EX._____ sowie B._____) 

des gewerbsmässigen Betruges schuldig erklärte (vgl. Urk. 193 S. 155, 180 und 

- 50 -

250), verneinte sie letztlich (implizit) eine mehrfache qualifizierte Tatbegehung 

und verurteilte den Beschuldigten lediglich wegen eines (einfachen bzw. einheitli-

chen) gewerbsmässigen Betruges (vgl. Urk. 193 S. 251 oben; Disp.-Ziff. 1, 

1. Lemma). Dabei hat es im Berufungsverfahren aufgrund des Verschlechterungs-

verbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) sein Bewenden.

2. Der Beschuldigte A._____ ist somit schuldig zu sprechen:

 des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 

StGB,

 der mehrfachen unwahren Angaben über kaufmännische Gewerbe im 

Sinne von Art. 152 StGB,

 der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB zum Nachteil der EY._____ AG,

 der Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung im Sinne von 

Art. 164 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 29 StGB,

 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB,

 der Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung gemäss Art. 44 

Abs. 1 aFINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG sowie

 des Betriebs einer kollektiven Kapitalanlage (SICAF) ohne Bewilligung 

gemäss Art. 44 Abs. 1 aFINMAG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 KAG.

3. Hingegen ist der Beschuldigte vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen 

Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB zum Nach-

teil der B._____ AG in Liquidation freizusprechen.

IV. Strafzumessung

1. Die Vorinstanz legte zutreffend dar, dass für die Strafzumessung das im Tat-

zeitpunkt (2010 bis 2015) in Kraft gestandene Sanktionenrecht anzuwenden ist 

- 51 -

(Urk. 193 S. 292). Darauf kann verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass auch die 

nach dem vorinstanzlichen Urteil, am 1. Juli 2023 in Kraft getretene Revision des 

Sanktionenrechts (sog. Harmonisierung der Strafrahmen) für den Beschuldigten 

weder abstrakt noch konkret ein milderes Resultat zeitigt, so dass es bei der An-

wendbarkeit des früheren Sanktionenrechts bleibt (Art. 2 Abs. 2 StGB e contrario).

Wie eingangs erwähnt gilt im vorliegenden Berufungsverfahren sodann das Ver-

schlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO), womit die Ausfällung einer höheren 

als von der Vorinstanz festgelegten Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 8 Monaten 

(bzw. 80 Monaten) von Vornherein nicht in Betracht fällt.

2.1 Weiter machte die Vorinstanz zutreffende Ausführungen zu den vorliegend 

anwendbaren Strafrahmen sowie den allgemeinen Strafzumessungsregeln, auf 

welche vorab vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 193 S. 293 bis 295).

Hervorzuheben ist insbesondere, dass es trotz Vorliegens diverser Strafschär-

fungs- und -milderungsgründe beim ordentlichen Strafrahmen des schwersten 

Delikts bleibt (Art. 146 Abs. 2 StGB: 90 Tagessätze Geldstrafe bis zehn Jahre 

Freiheitsstrafe).

2.2 Ergänzend bzw. präzisierend dazu ist festzuhalten, dass das Bundesgericht 

spätestens seit BGE 144 IV 217 verlangt, für jedes Delikt innerhalb seines jeweili-

gen Strafrahmens eine Einzelstrafe (zumindest anhand der jeweiligen Tatkompo-

nenten) festzulegen. Diese Einzelstrafen sind dann – soweit sie gleichartig ausfal-

len – erst in einem zweiten Schritt gegebenenfalls zu (einer oder mehreren) Ge-

samtstrafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB zusammenzufassen. Bei der Ge-

samtstrafenbildung ist sodann jeweils von der für die schwerste Tat (pro Strafart) 

festgelegten Einzelstrafe als Einsatzstrafe auszugehen und diese ist dann für die 

übrigen Einzelstrafen (derselben Strafart) unter Beachtung des Asperationsprin-

zips angemessen zu erhöhen, so dass die Gesamtstrafe höher ausfällt als die 

Einsatzstrafe, aber tiefer als die Summe der verwirkten Einzelstrafen. Zudem darf 

die Gesamtstrafe nicht tiefer ausfallen als die höchste gesetzliche Mindeststrafe 

aller daran beteiligten Strafrahmen (vgl. BGE 144 IV 217, E. 3.5.1 ff. und E. 4).

- 52 -

2.3 Ferner darf die Strafart der bei mehreren Delikten festzulegenden Gesamts-

trafe nicht mehr pauschal anhand der resultierenden Gesamtstrafenhöhe festge-

legt werden. Vielmehr sind – wie bereits ausgeführt – die sich bei der Bewertung 

der jeweiligen Einzeltaten konkret ergebenden Strafen bzw. Strafarten nur noch 

insofern mittels Asperation zu einer Gesamtstrafe zusammenzufassen, als sie 

gleichartig ausgefallen sind (sog. konkrete Methode). Praktisch bedeutsam ist 

dies insbesondere deshalb, weil nach dem hier anwendbaren alten Sanktionen-

recht Freiheitsstrafen unter sechs Monaten nur in restriktiven Ausnahmefällen 

überhaupt verhängt werden dürfen (vgl. Art. 41 Abs. 1 aStGB). Aber auch Frei-

heitsstrafen im Bereich zwischen sechs und zwölf Monaten sind nach der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung nur subsidiär zulässig, wenn die Ausfällung einer 

– nach altem Recht bis zu 360 Tagessätzen möglichen – Geldstrafe (vgl. Art. 34 

Abs. 1 aStGB) anhand der konkreten Umstände nicht ausreichend erscheint. Eine 

Ausnahme gilt lediglich noch für den Fall, dass viele Einzeltaten zeitlich sowie 

sachlich eng miteinander verknüpft sind und eine blosse Geldstrafe bei keinem 

der in einem engen Zusammenhang stehenden Delikte geeignet ist, in genügen-

dem Masse präventiv auf den Täter einzuwirken. In einem solchen Fall dürfen die 

Einzeltaten ausnahmsweise vorab zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst und 

gestützt darauf die Strafart festgelegt werden (vgl. dazu BGer. 6B_382/2021 vom 

25. Juli 2022, E. 2.4.2 und 2.6, m.w.H.).

3. Der Beschuldigte wurde sodann mit Urteil der hiesigen Kammer vom 16. De-

zember 2021 – welches zwischenzeitlich in Rechtskraft erwachsen ist, nachdem 

eine dagegen gerichtete Beschwerde in Strafsachen vom Bundesgericht am 

3. November 2023 abgewiesen wurde – wegen mehrfacher Gehilfenschaft zu 

Pfändungsbetrug sowie Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung durch 

einen Dritten, begangen in den Jahren 2014 und 2015, mit einer bedingten Gelds-

trafe von 300 Tagessätzen zu Fr. 100.–, abzüglich vier Tage erstandener Haft, bei 

einer Probezeit von zwei Jahren bestraft. Bereits am 30. August 2019 war der Be-

schuldigte von der hiesigen Kammer wegen Fahrens eines Schiffes im angetrun-

kenen Zustand, begangen im August 2012, mit einer bedingten Geldstrafe von 

15 Tagessätzen zu Fr. 220.–, bei einer Probezeit von zwei Jahren bestraft wor-

den. Mit Verfügung des Kantonalen Steueramts Zürich vom 31. Oktober 2018 war 

- 53 -

der Beschuldigte schliesslich wegen vollendeter Steuerhinterziehung in den Jah-

ren 2006 bis 2012 mit einer (unbedingten) Busse von Fr. 64'640.– bestraft worden 

(vgl. Urk. 235). Da sich der Beschuldigte bereits vor den jeweiligen erstinstanzli-

chen Verurteilungen (vgl. BGE 138 IV 113, E. 3.4.2 f., m.w.H.) in jenen früheren 

Verfahren – welche am 17. März 2016, 9. November 2017 bzw. 31. Oktober 2018 

erfolgten – der heute zu sanktionierenden Delikte schuldig gemacht hatte, stellt 

sich vorab die Frage, ob bzw. inwie