# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa954d2b-dc5f-5c82-8c59-71f06646cf6e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.01.2019 200 2017 752
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-752_2019-01-11.pdf

## Full Text

200 17 752 IV
KNB/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Januar 2019

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch lic.iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Juni 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich – nach einer Früherfassung durch die Arbeitgeberin im Mai 
2016 (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwort-
beilage [AB] 2) – im Juni 2016 bei der IVB zum Leistungsbezug an (AB 9). 
In der Folge holte die IVB diverse erwerbliche und medizinische Unterlagen 
ein, insbesondere ein Gutachten des C.________ (MEDAS) vom 27. März 
2017 (AB 51.1). Nach durchgeführten Vorbescheidverfahren (AB 54 f.) ver-
neinte die IVB mit Verfügung vom 7. Juni 2017 den Anspruch auf berufliche 
Massnahmen (AB 63) und mit Verfügung vom 28. Juni 2017 den Anspruch 
auf eine Invalidenrente (AB 64).

B.

Gegen die Verfügung der IVB vom 28. Juni 2017 erhob der Versicherte, 
vertreten durch lic.iur. B.________, mit Eingabe vom 29. August 2017 beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde und stellte folgende 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 28. Juni 2017 sei aufzuheben.

2. Es seien die gesetzlichen Leistungen der IVG zu erbringen.

3. Eventualiter sei der Streitgegenstand an die Invalidenversicherung zurückzu-
weisen, mit der Verpflichtung der Sachverhalt sei rechtskonform zu erstellen 
und anschliessend sei ein neuer Entscheid zu erlassen.

4. Eventualiter seien berufliche Eingliederungsmassnahmen durchzuführen und 
anschliessend sei ein neuer Entscheid zu erlassen.

5. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen.

6. Dem Beschwerdeführer sei eine angemessene Parteientschädigung zuzu-
sprechen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Zur Begründung liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen vorbringen, 
dass er „sowohl somatische als auch somatoforme Schmerzen“ aufweise, 
welche von der MEDAS als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
taxiert würden. Eine Simulation liege nicht vor. Der medizinische Sachver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 3

halt sei ungenügend abgeklärt. Zudem sei beim Invalideneinkommen ein 
Abzug von 25% vorzunehmen. Am 13. Oktober 2017 zog der Beschwerde-
führer sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück und am 14. De-
zember 2017 reichte er den in Aussicht gestellten Bericht von Dr. med. 
D.________, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie, vom 14. Dezember 
2017 zu den Akten (Beschwerdebeilage [BB] 3).

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Mai 2018 wurde das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege als erledigt abgeschrieben.

In der Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2018 beantragte die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 28. Juni 2017 (AB 64). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversi-
cherung. Nicht Teil des Anfechtungsobjekts und daher in diesem Verfahren 
nicht zu prüfen sind berufliche Massnahmen (vgl. dazu die unangefochten 
gebliebene Verfügung vom 7. Juni 2017 sowie BGE 131 V 164 E. 2.1 
S. 164). Soweit der Beschwerdeführer solche beantragt (vgl. Beschwerde, 
S. 2 Rechtsbegehren 4), kann auf die Beschwerde nicht eingetreten wer-
den.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

2.2.1 Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, 
dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt 
sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Ge-
sundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend 

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ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr 
zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). 
Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 5 E. 3.1).

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditäts-
grades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi-
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 
V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 
143 V 418 E. 7.2 S. 429).

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-
tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und 
andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich 
namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten 
Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 6

intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch ge-
nommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständi-
gen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im Alltag be-
hauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. 
Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin. 
Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärztlicher Beur-
teilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig überwiegen und 
die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar überschritten 
sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, 
krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) 
zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschädigung ausser 
Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst wenn die 
klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben sein soll-
ten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden Anzei-
chen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheitsschädi-
gung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswirkungen 
derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.1.1 
S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicher-
te Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene 
anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikato-
ren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksich-
tigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreich-
baren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Re-
gelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikato-
ren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien „funktionel-
ler Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4 
S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). Die Aner-
kennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, 
wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten ge-
sundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi-
katoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 7

Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Per-
son zu tragen (E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen folgendes 
entnehmen:

3.1.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, diagnostizierte im Bericht vom 15. Juli 2016 eine Somati-
sierungsstörung (aus den medizinischen Akten), rezidivierende Arthritiden 
(Vorfuss links 2016) und aktenanamnestisch diffuse, idiopathische, skelet-

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tale Hyperostosen (AB 29, S. 11). Bei der klinischen Untersuchung sei vor 
allem die Art der Beschwerdepräsentation bei objektiv fehlenden, patholo-
gischen Befunden aufgefallen. Den meist symptomatischen linken Ellbogen 
und die linke Schulter habe er zusätzlich sonographisch kontrolliert und mit 
Ausnahme diskreter Degenerationen der Rotatorenmanschette keine nam-
haften Befunde feststellen können. Namentlich würden sich im Moment 
auch beide Füsse reizlos präsentieren, offensichtlich ganz anders als noch 
zu Jahresbeginn mit starken Arthritiden im Vor- und Mittelfuss links. Der 
klinische Eindruck sei vor allem von der Diskrepanz zwischen den als ganz 
erheblich präsentierten Beschwerden bei objektiv fehlenden pathologischen 
Befunden geprägt. In den medizinischen Akten sei eine Somatisierungs-
störung aufgeführt, welche dem ersten klinischen Eindruck recht gut ent-
spreche. Es bestünden wenig Zweifel, dass der Beschwerdeführer an einer 
Psoriasis-Arthritis leide. Diese erscheine nur rezidivierend entzündlich zu 
sein, im Moment spontan remittiert. Er empfahl eine rheumatologische Ver-
laufsbegutachtung (AB 29, S. 13).

3.1.2 Der Beschwerdeführer war vom 17. bis am 18. August 2016 im Spi-
tal F.________ (Medizinisch-kardiologische Schwerpunktstation) hospitali-
siert (vgl. dazu auch AB 4, S. 4; 17, S. 4 ff.). Die Ärzte nannten im Bericht 
vom 18. August 2016 als Hauptdiagnose eine muskuloskelettale Schmerz-
symptomatik thorakal links, Differentialdiagnose: funktionell im Rahmen 
einer Angststörung, eine koronare 1-Gefässerkrankung und eine mikrozytä-
re hypochrome Anämie (AB 29, S. 4). Es wurde eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit vom 17. bis am 18. August 2016 attestiert (AB 29, S. 7).

3.1.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dia-
gnostizierte im Bericht vom 11. September 2016 mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit Panikattacken/Angststörung, eine koronare Herzerkran-
kung, eine Psoriasis, einen Verdacht auf eine Psoriasisathropathie, ein 
thorakales Schmerzsyndrom und eine Epikondylitis humeris med. links. 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine arterielle 
Hypertonie (AB 29, S. 1). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer 
Sicht nicht mehr zumutbar (AB 29, S. 2). Mit einer Wiederaufnahme der 
beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden (AB 29, S. 3). Er attes-

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tierte eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 18. Juli bis am 13. November 
2016 (AB 38).

3.1.4 Die Experten der MEDAS diagnostizierten im polydisziplinären Gut-
achten vom 27. März 2017 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chroni-
sches panvertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10: M53.8) und anamnestisch 
eine rezidivierende Psoriasis-assoziierte Arthritis (ICD-10: M09.01; AB 
51.1, S. 27). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine Somatisie-
rungsstörung (ICD-10: F45.0), eine koronare 1-Gefässerkrankung (ICD-10: 
I25.9), ein metabolisches Syndrom, eine substituierte Hypothyreose (ICD-
10: E02), eine leichte Eisenmangelanämie (ICD-10: D50.9) und intrazere-
brale Hämosiderinablagerungen unklarer Wertigkeit (MRI-Zufallsbefund, 
posttraumatisch?, ICD-10: R90.8) diagnostiziert (AB 51.1, S. 28). Aus in-
terdisziplinärer Sicht sei der Beschwerdeführer in körperlich schweren 
Tätigkeiten nicht arbeitsfähig. In einer adaptierten, körperlich leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (AB 51.1, 
S. 29).

3.1.5 Im Bericht vom 14. Dezember 2017 diagnostizierte Dr. med. 
D.________, bei welcher der Beschwerdeführer aktuell einmal monatlich in 
Behandlung war, eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.0), eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 
somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) und chronische Schmerzen. Die 
Arbeitsfähigkeit sei auf maximal 20% zu schätzen. Im Rahmen der Wieder-
eingliederungsmassnahmen der IV sei eine Arbeitsbelastungsprobe ausge-
führt worden, welche eine maximale Belastung von täglich zwei Stunden 
gezeigt habe. Neben den chronischen Schmerzen sei (hierfür) vor allem 
der Konzentrationsmangel verantwortlich (BB 3).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 10

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 27. März 2017 
(basierend auf einer allgemeininternistischen, psychiatrischen, rheumatolo-
gischen und neurologischen Untersuchung) erfüllt die von der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutach-
tens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Be-
weiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthal-
tenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kennt-
nis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 
getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum aktuellen Gesundheitszustand werden nachvollziehbar begründet. 
Auch stehen die Fachbeurteilungen in Übereinstimmung untereinander und 
flossen in die interdisziplinäre Beurteilung ein. 

3.4 In somatischer Hinsicht wird im rheumatologischen Teilgutachten 
schlüssig ausgeführt, dass radiomorphologisch gewisse arthrotische Ver-
änderungen atlantodental sowie im thorakolumbalen Übergang und thora-
kal-ventral mit ossären Spangenbildungen im Sinne einer diffusen skeletta-
len Hyperostose (DISH) bestehen. Klinisch zeigen sich zudem Wirbelsäu-
lenfehlhaltungen und eine Wirbelsäulenfehlform mit langgezogener beton-
ter thorakaler Kyphose, betonter lumbaler Hyperlordose und s-förmiger 
Skoliose (AB 51.1, S. 20, 29). Demgegenüber zeigten sich im Rahmen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 11

Untersuchung vom 13. Februar 2017 weder am Achsenskelett noch an den 
oberen und unteren Extremitäten eindeutige Hinweise für die früher postu-
lierte Spondylarthropathie bzw. es konnte keine aktive Psoriasis-
Arthropathie objektiviert werden (AB 51.1, S. 22). Aufgrund der aktuellen 
Anamnese erfüllte der Beschwerdeführer die Klassifikationskriterien für 
eine axiale Spondylarthritis nicht, ebenso wenig für eine periphere Spon-
dylarthritis (AB 51.1, S. 22 f.). Insgesamt fand der rheumatologische Gut-
achter sehr viele Inkonsistenzen in Bezug auf die Schilderung der alltägli-
chen Aktivitäten gegenüber den objektivierbaren Befunden (vgl. dazu auch 
die übereinstimmende Einschätzung von Dr. med. E.________ vom 15. Juli 
2016 [AB 29, S. 13]). Es konnte gemäss dem Gutachter der MEDAS nicht 
davon ausgegangen werden, dass sich die beklagten Leiden konsistent in 
allen vergleichbaren Lebensbereichen auswirken. Vom Bestehen der gel-
tend gemachten Behinderung war er nicht adäquat überzeugt. Der rheuma-
tologische Gutachter ging von einer deutlichen subjektiven Krankheits- und 
Behinderungsüberzeugung mit sekundärer Selbstlimitierung aus (AB 51.1, 
S. 23). Aufgrund der aktuellen klinischen Befunde attestierte er in der zu-
letzt angestammten beruflichen Tätigkeit als … sowie für sonstige körper-
lich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende berufliche Tätigkeiten 
nachvollziehbar eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. Es sollten einzig repetitiv, 
schwer manuell belastende Tätigkeiten vor allem der linken Hand vermie-
den werden. Ebenfalls sollte dem Beschwerdeführer ermöglicht werden, an 
seinem Arbeitsplatz die Arbeitsposition regelmässig selbstständig wechseln 
zu können. Vermieden werden sollten stereotype Rotationsbewegungen 
des Achsenskellets sowie repetitive Überkopfbewegungen des linken, nicht 
dominanten Arms. Es beständen keine Einschränkungen für leichte bis nur 
selten mittelschwer belastende Tätigkeiten mehrheitlich in Schulterneutral-
stellung, ebenso wenig beständen Einschränkungen im Bezug auf die Geh-
fähigkeit (AB 51.1, S. 23 f.). Der allgemeininternistische Gutachter diagnos-
tizierte unter anderem eine koronare 1-Gefässerkrankung (ICD-10: I25.9) 
und attestierte aufgrund dessen eine volle Arbeitsunfähigkeit für körperlich 
schwere Tätigkeiten. Für körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere 
Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (AB 51.1, S. 9). Der Ge-
samtbeurteilung ist demgegenüber zu entnehmen, dass die koronare 1-
Gefässerkrankung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat (AB 51.1, 
S. 28 f.). Eine nähere Abklärung dieses Widerspruchs muss jedoch vorlie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 12

gend nicht vorgenommen werden. Selbst bei Annahme einer Auswirkung 
der koronaren 1-Gefässerkrankung auf die Arbeitsfähigkeit steht das ent-
sprechende Zumutbarkeitsprofil nicht im Widerspruch zu demjenigen des 
rheumatologischen Gutachters. Vielmehr stimmen die Zumutbarkeitsprofile 
im Wesentlichen überein. Im neurologischen Teilgutachten wurden keine 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (AB 51.1, S. 26 
f.). Aus somatischer Sicht ist damit von einer 100%-igen Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit in einer angepassten, körperlich leichten bis mittelschweren 
Tätigkeit auszugehen.

3.5

3.5.1 Im psychiatrischen Teilgutachten wurden keine Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit wurde eine Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) diagnostiziert. 
Das Ausmass der geklagten Beschwerden (Rückenschmerzen, Herzbe-
schwerden, Atemnot, Schwindel, Parästhesien) und subjektiven Krank-
heitsüberzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, konnten durch die so-
matischen Befunde nicht hinreichend objektiviert werden, sodass eine psy-
chische Überlagerung angenommen wurde. Eine weitere psychiatrische 
Störung konnte nicht diagnostiziert werden. Das Vorliegen einer Angst-
störung wurde verneint, da die Ängste den Beschwerdeführer im Alltag 
nicht einschränken. Auch die gelegentlich auftretenden, ängstlichen und 
depressiven Verstimmungen sind gemäss dem Experten Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, im Rahmen der 
Somatisierungsstörung zu sehen. Eine eigenständige Angsterkrankung 
oder eine eigenständige depressive Störung konnte nicht festgestellt wer-
den (AB 51.1, S. 12).

Soweit Dr. med. D.________ im Bericht vom 14. Dezember 2017 neben 
einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.0) und chronischen 
Schmerzen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgra-
dige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) diagnostiziert 
(BB 3), vermag dies nichts an der Einschätzung des psychiatrischen Exper-
ten der MEDAS, welche auch für den Verfügungszeitpunkt Gültigkeit hat, 
zu ändern. So erfolgte die Diagnose einer depressiven Störung bzw. der 
Bericht von Dr. med. D.________ am 14. Dezember 2017 und damit nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 13

dem hier massgebenden Sacherhalt bis zur Zeit der Verfügung vom 
28. Juni 2017 (AB 64; BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 
S. 140). Nach dem Erlass der Verfügung verfasste Arztberichte sind nicht 
in die Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie keine Rückschlüsse auf die 
im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens bestehende Si-
tuation erlauben (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4), was im vorliegenden Fall 
gegeben ist. So ist dem Bericht vom 14. Dezember 2017 nicht zu entneh-
men, seit wann der Beschwerdeführer in der Behandlung von Dr. med. 
D.________ steht. Auch macht die behandelnde Ärztin keine rückwirken-
den Angaben zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Im Übri-
gen ist schliesslich festzuhalten, dass für die Annahme eines psychischen 
Gesundheitsschadens – nebst der nach einem wissenschaftlich anerkann-
ten Klassifikationssystem gestellten Diagnose (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50) 
– eine Beurteilung durch einen Facharzt für Psychiatrie vorausgesetzt wird 
(vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285 mit Hinweis auf BGE 130 V 396). Dr. 
med. D.________ verfügt einzig über den Facharzttitel für Oto-Rhino-
Laryngologie. Die von ihr gestellten psychiatrischen Diagnosen sowie auch 
die attestierte Arbeitsfähigkeit von bloss 20% entbehren sodann auch einer 
überzeugenden Begründung (vgl. dazu Anmerkung in E. 4.5 hiernach). 

3.5.2 Dr. med. H.________ kommt unter Behandlung der versicherungs-
medizinischen Fragen zum Ergebnis, dass die Somatisierungsstörung kei-
ne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet (AB 51.1, S. 13 - 15). 
Diese Ausführungen überzeugen. Damit fehlt es hinsichtlich eines psychi-
schen Gesundheitsschadens an einer Grundvoraussetzung für eine An-
spruchsberechtigung (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
27. September 2018, 8C_175/2018, E. 4). Wie nachfolgend aufzuzeigen 
ist, ist eine relevante Arbeitsunfähigkeit im Übrigen auch bei Anwendung 
der massgebenden Indikatoren (vgl. E. 2.2.2 hiervor) zu verneinen.

3.5.3 Zunächst ist festzuhalten, dass im Gutachten der MEDAS bzw. im 
rheumatologischen Teilgutachten auf Inkonsistenzen hingewiesen wird, 
fand sich in den entsprechenden Untersuchungen doch eine ausgeprägte 
Diskrepanz zwischen dem Ausmass der subjektiv geklagten Beschwerden 
und den objektivierbaren Befunden (AB 51.1, S. 23, 28). Bereits im Bericht 
von Dr. med. E.________ vom 15. März 2013 wurde ausgeführt, dass der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 14

klinische Eindruck vor allem von der Diskrepanz zwischen den als ganz 
erheblich präsentierten Beschwerden bei objektiv fehlenden pathologischen 
Befunden geprägt sei (AB 29, S. 11, 13). Das Vorliegen einer Aggravation 
bzw. eines Ausschlussgrundes wurde jedoch vom psychiatrischen Teilgut-
achter der MEDAS verneint (AB 51.1, S. 14; vgl. E. 2.2.2 hiervor). Ob sich 
bereits angesichts der aktenmässigen Hinweise auf Ausschlussgründe die 
Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbietet, kann hier letztlich 
offen bleiben, sprechen die Standardindikatoren doch ohnehin gegen eine 
funktionelle Auswirkung der psychischen Gesundheitsschäden (vgl. nach-
folgende Ausführungen).

Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu prü-
fen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298): Hierzu ist festzuhalten, dass die Aus-
prägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.1 S. 298 f.) nicht übermässig ist und dass das ausgehend vom 
diagnose-inhärenten Mindestschweregrad von der Rechtsprechung gefor-
derte Vorliegen eines andauernden, schweren und quälenden Schmerzes 
(BGE 141 V 281 E. 2.1.1 S. 286) beim Beschwerdeführer nicht gegeben ist. 
Mit Blick auf den vom Beschwerdeführer angegebenen, durchaus struktu-
rierten Tagesablauf mit sozialen Kontakten (AB 51.1, S. 11) kann nicht von 
einem andauernden, schweren und quälenden Schmerz gesprochen wer-
den, was jedoch diagnosespezifisch sein müsste (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.1 S. 298 i.V.m. E. 2.1.1 S. 286). So konnten im Rahmen der gut-
achterlichen Untersuchung denn auch keine psychopathologischen Sym-
ptome festgestellt werden. Der Beschwerdeführer erwähnte einzig eine 
leicht erhöhte Ängstlichkeit bezüglich seiner Herzbeschwerden. Es handelt 
sich dabei aber nicht um eine eigentliche Angststörung und der Beschwer-
deführer ist durch seine Ängste bzw. psychopathologischen Symptome 
nicht im Alltag beeinträchtigt (AB 51.1, S. 13). Zudem ist darauf hinzuwei-
sen, dass im rheumatologischen Teilgutachten bzw. in der Gesamtbeurtei-
lung auf eine Inkonsistenz im Rahmen einer ausgeprägten Diskrepanz zwi-
schen dem Ausmass der subjektiv geklagten Beschwerden und den objek-
tivierbaren Befunden hingewiesen wird (AB 51.1, S. 23, 28, 30). Betreffend 
Behandlungserfolg oder -resistenz (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) 
geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer gelegentlich ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 15

Gespräch mit seinem Hausarzt hat. Entgegen seinen Angaben nimmt der 
Beschwerdeführer jedoch die verordneten Antidepressiva nicht ein 
(AB 51.1, S. 14). Sodann steht der Beschwerdeführer nicht – jedenfalls 
nicht im hier massgebenden Zeitraum – in fachärztlicher Behandlung. Ent-
sprechend dem psychiatrischen Gutachter ist die Kooperation bei den The-
rapien nur teilweise gegeben. Die ausgeprägte subjektive Krankheitsüber-
zeugung hat keinen Krankheitswert und wird sich durch eine psychiatrische 
Behandlung kaum beeinflussen lassen. Eingliederungsmassnahmen erach-
tet Dr. med. H.________ als ganztags und ohne jede Einschränkung zu-
mutbar. Aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheits- und Behinde-
rungsüberzeugung ist aber eine erfolgreiche Durchführung aus invaliditäts-
fremden Gründen kaum möglich (AB 51.1, S. 15). Er empfahl die Weiter-
führung der antidepressiven Therapie (AB 51.1, S. 13). Eine Behandlungs-
resistenz ist somit nicht gegeben. Weiter bestehen keine Komorbiditäten. 
Aus psychiatrischer Sicht findet sich - wie bereits ausgeführt (vgl. E. 3.5.1 
hiervor) - keine eigenständige (schwere und nicht mehr angehbare) psychi-
sche Störung (vgl. Entscheid des BGer vom 7. Februar 2012, 
9C_736/2011, E. 4.2.2.1) und die somatischen Beeinträchtigungen mit ei-
ner 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit stehen der 
Überwindbarkeit nicht entgegen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.). 
Dafür, dass der Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302) 
einer Erwerbstätigkeit entgegensteht, bestehen sodann keine Anhaltspunk-
te, denn es fanden sich anlässlich der psychiatrischen Begutachtung keine 
Ich-Störungen (AB 51.1 S. 11 f.; BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302). Der sozi-
ale Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, dass ein Beziehungs-
netz besteht. Der Beschwerdeführer lebt zusammen mit seinen beiden 
Söhnen. Daneben gab er anlässlich der Begutachtung an, dass er Kontakt 
mit seinem Bruder, seinem Onkel und den Nachbarn habe (AB 51.1, S. 11). 
Der Lebenskontext hält dem Beschwerdeführer folglich genügend mobili-
sierbare Ressourcen bereit. Im Rahmen der Konsistenzprüfung (BGE 141 
V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) ist schliesslich festzuhalten, dass keine gleich-
mässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Le-
bensbereichen zu erheben war. Während der Beschwerdeführer, welcher 
sich selbst nicht als arbeitsfähig sieht, tagsüber im Haushalt mithilft, Spa-
ziergänge macht, kleine Einkäufe erledigt und gute sowie regelmässige 
soziale Kontakte pflegt, geht er keiner beruflichen Tätigkeit nach (AB 51.1, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 16

S. 15). Dieses Verhalten lässt mit Blick auf die gesamten Umstände nicht 
auf einen krankheitsbedingten Rückzug und auf verminderte Ressourcen 
schliessen. Gestützt auf die massgebenden Indikatoren ist folglich nicht mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
dass die gestellte psychiatrische Diagnose – entsprechend dem schlüssi-
gen Gutachten der MEDAS – eine erhebliche funktionelle Einschränkung 
bewirkt. Mithin kommt der diagnostizierten Somatisierungsstörung keine 
invalidisierende Wirkung zu.

3.6 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer aus 
psychiatrischer Sicht nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. In so-
matischer Hinsicht sind körperlich schwere Tätigkeiten nicht mehr zumut-
bar. In einer angepassten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit 
besteht eine 100%-ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Gestützt auf dieses 
Zumutbarkeitsprofil ist im Folgenden der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 17

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
Anmeldung bei der IVB im Juni 2016 (AB 9) sowie der attestierten Arbeits-
unfähigkeit (von mindestens 40% ohne wesentlichen Unterbruch) seit dem 
25. März 2016 (vgl. AB 4) der 1. März 2017 (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG i.V.m. 
Art. 29 Abs. 3 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich 
vorzunehmen.

4.3 Der Beschwerdeführer arbeitete seit Oktober 1993 als … für die 
I.________ AG (vgl. AB 16). Diese Stelle wurde ihm aus gesundheitlichen 
Gründen per 30. November 2016 gekündigt (AB 37). Es ist somit davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall immer noch 
für die I.________ AG tätig wäre. Gemäss Fragebogen Arbeitgeber vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 18

13. Juli 2016 hat der Beschwerdeführer im Jahr 2015 insgesamt 
Fr. 68‘701.-- (inkl. 13. Monatslohn) verdient (AB 16, S. 5). Aufindexiert auf 
das Jahr 2017 resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 69‘295.50 (BFS, 
Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer 2011 - 2017, Zeile C: Verarbei-
tendes Gewerbe/Herstellung von Waren, 2015 [104.0], 2017 [104.9]).

4.4 Da der Beschwerdeführer keiner ihm zumutbaren angepassten 
Tätigkeit nachgeht, sind für die Berechnung des Invalideneinkommens die 
Tabellenlöhne heranzuziehen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Abgestellt auf die LSE 
2014, Tabelle TA1, Niveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art), Total, Männer, ist von einem Einkommen von Fr. 5‘312.-- 
pro Monat bzw. Fr. 63‘744.-- pro Jahr auszugehen. Umgerechnet auf die 
betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total, 2017) und aufindexiert auf 
das Jahr 2017 (BFS, Tabelle T1.1.10. Nominallohnindex, Männer 2011 - 
2017, Total, 2014 [103.2], 2017 [104.6]) ergibt dies ein Invalideneinkom-
men von jährlich Fr. 67‘354.60 (Fr. 63‘744.-- : 40 x 41.7 : 103.2 x 104.6).

Der Beschwerdeführer kann nur noch angepasste, körperlich leichte bis 
mittelschwere Tätigkeiten ausführen, weshalb sich das Tätigkeitsspektrum 
verringert – körperliche Schwerarbeiten sind nicht mehr möglich. Weitere 
invaliditätsfremde Gründe, die einen Abzug rechtfertigen würden, liegen 
nicht vor. Der Beschwerdeführer war im hier massgebenden Zeitpunkt 53 
Jahre alt, seit 1988 in der Schweiz und seit 2006 Schweizer Bürger (vgl. 
AB 8 f., 23). Der von der Beschwerdegegnerin berücksichtigte leidensbe-
dingte Abzug von 5% erscheint unter diesen Umständen angemessen (vgl. 
E. 4.1.2 hiervor). Demnach ergibt sich ein Invalideneinkommen von jährlich 
Fr. 63‘986.90. 

Es bleibt anzufügen, dass selbst bei Gewährung des maximal zulässigen 
Abzuges von 25% – wie ihn der Beschwerdeführer geltend macht – und 
damit einem Invalideneinkommen von Fr. 50‘515.95 kein rentenbegrün-
dender Invaliditätsgrad erreicht würde (vgl. E. 4.5 hiernach).

4.5 Zusammenfassend resultiert bei einem Valideneinkommen von 
Fr. 69‘295.50 und einem Invalideneinkommen von Fr. 63‘986.90 (bzw. 
Fr. 50‘515.95) eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 5‘308.60 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 19

(bzw. Fr. 18‘779.55), was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad 
von gerundet (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 125) 8% (bzw. 27%) ent-
spricht (vgl. E. 2.3 hiervor).

Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtmässig und die 
dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten 
werden kann. 

Da vorliegend nur der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt der Verfügung vom 
28. Juni 2017 zu beurteilen ist (vgl. dazu E. 3.5.1 hiervor), ist der Be-
schwerdeführer abschliessend darauf hinzuweisen, dass es ihm frei steht, 
bei einer allfälligen Veränderung bzw. Verschlechterung des (psychischen) 
Gesundheitszustandes eine Neuanmeldung einzureichen. Eine Meldung 
bei der Invalidenversicherung steht dem Beschwerdeführer ebenfalls be-
treffend allfälliger Eingliederungsmassnahmen frei, soweit er sich subjektiv 
als eingliederungsbereit erachtet.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- lic.iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, IV/17/752, Seite 21

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.