# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c966319b-42cf-5479-baf2-048baaa0f81e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.01.2012 E-53/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-53-2012_2012-01-09.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­53/2012

U r t e i l   v om   9 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Bruno Huber,
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;   
Gerichtsschreiberin Laura Wayllany.

Parteien A._______, geboren (…),
Georgien, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 22. Dezember 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht,

in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über  die Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht  (BGG, 
SR 173.110),

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105),

des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2),

stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 
am  (…)  verliess  und  über  die  Türkei  und  ihm  unbekannte  Länder  am 
28. Oktober  2011  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  tags  darauf  im 
Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  summarischen  Befragung  im  EVZ  vom  3. 
November  2011  zur  Begründung  seines Gesuches  vorbrachte,  er  habe 
am       (…) mit seinem (…) Teilnehmer zu einer (…) gefahren,

dass  er  dabei  festgenommen  worden  sei  und  man  ihm  Drogen 
unterschoben und ihn aufgefordert habe, ein (…) bei (…) zu installieren, 

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was  er  nicht  gemacht  habe,  weshalb  ihn  Sicherheitskräfte  zu  Hause 
gesucht hätten, 

dass er ansonsten mit den Behörden nie Probleme gehabt habe, habe

dass  der  Beschwerdeführer  keine  Reise­  oder  Identitätspapiere  zu  den 
Akten  reichte  und  zur  Begründung  angab,  sein  Pass  und  seine 
Identitätskarte befänden sich beim Schlepper, 

dass  er  am  15.  Dezember  2011  vom  BFM  zu  seinen  Asylgründen 
angehört  wurde  und  dabei  im  Wesentlichen  seine  anlässlich  der 
Kurzbefragung gemachten Ausführungen wiederholte, 

dass  das  Bundesamt  mit  Verfügung  vom  22.  Dezember  2011  in 
Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  nicht 
eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug 
anordnete,

dass  es  zur  Begründung  ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den 
Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 48 Stunden keine 
Reise­ oder Identitätspapiere abgegeben,

dass dessen Vorbringen, weshalb er trotz schriftlicher Aufforderung keine 
Papiere  eingereicht  habe,  realitätsfremd  seien  und  als  stereotype 
Behauptungen bezeichnet werden müssten, 

dass  auch  die  geltend  gemachten  Gründe  für  das  Verlassen  des 
Heimatstaates widersprüchlich seien und Kennzeichen einer erfundenen 
Verfolgungsgeschicht aufweisen würden, 

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 
7 AsylG nicht erfülle und keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses 
erforderlich seien, weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, 

dass  der  Vollzug  der Wegweisung  sowohl  zulässig  als  auch  zumutbar, 
technisch möglich und praktisch durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diesen  Entscheid  mit  Eingabe  vom     
4.  Januar  2012  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und 
in materieller Hinsicht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die 
Rückweisung  der  Angelegenheit  an  das  Bundesamt  zwecks materieller 

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Überprüfung  des  Asylgesuches  und  die  Anweisung  an  das  BFM, 
zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, beantragt,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  und  den  Verzicht  auf  die 
Erhebung  eines  Kostenvoranschlages  sowie  Einsicht  in  die 
vorinstanzlichen  Akten  A9/4  und  A10/1  sowie  die  anschliessende 
Möglichkeit zu einer Stellungnahme beantragt,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  6.  Januar  2012  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i. V. m. Art. 31 – 33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
vorbehältlich  der  nachstehenden  Erwägung  einzutreten  ist  (Art. 108 
Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide 
praxisgemäss  auf  die  Überprüfung  der  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  somit 
darin  erschöpft,  bei  Begründetheit  des  Rechtsmittels  die  angefochtene 

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Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen,

dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (BVGE 2007/8, 
insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate­   
riell prüft, weshalb dem Gericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111 Bst. e AsylG),  und  es  sich  vorliegend  um eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  keine  Anwendung  findet,  wenn  sie  glaubhaft 
machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der 
Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf  Grund  der  Anhörung  sowie 
gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung 
erweist,  dass  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  entschuldbare  Gründe  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  3  Bst.  a  AsylG 
dann vorliegen, wenn die asylsuchende Person glaubhaft macht, dass sie 
ohne  ihre  im  Heimatland  zurückgelassenen  Papiere  in  die  Schweiz 
gereist  ist  und  sich  umgehend  und  ernsthaft  darum  bemüht,  die 
zurückgelassenen  Papiere  innert  angemessener  Frist  zu  beschaffen 
(BVGE 2010/2), 

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dass  der  Beschwerdeführer  keine  Reise­  oder  Identitätspapiere 
eingereicht hat,

dass  auch  das  Gericht  zum  Schluss  kommt,  er  habe  dafür  keine 
entschuldbaren und überzeugenden Gründe vorgebracht, woran auch die 
Ausführungen  in  der  Beschwerde  (vgl.  insbes.  Ziff.  11  ff.)  nichts  zu 
ändern  vermögen,  zumal  die  angeblichen  Bemühungen  um  die 
Beschaffung der benötigten Dokumente durch nichts belegt sind und die 
möglicherweise vorhandene Kopien (vgl. Befragungsprotokoll S. 6 unten) 
vorliegend unbehelflich wären,

dass mithin einzig zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung 
zu  Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststellung von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass das zentrale Vorbringen des Beschwerdeführers, er werde gesucht, 
weil er den Sicherheitskräften nicht habe helfen wollen, eine (…) mittels 
Installation  eines  (…)  zu  überwachen  und  diese  zu  diskreditieren,  nach 
Prüfung  der  Akten  auch  nach  Meinung  des  Gerichts  ein  Konstrukt 
darstellt,

dass  seine  diesbezüglichen  Angaben  und  auch  seine  weiteren 
Vorbringen  realitätsfremd,  widersprüchlich  und  unglaubhaft  erscheinen 
und  den  Anforderungen  von  Art.  3  und  7  AsylG  nicht  zu  genügen 
vermögen,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  und  ohne  zusätzlichen 
Begründungsaufwand  auf  die  zutreffenden  und  rechtsgenüglichen 
Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,

dass  in  Beachtung  der  im  Urteil  BVGE  2007/8  festgelegten  Richtlinien 
(E. 5.6) und gestützt auf die vorstehenden Ausführungen der Schluss zu 
ziehen  ist,  es  bestehe  weder  Anlass  zur  Vornahme  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  noch  zur  direkten  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  und 
Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist,

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dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG), der Kanton keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer solchen besteht (BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  der  Beschwerdeführer  keine  Verfolgung  oder  begründete  Furcht  vor 
Nachteilen  darzulegen  vermag,  welche  geeignet  wären,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne  von Art. 3  FoK  ersichtlich 
sind, die ihm in Georgien droht,

dass sich der Vollzug als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat­ oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind 
(Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Georgien noch individuelle Gründe ei­
nem  Vollzug  der  Wegweisung  entgegenstehen  und  der  gemäss 
Aktenlage  gesunde  Beschwerdeführer  über  eine  gute  Schulbildung  und 
Berufserfahrung verfügt,

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dass  demnach  nichts  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr  nach  Georgien  schliessen  lässt,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung vorliegend auch zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Georgien schliesslich möglich ist, 
da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem 
Beschwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG und BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.),

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg­
weisung zu bestätigen ist, und der Antrag auf Einsichtnahme in die (vor­
instanzlichen)  Akten  A9/4  und  A10/  mit  anschliessendem  Replikrecht 
insbesondere auch deshalb abzuweisen ist, weil es sich bei diesen einzig 
um Abklärungen zu seiner Person (Identität) handelt, 

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, 

dass  sich  die  Rechtsbegehren  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos  erweisen,  weshalb  der  Antrag  auf  Erlass  der 
Verfahrenskosten  (Art.  65 Abs.  1 VwVG)  unbesehen  der  nicht  belegten 
Bedürftigkeit abzuweisen ist und bei diesem Ausgang des Verfahrens die 
Kosten  von  Fr. 600.−  (Art.  1­3  VGKE)  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispiositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  das 
C._______.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Laura Wayllany

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