# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ff20884-bc66-575e-9b76-34ebb3ea7916
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.10.2010 D-7373/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7373-2010_2010-10-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7373/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...], Togo,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 6. Oktober 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7373/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 11. August  2010 in der Schweiz um 
Asyl  nachsuchte,  nachdem er  eigenen Angaben zufolge am 7. April  
2007 sein Heimatland verlassen hatte und über verschiedene afrikani-
sche Länder schliesslich von Libyen aus am 24. Mai 2008 illegal nach 
Italien gelangt war,

dass er sich seither dort aufgehalten und um Asyl nachgesucht habe, 
wobei dieses Gesuch abgelehnt worden und auch dem dagegen erho-
benen Rekurs kein Erfolg beschieden gewesen sei, wie er in der Folge 
denn auch im Rahmen der Befragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  Z._______  (EVZ)  vom  24.  August  2010  auf  Frage  hin 
bestätigte (vgl. A1 S. 8),

dass  er  gegen eine allfällige  Wegweisung nach Italien  einzuwenden 
habe, dass er dort keine Unterkunft und keine Arbeit habe und er aus -
serdem in Italien des Landes verwiesen würde (vgl. A1 S. 8), 

dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelhei-
ten des rechtserheblichen Sachverhalts auf das Protokoll bei den Ak-
ten verwiesen wird (vgl. A1),

dass das BFM – gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers und 
einen Eurodac-Treffer vom 4. Juli  2008 – am 2. September 2010 ein 
Rückübernahmeersuchen  an  die  italienischen  Behörden  stellte,  wel-
ches bis zum 17. September 2010 unbeantwortet blieb,

dass das  Bundesamt mit  Verfügung vom 6. Oktober 2010 in Anwen-
dung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 
11. August  2010 nicht  eintrat,  die Wegweisung nach Italien verfügte, 
den  Beschwerdeführer  –  unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im 
Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach 
Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, den Kanton Luzern verpflich-
tete, die Wegweisungsverfügung zu vollziehen, feststellte, eine allfäl li-
ge Beschwerde gegen die vorliegende Verfügung habe keine aufschie-
bende Wirkung, und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Ak-
ten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

dass das BFM zur  Begründung  im Wesentlichen ausführte,  gestützt 
auf  die  einschlägigen  internationalen  Abkommen  (insbesondere  das 

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Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eid-
genossenschaft  und der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Krite-
rien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für  die 
Prüfung eines in  einem Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz gestellten 
Asylantrags [Dublin-Assoziierungsabkommen (DAA), SR 0.142.392.68] 
und  das  Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Republik Island und dem Kö-
nigreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung und Entwicklung 
des Schengen-Besitzstands und über die Kriterien und Verfahren zur 
Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  der 
Schweiz, in Island oder in Norwegen gestellten Asylantrags  [Überein-
kommen  vom  17. Dezember  2004,  SR 0.362.32])  sei  Italien  für  die 
Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständig,  und  aufgrund  des  Aus-
bleibens einer Stellungnahme liege eine stillschweigende Zustimmung 
Italiens zur Wiederaufnahme des Beschwerdeführers vor,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder  Verlängerung  (Art. 19  f.  der  Verordnung  [EG] Nr. 343/2003  des 
Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfah-
ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asyl -
antrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in 
einem Mitgliedstaat  gestellt  hat  [Dublin-II-VO]) –  bis  spätestens  am 
17. März 2011 zu erfolgen habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  dazu  gewährten 
rechtlichen Gehörs keine relevanten Gründe darzulegen vermocht ha-
be,  die  einer  Rückkehr  nach Italien  entgegenstünden,  da Italien  ein 
Rechtsstaat sei und sowohl die Menschenrechte als auch die einschlä-
gigen internationalen Abkommen respektiere,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Italien zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit beim BFM eingereichter und von die-
sem in der Folge ans Bundesverwaltungsgericht weitergeleiteter Ein-
gabe vom 8. Oktober 2010 (Poststempel), einem bekannten Vordruck, 
gegen  diese  Verfügung  Beschwerde  ("RECOURS ADMINISTRATIF") 
erhob und unter Kosten- und Entschädigungsfolge beantragte, die an-
gefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft  an-
zuerkennen,  Asyl  zu  gewähren,  die  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit 
und  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen,

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dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei die unent-
geltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses zu verzichten und eventuell die aufschiebende Wirkung der 
Beschwerde wiederherzustellen,

dass  die  zuständige  Behörde  ferner  im  Sinne  einer  vorsorglichen 
Massnahme anzuweisen sei,  die  Kontaktaufnahme mit  dem Heimat-
staat sowie jegliche Weitergabe von Daten an denselben zu unter las-
sen  und  den  Beschwerdeführer  bei  einer  eventuell  bereits  erfolgten 
Datenweitergabe in einer separaten Verfügung zu informieren,

dass er unter der Rubrik "II) Justification" handschriftlich unter ande-
rem das  Rechtsbegehren  stellt,  der  angefochtene  Entscheid  sei  als 
nichtig zu erklären und die Vorinstanz sei zur Neubeurteilung des er-
wähnten Entscheids anzuweisen,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen ausführ-
te, er wolle nicht  nach Italien zurückkehren,  weil  er  dort  schon zwei 
(negative) Entscheide erhalten und (sinngemäss) keine Unterkunft und 
Arbeit habe,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung ge-
stützt auf Art. 56 VwVG mit Verfügung vom 14. Oktober 2010 vorsorg-
lich aussetzte,

dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am 15.  Oktober  2010 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-

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ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert  ist, weshalb  – unter Vorbehalt nachfolgender Er-
wägungen –  auf  die frist-  und formgerecht  eingereichte Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfol-
gend aufgezeigt – um eine solche handelt, weshalb der Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs indes 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich grundsätzlich volle Kognition zukommt, wobei sich diese Fra-
gen – namentlich diejenigen hinsichtlich des Bestehens von Vollzugs-
hindernissen (Durchführbarkeit  der  Überstellung an den zuständigen 
Staat)  –  in  den  Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintre-
tensentscheides stellen,

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dass die Verfügung als Anfechtungsgegenstand in der Bundesverwal-
tungsrechtspflege  den  äusseren  Rahmen  bildet,  innerhalb  welchem 
die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur Beurtei-
lung unterbreiten können,

dass der  durch  die  Parteibegehren  definierte  Streitgegenstand nicht 
über  den  Anfechtungsgegenstand  hinaus  reichen  darf,  Gegenstand 
des Beschwerdeverfahrens somit grundsätzlich nur sein kann, was Ge-
genstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Ge-
setzesauslegung  hätte  sein  sollen  (vgl.  ANDRÉ MOSER,  in: 
Auer/Müller/Schindler  (Hrsg.),  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG),  Zürich  2008,  Rz. 3 zu  Art. 52; 
CHRISTOPH AUER,  Streitgegenstand und Rügeprinzip  im Spannungsfeld 
der verwaltungsrechtlichen Prozessmaximen, Bern 1997, S. 63; ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149),

dass  die angefochtene Verfügung vom 6. Oktober 2010 keine Rege-
lung betreffend Flüchtlingseigenschaft  und Gewährung von Asyl  ent-
hält,

dass mit den Begehren, es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen 
und  Asyl  zu  gewähren,  der  Streitgegenstand  in  unzulässiger  Weise 
über den in der angefochtenen Verfügung geregelten Anfechtungsge-
genstand hinaus erweitert wird (vgl. AUER, a.a.O., S. 63; BGE 110 V 51 
E. 3c), weshalb auf dieses Begehren nicht einzutreten ist, 

dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren mithin einzig zu prüfen ist, 
ob das BFM gestützt auf  Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchfüh-
rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zustän-
dig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zu-
treffend erweisen, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen vorab 
auf die nicht zu beanstandenden Ausführungen des BFM in der ange-
fochtenen Verfügung verwiesen werden kann, 

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dass die italienischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist nicht 
geantwortet haben und das BFM zu Recht feststellte, dass damit ge-
stützt auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO Italien die Wiederaufnahme 
akzeptiert habe,

dass der Inhalt der Beschwerde offensichtlich zu keiner anderen Ein-
schätzung führt, zumal die Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des 
Asylverfahrens vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird,

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, Italien werde sich 
als Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-
stellung der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30)  und der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101)  nicht  an die daraus resultierenden völker-
rechtlichen Verpflichtungen, insbesondere an das Rückschiebungsver-
bot, halten,

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Un-
terbringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt wer-
den und sich neben den staatlichen Strukturen auch zahlreiche private 
Hilfsorganisationen der  Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlin-
gen annehmen,

dass im Übrigen den Akten keinerlei Hinweise auf eine allfällige Ver-
letzlichkeit des Beschwerdeführers entnommen werden können,

dass in Italien ein rechtsstaatlich konformes Verfahren zur Prüfung des 
Asylgesuchs und der  Wegweisung garantiert  ist  und ein dort  bereits 
durchlaufenes Asylverfahren keinen Grund darstellt, ein Asylgesuch in 
der Schweiz materiell zu behandeln,

dass kein Grund zur Annahme besteht, Personen, die sich im Rahmen 
eines Asylverfahrens in Italien aufhalten, würden aufgrund der dortigen 
Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage versetzt,

dass somit das BFM keine Veranlassung zu einem Selbsteintritt (Art.  3 
Abs. 2 Dublin-II-VO) gehabt hat,

dass  auf  die  zu  bestätigenden Erwägungen und  Folgerungen in  der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann und die Entgegnun-
gen in der Beschwerde in entscheidwesentlicher Hinsicht offenkundig 
nicht durchzudringen vermögen,

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dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist, 

dass  sich  bei  dieser  eindeutigen  Sachlage  weitere  Erörterungen  er-
übrigen,

dass insbesondere auf das handschriftlich gestellte Rechtsbegehren, 
wonach  der  angefochtene Entscheid  als  nichtig  zu  erklären  und  die 
Vorinstanz zur Neubeurteilung des erwähnten Entscheids anzuweisen 
sei, nicht einzugehen respektive abzuweisen ist, zumal dieser Antrag 
überhaupt nicht begründet wird,

dass die Anordnung der Wegweisung nach Italien der Systematik des 
Dublin-Verfahrens – bei dem es sich um ein Überstellungsverfahren in 
den für die Prüfung des Asylgesuchs zuständigen Staat handelt – ent -
spricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art.  44 Abs. 1 AsylG 
steht,  wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage 
nach der Zulässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs – wie 
oben erwähnt – regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Re-
gelfolge) des Nichteintretensentscheids und demnach hier nicht mehr 
zu prüfen ist, 

dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in einem Dublin-Verfahren nicht unter dem Aspekt von Art.  83 Abs. 1 
und 4 AuG stellt,  sondern eine entsprechende Prüfung – soweit not -
wendig – vielmehr bereits im Rahmen der Entscheidfindung hinsicht-
lich der Ausübung des Selbsteintrittsrechts stattfinden muss (vgl. vor-
stehende Erwägungen),

dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO) besteht,  weshalb der 
vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass das BFM gemäss Aktenlage bisher keine Daten an die heimatli-
chen Behörden weitergeleitet hat, weshalb der Eventualantrag des Be-
schwerdeführers, es sei darüber in einer separaten Verfügung zu infor-
mieren, hinfällig ist, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 

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oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass der Antrag auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen durch das 
Bundesverwaltungsgericht – solche können nur für die Dauer des Be-
schwerdeverfahrens Wirkung entfalten – und die Gesuche um Gewäh-
rung der  aufschiebenden Wirkung der  Beschwerde und  Verzicht  auf 
die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  aufgrund  des  direkten  Ent-
scheids  in  der  Hauptsache  gegenstandslos  geworden  sind,  weshalb 
darüber nicht zu befinden ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerde – wie 
sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu 
bezeichnen war, weshalb die kumulativen Voraussetzungen für die Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM,  Abteilung Aufenthalt  mit  den  Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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