# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a609ebb5-e148-5e94-bda5-dd11baa6c1a3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 17.07.2023 HE230066
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE230066_2023-07-17.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE230066-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. Claudia Bühler, Präsidentin, sowie  

Gerichtsschreiberin Sabrina Schalcher 

 

Urteil vom 17. Juli 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Gesuchstellerin 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchsgegnerin 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 
 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1, S. 2) 

"Das Grundbuchamt C._____ sei im Sinne von Art. 961 ZGB sofort und 
ohne Anhörung der Gegenpartei einstweilen anzuweisen, zugunsten 
des Gesuchstellers und zulasten des Grundstücks des Gesuchsgeg-
ners ein Pfandecht vorläufig im Grundbuch einzutragen auf Liegen-
schaft Kat. Nr. 1 (Katasternummer), GBBl. 2 (Grundbuchblatt), 
D._____-Strasse …, C._____ (Liegenschaftsadresse), für eine Pfand-
summe von Fr. 38'735.20 nebst Zins zu 5% seit 19.05.2023.  
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchsgeg-
ners." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

1.1. Die Gesuchstellerin ersuchte mit ihrer Eingabe vom 15. Juni 2023 (Datum 

Poststempel) samt Beilagen (act. 1; act. 2; act. 3/1-2; act. 4/1-13) um vorläufige 

Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts – vorab superprovisorisch angeord-

net – auf dem streitgegenständlichen Grundstück. Mit Verfügung vom 16. Juni 

2023 wurde diesem Gesuch einstweilen und ohne Anhörung der Gesuchsgegne-

rin entsprochen und das zuständige Grundbuchamt C._____ angewiesen, das 

Pfandrecht im beantragten Betrag auf dem streitgegenständlichen Grundstück 

vorläufig im Grundbuch einzutragen (act. 5). Das Grundbuchamt nahm die vorläu-

fige Eintragung am 16. Juni 2023 vor (act. 8). Gleichzeitig wurde der Gesuchs-

gegnerin mit Verfügung vom 16. Juni 2023 Frist zur Stellungnahme bis 10. Juli 

2023 angesetzt (act. 5). Die Verfügung konnte der Gesuchsgegnerin zugestellt 

werden (vgl. act. 7/2). Diese liess sich innert Frist jedoch nicht vernehmen.  

1.2. Das Verfahren erweist sich als spruchreif, weshalb ein Urteil zu fällen ist. 

2. Formelles 

Die örtliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 13 lit. a i.V.m. Art. 29 Abs. 1 lit. c 

ZPO, die sachliche Zuständigkeit aus Art. 6 Abs. 5 i.V.m. Abs. 1 und 2 ZPO sowie 

§ 45 lit. b GOG. Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemer-

kungen Anlass. Auf das Gesuch ist einzutreten. 

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3. Sachverhalt 

3.1. Ein Verzicht der Gesuchsgegnerin auf eine Stellungnahme ist nicht mit der 

Anerkennung des (vorsorglichen) Anspruchs gleichzusetzen. Entsprechend bleibt 

zu prüfen, ob der geltend gemachte Anspruch besteht.  

3.2. Gemäss den schlüssigen, unbestritten gebliebenen Vorbringen der Gesuch-

stellerin – an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 

ZPO) – ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: 

3.2.1. Die Gesuchsgegnerin ist Eigentümerin des streitgegenständlichen Grund-

stücks (act. 1; act. 4/1-2). Die Gesuchstellerin stützt sich auf vier Rechnungen 

(act. 4/10-13) für Betonlieferungen vom 22. Dezember 2022 bis 7. März 2023 an 

die E._____ GmbH für die Erstellung eines Gebäudes auf dem Grundstück. Die 

erste Mahnung erfolgte am 23. März 2023, anschliessend im 14-täglichen Rhyth-

mus. Die Rechnungen wurden nicht bezahlt (act. 2). 

3.2.2. Die Gesuchstellerin verlangt die vorläufige Eintragung eines Bauhandwer-

kerpfandrechts in der Höhe von CHF 38'735.20 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 

19. Mai 2023 auf dem streitgegenständlichen Grundstück. 

4. Rechtliches 

4.1. Gemäss Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann eine 

vorläufige Eintragung vorgemerkt werden zur Sicherung des Anspruchs auf Er-

richtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts "für die Forderungen der Handwer-

ker oder Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Wer-

ken, zu Abbrucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder derglei-

chen Material und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben, an diesem Grundstück, 

sei es, dass sie den Grundeigentümer, einen Handwerker oder Unternehmer, ei-

nen Mieter, einen Pächter oder eine andere am Grundstück berechtigte Person 

zum Schuldner haben". 

 Reine Materiallieferungen ohne Bauarbeiten, d.h. Sachlieferungen von ver-

tretbaren Baumaterialien wie Kies, Sand, Zement, Ziegel, Backsteine, usw., sind 

grundsätzlich nicht baupfandberechtigt (CHK ZGB-SCHUMACHER, 3. A. 2016, 

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Art. 837 N. 11). Anders gestaltet sich die Rechtslage hinsichtlich Lieferungen von 

Frischbeton. Solches Material wird auf Bestellung für ein spezifische Bauwerk 

hergestellt und geliefert; er ist nur kurze Zeit verwendbar. Gemäss bundesgericht-

licher Rechtsprechung ist er pfandgeschützt (BGE 86 I 270 E. 3; 136 III 6 E. 5.4; 

103 II 33 E. 3; SCHUMACHER/REY, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 4. A., 2022, N. 

295 f.). 

  Nach Art. 839 Abs. 2 ZGB hat die Eintragung des Pfandrechts bis spätes-

tens vier Monate nach der Vollendung der Arbeit zu erfolgen. 

4.2. Im vorläufigen Eintragungsverfahren gilt das Beweismass der Glaubhaftma-

chung (Art. 961 Abs. 3 ZGB; Art. 261 Abs. 1 ZPO). Das Beweismass ist in diesem 

Verfahren gegenüber anderen Arten vorsorglicher Massnahmen allerdings be-

sonders stark herabgesetzt (BGE 137 III 563 E. 3.3; BGer Urteil 5A_613/2015 

vom 22. Januar 2016 E. 4). Aufgrund der besonderen Interessenlage darf die vor-

läufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts nur verweigert werden, wenn 

der Bestand des Pfandrechts als ausgeschlossen erscheint oder höchst unwahr-

scheinlich ist. Im Zweifelsfall ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen und die 

Entscheidung über Bestand und Umfang des Pfandrechts dem definitiven Eintra-

gungsverfahren zu überlassen. Dies gilt insbesondere bei unklarer oder unsiche-

rer Rechtslage (BGE 102 Ia 81 E. 2b/bb; 86 I 265 E. 3; BGer Urteil 5A_280/2021 

vom 17. Juni 2022 E. 3.1). 

5. Würdigung 

5.1. Aktiv- und Passivlegitimation 

5.1.1.  Pfandgläubiger ist der Handwerker oder Unternehmer, der Bauarbeiten zu-

gunsten des Grundstücks des Pfandschuldners erbracht hat (SCHUMACHER/REY, 

Das Bauhandwerkerpfandrecht, 4. A., 2022, Rz. 485 ff.). Der Anspruch auf Errich-

tung eines gesetzlichen Grundpfandrechts richtet sich gegen den jeweiligen Ei-

gentümer des Grundstücks (Realobligation; BGE 134 III 147 E. 4.3; SCHUMA-

CHER/REY, a.a.O., Rz. 888 ff.). 

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5.1.2. Die Gesuchstellerin ist aufgrund der behaupteten und glaubhaft gemachten 

Betonlieferungen zugunsten des streitgegenständlichen Grundstücks aktivlegiti-

miert. Die Gesuchsgegnerin ist Alleineigentümerin des streitgegenständlichen 

Grundstücks (act. 4/1). Sie ist somit passivlegitimiert. 

5.2. Pfandforderung und -berechtigung, inklusive Verzugszins 

5.2.1. Die Gesuchstellerin hat mit ihren Betonlieferungen zugunsten des streitge-

genständlichen Grundstücks pfandberechtigte Leistungen glaubhaft gemacht. Die 

Höhe der Pfandsumme beläuft sich auf CHF 38'735.20 (act. 2; act. 4/10-13). 

5.2.2. Die Berechtigung der von der Gesuchstellerin verlangten Zinsen in der ge-

setzlichen Höhe von 5 % ab 19. Mai 2023 erscheint jedenfalls nicht als ausge-

schlossen (vgl. Art. 102 i.V.m. Art. 104 OR; act. 2; act. 4/3-8,10-13). Entspre-

chend sind auch die Zinsen einzutragen. 

5.3. Wahrung der Eintragungsfrist / Leistung Sicherheit 

5.3.1. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der 

Vollendung der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn der 

Eigentümer für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet 

(Art. 839 Abs. 2 und 3 ZGB). 

5.3.2. Die Gesuchstellerin reichte ihr Gesuch am 15. Juni 2023 ein (act. 1). Eine 

letzte Lieferung am 7. März 2023 erscheint glaubhaft (vgl. act. 4/13). Damit hat sie 

die viermonatige Eintragungsfrist gewahrt. Die Gesuchsgegnerin hat für die an-

gemeldete Forderung – soweit bekannt – keine Sicherheit geleistet. 

6. Fristansetzung zur Prosequierung 

Der Gesuchstellerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des 

Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist 

praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 III 554 

E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines gesonder-

ten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in einem 

- 6 - 

kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine Fris-

terstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustimmung 

der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussba-

re Hinderungsgründe anerkannt. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in 

erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 38'735.20 auszuge-

hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 

Abs. 1 GebV OG auf CHF 3'500.– festzusetzen ist.  

 Hinzu kommen die Kosten des Grundbuchamts C._____s als Auslagen im 

Betrag von CHF 58.– (act. 9). 

7.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv ent-

schieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuch-

stellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren 

lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzel-

gerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Ver-

fahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuchstel-

lerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen 

Verfahren vorbehalten bleibt.  

7.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentli-

chen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den 

Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Par-

teientschädigung für das vorliegende Verfahren zuzusprechen (BGE 139 III 334 

E. 4.3).  

- 7 - 

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt 

als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 16. Juni 2023 bis zur rechtskräfti-

gen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses 

auf Liegenschaft Kat. Nr. 1, GBBl. 2, 

D._____-Str. …, C._____, 

für eine Pfandsumme von CHF 38'735.20 nebst Zins zu 5 % seit 19. Mai 

2023. 

2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 18. September 2023 angesetzt, um 

eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchs-

gegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufi-

gen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 

3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 3'500.–. 

Die weiteren Kosten betragen: CHF 58.– (Rechnung Nr. ... des Grundbuch-

amtes C._____s vom 19. Juni 2023). 

4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin be-

zogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren.  

Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 

die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten definitiv auferlegt. 

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

einer Kopie von act. 9, sowie an das Grundbuchamt C._____. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

- 8 - 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 38'735.20. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

Zürich, 17. Juli 2023 
 

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Sabrina Schalcher 
 

	Urteil vom 17. Juli 2023
	Rechtsbegehren: (act. 1, S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	1.1. Die Gesuchstellerin ersuchte mit ihrer Eingabe vom 15. Juni 2023 (Datum Poststempel) samt Beilagen (act. 1; act. 2; act. 3/1-2; act. 4/1-13) um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts – vorab superprovisorisch angeordnet – auf dem st...
	1.2. Das Verfahren erweist sich als spruchreif, weshalb ein Urteil zu fällen ist.

	2. Formelles
	3. Sachverhalt
	3.1. Ein Verzicht der Gesuchsgegnerin auf eine Stellungnahme ist nicht mit der Anerkennung des (vorsorglichen) Anspruchs gleichzusetzen. Entsprechend bleibt zu prüfen, ob der geltend gemachte Anspruch besteht.
	3.2. Gemäss den schlüssigen, unbestritten gebliebenen Vorbringen der Gesuchstellerin – an deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO) – ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:
	3.2.1. Die Gesuchsgegnerin ist Eigentümerin des streitgegenständlichen Grundstücks (act. 1; act. 4/1-2). Die Gesuchstellerin stützt sich auf vier Rechnungen (act. 4/10-13) für Betonlieferungen vom 22. Dezember 2022 bis 7. März 2023 an die E._____ GmbH...
	3.2.2. Die Gesuchstellerin verlangt die vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts in der Höhe von CHF 38'735.20 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 19. Mai 2023 auf dem streitgegenständlichen Grundstück.

	4. Rechtliches
	4.1. Gemäss Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann eine vorläufige Eintragung vorgemerkt werden zur Sicherung des Anspruchs auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts "für die Forderungen der Handwerker oder Unternehme...
	Reine Materiallieferungen ohne Bauarbeiten, d.h. Sachlieferungen von vertretbaren Baumaterialien wie Kies, Sand, Zement, Ziegel, Backsteine, usw., sind grundsätzlich nicht baupfandberechtigt (CHK ZGB-Schumacher, 3. A. 2016, Art. 837 N. 11). Anders ge...
	Nach Art. 839 Abs. 2 ZGB hat die Eintragung des Pfandrechts bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeit zu erfolgen.

	5. Würdigung
	5.1. Aktiv- und Passivlegitimation
	5.1.1.  Pfandgläubiger ist der Handwerker oder Unternehmer, der Bauarbeiten zugunsten des Grundstücks des Pfandschuldners erbracht hat (Schumacher/Rey, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 4. A., 2022, Rz. 485 ff.). Der Anspruch auf Errichtung eines gesetzlic...
	5.1.2. Die Gesuchstellerin ist aufgrund der behaupteten und glaubhaft gemachten Betonlieferungen zugunsten des streitgegenständlichen Grundstücks aktivlegitimiert. Die Gesuchsgegnerin ist Alleineigentümerin des streitgegenständlichen Grundstücks (act....
	5.2. Pfandforderung und -berechtigung, inklusive Verzugszins
	5.2.1. Die Gesuchstellerin hat mit ihren Betonlieferungen zugunsten des streitgegenständlichen Grundstücks pfandberechtigte Leistungen glaubhaft gemacht. Die Höhe der Pfandsumme beläuft sich auf CHF 38'735.20 (act. 2; act. 4/10-13).
	5.2.2. Die Berechtigung der von der Gesuchstellerin verlangten Zinsen in der gesetzlichen Höhe von 5 % ab 19. Mai 2023 erscheint jedenfalls nicht als ausgeschlossen (vgl. Art. 102 i.V.m. Art. 104 OR; act. 2; act. 4/3-8,10-13). Entsprechend sind auch d...
	5.3. Wahrung der Eintragungsfrist / Leistung Sicherheit
	5.3.1. Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet (Art. 839 Abs. 2 und 3 ZGB).
	5.3.2. Die Gesuchstellerin reichte ihr Gesuch am 15. Juni 2023 ein (act. 1). Eine letzte Lieferung am 7. März 2023 erscheint glaubhaft (vgl. act. 4/13). Damit hat sie die viermonatige Eintragungsfrist gewahrt. Die Gesuchsgegnerin hat für die angemelde...

	6. Fristansetzung zur Prosequierung
	Der Gesuchstellerin ist Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind nach der bundesgerichtli...

	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV ...
	Hinzu kommen die Kosten des Grundbuchamts C._____s als Auslagen im Betrag von CHF 58.– (act. 9).
	7.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv entschieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuchstellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren lediglich eine ...
	7.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Parteientschädigu...

	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 16. Juni 2023 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss Disposi...
	auf Liegenschaft Kat. Nr. 1, GBBl. 2, D._____-Str. …, C._____, für eine Pfandsumme von CHF 38'735.20 nebst Zins zu 5 % seit 19. Mai 2023.
	2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 18. September 2023 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) lö...
	3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 3'500.–.
	Die weiteren Kosten betragen: CHF 58.– (Rechnung Nr. ... des Grundbuchamtes C._____s vom 19. Juni 2023).
	4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren.
	Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten definitiv auferlegt.
	5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage einer Kopie von act. 9, sowie an das Grundbuchamt C._____.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).