# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4745e47-3d29-5465-9d42-7ccba861156d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 22.06.2010 ZK1 2009 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2009-37_2010-06-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 22. Juni 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 09 37/38          1. September 2010

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
RichterInnen Brunner und Schlenker
Redaktion Aktuarin Thöny

In den zivilrechtlichen Berufungen

der X., Klägerin, Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte, verbeiständet und 
vertreten durch Maja Zimmermann, Amtsvormundin, 7550 Scuol, wiedervertreten 
durch Rechtsanwältin lic. iur. Monika Paminger Müller, Oberer Graben 44, 9000 
St. Gallen, sowie

des Y., Beklagter, Berufungskläger und Berufungsbeklagter, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Inn vom 2. Juni 2009, mitgeteilt am 18. August 
2009, in Sachen der X. gegen Y.,

betreffend Kindesunterhalt,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X., geboren am 20. Juli 2007, ist die Tochter von A. und Y.. Die Eltern sind 
nicht verheiratet. Y. anerkannte am 26. September 2007 die Vaterschaft. Er ist 
verheiratet und hat neben X. drei eheliche Kinder im Alter von sechs Jahren. 

B. Am 19. Juni 2008 errichtete die Vormundschaftsbehörde des Kreises Suot 
Tasna für X. eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB, da sich die Eltern 
nicht über den Umfang der Unterhaltspflicht des Vaters einigen konnten. 

C. Am 1. Juli 2008 meldeten A. und ihre Tochter X. beim Vermittleramt Suot 
Tasna eine Klage gegen Y. auf Regelung des Unterhalts (Art. 279 ZGB) und 
Leistungen an die Mutter (Art. 295 ZGB) an, wobei im Vermittlungsbegehren die 
Bezahlung eines angemessenen monatlichen Unterhaltsbeitrags, mindestens aber 
rückwirkend ab Geburt bis Vollendung des 6. Altersjahres auf Fr. 1'490.--, 
anschliessend bis zur Vollendung des 12. Altersjahres auf Fr. 1'540.--, 
anschliessend bis zur Mündigkeit auf Fr. 1'700.--, beantragt wurde. Y. anerkannte 
demgegenüber lediglich einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 800.--.

D. Nach erfolglos verlaufender Sühneverhandlung vom 13. November 2008 
reichten X. (Klägerin 1) und A. (Klägerin 2) mit dem Einverständnis der 
Gegenpartei am 21. November 2008 ein neues Rechtsbegehren ein, welches wie 
folgt lautete:

„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, für das Kind X., Klägerin 1, 
angemessene monatliche Unterhaltsbeiträge, mindestens jedoch

 CHF 1'600.00 bis zum vollendeten 12. Altersjahr,
 CHF 1'700.00 vom 13. bis zum vollendeten 16. Altersjahr, 
 CHF 1'800.00 vom 17. Altersjahr bis zur Mündigkeit, respektive 

bis zum ordentlichen Abschluss einer Ausbildung und Erreichen 
der wirtschaftlichen Selbstständigkeit, 

zuzüglich allfälliger Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen.

2. Die Unterhaltsbeiträge seien jährlich auf den 1. Januar dem Stand per 
1. November (Oktoberindex) des Vorjahres anzupassen und auf den 
nächsten Franken aufzurunden. Sie basieren auf dem amtlichen 
Landesindex der Konsumentenpreise von 104.6 Punkten (Basis Dez. 
2005), Stand Oktober 2008.

3. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 den Lohnausfall 
während 8 Wochen nach der Geburt zu entschädigen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“

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Ziff. 3 des Rechtsbegehrens betreffend Ersatz des Lohnausfalls wurde jedoch in 
der Folge von den Klägerinnen wieder zurückgezogen. Am 27. November 2008 
wurde sodann der Leitschein ausgestellt. 

E. Mit Prozesseingabe vom 8. Januar 2009 liess X. die Streitsache frist- und 
formgerecht dem Bezirksgericht Inn unterbreiten, wobei sie an ihrem 
Rechtsbegehren gemäss Leitschein festhielt, dieses jedoch insofern ergänzte, als 
die Unterhaltsbeiträge rückwirkend seit Geburt geschuldet seien. Y. erklärte sich in 
seiner Prozessantwort vom 23. Februar 2009 bereit, an den Unterhalt von X. einen 
monatlichen Beitrag von Fr. 800.-- zu bezahlen. Soweit die Klägerin mehr 
verlange, sei die Klage abzuweisen.

F. Nach Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels sowie einer 
mündlichen Hauptverhandlung, an welcher A. und Y. mit ihren Rechtsvertretern 
teilnahmen, erkannte das Bezirksgericht Inn wie folgt:

„1.a)Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte wird 
verpflichtet, der Klägerin rückwirkend ab Geburt monatlich und im 
Voraus einen Unterhaltsbeitrag bis zur Vollendung des 12. Altersjahrs 
in der Höhe von Fr. 1'100.00 und anschliessend bis zur Mündigkeit in 
der Höhe von CHF 1'200.00 zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder 
vertragliche Kinderzulagen zu bezahlen. Bereits bezahlte 
Unterhaltsbeiträge können verrechnet werden.

b) Hat die Tochter bei Erreichen der Mündigkeit noch keine 
angemessene Erstausbildung beendet, dauert die elterliche 
Unterhaltspflicht an, bis eine entsprechende Ausbildung 
ordentlicherweise abgeschlossen werden kann. (vgl. Art. 277 Abs. 2 
ZGB).

c) Der Unterhaltsbeitrag basiert auf dem amtlichen Landesindex der 
Konsumentenpreise von 103.5 Punkten (Basis 1.12.2005, Stand 
1.5.2009). Er wird jährlich auf den 1. Januar dem Stand per 1. 
November (Oktoberindex) des Vorjahres angepasst und auf den 
nächsten Franken aufgerundet. Der neue Betrag wird wie folgt 
berechnet:

Neuer UB = alter UB x neuer Index
                 alter Index

2. Die Kosten des Kreisamtes Suot Tasna von CHF 215.40 sowie die 
Kosten des Bezirksgerichts Inn, bestehend aus

 einer Gerichtsgebühr von CHF 6'000.00
 Schreibgebühren von CHF    521.00
 Barauslagen von CHF    143.00
 total somit CHF 6'664.00

gehen je zur Hälfte zulasten der Parteien. 

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Der der Klägerin anfallende Kostenanteil von CHF 3'332.00 wird 
infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Proz.Nr. 130-08-
41) der Gemeinde D. in Rechnung gestellt. 

3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung). 

G. Gegen dieses Urteil liess X. am 8. September 2009 Berufung zu Handen 
des Kantonsgerichts von Graubünden erklären (ZK1 09 37), wobei sie das 
folgende Rechtsbegehren stellte:

„1. Die Ziff. 1.a) des vorinstanzlichen Urteils sei aufzuheben und wie folgt 
zu ändern:

2. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin rückwirkend seit Geburt 
angemessene monatliche Unterhaltsbeiträge, mindestens jedoch

a. CHF 1'600.00 bis zum vollendeten 12. Altersjahr,

b. CHF 1'700.00 vom 13. bis zum vollendeten 16. Altersjahr,

c. CHF 1'800.00 vom 17. Altersjahr bis zur Mündigkeit, respektive 
bis zum ordentlichen Abschluss einer Ausbildung und Erreichen 
der wirtschaftlichen Selbstständigkeit,

zuzüglich allfälliger Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“

Darüber hinaus liess X. einen Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege stellen, welcher mit Verfügung vom 30. April 2010 (ERZ 09 238) 
gutgeheissen wurde.

Auch Y. erhob gegen das Urteil des Bezirksgerichts Inn Berufung. In seiner 
Eingabe vom 8. September 2009 (ZK1 09 38) stellte er folgende Anträge:

„1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben.

2. Es sei Vormerk zu nehmen, dass sich der Beklagte und 
Berufungskläger bereit erklärt, an den Unterhalt der Klägerin und 
Berufungsbeklagten einen monatlichen Beitrag in Höhe von CHF 
800.00 zu bezahlen.

Der Unterhaltsbeitrag sei mit der üblichen Indexklausel zu versehen, 
wobei der Unterhaltsbeitrag nur insoweit der Teuerung angepasst wird, 
als der Verpflichtete eine entsprechende Lohnerhöhung erfährt. 

3. Die Kosten des Kreisamtes Suot Tasna von CHF 215.40 sowie die 
Kosten des Bezirksgerichtes Inn seien der Klägerin und 
Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

Die Klägerin sei zu verpflichten, den Beklagten aussergerichtlich mit 
CHF 5'000.00, allenfalls einem Betrag nach richterlichem Ermessen, 
zzgl. 7.6% MwSt., zu entschädigen.

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zu 
Lasten der Berufungsbeklagten.“

Das Gesuch von Y. vom 26. Oktober 2009 um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege wurde mit Verfügung vom 30. April 2010 (ERZ 09 239) abgewiesen. 

Das Bezirksgericht Inn verzichtete mit Schreiben vom 25. September 2009 auf die 
Einreichung einer Vernehmlassung zu den Berufungen.

H. Am 3. Mai 2010 erliess die Vorsitzende der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts eine Beweisabnahmeverfügung, in der sie X. aufforderte, dem 
Gericht den Lohnausweis 2009 und sämtliche Lohnabrechnungen 2010 ihrer 
Mutter A., deren Steuererklärung 2009 sowie aktuelle Belege für die Kosten der 
Kinderbetreuung einzureichen. Gleichzeitig wurde Y. aufgefordert, seinen 
Lohnausweis 2009 und sämtliche Lohnabrechnungen 2010 sowie seine 
Steuererklärung 2009 einzureichen. Zudem wurde, soweit zur Feststellung des 
aktuellen Bedarfs der Eltern erforderlich, der Beizug der Akten der Verfahren 
betreffend unentgeltliche Prozessführung (ERZ 09 238 und ERZ 09 239) 
angeordnet. 

I. Am 22. Juni 2010 fand die mündliche Berufungsverhandlung vor dem 
Kantonsgericht von Graubünden statt. Anwesend waren die Mutter von X., A., mit 
ihrer Rechtsvertreterin Rechtsanwältin lic. iur. Monika Paminger Müller sowie Y. 
zusammen mit seinem Rechtsvertreter Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg. 
Einleitend verlas die Vorsitzende die Anträge der beiden Berufungen. Gegen die 
Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichts wurden keine Einwände 
vorgebracht, so dass sich dieses als in der Sache legitimiert erklärte. Nachdem 
das Beweisverfahren unter Hinweis auf die erfolgten Editionen geschlossen 
wurde, hielten die Parteivertreter ihre Vorträge. Beide Parteien hielten an den in 
ihren Prozessschriften gestellten Anträgen fest. Die Rechtsvertreter beider 
Parteien gaben eine schriftliche Ausfertigung ihres Vortrags zu den Akten. In der 
Folge wurden sowohl A. wie auch Y. formfrei befragt.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie auf die Ausführungen der 
Rechtsvertreter der Parteien in den Rechtsschriften und anlässlich der 
Berufungsverhandlung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1. Sachurteile der Bezirksgerichte in Streitsachen betreffend Unterhaltsklagen 
gestützt auf Art. 279 ZGB unterliegen gemäss Art. 3 Abs. 1 Ziff. 17 EGzZGB in 
Verbindung mit Art. 3 Abs. 2 EGzZGB der Berufung an das Kantonsgericht. Die 
Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der schriftlichen 
Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge auf Abänderung 
des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einreden, soweit 
solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). Auf die frist- und 
formgerecht eingereichten Berufungen von X. und Y. vom 8. September 2009 ist 
demzufolge einzutreten. 

2. Gegenstand des vorliegenden doppelten Berufungsverfahrens bildet die 
Höhe der von Y. an X. zu leistenden Unterhaltsbeiträge. Die Vorinstanz 
verpflichtete Y. zu monatlichen Unterhaltszahlungen in Höhe von Fr. 1'100.-- 
rückwirkend ab Geburt bis zur Vollendung des 12. Altersjahrs und anschliessend 
bis zur Mündigkeit in Höhe von Fr. 1'200.-- zuzüglich allfälliger gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinderzulagen. Während X. unter Verweis auf den die 
Fremdbetreuungskosten einschliessenden Bedarf eine Erhöhung auf mindestens 
Fr. 1'600.-- (bis zum 12. Altersjahr) beziehungsweise auf Fr. 1'700.-- (13. bis 16. 
Altersjahr) und auf Fr. 1'800.-- (17. Altersjahr bis Mündigkeit respektive Abschluss 
der ordentlichen Ausbildung) verlangt, beantragt Y. eine Reduktion des 
Unterhaltsbeitrags auf monatlich Fr. 800.--. Zur Begründung bringt er vor, dass er 
neben X. auch noch für seine drei ehelichen Kinder aufzukommen habe, wobei 
der Grundsatz der Gleichbehandlung der Kinder zum Tragen komme. Von Y. 
werden ausserdem eine Änderung der Indexklausel (Anpassung nur bei 
entsprechender Lohnerhöhung) sowie eine Neuverlegung der vorinstanzlichen 
Kosten beantragt.

3.a) Die Eltern haben für den Unterhalt eines Kindes aufzukommen, darin 
eingeschlossen die Kosten von Erziehung, Ausbildung und 
Kindesschutzmassnahmen (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Der Unterhalt wird durch Pflege 
und Erziehung oder, wenn das Kind nicht unter der Obhut eines Elternteils steht, 
durch Geldzahlung geleistet (Art. 276 Abs. 2 ZGB). Der Unterhaltsbeitrag soll den 
Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der 
Eltern entsprechen und ausserdem Vermögen und Einkünfte des Kindes sowie 
den Beitrag des nicht obhutsberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes 
berücksichtigen (Art. 285 Abs. 1 ZGB). In Anbetracht der Vielfalt der Fälle konnte 
der Gesetzgeber den Umfang der Unterhaltspflicht nicht anders als mit der 

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Aufzählung der verschiedenen massgeblichen Kriterien umschreiben. Dabei ist zu 
beachten, dass sich diese zum Teil gegenseitig beeinflussen. Insbesondere lässt 
sich nur im Zusammenhang mit den andern drei genannten Elementen 
bestimmen, was unter die Bedürfnisse des Kindes fällt (BGE 116 II 110 E. 3a S. 
112 ff.). Grundsätzlich hat der Unterhaltsbeitrag jedoch in einem vernünftigen 
Verhältnis zur Lebensstellung und zur Leistungsfähigkeit des Beitragspflichtigen 
zu stehen (BGE 120 II 285 E. 3b/bb S. 290 f.).

b) Der Unterhaltsbedarf des Kindes ist eine vom Einkommen der Eltern 
abhängige Grösse. Das Kind hat auf eine den Verhältnissen seiner Eltern 
entsprechende Erziehung und Lebensstellung Anspruch. Leben die Eltern - wie im 
vorliegenden Fall - getrennt, so hat das Kind grundsätzlich gegenüber jedem 
Elternteil einen Anspruch darauf, an dessen Lebensstellung teilzuhaben. Von 
daher rechtfertigt es sich, für die von Vater und Mutter zu erbringenden 
Unterhaltsbeiträge auf ihre jeweils unterschiedliche Lebensstellung abzustellen 
(BGE 116 II 110 E. 3b S. 113 f.). Die Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der 
Eltern ist sodann massgeblich für die Verteilung der Beitragspflicht unter den 
Eltern. Im Verhältnis unter den Eltern, die gemeinsam für den Unterhalt des 
Kindes aufzukommen haben, sind die Anteile proportional zu ihrer finanziellen 
Leistungsfähigkeit zu verlegen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der 
obhutsberechtigte Elternteil seinen Beitrag an den Unterhalt des Kindes primär 
durch die Leistung von Pflege und Erziehung in natura erbringt. In Fällen, in denen 
die Leistungsfähigkeit des andern Elternteils diejenige des obhutsberechtigten 
Elternteils deutlich übertrifft, ist es in der Regel gerechtfertigt, dass der 
wirtschaftlich leistungsfähigere Elternteil den gesamten Barbedarf des Kindes zu 
tragen hat (vgl. BGE 120 II 285 E. 3a/cc S. 290 mit weiteren Hinweisen sowie 
Breitschmid, Basler Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch l, Art. 1-456 
ZGB, Basel und Frankfurt am Main 2006, N. 16 zu Art. 385, und Wullschleger, 
FamKomm Scheidung, Bern 2005, N. 59 ff. zu Art. 285). Die Leistungsfähigkeit 
ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Bedarf und Nettoeinkommen des 
unterhaltspflichtigen Elternteils (Breitschmid, a.a.O., N. 12 zu Art. 285 ZGB). Dabei 
werden an die Leistungspflicht des Unterhaltspflichtigen hohe Anforderungen 
gestellt, was persönlichen Einsatz und die Ausschöpfung aller finanziellen, 
intellektuellen sowie körperlichen Ressourcen verlangt (Breitschmid, a.a.O., N. 25 
zu Art. 276 ZGB). 

c) Art. 285 Abs. 1 ZGB bezweckt, dem Kind langfristig die situationsbezogene 
Deckung seiner effektiven Bedürfnisse zu ermöglichen (Breitschmid, a.a.O., N. 4 
zu Art. 285 ZGB). Die Anwendung von Art. 285 Abs. 1 ZGB schliesst ein 

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erhebliches Ermessen ein, welches zwar objektiv und pflichtgemäss ausgeübt 
werden muss, jedoch nicht bis ins Letzte begründbar ist (Hegnauer, Berner 
Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Band II, Das Familienrecht, Bern 
1997, N. 13 zu Art. 285 ZGB). Eine gewisse Pauschalisierung aufgrund von 
Vergleichs- und Erfahrungswerten ist deshalb unumgänglich (Breitschmid, a.a.O., 
N. 4 zu Art. 285). Jedoch ist den Besonderheiten der Lebensstellung und der 
Leistungsfähigkeit der Eltern Rechnung zu tragen. So ist ausserhalb von 
städtischen Agglomerationen, in ländlichen Verhältnissen oder Bergregionen, mit 
erheblich geringeren Kosten zu rechnen. Besonderen Bedürfnissen des Kindes, 
wie beispielsweise einer Diäternährung, orthopädischer Kleidungsstücke oder 
einer Heilbehandlung ist bei der Berechnung des Unterhaltsbedarfes ebenfalls 
besondere Beachtung zu schenken (Hegnauer, a.a.O., N. 30 ff. zu Art. 285 ZGB). 
Kinderzulagen, Sozialversicherungsrenten und ähnliche für den Unterhalt des 
Kindes bestimmte Leistungen, die dem Unterhaltspflichtigen zustehen, sind 
zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu zahlen, soweit das Gericht es nicht anders 
bestimmt (Art. 285 Abs. 2 ZGB).

d) Hat eine unterhaltspflichtige Person mehrere Kinder, so sind diese im 
Verhältnis zu ihren objektiven Bedürfnissen finanziell gleich zu behandeln. Dieser 
Grundsatz der Geschwistergleichbehandlung gilt auch für Kinder, die nicht im 
gleichen Haushalt leben, und ebenso zwischen ehelichen und ausserehelichen 
Kindern. Unterschiedlichen Unterhaltsbedürfnissen, sei dies aufgrund 
unterschiedlicher Erziehungs-, Gesundheits- und Ausbildungsbedürfnisse oder 
unterschiedlicher Lebenshaltungskosten am Wohnort der Kinder, darf indessen 
Rechnung getragen werden, weshalb ungleiche Unterhaltsbeiträge nicht von 
vornherein ausgeschlossen sind, aber einer Rechtfertigung bedürfen. Leben 
unterhaltsberechtigte Kinder mit an sich vergleichbaren Unterhaltsbedürfnissen in 
verschiedenen Haushalten, können sich unterschiedliche Beiträge nur schon 
daraus ergeben, dass die Höhe des Unterhaltsbeitrages eben nicht nur von der 
Leistungsfähigkeit des in die Unterhaltspflicht genommenen, sondern auch von 
den finanziellen Umständen des obhuts- bzw. sorgeberechtigten Elternteils 
abhängt (vgl. BGE 126 III 353 E. 2b S. 358 f. sowie Wullschleger, a.a.O., N. 58 zu 
Art. 285 und Breitschmid, a.a.O, N. 17 zu Art. 285). Der Grundsatz der 
unterhaltsrechtlichen Gleichbehandlung aller Kinder rechtfertigt sodann keine 
Ausnahme von der Unantastbarkeit des betreibungsrechtlichen Existenzminimums 
des Unterhaltspflichtigen. Dem Gleichbehandlungsgrundsatz ist vielmehr dadurch 
Rechnung zu tragen, dass die Grundbeträge für die in der Familie lebenden 
Kindern bei angespannten finanziellen Verhältnissen vom Existenzminimum des 

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Unterhaltsschuldners vorerst ausgeklammert werden, um den Umfang seiner 
wirklichen Leistungsfähigkeit festzustellen (BGE 127 III 68 E. 2.c S. 70 ff.).

4.a) Unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. 
5A_154/2008 E. 3.2 sowie auch 5A_ 159/2009 E. 4) hat die Vorinstanz die 
Anwendbarkeit der sogenannten Zürcher Richtlinien im Sinne eines Richtwertes 
für die Bedarfsermittlung, welcher im Einzelfall an die individuellen Gegebenheiten 
anzupassen ist, bejaht und ist im folgenden von den darin aufgeführten Zahlen für 
ein Einzelkind ausgegangen (vgl. angefochtenes Urteil E. 5b). Demgegenüber 
machte der Beklagte bereits vor der Vorinstanz geltend, dass die Zürcher 
Richtlinien von den Gerichten im Kanton Graubünden nicht anerkannt würden und 
liess auch anlässlich der Hauptverhandlung vom 22. Juni 2010 vorbringen, dass 
der von der Gegenpartei geltend gemachte Bedarf für ein dreijähriges Kind 
gemessen an „unseren Breitengraden“ massiv über dem Durchschnitt liege. 

b) Wie bereits ausgeführt wurde, ist bei der Berechnung der 
Unterhaltsbeiträge eine gewisse Pauschalisierung aufgrund von Vergleichs- und 
Erfahrungswerten unumgänglich. In der schweizerischen Praxis werden dafür 
häufig die vom Jugendamt des Kantons Zürich herausgegebenen Empfehlungen 
zur Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder („Zürcher Richtlinien“) als 
objektivierte Anhaltspunkte herangezogen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich 
um statistische Vergleichswerte zur Ermittlung des individuellen Unterhaltsbedarfs 
von Kindern, wobei sich die Bedarfszahlen auf Arbeitnehmer- und 
Angestelltenhaushalte in städtischen Verhältnissen beziehen. Dass die Gerichte 
sich bei der Ermittlung des tatsächlichen Unterhaltsbedarfs von solchen 
Empfehlungen leiten lassen, wird vom Bundesgericht gebilligt. Dabei gilt jedoch, 
dass der pauschalierende Ansatz jeglicher Empfehlungen und Richtlinien im 
Einzelfall auf die Angemessenheit zu prüfen und der Entscheid zu begründen ist. 
Dies ergibt sich bereits aus der Untersuchungsmaxime (Art. 280 ZGB) und dem 
Grundsatz, dass nur sachlich gleiche Verhältnisse gleich behandelt werden 
dürfen, was ein Abstellen auf ausschliesslich quantitative Faktoren zum 
Vornherein ausschliesst und die Berücksichtigung des regionalen 
Lebenskostenniveaus erfordert. Aus diesem Grund haben sich verschiedene 
Kantone (beispielsweise Luzern, Wallis und Freiburg) für eine generelle Kürzung 
der Ansätze ausgesprochen. Ohnehin sind die Zürcher Richtlinien in der Lehre 
und Rechtsprechung nach Sinn und explizitem Titel Empfehlungen und nicht 
Weisungen, welche für individuelle Abweichungen und Konkretisierungen breiten 
Spielraum lassen (vgl. zum Ganzen Breitschmid, a.a.O., N. 6 f. zu Art. 285 mit 
zahlreichen Hinweisen).

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c) Das Kantonsgericht von Graubünden hat sich in seiner bisherigen Praxis 
bislang nicht für die unmittelbare Anwendbarkeit der Zürcher Richtlinien 
ausgesprochen. Vielmehr wurden die darin enthaltenen Beträge höchstens im 
Sinne von (oberen) Vergleichswerten herangezogen (vgl. ZF 07 62 E. 3a oder ZF 
00 69/70 S. 15). Dabei wurden zumindest in älteren Entscheiden jeweils auch die 
betreibungsrechtlichen Grundbeträge in die Beurteilung miteinbezogen, so dass 
letztlich ein Durchschnittswert als dem Bedarf des Kindes angemessen erachtet 
wurde. An dieser Praxis wird auch weiterhin festgehalten. Die Zürcher Richtlinien 
können zwar im Sinne von Leitlinien für die Bestimmung des Kindesbedarfs 
herangezogen werden, wobei die darin aufgeführten Bedarfswerte im Einzelfall 
aber stets auf ihre Angemessenheit zu überprüfen und an die konkreten 
Gegebenheiten anzupassen sind. Was die Bewertung der Betreuungsleistung und 
die rein mathematische Methode der Verteilung der Unterhaltslast auf beide 
Elternteile betrifft, ist ausserdem erhebliche Zurückhaltung angebracht. 
Diesbezüglich ist vielmehr weiterhin den in Lehre und Rechtsprechung 
entwickelten Grundsätzen zur Bemessung des Unterhaltsbeitrages der Vorzug zu 
geben (vgl. dazu unten Erw. 6a). Generell ist festzuhalten, dass den Gerichten 
keinesfalls eine Anwendung der Zürcher Richtlinien vorgeschrieben wird, sondern 
es nach wie ihrem Ermessen überlassen bleibt, den Unterhaltsbeitrag nach einer 
anderen Methode, namentlich anhand des familienrechtlichen Grundbedarfs und 
einer angemessenen Beteiligung am Überschuss, zu bestimmen. Soweit die 
Vorinstanz die Zürcher Richtlinien im Sinne von Empfehlungen angewendet hat, 
ist ihr Vorgehen vom Grundsatz her somit nicht zu beanstanden. Zu prüfen bleibt, 
ob sie auch die durch die konkreten Umstände gebotenen Anpassungen 
vorgenommen und den sonstigen Bemessungskriterien ausreichend Rechnung 
getragen hat. 

5. Bei der Berechnung des angemessenen Bedarfs von X. sind insbesondere 
die Kosten der Fremdbetreuung, die Mehrkosten zufolge Ausfall der 
Besuchswochenenden sowie die Kosten des Babysitters im Zusammenhang mit 
dem Anspruch auf eine (kinderfreie) Freizeit der Mutter zwischen den Parteien 
strittig geblieben. 

a) Zunächst ist zu prüfen, ob und wie die Kosten der Fremdbetreuung beim 
Bedarf von X. zu berücksichtigen sind. Die Rechtsvertreterin der Klägerin macht 
hierzu geltend, die Mutter von X. sei Studentin und im Nebenerwerb berufstätig. 
Die Betreuung des Kindes in der Kinderkrippe an Wochentagen sei damit 
ausgewiesen und absolut notwendig. Die Kosten von monatlich Fr. 1'211.-- seien 
deshalb zum Bedarf hinzuzurechnen. Die Vorinstanz hat demgegenüber die 

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klägerischerseits verlangte Anrechnung der Krippenkosten abgelehnt und diese 
stattdessen beim Einkommen der Mutter in Abzug gebracht. Zur Begründung 
führte sie aus, es treffe zwar zu, dass in der Literatur die Kosten einer 
Fremdbetreuung zum Bedarf hinzugezählt würden. Dabei müsse aber bedacht 
werden, dass die Ausführungen in der Literatur zu Art. 285 ZGB insbesondere für 
Scheidungs- beziehungsweise Eheschutzverfahren gelten würden. Dort sei 
regelmässig auch der Unterhalt für den Elternteil, der die elterliche Obhut 
beziehungsweise Sorge innehabe, festzusetzen. Gehe beispielsweise die Mutter 
eines Kindes einer Erwerbstätigkeit nach, habe dies Einfluss auf die Höhe des an 
sie zu zahlenden Unterhalts, das heisst die Höhe des vom Ehemann an ihren 
Unterhalt zu zahlenden Betrages reduziere sich dadurch. Damit rechtfertige es 
sich auch, die Kosten für eine Fremdbetreuung beim Bedarf des Kindes 
hinzuzurechnen. Im vorliegenden Fall seien die Eltern des Kindes jedoch nicht 
verheiratet und die Kindsmutter habe abgesehen von den Kosten gemäss Art. 295 
ZGB keinen Anspruch auf Unterhaltszahlungen an sich. Es sei somit ihre Sache, 
wie sie ihren eigenen Bedarf decken könne. Im Falle einer Anrechnung der 
Betreuungskosten an den Bedarf des Kindes, müsste der unterhaltspflichtige 
Vater einen viel höheren Unterhaltsbeitrag zahlen, weil die Mutter einer 
Erwerbstätigkeit nachgehe und deswegen Betreuungskosten für das Kind anfielen. 
Wie hoch der Bedarf des Kindes bei unverheirateten Eltern sei, könne jedoch nicht 
davon abhängen, ob für das Kind Betreuungskosten anfielen oder nicht. 

Dieser differenzierten Betrachtungsweise ist vollumfänglich zu folgen. Unbestritten 
ist, dass das Kind (zumindest bis zu einem gewissen Alter) auf eine Betreuung 
angewiesen ist und diese daher auch zu seinem Bedarf gehört. Soweit die 
Betreuung aus einem beim Kind liegenden Grund nicht durch die Eltern persönlich 
wahrgenommen werden kann (oder auch wenn die Eltern aus gesundheitlichen 
Gründen etc. daran gehindert sind), sind daher auch die Fremdbetreuungskosten 
zum Bedarf des Kindes zu rechnen. Fallen die Fremdbetreuungskosten dagegen 
an, weil der Elternteil, dem die Obhut über das Kind zusteht, einer Erwerbstätigkeit 
nachgehen will oder muss, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu decken oder zu 
verbessern, gehören diese nicht mehr zum Bedarf des Kindes, sondern wie 
andere Gewinnungskosten (beispielsweise Fahrkosten zum Arbeitsort, auswärtige 
Verpflegung etc.) zum Bedarf des betreffenden Elternteils. Dass die 
Fremdbetreuungskosten auf die Existenz des Kindes zurückzuführen sind, ändert 
nichts daran, dass sie erst durch die primär dem eigenen Unterhalt dienende 
Erwerbstätigkeit des obhutsberechtigten Elternteils ausgelöst werden. Soweit 
diese Erwerbstätigkeit auf einer gemeinsam vereinbarten Rollenteilung beruht 

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oder - wie im Falle des ehelichen beziehungsweise nachehelichen Unterhalts - 
auch dem Unterhaltspflichtigen zugute kommt, kann eine Berücksichtigung der 
Fremdbetreuungskosten beim Bedarf des Kindes allenfalls sachgerecht sein. 
Steht dem obhutsberechtigten Elternteil dagegen kein eigener Unterhaltsanspruch 
zu, muss es bei der Berücksichtigung allfälliger Fremdbetreuungskosten bei der 
eigenen Leistungsfähigkeit sein Bewenden haben. Letzteres gilt vor allem, wenn 
der Obhutsberechtigte trotz der Fremdbetreuung ein erheblich tieferes Einkommen 
als der unterhaltspflichtige Elternteil erzielt, so dass dieser - nach dem System der 
Zürcher Richtlinien - überproportional für die Kosten der Fremdbetreuung 
aufkommen müsste. Aus diesen Gründen sind im vorliegenden Fall die 
ausgewiesenen Fremdbetreuungskosten von monatlich Fr. 1'211.-- entsprechend 
den Ausführungen im angefochtenen Urteil im Bedarf der Mutter und nicht des 
Kindes zu berücksichtigen. 

b) Entgegen des klägerischen Antrags liess die Vorinstanz sodann zusätzliche 
Kosten für einen Babysitter (2x wöchentlich à Fr. 30.--, total Fr. 240.-- pro Monat) 
unberücksichtigt mit der Begründung, die Kosten für die Freizeit der Mutter seien 
aus dem Grundbetrag zu finanzieren und hätten nichts mit dem Bedarf des Kindes 
zu tun. Demgegenüber machte die Rechtsvertreterin der Klägerin anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 22. Juni 2010 geltend, die Kindsmutter sei Alleinerzieherin 
ohne Entlastungsmöglichkeit im familiären Umfeld. Durch die 
Nichtinanspruchnahme der Besuchswochenenden und Ferien durch den Vater 
werde sie in keiner Art und Weise von der Betreuung ihrer Tochter entlastet. Sie 
könne ihr Recht auf eine angemessene Freizeit nicht beanspruchen, ohne dass ihr 
zusätzliche Kosten entstünden. Aus diesem Grund sei im Unterhaltsbedarf ein 
angemessener Zuschlag für eine angemessene Freizeit zu berücksichtigen. Dass 
die Belastung einer teilzeitlich erwerbstätigen alleinerziehenden Mutter gross ist, 
wird nicht in Abrede gestellt. Dennoch ist der Auffassung der Vorinstanz zu folgen, 
wonach der Anspruch auf eine angemessene Freizeit nicht zum Bedarf des 
Kindes gehört. Daran vermag auch der von der Klägerin vorgebrachte Verweis auf 
eine entsprechende Lehrmeinung (Wullschleger, a.a.O., N. 16 zu Art. 285) nichts 
zu ändern. Bestimmt man den Bedarf des Kindes - wie von der Klägerin verlangt - 
nach dem System der Zürcher Richtlinien, ist in den Tabellenwerten der gesamte 
von den Eltern gemeinsam durch Geld- und/oder Naturalleistungen zu deckende 
Bedarf eines Kindes für einen Monat (Vollzeit) enthalten. Übernimmt ein Elternteil 
die gesamte Betreuung und wird ihm dafür bei der Ermittlung seines dem 
Einkommen entsprechenden Unterhaltsbeitrages der entsprechende Geldwert als 
Eigenleistung angerechnet, können keine zusätzlichen Betreuungskosten mehr 

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berücksichtigt werden. Lässt der obhutsberechtigte Elternteil die ihm 
angerechnete Betreuung teilweise durch Dritte erbringen, muss dies zu seinen 
Lasten gehen. Daran kann die allfällige Nichtausübung des Besuchsrechts durch 
den Vater nichts ändern, da sich dadurch der gesamte Betreuungsaufwand nicht 
erhöht. Vielmehr wäre die Ausübung eines (grosszügig bemessenen) 
Besuchsrechts ein Grund dafür, den ansonsten durch Geldzahlung zu deckenden 
Bedarf (Ernährung und weitere Kosten) mit Rücksicht auf die in Natura erbrachten 
Leistungen zu reduzieren und/oder dem Besuchsberechtigten ein Teil des 
Betreuungsaufwandes anzurechnen. Im Übrigen darf darauf hingewiesen werden, 
dass der in den Zürcher Richtlinien berücksichtige Betrag für weitere Kosten 
(gemäss Wullschleger, a.a.O., N. 7 zu Art. 285 gedacht für Körper- und 
Kleiderpflege, Wohnungsreinigung, Energie, Arzt und Zahnarzt, Prämien für 
Krankenkasse und andere Versicherungen, Auslagen für Freizeit, Ferien, Sport 
sowie Taschengeld) mit Fr. 545.-- pro Monat für ein Kleinkind bis 6 Jahre 
durchaus grosszügig bemessen scheint, so dass daraus auch die 
Babysitterkosten - zumindest zu einem grossen Teil - gedeckt werden können. Die 
seitens der Klägerin geltend gemachten Babysitterkosten, welche im 
Berufungsverfahren gestützt auf eine entsprechende Bestätigung der 
Stellenleiterin des Kinderhütedienstes der Frauenzentrale C. (act. 11./1) sogar auf 
monatlich Fr. 400.-- beziffert wurden, haben daher unberücksichtigt zu bleiben.

c) Von der Vorinstanz als zusätzliche Bedarfsposition berücksichtigt wurde 
hingegen ein Zuschlag von monatlich Fr. 160.-- für den Ausfall der 
Besuchswochenenden. Der Beklagte könne zur Zeit ein eigentliches Besuchsrecht 
nicht ausüben. Er besuche die Tochter ein bis zwei Mal pro Monat abends. Diese 
Besuche fänden zu Hause bei der Kindsmutter statt, so dass diese dadurch keine 
Entlastung, auch nicht in finanzieller Hinsicht, erfahre. Ein entsprechender 
Zuschlag sei daher gerechtfertigt. Demgegenüber liess der Beklagte an der 
Berufungsverhandlung ausführen, es sei nicht so, dass er sein Besuchsrecht nicht 
ausüben möchte. Vielmehr habe er bereits kurz nach der Geburt einen 
regelmässigen Kontakt zu seiner Tochter aufbauen wollen. Er habe dabei den 
Vorschlag gemacht, sie jeweils bei ihrer Patentante in Amriswil zu besuchen. Die 
Kindsmutter habe ihm dies aber ausdrücklich und mehrfach verboten. Ebenso sei 
sie nicht damit einverstanden gewesen, dass er seine Tochter in der Krippe 
abhole und auch wieder dorthin zurückbringe. Zurzeit bestünden Bestrebungen, 
dass er seine Tochter alle zwei Wochen, später vielleicht auch noch häufiger, 
besuchen könne. A. verbiete ihm allerdings, die Tochter zu sich nach Hause zu 
nehmen. Der von ihr geltend gemachte Zuschlag für das Nichtausüben des 

Seite  14 — 25

Besuchsrechts sei somit nicht gerechtfertigt. Dieser Darstellung hat die Mutter der 
Klägerin im Rahmen ihrer richterlichen Befragung vehement widersprochen. Sie 
habe sich dem Kontakt zwischen Vater und Tochter nie grundsätzlich widersetzt, 
sondern dessen Vorschläge in Absprache mit Patentante und Krippenleiterin allein 
im Interesse des Kindes abgelehnt, da allseitig eine direkte Übergabe des Kindes 
befürwortet worden sei. Aus welchen Gründen die Umsetzung des Besuchsrechts 
bislang scheiterte, kann indessen im vorliegenden Zusammenhang dahingestellt 
bleiben. Entgegen der Vorinstanz ist nämlich eine Berücksichtigung von 
Mehrkosten zufolge Ausfalls der Besuchswochenenden schon aus systematischen 
Überlegungen ausgeschlossen. Wie bereits in der vorstehenden Erwägung 
ausgeführt wurde, beinhalten die Tabellenwerte der Zürcher Richtlinien den 
gesamten Bedarf eines Kindes für einen Monat, der gegebenenfalls den konkreten 
Betreuungsverhältnissen entsprechend auf beide Elternteile zu verteilen ist. Durch 
die Nichtausübung des Besuchsrechts verändert sich nicht der Bedarf als solcher, 
sondern lediglich der Anteil, den jeder Elternteil dem Kind direkt erbringt. Die 
Nichtausübung des Besuchsrechts führt mit anderen Worten nicht zu Mehrkosten, 
die zusätzlich zu den statistischen Bedarfswerten zu berücksichtigen wären, 
sondern hat lediglich zur Folge, dass der gesamte Bedarf bei einem Elternteil 
alleine anfällt und dem anderen bei der Festsetzung seines Unterhaltsbeitrages 
daher keine in natura erbrachte Leistungen (Ernährung, Freizeitgestaltung, 
Betreuung) angerechnet werden können. Folgerichtig kann in Fällen, wo dem 
Anteil des besuchsberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes bei der 
Festsetzung des Unterhaltsbeitrages Rechnung getragen wurde, die 
Nichtausübung des Besuchsrechts ein Grund für die nachträgliche Abänderung 
des Unterhaltsbeitrages sein, führt doch der Umstand, dass der betreffende 
Elternteil seinen Teil der Betreuung nicht erbringt, unweigerlich dazu, dass der 
andere Elternteil nicht bloss in zeitlicher, sondern auch in finanzieller Hinsicht 
zusätzlich belastet wird (vgl. hierzu Wullschleger, a.a.O., N. 10 zu Art. 286). Auch 
hier handelt es sich indessen nicht um die Abdeckung eines zusätzlichen Bedarfs 
des Kindes, sondern um eine blosse Neuverteilung unter den Eltern. Für eine 
Erhöhung des Kindesbedarfs wegen Nichtausübung des Besuchsrechts besteht 
unter diesen Umständen kein Raum. Der Tatsache, dass der Vater bis anhin keine 
nennenswerte Betreuungsleistungen erbracht hat und voraussichtlich auch in 
Zukunft keinen über das gewöhnliche Besuchsrecht hinausgehenden 
Betreuungsbeitrag leisten wird, ist vielmehr bei der Verteilung der Beitragspflicht 
unter den Eltern Rechnung zu tragen. 

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d) Was die Abzüge vom Bedarf des Kindes betrifft, hat sich die Vorinstanz 
strikte an die Zürcher Richtlinien gehalten und nebst den von der Mutter 
bezogenen Kinderzulagen - mit denen ein Teil des Kindesbedarfs vorab gedeckt 
wird - einen Abzug in Höhe von Fr. 100.-- für die durch den Aufenthalt in der 
Krippe eingesparten Ernährungskosten beziehungsweise einen solchen von Fr. 
290.-- für den zufolge der Fremdbetreuung entfallenden eigenen 
Betreuungsaufwand gemacht (vgl. Urteil E. 5c/cc). Diese Abzüge blieben im 
Berufungsverfahren unbestritten (vgl. Plädoyer RA Paminger S. 6). Dass die 
Fremdbetreuungskosten nicht beim Bedarf des Kindes, sondern bei demjenigen 
der Mutter berücksichtigt werden, ändert im Übrigen nichts daran, dass sich der 
von den Eltern zu deckende Bedarf des Kindes im Umfang der Fremdbetreuung (5 
Hauptmahlzeiten pro Woche) reduziert. Dass die Mutter anfänglich selber für die 
Säuglingskost besorgt sein musste, wird schliesslich dadurch kompensiert, dass 
der in den Richtlinien für Ernährung vorgesehene Betrag von Fr. 315.-- für einen 
Säugling ohnehin als übersetzt erscheint. 

e) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der von den Eltern 
gemeinsam zu deckende Bedarf von X. gemäss den Zürcher Richtlinien und unter 
Berücksichtigung der vorgenannten Abzüge auf total Fr. 1'450.-- beläuft 
(Ernährung Fr. 215.--, Bekleidung Fr. 85.--, Unterkunft Fr. 370.--, weitere Kosten 
Fr. 545.--, Betreuung Fr. 435.--, abzüglich Kinderzulagen Fr. 200.--). Klammert 
man die von der Mutter erbrachte Betreuungsleistung aus, verbleibt noch ein 
Barbedarf von Fr. 1'015.--. Auch eine Berechnung gestützt auf den 
betreibungsrechtlichen Grundbedarf würde in etwa zu einem ähnlichen Ergebnis 
führen, zumal der Grundbetrag mit Fr. 400.--, der Anteil Mietkosten mit Fr. 370.-- 
und die Krankenkassenprämien mit Fr. 80.-- zu veranschlagen sind und dem Kind 
bei den gegebenen wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern (vgl. dazu sogleich) 
zweifelsohne auch ein gewisser Freibetrag zuzugestehen ist. Insofern ist der 
Vorinstanz darin beizupflichten, dass die Heranziehung der Zürcher Richtlinien im 
vorliegenden Fall durchaus zu einem sachgerechten Ergebnis führt. 

6. Wie bereits ausgeführt wurde, hängt sowohl der Unterhaltsbedarf des 
Kindes als auch die Verteilung der Beitragspflicht unter den Eltern von deren 
Leistungsfähigkeit ab. In einem nächsten Schritt ist daher die wirtschaftliche 
Situation beider Elternteile zu untersuchen, wobei in erster Linie das massgebliche 
Einkommen zu ermitteln ist.

a) Für die Mutter, welche an der HSG studiert und seit dem Herbst 2007 im 
Rahmen zweier befristeter Lehraufträge an der Kantonsschule B. und am 

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Kaufmännischen Berufs- und Weiterbildungszentrum C. unterrichtet, ist die 
Vorinstanz gestützt auf die Lohnabrechnung für Januar bis April 2009 von einem 
monatlichen Bruttoeinkommen exkl. Kinderzulage von Fr. 5'924.30 ausgegangen. 
Dies entspricht einem Beschäftigungsgrad von rund 73% (vgl. act. 28/3 
Zusatzblatt). Gemäss den im Berufungsverfahren edierten Lohnabrechnungen 
(act. 09/4) blieb ihr Einkommen auch im Schuljahr 2009/10 praktisch unverändert, 
nämlich brutto Fr. 5'527.20 (exkl. Kinderzulage) zuzüglich des Anteils am 13. 
Monatslohn von Fr. 460.60, total somit Fr. 5'987.80. Dies ergibt ein monatliches 
Nettoeinkommen von Fr. 5'149.80, welches von A. auch grundsätzlich anerkannt 
wird. Im Rahmen ihrer richterlichen Befragung hat sie zudem bestätigt, dass sie 
ihre Unterrichtstätigkeit im Schuljahr 2010/11 praktisch im gleichen Umfang wird 
weiterführen können, wenn auch mit einer leichten Verschiebung des Pensums 
von der Kantonsschule B. an das tiefer eingestufte BWZ in C.. Hinsichtlich der 
Erwerbstätigkeit der Mutter macht die klägerische Rechtsvertreterin jedoch wie 
bereits vor der Vorinstanz geltend, dass sie das bisherige Pensum in ihrer 
Situation längerfristig nicht aufrecht erhalten könne. Es hätten sich bereits 
gesundheitliche Störungen, vor allem auf psychischer Ebene, eingestellt, welche 
eine entsprechende Behandlung und die Einnahme von Medikamenten 
(Aufbaustoffe und Antidepressiva) notwendig gemacht hätten. Zudem laufe der 
Lehrauftrag an der Kantonsschule B. nach dem Schuljahr 2010/11 voraussichtlich 
aus, wobei noch ungewiss sei, ob dessen Wegfall erneut am BWZ kompensiert 
werden könne. Wie stichhaltig diese Einwände sind, kann vorliegend offen 
gelassen werden. Zum einen ist nämlich darauf hinzuweisen, dass sich die 
berufliche Situation von A. mit dem bevorstehenden Abschuss ihres Jus-Studiums 
ohnehin massgeblich verändern wird. Gemäss ihren eigenen Aussagen an der 
Berufungsverhandlung ist einzig noch die Masterarbeit ausstehend, welche sie 
innerhalb eines Jahres einzureichen habe. Danach dürfte es ihr als Juristin 
durchaus möglich sein, mit einem geringeren Pensum ein höheres Einkommen zu 
erzielen. Zum andern ist die Frage nach ihrem anrechenbaren Einkommen nur 
insoweit relevant, als der Unterhaltsbeitrag in Übereinstimmung mit den Zürcher 
Richtlinien im Verhältnis zum (Brutto-)Einkommen beider Elternteile festgesetzt 
wird. Diese gehen entsprechend denn auch davon aus, dass demjenigen 
Elternteil, der die Obhut über das Kind ausübt, nur eine verminderte oder gar 
keine Erwerbstätigkeit zugemutet werden kann. Auch in der Literatur wird betont, 
dass eine Doppelbelastung des betreuenden Elternteils zu vermeiden ist (vgl. 
Breitschmid, a.a.O., N. 8 zu Art. 285 und Wullschleger, a.a.O., N. 59 ff. zu Art. 285 
ZGB). Diesem Anliegen trägt die Praxis des Kantonsgerichts indessen bereits 
dadurch Rechnung, dass von einer rein mathematischen Verteilung der 

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Beitragspflicht unter den Eltern abgesehen wird und dem obhutsberechtigten 
Elternteil, der ein Kleinkind in umfassender Weise betreut, regelmässig kein 
zusätzlicher finanzieller Beitrag auferlegt wird, sofern die Leistungsfähigkeit des 
anderen Elternteils eine solche Aufteilung zulässt. Mit diesem Vorgehen, welches 
sich am Grundsatz der ideellen Gleichwertigkeit von Geld- und Naturalbeitrag 
orientiert, erübrigt sich nicht nur eine exakte Bestimmung des dem Obhutsinhaber 
anrechenbaren Einkommens, sondern es kann auch auf eine betragsmässige 
Bewertung der Betreuungsleistung verzichtet werden, welche ohnehin äusserst 
umstritten ist.

b) Im Falle von Y. hat die Vorinstanz ein massgebliches Bruttoeinkommen von 
Fr. 10'500.-- aus seiner Tätigkeit als Sekundarlehrer ermittelt. Dabei hat sie den 
seit 2008 ausgerichteten Klassenlehrerzuschlag sowie eine für das erste Halbjahr 
2009 ausgewiesene Zulage für fixe Überzeit angerechnet. Jedoch hat sie offen 
gelassen, ob zusätzlich auch das Einkommen aus der Nebenbeschäftigung als 
Kursleiter an einem privaten Bildungszentrum zu berücksichtigen wäre (vgl. Urteil 
E. 6b). Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht von Graubünden 
anerkannte Y. ein monatliches Nettoeinkommen nach Abzug der Kinderzulagen in 
Höhe von Fr. 8'920.--. Dabei wies er explizit darauf hin, dass darin auch die 
Überstunden enthalten seien. Dieser Betrag entspreche auch der 
durchschnittlichen Lohnauszahlung im Jahr 2010 von Fr. 8’700.--abzüglich 
Kinderzulagen und unter Anrechnung des 13. Monatslohns. Wie aus den 
entsprechenden Lohnabrechnungen hervorgeht, ist dabei im ausbezahlten Betrag 
von Fr. 8'700.-- auch der Klassenlehrerzuschlag von Fr. 284.80 enthalten, weshalb 
auch dieser als anerkannt zu gelten hat. Bleibt somit einzig über die 
Nebenbeschäftigung von Y. als Kursleiter zu entscheiden. Gemäss herrschender 
Lehre bildet zwar die Leistung von Überstunden grundsätzlich eine zumutbare 
Mehrbelastung, jedoch kann einer unterhaltsverpflichteten Person die Ausübung 
einer Nebenbeschäftigung neben einer vollzeitlichen Arbeitstätigkeit nach 
herrschender Lehre in der Regel nicht zugemutet werden (vgl. Wullschleger, 
a.a.O., N. 29 zu Art. 285). In Anwendung dieser Praxis ist daher von einer 
Anrechnung des vom Beklagten als Kursleiter erzielten Bruttoeinkommens von 
jährlich Fr. 5'792.-- abzusehen. Somit ist im Falle von Y. von einem monatlichen 
Nettoeinkommen von Fr. 8'920.-- (exklusive Kinderzulagen) auszugehen. 

7.a) Die Vorinstanz hat sich hinsichtlich der Verteilung der Beitragspflicht unter 
den Eltern wiederum strikt an die Zürcher Richtlinien gehalten und hat den 
ungedeckten Bedarf des Kindes im Verhältnis der Bruttoeinkommen (bei der 
Mutter nach Abzug der Krippekosten) auf die Eltern aufgeteilt. Abgesehen davon, 

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dass eine solch mathematische Verteilung der Beitragspflicht aus den bereits 
dargelegten Gründen abzulehnen ist und im Übrigen eine Auseinandersetzung mit 
der Frage der längerfristigen Zumutbarkeit des aktuellen Arbeitspensums der 
Mutter bedingt hätte, wäre die Berechnung der Vorinstanz jedenfalls insoweit zu 
korrigieren, als sie bei der Leistungsfähigkeit der Mutter den Wert ihrer 
Betreuungsleistung ausser Acht gelassen hat. Wird die Betreuungsleistung beim 
Bedarf eingerechnet, muss folgerichtig - und von der klägerischen 
Rechtsvertreterin vor Vorinstanz auch noch zugestanden (vgl. vorinstanzliches 
Plädoyer RA Paminger S. 10) - deren Wert auch zur Leistungsfähigkeit des 
Obhutsinhabers hinzugezählt werden (vgl. Zürcher Richtlinien S. 15 sowie auch 
Hegnauer, a.a.O., N. 80 zu Art. 285). Dazu kommt, dass eine Verteilung nach 
Massgabe der jeweiligen Bruttoeinkommen der gefestigten Praxis des 
Kantonsgerichts widerspricht, wonach sich die Leistungsfähigkeit eines Elternteils 
aus der Gegenüberstellung von Nettoeinkommen und familienrechtlichem 
Grundbedarf ergibt (vgl. ZF 06 2 E. 3c; ZF 02 46 E. 2; ZF 00 78 E. 3a jeweils mit 
Verweis auf Hegnauer, a.a.O., N. 51 ff. zu Art. 285; ebenso Wullschleger, 
FamKomm Scheidung, Bern 2005, N. 58 zu Art. 285 und Breitschmid, a.a.O., N. 
12 zu Art. 285). Diese Praxis vermögen die Zürcher Richtlinien nicht umzustossen. 
Mag ein Vergleich der Bruttoeinkommen in Fällen, wo nur gemeinsame Kinder 
unterhaltsberechtigt sind, allenfalls noch sachgerechte Ergebnisse liefern, trifft 
dies in Konstellationen wie der vorliegenden offensichtlich nicht zu. Jedenfalls 
hätte sich die Vorinstanz nicht mit der Aufteilung im Verhältnis zum 
Bruttoeinkommen begnügen dürfen, sondern hätte mit Rücksicht darauf, dass der 
Vater im Gegensatz zur Mutter noch weitere Unterhaltspflichten hat, in einem 
nächsten Schritt prüfen müssen, ob der von ihr berechnete Unterhaltsbeitrag noch 
im Rahmen der effektiven Leistungsfähigkeit des Vaters liegt und damit auch der 
Grundsatz der Gleichbehandlung der Geschwister gewahrt bleibt. Eine solche 
Überprüfung sehen im Übrigen selbst die Zürcher Richtlinien explizit vor. 

b) Um die Leistungsfähigkeit von Y. zu ermitteln, ist zunächst sein 
familienrechtlicher Grundbedarf zu ermitteln. Dieser unterscheidet sich insofern 
vom prozessualen Notbedarf, wie er im Verfahren betreffend unentgeltlicher 
Prozessführung (ERZ 09 239) ermittelt wurde, als gemäss konstanter Praxis des 
Kantonsgerichts von einer generellen Erhöhung des Notbedarfs um 20% 
abgesehen wird. Der familienrechtliche Grundbedarf von Y. berechnet sich somit 
wie folgt:

Grundbetrag Y. / Ehefrau Fr. 1'700.--

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Grundbetrag Kinder Fr. 1'200.--

Hypothekarzinsen Fr. 1'112.-- (act. 01/03 und 05/7)

Unterhalt Liegenschaft Fr.    500.-- (1% des Liegenschaftswerts)

Heizkosten Fr.    270.-- (act. 01/1 Durchschnittswert)

Versicherungen Liegenschaft Fr.      43.-- (act. 01/4 und 01/5)

Wasser/Abwasser Fr.      20.-- (act. 01/8)

Krankenkassenbeiträge Fr.    681.-- (act. 01/13-01/17)

Selbstbehalte Fr.    110.-- (act. 08/3)

Berufsauslagen Fr.    415.-- (act. 05/4 Ziff. 10.1)

Rückzahlung Darlehen Hauskauf Fr.    200.-- (act. 05/5 und 06/5)

Steuern Fr.    709.-- (act. 05/4)

Total Fr. 6'960.--

c) Für den familienrechtlichen Grundbedarf in Höhe von Fr. 6'960.-- hat Y. 
alleine aufzukommen, da seine Ehefrau seit der Geburt der Kinder nicht mehr 
erwerbstätig ist und ihr die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit vorläufig auch 
nicht zugemutet werden kann. Wird nun dieser Betrag von Fr. 6'960.-- vom 
anerkannten monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 8'920.-- zuzüglich 
Kinderzulagen von Fr. 635.-- in Abzug gebracht, so verbleibt ein Überschuss von 
Fr. 2'595.--. Dieser Überschuss ist ausreichend, um für den gesamten 
ungedeckten Barbedarf von X. in Höhe von rund Fr. 1'000.-- aufzukommen. Für 
die Zusprechung eines über den Barbedarf hinausgehenden Unterhaltsbeitrages 
besteht dagegen vorliegend kein Raum, zumal die Leistungsfähigkeit von Y. dies 
nicht zulässt und andernfalls auch der Grundsatz der Gleichstellung der 
Geschwister tangiert würde. Nach Abzug eines Unterhaltsbeitrags von Fr. 1'000.-- 
für X. verbleibt Y. und seiner Familie gemäss der vorstehenden Rechnung ein 
monatlicher Überschuss von rund Fr. 1'600.--, was einem Betrag von ca. Fr. 320.-- 
pro Familienmitglied entspricht. Demgegenüber stehen X. bei dieser Lösung 
einschliesslich Kinderzulagen monatlich Fr. 1'200.-- zur Verfügung, womit sie rund 
Fr. 350.-- über dem betreibungsrechtlichen Grundbedarf liegt. 

d) Der Beklagte macht geltend, ihm verbleibe im Gegensatz zur Kindsmutter 
ein geringerer Überschuss. Er und seine Familie müssten während Jahren knapp 
über dem Existenzminimum leben. Zwar trifft es zu, dass A. mit dem gegenwärtig 
erzielten Einkommen von netto rund Fr. 5'150.-- und einem Bedarf von rund Fr. 
4'640.-- (Grundbetrag Fr. 1’350.--, Wohnungskosten ohne Anteil Alena Fr. 1'253.--, 
Krankenkassenbeiträge inkl. Selbstbehalte Fr. 315.--, Berufsauslagen Fr. 390.--, 
Kinderkrippe Fr. 1'210.--, Steuern Fr. 120.--) mehr freie Mittel zur Verfügung 

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stehen als dem Vater. Dies ist jedoch eine Folge ihres zurzeit überobligatorischen 
Einsatzes (Pensum von rund 73%), welcher ihr zumindest bis zum Schuleintritt 
des Kindes nicht dauerhaft zugemutet werden kann. Bei einer der 
Betreuungsaufgabe angemessenen Reduktion der Erwerbstätigkeit auf 60% 
würde dem Haushalt der Mutter dagegen ein im Verhältnis zur Personenzahl 
vergleichbarer Einkommensüberschuss verbleiben wie demjenigen des Vaters. 
Zudem ist zu berücksichtigen, dass Y. die Einkünfte aus Nebenerwerb - da diese 
wie vorstehend beschrieben aus einem überobligatorischen Einsatz hervorgehen 
und daher nicht an sein Einkommen angerechnet werden - ebenfalls zur freien 
Verfügung stehen. Für eine weitere Herabsetzung des Unterhaltsbeitrags 
gegenüber dem vorinstanzlichen Urteil besteht daher auch unter diesem Aspekt 
kein Anlass. 

e) Zu prüfen bleibt, ob der Unterhaltsbeitrag - wie von der Vorinstanz mit 
Wirkung ab dem 13. Altersjahr vorgesehen - ab einem gewissen Alter zu erhöhen 
ist. Der Rechtsvertreter von Y. führte anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung 
vom 22. Juni 2010 in diesem Zusammenhang aus, die Betreuungskosten eines 
Kindes nähmen mit zunehmendem Alter ab, weshalb sich auch keine Abstufung 
des Unterhaltsbeitrags rechtfertige. Dieser Einwand erweist sich als begründet. 
Zwar trifft es - wie die Rechtsvertreterin von X. geltend macht - zu, dass der 
Barbedarf eines Kindes mit steigendem Alter zunimmt, was sich auch am höheren 
Unterhaltsbedarf in den Zürcher Tabellen zeigt. Spätestens mit dem Schuleintritt 
des Kindes nimmt indessen die Leistungsfähigkeit der Mutter markant zu, da sich 
einerseits die von ihr getragenen Fremdbetreuungskosten reduzieren und ihr 
andererseits zufolge des abnehmenden Betreuungsaufwandes auch wieder ein 
höheres Arbeitspensum zumutbar ist. Kommt hinzu, dass im vorliegenden Fall 
ohnehin davon ausgegangen werden muss, dass A. aufgrund ihrer Ausbildung als 
Juristin inskünftig ein höheres Einkommen erzielen können wird. Ab diesem 
Zeitpunkt hat daher auch sie sich mit einem finanziellen Beitrag am Unterhalt des 
Kindes zu beteiligen, weshalb die Zunahme des Barbedarfs zu ihren Lasten gehen 
muss. Von einer Erhöhung des Unterhaltsbeitrages ab dem 6. und/oder 13. 
Altersjahr ist daher abzusehen.

e) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Berufung von X. (ZK1 09 
37) als unbegründet erweist, während die Berufung von Y. (ZK1 09 38) bezüglich 
der Höhe des zu leistenden Unterhaltsbeitrags teilweise gutzuheissen ist und Ziff. 
1.a) des vorinstanzlichen Urteils aufgehoben wird. Y. wird verpflichtet, seiner 
Tochter X. rückwirkend ab Geburt bis zur Mündigkeit monatlich im Voraus einen 
Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 1'000.-- zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder 

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vertragliche Kinderzulagen zu bezahlen. Bereits bezahlte Unterhaltsbeiträge 
können verrechnet werden.

8. Mit seiner Berufung wendet sich Y. sodann gegen die von der Vorinstanz 
angeordnete jährliche Teuerungsanpassung (vgl. Ziff. 1 lit. c des angefochtenen 
Urteils), welche gemäss Berufungsantrag nur erfolgen soll, soweit der Vater eine 
entsprechende Lohnerhöhung erfährt. Anlässlich der mündlichen 
Hauptverhandlung ging der Rechtsvertreter von Y. auf diesen Punkt jedoch nicht 
näher ein. Im vorinstanzlichen Verfahren ist die Frage der Indexierung, welche das 
Gericht gestützt auf Art. 286 ZGB anordnen kann, ebenfalls nicht weiter 
thematisiert worden. Die im Urteilsdispositiv enthaltene Indexklausel entspricht - 
abgesehen vom massgeblich erklärten Stand (Mai 2009 statt Oktober 2008) - dem 
Antrag der Klägerin und wurde von der Vorinstanz nicht begründet. In der Praxis 
ist die fragliche Klausel nach wie vor verbreitet, auch wenn in neuerer Zeit - auch 
in der Rechtsprechung des Kantonsgerichts von Graubünden - vermehrt der 
Vorbehalt aufgenommen wurde, dass eine Teuerungsanpassung unterbleibe, 
soweit der Unterhaltspflichtige den Nachweis erbringe, dass sein Einkommen nicht 
mit der Teuerung Schritt gehalten habe. Ein derartiger Vorbehalt ist gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig, soweit er hinreichend klar formuliert 
ist (BGE 127 III 289 E. 4a S. 293 f. und BGE 126 III 353 E. 1b S. 357 f.). Ob er im 
Einzelfall auch angebracht ist, hängt davon ab, ob der Sicherung der Kaufkraft des 
unterhaltsberechtigten Kindes oder der Berücksichtigung der effektiven 
Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen höheres Gewicht beigemessen wird. 
Letzteres wird namentlich dann der Fall sein müssen, wenn ansonsten die Gefahr 
eines Eingriffs ins Existenzminimum bestünde (vgl. zur Kontroverse Breitschmid, 
a.a.O., N. 5 zu Art. 286, Wullschleger, a.a.O., N. 3 zu Art. 286, Hegnauer a.a.O., 
N. 24 ff. zu Art. 286). Da vorliegend ein solcher Eingriff nicht zur Diskussion steht 
und der Vater als kantonaler Angestellter voraussichtlich auch weiterhin in den 
Genuss periodischer Teuerungsanpassungen kommen wird, kann auf eine 
Ergänzung der Indexklausel im beantragten Sinne verzichtet werden. Für den Fall, 
dass sich die Indexierung übermässig zu Lasten des Unterhaltspflichtigen 
auswirken sollte, bleibt ihm immer noch die Möglichkeit einer nachträglichen 
Abänderungsklage (vgl. Hegnauer, a.a.O., N. 33 zu Art. 286). In diesem Punkt ist 
die Berufung von Y. daher abzuweisen. 

11. Seitens von Y. ebenfalls angefochten ist die vorinstanzliche 
Kostenverteilung. Das Bezirksgericht Inn hat die Verfahrenskosten von total 
Fr. 6'879.40 (einschliesslich der Kosten des Kreisamtes Suot Tasna von 
Fr. 215.40) den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Die ausseramtlichen Kosten 

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wurden wettgeschlagen. Vor Kantonsgericht beantragt Y. die vollumfängliche 
Auferlegung der vorinstanzlichen Verfahrenskosten zu Lasten der Klägerin sowie 
deren Verpflichtung zur Bezahlung einer ausseramtlichen Entschädigung in Höhe 
von Fr. 5'000.--, allenfalls zu einem Betrag nach richterlichem Ermessen zuzüglich 
Mehrwertsteuer. 

Die Klägerin ist bereits mit den von der Vorinstanz festgesetzten 
Unterhaltsbeiträgen zu mehr als der Hälfte unterlegen. Im Vergleich zum 
vorinstanzlichen Urteil wurde der monatlich von Y. zu leistende Unterhaltsbeitrag 
im vorliegenden Berufungsverfahren nochmals um Fr. 100.-- reduziert sowie auf 
die zeitliche Abstufung der Unterhaltsbeiträge verzichtet. Auch wenn zu 
berücksichtigen ist,  dass die Regelung des Kindesunterhalts grundsätzlich im 
beidseitigen Interesse liegt, erscheint es bei diesem Ausgang des Verfahrens 
gerechtfertigt, die vorinstanzlichen Kosten im Verhältnis von ¼ zu Lasten von Y. 
und zu ¾ zu Lasten von X. zu verteilen. Im vorinstanzlichen Verfahren haben die 
Parteivertreter keine Honorarnote eingelegt. Ausgehend von dem mit der Berufung 
geltend gemachten Entschädigungsanspruch von Fr. 5'000.--, der als angemessen 
zu bezeichnen ist, ist Y. für das vorinstanzliche Verfahren eine ausseramtliche 
Entschädigung von Fr. 2'500.-- einschliesslich Mehrwertsteuer zuzusprechen.

12. Nach Art. 223 ZPO in Verbindung mit Art. 122 ZPO wird der in einem 
zivilrechtlichen Berufungsverfahren unterliegende Teil in der Regel zur 
Übernahme sämtlicher Kosten des Verfahrens verpflichtet. Hat keine Partei 
vollständig obsiegt, können die Kosten verhältnismässig verteilt werden. Die 
unterliegende Partei wird zudem in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei 
alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. 
Fällt das Urteil nicht ausschliesslich zu Gunsten einer Partei aus, können die 
aussergerichtlichen Kosten nach den gleichen Grundsätzen wie die gerichtlichen 
verteilt werden.

a) Während Y. mit seiner Berufung eine geringfügige Anpassung des 
monatlich zu entrichtenden Unterhaltsbeitrags sowie den Verzicht auf die zeitliche 
Abstufung der Unterhaltsbeiträge erzielt hat, ist die Klägerin mit ihrer Berufung 
vollumfänglich unterlegen. Auch für die Kosten des Berufungsverfahrens erscheint 
es daher angezeigt, diese zu ¼ Y. und zu ¾ X. zu überbinden. Bei einem 
mutmasslichen Aufwand von Fr. 3'000.00 pro Partei ist die Klägerin nach 
Verrechnung der gegenseitigen Ansprüche überdies zu verpflichten, Y. für das 
Verfahren vor Kantonsgericht eine reduzierte ausseramtliche Entschädigung von 
Fr. 1'500.00 einschliesslich Mehrwertsteuer zu bezahlen.

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b) Die Klägerin hatte am 26. Oktober 2009 ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege für das Berufungsverfahren gestellt. Mit Verfügung der Vorsitzenden 
der I. Zivilkammer vom 30. April 2010 (ERZ 09 238) wurde diesem Gesuch 
zulasten der Gemeinde D. entsprochen. Die von der Klägerin zu tragenden 
amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens sowie die in diesem 
Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten ihres Rechtsbeistandes werden 
deshalb unter dem Vorbehalt der Rückforderung nach Art. 45 Abs. 2 ZPO der 
Gemeinde D. in Rechnung gestellt. Über die Höhe der Entschädigung des 
Rechtsbeistandes wird im Verfahren nach Art. 47 Abs. 4 ZPO entschieden. Die 
Rechtsvertreterin der Klägerin wird unter Hinweis auf Ziffer 4 des Dispositivs der 
Verfügung vom 30. April 2010 aufgefordert, nach Abschluss des 
Berufungsverfahrens eine detaillierte und tarifgemässe Honorarnote einzureichen. 
Ansonsten wird der Aufwand nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von X. (ZK1 09 37) wird abgewiesen.

2. Die Berufung von Y. (ZK1 09 38) wird teilweise gutgeheissen und die Ziffern 
1 lit. a, 2 und 3 des Dispositivs des angefochtenenen Urteils werden 
aufgehoben. Im übrigen wird die Berufung abgewiesen.

3. Y. wird verpflichtet, seiner Tochter X. rückwirkend ab Geburt bis zur 
Mündigkeit monatlich im Voraus einen Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 
1'000.-- zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzulagen 
zu bezahlen. Bereits bezahlte Unterhaltsbeiträge können verrechnet 
werden.

4. Die Kosten des Kreisamtes Suot Tasna von Fr. 215.40 sowie die Kosten 
des Bezirksgerichts Inn von Fr. 6'664.-- gehen zu 1/4 (somit Fr. 1'719.85) 
zu Lasten von Y. und zu 3/4 (somit Fr. 5'159.55) zu Lasten von
X., die Y. für das vorinstanzliche Verfahren ausseramtlich reduziert mit Fr. 
2'500.-- einschliesslich Mehrwertsteuer zu entschädigen hat.

5.a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6’400.-- (Gerichtsgebühr 
Fr. 6'000.--, Schreibgebühr Fr. 400.--) gehen zu 1/4 (somit Fr. 1'600.--) zu 
Lasten von Y. und zu 3/4 (somit Fr. 4'800.--) zu Lasten von X., die Y. für 
das Berufungsverfahren ausseramtlich reduziert mit Fr. 1'500.-- 
einschliesslich Mehrwertsteuer zu entschädigen hat.

  b) Die X. auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens sowie die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten ihrer Rechtsvertretung 
werden gestützt auf die mit Verfügung vom 30. April 2010 gewährte 
unentgeltliche Rechtspflege der Gemeinde D. in Rechnung gestellt.

  c) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch das kostenbelastete 
Gemeinwesen im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO bleibt vorbehalten.

6. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 

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Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

7. Mitteilung an: