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**Case Identifier:** 9765879d-0e96-5e30-ae19-b01b0942467b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.10.2010 E-6898/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6898-2010_2010-10-18.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6898/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______
Äthiopien (angeblich Eritrea),
vertreten durch (...),
Advokatur Kanonengasse,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 23. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6898/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  eritreische 
Staatsangehörige sei, ihren Heimatstaat am 17. November 2008 ver-
lassen habe und am 2. Dezember 2008 in die Schweiz eingereist sei, 
wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  8.  Dezember  2008  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ und der Anhörung vom 
30. Juni 2009 zu den Asylgründen im Wesentlichen Folgendes geltend 
machte, 

dass sie aus Assab (Eritrea) stamme, tigrinischer Ethnie und amhari -
scher Muttersprache sei und der Pfingstgemeinde angehöre,

dass sie Einzelkind sei und im Alter von (...) Jahren mit ihren Eltern  
nach  Addis  Abeba  (Äthiopien)  umgezogen  sei,  wo  sie  in  der  Folge 
während  fünf  Jahren  die  Schule  besucht,  aber  nie  gearbeitet  habe, 
weil sie zuhause im Haushalt geholfen und ihre an Diabetes leidende 
Mutter gepflegt habe,

dass sie im Alter von ungefähr (...) Jahren mit ihren Eltern nach Eritrea 
deportiert  worden  und  in  der  Folge  nach  Assab  zu  ihrem  Onkel 
zurückgekehrt  sei,  wo  sie  weiterhin  ihre  Mutter  gepflegt  habe  und 
deshalb auch nicht in den Militärdienst eingezogen worden sei,

dass  sie  selber  seit  der  Rückkehr  nach  Eritrea  an  Stress  und  De-
pressionen gelitten habe und deswegen in Eritrea auch in Behandlung 
gewesen sei,

dass ihr Vater, ein protestantischer Prediger der Pfingstgemeinde, im 
Jahre 2007 aufgrund seiner religiösen Funktion festgenommen worden 
und seither in Haft sei,

dass  sie  ferner  im  Jahre  (...)  vom bei  der  Armee  oder  der  Polizei  
dienenden Bruder der Ehefrau ihres Onkels vor den Augen ihrer Mutter 
vergewaltigt worden sei und in der Folge einen Arzt habe konsultieren 
müssen, 

dass  ihr  Onkel  am  (...)  eine  für  sie  bestimmte  Vorladung  der 
Militärbehörden,  gemäss  welcher  sie  sich  an  einem  unbekannten 

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Datum in C._______ hätte einfinden sollen, erhalten und deshalb ihre 
Ausreise beschlossen und organisiert habe, 

dass  sie  Eritrea  am  (...)  in  Begleitung  eines  Schleppers  mit 
verschiedenen  Verkehrsmitteln  in  Richtung  Djibouti  verlassen  habe 
und  von  dort  auf  dem  Luftweg  in  ein  ihr  unbekanntes  Land  und 
anschliessend  auf  dem  Landweg  kontrolliert  beziehungsweise  un-
kontrolliert  weiter in die Schweiz gereist sei, im Glauben, sie befinde 
sich in Kanada,

dass sie auf der Reise im Besitze eines ihr temporär vom Schlepper 
überreichten Reisepasses gewesen sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  keine  Beweismittel  und  trotz  entspre-
chender  Aufforderungen  auch  weder  Reisepass  noch  Identitätskarte 
oder andere identitätsrelevante Dokumente zu den Akten gab und in 
letzterem  Zusammenhang  erklärte,  nie  solche  besessen  oder  be-
antragt  zu  haben,  abgesehen  von  einer  durch  die  äthiopischen  Be-
hörden  ausgestellten  und  bei  der  Deportation  wieder  eingezogenen 
Identitätskarte,

dass sie keinen Kontakt mit zuhause aufnehmen könne, da sie weder 
die Adresse noch die Telefonnummer finde und sie über keine weiteren 
Familienangehörigen  oder  Verwandten  mit  bekanntem  Aufenthalt 
verfüge, 

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben  des  BFM vom 28. April 
2010  unter  Hinweis  auf  die  Zweifelhaftigkeit  ihrer  Herkunftsangaben 
aufgefordert  wurde,  die  vollständige  Wohnadresse  in  Addis  Abeba 
mitzuteilen, und sie dieser Aufforderung innert angesetzter Frist mittels 
Antwortschreiben vom 6. Mai 2010 nachkam,

dass das BFM die  Schweizer  Botschaft  in  Addis  Abeba am 10. Mai 
2010  um  Abklärungen  betreffend  die  Beschwerdeführerin  (Adress-
überprüfung sowie verwandtschaftliche und ethnische Zugehörigkeiten 
der dortigen Bewohner) ersuchte,

dass die Botschaft in ihrem Antwortschreiben vom 10. Juni 2010 dem 
BFM  das  Abklärungsergebnis  mitteilte,  wonach  die  Be-
schwerdeführerin den langjährigen Bewohnern der angegebenen und 
tatsächlich  existenten Adresse als  dort  tätig  gewesene Haushalthilfe 
bekannt, mit diesen aber nicht verwandt sei,

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dass sie  ferner  –  wie  alle  Hausbewohner  – der  amharischen Ethnie 
angehöre, bei der Kebeleverwaltung unter dem Namen (...) registriert 
sei und auch einen Identitätsausweis erhalten habe,

dass das BFM der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 2. Juli 2010 
das rechtliche Gehör zu diesen Erkenntnissen gewährte,

dass  die  zwischenzeitlich  rechtsvertretene  und  in  den  Besitz  der 
editionspflichtigen  Akten  gelangte  Beschwerdeführerin  mit  innert 
Nachfrist eingereichter Stellungnahme vom 2. August 2010 die Bewoh-
nerschaft  an der  betreffenden Adresse bestätigte  und ihren eigenen 
früheren  Wohnsitz  dort  bekräftigte,  jedoch  konkretisierte,  dass  sie 
bloss als Gelegenheitshilfskraft und nicht als arbeitsvertragliche Haus-
angestellte tätig gewesen sei,

dass  sie  im  Weiteren  an  den  rubrizierten  Identitäts-  und  Ethniean-
gaben festhielt, das diesbezüglich anderslautende Botschaftsergebnis 
bestritt  und  insoweit  die  Vermutung  einer  ethnisch  motivierten,  ver-
leumderischen Schädigungsabsicht bei den Auskunft gebenden Haus-
bewohnern äusserte,

dass  ihr  im  Übrigen  die  konkreten  Fragestellungen  an  die  Hausbe-
wohner und deren Informationsquellen betreffend Identitäts-  und Re-
gisterangaben nicht bekannt seien und mithin objektive und subjektive 
Zweifel am Wahrheitsgehalt der Auskünfte bestünden,

dass die  Beschwerdeführerin  ergänzend die  Einreichung  eines  ärzt -
lichen Berichts des ihre psychische Erkrankung behandelnden Arztes 
in Aussicht stellte,

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 23. August  2010 (eröffnet  am 24. August  2010)  ablehnte sowie 
ihre Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  den  ablehnenden  Asylentscheid  damit  begründete, 
dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin den Anforderungen von 
Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die 
Glaubhaftmachung  eines  asylbegründenden  Sachverhalts  nicht  ge-
nügten, weshalb sie die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG nicht 
erfülle,

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dass es zunächst auf das Ergebnis der Botschaftsabklärung und die 
damit  hervorgetretenen Unglaubhaftigkeiten in  den Angaben der Be-
schwerdeführerin  (betreffend  Identitätsdokumente,  Identität,  Ethnie, 
Registrierung  und  Arbeitstätigkeit)  verwies  und  die  im  Rahmen  des 
rechtlichen  Gehörs  vorgetragenen  Gegenargumente  als  bloss  unbe-
helfliche und zudem unbelegte Behauptungen würdigte,

dass deshalb von der  Richtigkeit  der  Abklärungsergebnisse und von 
der erheblichen Wahrscheinlichkeit  einer ausschliesslich äthiopischen 
Staatsangehörigkeit  der  Beschwerdeführerin  ohne  eritreische  Ab-
stammung auszugehen sei,

dass  diese  Erkenntnis  ferner  durch  das  gänzliche  Fehlen  rechtsge-
nüglicher Ausweispapiere und den bloss amharischen (statt auch tigri -
nischen)  Sprachgebrauch  gestützt  werde,  wobei  auch  die  diesbe-
züglichen Erklärungsversuche (amharischer Sprachgebrauch zuhause 
und in Assab) weder konzis noch überzeugend ausgefallen seien,

dass im Übrigen die auf die angeblich eritreische Staatsangehörigkeit 
der  Beschwerdeführerin  gestützten  Verfolgungsvorbringen  für  sich 
besehen  unglaubhaft  erschienen,  zumal  sie  keine  substanziierten 
Kenntnisse zu ihrem angeblichen Wohnort  Assab, zur ärztlichen und 
medikamentösen  Behandlung  ihrer  angeblichen  psychischen 
Probleme  sowie  zum  behaupteten  Militärdienstaufgebot  habe  ver-
mitteln können und auch die diesbezüglichen Erklärungen unbehelflich 
seien beziehungsweise sich in Allgemeinplätzen erschöpften,

dass die Schilderung der angeblichen Vergewaltigung von Substanz- 
und Detailarmut geprägt sei und weder individualisierten Gehalt noch 
persönliche Betroffenheit aufweise,

dass schliesslich die Verhaftung des Vaters aufgrund seiner religiösen 
Funktion ohne zureichenden Grund erst in der Anhörung zu den Asyl -
gründen und nicht bereits in der Erstbefragung erwähnt worden sei,

dass insgesamt von einem Sachverhaltskonstrukt auszugehen sei und 
sich mithin eine Prüfung der Asylrelevanz erübrige,

dass die Wegweisung ferner die Regelfolge der Ablehnung des Asyl-
gesuchs  darstelle  und  keine  Gründe  ersichtlich  seien,  die  auf  Un-
zulässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungs-
vollzuges schliessen lassen könnten, zumal insbesondere Art. 5 Abs. 1 

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AsylG (Grundsatz der Nichtrückschiebung) nicht anwendbar und keine 
Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) erkennbar sei, 

dass  zudem  in  Äthiopien  weder  Krieg  noch  Bürgerkrieg  noch  eine 
Situation  allgemeiner  Gewalt  herrsche  und  auch  keine  individuellen 
Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprächen, 

dass  im  Übrigen  die  Untersuchungspflicht  der  Behörde  hinsichtlich 
Durchführbarkeit  und  insbesondere  Zumutbarkeit  des  Wegweisungs-
vollzuges  ihre  vernünftige  Grenze  an  der  Mitwirkungs-  und  Wahr-
heitspflicht der Gesuchstellerin finde und es praxisgemäss nicht Auf-
gabe  der  Asylbehörde  sein  könne,  bei  fehlenden  Hinweisen  seitens 
der  gesuchstellenden  Person  nach  allfälligen  Wegweisungshinder-
nissen zu forschen,

dass diese Grenze angesichts des erkannten Sachverhaltskonstruktes 
und der erheblich zweifelbehafteten Angaben zu Identität und Herkunft 
vorliegend zum Tragen komme,

dass die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom 23. September  2010 
die vorinstanzliche Verfügung anfocht und dabei deren Aufhebung, die 
Gewährung von Asyl unter Anerkennung ihrer Flüchtlingseigenschaft, 
eventualiter  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  unter  Fest-
stellung  der  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungs-
vollzugs  sowie  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragt, 

dass  sie  in  sachverhaltlicher  Hinsicht  zunächst  eine  fehlerhafte 
Berechnung  des  Datums  des  Erhalts  der  Militärvorladung  geltend 
macht und sich diesbezüglich auf den (...) festlegt,

dass  sie  in  der  Beschwerdebegründung  sodann  den  Inhalt  ihrer 
Stellungnahme vom 2. August 2010 bekräftigt und ergänzend erklärt, 
zwar einen von den äthiopischen Behörden ausgestellten Ausländer-
ausweis besessen zu haben, wobei die Bezeichnung des Dokuments 
in der Anhörung ungenau mit Identitätskarte übersetzt worden sei,

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dass sie unter Hinweis auf ein Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts 
rügt,  der  Beweiswert  der  Botschaftsantwort  als  Grundlage  für  die 
Unglaubhaftigkeitswürdigung  sei  äusserst  gering,  wenn  weder 
konkrete  Fragen  noch  entsprechende  Antworten  aus  dem  Bericht 
hervorgingen und wie vorliegend objektive und subjektive Zweifel am 
Wahrheitsgehalt  der  Aussagen  der  befragten  Personen  bestünden, 
welche ihr aus ethnischen Motiven Schaden zufügen wollten,

dass sie ihre nur geringen Tigrinischkenntnisse mit ihrer Sozialisierung 
in Äthiopien, dem amharischen Sprachgebrauch in der Familie sowie 
dem alternativen amharischen Sprachgebrauch auch in Assab erklärt,

dass  sie  hinsichtlich  der  vorinstanzlich  erkannten  Substanz-  und 
Detaildefizite vorab auf ihre "schweren psychischen Probleme" und auf 
ihren mehrheitlichen Aufenthalt zuhause hinweist, ferner die substanz-
armen Angaben zu ihrem Herkunftsort, zu ihrer ärztlichen Behandlung 
und  zur  Vergewaltigung  insofern  relativiert,  als  sie  immerhin  einige 
Stadtquartiere,  den  ungefähren  Ort  der  Arztpraxis  und  "zahlreiche" 
Vergewaltigungsdetails  habe  angeben  können,  und  schliesslich  ihre 
weitgehende Unkenntnis betreffend den Inhalt der Militärvorladung auf 
die Zustellung des Dokumentes an ihren Onkel und auf ihre geringen 
Tigrinischkenntnisse zurückführt,

dass sie im Weiteren die Inhaftierung ihres Vaters in der Erstbefragung 
nicht vordergründig erwähnt habe, weil das Ereignis nicht unmittelbar 
fluchtauslösend gewesen sei, sie diesbezüglich nicht gezielter befragt, 
sondern gegenteils zur Kürze ermahnt worden sei,

dass somit  gesamthaft  von der Glaubhaftigkeit  und Wahrheitskonfor-
mität ihrer sachverhaltlichen und biografischen Angaben auszugehen 
sei  und  die  gegenteilige  Auffassung  des  BFM  jedenfalls  nicht  auf 
besseren Gründen beruhe,

dass der auf politischen, ethnischen und sexuellen Motiven beruhende 
Verfolgungssachverhalt  zudem  flüchtlingsrechtlich  relevant  sei  und 
einen  Anspruch  auf  Gewährung  des  Asyls  begründe,  mit  welcher 
Prüfung sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt habe,

dass aufgrund des Gesagten ein "real  risk"  im Falle  einer  Rückkehr 
nach Eritrea bestehe, und der Vollzug der Wegweisung daher völker-
rechtswidrig und unzulässig sei,

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dass  er  angesichts  der  gerichtsnotorischen  Situation  in  Eritrea  und 
ihrer  schweren  gesundheitlichen  Probleme  ferner  unzumutbar  er-
scheine,

dass  schliesslich  ein  Vollzug  nach  Äthiopien  aufgrund  ihrer  eri -
treischen Staatszugehörigkeit und ihres fehlenden Aufenthaltsrechts in 
jenem Land unmöglich sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  als  Beweismittel  die  Einreichung  einer 
von  ihr  verfassten  Anfrage  an  die  Schweizerische  Flüchtlingshilfe 
(SFH)  bezüglich  die  Deportation  sowie  einen  ärztlichen  Bericht 
betreffend ihre schweren psychischen Probleme in Aussicht stellte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
28. September 2010 den einstweilen rechtmässigen Aufenthalt der Be-
schwerdeführerin in der Schweiz feststellte und ein Rückkommen auf 
die  Beschwerde  nach  Eingang  und  Prüfung  der  Akten  in  Aussicht 
stellte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG]) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 105 AsylG),

dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. E AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie  
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3 
Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Vorinstanz gesetzes- und praxiskonform erkannt hat, dass die 
eigentlichen  ausreisemotivierenden  Kernvorbringen  der  Beschwerde-
führerin  (insbesondere  Militärdienstaufgebot,  Vergewaltigung,  ferner 
Inhaftierung des Vaters und psychische Probleme) den Anforderungen 
von Art. 7  AsylG  an die  Glaubhaftmachung eines asylbegründenden 
Sachverhalts klar nicht genügen,

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dass zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die  einlässlichen und 
überzeugenden  Erwägungen  gemäss  angefochtener  Verfügung  (vgl. 
dort  insb.  E.  I/2  und  I/3)  sowie  die  obige  zusammenfassende  Dar-
stellung  verwiesen  werden  kann  (Art. 109  Abs.  3  BGG  i.V.m. 
Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass  die  diesbezügliche  Gegen-  und  Erklärungsargumentation  der 
Beschwerdeführerin  (vgl.  Beschwerde  insb. Ziff.  3.3  und  3.4:  blosse 
Gegenbehauptungen; Zurückführung  auf  ihren psychischen  Zustand, 
auf  ihren  mehrheitlichen Aufenthalt  zuhause, auf sprachliche Gründe 
und  auf  die  Zustellungsmodalität  betreffend  die  Vorladung;  unter-
lassene Befragungsvertiefung und Mahnung zur Kürze) offensichtlich 
keine Durchschlagskraft besitzt,

dass eine diesbezüglich detailliertere Auseinandersetzung angesichts 
der nachfolgenden Erwägungen jedoch unterbleiben kann,

dass die Vorinstanz nämlich ebenso gesetzes- und praxiskonform er-
kannt hat, dass die Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrer Staats-
zugehörigkeit,  Herkunft,  Ethnie,  zu  Aufenthaltsländern  und  -orten 
sowie  zu  weiteren  biografischen  Belangen  den  Anforderungen  von 
Art. 7 AsylG  an die  Glaubhaftmachung nicht  genügen,  diesbezüglich 
eine  eigentliche  Mitwirkungsverweigerung  (vgl.  Art.  8  VwVG)  und 
Täuschungsabsicht  festzustellen  ist,  wodurch  ihre  persönliche 
Glaubwürdigkeit nachhaltig erschüttert wird,

dass  auch  in  diesem  Zusammenhang  zur  Vermeidung  von  Wieder-
holungen auf die Erwägungen gemäss angefochtener Verfügung (vgl. 
dort  insb. E.  I/1  und  I/2  [2.  Abschnitt])  sowie  die  obige  zusammen-
fassende Darstellung verwiesen werden kann,

dass  Ausgangspunkt  das  Fehlen  jeglicher  identitätsrelevanter  Doku-
mente darstellt  und diese für die Beschwerdeführerin ungünstige Be-
weissituation  offensichtlich  auf  eine  durch  sie  begangene  Mit-
wirkungsverweigerung zurückzuführen ist,  zumal  weder nachvollzieh-
bare noch entschuldbare Gründe für die Papierlosigkeit erkennbar sind 
und  die  diesbezüglichen  Erklärungsversuche  eine  Verschleierungs-
absicht erkennen lassen,

dass im Weiteren zwar die Rüge eines eingeschränkten Beweiswertes 
der Botschaftsantwort  insofern zu stützen ist,  als  die botschaftlichen 
Erkenntnisse  unter  den  gegebenen  Voraussetzungen  (unbekannte 

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konkrete  Fragestellungen  an  die  Bewohner  der  von  der 
Beschwerdeführerin  angegebenen  Adresse  sowie  unklar  bleibende 
Quellen ihrer Auskünfte) für sich allein besehen nicht zur Feststellung 
einer  Glaubhaftigkeitserschütterung  dergestalt  führen  könnte,  dass 
damit die Verfolgungsvorbringen in sich zusammenfallen würden,

dass die konkrete Botschaftsantwort, welche gemäss Aktenverzeichnis 
als Actum A19 der Beschwerdeführerin uneingeschränkt zur Einsicht 
gegeben  wurde,  in  der  vorliegenden  Form  und  mit  der  erwähnten 
Einschränkung als entscheidmitbegründendes Element herangezogen 
werden darf und soll,

dass  die  Vorinstanz  die  Botschaftsabklärung  denn  auch  nicht  als 
tragende Säule des ablehnenden Asylentscheides, sondern korrekter-
weise als ein Begründungselement unter mehreren verwendet und in 
die Gesamtwürdigung integriert  hat,  wobei  das gewonnene Ergebnis 
der  Unglaubhaftigkeit  und  persönlichen  Unglaubwürdigkeit  der 
Beschwerdeführerin auch ohne das Botschaftsergebnis Bestand hätte,

dass  die  weiteren  Ausführungen in  der  Beschwerde,  vorab jene zur 
Erklärung  ihrer  amharischen  beziehungsweise  tigrinischen  Sprach-
kenntnisse,  in  keiner  Weise überzeugen und gar weitere Unstimmig-
keiten begründen,

dass überhaupt das ganze bisherige Verfahren von widersprüchlichen 
und auf Verschleierung hindeutenden Angaben betreffend die Sprach-
kenntnisse  der  Beschwerdeführerin  geprägt  ist,  zumal  sie  im 
Empfangszentrum  als  ausschliessliche  Sprachkenntnis  das  Amha-
rische  nannte  (A4  Ziff.  9  und  S.  6  unten  f.),  in  der  Anhörung  vom 
30. Juni  2009  daneben  auch  gewisse  Arabisch-  und  spärliche  Tigri-
nischkenntnisse  erwähnte  (A12  F44  ff.),  um  kurz  darauf  aber  eine 
kantonspolizeiliche Befragung (betreffend Ladendiebstahl) in Englisch 
führen zu können (vgl. A10 S. 3 und 6),

dass das Gericht unter Berücksichtigung der gesamten vorliegenden 
Akten und Umstände zur Überzeugung gelangt, die biografischen und 
identitätsmässigen  Angaben  der  Beschwerdeführerin  entsprächen 
nicht  der  Wahrheit,  und  sie  sei  äthiopische  Staatsangehörige 
amharischer  Ethnie,  habe weder  einen eritreischen Migrationshinter-
grund noch mit  ernsthaften psychischen Problemen zu kämpfen ge-
habt und sei aus asylfremden Motiven auf andere als die behauptete 

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Weise sowie  im Besitze eigener, authentischer Identitäts- und Reise-
papiere in die Schweiz gelangt,

dass die die gesamten vorliegenden Akten und insbesondere auch die 
geschilderten Reiseumstände (vgl. A4 Ziff. 16 und 17 sowie A12 F 124 
ff.)  das  Bild  einer  erheblich  beeinträchtigten  persönlichen  Glaub-
würdigkeit der Beschwerdeführerin hinterlassen,

dass  die  von  ihr  auf  Beschwerdeebene  in  Aussicht  gestellten  Be-
weismittel nicht abzuwarten sind,

dass die angekündigte "Anfrage bezüglich der Deportation" nach wie 
vor  nicht  eingereicht  wurde  und  nicht  erkennbar  ist,  was  mit  einer 
solchen Anfrage bewiesen werden soll, zumal auch nicht ansatzweise 
der  Zeitrahmen  genannt  wird,  innert  welchem eine  Antwort  auf  die 
Anfrage vorliegen könnte,

dass in Anbetracht der positiv lautenden Aussagen der Beschwerde-
führerin  im  erstinstanzlichen  Verfahren  zu  ihrem  psychischen 
Gesundheitszustand in der Schweiz (vgl. A12 F63, F72 und v.a. F89) 
ebenso  der  (gänzlich  ohne  Zeithorizont)  in  Aussicht  gestellte  Arzt-
bericht  betreffend  die  angeblich  "schweren  psychischen  Probleme" 
nicht  abzuwarten  ist,  da  seit  der  diesbezüglich  ersten  Ankündigung 
vom 2. August 2010 (vgl. A23) und trotz seitherigen Bekräftigungen bis 
zum  heutigen  Zeitpunkt  offenbar  keine  ernsthaften 
Beweismittelbemühungen oder zumindest Erklärungsversuche für die 
lange Verzögerung unternommen wurden,

dass es der  Beschwerdeführerin  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung  im  Sinne  von  Art.  3  EMRK  ersichtlich  sind,  die  im 
mutmasslichen Heimat- und Herkunftsstaat Äthiopien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medi-
zinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage in Äthiopien noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführerin im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vor-
liegend zumutbar ist,

dass das Gericht unter Hinweis auf das oben Erwogene insbesondere 
auch  nicht  von  schweren  psychischen  Beeinträchtigungen  der  Be-
schwerdeführerin und darüber hinaus von einer Unbehandelbarkeit im 
Heimatstaat ausgeht,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin schliesslich 
möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2 
AuG),  und es  ihr  nach wie  vor  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger 
Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG) und insbesondere die 
von ihr offensichtlich verheimlichten Identitätsdokumente vorzulegen,

dass  im  Übrigen  hinsichtlich  des  Wegweisungsvollzuges  wiederum 
vollumfänglich  auf  die  Erwägungen des BFM gemäss angefochtener 
Verfügung (vgl. dort E. II) verwiesen werden kann,

dass dabei insbesondere die Feststellung des BFM hervorzuheben ist, 
wonach  die  Untersuchungspflicht  der  Asylbehörden  hinsichtlich  Zu-
lässigkeit,  Zumutbarkeit  und Möglichkeit  des Vollzugs nach Treu und 
Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde füh-
renden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substan-
ziierungslast  trägt  (Art. 7  AsylG),  und  es  bei  missbräuchlich  ver-
schwiegener tatsächlicher Identität oder Herkunft nicht Sache der Be-
hörde sein kann, näher nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu 
forschen,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen  ist  und  kein  Anlass  besteht,  auf  ihren  Inhalt  näher  einzu-
gehen, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1  VwVG)  und  das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG trotz ausgewiesener Be-
dürftigkeit  abzuweisen ist,  da sich die Beschwerdebegehren gemäss 
vorstehenden  Erwägungen  als  aussichtslos  präsentierten,  welcher 
Umstand die Gewährung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz 
ausschliesst.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil  geht  an die  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführerin, 
das BFM und die kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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