# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b54bf0cf-c770-5e26-8759-0418357b7ee1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.12.2008 A-5530/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5530-2008_2008-12-11.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-5530/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz),
Richter André Moser, Richter Beat Forster, 
Gerichtsschreiber Stefan von Gunten.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Georg Lechleiter, 
Delphinstrasse 5, 8008 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), 3003 Bern,
Vorinstanz.

Inspektion eines Flugzeugs

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-5530/2008

Sachverhalt:

A.
Mit Schreiben vom 20. Dezember 2004 orientierte das Bundesamt für 
Zivilluftfahrt  (BAZL)  die  Halter  von Luftfahrzeugen der  Cessna Serie 
300/400, festgestellte Strukturprobleme mit älteren Flugzeugen hätten 
die  Herstellerfirma  Ende  der  90er-Jahre  veranlasst,  für  die  Serie 
300/400 ein Supplemental Inspection Document (SID) zu entwickeln. 
In der Folge seien bestimmte Anforderungen des SID definiert worden; 
ab Veröffentlichung gewähre der Hersteller eine Frist von 15 Monaten, 
um  diese  zu  erfüllen.  Im  Wesentlichen  würden  Strukturkontrollen  in 
festgelegten Intervallen  vorgeschrieben. Mit  Schreiben vom 21. Sep-
tember 2003 habe das BAZL die Halter der Cessna Serie 400 darauf 
aufmerksam gemacht,  dass  diese  Kontrollen  nach  geltendem Recht 
zwingend durchgeführt  werden müssten. Es werde nochmals festge-
halten, dass die SID Teil der in der Verordnung über die Lufttüchtigkeit 
von Luftfahrzeugen (VLL, SR 748.215.1) vorgesehenen, verbindlichen 
Unterhaltsdokumente seien. Allenfalls könne der Halter mit dem Unter-
haltsbetrieb  ein  alternatives  Programm  erarbeiten  und  dieses  dem 
BAZL  unterbreiten.  Falls  die  vom  Hersteller  gewährte  Frist  für  die 
Durchführung der Strukturkontrollen abgelaufen sei,  sei das Luftfahr-
zeug als nicht mehr lufttüchtig zu betrachten und dürfe nicht mehr be-
trieben werden. Die Halter  hätten  dem BAZL bis  Ende Januar  2005 
eine  Bestätigung  über  die  Durchführung  der  SID  vorzulegen;  werde 
diese Bescheinigung nicht fristgerecht vorgelegt, werde das BAZL das 
Lufttüchtigkeitszeugnis per Verfügung einziehen.

B.
Unter  Bezugnahme  auf  jenes  Schreiben  wandte  sich  X._______, 
Halter  des  Flugzeugs  HB-LCY, am  14. Februar  2005  an  das  BAZL. 
Gestützt auf seine Abklärungen gelange er zur Auffassung, dass die 
Serie 320 C vom aktuellen Stand der SID nicht betroffen sei. Falls die 
SID  jedoch  für  das  fragliche  Flugzeug  gälten,  beantrage  er  die 
Anerkennung eines alternativen Verfahrens.

C.
Am  1.  März  2005  hielt  das  BAZL  in  einem  Antwortschreiben  an 
X._______ fest, das entsprechende SID für seine Cessna 320 C HB-
LCY sei mit Datum vom 1. September 2003 in das Unterhaltsmanual 
aufgenommen worden. 

