# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d16361e4-3d5f-5e91-8f41-fb2b99f36ef5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2011 D-7397/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7397-2009_2011-10-06.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­7397/2009/sed

U r t e i l   v om   6 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), Richter Kurt Gysi, 
Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

,Parteien A._______ geboren am (…)
Nepal, 
(…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 29. Oktober 2009 / N_______

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  eigenen Angaben  seinen Heimatstaat 
am 24.  Juni  2009  verliess  und über Delhi, Dubai  und Paris  am 24.  Juli 
2009 in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags ohne Einreichung von 
Identitätsdokumenten im B.________ um Asyl nachsuchte,

dass er im Rahmen der summarischen Befragung vom 30. Juli 2009 und 
der einlässlichen Anhörung durch das BFM vom 10. September 2009 zur 
Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen vorbrachte, er gehöre 
dem Volk der C._______ an, stamme aus D._______ sei am 23. Oktober 
1986 geboren und habe bis zu seiner Ausreise bei seinen Eltern gelebt,

dass  bewaffnete  Angehörige  einer  militanten  Oppositionspartei  namens 
E._______  regelmässig  sein  Elternhaus  aufgesucht  und  von  seinen 
Eltern  die  Herausgabe  von  Geld  oder  Lebensmitteln  verlangt  hätten, 
wobei  er  jeweils  geschlafen  und  daher  nicht  viel  davon  mitbekommen 
habe, 

dass er den Militanten erstmals  im April 2009 begegnet und von diesen 
unter Todesdrohung zum Beitritt innert einer Woche aufgefordert worden 
sei, 

dass  er  sich  aus  Furcht  vor  der  drohenden  Zwangsrekrutierung  zwei 
Monate  im  Elternhaus  versteckt  habe,  bevor  er  schliesslich  nach 
F.______  ausgereist  sei,  wo  er  sich  bis  zum  Abschluss  der 
Ausreisevorbereitungen bei seinem Onkel aufgehalten habe, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  29.  Oktober  –  eröffnet  am  2. 
November  –  2009  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  abwies, 
dessen  Wegweisung  aus  der  Schweiz  anordnete  und  den  Vollzug  als 
zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe  vom 26. November  2009 beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  des  BFM 
vom  29.  Oktober  2009  erhob  und  die  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  sowie  die  Gewährung  von  Asyl,  eventualiter  die 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 

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172.021)  und  um  Verzicht  auf  das  Erheben  eines  Kostenvorschusses 
ersuchte,

dass  am  27.  November  2009  eine  Fürsorgebestätigung  eingereicht 
wurde, 

dass  der  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  1.  Dezember 
2009 auf  das Erheben eines Kostenvorschusses  verzichtete  und darauf 
hinwies,  über  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  werde  im  Endentscheid 
befunden,

dass  das  BFM  In  seiner  Vernehmlassung  vom  9.  Dezember  2009 – 
welche  dem  Beschwerdeführer  zur  Kenntnis  gebracht  wurde  –  an  der 
angefochtenen  Verfügung  festhielt  und  die  Abweisung  der  Beschwerde 
beantragte,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des 
BFM entscheidet,  ausser  bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens 
des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz 
sucht (Art. 105 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31]  i.V.m.  Art.  31  –  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  im  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  ist  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  sowie 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  1  AsylG  und  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37 
VGG sowie Art. 52 VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass,  wer  um  Asyl  nachsucht,  die  Flüchtlingseigenschaft  nachweisen 
oder zumindest glaubhaft machen muss,

dass diese glaubhaft  gemacht  ist, wenn die Behörde  ihr Vorhandensein 
mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält,  wobei 
insbesondere  Vorbringen,  die  in  wesentlichen  Punkten  zu  wenig 
begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht 
entsprechen  oder  massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte 
Beweismittel abgestützt werden, unglaubhaft sind (Art. 7 AsylG),

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  und  mit 
hinreichender  Begründung  die  zentralen  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers,  von  bewaffneten  Angehörigen  einer  militanten 
Oppositionspartei  namens  E.______  behelligt  worden  zu  sein,  in 
Zweifel gezogen hat,

dass  zunächst  darauf  hinzuweisen  ist,  dass  der  Beschwerdeführer 
trotz  mehrmaliger  Beteuerungen,  seine  zu  Hause  befindliche 
Identitätskarte  sobald  als  möglich  zu  beschaffen,  bis  zum  heutigen 
Zeitpunkt  ohne  plausible  Gründe  nicht  nachgekommen  ist,  was  eine 
Verletzung der nach Art. 8 AsylG geltenden Mitwirkungspflicht darstellt 
und die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers herabsetzt,

dass  im  Weiteren  mit  der  Vorinstanz  festzuhalten  ist,  dass  der 
Beschwerdeführer  in  Abweichung  von  der  Angabe  im  Rahmen  der 
Erstbefragung vom 30. Juli 2009, seine Eltern und er seien seit drei bis 
vier  Jahren  von  Angehörigen  der  E._______  behelligt  worden  (vgl. 
BFM­Protokoll A1 S. 4) angab, er wisse nicht,  seit wann seine Eltern 
behelligt  worden  seien  (vgl.  A11  S.  6)  und,  auf  den  Widerspruch 
hingewiesen, lediglich behauptete, man habe ihn bloss gefragt, "wann" 
diese Ereignisse vorgefallen seien, aber nicht "seit wann" (vgl. A11 S. 
13), was den festgestellten Widerspruch nicht zu erklären vermag,

dass  die  diesbezügliche  Erklärung  in  der  Beschwerde,  wonach  er 
anlässlich der Erstbefragung  lediglich eine Vermutung ausgesprochen 
habe, weshalb  die Angabe  anlässlich  der Anhörung, wonach  er  nicht 
wisse, seit wann die Eltern behelligt worden seien, keinen Widerspruch 

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zur  ersteren  Angabe  anlässlich  der  Erstbefragung  darstelle,  nicht  zu 
überzeugen vermag, 

dass auch der weitere Erklärungsversuch in der Beschwerde, er könne 
den Zeitraum der Behelligungen nicht genau kennen, weil seine Eltern 
die Behelligungen so  lange wie möglich vor  ihm hätten geheim halten 
wollen, um ihn nicht zu ängstigen, den festgestellten Widerspruch nicht 
zu  beseitigen  vermag,  zumal  es  realitätsfremd  erscheint,  dass  der 
Beschwerdeführer  von  den  sehr  zahlreichen,  regelmässigen 
Behelligungen jahrelang überhaupt nichts erfahren haben soll,

dass im Weiteren das Verhalten des Beschwerdeführers, sich trotz der 
drohenden  Zwangsrekrutierung  noch  zwei  Monate  im  Elternhaus 
versteckt  zu  haben,  angesichts  der  regelmässigen  Behelligungen 
durch Angehörige der Gruppe E._____ nicht nachvollziehbar ist, 

dass  dieser  Eindruck  durch  die weitere  unplausible  Angabe,  sich  auf 
Anraten seines Vaters im Elternhaus (im Schrank oder unter dem Bett) 
versteckt  zu  haben  und  das  Haus  nie  nachts  verlassen  zu  haben, 
obwohl  die  Behelligungen  stets  abends  beziehungsweise  nachts 
stattgefunden  haben  sollen  und  das  Haus,  auch  nach  Ansicht  des 
Beschwerdeführers,  mit  Bestimmtheit  durchsucht  worden  wäre  (vgl. 
A11 S. 7), verstärkt wird,

dass an dieser Einschätzung die Entgegnung  in der Beschwerde, der 
Vater  des  Beschwerdeführers  "habe  immer  alles  genau  beobachtet" 
und die Dorfbewohner hätten einander  jeweils  über das Kommen der 
E.______ unterrichtet, nichts zu ändern vermag,

dass  auch  die  blosse  Behauptung  in  der  Beschwerde,  seine  Eltern 
hätten vorerst kein Geld gehabt, da die Ernte seines Vaters in diesem 
Jahr  vernichtet  worden  sei,  nicht  zu  überzeugen  vermag,  ist  doch 
davon auszugehen, dass die Eltern des Beschwerdeführers auch ohne 
Geld  mit  Unterstützung  der  –  offensichtlich  solidarisierenden – 
Dorfbevölkerung für ihren Sohn einen anderen temporären Zufluchtsort 
als das eigene Haus hätten ausfindig machen können, 

dass  schliesslich  der  Beschwerdeführer  zum  Einen  geltend  machte, 
Nepal ohne Identitätskarte verlassen zu haben, da er  in Eile gewesen 
sei  (vgl. A1 S. 3) und zum Anderen angab, ohne  Identitätskarte nach 
Indien  zu  seinem  Onkel  gereist  zu  sein,  da  er  zu  diesem  Zeitpunkt 

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nicht  an  eine  Weiterreise  ins  Ausland  (ausserhalb  Indiens)  gedacht 
habe (vgl. A11 S. 11 und 12),

dass  die  behauptete  Tatsache,  im  Zeitpunkt  der  Reise  zu  seinem 
Onkel  nicht  an  eine  Weiterreise  ins  Ausland  gedacht  zu  haben,  im 
Widerspruch steht  zur weiteren Angabe, dass sein Vater  ihm geraten 
habe, sich im Ausland zu verstecken (vgl. A11 S. 11),

dass  an  dieser  Einschätzung  die  Entgegnung  in  der  Beschwerde, 
wonach  der  Beschwerdeführer  "beabsichtigt  habe,  ins  Ausland  zu 
fliehen,  nämlich  zu  seinem  Onkel  nach  Indien,  wobei  er 
selbstverständlich in Eile gewesen sei", nichts zu ändern vermag, steht 
doch diese Erklärung  im Widerspruch zu seiner eigenen Aussage,  im 
Zeitpunkt  der  Reise  zu  seinem  Onkel  nicht  an  eine  Weiterreise  ins 
Ausland gedacht zu haben,

dass  aus  den  genannten  Gründen  die  zentralen  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers,  von  bewaffneten  Angehörigen  einer  militanten 
Oppositionspartei  namens E._______behelligt worden  zu  sein,  als  nicht 
glaubhaft  im  Sinne  von  Art.  7  AsylG  zu  erachten  sind,  weshalb  die 
Fragen,  ob  die  heimatlichen  Behörden  schutzfähig  und  –willig  sind  und 
der Beschwerdeführer ohnehin über eine innerstaatliche Fluchtalternative 
verfügt hätte, nicht näherer Erörterung bedarf,

dass daher das BFM zu Recht das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
abgelehnt hat, 

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilli­
gung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen 
besteht  (BVGE  2009/50  E.9),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im 
Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom 
Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  des 
Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Betrachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
weil  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen,  die  sich  nicht  als 
offensichtlich  haltlos  erweisen,  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention 
vom  4.  November  1950  zum  Schutz  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (Europäische  Menschenrechtskonvention  [EMRK,  SR 
0.101]) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer  in Nepal drohen (Art. 
83 Abs. 3 AuG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass sich die allgemeine Sicherheits­ und Menschenrechtslage  in Nepal 
seit  der  Aufnahme  von  Friedensverhandlungen  zwischen  den Maoisten 
und  der  Regierung  erheblich  verbessert  hat  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D­1911/2008  vom  1.  April  2010  E.  6.2; 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK] 2006 Nr. 31 E. 4.3.4. und 4.3.5 S. 332 
ff.) und im heutigen Zeitpunkt in Nepal keine Situation allgemeiner Gewalt 
herrscht, 

dass  auch  keine  individuellen  Gründe  bestehen,  welche  den 
Wegweisungsvollzug  des  jungen,  gesunden  Beschwerdeführers  mit 
intaktem  Beziehungsnetz  im  Herkunftsort  als  unzumutbar  erscheinen 
lassen würden,

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dass der Wegweisungsvollzug auch als möglich zu erachten ist, bestehen 
doch  keine  Vollzugshindernisse  und  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer, 
bei der Beschaffung vollzugstauglicher Papiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG), 

dass die angefochtene Verfügung, da diese weder Bundesrecht  verletzt 
noch  unangemessen  ist  und  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  von  der 
Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt wurde (vgl. Art. 106 AsylG), 
zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist, 

dass  dem  vollumfänglich  unterlegenen  Beschwerdeführer  grundsätzlich 
die  Verfahrenskosten  im  Betrag  von  Fr.  600.–  (Art.  2  und  3  des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.3]) aufzuerlegen 
wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass  indessen  in  der  Beschwerdeeingabe  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht 
wurde, 

dass  die  Beschwerde  im  Zeitpunkt  ihrer  Einreichung  nicht  aussichtslos 
erschien und der Nachweis der Bedürftigkeit erbracht wurde, weshalb das 
Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gutzuheissen 
und auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  wird  gutgeheissen.  Es  werden  keine 
Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Daniel Merkli

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