# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5ec6d44-10a7-548b-b91a-fa41615c6aa2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-12-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 12.12.2006 IV-2006/143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_IV-2006-143_2006-12-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV-2006/143

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Verkehr

Publikationsdatum: 12.12.2006

Entscheiddatum: 12.12.2006

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 12.12.2006
Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG. Für die Feststellung einer Alkoholabhängigkeit 
kommt der Haaranalyse nebst weiteren Indizien eine grosse Bedeutung als 
Alkoholmarker zu (Verwaltungsrekurskommission, 12. Dezember 2006, 
IV-2006/143). Eine gegen diesen Entscheid beim Bundesgericht erhobene 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde mit Urteil vom 1. Mai 2007 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.

Präsident Bruno Paoletto, Mitglieder Ruedi Winet und Urs Früh; Gerichtsschreiber 

Thomas Scherrer

 

In Sachen

X.Y.

Rekurrent,

vertreten durch,

gegen

 

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Personenzulassung, Oberer Graben 

32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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betreffend

Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit

 

Sachverhalt:

A.- X.Y. besitzt den Führerausweis der Kategorie B seit 1966. Wegen Fahrens in 

angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 2,26 Gew.-

‰, begangen am 21. Januar 2002 morgens um 7.00 Uhr, war ihm der Führerausweis 

vom 21. Januar bis 20. Juni 2002 für die Dauer von fünf Monaten entzogen.

B.- Am Samstag, 4. Februar 2006, um 11.25 Uhr, lenkte X.Y. seinen Personenwagen 

auf der Autobahn A1 von A. in Richtung B. Aufgrund der unsicheren Fahrweise mit 

Schlangenlinie alarmierte ein anderer Verkehrsteilnehmer die Polizei, die X.Y. in der 

Ausfahrt C. kontrollierte. Der wegen starken Alkoholmundgeruchs durchgeführte 

Atemlufttest verlief belastend. Der Führerausweis wurde X.Y. auf der Stelle 

abgenommen. X.Y. wirkte gemäss Polizeiprotokoll verlangsamt und müde. Seine 

Sprache war verwaschen, die Pupillen geweitet und die Augen gerötet. Er schwankte 

deutlich und musste sich zeitweise abstützen. Die Analyse der um 12.00 Uhr 

entnommenen Blutprobe ergab für den Zeitpunkt der Kontrolle eine 

Blutalkoholkonzentration von 1,74 bis 2,16 Gew.-‰. X.Y. gab an, am Vorabend 

zwischen 20.00 Uhr und 24.00 Uhr eine Flasche Wein getrunken zu haben. Der 

blutentnehmende Arzt schätzte ihn aufgrund des leicht schwankenden Gleichgewichts 

als leicht unter Alkoholeinwirkung stehend ein.

C.- Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen, Abteilung 

Personenzulassung, eröffnete am 21. Februar 2006 gegenüber X.Y. ein Verfahren 

zwecks Abklärung der Fahreignung, kündigte die Anordnung einer 

verkehrsmedizinischen Untersuchung an und verbot ihm vorsorglich das Führen von 

Motorfahrzeugen aller Kategorien. Die Untersuchung wurde mit Zwischenverfügung 

vom 1. März 2006 angeordnet. Im Gutachten vom 17. Mai 2006 kam der 

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Verkehrsmediziner gestützt auf die Untersuchung vom 18. April 2006 und insbesondere 

das Ergebnis einer vom Laboratoire National de Santé der Université du Luxembourg in 

Luxemburg durchgeführten Haaranalyse zum Schluss, bei X.Y. bestehe eine 

verkehrsrelevante Alkoholproblematik mit Abhängigkeitscharakter gemäss ICD-10 und 

empfahl eine mindestens einjährige ärztlich kontrollierte und fachtherapeutisch betreute 

Alkoholabstinenz mit Einreichen entsprechender Verlaufsberichte sowie den Verzicht 

auf eine Verordnung von suchterzeugenden zentralwirksamen Medikamenten bzw. eine 

Umstellung auf eine entsprechend unproblematische Medikation. Zu den vom 

Rekurrenten angebrachten Vorbehalten nahm der Verkehrsmediziner mit Eingabe vom 

7. Juli 2006 Stellung. Mit Verfügung vom 17. August 2006 entzog das 

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt X.Y. den Führerausweis bei einer Sperrfrist von 

zwölf Monaten auf unbestimmte Zeit. Für die Aufhebung des Entzugs wurden eine 

kontrollierte und fachlich betreute Alkoholabstinenz von zwölf Monaten und der 

Verzicht auf die Verordnung suchterzeugender zentralwirksamer Medikamente oder die 

Umstellung auf eine entsprechende unproblematische Medikation verlangt. Einem 

allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.

D.- Gegen diese Verfügung erhob X.Y. mit Eingabe seines Vertreters vom 31. August 

2006 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und dem 

Rekurrenten der Führerausweis für die Dauer eines Jahres zu entziehen. - Auf die 

Ausführungen zur Begründung des Antrags wird, soweit notwendig, in den 

Erwägungen eingegangen.

Mit Vermerk vom 8. September 2006 verzichtete die Vorinstanz auf eine 

Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 31. August 2006 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 24 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01, abgekürzt: 

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SVG; Art. 41 lit. e, 45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 

951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- Hinsichtlich des vorinstanzlichen Verfahrens macht der Rekurrent eine Verletzung 

seiner Parteirechte geltend. Er sei vom Gutachter ungenügend auf die Bedeutung der 

Haaranalyse, auf deren Ergebnis praktisch ausschliesslich abgestellt worden sei, 

hingewiesen worden, insbesondere seien ihm nicht klar und deutlich deren Vor- und 

Nachteile erläutert und dargetan worden. Durch den Beizug eines weiteren Gutachtens 

des Gesundheitslabors in Luxemburg sei der Gutachtensauftrag verletzt worden. 

Kernpunkt des verkehrsmedizinischen Gutachtens sei ein Fremdgutachten. Die 

luxemburgischen Gutachter seien von der Vorinstanz nicht auf die Strafandrohung von 

Art. 307 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (SR 311.0, abgekürzt: StGB) 

aufmerksam gemacht worden. Unter diesen Umständen könne auf den 

Untersuchungsbefund aus Luxemburg nicht abgestellt werden.

Die Behörde oder das von ihr beauftragte Verwaltungsorgan ermittelt gemäss Art. 12 

Abs. 1 VRP den Sachverhalt und erhebt die Beweis von Amtes wegen durch Befragen 

von Beteiligten, Auskunftspersonen und Zeugen, durch Beizug von Urkunden, 

Amtsberichten und Sachverständigen, durch Augenschein sowie auf andere geeignete 

Weise. Ohne ausdrückliche Ermächtigung ist es einem beigezogenen 

Sachverständigen untersagt, Hilfspersonen beizuziehen, es sei denn für notwendige 

Vorbereitungsaufgaben (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. 

Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 975 mit Hinweisen). Strafprozessual wird der Beizug von 

Hilfspersonen durch den Gutachter unter seiner Verantwortung als zulässig erklärt. 

Auch wenn beispielsweise ein Gutachten im Wesentlichen von einem Assistenzarzt 

ausgearbeitet wurde, ist es dem Chefarzt, der den Gutachtenauftrag entgegen 

genommen und das Gutachten geprüft hat, zuzurechnen und von diesem zu 

verantworten (vgl. Hauser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. 

Aufl. 2005, S. 312; N. Oberholzer, Grundzüge des Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2005, Rz. 

933).

Vorab ist festzustellen, dass im Rekurs weder das Ergebnis der Haaranalyse als 

solches noch die fachliche Befähigung des mit der Analyse beauftragten 

luxemburgischen Labors und dessen Mitarbeiter bestritten wird. Für entsprechende 

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Zweifel sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich. Da der Sachverständige das 

richterliche Wissen durch besondere Kenntnisse aus seinem Spezialgebiet ergänzen 

soll (vgl. Oberholzer, a.a.O., Rz. 917), versteht es sich von selbst, dass er dabei auch 

neue wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt. Auch wenn es sich bei der 

Haaranalyse im Zusammenhang mit dem Nachweis vergangenen Alkoholkonsums um 

ein neues, noch nicht breit eingesetztes Instrument der Diagnostik handelt, ändert dies 

nichts an dessen Geeignetheit und Zuverlässigkeit (vgl. dazu unten E. 3c/cc). Dass der 

Gutachter das Mittel der Haaranalyse einsetzte, war vorliegend vor allem deshalb 

gerechtfertigt, weil aufgrund der vom Rekurrenten geltend gemachten Lebererkrankung 

von einer allenfalls beschränkten Aussagekraft erhöhter Leberwerte auszugehen war.

Anlässlich der verkehrsmedizinischen Untersuchung des Rekurrenten vom 18. April 

2006 wurden neben der Haarprobe auch je eine Blut- und Urinprobe zwecks 

Laboruntersuchungen asserviert. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen, die allesamt 

nicht durch den Gutachter selbst, sondern durch Laborangestellte vorgenommen 

wurden, bildeten neben den vom Gutachter selbst in der körperlichen Untersuchung 

erhobenen Befunden die Basis für das Gutachten. Aufgabe des Gutachters war es, die 

labormässig festgestellten Messergebnisse im Hinblick auf die an ihn gestellten Fragen 

zu würdigen. Für diese Würdigung war die Feststellung auf dem Untersuchungsbefund 

des Laboratoire National de Santé der Université du Luxembourg, wonach das 

Ergebnis der toxikologischen Untersuchung eine Alkoholabstinenz während der letzten 

drei Monate vor dem Haarschnitt ausschliesse, nicht von Belang. Vielmehr oblag es 

dem Gutachter, der auch die Haarprobe entnommen hatte und damit insbesondere von 

der für die Interpretation des Ergebnisses bedeutsamen Tatsache wusste, ob es sich 

dabei um wurzelnahe Abschnitte handelte, das konkrete Messergebnis von 147,4 pg 

Ethylglucuronid pro mg Haare hinsichtlich der Frage einer Alkoholabhängigkeit oder 

einer verkehrsrelevanten Alkoholproblematik zu würdigen. Insoweit handelt es sich wie 

bei der Erhebung aller Laborbefunde um klassische notwendige Vorbereitungsarbeiten 

für die gutachterliche Beantwortung der von den zuständigen Behörden gestellten 

Fragen. Dies wird darin bestätigt, dass nicht nur die Analyse der Haarprobe nicht durch 

den Gutachter selbst oder das ihm im Institut für Rechtsmedizin zur Verfügung 

stehende Labor, sondern auch die Analyse der Blutprobe durch ein externes Labor 

vorgenommen wurde.

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Dementsprechend ist nicht zu beanstanden, wenn im Rahmen eines 

Gutachtensauftrags entnommene Blut-, Urin- oder Haarproben nicht vom Gutachter 

selbst, sondern von Hilfspersonen in einem externen, nötigenfalls auch ausländischen 

Labor analysiert werden, ohne dass der Betroffene ausdrücklich darauf hingewiesen 

wird und die Labormitarbeiterinnen und -mitarbeiter auf die Strafandrohung gemäss 

Art. 307 StGB aufmerksam gemacht werden (zur Frage, ob der Sachverständige auch 

im Administrativverfahren auf die Wahrheitspflicht aufmerksam gemacht werden muss, 

vgl. die bundesgerichtliche Rechtsprechung in: SJZ 97/2001, S. 257).

Das Vorgehen der Vorinstanz und des Gutachters sind auch in verfahrensrechtlicher 

Hinsicht nicht zu beanstanden. Dem Rekurrenten wurde nach Vorliegen des 

Gutachtens sowohl Akteneinsicht als auch rechtliches Gehör gewährt (vgl. Art. 15 und 

16 VRP). Die Möglichkeit des Rekurrenten, zum Inhalt des Gutachtens vor dem Erlass 

der Verfügung Stellung zu nehmen, hat denn auch eine zusätzliche 

verkehrsmedizinische Stellungnahme nach sich gezogen. Die Bedeutung der Entnahme 

der Haarprobe und des Ergebnisses der Analyse musste für den Rekurrenten, der im 

Übrigen als Arzt ebenfalls medizinisch gebildet ist, angesichts der ihm bekannten, 

gemäss der rechtskräftigen Zwischenverfügung vom 1. März 2006 an den Gutachter 

gestellten Frage nach einer Alkoholabhängigkeit bzw. einem verkehrsrelevanten 

Alkoholmissbrauch offensichtlich klar sein. Welches Gewicht dem Ergebnis der 

Haaranalyse bei der gutachterlichen Würdigung zukommen würde, konnte zudem auch 

dem Gutachter im Zeitpunkt der Untersuchung nicht bekannt sein, da dies auch von 

den Ergebnissen der weiteren Analysen abhing.

3.- In materieller Hinsicht ist die Schlüssigkeit des verkehrsmedizinischen Gutachtens, 

auf welches die Vorinstanz den Entzug des Führerausweises des Rekurrenten auf 

unbestimmte Zeit stützte, bestritten.

a) Im Rekurs wird unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung geltend 

gemacht, falls die biologischen Marker nicht genügen würden, komme insbesondere 

den Abklärungen über die persönlichen Verhältnisse, welche namentlich die Einholung 

von Fremdberichten von Hausarzt, Arbeitgeber und Familienangehörigen umfasse, eine 

umso grössere Bedeutung zu. Ebenso sei eine Alkoholanamnese, d.h. die Erforschung 

des Trinkverhaltens des Betroffenen und seine subjektive Einstellung dazu zu 

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beurteilen. Falls der Gutachter diese Punkte nicht berücksichtige, könne das Gutachten 

nicht als Basis für die Bejahung oder Verneinung der Fahreignung herangezogen 

werden. Vorliegend seien eine Erkrankung des Rekurrenten an Hepatitis anfangs 2006, 

auf welche der erhöhte GGT-Wert zurückgeführt werden könne, und die im Übrigen 

günstigen Ergebnisse bezüglich der vom Bundesgericht erwähnten Marker nicht 

berücksichtigt worden. Bei der Untersuchung des Haares auf Ethylglucuronid handle 

es sich um eine in der Schweiz bis anhin nicht verwendete Methode, die ohnehin nur 

ergänzend heranzuziehen sei. Der Gutachter, der vom Bundesgericht bereits einmal in 

die Schranken gewiesen worden sei, habe schliesslich die persönlichen Verhältnisse 

des Rekurrenten überhaupt keiner Prüfung unterzogen und auch keine 

Alkoholanamnese durchgeführt.

b) Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen 

Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). 

Führerausweisentzüge wegen fehlender Fahreignung dienen der Sicherung des 

Verkehrs vor ungeeigneten Führern. Der Ausweis wird auf unbestimmte Zeit entzogen, 

unter anderem wenn eine Person an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung 

ausschliesst (vgl. Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG). Dazu gehören beispielsweise Alkohol-, 

Betäubungs- und Arzneimittelabhängigkeit (vgl. Botschaft, Separatdruck, S. 30). Die 

Bestimmung ersetzt Art. 14 Abs. 2 lit. c aSVG in der Fassung bis 31.12.2004 (vgl. R. 

Schaffhauser, Die neuen Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: 

Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 218). Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Alkoholabhängigkeit im Sinn des 

Strassenverkehrsrechts gegeben, wenn der Betreffende regelmässig so viel Alkohol 

konsumiert, dass seine Fahrfähigkeit vermindert wird und er diese Neigung zum 

übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu 

kontrollieren vermag. Er muss mithin in einem Mass abhängig sein, dass er mehr als 

jede andere Person der Gefahr ausgesetzt ist, sich in einem Zustand ans Steuer eines 

Fahrzeugs zu setzen, der das sichere Führen nicht mehr gewährleistet. Nach der 

Rechtsprechung darf auf fehlende Fahreignung geschlossen werden, wenn der 

Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Alkohol- bzw. Drogenkonsum und 

Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die nahe liegende Gefahr besteht, 

dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt. Der 

Suchtbegriff des Verkehrsrechts deckt sich somit nicht mit dem medizinischen Begriff 

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der Alkoholabhängigkeit. Dieses Verständnis der Trunksucht erlaubt es, auch bloss 

suchtgefährdete Personen, bei denen aber jedenfalls ein Alkoholmissbrauch vorliegt, 

vom Führen eines Motorfahrzeugs fern zu halten (vgl. BGE 129 II 82 E. 4.1 zu Art. 14 

Abs. 2 lit. c aSVG).

Der Sicherungsentzug wegen eines Suchtleidens, das die Fahreignung ausschliesst, 

wird auf unbestimmte Zeit angeordnet (vgl. Art. 16d Abs. 1 SVG). Gemäss Art. 17 Abs. 

3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene Lernfahr- oder Führerausweis bedingt 

und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte 

Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels 

nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. Für den Nachweis der Heilung 

von einem Suchtleiden wird in der Regel eine mindestens einjährige kontrollierte 

Abstinenz verlangt. Der Sicherungsentzug greift damit tief in den 

Persönlichkeitsbereich des Betroffenen ein. Nach der Rechtsprechung ist daher in 

jedem Fall und von Amtes wegen eine genaue Abklärung der persönlichen Verhältnisse 

und insbesondere der Trinkgewohnheiten bzw. der Konsumgewohnheiten bezüglich 

anderer Drogen des Betroffenen vorzunehmen. Das Ausmass der notwendigen 

behördlichen Nachforschungen, namentlich die Frage, ob ein medizinisches Gutachten 

eingeholt werden soll, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls und liegt im 

pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde. Bei Drogensucht ist die 

Entzugsbehörde in aller Regel verpflichtet, ein gerichtsmedizinisches Gutachten 

einzuholen. Ein Verzicht auf eine spezialärztliche Begutachtung ist nur ausnahmsweise, 

etwa in Fällen offensichtlicher, schwerer Drogenabhängigkeit, gerechtfertigt (vgl. BGE 

129 II 82 E. 2.2).

c) Indem die Vorinstanz eine spezialärztliche Begutachtung angeordnet hat und auf das 

verkehrsmedizinische Gutachten vom 17. Mai 2006 des Instituts für Rechtsmedizin am 

Kantonsspital St. Gallen und die zusätzliche verkehrsmedizinische Stellungnahme vom 

7. Juli 2006 abgestellt hat, ist sie ihrer behördlichen Verpflichtung zur Klärung des 

Sachverhalts grundsätzlich gerecht geworden. Da sie die Schlussfolgerungen des 

Verkehrsmediziners als widerspruchsfrei und nachvollziehbar beurteilt hat, war sie auch 

nicht verpflichtet, weitere Abklärungen beispielsweise in Form eines zusätzlichen 

Gutachtens zu treffen. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz dem Rekurrenten gestützt auf 

das verkehrsmedizinische Gutachten und die Akten den Führerausweis in Anwendung 

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von Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG zu Recht wegen eines Suchtleidens auf unbestimmte Zeit 

entzogen hat. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob das verkehrsmedizinische 

Gutachten vom 17. Mai 2006 samt der verkehrsmedizinischen Stellungnahme vom 7. 

Juli 2006, welches eine verkehrsrelevante Alkoholproblematik mit 

Abhängigkeitscharakter gemäss ICD-10 diagnostizierte, als widerspruchsfrei, schlüssig 

und überzeugend zu beurteilen ist.

 

Das verkehrsmedizinische Gutachten vom 17. Mai 2006 stützt sich einerseits auf die 

Vorgeschichte und den Untersuchungsgrund sowie die Angaben des Rekurrenten und 

die Beantwortung des Selbstbeurteilungsfragebogens AUDIT anlässlich der 

Untersuchung vom 18. April 2006, anderseits auf die Befunde der körperlichen 

Untersuchung und die Ergebnisse der Analysen von Blut-, Urin- und Haarprobe.

Die Vorgeschichte und der Untersuchungsgrund werden zutreffend wiedergegeben. 

Aus

der Wiedergabe der Angaben anlässlich der Untersuchung zeigt sich, dass der 

Gutachter den Rekurrenten zur Krankenvorgeschichte und zur sozialen Situation, zu 

seinem Alkoholkonsum sowie zu den beiden FiaZ-Ereignissen, welche Anlass für die 

Abklärung der Fahreignung waren, befragt hat.

Die Darstellung der Untersuchungsbefunde zeigt, dass der Gutachter den Körperstatus 

des Rekurrenten, soweit er im Hinblick auf die Feststellung von Alkoholkonsum von 

Bedeutung ist, abgeklärt hat. Beschrieben werden insbesondere eine geringe Rötung 

der Haut im Bereich von Gesicht und Dekolleté mit wenigen nicht spinnenartigen 

Gefässzeichnungen und gering gerötete Handinnenflächen. Die Laborbefunde 

hinsichtlich der Blut- und der Urinprobe waren mit Ausnahme eines deutlich erhöhten 

GGT-Wertes von 197 U/l (<49), eines erhöhten GPT-Wertes von 48 U/l (<41) und eines 

tiefen Thrombocyten-Wertes 87 G/l (150-370) unauffällig. Die Analyse der Haarprobe 

ergab eine Konzentration des Alkoholstoffwechselproduktes Ethylglucuronid (ETG) von 

147,4 pg/mg. In der verkehrsmedizinischen Stellungnahme vom 7. Juli 2006 führte der 

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Gutachter zu diesem Wert unter Hinweis auf Fachliteratur aus, ETG-Resultate über 30 

bzw. 51 pg/mg würden nur bei Patienten mit Alkoholproblemen beobachtet.

In der anschliessenden Beurteilung hält der Gutachter fest, der Rekurrent habe bis zum 

Ableben seiner Frau Ende 2003 unregelmässig Alkohol bei gesellschaftlichen 

Kontakten konsumiert. Das erste FiaZ-Ereignis sei im Zusammenhang mit einer 

schweren Erkrankung der Ehefrau gestanden. In dieser Zeit sei der Alkoholkonsum 

wechselhaft gewesen und gelegentlich habe er mehr getrunken. Weitere 

Präzisierungen seien nicht erhältlich gewesen. Der Rekurrent negiere Phasen 

vermehrten Konsums und eine Alkoholproblematik. Früher habe eine 

Alkoholgewöhnung bestanden. Nach dem Ableben seiner Frau habe er sich 

entschlossen, ganz auf Alkohol zu verzichten, was er mit Ausnahme des 2. FiaZ-

Ereignisses auch eingehalten habe. Der Gutachter setzte nach Erwähnung der 

Hautveränderungen und des Ergebnisses der Haaranalyse die erhöhten Leberwerte 

zumindest teilweise in einen alkoholbedingten Zusammenhang, den er in der 

verkehrsmedizinischen Stellungnahme noch verdeutlichte. Er erachtete die geltend 

gemachte Alkoholabstinenz als widerlegt und ging vielmehr von einem vermehrten, 

aufgrund der bei beiden FiaZ-Ereignissen festgestellten psychischen Faktoren 

normabweichenden Alkoholkonsum aus. Dass der Rekurrent bereits oder noch am 

frühen Morgen (1. FiaZ-Ereignis 7.00 Uhr) und gegen Mittag (2. FiaZ-Ereignis 11.30 

Uhr) hohe Blutalkoholkonzentrationen aufwies, wertete er als verminderte 

Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendigung und Menge des konsumierten 

Alkohols.

Das verkehrsmedizinische Gutachten vom 17. Mai 2006 erscheint widerspruchsfrei und 

schlüssig. Die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung zeigten geringe 

Hautrötungen an Gesicht und Dekolleté mit wenigen nicht spinnenartigen 

Gefässzeichnungen sowie eine geringe Rötung der Handinnenflächen, die zwar nicht 

zwingend alkoholbedingt sind, jedoch in diesem Kontext stehen können. Dass ein 

solcher Zusammenhang besteht, legen die erhöhten GPT- und GGT-Werte und 

insbesondere die im kopfnahen Haarabschnitt festgestellte Konzentration von ETG 

nahe. Zwar ist nicht auszuschliessen, dass die erhöhten Leberwerte durch eine 

Hepatitis bedingt sind. Indessen hat der Rekurrent dem Verkehrsmediziner gegenüber 

offenbar selbst die Auffassung vertreten, für die im Februar 2006 festgestellten 

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erhöhten Leberwerte habe keine Erklärung bestanden. So erscheinen die Darlegungen 

des Gutachters zu dem von ihm erkannten Zusammenhang zwischen der Erhöhung der 

Leberwerte und dem Alkoholkonsum des Rekurrenten als nachvollziehbar. Im Rekurs 

wird denn auch nicht konkret geltend gemacht, inwieweit diesen Überlegungen nicht 

gefolgt werden könne. Schliesslich verstärkt das Ergebnis der Haaranalyse, dass die 

festgestellten Auffälligkeiten alkoholbedingt sind.

Bei dem im Haar feststellbaren ETG handelt es sich um einen Nebenmetaboliten des 

Ethanols, dem neben den Fettsäureethylestern die grösste Bedeutung als 

Alkoholmarker im Haar zugemessen wird. Zwar handelt es sich beim ETG um einen 

direkten, Kohlenstoffatome des Ethanols enthaltenden Marker, der mit einer 

Halbwertszeit von wenigen Stunden zwar bereits kurze Zeit nach Abstinenzbeginn 

negativ ist, sich jedoch im Haar einlagert und dort nachweisen lässt. Wissenschaftliche 

Untersuchungen haben einen relativ klaren Eindruck über die Haarkonzentrationen von 

ETG und ihren Zusammenhang mit dem Trinkverhalten vermittelt. Nach einer im Jahr 

2002 publizierte Studie lieferten Proben von Abstinenzlern und Normaltrinkern (bis ca. 

30 g Ethanol/Tag) bei einer Nachweisgrenze von 0,03 ng/mg negative Ergebnisse 

bezüglich ETG. Für die Gruppe der Patienten in der Entzugsbehandlung fiel die Analyse 

zu etwa der Hälfte negativ aus, bei der Hälfte mit positivem ETG-Nachweis blieben die 

Werte unter 1 ng/mg. Bei den Todesfällen mit bekanntem Alkoholabusus wurden die 

höchsten Konzentrationen gefunden, allerdings fiel die Messung auch bei etwa 20 % 

dieser Proben negativ aus. Daraus folgt, dass ein positiver Nachweis von ETG im Haar 

mit relativ hoher Sicherheit einen chronisch exzessiven Alkoholkonsum beweist, 

während ein negatives Ergebnis diesen nicht sicher ausschliesst. Ein Vorteil von ETG, 

das fast ausschliesslich in der Leber gebildet wird, liegt in der fehlenden Möglichkeit 

eines durch äussere Kontamination bedingten falsch positiven Ergebnisses (vgl. dazu 

V. Auwärter, Fettsäureetylester als Marker exzessiven Alkoholkonsums, Diss. Berlin 

2006, S. 7-9, mit diversen Hinweisen auf I. Janda et al., Determination of ethyl 

glucuronide in human hair by SPE and LC-MS/MS, in: Forensic Sci Int. 128/2002, S. 

59-65 und weitere Fachpublikationen; vgl. auch B. Linger, Die forensisch-

toxikologische Haaranalyse auf Ethylglucuronid, in: Jahrbuch zum 

Strassenverkehrsrecht 2006, St. Gallen 2006, S. 41 ff.). Das beim Rekurrenten 

abgenommene kopfnahe Haar von drei Zentimetern Länge, das bei einem 

durchschnittlichen Wachstum von einem Zentimeter pro Monat damit den 

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Alkoholkonsum der drei Monate vor der Untersuchung am 18. April 2006 widerspiegelt, 

enthielt ETG mit einer Konzentration von 147,4 pg/mg. Dieser Wert deutet klar auf 

einen erheblichen Alkoholkonsum in den drei Monaten vor der verkehrsmedizinischen 

Untersuchung hin.

Der unauffällige CDT-Wert spricht nicht gegen diese Schlussfolgerung. Angesichts der 

Halbwertszeit von ca. 14 Tagen (vgl. Auwärter, a.a.O., S. 5) kann die Einhaltung einer 

Alkoholabstinenz durch den Rekurrenten zwischen der Eröffnung des Verfahrens am 

21. Februar 2006 zwecks Abklärung seiner Fahreignung mit Ankündigung der 

vorgesehenen verkehrsmedizinischen Untersuchung und der Untersuchung am 18. 

April 2006 zu einer Reduktion dieses Markers in den Normalbereich geführt haben. Den 

erhöhten GGT- und GPT-Werten können zwar auch andere Ursachen als chronischer 

Alkoholkonsum zugrunde liegen. Der Rekurrent macht dafür eine Lebererkrankung 

geltend. In der Befragung durch den Gutachter gab der Rekurrent an, im Februar 2006 

sei eine Erhöhung des GGT-Wertes auf 1000 festgestellt worden, die ohne 

therapeutische Intervention auf 200 rückläufig gewesen sei. Gemäss 

Blutuntersuchungen haben sich zwischen April 2005 und Februar 2006 die im 

Toleranzbereich liegenden GOT- und GPT-Werte auf über 200 U/l, der mit 79 U/l 

bereits erhöhte GGT-Wert weiter auf 1000 U/l erhöht. Bis im April 2006 gingen der 

GGT-Wert auf 193 U/l, der GPT-Wert auf 62 U/l und der GOT-Wert in den Normbereich 

zurück. Die Analyse der anlässlich der verkehrs¬medizinischen Untersuchung am 18. 

April 2006 abgenommenen Blutprobe ergab einen GGT-Wert von 197 U/l, einen GPT-

Wert von 48 U/l und einen im Toleranzbereich liegenden GOT-Wert. In der 

verkehrsmedizinischen Stellungnahme vom 7. Juli 2006 hat sich der Gutachter 

eingehend mit dem Vorwurf auseinandergesetzt, bei der Interpretation dieser Werte sei 

eine Hepatitis-Erkrankung des Rekurrenten nicht berücksichtigt worden. Dabei wird ein 

Zusammenhang mit der Hepatitis-Problematik nicht ausgeschlossen, jedoch aufgrund 

der dafür eher atypischen massiven Erhöhung des GGT-Wertes im Ergebnis als relativ 

unwahrscheinlich beurteilt. Die Konstellation der Laborwertauffälligkeiten mit im 

Vordergrund stehendem Anstieg der GGT, die auch schon 2005 vorgelegen habe, lasse 

eher auf einen Zusammenhang mit Alkohol schliessen. Im Rekurs wird diese 

Schlussfolgerung zwar weiterhin bezweifelt, ohne dass jedoch beispielsweise das diese 

Zweifel bestätigende Ergebnis einer hepatologischen Abklärung ins Recht gelegt oder 

eine solche Untersuchung beantragt würde.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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Schliesslich deuten auch die Angaben des Rekurrenten zu seinem Trinkverhalten auf 

einen problematischen Umgang mit Alkohol hin. Zum einen stehen die klinischen 

Befunde der verkehrsmedizinischen Untersuchung der Behauptung des Rekurrenten, 

seit Ende 2003 habe er mit Ausnahme des 2. FiaZ-Ereignisses eine Alkoholabstinenz 

eingehalten, entgegen. Träfe dies zu, wäre zudem zu erwarten gewesen, dass der 

Rekurrent nicht alkoholgewöhnt erschien und insbesondere nicht bei der anlässlich des 

2. FiaZ-Ereignisses vom 4. Februar 2006 bei einer Blutalkoholkonzentration zwischen 

1,74 bis 2,16 Gew.-‰ auf den blutentnehmenden Arzt lediglich leicht alkoholisiert 

gewirkt hätte. Daraus ist zu schliessen, dass der Rekurrent seinen Alkoholkonsum 

beschönigt. Bezüglich des Konsums vor dem 2. FiaZ-Ereignis um 11.30 Uhr geht der 

Rekurrent selbst von einem Kontrollverlust aus. Er gab an, am Vorabend nach 22.00 

Uhr zwei Whiskey getrunken und zwei Tabletten Stilnox eingenommen zu haben. Für 

die Folgezeit bestehe eine Erinnerungslücke. Dass die angegebene Trinkmenge und -

zeit nicht zur festgestellten Alkoholisierung führen konnte, ist offensichtlich. Die 

Tatsache, dass der Rekurrent am fraglichen Morgen reflexartig gehandelt hat, macht 

deutlich, dass bei weiter andauerndem normabweichendem Alkoholkonsum eine 

erneute Trunkenheitsfahrt nicht ausgeschlossen werden kann.

Dementsprechend ist die Schlussfolgerung des Verkehrsmediziners, beim Rekurrenten 

liege eine verkehrsrelevante Alkoholproblematik mit Abhängigkeitscharakter gemäss 

ICD-10 vor, nicht zu beanstanden. Da das Gutachten sich als überzeugend, 

widerspruchsfrei und schlüssig erweist und insbesondere auch das Ergebnis der 

Haaranalyse in einer Weise berücksichtigt, die nachvollziehbar ist, bedarf es auch 

keiner weiteren fachärztlichen Abklärungen. Angesichts der klaren Ergebnisse sind 

auch keine zusätzlichen Befragungen zum Alkoholkonsum oder von Arbeitgeber und 

Angehörigen erforderlich. In der vom Vertreter des Rekurrenten erwähnten 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung wurden weitere Abklärungen vorab deshalb 

gefordert, weil der Gutachter gestützt auf seine Erhebungen eine Abhängigkeit im 

Sinne von ICD-10 nicht bejahen konnte (vgl. BGE 129 II 82). Zum Alkoholkonsum 

wurde der Rekurrent im Übrigen ebenso wie zu den Umständen der beiden FiaZ-

Ereignisse befragt. Wenn seine Angaben dazu dürftig waren, kann dies nicht dem 

Gutachter zum Vorwurf gemacht werden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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d) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht auf das 

verkehrsmedizinische Gutachten vom 17. Mai 2006 und die verkehrsmedizinische 

Stellungnahme vom 7. Juli 2006 abgestellt und die Fahreignung des Rekurrenten 

gestützt auf Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG verneint hat. Die in der angefochtenen Verfügung 

genannten Bedingungen für die Aufhebung des unbefristeten Entzugs werden im 

Rekurs zu Recht ebensowenig beanstandet, wie die zwölfmonatige Sperrfrist. Letzterer 

kommt zudem angesichts der für die Wiedererteilung des Führerausweises 

vorausgesetzten einjährigen kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz ohnehin 

keine eigenständige Bedeutung zu.

4.- Dementsprechend ist der Rekurs abzuweisen.

5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- ist 

angemessen (vgl. Ziff. 362 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

2. Der Rekurrent bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.-- unter Verrechnung des 

Kostenvorschusses von Fr. 1'200.--.

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 12.12.2006
	Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG. Für die Feststellung einer Alkoholabhängigkeit kommt der Haaranalyse nebst weiteren Indizien eine grosse Bedeutung als Alkoholmarker zu (Verwaltungsrekurskommission, 12. Dezember 2006, IV-2006/143). Eine gegen diesen Entscheid beim Bundesgericht erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde mit Urteil vom 1. Mai 2007 abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.

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