# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a743c19-40cf-5d38-a67b-5fd8de3285d4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.11.2025 D-8550/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8550-2025_2025-11-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8550/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Kaspar Gerber;   

Gerichtsschreiberin Sandra Bisig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

B._______, geboren am (...), 

beide Afghanistan,   

beide vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

substituiert durch MLaw Michael Meyer, AsyLex,  

(...),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 31. Oktober 2025 / N (...). 

 

 

 

D-8550/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden suchten am 1. August 2025 in der Schweiz um 

Asyl nach. Die Beschwerdeführerin legte dem SEM dabei einen Ausweis 

zur Aufenthaltsgestattung in Deutschland vor. 

B.  

B.a Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der «Eu-

rodac»-Datenbank durch das SEM ergab, dass er am 2. November 2023 

in Griechenland um Asyl nachgesucht hatte und ihm dort am (...) 2023 

Schutz gewährt worden war. Ein weiteres Asylgesuch stellte er am 18. April 

2024 in Deutschland. 

B.b Betreffend die Beschwerdeführerin ergab ein solcher Abgleich, dass 

sie am 13. März 2024 in Griechenland um Asyl nachgesucht hatte und ihr 

dort am (...) 2024 Schutz gewährt worden war. Am 5. Juli 2024 stellte auch 

sie ein zusätzliches Asylgesuch in Deutschland. 

C.  

C.a Am 18. August 2025 fanden die sogenannten Dublin-Gespräche statt, 

anlässlich welcher die Beschwerdeführenden mit ihren Treffern in der «Eu-

rodac»-Datenbank konfrontiert wurden. Zudem wurde ihnen das rechtliche 

Gehör namentlich zu allfälligen gesundheitlichen Beschwerden gewährt. 

Die Beschwerdeführenden bestätigten dabei (implizit) ihre Treffer in der 

«Eurodac»-Datenbank und erklärten im Wesentlichen, die Beschwerdefüh-

rerin sei mit ihrer Familie als Minderjährige nach Griechenland und weiter 

nach Deutschland gereist. Dort hätten sie und der Beschwerdeführer ge-

heiratet. Er habe in Deutschland einen negativen Asylentscheid erhalten 

und ihm sei mitgeteilt worden, dass er Deutschland verlassen müsse. Da-

her respektive weil er krank gewesen sei und in Deutschland nicht (mehr) 

zu einem Arzt habe gehen dürfen, seien sie zusammen in die Schweiz ge-

kommen. Im Falle unterschiedlicher Zuständigkeiten wünsche die Be-

schwerdeführerin beim Beschwerdeführer zu bleiben. Die Zustände in 

Griechenland seien jedoch überhaupt nicht gut. Man erhalte dort keine 

Möglichkeiten zu lernen, keine Arbeit, kein Geld und auch keine Wohnung. 

Ausserdem habe ihr Bruder in Griechenland einen Streit gehabt und sie sei 

sich nicht sicher, ob ihr in Griechenland keine Gefahr drohe. Weitergehend 

wird auf die Protokolle in den Akten verwiesen. 

D-8550/2025 

Seite 3 

Zum Nachweis ihrer Ehe reichten die Beschwerdeführenden eine durch 

das afghanische Generalkonsulat in C._______ ausgestellte Heiratsbe-

scheinigung (in Kopie) zu den vorinstanzlichen Akten. 

C.b Zu allfälligen gesundheitlichen Beschwerden brachte die Beschwerde-

führerin vor, sie leide aufgrund ihrer Schwangerschaft, zu welcher sie dem 

SEM Unterlagen abgab, an Übelkeit und Schwindel. 

Der Beschwerdeführer gab zu seinem Gesundheitszustand an, es gehe 

ihm überhaupt nicht gut. Er sei oft krank und gestresst. Er leide unter Ge-

dankenkreisen sowie nächtlichem Zähneknirschen. Hierzu reichte er ein 

"Medizinisches Datenblatt für interne Arztbesuche im D._______" und eine 

Fotografie eines ärztlichen Schreibens aus Deutschland mit der (Ver-

dachts-)Diagnose «Posttraumatische Belastungsstörung» zu den vorin-

stanzlichen Akten. 

D.  

