# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91975975-f47a-56b6-9ff4-bd707973f9f3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.10.2020 725 20 141/241
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-141-241_2020-10-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. Oktober 2020 (725 20 141 / 241) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beurteilung des medizinischen Endzustands; Bestimmung des Invaliditätsgrades; Integ-

ritätsentschädigung 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin i.V. Lena  
Eichenberger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stephan Bläsi, Advokat, 
Birsigstrasse 34, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1976 geborene A.____ war bei der B.____ GmbH, X.____, tätig und in dieser Ei-
genschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen versichert. Am 9. August 2013 verletzte er sich bei einem Arbeitsunfall das 
rechte Knie. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Heilbehandlungs-
kosten) für die Folgen dieses Ereignisses. Ab 29. September 2014 war A.____ bei der 
C.____ AG, Y.____, als Schaler angestellt und wiederum bei der Suva unfallversichert. Gemäss 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Schadenmeldung vom 11. März 2016 rutschte er am 10. März 2016 bei sich zuhause beim 
Treppenhinuntersteigen aus und verdrehte sich dabei das linke Knie. Die Suva richtete auch im 
Zusammenhang mit diesem Ereignis Versicherungsleistungen aus. Mit Verfügung vom 5. Ju-
ni 2019 verneinte sie einen Anspruch auf eine Invalidenrente mit der Begründung, es liege kei-
ne unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vor. Sie sprach A.____ jedoch eine 
Integritätsentschädigung nach Massgabe einer Integritätseinbusse von 20 % zu. Nachdem der 
Versicherte am 7. Juni 2019 Einsprache erhoben hatte, zog die Suva ihre Verfügung vom 
5. Juni 2019 zurück und erliess am 17. September 2019 eine neue Verfügung, worin sie dem 
Versicherten eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 14 % sowie eine Integritäts-
entschädigung nach Massgabe einer Integritätseinbusse von 20 % zusprach. Daran hielt sie auf 
Einsprache des Versicherten hin fest (Einspracheentscheid vom 12. März 2020). 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Stephan Bläsi, am 1. April 2020 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, in vollumfänglicher Aufhebung des Einspracheentscheids der Suva 
vom 12. März 2020 seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen in Form von Heilungskos-
ten und Taggelder über den verfügten Einstellungszeitpunkt hinaus rückwirkend wieder auszu-
richten. Eventualiter sei die Suva in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 12. März 2020 
gerichtlich anzuhalten, eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) zu veranlas-
sen und in der Folge über den Rentenanspruch erneut zu befinden. Subeventualiter sei eine 
merklich höhere UVG-Rente zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, dass der medizinische Endzustand 
noch nicht erreicht sei. Zudem sei der Invaliditätsgrad unzutreffend ermittelt worden. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 15. April 2020 auf Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 30. Juni 2020 reichte der Beschwerdeführer einen Bericht des Zent-
rums für D.____ vom 29. April 2020, einen Bericht der Klinik G.____ vom 8. Juni 2020 sowie 
einen Sprechstundenbericht der Klinik Z.____ vom 25. Juni 2020 ein. 
 
E. Mit Duplik vom 3. August 2020 hielt die Suva an ihrem Antrag auf Abweisung der Be-
schwerde fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

hat. Vorliegend befindet sich dieser in E.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 1. April 2020 ist demnach ein-
zutreten. 
 
2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Laut Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 
Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden jedoch Versicherungsleistungen für Un-
fälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für 
Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht ge-
währt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige 
Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Suva zu Recht gestützt auf den Kreis-
arztbericht von Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, vom 15. Mai 2019 von einem medizinischen Endzustand ausgegangen ist und 
die vorübergehenden gesetzlichen Leistungen per 31. Juli 2019 eingestellt hat. Das Sozialver-
sicherungsgericht stellt dabei auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Ein-
spracheentscheids eingetretenen Sachverhalt ab, vorliegend also auf den 12. März 2020. Tat-
sachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer 
neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 144 V 213 E. 4.3.1, 130 V 140 E. 2.1). Sie sind nur 
insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in einem engen Sachzusammen-
hang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beein-
flussen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 12. Juni 2007, 9C_101/2007, E. 3.1 und vom 
27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1).  
 
4.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung), namentlich auf die ambulante Behandlung durch den Arzt (lit. a). Ist die versicherte 
Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 % 
des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt 
(Art. 17 Abs. 1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach 
dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Be-
ginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Ist die versicherte Person infolge 
des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente 
(Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls 
kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 
(Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
4.2 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in 
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(BGE 129 V 177 E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich or-
ganisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 
mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2).  
 
4.3 Die vorübergehenden Leistungen wie Taggelder und Heilbehandlung hat der Unfallver-
sicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlos-
sen sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch 
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darunter zu 
verstehen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederher-
stellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Die Verwendung des Begriffes 
«namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwar-
tende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht 
(BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen). Kommt der Versicherungsträger hingegen zum Schluss, 
dass eine Fortsetzung der ärztlichen Behandlung nicht mehr zu einer nennenswerten Besse-
rung führt, oder hält er eine Behandlung, die vom Versicherten oder seinem Arzt vorgeschlagen 
worden ist, für unzweckmässig, kann er gestützt auf Art. 48 UVG die Fortsetzung der Behand-
lung ablehnen. Ein Anspruch auf weitere medizinische Behandlung besteht somit nur, wenn 
damit eine erhebliche Besserung des Gesundheitszustandes erreicht werden kann. Hingegen 
verleihen weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats wegen der Fortset-
zung einer ärztlichen Behandlung noch ein geringfügiger therapeutischer Fortschritt, der von 
weiteren Massnahmen erwartet wird, Anspruch auf die Durchführung der Massnahmen. In die-
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und 
nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 27. März 2014, 8C_836/2013, E. 4.3). Nicht notwendig für den Fallabschluss ist hingegen, 
dass keine ärztliche Behandlung mehr erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.2.2). Ist ein Endzustand eingetreten, ist der Fall unter Einstel-
lung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Inva-
lidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
4.4 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheits-
zustands – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr 
vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 157 E. 1b mit zahl-
reichen weiteren Hinweisen). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicher-
ten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit Hinweisen). 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
4.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.6 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen sind bei Ent-
scheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder 
ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne 
medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzu-
ordnen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 
Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollstän-
dige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Bleiben erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der 
bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzli-

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

chen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. Urtei-
le des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.3 und vom 
19. November 2007, 8C_364/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage. 
 
6.1 Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen zahlreiche ärztliche und weitere 
Unterlagen vor, welche vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Nachfolgend werden jedoch 
nur die für den vorliegenden Fall entscheidrelevanten Berichte aufgeführt. 
 
6.2 Gemäss Bericht der Klinik Z.____ vom 28. März 2019 zeige sich in der aktualisierten 
Magnetresonanztomographie (MRI) bei Zustand nach Revisions-HKB-Ersatzplastik viel Nar-
bengewebe, jedoch ein soweit gutes Transplantat und eine gute Kniegelenksstellung. Es werde 
Muskelaufbau, Physiotherapie, Wassergymnastik und eine Ganganalyse empfohlen. 
 
6.3 Am 15. Mai 2019 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt. Dr. F.____ diagnostizier-
te einen Status nach Distorsionstrauma des linken Kniegelenks am 10. März 2016. Aktuell be-
stünden teils Ruhebeschwerden, welche durch die Belastung des linken Kniegelenks verstärkt 
würden, eine Funktionseinschränkung des linken Kniegelenks sowie ein Muskeldefizit im linken 
Oberschenkel. Aus rein medizinischer Sicht sei die Behandlung noch nicht abgeschlossen. Es 
laufe noch eine Serie Stosswellentherapie und eine umfangreiche physikalische Behandlung. Er 
empfehle, die Stosswellentherapie wie geplant weiterzuführen und auch die physikalische Be-
handlung mindestens bis ein Jahr nach dem letzten Eingriff – also bis gut Mitte Juli 2019 – fort-
zuführen. In Bezug auf die Zumutbarkeit werde sich allerdings keine namhafte Veränderung 
mehr ergeben. Das Ergebnis sei nach einer komplexen Knieverletzung links und mehrfachen 
Operationen bzw. Revisionsoperationen nicht gut. Die bisherige Tätigkeit als Schaler auf der 
Baustelle sei nicht mehr zumutbar. Dem Versicherten seien aber leichte, überwiegend sitzende 
Tätigkeiten ganztags zumutbar, wobei der Anteil des Sitzens mit etwa 70 % (oder mehr) anzu-
streben sei. Klettern auf Leitern und Gerüsten, Tätigkeiten in der Hocke oder im Knien oder auf 
unebenem Gelände seien nicht möglich. 
 
6.4 Die Klinik Z.____ hielt im Sprechstundenbericht vom 16. Januar 2020 fest, dass eine 
erneute ligamentäre Stabilisation bei bereits zweimaligem Versagen mit hoher Wahrscheinlich-
keit keinen Benefit bringe. Bei vorhandenen diffusen Knorpelschäden in allen Kniekompartimen-
ten komme operativ nur eine Knietotalprothese in Frage, wobei es angesichts des Alters des 
Patienten gelte, dies hinauszuzögern. Prinzipiell bleibe die Situation für den Patienten insbe-
sondere in beruflicher Hinsicht schwierig, da körperliches Arbeiten mit längerem Stehen oder 
Tragen von Gewichten nicht möglich sei. Ideal wären sitzende Tätigkeiten mit der Möglichkeit, 
zwischenzeitlich aufzustehen. 
 
6.5 Im Sprechstundenbericht der Klinik Z.____ vom 20. März 2020 wurde als Hauptdiag-
nose eine posttraumatische Gonarthrose bei Status nach arthroskopisch assistierter Revisions-
HKB-Ersatzplastik links angegeben. Die Ehefrau des Beschwerdeführers habe berichtet, dass 
die Infiltration nur einige Wochen angehalten habe und die Beschwerden und Einschränkungen 
im Alltag sehr gross seien. 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
6.6 Im Bericht des Zentrums für D.____ wurde betreffend das linke Kniegelenk eine intakte 
HKB Rekonstruktion mit mässigen ödemäquivalenten Signalveränderungen des Knochen-
marks, eine mittelgradige Chondropathie mit ausgedünntem Knorpel und multiplen Knorpelfis-
suren und ein Defekt im Hinterhorn des medialen Meniskus festgestellt. 

 
6.7 In der Klinik G.____ wurde nach erstmaliger Konsultation vom 28. April 2020 und be-
kannten Diagnosen am 19. Mai 2020 eine ultraschallgesteuerte diagnostische Infiltration am 
Nervus saphenus links durchgeführt. 

 
6.8 Wie aus dem Sprechstundenbericht der Klinik Z.____ vom 3. Juni 2020 zu entnehmen 
ist, habe die Infiltration nur zwei Wochen eine positive Wirkung erbracht. Eine erneute Rekon-
struktion ligamentär sei wenig erfolgsversprechend. Auch die Läsion der medialen Meniskushin-
terhorn-Wurzel könne arthroskopisch nicht behandelt werden. Das Einsetzen eines künstlichen 
Gelenks könne nur diskutiert werden, wenn in Zukunft die Arthrose zunehmen würde. 

 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
12. März 2020 bei der Beurteilung der Frage, ob der medizinische Endzustand erreicht sei, auf 
den Bericht des Kreisarztes Dr. F.____ vom 15. Mai 2019. Sie ging demgemäss davon aus, 
dass der medizinische Endzustand Ende Juli 2019 erreicht war. Zwar ist Dr. F._____ zum 
Schluss gekommen, dass das Ergebnis nach einer komplexen Knieverletzung links und mehr-
fachen Operationen bzw. Revisionsoperationen nicht gut sei. Dieser Umstand bedeutet aller-
dings nicht, dass mit einer weiteren Behandlung noch erhebliche Verbesserungen erzielt wer-
den können. Andere ärztliche Einschätzungen, die bezüglich des Endzustands auch nur gerin-
ge Zweifel auslösen könnten, liegen nicht vor. Die behandelnden Ärzte stimmen mit der kreis-
ärztlichen Beurteilung denn auch insofern überein, als keine weiteren medizinischen Optionen 
zur Verbesserung des Gesundheitszustands angeboten werden können. Demnach kann hin-
sichtlich der Beurteilung des medizinischen Endzustands vollumfänglich auf die Feststellungen 
von Dr. F._____ abgestellt werden. Infolgedessen hat die Beschwerdegegnerin die vorüberge-
henden gesetzlichen Leistungen zu Recht per 31. Juli 2019 eingestellt und die Rentenprüfung 
vorgenommen. 
 
7.2 Auch die kreisärztliche Beurteilung der Leistungsfähigkeit, wonach dem Versicherten 
leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten zu 100 % zumutbar sind, überzeugt. Wie bereits aus-
geführt (vgl. E. 4.6 hiervor), sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische 
Unterlagen stützt. Bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Vorliegend ergibt sich 
nichts, was Zweifel an der Stichhaltigkeit der Angaben von Dr. F._____ wecken würde. Die von 
der Beschwerdegegnerin übernommenen Ergebnisse der kreisärztlichen Beurteilung beruhen 
auf einer persönlichen Untersuchung des Versicherten und auf einem sorgfältigen Studium der 
vorhandenen medizinischen Akten. Die Beurteilung des Kreisarztes erweist sich sowohl in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen 
Schlussfolgerungen als überzeugend, weshalb vollumfänglich darauf abgestellt werden kann. 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Bei dieser Sachlage kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlrei-
chen Hinweisen) auf die beantragte EFL verzichtet und davon ausgegangen werden, dass dem 
Versicherten angepasste Verweistätigkeiten zu 100 % zumutbar sind. 
 
8.1 Zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung. 
Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs 
(BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
8.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Re-
gel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an-
gepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesund-
heitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Vorliegend kann davon ausge-
gangen werden, dass der Versicherte im Gesundheitsfall weiterhin in seiner bisherigen Anstel-
lung tätig wäre. Laut Angaben der C.____ AG hätte er im Jahr 2019 ein Jahresgehalt von 
Fr. 74'566.-- erzielt. Die Suva hat dem Einkommensvergleich diesen Betrag als Validenein-
kommen zu Grunde gelegt, was sich nach dem Gesagten als richtig erweist und auch vom Be-
schwerdeführer nicht beanstandet wird. 
 
8.3 Da der Versicherte nach dem Unfallereignis keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen 
hatte, zog die Suva für die Bemessung des (hypothetischen) Invalideneinkommens zu Recht 
die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) bei (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2). Dabei stellte sie auf die 
LSE 2016, TA1, privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Männer, Total ab. Unter Berücksichtigung 
der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden und Anpassung an die ge-
schlechts- und branchenübliche Nominallohnentwicklung errechnete sie für das Jahr 2019 – 
nach Vornahme eines leidensbedingten Abzugs von 5 % – ein Invalideneinkommen von 
Fr. 64'356.--. 
 
8.4 Gegen diese Berechnung bringt der Beschwerdeführer einzig vor, dass der leidensbe-
dingte Abzug von 5 % zu tief veranschlagt worden sei. Er sei ungeschult und beherrsche nur 
seine Muttersprache. Zudem solle seine zumutbare Tätigkeit zu 70 % oder mehr sitzend verübt 
werden und die Schmerz- und Beschwerdesituation sei komplex. 
 

8.4.1 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten 
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 146 V 19 E. 4.1, 
142 V 181 E. 1.3, 124 V 322 E. 3b/aa). So drängt sich ein Abzug aufgrund funktioneller Ein-
schränkungen dann auf, wenn sie ihrer Natur nach nicht ohne Weiteres mit den Anforderungen 
vereinbar sind, wie sie sich aus den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen in einer leidensange-
passten Tätigkeit ergeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 2008, 9C_119/2008, 
E. 2.3.1). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 79 E. 5b/aa; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 13. August 2020, 9C_226/2020, E. 5.1). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er 
ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 146 V 20 E. 4.1, 135 V 302 E. 5.3, 
126 V 80 E. 5b/bb). Das Gericht darf dabei sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die 
Stelle desjenigen der Verwaltung setzen. Es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen 
können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen 
(BGE 126 V 81 E. 6, 123 V 152 E. 2). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom 
Tabellenlohn ein Merkmal zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Ab-
zug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 18. August 2020, 
9C_439/2020, E. 4.5.3 und vom 21. September 2010, 9C_748/2009, E. 4.1.2, in: SVR 2011 IV 
Nr. 31 S. 91). 
 
8.4.2 Die vorliegend geltend gemachten mangelhaften Sprachkenntnisse sind bereits durch 
die Verwendung der Tabellenlöhne Kompetenzniveau 1 abgegolten (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 7. September 2016, 8C_469/2016, E. 4.3.3). Auch die Nationalität und die Auslän-
derkategorie rechtfertigen keinen Abzug (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. April 2018, 
8C_610/2017, E. 4.4). Weil der Versicherte ein volles Pensum ausüben kann, kommt auch ein 
Abzug wegen Teilzeit nicht in Frage. Es verbleiben die Art und das Ausmass der Behinderung, 
welche zu betrachten sind. Der Umstand allein, dass nur mehr leichte Arbeiten zumutbar sind, 
ist auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, 
weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten Tätigkeiten um-
fasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 15. Oktober 2020, 8C_433/2020, E. 8.2.2, vom 
8. Januar 2019, 8C_334/2018, E. 5.2.2, vom 6. Oktober 2017, 8C_439/2017, E. 5.5 und vom 
29. Dezember 2016, 9C_497/2016, E. 5.4.2, je mit Hinweisen). Ist von einem genügend breiten 
Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidens-
bedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt – welcher insbesondere sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, 
an welchem Arbeitnehmer mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitsgebers 
rechnen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Mai 2018, 9C_294/2017, E. 5.4.2, in: 
SVR 2018 IV Nr. 60 S. 195) – als ausserordentlich zu bezeichnen sind (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts vom 6. Juli 2018, 8C_297/2018, E. 3.5 und vom 14. Juni 2018, 8C_91/2018, 
E. 5.3). Die Rechtsprechung gewährt darum insbesondere dann einen Abzug auf dem Invali-
deneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbei-
ten in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 146 V 20 E. 4.1, 126 V 78 E. 5a/bb). Im 
vorliegenden Fall kommt ein leidensbedingter Abzug in Betracht, weil der Versicherte nur noch 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

vorwiegend im Sitzen arbeiten kann. Die Beschwerdegegnerin hat diese Einschränkung mit 
einem Abzug von 5 % berücksichtigt. Ein höherer Abzug als 5 % kommt mit Blick auf die bun-
desgerichtliche Rechtsprechung in vergleichbaren Fällen nicht in Frage. Daran vermag auch 
das vom Beschwerdeführer geltend gemachte stetige Auf und Ab der Beschwerden und 
Schmerzen sowie der Einwand, dass er auf dem ersten Arbeitsmarkt gar nicht einsetzbar und 
als Arbeitsloser nicht vermittlungsfähig wäre, nichts zu ändern. Denn bei einer angepassten 
körperlich leichten Beschäftigung belastet er sein linkes Knie nicht übermässig. Daher kann 
nicht von einer instabilen Situation ausgegangen werden. 
 
8.5 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Suva beim Versicherten das 
Valideneinkommen auf Fr. 74‘566.-- und das zumutbare Invalideneinkommen auf Fr. 64‘356.-- 
festgesetzt hat. Stellt man diese Zahlen im Einkommensvergleich einander gegenüber, so re-
sultiert daraus, wie die Suva zutreffend errechnet hat, ein Erwerbsunfähigkeitsgrad von – ge-
rundet – 14 %. Die Suva hat dem Versicherten daher zu Recht eine auf diesem Invaliditätsgrad 
beruhende Invalidenrente zugesprochen. 
 
9.1 Zu prüfen bleibt die Integritätsentschädigung. Weil die Frage der Einstellung der vo-
rübergehenden gesetzlichen Leistungen strittig ist, ist entgegen der Auffassung der Beschwer-
degegnerin die Verfügung vom 17. September 2019 hinsichtlich der Integritätsentschädigung 
nicht in (Teil-) Rechtskraft erwachsen. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person 
Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine 
dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erlei-
det. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 
20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während 
des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die 
körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfäl-
lig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 
 
9.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 
darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von 
dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel-
ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat 
der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala 
(BGE 113 V 218 E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungs-
praxis [RKUV] 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische 
Schäden prozentual gewichtet. 
 
9.3 Für die im Anhang 3 genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Re-
gelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes 
(Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird 
nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. In diesem Zusammenhang hat die 
Suva in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der Suva 
Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und ergänzt in den Mitteilungen 
Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehand-
lung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar 
(BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a mit Hinweis). 
 
9.4 Bei der Bestimmung des Schweregrads einer gesundheitlichen Beeinträchtigung handelt 
es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztliche 
Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der akten-
kundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen ge-
lassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem 
medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung 
der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
9.5 Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung 
basierend auf einer Integritätseinbusse von 20 % zu. Sie stützte sich dabei auf die entspre-
chende Beurteilung von Dr. F._____ vom 15. Mai 2019. Der Kreisarzt veranschlagte aufgrund 
der Schädigung des Kniegelenks, welche mit einer mässigen Pangonarthrose des Kniegelenks 
im mittleren Bereich vergleichbar sei, einen Integritätsschaden von 20 %. Dabei stützte er sich 
auf die Suva-Tabelle 5, wonach mässiggradige Pangonarthrosen mit 10-30 % bewertet werden. 
Damit ist die Festsetzung der Integritätsentschädigung durch die Beschwerdegegnerin basie-
rend auf einer Integritätseinbusse von 20 % nachvollziehbar und begründet. Anhaltspunkte, 
welche gegen die Richtigkeit der Schätzungsgrundlage sprechen, liegen nicht vor und werden 
vom Beschwerdeführer nicht substanziell dargetan. 
 
10. Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht 
auf die Berichte ihres Kreisarztes Dr. F._____ abgestellt und dem Beschwerdeführer für die 
verbleibenden Beschwerden eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 14 % 
sowie eine Integritätsentschädigung von 20 % zugesprochen hat. Demnach ist der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 12. März 2020 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
11. Abschliessend bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. 
Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
Dem Prozessausgang entsprechend wird dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung 
zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG). 
 
 
  

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht