# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dad38e24-6a23-54ff-9da4-98691daa3033
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 31.03.2014 IV 2012/327
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-327_2014-03-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/327

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.06.2020

Entscheiddatum: 31.03.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 31.03.2014
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswert Gutachten und berufliche 
Abklärungsergebnisse. Bestimmung des Valideneinkommens gestützt auf 
Art. 26 IVV. Höhe Tabellenlohnabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 31. März 2014, IV 2012/327).

Entscheid Versicherungsgericht, 31.03.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und

Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 31. März 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsdienst Integration Handicap, Bürglistrasse 11, 8002 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.    

A.a  Der Vater von A.___, geboren 19__, meldete diesen am 17. Januar 1989 wegen 

eines Sprachgebrechens zum Bezug von IV-Leistungen für Minderjährige an (act. 

G 5.1). Der behandelnde Kinderarzt diagnostizierte im Bericht vom 18. Mai 1989 eine 

Dyslalie und Dysgrammatismus bei Dysphasie (act. G 5.4). In der Folge erteilte die IV-

Stelle Kostengutsprache für Sprachheilunterricht (act. G 5.7), für Sonderschulung (act. 

G 5.13, G 5.20 und G 5.32) sowie für medizinische Massnahmen (notwendige 

medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 404, act. 

G 5.15 f. und G 5.28). Im Sommer 2001 schloss der Versicherte eine Anlehre als 

Metallbearbeiter/Mechanik ab (Anlehr-Ausweis vom 8. August 2001, act. G 5.53-4).

A.b  Am 2. September 2004 meldete sich der Versicherte, der zu diesem Zeitpunkt in 

einem für die Dauer vom 1. November 2003 bis 30. Oktober 2004 befristeten 

Arbeitsverhältnis in einem Betrieb der B.___ stand (act. G 5.40 und G 5.47), zum Bezug 

von IV-Leistungen für Erwachsene an (Berufsberatung, Umschulung, 

Wiedereinschulung und Arbeitsvermittlung; act. G 5.39). Der IV-Berufsberater 

berichtete am 31. Mai 2001, der Versicherte habe nach der Anlehre den Einstieg in der 

freien Wirtschaft nicht geschafft. Er sei seit 5 Jahren mehr oder weniger arbeitslos. Die 

bei der Wiederanmeldung angegebenen Rückenprobleme seien das kleinste Problem. 

Sehr viel gravierender sei die intellektuelle Leistungsverminderung, gepaart mit 

inzwischen gewachsenen psychischen Problemen. Eine Eingliederung könne nur 

schrittweise erfolgen (act. G 5.76). Gestützt auf den Antrag des Berufsberaters 

gewährte die IV-Stelle am 11. Juli 2006 Kostengutsprache für die Mehrkosten für das 

Berufsvorbereitungsjahr im Rahmen der erstmaligen beruflichen Ausbildung im C.___ 

für die Dauer vom 1. Juli 2006 bis 30. Juni 2007 (act. G 5.81). Am 7. August 2007 teilte 

die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie übernehme die Mehrkosten für die Fortsetzung 

der erstmaligen beruflichen Massnahme zum Lageristen im C.___ für die Dauer vom 

1. Juli 2007 bis 30. Juni 2009 (act. G 5.91). Aufgrund des eskalierenden 

Alkoholkonsums des Versicherten wurde die erstmalige berufliche Ausbildung per 

31. März 2008 abgebrochen (Mitteilung vom 10. April 2008, act. G 5.97; vgl. auch act. 

G 5.95). Eine Fortsetzung der erstmaligen beruflichen Ausbildung hielt der RAD-Arzt 

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Dr. med. D.___, Facharzt u.a. für Innere Medizin, erst nach länger dauernder 

Alkoholabstinenz für möglich (Stellungnahme vom 29. Mai 2008, act. G 5.98). Nach 

dem vom 14. bis 26. August 2008 im Spital E.___ erfolgten körperlichen Alkoholentzug 

(siehe hierzu den Bericht vom 29. August 2008, act. G 5.106-5 f., sowie vom 

19. September 2008, act. G 5.106-1 ff.) trat der Versicherte am 2. Februar 2009 in den 

F.___ Zentrum für Suchttherapie und Rehabilitation, ein. Die dort erfolgte stationäre 

Suchttherapie dauerte vom 2. Februar bis 4. Juni 2009. Im Austrittsbericht vom 4. Juni 

2009 führten die Betreuungspersonen des F.___ aus, der Versicherte habe in der 

Arbeitsagogik in der Metallwerkstatt vorwiegend im Recycling gearbeitet. Er sei 

motiviert gewesen und habe qualitativ sowie quantitativ gut gearbeitet. Die allgemeinen 

Regeln habe er gut eingehalten. Während seines Aufenthalts sei er rückfallfrei 

geblieben. Die Zusammenarbeit sei vorerst beendet worden, weil sich im Verlauf des 

Therapieaufenthalts gezeigt habe, dass der Widerstand des Versicherten die 

Bearbeitung zentraler Themen bisher behindert habe. Falls er eine realisierbare 

Zielsetzung formuliere und aktiv im stationären Rahmen des F.___ daran arbeiten wolle, 

sei ein Wiedereintritt möglich (act. G 5.125).

A.c  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 21. September 2009 durch 

Dr. med. G.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachtet. Im 

psychiatrischen Gutachten vom 30. September 2009 diagnostizierte der Experte mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10: F33.0), eine hyperkinetische Störung 

des Sozialverhaltens mit Aufmerksamkeits- und Aktivitätsdefizit (ICD-10: F90.1) sowie 

akzentuierte Persönlichkeitszüge mit abhängigen und selbstunsicher-vermeidenden 

Anteilen (ICD-10: Z73.1). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden 

Störungen durch Alkohol, Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent 

(ICD-10: F10.20). Die vom Hausarzt postulierte intellektuelle Minderbegabung könne 

anhand der durchgeführten psychologischen Testung nicht bestätigt werden. In der 

angestammten Tätigkeit als Auszubildender Logistik sowie in anderen adaptierten 

Tätigkeiten bestehe eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit von mindestens 20% bestehe schon seit der Jugendzeit, also schon 

seit der ersten Anlehre. Als berufliche Massnahme empfahl Dr. G.___, die schon 

geplante Ausbildung zum Logistikassistenten zu unterstützen (act. G 5.142).

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A.d  Vom 1. Februar bis 30. April 2010 arbeitete der Versicherte im Rahmen einer 

beruflichen

Abklärung in einer Industriewerkstatt des Vereins H.___ (vgl. act. G 5.157 und G 5.159). 

Die betreuende Sozialarbeiterin berichtete am 13./14. April 2010, der Versicherte habe 

mit einem 50%igen Pensum begonnen, das er innerhalb der Massnahmendauer auf 

100% gesteigert habe. Der Versicherte habe aktiv, kooperativ und positiv 

mitgearbeitet. Eine Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt scheine realistisch; sie 

empfehle eine Berentung von 50%, da der Versicherte vorläufig auf eine Begleitung 

angewiesen sei. Unter günstigen Voraussetzungen sei der Versicherte in der Lage, eine 

75 bis 100%ige Arbeitsleistung zu erbringen. Ein besonderes Plus seien seine 

konstante und verlässliche Art sowie seine Ausdauer für serielle Produktionsarbeiten 

(act. G 5.168). Am 17. Mai 2010 erteilte die IV-Stelle eine weitere Kostengutsprache für 

ein Arbeitstraining im Verein H.___ (act. G 5.174), das vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 

durchgeführt wurde. Im Abschlussbericht des Arbeitstrainings vom 27. Oktober 2010 

gab die abklärende Sozialarbeiterin an, der Versicherte habe in einem 100%igen 

Pensum in der Industriewerkstatt gearbeitet (bis 28. September 2010) und danach (ab 

dem 29. September 2010) ein auswärtiges Praktikum bei einem I.___ absolviert. 

Aufgrund guter Leistungen habe der Versicherte die Möglichkeit, für weitere 2 Monate 

im I.___ zu arbeiten und in weitere Einsatzmöglichkeiten eingeführt zu werden. Falls die 

Einführungsphase erfolgreich abgeschlossen werden könne, habe er Aussicht auf eine 

Festanstellung ab Januar 2011. Der Versicherte habe durchaus Potential, auf dem 

1. Arbeitsmarkt zu bestehen. Allerdings benötige er in der Vorbereitungs- und 

Umsetzungsphase aktive Unterstützung von Dritten (act. G 5.191-1 ff.). Anlässlich des 

Standortgesprächs vom 24. Dezember 2010 berichtete der Geschäftsführer des I.___, 

während der (Pneuwechsel-)Saison, die nur wenige Woche gedauert habe, habe der 

Versicherte einen guten Einsatz bei den Routinearbeiten geleistet. In der jetzigen 

"Nachsaison" könne er jedoch nur bedingt eingesetzt werden, da er wegen seines 

Arbeitstempos bei anderen Tätigkeiten nicht mithalten könne. Deshalb erhalte der 

Versicherte kein Angebot für eine Festanstellung (act. G 5.191-5 f.).

A.e  Die IV-Stelle verlängerte die Kostengutsprache für ein Arbeitstraining im Verein 

H.___ für die Dauer vom 1. November 2010 bis 31. Januar 2011 (act. G 5.195). Im 

Abschlussbericht vom 25. Januar 2011 hielt die Sozialarbeiterin fest, der Versicherte 

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habe bewiesen, dass er ein 100%iges Pensum gut bewältigen könne und ein verläss­

licher und pflichtbewusster Mitarbeiter sei. Im strukturierten Umfeld und bei serieller 

Arbeit sei er zu einer guten Arbeitsleistung fähig. Allerdings sei die Arbeitsleistung 

Schwankungen unterworfen und im Vergleich zu anderen vermindert. Er sei auf eine 

konstante Begleitung angewiesen, um die Schwierigkeiten des Arbeitsalltags zu 

bewältigen, da sowohl seine Eigeninitiative als auch seine Selbstständigkeit Grenzen 

hätten (act. G 5.197). Im Schlussbericht der beruflichen Eingliederung vom 21. Februar 

2011 wurde von einer 50%igen Produktivität bei 100%iger Präsenzzeit ausgegangen; 

die Erwerbsfähigkeit lasse sich nicht weiter steigern. Der Versicherte sei nun auf dem 

RAV angemeldet (act. G 5.200). Am 5. Mai 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten 

mit, die beruflichen Massnahmen seien erfolgreich abgeschlossen worden (act. 

G 5.203).

A.f   Der behandelnde Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, vertrat im 

Bericht vom 16. Juni 2011 (Datum Posteingang IV-Stelle) die Auffassung, die 

beruflichen Massnahmen seien nicht erfolgreich abgeschlossen worden. Seines 

Erachtens müsse der Versicherte unbedingt in ein "überwachtes 

Beschäftigungsprogramm integriert" werden. Der soziale und persönliche Abstieg sei 

ansonsten programmiert. Ein Rückfall in die Alkoholproblematik sei zu erwarten (act. 

G 5.210). Die RAD-Ärztin Dr. med. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, empfahl daraufhin eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung bei 

Dr. G.___ (Stellungnahme vom 23. August 2011, act. G 5.214), die am 4. November 

2011 stattfand. Dr. G.___ diagnostizierte im Verlaufsgutachten vom 26. November 2011 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig leichte bis zeitweilig mittelgradige depressive Episode (ICD-10. F33.0/

F33.1), eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens mit Aufmerksamkeits- und 

Aktivitätsdefizit (ICD-10: F90.1) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit abhängigen 

und selbstunsicher-vermeidenden Anteilen (ICD-10: Z73.1). Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit seien Störungen durch Alkohol, Alkoholabhängigkeitssyndrom, 

gegenwärtig abstinent (ICD-10: F10.20). Der Versicherte hoffe, dass er eine 50%ige IV-

Rente bekäme, wie sie ihm auch sein IV-Berufsberater versprochen habe (act. 

G 5.219-7). Es sei seit der letzten Begutachtung eine leichte Verschlechterung des 

Gesundheitszustands eingetreten, seit der Versicherte kurzzeitig in einer insuffizienten 

Behandlung mit schnell wechselnden Therapeutinnen gewesen sei und er diese 

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schliesslich abgebrochen sowie das Antidepressivum abgesetzt habe. Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe für leidensangepasste Tätigkeiten eine 40%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Eine schrittweise Verminderung der Arbeitsunfähigkeit sei durch 

geeignete IV-Eingliederungsmassnahmen voraussichtlich noch zu erwarten. Bezüglich 

beruflicher Eingliederungsmassnahmen sei zu empfehlen, den Versicherten weiterhin 

zu unterstützen. Weshalb die Ausbildung zum Logistikassistenten von der IV-Stelle 

nicht unterstützt worden sei, bzw. nicht fortgesetzt worden sei, gehe aus dem IV-

Dossier nicht hervor. Aus medizinischer Sicht sei es sinnvoll, die Anlehre in einer für 

den Versicherten geeigneten Einrichtung fortzusetzen (act. G 5.219). Die RAD-Ärztin 

Dr. K.___ vertrat in der Stellungnahme vom 12. Dezember 2011 die Auffassung, es sei 

nicht der gutachterlichen, medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeitsschätzung, 

sondern der praxisnahen Beurteilung der Verantwortlichen des Arbeitstrainings und der 

Berufsberatung zu folgen und von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (act. 

G 5.220).

A.g  Ausgehend von der gutachterlich bescheinigten Arbeitsfähigkeit von 60% stellte 

die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 20. März 2012 die Zusprache einer 

Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Februar 2011 in Aussicht (act. G 5.224). Dagegen erhob 

der Versicherte am 3. April 2012 Einwand (act. G 5.225-3), der vom behandelnden 

Dr. med. L.___, praktischer Arzt, damit begründet wurde, dass dem Versicherten 

aufgrund seines intellektuellen Defizits keine "wirtschaftlich sinnvolle Betätigung auf 

dem freien Arbeitsmarkt" möglich sei. Des Weiteren bat er um eine Überprüfung des 

Falls durch einen neurologischen Experten (act. G 5.225-1 ff.). Der RAD-Arzt Dr. D.___ 

sah aufgrund des Einwands keinen Anlass, weitere medizinische Abklärungen 

vorzunehmen oder die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit in Frage zu stellen 

(Stellungnahme vom 9. Mai 2012, act. G 5.226). Am 6. Juli 2012 verfügte die IV-Stelle 

die Zusprache einer Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Februar 2011 (act. G 5.230).

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 6. Juli 2012 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 6. September 2012. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache einer Dreiviertelsrente. 

Eventualiter sei ihm eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Begründung führt er im 

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Wesentlichen aus, es bestehe höchstens eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit. Unter 

Berücksichtigung eines 20%igen Tabellenlohnabzugs resultiere ein Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 25. Oktober 

2012 die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, der Rentenanspruch sei zu Recht 

auf die beweiskräftige Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G.___ gestützt worden. 

Gründe, die einen Tabellenlohnabzug rechtfertigten, lägen nicht vor (act. G 5).

B.c  Mit Präsidialverfügung vom 31. Oktober 2012 wird dem Gesuch des 

Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) 

entsprochen (act. G 6).

B.d  Der Beschwerdeführer hat auf eine Replik verzichtet (act. G 8).

Erwägungen:

1.     

Anfechtungs- und Streitgegenstand bildet einzig der Umfang der Rentenleistungen. 

Über den Anspruch auf berufliche Massnahmen hat die Beschwerdegegnerin in der 

Mitteilung vom 5. Mai 2011 befunden (Abschluss; act. G 5.203), die vom 

Beschwerdeführer unangefochten blieb.

2.    

Am 1. Januar 2004 sind die neuen Normen der 4. IV-Revision, am 1. Januar 2008 sind 

die im Zug der 5. IV-Revision und am 1. Januar 2012 die aufgrund der IV-Revision 6A 

geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) in Kraft getreten. In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine 

übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu 

legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt 

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gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt 

verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die 

angefochtene Verfügung ist am 6. Juli 2012 ergangen (act. G 5.230), wobei ein 

Sachverhalt zu beurteilen ist (seit der Jugendzeit bestehender Gesundheitsschaden mit 

mindestens 20%iger Arbeitsunfähigkeit, act. G 5.142-13), der vor dem Inkrafttreten der 

revidierten Bestimmungen der 4., 5.  und 6A IV-Revision begonnen hat (die Anmeldung 

zum Bezug von IV-Leistungen für Erwachsene erfolgte am 2. September 2004, act. 

G 5.43). Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit u.a. eine Dauerleistung 

betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2003 bzw. 

bis 31. Dezember 2007 bzw. bis 31. Dezember 2011 auf die damals geltenden 

Bestimmungen und ab 1. Januar 2012 auf die neuen Normen der 6A IV-Revision 

abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 

7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Nachfolgend werden die seit 1. Januar 2012 gültigen 

Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich auf die 

altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.

3.     

3.1   Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit 

ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

3.2   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

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Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

3.3   Gemäss aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültigen Fassung) 

besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur 

Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor, so besteht ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 

bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) und Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 

2008 gültigen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente).

4.     

In einem ersten Schritt ist die Frage zu beantworten, auf welcher Grundlage der 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu bestimmen ist. Die Beschwerdegegnerin 

stützt sich in der angefochtenen Verfügung (act. G 5.230) auf die von Dr. G.___ im 

Verlaufsgutachten vom 26. November 2011 vorgenommene Arbeitsfähigkeitsschätzung 

(60%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten; act. G 5.219). 

Demgegenüber hält der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Einschätzungen der 

RAD-Ärztin Dr. K.___, die Abschlussberichte des Vereins H.___ und der IV-

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Eingliederungsverantwortlichen eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 50% für zutreffend 

(act. G 1).

4.1   Dr. G.___ bescheinigte im Verlaufsgutachten vom 26. November 2011 für 

leidensangepasste Tätigkeiten eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit. Der 

Gesundheitszustand habe sich seit der nach der Begutachtung vom 21. September 

2009 erfolgten insuffizienten Behandlung mit schnell wechselnden 

Psychotherapeutinnen und deren Abbruch sowie Absetzung des Antidepressivums 

leicht verschlechtert (act. G 5.219-14). Das Verlaufsgutachten erfüllt grundsätzlich die 

rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweiskräftige medizinische Expertisen 

(BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Der Beschwerdeführer benennt keine konkreten Mängel. 

Anlass für eine fachneurologische Überprüfung, wie sie von Dr. L.___ anbegehrt wurde 

(act. G 5.225-2), besteht nicht, da sich aus den Akten keine Hinweise für deren 

Erforderlichkeit ergeben (insbesondere auch nicht aus dem Verlaufsbericht des damals 

behandelnden Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 21. September 2009, act. G 5.141) und Dr. G.___ im Rahmen der 

klinischen Untersuchung in der Lage war, die in den Vorakten beschriebene 

psychointellektuelle Minderbegabung zu beurteilen bzw. auszuschliessen (act. 

G 5.219-13).

4.2  

4.2.1         Im Abschlussbericht des Vereins H.___ vom 13./14. April 2010 führte die 

Sozialarbeiterin aus, der Versicherte sei in der Lage, eine 75 bis 100%ige 

Arbeitsleistung zu erbringen. Allerdings werde eine "Berentung von 50%" empfohlen 

(act. G 5.168-4). Am 25. Januar 2011 hielt sie fest, bei seriellen Routinearbeiten habe 

der Versicherte einen durchschnittlichen Leistungsgrad von 75% erreicht. Die 

Leistungsfähigkeit schwanke zwischen 55 bis 100%. Während eines Praktikums auf 

dem 1. Arbeitsmarkt (vgl. hierzu das Protokoll des Standortgesprächs vom 

24. Dezember 2010, act. G 5.191-5 f.) habe der Versicherte je nach Auftrag einen 

Leistungsgrad von 35 bis 60% erreicht. Damit der Versicherte für einen Arbeitgeber 

"interessant" sei und dauerhaft auf dem 1. Arbeitsmarkt bestehen könne, benötige er 

eine 50%ige IV-Rente (act. G 5.197-3). Die Leistungsfähigkeit des Versicherten auf dem 

1. Arbeitsmarkt pendle sich auf 50% ein (act. G 5.197-4).

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4.2.2         Diese Einschätzung erscheint insoweit plausibel, als die Beurteilung die 

erwerbliche Verwertbarkeit in den Vordergrund rückt. Rechtsprechungsgemäss kann 

denn auch den Ergebnissen leistungsorientierter beruflicher Abklärungen nicht jegliche 

Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abgesprochen werden (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2013, 8C_142/2013, E. 3.5 mit 

Hinweisen). Indes ist zu beachten, dass es für die beruflichen Abklärungspersonen 

regelmässig nur beschränkt möglich sein dürfte, das Ausmass eines psychischen 

Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu beurteilen, weshalb bei 

widersprüchlichen Einschätzungen die sämtliche Beweisanforderungen (vgl. hierzu 

BGE 125 V 352 E. 3a) erfüllende fachpsychiatrische Expertise gegenüber den 

Ergebnissen der beruflichen Abklärung den Vorrang geniesst (vgl. Urteil des 

Versicherungsgerichts vom 4. Dezember 2012, IV 2011/33, E. 2.1.5). Dabei ist 

vorliegend weiter von Bedeutung, dass sich die Sozialarbeiterin primär zum 

Rentenanspruch äusserte (der Beschwerdeführer "benötigt […] eine 50%ige IV-Rente", 

act. G 5.197-3; vgl. zur früheren Empfehlung einer 50%igen Rente auch act. G 5.168-4) 

und die gezeigten Leistungen des Beschwerdeführers durchaus mit der von Dr. G.___ 

bescheinigten Arbeitsfähigkeit vereinbar sind ("durchschnittlicher Leistungsgrad von 

75% erreicht"; "je nach Auftrag einen Leistungsgrad von 35 bis 60%" auf dem 

1. Arbeitsmarkt, act. G 5.197-3; "guten Einsatz bei den Routinearbeiten" während des 

Praktikums im 1. Arbeitsmarkt gezeigt, act. G 5.191-5).

4.2.3         Die RAD-Ärztin Dr. K.___ gab - ohne nähere Begründung - den Ergebnissen 

der "praxisnahen Beurteilung" gegenüber der medizinisch-theoretischen Einschätzung 

von Dr. G.___ den Vorzug (Stellungnahme vom 12. Dezember 2011, act. G 5.220-2).

4.3   Nach dem vorstehend Gesagten bestehen hinsichtlich der Überzeugungskraft 

grundsätzlich zwei vergleichbare Beurteilungen der Restarbeitsfähigkeit, die zum einen, 

nur leicht (10%iger Unterschied) voneinander abweichen und zum anderen 

unterschiedliche Gesichtspunkte in den Vordergrund rücken (einerseits die medzinisch-

theoretische Einschätzung und andererseits die erwerbliche Verwertbarkeit). 

Angesichts dessen, dass Dr. K.___ keine Mängel an der gutachterlichen Beurteilung 

aufzeigt, diese auf fachärztlicher Beurteilung mit eigener Untersuchung beruht und 

vorliegend ein psychisches Leiden im Vordergrund steht, gibt das Gericht der 

beweiskräftigen gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung (60%ige Arbeitsfähigkeit) 

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den Vorzug. Selbst wenn auf die - vom RAD bestätigten - beruflichen 

Abklärungsergebnisse (50%ige Arbeitsfähigkeit) abgestellt würde, bliebe dies 

leistungsrechtlich ohne Relevanz (vgl. nachstehende E. 5.3).

5.     

Ausgehend von einer 60%igen Restarbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

ist im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu bestimmen.

5.1   Bei der Bestimmung des Valideneinkommens gilt es zu beachten, dass in Fällen, 

in denen die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden beruflichen 

Kenntnisse erwerben konnte, das Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide 

erzielten könnte, den nach Alter abgestuften Prozentsätzen des statistischen 

Tabellenlohns (jährlich aktualisierter Medianwert gemäss der Lohnstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik) gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV entspricht. Unter diese Regelung 

fallen Versicherte, die seit ihrer Geburt oder Kindheit einen Gesundheitsschaden 

aufweisen und deshalb keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten. 

Als Erwerb von zureichenden beruflichen Kenntnissen gilt im Allgemeinen die 

abgeschlossene Berufsbildung. Dazu gehören auch Anlehren, sofern sie auf einem 

besonders der Invalidität angepassten Bildungsweg ungefähr die gleichen Kenntnisse 

vermitteln wie eine eigentliche Lehre oder ordentliche Ausbildung und der versicherten 

Person praktisch die gleichen Verdienstmöglichkeiten eröffnen (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. Juni 2005, I 108/05, E. 5.1.1 mit Hinweisen).

5.1.1         Der Beschwerdeführer leidet bereits seit seiner Kindheit an einem relevanten 

Gesundheitsschaden, weshalb die Beschwerdegegnerin denn auch Kostengutsprache 

für Sprachheilunterricht (act. G 5.7), für Sonderschulung (act. G 5.13, G 5.20 und 

G 5.32) sowie für medizinische Massnahmen (notwendige medizinische Massnahmen 

zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 404, act. G 5.16 und G 5.28) gewährte. 

Damit gehen die Ausführungen von Dr. G.___ im Verlaufsgutachten vom 26. November 

2011 einher, wonach "weiterhin aufgrund eines seit der Jugendzeit bestehenden 

Gesundheitsschadens relevante Einschränkungen in der Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit ausgewiesen sind" (act. G 5.219-11). Zwar schloss der 

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Beschwerdeführer eine Anlehre als Metallbearbeiter/Mechanik ab (act. G 5.53-4). 

Allerdings wurde der Ausbildungsabschluss bloss "knapp" erreicht und der Lehrbetrieb 

hat den Beschwerdeführer nach dem Lehrverhältnis wegen eingeschränkter 

Leistungsfähigkeit entlassen (Schlussbericht des Berufsberaters vom 7. Oktober 2005, 

act. G 5.56).

5.1.2         Vor diesem Hintergrund ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan, 

dass die abgeschlossene Anlehre dem Beschwerdeführer nicht die gleichen 

Verdienstmöglichkeiten eröffnet, wie eine eigentliche Lehre oder ordentliche 

Ausbildung. Diese Sichtweise wird durch die Beschwerdegegnerin bestätigt, die nach 

der abgeschlossenen Anlehre am 11. Juli 2006 Kostengutsprache für eine erstmalige 

berufliche Ausbildung erteilte (act. G 5.81). Damit ist das Valideneinkommen gestützt 

auf Art. 26 IVV zu bestimmen.

5.1.3         Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 6. Juli 2012 (act. G 5.230) 

hatte der am 9. September 19__ geborene Beschwerdeführer (act. G 5.1) das 30igste

Altersjahr noch nicht erreicht, weshalb der massgebende Jahreslohn gemäss Art. 26 

Abs. 1 IVV lediglich zu 90% berücksichtigt wird. Im Zeitpunkt des verfügten 

Rentenbeginns (1. Februar 2011) betrug der massgebende Jahreslohn Fr. 76'000.--, 

woraus ein Valideneinkommen von Fr. 68'400.-- (Fr. 76'000.-- x 0.9) resultiert.

5.2   Mit den Parteien (act. G 5.227 und G 1, S. 11) ist für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens der LSE-Durchschnittslohn für Hilfsarbeiter heranzuziehen. 

Dieser beträgt für das Jahr 2011 Fr. 61'910.--. Zu prüfen bleibt noch die Höhe eines 

allfälligen Tabellenlohnabzugs. Der Beschwerdeführer macht wegen der zu 

beachtenden qualitativen Einschränkungen und der Teilzeitbeschäftigung einen Abzug 

in der Höhe von 20% geltend (act. G 1, S. 10). Die Beschwerdegegnerin sieht 

demgegenüber keine Rechtfertigung für einen Abzug (act. G 5).

5.2.1         Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

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gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzuges ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b).

5.2.2         Bei einer leidensangepassten Tätigkeit sind gemäss Einschätzung von 

Dr. G.___ folgende qualitativen Einschränkungen zu beachten: Tätigkeiten, die keine 

besonders hohen Anforderungen an die Stress- und Frustrationstoleranz stellen. Es 

handle sich um Tätigkeiten, die Publikumsverkehr oder besondere Verantwortung für 

andere Menschen, bzw. besondere Anforderungen an die sozialen Kompetenzen nicht 

beinhalten (act. G 5.219-12). Die Beschwerdegegnerin verneint einen Abzugsgrund, da 

die gesundheitlichen Einschränkungen bereits in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

berücksichtigt seien (act. G 5, Rz 5). Dabei verkennt sie, dass diese qualitativen 

Einschränkungen in quantitativer Hinsicht keinen Eingang in die gutachterliche 

Bemessung der Arbeitsfähigkeit gefunden haben. Die Gefahr einer unzulässigen 

doppelten Berücksichtigung (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 24. Januar 

2011, 8C_530/2011, E. 4.2) besteht vorliegend nicht. Die qualitativen Einschränkungen 

engen das Spektrum des noch möglichen Fächers an Arbeitsgelegenheiten erheblich 

ein und dürften sich negativ auf den zu erwartenden Lohn auswirken, weshalb ein 

Abzugsgrund zu bejahen ist (vgl. in diesem Kontext Urteil des Bundesgerichts vom 

28. Januar 2014, 9C_796/2013, E. 3.4: "Wem heutzutage zeitlicher und 

leistungsmässiger Druck nicht zugemutet werden kann, muss auch bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage mit einer verglichen mit

einem Gesunden tieferen Entlöhnung rechnen […]").

5.2.3         Nachdem das Bundesgericht in BGE 126 V 75 einen Teilzeitabzug bei männ­

lichen Versicherten kategorisch ablehnte, bejaht es in der jüngeren Rechtsprechung 

eine lohnwirksame Benachteiligung dieser Beschäftigungsform (anstatt vieler: Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E. 3.4). Weder der Gutachter 

Dr. G.___ (act. G 5.219) noch die RAD-Ärztin Dr. K.___ (act. G 5.220-2) machten 

Ausführungen zum Beschäftigungsgrad. Während der beruflichen Abklärung und im 

Arbeitstraining arbeitete der Beschwerdeführer im Rahmen eines 100%igen 

Beschäftigungsgrads (act. G 5.197-3). Die darin gezeigte Leistungsfähigkeit ist gemäss 

Feststellungen der Abklärungsperson vermindert und Schwankungen unterworfen (act. 

G 5.197-4). Des Weiteren ist sein Arbeitstempo verlangsamt ("könne man ihn jedoch 

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nur bedingt einsetzen, da er von seinem Arbeitstempo bei anderen Tätigkeiten nicht 

mithalten könne"; act. G 5.197-2). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer für die Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit einer ganztägigen 

Präsenz bedarf, was auch der Schlussbericht des Eingliederungsverantwortlichen vom 

21. Februar 2011 bestätigt (100% Präsenzzeit, bei 50%iger Produktivität, act. G 5.200). 

Das Bundesgericht verneint indessen bei ganztägiger Präsenz mit reduzierter 

Leistungsfähigkeit einen Abzugsgrund (etwa Urteile des Bundesgerichts vom 4. April 

2012, 8C_20/2012, E. 3.3 mit Hinweis, und vom 16. August 2012, 8C_344/2012, 

E. 3.2).

5.2.4         Weitere Umstände, die einen Abzug zu rechtfertigen vermöchten, sind weder 

dargetan noch ersichtlich. Den genannten lohnwirksamen Nachteilen (vorstehende 

E. 5.2.2) scheint ein 10%iger Abzug angemessen.

5.3   Unter Berücksichtigung einer 60%igen Restarbeitsfähigkeit sowie eines 10%igen 

Tabellenlohnabzugs resultieren ein Invalideneinkommen von Fr. 33'431.-- (Fr. 61'910.-- 

x 0.6 x 0.9), eine Erwerbseinbusse von Fr. 34'969.-- (Fr. 68'400.-- - Fr. 33'431.--) und 

ein Invaliditätsgrad von 51% ([Fr. 34'969.-- / Fr. 68'400.--] x 100). Der 

Beschwerdeführer hat damit ab 1. Februar 2011 einen Anspruch auf eine halbe Rente. 

Würde der Einschätzung der beruflichen Abklärung gefolgt und der Bemessung des 

Invalideneinkommens eine sämtliche Aspekte berücksichtigende 50%ige 

Arbeitsfähigkeit zu Grunde gelegt, resultierten ein Invalideneinkommen von 

Fr. 30'955.-- (Fr. 61'910.-- x 0.5), eine Erwerbseinbusse von Fr. 37'445.-- (Fr. 68'400.-- 

- Fr. 30'955.--), ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 55% ([Fr. 37'445.-- / Fr. 68'400.--] 

x 100) und damit ebenfalls ein Anspruch auf eine halbe Rente. Ein Tabellenlohnabzug 

fiele diesfalls ausser Betracht, da die lohnwirksamen Nachteile bereits bei der - nicht 

bloss medizinisch-theoretischen - Umschreibung der Restarbeitsfähigkeit durch die 

Abklärungsperson berücksichtigt sind (act. G 5.197; dies im Gegensatz zur 

gutachterlichen Einschätzung; vgl. auch RAD-Stellungnahme vom 12. Dezember 2011, 

act. G 5.220-2), wie der Eingliederungsverantwortliche schlüssig dargelegt hat 

(Schlussbericht vom 21. Februar 2011, act. G 5.200), und nicht noch ein zweites Mal im 

Rahmen des Tabellenlohnabzugs Eingang in die Bestimmung des 

Invalideneinkommens finden dürften (zur Unzulässigkeit der doppelten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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Berücksichtigung siehe Urteil des Bundesgerichts vom 24. Januar 2011, 8C_530/2010, 

E. 4.2).

6.     

Der Beschwerdeführer hat nach dem Gesagten ab 1. Februar 2011 (Ende der 

Taggeldleistungen, act. G 5.199) Anspruch auf eine halbe Rente. Es stellt sich die 

Frage, ob der Beschwerdeführer bereits vor diesem Zeitpunkt einen - mit Blick auf die 

Perioden des Taggeldleistungsbezugs (vgl. zu den Taggeldleistungen der Periode 

3. Juli 2006 bis 31. Dezember 2008 act. G 5.83 f., G 5.93 f.; zu den vom 1. Februar 

2010 bis 31. Januar 2011 bezogenen Taggeldleistungen siehe act. G 5.165, G 5.178 

und G 5.198 f.; zum Ausschluss von Rentenleistungen während dieser Zeit siehe 

Art. 43 Abs. 2 IVG) vorübergehenden Anspruch auf Rentenleistungen hat. Die 

Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich bislang keine Abklärungen getroffen, weshalb 

sich die Sache hinsichtlich eines zurückliegenden vorübergehenden Rentenanspruchs 

als noch nicht spruchreif erweist und deshalb an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen ist.

7.     

7.1   In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 6. September 2012 ist die 

Verfügung vom 6. Juli 2012 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 

1. Februar 2011 eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe und 

zur Vornahme weiterer Abklärungen bezüglich eines allfälligen zurückliegenden 

vorübergehenden Rentenanspruchs ist die Sache im Sinn der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des 

bis

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Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, 

E. 5.2 f.).

7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier 

zu beurteilenden Fall erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juni 2012, IV 2010/158) eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen. Die Festsetzung einer Entschädigung aus der gewährten unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung (act. G 6) erübrigt sich.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.    In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 6. September 2012 wird die 

Verfügung vom 6. Juli 2012 aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 

1. Februar 2011 eine halbe Rente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe und 

zur Vornahme weiterer Abklärungen bezüglich eines allfälligen zurückliegenden 

vorübergehenden Rentenanspruchs wird die Sache im Sinn der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 31.03.2014
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswert Gutachten und berufliche Abklärungsergebnisse. Bestimmung des Valideneinkommens gestützt auf Art. 26 IVV. Höhe Tabellenlohnabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. März 2014, IV 2012/327).

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