# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df97d0df-0a70-5f30-9541-d959ff46acda
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.07.2008 E-7608/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7608-2007_2008-07-18.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7608/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  J u l i  2 0 0 8

Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), 
Richter François Badoud, Richterin Therese Kojic, 
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

X._______, mit diversen alias-Namen, Guinea, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 31. Oktober 2007 / N _______..

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7608/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  am 12. September 2007  in  der  Schweiz 
um Asyl ersuchte,

dass  am  15.  Oktober  2007  in  Altstätten  die  Empfangszentrums-
befragung stattfand und am 23. Oktober  2007 die  Anhörung zu den 
Asylgründen im Transitzentrum Altstätten durchgeführt wurde,

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machte, gemäss 
seiner Geburtsurkunde und seinem Schülerausweis sei er am (...)  in 
Guinea  geboren  und  stamme  aus  C._______,  wo  er  bis  zu  seiner 
Ausreise  am 11. September  2007 mit  seinen Eltern  und seinen (...) 
Geschwistern gelebt habe,

dass er ab dem Alter von sieben Jahren den Schulunterricht während 
insgesamt  13  Jahren  besucht  habe,  davon sieben 7  Jahre  an  einer 
Privatschule,

dass in Guinea vom 20. Januar 2007 bis  zum 15. Februar 2007 ein 
Generalstreik  der  Gewerkschaften  gegen  das  Regime  von  Lansana 
Conté stattgefunden habe,

dass  während  dieses  Streiks  Soldaten  in  seinem  Wohnquartier 
A._______  stationiert  gewesen  seien  und  dort  Jugendliche  festge-
nommen hätten,

dass der Beschwerdeführer (...) einer Jugendbewegung gewesen sei, 
die aus (...)  Mitgliedern bestanden habe und zum Ziel  gehabt  habe, 
diese Soldaten zu bekämpfen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  (...)  Gruppenmitgliedern  ein  im 
Quartier  stationiertes  und  mit  Waffen  beladenes  Militärfahrzeug  mit 
Benzin in Brand gesteckt habe,

dass  der  Fahrer  noch  rechtzeitig  aus  dem  Wagen  habe  flüchten 
können,  bevor  das  Auto  sowie  die  sich  darin  befindenden  Waffen 
Feuer gefangen hätten,

dass vier  Tage nach dem Vorfall  (...)  Gruppenanführer  von Soldaten 
festgenommen  und  wegen  Sachbeschädigung  zu  (...)  Gefängnis 
verurteilt worden seien,

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dass sich der Beschwerdeführer noch rechtzeitig vor den Soldaten bei 
einem Freund habe verstecken können, um danach zu seiner Gross-
mutter nach B._______ zu flüchten,

dass der Beschwerdeführer eine Woche später zu seinem Onkel nach 
C._______ zurückgekehrt sei und sich bis zu seiner Ausreise bei ihm 
aufgehalten habe,

dass die Soldaten den Beschwerdeführer immer noch gesucht hätten, 
weshalb er zusammen mit  seinem Onkel und mit  den Reisepapieren 
seines Cousins am 11. September 2007 C._______ per Flugzeug ver-
lassen habe und am 12. September 2007 illegal in die Schweiz einge-
reist sei,

dass  er  nach  der  Ausreise  auch  mittels  eines  Haftbefehls  gesucht 
worden sei,

dass der Beschwerdeführer später  von seinen Eltern erfahren habe, 
dass er immer noch gesucht würde,

dass der Beschwerdeführer am 12. September 2007 im Transitzentrum 
Altstätten  aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden Reise-  oder  Identi-
tätsdokumente einzureichen,

dass  diese  Aufforderung  am  15.  und  23.  Oktober  2007  wiederholt 
wurde,

dass der Beschwerdeführer diesen Aufforderungen nicht nachkam,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 31.  Oktober  2007  – eröffnet  am 
2. November 2007 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf sein Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass der Beschwerdeführer gemäss den vorinstanzlichen Akten dem 
BFM  am  7.  November  2007  – und  damit  innerhalb  laufender  Be-
schwerdefrist im Sinne von Art. 108 AsylG – per Telefax einen Auszug 
aus einer Geburtsurkunde, ausgestellt  am 18. Oktober 1991, gericht-
liche  Vorladungen  vom  7.  und  13.  August  2007,  einen  Mitglieder-
ausweis der Union pour le Progès et le Renouveau (UPR), ein Bestäti-

