# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 730f6ca0-ecb1-5c5d-a4c0-faa7e6440de8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.03.2025 200 2024 295
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-295_2025-03-05.pdf

## Full Text

IV 200 2024 295 
SCI/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. März 2025

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. jur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. März 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2025, IV 200 2024 295

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Sachverhalt:

A.

Der 1997 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezog in seiner Kindheit aufgrund des Geburtsgebrechens Ziff. 404 (Psy-
choorganisches Syndrom [POS]) Leistungen der Invalidenversicherung (IV) 
in Form medizinischer Massnahmen (vgl. Akten der IV [act. II] 20.196, 
20.177). Im Januar 2016 meldete sich der Versicherte als Erwachsener 
unter Hinweis auf ein POS resp. eine ADHS (Aktivitäts- und Aufmerksam-
keitsstörung) bei der IV zum Leistungsbezug an (act. II 20.132). In der Fol-
ge führte die damals zuständige IV-Stelle Freiburg medizinische und er-
werbliche Erhebungen durch. Dabei gewährte sie abermals medizinische 
Massnahmen (act. II 20.105, 20.55). Ferner sah sie eine psychiatrische-
neuropsychologische Begutachtung vor (act. II 20.24). Nachdem sich der 
Versicherte der Begutachtung widersetzt hatte (act. II 20.19), wurde er mit 
Schreiben vom 18. Dezember 2018 zur Mitwirkung aufgefordert (act. II 
20.18). Daraufhin teilte er der IV-Stelle Freiburg mit, er möchte das Dossier 
komplett schliessen und nehme keine Unterstützung in Anspruch (act. II 
20.16). Mit Verfügung vom 19. Februar 2019 (act. II 20.11) wurde das Leis-
tungsbegehren abgewiesen.

Im Februar 2023 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine kom-
plexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ein weiteres Mal bei der 
IV zum Leistungsbezug an (act. II 1). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin), welche nach dem Umzug des Versicher-
ten in den Kanton Bern für die Bearbeitung des Falles zuständig geworden 
war (act. II 20.4), medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. Dabei 
fand auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 
40 f.) eine bidisziplinäre Begutachtung durch die Dres. med. C.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und D.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
statt (Gutachten vom 18. Dezember 2023; act. II 73.1). Mit Vorbescheid 
vom 21. Dezember 2023 (act. II 74) stellte die IVB mangels invalidisieren-
den Gesundheitsschadens die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus-
sicht. Dagegen erhob der Versicherte Einwand (act. II 79; vgl. auch act. II 

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81). Nach Rücksprache mit dem RAD (act. II 83) und nach Einholung einer 
Stellungnahme bei den Dres. med. C.________ und D.________ (act. II 
86) verfügte die IVB am 7. März 2024 wie im Vorbescheid angekündigt und 
wies das Leistungsbegehren ab (act. II 87).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. jur. 
B.________, am 19. April 2024 Beschwerde und beantragte die Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung sowie die Rückweisung der Sache an die 
Beschwerdegegnerin zu Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen, 
insbesondere die Einholung eines verwaltungsexternen psychiatrischen 
Obergutachtens, und anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung. 
Gleichzeitig wurde ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt.

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2024 schloss die Beschwerdegegne-
rin unter Hinweis auf eine Stellungnahme von Dr. med. C.________ vom 
27. Mai 2024 (act. II 103) auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 23. August 2024 hielt der Beschwerdeführer unter Hinweis 
auf eine Stellungnahme von Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, lic. phil. F.________, Eidgenössisch anerkannte Psy-
chotherapeutin, und der Psychologin M.Sc. G.________, Spital 
H.________, vom 13. August 2024 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 
7) an seinen Ausführungen und Anträgen fest.

Mit Duplik vom 21. Oktober 2024 hielt die Beschwerdegegnerin unter Hin-
weis auf eine weitere Stellungnahme von Dr. med. C.________ vom 
16. Oktober 2024 (Akten der IV [act. IIB] 1) ebenfalls an ihrem Rechtsbe-
gehren fest.

Nach Anordnung von Beweismassnahmen reichte die Beschwerdegegnerin 
am 8. November 2024 die anlässlich der Begutachtung erstellten Tonauf-
nahmen beim Gericht ein (Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIC]). Am 
27. November 2024 ging zudem ein Schreiben des Beschwerdeführers 
beim Gericht ein. Nach entsprechend weiterer prozessleitender Verfügung 

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reichte der Beschwerdeführer am 17. Dezember 2024 das Urteil des Ober-
gerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 3. November 2017, 
SB10210-O/U/cw (act. I 8), und am 7. Januar 2025 das Urteil des Bezirks-
gericht Zürich, 2. Abteilung, vom 8. März 2017, DG1600355-L/U (act. I 9), 
ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 9. Januar 2025 erkannte der Instrukti-
onsrichter die Urteile der Strafgerichte in einer vom Gericht hinsichtlich der 
Drittpersonen anonymisierten Fassung zu den Akten, stellte diese den Par-
teien zu und wies die Beschwerdegegnerin an, diese nicht in ihre amtlichen 
Akten des Beschwerdeführers zu übernehmen und die Urteile nach rechts-
kräftigem Abschluss des vorliegenden Verfahrens innert 60 Tagen zu ver-
nichten.

Mit Schlussbemerkungen vom 14. und 24. Januar 2025 hielten die Parteien 
an ihren Ausführungen und Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. März 2024 (act. II 
87). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Leistungen der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des 
Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

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erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

2.4 Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenz-
beitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflo-
sigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf 
einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine neue Anmeldung 
nur geprüft, wenn darin glaubhaft gemacht wird, dass sich der Sachverhalt 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, 
wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, 
falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. 
BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 184). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung 
oder das Revisionsgesuch ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären 
und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft 
gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten 
ist. Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechts-
kräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue 
Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festge-
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. 
anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu bejahen, und hernach zu be-
schliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht 
auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 
S. 117, I 822/06 E. 2.1).

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Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 2. Februar 
2023 (act. II 1 S. 13) eingetreten, womit die Eintretensfrage hier nicht zu 
überprüfen ist (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Ferner kann die Frage, 
ob zwischen der leistungsabweisenden Verfügung vom 19. Februar 2019 
(act. II 20.11) und der hier angefochtenen Verfügung vom 7. März 2024 
(act. II 87) eine anspruchsbegründende Veränderung der erheblichen Tat-
sachen eingetreten ist (vgl. E. 2.4 hiervor), offen gelassen werden, da 
selbst bei einer in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitigen Prüfung 
(BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 
S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1) – wie nachfolgend dargelegt wird – kein An-
spruch auf IV-Leistungen besteht.

3.2 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers seit der Neuanmeldung findet sich in den Akten im Wesentlichen 
das Folgende:

3.2.1 Dr. med. E.________, lic. phil. F.________ und M.Sc. G.________ 
diagnostizierten im Bericht vom 5. April 2023 (act. II 25) mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine komplexe PTBS (ICD-11 6B41), eine mittelgradige 
depressive Episode (ICD-10 F32.1), Kontaktanlässe mit Bezug auf Kind-
heitserlebnisse - Probleme bei körperlicher Misshandlung in der Kindheit 
(ICD-10 Z61.6), andere Kontaktanlässe mit Bezug auf die Erziehung - emo-
tionale Vernachlässigung eines Kindes (ICD-10 Z62.4) sowie aktenana-
mnestisch eine einfache ADHS (ICD-10 F90.0; S. 4 Ziff. 2.5). Durch die 
länger anhaltenden und wiederholenden traumatischen Erfahrungen 
bestünden beim Beschwerdeführer ein tiefgreifendes Problem der Affektre-

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gulation, Selbstbild, Selbstwirksamkeitserwartung und andauernde Schwie-
rigkeiten in tragenden Beziehungen zu sein. Er sei in seiner Flexibilität, 
Konzentrations- und Anpassungsfähigkeit in erheblichem Mass einge-
schränkt. Die Kontakt- und Gruppenfähigkeit sei stark beeinträchtigt und 
bei bereits geringer Belastung reagiere er mit Unsicherheit, Anspannung 
und vermeidendem Verhalten. Wegen den stark ausgeprägten sozialen 
Ängsten sei seine Präsenzfähigkeit stark reduziert. Sehr niederschwellig 
seien bereits zwei arbeitsintegrative Massnahmen unternommen worden. 
Diese seien nach nur einem Tag wieder abgebrochen worden. Es bestehe 
eine Arbeitsunfähigkeit, die sicher schon länger vor dem Behandlungsbe-
ginn begonnen habe und die weiterhin bestehen werde. Der Schweregrad 
der psychischen Erkrankung sei invalidisierend. Die Rentenprüfung werde 
empfohlen (S. 3 Ziff. 2.2). Weiterhin werde der Beschwerdeführer ambulan-
te psychiatrische Behandlungen bei M.Sc. G.________ wahrnehmen. Wie 
zuvor werde es eine traumafokussierte und ressourcenstärkende Therapie 
sein. Obwohl ein intensiveres Setting wünschenswert wäre, bestehe bei 
M.Sc. G.________ eine tragende therapeutische Beziehung, welche über 
Jahre aufgebaut worden sei (S. 4 Ziff. 2.8).

3.2.2 Die Dres. med. C.________ und D.________ stellten im bidiszi-
plinären Gutachten vom 18. Dezember 2023 (act. II 73.1) keine Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit diagnostizierten sie eine einfache ADHS (ICD-10 F90.0) und einen 
Status nach Exzision eines Handgelenksganglions rechts (ICD-10 M67.43; 
S. 6 Ziff. 4.3).

Aus orthopädischer Sicht könne keine relevante funktionelle Einschränkung 
an den oberen und unteren Extremitäten festgestellt werden. Das Achsen-
organ zeige unauffällige klinische Befunde ohne Nachweis einer radi-
kulären Symptomatik bzw. neurologischer Defizite der Extremitäten. Die 
bildgebenden Veränderungen des Handgelenkes seien weitgehend un-
auffällig bei Status nach Exzision eines Handgelenkganglions vor acht Jah-
ren (S. 6 Ziff. 4.3). Bei fehlenden funktionellen Einschränkungen könnten 
die subjektiv beklagten Beschwerden nicht nachvollzogen werden (S. 5 Ziff. 
4.2).

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Aus psychiatrischer Sicht könnten die Diagnosen einer komplexen PTBS 
und einer mittelgradigen depressiven Episode nicht bestätigt werden. In der 
klinischen Untersuchung hätten sich ein unauffälliger psychopathologischer 
Befund und kaum Einschränkungen in Bezug auf die Alltagsaktivitäten ge-
zeigt. Therapeutische Massnahmen würden nicht wahrgenommen und eine 
Intensivierung von weiteren Massnahmen werde abgelehnt. Daher könne 
der Leidensdruck nicht nachvollzogen werden. Auch die in der Kindheit 
diagnostizierte ADHS könne die Beschwerden nicht erklären und eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere daraus nicht (S. 6 Ziff. 4.3). Es 
hätten sich Hinweise auf das Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeitss-
truktur ergeben, dafür spreche die Störung des Sozialverhaltens, die seit 
der frühen Kindheit beschrieben werde. Zudem scheine in Bezug auf die 
Gewaltdelikte des Beschwerdeführers kein Schuldbewusstsein oder ein 
Gefühl für sein Opfer zu bestehen, vielmehr beklage er, von seinen fal-
schen Freunden verraten worden zu sein. Ausserdem bestünden eine ge-
ringe Frustrationstoleranz sowie eine niedrige Schwelle für aggressives und 
gewalttätiges Verhalten. Eine valide Diagnose einer Persönlichkeitsstörung 
oder Persönlichkeitsakzentuierung habe aufgrund der kurzen Verhaltens-
beobachtung nicht gestellt werden können (S. 7 Ziff. 4.4). Die in den Akten 
beschriebenen Einschränkungen aufgrund der psychischen Erkrankung 
und der Unfähigkeit an arbeitsintegrativen Massnahmen teilzunehmen, 
müssten relativiert werden, da der Beschwerdeführer gegenüber der IV und 
hier angegeben habe, dass die Unlust in Bezug auf die Berufswahl der 
Grund für den Abbruch gewesen sei. Zudem habe er angegeben, dass ihm 
im Gefängnis nichts passiert sei und er sich dort sicher gefühlt habe, dies 
stehe im Widerspruch zu den Beschreibungen gegenüber der IV-Stelle und 
seinen psychiatrischen Behandlern, dass der Gefängnisaufenthalt trauma-
tisierend gewesen sei. Die Angaben des Beschwerdeführers, dass er als 
Kind von anderen Kindern gemobbt und geschlagen worden sei, stehe im 
Widerspruch zu den Angaben in den Unterlagen, dass er seit dem Kinder-
gartenalter deutliche Verhaltensauffälligkeiten und Aggressionen gezeigt 
und Kinder geplagt habe (act. II 73.1 S. 5 Ziff. 4.2 und act. II 73.3 S. 10 
Ziff. 6.2). 

Zusammenfassend führten die Gutachter aus, in beiden Fachdisziplinen 
habe keine Diagnose mit einer Einschränkung in Bezug auf die Arbeits-

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fähigkeit festgestellt werden können (S. 6 Ziff. 4.3). Zudem hätten sich auf 
beiden Fachgebieten Inkonsistenzen gezeigt (S. 5 Ziff. 4.2).

3.2.3 Dr. med. E.________, lic. phil. F.________ und M.Sc. G.________ 
bestätigten im Bericht vom 5. Februar 2024 (act. II 81) die zuvor gestellten 
Diagnosen (S. 1). Diese seien testdiagnostisch geprüft und unter Berück-
sichtigung des klinischen Eindrucks über den Behandlungsverlauf gestellt 
worden. Im Gutachten werde nur auf Teilaspekte der Diagnosekriterien 
eingegangen und insbesondere werde das ausgeprägte Vermeidungsver-
halten des Beschwerdeführers als fehlende Motivation oder Unbeteiligtsein 
interpretiert, was eine Fehlinterpretation der vorliegenden Symptomatik 
darstelle (S. 2 Ziff. 1). Im revidierten Beck Depressionsinventar (BDI-II) 
würden die Kriterien einer mittelschweren Depression erfüllt (Gesamtwert 
von 22). Eine hohe Ausprägung lasse sich bei Selbstvorwürfen, Interesse-
losigkeit, Entschlussunfähigkeit, Konzentrationsfähigkeits- und Energiever-
lust feststellen. Obwohl die Depression ein der komplexen PTBS unterge-
ordnetes Störungsbild darstelle, sei die Diagnose aufgrund der markanten 
Symptomausprägung als separate Störung gerechtfertigt (S. 2 f. Ziff. 2). 
Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer könne derzeit 
nicht nachhaltig integriert werden oder gewinnbringende Arbeit leisten. Er 
sei in seiner Flexibilität, Konzentrations- und Anpassungsfähigkeit in erheb-
lichem Mass eingeschränkt. Die Kontakt- und Gruppenfähigkeit sei stark 
beeinträchtigt und bei bereits geringer Belastung reagiere er mit Unsicher-
heit, Anspannung und vermeidendem Verhalten. Wegen den stark ausge-
prägten sozialen Ängsten sei seine Präsenzfähigkeit stark reduziert (S. 4 
Ziff. 6). Die vorliegenden Symptome und Diagnosen seien (entgegen der 
Darstellung im Gutachten) invalidisierend (S. 4 Ziff. 7).

3.2.4 Am 21. Februar 2021 nahmen die Gutachter Dres. med. 
C.________ und D.________ von der Beschwerdegegnerin hierzu aufge-
fordert unter Verweis auf ihr Gutachten Stellung (act. II 86). Bezüglich der 
komplexen PTBS führten sie aus, der Beschwerdeführer habe sich bei der 
Schilderung diverser Gewalterfahrungen weder emotional beteiligt gezeigt 
noch habe sich ein besonderes Vermeidungsverhalten in der Verhaltens-
beobachtung gezeigt. Auch habe er detailliert und ausführlich über einige 
dieser Gewalterfahrungen berichtet (S. 1). Zusammenfassend werde an 

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der gutachterlichen Beurteilung festgehalten. Eine komplexe PTBS könne 
nicht bestätigt werden. Bezüglich der Diagnose einer Depression sei in der 
gutachterlichen Untersuchung kein BDI-II durchgeführt worden; dafür sei 
das Mini-ICF-APP beigezogen worden, welches keine massgeblichen Ein-
schränkungen gezeigt habe. Des Weiteren hätten sich im psychiatrischen 
Befund keine Hinweise erheben lassen, dass eine Depression vorliege 
(S. 2). Gesamthaft ergäben sich aus dem Schreiben vom 5. Februar 2024 
(act. II 81) keine neuen Aspekte, die eine Änderung der gutachterlichen 
Einschätzung begründeten (S. 3).

3.2.5 Dr. med. E.________, lic. phil. F.________ und M.Sc. G.________ 
führten im Schreiben vom 17. April 2024 (act. I 4) an die Rechtsvertreterin 
des Beschwerdeführers aus, die Begutachtung (durch Dr. med. 
C.________) weise verschiedene Mängel auf. Dies werde durch die kom-
plette Anhörung der Tonaufnahmen bestätigt. Die Gutachterin habe die 
Traumatrias nicht differenziert erfragt und auf eine Vertiefung der Angaben 
verzichtet. Überdies habe sie zwar anerkannt, dass wohl eine pathologi-
sche Persönlichkeitsstruktur vorliege, jedoch habe sie keine weitere Dia-
gnostik initiiert. Ebenso habe sie auf die Testdiagnostik betreffend Trauma-
folgestörungen vollständig verzichtet und deute die Einschränkungen, 
Symptome und Verhaltensweisen als fehlende Motivation oder fehlenden 
Leidensdruck. Dies sei eine Fehlinterpretation. Daher werde empfohlen, ein 
weiteres Gutachten zu erstellen mit Berücksichtigung der traumatisieren-
den Aspekte und Traumakriterien, allenfalls in einer Fachstelle für Psycho-
traumatologie. Deshalb werde die Einsprache unterstützt und die erneute 
Prüfung der Leistungspflicht empfohlen (S. 2 f.).

3.2.6 Dr. med. C.________ nahm von der Beschwerdegegnerin hierzu 
aufgefordert am 27. Mai 2024 nochmals Stellung (act. II 103). Der Be-
schwerdeführer habe während der Untersuchung und Schilderung von be-
lastenden Themen nicht besonders angespannt gewirkt. Er habe selbstän-
dig von den belastenden Themen berichtet. Eine Störung der Konzentration 
habe er nicht erwähnt. Ein solche habe sich in der klinischen Untersuchung 
auch nicht objektivieren lassen. Weiter habe der Beschwerdeführer von 
einem ungestörten Schlaf berichtet. Er habe keine erhöhte Grundanspan-
nung oder Wachsamkeit gezeigt. Zusätzlich habe er einen unauffälligen, 

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strukturierten und aktiven Tagesablauf geschildert. Das erhöhte 
Sprechtempo könne somit nicht als Symptom gegenwärtiger Bedrohung 
gewertet werden (S. 2). In der gutachterlichen Untersuchung habe der Be-
schwerdeführer angegeben, während der Haftstrafe keine traumatisieren-
den Erlebnisse gemacht zu haben. Insgesamt hielt Dr. med. C.________ 
an der Einschätzung des Gutachtens fest. Es würden sich keine neuen 
Aspekte ergeben, welche eine Veränderung der Beurteilung im Gutachten 
begründen könnten (S. 5).

3.2.7 Dr. med. E.________, lic. phil. F.________ und M.Sc. G.________ 
hielten im Schreiben vom 13. August 2024 (act. I 7) an die Rechtsvertrete-
rin des Beschwerdeführers an ihren bisherigen Stellungnahmen fest (S. 1). 
Weiterhin würden die Äusserungen und das Verhalten des Beschwerdefüh-
rers unterschiedlich gewertet. Während die seit vier Jahren involvierte Psy-
chotherapeutin durch die tragende therapeutische Beziehung und die be-
gleiteten Expositionsverfahren Zusammenhänge mit den Traumakorrelaten 
assoziiere und Aspekte von Äusserungen in unterschiedliche Kontexte ein-
betten könne, würden diese Faktoren von der Gutachterin anders interpre-
tiert. Daher werde dringend eine erneute Prüfung der Leistungspflicht emp-
fohlen (S. 2 f.). 

3.2.8 Dr. med. C.________ verwies in ihrer Stellungnahme vom 16. Ok-
tober 2024 (act. IIB 1) auf die bisherigen Stellungnahmen. Die diskrepante 
Beurteilung der Sachverständigen und der Therapeutin liege eventuell oder 
nicht zuletzt daran, dass von Seiten der Therapeutin eine professionelle 
Distanz und Beurteilung aufgrund der langjährigen therapeutischen Bezie-
hung offensichtlich nicht mehr möglich erscheine (S. 1). Zusammenfassend 
hielt sie an der Beurteilung im Gutachten sowie den Stellungnahmen fest 
(S. 2). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 
V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
massgeblich auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. C.________ 
und D.________ vom 18. Dezember 2023 (act. II 73.1) – samt der Stel-
lungnahme vom 21. Februar 2024 (act. II 86) – gestützt. Dieses Gutachten 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
einer Expertise gestellten Anforderungen und überzeugt. Die Beurteilungen 
basieren auf umfassenden Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten 
Beschwerden und wurden in Kenntnis und nach Auseinandersetzung mit 
den Vorakten erstattet. Sie leuchten in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 
Folglich kommt dem Gutachten voller Beweiswert zu (vgl. E. 3.3 hiervor). 
Ferner hat die Gutachterin Dr. med. C.________ in ihren Stellungnahmen 
vom 27. Mai 2024 (act. II 103) und 16. Oktober 2024 (act. IIB 1) einlässlich 
und überzeugend zur Kritik der behandelnden Psychologin M.Sc. 

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G.________ und der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (vgl. Be-
schwerde S. 5 Ziff. 1.4) Stellung genommen (vgl. E. 3.4.2.2 f. hiernach). 
Inwiefern die Gutachter ihre Beurteilung gestützt auf lückenhafte Akten 
getroffen haben sollen (Beschwerde S. 5 Ziff. 1.3) ist nicht ersichtlich und 
wird auch nicht substantiiert geltend gemacht. Aus der umfangreichen Ak-
tenzusammenfassung geht klar hervor, dass die Gutachter über eine um-
fassende Aktenkenntnis verfügt haben (vgl. act. II 73.2). Weder im Verwal-
tungsverfahren noch im vorliegenden Beschwerdefahren wurden medizini-
sche Berichte benannt oder eingereicht, welche von den Gutachtern un-
berücksichtigt geblieben wären. Auf das Gutachten samt Stellungnahmen 
ist somit abzustellen. Daran ändert die Kritik des Beschwerdeführers, un-
terstützt von seiner behandelnden Psychologin, nichts (Schlussbemerkung 
vom 14. Januar 2025 S. 3 Ziff. 3).

3.4.1 Im Hinblick auf die Beurteilung des somatischen Gesundheitszu-
standes hat der Gutachter Dr. med. D.________ einlässlich begründet, 
dass aus orthopädischer Sicht keine relevanten funktionellen Einschrän-
kungen der oberen und unteren Extremitäten und unauffällige klinische 
Befunde des Achsenorgans bestehen. Entsprechend stellte er keinen inva-
lidisierenden Gesundheitsschaden fest und attestierte keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit (act. II 73.1 S. 6 ff. Ziff. 4.3 und 4.5 ff.; vgl. auch act. II 
73.4 S. 9 ff. Ziff. 6.3 und 7.1 f.). Diese Einschätzung überzeugt und wird 
denn auch von den Parteien nicht bestritten. Darauf ist abzustellen. 

3.4.2 Aus psychiatrischer Sicht hat die Gutachterin Dr. med. C.________ 
ausführlich und nachvollziehbar begründet, dass keine Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit besteht und somit kein invalidisierender 
Gesundheitsschaden ausgewiesen ist (act. II 73.1 S. 5 f. Ziff. 4.2 f. und 
73.3 S. 11 f. Ziff. 6.3).

3.4.2.1 Die gegen die Einschätzung von Dr. med. C.________ vorgebrach-
te Kritik verfängt nicht. Wenn der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht 
die Objektivität der psychiatrischen Gutachterin in Frage stellt (Schlussbe-
merkung vom 14. Januar 2025 S. 3 Ziff. 3), kann ihm offensichtlich nicht 
gefolgt werden. Konkrete Umstände, die den Anschein der Befangenheit 
und die Gefahr der Voreingenommenheit von Dr. med. C.________ (auf-
grund der Vorgeschichte des Beschwerdeführers und seiner Zeit in Haft) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2025, IV 200 2024 295

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objektiv zu begründen vermöchten, sind nicht ersichtlich und werden im 
Übrigen auch nicht substantiiert geltend gemacht. Zudem liegen keine Hin-
weise dafür vor, dass die Gutachterin ihren Bericht nicht neutral und sach-
lich abgefasst hätte (vgl. BGE 147 V 79 E. 7.4.4 S. 84, 132 V 93 E. 7.2.2 
S. 110). 

Auch soweit beschwerdeweise – unterstützt durch die Psychologin M.Sc. 
G.________ – die offene Fragestellung im psychiatrischen Gutachten kriti-
siert wird (Beschwerde S. 5 Ziff. 1.4; vgl. auch act. I 4 S. 2), kann dem Be-
schwerdeführer nicht gefolgt werden. Die Gutachterin hat in nicht zu bean-
standender Weise einfach verständliche Fragen gestellt und diese gezielt 
auf die Begutachtung ausgerichtet. Das Untersuchungsgespräch war ein-
lässlich, was die Tonaufnahme bestätigt. Die vom Beschwerdeführer ge-
stützt auf die Ausführungen der behandelnden Psychologin verlangten 
konkreten Fragen, wie sie die Gutachterin dem Beschwerdeführer angeb-
lich hätte stellen müssen (Beschwerde S. 5 Ziff. 1.4; act. I 4 S. 2), beinhal-
ten suggestive Elemente und sind damit im Rahmen einer Begutachtung 
insoweit unzulässig. Ob solche Fragen im Rahmen des Behandlungsset-
tings allenfalls zulässig wären, braucht hier nicht abschliessend geklärt zu 
werden. Das Gutachten weist damit keine formellen Mängel auf.

3.4.2.2 Weiter vermag die divergierende Auffassung im Bericht vom 5. April 
2023 (act. II 25), in welchem namentlich aufgrund einer komplexen PTBS 
und einer mittelgradigen depressiven Episode eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit attestiert und advokatorisch für eine Berentung plädiert wird 
(S. 2 f. Ziff. 2.2 und 2.5; vgl. auch act. II 81, act. I 4 und 7), keine (auch nur 
leichten) Zweifel am Beweiswert des Gutachtens zu wecken. Vorab wurde 
im besagten Bericht – wie auch in den zahlreichen weiteren Stellungnah-
men (act. II 81; act. I 4 und 7) – nicht ansatzweise begründet, warum der 
Beschwerdeführer (auch in einer eventuell angepassten Tätigkeit) vollstän-
dig arbeitsunfähig sein soll. Dagegen hat sich die psychiatrische Gutachte-
rin mit der von der behandelnden Psychologin postulierten komplexen 
PTBS einlässlich auseinandergesetzt und – entgegen der Auffassung in 
der Beschwerde (S. 6 Ziff. 1.5) – nachvollziehbar begründet, warum die 
besagte Diagnose nicht gestellt werden kann. Dabei legte sie dar, dass für 
eine PTBS neben dem traumatischen Ereignis auch die Symptomatik aus 
Wiedererleben, Überregung und Vermeidungsverhalten vorliegen muss, 

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was jedoch beim Beschwerdeführer nicht gegeben sei. Insbesondere habe 
er weder Flashbacks noch Albträume (act. II 73.3 S. 11 Ziff. 6.3; vgl. auch 
act. II 86 S. 1 f. und 103 S. 2). 

Obwohl das Behandlerteam die Akten der IV angefordert und erhalten hatte 
(act. II 78), hat es sich auch nicht ansatzweise mit der kriminellen Vergan-
genheit und der kriminellen Energie des Beschwerdeführers und dessen 
offensichtlichem Drang, sich in unzutreffender Weise als Opfer und nicht 
als Täter zu sehen (was sich auch aus der Tonaufnahme des psychiatri-
schen Gutachtens ergibt), auseinandergesetzt. Dass die vom Beschwerde-
führer als traumatisierend beschriebene Gefangenschaft (act. II 25 S. 3 
Ziff. 2.1) auf ein gerichtlich sanktioniertes Verhalten und entsprechend 
rechtmässiges Handeln des Staates zurückgeht, blendet das Behandler-
team bei seiner Einschätzung aus. Wenn dabei aus dem Umstand, dass 
der Beschwerdeführer wegen mehrfachen Raubes und mehrfachen sexuel-
len Handlungen mit einem Kind zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten 
verurteilt worden ist, wobei die Freiheitsstrafe im Umfang von 24 Monaten 
aufgeschoben wurde und die übrige Freiheitsstrafe von 8 Monaten in Halb-
gefangenschaft vollzogen wurde (vgl. diesbezüglich insbesondere die ge-
richtlich edierten Strafurteile; vgl. auch act. II 20.35), heute ein belastendes 
Ereignis bzw. eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastro-
phenartigen Ausmasses und darauf basierend eine komplexe PTBS herge-
leitet wird, so kann dem offensichtlich nicht gefolgt werden.

Gleiches gilt, wenn das Behandlerteam die diagnostizierte komplexe PTBS 
alternativ auf die Behauptung angeblicher Misshandlungen in der Kindheit 
aufbaut. Die Angaben des Beschwerdeführers bezüglich der erlebten phy-
sischen und psychischen Gewalt während der Kindheit, auf welche unkri-
tisch die Diagnose einer komplexen PTBS aufgebaut wird (vgl. act. II 25 
S. 3 Ziff. 2.2, 81 S. 3 Ziff. 3), sind unglaubwürdig. Soweit das Behandler-
team gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers davon ausgeht, 
dass dieser von allen in seiner Betreuung involvierten Personen (Mutter, 
Vater, Tante, Grossmutter; später unter Auslassung der Grossmutter [je-
doch nur weil er ihr verzeihe; vgl. Tonaufnahme]) misshandelt worden sei 
und in der Schule das Opfer der Mitschüler gewesen sei, er sich in den 
Pausen auf der Toilette eingeschlossen habe, da er Gewalt von Gleichaltri-
gen erlebt habe (act. II 25 S. 3 Ziff. 2.1 und 81 S. 3 Ziff. 3), so widerspricht 

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dies den echtzeitlichen Akten. Gewalttätig war (auch bereits in der Schule; 
vgl. act. II 20.210 S. 1 Ziff. 2.1, 20.209 S. 3 f., 20.41 S. 2 Ziff. 1.4) der in-
zwischen kampfsportgewohnte (vgl. diesbezüglich insbesondere die ge-
richtlich edierten Strafurteile) und nach wie vor offenbar auf höchstem Ni-
veau wettkampfmässig agierende Beschwerdeführer (vgl. diesbezüglich die 
Angaben des Beschwerdeführers unter: www.I.________.ch; unter …). 
Weiter geht aus den Akten hervor, dass sich die Mitglieder der Kernfamilie 
während langen Jahren immer wieder um den Beschwerdeführer geküm-
mert und versucht haben, ihm Perspektiven zu bieten (vgl. u.a. act. II 
20.120, 20.84). Ferner bestehen – entgegen der Behauptung des Be-
schwerdeführers (act. II 14 S. 7 und 73.3 S. 2 Ziff. 3.2) – in den echtzeitli-
chen Akten keinerlei Anzeichen dafür, dass die (ärztlich verschriebene und 
kontrollierte) Medikation mit Ritalin bzw. Concerta (act. II 20.209, 20.180) 
nicht lege artis erfolgt und angewandt worden wäre. Dass er wegen Suizid-
gedanken zum Vater gezogen wäre (act. II 25 S. 3 Ziff. 2.1), findet eben-
falls keine Stütze in den echtzeitlichen Akten, insbesondere nicht in den 
umfassenden Berichten der damals behandelnden Dr. med. J.________, 
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, und 
K.________, Fachpsychologe FSP (act. II 20.210, 20.209, 20.179, 20.135, 
20.41). Schliesslich finden sich auch in den in den Vorakten enthaltenen 
Auszügen aus den Strafakten des Jugendgerichts des Kantons Freiburg 
(act. II 20.110), wo der Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 18. Februar 
2016 wegen sexuellen Handlungen mit Kindern zu fünf Tagen Arbeitsleis-
tung verurteilt worden war (act. II 20.110 S. 31), und den zusätzlich gericht-
lich edierten Strafurteilen aus dem Kanton Zürich (act. I 8 und 9) keine Be-
lege dafür, dass die vom Beschwerdeführer inzwischen gegenüber seinem 
gesamten familiären Umfeld erhobenen Beschuldigungen zutreffen könn-
ten. 

Die von der behandelnden Psychologin angenommenen starken sozialen 
Ängste (act. II 25 S. 2 f. Ziff. 2.1 f., 81 S. 3 Ziff. 3) lassen sich gestützt auf 
die Akten nicht nachvollziehen. Sie sind insbesondere mit der Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer intensiv Kampfsport betreibt mit entsprechen-
den Trainings und Wettkämpfen, wovon die immer wieder behandelten 
körperlichen Verletzungen zeugen (vgl. u.a. act. II 17 S. 6 f.), nicht verein-
bar. Zudem hat der Beschwerdeführer gegenüber der Gutachterin selbst 

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angegeben, dass er Personenansammlungen, Bars, Clubs etc. meide, weil 
er nicht wieder kriminell werden wolle und wisse, dass er nach dem Kon-
sum von Alkohol aggressiv reagiere (act. II 73.3 S. 2 f. Ziff. 3.2; vgl. auch 
die entsprechenden Tonaufnahmen). Dass der Beschwerdeführer Kampf-
sport auf höchstem schweizerischem Niveau betreiben kann, zeigt im Übri-
gen auch, dass er ihm zusagende Tätigkeiten gezielt und konzentriert aus-
üben kann. Diesbezüglich gab er gegenüber Dr. med. C.________ denn 
auch an, dass die Unlust in Bezug auf die Berufswahl der Grund für den 
Abbruch der arbeitsintegrativen Massnahmen gewesen sei (act. II 73.1 S. 5 
Ziff. 4.2). 

3.4.2.3 Hinsichtlich der vom Behandlerteam diagnostizierten mittelgradigen 
depressiven Episode (act. II 25 S. 4 Ziff. 2.5, 81 S. 1) führte Dr. med. 
C.________ nachvollziehbar aus, dass sich anlässlich der Begutachtung 
klinisch ein unauffälliger psychopathologischer Befund und namentlich kei-
ne depressive Symptomatik gezeigt habe, dies insbesondere auch nicht in 
Bezug auf die Alltagsaktivitäten (act. II 73.1 S. 6 Ziff. 4.3 und 73.3 S. 12 
Ziff. 6.3; vgl. auch act. II 86 S. 2). Dies überzeugt. 

Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 8 Ziff. 1.7) ändert daran 
der BDI-II Fragebogen vom 21. Dezember 2021 (act. I 3) nichts, in wel-
chem ein BDI-II von 22 Punkten ermittelt wurde (vgl. act. II 25 S. 4 Ziff. 2.5 
und 81 S. 2 Ziff. 2). Dieser enthält keine Hinweise, welche die Beurteilung 
der Gutachterin als fehlerhaft erscheinen liessen, denn solche Tests beru-
hen auf der Angabe resp. Selbsteinschätzung der getesteten Personen und 
dienen einzig der Überprüfung des klinischen Befundes (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 2. Dezember 2010, 8C_486/2010, E. 3.1.2). 
Abgesehen davon ist nach der Rechtsprechung ein Administrativgutachten 
nicht stets in Frage zu stellen, bloss weil es zu anderen Einschätzungen als 
die behandelnden Ärzte gelangt. Vorbehalten bleiben Fälle, in welchen sich 
eine klärende Ergänzung oder direkt eine abweichende Beurteilung auf-
drängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärztli-
cher Interpretation entspringende Aspekte benennen (Entscheid des BGer 
vom 21. April 2020, 8C_147/2020, E. 3.2). Solche Aspekte werden von der 
Psychologin bzw. dem Behandlerteam jedoch nicht genannt und sind auch 
anderweitig nicht ersichtlich.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2025, IV 200 2024 295

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3.4.2.4 Dass Dr. med. C.________ die Frage aufgeworfen hat, ob beim 
Beschwerdeführer allenfalls eine dissoziale Persönlichkeitsstruktur vorlie-
gen könnte (act. II 73.1 S. 7 Ziff. 4.4), ist angesichts seines wiederholten 
kriminellen Verhaltens nachvollziehbar. Dabei ist jedoch auch zu beachten, 
dass das kriminelle Verhalten des Beschwerdeführers nicht für sich einen 
Gesundheitsschaden darstellt und auch nicht Folge eines Gesundheits-
schadens ist, mithin keinen Anspruch auf Leistungen der IV begründen 
kann. So hatte bereits das Bezirksgericht Zürich keinerlei Anlass, an der 
Gesundheit des Beschwerdeführers zu zweifeln (vgl. Urteil vom 8. März 
2017 S. 15 ff. Ziff. 3; in den Gerichtsakten). Das Obergericht des Kantons 
Zürich hat dann gar ausdrücklich festgehalten, dass der Beschwerdeführer 
gesund sei und nicht einzusehen sei, weshalb er nicht arbeite (vgl. Urteil 
vom 3. November 2017 S. 10 Ziff. 3.3; in den Gerichtsakten). Offensichtlich 
ergaben sich im gesamten Strafverfahren keine Anhaltspunkte dafür, dass 
beim Beschwerdeführer ein Gesundheitsschaden vorliegen könnte. 

3.4.2.5 Abschliessend bleibt festzuhalten, dass im Zusammenhang mit der 
von der psychiatrischen Gutachterin diagnostizierten ADHS (act. II 73.1 
S. 6 Ziff. 4.3), sowie der daraus abzuleitenden Auswirkungen auf die Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit ein gesondertes strukturiertes Beweisverfah-
ren (vgl. BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296) durch das 
Gericht nicht nötig ist. Ein solches bleibt entbehrlich, wenn – wie hier – im 
Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in 
nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteili-
gen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen 
Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7 
S. 228).

3.5 Zusammenfassend ist weder aus somatischer noch aus psychiatri-
scher Sicht ein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen. Da 
deshalb keine Invalidität im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 hiervor) vorliegt, be-
steht kein Anspruch auf Leistungen der IV. 

Der Sachverhalt ist gestützt auf die vorliegenden Akten hinreichend erstellt, 
weshalb – entgegen dem Antrag in der Beschwerde (S. 2 Ziff. I 1) – keine 
weiteren Beweiserhebungen und insbesondere keine weitere psychiatri-
sche Begutachtung notwendig ist.

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3.6 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer – unter Vor-
behalt der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 4.3 hiernach) – zur Bezah-
lung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ent-
nommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

4.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

4.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).

4.3.2 Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist angesichts der sozial-
hilferechtlichen Unterstützung ausgewiesen (act. I 5 f.). Auch kann der Pro-
zess gerade noch nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden 
und die Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung ist zu bejahen. Mithin 
sind die Voraussetzungen für die Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2025, IV 200 2024 295

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Rechtspflege vorliegend erfüllt. Das entsprechende Gesuch des Be-
schwerdeführers ist gutzuheissen und es ist ihm Rechtsanwältin Dr. jur. 
B.________ als amtliche Anwältin beizuordnen.

4.3.3 Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwältin 
Dr. jur. B.________.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 29. Januar 2025 macht Rechtsanwältin 
Dr. jur. B.________ einen Aufwand von 19.5 Stunden bzw. ein Honorar von 
Fr. 5’265.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 183.25 sowie Mehrwertsteuer von 
Fr. 441.30 (8.1 % auf Fr. 5'448.25) geltend, was nicht zu beanstanden ist. 
Folglich wird der tarifmässige Parteikostenersatz für dieses Verfahren auf 
Fr. 5'889.55 festgesetzt. Davon ist Rechtsanwältin Dr. jur. B.________ 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtli-
ches Honorar von Fr. 3'900.-- (19.5 h x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 183.25 und Mehrwertsteuer von Fr. 330.75 (8.1 % von Fr. 4’083.25), 
total somit eine Entschädigung von Fr. 4'414.--, auszurichten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 113 VRPG 
i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezem-
ber 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2025, IV 200 2024 295

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin Dr. jur. B.________ als amtliche Anwältin wird gutge-
heissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 5'889.55 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwältin Dr. jur. B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 4'414.-- 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. jur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2025, IV 200 2024 295

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.