# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5299a1e7-c021-59d0-ad2e-059c82d97431
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-01-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.01.2003 UV 2002/14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2002-14_2003-01-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2002/14

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.01.2003

Entscheiddatum: 22.01.2003

Entscheid Versicherungsgericht, 22.01.2003
Art. 18 UVG; Invaliditätsbemessung. Bei der Festsetzung des 
Invalideneinkommens eines Versicherten, der bei der Arbeit nur noch einen 
Arm einsetzen kann, erweist sich die Anwendung der DAP-Profile als 
ungeeignet. Es sind die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik 
(Schweizerische Lohnstrukturerhebung, LSE) heranzuziehen. Für die 
Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt durch Teilzeitbeschäftigung und 
sonstige leidensbedingte Einschränkungen wird in casu ein \"Leidensabzug
\" von 15 % gewährt. Zusätzlich erachtet es das Gericht als angemessen, 
den erwerblichen Einschränkungen aus der Einarmigkeit mit einem weiteren 
Abzug vom Invalidenlohn in Höhe von einem Drittel Rechnung zu tragen 
(Versicherungsgericht, 22. Januar 2003, UV 2002/14).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider,

Regula Schmid, Versicherungsrichter August Holenstein, Max Zingg; Gerichtsschreiber 

Wolfgang Mayer

 

 

Entscheid vom 22. Januar 2003

In Sachen

X.,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Z.,

gegen

Unfallversichererin Y.,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

 

Aus dem Sachverhalt:

A.- a) X., geb. 1947, jugoslawischer Staatsangehöriger, war als Schichtarbeiter 

angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Unfallversichererin Y. obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er sich am 14. 

September 2000 beim Entgraten von Kunststoffteilen in die linke Handfläche schnitt 

oder stach. Es entwickelte sich in der Folge eine Beugesehnenphlegmone.

b) Ab 14. September 2000 bestätigten ärztliche Zeugnisse dem Versicherten eine volle 

Arbeitsunfähigkeit. In einem ärztlichen Bericht von Dr. A. vom 11. Mai 2001 wird der 

Versicherte "praktisch als einarmig" bezeichnet, wobei der Zustand definitiv und durch 

keinerlei medizinische Massnahmen mehr zu verbessern sei. Der Versicherte könne 

noch leichte Arbeiten verrichten, bei denen er nur die rechte Hand einsetzen müsse. 

Betreffend Arbeitsfähigkeit hielt Kreisarzt Dr. B. fest, dass dem Versicherten eine 

ganztägige Beschäftigung in einem Fabrikationsbetrieb oder in der Industrie, bei 

welcher er leichte Arbeiten verrichten könne und nur die rechte Hand bzw. den rechten 

Arm einsetzen müsse, zumutbar sei. Die Arbeitgeberin kündigte dem Versicherten das 

Arbeitsverhältnis auf Ende August 2001. Seitdem hat er keine Erwerbstätigkeit mehr 

aufgenommen.

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c) Mit Verfügung vom 21. November 2001 sprach die Unfallversichererin Y. dem 

Versicherten mit Wirkung ab 1. November 2001 eine Invalidenrente auf der Basis einer 

Erwerbsunfähigkeit von 25 %, ferner eine Integritätsentschädigung auf der Grundlage 

einer Integritäts-einbusse von 30 % zu.

Der Versicherte erhob gegen diese Verfügung mit undatierter, offenbar aber am 12. 

Dezember 2001 durch die Unfallversichererin Y. entgegengenommener Eingabe 

Einsprache, sinngemäss mit dem Begehren, es sei ihm mindestens eine Invalidenrente 

von 50 % zuzusprechen. Es sei ärztlich festgestellt, dass er die linke Hand und den 

linken Arm nicht mehr gebrauchen könne und auf Dauer eine maximale Arbeitsfähigkeit 

von 50 % feststehe.

Die Unfallversichererin Y. wies die Einsprache mit Entscheid vom 19. Februar 2002 ab.

B.- a) Vertreten durch Rechtsanwalt Z. lässt X. am 17. Mai 2002 beschwerdeweise das 

Rechtsbegehren stellen, der Einsprache-Entscheid vom 19. Februar 2002 sowie die 

Verfügung vom 21. November 2001 seien aufzuheben, und die Angelegenheit sei zur 

weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; eventuell seien ihm 

eine Rente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 50 % sowie eine 

Integritätsentschädigung von ebenfalls 50 % zuzusprechen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge.

b) Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2002 die 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; sodann sei der Einspra-

che-Entscheid vom 19. Februar 2002 bezüglich Rente aufzuheben, und es sei 

festzustellen, dass dem Beschwerdeführer keine Rente zustehe, eventuell eine solche 

zwischen 10 und 24,99 % (reformatio in peius); subeventuell sei die Klage, soweit 

darauf einzutreten sei, vollumfänglich abzuweisen und der angefochtene Einsprache-

Entscheid zu bestätigen.

c) Mit Replik vom 16. September 2002 lässt der Beschwerdeführer an seinem 

Rechtsbegehren festhalten; sodann verlangt er die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung.

d) Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

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C.- Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 22. Januar 2003 wies der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers darauf hin, dass der Unfall zu einem 

gänzlichen Funktionsverlust des linken Armes geführt habe. Die Beschwerdegegnerin 

werde den Bereich der Spekulation und der saloppen Behindertenabzüge verlassen 

und insbesondere auch noch die psychischen Auswirkungen des Funktionsverlustes 

des linken Armes abklären müssen. Dann werde sie die Arbeiten genau umschreiben 

müssen, die dem Beschwerdeführer in seiner Situation noch zumutbar seien.

Der Vertreter der Beschwerdegegnerin entgegnete, dass dem Versicherten aufgrund 

des Umfanges der festgestellten Invalidität keine Rente zustehe, weshalb am Antrag 

auf eine reformatio in peius festgehalten werde.

 

Aus den Erwägungen:

3.- a) Nach Art. 18 Abs. 1 UVG und der zu dieser Bestimmung ergangenen 

Rechtsprechung hat die versicherte Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie 

infolge des versicherten Unfalles mindestens zu 10 % invalid ist (ALEXANDRA RUMO-

JUNGO, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 2. Aufl. Zürich 1995, S. 95 mit 

Hinweisen). Nach Abs. 2 derselben Bestimmung gilt als invalid, wer voraussichtlich 

bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die 

Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenlohn), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Validenlohn).

b) Bei der Bemessung der Invalidität ist im Allgemeinen nicht die medizinisch-

theoretische Schätzung der Arbeitsfähigkeit, abgeleitet aus ärztlichen Erkenntnissen, 

massgebend, sondern die durch den Unfall bedingte Einschränkung der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem gesamten, für die versicherte Person in Betracht 

fallenden Arbeitsmarkt, unter der Voraussetzung, dass dieser ausgeglichen ist (vgl. 

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BGE 110 V 275 E. 4; RKUV 1991 Nr. U 130 S. 272 E. 4a). Dabei ist es Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist bzw. welche Arbeiten ihr noch zugemutet werden könnten (BGE 115 

V 134 E. 2; BGE 114 V 314 f. E. 3c; BGE 105 V 158 f. E. 1).

Wenn, wie vorliegend, die ansprechende Person keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, sich 

somit ein exakter Einkommensvergleich nicht anstellen lässt, ist es hingegen zulässig, 

den Invaliditätsgrad anhand der medizinischen Fakten und aufgrund der allgemeinen 

Einkommensvergleichsmethode im Rahmen eines schätzungsweisen und 

summarischen Vergleichs der beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zu 

bestimmen. Der ärztlichen Beurteilung der Einschränkung der Leistungsfähigkeit 

kommt damit ein erhöhtes Gewicht zu, insbesondere bei der Beurteilung der 

zumutbaren Arbeitsleistung (vgl. BGE 114 V 310). Diese Zumutbarkeitsbeurteilung ist 

somit die Basis für die Feststellung der Tätigkeiten, die der Beschwerdeführer noch 

ausüben kann, und damit für die Schätzung des ihm möglichen Verdienstes.

4.- a) Die Verfahrensbeteiligten gehen in Bezug auf die zumutbaren Erwerbstätigkeiten 

übereinstimmend davon aus, dass nicht nur die linke Hand, sondern der ganze linke 

Arm des Beschwerdeführers nicht mehr einsetzbar ist. Obwohl die Berichte der Klinik 

C. noch davon auszugehen schienen, bei geeigneter Therapie könne die 

Funktionsfähigkeit weitgehend wiederhergestellt werden, bezweifelt dies bereits ein 

späterer Zwischenberich von Dr. med. D. vom 11. April 2001. Dr. A. kommt im Bericht 

vom 11. Mai 2001 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer "praktisch als einarmig" 

zu betrachten sei und der Zustand definitiv und nicht mehr durch medizinische 

Massnahmen beeinflussbar erscheine. In Kenntnis dieser Beurteilung kommt der 

Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. B., wenn auch mit weniger deutlichen Worten, 

zum gleichen Ergebnis, wenn er von einem Status nach schwerer Dystrophie der linken 

Hand mit Einbezug des ganzen linken Armes spricht.

b) Was den Grad der dem Beschwerdeführer verbliebenen Arbeitsfähigkeit betrifft, so 

haben sich die begutachtenden Ärzte nicht eindeutig festgelegt. Ein Grund dafür ist 

sicher in der Schwierigkeit zu sehen, dass es spezifische Arbeitsplätze für einarmige 

Personen gar nicht gibt und deshalb die Arbeitsmöglichkeiten einer einarmigen Person 

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an einem Arbeitsplatz zu beurteilen sind, der - wie üblich - für zweiarmige Personen 

gedacht ist. Dr. D. wollte zur Reintegration in den Arbeitsprozess keine Prognose 

abgeben, und Dr. A. sprach nur von der Einarmigkeit mit entsprechender 

Integritätseinbusse und Invalidität. Zu einer klaren Auffassung gelangte Kreisarzt Dr. B., 

indem er für den Versicherten in einem Fabrikationsbetrieb oder in der Industrie eine 

ganztägige Beschäftigung, bei welcher er leichte Arbeiten verrichten könne und nur die 

rechte Hand bzw. den rechten Arm einsetzen müsse, als zumutbar erachtete. Im 

Gegensatz dazu ist dem an Schranken eingereichten hausärztlichen Zeugnis von Dr. E. 

zu entnehmen, dass zur Zeit wegen der ausgesprochen schweren Atrophie des 

gesamten linken Armes, der schwersten, paroxysmal (in Anfällen) auftretenden 

Schmerzen und Dysästhesien sowie der zwischenzeitlich eingetretenen wesentlichen 

Veränderung der gesamten Persönlichkeit des Patienten keine verwertbare 

Arbeitsfähigkeit bestehe und auch nicht mit der Wiederherstellung einer solchen zu 

rechnen sei.

c) Angesichts des gesundheitlichen Zustandes des Beschwerdeführers kann sicher 

einmal festgehalten werden, dass er als Einarmiger auch bei Ausübung einer leichten 

Tätigkeit, die nur den Einsatz eines Armes erfordert, nicht die Leistungsfähigkeit einer 

zweiarmig tätigen Person wird erreichen können. Grund dafür ist die Überbelastung 

durch die einseitige Dauerbeanspruchung und die damit verbundene Umständlichkeit 

und Verlangsamung vieler Bewegungsabläufe. Sodann sind bei einer Person, die 

wegen Unfallfolgen in ihrer körperlichen Integrität derart stark eingeschränkt ist wie der 

Versicherte, auch die psychischen Auswirkungen zu berücksichtigen, welche die 

Arbeitsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen. In der Beurteilung des Kreisarztes wird den 

genannten Punkten aber offensichtlich nur wenig oder keine Bedeutung beigemessen.

In den medizinischen Akten wird verschiedentlich bestätigt, dass der 

Beschwerdeführer an erheblichen psychischen Problemen leidet. In einigen ärztlichen 

Berichten taucht zudem der Begriff der Schmerzfixierung auf. So erwähnt die Klinik C., 

dass mit therapeutischen Massnahmen eine Zunahme der Finger- und 

Handbeweglichkeit habe erreicht werden können, dass sich aber eine ausgeprägte 

Schmerzfixierung des Patienten teilweise kontraproduktiv ausgewirkt habe. Der 

Kreisarzt Dr. B. erwähnt in seinem ersten Bericht, dass eine "schmerzhafte 

Schonhaltung des linken Arms" im Vordergrund stehe. Die Beschwerdegegnerin 

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bezeichnet diese Schmerzfixierung in ihrem Blatt "Zusammenfassung der 

Entscheidungsgrundlagen für die Rentenfestsetzung" als unfallfremd. Unabhängig 

davon, ob die Qualifikation der Schmerzfixierung als unfallfremd zutreffend ist, kann 

abschliessend festgestellt werden, dass der Versicherte, der vor dem Unfall als 

Hilfsarbeiter körperlich tätig war, unter seinem massiv beeinträchtigten 

Gesundheitszustand leidet. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit 

auch aus psychischen Gründen beeinträchtigt ist, die sicher zu einem erheblichen Teil 

nicht unfallfremd sind. Dies wird bei der Beurteilung der dem Beschwerdeführer 

verbleibenden Arbeitsmöglichkeiten und damit bei der Invaliditätsbemessung 

angemessen zu berücksichtigen sein. Angesichts der Schwierigkeit oder Unmöglichkeit 

auch für einen Arzt, die Arbeitsfähigkeit einer einarmigen Person auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt bzw. ohne konkreten Arbeitsplatz vor Augen zuverlässig einzuschätzen, 

ist auf die Einholung einer Expertise bzw. auf die Rückweisung an die 

Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung zu verzichten. Diese Massnahmen 

würden keine der Beurteilung dienlichen Ergebnisse liefern.

5.- a) aa) Es ist somit zu prüfen, welche zumutbaren Erwerbstätigkeiten dem 

Beschwerdeführer als Einarmigem auf dem gesamten Arbeitsmarkt noch offen stehen. 

Erst auf dieser Grundlage kann der anrechenbare Invalidenlohn ermittelt werden. Die 

Beschwerdegegnerin hat deshalb einige DAP ausgewählt und sich bei der 

Invaliditätsbemessung auf deren Angaben gestützt. Dabei handelt es sich um in 

diversen Unternehmungen erhobene Beschäftigungsmöglichkeiten, bei denen 

bestimmte Anforderungen bzw. deren Fehlen festgestellt ist. Im Fall des Versicherten 

werden sechs Arbeitstätigkeiten herangezogen, die nach den erwähnten Erhebungen 

weder eine besondere Vorbildung noch Sprachkenntnisse voraussetzen und einarmig 

ausgeübt werden können. Es handelt sich um die Tätigkeit eines Magnetkranfahrers, 

eines Textil-Hilfsarbeiters mit bestimmten Funktionen, eines Pulverlackierers (lackieren 

mit Spritzpistole und reinigen der Kabine), eines Hilfsarbeiters in der Kübelwäscherei 

einer Seidendruckerei, eines Hilfsarbeiters in der Altmaterial-Wiederaufbereitung (alte 

Harasse kontrollieren und auf Förderband legen) und eines Maschinenführers. Der 

Durchschnitt der in diesen Tätigkeiten erzielbaren Jahreslöhne wird mit Fr. 50'575.-- 

errechnet. Im Einsprache-Entscheid wurde als Entgegenkommen wegen der zu 

erwartenden anfänglichen Umstellungsschwierigkeiten ein Abzug von einem Drittel 

gewährt, was zur Annahme eines Invalidenlohns von Fr. 33'800.-- führte. In der 

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Beschwerdeantwort wird nun dargelegt, dass diese Reduktion um einen Drittel nicht 

mehr beibehalten werden könne, denn die DAP seien bereits leidensangepasst und 

weitere Reduktionsgründe nicht ersichtlich. Zusätzlich argumentiert die 

Beschwerdegegnerin mit den statistischen Lohnzahlen der LSE. Sie geht von der LSE 

2000, Tabelle TA 1, Anforderungsniveau 4, aus und kommt, unter Annahme einer 

Beschäftigung von 41,9 Stunden pro Woche, auf einen Brutto-Jahreslohn von Fr. 

55'773.10 bzw., nach Berücksichtigung einer Nominallohnerhöhung im Jahr 2001 von 

1,3 %, auf ein Einkommen von Fr. 56'498.15. Unter Berücksichtigung der 

Rechtsprechung des EVG (BGE 126 V 75) nimmt sie einen Abzug von 25 % vor und 

kommt so auf einen massgeblichen Invalidenlohn von Fr. 42'373.60.

bb) Der Beschwerdeführer war vor dem Unfall als Hilfsarbeiter in einer 

Kunststoffpresserei mit dem Entgraten von Kunststoffteilen beschäftigt und erzielte 

dabei gemäss Berechnung im angefochtenen Entscheid ein Valideneinkommen von Fr. 

43'305.60. Wenn nun die Überlegungen der Beschwerdegegnerin zu einer noch 

zumutbaren Erwerbstätigkeit und zur Ermittlung des Invalideneinkommens zutreffen 

sollten, würde der Versicherte als erheblich Behinderter gemäss Berechnung mit der 

LSE praktisch gleich viel und gemäss Berechnung mit den DAP sogar erheblich mehr 

verdienen können als vor dem Unfall. Ein solches Ergebnis ist weder nachvollziehbar 

noch glaubhaft, und das Vorgehen der Beschwerdegegnerin widerspricht denn auch 

den Grundsätzen der Invaliditätsbemessung. Hat eine versicherte Person vor der 

Invalidität wegen ihrer ungenügenden Qualifikation (wie schlechte Sprachkenntnisse 

oder ungenügende Ausbildung) nur ein deutlich unter den branchenüblichen Ansätzen 

liegendes Valideneinkommen erzielen können, so ist dies ein invaliditätsfremder Faktor, 

der auch bei der Bemessung der Invalidität nicht ausser Acht gelassen werden darf, 

indem er beim Einkommensvergleich entweder überhaupt nicht oder dann beim 

Validen- und beim Invalideneinkommen zu berücksichtigen ist (Entscheid des EVG vom 

1. März 2002 [I 443/01] in Sachen B., S. 5 mit Hinweis auf RKUV 1993 Nr. U 168 S. 103 

f. E. 5b). Wie aus den Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin ersichtlich ist, hat 

der Beschwerdeführer deutlich weniger verdient als ein Hilfsarbeiter in einem Industrie- 

oder Gewerbebetrieb (vgl. die Durchschnittslöhne in der LSE 2000). Bei der 

Invaliditätsbemessung aufgrund der LSE ist sodann zu beachten, dass diese 

statistischen Angaben für zweiarmig und nicht für einarmig tätige Personen ermittelt 

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wurden und dieser Unterschied in der Einsatzfähigkeit nicht einfach durch den 

Behindertenabzug von maximal 25 % ausgeglichen werden kann.

cc) Im angefochtenen Entscheid hat sich die Beschwerdegegnerin bei der 

Invaliditätsbemessung auf die bereits erwähnten DAP gestützt. Die einzige Tätigkeit, für 

welche ausdrücklich vermerkt ist, dass sie tatsächlich schon durch eine Person mit 

Armlähmung ausgeübt wurde, ist diejenige des Magnetkranfahrers. Sodann fällt auf, 

dass bei allen DAP die Zahl gleicher Arbeitsplätze im Betrieb mit "0" angegeben wird, 

und beim Hilfsarbeiter in der Kübelwäscherei ist es grundsätzlich fraglich, ob eine 

solche Tätigkeit überhaupt zumutbarerweise von einer einarmigen Person über längere 

Zeit zur Zufriedenheit des Arbeitgebers ausgeübt werden kann. Damit wird die Zahl der 

Vergleichstätigkeiten entsprechend geringer und somit weniger aussagekräftig. Es ist 

zweifelhaft, ob allein auf die ausgewählten DAP abgestellt werden kann, insbesondere 

auch angesichts des sehr hohen und bereits "leidensangepassten" 

Durchschnittslohnes von Fr. 50'575.--, den der Versicherte erzielen können soll. Dabei 

vermag auch der unter dem Titel "Umstellungsschwierigkeiten" bzw. "Einarbeitung" 

erfolgte - wohl nur für begrenzte Zeit vorgesehene - Abzug von einem Drittel nicht zu 

überzeugen, denn die Rubrik "Beidhändigkeit nicht notwendig" bedeutet noch lange 

nicht, dass die Tätigkeit von einer einarmigen Person gleich gut ausgeübt werden kann 

wie von einer Person, die bei der Arbeit beide Arme einsetzen kann. Zur Ermittlung des 

Invalideneinkommens erweisen sich die ausgewählten DAP somit als ungeeignet.

b) Was den Validenlohn betrifft, so wird dieser von der Beschwerdegegnerin aufgrund 

der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin auf Fr. 43'305.60 festgelegt. Dagegen 

erhebt der Beschwerdeführer diverse Einwände. In erster Linie verweist er darauf, dass 

sich der versicherte Verdienst im Jahr vor dem Unfall auf Fr. 48'111.-- belaufen habe. 

Die Beschwerdegegnerin habe diesem gegenüber verschiedene Komponenten nicht in 

das Valideneinkommen einbezogen, so nur eine Schichtzulage statt die – gesamthaft – 

höheren und differenzierten Früh-, Spät- und Nachtschichtzulagen. Im Weiteren werde 

nur eine Leistungsprämie von Fr. 260.-- pro Monat einbezogen, obwohl diese im Jahr 

2000 regelmässig übertroffen worden und 1999 sogar erheblich höher ausgefallen sei. 

Es fehle weiter der Einbezug der Kinderzulagen, und nicht einbezogen worden seien 

auch die geleistete Überzeitarbeit mit dem entsprechenden Zuschlag sowie der 

Zuschlag für die Sonntagsarbeit. Abgesehen davon, dass Zulagen für Schicht-, 

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Sonntags- und Überzeitarbeit grundsätzlich nur für einen regelmässigen und über 

Jahre hinweg geleisteten sowie langfristig zumutbaren Einsatz (was vorliegend noch 

abzuklären wäre) in den versicherten Verdienst einbezogen werden können und beim 

Valideneinkommen berücksichtigte Kinderzulagen auch beim Invalideneinkommen 

hinzuzurechnen wären, kann vorliegend ohnehin nicht ohne weiteres auf den 

versicherten Verdienst im Sinn von Art. 15 Abs. 1 und 3 UVG in Verbindung mit Art. 22 

Abs. 1 und 4 UVV sowie Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (SR 831.10; AHVG) und Art. 7 der Verordnung über die 

Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101; AHVV) abgestellt werden. Denn 

wie bereits festgestellt wurde, hat der Beschwerdeführer wegen seiner ungenügenden 

Qualifikation nur ein stark unterdurchschnittliches Valideneinkommen erzielt, was 

entweder überhaupt nicht oder dann bei Validen- und Invalidenlohn gleichmässig zu 

berücksichtigen ist. Wenn nun aber die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des 

Invalideneinkommens auch die LSE 2000 heranzieht, gesteht sie damit zu, dass der 

Versicherte ohne Unfallfolgen in der Lage wäre, diesen statistischen Werten 

entsprechend zu verdienen. Mit dieser Annahme würde dem Versicherten für die Zeit 

vor dem Unfall ein durchschnittliches Hilfsarbeitereinkommen zugestanden, und beim 

Invalideneinkommen müsste kein Abzug wegen des unterdurchschnittlichen 

tatsächlichen Verdienstes mehr erfolgen (vgl. dazu Erwägung lit. a/bb).

c) Unter den geschilderten Umständen erscheint es gerechtfertigt, bei der Ermittlung 

von Validen- und Invalideneinkommen auf die LSE 2000 (inklusive Berücksichtigung 

der Lohnentwicklung bis zum Jahr 2001) abzustellen. Auszugehen ist somit von einem 

hypothetischen Validenlohn im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung vom 21. 

November 2001 von Fr. 56'498.--. Beim Invalidenlohn ist ebenfalls vom statistischen 

Durchschnittslohn im Jahr 2001 von Fr. 56'498.-- auszugehen und wegen der 

Einarmigkeit des Beschwerdeführers sowie der damit verbundenen Umständlichkeit 

und Verlangsamung vieler Bewegungsabläufe ein Abzug von einem Drittel 

vorzunehmen. Wegen der zusätzlichen arbeitsmarktlichen Nachteile von Behinderten 

(Teilzeitbeschäftigung, leidensbedingte Einschränkungen) ist sodann ein Abzug von 15 

% vorzunehmen, so dass sich ein Invalideneinkommen von Fr. 32'176.-- ergibt (Fr. 

56'498.-- x 0,67 x 0,85). Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalidenlohn 

resultiert damit eine Erwerbseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von 43 %. Die 

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Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer folglich eine Invalidenrente auf der 

Basis von 43 % auszurichten.

6.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn 

gutzuheissen, dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. November 2001 eine 

Invalidenrente für einen Invaliditätsgrad von 43 % zuzusprechen ist. Gerichtskosten 

sind nicht zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat der Beschwerdeführer 

mehrheitlich obsiegt und deshalb Anspruch auf eine Parteientschädigung durch die 

Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG; Art. 98bis des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, VRP, sGS 951.1). Da keine Honorarnote eingereicht wurde, 

ist die Parteientschädigung wie in ähnlich aufwendigen Fällen üblich auf Fr. 4'000.-- 

einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer festzusetzen.

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