# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c14ae34-6d9a-5923-87c5-042eb43ddcd8
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-12
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 12.03.2025 WPR.2025.25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WPR-2025-25_2025-03-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

2. Kammer 

 

WPR.2025.25 / Bu / lm  
ZEMIS [***]; N [***]   

 

 

Urteil vom 12. März 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Busslinger, Vorsitz  

Gerichtsschreiber i.V. Manz 

 

 
   

Gesuchsteller   Amt für Migration und Integration Kanton Aargau,  

Sektion Asyl und Rückkehr, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau   

vertreten durch lic. iur. Silvio Siegrist, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau    

 

 
   

Gesuchsgegner   A._____, von Sri Lanka 

z.Zt. im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft, 8058 Zürich   

amtlich vertreten durch lic. iur. Roland Metzger, Rechtsanwalt, 

Obertorplatz 7, Postfach 557, 4310 Rheinfelden    

 

 
   

Gegenstand  Ausschaffungshaft gestützt auf Art. 76 AIG / Haftverlängerung 

 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Der Einzelrichter entnimmt den Akten: 

 

A. 

Der Gesuchsgegner reiste am 17. Februar 2016 illegal in die Schweiz ein 

und stellte am 18. Februar 2016 ein Asylgesuch (Akten des Amtes für 

Migration und Integration [MI-act.] 7, 31). 

 

Am 1. Juni 2018 wurde der Gesuchsgegner nach einer Auseinander-

setzung in der Asylunterkunft wegen Verdachts auf schwere Körperver-

letzung und versuchter vorsätzlicher Tötung vorläufig festgenommen, in 

Untersuchungshaft und ab dem 20. Juli 2018 in den vorzeitigen Strafvollzug 

versetzt (MI-act. 20 ff., 27 f., 45 f.). 

 

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) lehnte das vom Gesuchsgegner 

gestellte Asylgesuch mit Entscheid vom 22. Juni 2018 ab und wies ihn 

gleichentags aus der Schweiz weg (MI-act. 31 ff.). Die vom Gesuchsgegner 

dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit 

Urteil vom 21. September 2018 ab (MI-act. 59 ff.). In der Folge verfügte das 

SEM, der Gesuchsgegner habe die Schweiz bis am 23. Oktober 2018 zu 

verlassen. 

 

Am 11. Oktober 2018 wurde der Gesuchsgegner dem Amt für Migration 

und Integration Kanton Aargau (MIKA) zur Durchführung eines Ausreise-

gesprächs zugeführt. Der Gesuchsgegner gab im Rahmen des Ausreise-

gesprächs an, er sei insbesondere wegen seiner Homosexualität nicht 

bereit, nach Sri Lanka auszureisen (MI-act. 80 ff.). 

 

Mit Urteil vom 18. Juni 2019 sprach das Bezirksgericht Brugg den 

Gesuchsgegner vom Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung frei und 

der versuchten schweren Körperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu 

einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten. Von einer Landesver-

weisung wurde indes abgesehen (MI-act. 136). Infolgedessen wurde der 

Gesuchsgegner am 21. Juni 2019 aus dem vorzeitigen Strafvollzug entlas-

sen (MI-act. 100, 103). 

 

Nach Entlassung aus dem Strafvollzug begab sich der Gesuchsgegner 

eigenen Angaben zufolge nach Frankreich und galt seit dem 3. Juli 2019 in 

der Schweiz als unbekannten Aufenthalts (MI-act. 117, 252). 

 

Nachdem die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach gegen das Urteil des 

Bezirksgerichts Brugg vom 18. Juni 2019 Berufung eingereicht hatte, hob 

das Obergericht des Kantons Aargau das Urteil des Bezirksgerichts Brugg 

mit Urteil vom 19. August 2020 auf und verurteilte den Gesuchsgegner 

wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 

fünf Jahren. Zudem wurde er gestützt auf Art. 66a des Schweizerischen 

Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0) für die Dauer 

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von zehn Jahren des Landes verwiesen (MI-act. 135 ff.). Das Urteil ist 

offenbar unangefochten in Rechtskraft erwachsen (MI-act. 168). 

 

Am 8. November 2023 wurde der Gesuchsgegner von den französischen 

Behörden an die Schweiz ausgeliefert und in den Strafvollzug versetzt (MI-

act. 167, 169).  

 

Während des Strafvollzugs stellte der Gesuchsgegner am 16. November 

2023 handschriftlich ein neues Asylgesuch (MI-act. 174 f.), welches das 

SEM mit Entscheid vom 30. Juli 2024 ablehnte (MI-act. 202 ff.). Die durch 

den Gesuchsgegner dagegen erhobene Beschwerde ist zum 

Urteilszeitpunkt des vorliegenden Verfahrens beim Bundesverwaltungs-

gericht hängig (MI-act. 335). Am 17. September 2024 verfügte das 

Bundesverwaltungsgericht der Gesuchsgegner dürfe den Ausgang des 

Verfahrens in der Schweiz abwarten (MI-act. 219 ff.). 

 

Am 22. August 2024 wurde der Gesuchsgegner durch die sri-lankischen 

Behörden als Staatsangehöriger identifiziert und die Ausstellung eines 

Ersatzreisepapiers wurde zugesichert (MI-act. 215). 

 

Am 11. Dezember 2024 wurde der Gesuchsgegner dem MIKA zugeführt 

und am 22. Dezember 2024 aus dem Strafvollzug entlassen (MI-

act. 250 ff.).  

 

Im Rahmen der Befragung durch das MIKA wurde dem Gesuchsgegner am 

11. Dezember 2024 das rechtliche Gehör betreffend die Anordnung einer 

Ausschaffungshaft gewährt (MI-act. 250 ff.). Gleichentags ordnete das 

MIKA gegen den Gesuchsgegner eine Ausschaffungshaft für die Dauer von 

drei Monaten an, welche durch den Einzelrichter des Verwaltungsgerichts 

mit Urteil vom 16. Dezember 2024 bis zum 21. März 2025, 12.00 Uhr, 

bestätigt wurde (Entscheid des Verwaltungsgerichts WPR.2024.120 vom 

16. Dezember 2024; MI-act. 285 ff.). 

 

B. 

Am 11. März 2025 gewährte das MIKA dem Gesuchsgegner via 

Videotelefonie das rechtliche Gehör betreffend Verlängerung der 

Ausschaffungshaft um weitere drei Monate (MI-act. 326 ff.). Im Anschluss 

an die Befragung wurde dem Gesuchsgegner die Verlängerung der 

Ausschaffungshaft wie folgt eröffnet (act. 1): 

 

1. 
Die Ausschaffungshaft wird gestützt auf Art. 79 AIG für drei Monate bis 
zum 21. Juni 2025, 12.00 Uhr verlängert. 
 
2. 
Die Haft wird im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 
(ZAA) oder im Gefängnis Bässlergut vollzogen. Soweit für die Befragung 

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oder die Durchführung einer Haftverhandlung zwingend, erfolgt die 
Inhaftierung für die notwendige Dauer im Bezirksgefängnis Aarau. 

 

C. 

Anlässlich der heutigen Verhandlung vor dem Einzelrichter des 

Verwaltungsgerichts, welche auf Wunsch des Gesuchsgegners und im 

Einverständnis des Gesuchstellers via Videotelefonie durchgeführt wurde, 

wurden der Gesuchsteller und der Gesuchsgegner befragt. 

 

D. 

Der Gesuchsgegner liess folgende Anträge stellen (Protokoll S. 3, act. 23): 

 

1. 
Es sei der Antrag der Gesuchstellerin vom 11. März 2025 betreffend 
Haftverlängerung abzuweisen und es sei die seit dem 22. Dezember 2024 
bestehende Ausschaffungshaft über den Gesuchsgegner A._____ 
aufzuheben und dieser sei aus der Haft zu entlassen. 
 
2. 
Es sei die Bestellung des amtlichen Rechtsvertreters für den 
Gesuchsgegner zu bestätigen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

 

 
   

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

I.  

1. 

Ordnet das MIKA eine Haftverlängerung an, so ist diese durch die 

richterliche Behörde vor Ablauf der bereits bewilligten Haft zu überprüfen 

(BGE 128 II 241, Erw. 3.5), wobei die betroffene Person auf die 

Durchführung einer Verhandlung mit Parteibefragung verzichten kann 

(Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, S. 359, 

Erw. I/4.3 ff.). 

 

2. 

Im vorliegenden Fall wurde die bestehende Haft bis zum 21. März 2025 

bestätigt (WPR.2024.120; MI-act. 285 ff.). 

 

Die Verhandlung betreffend Bewilligung der Haftverlängerung erfolgte am 

12. März 2025 und damit vor Ablauf der bestehenden Haft. 

 

II. 

1. 

Wurde ein erstinstanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet 

oder wurde die betroffene Person mit einer erstinstanzlichen Landes-

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verweisung belegt, kann die zuständige kantonale Behörde die betroffene 

Person zur Sicherstellung des Vollzugs in Haft nehmen bzw. bei 

bestehender Haft eine Haftverlängerung anordnen (Art. 76 AIG). 

 

Zuständige kantonale Behörde im Sinne von Art. 78 Abs. 3 AIG ist bei 

migrationsamtlichen Wegweisungen gemäss § 13 Abs. 1 des 

Einführungsgesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November 2008 

(EGAR; SAR 122.600) und bei Landesverweisungen gemäss § 89 der 

Verordnung über den Vollzug von Strafen und Massnahmen vom 

23. September 2020 (Strafvollzugsverordnung, SMV; SAR 253.112) das 

MIKA. Im vorliegenden Fall wurde die Haftverlängerung durch das MIKA 

und damit durch die zuständige Behörde angeordnet (act. 1 ff.). 

 

2. 

2.1. 

Das MIKA begründet die Haftverlängerung damit, dass es den 

Gesuchsgegner aus der Schweiz ausschaffen und mit der Haft den Vollzug 

sicherstellen wolle. Der Haftzweck ist damit erstellt. 

 

2.2. 

Der Haftrichter hat sich im Rahmen der Prüfung, ob die Ausschaffungshaft 

rechtmässig ist, Gewissheit darüber zu verschaffen, ob ein erstinstanzlicher 

Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet oder eine erstinstanzliche 

Landesverweisung ausgesprochen wurde (Art. 76 Abs. 1 AIG). 

 

Wie bereits mit Urteil betreffend Anordnung der Ausschaffungshaft vom 

16. Dezember 2024 festgestellt wurde, liegt mit dem Urteil des 

Obergerichts des Kantons Aargau vom 19. August 2020 (MI-act. 135 ff.) 

nicht nur eine erstinstanzliche, sondern sogar eine rechtskräftige 

Landesverweisung gegen den Gesuchsgegner vor, welche noch nicht 

vollzogen wurde (WPR.2024.120, Erw. II/2.2; MI-act. 289). 

 

2.3. 

Gemäss Art. 80 Abs. 6 lit. a AIG ist die Haft zu beenden, wenn sich erweist, 

dass der Vollzug der Wegweisung aus rechtlichen oder tatsächlichen 

Gründen undurchführbar ist. 

 

Die Wegweisung des Gesuchsgegners kann aktuell nach wie vor nicht 

vollzogen werden, da der Gesuchsgegner gemäss Verfügung des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 17. September 2024 den weiterhin 

hängigen Ausgang des Asylbeschwerdeverfahrens in der Schweiz 

abwarten darf (vgl. MI-act. 219 ff.). Auf Nachfrage des MIKA konnte das 

Bundesverwaltungsgericht am 10. März 2025 noch keinen genauen 

Urteilszeitpunkt nennen (MI-act. 335). Der Vertreter des Gesuchsgegners 

bringt entsprechend vor, es sei nicht mit einem baldigen Abschluss des 

Asylbeschwerdeverfahrens zu rechnen, weshalb die Wegweisung des 

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Gesuchsgegners nicht alsbald vollzogen werden könne (Protokoll, S. 3 f., 

act. 23 f.). Wie bereits mit Urteil betreffend Anordnung der Ausschaffungs-

haft vom 16. Dezember 2024 festgestellt wurde, rechtfertigt sich eine 

Haftentlassung wegen undurchführbarem Vollzug indes nur dann, wenn 

keine oder bloss eine höchst unwahrscheinliche, rein theoretische 

Möglichkeit besteht, die Wegweisung zu vollziehen (BGE 147 II 49, 

Erw. 2.2.3, WPR.2024.120, Erw. II/2.3; MI-act. 290). Aufgrund der gegen 

den Gesuchsgegner angeordneten, rechtskräftigen obligatorischen 

Landesverweisung wäre eine rechtliche Undurchführbarkeit des Vollzugs 

der Wegweisung nur bei Vorliegen von Aufschubgründen nach Art. 66d 

Abs. 1 StGB denkbar. Es liegen jedoch weiterhin zumindest keine 

offensichtlichen Hinweise vor, die darauf schliessen lassen würden, der 

Gesuchsgegner könne aufgrund einer allfälligen Flüchtlingseigenschaft 

und des Umstandes, dass durch die Landesverweisung sein Leben oder 

seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu 

einer bestimmten sozialen Gruppe oder seiner politischen Anschauungen 

gefährdet wäre, nicht in sein Heimatstaat ausgeschafft werden. Des 

Weiteren hat das Bundesverwaltungsgericht Kenntnis davon, dass sich der 

Gesuchsgegner in Ausschaffungshaft befindet und wird sich daher wohl 

bemühen, das den Gesuchsgegner betreffende Asylbeschwerdeverfahren 

beförderlich zu behandeln (vgl. MI-act. 335). Vor diesem Hintergrund ist 

weiterhin nicht mit einer Verfahrensdauer zu rechnen, welche die 

Zulässigkeit einer Haftanordnung in Frage stellen würde. 

 

Weitere Anzeichen, die an der Ausschaffungsmöglichkeit in rechtlicher 

oder tatsächlicher Hinsicht Zweifel aufkommen lassen würden, sind 

ebenfalls keine ersichtlich. 

 

3. 

Die mit Urteil vom 16. Dezember 2024 festgestellten Haftgründe nach 

Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 i.V.m. Art. 75 Abs. 1 lit. h AIG (Verurteilung wegen 

eines Verbrechens) sowie Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 AIG i.V.m. Art. 75 

Abs. 1 lit. g AIG (Bedrohung und Gefährdung an Leib und Leben) bestehen 

nach wie vor (vgl. WPR.2024.120, Erw. II/3.1 ff.; MI-act. 291 f.). Damit kann 

weiterhin offenbleiben, ob darüber hinaus auch der Haftgrund von Art. 76 

Abs. 1 lit. b Ziff. 3 AIG vorliegt.  

 

4. 

Bezüglich der Haftbedingungen liegen keine Beanstandungen vor 

(Protokoll S. 3, act. 23). 

 

5. 

Es liegen auch keine Anzeichen dafür vor, dass das MIKA dem 

Beschleunigungsgebot (Art. 76 Abs. 4 AIG) nicht ausreichend Beachtung 

geschenkt hätte. 

 

 - 7 - 

 

 

6. 

6.1. 

Gemäss Art. 79 Abs. 1 AIG darf die ausländerrechtliche Inhaftierung im 

Sinne von Art. 75 – 78 AIG zusammen die maximale Haftdauer von 

sechs Monaten nicht überschreiten. Eine darüber hinausgehende 

Verlängerung auf höchstens 18 Monate, bzw. für Minderjährige zwischen 

15 und 18 Jahren auf höchstens zwölf Monate, ist nur zulässig, wenn 

entweder die betroffene Person nicht mit den zuständigen Behörden 

kooperiert oder sich die Übermittlung der für die Ausreise erforderlichen 

Unterlagen durch einen Staat, der kein Schengen-Staat ist, verzögert 

(Art. 79 Abs. 2 AIG). 

 

6.2. 

Im vorliegenden Fall befindet sich die Gesuchsgegner mit Ablauf der 

bewilligten Haft bereits seit drei Monaten in ausländerrechtlicher Haft im 

Sinne von Art. 75 – 78 AIG (Ausschaffungshaft 22. Dezember 2024 – 

21. März 2025).  

 

Die sechsmonatige Frist wird damit am 21. Juni 2025 enden und die Haft 

kann längstens bis zum 21. Juni 2026 verlängert werden. 

 

6.3. 

Das MIKA ordnete die Verlängerung der Ausschaffungshaft um weitere 

drei Monate, d.h. bis zum 21. Juni 2025, an.  

 

Da die ausländerrechtliche Inhaftierung im Sinne von Art. 75 – 78 AIG im 

vorliegenden Fall die Dauer von sechs Monaten nicht überschreitet, bedarf 

es keiner Prüfung der Voraussetzungen von Art. 79 Abs. 2 AIG. 

 

Nachdem die maximal zulässige Haftdauer nicht überschritten wird sowie 

der Vollzug der Rückführung massgeblich vom Verhalten des 

Gesuchsgegners abhängig ist und es diesbezüglich zu Verzögerungen 

kommen kann, ist die angeordnete Haftverlängerung nicht zu beanstanden. 

Im Übrigen ist festzuhalten, dass das MIKA bisher stets bemüht war, 

Ausschaffungen so rasch wie möglich zu vollziehen. Sollte das MIKA 

entgegen seiner bisherigen Gewohnheit das Beschleunigungsgebot 

verletzen, besteht die Möglichkeit, ein Haftentlassungsgesuch zu stellen. 

 

7. 

Abschliessend stellt sich die Frage, ob die Haftverlängerung deshalb nicht 

zu bestätigen sei, weil sie im konkreten Fall gegen das Prinzip der 

Verhältnismässigkeit verstossen würde. Eine mildere Massnahme zur 

Sicherstellung des Vollzugs der Wegweisung ist nicht ersichtlich. Der 

Gesuchsgegner hat sich bisher kategorisch geweigert, in sein Heimatland 

zurückzukehren (MI-act. 80, 251, 327). Es ist demnach nicht davon 

auszugehen, dass er sich im Falle einer Haftentlassung den Behörden zur 

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Verfügung halten würde. Spätestens bei einem allfälligen Negativentscheid 

des Bundesverwaltungsgerichts ist damit zu rechnen, dass sich der 

Gesuchsgegner dem Zugriff der Behörden und damit seiner Ausschaffung 

entziehen würde. Bezüglich der familiären Verhältnisse ergeben sich keine 

Anhaltspunkte, welche gegen eine Haftverlängerung sprechen würden. Der 

Gesuchsgegner macht auch nicht geltend, er sei nicht hafterstehungsfähig 

und führt auch sonst nicht aus, inwiefern die Haft unverhältnismässig wäre. 

Insgesamt sind keinerlei Gründe ersichtlich, welche die Verlängerung der 

Haft als unverhältnismässig erscheinen liessen. 

 

III. 

1. 

Gemäss § 28 Abs. 1 EGAR ist das Verfahren betreffend Haftüberprüfung 

unentgeltlich. Demgemäss werden keine Kosten erhoben. 

 

2. 

Der mit Urteil vom 16. Dezember 2024 bestätigte amtliche Rechtsvertreter 

bleibt im Amt und kann seine Kostennote im Rahmen des Verfahrens 

WPR.2024.120 einreichen.  

 

IV. 

1. 

Der Gesuchsgegner wird darauf hingewiesen, dass ein Haftentlassungs-

gesuch frühestens einen Monat nach Haftüberprüfung gestellt werden 

kann (Art. 80 Abs. 5 AIG) und beim MIKA einzureichen ist (§ 15 Abs. 1 

EGAR). 

 

2. 

Soll die Haft gegebenenfalls verlängert werden, ist nicht zwingend eine 

weitere Verhandlung mit Parteibefragung durchzuführen (vgl. Aargauische 

Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, S. 359., Erw. I/4.3 ff.). 

Im Rahmen der Befragung zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs hat 

das MIKA dem Gesuchsgegner daher die Frage zu unterbreiten, ob er die 

Durchführung einer mündlichen Verhandlung wünscht und ob er in diesem 

Fall eine Präsenzverhandlung verlangt oder mit einer Verhandlung via 

Videotelefonie einverstanden ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_846/2021 

vom 19. November 2021). Die Anordnung einer allfälligen 

Haftverlängerung ist dem Verwaltungsgericht spätestens acht Arbeitstage 

vor Ablauf der bewilligten Haft einzureichen. 

 

3. 

Der vorliegende Entscheid wurde den Parteien zusammen mit einer kurzen 

Begründung anlässlich der heutigen Verhandlung mündlich eröffnet. Das 

Dispositiv wurde den anwesenden Parteien ausgehändigt und den per 

Videotelefonie zugeschalteten Parteien im Anschluss an die Verhandlung 

per IncaMail zugestellt. 

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Der Einzelrichter erkennt: 

 

1. 

Die am 11. März 2025 angeordnete Verlängerung der Ausschaffungshaft 

wird bis zum 21. Juni 2025, 12.00 Uhr, bestätigt. 

 

2. 

Die Haft ist im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 

oder im Gefängnis Bässlergut Basel zu vollziehen. Für die Dauer der 

Befragung oder die Durchführung einer Haftverhandlung kann die 

Inhaftierung, soweit zwingend notwendig, im Bezirksgefängnis Aarau 

erfolgen. 

 

3. 

Es werden keine Kosten auferlegt. 

 

4. 

Der Rechtsvertreter wird aufgefordert, nach Haftentlassung des 

Gesuchsgegners seine detaillierte Kostennote im Verfahren 

WPR.2024.120 einzureichen. 

 

 
   

Zustellung an: 

den Gesuchsgegner (Vertreter, im Doppel) 

das MIKA (mit Rückschein) 

das Staatssekretariat für Migration, 3003 Bern 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 

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Aarau, 12. März 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber i.V.: 

 

i.V. 

 

Busslinger Manz