# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40445bf6-12ca-53d4-bbfe-f3969e9ad266
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.08.2013 UP130037
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UP130037_2013-08-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UP130037-O/U/br 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und 

der Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie der Gerichtsschreiber 

lic. iur. L. Künzli 

 

Beschluss vom 15. August 2013 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
Beschwerdegegnerin 

 

sowie 

 

X._____,  
Verfahrensbeteiligte 

 

betreffend Amtliche Verteidigung   
 
 
Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichtes Zürich , 10. Abtei-
lung - Einzelgericht, vom 11. Juni 2013, GG130138-L 

 

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Erwägungen: 

I. 

 1. Die Stadt B._____, Soziale Dienste, erstattete am 25. April 2012 Strafan-

zeige gegen A._____ (Beschwerdeführerin) wegen (Sozialhilfe-)Betrugs. Nach 

durchgeführter Strafuntersuchung erliess die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hin-

sichtlich eines Teils der untersuchten Sachverhalte (Nichtdeklaration Zuwendun-

gen des Sohnes, Nichtdeklaration Peugeot 107 und Nichtdeklaration Peugeot 

307) am 3. Mai 2013 eine Einstellungsverfügung (Urk. 7/15). Hinsichtlich der übri-

gen untersuchten Sachverhalte (Nichtdeklaration des aufgelösten Freizügigkeits-

kontos aus dem Jahr 2004 in der Höhe von Fr. 23'770.–, Nichtdeklaration der Ge-

schäftsgewinne aus selbstständiger Erwerbstätigkeit aus dem Jahr 2007 von 

Fr. 2'806.05 und aus dem Jahr 2008 von Fr. 6'997.30) erhob sie am 31. Mai 2013 

Anklage wegen mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (Urk. 7/ 

16). 

 2. Das mit der Sache befasste Einzelgericht am Bezirksgericht Zürich 

(10. Abteilung) bestellte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 11. Juni 2013 

in der Person von Rechtsanwältin lic.iur. X._____ eine amtliche Verteidigerin (Urk. 

7/18=Urk. 3). 

 3. Gegen diese Verfügung legte die Beschwerdeführerin persönlich mit Ein-

gabe vom 17. Juni 2013 bei der hiesigen Kammer rechtzeitig Beschwerde ein und 

stellte den Antrag, die Bestellung einer amtlichen Verteidigerin sei rückgängig zu 

machen (Urk. 2). Mit Verfügung vom 25. Juni 2013 wurde eine Kopie der Be-

schwerdeschrift der amtlichen Verteidigerin (Verfahrensbeteiligte), der Staatsan-

waltschaft Zürich-Sihl (Beschwerdegegnerin) sowie dem Einzelgericht (Vor-

instanz) zur Stellungnahme übermittelt (Urk. 5). Die Vorinstanz und die Be-

schwerdegegnerin verzichteten am 26. Juni 2013 bzw. am 27. Juni 2013 aus-

drücklich auf eine Stellungnahme (Urk. 6 und 8). Die Verfahrensbeteiligte reichte 

innert Frist keine Stellungnahme ein (Urk. 9). 

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 4. Die Beschwerdeführerin setzte die Vorinstanz von der Anhängigmachung 

des vorliegenden Beschwerdeverfahrens in Kenntnis (Urk. 7/21). Hierauf nahm 

die Vorinstanz der Beschwerdeführerin (und den weiteren Verfahrensbeteiligten) 

die Ladung für die Hauptverhandlung vom 4. Juli 2013 ab (Urk. 7/23/1-4). 

 5. Die Sache erweist sich als spruchreif. 

II. 

 1. Die Vorinstanz begründete die Bestellung einer amtlichen Verteidigerin für 

die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung wie folgt: Die Beschwer-

deführerin habe am 30. Januar 2013 gegenüber der Beschwerdegegnerin erklärt, 

dass sie einen "Gratisanwalt" wolle, da sie keine Ahnung habe, wie man sich vor 

Gericht verteidige. Die Beschwerdegegnerin habe - so die Vorinstanz - über die-

ses Gesuch nicht entschieden, weshalb dies nun nachzuholen sei. Weiter erwog 

die Vorinstanz, die Beschwerdegegnerin beantrage eine Geldstrafe von 120 Ta-

gessätzen (und eine Busse von Fr. 500.–). Der Tatbestand des Betrugs sei in 

rechtlicher Hinsicht anspruchsvoll und die Beschwerdeführerin verfüge nicht über 

die nötigen Mittel für eine anwaltliche Verteidigung, da sie zur Zeit nur ein gerin-

ges Einkommen habe. Die Voraussetzungen von Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO seien 

somit erfüllt (Urk. 3 S. 2 m.H. auf Urk. 7/6). 

