# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 680734dc-c819-5505-a50c-be8c6b007a71
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2009 C-275/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-275-2008_2009-10-20.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-275/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Beat Weber, 
Richter Bernard Maitre; Gerichtsschreiberin Karin 
Behnke

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-275/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1948  geborene,  verheiratete  kroatische  Staatsangehörige 
X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer), der in den Jahren 1971 
bis 1978 als Saisonnier in der Schweiz gearbeitet und dabei die obli-
gatorischen  Beiträge  an  die  Schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen- 
und Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet hatte, meldete sich am 
25. September 1995 wegen Ulkus, chronischer Pankreatitis und Bron-
chitis  beim  heimatlichen  Versicherungsträger  (Republicki  Fond  Miro-
vinskog I Invalidskog Osiguranja Radnika Hrvatske in Zagreb, nachfol-
gend: RFMIO oder kroatischer Versicherungsträger) zum Bezug einer 
schweizerischen  Invalidenrente  an  (IV-Akt.  3).  Mit  Bescheid  vom 
18. Dezember 1995 wurde dem Beschwerdeführer in Gutheissung sei-
nes Antrages auf eine kroatische Rente vom RFMIO ab 16. Oktober 
1995 eine Rente in der Höhe von 373,87 Kn (Kroatische Kuna) monat-
lich zugesprochen (IV-Akt. 47). Das zwischenstaatliche Verfahren wur-
de am 16. Dezember 1996 bei der Schweizerischen Ausgleichskasse 
in Genf eröffnet (IV-Akt. 4). Die für die Prüfung des Leistungsgesuchs 
zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland, IVSTA (im Folgenden: 
Vorinstanz) wies das Begehren mit Verfügung vom 7. Januar 1998 ab 
(nicht aktenkundig), welche mit Urteil  vom 24. Februar 2000 von der 
Eidgenössischen Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden Personen bestä-
tigt wurde (IV-Akt. 11). 

Am 9. März  2005  meldete  sich  X._______  erneut  beim kroatischen 
Versicherungsträger zum Bezug einer schweizerischen Rente an (IV-
Akt. 13), welcher das Gesuch am 22. September 2005 an die Schwei-
zerische Ausgleichskasse weiterleitete (IV-Akt. 14). Die Vorinstanz for-
derte den Versicherten am 11. April 2006 auf, ihr den Fragebogen für 
den Versicherten und alle sich in seinem Besitz befindenden Unterla-
gen zuzustellen (IV-Akt. 16). Am 19. September 2006 forderte die Vor-
instanz den kroatischen Versicherungsträger auf, eine neue Untersu-
chung zu veranlassen (IV-Akt. 56). Gestützt auf die neuen Unterlagen 
(Bericht von Dr. med. R._______ vom 22. April  2005, IV-Akt. 67, 68; 
Bericht von Dr. med. S._______ vom 9. Mai 2005, IV-Akt. 65, 66; Be-
richt von Dr. T._______ vom 20. Februar 2007, IV-Akt. 60, 63, 64; Be-
richt der Klinik für Urologie, Zagreb, IV-Akt. 49, 50) legte die Vorinstanz 
das Dossier dem RAD Rhone, Dr. med. U._______, FMH Allgemeine 
Medizin, zur Beurteilung vor. Dieser kam zum Schluss, dass der Be-

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schwerdeführer seit März 2005 in der angestammten Tätigkeit als Kell-
ner zu 100 % und in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfä-
hig sei  (IV-Akt. 70). Mit  Vorbescheid vom 10. August 2007 stellte die 
Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Ausrichtung einer Dreiviertels-
rente ab 1. März 2006 in Aussicht (IV-Akt. 73), wogegen der Beschwer-
deführer am 15. September und 3. Oktober 2007 den Einwand erhob, 
er habe bereits ab 9. März 2005 Anspruch auf eine  – ganze – Rente 
(IV-Akt. 75, 79). Mit Verfügung vom 18. Dezember 2007 sprach die Vor-
instanz dem Beschwerdeführer ab 1. März 2006 eine ordentliche Drei-
viertelsrente zu (IV-act. 84).

B.
Am 7. Januar  2008 erhob der Beschwerdeführer beim Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde und beantragte die Ausrichtung einer höhe-
ren – ganzen – Rente bereits ab dem Datum der zweiten Antragsstel-
lung, d.h. ab 9. März 2005. Ferner beantragte er auch einen Zuschuss 
für seinen 1970 geborenen, behinderten Sohn. 

C.
Mit Zwischenverfügung vom 21. Januar 2008 wurde der Beschwerde-
führer zur Leistung eines Kostenvorschusses innerhalb von zwei Wo-
chen  ab  Erhalt  der  Verfügung  aufgefordert.  Dagegen  erhob  der  Be-
schwerdeführer  am  28.  Januar  2008  beim  Bundesgericht  in  Luzern 
"Beschwerde", welches die Eingabe am 6. Februar 2008 dem Bundes-
verwaltungsgericht zur eventuellen Weiterbehandlung als Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege weiterleitete.

