# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9e021e6-2ee7-5da2-a34a-5dc40955e7d1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.02.2025 E-387/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-387-2024_2025-02-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-387/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  F e b r u a r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler;   

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), Türkei,   

vertreten durch Rechtsanwältin Lea Hungerbühler,  

ihrerseits substituiert durch Nisha Thangeswaran,   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 8. Januar 2024 / N (…). 

 

 

 

E-387/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer, ein türkischer Staatsangehöriger kurdischer 

Ethnie, verliess die Türkei am 10. August 2023 und gelangte nach eigenen 

Angaben am 14. August 2023 in die Schweiz. Hier stellte er am (…). August 

2023 am Flughafen ein Asylgesuch, woraufhin ihm am (…). August 2023 

die Einreise in die Schweiz bewilligt wurde. Mit Vollmacht vom 18. August 

2023 betraute er die ihm zugewiesene Rechtsvertretung (die Mitarbeiten-

den des Rechtsschutzes für Asylsuchende im Bundesasylzentrum Region 

B._______) mit der Wahrung seiner Interessen. Am 22. Dezember 2023 

hörte ihn das SEM zu seinen Asylgründen an.  

A.b In der Anhörung machte der Beschwerdeführer geltend, er sei vor sei-

ner Ausreise aus der Türkei politisch aktiv gewesen, ohne jedoch Mitglied 

einer Partei gewesen zu sein. Im Jahr 2011 habe er eine aus C._______ 

stammende Frau geheiratet. Die Hochzeitsfeier sei durch eine Polizeistür-

mung vorzeitig beendet worden mit der Begründung, es sei kurdische Mu-

sik gespielt worden. Aus diesem Grund habe er begonnen, sich für die 

Rechte der Kurden einzusetzen. Daher habe er in den Jahren 2013 bis 

2016 politische Posts auf Facebook veröffentlicht. In den Jahren 2017 und 

2018 seien daraufhin zwei Strafverfahren wegen Beleidigung des Staats-

präsidenten respektive Separatismus gegen ihn eingeleitet worden. Im ers-

ten Verfahren sei er zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt und 

unter Ansetzung einer Bewährungszeit von fünf Jahren bedingt freigelas-

sen worden. Im zweiten Verfahren sei er, ebenfalls unter Ansetzung einer 

Bewährungszeit von fünf Jahren, zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt 

worden.  

In den Jahren 2018 bis 2023 sei er sehr oft auf den Polizeiposten mitge-

nommen worden, wo er aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit, der bei-

den vergangenen Strafverfahren sowie der Herkunft seiner Ehefrau be-

schimpft, erniedrigt, bedroht und geschlagen worden sei. Im Jahr 2020 sei 

er auch einmal zusammen mit seiner Ehefrau auf den Polizeiposten ge-

bracht worden, wo er von den Polizisten bewusstlos geschlagen worden 

sei. Als er das Bewusstsein wiedererlangt habe, hätten die Polizisten an-

gedeutet, sie hätten seine Ehefrau vergewaltigt. Seine Ehefrau habe dies 

ihm gegenüber jedoch verneint und auch keine Misshandlungsspuren auf-

gewiesen. Er sei anschliessend während zweier Tage auf dem Polizeipos-

ten festgehalten worden. Aufgrund dieses Vorfalls habe er beschlossen, 

die Türkei zu verlassen. Er befürchte, bei einer Rückkehr in die Türkei un-

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verzüglich festgenommen zu werden, da er ein fichierter Kurde sei. Wenn 

die Behörden herausfänden, dass er sich ins Ausland abgesetzt habe, wür-

den sie ihn zudem mit gefälschten Dokumenten unter dem Vorwurf, er sei 

der PKK beigetreten, inhaftieren. 

A.c Zum Nachweis seiner Identität reichte der Beschwerdeführer beim 

SEM seinen Pass, seine Identitätskarte und seinen Führerausweis ein. Zu-

dem legte er zum Nachweis seiner Asylvorbringen die nachfolgenden Be-

weismittel (im Folgenden: BM; alle in Kopie) ins Recht:  

- ein Bildschirmfoto von UYAP (Ulusal Yargi Agi Bilisim Sistemi [türkisches 

E-Justiz-Informationssystem]) vom 28. September 2023 (BM 1); 

- die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft D._______ an das Strafgericht 

D._______ vom 21. April 2017 (BM 2); 

- das begründete Urteil des 1. Strafgerichts D._______ vom 19. Oktober 

2017 (BM 3); 

- die Rechtskraftbescheinigung des 1. Strafgerichts D._______ vom 

20. November 2017 (BM 4); 

- die Anklageschrift der Staatsanwalt D._______ an das Strafgericht 

D._______ vom 16. Februar 2018 (BM 5); 

- das begründete Urteil des 5. Strafgerichts D._______ vom 31. Mai 2018  

(BM 6); 

- das Aussageprotokoll der Staatsanwaltschaft D._______ vom 15. Oktober 

2020 (BM 7); 

- die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft D._______ an das Strafgericht 

D._______ vom 17. Dezember 2020 (BM 8); 

- das begründete Urteil des 17. Strafgerichts D._______ vom 26. Februar 

2021 (BM 9); 

- die Bestätigung der türkischen Sozialversicherungsanstalt vom (…) 2023 

über die versicherten Einkommen des Beschwerdeführers (BM 10); 

- mehrere Bildschirmfotos eines Whatsapp-Nachrichtenverlaufs (BM 11); 

- eine Anzeige auf CIMER (Cumhurbaşkanliği Iletişim Merkezi; auf Deutsch: 

Kommunikationszentrum des Präsidenten; BM 12). 

A.d Am 4. Januar 2024 unterbreitete das SEM dem Beschwerdeführer ei-

nen Entscheidentwurf, zu welchem dessen Rechtsvertretung gleichentags 

Stellung nahm. 

A.e Mit Verfügung vom 8. Januar 2024 (gleichentags eröffnet) stellte das 

SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz 

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sowie den Vollzug an. Es beauftragte den Kanton B._______ mit dem Voll-

zug der Wegweisung und händigte dem Beschwerdeführer die editions-

pflichtigen Akten aus. 

A.f Ebenfalls am 8. Januar 2024 legte die dem Beschwerdeführer zuge-

wiesene Rechtsvertretung das Mandat nieder. 

B.  

B.a Gegen die Verfügung vom 8. Januar 2024 erhob der Beschwerdefüh-

rer, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin Lea Hungerbühler respektive 

deren Substitutin Nisha Thangeswaran, mit Eingabe vom 17. Januar 2024 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, es sei 

diese aufzuheben, seine Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm 

Asyl zu gewähren. Unter dem Eventualstandpunkt ersuchte er um Gewäh-

rung der vorläufigen Aufnahme. Unter dem Subeventualstandpunkt bean-

tragte er, die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung und zur vertieften Ab-

klärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In formeller Hinsicht ersuchte 

er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege inklusive Verzicht auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um Einsetzung der manda-

tierten Rechtsanwältin als amtliche Rechtsbeiständin. 

Der Beschwerde legte er Kopien der Anwaltsvollmacht, der Substitutions-

vollmacht sowie der angefochtenen Verfügung bei. 

B.b Am 19. Januar 2024 bestätigte die im vorliegenden Beschwerdever-

fahren eingesetzte Instruktionsrichterin den Eingang der Beschwerde und 

verfügte, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens einst-

weilen in der Schweiz abwarten. 

B.c Mit Zwischenverfügung vom 1. Februar 2024 verfügte die Instruktions-

richterin, der Beschwerdeführer dürfe den Ausgang des Verfahrens (defini-

tiv) in der Schweiz abwarten, wies dessen Gesuche um unentgeltliche 

Rechtspflege sowie amtliche Rechtsverbeiständung mit Hinweis auf die 

Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und forderte ihn zur Zahlung eines 

Kostenvorschusses von Fr. 750.– bis zum 12. Februar 2024 auf.  

B.d Der beim Beschwerdeführer einverlangte Kostenvorschuss ging am 

12. Februar 2024 bei der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts 

ein. 

 

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Behandlung von 

Beschwerden gegen Asyl- und Wegweisungsverfügungen des SEM; dabei 

entscheidet das Gericht in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (vgl. 

Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG).  

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Nachdem er auch 

den von ihm einverlangten Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet hat 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG), ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

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des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 In der angefochtenen Verfügung kam das SEM zum Schluss, die Vor-

bringen des Beschwerdeführers erfüllten nicht die Anforderungen an die 

Asylrelevanz im Sinne von Art. 3 AsylG. Die geschilderten wiederholten 

Mitnahmen auf den Polizeiposten und die dortige Behandlung durch die 

Polizisten hätten kein solches Ausmass genommen und seien nicht derart 

gravierend gewesen, dass ihm durch diese ein menschenwürdiges Leben 

in der Türkei verwehrt gewesen wäre. Dies gelte auch für den Vorfall des 

Jahres 2020, als er mit seiner Ehefrau auf den Polizeiposten gebracht und 

während zweier Tage dort festgehalten worden sei. Auch wenn die erlitte-

nen Nachteile – bei Wahrunterstellung – bedauerlich und belastend gewe-

sen seien, sei der Beschwerdeführer anschliessend wieder freigelassen 

worden und habe nach dem Vorfall keine weiteren Nachteile oder Folgen 

erlebt. Weiter gehe aus seinen Aussagen und den eingereichten Beweis-

mitteln hervor, dass die gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren allesamt ab-

geschlossen respektive eingestellt worden seien. Der Beschwerdeführer 

habe zudem angegeben, ab 2016 keine regimekritischen Posts mehr ver-

öffentlicht zu haben. Es sei davon auszugehen, dass ihm aufgrund seiner 

vergangenen politischen Aktivität in den sozialen Medien zukünftig keine 

asylbeachtlichen Nachteile drohten.  

Auch wenn dem SEM bekannt sei, dass Angehörige der kurdischen Bevöl-

kerung in der Türkei Schikanen und Benachteiligungen verschiedenster Art 

ausgesetzt seien und verständlich sei, dass diese Situation für Betroffenen 

nicht einfach sei, handle es sich bei den vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Nachteilen (Beleidigungen, Beschimpfungen, Erniedrigungen, 

Drohungen sowie Misshandlungen durch die Polizisten und den türkischen 

Staat auf dem Polizeiposten und im Alltag) aufgrund seiner kurdischen Eth-

nie nicht um ernsthafte Nachteile im Sinne des Asylgesetzes, die einen 

Verbleib im Heimatland verunmöglichten oder unzumutbar erschwerten. 

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Ferner liege beim Beschwerdeführer kein risikoschärfender Faktor vor, der 

die Einschätzung seines Risikoprofils zu ändern vermöge. Schliesslich sei 

davon auszugehen, dass die aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit 

geltend gemachten Benachteiligungen lokal oder regional beschränkt 

seien, womit eine Rückkehr an einen alternativen Aufenthaltsort innerhalb 

der Türkei in Frage käme. 

Beim Vorbringen, die Polizei habe gemäss seinen Eltern viermal bei ihm 

sowie bei seinen Eltern zu Hause nach ihm gefragt, ohne jedoch einen 

Grund anzugeben, handle es sich um nicht belegte Aussagen von Drittper-

sonen. Zudem sei auch gemäss den Angaben seiner Eltern in der Folge 

nichts Weiteres vorgefallen, womit keine beachtliche Wahrscheinlichkeit für 

das Eintreffen seiner Befürchtung bestehe, er würde bei einer Rückkehr in 

die Türkei sofort von der Polizei festgenommen und inhaftiert. Gegen diese 

Befürchtung spreche auch, dass der Beschwerdeführer legal mit seinem 

eigenen Pass aus der Türkei ausgereist sei. Abschliessend hielt das SEM 

fest, es verzichte aufgrund der offensichtlich fehlenden flüchtlingsrechtli-

chen Relevanz darauf, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente in den 

Vorbringen einzugehen, brachte jedoch hinsichtlich deren Glaubhaftigkeit 

einen ausdrücklichen Vorbehalt an. Insbesondere erklärte es, der Be-

schwerdeführer habe mehrere widersprüchliche Aussagen zum Grund der 

wiederholten polizeilichen Mitnahmen gemacht. 

5.2 In seiner Rechtsmitteleingabe macht der Beschwerdeführer gestützt 

auf verschiedene Länderberichte geltend, regierungskritische Personen 

seien in der Türkei gefährdet. Das SEM habe in der angefochtenen Verfü-

gung zudem den Kontext seiner Aussagen komplett ausser Acht gelassen. 

Tatsächlich seien die Gründe für seine Festnahmen vielschichtig gewesen 

und, obschon von den Behörden nie offen dargelegt, aus dem Kontext der 

Festnahmen und den Aussagen der Polizisten klar ersichtlich. Nachdem 

die erste Festnahme vor über sieben Jahre erfolgt sei, könne nicht erwartet 

werden, dass er sich präzise an jede einzelne Festnahme erinnere. Dass 

die Beweggründe der Behörden nicht immer die gleichen gewesen seien, 

erkläre zudem seine vermeintlich widersprüchlichen Aussagen. 

Dass das SEM die erlittenen Misshandlungen durch die Polizei als nicht 

derart gravierend eingestuft habe, dass ihm ein menschenwürdiges Leben 

in der Türkei verwehrt gewesen wäre, sei unverständlich und nahezu zy-

nisch. Nachdem er nicht bloss ein paarmal, sondern zehn- bis zwölfmal 

über eine Zeitspanne von sieben Jahren festgenommen worden sei, wobei 

die Festnahmen nicht immer am selben Ort, sondern abwechselnd in sei-

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nem Haus, an seinem Arbeitsplatz sowie auf dem Weg zum Einkaufen 

stattgefunden hätten, sei das Verhalten der türkischen Polizei als eine «re-

gelrechte» Verfolgung einzustufen und habe zu einem unerträglichen psy-

chischen Druck geführt. Ferner habe die amtliche Einstellung seiner Straf-

verfahren zu einem Amtsmissbrauch durch die Polizei geführt. Mit seinen 

Posts in den sozialen Medien und den damit verbundenen Strafverfahren 

sei er in den Fokus der Behörden gerückt, womit seine Furcht, bei seiner 

Rückkehr verhaftet zu werden, begründet sei. 

6.  

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach einer eingehenden Prü-

fung der vorinstanzlichen Akten zum Schluss, dass die – nach einer sum-

marischen Prüfung durch die im vorliegenden Beschwerdeverfahren ein-

gesetzte Instruktionsrichterin – in der Zwischenverfügung vom 1. Februar 

2024 festgestellte Aussichtslosigkeit der Beschwerde zu bestätigen ist. Na-

mentlich ergeben sich auch nach einer vertieften Prüfung der Beschwerde 

sowie des Anhörungsprotokolls keine Gründe, von der in der erwähnten 

Zwischenverfügung dargelegten Würdigung abzuweichen, zumal sich der 

Beschwerdeführer in der Folge weder zu jenen Erwägungen geäussert 

noch neue Beweismittel eingereicht hat. Auf die ausführlichen sowie voll-

umfänglich zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in der angefochte-

nen Verfügung (siehe vorangehend E. 5.1) ist daher, mit den nachfolgen-

den Ergänzungen, zu verweisen. 

6.2 Gemäss den vorliegenden Akten, insbesondere dem Anhörungsproto-

koll, veröffentlichte der Beschwerdeführer in den Jahren 2013 bis 2016 ver-

schiedene politische Posts in den sozialen Medien. Nachdem er 2016 auf 

den Polizeiposten mitgenommen worden sei, habe er jedoch Angst bekom-

men und mit den politischen Veröffentlichungen aufgehört (act. […]-6 ad 

F. 144–146). Aufgrund seiner Posts seien zwei Strafverfahren eröffnet wor-

den (act. 6 ad F. 147). Aus den eingereichten Beweismitteln ist ersichtlich, 

dass diese beiden Verfahren in den Jahren 2017 und 2018 eingeleitet wur-

den (act. 3 BM 1–6). Ein weiteres Verfahren, in dem der Beschwerdeführer 

indessen nicht als Verdächtigter involviert war, wurde im Jahr 2020 einge-

leitet (act. 3 BM 1, 7–9; vgl. z.B. BM H: neben dem Begriff «Şüpheli» [Ver-

dächtigter] wird eine Drittperson aufgeführt). Der Beschwerdeführer bestä-

tigte in der Anhörung, dass sämtliche dieser drei Verfahren bereits abge-

schlossen respektive eingestellt und in der Folge keine weiteren, ihn be-

treffenden Verfahren eingeleitet worden seien (act. 6 ad F. 105 f.). Aufgrund 

der Einstellung der Verfahren habe die Polizei ihn in den Jahren 2018 bis 

2022 zehn- bis zwölfmal auf den Polizeiposten mitgenommen (act. 6 ad 

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F. 106, 109 f.). Zusätzlich sei er ein letztes Mal im Mai 2023 auf den Poli-

zeiposten mitgenommen worden (act. 6 ad F. 112). Über die verschiedenen 

Mitnahmen auf den Polizeiposten gab der Beschwerdeführer in der Anhö-

rung allgemein an, die Polizisten hätten ihn manchmal geschlagen, dann 

wieder beleidigt. Manchmal hätten sie auch nichts gemacht und nur ge-

fragt, wie es ihm gehe. Sie hätten einfach kontrolliert, ob er noch in der 

Gegend sei (act. 6 ad F. 123). Befragt zur Dauer seiner jeweiligen Verbleibe 

auf dem Polizeiposten gab er an, sie hätten ihn manchmal sofort wieder 

gehen lassen oder auch bis zu zwei Stunden dort behalten. Nachdem sie 

ihn im Jahr 2020 an der Hand und am Knie verletzt hätten, sei er zwei Tage 

auf dem Polizeiposten festgehalten worden (act. 6 ad F. 124 f.). Lediglich 

die erwähnte Mitnahme des Jahres 2020 schilderte der Beschwerdeführer 

in der Anhörung einlässlich, unter Angabe konkreter Details. Diesbezüglich 

gab er an, er und seine Ehefrau seien zusammen auf den Posten gebracht 

worden. Dort hätten ihn die Polizisten derart stark geschlagen, dass er das 

Bewusstsein verloren habe. Als er wieder zu sich gekommen sei, hätten 

sie angedeutet, sie hätten seine Ehefrau vergewaltigt (was jene jedoch ver-

neint habe; act. 6 ad F. 98, 133 f.). Dies sei der Grund für seine Ausreise 

aus der Türkei gewesen (act. 6 ad F. 97). 

6.2.1 Die vorangehende Wiedergabe des relevanten Sachverhalts zeigt 

auf, dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben in den Jahren 

2017 bis 2020 verschiedene einschneidende Nachteile (zwei Strafverfah-

ren, mehrere inoffizielle Festnahmen, Gewaltanwendungen sowie Ein-

schüchterungen durch die Polizei) erlebt hatte. In seiner Rechtsmittelein-

gabe moniert er daher zu Recht, das Verhalten der türkischen Polizei ihm 

gegenüber mit den inoffiziellen Verhaftungen und Gewaltanwendungen, 

die teilweise auch Spuren in der Form von Narben hinterlassen hätten, sei 

völlig unverständlich und nicht akzeptabel. Das Asylrecht dient jedoch nicht 

dazu, einen Ausgleich für vergangenes Unrecht zu schaffen, sondern be-

zweckt, Schutz vor zukünftigen Verfolgungen zu gewähren, wie die Instruk-

tionsrichterin bereits in der Zwischenverfügung vom 1. Februar 2024 fest-

stellte. 

6.2.2 Als Ausreisegrund hat der Beschwerdeführer in der Anhörung seine 

vorangehend beschriebene Mitnahme auf den Polizeiposten des Jahres 

2020 angegeben, bei welcher er durch die Polizisten bis zum Verlust des 

Bewusstseins geschlagen und anschliessend während zweier Tage fest-

gehalten worden sei, wobei die Polizisten angedeutet hätten, sie hätten 

seine Ehefrau sexuell misshandelt. Ohne diese bedauerlichen Erlebnisse 

bagatellisieren zu wollen, ist festzustellen, dass diese im Zeitpunkt der 

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Ausreise des Beschwerdeführers aus der Türkei im August 2023 bereits 

drei Jahre zurückliegenden Vorfälle in zeitlicher Hinsicht nicht kausal für 

die Ausreise gewesen sein konnten. Der Beschwerdeführer hat zwar an-

gegeben, er sei das letzte Mal im Mai 2023 auf den Polizeiposten mitge-

nommen worden. Zu dieser letzten Mitnahme hat er in der Anhörung jedoch 

keinerlei Angaben gemacht. In den beiden Monaten direkt vor der Ausreise 

aus der Türkei scheint er zudem keinen Kontakt mit den Polizeibehörden 

gehabt zu haben. Es ist dem Beschwerdeführer damit nicht gelungen, in 

der Anhörung eine im Zeitpunkt der Ausreise aktuelle Bedrohung darzutun.  

6.2.3 In Bezug auf die beiden, in den Jahren 2017 und 2018 eingeleiteten 

Strafverfahren hat das SEM weiter zu Recht ausgeführt, diese seien bereits 

abgeschlossen respektive eingestellt worden. Nach Angaben des Be-

schwerdeführers sei seither kein weiteres Strafverfahren gegen ihn einge-

leitet worden. Auch auf Beschwerdeebene wird nichts anderes behauptet 

oder mit entsprechenden Unterlagen belegt. Damit liegen keine Anhalts-

punkte dafür vor, dass gegen den Beschwerdeführer aktuell ein Ermitt-

lungsverfahren in der Türkei laufen würde. Hiergegen spricht auch, dass er 

sich gemäss seinen eigenen Angaben bereits seit 2016 nicht mehr politisch 

betätigt respektive keine regimekritischen Posts in den sozialen Medien 

mehr veröffentlicht hat. Unter diesen Umständen erscheint die Einleitung 

zukünftiger strafrechtlicher Ermittlungsverfahren gegen ihn unwahrschein-

lich. Für die vom Beschwerdeführer aufgestellte Vermutung, die Behörden 

würden ihn bei einer Wiedereinreise in die Türkei mit falschen Dokumenten 

beschuldigen, der PKK beigetreten zu sein, um ihn gestützt darauf zu ver-

haften, liegen keine objektiven Anhaltspunkte vor. Vielmehr hat das SEM 

in der angefochtenen Verfügung die in den Jahren 2013 bis 2016 veröffent-

lichten politischen Kundgebungen des Beschwerdeführers in den sozialen 

Medien zu Recht als eine bloss niederschwellige politische Tätigkeit einge-

stuft, womit der Beschwerdeführer – entgegen seiner Auffassung – über 

kein risikoschärfendes Profil verfügt. Insgesamt liegen damit keine objekti-

ven Anhaltspunkte vor für die vom Beschwerdeführer ausgesprochene Be-

fürchtung, er werde bei einer Rückkehr in die Türkei von den Behörden 

festgenommen.  

6.3 Zusammenfassend ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte, 

wonach der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in die Türkei einer flücht-

lingsrechtlich relevanten Gefahr ausgesetzt wäre. Die Vorinstanz hat somit 

zu Recht seine Flüchtlingseigenschaft verneint und sein Asylgesuch abge-

lehnt.  

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Seite 11 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 

28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), 

Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 

gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende 

Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiter-

reise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder 

einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Gemäss Art. 83 

Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumut-

bar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage 

konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – 

unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu ge-

währen. Der Vollzug ist schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin 

oder der Ausländer weder in den Heimat- oder in den Herkunftsstaat noch 

in einen Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 

Abs. 2 AIG). 

8.3 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

E-387/2024 

Seite 12 

9.   

9.1 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in die 

Türkei ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. So-

dann ergeben sich weder aus seinen Aussagen noch aus den Akten An-

haltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in sein Heimat-

land dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder 

Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Auch die 

allgemeine Menschenrechtssituation in der Türkei lässt den Wegweisungs-

vollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. 

Der Vollzug der Wegweisung erweist sich damit – sowohl im Sinne der lan-

des- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen – als zulässig. 

9.2 In der Türkei herrscht weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine landes-

weite Situation allgemeiner Gewalt, aufgrund welcher eine Rückkehr gene-

rell unzumutbar wäre – auch nicht für Angehörige der kurdischen Ethnie.  

An dieser Einschätzung vermögen weder das Wiederaufflammen des tür-

kisch-kurdischen Konflikts seit Juli 2015 noch die sicherheitspolitische Ent-

wicklung nach dem Putschversuch im Juli 2016 etwas zu ändern (vgl. das 

Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13.2 

m.w.H.).  

9.2.1 Zur Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in individueller Hinsicht 

führte die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung aus, der Beschwer-

deführer stamme aus der Stadt D._______ (Anm.: Provinz Konya), sei im 

arbeitsfähigen Alter, spreche fliessend Türkisch und verfüge über einen Ba-

chelor als (…) sowie über eine mehrjährige Arbeitserfahrung als (…) und 

(…). Befragt nach seiner finanziellen Lage in der Türkei habe er angege-

ben, sie hätten sehr gut leben können und er sei nie erwerbsuntätig gewe-

sen. Ferner habe er in der Türkei ein grosses familiäres Beziehungsnetz, 

mit dem er nach wie vor in Kontakt stehe, sowie ein gutes Verhältnis zu 

seiner Ehefrau und zu seinen Eltern. Damit dürfte er auch bei einer Rück-

kehr in seinen Heimatstaat mittels Erwerbstätigkeit und gegebenenfalls 

Unterstützung seiner Familie für seinen Lebensunterhalt aufkommen kön-

nen, wobei er als kinderlose Person lediglich für den eigenen Lebensunter-

E-387/2024 

Seite 13 

halt aufkommen müsse. Schliesslich bestehe eine mögliche Wohnsitzalter-

native in E._______, wo gemäss seinen Angaben Bekannte und Ver-

wandte seiner Ehefrau lebten, bei denen er sich vor seiner Ausreise aufge-

halten habe. 

9.2.2 In der Rechtsmitteleingabe wiederholt der Beschwerdeführer unter 

dem Titel «Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs» einige seiner Asyl-

vorbringen, ohne jedoch eigentliche Wegweisungsvollzugshindernisgrün-

de darzutun. Damit ist vollumfänglich auf die vorangehend dargelegten zu-

treffenden sowie nicht zu beanstandenden Ausführungen der Vorinstanz 

(E. 9.2.1) abzustellen. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit 

auch als zumutbar. 

9.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr allenfalls notwen-

digen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu 

auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

E-387/2024 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Marion Sutter 

 

 

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