# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** daf2a191-2661-5f8a-9ed0-9c9824e1a341
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 08.06.2017 S 2016 143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-143_2017-06-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 143

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin ad hoc Christen

URTEIL

vom 8. Juni 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____, war als Angestellter der B._____ AG bei der Schweizerischen 

Unfallversicherung (Suva) obligatorisch unfallversichert, als er am _____ 

vom Dach einer Baracke fiel und sich eine Rückenkontusion und eine 

Naviculare-Fraktur an der linken Hand zuzog. Die Behandlung erfolgte 

zunächst konservativ. Die Suva übernahm die Heilungskosten und 

leistete Taggelder.

2. Am _____ geriet A._____ mit der linken Hand in das Messer einer 

Kehlmaschine. Dabei zog er sich eine Amputation des Endgliedes des 

linken Ringfingers, eine Defektwunde auf der ulnaren Seite des 

Mittelfingers auf Höhe der Mittelphalanx mit Läsion des ulnaren 

Collateralnervs und eine Schnittverletzung des Kleinfingers im Bereich 

der Fingerkuppe zu. Diese Verletzungen wurden operativ versorgt, wobei 

auch gerade die Pseudoarthrose saniert wurde, die sich am Naviculare 

gebildet hatte. Die Suva erbrachte wiederum die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen.

3. Im März 1978 wurde eine laterale Diskushernie L5/S1 diagnostiziert und 

der Suva am 18. April 1978 als Rückfall zum Unfall vom _____ gemeldet. 

Am 3. Oktober 1978 wurde A._____ am Rücken operiert. Im Laufe dieser 

Hospitalisation wurde auch die Schraube am Naviculare der linken Hand 

entfernt. Danach fand eine rund vierwöchige Rehabilitation statt. Die Suva 

erbrachte wiederum die gesetzlichen Versicherungsleistungen.

4. Am 20. Juni 1979 wurde erneut ein Rückfall zum Unfall vom _____ 

gemeldet. Nach einer kreisärztlichen Untersuchung sprach die Suva 

A._____ mit Verfügung vom 19. Juli 1979 eine Invalidenrente aufgrund 

einer Erwerbsunfähigkeit von 30 % zu. In der Folge fand eine 

neurologische und psychiatrische Begutachtung statt, und mit Verfügung 

vom 9. Mai 1980 gewährte die Suva A._____ zu den ordentlichen 

Rentenleistungen eine Abfindung von Fr. 31‘134.--. Mit Verfügung vom 2. 

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Februar 1981 korrigierte sie die Renten- und die Abfindungsverfügung 

bezüglich der Höhe des versicherten Jahresverdienstes.

5. Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens wurde A._____ erneut 

kreisärztlich untersucht. Daraufhin erhöhte die Suva die Rente mit 

Verfügung vom 2. Dezember 1981 auf 40 %.

6. Mit Schreiben vom 19. Februar 2001 ersuchte A._____ die Suva um 

Prüfung einer Rentenrevision. Er machte geltend, die Beweglichkeit der 

Finger an der linken Hand habe sich stark verschlechtert und die 

Rückenbeschwerden hätten sich massiv verstärkt. Mit Schreiben vom 5. 

November 2001 teilte die Suva nach diversen Abklärungen mit, die 

laufende Rente sei immer noch in Ordnung, da keine 

Zustandsverschlimmerung vorliege und auch keine Tatsachen vorlägen, 

welche eine Erhöhung der laufenden Rente rechtfertigen würden.

7. Mit Schreiben vom 27. April 2015 ersuchte A._____ erneut um 

Anpassung seiner Rente. Die Suva behandelte dieses Schreiben als 

Wiedererwägungsgesuch in Bezug auf den Entscheid vom 5. November 

2001 und wies es gestützt auf die Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. 

C._____ mit Verfügung vom 21. August 2015 ab. Hiergegen erhob 

A._____ mit Eingabe vom 16. September 2015 Einsprache.

8. Nachdem am linken, teilamputierten Ringfinger vermehrt Probleme 

aufgetreten waren, wurde vom Kantonsspital Graubünden mit Bericht vom 

18. April 2016 eine Tendovaginitis stenosans 

(Sehnenscheidenentzündung der Beugesehne, schnellender Finger) 

diagnostiziert und eine Spaltung des A1-Ringbandes empfohlen. Gestützt 

auf die Stellungnahme ihres Kreisarztes Dr. med. D._____ verneinte die 

Suva mit Verfügung vom 3. Juni 2016 ihre Leistungspflicht mangels 

Kausalzusammenhang zu den Unfällen von _____ und _____. Gegen 

diese Verfügung erhob A._____ am 10. Juni 2016 Einsprache. Er machte 

im Wesentlichen geltend, die aktuellen Beschwerden stünden in 

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Zusammenhang mit dem Unfall vom _____ an der Kehlmaschine. Am 14. 

Juni 2016 und am 15. September 2016 gab der Kreisarzt Dr. med. 

D._____ weitere Stellungnahmen ab, in welchen er den 

Kausalzusammenhang zu den Unfällen verneinte.

9. Die Suva vereinigte die beiden Einspracheverfahren und wies mit 

Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2016 beide Einsprachen ab.

10. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ am 9. November 2016 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er 

beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, 

die Erhöhung der Rente und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen 

im Zusammenhang mit der Tendovaginitis stenosans. Er machte im 

Wesentlichen geltend, die Tendovaginitis stenosans sei unfallbedingt und 

sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Mit Schreiben vom 16. 

November 2016 ergänzte der Beschwerdeführer, es sei zu 

berücksichtigen, dass Dr. med. E._____, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, ihm anlässlich der psychiatrischen Begutachtung 1980 

eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert habe.

11. Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 10. Januar 2017 die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie im 

Wesentlichen geltend, es sei der Gesundheitszustand bei Erlass der 

Verfügung vom 2. Dezember 1981 zu vergleichen mit dem Zustand zum 

Zeitpunkt der formlosen Ablehnung einer Rentenerhöhung mit Schreiben 

vom 5. November 2001. Dabei sei gestützt auf die Beurteilung des 

Kreisarztes Dr. med. C._____ keine wesentliche Verschlechterung 

festzustellen. Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die 

Ablehnung der Rentenerhöhung im Jahr 2001 unrichtig gewesen wäre. 

Bezüglich der Tendovaginitis stenosans könne auf die Beurteilung von 

Kreisarzt Dr. med. D._____ abgestellt werden, welche in überzeugender 

Weise darlege, dass kein Kausalzusammenhang gegeben sei. 

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12. Mit Replik vom 24. Januar 2017 vertiefte der Beschwerdeführer seinen 

Standpunkt. Die Suva verzichtete mit Schreiben vom 27. Januar 2017 auf 

eine Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

im angefochtenen Entscheid sowie auf die eingereichten Beweismittel 

wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid der Suva vom 20. Oktober 

2016. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 

und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in welchem die 

versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. 

Vorliegend wohnt der Beschwerdeführer in X._____ (GR), weshalb die 

örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich 

aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist die 

Zuständigkeit des angerufenen Gerichts zu bejahen. Als formeller und 

materieller Adressat ist der Beschwerdeführer vom angefochtenen 

Entscheid berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. 

b ATSG).

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2. Streitig ist einerseits, ob die Suva das (Wiedererwägungs-)Gesuch des 

Beschwerdeführers vom 27. April 2015 zu Recht unter Verneinung einer 

wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers abgewiesen hat, beziehungsweise ob sie zu Recht 

eine Erhöhung der Rente des Beschwerdeführers abgelehnt hat. Diese 

Frage wird in den nachfolgenden Erwägungen 3 bis 5 geprüft. Streitig ist 

andererseits, ob die Suva ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit der 

Tendovaginitis stenosans am Ringfinger der linken Hand zu Recht 

abgelehnt hat. Diese Frage wird in den Erwägungen 6 ff. geprüft. Dabei 

sind die streitigen Tatfragen nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu klären 

(BGE 141 V 37 E.2.2). 

3. a) Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der 

Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert. In Abweichung 

von diesem Grundsatz kann die Rente gemäss Art. 22 UVG ab dem 

Monat, in dem die berechtigte Person eine Altersrente der AHV bezieht, 

spätestens jedoch ab Erreichen des Rentenalters nicht mehr revidiert 

werden. Männer erreichen das Rentenalter gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. a 

des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

(AHVG; SR 831.10) mit Vollendung des 65. Altersjahres. Der 

Beschwerdeführer wurde 1946 geboren und erreichte das Rentenalter im 

Jahr 2011. Entsprechend geht die Suva zu Recht davon aus, dass auf 

das Schreiben des Beschwerdeführers vom 27. April 2015 hin eine 

revisionsweise Erhöhung der Rente nicht mehr möglich ist.

b) Der Beschwerdeführer bezieht eine Rente auf der Basis einer 

Erwerbsunfähigkeit von 40 %. Diese Rente wurde ihm mit Verfügung vom 

2. Dezember 1981 (Suva-act. I/105) zugesprochen. Mit Schreiben vom 5. 

November 2001 (Suva-act. I/118) wurde eine revisionsweise Erhöhung 

der ursprünglichen 40 % Rente abgelehnt, da keine Verschlechterung des 

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Gesundheitszustandes vorliege. Dieser Entscheid erging im formlosen 

Verfahren, wie es damals in Form des so genannten De-facto-Systems 

bei der obligatorischen Unfallversicherung weit verbreitet war (BGE 134 V 

145 E.2.3; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. 

Aufl., Bern 1989, S. 603). Nach der Rechtsprechung werden im formlosen 

Verfahren ergangene Entscheide rechtskräftig, wenn nicht innert 

angemessener Zeit, in der Regel innert eines Jahres, gegen sie 

interveniert wird (BGE 134 V 145 E.5.3.2.ff). Vorliegend erging der 

formlose Entscheid am 5. November 2001. Der Beschwerdeführer 

intervenierte zwar, allerdings erst nach rund eineinhalb Jahren mit 

„Einsprache“ vom 26. Juni 2003 (Suva-act. I/119). Zu diesem Zeitpunkt 

hatte der formlose Entscheid bereits Rechtswirksamkeit erlangt. Dieser 

Entscheid vom 5. November 2001 war der letzte, den die Suva vor dem 

Eingang des vorliegend umstrittenen (Wiedererwägungs-)Gesuches um 

Rentenerhöhung fällte.

c) Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell 

rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, 

wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von 

erheblicher Bedeutung ist. Nach der Rechtsprechung können auch im 

formlosen Verfahren ergangene Entscheide in Wiedererwägung gezogen 

werden (BGE 129 V 110 E.1.2.3). Zusammenfassend kann somit 

festgehalten werden, dass die Suva das Schreiben des 

Beschwerdeführers vom 27. April 2015 zu Recht als 

Wiedererwägungsgesuch in Bezug auf den formlosen, rechtskräftigen 

Entscheid vom 5. November 2001 entgegen genommen hat. 

4. a) Nach der Rechtsprechung ist bei der Prüfung der Voraussetzungen einer 

Wiedererwägung die Rechtslage im Zeitpunkt des Erlasses des in 

Wiedererwägung zu ziehenden Entscheides unter Berücksichtigung der 

damals bestandenen Rechtspraxis massgeblich (BGE 138 V 147 E.2.1). 

Dementsprechend ist vorliegend die Rechtslage am 5. November 2001 

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massgeblich. Das bedeutet, dass im vorliegenden Fall nicht auf das 

ATSG abzustellen ist, welches erst am 1. Januar 2003 in Kraft tat, 

sondern auf das UVG in der am 5. November 2001 geltenden Fassung 

(nachfolgend: altUVG). Zu berücksichtigen sind die Verhältnisse und der 

Wissensstand zum damaligen Zeitpunkt (Urteil des Bundesgerichts 

8C_517/2007 vom 16. September 2007 E.4.1).

b) Das UVG trat am 1. Januar 1984 in Kraft. Nach dessen 

Übergangsbestimmungen gelten bei Versicherten der Suva im 

Zusammenhang mit den Invalidenrenten die Bestimmungen des 

bisherigen Rechts, wenn sowohl der Unfall als auch die Entstehung des 

Anspruchs in die Zeit vor dem Inkrafttreten des UVG fallen (Art. 118 Abs. 

1 UVG i.V.m. Art. 118 Abs. 2 lit. c UVG). Nach der Rechtsprechung ist ein 

solcher unter dem alten Recht entstandener Rentenanspruch in 

revisionsrechtlicher Hinsicht weiterhin nach Massgabe des KUVG zu 

beurteilen (BGE 118 V 293 E.2a). Vorliegend verunfallte der 

Beschwerdeführer erstmals beim Sturz vom Dach am _____ und erlitt 

danach am _____ einen weiteren Unfall an der Kehlmaschine. Die 

erstmalige Rentenzusprache erfolgte mit Verfügung vom 19. Juli 1979 

(Suva-act. I/64). Somit ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

wiedererwägungsweise nicht nach dem altUVG sondern nach dem davor 

geltenden Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung 

(KUVG) vom 13. Juni 1911 zu beurteilen.

c) Zu prüfen ist somit, ob die Suva mit dem Entscheid vom 5. November 

2001 die damals anwendbare Revisionsbestimmung von Art. 80 Abs. 1 

KUVG korrekt umgesetzt hat. Nach dieser Bestimmung tritt für die 

Folgezeit eine entsprechende Erhöhung oder Verminderung der Rente 

oder deren Aufhebung ein, wenn die Erwerbsfähigkeit nach Festsetzung 

der Rente erheblich grösser oder geringer wird. Dabei ist nach damals 

geltender Rechtsprechung die Rente nicht nur bei einer wesentlichen 

Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch dann, 

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wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen 

Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ob eine solche 

Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, 

wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, 

mit demjenigen zur Zeit des streitigen Revisionsentscheides (BGE 112 V 

387 E.1b). Damit entspricht die vorliegend relevante Rechtslage nota 

bene weitgehend der Rechtslage, wie sie auch aktuell noch gilt, wurde 

doch die Revisionsvorschrift von Art. 80 Abs. 1 KUVG inhaltlich 

übereinstimmend in die neueren Gesetze übernommen (Art. 22 altUVG, 

Art. 17 ATSG; BGE 118 V 293 E.2d).

5. a) Eine wiedererwägungsweise Änderung eines rechtskräftigen Entscheids 

setzt wie erwähnt eine zweifellose Unrichtigkeit dieses Entscheids und 

eine erhebliche Bedeutung seiner Berichtigung voraus (Art. 53 Abs. 2 

ATSG). Zweifellose Unrichtigkeit liegt nach der Rechtsprechung vor, 

wenn kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit des Entscheides 

möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne 

qualifiziert unrichtig ist ein Entscheid, wenn die notwendigen 

fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der 

erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung in 

unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen 

wurde. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem 

Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis 

im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer 

Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser 

Unrichtigkeit aber aus (BGE 141 V 405 E.5.2).

b) Mit Entscheid vom 5. November 2001 lehnte die Suva eine Erhöhung der 

bisherigen, mit Verfügung vom 2. Dezember 1981 zugesprochenen 40 % 

Rente ab. Ob dieser Entscheid (Ablehnung Rentenerhöhung) zweifellos 

unrichtig ist, wird durch eine Überprüfung der damaligen 

Entscheidgrundlagen geklärt, mithin im vorliegenden Fall durch einen 

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Vergleich der Sachverhalte im Zeitpunkt der ursprünglichen 

Rentenverfügung vom 2. Dezember 1981 (Erhöhung der Rente von 30 % 

auf 40 % [Suva-act. I/105]) und im Zeitpunkt des Entscheids vom 5. 

November 2001. Dabei ist die Frage, ob und inwieweit sich der 

gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers von 1981 bis 2001 

verändert hat, gestützt auf Unterlagen zu klären, die ärztliche Fachleute 

zur Verfügung stellen. Diese medizinischen Unterlagen unterliegen wie 

sämtliche Beweismittel in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der 

freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. ATSG). Der Beweiswert der ärztlichen 

Stellungnahmen hängt deshalb nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung davon ab, ob sie für die streitigen Belange umfassend 

sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und in den 

daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen (BGE 

134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3). Das Bundesgericht hat es aber mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug 

auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien 

für die Beweiswürdigung aufzustellen. Danach kommt auch den Berichten 

und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Allerdings kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer 

Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem 

gerichtlichen Gutachten oder einem Gutachten eines 

versicherungsexternen Gutachters, welches nach Art. 44 ATSG in Auftrag 

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gegeben wurde. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. zum 

Ganzen BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4). Nach der 

Rechtsprechung kann auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert 

zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E.3.2.2).

c) Vorliegend wurde der Zustand des Beschwerdeführers bezüglich seines 

Rückens und seiner linken Hand zum Zeitpunkt der ursprünglichen 

Rentenverfügung vom 2. Dezember 1981 wie folgt beschrieben:

- Der Kreisarzt Dr. med. F._____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 

10. November 1981 (Suva-act. I/103) einen Status nach 

Navicularefraktur links, nach Navicularepseudarthrose und nach 

Schraubenversorgung und -entfernung, eine mässige konzentrische 

Bewegungseinschränkung des linken Handgelenkes, eine 

Krafteinbusse der linken Hand, einen Status nach Rückenkontusion 

und nach Laminektomie wegen Diskushernie L5/S1 rechts, eine 

rezidivierende Lumboischialgie rechts, eine eingeschränkte 

Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule, eine verminderte Belastbarkeit 

der Wirbelsäule und eine radiologische Discarthrosis L5/S1. Dr. med. 

F._____ erwähnte zudem, dass der Beschwerdeführer angegeben 

habe, er habe kein richtiges Gefühl im Bereiche des linken 

Ringfingers. 

- Mit Röntgenbefund vom 11. November 1981 (Suva-act. I/104) wurde 

bei der BWS eine normale Knochenstruktur beschrieben, bei der LWS 

ebenfalls eine normale Knochenstruktur mit Status nach 

Laminektonomie S1, verschmälertem Intervertebralabstand L5/S1, 

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leichter subchondraler Sklerosierung der Deck- und Bodenplatte 

(Discarthrose) und mit einer angedeuteten Retrolisthesis L4/L5. An der 

linken Hand zeigte die Röntgenaufnahme einen Status nach 

Navicularefraktur und operativer Sanierung, eine etwas fleckig 

cystische Knochenstruktur des os naviculare und keine Hinweise für 

Pseudoarthrosis.

d) Die gesundheitliche Entwicklung in der Zeitspanne von 1981 bis 2001 

wurde in den folgenden Unterlagen echtzeitlich dokumentiert:

- Im MEDAS Gutachten vom 26. August 1986 (Suva-act. I/107) 

erwähnte Dr. med. G._____ die linke Hand kaum und diagnostizierte 

nur einen Zustand nach Amputation des linken Ringfingers im 

Mittelglied und nach Navicularefraktur. Bezüglich Rücken wurden eine 

Dorsalgie und eine Lumbalgie diagnostiziert bei Retrolisthesis des 

vierten Lendenwirbelkörpers auf dem fünften, mit Blockierung der 

Bewegungssegmente von L3 bis S1 bei einem Zustand nach 

Entfernung eines grossen luxierten Massenprolapses L4/5 und bei 

einer Osteochondrose L5/S1. Dazu führte Dr. med. G._____ aus, auch 

wenn der Patient aggraviere, so seien die Rückenbeschwerden 

aufgrund des radiologischen Befundes und der beobachtbaren 

Beeinträchtigung der Beweglichkeit der LWS durchaus glaubhaft.

- Dr. med. H._____, Spezialarzt für Innere Medizin FMH, diagnostizierte 

in seinem Bericht vom 29. Juni 1987 (Suva-act. I/108) eine 

posttraumatische Lumbalgie sowie ausstrahlende Schmerzen gegen 

den Unterbauch. Er empfiehlt ein Weiterfahren mit Voltaren, wie vom 

Hausarzt verordnet, sowie Entlastung und lokale Eisapplikation. 

- Der Hausarzt Dr. med. I._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie 

FMH, schilderte in seinem Bericht vom 4. Oktober 2001 (Suva-act. 

I/117) den Verlauf der Hand- und Rückenbeschwerden seit 1991. Er 

bezog sich dabei zunächst auf einen nicht von der Suva versicherten 

Unfall vom _____, eine Messerstichverletzung im Bereich der 

Hohlhand links, welche gleichentags chirurgisch versorgt und rund drei 

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Monate später reoperiert wurde. Dr. med. I._____ gab sodann an, im 

Herbst 1997 seien schnellende Finger I und III links und ein 

cavenöses Haemangiom im Amputationsstumpf des Ringfingers links 

festgestellt worden und am 3. Oktober 1997 sei eine 

Ringbandspaltung im Bereich der Finger I und III links und eine 

Tumorektomie in toto erfolgt. Danach habe der Patient längere Zeit 

über eine Kraftlosigkeit der linken Hand geklagt, seit Dezember 1997 

habe aber keine Behandlung wegen der Handproblematik mehr 

stattgefunden. Anlässlich zweier Konsultationen im September 1998 

und im September 2000 habe der Patient über Krämpfe in der linken 

Hand geklagt, welche seit der Schnittverletzung aufgetreten seien, und 

anlässlich einer Konsultation im September 2001 habe er über 

Handgelenksschmerzen geklagt. Im Oktober 2001 erhob Dr. med. 

I._____ dann folgende Befunde: Im Bereich des Handgelenkes dorso-

radial fänden sich reizlose, verschiebliche und indolente Narben. Die 

Fingerextension sei durchwegs frei, bei der Fingerflexion werde ein 

vollständiger Faustschluss erreicht. Es liege eine deutliche Atrophie 

von Thenar (Daumenballenmuskel) und Hypothenar 

(Kleinfingerballenmuskel) links vor. Zum Thema Rückenschmerzen 

gab Dr. med. I._____ an, am 2. Juli 1993 habe der Patient 

Cervicobrachialgien beklagt, klinisch habe er eine Trapezmyogelose 

rechts gefunden. Am 11. September 2001 habe der Patient über 

brennende Thoraxschmerzen geklagt und er habe eine leichtgradige 

rechtskonvexe BWS-Skoliose mit Rippenbuckelbildung rechts und 

panvertebralem Muskelhartspann thorakal gefunden. Die Behandlung 

sei in beiden Fällen mittels Schmerzmitteln erfolgt. Zurzeit lägen 

inspektorisch keine Auffälligkeiten vor. Indessen falle in allen 

Bewegungsrichtungen eine verminderte lumbale Beweglichkeit auf.

e) Der Kreisarzt Dr. med. C._____, Facharzt für Orthopädie und 

Traumatologie FMH, kommt nach Einsicht in die Akten in seiner 

Beurteilung vom 25. Juni 2015 (Suva-act. I/148) zum Schluss, es könne 

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im Zeitraum von 1981 bis 2001 nicht von einer eindeutigen 

Verschlechterung ausgegangen werden. Es sei weder radiologisch noch 

klinisch eine Verschlechterung beschrieben worden. Er bezieht sich dabei 

insbesondere auf die Berichte von Dr. med. G._____ (Suva-act. I/107) 

und Dr. med. I._____ (Suva-act. I/117). Zudem weist Dr. med. C._____ 

darauf hin, dass die letzten Röntgenbilder von LWS und BWS eine 

altersentsprechende normale Wirbelsäule zeigten, dass am Rücken nur 

konservative Behandlungen wegen Muskelhartspann und 

Cervicobrachialgien notwendig gewesen seien und dass der 

Beschwerdeführer offenbar aus psychischen Gründen eher zu einer 

Aggravation der Beschwerden neige. Dieser kreisärztlichen Beurteilung 

ist volle Beweiskraft beizumessen (vgl. dazu vorne E.5b). Sie ist für die 

streitigen Belange umfassend und stützt sich auf die relevanten, in der 

vorstehenden Erwägung zitierten medizinischen Unterlagen. Auf eine 

persönliche Untersuchung konnte Dr. med. C._____ verzichten, da es 

nicht darum ging, den aktuellen Gesundheitszustand zu klären, sondern 

die Gesundheitsentwicklung von 1981 bis 2001 zu beurteilen. Dr. med. 

C._____ interpretiert die medizinischen Fakten auf nachvollziehbare 

Weise und begründet seine Schlussfolgerung hinlänglich. Seine 

Beurteilung ist in sich widerspruchsfrei und es gibt keinerlei Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit. Insbesondere finden sich in den Akten keine 

ärztlichen Einschätzungen, welche der Beurteilung von Dr. med. C._____ 

widersprechen würden. Auch der Beschwerdeführer hat keine ärztlichen 

Berichte eingereicht, welche für eine wesentliche Verschlechterung des 

Zustandes von 1981 bis 2001 sprechen würden.

f) Die Beurteilung von Dr. med. C._____ steht sodann in Übereinstimmung 

mit der Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. K._____, Facharzt für 

Chirurgie FMH. Dieser führt in seinem Bericht vom 29. Januar 2015 

(Suva-act. I/136) aus, bereits im Jahre 1980 sei durch zwei neurologische 

Gutachter die Unfallkausalität der Rückensymptomatik in Frage gestellt 

worden. Prinzipiell sei zumindest davon auszugehen, dass die 

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Rückenverletzung im Jahre 1980 abgeheilt gewesen sei, respektive der 

status quo sine erreicht gewesen sei.

g) Der Beschwerdeführer macht im Rahmen des vorliegenden Verfahrens 

nicht explizit geltend, sein Zustand habe sich zwischen 1981 und 2001 

wesentlich verschlechtert. Er ist vielmehr der Ansicht, seine Rente sei von 

Beginn weg zu tief angesetzt gewesen, Personen mit ähnlichen Unfällen 

bekämen eine 60 bis 70 % Rente und er müsse mit einer 40 % Rente 

über die Runden kommen. Dieses Vorbringen ist unbehelflich. Zum einen 

ist der Beschwerdeführer als medizinischer Laie nicht in der Lage, seine 

Restarbeitsfähigkeit sachgemäss einzuschätzen und die 

Beeinträchtigungen, die von den zwei versicherten Unfällen herrühren, 

abzugrenzen von Beschwerden aus anderen Unfällen und alters- und 

krankheitsbedingten Gesundheitsproblemen. Und zum anderen geht aus 

den Akten deutlich hervor, dass der Beschwerdeführer die Tendenz hat, 

seine Einschränkungen zu übertreiben und falsch einzuschätzen. So 

führte zum Beispiel Dr. med. L._____ in seinem neurologischen 

Gutachten vom 11. Dezember 1979 (Suva-act. I/73) aus, die 

festgestellten Ausfälle seien eher gering und stünden im Widerspruch mit 

den massiven subjektiven Beschwerden des Patienten, welche zum Teil 

durch eine psychogene Überlagerung bedingt seien. Er manifestiere 

Verdeutlichungstendenzen, welche zum Teil wahrscheinlich unbewusst im 

Rahmen einer Rentenneurose aufträten. Dr. med. E._____ gab in seinem 

psychiatrischen Gutachten vom 26. Februar 1980 (Suva-act. I/76) an, der 

Aggravation und Simulation liege eine unfallneurotische Störung zu 

Grunde. Dr. med. M._____ gab mit Bericht vom 12. September 1980 

(Suva-act. I/85) an, er habe anlässlich seiner neurochirurgischen 

Untersuchung ein „enorm demonstratives Verhalten“ festgestellt. Im 

MEDAS Gutachten vom 26. August 1986 (Suva-act. I/107) wurde eine 

neurotische Fehlentwicklung hysterischer Prägung mit abnormer 

Charakterstruktur und mit Aggravation erwähnt. Als letztes Beispiel sei 

der kreisärztliche Bericht vom 29. Januar 2015 (Suva-act. I/136) 

- 16 -

angeführt, wo Dr. med. K._____ angab, die aktuelle Problematik sei 

überwiegend wahrscheinlich auf degenerative Veränderungen mit 

psychopathologischer Überlagerung zurückzuführen.

h) Anlässlich der Besprechung bei der Suva Agentur in Y._____ am 14. 

September 2001 gab der Beschwerdeführer gemäss 

Besprechungsprotokoll (Suva-act. I/115) an, die Beweglichkeit der Finger 

an der linken Hand habe sich stark verschlechtert, das spontane 

Bewegen der Finger aus eigener Kraft sei ihm praktisch nicht mehr 

möglich. Es fehle ihm die Kraft, er könne mit der linken Hand kaum etwas 

bewegen oder halten. In den vergangenen Jahren habe sich die Situation 

verschlechtert. Auch die Rückenbeschwerden hätten sich verstärkt, er 

nehme regelmässig schmerzstillende Medikamente und sei bei seinem 

Hausarzt Dr. med. I._____ seit Jahren regelmässig in Behandlung. Auch 

aus dieser Aussage lässt sich nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers 

ableiten. Die Aussage des Beschwerdeführers ist unglaubwürdig, weil sie 

im Widerspruch steht zu den Feststellungen von Dr. med. I._____ in 

seinem rund drei Wochen nach der Besprechung verfassten Bericht vom 

8. Oktober 2001 (Suva-act. I/117, vgl. vorne E.5d). In diesem Bericht 

beschrieb Dr. med. I._____ für die linke Hand eine fast gänzlich freie 

Fingerbeweglichkeit, eine zwar reduzierte aber keinesfalls ganz fehlende 

Handkraft und nur zwei Konsultationen wegen Rückenschmerzen (Juli 

1993, September 2001). 

i) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass gestützt auf die 

voll beweiskräftige Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. C._____ und 

gestützt auf die medizinischen Akten mit der Suva davon auszugehen ist, 

dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers im 

Zeitraum zwischen dem 2. Dezember 1981 und dem 5. November 2001 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht wesentlich verschlechtert hat. 

Die Verweigerung einer Erhöhung der bisherigen 40 % Rente mit 

Entscheid vom 5. November 2001 war deshalb korrekt. Eine zweifellose 

- 17 -

Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG liegt somit nicht vor. Bei 

diesem Ergebnis kann auf die Prüfung der zweiten 

Wiedererwägungsvoraussetzung, der erheblichen Bedeutung einer 

Berichtigung, verzichtet werden. Die Suva hat somit das 

Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers vom 27. April 2015 zu 

Recht abgewiesen und der angefochtene Einspracheentscheid ist in 

diesem Punkt nicht zu beanstanden.

6. Zu prüfen ist nun, ob die Suva ihre Leistungspflicht im Zusammenhang 

mit der Tendovaginitis stenosans am Ringfinger der linken Hand zu Recht 

verneint hat. 

a) Nach Art. 6 Abs. 1 UVG erbringt der Unfallversicherer 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten. Vorliegend ist unbestritten, dass der Sturz des 

Beschwerdeführers von einer Baracke und der Vorfall mit der 

Kehlmaschine Berufsunfälle darstellen, und dass der Beschwerdeführer 

für die Folgen dieser Unfälle bei der Suva versichert ist.

b) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und 

ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E.3.2). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene gesundheitliche 

Schaden nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 

beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 

kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 

alleinige oder unmittelbare Ursache einer gesundheitlichen Störung ist; es 

genügt, dass der Unfall zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 

hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

- 18 -

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen 

einem Unfall und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

und die Gerichte im Rahmen der ihnen obliegenden Beweiswürdigung 

nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E.3.1). Der adäquate 

Kausalzusammenhang ist nach der Rechtsprechung dann gegeben, wenn 

der Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen 

gesundheitlichen Schaden von der Art des eingetretenen herbeizuführen, 

der Eintritt dieses Gesundheitsschadens also durch den Unfall allgemein 

als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E.3.2). 

c) Zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs sind Verwaltung 

und Gerichte auf die Angaben medizinischer Fachpersonen angewiesen. 

Vorliegend stehen folgende Angaben zur Verfügung:

- Der Kreisarzt Dr. med. D._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparats FMH, nimmt in seiner 

Beurteilung vom 14. Juni 2016 (Suva-act. I/169) Stellung zu den 

Kausalitätsverhältnissen zwischen der Tendovaginitis stenosans und 

dem Sturz vom _____. Er führt aus, die Tendovaginitis im Bereich des 

Ringfingers links sei erstmals über 40 Jahre nach dem Unfallereignis 

dokumentiert. Bei diesem langen Zeitintervall sei der 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis von 1974 nur möglich, nicht 

aber überwiegend wahrscheinlich.

- In der kreisärztlichen Beurteilung vom 15. September 2016 (Suva-act. 

II/21) nimmt Dr. med. D._____ Stellung zum Kausalzusammenhang 

mit dem Unfall an der Kehlmaschine. Er verweist auch hier auf die 

über 40jährige Zeitspanne zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 

Tendovaginitis stenosans und führt aus, die kreisärztlichen 

- 19 -

Nachuntersuchungen seien damals durch zwei verschiedene 

Kreisärzte erfolgt, die beschriebenen Befunde seien sich durchwegs 

sehr ähnlich. In keinem der Dokumente sei eine Problematik in Bezug 

auf die Beugesehne des Ringfingers festgehalten bei freier 

Beweglichkeit und bei Beschwerdefreiheit. Es sei somit sehr 

unwahrscheinlich, dass im Verlauf dieser Jahre eine 

Beugesehnenproblematik aufgetreten sei. Diese Tendovaginitis müsse 

also im sehr viel späteren Verlauf entstanden sein und habe somit mit 

dem Unfallereignis keinen zumindest überwiegend wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhang.

d) Die Rechtsprechung zur Beweiswürdigung von medizinischen Berichten 

und Gutachten wurde bereits vorne in Erwägung 5b dargelegt. Vor dem 

Hintergrund dieser Rechtsprechung hat die Suva den Beurteilungen des 

Kreisarztes Dr. med. D._____ zu Recht volle Beweiskraft beigemessen. 

Dr. med. D._____ beantwortete die streitige Frage schlüssig und 

umfassend. Ihm standen sämtliche Vorakten zur Verfügung, und der von 

ihm verfasste Auszug aus den relevanten Vorakten belegt, dass er sich 

eingehend mit dem Fall beschäftigt hat. Eine persönliche Untersuchung 

des Beschwerdeführers war nicht notwendig, da ein aktueller, lückenloser 

und unbestrittener Befund vorlag (Überweisungsschreiben Dr. med. 

N._____, Allgemeine Medizin FMH, vom 21. März 2016 [Suva-act. I/155]; 

Bericht des Kantonsspitals Graubünden zur handchirurgischen 

Sprechstunde vom 18. April 2016 [Suva-act. I/156]), und da es lediglich 

um die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs ging, mithin 

also nur um eine ärztliche Einschätzung des Unfallgeschehens und des 

aktenmässig dokumentierten Verlaufs der Problematik an der linken 

Hand. Sodann sind die Stellungnahmen des Kreisarztes nachvollziehbar 

und die Schlussfolgerungen sind hinlänglich begründet. Eine 

abweichende ärztliche Kausalitätsbeurteilung liegt nicht vor und wurde 

auch vom Beschwerdeführer nicht eingereicht. Im Bericht des 

Kantonsspitals vom 18. April 2016 (Suva-act. I/156) wurde lediglich darauf 

- 20 -

hingewiesen, dass der Patient selber einen klaren Zusammenhang 

zwischen dem Unfall von 1975 und den jetzt aufgetretenen Beschwerden 

sehe. Indessen geht aus dem Bericht nicht hervor, ob dies auch der 

Meinung der untersuchenden Ärzte, Dr. med. O._____ und Dr. med. 

P._____, entspricht. Es finden sich auch sonst keine medizinischen 

Dokumente in den Akten, welche gegen die Zuverlässigkeit der 

kreisärztlichen Beurteilungen sprechen würden. Vielmehr decken sich 

seine Beurteilungen mit den übrigen medizinischen Akten. 

So beschrieb der Kreisarzt Dr. med. Q._____ am 23. Februar 1976 

(Suva-act. I/13) eine freie Beweglichkeit des linken Ringfingers im 

Grundgelenk und im Fingermittelgelenk. Auch der Kreisarzt Dr. med. 

F._____ hielt in seinen Berichten vom 27. April 1978 (Suva-act. I/24) und 

vom 3. Juli 1979 (Suva-act. I/61) für den teilamputierten Finger eine freie 

Beweglichkeit, reizlose Stumpfverhältnisse und keine trophischen oder 

zirkulatorischen Auffälligkeiten fest. Im Austrittsbericht des 

Nachbehandlungszentrums Bellikon vom 11. Dezember 1978 (Suva-act. 

I/49) wurde die linke Hand als unauffällig beschrieben. Im Rahmen der 

neurologischen Begutachtung durch Dr. med. L._____ am 11. Dezember 

1979 (Suva-act. I/73) wurden keinerlei Probleme am linken Ringfinger 

erwähnt, und im kreisärztlichen Bericht von Dr. med. F._____ vom 10. 

November 1981 (Suva-act. I/103) wurden nebst einer Hypästhesie nach 

wie vor reizlose Stumpfverhältnisse und eine freie Beweglichkeit 

beschrieben. Im MEDAS Gutachten vom 26. August 1986 (Suva-act. 

I/107) wurden wiederum keine Probleme am linken Ringfinger erwähnt. 

Im Bericht des damaligen Hausarztes des Beschwerdeführers, Dr. med. 

I._____, vom 4. Oktober 2001 (Suva-act. I/117; vgl. vorne E.5d) wurde 

dann erstmals eine Tendovaginitis stenosans erwähnt, allerdings nicht am 

Ringfinger, sondern am Daumen und am Mittelfinger der linken Hand. 

Gemäss Bericht trat dieses Problem im Herbst 1997 auf und wurde durch 

Ringbandspaltung am 3. Oktober 1997 behoben. Ein Zusammenhang mit 

den Unfällen von 1974 und 1975 wurde damals offensichtlich nicht 

- 21 -

hergestellt. Vielmehr scheint der Hausarzt Dr. med. I._____ diese 

Probleme mit dem nicht bei der Suva versicherten Unfall vom 30. 

November 1996 in Verbindung zu bringen, als der Beschwerdeführer eine 

Messerstichverletzung im Bereich der linken Hohlhand erlitt, welche 

chirurgisch unter anderem mit einer Beugesehnennaht und einer 

Beugesehnenthenolyse versorgt werden musste. Die aktuelle Problematik 

am linken Ringfinger wurde erstmals im Bericht von Dr. med. N._____, 

Allgemeine Medizin FMH, vom 21. März 2016 (Suva-act. I/155) erwähnt. 

Telefonisch ergänzte Dr. med. N._____ (Telefonnotiz vom 29. April 2016; 

Suva-act.I/159), dass der Beschwerdeführer vor zirka acht Monaten 

erstmals über Schmerzen am amputierten Finger geklagt habe. Bei der 

handchirurgischen Sprechstunde am Kantonsspital Graubünden vom 18. 

April 2016 wurde die Tendovaginitis stenosans dann überhaupt erstmals 

diagnostiziert (Suva-act. I/156). Der Kreisarzt Dr. med. D._____ geht vor 

diesem Hintergrund zu Recht davon aus, dass der linke Ringfinger nach 

der Teilamputation beim Unfall von 1975 mit Ausnahme von 

geringfügigen Sensibilitätsstörungen gänzlich ausheilte und bis zirka 

August 2015 keinerlei Beschwerden an diesem Finger auftraten. 

e) Es hat sich gezeigt, dass die Beurteilungen des Kreisarztes Dr. med. 

D._____ voll beweiskräftig sind. Die Suva hat deshalb zu Recht gestützt 

auf diese kreisärztlichen Beurteilungen den natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen der Tendovaginitis stenosans am linken 

Ringfinger und den Unfällen von 1974 und 1975 verneint. Fehlt es wie 

vorliegend überwiegend wahrscheinlich an einem natürlichen 

Kausalzusammenhang im medizinischen-naturwissenschaftlichen Sinn, 

so erübrigt sich eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs. Die 

Suva hat ihre Leistungspflicht hinsichtlich der Tendovaginitis stenosans 

am linken Ringfinger somit zu Recht verneint.

7. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2016 erweist 

sich damit in allen Punkten als rechtmässig, was zu seiner Bestätigung 

- 22 -

und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der obsiegenden Suva nicht 

zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]