# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9766228f-675a-59e3-9c36-2345f0b57813
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.02.2022 720 21 233 / 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-233---33_2022-02-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Februar 2022 (720 21 233 / 33) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Revision einer IV-Rente; eine anspruchserhebliche Veränderung des Gesundheitszu-

stands ist vorliegend zu verneinen. Die unterschiedliche Festlegung der Arbeitsfähigkeit 

in Bezug auf eine leidensadaptierte Tätigkeit stellt im Ergebnis eine abweichende Beur-

teilung eines gleichgebliebenen Sachverhalts dar, die wohl einer unterschiedlichen Aus-

übung des medizinischen Ermessens zuzuschreiben sein dürfte. 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____ Beschwerdeführer, vertreten durch Stephan Bläsi, Advokat, 
Birsigstrasse 34, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.a Der 1965 geborene A.____ hatte sich erstmals mit Gesuch vom 18. November 1993 
unter Hinweis auf eine Stoffwechsel- und Vitaminmangelerkrankung bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Mit Verfügung vom 6. Juni 1994 

 

 
 
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lehnte die IV-Stelle des Kantons Solothurn das Leistungsbegehren ab. Am 23. Juni 2004 mel-
dete sich A.____ abermals zum Leistungsbezug an, wobei er im entsprechenden Antragsformu-
lar als gesundheitliche Beschwerden Gichtschübe, eine chronische Darmentzündung sowie 
Flüssigkeit in den beiden Knien angab. In der Folge sprach ihm die IV-Stelle des Kantons Solo-
thurn eine Umschulung zu, die der Versicherte im Juli 2007 mit dem Bürofachdiplom erfolgreich 
abschloss. Hiernach gewährte sie ihm zwei Arbeitstrainings. Seit Mai 2010 arbeitet der Versi-
cherte als Allrounder bei der B.____ GmbH in X.____ im Umfang eines Pensums von 50%. 
Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse sprach ihm die IV-Stelle 
des Kantons Solothurn mit Verfügung vom 25. Februar 2011 mit Wirkung ab 1. Juni 2004 eine 
ganze Rente, ab 1. Oktober 2005 eine Dreiviertelrente und ab 1. April 2006 eine halbe Rente 
der Invalidenversicherung zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  
 
A.b Im März 2015 leitete die nunmehr zuständige IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) ein Revisionsverfahren ein. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens reduzier-
te sie mit Verfügung vom 19. Februar 2019 die halbe Rente per 1. April 2019 auf eine Viertel-
rente. Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, dass sich der Gesundheitszustand 
des Versicherten insofern verbessert habe, als nicht mehr nur von einer Arbeitsfähigkeit von 
70%, sondern vielmehr von einer solchen von 80% auszugehen sei. Bei ansonsten unveränder-
ten Verhältnissen resultiere neu ein Invaliditätsgrad von 42% und damit ein Anspruch auf eine 
Viertelrente.  
 
A.c Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Stephan Bläsi, Advokat, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht), welches die Beschwerde mit Urteil vom 28. August 2019 (Verfahren-Nr. 720 
19 85  / 210) insofern guthiess, als es die Angelegenheit in Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung zu weiteren Abklärungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zu-
rückwies. Es erwog, dass an der RAD-Beurteilung, auf welche sich die angefochtene Verfügung 
gestützt hatte, mehr als nur geringe Zweifel bestünden. Ein verlässlich feststehender, medizi-
nisch nachvollziehbar erstellter Sachverhalt, der es erlauben würde, ohne weitere medizinische 
Abklärungen auf den Eintritt einer anspruchsrelevanten Veränderung zu schliessen, liege nicht 
vor. Es sei demnach die Einholung eines externen Gutachtens angezeigt.  
 
A.d In Nachachtung des Kantonsgerichtsurteils veranlasste die IV-Stelle ein Gutachten bei 
der Swiss Medical Assessment- and Businesscenter (SMAB) AG. Gestützt auf diese weiteren 
Abklärungen hob sie die Rente mit Verfügung vom 7. Juli 2021 auf das Ende des der Verfügung 
folgenden Monats auf.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Stephan Blä-
si, Advokat, mit Eingabe vom 16. August 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin bean-
tragte er, in Aufhebung der Verfügung sei die Beschwerdegegnerin anzuhalten, berufliche Mas-
snahmen, in casu ein Belastungstraining, in die Wege zu leiten, um in der Folge in Kenntnis der 
Erkenntnisse über die Rentenanspruchsfrage erneut zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge.  
 

 

 
 
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C. In einer weiteren Eingabe vom 23. August 2021 liess der Beschwerdeführer einen Be-
richt seiner Lebenspartnerin einreichen. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 6. September 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung 
der Beschwerde.  
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht grund-
sätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 127 V 466 E. 1), und weil ferner das 
Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falls grundsätzlich auf den bis zum Zeit-
punkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 7. Juli 2021) eingetretenen Sachverhalt ab-
stellt (BGE 130 V 138 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b), sind im vorliegenden Fall die Bestimmungen 
des IVG in der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit 
Hinweis). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und ange-
wendet. 
 
2.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 
2000) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelrente, bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% 
auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

 

 
 
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2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
3. Streitig und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten hal-
ben Rente. 
 
3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Invalidenrenten für die Zukunft zu erhöhen, 
herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch er-
heblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat-
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch 
zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesund-
heitszustandes der versicherten Person, wobei die reale Veränderung eines medizinischen 
Sachverhalts von einer bloss nur nominellen Differenz zu unterscheiden ist. Darüber hinaus ist 
eine Rente aber auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit 
Hinweisen). Es obliegt dem Versicherungsträger, eine erhebliche Veränderung des Invaliditäts-
grades nachzuweisen, wenn er eine Rente reduzieren oder aufheben will (SVR 2014 UV Nr. 7 
S. 21). Hintergrund bildet der Umstand, dass der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 
ATSG) die Verwaltung verpflichtet, von Amtes wegen Gründe für und gegen das Vorliegen oder 
Fehlen eines Sachumstands heranzuziehen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.2). Ist eine anspruchser-
hebliche Änderung des Sachverhalts mit Blick auf eine revisionsweise Änderung einer zuvor 
zugesprochenen Versicherungsleistung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt (BGE 129 V 177 E. 3.1), bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen 
Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 
8C_48/2013, E. 2.4). 
 

 

 
 
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3.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision 
(BGE 115 V 308 E. 4a/bb; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2, I 574/02). Bloss auf einer anderen 
Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisionsbe-
gründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, die 
von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verän-
dert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurückzu-
führen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2011, 9C_243/2010, E. 3.4.2.3). Auch eine 
Veränderung von versicherungsmedizinischen Beurteilungsparametern kann zu einer abwei-
chenden ärztlichen Schlussfolgerung hinsichtlich eines tatsächlich gleich gebliebenen Zustan-
des führen.  
 
3.3 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch eine Gegen-
überstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. Gegenstand des Beweises ist 
somit das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den – hier dem medizini-
schen Gutachten zu entnehmenden – Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen gesundheitli-
chen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; 
sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsäch-
lich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert 
eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es 
sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – bezieht. 
Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen 
Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend 
wäre (vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am 
rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche 
Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des 
Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident 
ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben. 
 
3.4 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und 
des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen 
abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet 
wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem 
Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich eingetre-
tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht 
erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über 
eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend 
untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk-
te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti-
schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben.  
 
3.5 Ein Sachverständiger kann die betreffende Entwicklung regelmässig nicht aus eigener 
Wahrnehmung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter tätig gewesen). Daher ist es 
erforderlich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den Fakten fundiert auseinandersetzt, wie sie 

 

 
 
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sich aus den für den früheren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben (vgl. 
ALFRED BÜHLER, Beweismass und Beweiswürdigung bei Gerichtsgutachten, in: Der Haftpflicht-
prozess, Fellmann/Weber [Hrsg.], 2006, S. 67). Dem Gutachten, welches die medizinischen 
Vorakten unzureichend berücksichtigt, fehlt die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft 
selbst dann, wenn die Schlussfolgerungen, welche auf der Grundlage der vom Sachverständi-
gen selber erhobenen Befundtatsachen gezogen worden sind, an sich einleuchten und vom 
Rechtsanwender prüfend nachvollzogen werden können (RKUV 1999 Nr. U 342 S. 410, U 
51/98 E. 2d; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 18 S. 69, 8C_744/2007 E. 4.4; Urteil des Bundesge-
richts vom 22. November 2006, I 568/06, E. 5.1). Diesem Beweiswertkriterium kommt hinsicht-
lich der Entscheidungsgrundlagen in Revisionsfällen – mit Blick auf deren vergleichende Natur 
– eine besondere Bedeutung zu.  
 
3.6 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 E. 3.2.3).  
 
4.1 Im vorliegend massgebenden Referenzzeitpunkt (Verfügung vom 25. Februar 2011) 
stützte sich die IV-Stelle des Kantons Solothurn auf das Gutachten der Academy of Swiss Insu-
rance Medicine (asim) vom 6. Juli 2009 mit den Fachdisziplinen Neurologie und Rheumatologie, 
worin die begutachtenden Fachpersonen dem Versicherten in Bezug auf eine leidensadaptierte 
Tätigkeit eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 70% attestiert hatten. Gestützt darauf sprach sie dem 
Versicherten ab 1. April 2006 eine auf einem Invaliditätsgrad von 54% basierende halbe Rente 
zu. Im Zuge des im März 2015 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens holte 
die mittlerweile zuständige IV-Stelle Beurteilungen bei Dr. med. C.____, Facharzt für Arbeits-
medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), ein. Anhand dieser Grundlagen erwog sie mit Ver-
fügung vom 19. Februar 2019, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten insofern 
verbessert habe, als nicht mehr nur von einer Arbeitsfähigkeit von 70%, sondern vielmehr von 
einer solchen von 80% auszugehen sei. Demnach reduzierte sie die halbe Rente per 1. April 
2019 auf eine Viertelrente. 
 
4.2 Mit Urteil vom 28. August 2019 gelangte das Kantonsgericht demgegenüber zur Auf-
fassung, dass sich die Frage, ob ein Revisionsgrund ausgewiesen sei, gestützt auf die vorhan-
dene medizinische Aktenlage nicht beantworten lasse. Hintergrund bildete der Umstand, dass 
Dr. C.____ die im Vergleich zur gutachterlichen Beurteilung vom 6. Juli 2009 um 10% erhöhte 
Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen mit der Remission der Colitis ulcerosa begründet hatte. Dabei 
fiel ins Gewicht, dass bereits zum Zeitpunkt der Rentenzuspache eine nur leichtgradige gastro-
intestinale Aktivität hatte erhoben werden können und hinsichtlich dieser Diagnose weitgehend 
unveränderte gesundheitliche Verhältnisse vorlagen. Hinzu trat, dass es entgegen den Ausfüh-
rungen des RAD-Arztes gerade nicht zutraf, dass die Arbeitsunfähigkeit im Gutachten der asim 
vom 6. Juli 2009 einzig mit der besagten Diagnose begründet worden war. Vielmehr wurde im 
Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung explizit auf die zusätzlich bestehenden rezidivierenden 

 

 
 
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Gelenkbeschwerden hingewiesen und aus einer Gesamtsicht heraus eine Arbeitsunfähigkeit 
von 30% veranschlagt. Diese rheumatologischen Beschwerden hatten in den Berichten von 
Dr. C.____ jedoch keinerlei Würdigung erfahren. Nachdem mangels rechtsgenüglicher Grund-
lage die Frage nach einer anspruchsrelevanten Änderung des Gesundheitszustands sich nicht 
hatte beantworten lassen, wies das Gericht die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen bzw. 
zur Einholung eines externen Verwaltungsgutachtens an die Beschwerdegegnerin zurück. 
5.1 Die Beschwerdegegnerin veranlasste im Sinne der Erwägungen des Rückweisungsur-
teils des Kantonsgerichts ein Gutachten bei der SMAB, welches am 5. Februar 2021 erstattet 
wurde. Darin diagnostizieren die beteiligten Fachpersonen aus polydisziplinärer Sicht mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Colitis ulcerosa, ED 2003 mit Pancolitis, letzter Schub 
2012, Gicht, aktuell unter Allopur asymptomatisch, degenerative Veränderungen am Kniegelenk 
rechts (MRI 2004), aktuell symptomlos, sowie eine Spondylarthropathie bei Colitis ulcerosa, ED 
2003, aktuell klinisch und radiologisch symptomlos (MRI 5.2020). 
 
5.2.1 Im neurologischen Fachgutachten wird festgehalten, dass die Untersuchung einen un-
auffälligen Befund ergeben habe. Die vom Versicherten geklagten Beschwerden (Schmerzen 
und Erschöpfung) könnten keinem neurologischen Krankheitsbild zugeordnet werden. Es fän-
den sich keine Hinweise auf eine Radikulopathie, Plexusläsion oder andersartige Nervenschä-
digung. Eine neurologische Diagnose könne nicht gestellt werden, weshalb die Arbeitsfähigkeit 
auf neurologischem Gebiet nicht eingeschränkt sei. Auch retrospektiv werde weder im Gutach-
ten von 2009 noch in sonstigen Berichten eine neurologische Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt. In neurologischer Hinsicht sei demnach keine Veränderung ausgewie-
sen. 
 
5.2.2 Gemäss psychiatrischem Fachgutachten klage der Versicherte spontan ausschliesslich 
über körperliche Beschwerden. In affektiver Hinsicht habe sich der Versicherte überwiegend in 
ausgeglichener Stimmung gezeigt. Er habe sich nur themenbezogen (körperliche Symptome, 
finanzielle Sorgen, IV-Verfahren) besorgt, missmutig-dysphorisch und traurig gezeigt. Dabei 
handle es sich um eine im normalpsychologischen Spektrum liegende emotionale Reaktion auf 
körperliche Symptome und psychosoziale Belastungen. Hinweise auf eine depressive Sympto-
matik mit Krankheitswert im Sinne der ICD-10-Klassifikation würden nicht ansatzweise vorlie-
gen. Den seitens des Hausarztes mit Bericht vom 20. März 2020 geäusserten Verdacht auf eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit vorherrschenden narzisstischen und histrionischen An-
teilen konnte der Gutachter nicht bestätigen. Es gebe keine Hinweise auf eine narzisstische 
Problematik. Der Versicherte zeige auch kein theatralisches Verhalten oder eine Dramatisie-
rung bezüglich der eigenen Person. Gegen eine Persönlichkeitsstörung spreche auch, dass der 
Versicherte über sehr stabile und langjährige Beziehungen sowohl im beruflichen als auch part-
nerschaftlichen Bereich berichte. Die Beschwerdeangaben des Versicherten seien den somati-
schen Gutachten zufolge nicht ausreichend nachvollziehbar. Hinweise für emotionale Konflikte 
und/oder stärker ausgeprägte psychosoziale Belastungen, die bei der Entstehung oder dem 
Verlauf der (somatischen) Erkrankung mitgewirkt hätten, im Sinne einer somatoformen Überla-
gerung, würden nicht vorliegen. Eine psychiatrisch bedingte Verminderung der Arbeitsfähigkeit 
habe auch nie vorgelegen.  
 

 

 
 
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5.2.3 Im gastroenterologischen Fachgutachten wird ausgeführt, dass eine Colitis ulcerosa 
seit 2003 bekannt sei. Diese sei schubweise verlaufen, wobei eine erste Remission im August 
2004 dokumentiert sei. Später sei es 2012 und 2016 zu Schüben gekommen. Bisher sei die 
Colitis ulcerosa in klinischer Remission. Verlaufsuntersuchungen auf Calprotectin im Stuhl hät-
ten 2019 normale und 2020 leicht erhöhte Werte ergeben. Aktuell habe der Versicherte ein bis 
zwei Stuhlgänge am Morgen, meist imperativ. Nachts habe er keine Stuhlentleerungen. Zu er-
wähnen sei die im Zusammenhang mit der Colitis ulcerosa aufgetretene seronegative Arthropa-
thie, die symptomatisch für den Versicherten im Vordergrund stehe. Bekanntlich müsse diese 
nicht mit der klinischen Aktivität der Colitis assoziiert sein. Insgesamt habe sich der allgemeine 
Gesundheitszustand gegenüber dem Gutachten der asim von 2009 nicht grundlegend verän-
dert. Aus gastroenterologischer Sicht bestehe allenfalls eine minimale Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit aufgrund der imperativen Stuhlentleerungen. In Bezug auf die angestammte Tä-
tigkeit bestehe daher eine Einschränkung von 10%. Hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit 
bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.  
 
5.2.4 Im rheumatologischen Fachgutachten wird festgehalten, aufgrund des Nachweises von 
Uratkristallen im Kniegelenkspunktat vor 14 Jahren sei die Diagnose einer Gichtarthropathie 
gesichert. Im weiteren Verlauf seien zusätzlich eine degenerative Meniskopathie und eine 
Knorpelschädigung im rechten Knie festgestellt worden. Vor 15 Jahren sei eine axiale Spondy-
loarthritis mit Nachweis einer beidseitigen Sacroiliitis im MRI von 2004 erhoben worden. Gleich-
zeitig sei eine rezidivierende Gonarthritis festgestellt und der Colitis ulcerosa im Sinne einer 
peripheren Spondyloarthritis zugeordnet worden. Differentialdiagnostisch hätte auch ein Gicht-
schub vorliegen können, was heute aber unbedeutend sei. Im Gutachten der asim von 2009 
seien diese bekannten Diagnosen bestätigt worden. Auch ohne spezifische Medikation habe 
damals keine entzündliche Gelenkaktivität mehr bestanden. Phasenweise auftretende, minima-
le entzündliche Manifestationen am Bewegungsapparat seien nicht ausgeschlossen worden. 
Die damals festgestellte muskuloskelettale Gesundheit habe zwischenzeitlich angehalten. Es 
seien unter Behandlung keine Gichtattacken mehr aufgetreten. Die axiale und allenfalls auch 
periphere Spondylarthropathie sei in Remission geblieben. Korrespondierend zur Klinik habe 
die aktuelle Bildgebung der Kniegelenke und des Achsenskeletts keine Hinweise auf eine ent-
zündliche rheumatische Erkrankung ergeben. Die rheumatologische Einschätzung zu den Lei-
den im Gutachten von 2009 sei nachvollziehbar. Bei zwischenzeitlich blandem Verlauf ohne 
weitere Gichtarthritiden unter urikostatischer Behandlung und bei auch radiologisch ausge-
schlossener Manifestation der Spondylarthritis dürfte die medizinische Leistungsfähigkeit indes-
sen damals bereits etwas höher gewesen sein. Es seien bereits früher degenerative Gelenk-
veränderungen nachgewiesen worden, die mit dem Alter tendenziell zunehmen würden. Diese 
seien im MRI des Kniegelenks rechts vom Mai 2020 dargestellt, wobei eine entzündliche Reak-
tion ausgeschlossen worden sei. Im MRI der LWS und des ISG gleichen Datums werde eine 
aktive Spondylarthritis ausgeschlossen und geringfügige degenerative Segmentveränderungen 
dargestellt. Die angestammte Tätigkeit als Heizungsmonteur sei, wie bereits im Gutachten von 
2009 dargestellt, nicht mehr zumutbar. Die derzeit ausgeübte Tätigkeit als Allrounder in einem 
Garagenbetrieb sei leicht bis mittelschwer und damit optimal angepasst. Sie sei wechselbelas-
tend und umfasse im Wesentlichen körperlich leichte Tätigkeiten. In Bezug auf diese Tätigkeit 
wurde eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit attestiert. Hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs wird 

 

 
 
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ausgeführt, dass dem Versicherten eine körperlich leichte Tätigkeit seit 2006 vollschichtig zu-
mutbar sei. Nachdem der zwischenzeitliche Verlauf bland sei, dürfte die Belastbarkeit im dama-
ligen Zeitpunkt eher zurückhaltend eingeschätzt worden sein. Retrospektiv sei die derzeit aus-
geübte Tätigkeit bereits damals zu 100% zumutbar gewesen.  
 
5.2.5 Im Rahmen ihrer Konsensbeurteilung attestieren die Gutachter in Bezug auf die ange-
stammte Tätigkeit als Sanitär- und Heizungsinstallateur eine volle Arbeitsunfähigkeit. Die Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei bereits im Zeitpunkt des asim-Gutachtens auf-
gehoben gewesen. Dabei sei es geblieben. Die Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer leidensadap-
tierten Tätigkeit beziffern sie mit 100%. In Bezug auf den zeitlichen Verlauf bekräftigen die Gut-
achter die Feststellungen gemäss dem rheumatologischen Fachgutachten, wonach diese Ein-
schränkung seit der Begutachtung durch die asim Geltung beanspruche.  
 
5.3 In seiner Stellungnahme zum vorstehenden Gutachten vom 23. Februar 2021 führt 
Dr. med. C.____, Facharzt für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst 
(RAD), im Wesentlichen aus, der Versicherte sei im Zeitpunkt der Begutachtung 2009 noch 
aufgrund der aktiven Colitis ulcerosa geschwächt gewesen. Es seien regelmässig morgens 
zweimal und nachmittags einmal wässrige Stühle aufgetreten. Die Stuhlfrequenz habe sich 
normalisiert. Von einer körperlichen Schwächung sei seit 2015 nicht mehr auszugehen. Daher 
sei ab Juli 2015 eine höhere Arbeitsfähigkeit von 80% angenommen worden. Das SMAB-
Gutachten bestätige die Beurteilung des RAD von 2015. Entgegen den gutachterlichen Ausfüh-
rungen habe 2015 indessen noch die Gefahr bestanden, dass die Colitis ulcerosa wieder auf-
flamme, weshalb erst ab dem Gutachtenszeitpunkt von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit in 
einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen sei. 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 7. Juli 2021 bei der Be-
urteilung des medizinischen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit auf das vorstehend zitierte 
Gutachten, wonach dem Versicherten eine leidensadaptierte Tätigkeit vollschichtig zumutbar 
sei. Auf dieser Grundlage hob sie die dem Versicherten bis anhin ausgerichtete halbe Rente 
auf. Dabei hat sie im Wesentlichen erwogen, dass die Colitis ulcerosa nach fünfjähriger Remis-
sion auch in einem vollen Pensum in einer angepassten Tätigkeit nicht mehr aufflamme. Damit 
ging sie (implizit) davon aus, dass seit der Rentenzusprache mit Verfügung vom 25. Februar 
2011 eine anspruchserhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten ist.  
 
6.2 Das Gutachten der SMAB stellt zwar in grundsätzlicher Hinsicht und soweit es um die 
Frage nach dem Vorliegen eines Revisionsgrunds geht eine beweistaugliche Beurteilungs-
grundlage dar (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Es ist umfas-
send, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben 
worden und es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurtei-
lung der medizinischen Situation ein. Die begutachtenden Fachpersonen setzen sich auch hin-
reichend mit der gesundheitlichen Entwicklung seit der früheren ärztlichen Einschätzung im Re-
ferenzzeitpunkt auseinander.  
 

 

 
 
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6.3 Soweit die Beschwerdegegnerin indessen gestützt auf das Gutachten (implizit) davon 
ausgeht, dass eine Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten sei und damit ein Revi-
sionsgrund vorliege, der eine allseitige Prüfung des Rentenanspruchs pro futuro ermögliche, 
kann ihr nicht beigepflichtet werden. 
 
6.4.1 Im direkten Vergleich der erhobenen Befunde in den Gutachten vom Juli 2009 und vom 
Februar 2021 lässt sich ein weitgehend unverändertes Beschwerdebild feststellen. Zunächst 
fallen die jeweils gestellten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit überwiegend 
identisch aus. Ferner lässt sich auch keine (wesentliche) Veränderung hinsichtlich des Aus-
masses und der Schwere der Beschwerden aus objektiver Sicht ausmachen. So waren in Be-
zug auf die degenerativen Gelenkveränderungen am rechten Knie sowie an der Wirbelsäule 
bereits 2009 keine entzündlichen Aktivitäten festgestellt worden, was von Seiten des rheumato-
logischen Gutachters im SMAB-Gutachten ausdrücklich bestätigt wird (vgl. rheumatologisches 
SMAB-Gutachten, S. 8). Im damaligen Zeitpunkt hatten die Gutachter der asim hierzu im We-
sentlichen ausgeführt, dass die degenerativen Veränderungen am rechten Knie beim Be-
schwerdebild eine Rolle spielen würden, weshalb dem Versicherten eine verminderte Belast-
barkeit des Bewegungsapparates zweifellos zuzuerkennen sei. Dabei sei nicht auszuschlies-
sen, dass phasenweise entzündliche Manifestationen auftreten könnten, zum jetzigen Zeitpunkt 
sei aber kein signifikanter Ausdruck einer persistierenden peripheren spondarthropathischen 
Aktivität identifizierbar. Auch hinsichtlich der bis 2004 rezidivierend auftretenden Gichtattacken 
finden sich keine wesentlich differierenden Aussagen. Anlässlich der asim-Begutachtung war 
aktenanamnestisch unter konsequenter Behandlung zur Senkung des Harnsäurespiegels (Al-
lopurinol-Medikation) eine Verbesserung im Verlauf seit 2004 festgestellt worden, wobei im 
Rahmen der klinischen Untersuchung keine Hinweise auf eine chronische Gichtarthropathie, 
namentlich keine Tophus-Ablagerungen, hatten ausgemacht werden können (vgl. rheumatolo-
gisches asim-Gutachten, S 17). Im Einklang mit der medizinischen Aktenlage kommt der rheu-
matologische Gutachter der SMAB daher zum Schluss, dass die festgestellte muskuloskelettale 
Gesundheit zwischenzeitlich angehalten habe. Es seien unter Behandlung keine Gichtattacken 
mehr aufgetreten und die axiale und allenfalls periphere Spondylarthropathie sei in Remission 
geblieben (vgl. rheumatologisches SMAB-Gutachten, S. 8 und E. 5.2.4 hiervor). Wie das Kan-
tonsgericht ferner bereits in seinem Urteil vom 28. August 2019 feststellte, hatte auch schon 
2009 eine nur leichtgradige gastrointestinale Aktivität ohne Blutabgang und Darmkrämpfe erho-
ben werden können (vgl. E. 4.2 hiervor). Die Tatsache, dass anlässlich der aktuellen Begutach-
tung durch die SMAB von zwei Stuhlentleerungen am Tag berichtet wird, während im damali-
gen Zeitpunkt noch drei bis vier Stuhlentleerungen beschrieben worden waren, stellt jedenfalls 
keine wesentliche Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse dar. Vor diesem Hintergrund 
lässt sich eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands entgegen den Ausführun-
gen der Beschwerdegegnerin bzw. ihres RAD auch nicht damit begründen, dass sich die Stuhl-
frequenz bereits 2015 normalisiert habe bzw. aufgrund des mittlerweile blanden Verlaufs der 
Colitis ulcerosa davon auszugehen sei, diese flamme auch in einem vollschichtigen Pensum in 
einer angepassten Tätigkeit nicht wieder auf. Alsdann hatten bereits 2009 keine neurologischen 
Diagnosen erhoben und keine Hinweise auf einen beeinträchtigten psychischen Gesundheits-
zustand ausgemacht werden können, was von den Gutachtern der SMAB in Übereinstimmung 
mit der Aktenlage ebenso ausdrücklich bestätigt wird.  

 

 
 
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6.4.2 Ins Gewicht fällt aber insbesondere, dass die Gutachter die Frage, ob sich der Ge-
sundheitszustand gegenüber dem Gutachten der asim von 2009 verändert habe, in den einzel-
nen Fachgutachten ausdrücklich mit der Begründung verneinen, der Gesundheitszustand habe 
sich seit dem Referenzzeitpunkt nicht grundlegend verändert. Im Rahmen ihrer Konsensbeurtei-
lung bekräftigen die Gutachter erneut, dass keine wesentliche Veränderung des Gesundheits-
zustands seit der letzten Begutachtung eingetreten sei. Vielmehr gelangen sie zur Auffassung, 
dass die damalige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu vorsichtig formuliert worden sei und die 
aktuelle Einschätzung seit circa 2006 Geltung beanspruche. Die angestammte Tätigkeit erach-
ten sie in Übereinstimmung mit den Gutachtern der asim als nicht mehr zumutbar. Die beiden 
Gutachten unterscheiden sich einzig in Bezug auf die Beurteilung der Leistungsfähigkeit in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit. Während die Gesamtarbeitsfähigkeit 2009 diesbezüglich mit 70% 
beziffert worden war, wird in der aktuellen Begutachtung eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit 
ausgewiesen.  
 
7. Werden die beiden Sachverhalte, welche im Jahr 2011 zur Berentung und im Rahmen 
der vorliegend angefochtenen Verfügung zur Aufhebung der Rente geführt haben, verglichen, 
so ergibt sich zusammenfassend, dass keine wesentliche Veränderung in den gesundheitlichen 
Verhältnissen eingetreten ist. Die unterschiedliche Festlegung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf 
eine leidensadaptierte Tätigkeit stellt im Ergebnis eine abweichende Beurteilung eines gleich-
gebliebenen Sachverhalts dar, die wohl einer unterschiedlichen Ausübung des medizinischen 
Ermessens zuzuschreiben sein dürfte. Diese führt aber nicht zu einer materiellen Revision 
(vgl. E. 3.2). Damit fehlt es an einem Revisionsgrund, wie er für die Herabsetzung der ursprüng-
lich verfügten Rente nach Art. 17 ATSG indessen vorausgesetzt wäre. Demzufolge ist die ange-
fochtene Verfügung vom 7. Juli 2021 in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, mit der Fol-
ge, dass die bisherigen Rentenleistungen weiterhin an den Beschwerdeführer auszurichten sind 
(vgl. E. 3.1 hiervor). 
 
8. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-
sind somit der IV-Stelle aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer erhält seinen bereits geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-

 

 
 
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schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Honorarnote vom 24. September 2021 
zufolge beläuft sich der geltend gemachte Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren 
auf insgesamt 8 Stunden und 13 Minuten, was sich angesichts der sich stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die gel-
tend gemachten Auslagen im Umfang von insgesamt Fr. 127.10. Dem Beschwerdeführer ist 
demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'349.22 (8 Stunden und 13 Minuten 
à Fr. 250.-- zuzüglich Spesen und Auslagen von Fr. 127.10 sowie 7.7% Mehrwertsteuer) zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der IV-Stelle Basel-
Landschaft vom 7. Juli 2021 wird aufgehoben und es wird festgestellt, 
dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente 
hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'349.22 (inkl. Auslagen und 7,7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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