# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 81bc8286-8b43-5cd9-8b9d-32b401c34127
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-25
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 25.10.2023 605 2023 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2023-45_2023-10-25.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Rue des Augustins 3, case postale 630, 1701 Fribourg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2023 45

Urteil vom 25. Oktober 2023

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richterinnen: Vanessa Thalmann
 Stéphanie Colella
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Marc Ursenbacher

gegen

AXA VERSICHERUNGEN AG, Vorinstanz

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität; Zahnschaden

Beschwerde vom 27. März 2023 gegen den Einspracheentscheid vom 
21. Februar 2023

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1962, geschieden, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 1. Mai 
2014 als selbstständige Webdesignerin bei der C.________ GmbH, mit Sitz in B.________. Sie war 
im Rahmen dieser Anstellung bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA), Winterthur, 
gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Mit Unfallmeldung vom 21. September 2022 meldete sie einen schweren Sturz bei eisiger Skipiste 
am 31. Dezember 2021, bei dem sie mit dem Kinn auf den Skistock gestürzt sei und sich eine Frak-
tur/Entzündung des Kiefers beidseitig zugezogen habe. Der behandelnde Zahnarzt schlug eine 
Extraktion von Zahn 41 und eine Brücke 31-x-41 vor. Der Kostenvoranschlag vom 23. September 
2022 belife sich auf CHF 6'791.-.

Mit Verfügung vom 2. November 2022, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 21. Februar 2023, 
verneinte die AXA ihre Leistungspflicht, da der Kausalzusammenhang zwischen den geltend ge-
machten Beschwerden und dem Unfall vom 31. Dezember 2021 nicht gegeben sei.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Marc 
Ursenbacher, am 27. März 2023 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, 
der Einspracheentscheid vom 21. Februar 2023 sei aufzuheben und die Kosten für die 
Unfallbehandlung seien vollumfänglich von der AXA zu übernehmen. Zur Begründung bringt sie vor, 
der Ansicht des von der AXA beauftragten Zahnarztes könne nicht gefolgt werden.

Die AXA bestätigt in ihren Bemerkungen vom 24. April 2023 ihre Ausführungen im Einspracheent-
scheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 27. März 2023 gegen den Einspracheentscheid der AXA vom 21. Februar 
2023 ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdi-
ges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die AXA zu 
Recht ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom 31. Dezember 2021 abgelehnt hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

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Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier nach Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-
chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2. Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in einem 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhanges ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozialver-
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden 
(Urteil BGer 8C_408/2019 vom 26. August 2019 E. 3.1 f. mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 
E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (Urteil BGer 8C_307/2016 
vom 17. August 2016 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 138 V 218 E. 6). Dabei kommt die Formel "post 
hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 
E. 2b/bb).

2.3. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst mani-
fest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und 
adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber 
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie 
der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sein, die Beweislast liegt hierfür beim Unfallversicherer (Urteil BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 
E. 2 mit Hinweisen).

Die Beweislastverteilung bezüglich des Wegfalls der Unfallkausalität gilt jedoch nur für Schädigun-
gen, welche bei der Anerkennung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers auch wirklich zur 
Diskussion standen. Der Nachweis des Dahinfallens der Unfallkausalität von Beschwerden, welche 
im Rahmen einer Leistungsanerkennung gar nicht thematisiert worden sind, trifft demnach nicht den 
Unfallversicherer. Vielmehr ist es an der versicherten Person nachzuweisen, ob es sich bei einer 
später festgestellten Verletzung um eine Unfallfolge handelt (Urteil BGer 8C_855/2018 vom 
14. März 2019 E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil BGer 8C_819/2016 vom 4. August 2016 Erw. 6.2).

2.4. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die strei-
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der ein-
gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a; 112 V 160 E. 1c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

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Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3cc). Ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten sind nicht an sich unzulässig, wenn es um die 
ärztliche Beurteilung der natürlichen Kausalität bei einem an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalt und lückenlosen Befund geht. So erweist sich eine klinische Untersuchung nicht als 
notwendig, wenn ein komplettes Dossier inklusive Berichte zu bildgebenden Untersuchungen vor-
liegt und sich einzig die Frage nach der natürlichen Kausalität zwischen den Gesundheitsbeschwer-
den und dem Unfall stellt (Urteil BGer 8C_265/2019 vom 3. September 2019 E. 6.2 sowie Urteil 
BGer 8C_108/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 4.4.1, je mit Hinweis).

Auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte besteht kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine 
solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Richter 
im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Versicherten 
die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zumutbaren 
zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 V 319 E. 5a; 
ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3.

Es ist streitig, ob der Kausalzusammenhang zwischen geltend gemachten Beschwerden und dem 
Unfall vom 31. Dezember 2021 gegeben ist.

3.1. Die AXA stützte sich für ihren Einspracheentscheid auf die Berichte des von ihr beauftragten 
Dr. med. dent. D.________. Dieser erklärte am 31. Oktober 2022 (UV-Akten M5), der Zahn 41 habe 
im Dezember 2011 eine überaus grossflächige, periapikale (im Bereich der Wurzelspitze) Osteolyse 
(Auflösung des Knochens) aufgewiesen, die durch Dr. med. dent. E.________ erfolgreich mittels 
einer Wurzelspitzenresektion (WSR) mit retrograder Füllung therapiert worden sei (Röntgenbild vom 
28. August 2012). Eine Reinfektion der Wurzelspitze nach einem derartigen Eingriff könne auch 
Jahre später spontan und ohne zusätzliches Unfallereignis auftreten. Ausserdem wären die aktuell 
beklagten Beschwerden bei einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis kurzfristig nach 
diesem und nicht erst neun Monate später aufgetreten. Ein kausaler Zusammenhang sei deshalb 
möglich, auf Grund der zeitlichen Distanz aber eher unwahrscheinlich. Aus diesen Gründen erachte 
er die aktuell beklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als kausal zum 
Unfall vom 31. Dezember 2021, sondern als behandlungsinhärente Komplikation nach dem Eingriff 
vom 19. Januar 2012.

Daran hielt er in seiner Beurteilung vom 18. Januar 2023 (UV-Akten M6) im Rahmen des Einspra-
cheverfahrens fest und präzisierte, eine Reinfektion der im Jahre 2011 [recte: 2012] durchgeführten 
und über viele Jahre subjektiv infektfrei abgeheilt empfundenen WSR sei jederzeit möglich. Auch 
könne wegen der nicht vorhandenen Verlaufsröntgenbilder der Unterkiefer Frontzahnregion nicht 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass eine Reinfektion nicht bereits 
vor dem Unfallereignis vorhanden gewesen sei, die in Form eines lange subklinisch (nicht bemerk-
baren) voranschreitenden, chronischen Prozesses vorgelegen und sich im September 2022 schluss-
endlich klinisch manifestiert habe. Des Weiteren schätze der behandelnde Zahnarzt 
Dr. med. dent. F.________ die Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhangs zwischen der 
Diagnose einer Wurzelfraktur und des Unfalls zwar als hoch, nicht aber als überwiegend 

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wahrscheinlich ein. Die erhaltene undatierte Fotoaufnahme (UV-Akten M7) sei hinsichtlich der 
Kausalitätsfrage irrelevant.

Am 17. April 2023 (UV-Akten M10) bestätigte er seine Ansicht erneut. Die Sichtweise des behan-
delnden Zahnarztes sei zwar aus zahnmedizinischer Sicht korrekt. Dies ändere aber nichts an der 
Tatsache, dass einerseits die beklagten Beschwerden erst neun Monate nach dem Unfallereignis 
aufgetreten seien und andererseits keine Verlaufsröntgenbilder der Unfallregion, seit der im Jahr 
2012 durchgeführten WSR mit retrograder Füllung vorlägen, die belegen würden, dass der Zahn 41 
bis zum Unfallereignis infektfrei gewesen sei. Eine Reinfektion könne über viele Jahre subklinisch 
verlaufen und werde somit nicht wahrgenommen. Es könne deshalb nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass eine Reinfektion des apikalen Gewebes (an der 
Wurzelspitze) in der Regio 41 nicht bereits vor dem Unfallereignis vorhanden gewesen sei. Auch sei 
die Aussage einer traumainduzierten Wurzelfraktur von 41 und der dadurch stattgefundenen Rein-
fektion der apikalen Region lediglich eine Annahme von Dr. med. dent. F.________. Es läge keine 
Diagnostika vor, die das Vorhandensein einer Wurzelfraktur belegen würden.

3.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dieser Ansicht könne nicht gefolgt werden. Es sei nicht 
nachvollziehbar, dass nach elf Jahren Beschwerdefreiheit plötzlich ein schlecht verheilter Eingriff mit 
möglicher unfallfremder Reinfektion massgebend sein soll, wenn nur kurze Zeit zuvor ein unbestritte-
ner Unfall stattgefunden habe. Während elf Jahren habe es keinerlei Anzeichen oder Vorfälle in 
zahnmedizinischer Hinsicht gegeben und der behandelnde Zahnarzt erwähne eine suffizient sanier-
te und gepflegte adulte Dentition. Sie habe nach dem Unfall akute Schmerzen verspürt. Es sei 
jedoch keine offene Wunde zu sehen gewesen, weshalb sie darauf habe vertrauen dürfen, dass sie 
noch einmal glimpflich davongekommen sei. Doch leider habe der Unfall eine Wurzelfraktur verur-
sacht und in den darauffolgenden Monaten habe sich darauf eine Entzündung entwickelt, die erst 
im Sommer in Form einer Eiterblase sichtbar gewesen sei. Die daraufhin angefertigten Röntgenbil-
der hätten die unfallbedingte Wurzelfraktur gezeigt. Die Aussagekraft des Berichts des behandelten 
Zahnarztes sei höher zu werten als diejenige des von der AXA beauftragten Zahnarztes.

Ferner betreibe die AXA überspitzen Formalismus. So sei davon auszugehen, dass für einen juris-
tischen Laien eine "hohe" Wahrscheinlichkeit mindestens gleich wahrscheinlich (wenn nicht sogar 
wahrscheinlicher) als eine "überwiegende" Wahrscheinlichkeit sei.

3.3. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die AXA zu keinem Zeitpunkt ihre Leistungspflicht 
bejaht hat. Sie wies die Beschwerdeführerin in der Empfangsbestätigung per E-Mail vom 28. Sep-
tember 2022 (UV-Akten A3) explizit darauf hin, bevor die Leistungspflicht beurteilt werden könne, 
seien weitere Abklärungen notwendig. Dies bestätigte sie anlässlich eines Telefongesprächs vom 
gleichen Tag (UV-Akten A4). Am 2. November 2022 (UV-Akten A7) erliess die AXA ihre leistungs-
ablehnende Verfügung, welche sie mit dem hier streitigen Einspracheentscheid bestätigte. Damit ist 
es an der Beschwerdeführerin nachzuweisen, dass die geltend gemachten Beschwerden in einem 
Kausalzusammenhang zum gemeldeten Unfall vom 31. Dezember 2021 stehen.

Im Formular "Zahnschäden gemäss KVG" ausgefüllt am 22. September 2022 (UV-Akten M1) von 
Dr. med. dent. G.________, wurde als Unfallhergang ein Skiunfall (Skistock ins Gesicht) angegeben. 
Es lagen folgende Befunde vor: Zähne 12, 11, 21, 22, 42, 41, 31 und 32 kontusiert, Zahn 42 Kronen-
fraktur ohne Pulpabeteiligung und Zahn 41 Wurzelfraktur. Als Vorschlag für die definitive Versorgung 
wurde die Extraktion von Zahn 41 sowie eine provisorische Brücke 31 – x – 42 und nach Heilung 
des Gewebes eine definitive Brücke vorgeschlagen. Die Kostenschätzung vom 23. September 2022 
(UV-Akten M2) hierfür belief sich auf CHF 6'791.-.

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Dr. med. dent. E.________ gab in seiner E-Mail vom 11. Oktober 2022 (UV-Akten M4) an die AXA 
an, die Patientin sei ihm im Dezember 2011 von ihrem Privatzahnarzt zur Therapierung einer 
Osteolyse regio 31 und 41 zugewiesen worden. Das Röntgen habe eine deutliche Osteolyse bei den 
Zähnen 41, 31 und 42 gezeigt und das DVT, dass die Osteolyse von 41 ausgehe. Am 19. Januar 
2012 sei an diesem Zahn eine WSR mit retrograder Füllung vorgenommen worden. Die 
Wundheilung sei unauffällig verlaufen; das Kontrollröntgen nach acht Monaten habe eine gute 
Reossifikation des Defektes gezeigt. Am 7. September 2022 sei die Patientin wieder zu ihm 
gekommen mit Beschwerden in der Unterkiefer-Front. Gemäss der Patientin sei sie vor ein paar 
Wochen gestürzt und habe sich den Kiefer angeschlagen; seitdem zunehmende Beschwerden und 
Schwellung 41. Das Röntgen zeige wieder eine deutliche Aufhellung. Eine Rezession der WSR 
erachte er als nicht sinnvoll. Aus seiner Sicht sei der Zahn verloren. Mit diesem Befund habe er die 
Patientin an ihren Privatzahnarzt zurücküberwiesen.

Während dem Einspracheverfahren stellte der behandelnde Zahnarzt Dr. med. dent. F.________ in 
seinem Bericht vom 23. November 2022 (UV-Akten M8) zu Handen der Beschwerdeführerin die 
Diagnose des Verdachts auf eine vertikale Wurzelfraktur. Es liege ein Status nach Frontzahntrauma 
(Datum unbekannt) vor, wobei die Zähne 31 und 41 wurzelkanalbehandelt und mit Kronen versorgt 
worden seien. Vor ca. 10 Jahren sei bei Zahn 41 eine WSR vorgenommen worden. Nach einem 
erneuten Trauma am 31. Dezember 2021 (Skistock ins Gesicht geschlagen) seien im Verlauf des 
Jahres 2022 neue Beschwerden an Zahn 41 aufgetreten, worauf die Beschwerdeführerin ihn am 
20. September 2022 aufgesucht habe. In regio 41 vestibulär zeige sich eine ca. erbsengrosse gelb-
lich-rötliche Auftreibung. Radiologisch imponiere eine periapikale Osteolyse an Zahn 41 (Status 
nach WSR). Daneben zeigten sich passgenaue Rekonstruktionsränder 31 und 41 sowie eine suf-
fiziente Wurzelkanalbehandlung 31. Im Hinblick auf den Verlauf der Ereignisse schätzen wir die 
Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhangs der Diagnose und des Ereignisses vom 
31. Dezember 2021 als hoch ein. Obwohl Zahn 41 bereits mehrfach vorbehandelt worden sei, könne 
bei einer Symptomfreiheit von zehn Jahren von einer Heilung ausgegangen werden (ältere Röntgen-
bilder seien nicht vorhanden). Erst einige Monate nach dem besagten Unfall seien erneut Symptome 
aufgetreten, was den Verdacht auf eine apikale Wurzellängsfraktur erhärte.

Aufgefordert durch die Beschwerdeführerin, seine Aussage "Im Hinblick auf den Verlauf der Ereig-
nisse schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhangs der Diagnose und des 
Ereignisses vom 31.12.2021 als hoch ein" zu präzisieren, gab der behandelnde Zahnarzt am 
16. März 2023 (UV-Akten M9) an, grundsätzlich würden traumainduzierte Wurzelfrakturen oder -ris-
se zu den häufigsten Ursachen für eine Reinfektion des Wurzelkanalsystems gehören. Die erst rela-
tiv spät auftretenden Beschwerden liessen sich gut mit einer Risspropagation in Folge zyklischer 
Belastung erklären. Ausserdem sei die Bildung einer derart grossen periapikalen Osteolyse nur 
innerhalb längerer Zeit (mehrere Monate) möglich. Die Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammen-
hangs der beiden Ereignisse sei hoch bzw. überwiegend (>50%). Weiter sei zu bemerken, dass ein 
intrakanalärer Stift (wie er bei 41 vorhanden gewesen sei) bei einem horizontalen Schlag (wie beim 
Ereignis erfolgt) auf den koronalen Anteil des Zahnes einen Hebeleffekt auf den apikalen Teil der 
Zahnwurzel ausübe. Eine Wurzelfraktur bzw. ein -riss sei daher durchaus zu erwarten.

3.4. Es fällt auf, dass die Beschwerdeführerin im September 2022 gegenüber 
Dr. med. dent. E.________ angab, sie sei vor wenigen Wochen gestürzt und habe sich den Kiefer 
angeschlagen, aber den gegenüber der AXA geltend gemachte Skiunfall vom 31. Dezember 2021, 
der nicht nur wenige Wochen, sondern acht Monate zurücklag, nicht erwähnte. Ebenso fällt auf, dass 
Dr. med. dent. E.________ keine Wurzelfraktur angab, sondern einzig eine deutliche Aufhellung 
notierte.

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Was die Berichte des behandelnden Zahnarztes angeht, begründete dieser in seinem ersten Bericht 
den Kausalzusammenhang namentlich gestützt auf den Umstand, dass die Beschwerden nach dem 
Unfall entstanden seien. Wie dargestellt (supra E. 2.2), genügt die Formel "post hoc, ergo propter 
hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, 
wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Begründung des Kausalzusammenhanges. Obwohl 
er hinsichtlich der Wurzelfraktur nur eine Verdachtsdiagnose gestellt hatte, was für eine Anerken-
nung der Kausalität nicht genügt (Urteil BGer 8C_30/2015 vom 25. März 2015 E. 3.5 mit Hinweisen), 
stützte sich sein zweiter Bericht auf die These einer vorliegenden Wurzelfraktur. Ferner änderte er 
seine Diagnose nicht und hielt einzig fest, eine Fraktur sei durchaus zu erwarten gewesen. Diese 
Ausführungen wurden von Dr. med. dent. D.________ als zahnmedizinisch korrekt angesehen. Er 
wies aber darauf hin, bei der traumainduzierten Wurzelfraktur handle es sich lediglich um eine 
Annahme, die nicht durch eine Diagnose gestützt werde. Dies ist insofern korrekt, als 
Dr. med. dent. E.________ keine aktuelle Wurzelfraktur erwähnte und Dr. med. dent. F.________ 
einzig eine Verdachtsdiagnose stellte. Jedoch übersah Dr. med. dent. D.________, dass 
Dr. med. dent. G.________ im von ihm ausgefüllten Formular bei den Unfallbefunden eine 
Wurzelfraktur von Zahn 41 erwähnte. Somit ergeben sich hinsichtlich der Frage, ob eine 
Wurzelfraktur vorliegt oder nicht, Widersprüche. Falls es wirklich zu einer Wurzelfraktur gekommen 
ist, stellt sich weiter die Frage, ob diese durch den geltend gemachten Skiunfall vom 31. Dezember 
2021 oder auf ein anderes offenbar vorgefallenes Ereignis, wie von der Beschwerdeführerin 
gegenüber Dr. med. dent. E.________ erwähnt, verursacht wurde. Interessanterweise befinden sich 
zwar aktuelle Röntgenbilder in den Akten, diese wurden aber von keinem der involvierten Ärzte 
weiter kommentiert.

Überdies besteht nicht nur die Möglichkeit, dass eine Wurzelfraktur, die aktuellen Beschwerden ver-
ursachte, sondern auch, wie von Dr. med. dent. D.________ ausgeführt, dass es zu einer 
Reinfektion der damals korrekt verheilten WSR gekommen ist. Auch wenn er seine Angaben nicht 
belegt, ist eine Reinfektion offenbar selbst nach 25 beschwerdefreien Jahren möglich (vgl. 
Fallbeispiel 2 auf https://www.endodontologie-hagen.de/erneuerung-vorhandener-
wurzelfuellungen-revisionen/nach-wurzelspitzenresektion-wsr (besucht am 25. Oktober 2023). 
Diesbezüglich fehlen in den Unterlagen aber Röntgenbilder aus der Zeit zwischen 2012 und 2022.

Damit sind zwei Geschehensabläufe möglich, jedoch erscheint aufgrund der sich aus den Akten 
ergebenden Unklarheiten keiner als wahrscheinlicher als der andere und es ist nicht möglich, über 
den Fall zu entscheiden.

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis-
mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ein bestimmter Sachverhalt nicht bereits dann bewie-
sen ist, wenn er bloss möglich ist; hingegen genügt es, wenn das Gericht aufgrund der Würdigung 
aller relevanten Sachumstände, mithin nach objektiven Gesichtspunkten, zur Überzeugung gelangt 
ist, dass er der wahrscheinlichste aller in Betracht fallenden Geschehensabläufe – bei zwei mögli-
chen Sachverhaltsvarianten: die wahrscheinlichere – ist. Das Beweismass der hohen Wahrschein-
lichkeit beschreibt inhaltlich nichts anderes (Urteil BGer 8C_371/2020 vom 7. September 2020 
E. 4.2 mit Hinweisen).

4.

Zusammenfassend kann aufgrund ungenügender Unterlagen weder der Sichtweise der Beschwer-
deführerin noch jener der AXA gefolgt werden. Die Angelegenheit ist deshalb für weitere Abklärun-
gen an die AXA zurückzuweisen. Diese hat das Dossier zu ergänzen und bei den behandelnden 

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Zahnärzten nachzufragen, ob weitere Röntgenbilder vorliegen. Anschliessend ist ein Gutachten 
einzuholen, welches sich namentlich zu den Fragen zu äussern hat, ob eine Wurzelfraktur vorlag, 
ob es möglich ist, dass eine solche während Monaten nicht bemerkt wird und ob die heute geltend 
gemachten Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall 
von 31. Dezember 2021 stehen. Der Einspracheentscheid vom 21. Februar 2023 wird aufgehoben 
und die Beschwerde gutgeheissen.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben, da hier das Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens 
gestützt auf Art. 61 Bst. fbis ATSG in seiner Fassung seit dem 1. Januar 2021 weiter zur Anwendung 
kommt.

Die obsiegende Beschwerdeführerin hat einen Anspruch auf Parteientschädigung. Ihr Rechtsver-
treter reichte am 5. September 2023 die Kostenliste ein und machte einen Aufwand von 3 Stunden 
und 35 Minuten sowie eine Auslagenpauschale in der Höhe von 5% des Honorars zuzüglich Mehr-
wertsteuer geltend. Eine Auslagenpauschale entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen (vgl. 
Art. 8 ff. und insbesondere Art. 11 Abs. 1 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 über die 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Die Par-
teientschädigung wird deshalb ex aequo et bono auf CHF 920.- festgesetzt. Zuzüglich der Mehrwert-
steuer von CHF 70.85 (7.7% von CHF 920.-) ergibt sich ein Totalbetrag von CHF 990.85 zu Lasten 
der AXA.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid vom 21. Februar 2023 wird aufgehoben und die Angelegenheit für 
weitere Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die AXA zurückgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. A.________ wird zu Lasten der AXA eine Parteientschädigung für Honorar und Auslagen von 
CHF 920.-, zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 70.85 und damit insgesamt CHF 990.85 
zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 25. Oktober 2023/bsc

Der Präsident Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter