# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51941c30-2aa6-5f7b-9d34-859d8996b9f3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.09.2020 UV 2019/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-79_2020-09-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/79

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.12.2020

Entscheiddatum: 09.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 09.09.2020
Art. 6 UVG: Verneinung des überwiegend wahrscheinlichen Beweises des 
Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen im 
Leistungseinstellungszeitpunkt auch nach Einholung einer weiteren 
ärztlichen Beurteilung des beratenden Arztes des Unfallversicherers infolge 
einer Rückweisung der Streitsache zu ergänzenden Abklärungen durch das 
Versicherungsgericht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 9. September 2020, UV 2019/79).

Entscheid vom 9. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili

Geschäftsnr.

UV 2019/79

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

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Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Direktion Bern, 

Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Heilbehandlung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war aufgrund seiner Tätigkeit als Hauswart der 

B.___ bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: 

Mobiliar) obligatorisch unfallversichert, als er am 24. Oktober 2016 mit dem Fahrrad 

stürzte (UV-act. 2/1). Die Erstbehandlung fand am 31. Oktober 2016 durch Dipl. med. 

C.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie, statt, die als Befunde eine 

Rötung und Schwellung am linken distalen Unterschenkel mit einem grossflächigen 

Hämatom erhob, ein altes prätibiales Hämatom Unterschenkel links nach Fahrradsturz 

(24. Oktober 2016) sowie eine Prellung diagnostizierte und eine medikamentöse 

Schmerztherapie veranlasste. Eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigte sie nicht (UV-act. 3/

M4).

A.a. 

Am 7. November 2016 erfolgte eine Notfallkonsultation des Versicherten im Spital 

D.___, dessen Ärzte nach einer klinischen und röntgenologischen Untersuchung des 

linken Unterschenkels und linken Knies sowie einer sonographischen Untersuchung 

des linken Unterschenkels die Diagnosen altes prätibiales Hämatom Unterschenkel 

links und Verdacht auf Innenbandläsion Knie links stellten, das Hämatom punktierten 

und eine MRI-Untersuchung des linken Knies veranlassten (UV-act. 3/M2; vgl. auch 

UV-act. 3/M1). Die MRI-Untersuchung wurde am 8. November 2016 durchgeführt und 

brachte eine trikompartimentelle Gonarthrose, medialbetont mit mehrfacher 

Chondropathie Grad III bis IV, eine fortgeschrittene Degeneration des Innenmeniskus 

mit Volumenreduktion des Innenmeniskushinterhorns und komplexem Riss am 

Hinterhorn, eine höhergradige, femoralseitig betonte MCL-Läsion (Ligamentum 

A.b. 

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collaterale mediale = Innenband des Knies) mit signalangehobenen elongierten 

Bandstrukturen, einen moderaten Kniegelenkserguss, eine leichte Zerrung des 

vorderen Kreuzbandes sowie ein ausgeprägtes Weichteilödem in der Kniekehle und 

medialbetont zur Darstellung (UV-act. 3/M3, 3/M9). Die untersuchenden Ärzte des 

Spitals D.___ stellten anlässlich einer Sprechstunde vom 11. November 2016 anhand 

von klinischen Untersuchungsergebnissen und den Angaben des Versicherten einen 

erfreulichen Verlauf fest und empfahlen ihm, das betroffene linke Bein regelmässig zu 

schonen und hochzulagern, um die endgültige Resorption des ursprünglichen 

Hämatoms am prätibialen distalen Unterschenkel links zu beschleunigen. Aufgrund des 

MRI-Befunds wurde die Möglichkeit einer operativen Versorgung mittels 

Kniearthroskopie oder Knieendoprothese erörtert. In Anbetracht der fehlenden Klinik 

wurde jedoch gemeinsam entschieden, eine solche erst bei erneuter 

Beschwerdezunahme nochmals zu diskutieren (UV-act. 3/M3). Am 2. Mai 2017 reichte 

Dipl. med. C.___ der Mobiliar das Arztzeugnis über die Arbeitsunfähigkeit ein, laut 

welchem der Versicherte letztmals am 1. Februar 2016 (richtig: 1. Februar 2017) bei ihr 

in Behandlung gewesen war, bei unauffälligem lokalem Befund noch unter 

belastungsabhängigen Knieschmerzen links gelitten hatte und mit Physiotherapie 

behandelt worden war (UV-act. 3/M5; vgl. auch UV-act. 1/5).

Nach Vorlage des Schadenfalls bei ihrem beratenden Arzt Dr. med. E.___, 

Facharzt für Chirurgie (UV-act. 3/M6), teilte die Mobiliar dem Versicherten mit 

Schreiben vom 31. Mai 2017 mit, es müsse davon ausgegangen werden, dass die 

Beschwerden ab Februar 2017 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 24. Oktober 2016 stünden und deshalb ein 

Anspruch auf Versicherungsleistungen ab dem 1. Februar 2017 abgelehnt werden 

müsse (UV-act. 1/6 f.).

A.c. 

Nachdem sich der Versicherte mit Schreiben vom 6. Juni 2017 mit der Leistungs­

ablehnung nicht einverstanden erklärt und die Vergütung weiterer 

Heilbehandlungskosten sowie die Übernahme der Reisekosten zu drei ärztlichen 

Untersuchungen ins Spital D.___ und 18 Fahrten zur Physiotherapie beantragt hatte 

(UV-act. 1/9 f.), hielt die Mobiliar mit Verfügung vom 13. Juni 2017 an ihrer 

Leistungsablehnung ab dem 1. Februar 2017 fest. Betreffend Reisekosten bis zum 1. 

Februar 2017 ersuchte sie den Versicherten um eine Aufstellung der konkreten Reisen 

A.d. 

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(Strecke, Datum, Kilometer). Diese würden dann zu Fr. 0.60/km entschädigt (UV-act. 

1/12 f.). Gegen die Verfügung vom 13. Juni 2017 erhob der Versicherte am 19. Juni 

bzw. 12. Juli 2017 Einsprache (UV-act. 1/16, 1/28). Zusammen mit einem Schreiben 

vom 18. September 2017 (UV-act. 1/35) reichte der Versicherte Bestätigungen der 

F.___ vom 15. und 18 September 2017 betreffend die bei ihm durchgeführten 

Physiotherapiebehandlungen ein (UV-act. 1/32 ff.). Mit Einspracheentscheid vom 27. 

September 2017 wies die Mobiliar die Einsprache des Versicherten vom 19. Juni bzw. 

12. Juli 2017 ab. Für entstandene Reisekosten bis zum 31. Januar 2017 bestehe bei 

einem Kilometer-Entschädigungsansatz von Fr. 0.60/km ein Leistungsanspruch in der 

Höhe von Fr. 156.60. Dieser Betrag sei dem Versicherten überwiesen worden (UV-act. 

1/36 ff.).

Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde vom 10. Oktober 2017 (UV-

act. 1/69) wurde mit Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 11. März 

2019 (UV 2017/82, UV-act. 1/100 ff.) insofern teilweise gutgeheissen, als dass der 

Einspracheentscheid vom 27. September 2017 aufgehoben und die Streitsache zu 

ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer 

Verfügung an die Mobiliar zurückgewiesen wurde.

A.e. 

Inzwischen hatte Dr. med. G.___, Praktischer Arzt, Oto-Rhino-Laryngologie, dem 

Versicherten am 31. August 2018 bei der Diagnose "St. n. Velosturz 10/2016 mit 

Knieverletzung links und Kontusion US links, aktuell rezidivierende Gonalgie links" eine 

Verordnung für eine Physiotherapie bei H.___ ausgestellt (UV-act. 3/M7). Am 8. April 

2019 schrieb Dr. G.___ der Mobiliar, dass der Versicherte am 24. Oktober 2016 einen 

Velosturz erlitten und sich dabei eine Knieverletzung links sowie eine Kontusion des 

linken Unterschenkels zugezogen habe. Seither beklage er eine rezidivierende Gonalgie 

links. Aus diesem Grund habe er auf Wunsch des Versicherten am 31. August 2018 

eine Physiotherapieverordnung ausgestellt. Der Versicherte sei seither nicht mehr in 

seiner Sprechstunde gewesen (UV-act. 3/M14).

A.f. 

Am 24. Juni 2019 beauftragte die Mobiliar zur Beurteilung ihrer Leistungspflicht 

Dr. E.___ mit der Beantwortung verschiedener Fragen (UV-act. 3/M15-26), zu welchen 

dieser am 4. Juli 2019 Stellung nahm (UV-act. 3/M15-27 ff.). Gestützt auf diese 

Beurteilung teilte die Mobiliar dem Versicherten mit Schreiben vom 17. Juli 2019 mit, es 

A.g. 

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B.

Mit Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2019 (UV-act. 1/169 ff.) wies die Mobiliar die 

Einsprache des Versicherten vom 10. bzw. 15. September 2019 (UV-act. 1/149 ff., 

1/159 f.) gegen die Verfügung vom 13. August 2019 ab.

C.  

müsse davon ausgegangen werden, dass die Beschwerden ab dem 1. Februar 2017 

nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Ereignis 

vom 24. Oktober 2016 stünden und deshalb ein Anspruch auf Versicherungsleistungen 

ab dem 1. Februar 2017 abgelehnt werden müsse (UV-act. 1/135 f.).

Nachdem sich der Versicherte mit Schreiben vom 1./5. August 2019 mit der 

Leistungseinstellung per 1. Februar 2017 nicht einverstanden erklärt hatte (UV-act. 

1/141 f.), hielt die Mobiliar am 13. August 2019 verfügungsweise an ihrer 

Leistungseinstellung per vorgenanntem Zeitpunkt fest (UV-act. 1/143 ff.).

A.h. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 10. November 2019 (Postaufgabe) Beschwerde 

mit dem sinngemässen Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 

und es seien ihm über den 1. Februar 2017 hinaus die gesetzlichen Leistungen 

auszurichten (act. G1, vgl. auch act. G 2).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2019 beantragte die Mobiliar 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde in Bestätigung 

des Einspracheentscheids vom 16. Oktober 2019 (act. G 4).

C.b. 

Mit Replik vom 20. Januar 2020 (Postaufgabe) erneuerte der Beschwerdeführer 

sinngemäss seinen Beschwerdeantrag (act. G 6).

C.c. 

Mit Schreiben vom 28. Januar 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer Duplik und verwies auf ihre bisherigen Ausführungen und das 

gestellte Rechtsbegehren (act. G 8).

C.d. 

Am 18. Mai 2020 (Postaufgabe) reichte der Beschwerdeführer eine weitere 

Eingabe ein (act. G 10). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 26. 

Mai 2020 auf eine Stellungnahme (act. G 12).

C.e. 

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Erwägungen

1.

Strittig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin mit dem 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2019 (UV-act. 1/169 ff.) zu Recht 

einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen über den 31. 

Januar 2017 hinaus abgelehnt hat. Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin, 

dass der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2016 einen Unfall im Sinne von Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) erlitten und sich dabei am linken Unterschenkel und am linken Knie verletzt 

hatte. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. E.___ vom 4. Juli 2019 (UV-act. 3/M15) geht 

sie jedoch davon aus, die Unfallverletzungen seien am 31. Januar 2017 ausgeheilt 

gewesen und fortdauernde Beschwerden des Beschwerdeführers stünden nicht mehr 

in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall. Laut Arztzeugnis von Dipl. 

med. C.___ vom 2. Mai 2017 war der Beschwerdeführer letztmals am 1. Februar 2016 

(richtig: 1. Februar 2017) bei ihr in Behandlung gewesen, hatte bei einem unauffälligen 

lokalen Befund noch unter belastungsabhängigen Knieschmerzen links gelitten und war 

mit Physiotherapie behandelt worden (UV-act. 3/M5). In der Beschwerde vom 11. 

November 2019 (Postaufgabe [act. G 2]) und Replik vom 20. Januar 2020 (Postaufgabe 

[act. G 6]) macht der Beschwerdeführer geltend, seit dem Unfall Tag und Nacht unter 

Knieschmerzen zu leiden. Aktenkundig ist sodann, dass der Beschwerdeführer nach 

dem Leistungseinstellungszeitpunkt im Zeitraum vom 3. Februar bis 6. März 2017 in 

der F.___ neun Physiotherapiebehandlungen hatte (UV-act. 1/34) und vom 10. 

September bis 13. Dezember 2018 bei H.___ in physiotherapeutischer Behandlung 

gewesen ist (UV-act. 1/96). Für letztere hatte ihm Dr. G.___ anlässlich einer 

Konsultation am 31. August 2018 eine Physiotherapieverordnung ausgestellt (UV-act. 

3/M7, 3/M14). 

2.  

Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) hat der Unfallversicherer bei Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 ATSG) für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 

(BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. 

2.1. 

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zu Art. 6: Ghislane Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurz Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Der Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs (bzw. des Wegfalls desselben) wird in erster Linie 

mittels Angaben der medizinischen Fachpersonen geführt (Urteil des Bundesgerichts 

vom 1. September 2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2; KOSS UVG-Nabold, a.a.O., N 53 zu 

Art. 6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55). Bei 

physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 135 V 250 E. 4 mit Hinweisen, 118 V 291 

f. E. 3.a, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45). Das Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 

von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

verneint werden können bzw. nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich 

fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Thomas Locher/Thomas Gächter, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N. 58 f.; Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 4).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen 

Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich 

um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier - 

anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen ein (erneuter) 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 4, 79).

2.2. 

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Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, 130 zu Art. 61). Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind. Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen 

während des Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und 

Ärztinnen einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen 

werden (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 

der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen 

Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) geben keinen formellen Anspruch auf 

versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet 

das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 

E. 1a S. 281 f.). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch eine reine Beurteilung 

aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. E.___ am 4. Juli 2019 erstellt wurde (UV-

act. 3/M15), beweiskräftig sein kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 

2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine 

formell-rechtlichen Gründe gegen den Einbezug der ärztlichen Aktenbeurteilung von Dr. 

E.___. In seiner Beurteilung vom 4. Juli 2019 gibt dieser auch die Akten an, auf denen 

seine Beurteilung basiert. Ob letztlich auf die Beurteilung des beratenden Arztes 

abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden materiell-rechtlichen 

Beweiswürdigung zu prüfen.

2.3. 

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3.  

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die mittels apparativer 

Untersuchungsmethoden (wie Röntgen, Sonographie, Kernspintomographie, 

Computertomographie, Arthroskopie) erhoben worden sind (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 

134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 

mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 

8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).

3.1. 

Beim Beschwerdeführer wurde am 8. November 2016 und damit in zeitlicher Nähe 

zum Unfall vom 24. Oktober 2016 eine MRI-Untersuchung des linken Knies 

durchgeführt, welche strukturelle Gesundheitsschäden (eine höhergradige MCL-Läsion 

und eine leichte Zerrung des vorderen Kreuzbandes), einen moderaten 

Kniegelenkserguss und ein ausgeprägtes Weichteilödem in der Kniekehle und medial 

betont zur Darstellung brachte (UV-act. 3/M3). Was die vorgenannten 

Gesundheitsschäden betrifft, geht Dr. E.___ unangefochten von primären 

traumatischen Verletzungen aus (UV-act. 3/M6). Die diesbezügliche Leistungspflicht 

des Unfallversicherers entfällt, sobald diese Unfallverletzungen verheilt sind.

3.2. 

Anlässlich der Untersuchung im Spital D.___ vom 7. November 2016 war 

ausserdem ein altes prätibiales Hämatom im Bereich des linken Unterschenkels 

diagnostiziert worden (UV-act. 3/M2; vgl. auch UV-act. 3/M3). Diesbezüglich hat das 

Versicherungsgericht im Entscheid vom 11. März 2019 (UV 2017/82, UV-act. 1/100 ff., 

Erwägung 6) ausgeführt und begründet, weshalb mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer Heilung des Weichteilödems spätestens 

im Leistungseinstellungszeitpunkt ausgegangen werden kann. Der Beschwerdeführer 

macht denn auch in den Eingaben des vorliegenden Beschwerdeverfahrens lediglich 

Kniebeschwerden geltend (act. G1, G 2, G 6, G 10).

3.3. 

 3.4. 

Kernspintomographisch wurde sodann am 8. November 2016 im linken Knie eine 

trikompartimentelle Gonarthrose mit vor allem medial betonten Chondropathieschäden 

Grad III - IV (UV-act. 3/M3) festgestellt. Eine Arthrose kann definitionsgemäss keine 

primäre Unfallverletzung, sondern einzig eine degenerative Erkrankung sein. Im 

Regelfall entsteht sie im Rahmen des normalen Alterungsprozesses oder durch 

Überbeanspruchung, kann aber im Einzelfall auch als sekundärer unfallkausaler 

3.4.1. 

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Gesundheitsschaden in Form einer Spätfolge einer primären Verletzung - hauptsächlich 

nach einer schlecht verheilten intraartikulären Fraktur, geheilt ohne anatomisch exakte 

Reposition; nach Verletzungen von Gelenkweichteilstrukturen (z.B. Menisci) oder des 

Gelenkknorpels - auftreten (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 579 ff., S. 700 f., S. 735; Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 152 f.; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 134 f.). 

