# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3955bb8c-7ddb-5abe-8021-b0b906178586
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.11.2008 D-6925/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6925-2008_2008-11-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6925/2008/amr
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Stella Boleki.

A._______, geboren [...],
Äthiopien,
[...],
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Oktober 2008 / [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6925/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin – eigenen Angaben zufolge eine äthiopi-
sche  Staatsangehörige  aus  B._______  –  ihr  Heimatland  am  3.  Juli 
2008  verliess  und  per  Flugzeug  sowie  auf  dem  Landweg  in  die 
Schweiz  einreiste,  wo  sie  am  18. August 2008  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ um Asyl ersuchte,

dass das BFM am 27. August 2008 im EVZ C._______ die Personalien 
der Beschwerdeführerin erhob und sie summarisch zum Reiseweg so-
wie zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte,

dass  die  Vorinstanz  die  Beschwerdeführerin  ein  weiteres  Mal  am 
16. Oktober 2008 in Bern einlässlich zu den Asylgründen befragte,

dass sie anlässlich dieser Befragungen zur Begründung des Asylge-
suchs im Wesentlichen geltend machte, sie sei als Mitglied der Kinijit-
Partei aktiv gewesen und habe Propaganda gemacht, 

dass die Partei  im Jahre 1997 die Wahlen verloren habe und in den 
Untergrund habe abtauchen müssen, 

dass sie eines Tages von den Behörden aufgespürt und verhaftet wor-
den sei,

dass die  Polizei  sie  gebrandmarkt  habe,  damit  sie  ein Papier  unter-
schreibe,  in  dem sie  eingestehe,  ein  Mitglied  der  verbotenen Kinijit-
Partei zu sein,

dass ihr von der Polizei verboten worden sei zu arbeiten und – sollte 
sie dies nicht einhalten – sie mit ernsthafteren Massnahmen rechnen 
müsse,

dass die  Polizei  einige  Zeit  später  das  Elternhaus aufgesucht  habe, 
wobei sie sich auf dem Feld versteckt habe,

dass die Polizei ihren Vater mitgenommen habe, weshalb sie gleichen-
tags nach D._______ zu ihrem Cousin gegangen sei, 

dass sie in D._______ mit Hilfe ihres Cousins eine Arbeitsbewilligung 
erhalten habe, 

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dass sie aber auch bei ihrem Cousin von der Polizei gesucht worden 
sei, 

dass  sie  deshalb  das  Land  mit  Hilfe  eines  somalischen  Schleppers 
verlassen habe,

dass  sie  nach  einem 1½-monatigen  Aufenthalt  im  Sudan  mit  einem 
vom  Schlepper  organisierten  sudanesischen  Pass  per  Flugzeug  via 
Ägypten nach Italien gereist seien, 

dass sie von Italien her mit dem Auto in die Schweiz gereist seien, und 
der Schlepper bei der Passkontrolle ihren Pass vorgewiesen habe, 

dass auf eine Aufzählung weitergehender Einzelheiten verzichtet und 
auf die Protokolle der Anhörung und Befragung verwiesen wird, 

dass das BFM mit Verfügung vom 23. Oktober 2008 in Anwendung von 
Art. 32. Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung des Nichteintretensentscheids auf das 
Asylgesuch zusammenfassend festhielt, die Beschwerdeführerin habe 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, sie erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem 
seien zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in ihrem Fall auf-
grund der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 
das  Verfahren  sei  zwecks  materieller  Prüfung  an  die  Vorinstanz  zu-
rückzuweisen,

dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  zudem  sinngemäss  bean-
tragte, es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf 
das Erheben einbes Kostenvorschusses zu verzichten sowie eine Par-
teientschädigung auszurichten, 

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dass sie gleichzeitig eine Fürsorgebestätigung zu den Akten gab,

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgegeben  (Art.  32  Abs.  2 
Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der 
Anhörung gestützt  auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft 
festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), oder sich auf Grund der 
Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzughindernisses 
nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 

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überzeugend darlegt, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder 
Identitätspapiere keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass deshalb zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die vorins-
tanzlichen Erwägungen verwiesen wird,

dass namentlich auffällt, dass die Beschwerdeführerin keine Angaben 
hinsichtlich der Fluggesellschaft machen konnte (A 9 S. 12),

dass  sie  überdies  behauptete,  sie  wisse weder  auf  welchen Namen 
der somalische Pass ausgestellt worden sei, noch habe sie diesen bei 
den Kontrollposten persönlich vorweisen müssen, sondern habe hier-
bei auf die Hilfe des Schleppers zählen können,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  realitätsfremden 
Ausführungen der Beschwerdeführerin sowie der gesamten Aktenlage 
davon ausgeht, dass die Beschwerdeführerin für ihre Reise authenti-
sche Identitäts-  und Reisepapiere  verwendet  hat,  welche sie  jedoch 
innert  48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  ihrer  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht  (vgl.  Art.  8  Abs.  1  Bst.  B  AsylG)  den 
schweizerischen Behörden nicht aushändigte, 

dass die Beschwerdeführerin zwar anlässlich ihrer Erstbefragung die 
Bereitschaft zur Beschaffung der Identitätspapiere bekundete, im Wei-
teren jedoch niemanden im Heimatland kontaktierte, 

dass  aufgrund  der  vielfältigen  Kommunikationsmittel  nicht  glaubhaft 
erscheint,  dass  die  Beschwerdeführerin  bei  entsprechender  Bereit-
schaft nicht längst die Möglichkeit gehabt hätte, den Schweizer Asyl-
behörden im Rahmen des vorliegenden Verfahrens ihre Identität bele-
gende Ausweispapiere aus Äthiopien zukommen zu lassen,

dass die diesbezüglichen Vorbringen in der Beschwerde, wonach die 
Beschwerdeführerin  über  zwei  Identitätskarten  verfüge,  an  der 
obgenannten Schlussfolgerung nichts zu ändern vermag, 

dass im Übrigen zu bezweifeln ist,  dass es sich  beim in D._______ 
ausgestellten Dokument tatsächlich um eine Identitätskarte im formel-
len Sinn handelt (A 9 S. 3),

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dass somit  aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprechender 
Dokumente die Identität der Beschwerdeführerin bis heute nicht fest-
steht, 

dass die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen Verfügung zutreffend fest-
hielt, die Aussagen der Beschwerdeführerin zu ihren Asylgründen sei-
en zufolge zahlreicher Widersprüche und Unstimmigkeiten unglaubhaft 
und  somit  nicht  geeignet  für  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  der  Beschwerde  vollständig  darauf 
verzichtete, sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzu-
setzen, und keine diesbezüglichen Ausführungen machte,

dass diesbezüglich ebenfalls zwecks Vermeidung von Wiederholungen 
auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen wird, 

dass sodann die in der Beschwerde geltend gemachten Vorbringen be-
züglich  des  Wegweisungsvollzugs  die  vorinstanzlichen  Erwägungen 
nicht umzustossen vermögen,

dass namentlich der Einwand der Beschwerdeführerin, der Vater sowie 
die Halbschwester würden nicht – wie vom BFM fälschlicherweise fest-
gestellt worden sei – in D._______, sondern in B._______ leben, nicht 
entscheidrelevant ist,

dass den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge sämtliche Angehö-
rige der Familie in Äthiopien leben, 

dass daher und aufgrund der Aktenlage keine Hinweise vorliegen, die 
zu weiteren Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG An-
lass geben würden, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetre-
ten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-

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sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich  sind,  die  der  Beschwerdeführerin  im  Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-

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fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass es der jungen ungebundenen und gesunden Beschwerdeführerin 
zuzumuten ist, sich in ihrer Heimat eine Lebensgrundlage aufzubauen, 
zumal  sie  dort,  wie  bereits  erwähnt,  über  ein  tragfähiges  familiäres 
Netz verfügt, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),

dass die Ausrichtung einer Parteientschädigung nicht in Betracht fällt 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 600.--  werden der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. [...] (per Kurier; in Kopie)
- das [...] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Stella Boleki

Versand: 

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