# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98e0ec5c-858b-5c02-a009-aa5414698884
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 14.08.2023 ZK1 2022 172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2022-172_2023-08-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 14. August 2023

Referenz ZK1 22 172

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Hubert und Nydegger
Jent-Sørensen, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Stalder
Baarerstrasse 78, 6300 Zug

B._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Stalder
Baarerstrasse 78, 6300 Zug

gegen

C._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Christian Fey
Hartbertstrasse 1, Postfach 434, 7001 Chur

D._____
Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger

Werkstrasse 2, 7000 Chur

Gegenstand Löschung und Verlegung von Dienstbarkeiten

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Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair vom 
26.01.2022, mitgeteilt am 22.09.2022 (Proz. Nr. 115-2019-9)

Mitteilung 21. August 2023

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Sachverhalt

A. B._____ und A._____ sind Eigentümer der Liegenschaft Grundbuch 
E._____ Nr. F._____, die damit zusammengebauten Stockwerkeigentumseinhei-
ten Grundbuch E._____ Nr. G._____ und H._____ gehören C._____ einerseits 
sowie D._____ andererseits. Diese Aufteilung geht zurück auf eine Abparzellie-
rung von der vormaligen Stammliegenschaft Nr. __ Nr. F._____ ist der ehemalige 
Hausteil, Nr. G._____ und /-H._____ befinden sich im ehemaligen Stallteil der Lie-
genschaft. Im Rahmen der Parzellierung wurden Dienstbarkeiten errichtet, um die 
Benutzung des im Eigentum von B._____ und A._____ stehenden Kellergeschos-
ses (Nr. F._____) durch alle drei Grundstücke zu regeln. Dabei handelt es sich um 
ein Wegrecht, das Benutzungsrecht an einer Abstellfläche sowie um das Benut-
zungsrecht an den beiden Kellern Nr. 1 und Nr. 2. 

B. B._____ und A._____ verlangen die Verlegung der Abstellfläche, einen 
neuen Zugang zu Keller Nr. 1, eine Verlegung von Keller Nr. 2 sowie eine damit 
zusammenhängende Änderung des Wegrechts. Nach gescheitertem Schlich-
tungsversuch gelangten sie mit Klage vom 7. Oktober 2019 an das Regionalge-
richt Engiadina Bassa/Val Müstair, und zwar mit folgenden Rechtsbegehren: 

1. Es sei festzustellen, dass die Kläger berechtigt sind, die Dienstbarkeit 
"Benützungsrecht am Keller Nr. 1" vom 03.06.2009 zugunsten der Lie-
genschaft Nr. G._____, Grundbuch E._____ und zulasten der Liegen-
schaft Nr. F._____, Grundbuch E._____, gemäss Planbeilage "1:100 
Kellergeschoss" insofern zu verlegen, als der Zugang zum Keller Nr. 1 
neu ausschliesslich über die rot schraffierte Fläche erfolgt.

2. Das Grundbuchamt Engiadina Bassa/Val Müstair sei anzuweisen:

     - die Dienstbarkeit "Benützungsrecht an Abstellfläche im Keller" vom 
03.06.2009 zugunsten der Liegenschaft Nr. I._____, Grundbuch 
E._____ und zulasten der Liegenschaft Nr. F._____, Grundbuch 
E._____, gemäss Planbeilage "1:100 Kellergeschoss" auf die lila 
schraffierte Fläche zu verlegen und im Grundbuch einzutragen;

     - die Dienstbarkeit "Benützungsrecht am Keller Nr. 2" vom 03.06.2009 
zugunsten der Liegenschaft Nr. H._____, Grundbuch E._____ und zu-
lasten der Liegenschaft Nr. F._____, Grundbuch E._____, gemäss 
Planbeilage "1:100 Kellergeschoss" auf die gelb schraffierte Fläche zu 
verlegen und im Grundbuch einzutragen;

     - die Dienstbarkeit "Fusswegrecht mit besonderer Unterhaltsregelung" 
vom 03.06.2009 zugunsten der Liegenschaft Nr. I._____, Grundbuch 
E._____ und zulasten der Liegenschaft Nr. F._____, Grundbuch 
E._____, gemäss Planbeilage "1:100 Kellergeschoss" auf die blau 
schraffierte Fläche zu verlegen.

3. Eventualiter sei das Grundbuchamt Engiadina Bassa/Val Müstair an-
zuweisen: 

     - die Dienstbarkeit "Benützungsrecht an Abstellfläche im Keller" vom 
03.06.2009 zugunsten der Liegenschaft Nr. I._____, Grundbuch 

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E._____ und zulasten der Liegenschaft Nr. F._____, Grundbuch 
E._____, gemäss Planbeilage "1:100 Kellergeschoss Variante" auf die 
lila schraffierte Fläche zu verlegen und im Grundbuch einzutragen;

     - die Dienstbarkeit "Benützungsrecht am Keller Nr. 2" vom 03.06.2009 
zugunsten der Liegenschaft Nr. H._____, Grundbuch E._____ und zu-
lasten der Liegenschaft Nr. F._____, Grundbuch E._____, gemäss 
Planbeilage "1:100 Kellergeschoss Variante" auf die gelb schraffierte 
Fläche zu verlegen und im Grundbuch einzutragen;

     - die Dienstbarkeit "Fusswegrecht mit besonderer Unterhaltsregelung" 
vom 03.06.2009 zugunsten der Liegenschaft Nr. I._____, Grundbuch 
E._____ und zulasten der Liegenschaft Nr. F._____, Grundbuch 
E._____, gemäss Planbeilage "1:100 Kellergeschoss Variante" auf die 
blau sowie orange schraffierte Fläche zu verlegen.

4. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Be-
klagten.

C._____ beantragte in seiner Klageantwort vom 2. Dezember 2019 die kostenfälli-
ge Abweisung der Klage. D._____ verlangten in ihrer Klageantwort vom 5. De-
zember 2019 die kostenfällige Abweisung der Klage, soweit darauf eingetreten 
werden könne. 

C. Nach einem zweiten Schriftenwechsel, verschiedenen Editionen, einem 
Augenschein und einer Zeugeneinvernahme fand am 26. Januar 2022 die Haupt-
verhandlung statt, an welcher B._____ und A._____ folgendes zusätzliches Be-
gehren stellten (RG act. VII/3 S. 21 f.):

4. Subeventualiter sei das Grundbuchamt Engiadina Bassa/Val Müstair 
anzuweisen, die Dienstbarkeit ''Fusswegrecht mit besonderer Unter-
haltsregelung" vom 03.06.2009 zugunsten der Liegenschaft Nr. 
I._____, Grundbuch E._____ und zulasten der Liegenschaft Nr. 
F._____, Grundbuch E._____, gemäss Planbeilage "1:100 Kellerge-
schoss" gegen Festsetzung einer vom Gericht ermessensweise festzu-
legenden Entschädigung zu verlegen.

D. Am 26. Januar 2022 (unbegründet mitgeteilt am 4. Februar 2022, begründet 
mitgeteilt am 22. September 2022) fällte die Vorinstanz folgenden Entscheid: 

1. Auf die Klage wird nicht eingetreten. 

2. Die klagenden Parteien 1 und 2 haben die beklagte Partei 1 mit 
CHF 14'290.50 (inkl. Barauslagen und MWST) aussergerichtlich zu 
entschädigen.

3. Die klagenden Parteien 1 und 2 haben die beklagte Partei 2 und 3 mit 
CHF 16'657.85 (inkl. Barauslagen und MWST) aussergerichtlich zu 
entschädigen.

4. Die Kosten des Vermittleramtes der Region Engiadina Bassa/Val Mü-
stair in Höhe von CHF 400.00 und die Gerichtskosten in Höhe von 
CHF 8'200.00, total somit CHF 8'600.00, gehen zu Lasten der klagen-
den Parteien 1 und 2. Die Gerichtskosten werden mit dem von den 
klagenden Parteien 1 und 2 geleisteten Vorschuss von CHF 4'000.00 

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verrechnet. Die klagenden Parteien 1 und 2 haben den Restbetrag von 
CHF 4'200.00 innert 30 Tagen zu bezahlen.

5.-7.[Rechtmittel/Mitteilung]

E. Gegen diesen Entscheid haben B._____ und A._____ (nachfolgend: Beru-
fungskläger) beim Kantonsgericht Berufung eingereicht mit folgenden Begehren:

1. Der Entscheid Proz. Nr. 115-2019-9 des Regionalgerichts Engiadina 
Bassa/Val Müstair vom 26. Januar 2022, mitgeteilt mit Begründung am 
22. September 2022, sei aufzuheben und die Klage vom 7. Oktober 
2019 sei gutzuheissen.

2. Eventualiter sei der Entscheid Proz. Nr. 115-2019-9 des Regionalge-
richts Engiadina Bassa/Val Müstair vom 26. Januar 2022, mitgeteilt mit 
Begründung am 22. September 2022, aufzuheben und die Sache zur 
Neubeurteilung an das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair 
zurückzuweisen.

3. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Be-
rufungsbeklagten.

F. Bei den Berufungsklägern wurde mit Verfügung vom 25. Oktober 2022 ein 
Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 eingefordert (act. D.2), welcher fristgerecht 
geleistet wurde. 

G. Mit Verfügung vom 24. Januar 2023 wurden Berufungsantworten bei 
C._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagter 1) und D._____ (nachfolgend: Beru-
fungsbeklagte 2 und 3) eingeholt, die mit Datum vom 22. Februar 2023 (Beru-
fungsbeklagter 1) und 23. Februar 2023 (Berufungsbeklagte 2 und 3) rechtzeitig 
eingereicht wurden. 

Der Berufungsbeklagte 1 beantragt: 
1. Die Berufung vom 24.10.2022 sei vollumfänglich abzuweisen und der 

Entscheid des Regionalgerichts Engiadina Bassa/Val Müstair vom 
26.01.2022 (Proz. Nr. 115-2019-9) sei zu bestätigen. 

2. Eventualiter – für den Fall, dass die Vorinstanz zu Unrecht auf die Kla-
ge nicht eingetreten sein sollte und das Berufungsgericht die materielle 
Rechtslage beurteilt – sei die Klage vom 07.10.2019 vollumfänglich 
abzuweisen. 

3. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) 
zulasten der Berufungskläger. 

Die Berufungsbeklagten 2 und 3 stellen folgende Anträge: 
1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zulasten 
der Kläger.

H. Mit Verfügung vom 1. Juni 2023 wurden die Berufungsantworten an die Be-
rufungskläger zugestellt. 

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I. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Die Sache ist spruchreif. 

Erwägungen

1. Der angefochtene Entscheid ist ein erstinstanzlicher Endentscheid, der 
grundsätzlich mit Berufung anfechtbar ist (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). In vermö-
gensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der Streit-
wert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 
beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Aus den gestellten Rechtsbegehren ergibt sich kein 
Streitwert, hingegen nennen die Berufungskläger in der Klagebegründung (RG 
act. I/1 Rz. A./2) einen Streitwert von über CHF 30'000.00. Dazu haben sich weder 
die Vorinstanz noch die Berufungsbeklagten geäussert. Gemäss Art. 91 Abs. 2 
ZPO ist auf die Parteien abzustellen, wenn sich diese einig sind und der genannte 
Betrag nicht offensichtlich unrichtig ist. Das Bundesgericht hat in BGE 142 III 145 
E. 5.2 die grundsätzliche Massgeblichkeit des Parteiwillens betont, auch wenn 
damit eine gewisse Einflussnahme auf die Verfahrensart und die sachliche Zu-
ständigkeit möglich sei. Dabei muss es i.S.v. Art. 91 Abs. 2 ZPO – jedenfalls bei 
anwaltlich vertretenen Parteien – auch genügen, dass die eine Partei einen Streit-
wert nennt und die andere Partei diesem nicht widerspricht. Auf die Berufung ist 
somit einzutreten.

2. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Ver-
fahrens dar, sondern ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet 
(BGE 142 III 413 E. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwen-
dung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 
(Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition be-
züglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensaus-
übung (Angemessenheitsprüfung). In der schriftlichen Berufungsbegründung 
(Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche 
Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an 
einem der genannten Mängel leidet. Das setzt – jedenfalls grundsätzlich – voraus, 
dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er an-
ficht, sich inhaltlich mit diesen auseinandersetzt und mittels präziser Verweisun-
gen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, 
Bestreitungen und Einreden erhoben wurden beziehungsweise aus welchen kon-
kreten Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll (statt 
vieler BGE 138 III 374 E. 4.3.1 m.w.H.). Das Berufungsgericht ist jedenfalls nicht 
gehalten, von sich aus wie ein erstinstanzliches Gericht alle sich stellenden 
tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden 
Rügen der Parteien vor der zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen von offensichtli-

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chen Mängeln hat sich das Berufungsgericht grundsätzlich auf die Beurteilung der 
in der Berufung und Berufungsantwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobe-
nen Beanstandungen zu beschränken. Die Rügen der Parteien geben mithin das 
Prüfungsprogramm der Berufungsinstanz vor. In rechtlicher Hinsicht ist das Beru-
fungsgericht, in Anwendung des Grundsatzes iura novit curia, bei dieser Prüfung 
jedoch weder an die Erwägungen der ersten Instanz noch an die Argumente der 
Parteien gebunden. In tatsächlicher Hinsicht ist es nicht an die Feststellungen des 
erstinstanzlichen Gerichts gebunden, auch wenn mangels entsprechender Sach-
verhaltsrügen der Parteien im Berufungsverfahren der erstinstanzliche Entscheid 
nach dem Gesagten in der Regel als Grundlage des Rechtsmittelverfahrens dient 
(vgl. BGE 144 III 394 E. 4.1.4; 142 III 413 E. 2.2.4; je m.w.H.). 

