# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6370d2dd-0a2c-5329-bae5-58a2919737fb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 10.02.2012 110 2011 132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2011-132_2012-02-10.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION

RA Nr. 110/2011/132 Bern, 10. Februar 2012

in der Beschwerdesache zwischen

A.________
Beschwerdeführerin

vertreten durch Herrn Fürsprecher B.________, 

und

Amt für Berner Wirtschaft (beco), Immissionsschutz, Laupenstrasse 22, 3011 Bern

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb, Gemeindeverwaltung, Bauabteilung, 
Bärenplatz 1, Postfach, 3076 Worb 1

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb vom 19. August 
2011 (Nr. 2011-0008; Mobilfunkanlage)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführerin reichte am 6. Mai 2011 bei der Gemeinde Worb ein 

Baugesuch ein für den Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage auf Parzelle Worb 

Grundbuchblatt Nr. C.________. Das Baugesuch umfasst den Abbruch von vier 

bestehenden Antennenmasten auf dem Dach des Gebäudes D.________ strasse 5b sowie 

den Neubau eines 20 m hohen Mastes mit drei GSM/UMTS-Kombiantennen des 

Antennentyps „Tri-Sector-Pipe“ und einer Telepage-Antenne südlich des Gebäudes 

D.________ strasse 5b. Die Parzelle befindet sich in der Zone mit Planungspflicht (ZPP) 

„Kerngebiet K“ sowie im Ortsbildschutzgebiet gemäss Plan der Schutzgebiete und -objekte 

der Einwohnergemeinde Worb vom 7. März 1993. Gegen das Bauvorhaben gingen fünf 

2

Einsprachen ein. Das Amt für Berner Wirtschaft (beco) beurteilte die Anlage aus Sicht des 

Immissionsschutzes sowie der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz im Amtsbericht 

vom 23. Juni 2011 – unter Einhaltung von Auflagen – als bewilligungsfähig. Mit 

Gesamtentscheid vom 19. August 2011 erteilte die Einwohnergemeinde Worb aus 

Gründen des Ortsbildschutzes den Bauabschlag. Die Beschwerdeführerin beabsichtigte 

bereits im Jahr 2005, ihre Mobilfunkanlage umzubauen. Aus Ortsbildschutzgründen lehnte 

die Einwohnergemeinde Worb dieses Projekt ab. Diesen Entscheid focht die 

Beschwerdeführerin erfolglos bei der BVE1 und beim Verwaltungsgericht2 an.

2. Gegen den Bauabschlag vom 19. August 2011 erhob die Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 21. September 2011 Beschwerde bei der BVE. Sie beantragt die Aufhebung 

des Gesamtentscheids vom 19. August 2011 und die Erteilung der Baubewilligung. 

Zusammengefasst rügt sie, der relevante Sachverhalt bezüglich des neu vorgelegten 

Vorhabens, das sich vom früheren Projekt bezüglich Höhe und Konstruktion unterscheide, 

sei von der Vorinstanz ungenügend abgeklärt worden. Vor diesem Hintergrund sei die 

Ansicht der Vorinstanz, die geplante Antennenanlage störe das Ortsbild massiv, nicht 

haltbar.

3. Die Einwohnergemeinde Worb beantragt in ihrer Stellungnahme vom 24. Oktober 

2011 die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Bauabschlags. Sie ergänzte 

die Begründung des Bauentscheids insofern, dass die Gesamthöhe von Neubauten 10 

Meter betrage und diese gemäss Art. 47 GBR3 entlang der D.________  strasse und 

E.________gasse aus Rücksicht auf bestehende Baustrukturen auf 7 m zu reduzieren sei. 

Zudem sei weder in den Projektplänen noch im Standortdatenblatt ersichtlich, ob eine 

Leiter an den Antennenmast montiert werde. Wenn dies der Fall wäre, würde die Antenne 

noch markanter in Erscheinung treten.

1 Vgl. Entscheid der BVE vom 19. Dezember 2006 (RA Nr. 110/2006/80)
2 Vgl. VGE 22887 vom 21. August 2007
3 Baureglement vom 7. März 1993 der Einwohnergemeinde Worb, genehmigt durch die Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern mit Änderungen gemäss Beschluss vom 16. August 1993

3

4. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet4, stellte den 

Einsprechenden mit Verfügung vom 23. September 2011 eine Kopie der Beschwerde zu 

und setzte ihnen eine Frist für eine allfällige Beteiligung als Partei am 

Beschwerdeverfahren. Es wies die Einsprechenden darauf hin, dass Stillschweigen als 

Verzicht auf die Beteiligung am weiteren Verfahren gelte und auch zu einem Verlust der 

Parteistellung als Einsprecher im Baubewilligungsverfahren führe. Die Einsprechenden 

beteiligten sich nicht am Beschwerdeverfahren.

5. Nachdem das Rechtsamt den Schriftenwechsel durchführte, holte es bei der 

Vorinstanz die Vorakten sowie die Baubewilligungsakten (Nr. 24/2005) des Vorprojekts aus 

dem Jahr 2005 ein. Es erklärte ausserdem, zur Ermittlung des Sachverhalts ziehe es die 

Beschwerdeakten RA Nr. 110/2006/80 bei. Zusätzlich verlangte es von der 

Beschwerdeführerin einen vermassten Antennenmontageplan und liess beim beco das 

fehlende Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 11. April 2011 

edieren. Schliesslich holte es einen Fachbericht der kantonalen Kommission zur Pflege der 

Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ein. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zum 

Beweisergebnis zu äussern und Schlussbemerkungen einzureichen. Davon machte 

lediglich die Beschwerdeführerin Gebrauch; die Einwohnergemeinde Worb liess sich weder 

zum Bericht der OLK vernehmen noch reichte sie Schlussbemerkungen ein. Auf die 

vorliegenden Akten sowie den Fachbericht der OLK wird, soweit für den Entscheid 

relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Bauentscheid der Einwohnergemeinde Worb. Bauentscheide 

können nach Art. 40 Abs. 1 BauG5 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei 

4 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)

4

der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen 

den Bauentscheid zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer 

Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit 

Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführerin ist als Baugesuchstellerin im 

vorinstanzlichen Verfahren unterlegen. Sie ist durch den vorinstanzlichen Entscheid 

beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht 

eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Rechtliche Grundlagen zum Ortsbild- und Landschaftsschutz

a) Die Vorinstanz begründet den Bauabschlag insbesondere damit, dass für 

Bauvorhaben im Ortsbildschutzgebiet besondere Anforderungen gelten. Danach hätten 

sich neue Elemente bezüglich Anordnung, Gestaltung, Volumen usw. der traditionellen 

Bauweise anzupassen und dürften das Gesamtbild nicht stören. Diese Anforderungen 

seien klar nicht erfüllt. Die geplante Antennenanlage überrage die Liegenschaft 

D.________ strasse 5b um 10 m und die umliegenden Gebäude um rund 5 bis 10 m. Sie 

sei von verschiedenen Standorten des Dorfes aus gut erkennbar und werde als stark 

störendes, fremdes und dominantes Element empfunden. Das Ortsbild werde dadurch 

massiv gestört. Da der Antennenmast eine Gesamthöhe von 20 m aufweise und der 

Durchmesser 23 bis 28 cm betrage, sei er aus einiger Entfernung gut sichtbar. Der 

Bauabschlag sei deshalb auch erst nach näherer Prüfung erfolgt.

b) Das GBR enthält – soweit hier von Interesse – zur Gestaltung von Bauten und 

Anlagen allgemeine und in Ortsbildschutzgebieten besondere Vorschriften:

„IV. Gestaltung
Art. 12
1 Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass zusammen mit der bestehenden Umgebung 
eine gute Gesamtwirkung entsteht. Die Beurteilung dieser Gesamtwirkung richtet sich nach 
der bestehenden, bei Vorliegen einer genügend detaillierten Planung nach der zukünftigen 
Umgebung.
Bauten, welche diese Anforderungen nicht erfüllen, sind unzulässig, auch wenn sie den 
übrigen Bauvorschriften entsprechen.

2 Bei der Beurteilung, ob eine gute Gesamtwirkung entsteht, ist besonders auf die folgenden 
Elemente einzugehen:
- Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen eines Gebäudes;
- Gestaltung von Fassaden und Dach (Form, Farbe, Material);

5

- (...)
- Aussenräume, insbesondere das Vorland, die Begrenzung gegen den öffentlichen Raum 

und die Bepflanzung, soweit sie für den Charakter des Aussenraumes bestimmend ist;
- (...)

Art. 57 Ortsbildschutzgebiete
1Die Ortsbildschutzgebiete umfassen die Ortsteile und Quartiere, welche durch ihre 
Entstehung, charakteristische Nutzung und Gestaltung für das Ortsbild von Bedeutung sind. 
Sie sind in ihrem äusseren Gesamtbild, ihren traditionellen Elementen und charakteristischen 
Einzelheiten sowie in ihrem Strassenraum und ihren Platzverhältnissen zu erhalten.

2 Die zulässige Nutzung richtet sich nach der Zoneneinteilung.

3 Neubauten sind zeit- und nutzungsgerecht zu gestalten. In der Regel haben sie sich 
bezüglich Bauvolumen, Dach- und Fassadengestaltung, Orientierung, Stellung und 
Aussenraumgestaltung an den traditionellen, für das jeweilige Gebiet charakteristischen 
Formen, zu orientieren. Neue Formen sind nur möglich, wenn sie zu einer guten 
Gesamterscheinung des Ortsbildes beitragen.
(...)“

c) Art. 12 GBR verlangt eine „gute Gesamtwirkung“. Nach Art. 57 GBR haben sich 

Neubauten in Ortsbildschutzgebieten an den „für das jeweilige Gebiet charakteristischen 

Formen zu orientieren“ und neue Formen sind nur möglich, „wenn sie zu einer guten 

Gesamterscheinung des Ortsbildes beitragen“. Die Erfordernisse von Art. 12 und 

Art. 57 GBR gehen über die Anforderungen von Art. 9 BauG hinaus und haben daher 

selbständige Bedeutung. Das Bauvorhaben ist somit insbesondere auf seine 

Übereinstimmung mit diesen Bestimmungen zu prüfen.

d) Die erwähnten Begriffe stellen unbestimmte Gesetzesbegriffe dar. Wird die 

Anwendung einer von der Gemeinde erlassenen Bestimmung Gegenstand eines 

Beschwerdeverfahrens, haben die Rechtsmittelinstanzen zu prüfen, ob die von der 

Gemeinde geltend gemachte Auslegung rechtlich haltbar ist. Sie auferlegen sich bei der 

Auslegung von unbestimmten Rechtsbegriffen in eigenständigen kommunalen Vorschriften 

eine gewisse Zurückhaltung gegenüber der Auffassung der Gemeinde, indem sie sich der 

Prüfung enthalten, ob eine andere Bedeutung der umstrittenen Bestimmung ebenfalls 

möglich und rechtlich vertretbar wäre. Sie sind nicht befugt, die kommunale Auslegung der 

Norm durch ihr eigenes Verständnis zu ersetzen, wenn die Rechtsauffassung der 

Gemeinde betreffend den Inhalt, den Sinn und die Tragweite der interessierenden 

Vorschrift rechtlich vertretbar erscheint. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Würdigung 

örtlicher Verhältnisse in Frage steht.6 Bei der Konkretisierung der erwähnten Begriffe 

bedarf es oft eines besonderen Fachwissens. Die OLK berät unter anderem 

6 VGE 22887U vom 21.08.2007, E. 4.3, mit Hinweisen; BVR 2005 S. 443 E. 3.3

6

Justizbehörden in Fragen der Ästhetik (Art. 1 Abs. 1 OLKV7). Die BVE räumt den Berichten 

der OLK regelmässig einen erheblichen Stellenwert ein und auferlegt sich bei deren 

Überprüfung eine gewisse Zurückhaltung.

e) Keine Regelungskompetenz haben die Gemeinden im Bereich des Schutzes von 

Baudenkmälern. Dieser ist in den Art. 10a ff. BauG abschliessend geregelt.8 Art. 10b 

Abs. 1 Satz 2 BauG schreibt vor, dass Baudenkmäler (sowohl schützens- wie 

erhaltenswerte) durch Veränderungen in ihrer Umgebung nicht beeinträchtigt werden 

dürfen (sog. Umgebungsschutz). Das heisst, dass eine Veränderung auf das Baudenkmal 

Rücksicht nehmen und dieses nicht beeinträchtigen soll.9 Voraussetzung für den Schutz 

nach Art. 10b BauG bildet die Aufnahme der schützens- oder erhaltenswerten 

Baudenkmäler in das Bauinventar (Art. 10e Abs. 1).

f) Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung lässt sich das Erstellen einer 

Mobilfunkanlage unter ästhetischen Gesichtspunkten nicht ohne weiteres mit Gebäuden, 

auf welche die Gestaltungsnormen in erster Linie zugeschnitten sind, vergleichen. Zum 

einen ist das Erscheinungsbild einer Mobilfunkanlage – namentlich Durchmesser und Höhe 

des Masts sowie die Anzahl und optische Erscheinung der Antennen – vorwiegend durch 

die technischen Gegebenheiten bedingt. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Mobilfunkbe-

treiberinnen sind daher gering. Ausserdem besteht die Besonderheit, dass 

Mobilfunkanlagen aufgrund ihrer Funktion in der Regel gut sichtbar sind, womit ihnen 

praktisch an jedem Standort von vornherein etwas Störendes anhaftet. Dies allein vermag 

jedoch nicht ohne weiteres einen Bauabschlag zu rechtfertigen, ansonsten würde aus den 

kommunalen Ästhetiknormen ein flächendeckendes Mobilfunkantennenverbot resultieren, 

was nicht der Absicht des Gesetzgebers entsprechen kann und raumplanungs- bzw. 

fernmelderechtlich problematisch wäre.10 Auch ist zu beachten, dass Mobilfunkantennen 

aufgrund der betrieblich bedingten Höhe regelmässig geeignet sind, Silhouetten zu 

brechen und Horizonte zu teilen. Soweit der Silhouette bzw. dem Horizont nicht eine 

7 Verordnung vom 27. Oktober 2010 über die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLKV; 
BSG 426.221)
8 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band I, Bern 2007, 
Art. 9/10 N. 4
9 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art.10a-10f N. 7
10 VGE 100.2010.66 vom 16. August 2010, E. 2.3, VGE 233330 vom 31. März 2009, E. 3.3, VGE 22852 vom 
8. November 2007, E. 7.4

7

erhöhte Schutzwürdigkeit zukommt, vermag diese Wirkung den Bauabschlag nicht zu 

rechtfertigen.11 Diesen Umständen ist bei der Beurteilung gebührend Rechnung zu tragen.

3. Anwendung der Vorschriften zum Ortsbild- und Landschaftsschutz auf das Projekt

a) Die Beschwerdeführerin kritisiert, das vorliegende Projekt könne nicht mit dem 

Projekt, dem vor vier Jahren der Bauabschlag verfügt wurde, verglichen werden. Es sei 

bezüglich Höhe und Konstruktion deutlich redimensioniert worden und trete 

dementsprechend viel weniger markant in Erscheinung. Insoweit habe die Vorinstanz den 

Sachverhalt mit pauschalen Feststellungen nicht oder nur ungenügend abgeklärt. Zwar 

komme das Bauvorhaben in einem Ortsbildschutzgebiet zu stehen. Allerdings handle es 

sich um ein Gebiet mit publikumsintensiver Zentrumsnutzung, in dem neben dem 

Bahnhofareal zahlreiche Geschäfte und Gewerbebetriebe angesiedelt seien und das 

entsprechend den heutigen Bedürfnissen bereits zahlreiche Infrastrukturanlagen wie 

namentlich Beleuchtungskandelaber, Strassensignalisation und bestehende 

Antennenmaste aufweise. Es handle sich um eine zeit- und nutzungsgerechte Erneuerung 

einer bestehenden Anlage. Da die Erneuerung den Abbruch von vier bestehenden Masten 

ermögliche, führe das Bauvorhaben ortsplanerisch zu einer Verbesserung der Situation. 

Die Mobilfunkanlage trage der ortsplanerischen Bedeutung des Kerngebiets K1 als 

Geschäfts- und Einkaufsbereich Rechnung und trete vor diesem Hintergrund nicht als 

störend in Erscheinung und führe auch zu keiner Beeinträchtigung des Ortsbilds. Die 

Argumentation der Vorinstanz führe dazu, dass Mobilfunkanlagen im Ortsbildschutzgebiet 

und im Dorfkern generell unzulässig wären.

b) Vorliegend ist geplant, vier bestehende Antennenmaste auf dem Dach des Gebäudes 

D.________ strasse 5b abzubrechen. Als Ersatz soll seitlich der Südfassade der 

Liegenschaft D.________strasse 5b ein neuer Antennenmast errichtet werden. Die Höhe 

des geplanten Antennenmastes beträgt 20 m. An dessen Mastspitze soll eine Rohrantenne 

(Tri-Sector-Pipe-Antenne) für den Mobilfunkdienst (GSM1800 und UMTS) montiert werden. 

Das Rohr besteht aus einem Antennenteil (antenna area) und einem Servicebereich 

(service area). Nach dem Antennenmontageplan vom 29. März 2011 im Massstab 1:50 ist 

der obere Teil der Antenne 1.37 m lang und 23 cm breit. Der darunterliegende 

11 VGE 233330 vom 31. März 2009, E. 4.4.3, VGE 22299 vom 17. November 2006, E. 5.7.2, 
VGE 22095/22101/22102 vom 24. Oktober 2006 E. 4.7.3.

8

Servicebereich der Antenne ist 0.94 m lang und hat einen Durchmesser von 28 cm. Seitlich 

am Antennenmast ist auf der Höhe von 16.70 m eine Telepage-Antenne (TPS) 

vorgesehen. Sie besteht aus einem 41 cm langen rohrförmigen Rundstrahler und wird mit 

drei ca. 62 cm langen feingliedrigen Gegengewichtsstäben stabilisiert. Der Antennenmast 

verfügt über eine Steigleiter, die nach dem Antennenmontageplan bis unter die 

Rohrantenne für den Mobilfunkdienst reicht. Für die Sendeanlagen des Mobilfunks und des 

Telepage-Funkdienstes gelten nach der NISV unterschiedliche Anlagegrenzwerte.12 Für die 

Berechnung der Immissionsprognose müssen daher separate Standortdatenblätter 

ausgefüllt werden, auch wenn sich beide Sendeantennen auf dem gleichen Mast befinden.

c) Der Antennenstandort liegt im Zentrum des Dorfs Worb in der ZPP „Kerngebiet K1“ 

sowie im Ortsbildschutzgebiet. Im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 

(ISOS) ist Worb als verstädtertes Dorf von regionaler Bedeutung eingestuft. Die 

Bauparzelle befindet sich rund 100 m südöstlich des Bahnhofs und unmittelbar östlich der 

im Bauinventar der Einwohnergemeinde Worb aufgenommenen Baugruppe D. Im Norden 

und Osten der Bauparzelle verläuft die F.________strasse, an der verschiedene Geschäfte 

sowie ein Altersheim angesiedelt sind. Südlich vom geplanten Standort liegt in einer 

Entfernung von ca. 100 m die E.________ mit der Baugruppe E.

d) Zur Frage, wie sich die geplante Antenne auf das Ortsbild und die Baudenkmäler 

auswirkt, hat die BVE die OLK beigezogen. Hinsichtlich der Frage, wie sich das 

Bauvorhaben auf die Umgebung auswirkt, hat die OLK im Fachbericht vom 29. November 

2011 Folgendes festgehalten: In Bezug auf die Umgebung sei bei Antenneneinrichtungen 

neben der Detaillierung hauptsächlich die Höhe für eine angemessene Gesamtwirkung 

massgebend. Gegenüber der ersten Projektfassung werde die neue Antenne von 25.80 m 

auf 20 m reduziert und die Mastspitze sei einfacher und schlanker konstruiert. Die 

Weitenwirkung, Dominanz und Wahrnehmung im Umfeld des erweiterten 

Ortsbildschutzgebiets und der direkt angrenzenden Kernzone K1 werde dadurch markant 

gebrochen. Bezüglich des öffentlichen Raumes, zu dem auch der Standort 

G.________strasse (Park Altersheim) und die D.________ strasse mit der Baugruppe D 

gehören, vermöge die um fast 6 m reduzierte Installation in Kombination mit ihrer Lage im 

rückwärtigen Bereich, trotz der durchlässig offen strukturierten Bauweise, keine 

ortsbildrelevante Störung mehr zu erzeugen. Sie überrage die Dächer der von der 

12 Vgl. Anhang 1 Ziffer 6 und 7 der Verordnung des Bundesrates vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710)

9

öffentlichen Zentrumszone aus betrachteten davorliegenden Bauten nur geringfügig und 

werde aus diesem Blickwinkel im Zusammenhang mit deren Dachinstallationen gelesen. 

Der Abbruch der vier bestehenden, nur geringfügig niedrigeren Masten und die 

Konzentration auf eine Installation am heutigen Infrastrukturbau würden optisch sogar zu 

einer Verbesserung im rückwärtigen Grünbereich der Kernzone K1 führen. Aus Sicht des 

Orts- und Landschaftsbildes stelle die geplante Anlage in der vorliegenden Form keine 

ortsbildrelevante Beeinträchtigung dar. Die OLK empfiehlt, die Antennenanlage zu 

bewilligen.

e) Die OLK charakterisiert den Ortskern von Worb, bedingt durch das Nebeneinander 

von unterschiedlichen Baustilen aus verschiedenen Zeitepochen, als ein sehr heterogenes 

Siedlungsbild. Sie beschreibt das nähere Umfeld des Antennenstandorts, das sich im 

Perimeter des Ortsbildschutzgebiets befindet, als charaktervoll mit interessanten 

Raumbildungen. Die gestalterischen Qualitäten der meisten Häusergruppen und deren 

Zusammenspiel untereinander stuft sie zudem als hochwertig ein. In der Kernzone K1 

treffe dies insbesondere auf die Häuserzeile mit den älteren Riegbauten (Baugruppe D) 

entlang der D.________ strasse und die gegenüberliegende Neuüberbauung zu.

f) Im Vergleich zum Vorprojekt aus dem Jahr 2005 ist der geplante Antennenmast um 

5.80 m (von 25.80 m auf 20 m) verkürzt. Auf ausladende Sektorantennen an der 

Mastspitze, wie sie bei der Antennenanlage am Rande des Zentrums von Worb eingesetzt 

werden und beim Vorprojekt noch geplant waren13, wurde verzichtet. Die Breite der 

Mastspitze wurde so von 89 cm auf 23 cm verkleinert.14 Als technische Aufbaute hebt sich 

nur noch die schmale Telepage-Antenne vom Mast ab. Im Unterschied zur bestehenden 

Mobilfunkantenne an der H.________strasse sind auch keine wuchtigen 

Richtfunkantennen vorgesehen. Die projektierte Antennenanlage weist damit eine deutlich 

diskretere Gestaltung auf. Ihre Gestaltung lehnt sich denn auch an den vorbestehenden 

Gestaltungselementen, wie beispielsweise den Kandelabern im öffentlichen Raum und den 

bereits bestehenden Masten auf dem Dach des Gebäudes D.________ strasse 5b, an.15 

Die projektierte Antennenanlage unterscheidet sich somit massgeblich vom Vorprojekt aus 

dem Jahr 2005 und der in Betrieb stehenden Mobilfunkanlage an der H.________ strasse 

13 Vgl. Fotos der Beilagen Nr. 6 und 7 der Stellungnahme vom 24. Oktober 2011 der Vorinstanz
14 Vgl. Antennenmontageplan vom 11. August 2005, pag. 129 der Beschwerdeakten RA Nr. 110/2006/80 und 
Antennenmontageplan vom 29. März 2009 der Beschwerdeakten RA Nr. 110/2011/132
15 Vgl. Foto der Beilage Nr. 2 der Stellungnahme vom 24. Oktober 2011 der Vorinstanz

10

am Rande des Dorfes Worb. Das zur Diskussion stehende Projekt ist auch nicht mit dem 

Projekt der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren RA Nr. 110/2011/9416 

vergleichbar, das einen 26.18 m hohen freistehenden Antennenmast mit vier UMTS-

Antennenpanels und zwei Richtfunkantennen zum Gegenstand hatte.

g) Der Beurteilung der Einwohnergemeinde Worb, wonach die Antennenanlage von 

verschiedenen Standorten aus als stark störendes, fremdes und dominantes Element 

empfunden wird und deshalb den strengen Anforderungen an die Gestaltung innerhalb des 

Ortsbildschutzgebiets nicht genügt, kann nicht gefolgt werden.

Vorliegend hat die Vorinstanz die angepasste Gestaltung der Antennenanlage, die sich klar 

vom Vorprojekt und der bestehenden Mobilfunkanlage an der H.________ strasse 

unterscheidet (vgl. Erwägung 3f), bei der Beurteilung der Ortsbildverträglichkeit nicht oder 

nur ungenügend gewürdigt. Auch führt sie nicht näher aus, von welchen Standorten aus 

die geplante Antennenanlage als dominantes, fremdes und störendes Element empfunden 

wird. Geht es wie hier um die Konkretisierung von unbestimmten Gesetzesbegriffen („gute 

Gesamtwirkung“, „zur guten Gesamterscheinung des Ortsbildes beitragen“), hat die 

Behörde ihre Ansicht sorgfältig zu begründen.17 Aus dem Protokollauszug vom 15. Juni 

2011 der Planungskommission (Bericht Planungskommission Ästhetik vom 15. Juni 2011), 

den die Vorinstanz zu Beweiszwecken einreichte, geht ebenfalls nicht näher hervor, 

weshalb sich die angepasste Gestaltung des Bauvorhabens nicht gut einordnet und 

weshalb die Umgebung beeinträchtigt wird. Dem Protokollauszug kann allerdings 

entnommen werden, dass im Rahmen der Ortsplanungsrevision OP06+ die Aufnahme von 

strengeren Bewilligungsanforderungen an Antennenanlagen in Ortsbildschutzgebieten 

abgelehnt wurde. Die Vorinstanz hat sich zudem dem positiven Fachbericht der OLK weder 

widersetzt noch hat sie sich dazu schriftlich vernehmen lassen. Die allgemeinen 

Feststellungen und wenig substantiierten Äusserungen zur Ortsbildverträglichkeit lassen 

somit kaum erkennen, welche Kriterien bei der Beurteilung der umstrittenen 

Antennenanlage massgebend waren. Noch erlauben sie Rückschlüsse darauf, welche 

Bedeutung die Gemeinde ihren kommunalen Vorschriften (Art. 12, 47 und 57 GBR) 

grundsätzlich beimessen will. Mit ihren pauschalen Ausführungen vermag sie somit den 

wirklichen Gehalt dieser Bestimmungen nicht klar aufzuzeigen. Dem ist bei der Auslegung 

16 Siehe BDE vom 21. Dezember 2011, RA Nr. 110/2011/94
17 Pra 2003 Nr. 188; vgl. auch Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 10 N.8  mit weiteren Hinweisen

11

des kommunalen Rechts Rechnung zu tragen.18 Ferner sollen hier vier bestehende 

Antennenmaste, wovon drei Maste eine Höhe von 17.70 m aufweisen, auf dem Dach der 

Liegenschaft D.________ strasse 5b abgebrochen und auf den geplanten Mast verlegt 

werden. Dies führt gemäss dem OLK-Bericht optisch zu einer Verbesserung. Diesen 

entscheidrelevanten Umstand hat die Vorinstanz bei der Beurteilung der 

Ortsbildverträglichkeit ausser Acht gelassen.

Zu Recht hält die Vorinstanz zwar fest, die geplante Mobilfunkanlage überrage die 

umliegenden Gebäude und sei von verschiedenen Standorten aus sichtbar. Dem ist aber 

die Feststellung der OLK entgegenzuhalten, dass die Antennenanlage – von der 

öffentlichen Zentrumszone aus betrachtet – die Dächer der davorliegenden Bauten nur 

noch geringfügig überragt und aus diesem Blickwinkel im Zusammenhang mit deren 

Dachinstallationen zu lesen ist. Die OLK hat die Wirkung der projektierten Antennenanlage 

auch von der D.________ strasse (mit der Baugruppe D) und der G.________ strasse aus 

geprüft. Diese Standorte waren bei der Beurteilung des Vorprojekts für das 

Verwaltungsgericht besonders relevant.19 Dazu hat die OLK festgehalten, die um fast 6 m 

reduzierte Installation in Kombination mit ihrer Lage im rückwärtigen Bereich vermöge, trotz 

der durchlässig offen strukturierten Bauweise, keine ortsbildrelevante Störung mehr zu 

erzeugen. Die von der Vorinstanz als Beweismittel eingereichten Fotos ändern an dieser 

Beurteilung nichts. Nicht massgebend ist die Argumentation der Gemeinde, das Projekt 

störe den Ausblick von einzelnen Vorgärten der Wohnhäuser im Gebiet D.________ 

strasse/ F.________ strasse/ E.________ gasse stark. Die Sichtbarkeit der Antenne von 

privaten Standorten aus, beispielsweise von Fenstern und Balkonen oder Vorgärten, mag 

sich für die Anwohner im näheren Umfeld des Antennenstandortes zwar störend 

auswirken. Die Aussicht, die man von einem privaten Gebäude oder Garten aus geniesst, 

ist aber kein Gut, das durch Ästhetikvorschriften geschützt wird. Schutzobjekt des Ortsbild- 

und Landschaftsschutzes ist der Aussenraum, soweit er von einem allgemein begangenen 

Standort aus als Einheit wirkt und als solcher erfassbar ist. Massgebend ist also nur die 

Beurteilung vom öffentlichen Raum aus.

h) Nach dem Gesagten steht fest, dass die Vorinstanz die Ortsbildverträglichkeit vom 

öffentlichen Raum aus zusammen mit verschiedenen Baudenkmälern unzutreffend 

beurteilt hat. Sie hat den Sachverhalt in entscheidwesentlichen Punkten nicht oder nicht 

18 Vgl. dazu auch VGE 22990 vom 28. April 2008, E. 5.4.1
19 Vgl. VGE 22887 vom 21. August 2007, E. 5.6.2

12

vollständig abgeklärt sowie verschiedene Aspekte des Ortsbildschutzes nicht richtig 

gewürdigt. Demgegenüber erweist sich die Würdigung der OLK als plausibel und 

nachvollziehbar. Es besteht für die BVE kein Anlass, von dieser Fachmeinung 

abzuweichen. Mit dem verkürzten Mast sowie der diskreten Gestaltung der Mastspitze wird 

die Weitenwirkung, Dominanz und Wahrnehmung der Anlage im Umfeld des erweiterten 

Ortsbildschutzgebietes und der direkt angrenzenden Kernzone K1 markant gebrochen. Die 

Antenne überragt die Dächer der davorliegenden Bauten nur noch geringfügig und ist in 

diesem Zusammenhang von der öffentlichen Zentrumszone aus als Dachinstallation zu 

lesen. Sie tritt auch von den wichtigen Standorten aus nicht als störender Fremdkörper in 

Erscheinung. Dass am Antennenmast eine Steigleiter vorgesehen ist, ändert an dieser 

Beurteilung nichts. Auch bricht die geplante Anlage weder eine geschützte Silhouette noch 

vermag sie den Horizont zu teilen. Im bereits heterogenen Ortsbild von Worb erzeugt sie 

somit keine ortsbildrelevante Störung. Der Abbruch der vier bestehenden, nur geringfügig 

niedrigeren Antennen und die Konzentration auf eine Installation, führen sogar zu einer 

optisch besseren Situation. Sie trägt so zu einer guten Gesamterscheinung des Ortsbildes 

im Sinn von Art. 57 GBR bei. Damit trägt die Beschwerdeführerin, anders als die 

Vorinstanz meint, den strengen kommunalen Gestaltungsvorschriften für 

Ortsbildschutzgebiete genügend Rechnung. Die Beschwerdeführerin hat denn auch die 

geringen architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten, die bei Mobilfunkantennen aufgrund 

der technischen Gegebenheiten bestehen, ausgeschöpft. Unter diesen Umständen kann 

nicht gesagt werden, die Anlage füge sich nicht in das Ortsbild im Sinn von Art. 12 GBR 

ein. Ansonsten würde aus dieser kommunalen Ästhetiknorm ein flächendeckendes 

Mobilfunk-Antennenverbot auf dem Gemeindegebiet von Worb resultieren, das 

fernmelderechtlich problematisch wäre. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände 

kann der ästhetischen Beurteilung der Vorinstanz nicht gefolgt werden; sie ist rechtlich 

nicht haltbar. Die geplante Antenne ist mit den kantonalen (Art. 9 und Art. 10b BauG) und 

kommunalen Ästhetikvorschriften (Art. 12, 47 und 57 GBR) vereinbar. Unter dem Aspekt 

des Ortsbild- und Landschaftsschutzes ist die projektierte Antennenanlage 

bewilligungsfähig.

4. Zusammenfassung

Das beco beurteilte die Anlage aus Sicht des Immissionsschutzes als bewilligungsfähig. Im 

Baubewilligungsverfahren setzte es sich auch eingehend mit den Einspracherügen 

13

auseinander, die die nicht ionisierende Strahlung (NIS) betrafen. In Kenntnis der Rügen 

kam es zum Schluss, dass sich für das Vorhaben keine andere Beurteilung ergebe als im 

Amtsbericht vom 23. Juni 2011 festgehalten. Das Baugesuch entspricht somit den 

massgeblichen Vorschriften und hält auch die umweltrechtlichen Vorschriften ein. Daher ist 

die Beschwerde gutzuheissen. Der Gesamtbauentscheid vom 19. August 2011 ist 

aufzuheben und dem Vorhaben ist die Bewilligung zu erteilen.

5. Kosten

a) Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das 

prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen 

Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu verlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Der 

Vorinstanz können gestützt auf Art. 108 Abs. 2 VRPG keine Verfahrenskosten auferlegt 

werden. Daher trägt sie der Kanton.

b) Die Gemeinde Worb hat als unterliegende Partei der Beschwerdeführerin die 

Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Parteivertreters der 

Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 3'796.20, einschliesslich Auslagen und 

Mehrwertsteuer, gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.

c) Als Baugesuchstellerin hat die Beschwerdeführerin die Kosten des erstinstanzlichen 

Baubewilligungsverfahrens von Fr. 2’405.00 in jedem Fall zu tragen (Art. 52 Abs. 1 BewD). 

Für das Inkasso dieser Kosten bleibt die Baubewilligungsbehörde Worb zuständig.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Gesamtbauentscheid der Gemeinde Worb 

vom 19. August 2011 wird – mit Ausnahme der Kostenverfügung – aufgehoben.

2. Der Beschwerdeführerin wird die Gesamtbewilligung für den Umbau der 

bestehenden Mobilfunkanlage (Abbruch der bestehenden Masten. Neubau Mast und 

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Montage von Antennen im 1800MHz und 2100MHz Band sowie TPS) auf Parzelle 

Worb Gbbl. Nr. C.________ erteilt. Die Gesamtbewilligung umfasst:

2.1 Die Baubewilligung aufgrund des Bausgesuchs vom 5. Mai 2011 gemäss dem 

Situationsplan vom 14. Februar 2011 im Massstab 1:500, dem Baueingabeplan 

(Südwestansicht, Südostansicht, Situationsplan Nr. 3–90452B) vom 29. März 

2011 im Massstab 1:200 sowie den Standortdatenblättern vom 11. April 2011 

für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen und für Rundfunk und 

Funkrufsendeanlagen (Telepage Dienst).

2.2 Die Anlagegenehmigung nach Art. 16 ff. ABAG20 gemäss Antrag des Amtes für 

Berner Wirtschaft beco im Amtsbericht vom 23. Juni 2011.

3. Nebenbestimmungen:

3.1 Nebenbestimmungen zur Baubewilligung:

Der Baubeginn und das Bauende sind der Gemeindeverwaltung Worb mittels den 

Formularen SB1 und SB2 (Selbstdeklaration Baukontrolle 1 und 2) rechtzeitig zu 

melden.

3.2 Brandschutz

a) Allgemeines

Der Baubeginn ist dem zuständigen Brandschutzexperten zu melden.

Die Gemeindebaupolizeibehörde teilt der Gebäudeversicherung Bern (GVB) 

den Abschluss der Bauarbeiten mittels einer Kopie des Formulars SB2 

(Selbstdeklaration Baukontrolle 2) mit.

- Für den Feuerschutz gelten die nachfolgend aufgeführten 

Brandschutzvorschriften der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen 

(VKF) der GVB:

- Brandschutznorm (BSN), Ausgabe 2003

- Brandschutzrichtlinien (BSR), Ausgabe 2003

- Brandschutz Erläuterungen (BSE), Ausgabe 2003

20 Gesetz vom 4. November 1992 über die Arbeit, Betriebe und Anlagen (ABAG; BSG 832.01) 

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- Brandschutz Erläuterungen und Merkblätter der GVB (jeweils aktuelle 

Version)

Die aktuellsten Ausgaben der Brandschutzvorschriften sind auffindbar:

- VKF unter: http://bsvonline.vkf.ch

- GVB unter: www.gvb.ch unter Sichern / Brandschutz / Gesetze und 

Vorschriften

b) Brandschutz auf Baustellen

Bei Arbeiten an Bauten und Anlagen sind von allen am Bau Beteiligten 

geeignete Massnahmen für den Brand- und Explosionsschutz zu treffen. 

Insbesondere ist zu beachten:

- angemessene Absicherung der Baustelle gegen unbefugtes Betreten

- die rechtzeitige Meldung und Bekämpfung von Bränden, die sofortige 

Alarmierung der Löschkräfte und Rettung von Personen ist während der 

Bauphase sicherzustellen.

- feuergefährliche Arbeiten wie Schweissen, Löten oder andere 

funkenerzeugenden Arbeiten, das Verbrennen von Abfällen, das Kochen 

von Bitumen usw. sind mit der erforderlichen Sorgfalt auszuführen.

- beim Einsatz mobiler Feuerungsaggregate (Lufterhitzer, Bautrockner), 

Bitumenkocher usw. sind genügend grosse Sicherheitsabstände zu allem 

Brennbaren einzuhalten. Eine ausreichende Zufuhr von Verbrennungsluft 

und die Ableitung der Abgase ins Freie müssen gewährleistet sein.

c) Blitzschutz / Potentialausgleich

Die Erdung und der Potentialausgleich der Antenne ist nach dem Merkblatt 

der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen „Erdung und 

Potentialausgleich von Antennen auf Gebäuden“ vom 19. November 1998 

auszuführen.

3.3 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

1) Gebäude und andere Konstruktionen sind so zu gestalten, dass sie bei ihrer 

bestimmungsgemässen Verwendung den auftretenden Belastungen und 

Beanspruchungen standhalten. Es sind Baumaterialien zu verwenden, die 

http://bsvonline.vkf.ch
http://www.gvb.ch

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nicht zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen. Aussenwände und 

Bedachungen müssen ausreichenden Schutz gegen Witterungseinflüsse 

gewähren.

2) Ortsfeste Leitern im Freien sind aus witterungsbeständigen Werkstoffen zu 

erstellen. Es wird auf das suva-Merkblatt 44008 verwiesen.

3) Arbeitsmittel dürfen die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitenden nicht 

gefährden. Sie sind gemäss der EKAS-Richtlinie 6512 „Arbeitsmittel“ 

auszugestalten. Für Arbeitsmittel, die nach dem 1. Januar 1997 beschafft 

worden sind, ist eine Konformitätserklärung der einzelnen Maschinen oder 

der Nachweis der Sicherheit für die ganze Anlage beizubringen. Die zum 

Betrieb und Unterhalt erforderlichen Anleitungen müssen vorliegen.

4) Technische Einrichtungen, die bei Störungsbehebung, Reparatur, Unterhalt, 

Reinigung, usw. eine Gefahr darstellen, sind mit einer Schalteinrichtung 

(Sicherheitsschalter) vor Ort zu versehen, die den Anforderungen CE93-9 

entspricht. Diese muss die Einrichtung von der Energiequelle abtrennen und 

gespeicherte Energie abbauen. Ein Schalter muss sich in der Nähe jeder 

Funktionseinheit befinden und abschliessbar sein.

5) Beim Auftreten nicht ionisierender Strahlen in gesundheitsschädigender 

Intensität, sind geeignete Massnahmen zum Schutz von Personen zu 

treffen. Für nicht ionisierende Strahlen gelten die arbeitshygienischen 

Grenzwerte für physikalische Einwirkungen (suva-Formular 1903 

„Elektromagnetische Felder“).

6) Vor der Aufnahme der betrieblichen Tätigkeit ist beim beco mit beiliegender 

Karte oder elektronisch (www.be.ch/arbeit => Industrie- und 

Gewerbebauten) die Fertigstellung des Vorhabens zu melden.

3.4 Nicht ionisierende Strahlung

1) Die Anlage ist so zu betreiben, dass bei nachträglich entstehenden Orten mit 

empfindlicher Nutzung (OMEN) im Anlageperimeter die Grenzwerte 

eingehalten sind, sobald die entsprechende Nutzung beginnt. An Orten mit 

kurzfristigem Aufenthalt (OKA) sind dies die Immissionsgrenzwerte (IGW) 

und bei Orten mit empfindlicher Nutzung die Anlagegrenzwerte (AGW).

2) Nachdem die Anlage in Betrieb genommen worden ist, muss innert drei 

Monaten eine NIS-Abnahmemessung durchgeführt werden, wenn gemäss 

http://www.be.ch/arbeit

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rechnerischer Prognose im Standortdatenblatt der AGW an einem OMEN zu 

80 % erreicht wird.

Es sind folgende im Standortdatenblatt bezeichnete Orte einzubeziehen:    

2, 3, 4, 6 und D.________ strasse 15. Sollte es sich erweisen, dass die 

massgebenden Grenzwerte überschritten werden, ist die Mobilfunk-

Basisstation innert einem Monat so anzupassen, dass die Grenzwerte nicht 

mehr überschritten werden. Diese Einhaltung muss messtechnisch belegt 

werden.

3.5 Rechtsverwahrungen

Der Bauherrschaft ist von den Rechtsverwahrungen Kenntnis gegeben worden.

4. Die Verfahrenskosten trägt der Kanton.

5. Die Gemeinde Worb hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten von Fr. 3'796.20 

(inkl. Auslangen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

6. Die Kosten des Baubewilligungsverfahrens von Fr. 2'405.00 (vgl. Ziffer 2 des 

angefochtenen Entscheiddispositivs) bleiben der Beschwerdeführerin auferlegt.

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IV. Eröffnung

- Herrn Fürsprecher B.________, mit Gerichtsurkunde

- Amt für Berner Wirtschaft (beco), Immissionsschutz, A-Post

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Worb, Gemeindeverwaltung, Bauabteilung, 

mit Gerichtsurkunde

- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, zur Kenntnis

- Gebäudeversicherung Kanton Bern, Papiermühlestrasse 130, 3063 Ittigen, zur 

Kenntnis

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

B. Egger-Jenzer, Regierungsrätin