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Nach weiteren Abklärungen teilte das BAZL X._______ am 24. März 
2005 mit,  es habe folgendes Vorgehen beschlossen: Für  Flugzeuge, 
die gewerbsmässig unter VBR 1 oder einem AOC eingesetzt werden, 
sei  die  Durchführung  der  im  SID  definierten  Arbeiten  zwingend 
erforderlich; die betroffenen Flugzeuge dürften mit sofortiger Wirkung 
nicht mehr eingesetzt werden, wenn die vom Hersteller gegebene Frist 
überschritten sei; über die Zulässigkeit eines alternativen Programms 
werde  im  Einzelfall  entschieden.  Für  Flugzeuge  im  privaten  Einsatz 
liege die Auftragserteilung für die Durchführung der im SID definierten 
Arbeiten in der Verantwortung des Halters. Dieser habe dem BAZL bis 
zum 30. April  2004 (sic!)  schriftlich  zu  bestätigen,  dass  er  vom SID 
Kenntnis  habe,  auf  die  Durchführung  verzichte  und  dafür  die 
Verantwortung  übernehme.  Diese  Regelung  sei  im  Sinne  einer 
Übergangsfrist zu betrachten. Sie könne jederzeit durch eine Lufttüch-
tigkeitsanweisung  oder  durch  EASA-Vorgaben  aufgehoben  werden 
und das BAZL behalte sich vor,  bei  zweifelhaftem Allgemeinzustand 
des Luftfahrzeugs eine Kontrolle zu verlangen.

D.
Am  11. Juni  2008  reichte  X._______  beim  BAZL  ein  Instand-
haltungsprogramm (Aircraft Maintenance Program [AMP]) für das Luft-
fahrzeug HB-LCY, Typ Cessna 320 C, zur Genehmigung ein.

E.
Mit  Schreiben  vom  28. Juli  2008  gelangte  das  BAZL  an  diejenigen 
Luftfahrzeughalter, welche die SID-Inspektion noch nicht durchführen 
liessen, darunter auch an X._______. Es wies erneut darauf hin, dass 
die  Durchführung  der  im  Rahmen  der  SID  vom  Hersteller  ange-
ordneten Inspektionen von absoluter Notwendigkeit sei. Die SID seien 
durch den Hersteller in die aktuell gültigen Instandhaltungsdokumente 
der Cessna Baureihen 300 und 400 integriert worden; damit seien die 
entsprechenden Massnahmen zum Erhalt  der  Lufttüchtigkeit  der  be-
troffenen Luftfahrzeuge zwingend auszuführen. Die SID seien grund-
sätzlich gemäss den in  den Instandhaltungsdokumenten publizierten 
Fristen  umzusetzen,  spätestens  jedoch  bis  zum  31. Oktober  2008. 
Eine Fristverlängerung werde nur unter bestimmten Voraussetzungen 
und auf schriftlichen Antrag des Halters/Eigentümers gewährt. Die Ver-
antwortung bezüglich  der  Ausführung  und fristgerechten  Umsetzung 
dieser Anforderung liege beim Luftfahrzeughalter/ -eigentümer und sei 
unabhängig davon, ob das Luftfahrzeug privat oder kommerziell betrie-

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ben werde. Dem BAZL sei nach Abschluss der Arbeiten ein Arbeitsbe-
richt zuzustellen.

F.
Am  27. August  2008  gelangte  X._______  (nachfolgend  Beschwer-
deführer) mit einer Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Er 
beantragt, die Verfügung vom 28. Juli 2008 sei aufzuheben und führt 
im Wesentlichen aus, das BAZL ordne mit dieser in Briefform ergange-
nen  Verfügung  individuell-konkret  an,  dass  die  SID  für  die  Cessna 
Flugzeuge der Baureihen 300 und 400 spätestens bis zum 31. Oktober 
2008  umzusetzen  seien. Damit  werde  für  ihn  als  Halter  und  Eigen-
tümer eines solchen Flugzeugs eine individuelle Pflicht begründet. Zu 
dieser Anordnung habe er vor Erlass nicht Stellung nehmen können, 
womit auch sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei.

G.
In seiner Vernehmlassung vom 30. Oktober 2008 beantragt das BAZL 
(nachfolgend  Vorinstanz),  auf  die  Beschwerde  sei  nicht  einzutreten, 
eventuell sei sie abzuweisen. Das Vorliegen einer anfechtbaren Verfü-
gung werde bestritten. Mit  dem Schreiben vom 28. Juli  2008 sei der 
Beschwerdeführer (sowie analog betroffene Halter von Luftfahrzeugen 
der  Cessna  Serie  300/400)  lediglich  auf  eine  sich  aus  gesetzlichen 
Vorschriften ergebende Pflicht  aufmerksam gemacht  worden. Rechte 
oder Pflichten seien damit weder begründet noch geändert oder aufge-
hoben worden, so dass die Eigenschaften einer Verfügung nicht vorlä-
gen.  Die  SID  seien  vom  Hersteller  in  die  anwendbaren  Instandhal-
tungsunterlagen integriert  worden. Zum heutigen Zeitpunkt dürfte die 
SID-Inspektion für jedes Luftfahrzeug der Cessna Serie 300/400 fällig 
geworden sein. Als Folge der Integration der fraglichen Anforderungen 
in die Instandhaltungsunterlagen des Herstellers ergebe sich die Ver-
bindlichkeit  zur Durchführung nicht aufgrund einer individuell  konkre-
ten Anordnung, sondern unmittelbar gestützt auf die anwendbaren luft-
fahrtrechtlichen  Normen.  Der  Erlass  einer  Lufttüchtigkeitsanweisung 
oder einer individuell-konkreten Verfügung zur Anordnung der Durch-
führung  einer  SID-Inspektion  sei  daher  obsolet  geworden.  Eine  Be-
schwerde  könne  allenfalls  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  gegen  den 
Entzug  des  Lufttüchtigkeitszeugnisses  geführt  werden. Für  den  Fall, 
dass  es  sich  beim Schreiben vom 28. Juli  2008 um eine Verfügung 
handle, müsse die Beschwerde abgewiesen werden, sähen doch die 
einschlägigen  Instandhaltungsbestimmungen  die  Durchführung  der 

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SID-Inspektion zwingend vor; deren Notwendigkeit sei hinreichend do-
kumentiert.

H.
In einer auf Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts ergangenen 
Ergänzung zur Vernehmlassung führte die Vorinstanz am 17. Novem-
ber 2008 aus, dass sie die Frist bis 31. Oktober 2008 ausschliesslich 
mit  dem Schreiben vom 28. Juli  2008 angesetzt habe. Die Durchfüh-
rung der SID-Inspektion sei bei allen in Frage kommenden Luftfahrzeu-
gen schon fällig geworden und die Genehmigung der Instandhaltungs-
programme der betroffenen AMP-Luftfahrzeuge sei nicht vorbehaltlos 
möglich gewesen. Aus Sicherheitsgründen habe eine kurze Frist ange-
setzt  werden  müssen.  Im  Sinne  der  Verhältnismässigkeit  hätten  die 
betroffenen Halter jedoch die Möglichkeit, die Frist um ein Jahr zu ver-
längern. Eine Verlängerung dieser  Frist  werde aber  von einer  spezi-
fisch  entwickelten  Zusatzinspektion  abhängig  gemacht. Luftfahrzeug-
halter, die bis zum 31. Oktober 2008 weder den Nachweis der durch-
geführten SID-Inspektionen, noch denjenigen der Zusatzinspektion für 
eine Fristverlängerung hätten erbringen können, seien mit  Schreiben 
vom 11. November  2008 nochmals  zur  Durchführung  der  verlangten 
Inspektionen  bis  zum  21. November  2008  aufgefordert  worden.  Bei 
dieser  Gelegenheit  seien  sie  darauf  hingewiesen  worden,  dass  bei 
Nichtbefolgung  das  Lufttüchtigkeitszeugnis  des  Luftfahrzeuges  per 
Verfügung entzogen werde.

I.
In  seiner  Replik  vom 4. Dezember  2008 führt  der  Beschwerdeführer 
aus, das Schreiben vom 28. Juli  2008 stelle eine Verfügung dar, weil 
die Vorinstanz damit eine bisher geübte Praxis abgeändert und gleich-
zeitig eine Vollzugsfrist angesetzt habe. Damit seien im konkreten Ein-
zelfall Pflichten zu Lasten des Beschwerdeführers begründet worden. 
Im  Übrigen  sei  auch  schon  die  blosse  Feststellung  des  Bestehens, 
Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten und Pflichten eine Verfü-
gung. Soweit die Vorinstanz geltend mache, sie habe das eingereichte 
AMP nicht vorbehaltlos genehmigen können, sei solches dem Schrei-
ben vom 28. Juli  2008 nicht  zu  entnehmen gewesen; die  Vorinstanz 
habe das AMP vielmehr ohne Vorbehalt genehmigt.

Der Beschwerdeführer wendet sich in seiner Replik sodann auch ge-
gen das Schreiben der Vorinstanz vom 11. November 2008, mit  wel-
chem diese die Frist für den Nachweis der durchgeführten SID-Inspek-

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tionen  bzw.  der  Zusatzinspektion  für  eine  Fristverlängerung  bis  am 
21. November 2008 verlängert hat (vgl. oben Bst. H in fine). Er bean-
tragt, es sei festzustellen, dass die Fristansetzung vom 11. November 
2008 unwirksam sei, eventuell sei sie aufzuheben, und das Verfahren 
sei mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren zu vereinigen.

J.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird,  soweit  für  den  Ent-
scheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]). 
Das BAZL gehört  zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist  daher 
eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was 
das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundes-
verwaltungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde grundsätzlich zuständig. 

2.
Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sind nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig und verbindlich – in Form einer Verfü-
gung  –  Stellung  genommen  hat  (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ 
KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel 
2008, Rz. 2.1). Fraglich und näher zu prüfen ist vorliegend, ob das vom 
Beschwerdeführer angefochtene Schreiben der Vorinstanz vom 28. Juli 
2008 wie auch jenes vom 11. November 2008 eine Verfügung im Sinne 
des VwVG darstellt.

2.1 Als Verfügungen gelten autoritative, einseitige, individuell-konkrete 
Anordnungen  der  Behörde,  welche  in  Anwendung  von  Verwaltungs-
recht  ergangen,  auf  Rechtswirkungen  ausgerichtet  sowie  verbindlich 
und erzwingbar sind. Art. 5 Abs. 1 VwVG definiert Verfügungen als An-
ordnungen von Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht 
des  Bundes  stützen  (oder  richtigerweise  hätten  stützen  sollen)  und 

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zum Gegenstand haben: die Begründung, Änderung oder Aufhebung 
von Rechten oder Pflichten (Bst. a), die Feststellung des Bestehens, 
Nichtbestehens  oder  Umfanges  von  Rechten  oder  Pflichten  (Bst.  b) 
oder  die  Abweisung von Begehren auf  Begründung,  Änderung,  Auf-
hebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten, oder das Nicht-
eintreten auf solche Begehren (Bst. c). Zu den Verfügungen gehören 
sodann  auch  die  in  Art.  5  Abs.  2  VwVG  genannten  Rechtsan-
wendungsakte,  wie  z.B. die  Zwischenverfügungen  (vgl. zum Ganzen 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.3 f.).

2.2 Indem die  Vorinstanz  das  Schreiben  vom 28. Juli  2008  verfasst 
und sie dem Beschwerdeführer das von ihr festgelegte Vorgehen be-
kannt gegeben hat, liegt eine hoheitliche, einseitige Anordnung einer 
Behörde  vor  (vgl.  zu  den  Elementen  des  Verfügungsbegriffs  auch 
ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungs-
recht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 858 ff.). Auch eine individu-
ell-konkrete Anordnung liegt hier vor, war doch das fragliche Schreiben 
an den Beschwerdeführer persönlich gerichtet und war darin ein spezi-
fischer Sachverhalt geregelt, nämlich die Umsetzung der SID bis zu ei-
nem bestimmten Zeitpunkt mit der Möglichkeit einer Fristverlängerung. 
Die Vorinstanz stützte diese Anordnung zwar nicht in jenem Schreiben, 
wohl  aber  in  vorher  und  später  verfassten  Dokumenten  auf  verwal-
tungsrechtliche Normen, namentlich die VLL (vgl. Beschwerdebeilagen 
7 und 10 sowie Vernehmlassung).

Fraglich scheint  indessen,  ob das Schreiben vom 28. Juli  2008 eine 
auf Rechtswirkungen ausgerichtete Anordnung enthält. Zwar wird dem 
Beschwerdeführer im Schreiben eine Frist angesetzt; indessen hat die 
Vorinstanz für den Fall, dass er die Frist verpasst, keine Rechtsfolgen 
angeordnet. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Ergän-
zung zur Vernehmlassung hatte das Verpassen der Frist für den Be-
schwerdeführer  und  weitere  betroffene  Luftfahrzeughalter  einzig  zur 
Folge, dass sie mit einem weiteren Schreiben vom 11. November 2008 
erneut  zur  Durchführung  der  verlangten  Inspektionen  aufgefordert 
wurden. Damit ist das Vorliegen einer auf Rechtswirkungen ausgerich-
teten Anordnung und damit einer Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG 
wohl zu verneinen. Die Frage kann indes aus nachfolgenden Gründen 
offen bleiben.

2.3 Gegenstand des Verfahrens vor der Vorinstanz bildet letztlich die 
Lufttüchtigkeit des Flugzeugs HB-LCY. Während nach Darstellung der 

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Vorinstanz  zur  Gewährleistung  der  Lufttüchtigkeit  die  Durchführung 
der SID Teil der notwendigen Instandhaltungsprogramme bildet, ist der 
Beschwerdeführer  der  Auffassung,  dass  die  SID  für  den  fraglichen 
Flugzeugtyp nicht gelten und ihm allenfalls ein alternatives Programm 
zu bewilligen sei. So oder anders wird am Ende jenes Verwaltungsver-
fahrens entweder die Anerkennung bzw. Verlängerung der Lufttüchtig-
keit  des  Flugzeuges  HB-LCY stehen  oder  aber,  sofern  die  entspre-
chenden Voraussetzungen nach Auffassung der Vorinstanz nicht mehr 
erfüllt sind, der Entzug des Lufttüchtigkeitszeugnisses (Art. 52 VLL).

Bis anhin hat die Vorinstanz weder die Lufttüchtigkeit des Flugzeuges 
anerkannt noch das Lufttüchtigkeitszeugnis entzogen; den Erlass einer 
Verfügung gemäss Art. 52 VLL hat die Vorinstanz dem Beschwerde-
führer erst angedroht. Das Verwaltungsverfahren ist mithin noch nicht 
abgeschlossen. Das Schreiben vom 28. Juli  2008 stellt  -  soweit  ihm 
überhaupt Verfügungscharakter attestiert wird - unter diesen Umstän-
den  keine  Endverfügung  dar,  sondern  vielmehr  eine  Zwischenverfü-
gung. Als solche gelten Verfügungen, die das Verfahren vor der mit der 
Streitsache befassten Instanz nicht  abschliessen,  sondern  nur einen 
Schritt  auf  dem  Weg  zur  Verfahrenserledigung  darstellen  (vgl. 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 2.41  ff.,  auch  zum Folgenden). 
Die Verpflichtung an die Adresse des Beschwerdeführers,  innert  be-
stimmter  Frist  entweder  die  SID umzusetzen oder  ein  Fristverlänge-
rungsgesuch zu stellen, ist eine solche Anordnung; sie stellt ein pro-
zessuales  Instrument  für  die  Vorinstanz  dar,  die  für  den  instanz-
abschliessenden Entscheid über die Lufttüchtigkeit des Flugzeugs HB-
LCY massgebenden Unterlagen zusammenzutragen.

2.4 Zwischenverfügungen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen 
selbständig anfechtbar. Gegen selbständig eröffnete Zwischenverfüg-
ungen über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren ist die Be-
schwerde an das Bundesverwaltungsgericht  zulässig (Art. 45 Abs. 1 
VwVG). Gegen sämtliche anderen selbständig eröffneten Zwischenver-
fügungen ist die Beschwerde nach Art. 46 Abs. 1 VwVG zulässig, wenn 
sie  einen  nicht  wieder  gutzumachenden  Nachteil  bewirken  können 
(Bst. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen End-
entscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit 
oder  Kosten  für  ein  weitläufiges  Beweisverfahren  ersparen  würde 
(Bst. b).

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2.5 Eine Zwischenverfügung im Sinne von Art. 45 Abs. 1 VwVG liegt 
hier  offensichtlich  nicht  vor  und  die  Voraussetzungen  von  Art.  46 
Abs. 1 VwVG sind ebenfalls nicht  erfült: Der  Beschwerdeführer kann 
seine Auffassung, wonach die fraglichen SID für sein Flugzeug nicht 
anwendbar seien, ihm die Vorinstanz zu Unrecht die Durchführung ei-
nes alternativen Prüfprogramms versagt und sie eine Praxisänderung 
vorgenommen habe, ohne weiteres in einer Beschwerde gegen eine 
allfällige  Endverfügung,  mit  welcher  die  Vorinstanz  das  Lufttüchtig-
keitszeugnis  für  das  Flugzeug HB-LCY entzieht,  vorbringen. Sodann 
würde mit einer Aufhebung der angesetzten Frist  die Frage der Luft-
tüchtigkeit des besagten Flugzeugs nicht abschliessend beurteilt, wür-
de das entsprechende Beweisverfahren mithin nicht entfallen.

2.6 Es  ist  demnach  festzuhalten,  dass  das  Schreiben  vom  28.  Juli 
2008,  soweit  dieses als Zwischenverfügung zu qualifizieren ist,  nicht 
mit  Beschwerde  vor  Bundesverwaltungsgericht  angefochten  werden 
kann.

3.
Oben genannte Grundsätze gelten auch mit  Bezug auf das vom Be-
schwerdeführer  in  seiner Replik  beanstandete Schreiben der Vorins-
tanz  vom 11. November  2008. Mit  jenem Schreiben wurde dem Be-
schwerdeführer  zwar  der  Entzug  des  Lufttüchtigkeitszeugnisses  an-
gedroht, falls er die dort eingeforderten Berichte nicht innert Frist ein-
reicht.  Indessen  stellt  auch  jenes  Schreiben  keine  instanzabschlies-
sende  (End-)Verfügung  dar  und  dem  Beschwerdeführer  steht  es 
ebenso offen,  seine  Einwendungen im Rahmen eines  allfälligen Be-
schwerdeverfahrens  betreffend  den  Entzug  des  Lufttüchtigkeitszeug-
nisses vorzutragen.

4.
Aus  den  dargelegten  Gründen  ist  mangels  einer  anfechtbaren  Ver-
fügung auf die Beschwerden vom 27. August 2008 und vom 4. Dezem-
ber 2008 nicht einzutreten.

5.
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens trägt  der  Beschwerdeführer die 
Kosten des Verfahrens (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese werden bestimmt 
auf Fr. 1'000.-- und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

6.
Dem unterliegenden Beschwerdeführer und der Vorinstanz werden kei-

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ne Parteientschädigungen zugesprochen (Art. 64 VwVG; Art. 7 ff. des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf  die  Beschwerden  vom  27.  August  2008  und  vom  4.  Dezember 
2008 wird nicht eingetreten.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die  Vorinstanz  (Einschreiben;  Beilage:  Replik  vom  4.  Dezember 

2008)
- GS UVEK (Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Jürg Kölliker Stefan von Gunten

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Frist steht vom 18. Dezember bis und mit  2. Januar still. Die Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, de-
ren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, so-
weit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen 
(vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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