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**Case Identifier:** 8446a9fd-0b48-5aa5-9ba2-a45d5d8967fa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.06.2021 100 2020 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-41_2021-06-25.pdf

## Full Text

100.2020.41/42U
BUC/FLN/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Juni 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Flückiger

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen 

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2016 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
10. Dezember 2019; 100 18 595, 200 18 489)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.06.2021, Nrn. 100.2020.41/42U, 
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Sachverhalt:

A.

Am 21. August 2017 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Bern 
A.________ und B.________ für das Jahr 2016 auf ein steuerbares 
Einkommen von Fr. 79'006.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern bzw. 
Fr. 89'934.-- bei der direkten Bundessteuer. Infolge der hiergegen von der 
Einwohnergemeinde (EG) C.________ erhobenen Einsprache veranlagte 
die Steuerverwaltung A.________ und B.________ mit Ein-
spracheentscheiden vom 4. Dezember 2018 neu auf ein steuerbares Ein-
kommen von Fr. 186'116.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern sowie 
Fr. 197'044.-- bei der direkten Bundessteuer. Die Änderung beruhte im We-
sentlichen darauf, dass die Steuerverwaltung Liegenschaftsunterhaltskosten 
in der Höhe von Fr. 107'110.-- nicht mehr zum Abzug zuliess.

B.

Am 19. Dezember 2018 gelangten A.________ und B.________ mit Rekurs 
und Beschwerde an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). 
Diese wies die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 10. Dezember 2019 ab.

C.

Gegen die Entscheide der StRK haben A.________ und B.________ am 
4. Februar 2020 in einer einzigen Rechtsschrift sowohl bezüglich der 
Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten Bundessteuer 2016 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, die Entscheide 
der StRK vom 10. Dezember 2019 seien aufzuheben und es sei das steuer-
bare Einkommen gemäss den ursprünglichen Veranlagungsverfügungen 
vom 21. August 2017 festzusetzen. 

Am 5. Februar 2020 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend die 
Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer vereinigt.

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Sowohl die StRK als auch die Steuerverwaltung beantragen mit Beschwer-
devernehmlassung vom 4. März 2020 bzw. mit Beschwerdeantwort vom 
6. April 2020 die Abweisung der Beschwerden. Die Eidgenössische Steuer-
verwaltung (ESTV) hat sich nicht vernehmen lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie 
Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der 
direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdeführenden ha-
ben am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenommen, 
sind durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und haben ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind einge-
halten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 140 DBG). Auf die Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern han-
delt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten Ver-
fahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und der-
selben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmun-
gen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, 

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rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich 
kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern. 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

In formeller Hinsicht strittig und vorab zu prüfen ist der von den Beschwer-
deführenden vorgebrachte Einwand, die Veranlagungsverfügung vom 
21. August 2017 betreffend die direkte Bundessteuer sei zufolge fehlender 
Einsprachebefugnis der EG C.________ in Rechtskraft erwachsen (vgl. Be-
schwerden Rz. 57 ff.).

2.1 Die Beschwerdeführenden machen erstmals vor Verwaltungsgericht 
geltend, die EG C.________ sei nicht legitimiert gewesen, gegen die Veran-
lagungsverfügung vom 21. August 2017 betreffend die direkte Bundessteuer 
Einsprache zu erheben. Weder die Steuerverwaltung noch die StRK haben 
sich hierzu geäussert (vgl. Beschwerdevernehmlassung vom 4.3.2020 und 
Beschwerdeantwort vom 6.4.2020); insbesondere – und zu Recht – haben 
sie nicht geltend gemacht, diese neue rechtliche Argumentation oder Rüge 
liege ausserhalb des Streitgegenstands: Ausgangspunkt für dessen Bestim-
mung bildet die angefochtene Verfügung bzw. der angefochtene Entscheid 
als Anfechtungsobjekt. Dieses gibt insoweit den Rahmen des Streitgegen-
stands vor, als Letzterer nicht über das hinausgehen kann, was die Vor-
instanz geregelt hat. In diesem Rahmen bezeichnen die Parteien den Streit-
gegenstand grundsätzlich mit ihren Anträgen, gegebenenfalls unter Rückgriff 
auf die Begründung (vgl. statt vieler BVR 2017 S. 514 E. 1.2, 2011 S. 391 
E. 2.1; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 20a N. 4 f.; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 f.). Innerhalb 
des so festgelegten Streitgegenstands dürfen neue rechtliche Argumenta-
tionen, so namentlich neue oder ergänzende verfahrensrechtliche Vorbrin-
gen, grundsätzlich ohne Einschränkung vorgetragen werden (BVR 2005 
S. 321 E. 4.3, 2002 S. 451 E. 2a, 2002 S. 123 E. 1b; VGE 2018/22 vom 

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3.7.2018 E. 2; weiterführend, auch zum Folgenden, Michel Daum, a.a.O., 
Art. 20a N. 6 ff., 17 und 22, Art. 25 N. 4 sowie Art. 33 N. 17). – Wie bereits 
vor der Vorinstanz, beantragen die Beschwerdeführenden auch vor Verwal-
tungsgericht, dass die geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten 
zum Abzug zuzulassen und das steuerbare Einkommen entsprechend den 
Veranlagungsverfügungen vom 21. August 2017 festzusetzen sei (vgl. vorne 
Bst. C). Dass sie dieses Begehren in Bezug auf die direkte Bundessteuer 
neu auch mit der fehlenden Einsprachebefugnis der EG C.________ bzw. 
der Rechtsbeständigkeit der die direkte Bundessteuer betreffenden Veranla-
gungsverfügung begründen, stellt insbesondere dann keine unzulässige 
Ausweitung des Streitgegenstands dar, wenn von einer objektmässigen Be-
trachtungsweise auszugehen ist (vgl. zum objekt- und aspektmässigen 
Streitgegenstand BGer 2C_642/2007 vom 3.3.2008, in ASA 77 S. 267 
E. 2.2, 2C_446/2007 vom 22.1.2008, in StR 2008 S. 376 E. 2.2; BVR 2016 
S. 79 E. 3.2, 2015 S. 15 E. 1.4 [beide zum Baurecht]). Diese neue Argumen-
tation bzw. Rüge dient einzig der Begründung einer Rechtsfolge, die bereits 
vor der StRK anbegehrt wurde. Abgesehen davon handelt es sich dabei um 
einen verfahrensrechtlichen Aspekt, der im Verfahren vor der StRK hätte ge-
prüft werden können (und müssen; vgl. hinten E. 2.3). 

2.2 Die neue rechtliche Argumentation bzw. Rüge ist nach dem Gesag-
ten zulässig und – wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt – 
auch begründet: 

2.2.1 Bei der Einsprache nach Art. 189 ff. StG und Art. 132 ff. DBG (vgl. 
auch Art. 48 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmo-
nisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; 
SR 642.14]) handelt es sich um ein echtes, ordentliches und vollkommenes 
Rechtsmittel, das einen Rechtsanspruch auf uneingeschränkte Überprüfung 
der Veranlagungsverfügung verleiht, sofern die Einsprache formell gültig ist 
bzw. die Prozessvoraussetzungen im Entscheidzeitpunkt gegeben sind 
(BGer 2C_253/2014 und 2C_254/2014 vom 11.12.2014 E. 3.2, 2A.39/2004 
vom 29.3.2005, in StE 2005 B 95.1 Nr. 9 und StR 60 S. 520 E. 5; Peter 
Kästli, in Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], Praxis-Kommentar zum Berner 
Steuergesetz, Band 2, 2011, Art. 189 N. 2; Zweifel/Hunziker, in 
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 

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3. Aufl. 2017, Art. 132 DBG N. 1; Peter Locher, Kommentar zum DBG, 
III. Teil, 2015, Art. 132 N. 2; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommen-
tar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 132 N. 2, 6). Zu diesen Voraussetzungen 
gehört insbesondere die Einsprachebefugnis: In Bezug auf die Kantons- und 
Gemeindesteuern ist gemäss Art. 189 Abs. 2 StG neben der steuerpflichti-
gen Person und der kantonalen Steuerverwaltung auch die Gemeinde zur 
Einsprache legitimiert, wobei davon all jene Gemeinden erfasst werden, die 
einen Teilungsanspruch betreffend die Gemeindesteuer und somit ein steu-
errechtliches Interesse an der Veranlagung haben (Peter Kästli, a.a.O., 
Art. 189 N. 9 f.). Demgegenüber sind bei der direkten Bundessteuer allein 
die steuerpflichtigen bzw. die mit der Veranlagungsverfügung für die in Frage 
stehende Steuer veranlagten Personen einspracheberechtigt (vgl. Art. 132 
Abs. 1 DBG; Zweifel/Hunziker, a.a.O., Art. 132 DBG N. 3, 6 ff.); die kanto-
nale Verwaltung und die ESTV haben die Möglichkeit, die Verfügung mittels 
Beschwerde anzufechten (Art. 141 Abs. 1 DBG). Die Gemeinden zählen hin-
gegen nicht zu den Einspracheberechtigten, da ihnen keine Aufsichtsfunk-
tion zukommt und sie nicht am Steueraufkommen der direkten Bundessteuer 
beteiligt sind (vgl. BGE 136 II 274 E. 4; Peter Locher, a.a.O., Art. 141 N. 3; 
Hunziker/Mayer-Knobel, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-
zerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 141 DBG N. 1). 

2.2.2 Im vorliegenden Fall hat einzig die EG C.________ ein Rechtsmittel 
gegen die Veranlagungsverfügungen vom 21. August 2017 ergriffen. Sie 
focht zwar neben der Verfügung betreffend die Kantons- und Gemeindesteu-
ern 2016 auch diejenige betreffend die direkte Bundessteuer 2016 an (vgl. 
den Betreff und den hervorgehobenen Teil der Einsprache vom 4.8.2017, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 173), war insoweit jedoch nicht einsprachebefugt 
(vgl. E. 2.2.1 hiervor). Die Steuerverwaltung hat mithin in Bezug auf die di-
rekte Bundessteuer 2016 am 4. Dezember 2018 einen Einspracheentscheid 
gefällt, obschon hierfür die Prozessvoraussetzungen nicht gegeben waren. 
Für die Steuerverwaltung bestand auch sonst keine Grundlage, um auf ihre 
Verfügung vom 21. August 2017 betreffend die direkte Bundessteuer zurück-
zukommen, hat sie diese doch weder mit Beschwerde angefochten (Art. 141 
Abs. 1 DBG; vgl. E. 2.2.1 hiervor) noch innert laufender Einsprachefrist 
widerrufen bzw. in Wiedererwägung gezogen (vgl. hierzu etwa BGE 
121 II 273 E. 1a/aa f. [in ASA 64 S. 575]; BGer 2C_331/2019 vom 7.4.2020 

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E. 3.1 mit Hinweisen; Martin E. Looser, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], 
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Vorb. zu 
Art. 147-153a DBG N. 1a und Vorb. zu Art. 51-53a StHG N. 1a). Vielmehr ist 
die Verfügung unangefochten geblieben und damit formell in Rechtskraft 
erwachsen. Die Aufhebung oder Abänderung einer rechtskräftigen (bzw. 
rechtsbeständigen) Veranlagungsverfügung betreffend die direkte Bundes-
steuer kann ausschliesslich unter den besonderen Voraussetzungen der 
vom Bundessteuerrecht abschliessend geregelten Revision, Berichtigung 
oder Nachsteuer erfolgen (vgl. Art. 147 ff., Art. 150 und Art. 151 ff. DBG); der 
Gesetzgeber hat insoweit in Kauf genommen, dass auch materiell unrichtige 
Veranlagungsverfügungen rechtsbeständig werden (BVR 2016 S. 261 
E. 4.5 [zum diesbezüglich mit dem Bundesrecht übereinstimmenden kanto-
nalen Steuerrecht], 2014 S. 404 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). Da es sich im 
vorliegenden Fall um eine Änderung der Veranlagungsverfügung zuunguns-
ten der Beschwerdeführenden (sog. reformatio in peius) handelte und keine 
(blosse) Berichtigung erfolgte, wäre ausschliesslich ein Nachsteuerverfahren 
in Betracht gekommen. Ein solches wurde indes von der Steuerverwaltung 
nicht eingeleitet, zumal dessen Voraussetzungen kaum als erfüllt hätten 
betrachtet werden können (vgl. zu den Voraussetzungen der Nachsteuer 
etwa BGer 2C_651/2017 und 2C_652/2017 vom 2.11.2017 E. 2.1, 
2C_458/2014 und 2C_459/2014 vom 26.3.2015, in StE 2015 B 97.41 Nr. 29 
E. 2.1; BVR 2014 S. 404 E. 3.1.1 ff.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., 
Art. 151 N. 4, 6 ff.). Ferner ist auch nicht von der Nichtigkeit der Veranla-
gungsverfügung auszugehen, da diese nicht an einem besonders schweren 
und offensichtlichen oder zumindest leicht erkennbaren Mangel leidet (vgl. 
zur Nichtigkeit rechtsbeständiger Verfügungen bzw. Entscheiden BGE 
145 III 436 E. 4, 139 II 243 E. 11.2; BVR 2016 S. 318 E. 5.2, 2015 S. 334 
E. 2.2, 2014 S. 297 E. 4.3.3; vgl. auch hinten E. 5.1). 

2.3 Nach dem Gesagten war die Steuerverwaltung nicht befugt, auf die 
Verfügung vom 21. August 2017 betreffend die direkte Bundessteuer zurück-
zukommen und den Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2018 zu treffen. 
Damit hätte die StRK, die nicht nur für das eigene Verfahren, sondern grund-
sätzlich auch für das Einspracheverfahren von Amtes zu klären hat, ob die 
Verfahrens- oder Prozessvoraussetzungen erfüllt waren (vgl. BVR 1993 
S. 446 E. 1b; Michel Daum, a.a.O., Art. 20a N. 38), die Beschwerde gutheis-

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sen und den Einspracheentscheid aufheben müssen. In diesem Sinn erweist 
sich die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2016 als begrün-
det; der angefochtene Entscheid der StRK vom 10. Dezember 2019 ist auf-
zuheben. Weiter ist der Rechtsklarheit halber festzustellen, dass die Veran-
lagungsverfügung vom 21. August 2017 betreffend die direkte Bundessteuer 
2016 in Rechtskraft erwachsen ist.

3. 

In materieller Hinsicht streitig ist der von den Beschwerdeführenden geltend 
gemachte Abzug von Fr. 107'110.-- für Liegenschaftsunterhaltskosten bei 
den Kantons- und Gemeindesteuern.

3.1 Der Kanton erhebt von den natürlichen Personen insbesondere eine 
Einkommenssteuer (Art. 1 Abs. 1 Bst. a StG). Zu diesem Zweck wird das 
Reineinkommen der Steuerpflichtigen ermittelt, indem von deren gesamten 
steuerbaren Einkünften (Art. 19-29 StG) die mit der Einkommenserzielung 
zusammenhängenden Aufwendungen (Gewinnungskosten) und die allge-
meinen Abzüge (Art. 31-39 StG) abgezogen werden (Art. 30 Abs. 1 StG). Bei 
Liegenschaften im Privatvermögen können die Unterhaltskosten, die Kosten 
der Instandstellung von neu erworbenen Liegenschaften, die Versicherungs-
prämien und die Kosten der Verwaltung durch Dritte abgezogen werden 
(Art. 36 Abs. 1 StG; vgl. auch Art. 9 Abs. 3 StHG). Genauer umschrieben 
werden die abzugsfähigen Aufwendungen für die Kantons- und Gemeinde-
steuern in der Verordnung vom 12. November 1980 über die Unterhalts-, Be-
triebs- und Verwaltungskosten von Grundstücken (VUBV; BSG 661.312.51). 
Nicht abziehbar sind demgegenüber Aufwendungen für die Anschaffung, 
Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögensgegenständen (Art. 39 
Bst. d StG). Bei Grundstücken im Privatvermögen sind dies Aufwendungen 
für Neueinrichtungen und Verbesserungen, die entweder den Gebrauchs-
wert der Liegenschaft erhöhen oder die jährlichen Betriebskosten senken, 
wobei über die Abgrenzung Richtlinien zu erlassen sind (Art. 1 Abs. 2 Bst. a 
VUBV). Gestützt auf diese Delegationsnorm hat die Steuerverwaltung das 
Merkblatt 5 betreffend die «Grundstückkosten» erlassen, das einen Aus-
scheidungskatalog für die Abgrenzung von abzugsfähigen Unterhaltskosten 

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und nicht abziehbaren wertvermehrenden Aufwendungen enthält (nachfol-
gend: Merkblatt 5 in der hier massgebenden Version ab 2016, vgl. auch die 
Version ab 2020, beide einsehbar unter <www.sv.fin.be.ch>, Rubriken «Do-
kumente, Publikationen, Merkblätter, Wegleitungen, Formulare/Merk-
blätter/Einkommens- und Vermögenssteuern»). 

3.2 Nach der Rechtsprechung stellen Aufwendungen dann abzugsfähige 
Unterhaltskosten dar, wenn sie dazu dienen, eine Liegenschaft in ihrem Wert 
bzw. im bisherigen Zustand zu erhalten oder sie in den Zustand zu verset-
zen, in dem sie sich bereits einmal befunden hat. Massgebend ist der Nut-
zungswert, wobei die Abgrenzung zwischen werterhaltenden und wertver-
mehrenden Aufwendungen anhand einer objektiv-technischen Beurteilung 
erfolgt. Als Vergleichsmassstab dient dabei das konkret instand gehaltene 
oder ersetzte Objekt und nicht der Grundstückwert als Ganzes (vgl. BGer 
2C_450/2020 vom 15.9.2020 E. 4.1 mit Hinweisen; VGE 2013/370 vom 
20.1.2015, in StE 2015 B 25.6 Nr. 66 E. 3.2.2 f.; Leuch/Schlup Guignard, in 
Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], Praxis-Kommentar zum Berner Steuerge-
setz, Band 1, 2. Aufl. 2014, Art. 36 N. 12 ff.; Reich/von Ah/Brawand, in 
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
3. Aufl. 2017, Art. 9 StHG N. 56o; vgl. zu den insoweit mit dem kantonalen 
Recht übereinstimmenden Art. 32 und Art. 34 DBG Zwahlen/Lissi, in 
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
3. Aufl. 2017, Art. 32 DBG N. 11 ff., 15a; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
a.a.O., Art. 32 N. 37 f., 44 ff.; Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 
2. Aufl. 2019, Art. 32 N. 26 f. und 33, Art. 34 N. 25). Bei Sanierungen oder 
beim Ersatz bestehender Anlagen ist nicht erforderlich, dass die ersetzte und 
die neue Anlage identisch sind; entscheidend ist, dass beide die gleiche 
Funktion erfüllen. Ist der Ersatz qualitativ besser, wird allerdings der wertver-
mehrende Anteil nicht als Unterhalt zum Abzug zugelassen. Weist eine Auf-
wendung sowohl einen wertvermehrenden als auch einen werterhaltenden 
Anteil auf, so ist Letzterer zu schätzen und die Gewährung eines Abzugs nur 
in entsprechendem Umfang zulässig (vgl. BGer 2C_558/2016 und 
2C_559/2016 vom 24.10.2017 E. 2.6, 2C_674/2014 und 2C_675/2014 vom 
11.2.2015, in ASA 83 S. 614 E. 4.2; VGE 2018/110/111 vom 1.11.2018 
E. 2.3.1; Leuch/Schlup Guignard, a.a.O., Art. 36 N. 20; Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 32 N. 45 mit Hinweisen zur Kasuistik; Peter 

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Locher, a.a.O., Art. 32 N. 27). Aus dem Gesagten folgt weiter, dass bei ei-
nem Neubau keine abzugsfähigen Auslagen anfallen können, weil Unterhalt 
begrifflich nur an bestehenden Gebäuden möglich ist. Desgleichen sind Auf-
wendungen für Ersatzbauten nicht abzugsfähig, die ein bestehendes bzw. 
durch Brand zerstörtes Gebäude vollständig ersetzen. Die Kosten für solche 
Neu- oder Ersatzbauten können deshalb auch nicht Mischcharakter aufwei-
sen, d.h. teilweise werterhaltender und teilweise wertvermehrender Natur 
sein; es handelt sich vielmehr vollumfänglich um Herstellungskosten, die 
nach Art. 39 Bst. d StG steuerlich nicht absetzbar sind (vgl. BVR 2000 S. 11 
E. 2b; BGer 2C_558/2016 und 2C_559/2016 vom 24.10.2017 E. 2.7.2 [auch 
zum Folgenden], 2C_727/2012 und 2C_729/2012 vom 18.12.2012, in StR 
2013 S. 318 E. 2.2.2; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 32 N. 57, 
Art. 34 N. 77). Wie bei Neu- und Ersatzbauten, werden auch Aufwendungen 
für jene baulichen Massnahmen behandelt, die mit einem Abbruch von we-
sentlichen Teilen eines bestehenden Gebäudes einhergehen und so letztlich 
in wirtschaftlicher Hinsicht einem Neubau entsprechen; solche Totalsanie-
rungen haben nicht werterhaltenden Charakter (BGer 2C_425/2020 vom 
13.7.2020 E. 3.5.2 f., 2C_153/2014 vom 4.9.2014 E. 2.2 f., 2C_63/2010 vom 
6.7.2010, in StR 65 S. 865 E. 2.1, je mit Hinweisen; zum Ganzen 
VGE 2013/370 vom 20.1.2015, in StE 2015 B 25.6 Nr. 66 E. 2.1 ff.). 

3.3 Nicht abzugsfähig sind ferner Aufwendungen, die sich aus der Kor-
rektur eines bereits im Zeitpunkt der Erstellung vorhandenen, erst später ent-
deckten, sog. versteckten Mangels (vgl. Art. 370 Abs. 3 des Schweizeri-
schen Obligationenrechts [OR; SR 220]; Zindel/Schott, in Basler Kommen-
tar, 7. Aufl. 2020, Art. 370 OR N. 7 f.) ergeben. Diese bringen aufgrund des 
objektiven Nutzungswertprinzips eine Wertvermehrung, die in kausalem Zu-
sammenhang mit der Erstellung des Objekts steht (vgl. BGer 2C_1003/2017 
vom 21.6.2018 E. 5.2 ff., 2C_558/2016 und 2C_559/2016 vom 24.10.2017 
E. 2.5, 2C_57/2008 vom 11.12.2008, in StE 2009 B 25.6 Nr. 57 und StR 
2009 S. 117 E. 2.5; Leuch/Schlup Guignard, a.a.O., Art. 36 N. 16; 
Zwahlen/Lissi, a.a.O., Art. 32 DBG N. 17; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 
a.a.O., Art. 32 N. 56; vgl. ausserdem Kantonsgericht Freiburg 604 2018 92 
und 604 2018 93 vom 11.4.2019, in StE B 25.6 Nr. 78 E. 2.3, 3.2). Ein Werk 
gilt dabei als mangelhaft, wenn ihm vertraglich zugesicherte oder nach dem 
Vertrauensprinzip vorausgesetzte Eigenschaften fehlen, es also in seiner tat-

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sächlichen Beschaffenheit von der explizit oder implizit vereinbarten «Soll-
beschaffenheit» abweicht (vgl. Zindel/Schott, a.a.O., Art. 368 OR N. 9 mit 
Hinweisen, Art. 370 OR N. 7 f.). 

3.4 Die den Abzug begründenden Tatsachen wirken sich steuermindernd 
aus und sind folglich von der steuerpflichtigen Person nachzuweisen (vgl. 
BGE 144 II 427 E. 2.3.2, 140 II 248 E. 3.5; BVR 2017 S. 529 [VGE 2016/340 
vom 9.8.2017] nicht publ. E. 6.2, 2011 S. 241 E. 4.1, 2010 S. 59 E. 3.4). 
Nach dem auch im Steuerrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz stellen 
die Behörden den entscheidwesentlichen Sachverhalt von Amtes wegen fest 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 18 Abs. 1 VRPG; Art. 166 StG; Art. 123 DBG). Sie 
sind verpflichtet, diesen richtig und vollständig abzuklären, wobei die Unter-
suchungspflicht ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Parteien findet 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 20 Abs. 1 VRPG; Art. 166 Abs. 2 und Art. 167 StG; 
Art. 123 Abs. 1 und Art. 125 f. DBG; BVR 2011 S. 241 E. 4.1). Danach hat 
die steuerpflichtige Person aktiv an der Feststellung des behaupteten Sach-
verhalts mitzuwirken, aus dem sie Rechte für sich ableitet, und unaufgefor-
dert sachdienliche Unterlagen einzureichen (vgl. Art. 151 StG i.V.m. Art. 20 
VRPG; Art. 167 StG; Art. 126 DBG). Für die Verteilung der Beweisführungs-
last zwischen Behörde und Partei bedeutet dies, dass die Behörde nicht ge-
halten ist, von sich aus weitere Abklärungen zu treffen, wenn die Partei einen 
Sachumstand aufklären könnte, die ihr obliegende Mitwirkung aber unter-
lässt (vgl. BVR 2014 S. 197 E. 3.1, 2008 S. 163 E. 6.4.4; VGE 2018/225/226 
vom 18.12.2019 E. 2.3, 2016/139/140 vom 27.11.2017, in StE 2018 B 22.3 
Nr. 120 E. 2.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 N. 5 f., Art. 20 N. 1 ff., 16 f.).

4.

4.1 Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: Mit 
Kaufvertrag vom 5. Juni 2009 erwarben die Beschwerdeführenden eine Lie-
genschaft in der EG C.________ (Grundstück Nr. 1________) mit einem 
(noch fertigzustellenden) Wohnhaus mit Schwimmteichanlage (vgl. 
Kaufvertrag vom 5.6.2009, Vorakten StRK [act. 3A] pag. 16 ff.; vgl. auch 
Zahlungszusammenstellung vom 9.3.2010, Vorakten StRK [act. 3A] 
pag. 15). Der Schwimmteich wurde durch ein spezialisiertes Unternehmen 

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errichtet und im Jahr 2010 fertiggestellt (vgl. Beschreibung 
Schwimmteichanlage vom 30.4.2009, Vorakten StRK [act. 3A] pag. 11 ff.). 
Die Steuerverwaltung legte den amtlichen Wert der Liegenschaft auf 
Fr. 1'019'500.-- fest (gültig ab 2010), wobei sie den Schwimmteich 
fälschlicherweise nicht in die amtliche Bewertung aufnahm (vgl. 
Grundstückblatt vom 7.9.2010, Vorakten StV [act. 3B] pag. 187 f.; Notizen 
vom 9.11.2009, 10.6.2010 und 20.6.2017 im Aufnahmeprotokoll, Vorakten 
StV [act. 3B] pag. 171 f.). Infolge Algenbildung ersetzten die Be-
schwerdeführenden den Schwimmteich im Jahr 2016 durch ein konventio-
nelles Schwimmbecken (vgl. Schlussrechnung vom 17.11.2016, Vorakten 
StV [act. 3B] pag. 137 ff.), das gestützt auf einen neuerlichen Augenschein 
am 20. Juni 2017 amtlich bewertet wurde (Vermerk «Wasserbecken», vgl. 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 159 f.; vgl. auch Notizen vom 20.6.2017 im Auf-
nahmeprotokoll, Vorakten StV [act. 3B] pag. 171 f).

4.2 Die StRK hat die Abzugsfähigkeit der Kosten für den Bau des 
Schwimmbeckens mit der Begründung verneint, dass es sich nicht um Un-
terhalts-, sondern um Herstellungs- und Anlagekosten handle. Der 
Schwimmteich sei offensichtlich mit einem schwerwiegenden ursprünglichen 
Mangel behaftet gewesen, der die Nutzung als Bade- und Schwimmanlage 
verunmöglichte. Damit fehle es an der für den Liegenschaftsunterhalt not-
wendigen Voraussetzung der Erhaltung oder Wiederherstellung eines vor-
bestehenden Nutzungs- und Vermögenswerts (angefochtene Entscheide 
E. 4.2 f.). Nicht gefolgt ist die StRK hingegen der Argumentation der Steuer-
verwaltung, wonach es sich bereits deshalb nicht um Liegenschaftsunter-
haltskosten handle, weil das Objekt zuvor nicht amtlich bewertet worden war 
(angefochtene Entscheide E. 4.1). – Die Beschwerdeführenden machen gel-
tend, der Schwimmteich habe ab seiner Erstellung während fünf Jahren als 
solcher genutzt werden können. Sie hätten erst im Verlauf der Zeit festge-
stellt, dass die Anlage den versprochenen Anforderungen nicht genüge und 
sich immer wieder Algen bildeten, worauf sie den Schwimmteich durch ein 
gleichwertiges Schwimmbecken ersetzt hätten (Beschwerden Rz. 22 ff.). Es 
sei weder eine Wertvermehrung noch eine Nutzungserweiterung erfolgt, 
weshalb es sich um steuerlich abziehbare Unterhaltskosten handle (Be-
schwerden Rz. 46 ff.).

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4.3 Gemäss Merkblatt 5 sind sowohl die Aufwendungen für die Reparatur 
als auch jene für den gleichwertigen Ersatz eines Schwimmbads (oder 
Schwimmteichs) als Unterhaltskosten abzugsfähig, sofern dieses im amtli-
chen Wert eingetragen ist bzw. sein sollte (vgl. Ziff. 6 Merkblatt 5 Version ab 
2016 sowie Ausscheidungskatalog Ziff. 9.1.7 und 9.1.9 Merkblatt 5 Versio-
nen ab 2016 und ab 2020). Wie die StRK entsprechend den Vorbringen der 
Beschwerdeführenden zutreffend erwogen hat, steht der Umstand, dass der 
Schwimmteich bzw. das Schwimmbecken im vorliegenden Fall fälschlicher-
weise erst nach dem Augenschein vom 20. Juni 2017 in die amtliche Bewer-
tung aufgenommen wurde (vgl. vorne E. 4.1), einem Abzug der Kosten nicht 
entgegen (vgl. angefochtene Entscheide E. 4.1). Umstritten und zu prüfen 
bleibt jedoch, ob mit dem Ersatz des Schwimmteichs ein zuvor bestehender 
Wert erhalten bzw. wiederhergestellt oder aber ein neuer Nutzungswert ge-
schaffen wurde (vgl. vorne E. 3.1 ff.). 

4.3.1 Bei dem infrage stehenden Schwimmteich handelte es sich um eine 
Anlage mit externem Filter und Pumpe, einem zusätzlichen Pflanzenfilter zur 
biologischen Wasseraufbereitung sowie einer speziellen Lampe zur Elimi-
nierung von Schwebealgen und einer Reduktion der im Wasser befindlichen 
Keime (vgl. Beschreibung Schwimmteichanlage vom 30.4.2009, Vorakten 
StRK [act. 3A] pag. 11 ff.). Trotzdem ist es offenbar immer wieder zu massi-
ver Algenbildung gekommen, so dass sich die Beschwerdeführenden rund 
fünf Jahre nach dem Bau des Schwimmteichs veranlasst sahen, diesen 
durch ein konventionelles Schwimmbecken zu ersetzen (vgl. vorne E. 4.1). 
Dabei machen die Beschwerdeführenden vor Verwaltungsgericht (erstmals) 
geltend, der Schwimmteich habe anfänglich eine für das Schwimmen grund-
sätzlich taugliche Wasserqualität aufgewiesen und dementsprechend auch 
genutzt werden können, wobei sich die Algenbildung erst im Verlauf der Zeit 
eingestellt habe (Beschwerden Rz. 22, 25 ff., 48). Diese Behauptung steht 
indes im Widerspruch zu den in den vorinstanzlichen Verfahren gemachten 
Angaben. Sie erscheint wenig glaubhaft: So hatten die Beschwerdeführen-
den gegenüber der Steuerverwaltung erklärt, die Anlage sei «völlig falsch 
konzipiert» bzw. «nicht funktionstüchtig» gewesen, «so dass sich permanent 
Algen» gebildet hätten; der «Ersteller des Schwimmteichs» sei jedoch «nicht 
willens [gewesen] Abhilfe zu schaffen» (vgl. Vernehmlassung vom 20.9.2017 
S. 1, Vorakten StV [act. 3B] pag. 181 f.; Vernehmlassung vom 17.9.2018 

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S. 1, Vorakten StV [act. 3B] pag. 195 ff.). Auch in der Rekurs- und Beschwer-
deschrift erklärten die Beschwerdeführenden, sie hätten feststellen müssen, 
«dass die Schwimmteichanlage den versprochenen Anforderungen nicht ge-
nügte und dass sich immer wieder Algen bildeten. Die daraus resultierende 
jauchenartige stinkende Vergrünung verunmöglichte die Benutzung des 
Schwimmteichs». Nachdem «verschiedene Reparaturversuche» gescheitert 
seien, habe der «nicht funktionstüchtige Schwimmteich» schliesslich «durch 
ein konventionelles Schwimmbassin ersetzt werden» müssen (Rekurs und 
Beschwerde vom 19.12.2017 [richtig: 2018] Rz. 14 f., 32, Vorakten StRK 
[act. 3A] pag. 2 ff.). Gegen die Behauptung der Beschwerdeführenden, die 
Algen hätten sich erst später gebildet und der Teich habe jahrelang seinen 
Nutzungszweck erfüllt, spricht ferner das aktenkundige Bildmaterial: Darauf 
ist ersichtlich, dass es offenbar bereits in den ersten Jahren nach der Er-
stellung zu Algenbildung gekommen ist. Zwar sind die Bilder, welche die 
Algen dokumentieren, nicht datiert; zumindest zwei davon wurden aber 
offensichtlich kurz nach dem Bau aufgenommen, scheinen doch die darauf 
zu erkennenden Bäume hinter dem Schwimmteich frisch gepflanzt worden 
zu sein und fehlt das später erstellte Geländer noch (vgl. Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 2 und 7; dies im Gegensatz zu den Bildern mit Geländer und 
ausgewachsenen Bäumen, Vorakten StV [act. 3B] pag. 4 f.). 

4.3.2 Es wird nicht in Abrede gestellt, dass der Schwimmteich nach seiner 
Erstellung bis zum Bau des Schwimmbeckens zeitweise zum Schwimmen 
genutzt werden konnte (vgl. Beschwerdebeilagen [BB] 17-26), und es mag 
sein, dass die Beschwerdeführenden das Ausmass und die Tragweite der 
Algenbildung erst im «Verlauf der Zeit» und nach mehreren gescheiterten 
Reparaturversuchen erfassten (vgl. Beschwerden Rz. 25, 27). Selbst wenn 
im Zeitpunkt der Abnahme noch nicht erkennbar war bzw. sich erst im Lauf 
der Zeit durch die (möglicherweise auch jährlich zunehmende) Algenbildung 
zeigte, dass der Schwimmteich nicht der vertraglichen Vereinbarung ent-
sprach, ändert dies nichts daran, dass die Schwimmteichanlage bei objektiv-
technischer Betrachtung bereits im Zeitpunkt ihrer Erstellung nicht intakt 
bzw. bloss sehr beschränkt gebrauchsfähig war und damit ein ursprünglicher 
versteckter Mangel vorlag (zum Begriff des Werkmangels und des versteck-
ten Mangels vorne E. 3.3). Auch die Beschwerdeführenden waren offenbar 
der Ansicht, dass es sich um einen Werkmangel bzw. eine Fehlkonstruktion 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.06.2021, Nrn. 100.2020.41/42U, 
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handelte und der Schwimmteich den «versprochenen Anforderungen nicht 
genügte», haben sie doch vom Ersteller Nachbesserung des «nicht funk-
tionstüchtigen» Schwimmteichs verlangt (vgl. E. 4.3.1 hiervor, auch zum Fol-
genden). Dieser war indes nicht gewillt, Abhilfe zu schaffen. Trotzdem haben 
die Beschwerdeführenden verschiedene (erfolglose) Reparaturversuche un-
ternommen, bevor sie den Schwimmteich durch ein konventionelles 
Schwimmbecken ersetzt haben. Damit ist dessen Bau darauf zurückzufüh-
ren, dass der Schwimmteich seinen Nutzungszweck aufgrund des ursprüng-
lichen versteckten Mangels nicht erfüllte. So wäre es aus wirtschaftlicher 
Sicht denn auch sachfremd, nach fünf Jahren und verschiedenen (geschei-
terten) Reparaturversuchen eine neue Anlage zu errichten, die gleich viel 
kostet wie die zu ersetzende, wenn letztere nicht mit einem Mangel behaftet 
wäre. Entsprechend sind die Aufwendungen zum Bau des Schwimmbeckens 
im vorliegenden Fall – wie die StRK zu Recht festgestellt hat – als wertver-
mehrende Anlagekosten im Sinn von Art. 39 Bst. d StG zu qualifizieren und 
steuerlich nicht abzugsfähig. 

4.4 Soweit die Beschwerdeführenden ferner sinngemäss eine Verletzung 
des Grundsatzes von Treu und Glauben rügen (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 11 Abs. 2 der Verfassung des Kantons 
Bern [KV; BSG 101.1]), indem die Steuerverwaltung im Jahr 2015 die von 
den Beschwerdeführenden damals geltend gemachten Auslagen für den 
Bau des Schwimmbeckens noch zum Abzug zugelassen habe (vgl. Be-
schwerden Rz. 55), übersehen sie, dass eine Veranlagung bei periodischen 
Steuern nur für die betreffende Periode Geltung hat. Jede Veranlagung stellt 
ein eigenes, von früheren unabhängiges Verfahren dar, in dem die Behörden 
die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse neu (bzw. zutreffender) beur-
teilen dürfen. Dabei ist unerheblich, dass sie den gleichen Sachverhalt in den 
vorangehenden Steuerjahren anders beurteilt haben (vgl. BGE 140 I 114 
E. 2.4.2 f.; BGer 2C_249/2019 vom 6.5.2019 E. 5; BVR 2013 S. 506 E. 4.3; 
VGE 2020/200/201 vom 24.3.2021 E. 4.1 mit Hinweisen; Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., Vorb. zu Art. 109-121 N. 80 mit Hinweisen). Hier 
ist daher von vornherein nicht massgebend, dass die Steuerverwaltung den 
Abzug von Unterhaltskosten in den Veranlagungen betreffend das Jahr 2015 
akzeptiert hat. Eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben liegt 
nicht vor.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.06.2021, Nrn. 100.2020.41/42U, 
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5.

5.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde betreffend die Kan-
tons- und Gemeindesteuern als unbegründet und ist abzuweisen. Da hin-
sichtlich der direkten Bundessteuer von demselben Sachverhalt auszugehen 
ist und die einschlägigen Bestimmungen des kantonalen und eidgenös-
sischen Rechts insofern übereinstimmen, ist auch die Veranlagungsverfü-
gung vom 21. August 2017 betreffend die direkte Bundessteuer materiell 
fehlerhaft. Der Fehler wiegt jedoch nicht derart schwer, dass von der Nich-
tigkeit der Verfügung auszugehen wäre (vgl. vorne E. 2.2.2). Die Be-
schwerde betreffend die direkte Bundessteuer ist demnach gutzuheissen 
und der Entscheid der StRK aufzuheben.

5.2 Bei diesem Ausgang der Verfahren dringen die Beschwerdeführen-
den mit ihren Anträgen nur teilweise durch. Gestützt auf eine quantitative und 
qualitative Beurteilung der Bedeutung des Umfangs ihres teilweisen Durch-
dringens im Vergleich zum gesamten Streitgegenstand (vgl. Ruth Herzog, 
a.a.O., Art. 108 N. 4 mit Hinweisen) sind sie als zu einem Viertel obsiegend 
zu betrachten. Sie haben somit drei Viertel der Kosten der verwaltungsge-
richtlichen Verfahren zu tragen. Die übrigen Verfahrenskosten werden nicht 
erhoben (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG; Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Im Umfang ihres Obsiegens haben die Be-
schwerdeführenden zudem Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten; die kan-
tonale Steuerverwaltung hat ihnen davon einen Viertel zu ersetzen (Art. 151 
StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 144 Abs. 4 DBG sowie Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Die 
Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdeführenden vom 27. April 
2021 gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.

5.3 Die Kosten der Verfahren vor der StRK sind entsprechend dem Aus-
gang der verwaltungsrechtlichen Verfahren neu zu verlegen. Die Beschwer-
deführenden sind als zu einem Viertel obsiegend zu betrachten, sodass 
ihnen die Verfahrenskosten im Umfang von drei Viertel aufzuerlegen sind 
(Art. 102 VRPG i.V.m. Art. 200 Abs. 1 StG; Art. 144 Abs. 1 DBG). Die übri-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.06.2021, Nrn. 100.2020.41/42U, 
Seite 17

gen Verfahrenskosten werden nicht erhoben (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 
Abs. 2 VRPG). Weiter hat die Steuerverwaltung den Beschwerdeführenden 
eine Parteientschädigung auszurichten (Art. 200 Abs. 4 StG; Art. 144 Abs. 4 
DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 VwVG). Weil der StRK bezüglich der Höhe der 
Entschädigung für die berufliche Vertretung ein erheblicher Ermessensspiel-
raum zukommt, ist die Sache praxisgemäss vorab zu deren Festsetzung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen (BVR 2006 S. 440 E. 6.3.4).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2016 wird 
abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2016 wird gutge-
heissen. Der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
vom 10. Dezember 2019 wird aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die 
Veranlagungsverfügung vom 21. August 2017 in Rechtskraft erwachsen 
ist.

3. a) Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von insgesamt Fr. 4'000.--, werden den Be-
schwerdeführenden zu drei Vierteln, ausmachend Fr. 3'000.--, aufer-
legt. Die verbleibenden Kosten werden nicht erhoben.

b) Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat den Beschwerdeführenden 
die Parteikosten für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, be-
stimmt auf insgesamt Fr. 4'756.85 (inkl. Auslagen und MWSt), zu 
einem Viertel, ausmachend Fr. 1'189.20 (inkl. Auslagen und MWSt), 
zu ersetzen.

4. a) Die Kosten der Verfahren vor der Steuerrekurskommission des Kan-
tons Bern, bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, wer-
den den Beschwerdeführenden zu drei Vierteln, ausmachend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.06.2021, Nrn. 100.2020.41/42U, 
Seite 18

Fr. 1'500.--, auferlegt. Die verbleibenden Kosten werden nicht erho-
ben.

b) Zur Festsetzung der Höhe der Parteientschädigung in den Verfahren 
vor der Steuerrekurskommission des Kantons Bern wird die Sache 
an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern zurückgewiesen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.