# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee7b9f0d-fcdf-5bbb-ad86-e69e34f130a7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.03.2010 D-4655/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4655-2006_2010-03-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4655/2006/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  M ä r z  2 0 1 0

Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 
Richter Daniel Schmid, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiberin Sara Steiner.

A._______, geboren (...),
B._______, geboren (...),
C._______, geboren (...),
D._______, geboren (...),
Sri Lanka,
alle vertreten durch Barbara Frei-Koller,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. April 2005 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4655/2006

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die  Beschwerdeführerin – eine Angehörige der tamilischen Eth-
nie aus Z._______/Jaffna mit letztem Wohnsitz in Y._______/Kilinochi-
chi – eigenen Angaben zufolge Sri Lanka von Colombo aus zusammen 
mit ihren Kindern am 25. März 2005 mit dem Flugzeug verliess und am 
gleichen Tag in  die  Schweiz einreiste,  wo sie  am 30. März 2005 um 
Asyl nachsuchte,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Kurzbefragung im Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum X._______ vom 4. April 2005 sowie der 
direkten Anhörung vom 7. April 2005 zur Begründung des Asylgesuchs 
im Wesentlichen Probleme ihres Ehemannes geltend machte,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. April 2005 – der Rechtsvertrete-
rin  der Beschwerdeführerin am 14. April 2005 eröffnet – das Asylge-
such  der  Beschwerdeführerin  und  ihrer  Kinder  ablehnte  und  deren 
Wegweisung sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbrin-
gen der Beschwerdeführerin seien nicht glaubhaft, und es sei entge-
gen ihrer Behauptung, in Sri Lanka aufgrund von Familienstreitigkeiten 
niemanden zu haben, davon auszugehen, sie habe in ihrem Heimat-
land ein Beziehungsnetz,

dass die Beschwerdeführerin und ihre Kinder am 13. April 2005 für die 
Dauer des Verfahrens dem Kanton W._______ zugewiesen wurden,

dass sie – handelnd durch ihre Rechtsvertreterin – mit Eingabe vom 
11. Mai 2005  (Poststempel)  gegen  den  Entscheid  des  BFM  vom 
12. April 2005  bei  der  damals  zuständigen  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission (ARK) Beschwerde erhoben und die Aufhebung der 
Dispositivziffern 3 bis 5 der angefochtenen Verfügung sowie die Ertei-
lung der vorläufigen Aufnahme beantragten,

dass die Beschwerdeführerin dabei zur Begründung im Wesentlichen 
ausführte,  sie  habe  in  Sri  Lanka  aufgrund  von Familienstreitigkeiten 
kein familiäres Beziehungsnetz und eine Rückkehr sei ihr als allein er-
ziehende Mutter von drei Kindern ohne ihren Ehemann nicht zumutbar,

dass  in  formeller  Hinsicht  um  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 

Seite 2

D-4655/2006

20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 19. Mai 2005 auf die 
Erhebung  eines  Kostenvorschusses  verzichtete  und  die  Behandlung 
des  Gesuches  um  unentgeltliche  Rechtspflege  auf  einen  späteren 
Zeitpunkt verschob,

dass gleichzeitig festgestellt wurde, die Beschwerde richte sich nur ge-
gen  den  Vollzug  der  Wegweisung,  weshalb  die  angefochtene  Verfü-
gung,  soweit  sie die Frage des Asyls und der Flüchtlingseigenschaft 
betreffe, in Rechtskraft erwachsen und damit auch die Wegweisung als 
solche grundsätzlich nicht mehr zu überprüfen sei, und mithin Gegen-
stand des Beschwerdeverfahrens lediglich die Frage bilde, ob die Weg-
weisung zu vollziehen oder an Stelle des Vollzugs eine vorläufige Auf-
nahme anzuordnen sei,

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 23. Mai 2005 an seinen 
Erwägungen festhielt und die Abweisung der Beschwerde beantragte,

dass die Beschwerdeführerin  und ihre Kinder nach einer  einmaligen 
Fristerstreckung mit  Eingabe vom 17. Juni 2005 zur  Vernehmlassung 
des BFM Stellung nahmen,

dass  das  Asylgesuch  des  Ehemannes  der  Beschwerdeführerin  vom 
6. August 2007 mit Verfügung vom 28. September 2007 abgelehnt und 
die Wegweisung sowie deren Vollzug angeordnet wurde und eine da-
gegen  erhobene  Beschwerde  im  gleichzeitig  ergehenden  Urteil  D-
7322/2007 behandelt wird,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

Seite 3

D-4655/2006

dass das Bundesverwaltungsgericht am 1. Januar 2007 die am 31. De-
zember 2006 bei der ARK hängig gewesenen Rechtsmittel  übernom-
men hat und dabei das neue Verfahrensrecht anwendet (Art. 53 Abs. 2 
VGG),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG, 
Art. 105 AsylG, Art. 6 AsylG),

dass die Beschwerdeführerin und ihre Kinder durch die angefochtene 
Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an 
deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur 
Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass – wie bereits in der Verfügung vom 19. Mai 2005 festgehalten – 
die Verneinung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die  Ablehnung  des 
Asylgesuchs  vorliegend  unangefochten  blieben  und  damit  auch  die 
Wegweisung  als  solche  grundsätzlich  nicht  mehr  zu  überprüfen  ist 
(Art. 44 AsylG), womit die Ziffern 1 -3 der angefochtenen Verfügung in 
Rechtskraft  erwachsen  sind  und  Gegenstand  des  vorliegenden  Be-
schwerdeverfahrens  einzig  die  Frage  des  Vollzugs  der  Wegweisung 
bildet,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass diese Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Weg-
weisung alternativer Natur  sind und der Vollzug der Wegweisung als 
undurchführbar zu betrachten ist, sobald eine von ihnen erfüllt ist (vgl. 

Seite 4

D-4655/2006

Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 f., 2001 Nr. 1 E. 6a S. 2),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass das Bundesverwaltungsgericht in BVGE 2008/2 eine umfassende 
Beurteilung der Situation in Sri Lanka vorgenommen und dabei unter 
anderem  festgestellt  hat,  die  Rückschaffung  abgewiesener  Asylge-
suchsteller aus Sri Lanka in die Nordprovinz (die Distrikte Killinochchi, 
Mannar, Vavuniya, Mullaitivu und Jaffna) und in die Ostprovinz (Distrik-
te Trincomalee, Batticaloa und Ampara) sei angesichts der dort  herr-
schenden allgemeinen Lage unzumutbar,

dass bei  rückkehrenden Tamilen,  die aus der Nord- oder Ostprovinz 
stammten, zudem nicht mehr von der generellen Zumutbarkeit der In-
anspruchnahme einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Süden 
des Landes,  namentlich  im Grossraum Colombo,  ausgegangen wer-
den könne,

dass es für die Zumutbarkeit  der Rückkehr abgewiesener tamilischer 
Asylsuchender in den Grossraum Colombo besonders begünstigender, 
das heisst positiver individueller Umstände bedürfe wie namentlich ein 
tragfähiges  Familien-  oder  sonstiges  Beziehungsnetz,  die  konkrete 
Möglichkeit der Sicherung des Existenzminimums und eine gesicherte 
Wohnsituation,

dass seit Erlass des vorstehend zitierten Grundsatzurteils die Behör-
den – namentlich im Grossraum Colombo – die Sicherheitsmassnah-
men auch nach der Niederlage der LTTE nicht gelockert  haben (vgl. 
dazu  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  E-8381/2007  vom 
21. April 2009, D-7027/2006 vom 20. Oktober 2009, D- 4125/2006 vom 
16. Februar 2010),

dass  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  sich  seit  dem  5. Au-
gust 2007 in der Schweiz aufhält und sein Verfahren D-7322/2007 mit 
dem vorliegenden koordiniert beurteilt wird,

dass es sich demnach erübrigt, auf die Begründung in der Beschwerde 
näher  einzugehen,  wonach  der  Beschwerdeführerin  als  allein  erzie-

Seite 5

D-4655/2006

hende Mutter von drei Kindern eine Rückkehr nach Sri Lanka ohne ih-
ren Ehemann nicht zumutbar sei,

dass sich die weiteren Verwandten der Beschwerdeführerin und auch 
diejenigen ihres Ehemannes allesamt im Norden des Landes aufhalten 
oder in die Schweiz ausgereist sind,

dass demnach die Frage, ob die Beschwerdeführerin von der Familie 
verstossen wurde, offen bleiben kann,

dass es keinerlei  konkrete  Hinweise für  ein tatsächlich bestehendes 
familiäres oder soziales Beziehungsnetz der Beschwerdeführerin und 
ihrer Familie im Grossraum Colombo gibt,

dass die Beschwerdeführerin zwar vor ihrer Ausreise acht Monate in 
Colombo wohnte und für verschiedene Restaurants kochte,

dass  jedoch  nicht  davon  auszugehen  ist,  sie  habe  sich  in  dieser 
kurzen Zeit, während der sie überdies mehrere Male umziehen musste 
und neben der Arbeit  noch drei  Kinder zu versorgen hatte, ein trag-
fähiges Beziehungsnetz aufbauen können,

