# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 264fa021-6deb-5c99-8cc1-71005b08f52a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-20
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 20.07.2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-20--J_2023-07-20.pdf

## Full Text

Feldeggweg 1 
3003 Bern 
Tel. +41 58 463 74 84, Fax +41 58 465 99 96 
www.edoeb.admin.ch 

Eidgenössischer Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB 

 
 

 

Bern, 20. Juli 2023 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

im Schlichtungsverfahren zwischen 

X.___ 
(Antragstellerin) 

und 

Nachrichtendienst des Bundes NDB  

I Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Am 26. Januar 2022 eröffnete das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungs-
schutz und Sport (VBS) im Zusammenhang mit Informationsbeschaffungen des Nachrichten-
dienstes des Bunds (NDB), für die keine Genehmigungen vorlagen, eine Administrativuntersu-
chung.1 Um sich "über die aktuelle Thematik des Ressort Cyber [zu] informieren", hat die 
Antragstellerin (Journalistin) am 9. Februar 2022 gestützt auf das Bundesgesetz über das Öffent-
lichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3) beim NDB um Zugang zu 
folgenden Dokumenten ersucht:  
- "Schlussbericht der internen Untersuchung des NDB zu den Tätigkeiten (ohne Bewilligung) 

des 'Ressort Cyber', Bericht fertiggestellt vom NDB Ende Dezember 2021. 
- Rechtsgutachten zur gleichen Thematik, erstellt von einer Anwaltskanzlei im Auftrag des NDB". 

2. Am 10. Februar 2022 nahm der NDB zum Zugangsgesuch Stellung und verweigerte den Zugang 
sowohl zum Schlussbericht der internen Untersuchung des NDB als auch zum Rechtsgutachten 
basierend auf Art. 67 des Bundesgesetzes über den Nachrichtendienst (Nachrichtendienstgesetz, 
NDG; SR 121). Laut NDB handle es sich "offenkundig um amtliche Dokumente, welche die Infor-
mationsbeschaffung originär betreffen". Mit einer Zugangsgewährung "würde überdies auch weit-
gehend der modus operandi von Cyber NDB offengelegt (d.h. die konkrete Vorgehensweise von 
Cyber NDB bei Angriffen auf die Schweiz) und damit augenfällig die Sicherheit der Schweiz im 
Sinne von Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe c BGÖ gefährdet. Hinzu kommt die Administrativuntersu-
chung im Bereich Cyber des NDB, deren zielkonforme Durchführung bzw. freie Meinungs- und 

 
1  Der Bundesrat, Medienmitteilung vom 26. Januar 2022 – Administrativuntersuchung im Bereich Cyber des NDB. 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-86915.html

 
 

 

2/10 

Willensbildung nicht beeinträchtigt werden darf (Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BGÖ) und deren Be-
richterstattung es abzuwarten gilt."  

3. Am 10. Februar 2022 reichte die Antragstellerin einen Schlichtungsantrag beim Eidgenössischen 
Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Beauftragter) ein. 

4. Mit Schreiben vom 16. Februar 2022 bestätigte der Beauftragte gegenüber der Antragstellerin den 
Eingang des Schlichtungsantrages und forderte gleichentags den NDB dazu auf, die betroffenen 
Dokumente sowie bei Bedarf eine ergänzende Stellungnahme einzureichen. 

5. Am 24. Februar 2022 reichte der NDB eine Stellungnahme ein, in der er u.a. ausführte, dass "[i]m 
Gesetzgebungsverfahren zum NDG […] seinerzeit umstritten [war], ob der NDB als Ganzes oder 
ob 'nur' dessen Informationsbeschaffung vom BGÖ auszunehmen sei. Schlussendlich obsiegte in 
der Differenzbereinigung die Meinung, dass die Ausnahme vom BGÖ auf die Informationsbe-
schaffung zu beschränken sei. Damit setzte sich der ursprüngliche Vorschlag des NDB bzw. die 
vom Bundesrat im Gesetzesentwurf und Botschaft vertretene Sehweise durch." Der NDB erläu-
terte anschliessend, dass "[…] sich die beiden ersuchten amtlichen Dokumente direkt mit der In-
formationsbeschaffung [befassen]. Während der interne Bericht vor allem dem modus operandi 
des NDB folgt und die in diesem Zusammenhang anstehenden bzw. vorgenommenen einzelnen 
Schritte und Aktivitäten beschreibt, antwortet das Rechtsgutachten auf bestimmte im Zusammen-
hang mit der Vorgehensweise stehenden Fragestellungen und leuchtet die jeweilige Rechtmäs-
sigkeit aus. Beide Dokumente sind untrennbar mit dem Kernbereich der Informationsbeschaffung 
verbunden und gäben im Falle einer Zugangsgewährung sowohl isoliert für sich, als auch und in 
verstärktem Masse im Verbunde, tiefste Einblicke in den Aufgabenbereich." Somit sei der Zugang 
gestützt auf Art. 67 NDG zu verweigern. Weiter hielt der NDB fest, dass, sollten die ersuchten 
Dokumente dem Öffentlichkeitsgesetz unterliegen, das Zugangsgesuch auch wegen einer Ge-
fährdung der inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ) abzuweisen 
sei. Schliesslich erwähnte der NDB, dass "[…] auf die zwischenzeitlich eröffnete Administrativun-
tersuchung hingewiesen [sei]. Die freie Meinungs- und Willensbildung über die hier anfallenden 
Erkenntnisse könnten mit einer Pressekampagne wesentlich beeinträchtigt werden (Art. 7 Abs. 1 
Bst. a und b BGÖ)." 

Der NDB reichte dem Beauftragten keine Dokumente ein. 

6. Am 8. März 2022 verlangte der Beauftragte, dass der NDB ihm bis zum 15. März 2022 gemäss 
seiner Mitwirkungspflicht nach Art. 12b der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Ver-
waltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31) die von der Antragstellerin angeforderten 
Dokumente zur Verfügung stellt.  

7. Mit E-Mail vom 15. März 2022 verweigerte der NDB die Herausgabe der Dokumente, weil diese 
dem BGÖ nicht unterstellt seien, und teilte dem Beauftragten mit, dass er sie anlässlich der 
Schlichtungssitzung vorlegen werde. 

8. Mit E-Mail vom 21. März 2022 verlangte der Beauftragte erneut die Zustellung der Dokumente 
und erinnerte den NDB nochmals an seine Mitwirkungspflicht nach Art. 12b VBGÖ.  

9. Am 22. März 2022 informierte der NDB den Beauftragten wiederum darüber, dass er die ersuchten 
Dokumente am Schlichtungstermin vorlegen werde, was der Beauftragte ausnahmsweise akzep-
tierte. 

10. Am 24. März 2022 fand eine Schlichtungssitzung statt, in welcher sich die Parteien darüber einig-
ten, das Schlichtungsverfahren bis zur Medienmitteilung des VBS über die Ergebnisse der von 
Herrn alt Bundesrichter Oberholzer geleiteten Administrativuntersuchung zu sistieren.  

11. Am 12. Dezember 2022 publizierte das VBS das Ergebnis der Administrativuntersuchung. Laut 
Medienmitteilung zeigte "[d]ie Untersuchung des ehemaligen Bundesrichters Niklaus Oberholzer 
[…], dass der NDB nicht schuldhaft gegen Bestimmungen des Nachrichtendienstgesetzes (NDG) 
verstossen hat, sondern die Rechtslage verkannt und die fernmelderechtliche Dimension der Da-
tenbeschaffung und -bearbeitung nicht erkannt hatte."2 

 
2  VBS, Medienmitteilung vom 12. Dezember 2022 – Resultat der Administrativuntersuchung im NDB liegt vor. 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-92154.html

 
 

 

3/10 

12. Mit E-Mail vom 19. Dezember 2022 teilte die Antragstellerin dem Beauftragten mit, "dass ich an 
meinem Schlichtungsantrag betreffend der Dokumente [sic!] (Schlussbericht interne Untersu-
chung NDB / externes Rechtsgutachten) festhalten möchte." 

13. Am 21. Dezember 2022 teilte der Beauftragte der Antragstellerin mit, "dass die Sistierung des 
Schlichtungsverfahrens aufgehoben ist und er nun eine Empfehlung abgeben wird."  

14. Am 22. Dezember 2022 informierte der Beauftragte den NDB darüber, dass die Antragstellerin an 
ihrem Schlichtungsantrag festhält.  

15. Am 23. Dezember 2022 teilte das Generalsekretariat des VBS dem Beauftragten mit, dass "wir 
[…] uns gerne mit der Gesuchstellerin in der Sache einigen [möchten]" und bat "um die Wieder-
aufnahme der sistierten Schlichtungsverhandlung".   

16. Am 18. Januar 2023 übermittelte der NDB dem Beauftragten den Schlussbericht und das Rechts-
gutachten.  

17. Am 9. März 2023 fand eine weitere Schlichtungssitzung statt, in welcher sich die Parteien darüber 
einigten, dass der NDB prüft, ob er eine geschwärzte Fassung der einleitenden Seiten zusam-
menfassender Natur des Schlussberichts sowie eine geschwärzte Fassung des Inhaltsverzeich-
nisses des Rechtsgutachtens zugänglich macht.  

18. Mit E-Mail vom 23. März 2023 übermittelte der NDB der Antragstellerin "eine geschwärzte Fas-
sung der 7 einleitenden Seiten zusammenfassender Natur des Schlussberichts NDB sowie eine 
geschwärzte Fassung des Inhaltsverzeichnisses des Rechtsgutachtens". 

19. Mit E-Mail vom 31. März 2023 teilte die Antragstellerin dem Beauftragten mit, "dass ich an meinem 
Einsichtsgesuch / Schlichtungsverfahren festhalten möchte. […] Für mich als Journalistin ist es 
wichtig, die Inhalte der Berichte zu kennen. Das Inhaltsverzeichnis und die Zusammenfassung 
sind zu stark verkürzt, [als] dass dies für meine Arbeit, insbesondere für die Funktion des Journa-
lismus zur Kontrolle der Vorgänge der Verwaltung, genügend wäre." 

20. Am 5. April 2023 teilte der Beauftragte den betroffenen Parteien mit, "dass die Teilnehmenden 
keine definitive Einigung gefunden haben. Der EDÖB hebt daher die Sistierung des Schlichtungs-
verfahrens auf und teilt Ihnen mit, dass er eine schriftliche Empfehlung abgeben wird." 

21. Auf die weiteren Ausführungen der Antragstellerin und des NDB sowie auf die eingereichten Un-
terlagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

II Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

22. Die Antragstellerin reichte ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ beim NDB ein. Dieser verwei-
gerte den Zugang zu den verlangten Dokumenten. Die Antragstellerin ist als Teilnehmerin an ei-
nem vorangegangenen Gesuchsverfahren zur Einreichung eines Schlichtungsantrags berechtigt 
(Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Der Schlichtungsantrag wurde formgerecht (einfache Schriftlichkeit) 
und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme der Behörde) beim Beauf-
tragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

23. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.3 
Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der Angelegenheit 
eine Empfehlung abzugeben.   

 
3 Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, BBl 2003 1963 

(zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024. 

 
 

 

4/10 

B. Materielle Erwägungen 

24. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Ver-
waltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31) die Rechtmässigkeit und die Angemes-
senheit der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.4 

25. In seiner an den Beauftragten gerichteten Stellungnahme (s. Ziffer 5) weist der NDB darauf hin, 
"dass die ersuchten amtlichen Dokumente nach Ansicht des NDB dem Anwendungsbereich des 
Öffentlichkeitsgesetzes entzogen und teilweise GEHEIM (vereinfachte Bearbeitung) klassifiziert 
sind."  

26. Die Tatsache, dass ein amtliches Dokument klassifiziert ist, mag ein gewichtiges Element in der 
Beurteilung des Zugangsgesuches darstellen, alleine aufgrund der Klassifizierung darf der Zu-
gang aber nicht verweigert werden.5 Bezieht sich nämlich ein Zugangsgesuch auf ein klassifizier-
tes Dokument, muss gemäss Art. 11 Abs. 5 VBGÖ geprüft werden, ob dieses entklassifiziert wer-
den kann.6 Gemäss Art. 13 Abs. 3 der Verordnung über den Schutz von Informationen des Bundes 
(Informationsschutzverordnung, ISchV; SR 510.411) überprüft die zuständige Stelle, unabhängig 
von einem allfälligen Klassifizierungsvermerk, ob der Zugang nach Öffentlichkeitsgesetz zu ge-
währen, zu beschränken, aufzuschieben oder zu verweigern ist.7 Folglich ist die Klassifizierung 
der Berichte als GEHEIM nicht präjudiziell für die Frage des Zugangs zu amtlichen Dokumenten. 

27. Der NDB weist in seiner Stellungnahme an den Beauftragten (s. Ziffer 5) weiter darauf hin, dass 
sowohl der ersuchte Schlussbericht der internen Untersuchung des NDB als auch das ersuchte 
Rechtsgutachten in Anwendung von Art. 67 NDG vom Öffentlichkeitsgesetz ausgenommen seien. 

28. Art. 4 BGÖ regelt das Verhältnis zwischen dem Öffentlichkeitsgesetz und jenen bundesrechtlichen 
Normen, die eine Sonderregelung für den Zugang zu Verwaltungsdokumenten vorsehen. Nach 
Bst. a sind Normen anderer Bundesgesetzes vorbehalten, die bestimmte Informationen als ge-
heim bezeichnen. Das spezielle Verwaltungsrecht enthält eine Vielzahl an Geheimhaltungsnor-
men. Einige sind darauf ausgerichtet, wichtige öffentliche Interessen wie die Verteidigung oder die 
innere Sicherheit zu schützen. Gemäss Bst. b BGÖ bleiben spezielle Bestimmungen anderer Bun-
desgesetze, die vom Öffentlichkeitsgesetz abweichende Voraussetzungen für den Zugang zu be-
stimmten Informationen vorsehen, vorbehalten. 

29. Mit dem Inkrafttreten des neuen Nachrichtendienstgesetzes am 1. September 2017 wurde die 
nachrichtendienstliche Informationsbeschaffung dem Anwendungsbereich des Öffentlichkeitsge-
setzes entzogen. Es handelt sich dabei gemäss Botschaft zum Nachrichtendienstgesetz um eine 
"sachliche Ausnahme für die Unterlagen über die nachrichtendienstliche Informationsbeschaf-
fung".8 Art. 67 NDG besagt, dass das Öffentlichkeitsgesetz nicht für den Zugang zu amtlichen 
Dokumenten betreffend die Informationsbeschaffung nach dem Nachrichtendienstgesetz gilt. Es 
steht ausser Frage, dass Art. 67 NDG eine Spezialbestimmung im Sinne von Art. 4 BGÖ ist. Um-
stritten ist die Anwendung von Art. 67 NDG im vorliegenden Fall.  

30. In der Botschaft heisst es zu Art. 67 NDG, dass "die bisherigen Zugangsgesuche […] jeweils vor-
wiegend Dokumente und Dossiers über die Beschaffung von Informationen durch den NDB oder 
über Aktionen [betrafen], die der NDB (oder seine Vorgänger) durchgeführt hatte. Vereinzelt wurde 
auch ausdrücklich Einsicht in andere Unterlagen, z.B. über den Verkehr mit ausländischen Nach-
richtendiensten und Sicherheitsbehörden, verlangt. Mit Rücksicht auf die beteiligten Personen 
oder ausländischen Dienste und im Einklang mit den Ausnahmeregelungen des BGÖ muss der 
NDB die Einsicht in Beschaffungs- und Zusammenarbeitsdossiers nach ausführlicher Prüfung und 
interner Begründung jeweils ablehnen. Es ist deshalb nicht sinnvoll, hier den Grundsatz aufrecht 
zu erhalten, dass in Dokumente über die nachrichtendienstliche Beschaffung Einsicht gegeben 
werden muss, wenn von vornherein feststeht, dass diese den Ausnahmebestimmungen des BGÖ 

 
4  GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ), Art. 13 Rz. 8. 
5  COTTIER, in: Handkommentar zum BGÖ, Art. 4 Rz. 30; HÄNER, in: Handkommentar zum BGÖ, Art. 12 Rz. 8; Urteil des BVGer  

A-3122/2014 vom 24. November 2014 E. 5.3.1. 
6  Urteile des BVGer A-3122/2014 vom 24. November 2014 E. 5.3.1; A-4500/ 2013 vom 27. Februar 2014 E.3.6. 
7  BBl 2003 2006; BVGer Urteil A-3122/2014 vom 24. November 2014 E. 5.3.1. 
8  Botschaft zum Nachrichtendienstgesetz vom 19. Februar 2014, BBl 2014 2105 (zitiert BBl 2014), BBl 2014 2161. 

 
 

 

5/10 

unterstehen."9 Gemäss der Botschaft besteht der Hauptzweck der Ausnahme somit darin, dem 
NDB die Prüfung von Zugangsgesuchen zu ersparen, die sich auf Dokumente im Zusammenhang 
mit der Informationsbeschaffung beziehen, die ohnehin Gegenstand einer im Öffentlichkeitsgesetz 
enthaltenen Ausnahme wären.10 

31. Der Begriff der Informationsbeschaffung, der weder im Gesetz noch in der Botschaft zum Nach-
richtendienstgesetz definiert wird, bezieht sich auf das 3. Kapitel NDG, welches den Titel "Infor-
mationsbeschaffung" trägt. In der Botschaft wird dazu ausgeführt: "Nach der umfassenden Defi-
nition des Datenbearbeitungsbegriffs im Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG; 235.1) ist 
zwar die Beschaffung im Begriff der Bearbeitung enthalten (vgl. Art. 3 Bst. e DSG). Da die Be-
schaffung der Daten jedoch für einen Nachrichtendienst zum einen von zentraler Bedeutung ist 
und zum anderen aus Sicht der betroffenen Personen mit den stärksten Grundrechtseingriffen 
verbunden sein kann, ist es gerechtfertigt, die Beschaffung und die weitere Bearbeitung in eigen-
ständigen Kapiteln zu regeln."11 Nach der Botschaft umfasst die Informationsbeschaffung nur die 
Datensammlung.12 Das 3. Kapitel NDG definiert zu diesem Zweck Massnahmen, die mit oder 
ohne gerichtliche Genehmigung durchgeführt werden können, d.h. die Mittel, die dem NDB zur 
Verfügung stehen, um Informationen zu sammeln, sowie den Schutz von Informationsquellen und 
die Zusammenarbeit mit anderen Diensten oder Privatpersonen. Die Datenbearbeitung der so 
beschafften Informationen ist hingegen speziell in einem eigenständigen Kapitel geregelt (4. Ka-
pitel NDG). Somit ergibt sich nach Ansicht des Beauftragten, dass die Informationsbeschaffung 
ausschliesslich die Umsetzung einer konkreten Massnahme zur Informationsbeschaffung betrifft. 
Aus der Botschaft geht nicht hervor, dass sich die Informationsbeschaffung auf alles bezieht, was 
der eigentlichen Informationserhebung vorausgeht, wie Vorbereitungsarbeiten, Vereinbarungen 
usw. Auch amtliche Dokumente, die die Verwaltungstätigkeiten des NDB betreffen und die Ein-
haltung der gesetzlichen Grundlagen, die seine Tätigkeit festlegen, überprüfen, weisen keinen 
eindeutigen Bezug zu konkreten Massnahmen zur Informationsbeschaffung auf. Sie sind nach 
Ansicht des Beauftragten nicht durch das 3. Kapitel NDG abgedeckt. Wenn alle Informationen, die 
in irgendeiner Weise die Informationsbeschaffung betreffen, ausgeschlossen werden, würde nur 
ein sehr kleiner Teil der Tätigkeiten des NDB dem Öffentlichkeitsgesetz unterliegen. Eine solche 
extensive Auslegung würde nach Ansicht des Beauftragten dem Willen des Gesetzgebers zuwi-
derlaufen, der beschlossen hat, nur die eigentliche Informationsbeschaffung, nicht aber den NDB 
insgesamt vom Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes auszunehmen.  

32. Der NDB hat der Antragstellerin "eine geschwärzte Fassung der 7 einleitenden Seiten zusammen-
fassender Natur des Schlussberichts NDB" zugänglich gemacht. Daraus wird ersichtlich, dass der 
verlangte "Schlussbericht der internen Untersuchung des NDB zu den Tätigkeiten (ohne Bewilli-
gung) des 'Ressort Cyber'" (nachfolgend: Schlussbericht NDB) eine formlose Untersuchung nach 
Art. 20 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes (BPG; SR 172.220.1) und Art. 24 der Regierungs- 
und Verwaltungsorganisationsverordnung (RVOV; SR 172.010.1) abschliesst. Laut den einleiten-
den Seiten zusammenfassender Natur des Schlussberichts NDB umfasste der "Abklärungsge-
genstand […] 33 Fragen bestehend aus vier Teilen, insbesondere Informationsbeschaffung, Infor-
mationsverarbeitung, Firmenbeziehungen und besondere Auffälligkeiten in Bezug auf bereits 
gelöschte Daten oder Dokumente. Die Fragen im Abklärungsauftrag bezogen sich primär auf die 
Beschreibung der Prozesse, Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Analyse der IST-
Situation." Weiter wird in den Seiten zusammenfassender Natur ausgeführt: "Der erste Teil der 
Untersuchung zielte darauf ab, eine Auslegeordnung aller Informationsquellen und der regelmäs-
sigen Formenkontakte im Themengebiet Cyber zu erstellen. Der Schwerpunkt der zu beantwor-
tenden Fragen lag darin, die Aufbau- und Ablauforganisation bei Cyber zu verstehen und mögliche 
Unregelmässigkeiten in der Auftragserfüllung zu identifizieren." Somit werden im Schlussbericht 
NDB primär die Verwaltungstätigkeiten des NDB und die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen, 
die seine Tätigkeit festlegen, einer Prüfung unterzogen. Diese Ausführungen betreffen nach An-
sicht des Beauftragten nicht die Informationsbeschaffung im Sinne des 3. Kapitels NDG.  

 
9  BBl 2014 2195. 
10  BBl 2014 2195. 
11  BBl 2014 2148. 
12  BBl 2014 2144, 2148. 

 
 

 

6/10 

33. Gemäss den zugänglich gemachten einleitenden Seiten zusammenfassender Natur des Schluss-
berichts NDB werden in diesem "drei Sachverhalte zu Informationsbeschaffung, Informationsver-
arbeitung und Weitergabe von Informationen" beschrieben. Im Jahresbericht 2022 der Geschäfts-
prüfungskommissionen und der Geschäftsprüfungsdelegation der eidgenössischen Räte 
(GPK/GPDel) werden mit Verweis auf den vorliegend verlangten Schlussbericht NDB die Aktivitä-
ten des NDB wie folgt beschrieben: "Laut dem [Schlussbericht NDB] beschaffte das Ressort Cyber 
ab dem Jahr 2015 Daten von Servern bei mehreren privaten Providern. Zu diesem Zweck wurden 
die gespeicherten Daten ab den betroffenen Server kopiert (Server-Abbilder) oder deren Daten-
verkehr (Inhalt und Randdaten) überwacht und erfasst. Dies erfolgte jeweils mit dem Einverständ-
nis oder der Mitwirkung der kooperativen Provider, aber ohne Wissen der Personen, welche diese 
Server gemietet hatten. […] Die wichtigsten Informationen dazu wurden aus dem Inhalt des Kom-
munikationsverkehrs der Server und aus den Server-Abbildern gewonnen."13 In ihrer Beurteilung 
führt die GPDel aus, dass, "[g]estützt auf das externe Rechtsgutachten und die Administrativun-
tersuchung erachtet es die GPDel als erwiesen, dass die Informationsbeschaffung durch Cyber 
NDB […] entgegen der gesetzlichen Vorgaben und damit unrechtmässig erfolgte." Der NDB führte 
demnach Informationsbeschaffungsmassnahmen ohne Einholen der erforderlichen Genehmigung 
durch.14 Dieses Vorgehen wurde auch in der Zusammenfassung des Schlussberichts NDB als 
rechtswidrig taxiert. 

Sofern der Schlussbericht NDB mit Blick auf die dargestellten Sachverhalte Ausführungen zu kon-
kreten Massnahmen der Informationsbeschaffung machen sollte, die über die bereits im Jahres-
bericht 2022 der GPK/GPDel öffentlich bekannt gemachten Massnahmen hinausgehen, so ist der 
Beauftragte der Ansicht, dass Art. 67 NDG, der den Zugang zu amtlichen Dokumenten aus-
schliesslich betreffend die Informationsbeschaffung nach dem NDG bzw. dessen 3. Kapitel vom 
Öffentlichkeitsgesetz ausnimmt, nicht in Bezug auf Informationsbeschaffungsmassnahmen gel-
tend gemacht werden kann, die nicht vom Gesetz legitimiert sind. Nach Ansicht des Beauftragten 
liegt demnach in Bezug auf den herausverlangten Schlussbericht NDB kein Anwendungsfall von 
Art. 67 NDG vor.  

34. Das von der Antragstellerin verlangte Rechtsgutachten wurde von einer Anwaltskanzlei im Auftrag 
des NDB zur Beurteilung der Rechtsmässigkeit der Informationsbeschaffung des Ressorts Cyber 
erstellt. Der NDB führt in seiner Stellungnahme an den Beauftragten aus, dass "das Rechtsgut-
achten auf bestimmte im Zusammenhang mit der Vorgehensweise stehenden Fragestellungen 
[antwortet] und […] die jeweilige Rechtmässigkeit aus[leuchtet]". 

35. Der NDB hat der Antragstellerin das Inhaltsverzeichnis des Rechtsgutachtens teilweise zugäng-
lich gemacht. Darin gibt Ziffer "3 Einordnung und Inhalt des vorliegenden Berichts" über die 
Schwerpunkte des Rechtsgutachtens Auskunft. Punkt 3.2 trägt denn den Titel "Fokus: Beurteilung 
der Rechtmässigkeit des Verwaltungshandelns". Damit ist davon auszugehen, dass sich das 
Rechtsgutachten derselben Thematik widmet wie der Schlussbericht NDB. Darüber hinaus the-
matisiert das Rechtsgutachten zwar die "Informationsbeschaffung im Zusammenhang mit Cy-
berangriffen" (Ziffer 4 des Rechtsgutachtens). Allerdings gibt das Inhaltsverzeichnis keine Hin-
weise darauf, dass das Gutachten konkrete Massnahmen zur Informationsbeschaffung behandelt 
oder Ausführungen diesbezüglich macht. Vielmehr ergibt sich aus dem Inhaltsverzeichnis eine 
Schwerpunktsetzung – wie für Rechtsgutachten üblich – hin zur Aufbereitung der rechtlichen 
Grundlagen sowie deren Analyse. Der NDB hat weder dargelegt, dass sich die Inhalte des Rechts-
gutachtens wesentlich von denjenigen des Schlussberichts NDB unterscheiden, noch hat er auf-
gezeigt, inwiefern die darin gemachten Ausführungen konkrete Massnahmen der Informationsbe-
schaffung gemäss 3. Kapitel NDG betreffen.  

Nach Ansicht des Beauftragten ist das verlangte Rechtsgutachten somit hinsichtlich der Anwen-
dung von Art. 67 NDG ebenso zu beurteilen wie der Schlussbericht NDB (s. Ziffer 33), d.h. es liegt 
in Bezug auf das herausverlangte Rechtsgutachten kein Anwendungsfall von Art. 4 BGÖ i.V.m. 
Art. 67 NDG vor.  

 
13  Jahresbericht 2022 der Geschäftsprüfungskommissionen und der Geschäftsprüfungsdelegation der eidgenössischen Räte vom 23. Ja-

nuar 2023, BBl 2023 579, Ziffer 5.8.2. 
14  S. auch: Der Bundesrat, Medienmitteilung vom 26. Januar 2022 – Administrativuntersuchung im Bereich Cyber des NDB; VBS, Medien-

mitteilung vom 12. Dezember 2022 – Resultat der Administrativuntersuchung im NDB liegt vor. 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-86915.html
https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-92154.html

 
 

 

7/10 

36. Aufgrund der Nichtanwendbarkeit von Art. 67 NDG muss nachfolgend geprüft werden, ob eine 
oder mehrere Ausnahmen nach Art. 7 oder 8 BGÖ vorliegen.  

37. Der Zugang zu amtlichen Dokumenten kann insbesondere aus einem der in Art. 7 Abs. 1 BGÖ 
genannten Gründe eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert werden. Nach der Rechtspre-
chung muss die aufgrund der Zugangsgewährung drohende Verletzung der jeweiligen öffentlichen 
oder privaten Interessen zwar nicht mit Sicherheit eintreten, jedoch darf eine Gefährdung auch 
nicht lediglich denkbar oder (entfernt) möglich erscheinen; zudem muss diese ernsthaft sein, wes-
halb eine bloss geringfügige oder unangenehme Konsequenz nicht als Beeinträchtigung gelten 
kann. Eine eigentliche Interessenabwägung ist nicht vorzunehmen. Vielmehr hat der Gesetzgeber 
diese bereits vorweggenommen, indem er in Art. 7 Abs. 1 BGÖ in abschliessender Weise die 
Gründe aufzählt, aus denen das Geheimhaltungs- das Transparenzinteresse überwiegen kann.15 
Liegt ein Ausnahmetatbestand nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ vor, darf der Zugang nicht ohne Weiteres 
verweigert werden, sondern es ist im Einzelfall zu prüfen, ob gegebenenfalls in Anwendung des 
Verhältnismässigkeitsprinzips (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV) ein eingeschränkter Zugang in Frage kommt, 
etwa durch Anonymisierung, Einschwärzen, Teilveröffentlichung oder zeitlichen Aufschub.16 

38. Der NDB führt in seiner Stellungnahme gegenüber der Antragstellerin (s. Ziffer 2) aus, dass die 
zielkonforme Durchführung bzw. freie Meinungs- und Willensbildung der zu dem Zeitpunkt noch 
angekündigten Administrativuntersuchung im Bereich Cyber des NDB nicht beeinträchtigt werden 
darf (Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BGÖ). Es gelte deren Berichterstattung abzuwarten. Gegenüber 
dem Beauftragten argumentiert der NDB zudem (s. Ziffer 5), dass "[d]ie freie Meinungs- und Wil-
lensbildung über die hier anfallenden Erkenntnisse […] mit einer Pressekampagne wesentlich be-
einträchtigt werden [könnten] (Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ)." Der NDB hat nach Abschluss der Admi-
nistrativuntersuchung und nach Durchführung der zweiten Schlichtungssitzung am 9. März 2023 
keine weitergehenden Begründungen bezüglich der Ausnahmebestimmungen Art. 7 Abs. 1 Bst. a 
und b BGÖ gemacht, weshalb der Beauftragte in seinen Ausführungen auf die vorgehend genann-
ten Stellungnahmen abstellt. Da der NDB die Argumentation für die beiden Ausnahmegründe 
Art. 7 Abs. 1 Bst. a und Bst. b BGÖ vermischt, prüft der Beauftragte im Folgenden deren Anwen-
dung separat.  

39. In Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ kann der Zugang zu amtlichen Dokumenten einge-
schränkt, aufgeschoben oder verweigert werden, wenn durch seine Gewährung die freie Mei-
nungs- und Willensbildung einer diesem Gesetz unterstellten Behörde, eines anderen legislativen 
oder administrativen Organes oder einer gerichtlichen Instanz wesentlich beeinträchtigt werden 
kann. Laut Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz soll der Schutz der freien Meinungs- und Willens-
bildung verhindern, dass die Verwaltung durch eine verfrühte Bekanntgabe von Informationen 
während eines Entscheidungsprozesses unter allzu starken Druck der Öffentlichkeit gerät, 
wodurch die Bildung einer eigenen Meinung und eines eigenen Willens verhindert werden könnte. 
Nach dem Wortlaut des Gesetzes muss der Zugang zu einem amtlichen Dokument zu einer we-
sentlichen Beeinträchtigung der Meinungs- und Willensbildung führen. Diese Bedingung ist nicht 
erfüllt, wenn z.B. die Veröffentlichung eines Dokuments das blosse Risiko beinhaltet, eine heftige 
öffentliche Auseinandersetzung zu provozieren. Nicht jede Verzögerung oder Erschwerung im 
Entscheidungsprozess, welche sich aus der öffentlichen Auseinandersetzung ergibt, ist automa-
tisch als wesentliche Beeinträchtigung der freien Meinungs- und Willensbildung einer Behörde zu 
betrachten.17 Zudem ist die Schwelle für das Ausmass der Beeinträchtigung bei Art. 7 Abs. 1 Bst. 
a BGÖ höher angesetzt als bei den übrigen Ausnahmebestimmungen und bedingt für eine Zu-
gangsbeschränkung eine wesentliche Beeinträchtigung.18 

40. Gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ wird der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, auf-
geschoben oder verweigert, wenn durch seine Gewährung die zielkonforme Durchführung kon-
kreter behördlicher Massnahmen beeinträchtig würde. Dieser Ausnahmegrund stellt sicher, dass 
Informationen geheim gehalten werden können, die der Vorbereitung konkreter behördlicher  

 
15  Urteil des BVGer A-2565/2020 vom 17. Januar 2022 E. 3.1. 
16  Urteil des BVGer A-2565/2020 vom 17. Januar 2022 E. 3.4. 
17  BBl 2003 2007. 
18  COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 7 Rz. 15. 

 
 

 

8/10 

Massnahmen dienen (z.B. Inspektionen oder Aufsichtsmassnahmen). Gemäss der Rechtspre-
chung des Bundesverwaltungsgerichts ist Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ auf einzelne, konkrete behörd-
liche Massnahmen zugeschnitten und es ist dabei zu verlangen, "dass im Zeitpunkt der Beurtei-
lung des Zugangsgesuchs die Durchführung einer (oder von einzelnen) klar definierten 
behördlichen Massnahmen beeinträchtigt zu werden droht."19 Die aufgrund der Zugangsgewäh-
rung drohende Verletzung der mit der behördlichen Massnahme verfolgten Ziele muss von einem 
gewissen Gewicht sein20 und die Geheimhaltung der Information muss Bedingung für den Erfolg 
der entsprechenden Massnahme bilden. Mit anderen Worten muss die Geheimhaltung dieser Vor-
kehrungen den Schlüssel zu ihrem Erfolg darstellen.21 Geschützt sind insbesondere die Inspekti-
onen, die Ermittlungen und die administrativen Überwachungen, mit denen sichergestellt werden 
soll, dass sich die Bürgerinnen und Bürger an das Gesetz halten.22 Nicht von Art. 7 Abs. 1 Bst. b 
BGÖ erfasst ist jedoch die allgemeine Aufgabenerfüllung oder Aufsichtstätigkeit einer Behörde 
insgesamt.  

41. Der NDB hat sich darauf beschränkt, die Anwendung der zwei oben genannten Ausnahmegründe 
(Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BGÖ) zum damaligen Zeitpunkt summarisch zu begründen, ohne jedoch 
deren Anwendung auf den konkreten Fall darzulegen. Die Behörde belegte somit nicht eingehen-
der, dass die verlangten Dokumente in direktem Zusammenhang mit einer laufenden Behörden-
untersuchung stehen und wie ihre Offenlegung die Untersuchung beeinträchtigen oder ihr Ergeb-
nis beeinflussen könnte. Darüber hinaus ist die Administrativuntersuchung inzwischen 
abgeschlossen (s. Ziffer 11). Es ist für den Beauftragten auch nicht erkennbar, inwiefern die ver-
langten Dokumente eine konkrete behördliche Massnahme des NDB (z.B. im Tätigkeitsbereich 
Cyber) vorbereiten bzw. wie die zielkonforme Durchführung durch die Zugangsgewährung beein-
trächtigt würde. Da die Behörde, die die Beweislast trägt, die Anwendung der Ausnahmetatbe-
stände bislang nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten ausreichenden Begründungs-
dichte nachgewiesen hat und da die Administrativuntersuchung nun beendet ist,23 erachtet der 
Beauftragte die Tatbestände von Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BGÖ als nicht nachgewiesen.  

42. Letztendlich begründet der NDB in seiner Stellungnahme an den Beauftragten die Verweigerung 
des Zugangs mit einer Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 
Bst. c BGÖ). Der NDB hält dazu fest, dass "das Zugangsgesuch auch wegen einer Gefährdung 
der inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz abzuweisen [wäre]. Dies weil im Falle einer 
Zugangsgewährung direkte Rückschlüsse auf das operative Vorgehen bzw. die Arbeitsweise des 
NDB möglich wären und gleich noch allfällige Schwachstellen offengelegt würden."  

43. Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ ist der Zugang zu amtlichen Dokumenten einzuschränken, aufzu-
schieben oder zu verweigern, wenn durch seine Gewährung die innere oder äussere Sicherheit 
der Schweiz gefährdet werden kann. Gemäss der Botschaft24 zum Öffentlichkeitsgesetz betrifft 
diese Ausnahmebestimmung in erster Linie die Tätigkeit des Polizei-, Zoll-, Nachrichten- und Mi-
litärwesens und bezweckt die Geheimhaltung von Massnahmen zum Erhalt der Handlungsfähig-
keit der Regierung in ausserordentlichen Lagen, zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Landes-
versorgung, Informationen über technische Einzelheiten oder den Unterhalt von Rüstungsgütern 
oder Informationen, deren Zugänglichmachung zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit wichtiger 
Infrastrukturen oder gefährdeter Personen führen würde. Dabei ist nach der Rechtsprechung25 
nicht die Abgrenzung nach den tätigen Behörden massgeblich, sondern die Abgrenzung von ge-
fährdeten Interessen und Rechtsgütern. Sicherheit ist hierbei sowohl als Unverletzlichkeit der 
Rechtsgüter der Einzelnen wie auch des Staates und seiner Einrichtungen sowie der Rechtsord-
nung insgesamt zu verstehen. Die innere und äussere Sicherheit der Schweiz kann durch Angriffe 
und Bedrohungen wie Kriminalität im Allgemeinen, Extremismus und Terrorismus sowie militäri-
sche und nachrichtendienstliche Aktivitäten gefährdet sein. Von der Bestimmung erfasst wird 

 
19  Urteil des BVGer A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 6.1. 
20  BGE 144 II 77 E. 4.3. 
21  Urteile des BVGer A-3443/2010 vom 18. Oktober 2010 E. 5.2; A-700/2015 vom 26. Mai 2015 E. 5.1. 
22  Urteile des BVGer A-2373/2022 vom 30. Juni 2023 E. 4.4.1 f.; A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 6.1; A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 

6.1; A-683/2016 vom 20. Oktober 2016 E. 5.4.2. 
23  VBS, Medienmitteilung vom 12. Dezember 2022 –Resultat der Administrativuntersuchung im NDB liegt vor. 
24  BBl 2003 2009. 
25  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H. 

https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-92154.html

 
 

 

9/10 

ebenfalls der Schutz von sicherheitsrelevanten Informationen im Zusammenhang mit kritischen 
Infrastrukturen der Landesversorgung wie informations-, kommunikations- und energietechni-
schen Einrichtungen. Allerdings muss nach der Rechtsprechung26 selbst bei legitimen Sicher-
heitszwecken sorgfältig geprüft werden, ob die Offenlegung der verlangten Dokumente die öffent-
liche Sicherheit ernsthaft gefährden könnte. Als Leitlinie der Prüfung dient dabei das Kriterium, 
wie weit es verantwortbar ist, dass über die Bekanntgabe von Informationen, die danach auch der 
gesamten Öffentlichkeit offen stünden, Zugang zu Wissen besteht, das sich in unerwünschter 
bzw. für die innere Sicherheit der Schweiz nachteiliger Weise nutzen liesse. 

44. Der NDB begründet seine Zugangsverweigerung nach Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ mit generell abs-
trakten Gefährdungssituationen und Risiken, und bezog sie nicht auf konkrete bestimmte Sachla-
gen. Diese Ausführungen sind mit Blick auf die von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen 
an die Begründungsdichte einer Zugangsverweigerung bis anhin zu allgemein und zu pauschal, 
um eine Gefährdung der inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz hinreichend zu begrün-
den. Der NDB differenziert in seinen Ausführungen zu Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ nicht zwischen 
der Zugänglichmachung des Schlussberichts NDB und derjenigen des Rechtsgutachtens. 

In Bezug auf die verlangten Dokumente ist folgendes festzuhalten:  

- Das Rechtsgutachten vom 29. November 2021 stellt die rechtlichen Grundlagen der Informa-
tionsbeschaffung, Aufbewahrung und Weitergabe von Informationen dar und bereitet deren 
Anwendungsbereich auf (s. Ziffer 35). Nach Ansicht des Beauftragten konnte der NDB bis an-
hin die Anwendbarkeit des Ausnahmegrundes von Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ auf dieses Doku-
ment nicht überzeugend darlegen.   

- Der Schlussbericht NDB überprüft konkrete Verwaltungsvorgänge beim NDB und wertet die-
ses aus (s. Ziffer 32 f.). Der Beauftragte kann indes nicht ausschliessen, dass einzelne in dem 
verlangten Dokument enthaltene Informationen die innere oder äussere Sicherheit der 
Schweiz beeinträchtigen könnten. Diese Informationen müssen vom NDB identifiziert und das 
verlangte Dokument unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 
BV) geschwärzt werden.27  

45. Zusammenfassend kommt der Beauftragte zu folgendem Ergebnis: Es liegt keine Spezialbestim-
mung im Sinne von Art. 4 BGÖ vor, die der Anwendung des Öffentlichkeitsgesetzes entgegen-
steht. Der NDB vermochte bis anhin das Vorliegen der Ausnahmebestimmung gemäss Art. 7 
Abs. 1 Bst. a und b BGÖ nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte 
darzulegen. Schliesslich hat der NDB bis anhin nicht hinreichend dargetan, dass die Bekanntgabe 
des Rechtsgutachtens und des Schlussberichts NDB die interne oder äussere Sicherheit i.S.v. 
Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ beeinträchtigen könnte. Hingegen kann der Beauftragte nicht aus-
schliesslich, dass der Schlussbericht NDB entsprechende Informationen enthalten könnte. Diese 
sind vom NDB zu identifizieren und zu schwärzen. Abschliessend ist anzumerken, dass es dem 
NDB unbenommen bleibt, im Rahmen eines allenfalls auf die Empfehlung folgenden Verfügungs-
verfahrens namentlich die Wirksamkeit der Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ 
mit der von der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte aufzuzeigen. 

III Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlich-
keitsbeauftragte:  

47. Der Nachrichtendienst des Bundes NDB identifiziert, ob Passagen des Schlussberichts NDB unter 
die Ausnahme von Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ fallen, und schwärzt sie ggf. unter Berücksichtigung 
des Verhältnismässigkeitsprinzips.  

48. Der Nachrichtendienst des Bundes NDB gewährt Zugang zu den übrigen Inhalten des Schluss-
berichts NDB sowie zum Rechtsgutachten, da das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes bis 
anhin nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte aufgezeigt wurde. 

 
26  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H. 
27  BGE 133 II 209 E. 2.3.3. 

 
 

 

10/10 

49. Die Antragstellerin kann innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung beim NDB den 
Erlass einer Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (Verwal-
tungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) verlangen, wenn sie mit der Empfehlung nicht ein-
verstanden ist (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

50. Der NDB erlässt eine Verfügung, wenn es mit der Empfehlung nicht einverstanden ist (Art. 15 
Abs. 2 BGÖ). 

51. Der NDB erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser Empfehlung oder nach Ein-
gang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung (Art. 15 Abs. 3 BGÖ). 

52. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am Schlichtungsver-
fahren Beteiligten wird der Name der Antragstellerin anonymisiert (Art. 13 Abs. 3 VBGÖ). 

53. Die Empfehlung wird eröffnet: 

- Einschreiben mit Rückschein (R)  
X.__ (Antragstellerin) 

 

- Einschreiben mit Rückschein (R)  
Nachrichtendienst des Bundes 
Papiermühlestrasse 20 
3003 Bern  

54. Eine Kopie dieser Empfehlung geht an: 

- Generalsekretariat VBS  
Bundeshaus Ost 
CH-3003 Bern 

 
 

  

Reto Ammann 
Leiter Direktionsbereich 
Öffentlichkeitsprinzip 

Lena Hehemann 
Juristin Direktionsbereich 
Öffentlichkeitsprinzip 

 
 

 

	I Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte:
	53. Die Empfehlung wird eröffnet:
	- Einschreiben mit Rückschein (R)  X.__ (Antragstellerin)
	- Einschreiben mit Rückschein (R)  Nachrichtendienst des Bundes
	54. Eine Kopie dieser Empfehlung geht an:
	- Generalsekretariat VBS  Bundeshaus Ost CH-3003 Bern