# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee8d0ccd-3736-5468-b613-e816ea48fa3d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2008 D-7891/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7891-2008_2008-12-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7891/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
Mongolei,
C._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 4. Dezember 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7891/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge am 8. August 
2008 die Mongolei mit dem Zug Richtung D._______ verliess, bis zum 
3. November 2008 bei einer alten Frau an einem ihr unbekannten Ort 
in der Nähe von D._______ lebte, von dort ihre Reise in die Schweiz in 
einem Minibus via ihr unbekannte Länder fortsetzte und am 6. Novem-
ber 2008 illegal in die Schweiz einreiste, wo sie gleichentags um Asyl 
nachsuchte,

dass die Beschwerdeführerin keine Identitätspapiere abgab,

dass  sie  am  21.  November  2008  im  C._______  befragt  und  am 
1. Dezember 2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt zu den 
Asylgründen angehört wurde,

dass sie zu ihren asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte, ihr Ehemann sei am 30. Juni 2008 nicht von der Arbeit 
nach Hause gekommen und am 1. Juli 2008 sei ihr von der Unfallklinik 
mitgeteilt worden, ihr Mann sei nach erlittenen Schlägen innerlich ver-
blutet, 

dass am 6. Juli  2008 vier maskierte Männer in ihre Wohnung einge-
drungen und nach Dokumenten gesucht hätten, welche ihrem verstor-
benen Ehemann gehört hätten,

dass sie nicht gewusst habe, um welche Papiere es sich handle, wes-
halb sie der wiederholten Forderung der Eindringlinge, die Dokumente 
herauszurücken, nicht habe nachkommen können,

dass sie von den Tätern verdächtigt worden sei, die Papiere versteckt 
zu haben, weshalb sie geschlagen und mit einem am Hals angesetz-
ten Messer mit dem Tod bedroht worden sei, falls sie die Papiere nicht 
herausgebe,

dass sie von einem der Männer mit den Händen ans Bett gefesselt und 
vergewaltigt worden sei,

dass sie am darauffolgenden Tag von den Männern bis zur Bewusstlo-
sigkeit geschlagen worden sei,

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dass die Männer - nachdem sie aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht sei 
-  verschwunden gewesen seien,  worauf  sie einen Arzt  gerufen habe 
und anschliessend ins Spital eingeliefert worden sei,

dass man ihre Wohnung in Brand gesetzt habe und ihr die Nachbarn 
geraten hätten, sich auf dem Polizeiposten zu melden,

dass sie sich bei der Polizei gemeldet und von dieser zum Brand be-
fragt worden sei, 

dass sie der Polizei auch von den Übergriffen der vier Männer erzählt 
habe, 

dass ihre Aussagen protokolliert worden seien und ihr die Polizei mit-
geteilt habe, sie werde sich bei ihr melden,

dass sie am 28. Juli 2008 in ihrer neuen Wohnung von den Männern 
erneut  aufgesucht  und  unter  Waffengewalt  zur  Herausgabe  bezie-
hungsweise Bekanntgabe des Aufenthaltsortes der von ihnen gesuch-
ten Papiere genötigt worden sei,

dass man ihr ein Bild eines ihr unbekannten Mannes vorgehalten und 
sie mit an den Kopf angesetzter Pistole und unter Todesdrohung ge-
fragt habe, ob sie diesen Mann kenne und ob sie ihm die Papiere aus-
gehändigt habe,

dass sie aus Furcht um ihr Leben gelogen und die Frage bejaht habe,

dass sie von den Tätern gefesselt und an einen ihr unbekannten Ort in 
eine Holzhütte gebracht worden sei, 

dass sie, nachdem die Männer das Haus verlassen gehabt hätten, ihre 
Fesseln habe lösen können und ihr die Flucht durch ein Fenster gelun-
gen sei,

dass sie ein Taxi gerufen habe und zu einer Kollegin gefahren sei, wo 
sie sich versteckt habe, 

dass sie sich am nächsten Tag bei der Polizei gemeldet habe, wobei 
sie von den Polizisten nicht ernst genommen worden sei und sie ihr 
vorgeworfen hätten, die Wohnung selbst in Brand gesetzt zu haben, 

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dass sie  den  Polizeiposten  verlassen  habe,  sich  hingesetzt  und  ge-
weint habe, worauf sie eine Frau angesprochen und ihr geraten habe, 
einen Brief an das Obergericht zu verfassen, da die Polizei für normale 
Bürger nichts unternehme, ausser man bezahle dafür,

dass sie vom Obergericht keine Antwort erhalten habe und gegenüber 
ihrer Kollegin den Wunsch geäussert habe, ins Ausland zu gehen, da 
sie sich nicht mehr sicher fühle, worauf ihre Kollegin die Ausreise für 
sie organisiert habe,

dass das  BFM  mit  Verfügung  vom 4.  Dezember  2008  -  eröffnet  am 
gleichen Tag - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such der Beschwerdeführerin nicht eintrat und deren Wegweisung aus 
der  Schweiz  anordnete,  wobei  sie  diese  am  Tag  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte, die Beschwerdeführerin habe  den  Asylbehörden innerhalb 
der ihr dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass es unentschuldbar sei, dass die Beschwerdeführerin ihren Reise-
pass der schleppenden Person überlassen haben wolle, zumal sie kei-
ne plausiblen Gründe dafür habe nennen können,

dass die Angaben zur Ausstellung ihres Passe äusserst unsubstanzi-
iert ausgefallen seien, so habe sie anlässlich der Kurzbefragung dar-
gelegt, nicht zu wissen, mit welchen Unterlagen ihre Kollegin den Pass 
habe  ausstellen  lassen,  in  der  Direktbefragung  jedoch  dann  gemut-
masst habe, ihre Kollegin hätte die Geburtsurkunde von ihr (der Be-
schwerdeführerin) zur Ausstellung eines Passes vorgewiesen,

dass  in  der  Mongolei  zur  Beantragung  eines  Passes  entweder  die 
Identitätskarte oder der Inlandpass vorzuweisen sei, weshalb eine sol-
che Darlegung als realitätswidrig zu werten sei,

dass zudem ihre Behauptung, die Geburtsurkunde mit  ins Spital  ge-
nommen zu haben,  da sie  geglaubt  habe,  sie  würde sie  dort  benö-
tigen, nicht plausibel sei und, da in der Mongolei die Identitätskarte bei 
einer Vielzahl  gesellschaftlich relevanter Ereignisse wie z.B. auch im 
Falle eines Spitalaufenthaltes vorzulegen seien, es nicht nachvollzieh-

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bar sei,  die Beschwerdeführer habe zwar ihre Geburtsurkunde, nicht 
jedoch ihre Identitätskarte mit ins Spital genommen,

dass davon ausgegangen werden könne, die Beschwerdeführerin ent-
halte  den  Asylbehörden  ihre  Identitätspapiere  bewusst  vor,  um  den 
Vollzug einer möglichen Wegweisung zu erschweren oder gar zu ver-
unmöglichen  beziehungsweise  um  einen  anderen  Reiseweg  zu  ver-
schleiern, 

dass  das  BFM  betreffend  die  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  zu 
den asylbegründenden Vorbringen festhielt,  bei den geltend gemach-
ten  Übergriffen  seitens  maskierter  Unbekannter  handle  es  sich  um 
Übergriffe  Dritter,  weshalb  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin 
nicht asylrelevant seien,

dass Übergriffe durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen aus-
gesetzt  zu sein,  nur dann asylrelevant  seien,  wenn der Staat  seiner 
Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu 
gewähren,

dass die dargelegten Übergriffe Straftaten darstellten, welche von den 
heimatlichen  Behörden  im  Rahmen ihrer  Möglichkeiten  verfolgt  wür-
den,

dass insbesondere was die zur Anzeige gebrachte Vergewaltigung be-
treffe, die mongolischen Behörden gemäss Kenntnissen des Amtes ei-
ner Anzeige wegen Vergewaltigung nachgingen und die Täter vor Ge-
richt gebracht und verurteilt würden, 

dass es sich beim geltend gemachten Vorgehen der Polizisten, welche 
die Anzeigen der Beschwerdeführerin nicht hätten ernst nehmen wol-
len, offensichtlich um ein Fehlverhalten einzelner Beamter handle, das 
keinen Rückschluss auf das mongolische Justizsystem zulasse, so wä-
ren der Beschwerdeführerin genügend Möglichkeiten offengestanden, 
sich  dagegen zur Wehr zu setzen,  indem sie sich bei  einem Anwalt 
rechtlichen Beistand hätte holen oder sich an eine zuständige Kom-
mission hätte wenden können (z.B. "National Human Rights Commissi-
on of Mongolia"),

dass  es  aufgrund vorhergehender  Erwägungen  im vorliegenden  Fall 
keine Hinweise auf eine Verweigerung staatlichen Schutzes gebe und 

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auch  keine  Hinweise  darauf  bestünden,  die  Übergriffe  auf  die  Be-
schwerdeführerin seien durch Behördenvertreter verübt worden,

dass  die  Beschwerdeführerin  allfälligen  weiteren  Verfolgungsmass-
nahmen  seitens  Unbekannter  vorübergehend  auch  durch  geeignete 
Wahl ihres Aufenthaltsortes innerhalb ihres Heimatstaates hätte aus-
weichen können,

dass die  Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art 3 AsylG nicht erfüllt 
sei und aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklärungen zur Feststel-
lung der Flüchtlingseigenschaft oder von Wegweisungsvollzugshinder-
nissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass  die  Beschwerdeführerin mit  Eingabe  vom  9.  Dezember 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei sinngemäss die Aufhebung der Ver-
fügung des BFM sowie die Gewährung von Asyl beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Entscheid be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit - unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen - auf die 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass  mithin  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  in  der 
Rechtsschrift  vom  9.  Dezember  2008  die  Gutheissung  des  Asylge-
suchs beantragt wird,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist,

dass die Beschwerdeführerin bezüglich der nicht eingereichten Identi-
tätsdokumente vorbrachte,  ihre Identitätskarte  sei  in  ihrem Haus am 
23. Juli 2008 verbrannt,

dass  sie  keine  Papiere  besorgen  könne,  weshalb  sie  diesbezüglich 
auch nichts unternommen habe (vgl. A 8/12, S. 3, und A 1/13, S. 5),

dass sie versucht habe, ihre Freundin zu kontaktieren, damit ihr diese 
die  Geburtsurkunde  zustelle,  indessen  die  telefonische  Verbindung 
entweder sofort unterbrochen worden sei oder niemand den Anruf ent-
gegen genommen habe (vgl. A 8/12, S. 4),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung der Vorakten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  sich  an der  vorerwähnten Beurteilung auch mit  der  nachträgli-
chen Einreichung von Identitätsausweisen nichts ändern würde, da es 
bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. 
die  weiterhin  massgebliche  Praxis  der  ARK in  EMARK 1999  Nr. 16 
E. 5c.aa),

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dass  die  Vorbringen  in  der  Beschwerde  bezüglich  Nichtabgabe  von 
Identitätspapieren nicht geeignet sind, zu einer von der Vorinstanz ab-
weichenden Betrachtungsweise zu führen, da die Beschwerdeführerin 
in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  lediglich  wiederholt  anführt,  ihre  Identi-
tätskarte sei verbrannt und die Beschaffung ihrer Geburtsurkunde sei 
ihr nicht möglich, da eine telefonische Kontaktaufnahme mit ihrer Kol-
legin  bisher  erfolglos  gewesen  sei,  und  somit  den  Erwägungen  der 
Vorinstanz nichts entgegenzusetzen vermag,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 AsylG zu Recht als nicht erfüllt  erachtete, wobei vorab 
auf  die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass es sich bei den geltend gemachten Übergriffen - unabhängig von 
deren Glaubhaftigkeit  -  um Übergriffe  privater  Dritter  handelt,  denen 
eine Asylrelevanz lediglich dann zukommt, wenn der Heimatstaat trotz 
einer  bestehenden  Schutzpflicht  und  -fähigkeit  den  erforderlichen 
Schutz nicht gewährt,

dass  in  casu  der  Zugang  der  Beschwerdeführerin  zur  Schutz-Infra-
struktur vorhanden war und in Anbetracht der offensichtlich vorhande-
nen Schutzwilligkeit der Behörden - die Anzeige der Beschwerdeführe-
rin wurde durch die lokale Polizei entgegengenommen und ihre Aussa-
gen wurden protokolliert  - es der Beschwerdeführerin zuzumuten ge-
wesen wäre, mit der Unterstützung eines Anwalts gegen ein allfälliges 
Fehlverhalten von Behördenvertretern rechtlich vorzugehen,

dass ihr ebenfalls die Möglichkeit offen gestanden wäre, sich an eine 
in  der Mongolei  vorhandenen Schutzorganisationen zu wenden, wel-
che sich für die Belange von Gewaltopfern einsetzt, 

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dass  es  die  Beschwerdeführerin  unterlassen  hat,  entsprechende 
Schritte einzuleiten,

dass  in  der  Beschwerde im Wesentlichen die  bereits  aktenkundigen 
Vorbringen wiederholt werden und angeführt wird, sie habe keine Mög-
lichkeit mehr, in der Mongolei zu leben, und wolle nicht mehr dorthin 
zurückkehren,

dass entgegen der wenig stichhaltigen Vorbringen in der Beschwerde 
mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, der Beschwerde-
führerin  stehe  die  Möglichkeit  offen,  sich  zum Schutz  vor  allfälligen 
weiteren Verfolgungsmassnahmen durch unbekannte Dritte zumindest 
vorübergehend in einem anderen Teil ihres Heimatlandes niederzulas-
sen,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift keine neuen Erkenntnisse 
ergeben und die Vorbringen nicht geeignet sind, zu einer von der Vor-
instanz abweichenden Beurteilung zu führen,

dass im Übrigen aus den Aussagen der Beschwerdeführerin nicht er-
sichtlich ist, inwiefern sie aus einem Grund nach Art. 3 AsylG verfolgt 
worden sein soll,

dass  mit  der  Vorinstanz  übereinstimmend  festzuhalten  ist,  die  Be-
schwerdeführerin  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3 
AsylG nicht,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das Asylgesuch der  Beschwerdeführerin nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend die Beschwerdeführe-
rin weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf 
Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihr in der Mongolei droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in der Mongolei noch indi-
viduelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführerin 
im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, zumal sie dort  ein famili-
äres Beziehungsnetz hat und allfällige gesundheitliche Schwierigkeiten 
behandeln lassen kann,

dass  deshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin 
nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in die Mon-
golei schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernis-
se bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin ob-
liegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  der  Beschwerde-
führerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  durch  Vermittlung  des  C._______  (Ein-
schreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, C._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, 
mit  der Bitte um Eröffnung des Urteils an die Beschwerdeführerin 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- den E._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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