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**Case Identifier:** f079c784-6e95-55ba-8d69-26669e351555
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.01.2014 200 2013 356
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-356_2014-01-16.pdf

## Full Text

200 13 356 IV
GRD/COC/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Januar 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Stirnimann
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. April 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2014, IV/13/356, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obliga-
torisch versichert als er am 9. März 2007 eine Kniekontusion und Distorsion 
links erlitt (AB 25.1 S. 132 und S. 158). Nachdem im Oktober 2008 und im 
Dezember 2009 wegen Kniebeschwerden links ein Rückfall gemeldet wor-
den war (AB 25.1 S. 131 und S. 158) und nach durchgeführten medizini-
schen Erhebungen schloss die SUVA den Fall ab und stellte die bislang 
erbrachten Versicherungsleistungen per 22. März 2011 ein (Verfügung vom 
28. Oktober 2011; AB 25.1 S. 16 f.; vgl. auch das Schreiben vom 11. Au-
gust 2011; AB 4.1). In der Folge erhielt der Versicherte ab dem 11. Mai 
2011 ein Taggeld seiner Krankentaggeldversicherung, welches per 1. Sep-
tember 2012 eingestellt wurde (AB 24).

B.

Am 2. Februar 2012 hatte sich der Versicherte bei der IV zum Leistungsbe-
zug angemeldet (AB 1). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. Da-
bei fand vom 4. Juni 2012 bis am 26. August 2012 eine berufliche Ab-
klärung in der Abklärungsstelle X.______ statt (AB 37). Nach Einholung 
eines Berichts des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stellen 
Bern/Freiburg/Solothurn (AB 50) stellte die IVB dem Versicherten mit Vor-
bescheid vom 22. Januar 2013 (AB 53) bei einem ermittelten Invaliditäts-
grad (IV-Grad) von 31% die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. 
Damit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden (AB 54). 

Am 3. April 2013 verfügte die IVB wie im Vorbescheid angekündigt und 
wies das Rentenbegehren ab (AB 59).

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C.

Hiergegen erhob die Versicherte am 3. Mai 2013 Beschwerde und bean-
tragte insbesondere die kostenfällige Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung sowie die Zusprechung zumindest einer Viertelsrente der IV. 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2013 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. April 2013 (AB 59). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
IV-Rente.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

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welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben:

3.1.1 Dr. med. B.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizierte 
im Bericht vom 16. November 2010 (AB 25.1 S. 102 f.) persistierende 
Knieschmerzen links. Der Beschwerdeführer beschreibe weiterhin Knie-
schmerzen (links) mit teilweiser Ausstrahlung in den Ober- und Unter-
schenkel sowie mit einer Kraftminderung am linken Oberschenkel (S. 102). 
Bis auf die Quadrizepsatrophie und die wechselhaft ausgeprägte 
Schwäche der Kniegelenksextension und Hüftlexion fänden sich sonst un-
auffällige Befunde. Eine neurogene Ursache (der Beschwerden) könne 
ausgeschlossen werden. Die Atrophie sei durch eine Inaktivität erklärbar 
(S. 103). 

3.1.2 Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Kreisarzt der SUVA, dia-
gnostizierte im Untersuchungsbericht vom 28. Februar 2011 (AB 25.1 
S. 86 ff.) unklare Knieschmerzen links mit Status nach Kniearthroskopie mit 
medialer Teilmeniskektomie links 2008 und Rearthroskopie 2010 (S. 87). 
Bei der Untersuchungen seien das linke Knie reizlos, die Stabilität einwand-
frei und die Meniskuszeichen klar negativ gewesen. Der einzige objekti-
vierbare Befund sei eine Quadrizepsatrophie von minus 3 cm links im Ver-
gleich zum rechten Oberschenkel gewesen. Ein Jahr nach der letzten Ope-
ration sei nun der Zeitpunkt gekommen, das Knie voll zu belasten. Deshalb 
attestierte der Kreisarzt ab dem 1. März 2011 eine volle Arbeitsfähigkeit. 
Falls es unter voller Belastung zu einer Schwellung und einer Belastungsin-
toleranz kommen sollte wurde der Beschwerdeführer angewiesen, sich 
beim behandelnden Orthopäden nachuntersuchen zu lassen (S. 88).