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gungsschreiben der  UPR vom 14. September  2007 und  einen  Haft-
befehl vom 23. August 2007 übermittelte,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. November 2007 (Post-
stempel) gegen die Verfügung des BFM vom 31. Oktober 2007 beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, worin er unter anderem 
geltend machte, es sei ihm zwecks Einreichung von Identitätspapieren 
Zeit einzuräumen,

dass die  Eingabe des Beschwerdeführers weder  unterschrieben war 
noch klare  Rechtsbegehren  enthielt,  weshalb  sie  ihm mit  Zwischen-
verfügung vom 15. November 2007 unter Fristansetzung zur Verbes-
serung retourniert wurde,

dass der Beschwerdeführer zudem gleichzeitig aufgefordert wurde, die 
dem  BFM  mit  Telefax  zugesandten  Dokumente  im  Original  nachzu-
reichen,

dass der Beschwerdeführer fristgemäss am 21. November 2007 (Ein-
gang Bundesverwaltungsgericht) dieser Aufforderung nachkam,

dass  der  damals  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwal-
tungsgerichts mit Zwischenverfügung vom 6. Dezember 2007 auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses gemäss Art. 63 Abs. 4  des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021)  verzichtete und der Vorinstanz die Beschwerde-
akten zur Vernehmlassung zustellte,

dass sich die Vorinstanz am 9. Januar 2008 vernehmen liess und im 
Wesentlichen festhielt,  dass  sich  aufgrund eines  internen Dokumen-
tenprüfberichts zahlreiche Hinweise ergeben würden, die auf Unregel-
mässigkeiten  und  Verfälschungen  der  eingereichten  Dokumente  hin-
deuten  würden  und  damit  massive  Zweifel  an  deren  Echtheit  auf-
kommen lasse, 

dass der Beschwerdeführer in einem Schreiben vom 11. Januar 2008 
seine Vorbringen wiederholte,

dass dem Beschwerdeführer mit  Zwischenverfügung vom 21. Januar 
2008  ein  Doppel  der  Vernehmlassung  der  Vorinstanz  zur  Stellung-
nahme zugestellt wurde,

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dass der Beschwerdeführer dazu nicht Stellung genommen hat,

dass das Migrationsamt Thurgau mit Schreiben vom 3. Juni 2008 dem 
Bundesverwaltungsgericht  mitteilte,  dass  für  den  Beschwerdeführer 
bereits ein 'Laissez-Passer' vorhanden sei,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art.  105 
AsylG  i.V.m.  Art.  31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005 [VGG,  SR 173.32];  Art.  83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  nicht  eingetreten  ist  (Ziffer  1  des  Verfügungsdis-
positivs),

dass,  werden Nichteintretensentscheide,  mit  denen es  das BFM der 
Form nach ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32-35 AsylG), mit Beschwerde angefochten, dement-
sprechend einzig zu beurteilen ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz mit anderen 
Worten darauf beschränkt ist,  im Fall  der Begründetheit  des Rechts-
mittels  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass mit dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretens-
grund von Art. 32 Abs. 2  Bst. a  und Abs. 3 AsylG der  Gesetzgeber 
indes ein Summarverfahren geschaffen hat, in welchem über das Be-
stehen  bzw. Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  abschliessend 
materiell  zu entscheiden ist,  soweit  dies im Rahmen einer summari-
schen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5),

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dass dementsprechend im Beschwerdeverfahren auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand ist (vgl. BVGE a.a.O. E. 2.1),

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zudem  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  nicht  be-
schränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in 
Verbindung mit Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  materiell 
zur Sache zu äussern hat,

dass mit Bezug auf das hängige Asylverfahren von der Prozessfähig-
keit  des  Beschwerdeführers  auszugehen  ist,  zumal  sie  in  der  Be-
schwerde nicht bestritten wird (vgl. EMARK 1996 Nr. 3, S. 19),

dass der Beschwerdeführer demzufolge legitimiert ist, weshalb auf die 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 
108 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass einer urteilsfähigen, unbegleiteten und nicht vertretenen minder-
jährigen Person für die Dauer des Asylverfahrens eine rechtskundige 
Vertrauensperson beizuordnen ist,  bevor  die  erste  Anhörung zu den 
Asylgründen durchgeführt wird (vgl. Art. 17 Abs. 3 AsylG; Art. 7 Abs. 3 
und 5 AsylV 1; EMARK 1998 Nr. 13; 1999 Nr. 18; 2003 Nr. 3),

dass der Beschwerdeführer bei Einreichung seines Asylgesuchs in der 
Empfangsstelle am 12. September 2007 angab, er sei am (...) geboren 
und damit minderjährig,

dass  – würden diese Angaben stimmen  – für  den Beschwerdeführer 
vor der Anhörung vom 23. Oktober 2007 eine Vertrauensperson hätte 
ernannt werden müssen,

dass gemäss gefestigter Rechtsprechung die asylsuchende Person in 
materieller  Hinsicht  die  Beweislast  dafür  trägt,  dass  die  geltend ge-
machte Minderjährigkeit  zumindest  glaubhaft  gemacht  werde,  da sie 
aus dieser Tatsache Rechte zu ihren Gunsten ableiten wolle (EMARK 
2000 Nr. 19, E. 8b; 2001 Nr. 22 und 23; 2004 Nr. 30 E. 4.1; alle unter 
Verweis  auf  Art.  8  ZGB),  ansonsten  die  asylsuchende  Person  die 
Folgen der Beweislosigkeit trägt,

dass es bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der geltend gemachten 
Minderjährigkeit im Allgemeinen und damit auch im vorliegenden Fall 

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um eine Gesamtbeurteilung aller  Elemente,  die  für  oder  gegen eine 
asylsuchende Person sprechen, geht,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  der  Erstbefragung  vom 15. 
Oktober  2007  und  der  Bundesanhörung  vom  23.  Oktober  2007  zu 
Protokoll gab, gemäss Geburtsurkunde und Schülerausweis sei er am 
(...)  geboren, habe im Alter von sieben Jahren die Schule begonnen 
und diese während 13 Jahren besucht,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  einer  Dauer  von  13  Jahren  Schule 
jedoch bereits im Alter von drei Jahren eingeschult worden wäre,

dass  aufgrund  der  widersprüchlichen  und  unglaubhaften  Aussagen, 
der vorliegenden Akten und der verschiedenen Fälschungsmerkmale 
der ins Recht  gelegten Dokumente ernsthafte Zweifel  an der grund-
sätzlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers und damit auch an 
der Richtigkeit des von ihm angegebenen Alters bestehen, was dessen 
Volljährigkeit als wahrscheinlich erscheinen lässt,

dass er  im Rahmen des rechtlichen Gehörs zu diesen zweifelhaften 
Angaben keine Stellung genommen hat  und zu Protokoll  gab,  damit 
einverstanden  zu  sein,  wahrscheinlich  (...)  geboren  worden  zu  sein 
(vgl. act. A1/10 S. 4 f.),

dass der Beschwerdeführer demnach nicht  in der Lage war, die von 
ihm  anlässlich  der  Befragungen  geltend  gemachte  Minderjährigkeit 
glaubhaft darzulegen,

dass das BFM nach dem Gesagten zu Recht von der Volljährigkeit des 
Beschwerdeführers ausgegangen ist und in der Folge auf die Beiord-
nung einer Vertrauensperson verzichtet hat,

dass  gemäss  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuches "Reise- oder Identi-
tätspapiere" abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
entschuldbare Gründe für ein Unvermögen, innerhalb von 48 Stunden 
nach Gesuchseinreichung "Reise- oder Identitätspapiere" abzugeben, 
glaubhaft  machen  können  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a  AsylG),  wenn  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-

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lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Begriff "Reise- oder Identitätspapiere", wie er in der revidier-
ten Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG verwendet wird, mit 
Rücksicht  auf  die  Zielsetzung  der  auf  den  1.  Januar  2007  in  Kraft 
getretenen Gesetzesänderung in einem engen Sinne zu verstehen ist,

dass darunter diejenigen Dokumente fallen, welche sowohl eine zwei-
felsfreie  Identifizierung  als  auch  die  Rückschaffung  ohne  (grossen) 
administrativen Aufwand ermöglichen,

dass diesen beiden Anforderungen in  der Praxis  regelmässig Reise-
pässe und Identitätskarten genügen,

dass allgemein von der neuen Formulierung insbesondere jene Aus-
weise  erfasst  werden  sollen,  die  primär  zum  Zweck  des  Identitäts-
nachweises durch die heimatlichen Behörden ausgestellt worden sind, 
zumal nur dann die Überprüfung der Identität vor der zu erfolgenden 
Ausstellung sichergestellt ist,

dass  nach diesem – engen  – Verständnis  demnach  Identitätspapiere 
vorliegen müssen, die jemanden als bestimmte Person ausweisen be-
ziehungsweise die Identität  nachweisen,  es demgegenüber nicht  ge-
nügt,  dass  ein  Schriftstück  jemanden als  einen in  einer  bestimmten 
Angelegenheit Berechtigten ausweist, weil in solchen Fällen die Identi-
tät nicht Inhalt des Nachweises ist und demnach auch nicht zweifels-
frei feststeht,

dass unter diesen Voraussetzungen neben den klassischen Identitäts-
karten  auch  andere  Ausweise  taugliche  Identitätspapiere  darstellen 
können, wie zum Beispiel ein Inlandpass, andere Ausweise, die zwar 
Hinweise auf die Identität geben, jedoch in erster Linie einem anderen 
Zweck dienen, wie die Bestätigung namentlich der Fahrfähigkeit,  der 
Berufsfähigkeit, einer Geburt zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem 
bestimmten  Ort,  des  Schulbesuches  oder  -abschlusses,  dagegen 
keine  Identitätspapiere  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG 
darstellen (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/7 E. 4-6),

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dass der unveränderte Begriff der "entschuldbaren Gründe" im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG im Sinne der Praxis zum bisherigen 
Recht zu verstehen ist (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/8 3.2, EMARK 
1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.),

dass nicht nur in Bezug auf die Qualität der abzugebenden Identitäts-
papiere, sondern auch hinsichtlich der Beweismassanforderungen und 
des zulässigen Prüfungsumfangs mit der Neuformulierung des Nicht-
eintretensgrundes  der  Papierlosigkeit  eine  Verschärfung  beabsichtigt 
wurde,

dass der Gesetzgeber mit den Bestimmungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
und Abs. 3 AsylG ein Summarverfahren geschaffen hat,  in  welchem 
über  das  Bestehen  beziehungsweise  das  Nichtbestehen  der  Flücht-
lingseigenschaft abschliessend materiell befunden wird, soweit dies im 
Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist,

dass nur dann auf  das Asylgesuch einzutreten ist,  wenn bereits  auf 
Grund einer summarischen Prüfung festgestellt werden kann, dass die 
asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft  im Sinne der Defini-
tion von Art. 3 AsylG offensichtlich erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
und  demgegenüber  auf  das  Asylgesuch  nicht  einzutreten  ist,  wenn 
bereits  auf  Grund  einer  ebenso  summarischen  Prüfung  festgestellt 
werden  kann,  dass  die  asylsuchende  Person  die  Flüchtlingseigen-
schaft offensichtlich nicht erfüllt,

dass  die  Offensichtlichkeit  der  fehlenden  Flüchtlingseigenschaft  sich 
dabei  aus der  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen,  genauso aber  auch 
aus der fehlenden Asylrelevanz ergeben kann,

dass,  kann  auf  Grund  einer  summarischen  Prüfung  nicht  abschlies-
send  festgestellt  werden,  ob  die  asylsuchende  Person  offensichtlich 
Flüchtling  ist  oder  offensichtlich  nicht  Flüchtling  ist,  auf  das  Asyl-
gesuch  zwecks  weiterer  im  ordentlichen  Verfahren  vorzunehmender 
Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft einzutreten ist 
(vgl. zum Ganzen BVGE 2007/8 E. 3-5),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten Vorbringen des Beschwerdeführers vorweg auf die protokol-
lierten  Aussagen  anlässlich  der  Befragungen  im  Transit-  und  Emp-
fangszentrum Altstätten sowie auf das Protokoll der direkten Anhörung 
zu den Asylgründen durch das BFM zu verweisen ist,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Nichteintretensverfügung  im 
Wesentlichen  ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  es  vorliegend 
unterlassen,  die gesetzlich geforderten Reise-  oder Identitätspapiere 
innerhalb  von  48  Stunden  seit  Einreichung  des  Asylgesuchs  abzu-
geben,

dass  auch  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem  Be-
schwerdeführer verunmöglicht hätten, solche Papiere vorzulegen, zu-
mal  die  Voraussetzungen  bestanden  hätten,  eine  Papierbeschaffung 
effizient anzugehen, da er während der Anhörung telefonischen Kon-
takt  mit  seinen  Eltern  aufgenommen  und  dabei  Adresse  und  Fax-
nummer des Transitzentrums Altstätten durchgegeben habe, damit ihm 
die  Eltern  die  erforderlichen  Identitätspapiere  zukommen  lassen 
könnten,

dass er auch keine Gründe angegeben habe für die Nichteinreichung 
seiner Reise- oder Identitätspapiere,

dass darüber hinaus auch die geltend gemachte Verfolgungssituation 
nicht  geglaubt  werden  könne,  da  die  Schilderungen  des  Beschwer-
deführers zu seiner Flucht nach B._______ und der Suche nach ihm 
durch  die  Soldaten  in  zentralen  Punkten  widersprüchlich  und 
ungereimt seien,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  betreffend  des  General-
streiks  in  Guinea  tatsachenwidrig  seien,  da  die  Arbeitsniederlegung 
vom 10. bis am 27. Januar 2007 stattgefunden habe und nicht wie vom 
Beschwerdeführer vorgebracht, vom 20. Januar 2007 bis zum 25. Feb-
ruar 2007,

dass  darüber  hinaus  festzuhalten  sei  – sofern  den  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers trotz der erwähnten Widersprüche und Tatsachen-
widrigkeiten  überhaupt  geglaubt  werden  könne  –,  es  sich  bei  der 
Suche  nach  ihm wegen  des  Anzündens  eines  Militärfahrzeuges  um 
eine legitime strafrechtliche Verfolgung handeln würde,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG somit nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

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dass  es  der  Beschwerdeführer  vorliegend  unterlassen  hat,  die  ge-
setzlich  geforderten  Reise-  oder  Identitätspapiere  innerhalb  von  48 
Stunden seit Einreichung des Asylgesuchs abzugeben, 

dass auf die Vernehmlassung der Vorinstanz zu verweisen ist, wonach 
die  im  erstinstanzlichen  Verfahren  eingereichten  Kopien  kein  Reise- 
oder Identitätspapier im geforderten Sinne darstellen,

dass  die  Gründe  für  die  Schriftenlosigkeit  im  Einzelfall  vom  Asyl-
suchenden nachvollziehbar geschildert werden müssen, 

dass dies in casu mit  vollumfänglichen Verweis auf die entsprechen-
den Erwägungen der Vorinstanz zu verneinen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  auf  Beschwerdeebene  unter  anderem 
einen  Auszug  seiner  Geburtsurkunde sowie  einen  Mitgliederausweis 
der UPR im Original  nachreichte, ohne näher zu erklären, wann und 
wie er in Besitz dieser Dokumente gelangt ist,

dass diesbezüglich darauf hinzuweisen ist,  dass es bei der 48-Stun-
den-Frist  von Art. 32  Abs. 2 Bst. a  AsylG nicht  um die  Beschaffung 
neuer,  nachträglich  im  Verfahren  eingereichter  Papiere,  sondern  um 
die  Abgabe  der  schon  existierenden,  für  die  Reise  in  die  Schweiz 
verwendeten Papiere geht und ein aus diesem Grund gefällter Nicht-
eintretensentscheid  auch  dann  nicht  aufgehoben  würde,  wenn  die 
Papiere  nachträglich  auf  Beschwerdeebene  vorgelegt  würden  (vgl. 
EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f., welcher auch für das Bundes-
verwaltungsgericht Gültigkeit hat),

dass die  Nachreichung dieser  Dokumente,  welche im Übrigen keine 
Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG darstellen, 
somit nichts an der Sachlage zu ändern vermögen,

dass nach dem Gesagten keine entschuldbaren Gründe für das Nicht-
einreichen von Reise- oder Identitätspapieren innert  48 Stunden vor-
liegen,

dass das BFM darüber hinaus zu Recht und mit zutreffender Begrün-
dung von der offensichtlichen Unglaubhaftigkeit der vom Beschwerde-
führer  geltend gemachten Asylvorbringen  ausging,  wie  eine Prüfung 
der vorliegenden Akten ergibt,

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dass auch die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe daran nichts 
zu  ändern  vermögen,  da sich  diese  im  Wesentlichen  lediglich  darin 
erschöpfen, die Ausreisegründe zu wiederholen,

dass  in  der  Beschwerde  jedoch  unterlassen  wird,  auf  die  Unglaub-
haftigkeitsargumente der Vorinstanz konkret einzugehen,

dass  es  der  Beschwerdeführer  trotz  entsprechender  Aufforderung 
durch das Bundesverwaltungsgericht im Übrigen bezeichnenderweise 
unterlässt,  auf  Beschwerdeebene zu den vom BFM in der Vernehm-
lassung dargelegten  Ungereimtheiten,  Unregelmässigkeiten  und Fäl-
schungsmerkmalen  im  Zusammenhang  mit  den  im  Beschwerde-
verfahren nachgereichten Dokumenten Stellung zu nehmen,

dass die vom BFM diesbezüglich getätigten Ausführungen vom Bun-
desverwaltungsgericht als zutreffend erachtet werden,

dass im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen auf  die Erwä-
gungen der Vorinstanz in ihrer  Verfügung und Vernehmlassung  ver-
wiesen werden kann,

dass  die  Vorinstanz,  aufgrund  der  Anhörung,  somit  zu  Recht  den 
Schluss zog, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 
gemäss  Art.  3  und  7  AsylG  nicht  und  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt,  ob es Gründe gibt,  die dem Vollzug der Weg-
weisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen,  unzumut-
baren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis  nach 

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den Bestimmungen des AuG über die vorläufige Aufnahme zu regeln 
ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen zulässig  ist,  weil  keine 
Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich 
sind,  die  dem Beschwerdeführer  in  seinem Heimat-  oder  Herkunfts-
staat droht (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  der 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht un-
zulässig  ist,  da  aus  den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  und 
den  übrigen  Akten  keine  Hinweise  auf  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101), die ihm in Guinea droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als  unzu-
mutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Situation im Heimatstaat des Beschwerdeführers 
nicht gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs spricht,

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um einen jungen Mann 
handelt,  von  dem  keine  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  akten-
kundig  sind,  welcher  eigenen  Angaben  zufolge  über  ein  familiäres 
Netz im Heimatland verfügt und somit bei einer Rückkehr dorthin nicht 
auf sich allein gestellt ist,

dass  somit  auch  keine  individuell,  in  der  Person  des  Beschwerde-
führers  liegende Gründe gegen die Zumutbarkeit  des  Wegweisungs-
vollzugs sprechen,

dass  sich  aufgrund  der  Akten  schliesslich  keine  Hinweise  auf  das 
Vorliegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, weshalb der Voll-
zug  auch  als  möglich  erscheint  (Art.  83  Abs.  2  AuG),  und  es  dem 
Beschwerdeführer obliegt,  bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen sind 
(Art. 18 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art 2 und 3 des Reglementes vom 21. 
Februar 2008 über die Kosen und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen nach  Erhalt  des  vorlie-
genden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- die Vorinstanz (Ref.-Nr. N _______; per Kurier; in Kopie)
- das (...)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

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