# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bce4c3fe-98b8-5f68-a9d6-7c93e69f7996
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.08.2009 C-7401/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7401-2008_2009-08-17.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7401/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

J._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Viktor Györffy, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Verfügung vom 16. Oktober 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-740172008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der (...) 1948 geborene Beschwerdeführer schweizerischer Natio-
nalität mit Gesuch vom 16. Dezember 2005 (act. 1), eingegangen bei 
der „CD in Lyon“ am 27. Dezember 2005 und bei der Vorinstanz am 
10. Januar 2006, die Zusprechung einer Invalidenrente beantragt hat,

dass der Beschwerdeführer im Fragebogen für den Versicherten vom 
3. Februar 2006 (act. 4), unterzeichnet am 20. Februar 2006, angege-
ben hat,  seit  November  2003 an einer  Arthrose des  linken Handge-
lenks  sowie  an  einer  chronischen  Sehnenscheidenentzündung  des 
rechten Handgelenks zu leiden,

dass am 6. Oktober 2005 operativ eine Versteifung der vier Knochen 
sowie  die  Entfernung  des  Kahnbeins  vorgenommen worden  ist  (vgl. 
Operationsbericht Dr. H._______ vom 23. März 2006, act. 13), 

dass Dr. K._______ mit  Bericht vom 12. Dezember 2006 zu Handen 
der Invalidenversicherung (act. 35) eine seit  mehreren Jahren beste-
hende Arthrose des linken Handgelenks bestätigt hat, wobei der Ge-
sundheitszustand sich verschlechtere,

dass Dr. B._______ mit Bericht vom 3. April 2007 zu Handen der Inva-
lidenversicherung (act. 39)  als  Diagnose mit  Auswirkung auf  die  Ar-
beitsfähigkeit eine seit 2002 bestehende destruktive Arthrose der lin-
ken  Handwurzelknochen  genannt  und  die  Arbeitsunfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  in  der  bisherigen  Tätigkeit  als  Mechaniker  mit 
100% beziffert hat, wobei der Gesundheitszustand stationär sei,

dass Dr. S._______ vom medizinischen Dienst der Vorinstanz mit Stel-
lungnahme vom 19. Juli  2007 (act. 42) eine 100%ige Arbeitsunfähig-
keit des Beschwerdeführers in dessen bisheriger Tätigkeit als Mecha-
niker  bestätigt,  jedoch den Beschwerdeführer  in  leidensangepassten 
Verweisungstätigkeiten  als  Hauswart,  als  Parkplatz-  oder  Museums-
wächter, als Magaziner, als Kurier mit Fahrzeug, im Verkauf, in der Re-
paratur kleiner Haushaltgeräte, im Archiv, am Empfang und in der Da-
tenbearbeitung als voll arbeitsfähig eingestuft hat, 

dass  die  Vorinstanz  aufgrund  dieser  Angaben  mit  Einkommensver-
gleich vom 13. August 2007 (act. 44) unter Berücksichtigung eines lei-

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densbedingten Abzugs von 20% vom Invalideneinkommen einen Inva-
liditätsgrad von 32% ermittelt hat,

dass  die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  mit  Vorbescheid  vom 
24. August 2007 (act. 45) mitgeteilt  hat,  das Leistungsgesuch müsse 
abgewiesen werden, da keine rentenbegründende Invalidität vorliege,

dass  der  Beschwerdeführer,  nunmehr  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
Viktor Györffy bzw. dessen Substitutin Dr. Eylem Copur, mit  Eingabe 
vom 19. Dezember 2007 (act. 46) sowie ergänzender Stellungnahme 
vom 6. November 2007 (act. 48) Einwand erhoben hat, 

dass der Beschwerdeführer auf Verlangen der Vorinstanz (vgl. Schrei-
ben  vom 21. November  2007,  act.  49)  mit  Eingabe  vom 29. Januar 
2008 (act. 53) einen am 6. Dezember 2007 unterzeichneten Arztbericht 
von Dr. V._______ (act. 52) eingereicht hat, in dem dieser die von Dr. 
B._______ gemachten Angaben bezüglich Diagnose,  Arbeitsunfähig-
keit im bisherigen Beruf und Behandlungsmöglichkeiten (vgl. act. 39) 
bestätigte, 

dass  die  im  Rahmen  des  Vorbescheidverfahrens  konsultierte  Dr. 
S._______ mit Stellungnahme vom 20. März 2008 (act. 57) die Durch-
führung einer ergänzenden Untersuchung durch Dr. H._______, wel-
cher  den  Beschwerdeführer  im  Jahr  2005  operiert  habe,  empfohlen 
hat,

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  Schreiben  des Rechtsvertreters 
vom 5. Mai  2008  (act.  63)  samt  Beilage  (act.  62)  per  1. April  2008 
Wohnsitz in der Schweiz genommen und Anfang Mai 2008 eine Tätig-
keit als Taxichauffeur mit variablem Pensum aufgenommen hat,

dass sich der Beschwerdeführer infolge des Wohnsitzwechsels bei Dr. 
med. M._______, Facharzt Allgemeinmedizin, in Behandlung begeben 
hat,  welcher im Überweisungsschreiben an Dr. med. Z._______ vom 
11. Juli  2008 (act. 66) die Arbeitsunfähigkeit  des Beschwerdeführers 
als Taxichauffeur seit dem 1. Mai 2008 mit 50% bezifferte,

dass Dr. med. I._______, Facharzt  Chirurgie,  speziell  Handchirurgie, 
als zuweisender Arzt eine Untersuchung des Handgelenks beidseits in 
zwei Ebenen bei Dr. E._______, Facharzt Radiologie, veranlasst hat, 

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dass Dr. E._______ mit  Bericht vom 15. August 2008 (act. 75) unter 
der Rubrik "klinische Angaben" einen Status nach 4-Corner links sowie 
eine Arthrose rechts genannt hat, 

dass Dr. E._______ im erwähnten Bericht vom 15. August 2008 (act. 
75) überdies folgende Angaben gemacht hat:

"Linkes  Handgelenk:  Status  nach  Scaphoid-Exzision  mit  "4-Corner" 
Fusion  des  Lunatums,  Capitatums,  Hamatums  und  Triquetrums,  guter 
knöcherner Durchbau, die Schrauben ohne Lockerungszeichen. Leichte 
Degeneration zwischen Lunatum und Radius.
Rechtes Handgelenk: Mässige Gelenkspaltverschmälerung auf Höhe des 
proximalen Scaphoidpoles zur radialen Gelenkfläche mit hier auch jeweils 
subchondraler  Sklerose,  vereinbar  mit  einer  leichten  Arthrose.  Die 
Handwurzelklnochen  im  Übrigen  unauffällig.  Keine  scapho-lunäre 
Dissoziation."

dass  Dr. med. I._______  mit  Arztbericht  vom 3. November  2008  zu 
Handen der Invalidenversicherung (act. 76) als Diagnose mit  Auswir-
kung auf  die Arbeitsfähigkeit  eine Panarthrose des rechten Handge-
lenks nach 4-Corner Arthrodese im März 2006 genannt hat,

dass  Dr.  S._______  in  ihrer  Stellungnahme  vom  9.  Oktober  2008 
(act. 78) zum Schluss gekommen ist, die neu eingereichten medizini-
schen Unterlagen enthielten keine nützlichen Informationen, so dass 
kein Grund bestehe, die vorangegangene Stellungnahme zu modifizie-
ren,

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 16. Oktober 2008 (act. 80) das 
Leistungsbegehren des Beschwerdeführers abgewiesen hat,

dass  der  Beschwerdeführer,  weiterhin  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
Viktor  Györffy,  gegen  diese  Verfügung  am  20.  November  2008  Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat mit den Anträ-
gen, die Verfügung vom 16. Oktober 2008 sei aufzuheben, es seien er-
gänzende Abklärungen vorzunehmen, eventualiter sei die Angelegen-
heit zur Vornahme ergänzender Abklärungen an die Vorinstanz zurück-
zuweisen  und  danach  sei  dem  Beschwerdeführer  eine  Rente  zuzu-
sprechen,

dass der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 20. November 2008 
ferner um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersucht hat,

dass die mit Anfrage vom 16. März 2009 (act. 86) von der Vorinstanz 
konsultierte  Dr.  S._______  mit  Stellungnahme  vom  19.  März  2009 

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(act. 87) erneut dafürgehalten hat, der Beschwerdeführer sei in einer 
angepassten  Verweisungstätigkeit  voll  arbeitsfähig;  das  geltend  ge-
machte,  infolge  Überbelastung  auftretende  Sehnenleiden  im  rechten 
Handgelenk sei  in keinem Arztbericht belegt und könne überdies mit 
Medikamenten und Physiotherapie behandelt werden,

dass  die  Vorinstanz  mit  Vernehmlassung  vom 23. März  2009  dieser 
Einschätzung gefolgt ist und die Abweisung der Beschwerde beantragt 
hat,

dass der Beschwerdeführer mit Replik vom 8. Juni 2009 an seinen An-
trägen festgehalten hat,

dass der mit Anfrage vom 17. Juni 2009 (act. 88) von der Vorinstanz 
konsultierte  Dr.  W._______  mit  Stellungnahme  vom  28.  Juni  2009 
(act. 89)  die  Einholung  eines  handchirurgischen  oder  rheumatologi-
schen Gutachtens empfohlen hat, damit festgestellt werden könne, ob 
die behaupteten Befunde und Einschränkungen wirklich vorlägen,

dass die Vorinstanz dementsprechend mit Duplik vom 1. Juli 2009 den 
Antrag gestellt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochte-
ne Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinn der erwähn-
ten Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d 
VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für  die Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist 
und an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse 
hat, so dass er gemäss Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 
SR 830.1, vgl. auch Art. 48 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zur 
Beschwerdeführung legitimiert ist,

dass die angefochtene Verfügung vom 16. Oktober 2008 dem Rechts-
vertreter des Beschwerdeführers gemäss Bestätigung der Schweizeri-

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schen Post vom 9. Januar 2009 (act. 84) am 21. Oktober 2008 zuge-
gangen ist,

dass die Frist zur Einreichung der Beschwerde somit am 22. Oktober 
2008 zu laufen begonnen und am 20. November 2008 geendet hat,

dass die am 20. November 2008 der Schweizerischen Post übergebe-
ne Beschwerde somit  fristgerecht  im Sinn von Art. 60  Abs. 1 ATSG 
(vgl. auch Art. 50 Abs. 1 VwVG) eingereicht worden ist,

dass auch die Formerfordernisse gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG erfüllt 
sind, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen 
im Sinn der ärztlichen Stellungnahme von Dr. W._______ vom 28. Juni 
2009 (act. 89) anzuzweifeln, 

dass somit der rechtserhebliche Sachverhalt unvollständig festgestellt 
erscheint, 

dass daher dem Antrag der Vorinstanz und dem Eventualantrag des 
Beschwerdeführers  auf  Gutheissung  der  Beschwerde  und  Rückwei-
sung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts gestützt auf 
Art. 61 Abs. 1 VwVG stattzugeben ist, 

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario), 

dass  dem obsiegenden  Beschwerdeführer  gemäss  Art.  64  VwVG in 
Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE, SR 173.320.2) eine Parteientschädigung für ihm erwachsene 
notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen ist, 

dass  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  keine  Kostennote 
eingereicht hat, 

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dass bei dieser Sachlage das Gericht die Parteientschädigung in ana-
loger Anwendung von Art. 14 Abs. 2 VGKE aufgrund der Akten festzu-
setzen hat, 

dass es sich vorliegend bezüglich der zeitlichen Inanspruchnahme um 
einen  durchschnittlichen  Fall  handelt,  so  dass  eine  Parteientschädi-
gung von Fr. 2'400.00 inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer angemessen 
erscheint und die Parteientschädigung damit auf Fr. 2'400.00 zu Las-
ten der Vorinstanz festzusetzen ist, 

dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung bei diesem Aus-
gang des Verfahrens gegenstandslos geworden und daher abzuschrei-
ben ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 16. Okto-
ber 2008 wird aufgehoben.

2.
Die Angelegenheit  wird  zur  weiteren Abklärung des Sachverhalts  im 
Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 2'400.00 zu bezahlen.

5.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird als gegenstands-
los abgeschrieben.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)

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- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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