# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b80ad380-2dba-52b4-a2f9-aba6d382e58b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.02.2012 D-709/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-709-2011_2012-02-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­709/2011

U r t e i l   v om   1 5 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter Robert Galliker, Richter Gérard Scherrer,
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

Parteien A._______, geboren (…),
Afghanistan,
vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther, Rechtsanwalt,
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 13. Januar 2011 / N _______.

D­709/2011

Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  eigenen  Angaben  zufolge  aus  B._______,  C._______, 
stammende  Beschwerdeführer  afghanischer  Staatsangehörigkeit  seinen 
Heimatstaat  Anfang  Oktober  2010  verliess  und  über  D._______, 
E._______,  F._______  und G._______  bis  in  die Schweiz  reiste, wo er 
am 5. Dezember 2010 im Empfangs­ und Verfahrenszentrum (EVZ) (…) 
um Asyl nachsuchte,

dass  am  7.  Dezember  2010  eine  Knochenaltersbestimmung 
vorgenommen wurde, welche ein Skelettalter von mindestens (…) Jahren 
ergab,

dass  der  Beschwerdeführer  am  14.  Dezember  2010  im  EVZ  (…) 
summarisch  zu  seinen  Asylgründen  befragt  und  ihm  gleichzeitig  das 
rechtliche Gehör  zum Ergebnis  der Knochenaltersbestimmung  und  zum 
Umstand,  dass  das  BFM  die  angeführte  Minderjährigkeit  als  nicht 
glaubhaft erachte, gewährt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer überdies am 17. Dezember 2010 
vertieft anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuches  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  in  seiner  Kindheit  sei  sein  Vater  –  ein 
Kommandeur  oder  Offizier  der  Partei  H._______  –  von  Leuten  der 
verfeindeten Partei I._______ ermordet worden,

dass  er  danach  zusammen  mit  seiner  Mutter,  seinen  beiden  Brüdern 
sowie  den  väterlichen  Grosseltern  und  Tanten  nach  D._______ 
gegangen sei, wo sie zusammen acht Jahre gelebt hätten,

dass  sie  jedoch  wegen  der  dortigen  Überschwemmungen  Anfang 
Oktober 2010 beziehungsweise zwei bis drei Monate vor seiner Ausreise 
und  somit  im  Juli/August  2010  (vgl.  A1,  S.  2  und  A14,  S.  2)  nach 
Afghanistan  zurückgekehrt  und  gemeinsam  in  ein  Haus  nach  Kabul 
gezogen seien,

dass der Beschwerdeführer  sich  vor Nachstellungen  seitens der Feinde 
seines  Vaters  gefürchtet  und  deshalb  kurz  nach  der  Rückkehr  in  seine 
Heimat Afghanistan wieder verlassen habe,

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dass  der  Beschwerdeführer  den  Asylbehörden  einen  für  afghanische 
Staatsangehörige  ausgestellten  Identitätsausweis  aus  D._______ 
einreichte,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  13.  Januar  2011  –  eröffnet  am  20. 
Januar 2011 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni  1998  (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch nicht  eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung  im Wesentlichen anführte,  in Anbetracht 
der Gesamtumstände  (Knochenaltersbestimmung;  Erscheinungsbild  des 
Beschwerdeführers;  diverse  Ungereimtheiten  zur  Angabe  seines  Alters 
im  Verlauf  des  Verfahrens;  keine  Einreichung  eines  rechtsgenüglichen 
Identitätsausweises  trotz  mehrfacher  Aufforderung)  bleibe  die  vom 
Beschwerdeführer  behauptete  Minderjährigkeit  unbewiesen,  und  es 
müsse  der  Schluss  gezogen  werden,  dass  es  sich  bei  ihm  entgegen 
seinen Angaben um eine volljährige Person handle, weshalb die direkte 
Anhörung ohne Vertrauensperson durchgeführt worden sei,

dass  aufgrund  stereotyper  und  unsubstanziierter  Angaben  des 
Beschwerdeführers zur Bewältigung seines gesamten Reiseweges keine 
entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  ihm  verunmöglichten,  Reise­ 
oder Identitätspapiere aus seiner Heimat einzureichen,

dass  davon  auszugehen  sei,  der  Beschwerdeführer  verfüge  hier  über 
heimatliche  Ausweisdokumente,  diese  aber  den  schweizerischen 
Behörden zwecks Erlangung eines zweifelhaften Vorteils vorenthalte,

dass er die geltend gemachte Gefährdung, die ihm in seiner Heimat von 
den damaligen Gegnern seines Vaters drohe, nicht näher zu präzisieren 
vermocht habe,

dass er nur rudimentäre Angaben zur Tätigkeit seines Vaters und dessen 
Funktion  innerhalb  der  Partei  H._______  habe machen  können,  die  zu 
den geschilderten Feindseligkeiten geführt hätten,

dass  ein  diesbezügliches  Mindestmass  an  Kenntnissen  jedoch 
vorausgesetzt  werden  müsse,  wenn  dies  zur  Flucht  des 
Beschwerdeführers geführt haben sollte,

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dass  das  sich  regelmässige  Anbieten  in  den  Strassen  Kabuls  für  eine 
Arbeit auf dem Bau nicht gerade für ein Verhalten einer Person spreche, 
die sich fürchte, entdeckt zu werden,

dass  sein  jüngerer  Bruder  aus  dem  abgeleiteten Gefährdungsprofil  des 
Vaters ebenfalls gefährdet sein müsste, dieser sich  jedoch nach wie vor 
in Kabul aufhalten und dort als Schuhputzer arbeiten soll,

dass diese Tätigkeit in der Öffentlichkeit keineswegs auf eine Gefährdung 
schliessen lasse,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers somit  insgesamt betrachtet 
als nicht glaubhaft zu bewerten seien und diese noch weitere, durchaus 
wesentliche Ungereimtheiten enthielten,

dass  jedoch  aufgrund  der  Offensichtlichkeit  der  erwähnten 
Ungereimtheiten darauf verzichtet werden könne, auf diese im Einzelnen 
einzugehen,

dass er die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle 
und  aufgrund  der  Aktenlage  keine  zusätzlichen  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass somit gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht 
einzutreten sei,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  26.  Januar  2011  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  in  materieller  Hinsicht  beantragte,  die  Verfügung  der  Vorinstanz 
vom 13. Januar 2011 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei die Sache 
zur  materiellen  Prüfung  des  Asylgesuchs  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen,  eventualiter  sei  die  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen,  zudem  sei  ihm  in  prozessualer  Hinsicht  die  unentgeltliche 
Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
zu  gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  sei  zu 
verzichten,

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dass mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Februar 2011 
die  Beurteilung  des  Gesuchs  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  auf  einen  späteren 
Zeitpunkt  verschoben  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
verzichtet  wurde,  der  Instruktionsrichter  das  Gesuch  um  unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG jedoch abwies,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Februar 2011 seine am 
16. September 2010 in Kabul ausgestellte Taskira nachreichte,

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 28. Juni 2011 in Anwendung von 
Art. 57 VwVG zur Einreichung einer Stellungnahme bis zum 13. Juli 2011 
eingeladen wurde,

dass  das  BFM  sich  mit  Eingabe  vom  12.  Juli  2011  fristgemäss 
vernehmen liess und insbesondere darauf hinwies, der Beschwerdeführer 
verfüge in Kabul über ein tragfähiges Beziehungsnetz,

dass  es  im  Übrigen  auf  seine  Erwägungen  verwies,  an  denen  es 
vollumfänglich  festhalte  und  daher  die  Abweisung  der  Beschwerde 
beantrage,

dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom  18.  Juli  2011  das 
Replikrecht gewährt wurde,

dass  er  sich  mit  Eingabe  vom  16.  August  2011  zur  damals  aktuellen 
Lebens­  und  Wohnsituation  seiner  Familienangehörigen  in  Kabul 
äusserte, das Bundesverwaltungsgericht über seine Aktivitäten auf einem 
Weblog  unterrichtete,  mitteilte,  sein  in  der  Schweiz  lebender  Stiefvater 
habe  sich,  da  seit  rund  vier  Wochen  keine  Kontaktaufnahme  mit  der 
Familie mehr möglich gewesen sei, nach Afghanistan zur Suche nach der 
Familie  begeben,  und  diesbezügliche  Auskünfte  würden  nach  der 
Rückkehr so rasch als möglich nachgeliefert,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Zwischenzeit  –  trotz  der  in 
Aussichtstellung von weiteren Auskünften zur Lebens­ und Wohnsituation 
seiner Familienangehörigen in Afghanistan und zu seinen Aktivitäten auf 
dem World Wide Web – keine weiteren Eingaben machte,

und zieht in Erwägung,

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  Beschwerde  führende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  sich  namentlich  aus  den  Verfahrensakten  keine  Anhaltspunkte 
ergeben,  welche  zu  Zweifeln  an  der  Urteilsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  Anlass  geben  würden,  weshalb  er  unter  diesen 
Umständen,  ungeachtet  einer  allfälligen  Glaubhaftigkeit  seiner  geltend 
gemachten Minderjährigkeit, als prozessfähig zu erachten ist,

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 
2011/9 E. 5),

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 

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aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen),

dass  bei  dem  am  1.  Januar  2007  in  Kraft  getretenen 
Nichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf 
welchen  sich  die  hier  angefochtene  Verfügung  stützt,  die  Besonderheit 
besteht,  dass  das  BFM  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  das 
offenkundige Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 
AsylG  und  das  offenkundige  Fehlen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. Art.  32 Abs. 3 
Bstn.  b  und  c  AsylG),  weshalb  insoweit  bei  dagegen  erhobenen 
Beschwerden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  deren  Vollzugs  die 
Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht 
beschränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in 
Verbindung  mit  Art. 83  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch materiell 
zur Sache äussert,

dass  der  Beschwerdeführer  in  formeller  Hinsicht  rügt,  seine  Anhörung 
durch  das  BFM  hätte  im  Beisein  einer  Vertrauensperson  durchgeführt 
werden sollen,

dass  er  als  sein  Geburtsjahr  (…)  angab  und  zum  Zeitpunkt  der 
vorinstanzlichen  Anhörung  vom  17.  Dezember  2010  noch  minderjährig 
gewesen wäre,

dass die Vorinstanz aber zu Recht auf diesbezügliche Erwägungen und 
allenfalls  weitere  Abklärungen  im  Heimatstaat  des  Beschwerdeführers 
verzichten konnte, da sie zutreffend davon ausging, dass er die von ihm 
behauptete  Minderjährigkeit  im  Zeitpunkt  des  erstinstanzlichen 
Verfahrens nicht glaubhaft machen konnte,

dass  gestützt  auf  die  Praxis  bei  der  Prüfung  der  Altersangaben  einer 
minderjährigen  Person  zunächst  von  allenfalls  eingereichten 
Identitätsdokumenten  auszugehen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 
Nr.  30  E.  6  ff.),  vorliegend  der  Beschwerdeführer  zwar  ein 
Identitätsdokument einreichte, dieses jedoch – wie nachfolgend dargelegt 
– nicht als rechtsgenüglich erachtet werden kann, und es überdies – wie 

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das  BFM  bereits  zutreffend  vermerkte  –  im  Verlauf  des  Verfahrens  zu 
diversen Ungereimtheiten im Zusammenhang mit seinem Alter kam,

dass  bei  Fehlen  rechtsgenüglicher  Identitätsausweise  sodann  auch  auf 
wissenschaftliche  Methoden  im  Sinne  von  Art.  7  der  Asylverordnung  1 
vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV  1,  SR  142.311), 
beispielsweise die so genannte Knochenaltersanalyse abgestellt werden 
kann, sofern sie bestimmten Kriterien entspricht (vgl. EMARK 2011 Nr. 23 
E. 4),

dass,  soweit  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  rügt, 
der Beweiswert der Knochenaltersanalyse sei praxisgemäss nur äusserst 
beschränkt,  die  Vorinstanz  ihre  Ausführungen  zum  Alter  des 
Beschwerdeführers  nicht  allein  auf  das  Ergebnis  einer 
Knochenaltersanalyse  abstellte,  sondern  sich  insbesondere  mit  seinen 
Vorbringen  zur  Frage  seines  Alters  und  den  Gesamtumständen 
auseinandersetzte,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  insgesamt  mit 
überzeugenden  Argumenten  darlegte,  weshalb  den  Angaben  des 
Beschwerdeführers über sein Alter nicht geglaubt werden könne, und sich 
bei  der  Beurteilung  zutreffend  auf  die  offenkundig  ungereimten  und 
realitätsfremden Angaben –  insbesondere sein Alter, die chronologische 
Einreihung wichtiger Geschehnisse in seinem Leben und die Bewältigung 
des  Reiseweges  betreffend  –  stützte,  denen  sich  das 
Bundesverwaltungsgericht vorliegend vollumfänglich anschliesst,

dass gemäss gefestigter Praxis eine asylsuchende Person die objektive 
Beweislast  für  die  behauptete  Minderjährigkeit  im  Zeitpunkt  des 
erstinstanzlichen  Verfahrens  und  die  Folgen  der  Beweislosigkeit  trägt 
(vgl. EMARK 2011 Nrn. 22 und 23),  und es dem Beschwerdeführer  vor 
dem  Hintergrund  der  Erwägungen  nicht  gelungen  ist,  seine  damalige 
Minderjährigkeit glaubhaft zu machen,

dass  deshalb  die  Durchführung  der  direkten  Anhörung  ohne 
Vertrauensperson nicht zu beanstanden ist,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

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dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 
AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b 
AsylG)  oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit 
zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Vollzugshindernissen ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass unter den Begriff der Reise­ oder  Identitätspapiere gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, welche 
von  den  heimatlichen  Behörden  zum  Zweck  des  Identitätsnachweises 
ausgestellt  werden  und  grundsätzlich  nur  Reisepapiere  (­pässe)  und 
Identitätskarten, nicht aber zu anderen Zwecken ausgestellte Dokumente 
wie Führerausweise, Berufs­ und Schulausweise sowie Geburtsurkunden 
diese Anforderungen erfüllen (vgl. BVGE 2007/7 E. 4­6),

dass  der  Beschwerdeführer  im  vorinstanzlichen  Verfahren  den 
Asylbehörden  als  einziges  Dokument  einen  für  afghanische 
Staatsangehörige  in  D._______  ausgestellten  Identitätsausweis 
einreichte und dieses Dokument die eben erwähnten Anforderungen nicht 
zu erfüllen vermag,

dass  somit  vorliegend  die Nichtabgabe  von Reisepapieren  im Sinn  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuchs unbestritten ist,

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene seine Taskira, welche 
er  sich  gemäss  eigenen  Angaben  bei  seinem  Aufenthalt  in  Kabul  im 
Herbst 2010 habe ausstellen lassen, nachreichte,

dass  eine  afghanische  Taskira  (oder  Tazkara)  grundsätzlich  ein 
Identitäts­ oder Reisepapier im Sinne der mit BVGE 2007/7 begründeten 
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts darstellt  (vgl. Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts D­5319/2007 vom 18. Januar 2008 E. 4.4),

dass  zu  prüfen  ist,  ob  der  Beschwerdeführer  entschuldbare Gründe  für 
die verspätete Einreichung seiner Taskira vorzubringen vermag,

dass  entschuldbare  Gründe  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  3  Bst.  a  AsylG 
dann vorliegen, wenn die asylsuchende Person glaubhaft macht, dass sie 
ohne  ihre  im  Heimatland  zurückgelassenen  Papiere  in  die  Schweiz 

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gereist  ist,  und  sie  sich  umgehend und ernsthaft  darum bemüht,  die  im 
Heimatland  zurückgelassenen  Papiere  innert  angemessener  Frist  zu 
beschaffen (BVGE 2010/2 E. 6),

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich  im vorinstanzlichen Verfahren 
vorbrachte,  er  habe  seine  Taskira  bei  seinem  Grossvater  in  Kabul 
zurückgelassen  und  die  Zustellung  verzögere  sich  aufgrund  von 
Schwierigkeiten bei der afghanischen Post,

dass  der  Beschwerdeführer  aber  dadurch  nicht  glaubhaft  zu  machen 
vermag,  er  habe  seine  Identitätskarte  aus  zwingenden  Gründen 
zurücklassen müssen (BVGE 2010/2 E. 6.2 S. 29), zumal er nicht darlegt, 
weshalb  es  schwierig  gewesen  wäre,  ein  faltbares  A4­Blatt  grosses 
Identitätsdokument auf seiner Reise in die Schweiz mitzuführen,

dass die Schilderung des Beschwerdeführers,  er  habe die  ganze Reise 
von Afghanistan  in die Schweiz ohne Ausweispapier bewältigen können, 
in  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  als  lebensfremd,  nicht 
nachvollziehbar  und  stereotyp  bezeichnet  werden  muss  und  nicht 
glaubhaft ist,

dass  demnach  insgesamt  keine  entschuldbaren  Gründe  im  Sinne  von 
Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG vorliegen,

dass  sich  damit  auch  eine  amtliche  Übersetzung  der  nachträglich 
eingereichten  Taskira  erübrigt  und  der  in  diesem  Zusammenhang 
gestellte Antrag somit abzulehnen ist,

dass sodann zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  feststellte  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtete,

dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers zu Recht 
weder als glaubhaft  noch als asylrelevant qualifizierte,  zumal  sich seine 
Ausführungen  zum  abgeleiteten  Gefährdungsprofil  im  Zusammenhang 
mit  dem  Tod  seines  Vaters  als  vage,  substanzlos,  widersprüchlich  und 
ohne  Realkennzeichen  versehen  (so  insbesondere  Detailreichtum  der 
Schilderung,  freies  assoziatives  Erzählen,  Interaktionsschilderung  sowie 
inhaltliche Besonderheiten) erweisen (vgl. A1 und A14),

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dass  der  Beschwerdeführer  in  seinen  Rechtsmitteleingaben  den 
vorinstanzlichen  Einwänden  nichts  Substanzielles  entgegenzuhalten 
vermag,  sondern  vorwiegend  in  allgemeiner  und  pauschalisierender 
Weise  auf  die  vorhandenen  soziokulturellen  Probleme  im 
Zusammenhang mit dem Krieg in Afghanistan verweist,

dass deshalb zur Vermeidung von Wiederholungen diesbezüglich auf die 
zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen ist,

dass gestützt auf die Aktenlage und die vorstehenden Erwägungen das 
Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art.  3  und  7  AsylG 
offenkundig erscheint und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme  ergeben,  das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss  summarische 
materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getroffen,

dass  unter  diesen  Umständen  von  zusätzlichen  Abklärungen  im  Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  in 
Verbindung mit Art.  32 Abs.  3 AsylG  zu Recht  auf  das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  an  dieser  Einschätzung  auch  die  mit  der  Replik  vom  16.  August 
2011  nachgereichten  Weblog­Beiträge,  deren  Verfasser  vom 
Beschwerdeführer  ohnehin  nicht  rechtsgenüglich  ausgewiesen  wurden, 
nichts zu ändern vermögen,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder 
eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf  Erteilung 
einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  zu  bestätigen  ist  (Art.  44  Abs.  1 
AsylG,  Art.  32  Bst.  a  AsylV  1;  vgl.  BVGE  2009/5  E.  9  S.  733,  EMARK 
2001 Nr. 21),

dass  daran  die  Anwesenheit  seines  Stiefvaters  in  der  Schweiz  nichts 
ändert, da dieser hier lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung und nicht 
über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht im Sinne der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung  (vgl.  statt  vieler  BGE  130  II  281,  135  I  143,  je  mit 
Hinweisen) verfügt und mithin ein Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu verneinen ist, zumal er ohnehin 
volljährig ist,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer im Heimatland droht,

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dass  der  Beschwerdeführer  auch  gestützt  auf  Art.  8  EMRK  nichts  zu 
seinen Gunsten  ableiten  kann,  da  sein Stiefvater  – wie  erwähnt  –  nicht 
über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügt,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  seinem  Grundsatzurteil  BVGE 
2011/7  eine  Lageanalyse  betreffend  die  Sicherheitslage  und  die 
humanitäre Situation in Afghanistan vornahm,

dass  darin  unter  anderem  festgehalten  wurde,  dass  sich  die 
Sicherheitslage  sowie  die  humanitäre  Situation  in  Afghanistan  in  den 
letzten Jahren über alle Regionen hinweg, inklusive der urbanen Zentren 
und  der  Hauptstadt  Kabul,  ständig  verschlechtert  habe  und  deshalb – 
ausser  allenfalls  in  den Grossstädten  –  von  einer  existenzbedrohenden 
Situation im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG gesprochen werden müsse,

dass,  da  bezüglich  der  Stadt  Kabul  die  Sicherheitslage  als  weniger 
bedrohlich als in den anderen Landesteilen und die humanitäre Situation 
im  Vergleich  zu  den  übrigen  Gebieten  als  weniger  dramatisch  zu 
erachten  sei,  eine  Rückkehr  in  die  Stadt  Kabul  nicht  als  generell 
unzumutbar,  sondern  unter  begünstigenden  Umständen  (namentlich: 
tragfähiges soziales Beziehungsnetz, guter Gesundheitszustand) – auch 
im Sinne einer zumutbaren Aufenthaltsalternative – als zumutbar erkannt 
wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  aus  B._______ 
(Provinz  C._______)  stammt  und  mehrere  Jahre  seiner  Kindheit 
zusammen mit der Familie in D._______ verbracht hatte, ehe sie im Jahr 
2010  nach  Kabul  übersiedelten,  wo  er  vor  seiner  Ausreise  im  Oktober 
2010 zwei bis drei Monate verbrachte,

dass gemäss  letztem Kenntnisstand des Bundesverwaltungsgerichts die 
sechsköpfige  Familie  des  Beschwerdeführers  nach  wie  vor  in  Kabul  in 
einem  kleinen  Haus  wohnt  (vgl.  Replik  des  Beschwerdeführers  vom 
16. August 2011),

dass  der  junge  und  gemäss Akten  gesunde Beschwerdeführer  somit  in 
Kabul  über  ein  tragfähiges  familiäres  Beziehungsnetz  verfügt,  zumal 

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keine  gegenteiligen  Informationen  vorliegen  und  davon  auszugehen  ist, 
solche  wären  nach  der  Rückkehr  des  Stiefvaters  aus  Afghanistan 
nachgeliefert worden,

dass er über berufliche Erfahrungen als Teppichknüpfer und auf dem Bau 
verfügt  und  seine  Familienangehörigen  in  Kabul  ihn  bei  der  beruflichen 
Integration unterstützen können, 

dass  ihm  die  Rückkehrhilfe  der  Schweiz  den  Wiedereinstieg  in  seiner 
Heimat ebenfalls erleichtern wird (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG; Art. 73 ff. 
der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999  [AsylV2, SR 142.312]), und 
er  zudem  auf  die  Unterstützung  seines  in  der  Schweiz  lebenden 
Stiefvaters zurückgreifen kann,

dass somit der Wegweisungsvollzug des Beschwerdeführers nach Kabul 
im  Lichte  der  aktuellen  Rechtsprechung  zu  Afghanistan  sowohl  in 
genereller als auch in individueller Hinsicht als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ­ 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass,  da  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Beschwerde  vollumfänglich 
unterlegen  ist,  ihm  grundsätzlich  die  Verfahrenskosten  aufzuerlegen 
wären (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG),

dass er jedoch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte 
und  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  eine  Partei,  die  nicht  über  die 
erforderlichen  Mittel  verfügt,  auf  Antrag  von  der  Bezahlung  von 
Verfahrenskosten  befreit  wird,  sofern  ihr  Begehren  nicht  aussichtslos 
erscheint,

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dass  vorliegend  von  der  Mittellosigkeit  des  Beschwerdeführers 
auszugehen  ist  und  zudem  seine  Begehren  im  Zeitpunkt  der 
Beschwerdeeinreichung nicht als aussichtslos erschienen,

dass  demnach  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  gutzuheissen  ist  und 
dem Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Daniel Stadelmann

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