# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65c30060-25e6-5006-8874-2fe702cac7f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.04.2025 D-2337/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2337-2025_2025-04-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2337/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch MLaw Miljen Dakic,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 27. März 2025 / N (…). 

 

 

 

D-2337/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 19. Januar 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

B.  

Am 14. Februar 2025 ersuchte das SEM die österreichischen Behörden 

gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist (Dublin-III-VO) um Übernahme des Beschwerdeführers, nach-

dem dieser gegenüber der Vorinstanz angegeben hatte, die vergangenen 

zehn Jahre in Österreich gelebt zu haben.  

C.  

Die österreichischen Behörden lehnten dieses Ersuchen am 19. Februar 

2025 mit der Begründung ab, dass dem Beschwerdeführer bereits am 

29. August 2017 subsidiärer Schutz gewährt worden sei.  

D.  

Am 24. Februar 2025 ersuchte das SEM die österreichischen Behörden 

um Rückübernahme des Beschwerdeführers gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EC des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rück-

führungsrichtlinie) sowie das Abkommen vom 3. Juli 2000 zwischen dem 

Schweizerischen Bundesrat, der Österreichischen Bundesregierung und 

dem Fürstentum Liechtenstein über die Übernahme von Personen (Rück-

übernahmeabkommen). Die Landespolizeidirektion B._______ stimmte 

dem Ersuchen mit E-Mail an die Kantonspolizei C._______ gleichentags 

zu und erklärte, der Beschwerdeführer sei in Österreich subsidiär schutz-

berechtigt und könne eben dorthin unbegleitet einreisen. Es werde um Be-

kanntgabe des Zeitpunkts ersucht, wann der Grenzübertritt erfolge.  

E.  

Der Beschwerdeführer wurde am 13. März 2025 respektive 21. März 2025 

im Rahmen eines persönlichen Gesprächs und des rechtlichen Gehörs 

zum geplanten Nichteintretensentscheid sowie zur Rückführung in einen 

D-2337/2025 

Seite 3 

sicheren Drittstaat gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG (SR 142.31) ange-

hört.  

Dabei führte er im Wesentlichen aus, er habe in Österreich sowohl mit Pri-

vatpersonen als auch den Behörden wiederholt Probleme gehabt und habe 

bei seinen zeitweisen Arbeitsversuchen zu wenig verdient. Zudem hätten 

die Leute dort die Absicht ihn verrückt zu machen. 

F.  

Mit Verfügung vom 27. März 2025 – tags darauf eröffnet – trat das SEM in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht ein, ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz an, 

forderte ihn – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – 

auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu 

verlassen, beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Weg-

weisung und händigte die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeich-

nis aus. 

G.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 3. April 2025 erhob der Be-

schwerdeführer gegen die Verfügung des SEM vom 27. März 2025 beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragte, es sei die Verfü-

gung der Vorinstanz vollumfänglich aufzuheben und die Sache an diese 

zurückzuweisen. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, von den ös-

terreichischen Behörden spezifische Zusicherungen einzuholen. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses.  

H.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

4. April 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG).  

D-2337/2025 

Seite 4 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Einreichung der Be-

schwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 so-

wie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).  

3.  

3.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungs-

weise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

nachstehend aufgezeigt wird, handelt es sich um eine solche, weshalb das 

Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).  

3.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf einen Schriftenwechsel 

verzichtet. 

4.   

4.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwerde- 

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht 

auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.).  

4.2 Bezüglich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb dem 

Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt.  

5.  

5.1 In der angefochtenen Verfügung führt das SEM zur Begründung seines 

Nichteintretensentscheids im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer 

habe in Österreich, welches vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeich-

net worden sei, subsidiären Schutz erhalten. Dadurch habe er kein schutz-

würdiges Interesse im Sinne von Art. 25 Abs. 2 VwVG an der Feststellung 

der Flüchtlingseigenschaft sowie von Wegweisungshindernissen durch 

das SEM. Vielmehr könne er aufgrund seines subsidiären Schutzstatus 

nach Österreich zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in Verletzung 

des Non-Refoulement-Prinzips befürchten zu müssen.  

D-2337/2025 

Seite 5 

5.2 In seiner Rechtsmitteleingabe führt der Beschwerdeführer – nebst ei-

ner Wiederholung des bereits bekannten Sachverhaltes – aus, die Vor- 

instanz habe in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nicht sicherge-

stellt, dass er tatsächlich wieder nach Österreich einreisen könne, denn es 

liege keine vorbehaltlose Zustimmung der österreichischen Behörden zur 

Rückübernahme vor. 

6.  

6.1 Zunächst ist festzustellen, dass die Rüge, das SEM habe den Sachver-

halt unvollständig respektive unrichtig ermittelt und verletze damit den Un-

tersuchungsgrundsatz, unbegründet ist.  

6.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Vorinstanz – entgegen der Be-

schwerdeschrift – die österreichischen Behörden gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments sowie das bilaterale Rück-

übernahmeabkommen zwischen Österreich und der Schweiz um Rück-

übernahme des Beschwerdeführers ersuchte (vgl. A21/2). Zudem stimmte 

die zuständige österreichische Behörde (die fremden- und grenzpolizeili-

che Abteilung der Landespolizeidirektion B._______) dem Ersuchen am 

24. Februar 2025 (vgl. A23/3) zu. Dass die Zustimmung mittels E-Mail an 

die Kantonspolizei C._______ erfolgte, welche diese wiederum an das 

SEM weiterleitete, entspricht der gängigen Praxis. Aus der fraglichen Mit-

teilung geht sodann auch klar hervor, dass der Beschwerdeführer zur Ein-

reise nach Österreich berechtigt ist und ebendort subsidiär schutzberech-

tigt ist, zumal sich aus der Erklärung eindeutig ergibt, dass der Beschwer-

deführer wieder nach Österreich einreisen kann und diesbezüglich um Be-

kanntgabe ersucht wurde, wann der Grenzübertritt stattfindet.   

7.   

7.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG tritt die Behörde auf ein Asylge-

such in der Regel nicht ein, wenn Asylsuchende in einen sicheren Drittstaat 

nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich 

vorher aufgehalten haben. Der Bundesrat bezeichnet Staaten, in denen 

nach seinen Feststellungen effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne 

von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Durch den 

Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007 (in Kraft seit dem 

1. Januar 2008) wurden sämtliche Länder der Europäischen Union (EU) 

als sichere Drittstaaten im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG bezeich-

net. 

D-2337/2025 

Seite 6 

7.2 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zu Recht darauf 

hin, dass es sich bei Österreich um einen sicheren Drittstaat im Sinne von 

Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handelt. Der Beschwerdeführer hat dort einen 

subsidiären Schutzstatus erhalten und verfügt über eine Aufenthaltsbewil-

ligung, was er nicht bestreitet. Zudem stimmte die zuständige österreichi-

sche Behörde (die fremden- und grenzpolizeiliche Abteilung der Landes-

polizeidirektion B._______) am 24. Februar 2025 der Rückkehr des Be-

schwerdeführers nach Österreich zu (vgl. auch E. 6.2 hiervor). Vor diesem 

Hintergrund hat das SEM zu Recht ein schutzwürdiges Interesse an einer 

Feststellung der Flüchtlingseigenschaft durch die schweizerischen Behör-

den verneint. Die Voraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid 

nach Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG sind entsprechend erfüllt, womit das 

SEM zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre-

ten ist.  

8.  

8.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel 

die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 

AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt in der Schweiz weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 

(Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

9.2 Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte 

Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen 

(vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.3 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 

28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], 

Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 

gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende 

Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer 

D-2337/2025 

Seite 7 

Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Her-

kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Gemäss 

Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer un-

zumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Si-

tuationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 

Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festge-

stellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme 

zu gewähren. Grundsätzlich besteht die Vermutung, dass sichere Drittstaa-

ten im Sinne von Art. 6a AsylG ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen ein-

halten. Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG besteht ferner die Vermutung, dass 

eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist. 

Es obliegt der betroffenen Person, diese Legalvermutungen umzustossen. 

Damit dies gelingt, hat sie ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, 

dass die Behörden des in Frage stehenden Staates im konkreten Einzelfall 

das Völkerrecht verletzen, ihr nicht den notwendigen Schutz gewähren 

oder sie menschenunwürdigen Lebensumständen aussetzen würden res-

pektive dass sie im in Frage stehenden Staat aufgrund von individuellen 

Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine exis-

tenzielle Notlage geraten würde (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.4). Der Vollzug ist 

schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der Ausländer weder 

in den Heimat- oder in den Herkunftsstaat noch in einen Drittstaat ausrei-

sen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

10.   

10.1 Nachdem der Beschwerdeführer in Österreich einen subsidiären 

Schutzstatus erhalten hat, besteht kein Anlass zur Annahme, es drohe ihm 

eine Verletzung des in Art. 33 Abs. 1 FK beziehungsweise Art. 5 Abs. 1 

AsylG verankerten Grundsatzes der Nichtrückschiebung. Österreich ist 

Signatarstaat der EMRK und der FoK, wobei es keine Veranlassung für die 

Annahme gibt, dass es seinen entsprechenden völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nicht nachkommen würde. Wie das SEM in der angefochtenen Ver-

fügung zu Recht festgehalten hat, kann sich der Beschwerdeführer als 

Schutzberechtigter zudem auf die Garantien der Richtlinie 2011/95/EU des 

europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 (Quali-

fikationsrichtlinie) berufen, die insbesondere einen Zugang zu Beschäfti-

gung (Art. 26), Bildung (Art. 27), Sozialhilfeleistungen (Art. 29), Wohnraum 

(Art. 32) und medizinischer Versorgung (Art. 30) zusichert und zu deren 

Einhaltung Österreich als EU-Mitgliedstaat völkerrechtlich verpflichtet ist. 

Aufgrund der Akten liegen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass er für 

den Fall einer Rückkehr dorthin mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer 

D-2337/2025 

Seite 8 

nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbotenen Strafe oder 

Behandlung ausgesetzt wäre. Es ist nicht von einem «real risk» auszuge-

hen, dass der Beschwerdeführer einer menschenrechtswidrigen Behand-

lung ausgesetzt wäre (vgl. bezüglich der Anforderungen für die Bejahung 

eines solchen Risikos aus gesundheitlichen Gründen EGMR-Urteil Papos-

hvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, 41738/10, § 183–193; bestä-

tigt im EGMR-Urteil Savran gegen Dänemark vom 7. Dezember 2021, 

57467/15, §§ 121–132). Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit 

als zulässig. 

10.2 Auch wenn – bei Wahrunterstellung – eine adäquate Eingliederung 

des Beschwerdeführers in die sozialen Strukturen Österreichs als Person 

mit internationalem Schutzstatus in der Vergangenheit mit Erschwernissen 

verbunden war, vermögen seine Vorbringen die hohen Anforderungen an 

eine konkrete Gefährdung nicht zu erfüllen. Beim Beschwerdeführer han-

delt es sich um einen jungen Mann, welcher bereits über ein Jahrzehnt in 

Österreich verbracht hat, von den Angeboten der dortigen Behörden Ge-

brauch machte und Arbeit fand (vgl. A28/5). Es sind keine Anhaltspunkte 

ersichtlich, welche dagegen sprächen, dass er sich an die österreichischen 

Behörden wendet, um die erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechts-

weg einzufordern. Dies ist ihm ebenfalls zuzumuten, sollte er allfälligen 

Übergriffen Dritter ausgesetzt sein.  

10.3 Hinsichtlich des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers kann 

aufgrund der Aktenlage nicht darauf geschlossen werden, er sei auf drin-

gende medizinische Behandlung angewiesen. Zwar ist den Akten zu ent-

nehmen, dass bei ihm Verhaltensstörungen durch Cannabinoide und sons-

tige akute vorwiegend wahnhafte psychotische Störungen diagnostiziert 

wurden; jedoch besteht keine Selbst- oder Fremdgefährdung (vgl. A30/6). 

Es ist davon auszugehen, dass er eine allenfalls benötigte medikamentöse 

oder psychiatrische Therapie in Österreich in Anspruch nehmen kann, zu-

mal seine Aussagen darauf schliessen lassen, dass er in der Vergangen-

heit dort bereits Zugang zu ebensolcher hatte (vgl. A28/5). 

10.4 Insgesamt besteht kein hinreichender Grund zu der Annahme, der Be-

schwerdeführer gerate bei einer Rückkehr nach Österreich in eine exis-

tenzgefährdende Situation. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann im 

Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung 

D-2337/2025 

Seite 9 

verwiesen werden, die denn ohnehin nicht bestritten werden. Der Vollzug 

der Wegweisung ist demnach zumutbar. 

10.5 Schliesslich ist der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu be-

zeichnen, da Österreich einer Rückübernahme des Beschwerdeführers zu-

gestimmt hat.  

11.  

Nach dem Gesagten erweist sich der eventualiter gestellte Antrag, hinsicht-

lich der Aufnahmebedingungen seien vorgängig Zusicherungen von den 

österreichischen Behörden einzuholen, als unbegründet und ist entspre-

chend abzuweisen. 

12.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

13.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist. Die 

Beschwerde ist abzuweisen. 

14.  

14.1 Mit Ergehen des vorliegenden Urteils wird das Gesuch um Verzicht 

auf das Erheben eines Kostenvorschusses gegenstandslos. 

14.2 Die Beschwerde erschien im Zeitpunkt der Einreichung als aussichts-

los, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung unabhängig vom Vorliegen einer allfälligen prozessualen Bedürftigkeit 

abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-2337/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

Versand: