# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d2e08cb4-2db9-52bf-a93e-a75795241408
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.10.2014 200 2014 630
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-630_2014-10-06.pdf

## Full Text

200 14 630 KV
ACT/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 6. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arcosana AG 
Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. Mai 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, KV/14/630, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) kündigte am 
3. November 2012 die obligatorische Krankenpflegeversicherung bei der 
Arcosana AG (fortan Arcosana bzw. Beschwerdegegnerin; vgl. Akten der 
Arcosana, Antwortbeilage [AB] 12), worauf diese am 16. November 2012 
den Kündigungseingang bestätigte und gleichzeitig auf die rechtlichen Vor-
behalte hinwies (vgl. AB 13). Am 29. Januar 2013 teilte sie der Versicher-
ten mit, dass per 31. Dezember 2012 noch Zahlungsausstände bestanden 
hätten und ein Wechsel zu einem anderen Versicherer im Moment nicht 
möglich sei (vgl. AB 15). In der weiteren Korrespondenz (vgl. AB 16-28) 
beharrte die Versicherte auf einer Auflösung des Versicherungsverhältnis-
ses, wogegen die Arcosana an ihrer Position festhielt.

In der Folge stellte die Arcosana der Versicherten am 4. Mai, 8. Juni und 
6. Juli 2013 die Prämien betreffend die Monate Juni bis August 2013 von 
monatlich je Fr. 465.05 in Rechnung (vgl. AB 1/1, 2/1, 3/1). Nachdem ent-
sprechende Zahlungen auch nach erfolgten Mahnungen und Zahlungsauf-
forderungen (vgl. AB 1/2 f., 2/2 f., 3/2 f.) ausblieben, setzte die Arcosana 
am 18. Dezember 2013 die erwähnten Prämienforderungen im Betrag von 
insgesamt Fr. 1‘395.15, zuzüglich Zins von 5 % seit 31. Juli 2013 sowie 
Spesen von Fr. 100.--, in Betreibung (vgl. AB 4). Den in der Betreibung 
Nr. … des Betreibungsamtes Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, erho-
bene Rechtsvorschlag (vgl. AB 5) hob die Arcosana mit Verfügung vom 
13. März 2014 (AB 6) auf und wies eine dagegen am 8. April 2014 erhobe-
ne Einsprache (AB 7) mit Entscheid vom 21. Mai 2014 (AB 8) ab.

B.

Mit Eingabe vom 29. Juni 2014 erhob die Versicherte Beschwerde und be-
antragte sinngemäss die kostenfällige Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheids.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, KV/14/630, Seite 3

In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Juli 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 21. Mai 2014 (AB 8). 
Streitig und zu prüfen ist der Bestand der geltend gemachten Forderungen 
für die Prämien der Monate Juni bis August 2013 von Fr. 1‘395.15, zuzüg-
lich Zins seit 31. Juli 2013 sowie Spesen von Fr. 100.--, und ob die Voraus-
setzungen für die Aufhebung des Rechtsvorschlages in der Betreibung 
Nr. … des Betreibungsamtes Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland, im 
erwähnten Umfang gegeben sind. 

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1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der 
Streitigkeit in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Versicherer legt die Prämien für seine Versicherten fest (Art. 61 
Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vom 
18. März 1994 [KVG; SR 832.10]). Die Prämien sind im Voraus und in der 
Regel monatlich zu bezahlen (Art. 90 der Verordnung über die Krankenver-
sicherung vom 27. Juni 1995 [KVV; SR 832.102]). Bezahlt die versicherte 
Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht, so hat der Versi-
cherer ihr, nach mindestens einer schriftlichen Mahnung, eine Zahlungsauf-
forderung zuzustellen, ihr eine Nachfrist von 30 Tagen einzuräumen und 
sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 
KVG). Der Versicherer muss die Zahlungsaufforderung bei Nichtbezahlung 
von Prämien spätestens drei Monate ab deren Fälligkeit zustellen. Er muss 
sie getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen zustellen 
(Art. 105b Abs. 1 KVV). Bezahlt die versicherte Person trotz Zahlungsauf-
forderung die Prämien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinse nicht innert 
der gesetzten Frist, so muss der Versicherer die Betreibung anheben 
(Art. 64a Abs. 2 Satz 1 KVG).

2.2 In Abweichung von Art. 7 KVG kann die säumige versicherte Person 
den Versicherer nicht wechseln, solange sie die ausstehenden Prämien 
und Kostenbeteiligungen sowie die Verzugszinse und Betreibungskosten 
nicht vollständig bezahlt hat. Vorbehalten bleibt Art. 7 Abs. 3 und 4 KVG 
(Art. 64a Abs. 6 KVG). Säumig ist die versicherte Person ab Zustellung der 
Mahnung nach Art. 105b Abs. 1 KVV (Art. 105l Abs. 1 KVV).

Kündigt eine säumige versicherte Person ihr Versicherungsverhältnis, so 
muss der Versicherer sie informieren, dass die Kündigung keine Wirkung 

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entfaltet, wenn die bis einen Monat vor Ablauf der Kündigungsfrist 
gemahnten Prämien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinse sowie die bis 
zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Betreibungskosten bis zum Ablauf der 
Kündigungsfrist nicht vollständig bezahlt sind (Art. 105l Abs. 2 KVV).

Sind die ausstehenden Beträge nach Art. 105l Abs. 2 KVV beim 
Versicherer nicht rechtzeitig eingetroffen, so muss dieser die betroffene 
Person informieren, dass sie weiterhin bei ihm versichert ist und frühestens 
auf den nächstmöglichen Termin nach Art. 7 Abs. 1 und 2 KVG den 
Versicherer wechseln kann. Der Versicherer muss zudem den neuen 
Versicherer innerhalb von 60 Tagen darüber informieren, dass die 
versicherte Person weiterhin bei ihm versichert ist (Art. 105l Abs. 3 KVV).

2.3 Das Versicherungsverhältnis endet beim bisherigen Versicherer 
erst, wenn ihm der neue Versicherer mitgeteilt hat, dass die betreffende 
Person bei ihm ohne Unterbrechung des Versicherungsschutzes versichert 
ist (Art. 7 Abs. 5 Satz 1 KVG). 

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet den Bestand (Verität) der Forde-
rung betreffend die Prämien für die Monate Juni bis August 2013 vorab mit 
dem Hinweis darauf, dass sie die obligatorische Krankenpflegeversiche-
rung frist- und formgerecht per Ende 2012 gekündigt und demnach zwi-
schen ihr und der Beschwerdegegnerin kein Versicherungsverhältnis mehr 
bestanden habe (vgl. Beschwerde S. 3 f.).

3.1.1 Mit Schreiben vom 3. November 2012 (AB 12) kündigte die Be-
schwerdeführerin die Versicherung mit der Beschwerdegegnerin wegen 
einer Prämienerhöhung für das Jahr 2013 sinngemäss per Ende 2012 und 
die Assura, assurance maladie et accidents (heute: Assura-Basis SA), als 
neuer Krankenpflegeversicherer bestätigte die Aufnahme der Beschwerde-
führerin per 1. Februar 2013 (vgl. AB 14). Das Versicherungsverhältnis zur 
Beschwerdegegnerin erlosch jedoch nicht per 31. Dezember 2012. Denn 
Letztere bestätigte mit Schreiben vom 16. November 2012 (AB 13) zwar 
den Eingang der Kündigung, wies aber auf Bedingungen für die Freizügig-

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keit beim Kassenwechsel im Sinne von Art. 64a Abs. 6 KVG und Art. 105l 
KVV (vgl. E. 2.2 hievor) hin. Dabei wurde die Beschwerdeführerin – entge-
gen der von ihr offensichtlich vertretenen Ansicht (vgl. Beschwerde S. 3) – 
hinreichend auf die materielle Rechtslage aufmerksam gemacht. Ob es 
sich um einen standardisierten Vermerk handelte, der auch bei fehlenden 
Zahlungsausständen verwendet wird, ist unmassgeblich. 

3.1.2 Es ist erstellt, dass Ende Dezember 2012 (mindestens) die Versi-
cherungsprämien betreffend die Monate Februar bis August sowie Oktober 
2011 noch offen waren; weder die Beschwerdeführerin noch das kantonale 
Amt für Sozialversicherungen (ASV; bis 31. Dezember 2011: Amt für Sozia-
lversicherung und Stiftungsaufsicht [ASVS]) hatten bis zu diesem Zeitpunkt 
die Forderungen aus den Verlustscheinen beglichen (vgl. AB 29-31). An-
ders als in der Beschwerde (S. 4) angenommen, kann der Beschwerde-
gegnerin nicht angelastet werden, dass das ASV nicht vor Jahresende be-
zahlte. Bei der Regelung von Art. 64a Abs. 4 KVG handelt es sich nicht 
etwa um eine externe (privative) Schuldübernahme im Sinne von 
Art. 176 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220), denn 
damit wäre ein Schuldnerwechsel verbunden, was dem klaren gesetzgebe-
rischen Willen zuwiderliefe. Zwar sollten die versicherten Personen (und 
indirekt vor allem die Leistungserbringer) nicht mehr durch eine Leistungs-
sistierung der Versicherer belastet werden, hingegen ist das Prämieninkas-
so gegen die säumigen Prämienschuldner weiterzuführen (vgl. BBl 2009 
S. 6618 ff.; Amtl. Bull. NR 2009 S. 1783 ff., SR 2009 S. 1238 f.), denn für 
die Kostenübernahme durch den Kanton ist ja das Vorliegen eines Verlust-
scheins oder eines gleichartigen Rechtstitels nötig (Art. 64a Abs. 3 KVG). 
Hinzu kommt, dass der Kanton die Forderungen gegenüber den Versiche-
rern ohnehin nicht vollumfänglich, sondern nur zu 85 % übernimmt (vgl. 
Art. 64a Abs. 4 KVG). Somit war und blieb allein die Beschwerdeführerin 
Schuldnerin der Ausstände. Im Übrigen werden die Forderungen – obwohl 
in den entsprechenden Formularen (AB 30 f.) auf Art. 164 ff. OR verwiesen 
wird – auch nicht zediert, denn der Versicherer bleibt gemäss Bericht der 
Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-
NR) vom 28. August 2009 gegenüber seinem Versicherten Gläubiger und 
nur er ist berechtigt, Zahlungen zu erhalten (vgl. BBl 2009 S. 6622), an-
dernfalls hätte er denn auch die Verlustscheine und die gleichwertigen 

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Rechtstitel (vgl. dazu: Art. 105i KVV; Art. 22b der kantonalen Krankenversi-
cherungsverordnung vom 25. Oktober 2000 [KKVV; BSG 842.111.1]) nicht 
bis zur vollständigen Bezahlung der ausstehenden Forderungen aufzube-
wahren (vgl. Art. 64a Abs. 5 KVG), sondern dem Kanton zu übergeben. 
Nach dem Gesagten ändert sich die Rechtsposition der versicherten Per-
sonen dadurch nicht, dass die Kantone gegenüber den Trägern der obliga-
torischen Krankenpflegeversicherungen die Prämienausstände (teilweise) 
übernehmen. Diese Regelung bezweckt eine Minderung des Schadens der 
Leistungserbringer und nicht die Befreiung der Schuldner von ihrer Zah-
lungspflicht.

3.1.3 Die Beschwerdeführerin machte zu keinem Zeitpunkt geltend, dass 
sie bis Ende 2012 die ausstehenden Beträge bezahlt hätte, so dass sie 
sich nicht darauf berufen kann, sie sei von der Beschwerdegegnerin nicht 
über die offenen Forderungen informiert worden (vgl. Beschwerde S. 3). 
Eine allfällig unterbliebene Information hätte die Beschwerdeführerin nicht 
daran gehindert, die Ausstände zu bezahlen und damit einen Wechsel des 
Versicherers zu ermöglichen. Im Weiteren ist nicht einzusehen, weshalb 
vor der Kündigung ergangene Mahnungen nicht zu berücksichtigen wären 
(vgl. Beschwerde S. 3 unten); entscheidend ist allein, dass noch Ausstände 
bestanden, was der Beschwerdeführerin offensichtlich bewusst war, wies 
sie doch im Kündigungsschreiben (AB 12) selbst darauf hin.

3.1.4 Schliesslich kündigte die Beschwerdeführerin zwar sinngemäss per 
Ende 2012 (vgl. AB 12), jedoch bestand eine Deckung durch die neue Ver-
sicherung erst ab Februar 2013 (vgl. AB 14), auf welchen Zeitpunkt hin 
jedoch keine Kündigung erfolgte und nach Art. 7 KVG auch gar nicht mög-
lich gewesen wäre.

3.2 Nach dem vorstehend Dargelegten war die Beschwerdeführerin im 
Jahr 2013 weiterhin bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch kranken-
pflegeversichert und schuldete deshalb die entsprechenden Versiche-
rungsprämien. Deren Höhe von Fr. 1‘395.15 für die drei hier zu beurteilen-
den Monate ist unbestritten und nicht zu beanstanden (Fr. 465.05 [vgl. 
AB 10] x 3).

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3.3 Verschuldet die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzei-
tiger Zahlung nicht entstanden wären, so kann der Versicherer angemes-
sene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen allgemeinen Be-
stimmungen über die Rechte und Pflichten der Versicherten eine entspre-
chende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 2 KVV; vgl. BGE 125 V 276). 
Gemäss Art. 14 Abs. 3 des Reglements für die Versicherungen nach KVG 
(Ausgabe Januar 2010; AB 11) fallen Auslagen der Beschwerdegegnerin 
für Mahnungen und Betreibungen zulasten der versicherten Person. 
Wenngleich die Beschwerdegegnerin über kein spezifisches Kostenregle-
ment verfügt, sind Spesen von gesamthaft Fr. 100.-- (vgl. AB 6) für die 
Mahnungen, Zahlungsaufforderungen und das Betreibungsbegehren (vgl. 
AB 1-4) ohne weiteres als angemessen zu betrachten. Dass diese Spesen 
bereits auf den einzelnen Mahnungen aufgeführt werden (vgl. Beschwerde 
S. 5), ist nicht erforderlich. 

3.4 Die Betreibungskosten sind von Gesetzes wegen geschuldet 
(Art. 68 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs vom 
11. April 1889 [SchKG; SR 281.1]) und vom Schuldner bei erfolgreicher 
Betreibung zusätzlich zum dem Gläubiger zugesprochenen Betrag zu be-
zahlen. Es ist nicht Sache des Krankenversicherers diese Kosten zu verfü-
gen. Sie bilden nicht Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens und es 
braucht dafür keine Rechtsöffnung erteilt zu werden (SVR 2006 KV Nr. 1 
S. 2 E. 4.1; RKUV 2004 S. 465 E. 5.3.2). Der Verweis der Beschwerdefüh-
rerin (vgl. Beschwerde S. 5) auf die Rechtsprechung, wonach die versicher-
te Person nicht mit den Betreibungskosten belastet werden darf, wenn der 
Versicherer sie betreibt, bevor sie eine beschwerdefähige Verfügung erlas-
sen hat (vgl. GEBHARD EUGSTER, Bundesgesetz über die Krankenversiche-
rung [KVG], 2010, S. 428 mit Hinweis auf RSKV 1972 Nr. 128 S. 101 und 
EVGE 1968 S. 20), betrifft die Kosten des Zahlungsbefehls von Fr. 73.30 
(vgl. AB 5) sowie allfällige weitere Betreibungskosten, die vorliegend aus-
serhalb des Anfechtungs- und Streitgegenstandes liegen. Dementspre-
chend wurden diese Kosten in der Verfügung vom 13. März 2014 (AB 6/1) 
sowie im angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. Mai 2014 (AB 8/5 
E. 2.13) zwar thematisiert, jedoch waren sie nicht Inhalt der jeweiligen Ent-
scheidformel (Dispositiv).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2014, KV/14/630, Seite 9

3.5 Gestützt auf Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 26 Abs. 1 ATSG sind für 
fällige Prämien Verzugszinsen zu leisten. Der Satz beträgt 5 % im Jahr 
(Art. 105a KVV). Die Verzugszinsen sind grundsätzlich von Gesetzes we-
gen vorgesehen, womit die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin 
nicht zusätzlich auf die Verzugszinspflicht hinzuweisen hatte (vgl. Be-
schwerde S. 5). Der geltend gemachte Zinssatz von 5 % (vgl. AB 6) sowie 
der mittlere Verfall per 31. Juli 2013 (vgl. AB 8/5 E. 2.10) als Beginn des 
Verzugszinsenlaufs (dies a quo) sind nicht zu beanstanden.

3.6 Entgegen der Argumentation in der Beschwerde (S. 4 f.) hielt sich 
die Beschwerdegegnerin bei ihren Inkassobemühungen an die spezifischen 
rechtlichen Vorgaben (vgl. E. 2.1 hievor). Soweit die Beschwerdeführerin 
vorbringt, sie habe die Zahlungsaufforderungen (AB 1/3, 2/3, 3/3) nicht er-
halten, liegt offensichtlich eine Schutzbehauptung vor. Die Zahlungsauffor-
derungen wurden am gleichen Tag wie die Mahnungen betreffend die Prä-
mienforderung des darauffolgenden Monats versandt (vgl. AB 1/3 resp. 2/2; 
2/3 resp. 3/2); es ist weder plausibel noch überwiegend wahrscheinlich, 
dass zwar die Mahnungen (vgl. Akten der Beschwerdeführerin, Beschwer-
debeilagen [BB] 7 f.), nicht aber die gleichentags verschickten Zahlungsauf-
forderungen bei der Beschwerdeführerin eingelangten. 

3.7 Nach der Rechtsprechung sind die Versicherer befugt, den gegen 
eine (noch nicht rechtskräftig festgesetzte) Prämienforderung im Bereich 
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erhobenen Rechtsvor-
schlag im Rahmen des Verwaltungsverfahrens mittels Verfügung oder Ein-
spracheentscheid aufzuheben (vgl. Art. 79 SchKG). Dabei muss ausdrück-
lich auf die Betreibung Bezug genommen und der Rechtsvorschlag als auf-
gehoben erklärt werden. Die Verwaltungsbehörde fällt in dieser Konstellati-
on nicht nur einen Sachentscheid, sondern handelt gleichzeitig auch als 
Rechtsöffnungsinstanz. Gleiches gilt im Beschwerdefall für die Gerichte 
(BGE 121 V 109 E. 2 S. 110, 119 V 329 E. 2b S. 331; SVR 2010 KV Nr. 6 
S. 28 E. 2.1).

Da der Forderungsbestand ausgewiesen ist, hob die Beschwerdegegnerin 
den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Bern-
Mittelland, Dienststelle Mittelland, im Rahmen des Prämienausstandes von 
Fr. 1‘395.15 nebst Zins zu 5 % seit 31. Juli 2013 sowie den Spesen von 

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Fr. 100.-- zulässigerweise auf. Für die Betreibungskosten war dagegen 
kein Rechtsvorschlag zu beseitigen (vgl. E. 3.4 hievor). 

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Mai 2014 (AB 8) ist folg-
lich nicht zu beanstanden, die dagegen erhobene Beschwerde vom 29. Ju-
ni 2014 erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG muss das Verfahren für die Parteien 
kostenlos sein; einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, 
können jedoch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt 
werden. Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung kann vorliegen, 
wenn die Partei ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von 
dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er 
unrichtig ist. Mutwillige Prozessführung kann auch etwa angenommen wer-
den, wenn eine Partei eine ihr in dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (z.B. 
Mitwirkungs-, Unterlassungspflicht) verletzt oder wenn sie noch vor der 
Rekursbehörde an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält 
(BGE 124 V 285 E. 4b S. 288, 112 V 333 E. 5a S. 334; SVR 2007 IV Nr. 19 
S. 69 E. 2.2).

Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin ohne jede Aussicht auf 
Erfolg zumindest leichtsinnig, wenn nicht gar mutwillig, gegen den gut be-
gründeten abweisenden Einspracheentscheid Beschwerde erhoben. Unter 
diesen Umständen sind der Beschwerdeführerin Verfahrenskosten, be-
stimmt auf Fr. 500.--, aufzuerlegen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Arcosana AG
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.