Am 27. August 2025 lehnten die deutschen Behörden die vom SEM am 

25. August 2025 gestellten Ersuchen um Wiederaufnahme der Beschwer-

deführenden ab. Zur Begründung führten sie an, die Beschwerdeführen-

den hätten in Griechenland als Flüchtlinge Schutz erhalten. 

E.  

E.a Mit Schreiben vom 1. September 2025 bat das SEM die Beschwerde-

führenden um Beantwortung mehrerer Fragen im Zusammenhang mit ih-

rem Aufenthalt in Griechenland und gewährte ihnen das rechtliche Gehör 

zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid und einer Wegweisung nach 

Griechenland.  

E.b In ihrer schriftlichen Stellungnahme vom 4. September 2025 machten 

sie – handelnd durch ihre (vormalige) zugewiesene Rechtsvertretung – im 

Wesentlichen geltend, die Familie der Beschwerdeführerin habe unmittel-

bar nach Erhalt der Dokumente beschlossen, Griechenland zu verlassen 

und nach Deutschland zu reisen, weshalb die vom SEM gestellten Fragen 

nur vom Beschwerdeführer beantwortet würden. Dieser habe nach seiner 

Registrierung und nachdem er darüber informiert worden sei, dass er einen 

Schutztitel erhalte, ein Ticket für die Reise von Lesbos nach Athen erhal-

ten. Ab diesem Zeitpunkt sei er auf sich allein gestellt gewesen und habe 

keinerlei staatliche Unterstützung erhalten. Er habe draussen – in einem 

Park oder unter einer Brücke – übernachten müssen. Am Rande des Parks 

habe es gelegentlich ein Zelt gegeben, in welchem Essen verteilt worden 

D-8550/2025 

Seite 4 

sei. So habe er sporadisch etwas Nahrung bekommen. In Athen habe er 

sich vergeblich bei verschiedenen Stellen (z.B. Caritas) gemeldet, um Hilfe 

zu erhalten. Selbst nachdem er seine Schutzkarte erhalten habe und trotz 

ständiger intensiver Bemühungen seinerseits, sei es ihm nicht möglich ge-

wesen, eine Anstellung (unter anderem bei diversen afghanischen Läden, 

bei Baustellen und bei einer Firma) zu finden. Er sei weder über das Integ-

rationsprojekt Helios+ informiert worden, noch über die Möglichkeit, Kon-

takt mit einem griechischen Migrant Integration Center aufzunehmen, um 

Unterstützung zur Beantragung von Sozialleistungen zu erhalten. Zudem 

habe er aufgrund fehlender Sprachkenntnisse nicht die Möglichkeit gehabt, 

seine Anliegen irgendwo zu äussern. Auch habe er in Griechen-

land – selbst auf mehrmalige Nachfrage hin – keine medizinische Hilfe er-

halten, obwohl er schwerstkrank gewesen sei. Er habe unter anderem Alb-

träume gehabt und sei jede Nacht schreiend aufgewacht. Er sei schliess-

lich in dem Zelt, in welchem er sich gelegentlich habe verpflegen können, 

vor körperlicher Erschöpfung und Krankheit zusammengebrochen. Darauf-

hin habe man ihn zwar in eine Klinik gebracht, ihm jedoch lediglich ein Me-

dikament verabreicht und ihn bereits am nächsten Tag wieder auf die Stras-

se entlassen. In seiner Notlage habe er sich entschlossen, nach Deutsch-

land zu reisen, um dort Sicherheit zu suchen. Weiter spreche der Umstand, 

dass er bald Vater werde, gegen eine Wegweisung nach Griechenland. Mit 

einem Säugling würden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut auf der 

Strasse landen und in eine akute Notlage geraten. So habe er in Griechen-

land auch viele Familien mit kleinen Kindern gesehen, die keine Hilfe er-

halten hätten. Die Rechtsvertretung ergänzte insbesondere, dass es sich 

vorliegend zwar nicht um eine Familie mit Kindern handle, die Beschwer-

deführerin jedoch aufgrund ihrer Schwangerschaft als besonders vulnera-

bel einzustufen sei. Weitergehend wird auf die Eingabe in den Akten und 

die nachfolgenden Erwägungen verwiesen. 

F.  

