# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98609dd6-4b41-56f5-9492-42cf8bd7e7a8
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 25.04.2025 VBE.2024.371
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-371_2025-04-25.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2024.371 / lf / bs 
Art. 52 

 

Referat vom 25. April 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichter Kathriner 

Oberrichterin Fischer 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____,  

vertreten durch lic. iur. Dominique Chopard, Rechtsanwalt, 

Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern 

vertreten durch lic. iur. Reto Bachmann, Rechtsanwalt,  

St. Leodegarstrasse 2, 6006 Luzern 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1989 geborene Beschwerdeführer war aufgrund seiner Anstellung als 

"Beimann" bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen 

von Unfällen versichert, als er gemäss Schadenmeldung vom 16. März 

2021 am 15. März 2021 auf der Gerüsttreppe ausrutschte und sich dabei 

den linken Fuss verdrehte. Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leis-

tungspflicht im Zusammenhang mit dem fraglichen Ereignis und richtete die 

entsprechenden Versicherungsleistungen in Form von Taggeld und der 

Übernahme der Kosten der Heilbehandlung aus. In der Folge traf sie beruf-

liche und medizinische Abklärungen, in deren Rahmen sie den Beschwer-

deführer unter anderem kreisärztlich untersuchen liess. Mit Mitteilung vom 

2. Juni 2023 schloss die Beschwerdegegnerin den Fall ab und stellte die 

Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. Juni 2023 ein. Mit Verfügung 

vom 29. Juni 2023 verneinte sie einen Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Invalidenrente sowie auf eine Integritätsentschädigung. Die dage-

gen erhobene Einsprache wies die Beschwerdegegnerin mit Einsprache-

entscheid vom 3. Juni 2024 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024 erhob der Beschwerde-

führer mit Eingabe vom 8. Juli 2024 fristgerecht Beschwerde und stellte fol-

gendes Rechtsbegehren: 

 

"Es sei der Einspracheentscheid aufzuheben und es sei die Beschwerde-
gegnerin zu verpflichten die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Rente 
/ Integritätsentschädigung) auszurichten; 
 

unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 26. August 2024 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit Replik vom 4. Oktober 2024 hielt der Beschwerdeführer an den be-

schwerdeweise gestellten Anträgen fest.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädi-

 - 3 - 

 

 

gung mit Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024 (Vernehmlassungsbeilage 

[VB] 266) zu Recht verneint hat. 

 

2. 

Gemäss Art. 19 UVG entsteht der Rentenanspruch, wenn von der Fortset-

zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund-

heitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlos-

sen sind (Abs. 1 erster Satz). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles 

zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine 

Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). 

 

3. 

3.1. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024 (VB 266) stützte sich die 

Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Be-

urteilung ihrer Versicherungsmediziner med. pract. B._____, Facharzt für 

Chirurgie, und Dr. med. C._____, Facharzt für Neurologie, vom 25. Novem-

ber 2022 betreffend die ärztliche Untersuchung vom 21. November 2022 

(VB 189) sowie auf deren Aktenbeurteilungen vom 12. (VB 227) und 

22. Mai 2023 (VB 229). 

 

3.1.1. 

Im Bericht vom 25. November 2022 zur ärztlichen Untersuchung vom 

21. November 2022 stellten med. pract. B._____ und Dr. med. C._____ die 

nachfolgenden Diagnosen (VB 189 S. 7): 

 

"Chirurgische Diagnosen 
Restbeschwerdesymptomatik des linken Sprunggelenkes und linken Fus-
ses 
(…) 

Verdacht auf Plantarfasziitis linksseitig 
 
Neurologische Diagnosen 
Chronische Schmerzsymptomatik, 

- nozizeptiv unter Belastung zunehmend linker Fuss 
- Kein Anhalt für neuropathische Schmerzsymptomatik, insbeson-

dere keine Allodynie oder Hyperalgesie, auch nicht im Bereich der 
Narben. 

- Kein Anhalt für CRPS" 

 

Die beiden Versicherungsmediziner führten zudem aus, aus unfallchirurgi-

scher Sicht sei eine fachorthopädische Beurteilung in der Fusssprech-

stunde von Prof. Dr. med. D._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, zu empfehlen. Bis zum ge-

wünschten Konsil sei der Beschwerdeführer weiterhin in seiner ange-

stammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (VB 189 S. 10). 

 

 - 4 - 

 

 

3.1.2. 

In seinem Bericht vom 3. Februar 2023 empfahl Prof. Dr. med. D._____, 

nachdem er den Beschwerdeführer gleichentags untersucht hatte, die Sis-

tierung sämtlicher noch andauernder Therapien und eine Reintegration des 

Beschwerdeführers in die Arbeitstätigkeit (VB 207 S. 3). 

 

3.1.3. 

Med. pract. B._____ führte in seiner Beurteilung vom 12. Mai 2023 aus, 

aus unfallchirurgischer Sicht sei keine namhafte Besserung des unfallbe-

dingten Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Aus unfallchirur-

gischer/versicherungsmedizinischer Sicht sei indes aktuell und künftig in 

einer angepassten leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätig-

keit (sitzend, gehend und stehend) unter folgenden Voraussetzungen eine 

ganztägige Arbeitsfähigkeit gegeben: keine Arbeiten in Zwangshaltung wie 

Kauern oder Knien; kein Besteigen von Leitern und Gerüsten, kein Laufen 

auf unebenem Gelände; Treppensteigen nur selten. Ansonsten würden 

keine Einschränkungen bestehen, insbesondere nicht "zeitlicher Natur" 

(VB 227 S. 5).  

 

3.1.4. 

Dr. med. C._____ hielt in seiner Beurteilung vom 22. Mai 2023 fest, ge-

stützt auf die Untersuchung vom 21. November 2022 (vgl. E. 3.1.1. hiervor) 

und die "Kenntnisse" durch Prof. Dr. med. D._____ vom 3. Februar 2023 

(vgl. E. 3.1.2.) bestehe aus neurologisch-versicherungsärztlicher Sicht ein 

stabiler Endzustand. Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers schliesse er sich der Zumutbarkeitsbeurteilung von med. pract. 

B._____ vom 12. Mai 2023 an (vgl. E. 3.1.3. hiervor; VB 229 S. 3). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut-

 - 5 - 

 

 

achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge An-

forderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-

lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-

lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4 S. 469 f. und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen mit Verweis auf seine be-

handelnden Ärzte vor, die chronischen Schmerzen seien in der Zumutbar-

keitsbeurteilung nicht berücksichtigt worden. Es sei ihm trotz der Beschwer-

den keine zeitliche Reduktion der Arbeitsfähigkeit und auch kein zusätzli-

cher Pausenbedarf zugestanden worden (vgl. Beschwerde S. 5).  

 

4.2. 

Soweit sich der Beschwerdeführer sowie sein behandelnder Arzt 

Prof. Dr. med. E._____, Braga (Portugal), in dem im Beschwerdeverfahren 

eingereichten Bericht vom 2. Februar 2023 (Beschwerdebeilage [BB] 3 f.) 

zur Begründung einer höheren Arbeitsunfähigkeit (vgl. Beschwerde S. 5) 

bzw. einer erhöhten Einschränkung (vgl. BB 3 S. 2) auf die Schmerz- be-

ziehungsweise Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers stützen, ist 

festzuhalten, dass die subjektiven Schmerzangaben der versicherten Per-

son für die Begründung einer Arbeitsunfähigkeit allein nicht genügen. Viel-

mehr muss im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprü-

fung verlangt werden, dass die Schmerzangaben durch damit korrelie-

rende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar 

sind. Dabei müssen die Schmerzangaben zuverlässiger medizinischer 

Feststellung und Überprüfung zugänglich sein (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_152/2024 vom 15. Januar 2025 E. 5.2.3 mit Hinweis auf BGE 143 

V 124 E. 2.2.2). Das subjektive Empfinden der versicherten Person, insbe-

sondere wenn es sich nicht mit der Auffassung der medizinischen Fach-

leute deckt, kann für sich allein nicht massgebend sein. Es ist aber eine 

wichtige Aufgabe des ärztlichen Sachverständigen, sich mit den geklagten 

subjektiven Beschwerden des Exploranden auseinanderzusetzen (vgl. 

MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversi-

cherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 

4. Aufl. 2022, N. 236 zu Art. 28a IVG mit Hinweis). Diesen Vorgaben ka-

men die Versicherungsmediziner der Beschwerdegegnerin med. pract. 

B._____ und Dr. med. C._____ umfassend nach. So beruhen ihre Beurtei-

lungen auf Bildgebungen und verschiedenen persönlichen Untersuchun-

gen, unter anderem der von ihnen selbst vorgenommenen Untersuchung 

vom 21. November 2022 (VB 189), und wurden unter Berücksichtigung der 

Vorakten sowie unter eingehender Auseinandersetzung mit der Schmerz-

symptomatik des Beschwerdeführers (vgl. VB 189 S. 4 f., S. 7 ff.; 227 

S. 4 f.; 229 S. 2 ff.) abgegeben. Nachvollziehbar sowie schlüssig begründet 

führten med. pract. B._____ und Dr. med. C._____ am 25. November 2022 

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aus, dass eine chronische Schmerzsymptomatik des rechten Fusses be-

stehe, wobei von einem nozizeptiven Schmerzgeschehen auszugehen sei 

(vgl. VB 189 S. 8 ff.). Med. pract. B._____ gelangte in seiner Beurteilung 

vom 12. Mai 2023 vor dem Hintergrund der in den medizinischen Akten 

dokumentierten Befunde und der festgestellten nur minimalen funktionellen 

Einschränkung des linken Sprunggelenks sodann zum nachvollziehbar be-

gründeten Schluss, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätig-

keit zwar nicht mehr zumutbar sei, dieser indes aus unfallchirurgischer/ver-

sicherungsmedizinischer Sicht in einer angepassten leichten bis mittel-

schweren, wechselbelastenden Tätigkeit (sitzend, gehend und stehend) zu 

100 % arbeitsfähig sei (vgl. 3.1.3. hiervor). Dieser Zumutbarkeitsbeurtei-

lung schloss sich auch der neurologische Versicherungsmediziner 

Dr. med. C._____ in seinem Bericht vom 22. Mai 2023 an (vgl. 3.1.4. hier-

vor). Diese Arbeitsfähigkeitsbeurteilung steht sodann im Einklang mit der 

Einschätzung der behandelnden Ärzte der Rehaklinik Bellikon. Diese hiel-

ten in ihrem Austrittsbericht vom 4. August 2022 fest, dass dem Beschwer-

deführer, der unter anderem an belastungsabhängigen Schmerzen im OSG 

links leide, eine mittelschwere Arbeit, wechselbelastend, ohne Tätigkeiten 

in unebenem Gelände, ohne längerdauernde Zwangshaltungen, ohne Er-

steigen von Leitern/Gerüsten und ohne Schläge/Vibrationsbelastung ganz-

tags möglich sei (vgl. VB 169 S. 3 f.). Dass der Beschwerdeführer, wie er 

dies geltend macht, aufgrund der von sämtlichen Ärzten durchaus aner-

kannten Schmerzsymptomatik im Bereich des linken Fusses auch in einer 

angepassten Tätigkeit in zeitlicher bzw. leistungsmässiger Hinsicht in sei-

ner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, entbehrt demnach jeglicher Grund-

lage in den medizinischen Akten, namentlich auch im von ihm eingereich-

ten Bericht von Prof. Dr. med. E._____ vom 2. Februar 2023 (vgl. BB 3 f.). 

Hinsichtlich der medizinischen Beurteilung des Sachverhalts durch den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 5) ist 

schliesslich darauf hinzuweisen, dass diese bereits deshalb unbehelflich 

ist, weil er als medizinischer Laie hierfür nicht befähigt ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 9C_283/2017 vom 29. August 2017 E. 4.1.2). 

 

4.3. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen des Be-

schwerdeführers noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch nur 

geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Vollständigkeit der Beurteilungen 

von med. pract. B._____ und Dr. med. C._____ (vgl. E. 3.1. hiervor) erwe-

cken könnten (vgl. E. 3.2.2. hiervor). Die besagten Beurteilungen erfüllen 

demnach die Anforderungen der Rechtsprechung an beweiskräftige medi-

zinische Stellungnahmen (vgl. E. 3.2.1. hiervor). Der medizinische Sach-

verhalt erweist sich vor diesem Hintergrund als vollständig abgeklärt, wes-

halb auf weitere Abklärungen in antizipierter Beweiswürdigung zu verzich-

ten ist, da von diesen keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind 

(BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen). Gestützt auf die Beurteilun-

gen von med. pract. B._____ und Dr. med. C._____ ist demnach davon 

 - 7 - 

 

 

auszugehen, dass von weiteren medizinischen Behandlungen überwie-

gend wahrscheinlich keine namhafte Besserung des unfallbedingten Ge-

sundheitszustandes mehr zu erwarten und der Beschwerdeführer (spätes-

tens) ab dem 12. Mai 2023 in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % ar-

beitsfähig war (vgl. E. 3.1.3. f. hiervor). 

 

5. 

5.1. 

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens 

bringt der Beschwerdeführer vor, sein Arbeitsvertrag sei nicht aus unfall-

fremden Gründen gekündigt worden. Es sei demnach auf das vor dem Un-

fall erzielte Einkommen abzustellen und dieses "nominallohnbereinigt" als 

Valideneinkommen in der Höhe von mindestens Fr. 82'000.00 einzusetzen 

(vgl. Beschwerde S. 6). Falls fälschlicherweise eine aus unfallfremden 

Gründen erfolgte Kündigung bejaht werden sollte, sei nicht auf den Total-

wert der LSE-Tabellenlöhne, sondern auf den entsprechenden Wert für das 

Baugewerbe mit zumindest Kompetenzniveau 1 abzustellen (vgl. Be-

schwerde S. 6 f.; Replik S. 3). Angesichts der chronischen Schmerzen sei 

zudem bei der Bemessung des Invalideneinkommens ein Abzug vom Ta-

bellenlohn von mindestens 20 % vorzunehmen (vgl. Beschwerde S. 5, 7 f.). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des Beginns eines 

allfälligen Rentenanspruchs nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, 

was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; 

128 V 174; Urteil des Bundesgerichts 8C_526/2021 vom 10. November 

2021 E. 2.2). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 

angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesund-

heitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfah-

rungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein 

(BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59; vgl. auch BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 300 f.; 

134 V 322 E. 4.1 S. 325 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_505/2021 vom 

30. Mai 2022 E. 3.2). 

 

5.2.2. 

Im Kündigungsschreiben vom 23. Juli 2021 führte die ehemalige Arbeitge-

berin des Beschwerdeführers aus, aufgrund betrieblicher Umstrukturierun-

gen werde der Arbeitsvertrag vom 1. April 2020 nach Ablauf der Sperrfrist 

bei Unfall von drei Monaten und unter Einhaltung der vertraglich vereinbar-

ten Kündigungsfrist per 30. September 2021 gekündigt (VB 50 S. 3). 

 

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Die Kündigung ist damit mit Schreiben vom 23. Juli 2021 erst nach Eintritt 

des Gesundheitsschadens erfolgt. Diese ist zudem direkt nach Ablauf der 

Sperrfrist ausgesprochen worden und gemäss Arbeitsplatzbeschreibung 

vom 18. Oktober 2021 hätte weder die vom Beschwerdeführer vor Eintritt 

des Gesundheitsschadens ausgeübte Tätigkeit so angepasst werden 

könne, dass mindestens eine Teilarbeitsfähigkeit möglich gewesen wäre 

(VB 65 S. 3), noch wären andere Tätigkeiten im Betrieb vorhanden gewe-

sen, welche mit der gesundheitlichen Einschränkung des Beschwerdefüh-

rers hätten ausgeübt werden können (VB 65 S. 4). Ausser der Formulierung 

im Kündigungsschreiben vom 23. Juli 2021 "Aufgrund betrieblicher Um-

strukturierungen" (VB 50 S. 3) bestehen sodann aktenausweislich keine 

Hinweise darauf, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ohne Gesundheits-

schaden nicht fortgesetzt worden wäre. Damit ist eine Ausnahme vom Er-

fahrungssatz, wonach die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre, nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt 

(vgl. E. 5.2.1. hiervor). Das Valideneinkommen ist folglich, wie vom Be-

schwerdeführer vorgebracht (vgl. Beschwerde S. 6), ausgehend vom zu-

letzt erzielten Verdienst des Beschwerdeführers zu ermitteln. 

 

5.2.3. 

Gemäss Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers 

betrug das vertraglich vereinbarte Jahreseinkommen des Beschwerdefüh-

rers in den Jahren 2020 und 2021 Fr. 67'600.00 (VB 1; 260 S. 1 f.; ohne 

Familienzulagen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_541/2022 vom 8. Mai 

2023 E. 3.3). Dem Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerde-

führers (vgl. BB 7) ist zu entnehmen, dass dieser seit Beginn seiner Anstel-

lung am 1. März 2020 (VB 1) bis am 31. Dezember 2020 ein den durch-

schnittlichen Monatslohn übersteigendes Einkommen erzielt hat. Diese Ab-

weichung vom Grundlohn kam ausweislich der Akten aufgrund der Abgel-

tung von geleisteten Überstunden zustande (vgl. VB 260 S. 2). 

 

Geleistete Überstunden (bzw. Entschädigungen dafür) dürfen bei der Be-

messung des Valideneinkommens lediglich berücksichtigt werden, wenn 

und soweit sie auch für die Zukunft zu erwarten gewesen wären (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 9C_151/2023 vom 5. Oktober 2023 E. 6.2). Massge-

bend ist somit, ob mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit aufgrund der konkreten erwerblichen Situation weiterhin ein Zusatz-

einkommen infolge Überstundenarbeit hätte erzielt werden können; die 

blosse Möglichkeit dazu genügt nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_653/2016 vom 16. Januar 2017 E. 4.1). Bei mehrjährigen Arbeitsver-

hältnissen ist erste Voraussetzung, dass dies in der Vergangenheit bereits 

wiederholt geschehen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_744/2012 

vom 20. Dezember 2012 E. 2; 8C_61/2012 vom 25. April 2012 E. 2.7.2; 

9C_824/2011 vom 10. Februar 2012 E. 3.3). Anhaltspunkte dazu können 

neben Lohnabrechnungen etwa auch der IK-Auszug liefern. Fehlt es daran, 

scheitert der Nachweis eines ohne den Unfall auch in der Zukunft aller 

 - 9 - 

 

 

Voraussicht nach regelmässig erwirtschafteten (Zusatz-)Verdienstes. Mit 

anderen Worten sind Überzeiten beim Valideneinkommen (erst) dann zu 

berücksichtigen, wenn sie 1. vor dem Unfallereignis regelmässig geleistet 

und ausbezahlt wurden, und 2. auch nach dem Unfallereignis voraussicht-

lich erbracht und ausbezahlt worden wären. Zu Letzterem sind Auskünfte 

der damaligen Arbeitgeberin in die Entscheidfindung miteinzubeziehen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_233/2015 vom 13. Oktober 2015 

E. 3.4; 8C_998/2012 vom 12. März 2013 E. 4.1 und 8C_744/2012 vom 

20. Dezember 2012 E. 2). 

 

Der Beschwerdeführer war seit dem 1. März 2020 bei der F._____ AG an-

gestellt. Sein letzter Arbeitstag war der Tag des Unfallereignisses vom 

15. März 2021 (VB 1). Das Arbeitsverhältnis wurde seitens der F._____ AG 

mit Schreiben vom 23. Juli 2021 per 30. September 2021 gekündigt (VB 50 

S. 3). Das Arbeitsverhältnis dauerte damit 19 Monate, arbeitstätig war der 

Beschwerdeführer bei der F._____ AG jedoch lediglich gut ein Jahr. Selbst 

wenn der Beschwerdeführer in dieser Zeit Überstunden geleistet und aus-

bezahlt erhalten hat, kann bei einem so kurzen Zeitraum noch nicht von 

einer überwiegend wahrscheinlich nachgewiesenen Regelmässigkeit aus-

gegangen werden. Die F._____ AG hielt zudem auf der Schadenmeldung 

vom 16. März 2021 auch keine Entschädigung für regelmässig zu leisten-

den Überstunden oder andere Lohnzulagen beim Einkommen des Be-

schwerdeführers fest (VB 1). Vor diesem Hintergrund ist damit auch nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem Beschwerdefüh-

rer weiterhin regelmässige Abgeltungen für geleistete Überstunden ausge-

richtet worden wären. 

 

Die von der Rechtsprechung geforderte Regelmässigkeit ist damit insge-

samt nicht gegeben, weshalb diese geleisteten Überstunden bei der Be-

messung des Valideneinkommens nicht zu berücksichtigen sind. Gestützt 

auf den zuletzt erzielten Verdienst des Beschwerdeführers als Beimann 

ergibt sich, der Nominallohnentwicklung bis 2023 angepasst, ein Validen-

einkommen von Fr. 69'518.65 (Fr. 67'600.00 [im Jahr 2021; VB 1, ohne 

Familienzulagen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_541/2022 vom 8. Mai 

2023 E. 3.3] x 108.7/105.7 [indexiert auf das Jahr 2023; BfS, T1.1.10, Nominal-

lohnindex Männer 2011-2023, Ziff. F 41-43 "Baugewerbe/Bau", 2021 = 

105.7, 2023 =108.7] = Fr. 69'518.65). 

 

5.3. 

5.3.1. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Medi-

anwerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür-

zen. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen 

sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des 

konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienst-

jahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche 

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nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Ein Abzug 

soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines 

oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Ar-

beitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnitt-

lichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Ab-

zuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invali-

deneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu be-

grenzen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f. 129 

V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 [insbesondere E. 5 S. 78 ff.]). 

 

5.3.2. 

Den vorhandenen, unfallversicherungsrechtlich relevanten gesundheitli-

chen Einschränkungen wurde bereits bei der Arbeitsfähigkeitseinschät-

zung und der Definition des Zumutbarkeitsprofils (VB 227 S. 5; 229 S. 3) 

Rechnung getragen, womit diese nicht noch zu einem zusätzlichen leidens-

bedingten Abzug führen können (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182 mit Hin-

weisen). Der angewandte und unumstritten gebliebene Tabellenlohn des 

Kompetenzniveaus 1 (VB 266 S. 8; Beschwerde S. 7) basiert ausserdem 

auf einer Vielzahl von geeigneten leichten bis mittelschweren Tätigkeiten. 

Diesbezüglich gilt insbesondere auch, dass die gesundheitlich bedingte 

Unmöglichkeit, körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch 

zu einem leidensbedingten Abzug führt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_799/2021 vom 3. März 2022 E. 4.3.2). Einfache und repetitive Tätigkei-

ten des angewandten Kompetenzniveaus 1 erfordern des Weiteren weder 

gute Sprachkenntnisse noch ein besonderes Bildungsniveau (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7) oder 

Berufserfahrung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_227/2018 vom 14. Juni 

2018 E. 4.2.3.3 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer verfügt allerdings 

über die Aufenthaltsbewilligung B (VB 169 S. 10; 241 S. 1), was statistisch 

gesehen eine lohnmindernde Auswirkung zeitigen kann (BfS, LSE 2022, 

Tabelle T12_b, monatlicher Bruttolohn, Schweizer/innen und Ausländer/in-

nen, nach beruflicher Stellung und Geschlecht, ohne Kaderfunktion, Män-

ner, Median, Total und Aufenthalter/innen [Kat. B]). Im Übrigen sind weder 

den Akten weitere einen Abzug vom Tabellenlohn begründende Aspekte 

zu entnehmen, noch werden solche geltend gemacht. In einer Gesamtbe-

trachtung ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Abzug vom 

Tabellenlohn in der Höhe von 5 % (VB 266 S. 8) nicht zu beanstanden 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_1/2023 vom 6. Juli 2023 E. 15.3.2; 

8C_668/2023 vom 18. März 2024 E. 7.2 und 7.5). 

 

5.3.3. 

Gestützt auf die LSE 2020, Total, Männer, Kompetenzniveau 1, unter Be-

rücksichtigung der Lohnentwicklung bis 2023 (vgl. Tabelle T 1.1.10, "Nomi-

nallohnindex, Männer 2011-2023" des BfS, Total), der betriebsüblichen 

 - 11 - 

 

 

wöchentlichen Arbeitszeit für das Jahr 2023 (vgl. Tabelle 

T 03.02.03.01.04.01 "Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilun-

gen" des BFS, Total, 2023), der dem Beschwerdeführer zumutbaren Ar-

beitsfähigkeit von 100 % (vgl. E. 4.3. hiervor) und eines Abzugs vom Ta-

bellenlohn von 5 % (vgl. E. 5.3.2. hiervor) ergibt sich ein Invalideneinkom-

men von Fr. 63'753.75 (Fr. 5'261.00 x 12 x 41.7/40 x 
108.9/106.8 x 0.95). 

 

5.4. 

Bei Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 69'518.65 und des 

Invalideneinkommens von Fr. 63'753.75 resultiert ein Invaliditätsgrad von 

8 % ([Fr. 69'518.65 - Fr. 63'753.75] / Fr. 69'518.65 x 100 = 8.29; gerundet 

gemäss BGE 130 V 121 = 8 %). Dass der Beschwerdeführer mangels ren-

tenbegründenden Invaliditätsgrades von mindestens 10 % (Art. 18 Abs. 1 

UVG) keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat, ist damit im Ergebnis 

zu bestätigen. 

 

6. 

6.1. 

Der Beschwerdeführer bringt des Weiteren vor, auch hinsichtlich der Integ-

ritätsentschädigung seien die chronischen Schmerzen nicht berücksichtigt 

worden. Es liege zudem gar keine rechtsgenügliche Beurteilung des Integ-

ritätsschadens vor (vgl. Beschwerde S. 8). 

 

6.2. 

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat 

sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritäts-

entschädigung. Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ärztliche 

Aufgabe (PHILIPP PORTWICH, Die Integritätsentschädigung für psychische 

Unfallfolgen nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die Unfallver-

sicherung: Grundlagen und Hinweise für die gutachterliche Praxis, SZS 

53/2009 S. 344). Die Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich aus-

schliesslich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem 

Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abs-

trakt und egalitär bemessen (vgl. BGE 150 V 469 E. 3 S. 470 mit Hinwei-

sen). 

 

6.3. 

Zur Beurteilung des Integritätsschadens stützte sich die Beschwerdegeg-

nerin im Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024 (VB 266) im Wesentlichen 

auf die Beurteilungen von med. pract. B._____ vom 12. Mai 2023 (VB 227) 

und von Dr. med. C._____ vom 22. Mai 2023 (VB 229). 

 

Med. pract. B._____ führte am 12. Mai 2023 aus, bei nur minimaler funkti-

oneller Einschränkung des linken Sprunggelenks und keinen Instabilitäts-

zeichen desselben sowie keiner Arthrose des linken Sprunggelenkes 

 - 12 - 

 

 

bestehe aktuell kein Anspruch auf eine unfallbedingte Integritätsentschädi-

gung. Sollte es im weiteren Verlauf zu einer OSG-Arthrose links kommen, 

sei die Höhe der Integritätsentschädigung erneut zu evaluieren und gege-

benenfalls anzupassen. Bei der beschriebenen chronischen neuralgischen 

Schmerzsymptomatik des Beschwerdeführers solle zusätzlich zur Beurtei-

lung einer allfälligen Integritätsentschädigung eine fachneurologische Be-

urteilung durch die neurologische Versicherungsmedizin erfolgen (VB 227 

S. 5). 

 

Dr. med. C._____ hielt in seiner Beurteilung vom 22. Mai 2023 sodann fest, 

aus neurologischer Sicht würden betreffend einen allfälligen unfallbeding-

ten Integritätsschaden keine Ergänzungen bestehen. Er verweise auf die 

gemeinsame chirurgische und neurologische Beurteilung vom 25. Novem-

ber 2022 (VB 229 S. 4). 

 

6.4. 

Med. pract. B._____ und Dr. med. C._____ kamen unter Berücksichtigung 

der vollständigen medizinischen Akten und der vom Beschwerdeführer ak-

tenkundig und anlässlich der kreisärztlichen Untersuchungen vom 21. No-

vember 2022 beklagten Beschwerden sowie der dabei erhobenen Befunde 

und in Kenntnis der bildgebenden Unterlagen zur nachvollziehbaren Ein-

schätzung, dass kein Anspruch auf eine unfallbedingte Integritätsentschä-

digung bestehe. Den Akten sind zudem keine diesbezüglichen anderslau-

tenden ärztlichen Einschätzungen zu entnehmen. Es ist daher nicht zu be-

anstanden, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen 

von med. pract. B._____ und Dr. med. C._____ den Anspruch des Be-

schwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung verneint hat.  

 

6.5. 

Zusammenfassend ist der Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024 (VB 266) 

damit im Ergebnis zu bestätigen. 

 

7. 

7.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

7.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

7.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

  

 - 13 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 25. April 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth     Fricker