# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 439559fa-298e-50e1-bbd0-9c7eba85be86
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.08.2008 C-2966/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2966-2006_2008-08-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2966/2006/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A. _______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA), 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Rentenkürzung; Verfügung der 
IVSTA vom 28. August 2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2966/2006

Sachverhalt:

A.
Am  5.  November  1992  stellte  A.  _______,  geboren  am  (...)  1950, 
schweizerische Staatsangehörige,  verheiratet  mit  einem italienischen 
Staatsangehörigen  (nachfolgend  Beschwerdeführerin),  seit  1983  als 
Hausfrau  tätig,  bei  der  Ausgleichskasse  des  Kantons  B.  _______ 
einen  Antrag  auf  Erhalt  einer  schweizerischen  Invalidenrente  und 
machte  geltend,  sie  habe  Schmerzen  im  Bereiche  des  Mittelfusses 
links, habe Mühe, bei den Haushaltsarbeiten mehr als eine Stunde zu 
stehen, könne nur etwa 200 bis 300 Meter an einem Stück gehen und 
habe starke Schmerzen beim Gehen in unebenem Gelände. Die Ärzte 
diagnostizierten eine schwere Arthrose am Os naviculare links.

B.
Am 10. Februar 1994 teilte die IV-Kommission der Eidgenössischen Al-
ters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV)  in 
Z. _______ der Beschwerdeführerin mit, laut Abklärungen der IV-Stelle 
sei  die  Beschwerdeführerin  zu  40%  im  Haushalt  eingeschränkt, 
weshalb ihr unter Berücksichtigung der Wartezeit von einem Jahr ab 1. 
Mai 1993 eine Viertelsrente zugesprochen werde.

C.
Mit Eingabe vom 11. September 1995 ersuchte die Beschwerdeführe-
rin um Revision der ihr zugesprochenen Rente, da ihre Beschwerden 
erheblich zugenommen hätten.

D.
Mit Vorbescheid vom 10. Mai 1996 teilte die IV-Stelle B. _______ der 
Beschwerdeführerin  mit,  dass  sie  aufgrund  der  eingereichten  me-
dizinischen Unterlagen und des Berichts des Aussendienstes festge-
stellt habe, dass die Einschränkungen in der Verrichtung des Haushal-
tes ab Juli 1994 zugenommen hätten und ihr rückwirkend per 1. Sep-
tember 1995 eine halbe IV-Rente zustehe.

E.
Mit Einsprache vom 21. Mai 1996 rügte die Beschwerdeführerin, es sei 
nicht  berücksichtigt  worden,  dass  sie  seit  November  1995  starke 
Schmerzen, eine Gefühllosigkeit am rechten Fuss und zudem Gleich-
gewichtsstörungen habe.

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F.
Am 25. Juni 1996 verfügte die IV-Stelle B. _______ wegen Zunahme 
der  Einschränkungen  im  Haushalt  ab  Juli  1994  revisionsweise  die 
Ausrichtung einer halben Rente mit Wirkung ab 1. September 1995.

G.
Am  12.  September  1996  sprach  die  IV-Stelle  B.______  der  Be-
schwerdeführerin als Hilfsmittel orthopädische Mass-Schuhe zu.

H.
Mit Verfügung vom 23. Oktober 1996 wies die IV-Stelle B. _______ die 
Ausgleichskasse D. ______, in Z. _______ an, der Beschwerdeführerin 
aufgrund  einer  Invalidität  von  70% per  1. Februar  1996  eine  ganze 
Invalidenrente auszurichten. 

I.
Mit Verfügung vom 16. Juli 1999 berechnete die IV-Stelle B. _______ 
infolge  Invalidität  des  Ehemannes  der  Beschwerdeführerin  deren 
Rente neu und hielt fest, der Invaliditätsgrad betrage 70%.

J.
Am  7.  Dezember  1999  überwies  die  IV-Stelle  B.  _______  infolge 
Abreise der Beschwerdeführerin und ihrer Familie ins Ausland ihre Ak-
ten an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) in Genf.

K.
Am 28. Mai 2002 teilte die IVSTA der Beschwerdeführerin mit, die revi-
sionsweise  Überprüfung  ihres  Invaliditätsgrades  habe  keine  an-
spruchsbeeinflussenden Änderungen ergeben, weshalb weiterhin An-
spruch auf die entsprechende Invalidenrente bestehe.

L.
Mit Vorbescheid vom 27. Februar 2006 teilte die IVSTA der Beschwer-
deführerin mit, sie habe aufgrund der neu erhaltenen Unterlagen fest-
gestellt,  dass eine Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich neu zu 
mehr als 30% zumutbar sei, weshalb die bisherige ganze Rente durch 
eine Dreiviertelsrente ersetzt werde. 

M.
Mit Einsprache vom 20. März 2006 und unter Einreichung kardiologi-
scher Berichte vom 14. November 2005, 31. Januar 2006, 20. Februar 
2006 und 3. März  2006 sowie eines  Spitalberichts  vom 13. Februar 

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2006 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sich die gesundheitliche 
Situation  (Arthrose und Angina pectoris)  weiter  verschlechtert  habe, 
weshalb sie nicht zu 30% arbeitsfähig sei. 

N.
Die IVSTA wies die Einsprache der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 28. August 2006 ab und ersetzte die bisherige ganze Rente ab 1. 
November 2006 durch eine Dreiviertelsrente, weil die Beschwerdefüh-
rerin  wieder  in  der  Lage  sei,  eine  ihrem Gesundheitszustand  ange-
passte  Tätigkeit  auszuüben und dabei  mehr als 40% desjenigen Er-
werbseinkommens zu erzielen, das sie heute ohne Gesundheitsscha-
den erzielen könnte. Einer allfälligen Beschwerde entzog sie die auf-
schiebende Wirkung.

O.
Am  12.  Oktober  2006  erhob  die  Beschwerdeführerin  gegen  die 
Verfügung  Beschwerde  bei  der  Eidgenössischen  Rekurskommission 
der  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (Rekurskom-
mission) für die im Ausland wohnenden Personen und machte geltend, 
sie sei stärker krank als von der IV-Stelle in Genf beurteilt worden. Ihre 
Krankheiten  hätten  zugenommen,  ihre  Arthroseschmerzen  seien  so 
stark,  dass  sie  ohne  Hilfe  nicht  mehr  aufstehen  könne,  die 
verschriebenen  Medikamente  könne  sie  nicht  einnehmen,  da  diese 
einen  negativen  Einfluss  auf  ihr  Herz  und  die  Diabetes-Erkrankung 
hätten, zudem habe sie inzwischen Probleme mit dem Magen und seit 
einer Mittelohrentzündung im März 2006 höre sie auf dem linken Ohr 
praktisch nichts mehr. 

Der Beschwerde legte sie folgende Beweismittel bei:

• Überweisungsbericht von Dr. med. E. ______, Kantonsspital 
Y. _______, vom 27. September 1999;

• Überweisungsbericht von Dr. med. F. _______, Kantonsspital 
Y. _______, vom 29. September 1999;

• Überweisungsbericht von Dr. med. G. _______, Kantonsspital 
Y. _______, vom 1. November 1999;

• Untersuchungsbericht von Dr. H. _______, Istituto Diagnostico 
X. _______, vom 2. April 2004;

• Untersuchungsbericht von Dr. I. _______, Spital W. _______, vom 
10. Februar 2005;

• Untersuchungsbericht von Dr. K. _______, Radiologie, in 
V. _______, vom 11. August 2005;

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• Untersuchungsbericht von Dr. L. _______, Spital T. _______, vom 
14. Februar 2006;

• Untersuchungsbericht von Dr. L. _______, Spital T. _______, vom 
10. April 2006;

• Untersuchungsbericht von Dr. M. _______, Echografisches Institut 
in V. _______, vom 18. August 2006; 

• Untersuchungsbericht von Dr. N. _______, kardiologisches Institut 
in S. _______, vom 6. September 2006;

• Übermittlungsschreiben des Schweizerischen Generalkonsulats in 
R. _______ vom 28. September 2006 (Kopie);

• Schreiben der Beschwerdeführerin an das Schweizerische 
Generalkonsulat in R. _______ vom 6. Oktober 2006 betreffend 
Zustelldatum; 

• Arztzeugnis von Dr. O. _______ vom 10. Oktober 2006.

P.
Am 23. Oktober 2006 bestätigte die Rekurskommission den Eingang 
der Beschwerde. Mit separatem Schreiben vom gleichen Tag ersuchte 
sie die IVSTA um Stellungnahme bis 27. Dezember 2006.

Q.
In ihrer Vernehmlassung vom 15. Dezember 2006 verwies die IVSTA 
auf die Stellungnahme des ärztlichen Dienstes und beantragte die Ab-
weisung der Beschwerde, unter Bestätigung der angefochtenen Verfü-
gung.

R.
Am  16.  Februar  2007  stellte  das  inzwischen  zuständig  gewordene 
Bundesverwaltungsgericht  der  Beschwerdeführerin  die  Vernehmlas-
sung der Beschwerdegegnerin inklusive Stellungnahme des ärztlichen 
Dienstes der IV-Stelle vom 12. Dezember 2006 zur Replik zu und teilte 
mit, sie erachte bei unbenutzter Frist den Schriftenwechsel als abge-
schlossen. Die Beschwerdeführerin nahm nicht Stellung.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt gemäss Art. 53 Abs. 2 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (VGG,  SR 
173.32),  sofern  es  zuständig  ist,  die  Beurteilung  der  am  1.  Januar 
2007  bei  den  Eidgenössischen  Rekurs-  oder  Schiedskommissionen 
oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen 
Rechtsmittel, wobei das neue Verfahrensrecht anwendbar ist.

1.2 Laut  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Aus-
nahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt. Der angefochtene,  von der  IV-
Stelle  für  Versicherte  im Ausland  getroffene  Einspracheentscheid  ist 
zweifellos eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG, wurde von einer 
Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG getroffen, und eine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Zudem konnte der Entscheid gemäss 
Art. 69 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung (IVG, SR 831.20), in der Fassung gemäss Ziff. 8 des 
Anhangs zum Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-
nen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR  830.1),  durch 
A. _______  als  Person  im  Ausland  bei  der Eidg. Rekurskommission 
angefochten werden.

Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegen-
den Beschwerde zuständig.

1.3 Gemäss der Regelung von Art. 59 ATSG, mit welcher der Gesetz-
geber -  trotz leicht unterschiedlicher Formulierung - jene von Art. 48 
Abs. 1 VwVG übernehmen wollte (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar, 
Zürich 2003, Art. 59 Rz. 1), ist zur Beschwerdeführung vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  legitimiert,  wer  durch die  angefochtene Verfü-
gung  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren  Aufhe-
bung oder  Änderung  hat.  Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Adressatin 
der angefochtenen Verfügung ohne Zweifel besonders berührt, hat an 
ihrer  Aufhebung bzw. Abänderung ein  schutzwürdiges Interesse und 
ist daher beschwerdebefugt.

1.4 Nachdem die Beschwerde im Übrigen form- und fristgerecht ein-
gereicht wurde, ist auf sie einzutreten (Art. 52 VwVG, Art. 60 ATSG).

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2.
Die IVSTA ging in ihrer Einspracheverfügung vom 28. August 2006 da-
von aus,  dass sich der Gesundheitszustand der  Beschwerdeführerin 
seit der Verfügung einer ganzen Rente im Jahre 1996 verbessert habe, 
so dass neu von einer Arbeitsfähigkeit im Haushalt von mehr als 40% 
auszugehen  sei.  Demzufolge  bestehe  nur  noch  Anspruch  auf  eine 
Dreiviertelsrente.

In der  Beschwerde macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sich 
die Arthrosebeschwerden inzwischen zusätzlich  verstärkt  hätten und 
sie  nicht  zu  über  40%  im  Haushalt  tätig  sein  könne.  Hinzu  kämen 
ernsthafte Beschwerden wegen einer Angioplastie und wegen Diabe-
tes mellitus II. Sie sei deshalb nicht arbeitsfähig, weshalb ihr weiterhin 
eine ganze Rente zuzusprechen sei.

Materiell streitig und zu prüfen ist somit vorliegend die revisionsweise 
Herabsetzung  der  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung  vom  23. 
Oktober  1996  gewährten  ganzen  Rente  ab  1.  Februar  1996  (vgl. 
E. 4.3) auf eine Dreiviertelsrente ab dem 1. November 2006.  

3.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

3.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

3.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

3.3 Die Beschwerdeführerin ist  schweizerische Staatsangehörige mit 
Wohnsitz in Italien seit 1999. Bis zum 31. Mai 2002 war in ihrem Fall 
für die Ausrichtung von Leistungen der schweizerischen Invalidenversi-
cherung das am 1. September 1964 in Kraft getretene Abkommen vom 
14. Dezember 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und  der  Italienischen  Republik  über  Soziale  Sicherheit  (SR 
0.831.109.454.2) massgeblich. Gemäss Art. 2 des Abkommens waren 
die schweizerischen und italienischen Staatsangehörigen in den Rech-
ten und Pflichten aus den Gesetzgebungen der  beiden Länder  über 

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die Invalidenversicherung einander gleichgestellt, soweit in diesem Ab-
kommen und seinem Schlussprotokoll nichts Abweichendes bestimmt 
war. Seit dem 1. Juni 2002 ist das Abkommen zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizü-
gigkeitsabkommen, nachfolgend FZA, SR 0.142.112.681, in Kraft seit 
1. Juni 2002) anwendbar (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 
des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestim-
mungen über  die Personenfreizügigkeit  im Abkommen zur Änderung 
des  Übereinkommens  zur  Errichtung der  EFTA, in  Kraft  seit  1.  Juni 
2002). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin 
geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eid-
genossenschaft  und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen 
Gemeinschaft  insoweit  aus,  als  darin  derselbe Sachbereich  geregelt 
wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der 
sozialen  Sicherheit  koordiniert,  um insbesondere  die  Gleichbehand-
lung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu gewährleisten.

3.4 Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die zugehörige Verord-
nung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft  getreten. 
Die entsprechenden Bestimmungen sind somit anwendbar auf Sach-
verhalte, die sich nach dem 1. Januar 2003 verwirklicht haben. Da die 
Herabsetzung  der  der  Beschwerdeführerin  zugesprochenen  ganzen 
Rente auf eine Dreiviertelsrente mit Einspracheentscheid vom 28. Au-
gust 2006 angefochten ist, ist vorliegend das ATSG in Verbindung mit 
dem IVG in der Fassung gemäss Anhang Ziff. 8 ATSG anwendbar. Am 
1. Januar 2004 sind die Änderungen des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung und des ATSG vom 21. März 2003 sowie der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revi-
sion, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859) in Kraft getreten. Somit ist für 
die Prüfung von Ansprüchen,  die nach diesem Zeitpunkt  entstanden 
sind, die seit  dem 1. Januar 2004 gültige Fassung des IVG und des 
ATSG, vorbehältlich der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 
21. März 2003 (AS 2003 3850), anwendbar. Die Änderungen des IVG 
und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und der ATSV vom 
28.  September  2007  (5.  IV-Revision,  AS  2007  5129  bzw. AS  2007 
5155,  in  Kraft  seit  1.  Januar  2008)  sind  im  vorliegenden  Verfahren 
nicht anwendbar, da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der 
entsprechenden Bestimmungen ergangen ist.

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4.
4.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig 
gewesenen Fassung bestand bei  einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 66 2/3% Anspruch auf eine ganze Rente. Bei einem Invaliditäts-
grad von mindestens 50% betrug der Anspruch ein Zweitel und bei ei-
nem solchen von mindestens 40% ein Viertel einer ganzen Rente. 

Im Rahmen der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderung des 
IVG gemäss dem Bundesgesetz vom 21. Januar 2003 (4. IV-Revision; 
AS 2003 3837 ff.) ist  die Rentenabstufung verfeinert  worden. Art. 28 
Abs. 1 IVG  bestimmt in seiner bis 31. Dezember 2007 gültigen Fas-
sung, dass bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% Anspruch 
auf eine ganze Rente besteht. Bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens  60%  beträgt  der  Rentenanspruch  drei  Viertel,  von  mindestens 
50% ein Zweitel und bei einem solchen von mindestens 40% ein Vier-
tel einer ganzen Rente.

4.2
4.2.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte,  in  Beziehung  gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht inva-
lid geworden wäre (Art. 16 ATSG). 

Der Begriff der Invalidität ist demnach nach dem ATSG/IVG nicht nach 
medizinischen  Kriterien,  sondern  nach  der  Unfähigkeit,  Erwerbsein-
kommen zu erzielen (BGE 110 V 275 E. 4a) oder sich im bisherigen 
Aufgabenbereich zu betätigen, definiert. Dabei sind die Erwerbs- bzw. 
Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bishe-
rigen Tätigkeit, sondern auch in zumutbaren Verweistätigkeiten zu prü-
fen.  Der  Invaliditätsgrad  ist  also  grundsätzlich  nach  wirtschaftlichen 
und nicht  nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Das heisst, 
dass es bei der Bemessung der Invalidität einzig und allein auf die ob-
jektiven  wirtschaftlichen  Folgen  der  funktionellen  Behinderung  an-
kommt,  welche nicht  unbedingt  mit  dem vom Arzt  festgelegten Grad 
der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müssen. Trotzdem ist 
die Verwaltung (und im Beschwerdefall auch das Gericht) auf Unterla-
gen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 

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Gesundheitszustand zu beurteilen und zur Frage Stellung zu nehmen, 
in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte 
arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte  eine 
wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche 
Arbeitsleistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden 
können (BGE 125 V 256 E. 4). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen 
Beurteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung 
der  Erwerbsfähigkeit,  obliegen  dagegen  der  Verwaltung  und  im 
Beschwerdefall dem Gericht. 

4.2.2 Während der Invaliditätsgrad einer erwerbstätigen Person nach 
dem in  Art.  16  ATSG vorgesehenen  Einkommensvergleich  bestimmt 
wird, ist für die Bemessung der Invalidität Nichterwerbstätiger, insbe-
sondere der im Haushalt tätigen Personen darauf abzustellen, in wel-
chem Masse sie behindert  sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich 
zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG und Art. 27 IVV). Dabei ist nach dem 
Wortlaut von Art. 8 Abs. 3 ATSG die Invalidität nach der Unmöglichkeit 
der Betätigung im Aufgabenbereich zu bestimmen, wenn die betreffen-
de versicherte Person bereits vor Eintritt der gesundheitlichen Beein-
trächtigung nicht erwerbstätig war und ihr zugleich die Aufnahme einer 
Erwerbstätigkeit  nicht  zugemutet  werden  kann  (UELI KIESER,  ATSG-
Kommentar, Zürich 2003, Art. 8 Rz. 16). Als Aufgabenbereich der im 
Haushalt  tätigen Versicherten gilt  nach Art. 27 IVV insbesondere die 
übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung der Kinder. 

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der in der Invalidenversi-
cherung  allgemeingültige  Grundsatz  der  Schadenminderungspflicht 
auch die invalide Hausfrau betrifft (vgl. BGE 130 V 101 E. 3.3.3). Sie 
hat im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren Verfahrensweisen zu 
entwickeln, welche die Auswirkungen ihrer  Behinderung im hauswirt-
schaftlichen Aufgabenbereich reduzieren und ihr  eine möglichst  voll-
ständige und unabhängige Erledigung der  Haushaltarbeiten  ermögli-
chen. Kann die Hausfrau wegen ihrer Behinderung gewisse Haushal-
tarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledi-
gen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem 
Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen.

4.3 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers 
erheblich verändert hat. 

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Ein Revisionsgrund ergibt sich somit aus jeder wesentlichen Änderung 
der tatsächlichen Verhältnisse - insbesondere einer wesentlichen Ver-
änderung des Gesundheitszustandes - die geeignet ist,  den Invalidi-
tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 
349 E. 3.5, m.w.H., SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). 

Ob eine solche rentenrelevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 
(unter Vorbehalt früher durchgeführter Revisionen) durch Vergleich des 
Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  ursprünglichen  Rentenverfü-
gung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisions-
verfügung, mithin vorliegend mit der Einspracheverfügung vom 28. Au-
gust 2006 (BGE 130 V 351 E. 3.5.2). Dagegen ist die unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachver-
halts kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisi-
onsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck von Änderungen 
der tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe nur BGE 115 V 313 E. 4a/bb 
mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  ist  die  zeitliche  Ver-
gleichsbasis  für  die  Glaubhaftmachung  einer  anspruchserhebenden 
Änderung stets die letzte anspruchsändernde Verfügung,  welche auf 
einer  materiellen  Prüfung des Rentenanspruchs mit  rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines 
Einkommensvergleichs  beruht.  Verfügungen,  welche  eine  laufende 
Rente  bloss bestätigen,  sind demgegenüber  revisionsrechtlich unbe-
achtlich (BGE 133 V 109 E. 4.1 und 5.3, 109 V 265 E. 4a). Vorliegend 
hat die IVSTA im Jahre 2002 mit Blick auf eine Rentenrevision von der 
Beschwerdeführerin zwei Fragebogen ausfüllen lassen (beide auf den 
11. April 2002 datiert). In den Akten befinden sich zusätzlich Arztbe-
richte vom 27. und 29. September 1999 sowie 1. November 1999, ein 
Echokardiogramm von April  2000,  ein  medizinischer  Bericht  des  IV-
Arztes vom 27. Februar  2002,  ein Erhebungsformular  des RAD vom 
22. Mai 2002, eine Einschätzung zur Invalidität  im Haushalt  vom 23. 
Mai 2002 sowie eine Kurzbeurteilung der Arbeitsfähigkeit nach Erkran-
kung  der Herzkranzgefässe durch den RAD vom 24. Mai 2002 (Vorak-
ten act. 48 - 57). Mit Schreiben vom 28. Mai 2002 (Vorakten act. 58) 
teilte  die  IVSTA der  Beschwerdeführerin  formlos  mit,  dass  die  (von 
Amtes wegen durchgeführte)  Revision und Überprüfung des Invalidi-
tätsgrades  keine  anspruchsbeeinflussende  Änderung  ergeben  habe; 
es bestehe weiterhin Anspruch auf die entsprechenden Geldleistungen 
(ganze Rente). Der Mitteilung vom 28. Mai  2002,  der entgegen ihrer 

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Bezeichnung als  Mitteilung Verfügungscharakter  zukommt (vgl. Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. Mai 2007, C-2523/2006, E. 4 
S. 6 f.), liegt zwar eine Abklärung des revisionsrechtlich bedeutsamen 
Sachverhaltes zugrunde, jedoch ist den Akten keine eingehende Wür-
digung der Beweislage zu entnehmen. Die Kurzbeurteilung des RAD 
vom 24. Mai 2002 setzt sich einzig mit dem Echokardiogramm vom 1. 
April  2000  auseinander,  nicht  jedoch  mit  den  übrigen  der  oben  er-
wähnten Unterlagen, und enthält damit keine eingehende und umfas-
sende  Würdigung  der  für  die  Revision  2002 herangezogenen  Doku-
mente. Auch fehlt eine gesetzeskonforme (Neu-)Ermittlung des Invali-
ditätsgrades. Das Schreiben vom 28. Mai 2002 beinhaltet im Weiteren 
keine Anspruchsänderung und bestätigt einzig die 1996 verfügte gan-
ze Rente. Für die zeitliche Vergleichsbasis der Rentenrevision ist des-
halb vorliegend die Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 23. 
Oktober 1996, mit welcher die Ausrichtung einer ganze IV-Rente ver-
fügt wurde, als ausschlaggebend zu erachten.

4.4 Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist (MAX KUMMER, Grundriss des 
Zivilprozessrechts,  4.  Aufl.,  Bern  1984  S.  136).  Im  Sozialversiche-
rungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den  Wahrscheinlichkeit  zu  fällen.  Die  blosse  Möglichkeit  eines  be-
stimmten  Sachverhalts  genügt  den  Beweisanforderungen  nicht.  Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 
von  allen  möglichen  Geschehensabläufen  als  die  wahrscheinlichste 
würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). Füh-
ren die  von Amtes wegen vorzunehmende Abklärungen das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm-
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und 
es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Er-
gebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise 
zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung;  UELI KIESER,  Das Verwal-
tungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich  1999,  S.  212,  Rz. 
450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., S. 39 Rz. 111 und S. 117 Rz. 
320; ULRICH GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. 
auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 469 E. 4a, 120 Ib 229 E. 2b). 

Seite 12

C-2966/2006

5.
5.1 Laut dem Feststellungsblatt der IV-Stelle des Kantons B. _______ 
vom  27. September  1996,  die der  Verfügung vom 23. Oktober  1996 
zugrunde liegt,  litt  die  Beschwerdeführerin  zum relevanten Zeitpunkt 
unter polyarthroden (Fuss-)Sprunggelenken beidseits, Kniegelenk und 
Wirbelsäule,  sowie  einer  Instabilität  im  oberen  Sprunggelenk,  Knick 
Spreizfuss bei allgemein deformierten Füssen, einen Diabetes mellitus 
Typ 2 und Cystennieren. Dem Abklärungsbericht Haushalt der IV-Stelle 
vom  23.  September  1996  ist  zudem  zu  entnehmen,  dass  die 
Beschwerdeführerin  durch  Schmerzen  in  den  Beinen  “recht  grosse“ 
Einschränkungen beim Kochen erfuhr, nur kurz stand und die Arbeiten 
am Herd den Familienmitgliedern überliess. Haushaltreinigung wurde 
nicht  mehr vorgenommen,  der  Abwasch erfolgte -  wenn überhaupt  - 
sitzend. Der Einkauf erfolgte mehrheitlich durch Familienmitglieder, für 
persönliche Besorgungen musste sie mit  dem Auto nahe an ein Ge-
schäft geführt werden. Arbeiten wie Entleeren von Maschinen und Ver-
sorgen des Geschirrs oder Aufhängen der Wäsche gingen nicht mehr. 
Ein Teil der Wäsche wurde in die Wäscherei gebracht. Langes Sitzen 
war nicht mehr möglich, damit verbunden auch Arbeiten, die längeres 
Sitzen  erfordern.  Die  Beschwerdeführerin  suchte  wegen  der  Be-
schwerden auch nicht  mehr  den hauseigenen Garten auf. Als  Folge 
davon stellte die IV-Stelle eine Invalidität der Beschwerdeführerin von 
70% fest.

5.2 In seinem Schlussbericht vom 16. Februar 2006 hält der Regiona-
le Ärztliche Dienst (RAD) fest, gemäss eigenen Angaben gehe die Be-
schwerdeführerin  inzwischen  einmal  wöchentlich  zum  Grosseinkauf 
mit, was sie früher nicht mehr habe tun können. Die Wäsche könne sie 
gelegentlich aufhängen, auch flicken, auch gelegentlich Geschirr wa-
schen. Dem Bericht sei zu entnehmen, dass keine Hinweise mehr be-
stünden, wonach sie wie 1996 kaum mehr stehen könne. Heute gehe 
die Beschwerdeführerin selber mit dem Autobus zu einem Einkaufsge-
schäft und sei nicht mehr darauf angewiesen, mit dem Auto nahe an 
ein Geschäft geführt  zu werden. Die Angina pectoris sei mit Medika-
menten stabilisiert worden und sei für leichte Arbeiten nicht limitierend. 
Die Gelenksituation limitiere die Beschwerdeführerin nach wie vor auf 
die Tätigkeiten  im Haushalt,  diese könnten aktuell  zu  60.5% ausge-
führt werden, was ihr zumutbar sei. Aktuell sei die früher festgestellte 
Exazerbation (deutliche Verschlechterung)  der Gelenksituation medi-
zinisch nicht nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin sei im Haushalt 

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nicht massivst eingeschränkt. Zusammenfassend sei die Rente wegen 
der Verbesserungen auf eine Dreiviertelrente zu kürzen.

5.3 Mit Vorbescheid vom 27. Februar 2006 wies die IV-Stelle für Versi-
cherte im Ausland darauf hin, dass aufgrund der neu erhaltenen Un-
terlagen eine Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich neu zu mehr 
als 30% zumutbar zu erachten sei und äusserte die Absicht, die bisher 
bezahlte ganze Rente durch eine Dreiviertelrente zu ersetzen.

5.4 In ihrer Einsprache vom 20. März 2006 machte die Beschwerde-
führerin geltend, ihre Schmerzen und die Behinderung hätten wegen 
der starken Arthrosen an vielen Gelenken in den vergangenen zehn 
Jahren noch zugenommen. Seit 1999 leide sie an Angina pectoris, in 
Y. _______  seien  damals  drei  Stents  gesetzt  worden. In  letzter  Zeit 
hätten  auch  diese  Beschwerden  zugenommen.  Viele  der  Arthrose-
Medikamente könne sie nicht mehr einnehmen, weil sie dem Herzen 
schadeten oder den Diabetes stark beeinflussten. Sie sei  auf keinen 
Fall  zu  30%  arbeitsfähig.  Als  Beleg  für  ihre  Aussagen  reichte  sie 
Unterlagen  des  Kardiologen  vom  14.  November  2005,  31.  Januar 
2006,  20. Februar 2006 und 3. März 2006 sowie einen Spitalbericht 
von T. _______ vom 14. Februar 2006, der hinsichtlich der Behandlung 
der  erkrankten  Herzkranzgefässe  eine  Verstärkung  der  bisherigen 
Behandlung empfahl, zu den Akten.

5.5 In ihrer Verfügung vom 28. August 2006 hielt die IVSTA unter Be-
zugnahme auf den ärztlichen Bericht der IV-Stelle vom 23. Mai 2002, 
die am 20. März 2006 eingereichten Beweismittel und den Schlussbe-
richt  des  RAD  Q.  _______  vom  20.  Juli  2006  fest,  dass  die 
Beschwerdeführerin  heute  zu  mehr  als  40%  desjenigen 
Erwerbseinkommens  erzielen  könnte,  das  sie  heute  ohne 
Gesundheitsschaden  erreichen  würde.  Demzufolge  werde  die 
bisherige  ganze  Rente  ab  dem  1.  November  2006  durch  eine 
Dreiviertelsrente ersetzt.

5.6 In ihrer Beschwerde vom 12. Oktober 2006 bestritt die Beschwer-
deführerin die Feststellungen der IVSTA und führte aus, ihre Krankhei-
ten hätten allgemein zugenommen. Ihre Arthroseschmerzen seien in-
zwischen so stark, dass sie oft ohne Hilfe nicht aufstehen könne. Viele 
Medikamente  könne sie  nicht  einnehmen,  weil  sie  dem Herzen  und 
dem Diabetes  schadeten.  Ausser  der  Arthrose,  der  Angina  pectoris 
und dem Diabetes leide sie nun auch noch an Problemen mit dem Ma-
gen.  Im März  2006  habe  sie  eine  schwere  Mittelohrentzündung  ge-

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habt, weshalb sie auf dem linken Ohr praktisch nichts mehr höre. Sie 
könne  den  Haushalt  nicht  ohne  Hilfe  und  nicht  zu  40% führen. Zur 
Stützung ihrer Begründung legte sie folgende Beweismittel ins Recht: 

• zwei  Berichte  der  Abteilung  Innere  Medizin  des  Kantonsspitals 
Y. _______ vom 27. September und 1. November 1999;

• einen Bericht der Abteilung für Kardiologie desselben Spitals vom 
29. September 1999; 

• einen Kurzbericht des Istituto Diagnostico X. _______ vom 2. April 
2004; 

• einen Kardiologiebericht des Spitals W. _______ vom 10. Februar 
2005; 

• einen Radiologie-Bericht von Dr. K. _______ vom 11. August 2005; 

• zwei Berichte des Spitals T. _______ vom 14. Februar und 10. April 
2006; 

• einen Echografie-Bericht von Dr. M. _______ vom 18. August 2006; 

• einen  Kardiologie-Bericht  von  Dr. N.  _______  vom 6.  September 
2006; 

• einen Bericht von Dr. O. _______, vom 10. Oktober 2006;
• ein Diagnose-Formular der Azienda Autonoma von P. _______ aus 

dem Jahre 2006.

5.7 In ihrer Vernehmlassung vom 15. Dezember 2006 führte die IVSTA 
unter Bezugnahme auf die Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 14. Dezember 2006 aus, die 
Verbesserungen der  Beschwerden basierten  auf  der  Selbsterhebung 
der Beschwerdeführerin in den Jahren 1996 und 2005. Die Gelenkbe-
schwerden  hätten  sich  aufgrund  der  Selbstangaben  verbessert,  bei 
weiterer  Verschlechterung  gemäss Ausführungen in  der  Beschwerde 
wäre die Beschwerdeführerin heute sonst auf den Rollstuhl angewie-
sen; auch würden die Gelenkbeschwerden in den medizinischen Be-
richten nicht mehr erwähnt. Die angeführte Verschlechterung betreffe 
vor allem die kardiale Problematik, diese bewirke jedoch keine zusätz-
liche Einschränkung. Im April  2006 sei eine Angioplastie (PCTA; Ge-
fässerweiterung) mit gutem Endresultat durchgeführt worden. Die Ma-
genbeschwerden ihrerseits hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit, insbesondere nicht im Haushalt. Ebenso wenig erkläre die Gehör-
problematik,  weshalb eine Arbeitsfähigkeit  zu 40% im Haushalt  nicht 
möglich  sei;  eine  Hörgerätversorgung  werde  nicht  erwähnt,  weshalb 
die Gehörschädigung nicht invalidisierend sein könne.

Seite 15

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5.8 Der angefochtenen Verfügung ist zu entnehmen, dass die Renten-
kürzung hauptsächlich auf der Beurteilung, die seit 1996 als Folge ei-
ner Polyarthrose bestehende und zu 70% invalidisierende Gehbehin-
derung habe sich zwischenzeitlich verbessert,  weshalb neu von einer 
mindestens zu 40% bestehenden Arbeitsfähigkeit im Haushalt auszu-
gehen sei, fusst. Es gilt deshalb nachfolgend - unter anderem - zu prü-
fen, ob hinsichtlich der geltend gemachten Polyarthrose eine invalidi-
tätsrelevante Verbesserung bzw. eine revisionsrechtlich erhebliche Ver-
änderung des Sachverhalts eingetreten ist.

5.8.1 Der Stellungnahme des RAD vom 20. Juli  2006 ist  zu entneh-
men, dass die Ärzte nach wie vor von einer Polyarthrose (ICD10/M15) 
als Hauptursache für die Invalidisierung ausgehen, die die Sprungge-
lenke beidseits und die Kniegelenke erfasst. Der ärztliche Dienst zitiert 
verschiedene Aussagen im von der Beschwerdeführerin am 11. Okto-
ber  2005  ausgefüllten  Fragebogen,  wonach  die  Beschwerdeführerin 
inzwischen  gewisse  Tätigkeiten  ausführen  könne,  die  gemäss  Erhe-
bung im Jahre 1996 nicht  möglich  gewesen seien. Dem Bericht  von 
Frau Dr. P. _______ von der IV-Stelle vom 24. Mai 2002 sei zudem zu 
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin hinsichtlich der Haushaltstä-
tigkeit zu 100% arbeitsfähig sei. Im Weiteren sei die Polyarthrose nicht 
mehr  Gegenstand  der  neueren  ärztlichen  Zeugnisse,  weshalb  diese 
nicht  mehr  im  Vordergrund  stehen könne. Schliesslich  wäre  die  Be-
schwerdeführerin, hätten sich die Gelenksbeschwerden - wie angege-
ben - weiter verstärkt, heute auf einen Rollstuhl angewiesen, was sich 
aus den Akten nicht ergebe.

5.8.2 Diesen Schlüssen kann das Bundesverwaltungsgericht nicht fol-
gen: Zwar haben sich die Gelenksbeschwerden offenbar nicht derart 
verschlechtert, als dass die Beschwerdeführerin heute nicht mehr ge-
hen könnte und zwingend auf einen Rollstuhl angewiesen wäre. Inso-
fern kann den Ausführungen in der Beschwerde vom 12. Oktober 2006 
nicht  gefolgt  werden  und  ist  aufgrund  der  Aktenlage  vielmehr  zu 
schliessen, diese Ausführungen hätten sich insbesondere auf die Ver-
schlechterung hinsichtlich der Herzkrankgefässe, die im April 2006 er-
folgte Operation derselben und die Kumulation verschiedener weiterer 
Erkrankungen bezogen. Im Übrigen fehlt  jedoch der Beurteilung des 
RAD  in  seiner  Stellungnahme  vom  20.  Juli  2006  jeglicher  Hinweis, 
weshalb die attestierte Polyarthrose als „momentane Verschlechterung 
der Gelenksituation mit Schwellung seit 1996“ zu qualifizieren sei (vgl. 
Vorakten act. 82 f.). Bereits den sich in den Vorakten befindlichen Arzt-

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berichten von Dr. Q. _______ vom 22. Oktober 1992, von R. _______ 
vom 26. November 1992, der Dres. S. _______ und T. _______, vom 
20. Januar 1993, ist zu entnehmen, dass die Ursache für die Gehbe-
schwerden in  einer  schweren Arthrose an den Sprunggelenken liegt 
(Vorakten act. 3,  4 und 5 f.). In seinem undatierten Kurzbericht (Ein-
gang IV-Stelle  am 28. Dezember  1995)  weist  Dr. U. _______ darauf 
hin, dass zu den Fussbeschwerden weitere Beschwerden in der Hüfte 
rechts und des Knies rechts hinzugekommen seien (Vorakten act. 17). 
Dem am 29. April  1996 von den Dres. V. _______ und W. _______ 
erstellten Gutachten ist  zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 
unter anderem an einer Nekrose des linken Fusswurzelknochens leide 
(Vorakten  act.  18  ff.).  Den  Arztberichten  von  Dr.  X.  _______  vom 
6. August  1996  und  30.  Juli  1996  sind  weitere  Hinweise  auf 
arthrotische Veränderungen der Fussgelenke zu entnehmen (Vorakten 
act. 28 f. und 29 ff.). Noch im Jahre 2002 führten die revisionsweise 
durchzuführenden  Erhebungen  der  IVSTA  (vgl.  Art.  87  Abs.  2  der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, 
SR  831.201])  zum  Schluss,  es  habe  sich  keine 
anspruchsbeeinflussende  Änderung  des  Invaliditätsgrades  ergeben 
(vgl.  Mitteilung  IVSTA  vom  28.  Mai  2002,  Vorakten  act.  58).  Den 
Berichten  des  RAD  vom  16.  Februar  2006  und  20.  Juli  2006  ist 
weiterhin  die  Diagnose  „polyarthrose  Sprunggelenke  beidseits, 
Kniegelenke M15 [arthrose; Anmerkung des Gerichts]“ zu entnehmen 
(Vorakten act. 71 f. und 82 f.); gleiches gilt für den Schlussbericht des 
RAD vom 14. Dezember 2006, in welchem die Gelenkserkrankung als 
Hauptdiagnose  für  den  Gesundheitsschaden  ausgewiesen  wird 
(Vorakten act. 88 ff.). Weder kann den Akten entnommen werden, die 
1996  festgestellte  Arthrose-Erkrankung  des  Os  naviculare  links  sei 
„momentaner“  Natur  gewesen,  noch  ist  zu  schliessen,  es  habe  aus 
medizinischer  Sicht  bis  2006  eine  Verbesserung  der 
Gelenkserkrankung erreicht werden können.

Den Selbstangaben der Beschwerdeführerin, auf welche sich der RAD 
in seinen neueren Stellungnahmen hauptsächlich abstützte, ist zu ent-
nehmen, dass die Beschwerdeführerin zwar erklärte, die Familie gehe 
einmal wöchentlich einkaufen, gleichzeitig aber einschränkte, wenn es 
ihr schlecht gehe, gingen ihr Ehemann und die Tochter alleine einkau-
fen,  dies sei  meistens der  Fall  (Vorakten act. 62. Ziff  B1 und B4.1). 
Weiterhin  überlasse  die  Beschwerdeführerin  die  Arbeiten  am  Herd 
hauptsächlich  den  anderen  Familienmitgliedern  oder  -angehörigen, 
reinige nicht selber, hänge die Wäsche nicht auf („ganz selten“), sticke 

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nicht  und  führe  keine  Gartenarbeiten  aus  (vgl.  Abklärungsbericht 
Haushalt  vom 23. September 1996, Vorakten act. 35 ff.). Aktenwidrig 
ist  zudem die Begründung, die Beschwerdeführerin  habe nicht  mehr 
erwähnt,  kaum  mehr  aufstehen  zu  können  (vgl.  Vorakten  act.  62, 
„allfällige  Bemerkungen“  am  Formularende).  Gleiches  gilt  für  die 
Erklärung,  die  Beschwerdeführerin  könne  inzwischen  wieder  die 
Wäsche flicken, was sie früher nicht mehr gekonnt habe; diesbezüglich 
ist  dem  Erhebungsformular  vom  23.  September  1996  einzig  zu 
entnehmen,  die  Beschwerdeführerin  habe  das  Sticken  nicht  mehr 
aufnehmen können (Vorakten act. 62, Ziff. 6.5).

Im Weiteren greift  die Begründung des RAD im Bericht vom 20. Juli 
2006,  wonach  Dr. P. _______  bereits  in  ihrem Bericht  vom 24.  Mai 
2002 von einer Arbeitsfähigkeit  zu 100% für Tätigkeiten im Haushalt 
ausgegangen sei,  insofern  fehl,  als  sich diese Beurteilung allein  auf 
die  Diagnose  einer  Arteriosklerose  der  Herzkrankgefässe  stützte, 
andere  Erkrankungen  nicht  in  Betracht  gezogen  wurden  und  die 
Beurteilung  selbstredend  die  Entwicklung  seit  2002  inklusive  der 
ärztlich attestierten (erneuten) Herzoperation im April 2006 inkl. deren 
Auswirkungen nicht berücksichtigte (Vorakten act. 57). 

Ebenfalls aktenwidrig ist die Begründung im Schlussbericht des RAD 
vom 14. Dezember 2006, wonach die Gelenksbeschwerden auch nicht 
mehr in den medizinischen Berichten als relevante Befunde erwähnt 
würden (Vorakten act. 88 S. 2). Zwar beziehen sich die meisten der 
eingereichten  ärztlichen  Zeugnisse  (vgl.  E.  4.6)  auf  die  Behandlung 
und Therapierung der Erkrankung der Herzkranzgefässe, jedoch führt 
Dr.  O.  _______,  Hausärztin  der  Beschwerdeführerin,  in  einem  der 
Beschwerde  beiliegenden,  handschriftlich  verfassten  Zeugnis  vom 
10. Oktober 2006 aus, dass die Beschwerdeführerin seit 10 Jahren an 
einer Polyarthrose mit funktionellen Einschränkungen der Wirbelsäule 
und der Knie sowie an ostearthrosen Deformationen der Fussgelenke 
leide. Hinweise  auf  eine  Verbesserung  der  Gelenksituation  fehlen  in 
diesem Zeugnis, die Ärztin führt vielmehr aus, die Beschwerdeführerin 
sei auf Kuren und spezialärztliche Behandlung angewiesen, um ihren 
jetzigen Gesundheitszustand zu erhalten (vgl. Beschwerde, Beilage 1).

Hinzu  kommt  schliesslich,  dass  der  RAD sowohl  in  der  Beurteilung 
vom 16. Februar 2006 als auch derjenigen vom 17. Juli  2006 darauf 
hinwies,  der  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  habe  sich 
nicht stabilisiert (Vorakten act. 71 und 82), was nicht auf eine gefestig-

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te  gesundheitliche  Situation  auch  hinsichtlich  der  Gelenksbeschwer-
den hinweist. 

5.8.3 Insgesamt gilt  es festzustellen, dass sich keine relevanten Hin-
weise  auf  eine  Verbesserung  der  Arbeitsfähigkeit  im  Haushalt seit 
1996  ergeben, weshalb ein Revisionsgrund bereits unter dem Aspekt 
der Erkrankung an einer Polyarthrose zu verneinen ist.

5.9 Nachfolgend sind weitere Aspekte der Beschwerdebegründung zu 
prüfen, welche allenfalls zu von der angefochtenen Verfügung abwei-
chenden Schlüssen führen.

5.9.1 Die Einstufung als nichterwerbstätige Person hat gestützt auf die 
gesamten  objektiven  und  subjektiven  Umstände  des  Einzelfalls,  wie 
sie  ohne  Invalidität  bestanden  hätten,  nach  dem  im  Sozialversiche-
rungsrecht  üblichen  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlich-
keit zu erfolgen, wobei auch Erfahrungssätze zu berücksichtigen sind 
(THOMAS LOCHER,  Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, 
Bern 2003, § 10 Rn 16 und § 37 Rn 4; BGE 117 V 194 f. E. 3b).

5.9.2 Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerdebegründung 
eine Verkettung verschiedener  Gesundheitsfaktoren geltend,  die  ihre 
Arbeitsfähigkeit  zusätzlich  einschränke.  So  könne  sie  (sinngemäss) 
Medikamente  zur  Behandlung  der  Arthroseschmerzen  nicht  einneh-
men, weil diese ihrem Herzen und/oder dem Diabetes zusätzlich scha-
deten. 

5.9.3 Vorliegend hat  der  RAD in  seiner  Stellungnahme vom 20. Juli 
2006 zuerst die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Aufgabenbereich unter 
dem Aspekt der geltend gemachten Polyarthrose und danach allfällige 
Einschränkungen  wegen  einer  Angina  pectoris  geprüft.  Im  Rahmen 
der Diagnose werden weiter eine vorbestehende Erkrankung an Dia-
betes mellitus  Typ 2 und Adipositas,  im Schlussbericht  vom 14. De-
zember 2006 zusätzlich die nachträglich geltend gemachte Mittelohr-
entzündung im März 2006 sowie Magenbeschwerden  genannt (Vorak-
ten act. 82 f.). Eine gesamthafte Beurteilung aller vorliegenden Krank-
heitsbilder und eine Beurteilung, inwiefern sich diese gegenseitig be-
einflussen (beispielsweise im Sinne der  von der  Beschwerdeführerin 
genannten Beschwerden durch Medikamenteneinnahme und Spritzen 
von Insulin) und ob dadurch eine zusätzliche Reduktion der Arbeitsfä-
higkeit bewirkt wird, ist vorliegend weder in den RAD-Berichten noch 

Seite 19

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der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz oder der Vernehmlassung 
vom 15. Dezember 2006 erfolgt.

Insofern ist festzustellen, dass der angefochtenen Verfügung eine un-
genügende Beurteilung und Begründung zugrunde liegt.

5.10 Bei diesem Ergebnis kann schliesslich offen gelassen werden, ob 
sich aus den Folgen der erneuten Herzoperation im April 2006, wozu 
dem Bericht  des  RAD Q. _______ vom 14. Dezember  2006 -  ohne 
Hinweis auf hieraus allfällig resultierende Einschränkungen - einzig zu 
entnehmen ist, es sei eine PTCA mit gutem Endresultat durchgeführt 
worden  (Vorakten  act.  88  ff.),  weitere  Einschränkungen  hinsichtlich 
ihrer  Invalidisierung  und  einer  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit 
ergeben.  Gleiches  gilt  für  die  im  weiteren  diagnostizierten 
Erkrankungen an Diabetes mellitus Typ 2, die Magenprobleme und die 
geltend  gemachte  Schwerhörigkeit  auf  dem  linken  Ohr  seit  einer 
Mittelohrentzündung im März 2006.

5.11 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfü-
gung  nicht  auf  revisionsbegründenden  wesentlichen  Änderungen  in 
der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin basiert und im 
Übrigen ungenügend begründet ist. Die IVSTA-Verfügung vom 28. Au-
gust 2006 ist deshalb aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, der 
Beschwerdeführerin ab 1. November 2006 eine ganze IV-Rente auszu-
richten.

6.
6.1 Aufgrund des vollständigen Obsiegens werden keine Verfahrens-
kosten erhoben (Art. 63 Abs. 1 und 3 VwVG).

6.2 Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin wird mangels 
notwendiger und verhältnismässig hoher Kosten im Sinne von Art. 64 
Abs. 1 VwVG keine Parteientschädigung ausgerichtet.

Seite 20

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen. Die  Verfügung  vom  28.  August 
2006 wird aufgehoben und die Vorinstanz angewiesen, der Beschwer-
deführerin ab 1. November 2006 eine ganze Rente zuzusprechen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV)

Der Instruktionsrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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