# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4287085d-e181-5f74-9f20-c9e2ab32de2d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.03.2014 UV 2013/74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-74_2014-03-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/74

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.03.2014

Entscheiddatum: 11.03.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 11.03.2014
Art. 6 UVG: Verneinung eines überwiegend wahrscheinlich natürlich und 
adäquat kausalen Zusammenhangs zwischen einem Zahnschaden und 
einem Rollerblade-Unfall; insbesondere infolge mehrmonatigerLatenzzeit bis 
zur Dokumentation des Schadens in den Akten sowie eines Vorzustands am 
geschädigten Zahn (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 11. März 2014, UV 2013/74).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter

Joachim Huber und Ralph Jöhl; Gerichtsschreiber Peter Wohnlich

Entscheid vom 11. März 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

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A.      

A.a  Die 19__ geborene A.___ (nachfolgend: Versicherte) war durch ihre Tätigkeit als 

Kursleiterin bei B.___ (Arbeitsort: C.___ bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: 

AXA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 13. Juli 2012 meldete die 

Arbeitgeberin der AXA einen Unfall. Die Versicherte sei an selbigem Tag beim 

Rollerbladen gestürzt. Als Verletzung wurde ein Bruch unbestimmter Zähne angegeben 

(act. A1). Laut Fragebogen betreffend Zahnschäden, ausgefüllt am 25. September 2012 

durch Dr. med. dent. D.___ war nach dem Sturz beim Rollerbladen am 18. Juli 2012 

eine 1. Befundaufnahme erfolgt. Als unfallbedingter Befund war eine Kronenfraktur 

ohne Pulpabeteiligung am Zahn 37 eingetragen (act. M1). Die Kosten für die 

entsprechende zahnärztliche Behandlung mit Kompositfüllung von Fr. 271.25 gemäss 

Kostenvoranschlag wurden von der AXA übernommen (act. M1, A9).

A.b  Am 5. Februar 2013 liess Dr. D.___ der AXA einen weiteren Fragebogen betreffend 

Zahnschäden zukommen, worin er eine unfallbedingte Kronenfraktur ohne 

Pulpabeteiligung am parodontal geschädigten Zahn 46 angab. Als Datum der 1. 

Befundaufnahme vermerkte er - wie bereits im Fragebogen vom 25. September 2012 - 

den 18. Juli 2012 und den Unfallhergang beschrieb er mit "beim Rollerbladen Sturz; 

Mund an Stock angeschlagen". Der Kostenvoranschlag für die Sofortmassnahmen 

(antiseptische Wurzelkanaleinlage, Verschluss mit Zement) und die definitive 

Versorgung (Wurzelfüllung, Stiftaufbau mit Komposit und Krone aus Verbundkeramik) 

belief sich auf insgesamt Fr. 1'894.10 (act. M2). Mit Schreiben vom 12. März 2013 

nahm Dr. D.___ gegenüber der AXA zur Frage Stellung, ob durch das Unfallereignis 

vom 13. Juli 2012 sowohl der Zahn 37 als auch der Zahn 46 in Mitleidenschaft gezogen 

worden sei und inwieweit der Zahn 46 vor dem Unfallereignis parodontal beschädigt 

gewesen sei (act. M03, M3).

A.c  Gestützt auf eine Stellungnahme ihres beratenden Zahnarztes, Dr. med. und med. 

dent. E.___, vom 14. Mai 2013 (act. M9) teilte die AXA der Versicherten mit Schreiben 

vom 27. Mai 2013 mit, dass die Behandlung des Zahns 46 nicht mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

13. Juli 2012 stehe. Aufgrund dieser Beurteilung bestehe ab 18. Juli 2012 kein 

Anspruch mehr auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (act. A9). Am 

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28. Mai 2013 liess sich die Versicherte zur Leistungsablehnung vernehmen (act. A11.1), 

worauf die AXA Dr. D.___ anlässlich eines Telefongesprächs vom 4. Juni 2013 um eine 

genaue Dokumentation der Befunde, Daten, Behandlungen und Rechnungen bezüglich 

des Zahns 46 ersuchte (M10). Mit Schreiben vom 4. Juli 2013 erfolgten die 

entsprechenden Angaben von Dr. D.___ (act. M12).

A.d  Am 16. Juli 2013 nahm Dr. E.___ zur ergänzten Aktenlage Stellung (act. M13), 

worauf die AXA mit Verfügung vom 2. August 2013 an ihrer Leistungsablehnung 

bezüglich der Behandlung des Zahns 46 mangels Vorliegens eines überwiegend 

wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zum Rollerblade-Unfall vom 13. 

Juli 2012 festhielt (act. A16).

B.      

B.a  Gegen die Verfügung vom 2. August 2013 erhob die Versicherte am 22. August 

2013 Einsprache (act. A17).

B.b  Nach einem Schreiben mit weiteren Überlegungen zum Schadenfall von Dr. D.___ 

vom 26. August 2013 (act. M14) wies die AXA die Einsprache mit Einspracheentscheid 

vom 15. Oktober 2013 ab (act. A19).

C.      

C.a  Gegen diesen Entscheid richtet sich die von der Versicherten am 18. Oktober 2013 

erhobene Beschwerde. Die Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss, der 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, 

die Kosten der aufgrund des Unfalls vom 13. Juli 2013 notwendig gewordenen 

zahnärztlichen Behandlung des Zahns 46 zu übernehmen (act. G1).

C.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2014 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G7).

C.c  Mit Schreiben vom 12. Februar 2014 verzichtet die Beschwerdeführerin auf eine 

Replik (act. G9).

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C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den Korrespondenz- und medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Es ist unbestritten, dass das Ereignis vom 13. Juli 2012 als Unfall im Sinn von Art. 

4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) zu qualifizieren ist und sich die Beschwerdeführerin dabei am Zahn 

37 eine Kronenfraktur ohne Pulpabeteiligung zugezogen hat. Die Beschwerdegegnerin 

hat ihre Leistungspflicht hinsichtlich der Kosten der nachfolgenden zahnärztlichen 

Behandlung des Zahns 37 bei Dr. D.___ vom 18. Juli 2012 anerkannt und die 

entsprechenden Leistungen erbracht (act. M1, A9). Streitig ist hingegen, ob auch die 

von Dr. D.___ am 29. Januar 2013 behandelte Kronenfraktur ohne Pulpabeteiligung am 

Zahn 46 (vgl. act. A4, M12) eine natürlich kausale Folge des Unfalls vom 13. Juli 2012 

darstellt. Die Beschwerdegegnerin legt im angefochtenen Einspracheentscheid (act. 

A19; Erwägung 2.3) die gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) geltende rechtliche Voraussetzung des für eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer in dessen Folge eingetretenen 

Gesundheitsschädigung (BGE 129 V 181 E. 3.1) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. 

Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der 

Feststellungen bei den medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder 

der Ärztin. Demgegenüber obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und BGE 112 V 30; PVG 1984 

Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a).

1.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

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abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b).

1.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Die Konsequenzen 

bei Beweislosigkeit der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist, trägt damit die versicherte Person (RKUV 1994 Nr. 

U 206 S. 328 E. 3b; A. Rumo-Jungo/A. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 

Zürich/Basel/Genf 2012, S. 4, 79). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 

wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 

eines bestimmten Sachverhalts genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 

nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).

2.       

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2.1   Dr. E.___ hält in seiner ärztlichen Stellungnahme vom 14. Mai 2013 fest, der Zahn 

46 zeige in der OPT (Orthopantomographie [Standardverfahren dentaler Radiographie]) 

-Aufnahme vom Juli 2012 (act. M8) eine periapikale Osteolyse und eine insuffiziente 

Versorgung mit einer Kunststofffüllung. Ausserdem sei der Zustand der erwähnten 

Füllung schlecht (sichtbare Absetzung des zentralen Füllungsanteils mit schlechtem 

Verbund zur restlichen Füllung, was zu einer falschen Kraftverteilung und 

Destabilisierung der gesamten Füllung führe). Aus diesen Gründen hätte die Füllung 

auch bei einem normalen, physiologischen Kauakt frakturieren können. Des Weiteren 

sei der zeitliche Ablauf (Unfallereignis am 13. Juli 2012, Meldung/Feststellung des 

Befundes 7 Monate später am 5. Februar 2013) höchst fraglich. Aus den oben 

erwähnten Gründen sehe er die Kausalität zum Unfallereignis als überwiegend 

unwahrscheinlich (act. M9). Auch in seiner Stellungnahme vom 16. Juli 2013, gestützt 

auf die erweiterte Aktenlage, wies Dr. E.___ nochmals auf die lange Latenzzeit von 7 

Monaten bis zur Deklarierung des Zahns 46 als Unfallzahn sowie auf dessen 

Vorzustand hin, der eine Kronenfraktur, wie sie im konkreten Fall vorliege, auch bei 

einem physiologischen Kauakt ohne vorgängiges Trauma möglich mache (act. M13).

2.2   Der Umstand, dass Dr. E.___ seine Stellungnahmen ausschliesslich aufgrund der 

Akten abgegeben und die Beschwerdeführerin nicht selbst untersucht hat, steht ihrem 

Beweiswert nicht entgegen (vgl. dazu PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 1988 Nr. U 56

S. 371). Deren Inhalt lässt darauf schliessen, dass er seine Einschätzung in Kenntnis 

der vorliegenden Vorakten abgegeben, insbesondere die von ihm als überwiegend 

wahrscheinlich erschlossene Anamnese bezüglich des Zahns 46 berücksichtigt hat. Die 

anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin stimmen zwar mit der von Dr. E.___ 

berücksichtigten Anamnese nicht gänzlich überein. Wie die nachfolgenden 

Erwägungen zeigen, ist jedoch mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit auf den von Dr. E.___ berücksichtigten Sachverhalt abzustellen 

bzw. hat die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit gegenteiliger 

Sachverhaltsangaben zu tragen (vgl. Erwägung 2.3.3). Ausserdem beziehen sich die 

Ausführungen des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin auf die im Rahmen der 

Beurteilung einer Unfallkausalität massgebenden Beurteilungskriterien - den zeitlichen 

Ablauf sowie das Ergebnis der radiologischen Untersuchungen betreffend Bestehen 

von Vorzuständen.

2.3    

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2.3.1         Wie von Dr. E.___ festgestellt, spricht der zeitliche Ablauf nicht für das 

Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs. Im ersten, der 

Beschwerdegegnerin eingereichten Fragebogen vom 25. September 2012 betreffend 

Zahnschäden meldete Dr. D.___ eine durch den Sturz beim Rollerbladen vom 13. Juli 

2012 erlittene und damit unfallbedingte Kronenfraktur am Zahn 37, welche 

unbestrittenermassen am 18. Juli 2012 behandelt worden ist (act. M1). Erstmals in dem 

von Dr. D.___ am 5. Februar 2013 und damit 7 Monate nach dem fraglichen Unfall 

ausgefüllten Fragebogen betreffend Zahnschäden meldete dieser - ebenfalls unter 

Angabe des Rollerblade-Sturzes vom 13. Juli 2012 - eine unfallbedingte Kronenfraktur 

am Zahn 46. In Anbetracht dieser langen Latenzzeit bis zum ersten Hinweis in den 

Akten erscheint die natürliche Kausalität zwischen dem fraglichen Unfall und der 

Kronenfraktur am Zahn 46 grundsätzlich unwahrscheinlich. Je grösser der zeitliche 

Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 

1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Angesichts des zeitlichen Ablaufs im vorliegenden Fall 

kann jedoch höchstens die Möglichkeit eines Zusammenhangs angenommen werden 

(vgl. dazu insbesondere auch Erwägung 2.3.3).

2.3.2         Die Beschwerdeführerin hält dagegen, sie habe sich den Schaden am Zahn 

46 beim Sturz vom 13. Juli 2012 zugezogen und diesen nicht erst 7 Monate nach dem 

Unfall bei Dr. D.___ gemeldet. Dessen Praxis habe sie bereits 5 Tage danach, nämlich 

am 18. Juli 2012, aufgesucht, wobei der Zahn 46 abgeschliffen und provisorisch 

versiegelt worden sei, weil sie die scharfen Kanten das ganze Wochenende über 

geschmerzt hätten. Es sei vereinbart worden, bis zum Vorliegen einer 

Kostengutsprache der Beschwerdegegnerin mit der definitiven Versorgung des Zahns 

zuzuwarten. Dr. D.___ habe offensichtlich vergessen, die Konsultation vom 18. Juli 

2012 in ihrem Dossier einzutragen (act. A17, act. G1).

2.3.3         Tatsächlich wurde auch im Fragebogen betreffend Zahnschäden vom

5. Februar 2013 als Datum der 1. Befundaufnahme der 18. Juli 2012 vermerkt (act. M2). 

Anlässlich des Telefongesprächs vom 4. Juni 2013 mit der Beschwerdegegnerin 

erklärte dies Dr. D.___ jedoch damit, dass ihm die Beschwerdeführerin erst im Januar 

2013 gesagt habe, dass der Zahn 46 beim Ereignis vom 13. Juli 2012 beschädigt 

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worden sei. Aufgrund dieser Angabe sei sodann im Fragebogen der 18. Juli 2012 als 

Datum der Befundaufnahme betreffend den Zahn 46 angeführt worden (act. M10). Dr. 

D.___ legt somit dar, dass er durch Angaben des Datums vom 18. Juli 2012 im 

Fragebogen nicht die tatsächlich an diesem Tag erfolgte 1. Befundaufnahme einer 

Kronenfraktur am Zahn 46 bestätigt, sondern einen subjektiven Hinweis der 

Beschwerdeführerin betreffend Unfallursächlichkeit aufgenommen hat. Entsprechend 

müssen auch die Formulierungen von Dr. D.___ im früheren Schreiben vom 12. März 

2013 - Am 5. Februar 2013 wurde ein Unfall mit Zahn 46 der Versicherung "Axa" 

gemeldet. Dieser Unfall mit Zahn 46 soll zusammen mit Zahn 37 am 13. Juli 2012 

passiert sein. (act. M3) - als Wiederholung einer subjektiven Darstellung der 

Beschwerdeführerin bzw. nicht als ärztliche Stellungnahme gestützt auf eine 

dokumentierte Krankengeschichte verstanden werden. Dr. D.___ hielt denn auch in 

demselben Schreiben fest, er könne nicht sagen, ob die Fraktur Folge des Unfalls sei. 

Eine unfallkausale Kronenfraktur am Zahn 46 ist sodann auch angesichts der von Dr. 

D.___ in seinem Schreiben vom 4. Juli 2013 dokumentierten chronologischen 

Reihenfolge des Behandlungsablaufs (act. M12) nicht überwiegend wahrscheinlich 

nachgewiesen. Dieser erklärt, dass er am 23. Mai 2012, und somit vor dem Unfall vom 

13. Juli 2012, aufgrund des Befundes auf dem OPT von Dr. F.___ vom 14. Mai 2012 

(act. M5) mit einer Wurzelbehandlung begonnen habe. Am 18. August 2012 sei die 

Krone des sehr stark geschwächten Zahns 46 frakturiert. Am 8. Januar 2013 sei wegen 

der starken periapikalen Beherdung ein Kontroll-Röntgenbild angefertigt und am 16. 

Januar 2013 die definitive Wurzelfüllung gemacht worden. Am 29. Januar 2013 sei der 

Zahn 46 mit einem endodontischen Metallstift verstärkt und eine Füllung aus 2 

Komponenten Komposit-Kunststoff angefertigt worden. Dr. D.___ führt also zum einen 

keine provisorische Kronenfrakturversorgung des Zahns 46 am 18. Juli 2012 an - wie 

sie die Beschwerdeführerin geltend macht (vgl. Erwägung 2.3.2) -, zum andern fällt eine 

Unfallkausalität mit der von ihm am Zahn 46 erst am 18. August 2012 festgestellten 

Kronenfraktur bereits ausser Betracht. Dass Dr. D.___ gerade zwei Eintragungsfehler 

unterlaufen sein sollen, erscheint doch unwahrscheinlicher als die - auch von der 

Beschwerdegegnerin gegenüber gestellte - Variante, dass die Beschwerdeführerin im 

Juli 2012 eben keine Unfallmeldung betreffend den Zahn 46 gemacht und die 

anschliessende provisorische Kronenfrakturbehandlung nicht stattgefunden hat. An 

dieser Beurteilung vermag auch die, eine gewisse Überzeugungskraft aufweisende 

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Aussage der Beschwerdeführerin - das Abschleifen des Zahns sei erfolgt, weil sie die 

scharfen Kanten das ganze Wochenende über geschmerzt hätten - nichts zu ändern. 

Die Beurteilung harmoniert im Übrigen auch mit der oben dargelegten Auslegung des 

im Fragebogen vom 5. Februar 2013 für die 1. Befunderhebung angeführten Datums. 

Dr. D.___ räumt zwar in seinem Schreiben vom 26. August 2013 (act. M14) ein, es 

könne sein, dass er die Unfallmeldung betreffend den Zahn 46 im Juli 2012 nicht zur 

Kenntnis genommen habe und deswegen ein entsprechender Eintrag in der 

Krankengeschichte fehle. Die Erfahrungstatsache, dass die Befundaufnahme eines 

Zahnarztes im Regelfall das gesamte Gebiss und nicht nur den vom Patienten oder der 

Patientin als geschädigt oder schmerzhaft angegebenen Zahn umfasst, lässt jedoch 

einen solchen Sachverhalt eher unwahrscheinlich erscheinen. Mit seiner Formulierung 

"es kann auch sein" zieht Dr. D.___ überhaupt nur die Möglichkeit eines solchen 

Sachverhalts in Betracht. Der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ist 

damit nicht erfüllt. Im besten Fall ist von verschiedenen, gleichgestellten Varianten 

auszugehen, wobei die den Aussagen der Beschwerdeführerin widersprechende 

Beurteilung wahrscheinlicher erscheint. Dies insbesondere auch deshalb, weil 

grundsätzlich von der Richtigkeit des von Ärztinnen und Ärzten in der 

Krankengeschichte eines Patienten oder einer Patientin Notierten auszugehen ist. Die 

Beschwerdegegnerin hat die Konsequenzen der Beweislosigkeit ihrer Variante zu 

tragen (vgl. Erwägung 1.3). Dies auch in Bezug auf das von Dr. D.___ festgehaltene 

Frakturierungsdatum des 18. August 2012. In Übereinstimmung mit der 

Beschwerdegegnerin vermag die Beschwerdeführerin nicht überzeugend darzulegen, 

weshalb das fragliche Datum nicht den Fakten entsprechen sollte. Im besten Fall 

könnte das Datum als möglicherweise falsch betrachtet werden, beispielsweise wegen 

eines irrtümlich vermerkten (18.) August anstatt (18.) Juli - dem Monat der 1. 

Konsultation nach dem Unfall. Wie bereits erwähnt, ist jedoch angesichts der 

vorliegenden Aktenlage eine am 18. Juli 2012 erhobene Frakturierung am Zahn 46 nicht 

überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen. Dass Dr. D.___ eine entsprechende 

Meldung nicht zur Kenntnis nimmt, dann aber am 18. August 2012 eine solche 

vermerkt, überzeugt als Sachverhalt ebenfalls nicht. Laut Angaben in der Einsprache 

vom 22. August 2013 (vgl. act. A17) hat die Beschwerdeführerin nach dem Unfall stark 

geblutet und war die rechte Gesichtshälfte angeschwollen. Angesichts der gegebenen 

Aktenlage und dieses erst im Rahmen der Einsprache dargelegten Sachverhalts ist 

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nicht zuletzt auszuschliessen, dass der tatsächlich anlässlich des Unfalls vom 13. Juli 

2012 geschädigte Zahn 37, unten links, ein Bluten und eine Schwellung zur Folge hatte 

und diese augenscheinlichen Unfallfolgen nun in der Erinnerung der 

Beschwerdeführerin irrtümlicherweise dem Zahn 46, unten rechts, zugeordnet wurden.

2.3.4         Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einwände der 

Beschwerdeführerin die Tatsache einer 7-monatigen Latenzzeit bis zur erstmaligen 

Dokumentation einer unfallbedingten Kronenfraktur am Zahn 46 (vgl. Erwägung 2.3.1) 

nicht zu widerlegen vermögen.

2.4   Schliesslich ist eine natürliche Kausalität auch durch das von Dr. E.___ in seine 

Beurteilung einbezogene Bestehen eines bereits im Mai 2012 behandelten Vorzustands 

am Zahn 46 (periapikale Osteolyse und insuffiziente Versorgung mit einer 

Kunststofffüllung; schlechter Zustand der erwähnten Füllung) in Frage gestellt. Anders 

gesagt, liegt damit ein massgebender Umstand vor, infolgedessen innerhalb der langen 

Latenzzeit von rund 7 Monaten ohne weiteres unfallunabhängig eine Kronenfraktur 

stattfinden konnte. Laut Schreiben vom 12. März 2013 (act. M3) kann Dr. D.___ nicht 

sagen, ob die Fraktur am Zahn 46 Folge des Unfalls oder des schlechten Zahns 

gewesen sei. Vermutlich wäre auch ohne Unfall irgendwann eine Spontanfraktur erfolgt. 

Diesen Aussagen zufolge, geht offensichtlich auch er im besten Fall von 

verschiedenen, gleichgestellten Kausalitäts-Varianten aus, womit eine überwiegend 

wahrscheinliche Kausalität nicht nachgewiesen gelten kann.

2.5   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass - wie von Dr. E.___ angenommen und 

schlüssig begründet - nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, es habe am 13. Juli 2012 ein 

Unfallereignis mit einer natürlich und adäquat kausalen Schädigung des Zahns 46 

stattgefunden. Ob ein Unfallmechanismus mit einer gleichzeitigen Verletzung von zwei 

- fast maximal weit auseinanderliegenden - Zähnen bei einem Sturz durch die 

Handgriffe der Bladerstöcke, welche man schützend vor das Gesicht hält, um den 

Sturz mit den Händen abzudämpfen, möglich ist, kann unter diesen Umständen offen 

bleiben. Selbst die Bejahung eines solchen vermöchte angesichts der vorangehenden 

Erwägungen keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität zu begründen. Die 

Frage der Adäquanz des Kausalzusammenhangs braucht in dieser Situation ebenfalls 

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nicht geprüft zu werden. Damit hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht aus 

der obligatorischen Unfallversicherung bezüglich Zahn 46 zu Recht verneint.

3.    

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Oktober 2013 abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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