# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00b1d369-cecd-5252-9922-7339fd241d18
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 12.10.2020 ZK2 2020 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2020-1_2020-10-12.html

## Full Text

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\n       	Kantonsgericht Schwyz

\n       	1

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\n   Beschluss vom 12. Oktober 2020
\n   ZK2 2020 1
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\n      	Mitwirkend

\n      	Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin,
Kantonsrichterinnen Dr. Veronika Bürgler Trutmann und lic. iur. Jeannette Soro,
Gerichtsschreiberin lic. iur. Gabriela Thurnherr.

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\n      	In Sachen

\n      	A.________,
Gesuchsgegner und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
C.________,
Gesuchstellerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
 
 
 

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\n      	betreffend

\n      	Eheschutz (Ehegattenunterhalt)

\n     \n    \n   \n   (Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Einsiedeln vom 23. Dezember 2019, ZES 2019 102);-
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\n   hat die 2. Zivilkammer,
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\n    nachdem sich ergeben und in Erwägung:
\n   1. A.________ und C.________ heirateten am ________ in Einsiedeln. Sie haben keine gemeinsamen Kinder (vgl. Vi-act. A/1, D/2 und D/3). Seit dem 15. April 2019 leben sie getrennt (Vi-act. A/2, S. 1 und A/3, S. 1).
\n   a) C.________ reichte am 30. Juli 2019 beim Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln ein Eheschutzgesuch ein, womit sie die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes per 1. September 2019, die Zusprechung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen von Fr. 1‘200.00 ab 1. September 2019 und die Zuteilung der Wohnung an sich beantragte, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Ehemannes (Vi-act. A/1).
\n   Anlässlich der Verhandlung vom 13. August 2019 wurden die Parteien befragt, woraufhin beide Parteien Stellung nahmen. Die anschliessende Einigungsverhandlung verlief ergebnislos (Vi-act. A/2). Gleichentags liess der Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln den Parteien einen gerichtlichen Vergleichsvorschlag zukommen (Vi-act. D/7), welchen jedoch nur C.________ innert Frist unterzeichnete.
\n   b) Mit schriftlicher Stellungnahme vom 2. September 2019 beantragte A.________, inzwischen anwaltlich vertreten, Folgendes (Vi-act. A/3):
\n   1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 1. April 2019 getrennt voneinander leben und sie seien zum Getrenntleben für berechtigt zu erklären.
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\n   2. Es sei festzustellen, dass sich die Ehegatten gegenseitig keinen Unterhalt schulden.
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\n   3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Ehefrau.
\n   Mit Eingabe vom 13. September 2019 beantragte die nun ebenfalls anwaltlich vertretene C.________ die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Vi-act. A/4).
\n   Der Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln verfügte am 23. Dezember 2019 Folgendes:
\n   1. (Getrenntleben per 15. April 2019)
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\n   2. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau an deren Unterhalt folgende Unterhaltsbeiträge monatlich und im Voraus zu bezahlen:
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\n   - CHF 1’200.00 ab 15.04.2019 (pro rata temporis) bis 
\n   31.03.2020;
\n    - CHF 1’145.00 ab 01.04.2020.
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\n   3. Diese Unterhaltsregelung basiert auf folgenden Einkommensverhältnissen:
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\n    Ehemann: CHF 5’840.00 netto pro Monat, inkl. Anteil 
\n   13. Monatslohn;
\n    Ehefrau: CHF 2’080.00 netto pro Monat, inkl. Anteil 
\n   13. Monatslohn und Zuschläge im April 2019 (50 %-Pensum);
\n      CHF 2’890.00 netto pro Monat, inkl. Anteil 
\n   13. Monatslohn und Zuschläge in der Zeit vom 01.05.2019 bis 31.07.2019 und vom 01.10.2019 bis 31.03.2020 (70 %-Pensum);
\n   CHF 3’285.00 netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn und Zuschläge in der Zeit vom 01.08.2019 bis 30.09.2019 und ab 01.04.2020 (80 %-Pensum).
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\n    4. (Abschreibung Zuweisung der Wohnung)
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\n   5. Die Gerichtskosten werden auf CHF 1’500.00 festgesetzt. Sie werden dem Ehemann auferlegt.
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\n   6. Der Ehemann wird verpflichtet, die Ehefrau ausserrechtlich mit CHF 30.00 zu entschädigen.
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\n   7. (Abweisung URP-Gesuch der Ehefrau)
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\n   8./9. (Rechtsmittel, Zustellung)
\n   c) Dagegen erhob A.________ (nachfolgend Berufungsführer) am 3. Januar 2020 Berufung mit folgenden Anträgen (KG-act. 1):
\n   1. Es seien Dispositiv Ziffern 2 (Unterhalt), 3 (Grundlagen der Unterhaltsberechnung), 5 (Gerichtskosten) und 6 (Umtriebsentschädigung) der Verfügung des Einzelrichters Einsiedeln (ZES 2019 102) aufzuheben.
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\n   2. Es sei in Abänderung von Dispositiv Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung festzustellen, dass sich die Ehegatten gegenseitig keinen Ehegattenunterhalt schulden.
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\n   3. Es seien in Abänderung von Dispositiv Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung die Einkommensverhältnisse der Parteien wie folgt festzulegen:
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\n    - Ehemann: CHF 5’405.00 netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn;
\n    - Ehefrau: CHF 3’602.00 netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn bis 31. Dezember 2019; CHF 4’502.00 netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn ab 1. Januar 2020
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\n   4. Es seien in Abänderung von Dispositiv Ziffer 5 der angefochtenen Verfügung die Gerichtskosten der Ehefrau aufzuerlegen.
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\n   5. Es sei in Abänderung der angefochtenen Verfügung die Ehefrau zu verpflichten, den Ehemann angemessen ausseramtlich zu entschädigen.
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\n   6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der Ehefrau.
\n   Mit Berufungsantwort vom 21. Januar 2020 beantragte C.________ (nachfolgend Berufungsgegnerin) die vollumfängliche Abweisung der Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten des Berufungsklägers (KG-act. 7).
\n   Die Parteien reichten weitere Stellungnahmen am 3. Februar 2020 (Berufungsführer, KG-act. 9), am 19. Februar 2020 (Berufungsgegnerin, KG-act. 12) und am 24. Februar 2020 (Berufungsführer, KG-act. 14) ein.
\n   2. Der Berufungsführer macht in formeller Hinsicht eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, weil der Vorderrichter seine Stellungnahme vom 2. September 2019 als unbeachtlich bezeichnete (KG-act. 1, S. 4). Der Vorderrichter erachtete das summarische Verfahren nach Durchführung der mündlichen Verhandlung vom 13. August 2019 mit Parteibefragung, Stellungnahmen beider Parteien und Einigungsverhandlung als abgeschlossen. Die vom Berufungsführer unaufgefordert eingereichte Stellungnahme vom 2. September 2019 sei deshalb unbeachtlich (angef. Verfügung, E. 1.1).
\n   a) Der Anspruch auf rechtliches Gehör (