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**Case Identifier:** b3672b0c-67dd-5fd4-b714-8271f042ddd0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.01.2023 B-404/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-404-2022_2023-01-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-404/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 

Richter Jean-Luc Baechler, Richterin Mia Fuchs,    

Gerichtsschreiber Benjamin Märkli. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch lic. iur. LL.M. Christian Bär, Rechtsanwalt, 

Schärer Rechtsanwälte, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung, 

Forschung und Innovation SBFI, 

Vorinstanz, 

 

Verein procure.ch, Prüfungskommission 

Einkaufsfachleute, 

Erstinstanz. 

 

Gegenstand 
 Berufsprüfung für Einkaufsfachfrau 2021. 

 

 

B-404/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) legte im Jahr 2021 die Be-

rufsprüfung Einkaufsfachfrau ab. Mit Verfügung vom 21. Juni 2021 teilte ihr 

die Prüfungskommission des Vereins procure.ch (nachfolgend: Erstin-

stanz) mit, dass sie die Prüfung nicht bestanden habe. Gegen diese Verfü-

gung führte A._______ am 30. Juli 2021 Beschwerde ans Staatssekretariat 

für Bildung, Forschung und Innovation SBFI (nachfolgend: Vor-instanz), 

wobei sie beantragte, in den Modulen "Beschaffungsmarktforschung" und 

"Beschaffungsstrategie" und "Supply Chain Management" "die Note 4.0 

[…] gutzuheissen". Zur Begründung bemängelte sie im Fall der beiden 

erstgenannten Prüfungen die Korrektur einzelner Aufgaben. Für die letzt-

genannte Modulprüfung äusserte sie sich in der Begründung inhaltlich nur 

zur ersten Prüfungsfrage (und zwar dahingehend, dass diese Frage nicht 

vom Prüfungsstoff erfasst sei) und gab an, bei den restlichen Fragen könne 

sie "[d]ie Punktevergabe […] nicht beurteilen, da ich keine Akteneinsicht 

erhalten habe". Die Vorinstanz wies die Beschwerde mit Entscheid vom 

21. Dezember 2021 ab, auch gestützt auf eine Stellungnahme der Erstin-

stanz vom 1. September 2021. Betreffend die beiden erstgenannten, 

schriftlichen Prüfungen gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass die Be-

wertung durch die Erstinstanz materiell nicht zu beanstanden sei. Betref-

fend die letztgenannte, mündliche Prüfung führte sie aus, dass das Thema 

der ersten Frage vom Stoff erfasst gewesen sei und verneinte eine Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs durch die Erstinstanz im Wesentlichen mit der 

Begründung, die Beschwerdeführerin habe die Prüfung nicht angezweifelt 

und daher habe die grundsätzlich bestehende Begründungspflicht der Erst-

instanz noch nicht eingesetzt. 

B.  

Gegen den Entscheid der Vorinstanz gelangt die Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 26. Januar 2022 an das Bundesverwaltungsgericht. Sie be-

antragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer, 

den Beschwerdeentscheid der Vorinstanz, die Prüfungsverfügung der Erst-

instanz und die Note 3.0 für die mündliche Prüfung im Prüfungsteil "Supply 

Chain Management und Nachhaltigkeit" im Prüfungszeugnis der Erstin-

stanz vom 17. Juni 2021 aufzuheben sowie die Erstinstanz anzuweisen, 

sie zur Wiederholung dieser mündlichen Prüfung zuzulassen. Eventualiter 

beantragt sie, den Beschwerdeentscheid der Vorinstanz aufzuheben und 

die Sache mit verbindlichen Weisungen an diese zurückzuweisen. Zur Be-

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Seite 3 

gründung bringt sie im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe den Unter-

suchungsgrundsatz und wie schon die Erstinstanz das rechtliche Gehör 

verletzt, indem sie es unterlassen habe, Inhalt, Hergang und Bewertung 

der gegenständlichen mündlichen Prüfung näher zu dokumentieren. 

C.  

Mit Verfügung vom 2. Februar 2022 wurden die Vor- und die Erstinstanz 

zur Vernehmlassung eingeladen. Innert erstreckter Frist äusserte sich die 

Erstinstanz mit Eingabe vom 28. März 2022. Sie stellt sich darin auf den 

Standpunkt, dass für die mündliche Prüfung keine Protokollierungspflicht 

bestehe und die übrigen im Rahmen der Prüfung angefertigten Dokumente 

als interne Aktenstücke nicht dem Akteneinsichtsrecht unterlägen. Auch die 

Begründungspflicht sei nicht verletzt, da sich eine Prüfungsinstanz darauf 

beschränken dürfe, zunächst die Notenbewertung bekannt zu geben und 

die schriftliche Begründung erst im Rechtsmittelverfahren nachzuliefern, 

wobei der Betroffenen Gelegenheit einzuräumen sei, in einem zweiten 

Schriftenwechsel umfassend dazu Stellung zu nehmen. Zudem könne nur 

dann von einer Rechtsmittelbehörde verlangt werden, auf die Rügen zur 

Prüfungsbewertung detailliert einzugehen, wenn das Ergebnis materiell 

nicht mehr vertretbar erscheine oder in der Beschwerde detailliert und sub-

stantiiert überzeugende Anhaltspunkte für eine Fehlbewertung geliefert 

würden. Dies habe die Beschwerdeführerin nicht getan, weil sie nur die 

erste Frage bemängelt habe und darauf auch eine ausführliche Antwort er-

halten habe. Unter anderem reichte die Erstinstanz mit dieser Eingabe dem 

Bundesverwaltungsgericht auch ein undatiertes Dokument "Ablauf Mündli-

che Prüfung" ein, das eine Übersicht über die gestellten Fragen und die 

erwarteten sowie die von der Beschwerdeführerin gegebenen Antworten 

an der mündlichen Prüfung gibt. 

D.  

