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**Case Identifier:** bdc32707-6b36-5117-8f6d-96805e2eeff4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.06.2018 200 2018 268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-268_2018-06-18.pdf

## Full Text

200 18 268 IV
SCP/PRN/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Juni 2018

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2018, IV/2018/268, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1986 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezog aufgrund verschiedener Geburtsgebrechen infolge einer perinatalen 
Hypoxie (bis zum Erreichen des 20. Altersjahres) Leistungen der Invaliden-
versicherung (vgl. Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilagen [AB] 8.1, S. 4 f., 17 f., 32 f., 38, 42, 51). Von Juli 2003 
bis Juli 2006 durchlief der Versicherte eine Lehre als ... (AB 14, S. 9), wo-
bei er die Lehrabschlussprüfung nicht bestanden hat (AB 14, S. 8). In der 
Folge absolvierte er von Februar 2007 bis Januar 2008 ein Praktikum im 
...bereich (AB 14, S. 7). Von März 2008 bis April 2009 war er als ... im 
C.________ tätig. Berufsbegleitend absolvierte er im Oktober 2008 die 
Ausbildung zum ... (AB 14, S. 2 - 5). Von Mai 2009 bis Juli 2012 war der 
Versicherte im D.________ als ... tätig. Diese Anstellung wurde durch den 
Arbeitgeber beendet, da das Verhalten des Versicherten gegenüber … 
wiederholt zu Klagen geführt hatte (AB 22, 23.6).

Im April 2012 meldete sich der Versicherte bei der IVB zum Leistungsbe-
zug an. Als Art der Behinderung gab er die Geburtsgebrechen Nr. 247 
(Syndrom der hyalinen Membranen) sowie 497 (schwere respiratorische 
Adaptationsstörungen [wie Asphyxie, Atemnotsyndrom, Apnoen], sofern sie 
in den ersten 72 Lebensstunden manifest werden und eine Intensivbehand-
lung begonnen werden muss) der Verordnung vom 9. Dezember 1985 über 
Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21) sowie psychische Probleme an 
(AB 11). Nach Einholung diverser erwerblicher und medizinischer Unterla-
gen gewährte die IVB im Rahmen von Eingliederungsmassnahmen unter 
anderem Kostengutsprache für die Anlehre zum ... (AB 55, 67) und ansch-
liessend für eine Ausbildung zum …, Fachrichtung …, in der Stiftung 
E.________ (AB 86), welche er im Juni 2017 erfolgreich abgeschlossen hat 
(vgl. AB 112, S. 2 sowie Abschlussbericht der Stiftung E.________, 
AB 114). Im Juli 2017 gewährte die IVB sodann Beratung und Unterstüt-
zung bei der Stellensuche (AB 113). Da der Versicherte im Januar 2018 
durch ein Personalbüro eine temporäre Anstellung bei der F.________ als 
... fand (AB 117, S. 2), wurde das Dossier in der Abteilung Eingliederung in 

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der Folge geschlossen (AB 119). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfah-
ren (AB 116) verfügte die IVB am 26. Februar 2018 - bei einem Invaliditäts-
grad von 32% - die Abweisung des Leistungsbegehrens (AB 118).

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 11. April 2018 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
Beschwerde. Er stellt folgende Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. Februar 2018 sei aufzuhe-
ben und dem Beschwerdeführer sei ab Januar 2018 eine Viertelsrente auszu-
richten.

2. Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. Februar 
2018 aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen, damit diese nach Einholung weiterer Unterlagen zum erziel-
ten Verdienst des Beschwerdeführers über seinen Rentenanspruch neu ver-
füge.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, dass die Ermitt-
lung des Invalideneinkommens anhand der Tabellenlöhne der LSE nicht 
sachgerecht sei. Vielmehr sei auf den tatsächlich erzielten Verdienst abzu-
stellen, selbst wenn davon ausgegangen werden müsste, dass noch kein 
stabiles Arbeitsverhältnis vorliege.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2018 beantragt die IVB die Abweisung 
der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 29. Mai 2018 reichte der Beschwerdeführer den neuen 
Temporär-Einsatzvertrag der Arbeitsvermittlungsfirma „G.________“ vom 
20. April 2018 (Beschwerdebeilage [BB] 5) zu den Akten, wonach der auf 
maximal drei Monate befristete Temporäreinsatz bei der F.________ bei 
ansonsten unveränderten Bedingungen (vgl. dazu AB 117, S. 2) in ein un-
befristetes, temporäres Arbeitsverhältnis geändert worden ist.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 26. Februar 2018 
(AB 118). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3. Gestützt auf die vorliegenden, im Wesentlichen übereinstimmenden 
medizinischen Berichte der (behandelnden) Ärzte, welchen voller Beweis-
wert zukommt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 
S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352), ist erstellt, dass der Beschwerdeführer 
(seit Jahren) an einer Einschränkung der allgemeinen kognitiven Leistungs-
fähigkeit i.S. einer leichten Lernbehinderung nach perinataler Hypoxie, un-
ter einer rezidivierenden ängstlich-depressiven Anpassungsstörung sowie 
an einem Status nach Autounfall 2009 leidet (AB 97, S. 1; 101, S. 2 und 11; 
vgl. auch AB 25.2, S. 8; 29, S. 1; 30, S. 9; 31, S. 4). Da eine Tätigkeit im 
…bereich mit Blick auf diese Einschränkungen nicht mehr zumutbar war 
(AB 25.2, S. 8; 29, S. 2; 30, S. 4; 31, S. 5), gewährte die IVB (unter ande-
rem) eine erstmalige berufliche Ausbildung zum …, Fachrichtung … 
(AB 86), welche der Beschwerdeführer im Sommer 2017 mit einer Ge-
samtnote von 4.5 abgeschlossen hatte (AB 112, S. 2). Im Abschlussbericht 
der Stiftung E.________ wurde übereinstimmend bzw. ergänzend zu den 
erwähnten Diagnosen und Einschränkungen festgehalten, dass die Leis-
tung des Beschwerdeführers auf dem ihm nach der Umschulung zustehen-
den Arbeitsmarkt zwischen 70% bis 80% liegt. Zur Begründung der Leis-
tungsminderung wurde schlüssig vorgebracht, dass repetitive Arbeiten, die 
die Schultern stark belasten, gut eingeteilt werden müssen und die Dyskal-
kulie ein schnelles Berechnen und Justieren der Maschinen erschwert. Ei-
ne kognitive Limitierung ist präsent und für die Einarbeitungszeit von neuen 
Arbeiten wird Zeit benötigt, um Qualität und Quantität zu erreichen 
(AB 114, S. 3). Dieses Leistungsprofil wird vom Beschwerdeführer nicht 
bestritten. Davon ausgehend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleichs 
zu bestimmen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-

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setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden 
beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbseinkommen, 
das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Alter abge-
stuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der 
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik: Vor Vollen-
dung des 21. Altersjahres 70%, vor Vollendung des 25. Altersjahres 80%, 
vor Vollendung des 30. Altersjahres 90% und nach Vollendung des 30. Al-
tersjahres 100% (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 

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vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Unbestritten und nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerde-
gegnerin vom Bestehen einer Frühinvalidität im Sinne von Art. 26 Abs. 1 
IVV ausging. Da der 1986 geborene Beschwerdeführer im hier massge-
benden Jahr 2017 (Art. 29 Abs. 2 IVG) das 30. Altersjahr bereits vollendet 
hatte, berücksichtigte sie das 100%-ige LSE-Erwerbseinkommen von 
Fr. 81‘500.-- als Valideneinkommen (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 354). Da 
jedoch entsprechende statistische Zahlen für das Jahr 2017 für die Be-
rechnung des Invalideneinkommens fehlen (vgl. E. 4.3.2 hiernach), erfolgt 
eine Festlegung auf das Jahr 2016. Es ist daher von einem Validenein-
kommen von Fr. 82‘500.-- (vgl. das damals gültige IV-Rundschreiben 
Nr. 329) auszugehen.

4.3 Zwischen den Parteien streitig ist einzig die Bestimmung des Invali-
deneinkommens. Die Beschwerdegegnerin stützt sich dabei auf die LSE 
2014, T 17, Ziffer 72, Total der Männer (AB 118), da nicht ausgewiesen sei, 
dass es sich bei den Arbeiten im Rahmen der Temporäranstellung um an 
das Leistungsprofil angepasste Tätigkeiten handle und dabei auch offen 
bleibe, ob die entsprechende Entlöhnung gemäss Temporärvertrag effektiv 
der Restarbeitsfähigkeit (von durchschnittlich 75%) entspreche (vgl. Be-

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schwerdeantwort). Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den 
Standpunkt, dass das tatsächlich erzielte Einkommen berücksichtigt wer-
den müsse. Er arbeite temporär – seit April 2018 in einem unbefristeten 
(stabilen) Arbeitsverhältnis – für die F.________ und schöpfe seine Restar-
beitsfähigkeit vollständig aus. Er arbeite in zeitlicher Hinsicht in einem Pen-
sum von 100% und seine Vorgesetzten seien mit seiner Arbeitsleistung 
zufrieden. Der Beschwerdeführer könne in der effektiv ausgeübten Tätig-
keit, welche er ohne seine Ausbildung zum ... nicht ausüben könnte, volle 
Leistung erbringen, da die Tätigkeiten einfach, technisch nicht anspruchs-
voll und repetitiv seien. Selbstredend entspreche die Entlöhnung nicht dem 
Durchschnittslohn gemäss LSE-Tabelle. Beim Stundenlohn von brutto 
Fr. 25.-- handle es sich denn auch nicht um einen Soziallohn (Beschwerde, 
S. 7 f. Art. 8).

4.3.1 Für das Invalideneinkommen kann – entgegen der Argumentation 
des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 6 ff, Art. 8 und 9) – nicht auf das 
effektiv, im Rahmen einer Temporäranstellung bei der F.________ erzielte 
Einkommen abgestellt werden. Der Beschwerdeführer macht ausgehend 
von einem 100%-Pensum und gestützt auf den Temporär-Einsatzvertrag 
vom 22. Januar 2018 (AB 117, S. 2; vgl. auch Temporär-Einsatzvertrag 
vom 20. April 2018, BB 5) einen Lohn von Fr. 48‘941.00 (Fr. 22.57 [Fr. 25.-- 
abzüglich Ferien- und Feiertagsentschädigung] x 41.7 x 52) pro Jahr gel-
tend (vgl. AB 117, S. 2 sowie Beschwerde, S. 9 Art. 9). Mit Blick auf die hier 
zur Anwendung gelangenden Tabellenlöhne ist demgegenüber festzuhal-
ten, dass der Tabellenlohn für Berufe, worunter auch ... zu subsumieren 
sind – ebenfalls ausgehend von einem 100%-Pensum – Fr. 73‘821.70 pro 
Jahr beträgt (vgl. dazu E. 4.3.2 hiernach). Somit besteht vorliegend zwi-
schen dem effektiv erzielten Verdienst und dem entsprechenden Tabellen-
lohn eine erhebliche Diskrepanz von jährlich rund Fr. 25‘000.--. Selbst 
wenn dieser Tabellenlohn noch auf das dem Zumutbarkeitsprofil entspre-
chende Leistungsvermögen von 75% reduziert wird, ist die Differenz mit 
rund Fr. 7‘000.-- (Fr. 73‘821.70 x 0.75) immer noch bei knapp 10%. Dies 
scheint vom Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten zu sein. Vielmehr 
wird die Differenz dadurch erklärt, dass die Anforderungen an die temporä-
re Tätigkeit bei der F.________ bescheiden seien und die Tätigkeit limitiert 
sei (Beschwerde, S. 8 Art. 8). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

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kann nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen abgestellt werden, wenn 
zwischen dem tatsächlich erzielten Lohn an einer konkreten Arbeitsstelle 
und dem möglichen Lohn auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine gros-
se Diskrepanz besteht. In solchen Situationen ist davon auszugehen, dass 
die betreffende Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer 
Weise ausschöpft (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. Dezember 
2017, 8C_475/2017, E. 6.2 und 6.3). 

Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der vom Beschwerdeführer als 
Mitarbeiter eines Temporärbüros erzielte Leistungslohn (pro Stunde) in 
seiner effektiv ausgeübten Tätigkeit nicht demjenigen Lohn entspricht, wel-
chen er – bei hypothetisch ausgeglichenem Arbeitsmarkt – in einer Direkt-
anstellung zu erzielen in der Lage wäre, weshalb nicht darauf abgestellt 
werden kann. Da er damit seine verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht in zu-
mutbarer Weise ausschöpft, sind für die Berechnung des Invalidenein-
kommens Tabellenlöhne heranzuziehen. Der Umstand, dass das zunächst 
befristete Einsatzverhältnis (nach Verfügungszeitpunkt im Februar 2018) im 
April 2018 in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis geändert wurde, braucht 
unter diesen Umständen nicht weiter erläutert zu werden.

4.3.2 Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die 
Berechnung des Invalideneinkommens die Tabelle T17 der LSE 2014 und 
dabei für das Lebensalter den Totalwert heranzog, entspricht dieses Vor-
gehen doch der (für das angerufene Gericht unverbindlichen [vgl. BGE 142 
V 442 E. 5.2 S. 445 f., 142 V 425 E. 7.2 S. 434, 141 V 365 E. 2.4 S. 368]) 
Verwaltungsweisung (vgl. KSIH Anhang VII; vgl. dazu auch: Urteil des 
Verwaltungsgerichts vom 13. März 2018, IV/2017/601, E. 6.2). Auszugehen 
ist somit von einem Bruttojahreslohn von Fr. 55‘366.30 im Jahr 2016 
(Fr. 5‘850.-- [LSE 2014, Tabelle T17, Lebensalter Total, Männer, Ziffer 72: 
Metallarbeiter/innen, Mechaniker/innen und verwandte Berufe] x 12 Monate 
/ 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [Betriebsübliche 
Arbeitszeit {BUA} 2016, Total] / 103.2 x 104.1 [Tabelle T1.1.10, Nominal-
lohnindex, Männer, Total, Index 2014 bzw. 2016] x 75% [Restarbeits- bzw. 
Leistungsfähigkeit]).

Da die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im Rahmen des Zumut-
barkeitsprofils für eine angepasste Tätigkeit berücksichtigt worden sind und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2018, IV/2018/268, Seite 11

auch sonst keines der möglichen Merkmale erfüllt ist, ist ein behinderungs-
bedingter Abzug nicht vorzunehmen (vgl. Entscheide des BGer vom 5. Juli 
2011, 8C_261/2011, E. 7.3 sowie vom 28. Februar 2017, 8C_12/2017, 
E. 5.5.2). Weitere invaliditätsfremde Gründe liegen nicht vor. Der Be-
schwerdeführer war im hier massgebenden Zeitpunkt 31 Jahre alt und ist 
Schweizer Bürger (vgl. AB 8.1 sowie E. 4.1.2 hiervor).

4.4 Zusammenfassend resultiert bei einem Valideneinkommen von 
Fr. 82'500.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 55‘366.30 eine Ein-
kommenseinbusse von Fr. 27‘133.70, was einem rentenausschliessenden 
Invaliditätsgrad von gerundet 33% (zur Rundung: BGE 130 V 121 S. 123 
E. 3.2 und 3.3) entspricht (vgl. E. 2.2 hiervor). 

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 26. Februar 
2018 (AB 118) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat weder der Beschwerdeführer 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) noch die 
obsiegende Beschwerdegegnerin Anspruch auf Parteikostenersatz 
(Art. 104 Abs. 3 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 29. Mai 

2018)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2018, IV/2018/268, Seite 13

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.