# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 818c5074-94ef-5c84-add1-41f64b154678
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.07.2017 100 2016 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-110_2017-07-10.pdf

## Full Text

100.2016.110/111U publiziert in BVR 2018 S. 239
HAT/ROC/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juli 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Herzog
Gerichtsschreiber Röthlisberger Brandenburg

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern 
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes für die Kantons- 
und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2013 (Entscheide 
der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 15. März 2016; 
100 14 134, 200 16 8)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2017, 
Nrn. 100.2016.110/111U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. 1951) lebte bis zum 31. Juli 2013 in der Einwoh-
nergemeinde (EG) B.________, wo er mit seiner Ehefrau und den (inzwi-
schen erwachsenen) gemeinsamen Kindern in einem in seinem Allein-
eigentum stehenden Einfamilienhaus wohnte. Per 1. August 2013 meldete 
er sich in B.________ schriftenpolizeilich nach C.________ (Bhutan) ab, da 
er dort [eine leitende Stelle bei einer schweizerischen Hilfsorganisation] 
antrat. Seine Ehefrau blieb weiterhin in B.________ wohnhaft. Mit 
Verfügung vom 22. Januar 2014 legte die Steuerverwaltung des Kantons 
Bern den steuerrechtlichen Wohnsitz von A.________ für das Steuerjahr 
2013 in der EG B.________ fest. 

B.

Dagegen erhob A.________ am 20. Februar 2014 Einsprache, welche die 
Steuerverwaltung antragsgemäss als Sprungrekurs und -beschwerde an 
die Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK) weiterleitete. Mit 
Entscheiden vom 15. März 2016 wies die StRK die Rechtsmittel ab.

C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 15. April 2016 hat A.________ sowohl 
betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten 
Bundessteuer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt 
sinngemäss, die Entscheide der StRK seien aufzuheben und sein steuer-
rechtlicher Wohnsitz für das Steuerjahr 2013 sei nicht in der Schweiz bzw. 
im Kanton Bern festzulegen. 

Am 18. April 2016 hat der Abteilungspräsident die Verfahren betreffend die 
Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer vereinigt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2017, 
Nrn. 100.2016.110/111U, Seite 3

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung bzw. 
Beschwerdeantwort vom 29. April bzw. 30. Mai 2016 je die Abweisung der 
Beschwerden.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs.1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Voll-
zug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Der Beschwerde-
führer hat am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilge-
nommen, ist durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Auf seine form- und fristgerecht eingereichten 
Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das 
Verwaltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um zwei verschiedene 
Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in ge-
trennten Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in 
ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). – Vorliegend ist streitig, ob der Beschwerde-
führer seinen steuerrechtlichen Wohnsitz im Steuerjahr 2013 in 
B.________ (BE) hatte. Weil die einschlägigen Bestimmungen des 

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Nrn. 100.2016.110/111U, Seite 4

kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, recht-
fertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Auch im internationalen Verhältnis werden die Steuerpflichten regel-
mässig durch die nationale Gesetzgebung begründet. Einzig die Doppel-
besteuerungsabkommen auferlegen der Ausschöpfung der Steuerhoheit, 
die einem Staat kraft seiner Souveränität zusteht, gewisse Schranken 
(VGE 2011/44/45 vom 2.4.2012 E. 3 Ingress; 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, 
Art. 3 N. 5; vgl. auch BGer 2C_335/2014 und 2C_336/2014 vom 19.1.2015 
E. 4). Zwischen der Schweiz und Bhutan besteht derzeit kein Abkommen 
zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Ob der Beschwerdeführer im Jahr 
2013 in der Schweiz steuerpflichtig war, bestimmt sich somit einzig nach 
nationalem Recht.

2.2 Natürliche Personen sind gemäss Art. 3 Abs. 1 DBG aufgrund per-
sönlicher Zugehörigkeit in der Schweiz steuerpflichtig, wenn sie hier ihren 
steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuerrechtlichen 
Wohnsitz in der Schweiz hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Ab-
sicht dauernden Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht hier 
einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Art. 3 Abs. 2 DBG). Der 
steuerrechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, an dem sich der Mittelpunkt 
der persönlichen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person befindet 
(vgl. BGE 138 II 300 E. 3.2, 132 I 29 E. 4.1 [Pra 96/2007 Nr. 5], 125 I 54 
E. 2, 123 I 289 E. 2a; Oesterhelt/Seiler, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kom-
mentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 3 DBG N. 28). 
Für den Kanton Bern umschreiben Art. 4 Abs. 1 und 2 StG die Steuerpflicht 
aufgrund persönlicher Zugehörigkeit gleich wie das Bundesrecht 
(BVR 2001 S. 1 E. 2b; vgl. auch Art. 3 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 

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vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der 
Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]).

2.3 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materi-
elle Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), be-
stimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven äusseren Umstände und 
nicht nach den bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person oder 
deren gefühlsmässiger Verbundenheit mit einem bestimmten Ort; der steu-
errechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (BVR 2001 S. 1 E. 2c; 
BGE 138 II 300 E. 3.2, 132 I 29 E. 4.1, 125 I 54 E. 2a, 123 I 289 E. 2b). 
Dem polizeilichen Domizil, an dem die Schriften hinterlegt sind oder die 
politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeu-
tung zu. Es handelt sich dabei bloss um ein äusseres Merkmal, das ge-
meinsam mit dem übrigen Verhalten der steuerpflichtigen Person ein Indiz 
für das Steuerdomizil bilden kann (BVR 2001 S. 1 E. 2b; BGE 132 I 29 
E. 4.1).

2.4 Im internationalen Verhältnis ist nach der bundesgerichtlichen Pra-
xis Art. 24 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) 
analog anwendbar: Danach genügt es für eine Wohnsitzverlegung ins 
Ausland nicht, wenn die steuerpflichtige Person die Verbindungen zum 
bisherigen Wohnsitz löst; entscheidend ist vielmehr, dass sie nach den 
gesamten Umständen einen neuen Wohnsitz im Ausland begründet hat. Da 
niemand an mehreren Orten zugleich Wohnsitz haben kann, bleibt der 
einmal begründete Wohnsitz grundsätzlich bis zum Erwerb eines neuen 
bestehen (sog. «rémanence du domicile»). Nicht entscheidend ist deshalb, 
wann sich die steuerpflichtige Person am bisherigen Wohnort abgemeldet 
oder diesen verlassen hat. Begibt sie sich ins Ausland, so hat sie die 
direkte Bundessteuer bzw. die Kantons- und Gemeindesteuern zu entrich-
ten, bis sie nachweisbar im Ausland einen neuen Wohnsitz begründet. Eine 
andere Sichtweise würde allzu grosse Missbrauchsgefahren bergen 
(BGE 138 II 300 E. 3.3; BGer 2C_510/2016 und 2C_511/2016 vom 
29.8.2016 E. 2.3, 2C_873/2014 vom 8.11.2015, in StE 2016 B 11.1 Nr. 28 
E. 3.2, 2C_1267/2012 vom 1.7.2013, in StE 2013 B 11.1 Nr. 25 E. 3.3).

2.5 Die Steuerbehörden haben die den Steuerwohnsitz konstituieren-
den Sachverhaltselemente zwar von Amtes wegen abzuklären (Art. 166 

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Nrn. 100.2016.110/111U, Seite 6

Abs. 2 StG, Art. 123 Abs. 1 DBG) und dabei den Steuerwohnsitz als steu-
erbegründende Tatsache nachzuweisen. Die steuerpflichtige Person ist 
jedoch zur Mitwirkung und namentlich zu umfassender Auskunftserteilung 
über die für die Besteuerung massgebenden Umstände verpflichtet (vgl. 
Art. 167 und 170 f. StG, Art. 124 ff. DBG). Dass eine Wohnsitzverlegung 
stattgefunden hat, ist somit von der steuerpflichtigen Person im Rahmen 
ihrer Mitwirkungspflicht darzulegen. Dazu gehört nicht nur die endgültige 
Lösung der Verbindungen zum bisherigen Wohnsitz, sondern auch die 
Darstellung der Umstände, welche zur Begründung des neuen Wohnsitzes 
geführt haben (BGE 138 II 300 E. 3.4; BGer 2C_510/2016 und 
2C_511/2016 vom 29.8.2016 E. 2.4, 2C_873/2014 vom 8.11.2015, in 
StE 2016 B 11.1 Nr. 28 E. 3.3, 2C_793/2013 vom 7.5.2014, in StE 2014 
A 24.21 Nr. 29 E. 4.4; VGE 2011/44/45 vom 2.4.2012 E. 3.3).

3.

3.1 Bis zum 31. Juli 2013 befand sich der steuerrechtliche Wohnsitz des 
heute 66-jährigen Beschwerdeführers unstreitig in B.________. Auf den 
1. August 2013 zog er nach C.________ (Bhutan) … . Gemäss eigenen 
Angaben des Beschwerdeführers ist das zunächst auf zwei Jahre befristete 
Arbeitsverhältnis (vgl. Arbeitsvertrag vom 3.1.2013, act. 3A pag. 27) 
zwischenzeitlich auf drei Jahre verlängert worden (bis Ende Juli 2016). Die 
Ehefrau des Beschwerdeführers ist in B.________ in dessen Haus 
wohnhaft geblieben, um von dort aus ihrer (unselbständigen) 
Erwerbstätigkeit mit einem Beschäftigungsgrad von 60 % nachzugehen 
und ihre in der Schweiz lebende Mutter zu pflegen. Auch die beiden 
erwachsenen Söhne, die nicht mehr im Elternhaus wohnen, sind in der 
Schweiz verblieben.

3.2 Die StRK hat eine Verlegung des Wohnsitzes von B.________ nach 
Bhutan in erster Linie aufgrund des Fortbestehens der Ehe und mit Blick 
auf die in der Schweiz wohnhaften Söhne verneint. Die familiären und 
weiteren persönlichen Beziehungen zur Schweiz überwögen jene zu 
Bhutan klar. Dies zeige sich auch darin, dass der Beschwerdeführer 
Eigentümer des Hauses in B.________ geblieben sei und immer wieder 

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dorthin zu seiner Ehegattin zurückkehre. Seine Beziehungen zu Bhutan 
seien jedenfalls nicht ausgeprägter als diejenigen zur Schweiz und in erster 
Linie auf die dortige Arbeitstätigkeit zurückzuführen (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 6). – Der Beschwerdeführer wendet zunächst ein, die Vor-
instanz habe ausser Acht gelassen, dass Eheleute einen eigenen zivil-
rechtlichen Wohnsitz und ein eigenes Hauptsteuerdomizil begründen 
könnten. Sein Steuerdomizil sei daher nach seinen eigenen Verhältnissen 
und nicht nach denjenigen der Ehefrau sowie der übrigen Familienmit-
glieder zu bestimmen. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, seinen 
familiären Beziehungen könne keine überwiegende Bedeutung beige-
messen werden, weil er nicht regelmässig nach B.________ zurückkehre 
(Beschwerde S. 5). Er habe sich im Jahr 2013 «einige wenige Tage» und in 
den Jahren 2014-2016 «wenige Wochen», insgesamt viermal, in der 
Schweiz aufgehalten (Beschwerde S. 7). Die Aufenthalte in der Schweiz 
seien zudem in aller Regel beruflicher und nicht familiärer Natur gewesen. 
Ferner könnten seine erwachsenen Söhne, die je in eigenen Haushalten 
lebten, keine Rolle mehr spielen. Abgesehen davon sei nicht ersichtlich, 
weshalb der Wohnort der Ehefrau als Familienort zu gelten habe. Als sol-
cher könnte genauso gut C.________ angesehen werden, verbringe seine 
Ehefrau doch mehr Zeit in Bhutan als er in der Schweiz (Beschwerde S. 6). 
Schliesslich unterhalte er entgegen der Auffassung der Vorinstanz keine 
weiteren persönlichen und gesellschaftlichen Beziehungen in der Schweiz. 
Zwar hätten solche existiert. Diese seien aber immer wieder abgebrochen 
worden, da er sich bereits früher aus beruflichen Gründen häufig und über 
längere Zeit in Südasien aufgehalten habe.

3.3 In der Regel haben Eheleute ein gemeinsames Steuerdomizil 
(BGE 121 I 14 E. 5b; Zweifel/Hunziker, in Zweifel/Beusch/Mäusli-
Allenspach [Hrsg.], Interkantonales Steuerrecht, § 6 N. 68). Die Möglich-
keit, ausnahmsweise separate Steuerdomizile zu begründen, bezieht sich 
in erster Linie auf interkantonale Verhältnisse; bei intakter Ehe ist gegebe-
nenfalls eine Steuerausscheidung (vgl. BGer 2A.433/2000 vom 12.7.2001, 
in ASA 71 S. 558 E. 2b/dd; Isler/Suter, in Zweifel/Beusch/Mäusli-
Allenspach [Hrsg.], Interkantonales Steuerrecht, § 27 N. 10 ff.) und bei 
rechtlicher oder tatsächlicher Trennung eine separate Besteuerung vor-
zunehmen (BGE 138 II 300 E. 2.1; BGer 2C_523/2007 vom 5.2.2008, in 

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StR 2008 S. 364 E. 2.3; Zweifel/Hunziker, a.a.O, § 6 N. 71; zu den 
Rechtsfolgen im internationalen Verhältnis vgl. BGE 138 II 300 E. 2.3). 
Daraus lässt sich indes nicht ableiten, dass die eheliche Beziehung einer 
verheirateten Person für die Bestimmung von deren steuerrechtlichem 
Wohnsitz unbeachtlich wäre. Vielmehr bildet die Ehe bzw. die Bindung an 
den Ehepartner einen zentralen Aspekt der (eigenen) persönlichen Ver-
hältnisse, die es für die Ermittlung des Lebensmittelpunkts zu würdigen gilt. 
Der Beschwerdeführer verkennt dies, wenn er vorbringt, sein steuerrecht-
licher Wohnsitz müsse unabhängig von der Beziehung zu seiner Ehefrau 
beurteilt werden. Bei verheirateten Steuerpflichtigen kommt dem Familien-
ort, d.h. dem Ort, an dem die Familie über eine ständige Wohnstätte ver-
fügt, generell grosse Bedeutung zu. Zudem verliert der Familienort im 
internationalen Verhältnis – anders als dies im interkantonalen Verhältnis 
zutreffen kann – seine Bedeutung als Lebensmittelpunkt nicht allein darum, 
weil die steuerpflichtige Person nicht regelmässig dorthin zurückkehrt. Die 
im Binnenverhältnis massgebenden Kriterien, etwa die «regelmässige 
Rückkehr» an den Familienort, machen im internationalen Verhältnis häufig 
schon aufgrund der anderen tatsächlichen Verhältnisse kaum Sinn: So 
kann nicht erwartet werden, dass eine Person trotz grösserer räumlicher 
Entfernung zwischen Arbeits- und Familienort bei jeder sich bietenden Ge-
legenheit an letzteren zurückkehrt. Weiter können die geschäftlichen Inte-
ressen des Steuerpflichtigen in internationalen Verhältnissen nur dann von 
Bedeutung sein, wenn sie einen überwiegenden Teil von dessen Gesamt-
interessen darstellen (BGer 2C_452/2012 und 2C_453/2012 vom 
7.11.2012, in StE 2013 A 32 Nr. 1 E. 4.6, 2C_505/2015 und 2C_506/2015 
vom 8.12.2016 E. 7.2, 2C_609/2015 und 2C_610/2016 vom 5.11.2015 
E. 6.2).

3.4 Nach der Rechtsprechung kommt dem Aufenthalt des Ehepartners 
bei einer Wohnsitzverlegung ins Ausland für die Bestimmung des Lebens-
mittelpunkts entscheidende Bedeutung zu: In Fällen intakter ehelicher Be-
ziehungen hat das Bundesgericht eine Wohnsitzverlegung regelmässig 
verneint, wenn der Ehepartner in der Schweiz zurückgeblieben ist, so etwa 
im Fall eines Piloten, der von der Arbeitgeberin in Saudi-Arabien stationiert 
wurde, um für einen Kunden Privatflüge durchzuführen. Er besuchte regel-
mässig die (erwerbstätige) Ehefrau, die in der Schweiz in seinem Einfamili-

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enhaus zurückblieben war (BGer vom 15.3.1991, in StE 1992 B 11.1 
Nr. 13). Gleich wurde im Fall eines tschechischen Staatsangehörigen ent-
schieden, der seit langem mit seiner Ehefrau und den beiden (volljährigen) 
Töchtern in der Schweiz lebte, wo die Eheleute eine Wohnung besassen. 
Der Steuerpflichtige weilte unter der Woche in Tschechien, wo er als Ge-
schäftsführer und Eigner zweier international tätiger Unternehmen enga-
giert war und kehrte jeweils an den Wochenenden in die Schweiz zurück 
(BGer 2C_452/2012 und 2C_453/2012 vom 7.11.2012). Ebenso verneint 
hat das Bundesgericht eine Wohnsitzverlegung ins Ausland im Fall eines 
Professors, der (seit über zehn Jahren) Institutsdirektor an einer rumäni-
schen Universität war, seinen Lohn jedoch von der Universität Freiburg 
bezog und ausserhalb der Semesterferien, die er hier verbrachte, etwa 
monatlich zu seiner in der Schweiz im gemeinsamen Haus wohnhaften 
Ehefrau zurückkehrte (BGer 2C_335/2014 und 2C_336/2014 vom 
19.1.2015). Ferner im Fall eines Mitarbeiters des Internationalen Komitee 
des Rotens Kreuzes (IKRK), der für eine zweijährige Mission nach Jemen 
reiste, von seiner Arbeitgeberin jederzeit an einen anderen Einsatzort 
beordert werden konnte und dessen Ehefrau zusammen mit dem Kind in 
der Schweiz in der gemeinsamen Liegenschaft zurückblieb 
(BGer 2C_505/2015 und 2C_506/2015 vom 8.12.2016). Bejaht wurde eine 
Verlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes hingegen in verschiedenen 
(kantonalen) Gerichtsurteilen betreffend Sachverhalte, in denen die Partne-
rin des Steuerpflichtigen ins Ausland mitgegangen war; so etwa im Fall 
eines Mitarbeiters des Katastrophenhilfekorps, der während fast zehn Jah-
ren in Afrika als regionaler Koordinator wirkte, nie in die Schweiz zurück-
kehrte und am jeweiligen Einsatzort zusammen mit seiner Partnerin lebte 
(VGer NE vom 11.11.1995, in StR 1996 S. 445). Gleich entschieden wurde 
bezüglich des Leiters von sechs Grossbauprojekten in Saudi-Arabien, der 
dort während sechs Jahren tätig war und von seiner Ehefrau begleitet 
wurde (VGer ZH vom 23.4.1987, in StE 1987 A 21.14 Nr. 7; vgl. zum Gan-
zen mit weiteren Beispielen Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 
2001, Art. 3 N. 19 f.; derselbe, Die Praxis der Bundessteuern. III. Teil: In-
terkantonale Doppelbesteuerung, Band 2, § 3, IV B, Nr. 1 ff.).

3.5 Mit Blick auf die dargestellte Rechtsprechung ist eine Wohnsitz-
verlegung ins Ausland auch vorliegend nicht leichthin anzunehmen: Zu-

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nächst steht ausser Frage, dass sich der Familienort des Beschwerde-
führers in der Schweiz befindet. Gemäss dessen (unbelegten) Angaben 
hielt sich die Ehefrau in der Zeit von 2013 bis 2016 jeweils (bloss) während 
fünf bis sieben Wochen pro Jahr in Bhutan auf. Ob sie damit mehr Zeit dort 
verbracht hat als der Beschwerdeführer in der Schweiz, ist aufgrund der 
gemachten Angaben nicht überprüfbar, aber ohnehin unerheblich. Die 
Auslandaufenthalte gehen von ihrer Dauer her nicht über das hinaus, was 
als ausgedehntere Ferien anzusehen ist. Zudem ist die Ehefrau in der 
Schweiz sowohl beruflich (Erwerbstätigkeit) als auch persönlich (Pflege der 
Mutter) gebunden (vgl. vorne E. 3.1). Von einer Verschiebung des Fami-
lienorts kann unter diesen Umständen von vorherein keine Rede sein. 
Weiter mag zutreffen, dass der Beschwerdeführer verhältnismässig wenig 
in die Schweiz zurückkehrt und dies zuweilen aus beruflichen und nicht nur 
aus privaten Gründen tut. Indes kommt dem Kriterium der regelmässigen 
Rückkehr im internationalen Verhältnis gerade keine ausschlaggebende 
Bedeutung zu (vgl. vorne E. 3.3). Nicht zu beanstanden ist zudem, dass die 
Vorinstanz den Umstand mitgewürdigt hat, dass die beiden Söhne in der 
Schweiz leben. Auch wenn diese seit einiger Zeit volljährig sind und in 
eigenen Haushalten leben, stellen sie wesentliche familiäre Bezugspunkte 
zur Schweiz dar, zumal der Beschwerdeführer nicht behauptet, die Bezie-
hung zu ihnen abgebrochen zu haben. Damit gewichtet die familiäre Situa-
tion des Beschwerdeführers, insbesondere der Verbleib seiner Ehefrau in 
der Schweiz, erheblich zugunsten eines fortbestehenden Lebensmittel-
punkts des Beschwerdeführers in der Schweiz. Ob dieser wegen seines 
Auslandaufenthalts tatsächlich darüber hinaus keine weiteren persönlichen 
und gesellschaftlichen Beziehungen in der Schweiz mehr pflegt, erscheint 
unter den gegebenen Umständen zweitrangig.

3.6 Hinsichtlich seiner Beziehungen zum Arbeitsort in Bhutan macht der 
Beschwerdeführer insbesondere geltend, dass er sich dort ein soziales 
Umfeld aufgebaut habe und aus eigenem Interesse, unabhängig von seiner 
Arbeitstätigkeit intensive Kontakte zur einheimischen Bevölkerung pflege. 
So nehme er regelmässig an lokalen sportlichen, kulturellen, sozialen und 
politischen Anlässen teil. Zum Nachweis hat er vor dem Verwaltungsgericht 
zusätzliche Schreiben eingereicht, in denen verschiedene Persönlichkeiten 
aus Buthans Kultur, Politik und Wirtschaft bestätigen, ihn zu kennen oder 

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mit ihm befreundet zu sein. Dem Beschwerdeführer wird attestiert, sowohl 
beruflich als auch privat am lokalen Gesellschaftsleben aktiv teilzunehmen, 
an Bhutan sozial und kulturell sehr interessiert zu sein sowie viele Be-
kanntschaften und Freundschaften vor Ort zu pflegen (vgl. Beschwerde-
beilagen [BB] 3-9). Daraus kann zwar geschlossen werden, dass der Be-
schwerdeführer in Bhutan zahlreiche persönliche und gesellschaftliche 
Beziehungen geknüpft hat. Die Vorinstanz stellt das Vorhandensein solcher 
Beziehungen denn auch nicht in Frage, weist aber zu Recht darauf hin, 
dass diese in engem Zusammenhang zu seiner beruflichen Tätigkeit in 
Bhutan stehen. Gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers besteht 
ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit darin, vor Ort soziale Beziehungen zur 
Bevölkerung aufzubauen und zu pflegen, wobei er dabei weit über den 
Umfang der eigentlichen Tätigkeit als … hinausgehe und eine starke 
persönliche Integration in die lokale Gemeinschaft suche (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 6.1 mit Verweis auf S. 4 der Einsprache). 
Selbst wenn der Beschwerdeführer in Bhutan ein soziales Umfeld aufge-
baut hat, das über das hinausgeht, was zur Erfüllung seiner beruflichen 
Aufgaben unmittelbar erforderlich wäre, kann dies nicht ausschlaggebend 
sein. Der Beschwerdeführer lässt ausser Acht, dass er seinen Aufenthalts-
ort nicht aufgrund persönlicher oder familiärer Beziehungen, sondern aus 
beruflichen Gründen nach Bhutan verlegt hat. Die persönlichen Beziehun-
gen zur lokalen Bevölkerung sind unbestrittenermassen erst in der Folge 
entstanden (vgl. Beschwerde S. 8). Solche in einem engen Zusammen-
hang mit der beruflichen Tätigkeit stehende Kontakte vermögen im inter-
nationalen Verhältnis noch weniger als im Binnenverhältnis die in aller 
Regel als bedeutsamer angesehenen Bande zur Familie zu überwiegen 
(vgl. vorne E. 3.3). Daran ändert nichts, dass die Ehefrau während ihren 
Aufenthalten in Bhutan offenbar ebenfalls aktiv am kulturellen, gesellschaft-
lichen und sozialen Leben teilnimmt und Kontakte zur lokalen Bevölkerung 
pflegt (vgl. Beschwerde S. 7). 

3.7 Schliesslich spricht auch die Wohnsituation gegen eine Wohnsitz-
verlegung nach Bhutan: Insbesondere in internationalen Verhältnissen 
kann das Beibehalten der Wohnstätte im Staat, in dem die steuerpflichtige 
Person bisher stets gelebt und gearbeitet hat und wo sie ihre Familie und 
ihren Besitz hat, ein Indiz dafür bilden, dass sie den Mittelpunkt ihrer 

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Lebensinteressen im bisherigen Wohnsitzstaat beibehält (vgl. 
BGer 2C_873/2014 vom 8.11.2015, in StE 2016 B 11.1 Nr. 28 E. 5.3, 
2C_678/2013 und 2C_680/2013 vom 28.4.2014, in StE 2014 S. 714 E. 3.2, 
2C_452/2012 und 2C_453/2012 vom 7.11.2012, in StE 2013 A 32 Nr. 19 
E. 4.6, 2C_472/2010 vom 18.1.2011, in StR 2011 S. 425 E. 3.4.2). Der Be-
schwerdeführer verfügt gemäss eigenen Angaben in Bhutan zwar über ein 
Haus mit Garten. Dieses ist indes lediglich gemietet (vgl. Schreiben der 
Vermieterin vom 11.4.16, BB 8) und von seinem Vorgänger übernommen 
worden. Zudem dient es neben privaten auch beruflichen Zwecken, da der 
Beschwerdeführer dort offenbar in seiner Funktion als … Gäste empfängt 
und bewirtet (vgl. Schreiben des Beschwerdeführers vom 6.6.2013, act. 3A 
pag. 18). Dagegen hat er in der Schweiz das gemeinsame eheliche Domizil 
beibehalten, in dem seine Ehefrau nach wie vor wohnt und in dem er 
während seiner Aufenthalte in der Schweiz weilte (vgl. Beschwerde S. 7). 
Damit stellt die im Alleineigentum des Beschwerdeführers stehende 
Liegenschaft in B.________ insbesondere keine blosse Geldanlage (vgl. 
etwa BGer 2C_873/2014 vom 8.11.2015, in StE 2016 B 11.1 Nr. 28 E. 4.2 
und 5.3), sondern einen echten Bezugspunkt dar, der in objektiv 
erkennbarer Weise darauf schliessen lässt, dass der Beschwerdeführer 
seine Verbindungen zur Schweiz nicht aufgeben will (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 6 S. 12).

3.8 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer durch 
den Verbleib seiner Ehefrau und der übrigen Familienmitglieder (Söhne) in 
der Schweiz sowie dem Beibehalten der gemeinsamen ehelichen 
Wohnstätte am bisherigen Familienort im Steuerjahr 2013 über ausschlag-
gebende Beziehungen zur Schweiz und zum Kanton Bern verfügte. Diese 
werden trotz der bloss gelegentlichen Rückkehr und des grossen persön-
lichen Beziehungsnetzes, das der Beschwerdeführer in Bhutan aufgebaut 
hat, durch die Beziehungen zum ausländischen Arbeitsort nicht überwogen. 
Mithin halten die angefochtenen Entscheide der Rechtskontrolle stand und 
die Beschwerden sind als unbegründet abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2017, 
Nrn. 100.2016.110/111U, Seite 13

4.

Bei diesem Ausgang der Verfahren wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG 
i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2013 
wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2013 wird abge-
wiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.07.2017, 
Nrn. 100.2016.110/111U, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.