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**Case Identifier:** 270a2685-adfd-579e-ae19-551c346d28a7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 26.08.2019 IV 2017/168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2017-168_2019-08-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/168

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 07.02.2020

Entscheiddatum: 26.08.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2019
Art. 28 IVG. Art. 7 und Art. 8 ATSG. Rentenanspruch. Beweiskraft 
gutachterlicher Beurteilung. Keine rentenbegründende Invalidität (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. August 2019, IV 
2017/168).

Entscheid vom 26. August 2019

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; 

Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2017/168

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber, c/o Procap Schweiz, 

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 7. Januar 2014 wegen einer Psoriasis, die den gesamten 

Körper angegriffen habe, zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Die behandelnde 

Dr. med. B.___, Fachärztin für Dermatologie/Allergologie, berichtete am 29. Januar 

2014, die Versicherte leide seit ca. 12 Jahren an generalisierter Plaques Psoriasis nach 

der Geburt ihres zweiten Kinds. Bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten verfüge sie 

über eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 9). Der behandelnde Dr. med. C.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bescheinigte der Versicherten ab 

1. Februar 2014 eine im Wesentlichen durchgehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

bezogen auf die angestammte Tätigkeit als Kommissioniererin und sämtliche anderen 

Tätigkeiten. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er: eine Dysthymia 

(ICD-10: F34.1); eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängig-ängstlicher 

Symptomatik (ICD-10: F61); eine Psoriasis vulgaris mit Osteolyse (Fuss und 

Handbereich) und Tendopathien; eine Adipositas permagna (BMI 43); einen Uterus 

descendens, Beckenbodenmuskulaturschwäche mit sekundärer Mischinkontinenz und 

Rückenschmerzen (Fremd-act. 4, insbesondere Bericht vom 27. Dezember 2014, 

Fremdact. 4-8 ff.; siehe auch den Bericht vom 20. Oktober 2014 [Datum Posteingang 

IV-Stelle], IV-act. 31). Die an der Klinik für Rheumatologie am Kantonsspital St. Gallen 

(KSSG) behandelnden medizinischen Fachpersonen führten im Bericht vom 11. April 

2014 aus, die Versicherte leide u.a. an einer Psoriasis vulgaris, Erstdiagnose 2008 mit/

bei Psoriasis-Arthritis. Aktuell bestehe eine erhöhte Krankheitsaktivität. Bei bekannter 

depressiver Episode sei eine Somatisierung der Schmerzen nicht auszuschliessen (IV-

act. 18-1 ff.; zum Bericht der Klinik für Rheumatologie vom 12. Mai 2014 betreffend die 

A.a. 

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dort vom 28. April bis 12. Mai 2014 stationär durchgeführte multimodale 

rheumatologische Komplexbehandlung siehe IV-act. 19). Dr. med. D.___, Ärztin mbF an 

der Klinik für Neurochirurgie am KSSG, berichtete am 16. Juli 2014, die Versicherte 

leide an einem recht diffusen Schmerzsyndrom ohne genaue radikuläre Komponente 

(IV-act. 28-3 f.).

Im Verlaufsbericht der Klinik für Rheumatologie am KSSG vom 18. November 

2014 wurde der Zustand als eher verbessert beschrieben. Unter der Neubehandlung 

mit Ustekinumab seit August 2014 sei eine Besserung des psoriatischen Hautbefundes 

eingetreten. Die angestammte Tätigkeit sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. Aus 

rheumatologischer Sicht sei sie arbeitsunfähig für eine körperlich schwerstbelastende 

Tätigkeit. Zudem bestünden Einschränkungen für repetitives Bücken und 

Wirbelsäulenrotationsbewegungen. Zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit wurde eine 

detaillierte Untersuchung empfohlen (IV-act. 34; siehe auch die Berichte vom 9. Januar 

2015, IV-act. 46, und vom 15. April 2015 [Datum Posteingang IV-Stelle], IV-act. 51).

A.b. 

Im Auftrag der IV-Stelle (IV-act. 55) erstattete Prof. Dr. med. E.___, Facharzt u.a. 

für Rheumatologie, am 2. Juli 2015 gestützt auf eine persönliche Untersuchung eine 

konsiliarische Beurteilung der Versicherten. Darin beschrieb er folgende 

"Hauptprobleme": 1. ein Lumbovertebralsyndrom seit ca. 4 Jahren; 2. Polyarthralgien 

und 3. eine kutane Psoriasis seit 8 Jahren mit gegenwärtig weitgehender Remission 

unter Stelara. Hinweise auf das Vorliegen einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung 

hätten sich nicht gezeigt. Der Gesundheitszustand der Versicherten hätte sich durch 

die erfolgreiche Therapie der kutanen Psoriasis gebessert. Ihr Aktivitäts- und 

Funktionsniveau sei lediglich durch die Adipositas und die entsprechenden 

Überlastungsbeschwerden tieflumbal eingeschränkt. Unter Berücksichtigung der 

klinischen Befundung sei diese Einschränkung allerdings wenig alltagsrelevant. 

Bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (IV-

act. 57; zur Würdigung der konsiliarischen Beurteilung durch den RAD-Arzt Dr. med. 

F.___, Facharzt für Innere Medizin, siehe dessen Stellungnahme vom 11. August 2015, 

IV-act. 58).

A.c. 

Dr. C.___ führte im Verlaufsbericht vom 15. August 2015 aus, der 

Gesundheitszustand der Versicherten sei unverändert. Im Moment sei aus 

A.d. 

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psychiatrischer und psychosozialer Sicht auf noch nicht absehbare Zeit von einer 

100%igen Behinderung auszugehen (IV-act. 59). Im Bericht vom 19. Oktober 2015 

(Datum Posteingang IV-Stelle) gaben die in der Abteilung Neurologie am KSSG 

behandelnden medizinischen Fachpersonen an, der Beschwerdekomplex sei nicht 

neurologisch-organisch erklärbar, sodass eine funktionelle Genese vermutet werde. Die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung obliege deshalb den psychosomatischen/psychiatrischen 

Kollegen (IV-act. 62).

In der Stellungnahme vom 6. November 2015 vertrat der RAD-Arzt Dr. F.___ die 

Auffassung, die Versicherte biete ein somatisches Beschwerdebild dar, das weder 

durch einen physiologischen Prozess noch durch eine körperliche Störung vollständig 

erklärt werden könne und dem somit erhebliche somatoforme Anteile innewohnten. Er 

empfahl eine bidisziplinäre rheumatologisch-(oder orthopädisch-)psychiatrische 

Begutachtung (IV-act. 65). Am 25. Januar 2016 wurde die Versicherte bidisziplinär 

(psychiatrisch-orthopädisch) in der SMAB AG, St. Gallen, von Dr. med. G.___, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. H.___, Fachärztin für Orthopädie und 

Traumatologie bzw. Orthopädische Rheumatologie (D), begutachtet. Diese stellten 

folgende Diagnosen, denen sie eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beimassen: 

1. ein rezidivierendes pseudoradikuläres lumbales Schmerzsyndrom beidseits, links 

stärker als rechts; 2. eine bekannte Raumforderung im Os metakarpale IV der linken 

Hand (V.a. Enchondrom). Zu keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führten die 

Dysthymia (ICD-10: F34.1); die kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 

selbstunsicheren und abhängigen Anteilen (ICD-10: F61.0); die Agoraphobie ohne 

Angabe einer Panikstörung (ICD-10: F40.00); die HLA-B27 negative periphere 

Spondyloarthritis mit Psoriasis-Arthritis EM 02/2014 ED 04/2014, aktuell keine 

entzündliche Aktivität; die Adipositas per magna (BMI 41.3 kg/m ) und der mässige 

Plattfuss beidseits. Die Versicherte habe berichtet, dass die Diagnose einer Multiplen 

Sklerose im Raum stehe und diesbezüglich weitere Abklärungen vorgesehen seien. 

Solange eine organische Genese nicht klar ausgeschlossen sei, könne die Diagnose 

einer gegebenenfalls vorliegenden somatoformen Störung nicht gestellt werden. 

Abgesehen von der hier noch vorliegenden diagnostischen Unklarheit sei des Weiteren 

aber auch nicht erkennbar, dass aktuell durch die genannte Symptomatik die 

Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt wäre. Sollte sich im Rahmen der weiteren Abklärungen 

A.e. 

2

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allerdings die Diagnose einer Multiplen Sklerose bestätigen, hätte dies einen 

erheblichen Einfluss auf die längerfristige Prognose (IV-act. 70-12 f.). Der Gutachter 

und die Gutachterin bescheinigten der Versicherten bezogen auf die angestammte 

(körperlich schwere) Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und bezogen auf 

leidensangepasste Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Zwischen September 

2013 und Oktober 2014 sei die Krankheit ausser Kontrolle gewesen. In dieser Zeit habe 

auch bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden (IV-act. 70-14 f.; zum Gutachten vom 22. Februar 2016 siehe IV-act. 70).

In der Stellungnahme vom 2. Mai 2016 hielt der RAD-Arzt Dr. F.___ fest, die 

neurologischen Fachpersonen des KSSG hätten gemäss ihrem Bericht vom 29. März 

2016 (IV-act. 73) für die von der Versicherten gezeigten Symptome keine organische 

Ursache erkennen können. Insbesondere seien sie nicht in der Lage, die auch von den 

Gutachtern beschriebenen Phänomene einer Multiplen Sklerose zuzuordnen. Für diese 

Einschätzung sei den neurologischen Fachpersonen schon vor der Begutachtung eine 

hinsichtlich der MS-Diagnostik negativ verlaufene Liquorpunktion (siehe hierzu IV-

act. 73-10 f.) vorgelegen. Da die Versicherte an keiner Multiplen Sklerose leide, könne 

auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt werden (IV-act. 78).

A.f. 

Mit Vorbescheid vom 2. Mai 2016 zeigte die IV-Stelle der Versicherten an, ihr 

Rentengesuch abzuweisen (IV-act. 80). Diese stellte am 13. Juni 2016 einen "Antrag 

auf Revision der Rentenablehnung vom 2. Mai 2016" und machte geltend, dass sich ihr 

Gesundheitszustand massiv verschlechtert habe (IV-act. 85). Dr. med. I.___, Ärztin an 

der Klinik J.___, berichtete am 9. Juni 2016, die Versicherte befinde sich dort seit dem 

26. Mai 2016 in stationärer Behandlung. Die Zuweisung sei aufgrund einer 

Exazerbation einer vorbestehenden Depression, von phobischen Ängsten sowie einer 

verstärkten Symptomatik bei vorbestehender Ess-Brechsucht erfolgt. Es bestünden 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: 

F33.1); spezifische (isolierte) Phobien (ICD-10: F40.2) und ein Diabetes mellitus, Typ 2, 

ohne Komplikationen (ICD-10: E11.90; IV-act. 86). Im Austrittsbericht vom 4. August 

2016 betreffend die stationäre Behandlung vom 26. Mai bis 16. Juni 2016 bescheinigte 

Dr. I.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zwei Wochen nach Entlassung. In 

Anbetracht der bestehenden körperlichen Erkrankungen und der ausgeprägten 

psychischen Symptomatik mit massiver Einengung des Aktionsradius und 

A.g. 

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B.  

Beeinträchtigung der Alltagskompetenzen sei die Leistungsfähigkeit für Tätigkeiten des 

ersten Arbeitsmarkts längerfristig nicht gegeben (IV-act. 89). Nach einer Rücksprache 

mit der RAD-Ärztin Dr. med. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 

gelangte der RAD-Arzt Dr. F.___ zur Auffassung, die in der Klinik J.___ gestellte 

Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode sei als Ausdruck einer 

Anpassungsstörung zu interpretieren, die sich ihrerseits als Reaktion auf den negativen 

Rentenvorbescheid entwickelt habe (Stellungnahme vom 23. September 2016, IV-

act. 90). Dr. C.___ bescheinigte im Verlaufsbericht vom 13. Januar 2017 einen im 

Vergleich mit dem Zustand von Mitte August 2015 stationären Gesundheitszustand. Im 

Moment sei aus psychiatrischer und psychosozialer Sicht auf noch nicht absehbare 

Zeit von einer 100%igen Behinderung auszugehen (IV-act. 92). Nach einer Würdigung 

dieses Verlaufsberichts vertrat die RAD-Ärztin Dr. K.___ den Standpunkt, dass die 

Hospitalisation in der Klinik J.___ als vorübergehende Verschlechterung zu beurteilen 

sei und keine relevante anhaltende Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustands vorliege (Stellungnahme vom 21. März 2017, IV-act. 93). Am 

21. März 2017 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 94).

Gegen die Verfügung vom 21. März 2017 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 8. Mai 2017. Die Beschwerdeführerin beantragt darin deren Aufhebung und die 

Zusprechung einer Invalidenrente. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 22. Juni 2017 

weist die Beschwerdeführerin zunächst darauf hin, dass sich die Diagnose einer 

Multiplen Sklerose glücklicherweise nicht bestätigt habe. Sie bringt gestützt auf die 

abweichende Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der behandelnden medizinischen 

Fachpersonen im Wesentlichen vor, die gutachterliche Beurteilung sei nicht 

beweiskräftig. Einigkeit herrsche bezüglich der vollständigen Arbeitsunfähigkeit im 

Zeitraum vom September 2013 bis Oktober bzw. November 2014. Diesen Teil der 

gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung scheine die Beschwerdegegnerin nicht 

berücksichtigt zu haben. Bezüglich der Bestimmung des Invalideneinkommens fordert 

sie einen Tabellenlohnabzug von 20% (act. G 5).

B.a. 

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Erwägungen

1.  

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin.

1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 7. September 

2017 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung für beweiskräftig. Insbesondere sei eine dermatologische 

Begutachtung nicht erforderlich gewesen und eine andauernde relevante 

Verschlechterung seither nicht eingetreten (act. G 9).

B.b. 

Mit Verfügung vom 11. September 2017 wird dem Gesuch der 

Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) 

entsprochen (act. G 10).

B.c. 

In der Replik vom 13. November 2017 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

den gestellten Anträgen fest. Sie weist nochmals darauf hin, dass der Gutachter und 

die Gutachterin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum vom September 2013 

bis Oktober bzw. November 2014 festgestellt hätten. Gestützt darauf stehe ihr eine 

ganze Rente zu. Dazu und zu den Ausführungen bezüglich des Einkommensvergleichs 

habe sich die Beschwerdegegnerin nicht geäussert (act. G 14).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 16).B.e. 

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

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2.

Zunächst ist zu prüfen, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif 

abgeklärt worden ist und eine verlässliche Grundlage für die Beurteilung des 

umstrittenen Rentenanspruchs besteht. Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der 

angefochtenen Verfügung auf das bidisziplinäre Gutachten der SMAB vom 22. Februar 

2016. Die Beschwerdeführerin hält dieses für mangelhaft.

2.1 Die Beschwerdeführerin bringt gegen die gutachterliche Beurteilung die davon 

abweichenden Einschätzungen der behandelnden medizinischen Fachpersonen vor 

(act. G 5, S. 4 f.).

2.1.1 In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ein den 

Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten (BGE 125 V 

351 f. E. 3a und b) nicht in Frage gestellt werden kann und nicht Anlass zu weiteren 

Abklärungen besteht, wenn und sobald die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an 

vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich 

nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, die im Rahmen 

der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer anderen 

Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008, 9C_830/2007, E. 

4.3 mit Hinweisen). Ferner kann eine psychiatrische Exploration von der Natur der 

Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet der begutachtenden 

psychiatrischen Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, 

innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, 

zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte oder die Expertin lege artis 

vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1).

2.1.2 Bei der Würdigung der Einschätzung von Dr. C.___ fällt auf, dass ihr nicht bloss 

die psychischen, sondern auch die somatischen Beschwerden zugrundeliegen. Dies 

geht insbesondere aus dem von ihm angegebenen Diagnosekatalog hervor, worin er 

u.a. eine Psoriasis vulgaris mit Osteolyse, eine Adipositas permagna, einen Uterus 

descendens, Beckenmuskulaturschwäche mit sekundärer Mischinkontinenz und 

Rückenschmerzen erwähnt verbunden mit dem Hinweis: "Alle Diagnosen beeinflussen 

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die Arbeitsfähigkeit!" (Fremd-act. 4-9; zu den von ihm mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellten Diagnosen siehe auch den Bericht vom 15. August 2015, IV-

act. 59-2, sowie den Verlaufsbericht vom 13. Januar 2017, IV-act. 92). Ausserdem 

vertrat Dr. C.___ die Auffassung, sämtliche subjektiv beklagten Beschwerden hätten in 

allen Bereichen, psychisch und somatisch, objektiviert werden können (siehe den 

Bericht vom 27. Dezember 2014, Fremd-act. 4-9 unten). Damit enthält seine 

Beurteilung zu einem wesentlichen Teil auch eine somatische Einschätzung, wozu er 

als Psychiater nicht berufen ist. Zumindest bezüglich der objektiven Beurteilung der 

somatischen Beschwerden fehlt ihm nicht nur die Fachkompetenz, sondern auch eine 

schlüssige Begründung für seine Sichtweise, die sich zudem mit der übrigen Aktenlage 

nicht vereinbaren lässt. So steht etwa seine Beurteilung der Psoriasis in Widerspruch 

zur Beurteilung der am KSSG behandelnden Dermatologin, die ausdrücklich eine 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit verneinte (Bericht vom 17. Dezember 2014, IV-

act. 36-2). Aus rheumatologischer Sicht legte Prof. E.___ nachvollziehbar dar, dass 

keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bestehe 

(IV-act. 57-2). Dr. med. L.___, Fachärztin für Allgemeinmedizin, verneinte, dass die 

Stressinkontinenz zu einer Arbeitsunfähigkeit führe (Bericht vom 14. November 2014, 

IV-act. 33-6).

2.1.3 Hinzu kommt, dass weder Dr. C.___ noch die in der Klinik J.___ behandelnden 

psychiatrischen Fachpersonen die Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin und 

deren Leidensangaben objektiv-kritisch geprüft haben. Sowohl aus der gutachterlichen 

Beurteilung als auch aus dem Konsilium von Prof. E.___ vom 2. Juli 2015 ergeben sich 

mehrere Hinweise auf eine Aggravation und Inkonsistenzen, denen im Rahmen einer 

beweiskräftigen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ebenfalls Rechnung zu tragen ist. 

Prof. E.___ erwähnte in der Diagnosestellung u.a. einen sekundären Krankheitsgewinn 

(IV-act. 57-1). Des Weiteren hielt er fest: Auffallend sei das Schmerzverhalten bei der 

Anamneseerhebung gewesen. Es habe mit einer freien Beweglichkeit und Belastbarkeit 

beim Aus- und Anziehen bzw. beim Aufstehen von der Liege kontrastiert. Auch die 

Einschränkung an der linken Schulter seien rein funktioneller Natur (IV-act. 57-2). Die 

orthopädische Gutachterin begründete nachvollziehbar die von ihr festgestellten 

Inkonsistenzen und zahlreichen Hinweise auf eine Aggravation (IV-act. 70-39 oben; IV-

act. 70-44). U.a. waren 4 von 5 Waddell-Zeichen positiv (IV-act. 70-44). Hiermit haben 

sich Dr. C.___ und die medizinischen Fachpersonen der Klinik J.___ jedoch nicht 

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(zumindest nicht in erkennbarer Weise) auseinandergesetzt. Auch aus diesem Grund 

vermag deren Arbeitsfähigkeitsbeurteilung die gutachterliche Einschätzung nicht in 

Zweifel zu ziehen.

2.1.4 Bezüglich der Einschätzung der medizinischen Fachpersonen der Klinik J.___ 

vom 4. August 2016 (IV-act. 89) hat die RAD-Ärztin Dr. K.___ in der Stellungnahme vom 

21. März 2017 überzeugend und in mit der Verlaufsbeurteilung von Dr. C.___ vom 

13. Januar 2017 (IV-act. 92; siehe auch die RAD-Stellungnahme vom 23. September 

2016, IV-act. 90) übereinstimmender Weise dargelegt, dass darin keine relevante 

andauernde Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands erblickt werden 

könne. So führte Dr. C.___ mit Blick auf den ab Mitte August 2015 eingetretenen 

Sachverhalt ebenfalls aus, dass der Gesundheitszustand stationär geblieben sei. Er 

diagnostizierte kein depressives Leiden, sondern - wie der psychiatrische SMAB-

Gutachter (IV-act. 70-12 und -30) - eine Dysthymia (ICD-10: F34.1) und berichtete 

lediglich von im Verlauf weiterhin aufgetretenen "depressiven Phasen". Bezüglich der 

Hospitalisation in der Klinik J.___ gab er an, dass diese wegen Erschöpfung und 

wiederkehrenden Krisen erfolgt sei (IV-act. 92-1). Im Übrigen liegen auch der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der psychiatrischen Fachpersonen der Klinik J.___ 

ausdrücklich auch die "körperlichen Erkrankungen" zugrunde (IV-act. 89-2 Mitte), 

welche zu beurteilen diese mangels entsprechender Fachkompetenz nicht berufen 

sind.

2.1.5 Auch der Bericht von Dr. med. M.___, Arzt an der Klinik für Rheumatologie am 

KSSG, vom 15. April 2015 (Datum Posteingang IV-Stelle) vermag die gutachterliche 

Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen. Denn die darin enthaltene 

Arbeitsfähigkeitsschätzung (100%ige Arbeitsunfähigkeit) erfolgte nicht vorbehaltlos. 

Vielmehr wurde eine detaillierte Abklärung zur exakten Bestimmung empfohlen (IV-

act. 51-4). Es ist auch nicht erkennbar, dass die ausdrücklich mit einem Vorbehalt 

versehene Arbeitsfähigkeitsschätzung auf einer objektiv-kritischen Beurteilung der 

Leidensangaben der Beschwerdeführerin erfolgte. Im Übrigen hielt er im Bericht vom 

18. November 2014 noch eine 25%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten für zumutbar (IV-act. 34-3).

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2.1.6 Gegen die von den behandelnden medizinischen Fachpersonen bescheinigte 

vollständige Arbeitsunfähigkeit spricht des Weiteren die doch noch recht aktive 

Alltagsgestaltung der Beschwerdeführerin (siehe IV-act. 70-25 und -36): Sie stehe 

zwischen 05:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens auf. Anschliessend gehe sie ins Bad, 

verrichte ihre Körperhygiene und kleide sich an. Danach müsse sie erst einmal an die 

frische Luft und mache einen Spaziergang von 15 bis 20 Minuten. Dabei rauche sie 

auch. Wenn sie zurückkehre, nehme sie ihr Frühstück zusammen mit den Kindern ein. 

Danach (nach dem Wegräumen des Frühstücks, IV-act. 70-36) lege sie sich dann eine 

halbe Stunde auf das Bett und lese dabei jeweils eine halbe bis eine Stunde. Im Laufe 

des Tages besorge sie ihren Haushalt ("wie z.B. Wäsche waschen und die 

Geschirrspülmaschine ein- und ausräumen", IV-act. 70-36), wobei ihr Ehemann die 

schwereren Arbeiten übernehme. Am späten Vormittag koche sie. Sie koche sehr 

gerne. Manchmal mache sie zwischen 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr einen Mittagsschlaf. Am 

Nachmittag gehe sie noch ein paar Mal hinaus und mache kurze Spaziergänge. 

Teilweise gehe sie auch in das Internet, recherchiere dort und lese Gesundheitstipps 

durch. Das Nachtessen nehme sie zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr ein. Danach 

würde sie sich Zeit für die Familie nehmen, gelegentlich erneut spazieren gehen. Sie 

schaue wenig fern. Gegen 20:30 Uhr und 21:00 Uhr gehe sie zu Bett. Einmal in der 

Woche fahre sie entweder nach N.___ ins Thermalbad oder nach O.___ in das 

Hallenbad.

2.2 Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin, dass "die im Vordergrund stehende 

Psoriasis nicht von einem Fachgutachter" beurteilt worden sei. Die Einschränkungen 

aus dieser Erkrankung seien im Gutachten nicht berücksichtigt (act. G 5, S. 4). 

Zunächst legt die Beschwerdeführerin weder konkret dar noch ist erkennbar, welche 

Einschränkungen aus der Psoriasis die Gutachter zu Unrecht ausser Acht gelassen 

hätten. Bereits die am KSSG behandelnde Dermatologin Dr. med. P.___ wies im 

Bericht vom 17. Dezember 2014 darauf hin, dass das Hauptproblem nicht die Haut, 

sondern die extrem ausgeprägten Gelenkschmerzen seien (IV-act. 36-4). Der Psoriasis 

mass sie ausdrücklich keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (IV-act. 36-2; zur sehr 

guten dermalen Seite siehe auch den Bericht der Klinik für Rheumatologie vom 

9. Januar 2015, IV-act. 46-2). Aus den weiteren Akten ergeben sich keine Hinweise auf 

eine Verschlechterung. Im Bericht der Klinik für Dermatologie/Allergologie am KSSG 

vom 2. März 2015 wurde vielmehr eine Verbesserung durch die aufgenommene 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/17

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Behandlung bestätigt (IV-act. 42-2). Gegenüber Prof. E.___ gab die 

Beschwerdeführerin am 2. Juli 2015 an, dass sich durch die erfolgreiche Therapie der 

kutanen Psoriasis der Gesundheitszustand erheblich gebessert habe (IV-act. 57-1 

unten und -2 unten). Die eingetretene gesundheitliche Verbesserung des psoriatischen 

Hautbefunds fand ausserdem Eingang in die gutachterliche Beurteilung (IV-act. 70-35). 

Im Übrigen verwiesen auch die neurologischen Fachpersonen des KSSG zur 

Beurteilung des Beschwerdekomplexes ausschliesslich auf eine Einschätzung durch 

Kollegen aus dem psychosomatischen/psychiatrischen Bereich (IV-act. 62-2). Die 

medizinischen Fachpersonen der Klinik für Rheumatologie am KSSG wiesen im Bericht 

vom 11. April 2014 ebenfalls auf eine Somatisierung der Schmerzen hin (IV-act. 18-4). 

Nach dem ausführlichen rheumatologischen Konsilium von Prof. E.___ vom 2. Juli 2015 

(IV-act. 57) bestand überdies kein weiterer fachrheumatologischer Abklärungsbedarf. 

Die Beschwerdeführerin benennt denn auch nicht konkret Mängel am 

rheumatologischen Konsilium oder Gesichtspunkte, die für einen weiteren 

fachrheumatologischen Abklärungsbedarf sprechen. Der Einschätzung von Prof. E.___ 

wurde zudem von der orthopädischen Gutachterin Rechnung getragen (IV-act. 70-45) 

und es ist namentlich nicht zu beanstanden, dass die Gutachter der Diagnose "HLA-

B27 negative periphere Spondylarthritis mit Psoriasis-Arthritis 

EM [Erstmanifestation] 02/2014 ED [Erstdiagnose] 04/2014, aktuell keine entzündliche 

Aktivität" keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zumassen (IV-act. 70-12).

2.3 Bei der Würdigung der gutachterlichen Beurteilung fällt zudem ins Gewicht, dass 

sie auf vollständigen klinischen Untersuchungen beruht, die von der 

Beschwerdeführerin geklagten Leiden berücksichtigt, eine umfassende Konsistenz- 

und Ressourcenprüfung enthält. Zudem leuchten die in Diskussion mit den Vorakten 

gezogenen Schlussfolgerungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit bzw. deren 

Beeinträchtigung - abgesehen von der retrospektiven Beurteilung des Zeitraums von 

September 2013 bis Oktober bzw. November 2014 (siehe hierzu nachstehende E. 2.4) - 

ein.

2.4 Aus der Sicht der Beschwerdeführerin ist es ausserdem unrealistisch, dass - 

nachdem die orthopädische SMAB-Gutachterin bezogen auf den Zeitraum von 

September 2013 bis Oktober 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte - 

von einem Tag auf den anderen eine vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben gewesen 

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sei. Das Gutachten sei in diesem Punkt nicht begründet und die Angaben seien unklar 

(act. G 5, S. 4).

2.4.1 Die orthopädische Gutachterin begründete ihre retrospektive Verlaufsbeurteilung 

damit, dass nach dem Wirkungseintritt der zusätzlichen Behandlung mit Ustekinumab 

(Stelara), d.h. gestützt auf den Verlaufsbericht der Klinik für Rheumatologie am KSSG 

vom 18. November 2014 ab ca. November 2014 von einer vollen Arbeitsfähigkeit 

bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten ausgegangen werden könne. Vorher sei die 

Krankheit "nicht unter Kontrolle gewesen", weshalb für die Zeit vom September 2013 

bis Oktober 2014 auch in angepasster Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

auszugehen sei (IV-act. 70-45).

2.4.2 In der Tat leuchtet die retrospektive Bescheinigung einer vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten nicht ein. Denn wie sich aus dem von der 

orthopädischen Gutachterin referenzierten Bericht von Dr. M.___ vom 18. November 

2014 ergibt, führte die Neubehandlung mit Ustekinumab ausschliesslich zu einer 

Besserung des "psoriatischen Hautbefundes" (IV-act. 34). Folglich wurden mit dieser 

Behandlung die dermatologischen Symptome "unter Kontrolle" gebracht (siehe auch 

die Ausführungen unter vorstehender E. 2.2). In damit zu übereinstimmender Weise 

führte Prof. E.___ in der konsiliarischen Beurteilung vom 2. Juli 2015 nachvollziehbar 

aus, die Therapie mit Stelara habe einen hervorragenden Effekt auf die 

Hautproblematik gehabt. Zum Zeitpunkt der Untersuchung hätten sich 

dementsprechend nur sehr wenig spezifische Alterationen und intertriginös bräunliche 

Verfärbungen finden lassen (IV-act. 57-1). Unter Stelara habe sich die Hautproblematik 

enorm verbessert. "Betreffend Gelenke und Knieschmerzen hingegen wäre Stelara 

wirkungslos" (IV-act. 57-3). Er legte zudem ausführlich und nachvollziehbar dar, dass er 

weder in der Anamnese noch in den Unterlagen oder anlässlich der klinischen 

Untersuchung Hinweise für das Vorliegen einer entzündlich rheumatischen Erkrankung 

gefunden habe (IV-act. 57-1 unten). Die am KSSG seit 21. Januar 2014 (siehe den 

Bericht vom 23. Januar 2014, IV-act. 18-5 f.) behandelnde Dermatologin Dr. P.___ 

wiederum verneinte, dass die Psoriasis einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe und 

wies darauf hin, dass das Hauptproblem nicht die Haut, sondern die extrem 

ausgeprägten Gelenkschmerzen seien (Bericht vom 17. Dezember 2014, IV-act. 36; zur 

zunehmend diffusen Schmerzsymptomatik siehe den Bericht der Klinik für 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/17

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Neurochirurgie am KSSG vom 16. Juli 2014, IV-act. 28-3 f.). Im Übrigen wurden die 

Arbeitsunfähigkeitsatteste vom psychiatrisch behandelnden Dr. C.___ ausgestellt (E-

Mail vom 14. Mai 2014, IV-act. 15). Demgegenüber bescheinigte Dr. B.___ der 

Beschwerdeführerin aus dermatologischer Sicht im Bericht vom 13. November 2013 

(fremd-act. 1-5 ff.) für leidensangepasste Tätigkeiten grundsätzlich eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit (Fremd-act. 1-6). Die später im Bericht vom 29. Januar 2014 lediglich 

noch bescheinigte 70%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (IV-

act. 9-2) beruht nicht auf medizinischen Gründen. Vielmehr hielt Dr. B.___ eine 70%ige 

Arbeitsfähigkeit - bzw. wohl eher eine 70%ige Erwerbstätigkeit - für "optimal", da die 

Beschwerdeführerin "dann Beruf und Familie gut vereinigen" könne (siehe hierzu den 

Bericht vom 13. November 2013, Fremd-act. 1-6). Vor diesem Hintergrund ist auch 

rückwirkend eine relevante andauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bezogen 

auf leidensangepasste Tätigkeiten nicht dargetan. Von weiteren Abklärungen sind mit 

Blick auf den bereits weit zurückliegenden Zeitraum vom September 2013 bis Oktober 

2014 keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.

3.

Nach dem Gesagten verbleibt die Bestimmung des Invaliditätsgrads auf der Grundlage 

einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten. Dabei kann 

offenbleiben, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Beschwerdeführerin ein 

Tabellenlohnabzug bei der Bestimmung des Invalideneinkommens zu gewähren ist. 

Denn selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin, bezüglich derer keine Hinweise 

auf ein im Vergleich zu den LSE-Hilfsarbeiterinnenlöhne erhöhte Erwerbsfähigkeit im 

Gesundheitsfall besteht (siehe zum IK-Auszug IV-act. 7 bzw. zu den Lohnangaben der 

Arbeitgeberin vom 11. Februar 2014 IV-act. 12), ein Prozentvergleich vorgenommen 

und der nach der Rechtsprechung höchstzulässige Abzug von 25% (BGE 126 V 75) 

gewährt würde, resultierte ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 25%.

4.

4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/17

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4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Gerichtskosten von Fr. 600.-- erscheinen 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die vollständig 

unterliegende Beschwerdeführerin hat die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu 

tragen. Zufolge gewährter unentgeltlicher Rechtspflege (act. G 9) ist sie von der 

Bezahlung zu befreien.

4.3 Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung 

die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung 

wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 

der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 

hat keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa den Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 22. März 2019, IV 2018/205, E. 3.3) eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen 

(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/17

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2.

Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2019
	Art. 28 IVG. Art. 7 und Art. 8 ATSG. Rentenanspruch. Beweiskraft gutachterlicher Beurteilung. Keine rentenbegründende Invalidität (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. August 2019, IV 2017/168).

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