# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d15c6c1-d87b-56e9-8ebd-001fdbc6afc6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 27.05.2008 R 2007 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2007-117_2008-05-27.pdf

## Full Text

R 07 117
4. Kammer 

URTEIL
vom 27. Mai 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Ortsplanungsrevision (GEP, Fuss- und Spazierweg)

1. a) Am 26. November 2006 nahm die Stimmbevölkerung der Stadt Chur die 

Totalrevision der Stadtplanung (mit Generellem Erschliessungsplan [GEP] im 

Massstab 1: 5'000) an. Im Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Totalrevision 

vom Dezember 2006 wurde festgehalten, dass das Netz und die Anlagen des 

Langsamverkehrs (Fuss-/Spazier-/Fahrradwege) ausgebaut sowie sicher und 

attraktiv gestaltet würden. Radial verlaufende Fuss- und Radwege führten aus 

den Wohnquartieren in die Innenstadt, in die Naherholungsgebiete und 

Regionen. Tangential angelegte Fuss- und Radwege verknüpften die Wohn- 

mit den Arbeitsgebieten und mit den Sport- und Freizeiteinrichtungen. Dem 

öffentlichem Verkehr sowie dem Langsamverkehr kämen für die 

Erschliessung des Stadtzentrums hohe Priorität zu. In der Folge genehmigte 

die Regierung das Baugesetz der Stadt mit Korrekturen und einem Vorbehalt. 

Der Stadtrat wurde zudem noch angewiesen, den wesentlichen Inhalt des 

Genehmigungsbeschlusses öffentlich bekannt zu geben, und zwar in den 

gleichen Publikationsorganen wie die Bekanntgabe der Urnenabstimmung 

vom 26. November 2006. 

b) Gegen den weisungsgemäss publizierten Genehmigungsbeschluss erhoben 

u.a. die Eheleute … (Eigentümer Wegparz. 1667 und Liegenschaftsparz. 

3402) am 4. Mai 2007 Planungsbeschwerde mit den Begehren um Aufhebung 

der am 26. November 2006 beschlossenen Totalrevision des GEP in Bezug 

auf den sie (teils) tangierenden neuen Fuss-/Spazier- und Radweg zwischen 

Sonnhaldenstrasse-Florastrasse-Falknisstrasse-Neubruchstrasse und 

Loëstrasse und Genehmigung einer für sie weniger einschneidenden 

Linienführung namentlich im Bereich des letzten Wegteilstücks (in Richtung 

Stadtzentrum), indem anstelle der privaten Wegparz. 1667 der neue Fussweg 

im GEP über die unmittelbar östlich davon gelegene Parz. 251 (Eigentum des 

Kantons) festgelegt werden sollte. Denkbar wäre auch ein Festhalten an der 

bisherigen Lösung gewesen, da dies nur einen geringfügigen „Umweg“ 

(Mehrdistanz 70 m bzw. 1 Gehminute) via Neubruchstrasse bis zur 

Loëstrasse hinauf und von dort auf dem 4 Meter breiten Trottoir bis ins 

Stadtzentrum hinunter bedeutet hätte, was allen Benutzern zumutbar 

gewesen wäre.

c) In ihrer Vernehmlassung zuhanden der Regierung liess die Stadt Chur am 28. 

Juni 2007 die Abweisung der Planungsbeschwerde beantragen. Zur 

Begründung hielt sie fest, dass die Eintragung des betreffenden Wegs im GEP 

als bestehend nur darauf hinweise, dass ein solches Teilstück schon faktisch 

vorhanden sei. Als geplant würden nur jene Verbindungen eingezeichnet, die 

real noch nicht existierten. Dies sei auch beim früheren Konzept Fusswege 

1991 und beim jetzigen GEP so angewendet worden. Das rechtliche Gehör 

sei nicht verletzt. Das öffentliche Interesse an der Verwirklichung des 

Durchgangswegs zur Schliessung dieser Lücke zwischen Neubruch- und 

Loëstrasse sei gegeben und überwiege die entgegenstehenden privaten 

Interessen. Auch das Verhältnismässigkeitsprinzip werde gewahrt, da die 

Eingriffe auf ein Minimum beschränkt würden. Ein Ausweichen auf die 

benachbarte Parz. 251 im Osten wäre zwar möglich, aber mit erheblichen 

baulichen Eingriffen verbunden. Deshalb habe sie in Ausübung ihres 

Planungsermessens die einfachste Linienführung gewählt.

d) Mit Regierungsentscheid vom 22./29. Oktober 2007 wurde die 

Planungsbeschwerde im Wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, 

dass im Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Gesamtrevision vom 

Dezember 2006 nicht sämtliche Festlegungen hätten kommentiert werden 

müssen. Das öffentliche Interesse an der neu geplanten Wegverbindung ohne 

unnötige Umwege überwiege die privaten Interessen der Beschwerdeführer 

am Erhalt der Wegparz. 1667 im letzten Teilabschnitt. Deshalb habe sie die 

im GEP enthaltene Linienführung in jenem Abschnitt auch genehmigt.

2. Dagegen liessen die Eheleute … am 29. November 2007 frist- und 

formgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

(Verfahren R 07 117) erheben, mit den Begehren um kostenfällige Aufhebung 

des angefochtenen Regierungsentscheids und Nichtgenehmigung der am 26. 

November 2006 beschlossenen Totalrevision des GEP bezüglich des neu 

geplanten öffentlichen Fuss- und Spazierwegs Sonnhaldenstrasse-

Florastrasse-Falknisstrasse-Loëstrasse (Abänderung Streckenführung im 

Teilstück private Wegparz. 1667). Zur Begründung brachten sie im 

Wesentlichen vor, dass die Wegalternative über die unmittelbar im Osten 

anschliessende Parz. 251 im Eigentum des Kantons sehr wohl eine 

realistische und vernünftige Lösung darstelle. Die baulichen Eingriffe wären 

nur gering und das Gesamtresultat deutlich besser, da nur so der für die 

Hauseingänge der Reihenhaus-Liegenschaft auf Parz. 3402 unverzichtbare 

Privatweg (Parz. 1667) störungsfrei und gefahrlos erhalten bleiben könnte. 

Auf Parz. 251 müssten dagegen lediglich einige Sträucher entfernt sowie ein 

paar Parkplätze zugunsten des geplanten öffentlichen Fusswegs aufgehoben 

werden. Im Übrigen wäre auch die bereits bestehende Wegroute 

(Neubruchstrasse hinauf bis zur Loëstrasse und von dort das vier Meter breite 

Trottoir wieder hinunter in Richtung Stadtzentrum) durchaus eine vernünftige 

und allen Benutzern zumutbare Linienführung, um so nicht unnötig und 

absolut unverhältnismässig in ihr Privateigentum (Umwidmung privater 

Wegparz. 1667) eingreifen zu müssen.

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die Regierung - vertreten durch das dafür 

zuständige Departement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS) und unter 

Hinweis auf die bereits im angefochtenen Genehmigungsentscheid vom 

22./29. Oktober 2007 enthaltene Begründung sowie mangels neuer 

Erkenntnisse seither - die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

4. Mit Stellungnahme vom 25. Januar 2008 beantragte die Stadt Chur 

(Erstinstanz) ebenfalls noch die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung kann auf ihre erste Stellungnahme vom Juni 2007 sowie die 

raumplanerischen und gesetzlichen Vorgaben (Stadtentwicklungskonzept 

2003; Anhang Planungs-/Mitwirkungskonzept 2006; Umsetzung 

Stadtverkehrsgesetz 1989 [RB 661] betreffend Schaffung menschen- und 

umweltfreundlicher Wegverbindungen [Prinzip Durchlässigkeit 

ausgesprochener Wohnquartiere] zur Linienführung im GEP verwiesen 

werden. Die geäusserten Privatinteressen an einer völlig ungestörten 

Wohnsituation hätten klar hinter die öffentlichen Interessen zurückzutreten.

5. Ein zweiter Schriftenwechsel erbrachte keine neuen Erkenntnisse.

6. Am 27. Mai 2008 führte eine Delegation der 4. Kammer des 

Verwaltungsgerichts noch einen Augenschein vor Ort durch, wobei von Seiten 

der Beschwerdeführer … persönlich in Begleitung seines Treuhänders 

(Liegenschaftsverwalters) und des Anwalts anwesend waren. Die Regierung 

als Beschwerdegegnerin war durch einen Vertreter des Amtes für 

Raumentwicklung (ARE) und die Stadt durch ihren Stadtplaner sowie durch 

ihren Rechtskonsulenten vertreten. Allen Beteiligten wurde anlässlich der 

Begehung vor Ort an drei verschiedenen Standorten (1: Liegenschaftseinfahrt 

auf Parz. 1665; 2: Einfahrt Tiefgarage [Parz. 1693-3402] samt Blick auf 

Parkplätze Sportamt [Parz. 251]; 3: Direkt vor Hauseingängen bei Reihenbau 

auf Parz. 3402) die Gelegenheit geboten, sich abermals zur 

geplanten/genehmigten Linienführung (Wegabschnitt „Neubruch/ Loë“) bzw. 

zu den Vor-/Nachteilen der zwei anderen Varianten (2-3 Meter nach Osten 

verschobene Linienführung auf/entlang Parz. 251 oder Neubruch-Loëstrasse 

[Mehrlänge ca. 70 m; 45-60 Gehsekunden]) zu äussern, wovon die Parteien 

sachdienlich Gebrauch machten.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. In formeller Hinsicht gilt es zunächst festzuhalten, dass die Beschwerdeführer 

als nachgewiesene Eigentümer der Wegparz. 1667 sowie der überbauten 

Liegenschaft Parz. 3402 selbstverständlich bloss in jenem letzten 

Streckenabschnitt („Neubruch/Loë“) vom geplanten öffentlichen Fuss- und 

Spazierweg gemäss GEP 1:5'000 und der dort enthaltenen Linienführung 

mehr als Dritte betroffen bzw. berührt sind und deshalb auch nur in Bezug auf 

jenes Teilstück als beschwerdelegitimiert im Sinne von Art. 50 VRG 

(Verwaltungsrechtspflegegesetz; BR 370.100) qualifiziert werden können. 

Soweit die Beschwerdeführer demnach die Aufhebung der am 26.11.2006 

beschlossenen Totalrevision des GEP hinsichtlich des gesamten 

Wegabschnitts Sonnhaldenstrasse-Florastrasse-Falknisstrasse-

Neubruchstrasse verlangten, kann auf ihre Beschwerde mangels 

schützenswerten Interesses an der Aufhebung und Abänderungen dieser 

weiter nördlich gelegenen Streckenabschnitte deshalb zum vornherein gar 

nicht eingetreten werden. Zur Aufhebung der anderen Wegteile (Sonnhalden-

/Flora-/Falknisstrasse) waren die Beschwerdeführer nicht befugt, da jene 

auch ohne das genannte Schlussteil (Neubruch-/Loëstrasse) als Fussweg 

funktionieren könnten.

2. a) Materiell ist grundsätzlich vorweg festzuhalten, dass dem Verwaltungsgericht 

bei der Überprüfung von Nutzungsplänen aufgrund von Art. 33 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) eine uneingeschränkte 

Kognitionsbefugnis zusteht. Das Verwaltungsgericht hat mithin nicht nur zu 

prüfen, ob die den Plan festsetzende Behörde das ihr zustehende 

Planungsermessen überschritten oder missbraucht, also eine 

Rechtsverletzung begangen hat. Zu prüfen ist vielmehr ebenso, ob das 

Planungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt worden ist. Die mit 

voller Kognition betraute Behörde hat einzuschreiten, wenn sich die 

angefochtene Planfestsetzung als unzweckmässig oder unangemessen 

erweist. Diese Prüfung setzt eine bestmögliche Abwägung der 

schutzwürdigen öffentlichen und privaten Interessen voraus und verlangt die 

Beantwortung der Frage, ob bei der umstrittenen Planung in Beachtung des 

Verhältnismässigkeitsprinzips im Rahmen des Planungszweckes jene 

Anordnungen getroffen wurden, die in ihrer gesamten Auswirkung alle 

Betroffenen am wenigsten belasten. Diese gegenüber der früheren Regelung 

erweiterte Kognitionsbefugnis bedeutet nun jedoch nicht, dass das 

Verwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz die Stellung einer oberen 

Planungsbehörde einnimmt. So kann es bei zwei oder mehreren Varianten, 

die vor der Zweckmässigkeitsprüfung standhalten, die gemeindliche Lösung 

nicht einfach aufheben und eine andere der zweckmässigen Lösungen an die 

Stelle einer angemessenen kommunalen Planfestsetzung setzen. Insofern 

hat das Verwaltungsgericht die Entscheidungsfreiheit, die den 

Planungsträgern zusteht, zu respektieren (VGU R 07 72; PVG 1993 Nr. 43).

b) Das Bundesgericht hat dazu festgehalten, dass es mit den 

Rechtsschutzerfordernissen von Art. 33 RPG vereinbar sei, wenn die 

Beschwerdebehörde zwar die angefochtene Nutzungsplanung voll überprüfe, 

sich aber nach Massgabe ihrer Rolle, die sie als Rechtsmittelinstanz im 

betreffenden Sachzusammenhang sachlich und institutionell erfüllt, bei der 

Überprüfung zurückhalte (vgl. BGE 114 Ia 247). Dies gilt sachlich 

insbesondere dort, wo es um lokale Anliegen geht, bei deren Wahrnehmung 

Sachnähe, Ortskenntnis und örtliche Demokratie von Bedeutung sein sollen. 

Die Rechtsmittelinstanz hat aber soweit einzugreifen, als dass die 

übergeordneten vom Kanton zu sichernden Interessen einen angemessenen 

Platz erhalten. Sie hat sich zudem auf ihre Kontrollfunktion zu beschränken, 

d.h. sie darf nichts Neues schöpfen, sondern sie hat die kommunalen 

Planungen an einem Sollzustand zu messen. Fehlt es an dem dazu 

erforderlichen Massstab, so kann die Natur der Sache einer Nachprüfung 

entgegenstehen. Hier nicht einzugreifen, verstösst nicht gegen den Auftrag, 

voll zu prüfen (vgl. BGE 114 Ia 248; VGU R 07 65 und 72). Bei der 

umstrittenen Nutzungsplanung (GEP) geht es offensichtlich nicht um 

übergeordnete Interessen, sondern um rein lokale Anliegen. Die 

aufgeworfenen Fragen sind deshalb mit der umschriebenen Zurückhaltung zu 

prüfen.

3. a) Die Beschwerdeführer werfen der Stadt zunächst vor, dass sie die möglichen 

Verbindungsvarianten und die Bedürfnisfrage im Streckenabschnitt 

(Neubruch/Loë) zuwenig bzw. nur ungenügend abgeklärt und dadurch ihr 

rechtliches Gehör verletzt hätten. Dieser Meinung kann sich das Gericht nicht 

anschliessen. Was die Bedürfnisfrage angeht, so ist aktenkundig bereits 

durch das Vorhandensein der nahe gelegenen Schulhäuser Quader und 

Montalin und deren räumlich enger Verknüpfung mit dem bestehenden 

Wohngebiet zwischen Loë- und Masanserstrasse hinreichend erstellt, dass 

ein echtes Bedürfnis für eine möglichst direkte und ungefährliche 

Wegverbindung von Norden (Gebiet Kreuzgasse/Kreuzspital) in Richtung 

Süden (Stadtzentrum/City-Coop) besteht und damit sachlich ausgewiesen ist. 

Was den Vorwurf der ungenügenden Informations- und Abklärungspflicht der 

städtischen Planungsbehörden betrifft, so gilt es auf das 

Stadtentwicklungskonzept April 2003 (Leitbild öffentlicher Verkehr und 

Langsamverkehr; S. 26) und die dort generell formulierten Ziele (grob 

skizzierter Ausbau der Anlagen für den Langsamverkehr; feinmaschiges 

Wegnetz für/in die Innenstadt; S. 27) hinzuweisen. Dieses Grobkonzept wurde 

allen Stadteinwohnern und folglich auch den Beschwerdeführern zugestellt. 

In der Informationsbroschüre zur Volksabstimmung vom 26.11.2006 

betreffend Gesamtrevision der Stadtplanung, Paket 2, wurde der Generelle 

Erschliessungsplan (GEP) mit entsprechender Legende und Farbgebung auf 

Seite 20/21 abgedruckt, und schon dort eine durchgezogene Linie als künftig 

geplanter Fuss-/Spazierweg im Streckenabschnitt „Neubruch/Loë“ auf der 

Wegparz. 1667 der Beschwerdeführer eingezeichnet. Vom demokratisch 

angenommenen GEP 1:5’000 wurden die Beschwerdeführer somit nicht 

überrumpelt oder falsch bzw. ungenügend informiert. Keine gegenteiligen 

Angaben waren auch dem massgebenden Planungs- und Mitwirkungsbericht 

(PMB) zur Totalrevision vom Dezember 2006 zu entnehmen, worin die 

angefochtene Linienführung im Anhang ebenfalls als einfachste Nord-Süd 

Direktverbindung „Neubruch/Loë“ eingezeichnet worden war (vgl. 

Anhang/Beilagen zum GEP Änderungen und Ergänzungen; definitiver GEP 

im Massstab 1:5’000 vom 07.12.2006). Das Gericht vermag der 

Argumentation der Beschwerdeführer weiter auch insofern nicht zu folgen, als 

von ihnen behauptet wurde, die Beschwerdegegner (Stadt/Regierung) hätten 

sich nie ernsthaft mit möglichen Wegalternativen auseinandergesetzt. Wie der 

Vernehmlassung der Stadt vom 28.06.2007 (S. 7 Ziff. 13.3 und S. 8 Ziff. 15) 

zuhanden der Plangenehmigungsbehörde und erstinstanzlichen 

Beschwerdeinstanz (Regierung) als auch dem angefochtenen 

Regierungsentscheid vom 22./29.10.2007 (S.11/12) selbst mit aller Klarheit 

entnommen werden kann, prüften beide Vorinstanzen dort schon einlässlich 

die möglichen Alternativen im Westen (Fussweg entlang Masanserstrasse) 

und im Osten (Ausweichroute Loëstrasse oder über Parz. 251), ohne dabei in 

ihrer Güterabwägung jedoch zum Schluss zu gelangen, ein Abweichen von 

der einfachsten und geeignetsten Nord-Südvariante (über Wegparz. 1667) 

liesse sich rechtfertigen.

b) Damit bleibt einzig noch zu klären, ob das gewählte Wegtrassee Nord-Süd 

Fussgängerverbindung ab der Neubruchstrasse (unweit der nördlich in sie 

einmündenden Falknisstrasse) direkt in südlicher Richtung über die schon 

bestehende Wegparz. 1667 in die Loëstrasse (Höhe Durchgangszentrum für 

Asylsuchende) in allen Teilen wirklich auch dem gesetzlichen 

Planungsgrundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 3 RPG) entspricht; dies 

unter Berücksichtigung und Würdigung des von den Planungsbehörden dafür 

jeweils benötigten Ermessensspielraums zur Erfüllung ihrer raumwirksamen 

Aufgaben (Planungspflicht nach Art. 2 RPG). Die Kernfrage ist hier demnach, 

ob die zwei Vorinstanzen (Stadt/Regierung) zu Recht und tatsächlich 

willkürfrei die eingezeichnete Direktverbindung Nord-Süd (Neubruch/Loë) als 

den kürzesten, einfachsten und ungefährlichsten Fussgänger- und 

Spazierweg für alle potentiellen Benutzer qualifiziert haben. Wie der 

Augenschein vom 27.05.2008 dazu klarerweise zeigte, können die alternativ 

vorgeschlagenen Wegrouten im Westen (via Masanserstrasse) und im Osten 

(Neubruchstrasse hoch bis zur Loëstrasse und von dort auf vier Meter breitem 

Trottoir in Richtung Stadtzentrum) qualitativ und quantitativ mit der behördlich 

favorisierten Streckenführung (über Wegparz. 1667) kaum gleichgestellt bzw. 

als einander ebenbürtig bezeichnet werden. Die Vorteile einer direkten und 

zusammenhängenden Wegverbindung (ohne Zick-Zack-Kurs; ohne unnötige 

Umwege von rund 100 Metern bzw. 1½ Gehminuten inkl. Überwindung 

Höhendifferenz bis Ende Neubruchstrasse bzw. ohne gefährlichen und 

immissionsträchtigen Auto-/Motorradverkehr entlang der Masanserstrasse) 

für die schwächsten Verkehrsteilnehmer (wie Schüler; Fussgänger/-Innen mit 

Kinderwagen; ältere Menschen mit Geh-, Hör- oder Atemproblemen usw.) 

überwiegen die privaten Interessen am uneingeschränkten Erhalt der 

persönlichen Ruhe und Ordnung einschliesslich Lärmfreiheit auf der 

Wegparz. 1667 entlang der Hauseingänge der Liegenschaft auf Parz. 3402 

der Beschwerdeführer. Dem kann hier umso mehr zugestimmt werden, als die 

festgelegte Linienführung im GEP 1:5'000 nur den Grundsatz wiedergibt, dass 

etwelche Umwege über Westen oder Osten ausgeschlossen und die 

festgelegte Nord-Süd-Verbindung (Neubruch/Loë) im Sinne eines letzten 

Mosaiksteins für eine möglichst direkte Linienführung vom nördlichen 

Stadtrand bis ins Stadtzentrum ebenso noch realisiert werden sollte. Insofern 

die Beschwerdeführer wegen dieser Routenwahl eine unzumutbare 

Belästigung der dort wohnhaften Mieter (schwerer Eingriff in Privatsphäre, da 

Lärm-/Licht-/Sichtimmissionen bei Parterrewohnungen) angeführt haben, 

muss hier klargestellt werden, dass derartige Partikularinteressen 

grundsätzlich keinen höheren Schutz verdienen, als das öffentlichen 

Interesse an der Schaffung von gefahrlosen und einfachen Fusswegen selbst 

in städtisch dicht besiedelten Kerngebieten. Mit diesen Einwänden dringen die 

Beschwerdeführer also nicht durch, zumal mit baulichen Massnahmen sogar 

diesen Bedenken und Befürchtungen mit relativ geringem Aufwand (z.B. 

mittels getönter Fensterscheiben mit Einwegblick etc.) begegnet und somit die 

diesbezüglichen Nachteile behoben werden könnten.

c) Was die von den Beschwerdeführern abermals anlässlich der Begehung vom 

27.05.2008 vorgebrachte Wegalternative über die unmittelbar im Osten an die 

private Wegparz. 1667 anschliessende Parz. 152 (im Eigentum des Kantons) 

betrifft, so gilt es dazu klarzustellen, dass jenes Grundstück bis heute auf der 

ganzen Länge (Nord-Süd) durch massive Betonpflöcke samt Gitterdrahtzaun 

von der Wegparz. 1667 räumlich getrennt wird und folglich ein Abbruch 

derselben samt Aufhebung der dahinter gelegenen Bepflanzungen und 

Parkplätze für eine leicht (2-3 Meter) nach Osten verschobene Linienführung 

wohl unerlässlich wäre. Entscheidend ist im vorliegenden Verfahren nun aber 

nicht, ob die konkrete Streckenführung am Ende tatsächlich allein und 

ausschliesslich über die Wegparz. 1667 oder eben teils auch noch über die 

besagte Parz. 152 führen wird, da im fraglichen GEP 1:5'000 bloss die 

generelle Linienführung für den Verlauf des künftigen Fusswegs bis ins 

Stadtzentrum festgelegt wurde. Wo ganz genau die Abkürzung im letzten 

Teilstück (Neubruch/Loë) schliesslich führen wird, ist nämlich nicht Thema der 

hier zur Diskussion stehenden Planungsrevision (inkl. GEP), sondern muss 

später noch Gegenstand eines konkreten Baubewilligungsverfahrens mit 

eigenständiger Anfechtungsmöglichkeit (nebst eines allfälligen 

Enteignungsverfahrens) vor der zuständigen Baubehörde und allenfalls 

erneuter Beschwerde an das Verwaltungsgericht sein. Das Argument der 

Beschwerdeführer, dass der öffentliche Fussweg über Parz. 152 anstatt über 

ihre Wegparz. 1667 erfolgen sollte, ist vorliegend demnach unerheblich.

d) Abschliessend sei noch erwähnt, dass die Planungsbehörde laut gesetzlicher 

Spezialbestimmungen zur Förderung und Schaffung von 

fussgängerfreundlichen Spazierwegen im städtischen Siedlungsgebiet gar 

dazu verpflichtet war, jener übergeordneten Aufgabe möglichst rasch zum 

Durchbruch zu verhelfen (Art. 2 Gesetz für einen menschen- und 

umweltfreundlichen Stadtverkehr 1989 [RB 661]; Art. 2 Bundesgesetz über 

Fuss- und Wanderwege 1985 [FWG; SR 704]; Art. 7, 83 und 86 Baugesetz 

der Stadt 2006 [RB 611]; vgl. zum Gebot der „Quartierdurchlässigkeit“ für den 

öffentlichen Publikumsverkehr: Urteil vom 26.01.2006 E. 3 [1P.567/2005]). 

Daraus folgt, dass es sowohl am Vorgehen der Vorinstanzen als auch der 

generell kritisierten Linienführung des öffentlichen Fusswegs im Abschnitt 

„Neubruch-Loë“ nichts auszusetzen gibt, da die Ausweichvarianten (unten via 

Masanserstrasse; oben entlang Trottoir Loëstrasse) höchstens als 

gleichwertig, sicher jedoch nicht als geeigneter bezeichnet werden können.

4. a) Der angefochtene Regierungsentscheid vom 22./29.10.2007 erweist sich 

demzufolge in jeder Beziehung als rechtens und verhältnismässig, was zu 

seiner Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde führt, soweit darauf 

überhaupt eingetreten werden kann.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 VRG solidarisch den Beschwerdeführern aufzuerlegen. Eine 

aussergerichtliche Entschädigung an die Vorinstanzen (Beschwerdegegner) 

entfällt hingegen laut Art. 78 Abs. 2 VRG, da sie jeweils in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegten. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 295.--

zusammen Fr. 2'795.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

Die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 16. Juni 2009 

abgewiesen (1C_477/2008).