dass sie und die Kinder sich zudem während bald fünf  Jahren nicht 
mehr im Heimatland aufgehalten haben,

dass  auch  der  Geschäftsfreund  des  Ehemannes  der  Beschwerde-
führerin, bei welchem dieser vor seiner Ausreise einen Monat gewohnt 
und gearbeitet hat, die Anforderungen an ein tragfähiges Beziehungs-
netz nicht  erfüllt,  zumal  nicht  als gesichert  gelten kann,  dass dieser 
immer  noch  dort  wohnt  und  die  ganze  Familie  bei  sich  aufnehmen 
könnte, 

dass die  aus dem Krisengebiet  stammende Familie  zudem einer  er-
höhten Gefahr behördlicher Behelligungen ausgesetzt wäre, zumal da-
von auszugehen ist, dass sie aus Sicht der Behörden keinen valablen 
Grund für einen Aufenthalt im Süden des Landes vorweisen können,

dass  Tamilen,  welche  wie  die  Beschwerdeführerin  und  ihr  Ehemann 
ursprünglich aus Jaffna stammen, diesen behördlichen Behelligungen 
in besonderem Masse ausgesetzt sind,

Seite 6

D-4655/2006

dass somit nicht von besonders begünstigenden Umständen für eine 
Rückkehr nach Colombo ausgegangen werden kann,

dass bei der Zumutbarkeitsprüfung das Kindeswohl im Sinne einer völ-
kerrechtskonformen Auslegung des Art. 83 Abs. 4 AuG im Licht  von 
Art. 3 Abs. 1 der Konvention vom 20. November 1989 über die Rechte 
des Kindes (KRK, SR 0.107) einen Gesichtspunkt von gewichtiger Be-
deutung bildet, wenn von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder 
betroffen sind,

dass sich die Kinder der Beschwerdeführerin – wie erwähnt – nun seit 
bald fünf Jahren in der Schweiz aufhalten und offenbar gut integriert 
sind,

dass die mit einem Vollzug der Wegweisung verbundene Entwurzelung 
aus dem gewachsenen sozialen Umfeld in der Schweiz einerseits, und 
die sich gleichzeitig abzeichnende Problematik einer Reintegration in 
die ihnen weitgehend fremde Kultur und Umgebung im Heimatland un-
ter den gegebenen äusserst schwierigen Lebensbedingungen für Ta-
milen in Sri Lanka andererseits, zu starken Belastungen in ihrer weite-
ren Entwicklung führen würden, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  in Würdigung der  gesamten Ak-
tenlage  und  der  vorstehenden  Ausführungen  zum  Schluss  gelangt, 
dass der Vollzug der  Wegweisung der  Beschwerdeführerin  und ihrer 
Kinder unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass sich aus den Akten keine Hinweise auf allfällige Ausschlussgrün-
de im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG ergeben,  sodass die vorläufige 
Aufnahme der Beschwerdeführerin und ihrer Kinder anzuordnen ist,

dass das Bundesamt demnach zu Unrecht festgestellt hat, der Vollzug 
der Wegweisung sei zumutbar und die Beschwerde daher gutzuheis-
sen ist,

dass die Verfügung der Vorinstanz vom 12. April 2005 betreffend die 
Ziffern 4 und 5 des Dispositivs aufzuheben und das BFM anzuweisen 
ist,  die Beschwerdeführerin und ihre Kinder in der Schweiz vorläufig 
aufzunehmen,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  keine  Kosten  zu  erheben 
sind (Art. 63 Abs. 3 VwVG) und sich das Gesuch um Gewährung der 

Seite 7

D-4655/2006

unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG somit 
als gegenstandslos erweist,

dass obsiegenden Parteien eine Entschädigung für die ihr erwachse-
nen  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten  zugesprochen 
werden kann (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 ff. des Reglements über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]),

dass es die Rechtsvertretung bis anhin unterlassen hat, eine Kosten-
note einzureichen, sich der Aufwand für das Beschwerdeverfahren je-
doch hinreichend zuverlässig abschätzen lässt,

dass die von der Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung auf 
Fr. 750.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt wird (Art. 14 
VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 8

D-4655/2006

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die Ziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung vom 12. April 2005 
werden aufgehoben und das BFM wird angewiesen, die Beschwerde-
führerin und ihre Kinder in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Das BFM hat  der Beschwerdeführerin  für  das Verfahren vor der Be-
schwerdeinstanz eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 750.– 
zu entrichten.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden (Einschreiben; Bei-
lage: Original der Verfügung des BFM vom 12. April 2005)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- E._______ (in Kopie)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner

Versand: 

Seite 9