# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd6f2fb0-457f-5335-aafe-746aaebb0795
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 17.04.2012 I/1-2011/22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2011-22_2012-04-17.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2011/22

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 17.04.2012

Entscheiddatum: 17.04.2012

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 17.04.2012
Grundeigentum eines ausserkantonalen Liegenschaftshändler, Art. 14 Abs. 1 
lit. b und Art. 15 Abs. 2 StG, Art. 19 StG, Art. 68 Abs. 2 StHG. Der im Kanton 
Waadt wohnhafte Immobilienhändler erzielte Einkünfte aus zwei 
Liegenschaften im Kanton St. Gallen und machte geltend, er habe diese 
Grundstücke als Mitglied einer einfachen Gesellschaft erworben und es sei 
ihm nur ein entsprechender Anteil an den Einkünften zugeflossen. Da er als 
Alleineigentümer im Grundbuch eingetragen war und den Nachweis einer 
einfachen oder einer stillen Gesellschaft nicht erbrachte, wurde er zu Recht 
als Alleineigentümer veranlagt (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/
1, 17. April 2012, I/1-2011/22).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

X, Rekurrent,

vertreten durch André-Claude Cotting, Case postale 187, 1752 Villars-sur-Glâne 1,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staats- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2007; beschränkte 

Steuerpflicht)

Sachverhalt:

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A.- X ist italienischer Staatsangehöriger und wohnte im Jahr 2007 in P/VD. Er erwarb 

am 2. März 2007 die Grundstücke Nrn. 001 und 002 mit den Wohn- und 

Geschäftshäusern Vers.-Nrn. 007 und 008 an der R-Strasse in S (Kanton St. Gallen) für 

8,6 Mio. Franken und am 30. April 2007 das Grundstück Nr. 003 mit dem 

Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 009 an der V-Strasse in S zum Preis von 1,05 Mio. Franken. 

Am 18. Dezember 2007 veräusserte er die Grundstücke an der R-Strasse zum Preis 

von 9,8 Mio. Franken wieder. Er ist zudem Eigentümer weiterer Immobilien in 

verschiedenen Kantonen und wird als Liegenschaftenhändler besteuert.

B.- X reichte am 6. November 2008 dem Steueramt S eine Kopie der für den Kanton 

Waadt ausgefüllten Steuererklärung 2007 ein. Darin deklarierte er ausgehend von 

steuerbaren Einkünften aus selbständiger Tätigkeit von Fr. 820'005.-- und aus 

unbeweglichem Vermögen von Fr. 766'755.-- ein steuerbares Einkommen von 

Fr. 711'269.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 8'450'271.--. Er machte geltend, 

er sei als Teilhaber einer stillen Gesellschaft an den Grundstücken R-Strasse zu 30% 

und am Grundstück V-Strasse zu 25% beteiligt. Die st. gallische Veranlagungsbehörde 

ging davon aus, X sei als alleiniger Grundeigentümer für die Grundstücke im Kanton St. 

Gallen allein steuerpflichtig und der deklarierte Anteil an den Einkünften entspreche 

einem Viertel der gesamten Einkünfte. Dementsprechend ermittelte sie im Kanton St. 

Gallen das steuerbare Einkommen für 2007, indem sie die auf X entfallenden 

Mieterträge von Fr. 178'285.-- (R-Strasse) und von Fr. 13'092.-- (V-Strasse) einerseits 

und die Unterhaltskosten von Fr. 57'142.-- (R-Strasse) und von Fr. 4'420.-- (V-Strasse) 

anderseits mit vier multiplizierte. Im Übrigen stellte sie auf die Deklaration ab. X wurde 

für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 am 1. Dezember 2010 mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 371'800.-- zum Satz von Fr. 1'097'000.-- und mit 

einem steuerbaren Vermögen von Fr. 3'806'000.-- zum Satz von Fr. 8'375'000.-- 

veranlagt. X erhob gegen die Veranlagung Einsprache mit der Begründung, für die 

Besteuerung sei nicht auf den Grundbucheintrag, sondern auf seine finanziellen 

Verhältnisse entsprechend der Beteiligung an der stillen Gesellschaft abzustellen. Das 

kantonale Steueramt wies die Einsprache am 5. Januar 2011 ab.

C.- Mit Schreiben vom 21. Januar 2011 an das kantonale Steueramt wandte sich X 

gegen den Einsprache-Entscheid vom 5. Januar 2011. Das kantonale Steueramt 

übermittelte die Eingabe zusammen mit den eingereichten Beilagen am 25. Januar 

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2011 zuständigkeitshalber an die Verwaltungsrekurskommission zur Behandlung als 

Rekurs. Der Rekurrent liess die Eingabe am 18. Februar 2011 durch seinen Vertreter 

ergänzen. Beantragt wird sinngemäss eine Besteuerung entsprechend der Beteiligung 

des Rekurrenten an der stillen Gesellschaft und die Anrechnung der im Zusammenhang 

mit der Veräusserung der Liegenschaften an der R-Strasse bereits bezahlten 

Grundstückgewinnsteuer von Fr. 148'413.35.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 21. März 2011, der Rekurs sei 

unter Kostenfolge abzuweisen. Der Rekurrent liess dazu am 8. April 2011 Stellung 

nehmen. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge 

wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 21. Januar 2011 wurde rechtzeitig bei 

der Vorinstanz eingereicht und der Verwaltungsrekurskommission zuständigkeitshalber 

übermittelt. Er erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 18. Februar 2011 in formeller 

und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 11 Abs. 3 und Art. 48 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist 

einzutreten.

2.- Der Gewinn von Fr. 448'461.75, der mit der Veräusserung der Grundstücke 

Nrn. 001 und 002 mit den Wohn- und Geschäftshäusern Vers.-Nrn. 007 und 008 an der 

R-Strasse gemäss Abrechnung des Rekurrenten erzielt wurde (vgl. act. 4/1), wurde im 

Kanton St. Gallen mit der Grundstückgewinnsteuer erfasst (vgl. Art. 130 Abs. 2 lit. b 

StG), obwohl der Rekurrent als Liegenschaftenhändler tätig ist. Die Veranlagung ist 

unangefochten rechtskräftig geworden. Sie ist zwar mit der am 21. Dezember 2010 

geänderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Schlechterstellungsverbot im 

Rahmen des Doppelbesteuerungsverbots nicht mehr vereinbar (vgl. BGE 137 I 145, StE 

2011 A 24.43.1 Nr. 20). Jedoch stellt die Änderung der höchstrichterlichen 

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Rechtsprechung keinen Revisionsgrund dar (vgl. Weidmann/Grossmann/ Zigerlig, 

Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 402 f.).

Ebensowenig ist ersichtlich, dass bei der Veranlagung des Rekurrenten mit der 

Grundstückgewinnsteuer lediglich der auf ihn als Teilhaber der einfachen Gesellschaft 

entfallende Anteil erfasst worden wäre. Ob unter diesem Gesichtspunkt auf die 

rechtskräftige Veranlagung in einem Revisionsverfahren zurückgekommen werden 

kann, ist indessen im vorliegenden Verfahren, das die Veranlagung mit der st. 

gallischen Einkommens- und Vermögenssteuer für 2007 zum Gegenstand hat, nicht zu 

entscheiden. Bei der Veranlagung der Einkommens- und Vermögenssteuer des 

Rekurrenten hat die Vorinstanz unter diesen Umständen zu Recht den 

Veräusserungsgewinn im Rahmen der ordentlichen Veranlagung nicht erneut erfasst. 

Dementsprechend erweist sich das Begehren des Rekurrenten, der Grundstückgewinn 

sei mit der ordentlichen Veranlagung der Einkommens- und Vermögenssteuer 2007 zu 

erfassen und die Staats- und Gemeindesteuern 2007 seien mit der bereits bezahlten 

Grundstückgewinnsteuer zu verrechnen, als unbegründet.

3.- Der Rekurrent hat im Kanton St. Gallen weder steuerrechtlichen Wohnsitz noch 

Aufenthalt im Sinn von Art. 13 StG. Hingegen ist er angesichts seines Grundeigentums 

im Kanton gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. b StG in Verbindung mit Art. 15 Abs. 2 StG 

aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit beschränkt steuerpflichtig. Die – beschränkte – 

Steuerpflicht beginnt mit dem Tag, an dem der Steuerpflichtige im Kanton steuerbare 

Werte erwirbt und endet mit dem Wegfall der im Kanton steuerbaren Werte; die Folgen 

des Beginns, der Änderung und des Endes der Steuerpflicht werden im interkantonalen 

Verhältnis durch die Bundesgesetzgebung über die Steuerharmonisierung und durch 

die Grundsätze des Bundesrechts über das Verbot der interkantonalen 

Doppelbesteuerung bestimmt (Art. 19 StG).

Gemäss Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten 

Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) besteht eine 

Steuerpflicht aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit in einem andern Kanton als 

demjenigen des steuerrechtlichen Wohnsitzes für die gesamte Steuerperiode, auch 

wenn sie im Laufe des Jahres begründet, verändert oder aufgehoben wird. In diesem 

Fall wird der Wert der Vermögensobjekte im Verhältnis zur Dauer dieser Zugehörigkeit 

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vermindert. Im Übrigen werden das Einkommen und das Vermögen zwischen den 

beteiligten Kantonen in sinngemässer Anwendung der Grundsätze des Bundesrechts 

über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung ausgeschieden. Der Rekurrent 

bestreitet daher zu Recht nicht, dass er aufgrund seines Immobilienbesitzes im Kanton 

St. Gallen – nämlich die Grundstücke Nrn. 001 und 002 mit den Wohn- und 

Geschäftshäusern Vers.-Nrn. 007 und 008 an der R-Strasse, Grundbuch S, vom 

2. März bis 18. Dezember 2007 und das Grundstück Nr. 003 mit dem Mehrfamilienhaus 

Vers.-Nr. 009 an der V-Strasse, Grundbuch S, ab 30. April 2007 – im gesamten 

Steuerjahr 2007 in St. Gallen beschränkt steuerpflichtig war.

4.- Im Rekurs ist das im Kanton St. Gallen aufgrund seines Liegenschaftenbesitzes zu 

besteuernde Einkommen des Rekurrenten umstritten. Die Verfahrensbeteiligten sind 

sich insbesondere nicht darüber einig, ob die Steuerpflicht des Rekurrenten auf das 

Mass seiner Beteiligung an einer stillen Gesellschaft zu beschränken ist. Die 

Berechnung der Steuerfaktoren durch die Vorinstanz, die davon ausging, der Rekurrent 

sei als einziger im Grundbuch eingetragener Eigentümer der st. gallischen Grundstücke 

für sämtliches Einkommen und Vermögen steuerpflichtig, wird im Rekurs nicht 

substantiiert beanstandet.

a) Der Rekurrent war zivilrechtlich Alleineigentümer der Grundstücke Nrn. 001 und 002 

mit den Wohn- und Geschäftshäusern Vers.-Nrn. 007 und 008 an der R-Strasse in S. Er 

macht allerdings geltend, an den Liegenschaften sei er wirtschaftlich lediglich im 

Rahmen einer einfachen Gesellschaft beteiligt gewesen, so dass nicht das gesamte 

aus den Liegenschaften erzielte Einkommen steuerlich bei ihm erfasst werden dürfe. 

Die Vorinstanz hält dem entgegen, das Gesellschaftsverhältnis sei ein reines 

Innenverhältnis im Sinne einer stillen Gesellschaft. Für die Besteuerung sei der 

Grundbucheintrag massgebend. Zu unterscheiden sind die zivilrechtliche Situation 

einerseits (vgl. dazu nachfolgend E. 4b/aa) und die steuerrechtliche Situation anderseits 

(vgl. dazu nachfolgend E. 4b/bb).

b) aa) Die stille Gesellschaft ist – wie die einfache Gesellschaft – eine vertragliche 

Verbindung von zwei oder mehreren Personen zur Erreichung eines gemeinsamen 

Zwecks mit gemeinsamen Kräften oder Mitteln. Eine der Besonderheiten dieser 

Gesellschaftsform liegt darin, dass sie nach aussen nicht in Erscheinung tritt, mithin 

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eine reine Innengesellschaft darstellt. Das kennzeichnende Merkmal besteht darin, 

dass kein eigentliches Gesellschaftsvermögen entsteht. Die Einlage des stillen 

Gesellschafters geht vielmehr in das Alleineigentum des Hauptgesellschafters über. Als 

Alleineigentümer kann dieser darüber in eigenem Namen verfügen (vgl. Fellmann/

Müller, in: Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Band VI/2/8, Bern 

2006, N 319 zu Art. 530 des Schweizerischen Obligationenrechts, SR 220, abgekürzt: 

OR). Die stille Gesellschaft dient in der Regel der finanziellen Beteiligung an einer 

geschäftlichen Tätigkeit. Der stille Gesellschafter erhält gegen eine Einlage Anteil am 

Gewinn. Dabei handelt es sich jedoch nicht bloss um ein partiarisches Darlehen. Der 

stille Gesellschafter und der Hauptgesellschafter gehen vielmehr eine 

Zweckgemeinschaft ein, indem sie sich zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks mit 

gemeinsamen Kräften oder Mitteln zusammenschliessen (vgl. Fellmann/Müller, a.a.O., 

N 322 zu Art. 530 OR). Die stille Gesellschaft wird als Sonderform der einfachen 

Gesellschaft angesehen (vgl. J. von Ah, Die Besteuerung Selbständigerwerbender, 

2. Aufl. 2011, S. 26).

Das vom Rekurrenten eingegangene Gesellschaftsverhältnis mit drei weiteren 

Teilhabern hat an seinem zivilrechtlichen Alleineigentum an den Grundstücken Nrn. 001 

und 002 in S nichts geändert. Der Rekurrent hat die Grundstücke in eigenem Namen 

für sich erworben, verwaltet und auch wieder veräussert. Die übrigen Gesellschafter 

haben sich einzig finanziell beteiligt. Dass das Gesellschaftsverhältnis den 

Steuerbehörden bekannt ist, macht aus der stillen Gesellschaft noch keine 

gewöhnliche einfache Gesellschaft. Bei der stillen Gesellschaft muss es sich nicht um 

eine "Geheimgesellschaft" handeln. Dass das Gesellschaftsverhältnis bekannt ist, 

ändert nichts an der Existenz einer stillen Gesellschaft, solange sich Dritte darüber im 

Klaren sein müssen, dass einzelne Beteiligte nach aussen nicht als Gesellschafter 

auftreten wollen (vgl. Fellmann/Müller, a.a.O., N 325 zu Art. 530 OR).

In das Geschäftsvermögen einer Personengesellschaft können auch Liegenschaften, 

die im Eigentum eines Gesellschafters bleiben, eingebracht werden (vgl. für eine 

Kollektivgesellschaft BGE 93 I 362 E. 3 mit Hinweisen). Liegt eine stille Gesellschaft 

vor, kann nicht davon ausgegangen werden, der Rekurrent habe die Grundstücke bloss

– aber immerhin – dem wirtschaftlichen Wert nach der Gesellschaft zur Verfügung 

gestellt, ohne ihr volles Recht daran zu verschaffen (Einbringung quoad sortem; 

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vgl. Fellmann/Müller, a.a.O., N 165 zu Art. 531 OR). Bei dieser Einbringung verbleibt der 

Vermögenswert im Eigentum und Besitz des Gesellschafters, der ihn in die 

Gesellschaft einbringt. Extern behält er sowohl das Eigentum als auch das 

Gebrauchsrecht, im internen Recht verzichtet er aber auf die Ausübung seiner Rechte 

und verpflichtet sich, die von der Gesellschaft verlangten Verfügungsakte vorzunehmen 

(vgl. Fellmann/Müller, a.a.O., N 166 zu Art. 531 OR). Da sich der Gesellschafter 

verpflichtet, die erforderlichen Übertragungshandlungen vorzunehmen und der 

Gesellschaft oder einem Dritten das Eigentum einzuräumen, sobald die Gesellschaft 

von ihrem Recht, den Beitrag einzufordern, Gebrauch macht, muss die Vereinbarung, 

in der sich ein Gesellschafter zur Einbringung eines Grundstücks quoad sortem 

verpflichtet, öffentlich beurkundet werden (vgl. Fellmann/Müller, a.a.O., N 169 zu 

Art. 531 OR). Eine solche öffentlich beurkundete Vereinbarung liegt nicht vor. Die 

Grundstücke Nrn. 001 und 002 in S können unter diesen Umständen nicht zum 

Gesellschaftsvermögen gerechnet werden. Insbesondere kann diesbezüglich nicht von 

einer Gesamthandsgemeinschaft ausgegangen werden (vgl. Cagianut/Höhn, 

Unternehmungssteuerrecht, 3. Aufl. 1993, S. 79). Dies schliesst aber wie dargestellt 

nicht aus, dass die Beteiligten bzw. jeder einzelne Beteiligte mit dem Rekurrenten 

hinsichtlich der Beschaffung der Mittel und der Verwendung des Erlöses eine stille 

Gesellschaft begründet haben.

bb) Einfache Gesellschaften sind gemäss Art. 21 Abs. 2 StG als solche nicht 

steuerpflichtig; ihr Einkommen und Vermögen wird den einzelnen Teilhabern 

anteilmässig zugerechnet. Die Bestimmung erfüllt die Vorgaben von Art. 8 StHG und 

entspricht Art. 10 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.11, 

abgekürzt: DBG), wonach das Einkommen von einfachen Gesellschaften den einzelnen 

Teilhabern anteilmässig zugerechnet wird. Als Selbständigerwerbende gelten deshalb 

neben den Einzelunternehmern auch die Teilhaber einfacher Gesellschaften mit 

gewerblichen oder geschäftlichen Betrieben und die stillen Teilhaber an solchen 

Betrieben (vgl. M. Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 

2. Aufl. 2002, N 16 zu Art. 8 StHG). Für die steuerliche Behandlung wird stets auf das 

Innenverhältnis der Gesellschafter abgestellt (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 23 zu Art. 10 DBG). Sind die 

Gesellschaftsverhältnisse den Steuerbehörden bekannt, gilt dies auch für die stille 

Gesellschaft, die steuerrechtlich als Sonderform der einfachen Gesellschaft gleich wie 

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diese behandelt wird (vgl. R. Schäuble, Die Besteuerung der Personengesellschaften, 

Bern 1972, S. 54, FN 113).

Der Rekurrent macht geltend, die Grundstücke in S im Rahmen der Beteiligung an einer 

einfachen Gesellschaft erworben zu haben. Er hat eine schriftliche Vereinbarung zur 

Bildung einer einfachen Gesellschaft vom 22. Januar 2007 zum Erwerb der 

Grundstücke Nrn. 001 und 002 an der R-Strasse in S eingereicht. Daraus geht hervor, 

dass die insgesamt vier Beteiligten "propriétaires" der Grundstücke sind. Ebenso 

wurden die Beteiligungen festgesetzt, nämlich drei Gesellschafter, darunter der 

Rekurrent, mit 30 Prozent und ein Gesellschafter mit 10 Prozent. Festgehalten wurde 

auch, dass der Rekurrent als Eigentümer im Grundbuch eingetragen werde. Der 

Rekurrent wurde sodann zum einzelzeichnungsberechtigten Vertreter der Gesellschaft 

bestimmt und beauftragt, die Grundstücke für einen Preis von mindestens 10 Mio. 

Franken wieder zu veräussern (vgl. act. 4/4). Vergleichbares gilt für das Grundstück 

Nr. 003 an der V-Strasse in S, das der Rekurrent am 30. April 2007 kaufte. Auch 

diesbezüglich wurde ein Gesellschaftsvertrag zwischen dem Rekurrenten und drei 

weiteren natürlichen Personen, in welchem die Beteiligten als "propriétaires" 

bezeichnet und deren Beteiligungen festgelegt werden, eingereicht (vgl. act. 14-III/b). 

Damit will der Rekurrent dartun, dass er zwar gemäss Grundbuch Eigentümer der 

Grundstücke, an ihnen jedoch wirtschaftlich lediglich im Umfang seiner Beteiligung an 

den einfachen Gesellschaften berechtigt war. 

cc) Im Streitfall können die stillen Gesellschaften steuerlich allerdings nicht anerkannt 

werden. Die Vereinbarung zur Bildung der Gesellschaft zum Erwerb der Grundstücke 

Nrn. 001 und 002 an der R-Strasse in S ist lediglich von drei der vier Beteiligten 

unterzeichnet. Es fehlt die Unterschrift des in Kalifornien/USA lebenden angeblich 

mitbeteiligten E. Auch bei den eingereichten Teilen der Vereinbarung zur Gründung 

einer einfachen Gesellschaft zum Erwerb des Grundstücks Nr. 003, V-Strasse, fehlt die 

Unterschrift eines der vier angeblichen Gesellschafter. Zudem sind jene 

Vereinbarungen nur teilweise eingereicht worden. Da offenbar die Schriftform für die 

Vereinbarungen gewählt wurde und diese nicht von sämtlichen Beteiligten 

unterzeichnet wurden, können die Vereinbarungen nicht als rechtsgültige Grundlage 

einer stillen Gesellschaft anerkannt werden. Die steuerliche Anerkennung einer stillen 

Gesellschaft setzt zudem voraus, dass die beteiligten stillen Gesellschafter ihrer 

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anteilmässigen Steuerpflicht nachkommen. Andernfalls ist die stille Gesellschaft 

steuerlich so zu behandeln, wie wenn die für die Besteuerung massgebenden 

Gesellschaftsverhältnisse der Steuerbehörde nicht bekannt sind. Der geltend gemachte 

Umfang der Beteiligungen der einzelnen Gesellschafter geht zwar aus den 

Abrechnungen und Gesellschaftsverträgen hervor. Es bestehen aber keinerlei 

Anhaltspunkte dafür, dass die weiteren nicht im Kanton St. Gallen bzw. nicht in der 

Schweiz wohnhaften Gesellschafter ihrer – beschränkten – Steuerpflicht im Kanton St. 

Gallen nachgekommen sind. Weder macht der Rekurrent dies geltend noch liegen 

entsprechende Deklarationen der anderen angeblichen Gesellschafter vor.

Hinzu kommt, dass der Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland gemäss 

dem einschlägigen und gleichnamigen Bundesgesetz (SR 211.412.41) Restriktionen 

unterliegt. Ob der in den USA lebende Beteiligte der angeblichen Gesellschaft zum 

Erwerb der Grundstücke Nrn. 001 und 002 an der R-Strasse in S schweizerischer oder 

ausländischer Staatsangehörigkeit ist, legt der Rekurrent nicht dar. Ebenso macht er 

keine Angaben zur Staatsangehörigkeit der anderen in der Schweiz ansässigen 

Personen. Bei dieser Sachlage bestehen zumindest Anhaltspunkte, dass mit der 

Bildung einer stillen Gesellschaft die gesetzlichen Bestimmungen über den Erwerb von 

Grundeigentum durch Personen im Ausland umgangen wurden, was einer steuerlichen 

Anerkennung einer stillen Gesellschaft zusätzlich entgegen steht.

Ausserdem ist der Umstand, dass die Steuerbehörden des Kantons Waadt die an den 

angeblichen stillen Gesellschaften Beteiligten als Liegenschaftenhändler anerkannten, 

nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Die Anerkennung einer stillen Gesellschaft ist 

von der zuständigen st. gallischen Steuerbehörde im konkreten Einzelfall zu prüfen. Ein 

Entscheid der Steuerbehörden des Kantons Waadt ist für die st. gallische 

Steuerbehörde nicht bindend. Sodann hat der Rekurrent im Rahmen der Veranlagung 

der Grundstückgewinnsteuer und der Handänderungssteuer seine Stellung als 

Alleineigentümer und alleiniger wirtschaftlich Berechtigter an den fraglichen 

Liegenschaften nicht bestritten.

Fehl geht schliesslich die Berufung des Rekurrenten auf ein Urteil des Steuergerichts 

Solothurn vom 14. März 2011, das eine stille Gesellschaft betraf, an der u.a. er selbst 

beteiligt war. Das Steuergericht hielt in der Begründung des Urteils ausdrücklich fest, 

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dass die steuerliche Anerkennung einer stillen Gesellschaft voraussetze, dass sie 

nachweisbar vor der Durchführung der entsprechenden Geschäfte gegründet worden 

sei. Diese Voraussetzung ist im Streitfall nicht nachgewiesen, da die entsprechenden 

Vereinbarungen nicht von sämtlichen Beteiligten unterzeichnet sind. Auch hielt das 

Steuergericht fest, die übrigen Gesellschafter hätten die Gewinne aus den 

massgebenden Geschäften ebenfalls ordnungsgemäss deklariert. Auch diese 

Voraussetzung ist vorliegend wie dargelegt nicht erfüllt.

c)  Aus dem Gesagten folgt, dass die Vorinstanz dem Rekurrenten zu Recht die 

Anerkennung einer stillen Gesellschaft verweigerte. Dementsprechend erweist sich der 

Rekurs als unbegründet. Er ist abzuweisen.

5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom Rekurrenten 

zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- ist angemessen 

(vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss 

von Fr. 1'000.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Der Rekurrent bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 1'000.-- unter

       Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 1'000.--.

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