# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52bac292-2bfb-5718-9038-f125309a8eae
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Steuerrekurskommission 16.06.2020 100 2019 529
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Steuerrekurs/BE_SRK_001_100-2019-529_2020-06-16.pdf

## Full Text

100 19 529
Gemeinde: D.________
ZPV-Nr.: 251'106'787
Eröffnung: 18.6.2020 RNA/OSC/aae

STEUERREKURSKOMMISSION DES KANTONS BERN

Sitzung vom 16. Juni 2020

Es wirken mit: die hauptamtliche Richterin Nanzer, die Fachrichter Antenen und Bütikofer sowie 
Schmidlin als Gerichtsschreiber

In der Rekurssache 

von

A.________

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern, Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern

betreffend Festsetzung des steuerrechtlichen Wohnsitzes pro 2018

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hat die Steuerrekurskommission den Akten entnommen:

A. A.________ (Rekurrent), geb. ________ 1988, ist seit dem 14. August 2014 in der Ein-
wohnergemeinde (EG) D.________ als Wochenaufenthalter gemeldet, wo er eine 3 ½-

Zimmerwohnung bewohnt. Der Rekurrent arbeitet aktuell in einem Pensum von 80 % als Wirt-

schaftsinformatiker bei der B.________ AG in Bern. Seinen Heimatschein hat er in der EG 

E.________ im Kanton St. Gallen hinterlegt. Hier (in der Ortschaft F.________ in der EG 

E.________) wohnt er zusammen mit seinen zwei Brüdern in einem Haus, welches ihm, seinen 

Brüdern und seinem Vater zu Miteigentum gehört.

B. Nachdem der Rekurrent der Aufforderung der Gemeinde D.________ vom 2. April 2018 
bezüglich Ausfüllens und Einreichens des Fragebogens für Wochenaufenthalter sowie weiterer 

Unterlagen nachgekommen ist, teilte diese dem Rekurrenten mit Schreiben vom 18. Juli 2019 

mit, dass auf Grund der dargestellten Verhältnisse davon ausgegangen werde, dass sich sein 

steuerrechtlicher Wohnsitz ab dem Steuerjahr 2018 in der EG D.________ befinde. In der Folge 

leitete die Gemeinde D.________ die Angelegenheit an die Steuerverwaltung des Kantons 

Bern, Zentrale Veranlagungsbereiche Wohnsitz (Steuerverwaltung), zur Durchführung eines 

Wohnsitzverfahrens weiter.

C. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2019 setzte die Steuerverwaltung den steuerrechtlichen 
Wohnsitz des Rekurrenten ab dem Steuerjahr 2018 in der EG D.________ fest. Zur Begrün-

dung führte sie im Wesentlichen aus, dass vorliegend das Arbeitsortprinzip zur Anwendung ge-

lange. Der Rekurrent arbeite seit dem Jahr 2013 bei der B.________ AG mit einem Pensum 

von 90 %. Er suche seinen Arbeitsplatz regelmässig von der EG D.________ aus auf und kehre 

nach getaner Arbeit wieder in diese Gemeinde zurück, um dort zu übernachten. Zumal der Re-

kurrent bereits 30 Jahre alt sei und sich seit mehr als fünf Jahren am Arbeitsort aufhalte, ergebe 

sich die natürliche Vermutung, dass sein Lebensmittelpunkt in der EG D.________ sei. Sodann 

bewohne der Rekurrent in der EG D.________ eine verhältnismässig grosszügige Wohnung, 

die insbesondere kein für einen Wochenaufenthalter typisches "pied-à-terre" darstelle, weshalb 

auch die Wohnverhältnisse für einen Lebensmittelpunkt in der EG D.________ sprächen.

D. Dagegen erhob der Rekurrent mit Eingabe vom 18. November 2019 Einsprache und be-
antragte sinngemäss, die Verfügung vom 30. Oktober 2019 sei aufzuheben. Er brachte insbe-

sondere vor, dass die natürliche Vermutung des Lebensmittelpunkts am Arbeitsort bei ihm auf 

Grund der konkreten Umstände nicht greife. Dies würden seine Freizeitaktivitäten belegen. 

Während er weder in D.________ noch in G.________ irgendwelche Lokale oder Anlässe be-

suche oder in einem Verein sei, nehme er in St. Gallen regelmässig an sogenannten 

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"H.________game"-Turnieren teil, besuche die "I.________veranstaltung" in J.________ zu 

Trainings bzw. Games mit den dafür angeschafften AirSoft-Waffen, nehme in zwei verschiede-

nen Gruppen an "K.________game"-Events teil oder spiele dieses Spiel zuhause mit seinen 

Brüdern und seinem Cousin. Ebenso treffe er sich im Raum St. Gallen mit ehemaligen Studien-

kollegen. Sodann schaue er zusammen mit seinen Brüdern und teilweise auch mit seinem Va-

ter zu ihrem Haus und ihrem Garten in der EG E.________. Er arbeite mit einem Arbeitspen-

sum von 80 % bei der B.________ AG. Dieses sei so ausgestaltet, dass er jeweils freitags um 

13:32 Uhr den Zug in Richtung Ostschweiz nehme und erst montags gegen 10:30 Uhr im Büro 

ankomme. Dies bedeute, dass er vier Nächte in D.________ übernachte und drei Nächte in 

E.________. Sämtliche Ferien sowie die Feiertage verbringe er in E.________. Kein einziges 

Wochenende habe er in der EG D.________ verbracht. Allein die zeitliche Aufteilung belege 

damit, dass kein Überhang zugunsten des Kantons Bern bestehe. Die von ihm gemietete Woh-

nung in der EG D.________ diene dazu, dass er seine Tätigkeit bei der B.________ AG über-

haupt wahrnehmen könne. Seine Arbeitsstelle bei der B.________ AG gebe es in dieser Art 

einzig in G.________ und sei gewissermassen einzigartig, weshalb er für die Ausübung seiner 

beruflichen Tätigkeit nach G.________ reisen müsse. Dies mache G.________ jedoch nicht zu 

seinem Lebensmittelpunkt, so sei er nach wie vor nicht in leitender Stellung tätig. Es möge zwar 

die Regel sein, dass bei über 30-jährigen Personen die Bindung zur Familie nicht mehr beson-

ders eng sei; bei ihm sei dies jedoch nicht der Fall. Gerade seit dem Tod seiner Mutter im Jahr 

2014 habe sich die Bindung zwischen ihm und seinen Brüdern noch verstärkt, was sich in ihrer 

Wohnsituation und den Freizeitaktivitäten manifestiere. Ebenfalls spreche der Umstand, dass er 

seit sechs Jahren in der EG D.________ über eine Zweitwohnung verfüge, in seinem konkreten 

Einzelfall nicht gegen einen Lebensmittelpunkt in der EG E.________. In der EG D.________ 

bewohne er sodann entgegen den Ausführungen der Steuerverwaltung keine "verhältnismässig 

grosszügige Wohnung". Vielmehr weise die 3 ½-Zimmerwohnung eine Grundfläche von ca. 55 

m2 auf, was im Regelfall einer 1 ½- bis 2-Zimmerwohnung entspreche. Demgegenüber stehe 

seine Wohnsituation in E.________. Hier bewohne er ein freistehendes 6 ½-

Zimmereinfamilienhaus mit zwei Bädern, Garage, Keller, Waschraum und zwei Estrichen. Das 

Haus befinde sich auf einem Grundstück von ca. 1'000 m2. Er und seine Brüder bewohnten je 

ein eigenes Zimmer und benützten die übrigen Räume und den Garten gemeinsam. Dabei 

handle es sich um das Haus, in dem er seit 1995 wohne und aufgewachsen sei. Entsprechend 

fühle er sich mit dem Haus eng verbunden und er habe auch vor, künftig dort zu wohnen. Er sei 

Miteigentümer des Hauses, womit sich, im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverwaltungs-

gerichts, sowohl sein ideeller als auch materieller Schwerpunkt des Lebens in der EG 

E.________ befinde.

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E. Mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2019 wies die Steuerverwaltung die Einspra-
che des Rekurrenten ab. Sie führte aus, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz des Rekurren-

ten nach dem Arbeitsortprinzip in der EG D.________ befinde. Die regelmässige Rückkehr an 

den Familienort reiche für sich alleine nicht aus. Es seien darüber hinaus besondere gesell-

schaftliche und persönliche Beziehungen erforderlich. Diese besonderen Beziehungen müssten 

sich sodann auf einen bestimmten Ort beziehen, wobei es nicht genüge, dass die Beziehungen 

generell zu einer bestimmten Region bzw. zu einem Raum insgesamt bestünden. Würden am 

Wochenende und in der Freizeit Beziehungen zu mehreren Orten gepflegt, sei eher anzuneh-

men, dass der Wochenaufenthaltsort den Lebensmittelpunkt und damit den steuerrechtlichen 

Wohnsitz darstelle. Der Rekurrent verfüge zwar über eine gute Beziehung zur EG E.________, 

die geschilderten Freizeitaktivitäten erschienen jedoch nicht als dermassen aussergewöhnlich, 

dass sie ein Abweichen vom Arbeitsortprinzip rechtfertigen würden. Zudem betreibe er diese 

Aktivitäten mehrheitlich nicht in der EG E.________ selber, weshalb sie bereits von daher nicht 

geeignet seien, eine besondere Verbundenheit mit diesem Ort zu begründen.

F. Dagegen hat der Rekurrent mit Eingabe vom 27. Dezember 2019 bei der Steuerrekurs-
kommission des Kantons Bern (Steuerrekurskommission) Rekurs erhoben und beantragt, es sei 

festzustellen, dass sich sein steuerrechtlicher Wohnsitz ab dem Steuerjahr 2018 in der 

EG E.________ befinde. Zur Begründung verweist er auf seine Einsprache vom 17. November 

2019 und führt im Wesentlichen ergänzend aus, dass er montags jeweils von der EG 

E.________ aus direkt ins Büro reise und dass er, wenn er die regelmässig anfallende Gleitzeit 

abbaue, sogar bereits am Donnerstag nach E.________ zurückreise, womit er in diesen Wo-

chen sogar mehrheitlich in der EG E.________ übernachte. Seit er die Wohnung in D.________ 

miete, habe er sich noch nie tagsüber dort aufgehalten und maximal während vier Nächten pro 

Woche dort übernachtet. Insgesamt halte er sich eindeutig während einer längeren Zeit in der 

EG E.________ auf; die Aufenthalte in D.________ würden sich auf das absolut Notwendige 

beschränken. Seine Familienangehörigen würden alle in F.________ bzw. der näheren Umge-

bung wohnen. Hier komme es in der Regel jedes Wochenende zu Familientreffen, was zeige, 

dass das Familienleben hochgehalten und intensiv gepflegt werde. Bei einem Wohnsitz in 

G.________ oder D.________ sei es ihm nicht mehr möglich, diese Kontakte in der gelebten 

Art zu pflegen und seine Freizeitaktivitäten auszuüben.

G. Am 26. Februar 2020 hat sich die Steuerverwaltung vernehmen lassen und die kosten-
pflichtige Abweisung des Rekurses beantragt. Zur Begründung bringt sie in Ergänzung des Ein-

spracheentscheids vom 11. Dezember 2019 insbesondere vor, dass die vom Rekurrenten gel-

tend gemachten Freizeitaktivitäten im Unterschied zu einer lokalen Vereinsmitgliedschaft 

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schweizweit angeboten würden und von daher nicht als geeignet erschienen, eine besondere 

Beziehung zur EG E.________ zu begründen.

H. Mit Schreiben vom 13. März 2020 nahm der Rekurrent Stellung zur Vernehmlassung der 
Steuerverwaltung. Er hält fest, dass die Steuerverwaltung behaupte, seine Arbeitsstelle bei der 

B.________ AG sei weitgehend einzigartig und könne nicht einfach durch einen Arbeitsplatz an 

einem anderen Ort kompensiert werden. Diese Behauptung sei in dieser Absolutheit nicht zu-

treffend. So sei die konkrete Stelle an sich zwar schon einzigartig; ihm als Wirtschaftsinformati-

ker stünden jedoch durchaus weitere Beschäftigungsmöglichkeiten offen. Rückschlüsse auf 

eine Absicht dauernden Verbleibens liessen sich daraus keine ziehen. Sodann übe er seine 

Freizeitaktivitäten zusammen mit seinen Brüdern und seinem Cousin aus. Um diese Kontakte 

pflegen zu können, sei er darauf angewiesen diese Aktivitäten an seinem geltend gemachten 

Wohnort oder in der näheren Umgebung auszuüben. Sodann verweist der Rekurrent auf das 

Urteil des Bundesgerichts 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 und macht geltend, dass seine Situa-

tion mit derjenigen des Steuerpflichtigen im genannten Urteil vergleichbar sei.

I. Am 27. März 2020 forderte die Steuerrekurskommission den Rekurrenten auf, weitere 
zweckdienliche Unterlagen einzureichen. Dieser Aufforderung ist er mit Schreiben vom 18. April 

2020 teilweise nachgekommen.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:

1. Einspracheentscheide der Steuerverwaltung betreffend Festsetzung des steuerrechtlichen 
Wohnsitzes können bei der Steuerrekurskommission angefochten werden (Art. 195 ff. des 

Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11]). Die Steuerrekurskommission ist deshalb 

sachlich und örtlich zuständig. Der Rekurrent ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen An-

trägen nicht durchgedrungen. Er ist daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art. 195 

Abs. 2 StG i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-

pflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf den form- und fristgerecht eingereichten Rekurs ist deshalb 

einzutreten.

Die Steuerrekurskommission beurteilt die vorliegende Streitsache in Dreierbesetzung, da eine 

Streitsache mit unbestimmtem Streitwert vorliegt (Art. 70 Abs. 3 und Abs. 4 Bst. c des Gesetzes 

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vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 

[GSOG; BSG 161.1] und VGE 100 2010 191 vom 9.5.2011, E. 2.2, nicht publiziert).

2. Strittig ist vorliegend, ob sich der steuerrechtliche Wohnsitz des Rekurrenten ab dem 
Steuerjahr 2018 im Kanton Bern (EG D.________) befunden hat.

3. Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG auf Grund persönlicher Zugehörigkeit 
steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton Bern ha-

ben. Die Folge der persönlichen Zugehörigkeit ist die unbeschränkte Steuerpflicht (Besteuerung 

des gesamten Einkommens und des beweglichen Vermögens im Wohnsitzkanton; 

vgl. BGE 125 I 54 E. 2).

3.1 Unter dem steuerrechtlichen Wohnsitz ist der Ort zu verstehen, an dem sich die steuer-
pflichtige Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält (Art. 4 Abs. 2 StG). Nicht erfor-

derlich ist der Wille, den Aufenthaltsort nicht mehr oder nicht in absehbarer Zeit zu verlassen. 

Es genügt, den Ort bis auf weiteres zum Mittelpunkt der Lebensverhältnisse zu machen und ihm 

dadurch eine gewisse Stabilität zu verleihen, selbst wenn mit der Möglichkeit des Wechsels aus 

bestimmten Gründen zu rechnen ist oder sogar feststeht, dass der Aufenthalt nach einiger Zeit 

wieder aufhört (Zweifel/Hunziker in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Interkanto-

nales Steuerrecht, 2011, N. 21 von § 6, m.w.H.). Wenn sich eine Person abwechslungsweise an 

zwei Orten aufhält, namentlich wenn der Arbeitsort nicht mit dem sonstigen Aufenthaltsort zu-

sammenfällt, ist für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu 

welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält. Der Mittelpunkt der Lebensverhältnisse 

(Lebensmittelpunkt), also der ideelle und materielle Schwerpunkt des Lebens einer Person, 

bestimmt sich für die Steuerhoheit nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, 

und nicht nach den bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person oder ihrer gefühls-

mässigen Verbundenheit mit einem bestimmten Ort. Der steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern 

nicht frei wählbar (BGE  125 I 54 E. 2a; BGE 123 I 289 E. 2b; VGE 20803 vom 11.5.2000, in 

BVR 2001 S. 1, E. 2c). Dem polizeilichen Domizil, wo die Schriften hinterlegt sind oder die poli-

tischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeutung zu. Dies sind bloss 

äussere Merkmale, die ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden können, wenn auch 

das übrige Verhalten der steuerpflichtigen Person dafür spricht (VGE 20803 vom 11.5.2000, in 

BVR 2001 S. 1 E. 2b; BGer 2P_335/2001 vom 29.7.2002, E. 2.2). Die Frage, zu welchem der 

Aufenthaltsorte die steuerpflichtige Person die stärkeren Beziehungen unterhält, ist jeweils auf 

Grund der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (BGE 123 I 289 E. 2b).

3.2 Bei unverheirateten Personen, die einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen, ist 
der Lebensmittelpunkt in der Regel jener, von dem aus während der Woche der täglichen Arbeit 

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nachgegangen wird, ist doch der Zweck des Lebensunterhaltes dauernder Natur (zum Ganzen 

statt vieler BGer 2C_178/2011 vom 2.11.2011, E. 2.2). Hinsichtlich der Beweisführung begrün-

det der Umstand, wonach ein unverheirateter Steuerpflichtiger vom Ort aus, an welchem er sich 

während der Woche aufhält, einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgeht, eine natürliche 

Vermutung, dass er dort seinen Lebensmittelpunkt und mithin sein Hauptsteuerdomizil hat. Dies 

gilt umso mehr, wenn die steuerpflichtige Person älter als 30 Jahre ist und/oder sich seit mehr 

als fünf Jahren am Arbeitsort aufhält (BGer 2C_296/2018 vom 6.6.2018, E. 2.2.3.; VGE 20803 

vom 11.5.2000, in BVR 2001 S. 1 E. 2d). Diese Vermutung lässt sich entkräften, wenn sich die 

steuerpflichtige Person regelmässig an einem Ort aufhält, mit welchem sie aus bestimmten 

(vorab familiären) Gründen besonders eng verbunden ist und wo sie persönliche und gesell-

schaftliche Beziehungen pflegt (BGer 2C_296/2018 vom 6.6.2018, E. 2.2.3). Berücksichtigt 

werden kann in jedem Fall nur eine Rückkehr an den Familienort; allfällige Wochenendaufent-

halte an einem Drittort gehen grundsätzlich zulasten des Familienorts (VGE 100 2016 220 vom 

6.9.2017, E. 2.4, m.w.H.). Da die Bindung zur elterlichen Familie gemeinhin aber lockerer aus-

fällt als jene unter Ehegatten, stellt die Praxis erhöhte Anforderungen (BGer 2C_762/2019 vom 

18.11.2019, E. 3.2.3). Die von der steuerpflichtigen Person dargestellten Beziehungen müssen 

dabei über jene Verbundenheit hinausgehen, die eine ledige Person, welche regelmässig ihre 

Wochenenden und die Freizeit am Wohnort der Eltern verbringt, normalerweise zu diesem Ort 

hat (BGer 2C_250/2013 vom 29.08.2013, E. 3.3.1 sowie BGer 2C_518/2011 vom 1.2.2012, E. 

2.4). Gelingt der steuerpflichtigen Person der Nachweis solcher Beziehungen am betreffenden 

Ort, obliegt es dem Kanton des Wochenaufenthalts- bzw. Arbeitsorts, nachzuweisen, dass die 

betreffende Person gewichtige wirtschaftliche und allenfalls persönliche Beziehungen zu die-

sem Ort unterhält (BGer 2C_296/2018 vom 6.6.2018, E. 2.2.3; VGE 100 2016 220 vom 

6.9.2017, E. 2.4; BGer 2C_270/2012 vom 1.12.2012, E. 2.5).

4. Damit ist zunächst zu klären, ob die natürliche Vermutung begründet ist, wonach sich der 
steuerrechtliche Wohnsitz des Rekurrenten ab der Steuerperiode 2018 in der EG D.________ 

befunden hat. Den Akten ist zu entnehmen, dass der Rekurrent seit dem 14. August 2014 in 

D.________ als Wochenaufenthalter angemeldet ist (Steuerakten, pag. 34). Gemäss seinen 

eigenen Angaben wohnt er jedoch bereits seit dem Jahr 2013 in der EG D.________ (Steuerak-

ten, pag. 8). Folglich war der Rekurrent am massgebenden Datum (31.12.2018) 30 Jahre alt. 

Zudem wohnte er seit rund fünf Jahren in der EG D.________. In G.________ arbeitet der Re-

kurrent bei der B.________ AG als "Business Project Engineer / Datamanager". Im Steuerjahr 

2018 betrug sein Arbeitspensum bei der B.________ AG 90 % (vgl. Anpassungen des Arbeits-

vertrags vom 4.9.2014 und vom 31.7.2019 in der Eingabe des Rekurrenten vom 18.4.2020). 

Seinen Arbeitsort sucht er mehrheitlich von seinem Wohnort in der EG D.________ aus auf. 

Wie der Rekurrent in der Einsprache vom 18. November 2019 selber angibt, ist die Arbeitsstelle 

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bei der B.________ AG gewissermassen einzigartig, da es sie so lediglich in G.________ gibt 

(Steuerakten, pag. 23). Obwohl es gemäss seinen eigenen Angaben für ihn als Wirtschaftsin-

formatiker weitere analoge Beschäftigungsmöglichkeiten gäbe (Stellungnahme vom 13.3.2020), 

hat er sich trotz des langen Arbeitsweges von der EG E.________ nach G.________ für diese 

Stelle entschieden und in der EG D.________ eine Wohnung gemietet. Dies spricht insgesamt 

für eine erhebliche wirtschaftliche Beziehung des Rekurrenten zum Kanton Bern. Die Arbeits-

tätigkeit erscheint demnach als auf Dauer angelegt, womit festgehalten werden kann, dass sich 

der Rekurrent in der EG D.________ auch mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält 

(E. 3.1). Aus diesen Gründen greift vorliegend die erwähnte natürliche Vermutung (vgl. E. 3.2).

4.1 Dem Rekurrenten steht somit der Nachweis offen, dass diese natürliche Vermutung nicht 
zutreffend ist. Diesbezüglich stellt er sich auf den Standpunkt, dass seine persönlichen, gesell-

schaftlichen und familiären Beziehungen zur EG E.________ und zum Kanton St. Gallen im 

Allgemeinen stärker zu gewichten seien als diejenigen zum Wochenaufenthaltsort D.________ 

(vgl. Bst. D, F und H).

4.2 Der Rekurrent bringt vor, dass er an sämtlichen Wochenenden in die EG E.________ 
zurückkehre und dort auch seine Ferien und die Feiertage verbringe. Er pflege seine persönli-

chen Beziehungen überwiegend in St. Gallen und verfüge in der EG E.________ über enge 

familiäre Beziehungen. So komme es gemäss seinen Aussagen in F.________, mithin der EG 

E.________, in aller Regel jedes Wochenende zu einem Treffen im erweiterten Familienkreis 

(Steuerakten, pag. 23). Der Rekurrent gibt ferner an, dass sich die Bindung zwischen ihm und 

den Brüdern durch den Tod seiner Mutter noch verstärkt habe. Betreffend Freizeitaktivitäten 

und persönliche Beziehungen bringt der Rekurrent vor, zusammen mit seinen Brüdern und sei-

nem Cousin regelmässig die Spiele "H.________game" und "K.________game" zu spielen. 

Ebenso nehme er in St. Gallen an Events teil, an denen diese Spiele gespielt würden. Sodann 

besuche er mit seinem Cousin regelmässig die "I.________veranstaltung" in J.________ um 

Trainings und Games mit den von ihm eigens dafür angeschafften "L.________"-Waffen zu 

absolvieren. Darüber hinaus treffe er sich im Raum St. Gallen mit ehemaligen Studienkollegen 

und kümmere sich in seiner Freizeit zusammen mit seinen Brüdern und seinem Vater um das 

Haus und den Garten in der EG E.________ (Steuerakten, pag. 24).

4.2.1 Zunächst ist festzuhalten, dass es hierbei, entgegen der Ansicht der Steuerverwaltung, 
nicht massgeblich ist, dass sich nicht sämtliche Freizeitaktivitäten des Rekurrenten in der 

EG E.________ selber, sondern im Kanton St. Gallen allgemein abspielen. Ausschlaggebend 

ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einzig, dass die steuerpflichtige Person, wenn 

sie den Freizeitaktivitäten nachgeht, jeweils in der geltend gemachten Steuergemeinde über-

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nachtet, was vorliegend unbestrittenermassen der Fall ist (vgl. BGer 2C_87/2019 vom 

17.7.2019, E. 5.2).

4.2.2 Zur Entkräftung der natürlichen Vermutung zugunsten des Wochenaufenthaltsorts be-
darf es einer besonders engen Beziehung des Rekurrenten zu seiner Familie (vgl. E. 3.2). Der 

Rekurrent führt zwar glaubhaft aus, dass er regelmässig in die EG E.________ zurückkehrt und 

dort über nicht unerhebliche familiäre Beziehungen verfügt. Auch die vom Rekurrenten darge-

stellte Beziehung zu seinen beiden Brüdern erscheint als nicht unbedeutend. Dass jedoch eine 

derart enge Beziehung zu seinen Familienmitgliedern vorliegt, die eine Ausnahme zum Arbeits-

ortprinzip rechtfertigen würde, vermag der Rekurrent nicht zu belegen. Die von ihm dargestell-

ten Beziehungen gehen in ihrer Intensität insgesamt nämlich nicht über jene Verbundenheit 

hinaus, die eine ledige Person, welche regelmässig ihre Wochenenden und ihre Freizeit am 

Familienort verbringt, normalerweise zu diesem Ort hat (vgl. E. 3.2). Eine besondere Verbun-

denheit mit dem Familienort hat das Bundesgericht beispielsweise dann bejaht, wenn die steu-

erpflichtige Person ein krankes Familienmitglied gepflegt (BGer 2P.242/1994 vom 1.10.1996) 

oder im Familienbetrieb mitgearbeitet hat (BGer 2P.179/2003 vom 17.6.2004, E. 3.2). Der Re-

kurrent vermag vorliegend keine familiären Beziehungen aufzuzeigen, die in ihrer Intensität mit 

diesen Fallgruppen vergleichbar wären. Die erhöhten Anforderungen der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung an das Vorliegen einer aussergewöhnlichen familiären Beziehung einer ledi-

gen Person zum Wochenendort sind beim Rekurrenten damit jedenfalls nicht erfüllt.

4.2.3 Von aussergewöhnlichen persönlichen und gesellschaftlichen Beziehungen ist gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung namentlich dann auszugehen, wenn sich die steuerpflich-

tige Person am geltend gemachten Wohnsitz zeitintensiv in einem politischen Amt oder in Ver-

einen engagiert (vgl. statt vieler BGer 2P.159/2006 vom 14.11.2006, E. 3.2). Der Rekurrent 

bringt nicht vor, in einer vergleichbaren Funktion tätig zu sein bzw. eine vergleichbare Frei-

zeitaktivität auszuüben. Keine der von ihm geltend gemachten Freizeitaktivitäten ist sodann von 

vergleichbarer Intensität, handelt es sich dabei doch um gewöhnliche Hobbies, die keines 

übermässigen Engagements bedürfen. Gegenteiliges ist aus den Akten nicht ersichtlich und 

wird durch den Rekurrenten, trotz entsprechender Aufforderung durch die Steuerrekurskommis-

sion (Schreiben vom 27.3.2020), auch nicht rechtsgenüglich belegt. Aus diesem Grund ist vor-

liegend nicht von einer besonderen, die Beziehungen zum Arbeitsort überwiegenden persönli-

chen Beziehung zur EG E.________ auszugehen. Darüber hinaus erachtet es die Steuerre-

kurskommission angesichts der Dauer seines Aufenthalts im Kanton Bern und der allgemeinen 

Lebenserfahrung als unwahrscheinlich, dass der Rekurrent in der Wochenaufenthaltsgemeinde 

D.________ bzw. am Arbeitsort G.________ über keinerlei freundschaftliche oder gesellschaft-

liche Beziehungen (insbesondere zu Arbeitskollegen) verfügt. Ferner ist festzuhalten, dass die 

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Lebenssituation des Rekurrenten auch nicht mit derjenigen der steuerpflichtigen Person im Ur-

teil des Bundesgerichts BGer 2C_87/2019 vom 17.7.2019 vergleichbar ist, zumal der Rekurrent 

sich weder in vergleichbarer Weise in Vereinen in der geltend gemachten Steuergemeinde en-

gagiert noch von dort aus einer teilweisen Erwerbstätigkeit nachgeht. Dem Umstand, dass der 

Rekurrent seinen Hausarzt und seinen Zahnarzt in der EG E.________ besucht (vgl. Eingabe 

vom 13.3.2020, S. 2), käme gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Hinblick auf den 

Lebensmittelpunkt insbesondere dann eigenständige Bedeutung zu, wenn die Frequenz der 

Besuche eine gewisse Intensität aufweist (BGer 2C_178/2011 vom 2.11.2011, E. 3.4), was der 

Rekurrent vorliegend nicht geltend macht. Demzufolge gelingt es dem Rekurrenten auch nicht, 

aussergewöhnliche persönliche oder gesellschaftliche Beziehungen zur EG E.________ aufzu-

zeigen.

4.2.4 Der Rekurrent vermag insgesamt nicht rechtsgenüglich darzulegen, dass er über derart 
enge familiäre und persönliche Beziehungen zur EG E.________, bzw. zum Kanton St. Gallen 

verfügt, dass sie die erheblichen wirtschaftlichen Beziehungen zur EG D.________, bzw. zum 

Kanton Bern überwiegen. Zudem ist nicht ersichtlich, inwiefern es dem Rekurrenten bei Fest-

stellung des steuerrechtlichen Wohnsitzes in der EG D.________ nicht mehr möglich sein soll, 

seine familiären und persönlichen Beziehungen sowie seine Freizeitaktivitäten im Kanton St. 

Gallen zu pflegen bzw. auszuüben (vgl. Bst. F und H). Somit gelingt es ihm nicht, die natürliche 

Vermutung zugunsten des steuerrechtlichen Wohnsitzes am Arbeitsort umzustossen.

4.3 Ferner können die Wohnverhältnisse am Arbeitsort als Kriterium für die Bestimmung des 
Mittelpunkts der Lebensinteressen von Wochenaufenthaltern Berücksichtigung finden. Eine 

selbsteingerichtete Wohnung, welche für dauerhaftes Wohnen geeignet ist, deutet auf einen 

Lebensmittelpunkt am Arbeitsort hin. Dagegen sprechen improvisierte Wohngelegenheiten bei 

Freunden oder Bekannten, bereits möblierte Zimmer oder Wohnungen am Arbeitsort für den 

steuerrechtlichen Wohnsitz am Freizeitort (Höhn/Mäusli, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl., 

2000, N. 73 zu § 7).

In der EG D.________ bewohnt der Rekurrent alleine eine 3 ½-Zimmerwohnung, welche eine 

Fläche von 58 m2 aufweist (Steuerakten, pag. 28). In der EG E.________ wohnt der Rekurrent 

zusammen mit seinen Brüdern im früheren, ihm mittlerweile zusammen mit seinen Brüdern und 

seinem Vater zu Miteigentum gehörenden (vgl. Grundbuchauszug vom 14.4.2020 in der Beilage 

zum Schreiben des Rekurrenten vom 18.4.2020), Familienhaus, wobei ihm ein Zimmer zur al-

leinigen Nutzung und der Rest des Hauses zur gemeinschaftlichen Nutzung zusteht. Gemäss 

Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist es unerheblich, dass die Wohngelegenheit am 

Wochenendort über das hinausgeht, was üblicherweise unter einer Zweitwohnung verstanden 

wird. Vielmehr kommt es primär darauf an, dass die Wohnung am Arbeitsort mehr als ein soge-

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nanntes "pied-à-terre" darstellt (VGE 100 2015 215 vom 30.12017, E. 3.4.2). Obwohl die Lie-

genschaft in der EG E.________ unbestritten grosszügiger erscheint als die Wohnung in der 

EG D.________, ist vorliegend stärker zu gewichten, dass der Rekurrent die Mehrheit der 

Räumlichkeiten und auch den Garten der Liegenschaft in der EG E.________ mit seinen Brü-

dern teilt, was als Einschränkung seiner Privatsphäre zu betrachten ist. Demgegenüber steht 

ihm die 3 ½-Zimmerwohnung in der EG D.________ zur alleinigen Nutzung zur Verfügung wo-

mit die Privatsphäre umfassend ist. Sodann ist davon auszugehen, dass die Wohnung des Re-

kurrenten in der EG D.________ über einen voll ausgestatteten Haushalt verfügt, bringt doch 

der Rekurrent nichts Gegenteiliges vor. Angesichts dessen und in Anbetracht der nicht uner-

heblichen Grösse geht diese Wohnung bei Weitem über ein "pied-à-terre" hinaus und stellt da-

mit mehr dar als eine blosse Übernachtungsmöglichkeit. Entgegen der Ansicht des Rekurrenten 

sprechen demnach auch die Wohnverhältnisse für einen Lebensmittelpunkt in der EG 

D.________, mithin im Kanton Bern.

5. Im Ergebnis erscheinen die familiären und persönlichen Beziehungen des Rekurrenten 
zur EG E.________ zwar nicht als unbedeutend, sie reichen jedoch nicht aus, um die Bindung 

aufzuwiegen, welche zur EG D.________ auf Grund der besonderen wirtschaftlichen Bezie-

hung und der Wohnverhältnisse besteht. Dem Rekurrenten gelingt es vorliegend nicht, die 

natürliche Vermutung umzustossen, womit festzustellen ist, dass sich der Mittelpunkt der Le-

bensinteressen des Rekurrenten und damit sein steuerrechtlicher Wohnsitz im Jahr 2018 in der 

EG D.________ befanden. Folglich ist der Rekurs abzuweisen.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Rekurrent kostenpflichtig. Er hat die gesam-
ten Verfahrenskosten zu tragen einschliesslich allfälliger Auslagen für Gutachten oder andere 

externe Kosten (Art. 200 Abs. 1 StG i.V.m. Art. 1, 2, 53, 58 und 59 des Dekrets vom 24. März 

2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und 

der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12]). Vorliegend sind die Ver-

fahrenskosten in der Höhe eines Pauschalbetrags von CHF 1'000.-- damit dem unterlegenen 

Rekurrenten aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

Da der Rekurrent im vorliegenden Fall unterliegt, werden keine Parteikosten gesprochen 

(Art. 200 Abs. 4 StG)

Aus diesen Gründen wird erkannt:

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf einen Pauschalbetrag von CHF 1'000.-- werden dem 

Rekurrenten zur Bezahlung auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Eröffnung beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, Beschwerde erhoben 
werden. Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechtsschrift am letzten Tag der Frist einer 
schweizerischen Poststelle übergeben wird. Die Beschwerdeschrift ist in 3-facher Aus-
fertigung einzureichen. Sie muss von der beschwerdeführenden Person selbst oder von 
einem zur Prozessführung vor bernischen Gerichten ermächtigten Anwalt verfasst und un-

terzeichnet sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). Die Rechtsschrift hat insbesondere das Rechts-
begehren und die Begründung zu enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

5. Zu eröffnen an:

▪ A.________

▪ Steuerverwaltung des Kantons Bern

▪ Gemeinde D.________

und mitzuteilen:

▪ Gemeinde E.________

IM NAMEN DER STEUERREKURSKOMMISSION
DES KANTONS BERN

Die Richterin Der Gerichtsschreiber

Nanzer Schmidlin