# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa58b241-31aa-57c9-937d-3191cf436de5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-11-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.11.2008 UV 2008/20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-20_2008-11-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/20

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 17.11.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 17.11.2008
ATSG Art. 16, UVG Art. 18: Psychische Störung als nicht adäquat kausal zum 
Unfallereignis erachtet, nachdem die schwere Handverletzung erfreulich 
geheilt war und der Beschwerdeführer nach sechs Monaten wieder voll 
arbeitsfähig wurde, ohne dass damals schon psychische Probleme 
aktenkundig waren. Invalideneinkommensberechnung ist nicht willkürlich 
erfolgt. Die langjährige Berufserfahrung als Aussendienstmitarbeiter nach 
Lehre als Möbelschreiner ist in der LSE-Tabelle zu berücksichtigen, weshalb 
auf den Durchschnittswert der Niveaus 1+2 und 3 abgestellt werden kann 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. 
November 2008, UV 2008/20). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_77/2009.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Philia Roth 

Entscheid vom 17. November 2008

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Koller, Landstrasse 4, 9606 Bütschwil,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach, 

9001 St. Gallen,

betreffend

Invalidenrente

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1951 geborene A.___ war seit dem 1. Juli 1988 als Aussendienstmitarbeiter 

bei der B.___ tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 30. Juni 

2000 zog er sich zu Hause eine gravierende Fräsenverletzung der linken Hand zu. In 

der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen wurde eine 

schwere Kreissägenverletzung der linken Hand mit Amputation des Ringfingers knapp 

unterhalb des Mittelgelenks und Durchtrennung aller beugeseitigen Strukturen des 

Mittelfingers sowie Beugesehnenverletzung des Zeigefingers diagnostiziert (UV act. 3). 

Der Heilverlauf war erfreulich und bereits ab dem 3. Oktober 2000 bestand wieder eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit (UV act. 10), ab dem 29. November 2000 eine solche von 75% 

(UV act. 12) und ab dem 1. Januar 2001 konnte der Versicherte seine Arbeit wieder voll 

aufnehmen (UV act. 20). Die Suva erbrachte die Versicherungsleistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld). Mit Verfügung vom 11. August 2001 schloss die Suva 

den Schadenfall unter Ausrichtung einer Integritätsentschädigung von 20% ab, weil 

weitere Behandlungen keine wesentlichen Besserungen der Folgen des Unfalls vom 

30. Juni 2000 erwarten liessen und eine bleibende funktionelle Beeinträchtigung vorlag 

(UV act. 31). Diese Verfügung ist in Rechtskraft erwachsen.

A.b   Am 20. Oktober 2005 meldete der Versicherte der Suva, dass er seine Stelle als 

Aussendienstmitarbeiter verloren habe. Er beantragte die Prüfung eines 

Rentenanspruchs, weil er gerne in seinen ursprünglichen Beruf als Möbelschreiner 

zurückkehren möchte, durch seine Handverletzung aber nur beschränkt 

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vermittlungsfähig sei. Dabei erklärte er, dass er seit kurzem in psychiatrischer 

Behandlung bei Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychologie FMH, sei. 

Er brauche die Gesprächsbegleitung wegen des Umsatzdrucks, den er im Geschäft 

schon seit längerer Zeit habe (UV act. 39). Dr. C.___ gab im Arztbericht 10. März 2006 

zu Handen der IV-Stelle an, dass der Versicherte durch das Ausmass seiner Arbeit in 

eine Depression und ein Burn Out geraten sei (UV act. 74). Dr. med. D.___, Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, Chefarzt Klinik E.___, behandelte den Beschwerdeführer ab 

dem 9. Mai 2006. Er diagnostizierte in seinem Bericht vom 18. Juni 2007 eine 

Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt nach Verlust der Arbeitsstelle. 

Es sei offensichtlich zu einer Reaktivierung der posttraumatischen Belastungsstörung 

gekommen. Gleichzeitig bestehe beim Versicherten offensichtlich eine familiäre 

Belastung bezüglich der depressiven Störung (UV act. 77 S. 3). Die Suva liess in der 

Folge ein Aktengutachten durch den Versicherungspsychiatrischen Dienst Wetzikon, 

Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Psychosomatische 

und Psychosoziale Medizin APPM, erstellen. Dr. F.___ kam zum Schluss, dass sich die 

Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht begründen lasse. Auf der 

Basis dieser Diagnose sei ein Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 30. Juni 2006 

ausgeschlossen. Die Frage des Kausalzusammenhangs im Bezug auf eine allfällige 

andere psychiatrische Störung (differentialdiagnostisch in erste Linie ein ängstlich-

depressives Syndrom) müsse er offen lassen (UV act. 83 S. 4). Kreisarzt Dr. med. G.___ 

bestätigte in seiner Untersuchung vom 9. Oktober 2007 die bereits in der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Juni 2006 festgestellten Einschränkungen der 

linken Hand. Dem Versicherten seien das grobe Zugreifen und das längere Halten von 

schweren Gegenständen mit der linken Hand nicht mehr zumutbar. Die Feinarbeit sei 

stark eingeschränkt. Das Bedienen von Tastaturen mit den Fingern III und V sei 

ebenfalls eingeschränkt. Kälteexpositionen sollten vermieden werden. Stützfunktionen 

seien ebenfalls eingeschränkt. Unter Berücksichtigung dieser Behinderung wäre dem 

Versicherten ein ganztätiger Arbeitseinsatz zuzumuten (UV act. 92 S. 3).

B.      

Mit Verfügung vom 9. November 2007 eröffnete die Suva dem Versicherten, für die 

verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 30. Juni 2000 stehe ihm ab 1. 

Februar 2006 eine Invalidenrente auf Grund eines IV-Grades von 27% zu. Der adäquate 

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Kausalzusammenhang zwischen den psychogenen Störungen und dem erlittenen 

Ereignis wurde verneint, weshalb eine Leistungspflicht diesbezüglich abgelehnt wurde 

(UV act. 101). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 12. Dezember 

2007 (UV act. 102) hiess die Suva mit Entscheid vom 23. Januar 2008 teilweise gut. Der 

Leidensabzug wurde von 5 auf 20% erhöht und entsprechend die Rente auf der 

Grundlage eines Invaliditätsgrades von 38% neu festgelegt. Im Übrigen wies sie die 

Einsprache ab (UV act. 106).

C.        

C.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Koller, 

Bütschwil, eingereichte Beschwerde vom 25. Februar 2008 mit den Anträgen, der 

Entscheid vom 23. Januar 2008 sei aufzuheben und es sei eine volle, mindestens aber 

eine 62%ige Erwerbsunfähigkeit des Beschwerdeführers festzustellen. Eventuell sei die 

Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Suva zurückzuweisen – unter Kosten und 

Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führt er aus, dass die psychogenen Störungen 

des Beschwerdeführers von der Beschwerdegegnerin zu wenig ernsthaft abgeklärt 

worden seien. Das Gutachten von Dr. F.___ genüge dazu nicht, weil dieser den 

Beschwerdeführer nicht untersucht habe. Damit liege keine umfassende Beurteilung 

vor. Wie Dr. D.___ festgestellt habe, leide der Beschwerdeführer an einer 

Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt nach dem Verlust der 

Arbeitsstelle. Dazu sei es offensichtlich zur Reaktivierung der posttraumatischen 

Belastungsstörung gekommen. Diese sei aber eine klare Folge des Unfalles vom 30. 

Juni 2006. Nebst dem natürlichen Kausalzusammenhang sei auch der adäquate 

Kausalzusammenhang gegeben. Der Unfall vom 30. Juni 2000 stelle ein dramatisches 

Ereignis dar und die Verletzung sei sehr schwerwiegend und dauerhaft. Bei der 

Dauerhaftigkeit der Verletzung und deren Auswirkungen gehöre es durchaus zum 

normalen Lauf der Dinge, dass psychogene Störungen auftreten und die 

Erwerbsfähigkeit des Betroffenen erheblich vermindern könnten. Schliesslich seien der 

Grad und die Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gegeben. Weiter 

bestreitet der Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin eine 

Zumutbarkeitsbeurteilung vorgenommen habe, welche zum Vergleich des Validen- und 

Invalideneinkommens erforderlich sei. Weder sei der Beschwerdeführer von Dr. F.___ 

noch von der Rehaklinik Bellikon untersucht worden, weshalb weitere Abklärungen im 

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Rahmen des Verzahnungsprogramms zwischen der Suva, den IV-Behörden etc. 

durchzuführen seien. Das Valideneinkommen werde nicht beanstandet, hingegen sei 

das dem Beschwerdeführer zugemutete Invalideneinkommen von Fr. 84'481.90 

eindeutig zu hoch. Der Rechtsvertreter führt dazu aus, dass die Zuordnung zum 

Anforderungsniveau 1+2 willkürlich erfolgt sei und den Fähigkeiten des 

Beschwerdeführers nicht entspräche, welcher Möbelschreiner gelernt habe und über 

keine weitere Ausbildung verfüge. Die gesundheitliche Beeinträchtigung und der 

Ausbildungsstand des Beschwerdeführers liessen einzig die Zuordnung zum 

Anforderungsniveau 4, allerhöchstens zum Niveau 3 zu. Daraus resultiere ein 

Jahreslohn unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung von 1% von Fr. 

55'882.15. Nach Abzug des gerechtfertigten Leidensabzug von 20% ergebe sich ein zu 

berücksichtigendes Invalideneinkommen von Fr. 41'874.10. Die Gegenüberstellung 

zum Valideneinkommen von Fr. 109'083.-- ergebe eine Erwerbseinbusse von 

aufgerundet 62%.

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. U. Glaus, St. Gallen, Abweisung der Beschwerde. 

Sie begründet dies damit, dass die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf 

und gegenwärtigen Status ergeben, weshalb sich Dr. F.___ gesamthaft ein lückenloses 

Bild habe machen können. Somit sei er auch in der Lage gewesen, die sich stellenden 

Beweis- und Kausalitätsfragen zuverlässig zu beantworten. Weil eine posttraumatische 

Belastungsstörung nach dem Unfall nie diagnostiziert worden sei, könne auch nicht 

eine Reaktivierung derselben stattgefunden haben. Schliesslich seien die gemäss 

ICD-10 erforderlichen Kriterien zur Diagnostizierung dieser Krankheit nicht erfüllt. Dr. 

F.___ habe festgestellt, dass ein teilkausaler Bezug der Depression bzw. 

Anpassungsstörung mit der im Jahr 2000 zugezogenen Handverletzung möglich oder 

wahrscheinlich sei. Damit werde aber das im Sozialversicherungsrecht geltende 

Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gerade nicht erfüllt. Auch der 

adäquate Kausalzusammenhang könne nicht bejaht werden. Dem Unfall könne zwar 

eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden, eine besondere 

Eindrücklichkeit vermöge er jedoch nicht zu begründen. Nachdem der 

Beschwerdeführer bereits nach drei (richtig sechs) Monaten wieder voll arbeitsfähig 

gewesen sei, sei auch das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt. Auch die geltend gemachte Schwere der Verletzung 

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vermöge keinen adäquaten Kausalzusammenhang zu begründen, wie der Vergleich mit 

der Rechtsprechung zeige. Was die Rüge der fehlenden Zumutbarkeitsbeurteilung 

betreffe, sei eine solche durch Dr. G.___ in seiner Beurteilung vom 9. Oktober 2007 

vorgenommen worden. In Anbetracht der beruflichen Vergangenheit des 

Beschwerdeführers, welcher den grössten Teil seines Erwerbslebens nicht in seinem 

erlernten Beruf tätig gewesen sei, sei es durchaus sachgerecht, auf einen 

Durchschnittslohn im Dienstleistungs- und Produktionssektor abzustellen. Schliesslich 

sei der Durchschnittswert für den anrechenbaren Invalidenlohn von Fr. 6'636.-- aus 

dem Durchschnitt der Anforderungsniveaus 1+2 (Fr. 7'722.--) und 3 (Fr. 5'550.-) 

ermittelt worden.

C.c   In der Replik vom 16. Juni 2008 hält der Beschwerdeführer an seinem Standpunkt 

fest. Auf die Ausführungen wird – soweit entscheidrelevant – in den Erwägungen 

eingegangen.

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 18. Juni 2008 auf die 

Einreichung einer Duplik.

Erwägungen:

1.       

Streitig ist vorliegend der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

psychischen Beschwerden und dem Unfall vom 30. Juni 2000. Sodann ist zu prüfen, 

ob die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers von 38% 

richtig bemessen hat. Unbestritten ist der Beginn der Rentenausrichtung auf den 1. 

Februar 2006.

2.         

2.1    Gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts kann ein nach einem versicherten 

Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, wenn und 

soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von jenem Unfall 

herrührt (natürliche Kausalität; BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

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Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 E. 1, BGE 118 V 289 E. 1b, je mit 

Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall 

adäquat-kausal zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, 

sondern die objektive Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist 

(SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein 

Ereignis geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere 

Ursachen vernünftigerweise nicht zu denken ist (BGE 117 V 359 und 112 V 30). 

Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a). Nicht jeder 

natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher Hinsicht adäquat. Der 

adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum naturwissenschaftlichen 

Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität übernommen wurde, aber der 

Einschränkung bedarf, um für die rechtliche Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine 

vernünftige Begrenzung der Haftung zu ermöglichen (BGE 122 V 415 E. 2c und 123 III 

110 E. 3a). Die Beschwerdegegnerin hat die Bestimmungen über die 

Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten nach der 

Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.4) sowie den 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 UVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird 

verwiesen.

3.       

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die psychischen Beschwerden in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 30. Juni 2000 

stünden.

3.1    Die Beschwerdegegnerin liess zu dieser Frage ein Aktengutachten durch Dr. 

F.___ erstellen, welches vom Beschwerdeführer als nicht beweistauglich angesehen 

wird. Gemäss dem Bundesgericht kann auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zugemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte 

Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

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auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr 

besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3 b/ee).

3.2    Solche Umstände sind hier nicht ersichtlich. Dr. F.___ hat mit Verweis auf die 

international anerkannte Klassifizierung von psychiatrischen Beschwerden ICD-10 die 

von Dr. D.___ erhobene Diagnose der Reaktivierung einer posttraumatischen 

Belastungsstörung überprüft. Zu Recht hat er festgehalten, dass Dr. D.___ seine 

Diagnose nicht begründet habe und auch aus der Schilderung der psychischen 

Probleme des Beschwerdeführers eine solche Diagnose nicht nachvollziehbar sei. Der 

implizite Hinweis auf Albträume zwei Jahre nach dem Unfall genügt gemäss den 

überzeugenden und nachvollziehbaren Ausführungen von Dr. F.___ gerade nicht, um 

die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung zu stellen. Diese müsste 

innerhalb von sechs Monaten nach einem aussergewöhnlichen Trauma festgestellt 

werden, wenn zugleich eine typische, diagnostisch nicht anders erklärbare 

Psychopathologie vorliegen würde (UV act. 83). Aus den medizinischen Akten ist bis 

zum Abschluss der Taggeldleistungen auf den 30. Juni 2001, also auch über die 

massgebende Zeitspanne hinaus, kein Hinweis auf psychische Probleme zu finden. 

Damit ist nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer durch das 

Unfallereignis eine posttraumatische Belastungsstörung erlitten hat, welche mehrere 

Jahre später hätte reaktiviert werden können.

3.3    Was die übrigen psychischen Beschwerden betrifft, geht Dr. F.___ gestützt auf 

die Aktenlage davon aus, dass die Verstümmelung der linken Hand dem 

Selbstbewusstsein des Versicherten abträglich gewesen sei. Dies habe nebst anderem 

dazu beigetragen, dass sich im Verlauf seit 2005 eine Depression (Dr. C.___) bzw. eine 

ängstlich-depressive Anpassungsstörung (Dr. D.___) habe etablieren können. Insofern 

sei ein teilkausaler Bezug der Depression bzw. der Anpassungsstörung mit der 2000 

zugezogenen Handverletzung möglich oder wahrscheinlich (UV act. 83 S. 4). Beim 

Beschwerdeführer ist aus der Familienanamnese gemäss Bericht von Dr. D.___ eine 

familiäre Belastung (konstitutionelle Prädisposition) hinsichtlich psychischer 

Beschwerden bekannt (UV act. 77). Diese ist in der Beurteilung eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den aktuellen psychischen 

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Beschwerden zu berücksichtigen. In Dr. F.___s Beurteilung wurde eingehend auf den 

Bericht von Dr. D.___ eingegangen, weshalb die konstitutionelle Prädisposition auch in 

der Einschätzung von Dr. F.___ Berücksichtigung fand. Dennoch erachtet er die 

Kausalität zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall vom 20. Juni 2000 

lediglich als möglich oder wahrscheinlich. Damit aber ist der natürliche 

Kausalzusammenhang nicht im erforderlichen Mass der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erwiesen. Selbst wenn ein natürlich kausaler Zusammenhang 

nachgewiesen wäre, würde es an der für einen Leistungsanspruch ebenfalls 

erforderlichen – vgl. vorne Erw. 2.1 – adäquaten Kausalität zum Unfallereignis fehlen, 

wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen werden.

4.       

Bei der Beurteilung der Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. Erw. 

6, bestätigt unter anderem in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) vom Unfallereignis 

auszugehen. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGE 115 V 133) besteht 

dabei ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem 

Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach 

ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in 

banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und in einen 

dazwischen liegenden mittleren Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen 

Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den 

psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil 

auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden darf, dass ein 

solcher Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen 

Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in 

der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

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Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen. Mithin können auch Unfälle, die im 

Volksmund als schwer bezeichnet werden, keine der Rechtsprechung zur 

obligatorischen Unfallversicherung entsprechende Schwere aufweisen. Bei Unfällen im 

mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter 

Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv fassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen (BGE 115 V 133 Erw. 6a-c).

4.1    Der Beschwerdeführers schnitt sich beim Holzschneiden mit einer Kapp-

Handfräse in die linke Hand (UV act. 1), wobei er schwere Verletzungen erlitt 

(Amputation des Ringfingers knapp unterhalb des Mittelgelenks und Durchtrennung 

aller beugeseitigen Strukturen am Mittelfinger sowie Beugesehnenverletzung des 

Zeigefingers; UV act. 3). Ein solcher Unfall ist – entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers – dem Bereich der mittelschweren Ereignisse zuzuordnen (vgl. zur 

Kasuistik insbesondere bei Handverletzungen: Urteil des Bundesgerichts vom 18. 

Oktober 2006 i/S. S. [U 19/06] E. 3 mit Hinweisen). Das Vorliegen des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ist demnach – wie gesagt – auf Grund weiterer, objektiv 

fassbarer Umstände in einer Gesamtwürdigung zu prüfen. Dabei ist es für die Bejahung 

der adäquaten Kausalität bei einem mittelschweren Fall, welcher weder im 

Grenzbereich zu den leichten noch im Grenzbereich zu den schweren Fällen liegt, 

erforderlich, dass ein einzelnes der von der Rechtsprechung herausgearbeiteten 

unfallbezogenen Kriterien (BGE 115 V 133 E. 6c/aa) in besonders ausgeprägter Weise 

erfüllt ist oder mehrere dieser Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben 

sind. Als wichtigste Kriterien sind dabei zu nennen

-   besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls;

-   die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;

-   ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;

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-   körperliche Dauerschmerzen;

-   ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;

-   schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;

-  Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

4.1.1             Das Bundesgericht hat das unfallbezogene Kriterium der besonderen 

Eindrücklichkeit in RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428 bei einer Totalamputation der Finger 

III-V bejaht, als der Versicherte beim Schneiden von Holz mit den Fingern unter das 

laufende Fräsband kam. Über den genauen Vorgang der Kreissägenverletzung des 

Beschwerdeführers ist nichts bekannt. Der Beschwerdeführer erlitt an einem Finger 

eine Amputationsverletzung und damit die Verstümmelung eines Körperteils. Die 

ebenfalls von der Verletzung betroffenen Zeige- und Mittelfinger blieben erhalten. Eine 

gewisse Eindrücklichkeit kann einer Amputationsverletzung grundsätzlich nicht 

abgesprochen werden. Besonders dramatische Begleitumstände werden nicht geltend 

gemacht. Das Kriterium ist deshalb erfüllt, wenn auch nicht in besonderem Ausmass.

4.1.2             Das Kriterium der Schwere oder besondere Art der Verletzung, 

insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen, hat das Bundesgericht in einem Fall verneint, wo der Versicherte beim 

Holzfräsen eine subtotale Abtrennung des Daumens und Mittelfingers sowie eine 

Beugesehnenverletzung am Zeigefinger erlitt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. 

Oktober 2006 i/S. S. [U 19/06]). Schwere Handverletzungen stellen erfahrungsgemäss 

für manuell tätige Versicherte oft eine besondere Art der Verletzung dar, weil damit 

jenes Organ betroffen ist, welches die berufliche Tätigkeit und Entfaltung erst 

ermöglicht (RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428). Die Handverletzung hier führte zu einer 

Amputation des Ringfingers sowie zu einer bleibenden Funktionseinschränkung der 

Langfinger auf Grund der Beugesehnenverletzungen. Die Einsetzbarkeit der linken 

Hand ist deshalb stark beeinträchtigt. Die erlittenen Verletzungen waren aber nicht 

direkt lebensbedrohend oder existenzvernichtend. Sechs Monate nach dem Unfall 

konnte der Beschwerdeführer seine Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter wieder 

vollumfänglich aufnehmen. Aus den Akten ergibt sich kein Hinweis, dass der 

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Beschwerdeführer diese Handverletzung im Sinne einer psychischen Fehlentwicklung 

nicht verarbeiten konnte. Unter Berücksichtigung aller Umstände muss deshalb das 

Adäquanzkriterium der Schwere oder besonderen Art der Verletzung verneint werden.

4.1.3             Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung liegt nicht vor. 

Die ursprüngliche Behandlung konnte bereits nach einem Jahr gestützt auf die 

kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 27. Juni 2001 mit Verfügung vom 11. 

August 2001 rechtskräftig abgeschlossen werden (UV act. 29, 31).

4.1.4             Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert hätte, sind nirgends auszumachen.

4.1.5             Körperliche Dauerschmerzen sind nicht ausgewiesen, der 

Beschwerdeführer verspürt lediglich am Ringfingerstumpf hin und wieder 

Phantombeschwerden (UV act. 29, 92).

4.1.6             Der Kreisarzt ging in seiner Beurteilung vom 27. Juni 2001 von einem 

günstigen Verlauf aus. Erwartungsgemäss sei die Heilung am Mittelfinger am meisten 

verzögert gewesen, weil nach der subtotalen Amputation und subtotalen 

Durchtrennung des Profundus und Läsion beider Gefäss-Nervenbündel der Finger 

wieder ganz habe angenäht werden müssen. Dabei sei die Rekonstruktion von ulnarem 

Gefäss und Nerven nicht möglich gewesen, hingegen eine Anastomisierung des 

radialseitigen Gefäss-Nervenbündels. Funktionelle Einbussen an Zeige- und 

Mittelfinger seien bleibend vorhanden sowie eine Kälteempfindlichkeit am 

Ringfingerstumpf (UV act. 29). Komplikationen traten nicht auf. Damit ist das Kriterium 

des schwierigen Heilungsverlaufs bei dieser Entwicklung nicht erfüllt.

4.1.7             Was das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit betrifft, so konnte der Beschwerdeführer seine Tätigkeit bereits drei 

Monaten nach dem Unfall wieder zu 50% aufnehmen. Ab dem 23. November war er 

wieder zu 75% und ab dem 1. Januar 2001 – somit sechs Monate nach dem Unfall – 

wieder zu 100% im Aussendienst tätig (UV act. 12, 20). Damit ist 

rechtsprechungsgemäss das Kriterium nicht erfüllt (vgl. Kasuistik in RKUV 2001 Nr. U 

442 S. 544).

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4.2    Zusammenfassend ist weder ein Beurteilungskriterium in besonders ausgeprägter 

Weise erfüllt noch sind mehrere der massgebenden Kriterien erfüllt. Demnach hat die 

Beschwerdegegnerin den adäquaten Kausalzusammenhang für die psychischen 

Beschwerden, welche nach der Kündigung im Oktober 2005 aufgetreten sind, zu Recht 

verneint.

5.       

Der Beschwerdeführer macht nun geltend, im Rahmen der Invaliditätsbemessung sei 

nicht abgeklärt worden, welche Tätigkeiten ihm noch zugemutet werden können. 

Sodann sei das zumutbare Invalideneinkommen willkürlich ermittelt worden.

5.1    Die Auffassung des Beschwerdeführers ist richtig, soweit damit die Ausführungen 

von Dr. F.___ sowie der Ärzte der Rehaklinik Bellikon gemeint sind. Diese gehen in 

ihren Berichten tatsächlich gar nicht oder nur sehr rudimentär auf die zumutbare 

Arbeitsfähigkeit in allenfalls geeigneten Verweisungstätigkeiten ein (UV act. 83, act. 45). 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich hingegen bei der Invaliditätsbemessung auf die 

umfassenderen Zumutbarkeitsbeurteilungen ihrer Kreisärzte vom 27. Juni 2001 sowie 

vom 9. Oktober 2007. Diese berücksichtigen den schrittweisen Wiedereinstieg in die 

bisherige Tätigkeit und den nachfolgenden arbeitsmässigen Verlauf über mehrere Jahre 

und sind sachgerecht und einleuchtend. So stellte Dr. med. H.___ am 27. Juni 2001 

fest, dass der Beschwerdeführer an einer funktionellen Beeinträchtigung sämtlicher 

Langfinger leide. Einzig der Daumen sei vollständig intakt. Es bestünden eine 

Faustschlussstörung, ein weitgehender Ausfall der ulnaren Greifzange, der Breitgriff sei 

nur für grössere Objekte respektive dicke Werkzeuggriffe verwendbar, die Koordination 

der Langfinger sei schlecht, hinzu kämen erhebliche Sensibilitätsstörungen respektive 

eine starke Beeinträchtigung der taktilen Gnose (Fingerspitzengefühl) an den 

Langfingern II und III. Schliesslich bestünde eine Kälteempfindlichkeit. Eine 

mittelschwere körperliche Arbeit mit der linken Hand sei nicht mehr zu bewältigen. 

Feinarbeiten und auch das Bedienen von Tastaturen seien stark erschwert. Lediglich 

der Daumen sei gezielt einsetzbar, dann folge der Kleinfinger. Zum Bedienen von 

Tastaturen seien die Finger II und III kaum zu gebrauchen wegen gestörter 

Beweglichkeit und taktiler Gnose. Eine Leistungseinbusse sei bei veränderten 

beruflichen Ansprüchen medizinisch klar ausgewiesen (UV act. 29 S. 3). Dr. G.___ kam 

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in seiner Zumutbarkeitsbeurteilung vom 9. Oktober 2007 zur gleichen Einschätzung 

und fügte hinzu, dass auch Stützfunktionen eingeschränkt seien. Für eine diese 

Beeinträchtigungen berücksichtigende Tätigkeit erachtete er einen ganztägigen 

Arbeitseinsatz nach wie vor als zumutbar (UV act. 92 S. 3). Der Vorwurf des 

Beschwerdeführers, der Invaliditätsbemessung liege keine oder eine ungenügende 

Zumutbarkeitsbeurteilung zugrunde, erweist sich deshalb als unbegründet.

5.2    Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die 

Beschwerdegegnerin auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004 des Bundesamtes für 

Statistik und stellte auf die Tabelle TA 1 (Privater Sektor), Durchschnittswert Niveau 

1+2 und 3, Total für Männer, bzw. auf ein Monatssalär von Fr. 6'636.-- ab. Dieses 

basiert auf einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden. Umgerechnet auf die 

betriebsübliche Arbeitszeit im Jahr 2004 von 41.6 Stunden ergibt sich ein Monatslohn 

von 6'901.45, respektive ein Jahreslohn von Fr. 82'817.30. Aufgerechnet mit der 

Nominallohnentwicklung von je 1% für das Jahr 2005 und 2006 resultiert ein 

zumutbares Einkommen von Fr. 84'481.90. Davon wurde ein leidensbedingter Abzug 

von 20% gemacht und so ein Invalideneinkommen von Fr. 67'585.50 ermittelt. Wie der 

Beschwerdeführer gegenüber Dr. D.___ angab, arbeitete er nach der Lehre als 

Möbelschreiner drei Jahre in diesem Beruf, bevor er ein Jahr lang als Vorarbeiter bei 

I.___ tätig war. Danach arbeitete er drei Jahre lang als Verkäufer bei J.___ und 

wechselte danach für zwei Jahre in den Beruf des Versicherungsvertreters. Darauf war 

er zwei Jahre lang bei K.___ tätig und arbeitete schlussendlich neunzehn Jahre lang als 

Verkäufer von Hausgeräten im Aussendienst bei K.___ (UV act. 77). Damit verfügt der 

Beschwerdeführer über eine Lehre sowie langjährige Berufserfahrung im Aussendienst. 

Diese Fähigkeiten übersteigen klar die Anforderungen des Niveaus 4 für einfache und 

repetitive Tätigkeiten. Sodann kann bei einer neunzehnjährigen Berufserfahrung als 

Aussendienstmitarbeiter davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer über 

Berufserfahrung und Fachkenntnisse gemäss Niveau 3 verfügt. Schliesslich arbeitete er 

organisatorisch und in der Betreuung des zugeteilten Verkaufgebiets selbstständig und 

war verantwortlich für das Ausschöpfen vorhandenen Kundenpotentials sowie der 

Anwerbung von Neukunden (UV act. 51). Für diese Tätigkeit war er durch die 

Verletzungsfolgen an der linken Hand nicht eingeschränkt. Diese Tätigkeit ist ihm – wie 

die Beurteilung durch Dres. med. H.___ und G.___ gezeigt hat – auch in Zukunft 

zumutbar. Sodann ist aktenkundig, dass er sich in diesem Bereich selbständig machen 

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wollte (UV act. 40). Damit rechtfertigt sich auch eine Berücksichtigung des Niveaus 2. 

Angesichts der Tatsache, dass die Niveaus 1 und 2 tabellarisch in einem gemeinsamen 

Wert (Niveau 1+2) erfasst werden, erweist sich der von der Beschwerdegegnerin 

ermittelte Durchschnittswert der Niveaus 1+2 und 3 daher als sachgerecht. Es ist zwar 

korrekt, dass die Rubrik 20 der Tabelle A1 (Privater Sektor), welche die Werte für Be- 

und Verarbeitung von Holz zusammenfasst, die Verdienstverhältnisse im ursprünglich 

erlernten Schreinerberuf abbilden würde. Dennoch rechtfertigt es sich, auf die Tabelle 

TA 1 abzustellen, welche auch den Dienstleistungssektor umfasst. Dies insbesondere 

deshalb, weil der Beschwerdeführer in diesem Sektor über die längste und in zeitlicher 

Hinsicht nächstliegende Berufserfahrung verfügt. Die Verwendung des 

Tabellendurchschnitts erweist sich auch unter diesem Aspekt als sachgerecht. Auf das 

von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätseinkommen kann demnach 

abgestellt werden.

5.3     Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, dass er im erlernten Beruf als 

Möbelschreiner auf Grund seiner Verletzung nicht mehr tätig sein könne und im Verkauf 

ebenso wenig, weil er infolge der psychogenen Störungen der erhöhten Gefahr eines 

Burn Outs ausgesetzt wäre. Was die Einschränkungen in seinem Beruf als 

Möbelschreiner betrifft, sind diese nicht massgeblich. Gemäss der 

Zumutbarkeitsbeurteilung der Kreisärzte erachten diese eine volle Arbeitsfähigkeit in 

einer die vorhandenen funktionalen Einschränkungen berücksichtigenden angepassten 

Tätigkeit als gegeben. Den Einschränkungen wurde mit dem Leidensabzug von 20% 

Rechnung getragen. Wie bereits festgestellt, sind die psychischen Probleme nicht 

kausal zum Unfallereignis, weshalb auch dieser Einwand nicht zu berücksichtigen ist.

5.4    Gegen das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Valideneinkommen von 

Fr. 108'299.-- wird vom Beschwerdeführer nichts vorgebracht. Aufgerechnet mit der 

Nominallohnentwicklung für 2006 von 1% beträgt es Fr. 109'381.--. Darauf kann 

abgestellt werden.

5.5    Zusammenfassend sind die von der Beschwerdegegnerin zur Berechnung des 

Invaliditätsgrads verwendeten Validen- und Invalideneinkommen sowie der aus der 

Gegenüberstellung dieser Werte errechnete Invaliditätsgrad von 38% nicht zu 

beanstanden.

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6.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 23. Januar 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.11.2008
	ATSG Art. 16, UVG Art. 18: Psychische Störung als nicht adäquat kausal zum Unfallereignis erachtet, nachdem die schwere Handverletzung erfreulich geheilt war und der Beschwerdeführer nach sechs Monaten wieder voll arbeitsfähig wurde, ohne dass damals schon psychische Probleme aktenkundig waren. Invalideneinkommensberechnung ist nicht willkürlich erfolgt. Die langjährige Berufserfahrung als Aussendienstmitarbeiter nach Lehre als Möbelschreiner ist in der LSE-Tabelle zu berücksichtigen, weshalb auf den Durchschnittswert der Niveaus 1+2 und 3 abgestellt werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. November 2008, UV 2008/20). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2009.

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