# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 554d2944-6860-5014-b84d-5dd1aa767d19
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 08.10.2018 605 2017 205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2017-205_2018-10-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2017 205

Urteil vom 8. Oktober 2018

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Susanne Fankhauser

Marc Sugnaux
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Patrik Gruber

gegen

SUVA, Vorinstanz    

Gegenstand Unfallversicherung – Psycho-Rechtsprechung

Beschwerde vom 14. September 2017 gegen den Einspracheentscheid 
vom 19. Juli 2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1983, türkischer Staatsbürger, verheiratet, wohnhaft in B.________, 
war seit dem 1. Januar 2015 als Arbeiter bei der C.________ GmbH tätig. Er war im Rahmen 
dieser Anstellung bei der Suva, Luzern, gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie 
Berufskrankheiten versichert. 

Am Abend des 26. Januar 2015 bei Schneefall überholte ein Auto auf der Autostrasse zwischen 
D.________ und E.________ in einer unübersichtlichen Kurve einen Lastwagen und kollidierte 
frontalseitlich mit dem korrekt entgegen kommenden Auto von A.________. Dieser zog sich eine 
offene Unterschenkelfraktur rechts zu. Die Suva übernahm die gesetzlichen Leistungen.

Mit Verfügung vom 22. Februar 2017, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 19. Juli 2017, 
stellte die Suva ihre Leistungen auf den 28. Februar 2017 ein. Es fehle am adäquaten Kausal-
zusammenhang zwischen den organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden und dem 
Unfall vom 26. Januar 2015, der als mittelschwer zu qualifizieren sei. Ferner hielt sie fest, die 
Verfügung vom 22. Februar 2017 betreffe nur die Ansprüche bezüglich der psychischen Proble-
matik.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt 
Patrik Gruber am 14. September 2017 Beschwerde am Kantonsgericht Freiburg und stellt den 
Antrag, die Verfügung vom 22. Februar 2017 [recte: der Einspracheentscheid vom 19. Juli 2017] 
sei aufzuheben und ihm sei eine volle UV-Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit 
zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung an die Suva zurückzuweisen unter Wiederaufnahme der 
Taggeldleistungen rückwirkend ab dem 1. März 2017. Es sei nicht von einem mittleren, sondern 
von einem schweren Unfall auszugehen, weshalb die adäquate Kausalität zu bejahen sei.

Die Suva beantragt in ihren Bemerkungen vom 29. Dezember 2017 die Bestätigung ihres 
Einspracheentscheides und die Abweisung der Beschwerde. Hinsichtlich der somatischen 
Beschwerden sei der Endzustand per Ende August 2016 erreicht gewesen und bezüglich der 
psychischen Beschwerden sei der adäquate Kausalzusammenhang nicht gegeben. Ein Leistungs-
anspruch über den 28. Februar 2017 hinaus sei deshalb zu Recht verneint worden.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 14. September 2017 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 19. Juli 
2017 ist unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 15. August (Art. 38 
Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] zur Anwendung kommt) 
fristgerecht durch eine ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter bei der sachlich und örtlich 

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zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutz-
würdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob er über 
den 28. Februar 2017 hinaus Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nicht-
berufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2. Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss sowohl ein natürlicher als auch 
ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen (BGE 129 V 177 E. 3 mit Hinweisen).

Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst gesprochen werden, wenn die 
erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei 
angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind. Sind die geklagten 
Beschwerden natürlich unfallkausal, nicht aber in diesem Sinne objektiv ausgewiesen, so ist bei 
der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind 
gegebenenfalls weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Hat die versicherte Person einen 
Unfall erlitten, welcher die Anwendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind 
die durch BGE 134 V 109 E. 10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese Rechtsprechung nicht 
anwendbar, so sind grundsätzlich die Adäquanzkriterien, welche für psychische Fehlentwicklungen 
nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 115 V 133 E. 6c/aa; sog. Psycho-Praxis), anzuwenden 
(Urteil BGer 8C_414/2017 vom 26. Februar 2018 E. 2.1 mit Hinweisen).

2.3. Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld sowie 
Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 
abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.1). Die Besserung bestimmt sich 
namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits-
fähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu 
erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht 
(Urteil BGer 8C_210/2018 vom 17. Juli 2018 E. 3.2.3.1. mit Hinweisen). Der Fallabschluss bedingt 
nicht, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist, sondern bestimmt sich vielmehr 
danach, ob weitere ärztliche Behandlungen eine namhafte Besserung erwarten lassen (Urteil BGer 
8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.2.2). Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der 
vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und 
auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (Urteil BGer 8C_403/2011 vom 11. Oktober 
2011 E. 3.1.1; BGE 134 V 109 E. 4.1 mit Hinweisen). Ein separater Fallabschluss einerseits für 
psychische und andererseits für somatische Beschwerden fällt daher nicht in Betracht. Die 
Adäquanzprüfung ist bei Anwendung der Psycho-Praxis in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem 
von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann. Folglich muss die 
Unfallversicherung zur Bestimmung des Zeitpunktes des Fallabschlusses über die somatischen 

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Beschwerden im Bild sein. Aber auch bei der – unter Ausschluss psychischer Aspekte vorzu-
nehmenden – konkreten Prüfung der Adäquanzkriterien, so insbesondere bei der Prüfung der 
Dauer und des Umfangs der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit, ist die Unfallversicherung auf 
eine schlüssige und vollständige medizinische Aktenlage zu den somatischen Unfallfolgen ange-
wiesen (Urteil BGer 8C_210/2018 vom 17. Juli 2018 E. 3.2.3.1. mit Hinweisen). Die Frage nach 
einer namhaften Verbesserung erübrigt sich für den Fall, dass nicht mehr von einem unfall-
kausalen Gesundheitsschaden auszugehen ist (Urteil BGer 8C_327/2010 vom 22. Juli 2010 E. 4).

3.

Vorliegend ist streitig, ob der Beschwerdeführer auch über den 28. Februar 2017 hinaus Anspruch 
auf Leistungen der Unfallversicherung hat.

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei von einem schweren Unfall auszugehen, weshalb 
die adäquate Kausalität zu bejahen sei. Ferner verhalte sich die Suva widersprüchlich. So habe 
der Suva-Psychiater noch im Dezember 2016 eine stationäre Weiterbehandlung empfohlen und 
bevor diese abgeschlossen gewesen sei, sei der Fallabschluss vorgenommen worden. Es sei auch 
nicht logisch, dass die Suva gemäss ihrer Lesart mit dem hier streitigen Entscheid einzig den 
psychischen Teil des Falles abschliessen wolle. Ferner habe sie nicht berücksichtigt, dass im 
August 2017 eine weitere Operation vorgesehen war (Entfernung der Metallschiene).

3.2. Gemäss der Unfallmeldung vom 16. Februar 2015 (Suva-Akten, Nr. 1) kollidierte der 
Beschwerdeführer am Abend des 26. Januar 2015 mit seinem Auto bei einer Geschwindigkeit von 
70 km/h frontalseitlich mit einem anderen Auto. Diagnostiziert wurden eine offene Unterschenkel-
fraktur rechts mit traumatischer Eröffnung der Arteria sowie Schmerzsyndrome. In der Folge war er 
bis am 3. Februar 2015 im F.________ hospitalisiert (Suva-Akten, Nr. 32). Da sich die Situation 
nur schleppend besserte, wurde er am 12. August 2015 erneut operiert (Suva-Akten, Nr. 89).

Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie der Suva, hielt am 3. Mai 2016 (Suva-Akten, Nr. 120) 
eine Unterschenkel-Nagelosteosynthese bei Status nach Pseudoarthrose bei Unterschenkelver-
plattung, einen Status nach offener Unterschenkelfraktur mit Gefässbeteiligung am 26. Januar 
2015, eine schwere posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) mit depressiver Episode sowie 
einen Zustand nach operativer Entfernung eines Osteoblastom im Beckenbereich 2007 (unfall-
fremd) fest. Im Vordergrund stehe eine Mischung aus depressiver Episode und erheblicher post-
traumatischer Belastungsstörung (PTBS). Bezüglich des Beines bestehe eine starke Angst-
reaktion. Der zurzeit benötigte Analgetikaaufwand sei erheblich, wobei bereits vor dem Unfall ein 
nicht unerheblicher Analgetikabedarf infolge der operativen Therapie im Bereich des Os sacrum 
bestanden habe. In Anbetracht der Gesamtsituation sei eine Arbeitsfähigkeit in absehbarer Zeit 
noch nicht zu erkennen. Hinsichtlich des Beines verbleibe voraussichtlich keine messbare 
Integritätseinbusse.

Vom 10. Mai bis 22. Juni 2016 war der Beschwerdeführer in der H.________ hospitalisiert. Die 
Ärzte dieser Klinik gingen am 22. Juni 2016 (Suva-Akten, Nr. 151) namentlich von einem 
komplexen chronifizierten, zur Generalisierung neigenden, multifaktoriellen Schmerzsyndrom mit 
Zeichen der zentralen Sensitisierung (langjährige Schmerzerfahrung, Traumaerfahrung bei Folter, 
Tumor, offene Frakturen) mit deutlichen Hinweisen auf eine PTBS (Status nach Foltererfahrung, 
Unfall 2015) aus.

Am 4. Juli 2016 (Suva-Akten, Nr. 152) ging der Suva-Chirurg von einem erreichten Endzustand in 
Bezug auf den Unterschenkel per Ende August 2016 aus. Die psychischen Beschwerden würden 

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in einem Teilkausalzusammenhang zum Unfall stehen. Er schlug den Fallabschluss nach einer 
geplanten stationären Behandlung vor. Nach erneuter kreisärztlichen Untersuchung hielt er am 
14. Dezember 2016 (Suva-Akten, Nr. 205) fest, der Zustand des rechten Beines sei gut (mit 
deutlich demonstrierter Bewegungseinschränkung rechtes Kniegelenk). Die geltend gemachten 
Schmerzen seien aus somatischer Sicht nicht erklärbar. Es liege kein CRPS vor. Er verneinte 
einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung und erstellte ein Zumutbarkeitsprofil.

Ebenfalls am 14. Dezember 2016 (Suva-Akten, Nr. 206) erfolgte eine Untersuchung durch 
Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie der Suva. Dieser diagnostizierte 
eine Komplex-chronische PTBS (F43.9), eine Schmerzverarbeitungsstörung mit organischen und 
psychischen Faktoren (F45.41) sowie eine Iatrogene Opiatabhängigkeit (F11.2). Alle Diagnosen 
hätten bereits vor dem Unfall bestanden, seien durch diesen aber verstärkt worden. Eine Teil-
kausalität sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorhanden. Eine namhafte Besserung sei bei 
geeigneter Behandlung überwiegend wahrscheinlich. Das Zumutbarkeitsprofil und ein möglicher 
Integritätsschaden könnten aus psychischer Sicht noch nicht beurteilt werden.

Am 15. Dezember 2016 (Suva-Akten, Nr. 203) erfolgte eine Besprechung mit dem Beschwerde-
führer und den Kreisärzten. Dabei wurde festgehalten, aus orthopädischer Sicht sei der Endzu-
stand erreicht. Die PTBS müsse noch als unfallkausal angesehen werden und es wurde eine 
mehrmonatige stationäre Behandlung zu Lasten der Suva empfohlen.

Aus einem Bericht der Tagesklinik des J.________ vom 30. Januar 2017 (Suva-Akten, Nr.  208) 
ergab sich, dass keine Besserung festzustellen sei.

Am 15. Februar 2017 (Suva-Akten, Nr. 212) fand die Abschlussbesprechung mit dem Beschwerde-
führer statt. Es wurde ihm erklärt, der Endzustand sei erreicht. Anhand des formulierten Zumutbar-
keitsprofils (somatisch) werde die Rentenprüfung erfolgen. Die psychischen Folgen stünden nicht 
mehr in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall. Dementsprechend würden die 
Versicherungsleistungen eingestellt und der Erlass einer Verfügung wurde in Aussicht gestellt. Der 
Beschwerdeführer seinerseits informierte hinsichtlich einer weiteren Kontrolluntersuchung im 
F.________ mit allfälliger anschliessender Metallentfernung.

In der Verfügung vom 22. Februar 2017 (Suva-Akten, Nr. 214) hielt die Suva fest, die noch 
beklagten Beschwerden seien nicht objektivierbar, weshalb die Prüfung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs erfolgt sei und ergeben habe, dass dieser zu verneinen sei. Deshalb bestehe 
auch kein Anspruch auf eine Rente oder Integritätsentschädigung.

In ihrem Einspracheentscheid vom 19. Juli 2017 (Suva-Akten, Nr. 228) erklärte die Suva explizit, 
die Verfügung betreffe nur die Ansprüche bezüglich der psychischen Problematik. Nicht 
entschieden worden sei betreffend die noch bestehenden organischen Unfallfolgen. So werde die 
Suva diesbezüglich zu gegebener Zeit den Anspruch auf eine Rente bzw. Integritätsentschädigung 
prüfen bzw. hierüber entscheiden. Dementsprechend sei im Einspracheverfahren allein zu prüfen, 
ob für die psychischen Beschwerden über Ende Februar 2017 hinaus ein Leistungsanspruch 
bestehe bzw. die Leistungen zu Recht eingestellt worden seien. Ferner hielt sie fest, gemäss dem 
Suva-Chirurgen seien die Beschwerden aus rein somatischer Sicht nicht erklärbar und es bestehe 
eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Wegen der vom Suva-Psychiater 
bejahten natürlichen Kausalität der psychiatrischen Diagnosen sei in Anwendung der Psycho-
Rechtsprechung der adäquate Kausalzusammenhang geprüft und verneint worden.

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3.3. In somatischer Hinsicht ging der Suva-Chirurg von einem Endzustand per Ende August 
2016 sowie von einer vollen Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus und verneinte 
einen Integritätsschaden Auch wenn dies soweit nachvollziehbar erscheint, kam es gemäss 
Angaben des Beschwerdeführers offenbar erneut zu einer Operation (Metallentfernung), die nicht 
berücksichtigt wurde.

In psychischer Hinsicht nahm die Suva die Prüfung der Adäquanz anhand der Psycho-Recht-
sprechung vor und verneinte diese. In der Folge erliess sie die Verfügung vom 22. Februar 2017. 
Fragwürdig ist demgegenüber, dass noch anlässlich der Besprechung vom 15. Dezember 2016 
dem Beschwerdeführer mitgeteilt wurde, es werde eine mehrmonatige stationäre Behandlung zu 
Lasten der Suva empfohlen. Ferner präzisierte die Suva in ihrem Einspracheentscheid, mit der 
vorgenannten Verfügung sei einzig und allein über die psychische Seite des Falles entschieden 
worden. Was die somatische Seite des Falles betreffe, werde zur gegebenen Zeit geprüft, ob 
allenfalls ein Anspruch auf eine Rente bzw. eine Integritätsentschädigung bestehe.

Obwohl sich die Suva-Ärzte bereits zu den langfristigen Leistungen geäussert hatten, wurde 
gemäss der Darstellung der Suva im hier streitigen Einspracheentscheid und der ihm zugrunde-
liegenden Verfügung vom 22. Februar 2017 einzig und allein über die psychische Seite des Falles 
entschieden. Damit nimmt die Suva eine getrennte Behandlung der somatischen und der 
psychischen Problematik vor, die, wie gesehen, eben gerade nicht zulässig ist. Der Fallabschluss 
muss vielmehr insgesamt erfolgen und die Frage des Anspruchs auf eine allfällige Rente bzw. auf 
eine Integritätsentschädigung ist zwingend zu diesem Zeitpunkt zu prüfen (vgl. vorne E 2.3.).

Der Suva kann deshalb nicht gefolgt werden und der Einspracheentscheid vom 19. Juli 2017 ist 
aufzuheben und die Angelegenheit für eine integrale Prüfung der Situation an die Suva zurückzu-
weisen. Dabei hat sie auch die weitere Entwicklung in somatischer Hinsicht (Metallentfernung) zu 
berücksichtigen. Bei diesem Ausgang erübrigt es sich, auf die vom Beschwerdeführer gegen die 
Adäquanzprüfung vorgebrachte Kritik einzugehen. Ebenso erübrigt es sich, die am 24. September 
2018 zusammen mit der Kostenliste eingereichten Dokumente (Gutachten sowie zwei nach-
folgende Stellungnahme von Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) 
zu behandeln. Auch dies hat die Suva in ihrer integralen Fallprüfung zu berücksichtigen.

4. Zusammenfassend hat die Suva zu Unrecht nur über die psychiatrische Problematik 
entschieden, anstelle eines integralen Entscheides hinsichtlich aller vorliegenden gesundheitlichen 
Beschwerden. Der Einspracheentscheid vom 19. Juli 2017 ist aufzuheben und die Beschwerde 
gutzuheissen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf Entschädigung seiner Parteikosten. Am 
24. September 2018 hat sein Rechtsvertreter seine Kostenliste eingereicht, worin er einen 
Aufwand von 18 Stunden 20 Minuten, davon 13 Stunde 40 Minuten für Operationen bis Ende 
Dezember 2017 und seitdem weitere 4 Stunden 40 Minuten geltend macht. Dies erscheint im 
vorliegenden Fall, der sich nicht durch aussergewöhnliche Komplexität auszeichnet und den 
bereits vorhandenen Kenntnissen aus dem Vorverfahren als zu viel. Es ist vielmehr von einem 
objektiv notwendigen Aufwand von 16 Stunden (davon 13 Stunden für Operationen bis zum 
31. Dezember 2017 und 3 Stunden für Operationen ab dem 1. Januar 2018). Damit und unter 
Berücksichtigung von Art. 146 ff. des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1), des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 über 

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die Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (SGF 150.12) ist für die 
Operationen bis 31. Dezember 2017 die Parteientschädigung auf CHF 3'250.- festzusetzen (13 
Stunden zu CHF 250.-). Zu diesem Betrag kommen die Auslagen von CHF 40.90 (Fotokopien à 
CHF 0.40) sowie die Mehrwertsteuer in der Höhe von CHF 263.25 (8% von CHF 3290.90) hinzu, 
was einen Betrag von CHF 3'554.15 ergibt. Hinsichtlich der Operationen seit dem 1. Januar 2018 
ist die Parteientschädigung auf CHF 750.- festzusetzen (3 Stunden zu CHF 250.-). Zu diesem 
Betrag kommen die Auslagen von CHF 8.30 (Fotokopien à CHF 0.40) sowie die Mehrwertsteuer in 
der Höhe von CHF 58.40 (7.7% von CHF 758.30) hinzu, was einen Betrag von CHF 816.70 ergibt. 
Der Totalbetrag von CHF 4'370.85 geht zu Lasten der Suva.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 19. Juli 2017 aufgehoben.

Die Angelegenheit wird im Sinne der Erwägungen an die Suva zurückgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. A.________ wird zu Lasten der Suva für das vorliegende Verfahren eine Partei-
entschädigung für Honorar (CHF 4'000.-) und Auslagen (CHF 49.20) des Rechtsvertreters 
von CHF 4'049.20, zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 321.65 und damit insgesamt 
CHF 4'370.85 zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundes-
gericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 8. Oktober 2018/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: