# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4484e2ef-806b-5549-8da4-bb10a90c2113
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.01.2024 UV 2023/54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-54_2024-01-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/54

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.02.2024

Entscheiddatum: 23.01.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 23.01.2024
Art. 28 UVG: Aufgrund der vorliegenden Aktenlage lässt sich nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die 
unfallbedingten Beeinträchtigungen eine Teilursache des Todes des 
Versicherten dargestellt haben. Von weiteren Abklärungen sind keine 
wesentlich besseren Erkenntnisse mehr zu erwarten. Die Beweislosigkeit 
wirkt sich zu Ungunsten der Beschwerdeführerin aus. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 23. Januar 2024, UV 2023/54).

Entscheid vom 23. Januar 2024

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2023/54

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Eugen Mätzler, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Hinterlassenenrente (i.S. B.___ sel.)

Sachverhalt

A.  

B.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der C.___ AG als Mitarbeiter Maschinen- 

und Anlagenbedienung angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert, als er am 14. Mai 2020 einen 

Verkehrsunfall erlitt (Suva-act. 1 und 50). Noch am Unfalltag wurde er per Rettung ins 

Kantonsspital St. Gallen (KSSG) gebracht, wo ein Polytrauma mit Schädelhirntrauma 2° 

nach Verkehrsunfall am 14. Mai 2020, ein akuter inferiorer STEMI (Erstdiagnose 14. Mai 

2020) sowie ein Diabetes mellitus Typ 2 diagnostiziert wurden (Suva-act. 28). Nach der 

Hospitalisation im KSSG (Suva-act. 8 und 28) folgte bis zum 23. Oktober 2020 eine 

stationäre Rehabilitation in der Rehaklinik D.___ (Suva-act. 60). Die Suva anerkannte 

ihre Leistungspflicht und kam für die Heilbehandlung auf (Suva-act. 12). Ausserdem 

entrichtete sie Taggelder, wobei sie aufgrund der für sie unklaren Unfallursache 

zunächst nicht die vollen Taggelder ausrichtete (Suva-act. 12; vgl. ferner Suva-act. 65).

A.a. 

In einem Bericht der Klinik für Kardiologie des KSSG vom 23. Dezember 2020 zur 

Sprechstunde vom 4. Dezember 2020 hielten die behandelnden Ärzte unter anderem 

fest, dass nicht abschliessend geklärt werden könne, ob primär der Myokardinfarkt 

gewesen sei und dadurch (am ehesten durch eine Rhythmusstörung/das plötzliche 

Schmerzereignis) der Unfall getriggert worden sei oder ob es umgekehrt durch den 

Unfall zu einer traumatischen Koronarverletzung gekommen sei. Auch nach 

Rücksprache mit der Radiologie gehe man jedoch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 

von einem primären koronaren Ereignis als Ursache für den Unfall aus (Suva-act. 81). 

Mit E-Mail vom 11. Januar 2021 informierte die Staatsanwaltschaft die Suva darüber, 

A.b. 

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dass der Versicherte zwischenzeitlich polizeilich habe befragt werden können. 

Aufgrund der vorliegenden Akten lasse sich ein strafbares Verhalten des Versicherten 

nicht nachweisen. Eine Übermüdung könne ausgeschlossen werden. Anderes 

fahrlässiges Fehlverhalten sei nicht ersichtlich. Das Strafverfahren werde seitens der 

Staatsanwaltschaft eingestellt (Suva-act. 82). Mit Schreiben vom 13. Januar 2021 teilte 

die Suva dem Versicherten mit, dass die polizeilichen Abklärungen im Zusammenhang 

mit dem Unfall gemäss Staatsanwaltschaft abgeschlossen seien und die Suva die 

Taggeldleistungen vollumfänglich erbringen könne (Suva-act. 84).

Anlässlich einer neuropsychologischen Untersuchung vom 12. Juli 2021 in der 

Klinik für Neurologie des KSSG wurde eine schwere neuropsychologische Störung bei 

Status nach Herzinfarkt und schwerem Schädelhirntrauma festgestellt. Weiter wurde 

seitens der Ärzteschaft festgehalten, dass bei einer schweren neuropsychologischen 

Störung die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter sämtlichen beruflichen 

Anforderungen stark eingeschränkt sei. Die Person falle im sozialen Umfeld stark auf 

und sei in der Regel voll arbeitsunfähig. Der Versicherte benötige eine konstante 

Tagesstruktur und ständige Überwachung (Suva-act. 109).

A.c. 

Mit Verfügung vom 5. November 2021 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 

dem 1. Mai 2021 eine ganze Invalidenrente zu, da er sowohl in der angestammten als 

auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (Suva-act. 123 

und 129; zum Vorbescheid vgl. Suva-act. 119).

A.d. 

Nach Erhalt weiterer medizinischer Unterlagen (Suva-act. 136 f.) nahm Dr. med. 

E.___, Facharzt für Neurologie, am 29. April 2022 eine kreisärztliche Aktenbeurteilung 

vor. Er hielt fest, dass sich der Versicherte beim Verkehrsunfall vom 14. Mai 2020 ein 

Polytrauma zugezogen habe und durch die erlittene erhebliche strukturelle 

Hirnverletzung an einer schweren neuropsychologischen Beeinträchtigung leide. Er 

schätzte den Integritätsschaden auf neurologischem Gebiet auf 80 % (Suva-act. 142). 

In einer weiteren Aktenbeurteilung vom gleichen Tag kam Dr. E.___ zum Schluss, dass 

durch weitere Therapiemassnahmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

Besserung mehr erzielt werden könne. Eine Berufstätigkeit (welcher Art auch immer) sei 

dem Versicherten nicht zumutbar. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 

% (Suva-act. 143).

A.e. 

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Am 6. Oktober 2022 wurde vom SAHB (Kompetenzzentrum Hilfsmittel) im Auftrag 

der Suva beim Versicherten eine Abklärung betreffend Pflegeleistungen und 

Hilflosigkeit durchgeführt (Suva-act. 160).

A.f. 

Nach einer am 25. Oktober 2022 beim Versicherten durchgeführten Besprechung 

(Suva-act. 162) teilte ihm die Suva mit Schreiben vom 28. Oktober 2022 mit, dass von 

Seiten der Unfallfolgen keine wesentliche Besserung mehr erreicht werden könne. Aus 

diesem Grund stelle die Suva die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. Oktober 

2022, eventuell 30. November 2022 ein. Der genaue Einstellungszeitpunkt sei davon 

abhängig, wie zeitnah die Rentenverfügung erlassen werden könne (Suva-act. 163). 

Anlässlich eines gleichentags geführten Telefonats informierte der Sohn des 

Versicherten die Suva darüber, dass sein Vater am 26. Oktober 2022 verstorben sei. 

Sein Vater und er hätten an jenem Tag relativ spät zu Abend gegessen. Sein Vater habe 

über Atembeschwerden geklagt, sodass er mit ihm für einen Spaziergang an die frische 

Luft gegangen sei. Zu Hause habe sich der Vater an den Tisch gesetzt. Plötzlich sei er 

zusammengebrochen und vom Stuhl gefallen. Jegliche Reanimationsversuche hätten 

nichts mehr genützt (Suva-act. 167). Noch gleichentags erliess die Suva eine 

Verfügung, mit welcher sie eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse 

von 80 % und für die Zeit vom 1. bis 31. Oktober 2022 eine Hilflosenentschädigung für 

eine Hilflosigkeit schweren Grades zusprach. Hinsichtlich der in Aussicht gestellten 

Invalidenrente wurde seitens der Suva festgehalten, dass eine solche unter 

Berücksichtigung der neuen Tatsachen nicht geschuldet sei (Suva-act. 171).

A.g. 

Mit Verfügung vom 22. November 2022 sprach die Suva der Witwe des 

verstorbenen Versicherten für die Dauer vom 1. April bis 31. August 2022 

Pflegeleistungen in der Höhe von monatlich Fr. 2'311.-- und vom 1. September bis 31. 

Oktober 2022 in der Höhe von Fr. 2'150.-- zu (Suva-act. 176).

A.h. 

Auf entsprechende Anfrage der Suva (Suva-act. 173) berichtete Dr. med. F.___, 

Facharzt für Innere Medizin FMH, am 17. Dezember 2022 über den Todesfall des 

Versicherten. Er hielt fest, dass der Versicherte nach dem Polytrauma vom Mai 2020 

unter einer anhaltenden zerebralen Leistungsschwäche gelitten habe und in der Folge 

keine Arbeitsfähigkeit mehr habe erlangen können. Bis zum Tode habe er 

Unterstützung und Hilfe bei der Pflege, bei der Medikamenteneinnahme und bei der 

A.i. 

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Alltagsgestaltung benötigt. Zu den ärztlichen Terminen habe er von den Angehörigen 

gebracht werden müssen. Im Rahmen der persistierenden residuellen zerebralen 

Leistungsschwäche sei auch die Compliance betreffend Diabetes-Ernährung stark 

eingeschränkt geblieben. Die letzte Konsultation sei am 3. September 2022 erfolgt. 

Damals hätten ein Unterschenkelekzem sowie die zerebrale Leistungsschwäche im 

Vordergrund gestanden. Die Diabetes-Behandlung sei medikamentös mit Insulin 

adaptiert worden. Der Versicherte habe regelmässig Ergotherapie und Physiotherapie 

besucht. Am 26. Oktober 2022 habe der Sohn des Versicherten darüber informiert, 

dass letzterer zu Hause unerwartet verstorben sei. Vorher habe er seit wenigen Tagen 

an leichteren Bauchbeschwerden gelitten. Über den Befund der Leichenschau sei er, 

Dr. F.___, nicht informiert worden (Suva-act. 178).

In einem Telefonat vom 4. Januar 2023 (Suva-act. 183) informierte die Suva den 

Sohn des Versicherten darüber, dass sie noch Abklärungen dazu mache, ob der Tod 

des Versicherten allenfalls etwas mit dem Unfall zu tun habe. Diesfalls hätte die Witwe 

Anspruch auf Leistungen. Der Sohn erklärte darauf hin, dass der Arzt zur Leichenschau 

gekommen sei und gesagt habe, dass der Tod zu 99 % auf einen Herzinfarkt 

zurückzuführen sei. Der Bauch des Versicherten sei sehr angeschwollen und gespannt 

gewesen. Auf eine Autopsie sei verzichtet worden, da dies für die Familie nichts 

bringen oder ändern würde. Die Suva bat den Sohn des Versicherten, per Mail die 

Kontaktangaben der Sanität, des Arztes und der Polizei durchzugeben, damit die Suva 

bei diesen Stellen Unterlagen einfordern könne (Suva-act. 183). Nach einer Nachfrage 

der Suva per E-Mail (Suva-act. 185; vgl. ferner Suva-act. 187) übermittelte der Sohn 

des Versicherten am 27. Februar 2023 entsprechende Kontaktangaben (Suva-act. 190). 

In der Folge holte die Suva das Einsatzprotokoll der Rettung St. Gallen vom 26. 

Oktober 2022 (Suva-act. 195) sowie den im Auftrag der Staatsanwaltschaft G.___ (vgl. 

Suva-act. 196) erstellten Legalinspektionsbericht von Dr. med. H.___, FMH Allgemeine 

Innere Medizin, Amtsarzt Bezirk I.___ und J.___, vom 26. Oktober 2022 (Suva-act. 204) 

ein.

A.j. 

In einer im Auftrag der Suva erstellten Aktenbeurteilung vom 30. Mai 2023 kam die 

Versicherungsmedizinerin med. pract. K.___, Fachärztin für Anästhesiologie, zum 

Schluss, dass der Tod des Versicherten nach aktueller Datenlage in möglichem, aber 

A.k. 

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B.  

C.  

nicht in überwiegend wahrscheinlichem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

14. Mai 2020 stehe (Suva-act. 206).

In einem Telefonat vom 2. Juni 2023 erklärte die Suva dem Sohn des Versicherten, 

dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden könne, an welcher 

Ursache dessen Vater gestorben sei, da keine Obduktion gemacht worden sei. Dies sei 

kein Vorwurf, jedoch sei es nicht mehr änderbar. Der Sohn des Versicherten erwiderte, 

dass sie damals nicht noch zwei Wochen mit der Beerdigung hätten warten wollen. 

Sein Vater sei vor dem Unfall aber gesund gewesen. Die Suva machte darauf 

aufmerksam, dass ein Herzinfarkt zum Unfall geführt habe und auch weitere 

unfallfremde Diagnosen vorgelegen hätten. Die Suva werde eine Verfügung erlassen 

(Suva-act. 207). Noch gleichentags verfügte die Suva die Ablehnung eines Anspruchs 

auf Hinterlassenenleistungen (Witwen-Rente), da nicht mit der notwendigen 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit gesagt werden könne, dass der Tod des 

Versicherten die Folge des Unfalls vom 14. Mai 2020 oder der verbliebenen 

Unfallrestfolgen gewesen sei (Suva-act. 208).

A.l. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.___ (nachfolgend: Witwe) am 30. Juni 

2023 Einsprache (Suva-act. 214). Sie legte ihrer Einsprache einen Bericht von Dr. F.___ 

vom 28. Juni 2023 bei, in welchem dieser festgehalten hatte, dass für ihn als 

langjähriger Hausarzt ein Zusammenhang mit dem Unfall sehr wahrscheinlich sei, auch 

wenn keine abschliessende sichere Diagnose, die zum Tod geführt habe, gestellt 

werden könne (Suva-act. 215).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 2. August 2023 wies die Suva die Einsprache der 

Witwe ab (Suva-act. 220).

B.b. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Witwe (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. E. Mätzler, St. Gallen, am 13. 

September 2023 Beschwerde (act. G 1). Sie beantragte, die Verfügung vom 2. Juni 

2023 und der Einspracheentscheid vom 2. August 2023 seien aufzuheben und ihr sei 

eine Witwenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin gegenüber 

der Beschwerdegegnerin auf eine Hinterlassenenrente.

2.  

an die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1 S. 2).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Oktober 2023 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheides vom 2. August 2023 (act. G 3).

C.b. 

In ihrer Replik vom 7. November 2023 hielt die Beschwerdeführerin an den in der 

Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 5).

C.c. 

Mit Eingabe vom 29. November 2023 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Erstattung einer 

umfassenden Duplik (act. G 7).

C.d. 

Stirbt eine versicherte Person an den Folgen eines versicherten Unfalls, so hat – 

unter anderem – der überlebende Ehegatte grundsätzlich Anspruch auf eine 

Hinterlassenenrente (Art. 28 f. des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; 

SR 832.20]). Der Anspruch auf eine Hinterlassenenrente setzt somit voraus, dass der 

Tod des Versicherten natürlich kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängt (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 

8C_437/2018, E. 2.1; BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 

53 ff.). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 

ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Nicht erforderlich ist, dass der Unfall die alleinige oder die unmittelbare Ursache des 

Todesfalls ist; es genügt, dass das Unfallereignis zusammen mit anderen Bedingungen 

zu dieser Folge geführt hat, der Unfall mit anderen Worten als Teilursache nicht 

2.1. 

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weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene Folge entfiele (vgl. BGE 

129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 f. E. 1 und 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Im Weiteren 

setzt die Leistungspflicht des Unfallversicherers voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 und 125 V 461 f. E. 5a). Für 

die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge 

im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten 

oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang 

ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 123 III 110, 112). Bei 

physischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

jedoch praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 

Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1 und 127 V 103 E. 5b/bb).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Auch den Berichten beratender Ärzte und Ärztinnen von Versicherungen kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden. Soll ein Versicherungsfall 

jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 und 4.6; 

bestätigt etwa im Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 

5.3).

2.2. 

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3.  

Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz 

schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beweislosigkeit ist 

jedoch erst anzunehmen, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b und 138 V 222 E. 6; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, a.a.O., S. 4 f. und 55).

2.3. 

Zu prüfen gilt, ob der vom Versicherten am 14. Mai 2020 erlittene und von der 

Beschwerdegegnerin anerkannte Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (zum 

Beweismass siehe BGE 138 V 221 E. 6 und Urteil des Bundesgerichts vom 2. August 

2017, 8C_128/2017, E. 2; vgl. ferner oben E. 2.3) eine natürlich kausale (Teil-)Ursache 

des am 26. Oktober 2022 eingetretenen Todes des Versicherten darstellt.

3.1. 

Unstrittig hat der Unfall vom 14. Mai 2020 nicht unmittelbar zum Tod des 

Versicherten geführt. Nachdem der Unfallversicherer aber auch für indirekte bzw. 

mittelbare Unfallfolgen einzustehen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

Dezember 2008, 8C_444/2008, E. 5; vgl. auch oben E. 2.1), bleibt zu prüfen, ob 

aufgrund der medizinischen Aktenlage rechtsgenüglich erstellt ist, dass die durch den 

Verkehrsunfall erlittenen Beeinträchtigungen mittelbar das Ableben des Versicherten 

verursacht haben (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 2. Mai 2018, UV 2016/27, E. 3.1).

3.2. 

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, dass die 

Beschwerdegegnerin sich nur mit der finalen Todesursache befasst habe, ohne die 

relevanten Abklärungen dazu zu treffen, ob der Unfall eine Teilursache des Ablebens 

dargestellt habe, weshalb eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vorliege (act. 

G 1 S. 6 und 9; act. G 5 S. 2). Mit dem Bericht von Dr. F.___ vom 28. Juni 2023 sei 

erstellt, dass der Unfall eine Teilursache dargestellt habe (act. G 5 S. 2). Mit diesem 

Bericht habe sich die Beschwerdegegnerin aber genauso wenig wie mit dem 

Legalinspektionsbericht auseinandergesetzt. Sie habe sich einzig und kritiklos auf den 

Bericht von med. pract. K.___ gestützt (act. G 1 S. 8 f.). An diese habe die 

Beschwerdegegnerin eine zu offene Frage gestellt, welche falsch verstanden worden 

sei. Med. pract. K.___ habe die falsche Rechtsfrage, nämlich ob mit der notwendigen 

3.3. 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/d2884ba7-3098-4791-8989-20beda3be471?citationId=45218879-577c-40b2-9e6f-bf1f67534f45&source=document-link&SP=37|vnqkxy

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Ursache des Todes beurteilt werden könne, 

beantwortet. Sie habe in ihrer Beurteilung eine Stress-Blutung aus dem Magen-Darm-

Trakt einer kardialen Ursache gegenübergestellt und sei davon ausgegangen, dass nur 

entweder das eine oder das andere die Todesursache gewesen sein könne (act. G 1 S. 

8), wobei ihre Beurteilung auch noch den Ausführungen im Legalinspektionsbericht 

widerspreche (act. G 1 S. 9). Die entscheidende Frage, ob das schädigende Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

beeinträchtigt habe, sei von med. pract. K.___ nicht beantwortet worden (act. G 1 S. 8).

Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin gilt es vorliegend nicht die 

Frage zu beantworten, ob der Unfall zusammen mit anderen Bedingungen eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität bewirkt hat. Der Unfall hat 

unbestrittenermassen zu körperlichen Beeinträchtigungen, namentlich zu einer 

schweren neuropsychologischen Störung, geführt. Diese Einschränkungen sind von 

der Beschwerdegegnerin ebenso wie die damit einhergehende 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit anerkannt worden (vgl. Suva-act. 142 f. und 163). Zur Beurteilung 

des in diesem Verfahren strittigen Anspruchs auf eine Hinterlassenenrente gilt es, wie 

bereits ausgeführt (vgl. oben E. 3.1 f.), die Frage zu beantworten, ob die durch den 

Unfall ausgelösten Beeinträchtigungen eine Teilursache des am 26. Oktober 2022 

eingetretenen Todes darstellen.

3.4. 

Mit dieser einschlägigen Frage hat sich die Beschwerdegegnerin befasst und 

entsprechende Abklärungen getroffen. Einerseits hat sie das Einsatzprotokoll der 

Rettung L.___ vom 26. Oktober 2022 (Suva-act. 195), andererseits den im Auftrag der 

Staatsanwaltschaft G.___ erstellte Legalinsepktionsbericht von Dr. H.___ vom 26. 

Oktober 2022 (Suva-act. 204) eingeholt. Überdies hat sie Dr. F.___ um 

Berichterstattung zur Todesursache gebeten (Suva-act. 173), woraufhin letzterer einen 

Bericht vom 17. Dezember 2022 eingereicht hat (Suva-act. 178). Sämtliche dieser 

Unterlagen hat sie der Versicherungsmedizinerin med. pract. K.___ vorgelegt mit der 

Frage, ob der Tod vom 26. Oktober 2022 kausal zu den Unfallfolgen eingetreten sei, ob 

eine Teilkausalität vorliege und zu wie viel Prozent eine solche gegeben sei (Suva-act. 

205). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann somit nicht behauptet 

werden, die Frage an med. pract. K.___ habe die Möglichkeit einer Teilkausalität ausser 

Acht gelassen. Anders als die Beschwerdeführerin geltend macht, ist ebenfalls nicht 

ersichtlich, weshalb med. pract. K.___ als Fachärztin für Anästhesiologie für die 

Beurteilung der sich vorliegend stellenden medizinischen Fragen fachlich nicht 

geeignet sein soll.

3.5. 

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Aus der Beurteilung von med. pract. K.___ geht nachvollziehbar hervor, weshalb 

sie einen unfallkausalen Anteil am Tod des Versicherten nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit hat feststellen können. Sie hat sich mit der vorliegenden Aktenlage, 

namentlich mit dem Legalinspektionsbericht von Dr. H.___, ausreichend auseinander­

gesetzt. Sie hat ausgeführt, dass Dr. H.___ eine akute Stress-Blutung aus dem Magen-

Darm-Trakt vermutet habe. Eine weitere mögliche Ursache sei von Dr. H.___ im kardio­

vaskulären Bereich mit einer Gefässblutung vermutet worden. Von Dr. H.___ sei die 

Todesart als "innerlich natürliches Geschehen" benannt worden. Eine Obduktion sei 

nicht durchgeführt worden. Den Akten sei zu entnehmen, dass der Versicherte an 

relevanten Vorerkrankungen gelitten habe, unter anderem an einer koronaren 

Herzkrankheit mit Status nach Herzinfarkt im Mai 2020, einem insulinpflichtigen 

Diabetes mellitus Typ II und einer Nephrolithiasis mit rezidivierenden Harnwegsinfekten. 

Aufgrund des Berichts von Dr. H.___ könne die Ursache des Todes nicht mit der 

notwendigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilt werden. Eine Stress-Blutung 

aus dem Magen-Darm-Trakt (Ulcus = Geschwür?) sei möglich. Genauso sei aber auch 

eine kardiale Ursache, insbesondere unter Berücksichtigung der bekannten 

Risikofaktoren, möglich. Eine definitive Beurteilung der Todesursache sei nur mit einer 

Obduktion, welche nicht durchgeführt worden sei, möglich. Insofern sei eine 

Beurteilung des kausalen Zusammenhangs zwischen dem Tod und dem Unfallereignis 

vom 14. Mai 2020 mit der notwendigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht 

möglich. Der Tod des Versicherten stehe in möglichem, aber nicht in überwiegend 

wahrscheinlichem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 14. Mai 2020 (Suva-act. 

206).

3.6. 

Inwiefern der Bericht von med. pract. K.___ dem Legalinspektionsbericht in Bezug 

auf die wahrscheinliche Todesursache widersprechen sollte (vgl. act. G 1 S. 9, oben; 

vgl. ferner oben E. 3.3), ist nicht ersichtlich und wird auch von der Beschwerdeführerin 

nicht konkret aufgezeigt. Dr. H.___ hat in seinem Bericht nicht angeführt, dass eine 

Stress-Blutung aus dem Magen-Darm-Trakt überwiegend wahrscheinlich sei und 

überdies auch nicht, dass es sich bei dieser Stress-Blutung um eine Unfallfolge handle. 

Vielmehr hat er ausgeführt, dass die Risikosituation aus den Vorerkankungen wie eine 

akute Stress-Blutung aus dem Magen-Darm-Trakt (Ulcus = Geschwür?) im 

Vordergrund stehen würden. Der Versicherte habe Panprax verordnet bekommen, 

dieses jedoch gemäss dessen Sohn nur selten eingenommen, wobei aber das viele 

Blut im Mundraum und auch ab ano starke Hinweise dafür seien (Suva-act. 204). Die 

Stress-Blutung scheint also im Zusammenhang mit den anderen Vorerkrankungen 

gestanden zu haben, wobei die Einnahme bzw. Nichteinnahme von Panprax auch eine 

Rolle gespielt haben könnte. Dass die Stress-Blutung mit überwiegender 

3.7. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/14

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Wahrscheinlichkeit eine Unfallfolge gewesen ist, geht im Übrigen weder aus dem 

Legalinspektionsbericht (Suva-act. 204) noch aus den Berichten von Dr. F.___ (Suva-

act. 178 und 215) hervor. Als weitere in Frage kommende Todesursache wird im 

Legalinspektionsbericht ein Ereignis aus dem cardiovaskulären Bereich mit 

Gefässblutung genannt. Aus dem Umstand, dass Dr. H.___ ein Ereignis aus dem 

cardiovaskulären Bereich an zweiter Stelle sieht, ist zu schliessen, dass er ein solches 

als etwas unwahrscheinlicher als eine Stress-Blutung aus dem Magen-Darm-Trakt 

erachtet. Dies bedeutet aber nicht, dass er ein Ereignis aus dem cardiovaskulären 

Bereich nicht ebenfalls für wahrscheinlich hält, zumal er abschliessend festgehalten 

hat, dass es offenbleibe (Suva-act. 204). Die Schlussfolgerung von med. pract. K.___, 

wonach sowohl eine Stress-Blutung aus dem Magen-Darm-Trakt als auch eine kardiale 

Ursache möglich seien (Suva-act. 206), steht demnach in Einklang mit dem 

Inspektionsbericht und erscheint schlüssig.

Dass Dr. F.___ in seinem Bericht vom 28. Juni 2023 ausgeführt hat, dass für ihn, 

der den Allgemeinzustandsverfall des Versicherten in den letzten zwei Jahren habe 

beobachten müssen, ein Zusammenhang zwischen dem Unfall und dem Todesfall sehr 

wahrscheinlich sei (Suva-act. 215), vermag die Beurteilung von med. pract. K.___, die 

in Einklang mit dem Legalinspektionsbericht steht, nicht wirksam zu entkräften. In 

seinem Bericht vom 17. Dezember 2022 hatte Dr. F.___ nämlich keinen kausalen 

Zusammenhang zwischen dem Ableben des Versicherten und dem Unfall erwähnt 

(Suva-act. 178), obwohl er von der Beschwerdegegnerin ausdrücklich um 

Berichterstattung zur Todesursache gebeten worden war (Suva-act. 173). Erst in dem 

auf Wunsch der Familie des verstorbenen Versicherten erstellten Bericht vom 28. Juni 

2023 hat er einen Zusammenhang zwischen dem Ableben und den unfallkausalen 

Beschwerden als sehr wahrscheinlich beurteilt (Suva-act. 215). Gerade vor diesem 

Hintergrund gilt es auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, wonach 

behandelnde Hausärzte aufgrund ihrer Vertrauensstellung im Zweifelsfall mitunter eher 

zu Gunsten ihrer Patienten bzw. im vorliegenden Fall dessen Angehörigen aussagen 

(Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2021, 8C_630/2020, E. 4.2.1 mit 

Hinweisen). Weiter ist dem Bericht von Dr. F.___ vom 28. Juni 2023 auch keine 

konkrete Begründung dafür zu entnehmen, weshalb eine natürliche Kausalität zwischen 

Todesfall und Unfallfolgen sehr wahrscheinlich sein soll. Die seit dem Unfallereignis von 

ihm beobachtete Allgemeinzustandsverschlechterung des Versicherten bedeutet nicht 

automatisch, dass dessen Ableben in einem Zusammenhang zu den Unfallfolgen 

gestanden hat, da der Versicherte auch an zahlreichen Vorerkrankungen gelitten hat. 

Als möglichen zum Tod führenden Faktor hat Dr. F.___ im Wesentlichen eine durch die 

unfallkausalen kognitiven Beeinträchtigungen eingeschränkte Kooperationsfähigkeit 

3.8. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/14

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4.  

Entscheid

betreffend diätetischer und medikamentöser Massnahmen mit schlechter Einstellung 

des Diabetes mellitus erwähnt, sodass von einer raschen Progredienz der Komplikation 

des Diabetes mellitus ausgegangen werden müsse (Suva-act. 215). Im Bericht des 

KSSG zur Diabetes-Sprechstunde vom 9. Februar 2022 ist immerhin erwähnt worden, 

dass die Insulinapplikation problemlos funktioniere und der Versicherte bzw. seine Frau 

wieder wesentlich mehr auf die Ernährung achten würden. Die Blutzuckerwerte hätten 

sich stark verbessert, die Nüchternwerte würden allesamt im Zielbereich liegen. 

Tagsüber seien die Werte teilweise recht knapp. Der HbA1c-Wert habe sich aktuell auf 

6.0 % verbessert. Deshalb werde DIAMICORON pausiert, während die übrige Therapie 

unverändert fortgesetzt werde (Suva-act. 180). Ob letztlich eine schlechte 

Medikamentencompliance bzw. der laut Dr. F.___ schlecht eingestellte Diabetes 

mellitus überwiegend wahrscheinlich zu einer Stress-Blutung oder zu einer 

cardiovaskulären Todesursache geführt haben, lässt auch Dr. F.___ offen. Er hat in 

seinem Bericht vom 28. Juni 2023 explizit ausgeführt, dass keine abschliessende 

sichere Diagnose, die zum Tod geführt habe, gestellt werden könne (Suva-act. 215).

Zusammenfassend lässt sich aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht mit dem 

notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die 

unfallbedingten Beeinträchtigungen zumindest eine Teilursache des am 26. Oktober 

2022 eingetretenen Todes des Versicherten dargestellt haben. Von weiteren 

Abklärungen sind keine wesentlich besseren Erkenntnisse mehr zu erwarten, da es sich 

dabei nur um Aktenbeurteilungen handeln könnte und sich entsprechend den 

echtzeitlichen Berichten zum Todesfall (Legalinspektionsbericht, Rettungseinsatz) die 

Todesursache nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

bestimmen lässt. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf 

weitere Abklärungen verzichtet hat. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

(Art. 43 ATSG) ist nicht auszumachen. Die Beweislosigkeit wirkt sich zu Ungunsten der 

Beschwerdeführerin aus (vgl. dazu oben E. 2.3).

3.9. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 2. August 2023 abzuweisen.

4.1. 

Gerichtskosten sind mangels entsprechender spezialgesetzlicher Grundlage keine 

zu erheben (Art. 61 lit. f  ATSG). Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die 

Beschwerdeführerin auch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

4.2. 
bis

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/14

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.01.2024
	Art. 28 UVG: Aufgrund der vorliegenden Aktenlage lässt sich nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die unfallbedingten Beeinträchtigungen eine Teilursache des Todes des Versicherten dargestellt haben. Von weiteren Abklärungen sind keine wesentlich besseren Erkenntnisse mehr zu erwarten. Die Beweislosigkeit wirkt sich zu Ungunsten der Beschwerdeführerin aus. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Januar 2024, UV 2023/54).

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