# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8302fb32-85ac-5588-bb9f-bfed825bb8ea
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-01-13
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung. Nichteintreten rechtens, da Glaubhaftmachung einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht gelungen.
**Docket/Reference:** IV.2024.00451
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2024.00451.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2024.00451
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichter Sonderegger
Gerichtsschreiberin Leicht
Urteil
vom
13. Januar 2025
in Sach
en
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur
Baur
Imkamp
& Partner, Rechtsanwälte
Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1977 geborene
X.___
, Mutter von zwei Kindern (Jahrgang 1996 und 2001), reiste im Februar 2000 in die Schweiz ein und war seit 2008 als
Produktionsmitarbeiterin über die Personalvermittlungsfirma
Y.___
AG im Stundenlohn tätig. Am 24. Januar 2017 wurde aufgrund der Diagnose
einer symptomatischen Instabilität des Daumensattelgelenkes rechts mit beginnender Daumensattelgelenksarthrose eine operative Behandlung (Umstellungsosteo
tomie) durchgeführt (Urk.
8
/10/6 f.). Seither bezog sie Krankentaggelder (Urk.
8
/10 und Urk.
8
/21). Am 12. Juli 2017 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hinweis auf die Operation des rechten Daumens erstmals bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk.
8
/3). Am 23. März 2018 wurde eine Osteosynthesematerialentfernung durchgeführt (Urk.
8
/17/16 f.). Der Krankentaggeldversicherer stellte die Taggeld
leistungen per 31. Januar 2019 ein (Urk.
8
/23). Am 4. Februar 2021 erfolgte eine operative Behandlung des rechten Fusses (
Peronealsehnen
-
rekonstruktion, Urk.
8
/100/4 f.). Am 1. September 2021 reichte die Versicherte einen Arztbericht betreffend eine beginnende Daumensattelgelenksarthrose links ein (Urk.
8
/101-102). Die Beschwerdegegnerin holte eine Stellungnahme ihres
r
egionalen
ä
rztli
chen Dienstes (RAD) ein (Urk.
8
/109/8 f.)
und sprach der Versicherten
n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8
/111 ff.) mit Verfügungen vom 23. Mai 2022 eine befristete ganze Rente ab 1. Januar 2018 bis 30. April 2019 sowie ab 1. Mai 2021 bis 31. August 2021 und eine befristete
Viertelsrente
ab 1. September 2021 bis 31. Oktober 2021 zu (Urk.
8
/117-120)
, was mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 21.
März 2023 bestätigt wurde (Urk.
8/
126
).
1.2
Am 22. Februar 2024 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an
und machte eine Verschlechterung ihr
es
Gesundheitszustandes geltend
(Urk. 8/128-129).
Mit Vorbescheid vom 12. März
2024 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, auf das neue Leistungsbe
gehren nicht einzutreten (Urk. 8/132). Dagegen erhob die Versicherte Einwand (Urk. 8/133) und reichte weitere Arztberichte
und
einen psycho
-
therapeutischen Verlaufsbericht
ein
(Urk. 8/134-137 und Urk. 8/140). Nach Einholung einer RAD-Stellungnahme (Urk. 8/142/2 f.) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. Juli 2024 auf das Leistungsbegehren der Versicherten nicht ein
, da sie keine Verän
derung der Verhältnisse glaubhaft gemacht habe
(Urk. 8/143 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
6. September 2024
Beschwerde und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, auf das Leistungs
begehren sei einzutreten und es sei ihr eine ganze IV-Rente zuzusprechen (Urk.1
S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 15. November 2024 beantragte die Beschwer
degegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 18. November 2024 mitgeteilt wurde (Urk. 9). Mit Eingabe vom 21. November 2024 reichte die Beschwerdeführerin einen Arzt
-
bericht ein (Urk. 10-11), welcher der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 25. November 2024 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 12).
3.
Auf die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art.
87 Abs.
3
der Verordnung über die In
v
alidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraussetzungen gemäss Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der
Invalidität
der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl.
auch BGE
133 V 108 E. 5.2).
1.
2
Gemäss Art. 87 Abs. 2 IVV muss mit einem Revisionsgesuch und gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt
ausnahmsweise eine
Beweisführungslast z
u (vgl. BGE
130 V 64 E. 5.2.5). Die
Eintretensvoraussetzung
des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Re
ntengesuchen befassen muss (BGE
133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber b
efristeten
Rentenzusprache
(BGE
133
V
263 E. 6.1
).
Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft
zu machende Änderung
gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs
abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu
treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hi
nsicht allseitig zu prüfen (BGE
117 V 198
E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE
130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2).
Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht einge
treten (BGE 133 V 64 E.
5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn d
ie Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs.
3 IVV
Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung einget
reten ist (BGE
109 V 108 E.
2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE
130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.
3
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwi
egenden Wahr
scheinlichkeit (BGE
138 V 218 E. 6) erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_735/2019 vom 25. Februar 2020 E. 4.2). Für das Beweismass des Glaubhaft
machens genügt es, dass für das Vorhandensein des behaupteten rechtserhebli
chen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung
werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsun
fähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt per se, um auf einen veränderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage. Je länger die letzte materielle Prüfung zurückliegt, umso weniger strenge Anforderungen sind an die Glaubhaftmachung zu stellen (
vgl. BGE 109 V 108 E. 2b;
Urteile des Bundesgerichts 8C_97/2024 vom 29. August 2024 E. 2.3.2 und 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2, je mit Hinweisen
).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle,
die Prüfung der Aktenlage zeige keine Veränderung der Verhältnisse. Der RAD sei zum Schluss gekommen, dass eine systemisch-entzündliche Aktivität laborchemisch nicht habe nachgewiesen werden können. Auch die leichte psychische Störung begründe keine andauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber im Wesentlichen geltend,
der Gesundheitszustand habe sich in der Zwischenzeit weiter verschlechtert. Die Beschwerden der linken Hand liessen sich nun objektivieren. Weiter hätten sich die Füsse ebenfalls weiter verschlechtert. Neu sei die rheumatische entzündliche Erkrankung
.
Psychisch bestehe sodann eine rezidivierende depressive Störung.
Sie sei auch in angepasster Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig
(Urk. 1 S. 4 ff.).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. November 2024 führte die Beschwerdegeg
nerin ergänzend aus,
der RAD habe festgestellt, dass aus somatische
r
Sicht
keine neuen medizinischen Tatsachen vorlägen, welche nicht schon bei der Verfügung vom 23. Mai
2022
berücksichtigt worden wären
.
In psychiatrischer Hinsicht
würden im Bericht vom 9. Februar 2024 keine Einschränkungen der Arbeitsfä
higkeit benannt
(Urk. 7).
3.
3.1
Richtet sich die Beschwerde gegen einen
Nichteintretensentscheid
, hat das Gericht,
ungeachtet der Vorbringen
der
beschwerdeführenden
Partei, zu prüfen und darüber zu entscheiden, ob die Verwaltung zu Recht nicht auf das Begehren eingetreten ist. Der richterliche Entscheid in der Sache (Sachentscheid) hat in dieser besonderen verfahrensmässigen Situation den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegenstand. Dagegen hat sich das
Gericht mit den materiellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 132 V 74 E. 1.1, 125 V 503 E. 1).
3.2
Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei ihr eine ganze IV-Rente zuzu
sprechen, handelt es sich um einen materiellen Antrag, mit welchen sich das Gericht nicht zu befassen hat. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
4.
4
.1
Die mit der Neuanmeldung eingereichte
n
ärztliche
n
Beurteilung
en
sind
mit den gesundheitlichen Verhältnissen zu vergleichen, wie sie bei der letzten materiellen Prüfung (Verfügung vom
23. Mai 2022
) festgestellt worden sind.
4
.
2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom
23. Mai 2022
(Urk. 8/
117-120
) im Wesentlichen auf die RAD-Stellungnahme
n
vom
22. November 2021 und vom 3. Februar 2022
(Urk.
8/
109/8 f. und Urk. 8/115/3 f.
).
4
.2.1
RAD-Arzt
Dr.
med.
Z.___
,
Facharzt für Chirurgie sowie orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nannte in seiner Stellung
nahme
vom 22. November 2021 die
folgenden Diagnosen mit dauernder Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Chronisches Schmerzsyndrom und Belastungsminderung CMC-Gelenk I rechts
-
Rhizarthrose
-
St. n. Umstellungsosteotomie Metakarpale I 01/2017
-
St. n. OSME, Arthroskopie CMC-Gelenk I und
Denervation
03/2018
-
chronische
Tendinopathie
Peroneus
brevis
rechts
-
Debridement und
Tubularisierung
Peroneus
brevis
, Trimmung Tuber
culum
peroneale
04.02.2021
-
Splitverletzung
Peroneus
brevis
Sehne und abgeflachtes Gleitlager
Als Diagnosen ohne dauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er die folgenden:
-
Flexible Knick-Senkfuss-Deformität
-
Rhizarthrose links
Er führte aus, in Bezug auf die bisherige Tätigkeit bestünde
als
funktionelle Einschränkung eine reduzierte Belastbarkeit des rechten Fusses und der Hände.
Als Belastungsprofil hielt er fest, Tätigkeiten, die repetitive oder grobmotorische
Belastungen, Anforderungen an die Greifkraft oder Vibrationsbelastungen der Hände erforderten, seien nicht geeignet. Heben, Tragen und Manipulieren von Lasten über 5 kg, repetitiv über 2 kg seien zu vermeiden. Tätigkeiten mit
Geh-
und
Stehbelastung, Gehen in unebenem Gelände mit Ersteigen von Leitern und Gerüsten oder häufigem Treppensteigen seien ungeeignet. Zwangshaltungen des
rechten Fusses, z.B. in gebückter oder kauernder Stellung, und motorisch-koordinative Anforderungen, z.B. das Bedienen von Pedalen, seien nicht zumutbar. Leichte überwiegend sitzende Tätigkeiten ohne repetitive manuelle Belastung mit der Möglichkeit zur Schonung des rechten Fusses seien zumutbar. Nach der Fussoperation sei ein weitgehender Endzustand mit Arbeitsfähigkeit in
angepasster Tätigkeit erreicht. Der Zustand der rechten Hand sei
unver
-
ändert.
Links bestehe eine beginnende Arthrose des Daumensattelgelenks mit Belastungsbeschwerden. Invasive Behandlungen seien derzeit nicht geplant. Die Beschwerden hätten eine zusätzliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Tätig
keiten mit manueller Belastung seien nicht mehr in vollem Pensum möglich. Für manuell unbelastete, sitzende Tätigkeiten lasse sich eine wesentliche Arbeitsun
fähigkeit medizinisch nicht begründen
(Urk. 8/109/8 f.).
4
.2.2
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
führte
RAD-Arzt Dr.
Z.___
in seiner Stel
lungnahme vom
3. Februar 2022 aus
, es würden keine neuen oder unberücksich
tigten medizinischen Fakten präsentiert. Im Einwand werde auf den fusschirurgi
schen Bericht von Dr.
A.___
vom 27. Mai 2021 und die Feststellung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit verwiesen
. Am 7. Juli 2021 habe
Dr.
A.___
festge
stellt, dass für angepasste Tätigkeiten keine weitere Arbeitsunfähigkeit
bestehe
. Die Behauptung, im handchirurgischen
Bericht vom 27. August 2021 werde ausgesagt, es sei schmerzbedingt von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszuge
hen, treffe nicht zu. Im besagten Bericht werde festgestellt, die Arbeitsunfähigkeit könne schmerzbedingt bis zu 100 % betragen. Diese Aussage werde ausdrücklich in Unkenntnis der beruflichen Tätigkeit abgegeben. Mit der Angabe «bis zu» werde die
Abhängigkeit der Arbeitsfähigkeit vom Grad der manuellen Belastung
gewürdigt.
Die Leistungseinschränkungen durch Rhizarthrose beidseits seien ent
gegen der Behauptung der Rechtsvertreterin in der Stellungnahme vom 22. November 2021 berücksichtigt worden. Arthrosen im Daumensattelgelenk führten zu Beschwerden bei Bewegung und Belastung
des Daumens. Die Kraft des Daumens beim Greifen sei vermindert. Das wirke sich auf das Belastungsprofil aus. Die Einschränkungen seien bei der beginnenden Arthrose links weniger ausgeprägt als rechts
. Das Belastungsprofil müsse korrekterweise auf die linke Hand ausgedehnt werden. In Tätigkeiten ohne repetitive manuelle Belastungen, präziser ohne Greifbelastung oder repetitive Bewegungen des Daumens
,
sei eine Arbeits
unfähigkeit medizinisch nicht begründbar.
Sofern diese Adaptionskriterien in einer konkreten beruflichen Tätigkeit nicht in allen erforderlichen
Aufgaben erfüllt würden, könne eine
Leistungsminderung durch erhöhten Pausenbedarf berücksichtigt werden. Diese richte sich nach Art und Umfang der manuellen Belastung (Urk. 8/115/3 f.)
.
4
.
3
Mit ihrer Neuanmeldung vom
22. Februar 2024
reichte die Beschwerdeführerin
die folgenden
Bericht
e ein:
4
.
3.1
Dr.
med.
B.___
, Fach
ärztin für Handchirurgie
, nannte in
ihrem
Bericht vom 17.
Januar 2023 die folgende Diagnose:
-
Rhizarthrose beidseits, aktuell links führend
-
Zustand nach Umstellungsosteotomie Metacarpale I rechts nach Wilson am 24.01.2017
-
Zustand nach Osteosynthesematerialentfernung Metacarpale I, Arthro
skopie CMC I,
Denervation
CMC I rechts am 23.08.2018
-
Zustand nach 2-maliger Gelenksinfiltration rechts, zuletzt Oktober
2018
Dr.
B.___
hielt fest
,
die Beschwerdeführerin leide seit Jahren unter Schmerzen in beiden Daumen. Es bestehe eine reizlose Narbe dorsal über dem M
etacarpale I mit Druc
k
schmerz des CMC I Gelenkes und positivem
Grindtest
. Das erste Streck
sehnenfach sei indolent. Die Beweglichkeit zeige sich gut und die Sensibilität sei intakt. Links bestehe ein Druckschmerz über dem CMC I Gelenk mit ebenso unauffälligem ersten Strecksehnenfach und positivem
Grindtest
. Im Röntgen beider Daumen in zwei Ebenen zeige sich eine linksbetonte Rhizarthrose mit
Gelenkspaltdezentrierung
und Gelenkspaltverschmälerung sowie geringe
r
oste
phytären
Ausziehung am
Trapezium
. Das STT Gelenk rechts zeige sich ebenfalls etwas irregulär beziehungsweise mit vermindertem Gelenkspalt (Urk. 8/127/1 f.).
4
.3.2
Dr.
med.
A.___
, Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates
,
nannte in seinem Bericht vom 4.
Oktober 2023 die folgende Diagnose:
-
Erneut progrediente Beschwerden lateraler
Rückfuss
rechts bei
-
St. n.
Débridement
und
Tubularisierungsnaht
Peroneus
brevis
rechts mit
Trimming
Tuberculum
peroneale
am 4.2.21
-
chronischer
Peroneus
brevis
Sehnenläsion rechts
-
flexible Knick-
Senkfussderformität
Dr.
A.___
führte aus, auch heute bestehe nur eine leichte Schwellung am lateralen
Fussrand
ohne klar
eindrückbares
Ödem. Es bestehe eine starke
Druck
dolenz
entlang dem
Peroneus
brevis
Sehnenverlauf inklusive schmerzhafter (aber intakter)
Eversion
gegen Widerstand und schmerzhaft passiver Dehnung in Supi
nation. Eine Bandinstabilität bestehe nicht und die
Beweglichkeit
en
des Rück
fusses in Pro/Supination und Flexion/Extension seien bland. Es bestünden keine Hinweise für eine Neuropathie. Was die formale Arbeitsfähigkeit betreffe, wäre
aus fusschirurgischer Sicht eine primär sitzende Tätigkeit möglich -
stehende/gehende Tätigkeiten würden aber wohl an einer
Schmerzexacerbation
scheitern
(Urk. 8/127/3 f.).
4
.3.3
Dr.
phil.
C.___
,
Psychologin und Psychotherapeutin,
hielt in ihrem Bericht vom 9.
Februar 2024 fest,
das
Erstgespräch habe
am
18.
Juli 2022 stattgefunden. Depressive und Angstsymptome hätten sich nach dem Einsetzen der somatischen Schmerzen an den Händen, verstärkt nach der OP-Zeit, entwi
ckelt. Aus der Analyse der Anamnese, dem psychopathologischen Befund sowie der psychometrischen Erfassung könne als klinisch relevant die Diagnose einer Anpassungsstörung mit depressiver und Angstsymptomatik abgeleitet werden. Verlaufsdiagnostisch ergebe sich die Diagnose einer re
z
idivierenden depressiven Störung, nicht näher bezeichnet,
ggw
. leichte Episo
d
e (ICD-10 F 32.9).
Die Beschwerdeführe
rin
habe im therapeutischen Verlauf gelernt mit den Symptomen sowie
(richtig
wohl: sowohl)
psychischer wie
somatischer Natur gut umzugehen. Trotzdem komme es wiederholt zu einer verstärkten Symptomatik und entspre
chend höherem Leidensdruck und stärkeren Einschränkungen in allen Lebensbe
reichen
(Urk.
8/137)
.
4
.3.
4
RAD-Arzt
Dr.
Z.___
hielt in seiner Stellungnahme vom 11. März 2024 fest, in den neu vorgelegten Berichten würden die
bekannten Rückfussbeschwerden rechts und Rhizarthrosen beidseits
beschrieben. Eine vermutete entzündlich-rheumatologische Erkrankung habe nicht abschliessend objektiviert werden können. Die Behandlung dauere an. In den RAD-Stellungnahmen vom 22. November 2021 und vom 3. Februar 2022 seien die
angegebenen Beschwerden anerkannt und im Belastungsprofil berücksichtigt worden.
Eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes sei nicht belegt (Urk. 8/131/2 f.).
4
.3.
5
Dr.
med.
D.___
, Facharzt
für Rheumatologie,
nannte in seinem Bericht
vom 29. April 2024 die folgenden Diagnosen:
-
Peronealsehnen
-Insuffizienz Grad I-II rechts
-
persistierende Schmerzen direkt
inframalleolar
mit Besserung nach
Débridement
und
Tubularisiserungsnaht
Peroneus
brevis
rechts mit Trimmung Tuberculum
peroneale
04.02.2021 bei chronischer
Peronaeus
brevis
-Sehnenläsion rechts
-
Flexible Knick-Senkfussdeformität
-
systemische autoimmune entzündlich-rheumatologische Erkrankung
-
DD:
Psoriasisarthritis
sine
Psoriase
-
Rheumafaktoren, Anti-CCP, ANA, ENA-Screening und HLA-B27 negativ
-
anamnestisch Status nach Daktylitis
-
sonografisch
Synovitis
Grad II OSG
bds
. 12/2023
-
Immunmodulation:
-
Sal
a
z
o
pyrin
ab 11.01.2024
-26.01.2024
-
Methotrexat geplant
-
Vitamin D Mangel
-
Adipositas Grad I, BMI 34.3 kg/m
2
-
Behandlung Endokrinologie Spital
E.___
geplant
Dr.
D.___
führte aus
, immer noch persistierten die Schmerzen im Bereich des oberen Sprunggelenkes rechts, wo auch die heutige Ultraschall-Untersuchung eine
Synovitis
Grad II ohne Doppelanreicherung und ohne Ergussbildung zeige. Auch um die
Peronealsehnen
finde sich auf
Malleolarh
ö
he
eine geringe Flüssig
keitsansammlung (Urk. 8/140).
4
.3.
6
I
n seiner Stellungnahme vom 1. Juli 2024
führte RAD-Arzt
Dr.
Z.___
aus, in
seiner
Stellungnahme vom 3. Februar 2022 sei ausdrücklich anerkannt worden, dass sich die beidseitigen Handbeschwerden relevant auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten.
Die Beeinträchtigungen seien im Belastungsprofil berücksichtigt worden. Die beklagten Fussbeschwerden seien ebenfalls anerkannt und berück
sichtigt worden. Bisher
sei davon ausgegangen worden, dass degenerativ-mecha
nische Hintergründe wie Rhizarthrosen und
Peroneus-Tendinopathie
für das Leiden verantwortlich seien.
Aktuell werde geprüft,
ob die Beschwerden durch eine mögliche entzündlich-rheumatische Erkrankung
verursacht werden könnten. Sollte sich die Annahme bestätigen, müssten sich die Symptome durch die anti
rheumatische Behandlung verbessern, andernfalls bleibe der Zustand unverän
dert. Eine systemisch-entzündliche Aktivität habe laborchemisch nicht nachge
wiesen werden können (Urk
. 8/142/2).
4
.
4
Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdefüh
rerin
einen
weiteren
Bericht
von
Dr.
D.___
vom 20. September 2024 ein (Urk. 11).
Da das Gericht seiner Überprüfung der Rechtmässigkeit des hier zu beurteilenden
Nichteintretensentscheid
s
den Sachverhalt zu Grunde zu legen hat, wie er sich der Verwaltung bot (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5), sind mit der Beschwerde aufgelegte neue medizinische Unterlagen unbeachtlich. Vorliegend wird jedoch (mit Blick auf die RAD-Stellungnahme vom
1.
Juli 2024, E. 4.3.6) kurz darauf eingegangen. Im Bericht vom 2
0.
September 2024 hielt
Dr.
D.___
fest, die Beschwerdeführerin habe am 21. Mai 2024 mit der Methotrexat-Behand
lung gestartet, welche sie bis zum 15. August 2024 durchgeführt und wegen Schwellungsgefühl des ganzen Körpers selbständig abgesetzt habe. Bezüglich der Wirkung zeige sich ein Rückgang der Beschwerden unter der Methotrexat-Behandlung auf 70
% Restschmerzen. Die
Salazopyrin
-Behandlung sei nach
wenigen Tagen wegen Kopfscherzen abgebrochen worden. Während der heutigen Konsultation habe er eine Ultraschalluntersuchung der oberen Sprunggelenke beidseits durchgeführt, wo er eine
Synovitis
Grad I beidseits dokumentieren könne (ohne Doppelanreicherung). Er empfehle den Star
t
mit
Leflunomid
20 mg eine Tablette täglich während drei Monaten. Es bestünden keine Kontraindikati
onen für eine Steroidinfiltration
(Urk. 11).
5
.
5
.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mangels glaubhaft gemachter Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu Recht nicht auf das erneute Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin eingetreten ist.
5
.2
Wie eingangs dargelegt, kommt der Untersuchungsgrundsatz im Rahmen von Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV nicht zum Tragen. Die versicherte Person ist somit beweisführungsbelastet, was den
Eintretenstatbestand
angeht
(vgl. vorne E. 1.
2
)
.
5
.3
Bei
der letzten materiellen Prüfung (Verfügung vom 23. Mai 2022) wurde
von einer reduzierte
n
Belastbarkeit des rechten Fusses und der Hände
ausgegangen und es wurde ein entsprechendes Belastungsprofil erstellt.
D
ie beginnende Arth
rose des Daumensattelgelenks links mit Belastungsbeschwerden
wurde berück
sichtigt und
eine
zusätzliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
anerkannt
.
Dementsprechend
ging der RAD
von
Leistungseinschränkungen durch Rhizarth
rose beidseits
aus
und
dehnte
das Belastungsprofil auf die linke Hand
aus
.
Er wies darauf hin, dass
Arthrosen im Daumensattelgelenk zu Beschwerden bei Bewegung und Belastung
des Daumens
führten und
d
ie Kraft des Daumens beim Greifen vermindert
sei
.
Er erachtete
leichte
,
überwiegend sitzende Tätigkeiten ohne repe
titive manuelle Belastung
(
ohne Greifbelastung oder repetitive Bewegungen des Daumens
)
mit der Möglichkeit zur Schonung des rechten Fusses als zumutbar
(vgl. vorne E.
4
.2).
Im Rahmen der Neuanmeldung vom
22. Februar 2024
nannte
Dr.
B.___
in ihrem Bericht vom 17. Januar 2023
die Diagnose Rhizarthrose beidseits, aktuell links führend
,
und hielt fest, die Beschwerdeführerin leide seit Jahren unter Schmerzen in beiden Daumen (vgl. vorne. E.
4
.3.1).
In Bezug auf die Fussbe
schwerden führte
Dr.
A.___
aus, eine Bandinstabilität bestehe nicht und die
Beweglichkeiten
des Rückfusses in Pro/Supination und Flexion/Extension seien bland. Es bestünden keine Hinweise für eine Neuropathie. Was die formale Arbeitsfähigkeit betreffe, sei aus fusschirurgischer Sicht eine primär sitzende Tätigkeit möglich (vgl. vorne E.
4
.3.
2
).
Dementsprechend hielt RAD-Arzt
Dr.
Z.___
in seiner Stellungnahme vom 11. März 2024
nachvollziehbar
fest, in den neu vorgelegten Berichten
würden die
bekannten Rückfussbeschwerden rechts und Rhizarthrosen beidseits beschrieben
.
Diese seien im Belastungsprofil berücksichtigt worden. Eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes sei nicht belegt (vgl. vorne E.
4
.
3.
4).
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, sie sei mit zwei gebrauchsunfähigen Händen nicht mehr arbeitsfähig (Urk.
1 S.
6)
,
ist darauf hinzuweisen, dass die Rhizarthrose an beiden Händen lediglich
die
Bewe
gung und Belastung
de
s
Daumen
s
einschränkt.
Eine Gebrauchsunfähigkeit der Hände geht aus den medizinischen Akten hingegen nicht hervor.
In seiner Stellungnahme vom 1. Juli 2024 führte RAD-Arzt
Dr.
Z.___
unter Berücksichtigung des Berichts des Rheumatologen
Dr.
D.___
(vgl. vorne E.
4
.3.5) ergänzend aus,
a
ktuell werde geprüft, ob die Beschwerden durch eine mögliche entzündlich-rheumatische Erkrankung verursacht
würden
. Sollte sich die
se
Annahme bestätigen, müssten sich die Symptome durch die antirheumati
sche Behandlung verbessern, andernfalls bl
ie
be der Zustand unverändert
(vgl.
vorne E.
4
.3.6)
.
Die Klärung der Ursache ist demnach in erster Linie von thera
peutischer Relevanz.
Sofern sich eine entzündliche Erkrankung bestätigen würde, was im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung weiterhin unklar war, könnte daraus - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - jedenfalls nicht
auf
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und insbesondere nicht der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
geschlossen
werden.
5
.4
Soweit die Beschwerdeführerin eine Verschlechterung ihres psychischen Gesund
heitszustandes geltend mach
en will
,
ist
vorab
darauf hinzuweisen, dass keine
fachärztlich gestellte psychiatrische Diagnose vorliegt.
Psychotherapeutin
C.___
, bei welcher die Beschwerdeführerin seit dem 18. Juli 2022 in Behandlung ist, geht von
einer
Anpassungsstörung mit depressiver und Angst
symptomatik
aus und hält fest, dass sich
depressive und Angstsymptome nach dem Einsetzen der somatischen Schmerzen an den Händen, verstärkt nach der OP-Zeit, entwickelt hätten
(vgl. vorne E. 4.3.3)
.
Diese
bestanden also bereits im Zeitpunkt der Verfügung vom 23. Mai 202
2.
Psychotherapeutin
C.___
nennt
die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, nicht näher bezeichnet,
ggw
. leichte Episode (ICD-10 F
32.9,
E.
4
.3.3)
.
Sie
geht von einer lediglich leichten Störung aus, welche als reaktiv zu erachten ist.
Eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit kann daraus nicht abgeleitet werden
und wird auch von der Psychotherapeutin nicht
erwähnt
.
Es li
e
gen
keine
rlei
Hinw
ei
se
auf
eine schwere psychische Störung und damit
einhergehende
invalidenversicherungs
rechtlich
relevante funktionelle Leistungsein
schränkungen
vor
.
5
.
5
Auch wenn mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden sind,
sind aufgrund der eingereichten Berichte keine genügenden Anhaltspunkte für eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähig
keit im Vergleich zu 2022 ersichtlich, die eine Pflicht zur umfassenden Abklärung begründen würden.
Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangt ist, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, in rechts
genügender Weise eine anspruchserhebliche Verschlechterung ihres Gesundheits
zustandes glaubhaft zu machen. Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht nicht auf die Neuanmeldung eingetreten.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird
.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
6
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Stéphanie Baur
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46
BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstLeicht