# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ead576c9-61b1-5491-9a5b-27257f8a5a41
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 26.10.2015 110 2014 142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2014-142_2015-10-26.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 

abgewiesen (VGE 2015/384 vom 24.06.2016).

RA Nr. 110/2014/142 Bern, 26. Oktober 2015

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

Frau B.________
Beschwerdeführerin 2

Herrn C.________
Beschwerdeführer 3

alle vertreten durch Herrn Fürsprecher D.________

und

Herrn E.________
Beschwerdegegner 1

Frau F.________
Beschwerdegegnerin 2

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb, Gemeindeverwaltung, Bauabteilung, 
Bärenplatz 1, Postfach, 3076 Worb

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb vom 
6. November 2014 (Nr. 2014-0006; Neubau Wohnhaus)

2

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegner reichten am 17. Juni 2014 bei der Gemeinde Worb ein 

Baugesuch ein für den Abbruch eines Einfamilienhauses und den Neubau eines 

Wohnhauses mit Attikageschoss auf Parzelle Worb Grundbuchblatt Nr. G.________. Das 

Baugrundstück liegt in der Wohnzone W2 am H.________weg 5 in Worb. Das Vorhaben 

wurde am 26. Juni und 3. Juli 2014 im Anzeiger von Konolfingen ohne Hinweis auf 

Ausnahmen publiziert. Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderen die 

Beschwerdeführenden Einsprache und meldeten Rechtsverwahrung an. Die 

Beschwerdegegner überarbeiteten daraufhin das Projekt und reichten am 19. August und 

26. August 2014 bei der Gemeinde geänderte Pläne und Unterlagen ein. Die 

Beschwerdeführenden erhielten Gelegenheit, sich zum geänderten Projekt zu äussern. Mit 

Gesamtbauentscheid vom 29. Oktober 2014 bewilligte die Gemeinde das Vorhaben. Im 

Gesamtbauentscheid vom 29. Oktober 2014 verweist die Gemeinde auf Projektpläne mit 

falschen Daten. Diesen Fehler korrigierte die Gemeinde und eröffnete den 

Gesamtbauentscheid neu mit Datum vom 6. November 2014.

2. Gegen diesen Entscheid führen die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 8. De-

zember 2014 bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) 

gemeinsam Beschwerde. Sie beantragen die Aufhebung des Bauentscheids vom 

6. November 2014 und die Erteilung des Bauabschlags. Zusammengefasst rügen sie, die 

Vorinstanz habe ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, der Bauentscheid enthalte 

eine unzulässige Auflage und das Vorhaben sei mangelhaft profiliert worden. Überdies 

erheben sie zahlreiche baupolizeiliche Rügen (Verschiebung des Attikageschosses, 

Gestaltung, Ausnützungsziffer, Grünflächenziffer, Gebäudehöhe, Strassen- und 

Grenzabstand). In den Schlussbemerkungen vom 25. August 2015 bringen sie schliesslich 

vor, die Änderungen am Vorhaben während des Beschwerdeverfahrens würden den 

Rahmen einer Projektänderung sprengen. Eventualiter beantragen sie deshalb, es sei der 

angefochtene Entscheid vom 6. November 2014 aufzuheben und das nachträglich 

geänderte Bauvorhaben zwecks Neupublikation und Neubeurteilung zurückzuweisen.

3. In ihrer Stellungnahme vom 7. Januar 2015 teilen die Beschwerdegegner zusammen 

mit der Projektverfasserin mit, ihrer Ansicht nach sei das Projekt bewilligungsfähig. Die 

3

Bauvorschriften seien in allen Punkten eingehalten. Damit beantragen sie sinngemäss die 

Abweisung der Beschwerde. Aus ihren Schlussbemerkungen vom 24. Juli 2015 ist zudem 

zu schliessen, dass sie die Bewilligung für das geändert Projekt beantragen. Auch die Vor-

instanz schliesst in ihrer Stellungnahme vom 9. Januar 2015 auf Abweisung der 

Beschwerde. Sie hält in den Schlussbemerkungen vom 24. August 2015 an diesem Antrag 

fest.

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet,1 führte den 

Schriftenwechsel durch und holte bei der Vorinstanz die Akten ein. Es wies mit Verfügung 

vom 20. Februar 2015 darauf hin, es sei nicht möglich, mittels Auflagen zwei Varianten zur 

Gestaltung einer Garageneinfahrt anzuordnen. Mit gleicher Verfügung holte es beim Amt 

für Umweltkoordination und Energie (AUE) zur Frage, ob ein Nutzungsbonus gewährt 

werden kann, einen Bericht ein. In der Folge reichten die Beschwerdeführenden mit 

Schreiben vom 4. März 2015 betreffend die Garageneinfahrt geänderte Pläne ein. Mit 

Eingabe vom 24. April 2015 reichten die Beschwerdeführenden einen aktualisierten 

Energienachweis mit einer verbesserten Wärmedämmung ein. Das Rechtsamt holte dazu 

erneut einen Bericht beim AUE ein.

5. Mit Verfügung vom 23. Juni 2015 erhielten die Beschwerdeführenden die Pläne der 

Projektänderung vom 4. März 2015 und die Unterlagen des aktualisierten 

Energienachweises. Das Rechtsamt wies in der gleichen Verfügung daraufhin, die 

Projektänderung vom 4. März 2015 bewirke, dass die Vortreppe im Aussenbereich 2.62 m 

in den grossen Grenzabstand rage und der ostseitig geplante Parkplatz 0.20 m an den 

H.________weg reiche. Die Beschwerdegegner reichten in der Folge bezüglich der 

Aussentreppe und dem Besucherparkplatz auf der Ostseite eine zweite Projektänderung 

ein. Die Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, zur zweiten Projektänderung Stellung 

zu nehmen und Schlussbemerklungen einzureichen. Davon machten sowohl die Gemeinde 

wie auch die Beschwerdeführenden und die Beschwerdegegner Gebrauch. Auf die 

Rechtsschriften, Eingaben und eingereichten Unterlagen sowie die Berichte des AUE wird, 

soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191).

4

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Gemäss Art. 11 Abs. 1 KoG 

kann er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel 

angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im 

vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide 

können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei 

der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen 

den Gesamtbauentscheid zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer 

Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 

BauG). Die Beschwerdeführenden 1 und 2 sind Eigentümer der Parzelle Nr. I.________ 

(H.________weg 4), die nur durch den H.________weg von der Bauparzelle getrennt wird. 

Der Beschwerdeführer 3 ist Eigentümer der Parzelle Nr. J.________ (H.________weg 6), 

die direkt an das Baugrundstück grenzt. Die Beschwerdeführenden sind damit Nachbarn. 

Sie sind mit ihrer Einsprache gegen das geplante Bauvorhaben im 

Baubewilligungsverfahren vor der Gemeinde unterlegen und somit durch den 

Gesamtbauentscheid beschwert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 

ist grundsätzlich einzutreten.

c) Antrag, Begründung und Unterschrift sind die Kernelemente eines Rechtsmittels 

(Art. 32 Abs. 2 VRPG4). Sie gehören zu den Gültigkeits- und Prozessvoraussetzungen. An 

die Begründung werden praxisgemäss keine hohen Anforderungen gestellt, obwohl sie zu 

den wesentlichen Elementen einer Parteieingabe gehört. Es reicht aus, wenn aus einem 

Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern und weshalb der angefochtene Entscheid 

beanstandet wird. Auch braucht die Begründung in der Rechtsmitteleingabe nicht 

zuzutreffen. Sie muss aber sachbezogen sein. Es genügt nicht, bloss zu behaupten, der 

angefochtene Entscheid sei falsch. Die Begründung muss sich wenigstens in minimaler 

Form mit dem angefochtenen Erkenntnis auseinandersetzen und sinngemäss darauf 

2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721).
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

5

schliessen lassen, welche Rechtsnormen oder Grundsätze der Ermessensausübung nach 

Auffassung der opponierenden Partei verletzt oder inwiefern Sachverhaltselemente 

unrichtig oder unvollständig festgestellt worden sind. Ein blosser globaler Verweis auf 

frühere Rechtsschriften stellt keine genügende Begründung dar.5 Soweit die 

Beschwerdeführenden in den Vorbemerkungen ihrer Beschwerdebegründung pauschal 

geltend machen, sie würden am Widerspruch gegen das geplante Bauvorhaben und an 

den Vorbringen im Rahmen der Einsprache vollumfänglich festhalten, kann auf ihre 

Beschwerde nicht eingetreten werden.

2. Gegenstand des Verfahrens und Projektänderungen

a) Laut Art. 43 BewD6 können die Baugesuchsteller während der Hängigkeit eines 

Baubewilligungsverfahrens oder eines nachfolgenden Beschwerdeverfahrens vor der BVE 

ein Projektänderungsgesuch einreichen, ohne dass deshalb ein neues 

Baubewilligungsverfahren eingeleitet werden muss. Erfolgt die Projektänderung im 

Beschwerdeverfahren, sind die Gemeinde, die Gegenpartei und die von der 

Projektänderung berührten Dritten anzuhören. Wird in einem laufenden baurechtlichen 

Verfahren eine Projektänderung im Sinn von Art. 43 BewD eingereicht, tritt das geänderte 

Projekt an die Stelle des ursprünglichen Bauvorhabens.7

b) Die Beschwerdegegner reichten zwei Projektänderungen (Eingaben vom 24. April 

und 2. Juli 2015) ein. Relevant sind alle Änderungen gemäss der Projektänderung vom 

2. Juli 2015, wobei in dieser Projektvariante die Anpassungen der Projektänderung vom 

24. April 2015 auch enthalten sind. Verglichen mit dem ursprünglich bewilligten Projekt 

handelt es sich um folgende Anpassungen:

- Vergrösserung der Garagenvorplatztiefe auf 5.00 m verbunden mit der Verschiebung 

der Garage um 1.20 m zulasten der Balkonfläche auf der Nord-Westseite

- Verschmälern und verkürzen der nordwestseitigen Aussentreppe

- Schaffung eines 0.50 cm breiten Grünstreifens zwischen dem ostseitig geplanten 

Parkplatz und dem H.________weg

5 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15
6 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
7 Vgl. BVR 2012 S. 463, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen

6

- Verbesserte Wärmedämmung gemäss dem Systemnachweis nach der SIA-Norm 

380/1, Ausgabe 2009, vom 23./24. April 2015 (inkl. U-Wert-Berechnung der Bauteile)

c) Die Verfahrensbeteiligten erhielten mit Instruktionsverfügungen vom 19. Juni 2015 

und 21. Juli 2015 Gelegenheit, sich zu den Änderungen zu äussern. Weitere Dritte waren 

von den Änderungen nicht betroffen. In ihrer Stellungnahme vom 25. August 2015 machen 

die Beschwerdeführenden geltend, die zahlreichen Änderungen am Projekt würden den 

Rahmen einer Projektänderung sprengen. Insbesondere die Verschiebung der Garage 

zulasten des Balkons würde die äusseren Masse des Bauvorhabens betreffen. Damit 

werde ein Hauptmerkmal des Bauvorhabens geändert. Im Ergebnis führe die Verschiebung 

zu einer völligen Umgestaltung des nördlichen Gebäudeteils. Eine derartige Veränderung 

der Grundzüge mache es nötig, ein neues Baubewilligungsverfahren durchzuführen.

d) Der Argumentation der Beschwerdeführenden kann nicht gefolgt werden. Eine 

Projektänderung liegt vor, wenn das Bauvorhaben in den Grundzügen gleich bleibt (Art. 43 

Abs. 1 BewD). Die Projektänderung bezweckt im Sinn der Verfahrensökonomie und der 

Verfahrensbeschleunigung ein neues Baubewilligungsverfahren zu vermeiden, wenn am 

ursprünglichen Projekt nur untergeordnete Änderungen vorgenommen werden.8 Nach der 

Praxis ist ein Bauvorhaben in den Grundzügen verändert, wenn durch die Änderung ein 

Hauptmerkmal des ursprünglichen Bauvorhabens, wie die Erschliessung, der Standort, die 

äusseren Masse, die Geschosszahl, die Geschosseinteilung oder die Zweckbestimmung 

wesentlich verändert wird oder wenn eine Mehrzahl geringer Änderungen dem 

ursprünglichen Projekt eine veränderte Identität verleiht.9 Die Identität eines Vorhabens ist 

verändert, wenn sich die Änderung im Wesentlichen nicht mehr auf die ursprüngliche 

Baueingabe zu stützen vermag.10

Im Vergleich zum Vorprojekt wird das Garagentor um ca. 1.20 m von der Flucht der 

Hauptfassade nach innen verschoben. Dabei bleibt die nordöstliche Fassadenecke, wie 

dem Grundrissplan Erdgeschoss entnommen werden kann, bestehen. Die Verschiebung 

hat ferner zur Folge, dass sich der Garagenanbau verlängert und sich der Balkon um 

dieses Mass verkürzt. Die Verschiebung bewirkt ausserdem, dass das Wohnzimmerfenster 

in der Nordfassade schmaler wird. Ebenso wird die nordwestseitige Aussentreppe zum 

8 VGE 2011/206 vom 4.5.2012, E. 2.3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art.°32-32d N. 12
9 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 12a mit Hinweisen
10 BVR 189 S. 349 E. 3c und S. 400 E. 2a

7

Balkon verschmälert und verkürzt (gemäss Projektänderung vom 2. Juli 2015). Die 

Änderungen sind zwar in der Ost- und Nordfassade sichtbar. Die Verschiebung der Garage 

hat aber keinen Einfluss auf die Hauptdimensionen des Projekts: Es werden weder die 

Gebäudelänge noch die Gebäudehöhe verändert. Unverändert bleiben auch Geschosszahl 

und Geschosseinteilung. Die fraglichen Veränderungen fallen beim vorliegenden Projekt, 

das 15.51 m lang und zwischen 9.60 und 10.52 m breit ist, nicht stark ins Gewicht. Die 

Praxis lässt denn auch regelmässig Änderungen zu, die sich auf das Erscheinungsbild der 

Baute auswirken, sofern der Gesamtcharakter des Vorhabens – wie hier – gewahrt bleibt.11 

Ebenso handelt es sich bei der Anpassung der Aussentreppe und der Änderung des 

Aussenparkplatzes um sehr geringfügige Änderungen. Selbst zusammen mit der 

Verschiebung der Garage bleibt der Gesamtcharakter des Vorhabens gewahrt. Nicht 

relevant ist in diesem Zusammenhang die verbesserte Wärmedämmung. Wie dem Bericht 

des AUE vom 13. Mai 2015 zu entnehmen ist, ist diese Verbesserung auf Bauteile mit 

besseren U-Werten zurückzuführen, d.h. bessere Dämmwerte bei den Böden, Decken und 

Aussenwänden.12 Auf das Erscheinungsbild hat die verbesserte Wärmedämmung jedoch 

keinen Einfluss. Sie kann daher für die Frage, ob das Vorhaben in den Grundzügen gleich 

bleibt, vernachlässigt werden.

e) Es steht somit fest, dass das Projekt in den Grundzügen gleich bleibt, so dass es sich 

bei den Anpassungen um Projektänderungen im Sinn von Art. 43 BewD handelt. Eine 

Rückweisung der Projektänderung an die Vorinstanz zwecks Neupublikation und 

Neubeurteilung ist nicht nötig.

3. Verletzung des rechtlichen Gehörs

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, der Gesamtbauentscheid stütze sich auf 

Projektpläne, die mit Datum vom 29. Oktober 2014 abgestempelt worden seien. Auf diesen 

Plänen seien relevante handschriftliche Korrekturen eingetragen worden, die auf den 

ursprünglichen Baugesuchsplänen nicht vorhanden waren. Indem sie mit den Plänen nicht 

bedient worden seien, habe die Vorinstanz ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. 

Unerheblich sei dabei, dass die Vorinstanz den fehlerhaften Gesamtentscheid vom 

29. Oktober 2014 durch denjenigen vom 6. November 2014 ersetzt habe. Ebenso keinen 

11 BVR 1989 S. 400 E. 2a; VGE 19086 vom 16. Mai 1994; BGer 1A. 125/1994 vom 16. März 1995, E. 5b
12 Vgl. Systemnachweis SIA 380/1:2009 vom 23./24. April 2015 S. 12, Tabelle 4.1 (Flächige Bauteile)

8

Einfluss auf die Gehörsverletzung habe der Umstand, dass sie die fraglichen Pläne auf 

explizites Ersuchen hin zugestellt erhalten habe.

b) Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Stellungnahme vom 9. Januar 2015, sie habe den 

Beschwerdeführenden nebst anderen Unterlagen auch Kopien der überarbeiteten 

Projektpläne mit Eingangsstempel vom 26. August 2014 zur Stellungnahme und 

Einreichung von Schlussbemerkungen zugestellt. Bis auf die handschriftlichen Korrekturen 

entsprächen diese Pläne den baubewilligten Projektplänen. Diese Korrekturen würden die 

Beschwerdeführenden nicht benachteiligen. Mit einer entsprechenden Auflage im 

angefochtenen Entscheid sei ihrer Ansicht nach das rechtliche Gehör genügend 

berücksichtig worden.

c) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV13, Art. 26 Abs. 2 KV14 und 

Art. 21 ff. VRPG beinhaltet unter anderem das Recht auf Akteneinsicht. Danach haben die 

Parteien Anspruch auf Einsicht in die Verfahrensakten, soweit nicht überwiegende 

öffentliche oder private Interessen deren Geheimhaltung erfordern (Art. 23 Abs. 1 VRPG). 

Das Akteneinsichtsrecht berechtigt die Parteien insbesondere, von jedem eingereichten 

Aktenstück bzw. allen Berichten und Stellungnahmen Kenntnis zu nehmen und sich dazu 

äussern zu können.

d) Die Beschwerdegegner haben ihr Projekt im Baubewilligungsverfahren nach der 

Publikation aufgrund der Einwände der Baubewilligungsbehörde und der Einsprecher 

mehrmals angepasst. Aktenkundig ist, dass die Beschwerdegegner am 19. und 26. August 

2014 bei der Vorinstanz revidierte Pläne einreichten.15 Aus den Akten ergibt sich ebenso, 

dass die Vorinstanz die überarbeiteten Pläne mit Eingangsstempel vom 26. August 2014, 

die die Gemeinde mit Stempel vom 29. Oktober 2014 bewilligte, den 

Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 3. September 2014 zur Stellungnahme 

zustellte.16 Im Grundrissplan "Erdgeschoss" im Massstab 1:100 und Eingangsstempel der 

Bauabteilung vom 26. August 201417 sind allerdings nachträglich handschriftlich zwei 

Varianten betreffend die Gestaltung der Garage mit roter Farbe eingezeichnet worden. 

13 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)
14 Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1)
15 Vgl. pag. 22 und 23 sowie pag. 6 und 7 der Vorakten der Gemeinde Worb
16 Vgl. pag. 20A bis 20D der Vorakten der Gemeinde Worb
17 Vgl. pag. 6 der Vorakten der Gemeinde Worb

9

Diese (nachträgliche) Plananpassung ist vorliegend mitbewilligt. Die Varianten entsprechen 

überdies der Auflage, die die Gemeinde im Gesamtentscheid vom 29. Oktober bzw. 

4. November 2014 anordnete (vgl. Erwägung 4a). Durch wen die handschriftliche 

Plananpassung erfolgte, ist unklar, spielt aber im Ergebnis keine Rolle.

e) Demnach steht fest, dass die Vorinstanz den Beschwerdeführenden die revidierten 

Pläne vom 26. August 2014 zwar vor Erlass der Baubewilligung zustellte. Der 

Grundrissplan "Erdgeschoss" wurde jedoch später ein weiteres Mal (handschriftlich) 

geändert. Diese Plananpassung stellt eine Projektänderung im Sinn von Art. 43 BewD dar. 

Sie wurde von der Vorinstanz bewilligt, ohne dass sich die Beschwerdeführenden dazu 

äussern konnten. Dadurch hat die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführenden auf 

rechtliches Gehör verletzt. Nicht gefolgt werden kann der Argumentation der Vorinstanz, 

mit der Auflage im angefochtenen Entscheid sei das rechtliche Gehör genügend 

berücksichtigt worden. Vorliegend ist die fragliche Auflage, die Vorplatztiefe zulasten des 

Sitzplatzes um 1.40 m auf 5.00 m zu vergrössern, nicht geeignet, Gegenstand einer 

Auflage zu bilden. Die Auflage ist zu unbestimmt, da sie zusätzliche Plananpassungen, wie 

namentlich die Verschiebung der Garage, die Verkleinerung der Balkonfläche und des 

Wohnzimmerfensters, nach sich zieht (vgl. Erwägung 2d). Auch sind durch 

Projektanpassungen in diesem Umfang die Interessen der Einsprechenden und 

Beschwerdeführenden als direkte Nachbarn betroffen. Für derartige Anpassungen bedarf 

es einer Projektänderung, bei der den Einsprechern das rechtliche Gehör zu gewähren ist 

(Art. 43 Abs. 2 BewD).18

f) Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt grundsätzlich zur 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids.19 Praxisgemäss können Gehörsverletzungen 

allerdings geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe Kognition hat wie die Vor-

instanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein Nachteil erwächst. Bei 

besonders schwerwiegenden Gehörsverletzungen schliesst die Rechtsprechung jedoch 

eine Heilung grundsätzlich aus.20 Die Heilung des rechtlichen Gehörs ist allenfalls bei der 

Kostenverlegung zu berücksichtigen.21 Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt: Als erste 

Rechtsmittelinstanz kann die BVE Bauvorhaben frei prüfen (Art. 40 Abs. 3 BauG). Die 

Beschwerdeführenden konnten ihre Rechte im Beschwerdeverfahren zudem umfassend 

18 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N. 15a Bst. b
19 BGE 140 III 159, nicht publ. E. 3.2; 137 I 195 E. 2.2, 135 I 187 E. 2.2
20 BVR 2012 S. 28 E. 2.3.5; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 21 N. 16
21 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 9

10

wahrnehmen. Sie hatten Gelegenheit, sich im Projektänderungsverfahren vor der BVE zur 

Verschiebung der Garage zu äussern (vgl. Erwägung 2c). Die Gehörsverletzung wiegt 

auch nicht derart schwer, dass eine Heilung des Verfahrensmangels ausgeschlossen wäre. 

Der Gehörsverletzung ist aber im Kostenpunkt, wie die Beschwerdeführenden zu Recht 

geltend machen, Rechnung zu tragen (vgl. Erwägung 12b).

4. Vergrösserung des Garagenvorplatzes

a) Die Vorinstanz hat in Ziffer 1.1 des angefochtenen Gesamtentscheids vom 

6. November 2014 (dritter Gedankenstrich) folgende Auflage verfügt:
"Das Garagentor ist wegzulassen oder die Vorplatztiefe ist zu Lasten des Sitzplatzes um 

1.40 m auf 5.00 m zu vergrössern. Damit ist gewährleistet, dass ein Fahrzeug vor der 

Garage abgestellt werden kann, ohne den Verkehr auf dem H.________weg zu 

beeinträchtigen. Die Bauherrschaft hat der Bauabteilung vor Baubeginn schriftlich 

mitzuteilen, welche Lösung ausgeführt wird."

b) Im Zusammenhang mit dieser Auflage haben die Beschwerdegegner mit Eingabe 

vom 4. März 2015 bei der BVE eine Projektänderung eingereicht. Sie umfasst eine 

Vergrösserung der Garagenvorplatztiefe auf 5.00 m verbunden mit einer Verschiebung der 

Garage um 1.20 m zulasten der Balkonfläche und des Wohnzimmerfensters (vgl. 

Erwägung 2d). Durch diese Projektänderung ist die umstrittene Auflage im angefochtenen 

Entscheid gegenstandlos geworden. Der Klarheit halber wird im Dispositiv dieses 

Entscheids die fragliche Auflage aufgehoben. Auf die Kritik der Beschwerdeführenden 

gegen die Auflage braucht deshalb nicht eingegangen zu werden.

c) Die Beschwerdeführenden bringen in ihrer Stellungnahme vom 6. Juli 2015 vor, diese 

Projektänderung bewirkte eine völlige Umgestaltung des nördlichen Gebäudeteils. Die 

Profilierung des betroffenen Gebäudeteils sei damit vorschriftswidrig.

d) Die Beschwerdeführenden begründen nicht näher, weshalb die Profilierung durch die 

Projektänderung vorschriftswidrig sein soll. Es ist fraglich, ob auf die pauschale Rüge 

überhaupt eingetreten werden kann (Art. 32 Abs. 2 VRPG). Die Frage kann aber offen 

bleiben, da der Einwand ohnehin unbegründet ist. Wie aus der Erwägung 2d folgt, hat die 

Verschiebung der Garage keinen Einfluss auf die Hauptdimensionen des Projekts. Es 

werden weder die Gebäudelänge noch die Gebäudehöhe verändert. Auf die Profile, die die 

äusseren Umrisse des Bauvorhabens kenntlich machen (Art. 16 Abs. 1 BewD), hat die 

Projektänderung demzufolge keine Auswirkungen. Dass die Projektänderung keinen 

11

Einfluss auf die Profile hat, ergibt sich auch aus dem Profilplan im Massstab 1:200.22 

Danach werden durch die Projektänderung weder die nordöstliche Fassadenecke (vgl. 

Profil "D" mit Kote + 2.94) noch die nordwestliche Gebäudeecke (vgl. Profil "C" mit Kote + 

4.01) tangiert. Durch die Veränderung sind vielmehr Gebäudeteile betroffen, die alleine aus 

der Profilierung nicht ersichtlich sind. Um sich ein Bild über diese Gegenstände zu machen, 

müssen die Projektpläne eingesehen werden.23 Vorliegend haben die 

Beschwerdeführenden die geänderten Pläne erhalten und sie konnten sich dazu äussern, 

wie ihre Stellungnahme vom 6. Juli 2015 zeigt.

e) Vorliegend entspricht die geplante Garagenvorplatztiefe der Auflage der Vorinstanz 

und sie ist auch mit der Norm SN 640 050 für Grundstückzufahrten des Schweizerischen 

Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) kompatibel. Dass der 

Projektanpassung Hindernisse der Planung entgegenstehen oder die öffentliche Ordnung 

gefährdet ist, machen weder die Gemeinde noch die Beschwerdeführenden geltend. 

Solches ist hier auch nicht ersichtlich. Die Vergrösserung der Garagenvorplatztiefe auf 

5.00 m verbunden mit der Verschiebung der Garage um 1.20 m zulasten der Balkonfläche 

und des Wohnzimmerfensters ist demzufolge zu bewilligen.

f) Ebenso kann die verkleinerte und verschmälerte Aussentreppe auf der Nordwestseite 

bewilligt werden. Die Beschwerdeführenden kritisieren in ihrer Stellungnahme vom 

25. August 2015, die Treppe verletze den grossen Grenzabstand nach wie vor. Gemäss 

dem angepassten Projektplan "Umgebung und Nordfassade" vom 1. Juli 2015 im Massstab 

1:100 (Plan Nr. 1045 112) ragt die Treppe zwar 1.50 m in den grossen Grenzabstand 

hinein. Bei der fraglichen Treppe handelt es sich jedoch um einen offenen vorspringenden 

Bauteil. Laut Art. 20 Abs. 1 GBR dürfen solche Bauteile, namentlich auch Vortreppen, 

höchstens 1.50 m in den Grenzabstand hineinragen. Die geänderte Aussentreppe auf der 

Nordwest-Seite ist demzufolge zulässig. Versehentlich wurde die Anpassung der 

Aussentreppe in den Projektplänen "Untergeschoss und Erdgeschoss" nicht nachgeführt. 

Dadurch entsteht zwischen den nachgeführten Plänen (Umgebung und Nordfassade vom 

1. Juli 2015 im Massstab 1:100) und dem Plan "Grundrisse Erdgeschoss und 

Untergeschoss" vom 13. Juni 2014 mit rev. Datum vom 22. August 2014 / 5. Januar 2015 

im Massstab 1:100 ein Widerspruch. Dies schadet aber nicht: Der Widerspruch wird hier 

22 Vgl. pag. 78 der Vorakten der Gemeinde Worb; siehe auch Beilage 2 zur Stellungnahme der 
Beschwerdegegner vom 7. Januar 2015 in den Beschwerdeakten der BVE
23 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 34 N. 20

12

mit der Auflage, dass die Aussentreppe nur 1.50 m in den grossen Grenzabstand ragen 

darf, beseitigt.

5. Profilierung

a) Die Beschwerdeführenden kritisieren in ihrer Beschwerde, das Bauvorhaben sei 

mangelhaft profiliert worden. Die Höhe der Oberkante des Erdgeschosses sei nicht mit 

einer Querlatte markiert worden. Dies verstosse gegen Art. 16 Abs. 1 BewD. Auch nenne 

die Vorinstanz keine wichtigen Gründe, die das Weglassen der Querlatte rechtfertige. 

Solche Gründe seien hier nicht ersichtlich. Dass die Höhe des projektierten Erdgeschosses 

identisch sei mit jener des bestehenden Wohnhauses stelle keinen wichtiger Grund dar. 

Aufgrund der mangelhaften Profilierung sei der Bauabschlag zu erteilen.

b) Die Beschwerdegegner führen in ihrer Stellungnahme vom 7. Januar 2015 dazu aus, 

die Höhe des Erdgeschosses sei dort, wo es möglich gewesen sei, mit einer Querlatte 

markiert worden. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 9. Januar 2015 fest, das 

Weglassen einer einzigen Querlatte sei im vorliegenden Fall nicht relevant für das weitere 

Baubewilligungsverfahren. Auf ihre Anordnung hin habe die Bauherrschaft auch das 

Attikageschoss profilieren lassen. Die Orientierung der Nachbarschaft und der 

Öffentlichkeit sei damit sichergestellt gewesen. Die Profile würden den Anforderungen von 

Art. 16 Abs. 1 BewD entsprechen und nicht zu einem Bauabschlag führen.

c) Nach Art. 16 Abs. 1 BewD müssen die Profile die äusseren Umrisse des 

Bauvorhabens kenntlich machen. Sie haben namentlich in den Gebäudeecken die Höhen 

der Fassaden (Schnittpunkt mit oberkant Dachsparren) und die Neigung der Dachlinien, 

bei Flachdächern die Höhe der Dachbrüstung, anzugeben. Zudem ist die Höhe von 

oberkant Erdgeschoss mit einer Querlatte zu markieren. Konkretere Vorgaben enthält das 

Dekret dazu nicht. Die Aussteckung und Profilierung von Bauten und Anlagen auf dem 

Baugrundstück soll als Ergänzung der Projektpläne das Bauvorhaben veranschaulichen. 

Aus der Profilierung müssen die für das Erscheinungsbild wesentlichen Abmessungen im 

Gelände, nicht aber sämtliche Einzelheiten der geplanten Baute ersichtlich sein. Für 

13

nähere Einzelheiten über das Bauvorhaben ist deshalb eine Einsichtnahme in die Akten 

notwendig.24

d) Wichtig an der Profilierung ist die Informationswirkung. Diese ist hier zweifellos 

erreicht worden. Zwar ist vorliegend die Höhe der Oberkante des Erdgeschossbodens nicht 

an jeder Profilstange mit einer Querlatte markiert worden, wie die Beschwerdegegner 

selber einräumen. Das schadet aber im vorliegenden Fall nicht. Ein Foto in den Akten 

belegt, dass die Oberkante des Erdgeschossbodens an einer der neuen Profilstangen (vgl. 

Profilstage "G"25) mit einer Querlatte gekennzeichnet wurde. Hinzu kommt der Umstand, 

dass die Höhe des Erdgeschossbodens des umstrittenen Neubauprojekts identisch ist mit 

jener des bestehenden Wohnhauses. Damit kann man sich ein genügendes Bild vom 

geplanten Vorhaben machen. Es ist nicht ersichtlich und wird von den 

Beschwerdeführenden zu Recht auch nicht geltend gemacht, dass ihnen ein Nachteil 

entstanden ist. Wie die Einsprache und die Beschwerde zeigen, konnten sie ihre Einwände 

in Kenntnis der Dimensionen des geplanten Neubaus vorbringen. Die 

Beschwerdeführenden können somit aus der Rüge der mangelhaften Profilierung nichts zu 

ihren Gunsten ableiten.

6. Attikageschoss

a) Die Beschwerdegegner planen den Bau eines zweistöckigen Gebäudes mit 

Attikageschoss und Flachdach. Das Attikageschoss wird auf der Süd-, West- und 

Nordseite mindestens 1.50 m von der Fassade zurückversetzt, auf der Ostseite schliesst 

es bündig an die darunterliegende Fassade an.

Die Beschwerdeführenden rügen, durch die Verschiebung des Attikageschosses in 

Richtung Osten bündig an die darunterliegende Fassade würden ihnen wesentliche 

Nachteile erwachsen. Dies verstosse gegen Art. 28 Abs. 3 GBR26. Danach könnten 

Attikageschosse in der Grundfläche nur verschoben werden, sofern für die 

Nachbarliegenschaften keine wesentlichen Nachteile entstehen würden. Vorliegend wirke 

24 Vgl. VGE 2013/371 vom 4.3.2014, E. 3.1; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 34 N. 20
25 Vgl. Beilage 2 zur Stellungnahme der Beschwerdegegner vom 7. Januar 2015 der Beschwerdeakten der 
BVE
26 Gemeindebaureglement der Einwohnergemeinde Worb vom 7. März 1993 (mit Änderungen bis 2013), letzte 
Änderung genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung am 29. August 2013

14

sich das Attikageschoss besonders störend auf das Grundstück H.________weg 4 aus 

(Parzelle Nr. I.________ der Beschwerdeführenden 1 und 2). Es entstehe der Eindruck, 

dass das Gebäude in einer dreigeschossigen Wohnzone liege. Die bereits stark 

eingeschränkte Sicht würde durch das Vorhaben weiter reduziert. Hinzu komme ein 

grösserer Schattenwurf. Im Winter könne dies dazu führen, dass der H.________weg 

vereist bleibe. Auch wirke sich die Verschiebung des Attikageschosses negativ auf das 

Grundstück H.________weg 6 aus (Parzelle Nr. J.________ des Beschwerdeführers 3). 

Die Bergsicht von den Schlafzimmern aus werde durch die Rückversetzung massiv 

eingeschränkt. Auch sei für die Beurteilung der Nachteile nicht nur der heutige Zustand 

massgebend. Einzubeziehen sei auch der Zustand, der im Rahmen des geltenden 

Baureglements möglich sei. Auf der Parzelle Nr. I.________ sei eine 

Wohnungserweiterung geplant. Eine Verschiebung des Attikageschosses an die 

Ostfassade würde zu einer Verschlechterung der Sichtverhältnisse dieses 

Erweiterungsbaus führen. Dadurch wäre nicht nur das Wohngefühl eingeschränkt, sondern 

es wäre von den Fenstern in der Ostfassade des Attikageschosses ein direkter Einblick in 

den Erweiterungsbau möglich. Dies störe die Privatsphäre. Weiter kritisieren die 

Beschwerdeführenden, eine seriöse Abwägung der möglichen wesentlichen Nachteile, die 

die einseitige Verschiebung des Attikageschosses auf die Nachbarliegenschaften mit sich 

bringe, habe die Vorinstanz nicht vorgenommen. Sie beantragen die Einholung eines 

Gutachtens.

b) Laut Art. 28 Abs. 2 GBR ist das Attikageschoss – Treppenhaus-, Lift- und 

Kaminaufbauten ausgenommen – allseitig um wenigstens 1.50 m von der Fassade des 

darunterliegenden Geschosses zurückzunehmen. Ein Attikageschoss kann in der 

Grundfläche einseitig verschoben werden, sofern für die Nachbarliegenschaften keine 

wesentlichen Nachteile entstehen (Art. 28 Abs. 3 GBR). In Bezug auf die Auslegung und 

Anwendung kommunaler Bestimmungen sind die Gemeinden im Bereich ihrer Bau- und 

Zonenordnungen im Rahmen der gesetzlichen Regelung und der übergeordneten Planung 

autonom (Art. 65 Abs. 1 BauG). Es ist somit vorab Sache der Gemeinde zu bestimmen, 

wie sie eine kommunale Vorschrift ausgelegt und angewendet haben will. Wird eine solche 

Bestimmung Streitgegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die 

Rechtsmittelinstanzen nur zu prüfen, ob die von der Gemeinde geltend gemachte 

Auslegung und Anwendung rechtlich haltbar ist.27

27 BVR 2000 S. 105, E. 3a mit Hinweisen auf die entsprechende Rechtsprechung

15

c) Die Vorinstanz bemerkt, die einseitige Verschiebung des Attikageschosses sei 

gemäss Art. 28 Abs. 3 GBR möglich und werde in Worb seit Jahren praktiziert und 

bewilligt. Der minimale Gebäudeabstand betrage in der zweigeschossigen Wohnzone 

12 m. Die rückwärtige Nachbarliegenschaft H.________weg 4 liege in einer Entfernung 

von ca. 22 m und die seitlich erbaute Liegenschaft H.________weg 6 in einer Entfernung 

von ca. 27 m vom geplanten Projekt. Die Wohnhäuser der Beschwerdeführenden würden 

damit nahezu doppelt soweit vom geplanten Projekt entfernt liegen als der minimale 

Gebäudeabstand betrage. Das Gebäude H.________weg 6 sei zudem vorwiegend nach 

Westen orientiert. Die Liegenschaft der Beschwerdeführenden 1 und 2 (H.________weg 4) 

sei zwar betroffen. Das Gebäude liege aber höher als das geplante Vorhaben. Vom 

Wohngeschoss aus bestehe nach wie vor Fernsicht. Aufgrund dieser Umstände würden 

den Nachbarn keine wesentlichen Nachteile erwachsen. Ein Wohnhaus mit einer 

Gebäudehöhe von 7 m und einem Satteldach bei einer Dachneigung von 25 Grad hätte 

eine rund 1.90 m höhere Firsthöhe als das geplante Attikageschoss. Auch wäre der 

Schattenwurf eines Satteldachs auf die Strasse grösser. Nach Auffassung der Vorinstanz 

ist die Verschiebung des Attikageschosses deshalb zulässig.

d) Diese Argumentation der Gemeinde überzeugt und ist nachvollziehbar. Sie stellt 

auch eine ausreichende Begründung dar. Im vorliegenden Fall nutzt das bestehende 

Wohnhaus das heutige baupolizeilich zulässige Gebäudevolumen nicht aus. Beim 

umstrittenen Bauvorhaben handelt es sich um ein neues Bauvolumen, das zwar grösser ist 

als das bestehende Wohnhaus. Demzufolge werden die Beschwerdeführenden als 

unmittelbare Nachbarn in jedem Fall mit einer gewissen Beeinträchtigung ihrer Aussicht 

und zusätzlichem Schattenwurf zu rechnen haben. Unbestritten ist aber auch, dass in der 

W2 auf Flachdachbauten grundsätzlich ein Attikageschoss erstellt werden darf (Art. 28 

Abs. 1 GBR). Einwirkungen, die durch zonenkonforme und den baupolizeilichen 

Vorschriften entsprechende Vorschriften – wie hier – verursacht werden, müssen aber 

grundsätzlich geduldet werden (Art. 89 Abs. 2 BauV28). Für die vorliegende Beurteilung 

massgeblich sind damit nicht die Nachteile für die Nachbarn, die sich im Unterschied zum 

bestehenden Wohnhaus, sondern nur jene, die sich zusätzlich durch die Verschiebung des 

Attikageschosses an die Ostfassade ergeben.

28 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 

16

e) Aufgrund der Lage des Neubauprojekts ist vor allem bei der östlich liegenden 

Parzelle Nr. I.________ der Beschwerdeführenden 1 und 2 mit einer Beeinträchtigung der 

Sicht zu rechnen. Alleine die Verschiebung des Attikageschosses an die Ostfassade oder 

der Verzicht auf den Rücksprung von 1.50 m ändert an den Sichtverhältnissen jedoch 

kaum etwas. Denn die Aussicht hängt in erster Linie von der Gebäudehöhe des 

Neubauprojekts ab. Diese wird durch die Verschiebung des Attikageschosses aber nicht 

verändert. Die Verschiebung hat somit aufgrund der unveränderten Gebäudehöhe und der 

Distanz zum Wohnhaus der Beschwerdeführenden 1 und 2 nur geringe Auswirkungen auf 

die Aussicht. Dies gilt auch für das Wohnhaus am H.________weg 6 auf Parzelle 

Nr. J.________. Es liegt auf der Nordseite der Bauparzelle und ist nach Westen 

ausgerichtet. Zwischen dem Wohnhaus und der Bauparzelle liegt eine Distanz von rund 

27 m.29 Damit wirkt sich die Verschiebung des Attikageschosses nur geringfügig auf das 

Wohnhaus auf Parzelle Nr. J.________ aus. Nicht zu überzeugen vermag ferner der 

Einwand der Beschwerdeführenden, durch die Verschiebung werde ihr Wohngefühl 

eingeschränkt, weil von den Fenstern in der Ostfassade des Attikageschosses ein direkter 

Einblick in den zukünftig geplanten Erweiterungsbau auf Parzelle Nr. I.________ möglich 

sei. Dies wäre bei einem Rücksprung des Attikageschosses nicht anders. Im Fall eines 

Rücksprungs würde ostseitig eine 1.50 m breite begehbare Fläche entstehen, die 

gegenüber der Parzelle Nr. I.________ als Terrasse genutzt werden könnte. Von dieser 

Terrasse aus könnte ein möglicher Erweiterungsbau auf der Parzelle Nr. I.________ 

ebenso gut eingesehen werden. Je nachdem könnte eine Terrasse auf der Ostseite 

lärmmässig sogar zu mehr Immissionen auf der Parzelle Nr. I.________ führen und sich für 

die Beschwerdeführenden 1 und 2 ungünstiger auswirken als die fassadenbündige 

Verschiebung des Attikageschosses. Die Verschiebung der Attika führt auch zu keiner 

wesentlich erhöhten Beschattung auf der Parzelle Nr. I.________. Hauptursache des 

Schattenwurfs auf die Nachbarparzelle Nr. I.________ ist hier nicht die Verschiebung, 

sondern der Attikaaufbau. Hinzu kommt, dass sich die Parzelle Nr. I.________ oberhalb 

der Bauparzelle in einer Hanglage befindet. Damit stossen die Beschwerdeführenden auch 

mit dem Einwand, durch den grösseren Schattenwurf bleibe der H.________ im Winter 

vereist, ins Leere.

f) Nach dem Gesagten entstehen durch die Verschiebung des Attikageschosses keine 

wesentlichen Nachteile für die Nachbarn. Die Voraussetzung nach Art. 28 Abs. 3 GBR für 

29 Vgl. pag. 15 der Vorakten der Gemeinde Worb

17

eine einseitige Verschiebung der Attika ist somit erfüllt. Aus den Erwägungen folgt, dass es 

überflüssig ist, zu diesem Rügepunkt ein Gutachten einzuholen. Davon sind keine 

wesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten. Der relevante Sachverhalt ergibt sich 

hinreichend aus den Akten. Der Beweisantrag wird abgewiesen.

7. Gestaltung und Einordnung

a) Die Beschwerdeführenden bemängeln weiter, das Neubauprojekt ordne sich nicht in 

das bestehende Quartierbild rund um den H.________weg ein, das durch Häuser mit 

Sattel-, Pult- und Walmdächern und grosszügigen Grünflächen geprägt sei. Sie bestreiten, 

dass sich das Vorhaben hinsichtlich der Farb- und Materialwahl harmonisch ins 

Quartierbild einfüge. Zudem bestreiten sie, dass das Vorhaben den heutigen ästhetischen 

Grundsätzen und Bedürfnissen entspreche. Sinngemäss machen sie damit eine Verletzung 

der kommunalen Gestaltungsvorschriften geltend. Ferner bringen sie vor, in den letzten 

Jahren hätten in demselben Quartier diverse Komplettsanierungen ohne Abbruch und 

Neubau von Gebäuden stattgefunden. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb nicht eine 

Sanierung der bestehenden Liegenschaft erfolgt sei. Sie beantragen, es sei ein Gutachten 

der Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) einzuholen und ein 

Augenschein durchzuführen.

b) Nach Art. 9 Abs. 1 BauG dürfen Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und 

Bemalungen Landschaften, Orts- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen. Die Gemeinden 

sind befugt, nähere, das heisst strengere Vorschriften, zu erlassen. Die 

Einwohnergemeinde Worb hat von dieser Kompetenz Gebrauch gemacht und mit Art. 12 

GBR auch für das Baugebiet, das nicht in einem Ortsbildschutzgebiet liegt, strengere 

Anforderungen an die Einordnung ins Ortsbild eingeführt, als dies der Kanton mit dem 

allgemeinen Beeinträchtigungsverbot von Art. 9 Abs. 1 BauG festgelegt hat. Art. 12 GBR 

lautet, soweit hier von Bedeutung, wie folgt:

"Art. 12
1 Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass zusammen mit der bestehenden Umgebung 

eine gute Gesamtwirkung entsteht. Die Beurteilung dieser Gesamtwirkung richtet sich nach 

der bestehenden, bei Vorliegen einer genügend detaillierten Planung nach der zukünftigen 

Umgebung. Bauten, welche diese Anforderungen nicht erfüllen, sind unzulässig, auch wenn 

sie den übrigen Bauvorschriften entsprechen.

18

2 Bei der Beurteilung, ob eine gute Gesamtwirkung entsteht, ist besonders auf die folgenden 

Elemente einzugehen:

- Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen eines Gebäudes;

- Gestaltung von Fassaden und Dach (Form, Farbe, Material)

- Eingänge, Ein- und Ausfahrten;

- Aussenräume, insbesondere das Vorland, die Begrenzung gegen den öffentlichen Raum 

und die Bepflanzung, soweit sie für den Charakter des Aussenraumes bestimmend ist.

- Abstellplätze für Motorfahrzeuge;

- Terrainveränderungen. (…)"

Der Begriff „gute Gesamtwirkung“ stellt einen unbestimmten kommunalen Gesetzesbegriff 

dar, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen 

Beurteilungsspielraum haben. Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten 

Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt werden. Die gute 

Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders hohen architektonischen 

Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen Gegebenheiten, dass 

das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue Baute oder 

Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu orientieren 

hat.30 Gestützt auf Vorschriften des allgemeinen Ortsbild- und Landschaftsschutzes dürfen 

in der Regel Art oder Mass der nach der Zonenordnung zulässigen Nutzung nicht 

eingeschränkt werden31.

c) Es ist zu prüfen, ob das geplante Bauvorhaben in Bezug auf seine äussere 

Gestaltung zusammen mit dem näheren und weiteren Umfeld eine gute Gesamtwirkung 

ergibt. Wie die Luftbilder, Orthofotos und Fotografien in den Akten zeigen, weisen die Ein- 

und Mehrfamilienhäuser entlang des H.________- und K.________wegs sehr 

unterschiedliche Dachformen, Dimensionen und Grundrisse auf.32 Namentlich bestehen 

Gebäude mit Satteldächer (H.________weg 1, 3 und 4), Krüppelwalmdach 

(H.________weg 6), Pultdächer (K.________weg 4 und 6), Flachdach (K.________weg 9) 

und teilweise Flach- und Satteldach (K.________weg 10). Wie aus der Fotodokumentation 

der Vorinstanz zudem hervorgeht, bestehen auch hinsichtlich der Farb- und Materialwahl 

30 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1
31 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 15 mit Hinweisen
32 Vgl. pag. 17 und 18 der Vorakten der Gemeinde Worb sowie Beilagen 11 bis 15 der Stellungahme der 
Gemeinde Worb vom 9. Januar 2015 in den Beschwerdeakten der BVE RA Nr. 110/2014/142

19

sehr grosse Unterschiede.33 Die Fassadenfarben variieren zwischen hellblau 

(K.________weg 8), hellgelb (K.________weg 10), weiss (H.________weg 1), rot 

(K.________weg 3), braun (K.________weg 4) und grau (K.________weg 11). Bezüglich 

Materialwahl reicht die Palette von Sichtbeton (K.________weg 11) über 

Holzverkleidungen (H.________weg 1 und K.________weg 4) bis zum herkömmlichen 

Verputz (z.B. K.________weg 6). Hauptmerkmal ist, dass die Gebäude entweder parallel 

oder senkrecht zum Hang stehen und mehrheitlich auf der Westseite grössere Grünräume 

vorherrschen. Schliesslich liegt das Vorhaben in keiner besonders sensiblen Umgebung. 

Es befindet sich weder in einer Strukturerhaltungszone nach Art. 42 ff. GBR noch in einem 

Ortsbildschutzgebiet nach Art. 57 GBR.34 Das nächste Baudenkmal liegt zudem in einer 

Entfernung 75 m von der Bauparzelle.35

d) Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, es handle sich um ein 

Projekt, das nach den heutigen ästhetischen Grundsätzen und Bedürfnissen entworfen 

worden sei. Ähnliche Projekte würden sich überall in der Gemeinde finden. Bei der Wahl 

der Farbe und des Materials sei die Bauherrschaft weitgehend frei, ausser wenn sich das 

Gebäude im Bauinventar oder innerhalb eines Ortsbildschutzgebiets befinde. Das 

Bauvorhaben liege in keinem Ortsbildschutzgebiet und angrenzend stünden auch keine im 

Bauinventar eingetragenen Gebäude. Eine Überprüfung durch eine unabhängige 

Fachinstanz sei nicht nötig. In Bezug auf die nähere und weitere Umgebung hält sie fest, 

am H.________weg hätten die Wohnhäuser zwar Satteldächer. Dies sei auf das alte 

Baureglement zurückzuführen, das die Stellung der Bauten in der Regel parallel oder 

senkrecht zur Strasse verlangte. Weiter habe das alte Reglement geneigte Dächer mit 

naturfarbenen oder dunkel engobierten Ziegeln oder ähnlich wirkendem Material verlangt. 

Diese Vorschriften würden heute nicht mehr gelten. Es sei den Bauherrschaften freigestellt, 

ob sie ein geneigtes oder ein flaches Dach erstellen wollen. Wohnhäuser mit Flach- oder 

Pultdächern würden am K.________weg in einer Entfernung von 45 m bis 70 m und der 

L.________strasse in einer Distanz von ca. 105 m zur Bauparzelle stehen. In der 

Stellungnahme vom 9. Januar 2015 ergänzt sie, es sei der Bauherrschaft freigestellt, ob sie 

einen Abbruch und Neubau oder eine Komplettsanierung vorsehe. Das Grundstück werde 

optimal ausgenützt, was ein zentraler Punkt (innere Verdichtung) der laufenden 

33 Vgl. Beilagen 11 bis 15 zur Stellungahme der Gemeinde Worb vom 9. Januar 2015 in den Beschwerdeakten 
der BVE RA Nr. 110/2014/142
34 Vgl. Plan der Schutzgebiete und -objekte vom 7. März 1993 genehmigt durch die kantonale Baudirektion am 
16. August 1993
35 Vgl. pag. 16 der Vorakten der Gemeinde Worb

20

Ortsplanungsrevision sei. Sie vertritt die Ansicht, das Projekt sei genügend angepasst und 

integriere sich in das bestehende Quartier.

e) Vorliegend erweist sich die Würdigung des Vorhabens durch die Gemeinde als 

plausibel und nachvollziehbar. Mitte der 60-er Jahre wurde auf der Bauparzelle ein 

Einfamilienhaus mit Satteldach gebaut. Nun ist geplant, das bestehende Einfamilienhaus 

abzubrechen und an dessen Stelle ein modernes Einfamilienhaus mit Flachdach und 

Attikageschoss zu errichten. Gemäss Baugesuch soll an den Fassaden ein Verputz in 

hellgrauer Farbe angebracht werden.36

Die Gebäude im fraglichen Wohnquartier weisen nicht nur unterschiedliche Grundrisse auf, 

sie unterscheiden sich auch hinsichtlich Volumetrie, Form, Farbe und Dachgestaltung 

stark.37 Eine einheitliche Gebäudetypologie besteht offensichtlich nicht. Das Siedlungsbild 

in der näheren und weiteren Umgebung der Bauparzelle kann somit, bedingt durch das 

Nebeneinander der sehr unterschiedlichen Gebäudetypen, als ein besonders heterogenes 

charakterisiert werden. Zudem liegt das Vorhaben unbestritten weder in einer 

überdurchschnittlichen noch besonders sensiblen Umgebung. Es kann unter diesen 

Umständen nicht gesagt werden, dass das Bauvorhaben mit Flachdach eine Störung des 

Mittelmasses der Umgebung zur Folge hat. Zwar ist das neue Bauvolumen grösser ist 

dasjenige des bestehenden Wohnhauses. Mit dem Flachdach wirkt es aber weniger 

voluminös als ein gleich hohes Gebäude mit einem Satteldach wirken würde. Mit seiner 

Stellung parallel zur Strasse übernimmt das Vorhaben zudem ein Element der heutigen 

Bebauung und fügt sich so gut in das bestehende Quartierbild ein. Mit der hellgrauen 

Fassadenfarbe wirkt es zudem diskret. Es ist auch sorgfältig in den Hang integriert. 

Dadurch wird es bergseitig als zweigeschossiges Gebäude wahrgenommen, wie dies auf 

dem Ost-Fassadenplan gut ersichtlich ist. Gemäss dem Umgebungsgestaltungsplan ist im 

westlichen Teil der Bauparzelle zudem eine zusammenhängende Rasenfläche 

vorgesehen. An den Parzellengrenzen (nord-, süd- und westseitig) ist ausserdem geplant, 

Bäume und Sträucher zu pflanzen. Schliesslich reicht auf der Ostseite ein Grünstreifen bis 

in den Strassenraum. Damit kann in Bezug auf die Umgebung eine gute Gesamtwirkung 

erreicht werden. Der kommunalen Gestaltungsvorschrift von Art. 12 GBR wird somit 

Rechnung getragen. Für die Beschwerdeführenden 1 und 2, die direkt oberhalb der 

Bauparzelle wohnen, mag sich der Neubau, der höher ist als das bestehende Wohnhaus, 

36 Vgl. pag. 66 A der Vorakten der Gemeinde Worb
37 Vgl. pag. 17 und 18 der Vorakten der Gemeinde Worb; Beilagen 11 bis 15 zur Stellungahme der Gemeinde 
Worb vom 9. Januar 2015 in den Beschwerdeakten der BVE RA Nr. 110/2014/142

21

zwar störend auswirken. Die Aussicht, die man von einem privaten Gebäude oder Garten 

aus geniesst, ist jedoch kein Gut, das durch Ästhetikvorschriften geschützt wird. 

Schutzobjekt des Ortsbild- und Landschaftsschutzes ist der Aussenraum, soweit er von 

einem allgemein begangenen Standort aus als Einheit wirkt und als solcher erfassbar ist. 

Unter dem Aspekt des Quartier- und Ortsbildschutzes ist das projektierte Vorhaben, wie die 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht feststellte, nicht zu beanstanden. Die 

Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.

f) Die BVE stellt den Sachverhalt im Rahmen des Verfahrensgegenstands von Amtes 

wegen fest. Dabei bestimmt sie Art und Umfang der Ermittlungen der rechtserheblichen 

Sachumstände, ohne dass sie an die Beweisanträge der Parteien gebunden ist (Art. 18 

Abs. 1 und 2 VRPG). Ihr steht bei der Erhebung und Abnahme von Beweisen ein weiter 

Ermessensspielraum zu.38 Vorliegend vermitteln die vorhandenen Pläne, zahlreichen 

Fotos, Luftbilder, Orthofotos und Beschreibungen ein anschauliches Bild der Situation. Der 

Sachverhalt ergibt sich mit genügender Klarheit aus den Akten. Dazu kommt, dass sich 

das Vorhaben in einem optisch unsensiblen Umfeld befindet. Unter diesen Umständen ist 

weder ein Augenschein noch der Beizug der OLK nötig. Die entsprechenden 

Beweisanträge sind abzuweisen.

8. Ausnützungsziffer

a) Das Baugrundstück befindet sich in der Wohnzone W2. Gemäss Art. 61 Abs. 1 GBR 

beträgt die Ausnützungsziffer in der Wohnzone W2 0.45. Die Berechnungen in den Akten 

haben für das Projekt eine Ausnützungsziffer von 0.49 ergeben. Die zulässige 

Ausnützungsziffer ist damit um 0.04 überschritten. Die Beschwerdegegner beanspruchen 

für ihr Vorhaben einen Nutzungsbonus. Die Vorinstanz hat diesen gestützt auf Art. 32 

Abs. 4 GBR gewährt. Die Beschwerdeführenden rügen, das geplante Bauvorhaben erfülle 

die Voraussetzungen für einen Nutzungsbonus nach Art. 32 Abs. 4 GBR nicht.

b) Die BVE hat im Rahmen des Beschwerdeverfahrens darauf hingewiesen, dass es 

fraglich sei, ob Art. 32 Abs. 4 GBR mit den kantonalen Vorschriften über den 

Nutzungsbonus (Art. 14 Abs. 1 KEnG39 und Art. 8 KEnV40) vereinbar sei. Die 

38 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 8 mit Hinweisen
39 Kantonales Energiegesetz vom 15. Mai 2011 (KEnG; BSG 741.1)

22

Beschwerdegegner haben im Lauf des Beschwerdeverfahrens die Wärmedämmung 

verbessert. Sie weisen nach (vgl. Systemnachweis vom 23./24. April 2015), dass das 

Vorhaben den gesetzlichen Grenzwert Qh,li für den Heizwärmebedarf pro Jahr um 30 

Prozent unterschreitet. Im Fachbericht vom 13. Mai 2015 kam das AUE zum Schluss, dass 

das Projekt den für den winterlichen Wärmeschutz geltenden Grenzwert um 30 Prozent 

unterschreitet (Art. 8 Bst. a KEnV) und es auch die wesentlich erhöhte Anforderung an den 

Höchstanteil (Art. 8 Bst. b KEnV) erfüllt.

c) Es bestehen hier keine Anhaltspunkte, die Feststellungen der Fachbehörde in Zweifel 

zu ziehen. Auch die Beschwerdeführenden bestreiten in ihrer Stellungnahme vom 6. Juli 

2015 die Richtigkeit des Fachberichts des AUE und den Systemnachweis nicht. Sie 

bemerken zwar, die Vorinstanz habe es unterlassen, beim ursprünglichen Projekt zu 

prüfen, ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Nutzungsbonus erfüllt waren. Die 

Frage, ob für das ursprüngliche Vorhaben ein Nutzungsbonus hätte gewährt werden 

können, braucht hier jedoch nicht mehr beantwortet zu werden. Verfahrensgegenstand ist 

nur noch das Projekt mit der verbesserten Wärmedämmung. Der energietechnische 

Massnahmennachweis vom 10. Juli 2013 wird deshalb wie folgt angepasst und ergänzt:

- Das Formular EN-1a vom 10. Juli 2013 wird ersetzt durch das Formular EN-1c 

vom 23. April 2013

- Das Formular EN-2b vom 10. Juli 2013 wird ersetzt durch das Formular EN-2b 

vom 11. März 2015 (inkl. Beilagen), wobei der Systemnachweis SIA 380/1:2009 

vom 11./12. März 2015 durch den Systemnachweis vom 23./24. April 2015 (inkl. 

der U-Wert-Berechnung der Bauteile FD1, T1, Aw1, Aw2, Iw1 B1 und B2 vom 

22. April 2015) ersetzt wird.

Der Klarheit halber wird dies im Dispositiv dieses Entscheids festgehalten.

d) Es steht somit fest, dass das Vorhaben die wesentlich erhöhten Anforderungen nach 

Art. 8 Bst. a und b KEnV erfüllt und dafür ein Nutzungsbonus gewährt werden kann. Die 

zulässige Ausnützungsziffer ist damit eingehalten. Auch in diesem Punkt ist die 

Beschwerde unbegründet.

9. Grünflächenziffer

40 Kantonale Energieverordnung vom 26. Oktober 2011 (KEnV; BSG 741.111)

23

a) Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, gemäss ihrer Prüfung sei die 

Grünflächenziffer eingehalten. Es sei zu beachten, dass wasserdurchlässige Abstellplätze 

und begrünte Dächer zu 50 Prozent angerechnet werden könnten. Nach dem 

Baugesuchsformular 1.0 werde das Dach des Attikageschosses extensiv begrünt und die 

Parkplatzflächen sowie die Grundstückzufahrt würden mit sickerfähigen Belägen 

ausgeführt.

b) Die Beschwerdeführenden kritisieren, im Baugesuch sei von einer Grünflächenziffer 

von 0.42 ausgegangen worden. Gemäss Art. 61 Abs. 1 GBR betrage die Grünflächenziffer 

jedoch 60 Prozent. Zu dieser Diskrepanz würden sich weder die Beschwerdegegner noch 

die Vorinstanz äussern. Die Vorinstanz habe sich auf die Feststellung beschränkt, dass die 

Grünflächenziffer eingehalten sei. Eine Begründung habe sie nicht geliefert. Dies stelle 

eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Auch rügen die Beschwerdeführenden 

pauschal die Verletzung der Grünflächenziffer.

c) Art. 61 Abs. 1 GBR schreibt für die Wohnzone W2 eine Grünflächenziffer von 60 

Prozent vor. Sie berechnet sich nach der Vorschrift von Art. 29 Abs. 2 GBR, die wie folgt 

lautet:
"2 Die Grünflächenziffer gibt an, welcher Teil der nicht mit Hochbauten überbauten Landfläche 

zu begrünen oder begrünt zu erhalten ist. 50 % der erforderlichen Grünfläche ist als 

zusammenhängende Fläche anzulegen. Die Grünflächen sind mehrheitlich mit einheimischen 

Pflanzen zu gestalten. Für die Berechnung der Grünfläche werden wasserduchlässige 

Abstellplätze für Motorfahrzeuge und begründet Dachflächen angerechnet."

d) Die Grünflächenziffer nach GBR bestimmt, welcher Anteil der nicht überbauten 

Fläche zu begrünen ist. Die nicht überbaute Fläche beträgt hier 257 m2. Demzufolge ist 

eine Fläche von mindestens 154 m2 (60 Prozent von 257 m2) zu begrünen. Nach den Akten 

wird eine Fläche von ca. 242 m2 begrünt.41 Die Anforderung von Art. 29 Abs. 2 Satz 1 

i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GBR ist somit erfüllt. Aus den Akten ergibt sich zudem, dass eine 

Fläche von 174 m2 zusammenhängend angelegt ist.42 Damit ist auch Satz 2 von Art. 29 

Abs. 2 GBR eingehalten.

41 Vgl. Umgebungsgestaltungsplan im Massstab 1:100
42 Vgl. pag. 37 und 38 der Vorakten der Gemeinde Worb

24

e) Die Beschwerdegegner haben im Baugesuch eine Grünflächenziffer von 0.42 

ausgewiesen. Offenbar gingen sie von falschen Voraussetzungen aus. Die 

Beschwerdeführenden haben in der Einsprache gerügt, mit 42 Prozent sei das GBR, das 

60 Prozent verlange, offensichtlich nicht eingehalten. Die Vorinstanz hat im angefochtenen 

Entscheid nicht begründet, weshalb trotz falscher Angabe im Baugesuch die 

Grünflächenziffer eingehalten ist. Damit hat sie das rechtliche Gehör der 

Beschwerdeführenden verletzt. Die BVE hat nachträglich aufgezeigt, weshalb hier die 

Grünflächenziffer nach GBR eingehalten ist. Damit hat sie die Gehörsverletzung im 

Beschwerdeverfahren geheilt. Dies wird im Kostenpunkt zu berücksichtigen sein.

10. Gebäudehöhe

a) Die Beschwerdeführenden bemängeln, es könne nicht beurteilt werden, ob die 

Gebäudehöhe eingehalten sei. Sie bringen vor, der Verlauf des gewachsenen Terrains sei 

nicht hinreichend dargetan. In den Plänen sei lediglich das gewachsene Terrain aus dem 

Jahr 1965 eingezeichnet. Ob dieses mit dem ursprünglichen Terrain übereinstimme, sei 

nicht ausreichend dargelegt. Zudem könne der Hangzuschlag nach Art. 24 Abs. 2 GBR 

nicht gewährt werden. Es gehe weder aus den Plänen noch aus den Vorakten hervor, wie 

viel Prozent die Geländeneigung betrage. Sie bestreiten deshalb die Einhaltung der 

Gebäudehöhe.

b) Die Vorinstanz hält dazu fest, sie habe der Projektverfasserin, der Firma M.________ 

AG, Kopien der Bauakte "Neubau Einfamilienhaus, N.________ aus dem Jahr 1965 

(Gesuch Nr. 6/1965)" im Massstab 1:100 zugestellt. Darauf sei der Verlauf des 

ursprünglich gewachsenen Terrains eingetragen. Genauere Angaben zum Verlauf des 

gewachsenen Terrains in diesem Gebiet seien nicht vorhanden. Auch gebe das 

umliegende Terrain Anhaltspunkte, wie das gewachsene Terrain verlaufe bzw. verlaufen 

sei. Die Projektverfasserin habe den Verlauf des gewachsenen Terrains in die Planung des 

Bauvorhabens übernommen. Es stimme mit den Plänen des Projekts aus dem Jahre 1965 

überein. Der Hangzuschlag nach Art. 24 Abs. 2 GBR sei damit genügend begründet und 

erlaubt. Die Gebäudehöhen seien damit eingehalten.

25

c) Die Gebäudehöhe wird in der Fassadenmitte gemessen, und zwar vom 

gewachsenen Boden bis zur Schnittlinie der Fassadenflucht mit der Oberkante des 

Dachsparrens, bei Flachdächern bis oberkant offene oder geschlossene Brüstung. 

Attikaaufbauten, Giebelfelder und Abgrabungen für Hauseingänge und einzelne 

Garageneinfahrten werden nicht angerechnet (Art. 24 Abs. 1 GBR). Nach Art. 24 Abs. 2 

GBR darf die zulässige Gebäudehöhe auf keiner Gebäudeseite überschritten werden. Bei 

Bauten am Hang ist talseits – vorliegend in der Westfassade – eine Mehrhöhe von 1 m 

gestattet. Als Hang gilt eine Neigung des gewachsenen Bodens, die in der Falllinie 

innerhalb des Gebäudegrundrisses gemessen wenigstens 10 Prozent beträgt.

Gemäss Art. 97 Abs. 1 BauV gilt, wo die Bauhöhe ab gewachsenem Boden zu messen ist, 

als solcher das Terrain, wie es vor Baubeginn besteht. Ist die Oberfläche des 

Baugrundstücks sichtbar durch künstliche Terrainauffüllungen gehoben, so ist die Bauhöhe 

zu messen vom ursprünglichen Terrain, wenn die Baubewilligung für die Auffüllung einen 

entsprechenden Vorbehalt enthält, im Übrigen vom Niveau aus, das dem umgebenden 

natürlichen Geländeverlauf entspricht (Abs. 2 Bst. a und c BauV). Wird das Terrain 

abgegraben, so wird vom fertigen Terrain aus gemessen, wenn es tiefer liegt als das 

ursprüngliche Terrain (Abs. 3).

Die Art. 93 bis 98 BauV wurden zwar im Zusammenhang mit der Inkraftsetzung der 

BMBV43 am 25. Mai 2011 aufgehoben. Die Gemeinden haben jedoch bis zum 

31. Dezember 2020 Zeit, ihre baurechtliche Grundordnung den Bestimmungen der BMBV 

anzupassen; bis zur Anpassung der baurechtlichen Grundordnung finden die bisherigen 

Art. 93 bis 98 Abs. 1 BauV Anwendung (Art. 34 Abs. 1 und 2 BMBV). Da die Gemeinde 

Worb ihre baurechtliche Grundordnung noch nicht den Bestimmungen der BMBV 

angepasst hat, ist somit vorliegend zur Messung der Gebäudehöhe nach wie vor auf 

Art. 97 BauV abzustellen.

d) Die Beschwerdeführenden rügen nicht konkret, in welchen Fassaden 

(Gebäudeseiten) die zulässige Gebäudehöhe nicht eingehalten ist. Aus ihrer Rüge ist 

allerdings zu schliessen, dass sich ihre Kritik vor allem gegen die Gebäudehöhe in der 

Westfassade richtet. Dazu ist Folgendes festzuhalten: Gemäss den Fassadenplänen und 

dem Querschnittplan A wird im Bereich der westseitigen Fassade das Terrain, verglichen 

43 Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3)

26

mit dem heute bestehenden und ursprünglichen Terrain von 1965, abgegraben. Da das 

fertige Terrain sowohl unter dem heutigen wie auch unter dem ursprünglichen Terrain liegt, 

kommt die Messregel von Art. 97 Abs. 3 BauV zur Anwendung. Massgeblich für die 

Bestimmung des unteren Messpunkts ist demnach das Niveau des fertigen Terrains in der 

Fassadenmitte. Soweit die Beschwerdeführenden den Verlauf des gewachsenen Terrains 

von 1965 im Zusammenhang mit der Verletzung der Gebäudehöhe in der Westfassade 

rügen, ist ihre Beschwerde somit von vornherein unbegründet. Es spielt nach dem 

Gesagten bei der Messung der Gebäudehöhe keine Rolle.

Westseitig gewährte die Vorinstanz gestützt auf Art. 24 Abs. 2 GBR einen Hangzuschlag 

von einem 1 m. Für die Bestimmung der Hangneigung stützte sie sich auf den Verlauf des 

umgebenden natürlichen Geländes. Dieses wurde anhand der alten Baubewilligungsakten 

aus dem Jahr 1965, in denen der ursprüngliche Terrainverlauf ersichtlich ist, 

rekonstruiert.44 Dieses Vorgehen ist zweckmässig und nicht zu beanstanden: Es ist 

sachgerecht und stellt ausserdem für die Bestimmung der Hangneigung den ungünstigsten 

Fall für die Bauherrschaft dar. Würde das heutige Terrain zur Beurteilung herangezogen, 

wäre die Hangneigung innerhalb des Gebäudegrundrisses grösser, wie dem Projektplan 

"Querschnitt A" entnommen werden kann. Die Beschwerdeführenden vermögen nichts 

Konkretes zu benennen, was Zweifel an der Zweckmässigkeit und Richtigkeit dieses 

Vorgehens erwecken würde.

Der Verlauf des ursprünglichen Terrains von 1965 wurde vorliegend korrekt in die 

Projektpläne (Querschnitt A und Fassadenplänen) übertragen. Dieser Terrainverlauf ist 

plausibel und nachvollziehbar, liegt doch das bestehende Wohnhaus genau auf einer 

Höhenlinie, wie auf der elektronischen Karte der Geoinformationsplattform der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft ersichtlich ist.45 Aus den angrenzenden Höhenlinien 

kann zudem geschlossen werden, dass der Hang in Richtung Westen gleichmässig fällt 

und in Richtung Osten gleichmässig ansteigt. Entsprechend wurde der Verlauf des 

gewachsenen Terrains von 1965 in den Projektplänen sachlich überzeugend dargestellt. 

Für die Bestimmung des Hangzuschlags kann auf den Verlauf des ursprünglichen Terrains 

von 1965 abgestellt werden.

44 Vgl. pag. 111 bis 113 der Vorakten der Gemeinde Worb
45 Abrufbar unter https://map.geo.admin.ch

27

Nach dem Projektplan "Querschnitt A" mit rev. Datum vom 5. Januar 2015 im Massstab 

1:100 fällt das ursprüngliche Terrain innerhalb des Grundrisses des geplanten Neubaus 

von der Ostseite in Richtung Westen um ca. 2.00 m. Der umstrittene Neubau ist, 

gemessen aus dem Projektplan "Querschnitt A" rev. Datum vom 5. Januar 2015 im 

Massstab 1:100, ca. 9.30 m breit. Die Neigung des ursprünglichen Terrains innerhalb des 

Gebäudegrundrisses beträgt somit in der Falllinie gemessen ca. 21 Prozent ([2.00 m / 

9.30 m] x 100). Für die talseitige Fassade des Bauvorhabens, d.h. die Westseite, kann 

somit eine Mehrhöhe von 1.00 m gemäss Art. 24 Abs. 2 GBR beansprucht werden, wie 

dies die Vorinstanz zu Recht entschieden hat. Zusammen mit dem Hangzuschlag von 

1.00 m beträgt die zulässige Gebäudehöhe in der Westfassade 8.00 m (Art. 24 Abs. 2 

i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GBR).

Dem Projektplan "Querschnitt A" mit rev. Datum vom 5. Januar 2015 im Massstab 1:100 ist 

zu entnehmen, dass die Gebäudehöhe in der Westfassade, gemessen vom tieferliegenden 

fertigen Terrain bis zur Oberkante der Brüstung des Flachdachs, 7.15 m beträgt. Die 

zulässige Gebäudehöhe ist damit deutlich eingehalten.

e) In den übrigen Fassaden (ost-, nord- und südseitig) ist eine Gebäudehöhe von 

7.00 m erlaubt. Aus den alten Baubewilligungsakten aus dem Jahr 1965 ergibt sich, dass 

für den Bau des heute bestehenden Wohnhaues H.________weg 5 das Terrain auf diesen 

Fassadenseiten aufgeschüttet wurde. Nach Art. 97 Abs. 2 Bst. c BauV ist für die 

Gebäudehöhe hier das Niveau massgebend, wie es für das Baugrundstück aus dem 

Verlauf des umgebenden natürlichen Geländes abzulesen ist. Wie erwähnt, wurde der 

Verlauf des umgebenden natürlichen Geländes anhand der alten Baubewilligungsakten 

aus dem Jahr 1965 rekonstruiert (vgl. Erwägung 9e). Es liegt in der Nordfassade ca. 

2.00 m und in der Südfassade ca. 1.70 m unter dem heute bestehenden Terrain.

Gemäss den Fassadenplänen betragen die Gebäudehöhen in der Südfassade, gemessen 

bis zur Oberkante der geschlossenen Brüstung des Flachdachs (ohne Attikageschoss), 

5.72 m und in der Nordfassade 5.80 m. In der Ostfassade beträgt die Höhe gemäss 

Querschnittplan A, gemessen bis zur Oberkante des Flachdachs des Attikageschosses, 

6.69 m. Die zulässige Gebäudehöhe von 7.00 m ist in diesen Fassaden ebenfalls deutlich 

eingehalten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt offensichtlich unbegründet.

28

11. Strassenabstand

a) Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, das Vordach auf der Ostseite 

sei verkleinert worden und werde wie der Autounterstand in einer leichten, demontierbaren 

Konstruktion erstellt. Damit würden sie die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 BauG 

erfüllen. Es sei ihre Praxis, dass Kleinbauten wie Autounterstände und leicht entfernbare 

Anlagen im Strassenabstand von Gemeinde- und Kantonsstrassen auf Zusehen hin 

bewilligt würden. Diese Bewilligung könne jederzeit entschädigungslos widerrufen werden. 

Betreffend Besucherparkplatz hielt sie zudem fest, es handle sich um eine flächige Baute, 

die ebenfalls die Voraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 BauG erfülle und bewilligt werden 

könne. Die Verkehrssicherheit werde dadurch nicht gefährdet. In ihrer Stellungnahme vom 

2. Juli 2015 erklärte sie betreffend dem geänderten Parkplatz entlang des Buchenwegs, für 

das Wohnhaus seien zwischen 1 bis 4 Abstellplätze erforderlich. Der parallel zum 

H.________weg angeordnete Parkplatz sei freiwillig und nicht zwingend erforderlich. Aus 

diesem Grund sei eine Bewilligung auf Zusehen hin im Sinn von Art. 28 BauG möglich und 

ein Publikation nach Art. 26 BauG nicht nötig.

b) Die Beschwerdeführenden kritisieren, der Strassenrand von 3.60 m zwischen der 

Vordachkonstruktion an der Ostfassade und dem H.________weg werde verletzt. Diese 

könne nicht unter dem Titel von Art. 28 Abs. 1 BauG bewilligt werden, da es sich beim 

Vordach um keine leicht entfernbare Baute handle. Ebenso könnten die beiden ostseitig 

liegenden Besucherparkplätze nicht unter dem Titel von Art. 28 Abs. 1 BauG bewilligt 

werden. Diese würden sich negativ auf die Verkehrssicherheit auswirken.

c) In ihrer Stellungnahme bemerken die Beschwerdegegner dazu, die 

Vordachkonstruktion über dem Zugang auf der Ostfassade werde in Leichtbauweise 

ausgeführt und könne jederzeit leicht entfernt werden. Hinsichtlich der Besucherparkplätze 

erklären sie, beim H.________weg handle es sich um eine 5.00 m breite 

Detailerschliessungsstrasse. Die Zu- und Wegfahrt von den Parkplätzen beeinträchtige den 

Verkehr in keiner Art und Weise.

d) Gegenüber öffentlichen Strassen sind die strassenbaurechtlichen 

Abstandsvorschriften einzuhalten. Soweit das zuständige Gemeinwesen in 

Nutzungsplänen oder in der Gesetzgebung nichts anderes festlegt, gilt für Bauten und 

Anlagen an Gemeindestrassen ein Abstand von 3.60 m ab Fahrbahnrand (Art. 80 Abs. 1 

29

Bst. b SG). Das Gemeindebaureglement der Gemeinde Worb verlangt bei Strassen der 

Detailerschliessung grundsätzlich einen Bauabstand von 3.60 m (Art. 15 GBR). Gegenüber 

dem H.________weg ist somit grundsätzlich ein Abstand von 3.60 m einzuhalten.

e) Gemäss dem Projektplan "Querschnitt A" mit rev. Datum vom 5. Januar 2015 im 

Massstab 1:100 ragt die Vordachkonstruktion beim Zugang auf der Ostseite 1 m in den 

Strassenabstand. Auch der gedeckte Autoabstellplatz auf der Nordostseite und der 

Autoabstellplatz parallel zum H.________weg liegen offensichtlich im Strassenabstand. 

Für das Unterschreiten des Strassenabstands ist nach Art. 81 Abs. 2 SG eine 

Ausnahmebewilligung nötig. Diese muss publiziert werden.46 Nach den Akten haben die 

Beschwerdeführenden bei der Vorinstanz kein Ausnahmegesuch für das Unterschreiten 

des Strassenabstands beantragt. Ohne Ausnahmegesuch und Ausnahmebewilligung 

können diese Bauteile (Vordachkonstruktion auf der Ostseite, gedeckter Autoabstellplatz 

auf der Nordostseite und Autoabstellplatz parallel zum H.________weg) nicht bewilligt 

werden. Dafür wird der Bauabschlag erteilt. In diesem Punkt wird die Beschwerde 

gutgeheissen.

f) Der Bauabschlag für diese Bauteile hat nicht zur Folge, dass für das ganze 

Bauvorhaben der Bauabschlag erteilt werden muss. Nach Art. 51 Abs. 1 Bst. a BauV ist 

nur ein Autoabstellplatz erforderlich. Diese Anforderung ist hier erfüllt. Das Bauvorhaben 

entspricht auch ohne die Vordachkonstruktion und die zwei Autoabstellplätze den 

massgeblichen öffentlich-rechtlichen Vorschriften. Es kann deshalb, ausgenommen der 

Vordachkonstruktion auf der Ostseite, des gedeckten Autoabstellplatz auf der Nordostseite 

und des Autoabstellplatzes parallel zum H.________weg, bewilligt werden. Den 

Beschwerdegegner steht es frei, für diese Bauteile in einem neuen Verfahren eine Bau- 

und Ausnahmebewilligung zu beantragen.

12. Kosten

a) Die Grundsätze der Kostenverlegung sind in Art. 108 VRPG geregelt. Demnach 

werden die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). 

Die unterliegende Partei hat zudem der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen. Die 

46 Heidi Wiestner in: KPG Bulletin 2012/1, S. 16 (abrufbar unter: www.bve.be.ch Rubrik Direktion / Organisation 
/ Rechtsamt / Publikationen)

http://www.bve.be.ch

30

Kosten des Beschwerdeverfahrens bestehen aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 2 

VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV47). Sie wird hier auf Fr. 2'000.00 festgesetzt.

b) Aus den Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutgeheissen wird, 

soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist und soweit auf sie eingetreten werden kann. 

Die Beschwerdegegner haben mit der Projektänderung der Rüge der 

Beschwerdeführenden betreffend den Garagenvorplatz teilweise Rechnung getragen. 

Zudem ist die Beschwerde gegen die Vordachkonstruktion auf der Ostseite, den gedeckten 

Autoabstellplatz auf der Nordostseite und den Autoabstellplatz parallel zum 

H.________weg begründet. In diesen Punkten gelten die Beschwerdeführenden als 

obsiegend. In den überwiegenden Punkten ist die Beschwerde jedoch unbegründet 

(Projektänderung, Profilierung, Attikageschoss, Ästhetik, Ausnützungsziffer, 

Grünflächenziffer und Gebäudehöhe). Es rechtfertigt sich deshalb, den 

Beschwerdeführenden vier Fünftel der Verfahrenskosten von Fr. 2'000.00, ausmachend 

Fr. 1'600.00, und den Beschwerdegegnern einen Fünftel der Verfahrenskosten, 

ausmachend Fr. 400.00, aufzuerlegen. Bei der Kostenverlegung ist zudem die Verletzung 

des rechtlichen Gehörs zu berücksichtigen, die von der BVE geheilt wurde, aber für die 

Betroffenen keinen Nachteil zeitigen darf (vgl. Erwägung 3f und 9e). Aufgrund dieses 

Umstands wird der Kostenanteil der Beschwerdeführenden von Fr. 1'600.00 um einen 

Zehntel der (gesamten) Verfahrenskosten, ausmachend Fr. 200.00, auf Fr. 1'400.00 

reduziert. Der Kostenanteil von Fr. 200.00 geht zulasten des Kantons Bern.

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern 

nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung 

oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als 

gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG).

Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden 

Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Analog zur Verteilung der Verfahrenskosten haben die 

Beschwerdegegner den Beschwerdeführenden einen Fünftel ihrer Parteikosten zu 

ersetzen. Die Kostennote des Anwaltes von Fr. 5'701.55 gibt zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Demnach haben die Beschwerdegegner den Beschwerdeführenden einen 

Parteikostenersatz von Fr. 1'140.30 zu bezahlen. Zudem hat die Gemeinde Worb, die für 

47 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

31

die Gehörsverletzung verantwortlich ist, einen Zehntel der Parteikosten der 

Beschwerdeführenden, ausmachend Fr. 570.15, zu ersetzen. Die Beschwerdegegner sind 

nicht anwaltlich vertreten und haben keinen Anspruch auf Kostenersatz (Art. 104 Abs. 1 

VRPG).

III. Entscheid

1. a) Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten werden kann und soweit sie 

durch die Projektänderung nicht gegenstandslos geworden ist, teilweise 

gutgeheissen.

b) Für das Vordach in Lichtbaukonstruktion auf der Ostseite beim Zugang, den 

Autoabstellplatz (inkl. Vordach) nordöstlich an die Garage angrenzend und den 

Autoabstellplatz auf der Ostseite parallel zum H.________weg (alle im 

Strassenabstand ohne Ausnahmebewilligung) wird der Bauabschlag erteilt.

c) Der Klarheit halber wird die Auflage in Ziffer 1.1 (dritter Gedankenstrich) des 

Gesamtentscheids der Gemeinde Worb vom 6. November 2014 aufgehoben.

d) Die Projektänderung wird mit folgender Auflage bewilligt:

- die Aussentreppe auf der Nordwestseite darf nur 1.50 m in den grossen 

Grenzabstand ragen

Massgebend sind nachfolgende Pläne und Unterlagen:

- Situationsplan mit rev. Datum vom 5. Januar 2015 im Massstab 1:500, 

gestempelt vom Rechtsamt der BVE am 6. März 2015

- Süd-, Ost- und Westfassadenpläne mit rev. Datum vom 5. Januar 2015 im 

Massstab 1:100, gestempelt vom Rechtsamt der BVE am 6. März 2015

- Nordfassadenplan vom 1. Juli 2015, gestempelt vom Rechtsamt der BVE am 

7. Juli 2015

- Grundrisspläne + Querschnitt A mit rev. Datum vom 5. Januar 2015 im Massstab 

1:100, gestempelt vom Rechtsamt der BVE am 6. März 2015

- Umgebungsgestaltungsplan vom 1. Juli 2015, gestempelt vom Rechtsamt der 

BVE am 7. Juli 2015

32

- Der energietechnische Massnahmennachweis vom 10. Juli 2013 wird wie folgt 

angepasst und ergänzt:

- Das Formular EN-1a vom 10. Juli 2013 wird ersetzt durch das Formular EN-

1c vom 23. April 2013

- Das Formular EN-2b vom 10. Juli 2013 wird ersetzt durch das Formular EN-

2b vom 11. März 2015 (inkl. Beilagen), wobei der Systemnachweis SIA 

380/1:2009 vom 11./12. März 2015 durch den Systemnachweis vom 

23./24. April 2015 (inkl. der U-Wert-Berechnung der Bauteile FD1, T1, Aw1, 

Aw2, Iw1 B1 und B2 vom 22. April 2015) ersetzt wird

e) Im Übrigen wird der Gesamtentscheid der Gemeinde Worb vom 6. November 

2014 bestätigt und die Beschwerde vom 8. Dezember 2014 abgewiesen.

2. a) Den Beschwerdeführenden wird ein Verfahrenskostenanteil von Fr. 1'400.00 zur 

Bezahlung auferlegt.

b) Den Beschwerdegegnern wird ein Verfahrenskostenanteil von Fr. 400.00 zur 

Bezahlung auferlegt.

c) Ein Verfahrenskostenanteil von Fr. 200.00 trägt der Kanton Bern.

Die Beschwerdeführenden und die Beschwerdegegner haften je solidarisch für ihre 

Kostenanteile. Zahlungseinladungen folgen, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 

erwachsen ist.

3. a) Die Beschwerdegegner haben den Beschwerdeführenden einen 

Parteikostenbeitrag in der Höhe von Fr. 1'140.30 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 

zu bezahlen. Die Beschwerdegegner haften solidarisch für diesen Anteil der 

Parteikosten.

b) Die Einwohnergemeinde Worb hat den Beschwerdeführenden einen 

Parteikostenbeitrag in der Höhe von Fr. 570.15 zu bezahlen.

IV. Eröffnung

33

- Herrn Fürsprecher D.________, eingeschrieben

- Frau F.________ und Herrn E.________, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb, Gemeindeverwaltung, Bauabteilung, 

eingeschrieben

- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, zur Kenntnis

- Amt für Umweltkoordination und Energie, zur Kenntnis, im Haus

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

Barbara Egger-Jenzer

Regierungsrätin