# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 756fddc0-83f5-54ab-b467-152f8ce3aae5
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-18
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung 18.03.2015 OG O3V-14-11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_OG-O3V-14-11_2015-03-18.pdf

## Full Text

Beschwerdeführerin A___ 

 
vertreten durch: RA AA___ 
 
 

 
Vorinstanz SUVA Schweizerische Unfallversicherungsanstalt,  

Postfach 4358, 6002 Luzern 
 

 
 

 
  

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
3. Abteilung 
 
Die von der Beschwerdeführerin gegen dieses  
Urteil erhobene Beschwerde an das Bundes- 
gericht hat dieses mit Entscheid vom 5.11.2015 
abgewiesen.  

Urteil vom 18. März 2015  
 

Mitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg 
Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, S. Plachel 
Obergerichtsschreiber J. Kürsteiner 
 
 
 

Verfahren Nr. O3V 14 11 
 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 
 

Gegenstand UVG-Leistungen 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) der Beschwerdeführerin: 

 1. Der die Verfügung vom 12. Juni 2013 bestätigende Einspracheentscheid E 2555/13 

der Beschwerdegegnerin vom 11. März 2014 sei aufzuheben. 

 2.a Der Beschwerdeführerin seien die ihr von der Beschwerdegegnerin nach dem Unfall-

ereignis vom 8. Dezember 2009 zustehenden Leistungen nach UVG auch über den 

1. Juli 2013 hinaus zuzusprechen. 

 2.b Eventuell sei die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung des Sachverhalts und 

neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

 

 

b) der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 11. März 2014, womit 

die Verfügung der Suva vom 12. Juni 2013 geschützt wurde, sei zu bestätigen. 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Dr. med. B___, FMH orthopädische Chirurgie, erstattete am 17. Juni 2009 Bericht über die 

Revision der linken Hüfte der am XX.XX.1956 geborenen A___ mit Refixation des Trochan-

ter major mittels Dall-Miles-Cerclage bei veraltetem Abriss des Trochanter major und bei 

Status nach Implantation einer Hüft-Totalprothese, dies im Rahmen eines stationären Auf-

enthaltes in der Klinik Stephanshorn vom 25. Mai bis 11. Juni 2009 (s. ferner den Operati-

onsbericht betreffend den schalenförmigen Abriss des Trochanter major vom 26. Mai 

2009). 

 

B. B.1 

Am 14. März 2011 erstattete die Möbel Pfister AG, Suhr, wo die Versicherte seit 

1. Juli 1997 zu 100% als Verkäuferin tätig war, eine Schadenmeldung UVG (Rückfall), da 

sie sich am 8. Dezember 2009 an der voroperierten linken Hüfte verletzt habe. 

 

B.2 

Gemäss Bericht Dr. B___ erfolgte am 15. April 2010 eine offene Metallentfernung nach der 

Ruptur der Cerclage an der linken Hüfte. 

 

Seite 3 

B.3 

Laut Aktennotiz der Suva über einen Anruf der Versicherten vom 21. Mai 2010 sei diese ab 

25. Mai 2010 zu 50% und ab 7. Juni 2010 zu 100% arbeitsfähig (vgl. auch die geringfügig 

abweichenden Angaben Dr. B___ im Unfallschein UVG vom 9. November 2010 mit Fallab-

schluss am 1. Oktober 2010). 

 

B.4 

Gemäss einem weiteren Operationsbericht Dr. B___ erfolgte am 26. April 2011 eine Tro-

chanter-Mobilisation an der linken Hüfte mit Refixation mittels Dall-Miles-Cerclage bei Tro-

chanter-Abriss und bei Status nach Implantation einer Totalprothese, dies im Rahmen ei-

nes stationären Aufenthalts in der Klinik Stephanshorn vom 25. April bis 6. Mai 2011, wie 

deren Austrittsbericht vom 25. Mai 2011 zu entnehmen ist. 

 

B.5 

Die Suva teilte der Möbel Pfister AG mit Schreiben vom 15. Juni 2011 mit, dass sie für die 

Folgen des Berufsunfalls vom 8. Dezember 2009 Leistungen ab 14. April 2010 erbringe. 

 

B.6 

Gemäss Aktennotiz der Suva vom 15. September 2011 habe die Versicherte in der Befra-

gung zuhause gemeint, dass sie am Arbeitsplatz den ganzen Tag auf den Beinen sei und 

auch Sachen auspacken sowie einräumen müsse. Mit Zwischenbericht vom 

26. Januar 2012 meinte Dr. B___, dass die Versicherte maximal zu 50% arbeitsfähig sei, 

gemäss Zwischenbericht vom 14. März 2012 gelte diese Einschätzung nunmehr für eine 

gehende Tätigkeit, während in einer sitzenden volle Arbeitsfähigkeit bestehe. 

 

B.7 

Im Erstgespräch mit der Casemanagerin der Suva meinte die Versicherte gemäss Protokoll 

vom 23. März 2012, sie sei ausschliesslich stehend sowie gehend tätig und wünsche keine 

andere Tätigkeit als die bisherige, wobei sie aus privaten Gründen zu 100% erwerbstätig 

sein müsse. Gemäss einer Situationsanalyse der Suva vom 7. Juni 2012 hätten bereits vor 

dem fraglichen Ereignis krankheitsbedingte Einschränkungen bestanden. Weder die Invali-

den- noch die Unfallversicherung könnten dafür aufkommen, dass die Versicherte an der 

bisherigen Stelle nicht kündigen wolle, woran letztere gemäss Aktennotiz der Suva vom 

5. März  2013 auch in der Folge festhielt. 

 

C. C.1 

 Laut Konsilium der Rehaklinik Bellikon vom 18. September 2012 bekunde die Versicherte 

Mühe bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation, woraus sich schleichend eine Anpas-

Seite 4 

sungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion entwickle, die jedoch die Arbeitsfähigkeit 

nicht beeinträchtige. Gemäss Austrittsbericht der Klinik über den stationären Aufenthalt 

vom 13. August bis 20. September 2012 bestehe in einer adaptierten Tätigkeit eine voll-

ständige Arbeitsfähigkeit. 

 

 C.2 

Mit Bericht vom 25. Februar 2013 vermochte Dr. med. C___, FMH physikalische Medizin 

und Rehabilitation, klinisch und im MRI der Radiologie Herisau vom 27. November 2012 

keine Anhaltspunkte für eine vertebragene bzw. spondylogene Mitbeteiligung, insbesonde-

re auch keine neurokompressive Ursache für die Lumbalbeschwerden zu erkennen, die 

sich überdies unter Physiotherapie zurückbildeten. 

 

 C.3 

 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. D___, FMH Chirurgie, meinte mit Untersuchungsbericht vom 

20. März 2013, die Versicherte klage über Schmerzen im Bereich der linken Hüfte, Wetter-

fühligkeit, nächtliche Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung. Objektiv sei die akti-

ve Hüftbeweglichkeit um ca. 50% gegenüber rechts eingeschränkt, passiv sei die Beweg-

lichkeit jedoch seitengleich. Ferner sei auf der linken Seite gegenüber der rechten keine 

muskuläre Hypotrophie erkennbar, klinisch jedoch eine Glutealinsuffizienz. 

 

 Die Hüftbeweglichkeit links sei bereits vor der primären Cerclage eingeschränkt gewesen, 

weshalb diese am 26. April 2011 neu gelegt worden sei, nachdem am 26. Mai 2009 erst-

mals die operative Refixation des Trochanters mittels Drahtcerclage erfolgt sei. Durch den 

fraglichen Unfall sei die Hüft-Totalprothese funktionell nur leicht beeinträchtigt worden, 

weshalb die Suva bei allfälligen späteren Eingriffen nicht leistungspflichtig wäre. 

 

 Mit Schreiben vom 24. Mai 2013 antwortete Dr. D___ auf Anfrage der Casemanagerin, 

dass mit der Cerclage vom 26. April 2011 der Zustand vor dem Unfall wiederhergestellt 

worden sei. Da der Trochanter-Abriss im Rahmen einer bei der Suva nicht versicherten 

Operation erfolgt sei, sei sie nur zuständig für die Verschlechterung aufgrund der unfallbe-

dingten Cerclage-Ruptur, welche jedoch mit einer erneuten Cerclage behoben worden sei. 

Mit Schreiben vom 7. Juni 2013 schliesslich meinte Dr. D___ auf Anfrage, der fragliche  

Unfall habe keine Auswirkung auf die Tätigkeit der Versicherten als Verkäuferin, da sie für 

Tätigkeiten, die sie unabhängig vom Unfall nicht selber ausführen könne, Unterstützung er-

halte. 

 

 

 

Seite 5 

D. D.1 

 Mit Verfügung vom 12. Juni 2013 verneinte die Suva eine unfallbedingte Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit. Da von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung 

mehr zu erwarten sei, werde der Fall per Ende Juni 2013 abgeschlossen. 

 

 D.2 

 Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 8. Juli 2013 Einsprache, da sie eine 

Erwerbseinbusse von 50% zu verkraften habe und eine berufliche Umorientierung in ihrem 

Alter schwierig sei. Der Eingabe lag ein Schreiben Dr. B___ an die Möbel Pfister AG vom 

5.  Juli 2013 bei. Demnach sei die Patientin seit Einsetzung einer linksseitigen Hüft-

Totalprothese 2004 nie ganz beschwerdefrei gewesen, weshalb sie ihn am 

27. Oktober 2008 erstmals konsultiert habe. Ab 7. März 2012 habe in einer sitzenden Tä-

tigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit vorgelegen, wobei die linke Hüfte aktuell maximal zu 50% 

belastbar sei. Im Vordergrund stehe nicht eine Bewegungseinschränkung, sondern ein 

Schmerzsyndrom, das durch das fragliche Ereignis wegweisend verschlechtert worden sei. 

 

 D.3 

 Nach einer Aktennotiz der Suva vom 17. September 2013, wonach die Versicherte nach 

der Metallentfernung vom 15. April 2010 ab 7. Juni 2010 wieder zu 100% erwerbstätig und 

nach der wegen der Dislokation des Trochanter am 26. April 2011 wiederholten Cerclage 

während mehr als zehn Monaten zu 100% erwerbstätig gewesen sei, nahm Kreisärztin 

med. pract. E___, FMH Chirurgie, am 18. September 2013 Stellung. Nach dem fraglichen 

Ereignis sei erst im Januar 2010 eine (vorgezogene) Arztvisite und erst im März eine radio-

logische Abklärung mit der Diagnose einer rupturierten Cerclage erfolgt. Nach deren Ent-

fernung im April 2010 sei mit der erneuten Cerclage vom 26. April 2011 der Zustand vor 

dem Ereignis wiederhergestellt worden. Dieses sei deshalb überwiegend wahrscheinlich 

nicht kausal für die anhaltenden Beschwerden, sondern der vorbestehende Zustand mit 

Status nach Einsetzung einer Hüft-Totalprothese 2004 mit erstmaliger Revision 2005 und 

nochmaliger Revision 2009. 

 

 D.4 

Am 3. Februar 2014 erstattete Dr. med. F___, FMH orthopädische Chirurgie, von der Abtei-

lung Versicherungsmedizin der Suva eine Stellungnahme. Alle Fixationsmaterialien zur Er-

möglichung des Zusammenwachsens von Knochenteilen seien für eine beschränkte Zeit 

konzipiert und würden bei ständiger Biegebeanspruchung früher oder später brechen. Nach 

der Cerclage vom 20. Mai 2009 habe sich das Fragment - dieses habe sich bei einer Frak-

tur der Trochanterspitze gebildet und hätte mit der Cerclage vom 20. Mai 2009 saniert wer-

den sollen - wie zuvor bewegt, weshalb ein Bruch der Drähte nur eine Frage der Zeit gewe-

Seite 6 

sen sei. Bei instabilen Montagen sei dies nach seiner 25jährigen Erfahrung oft schon nach 

drei bis vier Monaten der Fall. Auf dem Röntgenbild vom 7. August 2009 sei kein Draht-

bruch feststellbar gewesen, jedoch auf jenem vom 5. März 2010, also drei Monate nach 

dem fraglichen Ereignis. Wann genau der Draht gebrochen sei, sei nicht schlüssig beweis-

bar. Indessen sei die Wahrscheinlichkeit, dass der intakte Draht bei der damaligen Prellung 

am Arbeitsplatz gebrochen sei, gering, da Drähte auf Zug rissen. Eher sei der Draht schon 

vor dem 8. Dezember 2009 wegen Materialermüdung gebrochen und das gebrochene 

Drahtende beim Aufprall verschoben und in die Weichteile gebogen worden. Das fragliche 

Ereignis habe aber nachweisbar zu keiner strukturellen Veränderung weder am Trochanter-

fragment noch an der Hüftprothese geführt. Dass erst mit der Operation vom 26. April 2011, 

womit das Fragment habe stabilisiert werden können, der Vorzustand erreicht worden sei, 

wie die kreisärztlichen Kollegen am 24. Mai und am 18. September 2013 gemeint hätten, 

sei nicht nachvollziehbar, da diese erneute Operation die Sanierung der lange vorbeste-

henden Pseudarthrose und nicht die Platzierung eines Drahtes an der Stelle bezweckt ha-

be, wo er zum Zeitpunkt der Prellung gelegen habe. Radiologisch habe sich das Trochan-

terfragment vor und nach der Prellung, aber auch nach der Drahtentfernung unverändert 

dargestellt. Die Entfernung der ganzen Drahtcerclage habe sich aufgedrängt, da mittels 

dieser die Trochanterpseudarthrose nicht habe saniert werden können. 

 

Das von der Versicherten geklagte Stechen und der elektrisierende Schmerz würden durch 

den am 5. März 2010 radiologisch nachgewiesenen Riss der Drahtschlinge, deren Ende in 

die Weichteile vorstehe, überwiegend wahrscheinlich erklärt. Damit sei der krankhaft be-

dingte Vorzustand durch das fragliche Ereignis verschlimmert worden. Nach der operativen 

Entfernung der Cerclage am 15. April 2010 seien die Beschwerden jedoch vergangen, und 

ab 7. Juni 2010 sei die Versicherte wieder zu 100% an der angestammten Stelle tätig ge-

wesen. Der Status quo ante vel sine sei nach Abschluss der Behandlung am 

1. Oktober 2010 erreicht worden. Die am 14. März 2011 als Rückfall gemeldete Wiederauf-

nahme der Behandlung ab Februar 2011 und die Operation vom 26. April 2011 hätten den 

Vorzustand betroffen und stünden nicht überwiegend wahrscheinlich in Zusammenhang mit 

dem fraglichen Ereignis. 

 

E. E.1 

 Nach einem Vorbescheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen vom 

6. Februar 2014, wonach das Leistungsbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 7% abge-

wiesen werde (s. auch deren gleichlautende Verfügung vom 26. März 2014), und einer 

Stellungnahme der Versicherten zur Beurteilung Dr.  F___ vom 3. März 2014 wies die Suva 

die Einsprache mit Entscheid vom 11. März 2014 ab, wobei zur Begründung auf die Stel-

lungnahme Dr. F___ vom 3. Februar 2014 verwiesen wurde. Da der Vorzustand spätestens 

Seite 7 

Anfang Oktober 2010 erreicht gewesen sei, hätten die Leistungen schon auf diesen Zeit-

punkt hin statt erst auf Ende Juni 2013 eingestellt werden können. 

 

 E.2 

 Dagegen liess die Versicherte mit Schreiben vom 11. April 2014 Beschwerde mit den ein-

gangs wiedergegebenen Anträgen erheben. In Anbetracht der widersprüchlichen Einschät-

zungen der Kreisärzte sei entweder auf die Angaben des behandelnden Arztes abzustellen 

oder aber ein externes Gutachten einzuholen. Ersterenfalls stelle sich die Rentenfrage, wo-

bei ihr im Alter von fast 58 Jahren ein Wechsel der Arbeitsstelle nach rund 17 Jahren nicht 

zumutbar sei. Im Übrigen sei die Sache als Grund- und nicht als Rückfall abzuhandeln, da 

seit dem Unfall immer Beschwerden vorgelegen hätten. 

 

 E.3 

 Mit Beschwerdeantwort vom 27. August 2014 entgegnete die Suva, die Angelegenheit sei 

als Rückfall zu prüfen, weil spätestens Anfang Oktober 2010 von einem stillschweigend er-

folgten Fallabschluss auszugehen sei. Selbst andernfalls wäre die Beschwerde aber abzu-

weisen aufgrund einer lediglich vorübergehenden Verschlechterung des Vorzustands. 

 

 E.4 

 Mit Replik vom 22. Oktober 2014 meinte die Beschwerdeführerin, die Suva habe das Ver-

fahren nicht förmlich abgeschlossen, wogegen sie ohnehin opponiert hätte. Abgesehen  

davon sei angesichts des schwierigen Heilungsverlaufs auch bei einer ex ante-Betrachtung 

ein stillschweigender Fallabschluss nicht zulässig. 

 

 Auf Anfrage vom 20. Oktober 2014 habe Dr. B___ in einer Besprechung gemeint, entgegen 

Dr. F___ müsse der bei einer dynamischen Fixierung mittels Cerclage eingebrachte Draht 

nicht zwingend dem Knochen anliegen, sondern könne auch um Sehnenansätze herum ge-

führt werden. Mittels Röntgenbild könne zwar eine allfällige Reponierung, nicht aber die 

Stabilität der Fixierung des Fragments beurteilt werden. Nach der Montage mittels Cerclage 

vom 26. Mai 2009 sei das Trochanterfragment stabil fixiert gewesen, was namentlich aus 

den gemäss Patientin deutlich geringeren postoperativen Beschwerden hervorgehe. Da der 

Suva der Nachweis für den Wegfall jeglicher Kausalität misslinge, sei sie weiterhin leis-

tungspflichtig. 

 

 E.5 

 Mit Duplik vom 11. November 2014 hielt auch die Suva an ihrem bisherigen Standpunkt 

fest. 

Erwägungen 

Seite 8 

 

1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass 

diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der Form- und 

Fristerfordernisse erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten. 

 

2. 2.1 

 Im vorliegenden Fall ist zunächst der Zeitpunkt der Unfallmeldung genauer zu prüfen. Nach 

Art. 45 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) hat der versicherte Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber oder dem Versicherer 

den Unfall, der eine ärztliche Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge 

hat, unverzüglich zu melden. Versäumt der Versicherte die Unfallmeldung in unent-

schuldbarer Weise und erwachsen daraus dem Versicherer erhebliche Umtriebe, so kön-

nen die auf die Zwischenzeit entfallenden Geldleistungen bis zur Hälfte entzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 UVG). Der Versicherer kann jede Leistung um die Hälfte kürzen, wenn ihm 

der Unfall oder der Tod infolge unentschuldbarer Versäumnis des Versicherten oder seiner 

Hinterlassenen nicht binnen dreier Monate gemeldet worden ist; er kann die Leistung ver-

weigern, wenn ihm absichtlich eine falsche Unfallmeldung erstattet worden ist (Art. 46 

Abs. 2 UVG) 

 

 2.2 

 Die Suva hat sich an der verspäteten Unfallmeldung durch die Arbeitgeberin der Versicher-

ten vom 14. März 2011 - der Unfall geschah nach deren Angaben am 8. Dezember 2009, 

und die (Erst-)Behandlung der Unfallfolgen erfolgte offenbar erst im Januar 2010 im Rah-

men einer schon vorher vereinbarten, aber vorgezogenen Arztvisite - offenbar nicht gestört 

und die gesetzlich vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten nicht angewendet. 

 

3. 3.1 

 Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Wirkung eines äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Be-

einträchtigung der körperlichen oder der geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

Eine versicherte Person hat u.a. Anspruch auf zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 

(Art. 10 Abs. 1 UVG), ab dem dritten Tag nach dem Unfall zufolge voller oder teilweiser Ar-

beitsunfähigkeit auf Taggelder (Art. 16 UVG) und - sofern von der Fortsetzung der ärztli-

chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden 

kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind - bei mindestens 10%iger Invalidität auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung 

(Art. 18 und 19 UVG). 

Seite 9 

 

 3.2 

 Die Leistungspflicht der Unfallversicherung gemäss UVG setzt bei somatischen Unfallfol-

gen voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und den eingetretenen gesundheitlichen 

Beschwerden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen in diesem Sinne 

sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetre-

ten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 

Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zu-

sammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten 

Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, 

ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 

Erw. 3.1). 

 

 Die Beweislast für dessen Wegfall obliegt der Unfallversicherung, falls sie zuvor erbrachte 

Leistungen einstellen will, was dann der Fall sein kann, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), 

oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 

sine), erreicht ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_354/2007 vom 4. August 2008 Erw. 2.2, 

8C_847/2008 vom 29. Januar 2009 Erw. 2). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusam-

menhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. 

Ebensowenig geht es darum, von der Unfallversicherung den negativen Beweis zu verlan-

gen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei vol-

ler Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheits-

schadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bun-

desgerichts 8C_126/2008 vom 11. November 2008 Erw. 2.3). 

 

 3.3 

 Wenn hingegen die versicherte Person einen Rückfall geltend macht, obliegt ihr der Nach-

weis eines Kausalzusammenhangs zwischen dem fraglichen Ereignis und den gesundheit-

lichen Beschwerden. Sowohl der der Unfallversicherung im Rahmen eines Grundfalls ob-

liegende Nachweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs als auch der der 

versicherten Person im Rahmen eines Rückfalls obliegende Nachweis sind mit dem in der 

Sozialversicherung üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erbrin-

gen (Urteil des Bundesgerichts U 60/02 vom 18. September 2002 Erw. 2.1). 

 

Seite 10 

4. 4.1 

 Während in der Schadenmeldung der Möbel Pfister AG vom 14. März 2011 von einem 

Rückfall die Rede war, behauptet die Versicherte in der Beschwerde, dass die Frage der 

Leistungseinstellung nach dem Ereignis vom 8. Dezember 2009 im Rahmen eines Grund-

falles zu prüfen sei. In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass sich ihr Zustand 

nach der Entfernung der Cerclage am 15. April 2010 und einer Re-Cerclage am 

26. April 2010 verhältnismässig rasch besserte, sodass ab 25. Mai 2010 eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit und ab 7. Juni 2010 - wie schon vor dem Ereignis ab Novem-

ber 2009 - eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorlag, und dies ohne aktenkundige ärztliche Be-

handlung bis zur erneuten Cerclage. 

 

 4.2 

 Der Fallabschluss hat jedoch in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die 

(weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 Erw. 4; 

Art. 124 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; 

SR 832.202]). Teilt der Versicherer den Fallabschluss stattdessen nur in einem einfachen 

Schreiben mit, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn 

die versicherte Person dagegen nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 

V 145). 

 

 4.3 

 Vorliegend stand unzweifelhaft die Erbringung erheblicher Leistungen wie Heilbehandlung, 

Taggelder und eventuell Rente zur Diskussion. Trotzdem erging seitens der Suva hinsicht-

lich des Fallabschlusses weder eine Verfügung noch ein gewöhnliches Schreiben; vielmehr 

teilte sie der Arbeitgeberin und der Versicherten mit Schreiben vom 15. Juni 2011 mit, für 

die Folgen des Berufsunfalls vom 8. Dezember 2009 erbringe sie Leistungen ab dem 

14. April 2010. Entgegen der von der Suva in der Beschwerdeantwort vertretenen Meinung 

kann vor diesem Hintergrund nicht von einem stillschweigenden Fallabschluss spätestens 

Anfang Oktober 2010 ausgegangen werden. Die weitere Erbringung von Versicherungs- 

leistungen ist deshalb im Rahmen des Grundfalls zu prüfen. Die Beweislast für den Wegfall 

unfallbedingter Gesundheitsbeschwerden obliegt damit der Suva. 

 

5. 5.1 

 Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs spielen ärztliche Berichte eine wichtige 

Rolle. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialver-

sicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

Seite 11 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, 

dass der Sozialversicherungsrichter alle Beweismittel, unabhängig von deren Herkunft, ob-

jektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-

verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei ei-

nander widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, ohne 

dass das gesamte Beweismaterial gewürdigt wird und die Gründe angegeben werden, wa-

rum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird. Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-

schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 

der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation des Patienten einleuch-

tet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 122 V 157 Erw. 1c). 

 

 5.2 

 Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 

Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. zum Folgenden BGE 125 V 351 

Erw. 3b). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva oder durch UVG-

Privatversicherer eingeholten Berichten von externen Spezialärzten, welche aufgrund ein-

gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 

der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-

gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In Bezug auf Berichte von Hausärzten und 

behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 

dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfäl-

len eher zugunsten ihrer Patienten aussagen, was mit der unterschiedlichen Natur von Be-

handlungs- und Begutachtungsauftrag zusammenhängen mag (Urteil des Bundesgerichts 

9C_739/2008 vom 26. März 2009 Erw. 2.4). 

 

 Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte schliesslich kommt Beweis-

wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich  

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 

steht, lässt jedenfalls nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schlies-

sen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilich-

keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 

Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Un-

parteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen. Auch bei nur ge-

Seite 12 

ringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Berich-

te wären externe ergänzende medizinische Berichte einzuholen (BGE 135 V 465 Erw. 4.6). 

 

6. 6.1 

 Die Suva stützte sich im Einspracheentscheid auf das ausführliche versicherungsinterne 

Gutachten von Orthopäde Dr. F___ vom 3. Februar 2014. Dieser kommt in schlüssiger und 

nachvollziehbarer Weise zum Schluss, dass der Status quo sine mit dem Abschluss der 

Behandlung durch Dr. B___ bereits Anfang Oktober 2010 erreicht worden sei und das Er-

eignis vom 8. Dezember 2009 den Vorzustand lediglich vorübergehend verschlimmert ha-

be; auch habe die Schadenmeldung vom 14. März 2011 bzw. die Wiederaufnahme der Be-

handlung im Februar 2011 mit der Operation vom 26. April 2011 den krankheitsbedingten 

Vorzustand betroffen und stehe überwiegend wahrscheinlich nicht im Zusammenhang mit 

dem fraglichen Ereignis vom 8. Dezember 2009. 

 

 Mit dem Untersuchungsbericht von Chirurge Dr. D___ vom 20. März 2013 und mit den er-

gänzenden Angaben vom 24. Mai und vom 7. Juni 2013 besteht lediglich in zeitlicher Hin-

sicht keine vollständige Übereinstimmung, indem der Kreisarzt den Suva-unabhängigen 

Vorzustand (erst) mit der Cerclage vom 26. April 2011 als wiederhergestellt sah. Da jedoch 

die Suva am 12. Juni 2013 den Fallabschluss erst auf Ende Juni 2013 verfügte, spielt diese 

unterschiedliche zeitliche Einschätzung durch Dr. F___ und Dr. D___ keine Rolle. Das 

Gleiche gilt für die im Rahmen des Einspracheverfahrens durch die Suva eingeholte weite-

re interne Stellungnahme von Kreisärztin und Chirurgin E___. Diese meinte wie Kollege Dr. 

D___, dass der Zustand vor dem fraglichen Ereignis, also der Status quo ante, mit der er-

neuten Cerclage vom 26. April 2011 wiederhergestellt worden sei, ging aber wie Dr. D___ 

und Dr. F___ davon aus, dass für die anhaltenden Beschwerden nicht der Unfall vom 

8. Dezember 2009, sondern ein vorbestehender krankheitsbedingter Zustand verantwortlich 

war und ist. 

 

 6.2 

 Eine Abweichung zum Gutachten F___ ist auch im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon 

vom 8. Oktober 2012 zu erkennen, wo - entgegen den tatsächlichen Umständen mit einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit ab 7. Juni 2010 - die bisherige Tätigkeit als Verkäuferin als un-

zumutbar bezeichnet wurde, aber (immerhin) in einer adaptierten Tätigkeit von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wurde. Auf diesen älteren Bericht wurde in der 

Folge seitens der Suva zu Recht nicht abgestellt. 

 

 6.3 

Seite 13 

 Was schliesslich die Angaben des behandelnden Arztes Dr. B___ anbelangt, so bezeichne-

te dieser am 9. November 2010 die Behandlung nach der letzten Kontrolluntersuchung vom 

1. Oktober 2010 als abgeschlossen. Zwar operierte er die Patientin am 26. April 2011 er-

neut, doch betraf diese Intervention nach zutreffender Auffassung Dr. F___ nicht (mehr) 

das Ereignis vom 8. Dezember 2009, sondern einen früheren krankheitsbedingten Vorzu-

stand. Die Angabe des Behandlungsabschlusses per 1. Oktober 2010 bezog sich mithin auf 

ersteres, weshalb die Beschwerdeführerin aus den späteren Angaben Dr. B___ - auch nicht 

aus seinen mündlichen, wie sie von RA AA___ mit Schreiben vom 20. Oktober 2014 wie-

dergegeben und in der Replik vom 22. Oktober 2014 verwendet wurden - nichts zu ihren 

Gunsten abzuleiten vermag. 

 

 6.4 

 Vor diesem Hintergrund hat die Suva ihre Leistungen zu Recht auf Ende Juni 2013 einge-

stellt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Die Versicherte sei abschliessend daran er-

innert, dass nach Art. 6 ATSG bei einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit - von einer 

solchen ist nach sechs Monaten auszugehen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, 

Zürich 2009, Art. 6 N 10) - auch die Zumutbarkeit einer leidensadaptierten Tätigkeit zu be-

rücksichtigen ist. Ferner hat eine Person, die sich einer zumutbaren Behandlung oder Ein-

gliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder 

eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht, widersetzt oder nicht aus eigenem An-

trieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt, eine vorübergehende oder dauernde Kürzung der 

Leistungen zu gewärtigen (Art. 21 Abs. 4 ATSG, sog. Schadenminderungspflicht; s. z.B. Ur-

teil des Bundesgericht 8C_662/2013 vom 6. Januar 2014 Erw. 6.2). 

 

7. 7.1 

 Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 1 UVG). 

 

 7.2 

 Vorliegend sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen, da die Beschwerdeführerin 

unterliegt (Art. 61 lit. g ATSG i.V.m. Art. 1 UVG e contrario) und da die obsiegende Suva 

eine staatliche Einrichtung ist (vgl. Art. 24 Abs. 3 lit. a in Verbindung mit Art. 59 des Geset-

zes über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG]). 

  

Seite 14 

Das Obergericht erkennt: 
 
 
1. Die Beschwerde von A___ wird abgewiesen. 
 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben.  
 
 
3. Rechtsmittel:  Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit dessen Zustellung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerdeschrift ist zu unterzeichnen und dreifach einzureichen. Der angefochtene Ent-
scheid mitsamt Zustellcouvert ist beizulegen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren und 
deren Begründung zu enthalten. Die Beweismittel sind zu bezeichnen und, soweit der Be-
schwerdeführer diese in Händen hat, beizulegen. 

 
 
4. Zustellung an die Beschwerdeführerin über deren Anwalt, die Vorinstanz und an das Bun-

desamt für Gesundheit. 
 
 
 
Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtspräsident: 

 

 

lic. iur. Ernst Zingg 

Der Gerichtsschreiber: 

 

 

lic. iur. Joachim Kürsteiner 

 
 
 
versandt am: 15.07.15