# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 805bd39b-01ce-5115-94ef-64b20dc20b7a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.01.2021 720 19 151/09
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-151-09_2021-01-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 14. Januar 2021 (720 19 151 / 09) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Keine zwingenden Gründe, um von der Einschätzung des Gerichtsgutachters abzuwei-
chen. Keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit.  
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Anouck Zehntner, Ad-
vokatin, Indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 
4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1971 geborene A.____ arbeitete zuletzt vom 1. Februar 1996 bis Ende Juli 1999 als 
Mitarbeiterin im Reinigungsdienst. Am 28. März 2001 hat sie sich bei der Eidgenössischen Inva-
lidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Mit Verfügung vom 7. August 2003 
sprach ihr die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Wirkung ab 1. August 2000 anhand der 
gemischten Bemessungsmethode mit den Anteilen von jeweils 50% im Erwerb und im Haushalt 

 
 
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und auf der Basis eines IV-Grads von 75% eine ganze IV-Rente zu. Diesen Rentenanspruch hat 
die IV-Stelle revisionsweise in der Folge wiederholt bestätigt. 
 
B. Im April 2015 leitete die IV-Stelle erneut eine revisionsweise Überprüfung des Renten-
anspruchs ein. Gestützt auf eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. B.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, vom 17. September 2016 gelangte sie zur Auffassung, dass die 
Versicherte mittlerweile in der Lage sei, ein Renten ausschliessendes Erwerbseinkommen zu 
erzielen. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens hob sie die laufende ganze IV-Rente 
mit Verfügung vom 10. April 2019 auf Ende Mai 2019 auf. 

 
C. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin Anouck Zehntner, am 
13. Mai 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, dass ihr weiterhin eine ganze IV-Rente 
zuzusprechen sei. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, dass dem Verwaltungs-
gutachten von Dr. B.____ vom 17. September 2016 kein Beweiswert zukomme. Es sei keine 
Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen.  
 
D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung 22. Mai 2019 auf Abweisung der Beschwerde. 
Zusammenfassend hielt sie fest, dass das Gutachten von Dr. B.____ vom 17. September 2016 
nicht zu beanstanden sei. 

 
E. Anlässlich seiner Urteilsberatung vom 12. September 2019 gelangte das Kantonsgericht 
zum Schluss, dass gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage keine abschliessende 
Beurteilung der Angelegenheit möglich sei. Zwar gelte es klarzustellen, dass unbesehen der Ent-
wicklung der gesundheitlichen Verhältnisse ein Revisionsgrund bereits deshalb zu bejahen sei, 
weil sich die erwerblichen Verhältnisse seit dem Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung mas-
sgebend verändert hätten. Für die Frage, wie hoch die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versi-
cherten ex nunc et pro futuro ausfalle, komme dem Verwaltungsgutachten von Dr. B.____ vom 
17. September 2016 jedoch keine ausschlaggebende Beweiskraft zu. Das Gericht beschloss des-
halb, den Fall auszustellen und zur abschliessenden Klärung der medizinischen Sachlage ein 
psychiatrisches Gerichtsgutachten bei Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in 
Auftrag zu geben. Dieses erging am 19. März 2020 und kam zum Schluss, dass bei der Versi-
cherten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine verwertbare Leistungsfähigkeit mehr auf 
dem freien Arbeitsmarkt gegeben sei. 
 
F. Mit Stellungnahme vom 30. März 2020 beantragte die Beschwerdeführerin, es sei auf 
das Gerichtsgutachten abzustellen. Unter Hinweis auf eine Stellungnahme ihres regional-ärztli-
chen Dienstes (RAD) hielt die IV-Stelle in ihrer Stellungnahme vom 2. April 2020 demgegenüber 
fest, dass nicht auf das Gerichtsgutachten abgestellt werden könne. 

 
G. Anlässlich seiner zweiten Urteilsberatung vom 17. September 2020 kam das Kantons-
gericht zum Schluss, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit noch immer nicht 
möglich sei, weil die Gerichtsgutachterin darauf verzichtet habe, das rechtsprechungsgemäss 
vorgeschriebene Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 durchzuführen, dabei eine einlässliche 

 
 
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Prüfung der Standardindikatoren vorzunehmen und aufzuzeigen, inwiefern aus den funktionellen 
Ausfällen bei objektiver Zumutbarkeitsbeurteilung die von ihr postulierte Arbeitsunfähigkeit resul-
tiere. Auch wenn nicht auszuschliessen sei, dass das Gerichtsgutachten so zu interpretieren sei, 
dass die Versicherte eindeutig keinerlei verwertbare Leistung mehr zu erbringen in der Lage sei, 
erweise sich die medizinische Sachlage letztlich als zu unklar, als darauf abgestellt werden 
könne. Das Kantonsgericht beschloss daher, den Fall erneut auszustellen und eine ergänzende 
Nachfrage bei der Gerichtsgutachterin zur Frage der Kardinalkriterien im Zusammenhang mit der 
von ihr diagnostizierten ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung sowie zur Frage der Ab-
wägung von Ressourcen und Belastungsfaktoren und der aus der Prüfung der Standardindikato-
ren abzuleitenden Begründung für die im Gerichtsgutachten vom 19. März 2020 vorgenommene 
Leistungseinschätzung in einer den Leiden optimal angepassten Verweistätigkeit zu veranlassen. 
Diese Stellungnahme erging am 21. November 2020 und kam zum Schluss, dass die Versicherte 
auf dem freien Arbeitsmarkt keine stabile Leistungsfähigkeit zu erbringen in der Lage sei. 

 
H. Die Beschwerdeführerin verzichtete mit Eingabe vom 9. November 2020 auf eine weitere 
Stellungnahme. Mit Eingabe vom 16. November 2020 hielt die Beschwerdegegnerin unter Hin-
weis auf eine erneute Stellungnahme des RAD vom 9. November 2020 fest, dass die Einschät-
zung der Gerichtsgutachterin nach wie vor als nicht schlüssig bezeichnet werden müsse und 
daher nicht darauf abgestellt werden könne.  

 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
Das Kantonsgericht zieht    i n   E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 13. Mai 
2019 ist somit einzutreten. 
 
2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 

 
 
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2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.3  Die Annahme einer invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt 
eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten 
Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen 
ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden psycho-
sozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein invalidi-
sierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG 
setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit we-
sentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt 
der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeu-
tischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwartet wer-
den kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). 
Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Erwerbs-
unfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; 
entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-
praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - für die Gesellschaft gar 
untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 
 
3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Bei Ver-
sicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird die Invalidität nur für diesen Teil nach Art. 16 
ATSG, im Aufgabenbereich hingegen nach Art. 28a Abs. 2 IVG bemessen. Es sind der Anteil 
einerseits der Erwerbstätigkeit und andererseits der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen 
und es ist der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invali-
ditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG).  
 
4.1   Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, her-
abzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erhebli-

 
 
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chen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu be-
einflussen. Die Rechtsprechung anerkennt als Revisionsgrund namentlich die erhebliche Verbes-
serung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes; eine Rente kann ferner aber auch 
dann revidiert werden, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebe-
nen Gesundheitsschadens erheblich verändert haben (BGE 109 V 116 E. 3b mit Hinweisen). 
Nach Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 
ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die 
Herabsetzung oder Änderung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in welchem 
angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird. Sie ist in jedem 
Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat 
und voraussichtlich weiter andauern wird. Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist die 
anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbre-
chung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 Satz 1 IVV). 
 
4.2  Ob eine anspruchserhebliche Tatsachenänderung eingetreten ist, beurteilt sich durch 
den Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten Rentenverfügung bestanden hat, 
mit demjenigen zur Zeit der Neubeurteilung. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer an-
spruchserheblichen Änderung bildet somit die letzte, der versicherten Person eröffnete und 
rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts-
konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver-
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesund-
heitszustands) beruht (BGE 133 V 114 E. 5). 
 
5.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Versi-
cherten ab 1. Juni 2019 zu Recht aufgehoben hat. Eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs 
samt einer einlässlichen Abklärung sowohl des medizinischen als auch des erwerblichen Sach-
verhalts erfolgte letztmals einzig im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache im Jahre 2003, 
anlässlich welcher die IV-Stelle nicht nur ein umfassendes Verwaltungsgutachten beim Zentrum 
für Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 4. Juni 2002 eingeholt (IV-Dok 19), sondern darüber 
hinaus auch die haushalterischen Verhältnisse der Versicherten und deren erwerblichen Status 
abgeklärt hatte (IV-Dok 20). Den seither erfolgten Rentenrevisionen der Jahre 2005, 2008 und 
2012 sind keine vertieften Auseinandersetzungen zu den gesundheitlichen Verhältnissen zu ent-
nehmen. Eine Überprüfung der erwerblichen Verhältnisse unterblieb seither gar vollständig. Bei 
dieser Sachlage kann nicht davon gesprochen werden, die vorangehenden Rentenrevisionsver-
fahren hätten auf einer integralen Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse 
beruht, wie es rechtsprechungsgemäss aber Voraussetzung wäre, um mit Blick auf einen zeitlich 
korrekten Referenzzeitpunkt auch für die vorliegend strittige Rentenrevision darauf abstellen zu 
können. Es resultiert somit, dass für die Beurteilung, ob mittlerweile eine wesentliche Änderung 
eingetreten ist, die gesundheitlichen oder erwerblichen Verhältnisse der Versicherten mit den 
Verhältnissen im Referenzzeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache im August 2003 (IV-
Dok 26) zu vergleichen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2017, 9C_143/2017, E. 3.2.1 
f.). Prozessthema bildet demnach die Frage, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse seit August 

 
 
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2003 in erheblicher Weise geändert haben und in welchem Ausmass die Versicherte aufgrund 
ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen künftig noch arbeitsfähig ist. 
 
5.2 Bereits anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 12. September 2019 ist das Kan-
tonsgericht zur Auffassung gelangt, dass unbesehen der Entwicklung der gesundheitlichen Ver-
hältnisse ein Revisionsgrund bereits deshalb zu bejahen ist, weil sich die erwerblichen Umstände 
der Versicherten seit Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung massgebend verändert haben. 
Es ist in diesem Zusammenhang in Erinnerung zu rufen, dass eine Rente auch dann revidiert 
werden kann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Ge-
sundheitsschadens erheblich verändert haben (BGE 109 V 116 E. 3b mit Hinweisen). Daran ist 
auch im hier vorliegenden Fall festzuhalten: Während der ursprünglichen Rentenbemessung der 
IV-Stelle vom 7. August 2003 (IV-Dok 26) noch die gemischte Methode zu Grunde gelegt worden 
war, hat die Versicherte anlässlich der im Rahmen der vorliegend strittigen Revision in die Wege 
geleiteten Haushaltsabklärung im Dezember 2015 nämlich angegeben, dass sie als Valide wieder 
voll erwerbstätig wäre (IV-Dok 67, Ziff. 6). Hat sich mithin bereits eine relevante Veränderung in 
den erwerblichen Verhältnissen ergeben, kann dahingestellt bleiben, ob auch in gesundheitlicher 
Hinsicht von wesentlich veränderten Umständen auszugehen ist. Entgegen dem von der IV-Stelle 
wiederholt vorgebrachten Einwand (Stellungnahme der IV-Stelle vom 2. April 2020) ist deshalb 
letztlich nur zu prüfen, wie hoch die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versicherten ex nunc et 
pro futuro ausfällt. 
 
6.1   Gemäss Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Be-
ruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1); bei langer Dauer wird aber auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
Diese positivrechtliche Begriffsumschreibung weicht mithin nicht wesentlich vom Begriff der Ar-
beitsunfähigkeit gemäss früherer Rechtspraxis ab; vielmehr zeichnet sich die Überführung in das 
geschriebene Recht durch einen hohen Grad an Rechtskontinuität aus. Die diesbezügliche 
Rechtsprechung des damaligen EVG bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 
E. 3.1.1). Zu ergänzen bleibt, dass die Umschreibung der Arbeitsunfähigkeit in Art. 6 ATSG weder 
mit der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 4. IV-Revision noch mit der seit 1. Januar 2008 in 
Kraft stehenden 5. IV-Revision eine Änderung erfahren hat. 
 
6.2   Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsfähig oder arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 
105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche andere  Erwerbstätigkeit 
als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausge-
glichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut-
barerweise noch verrichtet werden kann (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 

 
 
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Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
6.3  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
6.4 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Be-
weismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat-
ten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen).  
 
6.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So führte das Bundesgericht zu 
den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschät-
zungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der 

 
 
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Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu er-
fassen (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche 
von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforde-
rungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm einge-
holten Gerichtsgutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). Schliesslich lässt 
es die Natur des Begutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn andere Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, 
in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnden 
Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte be-
nennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 
Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 10. April 2019 
bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das von ihr eingeholte 
Gutachten von Dr. B.____ vom 17. September 2016 (IV-Dok 85). Sie ging demzufolge davon aus, 
dass sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert habe und die 
Ausübung der bisher ausgeübten Tätigkeiten sowohl als Kiosk-Mitarbeiterin als auch als Raum-
pflegerin wieder im Umfang von 80% zumutbar sei. Gleiches gelte für jede andere Verweistätig-
keit. Wie oben ausgeführt (E. 6.2 hiervor) ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen. Bereits anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 12. 
September 2019 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auffassung, dass dem im Rah-
men der strittigen Revision eingeholten Gutachten von Dr. B.____ keine ausschlaggebende Be-
weiskraft zukomme. Anlass, an dessen Schlussfolgerungen zu zweifeln, gab insbesondere der 
Umstand, dass Dr. B.____ festgehalten hatte, dass die Hyperventilationsattacken der Versicher-
ten deren Leistungsfähigkeit um 20% vermindern würden, die Versicherte diese Attacken aber 
gut beherrsche und diese Attacken gezielt zur Unterstützung ihrer Krankheitsüberzeugung ein-
setze. Mit anderen Worten war nicht schlüssig erklärt, weshalb die als gut beherrschbar qualifi-
zierten Attacken überhaupt zu einer Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit hätten 
führen sollen; umgekehrt aber blieben ebenso Zweifel, weshalb die daraus resultierende Arbeits- 
und Leistungsunfähigkeit just 20% betragen sollte. Im Zusammenhang mit der von Dr. B.____ 
diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung nur noch leichter Episode war sodann fest-
zustellen, dass der Gutachter das Aktivitätsniveau der Versicherten unter dem Titel der Konsis-
tenzprüfung letztlich positiver interpretiert hatte, als es sich aus den anamnestischen Schilderun-
gen der Versicherten ergeben hatte. Dies galt umso mehr, weil er an anderer Stelle festgehalten 
hatte, dass sich das Aktivitätsniveau gerade nicht verändert habe. Damit aber blieb auch in die-
sem Zusammenhang ungeklärt, ob der Versicherten künftig eine Leistungs- und Arbeitsfähigkeit 

 
 
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von 80% zugemutet werden konnte. Anlass an den gutachterlichen Schlussfolgerungen zu zwei-
feln bildeten schliesslich die Ergebnisse der beruflichen Eingliederung (IV-Dok 144), wonach un-
geklärt geblieben war, ob die dort festgestellte, vollständige Arbeitsunfähigkeit der Versicherten 
allenfalls nicht doch auf ein nicht überwindbares, medizinisches Korrelat zurückzuführen war (IV-
Dok 144). Mit Blick auf die rechtsprechungsgemäss enge, sich gegenseitig ergänzende Zusam-
menarbeit zwischen Ärzteschaft und Berufsberatung ist einer konkret leistungsorientierten beruf-
lichen Abklärung jedenfalls nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähig-
keit abzusprechen. Weil die von Dr. B.____ ermittelte medizinische Einschätzung der Leistungs-
fähigkeit in casu in offensichtlicher Diskrepanz zur effektiv realisierten Leistung anlässlich der 
beruflichen Integration gestanden hatte, vermochte dies ebenfalls ernsthafte Zweifel an den ärzt-
lichen Annahmen von Dr. B.____ zu begründen. Das Einholen einer klärenden medizinischen 
Einschätzung war somit unabdingbar, da nicht davon gesprochen werden konnte, dem fraglichen 
Arbeitsversuch würde eine nur untergeordnete Aussagekraft zukommen (Urteil des Bundesge-
richts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2), und weil es die IV-Stelle unterlassen hatte, Dr. 
B.____ die Ergebnisse der Eingliederungsmassnahmen zur Stellungnahme zu unterbreiten. Zu-
mal das Gutachten von Dr. B.____ vom 17. September 2016 mit Blick auf die im Zeitpunkt des 
strittigen Verfügungserlasses vom 10. April 2019 massgebenden Verhältnisse bereits rund zwei-
einhalb Jahre alt war, waren die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren somit 
nicht ausreichend beweiskräftig genug, als dass das Gericht darauf hätte abstellen können.  
 
7.2 Nachdem sich deshalb mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 12. September 2019 die 
Einholung eines gerichtlichen Gutachtens als unerlässlich erwiesen hatte, steht hinsichtlich der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nunmehr das gerichtliche Gutachten von 
Dr. C.____ vom 19. März 2020 und dessen Ergänzung vom 21. Oktober 2020 im Zentrum der 
divergierenden Parteistandpunkte. In ihrem Gerichtsgutachten vom 19. März 2020 hat die Ge-
richtsgutachterin nach einer umfassenden Eigen- und Fremdanamnese ausführlich erläutert 
(a.a.O., S. 26 und S. 33 f.), weshalb sie dissoziative Krampfanfälle gemäss ICD-10 F44.5, ein 
Derealisations- und Depersonalisationssyndrom gemäss IDC-10 F48.1, eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig anhaltende mittelschwere Episode gemäss ICD-10 F33.1 sowie 
eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 F60.6 diagnostiziert. Dabei 
hat sie unter Hinweis auf die Katalogisierung nach ICF-10 F44 betont, dass sich generell nur sehr 
schwer feststellen lasse, ob und in welchem Umfang ein Funktionsverlust willkürlich kontrolliert 
werden könne. Unter Hinweis auf bereits in der weiter zurückliegenden Krankengeschichte der 
Versicherten beschriebene dissoziative Krampfanfälle und mit Blick auf die in der aktuellen Ex-
ploration beobachteten Phänomene ist sie allerdings zum Ergebnis gelangt, dass unzweifelhaft 
eine ausgeprägte Störung nach ICD-10 F44.5 vorliegt, die Kriterien für eine isolierte Panikstörung 
indessen nicht erfüllt sind. Gestützt auf eine bis in die Kindheit zurück verfolgbare, deutliche Un-
ausgeglichenheit hat sie mit Blick auf die bereits in der Vergangenheit erhobenen histrionisch-
ängstliche Persönlichkeitszüge ein noch immer andauerndes Verhaltensmuster einer ängstlichen 
Selbstunsicherheit erhoben und dieses anhand eines strukturierten-klinischen Interviews nach 
SCID auch eindeutig objektiviert (a.a.O., S. 41 ff.). Bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit der 
Versicherten hat die Gerichtsgutachterin unter Bezugnahme auf die insbesondere im Vorgutach-
ten von Dr. B.____ erhobenen Feststellungen anhand der Mini-ICF-App schliesslich detailliert 

 
 
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eingeschätzt, in welchen Funktionen und in welchem Ausmass die Versicherte im Alltag einge-
schränkt ist. Trotz einer gewissen Verdeutlichung in der aktuellen Exploration ist sie dabei nach 
der ausführlichen Würdigung eines möglichen bewussten Verhaltens zum Schluss gekommen, 
dass in verschiedenen Fähigkeiten mehrheitlich mittelschwere bis schwere Einschränkungen be-
stehen, die in ausgeprägter Weise auch den privaten Bereich betreffen und auf dem freien Ar-
beitsmarkt überwiegend wahrscheinlich keine verwertbare Leistung mehr ermöglichen (a.a.O., S. 
48 f.). Gegen ein primär bewusstes Verhalten würden insbesondere die übereinstimmende Be-
schreibung der dissoziativen Krampfanfälle und der weiteren Symptome in den vorliegenden Be-
richten mittlerweile über 20 Jahre sprechen.  
 
7.3 Anlässlich der Urteilsberatung vom 17. September 2020 hat das Kantonsgericht der IV-
Stelle beigepflichtet, dass die Gerichtsgutachterin in Abweichung zum Begutachtungsauftrag da-
rauf verzichtet hatte, das rechtsprechungsgemäss vorgeschriebene Beweisverfahren nach BGE 
141 V 281 durchzuführen und dabei namentlich eine einlässliche Prüfung der Standardindikato-
ren vorzunehmen sowie aufzuzeigen, inwiefern aus den funktionellen Ausfällen bei objektiver Zu-
mutbarkeitsbeurteilung anhand der massgebenden Standardkriterien die von ihr postulierte Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit resultiert. Auch wenn nicht auszuschliessen sei, dass das Ge-
richtsgutachten so zu interpretieren sei, dass die Versicherte eindeutig keinerlei verwertbare Leis-
tung mehr zu erbringen in der Lage sei, sei es jedenfalls nicht selbsterklärend, wenn die Gerichts-
gutachterin von einer nicht mehr verwertbaren Leistungsfähigkeit ausgehen würde. In Nachach-
tung zu diesen Erwägungen hat das Kantonsgericht deshalb beschlossen, den Fall erneut aus-
zustellen und bei der Gerichtsgutachterin zwecks Vervollständigung des Gerichtsgutachtens vom 
19. März 2020 eine ergänzende Nachfrage zu veranlassen. Am 21. Oktober 2020 hat die Ge-
richtsgutachterin die entsprechenden Ergänzungsfragen beantwortet. Zunächst hat sie festge-
stellt, dass die dissoziative Störung, die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung sowie die 
depressive Störung gesamthaft mittelschwer bis schwer ausgeprägt seien, sowie dass eine aus-
geprägte Komorbidität vorliege. Namentlich die dissoziative Störung und die ängstlich-selbstun-
sichere Persönlichkeitsstörung würden sich gegenseitig verstärken. Die akute dissoziative Symp-
tomatik sei bereits im siebten Monat der ersten Schwangerschaft im Jahre 1991 aufgetreten. 
Indessen habe die fachärztliche Behandlung erst im Jahr 2000 begonnen. Zu diesem Zeitpunkt 
seien die Störungen längst chronifiziert gewesen. Die Behandlung habe zwar zu einer gewissen 
Beruhigung der Symptomatik geführt, letztlich aber keine leistungsrelevante Besserung des Stö-
rungsbildes bewirkt. Damit sei die Behandlungsresistenz belegt. Dass die Diagnose – nicht aber 
die Symptomatik – einer Persönlichkeitsstörung erst im fortgeschrittenen Erwachsenenleben auf-
tauche, sei nicht ungewöhnlich. Diese Diagnose würde häufig erst relativ spät erhoben. In der 
Folge hat sich die Gerichtsgutachterin detailliert auch mit dem sozialen Kontext der Versicherten 
und der Konsistenz der erhobenen Leiden auseinandergesetzt. Sie hat umfassend dargelegt, 
dass die Aktivitäten der Beschwerdeführerin sehr eingeschränkt seien. Diese Tatsache würde 
alle vergleichbaren Lebensbereiche, so insbesondere die Haushaltführung, den Kontakt zu den 
Kindern und den Enkeln, das weitere Familienumfeld und frühere freundschaftliche Kontakte alle 
in gleicher Weise betreffen. Die in der Exploration festgestellte Verdeutlichungstendenz sei nicht 
ungewöhnlich. Bei der Prüfung der Standardindikatoren ist die Gerichtsgutachterin dennoch klar 
zum Schluss gekommen, dass die Versicherte selbst in einem nur niedrigen Pensum keine aus-
reichende stabile Leistung für den freien Arbeitsmarkt mehr aufweise. Auch wenn theoretisch 

 
 
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eine stundenweise Reinigungstätigkeit unter gewissen qualitativen Einschränkungen als optimal 
angepasste Tätigkeit denkbar sei, gelte es festzustellen, dass die Explorandin selbst im eigenen 
Haushalt und im engen familiären Umfeld letztlich schon heute nicht mehr in der Lage sei, ihren 
Haushalt zu führen. Diese theoretische Leistungsfähigkeit sei deshalb zu ungewiss. Abschlies-
send hat die Gerichtsgutachterin schliesslich noch einmal die Diagnosekriterien für eine ängstlich-
vermeidende Persönlichkeitsstörung bejaht.  
 
7.4 Das zitierte Gerichtsgutachten von Dr. C.____ vom 19. März 2020 erfüllt mit dessen 
Ergänzung vom 21. Oktober 2020 alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an ein be-
weiskräftiges Gerichtsgutachten. Nachdem die Gerichtsgutachterin mit ihrer Ergänzung vom 21. 
Oktober 2020 explizit nunmehr eine ausführliche Prüfung der Standardindikatoren vorgenommen 
hat, weist ihre gerichtliche Begutachtung weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – wie 
dies vom Bundesgericht verlangt wird (oben, E. 6.4 f. hiervor) – für die streitigen Belange umfas-
send. Die Schlussfolgerungen der Gerichtsgutachterin sind in Kenntnis aller relevanten Vorakten 
abgegeben worden und beruhen auf allseitigen und detaillierten Untersuchungen der Versicher-
ten sowie insbesondere auch auf deren weit bis ins Jahr 1991 zurückreichenden Gesundheitsbi-
ographie. Die Explorationsergebnisse berücksichtigen alle geklagten Beschwerden und leuchten 
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen 
Situation insbesondere auch hinsichtlich des Längsverlaufs der festgestellten psychiatrischen 
Störungsbilder ein. Die Gerichtsgutachterin vermag dabei nicht nur schlüssig zu begründen, dass 
die Kriterien für eine isolierte Panikstörung zwar nicht erfüllt sind, die durch das Vorgutachten von 
Dr. B.____ vom 17. September 2016 (IV-Dok 85) berücksichtigten Beschwerden diagnostisch 
jedoch abweichend einzuordnen sind. Sie zeigt auch nachvollziehbar auf, dass die ursprüngliche 
Einschätzung des Funktionsniveaus einem mittelschweren bis gar schweren Grad der diagnosti-
zierten psychischen Störungen nicht ausreichend gerecht geworden ist. Es kann in dieser Hin-
sicht auf die ausführliche Herleitung der Gerichtsgutachterin verwiesen werden (oben, E. 7.2 f.). 
Insgesamt sind die medizinisch-diagnostischen Feststellungen im Gerichtsgutachten und mit 
ihnen die daraus resultierenden Schlussfolgerungen betreffend die funktionelle Leistungsfähig-
keit nunmehr durch die ergänzenden Ausführungen der Gerichtsgutachterin vom 21. Oktober 
2020 umfassend und plausibel begründet worden, und es ergibt sich ein lückenloses Bild der 
Gesundheitsschädigung und der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten. Die in 
der Stellungnahme des RAD insbesondere vom 9. November 2020 geäusserten Einwände zielen 
bei dieser Aktenlage ins Leere (Beilage zur Stellungnahme der IV-Stelle vom 16. November 2020) 
und interpretieren das Aktivitätsniveau der Versicherten unter dem Titel der Konsistenzprüfung 
letztlich positiver, als es sich aus den anamnestischen Schilderungen der Versicherten anlässlich 
der Exploration durch die Gerichtsgutachterin ergeben hat. Entgegen dem von der IV-Stelle ver-
tretenen Standpunkt kann mit dem Argument, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, aus-
gedehnte Flugreisen in ihr Heimatland zu unternehmen, insbesondere nicht in Abrede gestellt 
werden, dass sie sich nicht allein ausser Haus bewegt. Die fraglichen Flugreisen unternimmt sie 
nur selten und vor allem nicht alleine. Auch hat die Gerichtsgutachterin berichtet, dass die Be-
schwerdeführerin während des Ferien-Aufenthalts in ihrer Heimat jeweils von Verwandten betreut 
würde. Diese Erhebungen stehen dem Postulat des RAD und damit einer verwertbaren Arbeits-
fähigkeit geradezu entgegen. Nicht nachvollziehbar ist auch, dass die geltend gemachten disso-

 
 
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ziativen Krampfanfälle während der viereinhalb Stunden dauernden Exploration durch die Ge-
richtsgutachterin zwingend hätten beobachtet werden müssen, um als Begründung für eine voll-
ständige Arbeitsunfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt gelten könnten. Nicht die Krampfanfälle 
für sich beschränken die Arbeitsfähigkeit der Versicherten, sondern ihre Angst, solche Krampf-
anfälle in der Öffentlichkeit zu erleiden. Die von der IV-Stelle und mit ihr vom RAD vertretene 
isolierte Betrachtungsweise verbietet sich aber auch alleine schon deshalb, weil vor allem das 
Zusammenwirken mit den weiteren psychiatrischen Diagnosen der Persönlichkeitsstörung und 
der depressiven Störung, die jeweils mittel- bis schwergradig ausgeprägt sind, die Verwertbarkeit 
einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit letztlich ausschliessen.  
 
7.5 Wie oben ausgeführt (oben, E. 6.5), weicht das Gericht bei einem Gerichtsgutachten 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Auf-
gabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimm-
ten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Solche zwingenden Gründe liegen im vorliegenden Fall 
keine vor, weshalb kein Anlass besteht, von den Ergebnissen des zitierten Gerichtsgutachtens 
und dessen Ergänzung abzuweichen. Es ist in diesem Zusammenhang in Erinnerung zu rufen, 
dass es in der Natur eines Begutachtungsauftrags liegt, die medizinischen Verhältnisse nicht nur 
zu erheben, sondern in ihrer Gesamtheit erneut und damit im Vergleich zu den übrigen medizini-
schen Unterlagen allenfalls auch abweichend zu bewerten. Der Umstand, dass die Gerichtsgut-
achterin im Vergleich zur vom RAD vertretenen Auffassung zu einer fehlenden Restarbeitsfähig-
keit gelangt, stellt für sich alleine keinen Grund für die Nichtverwertbarkeit des Gerichtsgutach-
tens dar. Massgebend ist vielmehr, ob das fragliche Gutachten den rechtsprechungsgemässen 
Kriterien zufolge (oben, Erwägung 6.3 f.) überzeugend ausgefallen ist. Dies ist hier der Fall. An-
ders als der RAD hat die Gerichtsgutachterin die Versicherte wie bereits erwähnt umfassend ex-
ploriert und ist dabei zum nachvollziehbaren Ergebnis gelangt, dass letztlich aus psychiatrischer 
Hinsicht auch in einer optimal angepassten Tätigkeit keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr 
verbleibt. Daran ist festzuhalten. 
 
8. Liegt mit Blick auf die aktuell massgebende Sachlage auf dem freien Arbeitsmarkt keine 
verwertbare Arbeitsfähigkeit der Versicherten mehr vor, kann eine detaillierte Auseinanderset-
zung hinsichtlich der für die Bemessung eines Rentenanspruchs massgebenden Vergleichsein-
kommen unterbleiben. Weil die Versicherte als im Gesundheitsfall vollzeitlich erwerbstätige Per-
son letztlich kein Einkommen mehr zu erzielen in der Lage ist, resultiert ein IV-Grad von 100%. 
Die Vorinstanz hat den Rentenanspruch der Versicherten im Ergebnis somit zu Unrecht aufge-
hoben, weshalb die hiergegen erhobene Beschwerde gutzuheissen und festzustellen ist, dass 
die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der IV besitzt.  
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unter-
liegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende 
Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.— aufzuerlegen sind und der 
in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss demnach der Beschwerdeführerin zurückzuerstat-
ten ist.  

 
 
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9.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtlichen Abklärungen und die gerichtliche 
Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versi-
cherungsträger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet 
hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, 
wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. 
entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig 
erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen 
mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in 
Auftrag gegebenen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bun-
desgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. 
BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung 
vom 12. September 2019 zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals 
vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Hintergrund bildete der Umstand, dass das von der IV-
Stelle eingeholte Verwaltungsgutachten von Dr. B.____ vom 17. September 2016 nicht überzeugt 
hat (oben, Erwägung 7.1). Mit Blick auf die dazumal noch vorliegenden Widersprüche und Un-
klarheiten erwiesen sich die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren als nicht aus-
reichend beweiskräftig genug. Das im Anschluss in Auftrag gegebene Gerichtsgutachten vom 19. 
März 2020 hat sich deshalb als unerlässlich erwiesen. Im Lichte der geschilderten bundesgericht-
lichen Rechtsprechung sind die resultierenden Kosten für deren gerichtliche Begutachtung, wel-
che sich insgesamt auf Fr. 8'104.— belaufen (Rechnung von Dr. C.____ vom 19. März 2020 über 
Fr. 7'800.— sowie Rechnung der Labor TeamW AG vom 19. März 2020 über Fr. 304.—), dem-
nach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
 
9.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach-
dem die Beschwerde gutzuheissen ist, hat die IV-Stelle der Versicherten eine Parteientschädi-
gung auszurichten. Ihre Rechtsvertreterin hat in ihrer Honorarnote vom 4. Dezember 2020 einen 
Zeitaufwand von insgesamt 15 Stunden und 50 Minuten geltend gemacht. Dieser Aufwand ist in 
Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie angesichts der Stellung-
nahmen zum eingeholten Gerichtsgutachten sowie dessen Ergänzung angemessen. Die entspre-
chenden Bemühungen sind mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu vergüten (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. 
November 2003). Nicht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen in 
der Höhe von insgesamt Fr. 130.10. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 4'403.25 (15 Stunden und 50 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen 
von Fr. 130.10 und 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle vom 
10. April 2019 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwer-
deführerin weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente der IV besitzt.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird der Be-
schwerdeführerin zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für das gerichtliche Gutachten von Dr. med. C.____ in der 
Höhe von Fr. 7'800.-- zuzüglich Laborkosten in der Höhe von Fr. 304.-- 
werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4'403.25 (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer) auszurichten.