3. Die Vorinstanz ist auf die Klage nicht eingetreten. Nichteintretensentscheide 
sind zu fällen, wenn Prozessvoraussetzungen fehlen (Art. 59 Abs. 1 ZPO e contra-
rio; Tanja Domej, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2021, N 7 zu Art. 59 ZPO; 
BGE 141 III 395 E. 2.2). Bei gegebenen Prozessvoraussetzungen entscheidet das 
Gericht in der Sache und heisst die Klage gut oder weist sie ab oder heisst sie 
teilweise gut und weist sie im Übrigen ab (Miguel Sogo/Georg Nägeli, in: Ober-
hammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, 3. Aufl., Basel 2021, N 3 zu Art. 236 ZPO). 

4. Zunächst ist näher auf die Bestimmung von Art. 742 ZGB einzugehen. Sie 
bezieht sich auf die Verlegung einer Grunddienstbarkeit von einem Teil eines 
Grundstückes auf den anderen Teil desselben Grundstückes. Die Verlegung kann 
ohne Zustimmung des Berechtigten und gegen seinen Willen gerichtlich angeord-
net werden, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die neue Stelle für die 
Ausübung nicht weniger geeignet ist als die alte, sodass die Interessen des 
Dienstbarkeitsberechtigten nicht beeinträchtigt werden. Dazu gehört auch, dass 
die Verlegung dem Berechtigten keine Kosten verursachen darf (Peter Liver, Zür-
cher Kommentar zum schweizerischen Zivilgesetzbuch, Die Dienstbarkeiten und 
Grundlasten [Art. 730 und 792], Grunddienstbarkeiten, 2. Aufl., Zürich 1980, N 5 
zu Art. 742 ZGB). Ein grundloses Beharren auf den ursprünglichen Verhältnissen, 
obwohl die neue Stelle nicht weniger geeignet ist, widerspricht Treu und Glauben 
(Liver, a.a.O., N 12 zu Art. 742 ZGB). Und eine geringe, kaum erhebliche Vermin-
derung der Bequemlichkeit bei einem ungleich grösseren Vorteil des Belasteten 
muss in Kauf genommen werden (Liver, a.a.O., N 32 zu Art. 742 ZGB). Was die 
Verlegung auf ein anderes als das bisher belastete Grundstück anbelangt, werden 
zwei Varianten erwähnt, ein anderes Grundstück des Belasteten selbst und die 

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Verlegung auf das Grundstück eines Dritten. Dabei ist auch die Verlegung auf ein 
anderes eigenes Grundstück des Belasteten zulässig (Liver, a.a.O., N 37 ff. zu 
Art. 742 ZGB). Für die Verlegung auf das Grundstück eines (zustimmenden) Drit-
ten sind die Ansichten geteilt. Liver (a.a.O., N 45 zu Art. 742 ZGB) hält der ableh-
nenden Haltung des Bundesgerichts Folgendes entgegen: "Wenn sich der Nach-
bar verpflichtet, das Wegrecht durch Belastung seines Grundstückes zu überneh-
men und der Berechtigte es auf diesem Grundstück ebenso vorteilhaft und be-
quem ausüben kann, ist nicht einzusehen, warum er nicht zur Verlegung der Aus-
übung sollte verurteilt werden können". Nicht erwähnt ist die Möglichkeit der Ver-
legung der Ausübung der Dienstbarkeit auf das Grundstück des Berechtigten sel-
ber. Weil es stets um die Ausübung einer Berechtigung geht, muss – jedenfalls mit 
Blick auf Art. 742 ZGB – die Verlegung auf das eigene Grundstück des Berechtig-
ten selbst entgegen seinem Willen unzulässig sein (mit Blick auf ein Notwegrecht 
wäre das allerdings wohl anders).

5.1. Mit Rechtsbegehren Ziff. 1 verlangten die Berufungskläger vor erster In-
stanz, es sei festzustellen, dass die Berufungskläger berechtigt seien, das Benüt-
zungsrecht am Keller Nr. 1 insofern zu verlegen, als der Zugang neu ausschliess-
lich über die im eingereichten Plan (RG act. II/2) rot schraffierte Fläche erfolge. 
Die rot schraffierte Fläche führt von der Waschküche des Stockwerkeigentums 
des Berufungsbeklagten 1 in den ihm mit der Dienstbarkeit zur Benutzung zuge-
wiesenen Keller Nr. 1, wofür ein neuer Durchgang zu schaffen wäre. Auf dem ein-
gereichten Plan (RG act. II/2) präsentiert sich die Situation folgendermassen:

Die Vorinstanz hat erwogen, dass die Berufungskläger mit der Verlegung des Zu-
gangs die Änderung eines Rechtsverhältnisses mit Vollstreckung dieser Änderung 
im Grundbuch anstrebten, was sich allerdings nicht mit einer Feststellungsklage 

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erreichen lasse, sodass es am Feststellungsinteresse fehle, was zum Nichteintre-
ten auf die Klage führen müsse (act. B.1 E. 4 S. 47 f.). 

5.2. Beim Rechtsbegehren von Ziff. 1 handelt es sich nach den Berufungsklä-
gern um einen Mix aus Feststellungs- und Leistungsbegehren: Letztendlich gehe 
es um die Verlegung der Dienstbarkeit, stehe doch explizit: "… die Dienstbarkeit 
[…] insofern zu verlegen, als […]" (act. A.1 Rz. 17). Der Titel zu Ziff. II.A. der Kla-
geschrift laute: "Zum Feststellungsbegehren …", was auf ein Feststellungsbegeh-
ren hindeute. Die Berufungskläger hätten jedoch bezwecken wollen, dass die 
Dienstbarkeit "Benützungsrecht am Keller Nr. 1" verlegt werde. Dafür brauche es 
jedoch bauliche Massnahmen, sodass kein Gestaltungsbegehren gestellt werden 
könne. Die Bauarbeiten könnten allerdings auch nicht beginnen, ohne dass die 
Berechtigung zur Verlegung feststehe, wie sich auch aus dem Entscheid des 
Handelsgerichts Zürich HG130158 vom 20. Mai 2016 E. 1.3 ergebe (act. A.1 
Rz. 18). Auch wenn die Voraussetzungen für eine Feststellungsklage nicht erfüllt 
seien, so könne ein als Feststellungsklage formuliertes Begehren nach richtiger 
Auslegung eine Leistungsklage enthalten (BGE 105 II 149 E. 2c, wo eine gerichtli-
che Feststellung verlangt wurde, dass der Beklagte der Klägerin CHF X schulde 
und zu bezahlen habe). Werde Feststellung des Bestehens der Schuld und der 
Zahlungspflicht verlangt, so könne damit in guten Treuen nichts anders als eine 
Leistungsklage gemeint sein. Das Rechtsbegehren Ziff. 1 der Berufungskläger sei 
so auszulegen, dass mittels Leistungsklage auf Abgabe der Willenserklärung der 
Berufungsbeklagten geklagt worden sei, und zwar in dem Sinn, dass der Vor-
schlag der Berufungskläger auf Verlegung der Dienstbarkeit angenommen werde. 
Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Berufungskläger ein Begeh-
ren stellen wollten, das in dieser Form unter keinen Umständen gutgeheissen 
werden könne (act. A.1 Rz. 19). Das Rechtsbegehren bloss nach dem Wortlaut 
auszulegen, sei überspitzt formalistisch und wider Treu und Glauben; die gebote-
ne Ausübung der Fragepflicht habe die Vorinstanz unterlassen (act. A.1 Rz. 20). 

5.3. Für den neuen Zugang zu Keller Nr. 1 soll der Weg durch die Waschküche 
des Berufungsbeklagten 1 und damit durch sein Stockwerkeigentum als Sonder-
recht (Art. 712b Abs. 1 ZGB) führen. Das ist ganz offensichtlich nicht das Grunds-
tück der dienstbarkeitsbelasteten Berufungskläger, auf dem sie bauliche Mass-
nahmen planen und ausführen können. Und um den Keller Nr. 1 gemäss dem 
Plan (RG act. II/2) betreten und diesen benützen zu können, ist ein Durchbruch 
durch die Wand der Waschküche des Berufungsbeklagten 1 gegen aussen erfor-
derlich. Versucht man das Begehren der Berufungskläger zu verstehen, so wollten 
sie damit einen Gerichtsentscheid erhalten, dass eine solche Verlegung 

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grundsätzlich zulässig ist. Das ergibt sich recht deutlich aus dem Satz in RG act. 
I/1 Rz. 17: "Die Kläger haben aber ein rechtlich geschütztes Interesse an der ge-
richtlichen Feststellung, ob gestützt auf Art. 742 ZGB für den Zugang zum Keller 
Nr. 1 ein entsprechender Verlegungsanspruch besteht. Vor einer solchen Feststel-
lung mit den erforderlichen Bauarbeiten für die Verlegung zum Zugang zu Keller 
Nr. 1 zu beginnen, wäre unsinnig". Dem ist aus rechtlicher Sicht hinzuzufügen: es 
wäre nicht nur unsinnig, sondern auch unzulässig, weil es sich um eigenmächtige 
Eingriffe der Berufungskläger in das Eigentum des Berufungsbeklagten 1 handeln 
würde und ihnen der Berufungsbeklagte 1 auch keinen Zutritt gewähren müsste. 
Zum Recht der Berufungsbeklagten 2 und 3 an der Aussenwand/-hülle vgl. unten 
E. 5.7. 

Wie sich aus E. 4 ergibt, muss sich der Berufungsbeklagte 1 als Dienstbarkeitsbe-
rechtigter die Inanspruchnahme seines eigenen Grundes für die Verlegung des 
Zugangs zum Keller Nr. 1 nicht gefallen lassen, weil Art. 730 Abs. 1 ZGB die Be-
rechtigung zur Nutzung von fremdem Grund gibt. Daraus ist zu folgern, dass eine 
Verlegung auf das eigene Grundstück des Berechtigten gegen seinen Willen un-
zulässig ist. Dass die Verlegung im bisherigen Verfahren weder von den Parteien 
noch von der Vorinstanz unter diesem Aspekt erörtert wurde, ist nicht entschei-
dend. Dass die Waschküche im Eigentum des Berufungsbeklagten 1 steht, ist all-
seits unbestritten und den Berufungsklägern war ja auch klar, dass der Umsetzung 
ihres Planes ohne gerichtliche Ermächtigung Grenzen gesetzt sind. Der Unter-
schied der Sichtweisen besteht darin, dass das Kantonsgericht davon ausgeht, es 
sei auch dem Gericht verwehrt, die Verlegung gegen den Willen des Grundei-
gentümers und Dienstbarkeitsberechtigten anzuordnen, während die Berufungs-
kläger dies bei gleicher Ausgangslage offenbar für möglich halten. Wenn das Kan-
tonsgericht diese Möglichkeit verneint, fällt es keinen sog. unzulässigen Überra-
schungsentscheid (vgl. dazu Paul Oberhammer/Philipp Weber, in: Oberham-
mer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar zur schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 3. Aufl., Basel 2021, N 4 ff. zu Art. 56 ZPO), was einen vorgängigen zusätz-
lichen Hinweis i.S.v. Art. 56 ZPO erfordern würde. Gemäss BGE 130 III 35 E. 5 
kann das Gericht das Recht anwenden, ohne zuvor die Parteien auf die sich stel-
lenden Rechtsprobleme hinzuweisen. Eine Ausnahme macht das Bundesgericht 
dort, wo das Gericht beabsichtigt, seinen Entscheid auf eine Bestimmung oder ein 
Prinzip abzustützen, an die oder das bisher niemand gedacht hatte und mit des-
sen Erheblichkeit vernünftigerweise nicht gerechnet werden musste (BGer 
4P.260/2000 v. 2.3.2001 E. 6a). Das ist hier nicht der Fall, da es bei der Anwen-
dung von Art. 742 ZGB bleibt.

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5.4. Die Berufungskläger haben formell ein Feststellungsbegehren gestellt. Wird 
auf ein Feststellungsbegehren mangels Feststellungsinteresse nicht eingetreten, 
wie das die Vorinstanz bezüglich Ziff. 1 getan hat, so wird damit nicht bindend 
über den eingeklagten Anspruch als solchen entschieden, es wird kein Sachent-
scheid gefällt (Domej, a.a.O., N 12 zu Art. 59 ZPO). Entsprechend wird die Ansicht 
vertreten, dass bei Fehlen einer Prozessvoraussetzung kein Sachentscheid erge-
hen darf (Domej, a.a.O., N 12 zu Art. 59 ZPO; Walther J. Habscheid, Schweizeri-
sches Zivilprozess- und Gerichtsorganisationsrecht, 2. Aufl., Basel 1990, Rz. 366 
m.H.). Die Berufungskläger verweisen auf ZK1 19 144 vom 9. Juli 2021 E. 4.2. 
Danach dürfe sich die Rechtsmittelinstanz nur um den Nichteintretensentscheid 
und nicht auch um den Sachentscheid kümmern. In ZK1 19 144 steht: "Steht end-
gültig fest, dass es an einer Prozessvoraussetzung fehlt, darf nicht zur Sache ver-
handelt werden und ergeht ein Nichteintretensentscheid (BGE 140 III 159 E. 4.2.4 
m.w.H.). Aus prozessökonomischen Gründen sollte deshalb die Prüfung hinsicht-
lich jeder Prozessvoraussetzung sobald als möglich und vor der materiellen Be-
handlung der Klage erfolgen (BGE 140 III 159 E. 4.2.4). Wenn die Vorinstanz zum 
Schluss kommt, das Rechtsbegehren sei zu unbestimmt, darf sie auf die Klage 
nicht eintreten und entsprechend kein Urteil in der Sache fällen. Möglich wäre nur, 
im Sinne eines Obiter dictum festzuhalten, dass selbst im Fall, da auf die Klage 
eingetreten würde, diese in der Sache abzuweisen wäre". Der Entscheid betraf die 
Bestimmtheit des Rechtsbegehrens. Wenn nicht klar ist, was in welchem Umfang 
eingeklagt wird, kann darüber auch kein Sachentscheid gefällt werden. Der vorlie-
gende Fall ist insoweit anders gelagert, als es hier um das Verhältnis zwischen 
Feststellungs- und Leistungsklage geht. Im Zusammenhang mit einem Feststel-
lungsbegehren hielt das Bundesgericht in BGE 85 II 73 E. 1 fest: "Ob […] ein 
Feststellungsbegehren statthaft sei, liess die Vorinstanz dahingestellt, weil sie zum 
Schlusse kam, die Klage sei ohnehin abzuweisen. In der Tat braucht die Frage, ob 
der Anspruch […] mit einer Feststellungsklage oder mit der (eventuell erhobenen) 
Leistungsklage geltend gemacht werden könne, nicht entschieden zu werden, weil 
ein solcher Anspruch überhaupt nicht besteht". Adrian Zingg, in: Güngerich (Koor-
dination), Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band I, 
Bern 2012, N 39 zu Art. 60 ZPO, hält eine Abweisung dann für statthaft, wenn die 
Prüfung des schutzwürdigen Interesses aufwändig wäre und die Unbegründetheit 
der Klage offensichtlich ist. Dem kann nach Ansicht des Kantonsgerichts gefolgt 
werden, denn anders als bei der Bestimmtheit des Rechtsbegehrens geht es bei 
der Frage der Zulässigkeit der Feststellungsklage nicht darum, welches Recht 
überhaupt zu beurteilen ist, sondern darum, ob für die Feststellung des eingeklag-
ten Rechts ein schutzwürdiges Interesse besteht. Wenn das Gericht zum Schluss 
kommt, dass das eingeklagte Recht gar nicht besteht, so ist die Frage, wie es gel-

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tend zu machen ist, hypothetisch und der Schutz der beklagten Partei und die 
Prozessökonomie rechtfertigen mit Blick auf den zitierten Bundesgerichtsent-
scheid die Abweisung der Klage. 

5.5. Anzumerken ist schliesslich, dass die Berufungskläger mit der Berufung das 
Feststellungsbegehren in ein Leistungsbegehren umgedeutet und in der Sache 
entschieden haben wollen, damit die Verlegung als solche beurteilt wird, sodass 
Vorbehalte gegen dieses Vorgehen widersprüchlich wären. Auch der Berufungs-
beklagte 1 ersuchte an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung um einen materiel-
len Entscheid (RG act. VII/2 S. 7). Die inhaltliche Beurteilung einer Klage, der 
Sachentscheid, kann zu einer Gutheissung oder zu einer Abweisung führen. Man-
gels Zulässigkeit der Inanspruchnahme des Grundstückes des Berufungsbeklag-
ten 1 ist die Klage hinsichtlich Ziff. 1 des Rechtsbegehrens abzuweisen. Das Dis-
positiv des vorinstanzlichen Entscheides ist in diesem Sinne anzupassen, und 
entsprechend ist dann auch die Klage abzuweisen. 

5.6. Ohne dass es nach dem Gesagten drauf ankommt, ist kurz zu untersuchen, 
wie es sich mit den Klagearten und der von den Berufungsklägern verlangten Um-
deutung der Feststellungsklage in eine Leistungsklage verhält. Ohne gerichtliche 
Ermächtigung können bauliche Massnahmen auf dem Grundstück des Berufungs-
beklagten 1 nicht vorgenommen werden. Zutreffend ist ebenfalls, dass es wegen 
der noch vorzunehmenden baulichen Massnahmen (Wanddurchbruch) nicht mög-
lich ist, ein Gestaltungsbegehren zu stellen (RG act. I/1 Rz. 25). Mit einem (gut-
heissenden) Gestaltungsurteil würde die Verlegung bereits vollzogen, was ohne 
Einzelheiten für die Regelung des Weges und des Zutrittes zum Keller Nr. 1 nicht 
möglich ist. Im vorinstanzlichen Verfahren schrieben die Berufungskläger (RG act. 
I/1 Rz. 17), wie bereits vorstehend zitiert: "Die Kläger haben aber ein rechtliches 
geschütztes Interesse an der gerichtlichen Feststellung, ob gestützt auf Art. 742 
ZGB für den Zugang zum Keller Nr. 1 ein entsprechender Verlegungsanspruch 
besteht. Vor einer solchen Feststellung mit den erforderlichen Bauarbeiten für die 
Verlegung des Zugangs zum Keller Nr. 1 zu beginnen, wäre unsinnig". In der Be-
rufung machen sie geltend, dass das von ihnen gestellte Feststellungsbegehren 
gegebenenfalls in ein Leistungsbegehren umzudeuten sei, wofür es in der bun-
desgerichtlichen Praxis Beispiele gebe. Was das Verhältnis zwischen Leistungs- 
und Feststellungsklagen anbelangt, wird davon ausgegangen, dass die Möglich-
keit eines Leistungsbegehrens das Feststellungsbegehren ausschliesst und das 
erforderliche Feststellungsinteresse gesondert nachzuweisen ist (BGE 144 III 175 
E. 4.3). Bei gleichem bzw. besserem Rechtsschutz ist die Feststellungsklage sub-
sidiär (BGE 135 III 378 E. 2.2; BGer 4A_170/2022 v. 25.7.2022 E. 3.1). Nach den 

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Berufungsbeklagten 2 und 3 hätte mit einer Leistungsklage auf Abgabe von ent-
sprechenden Willenserklärungen zur Abänderung der Dienstbarkeit Zug um Zug 
mit der Entschädigung geklagt werden müssen (act. A.3 Rz. 11). Das in dieser 
Situation theoretisch am besten passende Leistungsbegehren ist nach Ansicht des 
Kantonsgerichts eine Klage auf Dulden der Verlegung (vgl. Marc Weber, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 25 zu Art. 85 ZPO). Allerdings hätten die Beru-
fungskläger auch damit ihr Ziel, zu wissen, ob sie die Umgestaltung an die Hand 
nehmen können, nicht erreicht, weil es ohne zusätzliche Anträge und Anordnun-
gen zur Vornahme der Vorbereitung des Durchbruchs und seiner Ausgestaltung 
sowie der baulichen Massnahmen bezüglich Verlegung nicht entschieden werden 
kann. Die Berufungskläger haben richtig erkannt, dass sie für die baulichen Mass-
nahmen die Stockwerkeigentumseinheit des Berufungsbeklagten 1 nicht ohne wei-
teres in Anspruch nehmen können (RG act. I/1 Rz. 25). Planung und Umsetzung 
der Verlegung würden Zutritt zur Waschküche des Berufungsbeklagten 1 erfor-
dern. Während erforderliche bauliche Massnahmen bei der Verlegung auf dem 
eigenen Grundstück des Belasteten ohne weiteres geplant und umgesetzt werden 
können, wie es die Berufungskläger an anderer Stelle ja auch getan haben, ist 
dies bei der Schaffung eines Durchgangs von der Waschküche zum Keller Nr. 1 
ohne freiwillige Mitwirkung des Berufungsbeklagten 1 bzw. einer konkreten dies-
bezüglichen gerichtlichen Anordnung nicht möglich. Im Ergebnis liesse sich auch 
mit einem blossen Begehren auf Duldung der Verlegung (eine Leistungsklage) 
nicht mehr erreichen als mit der Feststellung, dass die Verlegung zulässig ist, weil 
in beiden Fällen die Frage des Zutritts und des Eingriffs in die Bausubstanz sowie 
die bauliche Ausgestaltung des Durchbruchs nicht beurteilt werden könnte. Unab-
hängig vom Eingriff ins Eigentum ist letztlich nicht ersichtlich, wie überhaupt über 
die Zulässigkeit der Verlegung entschieden werden kann, wenn die konkrete Aus-
gestaltung und Ausführung offen gelassen werden. Die Kostenübernahme als 
Voraussetzung der Verlegung steht nicht im Rechtsbegehren, sondern ist in der 
Klageschrift (RG act. I/1 Rz. 25; act. A.1 Rz. 49) zugesichert worden. Ein Begeh-
ren um eine gerichtliche Verpflichtung zur Kostenübernahme ist allerdings nicht 
vergleichbar mit der Zusicherung in einer Rechtschrift, weil eine solche Zusiche-
rung nicht vollstreckbar ist. 

5.7.  Zwischen den Parteien wird kontrovers diskutiert, ob das Rechtsbegehren 
in Ziff. 1 nur gegen den Berufungsbeklagten 1 zu richten sei, weil die Waschküche 
in seinem Sonderrecht stehe, oder ob es sich auch gegen die anderen Berufungs-
beklagten 2 und 3 richten müsse, weil der Durchbruch der Aussenwand gemein-
same Teile der Stockwerkeigentümergemeinschaft betreffe, was von den Beru-

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fungsklägern bestritten wird (RG act. I/1 Rz. 26, act. A.1 Rz. 37 f.). So wie die Be-
rufungskläger die Klage formuliert haben, richten sich alle Rechtsbegehren glei-
chermassen gegen alle Berufungsbeklagten (d.h. auch gegen die Berufungsbe-
klagten 2 und 3 und damit gegen alle Mitglieder der Stockwerkeigentümergemein-
schaft), weil in der Klage (und auch den weiteren Eingaben der Berufungskläger) 
ganz generell und ohne Bezug zu den einzelnen Rechtsbegehren als Gegenpartei 
alle Berufungsbeklagten genannt sind. Sind alle möglichen Parteien schon im Pro-
zess, ist die Frage der (notwendigen) Streitgenossenschaft ohne Belang, wenn 
keine abweichenden Anträge gestellt werden, was hier nicht der Fall ist. Tatsäch-
lich ist davon auszugehen, dass alle Berufungsbeklagten vom Durchbruch betrof-
fen sind (RG act. I/3 Rz. 17b; act. A.3 Rz. 17d), weil die Wand der Waschküche 
des Berufungsbeklagten gleichzeitig eine Aussenwand ist und damit zur Gebäu-
dehülle der Stockwerkeigentumsliegenschaft als solcher gehört (Art. 712b Abs. 2 
Ziff. 2 ZGB, vgl. Protokoll Augenschein RG act. VII/1 S. 4). Dass die Berufungsbe-
klagten 2 und 3 z.T. ihre Legitimation diesbezüglich bestreiten (act. A.3 Rz. 17), 
andererseits aber auch auf die Bedeutung der Aussenwand für alle Stockwerkei-
gentümer hinweisen (vgl. z.B. Protokoll der Hauptverhandlung RG act. VII/2 
Anm. 4; act. A.3 Rz. 17d), ist nicht entscheidend, da die Frage, gegen wen geklagt 
werden muss, materiell-rechtlicher Natur und von Amtes wegen (Art. 57 ZPO) zu 
erörtern ist. 

6.1. Mit Rechtsbegehren Ziff. 2 wird die Anweisung an das Grundbuchamt ver-
langt, die näher genannten Dienstbarkeiten zu verlegen und ins Grundbuch einzu-
tragen, nämlich

• das Benützungsrecht an der Abstellfläche im Keller auf die lila schraffierte 
Fläche 

• das Benützungsrecht am Keller Nr. 2 auf die gelb schraffierte Fläche 

• das Fusswegrecht mit besonderer Unterhaltsregelung auf die blau schraf-
fierte Fläche. 

Mit Rechtsbegehren Ziff. 3 (ein Eventualbegehren, auch bezeichnet als "Variante") 
wird die Anweisung des Grundbuchamtes verlangt, die näher genannten Dienst-
barkeiten zu verlegen und ins Grundbuch einzutragen, nämlich 

• das Benützungsrecht an der Abstellfläche im Keller auf die lila schraffierte 
Fläche 

• das Benützungsrecht am Keller Nr. 2 auf die gelb schraffierte Fläche 

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• das Fusswegrecht mit besonderer Unterhaltsregelung auf die blau sowie 
die orange schraffierte Fläche.

Auf dem von den Berufungsklägern eingereichten Plan (RG act. II/3) ist die Situa-
tion wie folgt dargestellt:

Der Unterschied zwischen dem Hauptbegehren (Rechtsbegehren Ziff. 2) und dem 
Eventualbegehren (Rechtsbegehren Ziff. 3) besteht hinsichtlich des Fussweg-
rechts, und zwar dahingehend, dass dieses auf die orange Fläche verlegt werden 
soll. Bei der Verlegung auf die orange Fläche handelt es sich um den Zugang zum 
Keller Nr. 1, der – als Variante – nicht über das Grundstück des Berufungsbeklag-
ten 1 führen soll. Ein Blick auf RG act. II/3, der Plan zur "Kellergeschoss Variante", 
wirft diesbezüglich allerdings Fragen auf. Darauf wird zurückzukommen sein (vgl. 
E. 10.3). 

6.2.1. Die Vorinstanz führte zu den vorstehenden Begehren aus, dass die verlang-
ten Anweisungen an das Grundbuchamt rein vollstreckungsrechtlicher Natur sei-
en. Zwar erlaube die Zivilprozessordnung, beim Gericht nebst einem Sachent-
scheid zugleich entsprechende Vollstreckungsanordnungen zu verlangen, aller-
dings brauche es zunächst einen Sachentscheid, der dann vollstreckt werden 
könne. Ein solcher Sachentscheid sei von den Berufungsklägern nicht verlangt 
worden, sodass auf das Rechtsbegehren Ziff. 2 und 3 nicht eingetreten werde 
könne (act. B.1 E. 3). 

6.2.2. Hinsichtlich der Begehren, das Grundbuchamt sei anzuweisen, die Dienst-
barkeit zu verlegen, halten die Berufungsbeklagten und die Vorinstanz mit einem 

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gewissen Recht fest, dass so, wie das Begehren formuliert ist, an eine Vollstre-
ckungsanordnung gedacht werden kann. Richtig ist aber auch, dass der gesetzli-
che Verlegungsanspruch i.S. von Art. 742 ZGB zwingend einer gerichtlichen Beur-
teilung bedarf, wenn keine einvernehmliche Regelung möglich ist, und erst eine 
gerichtlich angeordnete Verlegung kann alsdann im Grundbuch eingetragen wer-
den. Dabei gilt, dass bei einer Gestaltungsklage die Rechtsänderung bereits mit 
dem Urteil erfolgt und dass darin der Grundbucheintrag i.S. einer Anweisung ans 
Grundbuchamt angeordnet werden kann, dass aber auch – weil die Rechtsände-
rung ja bereits erfolgt ist – die Anmeldung beim Grundbuch den Parteien überlas-
sen werden kann (Jörg Schmid/Bettina Hürlimann-Kaup, Sachenrecht, 6. Aufl., 
Zürich 2022, Rz. 849a). 

6.2.3. Die Berufungskläger machen geltend, dass die Verlegung einer Dienstbar-
keit auf verschiedenen Wegen erreicht werden könne: mit einer Gestaltungsklage 
dann, wenn alle Voraussetzungen der Verlegung erfüllt seien. Nach Art. 742 ZGB 
könne auch im Rahmen einer Leistungsklage die Abgabe einer Willenserklärung 
verlangt werden, was insbesondere dann das Mittel der Wahl sei, wenn die Zu-
stimmung der Gegenpartei von bestimmten Bedingungen abhängig sei. Es beste-
he die Wahl zwischen einer Leistungs- und einer Gestaltungsklage (act. A.1 
Rz. 11). Rechtsbegehren seien nach Treu und Glauben auszulegen; massgeblich 
sei nicht nur der Wortlaut, sondern zu berücksichtigen sei auch die Begründung. 
Führe die Auslegung nicht zum Ziel, so seien unklare, widersprüchliche, unbe-
stimmte oder offensichtlich unvollständige Rechtsbegehren in Ausübung der Fra-
gepflicht (Art. 56 ZPO) zu klären (act. A.1 Rz. 12). 

6.3. Nach dem Berufungsbeklagten 1 ist die Anweisung an das Grundbuch kein 
Gestaltungsbegehren, weil direkt die Anweisung an das Grundbuchamt verlangt 
werde. Für die Rechtsgestaltung sei aber nicht das Grundbuchamt, sondern das 
Gericht zuständig (act. A.2 Rz. 5 f.). Die Berufungsbeklagten 2 und 3 weisen dar-
auf hin, dass eine Abänderung nicht einfach grundbuchamtlich umgesetzt werden 
könne; es brauche dazu auch das Angebot einer Gegenleistung (act. A.3 Rz. 10b). 

6.4. Nach den Berufungsbeklagten 2 und 3 ist die Klageart seit Inkrafttreten der 
ZPO durch diese geregelt worden. Müsse die Gegenleistung erst angeboten wer-
den oder sei eine andere Bedingung noch in der Schwebe, so sei lediglich eine 
Leistungsklage (und keine Gestaltungsklage) möglich (act. A.3 Rz. 10a). Eine 
Abänderung könne nur dann verlangt werden, wenn eine Entschädigung bezahlt 
werde, was die Berufungskläger gemäss ihrem Rechtsbegehren nicht tun wollten. 
Das Recht könne nicht einfach entschädigungslos zugesprochen werden. Die Ge-
staltungsklage sei daher unzulässig. Die Erwägung der Vorinstanz, mit der auf ein 

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unzulässiges Vollstreckungsbegehren geschlossen werde, sei daher korrekt 
(act. A.3 Rz. 10b). Richtigerweise hätten die Berufungskläger mit einer Leistungs-
klage auf Abgabe von entsprechenden Willenserklärungen zur Abänderung der 
Dienstbarkeit Zug um Zug mit der Entschädigung klagen müssen (act. A.3 Rz. 11). 
Die Klage auf Verlegung nach Art. 742 ZGB sei in der Liste der Gestaltungsklagen 
im Basler Kommentar zur ZPO N 10 zu Art. 87 ZPO nicht aufgeführt (act. A.3 
Rz. 16). 

6.5.1. Wenn die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass nur die Vollstreckung 
verlangt worden sei, hält sie sich sehr eng bzw. zu eng an den Wortlaut der Be-
gehren und hat diese weder ausgelegt noch nachgefragt, wobei Nachfragen bei 
anwaltlich vertretenen Parteien nach verbreiteter Ansicht einen sehr eingeschränk-
te Anwendungsbereich haben (Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, in: Sutter-
Somm/Seiler [Hrsg.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 
Zürich 2021, N 9 zu Art. 56 ZPO m.w.H.; Christoph Hurni, in: Güngerich [Koordina-
tion], Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Bern 2012, 
N 29 zu Art. 56 ZPO; BGE 142 III 462 E. 4.3; BGer 5A_417/2020 v. 27.10.2020 
E. 3.2; 4A_284/2017 v. 22.1.2018 E. 3.2). 

6.5.2. In der Berufung haben die Berufungskläger darauf hingewiesen, dass sie 
vor Vorinstanz ein Gestaltungsurteil erhältlich machen wollten. In der Klagebe-
gründung hätten sich die Berufungskläger eindeutig zur Natur ihrer Anträge 
geäussert, nämlich in Ziff. II.B.: "Zu den Gestaltungsbegehren (Ziff. 2 und 3 der 
Rechtsbegehren)", was zum Ausdruck bringe, dass es sich um Gestaltungsklagen 
handle (act. A.1 Rz. 15). Und in RG act. I/1 Rz. 18 stehe, dass ausser beim Zu-
gang zum Keller Nr. 1 (Rechtsbegehren Ziff. 1), der bauliche Massnahmen erfor-
dere, die Gestaltungsvoraussetzungen erfüllt seien.

6.6. Bei einem so formulierten Rechtsbegehren, dass das Grundbuchamt anzu-
weisen sei, die Dienstbarkeit zu verlegen und ins Grundbuch einzutragen, kann 
zunächst tatsächlich daran gedacht werden, dass das Grundbuchamt angewiesen 
werden solle, die Verlegung vorzunehmen. Angesichts der Tatsache, dass das 
Grundbuchamt keine Sachentscheidungen fällen kann und es auch keine Mög-
lichkeit gibt, dass die Zivilgerichte Entscheidungskompetenzen an das Grund-
buchamt delegieren und auch kein vollstreckbarer Entscheid vorlag, welcher in 
einem Vollstreckungsverfahren beigebracht werden müsste, ist die Annahme der 
Vorinstanz allerdings keineswegs zwingend. Eine andere Frage ist, ob ein Begeh-
ren auf Gestaltung dann auch gutgeheissen werden kann. 

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6.7. Richtigerweise wäre das Anliegen der Berufungskläger als Gestaltungskla-
ge etwa so zu formulieren gewesen: "Das (erstinstanzliche) Gericht wird ersucht, 
die Verlegung der Dienstbarkeit […] zu Lasten des Grundstückes [...] und zu 
Gunsten des Grundstückes […] gemäss Plan und auf Kosten der klagenden Partei 
anzuordnen" (vgl. François Bohnet, Actions civiles, Volume I, CC et LP, 2. Aufl., 
Basel 2019, § 54 N 22). Es genügt auch ein Rechtsbegehren, mit dem die Anord-
nung der Verlegung der Dienstbarkeit verlangt wird, ohne dass ein ausdrückliches 
Ersuchen an das Gericht gestellt werden müsste (vgl. in diesem Sinne auch 
act. A.3 Rz. 53). 

Eine Gestaltungsklage ist nur möglich, wenn keine Gegenleistung zu erbringen ist 
(vgl. Weber, a.a.O., N 5 zu Art. 87 ZPO), weil damit die Rechtslage unmittelbar 
umgestaltet wird (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., N 4 zu Art. 87 ZPO). Im Falle von 
Verlegungen müssen die Voraussetzungen für dieselbe bei der Urteilsfällung be-
reits erfüllt sein, z.B. sind entweder keine baulichen Massnahmen erforderlich oder 
sie sind bereits ausgeführt bzw. abgeschlossen worden (Liver, a.a.O., N 50 zu 
Art. 742 ZGB). Klar ist, dass die Verlegungskosten zu Lasten des Dienstbarkeits-
verpflichteten gehen müssen (vgl. Art. 742 Abs. 1 ZGB: "[...] und die Kosten über-
nimmt [...]"), wobei die gesetzlich vorgesehene Pflicht dennoch anzuordnen ist. 
Zusätzliche Entschädigungen sind bei der blossen Verlegung nach Art. 742 ZGB 
im Normalfall nicht zu leisten (zu Ausnahmen vgl. Liver, a.a.O., N 36 zu Art. 742 
ZGB). Da die gesetzlichen Voraussetzungen grundsätzlich einen gleichwertigen 
Ersatz vorsehen, erscheint eine Entschädigung für die Verlegung als solche ent-
sprechend obsolet zu sein. Ist der Ort der Verlegung nicht gleichwertig, ist die Ver-
legung nicht zu bewilligen. Auf die Frage, ob die hier zu diskutierenden Orte der 
Verlegung gleichwertig sind, wird zurückzukommen sein (E. 7.3 ff.). 

6.8. Die Berufungskläger weisen darauf hin, dass es für die Verlegung die Wahl 
zwischen Leistungs- und Gestaltungsklage gebe (act. A.1 Rz. 11). Aus dem 
Rechtsbegehren Ziff. 2 und 3 gehe hervor, dass die Berufungskläger die Verle-
gung der Dienstbarkeit verlangten (act. A.1 Rz. 14), dass sie die Begehren in der 
Klagebegründung als Gestaltungsbegehren/Gestaltungsklagen bezeichnet hätten 
(act. A.1 Rz. 15), dass die notwendigen baulichen Massnahmen bereits ausgeführt 
seien, sodass die Voraussetzungen für ein Gestaltungsbegehren gegeben seien 
(act. A.1 Rz. 16). Sind Rechtsbegehren auszulegen, so nicht nur grammatikalisch, 
sondern nach dem Sinngehalt und unter Beizug der Klagebegründung und unter 
Berücksichtigung des Vertrauensprinzips. Das Kantonsgericht geht nach dem Ge-
sagten davon aus, dass die Berufungskläger mit den Rechtsbegehren Ziff. 2 und 3 
ein Gestaltungsbegehren gestellt haben. 

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7.1. Die Vorinstanz ist auf alle Rechtsbegehren nicht eingetreten und damit er-
ging ein prozesserledigender Entscheid. Allerdings hat sie dann den Fall auch 
noch aus materieller Sicht geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass sie die 
Klage, hätte sie sie entscheiden müssen, abgewiesen hätte (act. B.1 E. 17). 
Enthält ein Nichteintretensentscheid auch eine materielle Eventualbegründung, so 
muss gemäss BGE 139 II 233 E. 3.2 (vgl. auch OGer ZH LB190028 v. 4.7.2019 
E. 2.2-2.4) in der Berufung auch dazu Stellung genommen werden, was die Par-
teien auch getan haben. Trotzdem liegt aber kein Sachentscheid vor, sondern 
eben eine sog. Eventualbegründung (vgl. BGer 4D_24/2019 v. 15.4.2019; BGer 
5A_592/2019 v. 30.7.2019 E. 2 bzw. KGer GR ZK1 19 23 v. 16.4.2019; in 
ZK1 19 144 v. 9.7.2021 E. 4.2 bezeichnete das Kantonsgericht eine Eventualbe-
gründung als "Obiter dictum", womit es zum Ausdruck brachte, dass diese über 
die für den Prozessausgang tragende Begründung hinausgeht). 

Eventualbegründungen sind meistens relativ knapp gehalten und sollen aufzeigen, 
dass eine Klage (oder ein Rechtsmittel) nicht bloss aus formellen Gründen "ge-
scheitert" ist, sondern dass sie auch inhaltlich nicht hätte gutgeheissen werden 
können. Wird ein Nichteintretensentscheid weitergezogen und kommt die Rechts-
mittelinstanz – so wie hier – zum Ergebnis, dass die erste Instanz auf die Klage 
hätte eintreten müssen, so kann eine Eventualbegründung dazu dienen, dass die 
Rechtsmittelinstanz keinen Rückweisungsentscheid fällen muss, sondern dass 
sich aufgrund der Eventualbegründung – wenn sie genügend detailliert und aus-
sagekräftig ist – der Fall direkt durch die Rechtsmittelinstanz erledigen lässt 
(BGE 139 II 233 E. 3.2; 136 III 534 E. 2; 134 IV 119 E. 6.4; BGer 5A_1037/2018 v. 
28.12.2018 E. 4.2, 5A_375/2018 v. 4.5.2018 E. 4.2). 

7.2. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz in ihrer Eventualbegründung nicht 
nur detailliert und sehr ausführlich argumentiert und begründet, sondern hat auch 
ein Beweisverfahren mit Augenschein (vgl. act. B.1 S. 52; RG act. VII/1) durchge-
führt. Dass im Hinblick auf Eventualbegründungen der gleiche Aufwand betrieben 
wird wie für eine Hauptbegründung, ist unüblich, ganz besonders, dass Beweis 
erhoben wird. Wird der Nichteintretensentscheid nämlich nicht angefochten oder 
angefochten und von der Rechtsmittelinstanz bestätigt, rechtfertigt sich der für die 
Eventualbegründung betriebene erhebliche Aufwand mit allenfalls zusätzlichen 
Kosten und entsprechender Verfahrensdauer im Rahmen des laufenden Verfah-
rens nicht. Im vorliegenden Fall ermöglicht es die Eventualbegründung, die die 
gleiche Dichte wie die Begründung eines Hauptpunktes hat, allerdings, dass das 
Kantonsgericht direkt einen Sachentscheid fällen kann, zumal dem Kantonsgericht 
im Berufungsverfahren volle Kognition in Tat- und Rechtsfragen zukommt 

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(Art. 310 ZPO) und eine Rückweisung nur ausnahmsweise erfolgen sollte 
(Art. 318 Abs. 1 ZPO). Zu prüfen ist im Folgenden insbesondere, ob die neuen 
Orte zur Ausübung der Dienstbarkeiten nicht weniger geeignet sind als die bishe-
rigen, was sich nach dem Inhalt des eingeräumten Nutzungsrechts beurteilt. Die 
Berufungskläger weisen auf die Kriterien hin, welche sich aus BGE 147 III 215 E. 
4.5 ergeben: Die wirtschaftliche Gleichwertigkeit und der gleiche Nutzen, verstan-
den als dieselben Vorteile und Annehmlichkeiten, unerhebliche Nachteile seien 
hinzunehmen (act. A.1 Rz. 31). 

7.3. Bei den Akten liegt das Protokoll des Augenscheins vom 26. Januar 2022 
(RG act. VII/1). Die Vorinstanz ist (im Rahmen ihrer detaillierten Eventualbegrün-
dung) zu folgendem Ergebnis gelangt: Der Augenschein vor Ort habe deutlich ge-
zeigt, dass der Waschraum/die Waschküche, durch die der Zugang zum Keller 
Nr. 1 (des Berufungsbeklagten 1) erfolgen solle, mit 5.42 m2 Grundfläche sehr eng 
sei. Da die Zulässigkeit der Verlegung bereits in E. 5 verneint wurde, ist auf die 
weiteren Erwägungen nicht einzugehen. 

7.4. Hinsichtlich des Kellers Nr. 2 (der Berufungsbeklagten 2 und 3) würden die 
Berufungskläger – so die Vorinstanz – geltend machen, dass die Zugänglichkeit 
gewahrt sei, obwohl eine kurze Wegstrecke im Aussenraum (d.h. im Freien) 
zurückgelegt werden müsse. Das Raumvolumen des Kellers Nr. 2 sei identisch, 
habe dreimal mehr Fensterfläche, die Raumhöhe sei über dem ganzen Raum 
nutzbar; der verlangte neue Eingang wäre raumhoch und schwellenfrei, während 
derzeit eine Eingangstür von nur 1.55 m und eine Schwelle von 38 cm Höhe be-
stehe (vgl. act. B.1 E. 11). Die Berufungsbeklagten 2 und 3 würden kritisieren, 
dass vermasste Pläne fehlen und die Kostenübernahme nicht im Rechtsbegehren 
enthalten sei; behauptet sei nur das, was sich aus den Rechtsschriften ergebe. 
Die Masse und Dimensionen seien erst anlässlich des Augenscheins erhoben 
worden, was die fehlenden Behauptungen nicht heilen könne. Unterschiedlich sei 
die Zugänglichkeit: Aktuell gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder über die Aus-
senrampe zur "J._____" oder innerhalb des Hauses. Zum Erreichen des neuen 
Kellers müsse stets aus dem Haus gegangen werden, sodass dem Wetter ent-
sprechende Kleider und Schuhe angezogen und gegebenenfalls Schnee geschau-
felt werden müsste. Letzteres würden die Berufungskläger allerdings unter Hin-
weis auf die Beheizung der Aussentreppe in Abrede stellen. Die Aussentreppe ist 
nach der Vorinstanz deutlich schmaler und steiler als die bisher zur Verfügung 
stehende Innentreppe. Der bisherige Kellerraum Nr. 2 sei quadratisch, der neue 
erheblich weniger breit (act. B.1 E. 11). Kopfsteinpflaster, das beim (bisherigen) 
Weg über die Aussenrampe von Schnee und Eis befreit werden müsse, gebe es – 

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so die Berufungsbeklagten 2 und 3 – auch im Bereich des neuen beheizten, aller-
dings schmalen und steilen Treppenabganges. Weil die Vermassung erst beim 
Augenschein nachgeholt worden sei, könne der Nachweis der gleichen Grösse 
gar nicht erbracht werden. Derzeit gebe es zwei Möglichkeiten, um zum Abstell-
platz (der allen Berufungsbeklagten zur Verfügung steht) zu gelangen: von ihrer 
jeweiligen Wohnung aus über die Treppe oder ohne Treppe von aussen über die 
"J._____". Es gebe (nur) ein schmales Rampenbrett am Rande der neuen schma-
len Treppe, sodass es nahezu unmöglich sei, Kinderwagen und Fahrräder rollend 
zu befördern, und diese teilweise getragen werden müssten, was selbst für einen 
Mann mühsam und umständlich sei. Unten fehle es an Ausweichraum, um 
Fahrräder und Kinderwagen wenden zu können. Insgesamt sei der neue Abstell-
platz im Vergleich von Dimension, Erreichbarkeit und Benutzbarkeit und vor allem 
wegen des Zuganges deutlich weniger geeignet als der bisherige (act. B.1 E. 12). 
Die Vor-instanz folgert abschliessend, dass es den Berufungsklägern nicht gelun-
gen sei, das Fehlen eines erheblichen Nachteils für die zu verlegenden Dienstbar-
keiten nachzuweisen, weshalb auch das Interesse der Berufungskläger an der 
alleinigen Nutzung des Kellergeschosses ("J._____") zum "Wellnessen" die Verle-
gung nicht rechtfertige (act. B.1 E. 13). 

7.5. Die Vorinstanz hält in ihrem Entscheid weiter die divergierenden Ansichten 
der Parteien fest: Die Berufungskläger hielten die Verlegung des Abstellplatzes für 
Fahrräder und Kinderwagen, der von sämtlichen Berufungsbeklagten benützt wer-
den könne, als Vorteil, sei doch der bisherige Ort nur durch diverse Türen mit zum 
Teil weniger als 1.60 m Höhe, mit verschiedenen Türschlössern und unterschied-
lich hohen Trittschwellen zu erreichen (act. B.1 E. 12). Die Berufungskläger wür-
den positiv erwähnen, dass die zu benützende Aussentreppe beheizt und deshalb 
stets schneefrei sei, anders als die derzeit benützte und häufig vereiste Rampe mit 
Kopfsteinpflaster, die zur "J._____" führe. Die Berufungsbeklagten beanstandeten 
nebst der ungünstigeren Raumaufteilung insbesondere den Zugang über die enge 
und steile Treppe, was mit Fahrrädern und Kinderwagen eine Zumutung sei, ganz 
besonders bei winterlichen Verhältnissen (act. B.1 E. 12). 

7.6.  Nach der Meinung der Berufungskläger ist der Massstab, den die Vor-
instanz an die Vergleichbarkeit des Zugangs zum Keller Nr. 1 stellt, zu streng, ja 
unrealistisch. Primär würden die engen Gegebenheiten in der Wasch-
küche/Waschraum genannt, der ungehinderte Zugang zum Keller sei äusserst 
umständlich, wenn überhaupt möglich. Erwähnt werde auch, dass die Wasch-
küchentüre immer erst geschlossen werden müsse, bevor durch die neu zu erstel-
lende Eingangstüre in den Keller gelangt werden könne. Sämtliche Gegenstände, 

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die im Keller gelagert werden wollten, müssten dannzumal zwei Treppenläufe ins 
Untergeschoss, dann ein paar Tritte hinauf zur Wohnungstüre, dann durch die 
Wohnungstüre, dann links um die Ecke und dann rechts durch die Waschküchen-
eingangstüre und in der Waschküche wiederum links durch die offene Wasch-
küchentüre, nach deren Schliessung durch die dahinterliegende neue Türe in den 
Keller getragen werden (act. A.1 Rz. 34).

7.7. Mit Blick auf die obige E. 5 brauchen die Argumente, die den Zugang via 
Durchbruch in den Keller Nr. 1 betreffen (act. A.1 Rz. 35), vom Kantonsgericht 
nicht weiter geprüft zu werden, wobei anzumerken ist, dass die Vorinstanz die 
herrschende Enge und die erheblichen Schwierigkeiten bei der späteren Benüt-
zung des neu vorgesehenen Zugangs anschaulich und gut nachvollziehbar schil-
dert. Weil der Zugang zum Keller Nr. 1 gemäss Rechtsbegehren Ziff. 1 aus 
Rechtsgründen entfällt (vgl. E. 5), könnten nur noch die Ausführungen zur Varian-
te von Bedeutung sein, bei der (über das Grundstück der Berufungskläger) durch 
einen neuen abzugrenzenden Zugang zum Keller Nr. 1 gelangt werden könnte 
(act. A.1 Rz. 36). Diesbezüglich kritisieren die Berufungskläger insb. die Protokol-
lierung und die Tatsache, dass 13 am Augenschein teilnehmende Personen, die 
"sich auf den Füssen herumgestanden" seien, kein objektives Bild zugelassen hät-
ten. Die Vorinstanz habe die Wege auf dem Plan für möglich gehalten und die völ-
lige Änderung der Beurteilung nach dem Augenschein sei unerklärlich. Es handle 
sich um ein "Benützungsrecht am Keller Nr. 1" und der Keller als solcher stehe 
dem Berufungsbeklagten 1 unverändert zur Verfügung, abgeändert würde ledig-
lich der Zugang (orange Fläche auf dem Plan RG act. II/3). Erstaunlich sei, dass 
das Protokoll keine negativen Feststellungen enthalte, wenn doch die Nachteile 
erst anlässlich des Augenscheins zu Tage getreten seien (act. A.1 Rz. 36).

7.8. Hinsichtlich Verlegung des Kellers Nr. 2, wie sie in beiden Rechtsbegehren 
Ziff. 2 und 3 verlangt wird, verweisen die Berufungskläger erneut auf die Replik 
Ziff. 12 (RG act. I/4 Rz. 12), die die Masse festhalte sowie auf das identische Vo-
lumen des ursprünglichen und des neuen Kellers (act. A.1 Rz. 39). Insbesondere 
werde kritisiert, dass der Zugang von aussen erfolge und die Aussentreppe steil 
und schmal sei. Bisher gebe es zwei Zugänge: via Aussenrampe in die "J._____" 
und via das interne Treppenhaus. Diese Zugangssituation sei nicht besser geeig-
net. Der Zugang im Hausinnern führe durch diverse Türen, z.T. mit weniger als 
1.6 m Höhe, mit diversen Trittschwellen und unterschiedlichen Türschlössern. 
Beide Zugänge seien länger als der Weg nach der Verlegung, führten über mehr 
Stufen und durch mehr Türen, teilweise mit Trittschwellen (act. A.1 Rz. 40). Die 
direkte Anbindung der oberen Wohnung, ohne durch den privaten Raum des Un-

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tergeschosses gehen zu müssen, an das Grundstück Nr. F._____ der Berufungs-
kläger, sei für die Berufungsbeklagten 2 und 3 ein wesentlicher Vorteil. Nach Wie-
derholung der Masse der beiden Türen halten die Berufungskläger fest, dass die 
Aussentreppe auch bei Regen und im Winter problemlos begehbar sei und dank 
dem Dachvorsprung und der Rinnenheizung entlang der Treppe schneefrei bleibe. 
Die längliche Form sei nach der Vorinstanz nicht geeignet, "sperrige" Gegenstän-
de zu lagern. Allerdings werde die Lagerungsmöglichkeit primär durch die Dimen-
sion der Eingangstür bedingt. Bei etwa gleicher Breite beider Eingänge sei die 
Höhe unterschiedlich (neu: 2 m, bisher: 155 m sowie Trittschwelle von 38 cm). Die 
Brauchbarkeit des Kellers lediglich für "kleinere, selten gebrauchte Gegenstände", 
wie die Vorinstanz ausführe, sei unzutreffend, der neue Keller sei gleich nützlich 
wie der alte. Beide Keller seien entgegen der Vorinstanz rechteckig. Der neue Kel-
ler sei trocken, gut belüftet und habe eine dreimal so grosse Fensterfläche und die 
Raumhöhe sei konstant, was beim bisherigen Keller nicht zutreffe (ins nutzbare 
Lichtraumprofil eingreifendes Gewölbe). Vor- und Nachteile hielten sich die Waa-
ge. Kleinere Verschlechterungen seien hinzunehmen (act. A.1 Rz. 42). 

8.1. Was die Verlegung des Kellers Nr. 2 anbelangt, beanstandet die Vor-
instanz, dass die Masse und Dimensionen erst anlässlich des Augenscheins sub-
stantiiert vorgebracht worden seien. Die Berufungskläger weisen darauf hin, dass 
die Flächenmasse sowie das Volumen in Ziff. 12 der Replik angegeben worden 
seien, was ausreiche. Der von den Berufungsklägern beantragte Augenschein 
habe die Masse bestätigt. Die seit Anbeginn bei den Akten liegenden Klagebeila-
gen 2 und 3 seien vermasste Pläne, und die Fläche sei mit je 13.5 m2 identisch. 
Es wäre zudem nicht erforderlich, dass der Grundriss bzw. die Flächen der beiden 
Keller identisch seien, solange der neue Keller Nr. 2 für den vorgesehenen Ge-
brauch nicht weniger geeignet sei (act. A.1 Rz. 39). Derzeit könne der Keller Nr. 2 
sowohl via Aussenrampe zur "J._____" als auch via das interne Treppenhaus er-
reicht werden. Auf dem letztgenannten Weg würden aber erschwerte Verhältnisse 
bestehen: diverse Türen mit z.T. weniger als 1.6 m, mit unterschiedlichen Tür-
schlössern und diversen Trittschwellen. Beide heutigen Erschliessungswege seien 
aber länger, der jetzige Aussenzugang sogar massiv länger (act. A.1 Rz. 40). Die 
direkte Anbindung der Wohnung der Berufungsbeklagten 2 und 3 sei ein nicht un-
wesentlicher Vorteil. Der Eingang zum neuen Keller sei raumhoch, schwellenfrei 
(gegenüber der nur 1.55 m hohen Eingangstüre im aktuellen Keller Nr. 2 mit einer 
rund 38 cm hohen Eingangsschwelle). Der Weg zum Keller Nr. 2 führe zwar eine 
kurze Wegstrecke draussen im Freien der Fassade entlang, die auch im Winter 
und bei Regen problemlos begangen werden könne. Auch bei den beträchtlichen 
Schneehöhen (Winter 2018/19) sei die Treppe schneefrei geblieben dank Dach-

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vorsprung, Geländer und Rinnenheizung entlang der Treppe. Die eine der beste-
henden Erschliessungsmöglichkeiten führe ja bereits heute über eine Aussenweg-
strecke, jedoch sei dieser Weg massiv länger. Wenn die Vorinstanz erwäge, dass 
die längliche Form des Kellers nicht ermögliche, "sperrige Gegenstände" zu lagen, 
sei ihr entgegenzuhalten, dass die Lagerungsmöglichkeiten primär durch die Di-
mension der Eingangstüre bedingt seien (jetzige Türhöhe rund 1.55 m mit einer 
Schwelle von 38 cm; neue Türhöhe rund 2 m). Der neue Keller sei gleich nützlich 
wie der alte (act. A.1 Rz. 41). 

8.2. Wenn die Vorinstanz festhalte, dass es ein Nachteil sei, dass die Abstell-
fläche für Fahrräder und Kinderwagen nicht mehr über zwei Wege erreichbar sei, 
von aussen her via die "J._____" und über das Hausinnere, treffe dies nicht zu. 
Die Möglichkeit, das Treppenhaus durch das Hausinnere zu benützen, sei keine 
reale Möglichkeit, weil sperrige und schwere Gegenstände dort praktisch nicht 
transportiert werden könnten. Die Vorinstanz habe ausgeführt, dass es "gerade 
bei sperrigen und schweren Gegenständen einen gewichtigen Unterschied mache, 
ob diese zu ihrem Abstellplatz geführt bzw. gerollt werden können, oder ob diese 
über eine schmale Treppe hinabgeführt und hinaufgehievt resp. getragen werden 
müssen" (act. A.1 Rz. 44). Der Berufungskläger A._____ habe demonstriert, dass 
das Hinauf- und Hinunterbringen des Fahrrades problemlos möglich sei (Protokoll 
Augenschein RG act. VII/1 S. 5). Die Treppe zur neuen Abstellfläche habe einen 
Rampenstreifen für Fahrräder und Kinderwagen (act. A.1 Rz. 44, in RG act. I/1 
Rz. 40 war er erst vorgesehen; vgl. auch RG act. I/3 Rz. 38). Fahrräder und Kin-
derwagen könnten am neuen Ort gut platziert werden. Die Grundrissfläche sei 
quasi identisch. Die neue Abstellfläche sei länglicher und von der länglichen Seite 
her zugänglich, was das Abstellen/Aufhängen mehrerer Fahrräder begünstige 
(Protokoll Augenschein RG act. VII/1 S. 6) und die Türe sei raumhoch (statt nur 
auf 1.6 m). Im Winter und bei Schnee und Eis würden Kinderwagen und Fahrräder 
in der Regel nicht benützt. Die neu geschaffene, schneefreie und rutschfeste 
Treppe sei besser und gefahrloser begehbar als der heutige 40 % steile (im Winter 
schneebedeckte) Zugang über (vereiste) Pflastersteine. Die Vorinstanz habe denn 
in E. 12 auch ausgeführt, "[…] dass der Zugang zum neuen Abstellplatz wohl aus-
geklügelt und umsichtig gebaucht worden [sei], insbesondere die […] eingebaute 
beheizte Treppe und das für die Zufahrt des Nachbarn einklappbare Geländer". 
Kellerräume würden heutzutage vermehrt über den Aussenraum erschlossen. Es 
sei nicht nachvollziehbar, warum die Vorinstanz den "neuen Abstellplatz im Ver-
gleich von Dimension, Erreichbarkeit, Benützbarkeit und vor allem Zugang mit 
dem aktuellen Abstellplatz in der 'J._____' erhebliche Nachteile […] aufweist und 
damit deutlich weniger geeignet ist" (act. A.1 Rz. 45). Der Berufungskläger 

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A._____ habe demonstriert, dass 3 Fahrräder und ein Kinderwagen Platz fänden, 
ohne den Durchgang zu beeinträchtigen. Der Rechtsvertreter der Berufungskläger 
habe verlangt, die 3 Fahrräder und den Kinderwagen auf die alte Abstellfläche zu 
verstellen, was abgelehnt worden sei und damit das rechtliche Gehör verletzt habe 
(act. A.1 Rz. 46). Kleinere Verschlechterungen, hier die Aufklappung des herun-
terklappbaren Geländers, seien hinzunehmen (act. A.1 Rz. 47). Insgesamt sei von 
den Berufungsklägern nachgewiesen worden, dass die neuen Orte für die Dienst-
barkeiten nicht weniger geeignet seien (act. A.1 Rz. 48). 

8.3. Der Berufungsbeklagte 1 beanstandet, dass sich die Berufungskläger nicht 
bzw. nicht genügend mit dem vorinstanzlichen Entscheid auseinandergesetzt hät-
ten (act. A.2 Rz. 12, 14). Der Fussweg sei nicht nur der Zugang zu den Kellern, 
sondern stelle auch den Weg zum Haus der Berufungsbeklagten sicher (act. A.2 
Rz. 7). Mit der vorgeschlagenen Lösung werde nur ein Teilgehalt der Dienstbarkeit 
berücksichtigt, nämlich der Zugang zu den Kellern Nr. 1 und 2 (act. A.2 Rz. 8 f.). 
Weil sich die Berufungskläger nicht zur Fusswegdienstbarkeit (Zugang zur Parzel-
le Nr. I._____) äussern würden, würde diese bestehen bleiben, selbst wenn die 
Klage gutgeheissen würde (act. A.2 Rz. 9). Das Ziel, den Kellerkorridor frei von 
fremden Augen zu halten, lasse sich dann nämlich gar nicht erreichen (act. A.2 
Rz. 10). Der Berufungsbeklagte 1 weist darauf hin, dass die Berufungskläger neu 
behauptet hätten, dass es keine Rolle spiele, ob die Verlegung erst durch neue 
äussere Umstände bedingt sei; das sei unzutreffend (act. A.2 Rz. 18). Ebenso neu 
sei die unsubstantiierte Behauptung gewichtiger öffentlicher Interessen (act. A.1 
Rz. 27), die gleichermassen unzulässig sei (act. A.2 Rz. 17). Die Vorinstanz habe 
überzeugend die erheblichen Nachteile der Verlegung begründet und belegt und 
sie als unzumutbar erkannt (act. A.2 Rz. 23). Die Grösse der neu geschaffenen 
Flächen sei nicht belegt. Die in der Replik genannten Masse seien reine Behaup-
tungen, die mittels Augenschein nicht verifiziert werden könnten. Ohne Massan-
gaben in den Plänen sei das lediglich eine Behauptung und kein Beweis; dafür 
wären vermasste Pläne erforderlich (act. A.2 Rz. 25). Fahrrad und Kinderwagen 
könnten derzeit ohne Mühe über die "J._____" ins Haus gerollt werden. Wenn die 
Berufungskläger ausführten (act. A.1 Rz. 44), dass Fahrräder und Kinderwagen 
problemlos hinauf- und hinuntergebracht werden könnten, stehe das in diametra-
lem Widerspruch zum vorinstanzlichen Urteil, wo u.a. ausgeführt werde, dass es 
nahezu unmöglich sei, die Fahrzeuge auf dem schmalen Rampenbrett am Rande 
der schmalen Treppe zu rollen, sodass sie teilweise getragen werden müssten 
(Mountainbike wiegen ca. 15-30 kg). Das sei auch für einen erwachsenen Mann 
mühsam und umständlich, wie die Vorführung anlässlich des Augenscheins ge-
zeigt habe (act. A.2 Rz. 27). Was an dieser vorinstanzlichen Einschätzung falsch 

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sei, würden die Berufungskläger nicht aufzeigen (act. A.2 Rz. 28). Die Demonstra-
tion des Berufungskläger A._____ habe den Anwesenden vor Augen geführt, wie 
gefährlich es sei, ein E-Bike die steile und schmale Treppe hinunterzutragen 
(act. A.2 Rz. 29). Die Treppe sei 750 mm schmal und habe keinen Handlauf. Ein 
solcher könne auch nicht montiert werden, weil sonst die Treppe noch schmaler 
würde. Mit einem Kinderwagen wäre danach die Überwindung der Treppe völlig 
illusorisch (act. A.2 Rz. 31). 

8.4. Nach den Berufungsbeklagten 2 und 3 sind die Ausführungen der Vor-
instanz zur prekären Erschliessung des Zugangs zum neuen Keller Nr. 2 korrekt 
und es werde ein neuerlicher Augenschein durch das Kantonsgericht beantragt 
(act. A.3 Rz. 27a). Mit Blick auf die Gleichwertigkeit habe das Bundesgericht die 
Verlegung eines Wegrechts verweigert, weil die mittlere Steigung der Zufahrt von 
10 % auf 11.8 % erhöht worden sei (BGer 5C.91/2004 v. 5.8.2004 E. 5.2.1; 
act. A.3 Rz. 27b). Heute könnten die Abstellfläche und der Keller Nr. 2 je stufenlos 
erreicht werden (act. A.3 Rz. 27c). Der heutige Keller Nr. 2 habe einen Grundriss 
von 2.2 x 3.4 m, der neue von 6 x 1-1.25 m, was als Form ungeeignet sei (act. A.3 
Rz. 27d). Es bestehe bei Benützung der Aussentreppe im Sommer wie im Winter 
Sturzgefahr. Dem Berufungskläger A._____ seien bei der einmaligen Demonstra-
tion die Strapazen anzusehen gewesen; die Lösung müsse ausserdem alltags-
tauglich sein (act. A.3 Rz. 28). Die Kosten der Verlegung müssten Zug um Zug 
bezahlt werden (act. A.3 Rz. 30); würde über die Kosten nicht entschieden, sei 
unklar, welche Kosten übernommen würden (act. A.3 Rz. 30b). Die Voraussetzun-
gen der Verlegung seien nicht gegeben (act A.3 Rz. 31). Der Fussweg habe 
gemäss Klagebeilage 8 (RG act. II/8) einen doppelten Inhalt und diene nicht nur 
als Zugang zum Keller Nr. 2 und der Abstellfläche, sondern auch als Zugang zu 
den Wohnungen der Berufungsbeklagten (act. A.3 Rz. 37); das Interesse, diese 
über das Untergeschoss zu erreichen, bleibe bestehen (act. A.3 Rz. 38; RG act. 
VII/5 Rz. 1 f.). Der von den Berufungsklägern erwähnte Anspruch auf Löschung 
gemäss Art. 736 Abs. 1 ZGB bestehe nicht. Die Berufungskläger hätten in den 
Rechtsbegehren denn auch die Löschung gar nicht verlangt (vgl. RG act. I/1 Rz. 
31 sowie die Entgegnung in RG act. I/2 Rz. 64). Eine Verlegung des Zugangs zum 
Hausteil der Berufungsbeklagten werde nicht aufgezeigt (act. A.3 Rz. 39). Bleibe 
der Zugang zum Haus ohnehin bestehen, so fehle es am Rechtsschutzinteresse 
für die übrigen Verlegungen (act. A.3 Rz. 41). Die Verlegung sei ausserdem we-
gen der obligatorischen Bindungswirkung des Vertrages vom 30. April 2009 aus-
geschlossen (act. A.3 Rz. 42 ff.: RG act. VII/5 Rz. 10 ff.). 

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9.1. Im vorinstanzlichen Urteil sind die Verhältnisse in der "J._____" anschaulich 
geschildert. Und die Schilderung beruht auf dem durchgeführten Augenschein, an 
dem das vollständige Kollegialgericht sowie die Aktuarin teilgenommen haben. 
Das Protokoll des Augenscheins (RG act. VII/1) wird von den Berufungsklägern 
kritisiert; im Protokoll vom 26. Januar 2022 seien kaum negative Feststellungen 
bezüglich der neuen Situation festgehalten, obschon gemäss Erwägungen der 
Vorinstanz die Nachteile erst anlässlich des Augenscheins zu Tage getreten sein 
sollen (act. A.1 Rz. 36, 45). Diese Beanstandung beruht auf der Begründung des 
vorinstanzlichen Entscheids (vgl. z.B. act. B.1 S. 52 oben), wo z.B. hinsichtlich des 
abzuschirmenden Zugangs zum Keller Nr. 1 (Variante) steht, dass sich die Pro-
blematik der verlangten Lösung erst anlässlich des Augenschein faktisch und ein-
drücklich gezeigt habe. Richtig ist, dass Folgerungen, die die Vorinstanz auf 
Grund des Augenscheins gezogen hat, sich nicht aus dem Protokoll des Augen-
scheins ergeben. Das muss aber auch so sein: Was ein Kollegialgericht aus ei-
nem Augenschein folgert, kann nicht im Protokoll stehen, weil das Kollegium zu-
erst diskutieren und einig werden muss, welche Schlüsse es als Kollegium daraus 
zieht. Und das steht anlässlich des Augenscheins noch nicht fest.

9.2.1. Für das Kantonsgericht ist das augenfällige und entscheidende Argument 
der Zugang über die Aussentreppe, welcher für den Keller Nr. 2 und die Abstell-
fläche von Bedeutung ist. Diesbezüglich ist zu rekapitulieren: Die Treppe ist 
draussen im Freien und damit der Witterung ausgesetzt, auch wenn es ein Vor-
dach gibt und sie im Winter beheizt werden kann. "Trockenen Fusses" wäre das 
Untergeschoss nicht mehr erreichbar. Während die Berufungsbeklagten derzeit 
noch situativ, je nach dem Zweck ihres Ganges, nach den mitgeführten Ge-
genständen und je nach Witterung wählen können, welchen Weg sie nehmen wol-
len (via eine interne Treppe oder von aussen her via den breiten Eingang zur 
"J._____"), wären sie nach der Verlegung ausschliesslich auf die Aussentreppe 
angewiesen. Während bei der mit der Klage verlangten neuen Lösung Fahrräder 
und Kinderwagen immer via eine Treppe transportiert werden müssten, besteht 
bisher als Alternative für sperrige Gegenstände und vor allem für Fahrräder und 
Kinderwagen ein breiter, wenn auch steiler Zugang, der problemlos Platz bietet, 
die Fahrzeuge rollend zu befördern. Die Berufungskläger erwähnen, dass die brei-
te und steile, mit Pflastersteinen belegte Zufahrt zur "J._____" im Winter schnee-
bedeckt und vereist sei, was ihre Brauchbarkeit in winterlichen Verhältnissen er-
schwere, während die Treppe dank dem Vordach und der Rinnenheizung schnee-
frei sei, was angesichts des in die Duplik der Berufungsbeklagten 2 und 3 einko-
pierten Fotos (RG act. I/6 S. 6) zumindest relativiert wird (vgl. auch die Bilder RG 
act. III/8). Die Gegenseite entgegnet, dass der Weg zur Aussentreppe auch über 

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Pflastersteine, die gleichermassen vereist sein könnten, führe. Schliesslich wird 
seitens der Berufungskläger ins Feld geführt, dass Fahrräder und Kinderwagen im 
Winter kaum gebraucht würden. Das mag ein statistisches Argument sein, trifft 
gegebenenfalls aber für alle aussenliegenden Zugänge zu.

9.2.2. Die Aussentreppe wird als schmal und steil beschrieben. Die Strapazen der 
Beförderung von Fahrrad und Kinderwagen seien dem Berufungskläger A._____ 
anlässlich der Demonstration am Augenschein anzusehen gewesen (act. A.3 
Rz. 44), sei es doch nahezu unmöglich, den Kinderwagen und die Fahrräder nur 
rollend hinab und hinauf zu befördern, und das Gewicht der Fahrzeuge müsse 
teilweise mitgetragen werden. Dass das umständlich und mühsam sei, sei am Be-
rufungskläger A._____ unschwer erkennbar gewesen (act. A.2 Rz. 27). Eine Lö-
sung müsse alltagstauglich sein, weil Kinderwagen mehrmals täglich gebraucht 
würden. Was heute bequem gehe, sei beim neuen Abstellplatz eine erhebliche 
Erschwernis (act. A.3 Rz. 28). Die Treppe sei lediglich 750 mm breit. Ein Handlauf 
fehle und könne auch nicht nachträglich angebracht werden, weil der begeh- bzw. 
befahrbare Teil der Treppe dann noch schmaler würde, ja so schmal, dass sie gar 
nicht mehr begeh- bzw. befahrbar wäre (act. A.2 Rz. 31). Es sei nahezu unmög-
lich, das schmale Rampenbrett am Rande der Treppe so zu benützen, dass das 
jeweilige Gefährt rollend transportiert werden könne. Der Berufungskläger 
A._____ habe mit enormem Kraftaufwand ein E-Bike die Treppe hinuntergetragen. 
Die Vorführung habe gezeigt, wie gefährlich ein solcher Transport sei (act. A.2 Rz. 
29).

9.3. Im vorinstanzlichen Entscheid wird ausgeführt (act. B.1 E. 12 S. 57 f.), dass 
"der Augenschein […] deutlich gezeigt habe, dass es gerade mit sperrigen und 
schweren Gegenständen, wie Fahrrädern oder Kinderwagen einen gewichtigen 
Unterschied macht, ob diese zu ihrem Abstellplatz geführt oder gerollt werden 
können wie aktuell, oder ob diese über eine schmale steile Treppe hinabgeführt 
werden können wie aktuell, oder ob diese über eine schmale steile hinabgeführt 
oder hinaufgehievt resp. getragen werden müssen. Auch wenn es, wie anlässlich 
des Augenscheins gesehen ein schmales Rampenbrett am Rande der schmalen 
Treppe gibt, ist es einer Person alleine nahezu unmöglich den Kinderwagen und 
die Fahrräder nur rollend hinab und hinauf zu befördern. Das Gewicht von Fahrrä-
dern (heutiges Mountain/e-bike wiegt ca. 15-30 kg) und Kinderwagen muss teil-
weise mitgetragen werden, was selbst für einen erwachsenen Mann mühsam und 
umständlich ist, wie anlässlich der Vorführung am Augenschein durch die klagen-
de Partei (Josef A._____) unschwer zu erkennen war […]. Isoliert betrachtet und 
angesichts der dort herrschenden Platzverhältnisse, ist der Zugang zum neuen 

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Abstellplatz wohl ausgeklügelt und umsichtig gebaut worden, insbesondere die 
von den klagenden Parteien 1 und 2 eingebaute beheizte Treppe und das für die 
Zufahrt des Nachbarn einklappbare Geländer (vgl. Erw. 11; act. III/2; 3 BB 2, 3; 
act. II/5: KB 5). Die vorgängig getätigten Ausführungen im Zusammenhang mit 
den Gegebenheiten vor Ort haben aber gezeigt, dass der neue Abstellplatz im 
Vergleich von Dimension, Erreichbarkeit, Benutzbarkeit und vor allem Zugang mit 
dem aktuellen Abstellplatz in der 'J._____' erhebliche Nachteile für die beklagte 
Partei 1, 2 und 3 aufweist und damit offensichtlich deutlich weniger geeignet ist, 
um als neuer Abstellplatz zu dienen". 

9.4. Die Berufungskläger halten dem entgegen, dass die Wahlmöglichkeit prak-
tisch schon heute ausgeschlossen sei, weil Kinderwagen und Fahrrad nicht durch 
das Hausinnere hinauf- und hinuntergetragen werden könnten. Die Vorinstanz 
erwähne, dass es "gerade bei sperrigen und schweren Gegenständen einen ge-
wichtigen Unterschied mache, ob diese über eine schmale steile Treppe hinabge-
führt und hinaufgehievt resp. getragen werden müssen. Entgegen der Auffassung 
der Vorinstanz hat der Kläger Dr. A._____ anlässlich des Augenscheins demons-
triert, dass das Hinauf- und Hinunterbringen eines Fahrrades ohne Probleme mög-
lich ist (siehe Protokoll zum Augenschein vom 26. Januar 2022, S. 5)" (act. A.1 
Rz. 44). 

9.5. Für das Kantonsgericht ist die Einschränkung des Zuganges zum Keller 
Nr. 2 und zur Abstellfläche auf eine steile Treppe von 750 mm ein offensichtlicher 
Nachteil und steht der Gleichwertigkeit des Ersatzes entgegen. Ohne dass sich 
die Vorinstanz und die Parteien dazu geäussert haben, ist daran zu erinnern, dass 
Treppen – und das ist gerichtsnotorisch und allgemein bekannt – ganz generell 
eine Gefahr und die Ursache für viele Unfälle sind. Der Berufungskläger A._____ 
hat anlässlich des Augenschein sein E-Bike auf der als neuen Zugang vorgesehe-
nen Aussentreppe in den Keller hinunter transportiert (act. A.1 Rz. 44), und nach 
den Berufungsklägern ist dies problemlos verlaufen. Zum körperlichen Zustand 
von Herr A._____ wird nichts gesagt. Aber allein schon die Tatsache, dass er ein 
Mann ist und daher statistisch kräftiger als Frauen, relativiert die Demonstration. 
Die Vorinstanz und die Berufungsbeklagten erwähnen, dass dem Berufungskläger 
anzusehen gewesen sei, dass der Transport anstrengend, ja eine Strapaze gewe-
sen sei. Auch wenn in Betracht gezogen wird, dass die Berufungsbeklagten dieje-
nigen Argumente besonders hervorheben, die ihnen nützen, hat immerhin auch 
die Vorinstanz diesen Aspekt deutlich betont, was stark gegen die Alltagstauglich-
keit der Lösung spricht. Und die Berufungskläger haben die körperliche Anstren-
gung beim Transport nicht grundsätzlich bestritten, auch nicht, dass das Rollen 

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der Gefährte nicht immer möglich sei (offenbar ist das Rampenbrett nur auf einer 
Seite angebracht, während Kinderwagen Räder auf zwei Seiten haben). Das Ar-
gument, dass der Gebrauch der jetzigen internen Treppe für grosse und sperrige 
Gegenstände nicht geeignet ist, ist durchaus nachvollziehbar; allerdings gibt es ja 
auch kleinere Gegenstände, für die die interne, der Witterung nicht ausgesetzte 
Treppe durchaus brauchbar ist. Gerade das zeigt ja den Wert, der die Existenz 
von zwei Zugängen für die Berufungsbeklagten hat, nämlich dass sie situativ 
wählen können, welcher Weg für das, was sie tun wollen, besser geeignet ist. Am 
Augenschein hat insbesondere der Berufungsbeklagte 1 das Fehlen eines Hand-
laufes an der neuen Aussentreppe bemängelt und der Berufungskläger A._____ 
hat die nachträgliche Anbringung für den Fall, dass dies gewünscht sei, anlässlich 
des Augenscheins zugesichert. Dass bei einer Breite der Treppe von 750 mm 
dafür realistischerweise kein Platz vorhanden ist, wie der Berufungsbeklagte1 gel-
tend macht, ist sehr naheliegend, verengt doch ein solcher Handlauf den Raum für 
den Transport von Fahrrädern und Kinderwagen noch zusätzlich. Die Würdigung 
der Situation, wie sie die Vorinstanz vorgenommen hat, überzeugt das Kantonsge-
richt: Die neue Lösung auf dem verlegten Zugang zu Keller Nr. 2 und zum Abstell-
platz für Fahrräder und Kinderwagen ausschliesslich via die schmale Aussentrep-
pe wurde zu Recht als nicht gleichwertig erkannt, ohne dass bei dieser Beurteilung 
das klappbare Geländer (act. A.1 Rz. 47) eine besondere Rolle spielt. Die von den 
Berufungsbeklagten namhaft gemachten Vorteile, insbesondere der direkte Zu-
gang in den Keller (act. A.1 Rz. 35, 41), der kürzere Weg mit weniger Hindernis-
sen und die höheren Eingangstüren wiegen die Nachteile nicht auf. Auch das In-
teresse der Berufungskläger an der Verlegung – insbesondere der Weg vom und 
zum durchaus möglichen Wellnessen – in leichter Bekleidung zurückzulegen, 
vermag die Ungleichwertigkeit nicht in Frage zu stellen, ebenso wenig wie die 
Schliess- und anderen Nachbarschaftsprobleme, die möglicherweise einer (hier 
nicht vorzunehmenden) Klärung bedürfen, jedoch die fehlende Gleichwertigkeit 
nicht in einem anderen Licht erscheinen lassen. 

9.6. Erweist sich damit die Situation für die Berufungsbeklagten nach der Verle-
gung als deutlich schlechter, brauchen die weiteren Argumente, die die Parteien 
vorbringen, nicht näher erörtert zu werden: Ob die Form des neuen Kellers Nr. 2 
eine Verschlechterung der Nutzungsmöglichkeiten bedeutet, ob die Fahrräder und 
der Kinderwagen unten an der neuen Treppe problemlos gewendet werden kön-
nen, ob sich die höhere und schwellenlose Eingangstür zum neuen Keller Nr. 2 für 
den Gebrauch als positiv auswirke und ob die sperrigen Gegenstände im alten 
Keller besser "eingefädelt" werden können, ob es eine Rolle spielt, dass der neue 
Zugang kürzer wäre als die bisherigen, ob auf der alte Fläche ebenfalls 3 Velos 

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und 1 Kinderwagen Platz finden (act. A.1 Rz. 46) etc. Ungeprüft kann auch die 
Frage bleiben, in welchem Zeitpunkt das Bedürfnis zur Verlegung entstanden ist 
(Zeitpunkt nach der Begründung der Dienstbarkeit durch die Vorinstanz bejaht 
[act. B.1 E. 8 S. 49 f.], bestritten durch die Berufungskläger [act. A.1 Rz. 26 f.]) und 
ob es tatsächlich die für das Kantonsgericht nicht nachvollziehbaren, von den Be-
rufungsklägern auch nicht präzisierten öffentlichen Interessen (act. A.1 Rz. 27; 
act. A.3 Rz. 21b) gibt.

10.1. Werden die Dienstbarkeiten zu Keller Nr. 2 und zum Abstellplatz nicht ver-
legt, so muss auch nicht entschieden werden, ob sich die Bedeutung des "Fuss-
weg mit besonderer Unterhaltsregelung" durch das Untergeschoss des Eigentums 
der Berufungskläger im Zugang dazu erschöpft (so die Berufungskläger, vgl. RG 
act. I/1 Rz. 31) oder ob ihm zusätzlich eine Bedeutung für den Zugang zu den Ei-
gentumswohnungen der Berufungsbeklagten zukommt (vgl. RG act. I/4 Rz. 16). 
An der Hauptverhandlung haben die Berufungskläger (RG act. VII/3 S. 19 ff. 
Ziff. 2.3) den bereits verschiedentlich zuvor erwähnten Anspruch auf Löschung 
des Fusswegrechts i.S.v. Art. 736 ZGB (Abs. 1: "Hat eine Dienstbarkeit für das 
berechtigte Grundstück alles Interesse verloren, so kann der Belastete ihre Lö-
schung verlangen"; Abs. 2 teilweise Ablösung bei herabgesetztem Interesse) neu 
mit den Rechtsbegehren Ziff. 4 formuliert (vgl. vorne Sachverhalt C).

Nach den Berufungsklägern gibt es eine selbständige Erschliessung der Parzelle 
Nr. I._____ (RG act. VII/3 S. 20: Erschliessung über ein altes Fuss- und Fahrweg-
recht aus dem Jahr 1957 über die Nordseite der Parzelle), und der Weg über den 
Keller sei damit lediglich ein zweiter Zugang. Die Beteuerungen der Berufungsbe-
klagten am verbleibenden Interesse seien nicht massgeblich, sondern es sei ein 
objektiver Massstab anzulegen: Den zweiten Zugang ab der Ostseite des Keller-
geschosses brauche es deshalb nicht. Erwähnt werden dann noch Divergenzen 
betreffend Schliessung der Verbindungstüre und die Auswirkungen der COVID-19-
Pandemie (RG act. VII/3 S. 20). Die Klageänderung sei gemäss Art. 227 Abs. 1 
lit. a ZPO ohne weiteres zulässig. Eine allfällige Feststellung der Entschädigung 
für die Teilablösung sei gleichzeitig zu beurteilen.

10.2. Was die Klageänderung anbelangt, ist gemäss Art. 230 Abs. 1 ZPO diese in 
der Hauptverhandlung nur noch zulässig, wenn die Voraussetzungen von Art. 227 
Abs. 1 ZPO gegeben sind und wenn sie auf neuen Tatsachen oder Beweismitteln 
beruhen. Und die Berufungskläger halten diese noch für möglich. Der Frage ist 
jedoch nicht weiter nachzugehen, weil die Vorinstanz dieses Begehren nicht in ihr 
Urteil aufgenommen und auch keinen Entscheid dazu gefällt hat. Das beanstan-
den die Berufungskläger soweit ersichtlich nicht, sodass sich das Kantonsgericht 

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nach den eingangs formulierten verfahrensrechtlichen Prinzipien des Berufungs-
verfahrens (E. 2) damit nicht weiter befassen muss. 

10.3. Abschliessend drängt es sich auf, noch näher auf Rechtsbegehren Ziff. 3 
bzw. die Variante bezüglich Keller Nr. 1 bzw. dessen Zugang einzugehen. Anders 
als in Rechtsbegehren Ziff. 2 haben die Berufungskläger die Verlegung des Fuss-
weges zu Keller Nr. 1 in Rechtsbegehren Ziff. 3 nicht separat verlangt, weil dieser 
Weg nur über das Grundstück der Berufungskläger führe. Mit Blick auf den Plan, 
der als Klagebeilage 3 (Kellergeschoss Variante; RG act. II/3) eingereicht wurde 
(vgl. auch den einkopierten Plan auf S. 15 dieses Entscheides), lässt sich diese 
Sachdarstellung allerdings nicht nachvollziehen. Dort hat zwar der orange gestri-
chelte Zugang seinen Ausgangspunkt erst ab dem Grundstück der Berufungsklä-
ger, jedoch gibt es aufgrund des Planes eigentlich nur eine Möglichkeit, wie der 
Berufungsbeklagte 1 an diesen Ausgangspunkt gelangen kann, nämlich wiederum 
durch eine (wohl noch zu erstellende andere) Türe aus seiner Eigentumswohnung 
heraus. Die Parteien haben sich zu diesem Punkt nicht geäussert und die Vor-
instanz hält die Verhältnisse, wie sie nach der noch vorzunehmenden Abtrennung 
des Zuganges sein werden, als zu eng und die Verlegung daher als unzulässig, 
wozu die Berufungskläger nicht näher Stellung nehmen. Sie nennen ihrerseits die 
grosse Anzahl der am Augenschein Teilnehmenden als Ursache dafür, dass die 
Verhältnisse unübersichtlich gewesen seien. Gerade im Zusammenhang mit dem 
Varianten-Zugang zum Keller Nr. 1 ist jedoch nicht ersichtlich, warum dort beson-
dere Enge geherrscht haben sollte, ist doch der abgeschlossene Zugang (Ab-
schirmung) noch gar nicht gebaut (act. A.1 Rz. 36; aus dem Protokoll des Augen-
scheins [RG act. VII/1 S. 4] ergibt sich, dass der geplante Verlauf der noch zu er-
stellenden Abschirm-Wand am Boden aufgezeichnet wurde). Schliesst sich das 
Kantonsgericht mangels zweckdienlicher Einwendungen der Berufungskläger der 
Vorinstanz an, dass der abgeschirmte Zugang zu eng ist und ist gemäss Plan in 
Klagebeilage 3 (RG act. II/3) davon auszugehen, dass die Zutritts-Variante zum 
Keller Nr. 1 via das Stockwerkeigentum des Berufungsbeklagten 1 und unter Ein-
bezug der Aussenhülle der Stockwerkeigentümerwerkeigentümergemeinschaft 
führen müsste, so ist auch diesbezüglich die Klage und die Berufung abzuweisen. 
Anzumerken ist, dass hier das gleiche gilt wie vorstehend hinsichtlich des Fuss-
wegrechts: Ist es das erklärte Ziel der Berufungskläger, dass die Berufungsbeklag-
ten die "J._____" nicht mehr betreten können, damit ihre Privatsphäre gewahrt 
wird (und dass auch weitere Reibungspunkte im Zusammenleben der Parteien 
eliminiert werden) und ergibt sich dies auch aus den Rechtsbegehren (Ziff. 2 und 
3), die "als Gesamtpaket" gestellt werden, ist die Klage ohnehin insgesamt abzu-
weisen, wenn die Berufungskläger in einem Punkt bzw. mit einem Rechtsbegeh-

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ren unterliegen und es deshalb dabei bleibt, dass die Berufungsbeklagten weiter-
hin die "J._____" betreten können. 

11. Nach dem Gesagten wird die Berufung insoweit gutgeheissen, als die Vor-
instanz auf die gestellten Begehren hätte eintreten und diese hätte materiell ent-
scheiden müssen. Die Berufungskläger unterliegen in der Berufung dann aller-
dings dennoch, weil das Kantonsgericht die Klage nach erfolgter materieller Beur-
teilung abweist.

12.1. Bleibt es dabei, dass die Berufungsbeklagten obsiegen, so ist der erstin-
stanzliche Entscheid betreffend Kosten und Entschädigungen zu bestätigen. Be-
züglich der vorinstanzlichen Entschädigung machen die Berufungskläger zwar 
geltend, dass im Schlichtungsverfahren keine Parteientschädigungen gesprochen 
werden dürften. In E. 20 halte die Vorinstanz fest, dass der Berufungsbeklagte 1 in 
der Zeit vom 4. März 2019 bis zum 9. Oktober 2020 für Rechtsanwalt Cavegn ein 
Aufwand von CHF 6'569.70 geltend mache. Das Schlichtungsbegehren sei am 
21. Februar 2019 eingereicht worden und die Klage datiere vom Oktober 2019. 
Der Aufwand vom 4. März bis im Oktober 2019 (Erhalt der Klage) dürfe daher 
nicht entschädigt werden und die Entschädigung sei zu kürzen. Entsprechend sei 
auch die Entschädigung an die Berufungsbeklagten 2 und 3 zu kürzen, weil diese 
entsprechend dem Berufungsbeklagten 1 entschädigt worden seien (act. B.1 
E. 22). Die Ansicht, dass den Berufungsbeklagten für ihre Bemühungen im Zu-
sammenhang mit dem Schlichtungsverfahren keine Parteientschädigung auszu-
richten ist (Art. 113 Abs. 1 ZPO), ist an sich richtig, in der vorliegenden Konstella-
tion hingegen nicht zutreffend. Kommt es nämlich zur Ausstellung der Klagebewil-
ligung und danach zu einem Prozess, so werden die Kosten zur Hauptsache ge-
schlagen (Art. 207 Abs. 2 ZPO) und zusammen mit den übrigen Prozesskosten 
verteilt (Botschaft zur ZPO von 2006 S. 7332). Im Rahmen seines Sachentscheids 
kann dann das erstinstanzliche Sachgericht für das Schlichtungsverfahren eine 
Parteientschädigung zusprechen (BGE 141 III 20 E. 5.3; Christine Möhler, in: Geh-
ri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], OFK Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. 
Aufl., Zürich 2015, N 4 zu Art. 207 ZPO, Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur schweizerischen ZPO, 3. Aufl., 
Basel 2016, N 2a zu Art. 113 ZPO).

12.2. Auch im Berufungsverfahren sind die Berufungskläger kostenpflichtig und 
haben sie die Berufungsbeklagten 1 sowie 2 und 3 zu entschädigen. Die Gerichts-
kosten belaufen sich angesichts des verursachten Aufwands und des Streitinter-
esses auf CHF 10'000.00 (vgl. Art. 15 Abs. 2 EGzZPO [BR 320.100] i.V.m. Art. 10 
VGZ [BR 320.210]). Da die Berufungsbeklagten keine Honorarnote eingereicht 

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haben, ist der Aufwand ihrer beiden Rechtsvertreter zu schätzen (Art. 2 Abs. 1 HV 
[BR 310.250]). Mit Blick auf die Komplexität der Sach- und Rechtsfragen sowie 
unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Prozessstoff bereits aus dem vor-
instanzlichen Verfahren bekannt war, ist der Aufwand auf je 16 Stunden pro 
Rechtsvertretung zu schätzen und für den Berufungsbeklagten 1 mit dem verein-
barten Stundenansatz von CHF 250.00 (RG act. VI/3; Art. 2 Abs. 2 Ziff. 1 i.V.m. 
Art. 3 Abs. 1 HV) und für die Berufungsbeklagten 2 und 3 mit dem maximal übli-
chen Stundenansatz von CHF 270.00 (vereinbart wurden gemäss RG act. VI/4 
CHF 280.00 pro Stunde) zu multiplizieren. Zusammen mit der Spesenpauschale 
(3 %) und der Mehrwertsteuer (7.7 %) beläuft sich die Parteientschädigung somit 
für den Berufungsbeklagten 1 auf CHF 4'260.00 und für die Berufungsbeklagten 2 
und 3 auf CHF 4'792.00. 

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird gutgeheissen, was die Form der Prozess-Erledigung 
durch das angefochtene Urteil (Dispositiv-Ziffer 1) betrifft. Im Übrigen wird 
die Berufung abgewiesen.

Die Klage wird abgewiesen.

Die Regelung der Prozesskosten im angefochtenen Urteil (Dispositiv-
Ziffern 2-4) wird bestätigt.

2. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von CHF 10'000.00 werden 
B._____ und A._____ unter solidarischer Haftung auferlegt und aus dem 
geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezogen.

3. B._____ und A._____ werden solidarisch verpflichtet, C._____ eine Partei-
entschädigung von CHF 4'260.00 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezahlen.

4. B._____ und A._____ werden solidarisch verpflichtet, D._____ eine Partei-
entschädigung von CHF 4'792.00 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezahlen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: