# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff556ccc-bd7d-5d52-ac7c-f9a1b8d45de1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-17
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 17.11.2021 BK 2021 481
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2021-481_2021-11-17.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 21 481

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 17. November 2021

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Bettler

Verfahrensbeteiligte A.________
privat v.d. Rechtsanwalt B.________
a.v.d. Rechtsanwalt C.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Haftentlassungsgesuch

Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 27. Oktober 2021 (KZM 21 1176)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten A.________ (nachfol-
gend: Beschwerdeführer) wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung. Am 
14. August 2021 ordnete das Kantonale Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: 
Zwangsmassnahmengericht) Untersuchungshaft für eine Dauer von drei Monaten 
an, d.h. bis am 11. November 2021. Mit Schreiben vom 15. September [recte: Ok-
tober] 2021 ersuchte der Beschwerdeführer bei der Staatsanwaltschaft um Haftent-
lassung. Das Gesuch traf am 18. Oktober 2021 per Fax bei der Staatsanwaltschaft 
ein. Das Zwangsmassnahmengericht wies das Haftentlassungsgesuch auf Antrag 
der Staatsanwaltschaft mit Entscheid vom 27. Oktober 2021 ab. Hiergegen erhob 
der Beschwerdeführer, privat verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, am 
29. Oktober 2021 Beschwerde. Er beantragte unter Kosten- und Entschädigungs-
folge das Nachstehende: 
I. In der Sache: 
1. Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 27. Oktober 2021 (KZM 21 1176 NUM) sei 

aufzuheben und der Beschuldigte aus der Haft zu entlassen; 
II. Prozessuale Anträge: 
2. Es sei von der Beschwerdeinstanz im Sinne von Art. 389 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 i.V.m. Art. 195 

Abs. 1 i.V.m. Art. 224 Abs. 4 StPO beim IRM Bern eine Auskunft bzw. einen Bericht zur Todes-
ursache von Frau D.________ einzuholen; 

3. Eventualiter sei die Auskunft ohne zeitliche Verzögerung (d.h. «vorsorglich» oder «su-
perprovisorisch») von der Verfahrensleitung der Beschwerdeinstanz vermittels verfah-
rensleitender Beweisverfügung einzuholen;

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. November 2021 wurde der eventualiter ge-
stellte Antrag des Beschwerdeführers auf superprovisorische Einholung einer Aus-
kunft bzw. eines Berichts zur Todesursache beim Institut für Rechtsmedizin der 
Universität Bern (nachfolgend: IRM Bern) begründet abgewiesen. Das Zwangs-
massnahmengericht verzichtete mit Schreiben vom 2. November 2021 unter Ver-
weis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid auf eine Stellungnahme. 
Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer delegierten Stellungnahme vom 5. No-
vember 2021 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 9. No-
vember 2021 verzichtete der Beschwerdeführer auf Bemerkungen zur Stellung-
nahme der Staatsanwaltschaft, stellte aber den Beweisantrag, die Beschwerde-
kammer solle, wiedererwägungsweise, direkt beim IRM Bern eine Auskunft bzw. 
einen Kurzbericht über das Ergebnis der Obduktion bzw. die Todesursache edieren 
lassen.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung 
und Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwer-
de angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen 
(Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-

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ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch 
die Abweisung des Haftentlassungsgesuchs unmittelbar in seinen rechtlich ge-
schützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert 
(Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist 
einzutreten. 

3. Wie bereits beim Zwangsmassnahmengericht beantragt der Beschwerdeführer 
auch im Beschwerdeverfahren, dass beim IRM Bern eine Auskunft bzw. ein Bericht 
zur Todesursache von D.________ einzuholen sei. 

Die allgemeinen Vorschriften über das Rechtsmittelverfahren sehen vor, dass die 
Beschwerdeinstanz von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die im Be-
schwerdeverfahren allfällig erforderlichen zusätzlichen Beweise erhebt (Art. 389 
Abs. 3 i.V.m. Art. 379 StPO). Das Gericht erhebt die sofort verfügbaren Beweise, 
die geeignet sind, den Tatverdacht oder die Haftgründe zu erhärten oder zu ent-
kräften (vgl. Art. 225 Abs. 4 StPO; Urteil des Bundesgerichts 1B_291/2013 vom 
17. September 2013 E. 3.4). 

Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen (Art. 31 Abs. 3 und 4 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101], Art. 5 Abs. 2 StPO) 
lässt nur wenig Raum für Beweismassnahmen. Zur Frage des dringenden Tatver-
dachts hat das Haftgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren durchzuführen 
noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen (vgl. BGE 143 IV 330 E. 2.1; 143 
IV 316 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_516/2021 vom 6. Oktober 2021 E. 2.1; 
je mit Hinweisen). Vorbehalten bleibt allenfalls die Abnahme eines liquiden Alibibe-
weises (BGE 137 IV 122 E. 3.2 mit Hinweisen). 

Eine Auskunft bzw. ein Bericht zur Todesursache müsste durch das IRM Bern 
zunächst erstellt werden und stellt damit keinen «sofort verfügbaren» Beweis i.S.v. 
Art. 225 Abs. 4 StPO dar. Gleiches gilt für die in der Replik vom 9. November 2021 
beantragte Auskunft über das Ergebnis der Obduktion betreffend die Todesursa-
che. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden, soweit er geltend macht, 
dass der Befund über die Todesursache bereits seit August 2021 existiere. Der Be-
schwerdeführer verkennt, dass bei einem aussergewöhnlichen Todesfall zur Be-
stimmung der Todesart und der Todesursache neben der eigentlichen Obduktion 
weitere Untersuchungen wie toxikologische und histopathologische Untersuchun-
gen durchgeführt werden. Zudem geht aus der Stellungnahme der Staatsanwalt-
schaft vom 5. November 2021 hervor, dass das IRM Bern vor der Fertigstellung 
des Obduktionsberichts keine Kurzberichte abgebe, insbesondere wenn die Unter-
suchungen noch nicht abgeschlossen seien. Gemäss telefonischer Rücksprache 
der Staatsanwaltschaft mit dem IRM Bern könne Ende November 2021 mit dem 
Obduktionsbericht gerechnet werden. Der Beweisantrag auf Einholung einer Aus-
kunft bzw. eines Berichtes beim IRM zur Todesursache ist daher abzuweisen. Ins-
besondere versteht es sich von selbst, dass das IRM erst nach Durchführung und 
Auswertung sowie in Berücksichtigung sämtlicher Untersuchungen Stellung zur 
Todesart und Todesursache nehmen kann, wenn wie vorliegend die Legalinspekti-
on keine Klärung gebracht hat.

https://www.swisslex.ch/doc/aol/918b0ecc-56ce-43d3-af60-0826aa3ffc13/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/aol/7b35e255-d3fd-4cca-be8f-69e701107473/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/source/document-link
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4.

4.1 Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO zunächst voraus, 
dass die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend ver-
dächtig ist (allgemeiner Haftgrund). Bei der Überprüfung des dringenden Tatver-
dachts ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine erschöpfende 
Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzuneh-
men. Zu prüfen ist vielmehr, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse 
genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und eine Be-
teiligung der beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen, die Strafbehörden somit 
das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen 
durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei der Nachweis von konkreten Ver-
dachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher Wahrschein-
lichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte (BGE 143 IV 330 
E. 2.1; 143 IV 316 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_516/2021 vom 6. Oktober 
2021 E. 2.1; je mit Hinweisen).

Zu Beginn der Strafuntersuchung sind die Anforderungen an den dringenden Tat-
verdacht geringer als in späteren Stadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist ein im-
mer strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu 
stellen. Nach Durchführung der in Betracht kommenden Untersuchungshandlungen 
muss eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 E. 3.2; Ur-
teil des Bundesgerichts 1B_516/2021 vom 6. Oktober 2021 E. 2.1; je mit Hinwei-
sen). 

4.2 Der Beschwerdeführer wird in der Hauptsache dringend verdächtigt, am 
10./11. August 2021 an der G.________ (Strasse) in H.________ D.________ 
getötet zu haben. In sachverhaltsmässiger Hinsicht lässt sich hierzu den Haftakten 
Folgendes entnehmen: 

Am 11. August 2021 wurde D.________ in ihrer Wohnung an der G.________ 
(Strasse) in H.________ tot aufgefunden. Die Wohnungtür war verschlossen, die 
Storen herunteruntergelassen und im Innern der Wohnung brannte kein Licht. Der 
Wohnungsschlüssel und das Mobiltelefon des Opfers fehlten. Das Opfer lag nackt 
in Rückenlage in der gefüllten Badewanne. Das Wasser reichte etwa bis unter die 
Nasenöffnungen. Auf dem Fussboden im Badezimmer befanden sich 1.5 Tabletten 
mutmasslich Schmerzmittel «Novalgin». Anlässlich der Legalinspektion zeigten 
sich am Leichnam Zeichen stumpfer Gewalteinwirkung in Form einer Schwellung 
an der Stirn rechtsseitig, eines Hautdefekts am linken Zeigefinger sowie von Haut-
unterblutungen, Hautverfärbungen und Hautvertrocknungen am Gesicht, am Hals 
und im Dekolleté-Bereich und an den Extremitäten. Weiter zeigten sich Zeichen 
halbscharfer, allenfalls auch scharfer Gewalteinwirkung in Form von Hautdurch-
trennungen am Gesicht, betont rechtsseitig, am Hals, am Nacken, am Rumpf, an 
der rechten Hand und am rechten Bein. Die genannten Befunde erschienen alle 
frisch. Die Todesart und die Todesursache konnten mit der Legalinspektion nicht 
geklärt werden. Aufgrund der Umstände des Auffindens und der Befunde am 
Leichnam steht gemäss dem IRM Bern «eine Tötung durch dritte Hand im Raum». 
Insbesondere die Hautdurchtrennungen an den Fingerbeeren würden aus rechts-

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medizinischer Sicht an Abwehrverletzungen denken lassen (vgl. Bericht zur Lega-
linspektion vom 17. August 2021). Die Kantonspolizei hielt im Rapport vom 
22. September 2021 fest, die gewonnenen Erkenntnisse vor Ort hätten gezeigt, 
dass es sich eindeutig um ein Tötungsdelikt handle. 

4.3 Das Zwangsmassnahmengericht begründete den dringenden Tatverdacht wegen 
vorsätzlicher Tötung zusammengefasst wie folgt (E. 4.8.1 angefochtener Ent-
scheid): 

Das Opfer wurde tot in der gefüllten Badewanne ihrer Wohnung aufgefunden, die Atemöffnungen 
teilweise unter Wasser. Todesart und Todesursache sind noch nicht geklärt. Der Leichnam weist je-
doch eine auffällig grosse Anzahl schwererer und leichterer Verletzungen auf (insb. am Kopf und am 
Hals); die Fingerverletzungen könnten gemäss IRM von Abwehrhandlungen stammen. Verletzungs-
bild und beschriebener Wohnungszustand sind atypisch für einen Badeunfall oder einen Suizid. Hin-
weise auf eine Beteiligung einer dritten Person gibt es zurzeit keine. Der Beschuldigte hatte zum Op-
fer ein intimes Verhältnis, offenbar mit ungleichen Vorstellungen über Intensität und Perspektive. Zum 
mutmasslichen Tatzeitpunkt befand sich der Beschuldigte in unmittelbarer Nähe des mutmasslichen 
Tatorts. Kurz vor dem Versterben des Opfers kam es offenbar zu einer heftigen Meinungsverschie-
denheit. Als Gründe kommen bspw. Eifersucht, eine verheimlichte Geschlechtskrankheit, Finanzbe-
lange (etwa die Schulden des Beschuldigten beim Opfer) oder das Ausleihen des vom Beschuldigten 
für die Berufsschule dringend benötigten Laptops in Frage. In der Wohnung hatte es gemäss Aussa-
gen des Beschuldigten in verschiedenen Räumen Scherben und Blut. Der Beschuldigte versuchte, die 
Wohnung zu reinigen und seine Spuren zu beseitigen. Insbesondere warf er die Scherben der von 
ihm als mögliche «Tatwaffe» vermuteten Flasche weg. Überdies nahm er diverse Gegenstände des 
Opfers (YB-Schals, Handy, Laptop, Schlüssel) mit nach Hause. Er informierte weder Polizei noch Sa-
nität über den Vorfall. Stattdessen schrieb er dem Opfer Nachrichten, obwohl er entweder wusste 
oder vermutete, dass sie tot war.  

4.4 Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht. Er bringt zusam-
mengefasst vor, das Zwangsmassnahmengericht stelle über weite Strecken eigene 
rechtsmedizinische Interpretationen und Vermutungen an, habe jedoch darauf ver-
zichtet, bei unklarer Todesursache gestützt auf Art. 224 Abs. 5 StPO (recte: 
Art. 225 Abs. 4 StPO) den seit August 2021 existierenden Befund des IRM Bern 
über die Todesursache als Auskunft oder Bericht im Sinne von Art. 195 Abs. 1 
StPO einzuholen. Das Zwangsmassnahmengericht habe den dringenden Tatver-
dacht demzufolge willkürlich in selbstauferlegter Unkenntnis der wahren Todesur-
sache bejaht und stattdessen eigene, nicht fachkompetente Mutmassungen über 
die Todesursache und den möglichen Beweiswert der nicht eingeholten Obdukti-
onsbefunde angestellt. Der dringende Tatverdacht wäre vorliegend «eo ipso» ent-
kräftet, wenn eine Auskunft über die Todesursache ergäbe, dass D.________ in 
der Badewanne ertrunken oder durch einen Stromschlag verstorben sei. Es sei 
Aufgabe des Zwangsmassnahmengerichts, die staatsanwaltschaftlichen Ermittlun-
gen zu kontrollieren und einzugreifen, wenn die Staatsanwaltschaft es offensicht-
lich einseitig unterlasse, einen zentralen Beweis erhältlich zu machen, der seit 
mehr als zwei Monaten erhältlich wäre und den Beschwerdeführer sofort entlasten 
könnte. 

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4.5 Das Zwangsmassnahmengericht begründete im angefochtenen Entscheid unter 
Verweis auf zahlreiche Verdachtsmomente einlässlich, weshalb vorliegend ein 
dringender Tatverdacht wegen vorsätzlicher Tötung besteht. Darauf kann vorab 
verwiesen werden (E. 4.4 ff. angefochtener Entscheid). Im Rucksack, den der Be-
schwerdeführer bei seiner Anhaltung mit sich führte, befanden sich u.a. das Mobil-
telefon von D.________ und zwei YB-Schals, die mutmasslich D.________ gehör-
ten. Die Schals waren schmutzig, feucht und hatten rote Anhaftungen. Ferner hatte 
der Beschwerdeführer den Schlüsselbund mit dem Wohnungsschlüssel und dem 
Briefkastenschlüssel von D.________ in seiner Lederjacke (Effektenverzeichnis 
vom 12. August 2021). Im Zimmer des Beschwerdeführers konnten u.a. Kleidungs-
stücke mit vermutlich Blutanhaftungen sowie eine SIM-Karte aus dem Abfalleimer 
sichergestellt werden. Zudem konnten in der Waschmaschine ebenfalls drei Klei-
dungsstücke mit vermutlich Blutanhaftungen sichergestellt werden (Berichtsrapport 
der Kantonspolizei vom 13. August 2021). 

Der Beschwerdeführer bestreitet, etwas mit dem Tod von D.________ zu tun zu 
haben. Nachdem er an der ersten delegierten Einvernahme vom 12. August 2021 
und an der Hafteröffnungseinvernahme vom 13. August 2021 die Aussage zur Sa-
che verweigert hatte, machte er anlässlich der delegierten Einvernahme vom 
20. August 2021 und an der delegierten Einvernahme vom 2. September 2021 de-
taillierte Aussagen zum Rahmengeschehen: 

- Der Beschwerdeführer gab zu Protokoll, er sei am Montag, 9. August 2021, kurz 
vor Mitternacht, zu D.________ gegangen und habe die Nacht und den Diens-
tag, 10. August 2021, mit ihr in ihrer Wohnung verbracht (Einvernahme vom 
20. August 2021 Z. 35 ff., Z. 242, Z. 1058 ff.). Sie hätten mehrfach Geschlechts-
verkehr gehabt, auf ihren Wunsch hin teilweise aggressiv, auch mit leichtem 
Würgen usw. (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 64 ff., Z. 68 f., Z. 194 ff., 
Z. 335 ff.). 

- D.________ habe ihm immer wieder gesagt, wie sehr sie ihn liebe (Einvernah-
me vom 20. August 2021 Z. 76 f., Z. 95 f., Z. 121, Z. 207 f., Z. 349 f., Z. 361, 
Z. 430, Z. 492, Z. 500 f.). Der Beschwerdeführer selber beschrieb die Beziehung 
zu D.________ an der Einvernahme vom 20. August 2021 als «Freundschaft 
Plus», aber «mit mehr Gefühlen» (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 991, 
Z. 999). Er habe D.________ gesagt, dass er etwas für sie empfinde, jedoch 
noch nicht wisse, ob es die wahre Liebe sei (Einvernahme vom 20. August 2021 
Z. 78 f.). Am Dienstagmorgen habe er D.________ angeschaut und habe sich 
gefragt, ob er sie wirklich liebe oder ob er sich das nur einbilde (Einvernahme 
vom 20. August 2021 Z. 148 f.). Aus den Aussagen des Beschwerdeführers 
geht auch hervor, dass ihm die Liebesbekundungen von D.________ offenbar 
zu viel waren. Er habe sie gefragt, weshalb sie ihm schon wieder sage, dass sie 
ihn liebe. Er wolle es langsam angehen und habe Angst, eine Beziehung einzu-
gehen (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 96 f.). Er habe ihr gesagt, es sei 
schön zu hören, dass sie ihn liebe, aber für ihn sei es zu viel. Sie solle es 
nicht so oft sagen (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 360 ff.). Er wolle die 
Sache langsam angehen. Es gehe ihm alles zu schnell. Er habe Gefühle und 

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empfinde etwas für sie, könne es aber noch nicht als wahre Liebe bezeichnen 
(Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 370 ff.). Gleichzeitig gab der Beschwer-
deführer aber auch zu Protokoll, er habe D.________ gefragt, ob sie ihn wirklich 
so fest liebe. Sollte sie ihn nicht so sehr lieben, so wolle er nicht Zeit mit ihr ver-
lieren (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 490 f.).

- Der Beschwerdeführer gab an, sie hätten auch über seine finanzielle Situation 
gesprochen. Er habe D.________ erzählt, dass er bei seiner Ex-Freundin 
Schulden in der Höhe von CHF 3'000.00 habe. D.________ habe ihm angebo-
ten, CHF 2'000.00 für eine Busse und CHF 3'000.00 für die Ex-Freundin vorzu-
schiessen (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 243 f., Z. 254 ff.). Er schulde 
D.________ bereits CHF 2’500.00 und CHF 600.00 (Einvernahme vom 20. Au-
gust 2021 Z. 281 f., Z. 1121 ff., Z. 1130 f.; Einvernahme vom 2. September 2021 
Z. 90, Z. 96 ff.). Zudem habe ihm D.________ wohl am Dienstag, als er bei ihr 
gewesen sei, in mehreren Tranchen ca. CHF 800.00 per TWINT überwiesen 
(Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 1123 ff.; Einvernahme vom 2. September 
2021 Z. 131 f., Z. 147 ff.). 

- Sie hätten auch über die Geschlechtskrankheit HPV gesprochen. Dabei habe 
sich D.________ «komisch» verhalten (Einvernahme vom 20. August 2021 
Z. 385 ff. und Z. 408 f.). Er habe aber erst von seinem Anwalt bzw. dessen As-
sistentin/Praktikantin erfahren, dass D.________ HPV-positiv gewesen sei (Ein-
vernahme vom 20. August 2021 Z. 1214 f.; Einvernahme vom 2. September 
2021 Z. 380 ff.). 

- D.________ habe am 10. August 2021 immer wieder das Handy zur Hand ge-
nommen. Er habe sie mehrfach gefragt, mit wem sie schreibe und ob sie ihm ihr 
Handy zeigen würde. Nach einem Hin und Her habe sie ihm schliesslich das 
Handy gegeben und er habe gesehen, dass sie mit «mehreren Typen» am 
Chatten gewesen sei. Das habe ihn «hässig» gemacht (Einvernahme vom 
20. August 2021 Z. 509 ff.; Einvernahme vom 2. September 2021 Z. 432 ff.). 
Den darauffolgenden Streit schilderte der Beschwerdeführer an der Einvernah-
me vom 20. August 2021 wie folgt (Z. 521 ff.): 

«Ich sagte, ich hätte keinen Bock mehr darauf und wolle nicht meine Zeit mit ihr verlieren. Es gäbe 
noch andere Frauen, die ich kennenlernen könne. Sie sagte, ich solle aufhören, so etwas zu sa-
gen. Ich stand auf und zog mich an, ich war sehr «hässig». Ich hasse es, angelogen zu werden. 
Sie bat mich aber, zu bleiben und hielt mich am Arm fest. Ich sagte «läng mi nid a», sie solle mich 
loslassen. Sie fragte, wohin ich gehen würde. Ich sagte, ich brauche frische Luft. Ich wisse nicht, 
ob das mit uns so weitergehen könne. Ich hätte das Gefühl, dass es keinen Sinn mehr habe. Sie 
sagte «bitte, blib». Ich sagte, sie solle mich gehen lassen. Bevor ich die Wohnung verlassen hatte, 
sagte sie mir noch, wenn sie mich nicht haben könne, dürfe mich keine haben. Ich sagte ihr, sie 
solle mich in Ruhe lassen.»

Auch an der Einvernahme vom 2. September 2021 gab der Beschwerdeführer 
an, er sei «mega hässig» gewesen. Auf Frage, ob er eifersüchtig auf die ande-
ren Chat-Partner von D.________ gewesen sei, meinte der Beschwerdeführer, 
wenn er ehrlich sei, sei er «leicht eifersüchtig» gewesen (Einvernahme vom 

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2. September 2021 Z. 447, Z. 458 f.). Der Streit sei aber nicht eskaliert und er 
sei nicht gewalttätig geworden. Er sei noch nie in seinem Leben gewalttätig ge-
worden (Einvernahme vom 2. September 2021 Z. 497 f.). Sie hätten sich nicht 
lange gestritten, ca. 10 Minuten oder weniger (Einvernahme vom 2. September 
2021 Z. 506 f.).  

- Der Beschwerdeführer gab an, er habe die Wohnung kurz vor 19:00 Uhr verlas-
sen und sei bis ca. um 19:40 bzw. 19:45 Uhr draussen gewesen (Einvernahme 
vom 2. September 2021 Z. 509 ff., Z. 543 ff.). Draussen habe er D.________ 
dann «recht viele Sachen» geschrieben, z.B., dass sie ihn in Ruhe lassen solle. 
Er sei «auf 180» gewesen und habe «aus der Wut heraus» geschrieben. 
D.________ habe ihn ein paar Mal angerufen. Er habe die Anrufe aber nicht 
entgegengenommen, sondern weggedrückt (Einvernahme vom 20. August 2021 
Z. 540 ff.; Einvernahme vom 2. September 2021 Z. 550 ff., Z. 577 f.). 

- Nach ca. 40 bis 45 Minuten, nachdem er sich «abgeregt» gehabt habe, sei er in 
die Wohnung von D.________ zurückgekehrt (Einvernahme vom 20. August 
2021 Z. 546 und Z. 701 ff.). Als er die Wohnungstüre geöffnet habe, habe er 
Blut und Scherben auf dem Boden gesehen. Die Scherben seien von der Fla-
sche gewesen, die zuvor auf der Kommode neben dem Bett gestanden sei. Es 
habe Scherben auf dem Bett gehabt, ein paar in der Küche, die meisten aber im 
Wohnbereich. Am meisten Blut habe es in der Küche gehabt und ein paar Trop-
fen im Wohnbereich sowie beim Eingang und im Bad (Einvernahme vom 
20. August 2021 Z. 548 f., Z. 554 f. Z. 566 ff., Z. 707 ff.; Einvernahme vom 
2. September 2021 Z. 629 ff.). 

- Der Beschwerdeführer schilderte, er habe die Badezimmertür geöffnet und habe 
D.________ in der Badewanne gefunden. Er habe «D.________!» geschrien 
und habe ihren Kopf aus dem Wasser gehoben und ihre Wangen getätschelt. 
Daraufhin habe er etwas Blut an seinen Händen gehabt. Ihre Lippen seien blass 
gewesen. Sie sei allgemein blass gewesen. Er habe gedacht: «scheisse, die 
isch gloub tot». Er sei sich aber nicht hundertprozentig sicher gewesen (Einver-
nahme vom 20. August 2021 Z. 570 ff., Z. 729 ff., Z. 790 f.). 

- Er habe sich dann überlegt, ob er die Polizei rufen oder was er machen solle. Er 
sei ja die letzte Person, die mit ihr zusammen gewesen sei. Er habe nicht Angst 
vor der Polizei, sei aber ein Mensch, der Abstand zur Polizei halte. Seine Ge-
danken seien gewesen, «dort rauszukommen», er habe damit nichts zu tun. Er 
habe seine Sachen packen und gehen wollen. Dann sei ihm eingefallen, dass er 
ja alles angefasst habe. Also habe er begonnen zu putzen, zuerst im Bad, dann 
in der Küche, dann überall, wo er etwas angefasst gehabt habe. Er habe recht 
schnell geputzt, ca. 20 oder 25 Minuten lang. Die Scherben habe er zusammen-
genommen und später mit den Handtüchern in Olten am Bahnhof in einen Ab-
falleimer geworfen (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 574 ff., Z. 748 ff.; Ein-
vernahme vom 2. September 2021 Z. 684 f.). Den Notruf habe er nicht gewählt, 
weil er irgendwie Angst gehabt habe. Er habe Angst vor der Polizei gehabt. Da 
er zwei Tage mit D.________ zusammen gewesen sei, hätten alle automatisch 
gedacht, dass er sie umgebracht habe. Das habe er vermeiden wollen (Einver-

9

nahme vom 20. August 2021 Z. 785 f., Z. 799 ff.). Der Beschwerdeführer schil-
derte, er habe D.________ am Dienstagabend und am Mittwoch WhatsApp-
Nachrichten und SMS geschrieben, weil er nicht habe glauben können, dass er 
sie so in der Badewanne gesehen habe. Er habe sich eingeredet, dass sie noch 
lebe (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 686 ff.; Einvernahme vom 2. Sep-
tember 2021 Z. 829 ff.). 

- Der Beschwerdeführer gab zu, das Mobiltelefon, zwei YB-Schals, den Schlüs-
selbund und den Laptop von D.________ mitgenommen zu haben. Er habe die 
Gegenstände mitgenommen, weil er sie angefasst gehabt habe und weil er sie 
später der Polizei «als Beweis» habe zeigen wollen. Zudem habe er die Ge-
genstände behalten, «um zu realisieren, ob das wirklich so stattgefunden hatte» 
(Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 823 ff., Z. 857 ff., Z. 883 ff., Z. 950 ff.). Er 
habe die SIM-Karte aus dem Mobiltelefon von D.________ entfernt, damit er 
nicht geortet werde (Einvernahme vom 20. August 2021 Z. 891 f., Z. 904 ff.). 
Den Laptop habe er für die Berufsschule gebraucht (Einvernahme vom 2. Sep-
tember 2021 Z. 1108 ff.). 

- Er könne sich nicht erklären, was während seiner Abwesenheit in der Wohnung 
passiert sei. Er wisse nicht, ob eine Dritttäterschaft dahinterstecke (Einvernahme 
vom 2. September 2021 Z. 1295 ff.). Er sitze unschuldig «da drin» und könne 
immer noch nicht glauben, dass sie weg sei. Er wisse nicht, ob sie noch leben 
würde, wenn er ihr geholfen hätte, und mache sich die ganze Zeit den Vorwurf, 
dass er nichts gemacht habe (Einvernahme vom 2. September 2021 Z. 1360 ff.). 
Er wisse nicht, was mit D.________ passiert sei. Er denke, dass die Flasche auf 
ihren Kopf geschlagen worden sei. Als er sie von der Badewanne hochgehoben 
habe, habe sie Blut am Kopf gehabt. Er wisse nicht, ob ein Dritttäter ihr mit der 
Flasche auf den Kopf geschlagen habe. Anders könne er es sich nicht erklären 
(Einvernahme vom 2. September 2021 Z. 1295 ff.).

4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Todesart und die Todesursache noch 
nicht geklärt sind. Gemäss dem Bericht zur Legalinspektion vom 17. August 2021 
zeigten sich am Leichnam von D.________ Zeichen stumpfer sowie halbscharfer, 
allenfalls auch scharfer Gewalteinwirkung. Aufgrund der Umstände des Auffindens 
und der Befunde am Leichnam steht gemäss dem IRM Bern «eine Tötung durch 
dritte Hand im Raum». Insbesondere die Hautdurchtrennungen an den Fingerbee-
ren würden aus rechtsmedizinischer Sicht an Abwehrverletzungen denken lassen. 
Der Beschwerdeführer hatte mit D.________ ein intimes Verhältnis, offenbar mit 
unterschiedlich starken Gefühlen. Er ging gemäss eigenen Aussagen am Montag, 
9. August 2021, kurz vor Mitternacht zu D.________ und verbrachte die Nacht und 
den darauffolgenden Tag mit ihr in ihrer Wohnung. Kurz vor dem Versterben von 
D.________ kam es offenbar zu einem heftigen Streit. Der Beschwerdeführer gab 
zu Protokoll, er sei «mega hässig» gewesen. In der Wohnung hatte es gemäss 
Aussagen des Beschwerdeführers in verschiedenen Räumen Scherben und Blut. 
Der Beschwerdeführer informierte weder die Polizei noch die Sanität über den Vor-
fall. Stattdessen putzte er die Wohnung und warf u.a. die Scherben der von ihm als 
mögliche «Tatwaffe» vermuteten Flasche weg. Er nahm diverse Gegenstände von 

10

D.________ (Mobiltelefon, zwei YB-Schals mit roten Anhaftungen, Schlüssel, Lap-
top) mit nach Hause und entfernte die SIM-Karte aus dem Mobiltelefon von 
D.________. In der Wohnung des Beschwerdeführers konnten Kleidungsstücke mit 
vermutlich Blutanhaftungen sichergestellt werden. Zudem schrieb der Beschwerde-
führer D.________ Nachrichten, obwohl er ihr Mobiltelefon bei sich hatte und ent-
weder wusste oder zumindest vermutete, dass sie tot war. Unklar ist auch, weshalb 
D.________ dem Beschwerdeführer mutmasslich an ihrem Todestag CHF 800.00 
per TWINT überwiesen hat. Hinweise auf einen Suizid oder auf eine andere Dritt-
person, die Einfluss auf den Tod von D.________ gehabt haben könnte, gibt es 
nicht. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen hatte einzig der Beschwerdeführer am 
Todestag physischen Kontakt zu D.________. 

Damit liegen aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend konkre-
te Anhaltspunkte für ein Verbrechen (Art. 111 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]) und eine Beteiligung des Beschwerde-
führers an dieser Tat vor. Der Tatverdacht hat sich Laufe der Ermittlungen weiter 
erhärtet. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers muss eine Verurteilung 
zum heutigen Zeitpunkt noch nicht als wahrscheinlich erscheinen. Das Zwangs-
massnahmengericht wies zu Recht darauf hin, dass noch nicht alle gebotenen Un-
tersuchungshandlungen durchgeführt wurden (vgl. zu den anstehenden Ermitt-
lungshandlungen E. 6.2 hinten). 

4.7 Was der Beschwerdeführer gegen den dringenden Tatverdacht vorbringt, verfängt 
nicht. Wie bereits erwähnt, vgl. E. 3. vorne, handelt es sich bei einem Bericht bzw. 
einer Auskunft zur Todesursache nicht um einen sofort verfügbaren Beweis i.S.v. 
Art. 225 Abs. 4 StPO. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmass-
nahmengericht beim IRM Bern keinen Bericht bzw. keine Auskunft über die Todes-
ursache von D.________ eingeholt hat. Der Beweisantrag ist gegebenenfalls bei 
der Staatsanwaltschaft zu stellen. Daran ändert nichts, dass es Aufgabe des 
Zwangsmassnahmengerichts ist, die Untersuchungshaft zu kontrollieren. Die Rüge 
des Beschwerdeführers, das Zwangsmassnahmengericht habe über weite Stre-
cken eigene rechtsmedizinische Interpretationen und Vermutungen angestellt, ist 
unbegründet. Das Zwangsmassnahmengericht gab im angefochtenen Entscheid 
die im Bericht zur Legalinspektion vom 17. August 2021 geschilderten Befunde 
beispielhaft wieder. Seine Schlussfolgerung, wonach das Opfer zahlreiche Verlet-
zungen aufwies, was für einen Badeunfall oder einen Suizid atypisch sei, ist ge-
stützt auf den Bericht zur Legalinspektion vom 17. August 2021 nicht zu beanstan-
den. Ferner kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, soweit er geltend 
macht, dass der dringende Tatverdacht «eo ipso» entkräftet wäre, wenn 
D.________ in der Badewanne ertrunken oder durch einen Stromschlag verstorben 
wäre. Auch bei einer solchen Todesursache kann ein Einwirken des Beschwerde-
führers auf den Tod von D.________ nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund ihrer 
Verletzungen, des vorangegangenen Streits, der Scherben und des Bluts in der 
Wohnung sowie des Verhaltens des Beschwerdeführers nach der mutmasslichen 
Tat ist dies offensichtlich.

11

Das Zwangsmassnahmengericht hat den dringenden Tatverdacht wegen vorsätzli-
cher Tötung zu Recht bejaht.

5.

5.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Das Zwangsmass-
nahmengericht stützt sich auf den Haftgrund der Fluchtgefahr. 

Fluchtgefahr liegt gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO vor, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht dem Strafverfahren 
oder der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögli-
che Flucht ins Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland. Bei 
der Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten Verhältnisse 
zu berücksichtigen. Es müssen Gründe bestehen, die eine Flucht nicht nur als 
möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der drohen-
den Strafe ist zwar ein Indiz für Fluchtgefahr, genügt jedoch für sich allein nicht, um 
den Haftgrund zu bejahen. Miteinzubeziehen sind die familiären und sozialen Bin-
dungen, die berufliche und finanzielle Situation und die Kontakte zum Ausland 
(BGE 145 IV 503 E. 2.2; 143 IV 160 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 1B_476/2021 
vom 23. September 2021 E. 3.1; je mit Hinweisen). 

5.2 Das Zwangsmassnahmengericht begründete die Fluchtgefahr wie folgt: 

Im letzten Entscheid bejahte das Kantonale Zwangsmassnahmengericht die Fluchtgefahr mit folgen-
den Argumenten: 

«Der 22-jährige, ledige, kinder- und partnerlose Beschuldigte ist Schweizer Bürger und lebt bei seiner 
Mutter und seinen zwei Brüdern in I.________. Er brach verschiedene Ausbildungen ab (Maurer-
lehre, Detailhandel) und begann erst wenige Tage vor der Verhaftung eine Ausbildung zum Zeichner 
EFZ. Sein Lehrlingslohn beträgt CHF 700.00, und er gibt an, ca. CHF 8’000.00 Schulden zu haben. 
Gemäss eigenen Aussagen hat er Verwandte in J.________ (Tante, Onkel, div. Cousins), welche er 
letztmals im Jahr 2014 oder 2015 besuchte. Einer der Cousins sei zudem kürzlich in der Schweiz ge-
wesen (Hafteröffnung Z. 37 ff.). Die Situation in der Schweiz erscheint wenig stabil und es bestehen 
Anknüpfungspunkte ins Ausland. In der Schweiz droht dem Beschuldigten im Falle eines Schuld-
spruchs wegen vorsätzlicher Tötung (Art 111 StGB) eine Mindestfreiheitsstrafe von 5 Jahren. Gestützt 
auf die Lebensumstände und die im Verurteilungsfalle drohende Freiheitsstrafe ist aktuell mit einer 
erheblichen Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Beschuldigte der Strafverfolgung 
entzieht, wenn sich ihm dafür die Gelegenheit bietet. Es besteht ausgeprägte Fluchtgefahr.»

Ergänzt werden kann, dass der Beschuldigte an der delegierten Einvernahme vom 20. August 2021 
von Plänen berichtete, sich nach Ausbildungsabschluss selbständig zu machen und nach J.________ 
auszuwandern (Z. 454 ff.). Ansonsten hat sich an der geschilderten Ausgangslage und an der rechtli-
chen Würdigung nichts geändert. Die Gefahr der Flucht ist weiterhin ausgeprägt.

5.3 Der Beschwerdeführer bestreitet den besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr nicht. 
Es besteht denn auch kein Anlass, von der diesbezüglichen Beurteilung des 
Zwangsmassnahmengerichts abzuweichen. Das Zwangsmassnahmengericht hat 
den besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr zu Recht bejaht. Es besteht eine aus-
geprägte Fluchtgefahr.

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12

6.

6.1 Nach Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen 
aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel 
führen. Darüber hinaus hat eine in Haft gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 
SR 0.101) Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt (sog. Über-
haft; BGE 139 IV 270 E. 3.1). 

6.2 Der Beschwerdeführer wurde am 12. August 2021 festgenommen. Mit Entscheid 
vom 14. August 2021 ordnete das Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft 
für eine Dauer von drei Monaten an, d.h. bis am 11. November 2021. In Anbetracht 
des im Raum stehenden Vorwurfs der vorsätzlichen Tötung (Art. 111 StGB; «Frei-
heitsstrafe nicht unter fünf Jahren») droht noch keine Überhaft. Die Anordnung von 
Untersuchungshaft für die Dauer von drei Monaten erscheint zudem angesichts der 
noch anstehenden Ermittlungshandlungen (weitere Einvernahmen des Beschwer-
deführers, Einvernahmen von Personen aus dem Umfeld des Opfers und des Be-
schwerdeführers, Auswertung des sichergestellten Mobiltelefons und Laptops des 
Opfers, Vollendung der Analysen des IRM Bern) als verhältnismässig. Das 
Zwangsmassnahmengericht wies zu Recht darauf hin, dass es nicht ausserge-
wöhnlich ist, dass der Obduktionsbericht nach zwei Monaten noch nicht vorliegt, 
zumal dessen seriöse Erstellung eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Es sind kei-
ne Anhaltspunkte auszumachen, dass dem in Haftsachen besonders zu beachten-
den Beschleunigungsgebot nicht ausreichend Rechnung getragen würde. 

6.3 Ersatzmassnahmen, welche die ausgeprägte Fluchtgefahr zu bannen vermöchten, 
sind nicht erkennbar und werden vom Beschwerdeführer auch nicht vorgebracht. 

7. Gestützt auf das Ausgeführte ist festzuhalten, dass sämtliche Haftvoraussetzungen 
erfüllt sind. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmenge-
richt das Haftentlassungsgesuch des Beschwerdeführers abgewiesen hat. Die Be-
schwerde ist unbegründet und daher abzuweisen. 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
ausmachend CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschwerdeführer wird im vorliegenden Haftverfahren 
privat verteidigt. Zufolge seines Unterliegens hat er keinen Anspruch auf eine Ent-
schädigung.

13

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Der Antrag, es sei beim IRM Bern eine Auskunft bzw. einen Bericht zur Todesursache 
von D.________ einzuholen, wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

4. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- Rechtsanwalt C.________ (per A-Post)
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident E.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- Staatsanwältin F.________, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 17. November 2021 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Bettler

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.