# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a1850af-c7ce-5617-9ac3-9a167363388f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 20.10.2025 VR3 2024 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-15_2025-10-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 20. Oktober 2025
mitgeteilt am 24. Oktober 2025

Referenz VR3 24 15

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Schmid Christoffel, Vorsitz
Brun und Audétat
Merlo, Aktuarin

Parteien A.________ und A.B.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Raphaela Holliger

gegen

Gemeinde Ilanz/Glion
Plazza Cumin 9, 7130 Ilanz
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Bänziger

B.________ und B.A.________
Beschwerdegegner
vertreten durch MLaw Nicolas Walker

Gegenstand Baugesuch/Baubewilligung

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Sachverhalt

A. C.________ ist Alleineigentümerin des Grundstücks Nr. Z.1.________ in der 
Gemeinde Ilanz/Glion. Das Grundstück befindet sich in der Wohnzone 2 und im 
Perimeter des am 18. November 1986 erlassenen Quartierplans D.________. Für 
das ganze Gebiet der Gemeinde Ilanz/Glion gilt eine Planungszone zwecks 
Reduktion der Bauzonen entsprechend den Vorgaben des RPG (SR 700) und des 
kantonalen Richtplans in den Bereichen Raumordnungspolitik und Siedlung. 

B. Am 10. April 2023 beantragten B.________ und B.A.________ bei der 
Gemeinde Ilanz/Glion die Bewilligung für den Neubau eines Einfamilienhauses mit 
Wärmepumpe auf dem unteren Teil des Grundstücks Nr. Z.1.________, welcher im 
Umfang von 444 m2 abparzelliert werden soll. Die höher gelegene Hälfte des 
Baugrundstücks ist bereits überbaut. Das Baugesuch unterzeichnete C.________ 
mit. In der Folge reichte die Bauherrschaft am 3. Juni 2023 von sich aus angepasste 
Pläne ein, die neu auf das im Quartiergestaltungsplan vorgesehene Baufenster 
zugeschnitten waren, wodurch die Ausrichtung der Baute geändert wurde. Das 
Baugesuch wurde ein erstes Mal zwischen dem 9. Juni 2023 und dem 29. Juni 2023 
publiziert. Diese Publikation erfolgte sowohl mit den ursprünglichen als auch mit den 
erwähnten angepassten Plänen, weshalb das Projekt ein zweites Mal – nur mit den 
angepassten Plänen – zwischen dem 23. Juni 2023 und dem 13. Juli 2023 
publiziert wurde.

C. A.________ und A.B.________, Eigentümer des Grundstücks 
Nr. Z.2.________ in der Gemeinde Ilanz/Glion, erhoben sowohl am 14. Juni 2023 
als auch am 11. Juli 2023, im Rahmen der zweiten Publikation, Einsprache. Am 
16. Oktober 2023 reichte die Bauherrschaft eine angepasste Berechnung der 
Ausnützungsziffer nach.

D. Mit Beschluss vom 15. Januar 2024, mitgeteilt am 16. Januar 2024, wies die 
Geschäftsleitung der Gemeinde Ilanz/Glion die Einsprache von A.________ und 
A.B.________ ab und bewilligte das Baugesuch vom 8. April 2023 mit 
verschiedenen Auflagen und Nebenbestimmungen.

E. Gegen diesen Entscheid erhoben A.________ und A.B.________ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 9. Februar 2024 (Datum Poststempel) 
Beschwerde beim (ehemaligen) Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 
folgendem Rechtsbegehren: 

1. Der Beschluss der Geschäftsleitung der Gemeinde Ilanz vom 
15. Januar 2024, mitgeteilt am 16. Januar 2024, betreffend Neubau 
Einfamilienhaus samt Wärmepumpe auf Grundstück Nr. Z.1.________, 

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E.________, F.________, sei samt kantonalen Zusatzbewilligungen 
aufzuheben. Dem Baugesuch sei der Bauabschlag zu erteilen. 

2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zulasten der 
Beschwerdegegner und der Gemeinde Ilanz/Glion. 

Sie stellten sodann den Antrag, es sei ein Augenschein vor Ort durchzuführen. Die 
Beschwerde wurde damit begründet, dass die Auflageakten widersprüchlich seien 
und die Quartierplanvorschriften missachtet würden. 

F.  B.________ und B.A.________ (nachfolgend: Beschwerdegegner) 
äusserten sich mit Stellungnahme vom 16. Februar 2024 zur Beschwerde. Sie 
beantragten die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Beschwerdeführer. Zudem 
beantragten sie, es sei auf einen zweiten Schriftenwechsel zu verzichten. 

G. Mit Verfügung vom 26. Februar 2024 hat die Instruktionsrichterin der 
Beschwerde, nachdem sowohl die Beschwerdegegner als auch die Gemeinde 
Ilanz/Glion nichts dagegen einzuwenden hatten, die aufschiebende Wirkung 
zuerkannt.

H. Die Gemeinde Ilanz/Glion (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) reichte am 
4. März 2024 ihre Vernehmlassung mit Antrag auf Abweisung der Beschwerde 
unter gesetzlicher Kostenfolge ein. 

I. Mit ihrer Replik vom 1. Mai 2024 vertieften die Beschwerdeführer ihre 
Argumentation. Sie führten zusätzlich aus, mit der Erteilung der Baubewilligung 
werde das Planungsziel der Reduktion der Bauzonen negativ präjudiziert. 

J. Die Beschwerdegegner reichten ihre Duplik am 28. Mai 2024 ein. Die Duplik 
der Beschwerdegegnerin datiert vom 6. Juni 2024. Beide Parteien bestritten 
weiterhin die Argumentation der Beschwerdeführer. 

K. Die Beschwerdeführer liessen sich noch am 19. Juli 2024 im Rahmen der 
Triplik vernehmen. Am 26. Juli 2024 reichten sie das kommunale räumliche Leitbild 
(KRL) der Gemeinde Ilanz (Ziff. 4.1 betreffend F.________) nach. Die 
Beschwerdegegner nahmen am 13. August 2024 zum KRL Stellung und am 
26. August 2024 ging schliesslich noch die Quadruplik der Beschwerdegegnerin 
ein. 

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Erwägungen

1.1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht des 
Kantons Graubünden, auf das die bei Inkrafttreten des neuen GOG (BR 173.000) 
am 1. Januar 2025 hängigen Verfahren des ehemaligen Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden übertragen worden sind (vgl. Art. 122 Abs. 5 GOG), 
Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer 
anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder 
eidgenössischem Recht endgültig sind. Der angefochtene Entscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 15. Januar 2024 ist weder endgültig noch kann er bei 
einer anderen Instanz angefochten werden. Folglich stellt er ein taugliches 
Anfechtungsobjekt für das vorliegende Verfahren vor Obergericht dar, welches zur 
Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit örtlich und sachlich zuständig ist. 

1.2. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch den angefochtenen Entscheid 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung 
hat (vgl. Art. 50 VRG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Nachbarn zur Beschwerdeführung gegen ein Bauvorhaben legitimiert, wenn sie mit 
Sicherheit oder zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, 
Staub, Erschütterungen, Licht oder andere Einwirkungen) betroffen werden, die der 
Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage hervorruft. Als wichtiges Kriterium zur 
Beurteilung der Betroffenheit dient in der Praxis die räumliche Distanz zum 
Bauvorhaben bzw. zur Anlage. Die Rechtsprechung bejaht in der Regel die 
Legitimation von Nachbarn, deren Liegenschaften sich in einem Umkreis von bis zu 
100 m befinden (statt vieler: BGE 140 II 214 E. 2.3). Die Beschwerdeführer sind 
Eigentümer des Grundstücks Nr. Z.2.________, welches unmittelbar an 
Grundstück Nr. Z.1.________ angrenzt, weshalb sie materiell beschwert sind. Sie 
haben sodann am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, weshalb sie auch 
formell beschwert sind. Die Beschwerdelegitimation ist ohne Weiteres zu bejahen. 
Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 38 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 52 Abs. 1 VRG) ist einzutreten.

2. Das Obergericht verfügt gestützt auf Art. 33 Abs. 2 und Abs. 3 lit. b RPG über 
eine umfassende Kognition, die nicht auf die Rechts- und Sachverhaltskontrolle 
nach Art. 51 Abs. 1 VRG beschränkt ist. Betrifft der angefochtene Entscheid einen 
Sachbereich mit relativ erheblichem kommunalem Beurteilungsspielraum, wie 
insbesondere bei ortsspezifischen Angelegenheiten, hat sich das Obergericht – 
infolge der den Gemeinden zustehenden Autonomie (Art. 50 Abs. 1 BV und Art. 65 
Abs. 1 KV) – bei der Überprüfung desselben eine gewisse Zurückhaltung 
aufzuerlegen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Obergericht erst tätig werden 

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darf, wenn die vorinstanzliche Beurteilung willkürlich ist. Vielmehr sind kommunale 
Entscheide namentlich daraufhin zu überprüfen, ob sie übergeordnete, vom Kanton 
zu wahrende Interessen angemessen berücksichtigen, die Entscheide gegen 
übergeordnetes Recht verstossen, in Entscheiden betreffend die Auslegung eines 
unbestimmten Rechtsbegriffes grundlos von Grundsätzen abgewichen wird, welche 
Rechtsprechung und Lehre zur Auslegung dieser Begriffe entwickelt haben, sich die 
Gemeinde von unsachlichen, dem Zweck dieser Regelung fremden Erwägungen 
leiten lässt oder die Grundsätze der Rechtsgleichheit und Verhältnismässigkeit 
verletzt (zum Ganzen: Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
R 22 10 vom 7. Juni 2022 E. 2 ff. m.w.H.). 

3.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, folgende Auflageakten seien 
widersprüchlich: Das Formular Baugesuch Ilanz, das Formular GVG 
(feuerpolizeiliche Bewilligung), das Formular Ersatzbeitrag Pflichtschutzplätze, das 
Formular Wärmepumpe mit Erdwärmesonde, die Formulare Energienachweise, das 
Beiblatt aGF-Auszug, das Beiblatt kubische Berechnung, die 
Flächenberechnungen, der Baubeschrieb und die Kostenschätzung. Diese 
Dokumente und Pläne würden sich noch auf die erste Auflage vom 9. Juni 2023 
beziehen und seien hinsichtlich des eingezeichneten Baufelds, der Firstrichtung und 
der Situierung nicht korrekt. Es sei aus Gründen der Rechtssicherheit zwingend 
erforderlich, dass sämtliche Pläne angepasst würden (zum Ganzen: act. A.1 
Rz. 15 ff.). 

3.2. Die Beschwerdegegner halten fest, die geänderte Ausrichtung der Baute 
habe keine Auswirkungen auf die von den Beschwerdeführern zitierten Dokumente 
und Pläne. Die Masse des Projekts hätten keine Änderungen erfahren, weshalb die 
Anpassung der betroffenen Dokumente keine wesentlichen, sondern lediglich 
redaktionelle Änderungen zur Folge gehabt hätte. Eine Beeinträchtigung der 
Rechtssicherheit könne darin nicht erblickt werden, zumal die Situierung des 
Gebäudes und der Erdsonde klar aus dem (angepassten) Situationsplan 
hervorgehen würden (zum Ganzen: act. A.3 Ziff. 9.1). 

3.3. Die Beschwerdegegnerin führt aus, im Rahmen der Projektänderung sei das 
Gebäude neu ausgerichtet worden. Es sei aber in seinen Ausmassen unverändert 
geblieben. Die Bauherrschaft habe zurecht nur die Pläne neu eingereicht, die von 
der Änderung betroffen seien. In den Erwägungen des Bauentscheids seien 
sämtliche Dokumente aufgeführt worden, die Teil der Baubewilligung bilden würden 
und die genehmigten Pläne und Unterlagen seien mit einem Bewilligungsstempel 
versehen worden. Dies beuge der geltend gemachten Gefahr von Unklarheiten vor 
(zum Ganzen: act. A.4 Rz. 6). 

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3.4. Gemäss Art. 42 Abs. 2 Satz 1 KRVO (BR 801.110) bestimmen die 
Gemeinden unter Beachtung des übergeordneten Rechts, welche Unterlagen und 
Nachweise dem Baugesuch beizulegen sind. Für die Gemeinde Ilanz/Glion werden 
diese Anforderungen in Art. 111 des Baugesetzes der Gemeinde Ilanz/Glion 
(Nr. 72.1; BauG) festgehalten. Dessen Abs. 2 listet auf, welche Unterlagen dem 
Baugesuch beizulegen sind. Die Beschwerdeführer machen nicht geltend, es 
würden Unterlagen fehlen, sondern dass sich gewisse Dokumente noch auf die 
erste Auflage beziehen würden, was nicht zulässig sei. Diesem Schluss kann nicht 
gefolgt werden. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausgeführt hat, sind mit 
der Plananpassung die Masse des geplanten Einfamilienhauses nicht verändert 
worden. Es ist somit – unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips 
(Art. 5 Abs. 2 BV) – zulässig, dass nur die Dokumente nachgereicht wurden, auf 
welche die Anpassungen einen Einfluss hatten. Gestützt auf den Baubescheid und 
die mit einem Bewilligungsstempel versehenen Unterlagen sowie Pläne ist das 
bewilligte Bauprojekt klar definiert. Eine Gefährdung der Rechtssicherheit ist 
entsprechend zu verneinen und die Rüge der Beschwerdeführer betreffend 
widersprüchliche Auflageakten erweist sich als unbegründet. 

4.1. Die Beschwerdeführer bringen vor, dass aufgrund der überdimensionierten 
Bauzonen der Gemeinde Ilanz/Glion sowie des Alters des geltenden Nutzungsplans 
ein Verbleib des Grundstücks Nr. Z.1.________ in der Bauzone nicht angezeigt sei. 
Dieses liege am Rand der Bauzone und sei für eine Auszonung, mindestens aber 
für eine Umzonung in eine Zone für Klein- und Anbauten, prädestiniert. Die 
Baubewilligung dürfe nicht erteilt werden, um das Ziel der Reduktion der Bauzonen 
nicht negativ zu präjudizieren. Die Ortsplanrevision stehe noch am Anfang und die 
Argumentation, wonach das künftige Recht mehr oder weniger feststehe, weil das 
Amt für Raumentwicklung (ARE) die Vorprüfung der Vorlage der Ortsplanrevision 
durchgeführt habe, überzeuge nicht. Für Erlass und Änderung des Baugesetzes sei 
die Urnengemeinde und nicht das ARE zuständig (zum Ganzen: act. A.6 Rz. 44 ff., 
act. A.9 Rz. 56 ff., act. A.10). 

4.2. Die Beschwerdegegner entgegnen, das ARE habe die Vorlage der 
Ortsplanrevision geprüft und die Vorschläge zur Reduktion der Bauzonen 
grundsätzlich begrüsst. Die Planung sei bereits weit fortgeschritten. Aus dem 
Planentwurf gehe hervor, dass der relevante Teil des Grundstücks 
Nr. Z.1.________ nicht zur Auszonung vorgesehen sei. Bereits deshalb sei nicht 
davon auszugehen, dass die Überbauung möglichem künftigem Recht 
widerspreche. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin, das Grundstück 
Nr. Z.1.________ nicht der Planungszone zu unterstellen, sei nicht zu beanstanden. 

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Dieses Grundstück sei bereits überbaut und vollständig erschlossen. Auch 
Gesichtspunkte der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes würden gegen 
eine Auszonung sprechen, da in casu auf Grundlage berechtigten Vertrauens 
bereits erhebliche Dispositionen getätigt worden seien. Auch sei unter dem Aspekt 
der Eigentumsgarantie unverhältnismässig, dass eine Bauherrschaft ein Jahrzehnt 
an einer Überbauung gehindert würde, solange nicht mal die vage Absicht 
bestünde, die planerischen Bestimmungen im fraglichen Bereich zu ändern (zum 
Ganzen: act. A.7 Ziff. 6.1 ff., act. A.11). 

4.3. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, die 
Voraussetzungen, das vorliegende Baugesuch der Planungszone zu unterstellen, 
seien nicht erfüllt. Mittlerweile würden konkrete Entwürfe sowie der 
Vorprüfungsbericht des ARE vorliegen. Letzterer beanstande die entworfene 
Redimensionierung der Bauzonen, zumindest in Bezug auf F.________, nicht. Aus 
dem Vorprüfungsentwurf gehe sodann hervor, dass das Grundstück 
Nr. Z.1.________ nicht zur Auszonung vorgesehen sei, sondern mit einer Pflicht zur 
Überbauung belegt werde. Es sei somit nicht (mehr) davon auszugehen, dass die 
Nichtauszonung des zur Diskussion stehenden Grundstücks möglichem künftigem 
Recht widerspreche. Mit dem bereits vorgeprüften Entwurf stehe das künftige Recht 
schon mehr oder weniger fest, weshalb die Ortsplanung auch nicht erst ganz am 
Anfang stehe. Es erscheine auch unrealistisch, dass die Stimmberechtigten, die der 
Auszonung regelmässig eher kritisch gegenüberstehen würden, bei weiteren oder 
anderen Grundstücken die Auszonung fordern würden (zum Ganzen: act. A.8 
Rz. 11 ff., act. A.12 Rz. 3 ff.). 

4.4. Gemäss Art. 15 RPG (in Kraft seit dem 1. Mai 2014) sind die Bauzonen so 
festzulegen, dass sie dem voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre entsprechen 
(Abs. 1). Überdimensionierte Bauzonen sind zu reduzieren (Art. 15 Abs. 2 RPG). 
Gemäss Art. 8a Abs. 1 lit. d RPG legt der Richtplan im Bereich Siedlung 
insbesondere fest, wie sichergestellt wird, dass die Bauzonen den Anforderungen 
von Artikel 15 entsprechen (vgl. auch Art. 5a RPV [SR 700.1]). Der kantonale 
Richtplan (ARE, Kantonaler Richtplan [KRIP], Stand Februar 2025, 
<https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are/richtplanung/Kantonaler%2
0Richtplan%20de.pdf> [besucht am 10. Oktober 2025]) wurde in Nachachtung 
dieser Revision des RPG in den Bereichen Raumordnungspolitik (Kap. 2) und 
Siedlung (Kap. 5) angepasst. Im Bereich Siedlung (KRIP-S) sind im 
Zusammenhang mit der Reduktion der Bauzonen die folgenden, hier relevanten 
Handlungsanweisungen festgehalten (zum Ganzen: KRIP, Kap. 5). Gemeinden mit 
mutmasslich überdimensionierten Wohn-, Misch- und Zentrumszonen (WMZ, zum 

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Begriff vgl. AEMISEGGER/KISSLING in: Aemisegger et. al [Hrsg.], Praxiskommentar 
RPG, Nutzungsplanung, 2016, Art. 15 N 124) haben nach Erlass des KRIP-S eine 
Planungszone bezüglich potenzieller Auszonungsflächen gemäss der 
gesamtkantonalen Grundlage und weiterer selbst eruierter Auszonungsflächen zu 
beschliessen (KRIP-S, Kap. 5.2, S. 14, vgl. auch Art. 21 Abs. 1 KRG [BR 801.100] 
sowie Art. 27 Abs. 1 Satz 1 RPG). Der KRIP-S sieht sodann vor, dass die 
Gemeinden ihre strategische Ausrichtung der Siedlungsentwicklung in einem 
kommunalen räumlichen Leitbild (KRL) festzulegen haben. Das KRL dient als 
Orientierungsrahmen für die Planungsbehörde und ist somit eine notwendige Basis 
für jede Gesamtrevision einer Nutzungsplanung (KRIP-S, Kap. 5.1, S. 10 f., vgl. 
auch Art. 20 Abs. 4 KRG und ARE, Wegleitung Kommunales räumliches Leitbild, 
Juli 2018, <https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are/nutzungsplanung 
/Wegleitung_Kommunales%20r%c3%a4umliches%20Leitbild1.pdf> [besucht am 
10. Oktober 2025]). Der KRIP-S macht den Gemeinden insbesondere auch 
(inhaltliche) Vorgaben bezüglich der Dimensionierung der Bauzonen (KRIP-S, 
Kap. 5.2, S. 9 ff.). Als Leitzsatz gilt, dass die kommunale Kapazitätsreserve in der 
WMZ auf den – gestützt auf die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung ermittelten 
– Bedarf auszurichten ist (KRIP-S, Kap. 5.2, S. 9; vgl. Art. 15 Abs. 1 RPG). Dieser 
Leitzsatz wird im KRIP und u.a. in der Technischen Wegleitung zur Ermittlung des 
Bauzonenbedarfs konkretisiert (ARE, Technische Wegleitung zur Ermittlung des 
Bauzonenbedarfs in der Ortsplanung [TWL], Dezember 2020, mit Bereinigungen 
vom Mai 2022, <https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are/nutzungs 
planung/WL%20Ermittlung%20Bauzonenbedarf.pdf> [besucht am 10. Oktober 
2025]). Die TWL legt die voraussichtliche Genehmigungspraxis der Regierung bei 
Ortsplanungsrevisionen dar (TWL, S. 1 a.E.). 

4.5. Die Gemeinde Ilanz/Glion ist im KRIP als Gemeinde mit überdimensionierten 
WMZ festgesetzt (KRIP-S, Kap. 5.2, S. 18, Stand April 2022; sog. C-Gemeinde 
[vgl. TWL, Ziff. II, S. 4]), weshalb sie ihre Bauzonen zu reduzieren hat. Gestützt auf 
Art. 21 Abs. 1 KRG und in Nachachtung der Vorgaben des KRIP hat der 
Gemeindevorstand der Gemeinde Ilanz/Glion am 22. Februar 2018 den Erlass 
einer Planungszone im Kantonsamtsblatt (KAB) publiziert (eKAB-Nr. 00.022.511). 
Diese wurde in der Folge mehrmals angepasst und verlängert (zuletzt am 
14. November 2023, eKAB-Nr. 00.093.061 vom 12. Januar 2024). Stand heute gilt 
die Planungszone für das ganze Gemeindegebiet bis zum 12. Februar 2026 und 
deren Zielsetzung besteht unverändert in der Prüfung einer Reduktion der 
Bauzonen (WMZ) entsprechend den Vorgaben des Art. 15 RPG und des KRIP 
(eKAB-Nr. 00.093.061). Die Gemeinde hat sodann mit dem Erlass des KRL die 
konzeptionellen Grundlagen für die Vornahme der Teilrevision der Ortsplanung 

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gelegt (Gemeinde Ilanz/Glion, KRL, April 2021, <https://www.ilanz-
glion.ch/fileadmin/user_upload/ilanz-glion/03_Publikationen/03_Planung/KRL_Ber 
icht_210430.pdf> [besucht am 10. Oktober 2025]; act. B.14). Am 16. Januar 2023 
wurde dem ARE der Planungsentwurf zur Teilrevision der Ortsplanung (Umsetzung 
KRL und Bauzonendimensionierung, zweite Genehmigungsetappe) zur Vorprüfung 
eingereicht (vgl. Art. 12 KRVO). Der Vorprüfungsbericht des ARE datiert vom 
27. September 2023. Am 18. Oktober 2024 wurde der Entwurf der 
Ortsplanungsrevision durch die Beschwerdegegnerin im Kantonsamtsblatt 
publiziert (eKAB-Nr. 00.112.861) und vom 21. Oktober 2024 bis zum 
21. November 2024 fand die öffentliche Mitwirkungsauflage statt (vgl. die 
Mitwirkungsakten inkl. Vorprüfungsbericht unter <https://www.ilanz-
glion.ch/gemeinde/gemeindeverwaltung/planung/teilrevisionortsplanung> und 
<https://cloudspace.stw.ch/index.php/s/wyGpk5bSNdTJBnN> [besucht am 
10. Oktober 2025]). Die Auswertung der Mitwirkungseingaben ist gemäss aktuellem 
Kenntnisstand des Gerichts im Gange.

4.6. In der Planungszone darf nichts unternommen werden, was die neue 
Planung erschweren oder dieser entgegenstehen könnte (Art. 21 Abs. 2 Satz 1 
KRG). Insbesondere dürfen Bauvorhaben nur bewilligt werden, wenn sie weder den 
rechtskräftigen noch den vorgesehenen neuen Planungen und Vorschriften 
widersprechen (Art. 21 Abs. 2 Satz 2 KRG). Die Planungszone dient der 
einstweiligen Sicherung der beabsichtigten Planänderung und insbesondere der 
Bewahrung der Planungs- und Entscheidungsfreiheit der Behörden, welche nicht 
durch Vorhaben, die den Planungsabsichten zuwiderlaufen, beeinträchtigt werden 
soll (GRIFFEL, Raumplanungs- und Baurecht in a nutshell, 4. Auflage 2021, S. 116). 
Im Zusammenhang mit laufenden Ortsplanungsrevisionen zur Dimensionierung der 
Bauzonen ist der Fortschritt der kommunalen Planung zu berücksichtigen und 
darzulegen, dass der Gemeindevorstand die begonnene Überprüfung der 
Bauzonen auf dem gesamten Gemeindegebiet abgeschlossen und er dem 
Gemeinderat als Gemeindeparlament eine entsprechende 
grundeigentümerverbindliche Vorlage unterbreitet hat, von deren Genehmigung 
ausgegangen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_66/2022 vom 
1. Dezember 2022 E. 3.4.3). Entscheidend ist, ob angesichts der Verpflichtung der 
Gemeinde, ihre Bauzonen zu verkleinern, eine (Teil-)Auszonung des vom 
Bauvorhaben betroffenen Grundstücks nicht in Frage kommt bzw. ausgeschlossen 
werden kann (BGE 148 II 417 E. 3.6.2; siehe Urteile des Bundesgerichts 
1C_451/2022 vom 13. Mai 2024 E. 2.8, 1C_66/2022 vom 1. Dezember 2022 
E. 3.4 ff. sowie 1C_249/2021 vom 12. Juli 2022 E. 2.5; Urteil des Obergerichts des 
Kantons Graubünden VR3 24 32 vom 26. September 2025 E. 3.5 f.; Urteile des 

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Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 22 70 vom 23. Mai 2023 E. 4 und 
R 21 14 vom 29. März 2022 E. 4). Vorliegend fraglich und nachfolgend zu prüfen 
ist, ob das bewilligte Projekt der laufenden neuen Planung und der zu deren 
Sicherung erlassenen Planungszone zuwiderläuft. 

4.7.  Die untere Hälfte des Grundstücks Nr. Z.1.________, auf welcher das 
Einfamilienhaus gebaut werden soll, liegt gemäss geltendem Zonenplan in der 
Wohnzone 2 am unteren Dorfrand von F.________ in D.________, etwas 
abgelegen vom Dorfzentrum. Dieser Ortsteil – bestehend v.a. aus 
Zweitwohnungsbauten (KRL, Ziff. 4.1, S. 22) – ist nicht dicht überbaut; zwischen 
den bestehenden Häusern befinden sich grosszügige Grünflächen. Das 
Baugrundstück grenzt im Norden an Grundstück Nr. Z.2.________ an, welches sich 
ebenfalls in der Wohnzone 2 befindet. Südlich des Baugrundstückes ist eine 
Landwirtschaftszone ausgeschieden, welche von einer Freihaltezone überlagert 
wird. Östlich des Grundstückes Nr. Z.1.________ befindet sich das Grundstück 
Nr. Z.3.________, welches sich gemäss der aktuellen Nutzungsplanung in der 
Wohnzone 2 befindet. Das Baugrundstück entspricht den Kriterien der gemäss der 
TWL in zweiter Priorität auszuzonenden Flächen (erschlossene WMZ-Reserven am 
Siedlungsrand; TWL, Ziff. II, S. 4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_66/2022 vom 
1. Dezember 2022 E. 3.4.1). 

4.8. Gemäss dem am 18. Oktober 2024 publizierten Planungsentwurf zur 
Teilrevision der Ortsplanung soll das Grundstück Nr. Z.1.________ in der 
Wohnzone 2 verbleiben; zusätzlich soll die Parzelle mit einer Anordnung zur 
Sicherung der Baulandverfügbarkeit belegt werden. Die umliegenden Grundstücke 
Nrn. Z.4.________, Z.5.________, Z.6.________ und Z.3.________ sollen im 
Rahmen der Ortsplanungsrevision der Landwirtschaftszone zugewiesen werden. 
Insgesamt sollen in D.________ neun Parzellen (teil-)ausgezont werden 
(Öffentliche Mitwirkungsauflage, Zonenplan 1:200 F.________ vom 
8. Februar 2022, bearbeitet am 13. September 2024). Das Grundstück 
Nr. Z.1.________ wäre gemäss Planungsentwurf somit zu drei Vierteln von 
Landwirtschaftsflächen umgeben. 

4.9. Im KRL wird festgehalten, D.________ biete längerfristig bei Bedarf 
potentielle Bebauungsräume für die innere Verdichtung (KRL, Ziff. 4.1, S. 22). Im 
dazugehörigen Aktionsplan (KRL, Ziff. 4.1, S. 23) werden jedoch alle unüberbauten 
Flächen in D.________ – inklusive das Grundstück Nr. Z.1.________ – als Grün- 
und Freiräume eingezeichnet. Die vorgesehenen Handlungsräume betreffen 
ausschliesslich Flächen im Dorfzentrum. Die Festsetzung bzgl. Grundstück 
Nr. Z.1.________ im Planungsentwurf widerspricht somit dem KRL. Hinweise, 

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weshalb bezüglich des Grundstückes Nr. Z.1.________ im Planungsentwurf vom 
KRL als konzeptionelle Grundlage abgewichen wird, finden sich im Planungs- und 
Mitwirkungsbericht [PMB] vom 11. Oktober 2024 jedoch nicht. Auch kann nicht 
davon ausgegangen, dass die Überbauung des Grundstücks Nr. Z.1.________ der 
inneren Verdichtung dient, werden doch die meisten Grundstücke in dessen 
unmittelbare Nähe der Landwirtschaftszone zugewiesen. 

4.10. Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass eine Auszonung der 
Bauparzelle aufgrund der peripheren Lage am Siedlungsrand, ausserhalb des 
weitgehend überbauten Gebiets, sowie aufgrund des Widerspruchs im 
Planungsentwurf zur angestrebten Entwicklung gemäss KRL (vgl. dazu auch KRIP, 
Kap. 5.2, S. 10 oben) aus planerischer Sicht nicht ausgeschlossen werden kann.

4.11. Des Weiteren ist zu prüfen, ob aufgrund der fortgeschrittenen 
Ortsplanungsrevision eine Auszonung der betroffenen Bauparzelle ausgeschlossen 
werden kann. Im Rahmen der Vorbereitung des Planungsentwurfs zur 
Ortsplanungsrevision hat zwar eine erste gesamthafte Überprüfung der Bauzonen 
in der Gemeinde Ilanz/Glion bereits stattgefunden. Allerdings ist die Gemeinde mit 
einer umfangreichen Reduktion der WMZ-Fläche konfrontiert (12.8 ha gemäss 
Vorprüfungsbericht, Ziff. 5.1.3, S. 6; 12.3 ha gemäss PMB, Ziff. 6.1.14, S. 77). Es 
kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass nach Durchsicht der im Rahmen der 
öffentlichen Mitwirkungsauflage eingegangenen Eingaben – deren Auswertung 
noch im Gange ist – Anpassungen und Korrekturen des Planungsentwurfs 
notwendig sein werden und allenfalls auch das Grundstück Nr. Z.1.________ zur 
Erreichung des Planungsziels der Bauzonendimensionierungen herangezogen 
werden muss. Insbesondere die Berücksichtigung von (begründeten) 
Einwendungen gegen eine vorgesehene Auszonung können zur Notwendigkeit der 
Kompensation an anderer Stelle führen. Insofern läuft auch die Argumentation der 
Beschwerdegegnerin, dass die Stimmberechtigten bei weiteren Grundstücken wohl 
keine Auszonungen verlangen würden, ins Leere. Selbst der PMB hält in Bezug auf 
F.________ fest, dass diese Ortschaft nach der Revision der Ortsplanung über eine 
zu hohe (Bauland-)Reserve verfügen wird (PMB, Ziff. 2.6.4, S. 39). Es erhellt nicht, 
weshalb – wie im PMB festgehalten – eine weitere Reduktion der Bauzonen 
raumplanerisch keinen Sinn machen sollte. Schliesslich hat das ARE in seinem 
Vorprüfungsbericht festgehalten, dass – obwohl die Gemeinde dem 
Auszonungsauftrag grösstenteils nachgekommen ist – punktuell weitere 
Auszonungen zu prüfen seien (Vorprüfungsbericht, Ziff. 5.1.3, S. 6). Diese 
Forderung ist durchaus nachvollziehbar, da die Gemeinde trotz einer sehr positiven 
Bevölkerungsprognose (+ 559 Einwohnenden) noch über einen 

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Kapazitätsüberhang an Bauzonen verfügt (Vorprüfungsbericht, Ziff. 5.1.3, S. 6). 
Aus der zusammen mit den Unterlagen zur öffentlichen Mitwirkungsauflage 
publizierten Auswertung vom 22. August 2024 des Vorprüfungsberichts geht auch 
nicht hervor, dass solche Auszonungen geprüft worden wären. Im Ergebnis liegt – 
Stand heute – noch keine Vorlage vor, von deren Genehmigung ausgegangen 
werden kann. 

5. Der Vollständigkeit halber sei auch noch erwähnt, dass die Umgebung der 
Bauparzelle spärlich überbaut ist (vgl. E. 4.7), weshalb das Grundstück 
Nr. Z.1.________ von den umliegenden Überbauungen nicht so stark geprägt bzw. 
eingeengt wird, dass von einer Baulücke ausgegangen werden kann (vgl. 
BGE 132 II 218 E. 4.2.1 und Urteil des Bundesgerichts 1C_451/2022 vom 13. Mai 
2024 E. 2.8). 

6.1. Haben sich die Verhältnisse erheblich geändert, so werden Nutzungspläne 
überprüft und nötigenfalls angepasst (Art. 21 Abs. 2 RPG). Nach Ablauf des 
Planungshorizontes, der für Bauzonen 15 Jahre beträgt (Art. 15 lit. b RPG), sind 
Zonenpläne grundsätzlich einer Überprüfung zu unterziehen und nötigenfalls 
anzupassen. Je näher eine Planungsrevision dieser Frist kommt, desto geringer ist 
das Vertrauen auf die Beständigkeit des Plans (statt vieler: BGE 140 II 25 E. 5.1). 
Die letzte Totalrevision der Ortsplanung der damaligen Gemeinde F.________ 
datiert vom Jahr 1981; die letzte Teilrevision vom Jahr 1995 (Gemeinde Ilanz/Glion, 
Grundlagenbericht zur Zusammenführung und Revision der Ortsplanung, 
2. Öffentliche Auflage, 19. März 2014, S. 9, <https://www.ilanz-
glion.ch/fileadmin/user_upload/ilanz-glion/03_Publikationen/03_Planung/04_Gesa 
mtrevision_Ortsplanung/Grundlagenbericht.pdf> [besucht am 10. Oktober 2025]). 
Die im Jahr 2021 von der Regierung genehmigte Teilrevision der Ortsplanung (erste 
Etappe der Gesamtrevision) hatte noch nicht die Bauzonendimensionierung zum 
Gegenstand und erfüllte somit nicht die Vorgaben von Art. 15 Abs. 2 RPG (PMB, 
Ziff. 1.1 f., S. 9). Der massgebende Planungshorizont von 15 Jahren war im 
Zeitpunkt der Erteilung der vorliegenden Bewilligung bei Weitem überschritten, 
weshalb die einer Plananpassung entgegenstehenden Interessen der 
Rechtssicherheit und des Vertrauens in die Planbeständigkeit als geringfügig zu 
bezeichnen sind und hinter das erhebliche öffentliche Interesse (vgl. dazu Urteil des 
Bundesgerichts 1C_530/2021 vom 23. August 2022 E. 5.4) an der Reduktion der 
Bauzonen zurückzutreten haben (vgl. BGE 148 II 417 E. 3.6.2). 

6.2. Die gleichen Überlegungen gelten auch für die von den Beschwerdegegnern 
geltend gemachte Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und der daraus 
fliessenden Baufreiheit. Aufgrund des dargelegten hohen Alters der massgebenden 

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Nutzungsplanung und der öffentlichen Interessen an der Bauzonendimensionierung 
kann ein unverhältnismässiger Eingriff in die Eigentumsfreiheit verneint werden 
(Urteil des Bundesgerichts 1C_62/2022 vom 1. Dezember 2022 E. 3.4.2). Die 
Eigentumsgarantie vermittelt dem Eigentümer im Übrigen keinen Anspruch darauf, 
dass sein Land dauernd in jener Zone verbleibt, in die es einmal eingewiesen 
worden ist (BGE 123 I 175 E. 3a). 

7. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Rückzonung des unteren Teils 
des Baugrundstückes Nr. Z.1.________ aufgrund seiner Lage, aufgrund des 
Widerspruchs im Planungsentwurf zur angestrebten Entwicklung gemäss KRL 
sowie aufgrund des Stands der Ortsplanung nicht ausgeschlossen werden kann. 
Auch der Grundsatz der Planbeständigkeit und die Eigentumsgarantie stehen einer 
möglichen Auszonung nicht entgegen. Vielmehr würde die Erteilung der 
Baubewilligung für den Neubau des Einfamilienhauses auf Grundstück 
Nr. Z.1.________ der durch die Planungszone bezweckten Sicherung der 
beabsichtigten Planänderung und der Bewahrung der Planungs- und 
Entscheidungsfreiheit der Behörden zuwiderlaufen. Das Bauvorhaben ist somit der 
geltenden Planungszone zu unterstellen, die Beschwerde gutzuheissen und der 
angefochtene Beschluss der Geschäftsleitung der Gemeinde Ilanz/Glion vom 
15. Januar 2024 aufzuheben. 

8. Nach dem Gesagten ist nicht näher auf die geltend gemachte Verletzung der 
Quartierplanvorschriften einzugehen. Auch erübrigt sich der beantragte 
Augenschein. Hinzuweisen ist jedoch auf Art. 21 Abs. 1 Satz 1 KRVO, wonach 
Quartierpläne von Amtes wegen oder auf Antrag der Quartierplanbeteiligten 
überprüft und nötigenfalls angepasst werden, wenn sich die Verhältnisse seit dem 
Erlass erheblich geändert haben. Der Quartierplan D.________ wurde vom 
Gemeindevorstand am 18. November 1986 erlassen und ist somit fast 40 Jahren 
alt. Aufgrund des hohen Alters des Plans, der in D.________ vorgesehenen 
Auszonungen und der Tatsache, dass der Quartierplan unter anderen Vorzeichen 
erlassen wurde (vgl. Erläuterungsbericht zum Quartierplan vom September 1986, 
act. B.7), wird es zukünftig unvermeidbar sein, zumindest die 
Anpassungsbedürftigkeit des Quartierplans zu überprüfen. 

9.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten 
zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Vorliegend ist die Staatsgebühr im Sinne von Art. 75 
Abs. 1 lit. a VRG auf CHF 3'000.00 festzusetzen. Sie ist zusammen mit den 
Kanzleiauslagen dem Ausgang des Verfahrens entsprechend der 
Beschwerdegegnerin und den Beschwerdegegnern je hälftig aufzuerlegen. 

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9.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG ist die unterliegende Partei in der Regel zu 
verpflichten, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit verursachten 
notwendigen Kosten zu ersetzen. Gemäss Art. 16a Abs. 2 AnwG (BR 310.100) und 
Art. 2 Abs. 1 und 2 HV (BR 310.250) wird die Parteientschädigung an die 
obsiegende Partei nach Ermessen des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich 
von dem in der Honorarnote geltend gemachten (und als angemessen sowie für die 
Prozessführung erforderlich zu betrachtenden) Aufwand sowie (üblichen) 
Stundenansatz ausgeht. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer hat trotz 
Aufforderung keine Kostennote eingereicht. Die Parteientschädigung ist somit 
ermessensweise festzulegen. In Anbetracht der Umstände des vorliegenden 
Verfahrens, des Umfangs (mehrere Rechtsschriften) sowie der Schwierigkeit der 
Angelegenheit wird die Höhe der Parteientschädigung auf pauschal CHF 4'000.00 
(inkl. Spesen und MWST) festgelegt. In diesem Umfang haben die 
Beschwerdegegnerin und die Beschwerdegegner die Beschwerdeführer je hälftig 
zu entschädigen. 

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss der Geschäftsleitung 
der Gemeinde Ilanz/Glion vom 15. Januar 2024 betreffend Neubau 
Einfamilienhaus samt Wärmepumpe aufgehoben. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 402.00

Total CHF 3’402.00

gehen je hälftig zulasten der Gemeinde Ilanz/Glion und von B.________ und 
B.A.________. 

3. Die Gemeinde Ilanz/Glion einerseits sowie B.________ und B.A.________ 
andererseits haben A.________ und A.B.________ je hälftig 
aussergerichtlich mit CHF 4’000.00 zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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