Der Beschwerdeführer erlitt zwar strukturelle Verletzungen im Bereich des Kniegelenks 

(vgl. Erwägung 3.2). Angesichts des kurzen Zeitraums zwischen dem Unfall und der nur 

einige Tage später radiologisch erhobenen weit fortgeschrittenen und ausgedehnten 

(trikompartimentellen) Gonarthrose geht jedoch Dr. E.___ in seinen Beurteilungen vom 

24. Mai 2017 (UV-act. 3/M6) und 4. Juli 2019 (UV-act. 3/M15) nachvollziehbar von 

einem Vorzustand aus. Auch in den übrigen medizinischen Akten wird eine 

unfallbedingte (sekundäre) Arthrose in Bezug auf den Unfall vom 24. Oktober 2016 

nicht diskutiert.

Im Entscheid vom 11. März 2019 (UV 2017/82, UV-act. 1/100 ff., vgl. Erwägung 

5.3.2) führte das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen aus, dass eine 

unfallkausale Gesundheitsschädigung in diesem Fall höchstens als vorübergehende 

oder richtungsgebende Verschlimmerung eines Vorzustandes in Betracht komme (vgl. 

dazu Rumo-Junog/Holzer, a.a.O., S. 54), wobei eine richtungsgebende 

Verschlimmerung ausgeschlossen wurde (vgl. Erwägung 7.1). Die lediglich 

vorübergehende unfallbedingte Verschlimmerung eines Vorzustandes basiert auf dem 

Wissen, dass es im Unfallversicherungsrecht Fälle gibt, bei denen die Unfallfolgen bzw. 

deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen 

Verlaufs nie konkret beschrieben bzw. radiologisch als strukturelle Verletzung der 

Gelenke oder Knochen sichtbar gemacht werden können. Dennoch wird bei einem 

adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden Einwirkung auf den 

Körper ausgegangen. Die in der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden 

werden allerdings nach einem bestimmten Zeitraum - trotz ihres möglichen 

Fortdauerns - aufgrund einer medizinischen Erfahrungstatsache nicht mehr dem Unfall 

angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in diesen Fällen nur den durch das 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen des 

Status quo sine vel ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem 

Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (vgl. nachfolgende Erwägung 4; vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, vom 9. Januar 

2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; vgl. 

auch Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.). Als Beispiele dafür gelten insbesondere 

3.4.2. 

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4.  

Weichteilverletzungen in Form einer Zerrung oder Kontusion. Ihre Diagnosen definieren 

eine schädigende Einwirkung des Unfalls auf den Körper, die insbesondere anhand 

klinischer Befunde - wie Hämatome, Schwellungen, Druckdolenzen, 

Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen - objektiviert wird (vgl. dazu 

Debrunner, a.a.O., S. 412; Roche Lexikon, S. 357, 441; Pschyrembel, a.a.O., S. 420). 

Der Unfallversicherer übernimmt die Leistungen bis zur Heilung dieser spezifischen 

Kontusions- bzw. Distorsionsverletzungen und/oder bis zur Heilung des durch ein 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschubs (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren legte die Beschwerdegegnerin die ärztliche 

Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. E.___ vom 4. Juli 2019 vor (UV-act. 3/M15).

4.1. 

 4.2. 

Dr. E.___ hielt darin zunächst - wie bereits im Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 11. März 2019 anerkannt - fest, dass es mit dem Ereignis 

vom 24. Oktober 2016 zur temporären Aktivierung der unfallvorbestehenden 

trikompartimentären Gonarthrose gekommen sei. Spätestens drei Monate nach dem 

Ereignis habe diese ihre Bedeutung verloren, so dass von einem Status quo sine 

auszugehen sei. Die Folgen der temporären Aktivierung der trikompartimentären 

Gonarthrose seien abgeklungen. Wiederauftretende Beschwerden, die fast zwei Jahre 

nach dem Unfall zur erneuten Verordnung einer Physiotherapie führten, könnten nicht 

mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit dem Ereignis begründet werden. Die 

medial bereits fortgeschrittene Gonarthrose beinhalte unfallunabhängig ein hohes 

Krankheitsrisiko und sei zwangsläufig progredient mit entsprechendem Crescendo-

Charakter. Es bestünden tiefgreifende Knorpelschäden. Dementsprechend sei es 

bereits zur Gelenkspaltverschmälerung gekommen. Die unzureichende 

Stossdämpferfunktion beschleunige die Entwicklung der Gonarthrose, so dass 

weiterhin zunehmende Beschwerden zu erwarten seien, dies aber unfallunabhängig.

4.2.1. 

Auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren gilt immer noch die damalige 

versicherungsgerichtliche Feststellung im Entscheid vom 11. März 2019 (UV 2017/82, 

UV-act. 1/100 ff., Erwägung 7.3), dass sich ein allfälliger Beschwerdeanteil infolge einer 

weiterdauernden vorübergehenden Verschlimmerung der Gonarthrose nur schwer oder 

kaum beurteilen oder von den unfallbedingen Verletzungen abgrenzen lassen dürfte. 

Das Versicherungsgericht liess damals offen, ob der von Dr. E.___ festgelegte 

Zeitpunkt für das Dahinfallen der Unfallkausalität in Bezug auf die traumatisch 

4.2.2. 

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vorübergehend verschlimmerte Gonarthrose spätestens nach drei Monaten 

anzunehmen sei oder eine solche Heilungsdauer zu optimistisch erscheine. Wie bereits 

erwähnt, stellte Dr. G.___ dem Beschwerdeführer am 31. August 2018 eine 

Physiotherapieverordnung mit der Diagnose "St. n. Velosturz 10/2016 mit 

Knieverletzung links und Kontusion US links, aktuell rezidiviernde Gonalgie links" aus 

(UV-act. 3/M7) und erklärte auch in seinem Schreiben vom 8. April 2019 (UV-act. 3/

M14), dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall eine rezidivierende Gonalgie links 

beklage. Er habe die Physiotherapieverordnung aus diesem Grund ausgestellt. Vor 

diesem Hintergrund besteht kein Anlass mehr für die Annahme, dass explizit über den 

Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus die überwiegend wahrscheinlich ursprünglich 

durch den Unfall symptomatisch gewordene Gonarthrose weiter Beschwerden 

gemacht hätte. Dies bedeutet nicht, dass die basierend auf der 

Physiotherapieverordnung vom 31. August 2018 therapierten Kniebeschwerden nicht 

im Zusammenhang mit der Gonarthrose standen. Gerade davon gehen Dr. G.___ und 

Dr. E.___ überzeugend und schlüssig aus. Doch beinhalten eben diese konkreten 

Beschwerden keinen unfallkausalen Beschwerdeanteil mehr, sondern sind nur noch 

rein degenerativ bedingt. Soweit der Beschwerdeführer beschreibt, dass er vor dem 

Unfall rein gar keine Arthrosebeschwerden gespürt habe, andernfalls er seine Arbeit 

nicht hätte ausüben können (vgl. act. G 1, G 6), so erklärt diese Argumentation nicht 

automatisch das Vorliegen einer immer noch andauernden unfallkausalen 

vorübergehenden Verschlimmerung der Gonarthrose (vgl. dazu die beweisrechtlich 

untaugliche Formel "post hoc ergo propter hoc" z.B. in: BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 67 

zu Art. 6; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 1989, S. 

460 Fn 1205).

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Das Versicherungsgericht erachtete jedoch in seinem Entscheid vom 11. März 

2019 (UV 201/82, Erwägung 8) den Beweis des Dahinfallens einer unfallkausalen 

Ursächlichkeit der Kniebeschwerden in Bezug auf die unbestrittenermassen 

unfallbedingten Bänderläsionen im linken Knie sowie das Weichteilödem in der 

Kniekehle und medialbetont nicht als überwiegend wahrscheinlich erbracht. Zu 

beurteilen bleibt mithin die Frage, ob nun mit der ärztlichen Beurteilung von Dr. E.___ 

vom 4. Juli 2019 (UV-act. 3/M15) eine zuverlässige medizinische Beurteilungsgrundlage 

für die Frage des Wegfalls der Unfallkausalität in Bezug auf die vorgenannten 

Unfallverletzungen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (1. Februar 2017) vorliegt und 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer Heilung 

derselben ausgegangen werden kann (vgl. Erwägung 3.2).

4.3. 

Dr. E.___ hält diesbezüglich fest, dass es beim Ereignis vom 24. Oktober 2016 zu 

einer Zerrung/Partialruptur des medialen Kollateralbandes gekommen sei, welche 

folgenlos abgeheilt sei. Es sei nicht zu einer vollständigen Ruptur gekommen. 

Desgleichen sei es auch zu einer Restitutio ad integrum des diskret gezerrten vorderen 

Kreuzbandes gekommen. Die Reparaturprozesse seien pathophysiologisch adäquat 

gelaufen über vier bis zwölf Wochen. Eine Instabilität resultiere daraus nicht. Später 

wieder auftretende Beschwerden seien nicht mehr Folgen des ehemals lädierten 

medialen Seitenbandes. Auch das leicht gezerrte vordere Kreuzband führe nicht zu 

späteren Unfallfolgen. Eine Instabilität sei damit ausgeschlossen. Das Gelenk sei nach 

dem mehrwöchigen Reparaturprozess wieder stabil geführt. Der Kniegelenkserguss sei 

im Rahmen des Heilungsverlaufs resorbiert. Es sei beim Ereignis vom 24. Oktober 2016 

nicht zu irreversiblen strukturellen Schäden des linken Kniegelenks gekommen (UV-act. 

3/M15).

4.3.1. 

Mit Blick auf die Ausführungen in Erwägung 4.2.2 ist mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die von Dr. G.___ am 

31. August 2018 verordnete Physiotherapie nur noch der Behandlung der Gonarthrose 

diente. Jedenfalls gibt es in den Akten keine Hinweise dafür, dass in diesem Zeitpunkt 

noch eine Heilbehandlung der fraglichen Bandläsionen stattgefunden und eindeutig 

diese dem Beschwerdeführer Beschwerden gemacht hätten. Dr. E.___ stellt in 

Übereinstimmung mit den MRI-Befunden vom 8. November 2016 (UV-act. 3/M9) 

zutreffend fest, dass sich beim Beschwerdeführer infolge des Unfalls vom 24. Oktober 

2016 keine vollständigen Rupturen, sondern (nur) Bänderzerrungen haben nachweisen 

lassen, welche konservativ, ohne Operation behandelt wurden (vgl. UV-act. 3/M1 ff.). 

Bänderzerrungen können, wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 3.4.2), laut medizinischer 

Literatur unter Schutz vor weiterer Überdehnung folgenlos ausheilen (Debrunner, 

4.3.2. 

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a.a.O., S. 412, 1092 f., 1097). Von einem solchen Heilungsverlauf ist grundsätzlich auch 

beim Beschwerdeführer auszugehen. Seine Aussage in der Eingabe vom 18. Mai 2020 

(Postaufgabe [act. G 10]) - Dr. med. I.___, FMH Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, habe bei ihm einen Kreuzbandriss am linken 

Knie diagnostiziert, worüber alle anderen Ärzte nie gesprochen hätten; dies sei ein 

absoluter Unfallschaden - und dass Dr. I.___ eine gegenüber dem MRI-Befund vom 8. 

November 2016 schwerwiegendere Kreuzbandverletzung diagnostizierte hätte, belegte 

der Beschwerdeführer nicht mit einem entsprechenden Arztbericht. Es wurde nie in 

Abrede gestellt, dass er beim Unfall vom 24. Oktober 2016 nicht auch eine strukturelle 

Läsion des vorderen Kreuzbandes erlitten hat (vgl. UV-act. 3/M9; Erwägung 3.2). Als 

unzutreffend zu bezeichnen wäre jedoch die allfällige Diagnose einer vollständigen 

Ruptur und damit eine zumindest schwergradige Bandverletzung. Die Läsion des 

Kreuzbandes des Beschwerdeführers wurde im Radiologiebericht vom 8. November 

2016 explizit als leicht bezeichnet (UV-act. 3/M9). Entgegen den Einwänden des 

Beschwerdeführers und unter Verweis auf die Ausführungen in Erwägung 4.2 ist 

festzuhalten, dass die degenerativ bedingte und vor allem bereits deutliche 

trikompartimentelle Gonarthrose (UV-act. 3/M9), wie von Dr. E.___ überzeugend und 

schlüssig dargelegt, die fortdauernd beklagten Knieschmerzen des Beschwerdeführers 

allein zu erklären vermag. Zwar wird in der medizinischen Literatur der angeblich beim 

Beschwerdeführer nicht vorliegende Anlaufschmerz als typische Beschwerde für eine 

Arthrose erwähnt, doch wird die Arthrose generell als schmerzhaft und in 

verschiedenen Schmerzformen auftretend beschrieben. Sie kann durchaus auch zu 

Dauerschmerzen führen (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 586; Pschyrembel, a.a.O., S. 

153; Roche Lexikon, a.a.O., S. 134). Anhaltspunkte dafür, dass die vom 

Beschwerdeführer beschriebenen, Tag und Nacht andauernden Schmerzen nicht auf 

seine ausgeprägte Gonarthrose zurückzuführen sind, liegen keine vor.

Damit bleibt jedoch immer noch die vom Versicherungsgericht im Entscheid vom 

11. März 2019 als ungeklärt betrachtete Frage unbeantwortet, ob die höhergradig 

eingestufte MCL-Läsion mit dem zusätzlich erhobenen ausgeprägten Weichteilödem in 

der Kniekehle sowie die leichte Zerrung des vorderen Kreuzbandes bereits im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung ausgeheilt waren. Bezüglich dieser Frage liefert 

auch die ärztliche Beurteilung von Dr. E.___ vom 4.Juli 2019 keine überzeugende 

Begründung. Der von Dr. E.___ festgestellte zeitgerechte Reparationsprozess (UV-act. 

3/M15) wurde bereits in Erwägung 8.1 des Entscheids des Versicherungsgerichts vom 

11. März 2019 (UV 2017/82, UV-act. 1/100 ff.) als nicht stichhaltig bezeichnet. Die 

Umstände, dass der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben bei der Untersuchung 

4.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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5.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des

Einspracheentscheids vom 16. Oktober 2019 (UV-act. 1/169 ff.) insofern gutzuheissen, 

als die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer über den

31. Januar 2017 hinaus die Kosten für die Physiotherapie bei der F.___ vom 3. Februar 

2017 bis 6. März 2017 zu vergüten. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

durch die Ärzte des Spitals D.___ vom 8. (richtig: 11.) November 2016 bereits wieder 

gut zu Fuss gewesen sei und auch wieder habe Velofahren können und dem 

Beschwerdeführer von den Ärzten (nur) empfohlen worden sei, das Bein zu schonen, 

würden zwar auf eine gewisse wiedererlangte Funktionsfähigkeit des linken Knies 

schliessen lassen, doch würden sie allein für den Nachweis einer Heilung zu kurz 

greifen. Nach wie vor ist festzustellen, dass diese Umstände als Beweis für die 

Verneinung länger dauernder Unfallfolgen jedenfalls nicht zu genügen vermögen.

Auch die Beurteilung von Dr. E.___ vom 4. Juli 2019 (UV-act. 3/M15) bildet damit 

keine zuverlässige medizinische Beurteilungsgrundlage für die Frage des Wegfalls der 

Unfallkausalität der Bänderproblematik beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung (1. Februar 2017). Es ist damit immer noch nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass der Unfall 

seine natürlich kausale Bedeutung für die Kniebeschwerden im 

Leistungseinstellungszeitpunkt verloren hat. Wie in Erwägung 1 festgehalten, befand 

sich der Beschwerdeführer noch unmittelbar nach der Leistungseinstellung vom 3. 

Februar 2017 bis 6. März 2017 in der F.___ in der Physiotherapie (UV-act. 1/34). 

Danach sind bis zur Konsultation bei Dr. G.___ am 31. August 2018, anlässlich welcher 

dieser wieder eine Physiotherapieverordnung ausstellte (UV-act. 3/M7, M14) keine 

Heilbehandlungen mehr aktenkundig. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, ohne 

weitere medizinische Abklärungen die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten 

für die Physiotherapien vom 3. Februar 2017 bis 6. März 2017 zu übernehmen und 

davon auszugehen, dass sie noch den unfallkausalen Bänderverletzungen geschuldet 

waren. Der von Dr. E.___ beigezogene allgemeine Erfahrungswert (Abheilung bis 

spätestens drei Monate nach dem Ereignis) bildet keinen hinreichenden Beweis dafür, 

dass im konkreten Fall, d.h. beim insgesamt komplexen Knieschaden und beim 

fortgeschrittenen Alter des Beschwerdeführers, die Unfallfolgen nicht auch erst 19 

Wochen nach dem Unfall (= 6. März 2017, letzter Physiotherapietermin) abgeheilt sein 

können. Allerdings lässt die nach Lage der Akten lange behandlungsfreie Zeit nach 

dem 6. März 2017 ab diesem Zeitpunkt nun eine Abheilung als überwiegend richtig 

erscheinen.

4.4. 

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 16. Oktober 

2019 insofern gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer die Heilbehandlungskosten für 

die zwischen dem 3. Februar und 6. März 2017 erhaltenen Physiotherapien 

zugesprochen werden. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.09.2020
	Art. 6 UVG: Verneinung des überwiegend wahrscheinlichen Beweises des Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen im Leistungseinstellungszeitpunkt auch nach Einholung einer weiteren ärztlichen Beurteilung des beratenden Arztes des Unfallversicherers infolge einer Rückweisung der Streitsache zu ergänzenden Abklärungen durch das Versicherungsgericht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. September 2020, UV 2019/79).

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