# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6096968c-de37-5ad3-a108-a4c220e37ec5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.11.2016 725 16 234/312
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-234-312_2016-11-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  24. November 2016 (725 16 234 / 312) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die Unfallkausalität der vorliegenden Beschwerden ist nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit nachgewiesen 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Markus Mattle, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen / Rückweisung (Urteil BG vom 20.6.2016) 
 
 
 
A. Der 1973 geborene A.____ war seit dem 1. April 2014 als Bodenleger bei der B.___ 
angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versi-
chert. Gemäss Schadenmeldung vom 22. Mai 2014 sei A.____ am 9. Mai 2014 ausgerutscht, 
als er eine Garagenrampe mit Plastikfolie habe überdecken wollen. Nach zwei bis drei Tagen 
habe er seine Finger nicht mehr gespürt. Die SUVA erbrachte für die Folgen dieses Unfalls die 

 

 
 
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gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Mit Verfügung vom 18. 
August 2014 schloss die SUVA den Fall ab und stellte die Versicherungsleistungen per 25. Juli 
2014 ein. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 9. 
Januar 2015 von der SUVA abgewiesen.  
 
Mit Urteil vom 13. August 2015 hiess das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), die von A.____ gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde gut 
und verpflichtete die SUVA dem Beschwerdeführer für den Unfall vom 9. Mai 2014 über den 25. 
Juli 2014 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Das Kantonsgericht führte in seiner 
Begründung im Wesentlichen aus, die SUVA habe den Beweis für den Wegfall der Kausalität 
zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden nicht erbracht.  
 
B. Gegen dieses Urteil gelangte die SUVA an das Bundesgericht, welches mit Urteil vom 
20. Juni 2016 die Beschwerde teilweise guthiess, das Urteil des Kantonsgerichts aufhob und 
die Sache zu neuer Entscheidung ans Kantonsgericht zurückwies. Das Bundesgericht hielt in 
seinen Erwägungen fest, die Aussagen des Kreisarztes Dr. C.____ hätten dem Kantonsgericht 
nicht genügt, um die Unfallkausalität gestützt darauf zu verneinen. Es sei aber zu Recht ebenso 
wenig den Ausführungen von Dr. G.____ gefolgt. Es würden sodann keinerlei medizinische Be-
richte vorliegen, worin das die Beschwerden verursachende Handgelenksganglion als unfall-
kausal bezeichnet werde. Bei dieser Ausgangslage hätte das Kantonsgericht weitere medizini-
sche Abklärungen vornehmen müssen und es habe demzufolge den Untersuchungsgrundsatz 
verletzt. Das Kantonsgericht werde nach Ergänzung des medizinischen Sachverhalts über die 
Beschwerde neu befinden müssen. Es werde dabei zu prüfen haben, ob die von der SUVA 
letztinstanzlich nachgereichten – vom Bundesgericht unbeachteten – Beweismittel (eine Beur-
teilung von Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, vom 2. November 2015, eine Abhandlung der 
Schulthessklinik über das Handgelenksganglion sowie ein Artikel von Prof. Dr. med. E.____, 
Arzt für Chirurgie/Unfallchirurgie, über die Begutachtung von Ganglien, erschienen in: Der me-
dizinische Sachverständige, 4/2015, S. 176 ff.) eine hinreichende Grundlage bilden würden, um 
die geäusserten Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung zu zerstreuen oder ob eine Begut-
achtung anzuordnen sei.  
 
C. Das Kantonsgericht forderte mit Schreiben vom 19. August 2016 die Parteien zur Stel-
lungnahme zu den von der SUVA vor Bundesgericht eingereichten Beweismitteln sowie zum 
weiteren Verfahren auf.  
 
Die SUVA erklärte mit Schreiben vom 14. September 2016, sie erachte die Beurteilung von 
Dr. F.____ als genügend beweiskräftig für den darin vertretenen und von der SUVA eingenom-
menen Standpunkt. Sollte das Gericht eine andere Ansicht vertreten, müsste eine gerichtliche 
Begutachtung angeordnet werden.  
 
A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, erklärte, eine Kausalitätsbeurteilung anhand 
der von der Beschwerdegegnerin erstellten chirurgischen Beurteilung vom 2. November 2015 
sei nicht zulässig, da es sich um eine reine Aktenbeurteilung handle. Zur Klärung der Kausali-

 

 
 
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tätsfrage werde aber die persönliche Erhebung der vollständigen Anamnese durch den Gutach-
ter erforderlich sein, weshalb ein Gerichtsgutachten anzuordnen sei.  
 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Wie bereits mit Urteil vom 13. August 2015 entschieden wurde, ist auf die vorliegende 
Beschwerde gegen den angefochtenen Einspracheentscheid einzutreten.  
 
2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versiche-
rungsleistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 9. Mai 2014 zu Recht per 25. Juli 
2014 eingestellt hat.  
 
Gemäss dem Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2016 ist nun insbesondere zu prüfen, ob 
gestützt auf die im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichten Unterlagen der SUVA geklärt 
werden kann, ob die Frage der Unfallkausalität zwischen dem Unfallereignis vom 9. Mai 2014 
und den geklagten Beschwerden entschieden werden kann und gegebenenfalls zu bejahen ist.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – 
vor-aus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder 

 

 
 
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im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Um die Leistungspflicht des Unfallversicherers bejahen zu können, muss zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein 
adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Din-
ge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 
V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu-
sammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge-
richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche 
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürli-
chen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). 
 
2.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 
(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ver-
lauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Sta-
tus quo sine). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tat-
frage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer. Dieser muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbrin-
gen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist 
allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung 
verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer 
den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass 
die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Sozialversicherungsrecht – Rechtspre-

 

 
 
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chung [SVR] 2008 UV Nr. 11 S. 35 E. 3.3 mit Hinweisen). Beizufügen ist, dass die Beweislast-
regel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das Dahinfallen 
der natürlichen Unfallkausalität trägt, erst Platz greift, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes, wonach das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (vgl. BGE 125 V 
193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen), und der Beweiswürdigung einen 
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 
Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-
salzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 

 

 
 
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4.  Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und der Frage der 
Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 9. Mai 2014 und den heute vorliegenden Be-
schwerden liegen im Wesentlichen folgende medizinischen Unterlagen vor: 
 
4.1 Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. H.____, FMH Allgemeinmedizin, hielt mit Arzt-
zeugnis vom 13. Mai 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 13. - 16. Mai 2014 wegen des 
Unfallereignisses fest.  
 
4.2 Mit Bericht vom 23. Juni 2014 führte Dr. G.____, FMH Neurologie, gestützt auf eine 
Elektroneuromyographie (ENMG) vom 20. Juni 2014 aus, der Patient habe unmittelbar nach 
dem Unfall keine relevanten Beschwerden gehabt. Bei Wiederaufnahme der Arbeit zwei Tage 
später – nach dem Wochenende – habe der Patient eine Kraftminderung in der rechten Hand 
bemerkt, welche sich am nächsten Tag zusätzlich akzentuiert habe. Zugleich habe er auch 
Temperatur-Missempfindungen verspürt. Er habe kurzzeitlich auch eine deutliche Verfärbung 
der Hand („schneeweiss“) bemerkt. Die Schmerzen seien nicht im Vordergrund gestanden, je-
doch eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit in der rechten Hand. Es hätten keine Nacken-
schmerzen bestanden und das Gefühl sei subjektiv intakt gewesen. St.n. CTS-OP rechts. Kli-
nisch und neurographisch könne ein relevanter posttraumatischer Nervenschaden praktisch 
ausgeschlossen werden, insbesondere bestehe kein Hinweis für ein Rezidiv des Karpaltunnel-
Syndroms rechts. Bei positiven Tinel-Zeichen über Ulno-Karpalgelenk rechts, fraglicher Atro-
phie und Denervationszeichen im M. interosseus dorsalis I rechts dürfte wahrscheinlich eine 
leichte Ulnaris-Neuropathie über Loge de Guyon vorliegen, was jedoch die Gesamtklinik nicht 
erkläre. Aufgrund der deutlich eingeschränkten Fingerbeweglichkeit, im Seitenvergleich mar-
kanten Schwellung der Finger sowie vom Patient berichteten vegetativen Störungen (wechseln-
de Temperatur-Missempfindungen zwischen warm und kalt sowie weissliche Verfärbung der 
Finger) sei am ehesten von einem beginnenden CRPS auszugehen.  
 
Mit Schreiben vom 8. Juli 2014 führte Dr. G.____ aus, unter der eingeleiteten Ergotherapie sei 
die CRPS-Symptomatik zwischenzeitlich deutlich regredient, der Patient berichte über eine 
Kraftzunahme in der Hand um ca. 30 %. Neurologisch könne das initial vermutete Loge de 
Guyon-Syndrom rechts aktuell nun auch neurographisch bestätigt werden, wobei die Läsions-
höhe eher proximal zu vermuten sei.  
 
4.3 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, hielt am 18. Juli 2014 fest, es sei zumindest nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass ein Loge de Guyon-Syndrom 3 Tage nach einer Kontusion symptomatisch 
werde. Ursachen für dieses Syndrom seien nicht einmalige Ereignisse ohne sonstige strukturel-
le Läsionen.  
 
4.4 Dr. med. I.____, FMH Medizinische Radiologie/Radiodiagnostik, J.____ Radiologie, 
nahm am 11. Juli 2014 eine Röntgen-Arthrographie und eine Magnetresonanz-Tomographie 
des Handgelenks rechts vor. In seiner Beurteilung führte er aus, es liege ein mehrkammriges 
Handgelenksganglion ulnar palmar in der Region der Guyon-Loge vor, welches vermutlich zu 

 

 
 
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einer Beeinträchtigung des Nervus ulnaris führe. Es würden keine Fraktur und keine Bandläsio-
nen vorliegen. Der TFCC sei intakt. 
 
4.5 Dr. C.____ hielt in seiner Beurteilung vom 14. August 2014 fest, bei der Magnetreso-
nanz-Tomographie zwei Monate nach dem Ereignis vom 9. Mai 2014 hätten keine strukturellen 
Unfallfolgen nachgewiesen werden können. Die aller Wahrscheinlichkeit nach das Syndrom 
verursachenden Ganglien seien nicht nur mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, sondern mit 
an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als Folge des Ereignisses anzusehen. Völlig 
untypisch für Unfallfolgen sei auch, dass zunächst Beschwerdefreiheit bestehe und erst zwei 
bis drei Tage später sich zunehmend Beschwerden einstellen würden. Er komme zu der Beur-
teilung, dass das Loge de Guyon-Syndrom rechts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
unfallbedingt, sondern durch vorbestehende krankhafte Veränderungen, verursacht sei. Selbst 
eine vorübergehende Traumatisierung sei eher unwahrscheinlich. Dazu hätten die Beschwer-
den unmittelbar nach dem Ereignis und nicht erst zwei bis drei Tage später auftreten müssen.  
 
4.6 Mit Schreiben vom 24. November 2014 führte Dr. G.____ aus, beim Patienten sei in 
der Vorgeschichte ein Karpaltunnel-Syndrom bekannt, welches früher operiert worden sei. Be-
troffen sei dabei der N. medianus. Am 9. Mai 2014 habe sich der bekannte Unfall ereignet. Die 
anschliessenden Beschwerden in der rechten Hand seien sowohl klinisch als auch elektrophy-
siologisch einem anderen Nerv zuzuordnen (N. ulnaris). Diese Beschwerden seien nicht durch 
das frühere Karpaltunnel-Syndrom zu erklären.  
 
4.7 Am 2. Dezember 2014 führte Dr. C.____ aus, der behandelnde Neurologe  
Dr. G.____ habe in seinem eigenen Befund vom 20. Juni 2014 eine „leichte Ulnaris-
Neuropathie, die Gesamtklinik nicht erklärend“, und auch nur „wahrscheinlich“ beschrieben. 
Ausserdem sei der Befund symmetrisch, was gegen eine Unfallgenese spreche.  
 
Am 7. Januar 2015 nahm Dr. C.____ zum Bericht von Dr. G.____ vom 24. November 2014 
Stellung und verwies vorweg auf seine Beurteilung vom 14. August 2014. Neue medizinische 
Informationen würden nicht vorliegen. Ursächlich für das Loge de Guyon-Syndrom rechts sei 
sehr wahrscheinlich ein mehrkammriges Handgelenksganglion in der Region dieser Loge, wel-
ches auf den Nervus ulnaris Druck ausübe. Bereits in der Beurteilung vom 14. August 2014 
habe er erläutert, dass dieses mehrkammrige Handgelenksganglion nicht überwiegend wahr-
scheinlich als Unfallfolge eines zwei Monate vorher stattgehabten Ereignisses zu werten sei. 
Insgesamt seien keine strukturellen Läsionen nachgewiesen, welche als Unfallfolge zu werten 
seien. Aktuelle Beschwerden seien nicht überwiegend wahrscheinlich als Unfallfolge zu werten.  
 
4.8 In der chirurgischen Beurteilung vom 2. November 2015, welche von der Beschwerde-
gegnerin im Verfahren vor Bundesgericht eingereicht wurde, gelangte Dr. F.____ zum Schluss, 
dass bei traumatischer Gangliongenese zwingend eine strukturelle Läsion vorliegen müsse, 
was im vorliegenden Fall gerade nicht dokumentiert sei. Eine traumatisch verursachte akute 
Schädigung des Nervus ulnaris müsste zudem zu unmittelbar auftretenden Beschwerden füh-
ren. Ein traumatisch verursachtes Ganglion könnte erst nach der abgeschlossenen Narbenbil-
dung der unfallursächlich verletzten Strukturen und damit mit erheblicher zeitlicher Verzögerung 

 

 
 
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auftreten. Eine unfallkausale Verdickung oder Vergrösserung eines bestehenden Ganglions sei 
basierend auf der Entstehungspathogenese bei nicht nachgewiesenem strukturellem Schaden 
nicht möglich. 
 
4.9 Gemäss der ebenfalls im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichten Abhandlung der 
Schulthessklinik zum Handgelenkganglion werden Ganglien meist durch einen Überlastungs- 
oder Abnutzungsprozess ausgelöst.  
 
4.10  Im ebenfalls erst vor Bundesgericht eingereichten Artikel von Prof. E.____, weist dieser 
unter anderem darauf hin, dass ein unmittelbar nach einem Unfall festgestelltes Ganglion nicht 
als Verletzungs- oder Unfallfolge gedeutet werden könne, da die Entwicklung jedes Ganglions 
Zeit brauche. Ganglien könnten zwar traumatisch bei Vorliegen von Narben bildenden Verlet-
zungen entstehen, wobei die Entwicklungszeit mindestens drei Monate betragen würde 
(E.____, a.a.O., S. 184). 
 
5. Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass das Kantonsgericht im Rahmen des Untersu-
chungsgrundsatzes alle vorliegenden Unterlagen, auch solche, welche von den Parteien erst im 
bundesgerichtlichen Verfahren eingereicht wurden, zu berücksichtigen und zu würdigen hat 
(vgl. oben E. 2.4).  
 
Anzumerken bleibt weiter, dass das Kantonsgericht mit Schreiben vom 19. August 2016 dem 
Beschwerdeführer die Möglichkeit gegeben hat, zu den von der Beschwerdegegnerin vor Bun-
desgericht eingereichten Unterlagen Stellung zu nehmen, womit ihm das rechtliche Gehör ge-
währt wurde. 
 
5.1 Unbestritten ist, dass die rechtsseitigen Handgelenksbeschwerden durch das diagnos-
tizierte Loge-de-Guyon-Syndrom verursacht werden, indem der Nervus ulnaris im Guyon-Kanal 
eingeklemmt wird. Aufgrund der Aktenlage ist überwiegend wahrscheinlich, dass der Nervus 
ulnaris durch ein Ganglion beeinträchtigt wird.  
 
Gestützt auf die von der Beschwerdegegnerin im bundesgerichtlichen Verfahren neu einge-
reichten Beweismittel ist medizinisch nachvollziehbar erklärt, dass vorliegend eine traumatisch 
bedingte Ganglienbildung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist. Aus den 
Ausführungen von Dr. F.____ ergibt sich folgendes: Wird der Nervus ulnaris traumatisch akut 
geschädigt (z.B. durch Kontusion, Blutung, Bänderriss u.a), treten unmittelbar Symptome auf. 
Vorliegend traten die Symptome erst 2 - 3 Tage nach dem Unfallereignis auf und es wurden 
auch keine strukturellen Läsionen nach dem Unfall dokumentiert, so dass davon auszugehen 
ist, dass der Nervus ulnaris nicht traumatisch akut geschädigt wurde. Wird aber der Nervus ul-
naris durch ein unfallursächliches Ganglion irritiert, geschieht dies durch einen langsam verlau-
fenden Prozess. Dabei braucht es als Voraussetzung für eine Ganglionbildung eine abge-
schlossene Narbenbildung der unfallursächlich verletzten Strukturen, was frühestens nach drei 
Monaten der Fall ist. Vorliegend wurde das mehrkammrige Ganglion ulnar palmar in der Region 
der Guyon-Loge bildgebend am 11. Juli 2014, also bereits zwei Monate nach dem Unfallereig-
nis, festgestellt und zudem sind keine verletzten Strukturen dokumentiert. Eine traumatisch be-

 

 
 
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dingte Vergrösserung eines vorbestandenen Ganglions setzt ebenfalls strukturelle Verletzungen 
bzw. strukturelle Weichteilveränderungen voraus, die – wie bereits ausgeführt – nicht vorliegen.  
 
Damit kann festgestellt werden, dass das Ganglion und die sich daraus ergebenden Beschwer-
den nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. 
 
5.2.1 Der Beschwerdeführer bringt mit Schreiben vom 19. Oktober 2016 gegen die Beurtei-
lung der Unfallkausalität durch Dr. F.____ vor, diese Beurteilung sei lediglich gestützt auf die 
Akten und ohne persönliche Erhebung der vollständigen Anamnese durch die Gutachterin er-
stellt worden und sei deshalb nicht zulässig.  
 
Mit diesem Einwand dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ist eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten nicht an sich 
als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukom-
men, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht. Aktengutachten sind ins-
besondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen 
Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der 
Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In 
diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen 
Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung 
deutlich gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 
mit Hinweisen). Eine solche Konstellation liegt hier vor. Dr. F.____ hatte gestützt auf die vor-
handenen medizinischen Akten hauptsächlich eine Kausalitätsbeurteilung vorzunehmen, d.h. 
darüber zu befinden, ob die vom Versicherten geklagten Beschwerden über den 25. Juli 2014 
hinaus noch auf das Unfallereignis vom 9. Mai 2014 zurückzuführen sind oder ob diese auf un-
fallfremden Ursachen beruhen. Vorliegend ist unbestritten, dass die Schmerzen des Beschwer-
deführers aufgrund eines Ganglions entstanden sind. Fraglich ist, ob dieses Ganglion durch den 
Unfall entstanden ist oder nicht. Bei dieser Fragestellung konnte eine ausschliesslich gestützt 
auf die Akten erstellte Beurteilung durchaus Klärung bringen. 
 
5.2.2 Im Verfahren vor Bundesgericht hat der Beschwerdeführer zudem noch geltend ge-
macht, beim ärztlichen Bericht von Dr. F.____ handle es sich um ein Parteigutachten, da Dr. 
F.____ Ärztin des Kompetenzzentrums der SUVA sei. Dies sei bei der Beweiswürdigung mit-
einzubeziehen.  
 
Nach der Rechtsprechung kommt zwar den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärz-
te nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gut-
achten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, solche Berichte sind 
aber, wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), soweit zu berücksichtigen, als keine – auch nur 
geringe – Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 
E. 4.7). Vorliegend ist kein Anlass ersichtlich, an der Richtigkeit der Feststellungen von 
Dr. F.____, welche sich im Übrigen auf die – versicherungsexternen – Abhandlungen der 
Schulthessklinik sowie auf den Artikel von Prof. E.____ stützt, zu zweifeln. Es ist vielmehr fest-

 

 
 
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zuhalten, dass sich Dr. F.____ in ihrem Bericht ausführlich mit den bei den Akten liegenden 
medizinischen Unterlagen auseinandersetzt und dass sie eine schlüssige Beurteilung der fragli-
chen Unfallkausalität vornimmt. Dazu kommt, dass einerseits auch der Kreisarzt Dr. C.____ 
dieselbe Meinung vertritt und andererseits der behandelnde Arzt Dr. G.____ in seinen Beurtei-
lungen nie konkret zur Frage der Kausalität Stellung bezieht.  
 
6. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin ihre Versiche-
rungsleistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 9. Mai 2014 zu Recht per 25. Juli 
2014 eingestellt hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 9. Januar 2015 er-
hobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Stellt man vorliegend ausschliesslich auf den Prozessausgang ab, so 
handelt es sich beim Beschwerdeführer um die unterliegende und bei der SUVA um die obsie-
gende Partei mit der Folge, dass dem Beschwerdeführer nach dem Wortlaut der genannten 
Bestimmung keine Parteientschädigung zustehen würde und die ausserordentlichen Prozess-
kosten stattdessen wettzuschlagen wären. Nun gilt es allerdings zu beachten, dass das damali-
ge EVG in ständiger Rechtsprechung zum Parteientschädigungsrecht im Rahmen der bundes-
rechtlichen Vorschriften über die Parteientschädigung im kantonalen Beschwerdeverfahren – 
wie etwa die damaligen Bestimmungen von Art. 85 Abs. 2 lit. f des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 und Art. 108 Abs. 1 
lit. g UVG – das Verursacherprinzip anerkannt hat. Danach hat unnötige Kosten zu bezahlen, 
wer sie verursacht hat (BGE 125 V 375 E. 2b). Dementsprechend kann keine Parteientschädi-
gung beanspruchen, wer zwar im Prozess obsiegt, sich aber den Vorwurf gefallen lassen muss, 
er habe es wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht selber zu verantworten, dass ein unnötiger 
Prozess geführt worden sei (Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2004 ALV Nr. 8 
E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Andererseits kann das Verursacherprinzip aber auch dazu 
führen, dass die Behörde einer unterliegenden Partei die Parteikosten zu ersetzen hat, wenn 
sie das Verfahren durch einen Fehler veranlasst oder wenn sie der Beschwerde führenden Par-
tei – unter damaliger Optik – zumindest berechtigten Anlass zur Ergreifung des Rechtsmittels 
gegeben hat (vgl. zum Ganzen: MARTIN BERNET, Die Parteientschädigung in der schweizeri-
schen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.). Diese im Rahmen von altArt. 85 Abs. 2 
lit. f AHVG sowie altArt. 108 Abs. 1 lit. g UVG entwickelten Grundsätze zum Anspruch auf Par-
teientschädigung im kantonalen Beschwerdeverfahren haben unter der Herrschaft des ATSG 
weiterhin Geltung und sind demnach für die Auslegung von Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG massge-
bend (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1). 
 
7.2.1 Die SUVA stützte sich im vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 9. Ja-
nuar 2015 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf die Beurtei-
lungen von Dr. C.____ ab. Das Kantonsgericht kam in seinem Urteil vom13. August 2015 zum 

 

 
 
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Schluss, dass die SUVA den Nachweis des Wegfalls der Unfallkausalität nicht erbracht habe 
und hiess deshalb die Beschwerde des Versicherten gut. Das Bundesgericht hat nun im Ent-
scheid vom 20. Juni 2016 festgehalten, dass der Sachverhalt ungenügend abgeklärt sei und hat 
die Angelegenheit deshalb ans Kantonsgericht zurückgewiesen. Das Urteil des Bundesgerichts 
macht deutlich, dass die Erhebung der Beschwerde durch den Versicherten jedenfalls insoweit 
begründet war, als er darin in zutreffender Weise die vorinstanzliche Abklärung und Würdigung 
des medizinischen Sachverhalts beanstandete. Dies wiederum zeigt, dass der Versicherte – 
unter damaliger Optik – ausreichende Veranlassung hatte, den Einspracheentscheid der SUVA 
vom 9. Januar 2015 beim Kantonsgericht anzufechten. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es 
sich, dem Beschwerdeführer für die von seinem Rechtsvertreter im Zeitraum ab Zustellung des 
Einspracheentscheides vom 9. Januar 2015 bis und mit der Urteilsberatung vom 13. August 
2015 erbrachten notwendigen Bemühungen eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten 
der SUVA zuzusprechen. Für diese Lösung spricht auch der Umstand, dass der Versicherte in 
gleicher Weise Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der SUVA ge-
habt hätte, wenn das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 13. August 2015 den 
angefochtenen Einspracheentscheid aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts an die SUVA zurückgewiesen hätte. Bei dieser Vorgehenswei-
se des Gerichts gilt nämlich nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Beschwer-
de führende Person als (vollständig) obsiegende Partei, welche gemäss Art. 61 lit. g ATSG An-
spruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten des betroffenen Sozialversicherers hat (vgl. 
BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen).  
 
7.2.2 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 4. Juli 2015 
für den Zeitraum ab Zustellung des Einspracheentscheides vom 9. Januar 2015 bis zur Urteils-
beratung vom 13. August 2015 einen Zeitaufwand von 6 Stunden geltend gemacht, was sich 
umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemes-
sen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für 
durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu ent-
schädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote für den genannten Zeit-
raum ausgewiesenen Auslagen von Fr. 78.--. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Partei-
entschädigung in der geltend gemachten Höhe von Fr. 1‘704.20 (6 Stunden à Fr. 250.-- + Aus-
lagen von Fr. 78.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzu-
sprechen. 
 
7.2.3 Die nach dem Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2016 angefallenen ausseror-
dentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. 
 
7.3 Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner Honorarnote vom 15. November 
2016 für die Periode nach der Urteilsberatung vom 13. August 2015 einen Zeitaufwand von 1,5 
Stunden und Auslagen von Fr. 26.-- ausgewiesen, was umfangmässig nicht zu beanstanden ist. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist der Rechtsvertreter für diesen von 
der vorstehenden Parteientschädigung nicht erfassten Zeitaufwand und die genannten, in der 
Parteientschädigung nicht berücksichtigten Auslagen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 
Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 

 

 
 
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(in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbei-
ständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 352.10 (1,5 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 26.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) 
aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
7.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr.  1‘704.20 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen. 

Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers überdies ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 352.10 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der 
Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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