# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13b7c0b0-c5a3-5609-88ca-60f123cb332e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.07.2018 PQ170072
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ170072_2018-07-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ170072-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter  

Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Beschlüsse und Urteil vom 3. Juli 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdeführerin 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin Y._____ 

 

sowie 

 

C._____,  
Verfahrensbeteiligter 

vertreten durch Beiständin Rechtsanwältin Z._____ 

 

betreffend Kindesschutzmassnahmen / Rückweisung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer II des Bezirksrates Zürich vom 
20. August 2015 i.S. C._____, geb. tt.mm.2008; VO.2015.41 (Kindes- und Er-

- 2 - 

wachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich) 
Beschluss und Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons Zü-
rich vom 12. Juni 2017; Proz. PQ150062 
Urteil Bundesgericht vom 6. September 2017; Proz. 5A_527/2017 

 

Erwägungen: 

I. 

1.1. B._____ und A._____ sind die Eltern von C._____, geboren tt.mm.2008. Die 

Eltern sind sich nicht einig darüber, ob C._____ zurück zur Mutter platziert werden 

oder bis auf Weiteres bei der Pflegefamilie D._____ in E._____ leben soll, wo er 

sich seit Oktober 2014 befindet.  

Mit Urteil vom 12. Juni 2017 ordnete das Obergericht, II. Zivilkammer, nach 

1 ½ Jahren Verfahrensdauer die Rückübertragung des Aufenthaltsbestimmungs-

rechts an die Mutter und mit Blick auf das beginnende Schuljahr per 14. August 

2017 die Rückplatzierung von C._____ zur Mutter an (act. 124). Zum Verfahren 

und zu den Gründen der langen Verfahrensdauer ist auf die Erwägungen im Urteil 

vom 12. Juni 2017 zu verweisen (act. 124 E. I./1. ff., S. 2-16).  

1.2. Es kam im Folgenden aber nicht zur Rückplatzierung von C._____ zu seiner 

Mutter. Mit Schreiben vom 28. Juni 2017 wandte sich B._____, welche zuvor jah-

relang für die Rückplatzierung von C._____ gekämpft hatte, an die Referentin des 

Obergerichts (act. 106; im Verfahren PQ150062) und hielt fest, dass sie die 

Rückplatzierung für C._____ wegen ihrer Wohnsituation und der überfüllten 

Schulklassen nicht gut finde, so dass sie ihn nicht aus seinem vertrauten Umfeld 

herausreissen wolle. Sie sehe sich nicht mehr als erziehende Person, und sie sei 

zu fest Zigeunerin geworden (act. 106).  

Eine originalunterschriebene Kopie dieses Schreibens sandte B._____ an das 

Bundesgericht, welches ein Beschwerdeverfahren eröffnete. Es wurde der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung erteilt, so dass C._____ einstweilen in der 

Pflegefamilie platziert blieb. Mit Schreiben vom 7. Juli 2017 zog B._____ die Be-

schwerde zurück, mit der Begründung, das obergerichtliche Urteil habe sie im ers-

- 3 - 

ten Moment dermassen erschreckt, weshalb sie das entsprechende Schreiben 

verfasst habe. Dieses Schreiben sei nun aber als gegenstandslos zu betrachten. 

Gestützt auf die Rückzugserklärung schrieb in der Folge der Präsident des Bun-

desgerichtes, II. zivilrechtliche Abteilung, das Verfahren mit Verfügung vom 

10. Juli 2017 ab (act. 112). Das Bundesgericht erwog allerdings, es werde immer-

hin die KESB von Amtes wegen zu prüfen haben, ob angesichts des manifest 

ambivalenten Verhaltens der Mutter im Nachgang zum obergerichtlichen Ent-

scheid veränderte Tatsachen vorliegen könnten, welche eine Neubeurteilung der 

Situation erforderlich machen und vor dem Hintergrund des Kindswohls allenfalls 

eine Fortführung der Fremdplatzierung des Kindes oder die Ergreifung anderer 

geeigneter Massnahmen (nebst der obergerichtlich angeordneten Fortführung der 

Beistandschaft) als angezeigt erscheinen lassen (act. 112 S. 2 unten).  

1.3. Einen Tag nach Erledigung des Beschwerdeverfahrens von B._____ durch 

das Bundesgericht, erhob am 11. Juli 2017 auch A._____ Beschwerde gegen das 

Urteil des Obergerichts vom 12. Juni 2017. Er verlangte dessen Aufhebung und 

die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz (act. 113, act. 115). Mit Verfügung 

vom 12. Juli 2017 erteilte das Bundesgericht auch dieser Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung, und es ordnete die einstweilige Fortführung der Platzierung 

von C._____ in E._____ an. Nach Eingang von Vernehmlassungen der KESB 

Glarus, der Kindesvertreterin und von B._____ wies das Bundesgericht, II. zivil-

rechtliche Abteilung, mit Urteil vom 6. September 2017 die Beschwerde von 

A._____ ab (act. 125). Das Bundesgericht schloss seine Erwägungen mit dem 

Hinweis, die Rückplatzierung von C._____ könne zufolge gewährter aufschieben-

der Wirkung nicht wie geplant erfolgen, weshalb ein neuer Zeitpunkt (für die 

Rückplatzierung) festzusetzen sei. Angesichts der konkreten Umstände scheine 

es angezeigt, die Sache diesbezüglich an das Obergericht zurückzuweisen (typi-

sche Ermessensfrage; persönliches Bild von der Situation aufgrund des Verfah-

rens bzw. der Anhörungen; allfälliger Koordinationsbedarf mit der KESB in Bezug 

auf das weitere Vorgehen). Entsprechend wies das Bundesgericht in Dispositivzif-

fer 2 seines Urteils den Prozess zur Festsetzung eines neuen Zeitpunktes für die 

Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die Rückplatzierung von 

C._____ sowie zur allfälligen weiteren Koordination an das Obergericht zurück.  

- 4 - 

2. Das Bundesgericht erwog im Beschwerdeverfahren der Mutter, wie bereits 

erwähnt (vorne E. I./1.2.), dass die KESB von Amtes wegen zu prüfen habe, ob 

im Nachgang zum Entscheid des Obergerichtes vom 12. Juni 2017 veränderte 

Verhältnisse eine Neubeurteilung erforderlich machen würden (act. 112). Dies 

hiess, dass das Obergericht nach der Festsetzung eines neuen Termins für die 

Rückplatzierung von C._____ zur Mutter die Akten an die KESB der Stadt Zürich 

zur Neubeurteilung der Situation zu überstellen gehabt hätte.  

Die Parteien, die Kindesvertreterin und die zuständige Abteilung 6 der KESB Zü-

rich erklärten sich im Folgenden (ausdrücklich bzw. stillschweigend) damit einver-

standen, dass das Obergericht die Aufforderung des Bundesgerichts entgegen-

nimmt und selbst prüft, ob die Angaben von B._____ in ihrem Schreiben vom 28. 

Juni 2017 (act. 106) bzw. allenfalls sich daraus ergebende neue Verhältnisse eine 

Neubeurteilung der Situation erforderlich machen würden (act. 126 S. 4 f., S. 7 

Dispositivziffer 1, act. 129 S. 2 unten, act. 133, act. 138, act. 140). Gründe für die-

ses Vorgehen waren einerseits verfahrensökonomische Überlegungen, anderer-

seits aber auch der Umstand, dass das Obergericht (im Zeitpunkt der Rückwei-

sung) während der vorangegangenen zwei Jahren mit der Familie B._____ -

A._____ befasst gewesen war und deshalb bessere Sachkunde hatte als die 

KESB. 

3.1.  Für den Beschwerdeführer hat sich seit Erlass des Urteils der Kammer vom 

12. Juni 2017 die Situation noch einmal grundlegend verändert (act. 129 S. 3 

oben). Das Verfahren vor Bundesgericht, insbesondere das Schreiben der Be-

schwerdeführerin vom 28. Juni 2017 (act. 106) hätten seine Bedenken noch ein-

mal massiv verstärkt, dass die Beschwerdeführerin die notwendige Stabilität und 

Kontinuität für die Betreuung von C._____ aufbringen könne (act. 129 S. 3). Mit 

Blick auf das Wohl von C._____ sei die Rückplatzierung erneut sorgfältig abzuklä-

ren. Der Beschwerdeführer stellte daher verschiedene prozessuale Anträge (act. 

129 S. 2). Die Beschwerdeführerin und die Kindesvertreterin nahmen zu den An-

trägen des Beschwerdeführers Stellung (act. 138, act. 140). Mit Beschluss vom 

20. Dezember 2017 wies die Kammer die Anträge des Beschwerdeführers auf 

Einholung eines Berichts der Beiständin, auf die Einholung eines Berichts von 

- 5 - 

F._____ und auf Einholung eines Erziehungsfähigkeitsgutachtens ab, ordnete 

aber auf Antrag des Beschwerdeführers und entgegen der Beschwerdeführerin  

die erneute Anhörung von C._____ durch eine Gerichtsdelegation des Oberge-

richts an (act. 145 S. 11, Dispositivziffern 1 und 2).  

Mit Vorladung vom 29. Dezember 2017 wurden die Beschwerdeführer und die 

Kindesvertreterin auf den 15. Februar 2018 zur Anhörung vorgeladen (act. 148, 

Prot. S. 8, S. 9-37).  

3.2.  Im Nachgang zur Anhörung der Beschwerdeführer nahm die Kindesvertrete-

rin mit Eingabe vom 21. Februar 2018 Stellung zur Anhörung der Eltern und schil-

derte gleichzeitig ihre Beobachtungen und Eindrücke von ihrem letzten Gespräch 

mit C._____ am 3. Dezember 2017 (act. 172). Mit Eingaben vom 21. März 2018 

bzw. vom 4. April 2018 nahmen die Beschwerdeführer Stellung zur Eingabe der 

Kindesvertreterin vom 21. Februar 2018 und zu ihrer Anhörung vom 15. Februar 

2018 (act. 185, act. 188). Der Beschwerdeführer stellte erneut prozessuale Anträ-

ge auf Befragung von G._____ und die Einholung eines Gutachtens über die Er-

ziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin unter einhergehender Edition der IV-

Akten der Beschwerdeführerin (act. 185 S. 2, S. 7 f.).  

3.3.  Mit Beschluss vom 12. April 2018 wurden die prozessualen Anträge des Be-

schwerdeführers abgewiesen und es wurden den Beschwerdeführern und der 

Kindesvertreterin Frist angesetzt, um zum Protokoll der mittlerweile stattgefunde-

nen Anhörung von C._____ am 9. April 2018 Stellung zu nehmen (Prot. S. 40 ff.; 

act. 187, act. 192). Die Stellungnahmen gingen am 20. April 2018 (Beschwerde-

führer), 26. April 2018 (Kindesvertreterin) und 7. Mai 2018 (Beschwerdeführerin) 

ein (act. 197, act. 200, act. 202). Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs wurde den 

Beschwerdeführern je die Stellungnahme der Gegenseite und die Stellungnahme 

der Kindesvertreterin und der Kindesvertreterin je die Stellungnahme der Be-

schwerdeführer zur Anhörung von C._____ zugestellt, zusammen mit zwei Tele-

fonnotizen, welche Gespräche der Referentin mit der Beiständin H._____ und 

dem Grossvater von C._____, I._____ über die Ausgestaltung der Besuche zum 

Inhalt haben (act. 203) bzw. ein Telefonat des Beschwerdeführers mit der Ge-

richtsschreiberin vom 28. Mai 2018 (act. 204).  

- 6 - 

Der Prozess ist spruchreif.  

II. 

1.1.  Das Bundesgericht bestätigte die Erwägungen im Entscheid des Oberge-

richtes vom 12. Juni 2017, mit welchem die Rückplatzierung von C._____ zu sei-

ner Mutter angeordnet wurde (act. 112 S. 3, Dispositivziffer 1; act. 125 S. 8, Dis-

positivziffer 1). Es wies den Prozess allein zur Festsetzung eines neuen Zeitpunk-

tes der Rückplatzierung von C._____ an das Obergericht zurück (act. 125 S. 8, 

Dispositivziffer 2 und vorne E. 1.1.-1.3.).  

Das Bundesgericht bestätigte das Urteil des Obergerichts nicht nur, sondern es 

erwog in einem gewissen Widerspruch hierzu, es werde die KESB von Amtes 

wegen zu prüfen haben, ob angesichts des manifest ambivalenten Verhaltens der 

Mutter im Nachgang zum obergerichtlichen Entscheid veränderte Tatsachen vor-

liegen könnten, welche eine Neubeurteilung der Situation erforderlich machen und 

vor dem Hintergrund des Kindswohls allenfalls eine Fortführung der Fremdplatzie-

rung des Kindes oder die Ergreifung anderer geeigneter Massnahmen (nebst der 

obergerichtlich angeordneten Fortführung der Beistandschaft) als angezeigt er-

scheinen lassen (act. 112 S. 2 unten, und vorne E. 1.1.-1.3.).  

1.2. Im Folgenden prüft nun das Obergericht anstelle der KESB, ob veränderte 

Verhältnisse vorliegen, welche eine Neubeurteilung der Situation erforderlich ma-

chen. Wie zu zeigen sein wird, kommt das Obergericht aufgrund veränderter Ver-

hältnisse zum Schluss, dass der Antrag der Beschwerdeführerin auf Rückplatzie-

rung von C._____ nach Zürich abzuweisen ist. Im Einzelnen ergibt sich was folgt: 

2.1.  Angesichts der Bestätigung durch das Bundesgericht kann in grundsätzli-

cher Hinsicht auf die Erwägungen des Obergerichts im Urteil vom 12. Juni 2017 

verwiesen werden, welche nach wie vor gültig sind (act. 124; Verfahren 

PQ150062). Das Obergericht wies auf die der Beschwerdeführerin von verschie-

denen Ärzten attestierte (grosse) Ambivalenz der Gefühle hin (act. 124 S. 19 ff.). 

Es wurde im Urteil darauf hingewiesen, es stehe bspw. im Arztbericht des städti-

schen Gesundheitsdienstes zuhanden der IV-Stelle (berufliche Integration / Ren-

- 7 - 

te) vom 18. Oktober 2012, dass die Schwierigkeit in der Einschätzung von realen 

Möglichkeiten bei der Beschwerdeführerin zu verzweifelten Situationen führe, 

welche sie mit aller Kraft zu lösen versuche, sie sich jedoch im Kreis bewege. Ihre 

Handlungsfähigkeit sei hierbei eingeschränkt durch tief(st)e Ambivalenz und reali-

tätsferne Wahrnehmung. Bei einer psychischen Stabilisierung der äusseren Um-

stände (Wohnsituation, Kinder) sei auch eine gewisse psychische Stabilisierung 

zu erwarten (act. 8/63, act. 8/84/6). Der immer wieder zu Tage getretenen (enor-

men) Ambivalenz von B._____ trug das Obergericht mit der Anordnung unterstüt-

zender Kindesschutzmassnahmen Rechnung (act. 124 S. 34 ff., S. 42, Dispositiv-

ziffer 4).  

Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 28. Juni 2017 (act. 106) ist ein weiterer 

Ausdruck des bekannten ambivalenten Verhaltens. Die Beschwerdeführerin be-

gründete in diesem Schreiben, weshalb sie C._____ nach so langer Zeit nicht 

mehr zu sich nehmen möchte. Gespräche mit ihrer Rechtsvertreterin brachten sie 

nicht davon ab, das Schreiben vom 28. Juni 2017 per Einschreiben am 3. Juli 

2017 an das Obergericht und das Bundesgericht zu schicken (act. 106). Wenig 

später nahm die Beschwerdeführerin ihren Einspruch gegen das in ihrem Sinne 

lautende Urteil vom 12. Juni 2017 zurück. Die Rücknahme ihres Einspruchs er-

scheint allerdings nicht konsequent (weiter unten unter E. 2.3.1-2.3.3.) 

2.2.1. Die Beschwerdeführerin liess vor Bundesgericht ausführen, der Umstand, 

dass sie Beschwerde gegen das Urteil vom 12. Juni 2017 erhob und die Be-

schwerde danach wieder zurückzog, vordergründig als ambivalentes Verhalten 

erscheinen möge (act. 139 S. 7). Sie sei durch das langjährige Verfahren verunsi-

chert worden. Misstrauen und Resignation hätten sich breit gemacht. Um weitere 

Enttäuschungen und Verletzungen zu vermeiden, habe sie sich auf das 

Schlimmste eingestellt. Sie habe ihre Lebensverhältnisse an die offenbar unver-

änderliche Situation angepasst. Das Urteil vom 12. Juni 2017 habe sie komplett 

überfordert (act. 139 S. 7 und S. 8 oben), es sei ein Schock gewesen. Es sei von 

ihr nach einem langen Verfahren verlangt worden, ihr Leben innerhalb von zwei 

Monaten komplett neu zu organisieren. In dieser Zeit hätte sie für sich und ihren 

Sohn neue Lebensverhältnisse schaffen sollen. Zudem sei sie auch verwirrt ge-

- 8 - 

wesen über die Besuchs- und Ferienregelung und habe Angst gehabt, dass sie 

die Besuche des Vaters mangels Kenntnis der gültigen Regelung nicht korrekt 

umsetzen würde. Sie habe auch Angst gehabt, dass C._____ nicht in die nahege-

legene Schule gehen könne (act. 139 S. 7 unten). Die für ihre Unterstützung an-

geordnete Beistandschaft, d.h. die Beiständin in Zürich, sei noch nicht bestellt 

gewesen. Sie, die Beschwerdeführerin, habe sich allein gelassen gefühlt. Aus 

diesen Gründen habe sie die Beschwerde erhoben.  

2.2.2. Es trifft zu, dass das Verfahren durch die Instanzen mit 2 ¼ Jahren lange 

gedauert hat. Lange Verfahren sind eine sehr grosse Belastung für die Parteien. 

Vor Gericht ausgetragene Streite über Kinder sind besonders kräftezehrend. Dass 

die Beschwerdeführerin zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin und her geris-

sen war, ist nachvollziehbar. Bei vielen Eltern würden sich Überforderungsängste 

breit machen, wenn ein Gericht die Fremdplatzierung nach 2 ½ Jahren aufhebt 

und die Rückplatzierung des Kindes anordnet. Zwar hat die Beschwerdeführerin 

in der persönlichen Anhörung vom 15. Februar 2018 von ihrer eigenen Darstel-

lung, das Urteil vom 12. Juni 2017 sei für sie ein Schock gewesen, Abstand ge-

nommen (Prot. S. 24), wenn sie ausführt, das Urteil sei kein Schock gewesen, 

das sei falsch, sie habe (einfach) gedacht, sie müsse die Sachen in die Wege lei-

ten und C._____ im Schulhaus J._____ anmelden. Sie habe dem Gericht (ledig-

lich) mitteilen wollen, dass die Anmeldung nicht funktioniert habe (Prot. S. 24 un-

ten).  

Die Beschwerdeführerin spricht zu Recht zwei wichtige Grundsätze für die Frage 

der Rückplatzierung bzw. der Interessenabwägung an. Sie spricht den Kontinui-

tätsgedanken und die Wichtigkeit eines kindeswohlförderlichen Übergangs von 

der Pflegefamilie in die Herkunftsfamilie an. Dazu führt sie an, C._____ sei jetzt 

eingebettet in der Schule und in der Pflegefamilie, er sei seit Herbst 2014 im …; 

alles brauche sehr viel Zeit; eigentlich habe C._____ früher zu ihr zurückkommen 

müssen; man müsse schauen, dass man mitkomme, die Zeit vergehe; es sei ihr, 

der Mutter, auch nicht einfach gemacht worden (Prot. S. 25). 

Der Planungs- und Koordinationsbedarf für eine kindeswohlförderliche Rückkehr 

von C._____ zu seiner Mutter ist ausgewiesen. Möglicherweise unterschätzte das 

- 9 - 

Gericht den diesbezüglichen Vorbereitungsbedarf auf Seiten der Mutter und die 

Notwendigkeit von noch mehr und kleineren und vor allem begleiteten Schritten 

für eine gelingende Rückplatzierung. Negativen Bescheid zu erhalten für eine 

Aufnahme des eigenen Kindes im Schulhaus, welches am nächsten zum Wohnort 

liegt, ist nicht angenehm und verstärkt die Angst bei einer nun plötzlich erzie-

hungsverantwortlichen Person mit nicht viel Selbstwertgefühl, es mit dem Kind 

nicht zu schaffen. Festzuhalten ist aber doch, dass gerade die mit dem Entscheid 

der Kammer vom 7. Januar 2016 eingeleitete sukzessive Ausdehnung des Kon-

taktes zwischen Mutter und Sohn die Vorbereitung der Rückkehr von C._____ zu 

seiner Mutter und die Vertiefung des Vertrauens zwischen Mutter und Kind be-

zweckt hatte (Dokument Z02 im Verfahren Nr. PQ150063, act. 17/21). Das Ober-

gericht passte zudem im Urteil vom 12. Juni 2017 die Aufgaben der Beiständin an 

die neuen Gegebenheiten an und beauftragte die Beistandsperson in Zürich u.a. 

mit der Funktion der Ansprechperson und praktischer Hilfeleistung in schulischen 

und erzieherischen Belangen von C._____ (act. 124 S. 34 ff., S. 42 f. Dispositiv-

ziffer 4). Die Beschwerdeführerin hatte zuvor glaubhaft und nachvollziehbar er-

klärt, dass sie weniger Therapieverordnungen brauche als praktische Hilfe im zu-

weilen fordernden Alltag. Es trifft allerdings zu, dass im Zeitpunkt der Zustellung 

des Urteils vom 12. Juni 2017 aus sachbezogenen Gründen die KESB der Stadt 

Zürich die Beistandschaft noch gar nicht hat übernehmen können und deshalb die 

Beschwerdeführerin in Zürich in diesem Zeitpunkt keine Beiständin als Ansprech-

person hatte. Einen Kontakt zwischen der Beschwerdeführerin und der Beiständin 

H._____, …, gibt es nicht. Was aber auch gesagt werden muss, ist, dass die Be-

schwerdeführerin andere Bezugspersonen als Ansprechpartner hat(te). 

2.2.3. Das Obergericht ersuchte daher mit Beschluss vom 4. Oktober 2017 kurz 

nach der Rückweisung des Prozesses die zuständige Abteilung 6 der KESB der 

Stadt Zürich dem Obergericht bis 4. Dezember 2017 mitzuteilen, ob sie den Fall 

bereits einer Berufsbeistandsperson zugewiesen habe bzw. mitzuteilen, wem sie 

den Fall zuweise, und inwiefern zwischenzeitlich allenfalls bereits eine Instruktion 

der Beistandsperson gemäss Entscheid vom 12. Juni 2017 in die Wege geleitet 

worden sei, nachdem die Beistandschaft gemäss bundesgerichtlichem Entscheid 

nunmehr fixiert war (act. 126 S. 5, S. 7 Dispositivziffer 3). Diese frühzeitige Pla-

- 10 - 

nung der Übernahme der Beistandschaft durch die Stadt Zürich sollte der besse-

ren Koordination einer Rückkehr von C._____ dienen. Die KESB kam gemäss 

Schreiben vom 6. November 2017 dem Ersuchen des Obergerichts nach und 

wies die zukünftige Führung der Beistandschaft K._____ zu, Sozialarbeiterin und 

Berufsbeiständin, Sozialzentrum … [Ort] (act. 133). Anlässlich der Anhörung vom 

15. Februar 2018 teilte die Beschwerdeführerin auf Frage mit, dass sie keinen 

Brief der KESB oder der Beiständin erhalten habe, mit welchem sich die Behörde 

um einen Erstkontakt bemüht hätte (Prot. S. 23 unten). Eine Nachfrage des Ge-

richts bei der KESB hat ergeben, dass K._____ den Eltern im November 2017 per 

Post ein Schreiben zukommen liess, mit welchem sich die Beiständin den Eltern 

kurz vorstellte und um Kontaktaufnahme bzw. um die Angabe der Telefonnummer 

bat, unter welcher die Eltern erreichbar seien. Angaben der Beiständin zufolge 

nahm der Vater von C._____ per E-Mail mit ihr, der designierten Beiständin, Kon-

takt auf, im Folgenden habe er aber nicht mehr auf ihre, der Beiständin, Antwort 

reagiert. Die Mutter von C._____ habe keinen Kontakt aufgenommen, indessen 

habe sich anfangs Januar 2018 der Grossvater, I._____, telefonisch gemeldet 

und sich nach möglicher Unterstützung bei einer allfälligen Rückplatzierung von 

C._____ nach Zürich erkundigt (act. 194, act. 195/1). Diese Angaben der Bei-

ständin über ihre Bemühungen für einen Erstkontakt blieben von Seiten der Mut-

ter unbestritten (act. 196, act. 202). Die Beschwerdeführerin zeigte sich wie be-

reits zuvor auch anlässlich der Anhörung vom 15. Februar 2018 skeptisch gegen-

über familienunterstützenden Massnahmen. Sie sagte, sie benötige weniger sol-

che Massnahmen, man lebe ein autonomes Leben und versuche dieses selb-

ständig zu führen (Prot. S. 24). Sie würde es aber gut finden, wenn C._____ 3 

Tage pro Woche in den Hort ginge. Es ist der Beschwerdeführerin sodann ein 

grosses Anliegen, dass C._____ bei der Bewältigung der Hausaufgaben Unter-

stützung bekommen kann (Prot. S. 23).  

2.2.4. Diese Abfolge zeigt, dass es nicht so sehr das subjektiv empfundene Ge-

fühl des Alleinseins im Zeitpunkt der Zustellung des Urteils gewesen war, welches 

die Beschwerdeführerin zum Meinungsumschwung und damit zum Einspruch ge-

gen das Urteil vom 12. Juni 2017 veranlasste. Die Beschwerdeführerin hätte er-

kennbar(er) die offerierte Unterstützung für eine bessere Koordination annehmen 

- 11 - 

müssen, damit der Schluss gezogen werden könnte, es habe effektiv allein an 

klareren Rahmenbedingungen gefehlt für eine zu glückende Rückplatzierung von 

C._____.  

2.3.1. Das Gericht hat demgegenüber den Eindruck gewonnen, dass sich die Be-

schwerdeführerin derzeit die Erziehungsverantwortung nicht zuzutrauen vermag.  

Die Beschwerdeführerin lässt durch ihre Vertreterin in Abrede stellen, dass sie im 

Sommer 2017 Angst vor der eigenen Verantwortung bekommen habe. Bei mehr 

Beharrlichkeit könne der Mutter auch vorgeworfen werden, das Kindesinteresse 

nicht genügend wahrzunehmen und ihre eigenen Interesse voranzustellen 

(act. 188 S. 2 unten f.).  

Die Wirkungen einer jahrelangen Fremdplatzierung des eigenen Kindes (auch) 

auf die Mutter sind tatsächlich nicht zu unterschätzen. B._____ beschreibt in ei-

genen Worten die sich nur schon aufgrund der Wegstrecke zwangsläufig erge-

bende Distanz zwischen Mutter und Kind (Prot. S. 35). Liebe und Einfühlungs-

vermögen sind bei B._____ für ihren Sohn aber unbestritten nach wie vor gege-

ben. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn wird von allen Seiten als tragfähig 

und sehr wichtig bezeichnet. Gerade weil die Mutter Einfühlungsvermögen hat, 

sieht sie, dass das Bedürfnis von C._____ nach Bindung und emotionaler Sicher-

heit zentral ist. Sie hält nicht nur, wie bereits erwähnt, fest, dass C._____ früher 

zu ihr hätte zurückkommen müssen, sondern C._____ jetzt auch eingebettet sei 

in der Schule und der (Pflege-)Familie (Prot. S. 25). Sie macht sich Gedanken, 

was ein Umfeldwechsel für C._____ nach Zürich bedeutet und bezieht auch mit 

ein, wie es sich auf C._____ auswirken täte, wenn die Rückplatzierung scheitern 

würde. Diese Überlegungen sprechen für die Beschwerdeführerin. Es wurde an-

lässlich der Anhörung vom 15. Februar 2018 augenscheinlich, dass B._____ die 

Einsicht schweren Herzens gewonnen hat (bspw. Prot. S. 35 unten), dass ein 

Scheitern der Rückplatzierung ein mögliches Szenario sein könnte und auf jeden 

Fall zu vermeiden ist.  

- 12 - 

2.3.2. Andererseits waren gerade wegen des Hin und Her im Nachgang zum Ur-

teil vom 12. Juni 2017 intensive und konsequente Bemühungen der Mutter um die 

Beziehung zu C._____ vonnöten für eine Rückplatzierung.  

Die Beschwerdeführerin kooperierte und kam den Anordnungen des Gerichts 

nach. Sie erschien zur Anhörung vom 15. Februar 2018 und sass, anders als 

noch an der Anhörung vom 7. Juli 2016, mit dem Beschwerdeführer an einem 

Tisch. Sie hatte viele Fragen zu verschiedenen Themen ehrlich beantwortet, ins-

besondere auch diejenige zu ihrer Beschäftigungssituation (Prot. S. 16-36). Die 

Art des Verhältnisses zu L._____, welche Person C._____ belastet (act. 141), 

blieb unklar (Prot. S 26 f.). Die Beschwerdeführerin erteilte im Nachgang zur An-

hörung, wie verlangt, innert erstreckter Frist Aufschluss über ihre langfristige 

Wohnsituation in einer Genossenschaftssiedlung … in … [Ort] (act. 126 S. 5 f., S. 

7 Dispositivziffer 4, act. 144, act. 150, act. 168), machte selbstverantwortlich auf 

zwei nicht übereinstimmende Besuchs- und Ferienpläne (des Gerichts / der Bei-

ständin) aufmerksam und fragte beim Gericht nach, welcher Plan Gültigkeit habe 

(act. 154-act. 159). Die Beschwerdeführerin war in der Lage, dem ihr vom Gericht 

auferlegten Besuchsplan Folge zu leisten, u.a. auch deshalb, weil die Übergabe 

von C._____ dank Unterstützung durch Begleitdienste des Grossvaters I._____ 

und des Pflegevaters (fast immer) in … [Ort] stattfinden konnten. C._____ über-

nachtet offenbar sehr oft beim Grossvater, wenn er sich in Zürich aufhält (act. 172 

S. 3, act. 185 S. 6, act. 188 S. 4 oben). Es ist der Beschwerdeführerin beizupflich-

ten, dass angesichts der wenigen Besuchswochenenden das Zusammensein mit 

den Familienmitgliedern wichtiger ist als der Ort der Übernachtung (act. 188 S. 4 

oben), zumal der Kontakt zum Grossvater und G._____ für C._____ wichtig ist 

und auch diese Kontakte auf jeden Fall zu erhalten sind.  

2.3.3. Es wurde im Urteil vom 12. Juni 2017 angenommen, und auch ausdrück-

lich von der Beschwerdeführerin erwartet, dass sie die gefestigten Rahmenbedin-

gungen noch weiter ausweitet, so dass sie ihre Gefühle von Vulnerabilität und 

Ambivalenz zur Wahrung des Wohls von C._____ im Griff behalten kann (act. 124 

S. 22 unten).  

- 13 - 

Die Beschwerdeführerin zog rund 10 Tage nach ihrem Einspruch mit Eingabe 

vom 7. Juli 2017 die Beschwerde gegen das ihren Antrag auf Rückplatzierung von 

C._____ gutheissende Urteil zurück (act. 112 S. 2). Im Nachgang zum Rückzug 

verdeutlichte die Beschwerdeführerin die Distanzierung zum Einspruch gegen das 

in ihrem Sinne lautende Urteil aber nicht eigentlich, sondern sie führte im Gegen-

teil in Schreiben an die Referentin aus, dass sie Bedenkzeit brauche, weil der 

Umfeldwechsel nach Zürich für C._____ sehr gross sei (act. 117 [Schreiben vom 

12. Juli 2017]), C._____ könne noch eine Weile im … bleiben, er wolle nicht in Zü-

rich eingeschult werden und von seinen Freunden weg (act. 151 S. 4 [Schreiben 

vom 20. Dezember 2017]), C._____ bleibe vorerst bis zur 6. Klasse im …, er ste-

he unter keinem Loyalitätskonflikt, die Besuchszeiten seien fair zu regeln und die 

Angelegenheit sei somit von den Behörden eigentlich schon lange geregelt wor-

den (act. 153 [Schreiben vom 5. Januar 2018]). Im Schreiben vom 1. Februar 

2018 nimmt die Beschwerdeführerin Bezug auf die mit den Fahrtbegleitungen 

verbundene Kosten und fragt an, wie sie Ferien für C._____ finanzieren könne 

(act. 163).  

Mit Schreiben vom 3. Februar 2018 machte die Beschwerdeführerin eine Art neue 

Kehrtwendung und erklärt, dass ihr nach den Ferien mit C._____ (C._____ war 

vom 28. Januar bis 1. Februar 2018 bei der Mutter in den Ferien) klar geworden 

sei, dass C._____ bei ihr leben möchte. Sie nehme ab sofort C._____ bei sich in 

Zürich auf. Sie werde C._____ in E._____ abholen und bedanke sich bei der Fa-

milie D._____ für ihren Einsatz (act. 164). In der persönlichen Anhörung vom 15. 

Februar 2018 begründet die Beschwerdeführerin, wie bereits erwähnt, den Ein-

spruch gegen das Urteil vom 12. Juni 2017 damit, dass sie dem Gericht lediglich 

habe mitteilen wollen, dass die Anmeldung von C._____ im Schulhaus J._____ 

nicht funktioniere (Prot. S. 24 unten).  

2.3.4. Vor dem Hintergrund der Kehrtwendungen innerhalb des letzten Jahres ist 

für das Gericht keine klare Linie der Mutter erkennbar. Die Beschwerdeführerin 

vermochte ihren Einspruch gegen das Urteil vom 12. Juni 2017 nicht plausibel er-

klären. Im Nachgang zum Rückzug ihres Einspruchs trug sie sich weiter mit dem 

Gedanken, wenn auch schweren Herzens, dass C._____ zumindest bis zum Ab-

- 14 - 

schluss der Mittelstufe bei der Pflegefamilie in E._____ bleibt. Die neuerliche 

Kehrtwendung der Beschwerdeführerin im Februar 2018 erscheint in erster Linie 

geleitet von so verstandenen Wunschäusserungen von C._____, er wolle fortan in 

Zürich leben (act. 164). Es ergab sich in diesem Sinne auch an der Anhörung, 

dass die Wünsche von C._____ für die Beschwerdeführerin entscheidend sind 

(Prot. S. 17). Diese Kehrtwendungen der Mutter lassen sich nicht mit den Bedürf-

nissen des 10-jährigen C._____ nach Sicherheit und Verlässlichkeit in Vereinba-

rung bringen. Die Entwicklungen im letzten Jahr lassen deshalb das Gericht heute 

zum Schluss kommen, dass bei einer Rückplatzierung von C._____ zu seiner 

Mutter nach Zürich derzeit ein grosses Risiko für eine erneute Umplatzierung be-

stehen würde, auch wenn das Gericht der Mutter glaubt, dass sie C._____ nie im 

Stich lassen würde (act. 188 S. 4 unten). Ein aus diesem Grund erneuter Umfeld-

wechsel ist aber unbedingt zu vermeiden. Stabile Verhältnisse sind anzustreben 

bzw. zu bewahren. In diesem Sinne ist heute der Antrag der Mutter auf Rückplat-

zierung von C._____ abzuweisen. Die Rücknahme wird nicht verweigert, weil die 

Mutter und C._____ einander fremd geworden sind oder sich die Eltern gegen-

über C._____ lieblos oder grob verhalten würden. Sämtliche Ausführungen zum 

inneren Gehalt der Beziehung zwischen C._____ und seiner Mutter und seinem 

Vater, wie sie im Urteil vom 12. Juni 2017 dargelegt wurden, sind nach wie vor 

gültig. Es wurde erneut anlässlich der Anhörung am 9. April 2018 evident, wie 

wichtig für C._____ seine Eltern sind (Prot. S. 40 ff.). Die Rückplatzierung ist des-

halb abzulehnen, weil die damit verbundene grosse Unsicherheit dem Wohl für 

C._____ abträglich erscheint. Das Kontinuitätsprinzip spricht heute in Abwägung 

der Interessen (vgl. hierzu die immer noch gültigen Ausführungen im Urteil vom 

12. Juni 2017, act. 124 S. 25-30) gegen eine Rückplatzierung.  

2.4. Zusammengefasst folgt aus diesen Erwägungen, dass die Beschwerde der 

Beschwerdeführerin gegen Dispositivziffer I des Urteils des Bezirksrates Zürich, 

II. Kammer, vom 20. August 2015 abzuweisen ist. Der gestützt auf Art. 310 ZGB 

von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 25. März 

2015 in Dispositivziffer 2 angeordnete Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts 

der Beschwerdeführerin für C._____, geb. tt.mm.2008, ist damit zu bestätigen. 

C._____ verbleibt bei der Pflegefamilie D._____ in E._____. 

- 15 - 

2.5. Die Parteien haben die gemeinsame elterliche Sorge für C._____. Die elter-

liche Sorge beinhaltet das Recht, für das Kind alle erforderlichen Entscheidungen 

zu treffen. Dazu gehört gemäss Art. 301a Abs. 1 ZGB auch das Recht, über den 

Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen. Der Vater ist mit der Platzierung von 

C._____ in der Familie D._____ einverstanden. Für das Gericht liegt daher der 

Fall vor, nur einem Elternteil, der Mutter, das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu 

entziehen, es dem Vater aber zu belassen. Dem Vater wird deshalb die elterliche 

Sorge nicht eingeschränkt und somit das Aufenthaltsbestimmungsrecht belassen, 

weil er mit dem Aufenthalt von C._____ in der Pflegefamilie ausdrücklich und 

konstant einverstanden ist.  

Der Mutter wird derzeit die elterliche Sorge eingeschränkt, aber nur in dem Um-

fang, als sie nicht mehr über den Ort des Verbleibs von C._____ entscheiden 

kann. Alle vom Aufenthaltsbestimmungsrecht unabhängigen elterlichen Entschei-

dungs- und Verantwortungsbefugnisse bleiben den Eltern erhalten. Namentlich 

bleibt etwa die Befugnis zur Entscheidung in Ausbildungs-, Religions- oder Ge-

sundheitsfragen etc. intakt. Den Pflegeeltern kommen gleichzeitig diesbezüglich 

Stellvertretungsbefugnisse zu (Art. 300 ZGB). Die Eltern haben weiterhin Kontakt- 

und Informationsansprüche (KOKES [Hrsg.] Praxisanleitung Kindesschutzrecht, 

DIKE, 2017, S. 62, Rz. 2.91.).  

III. 

1.1. Derjenige Elternteil, dem die Obhut nicht zusteht, und das unmündige Kind 

haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 

Abs. 1 ZGB). Die Bemessung des Besuchsrechts hat aufgrund der konkreten 

Umstände zu erfolgen und auf die Bedürfnisse und Interessen des Kindes sowie 

die Bedürfnisse und Möglichkeiten beider Eltern Rücksicht zu nehmen. Im Urteil 

vom 12. Juni 2017 wurden Ausführungen gemacht zur Regelung des Besuchs-

rechts, die nicht angefochten bzw. bestätigt wurden und auf welche grundsätzlich 

verwiesen werden kann (act. 124 S. 31 ff.).  

1.2. Die Anträge im Hauptverfahren zum Umfang des Besuchsrechts der Mutter 

und des Vaters im Falle des Verbleibs von C._____ in der Pflegefamilie liegen 

- 16 - 

(implizit) vor (act. 17/2; act. 2, act. 17/35, Prot. S. 13 ff.). Der Vater möchte eine  

3-Teilung der Besuchszeiten von C._____ an den Wochenenden (act. S. 4; bei 

Mutter, Vater, Pflegefamilie) und die Mutter weist darauf hin, dass die sich im 

Gang befindende Entfremdung angesichts der räumlichen Distanz zu stoppen und 

daher ihr an zwei Wochenenden pro Monat persönlicher Verkehr mit C._____ 

einzuräumen sei (act. 17/2 S. 12).  

1.3. In Wiederholung des bereits im Urteil vom 12. Juni 2017 Ausgeführten ist 

festzuhalten, dass C._____ zu seinen beiden Eltern einen guten, tragfähigen Kon-

takt hat, welcher auf jeden Fall zu erhalten ist (act. 124 S. 31 ff., insbes. E. 

1.3.1.ff.). Zu berücksichtigen sind bei der Festlegung der Besuchszeiten, dass 

C._____ seine Mutter in der Stadt Zürich besuchen wird und daher für einen Weg 

von E._____ nach Zürich-Altstetten rund 2 Stunden benötigt. Der Vater wohnt 

ganz in der Nähe der Pflegefamilie in M._____. C._____ befindet sich in der Mit-

telstufe und hat seinem Alter entsprechend zunehmend eigene Interessen und 

auch ein Bedürfnis, für sich selbst zu sein. Es wird von Seiten der Mutter, aber 

auch von C._____ geäussert, dass die Wochenendbesuche zuweilen auch hek-

tisch und zu kurz sind, mit der Hinfahrt nach Zürich am Samstag und der Rück-

fahrt nach E._____ am Sonntag. Um möglichst Ruhe in die Abfolge der Besuchs-

zeiten einzubringen, drängen sich in erster Linie die um Feiertage verlängerten 

Wochenende für Besuche in Zürich auf. Bei nicht um Feiertage verlängerten Wo-

chenenden ist die Wochenendregelung von Freitag Nachmittag nach Schul-

schluss bis Sonntag Abend 18 Uhr (Bahnhof ..., abgestimmt auf den Schnellzug 

nach Zürich; vgl. sogleich nachstehend), angezeigt und festzusetzen. Sodann ist 

auf eine "Dreiteilung" der Besuchszeiten von C._____ zu achten. C._____ soll 

Zeit am Wochenende mit seiner Mutter, seinem Vater, aber auch mit der Pflege-

familie verbringen können. Die Wochenendbesuche beginnen bei der Mutter mit 

dem Freitag, 17. August 2018, und die Regelung folgt dann mit Bezug auf die wei-

teren Wochenendbesuche, die Feiertage und den Ferienplan für die Mutter, den 

Vater und die Pflegfamilie der nachfolgenden Aufstellung: 

Mutter Vater Pflegefamilie 

17.-19.8.2018 Wochenende v. 25./26.8.2018  Wochenende v.1./2.9.2018 

- 17 - 

7.- 9.9.2018 Wochenende v. 15./16.9.2018  Wochenende v. 22./23.9.2018  

Herbstferien v. 6.-13.10.2018 Herbstferien v.14.-20.10.2018 Wochenende v. 27./28.10.2018 

2. (Brückentag; ab 18 Uhr)-

4.11.2018 

Wochenende v. 10./11.11.2018 Wochenenden v. 17./18.11.2018 

und v.24./25.11.2018 

30.11.-2.12.2018 Wochenende v.8./9.12.2018 Wochenende v.15./16.12.2018  

21.-23.12.2018 24.-26.12.2018 /Weihnachten 26.12.-31.12.2018 / Ferien 

31.12.-5.1.2019 / Neujahr, Feri-

en 

Wochenende v.12./13.1.2019 Wochenende v.19./20.1.2019 

26.1.-1.2.2019 / Winterferien --- Wochenende v.2./3.2.2019 

--- Wochenende v.9./10.2.2019 Wochenenden v.16./17.2. und v. 

23./24.2.2019 

1.3.-4.3.2019 (Fas Mo) Wochenende v.9./10.3.2019 Wochenende v.16./17.3.2019 

--- Wochenende v.23./24.3.2019 Wochenende v.30./31.3.2019 

-- 4.4. (Fahrt) -7.4.2019 /Beginn Früh-
lingsferien 

--- 

8.4.-15.4.2019 / Frühlingsferien --- 15.4.-20.4.2019 / Frühlingsferien 

--- 20.4.-22.4.2019 / Ostern Wochenende v.27./28.4.2019 

3.-6.5.2019 (LG Mo) Wochenende v. 11./12.5.2019 Wochenende v. 18./19.5.2019 

24.-26.5.2019 30.5.-2.6. 2019 / Auffahrtswochen-

ende 

--- 

7.6.-10.6.2019 / Pfingsten --- Wochenende v. 15./16.6.2019 

--- Wochenende v. 22./23.6.2019 29.6.-13.7.2019 Sommerferien 

13.7.-27.7.2019 / Sommerferien 27.7.-10.8.2019 / Sommerferien Wochenende v.17./18.8.2019 

23.-25.8.2019 Wochenende v.31.8./1.9.2019 Wochenende v.7./8.9.2019 

13.-15.9.2019 Wochenende v.21./22.9.2019 Wochenende v.28./29.9.2019 

- 18 - 

5.-10.10.2019 /Herbstferien 10.-15.10.2019 / Herbstferien 15.-19.10.2019 / Herbstferien 

 Wochenende v. 26./27.10.2019 --- 

1.11. (Allerheiligen)-3.11.2019 Wochenende v.9./10.11.2019 Wochenende v.16./17.11.2019 

22.-24.11.2019 Wochenende v.30.11/1.12.2019 Wochenende v.7./8.12.2019 

--- Wochenende v. 14./15.12.2019 Wochenende v. 21./22.12.2019 

23.12.-28.12.2019 / Weihnach-

ten, Ferien 
--- 28.12.-1.1.2020 Neujahr / Ferien 

--- 1.1.-4.1.2020 / Ferien 4.-5.1.2020 

--- --- 11./12.1.2020 

17.-19.1.2020 25.1.-1.2.2020 / Winterferien 1./2.2.2020 

7.-9.2.2020 --- Wochenende v.15./16.2.2020 

21.-24.2.2020 (Fas Mo) Wochenende v.29.2./1.3.2020 Wochenende v.7./8.3.2020 

13.3.-15.3.2020 Wochenende v.21./22.3.2020 Wochenende v. 28./29.3.2020 

--- --- 2.4. (Fahrt) -5.4.2020 / Beginn 
Frühlingsferien 

6.4.-13.4.2020 / Frühlingsferien, 

Ostern 

13.4.-16.4.2020 / Frühlingsferien 16.4.-19.4.2020 / Frühlingsferien 

24.-26.4.2020 1.5.-4.5.2020 (LG Mo) Wochenende v.9./10.5.2020 

--- Wochenende v.16./17.5.2020 --- 

21.-24.5.2020 / Auffahrtswo-

chenende 
--- 30.5.-1.6.2020 / Pfingsten 

12.-14.6.2020 Wochenende v. 20./21.6.2020 27.6.-11.7.2020 / Sommerferien 

11.7.-25.7.2020 / Sommerferien 25.7.-8.8.2020 / Sommerferien --- 

- 19 - 

1.4. Diese Regelung geht davon aus, dass sich der Beschwerdeführer und die 

Pflegefamilie nach wie vor gut verstehen und sie die konkreten und detaillierten 

Modalitäten der Besuche miteinander regeln können. Die Wochenendbesuche 

beim Vater beginnen am Freitagabend. Es ist vorstellbar, dass C._____ möglich-

erweise bereits jetzt schon hin und wieder die Wegstrecke N._____ - M._____ 

ohne Begleitung allein im Postauto zurück legen kann. Diese Eigenständigkeit 

kommt einer spontanen Handhabung der Besuche beim Vater zugute, weshalb es 

vorkommen mag, dass C._____ bspw. auch einmal erst im Verlaufe des Sams-

tags zu seinem Vater geht, weil er am Freitagabend ausserschulischen Aktivitäten 

nachgehen will. Wegen der räumlichen Nähe im gleichen Tal (…) und dem guten 

Einvernehmen von Vater und Pflegeeltern ist davon abzusehen, die Wochenend-

regelung, soweit sie den Vater und die Pflegefamilie betrifft, detaillierter (bspw. 

exakter Beginn und Ende der Besuchszeiten) zu regeln. Das Gleiche gilt für die 

Ferien und die Feiertage. Im Konfliktfall dauern die Wochenendbesuche vom Frei-

tagabend 18 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr, die Ferien von 10 Uhr am 1. Ferien-

tag bis 18 Uhr am letzten Ferientag. Sollten veränderte Verhältnisse eine Neure-

gelung notwendig machen, hätte sich der Vater an die KESB Glarus zu wenden.  

1.5.1. Wie sich gezeigt hat, spielt für die Kontakthäufigkeit zwischen der Mutter 

und C._____ auch die Distanz zwischen den Wohnorten eine Rolle. Hinzu kommt 

die Spannung zwischen der Mutter und den Pflegeeltern, die ihren Grund im teil-

weisen Unverständnis für die Beweggründe der anderen Seite hat. Es kann, um 

Wiederholungen zu vermeiden, auf die Ausführungen im Urteil vom 12. Juni 2017 

verwiesen werden (act. 124 S. 25 ff., Erw. 4.4.1-4.4.3.). Es ist zu hoffen und wird 

erwartet, dass mit dem heutigen Urteil eine Perspektiveplanung einhergeht, die 

nicht nur für C._____ das Geschehen vorhersehbar macht, sondern auch für die 

Eltern und die Pflegeeltern, und damit insbesondere auch eine Verständigung 

zwischen der Mutter und den Pflegeeltern zum Wohle von C._____ möglich wird. 

Diese ist auch erforderlich, weil die Pflegeeltern die Mutter über alle wesentlichen 

Belange im Leben von C._____ zu informieren haben werden, die für die Aus-

übung der elterlichen Sorge wesentlich sind. 

- 20 - 

Um Diskussionen rund um die Besuchszeiten von C._____ in Zürich zu vermei-

den, die im höchsten Mass dem Wohl von C._____ abträglich wären, sind die Be-

suchszeiten soweit sie die Mutter betreffen, detailliert zu regeln.  

Die gerichtliche Festsetzung ist als Minimalregelung zu verstehen und gilt im Kon-

fliktfall. Sie ist auch für die Beiständin verbindlich. Es ist den Eltern und den Pfle-

geeltern unbenommen, im Einzelfall, etwa für ein konkretes Wochenende oder für 

konkrete Feiertage eine den Bedürfnissen von C._____ abweichende Regelung 

zu vereinbaren. Eine Änderung der Besuchszeiten der Mutter ist indes nur mög-

lich, wenn alle von der Änderung betroffenen erwachsenen Personen ausdrück-

lich einwilligen. Sinnvoll erscheint eine Absprache der Ferienplanung mit den 

Pflegeeltern, damit C._____ Ferien mit O._____ und dem anderen Pflegekind 

verbringen kann. Der Grossvater mütterlicherseits, I._____, ist berechtigt zu erklä-

ren, anstelle der Mutter (oder zusammen mit der Mutter) mit dem Vater oder/und 

den Pflegeeltern im gegenseitigen Einverständnis für ein konkretes Wochenende 

(konkreter Feiertag, konkrete Ferien) abweichend vom im Urteil vorgegebenen 

Plan Besuche von C._____ in Zürich zu vereinbaren. Grund für eine solche An-

ordnung ist, dass die Mutter manchmal telefonisch schwierig zu erreichen ist. Der 

Grossvater und G._____ sind wichtige Bezugspersonen von C._____. Eine im 

Einzelfall besser im Wohl von C._____ liegende Regelung von Besuchen in Zü-

rich soll nicht an der ggf. schwierigen telefonischen Erreichbarkeit der Mutter 

scheitern, zumal davon ausgegangen werden darf, dass die Mutter und ihr Vater 

(Grossvater von C._____) nach wie vor eine tragfähige Beziehung haben und die 

Mutter die wertvollen Bemühungen ihres Vaters schätzt (act. 203, act. 205-206).  

Der Umfang der der Mutter zugesprochenen Besuchszeiten darf durch die Ände-

rungen nicht geschmälert werden.  

1.5.2. Es wird in Abweichung von der allgemeinen Praxis (vgl. diesbezüglich 

act. 124 S. 32, E. 1.3.1., 2. Absatz) angeordnet, dass die Übergabe von C._____ 

wie bis anhin und bis mindestens März 2020 im Bahnhof … stattfindet. Die Über-

gaben von C._____ im Bahnhof … gelten für Wochenendbesuche, Feiertagsbe-

suche und Ferien.  

- 21 - 

Die Mutter holt C._____ in … ab und bringt ihn auch wieder dorthin zurück. Der 

Beschwerdeführer erklärte sich an der Anhörung vom 15. Februar 2018 einver-

standen, C._____ von E._____ nach … zu fahren bzw. C._____ von dort abzuho-

len und ihn wieder nach E._____ zu bringen (Prot. S. 16). Eine Fahrt im Z-Pass 

(inklusiv Zone 10 für Stadtgebiet) / Ostwind ZVV Verbund kostet für die Be-

schwerdeführerin mit der Mehrfahrtenkarte (Halbtax) Zürich-…-Zürich rund 

Fr. 14.--, gültig 3 Stunden. C._____ reist mit der Juniorkarte für den Betrag von 

Fr. 30.-- ein ganzes Jahr mit der Mutter gratis mit.  

Ein persönliches Treffen der Eltern mit Übergabe von C._____ in … nimmt den 

Wunsch des Kindes auf, dass seine Eltern miteinander reden und, wenn auch nur 

sehr kurz, mit ihm zu Dritt sind (vgl. bspw. Prot. S. 40). C._____ wünscht sich, wie 

jedes Kind, ein normales Leben (vgl. bspw. Prot. S. 44 unten f.). Es liegt in der 

Verantwortung der Eltern, C._____ zu zeigen, dass er zwei Familien hat, die Her-

kunftsfamilie und die Pflegefamilie, und seine Eltern zu seinem Wohl miteinander 

reden und sich mit den Pflegeeltern verständigen können. Es wird von den Eltern 

erwartet, dass sie nur schon aus diesem Grund möglichst immer persönlich 

C._____ nach und von … begleiten. C._____ sollte die Reise schon deshalb nicht 

allein machen. Die Mutter bzw. der Vater kann auf der Bahn- bzw. Autofahrt nach 

… C._____ zu verstehen geben, dass es gut ist, wenn er mit dem anderen Eltern-

teil und den Pflegeeltern ist. Das entlastet C._____ und trägt zur Normalität sei-

nes (Familien-)Lebens bei.  

1.5.3. Zusammenfassend gilt für die Wochenendregelung: Der Vater (ggf. der 

Pflegevater) bringt C._____ auf eigene Kosten jeweils am Freitagabend um 18 

Uhr nach …. Die Mutter (ggf. der Grossvater) übernimmt C._____ in … und reist 

mit ihm auf eigene Kosten nach Zürich. Der Besuch in Zürich hat Vorrang vor 

ausserschulischen oder sonstigen Aktivitäten. Der Beiständin ist aber die Kompe-

tenz zu erteilen, im Einzelfall in Absprache mit den beteiligten erwachsenen Per-

sonen eine für C._____ bessere Regelung festzulegen (vgl. auch weiter unten un-

ter E. IV./2.2.). Es gibt zwischen 18 Uhr und ca. 18 Uhr 30 mehrere Züge von … 

nach Zürich HB. Am Sonntagabend bzw. Montagabend (Landsgemeinde Montag, 

Pfingstmontag, Ostermontag 2020) bringt die Mutter (ggf. der Grossvater) 

- 22 - 

C._____ auf eigene Kosten nach …, wo C._____ vom Vater (ggf. dem Pflegeva-

ter) übernommen und auf eigene Kosten nach E._____ gefahren wird.  

Fällt der Beginn eines (Feiertags-)Besuchsrechts auf einen Wochentag (Freitag, 

1. November 2019, Donnerstag, 21. Mai 2020) findet die Übergabe von C._____ 

um 10 Uhr im Bahnhof ... statt. Die Übergabe am Sonntag in ... ist um 18 Uhr.  

Die Ferien dauern jeweils von 10 Uhr des angegebenen ersten Ferientages bis 

18 Uhr des letzten Ferientages (bspw. Herbstferien von 6. Oktober 2018, 10 Uhr, 

bis 13. Oktober 2018, 18 Uhr; Neujahrsferien von 31. Dezember 2018, 10 Uhr, bis 

5. Januar 2019, 18 Uhr; Winterferien von 26. Januar 2019, 10 Uhr, bis 1. Februar 

2019, 18 Uhr; Frühlingsferien von 8. April 2019, 10 Uhr, bis 15. April 2019, 

18 Uhr; weiter bspw. 11. Juli 2020, 10 Uhr, bis 25. Juli 2020, 18 Uhr). Die Über-

gaben von C._____ finden in ... statt.  

IV. 

1.1. Neben der Kindesschutzmassnahme der Fremdplatzierung gemäss Art. 310 

ZGB besteht seit dem 6. April 2010 noch eine weitere Kindesschutzmassnahme, 

nämlich eine gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtete Erziehungsbei-

standschaft (act. 8/83/7). Es sind in Anlehnung an die Ausführungen im Urteil vom 

12. Juni 2017 die weitergeführte Erziehungsbeistandschaft bzw. die angeordneten 

besonderen Befugnisse der Beiständin gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB zu überneh-

men (siehe act. 124 S. 34 f., E. III./2.1-2.2).  

1.2. Bereits im Beschluss des Obergerichts vom 7. Januar 2016 und im Urteil 

des Obergerichts vom 12. Juni 2017 wurde die Beistandschaft, d.h. die Befugnis-

se der Beiständin an die jeweils neue Situation angepasst. Es können vor allem 

die Ausführungen und Anordnungen gemäss Beschluss des Obergerichts vom 

7. Januar 2016 übernommen werden, weil den dortigen Anordnungen auch wie 

heute der Sachverhalt zugrunde lag, dass C._____ in E._____ lebt und die Eltern 

im Kontakt zu ihrem fremdplatzierten Kind zu unterstützen sind (act. 17/21 S. 23-

30, S. 33, Dispositivziffer 2; act. 124 S. act. 124 S. 34-36, E. III./2.1.-2.3., S. 42 f., 

Dispositivziffer 4).  

- 23 - 

2. Der Beiständin H._____ kommt demzufolge (neu) die Aufgabe zu, im Drei-

eckverhältnis (Mutter, Vater, Pflegeeltern) die verschiedenen Vorstellungen zum 

Wohle von C._____ in Übereinstimmung zu bringen. Die Beiständin ist C._____ 

ernannt und nicht den Eltern oder den Pflegeeltern, obwohl sich bestimmte Auf-

gaben direkt an die Eltern oder die Pflegeeltern richten können (sogleich nachste-

hend im nächsten Absatz). Die Beiständin hat die Interessen von C._____ zu 

wahren, und sie hat sich um einen eigenen, direkten und regelmässigen Kontakt 

zu C._____ zu bemühen. Die Beiständin ist Stütze und eine Ansprechperson für 

C._____, nicht nur in persönlichen Angelegenheiten sondern bspw. auch in schu-

lischen Belangen. Sie ist im Interesse und zum Wohle von C._____ den Eltern 

und Pflegeeltern gleichermassen verpflichtet. 

Die Beschwerdeführer werden sich wegen der gemeinsamen elterlichen Sorge 

verständigen und Entscheidungen in Belangen von C._____ gemeinsam treffen 

müssen. Eine Erziehungsbeistandschaft kann die Eltern in ihren Bemühungen, für 

C._____ verlässliche Eltern zu sein, unterstützen. Die Beiständin wird ersucht, 

sich um eine Zusammenarbeit mit den Eltern und Pflegeeltern und eine Verstän-

digung zwischen der Mutter, dem Vater und den Pflegeltern zu bemühen, auch 

wenn dies in der gegebenen Situation nicht immer leicht ist. Sie hat dafür zu sor-

gen, dass die Mutter in die C._____ betreffende Entscheidungen miteinbezogen 

wird (siehe weiter vorne unter E. II./2.5.). Die Beiständin hat dafür besorgt zu sein, 

dass der Besuchsplan eingehalten wird und der Kontakt von C._____ zu seinem 

Vater in M._____, aber auch zu seiner Familie in Zürich aufrechterhalten und wei-

ter gepflegt wird. Der Beiständin wird die Kompetenz erteilt, nötigenfalls abwei-

chend vom Plan und im Einverständnis der beteiligten Eltern bzw. des Grossva-

ters (bei Nichterreichbarkeit der Mutter) und den Pflegeeltern Besuchsregelungen 

verbindlich festzulegen, welche spontanen Vorhaben von C._____ besser Rech-

nung tragen. Kann ein Einverständnis im konkreten Fall ohne grosses Hin und 

Her nicht erreicht werden, hat die Beiständin dem Besuchsplan gemäss Aufstel-

lung unter III./1.3. Nachachtung zu verschaffen. Bei einem allfälligen negativen 

Verlauf des Besuchsrechts hätte die Beiständin einen begründeten Antrag auf 

Neuregelung des Besuchsrechts bei der KESB Glarus zu stellen. Es gilt grund-

- 24 - 

sätzlich, dass die Beiständin Antrag zu stellen hat auf Anpassung der Massnah-

men, falls sich die Verhältnisse verändern.  

Die Beiständin hat für die Finanzierung des Lebensunterhalts von C._____ be-

sorgt zu sein und sie hat den Eltern in Fragen der Finanzierung des Lebensunter-

haltes von C._____ behilflich zu sein. Die Beiständin wird ersucht, im Rahmen ih-

rer Möglichkeiten abzuklären, ob und inwiefern in einem finanziellen Mangelfall 

Erstattung der Auslagen für Besuche und Ferien bei einer Fremplatzierung eines 

Kindes in einem anderen Kanton möglich sind.  

Die Beiständin hat bei der KESB Glarus Antrag zu stellen, wenn eine Rückkehr 

von C._____ in den Haushalt der Mutter verantwortet werden kann oder eine Um-

platzierung anzuordnen ist.  

V. 

Es ist eine für eine allfällige weitere Dauer des Verfahrens gültige Besuchsrege-

lung anzuordnen. Die unter III./1.3. vorstehend aufgeführte Besuchsregelung 

samt Modalitäten gemäss III./1.4.-1.5.3 gilt demnach unabhängig von der Ergrei-

fung eines Rechtsmittels. 

VI. 

Der heutige Ausgang des Verfahrens ist ein anderer als im Urteil vom 12. Juni 

2017. Der heutige Entscheid ändert aber nichts am Kostenentscheid des Bezirks-

rates vom 20. August 2015 (act. 6 S. 35, Dispositivziffern IV./V.). Es bleibt bei der 

hälftigen Verteilung der Kosten des Verfahrens beim Bezirksrat. Dieser Schluss 

ergibt sich aus dem Urteil des Bundesgerichtes vom 6. September 2017, welches 

das Urteil des Obergerichts vom 12. Juni 2017 bestätigt hatte und damit auch die 

hälftige Kostenverteilung vor Bezirksrat (act. 125; act. 124 S. 38-39).  

Heute kommt das Obergericht zu einem anderen Ergebnis als im Urteil vom 

12. Juni 2017 und heisst den Hauptantrag des Beschwerdeführers gut. C._____ 

verbleibt bei der Pflegefamilie in E._____. Dem heutigen Entscheid liegt ein ver-

änderter Sachverhalt zugrunde. Das Obergericht beurteilt anstelle der KESB neu 

- 25 - 

die im Nachgang zum Urteil vom 12. Juni 2017 ergangene Entwicklung und 

kommt zum Schluss, dass diese Entwicklung einer Rückplatzierung von C._____ 

zu seiner Mutter entgegensteht. Der heutige Entscheid hebt das Urteil vom 12. 

Juni 2017 nicht auf. Er ist der Sache nach ein Abänderungsurteil. Die Kostenrege-

lung für das Verfahren heute erfolgt separat (sogleich unten unter E. VII.) 

VII. 

Die Entscheidgebühr für das Verfahren ist gestützt auf § 5 Abs. 1 GebV OG 

i.V.m. § 12 Abs. 1 GebV OG festzusetzen. Sie ist bei gegebener Bandbreite (von 

Fr. 300.-- bis Fr. 13'000.--) unter Hinweis auf die Anhörung vom 15. Februar 2018, 

die Kinderanhörung und die verschiedenen Zwischenentscheide (act. 126, 

act. 131, act. 145, act. 174, act. 192, act. 205) auf Fr. 1'200.-- festzulegen. Die 

Kosten sind den Beschwerdeführern nach der Praxis der Kammer je zu Hälfte 

aufzuerlegen (vgl. die Begründung dazu in act. 124 S. 39, E. 2). Unter Berück-

sichtigung der beiden Parteien zu bewilligenden unentgeltlichen Rechtspflege, 

sind die Kosten auch für dieses Verfahren einstweilen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen.  

Die Beschwerdeführer werden auf den Nachzahlungsvorbehalt von Art. 123 

Abs. 1 ZPO hingewiesen.  

Die Entschädigung der Kindesvertreterin sind Gerichtskosten (Art. 95 Abs. 2 lit. e 

ZPO) und werden den Parteien in einem späteren Zeitpunkt je zur Hälfte auferlegt 

werden, unter Berücksichtigung der zu gewährenden unentgeltlichen Rechtspfle-

ge.  

Die Festsetzung der Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin der Be-

schwerdeführerin bzw. des unentgeltlichen Rechtsbeistandes des Beschwerde-

führers wie auch der Kindesvertreterin bleibt einem späteren Zeitpunkt vorbehal-

ten (vgl. § 23 Abs. 2 AnwGebV).  

- 26 - 

Es wird beschlossen: 

1. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

Rechtsanwältin Y._____, … [Adresse], eine unentgeltliche Rechtsbeiständin 

bestellt.  

2. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

Rechtsanwalt X._____, … [Adresse], ein unentgeltlicher Rechtsbeiständ be-

stellt.  

3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer zusammen mit nachfolgen-

dem Urteil.  

Es wird weiter beschlossen: 

1. Den Beschwerdeführern wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für 

eine allfällige weitere Dauer des Prozesses ein Besuchsrecht gemäss den 

obenstehenden Erwägungen III./1.3 und 1.4.-1.5.3. eingeräumt. 

2. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindesvertreterin, die 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Glarus, die Beiständin H._____, … 

[Adresse] für sich und zuhanden der Pflegeeltern D._____, … [Adresse], 

und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich, Abteilung 

6. 

Es wird erkannt:  

1. In Abänderung von Dispositivziffern 1 und 2 des Urteils des Obergerichts 

des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 12. Juni 2017 wird der Antrag der 

Beschwerdeführerin auf Aufhebung des Entzugs des Aufenthaltsbestim-

mungsrechts abgewiesen und Dispositivziffern 1 und 2 des Entscheides der 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 25. März 

2015 und Dispositivziffer I des Urteils des Bezirksrates Zürich, II. Kammer, 

vom 20. August 2015 bestätigt.  

- 27 - 

2. C._____, geb. tt.mm.2008, verbleibt in der Pflegefamilie D._____, … [Adres-

se]. 

3. Es wird in Abänderung von Dispositivziffer 3 des Urteils des Obergerichts 

des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 12. Juni 2017 ein Besuchsrecht 

gemäss der Aufstellung und den Modalitäten unter den Erwägungen III./1.3 

und 1.4.-1.5.3. festgesetzt. 

4. Die mit Entscheid der Vormundschaftsbehörde Adliswil vom 6. April 2010 

angeordnete und mit Entscheid der KESB Zürich vom 25. März 2015 bestä-

tigte und angepasste Erziehungs- und Besuchsrechtsbeistandschaft für 

C._____ gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird weitergeführt.  

 In Abänderung von Dispositivziffer 4 des Urteils des Obergerichts des Kan-

tons Zürich, II. Zivilkammer, vom 12. Juni 2017 werden im Rahmen der be-

stehenden Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB die Aufgaben der 

Beiständin neu wie folgt umschrieben:  

- für einen eigenen, direkten und regelmässigen Kontakt zu C._____ be-

sorgt zu sein und ihm in persönlichen und schulischen Belangen als 

Ansprechperson zur Verfügung stehen,  

- die Pflege, Erziehung und Ausbildung von C._____ zu begleiten und 

für die Finanzierung des Aufenthaltes in der Pflegefamilie und des Le-

bensunterhalts von C._____ besorgt zu sein,  

- die Eltern in ihren Bemühungen für C._____ verlässliche Eltern zu sein, 

zu unterstützen,  

- den Pflegeltern in ihrer Sorge und Bemühungen für C._____ An-

sprechperson zu sein und sie unterstützen,  

- für eine Verständigung zwischen den Eltern und zwischen der Mutter 

und den Pflegeeltern besorgt zu sein,  

- 28 - 

- die Eltern in ihrer Kommunikation und zu treffenden Entscheiden unter-

stützen und dazu die Sicht der Pflegeeltern einbringen,  

-  mit den Eltern, Pflegeltern und dem Grossvater I._____ im gegenseiti-

gen Einverständnis den konkreten Gegebenheiten und den Wünschen 

von C._____ besser Rechnung tragende Besuchspläne ausarbeiten,  

- bei Uneinigkeit in Bezug von Abänderungswünschen verbindlich den 

Besuchsplan gemäss Aufstellung Nachachtung verschaffen,  

- den Eltern in Fragen der Finanzierung des Lebensunterhaltes von 

C._____ behilflich sein, und abklären, ob und inwiefern der Mutter die 

Auslagen insbesondere für Ferienbesuche erstattet werden können,  

- Antrag bei der KESB stellen, wenn eine Rückkehr von C._____ in den 

Haushalt der Mutter verantwortet werden kann oder eine Umplatzie-

rung von C._____ anzuordnen wäre,  

- sofern notwendig, Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnah-

men an veränderte Verhältnisse stellen,  

- gegenüber der KESB Glarus ordentlicherweise Bericht erstatten. 

5. Im Übrigen bleibt es beim Urteil des Obergerichts, II. Zivilkammer, vom 

12. Juni 2017 (Dispositivziffern 5-7).  

6. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'200.-- festgesetzt und den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt, jedoch zufolge der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Beschwerdeführer wer-

den ausdrücklich auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO 

hingewiesen. 

 Vorbehalten bleibt die Entschädigung der Kindesvertreterin, die in einem 

späteren Zeitpunkt den Parteien je zur Hälfte auferlegt wird, unter Berück-

sichtigung der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege. 

- 29 - 

7. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen. 

8. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindesvertreterin 

(Rechtsanwältin Z._____ mit dem Auftrag, C._____ den Entscheid zeitnah 

kindgerecht zu eröffnen und zu erklären), an die Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde von Glarus, an die Beiständin H._____, … [Adresse], für sich 

und zuhanden der Pflegeeltern D._____, … [Adresse], die Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich, Abteilung 6, die Direktion der 

Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter 

Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen 

Empfangsschein. 

9. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

  
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

 Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
 Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Würsch  
versandt am: 

	Beschlüsse und Urteil vom 3. Juli 2018
	Erwägungen:
	1.1. Derjenige Elternteil, dem die Obhut nicht zusteht, und das unmündige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Die Bemessung des Besuchsrechts hat aufgrund der konkreten Umstände zu erfolgen und ...
	1.2. Die Anträge im Hauptverfahren zum Umfang des Besuchsrechts der Mutter und des Vaters im Falle des Verbleibs von C._____ in der Pflegefamilie liegen (implizit) vor (act. 17/2; act. 2, act. 17/35, Prot. S. 13 ff.). Der Vater möchte eine  3-Teilung ...
	1.3. In Wiederholung des bereits im Urteil vom 12. Juni 2017 Ausgeführten ist festzuhalten, dass C._____ zu seinen beiden Eltern einen guten, tragfähigen Kontakt hat, welcher auf jeden Fall zu erhalten ist (act. 124 S. 31 ff., insbes. E. 1.3.1.ff.). Z...
	1.4. Diese Regelung geht davon aus, dass sich der Beschwerdeführer und die Pflegefamilie nach wie vor gut verstehen und sie die konkreten und detaillierten Modalitäten der Besuche miteinander regeln können. Die Wochenendbesuche beim Vater beginnen am ...
	1.5.1. Wie sich gezeigt hat, spielt für die Kontakthäufigkeit zwischen der Mutter und C._____ auch die Distanz zwischen den Wohnorten eine Rolle. Hinzu kommt die Spannung zwischen der Mutter und den Pflegeeltern, die ihren Grund im teilweisen Unverstä...
	Um Diskussionen rund um die Besuchszeiten von C._____ in Zürich zu vermeiden, die im höchsten Mass dem Wohl von C._____ abträglich wären, sind die Besuchszeiten soweit sie die Mutter betreffen, detailliert zu regeln.
	Die gerichtliche Festsetzung ist als Minimalregelung zu verstehen und gilt im Konfliktfall. Sie ist auch für die Beiständin verbindlich. Es ist den Eltern und den Pflegeeltern unbenommen, im Einzelfall, etwa für ein konkretes Wochenende oder für konkr...
	Der Umfang der der Mutter zugesprochenen Besuchszeiten darf durch die Änderungen nicht geschmälert werden.
	1.5.2. Es wird in Abweichung von der allgemeinen Praxis (vgl. diesbezüglich act. 124 S. 32, E. 1.3.1., 2. Absatz) angeordnet, dass die Übergabe von C._____ wie bis anhin und bis mindestens März 2020 im Bahnhof … stattfindet. Die Übergaben von C._____ ...
	Die Mutter holt C._____ in … ab und bringt ihn auch wieder dorthin zurück. Der Beschwerdeführer erklärte sich an der Anhörung vom 15. Februar 2018 einverstanden, C._____ von E._____ nach … zu fahren bzw. C._____ von dort abzuholen und ihn wieder nach ...
	Ein persönliches Treffen der Eltern mit Übergabe von C._____ in … nimmt den Wunsch des Kindes auf, dass seine Eltern miteinander reden und, wenn auch nur sehr kurz, mit ihm zu Dritt sind (vgl. bspw. Prot. S. 40). C._____ wünscht sich, wie jedes Kind, ...
	1.5.3. Zusammenfassend gilt für die Wochenendregelung: Der Vater (ggf. der Pflegevater) bringt C._____ auf eigene Kosten jeweils am Freitagabend um 18 Uhr nach …. Die Mutter (ggf. der Grossvater) übernimmt C._____ in … und reist mit ihm auf eigene Kos...
	Fällt der Beginn eines (Feiertags-)Besuchsrechts auf einen Wochentag (Freitag, 1. November 2019, Donnerstag, 21. Mai 2020) findet die Übergabe von C._____ um 10 Uhr im Bahnhof ... statt. Die Übergabe am Sonntag in ... ist um 18 Uhr.
	Die Ferien dauern jeweils von 10 Uhr des angegebenen ersten Ferientages bis 18 Uhr des letzten Ferientages (bspw. Herbstferien von 6. Oktober 2018, 10 Uhr, bis 13. Oktober 2018, 18 Uhr; Neujahrsferien von 31. Dezember 2018, 10 Uhr, bis 5. Januar 2019,...
	Es wird beschlossen:
	1. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwältin Y._____, … [Adresse], eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	2. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwalt X._____, … [Adresse], ein unentgeltlicher Rechtsbeiständ bestellt.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer zusammen mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird weiter beschlossen:
	1. Den Beschwerdeführern wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für eine allfällige weitere Dauer des Prozesses ein Besuchsrecht gemäss den obenstehenden Erwägungen III./1.3 und 1.4.-1.5.3. eingeräumt.
	2. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindesvertreterin, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Glarus, die Beiständin H._____, … [Adresse] für sich und zuhanden der Pflegeeltern D._____, … [Adresse], und die Kindes- und Erwachsene...
	Es wird erkannt:
	1. In Abänderung von Dispositivziffern 1 und 2 des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 12. Juni 2017 wird der Antrag der Beschwerdeführerin auf Aufhebung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts abgewiesen und Disposi...
	2. C._____, geb. tt.mm.2008, verbleibt in der Pflegefamilie D._____, … [Adresse].
	3. Es wird in Abänderung von Dispositivziffer 3 des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 12. Juni 2017 ein Besuchsrecht gemäss der Aufstellung und den Modalitäten unter den Erwägungen III./1.3 und 1.4.-1.5.3. festgesetzt.
	4. Die mit Entscheid der Vormundschaftsbehörde Adliswil vom 6. April 2010 angeordnete und mit Entscheid der KESB Zürich vom 25. März 2015 bestätigte und angepasste Erziehungs- und Besuchsrechtsbeistandschaft für C._____ gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZG...
	In Abänderung von Dispositivziffer 4 des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 12. Juni 2017 werden im Rahmen der bestehenden Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB die Aufgaben der Beiständin neu wie folgt umschrie...
	- für einen eigenen, direkten und regelmässigen Kontakt zu C._____ besorgt zu sein und ihm in persönlichen und schulischen Belangen als Ansprechperson zur Verfügung stehen,
	- die Pflege, Erziehung und Ausbildung von C._____ zu begleiten und für die Finanzierung des Aufenthaltes in der Pflegefamilie und des Lebensunterhalts von C._____ besorgt zu sein,
	- die Eltern in ihren Bemühungen für C._____ verlässliche Eltern zu sein, zu unterstützen,
	- den Pflegeltern in ihrer Sorge und Bemühungen für C._____ Ansprechperson zu sein und sie unterstützen,
	- für eine Verständigung zwischen den Eltern und zwischen der Mutter und den Pflegeeltern besorgt zu sein,
	- die Eltern in ihrer Kommunikation und zu treffenden Entscheiden unterstützen und dazu die Sicht der Pflegeeltern einbringen,
	-  mit den Eltern, Pflegeltern und dem Grossvater I._____ im gegenseitigen Einverständnis den konkreten Gegebenheiten und den Wünschen von C._____ besser Rechnung tragende Besuchspläne ausarbeiten,
	- bei Uneinigkeit in Bezug von Abänderungswünschen verbindlich den Besuchsplan gemäss Aufstellung Nachachtung verschaffen,
	- den Eltern in Fragen der Finanzierung des Lebensunterhaltes von C._____ behilflich sein, und abklären, ob und inwiefern der Mutter die Auslagen insbesondere für Ferienbesuche erstattet werden können,
	- Antrag bei der KESB stellen, wenn eine Rückkehr von C._____ in den Haushalt der Mutter verantwortet werden kann oder eine Umplatzierung von C._____ anzuordnen wäre,
	- sofern notwendig, Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnahmen an veränderte Verhältnisse stellen,
	- gegenüber der KESB Glarus ordentlicherweise Bericht erstatten.
	5. Im Übrigen bleibt es beim Urteil des Obergerichts, II. Zivilkammer, vom 12. Juni 2017 (Dispositivziffern 5-7).
	6. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'200.-- festgesetzt und den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Beschwerdeführer werden ausdrücklich auf die N...
	Vorbehalten bleibt die Entschädigung der Kindesvertreterin, die in einem späteren Zeitpunkt den Parteien je zur Hälfte auferlegt wird, unter Berücksichtigung der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege.
	7. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
	8. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindesvertreterin (Rechtsanwältin Z._____ mit dem Auftrag, C._____ den Entscheid zeitnah kindgerecht zu eröffnen und zu erklären), an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde von Glarus, an die B...
	9. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...