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3.1.3 Prof. Dr. med. D.________ und Dr. med. E.________, beides 
Fachärzte für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates FMH, diagnostizierten im Bericht vom 21. März 2011 
(AB 25.1 S. 70) einen Status nach Arbeitsunfall mit Kniekontusion im März 
2007 mit Status nach zweimaliger Kniearthroskopie links. In der MRI-
Untersuchung (des linken Knies) lasse sich kein Befund erheben, der kau-
sal mit den noch bestehenden Beschwerden verknüpft sei. Gleichentags 
wurde eine Kniegelenksinfiltration links durchgeführt (AB 25.1 S. 69).

3.1.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im undatier-
ten Bericht, welcher der Beschwerdegegnerin am 9. März 2012 zugestellt 
wurde (AB 13), mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen Status 
nach dorso-medialer Meniskusläsion, operativ versorgt am 14. November 
2008 und 12. Februar 2010 (S. 2 Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer gebe 
alternierende Schmerzen im ganzen Bein an mit einem Maximum über der 
Kniescheibe und der distalen Quadrizepssehne. Zudem zeige sich eine 
deutliche Kraftminderung. Das (linke) Knie sei reizlos und es bestehe kein 
intraartikulärer Erguss. Der (linke) Oberschenkel sei deutlich hypotroph mit 
einer Umfangdifferenz von mehreren Zentimetern im Vergleich zu Gegen-
seite. Schliesslich erachtete der Facharzt den angestammten Beruf noch 
zu 50% zumutbar mit einer 50%-igen Leistungsfähigkeit (S. 3 Ziff. 1.4 und 
1.6). 

3.1.5 Prof. Dr. med. D.________ und Dr. med. E.________ diagnostizier-
ten im Bericht vom 29. August 2012 (AB 39 S. 3 f.) ein femoropatelläres 
Schmerzsyndrom links sowie einen Status nach einer Kniegelenksinfiltrati-
on links. Konventionell radiologisch zeige sich am linken Knie keine derart 
fortgeschrittene Arthrose, die die geäusserten Beschwerden erklären könne 
(S. 3). In seiner Tätigkeit als … werde der Beschwerdeführer offenbar nicht 
mehr über 50% arbeitsfähig werden. Gegebenenfalls könnten andere 
Betätigungsfelder gefunden werden, in welchen eine höhergradige, even-
tuell sogar 100%-ige Arbeitsfähigkeit gegeben sei (S. 4). 

3.1.6 Im Bericht vom 12. September 2012 (AB 39 S. 1 f.) führten Prof. Dr. 
med. D.________ und Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, auch die MRI-

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Aufnahmen des rechten Kniegelenkes zeigten keine weitergehenden pa-
thologischen Veränderungen, die die beschriebene Beschwerdesymptoma-
tik erklären könnten (S. 1). 

3.1.7 Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Physikalische Medizin und 
Rehabilitation FMH, diagnostizierte im Bericht vom 29. Oktober 2012 
(AB 45) insbesondere ein femoropatelläres Schmerzsyndroms links sowie 
einen Zustand nach einer Ellbogeninfiltration im August 2012. Seit März 
2007 leide der Beschwerdeführer unter einschränkenden Schmerzen am 
linken Knie. Im März 2012 seien Kniebeschwerden rechts sowie Rücken- 
und Ellbogenschmerzen links aufgetreten. Die Tätigkeit auf dem Bau habe 
somit ab dem 30. Juli 2012 nicht mehr durchgeführt werden können (S. 1). 
Beim Beschwerdeführer liege eine polysegmentale Pathologie zentriert auf 
das linke Knie vor, ohne dass dort bildgebend ein Korrelat hätte gefunden 
werden können. Bei der Untersuchung habe eine klare Amyotrophie der 
Oberschenkelmuskulatur links, bei mässiger femoropatellärer Problematik, 
ohne Kniegelenkserguss bestanden. Dafür habe sich im rechten Kniege-
lenk ein Erguss gefunden, der ohne bekannte mechanische Faktoren auf-
trete. Die diesbezüglichen Laborwerte seien jedoch unauffällig (S. 3). 

3.1.8 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 4. Dezember 2012 (AB 50) 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen belastungsabhängigen 
rezidivierenden Reizzustand unklarer Ätiologie der Kniegelenke im Sinne 
eines femoropatellären Schmerzsyndroms (S. 8 unten). Die bestehende 
ausgeprägte Atrophie der Oberschenkelmuskulatur rechts lasse sich durch 
ein Schonverhalten zwangslos erklären. Spezifische Ursachen hätten nicht 
gefunden werden können. Dieses Schonverhalten mache die vom Be-
schwerdeführer angegebenen Schmerzen (am linken Knie) plausibel. Eine 
die Beschwerden befriedigend erklärende Kniegelenkspathologie habe 
aber nie gefunden werden können. Der ärztlich gesicherte Erguss des nun 
auch symptomatisch gewordenen rechten Knies lasse auf eine synoviale 
Reizung schliessen. Auch dies mache die Beschwerdeschilderung bezüg-
lich des linken Knies plausibel. Andere somatische Gesundheitsschäden 
hätten nicht gefunden werden können. Ferner gab der RAD-Arzt an, ledig-

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lich der Knieproblematik sei eine Auswirkung auf die funktionelle Leistungs-
fähigkeit zuzusprechen (S. 8). Die Belastbarkeit beider Kniegelenke sei 
reduziert. Knien, Kauern und das Begehen von unebenen Unterlagen sei 
nur sehr eingeschränkt möglich. Die bisherige Tätigkeit als … sei deshalb 
nur sehr eingeschränkt möglich (Maximum zu 50%). Für leichte bis gele-
gentlich mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten mit einem Sitzanteil 
von 25% bis 75%, ohne wiederholtes Knien und Kauern, ohne Besteigen 
von Leitern und Gerüsten oder häufiges Treppensteigen, ohne längeres 
Sitzen in Zwangspositionen, sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszuge-
hen (S. 9).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

3.3 Vorliegend erfüllt der Aktenbericht des RAD-Arztes vom 4. Dezem-
ber 2012 (AB 50) die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 
3.2 hiervor). Dr. med. I.________ hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung 

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einlässlich mit den medizinischen Vorakten auseinandergesetzt. Dass er 
keine eigene Untersuchung durchgeführt hat, schadet nicht. Denn die Vor-
aussetzungen für einen rechtsgenüglichen Aktenbericht (RKUV 2006 U 578 
S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b) sind vorliegend erfüllt. Insbesondere 
sind Anamnese und Verlauf ausführlich in den Akten dokumentiert. Der 
Facharzt hat einleuchtend und nachvollziehbar begründet, weshalb die 
bisherige Tätigkeit als … aufgrund der reduzierten Belastbarkeit der beiden 
Kniegelenke nur sehr eingeschränkt möglich ist (Maximum zu 50%). Betref-
fend leichten bis gelegentlich mittelschweren wechselbelastenden Tätigkei-
ten (mit einem Sitzanteil von 25% bis 75%, ohne wiederholtes Knien und 
Kauern, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten oder häufiges Treppen-
steigen, ohne längeres Sitzen in Zwangspositionen) besteht dagegen eine 
volle Arbeitsfähigkeit (S. 9).

Diese Einschätzung ist nicht nur für sich allein nachvollziehbar und über-
zeugend, sondern steht auch im Einklang mit den vorliegenden medizini-
schen Akten. Insbesondere kamen auch Prof. Dr. med. D.________ und 
Dr. med. E.________ zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der an-
gestammten Tätigkeit nicht mehr als zu 50% und in einer angepassten 
Tätigkeit gegebenenfalls gar zu 100% arbeitsfähig ist (AB 38 S. 4). Hinwei-
se, die gegen diese Einschätzung sprechen, finden sich in den Akten nicht.  

3.4 Entsprechend ist in der angestammten Tätigkeit von einer maximal 
50%-igen und in einer angepassten Tätigkeit von einer 100%-igen Arbeits-
fähigkeit auszugehen. 

Nachfolgend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleich zu ermitteln.

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

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nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222, 128 V 
174). Vorliegend sind die für den Einkommensvergleich massgebenden 

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Werte das Jahr 2012 zu beziehen (Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 IVG; vgl. 
u.a. AB 1 und 4.2).

4.2.1 Es ist unbestritten und aufgrund der Akten anzunehmen, dass der 
Beschwerdeführer bei guter Gesundheit weiterhin an seinem angestamm-
ten Arbeitsplatz als … in unverändertem Umfang tätig wäre, weshalb das 
Valideneinkommen grundsätzlich aufgrund des zuletzt – ohne Invalidität – 
erzielten Lohnes festzusetzen ist.

Dabei ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Vali-
deneinkommen pro 2012 – gestützt auf die Angaben der ehemaligen Ar-
beitgeberin (AB 18 2.10) – ausgehend von einem Stundenlohn von 
Fr. 35.50 zuzüglich Fr. 2.95 (13. Monatslohn/Gratifikation) auf Fr. 80'976.-- 
([Fr. 35.50 + Fr. 2.95] x 40.5 [Wochenarbeitszeit] x 52 [Kalenderwochen]) 
festgesetzt hat. Insbesondere nicht zu beanstanden ist, dass sie bei ihrer 
Berechnung eine betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 40.5 Stunden 
berücksichtigt hat, zumal dies den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin 
entspricht (AB 18 S. 3 Ziff. 2.9). Dass beim Invalideneinkommen eine höhe-
re Wochenarbeitszeit berücksichtigt wird (vgl. E. 4.2.2 hiernach), schadet 
– entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde (S. 3 Ziff. 2) – nicht. Denn 
die Wochenarbeitszeiten sind branchenspezifisch und können deshalb in 
den verschiedenen Berufszweigen variieren. 

Folglich ist vorliegend – wie erwähnt – von einem Valideneinkommen von 
Fr. 80'976.-- auszugehen.

4.2.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweisungstätigkeit im zumutba-
ren Rahmen aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen gestützt auf 
die LSE 2010 zu ermitteln (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

Dem Beschwerdeführer ist eine angepasste leichte bis gelegentlich mittel-
schwere wechselbelastende Tätigkeit (mit einem Sitzanteil von 25% bis 
75%, ohne wiederholtes Sitzen oder Kauern, ohne Besteigen von Leitern 
und Gerüsten oder häufiges Treppensteigen, ohne längeres Sitzen in 
Zwangspositionen) zu 100% zumutbar (vgl. E. 3.3 hiervor). Deshalb ist es 
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Invaliden-
einkommen gestützt auf das Total des Anforderungsniveaus 4 der Tabelle 
TA1 (einfache und repetitive Tätigkeiten) festgelegt hat, zumal der Be-

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schwerdeführer keine Berufsausbildung abgeschlossen hat (AB 1 S. 4 
Ziff. 5.2). Der massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer beträgt dabei 
Fr. 4'901.--. Auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden 
(Bundesamt für Statistik [BFS], Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, Total) und auf das massgebende Jahr 2012 aufge-
rechnet, resultiert daraus ein Invalideneinkommen von Fr. 62'353.80 
(Fr. 4'901.-- : 40 x 41.7 x 12 : 100 x 101.7; vgl. BFS, Nominallöhne 2010 – 
2012, Tabelle T1.10, Total) im Jahr. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass – 
entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 4) – weder die behandeln-
den Ärzte noch der RAD-Arzt eine angepasste Tätigkeit lediglich zu acht 
Stunden am Tag als zumutbar erachteten. Im Gegenteil, der RAD-Arzt hat 
in einer solchen Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert (AB 50 S. 9). 

Der von der Beschwerdegegnerin zugestandene Abzug von 10% (AB 59 
S. 2) trägt – entgegen den Vorbringen in der Beschwerde (S. 3 Ziff. 1) – 
allen einkommensbeeinflussenden gesundheitsbedingten Aspekten genü-
gend Rechnung. Es besteht sodann kein Anlass in das diesbezügliche Er-
messen der Verwaltung einzugreifen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6 S. 81). 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'976.-- und einem Invalidenein-
kommen von Fr. 56'118.40 (Fr. 62'353.80 x 0.9) resultiert eine Einkom-
menseinbusse von Fr. 24'857.60, was einem IV-Grad von gerundet 31% 
(zur Rundung: BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 und 3.3) entspricht. Somit 
besteht kein Anspruch auf eine Rente der IV (vgl. E. 2.2 hiervor).

4.3 Selbst wenn aufgrund der Tatsachen, dass der Beschwerdeführer 
… Staatsangehöriger (AB 1 S. 1 Ziff. 1.6 und AB 3) ist und er keine 
Schwerarbeit mehr ausüben kann (vgl. E. 3.3 hiervor), zu seinen Gunsten 
ein Abzug von maximal 15% gewährt würde, würde dies am Ergebnis 
nichts ändern. Denn bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'976.-- und 
einem Invalideneinkommen von Fr. 53'000.75 (Fr. 62'353.80 x 0.85) würde 
ein IV-Grad von gerundet maximal 35% resultieren. Somit bestünde auch 
diesfalls kein Anspruch auf eine Rente der IV.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2014, IV/13/356, Seite 13

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 3. April 2013 
nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist unbegründet 
und abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Jan. 2014, IV/13/356, Seite 14

4. Zu eröffnen (R):

- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.