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**Case Identifier:** b0114f09-6a05-5355-ba6f-b0f58503df70
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.07.2021 100 2019 381
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2019-381_2021-07-22.pdf

## Full Text

100.2019.381U
ARB/SBE/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. Juli 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Streun

1. A.________ GmbH
2. B.________
3. C.________
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Grundstückgewinnsteuer 2011 (Entscheid der Steuerrekurs-
kommission des Kantons Bern vom 17. Oktober 2019; 100 15 44-49)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.07.2021, Nr. 100.2019.381U, 
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Sachverhalt:

A.

Die A.________ GmbH (ehemals: D.________ GmbH) erwarb am 
12. August 2010 (Grundbucheintrag vom 24.8.2010) gemeinsam mit ihrem 
einzigen Gesellschafter B.________ sowie dessen Ehefrau C.________ die 
Grundstücke … Gbbl. Nrn. 1________ und 2________ zu einem Preis von 
Fr. 730'000.-- zu Gesamteigentum. Auf den Grundstücken befinden sich ein 
Mehrfamilienhaus mit Restaurant und Parkplätzen sowie ein Altbau. Am 
9. Dezember 2010 (Grundbucheintrag vom 31.3.2011) wurden diese Grund-
stücke für Fr. 1'600'000.-- verkauft. Mit Verfügungen vom 25. Juli 2012 ver-
anlagte die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Abteilung Grundstückge-
winnsteuer, die A.________ GmbH sowie B.________ und C.________ je 
auf einen anteilmässigen steuerbaren Grundstückgewinn von (gerundet) 
Fr. 266'900.--, was für die Erstere eine Steuerforderung von Fr. 160'776.05 
und für die beiden Letzteren eine Steuerforderung von je Fr. 155'865.95 aus-
löste. Gestützt auf die in den anschliessenden Einspracheverfahren gewon-
nenen Erkenntnisse leitete die Steuerverwaltung gegen die A.________ 
GmbH sowie B.________ und C.________ Steuerstrafverfahren ein und 
auferlegte ihnen mit Verfügungen vom 19. September 2014 je eine Busse 
wegen versuchter Steuerhinterziehung. Die dagegen erhobenen 
Einsprachen wies sie gleichzeitig mit den Einsprachen gegen die Grund-
stückgewinnsteuerveranlagung ab (Einspracheentscheide vom 22.12.2014).

B.

Hiergegen gelangten die A.________ GmbH sowie B.________ und 
C.________ am 30. Januar 2015 an die Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern (StRK), welche die Verfahren betreffend die 
Grundstückgewinnsteuer vereinigte und bis zum Abschluss der 
Steuerstrafverfahren sistierte (Verfügung vom 11.12.2015). In der Folge wies 
die StRK die Rekurse gegen die Steuerbussen mit Entscheiden vom 7. Juni 
2016 ab, was das Verwaltungsgericht auf Beschwerde hin schützte 
(VGE 2016/206, 2016/207 und 2016/208 vom 14.6.2018). Am 21. August 

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2018 gelangten die A.________ GmbH sowie B.________ und C.________ 
an das Bundesgericht, das ihre Beschwerden ebenfalls abwies 
(BGer 2C_682/2018 vom 14.5.2019). Am 6. Juni 2019 nahm die StRK das 
Verfahren betreffend die Grundstückgewinnsteuer 2011 wieder auf und wies 
die Rekurse mit Entscheid vom 17. Oktober 2019 ab. 

C.

Am 20. November 2019 haben die A.________ GmbH sowie B.________ 
und C.________ gemeinsam Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie 
stellen folgende Rechtsbegehren:

«1. Der vorinstanzliche Entscheid vom 17. Oktober 2019 sei aufzuheben 
und die Angelegenheit zur Vervollständigung des Sachverhalts und 
Neubeurteilung zurückzuweisen.

2. Eventualiter und in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides vom 
17. Oktober 2019 sei bei der Berechnung der Grundstückgewinn-
steuer der Betrag von CHF 595'000.00 vollumfänglich als wertver-
mehrender Aufwand (Anlagekosten) in Abzug zu bringen.»

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung vom 
28. November 2019 bzw. Beschwerdeantwort vom 19. Dezember 2019 je 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 
[StG; BSG 661.11]). Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen 
Rekursverfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-

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hebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG). 
Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

2.1 Gemäss Art. 128 Abs. 1 StG unterliegen Gewinne aus der Veräusse-
rung eines Grundstücks oder von Teilen davon der Grundstückgewinn-
steuer. Der steuerbare Grundstückgewinn ergibt sich aus dem um den Be-
sitzesdauerabzug und die Verlustanrechnung verminderten Rohgewinn 
(Art. 137 Abs. 2 StG). Letzterer entspricht der Differenz zwischen Erlös und 
Anlagekosten, welche sich aus dem Erwerbspreis und den Aufwendungen 
zusammensetzen (Art. 137 Abs. 1 StG). Als Aufwendungen gelten gemäss 
der Generalklausel von Art. 142 Abs. 1 StG die von der steuerpflichtigen Per-
son selbst getragenen Ausgaben, die mit dem Erwerb oder der Veräusse-
rung des Grundstücks untrennbar verbunden sind oder die zur Verbesserung 
oder Wertvermehrung beigetragen haben. Anrechenbare Aufwendungen 
sind insbesondere Auslagen für dauernde Wertvermehrung am Grundstück 
wie Neu- und Umbauten, Wasserversorgung, Licht- und Heizungsanlagen, 
Strassenbauten, Bodenverbesserungen und Uferschutzbauten, einschliess-
lich der dafür dem Gemeinwesen oder einem Verband freiwillig geleisteten 
Beiträge, sowie mit der Behörde vertraglich vereinbarte Bauten auf dem 
Grundstück wie Kinderspielplätze, gemeinschaftlich genutzte Räume oder 
andere Einrichtungen (Art. 142 Abs. 2 Bst. c StG). 

2.2 Nicht als Aufwendungen gelten u.a. Ausgaben für den ordentlichen 
Unterhalt und die Verwaltung (Art. 142 Abs. 3 Bst. a StG). Sie können aber 
bei der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer berücksichtigt werden (BVR 2005 
S. 489 E. 4.4; Markus Langenegger, in Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.], 
Praxis-Kommentar zum Berner Steuergesetz, Band 2, 2011, Art. 142 N. 14; 
vgl. auch BGE 143 II 382 E. 4.1.1 f.). Für die Abgrenzung wertvermehrender 
Aufwendungen von werterhaltenden Unterhaltsarbeiten finden bei der Ver-

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äusserung von Grundstücken im Eigentum von juristischen Personen und 
damit im Geschäftsvermögen sinngemäss die Grundsätze Anwendung, wie 
sie gemäss Art. 36 StG für den Abzug von Unterhaltskosten von Grund-
stücken im Privatvermögen im Bereich der Einkommenssteuer gelten (vgl. 
zum Ganzen VGE 2015/221 vom 15.2.2017 E. 4.2 f. mit Hinweisen).

2.3 Im Steuerrecht trägt grundsätzlich die Steuerbehörde die Beweislast 
für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflichtige 
Person für steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen (BVR 2011 S. 241 
E. 4.1; BGE 144 II 427 E. 8.3.1; 143 II 661 E. 7.2). Die Anerkennung von 
Aufwendungen im Sinn von Art. 142 Abs. 2 Bst. c StG wirkt sich bei der 
Grundstückgewinnsteuer steuermindernd aus (vgl. vorne E. 2.1), weshalb 
die Beschwerdeführenden die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tra-
gen haben. 

3.

Die Beschwerdeführenden rügen vorab eine mehrfache Verletzung ihres An-
spruchs auf rechtliches Gehör.

3.1 Sie beanstanden zunächst, dass die Abteilung Amtliche Bewertung 
der Steuerverwaltung die Liegenschaften am 6. November 2013 im Rahmen 
der Einspracheverfahren besichtigt habe, ohne sie vorgängig zu informieren. 
Als Verfahrensbeteiligte und direkt Betroffene hätte ihnen die Teilnahme an 
der Besichtigung ermöglicht werden müssen, zumal die Steuerverwaltung 
bei ihrer Beurteilung in massgeblicher Weise auf das Ergebnis dieser Bege-
hung bzw. den daraus resultierenden Bericht der Abteilung Amtliche Bewer-
tung vom 30. Januar 2014 abgestellt habe. Damit sei ihr Recht auf Mitwir-
kung an der Beweiserhebung in schwerwiegender Weise missachtet wor-
den.

3.1.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist eine grundlegende Verfah-
rensgarantie (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101], Art. 26 
Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]). Er vermittelt un-
ter anderem das Recht, von der Behörde angehört zu werden, bevor diese 
verfügt oder entscheidet (Art. 21 Abs. 1 VRPG). Weiter sind die Parteien be-

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rechtigt, an Instruktionsverhandlungen und amtlichen Augenscheinen teilzu-
nehmen, Personenbefragungen beizuwohnen und um Beantwortung von 
Ergänzungsfragen zu ersuchen (Art. 22 VRPG). Ausserdem haben sie das 
Recht, zum Ergebnis eines Beweisverfahrens Stellung zu nehmen (Art. 24 
VRPG). Der Anspruch der Parteien, gehört zu werden, besteht gemäss dem 
Wortlaut von Art. 21 VRPG lediglich gegenüber der verfügenden bzw. ent-
scheidenden Behörde. Führt diese einen (formellen) Augenschein durch, an 
dem sie sich als entscheidende Instanz aufgrund direkter Wahrnehmung 
einen eigenen Eindruck der tatsächlichen Gegebenheiten macht, haben die 
Parteien ein Recht auf Teilnahme. Anderes gilt für eine im Zusammenhang 
mit der Erstattung eines Amtsberichts vorgenommene Ortsbesichtigung 
durch eine beauftragte Fachstelle: Beschafft sich diese die für die Abgabe 
ihrer Fachmeinung dienlichen Kenntnisse, muss sie die Parteien nicht bei-
ziehen, selbst wenn in gewissem Umfang Tatsachenfeststellungen als 
Basis der fachlichen Beurteilung in ihren Bericht einfliessen (vgl. 
BGer 1C_430/2016 vom 6.7.2017 E. 2; BVR 2019 S. 51 [VGE 2017/351 vom 
14.11.2018] nicht publ. E. 7.5; VGE 2017/352 vom 3.10.2018 E. 3.2 [bestä-
tigt durch BGer 1C_603/2018 vom 13.1.2020]; Michel Daum, in Herzog/
Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 22 
N. 3).

3.1.2 Die für die Veranlagung zuständige Abteilung Grundstückgewinn-
steuer hat nicht selbst einen Augenschein durchgeführt (Art. 19 Abs. 1 Bst. f 
VRPG), sondern bei der Abteilung Amtliche Bewertung einen Amtsbericht 
eingeholt (Art. 19 Abs. 1 Bst. b VRPG). Letztere wurde beauftragt, bei den 
geltend gemachten Auslagen die nicht abzugsfähigen Unterhaltskosten von 
den wertvermehrenden Aufwendungen abzugrenzen (vgl. Auftrag der Abtei-
lung Grundstückgewinnsteuer vom 30.11.2012, Vorakten StV [act. 3D] 
pag. 226 f.). Um diesem Auftrag nachzukommen, musste die Abteilung Amt-
liche Bewertung eine Begutachtung vornehmen. Die dabei gewonnenen Er-
kenntnisse dienten als Grundlage für den Amtsbericht. Darin eingeflossen 
sind auch Äusserungen eines der beiden neuen Grundeigentümer und des 
Pächters, deren Anwesenheit für die Besichtigung erforderlich war (vgl. Be-
richt der Abteilung Amtliche Bewertung vom 30.1.2014, Vorakten StV 
[act. 3D] pag. 367 ff.). – Nach dem Ausgeführten war es zulässig, dass die 
Mitarbeitenden der Abteilung Amtliche Bewertung die Verhältnisse vor Ort 

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besichtigt und ihrer fachlichen Beurteilung die entsprechenden tatsächlichen 
Feststellungen zugrunde gelegt haben, ohne die Verfahrensbeteiligen bei-
zuziehen. Es war ihnen dabei nicht verwehrt, mit der Grundeigentümerschaft 
(bzw. dem Pächter) Kontakt zu haben, ohne deren Anwesenheit eine Be-
sichtigung der Grundstücke nicht hätte erfolgen können (vgl. BVR 2019 S. 51 
[VGE 2017/351 vom 14.11.2018] nicht publ. E. 7.5.2; Michel Daum, a.a.O., 
Art. 22 N. 3). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt 
demnach nicht vor. 

3.2 Die Beschwerdeführenden machen weiter geltend, ihnen hätte im An-
schluss an die Besichtigung zumindest das Recht gewährt werden müssen, 
sich zu den Ergebnissen schriftlich zu äussern. – Die Steuerverwaltung hat 
den Beschwerdeführenden den Bericht der Abteilung Amtliche Bewertung 
vom 30. Januar 2014 mit Einleitung der Verfahren wegen versuchter Steuer-
hinterziehung am 15. April 2014 zur Kenntnis gebracht (Vorakten StV 
[act. 3D] pag. 263, 315, 373). Die Beschwerdeführenden haben Gelegenheit 
zur Stellungnahme erhalten, wovon sie am 20. Juni 2014 Gebrauch gemacht 
haben (Vorakten StV [act. 3D] pag. 450 f.). Weiter haben sie sich in ihren 
Einsprachen gegen die Steuerbussenverfügungen nochmals einlässlich zum 
Bericht geäussert (Einsprachen vom 21.10.2014, Ziff. 4-6, Vorakten StV 
[act. 3D] pag. 298 ff., 350 ff., 533 ff.). In den Verfahren betreffend die Grund-
stückgewinnsteuer ist ihnen der Bericht alsdann zusammen mit den Ein-
spracheentscheiden vom 22. Dezember 2014 nochmals zugestellt worden. 
Da der Amtsbericht auf ihre Einsprachen im Grundstückgewinnsteuerverfah-
ren hin eingeholt worden war, lag auf der Hand, dass die Steuerverwaltung 
nicht nur in den Steuerstrafverfahren, sondern auch bei der Behandlung die-
ser Einsprachen darauf abstellen wird. Die anwaltlich vertretenen Beschwer-
deführenden hätten mithin die Bedeutung des Amtsberichts für das vorlie-
gende Verfahren erkennen können, zumal es darin um Sachumstände geht, 
die sowohl im Bereich des Strafsteuerpunkts als auch bei der Veranlagung 
der Steuer gleichermassen von Interesse sind, und es grundsätzlich zulässig 
ist, in den Veranlagungsverfahren auf die bei der Untersuchung der versuch-
ten Steuerhinterziehung gewonnenen Erkenntnisse abzustellen (vgl. 
BGer 2C_516/2020 vom 2.2.2021 E. 5.2, 2C_717/2018 vom 24.1.2020 
E. 3.4, je mit Hinweisen). Hätten sich die anwaltlich vertretenen Beschwer-
deführenden zwischen Ergehen der Bussenverfügungen am 19. September 

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2014 und der Einspracheentscheide am 22. Dezember 2014 nochmals äus-
sern wollen, hätten sie hierzu hinreichend Gelegenheit gehabt. Darin, dass 
ihnen die in den Steuerstrafverfahren vertieft abgeklärten, aktenkundigen 
Erkenntnisse in den Veranlagungsverfahren betreffend die Grundstück-
gewinnsteuer nicht vor den Einspracheentscheiden (nochmals) separat 
eröffnet worden sind, ist somit keine Gehörsverletzung zu sehen (vgl. 
BGer 1C_60/2020 vom 25.11.2020 E. 2.2). Im Übrigen wäre eine solche im 
Verfahren vor der StRK geheilt worden, zumal diese über dieselbe Kognition 
verfügt wie die Steuerverwaltung in den Veranlagungsverfahren (Art. 198 
Abs. 2 StG; vgl. auch Art. 199 Abs. 2 StG) und die Beschwerdeführenden 
ihre Rechte vollumfänglich haben wahrnehmen können (vgl. zur Heilung von 
Gehörsverletzungen statt vieler BGE 142 II 218 E. 2.8.1 [Pra 106/2017 
Nr. 2]; BVR 2012 S. 28 E. 2.3.5).

3.3 Die Beschwerdeführenden beanstanden schliesslich, die Vorinstanz 
sei ihrer Begründungspflicht nicht hinreichend nachgekommen, da sie im an-
gefochtenen Entscheid mehrfach auf die Steuerstrafverfahren verwiesen 
habe. – Der Anspruch auf rechtliches Gehör verpflichtet die Behörden, eine 
Verfügung oder einen Entscheid zu begründen. Die Begründung muss zu-
mindest so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung oder den 
Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten können (statt vieler 
BGE 143 III 65 E. 5.2, 142 II 154 E. 4.2 [Pra 105/2016 Nr. 98]; BVR 2018 
S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2). Die Begründung muss dabei 
grundsätzlich in der Verfügung bzw. dem Entscheid selber enthalten sein 
(vgl. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG); unter Umständen kann aber ein Verweis 
genügen (BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; VGE 2019/42/43 vom 24.4.2019 E. 3.3; 
Michel Daum, a.a.O., Art. 52 N. 6). Aus den Erwägungen im angefochtenen 
Entscheid geht klar hervor, weshalb die StRK die Erkenntnisse aus den 
Steuerstrafverfahren auch für die Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer 
als massgebend erachtete. Es war nicht erforderlich, die Erwägungen 
nochmals vollständig wiederzugeben. Den Beschwerdeführenden war es 
denn auch möglich, den Entscheid vor Verwaltungsgericht sachgerecht 
anzufechten. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch 
ungenügende Begründung des angefochtenen Entscheids liegt ebenfalls 
nicht vor.

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4.

In der Sache ist strittig, ob bei der Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer 
2011 wertvermehrende Investitionen von insgesamt Fr. 595'000.-- zu Un-
recht unberücksichtigt geblieben sind.

4.1 Die StRK hat betreffend die geltend gemachten Investitionen auf die 
Erkenntnisse abgestellt, die sie in den Steuerstrafverfahren gewonnen hat. 
In diesen kamen mit ihr auch das Verwaltungsgericht und das Bundesgericht 
zur Überzeugung, aus dem Bericht der Abteilung Amtliche Bewertung vom 
30. Januar 2014 ergebe sich eindeutig, dass die Sanierung – so wie geltend 
gemacht – nicht stattgefunden habe, weshalb die vorgelegten Rechnungen 
als fiktiv anzusehen seien. Die (wenigen) festgestellten Arbeiten könnten den 
Rechnungen weder inhaltlich noch betragsmässig zugeordnet werden, 
womit auch keine Auslagen belegt seien. Die Feststellung, dass in geringem 
Umfang Arbeiten vorgenommen worden seien, beinhalte keinen Nachweis 
dafür, dass Auslagen in entsprechendem Umfang angefallen seien. Es 
mangle insoweit nicht nur an einer Handwerkerrechnung, die den Aufwand 
für die festgestellten Arbeiten beziffere, sondern auch an einem Zahlungs-
nachweis als Beleg für die entsprechenden Aufwendungen (VGE 2016/206, 
2016/207 und 2016/208 vom 14.6.2018 E. 4.1 f. sowie BGer 2C_682/2018 
vom 14.5.2019 E. 4.2.2). Alle Instanzen schlossen daraus, dass es den Be-
schwerdeführenden weder gelungen sei, die offensichtlichen Ungereimt-
heiten zwischen den in den Rechnungen pauschal bezeichneten und den 
tatsächlich festgestellten Arbeiten auch nur ansatzweise zu klären, noch dar-
zulegen, dass sie die Kosten für die angeblich von ihnen veranlassten 
Arbeiten tatsächlich getragen hätten (VGE 2016/206, 2016/207 und 
2016/208 vom 14.6.2018 E. 4.4 f. sowie BGer 2C_682/2018 vom 14.5.2019 
E. 4.3 f.).

4.2 Die Beschwerdeführenden bringen im vorliegenden Verfahren im 
Wesentlichen dieselben Einwände vor, die das Verwaltungsgericht und das 
Bundesgericht in den Steuerstrafverfahren als unbegründet verworfen ha-
ben. Nach wie vor bleiben die Beschwerdeführenden den Nachweis schul-
dig, dass ihnen die behaupteten Aufwendungen für die geltend gemachten 

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Investitionen tatsächlich entstanden sind bzw. sie die entsprechenden Kos-
ten getragen haben. Bei der Grundstückgewinnsteuer sind rechtsprechungs-
gemäss einzig wertvermehrende Kosten gewinnmindernd zu berücksich-
tigen, welche die veräussernde Person effektiv aufgewendet hat («Prinzip 
der effektiven Kostenanrechnung»; vgl. BGE 143 II 382 E. 4.2.2; 
BGer 2C_357/2017 vom 22.2.2018, in StR 73/2018 S. 612 E. 3.3 f., je auch 
zum Folgenden). Wertvermehrende Aufwendungen sind demnach (nur) im 
Umfang des tatsächlich aufgewendeten Betrags und nicht eines objektiv 
geschaffenen Werts anzurechnen. Ist ein Aufwand zwar in Rechnung 
gestellt, aber nicht bezahlt worden, oder leisten die Steuerpflichtigen trotz 
entsprechender Aufforderung den Nachweis der Bezahlung nicht, so kann 
dieser Betrag nicht berücksichtigt werden. Von vornherein unerheblich ist 
dementsprechend, dass der Verkaufspreis der hier interessierenden 
Grundstücke rund Fr. 900'000.-- höher war als der Kaufpreis vier Monate 
zuvor (Beschwerde S. 9). Aus einem allfälligen Mehrwert lassen sich keine 
verlässlichen Rückschlüsse auf entsprechende Aufwendungen ziehen. Die 
Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis ist hier wohl eher auf andere 
Umstände zurückzuführen, zumal nicht erstellt ist, dass die Preise dem 
objektiven Marktwert entsprochen haben.

4.3 Auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführenden sind nicht 
geeignet, die in den Steuerstrafverfahren gewonnenen Erkenntnisse in 
Frage zu stellen: Die undatierte «Schatzung» des Architekten … (in Vorakten 
StV [act. 3D] pag. 143 ff.), auf die sich die Beschwerdeführenden berufen 
(Beschwerde S. 7 f.), vermag die im Bericht der Abteilung Amtliche 
Bewertung vom 30. Januar 2014 enthaltenen Feststellungen nicht zu 
widerlegen. Ebenso wenig geht daraus hervor, dass die Arbeiten in einer den 
eingereichten Rechnungen entsprechenden Weise ausgeführt worden sind 
(so bereits VGE 2016/206, 2016/207 und 2016/208 vom 14.6.2018 E. 4.4.2 
[bestätigt durch BGer 2C_682/2018 vom 14.5.2019 E. 4.3.2]). Hinzu kommt, 
dass diesem Dokument im Hinblick auf die Frage, ob die eingereichten 
Handwerkerrechnungen jemals beglichen wurden, kein Beweiswert 
zukommt. Soweit die Beschwerdeführenden schliesslich (erneut) rügen, die 
StRK habe den Käufern bzw. dem Pächter aufgrund blosser Behauptungen 
effektiv durch die Beschwerdeführenden vorgenommene 
Renovierungsarbeiten zugerechnet (Beschwerde S. 6), erweist sich dies 

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ebenfalls als nicht stichhaltig. Die Anerkennung von Anlagekosten scheitert 
hier bereits daran, dass die wenigen Erneuerungsarbeiten, die die Abteilung 
Amtliche Bewertung festgestellt hat, den vorgelegten Rechnungen – unab-
hängig vom Zeitpunkt ihrer Ausführung – weder inhaltlich noch betragsmäs-
sig zugeordnet werden können und zudem stichhaltige Zahlungsnachweise 
als Beleg für entsprechende Aufwendungen fehlen. Die Aussagen von Käu-
fer und Pächter waren mithin für die Beurteilung bedeutungslos (so bereits 
VGE 2016/206, 2016/207 und 2016/208 vom 14.6.2018 E. 4.4.1 [bestätigt 
durch BGer 2C_682/2018 vom 14.5.2019 E. 4.3.1]). 

4.4 Es sind somit im vorliegenden Verfahren keine Gesichtspunkte dar-
getan oder ersichtlich, die nicht bereits in den Steuerstrafverfahren berück-
sichtigt worden wären. Der StRK ist demnach keine rechtsfehlerhafte Be-
weiswürdigung vorzuwerfen, wenn sie in ihrem Entscheid auf die Erkennt-
nisse jener Verfahren abgestellt hat. Ebenso wenig ist angesichts der klaren 
Beweislage zu beanstanden, dass sie auf die Abnahme weiterer Beweise 
verzichtet hat (vgl. auch VGE 2016/206, 2016/207 und 2016/208 vom 
14.6.2018 E. 4.5; zur Zulässigkeit der antizipierten Beweiswürdigung statt 
vieler BGE 144 II 427 E. 3.1.3; BVR 2020 S. 113 E. 3.7, je mit Hinweisen). 

5.

Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde sowohl hinsichtlich des 
Haupt- als auch des Eventualbegehrens als unbegründet und ist abzuwei-
sen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführenden 
unter Solidarhaft kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 und 
Art. 106 VRPG). Bei der Bemessung der Pauschalgebühr ist dem hohen 
Streitwert bzw. dem Umstand, dass mehrere Beschwerdeführende daran be-
teiligt sind, angemessen Rechnung zu tragen (vgl. Art. 6 des Dekrets vom 
24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebüh-
ren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskosten-
dekret, VKD; BSG 161.12]). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 
StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.07.2021, Nr. 100.2019.381U, 
Seite 12

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 9'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.