# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5c72bdb-5a58-55a6-853c-3bb0684bdf2f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.10.2025 UV 2025/14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-14_2025-10-23.pdf

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© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/14

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.11.2025

Entscheiddatum: 23.10.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 23.10.2025
Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 11 UVV; Leistungspflicht der Unfallversicherung für 
Rückfall/Spätfolge einer Handgelenksverletzung; es bestehen mindestens 
geringe Zweifel an der versicherungsmedizinischen Beurteilung, sodass der 
Sachverhalt als nicht rechtsgenüglich abgeklärt zu betrachten ist; 
Rückweisung der Streitsache zu ergänzenden Abklärungen; keine 
Verletzung des Devolutiveffekts durch lite pendente eingeholte 
versicherungsmedizinische Beurteilung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Oktober 2025, UV 
2025/14).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/16 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 21. Oktober 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; a.o. Gerichtsschreiber Julian 
Gantenbein  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/14 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Mark A. Glavas, Advokatur  
Glavas AG, Dorfstrasse 33, 9313 Muolen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/14 
 

 

2/16 

Sachverhalt 
A.   

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ AG (Arbeitgeberin) als Zimmermann-
Hilfskraft angestellt und daher bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert (Suva-act. 

1). 

A.b Mit Schadenmeldung UVG vom 5. Juli 2023 meldete die Arbeitgeberin einen Berufsunfall des 
Versicherten, der sich am 4. Juli 2023 zugetragen hatte. Bei der Arbeit auf einem Dach hatte sich der 
Versicherte mit dem Oberkörper «ziemlich schnell» gedreht, wobei er mit der Hand an ein 

Gerüstelement angeschlagen war (Suva-act. 1).  

A.c Die Erstbehandlung erfolgte am 5. Juli 2023 bei Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin. Diese hielt im Arztzeugnis UVG vom 18. August 2023 zum funktionalen Schadensbild fest, das 

linke Handgelenk sei bei Bewegung schmerzhaft, sonst aber ohne Beschwerden. Angaben zum 

morphologischen Schadensbild finden sich in dem Arztbericht keine. Dr. C.___ stellte die Diagnose 

Sehnenscheidenentzündung und attestierte dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 

100 % für den Zeitraum vom 5. Juli 2023 bis zum 7. Juli 2023 (Suva-act. 18).  

A.d Anlässlich einer Röntgenuntersuchung vom 20. Juli 2023 im Spital D.___ konnten eine Fraktur, 
eine Luxation sowie eine Fehlstellung im Bereich der linken Hand ausgeschlossen werden (Suva-act. 

21).  

A.e Am 25. Juli 2023 besuchte der Versicherte die Sprechstunde bei Dr. med. E.___, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Suva-act. 13). Dieser 

diagnostizierte einen Status nach ulnarer Handgelenkskontusion links mit Verletzung des triangulären 
fibrokartilaginären Komplexes (TFCC) und attestierte ihm eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit vom 25. Juli 

2023 bis zum 9. August 2023 (Suva-act. 10). Anlässlich eines erneuten Sprechstundenbesuchs am 9. 

August 2023 verlängerte Dr. E.___ die vollständige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bis 27. August 

2023 (Suva-act. 16 und 25). 

A.f Auf Zuweisung durch Dr. E.___ erfolgte am 27. Juli 2023 eine native MRT-Untersuchung des 
linken Handgelenks bei Dr. med. F.___, Facharzt für Radiologie FMH (Suva-act. 20). 

A.g Der Versicherte begab sich auf Überweisung durch Dr. E.___ bei Dr. med. G.___, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie FMH, speziell Handchirurgie, in Behandlung. Dr. G.___ führte am 17. August 

2023 bei der Diagnose «Anschlagtrauma der linken Handwurzel (…) mit Läsion des Discus ulnocarpalis 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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in der fovealen und ulnaren Aufhängung» eine Infiltration (mit den Arzneistoffen Kenacort und 

Ropivacain) des ulnokarpalen Gelenks durch. Anlässlich der darauffolgenden Kontrolluntersuchung am 

28. August 2023 zeigte sich ein deutlich gebessertes Beschwerdebild. Dr. G.___ attestierte dem 

Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für den Zeitraum vom 28. August 2023 bis 10. 

September 2023; ab 11. September 2023 sei er voraussichtlich wieder voll arbeitsfähig (Suva-act. 24). 

A.h Der Beschwerdeführer verreiste daraufhin für etwa ein halbes Jahr nach Thailand (Suva-act. 24). 

A.i Zwischenzeitlich in die Schweiz zurückgekehrt suchte der Versicherte am 13. Mai 2024 auf 
Zuweisung seines damaligen Hausarztes med. pract. I.___, Facharzt für Allgemeinmedizin (D), Dr. 

med. J.___, Facharzt FMH Handchirurgie und Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates auf. Dr. J.___ berichtete, der Versicherte habe am 23. April 

2024 seine Arbeit als Zimmermann wieder aufgenommen, habe allerdings bereits nach zwei Tagen 

wegen ulnocarpaler Schmerzen nicht mehr weiterarbeiten können (Suva-act. 26).  

A.j Mit Schadenmeldung vom 21. Mai 2024 liess der Versicherte der Suva über seine neue 
Arbeitgeberin, die K.___ AG, einen Rückfall auf das Schadenereignis vom 4. Juli 2023 melden (Suva-

act. 27). Durch die Arbeitslosenkasse erfolgte am 14. Juni 2024 eine weitere Rückfallmeldung (Suva-

act. 37). 

A.k Auf Zuweisung durch Dr. J.___ war beim Versicherten am 15. Mai 2024 im Kantonsspital St. 
Gallen eine MR-Arthrographie (MRT unter Einsatz von Kontrastmittel) des linken Handgelenks 
durchgeführt worden. Dr. J.___ gelangte zu folgender Beurteilung: zentrale Ruptur des TFCC. 

Moderates Knochenmarksödem im proximalen Os lunatum, DD (Differenzialdiagnose) Reizzustand, 

DD Ulnaimpaktionssyndrom (jedoch keine Ulna-Plusvariante). Subluxation der Sehne des M. extensor 

carpi ulnaris nach ulnar (Suva-act. 45).  

A.l Am 24. Mai 2024 war der Versicherte abermals bei Dr. J.___ in der Sprechstunde. Dieser stellte 
fest, die bewegungsabhängigen Schmerzen hätten sich zwischenzeitlich beruhigt, allerdings führten 

ziehende Belastungen oder selbst das Halten eines 1L-Kruges bereits zu Schmerzen tief ulnocarpal. 

Die Beschwerden seien «grundsätzlich mit der in der MRI-Untersuchung [vom 15. Mai 2024] 

nachgewiesenen Bone-Bruise im Os Lunatum vereinbar». Das Handgelenk werde auch in absehbarer 

Zukunft nicht maximal belastbar sein, sodass im Beruf des Zimmermanns eine anhaltende 

Arbeitsunfähigkeit vorliege; für weniger handbelastende Tätigkeiten sei ab 16. Juni 2024 wieder von 

einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Suva-act. 30). Dr. J.___ attestierte dem Versicherten eine 

Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % für den Zeitraum vom 18. Mai 2024 bis 16. Juni 2024 (Suva-

act. 32).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/16 

A.m Der neue Hausarzt des Versicherten, med. prakt. L.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, stellte mit entsprechenden Zeugnissen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten vom 

17. Juni 2024 bis zum 29. Dezember 2024 fest (Suva-act. 43, 70).  

A.n Die Suva wandte sich am 10. Juli 2024 mit der Frage nach der Unfallkausalität des vom 
Versicherten gemeldeten Rückfalls an ihre Versicherungsmedizin. Am 12. Juli 2024 nahm Dr. med. 
M.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Stellung 

und verneinte die Rückfallkausalität (Suva-act. 49).  

A.o Die Suva teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 16. Juli 2024 mit, aufgrund des fehlenden 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 4. Juli 2023 und den bestehenden Beschwerden 

im linken Handgelenk könne sie keine Versicherungsleistungen erbringen (Suva-act. 55).  

A.p Auf entsprechende Bitte des Versicherten hin (Suva-act. 61) erliess die Suva am 12. August 2024 
eine einsprachefähige Verfügung und lehnte ihre Leistungspflicht in Bestätigung des Schreibens vom 

16. Juli 2024 ab (Suva-act. 64). 

B.   

B.a Der Versicherte erhob am 27. August 2024 (Datum Poststempel) Einsprache gegen die 
Verfügung der Suva vom 12. August 2024. In seiner Einspracheschrift informierte er darüber, es würden 

zeitnah weitere Untersuchungen im Kantonsspital St. Gallen stattfinden (Suva-act. 68). 

B.b Die angekündigten Untersuchungen im Kantonsspital St. Gallen umfassten die Anfertigung eines 
konventionellen Röntgenbildes (Suva-act. 86) und eines MRT des linken Handgelenks am 23. 

September 2024 (Suva-act. 87) sowie einer nicht näher spezifizierten Untersuchung vom 9. Oktober 

2024. Im Untersuchungsbericht vom 19. November 2024 interpretierten Dr. med. N.___, Fachärztin für 

Handchirurgie, und Dr. med. univ. O.___ die Befunde und Beschwerden als durch eine 

posttraumatische Instabilität des distalen Radioulnargelenks (DRUG) verursacht und als unfallbedingt 

(Suva- 

act. 75). 

B.c Am 21. November 2024 beauftragte die Suva ihre Versicherungsmedizin vor dem Hintergrund 
des Untersuchungsberichts vom 19. November 2024 (Suva-act. 75) mit einer Neubeurteilung des Falls 

(Suva-act. 76). Dr. M.___ nahm am 10. Januar 2025 und äusserte sich insbesondere zur Beurteilung 

der Dres. N.___ und O.___; sie blieb bei der Verneinung der Rückfallkausalität (Suva-act. 81).  

B.d Mit Einspracheentscheid vom 17. Februar 2025 wies die Suva die Einsprache des Versicherten 
ab (Suva-act. 90-8). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/16 

C.   

C.a Vertreten durch Rechtsanwalt M. Glavas erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
am 19. März 2025 (Datum Poststempel) vor dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 17. 

Februar 2025 (act. G1). Der Beschwerdeführer verlangt, die Suva sei unter Aufhebung des 
Einspracheentscheids vom 17. Februar 2025 zu verpflichten, die gesetzlichen 

Unfallversicherungsleistungen für den Rückfall aus dem Unfall vom 4. Juli 2023 auszurichten; 

eventualiter sei die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8.1 % Mehrwertsteuer zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Der Beschwerde liegen medizinische Stellungnahmen von Dr. P.___, Facharzt 

für Radiologie FMH, vom 10. März 2025 (act. G1.3) und von Dr. Q.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, 

vom 13. März 2025 bei (act. G1.4). 

C.b Nach erstreckter Frist (act. G3 und G4) antwortete die Beschwerdegegnerin mit 
Beschwerdeantwort vom 11. Juni 2025 (act. G5). Sie begehrt die Abweisung der Beschwerde und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 17. Februar 2025. Der Beschwerdeantwort fügte sie eine 

handchirurgisch-versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. M.___ vom 6. Juni 2025 bei (act. 

G5.1), in welcher diese auch angesichts der Stellungnahmen der Dres. P.___ und Q.___ an der 

Verneinung der Rückfallkausalität festhielt. 

C.c Mit Replik vom 18. August 2025 hielt der Beschwerdeführer an seinen beschwerdeweise 
gestellten Rechtsbegehren fest (act. G7). 

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 29. August 2025 auf eine umfassende 
Duplik und hielt fest, es sei am Beschwerdeführer gelegen gewesen, die Unfallkausalität des Rückfalls 

zu beweisen, dies sei ihm jedoch nicht gelungen; im Übrigen verwies sie auf ihre Argumentation gemäss 

Beschwerdeantwort und verblieb bei ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. G9). 

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.   

Die Beschwerdegegnerin hat das Ereignis vom 4. Juli 2023 als Unfall anerkannt und bis 10. September 

2023 Versicherungsleistungen erbracht (vgl. Einspracheentscheid vom 17. Februar 2025, Suva-act. 90-

2, lit. A). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist einzig die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

eine Leistungspflicht aus Rückfall auf das Ereignis vom 4. Juli 2023 trifft (Suva-act. 27). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/16 

1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 
Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen 

der Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 
Unfallereignis zusammenhängen (ANDRÉ NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; IRENE HOFER, N 63 ff. zu Art. 6, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; ANDRÉ NABOLD, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 56 ff.).  

1.2 Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Expertinnen oder Experten 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 

Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist 

(KOSS UVG-NABOLD, N 53, 59 zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 66, 74 zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., S. 58; 

BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen; SZS 2018 S. 357 f.). Bei physischen Unfallfolgen 
spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 

134 V 112 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb, 118 V 291 f. E. 3a; SVR 2000 Nr. 14 S. 45). 

1.3 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) werden 
Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Praxisgemäss handelt es sich bei 

einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich 

geheilter Unfallfolgen, so dass es erneut zu ärztlicher Behandlung und möglicherweise zu einer 

weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen wird dann gesprochen, wenn ein scheinbar 

geheiltes Leiden im Lauf längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem 

andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein 

bestehendes Unfallereignis an. Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) 

Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten Beschwerden und der 

seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 118 V 296 f. E. 2c; KOSS UVG-NABOLD, 
N 89 f. zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 117 zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., S. 83 f.). 

1.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das 
Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/16 

Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 

dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 138 V 221 f. E. 6 mit 
Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht [ATSG; SR 830.1]) oder der verfügenden 

Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu 

sein. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, 

als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich Rückfall zu erfüllenden 

Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine 

anspruchsbegründende Tatsache. Die diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit 

die versicherte Person (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; NABOLD, a.a.O., S. 83 f.). Diese Beweisregel 

erlangt allerdings erst dann Bedeutung, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 

sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 221 E. 6 mit Hinweisen; NABOLD, a.a.O., S. 84). 

1.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle 

Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, 

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.6 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung 

der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines 

ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung 

der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 

232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen 
Ärztinnen und Ärzten einholen, Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis kann jedoch nicht 

abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen. 

In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 229 E. 5.2, 135 V 470 ff. E. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8/16 

4.4, 4.6 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.2; SVR 2018 IV 

Nr. 4, S. 12, E. 3.2). 

2.   

Die vom 6. Juni 2024 datierende handchirurgisch-versicherungs-medizinische Beurteilung von Dr. 

M.___ (act. G5.1) wurde von der Beschwerdegegnerin während des laufenden Beschwerdeverfahrens 
(«pendente lite») eingeholt. Der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht kommt als 

ordentlichem Rechtsmittel grundsätzlich Devolutiveffekt zu, mit anderen Worten geht die Behandlung 

der Streitsache mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. Insofern ist es dem 

Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde weitere Abklärungen 

vorzunehmen; rechtsprechungsgemäss sind ledglich punktuelle Abklärungen wie bspw. einfache 

Rückfragen oder die Einholung von Bestätigungen zulässig (vgl. BGE 127 V 232 E. 2b/bb; UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 133 zu Art. 61). Die Beschwerdegegnerin liess die Frage der 

Unfallkausalität der als Rückfall gemeldeten Handgelenkbeschwerden bereits im Verwaltungsverfahren 

durch ihre beratende Ärztin Dr. M.___ abklären (Suva-act. 49 und 81), insbesondere mit ihrer 

Beurteilung vom 10. Januar 2025 nahm diese umfassend Stellung (Suva-act. 81). Allerdings reichte der 

Beschwerdeführer dann mit seiner Beschwerde vom 19. März 2025 zwei neue medizinische 

Stellungnahmen der Dres. P.___ und Q.___ ein (act. G13 und G1.4). Die Beschwerdegegnerin legte 

den Fall aufgrund der derartig erweiterten Aktenlage ihrer beratenden Ärztin zur erneuten Beurteilung 
vor. Im Lichte des ihr als Verfahrenspartei zustehenden rechtlichen Gehörs und der in Art. 53 Abs. 3 

ATSG vorgesehenen Möglichkeit der Wiedererwägung des Einspracheentscheids durch den 

Versicherungsträger bis zu dessen Stellungnahme gegenüber der Beschwerdeinstanz war die 

«pendente lite» erfolgte Einholung der Aktenbeurteilung durch die Beschwerdegegnerin zulässig, zumal 

diese Einholung keine erhebliche zeitliche Verzögerung verursachte und keinerlei Mitwirkung des 

Beschwerdeführers erforderte oder sonstige komplexe Weiterungen des Verfahrens verursachte (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.5 und vom 15. Januar 2014, 

8C_410/2013, E. 5). Ausserdem wurde die Beurteilung von Dr. M.___ dem Beschwerdeführer 

zusammen mit der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt, mit der Möglichkeit, sich in 

seiner Replik dazu zu äussern (act. G6), sodass eine Verletzung des Gehörsanspruch des 

Beschwerdeführers ebenfalls nicht ersichtlich ist. Der Devolutiveffekt ist im vorliegenden Fall nicht 

verletzt und verfahrensökonomische Erwägungen legen die Berücksichtigung der Beurteilung Dr. 

M.___s vom 6. Juni 2025 nahe.  

3.   

Wie erwähnt, ist die Frage nach der Unfallkausalität von Rückfallbeschwerden, wie auch die natürliche 

Kausalität von Unfallfolgen überhaupt für das Gericht nur in Abstützung auf die Befunde und Angaben 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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medizinischer Fachpersonen zu beantworten (vgl. vorangehende E. 1.2). Die medizinische Aktenlage 

stellt sich im vorliegenden Fall wie folgt dar. 

3.1 In Folge des Unfalls vom 4. Juli 2023 erfolgte zunächst am 20. Juli 2023 eine 
Röntgenuntersuchung am Spital D.___, anhand welcher eine Fraktur und/oder Luxation 

ausgeschlossen werden konnten und sich keine Hinweise auf eine Fehlstellung ergaben (Suva-act. 21). 
Es folgte am 27. Juli 2023 eine MRT-Bildgebung, welche eine Verletzung des TFCC mit Beteiligung der 

fovealen und der styloidalen Insertion sowie einen zentralen Defekt im Diskus, Bone Bruise der distalen 

Ulna zur Darstellung brachte, während sich für eine Verletzung des SL- und des LT-Bandes keine 

Hinweise fanden (Suva-act. 20). Es erfolgten schliesslich zwei handchirurgische Konsultationen am 17. 

und 28. August 2023 bei Dr. G.___, wobei dieser am 17. August 2023 eine Steroidinfiltration des linken 

Handgelenks vornahm. Anlässlich der Verlaufskontrolle am 28. August 2023 zeigte sich eine deutliche 

Besserung des Beschwerdebildes, sodass der Beschwerdeführer ab 11. September 2023 nach 

Einschätzung Dr. G.___s wieder als voll arbeitsfähig habe angesehen werden können (Suva-act. 24). 

Im Zusammenhang mit dem am 21. Mai 2024 gemeldeten Rückfall (Suva-act. 45) war bereits am 15. 

Mai 2024 eine MR-Arthrographie des linken Handgelenks angefertigt worden. Im triangulären 

fibrokartilaginären Komplex (TFCC) hatte sich dabei der bereits bekannte schlitzförmige zentrale Defekt 

erkennen lassen, ansonsten hatte sich der TFCC nach Ansicht der untersuchenden Ärzte intakt gezeigt 

mit reizloser fovealer und radialer Aufhängung; die Artikulationsverhältnisse waren regelrecht gewesen 
und es hatte ein geringes Knochenmarksödem (Bone bruise) im proximalen Anteil des Os lunatum 

vorgelegen. Die Flexoren- und Extensorensehnen hatten sich reizlos gezeigt, auffällig war einzig die 

Subluxation der Sehne des M. extensor carpi ulnaris gewesen (Suva-act. 45). Am 23. September 2024 

erfolgte eine abermalige MRT-Bildgebung und zusätzlich eine Röntgenuntersuchung des linken 

Handgelenks durch den Leitenden Arzt Prof. Dr. R.___ und Assistenzarzt S.___, Klinik für Radiologie 

und Nuklearmedizin des Kantonsspitals St. Gallen. MR-tomographisch gelangten abermals der zentrale 

TFCC-Defekt und das Knochenmarköden am proximalen Os lunatum zur Darstellung, das Röntgenbild 

ergab nach Ansicht der untersuchenden Ärzte ein ausgeglichenes Längenverhältnis zwischen distaler 

Ulna und distalem Radius. Der Befund wurde als «stationär», hier wohl im Sinne von unverändert bzw. 

chronifiziert, eingeschätzt (Suva-act. 87). 

3.2 Weiter liegen die Beurteilungen der beratenden Ärztin der Beschwerdegegnerin, Dr. M.___, sowie 
die vom Beschwerdeführer beigebrachten medizinischen Beurteilungen bei den Akten.  

3.2.1 Gegen die Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer als Rückfall gemeldeten Symptomatik 
spricht sich die beratende Ärztin der Suva Dr. M.___ insbesondere mit ihren Beurteilungen vom 10. 
Januar 2025 (Suva-act. 81) und schliesslich vom 6. Juni 2025 (act. G5.1) aus. In ihrer Beurteilung vom 

10. Januar 2025, welche die Grundlage für den ablehnenden Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin vom 17. Februar 2025 (Suva-act. 90) bildet, fokussiert sich die beratende Ärztin 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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auf den TFCC und dessen Bandapparat; in der Arthrographie vom 15. Mai 2024 sei zu erkennen, dass 

keine Verletzung der styloidalen und ulnaren Fasern des TFCC bestanden habe, da das Kontrastmittel 

einzig im Bereich der zentralen Läsion des TFCC in das radiocarpale Kompartiment übergetreten sei. 

Zudem seien die foveale und radiale Aufhängung des TFCC auch «fachradiologisch (…) als intakt und 

reizlos beurteilt» worden (Suva-act. 81). Man habe es mit einer vorbestehenden anlagebedingten 
Ulnaimpaktion zu tun, welche die korrespondierenden Veränderungen am Os lunatum und im zentralen 

Teil des TFCC zu erklären vermöge; das Beschwerdebild sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

Konsequenz einer Anlagevariante und die unfallbedingte Kontusion könne nach spätestens vier 

Wochen als abgeheilt angesehen werden; durch die hochrepetitive hämmernde Tätigkeit nach 

Wiederaufnahme der Arbeit im Frühling 2024 sei es dann zur erneuten Beschwerdeaktivierung 

gekommen. Läge, wie der Beschwerdeführer vorbringt, eine unfallbedingte dynamische Instabilität mit 

daraus resultierender Ulnaimpaktion vor, so hätte der Beschwerdeführer im dokumentiert 

beschwerdefreien Zeitraum zwischen August 2023 und Mai 2024 zwangsläufig auch unter nur 

alltäglichem Beanspruchungsprofil Beschwerden in der linken Hand gelitten (Suva-act. 81). In ihrer 

jüngsten Stellungnahme vom 6. Juni 2025 fügt Dr. M.___ hinzu, dass die vom Beschwerdeführer 

behauptete ulnare Instabilität des Handgelenks, wäre diese durch den Unfall vom 4. Juli 2023 

verursacht worden, überwiegend wahrscheinlich während der beiden handchirurgischen 

Konsultationen nach ca. 6 und 8 Wochen aufgefallen und dokumentiert worden wäre, was im 
vorliegenden Fall jedoch nicht geschehen sei. Die (Teil-)Läsionen der styloidalen und fovealen Insertion 

des TFCC seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als zwischenzeitlich abgeheilt anzusehen. 

Bezüglich der in der Röntgenuntersuchung vom 23. September 2024 nachgewiesenen erhöhten 

Laxizität und Verbreiterung des Gelenkspalts des DRUG links (3 mm gegenüber 1 mm auf der 

Gegenseite, vgl. Suva-act. 75) gibt Dr. M.___ zu bedenken, dass sich die beiden Handgelenke während 

der Röntgenaufnahme nicht in identischer Position befunden hätten, sodass die Differenz der 

gemessenen Abstände nur in verringertem Masse oder gar nicht aussagekräftig sei. Schliesslich führt 

sie das Fehlen jeglicher Brückensymptome als Argument gegen eine unfallverursachte dynamische 

Instabilität mit resultierender Ulnaimpaktion an – hätte ein solcher Befund wirklich vorgelegen, so hätte 

sich der Beschwerdeführer unweigerlich bereits früher wieder in medizinische Behandlung begeben, 

seien doch bereits bei geringen, alltäglichen Belastungen Beschwerden erwartbar gewesen. Es ergebe 

sich der Eindruck, dass die Handgelenke des Beschwerdeführers eine anlageverursachte Laxizität 

aufwiesen, welche den Belastungsansprüchen des Zimmermannberufs schlichtweg nicht gewachsen 

seien (act. G5.1). 

3.2.2 Bejaht wird der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 4. Juli 2023 und den vom 
Beschwerdeführer ab April 2024 geklagten Beschwerden vonseiten verschiedener medizinischer 

Fachpersonen. Mit Bericht vom 19. November 2024 äusserten sich Dres. N.___ und O.___ zu einer 

vom Beschwerdeführer veranlassten Untersuchung vom 9. Oktober 2024, welcher am 23. September 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2024 eine MRT- und eine Röntgenuntersuchung vorangegangen waren. Sie vertraten die Ansicht, die 

seinerzeitigen Symptome des Beschwerdeführers seien «posttraumatisch im Rahmen einer 

destabilisierenden TFCC-Läsion durch das Trauma vom 04.07.2023 bedingt.» Das MRT vom 27. Juli 

2023 hätte eine Läsion der styloidalen und fovealen Insertion des TFCC zur Darstellung gebracht. Aus 

dieser Läsion resultiere eine auch im konventionellen Röntgenbild vom 23. September 2024 
ausgewiesene Instabilität des DRUG, welche bei forciertem Faustschluss zu einer dynamischen 

Proximalisierung der Ulna und somit zur Ulnaimpaktion führe, da durch die fehlende Stabilität des TFCC 

der Radius mit dem Carpus bei Belastung proximalisiert werde (Suva-act. 75). 

3.2.3 Im Auftrag der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers lieferte Dr. P.___ am 10. März 2025 
eine radiologische Stellungnahme zum Fall des Beschwerdeführers. Die Bildgebung vom 15. Mai 2024 

bewertete er wie folgt: Es zeige sich ein persistierender struktureller Defekt der fovealen Aufhängung 

des Discus carpiulnaris betreffend mindestens die dorsalen 50 % der Aufhängung (dargestellt durch 

das Eindringen von Kontrastmittel in den Defekt). Die im MRT vom 27. Juli 2023 zur Darstellung 

gekommene Teilläsion der styloidalen Aufhängung zeige sich noch in residualem Ausmass. Weiterhin 

liege ein Defekt der Subsehnenscheide der ECU-Sehne vor. Neu aufgetreten im Vergleich zur 

Voruntersuchung vom 27. Juli 2023 sei ein Knochenmarksödem subchondral unterhalb der proximalen 

Gelenkfläche des Os Lunatum, hochwahrscheinlich sei dieses mechanisch bedingt durch eine 

grenzwertige Länge der Ulna mit Instabilität des Ulnaköpfchens aufgrund des Defektes der ulnaren 
Diskusaufhängung. Abschliessend interpretierte Dr. P.___ die Befunde dahingehend, dass sich am 15. 

Mai 2024 die chronische Veränderung der unfallkausalen Befunde vom 27. Juli 2023 gezeigt habe; das 

neu hinzugekommene Knochenmarködem im Os lunatum weise auf eine mechanisch bedingte ulnare 

Impingementproblematik hin, hochwahrscheinlich im Rahmen einer Instabilität bei Belastung im 

radioulnaren Gelenk. Die MRT-Aufnahmen seien allerdings statisch erfolgt, sodass eine dynamische 

Instabilität durch sie nicht nachweisbar sei. Eine Ulna-Plusvariante sei nicht feststellbar (act. G1.3). 

3.2.4 Eine weitere Stellungnahme wurde durch die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers bei Dr. 
Q.___ eingeholt. Diese gab am 13. März 2025 eine chirurgisch-versicherungsmedizinische 

Stellungnahme ab. Dr. Q.___ gibt zu bedenken, die beiden MRT-Untersuchungen vom 27. Juli 2023 

und vom 15. Mai 2024, die handchirurgische Beurteilung vom 9. Oktober 2024 (recte: 19. November 

2024) sowie die radiologische Zweitbegutachtung durch Dr. P.___ vom 10. März 2025 seien 

«kongruent» darin, dass sie die Theorie des Vorliegens eines posttraumatischen dynamischen 

Ulnaimpaktionssyndroms bei unfallkausaler TFCC-Läsion des linken Handgelenks stützten. Einzig 

vonseiten der beratenden Ärztin der Suva werde das Vorliegen einer anlagebedingten Ulnaimpaktion 
argumentiert, was angesichts des Umstands, dass keine Ulna-Plusvariante dokumentiert sei, nicht 

überzeuge. Es liege eine unfallkausale foveale und styloidale TFCC-Läsion mit konsekutiver Instabilität 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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des DRUG vor, die Beurteilung der Suva wertet Dr. Q.___ als «aus traumatologischer Sicht falsch und 

nicht korrekt» (act. G1.4).  

4.  

Die Beschwerdegegnerin hat den angefochtenen leistungsverweigernden Einspracheentscheid vom 

17. Februar 2025 im Wesentlichen in Abstützung auf die Beurteilung ihrer beratenden Ärztin Dr. M.___ 
vom 10. Januar 2025 (Suva-act. 81) erlassen. Im Beschwerdeverfahren hat sie dann «lite pendente» 

gleichzeitig mit ihrer Beschwerdeantwort eine weitere, vom 6. Juni 2025 datierende Beurteilung ihrer 

beratenden Ärztin beigefügt, die – wie gesagt – im vorliegenden Verfahren berücksichtigt werden kann 

(vgl. vorangehende E. 2). Es ist die Beweistauglichkeit dieser versicherungsmedizinischen 

Beurteilungen zu untersuchen, was eine Entscheidung über die Zulässigkeit der Leistungsablehnung 

durch die Beschwerdegegnerin ermöglicht. 

4.1 In ihrer Beurteilung vom 10. Januar 2025 vermerkt Dr. M.___, der Arthrographie vom 15. Mai 
2024 sei zu entnehmen, dass keine Verletzung der styloidalen und ulnaren Fasern (gemeint ist wohl: 

des TFCC) bestanden habe, «da das Kontrastmittel einzig in einem dünnen Saum im zentralen Anteil 

des TFCC nach radiokarpal» übergetreten sei. Auch «fachradiologisch [seien] die foveale und radiale 

Aufhängung des TFCC als intakt und reizlos beurteilt [worden].» Die Theorie einer traumatisch 

verursachten dynamischen Instabilität des TFCC mit der Folge einer Laxizität des DRUG sei daher zu 

verwerfen. Vielmehr lägen eine anlagebedingte Laxizität und eine vorbestehende Ulnaimpaktion mit 
entsprechenden chronischen Veränderungen am Os lunatum und am TFCC vor. Diese Argumentation 

überzeugt in Konfrontation mit der später erfolgten Beurteilung von Dr. P.___ nicht, dazu in 

nachfolgender E. 4.4. Weiter argumentiert Dr. M.___ am 10. Januar 2025, die Beschwerden seien mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit durch die hochrepetitive, hämmernde Zimmermannstätigkeit 

ausgelöst worden; läge hingegen – wie dies von den Dres. N.___ und O.___ vertreten wird – eine 

dynamische Instabilität vor, so hätten sich die Beschwerden zwingend auch bei alltäglichen 

Beanspruchungen bemerkbar machen müssen, sodass ein neunmonatiger beschwerdefreier Zeitraum, 

wie ihn der Beschwerdeführer erlebte, schlicht nicht vorstellbar sei. Wieso sich bei einer traumatisch 

bedingten dynamischen Instabilität zwingend bereits bei alltäglichen Anstrengungen Beschwerden 

hätten zeigen müssen, dies bei Annahme einer anlagebedingten Instabilität bzw. Laxizität hingegen 

nicht zu erwarten sei, respektive bei letzterer Variante eine Beschwerdeaktivierung nur bei einer 

hochrepetitiven Belastung möglich sei, begründet Dr. M.___ nicht. Dass eine derart trennscharfe 

Identifizierung einer anlagebedingten Genese im Unterschied zu einer traumatischen Genese ein und 

derselben Symptomatik (Ulnaimpaktionssyndrom) allein anhand des zur Beschwerdeaktivierung 
notwendigen Beanspruchungsreizes möglich sein soll, wie es Dr. M.___ hier suggeriert, leuchtet nicht 

ein. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.2 Am 6. Juni 2025 legte Dr. M.___ ihre jüngste Beurteilung vor (act. G5.1). Sie argumentiert, klinisch 
relevante Instabilitäten würden eine erhebliche Verletzung von Bandstrukturen («subtotal») 

voraussetzen, damit sie der Betroffene als Dysfunktion und/oder Schmerz wahrnehmen könne. Hätte 

infolge des Ereignisses vom 4. Juli 2023 eine klinisch relevante Instabilität der ECU-Sehne resultiert, 

wie dies Dr. P.___ ausschliesslich aus der Bildgebung ableite, so wäre diese Instabilität «überwiegend 
wahrscheinlich» in den handchirurgischen Konsultationen nach dem Unfall aufgefallen und 

dokumentiert worden. Hierzu ist einzuwenden, dass es im Rahmen eines Rückfalls und insbesondere 

bei Spätfolgen möglich ist, dass sich – bei gleichbleibender Ursache – die Befunde und Beschwerden 

wandeln. Nur weil direkt nach dem Unfall noch keine Befunde erhoben wurden, welche den später im 

Rahmen des Rückfall- oder Spätfolgegeschehens geklagten Beschwerden entsprechen (hier die 

Instabilität der ECU-Sehne), ist die Unfallkausalität eines solchen Geschehens nicht auszuschliessen; 

es ist vielmehr möglich, dass gerade durch die ursprünglichen Verletzungen pathologische Prozesse in 

Gang gesetzt werden, welche in eine Erweiterung und Wandlung des Beschwerdebildes münden. Bei 

Spätfolgen entspricht dies sogar dem Kern der rechtsprechungsgemässen Begriffsdefinition (vgl. 

vorangehende E. 1.3). Möglich ist, dass die vom Beschwerdeführer als Rückfall gemeldeten und in der 

gesamten medizinischen Dokumentation hernach ebenso bezeichneten Beschwerden besser unter 

dem Begriff der Spätfolgen zu fassen gewesen wären; jedenfalls kann die richtige Verwendung der 

Begrifflichkeiten für den allfälligen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers nicht von Bedeutung 
sein.  

4.3 Von eminenter Bedeutung für den Nachweis der Rückfallkausalität ist indessen, ob über den 
Zeitraum zwischen dem ursprünglichen Beschwerdeschub nach dem Unfallereignis und dem Zeitpunkt 

des Auftretens der als Rückfall geklagten Beschwerden sogenannte «Brückensymptome» vorliegen, 

welche einen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und geklagtem Rückfall zu plausibilisieren 

vermögen. Im vorliegenden Fall sind keine derartigen Brückensymptome dokumentiert. Dr. M.___ geht 

in ihrer Beurteilung auf das Fehlen von Brückensymptomen ein und gibt zu bedenken, dass beim 

Vorliegen einer klinisch relevanten Instabilität im Handgelenk bereits bei nur wenig belastenden 

alltäglichen Handgriffen «wie beispielsweise [beim] Eingiessen von Mineralwasser aus einer Flasche 

grösseren Inhaltes» Beschwerden zu erwarten gewesen wären, solche aber während neun Monaten 

nicht dokumentiert seien und es insbesondere zu keinem Arztbesuch gekommen sei. Der 

Versicherungsmedizinerin und der Beschwerdegegnerin, die sich die Argumentation Ersterer zu eigen 

macht, ist grundsätzlich Recht zu geben, dass die vollständige Abwesenheit von dokumentierten 

Brückensymptomen im vorliegenden Fall ein schwerwiegendes Argument gegen die Rückfallkausalität 
darstellt. Allerdings ist es auch nicht völlig undenkbar, dass sich Beschwerden zeitweise gänzlich 

zurückbilden, später jedoch wieder auftreten und dabei als unfallkausal anzusehen sind. So ist das 

Vorliegen von Brückensymptomen auch keine notwendige Bedingung für die Anerkennung der 

Unfallkausalität eines behaupteten Rückfalls, wenn die Beschwerdefreiheit oder das behandlungsfreie 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Zeitintervall überzeugend erklärt werden können. Im vorliegenden Fall war der Beschwerdeführer für 

einen Grossteil des fraglichen Zeitraums (in etwa September 2023 bis April 2024) nach Thailand verreist 

(Suva-act. 24, 26). Höchstwahrscheinlich bedeutet eine Urlaubsreise eine im Vergleich mit der 

Arbeitstätigkeit als Zimmermann deutlich verringerte Beanspruchung der Handgelenke. In diesem 

Sinne ist das erneute Auftreten der Beschwerden am zweiten Tag nach der Wiederaufnahme dieser 
Arbeit nicht per se verdächtig. Der Beschwerdeführer berichtet für die Zeitdauer seines 

Auslandsaufenthaltes nicht davon, an Beschwerden gelitten zu haben. Allerdings tätigte die 

Beschwerdegegnerin auch keine dahingehenden Sachverhaltsabklärungen, beispielsweise mittels 

Fragebogen. Der Umstand, dass zwischen September 2023 und April 2024 keine medizinische 

Behandlung dokumentiert ist, kann vor dem Hintergrund der sechsmonatigen Thailandreise des 

Beschwerdeführers keine gesteigerte Bedeutung haben: Es ist wohl eher unüblich, während einer 

Urlaubsreise in einem fernen Land mit fremder Sprache einen Arzt aufzusuchen. Im Ergebnis genügt 

das Fehlen von Brückensymptomen im vorliegenden Fall nicht, um die Rückfallkausalität eindeutig 

verneinen zu können.  

4.4 In der Argumentation ihrer Beurteilung vom 6. Juni 2025 fokussiert die Versicherungsmedizinerin 
dann auf die Theorie der Verursachung der Ulnaimpaktion durch eine dynamische Instabilität des 

DRUG, welche wiederum durch die Verletzung des TFCC und der an diesem beteiligten Bandstrukturen 

verursacht sei. Dieser von den Dres. N.___, O.___, P.___ und Q.___ einhellig befürworteten Theorie 
hält Dr. M.___ entgegen, dass keine strukturellen Korrelate einer solchen dynamischen Instabilität 

nachweisbar seien, insbesondere seien nur im MRT vom 27. Juli 2023 einschlägige Strukturschäden 

an der styloidalen und fovealen Insertion des TFCC nachweisbar gewesen, in den folgenden MRT-

Bildgebungen vom 15. Mai 2024 seien diese nicht mehr nachvollziehbar, auch Dr. P.___ erkenne hier 

nurmehr Residuen der genannten Verletzungen. Dem ist entgegenzuhalten, dass Dr. P.___ in seiner 

Beurteilung der Arthrographie vom 15. Mai 2024 sehr wohl strukturelle Defekte am TFCC und dessen 

Aufhängung erkennen konnte («Defekt des dorsalen Anteils der fovealen Aufhängung des Discus 

carpiulnaris besonders gut abgrenzbar»; «Penetration von Kontrastmittel, (…), in den den fovealen 

ligamentären Defekt»). Zudem berichten auch die Dres. N.___ und O.___ in ihrer Beurteilung vom 19. 

November 2024 davon, dass die posttraumatische Instabilität des DRUG auch aufgrund des 

Röntgenbildes vom 23. September 2024 «feststehe» (Suva-act. 75). Es ist also vielmehr die von der 

Versicherungsmedizinerin selbst vorgebrachte Theorie der anlagebedingten Laxizität der Handgelenke 

des Beschwerdeführers, welche keinerlei Abstützung in den bildgebenden und sonstigen 

Untersuchungen findet. Dr. M.___ und mit ihr die Beschwerdegegnerin vermag keine überzeugendere 
(überwiegend wahrscheinliche) alternative Theorie der Genese der vom Beschwerdeführer als Rückfall 

gemeldeten Beschwerden zu präsentieren. Wenn sie argumentiert, es sei schwer vorstellbar, dass der 

Beschwerdeführer beim Bestehen einer traumatischen Instabilität des TFCC und des DRUG nach der 

Infiltration im August 2023 (Suva-act. 24) eine erhebliche Besserung erlebte und im September 2023 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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sogar wieder voll arbeitsfähig wurde (Suva-act. 24), ist zu erwidern, dass es unter der Annahme 

anlagebedingt instabiler und erhöhten mechanischer Beanspruchung nicht gewachsener Handgelenke 

mindestens ebenso schwer vorstellbar erscheint, dass der Beschwerdeführer nach der Kortison-

Infiltration im August 2023 wieder «über viele Wochen schmerzfrei arbeiten» konnte (Suva-act. 26).  

4.5 Die vorgenannten Punkte, insbesondere die fehlerhafte Darstellung der Beurteilung von Dr. P.___ 
bezüglich der MR-Arthrographie vom 15. Mai 2024 durch Dr. M.___, die aufgezeigten logischen 

Unstimmigkeiten in deren Argumentation und der Umstand, dass die von dieser vorgebrachte Theorie 

keinerlei Abstützung in den medizinischen Beurteilungen der anderen Fachpersonen findet, vermögen 

mindestens geringe Zweifel an der Beurteilung der Versicherungsmedizinerin zu wecken. Es ist dieser 

zwar darin beizupflichten, dass gewichtige Argumente gegen eine Unfallkausalität der ab April 2024 

gelittenen Beschwerden sprechen, namentlich das Fehlen von Brückensymptomen zwischen 

September 2023 und April 2024. Gleichwohl sprechen mindestens ebenso gewichtige Indizien für eine 

Bejahung der Rückfallkausalität. Allein der Umstand, dass vier Ärzte, darunter Spezialistinnen und 

Spezialisten der hier besonders relevanten Fachdisziplinen Radiologie, Handchirurgie und Chirurgie, 

eine andere Theorie der Ätiologie der Beschwerden vertreten, als es diesen allein gegenüberstehend 

die Versicherungsmedizinerin der Suva tut, genügt, um die Zuverlässigkeit von deren Begründung 

zweifelhaft erscheinen zu lassen.  

4.6 Allerdings genügen auch die vom Beschwerdeführer gelieferten medizinischen Beurteilungen der 
Dres. N.___, O.___, P.___ und Q.___ (Suva-act. 75; act. G1.3 und G1.4) nicht für den Beweis der 

Rückfallkausalität mit dem erforderlichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Auch wenn der 

versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr. M.___ die Beweiskraft zu versagen ist, zeigt sie doch 

überzeugend auf, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten medizinischen Beurteilungen 

ebenfalls mangelhaft sind.  

4.7 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass es an einer zuverlässigen Entscheidungsgrundlage für 
die Beurteilung der Unfallkausalität des vom Beschwerdeführer als Rückfall reklamierten 

Beschwerdegeschehens ab April 2024 fehlt. Der Sachverhalt ist durch die Beschwerdegegnerin nicht 

rechtsgenüglich abgeklärt worden. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass eine weitere unabhängige 

Beurteilung zusätzliche Erkenntnisse liefern und damit zur Erstellung eines überwiegend 

wahrscheinlichen Sachverhalts beitragen kann. Entsprechend bedarf es einer ergänzenden 

medizinischen Abklärung in Form einer externen handchirurgischen und/oder radiologischen 

Beurteilung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Von einer Situation der Beweislosigkeit mitsamt deren 

materiell-rechtlichen Folgen ist im vorliegenden Fall nicht auszugehen. Die Einholung eines 
Gerichtsgutachtens drängt sich nicht auf, da die Beschwerdegegnerin selbst noch keine externe 

medizinische Beurteilung eingeholt hat.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5.  

5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu 
ergänzenden versicherungsexternen medizinischen Abklärungen im Sinne der Erwägungen und 

anschliessender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.  

5.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). 

5.3 Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 132 V 215 
E. 6.2). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf den 

Ersatz der Parteikosten. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht 

nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In 

der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint - wie in vergleichbar aufwändigen Fällen üblich 

- eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.  

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 17. Februar 2025 

aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) auszurichten.  

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 23.10.2025
	Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 11 UVV; Leistungspflicht der Unfallversicherung für Rückfall/Spätfolge einer Handgelenksverletzung; es bestehen mindestens geringe Zweifel an der versicherungsmedizinischen Beurteilung, sodass der Sachverhalt als nicht rechtsgenüglich abgeklärt zu betrachten ist; Rückweisung der Streitsache zu ergänzenden Abklärungen; keine Verletzung des Devolutiveffekts durch lite pendente eingeholte versicherungsmedizinische Beurteilung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Oktober 2025, UV 2025/14).

		2026-01-28T04:04:18+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen