# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15c0962d-a66b-5059-b4a4-29173eb3bcc8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.05.2008 UV 2007/100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-100_2008-05-07.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/100

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.05.2020

Entscheiddatum: 07.05.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 07.05.2008
Art. 6 UVG: Aufgrund der Aktenlage ist mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer beim 
Unfall vom 15. Mai 2002 weder ein Schädel-Hirntrauma noch eine HWS-
Distorsion oder eine äquivalente Verletzung erlitten hat, weshalb der 
natürliche Kausalzusammenhang verneint werden musste (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Mai 2008, UV 2007/100)

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 7. Mai 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, Vadianstrasse 44, 

Postfach 262, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1960 geborene S.___ war als Mitarbeiter in der Blechbearbeitung bei der 

A.___ tätig und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als am 15. Mai 2002 ein Metallgestell umkippte und auf den Versicherten fiel 

(Suva-act. 1). Nach einer am Unfalltag durchgeführten ambulanten Behandlung in der 

Zentralen Notfallabteilung des Kantonsspitals St. Gallen wurde eine Rückenkontusion 

diagnostiziert (Suva-act. 3). Als Befunde wurden ein muskulärer Hartspann ab HWS 

nach distal und eine exquisite Druckdolenz des thorakolumbalen Übergangs mit 

Ausstrahlung nach kranial erhoben. Die röntgenologische Untersuchung von BWS und 

LWS ergab keine Hinweise auf Frakturen. Im ärztlichen Zwischenbericht vom 22. 

Januar 2003 (Suva-act. 11) erklärte Dr. med. B.___, Facharzt FMH für 

Allgemeinmedizin, die Behandlung für abgeschlossen. Dr. med. C.___, 

Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie am Rosenberg, diagnostizierte nach einer 

Untersuchung vom 31. März 2003 (Suva-act. 19) eine Zervikobrachialgie rechts bei 

Stabilitätsstörung C4/5. Die geklagten Beschwerden (Nacken- und Armschmerzen 

rechts) dürften auf die Dysstabilität C4/5 zurückzuführen sein. Vom 15. Januar bis 5. 

Februar 2004 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der Rheinburg-Klinik in 

Walzenhausen. Im Austrittsbericht vom 5. Februar 2004 (Suva-act. 18) wurden die 

Diagnosen eines zervikospondylogenen Schmerzsyndroms rechts bei/mit Status nach 

Kontusion der rechten Körperseite, Schädel-Hirntrauma I. Grades (Bewusstlosigkeit 

von 30 Minuten) und neuropsychologischen Funktionsstörungen, chronischer 

vertebrogenen Schmerzen sowie einer leichten depressiven Verstimmung gestellt. Die 

Behandlungen der ab März 2003 als Rückfall zum Unfall vom 15. Mai 2002 gemeldeten 

Nacken- und Armbeschwerden wurden durch die Suva übernommen (Suva-act. 24). 

Die Taggeldleistungen der Suva wurden per 31. August 2004 eingestellt, nachdem ab 

1. September 2004 für leichte bis mittelschwere Arbeiten eine volle Arbeitsfähigkeit 

attestiert wurde (Suva-act. 21 und 24). Die Kosten für die notwendigen Behandlungen 

wurden weiterhin durch die Suva übernommen (Suva-act. 24). Mit Schreiben vom 15. 

November 2005 wurde der Schadenfall durch die Suva abgeschlossen (Suva-act. 44). 

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Am 30. Mai 2006 teilte der Versicherte der Suva mit, dass sich sein Zustand 

verschlimmert habe und er wieder bei Dr. B.___ in Behandlung sei (Suva-act. 45). Dr. 

C.___ diagnostizierte am 14. August 2006 (Suva-act. 50) eine Zervikobrachialgie, eine 

Zervikozephalgie mit Dysstabilität C4/5 posttraumatisch und ein massives 

Dekonditionierungssyndrom. Kreisarzt Dr. med. D.___ führte am 1. September 2006 

aus, dass die muskuläre Dekonditionierung beim Versicherten eine Exazerbation eines 

degenerativen krankhaften Wirbelsäulenleidens mit wahrscheinlichen Beschwerden 

verursacht habe, bei Überlagerung einer nicht organischen Komponente. Ein 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 15. Mai 2002 bestehe nur in einem möglichen 

Rahmen.

A.b   Mit Verfügung vom 11. September 2006 eröffnete die Suva dem Versicherten, 

dass gemäss Beurteilung des Kreisarztes kein sicherer oder wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 15. Mai 2002 und den am 30. Mai 

2006 gemeldeten Beschwerden bestehe. In den Untersuchungen im Anschluss an den 

genannten Unfall seien in den bildgebenden Verfahren keine strukturellen Läsionen 

eruiert worden. Die aktuellen Beschwerden seien ursächlich auf krankhafte 

Veränderungen zurückzuführen. Sie sei demzufolge nicht leistungspflichtig und es 

könnten keine Versicherungsleistungen erbracht werden. Die gegen diese Verfügung 

erhobene Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 2007 (Suva-

act. 76) ab.

B.        

B.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Michael B. Graf, St. 

Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 14. September 2007 

mit den Anträgen, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es seien dem 

Beschwerdeführer alle gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung 

wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 15. 

November 2005 den Schadenfall nach dem "ersten Rückfall" fälschlicherweise 

abgeschlossen habe, da zu keinem Zeitpunkt seit dem Unfall eine vermeintliche 

Heilung bestanden habe und die ärztliche Behandlung nie eingestellt worden sei. Vor 

dem Unfall sei der Beschwerdeführer bezüglich Nacken, Kopf und Schulter 

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vollkommen beschwerdefrei gewesen. Die Diagnose eines zervikospondylogenen 

Schmerzsyndroms sei gleichbedeutend mit den Beschwerden nach einem 

Schleudertrauma bzw. einer ähnlichen Verletzung. Ein Schädel-Hirntrauma und ein 

Abknicken der Halswirbelsäule mit Mikroverletzungen wie bei einer HWS-Distorsion 

seien gemäss Sachverhaltsdarstellung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. 

Bei der Adäquanzbeurteilung des mittelschweren Unfalls seien die Zusatzkriterien 

gemäss BGE 117 V 359 in gehäufter Weise erfüllt, weshalb die Adäquanz des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zu bejahen sei.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2007 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 13. Juli 2007. Es sei nicht hinlänglich erstellt, dass beim 

Unfall vom 15. Mai 2002 der Nacken- und Kopfbereich des Beschwerdeführers tangiert 

worden sei. Im Fokus der medizinischen Abklärungen unmittelbar nach dem Unfall 

hätten denn auch Beschwerden im BWS/LWS- und nicht im HWS-Bereich gestanden. 

Aus medizinischer Sicht stehe fest, dass die geklagten Nacken- und Kopfbeschwerden 

nicht auf ein objektivierbares strukturelles Substrat im Sinn organischer Unfallfolgen 

zurückgeführt werden könnten. Ein Schleudertrauma oder ein äquivalenter 

Verletzungsmechanismus seien hier auszuschliessen. Die adäquate Unfallkausalität 

psychischer Beschwerden sei klar zu verneinen. Beim Gutachten des 

Wirbelsäulenzentrums am Rosenberg vom 19. März 2007 sei von einem falschen 

Unfallhergang ausgegangen worden. Sodann werde im Gutachten die 

"zugegebenermassen diskrete Stabilitätsstörung" der HWS als "eher" traumatisch 

bezeichnet, wodurch eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität bei weitem 

nicht erstellt sei. Zudem habe dieselbe Klinik in einem früheren Bericht ausgeführt, für 

die geklagten Schmerzen fehle es an einem morphologischen Substrat. Der 

Unfallversicherer könne nicht auf der Anerkennung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs im Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden.

B.c   Mit Replik vom 19. Oktober 2007 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

an seinen Anträgen fest und führte zusätzlich aus, dass eine Beteiligung des Kopf- und 

Nackenbereichs am Unfall überaus wahrscheinlich sei. Die fehlenden klar 

manifestierten strukturellen Veränderungen würden die Kausalität nicht ausschliessen.

B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.

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Erwägungen:

1.         

Streitig ist vorliegend, ob die vom Beschwerdeführer am 30. Mai 2006 als Rückfall 

gemeldeten Beschwerden eine natürliche und adäquate Folge des Unfalls vom 15. Mai 

2002 bilden und demnach eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin begründen.

2. 

2.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, BGE 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

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Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es 

dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht 

obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 

1984 Nr. 82, 174).

2.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte 

kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). 

Die Rechtsprechung erachtet Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

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damit der Experte im Stande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein 

lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 3b).

2.3    Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei 

Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände im Sinn von 

Art. 22 UVG darstellen (vgl. BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). 

Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit (bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen), so dass es 

zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, 

während von Spätfolgen dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 

im Laufe längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem 

andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen 

folglich begrifflich an ein in der Vergangenheit bestandenes Unfallereignis an. 

Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damals haftbaren 

Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten 

Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (BGE 118 V 296 f. Erw. 2c).

3.         

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde vom 14. 

September 2007 geltend, die Beschwerdegegnerin habe mit Schreiben vom 15. 

November 2005 den Schadenfall fälschlicherweise abgeschlossen. Der 

Beschwerdeführer sei seit dem Unfall nie mehr beschwerdefrei gewesen und hätte 

nicht als gesund oder geheilt bezeichnet werden können. Die Beschwerdegegnerin 

führt in der Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2007 sinngemäss aus, dass der 

Schadenfall zu Recht abgeschlossen worden und nun zu prüfen sei, ob die am 30. Mai 

2006 gemeldeten Beschwerden einen Rückfall zum Unfall vom 15. Mai 2002 darstellen 

würden. Für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ist jedoch nicht 

ausschlaggebend, ob die ab 30. Mai 2006 geklagten Beschwerden als Rückfall oder als 

Teil des Grundfalls betrachtet werden. Bei beiden Konstellationen muss die nach dem 

Unfallereignis festgestellte Gesundheitsstörung in einem natürlichen und einem 

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adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Die unterschiedliche 

Beweislastverteilung beim Nachweis der natürlichen Kausalität wirkt sich im 

vorliegenden Fall letztlich nicht entscheidwesentlich aus.

4.           

4.1    Noch am Unfalltag wurde im Kantonsspital St. Gallen die Diagnose einer 

Rückenkontusion erhoben (Suva-act. 3). Dr. B.___ teilte im ärztlichen Zwischenbericht 

vom 2. September 2002 (Suva-act. 6) mit, dass er aufgrund der lumbalen 

Rückenschmerzen eine Arbeitsunfähigkeit attestiert habe. Im Arztzeugnis vom 22. Juni 

2006 (Suva-act. 48) hielt Dr. B.___ fest, dass der Beschwerdeführer weiterhin u.a. über 

lumbale Rückenschmerzen klage. Dr. D.___ teilte mit Schreiben vom 1. September 

2006 (Suva-act. 54) mit, dass der Beschwerdeführer - unter Berücksichtigung der 

Diagnosen in den Echtzeitdokumenten - eine Traumatisierung eines lumbalen 

pathologischen Vorzustandes erlitten habe. Strukturelle Läsionen seien damals in den 

bildgebenden Verfahren keine eruiert worden. Dr. D.___ geht somit bei seiner 

Beurteilung offensichtlich von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines 

Vorzustandes aus. Zu welchem Zeitpunkt die vorübergehende Verschlimmerung wieder 

ausgeheilt, und somit der Status quo sine wieder erreicht war, ist den Ausführungen 

von Dr. D.___ nicht zu entnehmen. Das konkrete Unfallereignis und die fehlenden 

strukturellen Läsionen geben keine Hinweise auf eine schwere Rückenkontusion. In 

den medizinischen Akten ist jeweils höchstens von ganz leichten Beschwerden im 

Kreuzbereich und sehr punktuellen Beschwerden die Rede (Suva-act. 22). Mehrheitlich 

sind LWS-Beschwerden in den ärztlichen Berichten sogar überhaupt nicht erwähnt. 

Eine spezifische LWS-Diagnose wurde in den Akten ab Rückfallmeldung nur einmal 

gestellt (Suva-act. 48). Die medizinische Aktenlage lässt gesamthaft ganz klar 

erkennen, dass beim Beschwerdeführer das zervikale Schmerzsyndrom im 

Vordergrund stand. Wenn von einer vorübergehenden Verschlimmerung von 

Rückenbeschwerden ausgegangen wird, wäre gemäss der einschlägigen Literatur 

(BÄR/KIENER, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische 

Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45 ff) davon auszugehen, dass nach einem Unfall mit 

fehlenden strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule eine vorübergehende 

Verschlimmerung von Rückenbeschwerden nach spätestens einem Jahr als 

abgeschlossen zu betrachten sind. Im übrigen gilt es festzuhalten, dass der 

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Beschwerdeführer keinen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den 

lumbalen Rückenbeschwerden geltend macht. Aufgrund der Aktenlage kann somit mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es beim Unfall im 

lumbalen Bereich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen 

Vorzustandes - Lumboischialgie im Jahr 1998 und bereits damals gelegentliche 

lumbale Rückenbeschwerden - gekommen ist und dass die unfallbedingten lumbalen 

Rückenbeschwerden bis spätestens am 30. Mai 2006 wieder vollständig verheilt waren 

und der Status quo sine erreicht war. Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen 

nach dem 30. Mai 2006 geklagten lumbalen Rückenbeschwerden und dem 

Unfallereignis ist dementsprechend zu verneinen. Zu prüfen bleibt, ob die am 30. Mai 

2006 geltend gemachten Nacken-, Kopf- und Schulterschmerzen in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 15. Mai 2002 stehen.

4.2    Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde geltend, 

ein Schädel-Hirntrauma und ein Abknicken der Halswirbelsäule mit Mikroverletzungen 

wie bei einer HWS-Distorsion seien gemäss Sachverhaltsdarstellung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Vorerst gilt es somit zu prüfen, ob bei dem 

Unfallereignis auch der Schädel- und/oder Kopfbereich mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit tangiert wurde. Dem Arztzeugnis vom 28. Juni 2002 (Suva-act. 2) ist 

zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer von einem umfallenden Baugerüst am 

Rücken getroffen wurde. Am 5. September 2002 teilte der Beschwerdeführer 

gegenüber der Beschwerdegegnerin zum ersten Mal mit (Suva-act. 10), dass am 15. 

Mai 2002 ein Gestell auf ihn gefallen sei und ihn am Hinterkopf, am Nacken und an der 

Schulter getroffen habe. Für einige Sekunden habe er das Bewusstsein verloren. 

Aufgrund der Schilderungen des Beschwerdeführers anlässlich der Hospitalisation in 

der Rheinburg-Klinik in Walzenhausen wurde ein Schädel-Hirntrauma I. Grades nach 

einer Bewusstlosigkeit von 30 Minuten diagnostiziert (Suva-act. 18). Der beim 

Unfallereignis anwesende Arbeitskollege des Beschwerdeführers teilte am 9. November 

2005 telefonisch mit, dass das Gestell auf das Becken und den Rücken des 

Beschwerdeführers, aber nicht auf den Kopf gefallen sei (Suva-act. 43). Der 

Beschwerdeführer sei immer bei vollem Bewusstsein gewesen. Dr. med. E.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Suva Versicherungsmedizin, hielt mit 

Schreiben vom 3. Juli 2007 (Suva-act. 75) fest, dass an der Halswirbelsäule keine 

Veränderung festgestellt worden sei, welche die Beschwerden eindeutig erklären 

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könnte und es sei auch keine Veränderung ersichtlich, welche durch eine Verletzung 

der Halswirbelsäule verursacht worden sein könnte. Die Analyse des Unfalls und die 

anschliessend daraus gewonnenen diagnostischen Erkenntnisse ergäben keinen 

Hinweis darauf, dass die Halswirbelsäule durch das Ereignis geschädigt worden sei. 

Die Halswirbelsäule sei nicht einmal in den breiten Fächer der radiologischen 

Untersuchungen einbezogen worden. Selbst wenn das Unfallereignis eine versteckte 

oder unerkannte Verletzung gesetzt hätte, wäre es hochgradig schwierig zu begründen, 

in welcher Form diese Verletzung zum jetzigen Zeitpunkt funktionell stark 

einschränkende Beschwerden verursachen oder unterhalten könnte. Es bestehe somit 

kein plausibler Grund, eine Verschlimmerung einer ursprünglich minimalen oder nicht 

fassbaren und keine Symptome verursachenden Verletzung anzunehmen. Den 

echtzeitlichen ärztlichen Berichten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vom 

umfallenden Gestell an Becken und Rücken getroffen wurde. Dementsprechend wurde 

bereits bei der am Unfalltag im Kantonsspital St. Gallen erfolgten Untersuchung die 

Diagnose einer Rückenkontusion erhoben. Die Tatsache, dass lediglich eine 

röntgenologische Untersuchung der BWS und LWS durchgeführt wurde, lässt darauf 

schliessen, dass der Beschwerdeführer vom Gestell nicht am Kopf und im HWS-

Bereich getroffen wurde. Im Weiteren gilt es festzuhalten, dass in keinem der ärztlichen 

Berichte die Diagnose einer HWS-Distorsion oder eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung diagnostiziert wurde. Sodann ist den Berichten unmittelbar 

nach dem Unfallereignis nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach dem 

Unfall sein Bewusstsein verloren habe. Erstmals erwähnte er knapp vier Monate nach 

dem Unfallereignis gegenüber der Beschwerdegegnerin, dass er vom umstürzenden 

Gestell am Hinterkopf, am Nacken und an der Schulter getroffen worden sei und für 

einige Sekunden das Bewusstsein verloren habe. Diese Schilderung des Sachverhalts 

ist nicht nachvollziehbar. Sollte sich der Unfall tatsächlich so ereignet haben, wäre 

unmittelbar nach dem Ereignis mit Sicherheit eine röntgenologische Untersuchung der 

HWS und des Schädels erfolgt. Des Weiteren wäre eine Bewusstlosigkeit zweifellos in 

den echtzeitlichen Arztberichten erwähnt worden. Diese Berichte stimmen im Übrigen 

mit der Aussage des Arbeitskollegen des Beschwerdeführers überein, wonach dieser 

vom Gestell am Rücken getroffen worden und die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein 

gewesen sei. Die in der Rheinburg-Klinik erhobene Diagnose eines Schädel-

Hirntraumas basiert auf rein anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers und auf 

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der Annahme einer 30-minütigen Bewusstlosigkeit. Die Diagnose wurde im 

Austrittsbericht vom 5. Februar 2004 nicht weiter begründet und steht in 

offensichtlichem Widerspruch mit den echtzeitlichen Dokumenten. Auf den nicht 

hinreichend begründeten Bericht der Rheinburg-Klinik vom 5. Februar 2004 ist damit 

nicht abzustellen. Im Weiteren sind aufgrund der medizinischen Akten die geklagten 

Beschwerden nicht auf eine objektivierbare organische Schädigung bzw. eine 

strukturelle Veränderung an der HWS zurückzuführen, die mit dem Unfall vom 15. Mai 

2002 in Zusammenhang zu bringen wäre. Die von Dr. C.___ im Bericht vom 19. März 

2007 festgehaltenen Befunde der Röntgenaufnahmen der HWS (leichte 

Höhenminderung C4/5 mit deutlicher Retrolisthese und leichte Spondylophytenbildung 

C5/6) sind auf degenerative Ursachen zurückzuführen. Sodann stellen die geklagten 

Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen praxisgemäss grundsätzlich 

kein klar fassbares, organisches Substrat dar (vgl. Urteile des EVG vom 3. August 2005 

[U 9/05] i/S M., Erw. 4 und vom 23. November 2004 [U 109/04] i/S B., Erw. 2.2). 

Insbesondere unter Berücksichtigung der hinreichend begründeten und 

nachvollziehbaren Beurteilung von Dr. E.___, der glaubwürdigen Zeugenaussage vom 

9. November 2005 sowie der echtzeitlichen ärztlichen Dokumente ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

beim Unfall weder ein Schädel-Hirntrauma noch eine HWS-Distorsion oder eine 

äquivalente Verletzung erlitten hat. Im Übrigen ist aufgrund der vorliegenden Akten 

hinreichend nachgewiesen, dass das für ein Schädel-Hirntrauma, eine HWS-Distorison 

oder eine äquivalente Verletzung typische Beschwerdebild nur teilweise vorlag und sich 

nicht innerhalb einer Latenzzeit manifestierte, die es erlauben würden, vom 

Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen (Urteile vom 30. 

Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S G.) Somit besteht 

auch diesbezüglich kein Hinweis auf ein erlittenes Schädel-Hirntrauma, eine HWS-

Distorison oder eine äquivalente Verletzung.

4.3    Zusammenfassend kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer beim Unfall am 15. Mai 2002 kein 

Schädel-Hirntrauma und keine HWS-Distorsion oder eine äquivalente Verletzung 

erlitten hat. Die geklagten Beschwerden sind auf degenerative Veränderungen an der 

HWS oder auf eine psychische Komponente zurückzuführen und stehen in keinem 

natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 15. Mai 2002.

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5.         

5.1     Zu prüfen bleibt, ob die beim Beschwerdeführer diagnostizierten psychischen 

Beschwerden in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 15. Mai 

2002 stehen. Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und 

einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6, 

bestätigt im Urteil vom 19. Februar 2008 [U 394/06] Erw. 10.1) vom Unfallereignis 

auszugehen. Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den 

Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die 

Entstehung der Beschwerden zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse 

Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die 

Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend 

vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen 

einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden 

mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in 

der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem 

mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es 

sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 

eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen rechtsprechungsgemäss (vgl. 

BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit 

Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder in gehäufter oder 

auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die Adäquanzbeurteilung 

einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (Urteil vom 19. Februar 2008 [U 

394/06] Erw. 10.3) abschliessend: besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche 

Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und 

erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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5.2    Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs sowie mit Blick auf die 

entsprechende Kasuistik (vgl. Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 55 ff.) ist 

vorliegend von einem mittelschweren Unfall auszugehen. Die Frage der genauen 

Zuteilung innerhalb dieser Kategorie von Unfällen braucht vorliegend nicht beantwortet 

zu werden, weil die nachfolgende Beurteilung zeigt, dass die in die Prüfung mit 

einzubeziehenden Kriterien weder in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind noch 

eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist.

5.3    Der Unfall vom 15. Mai 2002 hat sich nicht unter besonders dramatischen 

Begleitumständen ereignet noch war er - objektiv betrachtet - von besonderer 

Eindrücklichkeit. Er hatte auch keine schweren Verletzungen besonderer Art zur Folge. 

Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden 

ärztlichen Behandlung. Obwohl sich die Massnahmen über mehrere Jahre erstrecken, 

kann vorliegend unter Berücksichtigung, dass die ärztliche Behandlung wiederholt 

durch behandlungsfreie Intervalle unterbrochen wurde und sich die Behandlung im 

Wesentlichen auf physiotherapeutische Massnahmen beschränkte, nicht von einer 

fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung ausgegangen werden. 

Hinzu kommt, dass ärztliche Abklärungen und Begutachtungen nicht zur eigentlichen 

Behandlung gehören. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem 

schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Bereits einen Monat 

nach dem Unfall war der Beschwerdeführer wieder 100% arbeitsfähig. In der Folge 

variierte die Arbeitsfähigkeit zwischen 0 und 100%. Ab 1. September 2004 bestand für 

leichte bis mittelschwere Arbeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. Damit das Kriterium einer 

erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen erfüllt ist, muss bis 

zum Fallabschluss eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sein. Indem ab 1. 

September 2004 eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wurde, kann das Kriterium nicht 

als erfüllt gelten. Der Beschwerdeführer klagt seit dem Unfall über ununterbrochen 

persistierende Schmerzen. Aufgrund der medizinischen Befunde und der längeren 

Perioden ohne Arbeitsunfähigkeit ist indessen nur schwer nachvollziehbar, dass ohne 

wesentlichen Unterbruch erhebliche Beschwerden vorlagen. Allerdings sind die 

beschwerdebedingten Beeinträchtigungen im Lebensalltag sowieso nicht ausreichend 

gravierend, weshalb das Kriterium der erheblichen Beschwerden nicht bejaht werden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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kann. Da somit kein Kriterium erfüllt ist, stehen die psychischen Beschwerden nicht in 

einem adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 15. Mai 2002.

5.4    Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die am 30. Mai 2006 

gemeldeten Beschwerden nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall 

vom 15. Mai 2002 stehen und die Adäquanz bezüglich der psychischen Beschwerden 

zu verneinen ist. Die Beschwerdegegner hat somit für die am 30. Mai 2006 gemeldeten 

Beschwerden zu Recht keine Versicherungsleistungen erbracht.

6.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.05.2008
	Art. 6 UVG: Aufgrund der Aktenlage ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 15. Mai 2002 weder ein Schädel-Hirntrauma noch eine HWS-Distorsion oder eine äquivalente Verletzung erlitten hat, weshalb der natürliche Kausalzusammenhang verneint werden musste (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Mai 2008, UV 2007/100)

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