# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b14242a-7b22-5218-abed-7a9cabb0a882
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2010 E-7398/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7398-2010_2010-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7398/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A_______ geboren (...),
B_______, geboren (...),
C_______, geboren (...),
D_______, geboren (...),
Mongolei,
(...)
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. Oktober 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7398/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge ihr Heimat-
land am 19. September 2010 verliessen,  mit  dem Zug nach Moskau 
und von dort aus mit einem Minibus über unbekannte Länder am 25. 
September 2010 in die Schweiz gelangten,

dass sie gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlin-
gen um Asyl nachsuchten,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Kreuzlingen vom 5. Oktober 2010 sowie der direkten Anhö-
rung  vom  12.  Oktober  2010  zur  Begründung  ihrer  Asylgesuche  im 
Wesentlichen geltend machten, sie hätten ihre Heimat verlassen, weil 
der Beschwerdeführer (Ehemann und Vater) eine Gefängnisstrafe er-
halten habe,

dass der Beschwerdeführer von zwei Männern überfallen worden sei,

dass er sich unverhältnismässig zur Wehr gesetzt habe und den bei -
den Tätern das Bein beziehungsweise den Arm gebrochen habe,

dass er in der Folge vom Gericht zu zweieinhalb Jahren Gefängnis und 
zu einer Busse von mehreren Millionen Tugrik  verurteilt worden sei,

dass  der  Beschwerdeführer  seine  Gefängnisstrafe  erst  im  (...)  2003 
habe antreten können, da seine Frau (Beschwerdeführerin) kurz zuvor 
ein Kind auf die Welt gebracht habe,

dass  nach  seiner  Entlassung  im  (...)  2005  ein  Täter  regelmässig 
zusätzliches Geld für seine Beinbehandlung gefordert habe,

dass er den Beschwerdeführenden gedroht  habe, ihrem Sohn etwas 
anzutun, wenn sie nicht genügend Geld bezahlen würden,

dass die  Beschwerdeführenden sich im Februar  2007 an die  Polizei 
gewandt hätten, ohne jedoch eine Anzeige aufgegeben zu haben,

dass sie auch aufgrund ihrer Vorbestrafung ausgereist seien, um den 
Kindern eine unbeschwerte Zukunft und Schulbildung ermöglichen zu 
können,

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dass das Bundesamt mit  gleichentags mündlich eröffneter Verfügung 
vom 12. Oktober 2010 - in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) - auf 
die Asylgesuche nicht eintrat und die Beschwerdeführenden unter der 
Androhung von Zwangsmitteln  aus der  Schweiz wegwies,  wobei  der 
Kanton Zürich beauftragt wurde, den Wegweisungsvollzug zu vollzie-
hen, 

dass das BFM die  Beschwerdeführenden anlässlich der  Einreichung 
ihrer Asylgesuche am 25. September 2010 und im Rahmen der Kurz-
befragung vom 5. Oktober 2010 aufforderte, innert 48 Stunden rechts-
genügliche Papiere einzureichen, und dass die Beschwerdeführenden 
dieser Aufforderung bis heute nicht nachgekommen sind,

dass das BFM zur  Begründung des Nichteintretens auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  die  Beschwerdeführenden  hätten 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare 
Gründe  keine  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgegeben  und  würden 
die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfüllen,

dass  der  von  den  Beschwerdeführenden  eingereichte  Führerschein 
und  die  Wohnsitzbestätigung  keine  Reise-  oder  Identitätsdokumente 
im Sinne von Art. 1 Bst. b und c der Asylverordnung 1 vom 11. August 
1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) darstellen würden,

dass keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es den Beschwerde-
führenden  verunmöglicht  hätten,  rechtsgenügliche  Ausweisepapiere 
einzureichen,

dass ihre Darlegung, sie hätten die Reisepässe vor Antritt ihrer Reise 
den  Schleppern  ausgehändigt  und  nicht  mehr  zurück  erhalten,  als 
Standardvorbringen zu qualifizieren sei,

dass  anzunehmen  sei,  sie  seien  nicht  gewillt  gewesen,  ihre  Reise- 
beziehungsweise Identitätsdokumente abzugeben,

dass es  nicht  plausibel  erscheine,  angeblich  nicht  zu  wissen,  durch 
welche  Länder  die  Beschwerdeführenden  von  Russland  bis  in  die 
Schweiz gereist seien,

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dass  zudem  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flücht-
lingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in 
ihrem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass die  Schilderungen zu ihren Asylvorbringen in wesentlichen Be-
reichen  massive  Widersprüche  aufweisen  würden,  sodass  diese  als 
haltlos zu qualifizieren seien,

dass  beispielsweise  der  Beschwerdeführer  berichtet  habe,  im  Juli 
2003 zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden zu sein, 
aber  wegen  der  Schwangerschaft  seiner  Ehefrau  diese  erst  im  (...) 
2003 habe antreten müssen,

dass hingegen die Beschwerdeführerin zu Protokoll gegeben habe, ihr 
Mann sei am 29. Mai 2003 verurteilt worden und habe bereits am fol-
genden Tag seine Gefängnisstrafe angetreten,

dass auch die Aussagen zur Anzeigeerstattung bei der Polizei Wider -
sprüche aufwiesen,

dass diesbezüglich der Beschwerdeführer berichtet habe, sich im Fe-
bruar 2007 ein einziges Mal wegen Drohungen an die Polizei gewandt 
zu haben, ohne jedoch eine Anzeige erstattet zu haben, 

dass demgegenüber die Beschwerdeführerin behauptet habe, im Sep-
tember 2006 zusammen mit ihrem Ehemann bei der Polizei gewesen 
zu sein und Anzeige erstattet zu haben,

dass ebenfalls Diskrepanzen zwischen den Aussagen der Ehegatten 
bestünden, ob nur ein Täter oder zwei Täter die späteren Drohungen 
geäussert hätten, 

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar 
und praktisch durchführbar sei,

dass die Beschwerdeführenden mit  Eingaben vom 14. Oktober  2010 
(Poststempel) in mongolischer und vom 19. Oktober 2010 (Poststem-
pel) in deutscher Sprache beantragten, es sei die Verfügung der Vor-
instanz vollumfänglich aufzuheben und es sei die Sache zur  Prüfung 
des Asylgesuches (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen,

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dass sie in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65  Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses beantragten,

dass die  vorinstanzlichen Akten am 15. Oktober 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eingegangen sind (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  des Bundes-ge-
setzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs.  1  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG  und  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli- 
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der  
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf  
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-

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stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung nach Prüfung der Ak-
ten aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts zu Recht festgestellt hat, 
dass für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren keine 
entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass namentlich die Behauptung der Beschwerdeführenden, sie seien 
während ihrer Reise nicht kontrolliert worden (vgl. A1 S. 4f., 8 ff.; A2 S. 
8; A9 S. 2),  angesichts der insbesondere an den EU-Aussengrenzen 
strengen Grenzkontrollen wenig plausibel erscheint, und dass die Be-
schwerdeführenden zu den angeblichen Reiseumständen nur äusserst 
knappe und unsubstanziierte Angaben zu machen vermochten (vgl. A1 
S. 8f.; A2 S. 7f.),

dass im Übrigen auf die diesbezüglichen Erwägungen in der Verfügung 
des BFM verwiesen werden kann,

dass die von den Beschwerdeführern mit  der Beschwerdeschrift  ein-
gereichte Faxkopie der ID-Karte und des Familienbüchleins nicht  als 
Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gelten kön -
nen,  handelt  es  sich  doch nicht  um amtliche Originaldokumente  mit 
Foto (vgl. Art. 1a Bst. b und c AsylV 1),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und  realitätsfremden Ausführungen  der  Beschwerdeführenden  sowie 
der gesamten Aktenlage davon ausgeht, sie hätten bei ihrer Einreise 
in  die  Schweiz  authentische  Identitäts-  und  Reisepapiere  besessen, 
welche sie jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung ihrer 
gesetzlichen Mitwirkungspflicht  (vgl. Art. 8  Abs. 1 Bst. b  AsylG)  den 
schweizerischen Behörden nicht aushändigten, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungs-
vollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuz-
lingen vom 5. Oktober 2010 sowie der direkten Anhörung vom 12. Ok-
tober  2010  darstellt,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche  tatbeständliche 

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oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss  summarischen 
Prüfung der eindeutige Schluss gezogen werden kann, dass die Be-
schwerdeführenden  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfüllen  und  einem  Vollzug  ihrer  Wegweisung  keine  Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen  seien  in  wesentlichen  Aspekten  widersprüchlich,  wobei  zur 
Vermeidung  von  Wiederholungen  vorab  auf  die  zutreffenden  Erwä-
gungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass die von der Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift vorge-
brachte  schlechte  psychische  Verfassung  nicht  die  Widersprüche  zu 
klären vermag, zumal sich die Beschwerdeführerin in keiner medizini-
schen  Therapie  befindet,  und  auch  in  den  Befragungen  keine  ent -
sprechenden medizinischen Probleme geltend machte,

dass in der Beschwerdeschrift weiter gerügt wird, der (mündlich eröff -
nete)  Entscheid  des  BFM richte  sich  nur  an den  Beschwerdeführer, 
nicht aber an die Beschwerdeführerin,

dass indessen diese Rüge unzutreffend ist und in der angefochtenen 
Verfügung vielmehr  die Asylgesuche und die  Vorbringen sowohl  des 
Beschwerdeführers  als  auch  der  Beschwerdeführerin  korrekt  und  in 
genügender Ausführlichkeit behandelt werden,

dass nach dem Gesagten das BFM im Ergebnis zu Recht ausführte, 
die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 7 AsylG nicht,

dass sich insgesamt die Erkenntnis ergibt,  es bestehe weder Anlass 
zur  Vornahme zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flücht-
lingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  noch 
gar zur direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 
Bst. b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass die relativ knappen und unsubstanziierten Ausführungen in der 
Beschwerdeschrift an dieser Erkenntnis nichts zu ändern vermögen, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

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dass im Übrigen  festgehalten  werden kann,  dass  der  Bundesrat  mit 
Beschluss  vom  28. Juni  2000  die  Mongolei  zum  "safe  country"  im 
Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG erklärt hat und von dieser Ein-
schätzung im Rahmen der periodischen Prüfung (Art. 6a Abs. 3 AsylG) 
dieses Beschlusses zwischenzeitlich  nicht  abgewichen ist,  und dass 
ein  Nichteintretensentscheid  des BFM angesichts  der  unglaubhaften 
Vorbringen der Beschwerdeführenden auch gestützt auf Art. 34 Abs. 1 
AsylG hätte ergehen können,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat,  vorliegend die Beschwerdefüh-
renden  weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzen  noch  einen  An-
spruch auf Erteilung einer solchen haben, weshalb die verfügte Weg-
weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu 
bestätigen  ist  (Art. 44  Abs. 1  AsylG,  Art. 32  Bst.  a  AsylV 1;  vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asyl -
rechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu ma-
chen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlings-
rechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  An-
wendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswid-
rige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die ihnen in der Mongolei droht,

dass in der Mongolei keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder all -
gemeiner  Gewalt  herrscht,  die  einen  Wegweisungsvollzug  als  unzu-
mutbar erscheinen lassen würde  (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die Beschwerdeführenden auch keine gravierenden gesundheit-
lichen Probleme geltend machten und ausserdem in ihrer Heimat über 
ein soziales Netz verfügen (vgl. A1 S. 4; A2 S. 3f.),

dass somit weder die allgemeine Lage in der Mongolei noch individu-
elle Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführenden 
im Falle ihrer Rückkehr schliessen lassen und somit weder allgemeine 
noch  individuelle  Unzumutbarkeitsgründe  gegen  den  Vollzug  der 
Wegweisung sprechen,

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dass der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihnen obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist, dar-
zutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass sich die in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren aufgrund 
vorstehender Erwägungen als aussichtslos erweisen, weshalb der An-
trag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache 
gegenstandslos wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM und  die 
zuständige Kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Bettina Schwarz

Versand:

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