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**Case Identifier:** bd60b667-26c6-5f8a-bc29-5b40fc22c5a3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.05.2018 200 2017 603
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-603_2018-05-31.pdf

## Full Text

200 17 603 UV
GRD/FRN/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Mai 2018

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SWICA Versicherungen AG 
Rechtsdienst UVG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. Mai 2017 (9940/0019.90404.16.6)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, UV/17/603, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin, die C.________ AG, bei der SWICA Versiche-
rungen AG (SWICA bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Be-
rufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 
gemäss Schadenmeldung am 22. Juli 2016 bei der Montage von Gastro 
Küchengeräten das Knie verdrehte (Akten der SWICA 1-27 [AB] 2). Am 28. 
Juli 2016 wurde eine Magnetresonanztomographie (MRI) des rechten 
Knies angefertigt, welche einen ausgedehnten horizontalen Riss im media-
len Meniskushinterhorn zeigte (AB 1). Mit Schreiben vom 11. Oktober 2016 
teilte die SWICA dem Versicherten mit, dass eine Leistungspflicht vollum-
fänglich abgelehnt werde (AB 10). Die zuständige obligatorische Kranken-
versicherung des Versicherten informierte am 18. Oktober 2016 darüber, 
dass sie die gesetzlichen Leistungen aus der obligatorischen Grundversi-
cherung ausrichten werde und auf eine einsprachefähige Verfügung ver-
zichte (AB 12). Mit Verfügung vom 19. Januar 2017 lehnte die SWICA ihre 
Leistungspflicht vollumfänglich ab (AB 22). Zur Begründung führte sie aus, 
dass weder ein Unfallereignis noch eine unfallähnliche Körperschädigung 
vorliege. Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________ (AB 24), wies die SWICA mit Entscheid 
vom 31. Mai 2017 (AB 27) ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsan-
walt B.________ mit Eingabe vom 26. Juni 2017 Beschwerde und stellte 
die folgenden Anträge:

1. Der Einspracheentscheid vom 31. Mai 2017 der Beschwerdegegnerin 
sei aufzuheben. 

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 
die ihm nach Unfallversicherungsgesetz zustehenden Leistungen zu 

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gewähren und insbesondere die aus dem Schadenereignis vom 
22. Juli 2016 resultierenden Heilbehandlungen des Beschwerdefüh-
rers zu übernehmen.

3. Eventualiter zu 2.: Die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vor-
instanz zurückzuweisen. 

-unter Kosten- und Entschädigungsfolge - 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. August 2017 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 28. August 2017 reichte der Beschwerdeführer Schluss-
bemerkungen ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) 
eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 31. Mai 
2017 (AB 27). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 
Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 22. Juli 2016 unter 
dem Rechtstitel einer unfallähnlichen Körperschädigung zu Recht verneint 
hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs geltend, indem die Beschwerdegegnerin der in der 
Einsprache vom 15. Februar 2017 (AB 24) beantragten Abklärung zum 
Gewicht des fraglichen Lüftungselements nicht nachgekommen sei und 
hierzu auch in keiner Form Stellung genommen habe (Beschwerde S. 7). 
Weiter habe die Beschwerdegegnerin keine zusätzlichen Sachverhaltsab-
klärungen hinsichtlich der genauen Umstände (Einfluss der beteiligten Ar-
beitskollegen, Ruckartigkeit bzw. Intensität der Drehbewegung, Stressfak-
tor und Zeitdruck) vorgenommen, obschon diesbezüglich Beweisanträge 
gestellt worden seien (Schlussbemerkungen S. 2, in den Gerichtsakten).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Ent-
scheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht 
in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden 
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, 

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den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2014 
UV Nr. 32 S. 108 E. 5.1).

2.3 Das Versicherungsgericht stellt unter Mitwirkung der Parteien die für 
den Entscheid erheblichen Tatsachen fest; es erhebt die notwendigen Be-
weise und ist in der Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Der Unter-
suchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsätzen des Sozial-
versicherungsprozesses. Danach hat das Gericht von Amtes wegen, aus 
eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge 
der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung und Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt in-
dessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungs-
pflichten der Parteien (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221, 122 V 157 E. 1a S. 
158). 

Die Untersuchungsmaxime bedeutet nicht, dass das kantonale Gericht un-
besehen alles, was behauptet wird, von Amtes wegen prüfen müsste. Es 
hat nur dort den Sachverhalt abzuklären, wo noch Unsicherheiten und Un-
klarheiten bestehen, sei es, dass von einer Partei auf – wirkliche oder ver-
meintliche – Fehler hingewiesen wird, sei es, dass es sie selbst feststellt. 
Insbesondere genügt es nicht, dass die beschwerdeführende Partei einen 
aktenmässig erstellten Sachverhalt durch blosse Behauptungen bestreitet 
und dafür Beweisanträge stellt, damit das Sozialversicherungsgericht den 
Sachverhalt von Amtes wegen abkläre (BGE 100 V 61 E. 4 S. 62). 

2.4 Festzuhalten ist, dass keine Gehörsverletzung (vgl. E. 2.2 hiervor) 
vorliegt. Zur Diskussion steht vielmehr die Einhaltung des Untersuchungs-
grundsatzes (vgl. E. 2.3 hiervor) durch die Beschwerdegegnerin. Dass die-
se der beantragten Abklärung zum Gewicht des fraglichen Lüftungsele-
ments nicht nachkam, stellt keine Verletzung des Untersuchungsgrundsat-
zes dar. Sie gelangte gestützt auf die vorgenommenen telefonischen Kon-
taktaufnahmen mit dem Beschwerdeführer und dessen unterschriftlich 
bestätigten Beschreibung des Vorfalles vom 22. Juli 2016 zur Überzeu-
gung, sie habe damit ihre Plicht zur richtigen und vollständigen Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts erfüllt (Beschwerdeantwort S. 6). Der 
in der Unfallmeldung dargelegte Sachverhalt unter Berücksichtigung der 
Präzisierung in den Telefongesprächen sei massgebend. Die später erfolg-

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te und unbewiesen gebliebene Behauptung eines um ein Vielfaches höhe-
ren Gewichtes des involvierten Lüftungsbestandteils sei nicht zu berück-
sichtigen (AB 1). Die Beschwerdegegnerin durfte im Rahmen der Beweis-
maxime der unverfälschten „Aussagen der ersten Stunde“ den Sachverhalt 
gemäss Unfallmeldung und unterschriftlich bestätigtem Telefongespräch 
als überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen als nicht 
nötig erachten. In einem solchen Vorgehen liegt keine Verletzung des Un-
tersuchungsgrundsatzes vor. Die entsprechende Rüge erweist sich somit 
als unbegründet. 

Gleich verhält es sich mit den Beweisanträgen zu den genauen Umständen 
wie Einfluss der beteiligten Arbeitskollegen, Ruckartigkeit bzw. Intensität 
der Drehbewegung, Stressfaktor und Zeitdruck. Auch diesbezüglich be-
trachtet die Beschwerdegegnerin den von ihr festgestellten Sachverhalt als 
erstellt und weitere Beweismassnahmen als nicht nötig. In diesem Vorge-
hen liegt keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor. 

 

3.

3.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

Es wird ein Ereignis vom 22. Juli 2016 geltend gemacht (AB 2), womit auf 
den vorliegenden Fall das bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Recht 
zur Anwendung gelangt. 

3.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 

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Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

3.3 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (aArt. 6 Abs. 2 UVG in der bis 31. De-
zember 2016 gültig gewesenen Fassung; aArt. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV, gültig 
gewesen bis 31. Dezember 2016). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerk-
male eines Unfalles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Be-
sondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Er-
eignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv fest-
stellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 
2.2 S. 467). Für die Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper 
schädigend einwirkenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem 
ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu 
bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im 
Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, 
wie dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere 
Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, 
wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiolo-
gisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Kör-
pers, insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 
4.2.2 S. 470; SVR 2014 UV Nr. 29 S. 98 E. 2.2.3, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 
5.2). 

Einschiessende Schmerzen fallen als Symptome einer Schädigung nach 
aArt. 9 Abs. 2 UVV (gültig gewesen bis 31. Dezember 2016) ausser Be-
tracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrich-
tung auftreten, ohne dass hiezu ein davon unterscheidbares äusseres Mo-
ment hineinspielt. Wer also lediglich beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, 
der Bewegung im Raum, Handreichungen usw. einen einschiessenden 
Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer Schädigung nach aArt. 9 
Abs. 2 UVV (gültig gewesen bis 31. Dezember 2016) herausstellt, kann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, UV/17/603, Seite 8

sich nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung beru-
fen. Die physiologische Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Mus-
keln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar 
nicht ungewöhnliches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der 
Körperteile gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnen muss. Erfüllt ist 
demgegenüber das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei 
Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig 
zu körpereigenen Traumen führen können, also im Sinne der bisherigen 
Rechtsprechung das plötzliche Aufstehen aus der Hocke, die heftige 
und/oder belastende Bewegung und die durch äussere Einflüsse unkontrol-
lierbare Änderung der Körperlage (BGE 139 V 327 E 3.3.2 S. 330, 129 V 
466 E. 4.2.2 und 4.2.3 S. 470; SVR 2014 UV Nr. 29 S. 98 E. 2.2.3, 2011 
UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2). 

3.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99). 

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

4.1.1 Im Operationsbericht vom 7. September 2016 (AB 6) diagnostizierte 
Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, einen horizontalen Innenmeniskushinter-
hornriss bei einem Status nach Verhebetrauma mit Rotation am 22. Juli 
2016. Es sei eine Kniearthroskopie rechts mit Telmeniskektomie medial 
(40%) sowie die Resektion einer Plica mediopatellaris vorgenommen wor-
den. 

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4.1.2 Im Bericht vom 9. November 2016 (AB 18) führte Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, aus, ein Meniskusriss 
sei medizinisch definitionsgemäss ein Unfall. Es liege hiermit eine nicht 
beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper vor, die eine Beeinträchtigung der 
körperlichen Gesundheit des Patienten zur Folge habe. In diesem Fall sei 
ein schweres Gewicht gehoben worden bei der Arbeit (äusserer Faktor) 
und hierbei habe eine massive Überlastung des rechten Knies stattgefun-
den bei zudem erfolgter Rotationsbewegung, was zu einem horizontalen 
Innenmeniskushinterhornriss geführt habe. 

4.1.3 Erstellt ist, dass sich der Beschwerdeführer am 22. Juli 2016 einen 
Meniskusriss des rechten Knies zugezogen hat.

4.2 Der Ereignishergang vom 22. Juli 2016 ergibt sich aus der vom Be-
schwerdeführer unterzeichneten Telefonnotiz vom 2. September 2016 
(AB 7; vgl. auch AB 9) wie folgt: Der Beschwerdeführer war auf dem … auf 
Demontage. Als er zusammen mit einem Kollegen ein Lüftungselement von 
ca. 40-50 kg aufgehoben hat, hat er sich mit dem Oberkörper gedreht, „der 
Fuss ist allerdings am Boden hängen geblieben. Es entstand eine Rotati-
onsbewegung im Knie.“ Der Beschwerdeführer ist nicht ausgerutscht. Aus 
dem Telefongespräch vom 5. Oktober 2016 (AB 9) ergibt sich sodann, dass 
mit „hängen geblieben“ gemeint ist, dass als sich der Beschwerdeführer mit 
dem Oberkörper gedreht hat, „er mit dem Fuss am Boden stehen geblieben 
ist“. Am Boden hat sich nichts Spezielles befunden, wo der Beschwerde-
führer eingehängt wäre. 

Bezüglich des Bewegungsablaufes hat sich beim Aufheben des Elements 
nichts Ungewöhnliches, wie zum Beispiel ein Ausgleiten oder ein Sturz 
zugetragen. Die Füsse blieben während der Hochhebe- und Abdrehbewe-
gung an Ort und Stelle. Damit fehlt es am Merkmal des ungewöhnlichen 
äusseren Faktors als Teilgehalt des gesetzlichen Unfallbegriffs (vgl. E. 3.2 
hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu Recht einen Unfall im 
Rechtssinn nach Art. 4 ATSG verneint (AB 27), was vom Beschwerdeführer 
grundsätzlich auch nicht bestritten wird (Beschwerde S. 14). 

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Fraglich und zu prüfen ist, ob sich am 22. Juli 2016 eine unfallähnliche 
Körperschädigung im Sinne von aArt. 6 Abs. 2 UVG in der hier anwendba-
ren (vgl. E. 3.1 hiervor) bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung 
und aArt. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV, gültig gewesen bis 31. Dezember 2016, 
verwirklicht hatte. Eine solche unfallähnliche Körperschädigung setzt pra-
xisgemäss ein sinnfälliges Ereignis voraus (dazu E. 3.3 hiervor). Mit ande-
ren Worten stellt sich die Frage, ob die Bewegungsabfolge während der 
Demontage durch das Einwirken eines äusseren Faktors auf den Körper 
des Beschwerdeführers gestört wurde und der entstandene Meniskusriss 
deshalb als unfallähnliche Körperschädigung zu qualifizieren ist. 

4.3

4.3.1 Praxisgemäss (vgl. E. 3.3 hiervor) ist das Erfordernis eines äusse-
ren schädigenden Faktors, d.h. des sinnfälligen Ereignisses, nicht erfüllt, 
wenn das Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten 
Person beschriebenen gewöhnlichen Bewegungsablauf einhergeht. Ver-
langt wird ein Geschehen, welchem ein gesteigertes Gefährdungspotenzial 
innewohnt. Dies trifft zu, wenn die als Schmerzauslöser angegebene 
Betätigung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorge-
nommen wird. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Da der Beschwerdeführer 
nicht ausgerutscht ist und der Fuss am Boden blieb, erfolgte weder ein un-
koordinierte Bewegung in einer gesteigerten Gefahrenlage, noch kam ein in 
der Aussenwelt begründeter Umstand hinzu, der den vom Beschwerdefüh-
rer erwähnten Ereignisablauf „programmwidrig“ beeinfluss hätte. 

4.3.2 Die Beschwerdegegnerin führt zutreffend aus, dass allein das An-
heben einer Masse von rund 20–30 kg für einen erwachsenen Mann wie 
den Beschwerdeführer nicht generell mit einer erhöhten Verletzungsgefahr 
verbunden ist (AB 1). Bei der vorliegend zu prüfenden Tätigkeit des kontrol-
lierten Aufhebens des Lüftungselementes mit gleichzeitiger Abdrehbewe-
gung fehlt es an einem Element der Ruckartigkeit und Unkontrollierbarkeit. 
Die blosse Abdrehbewegung des Oberkörpers macht den Bewegungsab-
lauf noch nicht zu einem besonders diffizilen. Auch wenn der Beschwerde-
führer vorbringt, sein Fuss sei während der Oberkörperrotation am Boden 
stehen geblieben, lässt sich daraus kein gesteigertes Gefährdungspotential 
ableiten. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Hochheb- und Abdreh-

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bewegung sei nicht gleichmässig und kontrolliert, sondern ruckartig erfolgt 
(Beschwerde S. 12), lässt sich nicht durch die mittels Befragung des Be-
schwerdeführers durchgeführten Sachverhaltsabklärungen stützten, worauf 
die Beschwerdegegnerin zu Recht verweist (Beschwerdeantwort S. 7). 

4.3.3 In der Einsprache vom 15. Februar 2017 (AB 24) wurde erstmals 
geltend gemacht, dass das Lüftungselement gar 100-200 kg gewogen ha-
ben könnte. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass das Er-
eignis deshalb entsprechend BGE 129 V 466 E. 4.1 mit Verweis auf die 
nicht publizierte E. 3b von BGE 123 V 43, zu beurteilen sei, in dem das 
Anheben bzw. Umlagern eines 100 kg schweren Heizkörpers als unfallähn-
liches Ereignis qualifiziert wurde (vgl. Beschwerde S. 10). Daraus kann er 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Beschwerdegegnerin durfte zu 
Recht davon ausgehen, dass das von zwei Männern angehobene Lüf-
tungselement rund 40-50 kg bzw. 20-25 kg pro Person betragen hat. Sie 
hat die Voraussetzungen für das Abstellen auf die bundesgerichtliche Be-
weismaxime der unverfälschten „Aussagen der ersten Stunde“ korrekt wie-
dergegeben (AB 1; Beschwerdeantwort S. 6). 

4.3.4 Bei Verhebetraumatas bejaht die Rechtsprechung das Vorliegen 
eines ungewöhnlichen Faktors dann, wenn beim Heben oder Verschieben 
der Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer 
Schädigung führt. Dabei muss jedoch die Anstrengung im Hinblick auf 
Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betref-
fenden Person ausserordentlich sein (vgl. BGE 116 V 136 E. 3b S. 139 mit 
Hinweisen). Ein ausserordentlicher Kraftaufwand bzw. eine sinnfällige Übe-
ranstrengung beim Anheben des Lüftungselements von 20-25 kg war für 
den Beschwerdeführer, zu dessen Arbeitstätigkeit es offensichtlich gehört, 
solche Elemente (oder Ähnliches) zu transportieren – sein üblicher Arbeits-
platz ist gemäss Unfallmeldung der Event-Ort und das Lager (AB 2) – nicht 
erforderlich. Da es sich um einen für den Beschwerdeführer üblichen Be-
wegungsablauf handelt, mangelt es vorliegend überdies an der gesteiger-
ten Gefahrenlage.

4.4 Aufgrund des Gesagten ist das Ereignis vom 22. Juli 2016 weder 
als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG noch als unfallähnlich im Sinne von 
aArt. 9 Abs. 2 UVV zu qualifizieren, weshalb die Beschwerdegegnerin für 

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die Kostenfolgen des Meniskusrisses des Beschwerdeführers nicht leis-
tungspflichtig ist. 

5. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 31. Mai 2017 ist nicht 
zu beanstanden, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen 
ist. 

 

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrensosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben weder der Beschwerde-
führer noch die Beschwerdegegnerin Anspruch auf Entschädigung ihrer 
Parteikosten (Art. 104 Abs. 4 und Art. 108 Abs. 3 VRPG [Umkehrschluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SWICA Versicherungen AG (samt Eingabe des Beschwerdeführers 

vom 28. August 2017) 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2018, UV/17/603, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.