# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9cd9f2af-8fea-5502-ae47-7f7b19cddaec
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1987-11-03
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 03.11.1987 Verwaltung ARGVP 1988 1028
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1987-11-03.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1028, 1029

1028

Verfahren. Voraussetzungen der Wiederaufnahme eines Verfahrens 
(Art. 14 des Gesetzes überdas Verwaltungsverfahren; bGS 143.5).

Die Wiederaufnahme eines rechtskräftig erledigten Verfahrens ist in 
Anlehnung an die bisherige Praxis und die Rechtsprechung des Bundesge­
richtes in Art. 14 VwVG geregelt worden. Von Beeinflussung durch eine 
strafbare Handlung abgesehen, tritt die Behörde auf ein Wiedererwä­
gungsgesuch nur ein, falls sich die zu beurteilende Sachlage wesentlich 
geändert hat, die Behörde sich in einem offenkundigen Irrtum über ent­
scheidende Tatsachen befunden hatte oder wenn Tatsachen oder Beweis­
mittel geltend gemacht werden, die beim ersten Entscheid nicht bekannt 
waren oder die vorzulegen damals kein Anlass bestand (vgl. BGE109 lb 
246 E. 4a mit Verweis; RRB 224/82 und 33/85; 821 ,764  und 705/84; vgl. 
Appenzell A.Rh. Verwaltungspraxis, Heft XIV, S. 416).

RRB 3.11.1987

1029

Verfahren. Begriff der anfechtbaren Verfügung (Art. 18 des Gesetzes 
über das Verwaltungsverfahren; bGS 143.5).

Die Sanitätskommission von Appenzell A.Rh. stellte am 9. März 1966 allen 
im Kanton ansässigen Heilmittelherstellern ein Kreisschreiben zu, in wel­
chem auf einige wesentliche, die Heilmittelhersteller angehende Bestim­
mungen des Sanitätsgesetzes und der Heilmittelverordnung hingewiesen 
wurde. Neben verschiedenen Erläuterungen genereller Natur wurde unter 
anderem festgestellt, dass für die Abgabebewilligung von Heilmitteln eine 
Minimalgebühr von Fr. 10 -  pro Mittel zu entrichten sei.

Der Regierungsrat trat auf einen gegen dieses Kreisschreiben gerichte­
ten Rekurs aus folgenden Gründen nicht ein:

Indem die RAG und die C.S.A. gegen das Kreisschreiben der Sanitäts­
kommission vom 9. März 1966 Rekurs erheben, nehmen sie stillschwei­
gend an, es handle sich dabei um einen rekursfähigen Verwaltungsakt.

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