Am 19. September 2025 stimmten die griechischen Behörden dem auf die 

Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mit-

gliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger und 

auf das Abkommen zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der 

Regierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Per-

sonen mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) gestützten Ersuchen 

des SEM vom 2. September 2025 um Rückübernahme der Beschwerde-

führenden zu. Sie teilten dem SEM mit, dass die Beschwerdeführenden in 

D-8550/2025 

Seite 5 

Griechenland über den Flüchtlingsstatus und bis zum (...) 2026 respektive 

(...) 2027 gültige Aufenthaltsbewilligungen verfügen. 

G.  

Mit E-Mail vom 23. Oktober 2025 teilte der zuständige Gesundheitsdienst 

dem SEM – auf entsprechende E-Mailanfrage hin und unter Beilage medi-

zinischer Unterlagen – im Wesentlichen mit, die Beschwerdeführerin sei in 

der (...). Schwangerschaftswoche und sei (zuletzt) am 16. Oktober 2025 

notfallmässig in der Frauenklinik gewesen. Sie erhalte unterstützende Me-

dikamente und es gehe ihr gut. Der Beschwerdeführer hole einmal am Tag 

eine Unruhereserve (Prazine) ab und habe Mirtazapin zur Nacht. Ausser-

dem sei er einmal wegen Zahnbeschwerden und Ohrenschmerzen vorstel-

lig geworden.  

H.  

Am 30. Oktober 2025 nahmen die Beschwerdeführenden – handelnd 

durch ihre (vormalige) zugewiesene Rechtsvertretung – zum Entscheident-

wurf des SEM Stellung.  

I.  

Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 31. Oktober 2025 trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf die Asyl-

gesuche der Beschwerdeführenden nicht ein und ordnete die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug an. 

J.  

Mit Schreiben ebenfalls vom 31. Oktober 2025 zeigte die zugewiesene 

Rechtsvertretung dem SEM die Niederlegung des Mandats an. 

K.  

Mit elektronischer Eingabe vom 7. November 2025 erhoben die Beschwer-

deführenden – handelnd durch den rubrizierte Rechtsvertreter – Beschwer-

de gegen die vorgenannte Verfügung des SEM. Sie beantragten dabei in 

materieller Hinsicht, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich aufzu-

heben und das SEM sei anzuweisen, auf ihre Asylgesuche einzutreten, 

eventualiter sei ihnen die vorläufige Aufnahme zu gewähren, subeventua-

liter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

subsubeventualiter seien spezifische Garantien von den griechischen Be-

hörden einzuholen, um eine adäquate Unterbringung und medizinische 

Versorgung bei einer Rückkehr sicherzustellen. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

D-8550/2025 

Seite 6 

(inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses) und um 

Einsetzung des Unterzeichnenden als amtliche Rechtsvertretung. Weiter 

sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren und die kan-

tonalen Behörden seien entsprechend anzuweisen. Die Aussetzung des 

Wegweisungsvollzugs sei dabei superprovisorisch zu verfügen. 

Mit der Beschwerde wurden – neben einer Kopie der angefochtenen Ver-

fügung und von Vollmachten – Kopien von mehreren bereits in den vorin-

stanzlichen Akten liegenden medizinischen Unterlagen eingereicht. 

L.  

Die vorinstanzlichen Akten liegen dem Bundesverwaltungsgericht seit dem 

10. November 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung – einzutreten. 

1.4 Der vorliegenden Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschie-

bende Wirkung zu und das SEM hat diese auch nicht entzogen (vgl. Art. 42 

AsylG sowie Art. 55 Abs. 1 und 2 VwVG). Auf die Anträge, es sei der 

D-8550/2025 

Seite 7 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren (inklusive entspre-

chende Anweisung an die kantonalen Behörden) und die Aussetzung des 

Wegweisungsvollzugs sei superprovisorisch zu verfügen, ist daher nicht 

einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Vorab ist auf die formellen Rügen der unrichtigen beziehungsweise un-

vollständigen Sachverhaltsfeststellung einzugehen, da sie allenfalls geeig-

net wären, eine Kassation der angefochtenen Verfügung zu bewirken. 

4.2  

4.2.1 Die Beschwerdeführenden rügen konkret, dass das SEM keine wei-

teren Abklärungen bezüglich des gegenwärtigen Gesundheitszustands der 

Beschwerdeführerin und des (zeitnahen) Zugangs zu einer entsprechen-

den medizinischen Behandlung in Griechenland vorgenommen hat. 

4.2.2 Hierzu ist festzuhalten, dass das SEM vor Erlass der Verfügung die 

massgeblichen Unterlagen und Informationen beim zuständigen Gesund-

heitsdienst eingefordert und diese erhalten hat (vgl. Bst. G. vorstehend). 

Aufgrund der vorliegenden Akten ist nicht ersichtlich, inwiefern es weitere 

Abklärungen im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Situation der 

Beschwerdeführerin hätten vornehmen sollen. Die entsprechenden Aus-

führungen in der Beschwerde zielen bereits deshalb ins Leere, weil darin 

von einer (manifestierten) Präeklampsie bei der Beschwerdeführerin aus-

gegangen wird, bei ihr jedoch gemäss den vorliegenden Akten nur ein er-

höhtes Risiko einer solchen besteht (vgl. Akten SEM (...)-53/2 und  

-54/2).  

D-8550/2025 

Seite 8 

4.3  

4.3.1 Des Weiteren bemängeln die Beschwerdeführenden, dass das SEM 

mangels Durchführung einer persönlichen Anhörung den Sachverhalt ins-

besondere auch zu den Ereignissen in Griechenland nicht vollständig fest-

gestellt hat. 

4.3.2 Dem ist entgegenzuhalten, dass eine Befragung respektive Anhö-

rung vor der Fällung von Nichteintretensentscheiden nicht vorgesehen ist 

und die Beschwerdeführenden im vorinstanzlichen Verfahren ausreichend 

Gelegenheit hatten, sich schriftlich zu ihrem Aufenthalt in Griechenland und 

den Gründen, die ihrer Ansicht nach gegen eine Wegweisung dorthin spre-

chen, zu äussern (vgl. Bstn. E. und H. vorstehend). Es ist daher – sowie 

unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführenden – auch 

diesbezüglich von einem vollständig erstellten rechtserheblichen Sachver-

halt auszugehen. 

4.4 Nach dem Gesagten besteht – auch im Hinblick auf das in den Be-

schwerdeziffern 43 ff. Ausgeführte (vgl. dazu auch E. 8.2.3 nachste-

hend) – kein Grund, die angefochtene Verfügung aus formellen Gründen 

aufzuheben. Das Subeventualbegehren ist abzuweisen. 

5.  

Nach dem in E. 4.3.2 vorstehend Ausgeführten besteht auch keine Veran-

lassung, im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine mündliche Verhand-

lung durchzuführen respektive die Beschwerdeführenden einzuverneh-

men. Der in der Beschwerdebegründung gestellte entsprechende Antrag 

(vgl. Beschwerdeziffer 59) ist daher ebenfalls abzuweisen. 

6.  

6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der 

Regel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach 

Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren 

kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten hat. 

6.2 Griechenland ist ein EU-Mitgliedstaat und gilt als sicherer Drittstaat im 

Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG (vgl. den – bisher nicht revidierten – 

Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). Den vorinstanzli-

chen Akten ist sodann zu entnehmen, dass die Beschwerdeführenden in 

Griechenland als Flüchtlinge anerkannt wurden und die griechischen Be-

hörden ihrer Rückübernahme ausdrücklich zugestimmt haben.  

D-8550/2025 

Seite 9 

6.3 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht einge-

treten. Daran vermögen die Ausführungen in der Beschwerde zum Haupt-

antrag nichts zu ändern, wobei diesbezüglich auf die nachstehenden Er-

wägungen zur Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

zu verweisen ist. 

7.   

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) ei-

ner Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Her-

kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

8.2.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz, auf deren Ausführungen 

grundsätzlich verwiesen werden kann, und entgegen der Auffassung der 

D-8550/2025 

Seite 10 

Beschwerdeführenden erweist sich der Vollzug der Wegweisung nach 

Griechenland in Beachtung der genannten völker- und landesrechtlichen 

Bestimmung als zulässig. Bei Griechenland handelt es sich um einen si-

cheren Drittstaat, in welchem die Beschwerdeführenden Schutz vor Rück-

schiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finden. Das Land ist sodann 

Signatarstaat der EMRK, der FoK und der FK sowie des Zusatzprotokolls 

der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbe-

züglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar an-

erkennt das Bundesverwaltungsgericht, dass die Lebensbedingungen in 

Griechenland für dort anerkannte Schutzberechtigte in fast allen Bereichen 

des täglichen Lebens schwierig sind und sich die Alltagsbewältigung be-

schwerlich gestaltet. Gemäss koordinierter Praxis ist aber nicht von einer 

Situation auszugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine unange-

messene und erniedrigende Behandlung im Sinne einer Verletzung von 

Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. Referenzurteile des BVGer E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.2 und D-2590/2025 vom 11. Sep-

tember 2025 E. 8 f.). Die von den Beschwerdeführenden auf Beschwerde-

ebene angerufenen Quellen und die sonstigen Beschwerdevorbringen ver-

mögen nichts an dieser Einschätzung zu ändern. 

8.2.3 Hinsichtlich der gerügten Verletzung der Bestimmungen des Über-

einkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau 

(CEDAW; SR 0.108) ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin daraus 

nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Abgesehen davon, dass die ent-

sprechenden Beschwerdevorbringen nicht sie zu betreffen scheinen (es 

wird eine psychisch schwer angeschlagene Mutter von zwei Kindern res-

pektive eine vormals alleine in Obdachlosigkeit lebende Frau erwähnt), ist 

darauf hinzuweisen, dass die Normen des Übereinkommens zwar für die 

völkerrechtskonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts von Bedeu-

tung sind (vgl. BGE 137 I 305 E. 3.2), sich jedoch in erster Linie an die 

Legislative, die Politik und die Gesellschaft richten (vgl. statt vieler Urteil 

des BVGer E-4202/2024 vom 18. Juli 2024 E. 8.2.4 m.w.H.). 

8.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach als zulässig zu qualifizie-

ren. 

8.3  

8.3.1  

8.3.1.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen 

und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie aufgrund von Situationen wie 

Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret 

D-8550/2025 

Seite 11 

gefährdet sind. Beim Vollzug von Wegweisungen in Mitgliedstaaten der EU 

besteht eine gesetzliche Vermutung der Zumutbarkeit (Art. 83 Abs. 5 AIG). 

Diese Legalvermutung gilt mit Bezug auf Griechenland grundsätzlich auch 

für vulnerable Personen wie zum Beispiel Schwangere oder Personen, 

welche an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegen-

de Erkrankung einzustufen sind. Hingegen erachtet das Gericht den Voll-

zug der Wegweisung von äussert vulnerablen schutzberechtigten Perso-

nen grundsätzlich als unzumutbar, ausser, es bestünden besonders be-

günstigende Umstände, aufgrund derer ausnahmsweise vom Gegenteil 

ausgegangen werden kann (vgl. zum Ganzen das zitierte Referenzurteil  

E-3427/2021, E-3431/2021 E. 11.5.1 und E. 11.5.3). 

Wird im konkreten Einzelfall festgestellt, dass die Legalvermutung der Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs besteht, so hat die betroffene Per-

son die Möglichkeit, diese umzustossen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte 

Anhaltpunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland aufgrund von 

individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art 

in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. a.a.O. E. 11.4). 

8.3.1.2 Sind Familien mit Kindern betroffen – welche auch als vulnerable 

Personen bezeichnet werden können –, erachtet das Bundesverwaltungs-

gericht den Vollzug der Wegweisung als zumutbar, falls günstige Voraus-

setzungen oder Umstände vorliegen. In jedem Fall sind im Rahmen der 

Abwägung sämtliche konkreten Umstände des Einzelfalls zu berücksichti-

gen, wie Alter, Gesundheitszustand, Ausbildung, Fremdsprachenkenntnis-

se und Berufserfahrung der Betroffenen, aber auch ob und inwieweit sie 

eigene, ihnen zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungsweise 

bereits versucht haben, in Griechenland Hilfe in Anspruch zu nehmen 

(vgl. a.a.O. E. 11.5.2).  

Diese Rechtsprechung hat das Bundesverwaltungsgericht jüngst in seinem 

Referenzurteil D-2590/2025 vom 11. September 2025 präzisiert. Dabei hat 

es festgehalten, dass die Situation für Familien mit Kindern, die in Grie-

chenland internationalen Schutz erhalten haben, nach wie vor schwierig 

sei und diesem Umstand bei der Prüfung der Frage, ob im konkreten Ein-

zelfall die Vermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs umge-

stossen wird, Rechnung zu tragen sei. Allerdings könne und dürfe auch 

von in Griechenland schutzberechtigten Familien erwartet werden, dass 

sie konkrete Anstrengungen unternehmen würden, um sich in der Aufnah-

megesellschaft zu integrieren und sich bei Bedarf an staatliche Einrichtun-

gen oder karitative Organisationen zu wenden. Einzig der Verweis auf 

D-8550/2025 

Seite 12 

schwierige Aufnahme- und Lebensbedingungen genüge nicht, um den 

Wegweisungsvollzug unzulässig oder unzumutbar erscheinen zu lassen. 

Nur wenn es den Familienmitgliedern trotz glaubhafter, konkreter Anstren-

gungen und unter Ausschöpfung der vorhandenen Ressourcen nicht ge-

lungen sei, in Griechenland eine Existenzgrundlage im Sinne von Art. 83 

Abs. 4 AIG aufzubauen, könne von der Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs gesprochen werden (vgl. a.a.O. E. 9.8). 

8.3.2  

8.3.2.1 Die Beschwerdeführenden haben weder mit ihren Ausführungen im 

vorinstanzlichen Verfahren noch mit ihren Beschwerdevorbringen, die teil-

weise nicht sie zu betreffen scheinen, ernsthafte Anhaltspunkte dafür vor-

gebracht, dass sie bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine existen-

zielle Notlage geraten würden. Auch wenn die Situation für anerkannte 

Flüchtlinge in Griechenland schwierig ist, erscheinen die Herausforderun-

gen im Alltag, mit denen die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr 

konfrontiert sein dürften, bei zumutbarer Eigeninitiative nicht unüberwind-

bar. Aufgrund ihres Schutzstatus haben sie in Griechenland grundsätzlich 

Zugang zu Sozialleistungen, zum griechischen Arbeitsmarkt und zur Ge-

sundheitsversorgung. Sie können sich – wie bereits in der angefochtenen 

Verfügung festgehalten – als anerkannte Flüchtlinge auf die Qualifikations-

richtlinie berufen. Es ist ihnen zuzumuten, sich an die entsprechenden Stel-

len oder an karitative Organisationen zu wenden (für einen Überblick über 

die derzeit bestehenden Angebote und zu Internetseiten, die auch Anga-

ben in Farsi enthalten, siehe das Referenzurteil D-2590/2025 E. 9) und im 

Bedarfsfall ihre Rechte auf dem Rechtsweg durchzusetzen. Aus den Akten 

und insbesondere der Stellungnahme zum rechtlichen Gehör vom 4. Sep-

tember 2025 geht nicht hervor, dass sie sich in Griechenland nach der 

Schutzgewährung hinreichend um staatliche oder karikative Unterstützung 

zwecks Integrierung bemüht hätten. Die (unsubstanziierten) Vorbringen 

zur (angeblichen) Obdachlosigkeit des Beschwerdeführers sowie zu sei-

nen vergeblichen Versuchen, bei verschiedenen Stellen Hilfe zu erhalten, 

reichen hierfür nicht aus. Ausserdem begaben sich die Beschwerdeführen-

den nur wenige Monate nach Gewährung des Schutzstatus beziehungs-

weise höchstens einige Wochen nach Erhalt des griechischen Flüchtlings-

ausweises ausser Landes, was ebenfalls dafür spricht, dass sie nicht alles 

ihnen Zumutbare unternommen haben, um die benötigte Unterstützung 

(auch im Hinblick auf die Integrierung in den Arbeitsmarkt) zu erhalten. Da-

bei ist irrelevant, dass die Beschwerdeführerin – wie in der Stellungnahme 

vom 4. September 2025 angeführt – zum Zeitpunkt ihres Aufenthalts in 

Griechenland noch minderjährig war. 

D-8550/2025 

Seite 13 

8.3.2.2 Die aktenkundigen psychischen Beschwerden sowie allfällige wei-

tere gesundheitliche Probleme des Beschwerdeführers (vgl. Bstn. C.b und 

G. vorstehend) stehen einem Vollzug der Wegweisung nach Griechenland 

nicht entgegen. Der Beschwerdeführer gehört deswegen nicht zu den äus-

serst vulnerablen Personen, die an schweren Krankheiten leiden, bei de-

nen der Vollzug der Wegweisung im Sinne Rechtsprechung nur bei Vorlie-

gen besonders günstiger Umstände zumutbar ist. Eine (Weiter-)Behand-

lung ist ebenso in Griechenland möglich (vgl. dazu einlässlich das Refe-

renzurteil D-2590/2025 E. 9.7). Es bestehen – unter Berücksichtigung der 

Ausführungen in der Stellungnahme vom 4. September 2025 – keine hin-

reichenden Anhaltspunkte dafür, dass ihm eine notwendige medizinische 

Behandlung in Griechenland nicht zugänglich sein wird. Das Gleiche gilt – 

unter Hinweis auf E. 8.3.1.1 vorstehend und unter Berücksichtigung der in 

den Akten liegenden ärztlichen Berichte (vgl. Akten SEM (...)-52/2,  

-53/2, -54/2) sowie der Auskunft des zuständigen Gesundheitsdienstes 

(vgl. Bst. G. vorstehend) – für die Beschwerdeführerin, auch wenn bei ihr 

namentlich ein erhöhtes Risiko einer Präeklampsie besteht. 

8.3.2.3 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass eine allfällige Ge-

fährdung durch Dritte in Griechenland (vgl. entsprechendes Vorbringen der 

Beschwerdeführerin während des Dublin-Gesprächs; Bst. C.a vorstehend) 

einem Wegweisungsvollzug nicht entgegensteht, da Griechenland ein 

Rechtsstaat mit einer funktionierenden Polizeibehörde ist, von dessen 

Schutzwille und -fähigkeit bezüglich Übergriffen vonseiten Dritter auszuge-

hen ist (vgl. etwa Urteil des BVGer D-3846/2024 vom 26. Juni 2024 E. 8.4 

m.w.H.).  

8.3.2.4 Die Beschwerdeführenden vermögen nach dem Gesagten die Ver-

mutung, der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland sei auch in ihrem 

Fall zumutbar, nicht umzustossen. Es ist nicht davon auszugehen, dass sie 

bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine existenzbedrohende Situa-

tion geraten würden. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit als 

zumutbar. 

8.3.2.5 Bei dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung indivi-

dueller Zusicherungen seitens der griechischen Behörden betreffend den 

Zugang zu einer angebrachten Unterbringung und medizinischer Versor-

gung. Das entsprechende (Subsubeventual-)Begehren ist demnach eben-

falls abzuweisen. 

D-8550/2025 

Seite 14 

8.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich nach Art. 83 Abs. 2 AIG 

möglich, da die griechischen Behörden einer Rückübernahme der Be-

schwerdeführenden ausdrücklich zugestimmt haben und sie in Griechen-

land gemäss Auskunft der griechischen Behörden – und entgegen der un-

glaubhaften Behauptung des Beschwerdeführers in der Stellungnahme 

vom 4. September 2025 (vgl. ebenda Ziff. 2) – über gültige Aufenthaltsbe-

willigungen verfügen. 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug nach 

Griechenland zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. 

Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG). Die sonstigen Beschwerdevorbringen vermögen an 

dieser Einschätzung nichts zu ändern, weshalb nicht weiter darauf einzu-

gehen ist. 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

10.  

10.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

10.2 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Beiordnung des Rechtsvertreters 

als amtlicher Rechtsbeistand gemäss Art. 102m Abs. 1 Bst. a AsylG sind 

abzuweisen, da die Begehren von Anfang an als aussichtslos zu bezeich-

nen waren.  

10.3 Die Verfahrenskosten sind den Beschwerdeführenden aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– festzusetzen (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-8550/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung des Rechtsvertreters als amtlicher Rechtsbeistand werden ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Sandra Bisig 

 

 

Versand: