# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8454cfd-a37d-5bec-8513-b7f8d50e6ec3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.09.2018 720 18 183/256
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-183-256_2018-09-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. September 2018 (720 18 183 / 256) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Dem verwaltungsextern eingeholten Gut-

achten kommt ausschlaggebender Beweiswert zu 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Martina Somogyi 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Carole Held, Rechtsan-
wältin, Rechtsdienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 
4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1972 geborene und zuletzt als Logistiker bei der G.____ AG in H.____ in einem 
100 % Pensum tätige A.____ wurde am 14. Oktober 2015 durch seinen Hausarzt und Rheuma-
tologen Dr. med. B.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, zur Früherfassung bei der 
IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) gemeldet. Am 4. Februar 2016 meldete sich A.____ unter 
Hinweis auf Rückenschmerzen bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Vom 18. Juli 2016 bis 
21. Oktober 2016 wurden berufliche Massnahmen beim I.____, einem Verein, der unter ande-

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rem Privatpersonen bei der Laufbahnplanung, beim Stellenwechsel oder vor der Pensionierung 
berät und unterstützt, durchgeführt. Nach Abklärung seiner gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines psychiatrischen und eines rheumatologischen 
Gutachtens von Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie, respektive Dr. med. D.____, FMH Rheuma-
tologie und Innere Medizin, welche am 13. bzw. 15. Juni 2018 erstellt wurden, lehnte die IV-
Stelle nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens einen Rentenanspruch des Versicherten 
mit Verfügung vom 25. April 2018 in Anwendung der allgemeinen Bemessungsmethode des 
Einkommensvergleichs aufgrund eines Invaliditätsgrades von 13 % ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Carole Held, am 30. Mai 2018 Be-
schwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
ab 1. September 2016 eine Dreiviertelsrente aufgrund einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit und 
unter Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von 20 %, eventualiter eine halbe Rente 
unter Berücksichtigung einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit und unter Gewährung eines leidens-
bedingten Abzuges von 10 % auszurichten. Zur Begründung wird im Wesentlichen angeführt, 
dass mit Blick auf die nachvollziehbar begründeten und den gutachterlichen Feststellungen ent-
gegengesetzten Ausführungen und Einschätzungen des behandelnden Rheumatologen 
Dr. B.____ das Gutachten von Dr. D.____ in Zweifel zu ziehen sei. Abgestützt werden solle auf 
die klaren Befunde und Beurteilungen von Dr. B.____, der den Patienten über Jahre begleitet 
habe und deswegen nachvollziehbar eine noch vorhandene Restarbeitsfähigkeit von lediglich 
50 % begründen könne. 
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 13. Juni 2018 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde des Versicherten vom 30. Mai 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht 
abgelehnt wurde. 
 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). 
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die Fra-
ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen arbeitsunfähig ist. 
 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469  E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte 
von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die 
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einer-
seits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits (BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 
heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt 
nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 
weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschät-

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf-
drängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretati-
on entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un-
gewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit 
Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-
Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä-
rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan-
ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im Wesentlichen die folgenden medizi-
nischen Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
6.2 Dr. B.____ diagnostizierte im ersten ärztlichen Zeugnis vom 27. September 2015 eine 
akute Exazerbation eines chronisch rezidivierenden lumbovertebralen Schmerzsyndroms mit 
radikulärem Reizsyndrom L4/5, L5/S1 links. Der Patient sei seit dem 17. August 2015 zu 100 % 
arbeitsunfähig.  
 
6.3 Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, attestierte mit Arztbericht vom 
29. Dezember 2015 ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit intermittierendem radikulärem 
Reiz L4 links bei mediolateraler Diskushernie L3/4 links und L4/5 rechts und äusserte einen 
hohen Verdacht auf eine chronische Schmerzstörung mit Tendenz zur Aggravation. 
 
6.4 Mit Arztbericht vom 22. Februar 2016 bestätigte Dr. B.____ folgende Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisch-rezidivierendes lumobvertebrales 
Schmerzsyndrom mit intermittierendem radikulärem Reiz L4/5 und L5/SI links, MRI LWS 09/15: 
breitbasige, grössenprogrediente mediolateral links liegende Diskushernie LWK 3/4 mit reces-
saler Kompression der Nervenwurzel L4 links, grössenprogrediente mediolateral rechts liegen-
de Diskushernie LWK 4/5 mit recessaler Kompression der Nervenwurzel L5 rechts, breitbasige 
mediolateral rechts liegende unveränderte Diskushernie LWK 5/SWK I, epidurale Steroidinfiltra-
tion LWK 3/4 links 10/15 ohne Effekt, St.n. dreiwöchiger ambulanter Rehabilitation 01/16 ohne 
anhaltenden Effekt – sowie einen lateralen Knieschmerz links bei Verdacht auf Reizung des 
Ansatzes Tractus iliotibialis / Lig. Collaterale lat. An der 100%-igen Arbeitsunfähigkeit seines 
Patienten hielt er fest. Im Arztbericht vom 15. November 2016 ging er weiterhin von einer 
100%-igen Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten als Lagerist aus. Für leichte bis maximal mittel-
schwere Tätigkeiten dürfte längerfristig maximal eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit bestehen. Im 
Vordergrund stehe eine Vermeidung von Belastungen des Achselskelettes. Mit Schreiben vom 
9. Dezember 2016 führte Dr. B.____ aus, dass seine Einschätzung bezüglich der Arbeitsfähig-
keit im Umfang von 80 % zu optimistisch gewesen und die Arbeitsfähigkeit dementsprechend 
zu hoch eingestuft worden sei. Es bestehe in angepasster Tätigkeit für leichte Tätigkeiten eine 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Restarbeitsfähigkeit von ca. 40 %. Die Änderung seiner Einschätzung begründete er damit, 
dass die Krankheit sehr wechselhaft verlaufe und deshalb die Verschlechterung der Situation 
nicht vorhersehbar gewesen sei. 
 
6.5.1 In Folge der vom Hausarzt unterschiedlich beurteilten Arbeitsunfähigkeit beauftragte 
die Beschwerdegegnerin zur Abklärung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers 
Dr. D.____ und Dr. C.____ am 15. März 2017 mit der Erstellung eines bidisziplinären (rheuma-
tologisch-psychiatrischen) Gutachtens. 
 
6.5.2 Dr. D.____ diagnostizierte in seinem rheumatologischen Teilgutachten vom 
13. Juni 2017 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom 
mit/bei lumbosakraler Übergangsanomalie mit partieller Lumbalisation von S1 und mit/bei 
Chondrose L3/4 mit linksseitiger Duskushernie L3/4, Chondrose L4/5 mit rechtsseitiger Dis-
kushernie L4/5, Chondrose L5/S1 mit rechtsseitiger Diskushernie L5/S1 (MRI 
2. September 2015, 12. Januar 2017). Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wur-
den Knieschmerzen medial und lateral im vorderen Kniegelenksbereich beidseitig, ohne klini-
sches Korrelat festgehalten. Dr. D.____ ging für die bisherige Arbeit als Logistiker von einer 
100%-igen Arbeitsunfähigkeit aus, da es sich um eine körperlich mittelschwere bis schwere 
Arbeit handle. In Bezug auf eine Verweistätigkeit sei ab Februar 2016 von einer 100%-igen Ar-
beitsfähigkeit auszugehen. Vorausgesetzt sei, dass es sich nicht um eine mittelschwere oder 
schwere Tätigkeit handle. In Frage komme eine körperlich leichte Tätigkeit, bei welcher der 
Versicherte nicht über 10 kg heben, stossen oder ziehen müsse. Die leichte Tätigkeit bedinge, 
dass sie möglichst nicht repetitiv, nicht dauernd nur sitzend, nur stehend oder nur gehend vor-
genommen werden könne. Der Explorand solle zudem nicht in Zwangsstellungen, vornüberge-
beugt, repetitiv bückend oder dauernd Überkopf arbeiten müssen. 
 
6.5.3 Dr. C.____ stellte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 15. Juni 2017 keine 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit attestierte er eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10 F45.41). Weiter hielt er fest, dass der Explorand im Alltag und im Um-
gang mit seinen somatischen Beschwerden nicht durch psychische Beschwerden beeinträchtigt 
sei. Er ging deshalb von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten Tätigkeit 
als Logistiker als auch in jeder anderen Verweistätigkeit aus. 
 
6.5.4 In der Konsensbesprechung vom 13. Juni 2017 zwischen Dr. D.____ und Dr. C.____ 
wurde festgehalten, dass die rheumatologische Beurteilung als Gesamtbeurteilung für die Fä-
cher Rheumatologie und Psychiatrie gelte, da aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung in 
der Arbeitsfähigkeit bestehe. 
 
6.6 Dr. med. F.____, FMH Orthopädie und Physikalische und Rehabilitative Medizin, Arzt 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes beider Basel (RAD), hielt in seiner Stellungnahme vom 
10. Juli 2017 fest, dass den gutachterlichen Schlussfolgerungen gefolgt werden könne. 
 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.7 Mit Schreiben vom 12. September 2017 führte Dr. B.____ nochmals aus, dass er den 
Versicherten bereits seit Januar 2012 betreue. Während dieser Zeit habe er die mehrmaligen 
Schmerzschübe verfolgen können. Bildgebend bestünden unbestritten degenerative Verände-
rungen in der lumbalen Wirbelsäule. Dr. B.____ macht geltend, er habe versucht seinen Patien-
ten zu unterstützen und zu motivieren, sich trotz Schmerz wieder beruflich zu finden. Dement-
sprechend habe er am 15. November 2016 die Restarbeitsfähigkeit auf 80 % für leichte bis mit-
telschwere Tätigkeiten eingeschätzt. Nach erneuter Schmerzexazerbation, bei welcher sein 
Patient mit einer ausgeprägten schmerzbedingten Schiefhaltung und einer lumbalen Blockade 
bei ausgeprägtem muskulärem Hartspann in der Praxis erschienen sei, habe er am 
9. Dezember 2016 eine Restarbeitsfähigkeit von ca. 40-50 % festgehalten. Die drei Wochen 
davor diagnostizierte 80%-ige Arbeitsfähigkeit sei retrospektiv als optimistisch zu hoch einzu-
schätzen. Dr. B.____ kritisiert, dass in der gutachterlichen Untersuchung nicht berücksichtigt 
worden sei, dass es im Laufe der letzten Jahre immer wieder zu akuten Schmerzexazerbatio-
nen gekommen sei. Im Stadium dieser schubartig auftretenden Schmerzexazerbationen liege 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vor, auch für adaptiere, leichte Tätigkeiten. Es sei wahr-
scheinlich immer wieder mit Schmerzschüben und dadurch bedingter vollständiger Arbeitsunfä-
higkeit zu rechnen, da unbestritten mechanisch-degenerative Veränderungen der Lendenwir-
belsäule vorlägen. Somit ergäbe sich unter Berücksichtigung dieser Gesamtsituation aus soma-
tischer Sicht eine theoretische Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % für leichte, adaptierte Tätigkeiten. 
Es sollten immer wieder Pausen eingelegt werden und die Arbeitsposition sollte regelmässig 
gewechselt werden können. Dies könne beispielsweise bei einer Präsenzzeit von sechs Stun-
den täglich mit einer Arbeitsleistung von maximal vier Stunden erreicht werden; alternativ durch 
zwei Stunden am Vormittag und zwei Stunden am Nachmittag. 
 
6.8 In der Folge ersuchte die IV-Stelle den Gutachter Dr. D.____ um eine Stellungnahme 
zur abweichenden Einschätzung von Dr. B.____. Am 25. Oktober 2017 führte Dr. D.____ dazu 
aus, dass im Schreiben von Dr. B.____ vom 12. September 2017 keine neuen Aspekte erkenn-
bar seien, welche die gutachterliche Beurteilung ändern würden. Dr. D.____ machte geltend, 
dass er die degenerativen Veränderungen in seinem Gutachten breit gewürdigt habe, insbe-
sondere habe er zu den diversen MRI-Befunden ausgiebig Stellung genommen. Der Hausarzt 
stelle auf die subjektiven Angaben des Exploranden ab. Man könnte im Übrigen keine dauernde 
Arbeitsunfähigkeit mit vorübergehenden, respektive drohenden Arbeitsunfähigkeitsepisoden 
begründen, wie dies von Dr. B.____ getan werde. Rückenschmerzepisoden würden zum nor-
malen Leben gehören, was gemäss Statistiken der Versicherungsgesellschaften ausgewiesen 
sei. Derartige Episoden könnten selbstverständlich zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähig-
keit führen, nur lasse sich damit keine dauernde Arbeitsunfähigkeit begründen. Insgesamt sei 
deshalb an den Ausführungen in seinem Teilgutachten vom 13. Juni 2017 festzuhalten. 
 
6.9 In Würdigung dieser zusätzlichen Ausführungen von Dr. D.____ vom 25. Oktober 2017 
hielt Dr. F.____ mit Stellungnahme vom 15. November 2017 daran fest, dass auf das bidiszipli-
näre Gutachten abzustellen sei. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Ar-
beitsfähigkeit auf die Ergebnisse, zu denen die Dres. D.____ und C.____ in ihren Gutachten 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

vom 13. bzw. 16. Juni 2017 gelangt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicher-
te vollständig arbeitsunfähig in der angestammten Tätigkeit als Logistiker sei. Für eine ange-
passte Verweistätigkeit werde vorausgesetzt, dass es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit 
handle, bei der auf Heben, Stossen oder Ziehen über 10 kg verzichtet werde. Zudem solle die 
Tätigkeit möglichst nicht repetitiv, nicht dauernd sitzend, nicht nur stehend oder gehend ausge-
übt werden können. Zwangshaltungen sollten, ebenso wie vornübergebeugtes, repetitiv ge-
bücktes oder dauerndes Überkopf Arbeiten, vermieden werden. Für eine solch angepasste 
leichte Verweistätigkeit bestehe ab Februar 2016 eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. 
 
7.2 Primär gilt es festzustellen, dass das psychiatrische Teilgutachten vom 15. Juni 2017 
vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. In Bezug auf das rheumatologische Teilgutachten 
vom 13. Juni 2017 rügte der Beschwerdeführer weder die von Dr. D.____ gestellte Diagnose 
noch die attestierte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Logistiker. 
Umstritten ist einzig das Ausmass der Arbeitsfähigkeit für Verweistätigkeiten. Der Beschwerde-
führer machte geltend, dass er gestützt auf die Beurteilung von Dr. B.____ vom 
9. Dezember 2017 zu höchstens 50 % für leichte Tätigkeiten arbeitsfähig sei. Dessen Einschät-
zung basiere auf einer über fünfjährigen Behandlungsdauer seit Januar 2012, in welcher er den 
Beschwerdeführer wegen dessen Rückenbeschwerden therapiert habe und mehrfach wieder-
kehrende Schmerzschübe sowie die Degeneration der lumbalen Wirbelsäule habe mitverfolgen 
können. Dr. D.____ hingegen habe den Beschwerdeführer lediglich einmal gesehen. Dr. B.____ 
habe die über Jahre schubartig auftretenden Schmerzexazerbationen mit jeweils vollständigen 
Arbeitsunfähigkeiten für jegliche Tätigkeiten behandelt. Die Tatsache, dass selbst Dr. B.____ 
als behandelnder Rheumatologe im November 2016 vorübergehend eine zu optimistische Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit abgegeben habe, die er wenige Wochen später wieder habe 
revidieren müssen, bestätige die Unerlässlichkeit einer Längsschnittbeurteilung zur Feststellung 
der tatsächlich vorhandenen Restarbeitsfähigkeit. Das Gutachten von Dr. D.____ sei deshalb 
zumindest in Zweifel zu ziehen, so dass für einen Rentenentscheid nicht darauf abgestellt wer-
den könne. 
 
8.1 Fraglich ist also, ob den Berichten von Dr. B.____ so entscheidende Bedeutung zu-
kommt, dass sie als konkretes Indiz gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Einschätzun-
gen bewertet werden müssen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist vorab festzu-
stellen, dass lediglich bei verwaltungsinternen Gutachten, nicht aber bei Gutachten, die durch 
verwaltungsexterne Spezialärztinnen oder -ärzte erstellt worden sind, bereits geringe Zweifel 
genügen, um deren Beweiswert in Frage zu stellen (vgl. hiervor E. 4.4; BGE 122 V 157 E. 1c 
und d). Festgestellt werden kann, dass das bidisziplinäre Gutachten der Dres. D.____ und 
C.____ vom 13. bzw. 15. Juni 2017 auf eingehenden Beobachtungen und Untersuchungen ba-
siert. Beide Gutachter berichten nach Einsicht in die Akten und erörtern ihre Befunde in schlüs-
siger Weise. Sie beziehen Stellung zu den von den behandelnden Ärzten gestellten Diagnosen 
und begründen allfällige Diskrepanzen. Das bidisziplinäre Gutachten vermittelt ein hinreichen-
des Bild über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten, so dass es 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangt. Es entspricht damit den 
vom Bundesgericht verlangten Anforderungen. 
 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

8.2 Daran vermögen auch die Ausführungen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. 
Dr. B.____ schätzte im Arztbericht vom 15. November 2016 eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit so-
wohl für leichte als auch für mittelschwere Tätigkeiten als zumutbar ein. Diese Zumutbarkeits-
beurteilung hat er in Kenntnis der gescheiterten Eingliederungsmassnahmen beim I.____, bei 
welcher der Beschwerdeführer in einem 50 % Pensum Mahlzeiten transportiert und ausgeliefert 
hat, vorgenommen. Damit hat Dr. B.____ in einem ersten Schritt die Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers – im Gegensatz zu Dr. D.____ – sogar für mittelschwere Tätigkeiten bejaht. 
Wenn Dr. B.____ am 9. Dezember 2016 – d.h. gerade mal nach drei Wochen – seine Einschät-
zung zur Arbeitsfähigkeit dahingehend änderte, dass der Beschwerdeführer nur noch zu 50 % 
für leichte Tätigkeiten arbeitsfähig sei, ohne dafür eine nachvollziehbare Begründung zu nennen 
und ohne dass sich der Gesundheitszustand verändert hat, liegt es mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nahe, dass er bei seiner Beurteilung auf die subjektiven Angaben des Beschwer-
deführers abgestellt hat. Wenn der Beschwerdeführer sich insbesondere auf die fünfjährige Be-
handlungserfahrung von Dr. B.____ seit Januar 2012 beruft, ist umso weniger nachvollziehbar, 
wieso dieser innerhalb von drei Wochen seine Zumutbarkeitsbeurteilung von mittelschweren zu 
leichten Tätigkeiten und von einer 80%-igen zu einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit änderte. Das 
Gutachten ist gerade deshalb erstellt worden, weil der behandelnde Hausarzt unterschiedliche 
Einschätzungen vorgenommen hat. Es steht fest, dass beide hausärztlichen Beurteilungen im 
Gutachten gewürdigt worden sind. Es ist deshalb nicht ersichtlich, inwiefern die widersprüchli-
chen Hausarztberichte Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung von Dr. D.____ hervorrufen 
können sollen. Auch mit Bericht vom 12. September 2017 konnte Dr. B.____ keine neuen, 
nachvollziehbaren Aspekte hervorbringen, welche seine revidierte Einschätzung der Arbeitsfä-
higkeit begründeten, weshalb Dr. D.____ mit Stellungnahme vom 25. Oktober 2017 an seiner 
gutachterlichen Einschätzung festhielt. Damit sind im Gutachten schlussendlich keine Aspekte 
ungewürdigt geblieben. Insgesamt ist deshalb festzustellen, dass die Hausarztberichte keine 
konkreten Indizien präsentieren, die gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Einschät-
zung von Dr. D.____ sprechen. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb zu Recht auf die schlüs-
sigen gutachterlichen Ausführungen abgestellt und ist von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit für 
leichte adaptierte Tätigkeiten ausgegangen ist. 
 
9.1 In einem nächsten Schritt gilt es den Invaliditätsgrad zu berechnen. Wie bereits er-
wähnt (vgl. oben E. 3.5), ist dieser grundsätzlich aufgrund der allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens 
stellt sich die Frage, was der Beschwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und 
persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Dabei 
entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weiterge-
führt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens in 
der Regel der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung ange-
passte Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b). Ohne Gesundheitsschaden könnte 
der Beschwerdeführer gemäss den Akten und Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin in seiner 
angestammten Tätigkeit als Logistiker ein Jahreseinkommen von Fr. 69‘160.– (13 Monate x 
Fr. 5‘320.–) erzielen. Dies wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten. 
 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9.2 Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben da-
nach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung allfälli-
ger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage hypothetisch zu erzielen in der Lage wäre. Massgebend ist, welches die Ver-
dienstmöglichkeiten einer versicherten Person sind, von der anzunehmen ist, dass sie diese 
Verdienstmöglichkeiten denn auch voll ausnützt (Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2008, 
8C_664/2007, E. 6.2). Kann bei der Bemessung des Invalideneinkommens nicht auf das tat-
sächlich erzielte Erwerbseinkommen abgestellt werden, weil die versicherte Person nach Eintritt 
des Gesundheitsschadens ihre verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll 
ausschöpft, so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundes-
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 E. 2.3). Bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschadens zumutba-
rerweise erzielbaren Einkommens stützte sich die IV-Stelle auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor Total, Kompetenzniveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer, 
der LSE 2014. Dieses Vorgehen wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Dem-
nach belief sich das Total aller Männerlöhne im Kompetenzniveau 1 („einfache Tätigkeiten kör-
perlicher oder handwerklicher Art“) im Jahre 2014 auf Fr. 5'312.– monatlich, basierend auf 40 
Wochenstunden. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 0.3 % (vgl. BFS 
T1.1.10 Nominallohnindex Männer 2011-2015) und Umrechnung auf die betriebsübliche wö-
chentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Bundesamt für Statistik Dokument je-d-03.02.04.19) 
berechnete sie ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 66‘652.–. Dies wird vom Beschwer-
deführer nicht bestritten. Zusätzlich nahm die IV-Stelle einen leidensbedingten Abzug von 10 % 
für invaliditätsfremde Beeinträchtigungen vor, woraus ein jährliches Invalideneinkommen von 
Fr. 59‘987.– resultiert. Durch Gegenüberstellen von Valideneinkommen und Invalideneinkom-
men hatte sie einen Invaliditätsgrad von 13 % berechnet. Aufgrund dieses Ergebnisses lehnte 
sie einen Rentenanspruch mangels Erreichens des hierfür massgebenden Schwellenwerts (vgl. 
E. 3.4) zu Recht ab. Selbst bei einem maximal zulässigen Abzug von 25 % würde kein Renten 
begründender Invaliditätsgrad resultieren. Das Invalideneinkommen beliefe sich diesfalls auf 
Fr. 49‘989.–, woraus sich ein Invaliditätsgrad von 28 % ergeben würde. Damit ist auch die Rüge 
des Beschwerdeführers bezüglich leidensbedingtem Abzugs hinfällig. 
 
10. Insgesamt ist festzuhalten, dass vorliegend auf das bidisziplinäre Gutachten von 
Dr. D.____ und Dr. C.____ abzustellen und dem Beschwerdeführer die Ausübung einer an sei-
ne Leiden angepasste leichte Tätigkeit im Rahmen von 100 % zuzumuten ist. Die Ermittlung 
des Validen- und Invalideneinkommen erfolgte korrekt weshalb festzustellen ist, dass die Verfü-
gung vom 25. April 2018 keinen Anlass zur Beanstandung gibt und die IV-Stelle zu Recht die 
Ausrichtung der Rente ablehnte. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.  
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.– bis Fr. 1'000.– festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.– 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. 
 
11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 

 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht