# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8c286ad-5b0e-59b9-8e22-fe6986b2a37b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.05.2018 E-7784/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7784-2015_2018-05-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7784/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  M a i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Andrea Berger-Fehr (Vorsitz), 

Richterin Contessina Theis, Richter Markus König,    

Gerichtsschreiberin Sibylle Dischler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

alle Sri Lanka,   

alle vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt,  

Advokaturbüro,  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 28. Oktober 2015 / N (…). 

 

 

 

E-7784/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden – Staatsangehörige Sri Lankas mit tamili-

scher Ethnie und letztem Wohnsitz in F._______, – verliessen zusammen 

mit dem aus erster Ehe der Beschwerdeführerin stammenden Sohn 

C._______ ihren Heimatstaat am (…) und gelangten über G._______ am 

darauffolgenden Tag in die Schweiz. Am 1. April 2013 ersuchten sie im 

Empfang- und Verfahrenszentrum (…) um Asyl. Dort fanden am 3. April 

2013 die Befragung zur Person (BzP; Protokoll in den SEM-Akten: A10/38 

betreffend die Beschwerdeführerin; A11/27 betreffend den Beschwerdefüh-

rer) statt. Nachdem die Anhörung der Beschwerdeführerin am 8. April 2013 

(Protokoll in den SEM-Akten: A14/10) abgebrochen wurde, wurde diese am 

10. April 2013 durch ein Frauenteam fortgeführt (Protokoll in den SEM-Ak-

ten: A19/9). Am gleichen Tag wurde auch der Beschwerdeführer zu seinen 

Asylgründen angehört (Protokoll in den SEM-Akten: A20/20).  

A.b Am (…) kam der gemeinsame Sohn der Beschwerdeführenden na-

mens D._______ zur Welt.  

A.c Am 21. September 2015 fand eine ergänzende Anhörung der Be-

schwerdeführenden statt (Protokoll in den SEM-Akten: A39/13 betreffend 

den Beschwerdeführer; A40/10 betreffend die Beschwerdeführerin). 

B.  

Zur Begründung seines Asylgesuchs gab der Beschwerdeführer an, da er 

in der (…) Klasse die Abschlussprüfung nicht bestanden habe, habe er die 

Schule abgebrochen und sich (…) der sogenannten Liberation Tigers of 

Tamil Eelam (LTTE) angeschlossen. Dort habe er zunächst eine Grund-

ausbildung in Sachen (…) erhalten. Danach sei er zum (…) ausgebildet 

worden. In der Folge habe er an Kämpfen teilgenommen, allerdings habe 

er nie auf Leute schiessen müssen, da zu seiner Zeit mehrheitlich Waffen-

stillstand geherrscht habe. Daneben habe er die (…)-Schule besucht, 

diese sei aber nach acht Monaten geschlossen worden, da die sri-lanki-

sche Armee den Ort der Schule eingenommen habe. Bereits sein (...) sei 

Mitglied der LTTE gewesen, habe aber einer anderen Einheit angehört. (…) 

habe er (der Beschwerdeführer) die LTTE verlassen, da sich seine Gruppe 

aufgespaltet habe und er verdächtigt worden sei, an der Ermordung von 

H._______ – (…) – beteiligt gewesen zu sein. Er habe aber daraufhin flie-

hen können beziehungsweise habe er sich für eine Weile versteckt gehal-

ten beziehungsweise sei er zunächst von den Karuna-Leuten in einem 

Camp festgehalten worden, bevor er habe fliehen können.  

E-7784/2015 

Seite 3 

In der Folge sei er zu seinem Elternhaus in I._______ zurückgekehrt, um 

in der (...) – auf dem Betrieb seiner Familie – zu arbeiten. Im Februar (…) 

seien zum ersten Mal Leute der Karuna-Gruppe bei seinem Vater zu Hause 

vorbeigekommen und hätten nach ihm gefragt, da sie ehemalige LTTE-

Leute hätten rekrutieren wollen. Er sei aber nicht zu Hause gewesen, wes-

halb die Personen ausrichten lassen hätten, er solle sich im Camp melden. 

Eines Tages seien wieder Leute der Karuna-Gruppe gekommen und hätten 

seinen Vater für (…) Tage festgenommen. Da dieser versprochen habe, 

den Beschwerdeführer zum Camp zu bringen, hätten sie ihn wieder freige-

lassen. Er (der Beschwerdeführer) habe sich jedoch nicht beim Camp ge-

meldet, indessen das Elternhaus verlassen und sich versteckt gehalten be-

ziehungsweise hätten Soldaten in der Folge das Haus des Vaters be-

schlagnahmt und zu einem Camp umfunktioniert. Daraufhin beziehungs-

weise als er bei seinem Versteck auf dem (…) von Karuna-Leuten gefun-

den worden sei, sei er zu seinem (...) nach J._______ gezogen. Er sei ei-

nige Zeit später nach I._______ zurückgekehrt und habe abwechselnd bei 

seinem (...) und im (...) gewohnt.  

Bis zu seiner Heirat 2012 habe er dort keine Probleme mehr gehabt. 2013 

seien an seinem neuen Wohnort, im Haus der Beschwerdeführerin, jedoch 

wieder Personen der Karuna-Gruppe vorbeigekommen und hätten nach 

ihm gefragt. Die ersten beiden Male sei er nicht zu Hause gewesen. Das 

dritte Mal seien sie am (…) 2013 gekommen und hätten an die Tür geklopft. 

Während seine Frau die Tür geöffnet habe, sei er durch die Hintertür ge-

flohen. Als er über eine Gartenmauer gesprungen sei, habe er sich an der 

Hand verletzt. Seither trage er an der rechten Hand eine Narbe. Er habe 

weitere Narben – eine am rechten Oberarm sowie an der Brust –, welche 

aus der LTTE-Zeit stammten. Nach diesem Vorfall habe er Sri Lanka zu-

sammen mit seiner Ehefrau und ihrem Kind legal verlassen. Seit seiner 

Ausreise hätten unbekannte Personen bei seinem Vater beziehungsweise 

einmal im (…) 2015 bei seinen Schwiegereltern nach seinem Aufenthalts-

ort gefragt. Seine Brüder seien aufgrund der Schwierigkeiten ebenfalls 

ausgereist und würden heute in K._______ leben. 

In Bezug auf seine Identitätsdokumente gab der Beschwerdeführer unter 

anderem an, sich 2012 in Colombo einen Reisepass ausstellen lassen zu 

haben.  

B.a Die Beschwerdeführerin gab zur Begründung ihres Asylgesuchs an, 

sich im (…) 2012 von ihrem ersten Ehemann geschieden zu haben. Bei 

der Scheidung sei ihr das alleinige Sorgerecht für ihren Sohn sowie das 

E-7784/2015 

Seite 4 

gemeinsame Haus zugesprochen worden. Ihr Ex-Ehemann habe sich seit-

her bei ihr rächen wollen und ihr unter anderem gedroht, dass er sie nicht 

leben lassen und sie nie glücklich werden würde. Am (…) 2012 habe sie 

ihren jetzigen Ehemann (den Beschwerdeführer) geheiratet. Die Heirat sei 

von ihrer Mutter beziehungsweise ihren Eltern arrangiert worden und sie 

habe in jenem Zeitpunkt nicht gewusst, dass ihr Ehemann ein ehemaliges 

LTTE-Mitglied gewesen sei. Bereits seit der Heirat habe er sich jedoch öf-

ters versteckt gehalten und habe jeweils nur eine Nacht pro Woche zu 

Hause geschlafen. Sie habe dann herausgefunden, dass er aufgrund sei-

ner LTTE-Mitgliedschaft Angst gehabt habe. Sie vermute, dass ihr Ex-Ehe-

mann davon gewusst habe und den Beschwerdeführer den Behörden ge-

meldet habe. Am (…) seien zum ersten Mal drei Männer bei ihr zu Hause 

vorbeigekommen, wobei nur sie und ihr Sohn zu Hause gewesen seien. 

