# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43ef44b1-6428-5636-9451-7265c115c84b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.12.2008 E-7728/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7728-2008_2008-12-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7728/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
Kongo (Kinshasa),

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 24. November 2008 / 
N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7728/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 8. Juni 2008 verliess und am 30. Juni 2008 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Transitzentrum Altstätten vom 
23. Juli 2008 sowie der direkten Anhörung durch das BFM vom 10 No-
vember  2008  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen 
vorbrachte, er stamme aus Kinshasa, wo er seit seiner Geburt mit sei-
ner Familie gelebt habe,

dass er seit April 2008 im Auftrag von A._______, einem Onkel eines 
seiner  Freunde,  freiwillig  und  unentgeltlich  eine  regierungskritische, 
illegale Zeitschrift namens „B._______“ verteilt habe, 

dass er etwa am 11. Mai 2008 zum Haus von A._______ gegangen 
sei, diesen jedoch nicht vorgefunden habe,

dass  er  von  Nachbarn  erfahren  habe,  dass  Soldaten  A._______ 
mitgenommen und sein Haus durchsucht hätten, wobei die mit Fotos 
versehenen Formulare, welche alle  Zeitschriftenverteiler  auf  Geheiss 
von  A._______.  hätten  ausfüllen  müssen,  beschlagnahmt  worden 
seien,

dass er selber am 19. Mai 2008 zu Hause von mehreren Soldaten fest-
genommen und ins Camp D._______ gebracht worden sei,

dass er  dort  zur Identität  und dem Aufenthaltsort  anderer Personen, 
welche die Zeitschrift verteilt hätten, verhört und täglich gefoltert und 
geschlagen worden sei,

dass ihn am 5. Juni 2008 ein Soldat aus der Zelle geholt und ihm eine 
Uniform gegeben habe, welche er auf dessen Aufforderung hin ange-
zogen habe,

dass er von dem Soldaten und einem Kameraden von diesem in einem 
Jeep  zu  einem  in  der  Nähe  des  Gefängnisses  liegenden  Gelände 
gebracht worden sei, wobei sie zwei Kontrollposten passiert hätten,

dass auf  dem Gelände sein Onkel  in  einem Auto gewartet  und dem 
Soldaten einen Umschlag übergeben habe,

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dass ihn sein Onkel zu einer Bekannten in E._______ gebracht habe, 
wo er sich mehrere Tage versteckt habe,

dass ihn sein Onkel am 8. Juni 2008 zu zwei Fischern geführt  habe, 
welche ihn in ihrer Piroge nach Brazzaville übergesetzt hätten,

dass er in Begleitung eines von seinem Onkel organisierten Schlep-
pers von dort über Libreville (Gabun), Abidjan und Marokko per Flug-
zeug in die Schweiz eingereist sei,

dass sein Begleiter einen Reisepass für ihn gehabt und bei den Kont-
rollen  jeweils  vorgewiesen habe,  den er  jedoch selber  nie in  seinen 
Händen gehabt habe,

dass er in seiner Heimat nie einen Reisepass oder eine Identitätskarte 
besessen habe,  sondern  nur den zu den Akten gereichten Geburts-
schein sowie eine „Attestation de perte des pièces d'identité“, welche 
er jedoch verloren habe,

dass  der  Beschwerdeführer  zum Beleg  seiner  Vorbringen  einen  am 
5. Dezember 2007 ausgestellten Geburtsschein sowie ein dreiseitiges, 
mit „B._______“ betiteltes Flugblatt einreichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 24. November 2008 – eröffnet am 
25. November  2008 –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  bei  dem 
vom  Beschwerdeführer  eingereichten  Geburtsschein  handle  es  sich 
nicht  um ein Reise- oder Identitätspapier  im Sinne von Art. 1 Bst. b 
und c  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfra-
gen (AsylV 1, SR 142.311),

dass  keine entschuldbaren Gründe für  die  unterlassene Einreichung 
von rechtsgenüglichen Reisepapieren vorliegen würden,  zumal  reali-
tätsfremd erscheine, dass der Beschwerdeführer in der angegebenen 
Weise die Passkontrollen durchschritten habe und keine Angaben zu 
dem benutzten Reisepass machen könne,

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dass im Weiteren die Angaben des Beschwerdeführers zu seinen Asyl-
gründen zahlreiche Ungereimtheiten enthalten würden,

dass  er  unsubstanziierte  Aussagen  zu  den  verteilten  Zeitschriften 
gemacht habe und sein angebliches Verhalten nach Entdeckung der 
Verhaftung von A._______ als realitätsfremd eingestuft werden müsse,

dass  ferner  seine  Ausführungen  zu  seiner  Haftzeit  stereotyp  und 
unsubstanziiert, sowie zum Teil widersprüchlich ausgefallen seien,

dass  schliesslich  auch  die  geschilderten  Umstände  der  angeblichen 
Flucht als realitätsfremd zu erachten seien, insbesondere angesichts 
des grossen Risikos welches der Soldat, welcher ihn befreit haben sol-
le, eingegangen wäre,  

dass aus diesen Gründen ohne weitere Abklärungen festgestellt wer-
den könne, dass der Beschwerdeführer das Vorliegen der Flüchtlings-
eigenschaft nicht glaubhaft zu machen vermöge,

dass sich im Weiteren aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür erge-
ben würden, dass dem Beschwerdeführer im Falle der Rückkehr in sei-
nen Heimatstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 
der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  verbotene Strafe oder 
Behandlung drohe,

dass ferner  keine Gründe gegen die Zumutbarkeit  in  die Demokrati-
sche Republik Kongo sprechen würden, zumal in Kinshasa kein Bür-
gerkrieg und keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Dezember 2008 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei unter anderem beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur materiellen Prüfung 
zurückzuweisen,  eventualiter  die  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs festzustellen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege sowie um Erlass des Kostenvorschusses ersuchte,

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dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Vorbringen einen Aus-
zug aus einem Bericht von Human Rights Watch vom November 2008 
zur Situation in der Demokratischen Republik Kongo einreichte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])  des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 

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materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-

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stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines Asylgesuches beziehungsweise innert  48 Stunden danach ein 
Dokument  zu seiner  zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 
E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben, 

dass im Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen ist, dass der 
eingereichte Geburtsschein kein Identitätspapier im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG ist (vgl. BVGE 2007/7 E. 6, S. 69 f.), da es keine 
Überprüfung der Identität dessen Inhabers zulässt,

dass  das  BFM in  der  angefochtenen  Verfügung  -  nach  Prüfung  der 
Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts -  überzeugend 
dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identi-
tätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass angesichts der stereotypen, unsubstanziierten und realitätsfrem-
den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  bezüglich  seiner  Reise  aus 
dem  Kongo  in  die  Schweiz  als  unglaubhaft  erachtet  werden  muss, 
dass er in der geschilderten Weise gereist ist, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers  vielmehr  davon ausgeht,  dass  er  im Besitze  au-
thentischer,  rechtsgenüglicher Identitätspapiere ist,  welche er  jedoch 
innert  48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen 
Behörden nicht aushändigte, 

dass angesichts  der offensichtlich  unglaubhaften Asylvorbringen und 
Ausreiseumstände, die Argumentation in der Beschwerde, die Flucht 
sei ungeplant erfolgt, weshalb es entschuldbar sei, dass er vorher kei-
ne Reisepapiere beschafft habe, nicht stichhaltig ist, 

dass der  Antrag auf  Ansetzung einer  Frist  zur  Nachreichung der  im 
Heimatstaat  verbliebenen  „Attestation  de  perte  de  pièces  d'identité“ 
abzuweisen ist, da – wie oben dargelegt – das Unterlassen der Einrei-
chung genüglicher Identitätspapiere innert  Frist nicht entschuldbar ist 
und demzufolge die nachträgliche Einreichung von Papieren nicht zur 
Aufhebung  des  Nichteintretensentscheids  zu  führen  vermöchte  (vgl. 
EMARK 1999 Nr. 16 E. 5 S. 108 ff.),

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dass zudem das  vom Beschwerdeführer  in  Aussicht  gestellte  Doku-
ment ohnehin den Anforderungen von Art. 1 Bst. b und c AsylV1 nicht 
zu genügen vermöchte,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörungen zu 
Recht  die Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und zusätzliche Abklä-
rungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Weg-
weisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen einer Gesamtbetrach-
tung zum Schluss gelangt, dass vorliegend unter Verzicht auf zusätzli-
che  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen  einer 
bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden kann, der 
Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, 
und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b  und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass insbesondere angesichts des damit für die Beteiligten verbunde-
nen  Risikos  unplausibel  erscheint,  dass  A._______  über  die 
unentgeltlich und freiwillig tätigen Zeitungsverteiler Formulare anlegte, 
welche deren Identifizierung erlaubten,

dass  ausserdem das  Verhalten  des  Beschwerdeführers  nach  Entde-
ckung  der  Verhaftung  von  A._______  sowie  die  geschilderten 
Umstände der angeblichen Befreiung aus dem Gefängnis durch einen 
Soldaten, wobei mehrere Kontrollposten hätten passiert werden müs-
sen, als völlig realitätsfremd bewertet werden müssen,

dass damit wesentliche Elemente der Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers  in  einem  hohen  Masse  realitäts-  und  lebensfremd  ausgefallen 
sind, 

dass auch seine übrigen Schilderungen im Wesentlichen unsubstanzi-
iert und undetailliert ausgefallen sind und kaum Glaubhaftigkeitsmerk-
male beinhalten,

dass mit der Fluchtgeschichte des Beschwerdeführers nicht vereinbar 
erscheint, dass er in der Lage war, eine der von ihm angeblich verteil-
ten Zeitschriften mitzunehmen und er somit aus der Einreichung die-
ses Dokuments nichts zu seinen Gunsten ableiten kann,

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dass der Beschwerdeführer dieser Einschätzung in seiner Beschwer-
deeingabe nichts Stichhaltiges entgegenzuhalten vermag,

dass insbesondere der eingereichte Bericht von Human Rights Watch 
über die Lage im Kongo nicht geeignet ist, irgendetwas an den vorins-
tanzlichen Erwägungen zu ändern, da der Bericht allgemein abgefasst 
ist, und die zahlreichen Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen 
des Beschwerdeführers nicht auszuräumen vermag,

dass der Antrag auf Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer Mit-
gliedschaftsbestätigung  des  „Rassemblement  des  patriotes  pour  les 
libération  des  patriotes  du  Congo“  (rplc-rdc)  abzuweisen  ist,  da  die 
Mitgliedschaft bei dieser Partei erst auf Beschwerdeebene vorgebracht 
worden ist und damit als nachgeschoben erachtet werden muss, und 
zudem keine Anhaltspunkte für eine sich daraus ergebende flüchtlings-
relevante Gefährdung ersichtlich sind, 

dass das BFM nach dem Gesagten in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst.  a AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu wer-
den (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens 
vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und  ferner  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  im  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im gesamten Heimat- bzw. Herkunfts-
staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine kon-
krete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  Weiterführung  der  von  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission in EMARK 2004 Nr. 33 festge-
legten Praxis den Wegweisungsvollzug nach Kinshasa als grundsätz-
lich zumutbar erachtet für Personen, welche dort ihren letzten Wohn-
sitz hatten oder über ein gefestigtes Beziehungsnetz verfügen,

dass der junge und gesunde Beschwerdeführer von seiner Geburt bis 
zur Ausreise in Kinshasa lebte und dort über ein soziales Netz verfügt, 
auf dessen Unterstützung er zählen kann,

dass sich aus den Akten keine Hinweise für die Annahme ergeben, der 
Beschwerdeführer  geriete  im  Falle  der  Rückkehr  in  die  Heimat  aus 
individuellen  Gründen wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher 
Natur in eine existenzbedrohende Situation,  weshalb der Vollzug der 
Wegweisung zumutbar ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist,

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der 
Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  abzuweisen  ist,  da  die 
Beschwerdebegehren  nach  dem Gesagten  als  zum Vornherein  aus-
sichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- (...) ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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