# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c3c7248-c01a-5e3c-aba9-60a4e151c1cf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.03.2010 D-1432/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1432-2010_2010-03-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1432/2010
law/joc/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von 
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A._______, angeblich B._______, geboren (...), 
Tschad,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1432/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  eigenen  Angaben  zufolge  ein  Staats-
angehöriger von Tschad,  am 9. Dezember  2008 in  die Schweiz ein-
reiste,  wo er  am 10. Dezember 2008 im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (EVZ) X._______ um Asyl nachsuchte, 

dass  das  BFM  am  16.  Dezember  2008  im  EVZ  X._______  die 
Personalien des Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zum 
Reiseweg und zu den Gründen für  das Verlassen des Heimatlandes 
befragte, 

dass das BFM den Beschwerdeführer am 20. November 2009 zu den 
Asylgründen anhörte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 2. März 2010 – eröffnet am 4. März 
Tag – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eintrat,  die Wegweisung aus der Schweiz ver-
fügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit – gleichentags per Fax übermittelter – 
Eingabe  vom 9. März 2010 gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  beantragte,  auf  sein  Asyl-
gesuch sei  einzutreten,  von einer  Wegweisung aus der  Schweiz  sei 
abzusehen  und  es  sei  ihm  die  Möglichkeit  einzuräumen,  eine  Ge-
burtsurkunde nachzureichen, 

dass  der  Beschwerdeführer  seiner  Rechtsmittelschrift  Kopien  dreier 
Geburtsurkunden und eines Bestätigungsschreibens der UFDD (Union 
des forces pour la démocratie et le développement) vom 28. November 
2009 beilegte, 

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 

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Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  der  Vorinstanz  teil-
genommen  hat,  durch  den  angefochtenen  Entscheid  besonders  be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8  insbes. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  for-

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mellen  Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass als "Reise- oder Identitätspapiere" im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a  AsylG nur  diejenigen Dokumente  gelten,  welche die Identität, 
einschliesslich  die  Staatsangehörigkeit  „fälschungssicher“  und  zwei-
felsfrei belegen und die Rückschaffung ohne (grossen) administrativen 
Aufwand  ermöglichen,  wobei  diesen  beiden  Anforderungen  in  der 
Praxis  regelmässig  Reisepässe  und  Identitätskarten  genügen  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 4-6), 

dass  demzufolge  die  vom Beschwerdeführer  bei  der  Vorinstanz  ein-
gereichten  Geburtsurkunden  seiner  Kinder  nicht  genügen,  da  diese 
nicht geeignet sind, den Nachweis seiner Identität zu erbringen, 

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dass es der Beschwerdeführer somit  unterliess, im Moment der Ein-
reichung des Asylgesuches im EVZ bzw. in den 48 Stunden nach der 
diesbezüglichen  Aufklärung  durch  Vorhalt  respektive  Vorlesen  des 
Inhaltes eines Informationsblattes (vgl. act. A1/12 S. 5, act. A3/1) ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder  Identitätspapieren  erklärte,  er  habe  nie  einen  Reisepass  be-
sessen und die Regierung von Tschad habe ihm im November 2007 
seine  im  Jahre  (...)  ausgestellte  Identitätskarte  sowie  seine  Ge-
burtsurkunde im  Rahmen einer  Festnahme weggenommen,  weshalb 
es ihm nicht möglich sei, Papiere zu beschaffen (vgl. act. A1/12 S. 4 ff., 
act. A12/14 S. 4),

dass indessen – wie nachfolgend aufgezeigt – die vom Beschwerde-
führer  angeführten  Fluchtgründe,  im  November  2007  festgenommen 
und  inhaftiert  worden  zu  sein,  als  nicht  glaubhaft  zu  erachten  sind, 
weshalb erwähnter Aussage des Beschwerdeführers, seine Identitäts-
karte und Geburtsurkunde seien ihm in Zusammenhang mit der erfolg-
ten Festnahme weggenommen worden, die Grundlage entzogen ist, 

dass  die Ausführungen des Beschwerdeführers zu seinem Reiseweg 
als  unsubstanziiert  und  nicht  nachvollziehbar  erscheinen,  indem  er 
weder in der Lage ist, die Ortschaften, die er vom Tschad aus bis nach 
Z._______ passierte, konkret zu benennen (vgl. act. A1/12 S. 8), noch 
den Namen der Fluggesellschaft, mit welcher er von Z._______ nach 
Paris geflogen sein soll,  kennt, noch den Transitflughafen anzugeben 
vermag (vgl. act. A1/12 S. 8) und auch keine Angaben zu den von ihm 
benutzten Ausweispapieren zu machen in der Lage ist (vgl. act. A1/12 
S. 8), was angesichts der Tatsache, dass er für die Einreise nach Paris 
über  einen Pass mit  einem Schengenvisum hätte  verfügen  müssen, 
nicht nachvollziehbar ist, 

dass ebenfalls unklar bleibt, weshalb der Beschwerdeführer zwar von 
der Schweiz aus in  Kontakt  mit  einem Verwandten im Tschad treten 
und  sich  die  Geburtsurkunden  seiner  drei  Kinder  zusenden  lassen 
(vgl. A12/14 S. 2),  indes bis  anhin  keine eigenen rechtsgenüglichen 
Ausweispapiere beschaffen konnte, 

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dass  aufgrund  dieser  Ausführungen  –  in  Übereinstimmung  mit  dem 
BFM – davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer sei mit Ausweis-
dokumenten, die er den schweizerischen Behörden vorenthält, in die 
Schweiz gereist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer,  der  bis  dato  keine  Papiere  nach-
reichte, auch unter Berücksichtigung der Ausführungen in der Rechts-
mittelschrift  nicht  gelingt,  für  das  Nichteinreichen  von  Reise-  oder 
Identitätspapieren innerhalb  der  Frist  von 48 Stunden entschuldbare 
Gründe  glaubhaft  darzulegen,  da  er  auf  Beschwerdeebene  einzig 
darauf verweist, eine Geburtsurkunde nachzureichen, 

dass ein solches Dokument indes – ebensowenig wie die der Rechts-
mittelschrift  (in  Kopien)  erneut  beigelegten  Geburtsurkunden  seiner 
Kinder  –  nicht  geeignet  wäre,  den  zweifelsfreien  Nachweis  seiner 
Identität zu erbringen (vgl. BVGE 2007/7 E. 6) und damit keine wesen-
tlichen Erkenntnisse zu vermitteln vermag, 

dass daher – im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. BVGE 
2008/24  E.  7.2  S.  356  f.,  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 13 E. 4.c 
S. 83 f.)  –  der  Antrag des  Beschwerdeführers auf  Einräumung einer 
Frist zwecks Beibringung seiner Geburtsurkunde abzuweisen ist,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Kern vorbrachte, er und weitere Personen seien im November 2007 in 
C._______  respektive  in  einem  Ort  namens  D._______ 
festgenommen,  inhaftiert  und  während  der  Haft  in  Einzelzellen 
gesteckt  und  misshandelt,  jedoch  anfangs  Februar  2008  durch 
Angehörige der Opposition respektive der Rebellengruppe IFDD, der 
sie  sich  hätten  anschliessen wollen,  wieder  befreit  worden (vgl. act. 
A1/12 S. 5 ff., vgl. act. A12/14 S. 5 ff. ), 

dass  für  die  weiteren  Einzelheiten  des  zur  Begründung  des  Asyl-
gesuchs geltend gemachten Sachverhalts  auf  die Protokolle  der  Be-
fragung vom 16. Dezember 2008 und der Anhörung vom 20. November 
2009 sowie auf die angefochtene Verfügung zu verweisen ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung im Ergebnis zu Recht 
folgerte,  erwähnte  Fluchtgründe seien zufolge widersprüchlicher,  un-
substanziierter und nicht nachvollziehbarer Angaben als offensichtlich 
nicht glaubhaft zu erachten, 

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dass der Beschwerdeführer den Ort  seiner Festnahme einerseits mit 
einem  Quartier  in  C._______  angibt,  andererseits  jedoch  davon 
spricht,  zehn  Kilometer  ausserhalb  von  C._______  festgenommen 
worden zu sein (vgl. act. A1/12 S. 6, act. A12/14 S. 7), 

dass er  das Datum seiner Freilassung einmal  mit  dem 5./6. Februar 
2008,  einmal  jedoch  mit  dem  3./4.  Februar  2008  benennt  (vgl.  act. 
A1/12 S. 6, act. A12/14 S. 6) und die Anzahl der Festgenommen zu-
nächst mit fünfzehn, dann wiederum mit elf Personen beziffert (vgl. act. 
A1/12 S. 5 f., act. A12/14 S. 6) sowie an einer Stelle darlegt, jeden Tag 
misshandelt worden zu sein, an anderer Stelle indes zu Protokoll gibt, 
jeden  zweiten  oder  dritten  Tag gefoltert  worden  zu  sein  (act.  A1/12 
S. 6, act. A12/14 S. 9), 

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  die  Organisation  der  Opposition 
mit "IFDD" benennt, eine solche indessen im Tschad nicht existiert und 
er denn auch keine näheren Angaben zu dieser Organisation machen 
kann, insbesondere weder deren vollen Namen noch deren Ziele, noch 
die Rebellengruppen, mit denen diese zusammenarbeitet, zu nennen 
vermag (vgl. act. A1/12 S. 7, act. A12/14 S. 5 f.), was nicht nur vor dem 
Hintergrund, dass er sich der "IFDD" angeblich freiwillig anschliessen 
wollte,  sondern  auch  angesichts  seiner  Darlegung,  sein  Vater  habe 
derselben Organisation angehört (vgl. act. A1/12 S. 4 ff., A12/14 S. 6), 
nicht nachvollziehbar ist, 

dass vor diesem Hintergrund das vom Beschwerdeführer in Kopie zu 
den  Akten  gereichte  Bestätigungsschreiben  der  UFDD  France  vom 
28. November 2009 – wie vom BFM zu Recht  erkannt – als blosses 
Gefälligkeitsschreiben  zu  erachten  ist,  zumal  der  darin  behauptete 
Beitritt  zu  dieser  Organisation  sich  auf  das  Jahr  2008  bezieht,  was 
nicht  vereinbar  ist  mit  seiner  Aussage,  nach  seiner  Befreiung  im 
Februar 2008 habe er  sich der Opposition nicht anschliessen wollen 
(vgl. act. A1/12 S. 7), 

dass  in  der  Beschwerde  nichts  Stichhaltiges  geltend  gemacht  wird, 
was allenfalls zu einer anderen Beurteilung führen könnte, da sich der 
Beschwerdeführer  hauptsächlich  darauf  beschränkt,  auf  genanntes 
Schreiben der UFDD zu verweisen,  

dass  aufgrund  dieser  Sachlage  festzuhalten  ist,  dass  das  Bestehen 
der  Flüchtlingseigenschaft ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden 

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kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 

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im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Tschad droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  die  Sicherheits-  sowie  die  politische  Lage  im  Tschad  ins-
besondere mit  Blick auf  die Regionen des Ostens zwar als  fragil  zu 
erachten ist, indessen im Tschad nicht von einer Situation allgemeiner 
Gewalt  respektive davon gesprochen werden kann,  es herrsche dort 
im  Allgemeinen  eine  unsichere,  von  bewaffneten  Konflikten  oder 
anderen unberechenbaren Unruhen dominierte Lage,  aufgrund derer 
der  Beschwerdeführer  sich  bei  einer  Rückkehr  unweigerlich  einer 
konkreten Gefährdung aussetzen würde, 

dass  auch  keine  indviduellen  Gründe  bestehen,  die  einer  Rückkehr 
des  jungen  Beschwerdeführers  in  sein  Heimatland  entgegenstehen, 
zumal dieser aus D._______ (im Westen des Tschad) stammt (vgl. act. 
A1/12 S. 1, act. A12/14 S. 3), wo er jeweils im Herbst in der Landwirt-
schaft tätig war und über seine Mutter, seinen Bruder und seine Kinder 
verfügt (vgl. act. A1/12 S. 2, act. A12/14 S. 2 ff.), 

dass er zudem eigenen Angaben zufolge die Sommer als Teehändler 
in  der  im  Westen  gelegenen  Stadt  C._______  verbrachte,  dort  mit 
seiner Familie im Hause seines Onkels wohnte und zudem über einen 
Cousin verfügt (vgl. act. A1/12 S. 2, act. A12/14 S. 2 ff.), 

dass  somit  von  einem  tragfähigen  familiären  Beziehungsnetz  sowie 
einer gewissen Berufserfahrung des Beschwerdeführers ausgegangen 
werden kann, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung daher nicht als unzumutbar er-
weist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N (...)

(per Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: 

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