# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cdb39b7-ff86-5732-9ecd-1a3f06b476f8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.07.2018 UV 2016/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-52_2018-07-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/52

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.07.2018

Entscheiddatum: 24.07.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 24.07.2018
Art. 9 UVG. Art. 19 UVG. Das Carpaltunnelsyndrom sowie der Tremor des 
Beschwerdeführers gelten nicht als Berufskrankheiten. Die Adäquanz der 
geltend gemachten psychischen Beschwerden ist zu verneinen. Unter 
Berücksichtigung der bereits von der Beschwerdegegnerin anerkannten 
Berufskrankheiten sind die Höhe und der Beginn der zugesprochenen 
Invalidenrente sowie der Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juli 
2018,UV 2016/52). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2018.

Entscheid vom 24. Juli 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Katja Meili         

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/52            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der B.___ AG als Anlage- und Apparatebauer tätig und dadurch bei 

der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

und Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Dr. med. C.___, Facharzt für 

Neurologie, diagnostizierte mit Bericht vom 6. Februar 2009 ein deutliches beidseitiges 

Karpaltunnelsyndrom (CTS), rechts ausgeprägter als links, sowie eine Epicondylitis 

humeri lateralis (“Tennisellbogen“) rechts und eine arterielle Hypertonie. Der Versicherte 

beklage seit etwa Juni 2008 belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des rechten 

lateralen Ellbogengelenks. Durch seine Arbeitstätigkeit, bei der er häufig einhändig 

schleifen müsse, komme es immer wieder zur Ausbildung des Reizzustandes. 

Bezüglich des klinisch nur wenig ausgeprägten CTS könnte es sich 

differentialdiagnostisch noch um ein Vibrationstrauma handeln (Suva-act. I/4). Im März 

2009 unterzog sich der Versicherte im Spital D.___ einer Karpaltunnelspaltung rechts, 

einer Denervation nach Wilhelmsen und einer Lipomexzision am Unterarm rechts 

(Suva-act. I/6). Die Arbeitgeberin meldete der Suva am 3. Dezember 2009, die üblichen 

Arbeitsabläufe beim Schleifen und Schweissen verstärkten die Beschwerden des 

sogenannten Tennisellbogens massgeblich (Suva-act. I/1). Dr. med. E.___, Facharzt für 

Chirurgie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, beurteilte am 1. Februar 

2011, es sei wahrscheinlich, dass die Verursachung der Epicondylitis radialis humeri zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

mehr als 75% durch die Berufstätigkeit erfolgt sei (Suva-act. I/24). Die Suva übernahm 

mit Schreiben vom 24. Mai 2011 die Versicherungsleistungen für die Folgen des 

Berufsunfalls (richtig: Berufskrankheit) (Suva-act. I/26).

A.b  Dr. med. F.___ und Dr. med. G.___, Neurologisches Zentrum H.___, hatten am 15. 

bzw. 16. April 2011 einen unklaren Tremor des rechten Arms mit Verdacht auf einen 

chronischen Vibrationsschaden der Handnerven beidseits sowie einen Halte- und 

Aktionstremor beidseits diagnostiziert. Hinsichtlich des Tremors sei eine dystone 

Komponente im Sinne einer segmentalen Dystonie denkbar. Daneben bestünde auch 

die Möglichkeit eines aufgabenspezifischen verstärkten Tremors (Suva-act. II/19-2 ff.). 

Dr. med. I.___, FMH für Allgemeinmedizin, attestierte dem Versicherten vom 26. Mai bis 

22. Juli 2011 sowie ab 8. November 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 

I/34-41, I/34-74). Dr. med. J.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, befand am 

22. November 2011, es persistierten Ellbogenschmerzen rechts, die durch die 

Ellbogenarthrose erklärt seien (Suva-act. I/34-48).

A.c  Dr. J.___ diagnostizierte mit Bericht vom 11. Januar 2012 eine Arthrose des 

rechten Ellbogens mit Epicondylitis radialis humeri rechts, eine Chondropathie des 

rechten Kniegelenks und einen Verdacht auf Meniskusläsion sowie einen Tremor 

(Suva-act. I/34-55). Dr. I.___ listete am 2. Mai 2012 als Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit zusätzlich einen Diabetes mellitus Typ II, ein CTS beidseits, eine 

koronare und hypertensive Herzkrankheit sowie eine Depression auf. Er beurteilte, die 

bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar und mit einer Wiederaufnahme der 

beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden (Suva-act. II/25-85 f.).

A.d  Dr. med. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hatte am 16. 

Februar 2012 unter anderem über eine Anpassungsstörung mit Angst und Depression 

(ICD-10: F43.22) bei Arthrose des rechten Ellbogens mit Epicondylitis radialis humeri 

rechts berichtet. Die multiplen somatischen Beschwerden hätten zu einer depressiven 

Entwicklung geführt. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit; eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit wegen psychiatrischer Beschwerden liege jedoch nicht vor (Suva-

act. I/34-43 ff.). Aufgrund eines Rezidivs der lateralen Epicondylitis humeri rechts und 

Ellbogenarthrose führte Dr. J.___ am 5. Juni 2012 eine Narbenexzision, eine Operation 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

nach Wilhelm-Hohmann-Nirschl und eine Arthrotomie mit Gelenksdebridement durch 

(Suva-act. I/45-181 f.).

A.e  Die Arbeitgeberin des Versicherten kündigte das Arbeitsverhältnis per 31. 

Dezember 2012 (Suva-act. I/45-104).

A.f  Im Auftrag der AXA Winterthur, Krankentaggeldversicherer des Versicherten, wurde 

dieser im Februar und März 2013 durch Dr. med. L.___, Orthopädie M.___, St. Gallen, 

unter Beizug von Dr. med. N.___, Fachärztin für Neurologie, abgeklärt. In ihrem 

Gutachten vom 25. April 2013 diagnostizierten diese eine Ellbogengelenksarthrose 

rechts mit Chondropathie humeroradial Grad IV, ansonsten Grad II bis III, eine narbige 

Verdickung im Ursprungsbereich der Extensor communis-Sehne, mässiggradige 

degenerative Schultergelenksveränderungen Grad II, eine mässiggradige 

Ansatzdegeneration der Subscapularissehne und einen wechselnden Tremor des Arms 

rechts, höchstwahrscheinlich nicht organischer Ursache. Sie befanden, die 

Knorpelschädigung im Ellbogengelenk rechts stelle ebenfalls eine Berufskrankheit dar 

(Suva-act. I/43, vgl. Bericht von Dr. N.___ vom 27. Februar 2013; Suva-act. II/22).

A.g  Dr. E.___ beurteilte am 10. August 2013, die Epicondylitis radialis humeri als 

anerkannte Berufskrankheit bestehe nicht mehr. Die aktuell laufende Behandlung 

könne daher nicht als Rückfall gewertet werden (Suva-act. I/54). Am 2. September 

2013 führte Dr. E.___ aus, es sei überwiegend wahrscheinlich, dass eine stark 

überwiegende Verursachung der Ellenbogengelenksarthrose durch die über viele Jahre 

andauernde ergonomisch ungünstige Belastung des rechten Armes am Arbeitsplatz 

erfolgt sei (Suva-act. I/56).

A.h  Am 10. Januar 2014 berichtete Dr. K.___ über eine sich auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirkende Insomnie (ICD-10: F51.0) bei Schmerzsyndrom im Rahmen der Arthrose 

des rechten Ellbogens und der Chondropathie des rechten Kniegelenks. Beim 

Versicherten liege keine psychiatrische, von der somatischen Erkrankung unabhängige 

Störung vor, welche eine Invalidität begründen könne (Suva-act. II/40-12 f.). Der 

Versicherte wurde am 15. Januar 2014 durch Kreisärztin med. pract. O.___, Fachärztin 

für Chirurgie FMH, untersucht. Tags darauf listete diese als (berufsbedingte) Diagnosen 

eine Ellbogengelenkarthrose rechts und einen Status nach Epicondylitis humeri radialis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

rechts auf. Die rechte obere Extremität sei nahezu funktionslos. Als “unfallfremd“ 

erachtete sie unter anderem mässiggradige degenerative 

Schultergelenkveränderungen Grad II rechts, eine mässiggradige Ansatzdegeneration 

der Subscapularissehne rechts, einen wechselnden Tremor Arm rechts, eine 

Anpassungsstörung mit Angst und Depression sowie eine Gonarthrose rechts (Suva-

act. II/34). Nach Einholung weiterer medizinischer Akten befand med. pract. O.___ am 

6. Februar 2014, die Funktionseinschränkung, die massive Schonhaltung des rechten 

Armes und auch der Tremor seien nicht vollumfänglich durch die Ellbogenarthrose 

erklärt. In einer angepassten Tätigkeit bestehe seit November 2012 eine volle 

Arbeitsfähigkeit (Suva-act. II/42). Am 13. März 2014 berichtete Dr. P.___ über einen 

weiterhin bestehenden Verdacht auf einen chronischen Vibrationsschaden (Arbeit mit 

Schleifgeräten) im Bereich der oberen Extremität beidseits interferierend mit einem 

peripheren Nervus medianus-Kompressionssyndrom beidseits, einem Halte- und 

Aktionstremor beidseits, rechtsbetont, und einem Diabetes mellitus Typ 2 (Suva-act. II/

52).

A.i   Im Auftrag der Suva (vgl. Suva-act. II/70) wurde der Versicherte im Oktober und 

November 2014 durch Ärzte der MEDAS Zentralschweiz polydisziplinär 

(rheumatologisch, psychiatrisch, neurologisch, orthopädisch) abgeklärt. In ihrem 

Gutachten vom 7. Januar 2015 befanden diese, als Berufskrankheit liege eine 

beidseitige Ellbogengelenksarthrose vor. In einer adaptierten Tätigkeit sei der 

Versicherte zu 100% arbeitsfähig. Aufgrund der Ellenbogenarthrose beidseits bestehe 

eine Integritätseinbusse von 20% (Suva-act. II/79 ff.).

A.j   Die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hatten am 1. 

Dezember 2014 unter anderem ein chronifiziertes nozizeptives Schmerzsyndrom 

Stadium II nach Gebershagen mit Verdacht auf chronischen Vibrationsschaden der 

oberen Extremität beidseits diagnostiziert. Die Genese der Beschwerden scheine 

primär mechanischer Fehl-/Überbeanspruchung und den daraus resultierenden 

degenerativen Veränderungen geschuldet. Zudem stellten sie 

magnetresonanztomographisch multiple Signalstörungen der weissen Substanz 

beidseits unklarer Genese fest (Suva-act. II/86-19 ff.). Dr. P.___ hatte am 12. Dezember 

2014 über einen Verdacht auf chronischen Vibrationsschaden der oberen Extremität 

beidseits bei entsprechender beruflicher Vorbelastung berichtet (Suva-act. II/86-14 ff.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.k  Auf Nachfrage der Suva präzisierte Dr. med. Q.___, MEDAS-Gutachter, am 24. 

März 2015, es sprächen mehr Gründe für eine mehrheitlich nicht berufsbedingte 

Genese des CTS als dagegen (Suva-act. II/89). Med. pract. O.___ führte am 5. Mai 

2015 aus, gemäss Gutachten stelle das CTS keine Berufskrankheit dar. Es könne von 

einem Endzustand Ende 2012/Anfang 2013 ausgegangen werden (Suva-act. II/90).

A.l   Mit Verfügung vom 25. August 2015 sprach die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. Februar 2013 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 28% 

und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 20% zu 

(Suva-act. I/72).

B.   

B.a  Dagegen erhob der Versicherte am 9. September 2015 Einsprache (Suva-act. I/74) 

und begründete diese am 28. Oktober 2015 (Suva-act. II/121).

B.b  Die Suva wies die Einsprache mit Entscheid vom 21. Juni 2016 ab (Suva-act. I/80).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 21. Juni 2016 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 30. Juli 2016. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

beantragte darin dessen Aufhebung und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen, 

das heisst eine “ganze“ Invalidenrente ab spätestens dem 1. Januar 2013 und eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis von mindestens 80%. Eventualiter sei der 

angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und es seien weitere Abklärungen zu 

veranlassen. Er brachte vor, das CTS und der Tremor stellten Berufskrankheiten dar, 

weshalb die Beschwerdegegnerin für die Folgen derselben leistungspflichtig sei. 

Aufgrund der psychischen Beschwerden, des CTS und des Tremors seien eine höhere 

Integritätsentschädigung und Invalidenrente als zugesprochen geschuldet (act. G1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. September 2016 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie führte aus, 

das CTS sei gemäss MEDAS-Gutachten überwiegend wahrscheinlich keine 

Berufskrankheit. Ein Tremor im Sinne einer Berufskrankheit könne bereits mangels 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

überwiegend wahrscheinlicher Organizität desselben ausgeschlossen werden. Die 

Ellbogenarthrose als leistungsbegründende Berufskrankheit sei keinesfalls geeignet, 

die geltend gemachten psychischen Störungen zu verursachen. Die Adäquanz 

derselben sei damit zu verneinen (act. G3).

C.c In seiner Replik vom 27. Oktober 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest. Er machte geltend, verschiedene medizinische Fachpersonen teilten die 

Einschätzung der MEDAS-Gutachter, wonach der Diabetes Ursache für das CTS sei, 

nicht. Der Tremor sei neurologisch erklärbar und das neurologische MEDAS-Gutachten 

nicht überzeugend. Der Arbeitsfähigkeitsgrad sei unter Berücksichtigung aller 

berufsbedingten Beschwerden neu zu beurteilen (act. G10). Er reichte einen Bericht 

von Dr. med. R.___, Arzt an der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Osteologie und 

Stoffwechselerkrankungen am Departement für Innere Medizin des KSSG vom 3. 

Oktober 2016 ein, welcher den Diabetes nicht als Ursache des Karpaltunnelsyndroms 

erachtet hatte (act. G10.1).

C.d Mit Eingabe vom 28. November 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Antrag fest (act. G12).

C.e Am 5. Dezember 2017 reichte der Beschwerdeführer diverse im Jahr 2017 erstellte 

medizinische Berichte ein (act. G17). Die Beschwerdegegnerin nahm am 19. Dezember 

2017 Stellung dazu (act. G19).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen 

Beeinträchtigungen zur Debatte, die bereits 2008/2009 erstmals aufgetreten sind, 

weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung finden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.   

Streitig ist vorliegend, ob das nach Lage der Akten bestehende CTS, der Tremor und 

die psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers eine Berufskrankheit darstellen 

bzw. in adäquatem Kausalzusammenhang mit einer solchen stehen und somit eine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auslösen. Unbestritten leistungspflichtig ist 

die Beschwerdegegnerin für die anerkannten Berufskrankheiten Epicondylitis radialis 

humeri rechts und die Ellbogengelenksarthrose.

2.1  Nach Art. 9 Abs. 1 UVG gelten Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit 

ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten 

verursacht worden sind, als Berufskrankheiten. Rechtsprechungsgemäss liegt eine 

"vorwiegende" Verursachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder 

bestimmte Arbeiten dann vor, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten 

Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50% ausmachen (BGE 119 

V 200 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts vom 7. September 2011, 8C_465/2011, E. 7.1). 

Ausschliessliche Verursachung hingegen meint praktisch 100% des ursächlichen 

Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimmten Arbeiten an der Berufskrankheit 

(BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis). Der Bundesrat erstellt laut Art. 9 Abs. 1 Satz 2 UVG 

die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt 

auf diese Delegationsnorm und Art. 14 UVV hat er in Ziff. 1 des Anhangs 1 zur UVV 

abschliessend die schädigenden Stoffe (Listenstoffe) aufgeführt und in Ziff. 2 des 

Anhangs 1 zur UVV ebenfalls abschliessend die Krankheiten (Listenkrankheiten), die 

mit bestimmten Arbeiten korrespondieren, aufgezählt. Als Berufskrankheiten gelten 

auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder 

stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 

UVG). Dies ist praxisgemäss der Fall, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % 

durch die berufliche Tätigkeit verursacht wurde (BGE 119 V 201 E. 2b). Bei unklarem 

Beschwerdebild lässt sich die Frage des Nachweises einer stark überwiegend 

berufsbedingten Verursachung in aller Regel nicht positiv beantworten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. April 2002, U 2/00, E. 2b/bb).

2.2  Die Rechtsprechung zur Adäquanz von psychischen Fehlentwicklungen nach 

Unfällen ist bei psychischen Störungen, welche im Zusammenhang mit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Berufskrankheiten auftreten, nicht analog anwendbar. Die Adäquanz ist in solchen 

Fällen vielmehr danach zu beurteilen, ob die Berufskrankheit oder Geschehnisse in 

deren Zusammenhang nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung geeignet waren, psychische Störungen der aufgetretenen 

Art zu verursachen (RKUV 2000 U 367 S. 94, ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ 

PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 98).

2.3  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a, BGE 121 V 210 E. 6c). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin die Parteien in der 

Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte; bei einer leistungsaufhebenden Tatfrage liegt die Beweislast 

somit beim Unfallversicherer, bei einer leistungsbegründenden Tatfrage bei der 

versicherten Person. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). Im 

Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit. Die Versicherungsträger haben dabei alle Beweismittel, 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Anspruchs gestatten. Dass allenfalls bestimmte Beweismittel nicht (mehr) 

erhoben werden können, ändert an der Massgeblichkeit des Regelbeweisgrads nichts 

(UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Bern/St.Gallen/Zürich 2015, Art. 43 Rz 46 

ff.).

3.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung gilt ein CTS als Drucklähmung der Nerven 

im Sinne des Anhangs 1 zur UVV (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 4. Mai 2001, U 60/00, E. 1.b mit weiteren Hinweisen). Fraglich ist 

damit, ob es sich beim vorliegenden CTS um eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 

UVG handelt.

3.1  Dass der Beschwerdeführer über viele Jahre einer Tätigkeit mit stereotyp-

repetitiver ergonomisch ungünstiger Belastung der Vorderarme und Vibrationen 

ausgesetzt war und das Risiko zur Entwicklung eines CTS dadurch erhöht wurde, ist 

unbestritten (vgl. Suva-act. II/79-31, act. G1). Dies belegt auch der vom 

Beschwerdeführer erwähnte Bericht des ärztlichen Sachverständigenbeirats 

“Berufskrankheiten“ beim deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 

Wissenschaftliche Begründung für die Berufskrankheit, “Druckschädigung des Nervus 

medianus im Carpaltunnel durch repetitive manuelle Tätigkeiten mit Beugung und 

Streckung der Handgelenke, durch erhöhten Kraftaufwand der Hände oder durch 

Hand-Arm-Schwingungen“ (vgl. act. G1, Bericht abrufbar unter https://www.baua.de/

DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/ Berufskrankheiten/

Merkblaetter.html, zuletzt eingesehen am 16. Juli 2018).

3.2  Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Verneinung des CTS als 

Berufskrankheit primär auf das MEDAS-Gutachten vom 7. Januar 2015 (Suva-act. II/79 

ff.) und die Stellungnahme des Gutachters Dr. Q.___ vom 24. März 2015 (Suva-act. II/

89). Die Gutachter verwiesen auf eine Studie, welche von der beruflichen Tätigkeit 

unabhängige, signifikante, mit einem CTS assoziierte Faktoren ermittelt habe. Dazu 

gehörten unter anderem ein höheres Lebensalter und Diabetes mellitus, letzterer sei 

dabei der gewichtigste Risikofaktor. Sie schlossen, der Beschwerdeführer habe als 

Diabetiker ein im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich erhöhtes Risiko, ein CTS zu 

entwickeln. Ebenso sei eine gewisse altersbedingte Komponente - der 

Beschwerdeführer war zum Zeitpunkt der Begutachtung rund 62 Jahre alt - 

anzunehmen (Suva-act. II/79-29 f., vgl. auch neurologisches Teilgutachten; Suva-act. 

II/83-9 f.). Der Beschwerdeführer gab gegenüber den MEDAS-Gutachtern an, der 

Diabetes sei bei seiner ersten Ellbogenoperation 2009 auf¬gefallen (Suva-act. II/79-16; 

Operation vom 19. März 2009, Suva-act. I/6). Auch den weiteren Akten ist mehrfach 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

eine Erstdiagnose im März 2009 zu entnehmen (vgl. Suva-act. II/25-97 ff., II/52, II/86-3 

ff., act. G10.1), wohingegen der Beschwerdeführer in der Replik vom 27. Oktober 2016 

eine Erstdiagnose im Juli 2009 geltend macht (act. G10). Selbst wenn man auf seine 

Darstellung abstellen wollte, bedeutet dies jedoch nicht, dass der Diabetes nicht schon 

zuvor – unerkannt – bestanden und die Entwicklung des ebenfalls 2009 erstmals 

diagnostizierten CTS (anamnestisch seit Juni 2008 bestehend) begünstigt hat. Die 

behandelnden Ärzte des KSSG erachteten den Diabetes in ihrem Bericht vom3. 

Oktober 2016 “angesichts der stets gut eingestellten diabetischen Stoffwechsellage“ 

sowie der fehlenden Hinweise auf periphere Polyneuropathie nicht als Ursache des 

CTS (act. G10.1). Im selben Bericht wird jedoch erwähnt, dass die diabetische 

Stoffwechsellage initial, also bei Behandlungsbeginn im Juli 2009 entgleist gewesen sei 

(act. G10.1). Somit ist ihre Einschätzung, der Diabetes werde nicht als Ursache des 

CTS erachtet, nicht plausibel begründet. Es ist durchaus denkbar, dass der (noch 

unerkannte) Diabetes die Entstehung des CTS begünstigte. Wie der Beschwerdeführer 

richtigerweise vorbringt (act. G1), ist die Prävalenz eines CTS bei Frauen höher als bei 

Männern (vgl. Bericht des ärztlichen Sachverständigenbeirats, a.a.O., S. 5; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 919). Dies ändert 

jedoch nichts an den überzeugenden Aus-führungen der MEDAS-Gutachter, wonach 

Personen in fortgeschrittenem Alter, welche zudem an Diabetes erkrankt sind, ein 

höheres Risiko für die Entwicklung eines CTS haben als die Durchschnittsbevölkerung.

3.3  Gegen eine berufliche Genese spricht beim Beschwerdeführer auch, dass er 

bereits seit 1980 (vgl. Suva-act. II/25-18 ff., II/25-24) bei der gleichen Arbeitgeberin 

beschäftigt war und gemäss den Angaben in der Beschwerde sich seine Tätigkeit 

seither nicht gross geändert hat (vgl. act. G1, S. 12; in den Akten ist lediglich ein 

Wechsel des Arbeitsgeräts erwähnt; vgl. Suva-act. II/83-6, I/43-5), das CTS aber 

aktenkundig erst 2009 diagnostiziert wurde. Gemäss dem Bericht des ärztlichen 

Sachverständigenbeirats (a.a.O., S. 7) liegen zum zeitlichen Verlauf bis zum Auftreten 

eines CTS in der Literatur unterschiedliche Angaben vor, ganz überwiegend reichen 

aber zum Teil kurze Expositionszeiten aus. Ein Kausalzusammenhang ist dann 

plausibel, wenn der Erkrankungsbeginn in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit 

der Exposition steht. Wie die neurologische MEDAS-Teilgutachterin Dr. med. S.___ 

ausserdem überzeugend ausführt, sprechen die weiteren klinischen Befunde, welche 

auf eine Polyneuropathie hinweisen, gegen ein berufsbedingtes CTS (Suva-act. II/

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

83-10). Im Hauptgutachten findet sich ebenfalls der Vermerk, es lägen Hinweise auf 

eine sensible Polyneuropathie vor, welche auch einen Teil der geklagten 

Armschmerzen erklären könnte (Suva-act. II/79-28). Bei einer berufsbedingten Genese 

erschiene es nicht plausibel, dass die mit dem CTS assoziierten Beschwerden trotz seit 

November 2011 durchgehender Arbeitsunfähigkeit, also fehlender beruflicher 

Belastung, persistierten, sich die Beschwerden links verstärkten und eine Operation 

notwendig wurde bzw. es zu einem Rezidiv des CTS rechts kam (vgl. act. G17.4 ff.).

3.4  Vor diesem Hintergrund ist die Einschätzung der MEDAS-Gutachter, wonach 

“mehr Gründe“ für eine mehrheitlich nicht berufsbedingte Genese des CTS sprechen 

(Suva-act. II/79-31, II/89), überzeugend. Dass die Gutachter bei ihrer Einschätzung 

ursprünglich fälschlicherweise von einem Grenzwert von 75% (Art. 9 Abs. 2 UVG) statt 

50% (Art. 9 Abs. 1 UVG) ausgingen, ist dabei unerheblich, zumal “mehr Gründe“ für die 

Verneinung einer Wahrscheinlichkeit von über 50% ausreichen. Das CTS beidseits 

kann damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als ausschliesslich oder 

vorwiegend durch die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers verursacht 

betrachtet werden. Eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG ist damit zu 

verneinen.

4.   

Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, der Tremor der rechten oberen Extremität 

sei als Berufskrankheit anzuerkennen (act. G1).

4.1  Der Tremor des Beschwerdeführers lässt sich nicht unter die Erkrankungen durch 

Vibrationen gemäss Anhang 1 UVV subsumieren, zumal davon nur radiologisch 

nachweisbare Einwirkungen auf Knochen und Gelenke oder Einwirkungen auf den 

peripheren Kreislauf erfasst sind, welche beim Beschwerdeführer nicht vorliegen. Es 

sind damit die Voraussetzungen von Art. 9 Abs. 2 UVG zu prüfen, mithin zu beurteilen, 

ob der Tremor ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit 

verursacht worden ist.

4.2  Die MEDAS-Gutachter beurteilten, es liege ein inkonstanter, vermutlich nicht 

organisch bedingter, am ehesten funktioneller Tremor vor (Suva-act. II/79-28). Weder 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der orthopädische Teilgutachter noch die neurologische Teilgutachterin Dr. S.___ 

hielten den Tremor aus Sicht ihres Fachgebietes für erklärbar (Suva-act. II/81-5, II/

83-10). Dr. S.___ hatte einen Verdacht auf eine funktionelle Bewegungsstörung im 

rechten Arm mit Verdacht auf Tremor (im rechten Arm, mit Ausbreitungstendenz) 

gestellt (Suva-act. II/83-6). Sie befand weiter, der Tremor könne momentan keinem 

bestimmten Tremorsyndrom zugeordnet werden; insbesondere seien kein 

extrapyramidales Syndrom, kein cerebelläres Syndrom und kein essentieller Tremor 

vorhanden. Differentialdiagnostisch komme ein medikamentös induzierter Tremor in 

Frage. Auch ein funktioneller Tremor im Sinne einer psychogenen Störung sei in 

Betracht zu ziehen; dafür hinweisend seien der plötzliche Beginn und das rasche 

Sistieren der Bewegungsstörung sowie auch die variable Manifestation des Tremors 

(Suva-act. II/83-8). Der wechselnde Befund bei der Untersuchung weise auf eine nicht-

organische Ursache hin. Ein berufsbedingter Tremor liege nicht vor (Suva-act. II/83-10). 

Dies stimmt mit den weiteren ärztlichen Beurteilungen, wonach der Tremor nicht 

organisch bedingt ist, überein. Dr. P.___ und Dr. F.___ hatten am 15. bzw. 16. April 

2011 einen unklaren Tremor des rechten Arms mit Verdacht auf chronischen 

Vibrationsschaden der Handnerven beidseits sowie einen Halte- und Aktionstremor 

beidseits diagnostiziert. Hinsichtlich des Tremors sei eine dystone Komponente im 

Sinne einer segmentalen Dystonie denkbar. Prädisponierend hierfür seien periphere 

Nervenschädigungen, wie sie beim Beschwerdeführer vorlägen. Daneben bestünde 

auch die Möglichkeit eines aufgabenspezifischen verstärkten Tremors (Suva-act. II/

19-2 ff.). Aus dem blossen Verdacht auf einen Vibrationsschaden und der erwähnten 

Möglichkeit einer aufgabenspezifischen Verstärkung lässt sich jedoch nicht ableiten, 

der Tremor sei berufsbedingt. Der Verdacht wurde in der Folge nicht bestätigt, sondern 

blieb weiterhin lediglich als Verdachtsdiagnose bestehen (vgl. Suva-act. II/52, II/86-14 

ff., II/86-19 ff., II/86-22 ff.). Dr. P.___ hielt am 18. April 2017 fest, die funktionelle 

Dystonie sei neurologisch nicht erklärbar (act. G17.4). Entgegen den Vorbringen des 

Beschwerdeführers (act. G1) entkräftet die Einschätzung von Dr. P.___ das 

neurologische Teilgutachten folglich nicht. Dr. S.___ hatte zudem Kenntnis der 

Vorakten, insbesondere der Berichte von Dr. P.___, und setzte sich mit diesen 

auseinander (Suva-act. II/83-1 f., 83-6 f.). Auch Dr. N.___ sprach von einem unklaren 

Tremor, den sie aus neurologischer Sicht nicht sicher einordnen könne. Sie vermute 

differentialdiagnostisch eher einen nicht neurologisch-organisch bedingten Tremor 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

aufgrund des während der Untersuchung etwas wechselnden Erscheinungsbildes 

(Suva-act. I/43-8 f.). Dr. L.___ hielt – wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt (act. 

G10) – zur Beurteilung offenbar ein MRI des Ellbogens und der Schulter rechts für 

notwendig (Suva-act. II/43, I/51 f.). Unter Berücksichtigung dieser Bildgebung 

befanden Dr. L.___ und Dr. N.___ sodann, der Tremor sei höchstwahrscheinlich nicht 

organischer Ursache (Suva-act. I/43-13). Schliesslich erachtete auch med. pract. O.___ 

den Tremor für höchstwahrscheinlich nicht organisch verursacht und hielt diesen für 

“unfallfremd“ (Suva-act. II/34, II/42). Dr. K.___ erwähnte einen Tremor unklarer Genese 

– am ehesten Schädigung der Handnerven beidseits, entstanden durch Vibrationen der 

Schleifgeräte am Arbeitsplatz (Suva-act. I/34-44). Dabei ist jedoch zu beachten, dass 

sie als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie nicht in der Lage ist, die Genese 

des Tremors aus somatischer Sicht zu beurteilen, und sich ihre Einschätzung wohl aus 

einer Interpretation der vorliegenden Akten und den Angaben des Beschwerdeführers 

ergab. Eine plausible Begründung für ihre Aussage liefert sie jedenfalls nicht. Mit der 

Beschwerdegegnerin (vgl. Suva-act. I/80) ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass der 

Tremor gemäss Dr. S.___ eine Ausbreitungstendenz auf den ganzen Körper hat (Suva-

act. II/83-9), was einen Zusammenhang mit der manuellen Arbeit an einer vibrierenden 

Schleifmaschine zusätzlich in Frage stellt.

4.3  Zusammengefasst ist der Tremor organisch nicht erklärbar, sodass der Beweis, 

dass es sich dabei um eine organische Berufskrankheit handelt, misslingt. Zudem wäre 

er selbst bei Vorliegen eines organischen Grundes nicht stark überwiegend durch die 

berufliche Tätigkeit verursacht. Soweit eine psychische Ursache in Frage kommt, wird 

nachfolgend darauf eingegangen.

5.   

Weiter zu prüfen ist die Adäquanz der psychischen Beschwerden zur Berufskrankheit. 

Nach dem Gesagten sind dabei ausschliesslich die Ellbogengelenksarthrose beidseits 

und die Epicondylitus humeri radialis rechts zu berücksichtigen. Wie die 

Beschwerdegegnerin jedoch zu Recht geltend macht, ist letztere unterdessen abgeheilt 

und die Ellbogenarthrose links klinisch asymptomatisch (vgl. act. G3, Suva-act. I/54, II/

79-31). Folglich ist hauptsächlich ein Zusammenhang zur Ellbogengelenksarthrose 

rechts zu prüfen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.1  Der psychiatrische MEDAS-Teilgutachter Dr. med. T.___, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, stellte keine berufskrankheitsbedingten psychiatrischen Befunde 

(Suva-act. II/85-9). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er 

eine subsyndromale Depression (ICD-10: F34.8), psychologische Faktoren oder 

Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (ICD-10: F54) und einen 

Verdacht auf eine dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10: F44.4) (Suva-act. II/85-4). 

Zu der von Dr. K.___ am 16. Februar 2012 gestellten Diagnose einer 

Anpassungsstörung mit Angst und Depression (ICD-10: F43.22) (vgl. Suva-act. I/34-43) 

führte Dr. T.___ überzeugend aus, eine solche sei definitionsgemäss zeitlich begrenzt 

und dürfe gemäss ICD-10 höchstens sechs Monate anhalten. Diese Diagnose sei daher 

inzwischen nicht mehr zulässig (Suva-act. II/85-4 f.). Die von Dr. H.___ am 2. Mai 2012 

bei den Diagnosen aufgelistete Depression (vgl. Suva-act. II/25-85 f.) war gemäss Dr. 

T.___ zum Zeitpunkt seiner Begutachtung subsyndromal (Suva-act. II/85-5). Bezüglich 

der von Dr. K.___ am 10. Januar 2014 diagnostizierten Insomnie (vgl. Suva-act. II/40-12 

f.) bemerkte Dr. T.___ plausibel, die Schlafstörungen seien weitgehend eine Folge der 

Schmerzen. Sie stünden auch nicht im Vordergrund der Beschwerden, so dass diese 

Diagnose nicht zulässig sei (Suva-act. II/85-7). 

5.2  Dr. K.___ führte am 16. Februar 2012 aus, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

wegen psychiatrischer Beschwerden liege nicht vor. Die Schmerzen bei 

Ellbogenschädigung und bei Chondropathie des rechten Kniegelenks, welche deutlich 

das Gehen erschwere, sowie die multiplen somatischen Beschwerden hätten zu einer 

depressiven Entwicklung geführt. Der Beschwerdeführer beklage 

Konzentrationsschwierigkeiten, massive Schlafstörungen in Folge der 

Schmerzsymptomatik, Nervosität, rasche Ermüdbarkeit, Erschöpfung, innere Unruhe, 

Vergesslichkeit und depressive Stimmung (Suva-act. I/34-43 ff.). Am 10. Januar 2014 

diagnostizierte Dr. K.___ wie erwähnt die Insomnie (ICD-10: F51.0) bei 

Schmerzsyndrom im Rahmen der Arthrose des rechten Ellbogens mit Epicondylitis 

radialis humeri rechts und Chondropathie des rechten Kniegelenks. Es liege keine 

psychiatrische, von der somatischen Erkrankung unabhängige Störung vor, welche 

eine Invalidität begründen könne. Die Kriterien für eine Depression seien nicht erfüllt 

(Suva-act. II/40-12 f.). Sie ging damit nicht von einer eigenständigen psychiatrischen 

Erkrankung aus.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3  Mit der Beschwerdegegnerin (act. G3) ist davon auszugehen, dass die 

Ellbogenarthrose rechts nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung nicht geeignet ist, die psychischen Störungen des 

Beschwerdeführers, insbesondere die subsyndromale Depression, zu verursachen. Es 

ist zwar denkbar, dass im Sinne der Beurteilungen von Dr. K.___ die psychischen 

Beschwerden durch die zahlreichen somatischen Einschränkungen mitverursacht 

wurden. Dies lässt jedoch nicht darauf schliessen, dass die einzige sich noch klinisch 

auswirkende Berufskrankheit der Ellbogenarthrose rechts ausschlaggebend gewesen 

wäre. Der Beschwerdeführer bringt dagegen lediglich vor, wer aufgrund von 

Berufskrankheiten andauernd Schmerzen im Ellbogen und in der Hand habe und 

aufgrund des Zitterns einen vollständigen oder teilweisen Verlust der 

Bewegungsfähigkeit erleide, zeige ein psychiatrisches Krankheitsbild, wie es beim 

Beschwerdeführer vorliege (act. G1). Dabei ist zu wiederholen, dass von den 

aufgezählten Beschwerden lediglich die Schmerzen im Ellbogen relevant sind. Ein 

adäquater Kausalzusammenhang zwischen den im Sinne der vorangehenden 

Erwägungen anerkannten Berufskrankheiten und den psychischen Beschwerden ist 

damit nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Ob eine psychiatrisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit vorliegt, kann unter diesen Umständen offen bleiben. Auch eine 

Prüfung des psychiatrischen Teilgutachtens im Hinblick auf die zwischenzeitlich 

ergangene Rechtsprechung bezüglich Standardindikatoren (BGE 141 V 281) erübrigt 

sich.

6.   

Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das 

MEDAS-Gutachten vom 7. Januar 2015 (Suva-act. II/79) und die Stellungnahme von 

Dr. Q.___ vom 24. März 2015 (vgl. Suva-act. II/89) auf umfassender Aktenkenntnis 

sowie polydisziplinären eigenen Untersuchungen beruhen, das gesamte Leidensbild 

des Beschwerdeführers berücksichtigen und die auf dieser Grundlage gezogenen 

Schlüsse nachvollziehbar sind. Aus den vom Beschwerdeführer vorgebrachten 

medizinischen Einschätzungen der behandelnden Ärzte ergeben sich zudem keine 

objektiven Gesichtspunkte, welche im MEDAS-Gutachten ausser Acht gelassen 

worden wären. Schliesslich wurden auch keine zwischen dem MEDAS-Gutachten vom 

7. Januar 2015 und dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. Juni 2016 (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Suva-act. I/80) eingetretenen massgeblichen Veränderungen geltend gemacht und 

solche ergeben sich auch nicht aus den Akten. Weitere medizinische Abklärungen 

erübrigen sich damit.

7.   

Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer eine Rente bei einem 

Invaliditätsgrad von 28% zu. Das Invalideneinkommen legte sie unter Berücksichtigung 

eines Tabellenlohnabzuges von 10% auf Fr. 59‘070.-- fest (Suva-act. I/80). Der 

Beschwerdeführer bringt dagegen vor, auch ohne Berücksichtigung des CTS und des 

Tremors wäre ein Tabellenlohnabzug von mindestens 20% angebracht (act. G1). Der 

Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss 

Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen). Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu 

berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 

Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind 

und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird 

dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale 

einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der 

Beschwerdeführer ist gesundheitsbedingt selbst bei körperlich leichten Tätigkeiten 

eingeschränkt und es sind dabei weitere qualitative Anforderungen zu beachten 

(Wechselbelastung, kein regelmässiges Heben und Tragen über 10kg, keine 

ellenbogengelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten, keine repetitive, 

belastende Umwendbewegungen der Vorderarme). Er ist im Vergleich zu voll 

leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt und muss mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen PHILIPP GEERTSEN, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum 

Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.). Mit einem Tabellenlohnabzug von 10% hat 

die Beschwerdegegnerin dies jedoch bereits genügend berücksichtigt.

8.   

Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer den von der Beschwerdegegnerin auf 

den 1. Februar 2013 festgelegten Rentenbeginn. Der Rentenanspruch entsteht, wenn 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind 

(Fallabschluss; Art. 19 Abs. 1 UVG). Der Beschwerdeführer bringt vor, wahrscheinlicher 

für den Fallabschluss sei der 31. Dezember 2012 (act. G1). Zur Begründung macht er 

geltend, med. pract. O.___ habe den Endzustand per Ende 2012/Anfang 2013 

festgelegt (vgl. Suva-act. II/90). Dies widerspricht einem Rentenbeginn per 1. Februar 

2013 jedoch nicht, zumal auch dieses Datum vom genannten Zeitraum umfasst ist. Der 

Beschwerdeführer gab am 16. Oktober 2013 gegenüber der Beschwerdegegnerin an, 

letztmals habe er im Januar 2013 eine Therapie besucht, dies sei die Physiotherapie 

gewesen (vgl. Suva-act. I/57). Auch Dr. L.___ hielt nach der Untersuchung des 

Beschwerdeführers im Februar und März 2013 fest, er glaube nicht, dass man durch 

weitere Therapien eine Verbesserung des Gesundheitszustandes erzielen könne. Vor 

allem würde er von einem weiteren chirurgischen Eingriff abraten (Suva-act. I/43-15). 

Der Rentenbeginn per 1. Februar 2013 ist damit nicht zu beanstanden.

9.   

Die von der Beschwerdegegnerin für die anerkannte Berufskrankheit 

Ellbogengelenksarthrose zugesprochene Integritätsentschädigung basierend auf einem 

Integritätsschaden von 20% ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer bestreitet 

dies auch nicht substantiiert (vgl. act. G1).

10. 

10.1       Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

10.2       Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

10.3       Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 24.07.2018
	Art. 9 UVG. Art. 19 UVG. Das Carpaltunnelsyndrom sowie der Tremor des Beschwerdeführers gelten nicht als Berufskrankheiten. Die Adäquanz der geltend gemachten psychischen Beschwerden ist zu verneinen. Unter Berücksichtigung der bereits von der Beschwerdegegnerin anerkannten Berufskrankheiten sind die Höhe und der Beginn der zugesprochenen Invalidenrente sowie der Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juli 2018,UV 2016/52). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2018.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T05:58:05+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen