# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6baac0e7-57c9-5702-abd3-61fc50a35843
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.07.2010 E-4817/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4817-2010_2010-07-09.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4817/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._____, angeblich geboren (...),
Nigeria,
c/o (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten aus Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. Juni 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4817/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 20. April  2010 verliess, mit dem Schiff während eines Monats an 
einen ihm unbekannten Ort reiste und mit dem Zug am 22. Mai 2010 
via B._______ in die Schweiz gelangte,

dass er gleichentags im C._______ um Asyl nachsuchte  und angab, 
minderjährig zu sein,

dass er, da er bei der Stellung des Asylgesuchs keine Ausweispapiere 
abgab, noch am selben Tag schriftlich  aufgefordert  wurde,  innert  48 
Stunden  Ausweispapiere  nachzureichen,  verbunden  mit  der 
Androhung,  im  Unterlassungsfall  werde  auf  das  Asylgesuch  nicht 
eingetreten,

dass er im C.______ am 7. Juni 2010 zu seiner Person befragt wurde 
und  man  ihm  gleichzeitig  zu  der  am  28.  Mai  2010  erfolgten 
Handknochenanalyse  nach  der  "Greulich  und  Pyle"  Methode  das 
rechtliche Gehör gewährte,

dass er ferner am 17. Juni 2010 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des 
Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  durch  das 
Bundesamt zu den Asylgründen angehört wurde,

dass er anlässlich der Befragungen im Wesentlichen geltend machte, 
seine  Familie  sei  in  ein  anderes  Dorf  gezogen  und  habe  ihn  am 
bisherigen Wohnort zurückgelassen, weil er die Sekundarschule habe 
abschliessen müssen,

dass  er  sich  einer  Entführergruppe  angeschlossen  habe  und  nach 
D._______ gegangen sei,

dass  dort  der  Sohn  eines  "Chief"  namens  E._______  durch  ein 
Gruppenmitglied  erschossen  worden sei  und  sein  Vater  beim Hören 
des Schusses einen Herzinfarkt erlitten habe,

dass sie in der Folge den "Chief" in einen Rohbau gebracht hätten, sie 
aber dort von der Polizei aufgefunden worden seien,

dass  die  Polizei  auf  sie  geschossen  und  einige  von  ihnen  auch 
getroffen habe,

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dass er  später  erfahren habe, dass er gesucht  werde und ein Täter 
sich nicht vor Gericht rechtfertigen könne, sondern erschossen werde, 

dass  er  deshalb  nach  F._______  gegangen  sei  und  einen  Mann 
getroffen habe, dem er seine Situation habe anvertrauen können, 

dass dieser im geholfen habe, Nigeria zu verlassen, indem er ihn zum 
Hafen  gebracht,  ihn  einer  Frau  übergeben  und  er  mit  ihr  Nigeria 
verlassen habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  28.  Juni  2010  –  gleichentags 
eröffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  deren 
Vollzug anordnete,

dass das BFM zur  Begründung des Nichteintretens auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht -
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass  nämlich  der  Beschwerdeführer  am  7. Juni  2010  schriftlich 
aufgefordert  worden  sei,  innert  48  Stunden  rechtsgenügliche  Identi-
täts-  beziehungsweise  Reisepapiere  beizubringen  und  er  dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen sei, 

dass  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer  verunmöglicht  habe,  Reise-  oder  Identitätspapiere 
einzureichen,

dass aufgrund  seiner  Aussagen  davon auszugehen sei,  er  sei  nicht 
gewillt, Ausweispapiere vorzulegen,

dass  er  sodann  angegeben  habe,  am 18.  Dezember  1994  geboren 
worden zu sein, die Handknochenanalyse - mit Berücksichtigung eines 
Toleranzbereiches von drei  Jahren - aber ein ungefähres Skelettalter 
von mindestens 19 Jahren ergeben habe,

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dass davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer sei aufgrund des 
vorliegenden Ergebnisses und seiner detailarmen Angaben zu seinen 
Familienverhältnissen,  der  pflichtwidrigen  Nichtangabe  von 
Ausweisdokumenten  sowie  der  offensichtlich  kargen  Angaben  zum 
Reiseweg  volljährig  und  versuche,  seine  wahre  Identität  sowie  den 
tatsächlichen  Reiseweg  gegenüber  den  Schweizer  Behörden  zu 
verheimlichen,

dass seine geltend gemachten Fluchtgründe zudem unplausibel seien,

dass  nämlich  seine  Angabe,  er  sei  als  fünfzehnjähriger  von  seiner 
Familie  in  G._______  zurückgelassen  worden,  damit  er  seine 
Sekundarschule  habe  abschliessen  können,  als  realitätsfremd  zu 
bezeichnen sei, 

dass dem Beschwerdeführer auch nicht geglaubt werden könne, er sei 
selbstständig zwei Tage nach dem Tod seiner Eltern beziehungsweise 
nach  den  Massakern  an  christlichen  Einwohnern  nach  H._______ 
gereist,  zumal  sich die besagte Gegend in einem Ausnahmezustand 
befinde,

dass  es  ebenfalls  unglaubhaft  sei,  er  habe  nach  seiner  Rückkehr 
fremde Männer in einer Bar angetroffen, welche ihm bereitwillig über 
ihre  Machenschaften  als  Entführer  erzählt  und  ihm  ihre  Hilfe 
angeboten hätten, 

dass er nicht habe sagen können, wie die Polizei vom Aufenthalt der 
Entführerbande im besagten Rohbau erfahren habe, zudem auch nicht 
glaubhaft habe darlegen können, woher das Mitglied U. habe wissen 
können,  dass  das  andere  Mitglied  I.  der  Polizei  die  Namen  der 
flüchtigen Bandenmitglieder preisgegeben habe,

dass  zudem  nicht  nachvollziehbar  sei,  woher  der  Onkel  von  der 
Mitgliedschaft  seines  Neffen  in  einer  Entführerbande  gewusst  habe, 
zumal keinerlei Kontakt zwischen Onkel und Neffe bestanden habe, 

dass  überdies  der  Name  des  angeblich  von  der  Gruppe  entführten 
I._______  in  J._______:  gemäss  gesicherten  Erkenntnissen  nicht 
K._______, wie vom Beschwerdeführer angegeben, laute,

dass  es  sodann  in  den  Schilderungen  des  Beschwerdeführers  an 
Realkennzeichen fehle,

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dass  der  Beschwerdeführer  schliesslich  auch  bei  Wahrunterstellung 
nicht auf den Schutz eines Drittstaates angewiesen sei,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 4.  Juli  2010 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundes-
verwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  sinngemäss 
beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  die 
Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten,

dass die  Akten am 5. Juli 2010  beim Bundesverwaltungsgericht  ein-
trafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass vorab festzuhalten ist, dass das BFM den Beschwerdeführer zu 
Recht als volljährig eingestuft  und in der Folge darauf verzichtet hat,  
ihm  anlässlich  seiner  Befragung  zu  den  Asylgründen  eine 
Vertrauensperson beizuordnen (EMARK 2004 Nr. 30 S. 2004),

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dass  die  am  28.  Mai  2010  durchgeführte  Röntgenanalyse  der 
Handknochen  des  Beschwerdeführers  Hinweise  auf  ein  Alter  von 
mindestens neunzehn Jahren ergab, auch wenn letztere Feststellung 
keine  wissenschaftlich  zuverlässigen  Aussagen  betreffend 
Volljährigkeit zulässt (vgl. EMARK 2001 Nr. 23),

dass indessen der Beschwerdeführer die  Folgen der  Beweislosigkeit 
der Minderjährigkeit zu tragen hat (vgl. EMARK 2001 Nrn. 22 und 23),

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs zur Knochenanalyse vom 28. Mai 2010 Gelegenheit hatte, sich 
zu den genannten Zweifeln an der geltend gemachten Minderjährigkeit 
zu  äussern,  jener  indessen  nichts  Substanzielles  zur 
Glaubhaftmachung  der  von  ihm  geltend  gemachten  Minderjährigkeit 
beizutragen vermochte,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  innert  der 
gesetzlichen  Frist  von  48  Stunden  nach  Einreichen  seines 
Asylgesuches und bis  zum heutigen Zeitpunkt  keine Identitäts-  oder 
Reisepapiere zu den Akten gereicht hat,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der  
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf  
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus der Sicht des Bundesverwaltungsgerichts 
– überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  vorweg  vollumfänglich  auf  die  diesbezüglichen  Erwägungen 
verwiesen werden kann,

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dass  insbesondere  wenig  plausibel  erscheint,  dass  der 
Beschwerdeführer  noch  nie  Identitätspapiere  besessen  haben  soll, 
und zudem weitestgehend ausgeschlossen werden kann, dass es ihm 
angesichts der – insbesondere an den EU-Aussengrenzen – strengen 
Grenzkontrollen  möglich  gewesen  wäre,  ohne  authentische 
Reisepapiere und ohne jemals kontrolliert zu werden, von Niger über 
Transitländer wie Italien beziehungsweise Frankreich in die Schweiz zu 
gelangen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, er habe bei seiner Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass  es  wenig  plausibel  erscheint,  dass  der  Beschwerdeführer 
niemanden im Heimatstaat gekannt habe, der für ihn Identitätspapiere 
hätte  ausstellen  können,  zumal  er  bis  zur  Sekundarschulstufe  mit 
seinen Eltern zusammen gelebt haben soll,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  die  Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und  zusätzliche  Ab-
klärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  Transitzentrum  vom  7.  Juni  2010  und  der 
Anhörung vom 17. Juni  2010 darstellt,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche 
tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen einer  bloss 
summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen werden kann, 
dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfüllt, und einem Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse 
entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass zur Vermeidung von Wiederholungen in vollem Umfang auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann, 

dass auch die Ausführungen in der Beschwerde nicht geeignet sind, 
die Richtigkeit der vorinstanzlichen Erwägungen zu entkräften, zumal 

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sie  im  Wesentlichen  eine  Wiederholung  des  anlässlich  der 
Anhörungen Dargelegten darstellen,

dass infolge offensichtlicher Unglaubhaftigkeit  der Aussagen des Be-
schwerdeführers eine Prüfung von deren Asylrelevanz entbehrlich ist, 

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur di-
rekten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis 
nach  den  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über 
die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  –  wie  oben  dargelegt  –  von  der  Volljährigkeit  des 
Beschwerdeführers auszugehen ist, weshalb das Übereinkommen vom 
20. November  1989  über  die  Rechte  des  Kindes  (SR  0.107) 
vorliegend nicht zur Anwendung gelangt (vgl. EMARK 2001 Nr. 23),  

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101) er-
sichtlich sind, die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vor-
liegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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