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**Case Identifier:** fb5c6c6d-c748-55d5-b1ee-808c73b3dec2
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-02
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 02.03.2010 BV.2010.1
**Docket/Reference:** BV.2010.1
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BV-2010-1_2010-03-02

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 46 VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 VStrR).

Entscheid vom 2. März 2010  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A. AG,  

 
Beschwerdeführerin 

 
 gegen 
   

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BV.2010.1 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- die Beschwerdegegnerin gegen B. und weitere Personen eine besondere 
Steueruntersuchung nach Art. 190 ff. des Bundesgesetzes vom 14. De-
zember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) führt, in de-
ren Rahmen sie u. a. ein Konto der Beschwerdeführerin beschlagnahmte 
(vgl. zum Ganzen die Darstellung des Sachverhalts im Entscheid des Bun-
desstrafgerichts BV.2009.8 vom 30. März 2009, lit. A);  

 
- sie mit Verfügung vom 28. Januar 2010 verschiedene Anträge der Be-

schwerdeführerin u. a. auf Aufhebung der Beschlagnahme abwies 
(act. 2.1), wobei die Beschwerdeführerin die Verfügung am Samstag, 
30. Januar 2010, auf der Poststelle Z. entgegennahm (act. 2.15); 

 
- die Beschwerdeführerin hiergegen am Mittwoch, 3. Februar 2010, eine Be-

schwerde erhob (act. 1, 2.15 und 5); 
 

- die Beschwerdegegnerin am 9. Februar 2010 die Beschwerde zusammen 
mit ihrer Stellungnahme an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts weiterleitete und in ihrem Hauptantrag hinsichtlich der Beschwerde 
auf Nichteintreten schloss (act. 2); 

 
- die Beschwerdeführerin sich in ihrer Replik vom 18. Februar 2010 zur Fra-

ge der Fristwahrung äussern konnte (act. 5);  
 

- gemäss Art. 28 Abs. 3 VStrR eine Beschwerde innert drei Tagen, nachdem 
der Beschwerdeführer von der Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, einzu-
reichen ist; 

 
- aufgrund des Urteils des Bundesgerichts 1B_63/2009 vom 1. September 

2009, E. 2.3, unklar ist, welche gesetzliche Regelung für die Berechnung 
von Fristen im Bereich von Beschwerden gemäss Art. 26 ff. VStrR zur An-
wendung gelangen soll; 

 
- dies vorliegend keine Rolle spielt, da es einem allgemein gültigen Grund-

satz entspricht, dass eine nach Tagen festgelegte Beschwerdefrist an dem 
der Mitteilung des angefochtenen Entscheides folgenden Tag zu laufen be-
ginnt, auch wenn der Folgetag ein Samstag, Sonntag oder ein anerkannter 
Feiertag ist; 

 

- 3 - 

 

 

- Samstage, Sonntage und Feiertage mithin nur das Ende, nie aber den An-
fang einer Frist beeinflussen (vgl. hierzu AMSTUTZ/ARNOLD, Basler Kom-
mentar, 2008, Art. 44 BGG N. 17 m.w.H);  

 
- die Frist zur Beschwerdeerhebung vorliegend am Sonntag, 31. Januar 

2010, ihren Beginn nahm und am Dienstag, 2. Februar 2010, endete, wes-
halb sich die Beschwerdeerhebung am 3. Februar 2010 als verspätet er-
weist; 

 
- nach dem Gesagten auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, weshalb sich 

Weiterungen in materieller Hinsicht – so auch eine Fristerstreckung zu 
Gunsten der Beschwerdeführerin zur Ergänzung ihrer Replik in materieller 
Hinsicht – erübrigen; 

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichts-

kosten zu tragen hat (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG); 
 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festgesetzt wird (Art. 3 des Reglements 
vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafge-
richt; SR 173.711.32), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschus-
ses von Fr. 1'500.--; 

 
- die Bundesstrafgerichtskasse der Beschwerdeführerin Fr. 1'000.-- zurück-

zuerstatten hat; 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, un-

ter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 1'500.--. 
 
Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, der Beschwerdeführerin 
Fr. 1'000.-- zurückzuerstatten.  

 
 

Bellinzona, 2. März 2010 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. AG 
- Eidgenössische Steuerverwaltung 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen 
nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).