# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c8198a3-1787-54ef-bb82-ced0e5387502
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.04.2022 III 2022 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-33_2022-04-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 33

Entscheid vom 28. April 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) C.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Art. 273 und Art. 307 ZGB, 
Anweisung für eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behand-
lung im Kontext mit der Ausübung des persönlichen Verkehrs)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________, nachfolgend auch Kindsmutter) und 
D.________ (geb. ________) sind die getrenntlebenden Eltern von 
E.________ (geb. ________). Im Haushalt der Kindsmutter lebt(e) auch 
F.________ (geb. ________ in ________, Halbbruder von E.________, siehe 
auch VGE III 2022 2 vom 18.2.2022 Ingress A).

B. Am ________ 2021 teilte die Kantonspolizei im Zusammenhang mit einem 
Hausbrand in G.________ der KESB C.________ mit, dass F.________ sowie 
dessen Mutter betroffen seien, dass ein Arzt (Dr.med. H.________, G.________) 
für die Kindsmutter aufgrund ihres verwirrten Zustands eine fürsorgerische Un-
terbringung in der I.________ angeordnet habe und F.________ umgehend 
adäquat unterzubringen sei (F.________-Akten 6.1). Am 2. Februar 2021 verfüg-
te die KESB C.________ superprovisorische Massnahmen (F.________-Akten 
6.12.1), welche mit Beschluss vom 11. Februar 2021 durch eine vorsorgliche 
Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts (inkl. Unterbringung von 
F.________ in der Sozialpädagogischen Wohngruppe J.________ in 
K.________) sowie durch weitere Massnahmen abgelöst wurden (F.________-
Akten 6.22.3). 

C. Am 1. April 2021 ging bei der KESB C.________ ein von der stv. Oberärz-
tin L.________ (I.________) unterzeichneter Antrag ein, wonach für A.________ 
eine behördliche fürsorgerische Unterbringung (FU) anzuordnen sei. In der Be-
gründung dieses Begehrens wurde u.a. darauf hingewiesen, dass die Kindsmut-
ter nach der ersten Hospitalisation (vom 1.2.2012 bis 19.2.2021, aufgrund eines 
Wohnungsbrands) innerhalb eines Monats erneut (am 4.3.2021) eingewiesen 
worden sei (aufgrund eines Selbstunfalls mit dem Auto, Vi-act. 1.2 i.V.m. 2.17). 
Beide Hospitalisationen seien vor dem Hintergrund einer psychotischen Sym-
ptomatik (religiöser Wahn sowie akustische Halluzinationen) erfolgt.

Mit Eingabe vom 9. April 2021 liess die beanwaltete Beschwerdeführerin bean-
tragen, dass die fürsorgerische Unterbringung aufzuheben bzw. keine behördli-
che fürsorgerische Unterbringung anzuordnen sei (Vi-act. 1.7/ Anhang; 1.8). 

Am 12. April 2021 wurde A.________ in der I.________ von einer KESB-
Delegation angehört (Vi-act. 1.9).

Mit Beschluss vom 14. April 2021 ordnete die KESB C.________ für die Kinds-
mutter eine behördliche fürsorgerische Unterbringung in der I.________ an (Vi-
act. 1.14). Am 28. April 2021 konnte die Kindsmutter aus der Klinik austreten (Vi-
act. 1.15).

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D. Der von der KESB C.________ im Februar 2021 in Auftrag gegebene Ab-
klärungsbericht (Sozialbericht Kindesschutz, mit Empfehlungen) wurde von der 
Fachperson (M.________, N.________ GmbH, O.________) am 6. August 2021 
fertiggestellt und ging am 10. August 2021 bei der KESB C.________ ein 
(F.________-Akten 6.35.1 bzw. E.________-Akten 7.21). Dieser Abklärungsbe-
richt und das weitere Vorgehen wurden mit A.________ und D.________ am 26. 
Oktober 2021 bei der KESB besprochen (F.________-Akten 6.38, E.________-
Akten 7.28). Am 9. November 2021 wurden F.________ und am 11. November 
2021 die bei ihrem Vater lebende E.________ angehört (F.________-Akten 6.39; 
E.________-Akten 7.30).

E. In der Zwischenzeit hatte am 12. Oktober 2021 Dr.med. P.________ 
(Fachärztin für Rechtsmedizin/ Verkehrsmedizinerin SGRM) dem Verkehrsamt 
Schwyz ein verkehrsmedizinisches Gutachten erstattet, welches die Fahreignung 
von A.________ unter bestimmten Auflagen bejahte (Vi-act. 2.33.1). Gestützt 
darauf verfügte das Verkehrsamt am 13. Oktober 2021, dass der Führerausweis 
mit Auflagen wiedererteilt werde (dazu gehören u.a. die Weiterführung regelmäs-
siger therapeutischer Gespräche bzw. der psychotherapeutischen Behandlung, 
die Einhaltung der Termine zur Depotinjektion sowie monatliche Blutspiegelkon-
trollen, vgl. Vi-act. 2.33).

F. Am 7. Dezember 2021 folgte bei der KESB eine Besprechung mit 
A.________ hinsichtlich des noch offenen Verfahrens (Vi-act. 2.35). 

Am 21. Dezember 2021 sowie am 7. Januar 2022 fanden weitere begleitete Be-
suchszeiten statt, an welchen E.________ und A.________ sich in Begleitung 
einer Fachperson (M.________) trafen (E.________-Akten 7.40, 7.43). Zuvor 
hatte am 5. Januar 2022 eine KESB-Fachmitarbeiterin telefonisch A.________ 
hinsichtlich einer geplanten Weisung angehört (E.________-Akten 7.42).

G. Mit Beschluss Nr. IIA/001/03/2022 vom 19. Januar 2022 hielt die KESB 
C.________ im Dispositiv u.a. was folgt fest: 

1. Für die Ausübung des persönlichen Verkehrs zwischen der Kindsmutter, 
A.________, und ihrer Tochter E.________, wird gestützt auf Art. 273 Abs. 2 ZGB 
eine individuelle Besuchsbegleitung durch M.________, N.________ GmbH (…) 
für vorerst vier Monate (…) angeordnet. 

2. Die Kindsmutter wird gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB angewiesen, die regelmäs-
sige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung weiterzuführen, die Termine 
zur Depotinjektion und der monatlichen Blutspiegelkontrolle strikt einzuhalten und 
der Beistandsperson monatlich unaufgefordert die entsprechenden Nachweise zu 
erbringen. 

3. Für E.________ wird eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB angeordnet. 

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4. Als Beiständin wird Q.________, Amtsbeistandschaft R.________, (…) ernannt, 
mit folgenden Aufträgen: 
a. - e.  (…)
h. die Weisung an die Kindsmutter betreffend das unaufgeforderte Erbringen der 
Nachweise über die Weiterführung der regelmässigen psychiatrisch-psycho-
therapeutischen Behandlung, der strikten Einhaltung der Termine zur Depotinjekti-
on und der monatlichen Blutspiegelkontrollen zu überwachen; 
i. - m.  (…)

5. Gebühren: Es werden keine Gebühren erhoben.

6. (Rechtsmittelbelehrung) 
Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung gestützt auf Art. 450c 
ZGB entzogen. 

7./8.   (Zustellung)  

H. Gegen diesen am 20. Januar 2022 versandten Beschluss reichte 
A.________ rechtzeitig am 18. Februar 2022 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde ein mit folgenden Anträgen: 

1. Es seien die Dispositivziffern 2 und 4h des Beschlusses Nr. IIA/001/03/2022 der 
KESB C.________ vom 19. Januar 2022 aufzuheben.
Eventualiter seien die Dispositivziffern 2 und 4h des Beschlusses Nr. IIA/001/03/ 
2022 der KESB C.________ vom 19. Januar 2022 aufzuheben und das Verfahren 
sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

2. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Beschwer-
degegnerin. 
Eventualiter sei der Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren die unent-
geltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung in der Person der Unterzeichne-
ten zu gewähren. 

Mit gerichtlicher Verfügung vom 21. Februar 2022 wurde der Beschwerde hin-
sichtlich der umstrittenen Weisung die aufschiebende Wirkung gewährt.

Mit Vernehmlassung vom 15. März 2022 beantragte die KESB C.________, der 
Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen und in der Hauptsache 
sei die Beschwerde abzuweisen. Als Beweis für ihre Argumente offerierte die 
Vorinstanz zusätzliche Akten aus dem Erwachsenenschutzverfahren, welche in 
der Folge vom Gericht angefordert wurden.

Nach Eingang dieser Zusatzakten wurde die Beschwerdeführerin mit gerichtli-
chem Schreiben vom 21. März 2022 aufgefordert, den vom kantonalen Ver-
kehrsamt verlangten Verlaufsbericht (mit Angaben u.a. zur Einhaltung der De-
potmedikation und den monatlichen Blutspiegelkontrollen) einzureichen.

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Mit Eingabe vom 5. April 2022 beantragte die Beschwerdeführerin, der Antrag 
(der Vorinstanz) auf Entzug der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen. 

Am 6. April 2022 folgte der vom Gericht angeforderte Verlaufsbericht.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der vorinstanzliche Beschluss IIA/001/03/2022 vom 19. Januar 2022 betrifft 
verschiedene Themenkreise, namentlich ein begleitetes Besuchsrecht der Be-
schwerdeführerin mit ihrer Tochter (Dispositiv-Ziffer 1), die Errichtung einer Bei-
standschaft für die Tochter mit einem konkreten Aufgabenkatalog für die Man-
datsträgerin (Dispositiv-Ziffern 3 und 4, inkl. in lit. h ein Auftrag zur Überwachung 
einer Weisung an die Kindsmutter, siehe sogleich) sowie eine Weisung an die 
Beschwerdeführerin für konkrete Handlungen im Zusammenhang mit einer medi-
zinischen Behandlung (Dispositiv-Ziffer 2). 

1.2 In der vorliegenden Beschwerde (Ziff. 17) hat die Kindsmutter die von der 
Vorinstanz für die Ausübung des persönlichen Verkehrs zur Tochter angeordnete 
Besuchsbegleitung sowie auch die Anordnung einer Beistandschaft für ihre 
Tochter ausdrücklich akzeptiert. Angefochten und nachfolgend zu prüfen sind 
ausschliesslich die Dispositiv-Ziffer 2 (betreffend Weisung für konkrete Handlun-
gen im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung) und die Dispositiv-
Ziffer 4 lit. h (betreffend Überwachung dieser Weisung durch die eingesetzte 
Beiständin). 

2. In der Beschwerde (Ziff. 39) wird eine relevante Verletzung des rechtlichen 
Gehörs gerügt. Diese Rüge erfolgt aus den folgenden Gründen zu Recht. 

- Nach der Aktenlage ging am 14. April 2021 bei der Vorinstanz ein Schrei-
ben der Rechtsanwältin S.________ ein, wonach letztere von der Be-
schwerdeführerin mit der Wahrung der Interessen der Beschwerdeführe-
rin betraut wurde. Zudem wurde um die Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung nachgesucht 
(E.________-Akten 7.16). Diesem Schreiben der Anwältin war eine von 
der Kindsmutter am 19. Februar 2021 unterzeichnete Vollmacht beigelegt, 
wonach diese Anwältin hinsichtlich aller Rechtshandlungen "betreffend 
KESB/ Kinderbelange" bevollmächtigt wurde (E.________-Akten 7.16.1).

- Mit Schreiben vom 27. Oktober 2021 an die Vorinstanz beklagte sich die-
se Rechtsanwältin, dass die Vorinstanz über das Begehren um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung noch nicht entschie-
den habe. Zudem teilte diese Anwältin mit, dass sie demnächst in Mutter-

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schaftsurlaub gehen werde und an ihrer Stelle Rechtsanwältin 
B.________ die Interessen der Beschwerdeführerin vertrete 
(E.________-Akten 7.19). 

- Mit Beschluss vom 15. Dezember 2021 lehnte es die Vorinstanz ab, der 
Beschwerdeführerin in den Kindesschutzverfahren die unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung zu gewähren (E.________-Akten 7.20). 

Diese vorinstanzliche Ablehnung der unentgeltlichen Rechtsverbeistän-
dung hätte die Aufhebung des Rechtsvertretungsverhältnisses grundsätz-
lich nur dann zur Folge gehabt, wenn der Vorinstanz die Beendigung des 
Mandats mitgeteilt worden wäre (vgl. auch § 16 Abs. 3 VRP), was nach 
der Aktenlage nicht der Fall ist. 

Im Gegenteilt dokumentierte die Anwältin mit Einreichung der Beschwer-
de ans Verwaltungsgericht vom 5. Januar 2022 (Verfahren III 2022 2), 
dass sie weiterhin die Interessen der Beschwerdeführerin wahrnimmt.

Bei dieser Sachlage, wonach sich die Beschwerdeführerin weiterhin durch eine 
Rechtsanwältin vertreten liess (eine Beendigung des Mandats war weder ersicht-
lich, noch geltend gemacht, noch aktenkundig), hätte die Vorinstanz vor Erlass 
des hier (teilweise) strittigen KESB-Beschlusses vom 19. Januar 2022 korrekter-
weise die Rechtsvertreterin bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs einbezie-
hen müssen, was nach der Aktenlage unbestrittenermassen nicht zutrifft.

Nachdem es um gewichtige Eingriffe ging (begleitetes Besuchsrecht, Weisung für 
konkrete Handlungen im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung, 
Errichtung einer Beistandschaft) durfte sich die Vorinstanz nicht darauf be-
schränken, einzig die Kindsmutter telefonisch anzuhören und die bevollmächtigte 
Anwältin aus dem Verfahren auszuschliessen. Soweit die Vorinstanz gegebenen-
falls der Auffassung war, dass mit ihrer Ablehnung des Begehrens um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung die betreffende Anwältin im 
weiteren Verlauf unbeachtlich gewesen sei, übersieht sie, dass ihr Ablehnungs-
entscheid einzig die Finanzierung des Rechtsvertretungsaufwands tangiert, aber 
nicht per se eine Beendigung des Rechtsvertretungsverhältnisses bewirkt. 

Dieser vorgenannte Ausschluss einer Anwältin aus dem vorinstanzlichen Verfah-
ren, ohne dass das vorgängig angezeigte Rechtsvertretungsverhältnis beendet 
wurde, stellt eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, wel-
che die Aufhebung der strittigen Dispositiv-Ziffern 2 und 4 lit. h des erwähnten 
Beschlusses vom 19. Januar 2022 zur Folge hat.

3. Nachdem die vorliegende Beschwerde ohnehin gutzuheissen ist, erübrigt 
es sich, die Frage der Zulässigkeit der strittigen Weisung in extenso abzuhan-

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deln. Es drängen sich einzig die nachfolgenden Ausführungen auf, welchen in-
dessen kein abschliessender Charakter zukommt.

3.1.1  Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich 
aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehör-
de die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). 
Sie kann insbesondere die Eltern, die Pflegeeltern oder das Kind ermahnen, ih-
nen bestimmte Weisungen für die Pflege, Erziehung oder Ausbildung erteilen 
und eine geeignete Person oder Stelle bestimmen, der Einblick und Auskunft zu 
geben ist (Art. 307Abs. 3 ZGB). 

3.1.2  Art. 273 Abs. 1 ZGB normiert, dass Eltern und das minderjährige Kind ge-
genseitig Anspruch auf einen angemessenen persönlichen Verkehr haben. Nach 
Art. 273 Abs. 2 ZGB kann die Kindesschutzbehörde Eltern, Pflegeeltern oder das 
Kind ermahnen und ihnen Weisungen erteilen, wenn sich die Ausübung oder 
Nichtausübung des persönlichen Verkehrs für das Kind nachteilig auswirkt oder 
wenn eine Ermahnung oder eine Weisung aus anderen Gründen geboten ist.

3.1.3  Alle behördlichen Massnahmen des Kindes- und Erwachsenenschutz-
rechts müssen rechtsprechungsgemäss die Grundsätze der Subsidiarität und 
Verhältnismässigkeit einhalten (vgl. VGE III 2020 73 vom 16.7.2020 Erw. 1.1 mit 
Verweis auf Art. 389 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB). Darauf wurde zu Recht 
auch in der Beschwerde (S. 9) hingewiesen (mit Verweis auf Urteil des Bundes-
gerichts 5A_789/2019 vom 16.6.2020 Erw. 6.2.7 = BGE 146 III 313ff.).

3.1.4  Wie in der Beschwerde (Ziff. 20) zutreffend ausgeführt wurde, verpflichtet 
eine behördliche Weisung nach Art. 307 ZGB die Eltern zu einem bestimmten 
Tun, Unterlassen oder Dulden im Bereich der Pflege, Erziehung oder Ausbildung 
und ist damit als verbindliche Hilfe aufzufassen. Auch hier gilt, dass die Verhält-
nismässigkeit nur gewahrt ist, wenn der mit der Weisung einhergehende Eingriff 
in die elterlichen (Erziehungs)Befugnisse im richtigen Verhältnis zum verfolgten 
erlaubten oder geforderten Zweck steht und deshalb zumutbar ist. Zeigen sich 
die Eltern nach Beratung und Aufklärung einsichtig und handeln sie aus eigener 
Erkenntnis, bedarf es keiner Weisung (vgl. Kurt Affolter-Fringeli/ Urs Vogel, in: 
Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 34 zu Art. 
307 ZGB). 

3.2.1  Ob die angefochtene Dispositiv-Ziffer 2, wonach die Kindsmutter angewie-
sen wurde, eine regelmässige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung 
weiterzuführen (mit monatlichen Neuroleptikum-Depotspritzen, Blutspiegelkon-
trollen etc.), über eine hinreichende gesetzliche Grundlage verfügt, ist fraglich, 

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kann hier aber letztlich offenbleiben. Denn der Beschwerdeführerin wurde ge-
stützt auf das verkehrsmedizinische Gutachten vom 12. Oktober 2021, welches 
der Vorinstanz beim Erlass des (teilweise) angefochtenen Beschlusses vorlag 
(Vi-act. 2.33.1), der Führerausweis unter den erwähnten Auflagen wiedererteilt 
mit der Androhung, dass bei Missachtung dieser Auflagen der Führerausweis 
wieder entzogen werde (Vi-act. 2.33, S. 2 oben). Wie dem nachgereichten Ver-
laufsbericht der T.________ vom 25. März 2022 zu entnehmen ist, hat sich die 
Beschwerdeführerin an diese vom Verkehrsamt verfügten Auflagen bislang voll-
umfänglich gehalten. Im Einklang damit stehen auch die Ausführungen in der 
Beschwerde (Ziff. 30), wonach die Beschwerdeführerin gewillt ist, diese medizini-
sche Behandlung weiterzuführen. Darauf hätte die beanwaltete Kindsmutter, 
wenn vor Erlass der strittigen Weisung die Rechtsvertreterin korrekterweise bei 
der Einräumung des rechtlichen Gehörs einbezogen worden wäre, hinweisen 
können, so dass der Erlass dieser Weisung im KESB-Beschluss entbehrlich ge-
wesen wäre, zumal zusätzlich ein begleitetes Besuchsrecht installiert wurde (sie-
he auch nachfolgend).

3.2.2  Selbst wenn es der Beschwerdeführerin bei der Weiterführung der medizi-
nischen Behandlung primär darum geht, den Führerausweis zu behalten (und 
u.U. nicht darum, sich bei den Besuchszeiten mit der Tochter in einem stabilen 
psychischen Zustand zu präsentieren), erfordert(e) die Wahrung des Kindswohls 
unter den gegebenen Umständen keine Weisung im Sinne der umstrittenen Dis-
positiv-Ziffer 2. Dem Kindswohl wird im konkreten Fall bereits dadurch hinrei-
chend Rechnung getragen, dass die Kindsmutter das Kind nur begleitet treffen 
kann. Mit anderen Worten kann die für die Besuchszeiten eingesetzte Begleit-
person nötigenfalls intervenieren, wenn sie bei den Besuchszeiten ein derart auf-
fälliges Verhalten der Kindsmutter beobachten würde, dass sie eine Kindswohl-
gefährdung befürchten müsste.

3.2.3  In diesem Zusammenhang ist auf den Entscheid 5A_68/2020 des Bundes-
gerichts vom 2. September 2020 zu verweisen, wo es um ein begleitetes Be-
suchsrecht für einen schizophrenen Vater ging. Auch dort wurde dem auffälligen 
Verhalten des Kindsvaters bei der Regelung des persönlichen Verkehrs dadurch 
Rechnung getragen, dass eine Besuchsbegleitung festgelegt wurde. Zur Frage 
der Dauer einer solchen Massnahme führte das Bundesgericht (in Erwägung 
3.3.1) u.a. aus, es lasse sich nicht eine allgemeine Maximaldauer für ein als 
Übergangslösung konzipiertes begleitetes Besuchsrecht festsetzen. Vielmehr 
komme es immer auf die Entwicklung im einzelnen Fall an. Die behördlichen An-
ordnungen bezüglich des Besuchsrechts bezweckten stets, einen selbstbestimm-
ten Umgang zwischen dem entsprechenden Elternteil und dem heranwachsen-

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den Kind zu ermöglichen. Insofern seien diese Anordnungen immer als vorüber-
gehend zu verstehen und mit Blick auf die Volljährigkeit des Kindes befristet. 

Wie es sich verhalten wird, wenn die Beschwerdeführerin im weiteren Verlauf von 
der Vorinstanz eine Beendigung der Besuchsbegleitung fordern sollte, kann hier 
offenbleiben. Namentlich wird dannzumal zu prüfen sein, ob die Aufhebung der 
Besuchsbegleitung von der Kindsmutter früher in Anspruch genommen werden 
könnte, wenn sie (von sich aus) offeriert, sich weiterhin regelmässig von einer 
geeigneten (medizinischen) Fachperson betreuen zu lassen.

3.3 Zusammenfassend sprechen auch die in der Beschwerde aufgeführten ma-
teriellen Einwände für eine Aufhebung der umstrittenen Dispositiv-Ziffer 2 (ohne 
dass die Frage der gesetzlichen Grundlage für eine solche Weisung abschlies-
send behandelt werden muss).

4.1 Nach dem Gesagten sind in Gutheissung der Beschwerde die angefochte-
nen Dispositiv-Ziffern 2 und 4 lit. h des Beschlusses vom 19. Januar 2022 aufzu-
heben. 

4.2 Diesem Ergebnis entsprechend wird der obsiegenden Beschwerdeführerin 
zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zugesprochen. Das Honorar 
wird nach den gleichen, bereits im unlängst zwischen den gleichen Parteien er-
gangenen VGE III 2022 2 vom 18. Februar 2022 (Erwägung 5) dargelegten 
Grundsätzen, auf welche verwiesen wird, festgelegt. Unter Einbezug der aktuali-
sierten Honorarnote vom 5. April 2022 (der weiteren Eingabe vom 6.04.2022, 
dem maximal akzeptierten Stundenansatz von Fr. 220.--/h inkl. MwSt und der 
Entgegennahme/Erläuterung des VGE gegenüber der Klientin) wird die Parteien-
tschädigung auf Fr. 2'500.-- festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. Die Disposi-
tiv-Ziffern 2 und 4 lit. h des KESB-Beschlusses Nr. IIA/001/03/2022 vom 
19. Januar 2022 werden aufgehoben.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung von Fr. 2'500.-- (inkl. Auslagen und MwSt) zugesprochen.

4. Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in 
Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 
42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 
173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (2/R, für sich und die Beiständin Q.________)
- und das Departement des Innern (z.K.). 

Schwyz, 28. April 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. Mai 2022