# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0df6b31-353e-598e-b6a8-9e9f183dde7b
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-30
**Language:** de
**Title:** Aufgrund der nach Rückweisung der Sache an die Verwaltung getroffenen ergänzenden neurologischen und neuropsychologischen Abklärungen steht fest, dass der Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist und lediglich eine unter 40 % liegende Invalidität vorliegt.
**Docket/Reference:** IV.2013.00314
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00314.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00314
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiber Rangoni-Bertini
Urteil
vom
30. Januar 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1954, arbeitete seit dem 12. Juli 2004 als Maurer für
eine Akkordunternehmung (Urk. 5
/3 S. 2). Er leidet etwa seit dem zwanzigsten Altersjahr
an
einer
Polytoxikomanie
(Urk. 5
/19 S. 4-5). Infolge eines
Unfalls im Oktober 2004 (Urk. 5/3 und Urk. 5
/13 S. 2), bei welchem er auf einer Treppe stürzte und auf dem Rücke
n diese hinunterrutschte (Urk. 5
/9 S. 6), wurde er ab dem 22. Oktober 2004 zu 100 % ar
beitsunfähig geschrieben (Urk. 5/3 und Urk. 5
/13 S. 14), und er erhielt bis am 20. August 2005 Taggelder von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (S
uva
) (Urk.
5/66 S. 6
2. Zeile). Ge
gen die Einstellung der Taggelder, welche damit begründet wurde, dass die Be
schwerden nicht mehr auf den Unfall, sondern auf die vorbestandenen dege
ne
rativen Veränderungen in der Wirbelsäule zurückzuführen seien, reichte der Versicherte Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich ein, welches diese mit Urteil vom 25. April 2007 abwies (Urk.
5/66
S.
6
Ziff. 2 am Ende).
Am 2. Februar 2007 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an u
nd beantragte eine Rente (Urk. 5
/4, insb. S. 6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die erwerbli
chen (Urk. 5
/7,
Urk.
5/
10 und
Urk.
5/
12) und medizinischen (Urk. 5
/9) Verhältnisse ab und liess den Versicherten in rheumatologischer
Hinsicht durch Dr. med./Dr. sc.
Nat. ETH
Y.___
, Fachärztin für Innere Medizin und Rheu
matologie sowie zertifi
zierte medi
zinische Gutachterin SIM (Urk. 5
/18), und die konsiliarisch hinzuge
zogenen Dr. med.
Z.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und med.
pract
.
A.___
, beide von der Klinik
B.___
, p
sychiat
risch begutachten (Urk. 5
/19, nachfolgend „Gutachten der Klinik
B.___
“ ge
nannt).
Mit Vorbe
scheid vom 6. April 2009 (Urk. 5
/25) teilte die IV-Stelle dem Versicher
ten mit, dass ihm eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Anhand der Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) sowie unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % betrage sein Invaliditätsgrad lediglich 21 %, weshalb sein Leistungsbegehren abgewiesen werde.
Dagegen wehrte sich der Versicherte, indem er
die Gewäh
rung von Integrationsmassnahmen respektive berufliche
n
Massnahmen ver
langte
(
Urk.
5/31)
.
In der Folge traf die IV-Stelle Abklärungen betreffend die berufliche Ei
ngliede
rung (Urk. 5
/34-52 und
Urk.
5
/
54), in deren Rahmen der Versicherte vom 2. November 2009 bis zum 5. Februar 2010 bei der
Institution C.___
tätig war
(vgl. Abklärungsber
icht vom 3. Februar 2010 [Urk. 5
/51]). Die IV-Stelle teilte ihm anschliessend mit Vorbesch
eid vom 17. Februar 2010 (Urk. 5
/52
) mit, dass sein Leistungsbegehren abgewiesen werde, da keine beruflichen Massnahmen möglich seie
n. Nach Erhalt der Akten (Urk. 5
/55-56) zog der Versicherte am 26. März 2010 den am 23. Mär
z 2010 erhobenen Einwand (Urk. 5/57) zurück (Urk. 5
/59).
1.2
Mit Verfügungen vom 1. (Urk. 5
/60) und 15. Apr
il 2010 (Urk. 5/61) wies die IV-
Stelle entsprechend den Vorb
escheiden (Urk. 5/25 und 5
/52
) die Begehren um Gewährung beruflicher Massnahmen und einer Invalidenrente ab.
Die g
egen die
rentenverneinende
Verfügung vo
m 15. April 2010 (Urk. 5
/61)
gerichtete
Beschwerde (Urk. 5/66/3 ff
.)
hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
mit Urteil vom 3. Januar 2012
in dem Sinne gut, als es die an
gefochtene
Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese, nach Vorna
h
me ein
er ergänzenden, neurologi
schen/
neuropsycho
-
logischen Begutachtung
und Einholung einer ergänzenden gutachterlichen Stellungnahme zum Bericht der
Institution C.___
vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/51)
sowie zur Vereinbarkeit der darin festgehaltenen Einschrän
kungen mit der für eine leidensangepasste Tätigkeit bescheinigten vollständigen Arbeitsfähigkeit
(Urk. 5/71/11 Ziff. 5)
über den Rentenanspruch des Beschwer
deführers neu verfüge
(
Urk.
5/71/12 Dispositiv Ziff. 1).
1.3
In Umsetzung des Urteils des
Sozialversicherungsgericht
s
vom 3. Januar 2012 (
Urk.
5/71)
liess die IV-Stelle den Versicherten durch das
Institut D.___
neurologisch und neuropsycholo
gisch untersuchen und begu
tachten (Gutachten vom 14.
September 2012, Urk. 5/84)
, welches ihm in der angestammten Tätigkeit eine 70%ige und in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestierte (
Urk.
5
/84/16).
In der Folge holte die IV-Stelle Stellungnahme
n
von
Dr. me
d./Dr. sc. Nat. ETH
Y.___
(
Urk.
5/90
) und
Dr.
Z.___
(
Urk.
5/91)
zum Bericht der
Institution C.___
vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/51) und zum Gutachten
des Instituts D.___
vom 14. September 2012 (Urk. 5/84)
ein und wies nach erfolgtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
5/93 ff.
)
mit Verfügung vom 8. März 2013 (
Urk.
2
,
Urk.
5/101
) das Rentenbegehren des Versicherten erneut ab.
2.
Gegen die Verfügung vom
8
.
März
201
3
(Urk.
2
,
Urk.
5/101
)
erhob
der
Versi
cherte am
6
.
April 2013
Beschwerde (Urk. 1
)
und beantragte eine erneute Ab
klärung der aktuellen Situation, da sich diese
erheblich verschlechtert habe.
Mit Beschwerdeantwort vom 13. Mai 2013 schloss die IV-Stelle auf Beschwerdeabweisung (
Urk.
4).
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien und die weiteren Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemein
en Teil des Sozialversicherungs
rechts
;
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Gemäss ständiger Rechtsprechung begründet eine Drogensucht für sich allein keine Invalidität, sondern nur in Verbindung mit einem die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden geistigen, körperlichen oder psychischen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert, der zur Sucht geführt hat oder als deren Folge einge
treten ist (BGE 102 V 167, 99 V 28 E. 2; AHI 2002 S. 30 E. 2a, 2001 S. 228 f. E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 940/05 vom 10. März 2006 E. 2.1 mit Hinweisen).
Eine psychisch bedingte Invalidität im Sinne des Gesetzes liegt nur dann vor, wenn ein psychisches Leiden mit Krankheitswert fachärztlich ausgewiesen ist und es der betroffenen Person trotz Aufbietung allen guten Willens, die verblei
bende Leistungsfähigkeit zu verwerten, wegen ihrer Beschwerden nicht zuzu
muten ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wobei das Mass des
Forderbaren
weitgehend objekt
iv bestimmt wird (BGE 130 V 352
E. 2.2.1, 131 V 49).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Aufgrund
des
D.___-
Gutachtens (
Urk.
5/84)
,
der Stellungnahmen von
Dr. med./Dr. sc. Nat. ETH
Y.___
(
Urk.
5/90) und
Dr.
Z.___
(
Urk.
5/91)
zu diesem und zum
Bericht der
Institution C.___
vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/51)
so
wie der Stellungnahme von
Dr.
med.
E.___
,
Facharzt für Anästhesiologie
und zertifizierter Gutachter SIM
, vom R
egionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 20
.
November 2012 (
Urk.
5/92/3 am Ende) hielt die IV-Stelle an der früher ab
gegebenen Beurteilung fest, wonach der Versicherte in einer
leidensangepassten Tätig
keit zu 100 % arbeitsfähig sei.
Bei Gewährung eines 10%igen leidensbedingten Abzugs beim Invalideneinkommen ermittelte die IV-Stelle
im Rahmen des vorgenommenen Einkommensvergleichs
einen rentenausschliessende
n Invaliditätsgrad von 21 % (
Urk.
5/101/2).
2.2
Dagegen macht der Versicherte
geltend, seine
gesundheitliche
Situation habe sich verschlechtert
. Zudem bemängelt er das von der IV-Stelle ermittelte Vali
den- und Invalideneinkommen (
Urk.
1).
3.
3.1
Das
Institut D.___
stellte im Gutachten vom 14. September 2012 aufgrund der neurologi
schen Untersuchung vom 27. Juli 2012 (
Urk.
5/
84/11 ff.
)
sowie
der neuropsychologischen
Abklärung
vom 7. August 2012 (Urk. 5/84
/
20 ff.)
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die Diagnose
einer langjährigen fortbeste
henden
Polytoxikomanie
bei Heroinkonsum,
Dormicumeinnahme
und
Alkoholabusus
, wobei die Resultate eventuell durch akuten Alkohol- und Drogeneinfluss sowie Schläfrigkeit beeinflusst gewesen seien. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte das
Institut D.___
ein
en
Nikotinabusus
(
Urk.
5/84/14
lit
. E.1-2).
Im Zusammenhang mit der neurologischen Untersuchung sei festzustellen, dass es trotz der langen Anamnese
eines erheblichen Drogenkonsums früher und ei
nes fortgesetzten, durch eine kontrollierte Heroinabgabe
ermöglichten
weiteren Heroinkonsums zu keinen invalidisierend wirkenden Ausfällen gekommen sei. Der neurologische Status sei, abgesehen von einer
Einschränkung der
Vibrationsempfindung, die auch
durch die
von der
psychische
n
Verf
lachung
verursachten
Gleichgültigkeit
bedingt sein könnte, im Normbereich. Von neurologi
scher Seite her sei eine Tätigkeit im erlernten Beruf als Maurer möglich
(
Urk.
5/84/14-15
lit
. F)
.
Durch die neuropsychologische Untersuchung sei jedoch klar geworden, dass differenzierte Tätigkeiten und solche, die speditiv ausgeführt werden sollten
, nicht mehr denkbar seien. Es bestünden erhebliche Einbussen in Bezug auf die Gedächtnisleistung und eine Verlangsamung, die nicht nur durch den fortge
setzten Heroinkonsum, sondern auch
durch den
Alkoholabusus
bedingt
sei, wo
bei zu beachten sei, dass dieser bei den Untersuchungen im Spiel gewesen sei. Eine Arbeitsfähigkeit im erlernten Beruf sei nur noch zu einem reduzierten Pensum von 70 % möglich
. Eine Tätigkeit in einer alternativen Beschäftigung, zum Beispiel wie sie der Versicherte nun als
Hilfshausabwart
ausführe, sei zu 100 % denkbar. Theoretisch sei diesbezüglich auch eine vollzeitige Tätigkeit möglich, dies müsse aber durch eine berufliche Abklärung untersucht werden, da beim Versicherten im Zusammenhang mit der Untersuchung eine erhebliche Müdigkeit vorhanden gewesen sei.
Im Rahmen eines zusammenfassenden Belastungsprofils wurde festgehalten, dass v
on neurologischer Seite her körperlich keine Einschränkung
bestehe
, eine solche
jedoch
von anderen Fachgebieten (Rheumatologie, Orthopädie) her vor
handen sein
könne
. Eine Einschränkung von 30 % bestehe in neuropsychologi
scher Hinsicht bei schlechten Gedächtnisleistungen und allenfalls durch akuten Medikamenten- oder Alkoholkonsum zusätzlich resultierender Müdigkeit für die erlernte Tätigkeit
. Von dieser Seite her seien Arbeiten ohne höhere Anforderun
gen an die Gedächtnisleistung (d.h. in Routinetätigkeiten), an die geteilte Auf
merksamkeit (d.h. Bevorzugung serieller Tätigkeiten ohne Ablenk
ungen) und an
visuokonstruktive
Leis
tungen
(d.h.
keine handwerklich-exakten Tätigkeiten im dreidimensionalen Bereich) möglich, nach einer erhöhten
A
nlernzeit müss
e von keinen relevanten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit ausgegangen wer
den. Auch hier könne aufgrund der vorliegenden Beobachtungen
die mögliche Präsenzzeit nicht beurteilt werden. Eine entsprechende Abklärung müsse noch durchgeführt werden
(
Urk.
5/84/15
lit
. F)
.
3.2
In ihrer Stellungnahme
vom 14. Oktober 2012 hielt
Dr. med./Dr. sc. Nat. ETH
Y.___
fest
, dass sich aus rheumatologischer Sicht nach so
rgfältiger Durch
sicht des
Berichts der
Institution C.___
vom 3. Februar 2010 (Urk. 5/51) und des
D.___
-Gutachten
s
vom 14. September 2012 (Urk. 5/84)
verglichen mit dem Gutachten vom 13. März 2009 (
Urk.
5/18), in dem sie dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbe
itsfähigkeit attestiert hatte,
keine Änderung der Beurteilung des Gesundheitszustandes oder ihrer Einschätz
ung der Arbeitsfähigkeit ergebe (
Urk.
5/88).
3.3
In seiner
Stellungnahme
vom 29. Oktober 2012
(
Urk.
5/91)
hielt
Dr.
Z.___
fest, dass sich die im
D.___
-Gutachten vom 14. September 2012 (Urk. 5/84) enthal
tene Feststellung, wonach die Resultate durch akuten Alkohol- und Drogeneinfluss sowie Schläfrigkeit beeinflusst worden sein könnten, mit seiner Beurtei
lung decke
, da der Versicherte bereits während der Untersuchung vom 24. Feb
ruar 2009 durch ein
Foetor
Aethylicus
aufgefallen sei
. Bei weiterhin fehlenden Hinweisen auf weitere psychiatrische Erkrankungen nach ICD-10 könne dem Versicherten somit aufgrund isolierter Sucht keine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden.
Dr.
Z.___
hielt deshalb an der am 17. März 2009 abgeg
ebenen Beurteilung fest, wonach die angestammte Tätigkeit als Maurer nicht mehr zumutbar sei, für dem Rücken- und Hüftleiden angepasste, mithin vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit gelegentlichen Positionswechseln und
Heben von
Gewichten bis maximal 25 kg
hingegen
eine vollständige
Ar
beitsfähigkeit vorliege (Urk.
5/19/10).
4.
4.1
Dem
neurologische
n/neuropsychologischen
Gutachten
des Instituts D.___
kommt voller Beweiswert zu, denn es ist schlüssig und umfassend. D
er
Beschwerdefü
hrer
wurde gründlich u
ntersucht und d
ie
Vorakten
sowie
seine
persönlichen Aussa
gen wurden ebenfalls umfassend berücksichtigt und gewürdigt. Auch die Beur
teilungen der medizinischen Situationen sind einleuchtend und widerspruchsfrei dargestellt, und die gezogenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar. Damit sind die von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen erfüllt (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 352 E.3a, 122 V 160 E.1c).
4
.2
D
er
Beschwerdefü
hrer bemängelt das Gutachten
des Instituts D.___
nicht, sondern macht geltend, dass sich seine Situation erheblich verschlechtert habe. Die
Kritik
des Beschwerdeführers kann jedoch nicht berücksichtigt werden, da er dazu keinen einzigen
ärztlichen Beleg einreichte, um die behauptete Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen.
4.3
Das
D.___
-Gutachten
wird somit
nicht in Frage
gestellt
. Die Gutachter kamen aufgrund der vorhandenen Akten und der erfolgten Untersuchungen zum Schluss, dass
der Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % ar
beitsfähig sei
(
Urk.
5/84/16
). Die
vom
Institut D.___
abgegebene Beurteilung deckt sich
im Übrigen
auch
mit dem Gutachten der Klinik
B.___
vom 17. März 2009
(
Urk.
5/19
), in welches das Ergebnis des rheumatologischen Gutachtens von Dr. med./Dr. sc. Nat. ETH
Y.___
vom 13. März 2009
(
Urk.
5
/18) einbezogen worden war.
Angesichts der übereinstimmenden Ergebnisse der rheumatologischen, neuro
-
logi
schen, neuropsychologischen und psychiatrischen Untersuchungen, wonach der Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 %
arbeits
fähig
sei, vermag die Einschätzung der
Institution C.___
vom 3. Februar 2010,
dass
nur noch in einem geschützten Rahmen höchstens eine 30- bis 40%ige Ar
beitsfähigkeit bestehe (Urk. 5/51), nicht zu überzeugen.
5
.
5
.1
Im Grundsatz ist auch die Invaliditätsbemessung de
r Beschwerdegegnerin (Urk. 5/92/4
i.V.m
.
Urk.
5/23
) nicht zu beanstanden, jedoch geht diese auf das Jahr 20
09
zurück und berücksichtigt lediglich die bis 200
6
erfolgte Lohnentwicklung gemäss LSE
,
weshalb vorliegend eine aktualisierte Bemessung vorzu
nehmen ist.
5.2
Was das
Valideneinkommen
betrifft, betrug im Jahr 2010 das mittlere von Män
nern auf Niveau
3
im Baugewerbe
er
zielte monatliche Einkommen Fr.
5‘
742
.-- (LSE 2010 S.
26
Tab. T
A1
Ziff.
41-4
3). Umgerechnet auf ein Jahr, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,5
Stunden (Die Volkswirtschaft,
Das Magazin für Wirtschaftspolitik
12-2013 S. 90
Tab. B9.2
Noga
-Abschnitt „
F
“) und der Nominallohnen
twicklung von
1 % im Jahr 2011 und 0,7
% im Jahr 2012
(Die Volkswirtscha
ft a.a.0. S. 91
Tab. B 10.2
Ziff.
05-43
) angepasst, ergibt dies
Fr.
72‘708.20
(
Fr.
5‘
742
.-- x
12 :
40 x 41,5 x 1,0
1
x 1,
007
).
5
.
3
Zur Berechnung des Invalideneinkommens zog die IV-Stelle
entgegen der Auffas
sung des Beschwerdeführers nicht die für das Baugewerbe massgeblichen Zahlen (
Urk.
1), sondern
richtigerweise den monatlichen Bruttolohn
(Zentralwert) im privaten Sektor
für Männer in einfachen und repetitiven Tätigkeiten heran. Im Jahr 2010 betrug d
as dabei erzielte Einkommen Fr.
4‘
901.-- (LSE 2010 S. 26
Tab. TA1
Total
). Umgerechnet auf ein Jahr, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft a.a.
0.
S. 9
0
Tab. B9.2
Noga
-Abschnitt „
A-S
“) und
der Nominallohnentwicklung von 1 % im Jahr 2011 und 0,
8
% im Jahr 2012
(
Die Volkswirtschaft a.a.
0.
S. 91
Tab. B 10.2
Nominal Total
) angepasst, ergibt dies
Fr.
62‘420.--
(
Fr.
4‘
901
.-- x
12
:
40 x 41,7 x 1,01
x 1,
008
). Unter Berücksichtigung des
gewährten
10%igen leidensbedingten Ab
zugs beträgt das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers
Fr.
5
6‘178.--
.
5
.4
Die Differenz zwischen dem
Valideneinkommen
von
Fr.
72‘708.20
und dem Invalideneinkommen von
Fr.
56‘178.--
beträgt
Fr.
16‘530.2
0.
Dies entspricht ei
nem Invaliditätsgrad von gerundet
22,7
% (
Fr.
16‘530.20
x 100
% :
Fr.
72‘708.20
), woraus sich
kein Rentena
nspruch ergibt.
Die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) erweist sich somit als richtig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1'000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
500
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GrünigRangoni-Bertini