# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dbd3106-25dc-572a-9133-db50bc30ee06
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2025 F-3118/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3118-2024_2025-12-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3118/2024 

 

 

  U r t e i l  v o m  9 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Yannick Antoniazza-Hafner (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton, Richterin Regula Schenker Senn,   

Gerichtsschreiberin Sandra Hutter. 

Parteien 
 1. A._______, geb. am (…), 

2. B._______, geb. am (…), 

3. C._______, geb. am (…), 

4. D._______, geb. am (…), 

5. E._______, geboren am (…), 

6. F._______, geb. am (…), 

7. G._______, geb. am (…), 

8. H._______, geb. am (…), 

9. I._______, geb. am (…), 

10. J._______, geb. am (…), 

11. K._______, geb. am (…), 

12. L._______, geb. am (…), 

13. M._______, geb. am (…), 

14. N._______, geb. am (…), 

alle vertreten durch Nathalie Vainio, Rechtsanwältin, AsyLex,  

Beschwerdeführende, 

gegen  

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Nationales Visum aus humanitären Gründen   

F-3118/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden, eine Drei-Generationen-Familie pakistani-

scher Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in Thailand (nummerische  

Bezeichnung der Beschwerdeführenden laut Rubrum), ersuchten am  

(…) 2023 bei der Schweizerischen Botschaft in Bangkok um Ausstellung 

von Visa aus humanitären Gründen. 

A.b Mit Formularverfügung vom (…) 2024 verweigerte die Schweizerische 

Botschaft die Ausstellung der Visa.  

A.c Mit Verfügung vom (…) 2024 (eröffnet […] 2024) wies die Vorinstanz 

die dagegen erhobene Einsprache der Beschwerdeführenden ab.  

B.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 17. Mai 2024 (Datum Poststempel) gelangten 

die Beschwerdeführenden an das Bundesverwaltungsgericht und bean-

tragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Erteilung der 

humanitären Visa. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei ihnen die unentgeltliche Rechtspflege 

zu gewähren, zufolge Mittellosigkeit auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten und es sei die rubrizierte Rechtsvertreterin als amt-

liche Vertretung einzusetzen. 

Mit Verfügung vom 29. Mai 2024 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch 

um unentgeltliche Rechtspflege gut und führte hinsichtlich der unentgeltli-

chen Verbeiständung aus, zuerst müsse die Frage einer allfälligen Ehren-

amtlichkeit der Rechtsvertretung geklärt werden, weshalb diese aufzufor-

dern sei, diesbezüglich Auskunft zu erteilen. Gleichzeitig wurde die Vo-

rinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung eingeladen. 

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 19. Juni 2024 auf  

Abweisung der Beschwerde.  

Mit Schreiben vom 26. Juni 2024 nahm die Rechtsvertretung zur Frage 

einer allfälligen Ehrenamtlichkeit Stellung. 

Die Beschwerdeführenden hielten mit Replik vom 29. Juli 2024 an ihren 

Begehren und deren Begründung fest.  

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Mit Schreiben vom 14. August und 28. August 2024 reichten die Beschwer-

deführenden weitere Beweismittel zu den Akten. 

Mit Instruktionsverfügung vom 29. August 2024 wies das Gericht das SEM 

auf die neuen Beweismittel hin und lud es aufgrund dessen zu einer ergän-

zenden Vernehmlassung ein.In ihrer ergänzenden Vernehmlassung vom 

12. September 2024 beantragte die Vorinstanz erneut die Abweisung der 

Beschwerde.  

Mit Stellungnahme vom 3. Oktober 2024 hielten die Beschwerdeführenden 

unverändert an ihrem Rechtsmittel fest und reichten weitere Beweismittel 

ein.  

Mit Instruktionsverfügung vom 6. Mai 2025 übermittelte das Bundesverwal-

tungsgericht den Beschwerdeführenden mehrere Screenshots und Video-

clips von den öffentlichen Instagram-Accounts der Beschwerdeführenden 

1 und 10 zur Kenntnisnahme, da es in seiner Entscheidung auf diese zu-

rückgreifen könnte.  

Die Beschwerdeführenden nahmen mit Schreiben vom 6. Juni 2025  

Stellung.  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Einspracheentscheide der Vorinstanz betreffend humanitäre Visa sind mit 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 112 Abs. 1 

AIG [SR 142.20] i.V.m. Art. 31 VGG). Das Rechtsmittelverfahren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Die Beschwerdeführenden sind 

zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 

VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bundesrecht von Am-

tes wegen an. Es ist nicht an die Begründung der Begehren gebunden 

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Seite 4 

(Art. 62 Abs. 4 VwVG) und kann die Beschwerde auch aus anderen als den 

geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist 

grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheids (BGE 139 II 

534 E. 5.4.1; BVGE 2020 VII/4 E. 2.2). 

3.  

3.1 Als Staatsangehörige Pakistans unterliegen die Beschwerdeführenden 

der Visumspflicht gemäss Art. 9 der Verordnung vom 15. August 2018 über 

die Einreise und die Visumerteilung (VEV, SR 142.204). Da sie mit ihren 

Gesuchen einen längerfristigen Aufenthalt beabsichtigen, sind diese nicht 

nach den Regeln zur Erteilung von Schengen-Visa, sondern nach den 

Bestimmungen des nationalen Rechts zu prüfen (vgl. BVGE 2018 VII/5 

E. 3.5 und E. 3.6.1). 

3.2 Gemäss Art. 4 Abs. 2 VEV kann in Abweichung von den allgemeinen 

Einreisevoraussetzungen (vgl. Art. 4 Abs. 1 VEV) in begründeten Fällen 

aus humanitären Gründen ein Visum für einen längerfristigen Aufenthalt 

erteilt werden. Ein solcher Fall liegt insbesondere vor, wenn die betreffende 

Person im Herkunftsstaat unmittelbar, ernsthaft und konkret an Leib und 

Leben gefährdet ist. Praxisgemäss werden humanitäre Visa nur unter sehr 

restriktiven Bedingungen ausgestellt (vgl. BVGE 2015/5 E. 4.1.3). Diese 

werden dann als erfüllt angesehen, wenn bei einer Person aufgrund der 

konkreten Umstände davon ausgegangen werden muss, dass sie sich im 

Heimat- oder Herkunftsstaat in einer besonderen Notsituation befindet, die 

ein behördliches Eingreifen zwingend erforderlich macht und es rechtfer-

tigt, ihr - im Gegensatz zu anderen Personen in derselben Lage - ein Ein-

reisevisum zu erteilen. Dies kann etwa bei akuten kriegerischen Ereignis-

sen gegeben sein oder aufgrund einer konkreten individuellen Gefährdung, 

die sie mehr als alle anderen Personen betrifft. Befindet sich die betroffene 

Person bereits in einem Drittstaat (BVGE 2018 VII/5 E. 3.6.3) oder ist sie 

nach einem Aufenthalt in einem solchen freiwillig in ihr Heimat- oder Her-

kunftsland zurückgekehrt (vgl. Urteil des BVGer F-4658/2017 vom 7. De-

zember 2018 E. 4.3) und hat sie die Möglichkeit, sich erneut in den Dritt-

staat zu begeben, ist in der Regel davon auszugehen, dass keine Gefähr-

dung mehr besteht. Gleiches gilt, wenn die Person nachweislich die Mög-

lichkeit hat, sich in einen Drittstaat zu begeben, ohne zuvor dort gewesen 

zu sein (Urteil des BVGer F-840/2024 vom 26. Juni 2024 E. 3.2). Das Vi-

sumgesuch ist unter Berücksichtigung der aktuellen Gefährdung, der per-

sönlichen Umstände der betroffenen Person und der Lage im Heimat- oder 

Herkunftsland sorgfältig zu prüfen (vgl. BVGE 2018 VII/5 E. 3.6.3; Urteil 

des BVGer F-2470/2022 vom 29. November 2023 E. 3.2 m.H.). 

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3.3 Im Hinblick auf das Beweismass ist zu betonen, dass für die Erteilung 

eines humanitären Visums eine im Sinn von Art. 4 Abs. 2 VEV relevante 

Gefährdung offensichtlich gegeben sein muss (vgl. BVGE 2018 VII/5 

E. 3.6.3, 2015/5 E. 4.1.3) und mithin grundsätzlich der volle Beweis zu er-

bringen ist (vgl. BVGE 2024 VII/3 E. 5.4, 2024 VII/1 E. 7.6). 

3.4 Eine Reflexgefährdung liegt vor, wenn nach den Gesamtumständen 

des jeweiligen Einzelfalls die Angehörigen einer im Sinne von Art. 4 Abs. 2 

VEV gefährdeten Person allein oder unter anderem aufgrund dieser Ange-

hörigkeit ihrerseits als entsprechend gefährdet zu qualifizieren sind. Wird 

der gefährdeten Person ein humanitäres Visum erteilt, führt dies indes nicht 

«automatisch» dazu, dass ihre Angehörigen als reflexgefährdet zu betrach-

ten sind und auch diesen die Einreise in die Schweiz zu bewilligen wäre 

(vgl. Urteil des BVGer F-3560/2023 vom 7. März 2024 E. 5.3.2). Vielmehr 

gelten auch hier die strengen beweisrechtlichen Anforderungen der Recht-

sprechung zu Art. 4 Abs. 2 VEV (BVGE 2018 VII/5 E. 3.6.3; Urteil des 

BVGer F-1838/2022 vom 13. September 2023 E. 6.1; vgl. oben E. 3.3). 

Im Falle einer geltend gemachten Reflexgefährdung – wie sie für die  

Beschwerdeführenden 2, 4 bis 9 und 11 bis 14 behauptet wurde – ist zu 

ermitteln, ob bei den betroffenen Angehörigen selbst eine Gefährdung im 

Sinne von Art. 4 Abs. 2 VEV vorliegt. Dies ist auf Basis eines individuellen 

Gefährdungsprofils zu bestimmen, welches unter Berücksichtigung sämtli-

cher relevanter Umstände einschliesslich der konkreten Beziehung zur ge-

fährdeten Person und deren konkreter Gefährdungslage zu ermitteln ist. 

Wird dies verneint, bleibt gegebenenfalls für die betroffenen Angehörigen 

je einzeln zu prüfen, ob die Verweigerung des Visums bei gleichzeitiger 

Erteilung eines solchen an die gefährdeten Personen mit dem Grundsatz 

der Verhältnismässigkeit vereinbar wäre (vgl. Urteile des BVGer  

F-3370/2022 vom 26. Juni 2023 E. 5.4; F-137/2021 vom 22. September 

2021 E. 5.4). 

3.5 Festzuhalten bleibt ferner, dass das freiwillige Aufsuchen einer Schwei-

zer Auslandsvertretung zwecks Beantragung eines humanitären Visums 

seitens der Schweiz keine internationale Schutzpflicht begründet. Die ge-

suchstellende Person unterstellt sich damit nicht der Hoheitsgewalt der 

Eidgenossenschaft (siehe Urteil des BVGer F-1077/2022 vom 21. Februar 

2024 E. 4.4 u.a. mit Verweis auf, mutatis mutandis, Urteil des EGMR M.N. 

u.a. gegen Belgien vom 5. Mai 2020, Grosse Kammer, 3599/18, §§ 96 ff.). 

4.  

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4.1 Die Beschwerdeführenden begründen ihre Visagesuche im Wesentli-

chen damit, dass sie in ständiger Lebensgefahr stünden. Aufgrund ihrer 

christlichen Glaubensüberzeugung seien sie in Pakistan verfolgt und selbst 

nach ihrer Flucht nach Thailand weiterhin Ziel von Verfolgung, Bedrohun-

gen und Gewalt geblieben. Bereits im Jahr 2019 sei auf den Beschwerde-

führers 3 ein Kopfgeld ausgesetzt gewesen; im selben Jahr seien sie in 

Bangkok von (…) erkannt und bedroht worden, die ihren Standort in den 

sozialen Medien veröffentlicht habe, worauf der UNHCR interveniert habe. 

Die Veröffentlichung des Aufenthaltsortes habe dazu geführt, dass sie in 

Bangkok an einen neuen geheimen Ort gezogen seien. Zwischen (…) 2019 

und (…) 2020 sei der Beschwerdeführer 3 mehrfach Ziel verbaler und phy-

sischer Angriffe geworden und im (…) 2021 in Pakistan in Abwesenheit 

wegen Blasphemie verurteilt worden. Zudem sei eine «Todesfatwa» (isla-

mische Rechtsauskunft, die von einer religiösen Autorität erteilt wird und 

die Aufforderung oder Legitimation zur Tötung einer Person beinhaltet) mit 

hohem Kopfgeld auf die Beschwerdeführenden 1, 3 und 10 erlassen wor-

den. Die Anschuldigungen der Blasphemie hätten zu einer weitverbreiteten 

Kampagne geführt. In Pakistan seien Plakate in Umlauf gebracht worden, 

die zur Tötung des Beschwerdeführers 3 aufgerufen hätten. Nach einer 

Twitter-Diskussion im (…) 2024, in der die Beschwerdeführenden 1 und 3 

mitteilten, aufgrund ihrer religiösen Überzeugung Israel zu unterstützen, 

seien sie zu Unrecht ins Visier von extremistischen Dschihadisten geraten. 

Islamistische Gruppierungen hätten Muslime dazu aufgefordert, nach Thai-

land zu reisen, um «den Racheakt» (die Tötung) zu vollziehen. Die 

O._______ unterstütze diese Drohungen, indem sie Visa, Tickets und eine 

beträchtliche Geldsumme für jeden bereitstelle, der bereit sei, die Tötung 

der Beschwerdeführenden auszuführen. Die unmittelbare und individuelle 

Gefährdung angesichts des stark ausgeprägten Profils der Beschwerde-

führenden 1 und 3 treffe im Sinne einer Reflexverfolgung auf die restlichen 

Beschwerdeführenden zu. In Thailand seien sie beim UNHCR registriert 

und würden dort als «persons of interest» gelten, jedoch keinen effektiven 

Schutz erhalten. Zudem seien im (…) 2024 eine Schwägerin und die (An-

gabe Alter) geistig behinderte Nichte des Beschwerdeführers 3 (keine Be-

schwerdeführenden) von einem pakistanischen Mann mit dem Tode be-

droht und im Falle der Nichte sexuell missbraucht worden. Dieser habe die 

Herausgabe des Aufenthaltsortes der Beschwerdeführenden 1, 3 und 10 

gefordert. Es habe sich hierbei nicht um einen zufälligen Angriff gehandelt, 

sondern um einen gezielten Versuch, die Beschwerdeführenden – wahr-

scheinlich wegen des ausgesetzten Kopfgelds – ausfindig zu machen. Die 

Beschwerdeführenden fürchten ferner, erneut in ein Immigration Detention 

Center eingewiesen oder von Thailand zwangsweise nach Pakistan 

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rückgeschafft zu werden, wo ihnen aufgrund ihrer Aktivitäten und Überzeu-

gungen ernsthafte Menschenrechtsverletzungen drohten (Akten im Be-

schwerdeverfahren [BVGer-act.] 1; 8; 18). Die Beschwerdeführenden 

reichten im vorinstanzlichen Verfahren, in ihrer Rechtsmitteleingabe sowie 

im Rahmen des Schriftenwechsels verschiedene Dokumente ein, welche 

die Gefährdung der Beschwerdeführenden 1, 3 und 10 belegen sollen.  

4.2 Die Vorinstanz begründet die Ablehnung der Gesuche hauptsächlich 

damit, dass die Beschwerdeführenden sich zwar in Thailand in einer 

schwierigen Lage befänden, dort jedoch weder Krieg, Bürgerkrieg noch 

eine Situation allgemeiner Gewalt herrsche, und dass die Registrierung 

beim UNHCR keinen Anspruch auf Einreise, Aufenthalt oder Verbleib in der 

Schweiz begründen könne. Es werde angenommen, dass keine gegenwär-

tige konkrete Gefahr im Sinne von Art. 4 Abs. 2 VEV i.V.m. Art. 2 lit. f VEV 

für Leib und Leben vorliege, da die belegten Vorfälle überwiegend zwi-

schen 2019 und 2020 stattgefunden hätten und neuere Übergriffe nicht 

dargelegt worden seien. Auch gehe aus den Akten nicht hervor, dass alle 

vierzehn Beschwerdeführenden aktuell einer Gefahr für Leib und Leben 

ausgesetzt seien, die beschriebenen Vorfälle – die vom SEM nicht in Ab-

rede gestellt würden – beträfen nur 1 bis 2 Personen. Schwierigkeiten in 

Pakistan seien für die Beurteilung des Gesuchs nur relevant, sofern sie in 

Thailand eine Verfolgungslage begründeten; eine Verurteilung oder Hin-

richtung wegen Blasphemie sei in Thailand nicht zu befürchten. Auch die 

neu eingereichten Dokumente würden nicht glaubhaft zeigen, dass die Be-

schwerdeführenden aktuell einer konkreten Gefahr ausgesetzt seien. Pro-

vokative Handlungen der Beschwerdeführenden 1 und 3 wie die öffentliche 

Unterstützung Israels würden zudem ihrer Glaubwürdigkeit schaden. Sub-

jektiv wirklich gefährdete Personen würden solche provokativen Aktionen 

vermeiden und nicht sich selbst und ihre Familie bewusst und grob fahrläs-

sig in «weitere» Gefahr bringen. Beweise für angebliche angekündigte In-

haftierungen einzelner Beschwerdeführender seien nicht erbracht worden. 

Auch gebe es keine Anhaltspunkte, wonach Thailand das Non-Refoule-

ment-Prinzip bezogen auf Pakistan missachtete. Angesichts der langen 

Aufenthaltsdauer in Thailand (über zehn Jahre) erscheine eine Rückfüh-

rung nach Pakistan auch nicht realistisch. Es sei den Beschwerdeführen-

den ferner zumutbar, in einem Nachbarstaat Thailands Schutz zu suchen 

und liege ein Schweiz-Bezug nicht vor. Trotz den schwierigen Lebensum-

ständen in Thailand sei nicht von einer unmittelbaren ernsthaften Gefahr 

für Leib und Leben auszugehen. Hinsichtlich des Übergriffes auf die 

Schwägerin und die Nichte des Beschwerdeführers 3 führt die Vorinstanz 

aus, dass diese keine Beschwerdeführenden seien und somit nur eine 

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mittelbare Bedrohung vorliegen könne. Sie wies weiter darauf hin, dass es 

keine eindeutigen und deutlichen Beweise dafür gebe, dass es sich beim 

Angreifer um einen Mann aus Pakistan handle, der einer islamistischen 

Gruppierung angehöre und beabsichtige, den Beschwerdeführer 3 zu tö-

ten. Abgesehen davon handele es sich um eine kriminelle Handlung eines 

Dritten, die zu Recht bei der Polizei angezeigt worden sei. Zudem sei zu 

berücksichtigen, dass es ausgeschlossen werden könne, dass die thailän-

dischen Behörden eine kriminelle Handlung eines muslimischen Extremis-

ten unterstützen, befürworten oder zumindest stillschweigend dulden wür-

den. Eine grundsätzliche Gefährdung der Beschwerdeführer lasse sich aus 

dem geltend gemachten Vorfall nicht ableiten. Insgesamt seien die Voraus-

setzungen für die Erteilung von humanitären Visa nicht erfüllt (Akten der 

Vorinstanz [SEM-act.] 3; BVGer-act. 4; 16). 

5.   

5.1  

Von der Vorinstanz wird nicht bestritten, dass vereinzelte Beschwerdefüh-

rende ein gewisses Risikoprofil aufweisen. Sie moniert jedoch, dass eine 

aktuelle Bedrohungslage in Thailand nicht belegt sei und zudem die provo-

kativen Handlungen der Beschwerdeführenden 1 und 3 gegen eine aktu-

elle Bedrohungslage sprechen würden. Materiell ist vorliegend zu prüfen, 

ob konkrete Anhaltspunkte für das Bestehen einer unmittelbaren, ernsthaf-

ten und konkreten Gefährdung der Beschwerdeführenden an Leib und Le-

ben in Thailand vorliegen, welche ein behördliches Eingreifen zwingend 

erforderlich machen würden (vgl. E. 3.2). 

5.2 Zunächst ist festzuhalten, dass alle Beschwerdeführenden Christen 

pakistanischer Staatsangehörigkeit sind. Der Beschwerdeführer 1 und die 

Beschwerdeführerin 2 sind die Eltern der Beschwerdeführenden 3, 7, 10, 

11 und 12, während es sich bei den restlichen Beschwerdeführenden um 

die Ehepartner und Kinder der vorgenannten Beschwerdeführenden han-

delt. Mit Ausnahme der Beschwerdeführenden 6, 9 und 14 sind alle in Pa-

kistan geboren. 

Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass der Beschwerdeführer 1  

Leiter der P._______ in Q._______, Pakistan, gewesen sei, in der auch der 

Beschwerdeführer 3 aktiv mitgewirkt habe. Der Verein habe im Jahr (…) 

bedürftige Personen finanziell unterstützt. Nachdem dies öffentlich gewor-

den sei, habe der Beschwerdeführer 3 telefonische Drohungen von Unbe-

kannten erhalten, die die Herausgabe der Gelder gefordert hätten. In der 

Folge sei er für sechs Monate willkürlich inhaftiert worden. Während dieser 

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Zeit sei der Beschwerdeführer 1, der ebenfalls ins Visier der Behörden ge-

raten sei, nach Thailand geflohen. Nach seiner Freilassung im (…) 2013 

habe der Beschwerdeführer 3 seine Ausreise vorbereitet und sei im (…) 

2014 aus Angst vor einer Strafverfolgung wegen Blasphemie gemeinsam 

mit den Beschwerdeführenden 2, 4 und 5 nach Thailand geflüchtet. Die 

Beschwerdeführenden 7, 10, 11 und 12 seien im (…) 2014 geflohen, der 

Beschwerdeführer 8 im Jahr 2019 und der Beschwerdeführer 13 im Jahr 

2022. Auf die Beschwerdeführenden 1, 3 und 10 seien beträchtliche Kopf-

gelder ausgesetzt worden (vgl. BVGer-act. 1). 

Die nachfolgende Gefährdungsprüfung bezieht sich ausschliesslich auf die 

Beschwerdeführenden 1, 3 und 10. Dies, da nur bezüglich dieser Be-

schwerdeführenden eine unmittelbare und konkrete Gefährdung vorge-

bracht wird. Hinsichtlich der restlichen Beschwerdeführenden wäre bei ei-

ner Bejahung einer solchen Gefährdung der genannten Beschwerdefüh-

renden eine etwaige Reflexgefährdung zu prüfen. 

5.3 Es ist unstrittig, dass insbesondere bezüglich des Beschwerdefüh-

rers 3 und in geringerem Ausmass bezüglich der Beschwerdeführer 1 und 

10 Kopfgelder ausgesetzt wurden (vgl. BVGer-act. 1, Beilagen 3 und 4). 

Das erste Kopfgeld wurde gemäss Angaben der Beschwerdeführenden be-

reits im Jahr 2015 von O._______ ausgesetzt. Es folgten weitere Kopfgel-

der, die von einem Kleriker und von einer religiösen Bewegung ausgesetzt 

wurden. In einem Zeitungsinterview im (…) 2024 gab der Beschwerdefüh-

rer 3 an, dass auf ihn Kopfgelder von insgesamt (Angabe Geldsumme) 

ausgesetzt seien (vgl. Angabe Weblink). Da eine Bedrohung durch allfäl-

lige Kopfgeldjäger in Thailand somit bereits seit rund zehn Jahren besteht, 

stellt sich einerseits die Frage, wie unmittelbar diese Bedrohung tatsächlich 

ist (vgl. E. 5.3). Andererseits ist zu ergründen, wie ernst die Beschwerde-

führenden diese Bedrohung selbst einstufen. Diesbezüglich ist insbeson-

dere das Verhalten der Beschwerdeführenden zu betrachten (vgl. E. 5.4).  

5.4 Die Beschwerdeführenden bringen im Wesentlichen vor, dass sie in 

Thailand nicht sicher seien und keinen Schutz erhielten (vgl. E. 4.2 oben).  

Die Beschwerdeführenden 1,3 und 10 leben seit nunmehr elf beziehungs-

weise zwölf Jahren in Thailand (vgl. E. 5.1). Bezüglich der Beschwerdefüh-

renden 1 und 10 wurden für die gesamte Zeit ihres Thailandaufenthaltes 

keine unmittelbaren Tätlichkeiten behauptet. Der Beschwerdeführer 3 

wurde in Thailand zwar zwischen (…) 2019 und (…) 2020 unstrittig Ziel 

verbaler Angriffe, Todesdrohungen sowie Körperverletzung (vgl. SEM-act. 

7 pag. 132; 25 pag. 208). Da im vorgelegten Krankenhausbericht vom (…) 

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2019 jedoch lediglich eine zweitägige Bettruhe verordnet wurde (SEM-act. 

33) und auf dem vorgelegten, undatierten Foto überhaupt keine Verletzung 

erkennbar ist (vgl. SEM-act. 34), kann bezweifelt werden, dass die vorge-

brachte physische Attacke schwerwiegend war. Weitere Krankenhausbe-

richte wurden nicht eingereicht. Seit (…) 2020 sind zudem keine weiteren 

relevanten Ereignisse – die die Beschwerdeführenden direkt betreffen – in 

Thailand vorgefallen. Dies behaupten sie auch nicht. Die seit dem letzten 

Übergriff vergangene Zeit spricht somit klar gegen eine unmittelbare Ge-

fährdung. Das Bundesverwaltungsgericht stuft die ausgesetzten Kopfgel-

der aufgrund dessen als eine nicht akute, sondern lediglich latente Bedro-

hung ein, die auch nie eintreten kann. 

Die Beschwerdeführenden bringen jedoch vor, dass eine Schwägerin und 

eine minderjährige Nichte des Beschwerdeführers 3 am (…) 2024 (Datum 

gemäss amtlicher Übersetzung) durch einen pakistanischen Mann bedroht 

und belästigt wurden, der versucht habe, den Aufenthaltsort der Beschwer-

deführenden 1,3 und 10 herauszufinden (vgl. BVGer-act. 13). Die Be-

schwerdeführenden reichten diesbezüglich einen Polizeibericht, einen 

Krankenhausbericht und ein Video-Transkript eines pakistanischen Red-

ners, der den angeblichen Angreifer lobe, ein. Da es sich bei den Opfern 

um keine Beschwerdeführenden handelt, sondern lediglich um angeheira-

tete Verwandte, liegt keine direkte Gefährdung der Beschwerdeführenden 

vor, sondern höchstes eine mittelbare. Insofern die Beschwerdeführenden 

vorbringen, der Übergriff sei erfolgt, um ihren Aufenthaltsort herauszufin-

den, ist dies kritisch zu hinterfragen. Einerseits sind der Hintergrund und 

die genauen Umstände der Vorkommnisse vollkommen unklar. Der einge-

reichte Polizeibericht enthält lediglich die Schilderungen der Schwägerin 

des Beschwerdeführers, die aufgrund ihrer Verschwägerung mit dem Be-

schwerdeführer 3 nicht als unbefangen angesehen werden kann. Eine Be-

schuldigteneinvernahme sowie Zeugeneinvernahmen fehlen. Auch wurden 

keine weiteren diesbezüglichen Dokumente wie beispielsweise ein Anruf-

protokoll des Beschwerdeführers 3 – der angeblich mit dem Täter telefo-

niert habe – noch ein Strafbefehl eingereicht. Dies verwundert insofern, als 

der Polizei der Name des Täters bekannt ist und diesem im Polizeibericht 

schwerwiegende strafbare Handlungen vorgeworfen werden. Es ist daher 

unklar, ob ein Strafverfahren überhaupt eingeleitet wurde, ob es noch hän-

gig ist, ob es zu einer Verurteilung oder einem Freispruch gekommen ist 

oder ob es durch Einstellung abgeschlossen wurde. Andererseits ist auch 

zu hinterfragen, wieso die Anzeigenerstattung erst am (…) 2024 und somit 

fünf Tage nach dem Übergriff erfolgt ist (vgl. BVGer-act. 13). Es ist ferner 

nicht nachvollziehbar, wieso der Täter zu solchen extremen Massnahmen 

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Seite 11 

gegriffen haben soll, um die Beschwerdeführenden zu finden. Die Be-

schwerdeführenden 1 und 10 sind in den sozialen Medien aktiv und geben 

nicht nur – teils sogar in Echtzeit – ihren Aufenthaltsort bekannt, sondern 

haben auch diverse Kontaktmöglichkeiten aktiviert (siehe dazu näher E. 

5.5.2 f.). Aufgrund dieser Aktivitäten wäre es möglich, die Beschwerdefüh-

renden zu finden, ohne einen körperlichen Übergriff auf angeheiratete Ver-

wandte durchzuführen, die den Aufenthaltsort möglicherweise nicht ken-

nen. Das Bundesverwaltungsgericht stellt den Übergriff an sich nicht in 

Frage, jedoch bestehen aufgrund obiger Ausführungen erhebliche Zweifel 

daran, ob dieser tatsächlich mit den Beschwerdeführenden in Verbindung 

steht oder ob es sich dabei beispielsweise um eine Zufallstat gehandelt 

hat, die nun von radikalen Islamisten für ihre Zwecke reklamiert wird (vgl. 

vorgelegtes Video-Transkript; BVGer-act. 18). Insgesamt wurde der für das 

vorliegende Verfahren notwendige volle Beweis nicht erbracht (vgl. E. 3.3), 

womit der vorgebrachte Vorfall gegenständlich nicht zu berücksichtigen ist.  

Die Beschwerdeführenden haben somit seit dem letzten Vorfall im (…) 

2020 keine substantiierte Gefährdungslage vorgebracht, die das Gericht 

veranlassen könnte, die in der angefochtenen Verfügung festgestellten Er-

kenntnisse als ungerechtfertigt zu erachten. Zur Ausstellung von humani-

tären Visa müssen jedoch konkrete Anhaltspunkte für das Bestehen einer 

unmittelbaren, ernsthaften und konkreten Gefährdung der Beschwerdefüh-

renden an Leib und Leben vorliegen, welche ein behördliches Eingreifen 

zwingend erforderlich machen würden. Die lediglich abstrakte Gefahr einer 

Gefährdung reicht nicht aus, um die hohe Hürde von Art. 4 Abs. 2 VEV zu 

erreichen. 

5.5  

5.5.1 Für die Beurteilung, ob und inwiefern überhaupt eine Gefährdung  

– insbesondere bezüglich der ausgesetzten Kopfgelder – vorliegt, ist das 

Verhalten der Beschwerdeführenden für das Bundesverwaltungsgericht 

ein massgeblicher Indikator. Hierbei ist gegenständlich insbesondere de-

ren öffentliche Präsenz in den sozialen Medien zu beachten. Die Be-

schwerdeführenden 1 und 10 besitzen öffentliche Instagram-Profile, die sie 

unter ihren richtigen Namen führen. Das Instagram-Profil des Beschwer-

deführers 1 (Angabe Profilname) hatte mit Stand 5. Mai 2025, (…) Follower 

mit (…) Beiträgen, jenes des Beschwerdeführers 10 (Angabe Profilname) 

(…) Follower mit (…) Beiträgen. 

5.5.2 Um aus dem Online-Verhalten des Beschwerdeführers 1 Schlüsse 

ziehen zu können, betrachtete das Bundesverwaltungsgericht die von ihm 

F-3118/2024 

Seite 12 

auf Instagram über einen Zeitraum von sieben Monaten ([…] 2024 bis […] 

2025) geposteten Fotos und «Reels» (kurze Videoclips). Dabei fokussierte 

es sich auf sechs Reels, welche über den genannten Zeitraum verteilt sind. 

Die vom Beschwerdeführer 1 geteilten Reels haben eine Gemeinsamkeit: 

Der Aufnahmeort ist feststellbar. So konnte das Bundesverwaltungsgericht 

beispielsweise mithilfe von Google Lens den jeweiligen Aufnahmeort der 

Reels vom (…) 2024 und vom (…) 2025 innerhalb von wenigen Sekunden 

ermitteln, da in den Videos mehrere Landmarken für Geolokalisierungen 

zu erkennen waren. In anderen Videos waren eine Speisekarte zu sehen 

(Reel vom […] 2024) oder ein ausführlicher Kameraschwenk fing den 

Grossteil eines Selbstbedienungsrestaurants ein (Reel vom […] 2025). 

Dieses sorglose Filmverhalten in Verbindung mit den hinzugefügten Capti-

ons, die u.a. auf eine Teilnahme an einem Fotowettbewerb schliessen las-

sen (Angabe Captions) lassen nicht auf einen Menschen schliessen, der in 

Thailand in Angst lebt und sich versteckt halten muss. Sondern vielmehr 

auf jemanden, der sich dort frei bewegt, die Restaurantszene geniesst, an 

Fotowettbewerben teilnimmt und keine Angst vor Menschenmassen hat 

und deshalb beispielsweise auch einen – auf dem Video gut erkennbar – 

geschäftigen Weihnachtsmarkt besucht. Der Umstand, dass der Be-

schwerdeführer 1 offensichtlich keine Angst hat, in Thailand erkannt zu 

werden, wird auch dadurch verdeutlicht, dass dieser sein Gesicht regel-

mässig und in Nahaufnahmen in den sozialen Medien zeigt (vgl. BVGer-

act. 21).  

Selbst wenn der unbelegten Behauptung der Rechtsvertreterin in ihrer 

Stellungnahme vom 6. Juni 2025 geglaubt werden sollte, dass der Be-

schwerdeführer 1 ausschliesslich zeitlich versetzt postet (vgl. BVGer-act. 

22), so könnte jemand der das ausgesetzte Kopfgeld kassieren möchte, 

dennoch aufgrund der geposteten Videos und Bilder ein Bewegungsmus-

ter erstellen und die vom Beschwerdeführer 1 frequentierten Örtlichkeiten 

überwachen, um diesen zu finden. Ein zeitverzögertes Posten der Beiträge 

verringert zwar das Risiko gefunden zu werden, jedoch sind die Beiträge 

aus genannten Gründen an sich kritisch anzusehen und wirken sich in ei-

ner Gefährdungsbeurteilung negativ aus. 

5.5.3 Auch der Beschwerdeführer 10 nutzt die sozialen Medien und hat be-

reits nachweislich seinen Aufenthaltsort – entgegen dem eigenen Vorbrin-

gen (vgl. BVGer-act. 22) – in Echtzeit geteilt. Der Beschwerdeführer 10 ist 

gemäss seinem Instagram-Profil in Thailand als (Angabe mehrerer Berufs-

bezeichnungen) tätig, wobei er u.a. gemäss seinen 29 Posts vom (…) 2025 

F-3118/2024 

Seite 13 

in beruflicher Funktion an einer sehr gut besuchten (Angabe Veranstal-

tungsname und Veranstaltungszeitraum) teilgenommen hat. Der Be-

schwerdeführer 10 postete dabei nicht nur am (…) 2025 die Veranstal-

tungsinformationen (Ort, Zeitraum), sondern teilte während des gesamten 

Veranstaltungszeitraums Fotos von dieser. Insbesondere repostete er am 

(…) 2025 – somit während der (…)veranstaltung – ein Video, in dem er und 

ein anderer (Angabe Berufsbezeichnung) zu sehen sind. Der Beschwerde-

führer wird namentlich genannt und ist deutlich erkennbar ([Angabe Cap-

tion]; vgl. BVGer-act. 21). Den Beschwerdeführenden ist ferner nicht zuzu-

stimmen, dass der Beschwerdeführer 10 keine Kontrolle über die Beiträge 

Dritter (getaggte Inhalte) hat (vgl. BVGer-act. 22). Es stünde dem Be-

schwerdeführer 10 offen, seine Instagram-Einstellungen derart anzupas-

sen, dass andere ihn nicht mehr in ihren Beiträgen erwähnen können (Op-

tion «Keine Erwähnungen zulassen»). Vorliegend hat der Beschwerdefüh-

rer 10 das gegenständliche Video jedoch ohnehin aktiv auf seinem Insta-

gram-Profil geteilt («repost»), womit er schlussendlich die Kontrolle über 

den Beitrag ausgeübt hat.  

Zudem hat der Beschwerdeführer 10 auf seinem Instagram-Profil die Kon-

taktmöglichkeit aktiviert. Auf dem Profil ist ferner die Website (Angabe 

Website) verlinkt, auf welcher der Beschwerdeführer 10 seine Dienste an-

bietet, mitteilt, dass er die (Angabe Schule) (Abschlussjahrgang 2022 lt. 

Facebook-Profil) absolviert habe und seinen Standort mit R.______, Thai-

land angibt (Stand 5. Mai 2025). Somit teilte der Beschwerdeführer 10 nicht 

nur sorglos seinen gegenwärtigen und zukünftigen Aufenthaltsort und wei-

tere persönliche Informationen in den sozialen Medien, sondern ermöglicht 

es jedermann – unter Nutzung seines richtigen Namens, – seine Dienste 

als (Angabe Beruf) in Anspruch zu nehmen. Es wäre demnach beispiels-

weise für einen Kopfgeldjäger ein Leichtes, den Beschwerdeführer 10 un-

ter falschem Vorwand für (Angabe Tätigkeit) zu engagieren, um ihm in 

Folge zu schaden.  

5.5.4 Insofern die Beschwerdeführenden dieses Online-Verhalten in ihrer 

Stellungnahme vom 6. Juni 2025 (BVGer-act. 22) verteidigen und vorbrin-

gen, es diene ihrer beruflichen Sichtbarkeit und sei ein notwendiges Mittel 

zur Existenzsicherung, ist zu entgegnen, dass es den Beschwerdeführen-

den offensteht anderen Erwerbstätigkeiten nachzugehen, die keine «Öf-

fentlichkeitsarbeit» erfordern und in Thailand oft von illegalen Ausländern 

verrichtet werden (Reinigungsarbeiten, Saisonarbeit auf Feldern, Stras-

senverkäufer, …). Eine andere Möglichkeit wäre beispielweise, Künstler-

namen zu verwenden und keine Bilder der eigenen Person sowie des 

F-3118/2024 

Seite 14 

Aufenthaltsortes zu posten. Zu betonen gilt ferner, dass eine Vielzahl der 

Beiträge in den sozialen Medien keinen aktivistischen oder beruflichen Hin-

tergrund haben, sondern lediglich privater Natur sind (vgl. BVGer-act. 21). 

Diese Argumentation geht somit ins Leere.  

5.5.5 Dieses Verhalten der Beschwerdeführenden ist für das Gericht nicht 

nachvollziehbar und steht diametral zu den Vorbringen, wonach sie sich in 

Thailand versteckt halten müssten. Dieses widersprüchliche Verhalten 

kann nicht mit den Beschwerdevorbringen und insbesondere den vorge-

brachten Kopfgeldern (vgl. E. 5.3) in Einklang gebracht werden und zeigt 

auf, dass sich zumindest die Beschwerdeführenden 1 und 10 offensichtlich 

keiner Gefährdung in Thailand bewusst sind sowie die ausgesetzten Kopf-

gelder augenscheinlich nicht ernst nehmen. Unverständlich ist ferner, dass 

der minderjährige Sohn des Beschwerdeführers 3 und Enkel des Be-

schwerdeführers 1 mit diesem in einem öffentlichen Park vor markanten 

Landmarken Werbung für das Instagram-Profil des Beschwerdeführers 1 

macht, dabei sein Name genannt wird und sein Gesicht klar zu erkennen 

ist (vgl. BVGer-act. 21). Eine solche öffentliche Darstellung eines angeblich 

(reflex)gefährdeten Kindes stützt die Argumentation, wonach sich die Be-

schwerdeführenden – auch der Beschwerdeführer 3 – in Thailand in keiner 

unmittelbaren Gefahr befinden. Denn selbst wenn der Beschwerdeführer 3 

kein öffentliches Instagram-Profil führt, ist zu berücksichtigen, dass er mit 

der Zurschaustellung seines minderjährigen Sohnes auf Instagram für 

Werbezwecke einverstanden ist und darin offensichtlich kein Gefährdungs-

potenzial sieht. Auch die öffentliche Unterstützung Israels, die sich unter 

anderem in einem provokanten Foto vom (…) 2024 zeigt, auf dem der lä-

chelnde Beschwerdeführer 3 eine Israelfahne hochhält, stützt die Argu-

mentation, dass auch er sich in Thailand nicht gefährdet fühlt. Andernfalls 

würde er solche riskante und aus Sicherheitsgründen fragwürdigen Hand-

lungen unterlassen. 

5.6 Aufgrund der obigen Ausführungen kann im vorliegenden Fall nicht auf 

eine besondere Notsituation geschlossen werden, die ein behördliches 

Eingreifen zwingend erforderlich machen würde. Das Bundesverwaltungs-

gericht verkennt nicht, dass die Lage für die Beschwerdeführenden in Thai-

land an sich herausfordernd sein kann. Allerdings ist diese insgesamt mit 

derjenigen anderer Flüchtlinge ohne Aufenthaltsbewilligung in Thailand 

vergleichbar. Die ausgesetzten Kopfgelder fallen aufgrund obiger Ausfüh-

rungen bei der vorliegenden Beurteilung ausser Betracht. Ausserdem ha-

ben die Betroffenen als Mitglieder der S._______ (vgl. deren Schreiben 

vom 5. August 2024; BVGer-act. 11) ein soziales Umfeld, welches sie 

F-3118/2024 

Seite 15 

nötigenfalls im Alltag unterstützen kann. Eine unmittelbare Gefährdung der 

Beschwerdeführenden 1,3 und 10, welche die Ausstellung humanitärer 

Visa rechtfertigen könnte, liegt indessen nicht vor. Bei dieser Sachlage 

kann darauf verzichtet werden, auf die weiteren Vorbringen und Beweis-

mittel näher einzugehen. 

Da keine Gefährdung der Beschwerdeführenden 1,3 und 10 im Sinne von 

Art. 4 Abs. 2 VEV vorliegt, kann die Prüfung einer allfälligen Reflexgefähr-

dung der Beschwerdeführenden 2, 4 – 9 und 11 – 14 unterbleiben  

(vgl. E. 3.4). 

5.7 Insofern die Beschwerdeführenden befürchten, in Thailand von Pakis-

tanis erkannt und angegriffen zu werden, ist ergänzend darauf hinzuwei-

sen, dass pakistanische Staatsangehörige die Schweiz sowohl mit einem 

entsprechenden Visum als Urlaubsgäste bereisen können, als auch unter 

bestimmten Voraussetzungen hier wohnen dürfen. Eine Konfrontation mit 

pakistanischen Staatsangehörigen, die das ausgesetzte Kopfgeld kassie-

ren möchten, wäre folglich auch in der Schweiz möglich. Überdies kann 

auch in der Schweiz eine mögliche Gefährdung der Beschwerdeführenden 

durch islamistische Extremisten nicht vollumfänglich ausgeschlossen  

werden (vgl. Bericht des NDB vom Mai 2025, Risikopersonen, Dschihadrei-

sende, Dschihadmonitoring; file:///C:/Users/U80873504/Down-

loads/Dschihad-Zahlen-2025-05-d.pdf).  

6.  

Thailand hat das Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 

28. Juli 1951 (FK; SR 0.142.30) nicht unterzeichnet, weshalb  

Asylsuchende und Flüchtlinge keinen gesetzlichen Anspruch auf Asyl oder 

einen Flüchtlingsstatus haben und von den Behörden grundsätzlich als  

illegale Migranten angesehen werden. Den Schutzsuchenden steht die 

Möglichkeit offen, sich an das UNHCR in Thailand zu wenden, welches mit 

der Registrierung und der Statusbestimmung betraut ist. Inhaber von UN-

HCR-Dokumenten geniessen ein gewisses Mass an Schutz, jedoch ge-

währen die Dokumente keinen rechtlichen Status (vgl. UNHCR Thailand, 

Asylum in Thailand, https://help.unhcr.org/thailand/asylum/). 

Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts gilt Thailand 

mit Blick auf Asylsuchende und Flüchtlinge nicht als sicherer Drittstaat und 

das Land missachte das Non-Refoulement-Gebot. Diese Rechtsprechung 

bezieht sich aber vor allem auf die Ausschaffung tamilischer Asylsuchender 

nach Sri Lanka (vgl. Urteile des BVGer F-7160/2018 vom 11. September 

F-3118/2024 

Seite 16 

2020; F-5607/2018 vom 25. September 2019 E. 6.1 m.H. auf das Urteil des 

BVGer F-6882/2018 vom 27. März 2019 E. 4.3 m.H.). Hingegen liegen dem 

Gericht keine gesicherten Informationen vor, wonach pakistanische Staats-

angehörige aus Thailand zwangsweise nach Pakistan zurückgeführt wur-

den. Aus den Akten ergeben sich auch insgesamt keine Hinweise, die auf 

eine unmittelbare Gefahr einer Wegweisung der Beschwerdeführenden 

aus Thailand hindeuten würden. Sie halten sich seit vielen Jahren in Thai-

land auf respektive sind dort geboren (vgl. E. 4.1), sind beim UNHCR re-

gistriert und eine Rückschiebung ist insgesamt unwahrscheinlich. Die Be-

fürchtung einer Rückschiebung wurde dann auch erstmalig und unsubstan-

tiiert im Beschwerdeverfahren geltend gemacht. Es ist auch nicht davon 

auszugehen, dass sie im Visier der thailändischen Behörden sind und kurz 

vor einer Rückschaffung nach Pakistan stehen. Es kann deshalb offenge-

lassen werden, ob sie bei einer allfälligen Rückkehr nach Pakistan einer 

flüchtlingsrechtlich relevanten Gefährdung ausgesetzt sein könnten. 

7.  

Für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht kein  

Anlass, weshalb der entsprechende Eventualantrag abzuweisen ist. 

8.  

Im Ergebnis erfüllen die Beschwerdeführenden die Voraussetzungen für 

die Erteilung humanitärer Visa nicht (vgl. Art. 4 Abs. 2 VEV). Demnach hat 

ihnen die Vorinstanz die beantragten Visa zu Recht verweigert. Die  

angefochtene Verfügung erweist sich als rechtmässig (vgl. Art. 49 VwVG).  

Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Verfahrenskosten den 

unterliegenden Beschwerdeführenden aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 

VwVG). Da ihnen jedoch mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2024 die un-

entgeltliche Prozessführung gewährt wurde, sind keine Verfahrenskosten 

zu erheben.  

 

 

9.2  

9.2.1 Die Beschwerdeführenden ersuchten mit Gesuch vom 17. Mai 2024 

um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung unter Beiord-

nung von Rechtsanwältin (nachstehend RA) Lea Hungerbühler, substituiert 

durch RA Nathalie Vainio. Mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2024 

F-3118/2024 

Seite 17 

forderte das Gericht die Rechtsvertretung auf, Auskunft über eine mögliche 

Ehrenamtlichkeit zu erteilen (vgl. BVGer-act. 3). Gemäss Auskunft vom  

26. Juni 2024 verzichtet RA Nathalie Vainio als Vizepräsidentin des Vereins 

AsyLex – wie verschiedene andere Mitarbeitende ebenso – auf die Aus-

zahlung eines Lohnes. Die Mitarbeit bei AsyLex erfolge aufgrund der knap-

pen finanziellen Ressourcen des Vereins zu einem grossen Teil unentgelt-

lich. Wo finanziell möglich – nach Deckung von Spesen, Büromiete,  

IT-Kosten etc. – würden Löhne ausbezahlt werden (vgl. BVGer-act. 5).  

Am 14. August 2024 reichte RA Nathalie Vainio eine Honorarnote über  

Fr. 2'310.– ein. 

9.2.2 Die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ist stark mit der Person  

des eingesetzten Rechtsvertreters verknüpft (vgl. Urteil des BVGer  

F-7505/2024 vom 26. November 2025 E. 8). Die als amtlicher Rechtsbei-

stand eingesetzte Person tritt in ein öffentlich-rechtliches Verhältnis zum 

Staat, welches das privatrechtliche Auftragsverhältnis (Art. 394 ff. OR [SR 

220]) überlagert. Entschädigt werden grundsätzlich nur die Aufwände der 

eingesetzten unentgeltlichen Rechtsvertretung, selbst wenn eine substitu-

ierte Person gestützt auf eine privatrechtliche Substitutionsvollmacht tätig 

wurde und über die erforderlichen Qualifikationen verfügt (vgl. zum Gan-

zen: BGE 141 I 70 E. 6.1 f.; MEICHSSNER, in: Praxiskommentar VwVG, 3. 

Aufl. 2023, Art. 65 N. 71 ff.; KNEER/SONDEREGGER, Die unentgeltliche 

Rechtspflege und Rechtsverbeiständung im Asylbeschwerdeverfahren, 

Asyl 2/2017, S. 11-21, S. 18 f.; Urteil des BVGer F-7948/2024 vom 15. April 

2025 E. 7.3.2). Im vorliegenden Verfahren hat RA Lea Hungerbühler keine 

Eingaben unterzeichnet. Aus der Honorarnote ist zudem nicht ersichtlich, 

dass sie irgendwelche Leistung zugunsten der Beschwerdeführenden ge-

leistet hätte. Es ist somit davon auszugehen, dass RA Nathalie Vainio das 

Mandat allein geführt hat. Unter solchen Umständen kommt die Einsetzung 

von RA Lea Hungerbühler als amtliche Vertreterin nicht in Frage. Das Ge-

such der Beschwerdeführenden ist demnach in dem Sinne auszulegen, 

dass sie die Einsetzung von RA Nathalie Vainio als amtliche Vertreterin 

beantragen. 

9.2.3 Gemäss erwähnter Stellungnahme (vgl. E. 9.2.1) arbeitet RA Natha-

lie Vainio unentgeltlich für AsyLex. Sie hat auch nicht behauptet, dass sie 

im vorliegenden Verfahren ausnahmsweise eine Vergütung für ihre Leis-

tungen erhalten hätte. Die eingereichte Honorarnote entspricht somit kei-

nen effektiven Kosten, die zulasten des Vereins AsyLex ergangen wären. 

Es stellt sich demnach die Frage, ob eine amtliche Vertreterin bestellt 

F-3118/2024 

Seite 18 

werden kann, die ausschliesslich unentgeltlich für eine gemeinnützige Or-

ganisation arbeitet. 

9.2.4 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG bestellt die Vorinstanz der Partei einen 

Anwalt, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist. Aus dem Wort-

laut dieser Bestimmung geht nicht hervor, ob die Einsetzung eines amtli-

chen Vertreters eine effektive Vergütung der geleisteten Arbeit voraussetzt. 

Die Formulierung von Art. 65 Abs. 3 VwVG, welche von der «Haftung für 

Kosten und Honorar des Anwalts» spricht, deutet aber darauf hin, dass ef-

fektive Kosten gegeben sein müssen. Die Rechtsprechung des Bundesge-

richts in Bezug auf Anwältinnen und Anwälte, die für gemeinnützige Orga-

nisationen tätig sind, spricht auch für eine solche Auslegung (vgl. BGE 135 

I 1; Urteil des BGer 2C_198/2023 vom 7. Februar 2024 E. 11.1 [teilweise 

publiziert in BGE 150 I 93]). Laut Bundesgericht stellt die Tatsache, dass 

eine gemeinnützige Organisation kostenlos Rechtsbeistand gewährt, an 

sich kein Hindernis für die Bestellung eines amtlichen Vertreters dar. In die-

sem Präzedenzfall war aber genau der Umstand entscheidend, dass die 

Aufwände der Anwältinnen und Anwälte der Rechtsberatungsstelle ge-

deckt werden (BGE 135 I 1 E. 7.3). Das Bundesgericht spricht zudem klar 

von einem Anstellungsverhältnis zwischen Anwalt und gemeinnütziger Or-

ganisation (vgl. BGer 2C_198/2023 a. a. O.). Diese Rechtsprechung be-

zieht sich somit offensichtlich auf effektive Kosten. 

Ebenso spricht eine systematische Auslegung dafür, die Ehrenamtlichkeit 

als Hindernis für die Bestellung eines Anwalts als amtlichen Vertreter zu 

betrachten. Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der 

obsiegenden Partei von Amtes wegen eine Entschädigung für ihre notwen-

digen und verhältnismässig hohen Kosten zusprechen. Nach ständiger 

Rechtsprechung, die sich auf den klaren Wortlaut von Art. 64 Abs. 1 VwVG 

stützt, wird eine Parteientschädigung jedoch erst entrichtet, wenn der Par-

tei durch das Gerichtsverfahren erhebliche Kosten entstanden sind. Ist dies 

nicht der Fall, weil ein mandatierter Rechtsvertreter unentgeltlich arbeitet, 

hat dieser keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. u. a. die Ur-

teile des BVGer F-3406/2022 vom 24. August 2023, E. 8.2; F-3681/2023 

vom 14. Juli 2025, E. 9.2). Je nach Mass des Obsiegens ist Art. 64 Abs. 1 

VwVG ebenfalls für die Vergütung des amtlichen Vertreters massgeblich 

(vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, S. 327 Nr. 4.123). Es ist somit davon 

auszugehen, dass der Gesetzgeber die Einsetzung eines amtlichen Ver-

treters ebenfalls an die Bedingung knüpfen wollte, dass der Anwalt effek-

tive Kosten generiert. Da RA Nathalie Vainio unentgeltlich für AsyLex tätig 

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Seite 19 

ist und daher keine effektiven Kosten generiert, ist das Gesuch um unent-

geltliche Rechtsverbeiständung abzuweisen. 

10.  

Dieser Entscheid ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Das am 17. Mai 2024 gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbei-

ständung wird abgewiesen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden und die Vorinstanz. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Yannick Antoniazza-Hafner Sandra Hutter 

 

 

 

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