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**Case Identifier:** abdc07cf-31b3-5492-80ee-b563d6433369
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.08.2021 II 2021 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-73_2021-08-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 73

Entscheid vom 17. August 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, 
Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 19__) arbeitete seit dem 15. September 2004 als tech-
nisch-kaufmännischer Angestellter/Allrounder bei der C.________ AG (nachfol-
gend: Arbeitgeberin) in D.________ (Vi-act. 70 S. 171). Am 22. April 2020 kün-
digte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis ordentlich per 31. Juli 2020 (Bf-act. 
7). Während der Kündigungsfrist wurde A.________ verwarnt und es wurde ihm 
für den Fall von Verfehlungen die fristlose Kündigung angedroht (Bf-act. 8). Nach 
einem Streit mit Vorgesetzten wurde A.________ am 4. Juni 2020 freigestellt und 
mit einem Hausverbot belegt (Bf-act. 9; Vi-act. 46 S. 95 Ziff. 3). Am 1. August 
2020 wurde A.________ zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 74 S. 181) 
und ab 1. August 2020 beantragte er auch Arbeitslosenentschädigung (Vi-act. 72 
S. 175). 

B. In der Arbeitgeberbescheinigung nannte die Arbeitgeberin am 12. August 
2020 als Grund für die Kündigung "teilweise Arbeitsverweigerung + unangemes-
senes Verhalten" (Vi-act. 70 S. 171 Frage 13). Am 21. August 2020 wurde die 
Arbeitgeberin angehalten, den "Fragebogen für Arbeitgeber" auszufüllen, damit 
die Arbeitslosenkasse abklären könne, ob A.________ die Arbeitslosigkeit 
selbstverschuldet herbeigeführt habe (Vi-act. 64 S. 157). Nach Eingang der Ant-
worten wurde A.________ das rechtliche Gehör gewährt (Vi-act. 63 S. 154), wo-
von er am 2. September 2020 Gebrauch machte (Vi-act. 60 S. 143). 

C. Mit Verfügung Nr. 610 vom 16. September 2020 stellte die Arbeitslosen-
kasse Schwyz A.________ ab 1. August 2020 wegen teilweiser selbstverschul-
deter Arbeitslosigkeit für 28 Tage in der Anspruchsberechtigung ein (Vi-act. 59 S. 
141 f.). Dagegen liess A.________ am 19. Oktober 2020 Einsprache erheben 
(Vi-act. 46 S. 93 ff.), welche die Arbeitslosenkasse mit Einspracheentscheid Nr. 
34/2021 vom 14. Mai 2021 abwies (Vi-act. 2 S. 16 ff.).  

D. Gegen diesen Entscheid lässt A.________ am 15. Juni 2021 fristgerecht 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben und bean-
tragen:

1. Die Verfügung vom 16. September 2020 und der Einspracheentscheid vom 
14. Mai 2021 seien ersatzlos aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer seien mit Wirkung ab 1. August 2020 die gesetzli-
chen Leistungen der Arbeitslosenversicherung ohne Einstellung in der An-
spruchsberechtigung zu erbringen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwST) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

E. Mit Vernehmlassung vom 30. Juni 2021 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei abzuweisen. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend ist unbestritten, dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Arbeitslosenentschädigung grundsätzlich gegeben ist. Streitig ist, ob die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers aufgrund teilweiser 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit rechtens und falls ja, ob die Einstellung für 
die Dauer von 28 Tagen gerechtfertigt ist.

2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits-
losenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 
1982 muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um eine 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; 
vgl. BGE 139 V 524 Erw. 4.2, 141 V 365 Erw. 4.1, Urteil BGer 8C_778/2019 vom 
11.3.2020 Erw. 5.1). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zu-
ständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ver-
fügen (VGE II 2020 91 vom 16.10.2020 Erw. 2.1 mit Hinweis auf Art. 30 AVIG).

2.2.1  Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung mitunter dann 
einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos wird (Art. 30 Abs. 1 
lit. a AVIG). Als selbstverschuldet gilt die Arbeitslosigkeit unter anderem dann, 
wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen 
Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a der Verordnung über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983). 

2.2.2  Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, 
wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objekti-
ven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Um-
ständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt, 
für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt. Es genügt, dass das 
allgemeine Verhalten der versicherten Person Anlass zur Kündigung bzw. 
Entlassung gegeben hat; Beanstandungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht 
vorgelegen haben. Mithin gehören dazu auch charakterliche Eigenschaften im 
weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen 
lassen (vgl. Urteile BGer 8C_22/2016 vom 3.3.2016 Erw. 4.1; 8C_582/2014 vom 
12.1.2015 Erw. 4 je mit weiteren Hinweisen; Nussbaumer, 
Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 
Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl., S. 2514 Rz. 835 ff.). 

2.3.1  Gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsor-
ganisation über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 

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vom 21. Juni 1988 (Übereinkommen Nr. 168 der IAO; SR 0.822.726.8) kann eine 
Leistung, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder Teilzeitarbeitslosigkeit 
oder Verdienstausfall infolge einer vorübergehenden Arbeitseinstellung ohne Un-
terbrechung des Beschäftigungsverhältnisses Anspruch gehabt hätte, nur 
gekürzt werden, wenn die zuständige Stelle festgestellt hat, dass die betreffende 
Person vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen hat (Urteil BGer 
8C_721/2020 vom 15.6.2021 Erw. 6.1; Urteil BGer 8C_796/2019 vom 27.3.2020 
Erw. 3.2; BGE 122 V 54 ff.; Urteil EVGer C 53/00 vom 17.10.2000). Demzufolge 
führt nicht jedes schuldhafte Verhalten der versicherten Person, das dem Arbeit-
geber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, zu einer Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Das 
vorwerfbare Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 
der IAO vielmehr vorsätzlich erfolgt sein, wobei auch Eventualvorsatz genügt (Ur-
teil EVGer C 371/01 vom 4.6.2002 Erw. 2b; EGV-SZ 2017 B 3.1; Nussbaumer, 
a.a.O., S. 2515 Rz. 837).

2.3.2  Eventualvorsatz ist im Zusammenhang mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anzu-
nehmen, wenn die versicherte Person vorhersehen kann oder damit rechnen 
muss, dass ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt (Urteile 
BGer 8C_721/2020 vom 15.6.2021 Erw. 6.1; 8C_796/2019 vom 27.3.2020; 
8C_99/2017 vom 22.6.2017 Erw. 3; Nussbaumer, a.a.O., S. 2515 Rz. 837). Im 
Rahmen von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV darf somit bei blosser Fahrlässigkeit keine 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgen (J. Chopard, Die Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung, Diss., Zürich 1998, S. 76 f.). Im Entscheid 
8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 Erw. 4.2.1 f. hat das Bundesgericht festgestellt, 
dass Eventualvorsatz und bewusste Fahrlässigkeit auf der Wissensseite über-
einstimmen, indem dem Täter die Möglichkeit, das Risiko der Tatbestandsver-
wirklichung bewusst ist. Die entscheidende Differenz liegt auf der Willensseite. 
Auch wer die Möglichkeit der Tatbestandsverwirklichung erkennt, kann sich, 
selbst leichtfertig, über sie hinwegsetzen, d.h. darauf vertrauen bzw. mit der Ein-
stellung handeln, dass schon nichts passieren werde (bewusste Fahrlässigkeit). 
Demgegenüber erfordert der Eventualvorsatz, dass der Täter sich für die Tatbe-
standsverwirklichung entscheidet, sie in Kauf nimmt. Weitestgehend ausser Fra-
ge stehen dürfte das Willenselement nur, wenn der Täter die Tatbestandsver-
wirklichung für so naheliegend hält, dass die Bereitschaft, sie als Folge seines 
Verhaltens hinzunehmen, vernünftigerweise nicht mehr bezweifelt werden kann; 
oder wenn sie ihm, im eigentlichen Sinn des Wortes, erwünscht oder recht war, 
wie wohl auch noch im Falle schierer Gleichgültigkeit. Als Faustregel formuliert: 
dass der Täter die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, liegt 
grundsätzlich näher, je wahrscheinlicher es ihm erschien, dass sie eintreten 

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könnte, und je weniger er sie innerlich ablehnte, und umgekehrt (vgl. auch Urteil 
BGer 8C_504/2007 vom 16.6.2008 Erw. 5.4). Zu den Umständen, die allenfalls 
auf eventualvorsätzliches Verhalten schliessen lassen, gehören die Grösse des 
dem Täter bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der 
Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggründe des Täters und die Art der Tathand-
lung. Das Gericht darf vom Wissen des Täters auf dessen Willen schliessen, 
wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdrängte, 
dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als In-
kaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann. Was der Täter wusste, wollte 
und in Kauf nahm, betrifft innere Tatsachen und ist somit Tatfrage. Rechtsfrage 
ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventual-
vorsatz berechtigt erscheint (BGE 138 V 74 Erw. 8.4.1 mit Hinweisen; Urteil BGer 
8C_872/2011 vom 6.6.2012 Erw. 4.2.1 f.).

2.4.1  Beim Einstellungsgrund des Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV muss das der ver-
sicherten Person zur Last gelegte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar fest-
stehen. Dies stellt eine Ausnahme des sonst im Sozialversicherungsrecht 
geltenden Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dar (vgl. Urteile 
BGer 8C_22/2016 vom 3.3.2016 Erw. 4.2.; 8C_582/2014 vom 12.1.2015 Erw. 4 
je mit weiteren Hinweisen; Nussbaumer, a.a.O., S. 2514 Rz. 835ff.). Steht das 
der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten nicht klar fest, fällt eine Ein-
stellung der Anspruchsberechtigung ausser Betracht.

2.4.2  In seiner Beweiswürdigung ist das Gericht regelmässig auf die Parteivor-
bringen und insbesondere auf die Aussagen der Arbeitgeberin angewiesen. Die-
se sollte eine Sachverhaltsdarstellung abgeben, ohne am Ausgang des Verfah-
rens interessiert zu sein und ohne ein Interesse daran zu haben, die versicherte 
Person in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. Solange kein Grund 
besteht, an den Aussagen der Arbeitgeberin zu zweifeln, ist auf diese abzustel-
len. Es darf hingegen insbesondere dann nicht einzig auf deren Aussagen zu den 
Umständen der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt wer-
den, wenn diese bestritten und durch keine weiteren Indizien gestützt werden 
(vgl. BGE 112 V 245 Erw. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 Erw. 7b; Urteil EVGer C 
102/00 vom 8.3.2001 Erw. 1a). Denn eine Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung kann, wie eben dargestellt, nur verfügt werden, wenn das der versicherten 
Person zur Last gelegte Verhalten klar feststeht und von dieser vorsätzlich, zu-
mindest eventualvorsätzlich ausgeübt wurde. Bei Differenzen zwischen der Ar-
beitgeberin und dem Arbeitnehmer darf somit nicht ohne weiteres auf ein fehler-
haftes Verhalten des Arbeitnehmers geschlossen werden, wenn die Arbeitgebe-
rin nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche sie keine 

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Beweise anführen kann (vgl. Urteil EVGer C 380/00 vom 26.4.2001 Erw. 2b; 
BGE 112 V 245 mit Hinweisen; Nussbaumer, a.a.O., S. 2515 Rz. 837).

3.1 In der Verfügung Nr. 610 vom 16. September 2020 stellte die Vorinstanz 
fest, die Arbeitgeberin habe das Arbeitsverhältnis wegen teilweiser Arbeitsver-
weigerung und unangemessenem Verhalten gekündigt. Aufgrund der Abklärun-
gen bei der Arbeitgeberin habe man festgestellt, dass der Versicherte die Ar-
beitslosigkeit zumindest zum Teil selber verschuldet habe, was sich aus der ihr 
vorliegenden schriftlichen Verwarnung vom 19. Mai 2020 sowie der Freistel-
lungserklärung mit Hausverbot vom 4. Juni 2020 ergebe. In Berücksichtigung der 
Stellungnahme des Versicherten vom 2. September 2020 werde jedoch von einer 
Einstellung im Rahmen eines schweren Selbstverschuldens abgesehen (Vi-act. 
59 S. 141 f.). 

3.2 Mit Einsprache vom 19. Oktober 2020 machte der Beschwerdeführer gel-
tend, er habe während 16 Jahren für dieselbe Arbeitgeberin gearbeitet und an-
hand des Arbeitszeugnisses vom 21. September 2020 sei ersichtlich, dass die 
Arbeitgeberin mit seinem beruflichen Tun stets sehr zufrieden gewesen sei. Zu 
Unstimmigkeiten habe es allerdings dann geführt, als er einen schriftlichen Ar-
beitsvertrag verlangt habe, was die Arbeitgeberin in den Jahren 2016 bis Früh-
jahr 2020 konsequent verweigert habe, weil sie ihm immer wieder Aufgaben ha-
be aufbürden wollen, die nicht zum Berufsfeld eines technisch-kaufmännischen 
Angestellten gehören würden (Müllentsorgung/Unterhalt und Reparatur der sa-
nitären Anlagen, sprich der Betriebstoiletten etc.). Als er am 20. April 2020 end-
lich ein Zwischenzeugnis erhalten habe, sei er damit nicht einverstanden gewe-
sen und deshalb sei am 22. April 2020 die Kündigung ergangen. Dass seine Stel-
le nicht wieder vergeben worden sei, lasse implizit den Schluss zu, dass Corona 
den Entscheid zur Kündigung zumindest mitbewirkt haben dürfte (Ziff. 2). Soweit 
ihm teilweise Arbeitsverweigerung sowie unangemessenes Verhalten zum Vor-
wurf gemacht werde, entbehre dies jeder Grundlage. Wäre dem so gewesen, 
hätte das Arbeitsverhältnis nicht 16 Jahre angedauert. Zudem könne die Arbeit-
geberin auch nicht frühere Verwarnungen bzw. Abmahnungen vorlegen. Die ers-
te Verwarnung sei ein Monat nach der unerwarteten Kündigung ergangen. Es 
verbiete sich ausserdem, seine ausführliche Berichterstattung zu ignorieren und 
einseitig auf die Belastungen der Arbeitgeberin abzustellen. Stünden sich Aussa-
ge gegen Aussage gegenüber und fehlten eindeutige Belege für die erhobenen 
Vorwürfe der Arbeitgeberin, lasse sich der Vorwurf der selbstverschuldeten Ar-
beitslosigkeit, mit welchem die Einstellungsverfügung begründet worden sei, 
nicht aufrechterhalten (Ziff. 3). Sowohl in der Arbeitgeberbescheinigung als auch 
im Fragebogen habe die Arbeitgeberin nur knappe Ausführungen gemacht. Die-

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se Angaben würden keine Beurteilung zulassen, wonach ihm die Kündigung als 
selbstverschuldet zuzusprechen wäre (vgl. Ziff. 4). 

3.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid erwog die Vorinstanz unter ande-
rem, der Versicherte habe zwar keinen schriftlichen Arbeitsvertrag mit seiner Ar-
beitgeberin abgeschlossen. Was hingegen die Jobbezeichnung angehe, bestehe 
zwischen den beiden Parteien offenbar Übereinstimmung. Der Versicherte sei als 
technisch-kaufmännischer Angestellter/Allrounder angestellt gewesen. Ein All-
rounder sei vielseitig einsetzbar und habe als Generalist anfallende Arbeiten aller 
Art zu erledigen. Deshalb würden auch die in der Einspracheschrift (Erw. 3.2) 
aufgezählten Arbeiten darunter fallen. Der Versicherte habe sich an die Weisun-
gen der Arbeitgeberin für Arbeiten im Betrieb zu halten. Es seien alle Arten von 
Anweisungen über das Verhalten am Arbeitsplatz zulässig, wenn sie betrieblich 
notwendig seien und keine unzumutbaren Forderungen an das Verhalten der ar-
beitnehmenden Person stellen würden. Der Versicherte bringe nichts vor, wes-
halb ihm die übertragenen Arbeiten unzumutbar gewesen sein sollen. Er verwei-
se lediglich darauf, dass er schliesslich technisch-kaufmännischer Angestellter 
sei. Er verkenne, dass offenbar zu seinem Jobprofil auch ein Anteil Allrounder-
Aufgaben gehöre (Ziff. 11). Zudem zeuge die Tonalität, welche der Versicherte 
gegenüber der Arbeitslosenkasse über seine Arbeitgeberin anschlage, gelinde 
gesagt nicht gerade von Souplesse und diplomatischem Verhalten (Ziff. 12). Der 
Versicherte habe der Arbeitslosenkasse im "Fragebogen für Arbeitnehmer" mit-
geteilt, er sei wiederholt schriftlich und mündlich mit Androhung der Kündigung 
verwarnt worden. Er habe somit gewusst, dass die Arbeitgeberin mit seiner Ar-
beitsleistung oder seinem Verhalten unzufrieden gewesen sei. In diesem Lichte 
erweise sich auch der Hinweis, die Entlassung sei "coronabedingt" gewesen, als 
reine Schutzbehauptung. Auch werde dadurch die Behauptung hinfällig, die Es-
kalation habe sich erst nach der Kündigung zugetragen (Ziff. 13). Ein Selbstver-
schulden des Versicherten sei aus diesen Gründen zu bejahen, wobei die ge-
samten Umstände bei der Bemessung des Verschuldens zu berücksichtigen sei-
en (Ziff. 15). 

3.4 Im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 15. Juni 2021 hält 
der Beschwerdeführer an den Vorbringen der Einsprache fest und konkretisiert 
sinngemäss, es dürfe nicht auf ein Fehlverhalten seinerseits mit Bezug auf die 
Kündigung geschlossen werden, weil er mit der Arbeitgeberin nach der Kündi-
gung in Streit geraten sei. Dieser Streit habe dann schliesslich zur Freistellung 
geführt (Ziff. 3.3). Dass es am 22. April 2020 zur Kündigung gekommen sei, habe 
seiner Ansicht nach nichts mit seinem Verhalten, indes viel mit den Pandemie 
bedingten neuen Problemen des Betriebs, aber auch damit zu tun, dass Ende 
2019 einer der wichtigen Firmenkunden die Zusammenarbeit aufgekündigt habe, 

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was zu einem erheblichen Auftragsrückgang geführt habe (Ziff. 5). Zu betonen 
gelte es, dass er als kaufmännisch-technischer Angestellter eingestellt worden 
sei. Die Bezeichnung Allrounder habe weder in der damaligen Stellenausschrei-
bung figuriert noch hätte sie dem schriftlichen Arbeitsvertrag entnommen werden 
können, so es diesen gegeben hätte. Das Image eines Allrounders hänge wohl 
damit zusammen, dass er sich immer wieder bereit gezeigt habe, mehr als nur 
das zu tun, was sein eigentliches Arbeitsfeld ausgemacht habe. Da er über eine 
private Werkstatt verfüge, habe er sich auch immer mal wieder bereit gezeigt, 
diese für betriebliche Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Als er hierzu nicht mehr 
bereit gewesen sei, sei der Vorwurf der Arbeitsverweigerung laut geworden (Ziff. 
6.1 f.). Er habe immer wieder um ein Zwischenzeugnis und einen schriftlichen 
Arbeitsvertrag gebeten, um eine verbindliche Festschreibung seiner Aufgaben zu 
erreichen (Ziff. 6.3). In Bezug auf die Kündigungsandrohungen, welche er im 
"Fragebogen für Arbeitnehmer" angekreuzt habe, habe er an bestimmte Bemer-
kungen seiner Vorgesetzten gedacht. Diese hätten oft zu Stimmungsschwankun-
gen geneigt und sich schwer getan mit Rückfragen zu Arbeitsanweisungen, wo-
bei sie dann jeweils gesagt hätten, wenn es ihm nicht passe, könne er ja gehen. 
U.a. aufgrund solcher Vorfälle könne eher von Mobbing ausgegangen werden 
(Ziff. 6.3). Dass nicht sein Verhalten für die Kündigung ursächlich gewesen sei, 
sondern wirtschaftliche Aspekte vorgelegen hätten, indiziere überdies der Um-
stand, dass seine Stelle über längere Zeit unbesetzt geblieben sei, wohl noch 
immer unbesetzt sei (Ziff. 6.6). Es gäbe keinerlei Belege für ein verwerfliches 
Verhalten. Es stehe vielmehr Aussage gegen Aussage. Die im Nachgang an die 
Kündigung ergangene Abmahnung, die Freistellung sowie das Hausverbot ver-
mögen kein für die ergangene Kündigung kausales Fehlverhalten zu belegen. 
Angesichts der aktuellen, dürftigen Beweislage ersuche er im Beweispunkt, es 
sei eine Parteibefragung anzuberaumen (Ziff. 7). 

4. Was den Kündigungsgrund betrifft, ist Nachfolgendes aktenkundig:

4.1 Der Beschwerdeführer nahm am 15. September 2004 seine Tätigkeit bei 
der C.________ AG auf. Gemäss Zwischenzeugnis vom 20. April 2020 als All-
rounder/technisch-kaufmännischer Angestellter (Bf-act. 5; gemäss Arbeitgeber-
bescheinigung als technisch-kaufmännischer Sachbearbeiter, Vi-act. 70 S. 171; 
Das Zeugnis vom 21.9.2020 nennt als Beruf technisch-kaufmännischer Ange-
stellter/Allrounder, Bf-act. 6). Ein schriftlicher Arbeitsvertrag besteht keiner, eben-
so wenig irgendwelche Notizen oder Beurteilungen aus der Zeit der Anstellung. 
Der Monatslohn betrug Fr. 7'800; im Jahr 2019 erhielt er eine Gratifikation von 
Fr. 10'000, 2020 anteilsmässig dieselbe (Vi-act. 70 S. 172; 50 S. 135).

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4.2 Am 20. April 2020 stellte die Arbeitgeberin ein Zwischenzeugnis aus. Die-
ses listete die Tätigkeiten des Beschwerdeführers auf (in den Bereichen Logistik, 
Reparaturen, Beschaffung und Aussendienst) und gelangte zur Beurteilung: 
"Herr A.________ hat bis heute seine Aufgabe zu unserer vollen Zufriedenheit 
gelöst. Wir kennen ihn als pflichtbewusste Person" (Bf-act. 5). Gemäss eigener 
Aussage zeigte sich der Beschwerdeführer damit nicht einverstanden, was sei-
nes Erachtens mit ein Grund war für die kurz darauf ausgesprochene Kündigung.

4.3 Im Kündigungsschreiben vom 22. April 2020 nannte die Arbeitgeberin kei-
nen Grund für die Kündigung; sie sei bereits mündlich begründet worden (Bf-act. 
7). 

4.4 Am 19. Mai 2020 wurde der Beschwerdeführer verwarnt aufgrund einer an 
jenem Tag gegenüber einem Geschäftsführer ausgesprochenen Drohung sowie 
einer Beleidigung und Beschimpfung einer Mitarbeiterin, mehrmaligen Arbeits-
verweigerungen und illoyalen Verhaltens gegenüber der Arbeitgeberin (Verwei-
gerung von Wissenstransfer). Für neuerliches Missverhalten wurde die fristlose 
Kündigung angedroht (Bf-act. 8).

4.5 Am 4. Juni 2020 wurde der Beschwerdeführer freigestellt und mit einem 
Hausverbot belegt (Bf-act. 9). Als Begründung wurde lediglich generell angeführt, 
aufgrund seines Verhaltens in der Geschäftsliegenschaft werde ein Hausverbot 
erteilt. 

4.6 Am 20. Juli 2020 stellte die Arbeitgeberin ein Zeugnis aus. Neben dem 
Tätigkeitsbeschrieb (analog Zwischenzeugnis) wurde ausgeführt: "Herr 
A.________ war ein pflichtbewusster und zuverlässiger Mitarbeiter. Sein Verhal-
ten im Umgang mit Vorgesetzten, MitarbeiterInnen und Kunden war freundlich 
und korrekt. Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er stets zu unserer Zufrie-
denheit. Leider sahen wir uns gezwungen das Arbeitsverhältnis mit Herrn 
A.________ im gegenseitigen Einverständnis aufzulösen" (Bf-act. 10).

4.7 Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung nannte der Beschwerdeführer am 
2. August 2020 wirtschaftliche Gründe für die Kündigung (Vi-act. 72 S. 175 ff.). 

4.8 Die Arbeitgeberin schrieb in der Arbeitgeberbescheinigung am 12. August 
2020 als Grund der Kündigung: "teilweise Arbeitsverweigerung + unangemesse-
nes Verhalten" (Vi-act. 70 S. 171 f.).  

4.9 Aufgrund des genannten Kündigungsgrundes unterbreitete die Vorinstanz 
der Arbeitgeberin zur Klärung einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit einen 

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"Fragebogen für Arbeitgeber", den diese am 26. August 2020 beantwortete (Vi-
act. 64 S. 157 ff.):

1. Welche konkreten Vorkommnisse (Vorfälle, Datum etc.) haben Sie zur Kündi-
gung veranlasst?
Keine Antwort

2. Wurden arbeitsvertragliche Pflichten nachweisbar verletzt; wenn ja, welche?
Keine Antwort

3. Ist diese Entlassung ausschliesslich auf Selbstverschulden des Arbeitnehmers 
zurückzuführen?
Keine Antwort

4. Wurde die genannte Person auf das beanstandete und zur Entlassung führende 
Verhalten vorher rechtzeitig aufmerksam gemacht (wenn schriftlich, bitte ent-
sprechende Kopien beilegen)?
Keine Antwort

5. Mangelte es der genannten Person, am Können/den Fähigkeiten, am Willen oder 
anderes?
Antwort: Anderes, an der Einstellung.

6. Wurde die Stelle der genannten Person wieder neu besetzt?
Antwort: Nein, noch offen.

7. Gibt es weitere für die Beurteilung wesentliche Bemerkungen (wenn zutreffend 
und in schriftlicher Form vorhanden, bitte in Kopie entsprechende Dokumente 
beilegen)?
Antwort: Verwarnung vom 19.5.2020 / Zwischenzeugnis vom 20.4.2020

4.10 Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung legte die Vorinstanz dem Be-
schwerdeführer die Antworten der Arbeitgeberin offen und ersuchte ihn, seiner-
seits Fragen zu beantworten und Stellung zu nehmen, da bei selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 1 - 60 Tagen 
drohe. Der Beschwerdeführer antwortete am 2. September 2020 mit dem ausge-
füllten Fragebogen sowie einem persönlichen Bericht über die Situation und ei-
nem - nicht versandten - Brief an die Arbeitgeberin (Vi-act. 60 S. 143 ff.). Die ihm 
unterbreiteten Fragen beantwortete er wie folgt:

1. Wurden Ihnen vor der Kündigung konkrete Vorkommnisse im Sinne einer Ver-
warnung vorgeworfen?
□ nein
■ ja, mündlich 
■ ja, schriftlich
■ wiederholt?
■ mit Androhung der Kündigung

2. Welche konkreten Vorkommnisse (Vorfälle, Datum etc.) haben schliesslich aus 
Ihrer Sicht zur Kündigung geführt?
Antwort: Siehe Beiblätter Seite 2 und 3 inkl. Markierung. Zudem wurde mir sei-
tens Firmenleitung vorgeworfen, dass ich zu teuer sei. Zudem Firmenleitung/ 
Vorgesetzte streitsüchtig infolge zeitweise psychischer Probleme und Alkoholein-
fluss. 

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3. Betrachten Sie die Entlassung als selbstverschuldet?
□ ja
■ nein
Begründung: Siehe Beilagen

4. Bitte nehmen Sie zu den Angaben des Arbeitgebers Stellung. Beschreiben Sie 
ihren eigenen Standpunkt möglichst genau, da dieser mit den arbeitgeberseitigen 
Angaben verglichen wird und gestützt darauf eine Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung von bis zu 60 Einstelltagen geprüft werden muss:
Antwort: Siehe Beiblätter Seite 2 und 3 Markierungen sowie siehe Frage 2. Ab 
Beginn der Coronakrise nahm das seit Jahren praktizierte Mobbing, Schikanieren 
und Provozieren stark zu.

5. Für den Fall, dass Sie bei einer eventuell fristlosen Entlassung das Vorliegen 
wichtiger Gründe bestreiten: Haben Sie rechtliche Schritte gegenüber dem Ar-
beitgeber unternommen?
□ ja, wo, wann?
■ nein

6. Gibt es weitere für die Beurteilung wesentliche Bemerkungen (wenn zutreffend, 
bitte in Kopie entsprechende Beweismittel beilegen)?
Antwort: Siehe Beilagen - ganzer Bericht.

7. Haben Sie bereits wieder eine neue Anstellung gefunden?
□ ja, wo und per wann?
■ nein

Im erwähnten dreiseitigen Bericht hat der Beschwerdeführer seine Sicht der Din-
ge dargelegt. Er bringt unter anderem sinngemäss vor, er habe mehrmals einen 
schriftlichen Arbeitsvertrag angefordert, damit die Kompetenzen und Aufgaben 
klar geregelt werden können. Dies sei ihm mehrmals verwehrt worden. Er habe 
mehrfach auf Missstände im Betrieb hingewiesen, woraufhin ihm jeweils die Türe 
vor der Nase zugeschlagen worden sei. Ausserdem bringt er an, während fünf 
Jahren versucht zu haben, ein Zwischenzeugnis zu erhalten. Im Mai 2020 sei 
ihm der Hausschlüssel entzogen sowie die Verbindung seines PCs zum Server 
unterbrochen worden, wodurch ihm die Arbeit absichtlich verunmöglicht worden 
sei. Auch die ihm zur Verfügung stehenden Telefone seien demontiert worden. 
Folglich habe er nicht mehr als technisch-kaufmännischer Angestellter arbeiten 
können. Dies sei ihm danach als Arbeitsverweigerung vorgeworfen worden. 
Während Jahren habe er für Service- und Montageeinsätze unentgeltlich sein 
privates Werkzeug zur Verfügung gestellt. Er habe sich bereit erklärt, wiederkeh-
rende kundenspezifische Anpassungen zu Hause in seiner privaten Werkstatt 
auszuführen. Als es im Frühling 2020 vermehrt zu verbalen Auseinandersetzun-
gen gekommen sei, habe er den Vorgesetzten erklärt, dass er seine private 
Werkstatt für diese Arbeiten künftig nicht mehr zur Verfügung stellen werde. Dies 
sei ihm mündlich im Nachhinein als Arbeitsverweigerung und Kündigungsgrund 
angegeben worden. Zudem habe er das über Jahre angesammelte Wissen aus 
seinen Arbeiten in die Firma eingebracht, was dieser neue Möglichkeiten gebo-

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ten habe. Nach erfolgter Kündigung sei er hierzu nicht mehr bereit gewesen, weil 
er während den 16 Jahren, die er in dieser Firma verbracht habe, auf Desinter-
esse und Ablehnung gestossen sei. Dies sei ihm dann als Verweigerung von 
Wissenstransfer vorgeworfen worden. Zudem mokiert er sich über die Personen 
der Geschäftsleitung und die Telefonistin, deren Fehler jeweils er habe ausbaden 
müssen (Vi-act. 60 S. 146 ff.). 

4.11 Am 21. September 2020 wurde ein neues Zeugnis ausgestellt. Der nun 
formulierte Aufgabenbeschrieb entspricht nicht den Vordokumenten. Erwähnt 
wird, dank des Einsatzes des Beschwerdeführers habe der Bereich Service und 
Reparaturen bedeutend ausgeweitet werden können. Er habe sodann seine Auf-
gaben pflichtbewusst, zuverlässig und mit grosser Initiative erledigt. Die von ihm 
durchgeführten Aussendienstarbeiten seien bei der Kundschaft stets auf grosse 
Zufriedenheit gestossen; sein Verhalten in der Firma wie gegenüber der Kund-
schaft sei stets freundlich, hilfsbereit und mitdenkend gewesen. Die ihm übertra-
genen Aufgaben habe er stets zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Als Kündi-
gungsgrund genannt wird eine Änderung der Geschäftspolitik (Bf-act. 6). 

5. Vorliegend gilt es zu prüfen, ob die Vorinstanz vor diesem Hintergrund zu 
Recht von einer teilweisen verschuldeten Arbeitslosigkeit ausging. Aus der Ver-
fügung erhellt, dass die Arbeitslosigkeit aufgrund der schriftlichen Verwarnung 
vom 19. Mai 2020 sowie der Freistellungserklärung mit Hausverbot vom 4. Juni 
2020 als teilweise selbstverschuldet zu gelten habe. Im Einspracheentscheid 
vom 14. Mai 2021 wird u.a. als Grund für eine teilweise Selbstverschuldung vor-
gebracht, der Beschwerdeführer habe im "Fragebogen für Arbeitnehmer" mitge-
teilt, er sei wiederholt schriftlich und mündlich mit Androhungen der Kündigung 
verwarnt worden. 

Von einer zu sanktionierenden (teilweisen) selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit 
ist nur dann auszugehen, wenn dem Beschwerdeführer vorsätzliches bzw. min-
destens eventualvorsätzliches Verhalten vorgeworfen werden kann und dieses 
Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststeht (vgl. oben Erw. 2). 

5.1 In beweismässiger Hinsicht ist erstellt, dass die Arbeitgeberin im Kündi-
gungsschreiben keinen Grund für die Kündigung angegeben hat. Im Rahmen der 
Arbeitgeberbescheinigung nannte sie "teilweise Arbeitsverweigerung + unange-
messenes Verhalten". In den zwei Zeugnissen vom 20. Juli 2020 sowie vom 
21. September 2020 wurden unterschiedliche Gründe für die Kündigung vorge-
bracht (gegenseitiges Einvernehmen resp. Änderung der Geschäftspolitik), indes 
keiner, der auf ein Verschulden des Beschwerdeführers hindeuten würde. 

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Ein Arbeitszeugnis muss wahr, vollständig und schonend sein. Eine Möglichkeit 
etwas Negatives anzudeuten, ohne dies beim Namen nennen zu müssen, ist, 
etwas bewusst wegzulassen (Geiser/Müller/Pärli, Arbeitsrecht in der Schweiz, 
4. Aufl., Bern 2019, Rz. 696 f.). Aus dem Grundsatz der Wahrheit folgt, dass das 
Vollzeugnis zur Art, Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie Leistungen und Ver-
halten Auskunft geben muss (Portmann/von Kaenel, Fachhandbuch Arbeitsrecht, 
Zürich/Basel/Genf 2018, Rz. 9.46, mit Hinweis auf BGE 129 III 177 Erw. 3.2, 
S. 180).

Der Grund für die Kündigung in den Zeugnissen sowie die Aussagen des Be-
schwerdeführers decken sich offensichtlich nicht mit dem in der Arbeitgeberbe-
scheinigung angegebenen Grund. Grundsätzlich muss ein Zeugnis wahr sein. 
Und auch wenn berücksichtigt wird, dass es auch wohlwollend formuliert sein 
muss, bleibt unverständlich, dass die Zeugnisse derart positiv formuliert sind, 
sollte der Beschwerdeführer tatsächlich Arbeit verweigert und sich schlecht ver-
halten haben. Der Wahrheit hätte diesfalls mit Schweigen genüge getan werden 
können. Diese Ungereimtheiten bringen erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit 
der Äusserungen der Arbeitgeberin mit sich. 

5.2 Auffallend ist sodann, dass aus dem Fragebogen für die Arbeitgeberin und 
aus den Unterlagen praktisch nichts zur Erhellung des Sachverhalts zu gewinnen 
ist. Trotz expliziter Aufforderung nennt sie keine Vorkommnisse, welche zur Kün-
digung geführt haben. Sie bringt auch nicht vor, den Beschwerdeführer mehrmals 
verwarnt zu haben, ihn zu besserer Leistung oder angemessenem Verhalten an-
gehalten zu haben. Sie nennt schlicht kein dem Beschwerdeführer vorgeworfe-
nes Verhalten, das sie zur Kündigung motiviert habe. 

Wie der Beschwerdeführer zu Recht feststellt, können weder die Verwarnung 
vom 19. Mai 2020 (Bf-act. 8) noch die Freistellung inkl. Hausverbot (Bf-act. 9) 
Gründe für die Kündigung darstellen, da sie nach der Kündigung erfolgten (vgl. 
Bf-act. 8 und 9). Kommt hinzu, dass auch diese selbst höchstens rudimentär be-
gründet sind und dadurch auch keine Hinweise auf ein Missverhalten des Be-
schwerdeführers in der Zeit vor der Kündigung zulassen. 

5.3  Die Arbeitgeberin beantwortete einerseits im Rahmen des "Fragebogens 
für Arbeitgeber" die Frage, ob konkrete Vorkommnisse bestanden hätten, welche 
sie zur Kündigung veranlasst hätten, nicht, und andererseits blieb sie eine Ant-
wort in Bezug auf die Frage eines Selbstverschuldens des Arbeitnehmers schul-
dig. Ebenfalls keine Aussage traf die Arbeitgeberin in Bezug auf die Frage, ob 
der Arbeitnehmer arbeitsvertragliche Pflichten verletzt habe. Auch wurden weder 
Mitarbeitergespräche vorgebracht, welche aufzeigen würden, dass die Arbeitge-
berin mit der Arbeitsweise oder dem Verhalten des Beschwerdeführers unzufrie-

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den gewesen wäre, noch bringt sie auf eine andere Weise vor, weshalb von ei-
nem Selbstverschulden auszugehen sei. 

Unbeantwortet liess die Arbeitgeberin auch die Frage nach Verwarnungen; mithin 
bleibt unklar, ob sie den Beschwerdeführer im Verlaufe der doch langen 16jähri-
gen Anstellung irgendwann einmal abmahnen und ob sie ihm vor erfolgter Kün-
digung diese einmal androhen musste. Demgegenüber kreuzte der Beschwerde-
führer in seinem "Fragebogen für Arbeitnehmer" an, er sei mündlich und schrift-
lich verwarnt worden und es sei auch die Kündigung angedroht worden. In der 
Beschwerdeschrift begründet er diese Antwort sinngemäss dahingehend, er ha-
be damit diejenigen Verhalten seiner Vorgesetzten gemeint, welche als Trotzre-
aktion infolge Nennung von Missständen im Betrieb erfolgt seien, nämlich in der 
Art 'wenn es Ihnen nicht passt, können Sie ja gehen'. An solche Reaktionen habe 
er gedacht, als er von sich aus von Kündigungsandrohungen gesprochen habe. 
Ob es sich dabei um eine reine Schutzbehauptung handelt, kann offen bleiben. 
Tatsache ist, dass die Arbeitgeberin selber weder Verwarnungen noch Kündi-
gungsandrohungen nennt und auch keine Vorkommnisse aufführt, welche zu 
solchen geführt haben könnten. 

Die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte lange Anstellungsdauer schliesst 
eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit nicht aus. Auch nach langer Anstellung 
kann ein Angestellter plötzlich ungenügende Leistungen erbringen oder schlech-
tes Verhalten zeigen. Anzeichen hierzu fehlen vorliegend allerdings. Im Gegenteil 
erhielt der Beschwerdeführer sowohl 2019 als auch 2020 eine nicht unbedeuten-
de Gratifikation, was an einer Unzufriedenheit der Arbeitgeberin zweifeln lässt. 

5.4 Selbst, wenn dem Beschwerdeführer mehrfach schriftlich und mündlich die 
Kündigung angedroht worden wäre, wie dies der Beschwerdeführer (offenbar 
missverständlich) angegeben hat, was von der Arbeitgeberin hingegen nirgends 
bestätigt wurde, weder mit Aussagen noch mit Belegen, würde dies nicht genü-
gen, um eine Sanktion wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit zu verfügen. 
Vielmehr verlangt die Einstellung nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV eine vorsätzliche 
Tatbegehung, d.h. es muss ihm aufgrund eines sicher nachgewiesenen Verhal-
tens mindestens eine eventualvorsätzliche, selbstverschuldete Arbeitslosigkeit 
vorgeworfen werden können. Eine solche Tatbegehung liegt vor, wenn der Versi-
cherte den Eintritt der als möglich erkannten Arbeitslosigkeit ernst nimmt, mit ihr 
rechnet und sich mit ihr abfindet (BGE 138 V 74 Erw. 8.4.1). 

Zur Voraussetzung des (Eventual-)Vorsatzes äussert sich die Vorinstanz nicht, 
weshalb unklar bleibt, ob sie diese geprüft hat. 

Vorliegend bestehen schon gar keine Hinweise für ein Verhalten, mit welchem 
der Beschwerdeführer eine Kündigung in Kauf genommen haben könnte. Aus 

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den Akten erhellt nichts, was dem Beschwerdeführer hätte vorgeworfen werden 
können. Es bestehen auch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sich der Be-
schwerdeführer bewusst war, durch sein Verhalten drohe eine Kündigung. Wie 
bereits erwähnt, erfolgten gemäss Akten weder Mitarbeitergespräche, im Rah-
men welcher solche Verhaltensanomalien hätten vorgebracht werden können, 
noch sind Mahnungen oder dergleichen vor der erfolgten Kündigung aktenkun-
dig. Die Mahnung und Freistellung erfolgten erst nach der ordentlichen Kündi-
gung. Zudem brachte die Arbeitgeberin nicht vor, der Beschwerdeführer sei sich 
seines unangemessenen Verhaltens bzw. seiner teilweisen Arbeitsverweigerung 
bewusst gewesen, wodurch er eine Kündigung mindestens in Kauf genommen 
habe. Dies aber wäre Voraussetzung, um von einer (eventual-)vorsätzlichen 
(teilweise) selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit auszugehen. 

6. Zusammenfassend kann dem Beschwerdeführer daher nicht vorgeworfen 
werden, er habe vorsätzlich (eventualvorsätzlich) zu seiner Kündigung beigetra-
gen (wie dies Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO verlangt; vgl. 
Erw. 2.3). Weder ist ein dem Beschwerdeführer vorwerfbares Verhalten (im Sin-
ne schlechter Arbeitsleistung oder unangemessenem Verhalten) sicher nachge-
wiesen, noch kann ihm vorgeworfen werden, er hätte durch sein Verhalten die 
Kündigung mindestens in Kauf genommen. Damit aber fehlt es an den Voraus-
setzungen, um den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG 
i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in der Anspruchsberechtigung einzustellen. Folg-
lich erweist sich die Beschwerde als berechtigt, weshalb sie gutzuheissen ist. 

7. Diesem Ergebnis entsprechend hat der beanwaltete Beschwerdeführer zu 
Lasten der Vorinstanz Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). In Beachtung des kantonalen Gebührentarifs 
für Rechtsanwälte vom 27. Januar 1975 (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für 
das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebühren-
tarifs enthaltenen Kriterien, wird die Parteientschädigung in Ausübung des 
pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 1'500.-- (inkl. MwSt und Barauslagen) festge-
legt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügung Nr. 610 vom 
16. September 2020 und der Einspracheentscheid Nr. 34/2021 vom 
14. Mai 2021 aufgehoben. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'500.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. August 2021