Die Personen hätten nach dem Beschwerdeführer gefragt; sie würden ihn 

schon lange suchen und hätten nun erfahren, dass er geheiratet habe. Eine 

Woche später sowie am (…) seien sie erneut gekommen. Beim letzten Mal 

sei ihr Mann zu Hause gewesen, habe das Haus aber sofort aus dem Hin-

terausgang verlassen, als er die Personen gesehen habe. Die Personen 

hätten dann die Wohnung betreten, hätten sie an den Haaren gezogen und 

sie in das Schlafzimmer gebracht, wo ihr Sohn geschlafen habe. Sie hätten 

sich an ihr vergehen wollen, da sie und ihr Sohn aber laut aufgeschrieen 

beziehungsweise da die Nachbarn das Licht angemacht hätten, hätten sie 

von ihr abgelassen. Sie hätten ihr allerdings gedroht, wenn ihr Mann am 

(…) 2013 nicht zu Hause sei, würden sie sie und ihren Sohn mitnehmen 

und erschiessen. Daraufhin habe sie mit ihrem Sohn das Haus verlassen 

und sich seither bei ihrer Mutter aufgehalten. Drei Wochen später hätten 

sie zusammen mit ihrem Ehemann Sri Lanka legal verlassen. Für die Aus-

reise habe sie ihr Haus verkauft. Nach ihrer Ausreise seien zweimal Per-

sonen bei ihrer Mutter zu Hause aufgetaucht und hätte nach dem Be-

schwerdeführer gefragt. Sie hätten ihrem Bruder im (…) 2015 gedroht, sie 

würden ihn mitnehmen, wenn er den Aufenthaltsort seines Schwagers 

nicht bekannt geben würde. Aus Angst sei er daraufhin Sri Lanka ebenfalls 

verlassen und lebe heute in L._______.  

In Bezug auf ihre Identitätsdokumente gab die Beschwerdeführerin unter 

anderem an, sich am (…) 2012 einen Reisepass ausstellen lassen zu ha-

ben.  

 

E-7784/2015 

Seite 5 

C.   

Mit Verfügung vom 28. Oktober 2015 – eröffnet am 29. Oktober 2015 – 

verneinte das SEM die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden 

und lehnte ihre Asylgesuche ab. Gleichzeitig ordnete es ihre Wegweisung 

aus der Schweiz und deren Vollzug an.  

D.  

Mit Beschwerde vom 30. November 2015 an das Bundesverwaltungsge-

richt beantragten die Beschwerdeführenden in materieller Hinsicht die Auf-

hebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache an 

die Vorinstanz aufgrund einer Verletzung des rechtlichen Gehörs bezie-

hungsweise aufgrund einer Verletzung der Begründungspflicht, eventuali-

ter sei die Verfügung aufzuheben und zur vollständigen und richtigen Ab-

klärung und Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes und zur 

Neubeurteilung zurückzuweisen, eventualiter sei die Flüchtlingseigen-

schaft festzustellen und den Beschwerdeführenden Asyl zu gewähren, 

eventualiter sei die Verfügung betreffend der Dispositivziffern 3 und 4 auf-

zuheben und die Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs festzustellen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Mitteilung des Spruch-

gremiums und stellten verschiedene Beweisanträge, namentlich es seien 

ein Gutachten der mit Beschwerde eingereichten Fotographie sowie Zeu-

genbefragungen, durchzuführen. 

Der Rechtsmitteleingabe legten die Beschwerdeführenden insbesondere 

die soeben erwähnte Fotographie, eine CD-ROM sowie einen Bericht zur 

Lage Sri Lankas vom 25. August 2015 und zur Abspaltung der Karuna-

Gruppe von der LTTE vom 26. November 2015 bei. 

Auf die Begründung der Rechtsmitteleingabe wird, soweit für den Ent-

scheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.  

D. 

Mit Zwischenverfügung vom 30. Dezember 2015 forderte das Bundesver-

waltungsgericht die Beschwerdeführenden auf, entweder einen Kostenvor-

schuss einzubezahlen oder ein begründetes Gesuch um Erlass der Ver-

fahrenskosten zu stellen, andernfalls auf die Beschwerde unter Kosten-

folge nicht eingetreten werde.  

 

E-7784/2015 

Seite 6 

E.  

Mit Eingabe vom 14. Januar 2015 (recte: 2016) reichten die Beschwerde-

führenden Unterlagen aus dem Asylverfahren von M._______, in Kopie, 

sowie weitere Beweismittel – insbesondere zur fortschreitenden Integration 

ihres Sohnes C._______ in der Schweiz – ein. Ausserdem erneuerten sie 

ihren bereits in der Rechtsmitteleingabe formulierten Antrag, die mit Kon-

taktdaten bekannten angeblichen LTTE-Gefährten des Beschwerdeführers 

seien als Zeugen einzuvernehmen.  

F.  

Ebenfalls am 14. Januar 2016 zahlten die Beschwerdeführenden den Kos-

tenvorschuss fristgerecht ein. 

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 21. Januar 2016 gab das Bundesverwaltungs-

gericht den Beschwerdeführenden die Zusammensetzung des voraus-

sichtlichen Spruchgremiums bekannt und lud die Vorinstanz zum Schriften-

wechsel ein. 

H.  

Am 3. Februar 2016 liess sich das SEM mit ergänzenden Bemerkungen 

vernehmen.  

I.  

Mit Replik vom 24. Februar 2016 nahmen die Beschwerdeführenden zur 

vorinstanzlichen Vernehmlassung Stellung. Der Eingabe legten sie ein 

Foto sowie einen aktualisierten Länderbericht vom 22. Februar 2016 zur 

Situation in Sri Lanka, samt CD-ROM, bei. 

J.  

Am (…) kam der gemeinsame Sohn der Beschwerdeführenden namens 

E._______ zur Welt.  

K.  

Mit Schreiben vom 4. April 2018 wurden die Beschwerdeführenden über 

einen gerichtsinternen Zuständigkeitswechsel informiert. 

  

E-7784/2015 

Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend - endgültig 

(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführenden haben – ausser dem jüngsten Sohn E._______ – am Verfah-

ren vor der Vorinstanz teilgenommen. Die Beschwerdeführenden sind 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

1.4 Der nach Erlass der angefochtenen Verfügung geborene Sohn 

E._______ ist in das Beschwerdeverfahren mit einzubeziehen.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden rügen in der Rechtsmitteleingabe, das SEM 

habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, den Sachverhalt weder 

vollständig noch richtig abgeklärt und auch die Begründungspflicht miss-

achtet. Diese formellen Rügen sind vorab zu beurteilen, da sie allenfalls 

geeignet sind, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. 

Zur diesbezüglichen Begründung führten die Beschwerdeführenden zu-

sammenfassend aus, das SEM habe verschiedene Beweise und Beweis-

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Seite 8 

angebote der Beschwerdeführenden missachtet. So habe der Beschwer-

deführer in Bezug auf seine LTTE-Mitgliedschaft Bilder eingereicht sowie 

die Kontaktdaten eines Zeugen angegeben. Obwohl das SEM die Bilder 

zur Identifizierung des Beschwerdeführers für nicht ausreichend halte, 

habe es keine Begutachtung durch Fachspezialisten durchführen lassen. 

Sodann habe es die Vorinstanz unterlassen, die angegebene Person als 

Zeuge zur LTTE-Mitgliedschaft des Beschwerdeführers zu befragen. Damit 

habe das SEM nicht nur das rechtliche Gehör verletzt, sondern gleichzeitig 

den Sachverhalt betreffend seinen LTTE-Aktivitäten unvollständig festge-

stellt. Im Rahmen des Schriftenwechsels wiederholten die Beschwerdefüh-

renden ihre diesbezüglichen Einwände und wiesen darauf hin, dass es das 

SEM auch nach dem Einreichen des Originalfotos auf Beschwerdeebene 

unterlassen habe, das Beweismittel hinreichend zu würdigen, zumal das 

Erbringen eines Beweises der Glaubhaftigkeitsprüfung vorgehe.   

Das SEM habe bei der Beurteilung der vorliegenden Sache darüber hinaus 

zahlreiche bekannte Länderinformationen ignoriert, was insgesamt zu ei-

ner falschen Einschätzung der Aussagen der Beschwerdeführerenden so-

wie deren Risikoprofils geführt habe. Namentlich sei dies betreffend die 

Aussagen zur Verfolgung durch die Karuna-Gruppe im Jahr (…) der Fall 

gewesen, welche im historischen Kontext sehr wohl verständlich seien. 

Was die Einschätzungen des SEM betreffend die geltend gemachte Verfol-

gung durch Karuna-Anhänger im Jahr (…) und (…) betreffe, so stütze sich 

diese auf eine unkorrekte Erhebung des rechtserheblichen Sachverhaltes. 

Dabei sei insbesondere der Umstand der Verheiratung, nach der der ra-

chesüchtige Ex-Mann der Beschwerdeführerin die LTTE-Mitgliedschaft des 

Beschwerdeführers preisgegeben habe und die Karuna-Gruppe deshalb 

erneut auf ihn aufmerksam geworden sei, vom SEM nicht hinreichend ge-

würdigt worden. Auch die Relevanz der Narben des Beschwerdeführers – 

welche das SEM mit keinem Wort erwähnt habe –, seine sozialen und fa-

miliären Beziehungen zu Personen mit LTTE-Verbindungen, der mehrjäh-

rige Aufenthalt im Ausland sowie der mögliche Verdacht durch die Behör-

den auf exilpolitische Tätigkeiten sei von der Vorinstanz verkannt worden. 

Die Aussagen der Beschwerdeführenden betreffend den Vorfällen ab 2013 

seien sodann deckungsgleich ausgefallen, dennoch habe es das SEM un-

terlassen, die Ausführungen miteinander zu vergleichen. Was die behörd-

lichen Übergriffe beziehungsweise die geschlechtsspezifischen Misshand-

lungen auf die Beschwerdeführerin angehe, so habe das SEM diese mit 

keinem Wort erwähnt. Indessen sei sie dadurch zu einer Zeugin von 

schweren Menschenrechtsverletzungen geworden, was für die Beurteilung 

einer asylrelevanten Gefährdung ebenfalls relevant gewesen wäre.  

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Seite 9 

Die Begründungspflicht sei schliesslich nicht nur dadurch verletzt worden, 

dass das SEM das Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend seiner 

Ausbildung bei der LTTE und seine ehemalige dortige Mitgliedschaft sowie 

weitere daraus folgende Vorbringen trotz Vorliegen von Beweismitteln nicht 

entsprechend gewürdigt, sondern es auch die Vorbringen der Beschwer-

deführerin nicht ernsthaft und sorgfältig geprüft habe. So seien deren Vor-

bringen in der Verfügung mit wenigen Zeilen im Rahmen einer absolut 

oberflächlichen Prüfung als nicht asylrelevant deklariert worden. Bei der 

Frage nach dem asylrelevanten Risikoprofil sowie allfälligen Wegwei-

sungsvollzugshindernissen habe es im Übrigen die Praxis der Asylbehör-

den missachtet.  

3.2 Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes 

wegen fest und bedient sich nötigenfalls der unter Buchstaben a–e aufge-

listeten Beweismittel. Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze an 

der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden (Art. 8 AsylG; Art. 13 VwVG). Die 

Sachverhaltsfeststellung ist unrichtig, wenn der Verfügung ein falscher und 

aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch ge-

würdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid 

rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/ 

HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 

Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1043).  

Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. 

Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und stellt ander-

seits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines 

Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. 

Dazu gehört insbesondere das Recht der Betroffenen, sich vor dem Erlass 

eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise bei-

zubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit relevanten Beweisanträgen 

gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder 

mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn 

dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf 

rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die 

einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Stand-

punkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1; BVGE 

2009/35 E. 6.4.1). 

Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbrin-

gen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung 

angemessen zu berücksichtigen. Das gilt für alle form- und fristgerechten 

E-7784/2015 

Seite 10 

Äusserungen, Eingaben und Anträge, die zur Klärung der konkreten Streit-

frage geeignet und erforderlich erscheinen. Die Begründung muss so ab-

gefasst sein, dass die betroffene Person den Entscheid sachgerecht an-

fechten kann. Sie muss die wesentlichen Überlegungen nennen, von de-

nen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid 

stützt. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Partei-

standpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1). 

3.3 Nach Durchsicht der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass der Argumentation der Beschwerdeführenden nicht gefolgt 

werden kann.  

3.3.1 Zunächst ist festzuhalten, dass der Sachverhalt als hinreichend ab-

geklärt und vollständig gilt. Bei den diesbezüglich konkret angeführten Ar-

gumenten in der Beschwerde fällt auf, dass diese mehrheitlich eine Kritik 

an der Würdigung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz und mithin an 

der Sache darstellen. Dies gilt etwa bezüglich dem Vorwurf, das SEM habe 

zahlreiche bekannte Länderinformationen ignoriert, wobei sich von der feh-

lenden Auseinandersetzung mit den vom Rechtsvertreter angeführten 

Punkten noch nicht auf fehlende Länderkenntnisse der Vorinstanz schlies-

sen lässt. Aus den Erwägungen des SEM ist sodann nicht ersichtlich, dass 

es sich bei der Würdigung der Umstände auf einen unvollständigen oder 

aktenwidrigen Sachverhalt abgestellt hätte. Vielmehr ist das SEM – wie 

nachgehend zu zeigen sein wird (vgl. E. 6) – berechtigterweise zum 

Schluss gelangt, dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden betref-

fend diversen Punkten unglaubhaft ausfielen. 

Dass das SEM die eingereichten Beweismittel nicht im Sinne der Be-

schwerdeführenden gewürdigt hat, stellt weder eine Verletzung des Unter-

suchungsgrundsatzes noch des rechtlichen Gehörs oder der Begrün-

dungspflicht dar. Vielmehr zeigt die Verfügung des SEM, dass es sich mit 

den Beweismitteln auseinandersetzte und die Begründung insgesamt so 

abfasste, dass sich die Beschwerdeführenden über die Tragweite der Ver-

fügung ein Bild machen und diese sachgerecht anfechten konnten. Auch 

was die vorgebrachte LTTE-Mitgliedschaft des Beschwerdeführers bezie-

hungsweise den Umfang seines Engagements sowie die Narben betrifft, 

hat das SEM diese Umstände hinreichend berücksichtigt, hielt diese aber 

entweder nicht für glaubhaft (vgl. Verfügung S. 4 f.) oder im Zusammen-

hang mit der Rückkehr für nicht massgebend (vgl. Verfügung S. 6). Dass 

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Seite 11 

das SEM die Narben mit keinem Wort erwähnt hat, wie dies in der Be-

schwerde geltend gemacht wird (vgl. Beschwerde S. 19), ist unzutreffend. 

Im Übrigen ist nicht ersichtlich, dass die Vorbringen der Beschwerdefüh-

renden nicht ernstgenommen und ihre Antworten nicht sorgfältig ausge-

wertet worden wären. Insbesondere stellt es kein Widerspruch dar, dass 

das SEM die LTTE-Mitgliedschaft des Beschwerdeführers nicht per se, in-

dessen deren Umfang und Dauer sowie insbesondere die Verfolgung 

durch Karuna-Angehörige, in Frage stellte.  

Der Vollständigkeit halber hält das Bundesverwaltungsgericht betreffend 

dem geltend gemachten fehlenden Beizug von aktuellen Länderinformati-

onen fest, dass allgemeine Länderinformationen eine Mittelstellung zwi-

schen Sachverhalt und Rechtsnorm einnehmen, nicht aber Bestandteil von 

diesen sind. Sie gehören auch nicht zu den gesetzlichen Beweismitteln im 

Sinne von Art. 12 Bstn. a-e VwVG (Urkunden, Auskünfte der Parteien, Aus-

künfte oder Zeugnis von Drittpersonen, Augenschein oder Gutachten von 

Sachverständigen). Vielmehr handelt es sich um allgemeine Hintergrund-

informationen, die einer quellenkritischen Auslegung bedürfen und denen 

lediglich Hilfsfunktion bei der Sachverhaltsfeststellung zukommt. Letztere 

muss im konkreten Einzelfall unrichtig sein (allenfalls als Folge einer nicht 

aussagekräftigen Länderinformation), um den Beschwerdegrund der un-

richtigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes erfüllen zu 

können (vgl. Urteil des BVGer D-6308/2016 vom 29. November 2016 E. 

4.4). Dies ist vorliegend offensichtlich nicht der Fall, zumal sich auch aus 

den eingereichten Beweismitteln – insbesondere den Berichten zur Lage 

in Sri Lanka – nichts anderes ableiten lässt. 

3.3.2 Was den Einwand betrifft, wonach der Umstand, dass die Beschwer-

deführerin von Karuna-Leuten behelligt worden sei, vom SEM mit keinem 

Wort erwähnt (Beschwerde S. 18) beziehungsweise nicht angemessen ge-

würdigt worden sei (Beschwerde S. 21), so ist es zwar richtig, dass sich die 

Vorinstanz mit diesem Vorbringen in der Verfügung nicht im Einzelnen aus-

einandersetzte. Indessen hat das SEM im Sachverhalt festgehalten, dass 

die Beschwerdeführerin vorbringe, sie sei am (…) von den besagten Män-

nern, die hinter dem Beschwerdeführer her gewesen seien, behelligt und 

bedroht worden. Am nächsten Tag habe sie das Haus verlassen und sei 

nicht mehr zurückgekehrt (Verfügung S. 2). Aus dem Entscheid ergibt sich 

sodann, dass das SEM dieses Vorbringen für unglaubhaft hielt (Verfügung 

S. 3 Ziff. 1). Dabei stellte es vor allem auf die unglaubhaften Aussagen des 

Beschwerdeführers ab, wobei die diesbezügliche Begründung eingehend 

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Seite 12 

und so ausfiel, dass die Beschwerdeführenden diese sachgerecht anfech-

ten konnten. Da das SEM den geschilderten Kontext der Verfolgung für 

unglaubhaft hielt, war es gerechtfertigt, sich nicht im Einzelnen mit den sich 

auf die Aussagen des Beschwerdeführers stützenden Vorbringen der Be-

schwerdeführerin auseinanderzusetzen, zumal sich eine Behörde bei der 

Würdigung eines Sachverhalts auf die wesentlichen Gesichtspunkte be-

schränken darf (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1). Bezeichnenderweise gingen 

die Beschwerdeführenden in der Rechtsmitteleingabe im Übrigen auch ih-

rerseits nicht substanziiert auf den Umstand ein. Nach dem Gesagten ist 

auch nicht ersichtlich, dass das SEM den entsprechenden Umstand unter 

dem Gesichtspunkt der Beschwerdeführerin als Zeugin von schweren 

Menschenrechtsverletzungen hätte prüfen müssen.  

3.3.3 Die formellen Rügen erweisen sich nach dem Gesagten als unbe-

gründet und der Antrag, die angefochtene Verfügung sei aus formellen 

Gründen aufzuheben, und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen, ist abzuweisen. Was die weiteren auf Beschwerdeebene 

erhobenen formellen Anträge betrifft, so sind diese ebenfalls abzuweisen. 

Es besteht namentlich keine Veranlassung ein Gutachten zur Auswertung 

des eingereichten Fotos einzuholen, Zeugen einzuvernehmen, die ver-

schiedenen Einvernahmeprotokolle der Beschwerdeführenden miteinan-

der zu vergleichen oder den Beschwerdeführenden eine nochmalige Frist 

zur Stellungnahme anzusetzen beziehungsweise sie noch einmal anzuhö-

ren, falls die Vorbringen für unglaubhaft gehalten würden. Soweit sich die 

Kritik der Beschwerdeführerenden auf die Beweiswürdigung bezieht, ist in 

den nachgehenden Erwägungen darauf einzugehen.  

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

E-7784/2015 

Seite 13 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaft-

machen der Vorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt 

dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 

2010/57 E. 2.2 f. und BVGE 2012/5 E. 2.2). 

5.  

5.1 Zur Begründung des ablehnenden Asylentscheids führte die Vorinstanz 

im Wesentlichen aus, die Ausführungen des Beschwerdeführers enthielten 

diverse Widersprüche und Ungereimtheiten und seien darüber hinaus teils 

unlogisch und unsubstanziiert ausgefallen. So sei nicht nachvollziehbar, 

weshalb die Karuna-Gruppe den Beschwerdeführer im Jahr (…) bei sei-

nem Vater suchen und diesen sogar drei Tage festhalten würde, um ihn 

danach von (…) in Ruhe zu lassen. Es sei davon auszugehen, dass die 

Karuna-Gruppe ihn – obwohl er angegeben habe, sich versteckt gehalten 

zu haben – an den angegeben Aufenthaltsorten gefunden hätte, wenn sie 

tatsächlich ein Interesse an seiner Person gehabt hätten. Insbesondere sei 

es ihm auch nicht gelungen plausibel aufzuzeigen, weshalb die Karuna-

Gruppe ihn plötzlich – angeblich wegen seiner früheren Tätigkeit für die 

LTTE vor (…) – im Jahr (…) wieder aufgesucht habe. Die Angaben zu sei-

nen Aufenthaltsorten, insbesondere zur angeblichen Beschlagnahmung 

des Elternhauses durch Karuna-Leute und Soldaten, seien im Übrigen 

ebenfalls widersprüchlich ausgefallen.  

Hinzukomme, dass er auch den Grund für die Suche nicht nachvollziehbar 

habe erklären können. In der BzP habe er angegeben, er sei gesucht wor-

den, weil er früher bei der LTTE gewesen sei. In der Bundesanhörung habe 

er zunächst ausgeführt, die Karuna-Gruppe habe ihn gesucht, weil sie ehe-

malige LTTE-Mitglieder hätten rekrutieren wollen, wohingegen er später zu 

Protokoll gegeben habe, er sei im Jahr (…) von der Karuna-Gruppe fest-

genommen worden wegen des Verdachts, an der Ermordung von 

H._______ – (…) – beteiligt gewesen zu sein. Dies sei der Grund, weshalb 

er von der Karuna-Gruppe gesucht werde. In der BzP habe er die Fest-

nahme durch Karuna-Angehörige jedoch mit keinem Wort erwähnt, obwohl 

explizit gefragt worden sei, ob er jemals in Haft gewesen sei. Schliesslich 

habe er davon auch in der ergänzenden Anhörung nichts erwähnt und auf 

E-7784/2015 

Seite 14 

Vorhalt hin sogar dementiert, je von der Karuna-Gruppe festgenommen 

worden zu sein. Die Suche durch die Karuna-Gruppe beziehungsweise die 

sri-lankischen Behörden sei entsprechend nicht glaubhaft. Vor diesem Hin-

tergrund sei auch dem Vorbringen, wonach der Beschwerdeführer bis 

heute bei seinen Eltern und Schwiegereltern gesucht werde, die Grundlage 

entzogen, zumal nicht nachvollziehbar sei, weshalb die Karuna-Gruppe ihn 

plötzlich im Jahr 2015 wieder suchen sollte, nachdem er bereits 2013 das 

Land verlassen habe.  

Was seine Ausführungen zur angeblichen Mitgliedschaft bei der LTTE von 

(…) betreffe, seien diese ebenfalls widersprüchlich. Dies betreffe insbeson-

dere die Angaben bezüglich der Zeit seines Austrittes aus der LTTE, die 

unterschiedlichen Antworten auf die Frage, ob er jemals auf Personen ge-

schossen habe, sowie die unschlüssigen Aussagen zur Teilnahme an 

Kampfhandlungen, insbesondere der angeblichen Beteiligung an einem 

sogenannten „Road Block“. Die in Kopie eingereichten Fotos – welche auf-

grund der zweifelhaften Identifikation nur einen geringen Beweiswert auf-

weisen würden – würden bestenfalls belegen, dass er irgendwann einmal 

bei der LTTE gewesen sei. Weder die geltend gemachte Dauer bei der 

LTTE noch den Weggang von der Bewegung in der vom Beschwerdeführer 

geschilderten Form könne jedoch geglaubt werden.  

Schliesslich spreche der Umstand, dass die Beschwerdeführenden Sri 

Lanka legal im Besitz ihrer Reisepässe über den Flughafen Colombo hät-

ten verlassen könne, gegen ein Interesse der sri-lankischen Behörden, da 

eine problemlose Ausreise ansonsten kaum möglich gewesen wäre.  

Die geltend gemachten Probleme der Beschwerdeführerin mit ihrem Ehe-

mann seien – soweit glaubhaft – nicht asylrelevant, da es keinerlei Anzei-

chen dafür gegeben habe, dass er die ausgesprochenen Drohungen tat-

sächlich in die Tat habe umsetzen wollen. Sie habe das alleinige Sorge-

recht zugesprochen erhalten. Im Übrigen könne sie sich betreffend allfälli-

gen Übergriffen durch ihren Ex-Mann an die Behörden wenden.  

Nachdem die geltend gemachten Verfolgungsmassnahmen sowie die Tä-

tigkeiten des Beschwerdeführers für die LTTE in der von ihm geschilderten 

Form nicht glaubhaft ausgefallen seien, lägen im Falle einer Rückkehr auch 

sonst keine Hinweise vor, wonach die Beschwerdeführenden einer asylre-

levanten Verfolgung ausgesetzt sein könnten. So stellten seine tamilische 

Ethnie, die mehr als zweijährige Landesabwesenheit, seine Herkunft, sein 

Alter, seine Narben sowie der geltend gemachte Umstand, dass sein (...) 

E-7784/2015 

Seite 15 

bei der LTTE gewesen sei (auch diesbezüglich habe sich der Beschwerde-

führer jedoch widersprüchlich geäusserte) unter Umstände zwar Faktoren 

dar, die die Aufmerksamkeit der sri-lankischen Behörden im Rahmen der 

Wiedereinreise und der Wiedereingliederung erhöhen würden. Indessen 

bestehe aufgrund dieser Elemente kein hinreichend begründeter Anlass 

zur Annahme, dass die Beschwerdeführenden Massnahmen zu befürchten 

hätten, welche über einen sogenannten Background-Check hinausgehen 

würden.   

5.2 Auf Beschwerdeebene hielten die Beschwerdeführenden im Wesentli-

chen fest, dass der Sachverhalt sehr wohl glaubhaft gemacht worden sei. 

Zwar sei es insbesondere betreffend den tatsächlichen Tätigkeiten des Be-

schwerdeführers für die LTTE, aber auch bezogen auf die Verfolgungsmo-

tivation seitens der Karuna-Gruppe tatsächlich zu Widersprüchen gekom-

men. Diese seien aber in erster Linie der äusserst unübersichtlichen Situ-

ation im Rahmen der Abspaltung der Karuna-Gruppe von der LTTE ge-

schuldet. So zeige der historische Kontext, dass die Fronten in Bezug auf 

die LTTE und der Karuna-Gruppe äusserst chaotisch und für den Be-

schwerdeführer kaum erkennbar gewesen seien, was die unklaren Aussa-

gen erkläre. Sodann sei der Beschwerdeführer kognitiv eingeschränkt und 

leide unter einem beschränkten Erinnerungsvermögen. Dadurch sei er 

nicht in der Lage gewesen, seine Erlebnisse von sich aus in strukturierter 

Form wiederzugeben. Die Ausführungen der Beschwerdeführerenden be-

treffend den Vorfällen ab (…) würden sich jedoch decken, was ebenfalls für 

die Glaubhaftigkeit der Aussagen spreche. Im Übrigen sei das im Jahr (…) 

wieder aufflammende Verfolgungsinteresse der Karuna-Gruppe mit den 

Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin mit ihrem Ex-Ehemann erklärbar, 

was das SEM ebenfalls unbeachtet gelassen habe. Die Argumentation des 

SEM, wonach die sri-lankischen Behörden zeitweise kein hinreichend in-

tensives Verfolgungsinteresse am Beschwerdeführer – so etwa im Rah-

men der Heirat (…) oder der mit Hilfe eines Schleppers gelungenen legalen 

Ausreise – gezeigt habe, sei im Übrigen nicht stichhaltig beziehungsweise 

mute vielmehr zynisch an.  

Aufgrund des glaubhaft gemachten Sachverhalts seien die Beschwerde-

führenden bei einer allfälligen Rückkehr gefährdet. So sei den sri-lanki-

schen Behörden das Engagement des Beschwerdeführers für die LTTE 

bekannt, wobei die Beschwerdeführerin als Zeugin von diesbezüglichen 

Menschenrechtsverletzungen ebenso weitere Verfolgungshandlungen zu 

befürchten habe. Das Verfolgungsinteresse habe auch nach der Ausreise 

angehalten, da bis heute Nachfragen nach den Beschwerdeführenden bei 

E-7784/2015 

Seite 16 

den Familienangehörigen in Sri Lanka eingingen. Da der Beschwerdefüh-

rer mehrere gut sichtbare Körpernarben trage und über zahlreiche soziale, 

sowie familiäre Verbindungen zu Personen mit LTTE-Verbindungen ver-

füge, würde er bei einer Rückreise Verdacht erwecken. Sodann würden 

sich die Beschwerdeführenden seit mehr als zwei Jahren in der Schweiz 

aufhalten, was sie noch weiter verdächtig mache. Der Beschwerdeführer 

habe sich im Rahmen der Teilnahme am Heldentag in N._______ auch 

politisch engagiert. Sollte diese exilpolitische Tätigkeit den sri-lankischen 

Behörden bekannt sein, würde das Engagement als Wiedererstarkung der 

LTTE im Ausland gewertet.  

5.3 In der Vernehmlassung hielt das SEM unter anderem fest, die auf Be-

schwerdestufe nachgereichten Originalfotos und Informationen aus dem 

Asylverfahren von M._______ liessen nichts zu Gunsten der Beschwerde-

führenden ableiten, zumal sich den eingereichten Akten von M._______ 

entnehmen lasse, dass sein Asylgesuch abgewiesen worden sei.   

5.4 Neben dem bereits in der Rechtsmitteleingabe Ausgeführten, wiesen 

die Beschwerdeführenden in der Replik insbesondere daraufhin, mit den 

eingereichten Beweismitteln sei die Mitgliedschaft des Beschwerdeführers 

bei der LTTE und seine Tätigkeiten bewiesen. Für die Beurteilung der für 

das vorliegende Verfahren relevanten Fragen sei es sodann unerheblich, 

ob der Zeuge M._______ in O._______ Asyl erhalten habe oder nicht.  

6.  

6.1 Die Vorinstanz ist in ihren Erwägungen zur zutreffenden Erkenntnis ge-

langt, die Vorbringen der Beschwerdeführenden würden entweder den An-

forderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht genügen      

oder seien nicht asylrelevant. Auf die entsprechenden Erwägungen der Vo-

rinstanz und deren Zusammenfassung in E. 5.1 kann zur Vermeidung von 

Wiederholungen verwiesen werden. Der Inhalt der Beschwerde führt zu 

keiner anderen Betrachtungsweise. Die Beschwerdeführenden bestritten 

die vom SEM aufgezeigten Ungereimtheiten in der Rechtsmitteleingabe 

nicht, sondern räumten selbst ein, es sei in den Ausführungen des Be-

schwerdeführers tatsächlich zu Unstimmigkeiten und Widersprüchen ge-

kommen (vgl. Beschwerde S. 26).  

6.2  

6.2.1 Das SEM zweifelte nicht per se daran, dass der Beschwerdeführer 

einst Mitglied der LTTE war. Auch das Bundesverwaltungsgericht hat kei-

nen Grund, um die vorübergehende frühere LTTE-Mitgliedschaft in Frage 

E-7784/2015 

Seite 17 

zu stellen. Indessen gelang es dem Beschwerdeführer, wie das SEM zu 

Recht darlegte, nicht, das geltend gemachte Engagement, vor dessen Hin-

tergrund die Verfolgung stattgefunden habe, hinreichend glaubhaft darzu-

legen.  

6.2.2 Insbesondere fielen die dargelegten Verfolgungsgründe durch die 

Karuna-Gruppe teilweise massiv widersprüchlich aus. Dies gilt betreffend 

dem Umstand, wonach der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der 

Ermordung von H._______, Schwierigkeiten mit der Karuna-Gruppe erhal-

ten haben will. Diesbezüglich gab er in der ersten Anhörung zu Protokoll, 

die Ermordung von H._______ im Jahre (…) sei der Grund gewesen, dass 

er auch im Jahre (…) noch von den Angehörigen der Karuna-Gruppe ge-

sucht worden sei. Damals sei er nach der Ermordung von H._______ ge-

flüchtet, in der Folge jedoch – aufgrund des Verdachts an seiner Tötung 

beteiligt gewesen zu sein – von den Karuna-Leuten festgenommen und in 

einem Camp zur Ermordung von H._______ befragt worden. Er habe dann 

als Häftling im Camp bleiben müssen, wobei ihm erst (…) während eines 

grossen Gefechts zwischen beiden Gruppierungen die Flucht gelungen sei 

(vgl. A20 F139, F142, F213 ff., F225).  

Aufgrund der Tragweite, die ein Vorwurf der Beteiligung an der Ermordung 

(…) und eine nachgehende länger andauernde Festnahme gehabt hätte, 

wäre zu erwarten gewesen, dass der Beschwerdeführer diesem Sachver-

haltselement bei der Asylbegründung ein starkes Gewicht beimessen 

würde. Dies war jedoch nicht der Fall. Vielmehr liess er dieses Vorbringen 

bei der BzP gänzlich unerwähnt. Auch in der ersten Anhörung gab er auf 

die Frage, weshalb er sich bei der Trennung der LTTE und der Karuna-

Gruppe, nicht einer der beiden Gruppen angeschlossen habe, jedoch zu-

nächst an, der Chef seiner Gruppe sei auch ausgetreten und deswegen sei 

er nach Hause gegangen (vgl. A20 F6). Auf die spätere Frage, weshalb 

Mitglieder der Karuna-Gruppe ihn im Jahr (…) bei seinem Vater gesucht 

hätten, führte er aus, sie hätten ehemalige LTTE-Mitglieder für sich rekru-

tieren wollen (vgl. A20 F62). Der Grund, weshalb er nicht zur Karuna-

Gruppe gewollt habe, sei gewesen, weil diese angefangen habe, ehema-

lige LTTE-Mitglieder zu schlagen und zu töten (vgl. A20 F73). Erst auf die 

Frage, weshalb die Probleme mit der Karuna-Gruppe (…) wieder aufge-

kommen seien, antwortete er beiläufig und wenig substanziiert, dies sei 

wegen H._______ gewesen, wobei er in der Folge – wie zuvor bereits dar-

gelegt – ausführte, inhaftiert und verdächtigt worden zu sein (vgl. A20 F138 

ff.).  

E-7784/2015 

Seite 18 

In der ergänzenden Anhörung führte er im Widerspruch dazu aus, als es 

zur Trennung der LTTE und der Karuna-Gruppe gekommen sei, habe er 

unter H._______ Einheit gedient und sei für den (…) zuständig gewesen. 

Zu jener Zeit seien viele Truppenmitglieder getötet worden oder hätten sich 

von der Bewegung getrennt. Als H._______ erschossen worden sei, sei er 

ebenfalls von der Bewegung weggelaufen beziehungsweise habe er sich 

zusammen mit rund (…) weiteren LTTE-Mitgliedern noch rund (…) Monate 

im Wald versteckt gehalten (vgl. A39 F53 ff.). Der Tod von H._______ habe 

für ihn indessen keinerlei Konsequenzen gehabt (vgl. A20 F63). Er sei auch 

nie festgenommen worden (vgl. insb. A39 F77).  

Die unterschiedlichen Sachverhaltsversionen des Beschwerdeführers sind 

nicht miteinander in Übereinstimmung zu bringen, zumal nicht nachvoll-

ziehbar ist, dass er eine Festnahme durch die Karuna-Gruppe in der er-

gänzenden Anhörung verneinte, nachdem er bei der ersten Anhörung noch 

angab, über längere Zeit in einem Camp festgehalten worden zu sein. Der 

pauschale Einwand in der Rechtsmitteleingabe, die Widersprüche seien 

mit der äusserst unüberschaubaren Entwicklung im Rahmen der Spaltung 

zwischen der Karuna-Gruppe und der LTTE erklärbar, vermag die aufge-

zeigten Widersprüche offensichtlich nicht zu entkräften. Bezeichnender-

weise setzten sich die Beschwerdeführenden mit den konkreten Einwän-

den des SEM ansonsten nicht im Einzelnen auseinander, sondern hielten 

lediglich allgemein daran fest, diese seien trotz der Ungereimtheiten glaub-

haft (vgl. insb. S. 25 ff., S. 28).  

Wie das SEM aufzeigte, kam es aber nicht nur betreffend dem geltend ge-

machten Verfolgungsmotiv zu Unstimmigkeiten, sondern widersprach sich 

der Beschwerdeführer unter anderem auch hinsichtlich seiner verschiede-

ner Aufenthaltsorte während (…), der Beschlagnahmung des Hauses des 

Vaters sowie der Teilnahme an Kampfhandlungen (vgl. Verfügung S. 3 ff.). 

Was die vorgebrachten Verfolgungen durch angebliche Angehörige der Ka-

runa-Gruppe im Jahr (…) betrifft, so fällt sodann auf, dass die diesbezügli-

che Erzählweise des Beschwerdeführers auffällig unsubstanziiert ausfiel 

und er nicht in der Lage war, die einzelnen Handlungsvorgänge konkret zu 

schildern (vgl. insb. A20 F60 ff.; F74 ff.; F160 ff.). Betreffend den weiteren 

Ungereimtheiten kann, um Wiederholungen zu vermeiden, auf die zutref-

fenden Erwägungen des SEM verwiesen werden, da die Ausführungen in 

der Rechtsmitteleingabe diese nicht zu entkräften vermögen. Insbeson-

dere liegen keine Anhaltspunkte vor, dass der Beschwerdeführer aufgrund 

von kognitiven Problemen oder Erinnerungslücken derart eingeschränkt 

E-7784/2015 

Seite 19 

gewesen wäre, dass er keine stringenten Ausführungen hätte machen kön-

nen, zumal er von Seiten des SEM auf verschiedene Widersprüche ange-

sprochen wurde (vgl. z.B. bezüglich den Kampfhandlungen beziehungs-

weise der Teilnahme an einem Road Block [vgl. A39 F49], der Beschlag-

nahmung des Elternhauses [A20 F103 ff.] oder der Festnahme durch die 

Karuna-Angehörige [A20 F207, A39 F77]). Das auf Beschwerdeebene im 

Original eingereichte Foto vermag über die ehemalige LTTE-Mitgliedschaft 

hinaus – an welcher nicht grundsätzlich gezweifelt wird – im Übrigen nichts 

zu belegen, was auch für die weiteren Beweismittel gilt.  

Dem Beschwerdeführer gelingt es nach dem Gesagten nicht glaubhaft zu 

machen beziehungsweise ergeben sich aufgrund der Akten keine hinrei-

chenden Anhaltspunkte, dass er aufgrund seiner LTTE-Mitgliedschaft in 

den Fokus der Karuna-Gruppe geraten ist, und durch diese beziehungs-

weise die sri-lankischen Behörde im Zeitpunkt seiner Ausreise ernsthafte 

Nachteile zu befürchten hatte, welche kausal mit seiner Flucht im Zusam-

menhang standen.  

6.2.3 Da die Verfolgung des Beschwerdeführers durch Karuna-Mitglieder 

nicht geglaubt werden kann, ist dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, 

wonach ebensolche Mitglieder bei ihr zu Hause aufgetaucht seien, nach 

ihrem Ehemann gefragt und sie in der Folge in geschlechtsspezifischer 

Weise behelligt hätten, die Grundlage entzogen. Es ist zwar nicht per se 

auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit allen-

falls in einem anderen als dem dargelegten Kontext Opfer eines ge-

schlechtsspezifischen Übergriffs geworden ist, betreffend allfällig stattge-

fundenen nicht behördlichen Behelligungen – insbesondere im Zusam-

menhang mit den Streitigkeiten ihres Ex-Ehemannes – hat das SEM indes-

sen zu Recht ausgeführt, dass sie sich diesbezüglich an die Behörden 

wenden könne. Auf die entsprechenden Ausführungen kann verwiesen 

werden. 

6.2.4 Nach dem Gesagten, gelingt es den Beschwerdeführenden nicht, im 

Zeitpunkt ihrer Ausreise asylrelevante Vorfluchtgründe geltend zu machen.  

6.3   

6.3.1 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung zutreffend er-

kannt, dass die Beschwerdeführenden auch bei einer Rückkehr nach Sri 

Lanka nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft 

asylrelevanten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt wären. Das Bundes-

E-7784/2015 

Seite 20 

verwaltungsgericht hielt im Urteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 (als Re-

ferenzurteil publiziert) diesbezüglich fest, bestimmte Risikofaktoren (Ein-

trag in die „Stop-List“, Verbindung zu den LTTE und exilpolitische Aktivitä-

ten) seien als stark risikobegründend zu qualifizieren, da sie unter den im 

Entscheid dargelegten Umständen bereits für sich alleine genommen zur 

Bejahung einer begründeten Furcht führen könnten. Demgegenüber wür-

den das Fehlen ordentlicher Identitätsdokumente, eine zwangsweise res-

pektive durch die IOM begleitete Rückführung sowie gut sichtbare Narben 

schwach risikobegründende Faktoren darstellen. Dies bedeute, dass diese 

in der Regel für sich alleine genommen keine relevante Furcht vor ernst-

haften Nachteilen zu begründen vermöchten. Jegliche glaubhaft gemach-

ten Risikofaktoren seien in einer Gesamtschau und in ihrer Wechselwir-

kung sowie unter Berücksichtigung der konkreten Umstände in einer Ein-

zelfallprüfung zu berücksichtigen, mit dem Ziel, zu erwägen, ob mit beacht-

licher Wahrscheinlichkeit eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung be-

jaht werden müsse (Urteil E-1866/2015 E. 8.5.5). 

6.3.2 Zwar wird vorliegend nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerde-

führer für eine gewisse Zeit Mitglied der LTTE gewesen sein könnte. Nach 

Abwägung der verschiedenen Umstände geht das Bundesverwaltungsge-

richt indessen davon aus, dass dies sein Risikoprofil nicht in einer Weise 

schärft, dass von einer begründeten Furcht auszugehen wäre. So hat er 

gemäss seinen eigenen Aussagen, nie eine besondere Funktion ausge-

führt und die LTTE im Jahre (…) verlassen. Wie vorangehend ausgeführt 

(vgl. E. 6.2) gelang es dem Beschwerdeführer nicht glaubhaft zu machen, 

dass er seither behördliche Nachteile erfahren hat. Im Jahre (…) konnten 

die Beschwerdeführenden einen Pass beantragen und 2013 das Land über 

den Flughafen in Colombo legal verlassen ohne Probleme seitens der Be-

hörden zu gewärtigen. Falls die Beschwerdeführenden aufgrund einer all-

fälligen LTTE-Mitgliedschaft des Mannes im Fokus der Behörden gestan-

den hätten beziehungsweise stehen würden, so wäre zu erwarten gewe-

sen, dass bei der Pass-Ausstellung beziehungsweise der Ausreise einge-

hende Sicherheitsprüfungen oder andere Massnahmen durchgeführt wor-

den wären. Dies wurde aber nicht geltend gemacht.  

Weder die Narben noch die vorgebrachten Verbindungen des Beschwer-

deführers zu möglichen LTTE-Mitgliedern vermögen das Risikoprofil ent-

scheidend zu schärfen. Zwar gab der Beschwerdeführer einige Namen von 

ehemaligen Mitgefährten bei der LTTE bekannt, mit denen er auch heute 

noch Kontakt pflege (vgl. insb. Beschwerde S. 12). Weder im Rahmen der 

Befragungen noch in der Rechtsmitteleingabe konkretisierte er jedoch was 

E-7784/2015 

Seite 21 

für Funktionen diese innerhalb der LTTE ausgeübt hatten oder ob sie auch 

heute noch als LTTE-Aktivisten bekannt seien. Die Aussagen des Be-

schwerdeführers betreffend die LTTE-Mitgliedschaft seines (...) fielen so-

dann widersprüchlich aus. So gab er in der ersten Anhörung an, sein (...) 

mütterlicherseits sei ebenfalls Mitglied der LTTE gewesen; er wisse aller-

dings nicht in welcher Funktion, jedenfalls sei er bei seinem Austritt immer 

noch für die LTTE tätig gewesen (vgl. A20 F40 ff.). Demgegenüber gab er 

in der ergänzenden Anhörung an, der (...) sei bereits verstorben gewesen, 

als er (…) in die LTTE eingetreten sei (vgl. A39 F71 ff.).  

Was die Narben betrifft, so vermerkte der SEM-Mitarbeiter bei der Anhö-

rung am 10. April 2013, an der rechten Hand seien Schürfungen zu sehen, 

welche der Beschwerdeführer auf die rund eineinhalb Monate zuvor statt-

gefundene Flucht vor den Karuna-Mitgliedern zurückführte (vgl. A20 F175). 

Es ist nicht klar, inwieweit diese Schürfungen auch heute – also rund fünf 

Jahre später – noch sichtbar sind beziehungsweise überhaupt einen Ver-

dacht seitens der sri-lankischen Behörden erwecken würden. Die Narben 

im Brustbereich sowie in der Achselhöhle, welche sich der Beschwerdefüh-

rer von einem Flugzeugangriff zugezogen habe (vgl. A39 F84), stellen 

höchstens schwach risikobegründende Faktoren dar, welche vorliegend 

nicht erheblich ins Gewicht fallen.  

Die einmalige Teilnahme an einer regierungskritischen Kundgebung in 

N._______ stellt sodann keine exilpolitische Tätigkeit in einem Ausmass 

dar, welches die Aufmerksamkeit der Behörden entscheidend auf die Be-

schwerdeführenden zu lenken vermag. Auch in der Rechtsmitteleingabe 

wird diesbezüglich im Übrigen nur auf eine hypothetische Kenntnisnahme 

seitens der Behörden hingewiesen (vgl. Beschwerde S. 30). Schliesslich 

ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden Zugang zu ihren 

Identitätsdokumenten haben.  

Es bestehen somit keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass den Be-

schwerdeführenden persönlich bei einer Rückkehr nach Sri Lanka ernst-

hafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen könnten. Dies ergibt sich 

auch nicht aus den auf Beschwerdeebene eingereichten Dokumenten. Es 

erübrigt sich auf die weiteren Argumente in der Beschwerde im Einzelnen 

einzugehen, da sie nicht geeignet sind, zu einer anderen Einschätzung zu 

führen. Insbesondere vermag der Einwand, wonach die Beschwerdeführe-

rin Zeugin von Menschenrechtsverletzungen geworden sei (vgl. Be-

schwerde S. 18) nicht zu überzeugen, nachdem die diesbezüglichen Aus-

führungen nicht im nötigen Umfang glaubhaft gemacht wurden (vgl. E. 6.2).  

E-7784/2015 

Seite 22 

6.4 Zusammenfassend haben die Beschwerdeführenden nichts vorge-

bracht, was geeignet wäre, ihre Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder 

zumindest glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat ihr Asylgesuch zu 

Recht abgelehnt.  

7.  

7.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es nicht darauf 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrechtli-

che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach 

den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug der Wegweisung ist nach Art. 83 Abs. 3 AuG nicht zulässig, 

wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen. Da die Beschwerdeführenden die Flüchtlingsei-

genschaft nicht erfüllen, ist das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot 

von Art. 33 Abs. 1 FK und Art. 5 AsylG nicht anwendbar. Die Zulässigkeit 

des Vollzuges beurteilt sich vielmehr nach den allgemeinen verfassungs- 

und völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Über-

einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 

0.105]; Art. 3 EMRK). 

Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegwei-

sungsvollzug aktuell nicht als unzulässig erscheinen (vgl. Urteil  

E-7784/2015 

Seite 23 

E-1866/2015 E. 12.2). Auch der Europäische Gerichtshof für Menschen-

rechte (EGMR) hat wiederholt festgestellt, dass nicht generell davon aus-

zugehen sei, zurückkehrenden Tamilen drohe in Sri Lanka eine unmensch-

liche Behandlung. Eine Risikoeinschätzung müsse im Einzelfall vorgenom-

men werden (vgl. Urteil des EGMR R.J. gegen Frankreich vom 19. Sep-

tember 2013, 10466/11, Ziff. 37). Es ergeben sich aus den Akten keine 

konkreten Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführenden bei einer 

Rückkehr nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Mass-

nahmen zu befürchten hätten, die über einen sogenannten "Background 

Check" (Befragung und Überprüfung von Tätigkeiten im In- und Ausland) 

hinausgehen würden, oder dass sie mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach EMRK oder FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 

wären.  

Nachdem die Beschwerdeführenden – wie in E. 6.3 ausgeführt – nicht 

glaubhaft gemacht haben, dass sie befürchten müssten, bei einer Rück-

kehr ins Heimatland die Aufmerksamkeit der sri-lankischen Behörden in ei-

nem flüchtlingsrechtlich relevanten Ausmass auf sich zu ziehen, bestehen 

auch keine Anhaltspunkte dafür, ihnen würde aus demselben Grund eine 

menschenrechtswidrige Behandlung in Sri Lanka drohen. Somit erweist 

sich der Vollzug der Wegweisung als zulässig.  

8.3 Der Vollzug der Wegweisung kann gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG unzu-

mutbar sein, wenn die beschwerdeführende Person im Heimat- oder Her-

kunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner 

Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet ist. Sind bei einem 

Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so ist das Kindeswohl besonders zu 

berücksichtigen (BVGE 2009/28 E. 9.3.2).  

Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regierung und den 

LTTE ist im Mai 2009 zu Ende gegangen. Aktuell herrscht in Sri Lanka we-

der Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 13.2.1). Nach einer eingehenden Analyse der sicherheitspolitischen 

Lage in Sri Lanka ist das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss gekom-

men, dass der Wegweisungsvollzug in die Nordprovinz (mit Ausnahme des 

„Vanni-Gebiets“) zumutbar ist, wenn das Vorliegen der individuellen Zumut-

barkeitskriterien (insbesondere Existenz eines tragfähigen familiären oder 

sozialen Beziehungsnetzes sowie Aussichten auf eine gesicherte Einkom-

mens- und Wohnsituation) bejaht werden kann (vgl. Urteil E-1866/2015 

E. 13.2). Auf eine Beurteilung der Situation im Vanni-Gebiet und der Zu-

mutbarkeit einer Rückkehr in jene Region kann hier verzichtet werden, da 

E-7784/2015 

Seite 24 

die Beschwerdeführenden nicht aus diesem Gebiet sondern aus 

P._______ ([…]) stammen. In dieser Region leben die Eltern beider Be-

schwerdeführenden sowie mehrere ihrer Geschwister und weitere Ver-

wandte (vgl. insb. A11 F3.01; A39 F18; A40 F30 f.). Der Beschwerdeführer 

hat sodann bis zur (…) die Schule besucht und seine Familie verfügt über 

mehrere landwirtschaftlich nutzbare Felder sowie einen (…)betrieb, in dem 

er bis zu seiner Ausreise tätig war (vgl. A10 F1.17.05; A11 F1.17.04; A20 

F71). Die Beschwerdeführerin gab an, die (…) besucht zu haben; ihre Fa-

milie besitze sodann mehrere Häuser (vgl. A10 F1.17.04; A40 F15). Für 

eine soziale und berufliche Wiedereingliederung sind damit – entgegen der 

Ansicht in der Rechtsmitteleingabe (vgl. Beschwerde S. 37) – Umstände 

vorhanden, die vorliegend nicht Voraussetzung für die Zumutbarkeit der 

Wegweisung sind, sondern vielmehr begünstigend ins Gewicht fallen. 

Auch in Berücksichtigung des Kindeswohls erweist sich der Vollzug der 

Wegweisung der Beschwerdeführenden und ihrer drei Kinder nach Sri 

Lanka als zumutbar. Das ältere Kind C._______ verliess Sri Lanka im Alter 

von (…) Jahren und hält sich nun seit fünf Jahren in der Schweiz auf. Die 

jüngeren Söhne D._______ und E._______ sind im (…) beziehungsweise 

im (…) in der Schweiz geboren. Die Kinder haben somit zwar eine beacht-

liche Zeit in der Schweiz gelebt und vor allem der ältere Sohn ist mit den 

hiesigen Verhältnissen vertraut geworden. Sie sind jedoch alle drei in ei-

nem anpassungsfähigen Alter, und es ist auch beim Älteren davon auszu-

gehen, dass die sozialen Beziehungen und Bindungen derzeit noch in ers-

ter Linie innerhalb der Familie angesiedelt sind. Insbesondere ist nicht von 

einer derartigen Verwurzelung in der Schweiz auszugehen, welche einer 

Wegweisung entgegenstehen könnte (dazu näher BVGE 2009/28 E. 

9.3.2). Das mit Eingabe vom 14. Januar 2016 eingereichte, C._______ be-

treffende Schreiben der Schulleitung der Primarschule (…) vom 18. No-

vember 2015 vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Der Voll-

zug erweist sich somit insgesamt als zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

E-7784/2015 

Seite 25 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bei Beschwerdeerhebung 

geltenden Kosten von 600.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der am 14. Januar 2016 in gleicher Höhe einge-

gangene Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten ver-

wendet. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7784/2015 

Seite 26 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

  

Andrea Berger-Fehr Sibylle Dischler