# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06404072-1350-5c51-b0a3-4c82262d7b98
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.12.2017 UE170212
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE170212_2017-12-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE170212-O/U/BEE 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, die Ersatzoberrichter  

 lic. iur. A. Schärer und Dr. iur. T. Graf sowie Gerichtsschreiber  

 lic. iur. C. Tschurr 

 

Beschluss vom 15. Dezember 2017 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Fürsprecher X._____ 

 

gegen 

 
1. B._____,  

2. Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  

Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme  
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Limmattal / Albis vom 13. Juli 2017, A-5/2017/10021615 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. B._____ (Beschwerdegegner 1 im vorliegenden Verfahren) ist Kranführer. 

Am 7. Oktober 2016 lud er mit einem Kran auf der Baustelle "Neubau … C._____" 

in D._____ eine mit Gurten befestigte Ladung ab. A._____ (Beschwerdeführer im 

vorliegenden Verfahren) löste mit einem Mitarbeiter die Gurte von der Ladung und 

signalisierte dem Beschwerdegegner 1 mit Handzeichen und via Funk, dass die 

Gurte nach oben gezogen werden könnten. Als der Beschwerdegegner 1 darauf 

die Hakenflasche mit den Gurten hochzog, verfing sich ein Fuss des Beschwerde-

führers in einer Schlinge eines Gurtes und der Beschwerdeführer wurde an die-

sem Fuss ca. 2 - 3 m in die Höhe gezogen, bis der Fuss aus dem Schuh rutschte 

und der Beschwerdeführer zu Boden stürzte. Dabei wurde er am linken Arm und 

Handgelenk so verletzt, dass er operiert werden musste und noch am 3. Februar 

2017 weiterhin vollumfänglich arbeitsunfähig war (Urk. 16 [Akten der Staatsan-

waltschaft Limmattal / Albis A-5/ 2017/10021615] /1, 3, 4 und 6/5-9). 

2. Am 4. Januar 2017 reichte der Beschwerdeführer bei der Kantonspolizei 

Zürich einen Strafantrag gegen den Beschwerdegegner 1 wegen Körperverlet-

zung durch dessen Kranführung vom 7. Oktober 2016 ein (Urk. 16/2). Mit Verfü-

gung vom 13. Juli 2017 nahm die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (Beschwer-

degegnerin 2 im vorliegenden Verfahren, nachfolgend nur noch bezeichnet als 

Staatsanwaltschaft) eine Untersuchung nicht an die Hand (Urk. 16/9 = Urk. 4). 

3. Gegen die staatsanwaltschaftliche Nichtanhandnahmeverfügung vom 

13. Juli 2017 reichte der Beschwerdeführer am 21. Juli 2017 bei der hiesigen 

Kammer eine Beschwerde ein. Damit beantragt er, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben und die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, gegen den Be-

schwerdegegner 1 eine Strafuntersuchung zu eröffnen (Urk. 2). 

Die ihm auferlegte Prozesskaution von Fr. 1'500.-- (Urk. 6) leistete der Be-

schwerdeführer innert Frist (Urk. 10).  

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Die Staatsanwaltschaft beantragt mit einer Vernehmlassung vom 18. August 

2017 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 14). Der Beschwerdegegner 1 verzich-

tete explizit auf eine Stellungnahme zur Beschwerde (Urk. 17). Der Beschwerde-

führer hielt in einer Replik vom 18. September 2017 an seinen Anträgen fest 

(Urk. 20). Die Staatsanwaltschaft verzichtete explizit auf eine Duplik (Urk. 24). Der 

Beschwerdegegner 1 reichte innert Frist keine Duplik ein. Die Sache ist spruch-

reif. 

4. Zufolge Ausscheidens einer Richterin aus der Kammer ergeht dieser Be-

schluss teilweise nicht in der den Parteien angekündigten Besetzung. 

II. 

1. Der Beschwerdeführer konstituierte sich mit seinem Strafantrag 

(Urk. 16/2) als Privatkläger (Art. 118 Abs. 1 und 2 StPO), ist damit Partei (Art. 104 

Abs. 1 lit. b StPO) und als solche zur Beschwerde legitimiert (Art. 382 Abs. 1 

StPO). Die angefochtene Einstellungsverfügung wurde ihm am 17. Juli 2017 zu-

gestellt (Urk. 16/11). Die am 21. Juli 2017 zur Post gegebene Beschwerde 

(Urk. 5) erfolgte innert der 10-tägigen Beschwerdefrist (Art. 396 Abs. 1 StPO; 

Art. 90 f. StPO) und ist rechtzeitig. Auch die Prozesskaution leistete der Be-

schwerdeführer rechtzeitig (vorstehend Erw. I.3). Die weiteren Rechtsmittel-

voraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

2. Die Staatsanwaltschaft erwog im Wesentlichen, es sei nicht ersichtlich, 

dass der Beschwerdegegner 1 die Verletzung des Beschwerdeführers aus Miss-

achtung einer Sorgfaltspflicht verursacht habe. Der Beschwerdegegner 1 habe 

darauf vertrauen müssen, dass der Beschwerdeführer nur dann den Befehl und 

das visuelle Zeichen zum Aufziehen des Kranzuges erteile, wenn er dies gefahr-

los auch tun könne. Es beständen überdies keine Anzeichen dafür, dass der Be-

schwerdegegner 1 den Kranzug zu schnell nach oben gezogen habe, zumal er 

den Kranzug sofort gestoppt habe, als er den Befehl "Stopp" gehört habe. Die 

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Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersuchung seien damit nicht gege-

ben (Urk. 4 S. 2 f.). 

3. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, wenn, wie vorlie-

gend, eine Person bei einem Unfall mindestens "mittelschwere" Körperverletzun-

gen erleide und die Entscheidung, ob sich jemand eine Sorgfaltspflichtverletzung 

habe zu Schulden kommen lassen, detaillierter Sachverhaltsabklärungen und 

einer eingehenden rechtlichen Würdigung bedürfe, bestehe kein Raum für den Er-

lass einer Nichtanhandnahmeverfügung. Vielmehr sei in einem solchen Fall zwin-

gend eine Strafuntersuchung zu eröffnen, in deren Rahmen die Verantwortlichen 

einzuvernehmen seien. Erst nach durchgeführter Untersuchung habe die Staats-

anwaltschaft zu entscheiden, ob sie einen Strafbefehl erlasse, das Verfahren ein-

stelle oder Anklage erhebe (Urk. 2 S. 5 mit Verweisung auf das Urteil des Bun-

desgerichts 1B_365/2011 vom 30.9.2011 E. 2.5). 

Zwei zum Zeitpunkt des Unfalls auf der Baustelle anwesende Personen, 

E._____ und F._____, seien lediglich von der Kantonspolizei Zürich befragt wor-

den. Zu Unrecht habe die Staatsanwaltschaft darauf verzichtet, diese Personen 

als Zeugen einzuvernehmen. Sodann habe die Staatsanwaltschaft nicht geprüft, 

ob der Beschwerdegegner 1 den Kranzug zu schnell nach oben gezogen habe. 

Zu dieser Frage bedürfe es allenfalls eines Gutachtens (Urk. 2 S. 4). 

4. Die Staatsanwaltschaft erklärt in ihrer Vernehmlassung zur Beschwerde, 

der Beschwerdeführer habe dem Beschwerdegegner 1 das eindeutige Zeichen für 

den Aufzug gegeben, obwohl er dies noch nicht hätte tun dürfen, da sich sein 

Fuss (aus welchen Gründen auch immer) noch in der Schlinge des Hebegurtes 

befunden habe. Dass unter diesen Umständen das Aufziehen des Hebegurtes die 

Verletzung des Beschwerdeführers versursacht habe, sei dem Beschwerdegeg-

ner 1 nicht anzurechnen, weil er damit nicht habe rechnen müssen. Das sei für 

den Beschwerdegegner 1 nicht voraussehbar gewesen. Dabei spiele das Tempo 

des Aufzuges keine Rolle (Urk. 14). 

5. Der Beschwerdeführer repliziert, das Tempo des Aufzuges spiele sehr 

wohl eine Rolle. Er habe in seiner Einvernahme vom 27. Februar 2017 geltend 

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gemacht, der Kranführer habe mittels Laufkatze die Hebegurte sehr schnell raus-

gezogen, seiner (des Beschwerdeführers) Meinung nach viel zu schnell. Es sei 

somit durchaus denkbar, dass er sich noch rechtzeitig aus der Schlinge des 

Hebegurtes hätte befreien können und nicht verletzt worden wäre, wenn das 

Tempo des Aufzuges geringer "bzw. vorschriftsgemäss" gewesen wäre (Urk. 20). 

6. Gemäss Art. 309 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Eröff-

nung einer Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der 

Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinrei-

chender Tatverdacht ergibt, wenn sie Zwangsmassnahmen anordnet sowie wenn 

sie von der Polizei über schwere Straftaten oder andere schwer wiegende Ereig-

nisse informiert wurde. Gelangt sie hingegen zum Schluss, dass die fraglichen 

Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind, 

Verfahrenshindernisse bestehen oder gemäss Art. 8 StPO aus Opportunitäts-

gründen auf eine Strafverfolgung zu verzichten ist, verfügt sie die Nichtanhand-

nahme (Art. 310 Abs. 1 StPO). Der Zweck der Untersuchung besteht nach 

Art. 308 Abs. 1 StPO darin, den Sachverhalt so weit zu ermitteln, dass das Vor-

verfahren entweder mit einem Strafbefehl, einer Anklage oder einer Einstellung 

abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht der Staats-

anwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dies bedeutet unter anderem, 

dass die Staatsanwaltschaft nicht jeglicher Spur und jedem Hinweis nachzugehen 

hat, auch wenn sich eine beschuldigte Person oder ein Geschädigter solches vor-

stellt. Die Staatsanwaltschaft darf dann die Untersuchung - z.B. aufgrund einer 

Anzeige - nicht an Hand nehmen, wenn mit Sicherheit feststeht, dass der zur Be-

urteilung vorliegende Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt oder wenn mit 

anderen Worten eine Anzeige von vornherein aussichtslos ist, weil offensichtlich 

keine Straftatbestände oder Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Ebenso ist kei-

ne Untersuchung an Hand zu nehmen, wenn Prozesshindernisse wie z.B. Verjäh-

rung gegeben sind. Eine Nichtanhandnahmeverfügung darf jedoch nicht ergehen, 

wenn es bloss zweifelhaft ist, ob ein Straftatbestand vorliegt (vgl. zum Ganzen: 

Niklaus Schmid / Daniel Jositsch, Handbuch des schweizerischen Strafprozess-

rechts, 3. Auflage 2017, N 1231; Niklaus Schmid, StPO Praxiskommentar, 2. Auf-

lage 2013, N 3 f. zu Art. 309, N 1 ff. zu Art. 310; Landshut/Bosshard, in: Donatsch/ 

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Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 

2. Auflage 2014, N 11-14 und N 19-23 zu Art. 309, N 2 ff. zu Art. 310). 

Laut dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil des Bundesgerichts 

1B_365/2011 vom 30. September 2011 (BGE 137 IV 285) darf eine Nichtanhand-

nahme nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen. Insbeson-

dere bei Ereignissen mit schwerwiegenden Folgen ist in der Regel eine Untersu-

chung durchzuführen. Dies gilt namentlich, wenn eine Person bei einem Unfall 

eine schwere Körperverletzung erleidet und eine strafrechtliche Drittverantwor-

tung nicht eindeutig ausgeschlossen werden kann (E. 2.3). Wenn eine Person bei 

einem Unfall schwerwiegende Folgen erleidet und die Entscheidung, ob sich je-

mand eine Sorgfaltspflichtverletzung hat zu Schulden kommen lassen, detaillierter 

Sachverhaltsabklärungen und einer eingehenden rechtlichen Würdigung bedarf, 

besteht kein Raum für den Erlass einer Nichtanhandnahmeverfügung. Vielmehr 

ist diesfalls zwingend eine Untersuchung zu eröffnen (E. 2.5). 

Die Polizei befragt im selbständigen Ermittlungsverfahren, d.h. wenn sie wie 

vorliegend gestützt auf eine Strafanzeige aus eigenem Antrieb tätig wird (BSK 

StPO-Rhyner, 2. Auflage 2014, N 11 ff. zu Art. 306), eine Person, die nicht als be-

schuldigte Person in Betracht kommt, als polizeiliche Auskunftsperson (Art. 179 

Abs. 1 StPO). Gemäss dem Wortlaut von Art. 310 Abs. 1 StPO kann eine Nicht-

anhandnahme aufgrund der Feststellungen in der Strafanzeige oder des Polizei-

rapports erfolgen. Eine formelle Befragung von Zeugen oder Auskunftspersonen 

ist somit (noch) nicht vorgeschrieben. Die Nichtanhandnahme einer Strafuntersu-

chung darf sich folglich grundsätzlich auch auf die Aussagen von Zeugen und 

Auskunftspersonen stützen, die lediglich telefonisch oder z.B. am Unfallort befragt 

worden sind (OGer ZH, III. Strafkammer, Geschäfts-Nr. UE150350, Beschluss 

vom 4. März 2016 Erw. 5.1 m.w.H.; bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 

6B_491/2016 vom 13. Dezember 2016). 

7. Vorliegend fällt in strafrechtlicher Hinsicht bzw. als Straftatbestand einzig 

eine fahrlässige Körperverletzung im Sinne von Art. 125 StGB in Betracht.  

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Fahrlässig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folgen seines 

Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht 

Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht 

nicht beachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen 

Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Die Erfüllung des Tatbestan-

des der fahrlässigen Körperverletzung setzt voraus, dass der Täter den Erfolg 

durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Wo besondere Normen ein 

bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der dabei zu beachten-

den Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften (vgl. Trechsel/Jean-Richard, 

in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 

2. Auflage 2013, N 23 ff. zu Art. 12). 

8. Es ist im vorliegenden Fall kein genügender Anhaltspunkt dafür ersicht-

lich, dass der Beschwerdegegner 1 beim fraglichen Vorfall vom 7. Oktober 2016 

eine Sorgfaltspflicht verletzt hätte bzw. welche Sorgfaltspflicht er verletzt hätte. 

Nach den vorhandenen Akten lud er mit seinem Kran eine mit Gurten befestigte 

Ladung ab und wartete, bis zwei Arbeiter - unter ihnen der Beschwerdeführer - 

am Boden die Gurte gelöst hatten und bis einer dieser beiden Arbeiter - der Be-

schwerdeführer - ihm meldete und das übliche Zeichen gab, dass er die Haken-

flasche mit den Gurten hochziehe, worauf er diese hochzog. Offensichtlich ging 

auch der Beschwerdeführer in der damaligen Situation davon aus, dass der Be-

schwerdegegner 1 die Hakenflasche mit den losen Gurten hochziehen könne und 

solle, gab er ihm doch das entsprechende Zeichen dafür. Wie die Staatsanwalt-

schaft zutreffend feststellte, konnte und durfte der Beschwerdegegner 1 darauf 

vertrauen, dass der Beschwerdeführer nur dann den "Befehl" und das visuelle 

Zeichen zum Aufzug erteilte, wenn dies - wenigstens in der Umgebung des Be-

schwerdeführers - gefahrlos möglich war. Aus dem Umstand, dass der Be-

schwerdegegner 1 die Hakenflasche mit den losen Gurten hochzog, nachdem ihm 

der Beschwerdeführer das entsprechende Zeichen dafür gegeben hatte, zeigt 

sich keine Sorgfaltspflichtverletzung. 

9. Auch der Beschwerdeführer nennt keine Sorgfaltspflicht, welche der Be-

schwerdegegner 1 bis zu diesem Zeitpunkt verletzt hätte. Er macht aber - einzig - 

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geltend, der Beschwerdegegner 1 habe die Hakenflasche mit den losen Gurten zu 

schnell hochgezogen. Hätte er dies nicht so gemacht, sondern vorschriftsgemäss, 

hätte sich der Beschwerdeführer möglicherweise rechtzeitig aus der Schlinge des 

Hebegurtes befreien können. 

9.1. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer keine Vorschrift auf-

zeigt, aus der sich ergäbe, mit welchem maximalen Tempo ein Kranführer die 

Hakenflasche mit losen Gurten hochziehen darf, ergibt sich aus den Akten kein 

die Eröffnung einer Strafuntersuchung erfordernder Anhaltspunkt dafür, dass der 

Beschwerdegegner 1 die Hakenflasche mit den losen Gurten "zu schnell" bzw. 

unüblich bzw. unsorgfältig schnell hochgezogen hatte. 

9.2. Der Beschwerdegegner 1 erklärte auf Befragen, es gebe sechs oder 

sieben Stufen (offenbar gemeint: Geschwindigkeitsstufen), um die Ladung oder 

die Gurte nach oben zu ziehen. Er habe die Gurte höchstens mit der Stufe 2 

hochgezogen (Urk. 16/3 S. 5). E._____ erklärte in der polizeilichen Einvernahme 

vom 13. April 2017, er habe gehört, wie der Beschwerdeführer dem Beschwerde-

gegner 1 den Befehl gegeben habe, es sei gut, er könne "auf" (offenbar damit 

gemeint: hochziehen). Das nächste, was er (E._____) gesehen habe, sei, dass es 

den Beschwerdeführer nach oben gezogen habe. Er habe laut "StopStopStop" 

gerufen (Urk. 16/5 S. 1). Auf die Frage, wie schnell die Hebegurte nach oben ge-

zogen worden seien, antwortete E._____, das wisse er nicht. Es sei ihm aber 

auch nichts Aussergewöhnliches aufgefallen. Er könne keine Aussagen dazu ma-

chen, mit welcher (Geschwindigkeits-)Stufe die Hebegurte nach oben gezogen 

worden seien (Urk. 16/5 S. 4). F._____, der Mitarbeiter, der mit dem Beschwerde-

führer zusammen vor dem fraglichen Vorfall die Gurte von der Ladung gelöst hat-

te, wurde von der Polizei telefonisch befragt und erklärte dabei, er habe die He-

begurte vom Haken gelöst und durch das Palett geleitet. Plötzlich habe er einen 

Schrei wahrgenommen, sei um die Ladung herumgerannt und habe den Be-

schwerdeführer verletzt am Boden liegen sehen. Er habe keine Ahnung, wie das 

passiert sei. Die mehrere Meter hohe Ladung sei zwischen ihm und dem Be-

schwerdeführer gestanden. Er habe deshalb nicht gesehen, was auf der anderen 

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Seite vorgegangen sei. Leider könne er keine weiteren Angaben machen, da er 

nichts gesehen habe (Urk. 16/1 S. 3). 

9.3. Gemäss Unfallmeldung vom 10. Oktober 2016 hatte der Beschwerde-

führer beschrieben, er habe geholfen, eine Ladung abzuhängen. Da die verlän-

gerten Gurte ziemlich lang gewesen seien, seien sie am Boden gelegen. Als der 

Kranführer dann hochgezogen habe, habe sich ein Gurt um seinen linken Fuss 

geschlungen und er sei innert Sekunden kopfüber in der Luft gehangen 

(Urk. 16/6/3). 

In seiner polizeilichen Befragung vom 27. Februar 2017 erklärte der Be-

schwerdeführer, er habe die Hebegurte von der Ladung gelöst und sie noch in der 

Hand gehalten, um sie zu führen. Der Kranführer habe dann mit der Laufkatze die 

Hebegurte sehr schnell rausgezogen, seiner Meinung nach viel zu schnell. Er 

habe dann auf den Boden gesehen und bemerkt, dass sich sein linker Fuss in der 

Schlinge des Hebegurtes verheddert habe. Er habe versucht, seinen Fuss zu be-

freien, es sei aber alles sehr schnell gegangen und er habe gar keine Chance 

mehr gehabt, den Fuss zu befreien. Es habe ihn in die Luft gehoben. Bevor er 

sich in der Schlinge verheddert habe, sei er ziemlich nahe am Betonsockel des 

Kranführers gestanden. Dieser habe ihn nicht genau gesehen. Sonst hätte er ge-

sehen, dass sich sein Fuss in der Schlinge verheddert habe. Er hätte in seiner 

Kabine aufstehen und die Luke öffnen müssen, dann hätte er gesehen, dass er in 

der Schlinge stehe und er die Hebegurte nicht nach oben ziehen könne (Urk. 16/4 

S. 1 f.). (Auf weitere Fragen): Er habe gesehen, dass der Kranführer die Hebegur-

te ziemlich schnell nach oben gezogen habe. Er habe sich deswegen von der 

Ladung entfernen wollen. Bei dieser Bewegung habe sich sein linker Fuss in der 

Schlinge verheddert. (Erst) Auf Nachfrage erklärte der Beschwerdeführer, er habe 

dem Kranführer nach oben gerufen, er könne raufziehen. Auf die Frage, wer dem 

Kranführer mitgeteilt habe anzuhalten, antwortete der Beschwerdeführer, er habe 

keine Ahnung. Er könne sich nicht erinnern, wer nach oben geschrien habe. 

Irgendjemand habe nach oben geschrien "Halt" oder "Stopp". Er wisse aber nicht 

mehr, wer das gewesen sei (Urk. 16/4 S. 4 f.). Auf die Frage, ob dieser Vorfall 

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noch von anderen Personen habe beobachtet werden können, antwortete der Be-

schwerdeführer, seines Wissens nicht (Urk. 16/4 S. 5). 

9.4. Die Polizei soll im polizeilichen Ermittlungsverfahren feststellen, ob ge-

nügende, auf ein Delikt hinweisende Anhaltspunkte vorhanden sind, welche die 

Eröffnung eines Untersuchungsverfahrens rechtfertigen (Landshut/Bosshard, 

a.a.O., N 8 zu Art. 306). Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zu eröff-

nen, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafan-

zeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt 

(Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Die erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine 

strafbare Handlung müssen konkreter Natur sein. Konkret ist der Tatverdacht 

dann, wenn eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die strafrechtliche Aburteilung 

des Täters spricht. Die Gesamtheit der tatsächlichen Hinweise muss die plausible 

Prognose zulassen, dass der Beschuldigte mit einiger Wahrscheinlichkeit verur-

teilt werden wird. Diese Prognose geht über die allgemeine theoretische Möglich-

keit hinaus. Verlangt werden erhebliche Gründe, die für das Vorliegen eines Tat-

verdachts sprechen. Vage tatsächliche Anhaltspunkte, z.B. ungenaue Schilderun-

gen eines Anzeigeerstatters, lösen die Strafverfolgungspflicht aus (insbesondere 

eben vorab polizeiliche Ermittlungen), genügen aber zur Einleitung eines Unter-

suchungsverfahrens nicht (Landshut/Bosshard, a.a.O., N 25 f. zu Art. 309). 

9.5. Im vorliegenden Fall ergaben die polizeilichen Ermittlungen, dass keine 

genügenden, auf ein Delikt hinweisenden Anhaltspunkte vorhanden sind, welche 

die Eröffnung einer Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft gegen den Be-

schwerdegegner 1 rechtfertigen. Einziger Anhaltspunkt für ein Fehlverhalten des 

Beschwerdegegners 1 ist die Behauptung des Beschwerdeführers, der Beschwer-

degegner 1 habe die Hakenflasche mit den losen Gurten zu schnell hochgezogen. 

Der Beschwerdegegner 1 bestreitet dies. Er habe sie höchstens mit Geschwin-

digkeitsstufe 2 (von 6 oder 7 Stufen) hochgezogen. Gegenteilige Anhaltspunkte 

oder Beobachtungen mit Ausnahme der Behauptung des Beschwerdeführers gibt 

es nicht. E._____ konnte nicht feststellen, mit welcher Geschwindigkeit die Hebe-

gurte nach oben gezogen wurden. Es sei ihm nichts Regelunkonformes aufgefal-

len. F._____ konnte gar nichts Diesbezügliches beobachten. Die polizeilichen 

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Ermittlungen ergaben, dass diese beiden Personen nichts strafrechtlich Relevan-

tes zum Unfallhergang beobachtet haben. Das macht auch der Beschwerdeführer 

geltend (Urk. 2 S. 4). Weshalb sie trotzdem noch von der Staatsanwaltschaft ein-

vernommen werden sollten bzw. weshalb die Staatsanwaltschaft zu Unrecht auf 

ihre Einvernahme verzichtet haben soll, leuchtet nicht ein und ist nicht ersichtlich. 

Irgendwelche andere, insbesondere objektive Beweismittel, die zur Klärung des 

Sachverhalts beitragen könnten, sind nicht ersichtlich. Der Vertreter des Be-

schwerdeführers nannte zwar ein Gutachten (Urk. 2 S. 4 Ziff. 4). Es ist aber uner-

findlich und wird auch vom Beschwerdeführer nicht erläutert, wie ein Gutachten 

die Frage, ob der Beschwerdegegner 1 die Hakenflasche mit den losen Gurten 

am 7. Oktober 2016 "zu schnell" nach oben zog, beantworten könnte, da sich die 

tatsächliche Geschwindigkeit heute offensichtlich nicht mehr feststellen lässt und 

ein entsprechender Rückschluss aus dem Unfallereignis unzulässig wäre.  

Die Aussagen des Beschwerdeführers allein begründen keinen genügenden 

Tatverdacht. Offenbar - aus den Akten ergibt sich kein Anhaltspunkt für etwas an-

deres - hatte der Beschwerdeführer weder direkt nach dem Unfall vom 7. Oktober 

2016 noch sonst irgendwann vor seiner polizeilichen Befragung vom 27. Februar 

2017 behauptet, der Beschwerdegegner 1 habe die Hakenflasche mit den losen 

Gurten zu schnell bzw. sehr schnell hochgezogen und deshalb habe sich des Be-

schwerdeführers Fuss in der Schlinge verheddert. Insbesondere ist auch in der 

Unfallmeldung vom 10. Oktober 2016 keine solche Behauptung enthalten 

(Urk. 16/6/3). Die soweit ersichtlich erstmals mehr als vier Monate nach dem Un-

fall vorgebrachte Behauptung "zu schnell" ist eine subjektive Wertung, wenig kon-

kret, ohne Details wie z.B. einer Schilderung der Bewegung der Gurte, ohne an-

schaulichen Vergleich mit einem Erleben aus einer früheren ähnlichen Situation, 

leicht widersprüchlich (einerseits habe der Beschwerdeführer auf den Boden ge-

sehen und bemerkt, dass sich sein linker Fuss in der Schlinge des Hebegurtes 

verheddert habe [Urk. 16/4 S. 2 oben], andererseits habe er gesehen, dass der 

Kranführer die Hebegurte ziemlich schnell nach oben gezogen habe, habe sich 

deswegen von der Ladung entfernen wollen und habe sich sein linker Fuss bei 

dieser Bewegung in der Schlinge verheddert [Urk. 16/4 S. 4 Ziff. 29]).  

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9.6. Aus den Aussagen des Beschwerdeführers allein ergibt sich keine 

Wahrscheinlichkeit einer strafrechtlichen Verurteilung des Beschwerdegegners 1. 

Irgendwelche anderen Anhaltspunkte und Beweismittel, welche die Behauptung 

des Beschwerdeführers stützen könnten, sind nicht vorhanden. Es ist nicht er-

sichtlich, dass die Eröffnung und Durchführung einer Strafuntersuchung zu weite-

ren erheblichen Erkenntnissen führen könnte. Unter diesen Umständen ist es 

nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft keine Untersuchung an die 

Hand nahm. Im Unterschied zur vom Beschwerdeführer zitierten Erwägung aus 

einem Bundesgerichtsurteil (Urk. 2 S. 5) sind vorliegend keine detaillierten Sach-

verhaltsabklärungen vorzunehmen, da nicht ersichtlich ist, dass solche zu weite-

ren erheblichen Erkenntnissen führen könnten. Die behauptete Sorgfaltspflichtver-

letzung des Beschwerdegegners 1 ist nicht nachweisbar. Ohne solche liegt keine 

strafrechtliche Fahrlässigkeit vor und ist damit auch die rechtliche Würdigung klar. 

Die Beschwerde ist abzuweisen. 

III. 

Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist in 

Anwendung von § 17 Abs. 1 i.V. mit § 2 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 1'500.-- fest-

zusetzen und aus der vom Beschwerdeführer geleisteten Kaution (Urk. 10) zu be-

ziehen. 

2. Prozessentschädigungen sind keine zuzusprechen, dem Beschwerde-

führer nicht aufgrund seines Unterliegens, dem nicht anwaltlich vertretenen Be-

schwerdegegner 1 nicht mangels erheblichen Aufwandes. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.--, dem Beschwerdeführer 

auferlegt und aus der vom Beschwerdeführer geleisteten Kaution bezogen. 

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3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Prozess- bzw. Umtriebsent-

schädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− Fürsprecher X._____, zweifach, für sich und für den Beschwerdeführer 
(per Gerichtsurkunde) 

− den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, ad A-5/2017/10021615 (ge-

gen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, ad A-5/2017/10021615, unter 
Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 16) (gegen Empfangs-
bestätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 

 
 

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Zürich, 15. Dezember 2017 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Präsident: 

 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. C. Tschurr 
 
 
 

	Beschluss vom 15. Dezember 2017
	
	Erwägungen:
	I.

	II.
	III.
	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.--, dem Beschwerdeführer auferlegt und aus der vom Beschwerdeführer geleisteten Kaution bezogen.
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Prozess- bzw. Umtriebsentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 Fürsprecher X._____, zweifach, für sich und für den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, ad A-5/2017/10021615 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, ad A-5/2017/10021615, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 16) (gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...