D.
Mit Verfügung vom 8. Februar 2008 wurde der Beschwerdeführer auf-
gefordert, das Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" aus-
zufüllen und mit den notwendigen Beweismitteln versehen zuzustellen. 

E.
Am 5. März 2008 stellte der Beschwerdeführer das ausgefüllte Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege zu. 

F.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 9. April 2008 
die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 

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G.
Replicando (10. Mai 2008) und duplicando (30. Mai 2008) hielten die 
Parteien je an ihren Anträgen fest.  Mit Triplik vom 25. Juli  2008 hielt 
der Beschwerdeführer an seiner Beschwerde fest, während die Vorins-
tanz in ihrer Quadruplik vom 5. August 2008 an ihrem Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde festhielt.

H.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1  Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-
gen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne 
von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das 
VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das 
Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts  (ATSG,  SR 830.1)  anwendbar  ist.  Gemäss 
Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28-70 IVG) anwendbar, soweit das 
IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass er  im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti-
miert ist.

1.4  Weil die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

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1.5 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet. Vorliegend ist der Vorsitz im Beschwerdeverfahren auf die Ab-
teilung II übergegangen. Der Spruchkörper setzt sich zusammen aus 
Richter  Frank Seethaler  und Richter  Bernard Maitre  der  Abteilung II 
sowie Richter Beat Weber der Abteilung III.

2.
Der Beschwerdeführer hat die Verfügung sowohl betreffend den Ren-
tenbeginn  als  auch  die  Rentenhöhe  bzw. den  Invaliditätsgrad  ange-
fochten. Zur Anfechtung der Verfügung bezüglich eines "Zuschusses" 
für seinen behinderten Sohn vgl. E. 6 hiernach. 

3.
Zunächst sind die für die Beurteilung des Anspruchs massgebenden 
gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickel-
ten Grundsätze darzulegen.

3.1  Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 18. 
Dezember 2007) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1  E. 1.2 
mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Bei den ma-
teriellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) sind die durch 
die  5.  IV-Revision  eingeführten  Änderungen,  welche  am  1.  Januar 
2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129), daher nicht zu berücksich-
tigen. Im Folgenden werden deshalb die bis Ende 2007 gültig gewese-
nen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert.

3.1.1  Der  Beschwerdeführer  ist  kroatischer  Staatsangehöriger  mit 
Wohnsitz in Kroatien. Nach Art. 4 des Abkommens vom 9. April 1996 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Republik 
Kroatien  über  Soziale  Sicherheit  (SR  0.831.109.291.1)  stehen  die 
Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten 
aus  den  in  Art.  2  genannten  Rechtsvorschriften,  zu  welchen  die 
schweizerische  Bundesgesetzgebung  über  die  Invalidenversicherung 
gehört, einander  gleich,  soweit  nichts  anderes  bestimmt ist. Bestim-
mungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine 

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schweizerische Invalidenrente von dem in Art. 4 des Abkommens auf-
gestellten Grundsatz der Gleichstellung der jeweiligen Staatsangehöri-
gen abweichen, finden sich weder im Abkommen selbst noch in den 
seither getroffenen schweizerisch-kroatischen Vereinbarungen. 

3.1.2 Die Frage, ob und ab wann Anspruch auf Leistungen der schwei-
zerischen Invalidenversicherung  besteht,  bestimmt  sich  demnach  al-
lein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften (BGE 130 V 253 
E. 2.4).

3.2  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall  sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit  ist  der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver-
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem  in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  (Art.  7 
ATSG, in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Arbeitsunfähigkeit ist 
die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Be-
ruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

3.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc).

3.4  Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist,  in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

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Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen der  Expertin  oder  des Experten begründet  sind. 
Ausschlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder 
die  Herkunft  eines  Beweismittels  noch  die  Bezeichnung  der  einge-
reichten  oder  in  Auftrag  gegebenen Stellungnahme als  Bericht  oder 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c).

3.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis 31. De-
zember 2007 gültigen Fassung) haben Versicherte Anspruch auf eine 
Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid sind, bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine hal-
be Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei min-
destens 70 % auf eine ganze Rente.

3.6 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch nach Art. 
28  IVG frühestens  in  dem Zeitpunkt,  in  dem die  versicherte  Person 
mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden 
(lit.  a)  oder  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch 
durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ge-
wesen ist (lit. b). Obwohl das Gesetz dies nicht ausdrücklich bestimmt, 
kann ein Rentenanspruch nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG nur entstehen, 
wenn nach Ablauf der Wartezeit eine Erwerbsunfähigkeit gegeben ist. 
Nicht erforderlich ist dagegen, dass während der einjährigen Wartezeit 
auch bereits die für den Rentenanspruch vorausgesetzte Erwerbsunfä-
higkeit vorliegt. Damit eine Rente zugesprochen werden kann, müssen 
sowohl die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres 
als auch die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit 
die für die betreffende Rentenabstufung erforderliche Mindesthöhe er-
reichen (BGE 129 V 418 E. 2.1, 121 V 274 E. 6b/cc; AHI 2001 S. 279 
E. 2). Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG gelangt nur dort zur Anwendung, wo ein 
weitgehend  stabilisierter,  im  Wesentlichen  irreversibler  Gesundheits-
schaden vorliegt (vgl. BGE 119 V 102 E. 4a mit Hinweisen) und sich 
der  Gesundheitszustand  der  versicherten  Person  künftig  weder  ver-
bessern noch verschlechtern wird (Art. 29 IVV). In den anderen Fällen 
entsteht der Rentenanspruch erst nach Ablauf der Wartezeit gemäss 
Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG. Diese gilt  in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in 
welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetre-
ten ist,  was nach der Rechtsprechung bei einer Beeinträchtigung im 
Umfang von 20 % der Fall ist (AHI 1998 S. 124 E. 3c; vgl. auch BGE 
129 V 419).

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3.7 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver-
weigert, so wird eine neue Anmeldung nach Art. 87 Abs. 4 IVV nur ge-
prüft,  wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 erfüllt  sind. Danach 
ist  vom Versicherten im Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der 
Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geän-
dert  hat. Mit Art. 87 Abs. 4 IVV soll verhindert werden, dass sich die 
Verwaltung  nach  vorangegangener  rechtskräftiger  Rentenverweige-
rung immer wieder mit  gleichlautenden und nicht näher begründeten 
Rentengesuchen befassen muss. Tritt  die Verwaltung auf  die Neuan-
meldung ein,  so hat  sie  die Sache materiell  abzuklären und sich zu 
vergewissern,  ob die vom Versicherten glaubhaft  gemachte Verände-
rung  des  Invaliditätsgrades  auch  tatsächlich  eingetreten  ist;  sie  hat 
demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 41 
IVG vorzugehen. Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu 
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine ren-
tenbegründende Invalidität zu bejahen und hernach zu beschliessen. 
Im Beschwerdefall  obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch 
dem Richter. 

3.8 Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der 
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialver-
sicherungsgerichts  (oder  der  verfügenden  Verwaltungsstelle)  ist,  für 
die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 
V 113 E. 3d/bb; Maurer, Sozialversicherungsrecht,  Bd. I,  2. unverän-
derte Aufl., Bern 1983, S. 438 Ziff. 7a). Im Sozialversicherungsprozess 
tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, 
als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Par-
tei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte 
ableiten wollte (BGE 115 V 142 E. 8a). Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes  aufgrund  einer  Beweiswürdigung  einen 
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b).

4.
Gemäss  den  soeben  dargelegten  Grundsätzen  ist  massgebend,  ob 
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der rechts-
kräftigen Abweisung mit  Verfügung vom 7. Januar 1998 in rentenan-
spruchserheblicher Weise verschlechtert hat.

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4.1 Der abweisenden Verfügung vom 7. Januar 1998 lag folgender me-
dizinischer Sachverhalt zugrunde: 

Vom 20. Juni bis 29. Juni 1989 hielt sich der Beschwerdeführer wegen 
Oberbauchbeschwerden  zur  Durchführung  einer  endoskopisch  retro-
graden Cholangiopankreatikographie (ERCP) im Klinikum A._______, 
Klinik für Innere Krankheiten  der Medizinischen Fakultät der Universi-
tät Zagreb, Zagreb, auf. Die Untersuchung ergab kein Resultat im Hin-
blick darauf, ob beim Pankreas ein infiltrativer oder entzündlicher Pro-
zess im Gange war, so dass der Beschwerdeführer in eine andere Kli-
nik verlegt werden musste (IV-Akt. 17). 

Vom 29. Juni bis 11. Juli  1989 weilte der Beschwerdeführer im Klini-
kum B._______, Zagreb, wo mittels einer CT-Aufnahme des Abdomens 
ein  neoplastischer  Prozess  am  Pankreas  ausgeschlossen  werden 
konnte (IV-Akt. 18, 19). 

Vom 10. August bis 19. August 1995 wurde der Beschwerdeführer we-
gen seiner  chronischen obstruktiven Lungenkrankheit  und wegen ei-
nes Verdachts auf Exazerbation der bekannten Bauchspeicheldrüsen-
entzündung  im  Klinischen  Krankenhaus  C._______,  Zagreb,  unter-
sucht  und behandelt. Aufgrund eingehender Untersuchungen (Labor, 
EKG,  Spirogramm,  Blutgasanalyse,  RTG,  Ergometrie,  Echographie 
des Abdomens,  Gastroskopie)  gelangten die behandelnden Ärzte  zu 
folgenden Diagnosen: chronische obstruktive Bronchitis; Bronchiekta-
sien beidseits basal; chronisches pulmonales Herz; arterielle Hyperto-
nie; chronische Gastroduodenitis; chronische Pankreatitis; chronische 
Ulkuserkrankung  und  Schwerhörigkeit  auf  beiden  Ohren.  Dem  Be-
schwerdeführer wurde ein Krankenurlaub empfohlen (IV-Akt. 28,  29). 
Die Kontrolluntersuchung vom 4. September 1995 in demselben Kran-
kenhaus  ergab  unveränderte  Befunde  und  dem  Beschwerdeführer 
wurde empfohlen, sich wegen seiner gesundheitsbedingt stark vermin-
derten  Arbeitsfähigkeit  an  den  kroatischen  Versicherungsträger  zu 
wenden (IV-Akt. 30, 31). 

Am 11. Juni 1996 wurde der Beschwerdeführer im Auftrag des kroati-
schen  Versicherungsträgers  untersucht.  Diagnostiziert  wurden  eine 
chronische bilaterale Bronchitis, ein Lungenemphysem, eine Bronchi-
ektase  beidseits,  arterieller  Bluthochdruck,  eine  chronische  Gastro-
duodenitis, eine chronische Pankreatitis, Varizen, Schwerhörigkeit so-

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wie ein Status nach Hernienoperation. Aus Sicht der Lunge sei der Be-
schwerdeführer voll  arbeitsfähig. Wegen der chronischen Pankreatitis 
sei  er lange gepflegt  worden. Herz und Kreislauf seien in der Norm. 
Die Experten folgerten eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit von weni-
ger als 50 % (IV-Akt. 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40). 

Am  22.  Dezember  1997  äusserte  sich  der  IV-Stellenarzt  Dr.  med. 
V._______ zu den gesamten Akten. Er kritisierte dabei insbesondere 
den ersten Bericht des Krankenhauses C._______. Ein Cor pulmonale 
lasse sich dem EKG nicht entnehmen, sowohl die Restriktion als auch 
die Obstruktion der Lungenfunktion seien wenig ausgeprägt, die Blut-
gasmessung zeige sehr gute Resultate, die Ergometrie sei völlig nor-
mal und die Diagnose Bronchiektasie sei nicht gesichert. Um letztere 
Diagnose zu sichern, hätte man eine Bronchiographie oder eine Bron-
chioskopie durchführen müssen, was man indes nicht gemacht habe. 
Die Magen- und Zwölffingerdarmprobleme führten nur zu kurzen Ab-
senzen im Arbeitsleben. Die Pankreatitis habe keinen Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit, da die Kontrollteste nur leicht gestörte Resultate ge-
zeigt hätten. Die Varizen sowie die Schwerhörigkeit seien ohne jeden 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Weder eine Krankheit  für sich allein 
noch alle zusammen führten zu einer Arbeitsunfähigkeit von mindes-
tens 50 % (IV-Akt. 6). 

Am 8. April 1998 beurteilte die IV-Stellenärztin Dr. med. W._______ die 
Akten. Sie gelangte zu den Diagnosen chronische obstruktive Emphy-
sembronchitis  mit  Bronchiektasen;  Hypertonie;  chronische  rezidivie-
rende Gastroduodenitis; Pankreatitis 1989 mit Verdacht auf Neoplasie, 
was sich später nicht bestätigt hat; Varikose der linken unteren Extre-
mität, Anakusis rechts und Hypakusis links. Zur Begründung führte sie 
aus,  beim Beschwerdeführer  sei  anlässlich  seiner  Hospitalisation  im 
Krankenhaus C._______ im August 1995 eine medikamentöse Thera-
pie eingeleitet worden, die den Gesundheitszustand wesentlich gebes-
sert habe, wie der Bericht des kroatischen Versicherungsträgers vom 
29. August 1996 denn auch zeige. Bei guter Lungenfunktion und nor-
malen Blutgaswerten sei der Beschwerdeführer aus pneumologischer 
Sicht nicht eingeschränkt. Herz und Kreislauf seien altersentsprechend 
normal; die Hypertonie habe bisher zu keinen Veränderungen an Herz 
und Kreislauf geführt (EKG vom 5. Juli 1996), bei der ergometrischen 
Belastung (Belastungs-EKG vom 5. Juli 1996) habe der Beschwerde-
führer  90% der  Norm  geleistet;  es  hätten  sich  weder  klinisch  noch 
elektrokardiographisch Zeichen einer Ischämie gefunden. Eine chroni-

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sche Gastroduodenitis sei einer medikamentösen Therapie zugänglich 
und verursache keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit. Die 1989 durch-
gemachte Pankreatitis sei längst abgeheilt und der Verdacht auf eine 
Neoplasie habe sich nicht bestätigt. Die Varizen an der unteren linken 
Extremität würden die Arbeitsfähigkeit ebensowenig einschränken. Bei 
Anakusis rechts (Audiogramm vom 14. Juni 1996) bestehe eine Hoch-
tonschwerhörigkeit links, welche durch ein Hörgerät ausgeglichen wer-
den könne. Sie sei mit Dr. med. V._______ einig, dass der Beschwer-
deführer in seinem letzten Beruf nicht in rentenberechtigendem Aus-
mass eingeschränkt sei, auch stünden ihm zahlreiche leichte und mit-
telschwere Verweisungstätigkeiten offen, in denen er uneingeschränkt 
arbeitsfähig sei (IV-Akt. 9).

4.2 Die von der Vorinstanz nach der Neuanmeldung vom 9. März 2005 
eingeholten medizinischen Unterlagen zeigen folgendes Bild:

Am 11. Juli 2005 erstattete der kroatische Versicherungsträger erneut 
ein Gutachten über den Beschwerdeführer. Dieser klagte den Gutach-
tern gegenüber, seit den letzten Jahren wegen einer Nierenerkrankung 
(Zysten),  eines  Prostataadenoms und Atembeschwerden in  Behand-
lung zu sein. Ferner klagte er über sehr starken Husten, eine Schwel-
lung der Waden, gelegentliche Schmerzen an der rechten Schulter und 
in der Lumbalgegend, Obstipation und gestörten Schlaf. Diagnostiziert 
wurden eine chronische obstruktive Lungenerkrankung,  ein  Zervikal- 
und Zervikobrachialsyndrom,  eine arthrotische Hypermobilität  rechts, 
eine Periarthritis humeroscapularis rechts, ein chronisches Lumbosak-
ralsyndrom  beidseits,  eine  Gonarthrose  beidseits,  Varizen  links,  ein 
Verdacht auf eine Nephrolithiasis links, eine Mikrohämaturie, ein Pros-
tata-Adenom sowie eine chronische Pankreatitis. Die Invalidität beste-
he seit dem 9. März 2005. Gestützt auf die klinische Untersuchung und 
die Akten gelangte Dr. med. T._______ zu einer Arbeitsunfähigkeit von 
50 %. Zur Begründung wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer stehe 
seit  langem  wegen  einer  chronischen  obstruktiven  Bronchitis,  eines 
Lungenemphysems  und  einer  Bronchiektase  in  Behandlung.  1989 
habe er eine Pankreatitis durchgemacht. Er habe Atemprobleme, ins-
besondere  bei  körperlichen  Anstrengungen.  Die  Spirometrie  zeige 
eine verminderte Ausatmung in den oberen Teilen der Lungen und die 
Radiographien der Lungen und des Herzens zeigten eine Hyperinflati-
on des Parenchyms des rechten Lungenober- und Mittellappens ohne 
Infiltrate; der Herz- und Gefässschatten sei nicht vergrössert. Der Be-
schwerdeführer  leide  auch  an  erhöhtem arteriellem  Blutdruck,  einer 

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chronischen  Pankreatitis,  Krampfadern  an  den  unteren  Extremitäten 
und an zervikalen und lumbalen Beschwerden. Die Radiographie zeige 
eine  partielle  Blockierung  der  Wirbel  C3  und  C4  mit  verkleinerter 
Bandscheibe,  eine  Ostechondrose  des  Zwischenwirbelraums C5/C6, 
eine Unkarthrose C6 beidseitig sowie degenerative Veränderungen an 
der Lumbalwirbelsäule. Ferner lägen Beschwerden der Harnwege und 
der linken Niere vor; es seien Zysten, eine Mikrohämaturie und eine 
Nephrolithiasis  diagnostiziert  worden.  Die  laborchemischen  Untersu-
chungen zeigten erhöhte Werte der Triglyzeride, des Cholesterols und 
des Enzyms AMS (IV-Akt. 43, 44, 45, 46, 49, 50, 62, 65, 66, 67, 68). 
Am  20.  Februar  2007  wurde  eine  weitere  Expertise  von denselben 
Personen erstattet, die zum gleichen Ergebnis kamen (Arbeitsunfähig-
keit von 50-60 %) (IV-Akt. 60, 64).

Gestützt  auf die nach der zweiten Anmeldung eingegangenen Akten 
nahm Dr. med. U._______ am 10. Juli  2007 eine Beurteilung zur  Ar-
beitsfähigkeit/Erwebsfähigkeit  vor. Er  stellte  die Hauptdiagnose einer 
nicht  näher  bezeichneten chronischen Bronchitis  (ICD-10: J  42). Als 
Nebendiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er dege-
nerative  Zervikolumbalgien,  Gonarthrose,  Periarthropathia humeros-
capularis links (richtig wäre rechts) und als Nebendiagnosen ohne Ein-
fluss  auf  die  Arbeitsfähigkeit  ein  Prostataadenom  sowie  Varizen  an 
den unteren  Extremitäten. Eine  halbtägige wechselbelastende Tätig-
keit  sei  dem  Beschwerdeführer  zumutbar  mit  den  Besonderheiten, 
dass maximal 10 kg Lasten gehoben werden und die Arbeiten nur auf 
ebenem Boden ausgeübt werden dürften. Die Beschwerden seien gra-
vierend  und  rechtfertigten  eine  vollständige  Arbeitsunfähigkeit  seit 
März 2005 für schwere Arbeiten. Seit März 2005 sei jedoch eine 50 % 
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit gegeben (IV-Akt. 70).

4.3 Die eingehenden Untersuchungen, die dem Gutachten des kroati-
schen  Versicherungsträgers  vom  29.  August  1996  zugrundeliegen, 
zeigten normale Leberwerte, eine normale Lungenfunktion und ein un-
auffälliges Herz-Kreislauf-System. Die Gutachter schlossen daher auf 
eine  Arbeitsunfähigkeit  von  weniger  als  50  %  (32,  33).  Dr.  med. 
V._______ erachtete den Beschwerdeführer – gestützt auf die umfang-
reichen  Untersuchungen  –  als  voll  arbeitsfähig  (IV-act.  6).  Auch  Dr. 
med. W._______ beurteilte den Beschwerdeführer als voll arbeitsfähig. 
Lunge, Herz und Kreislauf seien altersentsprechend normal. Die chro-
nische Gastroduodenitis sei einer medikamentösen Therapie zugäng-
lich und die 1989 durchgemachte Pankreatitis sei längst abgeheilt (IV-

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Akt. 9).
Das am 11. Juli 2005 vom kroatischen Versicherungsträger erstattete 
Gutachten kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer u.a. wegen 
einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung, muskuloskelettalen 
Beschwerden und einer chronischen Pankreatits nurmehr zu 50 % ar-
beitsfähig sei. Auch dieses Gutachten beruht auf umfassenden Abklä-
rungen (Spirometrie, Radiographie Thorax und HWS/LWS, Ultraschall 
des Leber-Gallen-Traktes, Laborchemie). Die Diagnose wurde um ein 
chronisches  Zervikal-  und  Zervikobrachialsyndrom,  eine  arthrotische 
Hypermobilität  rechts,  eine Periarthritis  humeroscapularis  rechts,  ein 
chronisches Lumbosakralsyndrom und um eine Gonarthrose beidseits 
erweitert.  Dass  die  Experten  des  kroatischen  Versicherungsträgers 
den Beschwerdeführer nunmehr zu 50 % arbeitsfähig erachteten,  ist 
daher nachvollziehbar (IV-Akt. 45). Im Gutachten vom 24. April  2007 
des kroatischen Versicherungsträgers wird bei  unveränderten Befun-
den auf  eine Arbeitsunfähigkeit  von 50 – 60 % geschlossen (IV-Akt. 
64). Dr. med. U._______ schloss sich dem ersten Gutachten des kroa-
tischen Versicherungsträgers an (IV-Akt. 70). Die Gutachten des kroati-
schen Versicherungsträgers vom 11. Juli 2005 und 24. April 2007 sind 
für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersu-
chungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kennt-
nis  der  Vorakten abgegeben worden,  leuchten in  der  Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen  Situation  ein,  weshalb  auf  diese  abzustellen  und  von  einer 
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit auszugehen ist. 

4.4 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Rente sei ihm be-
reits ab 9. März 2005 zuzusprechen, kann ihm nicht gefolgt werden. 
Ausweislich der Akten hat sich der Beschwerdeführer nach der abwei-
senden Verfügung vom 7. Januar 1998 der Vorinstanz erst wieder am 
9. März 2005 beim kroatischen Versicherungsträger zum Bezug einer 
schweizerischen Rente angemeldet, woraufhin die erforderlichen me-
dizinischen  Abklärungen getätigt  worden sind,  die  zeigten,  dass  der 
Beschwerdeführer seit dem 9. März 2005 während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % als Kell-
ner arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) war, so dass die einjährige Wartezeit 
erst im März 2005 zu laufen begann und dem Beschwerdeführer frü-
hestens  am 1. März  2006  eine  Rente  zugesprochen  werden konnte 
(vgl. E. 3.6 hievor). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann 
die Vorinstanz zur Frage, ob bereits vor dem 9. März 2005 eine dau-
ernde Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat, keine zusätzlichen Angaben 

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machen. Die Zusprache einer Rente bereits per 1. März 2005 würde 
jedoch  bedingen,  dass  der  Beschwerdeführer  zuvor  während  eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 
40 % arbeitsunfähig gewesen wäre. Aufgrund von neuen Untersuchun-
gen lässt sich die Arbeitsfähigkeit retrospektiv nicht festlegen, sondern 
es  ist  dafür  vielmehr  der  Beizug  früherer  Beurteilungen erforderlich. 
Dem  kroatischen  Versicherungsträger  und  dem  RAD  der  Vorinstanz 
sind  aber  sämtliche  medizinischen  Akten  zur  Verfügung  gestanden, 
und sie haben diese denn auch in ihren Gutachten entsprechend ge-
würdigt. 

5.
Zu  prüfen  bleiben  die  erwerblichen  Auswirkungen  der  festgestellten 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung,  welche  unstreitig  mittels  der  bei 
Erwerbstätigen anzuwendenden Methode des Einkommensvergleichs 
zu bestimmen sind.

5.1 Gestützt auf den Fragebogen für  Versicherte vom 28. April  2006 
war der Beschwerdeführer von 1978 bis 1995 als Kellner in Kroatien 
tätig. Mangels statistischer Angaben zu den Einkommen aus Ex-Jugo-
slawien stellte die IV-Stelle ausnahmsweise auf Vergleichseinkommen 
in der Schweiz ab. Bei der Durchführung des Einkommensvergleichs 
ist die IV-Stelle deshalb von einem durchschnittlichen Valideneinkom-
men im Jahr 2004 von Fr. 3'698.49 (bei branchenüblichen 42,1 Stun-
den/Woche) ausgegangen. Mit Blick auf den frühestmöglichen, für die 
Invaliditätsbemessung massgebenden Rentenbeginn 2006 rechtfertigt 
es  sich,  direkt  auf  die  Schweizerische  Lohnstrukturerhebung  (LSE) 
2006 abzustellen statt – wie vorinstanzlich geschehen – die Tabellen-
löhne der  LSE 2004 zu verwenden (vgl. Urteil  des Bundesgerichts  I 
342/06 vom 30. April 2007). Mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten 
(LSE 2006 TA1 Anforderungsniveau 4) beschäftigte Männer erzielten 
im Gastgewerbe bei einer wöchentlichen Arbeitszeit  von 40 Stunden 
Fr. 3'611.–, was bei Annahme einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 
42.1 Stunden (Die Volkswirtschaft, Heft 3, Tabelle B9.2, Zeile H) einem 
Einkommen von monatlich Fr. 3'800.60 ([3'611.– : 40] x 42.1) und jähr-
lich Fr. 45'607.– (Fr. 3'800.60 x 12) entspricht.

5.2 Der Beschwerdeführer hat nach Eintritt der Invalidität keine zumut-
bare Verweisungstätigkeit aufgenommen. Die Vorinstanz hat das Invali-
deneinkommen zulässigerweise (BGE 129 V 472) gestützt auf die Ta-
bellenlöhne der LSE ermittelt. Mit Blick auf den frühestmöglichen, für 

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die Invaliditätsbemessung massgebenden (129 V 222 E. 4.1 und 4.2) 
Rentenbeginn im Jahre 2006 rechtfertigt es sich auch beim Invaliden-
einkommen,  direkt  auf  die  LSE 2006  abzustellen  statt  –  wie  vorins-
tanzlich geschehen – die Tabellenlöhne der LSE 2004 zu verwenden. 
Mit  einfachen  und  repetitiven  Tätigkeiten  (LSE  2006  TA1  Anforde-
rungsniveau  4)  beschäftigte  Männer  verdienten  bei  einer  wöchentli-
chen Arbeitszeit von 40 Stunden in den von Dr. med. U._______ ge-
nannten Verweisungstätigkeiten im Jahre 2006 monatlich mehr als ein 
Kellner, so dass die Vorinstanz zu Recht auch beim Invalideneinkom-
men auf Fr. 3'800.60/Monat bzw. Fr. 45'607.–/jährlich abgestellt hat. Da 
der Beschwerdeführer nur zu 50 % arbeitsfähig ist, reduziert sich sein 
Einkommen  auf  Fr. 22'803.50  (Fr. 45'607  x  0.5).  Die  Vorinstanz  ge-
währte dem Beschwerdeführer sodann einen eher wohlwollenden lei-
densbedingten Abzug von 20 %, so dass sich das jährliche Invalide-
nenkommen letztlich auf Fr. 18'242.80 (Fr.  22'803.50 x 0.8) belief.

5.3 Der Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 45'607.– ergibt somit 
einen Invaliditätsgrad von 60 % (100 - [Fr. 18'242.80 : Fr. 45'607.– x 
100]). Bei einem Invaliditätsgrad von 60 % hat der Beschwerdeführer 
Anspruch auf  eine Dreiviertelsrente. Der angefochtene Entscheid er-
weist  sich  daher  auch in  Bezug auf  den Invaliditätsgrad als  korrekt, 
was zur Abweisung der Beschwerde führt. 

6.
6.1 Der Beschwerdeführer beantragte sodann für seinen 1970 gebore-
nen, behinderten Sohn eine Zusatzrente. Die Vorinstanz – die darüber 
nicht verfügt hat (IV-Akt. 84)  – nahm dazu in der Vernehmlassung in 
dem Sinne Stellung, dass ein eigenständiger Anspruch auf eine Invali-
denrente mangels Versicherteneigenschaft gemäss Art. 1a AHVG nicht 
bestehe und dass auch keine akzessorische Kinderrente gewährt wer-
den könne, da diese längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr bei 
nachgewiesener  Ausbildung  gewährt  werden  könne  (Art.  25  Abs.  5 
AHVG). 

6.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätz-
lich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen, beziehungsweise zu beur-
teilen,  zu  denen  die  zuständige  Verwaltungsbehörde  vorgängig  ver-
bindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit 
bestimmt  die  Verfügung  den  beschwerdeweise  weiterziehbaren  An-
fechtungsgegenstand.  Umgekehrt  fehlt  es  an  einem  Anfechtungsge-
genstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und so-

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weit keine Verfügung ergangen ist. Nach der Rechtsprechung des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute Bundesgericht) kann 
das  verwaltungsgerichtliche  Verfahren  aus  prozessökonomischen 
Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, d.h. aus-
serhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses lie-
gende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bis-
herigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer 
Tatbestandsgesamtheit  gesprochen werden kann,  und wenn sich die 
Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesser-
klärung  geäussert  hat  (Urteil  des  EVG  vom  7.  November  2001,  I 
135/01, Erw. 1). 

6.3 In der Verfügung vom 18. Dezember 2007 wird lediglich der An-
spruch des Beschwerdeführers auf eine Rente festgelegt. Zu der – im 
Übrigen – gar nicht beantragten Rente, sei es als eigenständige oder 
akzessorische zur  Stammrente  des  Vaters,  für  den  Sohn  Y._______ 
nahm die Vorinstanz nicht Stellung. Die Vorinstanz hat sich zwar in ih-
rer Vernehmlassung dahingehend geäussert, dass dem Sohn des Be-
schwerdeführers  eine  eigenständige  Rente  zufolge  fehlender  Versi-
cherteneigenschaft  und eine akzessorische Rente zufolge seines Al-
ters nicht  zustehe. In  Bezug auf  die beantragte Rente für  den Sohn 
Y.______ fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an ei-
ner Sachurteilsvoraussetzung. Hingegen erweist sich die Ausdehnung 
des Verfahrens auf ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes liegen-
de Tatbestände als zulässig, da hinsichtlich der Frage einer allfälligen 
Rente  für  den  Sohn  des  Beschwerdeführers  eine  hinreichende  Ent-
scheidgrundlage  vorliegt.  Aus  den  genannten  Gründen  besteht  kein 
Anspruch  von  Y._______  auf  eine  Rente,  weshalb  die  Beschwerde 
auch in diesem Punkt abzuweisen ist.

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1  Als unterliegende Partei  hat  der Beschwerdeführer grundsätzlich 
die Verfahrenskosten zu tragen. Während des vorliegenden Verfahrens 
hat  er indes ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Erlass der 
Verfahrenskosten) gestellt, über das noch zu entscheiden ist.

7.1.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG kann eine Partei, die nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichtslos 

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erscheint, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit 
werden.

7.1.2  Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die 
Prozesskosten  aufzukommen,  ohne  dass  sie  Mittel  beanspruchen 
müsste,  die  zur  Deckung des Grundbedarfs  für  sie  und ihre  Familie 
notwendig sind (BGE 127 I 202 E. 3b). Der Beschwerdeführer hat Un-
terlagen eingereicht,  wonach einem Einkommen von 2'400.– Kn pro 
Monat Auslagen von 2'930.– Kn pro Monat gegenüberstehen. Die Aus-
lagen  sind  nicht  belegt,  obwohl  es  grundsätzlich  dem Gesuchsteller 
obliegt,  seine  Einkommens-  und  Vermögensverhältnisse  umfassend 
darzustellen und soweit möglich auch zu belegen (BGE 120 IA 179 E. 
3a).  Die  Auslageposten  wären  daher  grundsätzlich  nicht  zu  berück-
sichtigen; da sie jedoch realistisch scheinen (Fr. 606.10/Monat für das 
Ehepaar  und  den  behinderten  erwachsenen  Sohn; 1  Kn  =  0.20686 
SFr. [http://www.onanda.com/convert/classic?free=1  ]) werden sie den-
noch berücksichtigt, so dass sich ein Auslagenüberschuss von 530 Kn 
bzw. Fr. 109.60  ergibt.  Zwar  gehört  dem Beschwerdeführer  offenbar 
ein Haus, das einen Wert von 120'000.– Kn aufweist, was umgerech-
net  Fr. 24'858.50  entspricht.  Eine  hypothekarische  Belastung  dieses 
Hauses scheint  aber  aufgrund der gesamten Sachlage wenig realis-
tisch (Urteil des Bundesgerichts 8C_429/2008 vom 8. Juli 2008). Auf-
grund  der  eingereichten  Unterlagen  ist  die  Bedürftigkeit  des  Be-
schwerdeführers ausgewiesen. 

Prozessbegehren  sind  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts 
als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten (ex ante be-
trachtet; BGE 124 I 304 E. 2c, 122 I 5 E. 4a) beträchtlich geringer sind 
als  die  Verlustgefahren  und  deshalb  kaum  als  ernsthaft  bezeichnet 
werden  können.  Dagegen  gilt  ein  Begehren  nicht  als  aussichtslos, 
wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage 
halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob 
eine Partei,  die  über die nötigen Mittel  verfügt,  sich  bei  vernünftiger 
Überlegung zur  Einlegung des Rechtsmittel  entschliessen oder  aber 
davon absehen würde,  soll  doch eine Partei  einen Prozess,  den sie 
auf  eigene Rechnung und Gefahr  nicht  führen würde,  nicht  deshalb 
anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 
mit Hinweis). Das Begehren des Beschwerdeführers kann vor diesem 
Hintergrund nicht als aussichtslos bezeichnet werden, weshalb auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist. 

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http://www.onanda.com/convert/classic?free=1

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7.2 Die Vorinstanz als obsiegende Partei hat keinen Anspruch auf eine 
Entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
In Gutheissung des Gesuches des Beschwerdeführers um unentgeltli-
che Rechtspflege werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Karin Behnke

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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