# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97578549-2c94-52d5-93d4-3082e19ee168
**Source:** Aargau (entscheidsuche) (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2026-01-15
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz 15.01.2026 XBE.2025.68
**Docket/Reference:** XBE.2025.68
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_002_XBE-2025-68_2026-01-15.pdf

## Full Text

Obergericht 

Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz 

 

XBE.2025.68  
(KEKV.2025.4/5)  

 

 

Entscheid vom 15. Januar 2026 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Merkofer, Präsidentin  

Oberrichter Lindner  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin B. Gloor 

 

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____,  

[…]   

 

 
   

Betroffene 

Person 1 

 B._____,  

[…]   

 

Betroffene 

Person 2 

 C._____,  

[…]   

 

 

Mutter   D._____,  

[…] 

vertreten durch lic. iur. Barbara Lind, Rechtsanwältin, […]      

 

 

Beiständin   E._____,  

[…]   

 

 

Anfechtungs-

gegenstand 

 Entscheid des Familiengerichts Laufenburg vom 24. März 2025 

 

Betreff  Ferienregelung 2025 / Kostenbeschwerde 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entnimmt den 

Akten: 

 

1. 

1.1. 

B._____ (nachfolgend: Betroffene 1), geboren am tt.mm.2018, und 

C._____ (nachfolgend: Betroffene 2), geboren am tt.mm.2021, sind die 

Töchter der verheirateten und getrennt lebenden Eltern D._____ 

(nachfolgend: Mutter) und A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer).  

 

1.2. 

Nachdem der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Januar 2025 

(Postaufgabe: 7. Januar 2025) die Regelung des Ferienrechts für das Jahr 

2025 und die Betreuungsregelung für die Betroffene 2 jeweils für den 

Freitag beantragte, eröffnete das Familiengericht Laufenburg die 

kindsschutzrechtlichen Verfahren KEKV.2025.4/5 und beauftragte die 

Beiständin mit Verfügung vom 13. Januar 2025, mit den Eltern die 

Ferienregelung für das Jahr 2025 zu machen. Die Beiständin teilte dem 

Familiengericht Laufenburg mit Eingabe vom 7. Februar 2025 mit, dass 

sich die Eltern hinsichtlich der Betreuungsregelung für die Sport-, 

Frühlings-, Herbst- und Weihnachtsferien 2025 haben einigen können, 

nicht jedoch bezüglich der Betreuungsregelung für die Sommerferien 2025 

sowie der Betreuungsregelung für die Betroffene 2 jeweils am Freitag. 

Nachdem das Familiengericht Laufenburg den Eltern mit Schreiben vom 

6. März 2025 einen Vorschlag für die strittigen Betreuungsregelungen 

unterbreitete und diese dazu Stellung nehmen konnten (vgl. act. 32 ff. in 

KEKV.2025.4/5), erliess es am 24. März 2025 folgenden Entscheid im 

Dispositiv (KEKV.2025.4/5):  

 

" 1. 
Die Eltern werden berechtigt erklärt, die verbleibenden Ferien 2025 wie 
folgt mit den beiden Töchtern B._____ und C._____ zu verbringen: 
 
[…] 
 
2. 
Die Tochter C._____ besucht bis Ende Schuljahr 2024/25, d.h. bis 4. Juli 
2025, die Spielgruppe wie bisher am Freitagmorgen. Ab dem Schuljahr 
2025/26, d.h. ab 11. August 2025, ist die Tochter C._____ so in der 
Spielgruppe anzumelden, dass es die Besuchstage des Vaters am Freitag 
nicht tangiert. 
 
3. 
Die Gerichtskosten bestehen aus: 
a) der Entscheidgebühr von  Fr. 500.00 
b) den Kosten der Beweisführung von Fr.  0.00 
c) den Kosten für die Übersetzung von Fr.  0.00 
Total Fr.  500.00 

 - 3 - 

 

 

Die Gerichtskosten werden dem Vater auferlegt und mit seinem 
Kostenvorschuss verrechnet. 
 
4. 
Die Parteikosten sind wettgeschlagen." 

 

1.3. 

Mit Schreiben vom 2. April 2025 stellte der Beschwerdeführer beim 

Familiengericht Laufenburg ein Begehren um Begründung des Entscheids 

vom 24. März 2025. Er verlangte insbesondere eine Begründung dafür, 

weshalb ihm die Kosten vollumfänglich auferlegt worden waren. 

 

2. 

2.1. 

Gegen den ihm am 30. Juni 2025 in begründeter Ausfertigung zugestellten 

Entscheid vom 24. März 2025 erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe 

vom 29. Juli 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Aargau und 

beantragte die hälftige Teilung der vorinstanzlichen Gerichtskosten.  

 

2.2. 

Die Mutter verzichtete mit Schreiben vom 21. August 2025 auf eine 

Stellungnahme.  

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz zieht in 

Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Zuständig für Beschwerdeverfahren gegen Entscheide der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde wie das vorliegende ist die Kammer für 

Kindes- und Erwachsenenschutz des Obergerichts des Kantons Aargau als 

einzige Beschwerdeinstanz (Art. 314 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 1 

ZGB, § 41 EG ZGB und § 10 Abs. 1 lit. c EG ZPO sowie § 10 Abs. 1 der 

Geschäftsordnung des Obergerichts des Kantons Aargau vom 

21. November 2012 [GKA 155.200.3.101] i.V.m. deren Anhang 1 Ziff. 5 

Abs. 7 lit. b). 

 

1.2. 

Der Beschwerdeführer ist als Vater der Betroffenen gemäss Art. 314 Abs. 1 

ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 2 ZGB zur Beschwerde legitimiert. Die 

Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht. 

 

 - 4 - 

 

 

2. 

2.1. 

Gegenstand der Beschwerde ist die Kostenregelung im angefochtenen 

Entscheid der Vorinstanz vom 24. März 2025. Die Vorinstanz auferlegte die 

Gerichtsgebühren vollumfänglich dem Beschwerdeführer. In ihrer 

Begründung hielt die Vorinstanz allerdings fest, dass die gesamten 

Gerichtskosten aufgrund eines Ausfertigungsfehlers versehentlich dem 

Beschwerdeführer auferlegt worden seien. Praxisgemäss hätten die 

Gerichtskosten halbiert werden müssen. Eine Korrektur könne nur auf dem 

Beschwerdeweg erfolgen.  

 

2.2. 

2.2.1. 

Zur Frage der Verlegung von Gerichtskosten und Parteientschädigungen 

im kantonalen Verfahren bei Erlass von Kindesschutzmassnahmen äussert 

sich das Bundesrecht nicht. Diese Frage beantwortet sich aufgrund des in 

Art. 450f ZGB enthaltenen Verweises nach dem in der Sache anwendbaren 

kantonalen Recht (BGE 140 III 385 E. 2.3). Das vorliegend anwendbare 

aargauische kantonale Recht wiederum hat dazu im EG ZGB 

entsprechende Regelungen erlassen. 

 

2.2.2. 

§ 38 EG ZGB bestimmt in Absatz 1, dass in Kindesschutzverfahren in erster 

Instanz in der Regel keine Gerichtskosten erhoben werden. Gemäss der 

allgemeinen aargauischen Praxis wird von dieser Regel aber in 

eigentlichen Zweiparteienverfahren (Besuchsrechtsstreitigkeiten, 

Auseinandersetzungen in Bezug auf die elterliche Sorge oder Obhut), 

welche bei verheirateten Eltern regelmässig Gegenstand von 

kostenpflichtigen eherechtlichen Verfahren sind, abgewichen. In diesen 

familienrechtlichen Verfahren kann das Gericht von den Verteilgrundsätzen 

nach Art. 106 ZPO abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen 

verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Praxisgemäss werden in diesen 

erstinstanzlichen Verfahren die Gerichtskosten in familienrechtlichen 

Streitigkeiten in der Regel hälftig auf die Parteien verteilt, da 

erfahrungsgemäss beiden Parteien zumindest in moralischer Hinsicht eine 

gewisse Mitverantwortung am interparentalen Konflikt zukommt.  

 

2.2.3. 

Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildete die Regelung des 

Besuchs- und Ferienrechts. Aus den Verfahrensakten ergibt sich, dass 

dabei ein interparentaler Konflikt im Vordergrund steht und es sich somit 

um ein Zweiparteienverfahren handelt. Die Auferlegung der 

erstinstanzlichen Gerichtskosten hat daher wie in einem 

Zweiparteienverfahren zu erfolgen und die Gerichtskosten sind 

praxisgemäss hälftig auf die Parteien zu verteilen.  

 

 - 5 - 

 

 

2.2.4. 

Vor diesem Hintergrund sind die – in der Höhe unbestritten gebliebenen – 

vorinstanzlichen Gerichtskosten hälftig auf die Parteien zu verteilen. 

Gestützt auf Art. 111 Abs. 1 ZPO hat das Familiengericht Laufenburg den 

Gerichtskostenanteil des Beschwerdeführers in Höhe von Fr. 250.00 mit 

dessen geleistetem Kostenvorschuss zu verrechnen. Der Überschuss steht 

dem Beschwerdeführer zu. Von der Mutter hat das Familiengericht 

Laufenburg ihren Gerichtskostenanteil in Höhe von Fr. 250.00 

nachzufordern.  

 

Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und die Dispositivziffer 3 des 

Entscheids des Familiengerichts Laufenburg vom 24. März 2025 

entsprechend abzuändern.  

 

3. 

3.1. 

Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens, an welchem sich die 

Mutter nicht beteiligt hat, sind die obergerichtlichen Verfahrenskosten 

gestützt auf Art. 450f ZGB i.V.m. § 38 Abs. 3 EG ZGB und Art. 107 Abs. 2 

ZPO auf die Staatskasse zu nehmen. 

 

3.2. 

Dem Beschwerdeführer ist kein entschädigungspflichtiger Aufwand 

entstanden, weshalb ihm keine Parteientschädigung auszurichten ist.  

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Dispositivziffer 3 des 

Entscheids des Familiengerichts Laufenburg vom 24. März 2025 wie folgt 

neu gefasst:  

 

3. 
Die Gerichtskosten bestehen aus: 
a) der Entscheidgebühr von  Fr. 500.00 
b) den Kosten der Beweisführung von Fr.  0.00 
c) den Kosten für die Übersetzung von Fr.  0.00 
Total Fr.  500.00 
 
Die Gerichtskosten, bestehend aus einer Entscheidgebühr von Fr. 500.00, 
werden den Eltern je zur Hälfte mit Fr. 250.00 auferlegt. Der 
Gerichtskostenanteil des Vaters in Höhe von Fr. 250.00 wird mit seinem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Von der Mutter wird ihr 
Gerichtskostenanteil in Höhe von Fr. 250.00 nachgefordert. 

 

 - 6 - 

 

 

2. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten werden auf die Staatskasse 

genommen.  

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet.