# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54436eb7-7e79-5a25-b38f-69e39e3d51b5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.01.2023 200 2023 423
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-423_2023-01-18.pdf

## Full Text

200 23 423 MV
LOU/IMD/LEA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Dezember 2023

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Abteilung Militärversicherung, Service Center, Postfach, 6009 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Dez. 2023, MV/23/423, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1950 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) zog 
sich während der Rekrutenschule am 20. Mai 1972 eine Malleolarfraktur 
rechts zu (Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [Suva], 
Abteilung Militärversicherung [Militärversicherung bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilage [AB] 4, 14). Die Militärversicherung anerkannte ihre 
Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (AB 115 S. 1 
Rz. 1).

Am 10. August 2019 (AB 2) meldete sich der Versicherte bei der Militärver-
sicherung an, wobei er sinngemäss eine Spätfolge geltend machte und als 
Diagnose eine posttraumatische Arthrose bei Status nach Unfall im Jahr 
1972 angab (AB 3). Die Militärversicherung anerkannte die Arthrose als 
Spätfolge des Unfalls (AB 24) und übernahm u.a. deren chirurgische Be-
handlung am 22. März 2021 (transfibuläre Prothese des oberen Sprungge-
lenks [OSG]; AB 21, 27, 31), einen anschliessenden zweiwöchigen Rehabi-
litationsaufenthalt (AB 35) sowie dessen Verlängerung um sieben Tage 
(AB 41). Am 15. August 2022 wurde eine Revision mit u.a. Metallentfer-
nung durchgeführt (AB 67), für welche die Militärversicherung ebenfalls die 
gesetzlichen Leistungen erbrachte (AB 57).

Bereits am 27. Dezember 2021 trat der Versicherte ins Alterszentrum 
B.________ ein (AB 51 S. 5). Mit Schreiben vom 18. März 2022 (AB 51) 
ersuchte er die Militärversicherung um Übernahme der Heimkosten. Diese 
tätigte medizinische Abklärungen, namentlich holte sie eine kreisärztliche 
Stellungnahme vom 3. Januar 2023 (AB 81) ein. Mit Verfügung vom 
12. Januar 2023 (AB 90) lehnte sie die Kostenübernahme für den Heimauf-
enthalt mit der sinngemässen Begründung ab, dieser stehe nicht im Zu-
sammenhang mit dem versicherten Ereignis. Vielmehr sei der Heimeintritt 
aufgrund einer Parkinsonerkrankung erfolgt. Die dagegen erhobene Ein-
sprache (AB 97) wies die Militärversicherung nach weiteren medizinischen 
Abklärungen (AB 104 ff., 110 ff.) mit Einspracheentscheid vom 12. Mai 
2023 (AB 115) ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Dez. 2023, MV/23/423, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. Mai 2023 (Postauf-
gabe) Beschwerde. Er beantragt sinngemäss, der angefochtene Entscheid 
sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, die Kosten 
für den Heimaufenthalt im Alterszentrum B.________ zu übernehmen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Juni 2023 wies der Instruktionsrich-
ter den Beschwerdeführer auf die formellen Erfordernisse der Beschwerde-
führung hin und forderte ihn auf, die Beschwerde innert Frist eigenhändig 
zu unterzeichnen, andernfalls auf diese nicht eingetreten werden könne. 
Dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Juni 
2023 nach.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 6. Juli 
2023 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 
könne.

Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 23. Juli 2023 Stellung zur 
Beschwerdeantwort.

Mit Eingabe vom 27. Juli 2023 reichte die Beschwerdegegnerin ein bei ihr 
am 18. Juli 2023 eingegangenes Schreiben des Beschwerdeführers zu den 
Akten. Gleichzeitig verzichtete sie auf eine Stellungnahme.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-

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anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 12. Mai 
2023 (AB 115). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf die gesetzlichen Militärversicherungsleistungen im Zusammenhang 
mit dem dienstlichen Ereignis von 1972 und dabei insbesondere, ob der 
Heimaufenthalt im Alterszentrum B.________ auf dieses Ereignis zurück-
zuführen ist und die Beschwerdegegnerin für die damit zusammenhängen-
den Kosten leistungspflichtig ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 4 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 
über die Militärversicherung (MVG; SR 833.1) haftet die Militärversicherung 
nach den Bestimmungen dieses Gesetzes für alle Schädigungen der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten und für 
die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Schädigungen.

2.2 Die Militärversicherung erstreckt sich auf jede Gesundheitsschädi-
gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder 
sonst wie festgestellt wird (Art. 5 Abs. 1 MVG). Die Militärversicherung haf-

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tet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschädigung 
sicher vordienstlich ist oder sicher nicht während des Dienstes verursacht 
werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG) und dass diese Gesundheitsschä-
digung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem 
Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 Abs. 2 lit. b MVG).

2.3 Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes 
durch einen Arzt festgestellt und bei der Militärversicherung angemeldet 
oder werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, so haftet die Mi-
litärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschädigung mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit während des Dienstes verursacht oder verschlimmert 
worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um 
Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheitsschädigung han-
delt (Art. 6 MVG).

2.4 Die Haftung gemäss Art. 4 und 5 MVG und Art. 6 MVG unter-
scheidet sich namentlich darin, dass im ersten Fall der adäquate Kausalzu-
sammenhang zwischen den Einwirkungen während des Dienstes und der 
Gesundheitsschädigung vermutet wird und nur durch den gegenteiligen 
Sicherheitsbeweis ausgeschlossen werden kann, während im zweiten Fall 
das Vorliegen adäquat kausaler Folgen von Einwirkungen während des 
Dienstes erwiesen sein muss (BGE 111 V 370 E. 1b S. 372). Die Haftung 
für nachdienstlich festgestellte und gemeldete Gesundheitsschädigungen 
(Art. 6 MVG) richtet sich also grundsätzlich nach dem Kausalitätsprinzip. 
Die Militärversicherung haftet, wenn die Gesundheitsschädigung mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit durch Einwirkungen während des Dienstes 
verursacht oder verschlimmert worden ist. Zwischen der Gesundheitsschä-
digung und den Einwirkungen während des Dienstes muss ein natürlicher 
Kausalzusammenhang bestehen. Ein solcher ist schon dann gegeben, 
wenn die Einwirkungen während des Dienstes eine wesentliche Teilursa-
che für die Entstehung oder Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung 
darstellen. Der Kausalzusammenhang muss darüber hinaus adäquat sein 
(JÜRG MAESCHI, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversiche-
rung [MVG], 2000, Art. 6 N. 8).

2.5 Der Versicherte hat Anspruch auf eine zweckmässige und wirt-
schaftliche Heilbehandlung, die geeignet ist, seinen Zustand oder seine 

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Erwerbsfähigkeit zu verbessern oder vor weiterer Beeinträchtigung zu be-
wahren (Art. 16 Abs. 1 MVG). Die Heilbehandlung umfasst namentlich die 
medizinische Untersuchung und Behandlung sowie die Pflege, die ambu-
lant, zu Hause oder stationär durchgeführt werden können, mit Einschluss 
der Analysen, der Arzneimittel und der weitern zur Therapie erforderlichen 
Mittel und Gegenstände (Art. 16 Abs. 2 Satz 1 MVG).

2.6 Die Beurteilung der Haftungsfrage ist primär juristischer Natur und 
obliegt den rechtsanwendenden Behörden. Um diese Frage zu beantwor-
ten, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen 
angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Ver-
fügung zu stellen haben. Aufgabe der Ärzte ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und die für den Entscheid wesentlichen medizinischen Grund-
lagen anzugeben und im Rahmen der unterbreiteten Fragen zur medizini-
schen Einschätzung bestimmter Tatsachen Stellung zu nehmen (vgl. 
BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 181 E. 2.3; MAESCHI, a.a.O., Art. 5-7 [Vorbemerkungen] N. 44).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass die Militärversicherung ihre 
Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Ereignis vom 
20. Mai 1972 (AB 2, 4) anerkannt und gesetzliche Leistungen erbracht hat. 
Ebenfalls erstellt und unbestritten ist, dass die 2019 diagnostizierte post-
traumatische Arthrose im rechten OSG (AB 13) eine Spätfolge dieses Un-
falls darstellt. Die Beschwerdegegnerin erbrachte denn auch die gesetzli-
chen Leistungen für deren Behandlung (vgl. AB 27, 35, 45, 57). Demge-
genüber ist streitig, ob der Aufenthalt des Beschwerdeführers im Alterszen-
trum B.________ ebenfalls natürlich und adäquat kausal auf den Unfall 
vom 20. Mai 1972 zurückzuführen ist. Ob dabei die Pflegebedürftigkeit oder 
eine stationäre Behandlung im Heim im Vordergrund steht, ist unerheblich, 
zumal Pflege- und Behandlungsbedürftigkeit einander ausdrücklich gleich-
gestellt sind (vgl. MAESCHI, a.a.O. Art. 16 N. 9 f.). Pflegemassnahmen (und 
Behandlungsmassnahmen) werden von den Leistungen der Militärversiche-
rung mitumfasst und können auch in Pflege- oder Altersheimen mit Pflege-

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abteilung, insbesondere auch stationär, vorgenommen werden (MAESCHI, 
a.a.O., Art. 16 N. 30, 36).

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 23. August 2019 (AB 10) diagnostizierte Dr. med. 
C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, eine posttraumatische Arthrose OSG rechts, eine 
Malleolarfraktur rechts 1972 (Rekrutenschule, Osteosynthese im Spital 
D.________) und ein Parkinsonsyndrom. Er führte aus, der Patient beklage 
belastungsabhängige Schmerzen vor allem im anteromedialen OSG. Die 
Gehstrecke sei massiv kürzer geworden. Es gebe aber immer wieder be-
schwerdefreie Intervalle. Ruheschmerzen bestünden nicht. In den letzten 
Jahren habe die Problematik zugenommen.

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
diagnostizierte im Bericht vom 4. Mai 2020 (AB 16) ein Parkinsonsyndrom 
(Rigor, Tremor, Bradykinese, posturale Instabilität) mit Erstdiagnose im 
März 2019. Ein MRI des Schädels vom 19. März 2019 habe insgesamt 
noch einen alterskonformen Normalbefund gezeigt. Es hätten keine bildge-
benden Hinweise auf eine Parkinsonerkrankung bestanden.

3.2.3 Im Bericht des Zentrums F.________ vom 20. April 2021 (AB 50) 
betreffend eine stationäre Behandlung vom 21. März bis 19. April 2021 
wurde festgehalten, im Anschluss an die Operation vom 22. März 2021 
(transfibuläre Prothese des OSG [AB 31]) habe zunächst eine schwierige 
Situation bestanden mit postoperativem am ehesten hypermotorischem 
Delir und erheblicher lokaler Schwellung. In der Folge habe sich die Sym-
ptomatik rasch zurückgebildet und es habe eine gute kognitive Reorientie-
rung stattgefunden. Sekundär habe das Problem der sehr langsamen und 
vorsichtigen Belastung bei gleichzeitigem Morbus Parkinson, Adipositas 
und der Aufforderung, nur 15 kg Teilbelastung einzuhalten, bestanden. Die 
Parkinsonerkrankung sei rechtsseitig betont und zeichne sich bei einer ins-
gesamt guten Einstellung von einer gewissen Bradykinese und allgemeinen 
Verlangsamung aus. Schwierig seien für den Patienten plötzliche Bewe-

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gungsänderungen, unerwartet aufgehende Türen oder eine Ansprache von 
der Seite. In solchen Situationen sei er deutlich sturzgefährdet. 

3.2.4 Dem Gesuch um Verlängerung des stationären Aufenthaltes der 
Klinik G.________ AG vom 26. April 2021 (AB 38) ist zu entnehmen, dass 
nach der stattgehabten Operation vom 22. März 2021 und des anschlies-
senden Frührehabilitationsprogramms am 19. April 2020 (richtig: 2021) der 
Eintritt in die stationäre Behandlung zur intensiven Nachbehandlung und 
Remobilisierung erfolgt sei. Der Verlauf habe sich aufgrund der Parkinso-
nerkrankung weiterhin zögerlich gestaltet. Die Einhaltung der Teilbelastung 
von 15 kg für sechs Wochen nach der Operation bereite dem Patienten 
erhebliche Mühe. Er gehe aufgrund seiner neurologischen Erkrankung sehr 
unsicher und unkoordiniert. Es bestehe eine erhöhte Sturzgefahr. Insge-
samt sei es noch nicht gelungen, eine eigenständige und ausreichend si-
chere Beweglichkeit zu erreichen, die es gestatten würde, den Patienten 
bereits wieder in seine häusliche Umgebung zu entlassen. Er lebe alleine in 
einem Haus im ersten Stock mit 16 Stufen. Das notwendige Treppenstei-
gen sei dem Patienten mit der Teilbelastung noch nicht möglich. Weiter sei 
er noch in einem umfangreichen Mass auf fremde, professionelle Hilfe bei 
den Aktivitäten des täglichen Lebens (Aufstehen, Ankleiden, Toilette, Ge-
hen) angewiesen.

Aus dem Bericht der Klinik G.________ AG vom 11. Mai 2021 (AB 42) geht 
hervor, im Rahmen des Aufenthaltes zwischen dem 19. April und dem 
9. Mai 2021 sei es dem Patienten sowohl physisch als auch kognitiv nicht 
möglich gewesen, das vorgegebene Belastungslimit einzuhalten. Die pas-
sive Mobilisation des OSG habe sich bei Rigidität aufgrund des Morbus 
Parkinson sehr schwierig gestaltet. Eine radiologische Kontrolle am 4. Mai 
2021 habe einen korrekten Prothesensitz in Konsolidation gezeigt. Der Pa-
tient sei bei subjektiv stabilem Befinden in seine häusliche Umgebung bzw. 
in die häusliche Umgebung seiner Schwester entlassen worden. Er sei an 
Unterarmgehhilfen mit angelegtem Cast (Walker) unter Vollbelastung mo-
bil.

3.2.5 Im Bericht vom 3. März 2022 (AB 53) hielt Dr. med. C.________ 
fest, anamnestisch sei die Gehstrecke leicht zurückgegangen. Der Patient 
beklage vor allem Schmerzen über dem medialen Malleolus mit Ausstrah-

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lung bis nach lateral und von dort in das rechte Knie und in die rechte Hüf-
te. Es falle insbesondere auf, dass die Syndesmose im Vergleich zu den 
Voruntersuchungen nun vollständig ankylosiert sei. Sollten die Beschwer-
den im Verlauf nicht besser werden, müsste das Gelenk operativ revidiert 
werden.

Am 15. August 2022 führte Dr. med. C.________ eine Revision des OSG 
mit Resektion von Ossifikationen/Osteophyten, Synovektomie und lateraler 
Metallentfernung durch (AB 67).

3.2.6 Dem Konsiliarbericht von Dr. med. H.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin, vom 18. August 2022 (AB 68) ist die postoperati-
ve Diagnose eines deliranten Zustandsbildes in der Nacht vom 16. August 
2022 zu entnehmen. Der Patient sei zeitlich und örtlich desorientiert gewe-
sen. Die Situation habe sich am Morgen entspannt, der Patient sei ab 8 Uhr 
wieder allseits orientiert gewesen. Es habe sich eine vollständige Regredi-
enz des akuten deliranten Zustandsbildes gezeigt.

3.2.7 Im Bericht vom 29. September 2022 (AB 61) führte Dr. med. 
C.________ aus, der Patient berichte nach wie vor von einer Verbesserung 
der Symptomatik. Sechs Wochen postoperativ sei der Verlauf weitgehend 
gut. Der Patient könne weiter voll belasten nach Massgabe der Beschwer-
den.

3.2.8 Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, gab im Bericht vom 
15. November 2022 (AB 75) an, gegenüber der Untersuchung von Anfang 
des Jahres zeige der Patient fortgeschrittene Symptome eines Parkinson-
syndroms. Man sehe keine Dyskinesien. Die Hypomimie sei fortgeschritten, 
die Diadochokinese verlangsamt und die Verschlechterung des Gangbildes 
sei eindeutig. Die Dosis der Parkinsonmedikation tagsüber werde verdop-
pelt.

3.2.9 Im kreisärztlichen Bericht vom 3. Januar 2023 (AB 81) hielt med. 
pract. J.________, Facharzt für Chirurgie, fest, beim Versicherten lägen 
neben einer sozialen Problematik die medizinischen Diagnosen Adipositas, 
Morbus Parkinson, rezidivierende delirante Zustände und mittels Endopro-
these behandelte OSG-Arthrose rechts mit Schmerzen und Funktionsein-
schränkung vor. Bereits am 9. Juni 2022 habe der Hausarzt seinem Nach-

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folger u.a. berichtet, dass eine soziale Problematik die Einschaltung der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) erforderlich gemacht ha-
be, wobei nähere Angaben dazu fehlten. Gemäss Telefonnotiz über ein 
Gespräch mit dem Heimleiter, Herrn K.________, vom 21. Oktober 2022 
gehe dieser davon aus, dass der Morbus Parkinson die Aufenthaltsdiagno-
se darstelle, der Patient dies aber nicht akzeptiere. Der Neurologe Dr. med. 
I.________ habe im Bericht vom 15. November 2022 ein Stadium 3 nach 
Hoehn & Yahr der Parkinsonerkrankung diagnostiziert, was einer leichten 
bis mässigen Haltungsinstabilität bei noch vorhandener körperlicher Unab-
hängigkeit entspreche. Stadium 4 würde einer schweren Erkrankung ent-
sprechen. Die Schmerzen und die Funktionseinschränkung im Zusammen-
hang mit der mittels Endoprothese behandelten OSG-Arthrose begründe-
ten für sich allein keine Heimunterbringung. Im Vordergrund stünden dies-
bezüglich die anderen genannten Probleme. Allerdings führten die 
Schmerzen und die Funktionseinschränkung nachvollziehbar zu einer Ein-
schränkung der Selbstfürsorge und könnten somit als Teilursache (mit ge-
schätzt 20 %) dafür angesehen werden, dass der Versicherte sich nicht 
mehr selbst versorgen könne.

3.2.10 Im Bericht vom 26. März 2023 (AB 110) hielt Dr. med. C.________ 
fest, aktuell habe der Patient wieder mehr Mühe über dem OSG. Er bekla-
ge Schmerzen über der OSG-Prothese selbst. Klinisch zeige sich ein relativ 
steifes Gelenk, dieses sei konstant zu den Voruntersuchungen. Es bestün-
den keine Druckdolenzen und insbesondere auch keine Schwellung. 

In einem weiteren Bericht vom 14. April 2023 (AB 112) führte Dr. med. 
C.________ aus, die am 24. März 2023 durchgeführte SPECT-CT-
Untersuchung (vgl. AB 111) habe die klinische Vermutung bestätigt, dass 
medial erneut ein Impingement vorliege, was auch den Beschwerden des 
Patienten entspreche. Die initial recht gute Gehfähigkeit sei nun wieder 
schlechter geworden. Ein Teil dieser Problematik sei sicher dem medialen 
und auch lateralen Impingement geschuldet. Dies könnte mit einem opera-
tiven Eingriff sicher noch einmal verbessert werden. Inwiefern der Parkin-
son und die weiteren gesundheitlichen Probleme die Gehfähigkeit ebenfalls 
verschlechterten, bleibe aktuell dahingestellt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Dez. 2023, MV/23/423, Seite 11

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den 
Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxis-
gemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutach-
ten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einho-
lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin-
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-

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nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 
V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3).

3.3.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Zudem kann 
insbesondere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktengutachtens 
erörtert werden (Entscheid des Bundesgerichts vom 9. November 2011, 
8C_383/2011, E. 4.2).

3.4 Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht gestützt 
auf den Aktenbericht des Kreisarztes med. pract. J.________ vom 3. Janu-
ar 2023 (AB 81). Sie führte dazu im hier angefochtenen Einspracheent-
scheid aus, der Kreisarzt führe in seiner Beurteilung nachvollziehbar aus, 
dass alleine durch die Schmerzen im rechten OSG keine Beeinträchtigung 
entstehen könne, die eine Pflegebedürftigkeit herbeiführen würde. Hierfür 
sei in erster Linie die Parkinsonerkrankung verantwortlich (vgl. AB 115 S. 7 
Rz. 6). Dabei blendete die Beschwerdegegnerin jedoch aus, dass der 
Kreisarzt sehr wohl eine Einschränkung der Selbstfürsorge durch die Ar-
throse-Problematik als gegeben erachtete und sie als Teilursache (mit ge-
schätzt 20 %) dafür ansah, dass sich der Beschwerdeführer nicht mehr 
selbst versorgen kann (AB 81 unten). Dies spräche allenfalls für eine Leis-
tungspflicht der Beschwerdegegnerin hinsichtlich angefallener bzw. noch 
anfallenden Pflegekosten (vgl. dazu E. 3.5 hiernach), zumal der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen der in der Rekrutenschule erlittenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Dez. 2023, MV/23/423, Seite 13

Fussverletzung und den nunmehr bestehenden funktionellen Einschrän-
kungen unbestritten ist (vgl. E. 2.4 hiervor). Allerdings erfüllt der kreisärztli-
che Aktenbericht vom 3. Januar 2023 (AB 81) die hiervor wiedergegebenen 
Beweisanforderungen (vgl. E. 3.3.2 ff.) nicht, weshalb darauf nicht absch-
liessend abgestellt werden kann.

3.4.1 Der Kreisarzt führte aus, die Schmerzen und die Funktionsein-
schränkung aufgrund der mittels Endoprothese behandelten OSG-Arthrose 
begründeten für sich allein keine Heimunterbringung. Im Vordergrund stün-
den diesbezüglich neben einer sozialen Problematik eine Adipositas, der 
Morbus Parkinson sowie rezidivierende delirante Zustände (AB 81). Was 
die soziale Problematik und die Adipositas betrifft, begründete der Kreisarzt 
nicht, weshalb diese ursächlich für die Heimunterbringung sind. Diesbezüg-
lich ist den Akten nichts Genaues zu entnehmen; so führte der Kreisarzt im 
Bericht denn auch aus, dass diese beiden Problematiken zwar von den 
behandelnden Ärzten erwähnt würden, nähere Angaben dazu jedoch fehl-
ten. Es überzeugt damit nicht, wenn der Kreisarzt hieraus eine Teilursache 
für die Notwendigkeit eines Heimaufenthaltes erachtet. Dasselbe gilt für die 
rezidivierenden deliranten Zustände: Den Akten ist diesbezüglich einzig zu 
entnehmen, dass diese zweimalig im Anschluss an chirurgische Eingriffe 
aufgetreten sind und sich die Symptomatik jeweils rasch bzw. über Nacht 
zurückgebildet hat (AB 50, 68). Im weiteren Verlauf wird von deliranten 
Zuständen nicht mehr berichtet.

3.4.2 Was das Parkinsonsyndrom betrifft, stellt sich die Aktenlage als 
äusserst dürftig dar. Insbesondere hat es die Beschwerdegegnerin unter-
lassen, beim behandelnden Neurologen Dr. med. I.________ einen detail-
lierten Bericht über den Verlauf und die funktionellen Auswirkungen der 
Erkrankung einzuholen, der Aufschluss darüber geben könnte, ob der Hei-
meintritt im Dezember 2021 (allein) aufgrund des Morbus Parkinson not-
wendig geworden ist (vgl. AB 51 S. 5). Im Bericht vom 15. November 2022 
(AB 75 S. 2) hielt Dr. med. I.________ fest, gegenüber der Untersuchung 
von Anfang Jahr zeige der Beschwerdeführer fortgeschrittene Symptome. 
Ein Bericht über die offenbar zu Beginn des Jahres 2022 – und damit zeit-
nah zum Heimeintritt am 27. Dezember 2021 (AB 51 S. 5) – erfolgte Unter-
suchung fehlt in den Akten. Ebenfalls nicht vorhanden ist ein Bericht über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Dez. 2023, MV/23/423, Seite 14

einen im Jahr 2019 stattgefundenen Rehabilitationsaufenthalt "in …", auf 
welchen im Bericht des Zentrums F.________ vom 20. April 2021 (AB 50 
S. 2) hingewiesen wurde. Insgesamt bleibt damit unklar, wie stark sich die 
Parkinsonerkrankung vor dem Heimeintritt auf den Alltag des Beschwerde-
führers und dessen Fähigkeit, selbstständig zu Wohnen, auswirkte. Alleine 
aus der Diagnose Morbus Parkinson, Stadium 3 Hoehn-und-Yahr-Skala 
(AB 75, 81 S. 2), lässt sich eine Notwendigkeit eines Heimaufenthaltes je-
denfalls nicht ableiten, ist dieses Stadium doch u.a. durch noch erhaltene 
körperliche Selbstständigkeit definiert (vgl. <htt-
ps://flexikon.doccheck.com/de/Hoehn-und-Yahr-Skala>). Auch die telefoni-
sche Aussage von Herrn K.________, Leiter des Alterszentrums 
B.________, vom 21. Oktober 2022, wonach der Morbus Parkinson die 
Eintrittsdiagnose darstelle (AB 66), vermag diesbezüglich kein Licht ins 
Dunkel zu bringen, handelt es sich dabei doch nicht um eine ärztliche Stel-
lungnahme.

3.5 Nach dem Dargelegten bleibt zunächst unklar, ob der Heimaufent-
halt ab dem 27. Dezember 2021 (AB 51 S. 5) aus medizinischer Sicht not-
wendig geworden war oder ob er allenfalls aus anderen Gründen erfolgt ist. 
Vorab sind zur Klärung dieser Fragen die Krankengeschichte des Hausarz-
tes Dr. med. E.________, die Aufzeichnungen der Spitex, welche den Be-
schwerdeführer betreute, als er nach dem Austritt aus der Klinik 
L.________ am 9. Mai 2021 (AB 42 S. 2) bei seiner Schwester wohnte (vgl. 
AB 87 S. 2), sowie gegebenenfalls die Akten der KESB einzuholen. 

Sollte sich herausstellen, dass der Heimaufenthalt nicht medizinisch indi-
ziert war, stellt sich die Frage nach der allfälligen Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin hinsichtlich der Kosten, welche für die sprunggelenkbe-
dingte Pflege, namentlich durch die Spitex, anfallen würden (vgl. dazu 
Art. 20 Abs. 1 MVG), wenn der Beschwerdeführer zu Hause anstatt im 
Heim leben würde. Dies mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer zwar 
offenbar in einem mehrstöckigen Haus lebte, sich gemäss den Angaben im 
Bericht des Zentrums F.________ vom 20. April 2021 aber ebenerdig hätte 
einrichten können (AB 50 S. 2), dabei jedoch gemäss Kreisarzt aufgrund 
der OSG-Arthrose in der Selbstfürsorge eingeschränkt war bzw. ist (AB 81 
S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Dez. 2023, MV/23/423, Seite 15

Für den Fall, dass der Heimaufenthalt von Anfang an bzw. allenfalls im 
Verlauf der Zeit medizinisch indiziert gewesen ist, wäre näher zu prüfen, ob 
die OSG-Arthrose zumindest eine Teilursache hierfür darstellte und gege-
benenfalls in welchem Ausmass sowie über welchen Zeitraum. Die Akten-
lage präsentiert sich damit nicht dergestalt, dass eine Beurteilung gestützt 
darauf – ohne spezialärztliche Untersuchung des Beschwerdeführers – als 
rechtsgenüglich anzusehen ist, zumal der Kreisarzt med. pract. J.________ 
nicht Facharzt für Neurologie ist und es sich bei seinem Aktenbericht mit 
Blick auf die Parkinsonerkrankung somit nicht um eine fachärztliche Beur-
teilung handelt (vgl. E. 3.3.4 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat dem-
nach den rechtserheblichen Sachverhalt ungenügend abgeklärt. In Gut-
heissung der Beschwerde ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
12. Mai 2023 (AB 115) aufzuheben. Die Sache ist an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen, damit sie nach Vervollständigung der Akten die of-
fenen Fragen kläre, allenfalls eine Begutachtung veranlasse und anschlies-
send über den Leistungsanspruch neu verfüge. Weil die Beschwerdegeg-
nerin den Sachverhalt bis anhin (quantitativ und qualitativ) nicht hinrei-
chend geklärt hat, kommt die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 
(Gerichtsgutachten) nicht zum Tragen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 MVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind keine 
Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Da der Aufwand für die Beschwerdeführung nicht das Mass des-
sen überstieg, was dem Einzelnen zur Besorgung eigener Angelegenheiten 
zugemutet werden darf, hat der anwaltlich nicht vertretene Beschwerdefüh-
rer trotz seines Obsiegens keinen Anspruch auf Ausrichtung einer Parteien-
tschädigung (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Dez. 2023, MV/23/423, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Suva, Abteilung Militärversicherung, vom 12. Mai 
2023 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück-
gewiesen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen – neu verfüge.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva, Abteilung Militärversicherung  
- Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung, 3003 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.