# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2646c92d-ff78-5215-ad57-136a3c89f7d3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.07.2009 E-4144/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4144-2009_2009-07-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4144/2009/noc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer (Vorsitz),
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...)
Kamerun,
vertreten durch lic. iur. Daniel Weber, Fürsprecher, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen 
Wiedererwägungsentscheid); Verfügung des BFM vom 
28. Mai 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4144/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 2. September 2003 in der Schweiz um 
Asyl  nachsuchte  und zur  Begründung angab,  er  habe ungefähr  drei 
Monate  vor  seiner  Ausreise  aus  Kamerun  B._______,  einen 
Schweizerbürger,  kennengelernt,  seine  Homosexualität  entdeckt  und 
mit B._______ eine Beziehung begonnen,

dass er  seinen Freund nach zwei Monaten seiner Familie vorgestellt 
habe,  welche  ihn  daraufhin  verstossen  habe,  und die  Dorfbewohner 
ihn  aufgrund  seiner  homosexuellen  Beziehung  beschimpft,  bedroht, 
mit Steinen beworfen und geächtet hätten,

dass das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) mit Verfügung vom 30. No-
vember 2004 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a altAsylG auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung 
sowie deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde an die da-
mals zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  vom 
3. Dezember 2004 anfocht  und diese die Beschwerde mit  Urteil  vom 
24. Februar 2005 guthiess, die BFF-Verfügung aufhob und die Sache 
zur  materiellen  Prüfung  in  einem ordentlichen  Asylverfahren  an  das 
BFM zurückwies, 

dass das BFM mit Verfügung vom 17. März 2005 feststellte,  der Be-
schwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  sein  Asylge-
such ablehnte,  die Wegweisung aus der  Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
14. April 2005 an die ARK anfechten liess, und die Beschwerdeinstanz 
diese mit Urteil  vom 20. April 2005 abwies, wobei sie unter anderem 
die homosexuelle Orientierung des Beschwerdeführers als nicht glaub-
haft gemacht erachtete,

dass der Beschwerdeführer am 21. Juli 2005 bei der ARK ein Revisi-
onsbegehren einreichte und beantragte, das Urteil vom 20. April 2005 
sei  aufzuheben  und  das  Asylverfahren  beziehungsweise  das  Be-
schwerdeverfahren sei wieder aufzunehmen,

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dass er zur Begründung geltend machte, mit  dem nun eingereichten 
ärztlichen  Gutachten  vermöge  der  Beschwerdeführer  seine  ihm sei-
tens der Asylbehörden bisher nicht geglaubte Homosexualität  hinrei-
chend darzutun,

dass  die  ARK  das  Revisionsbegehren  mit  Urteil  vom  22. Dezem-
ber 2005 guthiess, das Urteil vom 20. April 2005 aufhob und das Be-
schwerdeverfahren wieder aufnahm,

dass das Bundesverwaltungsgericht  per 1. Januar 2007 die Behand-
lung des bei der ARK hängigen Beschwerdeverfahrens übernahm und 
die Beschwerde vom 14. April 2005 mit Urteil  vom 16. Juni 2008 ab-
wies,

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, alleine aus dem 
Umstand, dass der Beschwerdeführer inzwischen seine Homosexuali-
tät belegt habe, sei nicht zu schliessen, dass seine Vorbringen insge-
samt  glaubhaft  seien,  vielmehr  würden  zahlreiche  Unstimmigkeiten 
auch weiterhin bestehen,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. August 2008 um Re-
vision dieses Urteils und um Wiederaufnahme des Beschwerdeverfah-
rens nachsuchte,

dass er zur Begründung geltend machte, es lägen neue und erhebliche 
Beweismittel – insbesondere ein Haftbefehl, welcher die Einleitung ei-
nes  Strafverfahrens  wegen  Homosexualität  beweise  –  vor,  welche 
zentrale  Asylvorbringen  zu  belegen  vermöchten,  welche  ihm  bisher 
nicht geglaubt worden seien,

dass er  mit  Eingabe vom 7. März 2009 einen ärztlichen Bericht  vom 
8. Dezember 2008 zu den Akten reichen liess und gestützt darauf so-
wie auf die am 10. Februar 2009 eingereichten Beweismittel um wie-
dererwägungsweise Aufhebung der Dispositivziffern 1 und 5 der Zwi-
schenverfügung vom 18. September 2008 sowie sinngemäss die Aus-
setzung des Wegweisungsvollzugs nachsuchte,

dass ein Facharzt für Innere Medizin in seinem Bericht vom 8. Dezem-
ber 2008 beim Beschwerdeführer einen HIV-Infekt (...) diagnostizierte,

dass der Arzt im selben Bericht festhielt, der Beschwerdeführer habe 
ihn im Jahre 2005 mehrmals konsultiert und der erste positive HIV-Test 

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sei (...) 2005 gemacht worden, wobei der Bestätigungstest vom Pati-
enten verweigert worden sei,

dass die Untersuchungen nun eine deutlich erniedrigte CD4-Zellzahl 
zeigten,  was  einer  klaren  Immundeffizienz  entspreche,  der  Patient 
zwar diesbezüglich noch nie erkrankt, eine Behandlung des HIV-Infek-
tes nun aber klar indiziert sei, wobei eine solche Behandlung lebens-
lang weitergeführt werden müsse,

dass  sich  die  Frage stelle,  ob  der  Patient  in  den nächsten Wochen 
ausgeschafft werde, weil in einem solchen Falle die Therapie erst an-
schliessend begonnen werden sollte, weil dann die Medikamente ge-
wählt werden könnten, die einsetzbar seien,

dass ohne Therapie die Wahrscheinlichkeit einer schweren Krankheits-
entwicklung langfristig hochwahrscheinlich sei,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung vom 10. 
März 2009 den Vollzug der Wegweisung im Rahmen einer vorsorgli-
chen  Massnahme  und  gestützt  auf  Art.  112  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) bis zum Entscheid über das Revisi-
onsbegehren aussetzte,

dass das Bundesverwaltungsgericht das Revisionsgesuch vom 26. Au-
gust 2008 mit Urteil  vom 26. März 2009 abwies, soweit darauf einge-
treten wurde, 

dass  es  zur  Begründung im Wesentlichen  ausführte,  die  neuen Be-
weismittel  betreffend  die  Verfolgung  des  Beschwerdeführers  infolge 
seiner Homosexualität vermöchten nichts zu seinen Gunsten zu bewir-
ken,  insbesondere da im Haftbefehl  vom (...) 2003 eine unpassende 
Gesetzesbestimmung genannt werde und auch nicht begründet werde, 
weshalb es im Verlauf des ordentlichen Asylverfahrens nicht möglich 
gewesen sein sollte, eine Kopie desselben einzureichen,

dass weiter mit dem Vorbringen, der Beschwerdeführer leide an einem 
HIV-Infekt kein Revisionsgrund, sondern eine neue Sachlage geltend 
gemacht werde, welche – selbst wenn sie dem Beschwerdeführer seit 
2005 bekannt sei – revisionsweise nicht geltend gemacht werden kön-
ne, zumal die Erkrankung im bisherigen Asylverfahren nie geltend ge-
macht worden sei und sich solches auch nicht aus den Akten ergebe, 

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weshalb auf das Revisionsgesuch in diesem Umfang nicht einzutreten 
sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  schriftlicher  Eingabe  ans  BFM  vom 
15. Mai 2009  mit  Hinweis  auf  den  ärztlichen  Bericht  vom 8. Dezem-
ber 2008 betreffend seine HIV-Infektion um Wiedererwägung der Verfü-
gung vom 17. März 2005 ersuchte,

dass das BFM auf das Wiedererwägungsgesuch vom 15. Mai 2009 mit 
Verfügung  vom  28. Mai 2009  nicht  eintrat,  die  Verfügung  vom 
17. März 2005 für rechtskräftig und vollstreckbar erklärte und überdies 
feststellte,  einer  allfälligen  Beschwerde  komme keine  aufschiebende 
Wirkung zu,

dass zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt wurde, mit der HIV-
Infektion des Beschwerdeführers würde keine nachträglich veränderte 
Sachlage sondern eine neue erhebliche Tatsache im Sinne von Art. 66 
Abs. 2 Bst. a  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021; recte: Art. 123 Abs. 2 Bst.a 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]) 
vorgebracht, zumal die Erkrankung dem Beschwerdeführer zum Zeit-
punkt der materiellen Beurteilung der Beschwerde durch das Bundes-
verwaltungsgericht  am  16. Juni 2008  bereits  unzweifelhaft  bekannt 
gewesen sei,

dass der Beschwerdeführer dagegen mit  Eingabe vom 27. Juni 2009 
(Poststempel) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und 
beantragte,  es  sei  die Verfügung vom 28. Mai 2009 aufzuheben und 
das BFM anzuweisen, auf das Wiedererwägungsgesuch einzutreten,

dass  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragt  wurde,  Ziffer  3  der 
Verfügung vom 28. Mai 2009 sei aufzuheben und der vorliegenden Be-
schwerde  aufschiebende  Wirkung  zuzuerkennen,  dem  Beschwerde-
führer sei die unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 
VwVG zu gewähren,

dass die mit  dem Beschwerdeverfahren befasste Instruktionsrichterin 
den Vollzug der  Wegweisung  im Rahmen einer  vorsorglichen  Mass-
nahme bis auf weiteres aussetzte und die kantonalen Vollzugsbehör-
den  mit  Faxschreiben  vom  1. Juli 2009  ersuchte,  vorläufig  von  Voll-
zugshandlungen abzusehen, 

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG,

dass  darunter  auch  Verfügungen  fallen,  mit  denen  das  BFM  (vgl. 
Art. 33 Bst. d VGG) auf ein Gesuch um Wiedererwägung eines rechts-
kräftigen Entscheides nicht eingetreten ist,

dass dagegen erhobene Beschwerden vom Bundesverwaltungsgericht 
endgültig beurteilt werden (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 
(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufge-
zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  dem  mit  Eingabe  vom  15. Mai 2009  eingereichten  ärztlichen 
Zeugnis  zu  entnehmen ist,  beim Beschwerdeführer  sei  erstmals  (...) 
2005  ein  HIV-Infekt  diagnostiziert  worden,  wobei  er  damals  die 
Durchführung eines Bestätigungstests verweigert habe, 

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dass damit  die geltend gemachte Erkrankung nach zutreffender Auf-
fassung der Vorinstanz keine nachträgliche Veränderung der Sachlage 
darstellt, zumal dieser Umstand schon vor Abschluss des ordentlichen 
Asylverfahrens  Bestand  hatte  und  dem  Beschwerdeführer  auch  be-
wusst war,

dass in diesem Zusammenhang festzustellen ist, dass der Beschwer-
deführer  in  Verletzung  seiner  Mitwirkungspflicht  bei  der  Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 8 AsylG) eine erhebliche Ver-
schleppung des vorliegenden Verfahrens herbeigeführt  hat,  indem er 
den Behörden eine ihm bekannte und wesentliche Entscheidgrundlage 
über Jahre hinweg verschwiegen hat,

dass jedoch in der Rechtsmitteleingabe zu Recht vorgebracht wird, die 
Vorinstanz  habe den Sachverhalt  unzutreffend erfasst,  indem in  der 
angefochtenen  Verfügung  lediglich  die  HIV-Infektion,  nicht  aber  die 
hieraus sich ergebende Notwendigkeit  einer medikamentösen Thera-
pie  berücksichtigt wurde,

dass  im ärztlichen Bericht  vom 8. Dezember 2008  –  wie  vorstehend 
ausgeführt  –  in  diesem Zusammenhang  dargelegt  wird,  im Rahmen 
von medizinischen Untersuchungen vom 28. November 2008 sei eine 
deutlich verminderte Anzahl an Helferzellen festgestellt worden, wes-
halb aktuell eine Behandlung des HIV-Infekts klar indiziert sei, 

dass nach dem Gesagten die ärztliche Feststellung der Notwendigkeit 
einer medikamentengestützten Behandlung zu prüfen gewesen wäre, 
zumal  sie  am  28. November 2008,  mithin  nach  dem  rechtskräftigen 
Abschluss des  ordentlichen Verfahrens am 16. Juni 2008 entstanden 
ist,

dass es sich bei der ärztlichen Einschätzung, wonach bei Unterbleiben 
einer  medikamentengestützten  Therapie  das  Risiko  einer  schweren 
Krankheitsentwicklung bestehe, um eine wesentliche Veränderung der 
Sachlage handelt, welche namentlich bei der Prüfung der Durchführ-
barkeit des Wegweisungsvollzugs zu berücksichtigen ist, 

dass demnach festzustellen ist, dass die Vorinstanz auf das Wiederer-
wägungsgesuch  vom  15. Mai 2009  mit  Verfügung  vom  28. Mai 2009 
gestützt  auf  einen  unvollständig  festgestellten  Sachverhalt  (Art.  106 
Abs. 1 Bst. b AsylG) nicht eingetreten ist,  weshalb diese aufzuheben 

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und die Sache zur materiellen Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  gegen-
standslos geworden ist,

dass dem Beschwerdeführer angesichts des Obsiegens im Beschwer-
deverfahren in  Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine Parteient-
schädigung für  ihm erwachsene notwendige Vertretungskosten zuzu-
sprechen ist  (vgl. Art. 7  des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]),

dass  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  keine  Kostennote 
eingereicht  hat,  sich  aufgrund  der  Akten  der  Aufwand  für  das  Be-
schwerdeverfahren jedoch zuverlässig abschätzen lässt,  weshalb auf 
die Einholung einer Kostennote zu verzichten ist,

dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung der massgeben-
den Berechnungsfaktoren (Art. 9-11 und 13 VGKE) auf Fr. 600.-- (inkl. 
Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  festzusetzen  und  das  BFM  entspre-
chend anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer diesen Betrag als Par-
teientschädigung auszurichten,

dass  durch  die  Ausrichtung  einer  Parteientschädigung  auch  das 
Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtsverbeiständung 
(Art. 65 Abs. 2 VwVG) gegenstandslos geworden ist,

dass die Aussetzung des Wegweisungsvollzugs bis zum Erlass einer 
anderslautenden Verfügung des BFM aufrecht zu erhalten ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die Verfügung des BFM vom 28. Mai 2009 wird aufgehoben.

3.
Die Sache wird zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückgewiesen.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5.
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 600.-- (inkl. Auslagen, ohne MwSt) auszurichten.

6.
Der Vollzug der Wegweisung bleibt bis zum Ergehen einer anderslau-
tenden Verfügung des BFM ausgesetzt.

7.
Dieses Urteil geht anden Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und C._______

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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