 2. Zur Begründung ihres Antrages auf Rückgängigmachung der amtlichen 

Verteidigung bringt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift das Fol-

gende vor: Es sei richtig, dass sie gegenüber der Beschwerdegegnerin bemerkt 

habe, einen "Gratisanwalt" zu wollen. In der Zwischenzeit habe sie nun aber er-

fahren, dass ein amtlicher Verteidiger nicht gratis sei, sondern dass sie ihn bezah-

len müsse, sobald sie wieder etwas Geld habe. Unterdessen habe sie sich auch 

von einem rechtskundigen Freund beraten lassen. Sie hätten zusammen eine 

Verteidigungsschrift verfasst, die - wie sie glaube - ihre Unschuld aufzeige. Sie 

wolle sich daher selber verteidigen. Sie misstraue einer amtlichen Verteidigung. 

Eine solche würde sich nie in dem Masse einsetzen, wie sie selber oder ihr 

rechtskundiger Freund. Dass die Beschwerdegegnerin keinen amtlichen Verteidi-

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ger bestellt habe, zeige übrigens, dass sie von einem Bagatellfall ausgehe und ihr 

- der Beschwerdeführerin - zutraue, sich selber zu verteidigen (Urk. 2). 

 3.1 Vorab stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin zur Ergreifung der 

Beschwerde legitimiert ist. Die Beschwerdelegitimation setzt ein rechtlich ge-

schütztes Interesse der beschwerdeführenden Partei an der Aufhebung oder Än-

derung des angefochtenen Entscheids voraus (vgl. Art. 382 Abs. 1 StPO). Die 

Frage des Rechtsschutzinteresses stellt sich insbesondere, da per se nicht er-

sichtlich ist, inwiefern sich die Bestellung einer amtlichen Verteidigerin zum Nach-

teil der Beschwerdeführerin auswirken sollte. Die Vorinstanz handelte im wohlver-

standenen Interesse der Beschwerdeführerin und die Position der Beschwerde-

führerin als beschuldigte Person konnte sich im Strafverfahren durch die Beige-

bung einer amtlichen Verteidigung eigentlich nur verbessern. Indessen verhält es 

sich - wie die Beschwerdeführerin zutreffend einwendet - tatsächlich so, dass im 

Falle der Einsetzung einer amtlichen Verteidigung der Staat die Kosten des amtli-

chen Verteidigers nur einstweilen übernimmt. Wird die beschuldigte Person näm-

lich zur Tragung der Verfahrenskosten verurteilt, ist sie hinsichtlich der Kosten der 

amtlichen Verteidigung rückerstattungspflichtig, sofern sie dazu finanziell in der 

Lage ist (Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). Falls die Beschwerdeführe-

rin wieder zu neuen finanziellen Mitteln kommt, kann von ihr somit die Rückerstat-

tung der Kosten der amtlichen Verteidigung verlangt werden. In dieser Hinsicht 

erscheint die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Entscheid bzw. die 

Bestellung einer amtlichen Verteidigerin zumindest latent beschwert. Eine solche 

Beschwerde berechtigt zur Einlegung der Beschwerde, da sie sich später aktuali-

sieren kann und die Beschwerdeführerin im Falle einer Rückforderung keine Mög-

lichkeit mehr hat, ihre Kritik an der Bestellung einer amtlichen Verteidigung vorzu-

bringen. Das Vorliegen eines rechtlich geschützten Interesses an der Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung ist folglich zu bejahen. 

 3.2 Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. 

 4.1 Vorauszuschicken ist, dass ein Fall notwendiger Verteidigung im Sinne 

von Art. 130 lit. a-e StPO vorliegend ausser Betracht fällt. Aus den Akten ergeben 

https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F312.0&SP=3|nnut3p

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sich keine Anhaltspunkte, die auf einen entsprechenden Anwendungsfall hinwei-

sen würden. Die Vorinstanz begründete - wie gezeigt - die Bestellung einer amtli-

chen Verteidigung denn auch ausschliesslich gestützt auf Art. 132 Abs. 1 lit. b 

i.V.m. Abs. 2 und 3 StPO. 

 4.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet das Vorliegen der Voraussetzungen 

für die Bestellung einer amtlichen Verteidigung, indem sie vorbringt, dass es sich 

um einen Bagatellfall handle und sie sich selber verteidigen könne, zumal sie 

nunmehr auch Unterstützung durch einen rechtskundigen Kollegen habe. Gleich-

zeitig bringt sie aber auch klar zum Ausdruck, dass sie keinen amtlichen Verteidi-

ger möchte, und sie in Kenntnis der Rückerstattungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 

StPO auch nicht um einen solchen im Untersuchungsverfahren ersucht hätte. 

 So gesehen stellt sich die grundsätzliche Frage, ob gegen den erklärten Wil-

len einer beschuldigten Person eine amtliche Verteidigung im Sinne von Art. 132 

Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 und 3 StPO bestellt bzw. an einer solchen gegen den 

erklärten Willen der beschuldigten Person festgehalten werden kann. Die Frage 

ist vorweg zu beantworten. Falls sie verneint werden müsste, würde sich nämlich 

eine Prüfung der Voraussetzungen für die Bestellung einer amtlichen Verteidi-

gung nach Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO erübrigen.  

 4.3 Soweit ersichtlich, hat sich das Bundesgericht seit Inkrafttreten der 

Schweizerischen Strafprozessordnung noch nicht zur Frage geäussert, ob die 

amtliche Verteidigung nach Art. 132 Abs. 1 lit. b i.V.m. mit Abs. 2 und 3 StPO ei-

nem Verzicht zugänglich ist. In der Lehre werden mit Blick auf die Subjektstellung 

der beschuldigten Person und des garantierten Rechts auf Selbstverteidigung ge-

gen die aufgedrängte (formelle) Verteidigung grundsätzliche Bedenken geäussert. 

LIEBER vertritt unter Hinweis auf die Meinung ZIMMERLIN die Auffassung, dass        

- anders als die notwendige Verteidigung nach Art. 130 lit. a-e StPO - die amtliche 

Verteidigung nach Art. 132 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 und 3 StPO einem Verzicht 

der (handlungsfähigen) beschuldigten Person zugänglich sei, und zwar in dem 

Sinne, dass in diesem Fall eine Verteidigung gar nicht erst zu bestellen sei (LIE-

BER, Kommentar StPO, Zürich u.a. 2010, N 23 zu Art. 132 und N 7 zu Art. 130 

StPO, m.H. auf ZIMMERLIN, Der Verzicht des Beschuldigten auf Verfahrensrechte 

https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F312.0&SP=3|nnut3p

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im Strafprozessrecht, Dissertation Zürich 2008, N 688 m.w.H.). Neben dem ga-

rantierten Recht auf Selbstverteidigung wird zur Begründung darauf hingewiesen, 

dass sich die Pflicht des Staates bei der amtlichen Verteidigung nach Art. 132 

Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 und 3 StPO darin erschöpfe, ein Angebot sozialer Pro-

zesshilfe zur Verfügung zu stellen, damit der minderbemittelte Beschuldigte in 

Fällen mittlerer Schwere nicht schlechter gestellt sei als der begüterte. Diese 

Rechtswohltat müsse sich niemand aufdrängen lassen. Solange nicht gleichzeitig 

ein Fall notwendiger Verteidigung vorliege, sei dem auf die amtliche Verteidigung 

verzichtenden Beschuldigten kein Verteidiger zu bestellen (ZIMMERLIN, a.a.O., 

N 690 und 692). 

 Die eben dargelegten Lehrmeinungen überzeugen auch deshalb, weil die 

amtliche Verteidigung nach Art. 132 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 und 3 StPO in Ana-

logie zur unentgeltlichen Rechtsbeistandschaft im Strafverfahren (Art. 29 Abs. 3 

BV bzw. Art 6 Ziff. 3 lit. c EMRK) in der Regel nur auf Antrag der beschuldigten 

Person bestellt wird (HEIMGARTNER, in: forumpoenale 3/2012, Amtliche Mandate 

im Vorverfahren - Zürcher Praxis, S. 170). Die Verfahrensleitung hat zwar auch 

die Möglichkeit, von Amtes wegen eine amtliche Verteidigung anzuordnen, wenn 

sie eine solche für geboten erachtet (vgl. RUCKSTUHL, BSK StPO, Basel 2011, 

N 21 zu Art. 132 StPO; vgl. BBl 2006, S. 1179 unten; s.a. LIEBER, Kommentar 

StPO, a.a.O., N 22 zu Art. 132 StPO), doch impliziert das grundsätzliche An-

tragserfordernis eben auch die Möglichkeit, dass die beschuldigte Person auf eine 

amtliche Verteidigung nach Art. 132 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 und 3 StPO verzich-

ten kann. 

 4.4 Aufgrund der Beschwerdevorbringen ist davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin tatsächlich erst nach Erhalt der angefochtenen Verfügung 

von der Rückerstattungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO erfahren hat. Aus den 

Akten ergeben sich jedenfalls keine gegenteiligen Anhaltspunkte. Die Beschwer-

deführerin hat - als handlungsfähige Person - im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren nunmehr in Kenntnis der Rechtslage unmissverständlich den Willen geäus-

sert, keine amtliche Verteidigung zu wollen, mithin rechtswirksam auf eine solche 

verzichtet. Diesen geäusserten Willen gilt es nach dem Gesagten zu respektieren, 

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und zwar ungeachtet der Frage, ob die Voraussetzungen nach Art. 132 Abs. 1 

lit. b i.V.m. Abs. 2 und 3 StPO erfüllt sind oder nicht. Ein nachträglicher Verzicht 

erscheint im Beschwerdeverfahren sodann ohne weiteres noch als möglich. Auf 

ein Verfahrensrecht kann nur in Kenntnis der Rechtslage rechtswirksam verzichtet 

werden, und die Beschwerdeführerin hatte im vorinstanzlichen Verfahren keine 

Gelegenheit mehr, sich vor dem Entscheid betreffend Einsetzung einer amtlichen 

Verteidigung in dieser Hinsicht zu äussern. 

 5. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. 

III. 

 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Erwirkt eine Partei, die 

ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günstigeren Entscheid, so können ihr 

die Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn die Voraussetzungen für das Ob-

siegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen worden sind (Art. 428 Abs. 2 

lit. a StPO). Vorliegend hat die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für das 

Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen, indem sie den Willen geäus-

sert hatte, keine amtliche Verteidigung zu wollen. Dies kann ihr jedoch nicht zum 

Vorwurf gemacht werden, da sie - wie gesagt - erst später von der Rückerstat-

tungspflicht erfahren und sie im vorinstanzlichen Verfahren keine Gelegenheit 

mehr hatte, sich vor dem Entscheid betreffend Einsetzung einer amtlichen Vertei-

digung zu äussern. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind daher ausgangs-

gemäss auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mangels erheb-

licher Umtriebe ist der Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren keine 

Entschädigung zu entrichten. 

Es wird beschlossen: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung des Bezirksgerichts Zü-

rich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 11. Juni 2013 aufgehoben und 

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Rechtsanwältin lic.iur. X._____ als amtliche Verteidigerin der Beschwerde-

führerin entlassen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an:  

− die Beschwerdeführerin (als Gerichtsurkunde) 
− Rechtsanwältin lic.iur. X._____ (als Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (gegen Empfangsschein) 
− das Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, ad GG130138, 

unter Rücksendung der Akten Urk. 7 (gegen Empfangsschein) 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann unter den einschränkenden Voraussetzungen 

von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen er-
hoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 

14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise 

schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Zürich, 15. August 2013 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Präsident: 

 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. L. Künzli 
 

	Beschluss vom 15. August 2013
	
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	Es wird beschlossen:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 11. Juni 2013 aufgehoben und Rechtsanwältin lic.iur. X._____ als amtliche Verteidigerin der Beschwerdeführerin entlassen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin (als Gerichtsurkunde)
	 Rechtsanwältin lic.iur. X._____ (als Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (gegen Empfangsschein)
	 das Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, ad GG130138, unter Rücksendung der Akten Urk. 7 (gegen Empfangsschein)

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann unter den einschränkenden Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffent...