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**Case Identifier:** 21c548ef-8642-51e5-b542-59902cf3f06e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.09.2020 810 19 175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-175_2020-09-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 30. September 2020 (810 19 175) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Übriges Verwaltungsrecht 
 
 
Tierhalteverbot  
 
 
 
Besetzung Vorsitzender Stefan Schulthess, Kantonsrichter Daniel Ivanov, Daniel 

Häring, Jgnaz Jermann, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiber i.V. Kevin 
Herren 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Christoph 
Gäumann, Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Tierhalteverbot (RRB Nr. 903 vom 25. Juni 2019) 
 
 
 
 
A. A.____ (geb. 1961) und ihre Tochter B.____ (geb. 1992) hielten in dem von ihnen 
bewohnten Haus an der X.____strasse 56 in Y.____ diverse Hunde und weitere Tiere. Gemäss 
der nationalen Datenbank für Hunde (AMICUS) waren im Juli 2018 auf A.____ zwei Chihua-
huas, ein Labrador und ein Zwergschnauzer sowie auf B.____ drei Islandhunde und ein Dachs-
hund registriert.  

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B. Aufgrund einer Meldung versuchte das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinär-
wesen (ALV) der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft 
(VGD) am 26. Juli 2018 unangemeldet die Tierhaltung von A.____ und B.____ zu kontrollieren. 
Da die Tierhalterinnen nicht angetroffen wurden, konnte die Kontrolle im Haus nicht stattfinden. 
Das ALV stellte um das Haus herum einen starken Uringeruch fest. Der Hintereingang zum 
Haus und die Terrasse waren mit Müll überstellt. In der Folge forderte das ALV A.____ und 
B.____ auf, mit ihm telefonisch einen Termin für eine Kontrolle zu vereinbaren. Darauf rea-
gierten A.____ und B.____ nicht. 
 
C.  Am 29. Juli 2018 wurden A.____ und B.____ anlässlich einer erneuten Kurzvisite durch 
das ALV mit ihren Hunden auf der Terrasse hinter ihrem Haus angetroffen, wobei der Ter-
rassenboden mit frischem Hundekot bedeckt war. Das ALV informierte die beiden Tierhalterin-
nen, dass am 3. August 2018 eine Tierschutzkontrolle in der Liegenschaft vorgenommen 
werde. In der Folge wurde der Kontrolltermin auf Wunsch von A.____ und B.____ auf den 
8. August 2018 verschoben.  
 
D. Am 7. August 2018 informierten A.____ und B.____ das ALV, sie hätten alle Hunde im 
Ausland platziert, weshalb die amtliche Kontrolle hinfällig geworden sei. Die Haltung der in der 
AMICUS-Datenbank registrierten Hunde wurde per 7. August 2018 für beendet erklärt. 
 
E. Aufgrund einer Meldung vom 21. September 2018, wonach sich A.____ vor dem Amt 
verstecke und mit einigen ihrer Tiere im Wald übernachte, die restlichen Tiere sich aber noch im 
Haus befänden und nicht gefüttert oder gepflegt würden, schickte die Polizei eine Patrouille vor-
bei. Die Patrouille fand ein verschlossenes Haus vor. Gleichentags erliess das ALV eine super-
provisorische Beschlagnahmeverfügung für die im Haus verbliebenen Tiere. Am 22. Septem-
ber 2018 führte das ALV in Begleitung der Polizei eine Kontrolle der Tierhaltung im Haus an der 
X.____strasse 56 in Y.____ durch. Da die Bewohnerinnen weder anzutreffen noch telefonisch 
erreichbar waren, wurde die Haustür durch einen Schlüsseldienst geöffnet. Im Haus herrschten 
unordentliche, desolate Verhältnisse und während der Kontrolle wurden in einem Käfig sieben 
Zebrafinken, in einem weiteren Käfig sieben lebende sowie ein toter Wellensittich und in drei 
Terrarien eine lebende sowie zwei tote Bartagamen vorgefunden. Alle Käfige waren stark ver-
schmutzt. In den Terrarien der Bartagamen war die Klimatechnik ausgeschaltet und es standen 
weder Futter noch Wasser zur Verfügung. Das Trinkwasser der Vögel war verschmutzt und ab-
gestanden. Die lebenden Tiere wurden vorsorglich sichergestellt, beschlagnahmt und an-
schliessend dem Tierschutz beider Basel übergeben. 
 
F. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2018 gewährte das ALV A.____ und B.____ das 
rechtliche Gehör betreffend die Anordnung eines Tierhalteverbots. 
 
G. Nachdem das ALV einen Hinweis erhalten hatte, dass sich A.____ und B.____ mit 
diversen Hunden in einem Kleinbus auf dem Parkplatz eines Restaurants in Murten (Kanton 
Freiburg) aufhielten, nahm das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen des Kantons 
Freiburg am 15. Oktober 2018 vor Ort eine Kontrolle vor und beschlagnahmte vorsorglich 

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insgesamt neun Hunde (drei Islandhunde, einen Labrador-Mix, einen Dackel/Dachshund, zwei 
Chihuahuas, einen Zwergschnauzer-Mix und einen Cocker-Spaniel), welche sich in der Obhut 
von A.____ und B.____ befanden. Bei den beschlagnahmten Tieren handelte es sich insbe-
sondere um diejenigen Hunde, die A.____ und B.____ anfangs August 2018 als "ins Ausland 
abgegeben" abgemeldet hatten. Eine Katze, die sich ebenfalls im Auto befand, wurde A.____ 
und B.____ überlassen. Die beschlagnahmten Tiere wurden anschliessend nach Basel 
gebracht, untersucht und dem Tierschutz beider Basel übergeben. 
 
H. Nachdem das ALV den Tierhalterinnen erneut das rechtliche Gehör gewährt hatte, 
erliess es mit Verfügung vom 19. November 2018 gegen A.____ und B.____ ein schweizweit 
geltendes unbefristetes Verbot, Tiere in eigener Verantwortung zu halten, zu züchten, zu han-
deln oder für Dritte zu betreuen oder sich privat oder berufsmässig mit Tieren zu beschäftigen. 
Die vorsorglich beschlagnahmten Tiere wurden durch das ALV zudem definitiv beschlagnahmt 
und auf Kosten von A.____ und B.____ tierschutzkonform untergebracht. Die Kosten des 
Verfahrens in der Höhe von Fr. 2'969.15 wurden A.____ und B.____ auferlegt. 
 
I.  Eine von A.____ und B.____, beide vertreten durch Christoph Gäumann, Advokat in 
Dornach, gegen die Verfügung des ALV erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des 
Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 903 vom 
25. Juni 2019 ab. 
 
J. Mit Eingabe vom 4. Juli 2019 reichten A.____ und B.____, weiterhin vertreten durch 
Advokat Christoph Gäumann, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde ein. Darin beantragten sie insbesondere, 
es seien der RRB Nr. 903 vom 25. Juni 2019 und die Verfügung des ALV vom 19. No-
vember 2018 sowie die Beschlagnahmeverfügungen vom 21. September 2018 und vom 15. Ok-
tober 2018 aufzuheben (Ziff. 1); es seien die vorsorglich beschlagnahmten Tiere an die Be-
schwerdeführerinnen zurückzugeben, eventualiter an die vorherigen Eigentümer der Tiere 
(Ziff. 2); es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren und es seien damit 
insbesondere die Tiere nicht definitiv fremd zu platzieren bzw. zu verkaufen oder zu töten 
(Ziff. 3). 
 
K. Mit Präsidialverfügung vom 5. Juli 2019 entschied das Kantonsgericht, die Beschlag-
nahmung der Tiere bleibe superprovisorisch bestehen. 
 
L. Mit Vernehmlassung vom 9. Oktober 2019 beantragte der Beschwerdegegner, 
vertreten durch das ALV, die vollumfängliche, kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
M. Mit Präsidialverfügung vom 4. Dezember 2019 zog das Kantonsgericht die Akten des 
parallel laufenden Strafverfahrens (…) gegen A.____ und B.____ betreffend Tierquälerei und 
Missachtung der Vorschriften über die Tierhaltung bei.  
 
N. Aufgrund übereinstimmender Beweisanträge von A.____ und B.____ im Strafverfahren 
sowie im Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht entschied das Kantonsgericht mit 

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Verfügung vom 18. Dezember 2019, die Beweisergebnisse aus dem Strafverfahren abzuwarten 
und beizuziehen. 
 
O.  Mit Eingabe vom 15. April 2020 liess die Staatsanwaltschaft dem Kantonsgericht die 
eingeholten tierärztlichen Dokumentationen sowie das Protokoll der Zeugeneinvernahme von 
C.____ zukommen. 
 
P. Mit Präsidialverfügung vom 8. Mai 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im 
Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen. Der Termin für die Urteilsberatung wurde auf den 
29. Juli 2020 festgesetzt. 
 
Q. Am 28. Juli 2020 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen zusätzliche 
Beweismittel ein. 
 
R. Anlässlich der Urteilsberatung vom 29. Juli 2020 wurde der Fall ausgestellt und die 
Urteilsberatung neu auf den 30. September 2020 angesetzt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Die Beschwerde-
führerinnen sind als Adressatinnen vom angefochtenen Beschluss berührt und haben ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch die übrigen formellen Voraussetzun-
gen erfüllt und sowohl die örtliche als auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts ge-
geben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt 
werden. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen verwehrt (vgl. 
§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Strittig und zu prüfen ist, ob den Beschwerdeführerinnen das Tierhalteverbot zu Recht 
auferlegt wurde. 
 
4.1 Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, in der Liegenschaft der 
Beschwerdeführerinnen seien anlässlich der Kontrolle extrem schlechte hygienische Zustände 
festgestellt und fotografisch festgehalten worden. Es seien in den Terrarien zwei tote Bartaga-
men ohne Futter, Wasser und ohne Klimatisierung angetroffen worden. Somit sei naheliegend, 
dass diese Bartagamen unter anderem aufgrund der fehlenden Klimatisierung ihrer Terrarien 
und fehlenden Futters und Wassers zu Tode gekommen seien. Ebenso seien die vorgefunde-
nen Vögel ungenügend betreut gewesen und in einem höchst kritischen Zustand gehalten wor-

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den, ohne ausreichend Futter und ohne Wasser. Weiter erscheine es angesichts des Zustands 
der aufgefundenen Tiere unglaubwürdig, dass die Beschwerdeführerinnen zur Fütterung und 
Pflege der Tiere regelmässig in die Liegenschaft zurückgekehrt seien. Ebenso erscheine es un-
glaubwürdig, dass die Beschwerdeführerinnen die toten Bartagamen und den toten Vogel nicht 
entfernten, weil sie nicht länger als nötig im Haus verbleiben wollten. Wahrscheinlicher erschei-
ne, dass die Beschwerdeführerinnen die Tiere in der Liegenschaft nach ihrer Flucht nicht mehr 
aufgesucht hätten und sie weder fütterten noch pflegten. Der angebliche Nachbarschaftsstreit 
rechtfertige die mangelnde bzw. unterlassene Pflege und Betreuung der Tiere nicht. Mit ihrem 
Vorgehen hätten die Beschwerdeführerinnen in schwerer Weise gegen die Bestimmungen der 
Tierschutzgesetzgebung verstossen. 
 
4.2 Die Beschwerdeführerinnen rügen, weder die am 22. September 2018 an der 
X.____strasse 56 in Y.____ vorgefundenen Tiere noch die am 15. Oktober 2018 beschlag-
nahmten Hunde im Sinne des Tierschutzgesetzes (TSchG) vom 16. Dezember 2005 vernach-
lässigt zu haben. Sie hätten die Vögel und Bartagamen stets angemessen versorgt. Sie seien 
zu diesem Zweck alle 2-3 Tage zur Fütterung der Tiere ins Haus zurückgekehrt. Auf den Fotos 
sei eindeutig erkennbar, dass sich die Verschmutzung auf den Raum ausserhalb der Käfige 
erstrecke, nicht jedoch auf denjenigen innerhalb der Käfige. Zu den toten Tieren führen die Be-
schwerdeführerinnen an, die zwei toten Bartagamen seien altershalber seit längerer Zeit ver-
storben. Den toten Tieren hätten sie logischerweise kein Futter mehr gegeben und die Klima-
technik ausgeschaltet. Aufgrund der Tatsache, dass die noch lebenden Tiere bei ihrer Be-
schlagnahmung alle Futter und Wasser in ihren Käfigen hatten, sei es nicht nachvollziehbar, 
weshalb die Vorinstanz davon ausgehe, dass einzelne Tiere verhungert oder verdurstet sein 
sollen, während die übrigen angetroffenen Tiere allesamt genügend Wasser und Futter im Käfig 
gehabt hätten. Die regelmässige Fütterung könne durch C.____ bezeugt werden. Es sei zwar 
offensichtlich nicht ideal gewesen, dass die Tiere inmitten dieser Unordnung leben mussten. 
Allerdings sei der Inhalt der Käfige regelmässig mit Futter und Wasser ausgestattet worden und 
die Tiere somit nicht sich selbst überlassen worden. Eine differenzierte Betrachtung der Situa-
tion sei durch die Vorinstanz unterlassen worden. Die Käfige selbst seien in Ordnung gewesen, 
lediglich die Umgebung der Käfige innerhalb des Hauses habe schrecklich ausgesehen. Ein 
Verstoss gegen die Tierschutzgesetzgebung ergebe sich aufgrund der zugegebenermassen 
riesigen Unordnung jedoch nicht. 
 
4.3.1 Zweck des Tierschutzgesetzes ist der Schutz der Würde und das Wohlergehen der 
Tiere (Art. 1 TSchG). Wer mit Tieren umgeht, hat ihren Bedürfnissen in bestmöglicher Weise 
Rechnung zu tragen und, soweit es der Verwendungszweck zulässt, für ihr Wohlergehen zu 
sorgen (Art. 4 Abs. 1 TSchG). Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden 
oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. 
Das Misshandeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten 
(Art. 4 Abs. 2 TSchG). Art. 6 Abs. 1 TSchG hält im Sinn eines allgemein geltenden Grundsatzes 
fest, dass wer Tiere hält oder betreut, sie angemessen nähren, pflegen, ihnen die für ihr 
Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Bewegungsfreiheit sowie soweit nötig Unterkunft 
gewähren muss. Die Tierschutzverordnung (TSchV) vom 23. April 2008 präzisiert diese Vorga-
ben und enthält in Art. 3 ff. allgemeine Bestimmungen zur Tierhaltung und zum Umgang mit 

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Tieren, namentlich zur erforderlichen Unterkunft, zur Fütterung und zur Pflege. Art. 3 Abs. 1 
TSchV bestimmt, dass Tiere so zu halten sind und mit ihnen so umzugehen ist, dass ihre Kör-
perfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungsfähigkeit nicht über-
fordert wird. Unterkünfte und Gehege müssen mit geeigneten Futter-, Tränke-, Kot- und Harn-
plätzen, Ruhe- und Rückzugsorten mit Deckung, Beschäftigungsmöglichkeiten, Körperpflege-
einrichtungen und Klimabereichen versehen sein (Art. 3 Abs. 2 TSchV; Urteil des Bundes-
gerichts 6B_811/2018 vom 25. Februar 2019 E. 6.3.2). In Bezug auf die Pflege konkretisiert 
Art. 3 Abs. 3 TSchV, dass sie angemessen ist, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und der 
Erkenntnisse der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den Bedürfnissen der Tiere ent-
spricht. Tiere sind regelmässig und ausreichend mit geeignetem Futter und mit Wasser zu ver-
sorgen. Werden Tiere in Gruppen gehalten, ist dafür zu sorgen, dass jedes Tier genügend 
Futter und Wasser erhält (Art. 4 Abs. 1 TSchV). Die Tierhalterin oder der Tierhalter muss das 
Befinden der Tiere und den Zustand der Einrichtungen so oft wie nötig überprüfen. Sie oder er 
muss Mängel an Einrichtungen, die das Befinden der Tiere beeinträchtigen, unverzüglich behe-
ben oder geeignete Massnahmen zum Schutz der Tiere treffen (Art. 5 Abs. 1 TSchV). Die Pfle-
ge soll Krankheiten und Verletzungen vorbeugen. Die Tierhalterin oder der Tierhalter ist dafür 
verantwortlich, dass kranke oder verletzte Tiere unverzüglich ihrem Zustand entsprechend 
untergebracht, gepflegt und behandelt oder getötet werden (Art. 5 Abs. 2 TSchV, vgl. Entscheid 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürichs [VB.2018.00630] vom 8. März 2019 E. 2.1). 
Gemäss Art. 5 Abs. 4 TSchV sind soweit nötig Hufe, Klauen, Nägel und Krallen regelmässig 
und fachgerecht zu pflegen und zu beschneiden (Urteil des Bundesgerichts 6B_638/2019 vom 
17. Oktober 2019 E. 1.5.1). 
 
4.3.2 Das TSchG enthält neben den materiell-rechtlichen Vorschriften für den Umgang mit 
Tieren (Art. 4 sowie 2. Kapitel [Art. 6-21] TSchG) ein Kapitel über "Verwaltungsmassnahmen 
und Behördenbeschwerde" (Art. 23-25 TSchG) sowie Strafbestimmungen (Art. 26-31 TSchG). 
Nach Art. 23 TSchG kann die zuständige Behörde Tierhalteverbote aussprechen gegenüber 
Personen, die wegen wiederholter oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften dieses 
Gesetzes und seiner Ausführungserlasse oder gegen Verfügungen bestraft worden sind oder 
aus anderen Gründen unfähig sind, Tiere zu halten oder zu züchten. Gestützt auf Art. 24 Abs. 1 
TSchG sind die Behörden ermächtigt, bei Missständen in der Tierhaltung Massnahmen zu 
ergreifen, um die Würde und das Wohlergehen des Tieres zu schützen (Art. 1 TSchG) und 
künftigen Verstössen gegen die Tierschutzgesetzgebung entgegenzuwirken. Nach Art. 24 
Abs. 1 TSchG schreitet die zuständige Behörde unverzüglich ein, wenn festgestellt wird, dass 
Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten werden; sie kann die 
Tiere vorsorglich beschlagnahmen und auf Kosten des Halters an einem geeigneten Ort unter-
bringen; wenn nötig lässt sie die Tiere verkaufen oder töten. Werden strafbare Verstösse gegen 
die Vorschriften dieses Gesetzes festgestellt, so erstatten die für den Vollzug von Tierschutz-
vorschriften zuständigen Behörden gemäss Art. 24 Abs. 3 TSchG Strafanzeige. Durch das 
Instrument des unverzüglichen Einschreitens gemäss Art. 24 Abs. 1 TschG werden die in Art. 4 
TSchG genannten Grundsätze des Tierschutzes durchgesetzt. Die zuständige Behörde kann 
eine gesetzeswidrige Situation sofort beheben, damit das Wohl der Tiere unverzüglich verbes-
sert wird (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_122/2019 vom 6. Juni 2019 E. 3.2 und 2C_7/2019 
vom 14. Oktober 2019 E. 3.1.2). Sie hat indes jederzeit den Grundsatz der Verhältnismässigkeit 

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zu beachten (vgl. Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
[BV] vom 18. April 1999; Urteil des Bundesgerichts 2C_7/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 3.1.2). 
Bei der Beurteilung, welche Massnahmen im Einzelfall am zweckmässigsten sind, kommt der 
zuständigen Behörde ein erheblicher Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesgerichts 
2C_804/2018 vom 11. März 2019 E. 2.1 f.). 
 
4.4 Bei der am 22. September 2018 durchgeführten Kontrolle durch das ALV wurde die 
angetroffene Situation an der X.____strasse 56 in Y.____ fotografisch dokumentiert (act. 21). 
Auf diesen Bildern ist der schlechte hygienische Zustand des Hauses ersichtlich: Zu sehen sind 
meterhohe Müllberge, Wände und Decken voller Spinnweben sowie völlig verdreckte Fussbö-
den und Fenster. Diese Unordnung wird durch die Beschwerdeführerinnen nicht bestritten. Wei-
ter sind die Käfige und Terrairen und die sich darin befindenden lebenden sowie toten Tiere 
dokumentiert. Die Käfige zeigen sich in einem mit Tierkot und Futterresten verdreckten 
Zustand, wobei sich diese Verschmutzung über den ganzen Käfigboden sowie die Trinkbehälter 
erstreckt. Insofern ist der Auffassung der Beschwerdeführerinnen nicht zu folgen, die Ver-
schmutzung sei nur ausserhalb der Käfige und diese seien ansonsten in Ordnung gewesen. 
Soweit die Beschwerdeführerinnen – unter Verweis auf die Zeugenaussage von C.____ – gel-
tend machen, sie seien regelmässig zur Fütterung in das Haus zurückgekehrt, ist ihnen insoweit 
zuzustimmen, dass dieser bestätigt hat, dass er sie einige Male – nicht mehr als 10 Mal – zu 
ihrem Haus gefahren hat. Der Zeuge kann allerdings keinerlei Angaben zu den Zuständen im 
Haus machen, da er nie mit den Beschwerdeführerinnen das Haus betreten hat. Demgemäss 
können die Beschwerdeführerinnen in Bezug auf die festgestellten schlechten hygienischen 
Zustände im Haus und insbesondere in den Käfigen nichts aus den Aussagen von C.____ an-
lässlich der Zeugeneinvernahme vom 15. April 2020 zu ihren Gunsten ableiten. Im Übrigen 
erscheint es unglaubwürdig, dass die dokumentierten Mängel in der Tierhaltung erst kurz vor 
der Kontrolle vom 22. September 2018 entstanden sein sollten, zumal anhand der Fotos klar 
ersichtlich ist, dass sich die Räumlichkeiten der Liegenschaft bereits über längere Zeit in 
diesem Zustand befunden haben mussten. Weiter spricht auch das Verhalten der Beschwer-
deführerinnen dagegen, dass die Tierhaltung in der Wohnung zuvor einwandfrei war, zumal sie 
sich unter Angabe von falschen Tatsachen der im August 2018 angekündigten behördlichen 
Kontrolle entzogen haben. Unbehelflich ist sodann der Einwand der Beschwerdeführerinnen, 
die zwei toten Bartagamen seien altershalber bereits vor längerer Zeit verstorben. Würde diese 
Darstellung zutreffen, wären die Beschwerdeführerinnen zumindest verpflichtet gewesen, diese 
ordnungsgemäss zu entsorgen und sie nicht einfach über längere Zeit im Käfig liegen zu 
lassen. 
 
5.1 Zu den am 15. Oktober 2018 beschlagnahmten Hunden hält der Beschwerdegegner 
fest, dass die Beschwerdeführerinnen zugegeben hätten, ihre Hunde zum Zeitpunkt deren 
Beschlagnahme nachts in Boxen ohne Liegematten gehalten zu haben. Da die Beschlagnahme 
im Herbst und nicht im Sommer erfolgte, sei den Hunden durch die Beschwerdeführerinnen 
kein geeignetes Liegematerial zur Verfügung gestellt worden. Zudem seien Transportboxen 
nicht geeignet für die dauerhafte Haltung von Hunden. Weiter ergebe sich aus dem E-Mail der 
amtlichen Tierärztin an den Kantonstierarzt vom 16. Oktober 2019, dass der Pflegezustand von 
drei Hunden am Tag nach der Beschlagnahme einer ersten Einschätzung nach sehr schlecht 

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gewesen sei. Die Aussage der Beschwerdeführerinnen, der schlechte Gesundheitszustand der 
Hunde sei nicht von ihnen zu verantworten, sondern von deren früheren Eigentümern, stehe im 
Widerspruch zu ihrem Eventualantrag, die Tiere seien an die vorherigen Eigentümer zurückzu-
geben. Selbst wenn die Tiere nicht in bestem Gesundheitszustand bei den Beschwerdefüh-
rerinnen angekommen seien, so hätten diese im Zeitpunkt der Beschlagnahme doch starke 
Zeichen der Vernachlässigung in der unmittelbar vorangegangenen Zeit aufgewiesen. Der 
Gesundheitszustand der Tiere habe sich zudem nach der Beschlagnahme deutlich verbessert, 
was ebenfalls darauf hindeute, dass die Hunde durch die Beschwerdeführerinnen ungenügend 
versorgt worden sind. Im Ergebnis hätten die Beschwerdeführerinnen die beschlagnahmten 
Hunde vernachlässigt und nicht ausreichend gepflegt. Die Hunde seien nicht genügend genährt 
gewesen, hätten zu lange Krallen gehabt und über keine genügende Liegeunterlage verfügt. 
Die Beschwerdeführerinnen seien nach dem Gesagten im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG 
unfähig, Tiere zu halten. 
 
5.2 Die Beschwerdeführerinnen entgegnen hierzu, dass der 15. Oktober 2018 Teil eines 
meteorologisch "goldenen Oktobers" gewesen sei. Mit 26 Grad Celsius sei es genügend warm 
gewesen und die Hunde hätten deswegen keineswegs kalt gehabt. Da selbst der anwesende 
Polizeischäferhund in seiner Box keine Liegematte gehabt hätte, sei dieser Vorwurf an sie nicht 
nachvollziehbar. Sie seien mit ihren Tieren auch regelmässig beim Tierarzt zur Kontrolle gewe-
sen und hätten zahlreiche Operationen finanziert. Sie hätten ergonomische Hundebetten, 
erhöhte Liegeflächen, Plüschtiere etc., besorgt und seien mit ihren Tieren regelmässig, 
mindestens alle drei Monate, beim Hundecoiffeur gewesen. Weiter bestreiten die Beschwerde-
führerinnen, dass die Hunde dauerhaft in den Transportboxen im Fahrzeug gewesen seien. 
Tagsüber hätten sie mit den Hunden gespielt und seien mit ihnen schwimmen, wandern und 
spazieren gegangen. Zudem hätten sie den Hunden mit einem mobilen Zaun Auslauf gewährt. 
Hinsichtlich der Untersuchung der Tiere nach deren Beschlagnahmung rügen die Beschwerde-
führerinnen, der untersuchende Tierarzt habe die Vorgeschichte der Tiere nicht gekannt. Sie 
hätten die Tiere bereits in einem schlechten Zustand übernommen, andernfalls sie eingeschlä-
fert worden wären. Durch ihre gute Pflege hätten die Hunde einen schönen Lebensabend bzw. 
ein schönes weiteres Leben verbringen können. Die vorhandenen Gebrechen hätten sie jedoch 
auch nicht "wegzaubern" können. 
 
5.3 Aus den Eintrittsprotokollen über die beschlagnahmten Hunde vom 16. Oktober 2018 
(act. 36) ist ersichtlich, dass sich acht der neun Tiere in nur mittelmässig bis schlechter gesund-
heitlicher Verfassung befanden. Insgesamt wiesen praktisch alle Hunde eine schlechte Bemus-
kelung auf, waren abgemagert, hatten Zahnprobleme und lange Krallen oder Entzündungen. 
Insbesondere fällt dabei der Gesundheitszustand der Hündin D.____ auf, die gemäss ihrem 
Eintrittsprotokoll nebst einem abgemagerten Zustand, beidseitig verkrustete Augen und einer 
schwachen Muskulatur, ein völlig verfilztes Fell, einen extremen Zahnstein sowie eine leichte 
Entzündung am linken Ohr aufwies. Zudem mussten ihr am 9. April 2019 alle Zähne gezogen 
werden (act. 93). Wenn die Beschwerdeführerinnen vorbringen, die Hunde hätten sich bereits 
bei deren Übernahme in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befunden und sie hätten 
diese gesundheitlichen Defizite nicht beheben können, steht dies im Widerspruch zur Tatsache, 
dass sich die Hunde während ihres Tierheimaufenthaltes massiv erholten (vgl. act. 90 und 106). 

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In Anbetracht der dokumentierten schwerwiegenden Mängel können die Beschwerdeführerin-
nen auch aus der Tatsache, dass sie mit ihren Hunden zu tierärztlichen Kontrolluntersuchungen 
gegangen sind, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Insgesamt ist den Vorinstanzen zuzustimmen, 
dass die Beschwerdeführerinnen im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG unfähig sind, Tiere zu 
halten. 
 
6.1 Zu prüfen bleibt, ob die mit Verfügung vom 19. November 2018 getroffenen Massnah-
men und Anordnungen des ALV verhältnismässig sind. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit 
fordert, dass die Verwaltungsmassnahmen zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse 
liegenden Ziels geeignet und notwendig sind. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in 
einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die den Privaten auferlegt werden 
(statt vieler BGE 136 I 17 E. 4.4; vgl. zum Ganzen auch ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, 2020, Rz. 514 ff. m.w.H.). Die Verwal-
tungsmassnahme muss geeignet sein, das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel zu 
erreichen. Ungeeignet ist eine Massnahme dann, wenn sie am Ziel vorbeischiesst, das heisst 
keinerlei Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet oder die Erreichung 
dieses Zweckes sogar erschwert oder verhindert. Zu prüfen ist die Zwecktauglichkeit einer 
Massnahme. Die Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Eignung grosszügig und sondert 
nur diejenigen Massnahmen aus, die sich als völlig ungeeignet zur Zielerreichung erweisen 
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 522 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Die Ver-
waltungsmassnahme muss im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel 
zudem erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere 
Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde. Das Element der Erforderlichkeit 
dient der Prüfung der Intensität staatlichen Handelns. Die Prüfung der Erforderlichkeit entfällt, 
wenn lediglich eine geeignete Massnahme zur Verfügung steht (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, 
a.a.O., Rz. 527). Eine Verwaltungsmassnahme ist schliesslich nur gerechtfertigt, wenn sie ein 
vernünftiges Verhältnis zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den 
betroffenen Privaten bewirkt, wahrt. Es ist eine wertende Abwägung vorzunehmen, welche im 
konkreten Fall das öffentliche Interesse an der Massnahme und die durch ihre Wirkungen 
beeinträchtigten privaten Interessen der Betroffenen miteinander vergleicht. Die Massnahme 
muss durch ein das private Interesse überwiegendes öffentliches Interesse gerechtfertigt sein. 
Nur in diesem Fall ist sie den Privaten zumutbar. Für die Interessenabwägung massgeblich sind 
einerseits die Bedeutung der verfolgten öffentlichen Interessen und andererseits das Gewicht 
der betroffenen privaten Interessen. Eine Massnahme, an der nur ein geringes öffentliches 
Interesse besteht, die aber tiefgreifende Auswirkungen auf die Rechtsstellung der betroffenen 
Privaten hat, soll unterbleiben (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 556 f.). 
 
6.2 Der Zweck des Tierschutzgesetzes liegt im Schutz der Würde und des Wohlergehens 
der Tiere (Art. 1 TSchG). Wer Tiere hält oder betreut, muss sie angemessen nähren, pflegen, 
ihnen die für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Bewegungsfreiheit sowie – soweit 
nötig – Unterkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). Im vorliegenden Fall wurden, wie oben 
dargelegt, schwere Vernachlässigungen der Tiere festgestellt. Die Beschlagnahmung der Tiere 
sowie das Tierhalteverbot sind damit geeignet das mit ihnen verfolgte Ziel, die Durchsetzung 
der Tierschutzbestimmungen zu erreichen. Auch die Erforderlichkeit der Massnahmen ist zu 

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bejahen. Die Beschwerdeführerinnen zeigen sich uneinsichtig bzw. verharmlosen sämtliche 
dokumentierten Mängel in Bezug auf die Tierhaltung. Sie sind gar davon überzeugt, die Tiere 
gut behandelt zu haben. Die Beschwerdeführer entzogen sich sodann einer angekündigten 
Kontrolle und führten wahrheitswidrig aus, sie hätten die Hundehaltung aufgegeben. Damit 
haben sie selbst mildere Massnahmen, wie z.B. die Aufforderung innert einer bestimmten Frist 
die Mängel zu beheben, verunmöglicht. Aufgrund des unkooperativen Verhaltens der Be-
schwerdeführerinnen und deren Uneinsichtigkeit in Bezug auf die festgestellten Mängel in der 
Tierhaltung sind keine milderen geeigneten Massnahmen ersichtlich und überwiegen die öf-
fentlichen Interessen am Schutz der Tiere klar den privaten Interessen der Beschwerdefüh-
rerinnen, womit die Verhältnismässigkeit des verfügten Tierhalteverbots zu bejahen ist. Dies 
führt zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde.   
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden gestützt auf § 20 Abs. 1 VPO in Verbindung mit § 20 Abs. 3 VPO 
in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Der Rechts-
vertreter hat am 28. Juli 2020, sprich am Vortag der ursprünglich angesetzten Urteilsberatung 
vom 29. Juli 2020, ein über 100-seitiges Dossier eingereicht. Zur korrekten Wahrung des 
rechtlichen Gehörs musste das Kantonsgericht deshalb die Urteilsberatung kurzfristig absagen 
und einen neuen Termin festlegen. Die Beschwerdeführerinnen haben dadurch zusätzliche Ge-
richtskosten generiert. Angesichts des Ausgangs des Verfahrens und den soeben erläuterten 
Gründen sind den Beschwerdeführerinnen Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- 
aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'200.-- zu ver-
rechnen. Die Parteikosten sind in Anwendung von § 21 Abs. 1 und 2 VPO wettzuschlagen. 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- werden den Be-

schwerdeführerinnen auferlegt. Diese werden mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'200.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
Kantonsrichter 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 1. Februar 2021 Beschwerde beim Bundesgericht 
(Verfahrensnummer 2C_100/2021) erhoben.