Ebenfalls innert erstreckter Frist liess sich die Vorinstanz mit Eingabe vom 

29. März 2022 vernehmen. Sie hält darin an ihrer Verfügung fest. Die Be-

schwerde enthalte nichts Neues und die Beschwerdeführerin rüge darin 

wie schon im ersten Verfahren nicht substantiiert eine Fehlbeurteilung, son-

dern verlange vielmehr bloss pauschal eine bessere Note. Damit käme die 

praxisgemäss bestehende Begründungspflicht der Erstinstanz nicht zum 

Tragen, denn diese setze eine minimal begründete Rüge voraus. Auch der 

Untersuchungsgrundsatz sei durch ihren Beschwerdeentscheid nicht ver-

letzt, denn die Beschwerdeführerin unterliege im Rahmen der Beschwer-

deführung einer Mitwirkungspflicht, die eine genügende Begründung ver-

lange. 

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Seite 4 

E.  

Mit ergänzter Beschwerdebegründung vom 13. Mai 2022 bestätigte die Be-

schwerdeführerin ihre in der Beschwerde vertretene Position. Mit Schrei-

ben vom 25. Mai 2022 verzichtete die Erstinstanz auf eine weitere Stel-

lungnahme; die Vorinstanz liess sich innert der gesetzten Frist bis zum 

15. Juni 2022 nicht mehr vernehmen. 

F.  

Soweit sie rechtserheblich sind, wird auf die Eingaben der Beschwerdefüh-

rerin in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Der Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 21. Dezember 2021 ist 

eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Verwaltungsverfahrensge-

setzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das Bundesverwal-

tungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache zuständig 

(Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG, SR 173.32] und Art. 61 des Berufsbildungsgesetzes vom 

13. Dezember 2002 [BBG, SR 412.10]). 

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men, ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung besonders berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Eingabefrist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwer-

deschrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kos-

tenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die üb-

rigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt (Art. 44 ff. VwVG). Auf die 

Beschwerde ist daher unter Berücksichtigung der nachfolgenden Erwä-

gung grundsätzlich einzutreten. 

1.4 Anfechtungsobjekt bildet vorliegend einzig der Entscheid der Vor-

instanz vom 21. Dezember 2021. Als Folge des Devolutiveffekts (Art. 54 

VwVG) hat der Entscheid der Vorinstanz die Verfügung der Erstinstanz 

vom 21. Juni 2021 ersetzt. Die Verfügung der Erstinstanz ist inhaltlich not-

wendigerweise mitangefochten, wenn der Sachentscheid der Vorinstanz 

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mit Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen wird. Auf 

das Rechtsbegehren, die erstinstanzliche Prüfungsverfügung vom 21. Juni 

2021 sei aufzuheben, ist daher nicht einzutreten (vgl. BGE 136 II 359 

E. 1.2; 134 II 142 E. 1.4). Gleiches gilt, soweit die Beschwerdeführerin di-

rekt die Aufhebung der Note 3.0 für die mündliche Prüfung beantragt. Die 

Note bildet ein blosses Begründungselement der eigentlichen Prüfungsver-

fügung vom 21. Juni 2022 und könnte als solche nur im Rahmen des ne-

gativen Gesamtprüfungsergebnisses mit aufgehoben werden (vgl. Urteil 

des BVGer B-1207/2022 vom 17. August 2022 E. 3.1 m.w.H.). 

2.  

Zur Eingrenzung des Streitgegenstandes im vorliegenden Verfahren erwei-

sen sich folgende Überlegungen als relevant. 

2.1 Die Beschwerdeführerin hat die Berufsprüfung zur Einkaufsfachfrau 

nicht bestanden. Zwar erfüllt sie den erforderlichen, genügenden Noten-

durchschnitt und keine Note liegt unter 3; sie hat aber drei statt der erlaub-

ten zwei ungenügenden Noten, was nach Ziff. 6.4 der Prüfungsordnung 

zum Nichtbestehen der Prüfung führt. Wäre eine der ungenügenden Mo-

dulprüfungen als genügend zu bewerten, so hätte sie unbestrittenermas-

sen die Gesamtprüfung bestanden. 

2.2 Entsprechend focht die Beschwerdeführerin mit einer als "Prüfungsbe-

schwerde Einsprache" bezeichneten Eingabe vom 30. Juli 2021 alle drei 

ungenügenden Modulprüfungen "Beschaffungsmarktforschung" (schriftli-

che Prüfung), "Beschaffungsstrategie" (schriftliche Prüfung) und "Supply 

Chain Management und Nachhaltigkeit" (mündliche Prüfung) bei der Vor-

instanz an. Sie stellte den Antrag, in allen drei ungenügenden Prüfungen 

"die Note 4.0 … gutzuheissen". Betreffend die beiden schriftlichen Mo-

dulprüfungen rügte sie verschiedene materielle Fehlbeurteilungen und be-

gründete diese jeweils relativ ausführlich, bezog sich dabei sowohl auf ihre 

Antworten als auch auf die Musterlösungen und legte dar, weshalb ihres 

Erachtens zusätzliche Punkte zu erteilen gewesen wären. Diese beiden 

schriftlichen Prüfungen thematisiert die Beschwerdeführerin in ihrer Be-

schwerde an das Bundesverwaltungsgericht nicht mehr, weshalb nachfol-

gend nicht mehr detailliert darauf eingegangen wird. 

Betreffend die noch umstrittene mündliche Modulprüfung "Supply Chain 

Management und Nachhaltigkeit" brachte die Beschwerdeführerin vor, 

dass sie "[k]eine Akteneinsicht in die mündlichen Prüfungen erhalten" habe 

und "deshalb […] hier nur noch diesen einen Fall dokumentieren" könne. 

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Dabei ging sie auf einzelne, ihres Erachtens problematische Elemente bei 

Frage 1 ein. Zum Schluss äusserte sie die Befürchtung, es könnten weitere 

unerlaubte Fragen vorhanden sein und ohne Akteneinsicht könne sie die 

Punktevergabe nicht beurteilen. 

2.3 Die Vorinstanz überwies nach Eingang des von ihr verlangten Kosten-

vorschusses der Erstinstanz "die […] Beschwerde zur Stellungnahme", wo-

bei sie diese Überweisung mit der Aufforderung verknüpfte, gegebenen-

falls wiedererwägungsweise selbst auf die Verfügung zurückzukommen. 

Die Erstinstanz nahm mit Eingabe vom 1. September 2021 Stellung und 

empfahl die Abweisung der Beschwerde. Sie äusserte sich zunächst ver-

gleichsweise knapp zu den Rügen materieller Fehlbeurteilung (betreffend 

die beiden schriftlichen Prüfungen) und reichte jeweils zusätzlich eine aus-

führlichere Stellungnahme der beiden Experten ein. 

Auch zu den von der Beschwerdeführerin gerügten problematischen Ele-

menten in Frage 1 der mündlichen Prüfung "Supply Chain Management 

und Nachhaltigkeit" äusserte sie sich und reichte als Beilage den Anhang 

zur einschlägigen Wegleitung ein, um ihre Einschätzung zu fundieren. Die 

Erstinstanz äusserte sich nicht weiter zum Ablauf der mündlichen Prüfung, 

sei es zu den gestellten Fragen oder zu den von der Beschwerdeführerin 

gegebenen Antworten, und reichte diesbezüglich auch keine Dokumente 

ein. 

Die Vorinstanz stellte der Beschwerdeführerin die Eingabe der Erstinstanz 

zu und räumte ihr Gelegenheit ein, die Beschwerde zurückzuziehen oder 

sich zur Stellungnahme der Erstinstanz zu äussern. 

2.4 Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 24. September 2021 an 

ihrer Beschwerde fest. Abgesehen von den hier nicht interessierenden Ant-

worten zu den Ausführungen der Erstinstanz zur materiellen Bewertung der 

beiden schriftlichen Modulprüfungen äusserte sie sich insbesondere zur 

mündlichen Prüfung "Supply Chain Management und Nachhaltigkeit". 

Nebst ihrer Antwort zu den Ausführungen der Erstinstanz zu Frage 1 führte 

sie aus, sie "habe […] keine Akteneinsicht und auch keine Begründung für 

die Note 3.0 erhalten" und habe sich deshalb in der Beschwerde nicht dazu 

äussern können. Aus der Erinnerung habe sie nur noch zur ersten Frage 

etwas sagen können. Entscheidend sei, dass zum Anspruch auf rechtli-

ches Gehör neben dem Akteneinsichtsrecht auch das Recht auf eine Ent-

scheidbegründung gehöre, wozu sie auf die Praxis zur Begründung münd-

licher Prüfungen (Urteil des BVGer B-3872/2020 vom 29. März 2021 

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E. 5.2) hinwies. Daraus folge, dass ihr Gelegenheit zu geben sei, die Prü-

fung zu wiederholen, da ihr keine ausreichende Begründung für die Note 

3.0 habe geliefert werden können. 

2.5 Nach Eingang dieser Replik schloss die Vorinstanz den Schriftenwech-

sel ab und fällte den nun angefochtenen Entscheid. Aus den Akten ergeben 

sich keine Anhaltspunkte, dass bzw. ob die Replik der Erstinstanz noch zur 

Kenntnis zugestellt worden ist. Soweit die beiden schriftlichen Modulprü-

fungen betreffend wies die Vorinstanz die Beschwerde ab, im Wesentlichen 

mit der Begründung, dass keine materielle Fehlbeurteilung im Rechtssinne 

zu erkennen sei. Auch betreffend die heute noch umstrittene mündliche 

Prüfung "Supply Chain Management" wies sie die Beschwerde ab. Dazu 

stellt die Vorinstanz zunächst fest, die Beschwerdeführerin stelle "in Bezug 

auf diesen Prüfungsteil keine Anträge" und erhebe "keine konkreten Rügen 

betreffend die materielle Bewertung", sondern rüge bloss eine unzulässige 

Fragestellung in Frage 1. Die von der Beschwerdeführerin in ihrer Replik 

angerufene Begründungspflicht der Erstinstanz setze voraus, dass die Be-

schwerdeführerin vorab substantiierte Rügen vorbringe. Dies habe die Be-

schwerdeführerin unterlassen, weshalb auch keine Gehörsverletzung vor-

liege. 

2.6 In der vorliegend zu beurteilenden Beschwerde ficht die Beschwerde-

führerin wie erwähnt nur noch die mündliche Prüfung "Supply Chain Ma-

nagement und Nachhaltigkeit" an. Diesbezüglich lautet der Antrag im We-

sentlichen, die Prüfung zu annullieren und ihr die Wiederholung der Prü-

fung zu ermöglichen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz rügt die Be-

schwerdeführerin im vorliegenden Verfahren also nicht eine falsche oder 

willkürliche Bewertung der (einzig noch) gegenständlichen mündlichen 

Prüfung, sondern einen Begründungsmangel, welcher – falls er vorliegt – 

von der Vorinstanz nicht korrigiert worden ist, was laut der Beschwerdefüh-

rerin auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs hinauslaufe. 

2.7 Im vorinstanzlichen Verfahren stellte die Beschwerdeführerin, wie aus-

geführt, neben der beantragten Korrektur aller Noten zwar keinen explizi-

ten Antrag auf Akteneinsicht. Die Anträge sind jedoch – insbesondere bei 

nicht anwaltlich vertretenen Parteien – auch im Lichte der Begründung aus-

zulegen (vgl. BGE 137 II 313 E. 1.9; 136 V 131 E. 1.2; 135 I 119 E. 4; Ur-

teile des BGer 13Y_1/2022 vom 10. Mai 2022 E. 2; 4A_2011/2022 vom 

18. Juli 2022 E. 1). Indem die Beschwerdeführerin in der Begründung der 

vorinstanzlichen Beschwerde betreffend die umstrittene mündliche Prü-

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fung am Anfang (unterstrichen) und am Schluss (durch einen Pfeil hervor-

gehoben) ausführte, sie könne die Prüfung nicht beurteilen, da sie keine 

Akteneinsicht erhalten habe, brachte sie (aber) unmissverständlich zum 

Ausdruck, dass sie sich ohne die Akteneinsicht nicht in der Lage fühle, die 

mündliche Prüfung sachgerecht anzufechten. Entsprechend ersuchte sie 

die Vorinstanz um Zustellung der erstinstanzlichen Akten zwecks gegebe-

nenfalls näherer Substantiierung ihrer Beschwerde. In der Replik vom 

24. September 2021 im vorinstanzlichen Verfahren bezog sich die Be-

schwerdeführerin explizit auf das rechtliche Gehör und führte aus, dass sie 

immer noch nicht die beantragten Akten erhalten hatte. Demnach waren 

vor der Vorinstanz zwar grundsätzlich die materiellen Beurteilungen aller 

drei Noten strittig, doch hatte die Beschwerdeführerin mangels einer nähe-

ren Begründung betreffend die in der mündlichen Prüfung gestellten Fra-

gen hilfsweise ein Akteneinsichtsgesuch gestellt. 

3.  

In Bezug auf die Beurteilung von Prüfungsergebnissen auferlegt sich das 

Bundesverwaltungsgericht eine gewisse Zurückhaltung, und zwar selbst 

dann, wenn seine Kognition nicht ohnehin spezialgesetzlich (wie etwa in 

Art. 37 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über die Eidge-

nössischen Technischen Hochschulen [ETH-Gesetz, SR 414.110]) einge-

schränkt ist (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2 und BVGE 2008/14 E. 3.1 f. und 

4.3.2, je m.w.H.; kritisch: PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechtsschutz bei 

Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, in: ZBI 10/2011, S. 556 f. m.w.H.; 

allgemein auch BENJAMIN SCHINDLER, in: Kommentar VwVG, 2. Aufl. 2019, 

Art. 49, N. 11). Diese Zurückhaltung gilt nur für die materielle Bewertung 

der Prüfungsleistungen. 

Ist, wie vorliegend, die Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften 

(insbesondere der verfassungsrechtlichen Verfahrensgarantien) umstritten 

oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, so prüft das 

Bundesverwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen mit umfassender 

Kognition (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.3 m.w.H.; Urteil des BVGer 

B-3872/2020 E. 5.2). Hierbei nehmen all jene Einwände auf Verfahrensfra-

gen Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung, die Aufgabenstellung 

oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen (vgl. BGE 136 I 229 

E. 5.4.1; Urteil des BVGer B-5150/2021 vom 2. August 2022 E. 2.3 

m.w.H.). 

  

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Seite 9 

4.  

4.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör. Dieser ist formeller Natur. Seine Verletzung führt ungeachtet der 

materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Be-

schwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (vgl. BGE 

144 IV 302 E. 3.2; 144 I 11 E. 5.3; 137 I 195 E. 2.2; Urteil des BGer 

1C_718/2020 vom 21. Juni 2022 E. 3.2). Das rechtliche Gehör dient einer-

seits der Sachaufklärung, anderseits bildet es ein persönlichkeitsbezoge-

nes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids, welcher in die Rechts-

stellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des 

Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu äus-

sern, erhebliche Beweise beizubringen und Einsicht in die Akten zu neh-

men. Voraussetzung des Äusserungsrechts sind genügende Kenntnisse 

über den Verfahrensverlauf, was auf das Recht hinausläuft, in geeigneter 

Weise über die entscheidwesentlichen Vorgänge und Grundlagen orientiert 

zu werden (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3; 140 I 99 E. 3.4). Der Anspruch auf 

rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die 

einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Stand-

punkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1; 144 I 

11 E. 5.3; 140 I 99 E. 3.4; 135 II 286 E. 5.1). Wie weit dieses Recht geht, 

lässt sich nicht generell, sondern nur unter Würdigung der konkreten Um-

stände beurteilen (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3 m.w.H.). Entscheidend ist, ob 

den Betroffenen ermöglicht wurde, ihren Standpunkt wirksam zur Geltung 

zu bringen (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; 136 I 265 E. 3.2; 135 II 286 E. 5.1; 

132 II 485 E. 3.2; Urteil des BGer 1C_6/2022 vom 30. Juni 2022 E. 2.1). 

Die Rechtsprechung hat aus Art. 29 Abs. 2 BV mehrere Teilgehalte abge-

leitet. 

4.1.1 Ein Teilgehalt ist der Anspruch auf Akteneinsicht (vgl. schon BGE 53 

I 107 E. 4). Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf sämtliche Akten eines 

Verfahrens, die für dieses erstellt oder beigezogen wurden, ohne dass ein 

besonderes Interesse geltend gemacht werden müsste und unabhängig 

davon, ob aus Sicht der Behörde die fraglichen Akten für den Ausgang des 

Verfahrens bedeutsam sind. Der Anspruch gilt nicht absolut; er kann aus 

überwiegenden Interessen durch Abdeckung und nötigenfalls Aussonde-

rung eingeschränkt werden; auf solchermassen geheim gehaltene Akten 

darf nur insoweit abgestellt werden, als deren wesentlicher Inhalt unter 

Wahrung der Äusserungsmöglichkeit bekannt gegeben wird (vgl. BGE 144 

II 427 E. 3.1.1 m.w.H.; 132 V 387 E. 3.2). 

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Seite 10 

4.1.2 Ebenso ist die Pflicht der Behörde zu nennen, ihren Entscheid zu be-

gründen. Die Begründung muss so abgefasst werden, dass die betroffene 

Person in die Lage versetzt wird, die Tragweite des Entscheids zu beurtei-

len und ihn in voller Kenntnis der Sachlage an eine höhere Instanz weiter-

zuziehen. Es genügt, wenn die Behörde zumindest kurz die Gründe er-

wähnt, von denen sie sich leiten lässt und auf die sie ihren Entscheid stützt 

(vgl. BGE 142 II 154 E. 4.2; 129 I 232 E. 3.2; neuerdings Urteil des BGer 

2D_35/2021 vom 2. Juni 2022 E. 4.1). 

4.2 Insbesondere in Bezug auf Prüfungsangelegenheiten besteht zum 

rechtlichen Gehör im Allgemeinen und zu den genannten Teilgehalten im 

Besonderen bereits eine ausführliche Rechtsprechung. 

4.2.1 Was die Akteneinsicht betrifft, lässt die Praxis im Prüfungsrecht die 

Nichtaushändigung interner Dokumente wie Musterlösungen (wenn darin 

nicht die Grundlage der Bewertung festgehalten ist) oder persönliche Noti-

zen der Prüfer bei mündlichen Prüfungen zu. Dadurch wird der Anspruch 

auf rechtliches Gehör einer Kandidatin oder eines Kandidaten nicht ver-

letzt, sofern sie oder er in der Lage war, die Bewertung der Arbeit aufgrund 

anderer Unterlagen oder aufgrund einer nachgereichten Begründung 

nachzuvollziehen (vgl. BGE 113 Ia 286 E. 2d; Urteile des BGer 

2D_34/2021 vom 22. Dezember 2021 E. 3.1; 2D_35/2021 E. 4.1). Nur Pro-

tokolle, die von den Examinatorinnen und Examinatoren aufgrund einer for-

mellen Vorschrift erstellt werden mussten, gelten als Bestandteil der erheb-

lichen – und im Rahmen des Akteneinsichtsrechts einsehbaren – Prüfungs-

akte (vgl. Urteile des BVGer B-2585/2017 vom 21. Dezember 2018 E. 5.3; 

B-3560/2013 vom 13. Januar 2014 E. 5.4.2; B-6604/2010 vom 29. Juni 

2011 E. 5.3.2). Anderen Aufzeichnungen der Examinatorinnen und Exami-

natoren bzw. internen Notizen kommt bloss die Bedeutung einer Gedan-

kenstütze zur Vorbereitung des Prüfungsentscheids zu. Sie dienen ledig-

lich der internen Meinungsbildung, sind nicht beweiserheblich und gehören 

nicht zu den Verfahrensakten bzw. unterliegen nicht der Akteneinsicht (vgl. 

BGE 113 Ia 286 E. 2d; Urteil des BGer 2D_13/2021 vom 11. März 2022 

E. 3.1.1; Urteile des BVGer B-2880/2018 vom 19. März 2020 E. 5; 

B-3872/2020 E. 5.2 m.w.H.; STEPHAN C. BRUNNER, in: Kommentar VwVG, 

2. Aufl. 2019, Art. 26 N. 38). Solche Notizen dienen der Prüfungsbehörde 

im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens als Hilfsmittel zur Erstellung ihrer 

schriftlichen Stellungnahmen. Alternativ stünde es der Prüfungsbehörde 

auch frei, die Handnotizen als Beweismittel einzureichen (vgl. Urteile des 

BGer 2C_505/2019 vom 13. September 2019 E. 4.1.1; 2C_632/2013 vom 

8. Juli 2014 E. 4.2; Urteile des BVGer B-3872/2020 E. 5.2; B-3020/2018 

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Seite 11 

vom 12. Februar 2019 E. 4.3). Gegen den Willen der Prüfungsbehörde 

wäre hingegen der Beizug von zu Recht als interne Akten bezeichnete Un-

terlagen im Beschwerdeverfahren höchstens dann denkbar, wenn die Prü-

fungsexpertinnen und -experten nicht in der Lage sind, den Prüfungsver-

lauf auf andere Weise nachvollziehbar darzulegen. 

4.2.2 Der Begründungspflicht wird im Prüfungsrecht nach der Rechtspre-

chung Genüge getan, wenn die Behörde der Kandidatin oder dem Kandi-

daten – allenfalls auch nur mündlich – kurz darlegt, welche Lösungen bzw. 

Problemanalysen erwartet wurden und inwiefern die Antworten den Anfor-

derungen nicht zu genügen vermochten (vgl. Urteile des BGer 

2C_505/2019 E. 4.2.1; 2D_10/2019 vom 6. August 2019 E. 4.2). Der An-

spruch auf Begründung ist nicht schon dann verletzt, wenn die Prüfungs-

behörde sich vorerst darauf beschränkt, die Notenbewertung bekannt zu 

geben. Es genügt, wenn sie eine weitergehende Begründung im Rechts-

mittelverfahren liefert und die Kandidatin oder der Kandidat Gelegenheit 

erhält, in einem zweiten Schriftenwechsel ausführlich dazu Stellung zu 

nehmen (vgl. Urteil des BGer 2C_1004/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.1). 

4.2.3 Weiter gilt, dass die Rechtsmittelbehörde Rügen nur dann detailliert 

beantworten muss, wenn diese substantiiert vorgetragen werden und hin-

reichend belegt sind. Das heisst, dass die Kandidatin oder der Kandidat 

selbst substantiierte Anhaltspunkte mit den entsprechenden Beweismitteln 

dafür liefern muss, dass das Ergebnis materiell nicht vertretbar ist, eindeu-

tig zu hohe Anforderungen gestellt oder die Prüfungsleistungen offensicht-

lich unterbewertet wurden. Es reicht folglich nicht aus, wenn sich die Rügen 

darauf beschränken, pauschal zu behaupten, die Lösung der Kandidatin 

oder des Kandidaten sei vollständig und korrekt (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1 

m.w.H.; Urteil des BVGer B-3872/2020 E. 5.2). Erst wenn eine diesen An-

forderungen genügende Rüge erhoben wird, setzt eine eigentliche Begrün-

dungspflicht der Behörde ein. 

4.2.4 Dabei muss die Behörde die Begründung so abfassen, dass die Kan-

didatin oder der Kandidat erkennen kann, weshalb die Behörde ihren Ent-

scheid so und nicht anders gefällt hat, und diesen Entscheid gegebenen-

falls sachgerecht anfechten kann (vgl. vorstehend E. 4.1.2; BGE 133 III 439 

E. 3.3; 129 I 232 E. 3.2; Urteile des BVGer B-3872/2020 E. 5.2; B-33/2015 

vom 4. August 2016 E. 4.3). Im Gegensatz zu anderen Verwaltungsverfah-

ren, wo die Behörde ihre Verfügung bereits bei deren Erlass gehörig be-

gründen muss, kann die Prüfungsbehörde eine über die Bekanntgabe der 

Noten hinausgehende Begründung im Rechtsmittelverfahren nachliefern 

B-404/2022 

Seite 12 

und die Kandidatin oder der Kandidat erst im Rahmen des zweiten Schrif-

tenwechsels zur Argumentation der Behörde Stellung nehmen. Dies ist auf-

grund der Eigenheiten der Prüfungssituation, und weil es sich regelmässig 

um Massengeschäfte handelt, hinzunehmen. 

4.2.5 Hier zeigt sich aber der Zusammenhang zwischen Akteneinsichts-

recht und Begründungspflicht, denn diese Rechtsprechung zur Begrün-

dungspflicht ist erkennbar auf die Situation im Zusammenhang mit schrift-

lichen Prüfungen zugeschnitten. Dort ist es möglich, der Kandidatin oder 

dem Kandidaten im Rahmen des Akteneinsichtsrechts die Prüfungsarbeit 

mit der Aufgabenstellung auszuhändigen. Diese Unterlagen und allenfalls 

auch ein Vergleich der Prüfungsarbeit mit der Musterlösung oder dem Kor-

rekturraster ermöglichen der Kandidatin oder dem Kandidaten in der Re-

gel, substantiierte Rügen zu formulieren, auf welche die Behörde zielge-

richtet eingehen kann. Bei mündlichen Prüfungen ist die Situation im Ver-

gleich zu schriftlichen Prüfungen in verschiedener Hinsicht speziell gela-

gert. 

4.2.6 Zum einen existieren bei mündlichen Prüfungen keine Prüfungsarbeit 

und möglicherweise auch keine anderen schriftlichen Unterlagen, die aus-

gehändigt werden könnten. Zum anderen ist es nicht nur möglich, sondern 

nachgerade wahrscheinlich, dass die Kandidatin oder der Kandidat sich 

aufgrund der prüfungsbedingten Stresssituation nicht verlässlich an den 

Hergang und Inhalt der mündlichen Prüfung erinnert; dies umso mehr, als 

die Anfechtung oft erst einige Zeit nach der Prüfung stattfindet. Ohne eine 

zumindest rudimentäre, von der Prüfungsbehörde zu liefernde Begründung 

der Note, zum Beispiel in Form eines Protokolls oder einer Liste mit den 

gestellten Fragen und den gegebenen sowie den erwarteten Antworten, ist 

demnach nicht davon auszugehen, dass die Kandidatin oder der Kandidat 

in der Lage wäre, die erforderlichen substantiierten Rügen vorzubringen 

und ihre Parteirechte wirksam wahrzunehmen. Damit das rechtliche Gehör 

bei mündlichen Prüfungen, deren Ergebnis beschwerdeweise und wie in 

casu erkennbar (vgl. vorstehend E. 2.7) in Frage gestellt wird, gewahrt ist, 

muss die Prüfungsbehörde den Prüfungsverlauf im Beschwerdeverfahren 

zumindest in groben Zügen nachzeichnen. Sie muss nachvollziehbar dar-

legen können, welche Prüfungsfragen gestellt wurden, und, wenn auch 

aufgrund des noch unsicheren Streitgegenstandes allerdings vorerst nur 

grob, wie diese von der Kandidatin oder dem Kandidaten beantwortet wur-

den und welches die erwarteten korrekten Antworten gewesen wären (vgl. 

Urteil des BVGer B-3872/2020 E. 5.2). 

B-404/2022 

Seite 13 

4.3 Vor dem Hintergrund dieser theoretischen Grundlagen wird im Folgen-

den die Rechtmässigkeit des vorinstanzlichen Entscheids – nur er ist vor 

Bundesverwaltungsgericht unmittelbar Verfahrensgegenstand (vgl. vorste-

hend E. 1.4) – zu beurteilen sein. 

4.3.1 Die Vorinstanz hat die Erstinstanz unbestrittenermassen nicht zur 

Einreichung der Vorakten oder zur Akteneinsicht bzw. zur Erstellung der 

von der Beschwerdeführerin implizit verlangten (Kurz-)Begründung aufge-

fordert. Entsprechend hat sie der Beschwerdeführerin auch keine solche 

Begründung über den Ablauf und Inhalt der mündlichen Prüfung zustellen 

können und ihr entsprechend auch keine Gelegenheit gegeben, in einem 

zweiten Schriftenwechsel dazu Stellung zu nehmen. Zwar hatte die Be-

schwerdeführerin Gelegenheit zur abschliessenden Stellungnahme, ohne 

aber die beantragte Akteneinsicht gehabt zu haben. Im Rahmen der In-

struktion vor dem Bundesverwaltungsgericht wurden erstmals Aufzeich-

nungen von der Erstinstanz eingereicht (vorstehend Bst. C im Sachver-

halt), welche eine Übersicht über den Ablauf, über die gestellten Fragen 

und über die gegebenen Antworten gibt. 

4.3.2 Die Beschwerdeführerin beantragt "Akteneinsicht"; es ist unklar, 

wann die eben erwähnte Aufzeichnung der Erstinstanz erstellt wurde und 

wann sie vorlag, mithin ob überhaupt Akten(stücke) bestanden, in die Ein-

sicht hätte gewährt werden können und ob diesfalls gemäss vorstehend 

(E. 4.2.1) zitierter Praxis überhaupt ein Anspruch auf Einsicht in dieses Do-

kument bestanden hätte, oder ob es als internes Dokument zu qualifizieren 

gewesen wäre. Angesichts des Nachstehenden kann offenbleiben, ob das 

Dokument hätte zurückbehalten werden dürfen, da es die Erstinstanz nun 

freiwillig eingereicht hat und es damit berücksichtigt werden kann. 

4.3.3 Vorliegend hatte die Beschwerdeführerin im gesamten Erst- und Vor-

instanzlichen Verfahren unbestrittenermassen keine Begründung im Sinne 

der E. 4.2.6 erhalten, obwohl sowohl für die Erstinstanz als auch für die 

Vorinstanz aufgrund der Beschwerde erkennbar war, dass die Note der 

mündlichen Prüfung beanstandet wird und eine nähere Begründung ver-

langt wurde. Zwar ist festzuhalten, dass die angesprochene grobe Auskunft 

über den Prüfungsablauf im Idealfall durch die Prüfungsbehörde selbst er-

folgen sollte. Demnach hätte die Erstinstanz nach Lektüre der Beschwerde 

(an die Vorinstanz) merken müssen, dass sie der Beschwerdeführerin eine 

Begründung im erwähnten Sinne zustellen sollte. Nachdem dies unterblie-

ben ist, wäre es an der Rechtsmittelbehörde – vorliegend an der Vorinstanz 

– gewesen, das Recht auf eine angemessene Begründung durchzusetzen 

B-404/2022 

Seite 14 

und anschliessend der Beschwerdeführerin Gelegenheit zu geben, die Be-

schwerde weiter zu substantiieren.  

4.3.4 Auch im bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren hält die Vor-

instanz an ihrer Auffassung fest, wonach der geschilderte Anspruch auf 

eine rudimentäre Begründung nicht bestehe. Sie schreibt in ihrer Stellung-

nahme wörtlich: "Weshalb sollte die Prüfungsbehörde in der Pflicht stehen, 

gegenüber einer Beschwerdeführerin, die sich nicht mehr an den Prüfungs-

ablauf erinnert und somit nicht in der Lage ist, ihre Leistung realistisch zu 

beurteilen, bereits relativ konkrete Angaben zum Prüfungsablauf, zu Fra-

gen und Antworten, zu erreichten und nicht erreichten Teilpunkten und 

Punkten sowie zu den richtigen, von den Experten erwarteten Antworten, 

vorlegen zu müssen? Dies könnte höchstens der Beschwerdeführerin hel-

fen, irgendwelche Behauptungen dank der nun bestehenden Erinnerungs-

hilfe zusammenzutragen. Es wäre sodann für die Kandidatin ein Einfaches, 

selbst ohne konkrete eigene Erinnerung, im Sinne der Postulierung einer 

Schutzbehauptung, zu den Expertenaussagen einfach jeweils das Gegen-

teil zu behaupten, um die angebliche Willkür glaubhaft zu machen". Damit 

verkennt die Vorinstanz den Sinn dieser Verfahrensgarantie. Anders, als 

sie dies in ihrer Stellungnahme vertritt, ist es gerade der Zweck der Be-

gründungspflicht, eine Beschwerdeführerin, welche die Prüfung mangels 

voller Kenntnis von deren Inhalt nicht sachgerecht anfechten könnte, in die 

Lage zu versetzen, dies zu tun. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz 

dient das rechtliche Gehör als Verfahrensgrundrecht – und insbesondere 

der Teilgehalt der Begründungspflicht – spezifisch dazu, der Beschwerde-

führerin die notwendigen Informationen zu liefern, um die Prüfung gegebe-

nenfalls substantiiert zu bemängeln. Der Fokus, den die Vorinstanz auf das 

Erinnerungsvermögen der Beschwerdeführerin legt, ist verfehlt. Es geht im 

Rechtsmittelverfahren darum, den angefochtenen Verwaltungsakt – im 

Prüfungsrecht die Notenverfügung und das Prüfungsverfahren – auf seine 

Rechtmässigkeit hin zu überprüfen und nicht, das ausreichende Erinne-

rungsvermögen der Beschwerdeführerin zu testen. 

4.3.5 Nichts zu ihren Gunsten kann die Vorinstanz im Übrigen aus den von 

ihr zitierten Urteilen 2P.23/2004 und B-3872/2020 ableiten. Zwar betrafen 

diese Urteile ebenfalls mündliche Prüfungen und es wurde eine substanti-

ierte Rüge gefordert, doch war der Sachverhalt insofern anders gelagert, 

als den Beschwerdeführenden in diesen Fällen die notwendigen Doku-

mente über die mündliche Prüfung vorlagen. 

B-404/2022 

Seite 15 

4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz sich nicht mit 

der von der Erstinstanz abgegebenen Stellungnahme zur materiellen Be-

urteilung der ersten Teilfrage zufriedengeben durfte, sondern der Be-

schwerdeführerin die Möglichkeit hätte einräumen müssen, sich auch zu 

den übrigen Aufgaben zu äussern und ihr dazu – vor allem in Abwesenheit 

von Akten – die notwendige Begründung hätte verschaffen müssen. Damit 

hat sie das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt. 

5.  

Erst im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht hat die Erstinstanz das 

Dokument "Ablauf Mündliche Prüfung" eingereicht, das Auskunft über die 

gestellten Fragen und die von der Beschwerdeführerin gegebenen Antwor-

ten gibt (vgl. Beilage 1 zur Vernehmlassung der Erstinstanz vom 28. März 

2022). Insbesondere dieses Dokument wäre inhaltlich ausreichend gewe-

sen, der Beschwerdeführerin die erforderlichen Informationen zur Verfü-

gung zu stellen. Hätte die Beschwerdeführerin bereits vor den unteren In-

stanzen über dieses Dokument oder über die entsprechenden Informatio-

nen verfügt, wäre sie wohl in der Lage gewesen, in der von der Vor- und 

der Erstinstanz geforderten Weise substantiiert Stellung zu nehmen (dazu 

vorstehend E. 4.2.4 und 4.3.3) oder gegebenenfalls bewusst darauf zu ver-

zichten. 

5.1.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur; seine Verlet-

zung führt ungeachtet der Erfolgsaussichten in der Sache zur Gutheissung 

der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids 

(vgl. vorstehend E. 4.1; BGE 148 IV 22 E. 5.5.2). 

5.1.2 Der Verfahrensfehler – die fehlende Gewährung des rechtlichen Ge-

hörs – muss korrigiert werden. Dies bedeutet, dass der fehlende Verfah-

rensschritt nachgeholt werden muss. Entgegen der Auffassung der Be-

schwerdeführerin liegt darin aber kein Grund, die Wiederholung der Prü-

fung anzuordnen. Solches käme einer Gutheissung in der Sache gleich 

und würde voraussetzen, dass die Beurteilung der Prüfungsleistungen als 

unhaltbar erkannt werden müsste oder der Prüfungsablauf nicht mehr 

nachvollziehbar wäre (vgl. Urteile des BGer 2D_13/2021 E. 3.1.2; 

2C_505/2019 E. 4.1.1; Urteil des BVGer B-3872/2020 E. 5.2). Da die Auf-

zeichnungen prima facie grundsätzlich den Anforderungen entsprechen, 

die an die vorstehend (E. 4.2.6) geforderte Begründung der Leistungsbe-

urteilung zu stellen sind, scheint ein Entscheid in der Sache durch die Vor-

instanz noch nicht ausgeschlossen bzw. noch möglich. 

B-404/2022 

Seite 16 

5.1.3 Es stellt sich die Frage, ob das Bundesverwaltungsgericht die von 

der Vor- und der Erstinstanz begangene Verletzung des rechtlichen Gehörs 

der Beschwerdeführerin heilen kann. Die Praxis lässt die Heilung einer Ver-

letzung des Gehörsanspruchs ausnahmsweise zu, wenn die Verletzung 

nicht besonders schwer wiegt und die betroffene Partei Gelegenheit hat, 

sich vor einer Rechtsmittelbehörde zu äussern, die über die gleiche Kogni-

tion wie die Vorinstanz verfügt (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.4; 142 II 218 

E. 2.8.1). Hinsichtlich der Heilungsmöglichkeit im Beschwerdeverfahren 

vor Bundesverwaltungsgericht sind allerdings folgende Punkte zu berück-

sichtigen: Die Gehörsverweigerung durch die Vorinstanz geschah nicht aus 

Versehen, sondern es lag ihr eine bewusste Entscheidung zugrunde. Die 

Heilung im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht würde dem Verlust ei-

ner Beschwerdeinstanz gleichkommen bzw. dazu führen, dass auf das vor-

instanzliche Verfahren praktisch gänzlich verzichtet und dieses erstinstanz-

lich vor Bundesverwaltungsgericht geführt würde, inklusive aller Schriften-

wechsel und einer (erstmaligen) materiellen Beurteilung der gerügten Prü-

fungsleistungen (vgl. zu den im Einzelnen notwendigen Schritten sogleich 

E. 5.2). Daher drängt sich eine Zurückweisung der Sache an die Vorinstanz 

zur eigenen Entscheidung auf. 

5.2 Demnach ist die Sache im Sinne des Eventualbegehrens der Be-

schwerdeführerin an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese das Ver-

fahren korrekt zu Ende führe. Sie wird der Beschwerdeführerin unverzüg-

lich nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Frist anzusetzen ha-

ben, damit diese gestützt auf die mittlerweile von der Erstinstanz ins Ver-

fahren eingebrachte Darstellung des Ablaufs und Inhalts der mündlichen 

Prüfung ihre Beschwerdebegründung ergänzen und substantiieren kann. 

Anschliessend wird sie einen zweiten Schriftenwechsel durchführen müs-

sen, in dem die Erstinstanz zu den allenfalls substantiierten Vorbringen der 

Beschwerdeführerin Stellung nehmen kann. Weil die Beschwerdeführerin 

aufgrund des jetzt vorhandenen Ablaufs erstmals ihre Prozessaussichten 

verlässlich beurteilen kann, wird sie ihre Beschwerdebegründung möglich-

erweise auf bestimmte Beurteilungspunkte fokussieren können, zudem 

steht es ihr im Übrigen auch frei, die Beschwerde unter den gleichen Fol-

gen zurückzuziehen, wie wenn sie dies nach der entsprechenden Einla-

dung durch die Vorinstanz am 7. September 2021 getan hätte, also na-

mentlich unter Erlass der Verfahrenskosten abzüglich einer Bearbeitungs-

gebühr vom Fr. 100.–. 

  

B-404/2022 

Seite 17 

6.  

Offenbleiben kann bei diesem Ergebnis die von der Beschwerdeführerin 

ebenfalls erhobene Rüge, die Vorinstanz habe die im Verwaltungsverfah-

ren geltende Untersuchungsmaxime verletzt.  

7.  

7.1 Die Verfahrenskosten sind den Parteien nach Massgabe ihres Unter-

liegens aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1 ff. des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Rückweisung zu er-

neutem Entscheid bei offenem Ausgang gilt praxisgemäss als Obsiegen 

(vgl. Urteil des BGer 2C_846/2013 vom 28. April 2014 E. 3.2). Überdies 

setzte die Vorinstanz durch die Gehörsverletzung den Anlass zur Rückwei-

sung. Die Beschwerdeführerin ist bei diesem Verfahrensausgang als voll-

ständig obsiegend zu betrachten; der von ihr geleistete Kostenvorschuss 

ist ihr zurückzuerstatten. Der unterliegenden Vorinstanz werden keine Ver-

fahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

7.2 Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht hat die Be-

schwerdeführerin als obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientschä-

digung (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die obsiegende Be-

schwerdeführerin ist im vorliegenden Verfahren anwaltlich vertreten, hat in-

dessen keine Kostennote eingereicht, weshalb die ihr zuzusprechende 

Parteientschädigung zu Lasten der Eidgenossenschaft (Vorinstanz) nach 

Ermessen und aufgrund der Akten festzusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 

VGKE). Dabei erscheint aufgrund des Umfangs und der Komplexität des 

Falls sowie der von der Beschwerdeführerin eingereichten und ihr zuge-

stellten Schriftsätze eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.– angemes-

sen. 

8.  

Nach Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-

desgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110) ist die Beschwerde 

in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht unzulässig 

gegen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähig-

keitsbewertungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbil-

dung und der Berufsausübung. Unter diesen Ausschlussgrund fallen Prü-

fungsergebnisse im eigentlichen Sinn, aber auch alle anderen Entscheide, 

die sich auf eine Bewertung der intellektuellen oder physischen Fähigkei-

ten oder die Eignung eines Kandidaten beziehen (vgl. BGE 138 II 42 E. 1.1 

B-404/2022 

Seite 18 

m.w.H.). Wenn andere Entscheide im Zusammenhang mit einer Prüfung 

strittig sind, insbesondere solche organisatorischer oder verfahrensrechtli-

cher Natur, bleibt das Rechtsmittel zulässig (vgl. BGE 147 I 73 E. 1.2.1; 

136 I 229 E. 1 je m.w.H.). 

  

B-404/2022 

Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der an-

gefochtene Entscheid vom 21. Dezember 2021 wird aufgehoben und die 

Sache zur Fortführung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss von Fr. 1'500.– wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihr zu bezeichnendes 

Konto zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 3'000.– zugesprochen. Dieser Betrag ist der Beschwerde-

führerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu überwei-

sen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz, die Erstin-

stanz und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und 

Forschung WBF. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Francesco Brentani Benjamin Märkli 

 

B-404/2022 

Seite 20 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 17. Januar 2023 

 

  

B-404/2022 

Seite 21 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft,  

Bildung und Forschung WBF (Gerichtsurkunde)