# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9864e7e3-f7f5-57a3-abcd-13f0b4504f3b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.10.2009 C-3713/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3713-2007_2009-10-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3713/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer,
Richter Johannes Frölicher, 
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

A._______,
vertreten durch Advokat Dr. iur. Bernhard Gelzer, 
St. Alban-Vorstadt 21, 4052 Basel,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3713/2007

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 18. April 2000 hatte die IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland  (nachfolgend:  IVSTA)  der  1956  geborenen  schweizerischen 
Staatsangehörigen  A._______, wohnhaft in Frankreich, welche bisher 
als Informatikerin  in der Schweiz  tätig gewesen war, per 1. Juni 1999 
eine halbe Invalidenrente zugesprochen (IV-act. 1, 4, 5 und 12). Diese 
Verfügung  basierte  auf  einem  Invaliditätsgrad  von  50%,  bei  Status 
einer schweren lumbothoracalen Kyphoskoliose bei Beckenschiefstand 
von  über  10 mm,  Status  nach  Trauma am linken  Handgelenk  1976, 
operiert  1976  und  1977,  Defektheilung,  Auftreten  eines  beidseitigen 
Tinnitus 1996 (Diagnosen mit  Auswirkungen auf  die Arbeitsfähigkeit) 
sowie  Pollinose,  Polyallergie,  Migräne  und  Chondrodermatitis 
nodularis  chronica  helicis  beidseitig  (Diagnosen  ohne  Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit). 

B.
Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens teilte  A._______  der IV-
Stelle  Basel-Stadt  am 10. Juni  2003 mit,  dass sich ihr  Gesundheits-
zustand seit  Anfang 2002 verschlechtert  habe (IV-act. 13),  was auch 
Dr. med.  B._______  in  seinem  Bericht  vom  8. September  2003  be-
stätigten konnte (IV-act. 15).

C.
Mit  Mitteilung vom 24. Oktober  2003 informierte  die  IV-Stelle  Basel-
Stadt A._______, dass sie bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades 
keine Änderung festgestellt habe, die sich auf die Rente auswirke. Es 
bestehe deshalb weiterhin Anspruch auf  die bisherige Invalidenrente 
(Invaliditätsgrad:  50%). Von  der  Möglichkeit  diesbezüglich  eine 
einsprachefähige  Verfügung  zu  verlangen,  machte  A._______  kein 
Gebrauch (IV-act. 16). 

D.
Im  Rahmen  eines  erneuten  Revisionsverfahrens  machte  A._______ 
gegenüber der IV-Stelle Basel-Stadt am 22. April  2005 geltend, dass 
sich ihr Gesundheitszustand seit April 2004 im oberen Rückenbereich 
verschlimmert habe. Zudem leide sie an Blockaden und Schmerzen im 
Genick sowie an einem Ziehen und Stechen im linken Kopfbereich, an 
Hüft-  und  Beckenschmerzen  sowie  Schlafproblemen  aufgrund  von 

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Schmerzen  ("totes  Bein  und  Arm")  und  verstärktem  Tinnitus  (IV-
act. 19).

In seinem Bericht vom 5. Mai 2005 bestätigte Dr. med. C._______ die 
von A._______ geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes.  Dabei  stellte  er  eine  zunehmende  Dekompensation  der 
schweren Kyphoskoliose fest. Längeres Stehen und Sitzen seien nicht 
mehr möglich. Auch die Defektheilung am linken Handgelenk mache 
der Patientin zu schaffen. Deswegen habe sie ihr Hausarzt aus Frank-
reich seit dem 17. Januar 2005 zu 100% krank geschrieben. Die ver-
tebrogenen Beschwerden hätten massiv zugenommen, insbesondere 
seien  trotz  regelmässig  erfolgter  Physiotherapien  cervicooccipitale 
Neuralgien  aufgetreten.  Es  sei  eine  ergänzende  medizinische  Ab-
klärung durch einen Orthopäden angezeigt (IV-act. 20).

Im Auftrag der IV-Stelle Basel-Stadt führte Dr. med. D._______, Fach-
arzt  für  orthopädische  Chirurgie  und  Sportmedizin,  am  23. August 
2005  eine  medizinische  Abklärung  von  A._______  durch  (IV-act. 26 
und  28).  In  seinem  Bericht  diagnostizierte  er  eine  juvenile 
idiopathische  Torsionsskoliose,  eine  diskrete  C-förmige  Halswirbel-
säulenskoliose  (Fehlhaltung),  eine  funktionelle  Einschränkung  der 
linken Hand mit/bei Weichteilverletzung 1976, eine Osteoporose sowie 
einen chronischen Tinnitus. Subjektiv sei es zwar zu einer Verstärkung 
der  Beschwerden  gekommen.  Aus  rein  orthopädischer  Sicht  hätten 
sich die objektivierbaren Befunde in den letzten Jahren jedoch kaum 
verändert ("keine Zunahme der Skoliose, keine zusätzlichen Verände-
rungen im Halswirbelsäulenbereich"), so dass von einer unveränderten 
Belastungsfähigkeit  ausgegangen  werden  dürfe.  In  der  bisherigen 
Tätigkeit im Informatikbereich sowie in Verweisungstätigkeiten sei un-
verändert eine Arbeitsfähigkeit von 50% gegeben.

E.
Am 12. September 2005 teilte die IV-Stelle Basel-Stadt A._______ mit, 
dass  sich  Ihre  gesundheitliche  Situation  gemäss  den  umfassenden 
medizinischen  Abklärungen  nicht  verändert  habe,  so  dass  weiterhin 
Anspruch auf die bisherige halbe Invalidenrente bestehe  (IV-act. 29). 
In der Folge verlangte A._______ mit  Schreiben vom 14. September 
2005 eine einsprachefähige Verfügung (IV-act. 32).

Mit  Verfügung  vom 28. September  2005 teilte  die  IVSTA A._______ 
mit, dass sich ihre gesundheitliche Situation seit der Rentenzusprache 
objektiv nicht verschlechtert habe. Die Tätigkeit als Informatikerin und 

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entsprechende  Verweisungstätigkeiten  seien  Ihr  "nach  wie  vor"  in 
einem  Umfang  von  50%  zuzumuten.  Es  bestehe  somit  weiterhin 
Anspruch auf die bisherige halbe Invalidenrente (IV-act. 36).

F.
In ihrer Einsprache vom 17. Oktober 2005 beantragte A._______ die 
Gewährung  einer  ganzen  Invalidenrente  ab  dem  12. Januar  2005, 
eventualiter  die  Einholung  eines  zusätzlichen  medizinischen  Gut-
achtens bei einem unabhängigen "Rückenleidenexperten" (IV-act. 37). 
Zur  Begründung  führte  sie  im  Wesentlichen  aus,  dass  sich  ihr 
schweres Rückenleiden im Laufe der Jahre verschlimmert habe, was 
zu  zusätzlichen  Beschwerden  geführt  habe,  so  dass  sie  seit  dem 
12. Januar 2005 zu 100% arbeitsunfähig sei und ihre Arbeit vollständig 
habe einstellen  müssen. Aufgrund ihres  Leidens sei  sie  auch nur  in 
sehr  beschränktem Umfange  in  der  Lage,  Haushaltsarbeiten  auszu-
führen  und  Einkäufe  zu  tätigen  oder  an  ausserhäuslichen  Anlässen 
teilzunehmen,  es  sei  denn,  es  würden  ihr  entsprechende  Spezial-
möbel,  die  ihrem  Leiden  Rechnung  tragen  würden,  zur  Verfügung 
gestellt. Dr. med. D._______ habe ihre angeschlagene Gesundheit bei 
der  Untersuchung  zu  wenig  berücksichtigt  und  sie  in  einer  Weise 
sportärztlich  betreut,  die  ihrem  Krankheitszustand  nicht  Rechnung 
getragen habe.

Mit  Schreiben  vom  13. April  2006  reichte  A._______  ein  selbst 
eingeholtes  Gegengutachten  von  Dr. med.  E._______  ein  und  wies 
darauf  hin,  dass  ihre  Arbeitsunfähigkeit  bereits  aus  psychischen 
Gründen 100% betrage (IV-act. 44). 

Dr. med. E._______ kam in ihrem Gutachten vom 3. April  2006 zum 
Schluss,  dass  es  entgegen  der  Ansicht  von  Dr. med. D._______  zu 
entsprechenden  radiologisch  objektivierbaren  progredienten  Ver-
änderungen  gekommen  sei.  A._______  sei  aus  rheumatologischer 
Sicht  in  der  bisherigen  Tätigkeit  im  Informatikbereich  bei  nachge-
wiesenen langsam progredienten degenerativen thorakolumbalen Ver-
änderungen  seit  2001  und  dadurch  verstärkter  Trosionskomponente 
der vorbestehenden Skoliose sowie der zusätzlich neu aufgetretenen 
zervikalen  Beschwerden  seit  Januar  2005  noch  maximal  zu  30% 
arbeitsfähig.  Als  relevante  sich  auf  die  Arbeitsfähigkeit  auswirkende 
psychiatrische Diagnose sei eine Persönlichkeitsänderung bei chroni-
schem Schmerzsyndrom (F 62.8) zu erwähnen, die sich anamnestisch 
seit  drei  Jahren  entwickelt  habe.  Diese  habe  sich  vor  allem  seit 

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November  2005  zunehmend  manifestiert  und  seit  Januar  2006  zu 
einer  psychiatrischen  Behandlung  bei  Dr. med.  F._______,  Facharzt 
für  Psychiatrie  und  Psychotherapie,  geführt  habe.  Dieser  habe  aus 
psychiatrischer  Sicht  ab  dem 5. Januar  2006 eine Arbeitsunfähigkeit 
von 100% bestätigt (IV-act. 44).

G.
Auf  entsprechende  Anfrage  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  hin  befand 
Dr. med.  G._______  des  regionalärztlichen  Dienstes,  dass  weitere 
medizinische  Abklärungen  unumgänglich  seien.  Aufgrund  der 
verschiedenen  Disziplinen  sei  ein  polydisziplinäres  Gutachten 
angezeigt (IV-act. 49).

Im  Auftrag  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  (IV-act. 50)  erfolgte  im 
Oktober/November 2006 eine polydisziplinäre (internistische, rheuma-
tologische,  neurologische  und  psychiatrische)  ambulante  Begutach-
tung von A._______ durch die Academy of Swiss Insurance Medicine 
(asim) im Universitätsspital Basel. Dabei erachteten die Gutachter seit 
Januar  2004  (recte:  2005)  eine  Arbeitsfähigkeit  von  30%  in  der 
bisherigen Tätigkeit (repetitiv-monoton, möglicherweise Schultergürtel 
belastend,  mit  wenigen Möglichkeiten  zu  Wechselpositionen und mit 
eher monotoner Körperhaltung) als zumutbar. Für körperlich adaptierte 
Verweisungstätigkeiten  leichter  Natur  (ohne  repetitives  Heben, 
Stossen  oder  Ziehen  von  Lasten  von  mehr  als  5  kg,  nicht  repetitiv 
gebückt oder über Kopf zu verrichtend, nicht ausschliesslich stehend 
und  gehend,  ohne  repetitive  Treppenbenutzung  und  ohne 
ausgesprochen  feinmotorische  Einsatzcharakteristik  der  Hände) 
betrage die Arbeitsfähigkeit 40%. Die Beeinträchtigung begründe sich 
aufgrund der deutlich eingeschränkten Funktionsfähigkeit der rechten 
Hand  sowie  der  ausgeprägten  Schmerzsymtomatik.  Aus 
psychiatrischer  Sicht  sei  die  Explorandin  zu  100% arbeitsfähig. Das 
leichte depressive Syndrom sei nicht so schwerwiegend, dass dadurch 
allein eine Minderung der Arbeitsfähigkeit zu erklären sei. Zwar könne 
es aus der Sicht des behandelnden Psychiaters in der Gesamtschau 
und unter Berücksichtigung invaliditätsfremder Faktoren nahe liegend 
sein,  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  zu  attestieren.  Aus  rein 
psychiatrischer  Sicht  aber  sei  die  Anpassungsstörung  nicht 
schwerwiegend  genug,  um  für  sich  genommen  eine  Minderung  der 
Arbeitsfähigkeit zu rechtfertigen (IV-act. 63).

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H.
Auf entsprechende Anfrage der IV-Stelle Basel-Stadt hin kam Dr. med. 
G._______  des  regionalärztlichen  Dienstes  in  seiner  Stellungnahme 
vom 7. Februar 2007 zum Schluss, dass die von der asim festgelegte 
Arbeitsfähigkeit  von 40% realistisch erscheine. Der Fristenbeginn sei 
auf Januar 2005 zu legen (IV-act. 64).

I.
Mit Schreiben vom 4. April 2007 reichte A._______ einen Bericht von 
Dr. med.  F._______  vom  14. Februar  2007  ein.  Dieser  kam  nach 
Einsicht  in  das  Gutachten  der  asim  zum  Schluss,  dass  die  psychi-
atrische Beurteilung vom 10. November 2006 als Teil des Gutachtens 
vom  29. Dezember  2006  falsch  sei  und  zu  falschen  Schluss-
folgerungen  in  der  Gesamtbeurteilung  führe.  Es  könne  kaum  sein, 
dass "jemand mit  einem dermassen gravierenden Störungsbild  nicht 
an  einer  psychiatrischen  Diagnose  leiden  solle".  Das  Leiden  von 
A._______  werde  von  deutschen  Ärzten  als  posttraumatische 
Verbitterungsstörung  bezeichnet.  A._______  sei  aus  psychiatrischer 
Sicht zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 67).

J.
Mit Entscheid vom 24. April 2007 hiess die IVSTA die Einsprache teil-
weise  gut  und  sprach  A._______  mit  Einspracheverfügung  vom 
18. April  2007,  welche  integrierenden  Bestandteil  des  Ein-
spracheentscheides  bildete,  gestützt  auf  einen  errechneten  Invalidi-
tätsgrad von 65% eine Dreiviertelsrente mit  Wirkung ab dem 1. April 
2005 zu (IV-act. 66, 69 und 70). 

Zur Begründung führte die IVSTA aus, dass sich die gesundheitliche 
Situation gemäss den Abklärungen seit Januar 2005 krankheitsbedingt 
verschlechtert  habe.  Unter  Berücksichtigung  der  gesundheitlichen 
Situation  sei  ihr  die  Ausübung  ihrer  bisherigen  Tätigkeit  als  Wirt-
schaftsinformatikerin  noch  zu  30%  zumutbar.  Aus  spezialärztlicher 
Sicht seien Ihr hingegen alternative, wechselbelastende, leichte Tätig-
keiten 3,5 Stunden pro Tag zuzumuten. In Frage kämen beispielsweise 
angepasste Arbeiten in  der  EDV, der  Administration und der  Verwal-
tung.

K.
Gegen diesen Entscheid erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerde-
führerin),  vertreten  durch  Advokat  Dr. iur.  Bernhard  Gelzer,  mit 
Eingabe vom 30. Mai 2007 beziehungsweise 4. Juni 2007 Beschwerde 

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beim  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragte  die  Aufhebung  des 
angefochtenen  Entscheides  sowie  die  Gewährung  einer  ganzen 
Invalidenrente; eventualiter sei ein erneutes psychiatrisches Gutachten 
einzuholen (IV-act. 73). 

Zur  Begründung führte  sie  im Wesentlichen aus,  der  grundsätzliche 
Mangel  des  Gutachtens  der  asim  vom 29. Dezember  2006  bestehe 
darin, dass die innere Vernetzung der eingeholten Fachgutachten un-
genügend erfolgt sei. Die gesundheitlichen Beschwerden dürften nicht 
isoliert voneinander betrachtet werden. Die Summe der Beschwerden 
und  das  Zusammenwirken  der  verschiedenen  Leiden  bildeten  die 
Basis  für  die  nicht  mehr  gegebenen  Eingliederungsmöglichkeiten  in 
das  Erwerbsleben  der  Beschwerdeführerin.  Des  Weiteren  habe 
Dr. med.  H._______  die  bereits  viele  Jahre  dauernde  permanente 
Schmerzsituation der Beschwerdeführerin aus neurologischer Sicht zu 
wenig  gewichtet.  Zudem leide  die  Beschwerdeführerin  entgegen der 
Diagnose  von  Dr. med.  I._______  (Anpassungsstörung  mit  längerer 
depressiver  Reaktion  anamnestisch)  aus  psychiatrischer  Sicht  an 
einer posttraumatischen Verbitterungsstörung und sei daher zu 100% 
arbeitsunfähig. 

L.
In seiner Stellungnahme vom 6. August 2007 kam Dr. med. J._______ 
des regionalärztlichen Dienstes zum Schluss,  dass die Beschwerde-
führerin im Laufe des Jahres 2006 unumstritten depressive Symptome 
entwickelt  habe,  was  die  Diagnose  posttraumatische  Verbitterungs-
störung ausschliesse (IV-act. 76).

Mit  Vernehmlassung vom 16. August  2007 beantragte die IVSTA ge-
stützt auf die Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt vom 8. August 
2007 – welche sich ihrerseits auf die Stellungnahme des regionalärztli-
chen Dienstes vom 6. August  2007 stützte – die Abweisung der Be-
schwerde. 

M.
Mit  Replik  vom  24. Oktober  2007  hielt  die  Beschwerdeführerin  ihre 
Anträge aufrecht und reichte weitere medizinische Unterlagen zu den 
Akten (Röntgenbilder, Arztberichte). 

N.
Mit  Duplik  vom 13. November  2007 hielt  die  IVSTA gestützt  auf  die 

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Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt vom 6. November 2007 ihre 
Anträge aufrecht. 

O.
Gegen den mit  Verfügung vom 22. November 2007 bekannt  gegebe-
nen Spruchkörper sind keine Ausstandsbegehren eingegangen.

P.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter-
lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  Bst. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-
gen  der  schweizerischen  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland.  Eine 
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VVG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes über das Verwal-
tungsverfahren  vom 20. Dezember  1968  (VwVG,  SR 172.021)  findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss 
Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung (Art. 1a-26bis und 28-70 IVG) anwendbar, soweit das IVG 
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  sie  im  Sinne  von  Art.  59  ATSG  beschwerde-
legitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
ATSG und Art. 52 VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.

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2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen  nach  den  Vorschriften  des  VGG,  des  VwVG  (Art. 37 
VGG) sowie des ATSG. Dabei finden nach den allgemeinen intertem-
poralrechtlichen  Regeln  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung,  welche 
im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 
E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. 

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälli-
ger Leistungsanspruch ist  für  die Zeit  vor einem Rechtswechsel auf-
grund  der  bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 

Nach  der  Rechtssprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei 
der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit-
punkt  des  Erlasses  des  angefochtenen  Verwaltungsaktes  (hier: 
24. April 2007) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, 
sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsverfügung 
sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

2.2 Da sich der Wohnsitz der Beschwerdeführerin in Frankreich befin-
det,  gelangen  im  vorliegenden  Fall  die  Bestimmungen  des  Abkom-
mens vom 3. Juli  1975 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft  und  der  Französischen  Republik  über  Soziale  Sicherheit 
(SR 0.831.109.349.1,  in  Kraft  seit  1. November  1976) sowie ab dem 
1. April 2006 diejenigen des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen 
der  Schweizerischen Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäi-
schen  Gemeinschaft  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (Freizügig-
keitsabkommen,  nachfolgend  FZA,  SR 0.142.112.681,  in  Kraft  seit 
1. Juni 2002, vgl. Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Art. 2 Ziff. 7 des 
Bundesratsbeschlusses  vom 17. Dezember  2004  über  die  Genehmi-
gung und Umsetzung des Protokolls über die Ausdehnung des Freizü-
gigkeitsabkommens  auf  die  neuen  EG-Mitgliedstaaten  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EG und ihren 
Mitgliedstaaten andererseits  sowie  über  die  Genehmigung der  Revi-
sion der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit, in Kraft 

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seit 1. April  2006, AS 2006 979 994) zur Anwendung. Das Freizügig-
keitsabkommen setzt das Abkommen vom 3. Juli  1975 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Französischen Republik 
über Soziale Sicherheit insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich 
geregelt wird (Art. 20 FZA). 

Es ist deshalb auf das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG ab-
zustellen.  Die  darin  enthaltenen  Formulierungen  der  Arbeitsunfähig-
keit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Einkommens-
vergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen,  von  der  Rechts-
sprechung  dazu  entwickelten  Begriffen  in  der  IV. Demzufolge  bean-
spruchen die diesbezüglich schon herausgebildeten Grundsätze auch 
unter  der  Herrschaft  des ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343). 
Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist 
vor dem 1. Januar 2004 auf die bis Ende 2003 gültige Fassung (AS 
2002 3371 und 3453), und danach auf die Fassung gemäss den am 
1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen  Änderungen  (4. IV-Revision; 
AS 2003  3837)  abzustellen. Nicht  zu  berücksichtigen sind  die  durch 
die  5. IV-Revision  eingeführten  Änderungen,  welche  am  1. Januar 
2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129).

3.

3.1 Gemäss Art. 8 ATSG in Verbindung mit  Art. 4 Abs. 1 IVG (in der 
seit 1. Januar 2003 gültigen Fassung) ist Invalidität die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall.

Art. 7  ATSG definiert  die  Erwerbsunfähigkeit  als  durch  Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

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3.2 Ein  Anspruch  auf  eine  ganze  Invalidenrente  bestand  gemäss 
Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewese-
nen  Fassung,  wenn  die  versicherte  Person  mindestens  zu  zwei 
Dritteln,  derjenige  auf  eine  halbe  Rente,  wenn  sie  mindestens  zur 
Hälfte und derjenige auf  eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40% invalid war. Seit dem 1. Januar 2004 besteht Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente bei einem IV-Grad von mindestens 70%, auf eine 
Dreiviertelsrente  bei  mindestens  60%,  auf  eine  halbe  Rente  bei 
mindestens  50%  sowie  auf  eine  Viertelsrente  bei  mindestens  40% 
(Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision]). 

Gemäss  Art. 28  Abs. 1ter IVG  (in  den  bis  zum  31. Dezember  2007 
gültig gewesenen Fassungen) werden Renten, die einem Invaliditäts-
grad  von  weniger  als  50%  entsprechen,  nur  an  Versicherte  ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtssprechung 
stellt  Art. 28  Abs. 1ter IVG  nicht  eine  blosse  Auszahlungsvorschrift, 
sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE  121  V 
264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt  seit  dem 1. Juni 
2002  für  Schweizer  Bürger  und  Staatsangehörige  der  Europäischen 
Gemeinschaft.  Diesen  Personen  wird  bei  einem  Invaliditätsgrad  ab 
40%  eine  Rente  ausgerichtet,  wenn  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der 
Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 
und 3.1).

3.3 Für  die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  wird  das  Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (so genanntes Invaliden-
einkommen),  in  Beziehung gesetzt  zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (so genanntes 
Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 
im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben.

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die 

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ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zuge-
mutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglich-
keiten  im  angestammten  Beruf,  sondern  auch  in  zumutbaren  Ver-
weisungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c 
mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c).

Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invalidenver-
sicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Er-
werbsfähigkeit,  welche  die  versicherte  Person  bei  Aufbietung  allen 
guten Willens,  die  verbleibende Leistungsfähigkeit  zu  verwerten,  ab-
wenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im 
gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der 
Schadenminderungspflicht  ist  ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeits-
bereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, innert  nützli-
cher  Frist  Arbeit  in  einem  anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu 
suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint 
(BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). 

Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-
Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver-
bliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem 
Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese 
so genannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen 
zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 1986 
S. 204 f.).

3.4 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung – wie alle anderen Beweismittel  – frei,  d.h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf  es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 

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die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157 E. 1c).

3.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Das Institut der Revision von 
Invalidenrenten wurde vom Gesetzgeber in Weiterführung der entspre-
chenden  bisherigen  Regelungen  in  Art. 17  Abs. 1  ATSG aufgenom-
men. Die zu altArt. 41 Abs. 1 IVG (in Kraft bis Ende 2002) entwickelte 
Rechtsprechung  ist  daher  grundsätzlich  weiterhin  anwendbar  (BGE 
130 V  343  E. 3.5.4,  in  BGE 133  V  108  nicht  publizierte  E. 2  [Urteil 
EVG I 465/05 vom 6. November 2006]).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat-
sächlichen  Verhältnissen,  die  geeignet  ist,  den  Invaliditätsgrad  und 
damit  den  Rentenanspruch  zu  beeinflussen.  Eine  Invalidenrente  ist 
demgemäss  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des 
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund-
heitszustandes  erheblich  verändert  haben  (BGE  130  V  343  E. 3.5, 
BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Dagegen stellt  nach ständiger 
Rechtsprechung die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkun-
gen  eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen  Gesundheits-
zustandes  auf  die  Arbeitsfähigkeit  für  sich  allein  genommen  keinen 
Revisionsgrund  im  Sinne  von  Art. 17  Abs. 1  ATSG dar  (Urteil  BGer 
9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 
E. 2 [I 574/02]; AHI 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; vgl. auch BGE 112 V 371 
E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Ände-
rung eingetreten ist,  beurteilt  sich durch den Vergleich des Sachver-
haltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröff-
neten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 

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des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitszustands) beruht,  mit  demjenigen zur Zeit  der strei-
tigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides; vor-
behalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozes-
sualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist 
die  anspruchsbeeinflussende  Änderung  im Falle  einer  Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem 
angenommen  werden  kann,  dass  sie  voraussichtlich  längere  Zeit 
dauern  wird.  Sie  ist  in  jedem  Fall  zu  berücksichtigen,  nachdem sie 
ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei  Monate  gedauert  hat  und 
voraussichtlich weiterhin andauern wird. In derartigen Konstellationen 
ist  Art. 29  Abs. 1 IVG nicht  anwendbar  (BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. 
auch BGE 133 V 108). Führt die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu 
einer derartigen Verminderung des Invaliditätsgrades, dass die Rente 
herabgesetzt  werden  muss,  so  erfolgt  die  Anpassung  der  Rente 
gemäss  Art.  88bis Abs. 2  Bst.  a  IVV frühestens  vom ersten Tag des 
zweiten der Zustellung der Revisionsverfügung folgenden Monats an. 
Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist  die  anspruchsbeeinflussende Änderung 
im  Falle  einer  Verschlechterung  der  Erwerbsfähigkeit  zu  berück-
sichtigen,  sobald  sie  ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei  Monate 
angedauert  hat.  Gemäss  Art.  88bis  Abs.  1  Bst.  a  IVV  erfolgt  die 
Erhöhung  der  Rente  frühestens  von  dem  Monat  an,  in  dem  das 
Revisionsbegehren gestellt wurde.

4.
Aufgrund des Einspracheentscheides vom 24. April 2007, mit welchem 
der Beschwerdeführerin statt der bisher ausgerichteten halben Rente 
eine Dreiviertelsrente mit Wirkung ab dem 1. April 2005 zugesprochen 
wurde, ist vorliegend unbestritten, dass sich der Gesundheitszustand 
von A._______ seit der Mitteilung vom 24. Oktober 2003, welche auf 
einer  materiellen  Prüfung  des  Rentenanspruchs  (samt  rechtskon-
former  Sachverhaltsabklärung  und  Beweiswürdigung)  beruht,  ver-
schlechtert  hat.  Das  Bundesverwaltungsgericht  sieht  aufgrund  der 
Aktenlage keinen Anlass  zur  Prüfung einer  möglichen Verbesserung 
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin im massgeblichen 
Zeitraum,  zumal  dies von den Parteien auch nicht  vorgebracht  wird. 
Bestritten ist  einzig,  ob aufgrund der  festgestellten  Verschlechterung 
des  Gesundheitszustandes  anstatt  der  Zusprache einer  Dreiviertels-
rente die Gewährung einer ganzen Rente gerechtfertigt ist. Vorliegend 

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ist  somit  zu  prüfen,  in  welchem  Umfang  sich  der  gesundheitliche 
Zustand beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
seit  der  Mitteilung  vom 24.  Oktober  2003  bis  zum 24. April  2007  – 
Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides – verschlechtert 
beziehungsweise verringert haben. Dass die IVSTA im Rahmen der ab 
Sommer 2003 durchgeführten und durch Mitteilung vom 24. Oktober 
2003  abgeschlossenen  Rentenrevision  von  Amtes  wegen  (vgl.  Bst. 
B. f. hiervor)  keinen Einkommensvergleich vornahm, führt  zu  keinem 
anderen Ergebnis. Denn dieses Vorgehen erübrigte sich aufgrund der 
Umstände,  dass  die  Versicherte  bereits  damals  seit  1999  einer 
reduzierten Erwerbstätigkeit von 50% nachgegangen war und sich in 
den gesamten Akten keinerlei Anhaltspunkte für eine Änderung in den 
erwerblichen  Auswirkungen  des  Gesundheitszustands  finden  lassen 
(vgl. hierzu BGE 130 V 71 E. 3.2.3).

4.1 Für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes und der 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin stützte sich die IVSTA auf die 
Stellungnahme  von  Dr. med.  G._______  des  regionalärztlichen 
Dienstes vom 7. Februar 2007 (IV-act. 64), welcher sich seinerseits im 
Wesentlichen  auf  das  im  Rahmen  des  Einspracheverfahrens  ange-
ordnete Gutachten der asim vom 29. Dezember 2006 stützte. Das Gut-
achten der asim beruht auf einer polydisziplinären, mehrtägigen Unter-
suchung  der  Beschwerdeführerin  im  Basel.  Am  24. Oktober  2006 
erfolgte  die  internistische  Untersuchung  durch  Dr. med.  K._______, 
Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie. Die rheumatologische 
Untersuchung fand am 31. Oktober  2006 durch Dr. med. L._______, 
Facharzt  für  Rheumatologie  und  Innere  Medizin,  statt,  während  die 
neurologische Untersuchung durch Dr. med. M._______, Facharzt für 
Neurologie, und Dr. med. H._______, Assistenzarzt Neurologie, sowie 
die psychiatrische Untersuchung durch Dr. med. I._______, Oberarzt, 
Psychiatrische  Universitätspoliklinik,  und  Prof. Dr. med.  N._______, 
Chefärztin, Psychiatrische Universitätspoliklinik, am 1. November 2006 
erfolgten.

Im rheumatologischen Fachgutachten der asim vom 31. Oktober 2006 
wurde  festgestellt,  dass  der  Beschwerdeführerin  eine  deutlich  ver-
minderte  Belastbarkeit  des  Achsenskelettes  zuzuerkennen  sei.  Für 
körperlich  mittelschwere  und  schwere  sowie  monotone  Tätigkeiten 
bestehe  bleibend  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100%.  Für  körperlich 
optimal  angepasste  Tätigkeiten  (nicht  monoton,  wechselbelastend) 
erscheine  "das  Ausmass  der  zumutbaren  Restarbeitsfähigkeit  etwas 

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arbiträr". Aus isoliert muskuloskelettären Sicht sei die Arbeitsfähigkeit 
aufgrund der verschiedenen Leiden der Beschwerdeführerin auch für 
Verweisungstätigkeiten  etwas  mehr  eingeschränkt  als  von  Dr. med. 
D._______  attestiert,  jedoch  nicht  ganz  im  von  Dr. med. E._______ 
geltend gemachten Ausmass. Somit betrage die Arbeitsfähigkeit in der 
bisherigen  Tätigkeit  seit  Januar  2005  30%,  während  für  körperlich 
adaptierte  Verweisungstätigkeiten  leichter  Natur  (ohne  repetitives 
Heben,  Stossen  oder  Ziehen  von  Lasten  von  mehr  als  5 kg,  nicht 
repetitiv gebückt oder über Kopf zu verrichtend, nicht ausschliesslich 
stehend  und  gehend,  ohne  repetitive  Treppenbenutzung  und  ohne 
ausgesprochen feinmotorische Einsatzcharakteristik  der  Hände)  eine 
Arbeitsfähigkeit von 40% zumutbar sei.

Gemäss dem neurologischen Fachgutachten der asim vom 2. Novem-
ber  2006  sei  die  Beschwerdeführerin  aufgrund  der  ausgeprägten 
Schmerzsymptomatik  vorderhand  im  Rahmen  der  Skoliose  und  der 
degenerativen Wirbelsäulenveränderung auch im Alltag deutlich einge-
schränkt.  Aus  neurologischer  Sicht  sei  die  Beschwerdeführerin  für 
leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten aufgrund der deutlich 
eingeschränkten  Funktionsfähigkeit  der  rechten  Hand  sowie  der 
ausgeprägten Schmerzsymptomatik zu höchstens 50% arbeitsfähig. 

Das psychiatrische Fachgutachten der asim vom 10. November 2006 
attestiert  der  Beschwedeführerin  aktuell  ein  leichtes  depressives 
Zustandsbild, welches nicht mehr die Kriterien einer leichten depressi-
ven Episode, wohl aber die einer Anpassungsstörung mit verlängerter 
depressiver Reaktion nach ICD-10 erfülle. Die psychischen Symptome 
träten  eindeutig  reaktiv  zu  den  somatischen  Symptomen  und  den 
sekundären  psychosozialen  Problemen  auf  und  seien  daher  am 
besten  als  Anpassungsstörung  zu  beschreiben.  Die  Veränderungen 
seien nicht derart tiefgreifend, dass von einer Persönlichkeitsänderung 
bei  chronischem  Schmerzsyndrom  gesprochen  werden  könne.  Aus 
rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 100% arbeits-
fähig.  Das  leichte  depressive  Syndrom sei  nicht  so  schwerwiegend, 
dass  dadurch allein  eine  Minderung der  Arbeitsfähigkeit  zu  erklären 
sei. Zwar könne es aus Sicht  des behandelnden Psychiaters,  in  der 
Gesamtschau und unter Berücksichtigung invaliditätsfremder Faktoren 
naheliegend  sein,  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  zu  attestieren. 
Aus rein psychiatrischer Sicht  aber sei  die Anpassungsstörung nicht 
schwerwiegend  genug,  um  für  sich  genommen  eine  Minderung  der 
Arbeitsfähigkeit zu rechtfertigen.

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In ihrer Gesamtbeurteilung kamen die Gutachter der asim am 29. De-
zember  2006  zum  Schluss,  dass  für  körperlich  mittelschwere  und 
schwere sowie monotone Tätigkeiten bleibend eine Arbeitsunfähigkeit 
von  100%  bestehe,  während  das  Ausmass  der  zumutbaren  Rest-
arbeitsfähigkeit  für  körperlich  optimal  angepasste  Tätigkeiten  (nicht 
monoton  und  wechselbelastend)  "etwas  arbiträr  erscheine".  Die 
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit betrage 30% (2.5 Stunden 
pro  Tag).  Für  körperlich  angepasste  Verweisungstätigkeiten  leichter 
Natur (ohne repetitives Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten von 
mehr als 5 kg, nicht repetitiv gebückt oder über Kopf verrichtend, nicht 
ausschliesslich  stehend  und  gehend,  ohne  repetitive  Treppen-
benützung  sowie  ohne  ausgesprochen  feinmotorische  Einsatz-
charakteristik  der  Hände)  betrage  die  Arbeitsfähigkeit  40%  (3.5 
Stunden pro Tag).

4.2 Demgegenüber  kommt  Dr. med.  E._______  in  ihrem  Gutachten 
vom 3. April 2006 zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in ihrer 
bisherigen Tätigkeit  seit  Januar 2005 noch maximal zu 30% arbeits-
fähig sei. Für  eine alternative Tätigkeit  mit  Möglichkeit  der Wechsel-
belastung  und  mit  fehlenden  repetitiven  Überkopfarbeiten,  Halte-
arbeiten  der  Arme,  Zwangshaltungen  der  Wirbelsäule,  fehlendem 
repetitivem Bücken, Heben von Lasten grösser als 10 kg bestehe aus 
rheumatologischer  Sicht  eine  noch  vorhandene  maximale  Erwerbs-
fähigkeit von 30%.

4.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der grundsätzliche Mangel 
des Gutachtens der asim vom 29. Dezember 2006 bestehe darin, dass 
die innere Vernetzung der eingeholten Fachgutachten ungenügend er-
folgt sei. Die Arbeitsfähigkeit sei aus gesamtmedizinischer Sicht zu be-
urteilen. Zudem sei bei der neurologischen Untersuchung die bereits 
viele Jahre dauernde permanente Schmerzsituation der Beschwerde-
führerin zu wenig gewichtet worden. Entgegen der gemäss psychiatri-
schem  Fachgutachten  von  Dr. med.  I._______  und  Prof. Dr. med. 
N._______ attestierten  Anpassungsstörung mit  längerer  depressiven 
Reaktion,  leide  sie  entsprechend  der  Diagnose  von  Dr. med. 
F._______  aus  psychiatrischer  Sicht  an  einer  Verbitterungsstörung. 
Dieser habe ihr nach Einsicht in das Gutachten der asim ein posttrau-
matisches  Verbitterungssyndrom  und  eine  damit  einhergehende 
Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert. Sollte das Gericht nicht auf die 
Beurteilung des behandelnden Psychiaters abstellen, sei die Diagnose 
und  schwere  der  psychischen  Leiden  der  Beschwerdeführerin  unter 

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Berücksichtigung der physischen Leiden durch ein Gutachten der psy-
chiatrischen Universitätsklinik in Zürich abzuklären.

4.4 Das Gutachten der asim vom 29. Dezember 2006 beruht auf einer 
interdisziplinären, mehrtägigen Untersuchung der Beschwerdeführerin 
in  Basel.  Zwar  wurde  entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerde-
führerin  die  Arbeitsfähigkeit  in  diesem  Gutachten  nicht  isoliert, 
sondern  aus  gesamtmedizinischer  Sicht  beurteilt.  Dabei  kamen  die 
Gutachter der asim zum Schluss, dass für körperlich mittelschwerde 
und  schwere  sowie  monotone  Tätigkeiten  eine  bleibende  Arbeits-
unfähigkeit  von  100%  bestehe.  Hingegen  bezeichneten  sie  das 
Ausmass der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit als "etwas arbiträr" und 
relativieren  damit  die  Genauigkeit  ihrer  Beurteilung  betreffend 
Arbeitsfähigkeit  beziehungsweise stellen diese selbst  in  Frage. Auch 
Dr. med. G._______ des regionalärztlichen Dienstes schliesst sich in 
seiner  Stellungnahme  vom  7. Februar  2007,  auf  welche  die  IVSTA 
ihren Einspracheentscheid im Wesentlichen stützte, dieser Beurteilung 
der Gutachter der asim an und beurteilt die zumutbare Arbeitsfähigkeit 
seinerseits  als  arbiträr. Aus diesem Grund erfüllt  das  Gutachten der 
asim die von der Rechtssprechung gestellten Anforderungen nicht (vgl. 
E. 3.4 hiervor).

4.5 Demgegenüber beurteilt  Dr. med. E._______ in ihrem Gutachten 
vom 3. April 2006 die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sowohl 
in der bisherigen Tätigkeit als auch in Verweisungstätigkeiten mit 30%. 
Es sprechen keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit  des 
ausführlichen  und  nachvollziehbaren  Gutachtens  von  Dr. med. 
E._______.  Es  beruht  aus  rheumatologischer  Sicht  auf  allseitigen 
Untersuchungen,  berücksichtigt  die  geklagten Beschwerden,  erfolgte 
in  Kenntnis  der  Vorakten  (insbesondere  medizinische  Berichte  und 
Anamnese)  und  leuchtet  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Diagnosen und der Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit ein. Es ist 
daher auf die Schlussfolgerung im Gutachten von Dr. med. E._______ 
abzustellen. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin hat sich 
somit  insofern  verschlechtert,  als  ihr  ab  Januar  2005  eine  Rest-
arbeitsfähigkeit von 30% zuzurechen ist.

4.6 Bezüglich der umstrittenen Diagnose aus psychiatrischer Sicht ist 
anzumerken, dass nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung den 
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten exter-
ner  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen  und 

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Untersuchungen  sowie  nach  Einsicht  in  die  Akten  Bericht  erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge-
langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen ist, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se sprechen. Berichte von behandelnden Ärzten sind aufgrund der auf-
tragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten hingegen mit Vorbe-
halt  zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb und cc mit  weiteren Hin-
weisen; Urteil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 E. 4b/bb; Urteil 
des  EVG  vom  20. März  2006,  I  655/05  E. 5.4  mit  Hinweisen). 
Allerdings ist den Erkenntnissen behandelnder Fachärzte im Rahmen 
der Abklärung der Arbeitsfähigkeit durchaus Gehör zu schenken (vgl. 
Urteil  des  Bundesgerichts  9C_24/2008  vom  27.  Mai  2008  E.  2.3.2, 
publiziert in: Plädoyer 2009 S. 72ff.).

Ob vorliegend – wie von den Gutachtern der asim diagnostiziert – eine 
Anpassungsstörung  mit  längerer  depressiver  Reaktion  (ICD-10: 
F43.21)  oder  –  wie  vom  behandelnden  Psychiater,  Dr. med. 
F._______,  attestiert  –  eine  posttraumatische  Verbitterungsstörung 
vorliegt, kann jedoch offen bleiben, zumal die Beschwerdeführerin, wie 
nachfolgend darzulegen ist  (vgl. E. 5 hiernach),  bereits  aufgrund der 
Beurteilung  von  Dr. med.  E._______  –  aus  rein  rheumatologischer 
Sicht – Anspruch auf eine ganze Rente hat. 

5.

5.1 Die Bemessungsgrundlagen für den von der IVSTA vorgenomme-
nen Einkommensvergleich werden von der  Beschwerdeführerin  nicht 
beanstandet. Verglichen wurde dabei das Einkommen pro Jahr ohne 
Invalidität  von  Fr. 94'679.-  (gemäss  Verfügung  vom  18. April  2000: 
Fr. 88'320.-  bei  einem  Pensum  von  100%,  zuzüglich  Nominallohn-
entwicklung  bis  2005)  und  das  zumutbare  Einkommen  pro  Jahr  mit 
Invalidität  von  Fr. 33'513.-  (Schweizerische  Lohnstrukturerhebung 
[LSE] für 2004 des Bundesamtes für Statistik, Nordwestschweiz, TA1, 
Anforderungsniveau  2,  Frauen,  angepasst  an  die  durchschnittliche 
Wochenarbeitszeit  von  41.6  Stunden,  zuzüglich  Nominallohnent-
wicklung  bis  2005:  Fr. 79'664.-  bei  einem  Pensum  von  100%; 
Fr. 33'513.- bei einem Pensum von 3.5 Stunden pro Tag). 

Bei  einer  Arbeitsfähigkeit  von 30% (vgl. E. 4.4  hiervor)  resultiert  ein 
Invaliditätsgrad  von  75%  (aufgerundet;  vgl.  BGE 130 V 121  E. 3.2; 
[{94'679  –  23'899} x  100]  :  94'679  =  74.76%).  Die  Beschwerde  ist 
daher  gutzuheissen und der  angefochtene Einspracheentscheid  vom 

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24. April 2007 aufzuheben. Der Beschwerdeführerin ist ab April 2007 
(vgl. E. 3.6 hiervor) eine ganze Invalidenrente auszurichten.

5.2 Anzumerken  bleibt,  dass  neben dem Rückgriff  auf  die  Tabellen-
löhne  der  Schweizerischen  Lohnstrukturerhebung  (LSE)  vorliegend 
auch  die  Gewährung  eines  leidensbedingten  Abzugs  in  Betracht  zu 
ziehen wäre. Denn nach der  Rechtsprechung ist  beim Einkommens-
vergleich  unter  Verwendung  statistischer  Tabellenlöhne  zu  berück-
sichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei 
leichten  Hilfsarbeitertätigkeiten  behindert  sind,  im  Vergleich  zu  voll 
leistungsfähigen  und  entsprechend  einsetzbaren  Arbeitnehmern 
lohnmässig  benachteiligt  sind  und  deshalb  in  der  Regel  mit  unter-
durchschnittlichen  Lohnansätzen  rechnen  müssen.  Sodann  ist  dem 
Umstand  Rechnung  zu  tragen,  dass  weitere  persönliche  und 
berufliche Merkmale einer  versicherten Person,  wie Alter,  Dauer der 
Betriebszugehörigkeit,  Nationalität  oder  Aufenthaltskategorie  sowie 
Beschäftigungsgrad  Auswirkungen  auf  die  Lohnhöhe  haben  können. 
Der  Einfluss  sämtlicher  Merkmale  auf  das  Invalideneinkommen  ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der 
Abzug  auf  25%  zu  begrenzen  ist  (BGE  129  V  472  E.  4.2.3  mit 
Hinweisen).

Aufgrund  des  Alters  der  Beschwerdeführerin  im  Zeitpunkt  des  an-
gefochtenen Entscheids  (knapp 51 Jahre),  ihrer psychischen Leiden 
sowie  der  Tatsache,  dass  Tätigkeiten  in  wirbelsäulenbelastenden 
Zwangshaltungen  nicht  mehr  zumutbar  sind  dürfte  sich  im 
vorliegenden Fall  ein leidensbedingter Abzug in der Grössenordnung 
von 15% rechtfertigen. Aufgrund des festgestellten  Invaliditätsgrades 
von 75% und der  damit  einhergehenden Zusprechung einer  ganzen 
Invalidenrente  (vgl.  E. 5.1  hiervor)  kann  die  Frage  des  leidens-
bedingten Abzuges vorliegend jedoch offen gelassen werden.

5.3 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass bei der von 
der  IVSTA  in  ihrem  Einspracheentscheid  angenommenen  Arbeits-
fähigkeit von 3.5 Stunden pro Tag und einem leidensbedingten Abzug 
von  15% ein  Invaliditätsgrad  von 70% resultieren  würde  ([{94'679  – 
28'486} x 100] : 94'679 = 69.91%). Somit erweist sich die Gutheissung 
der Beschwerde auch aus diesem Blickwinkel als gerechtfertigt. 

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung. 

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C-3713/2007

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Im Übrigen geht es im vorlie-
genden Verfahren um die Bewilligung bzw. Verweigerung von Versiche-
rungsleistungen,  weshalb  auch  gemäss  den  bis  zum  30. Juni  2006 
geltenden und nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts für die 
hängigen  Beschwerden gegen IV-Einspracheentscheide auch weiter-
hin anwendbaren Bestimmungen keine Verfahrenskosten erhoben wer-
den (Art. 69 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 2 AHVG).

6.2 Der obsiegenden Beschwerdeführerin, die sich anwaltlich vertre-
ten liess, ist für die notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten 
eine Parteientschädigung zuzusprechen. Diese wird unter Berücksich-
tigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Aufwands  auf  Fr. 2'000.- 
festgesetzt  (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 bis 10 sowie Art. 14 
Abs. 2  des Reglements vom 21. Februar  2008 über  die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE;  SR 
173.320.2]). Diese  Entschädigung  ist  von  der  Vorinstanz  zu  leisten 
(Art. 64 Abs. 2 VwVG).

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C-3713/2007

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 24. April 2007 wird aufgehoben.

2.
Der Beschwerdeführerin wird ab dem 1. April 2007 eine ganze Invali-
denrente zugesprochen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin nach Eintritt 
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.- zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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