# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8ef5591-040e-5f51-9e34-991eed9c1006
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.12.2017 UV 2016/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-33_2017-12-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 19.12.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2017
Art. 6 UVG: Wegfall der Unfallkausalität. Die medizinische Aktenlage lässt 
nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass das Unfallereignis seine kausale 
Bedeutung verloren hat. Rückweisung zu weiteren medizinischen 
Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des KantonsSt. Gallen 
vom 19. Dezember 2017, UV 2016/33).

Entscheid vom 19. Dezember 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und a.o. 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei;

Gerichtsschreiber Peter Wohnlich         

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/33          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherter) war seit dem 1. Juli 2005 bei der B.___ GmbH 

(nachfolgend Arbeitgeber) angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch 

unfallversichert, als er am 22. Juni 2015 einen Arbeitsunfall erlitt. In der Unfallmeldung 

vom 21. Juli 2015 gab er an, er sei gestolpert und auf das rechte Knie gefallen (UV-act. 

1). Am 22. Juli 2015 wurde durch Dr. med. C.___, Facharzt FMH für medizinische 

Radiologie, eine magnetresonanztomographische (MRT) Untersuchung des rechten 

Knies in der Radiologie D.___, Diagnosezentrum E.___, durchgeführt (UV-act. 9). Mit 

Schreiben vom 24. Juli 2015 erteilte die Suva Kostengutsprache für die ärztliche 

Behandlung nach aktuellem UVG-Tarif (UV-act. 2).

A.b  Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, 

Orthopädie G.___, St. Gallen, hielt in seinem gestützt auf die MRT-Untersuchung vom 

22. Juli 2015 erfolgten Bericht vom 4. August 2015 als Diagnosen eine Innenmeniskus-

Hinterhorn-Horizontalläsion (asymptomatisch) rechts und einen Verdacht auf ein 

mediales Plicaimpingement rechts fest. In seiner Beurteilung führte Dr. F.___ aus, dass 

beim Versicherten mehr eine Plicasymptomatik vorliege. Er habe am 28. Juli 2015 das 

Kniegelenk ein erstes Mal mit Triamcinolon infiltriert. In Abhängigkeit vom Effekt dieser 

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Massnahme werde er in sechs Wochen den Befund kontrollieren und dann 

entscheiden, ob eine Kniearthroskopie durchgeführt werden müsse (UV-act. 3). Im 

Arztzeugnis vom 7. September 2015 stellte Dr. med. H.___, Ärztin für Allgemeine 

Medizin FMH, als Diagnose eine mediale Meniskusläsion im rechten Knie fest (UV-act. 

9). Mit Schreiben vom 9. September 2015 orientierte Dr. F.___ Dr. H.___ darüber, dass 

durch die Triamcinolon-Infiltration die Beschwerden nur kurzfristig hätten gebessert 

werden können und dass der Versicherte eine arthroskopische Sanierung durchführen 

lassen wolle. Als Operationstermin sei der 20. Oktober 2015 vorgesehen (UV-act. 10).

A.c  In seiner Beurteilung vom 15 September 2015 hielt Kreisarzt Dr. med. I.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, fest, dass sich auf den erstellten Bildern der MRT-Untersuchung vom 22. Juli 

2015 keine Zeichen einer relevanten Gewalteinwirkung in Form einer bone bruise der 

Patella darstellen würden. Die Veränderungen im Weichteilbereich ventral würden vom 

Radiologen und auch laut persönlicher Einsichtnahme als chronische 

Weichteilverdickung ohne Bursitis gewertet. Der Unfallhergang sei nicht geeignet, eine 

traumatische Schädigung des Innenmeniskus zu bewirken und es würden sich als 

Hinweis für eine eventuelle Distorsion des Kniegelenks auch keine „Kollateralschäden“ 

mit Zeichen für eine Überdehnung des Innenbandes oder der medialen Kapsel zeigen. 

Es zeige sich kein Gelenkerguss oder Knochenödem als Hinweis für eine traumatisierte 

Plica. Es liege kein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfallereignis und den bestehenden Kniebeschwerden vor (UV-act. 11). Mit 

Schreiben vom 17. September 2015 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht gestützt auf 

den kreisärztlichen Bericht ab (UV-act. 12).

A.d  Der Versicherte erhob mit Schreiben vom 7. Oktober 2015 Einspruch gegen die 

leistungsablehnende Verfügung der Suva (UV-act. 13). Am 20. Oktober 2015 erfolgte 

eine Arthroskopie mit Plicaresektion und Hoffareduktion des rechten Knies durch Dr. 

med. J.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, 

Orthopädie G.___ (UV-act. 19). In seinem Bericht anlässlich der Nachuntersuchung 

vom 5. November 2015 hielt Dr. J.___ als Diagnose einen Status nach 

Kniegelenksarthroskopie bei einem posttraumatischen Plica-Impingement rechts 10/15 

fest (UV-act. 18).

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A.e  In einer erneuten Beurteilung führte der Kreisarzt Dr. I.___ am 12. November 2015 

aus, dass der Meniskus eindeutig degenerativer Natur sei. Es bestehe keine Kausalität 

zwischen dem Unfall und der durchgeführten Operation. Die Plica könne 

gegebenenfalls vorübergehend traumatisiert worden sein. Es sei jedoch spätestens 

nach drei Monaten von einem Status quo sine auszugehen (UV-act. 20).

A.f  Mit Verfügung vom 24. November 2015 eröffnete die Suva dem Versicherten 

gestützt auf die kreisärztliche Untersuchung vom 20. Oktober 2015 die Einstellung der 

Versicherungsleistungen per 1. Oktober 2015 (UV-act. 22).

A.g  Mit Schreiben vom 27. November 2015 nahm Dr. J.___ gegenüber der Suva zur 

medizinischen Situation des Versicherten Stellung und führte aus, dass sein 

Praxispartner, Dr. F.___, beim Versicherten zuerst einen konservativen 

Behandlungsversuch gestartet hätte. Dieser sei fehlgeschlagen, was sechs Wochen 

nach der Erstvorstellung festgestellt worden sei. In der Folge sei die operative 

Intervention beschlossen worden. Aus terminlichen Gründen sei die Operation dann 

nicht vor dem 20. Oktober 2015 möglich gewesen. Einzig aus diesen Gründen sei 

zwischen dem Unfallereignis und dem Operationstermin selbst ein tatsächlich sehr 

langer Zeitraum entstanden. Der Versicherte sei vor dem Unfall vollständig 

beschwerdefrei gewesen. Seit dem Unfall hätten ihn aber persistierende Schmerzen, 

ohne Änderung bei jeglicher konservativer Massnahme geplagt (UV-act. 23).

B.   

B.a  Mit Einsprache vom 30. November 2015 beantragte der Versicherte die Aufhebung 

der Verfügung und die Zusprache der gesetzlichen Leistungen (UV-act. 25).

B.b  Aufgrund der erhobenen Einsprache wurde der medizinische Sachverhalt durch 

die Suva erneut dem Kreisarzt Dr. I.___ zur Beurteilung unterbreitet. Dieser hielt am 22. 

Dezember 2015 zusammenfassend fest, dass es infolge des angeschuldigten 

Ereignisses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keiner relevanten 

Gewalteinwirkung auf den vorderen Teil des Kniegelenks gekommen sei, die zu einer 

strukturellen Veränderung der „anlagebedingt vorbestehenden Plica mediopatellaris“ 

hätte führen können. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass die sich vor der 

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Kniescheibe auf den Kernspintomographiebildern darstellende Weichteilveränderung 

die Folge einer immer wieder auftretenden Druckbelastung bei knienden Tätigkeiten 

sei. Infolge sich wiederholender Beugebelastungen komme es häufig zur Auslösung 

eines Medial-Shelf-Syndroms, d.h. einer chronischen Einklemmung der 

anlagebedingten Plica mediopatellaris zwischen Kniescheibe und Innenseite des 

Oberschenkelgleitlagers. Infolge des vom Versicherten angeschuldigten 

Schadenereignisses sei es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer minimalen 

Prellung des rechten Kniegelenkes gekommen, welche gemäss den Leitlinien des 

Reintegrationsleitfadens Unfall des Schweizerischen Versicherungsverbandes 

spätestens nach Ablauf von drei Monaten ausgeheilt sei. Der Status quo sine sei 

demzufolge vor dem 9. September 2015, dem Zeitpunkt der Konsultation des 

Versicherten bei Dr. J.___, eingetreten. Die am 20. Oktober 2015 durchgeführte 

Operation sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Folge des Unfallereignisses 

vom 22. Juni 2015, sondern aufgrund der klinischen Symptomatik eines Medial-shelf-

Syndromes bei anlagebedingt vorbestehender Plica mediopatellaris erfolgt. Das von 

Dr. J.___ angeführte Argument, der Versicherte sei vor dem Ereignis beschwerdefrei 

gewesen, sei als post hoc ergo propter hoc-Argument versicherungsmedizinisch nicht 

verwertbar (UV-act. 26).

B.c  Mit Schreiben vom 8. Februar 2016 nahm Dr. J.___ erneut gegenüber der Suva 

Stellung und führte aus, dass er im Operationsbericht eine deutliche Verdickung, 

Abrundung und narbige Veränderung in der Plica mediopatellaris beschrieben habe. 

Diese morphologischen Veränderungen würden zu einem Unfallereignis passen. In den 

arthroskopischen Bildern sei sehr gut zu erkennen, dass die Plica sehr stark verdickt 

sei und einen abgerundeten Rand habe. Überlagernd zeige sich zusätzlich eine 

entzündliche Veränderung der Gelenkinnenhaut, was nicht einer normalen Plica 

entspreche. Ebenfalls werde durch Dr. I.___ die MRT-Untersuchung herangezogen, um 

den Unfallzusammenhang zu verneinen. Die Darstellung einer Plica sei im MRT 

naturgemäss jedoch schwierig, da bei einer Schichtdicke von drei bis vier Millimetern 

eine solche Struktur unter Umständen zwischen den Schichten verschwinde. Ein 

Knochenmarksödem/bone bruise sowohl patellar als auch trochlear sei nur bei sehr 

schweren Verletzungen anzutreffen, wie es nicht zwangsweise bei jeder Kontusion der 

Fall sein müsse (UV-act. 31).

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B.d  Am 10. Februar 2016 nahm Dr. I.___ zur Beurteilung von Dr. J.___ Stellung. Dabei 

blieb er bei der Schlussfolgerung, dass die von Dr. J.___ festgestellten intraartikulären 

Veränderungen der Plica mediopatellaris mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keiner 

Traumatisierung infolge des Anpralles vom 22. Juni 2015, sondern ausschliesslich 

einem unfallunabhängigen Impingement-Syndrom der Plica bei chronischer 

Einklemmung und Beugebelastung der Kniegelenke geschuldet sei. Eine 

versicherungsmedizinische Neubewertung des Sachverhaltes sei aufgrund der 

erneuten Stellungnahme von Dr. J.___ vom 8. Februar 2016 nicht erforderlich und es 

werde vollumfänglich an der ärztlichen Beurteilung vom 17. Dezember 2015 

festgehalten (UV-act. 33).

B.e  Mit Eingabe vom 29. Februar 2016 reichte der Versicherte die Begründung der 

Einsprache ein und hielt an seinen Anträgen vollumfänglich fest (UV-act. 35).

B.f  Am 7. April 2016 bezog Dr. I.___ erneut eingehend zum medizinischen Sachverhalt 

Stellung. In seiner Beurteilung hielt er zusammenfassend fest, dass er die vorliegenden 

klinischen, bildgebenden und intraoperativen Befunde und die damit 

zusammenhängenden Interpretationen in entsprechender Weise und mit dem 

notwendigen Respekt gewürdigt habe und nach Abwägung aller Möglichkeiten zu dem 

Ergebnis gekommen sei, dass die vom Versicherten beklagte Beschwerdesymptomatik 

bereits zum Zeitpunkt der ersten Konsultation in der Praxis G.___, das heisst am 8. 

September 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht den Folgen des 

angeschuldigten Ereignisses, sondern ausschliesslich einem unfallunabhängig 

vorliegenden medialen Shelf-Syndrom und Knorpelschaden der 

Kniescheibenrückfläche geschuldet sei. Es sei davon auszugehen, dass es aufgrund 

des Schadenereignisses vom 22. Juni 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

einer vorübergehenden Verschlimmerung eines bereits unfallunabhängig 

vorbestehenden Vorzustandes, nämlich eines verschleissbedingten Knorpelschadens, 

gekommen sei. Der Status quo sine sei demnach spätestens zum Zeitpunkt der 

Konsultation des Versicherten bei Dr. F.___ am 8. September 2015 eingetreten 

gewesen (UV-act. 36).

B.g  Mit Einspracheentscheid vom 14. April 2016 lehnte die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab. Zur Begründung führte sie aus, es sei mit dem Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass das Unfallereignis vom 22. Juni 2015 

nicht mehr Ursache des Gesundheitsschadens, wie er sich am 1. Oktober 2015 

präsentiert habe, darstelle und der Status quo sine spätestens zu diesem Zeitpunkt 

erreicht worden sei. Die nach dem 1. Oktober 2015 noch bestehenden 

Kniebeschwerden rechts seien folglich nicht mehr unfall-, sondern ausschliesslich 

krankheitsbedingt (UV-act. 37).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 14. April 2016 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch M.A. HSG in Law Karin Herzog, 

Rechtsanwältin, St. Gallen, am 17. Mai 2016 Beschwerde und beantragte, (1.) der 

Einspracheentscheid vom 14. April 2016 und die Verfügung vom 24. November 2015 

seien aufzuheben, (2.) die SUVA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu 

verpflichten, die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Heilbehandlung und Taggelder 

nach dem 1. Oktober 2015, auszurichten, (3.) die Gerichtskosten seien der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und es sei dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung zuzusprechen. Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen vor, die Meinungen des Kreisarztes Dr. I.___ und der behandelnden 

Orthopäden und Operateurs, Dr.  F.___ und Dr. J.___ würden insoweit voneinander 

abweichen, als die festgestellten Verletzungen gemäss Dr. I.___ degenerativer Natur 

seien und gemäss Dr. J.___ und Dr. F.___ unfallbedingt. Aufgrund dieser 

divergierenden Meinungen der Fachärzte und ihrer ausführlichen Stellungnahmen sei 

ein externes medizinisches Gutachten einzuholen. Ohne ein Obergutachten fehle es an 

einer ausreichenden beweistauglichen Grundlage für die abschliessende Beurteilung 

des Versicherungsfalles und damit an einem ausreichenden Beweis für den Wegfall der 

Unfallkausalität. Bei der Abwägung der beiden fachärztlichen Beurteilungen sei 

insbesondere zu berücksichtigen, dass die Darstellung einer Plica im MRI schwierig 

sei, da bei einer Schichtdicke von drei bis vier Millimetern eine solche Struktur 

zwischen den Schichten verschwinde und nur angeschnitten werden könne. 

Entsprechend sei die Einschätzung von Dr. J.___ als Operateur entscheidend, da nur er 

die Verletzungen im Rahmen der arthroskopischen Operation mit eigenen Augen 

gesehen habe.  Seitens der behandelnden Orthopäden seien keine degenerativen 

Schäden gefunden worden, auch nicht intraoperativ. Selbst wenn jedoch gemäss Dr. 

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I.___ degenerative Vorzustände vorliegen sollten, könnte das Unfallereignis vorliegend 

nicht als reine Zufallsursache betrachtet werden. Vielmehr sei der Unfall in diesem Fall 

zumindest als Teilursache zu werten. Auch wenn der Unfall dadurch ausschliesslich 

Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Operation gehabt hätte, müsste eine Teilkausalität 

rechtsprechungsgemäss bejaht werden und die Beschwerdegegnerin wäre auch in 

diesem Fall vollumfänglich leistungspflichtig (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. Juni 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Dabei stützte sie sich im Wesentlichen auf die 

kreisärztliche Beurteilung durch Dr. I.___. Diese sehr ausführlichen und detaillierten 

Beurteilungen seien in Kenntnis der gesamten Aktenlage erfolgt. Sie seien schlüssig, 

nachvollziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei. Es würden keine Indizien 

vorliegen, die gegen die Zuverlässigkeit der Beurteilungen durch Dr. I.___ sprechen 

würden. Diesen würde volle Beweiskraft zukommen (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 13. Juli 2016 hielt der Beschwerdeführer vollumfänglich an den 

gestellten Anträgen sowie deren Begründung fest. Ergänzend brachte der 

Beschwerdeführer noch vor, dass zwischenzeitlich auch die Bilder der 

arthroskopischen Knie-Operation hätten erhältlich gemacht werden können. Dr. J.___ 

beschreibe zu diesen Bildern eine klare traumatische Verletzung. Insbesondere sei 

nach der Entfernung der Plica ein Knorpelcrack zu erkennen gewesen, der auch bereits 

im Operationsbericht beschrieben worden sei. Zudem sei ein kleiner Meniskusschaden 

sichtbar. Es hätten jedoch keine degenerativen Knorpelschäden festgestellt werden 

können, wie dies Dr. I.___ behaupte. Das Verletzungsbild zeige klar eine traumatische 

Schädigung. Aufgrund des Alters des Beschwerdeführers seien erhebliche 

degenerative Schäden zudem nicht zu erwarten (act. G 4).

C.d In der am 23. August 2016 erstatteten Duplik hielt auch die Beschwerdegegnerin 

an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde sowie der bereits vorgebrachten 

Begründung vollumfänglich fest (act. G 8).

Erwägungen

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1.   Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 14. April 2016 (act. G 1.2). Streitig ist, ob die Einstellung der 

Leistungen der Beschwerdegegnerin auf den 1. Oktober 2015 rechtmässig erfolgt ist. 

Zur Diskussion steht insbesondere, ob die am 20. Oktober 2015 durchgeführte 

Operation in einem versicherungsrelevanten Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. 

Juni 2015 stand.

2.   

2.1  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 

2015 zur Diskussion steht, daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung. 

2.2  Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 

Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein die 

gesundheitliche Beeinträchtigung nicht oder nicht in gleicher Weise oder nicht zur 

gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung verantwortlich, d.h. 

zumindest teilkausal ist, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 

ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 

3.1, 117 V 376 E. 3a; SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94, U 413/05, E. 4.1). Bei organischen 

Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität, 

weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier praktisch keine 

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selbständige Bedeutung (BGE 122 V 417 E. 2c mit Hinweisen; RKUV 2004 Nr. U 505 S. 

249 E. 2.1).

2.3  Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 

III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson 

begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351, E. 3a mit Hinweis). Angesichts des 

Gesagten sind auch Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten einholen, beweistauglich, solange 

ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird (BGE 125 V 352 E. 3; 

RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.).

2.4  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden apparativen/bildgebenden Untersuchungsbefund (mittels Röntgen, 

Computertomogramm, Kernspintomographie, Arthroskopie) erhoben wird bzw. 

bestätigt werden kann (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 

363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).

3.   

3.1  Übereinstimmend haben sowohl Dr. I.___ wie auch Dr. F.___ und Dr. J.___ auf den 

Befundbericht der Magnetresonanztomographie des rechten Knies von Dr. C.___ vom 

22. Juli 2015 (UV-act. 9) abgestellt. Dabei wurde ein schräg verlaufender, in die 

Unterfläche einstrahlender Riss des Innenmeniskushinterhornes, mit Ausdehnung des 

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Risses in den Übergang Korpus/Hinterhorn, begleitet von einer umschriebenen 

Synovitis der postero-medialen Gelenkkapsel, eine Plica mediopatellaris ohne 

Interposition und eine oberflächliche Knorpelschädigung der Kniescheiben rückflächig 

Grad II festgestellt. Am 30. September 2015 wurde eine Kniearthroskopie mit 

Plicaresektion und Hoffareduktion des rechten Knies durchgeführt. Zur Frage der 

Unfallkausalität zwischen dem Unfall vom 22. Juni 2015 und dem anlässlich der 

Magnetresonanztomographie festgestellte sog. Plicasyndrom liegen die sich 

wiedersprechenden Beurteilungen des Kreisarztes Dr. I.___ und der behandelnden 

Ärzte Dr. F.___ und Dr. J.___ vor.

3.2  Dr. I.___ berief sich in seinen Beurteilungen insbesondere darauf, dass auf den 

kernspintomographischen Bildern kein Nachweis auf eine relevante Gewalteinwirkung 

ersichtlich sei. Die Signalveränderungen würden allenfalls für eine leichte 

Gewalteinwirkung auf das Kniegelenk sprechen, die mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit jedoch nicht geeignet sei, die später anlässlich der Operation 

festgestellten Veränderungen der Plica mediopatellaris hervorzurufen.

3.3  Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bestünde jedoch nicht nur dann, 

wenn es erst durch den Sturz zu einer Einklemmung der Plica im Gelenkspalt 

gekommen und das Plicaimpingement damit durch den Unfall neu verursacht worden 

wäre. Denn analog zur Rechtsprechung im Zusammenhang mit einer 

Diskushernienproblematik hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG 

auch dann Leistungen zu erbringen, wenn davon auszugehen ist, dass durch einen 

Unfall eine bereits vorbestehende Plicaproblematik - wenn auch nicht verursacht oder 

richtungsgebend verschlimmert - so doch aktiviert worden ist. Denn treten im 

Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber 

davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer 

Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer bis 

zum Erreichen des Status quo sine vel ante Leistungen für das unmittelbar im 

Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen, und zwar 

selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der 

konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. 

Dies bedeutet unter Umständen, dass die versicherte Person Anspruch auf eine - 

selbst operative Eingriffe mit einschliessende - zweckmässige Behandlung hat, wenn 

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diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der 

(vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Schmerzen diente 

und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall 

bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt 

notwendig geworden (8C_423/2012 vom 26. Februar 2013, Erw. 5.3). Erst mit dem 

Erreichen des Status quo sine vel ante (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ 

PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012,, S. 54) 

entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV 

Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009, E. 4.3 mit Hinweisen). Demnach hat die versicherte 

Person bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante Anspruch auf eine 

zweckmässige Behandlung, welche auch operative Eingriffe umfassen kann.

3.4  Selbst wenn somit gestützt auf die Beurteilungen von Dr. I.___ davon ausgegangen 

würde, dass die operativ versorgten morphologischen Veränderungen der Plica mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keiner Traumatisierung sondern einem 

unfallunabhängigen Impingement bei repetitiver, beruflich veranlasster Beuge- und 

Druckbelastung des Kniegelenkes geschuldet seien, könnte damit die Leistungspflicht 

der Beschwerdegegnerin für die operative Behandlung vom 20. Oktober 2015 nicht 

ohne weiteres verneint werden. Denn auch Dr. I.___ hielt in seiner Beurteilung vom 7. 

April 2016 fest, es müsse davon ausgegangen werden, dass es aufgrund des 

Schadenereignisses vom 22. Juni 2015 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung 

eines bereits unfallunabhängig vorbestehenden Vorzustandes gekommen sei. Bei der 

Festlegung des Status quo sine stützte sich Dr. I.___ auf den Reintegrationsleitfaden 

Unfall des Schweizerischen Versicherungsverbandes und stellte fest, dass bei einer 

Prellung/Kontusion von Kniegelenk/Patella mit den Leitsymptomen „geschlossene 

Hautdecke, örtliche Schwellung und Hautschürfung ohne bone bruise“ mit einer 

maximalen Behandlungsdauer von zwölf Wochen gerechnet werde. Abgesehen davon, 

dass ein solcher Leitfaden allenfalls zeitliche Richtwerte zu liefern vermag, deren strikte 

Verbindlichkeit dem zu beurteilenden Einzelfall nicht genügen kann, erscheint es 

vorliegend von Vornherein nicht gerechtfertigt, einzig darauf abzustellen, dass der 

Operationstermin erst am 20. Oktober 2015 und damit über zwölf Wochen nach dem 

Unfallereignis stattgefunden hatte. Denn in diesem Fall würde es dem 

Beschwerdeführer zum Nachteil gereichen, dass zunächst versucht wurde, die 

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Beschwerden konservativ zu behandeln. Die Tatsache, dass dieser konservative 

Behandlungsversuch nicht zum gewünschten Erfolg geführt hatte, war sodann bereits 

sechs Wochen nach der Erstvorstellung und damit zehn Wochen nach dem 

Unfallereignis festgestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt und damit auch noch innerhalb 

der vom Reintegrationsleitfaden postulierten zwölf Wochen wurde bereits die operative 

Intervention beschlossen. Ein Operationstermin vor dem 20. Oktober 2015 war gemäss 

der Aussage von Dr. J.___ im Schreiben vom 27. November 2015, auf die ohne 

weiteres abgestellt werden kann, lediglich aus terminlichen Gründen nicht möglich. 

Einzig gestützt auf den Zeitablauf zwischen dem Unfall und dem Operationstermin 

kann somit nicht darauf geschlossen werden, dass der Status quo sine zu diesem 

Zeitpunkt bereits wieder eingetreten war.

3.5  Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass gestützt auf die medizinische 

Aktenlage zwei verschiedene Konstellationen denkbar erscheinen, bei deren Vorliegen 

die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Unrecht abgelehnt hätte. Zum einen 

würde eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin dann bestehen, wenn das 

Plicasyndrom durch den Sturz vom 22. Juni 2015 neu verursacht worden bzw. es erst 

durch den Unfall zu einer Einklemmung der Plica im Gelenkspalt gekommen wäre. Zum 

anderen wäre eine Leistungspflicht auch dann anzunehmen, wenn beim 

Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall chronische Reibungen der Plica mit einem 

verschleissbedingten Knorpelschaden aufgetreten wären und es durch die Prellung 

vom 22. Juni 2015 lediglich zu einer Verschlimmerung der Plica-Problematik 

gekommen wäre, die eine vorzeitige Operation erforderlich gemacht hätte. Mit der 

zweiten Variante setzten sich jedoch weder Dr. I.___ noch Dr. J.___ näher auseinander. 

Wie voranstehend ausgeführt, kann sodann einzig aufgrund des Zeitablaufs bis zum 

Operationstermin vom 20. Oktober 2015 nicht darauf geschlossen werden, dass der 

Status quo sine wieder eingetreten war. Für die rechtsanwendende Behörde bzw. das 

Gericht lässt sich gestützt auf die gegebene Aktenlage damit nicht abschliessend 

beurteilen, ob die nach dem 1. Oktober 2015 noch bestehenden Kniebeschwerden 

rechts mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit noch Folgen des 

Unfalls vom 20. Juni 2015 waren oder eine unfallfremde Ursache hatten.

4.   

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4.1  Bei der Würdigung des Aktenberichts von Dr. I.___ ist sodann zu beachten, dass 

es sich hierbei um eine versicherungsinterne ärztliche Stellungnahme handelt. Soll ein 

Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 

mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 

8C_592/2012, E. 5.3).

4.2  Als untauglich erweist sich schliesslich im konkreten Fall auch der Hinweis der 

Beschwerdegegnerin auf den Begriff "post hoc ergo propter hoc". Allgemein vermag 

dieser juristisch gesehen nichts über eine allfällige Unfallkausalität auszusagen. Denn, 

dass vor einem Unfall keine entsprechenden Beschwerden geklagt worden sind, bildet 

für sich allein nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung keinen Beweis für 

eine Unfallkausalität. Der zeitliche Aspekt besitzt keine wissenschaftlich genügende 

Erklärungskraft. Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises 

bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie 

nach diesem auftrat (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Bern/St. Gallen/Zürich 

2015, N 69 zu Art. 4 ATSG; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [= Beweisführung nach der 

Formel "post hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 

7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Doch in Bezug auf den 

konkreten Fall ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer am 22. Juni 2015 

einen Unfall erlitt, der zu einem Plicaimpingement führen kann, er über den 1. Oktober 

2015 hinaus unter Schmerzen im Bereich des rechten Knies gelitten hatte und 

angesichts der vorliegenden medizinischen Akten Zweifel an der Schlüssigkeit der 

Feststellung von Dr. I.___ bestehen, das Plicaimpingement sei einzig auf einen 

degenerativen Vorzustand zurückzuführen. Aus der zeitlichen Abfolge kann somit mit 

dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit weder auf die 

Unfallkausalität noch auf eine unfallfremde Ursache geschlossen werden.

4.3  Nach dem Gesagten lässt die medizinische Aktenlage nicht darauf schliessen, 

dass das Unfallereignis vom 22. Juni 2015 mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit per 1. Oktober 2015 jede - auch nur teilweise - 

kausale Bedeutung hinsichtlich der darüber hinaus vom Beschwerdeführer geklagten 

Kniebeschwerden rechts verloren hat. Die Sache ist daher zu einer unabhängigen 

spezialärztlichen Beurteilung der Unfallkausalität im Sinne der Erwägungen 3.5 und 4.2 

der ab dem 1. Oktober 2015 geklagten Beschwerden an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

5.   

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 14. April 2016 dahingehend gutzuheissen, dass die 

Streitsache zu ergänzender Abklärung im Sinn der Erwägungen und anschliessend 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

5.3  Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 

132 V 215 E. 6.2). Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 

963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint 

eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4‘000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

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Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 

14. April 2016 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen 

Abklärungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4‘000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2017
	Art. 6 UVG: Wegfall der Unfallkausalität. Die medizinische Aktenlage lässt nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass das Unfallereignis seine kausale Bedeutung verloren hat. Rückweisung zu weiteren medizinischen Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des KantonsSt. Gallen vom 19. Dezember 2017, UV 2016/33).

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		2025-07-19T06:38:47+0200
	"9001 St.Gallen"
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