# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a47ebc1c-7bde-5e48-899d-cc1b93fe6eff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.08.2023 E-4228/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4228-2023_2023-08-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-4228/2023 

 

 
KLA 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richter David Wenger,  

Gerichtsschreiber Daniel Merkli. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Ukraine,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Widerruf vorläufiger Schutz;  

Verfügung des SEM vom 3. Juli 2023 / N (…). 

 

 

 

E-4228/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein ukrainischer Staatsangehöriger, ist gemäss 

dem Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) am 30. Juni 2022 in 

die Schweiz eingereist und hat gleichentags um Gewährung vorüberge-

henden Schutzes ersucht. 

B.  

Mit Verfügung vom 5. Juli 2022 hiess das SEM das Gesuch des Beschwer-

deführers um vorübergehende Schutzgewährung in der Schweiz gut. 

C.  

Nach einem Grenzkontrollrapport der B._______, vom 15. Mai 2023 wurde 

der Beschwerdeführer bei einem Rückflug von C._______ in die Schweiz 

kontrolliert und wies dabei einen ukrainischen Reisepass und einen Aus-

weis für Schutzbedürftige vor. Im Weiteren war er im Besitz einer türki-

schen Identitätskarte, lautend auf D._______, geboren (…), türkischer 

Staatsangehöriger, und eines türkischen Fahrausweises auf diesen Na-

men. Konfrontiert mit diesem Umstand habe der Beschwerdeführer ange-

geben, er sei bereits 2020, vor Ausbruch des Krieges, von der Ukraine in 

die Türkei gereist und habe seitdem dort mit seiner Ehefrau und drei Kin-

dern gelebt und als (…) gearbeitet. Seine Familie möchte er bald möglichst 

in die Schweiz nachreisen lassen, weil hier das viel bessere Schulsystem 

bestehe. 

D.  

Am 7. Juni 2023 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer in schriftlicher 

Form das rechtliche Gehör in Bezug auf einen eventuellen Widerruf des 

vorübergehenden Schutzes sowie eine allfällige Wegweisung aus der 

Schweiz. 

E.  

Nach gewährter Fristerstreckung reichte der Beschwerdeführer am 

26. Juni 2023 eine entsprechende schriftliche Stellungnahme ein. Er führte 

aus, dass er 2020 zwecks Arbeitssuche in die Türkei gegangen sei und 

dort antragsgemäss die türkische Staatsangehörigkeit erhalten habe. Nach 

Ausbruch des Krieges in der Ukraine habe er seine Familie in die Türkei 

gebracht. Er könne nicht dauerhaft in der Türkei leben, weil dort die Le-

benskosten hoch seien. 

E-4228/2023 

Seite 3 

F.  

Mit Verfügung vom 3. Juli 2023 (eröffnet am 5. Juli 2023) widerrief das SEM 

den vorübergehenden Schutz, ordnete die Wegweisung des Beschwerde-

führers aus der Schweiz und dem Schengen-Raum an, beauftragte den 

zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung und verfügte den 

Einzug des Ausweis S. 

G.  

Mit Beschwerdeeingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 2. August 

2023 erhob der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid Beschwerde. 

Er beantragte, der Widerruf des vorübergehenden Schutzes sei aufzuhe-

ben und der Beschwerdeführer in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung und vertieften Ab-

klärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Beschwerde sei die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen und der Vollzug sei superprovisorisch aus-

zusetzen. Im Weiteren sei ihm unter Verzicht auf das Erheben eines Kos-

tenvorschusses die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 72 i.V.m. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 72 i.V.m. Art. 108 

Abs. 6 AsylG, Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde 

ist – mit nachfolgender Ausnahme – einzutreten. 

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Seite 4 

1.4 Da der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu-

kommt und diese von der Vorinstanz nicht entzogen wurde, ist auf das Ge-

such um Gewährung der aufschiebenden Wirkung mangels Notwendigkeit 

nicht einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich, soweit die Verweigerung vorübergehenden Schutzes betref-

fend, nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (i.V.m. Art. 72 AsylG), im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 72 i.V.m. Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

nachfolgend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil 

nur summarisch zu begründen ist (Art. 72 i.V.m. Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 72 i.V.m. Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gestützt auf Art. 4 AsylG kann die Schweiz Schutzbedürftigen für die 

Dauer einer schweren allgemeinen Gefährdung, insbesondere während  

eines Krieges oder Bürgerkrieges sowie in Situationen allgemeiner Gewalt, 

vorübergehenden Schutz gewähren. Der Bundesrat entscheidet, ob und 

nach welchen Kriterien Gruppen von Schutzbedürftigen vorübergehender 

Schutz gewährt wird (Art. 66 Abs. 1 AsylG).   

4.2 Am 11. März 2022 hat der Bundesrat gestützt auf Art. 66 Abs. 1 AsylG 

eine Allgemeinverfügung zur Gewährung des vorübergehenden Schutzes 

im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine erlassen (BBI 2022 

586). Gemäss Ziff. I der Allgemeinverfügung gilt der Schutzstatus S für fol-

gende Personenkategorien:  

a)     schutzsuchende ukrainische Staatsbürgerinnen und -bürger und 

ihre Familienangehörige (Partnerinnen und Partner, minderjährige 

Kinder und andere enge Verwandte, welche zum Zeitpunkt der 

Flucht ganz oder teilweise unterstützt wurden), welche vor dem 

24. Februar 2022 in der Ukraine wohnhaft waren;  

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b)     schutzsuchenden Personen anderer Nationalitäten und Staatenlo-

sen gemäss Definition in Buchstabe a, welche vor dem 24. Feb-

ruar 2022 einen internationalen oder nationalen Schutzstatus in der 

Ukraine hatten;  

c)     Schutzsuchenden anderer Nationalität und Staatenlosen sowie ih-

ren Familienangehörigen gemäss Definition in Buchstabe a, welche 

mit einer gültigen Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung be-

legen können, dass sie über eine gültige Aufenthaltsberechtigung in 

der Ukraine verfügen und nicht in Sicherheit und dauerhaft in ihre 

Heimatländer zurückkehren können. 

4.3 Gestützt auf Art. 78 Abs. 1 AsylG kann das SEM den vorübergehenden 

Schutz i.S.v. Art. 4 AsylG widerrufen, wenn er durch falsche Angaben oder 

das Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen worden ist (Bst. a), 

die schutzbedürftige Person die innere oder die äussere Sicherheit der 

Schweiz verletzt, gefährdet oder verwerfliche Handlungen begangen hat 

(Bst. b), sich die schutzbedürftige Person seit Gewährung des vorüberge-

henden Schutzes wiederholt oder längere Zeit im Heimat- oder Herkunfts-

staat aufgehalten hat (Bst. c), die schutzbedürftige Person in einem Dritt-

staat ein ordentliches Aufenthaltsrecht hat, in den sie zurückkehren kann 

(Bst. d). 

5.  

5.1 In der angefochtenen Verfügung erachtete das SEM die Tatbestands-

voraussetzungen von Art. 78 Abs. 1 Bst. a und Bst. d AsylG als erfüllt. Zum 

einen habe der Beschwerdeführer bei der Einreichung seines Gesuches 

um S-Schutz Status in der Schweiz am 30. Juni 2022 seine türkische 

Staatsangehörigkeit verschwiegen. Zum anderen könne der Beschwerde-

führer aufgrund seiner türkischen Staatsangehörigkeit in die Türkei zurück-

kehren. Es seien den Akten keine konkreten Hinweise ersichtlich, die ge-

gen die Rückkehr in die Türkei sprechen würden. 

5.2 Die allgemeine Menschenrechtslage in der Türkei lasse den Vollzug 

der Wegweisung zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen 

(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-4175/2018 vom 19. Februar 

2020 E.7.2.2). Ferner ergäben sich weder aus der im Heimatstaat herr-

schenden allgemeinen Situation noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, 

dass dem Beschwerdeführer im Fall einer Rückkehr in den Heimatstaat mit 

beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe 

oder Behandlung drohe. Namentlich auch nach der Niederschlagung des 

Militärputschversuches vom 15./16. Juli 2016 herrsche in der Türkei keine 

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landesweite Situation allgemeiner Gewalt im Sinne von Art. 83 Abs. 4 des 

Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG), die einen Wegweisungsvoll-

zug in die Türkei als generell unzumutbar erscheinen lassen würde. In sei-

ner Stellungnahme habe der Beschwerde angegeben, die Lebenskosten 

in der Türkei seien hoch und es sei schwierig, eine gut bezahlte Arbeit zu 

finden. Diese Umstände würden nicht gegen die Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs sprechen. 

6.  

In der Beschwerde wurde geltend gemacht, die Situation der Familie in der 

Türkei sei unter anderem wegen erschwerter Jobsuche äusserst schwierig 

gewesen. Bei einer Rückkehr laufe der Beschwerdeführer und seine Fami-

lie Gefahr, dass sie unter dem Existenzminimum leben müssten und ins-

besondere die Kinder keine Aussicht auf eine berufliche Entfaltung hätten.  

Dementsprechend sei die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu ver-

neinen. 

7.  

Die Vorinstanz hat aufgrund der (hinreichend erstellten) Aktenlage zu 

Recht und mit zutreffender Begründung die Voraussetzungen für einen Wi-

derruf des vorübergehenden Schutzes gestützt auf Art. 78 Abs. 1 Bst. a 

und d AsylG als erfüllt erachtet.  

Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die zu bestätigenden Erwä-

gungen verwiesen werden. In der Beschwerde wird nicht bestritten, im Zeit-

punkt der Einreichung des Gesuches um S–Schutz Status über die türki-

sche Staatsangehörigkeit verfügt und diese der Vorinstanz nicht angege-

ben zu haben. Folglich steht zweifelsfrei fest, dass der Beschwerdeführer 

durch Verschweigen dieser wesentlichen Tatsache den gewährten vo-

rübergehenden Schutz im Sinne von Art. 78 Abs. 1 Bst. a AsylG erschlichen 

hat. In der Beschwerde werden keine Argumente gegen diese Feststellung 

vorgebracht. Da der Beschwerdeführer unbestrittenermassen über die tür-

kische Staatsangehörigkeit verfügt und dorthin zurückkehren kann, sind 

auch die Voraussetzungen von Art. 78 Abs. 1 Bst. d AsylG gegeben. 

8.  

Die Ablehnung des Gesuchs um Gewährung des vorübergehenden Schut-

zes hat in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge. Da dem 

Beschwerdeführer vorliegend keine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde 

und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 

2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), steht die verfügte Wegweisung 

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im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und wurde demnach von 

der Vorinstanz ebenfalls zu Recht angeordnet. 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 83 Abs. 1 

AIG [SR 142.20]; vgl. Urteil des BVGer D-2832/2022 vom 7. Juli 2022). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 FK, Art. 25 Abs. 3 BV, 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Aus-

länder unzumutbar sein, wenn sie aufgrund von Situationen wie Krieg, Bür-

gerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet 

sind.  

Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die allgemeine Menschenrechts-

lage in der Türkei den Vollzug der Wegweisung zum heutigen Zeitpunkt 

nicht als unzulässig erscheinen lässt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts D-4175/2018 vom 19. Februar 2020 E.7.2.2). Ferner ergeben sich 

weder aus der im Heimatstaat herrschenden allgemeinen Situation noch 

aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass dem Beschwerdeführer im Fall 

einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung droht. 

9.2.2 Es liegen keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass die Rück-

kehr des Beschwerdeführers, welcher unbestrittenermassen über die tür-

kische Staatsangehörigkeit verfügt, unzumutbar wäre. Die in der Stellung-

nahme vom 27.  Juni 2023 und in der Beschwerde geltend gemachten 

schwierigen Lebensbedingungen (hohe Lebenskosten, erschwerte Ar-

beitssuche) stellen ganz offenkundig keine Wegweisungsvollzugshinder-

nisse dar, zumal der Beschwerdeführer angab, in der Türkei als (…) gear-

beitet zu haben. 

9.2.3 Es ist schliesslich auch ohne weiteres von der Möglichkeit des Weg-

weisungsvollzugs auszugehen (Art. 83 Abs. 2 AIG).  

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Seite 8 

9.3 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

11.1 Die gestellten Begehren haben sich als aussichtslos erwiesen, wes-

halb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung un-

geachtet einer allfälligen prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen ist 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Daniel Merkli 

 

 

Versand: