# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00543f10-cb51-536c-9eb0-702e2052c306
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 19.10.2021 F 2020 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2020-40_2021-10-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 19. Oktober 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Bahnhofstrasse 12, 
Postfach 27, 6301 Zug
Beschwerdegegnerin 

weiter verfahrensbeteiligt:
B.________
C.________, Beiständin, Mandatszentrum Zug, Artherstrasse 25, 6300 Zug
D.________, Beistand, Mandatszentrum Zug, Artherstrasse 25, 6300 Zug

betreffend

Erwachsenenschutzrecht 
(Beistandschaft)

F 2020 40

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Urteil F 2020 40 

A.a) B.________, geb. 1964, war seit 1986 als Folge eines Schädelhirntraumas, das er 
1984 bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte, gestützt auf aArt. 370 ZGB und ab 2005 
gestützt auf aArt. 369 ZGB bevormundet, angeordnet jeweils vom Gemeinderat 
E.________ (BG-act. 2.1 und 2.12) und mit wechselnden Beiständen im Laufe der Zeit. 
Mit Entscheid Nr. 2013/0044 ernannte die ab 2013 neu zuständige Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde des Kantons Zug C.________ per 1. Januar 2013 als neue 
Vormundin (BG-act. 2.15). Mit KESB-Entscheid Nr. 2013/0777 vom 6. August 2013 (BG-
act. 2.16) ordnete die KESB eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 Abs. 1 ZGB 
i.V.m. Art. 395 Abs. 1 und 2 ZGB und eine Mitwirkungsbeistandschaft nach Art. 396 ZGB 
an und definierte die der Beistandsperson C.________ aufgetragenen Aufgabenbereiche; 
überdies hielt sie fest, welche Rechtsgeschäfte in Einschränkung der Handlungsfähigkeit 
nur mit Zustimmung der Beiständin rechtsgültig abgeschlossen werden könnten.  

b) Mit E-Mail vom 30. Oktober 2019 (BG-act. 1.51) beantragte A.________, die Ver-
tretungsbeistandschaft seines Bruders B.________ zu übernehmen und als Beistand zu 
führen. Diesen Antrag zog A.________ an der Anhörung vom 19. Dezember 2019 wieder 
zurück (BG-act. 5.13). Am 20. Januar 2020 (BG-act. 1.71) stellte A.________ erneut den 
Antrag auf Übernahme der Beistandschaft, worauf er von der KESB am 20. Januar und 
am 24. Februar 2020 (BG-act. 1.72 und 1.73) um Einreichung eines Straf- und eines Be-
treibungsregisterauszugs ersucht wurde. Da diese Dokumente nicht eingereicht wurden, 
schloss die KESB das Verfahren mit Verfügung vom 14. April 2020 (BG-act. 2.22) ab. 

c) Mit Entscheid Nr. 2020/1175 vom 29. September 2020 (BG-act. 2.25) wurde ein 
Beistandswechsel angeordnet mit dem neuen Beistand D.________ vom Mandatszentrum 
Zug und einigen Änderungen im Aufgabenbereich (Ziff. 1). Die Gewährung von Darlehen 
und Schenkungen könnten – wie bis anhin – nur mit Zustimmung der Beistandsperson 
rechtsgültig abgeschlossen werden; die Handlungsfähigkeit bleibe bei den mitwirkungsbe-
dürftigen Geschäften eingeschränkt (Ziff. 2). Der Antrag von A.________ vom 6. Mai 2020, 
von B.________ mitunterzeichnet, auf Einsetzung als Beistandsperson wurde abgewiesen 
(Ziff. 7).

B. Gegen diesen Entscheid reichte A.________ mit einem nicht datierten Schreiben 
(Poststempel: 2. November 2020; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 3. November 2020) 

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Urteil F 2020 40 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein mit dem sinngemässen Antrag, anstelle von 
D.________ sei er selbst als Beistand seines Bruders zu bestellen. Zur Begründung führte 
er – soweit von Relevanz – aus, die bisherige Beiständin seines Bruders verwalte das 
noch vorhandene Vermögen seines Bruders von rund Fr. 200'000.– nicht richtig, gebe viel 
zu viel Geld aus beispielsweise für Miet- und Lagerkosten und habe auch persönliche Ge-
genstände, die seinem Bruder viel bedeutet hätten, entsorgt. Dass sein Bruder bei Admini-
stration und Verwalten seines kleinen Vermögens Hilfe brauche, sei absolut unbestritten. 
Dass sein Bruder, er selbst und letztlich auch der Steuerzahler durch das Verhalten der 
KESB geschädigt würden, sei als Unfähigkeit, Geld sinnvoll zu verwalten, zu bezeichnen. 
Dafür gebe es mehrere Beispiele und dafür werde Schadenersatz verlangt. Wenn er sel-
ber die Beistandschaft übernehme, sei dies für B.________ absolut kein Risiko, da er si-
cher mit der KESB abrechnen werde. Sein Bruder vertraue ihm mehr als der KESB, da ihn 
diese finanziell schädige und nicht seine Interessen vertrete. Es werde daher ein Bei-
standswechsel von C.________ zu ihm selber und nicht zu D.________ beantragt, weil 
dieser die KESB-Firma vertrete und seinen Bruder mehr kosten und dadurch finanziell 
schädigen werde. Aufgrund des schwarz auf weiss bewiesenen finanziellen Schadens 
durch Bankverluste, überteuerte Miet- und Lagerkosten werde von der KESB eine 
Entschädigung von pauschal Fr. 20'000.– verlangt, die sie brüderlich teilen würden.  

C. Mit Eingabe vom 10. November 2020 beantragte die KESB die Abweisung der Be-
schwerde. Im Übrigen werde auf den ausführlich begründeten Entscheid Nr. 2020/1175 
verwiesen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 und 450b Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(ZGB; SR 210) i.V.m. § 58 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; 
BGS 211.1) kann gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde innert 
30 Tagen beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden. Örtlich zuständig ist im 
Verfahren betreffend Erwachsenenschutzmassnahmen die Erwachsenenschutzbehörde 
bzw. im Beschwerdefall das Gericht am Wohnsitz der betroffenen Person (Art. 442 Abs. 1 
ZGB; § 58 Abs. 2 EG ZGB). Das Verwaltungsgericht verfügt über volle Kognition, also 
auch über die Ermessenskontrolle (Art. 450a ZGB). Für das Verfahren gelten die Bestim-

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Urteil F 2020 40 

mungen der Art. 450 ff. ZGB. Soweit das ZGB das Verfahren nicht selber regelt, gelangt 
das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG; BGS 162.1) zur Anwendung (§ 56 EG ZGB). 
Subsidiär sind gemäss Art. 450f ZGB die Bestimmungen der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) anwendbar. Anfechtungsgegenstand bildet der 
Entscheid Nr. 2020/1175 der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Kantons Zug 
vom 29. September 2020, weshalb das Verwaltungsgericht sowohl örtlich als auch 
sachlich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist. B.________, der 
seinen gesetzlichen Wohnsitz in E.________ hat, im Wohnheim der Stiftung F.________ 
wohnt und den Antrag an die KESB, nicht aber die Beschwerde mitunterzeichnet hat, wäre 
als von der Massnahme betroffene Person gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB ohne 
Weiteres beschwerdelegitimiert, tritt aber nicht als Beschwerdeführer auf. Der Beschwer-
deführer ist als Bruder und damit als nahestehende Person von B.________ gemäss 
Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB zur Beschwerde im kantonalen Verfahren legitimiert. Die 
fristgerecht eingereichte Beschwerde entspricht im Übrigen den einfachen formellen 
Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Für B.________ besteht seit vielen Jahren eine Beistandschaft und zwar aktuell in 
Form einer Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 
i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB und einer Mitwirkungsbeistandschaft gemäss Art. 396 ZGB. Mit 
dem vorliegend angefochtenen Entscheid Nr. 2020/1175 wurde diese Beistandschaft 
gleich belassen, die bisherige Beiständin C.________ per 31. Oktober 2020 aus dem Amt 
entlassen und an ihrer Stelle D.________, als neuer Beistand ernannt. Gleichzeitig wurde 
der von B.________ und seinem Bruder A.________ unterzeichnete Antrag vom 6. Mai 
2020 (KESB-act. 1.79) auf Einsetzung von A.________ als Beistandsperson abgewiesen. 
Die Voraussetzungen der angeordneten Beistandschaft und deren Ausgestaltung sind 
vorliegend unbestritten und brauchen auch nicht weiter geprüft zu werden. Streitig ist 
vorliegend einzig die Frage, ob die KESB A.________ als private Beistandsperson für 
seinen Bruder zu Recht nicht berücksichtigt und stattdessen D.________ als 
professionellen Beistand eingesetzt hat. 

3. Gemäss Art. 400 Abs. 1 Satz 1 ZGB ernennt die Erwachsenenschutzbehörde als 
Beistand oder Beiständin eine natürliche Person, die für die vorgesehenen Aufgaben per-
sönlich und fachlich geeignet ist, die dafür erforderliche Zeit einsetzen kann und die Aufga-
ben selber wahrnimmt. Schlägt die betroffene Person eine Vertrauensperson als Beistand 
oder Beiständin vor, so entspricht die Erwachsenenschutzbehörde ihrem Wunsch, wenn 

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Urteil F 2020 40 

die vorgeschlagene Person für die Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme be-
reit ist; sie berücksichtigt, soweit tunlich, Wünsche der Angehörigen oder anderer naheste-
hender Personen (Art. 401 Abs. 1 und 2 ZGB).

Das Gesetz enthält in Art. 400 Abs. 1 ZGB die allgemeinen Voraussetzungen für die Wahl 
des Beistandes: Neben zeitlicher Disponibilität und persönlicher Auftragserfüllung wird 
eine persönliche und fachliche Eignung für das Amt verlangt. Damit ist eine umfassende 
Eignung im Sinne von Sozial-, Selbst- und Fachkompetenz gemeint (Ruth E. Reusser, in: 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl. 2018, Art. 400 N 11 mit zahlreichen Hinwei-
sen). Das Gesetz unterscheidet zwischen der persönlichen und der fachlichen Eignung 
der natürlichen Person, die Beistand werden soll. Bei der persönlichen Eignung geht es 
einmal um die grundsätzliche Eignung, ohne deren Vorhandensein eine Person zum vorn-
herein als Beistand ausser Betracht fällt (Reusser, a.a.O., Art. 400 N 22 und die dort zitier-
te Judikatur und Literatur). Neben Personen, die absolut nicht geeignet sind, gibt es auch 
Personen, die aus persönlichen Gründen im Einzelfall nicht als Beistand in Frage kom-
men, unabhängig davon, welche Aufgaben zu erledigen sind. Darunter fallen z.B. Perso-
nen, bei denen Interessenkonflikte in Frage stehen. Eine abstrakte Interessenkollision ge-
nügt, wobei aus einem verwandtschaftlichen Verhältnis allein nicht bereits auf eine ab-
strakte Interessenkollision geschlossen werden darf. Die Fähigkeit, angemessen und ohne 
Eigeninteressen mit Einkommen und Vermögen der verbeiständeten Person umzugehen, 
stellt ein wesentliches Beurteilungskriterium für die Eignung als Beistand dar (Reusser, 
a.a.O., Art. 400 N 23 mit Hinweisen). Im Weiteren ist es wichtig, dass die hilfsbedürftige 
Person und der Beistand möglichst zueinander passen, wobei der Beistand "die Rolle 
eines geachteten Partners ... und nicht die eines alles besser wissenden Erziehers und 
Übermenschen" anzustreben hat (Reusser, a.a.O., Art. 400 N 24). Bei der fachlichen Eig-
nung geht es sodann um die für die Ausübung des konkreten Mandates nötigen Fachkom-
petenzen. Dabei gibt es nach wie vor auch einfachere Beistandschaften, bei denen eine 
Privatperson ohne spezielles Fachwissen, aber mit Lebenserfahrung, gesundem Men-
schenverstand, Sozialkompetenz und gutem Willen als Beistand in Frage kommt, insbe-
sondere wenn sie die erforderliche Einführung und laufende Unterstützung bekommt 
(Reusser, a.a.O., Art. 400 N 25). Schliesslich muss der Beistand über zeitliche Disponibi-
lität verfügen und seine Aufgaben als Beistand persönlich wahrnehmen (Reusser, a.a.O., 
Art. 400 N 27 ff.). Nach der Praxis und der Lehre sollten die Beistandschaften für folgende 
Personen in der Regel nicht einem Privatbeistand übertragen werden: Drogenabhängige 
oder andere Suchtkranke; Personen mit schweren psychischen Störungen; Personen, die 
nicht fähig sind, mit ihrem Geld umzugehen; sehr überschuldete Personen; Personen, die 

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sich einer Massnahme widersetzen; Personen in sehr konfliktbeladenen Familiensituatio-
nen, randständige Personen (Reusser, a.a.O., Art. 400 N 17 mit Hinweisen).

4. Die KESB begründete ihren Entscheid hinsichtlich der Nichtberücksichtigung von 
A.________ als künftiger Privatbeistand seines Bruders im Wesentlichen mit dessen feh-
lender persönlicher Eignung. So halte er seine eigenen Finanzen offensichtlich nicht in 
Ordnung, was dem Betreibungsregisterauszug zu entnehmen sei, in dem diverse Betrei-
bungen und zwölf Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 17'056.05 aufgeführt seien. Im 
Weiteren habe B.________ eingeräumt, dass sein Bruder wirtschaftliche Probleme und 
darum finanzielle Interessen am Mandat habe, was er selber jedoch gar nicht schlimm 
finde und es gut fände, wenn er seinem Bruder damit helfen könnte, Geld zu verdienen. Im 
Weiteren würden die beiden Brüder nach eigenem Bekunden nicht zusammenpassen, da 
ihre Lebensweisheiten einfach zu unterschiedlich seien. Einen ersten Antrag auf Bestel-
lung als Beistand habe A.________ aufgrund der Anhörung vom 19. Dezember 2019 zu-
rückgezogen und dazu erklärt, dass er eigentlich mit dem Leben seines Bruders nichts zu 
tun haben wolle. Während B.________ kurzzeitig bei seinem Bruder gewohnt habe, sei es 
zu Streit gekommen. Das Verhältnis der beiden scheine belastet und ambivalent zu sein; 
eine ausreichende emotionale Distanz im Rahmen einer Mandatsführung sei nicht 
gegeben. Bei dieser Sachlage fehle es A.________ an der Fähigkeit, angemessen und 
ohne Eigeninteressen mit Einkommen und Vermögen der verbeiständeten Person umzu-
gehen, weshalb es ihm bereits an der persönlichen Eignung als private Beistandsperson 
fehle und eine weitergehende Eignungsprüfung durch die interne priMa-Fachstelle sich 
erübrige.

5. Den Akten lässt sich im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

5.1 Zur Vorgeschichte enthalten die Akten unter anderem einen Bericht der Klinik 
G.________ vom 3. Juni 2004 (BG-act. 5.7), worin Assistenzärztin H.________ und 
Dr. med. I.________ – offenbar im Rahmen einer fürsorgerischen Freiheitsentziehung – 
die folgenden Diagnosen aufführen: organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma 
(ICD-10: F07.2), organische schizophreniforme Störung (ICD-10:F06.2), Alkoholabusus 
(ICD-10: F10.1) und Cannabisabusus (ICD-10: F12.1).

5.2 Sodann erstattete Dr. med. J.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, im Auftrag der damaligen Vormundschaftsbehörde E.________ am 28. Juli 2005 
ein Gutachten (BG-act. 5.8) und diagnostizierte darin ein organisches Psychosyndrom 

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nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2) und eine neuroleptisch behandelte organische 
schizophreniforme Störung (ICD-10 F06.2) mit Alkohol- und Cannabis-
Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent in beschützender Umgebung (ICD-10 
F10.21 und 12.21). Mit Ausnahme des Alkohol- und Cannabismissbrauchs müsse aus 
psychiatrischer Sicht mit einer dauernden Beeinträchtigung von B.________ gerechnet 
werden. Es bestehe eine Schutzbedürftigkeit hinsichtlich der Erledigung der persönlichen 
und der finanziellen Angelegenheiten. Aus ärztlicher Sicht seien die Voraussetzungen für 
eine Vormundschaft nach aArt. 369 ZGB gegeben. B.________ sei nicht in der Lage, 
einen bevollmächtigten Vertreter selbst zu ernennen und dessen Handlungen zu 
überwachen. Die zu ernennende Person als gesetzlicher Vertreter für B.________ sollte in 
der Ausübung des Amtes erfahren sein und nicht aus der Familie oder dem Umfeld des 
Exploranden stammen; vorzugsweise würde ein Amtsvormund bestimmt. Aus 
psychiatrischer Sicht sei von der Bestimmung eines Verwandten, auch des Bruders, zum 
Vormund dringend abzuraten. B.________ könne sich schlecht gegenüber seinem Bruder 
abgrenzen.

5.3 Dem Bericht von C.________ vom 4. März 2019 für die Berichtsperiode 2017/ 
2018 (BG-act. 3.30) lässt sich unter anderem entnehmen, dass B.________ sein Psycho-
pharmakon Leponex in Absprache mit den behandelnden Ärzten abgesetzt habe. Daher 
befinde er sich gemäss seinem damaligen Psychiater Dr. K.________ in einer ständigen 
psychotischen/paranoiden Stimmung, was Auswirkungen auf sein Verhalten im Allgemei-
nen, aber auch im Umgang mit seinen Nachbarn habe. Die Begleitung durch den Dienst 
L.________ sei im Mai 2017 abgebrochen wegen mangelnder Zusammenarbeit, 
Nichteinhaltens der Termine und weil eine grosse Misstrauenskomponente die Beziehung 
gestört habe. Seit April 2018 habe B.________ in der Pension M.________ in einem 
Zimmer gewohnt, nachdem es wegen seines auffälligen Verhaltens in seiner 3-Zim-
merwohnung an der Scheuermattstrasse zu mehreren Verwarnungen seitens des Vermie-
ters gekommen sei. Das auffällige Verhalten habe sich gezeigt, indem er in etlichen Näch-
ten mit Kollegen sehr laut Musik gehört habe (Nachtruhestörung), Müll im Kellerabteil oder 
vor dem Haus gesammelt oder im Treppenhaus geschlafen habe. In dieser Zeit sei es zu 
Polizeieinsätzen wegen Nachtruhestörung gekommen. Die Wohnung habe er schliesslich 
per Ende März 2018 verlassen müssen. Die Räumung seiner Wohnung sei mit einem aus-
serordentlich hohen zeitlichen Aufwand verbunden gewesen. Ursache für ihre enge Be-
gleitung sei gewesen, dass er mehrmals angekündigt habe, sich das Leben nehmen zu 
wollen, wenn er seine Wohnung verlassen müsse. Seine Sachen seien bei N.________ 
eingelagert. Vieles habe entsorgt werden müssen. Viele Gegenstände hätten für ihn einen 

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emotionalen Wert und hätten deshalb nicht entsorgt werden dürfen. Nach dem Umzug sei 
eine intensive Wohnungsreinigung erfolgt. In der Pension M.________ fühle sich 
B.________ sehr wohl. Es sei eine Übergangslösung, bis eine geeignete Wohnung für ihn 
gefunden werde. Bei der Wohnungssuche werde er von der O.________ Wohnbegleitung 
unterstützt. Seine Wäsche werde von einer Mitarbeiterin der Spitex gemacht. Nun habe 
sich der Vermieter der Pension M.________ im Herbst 2018 gemeldet und erklärt, dass es 
aus dem Zimmer stark stinke, weshalb das Zimmer alle zwei bis drei Monate von Holz, 
Steinen, Moos, Kartons, Federn, Schilf und offenen Lebensmitteln geräumt werden müs-
se, wobei B.________ immer vor Ort sei, daran aber jeweils keine Freude habe. Aus dem 
Vermögensbericht vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2018 ist sodann ersichtlich, dass 
sein Vermögen von rund Fr. 273'105.50 um Fr. 44'946.– auf nunmehr Fr. 228'159.50 
abgenommen hat. C.________ begründete dies mit den Kosten für die Räumung und 
Entsorgung der Wohnung, die Wohnbegleitung, Zahnarztkosten (mehrmalige 
Zahnsanierung), seinen Lebensunterhalt und die Mandatsentschädigung. 

5.4 In seiner Eingabe an die KESB vom 31. August 2020 (BG-act. 1.113) äusserte 
sich der damalige Rechtsvertreter von B.________, RA lic. iur. P.________, dahingehend, 
dass die bisherige Beistandschaft nach wie vor geprägt sei von Spannungen zwischen der 
Beiständin und B.________, die vorweg den Antrag auf Ernennung eines neuen Beistands 
begründen würden. Straf- und Betreibungsregistereinträge stünden im Zusammenhang mit 
einer Cannabis-Outdoor-Anlage, als deren Folge A.________ mit Verfahrenskosten 
konfrontiert worden sei, für die er nach seinem Empfinden nicht habe aufkommen wollen; 
Einträge im Strafregister wegen Vermögensdelikten seien nicht ersichtlich. Diese Einträge 
stünden einer Beistandschaft von A.________ für seinen Bruder nicht entgegen. Eine 
Interessenkollision bestehe nach Gesetzgeber und Rechtsprechung nicht bei finanziellen 
Interessen, welche die beiden Betroffenen – Mündel und Beistand – gleichermassen 
begünstigten. Sollte eine Interessenkollision darin gesehen werden, dass A.________ am 
24. April 2013 den Antrag auf ein Darlehen über Fr. 100'000.– aus dem Vermögen seines 
Bruders eingereicht habe, der in der Folge abgelehnt worden sei, könne im Nachhinein in 
dieser Konstellation kein Interessenkonflikt ausgemacht werden. Das Darlehen sei für die 
Amortisation der Hypothek auf der Eigentumswohnung von A.________ vorgesehen 
gewesen. Abgesehen davon, dass die Verzinsung höher gewesen wäre als die 
Verzinsung der Sparanlage bei der Zuger Kantonalbank und damit das Sparvermögen um 
ca. Fr. 10'000.– geäufnet worden wäre – was in beider Interessen gelegen hätte –, wäre 
das Darlehen durch die Eigentumswohnung gesichert gewesen. Insofern sei damals ein 
Entscheid gegen die Interessen von B.________ ergangen. Des Weiteren könne nicht von 

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einer umsichtigen Betreuung des Vermögens gesprochen werden, da die Wohnkosten in 
keinem Verhältnis zum Einkommen stünden und die Einlagerungskosten bei weitem zu 
hoch seien. A.________ habe wiederholt günstigere Angebote bekannt gegeben, denen 
keine Rechnung getragen worden sei. Die aktuelle Mandatsführung sei mit hohen Kosten 
verbunden, die den Interessen des Mündels entgegenstünden und dessen Vermögen 
erheblich reduzierten; die beantragte Beistandschaft des Bruders werde diese Kosten 
reduzieren. Der Ernennung des Bruders als Beistand stehe nichts entgegen. Allenfalls be-
fürchteten Interessenkollisionen könne mit Auflagen bei der Ernennung, strikterer Kontrolle 
und zeitverkürzter Rechenschaftsablegung Rechnung getragen werden.

5.5
5.5.1 Mit Zustimmung der damaligen Vormundin, genehmigt vom Gemeinderat 
E.________ am 2. April 2001 (BG-act. 2.7), gewährte B.________ seinem Bruder 
A.________ am 26. Juni 2000 ein verzinsliches Darlehen in Höhe von Fr. 50'000.– für den 
Kauf einer 3 ½-Zimmer-Eigentumswohnung in Q.________, grundpfandrechtlich gesichert 
(Kaufpreis der Wohnung Fr. 365'000.–). A.________ verpflichtete sich, das Darlehen nach 
20 Jahren (bis 1. März 2020), bei besonderen in der Person des Darlehensgebers liegen-
den Gründen bereits nach zehn Jahren (bis zum 1. März 2010) zurückzubezahlen.

5.5.2 Am 14. November 2005 beantragte A.________ dem Gemeinderat E.________ 
(BG-act. 1.35), dass B.________ die 2. Hypothek von Fr. 47'000.– (bei einer 1. Hypothek 
von 285'000.–) übernehmen dürfe für die von A.________ bewohnte Wohnung in 
Q.________, nachdem seine Exfreundin ausgezogen sei und ihren Anteil zurückhaben 
wolle. Es wurde dazu am 7. März 2006 ein Darlehensvertrag über Fr. 90'000.– (darin 
enthalten der Rest des bisherigen Darlehens von Fr. 42'320.–; BG-act. 4.5) unterzeichnet. 
Diesem Darlehen wurde am 13. März 2006 vom Gemeinderat E.________ zugestimmt 
(BG-act. 2.13).

5.5.3 Ein weiterer Darlehensantrag von A.________ über Fr. 100'000.– wurde am 
25. April 2013 von C.________ abgelehnt (BG-act. 1.38). Dabei hätte die Hypothe-
karschuld in diesem Umfang von B.________ bei Hypothekar-Schulden von Fr. 320'800.– 
übernommen werden sollen (Wert der 3 ½-Zimmer-Dachwohnung: Fr. 500'000.–).

5.5.4 Dem letzten Klientenvermögensbericht per 31. Dezember 2018 (BG-act. 3.30) ist 
ein Vermögensbestand von Fr. 228'159.50 zu entnehmen. Das Darlehen an A.________ 

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Urteil F 2020 40 

hat sich von Fr. 20'570.16 per 1. Januar 2017 auf Fr. 16'275.16 per 31. Dezember 2018 
reduziert. 

5.6 Im Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 12. Mai 2020 (BG-
act. 1.84) sind vier Einträge aus den Jahren 2010 bis 2014 ersichtlich, die allesamt Verur-
teilungen wegen teils mehrfacher Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz betreffen. 
Dem Auszug aus dem Betreibungsregister vom 11. Mai 2020 (BG-act. 1.84) lassen sich 
über 20 Einträge entnehmen, mehrheitlich von Gläubigern der öffentlichen Hand. Die nicht 
getilgten zwölf Verlustscheine aus Pfändungen beliefen sich auf einen Gesamtbetrag von 
Fr. 17'056.05.

5.7
5.7.1 An der Anhörung vom 4. Dezember 2019 (BG-act. 5.12) erklärte B.________, 
dass er als Notlösung bei seinem Bruder wohne. Auf längere Zeit wolle er aber nicht dort 
wohnen, da dies nicht funktionieren würde. Zudem wohne er bei seinem Bruder auf der 
Couch im Wohnzimmer und zahle dafür Fr. 800.–. Angesprochen darauf, ob er auch 
schwierige Diskussionen mit seinem Bruder führen könne, antwortete er mit "jein". Sein 
Bruder habe das Gefühl, alles sei gratis; ihm sei es egal, wer sein Beistand sei. Sein 
Bruder habe wirtschaftliche Probleme und er würde es nun gut finden, wenn er seinem 
Bruder damit helfen könnte, wenn er durch die Führung der Beistandschaft Geld verdienen 
würde. 

5.7.2 Am 19. Dezember 2019 wurden B.________ und A.________ betreffend Man-
datswechsel angehört (BG-act. 5.13). A.________ gab an, dass sein Bruder aus der 
Wohnung geflogen sei, da es für ihn schwierig sei, Ordnung zu halten. Er wolle eigentlich 
mit dem Leben seines Bruders nichts zu tun haben; ihre Lebensweisheiten seien einfach 
zu unterschiedlich. 

5.7.3 An der Anhörung vom 12. Juni 2020 (BG-act. 5.15) gab B.________ zu Protokoll, 
dass es aus seiner Sicht vertretbar sei, wenn sein Bruder sein Beistand wäre. Das sei 
familientechnisch besser und sein Bruder könnte davon auch noch profitieren. Es treffe zu, 
dass sein Bruder finanzielle Interessen habe, aber das sei doch kein Problem. Er wohne 
nicht mehr bei seinem Bruder, weil es Streit gegeben habe, allerdings ja nur beim Thema 
Wohnen. 

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Urteil F 2020 40 

5.7.4 Ebenfalls am 12. Juni 2020 (BG-act. 5.14) fand eine Anhörung mit A.________ 
statt. Dabei hielt er an seinem Antrag auf Einsetzung als Beistand für seinen Bruder fest. 

5.7.5 An der Anhörung vom 22. Juli 2020 (BG-act. 5.16) erklärte B.________, dass er 
mit der in Aussicht gestellten Ablehnung seines Bruders als Beistand nicht einverstanden 
sei; er wolle mit der bisherigen Beiständin nicht länger arbeiten und wünsche einen Mann 
als neue Beistandsperson. Mit der Wahl von D.________ vom Mandatszentrum erklärte er 
sich einverstanden; das mache Sinn und er sehe keine negativen Punkte. 

5.8 In Würdigung all dieser Akten und Aussagen sprechen mehrere Gründe gegen die 
Ernennung von A.________ als Beistandsperson seines Bruders B.________. 

5.8.1 Zunächst hat der Beschwerdeführer unbestrittenermassen eigene wirtschaftliche 
Interessen an einem solchen Mandat und möchte daran auch etwas verdienen. Dies ist 
seinem Bruder auch bewusst, wobei er dies grundsätzlich gut findet, wenn er damit sei-
nem Bruder helfen kann. B.________ räumt allerdings sinngemäss auch ein, dass er mit 
seinem Bruder keine grösseren Diskussionen führen und sich damit auch nicht gegen 
seinen Bruder durchsetzen könne. Sinn einer Beistandschaft ist es nun aber klarerweise 
nicht, dass ein Beistand aus der Verwandtschaft die Beistandschaft als Einnahmequelle 
betrachtet und sich so ein Einkommen zu Lasten des Verbeiständeten erwirtschaften 
kann. Mit den Darlehen, die er sich von seinem Bruder hat gewähren lassen, hat er zudem 
vom Vermögen seines Bruders profitiert und auf diese Weise Eigentum erwerben können. 
Darin ist klar eine finanzielle und wirtschaftliche Interessenkollision zu erblicken, zumal er 
2013 bereits wieder um ein Darlehen über Fr. 100'000.– nachsuchte, das dieses Mal von 
der Beiständin jedoch abgelehnt wurde.

5.8.2 Sodann hat A.________ seine eigenen Finanzen offensichtlich selber nicht im 
Griff, wovon die Einträge im Betreibungsregister mit diversen Verlustscheinen zeugen, die 
jedenfalls nicht alle mit den strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit Betäubungs-
mitteln stehen dürften. Er hat unbestrittenermassen Schulden, unter anderem auch nach 
wie vor eine Darlehensschuld gegenüber seinem Bruder B.________, und ist dem-
entsprechend in engen und angespannten wirtschaftlichen Verhältnissen. Selbst in der Be-
schwerde verlangt er von der KESB eine Entschädigung von Fr. 20'000.–, die er mit 
B.________ brüderlich teilen wolle. Auch den Gewinn und die Einsparungen bei den 
Lager- und anderen Kosten will er nicht seinem Bruder zukommen lassen, sondern viel-
mehr die Hälfte für sich beanspruchen.

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5.8.3 A.________ hat offensichtlich auch kaum Empathie für den Bruder. Sie seien zu 
unterschiedlich und hätten andere Lebensweisen. Sein Bruder interessiere ihn nicht wirk-
lich. Als B.________ vorübergehend bei seinem Bruder wohnen konnte – wobei er soweit 
bekannt auf der Couch schlafen musste –, kam es schnell zu Streitigkeiten; offenbar war 
B.________ nicht in der Lage Ordnung zu halten, was seinen Bruder erzürnte, sodass 
B.________ nach wenigen Wochen wieder ausziehen musste. Auch dieses offensichtlich 
belastete Verhältnis spricht gegen die Einsetzung von A.________ als Beistand.  

5.8.4 Es mag im Weiteren zwar durchaus zutreffen, dass sich das Vermögen von 
B.________ im letzten Jahr (2018/2019 BG-act. 1.51) deutlich reduziert hat. Dies hängt 
aber offensichtlich mit den Wohnungsumzügen, den Wohnungsreinigungen und der Einla-
gerung von umfangreichen Habseligkeiten zusammen. Nachdem er seine Wohnung an 
der Scheuermattstrasse in E.________ räumen musste, fand B.________ zunächst Un-
terschlupf in der Pension M.________, die er aber ebenfalls wegen seiner 
geruchsintensiven, messihaften Unordnung wieder verlassen musste. Danach wohnte er 
ab 1. September 2019 bei seinem Bruder in Q.________, wo es sehr schnell zu 
Streitigkeiten kam und wo er nach wenigen Wochen vom Beschwerdeführer 
rausgeschmissen wurde. Ab dem 9. März 2020 logierte er im Hotel R.________ in 
E.________ und seit 1. Oktober 2020 ist er nun im Wohnheim der Stiftung F.________ 
untergebracht. Dass B.________ jeweils seine Unterkunft verlor und umziehen musste, ist 
darauf zurückzuführen, dass er nicht in der Lage war, Ordnung zu halten, und jeden Raum 
mit allen möglichen Gegenständen und Materialien mehr oder weniger zumüllte. 
Entsprechende Geruchsemissionen führten schliesslich dazu, dass ihm all diese 
Räumlichkeiten gekündigt wurden. Sodann erklärte die bisherige Beiständin C.________, 
dass die Betreuung von B.________ zeitlich auch sonst sehr aufwendig gewesen sei. 
Dass seine Habseligkeiten allenfalls relativ teuer eingelagert wurden, hängt nach der 
Aktenlage auch damit zusammen, dass dies nur vorübergehend geplant war bis zum Ein-
zug in eine neue Wohnung, wo dann alle Gegenstände wieder hätten eingestellt werden 
können. 

5.8.5 Schliesslich ist auch zu bedenken, dass bei B.________ eine dauerhafte 
psychische Erkrankung vorliegt, bei der eine Beistandsperson aus dem Verwandtenkreis 
nicht empfohlen wird (s. dazu primär das psychiatrische Gutachten von Dr. J.________, 
BG-act. 5.8). Gerade durch diese Krankheit besteht eine besondere Verletzlichkeit und 

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Schutzbedürftigkeit, die es dem Betroffenen schwer macht, sich gegen die Verwandtschaft 
abzugrenzen und allenfalls auch durchzusetzen. 

5.9 Mit dem Wechsel von C.________ zu D.________ als Beistand ist dem Wunsch 
von B.________ nach einem männlichen Beistand entsprochen worden. Zudem war sein 
Verhältnis zu C.________ dauerhaft getrübt, da sie seiner Ansicht nach Erinnerungs-
stücke, die ihm offenbar sehr viel bedeuteten, gegen seinen Wunsch entsorgt hatte; dies 
wird von ihm auch immer wieder moniert und bleibt als steter Vorwurf an C.________ im 
Raum. Ob das indessen zutrifft, ist allerdings mehr als fraglich; immerhin liegt bei den 
Akten ein "Einverständnis Räumung Zimmer Pension M.________", worin B.________ am 
22. Juli 2019 bestätigt, dass er alle für ihn wichtigen Gegenstände und Kleider aus dem 
Zimmer bei Freunden gelagert habe; seine Beiständin könne das Zimmer am Montag, den 
29. Juli 2019, räumen und den Inhalt entsorgen (BG-act. 1.55). Jedenfalls ist das Thema 
Räumung, Entsorgung und auch Einlagerung ein Dauerthema und belastet das Verhältnis 
von B.________ zur bisherigen Beiständin. An D.________s persönlicher und fachlicher 
Eignung bestehen sodann keine Zweifel. B.________ hat ihn ebenfalls kennengelernt und 
ist mit ihm einverstanden (BG-act. 5.16, S. 3).

6. Zusammenfassend und in Berücksichtigung aller Aspekte ist festzuhalten, dass 
die KESB den Beschwerdeführer mangels persönlicher Eignung zu Recht nicht als Bei-
stand seines Bruders eingesetzt hat. Einerseits bestehen eindeutig finanzielle und wirt-
schaftliche Interessen und damit offensichtlich auch eine Interessenkollision. Andererseits 
hat der Beschwerdeführer Schulden und seine eigenen Finanzen nicht im Griff. Bei 
B.________ handelt es sich zudem – wie dem psychiatrischen Gutachten von 
Dr. J.________ entnommen werden kann – um einen dauerhaft psychisch 
beeinträchtigten Mann, bei dem ein Beistand aus dem familiären Umfeld eben gerade 
nicht eingesetzt werden sollte. Bei der Beistandschaft für B.________ handelt es sich 
schliesslich um eine nicht einfache, offensichtlich sehr aufwendige und auch zeitintensive 
Betreuung, die zu Recht einem professionellen und – dem Wunsch von B.________ 
entsprechend – männlichen Mandatsträger übertragen worden ist. Die Beschwerde 
erweist sich damit insgesamt als unbegründet und muss abgewiesen werden. 

7. Gemäss § 57 Abs. 1 EG ZGB richten sich die Gebühren für Amtshandlungen im 
Kindes- und Erwachsenenschutz unter Vorbehalt von Abs. 2 und 3 nach dem Verwal-
tungsrechtspflegegesetz und dem Verwaltungsgebührentarif. Das Verwaltungsgericht 
erhebt eine Spruchgebühr zwischen Fr. 400.– und Fr. 15'000.– (§ 22 Abs. 2 VRG i.V.m. 

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§ 1 Abs. 1 der Verordnung über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht; 
BGS 162.12). Sie ist unter anderem nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand des Gerichtes, 
der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Streitwert oder den sonsti-
gen Interessen der Parteien an der Beurteilung der Angelegenheit festzusetzen (§ 1 
Abs. 2 der Kostenverordnung). Im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht trägt die unterlie-
gende Partei die Kosten (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Der Beschwerdeführer unterliegt mit 
seinem Antrag vollumfänglich. Dem Verfahrensausgang entsprechend ist ihm daher eine 
Spruchgebühr aufzuerlegen, die auf Fr. 400.– gemäss § 1 Abs. 1 der Kostenverordnung 
festgesetzt wird. Parteientschädigungen sind mangels anwaltlicher Vertretung nicht zuzu-
sprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 400.– auferlegt.

3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung, 
Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde des Kantons Zug, an B.________, an C.________ und an 
D.________. 

Zug, 19. Oktober 2021

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am