# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66929474-08fc-53c8-b10d-b956079786df
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-29
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2017 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2017
**Docket/Reference:** DB.2019.192
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/1-db.2019.192--1-st.2019.250.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2019.192 
1 ST.2019.250 

Entscheid 

 29. Juni 2020 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Michael Ochsner, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichte-
rin Barbara Collet und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

A ,    

vertreten durch B AG,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2017 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2017 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  1.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  hielt  50%,  d.h.  50  Namenaktien  zu  je 

Fr. 1'000.-  nominal,  an  der  2011  gegründeten  C  AG.  Mit  Eingabe  vom  28.  Juni  2016 

liess er zusammen mit seiner von ihm seit 2015 getrennt lebenden Ehefrau D (nachfol-

gend  D)  u.a.  beim  kantonalen  Steueramt  eine  Rulinganfrage  stellen.  Darin  gaben  sie 

ihren Entschluss bekannt, sich scheiden zu lassen. Es sei vorgesehen, die Aktien der 

C AG im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung als Errungenschaft hälftig 

zu teilen; indessen sei geplant, dass der Pflichtige in der Folge den Anteil von  D über 

eine  neu  zu  gründende Akquisitionsholding  zurückerwirbt.  Sie  stellten  den  Antrag,  es 

sei zu bestätigen, dass der daraus erzielte Kapitalgewinn von D bei den direkten Steu-

ern  steuerfrei  sei.  Das  kantonale  Steueramt  lehnte  dies  mit  E-Mail  vom  15.  Juli  2016 

ab, da aufgrund der Akten immer nur der Pflichtige Aktionär gewesen sei und das Vor-

gehen konstruiert erscheine. In der Folge kam es zu keiner Einigung.  

Mit  Scheidungskonvention  vom  …  2016  vereinbarten  der  Pflichtige  und  D, 

dass sie im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung 25 Namenaktien der  C 

AG erhält, und sich gleichzeitig verpflichtet, eine Vereinbarung abzuschliessen betref-

fend  Kaufrecht  an  diesen  Namenaktien  zu  Gunsten  einer  vom  Pflichtigen  gehaltenen 

Gesellschaft. Am … 2016 wurde die Ehe geschieden. Die Vereinbarung wurde unver-

ändert in das Urteil des Bezirksgerichts aufgenommen.  

In der Folge gründete der Pflichtige mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 

… 2017 die E AG, F; diese wurde am … 2017 mit einem nominellen Aktienkapital von 

Fr.  100'000.-  in  das  Handelsregister  eingetragen.  Der  Pflichtige  leistete  hierzu  eine 

Sacheinlage in Form seiner 25 Namenaktien der  C AG (mit einem nominellen Aktien-

kapital  von  Fr. 25'000.-)  zu  einem  Wert  von  Fr.  40'000.-  pro  Aktie,  wofür  ihm 

Fr. 100'000.- gegen Nominalkapital und Fr. 900'000.- gegen Agio gutgeschrieben wur-

den.  

Mit Vereinbarung vom … Januar 2017 räumte D der in Gründung befindlichen 

E  AG  ein  Kaufrecht  ein  auf  die  sich  in  ihrem  Eigentum  befindlichen  25  Namenaktien 

der C AG. Das Kaufrecht war auf sechs Monate ab erfolgter rechtskräftiger Scheidung 

befristet.  D  verpflichtete  sich,  bis  zur  Ausübung  des  Kaufrechts  in  keiner  Weise  über 

die Namenaktien zu verfügen, und die Aktien waren zu hinterlegen. Der Kaufpreis wur-

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de auf Fr. 40'000.- pro Namenaktie, insgesamt Fr. 1'000'000.-, festgesetzt. Am … Ja-

nuar  2017  erklärte  die  E  AG  die  Ausübung  des  Kaufrechts.  Der  Kaufpreis  wurde 

dadurch  finanziert,  dass  die  E  AG  mit  Vertrag  vom  ...  Januar 2017  von  der  G-Bank 

einen  Kredit  (Fester  Vorschuss)  von  maximal  Fr.  600'000.-  aufnahm;  dieser  Betrag 

wurde D ausbezahlt. Bezüglich des Restbetrags von Fr. 400'000.- vereinbarten D und 

die Käuferin, diesen als Darlehen stehen zu lassen.  

2. Im Einschätzungsverfahren des Pflichtigen für die Steuerperiode 2017 führ-

te  das  kantonale  Steueramt  eine  Untersuchung  über  all  diese  Vorgänge  durch.  Am 

25. Juni 2019 traf es folgende Einschätzungen:  

Direkte Bundessteuer  

Fr. 

Steuerbares Einkommen 

Staats- und Gemeindesteuern 

Steuerbares Einkommen  

Davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 

Steuerbares Vermögen 

Darin rechnete der Steuerkommissär insgesamt Fr. 1'050'000.- beim Einkom-

men  als  Vermögensertrag  aus  Transponierung auf.  Dieser  Betrag  setzte  sich  zusam-

men  aus  Fr.  50'000.-  Nennwertdifferenz  zwischen  der  als  Sacheinlage  hingegebenen 

Namensaktien  der  C  AG  und  dem  dafür  erhaltenen  Nennwert  der  Aktien  der  E  AG, 

sowie aus Fr. 1'000'000.- mit Bezug auf die von D eingebrachten Aktien. Den Vermö-

genssteuerwert der Aktien der E AG setzte er auf Fr. 5'670'000.- fest.  

B.  Hiergegen  liess  der  Pflichtige  am  11.  Juli  2019  Einsprache  erheben  und 

beantragen,  auf  die  Aufrechnungen  zu  verzichten,  mit  Ausnahme  der  Nennwert-

Differenz  von  Fr.  50'000.-,  sowie  bei  den  Staats-  und  Gemeindesteuern  den  Vermö-

genssteuerwert der Aktien der E AG auf Fr. 4'000'000.- herabzusetzen.  

Am 10. September 2019 reichte der Pflichtige zusätzliche Unterlagen ein. Mit 

Auflage  vom  12. September 2019  verlangte  der  Steuerkommissär  weitere  Angaben 

und Auskünfte. Der Pflichtige antwortete am 26. September 2019.  

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Das  kantonale  Steueramt  wies  die  Einsprachen  am  6. Dezember 2019  mit 

Bezug auf die steuerbaren Einkommen ab, hiess die Einsprache bezüglich dem steu-

erbaren Vermögen bei den Staats- und Gemeindesteuern teilweise gut und setzte die-

ses  auf  Fr.  2'821'000.-  fest.  Neu  ging  es  von  einem  Vermögenssteuerwert  der  E  AG 

von Fr. 29'600.- pro Aktie bzw. total Fr. 2'960'000.- aus. Im Übrigen hielt es an seinem 

bisherigen Standpunkt fest.  

C.  Mit  Beschwerde  bzw.  Rekurs  vom  19. Dezember 2019  beantragte  der 

Pflichtige, bei der direkten Bundessteuer 2017 das steuerbare Einkommen auf (gerun-

det) Fr. 113'700.- und bei den Staats- und Gemeindesteuern 2017 das steuerbare Ein-

kommen  auf  (gerundet)  Fr.  126'600.-  und  das  steuerbare  Vermögen  auf  (gerundet) 

Fr. 1'933'000.- festzusetzen, unter Kostenfolgen.  

Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  28.  Februar  2020  auf  Abweisung  der 

Rechtsmittel. Mit Replik vom 16. März 2020 hielt der Pflichtige an seinen Anträgen fest. 

Das kantonale Steueramt verzichtete auf die Einreichung einer Duplik. Die Eidgenössi-

sche Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.  

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a) Der Einkommenssteuer unterliegen gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bun-

desgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 20 

Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) die Erträge aus beweglichem 

Vermögen  wie  Dividenden,  Gewinnanteile,  Liquidationsüberschüsse,  Kapitalrückzah-

lungen für Gratisaktien und geldwerte Vorteile aus Beteiligung aller Art. Steuerfrei sind 

demgegenüber kraft Art. 16 Abs. 3 DBG bzw. § 16 Abs. 3 StG Kapitalgewinne aus der 

Veräusserung von Privatvermögen.  

Als Ertrag aus beweglichem Vermögen im Sinn von Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG 

gilt  auch  der  Erlös  aus  der  Übertragung  einer  Beteiligung  von  mindestens  5%  am 

Grund-  oder  Stammkapital  einer  Kapitalgesellschaft  oder  Genossenschaft  aus  dem 

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Privatvermögen  in  das  Geschäftsvermögen  einer  Personenunternehmung  oder  einer 

juristischen Person, an welcher der Veräusserer oder Einbringer nach der Übertragung 

zu mindestens 50% am Kapital beteiligt ist, soweit die gesamthaft erhaltene Gegenleis-

tung den Nennwert der übertragenen Beteiligung übersteigt (Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG, 

in  der  Fassung  vom  23.  Juni  2006,  in  Kraft  seit  1.  Januar  2007).  Für  das  kantonale 

Recht enthält § 20a Abs. 1 lit. b StG (in der Fassung vom 5. November 2007, in Kraft 

seit 1. Januar 2008) eine gleichlautende Bestimmung.  

Diese  Regelung  beruht  auf  der  Überlegung,  dass  beim  Verkauf  einer  Beteili-

gung an eine selbstbeherrschte Gesellschaft nicht ein Kapitalgewinn realisiert wird, da 

der  verkaufende  Anteilsinhaber  trotz  Aufgabe  des  zivilrechtlichen  Eigentums  die  wirt-

schaftliche  Verfügungsmacht  behält  (so  genannte  Transponierung).  Da  der  Mehrwert 

von  Beteiligungsrechten  mit  der  Einbringung  in  ein  selbstbeherrschtes  Unternehmen 

nicht  umgewandelt  und  somit  nicht  realisiert  wird,  handelt  es  sich  bei  der  Gegenleis-

tung um einen steuerbaren Vermögensertrag. Würden solche Einkünfte nicht als geld-

werte  Vorteile  aus  Beteiligung  erfasst,  wäre  der  Weg  zur  steuerfreien  Ausschüttung 

von  laufenden  oder  gespeicherten  Gewinnen  an  den  Aktionär  offen  (Aufhebung  der 

latenten  Ausschüttungssteuerlast;  Reich/Helbing/Duss,  Kommentar  zum  Schweizeri-

schen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. A., 2017, Art. 20a 

N 107  DBG;  Peter  Locher,  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  die  direkte  Bundes-

steuer,  1.  Teil,  2.  A.,  2019,  Art.  20a  N  25;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkom-

mentar  zum  DBG,  3.  A.,  2016,  Art.  20a  N  63  f.  DBG  sowie  Kommentar  zum  Zürcher 

Steuergesetz, 3. A., 2013, § 20a N 61 f. StG).  

b)  Streitig  ist  vorliegend,  ob  die  Übertragung  der  25  Namenaktien  der  C  AG 

durch den Pflichtigen an D mit nachfolgendem Weiterverkauf an die von ihm gehaltene 

E  AG  eine Transponierung  bzw.  eine  diesbezügliche  Steuerumgehung  (dazu nachfol-

gend E. 2) darstellt, die dem Pflichtigen zuzurechnen ist. Im Vordergrund steht insbe-

sondere das für die Annahme einer Transponierung vorausgesetzte Kriterium der Be-

herrschung der übernehmenden Gesellschaft durch die einbringende Person, da D zu 

keinem Zeitpunkt Aktien der E AG hielt. Die Vorinstanz begründet die Transponierung 

bzw. eine diesbezügliche Steuerumgehung darin, dass der Pflichtige seine Beteiligung 

an  der  C  AG  bewusst  mittels  Zwischenschaltung  von  D  in  die  ihm  gehörende  E  AG 

einbracht habe.  

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aa)  Damit  stellt  sich  die  Frage,  ob  die  Übertragung  von  Aktien  an  eine  Dritt-

person zwecks Einbringung in eine Gesellschaft des ursprünglichen Aktieneigentümers 

den  Tatbestand  der  Transponierung  erfüllt.  Eine  solche  Einbringung  ist  dem  Aktionär 

ohne weiteres zuzurechnen, wenn die eingesetzte Person in dessen Auftrag handelte, 

etwa  als  Treuhänder.  Dies  entspricht  dem  Wesen  dieser  Vertragsbeziehung,  da  ein 

Treuhänder  als  Beauftragter  eine  Rechtshandlung  im  eigenen  Namen  und  kraft  eige-

nen  Rechts,  aber  im  Interesse  und  für  Rechnung  des  Auftraggebers  ausführt  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, VB zu Art. 16 - 39 N 45 DBG sowie Art. 126 N 24 DBG). In 

solchen Fällen werden das Treugut und die daraus fliessenden Erträge dem Treugeber 

zugerechnet. Darüber hinaus ist aber nicht einzusehen, weshalb eine Transaktion nicht 

auch  dann  direkt  dem  Aktionär  als  Transponierung  zuzurechnen  sein  soll,  wenn  die 

eingesetzte Person gestützt auf einen vom Aktionär bereits im Voraus gefassten Plan 

tätig  wird  und  sie  sich  ihm  gegenüber  rechtlich  derart  verpflichtet  hat,  dass  sie  sich 

dessen  Anweisung  zur  Einbringung  der  übergebenen  Aktien  in  dessen  Gesellschaft 

gar  nicht  entziehen  kann.  Mit  der  Absicht  der  gesetzlichen  Regelung,  Einbringungen 

durch den Anteilsinhaber steuerlich zu erfassen, wäre es unvereinbar, solche Konstel-

lationen nur aufgrund der rein formalen Einbringung durch eine Drittperson nicht unter 

den Tatbestand der Transponierung zu subsumieren.  

bb) Der Pflichtige fasste den Plan zur Übertragung der Aktien an D mit nach-

folgender  Einbringung  in  seine  neu  zu  gründende  Gesellschaft  bereits  in  einem  Zeit-

punkt,  in  dem  er  noch  Alleininhaber  sämtlicher  50  Namenaktien  war.  Dies  ergibt  sich 

aus  der  (erfolglosen)  Rulinganfrage  vom  …  2016,  in  der  der  geplante  Ablauf  der 

Transaktionen vorgestellt wurde. Allerdings wurde darin ausgeführt, dass die Aktien im 

Privatvermögen des Ehepaars gehalten würden, und damit insinuiert, dass D ebenfalls 

sachenrechtlich  Eigentümerin  gewesen  sei.  Dies  war  aber  unbestritten  nicht  der  Fall. 

Bei dieser Sachlage war die geplante Abgabe der Aktien an D keine zwingende güter-

rechtliche  Folge  der  Scheidung.  Gemäss  Art.  215  ZGB  steht  zwar  unter  dem  Güter-

stand der Errungenschaftsbeteiligung jedem Ehegatten die Hälfte des Vorschlags des 

anderen  zu.  Dabei  handelt  es  sich  um  eine  Forderung  (Hausheer/Aebi-Müller,  Basler 

Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. A., 2018, Art. 215 N 5). Mithin hätte es dem Pflichti-

gen  und  D  frei  gestanden,  ihre  güterrechtliche  Auseinandersetzung  auch  auf  andere 

Weise als durch Übertragung der Aktien zu befriedigen.  

Ungeachtet  der  steueramtlichen  Ablehnung  der  Rulinganfrage  wurde  in 

Ziff. 35  der  Scheidungskonvention  vom  …  2016  vereinbart,  dass  D  25  Namenaktien 

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der  C  AG  übertragen  erhielt,  unter  Verpflichtung  zum  Abschluss  einer  Vereinbarung 

betreffend  Kaufrecht  zu  Gunsten  einer  vom  Pflichtigen  gehaltenen  Gesellschaft.  Für 

die Details wurde auf Anhang II verwiesen, welcher nicht eingereicht wurde. In Ziff. 5.j. 

des Bezirksgerichtsurteils vom … 2016 wird dazu festgehalten, dass sich die Modalitä-

ten  nach  einer  separaten  Vereinbarung  vom  …  2016  betreffend  Call  Option  richten. 

Offenkundig wurde demnach am … 2016 eine Call-Option vereinbart. Diese wird auch 

in  der  Präambel  zum  Darlehensvertrag  vom  …  2017  zwischen  D  und  der  E  AG  er-

wähnt.  

Bei den Akten befindet sich indessen eine Vereinbarung vom ... Januar 2017 

zwischen D und der E AG in Gründung über die Begründung eines Kaufrechts. D ver-

pflichtete sich darin, über ihre Aktien bis zur Ausübung des Kaufrechts in keiner Weise 

zu verfügen und die Aktien blanko indossiert bei einer neutralen Stelle zu hinterlegen. 

Der  Eintrag von  D  in das  Aktienbuch  erfolgte mit  Zirkularbeschluss vom gleichen Da-

tum.  Mit  Erklärung  vom  ... Januar 2017  übte  die  E  AG  das  "ihr  aufgrund  des  am  … 

2016 abgeschlossenen Vertrags" zustehende Kaufrecht aus).  

cc)  Demnach  konnte  D  weder  rechtlich  noch  wirtschaftlich je  über  die  Aktien 

verfügen.  Sowohl  bei  Abschluss  der  Scheidungskonvention  am  … 2016  als  auch  bei 

Vollzug  der  Scheidungskonvention  nach  Rechtskraft  des  Scheidungsurteils  wurde  je-

weils  ein  Kaufrecht  begründet;  zudem  waren  die  Aktien  zu  hinterlegen.  Ihr  war  jede 

Verfügung darüber untersagt. Bei dieser Sachlage wird aber eine blosse formalistische 

Beurteilung,  die  einzig  auf  die  Eigentümerstellung  von  D  abstellt,  dem  Sachverhalt 

nicht  gerecht.  Ausschlaggebend  ist  vielmehr,  dass  die  Verfügungsfreiheit  von  D  über 

die Aktien so weit wie möglich eingeschränkt wurde, damit die vom Pflichtigen von An-

fang  an  geplante  Transaktionskette  nicht  gefährdet  wurde.  Bei  dieser  Gestaltung  der 

Verhältnisse  ist  die  Einbringung  der  Aktien  durch  D  dem  Pflichtigen  selbst  zuzurech-

nen.  

c) Die übrigen Voraussetzungen der Transponierung  – Übertragung vom Pri-

vatvermögen  in  das Geschäftsvermögen,  Beteiligung  von mindestens  5%, Gegenleis-

tung übersteigt den Nennwert der übertragenen Beteiligung – sind im Grundsatz nicht 

streitig. 

d) Nach der hier vertretenen Auffassung sind damit in vorliegenden Fall sämt-

liche Voraussetzungen der Transponierung i.S.v. Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG und § 20a 

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Abs. 1  lit. b  StG  erfüllt  und  dementsprechend  der  daraus  resultierende  Vermögenser-

trag gemäss  Art. 20  Abs. 1  lit. c  DBG  bzw.  § 20  Abs. 1  lit. c  StG  steuerbar  (zur  Höhe 

vgl. nachfolgend E. 3). 

2.  Das  Bundesgericht  folgt  bei  der  Auslegung  von  Art  20a  Abs.  1  lit. b  DBG 

indessen  streng  dem  Wortlaut  und  lehnt  eine  wirtschaftliche  Betrachtungsweise  ab 

(BGr, 26. Oktober 2017, 2C_168/2017 E. 3.2). Stattdessen prüft es in solchen Fällen, 

ob  eine  Steuerumgehung  vorliegt.  Um  den  Anforderungen  der  bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zu genügen, ist deshalb im Folgenden der Sachverhalt auch daraufhin 

zu untersuchen, ob die Voraussetzungen einer Steuerumgehung erfüllt sind:  

a) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird eine Steuerumgehung 

angenommen, wenn  

(1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung als ungewöhnlich, sachwidrig 

oder  absonderlich,  jedenfalls  den  wirtschaftlichen  Gegebenheiten  völlig  unange-

messen erscheint (sog. objektives Element),  

(2.) anzunehmen ist, dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich des-

halb  getroffen  wurde,  um  Steuern  einzusparen,  die  bei  sachgemässer  Ordnung 

der Verhältnisse geschuldet wären (sog. subjektives Element), und  

(3.)  das  gewählte  Vorgehen  tatsächlich  zu  einer  erheblichen  Steuerersparnis  führen 

würde,  sofern  es  von  den  Steuerbehörden  hingenommen  würde  (sog.  effektives 

Element).  

Eine Steuerumgehung liegt indes nicht bereits dann vor, wenn von mehreren 

zivilrechtlichen  Lösungen  nicht  diejenige  gewählt  wird,  die  die  höchsten  Steuerfolgen 

zeitigt.  Vielmehr  fällt  eine  Steuerumgehung  nur  in  jenen  ganz  ausserordentlichen 

Situationen in Betracht, wenn eine Rechtsgestaltung (objektives Element) vorliegt, die 

– abgesehen von den steuerlichen Aspekten – jenseits des wirtschaftlich Vernünftigen 

liegt. Das subjektive Element erweist sich insofern als entscheidend, als die Annahme 

einer  Steuerumgehung  ausgeschlossen  bleibt,  wenn  andere  als  blosse  Steuererspar-

nisgründe  bei  der  Rechtsgestaltung  eine  relevante  Rolle  spielen  (BGr,  26.  Okto-

ber 2017, 2C_168/2017, mit Hinweisen).  

b) aa) Das Vorgehen des Pflichtigen und von D ist als ungewöhnlich zu beur-

teilen:  Das  Problem  im  vorliegenden  Fall  bestand  darin,  dass  der  Pflichtige  als  Folge 

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der  Scheidung  D  güterrechtlich  auszahlen  musste.  Dabei  verfügte  er  aber  nicht  über 

die nötigen liquiden Mittel von rund Fr. 1 Mio., in der Form seiner Beteiligung an der C 

AG jedoch über einen entsprechenden illiquiden Wertgegenstand. Die Lösung bestand 

darin, dass die Beteiligung als Sicherheit zur Beschaffung eines Bankkredits verwendet 

wurde,  der  es  erlaubte,  D  eine  Zahlung  von  Fr. 600'000.-  auszurichten,  und  sie  den 

Restbetrag  von  Fr. 400'000.-  als  Darlehen  an  die  Gesellschaft  des  Pflichtigen  stehen 

liess.  Es  ist  nicht  einzusehen,  weshalb  D  zur  Erreichung  dieses  Ergebnisses  zu  ir-

gendeinem Zeitpunkt hätte selbst Aktien der C AG halten müssen. Der Pflichtige hätte 

sich  die  nötigen  finanziellen  Mittel  ohne Weiteres  dadurch  beschaffen  können,  indem 

er  die  Aktien  entweder  selbst  der  Bank  zur  Sicherheit  für  einen  Kredit  hinterlegt  oder 

sie  der  E  AG  verkauft  und  diese  ihrerseits  den  Kaufpreis  auf  diese  Weise  finanziert 

hätte.  Die  Übertragung  der  Aktien  an  D  unter  gleichzeitiger  Begründung  eines  Kauf-

rechts  zugunsten  der  E  AG  zeigt  bereits,  dass  dieser  Umweg  eigentlich  unnötig  war 

und der  Pflichtige diese Aktien  eigentlich  von  Anfang  an  hätte  direkt  in die  E  AG  ein-

bringen können. Deren Verwendung als Akquisitionsgesellschaft setzte in keiner Weise 

voraus,  dass  die  Aktien  zunächst  an  die  geschiedene  Ehefrau  übertragen  werden 

mussten. Zudem mussten aufgrund des Einbezugs von D diverse Vereinbarungen ab-

geschlossen  und  Transaktionen  durchgeführt  werden.  Zu  erwähnen  ist  die  Vereinba-

rung über die Call Option, worin auch auf einen Hinterlegungsvertrag verwiesen  wird. 

Zudem  musste  D  kurzzeitig  in  das  Aktienbuch  ein-  und  wieder  ausgetragen  werden. 

Hinzu kommt allgemein die Ungewissheit, ob sich D tatsächlich an die Vorgaben halten 

würde.  Die  Zwischenschaltung  von  D  brachte  damit  ausser  Erschwernissen  keinen 

Vorteil. Lässt man steuerliche Aspekte beiseite, ist kein Grund für dieses Vorgehen zu 

erkennen. 

bb)  Ist  kein  sachlicher  Grund  für  das  gewählte  Vorgehen  ersichtlich,  so  liegt 

der Schluss nahe, dass es allein steuerlich motiviert war. In diese Richtung weist ins-

besondere  auch  der  Versuch,  sich  hierzu  mittels  eines  Rulings  bestätigen  zu  lassen, 

dass für D aus dem Verkauf der Aktien der C AG an die E AG ein privater und steuer-

freier Kapitalgewinn resultiere. Dies belegt zumindest, dass man sich über die steuerli-

che Seite Gedanken gemacht hatte. Das subjektive Element ist damit zu bejahen.  

cc) Die Steuerersparnis entspricht dem Streitwert im vorliegenden Verfahren.  

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c)  Damit  ist  das  Vorgehen  als  ein  Versuch  zur  Umgehung  des  Tatbestands 

der  Transponierung  zu  beurteilen  und  unterliegt  damit  wie  eine  solche  der  Besteue-

rung.  

3. Streitig ist sodann auch die Höhe des aus der Transponierung resultieren-

den Vermögensertrags.  

a) Gemäss Art. 20a Abs. 1 lit. b DBG bzw. § 20a Abs. 1 lit. b StG ist der Erlös 

aus  der  Übertragung  soweit  steuerbar,  als  er  den  Nennwert  der  übertragenen Beteili-

gung übersteigt.  

Bei Verkauf erfolgt eine Besteuerung in dem Umfang, als der bisherige Betei-

ligungsinhaber einen Erlös oder einen Darlehensbetrag erhält, der über dem Nennwert 

(inkl. Kapitaleinlagereserven) der übertragenen Beteiligung liegt. Im Fall einer Sachein-

lage  liegt  eine  steuerbare  Leistung  aber  nur  vor,  wenn  und  soweit  der  Anteilsinhaber 

eine  neue  Beteiligung  mit  einem  höheren  Nennwert  (inkl.  Kapitaleinlagereserven)  er-

hält,  als  er  übertragen  hat.  Legt  der  Anteilsinhaber  die  Beteiligung  dagegen  in  das 

selbstbeherrschte Unternehmen ein und erhält er eine neue Beteiligung mit demselben 

Nennwert  (inkl.  Kapitaleinlagereserven),  während  die  Differenz  zum  Verkehrswert  als 

stilles  oder  offenes  Agio  geleistet  wird,  liegt  keine  Transponierung  vor  (Agio-Lösung). 

Zu  beachten  ist  dabei  aber,  dass  ein  offenes  Agio  nicht  den  steuerfrei  rückzahlbaren 

Kapitaleinlagereserven  gutgeschrieben  werden  darf  (bzw.  nur  in  demjenigen  Umfang, 

in dem bei der übertragenen Gesellschaft schon solche Reserven bestanden); es wird 

vielmehr verlangt, dass es den übrigen Reserven gutgeschrieben wird. Letztlich darf im 

Rahmen der Sacheinlage kein zusätzliches Kapital in Form von Nennwerten oder Kapi-

taleinlagereserven  geschaffen  werden,  das  steuerfrei  zurückbezahlt  werden  darf 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  20a  N  82  ff.  DBG  und  § 20a  N 80  ff.  StG; 

Ziff. 4.2.5  des  Kreisschreibens  Nr.  29a  "Kapitaleinlageprinzip  neues  Rechnungsle-

gungsrecht" der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 9. September 2015). 

b) Der Pflichtige hat jeweils die Hälfte seiner Beteiligung von 50 Namenaktien 

an der C AG auf zwei verschiedenen Wegen in die E AG eingebracht, weshalb die bei-

den Vorgänge separat zu betrachten sind:  

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1 ST.2019.250 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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aa)  Gemäss  Gründungsurkunde  sowie  Sacheinlagevertrag  vom  … 2017 

übernahm der Pflichtige sämtliche 100 Namenaktien der E AG mit einem Nennwert von 

je Fr. 1'000.- (Nennwert insgesamt Fr. 100'000.-) gegen Sacheinlage von 25 Namenak-

tien der C AG mit einem Nennwert von je Fr. 1'000.- (Nennwert insgesamt Fr. 25'000.-. 

Daraus ergibt sich ein Zuwachs an Nennwert von Fr. 75'000.-, der demnach als Ertrag 

aus Transponierung zu besteuern ist.  

Der totale Wert der eingelegten Aktien wurde auf Fr. 40'000.- pro Aktie (insge-

samt  somit  Fr.  1'000'000.-)  festgesetzt;  der  über  dem  Nennwert  liegende  Betrag  von 

Fr.  900'000.-  wurde  gemäss  Ziff.  3  des  Sacheinlagevertrags  den  allgemeinen  Reser-

ven  (Agio)  der  E  AG  gutgeschrieben,  weshalb  diesbezüglich  kein  steuerbarer  Ertrag 

resultiert (vgl. vorstehend lit. a). 

bb)  Der  Kaufpreis  für  die  zweite  Tranche  von  ebenfalls  25  Namenaktien 

(Nennwert total Fr. 25'000.-) betrug Fr. 1'000'000.- und wurde gegen Auszahlung von 

Fr. 600'000.- an D bzw. gegen Umwandlung des Restbetrags von Fr. 400'000.- in ein 

Darlehen erbracht. Mit diesen Leistungen wurde eine Schuld des Pflichtigen aus güter-

rechtlicher  Auseinandersetzung  beglichen.  Die  als  Vermögensertrag  zu  besteuernde 

Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Nennwert beträgt somit Fr. 975'000.-.  

cc)  Das  Total  des  zu  besteuernden  Vermögensertrags  beträgt  somit 

Fr. 1'050'000.-.  Dabei  handelt  es  sich  um  Ertrag  aus  qualifizierter  Beteiligung  (Art. 20 

Abs. 1bis DBG bzw. § 35 Abs. 4 StG). Die angefochtenen Entscheide sind damit dies-

bezüglich zu bestätigen. 

4. Streitig ist zudem die Bewertung der Aktien der  E AG bei den Staats- und 

Gemeindesteuern.  Das  kantonale  Steueramt  legte  den  Vermögenssteuerwert  per 

31. Dezember  2017  auf  total  Fr. 2'960'000.-  fest  (Ziff. 33  des  Einspracheentscheids 

sowie  amtliche  Bewertung  vom  5. November 2019).  Der  Pflichtige  rügt  daran,  dass 

kein Pauschalabzug für vermögensrechtliche Beschränkungen gewährt worden sei. Ein 

solcher  Pauschalabzug sei  gemäss der  einschlägigen  Regelung  ausgewiesen,  da  die 

E AG nur zu 50% an der C AG beteiligt sei. Der Vermögenssteuerwert sei deshalb auf 

Fr. 2'072'200.- festzusetzen.  

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1 ST.2019.250 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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a) Das Vermögen wird zum Verkehrswert bewertet (§ 39 Abs. 1 StG). Mass-

gebend ist der Stand am Ende der Steuerperiode (§ 51 Abs. 1 StG).  

aa)  Der  Verkehrswert  nichtkotierter  Wertpapiere  ist  gemäss  Ziff.  B.I.2  der 

Weisung  der  Finanzdirektion  vom  12. November  2010  (ZStB  I  Nr. 22/202)  nach  der 

Wegleitung  der  Schweizerischen  Steuerkonferenz  (SSK)  zur  Bewertung  von  Wertpa-

pieren  ohne  Kurswert  für  die  Vermögenssteuer  (Kreisschreiben  Nr.  28  vom  28.  Au-

gust 2008;  www.steuerkonferenz.ch,  nachfolgend  Wegleitung)  zu  ermitteln.  Die  SSK 

hat zudem am 16. Dezember 2010 einen auf dem Internet abrufbaren Kommentar zur 

Wegleitung (nachfolgend Kommentar SSK) veröffentlicht.  

Diese Wegleitung bezweckt im Interesse der Steuerharmonisierung zwischen 

den  Kantonen  eine  in  der  Schweiz  einheitliche  Bewertung  nicht  kotierter Wertpapiere 

für die Vermögenssteuer zu erreichen. Sie ist zwar weder Bundesrecht noch interkan-

tonales Recht, sondern eine reine Verwaltungsverordnung, die bloss verwaltungsinter-

ne  Regeln  enthält  und  keine  Rechte  und  Pflichten  begründet.  Sie  gilt  indessen  nach 

ständiger  Praxis  des  Bundesgerichts  als  zuverlässige  Methode  zur  Bestimmung  des 

Verkehrswertes,  da  in  ihr  die  Überlegungen,  die für  die  Preisbildung  bei  den  nicht  an 

der Börse kotierten Aktien im Allgemeinen massgebend sind, zum Ausdruck kommen 

(vgl.  BGr,  6. Mai 2019,  2C_277/2018  E.  4.2  mit  Verweis  auf  BGr,  16.  Januar 2019, 

2C_77/2017  E.  5.2.1;  30. Juni 2014,  2C_1168/2013  E.  3.6;  15.  April 2010, 

2C_504/2009 E. 3.3). 

bb)  Gemäss  Rz  2  Abs.  4  der  Wegleitung  entspricht  der  Verkehrswert  von 

nichtkotierten Wertpapieren, für die keine Kursnotierungen bekannt sind, dem inneren 

Wert. Er wird nach den Bewertungsregeln in der Regel als Fortführungswert berechnet.  

Die  Bewertung  erfolgt  in  zwei  Schritten,  indem  zunächst  der  Unternehmens-

wert  ermittelt  wird,  und  danach  gestützt  darauf  der Wert  der  einzelnen  Titel  bestimmt 

wird.  

Die E AG hält als einziges Aktivum die Beteiligung an der C AG und ist damit 

eine reine Holding. Bei solchen gilt der Substanzwert als Unternehmenswert. Die von 

der Gesellschaft gehaltenen Wertpapiere und Beteiligungen werden gemäss Rz 23 und 

24 bewertet (Rz 38 und 39 der Wegleitung). Rz 23 bezieht sich auf kotierte Beteiligun-

gen  und  ist  hier  nicht  relevant.  Für  nichtkotierte  Beteiligungen  wie  die  C  AG  schreibt 

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1 ST.2019.250 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Rz 24  eine  Bewertung  nach  der  vorliegenden  Wegleitung,  mindestens  jedoch  zum 

Buchwert vor.  

Die  Bewertung  der  einzelnen  Titel  erfolgt  zum  quotalen  Unternehmenswert. 

Der Steuerwert eines Titels entspricht dem Unternehmenswert, dividiert durch die An-

zahl Titel (Rz 52 Abs. 1 der Wegleitung). Gemäss Rz 61 Abs. 1 der Wegleitung ist dem 

beschränkten Einfluss des Inhabers einer Minderheitsbeteiligung auf die Geschäftslei-

tung  und  auf  die  Beschlüsse  der  Generalversammlung  sowie  der  eingeschränkten 

Übertragbarkeit  von  Gesellschaftsanteilen  pauschal  Rechnung  zu  tragen.  Wird  der 

Verkehrswert nach Rz 2 Abs. 4 (nichtkotierte Wertpapiere) der Wegleitung berechnet, 

kann  der  Titelinhaber  –  unter  Vorbehalt  nachfolgender  Randziffern  –  einen  Pauscha-

labzug von 30% geltend machen. Der Pauschalabzug wird in der Regel für alle Beteili-

gungen bis und mit 50% des Gesellschaftskapitals gewährt. Massgebend sind die Be-

teiligungsverhältnisse am Ende der Steuerperiode (Rz 62 Abs. 1 der Wegleitung).  

Erhält  der  Steuerpflichtige  eine  angemessene  Dividende,  so  wird  der  Abzug 

nicht gewährt. Zur Bestimmung der Angemessenheit enthält Rz 63 Abs. 2 der Weglei-

tung eine detaillierte Regelung. Gemäss S. 78 des Kommentars SSK betrug die ange-

messene Rendite 2017 wie auch in den Vorjahren 1% des Verkehrswerts.  

b)  Der  Pflichtige  macht  für  die  Bewertung  der  Beteiligung  an  der  C  AG  (als 

Teil  der  Bewertung  der  E  AG)  den  Pauschalabzug  wegen  Minderheitsbeteiligung gel-

tend. Damit ist die Frage der angemessenen Dividende auch mit Bezug auf diese Be-

teiligung zu prüfen, und nicht mit Bezug auf allfällige Dividenden der E AG selber. Wie 

sich aus dem Jahresabschluss 1.1. - 31.12.2017 der E AG ergibt, hat sie von der C AG 

allein  in  diesem  Jahr  eine  Dividende  von  Fr. 570'000.-  vereinnahmt.  Diese  übersteigt 

die angemessene Dividende bei weitem, sodass die Voraussetzungen für die Gewäh-

rung des Pauschalabzugs bereits aus diesem Grund nicht erfüllt sind.  

5. Aufgrund dieser Erwägungen sind die Rechtsmittel abzuweisen. Ausgangs-

gemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Pflichtigen aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 

DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

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Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  Der Rekurs wird abgewiesen.  

[…] 

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