# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fc01429-9c1d-5a96-89c5-75c1ea7f5d91
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.07.2010 B-3608/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3608-2009_2010-07-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-3608/2009 + B-3671/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  J u l i  2 0 1 0

Richter David Aschmann (Vorsitz), Richter Hans Urech, 
Richter Ronald Flury, 
Gerichtsschreiber Said Huber.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Landwirtschaftliche Rekurskommission des Kantons 
X._______,
Vorinstanz,

Departement Finanzen und Ressourcen, Abteilung 
Landwirtschaft,
Erstinstanz.

Direktzahlungen 2006 (Rückforderung und Kürzung).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-3608/2009 + B-3671/2009

Sachverhalt:

A.

A.a A._______  (Beschwerdeführer)  ist  Landwirt  (dipl.  Ing. agr. HTL) 
und  Geschäftsleiter  eines  seit  (...)  bestehenden  landwirtschaftlichen 
Beratungsunternehmens  (www....).  In  Y.  _______  im  Kanton 
X.________  bewirtschaftet  er  einen  landwirtschaftlichen  Betrieb,  für 
den er für das Jahr 2006 Direktzahlungen beantragte.

A.b Am 5. und am 11. Oktober 2006 führte die F._______ GmbH auf 
dem Betrieb des Beschwerdeführers Kontrollen durch. Gestützt darauf 
und nach umfangreichen Abklärungen entschied die Abteilung Land-
wirtschaft  des Departements Finanzen und Ressourcen des Kantons 
X.________ (Erstinstanz) in zwei Verfügungen Folgendes:

A.b.a Verfügung vom 12. Dezember 2007:

"1. Dem Gesuch  um Auszahlung  von  Beiträgen  gemäss  Direktzahlungsver-

ordnung des Bundes (DZV) pro 2006 wird entsprochen.

2. Für  die  Mängel  in  diversen  Bereichen  des  ökologischen  Leistungsnach-

weises  (ÖLN)  werden  Sanktionen  von  insgesamt  Fr.  6'440.– ausge-

sprochen." 

Zur Begründung führte die Erstinstanz an, während den Betriebskon-
trollen zum ökologischen Leistungsnachweis seien mangelhafte Feld-
aufzeichnungen,  fehlende  Bodenproben,  mangelhafter  Bodenschutz 
auf den Parzellen "M._______" und "N._______", ungenügend grosse 
Grünstreifen  auf  den  Parzellen  "O._______"  und  "P._______"  sowie 
unzulässigerweise  mit  dem  Unkrautvernichtungsmittel  Glyphos  "ab-
gebrannte"  Wiesenstreifen  auf  den  Parzellen  "Q._______"  und 
"P._______"  festgestellt  worden.  Dies  ergebe  gemäss  der  ein-
schlägigen Richtline den in Rechnung gestellten Sanktionsbetrag von 
Fr. 6'440.–. 

A.b.b Verfügung vom 14. Dezember 2007 (gestützt auf die detaillierte 
Schlussabrechnung vom selben Tag): 

"1. Dem Gesuch  um Auszahlung  von  Beiträgen  gemäss  Direktzahlungsver-

ordnung des Bundes (DZV) pro 2006 wird entsprochen.

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2. Für die über die Jahre 2000-2005 zu Unrecht ausbezahlten Flächen- und 

Ökobeiträge für die Parzelle "K._______" werden Rückforderungen im Be-

trage von Fr. 8'134.– gestellt.

3. Für die im Jahre 2006 überhöhten und falschen Flächenangaben betr. der  

Parzelle "K._______" wird eine Sanktion im Betrage von Fr. 4'844.– ausge-

sprochen.

4. Der aus Rückforderungen und Sanktionen, einschliesslich ÖLN 2006 resul -

tierende Minusbetrag von Fr. 3'164.– wird zurückgefordert und in Rechnung 

gestellt.

5. Für den Rückforderungsbetrag wird ab Fälligkeit der Zahlung ein jährlicher 

Zins von 5 % erhoben."

Gestützt auf eine aktualisierte Waldfeststellung und eine Flächenneu-
vermessung  mittels  des  Geografischen  Informationssystems  (GIS) 
hielt die Erstinstanz fest, der Beschwerdeführer habe bereits seit 1997 
auf der Parzelle "K._______" (Grundbuch Nr. ...) zu grosse Ökoflächen 
(Wiesen und Hecken) deklariert, weil eine 6 a umfassende Verwaldung 
fälschlicherweise nicht berücksichtigt worden sei; deshalb sei der Be-
schwerdeführer  zu  sanktionieren.  Gleichzeitig  müsse  er  zu  Unrecht 
ausbezahlte  Flächen-  und  Ökobeiträge  der  Jahre  2000  bis  2005 
zurückzahlen.  In  Bezug  auf  die  Parzelle  "L._______"  (Grundbuch 
Nr. ...)  erachtete  die  Erstinstanz  eine  Neuausscheidung  der  Wald-, 
Gebäude- und Hofgrundfläche für angezeigt, verzichtete aber auf eine 
Sanktionierung bzw. Rückforderung von Beiträgen für die dort als ver-
waldet bezeichnete Fläche von 7 a.

B.

B.a Die  Verfügung  vom  12.  Dezember  2007  (A.b.a)  focht  der  Be-
schwerdeführer  am  30.  Januar  2008  bei  der  landwirtschaftlichen 
Rekurskommission  des  Kantons  X.________  (Vorinstanz)  an.  Diese 
führte  am 31. März  2009 eine Verhandlung  durch und wies  die  Be-
schwerde gleichentags kostenpflichtig ab (Urteil vom 31. März 2009 im 
Verfahren Nr. 5-BE.2008.5; versandt am 6. Mai 2009). 

Den Antrag des Beschwerdeführers, auf eine Beitragskürzung zu ver-
zichten, wies die Vorinstanz mit dem Argument ab, die einschlägigen 
Bestimmungen  seien  korrekt  angewendet  worden.  Vorab  verzichtete 
die Vorinstanz auf die beantragte "neutrale Expertise". 

Zu den angeblich nicht gespritzten Bäumen der Obstanlage habe der 

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Beschwerdeführer  widersprüchliche  und  daher  unglaubwürdige  Aus-
sagen gemacht. Weil  Aufzeichnungen fehlten,  sei  von einer  mangel-
haften Schlagkartei auszugehen. Abgesehen davon müssten alle zehn 
Jahren Bodenproben vorgenommen werden. Diesbezüglich anerkenne 
der  Beschwerdeführer,  dass  zumindest  eine (von vier)  Bodenproben 
fehle, weshalb dies zu Recht gerügt worden sei. 

Unbestritten sei des Weiteren, dass die am 7. und 17. Oktober 2005 
erfolgten Ansaten von Zwischenfutter nach dem massgeblichen Stich-
datum vom 15. bzw. 30 September 2005 erfolgt seien, weshalb auch 
diese  Verletzung  der  Bestimmungen  zum  Bodenschutz  eine  ent-
sprechende Kürzung rechtfertige. 

Der ökologische Leistungsnachweis erfordere ökologische Ausgleichs-
flächen, d.h. mindestens drei Meter breite extensive, nicht mit Dünger 
oder  Pflanzenschutzmitteln  behandelte  Grün-  oder  Streueflächestrei-
fen. Diesbezüglich anerkenne der Beschwerdeführer, dass auf der Par-
zelle "O._______" auf einer Länge von 58 m ein Pufferstreifen gefehlt 
habe. Die behauptete Kompensationsmöglichkeit existiere nicht. Auch 
auf der Parzelle "P._______" habe ein Pufferstreifen auf einer Länge 
von 120 m gefehlt, was der Beschwerdeführer nicht bestreite, sondern 
zu Unrecht mit einer Verlegung dieses Streifens und einer chemischen 
Behandlung zu rechtfertigen versuche. Zu beachten sei, dass der be-
hauptete alte Pufferstreifen entlang des Baches eine Waldfläche dar-
stelle. 

Schliesslich  zeigten die  in  den  Akten befindlichen  Fotografien,  dass 
der in den Kontrollberichten erwähnte – im Übrigen auch nicht die er-
forderliche Breite von 50 cm messende – Grünflächenstreifen auf der  
Parzelle  "Q._______" den gesetzlichen Anforderungen nicht  genüge, 
da er rechtswidrig mit chemischen Mitteln "abgebrannt" worden sei. 

Die erfolgten Kürzungen seien gerechtfertigt, da der Beschwerdeführer 
in zumindest fahrlässiger Weise falsche Angaben gemacht habe.

B.b Die zweite, gegen die Verfügung vom 14. Dezember 2007 (unter 
A.b.b) gerichtete Beschwerde vom 7. Januar 2008 hiess die Vorinstanz 
mit  Urteil  vom 31.  März  2009  teilweise  gut,  indem sie  die  Disposi -
tiv-Ziffern 2 und 4 der angefochtenen Verfügung aufhob und die Erst-
instanz  anwies,  die  Rückforderung  der  zu  Unrecht  ausbezahlten 
Flächen-  und  Ökobeiträge  für  die  Parzelle  "K._______"  nur  für  die 

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Jahre 2003 bis 2005 zu erheben und diese im Sinne der Erwägungen 
festzusetzen  (Verfahren  Nr.  5-BE.2008.1;  Urteilsversand  am  6.  Mai 
2009).

Vorab verwarf die Vorinstanz den Vorwurf, die Erstinstanz habe die zur 
Flächenfeststellung benutzten Luftbilder manipuliert. Gestützt auf das 
Geografische  Informationssystem  (GIS)  habe  die  Erstinstanz  unter 
Beizug  der  Grundbuchdaten  auf  der  Parzelle  "K._______"  folgende 
Flächenanteile festgestellt:

Flächen gemessen in Aren

Acker 120

Dauer-/Kunstwiese 58

wenig intensiv genutzte Wiese 58

Hecke mit Krautsaum 2

Total LN 238

Wald 66

Gesamtfläche 304

Der  Beschwerdeführer  bestreite  einzig  die  Ausscheidung  der  ein-
zelnen Flächenanteile. Er behaupte zwar nicht, diese seien mittels GIS 
falsch  festgestellt  worden,  sondern,  dass  er  die  vom  Kontrolleur 
B._______  geschätzten  Flächenangaben  übernommen  habe.  Die 
Behauptung des Beschwerdeführers, er habe sich auf diese Angaben 
verlassen,  sei  jedoch  nicht  glaubwürdig,  nachdem er  zwischen  den 
Jahren  2000  und  2006  jeweils  Flächen  deklariert  habe,  welche  die 
Gesamtfläche von 304 Aren übersteigen.

Auf Anfrage der Erstinstanz habe der Kreisförster am 22. März 2007 
die  Waldgrenzen  auf  der  Parzelle  "K._______"  überprüft  und  einen 
Kronenschluss der angrenzenden Bäume über den auf der Karte sicht-
baren Waldeinschnitten sowie ein Fehlen von Grasbewuchs bzw. land-
wirtschaftlicher Nutzung festgestellt. Der Einwand, wonach der Kreis-
förster bei dieser Feststellung Verfahrensrechte verletzt habe, verwarf 
die  Vorinstanz  mit  Hinweis  auf  einen  Entscheid  des  Departements 
Bau,  Verkehr  und  Umwelt  vom  3.  Dezember  2007.  Die  Parzelle 
"K._______"  sei  mangels  einer  grundeigentümerverbindlichen 
Waldausscheidung  zu  Recht  nach  den  Kriterien  des  dynamischen 
Waldbegriffs beurteilt worden. Die umstrittenen "Landzungen" bildeten 
zusammen  mit  dem umgebenden  Wald  ein  einheitliches  Ökosystem 
und  daher  keine  Wiesen  mehr,  sondern  Wald,  unabhängig  vom 

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Umstand, dass die fraglichen Flächen nicht mit Waldbäumen bestockt 
seien. Der Beschwerdeführer bestreite die Merkmale nicht, die für eine 
Verwaldung kennzeichnend seien.

Unglaubwürdig sei ferner die Behauptung, im "K._______" habe das 
Ackerland  130 a  betragen,  zumal  der  Beschwerdeführer  zwischen 
2000 und 2005 meistens eine Fläche von 150 a deklariert habe. Dem-
gegenüber sei im Sinne der auf GIS-Berechnungen gestützten Ausfüh-
rungen der Erstinstanz von einer Ackerfläche von 120 a auszugehen. 

Mittels  GIS  habe  die  Erstinstanz  per  Ende  November  2007  für  die 
Parzelle "L._______" folgende Flächenausscheidung vorgenommen:

Flächen gemessen in Aren

Hecke 4

Acker 75

Dauerwiese inkl. Saum 15.57

Total LN 94.57

Wald 7

Gebäudegrundfläche/Hofraum 35

Gesamtfläche 136.57

Die geltend gemachten Messungen des Beschwerdeführers, wonach 
der Acker 80 a, Hecken und Feldgehölze 30 a und die Gebäudegrund-
fläche 26.57 a umfasse,  seien nicht  genügend substantiiert. Demge-
genüber sei die Flächenausscheidung der Erstinstanz korrekt. 

Ferner bestehe entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers auf der 
Parzelle "L._______" entlang des Baches ein 7 a umfassender Wald-
streifen.  Im  (...) Geografischen  Informationssystem  (AGIS)  sei  der 
betreffende Streifen in Übereinstimmung mit dem Kreisförster als Wald 
markiert. 

Die  Erstinstanz  habe  die  Flächenanteile  korrekt  festgestellt.  Ange-
sichts der erheblichen Differenz zwischen dem deklarierten und dem 
grundbuchlich  verurkundeten Flächenmass der  Parzelle  "K._______" 
hätte  der  Beschwerdeführer  die  Fehlerhaftigkeit  seiner  Angaben  er-
kennen müssen. In  zumindest  grobfahrlässiger  Weise habe er seine 
Mitwirkungspflicht  verletzt  und  es  während  Jahren  unterlassen,  sich 
bei der Erstinstanz um eine Klärung der Sachlage zu bemühen. 

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Entgegen  der  massgebenden  Kürzungsrichtlinie  fordere  die  Erst-
instanz Direktzahlungen nicht nur für die letzten drei, sondern für die 
letzten sechs Jahre zurück. Dies sei unzulässig, da dem Beschwerde-
führer einzig grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden könne. Insofern 
sei lediglich eine Kürzung für drei Jahre angemessen, wobei der Fak-
tor 2, welcher der Sanktion zu Grunde liege, korrekt sei. Auch der jähr -
liche Zinssatz von 5 % auf dem Rückforderungsbetrag (ab Rechtskraft 
der Verfügung) sei rechtens. 

Zur  Rückweisung der  Streitsache an die Erstinstanz erklärt  die  Vor-
instanz,  sie  sei  nicht  im  Besitz  aller  Unterlagen,  um  den  Rückfor -
derungsbetrag für die Jahre 2003 bis 2005 zu berechnen.

C.

C.a Mit Beschwerde vom 4. Juni 2009 gegen das Urteil 5-BE.2008.5 
vom 31. März  2009 (unter  B.a)  beantragt  der  Beschwerdeführer  vor 
Bundesverwaltungsgericht (im Verfahren B-3608/2009) Folgendes:

"1. Das Urteil REKO (...) v. 31.3.09 sei aufzuheben.

2. Es sei zu verfügen, dass auf die Kürzung der Direktzahlungen 2006 von 

Fr. 6'440.00 zu verzichten sei.

3.  Allenfalls Augenschein und Expertise.

4.  Unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten des Kt. X.________."

Zur Begründung bringt er vor, die Vorinstanz habe sich einseitig "auf 
die  verbalen  Angaben  und  die  angeblichen  photodokumentarischen 
Beweismittel"  gestützt. Letztere könnten nicht  anerkannt  werden: An 
der Urteilsverhandlung sei ein "Ortho Photo" mit "vollgrünem Maisbe-
stand und Bäumen mit Blättern" gezeigt worden, das auf den 27. No-
vember  2007  datiert  sei,  obschon  der  Mais  bereits  am 12. Oktober 
2007  absiliert  worden  sei.  Eine  neutrale  und  objektive  Beurteilung 
sowie ein Augenschein seien notwendig. 

Falsch sei  der Vorwurf,  auf  der Parzelle "O._______" fehle der Öko-
streifen.  Die  Nachkontrolle  habe  eine  Breite  des  Pufferstreifens  von 
2,40 m bis 2,60 m auf einer Länge von 58 m ergeben. Bei einer Fläche 
von 22'700 m2 seien nur 17,5 m2 Ökostreifen überschritten worden. 

Tatsachenwidrig  sei  ferner  die  Feststellung,  auf  der  Parzelle 
"Q._______" sei der Grünstreifen mit Glyphos abgespritzt worden. Im 

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Jahr 2006 sei kein Glyphos gespritzt  worden. Vielmehr sei das Gras 
am Asphaltweg verdorrt,  weil  Wildschweine das Bankett  des  Weges 
aufgerissen  hätten.  Nach  der  Schlagkartei  sei  Glyphos  am  27. 
September 2005 angewendet worden. 

Auch treffe der Vorwurf widersprüchlicher Aussagen zur Spritzung von 
Obstbäumen nicht zu. Auf der Parzelle (...) stünden drei Kirschbäume, 
die nach der  Schlagkartei  am 3. und am 24. Juni  2006 mit  Cysper-
termin,  Aktara  und  Fungizid  gespritzt  worden  seien. Auch die  Obst-
bäume seien im April und Juni gespritzt worden.

Auch  der  Vorwurf,  die  Bodenschutzanforderungen  auf  der  Parzelle 
"M._______" seien nicht erfüllt,  treffe nicht zu. Auf dieser Fläche sei 
Futterweizen bzw. Tritical geerntet worden. Unmittelbar nach der Ernte 
sei am 6. bzw. am 8. August 2006 die ausgebrachte "Casibag Gülle" 
vor dem Grubbern eingearbeitet worden. Die Felder seien bearbeitet 
und begrünt worden, wobei am 27. September die Felder mit Glyphos 
und  Stump  abgebrannt  worden  seien.  Das  Grundstück  sei  am  11. 
Oktober 2005 (recte: 2006) gemulcht und am 17. Oktober gegrubbert 
worden. Auch sei der Vorwurf im Urteil "fachunkundig". Weder Futter-
roggen noch Futterweizen dürfe vor dem 31. August angesät werden. 
Die  gesetzlichen  Bestimmungen  seien  erfüllt  worden,  nachdem  mit 
Futterweizen und Grünroggen eine Winterkultur angesät worden sei. 

Entgegen den Vorwürfen fehle lediglich eine Bodenprobe (nicht fünf). 
Die Kontrollfirma Agrosystem habe im Jahre 2000 Bodenproben der 
Parzellen  "N._______",  "R._______",  "S._______"  und  "O._______" 
genommen. 

C.b Am  5.  Juni  2009  focht  der  Beschwerdeführer  auch  das  vor-
instanzliche Urteil  5-BE.2008.1 vom 31. März 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht an (Verfahren B-3671/2009). Unter der Ziffer III seiner 
Eingabe stellt er folgende Anträge:

"1. Das Urteil der landwirtschaftlichen Rekurskommission sei aufzuheben.

2. Es sei für die Parzelle Nr. (...) im Sinne einer Bestätigung folgendes fest -

zustellen:

Gesamtfläche gerundet: 304 a

Wald:  54 a

Landwirtschaftliche Nutzfläche: 250 a

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In diesem Sinne sei festzustellen, dass die Flächenbeiträge für das Grund-
stück K._______ wie folgt zu kürzen seien:

Für das Jahr 2003  60 a

Für das Jahr 2004  60 a

Für das Jahr 2005  75 a

3. Es sei  festzustellen,  dass beim Grundstück Nr. (....)  L._______ folgende 

Flächen gelten:

Totalfläche 136.50 a

Gebäudeplatz  26.50 a

landwirtschaftliche Nutzfläche 110.00 a

Acker  80.00 a

Hecken und Krautsaum  30.00 a"

Vorab  anerkennt  der  Beschwerdeführer  die  im  angefochtenen  Urteil 
auf die Jahre 2003 bis 2005 begrenzte Rückforderung: Unbestritten sei 
"die  Rückerstattung  im  Umfang  der  im  guten  Glauben  gemachten 
grossen Flächen". Die Flächenfestlegung sei gestützt auf die Flächen-
ausscheidung eines kantonalen Beamten gutgläubig erfolgt,  weshalb 
auf eine Sanktion zu verzichten sei. Anstelle von Fr. 8'134.– werde ein 
Rückforderungsbetrag von Fr. 2'340.– anerkannt, der sich wie folgt zu-
sammen setze: für 2003: Fr. 720.– (für 0,60 ha à Fr. 1'200.–); für 2004: 
Fr. 720.– (für 0,60 ha à Fr. 1'200.–); für 2005: Fr. 900.– (für 0,75 ha à 
Fr. 1'200.–). Auf eine Verzinsung der Rückforderung sei zu verzichten. 

Der  Beschwerdeführer  rügt,  die  Vorinstanz  habe  einseitig  auf  unbe-
legte Parteiaussagen abgestellt  und zu Unrecht "Ortsphotos" als Be-
weismittel  akzeptiert,  statt  den  beantragten  Augenschein  durchzu-
führen und eine neutrale, ausserkantonale Expertise in Auftrag zu ge-
ben. Dies hätte ergeben, dass auf der Parzelle "L._______" kein Wald 
vorhanden  sei. Ein  Bachgehölz  stehe lediglich  auf  der  Ostseite  des 
Nachbargrundstücks. Die Fläche zwischen dem Bach und dem Acker-
land habe bisher als Krautsaum gegolten. Zu Unrecht hätten die Vor-
instanzen  die  urkundlich  dokumentierte  Flächenausscheidung  von 
B._______ unterschlagen; dieser hätte dazu befragt werden müssen. 

Entgegen der Vorinstanz habe im Jahre 2006 neben den 120 a Acker-
land  noch  ein  Streifen  Kunstwiese  bestanden. Ferner  habe  die  Vor-
instanz tatsachenwidrig behauptet, die "IP-Kontrolleure" könnten keine 
Flächen festlegen. Bei den letzten Ökokontrollen seien Hecken, Einzel -
bäume, Krautsäume überprüft worden. In den Jahren 2006 und 2007 
sei auf dem Grundstück L._______ die Ackerfläche von 80 a auf 70 a 

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gesunken, wobei Hecken und Krautsaum jetzt neu 40 a ausmachten. 

Entgegen  den  Annahmen  der  Vorinstanz  habe  im  Jahre  2001  eine 
Waldfeststellung  stattgefunden,  wie  das  Schreiben  der  Gemeinde-
kanzlei  vom  28.  Februar  2006  belege.  Die  nachträgliche  Änderung 
durch den neuen Kreisförster sei  nicht zulässig, weshalb auf dessen 
Gefälligkeitsgutachten nicht abzustellen ist. 

D.
Am 9. Juli 2009 liess sich die Vorinstanz zu beiden Beschwerden ver-
nehmen;  sie  beantragt  deren  Abweisung  (unter  Kosten-  und  Ent-
schädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers). 

Zur Beschwerde vom 4. Juni 2009 (unter C.a) hält die Vorinstanz fest,  
ein Augenschein sei nicht notwendig gewesen. Das vom Beschwerde-
führer  beanstandete  Datum  vom  27.  November  2007  dokumentiere 
nicht  den  Tag  der  Fotografie  sondern  des  Ausdrucks.  Betreffend 
Pufferstreifen bestreite der Beschwerdeführer nicht, dass dieser nicht 
vollständig  den Anforderungen genügt  habe. Des weiteren zeige die 
Darstellung  des  Beschwerdeführers  zu  den  Obstanlagen  die  Wider-
sprüchlichkeit seiner Aussagen, da es nicht um Kirsch-, sondern um 
Äpfelbäume  auf  der  Parzelle  "T._______"  gehe.  Schliesslich  an-
erkenne  selbst  der  Beschwerdeführer,  dass  zumindest  eine  Boden-
probe gefehlt habe.

Zur Beschwerde vom 5. Juni 2009 (unter C.b) erklärt  die Vorinstanz, 
auf ein Augenschein sei verzichtet worden, weil in Bezug auf die Par-
zelle "K._______" der Beschwerdeführer die für den Kreisförster we-
sentlichen  Tatsachen  nicht  bestritten  habe.  Betreffend  die  Parzelle 
"L._______" seien die Einwände des Beschwerdeführers offensichtlich 
unbehelflich, da die dort befindlichen Erlen und Nussbäume das Vor-
liegen von Wald nicht  ausschliessen,  insbesondere dann, wenn eine 
parzellenübergreifende Überprüfung der  Waldbreite  erfolge. Zu  beto-
nen sei, dass sich der Beschwerdeführer selber nicht an die angeblich 
von B._______ vorgenommene Flächenausscheidung gehalten habe, 
die  ohnehin  nur  auf  Schätzungen gründe. Dies  anerkenne auch der 
Beschwerdeführer.  Schliesslich  erklärt  die  Vorinstanz,  die  frühere 
Waldausscheidung sei  gemäss dem Schreiben der Gemeindekanzlei 
Leuggern nicht grundeigentümerverbindlich gewesen.

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E.
Eine erweiterte Darstellung und Erörterung der von den Verfahrensbe-
teiligten  vorgetragenen  Argumente  erfolgt,  sofern  diese  entscheider-
heblich sind, in den nachfolgenden Erwägungen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

A. Formelle Fragen – anwendbares Recht

1.

1.1 Die Beschwerden vom 4. und 5. Juni 2009 richten sich gegen zwei 
Urteile der Vorinstanz, welche die vom Beschwerdeführer für das Jahr 
2006  geltend  gemachten  Direktzahlungen  zum  Gegenstand  haben. 
Ausgangspunkt dieser Urteile waren zwei Verfügungen der Erstinstanz 
vom 12. und 14. Dezember 2007, die in derselben Schlussabrechnung 
vom 14. Dezember 2007 ihren Niederschlag finden. Diese Abrechnung 
fasste im Wesentlichen folgende Positionen zusammen (in Fr.):

Total allgemeine Direktzahlungen 34'931.–

Total ökologische Direktzahlungen  2'436.–

Total aller Massnahmen 37'367.–

 Abzüglich 

   - Total Kürzungen nach Art. 70 DZV 11'284.–

 Verrechnung

   - Rückforderung von vorangehenden Jahren   8'134.–

   - Administrative Kürzungen    705.–

Total Direktzahlungen                                                                          17'244      .–      

Bisher ausbezahlt                                                                                20'408      .–      

Aktuelle Auszahlung: Direktzahlungen 8. Nachzahlung                   - 3'164      .–  

1.2 Die in den erstinstanzlichen Verfügungen für das Jahr 2006 vor-
genommenen Kürzungen  der  Direktzahlungen  hat  die  Vorinstanz  in-
dessen nicht in einem Urteil behandelt, obschon der Sache nach letzt -
lich  die  Frage  der  Rechtmässigkeit  der  Schlussabrechnung  vom 
14. Dezember 2007 im Streite lag, also die Frage, ob die Erstinstanz – 
ausgehend  von  Kürzungen  im  Umfang  von  insgesamt  Fr.  11'284.– 
(= Fr. 6'440.– + Fr. 4'844.–) sowie einer Rückforderung von insgesamt 
Fr. 8'134.– – ein neues Direktzahlungs-Total von Fr. 17'244.– ermitteln 
und – angesichts bisher geleisteter Direktzahlungen von Fr. 20'408.– – 

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eine Rückforderung von Fr. 3'164.– (= Fr. 20'408.– ./. Fr. 17'244.–) ver-
fügen  durfte  (vgl.  unter  A.b.a  und  A.b.b).  Diese  Schlussabrechnung 
umfasst  inhaltlich  die  definitive rechnerische Behandlung der  Direkt-
zahlungsansprüche des Beschwerdeführers für das Jahr 2006, wie sie 
in den erstinstanzlichen Verfügungen vom 12. und 14. Dezember 2007 
partiell  Erwähnung findet und im angefochtenen Urteil  vom 31. März 
2009 teilweise zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeändert worden 
ist  (im  Sinne  einer  Rückweisung  der  Streitsache  zur  vollständigen 
Neuberechnung der Direktzahlungen für das Jahr 2006, vgl. unter B.b). 

1.3 Stehen somit die im Streit liegenden Sachverhalts- und Rechtsfra-
gen in einem engen Sachzusammenhang, sind die beiden Verfahren 
mit  den Geschäfts-Nrn. B-3608/2009 und B-3671/2009 aus Gründen 
der Prozessökonomie im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht  zu 
vereinigen und in einem Urteil zu erledigen (Art. 24 BZP i.V.m. Art. 4  
VwVG; vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-2390/2008  vom 
6. November 2008 E. 1).

2.
Das Bundesverwaltungsgericht prüft  von Amtes wegen und mit freier 
Kognition, ob die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt  sind und ob auf 
eine Beschwerde einzutreten ist (vgl. BVGE 2007/6 E. 1).

2.1 Die angefochtenen Urteile sind in Anwendung von Bundesverwal-
tungsrecht ergangen und stellen Verfügungen nach Art.  5 Abs. 2  des 
Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember 
1968  (VwVG,  SR 172.021)  dar. Insbesondere  die  mit  dem Urteil  5-
BE.2008.1 ausgesprochene Rückweisung ist nicht als Zwischen-, son-
dern  als  Endentscheid  aufzufassen,  nachdem der  Erstinstanz einzig 
die rechnerische Umsetzung des vorinstanzlich Angeordneten obliegt 
ohne entsprechende Entscheidungsfreiheit (vgl. Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts B-3133/2009 vom 13. November 2009 E. 1.1, mit Hin-
weisen). Da beide Urteile von einer letzten kantonalen Instanz gemäss 
Art. 33  Bst. i  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32 i.V.m. § 41 Abs. 1 Bst. e und Abs. 3 des kantonalen 
Landwirtschaftsgesetzes  vom  11.  November  1980  [Systematische 
Sammlung  des  [...]  Rechts,  ...])  stammen,  sind  sie  nach  Art. 166 
Abs. 2  des  Landwirtschaftsgesetzes  vom  29. April  1998  (LwG, 
SR 910.1)  im  Rahmen  der  allgemeinen  Bestimmungen  über  die 
Bundesverwaltungsrechtspflege  beim  Bundesverwaltungsgericht  an-
fechtbar (Art. 31 ff. und Art. 37 ff. VGG).

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Der Beschwerdeführer hat an beiden vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist  von den angefochtenen Urteilen besonders berührt  und 
hat als direkter Urteilsadressat ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung  oder  Änderung  (Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Eingabefrist  und 
-form  sind  gewahrt  (Art. 50  und  52  Abs. 1  VwVG),  die  Kostenvor-
schüsse wurden fristgemäss bezahlt  (Art. 63 Abs. 4 VwVG),  und die 
übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). 

Auf beide Beschwerden ist daher einzutreten, soweit der Beschwerde-
führer  die Aufhebung der  angefochtenen Urteile  und eine Reduktion 
der Sanktionsbeträge ("Kürzungen") bzw. des Rückforderungsbetrages 
verlangt (vgl. unter C.a und C.b).

2.2 Ferner beantragt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 
5. Juni 2009 (Verfahren B-3671/2009) hinsichtlich der Parzellen Nr. ... 
("K._______")  und  Nr.  1350  ("L._______")  die  Feststellung  strittiger 
Flächenmasse (vgl. unter C.b).

2.2.1 Nach Art. 25 VwVG kann die in der Sache zuständige Behörde 
über den Bestand, den Nichtbestand oder den Umfang öffentlichrecht-
licher Rechte oder Pflichten von Amtes wegen oder auf Begehren eine 
Feststellungsverfügung  treffen,  sofern  daran  ein  schutzwürdiges 
Interesse besteht. Gegenstand von Feststellungsverfügungen können 
dem  Verfügungscharakter  entsprechend  zweifelsfrei  bestimmbare 
sowie eindeutige individuelle und konkrete Rechte und Pflichten sein. 
Es  können  damit  immer  nur  Rechtsfragen  geklärt,  nicht  aber  Tat-
sachenfeststellungen  getroffen  werden. Ebenfalls  nicht  feststellungs-
fähig ist eine abstrakte Rechtslage, wie sie sich aus einem Rechtssatz 
für eine Vielzahl von Personen und Tatbeständen ergibt. Ferner sind 
Feststellungsentscheide grundsätzlich  subsidiär  gegenüber  rechtsge-
staltenden  oder  leistungsverpflichtenden  Verfügungen  (Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B-8363/2007  vom  18.  Dezember  2008 
E. 2.1, B-4037/2007 vom 29. Februar 2008 E. 7.1, je mit weiteren Hin-
weisen;  ISABELLE HÄNER,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Praxis-
kommentar VwVG, Zürich 2009, Art. 25 N 16-20).

2.2.2 Eine Beschwerde ist nur im Rahmen des Streitgegenstands zu-
lässig.  Dieser  wird  durch  den  Gegenstand  des  angefochtenen  Ent-
scheids und durch die Parteibegehren bestimmt, wobei der angefoch-
tene  Entscheid  den  möglichen  Streitgegenstand  begrenzt  (vgl.  BGE 

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133 II 35 E. 2). Dies ist derjenige Teil eines Rechtsverhältnisses, der 
nach dem Begehren einer Partei Thema des Verwaltungsbeschwerde-
verfahrens sein soll  und insofern aus dem Rechtsbegehren der  Par-
teien auf Änderung der angefochtenen Verfügung zu bilden ist (ULRICH 
ZIMMERLI/WALTER KÄLIN/REGINA KIENER,  Grundlagen  des  öffentlichen  Ver-
fahrensrecht, Bern 2004, S. 51).

Von den  Rechtsbegehren  (Anträgen)  zu  unterscheiden  sind  die  Be-
schwerdegründe,  mit  denen  diejenigen  Rügen im  Sinne  von  Art.  49 
VwVG  bezeichnet  werden,  welche  im  Beschwerdeverfahren  der 
Rechtsmittelinstanz zur Prüfung vorgelegt werden können (vgl. E. 3). 
Die Beschwerdegründe verweisen auf bestimmte Fehler, die der ange-
fochtenen  Verfügung  bzw.  dem  angefochtenen  Entscheid  anhaften 
können (ZIMMERLI/KÄLIN/KIENER, a.a.O., S. 77).

2.2.3 Vorliegend besteht für das Begehren des Beschwerdeführers um 
Flächenfeststellung neben den Begehren (1.) um Aufhebung der an-
gefochtenen  Urteile  sowie  (2.)  um  Reduktion  der  Kürzungs-  bzw. 
Rückforderungsbeträge für die Direktzahlungen des Jahres 2006 kein 
Raum (E.  2.2.1).  Denn  hier  liegt  die  Frage  im  Streit,  wie  hoch  der 
Direktzahlungsanspruch  des  Beschwerdeführers  für  das  Jahr  2006 
sei,  wobei  die Vorinstanz im Rückweisungsurteil  vom 31. März 2009 
die erneute  rechnerische Ermittlung der  Erstinstanz aufgetragen hat 
(vgl. unter B.b., E. 1.2). 

Somit  ist  angesichts  der  Subsidiarität  von  Feststellungsverfügungen 
auf  die  entsprechenden  Feststellungsbegehren  des  Beschwerdefüh-
rers nicht einzutreten. Die von ihm in Frage gestellten Flächenmasse 
sind Teil der Rügen, die sich auf die Sachverhaltsermittlung beziehen 
(vgl. Art. 49 Bst. b VwVG). Diese Einwände sind daher nachfolgend im 
Rahmen der  Erwägungen zu  prüfen,  aber  nur  soweit  sie  entscheid-
erheblich sind.

2.2.4 Nicht  entscheiderheblich  ist  die  umstrittene  Flächenausschei-
dung  der  Parzelle  "L._______"  (Grundbuch  Nr. ...).  Diese  Ausschei-
dung  braucht  nachfolgend  nicht  näher  überprüft  zu  werden,  da  der 
Beschwerdeführer in Bezug auf diese Parzelle in den angefochtenen 
Urteilen keinen Rechtsnachteil erleidet, nachdem die Vorinstanz zwar 
nicht  nur die Neuausscheidung von Wald-,  Gebäude- und Hofgrund-
fläche schützte, sondern auch den Entscheid der Erstinstanz, für diese 
Parzelle  keine Kürzungen bzw. Rückforderungen zu verfügen. Ange-

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sichts des Verzichts der Vorinstanzen dem Beschwerdeführer gegen-
über  finanziell  nachteilig  zu  verfügen,  entfällt  dessen  Anfechtungs-
interesse im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG. Daher kann 
die  gerügte  Flächenausscheidung  der  besagten  Parzelle  in  diesem 
Verfahren,  welche  einzig  das  Jahr  2006  betrifft,  offen  bleiben  (vgl.  
Urteil  des  Bundesgerichts  2C_388/2008  vom  7.  April  2008  E. 1.2, 
wonach lediglich ein Entscheid über Kürzungen mit Blick auf allfällige 
zukünftige Verstösse feststellende Wirkung in dem Sinne hat,  als  im 
Wiederholungsfall höhere Kürzungen ausgesprochen werden können).

Diese  Umstände  scheinen  auch  dem Beschwerdeführer  bewusst  zu 
sein, zumal er in seiner Beschwerde vom 5. Juni 2009 einräumt, dass 
bei  der  Parzelle  "L._______"  lediglich  die  Aufteilung  der  Fläche  zur 
Diskussion stehe, was sich jedoch weder auf die Beitragsausrichtung 
noch  auf  die  Rückforderung  auswirke.  Im  Übrigen  ist  anzumerken, 
dass  die  Vorinstanz  zu  dieser  Parzelle  mit  Schreiben  vom  3.  Sep-
tember 2008 zur Klärung der Sachlage sorgfältige Instruktionsmass-
nahmen getroffen hat. 

2.3 Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde vom 5. Ju-
ni 2006, ohne dies näher zu begründen, es sei allenfalls auf eine Ver-
zinsung der Rückforderung zu verzichten.

Auch  auf  dieses  Begehren  kann  mangels  schutzwürdiges  Anfech-
tungsinteresse im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG nicht 
eingetreten werden:

2.3.1 Der Beschwerdeführer anerkennt ausdrücklich insbesondere die 
Rückerstattungspflicht  betreffend  die  Jahre  2003  bis  2005.  Die  Vor-
instanz hat im angefochtenen Rückweisungsurteil (vgl. E. 2.1) die von 
der  Erstinstanz  gesprochene  Rückforderung  für  die  Jahre  2000  bis 
2002  aufgehoben,  was der  Beschwerdeführer  nicht  in  Abrede  stellt.  
Der Anteil der Rückforderung für diese drei Jahre macht – gestützt auf 
die Angaben der Verfügung der Erstinstanz vom 14. Dezember 2008 
(Ziff. I/1.,  S. 2)  – insgesamt Fr. 4'176.– aus (für  das Jahr 2000: total 
Fr. 1'657.–; für das Jahr 2001: total Fr. 1'259.–; für das Jahr 2002: total 
Fr. 1'259.–).  Insofern  vermindert  sich  der  in  der  Schlussabrechnung 
vom  14.  Dezember  2007  erhobene  Rückforderungsbetrag  von 
Fr. 8'134.– (vgl. E. 1.1) um Fr. 4'176.–, was neu ein Direktzahlungstotal 
von Fr. 21'420.– bedeutet (anstelle von Fr. 17'244.–, vgl. E. 1.1). Ange-
sichts der bisher für das Jahr 2006 ausbezahlten Direktzahlungen von 

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Fr. 20'408.–  ergibt  dies  –  entsprechend  dem vorinstanzlichen  Rück-
weisungsentscheid – einen positiven Auszahlungssaldo von Fr. 1'012.– 
(= Fr. 21'420.– ./. Fr. 20'408.–).  Insofern  hat  die  Vorinstanz  mit  ihrem 
Rückweisungsurteil den in der Erstverfügung vom 14. Dezember 2008 
in Ziff. 4 gesprochenen "Minusbetrag von Fr. 3'164.–", ohne diese Be-
rechnung selbst vorzunehmen, zumindest potenziell durch einen (posi -
tiven)  Nachzahlungsbetrag  zu  Gunsten  des  Beschwerdeführers  er-
setzt,  bei  dem sich die Frage einer  zu Ungunsten des Beschwerde-
führers  vorzunehmenden  Verzinsung  gar  nicht  stellen  kann.  Damit 
entbehrt das Begehren des Beschwerdeführers eines schützenswerten 
Anfechtungsinteresses,  zumal  eine  Beschwerde  nicht  dazu  dienen 
kann, theoretische Probleme oder nicht  genehme Begründungen an-
zufechten, ohne dass eine den Beschwerdeführer begünstigende oder 
entlastende  Änderung  des  Dispositivs  verlangt  wird  (vgl.  MARANTELLI/ 
HUBER, a.a.O., N. 16 zu Art. 48 VwVG).

Daher  kann  auf  das  sinngemäss  vorgetragene  Begehren  um  Auf-
hebung der Verzinsung der Rückforderung nicht eingetreten werden.

2.3.2 Trotz diesem Ergebnis bleibt anzumerken, dass die Vorinstanz in 
ihrer  ablehnenden Begründung zum beantragten Verzinsungsverzicht 
zu  Unrecht  auf  Art.  40  Abs.  1  des  Subventionsgesetzes  vom 
5. Oktober 1990 (SuG, SR 616.6) verweist, wonach bereits erbrachte 
Leistungen  samt  einem  Zins  von  jährlich  5 %  seit  der  Auszahlung 
zurückgefordert werden können. 

Damit verkennt die Vorinstanz nämlich, dass Art. 40 Abs. 1 SuG, der 
eine Verletzung der Auskunftspflicht  nach Art. 11 Abs. 2 und 3 SuG 
voraussetzt,  hier  gar  nicht  anwendbar  wäre,  nachdem  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  vorgeworfen  werden  kann,  er  hätte  sich  ge-
weigert,  notwendige Auskünfte  zu  geben  oder  wichtige  Abklärungen 
nicht  zuzulassen  (vgl.  Botschaft  vom 15.  Dezember  1986  zu  einem 
Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen, BBl 1987 418). Die 
vorliegende Frage müsste vielmehr nach der vom Bundesverwaltungs-
gericht befolgten Rechtsprechung zur Fälligkeit  und der Verzugszins-
pflicht  beurteilt  werden,  die  im  Zusammenhang mit  Direktzahlungen 
sowohl  für  Auszahlungen  als  auch  für  Rückforderungen  gilt  (Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  B-3704/2009  vom  3.  Februar  2010 
E. 4.3  f.,  B-2225/2006  vom 14. August  2007  E. 9,  mit  weiteren  Hin-
weisen  auf  Art.  24  SuG und  die  dazu  ergangene  Rechtsprechung). 
Demnach tritt die Fälligkeit von Forderungen bei Bundessubventionen 

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erst  mit  der  Rechtskraft  eines  Direktzahlungsentscheids  ein.  Diese 
Frage  ist  indessen  offen  zu  lassen,  da  auf  das  entsprechende  Er-
suchen des Beschwerdeführers, wie ausgeführt, nicht einzutreten ist.

3.
Nach Art. 49 VwVG kann mit der Beschwerde ans Bundesverwaltungs-
gericht die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung 
oder Missbrauch des Ermessens (Bst. a) und unrichtige oder unvoll -
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Bst.  b) ge-
rügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist jedoch unzulässig, 
wenn, wie hier, eine kantonale Beschwerdeinstanz verfügt hat (Bst. c).

4.
Grundsätzlich finden diejenigen Rechtssätze Anwendung, die bei Er-
füllung eines rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten, es sei denn, der Gesetzgeber hätte eine 
davon  abweichende  Übergangsregelung  getroffen.  Die  hier  zu  be-
urteilenden  Sachverhalte  beziehen sich  auf  Direktzahlungen für  das 
Jahr  2006,  weshalb  die  damals  geltenden Rechtssätze anzuwenden 
sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.227/2003 vom 22. Oktober 2003 
E.  2.3;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-1055/2009  vom 
30. April 2010 E. 3.2, B-8363/2007 vom 18. Dezember 2008 E. 3.2). 

Da  zwischenzeitlich  relevante  Bestimmungen  der  Direktzahlungsver-
ordnung vom 7. Dezember 1998 (DZV, SR 910.13) geändert  worden 
sind, wird nachfolgend – soweit nötig – die entsprechende Fundstelle 
in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts (AS) zitiert, ansonsten 
die  unveränderte  Fassung  der  Systematischen  Sammlung  des 
Bundesrechts (SR). Bei der Berechnung der Kürzungen ist auf die im 
Jahre  2006  gültig  gewesene  Fassung  der  Richtlinie  der  Landwirt -
schaftsdirektorenkonferenz vom 27. Januar 2005 zur Kürzung von Di-
rektzahlungen (Direktzahlungs-Kürzungsrichtlinie, DZKR) abzustellen. 

5.

5.1 Grundlage für  die Ausrichtung von Direktzahlungen bilden  – ge-
stützt auf Art. 104 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101)  – die Art. 70 ff. 
des LwG sowie die vom Bundesrat erlassene DZV. Nach Art. 70 Abs. 1 
LwG  richtet  der  Bund  Bewirtschaftern  und  Bewirtschafterinnen  von 
bodenbewirtschaftenden  bäuerlichen  Betrieben  unter  der  Voraus-
setzung  des  ökologischen  Leistungsnachweises  allgemeine  Direkt-

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zahlungen, Ökobeiträge und Ethobeiträge aus. 

Der  Vollzug  der  Direktzahlungen  obliegt  nach  Art.  178  LwG weitge-
hend  den  Kantonen. Sie  erheben  die  notwendigen  Daten  auf  sämt-
lichen  Landwirtschaftsbetrieben,  berechnen  die  Direktzahlungen  für 
jeden  Betrieb  und  zahlen  die  Beiträge  aus.  Darüberhinaus  obliegt 
ihnen die Kontrolle der Richtigkeit der Angaben sowie die Einhaltung 
der Bedingungen und Auflagen (Art. 181 Abs. 3 LwG).

Sind  die  Voraussetzungen,  unter  denen  ein  Beitrag  gewährt  wurde, 
nicht mehr erfüllt  oder werden Auflagen oder Bedingungen nicht ein-
gehalten, so werden Beiträge ganz oder teilweise zurückgefordert (Art.  
171 Abs. 1 LwG). Zu Unrecht bezogene Beiträge oder Vermögensvor-
teile  sind  unabhängig  von  der  Anwendung  der  Strafbestimmungen 
zurückzuerstatten oder zu verrechnen (Art. 171 Abs. 2 LwG).

5.2 Als  allgemeine Direktzahlungen werden unter  anderem Flächen-
beiträge ausgerichtet, welche im relevanten Zeitraum (vgl. E. 4)  pro 
Hektare  und  Jahr  Fr. 1'200.–  betrugen (vgl.  aArt.  27  DZV, AS 1999 
229). Die Direktzahlungen für den ökologischen Ausgleich werden als 
Ökobeiträge ausgerichtet (Art. 1 Abs. 3 Bst. a DZV). Sie werden auf 
der  landwirtschaftlichen  Nutzfläche  gewährt  für  extensiv  genutzte 
Wiesen, wenig intensiv genutzte Wiesen, Streueflächen, Hecken, Feld- 
und Ufergehölze, Buntbrachen, Rotationsbrachen, Ackerschonstreifen 
sowie Hochstamm-Feldobstbäume (vgl. aArt. 40 Abs. 1 DZV, AS 1999 
229).  Bewirtschafter  oder  Bewirtschafterinnen,  welche  Direktzah-
lungen beantragen, müssen der kantonalen Behörde den Nachweis er-
bringen, dass sie den gesamten Betrieb nach den Anforderungen des 
ökologischen Leistungsnachweises oder nach vom Bundesamt aner-
kannten Regeln bewirtschaften (aArt. 16 Abs. 1 DZV, AS 1999 229).

Nach Ziff. 1.2 des Anhangs zur DZV (in der im Jahr 2006 gültig ge-
wesenen Fassung, AS 1999 229) macht der Bewirtschafter  oder die 
Bewirtschafterin  regelmässig  Aufzeichnungen  über  die  Bewirtschaf-
tung des Betriebs. Die folgenden Angaben müssen insbesondere darin 
enthalten  sein:  (a.)  Betriebsfläche,  landwirtschaftliche  Nutzfläche, 
Parzellenplan;  (b.)  Parzellenverzeichnis  mit  Angaben  über  die  Kul-
turen,  die  Bodenbearbeitung,  die  Düngung und den  Pflanzenschutz; 
(c.) die zur Berechnung der Nährstoffbilanz notwendigen Unterlagen; 
(d.) weitere Aufzeichnungen, sofern dies zweckdienlich ist.

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Nach Art. 66 Abs. 1 DZV können die Kantone Organisationen, die für  
eine  sachgemässe  und  unabhängige  Kontrolle  Gewähr  bieten,  zum 
Vollzug  beiziehen;  die  Kontrolltätigkeit  beigezogener  oder  akkredi-
tierter  Organisationen  wird  vom Kanton  stichprobenweise  überprüft. 
Die  Kantone sind zu diesem Zwecke befugt,  für  die  Ausführung der 
Kontrollen Weisungen zu erlassen. Der Kanton oder die Organisation 
überprüft  die  vom  Bewirtschafter  oder  der  Bewirtschafterin  einge-
reichten Angaben, die Einhaltung der Bedingungen und Auflagen und 
die Beitragsberechtigung (Art. 66 Abs. 3 DZV).

Nach aArt. 70 Abs. 1 Bst. a DZV (AS 1999 229) kürzen oder verwei -
gern die Kantone die Beiträge, wenn der Gesuchsteller oder die Ge-
suchstellerin vorsätzlich oder fahrlässig falsche Angaben macht. 

6.
Im Streite liegen die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Direkt-
zahlungen für das Jahr 2006 sowie die gleichzeitig von der Vorinstanz 
erheblich reduzierte Verrechnung von Rückforderungen für  die Jahre 
2003 bis 2005 mit den für das Jahr 2006 ausgerichteten Direktzah lun-
gen. Im engen Zusammenhang damit sind im Rahmen der Beschwer-
de vom 4. Juni 2009 (vgl. E. 7–8) insbesondere die von den Vorinstan-
zen herangezogenen Faktoren für die Kürzungspositionen umstritten. 

Bevor auf die zahlreichen Rügen des Beschwerdeführers zu den ein-
zelnen  Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanzen (und deren recht-
lichen Würdigung) eingegangen werden kann (vgl. E. 7–11), sind zu-
erst die Grundsätze darzustellen, die für die nachfolgende Beurteilung 
der Streitsache massgeblich sind.

6.1 Im Verwaltungsverfahren des Bundes gilt  nach Art. 12 VwVG der 
Untersuchungsgrundsatz,  wonach  es  Sache  der  Behörde  ist,  den 
Sachverhalt  festzustellen und dazu soweit  nötig  Beweis zu erheben. 
Die Behörde kann in jedem Verfahrensstadium Vorbringen zum Sach-
verhalt  entgegennehmen  und  berücksichtigen,  falls  sie  diese  für 
rechtserheblich hält (Art. 32 Abs. 2 VwVG). Zur Pflicht, den Sachver-
halt zu ermitteln, gehört die Beweisführungslast, d.h. die grundsätzlich 
der  Behörde  zufallende  Obliegenheit,  den  erforderlichen  Beweis  zu 
führen.  Die  Parteien  unterliegen  allerdings  im  erstinstanzlichen  Ver-
waltungs- sowie im Beschwerdeverfahren einer Mitwirkungspflicht (Art. 
13 und 52 Abs. 1 VwVG). Diese kommt für jene Umstände in Frage, die 
eine Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne die 

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Mitwirkung der Partei  gar nicht  oder nicht mit  vernünftigem Aufwand 
erheben könnten. Dabei trifft die Behörde eine Aufklärungspflicht, d.h. 
sie muss die Verfahrensbeteiligten in geeigneter Weise auf die zu be-
weisenden  Tatsachen  hinweisen.  Untersuchungsgrundsatz  und  Mit-
wirkungspflicht  ändern  jedoch  nichts  an  der  Beweislast,  wonach 
grundsätzlich  diejenige  Partei  die  Folgen  der  Beweislosigkeit  eines 
Sachumstands zu tragen hat, die daraus Vorteile ableitet. 

Zu beachten ist, dass aus der Beweislastverteilung keine Mitwirkungs-
pflichten abgeleitet werden dürfen, die sich nicht aus dem Gesetz oder 
allenfalls  aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ergeben (Urteil  
des Bundesgerichts 2C_388/2008 vom 16. Dezember 2008 E. 4.1 mit 
Hinweis auf BGE 132 II 113 E. 3.2, BGE 130 II 465 E. 6.6.1; CHRISTOPH 
AUER,  in: Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  VwVG, Kommentar  zum Bun-
desgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, Art.  
12 N. 5 ff. und 14 ff., Art. 13 N. 1 ff. und 10 ff.; ISABELLE HÄNER, Die Fest-
stellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts,  in:  Häner/Waldmann 
[Hrsg.], Das erstinstanzliche Verwaltungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 
2008, S. 41 und S. 45 ff.; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/ LORENZ KNEUBÜH-
LER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 
1.49 ff. und Rz. 3.119 ff.). 

Die Parteien sind gehalten, sich an der Feststellung des Sachverhalts 
zu beteiligen, wenn sie das Verfahren durch eigenes Begehren einge-
leitet haben oder darin eigene Rechte geltend machen (Art.  13 Abs. 1 
Bst. a VwVG; BGE 128 II 139 E. 2b).  Da nach Art. 63 LwG landwirt-
schaftliche Direktzahlungen nur auf Gesuch hin ausgerichtet werden, 
hat der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 8 des Schweizerischen Zi-
vilgesetzbuchs  vom 10. Dezember  1907  (ZGB,  SR 210)  darzulegen, 
dass er die Voraussetzungen für den Erhalt  von Direktzahlungen er-
füllt. Der Gesuchsteller trägt die Beweislast für die rechtsbegründen-
den Tatsachen,  aus denen er  seinen Rechtsanspruch ableitet  (Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  B-7208/2009  vom 13.  April  2010  E. 
6.3, mit Verweis auf  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allge-
meines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006, 
Rz. 1623 ff.). 

Daher  hat  der  Gesuchsteller  die  notwendigen  Unterlagen  einzu-
reichen,  damit  sein  Direktzahlungsanspruch  überprüft  werden  kann. 
Dabei  muss  eine  Behörde  einem  Gesuchsteller  nicht  detailliert  an-
geben,  welche  Belege  er  einzureichen  hat,  sondern  eine  allgemein 

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gehaltene Aufforderung genügt (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
B-1055/2009 vom 30. April 2010 E. 3.3.2). Von zentraler Bedeutung ist 
das jeweils einzureichende Erhebungsformular, das ein amtliches Da-
tenerhebungsblatt  darstellt,  auf  das sich die kantonale Behörde ver-
lassen  können  muss.  Dies  setzt  eine  entsprechende  Sorgfalts-  und 
Wahrheitspflicht des Bewirtschafters beim Ausfüllen dieses Formulars 
voraus. Da  er  die  Verhältnisse auf  seinem Betrieb  am besten kennt 
und es sich grundsätzlich um ein von ihm eingeleitetes Subventions-
verfahren  handelt,  trägt  er  die  Verantwortung  für  die  Richtigkeit  der 
selbst gemachten Angaben. An die Kontrolltätigkeit der Behörde dür-
fen hingegen nicht allzu hohe Anforderungen gestellt werden. Sie soll 
sich grundsätzlich auf die Angaben des Bewirtschafters verlassen kön-
nen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-5894/2007  vom 
26. Februar 2008 E. 8.4, mit Verweis auf VPB 68.108 E. 6.2.2).

6.2 Der  Untersuchungsgrundsatz  beeinflusst  auch  das  Beschwerde-
verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht. Dieses muss den Sach-
verhalt  nicht zwingend von Amtes wegen abklären (HÄNER,  a.a.O., S. 
41 f.). Indes prüft  es die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz 
mit freier Kognition (Art. 49 lit. b VwVG, vgl. E. 3). Vor Bundesverwal -
tungsgericht  kann  insbesondere  gerügt  werden,  die  vorinstanzliche 
Sachverhaltsfeststellung  sei  unvollständig,  weil  die  unterinstanzliche 
Behörde  im  Verwaltungsverfahren  den  Sachverhalt  trotz  Untersu-
chungsmaxime  nicht  von  Amtes  wegen  abgeklärt  hat  (vgl.  BENJAMIN 
SCHINDLER,  in: Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  a.a.O., Art. 49 N. 28). Im 
Beschwerdeverfahren dürfen sogar  im Rahmen des Streitgegenstan-
des  bisher  noch  nicht  gewürdigte,  bekannte  wie  auch  unbekannte, 
neue  Sachumstände,  die  sich  zeitlich  vor  oder  erst  im  Laufe  des 
Rechtsmittelverfahrens  zugetragen  haben,  eingebracht  werden. Das-
selbe  gilt  für  neue  Beweismittel.  Selbst  verspätete  Parteivorbringen 
sind zu beachten, wenn sie als ausschlaggebend erscheinen (vgl. Art. 
32 Abs. 2 VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.204 ff.; SCHIND-
LER, a.a.O., Art. 49 N. 30).

6.3 Bei Streitigkeiten um die Höhe von Direktzahlungen, insbesondere 
wenn Kürzungspositionen umstritten sind, muss sich das Bundesver-
waltungsgericht nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts mit den 
besagten  Positionen  grundsätzlich  detailliert  auseinandersetzen,  zu-
mal diesen im Hinblick auf einen möglichen Wiederholungsfall prinzi-
piell  eine selbständige rechtliche Bedeutung zukommt. Eine summa-
rische Begründung kann dabei nur bei untauglichen Rügen oder offen-

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sichtlicher Rechtslage in Frage kommen (Urteile des Bundesgerichts 
2C_388/2008 vom 16. Dezember 2008 E. 6, 2A.227/2003 vom 22. Ok-
tober  2003  E.  2;  vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-
1055/2009 vom 30. April 2010 E. 4.2.3 ff.). 

B. Beschwerde vom 4. Juni 2009 gegen das Urteil 5-BE.2008.1 (vgl. E. B.a)

7.
Im Streit liegt zunächst die Kürzung von Direktzahlungen in der Höhe 
von Fr. 6'440.–,  welche  mit  dem ökologischen Leistungsnachweis  für 
das Jahr 2006 zusammenhängt. Es ist  zu prüfen,  ob diese Kürzung 
(bzw.  die  ihr  zu  Grunde  liegenden  Kürzungspositionen)  zulässig 
war(en), wie die Vorinstanz festhielt. 

7.1 Vorab ist generell nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz 
jeweils  darauf  beschränkt  hat,  die  Stichhaltigkeit  der  geltend  ge-
machten  Einwände  zu  prüfen,  zumal  der  Beschwerdeführer  aus-
gebildeter Ingenieur Agronom ist und über eine rund (...)-jährige Erfah-
rung als selbständiger Berater verfügt. Von ihm durfte die Vorinstanz 
erwarten, dass er seine Rügen substantiiert und mit eingehender Be-
gründung  vortragen  würde. In  diesem Sinne  wird  nachfolgend  auch 
das Bundesverwaltungsgericht einzig auf die in der Beschwerde vom 
4. Juni 2009 aufgeworfenen Punkte eingehen.

7.2 In  prozessualer  Hinsicht  stellt  der  Beschwerdeführer  erneut  den 
Antrag auf einen Augenschein bzw. auf eine neutrale Expertise, zumal 
ihm die Vorinstanz beides versagt hat. 

7.2.1 In  der  Bundesverwaltungsrechtspflege  gilt  der  Grundsatz  der 
freien  Beweiswürdigung  (Art. 19  VwVG  i.V.m.  Art. 40  des  Bundes-
gesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 [BZP, SR 
273]). 

Frei  ist  die  Beweiswürdigung  vor  allem  darin,  dass  sie  nicht  an  be-
stimmte starre Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter genau vor-
schreiben,  wie ein gültiger  Beweis zustande kommt und welchen Be-
weiswert  die  einzelnen  Beweismittel  im  Verhältnis  zueinander  haben 
(vgl.  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983, 
S. 278 f.;  BGE 130  II  482  E. 3.2).  Der  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung  verlangt,  dass  sich  die  urteilende  Instanz  sorgfältig,  ge-
wissenhaft und unvoreingenommen ihre Meinung darüber bildet, ob der 
zu  beweisende  Sachumstand  als  wahr  zu  gelten  hat  oder  nicht. 

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Veranschlagt  wird  dabei  sowohl  das  beigebrachte  Beweismaterial  als 
auch das Beweisverhalten der Parteien. Beweis ist geleistet, wenn der 
Richter  gestützt  auf  die  Beweiswürdigung  davon  überzeugt  ist,  dass 
sich  der  rechtserhebliche  Sachumstand  verwirklicht  hat.  Eine  über-
wiegende  Wahrscheinlichkeit  wird  als  ausreichend  betrachtet,  wo  ein 
strikter  Beweis  nicht  nur  im  Einzelfall,  sondern  der  Natur  der  Sache 
nach nicht möglich oder nicht zumutbar ist und insofern eine Beweisnot  
besteht (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2). Insbesondere gilt der Beweis als 
erbracht,  wenn  für  die  Richtigkeit  einer  Sachbehauptung  derart  ge-
wichtige  Gründe  sprechen,  dass  andere denkbare Möglichkeiten  ver-
nünftigerweise nicht in Betracht kommen (vgl. BGE 132 II 715 E. 3.1).

7.2.2 Zu  seinem  Beweisantrag  hält  der  Beschwerdeführer  fest,  der 
Vorsteher der Erstinstanz, der ihn seinerzeit angeblich zu Unrecht in 
ein  nunmehr  eingestelltes  Strafverfahren  verwickelt  habe,  sei  ihm 
gegenüber befangen gewesen. Deshalb habe er eine neutrale Exper-
tise und einen Augenschein verlangt. Die von der Erstinstanz beauf-
tragte  F._______  GmbH sei  als  Arbeitnehmerin  von  der  Erstinstanz 
abhängig.  Trotz  dieser  Umstände  habe  sich  die  Vorinstanz  einseitig 
"auf  die  verbalen  Angaben  und  die  angeblichen  photodoku-
mentarischen Beweismittel" gestützt. Letztere könnten nicht anerkannt 
werden:  An  der  Urteilsverhandlung  sei  ein  "Ortho  Photo"  mit 
"vollgrünem Maisbestand und Bäumen mit  Blättern"  gezeigt  worden, 
das auf den 27. November 2007 datiert sei, obschon der Mais bereits 
am 12. Oktober 2007 absiliert worden sei. Eine neutrale und objektive 
Beurteilung sowie ein Augenschein seien auch deshalb dringend not-
wendig, weil sein Betrieb bisher jedes Jahr kontrolliert worden sei. 

7.2.3 Die Vorinstanz begründet ihren Verzicht  auf  eine "neutrale Ex-
pertise" mit dem Hinweis, der Beschwerdeführer habe keine ernsthaf-
ten  Anhaltspunkte  geliefert,  wonach  die  Kontrolleure  der  F._______ 
GmbH  fachlich  inkompetent  seien  oder  den  Sachverhalt  willkürlich 
festgestellt  hätten.  Auch  ein  Augenschein  sei  nicht  notwendig  ge-
wesen. In diesem Zusammenhang sei insbesondere der Vorwurf ver-
fehlt, die Erstinstanz habe die zur Flächenfeststellung benutzten Luft-
bilder  manipuliert:  Das  vom Beschwerdeführer  beanstandete  Datum 
vom 27. November  2007 dokumentiere nicht  den Tag der  Aufnahme 
sondern des Ausdrucks, d.h. des Exports der Datei aus dem AGIS.

7.2.4 Bereits  anlässlich  der  Verhandlung  vor  der  Vorinstanz  vom 
31. März  2009  richtete  der  Beschwerdeführer  erneut  erbitterte  Kritik 

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an den Vorsteher der Erstinstanz und erachtete sich als Opfer "über-
mässiger"  Kontrollen,  bei  denen  es  darum  gehe,  alles  zu  seinem 
Nachteil zu drehen (vgl. Protokoll vom 31. März 2009, S. 5). 

7.2.5 Entgegen den Darlegungen des Beschwerdeführers vermag das 
Bundesverwaltungsgericht den ihm eingereichten vorinstanzlichen Ak-
ten allerdings keine Anhaltspunkte zu entnehmen, welche seinen Vor-
wurf  stützen  würden,  der  Vorsteher  der  Erstinstanz  bzw.  die  Kon-
trolleure der F._______ GmbH hätten ihre Sachverhaltserhebungen in 
unsachlicher,  ja  willkürlicher  Weise  getroffen.  Beide  Vorinstanzen 
haben  sorgfältige  Erhebungen  zum  Sachverhalt  vorgenommen,  wie 
deren umfassend zusammengestellte  Dossiers  zeigen. Insbesondere 
ist, wie die Vorinstanz zutreffend anmerkt, nicht ersichtlich – und wird 
vom Beschwerdeführer  auch  in  keiner  Weise  näher  dargelegt  –,  in-
wiefern  die  oberwähnten  Kontrolleure  fachunkundig  oder  vorein-
genommen gewesen wären.

Es  ist  zwar  verständlich,  dass  der  Beschwerdeführer  einen  Zusam-
menhang zwischen den alljährlich  auf  seinem Hof  besonders einge-
hend  durchgeführten  Kontrollen  und  seinem  etwas  spannungsgela-
denen  Verhältnis  zum  Vorsteher  der  Erstinstanz  sieht.  Indessen  ist 
nicht ersichtlich (und wird vom Beschwerdeführer auch in keiner Weise 
belegt), inwiefern die im Jahre 2006 durchgeführten, nach Art. 66 Abs. 
3 DZV gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen ihm gegenüber in ge-
radezu schikanöser Weise ausgeübt worden wären mit dem Resultat 
tatsachenwidriger  Erhebungen. Nichts  zu  ändern  vermag an diesem 
Befund auch das Schreiben des Beschwerdeführers  vom 6. Oktober 
2006 an die F._______ GmbH, worin er die Klage äusserte, es sei an-
lässlich der Kontrolle versucht worden, "alles Erdenkliche zu suchen, 
was den Anforderungen nicht" genüge. Der Umstand allein, dass – wie 
sich  den  Akten  entnehmen lässt  –  die  geltenden  Kontrollmassstäbe 
während  den  beiden  Kontrollen  (vielleicht  sehr)  streng  angewendet 
wurden, indem angeblich "jedes Haar in  der Suppe" gesucht  wurde, 
lässt dieses Vorgehen nicht als unrechtmässig erscheinen.

Die weitere vom Beschwerdeführer an dieser Stelle – als "Beweis" für  
die Notwendigkeit einer Expertise – aufgeworfene Frage, ob das ver-
wendete Luftbild die von ihm bestrittene Verwaldung der Landzungen 
auf der Parzelle "K._______" zu beweisen vermöge, hängt zwar nicht 
mit  dem entscheiderheblichen Sachverhalt  der  umstrittenen Kürzung 
von  Fr.  6'440.–  zusammen  (vgl.  unter  A.b.a/B.a/C.a),  sondern  mit 

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Streitfragen, welche in der Beschwerde vom 5. Juni 2009 (vgl. unter 
C.b) aufgeworfen werden. Indessen spricht angesichts der Verfahrens-
vereinigung (vgl. E. 1) nichts dagegen, diesen Punkt, da er vom Be-
schwerdeführer an dieser Stelle als Beleg seiner Kritik angeführt wird, 
im Rahmen seines Beweisantrags zu behandeln. 

7.2.6 Der  Vorwurf,  die  Vorinstanzen  hätten  "manipulierte  Luftbilder" 
verwendet, erscheint als unbegründet, wie die Vorinstanz mit Hinweis 
auf das Exportdatum aus AGIS nachvollziehbar darlegt. Darauf ist an 
dieser Stelle nicht weiter einzugehen. 

Des  Weiteren  können  –  entegen  der  Auffassung  des  Beschwerde-
führers – die strittigen Sachverhaltselemente zum ökologischen Leis-
tungsnachweis durch einen Augenschein nicht  mehr  geklärt  werden, 
da  die  vergangenen  Sachverhalte  des  massgeblichen  Jahres  2006 
einem solchen nicht mehr zugänglich sind. Deshalb hat das Bundes-
verwaltungsgericht nachfolgend auf die urkundlich festgehaltenen Er-
hebungen der Kontrolleure wie auch auf die Aussagen der betroffenen 
Parteien  in  den  vorinstanzlichen  Verfahren  abzustellen.  Auch  eine 
Expertise  kommt  nicht  in  Frage,  nachdem,  wie  die  Vorinstanz  zu-
treffend festgehalten hat, keine Umstände ersichtlich sind, welche die 
Aufzeichnungen der Kontrolleure der F._______ GmbH bzw. die Erhe-
bungen  zum Sachverhalt  anlässlich  der  Verhandlung  vom 31.  März 
2009 in Frage stellen würden. 

Zusammenfassend lassen sich die Abklärungen der Vorinstanzen nicht 
beanstanden,  weshalb der Sachverhalt  angesichts der  dem Bundes-
verwaltungsgericht  vorliegenden  Akten  als  hinreichend  abgeklärt  er-
scheint. Es besteht  daher  keinen Grund,  den Beweisantrag des Be-
schwerdeführers auf Augenschein und Expertise anzunehmen (Art.  14 
Abs. 1  VwVG).  Dieser  Antrag  ist  daher  in  antizipierter  Beweis-
würdigung abzuweisen (vgl. BGE 127 V 491 E. 1b, mit Verweis). 

7.3 Zum Vorwurf mangelhafter Feldaufzeichnungen bestreitet der Be-
schwerdeführer den Vorwurf, er habe zur Spritzung von Obstbäumen 
widersprüchliche  Aussagen  gemacht.  Auf  der  Parzelle  (...)  stünden 
drei  Kirschbäume, die nach der Schlagkartei  am 3. und am 24. Juni 
2006 mit Cyspertermin,  Aktara und Fungizid gespritzt  worden seien. 
Es seien den Kontrolleuren ebenfalls die Handaufzeichnungen der ge-
spritzten Selbstversorger Obstanlage mitgeliefert worden: Spritzungen 
am 6. April mit Kupfer und Schwefel mit Cyspertermin; am 3. Juni mit 

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Cyspertermin, Fungizid "Flint" und Schorfmittel; am 24. Juni Biokupfer 
und Cyspertermin.

7.3.1 Bewirtschafter  oder  Bewirtschafterinnen,  welche  Direkt-
zahlungen  beantragen,  müssen  der  kantonalen  Behörde  den  Nach-
weis  erbringen,  dass  sie  den  gesamten  Betrieb  nach  den  An-
forderungen  des  ökologischen  Leistungsnachweises  oder  nach  vom 
Bundesamt anerkannten Regeln bewirtschaften (aArt. 16 Abs. 1 DZV, 
AS 1999 229). Konkretisiert  wird  das Erfordernis  der  regelmässigen 
Aufzeichnungen  in  den  Richtlinien  für  den  ökologischen  Leistungs-
nachweis vom Juli 2004 (nachfolgend: Richtlinien). Demnach müssen 
die  Aufzeichnungen  unter  anderem  Angaben  über  Feldkalender, 
Schlagkarten  oder  vergleichbare  Aufzeichnungsdokumente  mit  An-
gaben  über  die  Kulturen,  die  Bodenbearbeitung,  die  Düngung,  den 
Pflanzenschutz inklusive Ergebnisse von Auszählungen und Kontrollen 
und im Gemüsebau das Erntedatum enthalten (Ziff. 2, S. 7; vgl. auch 
den Anhang Ziff. 1.2 Bst. b DZV). Sämtliche Aufzeichnungen müssen 
laufend,  aber  spätestens  eine  Woche  nach  Ausführung  der  Arbeit 
nachgeführt sein (vgl. Ziff. 2 der Richtlinien).

7.3.2 Zu  diesem  Streitpunkt  hielt  die  Vorinstanz  im  angefochtenen 
Urteil  fest,  der  Beschwerdeführer  habe  zu  den  angeblich  nicht  ge-
spritzten  Bäumen  der  Obstanlage  widersprüchliche  Aussagen  ge-
macht. Mit Schreiben vom 28. Dezember 2006 habe er darauf beharrt, 
dass  seine  Obstanlage  eine  Selbstversorgungsanlage  sei,  die  nicht 
gespritzt  werde,  weshalb  auch  keine  Aufzeichnungen  zu  erstellen 
seien.  Indes  widersprächen  dieser  Darstellung  die  handschriftliche 
Notiz  "Obstanlage"  sowie  dessen  Ausführungen  in  der  Beschwerde, 
wonach  die  Selbstversorgungsanlage  nur  im  Frühjahr/Frühsommer 
gespritzt  worden sei. Dazu habe der Beschwerdeführer während der 
Verhandlung  keine  plausible  Erklärung  vorbringen  können.  Dessen 
Behauptung,  die fraglichen Obstbäume seien nicht  gespritzt  worden, 
weshalb  Aufzeichnungen  fehlten,  sei  unglaubwürdig. Damit  sei  nicht 
bewiesen, dass anlässlich der Kontrolle vom 5. Oktober 2006 tatsäch-
lich alle erforderlichen Aufzeichnungen vorlagen. Somit sei  von einer 
mangelhaften Schlagkartei auszugehen. 

In ihrer Replik zur Beschwerde hält die Vorinstanz fest, die Darstellung 
des Beschwerdeführers  zu  den Obstanlagen zeige die Widersprüch-
lichkeit  seiner Aussagen, da es nicht um Kirsch-, sondern um Äpfel-
bäume auf der Parzelle "T._______" gehe.

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7.3.3 Die Vorinstanz gibt  die  hier  massgebliche Sachlage zutreffend 
wieder. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer anlässlich der 
Verhandlung  vor  der  Vorinstanz  keine  einleuchtende  Erklärung  für 
seine  widersprüchlichen  Äusserungen  geben  konnte,  geht  sein  Hin-
weis auf Aufzeichnungen zur Spritzung von Kirschbäumen am Vorwurf 
vorbei,  wonach  Aufzeichnungen  zur  Spritzung  von  Apfelbäumen ge-
fehlt hätten. Diesen Vorwurf vermag der Beschwerdeführer mit seinen 
Erklärungsversuchen nicht auszuräumen. Zwar behauptete er noch im 
Schreiben vom 28. Dezember 2006 an die Erstinstanz, die Apfelbäume 
gehörten zu einer Selbstversorgungsanlage, die nicht gespritzt werde, 
weshalb anstelle einer chemischen Behandlung ein Sommerschnitt ge-
macht  worden  sei.  Andererseits  gestand  der  Beschwerdeführer  in 
seiner Beschwerde vom 30. Januar 2008 freimütig die Spritzung der 
Selbstversorgungsanlage  im  Frühjahr  und  im  Frühsommer  ein.  In 
diesem  Zusammenhang  erklärte  bereits  die  F._______  GmbH  mit 
Schreiben vom 2. März 2007 an die Erstinstanz, der Beschwerdeführer 
habe  dem  Kontrolleur  gegenüber  die  Spritzung  der  Äpfel  und  der 
Kirschbäume erwähnt, weshalb das Fehlen entsprechender Aufzeich-
nungen  im  Kontrollbericht  5.  Oktober  2006  vermerkt  und  vom  Be-
schwerdeführer auch visiert worden sei. Dies trifft in der Tat teilweise 
zu: In diesem Bericht wurden lediglich zu den Apfelbäumen fehlende 
Aufzeichnungen bemängelt,  was dann ein  Teilgrund für  die  strittigen 
Kürzungen  bildete.  Dieser  Kontrollbefund  wurde  vom  Beschwerde-
führer vorbehaltslos visiert, obschon sich Vorbehalte beispielsweise im 
Ergänzungsblatt zu den Wiesen- und Pufferstreifen finden. Wie bereits 
die Erstinstanz in ihrer Verfügung vom 22. Dezember 2006 zu Recht 
erkannte,  war  die  behauptete  "Nichtspritzung"  der  Apfelbäume eine 
blosse Schutzbehauptung, die um so unglaubwürdiger wirken musste, 
als der Befund der Spritzung im Kontrollbericht vermerkt und vom Be-
schwerdeführer  visiert  und  danach  in  der  Beschwerde  an  die  Vor-
instanz  wie  auch  an  der  Verhandlung  vom 31.  März  2009  bestätigt 
worden ist. 

Angesichts  der  aktenkundigen  widersprüchlichen  Äusserungen  des 
Beschwerdeführers zu dieser Frage steht für das Bundesverwaltungs-
gericht fest, dass die strittigen Aufzeichnungen in Bezug auf die Obst -
anlagen (Apfelbäume) mangelhaft waren und sich die diesbezüglichen 
Sachverhaltserhebungen der Vorinstanz nicht beanstanden lassen.

7.4 Zum Vorwurf der vier fehlenden Bodenproben hält der Beschwer-
deführer  fest,  es  fehle  lediglich  eine.  Die  Kontrollfirma  Agrosystem 

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habe  im  Jahre  2000  Bodenproben  der  Parzellen  "N._______", 
"R._______",  "S._______"  und "O._______"  genommen. Der  Bericht 
über die Bodenproben sei am 9. November 2006 erfolgt. 

7.4.1 Nach dem Anhang Ziff. 2.2 Abs. 1 DZV muss die Nährstoffver-
sorgung  des  Bodens  (Phosphor,  Kalium)  bekannt  sein,  damit  die 
Düngerverteilung auf die einzelnen Parzellen optimiert  werden kann, 
deshalb  müssen  auf  allen  Parzellen  mindestens  alle  zehn  Jahre 
Bodenuntersuchungen  durchgeführt  werden.  Davon  ausgenommen 
sind  alle  Flächen  mit  Düngeverbot,  wenig  intensiv  genutzte  Wiesen 
nach Art. 46 DZV sowie Dauerweiden.

7.4.2 Zu  diesem Punkt  hielt  die  Vorinstanz  im  angefochtenen  Urteil 
fest,  im  Kontrollbericht  vom  5.  Oktober  2006  seien  vier  fehlende 
Bodenproben vermerkt worden. Im Schreiben vom 28. Dezember 2006 
an die Erstinstanz habe der Beschwerdeführer das Fehlen von vier Bo-
denproben anerkannt. In seiner Beschwerde im Verfahren 5-BE.2008.1 
habe  er  die  Schlussfolgerung  zur  "fehlenden  Bodenanalyse"  aner-
kannt. Anlässlich  der  Verhandlung  habe er  eingeräumt,  eine  Boden-
probe  sei  auf  dem Pachtland  zu  spät  gemacht  worden. Da  der  Be-
schwerdeführer  zumindest  das  Fehlen  von  einer  Bodenprobe  an-
erkenne, sei dieser Punkt zu Recht gerügt worden. 

7.4.3 Auch  diese  Darstellung  der  Vorinstanz  gibt  die  Fakten  richtig 
wieder. Erneut  überrascht  auch hier  das Vorgehen des Beschwerde-
führers:  Einerseits  anerkannte  er  im  Schreiben  vom  28.  Dezember 
2006 an die Erstinstanz das Fehlen bzw. die verspätete Erstellung von 
vier  Bodenproben,  um  diesen  Umstand  dann  in  seiner  Beschwerde 
vom  30.  Januar  2008  an  die  Vorinstanz  –  tatsachenwidrig  –  ohne 
nähere Begründung vollumfänglich abzustreiten. 

Das Bundesverwaltungsgericht geht mit den Vorinstanzen davon aus, 
dass die strittigen Bodenproben anlässlich der zweiten Kontrolle vom 
11. Oktober 2006 nicht vorhanden waren, obschon der Beschwerde-
führer am 5. Oktober 2006 von diesem Mangel Kenntnis nahm, aber 
die  notwendigen  Bodenproben  erst  am  9.  November  2006  erstellen 
liess. Die Frage, ob der Beschwerdeführer mit seinem Vorgehen recht-
zeitig handelte, zumal Bodenproben nach der Ziff. 2.2 Abs. 1 des An-
hangs zur DZV alle zehn Jahre vorzunehmen sind, kann hier offen ge-
lassen werden. Denn der Beschwerdeführer bestreitet ja nicht, dass er 
zumindest  eine Bodenprobe ein Jahr zu spät  machen liess. Insofern 

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haben die Vorinstanzen auch diesen Punkt unter Position 5.2 zu recht 
bemängelt.

7.5 Des  Weiteren  rügt  der  Beschwerdeführer,  auf  den  Parzellen 
"M._______"  (Nr. ...)  und "N._______"  (Nr. ...)  seien zu Unrecht  die 
Bodenschutzanforderungen als nicht erfüllt  erachtet worden. Dort  sei 
Futterweizen bzw. Tritical geerntet worden. Unmittelbar nach der Ernte 
sei am 6. bzw. am 8. August die ausgebrachte "Casibag Gülle" vor dem 
Grubbern  eingearbeitet  worden,  damit  das  spriessende  Unkraut 
mechanisch  bekämpft  werden  konnte.  Somit  seien  die  Felder  be-
arbeitet und begrünt worden, wobei am 27. September die Felder mit  
Glyphos und Stump abgebrannt worden seien. Das Grundstück sei am 
11. Oktober 2005 gemulcht  und am 17. Oktober gegrubbert  worden. 
Der  Vorwurf  im  Urteil  sei  "fachunkundig".  Weder  Futterroggen  noch 
Futterweizen dürfe vor dem 31. August angesät werden. Die gesetz-
lichen Bestimmungen seien erfüllt worden, nachdem mit Futterweizen 
und Grünroggen eine Winterkultur angesät worden sei.

In seiner Beschwerde vom 30. Januar 2008 an die Vorinstanz hatte der 
Beschwerdeführer seine Kritik wie folgt formuliert: "Die Bodenschutz-
anforderungen im M._______ und N._______ sind erfüllt (Ansaat von 
Grünroggen und Futterweizen am 07.10. resp. 17.10.2006)". 

7.5.1 Nach Auffassung der Vorinstanz im angefochtenen Urteil ist un-
bestritten,  dass am 31. August  2005 auf  den Parzellen "M._______" 
und  "N._______"  keine  Kulturen  angepflanzt  gewesen  seien.  Die 
Ansaten von Zwischenfutter seien am 7. und 17. Oktober 2005 erfolgt, 
d.h. nach dem massgeblichen Stichdatum vom 15. bzw. 30 September. 
Deshalb  rechtfertige  auch  diese  Verletzung  der  Bestimmungen  zum 
Bodenschutz eine entsprechende Kürzung. 

7.5.2 Auch diese Sicht der Vorinstanz verletzt Bundesrecht nicht: 

Da Intervalle zwischen zwei Hauptkulturen im Acker- und Feldgemüse-
bau sehr lang sein können, kann mit einer geeigneten Zwischenkultur 
der Boden vor Erosion und Nährstoffauswaschung geschützt werden. 
Nach Ziff. 5.1 des Anhangs zur DZV (AS 1999 229) müssen bei Be-
trieben mit mehr als 3 ha offener Ackerfläche, die in der Talzone, der 
Hügelzone  oder  in  der  Bergzone  I  liegen,  offene  Ackerflächen  mit  
Kulturen, die vor dem 31. August  geerntet  werden, wie folgt  bedeckt 
sein: (a.)  Ansaat  einer  Winterkultur;  oder  (b.)  Ansaat  von Zwischen-

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futter oder Gründüngung vor dem 15. September bzw. 30. September 
nach Getreidekulturen, falls Problemunkräuter bekämpft werden. Das 
Zwischenfutter  oder  die  Gründüngung  müssen  bis  mindestens  am 
15. November erhalten bleiben. 

Den  Aufzeichnungen  des  Beschwerdeführers  lässt  sich  entnehmen, 
dass  er  unter  der  Rubrik  "Zwischenkulturen"  auf  der  Parzelle 
"N._______"  am 7. Oktober  2005 Grünroggen bzw. auf  der  Parzelle 
"M._______"  am  17. Oktober  2005  Futterweizen  angepflanzt  hatte. 
Der  vom  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  vom  30.  Januar 
2008 gemachte Verweis auf  das Jahr 2006 scheint  ein Versehen zu 
sein. Mit  den Vorinstanzen ist  davon auszugehen, dass die vom Be-
schwerdeführer gewählten Kulturen als Zwischenkulturen und nicht als 
Winterkulturen gesät  wurden,  was letztlich auch die  Aufzeichnungen 
des  Beschwerdeführers  dokumentieren.  Dass  sich  insbesondere 
Grünroggen  als  Zwischenkultur  bewährt,  scheint  weitgehend 
ankerkannt  zu  sein  (vgl.  z.B. 
www.agrigate.ch/de/pflanzenbau/ackerbau/835/836/848/).  Wie  bereits 
die  Erstinstanz  zu  Recht  festhielt,  war  nach  Ziff.  4.1  der  Richtlinien 
eine  Zwischenkultur  anzulegen,  wenn  am  31.  August  2005  keine 
Hauptkultur  auf  der  Parzelle  vorhanden  war.  Die  dem  Bodenschutz 
dienenden,  vom  Beschwerdeführer  als  Zwischenkulturen  gesäten 
Futterweizen bzw. Grünroggen hätten – bei der vom Beschwerdeführer 
geltend gemachten Bekämpfung von Unkräutern – jedenfalls vor dem 
30. September 2005 gesät werden müssen, was jedoch unbestrittener-
massen nicht geschehen ist. 

Die  Kritik  der  Vorinstanzen  war  somit  insofern  begründet,  dass  die 
nicht  rechtzeitige  Saat  der  Zwischenkulturen  die  in  der  DZV vorge-
sehenen Anforderungen an den Bodenschutz nicht erfüllt.

7.6 Des  Weiteren  bestreitet  der  Beschwerdeführer  die  Feststellung, 
dass auf der Parzelle "O._______" (Nr. ...) der Ökostreifen fehle. Nach 
seiner Auffassung habe die Nachkontrolle auf einer Länge von 58 m 
eine  Breite  des  Pufferstreifens  von  2,40 m bis  2,60 m ergeben. Bei 
einer  Fläche  von  22'700 m2  seien  nur  17,5  m2 Ökostreifen  über-
schritten worden, wobei darunter 1'700 m2 Hecken und 500 m2  Kraut-
saum falle. 

7.6.1 Die  Vorinstanz  hatte  zu  diesem  Punkt  festgehalten,  der  Be-
schwerdeführer  anerkenne,  dass  auf  der  Parzelle  "O._______"  auf 

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einer  Länge  von  58 m  ein  rechtsgenüglicher  Pufferstreifen  von 
mindestens  3 m  gefehlt  habe.  Die  behauptete  Kompensations-
möglichkeit existiere nicht: Ein mangelnder Pufferstreifen könne nicht 
auf einer anderen Ackerseite kompensiert werden. Vielmehr müsse der 
geforderte  Abstand  zu  Oberflächengewässern,  Hecken,  Feld-  und 
Ufergehölzen  sowie  Waldrändern  auf  jeder  Ackerseite  einzeln  ein-
gehalten werden. 

7.6.2 Entgegen der  Darstellung des Beschwerdeführers hat  die  Vor-
instanz ihm in Bezug auf  die Parzelle  "O._______" nie vorgeworfen, 
der Pufferstreifen "fehle" ganz, wie dies auf der Parzelle "P._______" 
festgestellt worden ist, sondern nur beanstandet, dass dieser auf einer 
Länge von 58 m nicht die Mindestbreite von 3 m aufwies. Eine solche 
ökologische  Ausgleichsfläche  ("Pufferstreifen") ist  indessen  für  den 
ökologischen  Leistungsnachweis erforderlich:  Gemäss  Ziff.  7.3  der 
Richtlinien  müssen  entlang  von  Gewässern,  Waldrändern,  Hecken, 
Feld-  und  Ufergehölzen,  Moor-  und  Feuchtgebieten  ohne  Bewirt -
schaftungsvereinbarungen sichtbare Grün- oder Streueflächenstreifen 
von mindestens 3 m Breite vorhanden sein, auf denen keine Dünger 
und  keine  Pflanzenschutzmittel  ausgebracht  werden  dürften.  Da  der 
Beschwerdeführer  die  teilweise  bestehende  Mangelhaftigkeit  seines 
Pufferstreifens  nicht  in  Abrede stellt,  erweist  sich die entsprechende 
Feststellung  wie  auch  rechtliche  Würdigung  der  Vorinstanz  als  zu-
treffend. 

7.6.3 In  diesem  Zusammenhang  bleibt  anzumerken,  dass  der  Be-
schwerdeführer in seiner Beschwerde die in der Erwägung 6.3.2 des 
angefochtenen  Urteils  5-BE.2008.5  erörterten  Verhältnisse  zum  auf 
einer  Länge  von  120 m  fehlenden  Pufferstreifen  auf  der  Parzelle 
"P._______" weder aufgreift noch als unzutreffend rügt. Im Sinne der 
Erwägung 7.1  bleibt  die  entsprechende  vorinstanzliche  Tatsachen-
feststellung unbestritten. 

7.7 Schliesslich rügt  der Beschwerdeführer die Feststellung der Vor-
instanz  als  tatsachenwidrig,  der  Grünstreifen  auf  der  Parzelle 
"Q._______" (Nr. ...) sei mit Glyphos abgespritzt worden. 

Nach  der  Darstellung  des  Beschwerdeführers  ist  im  Jahr  2006  kein 
Glyphos gespritzt worden. Vielmehr sei das Gras am Asphaltweg ver-
dorrt, weil Wildschweine das Bankett des asphaltierten Feldweges auf-
gerissen  hätten. Dieser  Grünstreifen  sei  im  Frühling  mit  dem Front-

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lader  ausgeebnet  worden. Im  Kontrollbericht  sei  festgestellt  worden, 
dass Gras mit der Motorsense abgeschnitten worden ist. Tatsache sei 
aber, dass der Zaun am 23. August 2006 zum zweiten Mal zum Schutz 
gegen die Wildschweine aufgestellt  worden sei; damals habe mit der 
Motorsense  gearbeitet  werden  müssen. Das Abmulchen und  Mähen 
mit  der Motorsense hätten die Kontrolleure nicht  bestritten. Mulchen 
wäre aber nicht nötig gewesen, wenn der Grasstreifen tatsächlich che-
misch abgebrannt worden wäre. Auch sein Nachbar, E._______, der in 
der Kontrollorganisation tätig sei, habe ein Grundstück mit verdorrtem 
Gras, aber "ohne Sanktion". Nach der Schlagkartei sei Glyphos eine 
Saison vorher, d.h. am 27. September 2005, eingesetzt worden.

7.7.1 Die  Vorinstanz  hatte  zu  dieser  Frage  im  angefochtenen  Urteil 
festgehalten, die in den Akten befindlichen Fotografien zeigten eindeu-
tig, dass der in beiden Kontrollberichten erwähnte – im Übrigen auch 
nicht die erforderliche Breite von 50 cm messende – Grünflächenstrei -
fen auf  der Parzelle "Q._______" auf  einer Länge von 210 m (recte: 
110 m) rechtswidrig mit chemischen Mitteln "abgebrannt" worden sei. 
Beide  Kontrolleure  hätten  diesen  Umstand  unabhängig  voneinander 
festgestellt.  Folglich  sei  der  fehlende  Grünflächenstreifen  zu  Recht 
beanstandet worden. 

7.7.2 Gemäss Ziff. 3 Abs. 3 des Anhangs zur DZV (AS 1999 229) sind 
entlang von Wegen Grünflächestreifen von mindestens 0,5 m Breite zu 
belassen, wobei auf diesen keine Dünger und keine Pflanzenschutz-
mittel ausgebracht werden dürfen. 

Um die Beweiswürdigung der Vorinstanz beurteilen zu können, ist kurz 
der Ablauf der Ereignisse festzustellen:

Anlässlich  der  Kontrolle  vom  5.  Oktober  2006  hielt  der  zuständige 
Kontrolleur auf dem "Ergänzungsblatt Wiesen- und Pufferstreifen" zur 
Parzelle  "Q._______ hinten"  fest,  am 12. August  2006  sei  auf  einer 
Länge von 210 m ein "50 cm Streifen" mit Glyphos abgebrannt worden. 
Zu diesem Befund vermerkte der Beschwerdeführer auf dem Formular, 
er  sei  nicht  einverstanden. Dies  veranlasste  ihn  mit  Schreiben  vom 
6. Oktober 2006 von der F._______ GmbH eine Nachkontrolle zu ver-
langen. Anlässlich dieser Nachkontrolle vom 11. Oktober 2006 wurde 
auf  der  Parzelle  "Q._______  hinten"  nur  noch  für  eine  Länge  von 
110 m  festgehalten,  "50 cm-Streifen  nicht  grün  (mit  Glyfos  abge-
brannt)". Diese Feststellung wurde mit vier Fotografien dokumentiert. 

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Mit Schreiben vom 28. Dezember 2006 bestritt der Beschwerdeführer 
diese  Darstellung  mit  dem  Hinweis,  der  Streifen  sei  auf  beiden 
Strassenseiten des asphaltierten Flurweges verdorrt. Im Winter hätten 
Wildschweine auf beiden Seiten der Asphaltstrasse das Bankett  auf-
gewühlt. Er  habe  mit  Frontschaufel  die  Sache ausgeebnet  und  zum 
ersten  Mal  am  15.  Mai  2006  mit  der  Motorsense  gemäht  und  am 
23. August 2006 den Wildschutzzaun retabliert. 

Von der Erstinstanz dazu aufgefordert, hielt die F._______ GmbH mit 
Schreiben vom 2. März  2007 zur  Parzelle  "Q._______"  fest,  der  für 
den  ökologischen  Leistungsnachweis  geforderte  Wiesenstreifen  von 
0,5 m Breite sei auf einer Länge von 110 m nicht vorhanden gewesen. 
Die  mit  einer  Spritzpistole  ausgebrachte  "Glyfos-Brühe"  habe  die 
Grünpflanzen verbrannt.  Diese seien später  mit  der  Motorsense  ab-
geschnitten  und liegengelassen worden,  wobei  die  Reste  davon am 
Kontrolltag  noch  sichtbar  gewesen  seien.  Der  Herbizideinsatz  sei 
vermutlich gemacht worden, um den Wildschweinzaun vom Gras frei -
zuhalten.  Der  von  den  Wildschweinen  durchwühlte  und  später  mit 
Heckschaufel  abgestossene Feldrand hätte dringend wieder angesät 
werden müssen, um eine dichte Grasnarbe zu erreichen und so den 
Aufwuchs von Unkraut zu begrenzen. Anlässlich der Kontrolle sei auf 
einer  Länge  von  110 m  ein  50 cm  breiter  Wiesenstreifen  nicht  vor-
handen gewesen. 

Die Erstinstanz hielt in ihrer Verfügung vom 12. Dezember 2007 fest, 
bei  der  Kontrolle  und  der  Nachkontrolle  hätten  die  Kontrolleure  un-
abhängig  voneinander  festgestellt,  dass  der  Wiesenstreifen  auf  der 
Parzelle  "Q._______"  auf  einer  Länge  von  110 m  chemisch  ab-
gebrannt  worden  sei,  weshalb  die  Kürzung  bei  dieser  Position  Fr. 
550.– betrage.  Diese  Beurteilung  bestritt  der  Beschwerdeführer  mit 
seinen bisher vorgetragenen Argumenten in seiner Beschwerde vom 
30. Januar 2008 an die Vorinstanz. 

Angesichts  dieser  widersprüchlichen  Standpunkte  zu  den  tatsäch-
lichen Ereignissen rund um den angeblich mit Glyphos abgebrannten 
Grünflächenstreifen stützten sich die Fachrichter der Vorinstanz auf die 
von der F._______ GmbH anlässlich der Kontrolle gemachten Fotogra-
fien,  welche  auf  einem  langgezogenen  Flächenstreifen  fehlenden 
Grasbewuchs zeigen. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerde-
führer in diversen Eingaben in Bezug auf die Parzelle "P._______" den 
Einsatz von Glyphos einräumte, erscheint der Einsatz auf der Parzelle 

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"Q._______"  jedenfalls  als  sehr  wahrscheinlich,  nachdem  der  Be-
schwerdeführer  weder  vor  der  Vorinstanz  noch  vor  dem Bundesver-
waltungsgericht  das  Verdorren  des  110 m  langen  Grasstreifens  mit 
plausiblen  Argumenten  erklären  konnte.  Gerade  die  symmetrisch, 
langezogene  Rechteckform  der  Fläche  mit  fehlendem  Grasbewuchs 
lässt eine Bespritzung als wahrscheinlicher erscheinen als das angeb-
liche Verdorren wegen Wildschweinbefalls, das vom Beschwerdeführer 
als Erklärung vorgebracht wird. 

7.8 Zusammenfassend erweist sich die Beweiswürdigung, wie sie die 
Vorinstanzen vorgenommen haben, als korrekt. Der Beschwerdeführer 
vermochte keine ernsthaften Zweifel an der Sachdarstellung der Vor-
instanz  zu  wecken,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  –  ent-
gegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers  –  keine  fehlerhaften 
Feststellungen des hier diskutieren entscheiderheblichen Sachverhalts 
im Sinne von Art. 49 Bst. b VwVG zu erkennen vermag. 

8.
Angesichts  der  zu  Recht  gerügten  Mängel  beim ökologischen  Leis-
tungsnachweis für das Jahr 2006 (vgl. E. 7)  bleibt noch zu prüfen, ob 
die strittige Kürzung von Direktzahlungen um Fr. 6'440.– zulässig war. 

8.1 Dazu sind die massgeblichen Kriterien in Erinnerung zu rufen: 

8.1.1 Beiträge können gekürzt oder verweigert werden, wenn der Ge-
suchsteller  oder  die  Gesuchstellerin  das LwG, dessen Ausführungs-
bestimmungen oder die gestützt darauf  erlassenen Verfügungen ver-
letzt (Art. 170 Abs. 1 LwG). Nach aArt. 70 Abs. 1 Bst. a DZV (AS 1999 
229) kürzen oder verweigern die Kantone die Beiträge, wenn der Ge-
suchsteller oder die Gesuchstellerin vorsätzlich oder fahrlässig falsche 
Angaben macht. Nach Ziff. A.1 DZKR erfolgt bei falschen Angaben im 
Sinne von aArt.  70  Abs. 1  Bst. a  aDZV: a) eine Kürzung  der  Direkt-
zahlungen  auf  die  tatsächlichen  Verhältnisse;  b) und  zusätzlich  eine 
Kürzung  aufgrund  der  Differenz  der  betroffenen  Direktzahlungen 
zwischen den falschen und den korrekten Angaben. 

8.1.2 Nach  der  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  beweist  eine 
Falschdeklaration  im Lichte  der  DZKR noch keine schuldhafte  Fahr-
lässigkeit  des Gesuchstellers. Vielmehr wird für eine Kürzung wegen 
fahrlässiger  Falschangabe  zusätzlich  der  Nachweis  eines  Verschul-
dens  gefordert.  Somit  genügt  es  nicht,  wenn  ein  Bewirtschafter  auf 
dem Erhebungsformular "Daten" falsch angegeben hat; vielmehr muss 

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er solches mindestens fahrlässig getan haben, was eine pflichtwidrige 
Unvorsichtigkeit  bzw. ein  Verschulden  voraussetzt.  Insofern  ist  Fahr-
lässigkeit  nur  anzunehmen,  wenn  ein  Gesuchsteller  nach  seinen 
individuellen  Fähigkeiten  in  der  Lage  gewesen  wäre,  sorgfältiger  zu 
handeln und dadurch eine Falschangabe hätte vermeiden können (Ur-
teil  des Bundesverwaltungsgerichts  B-7208/2009 vom 13. April  2010 
E. 7.5;  vgl.  auch  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.227/2003  vom 
22. Oktober  2003  E.  4,  wonach  –  angesichts  der  Anwendung  von 
Bundesverwaltungsrecht  in  einem  Verwaltungs-  bzw.  Verwaltungs-
justizverfahren – verfügte Punkteabzüge den Grundsatz "Im Zweifel zu 
Gunsten des Angeklagten"  bzw. die Grundsätze von Art. 32 BV und 
Art. 6 EMRK auch "ansatzweise" nicht verletzen).

8.2 Die  Vorinstanz  erachtete  die  erfolgten  Kürzungen  als  gerecht-
fertigt,  da  der  Beschwerdeführer  in  zumindest  fahrlässiger  Weise 
falsche  Angaben  gemacht  habe,  welche  im  Rahmen  der  Kontrollen 
entdeckt  werden  konnten. Die  Erstinstanz  hatte  die  entsprechenden 
Kürzungspositionen im folgenden Schema zusammengefasst, welche 
die Vorinstanz für zutreffend erachtet hat: 

Schlag-
kartei 
(Pos. 2.6)

Bei unvollständigen Aufzeichnungen gibt es bei einer erst-
maligen Beanstandung einen Abzug von 
sofern  die  Kontrolle  trotzdem  sachgerecht  durchgeführt 
werden kann.

5 Punkten

Boden-
analysen
(Pos. 5.2)

Bei  nicht vollständig vorhandenen Bodenanalysen gibt  es 
bei  einer  erstmaligen  Beanstandung  einen  Abzug  von  5 
Punkten. Es handelt sich um einen Wiederholungsfall (vgl. 
Schreiben  der  Abteilung  Landwirtschaft  vom  14.3.2006). 
Deshalb wird die Sanktion verdoppelt auf 10 Punkte

Total  Abzug (nach  Berücksichtigung  der  Toleranz  von  10 
Punkten) = Nettosanktion

5 Punkte
= Fr. 1'089.–

Boden-
schutz
(Pos. 4.1)

Auf den beiden Parzellen "M._______" und "Breiti" wurden 
die  Zwischenkulturen  zu  spät  angesät.  Dies  ergibt  eine 
Sanktion von 
- Sanktionsansatz: Bei zu später Saat der Zwischenkultur 
gibt es einen Abzug von 60 % der Flächenbeiträge der be-
troffenen Fläche (2.96 ha x Fr. 1'200.– x 60 %)

Fr. 2'131.–

Wiesen-
streifen

Mangel: 110 Meter Wiesenstreifen entlang von Wegen und 
Strassen nicht erfüllt. Dies ergibt eine Sanktion von 
- Sanktionsansatz: Fr. 5.– pro Meter, maximal Fr. 2'000.– bei 
einem einmaligen Mangel. Kürzung ab 20 Meter je Betrieb 
für die gesamte Länge.

110 x Fr. 5.– 
= Fr. 550.–

Puffer-
streifen

Mangel: 178 Meter Pufferstreifen entlang von Gewässern, 
Waldrändern, Feld- und Ufergehölzen usw. erfüllen die An-
forderungen nicht. Dies ergibt eine Sanktion von 
- Sanktionsansatz: Ab 10 Meter Fr. 15.– pro Meter, maximal 
Fr. 6'000.– bei einem erstmaligen Verstoss. Kürzung ab 10 
Meter je Betrieb für die gesamte Länge.

178 x Fr. 15.– 
= Fr. 2'670.–

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Total Sanktionen Fr. 6'440.– 

8.3 Die  von  den  Vorinstanzen  verwendeten  kürzungstariflichen  An-
sätze entsprechen den Vorgaben der DZKR, deren Anwendung hier zu 
keinen Bemerkungen Anlass gibt. Es kann dazu auf die zutreffenden 
Ausführungen  der  Vorinstanz  im  angefochtenen  Urteil  verwiesen 
werden. Insbesondere die  Verdoppelung  der  Kürzungspunkte  für  die 
fehlende Bodenanalyse infolge Wiederholungsfalls ist rechtens, nach-
dem die Erstinstanz den Beschwerdeführer bereits mit Verfügung vom 
14. März 2006 zum ökologischen Leistungsnachweis für das Jahr 2005 
mit Bezug auf die fehlende Bodenanalyse gerügt hatte. Dies bestreitet  
der Beschwerdeführer zu Recht nicht.

8.4 Besondere Umstände,  welche die  von der  Vorinstanz  zu Lasten 
des  Beschwerdeführers  angenommene Fahrlässigkeit  in  Zweifel  zie-
hen könnten,  macht dieser nicht  geltend. Bei  allen ihm zur Last  ge-
legten Verletzungen (vgl. E. 7.3-7.7) handelt es sich um aktive Tätig -
keiten,  die er  als solche bewusst  vorgenommen hat. Bei  keiner sind 
entschuldbare Umstände erkennbar, welche bewirkt hätten, dass der 
Beschwerdeführer  nach seinen  individuellen  Fähigkeiten  und  Kennt-
nissen (vgl. E. 7.1)  nicht in  der  Lage gewesen wäre,  sorgfältiger  zu 
handeln  und  dadurch  die  entsprechenden  Falschangaben  im  Sinne 
von  aArt. 70  Abs. 1  Bst. a  DZV  (AS  1999  229)  zu  vermeiden  (vgl. 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-7208/2009 vom 13. April 2010 
E.  7.5,  wo  Fahrlässigkeit  verneint  wurde,  weil  ein  Gesuchsteller  im 
konkreten Fall auf die Auskunft eines Ackerbaustellenleiters vertrauen 
durfte und keinen Anlass für Zweifel haben konnte, dass dieser ihn von 
der Einreichung eines unberechtigten Gesuchs abgehalten hätte). Im 
Zusammenhang mit  den  Feldaufzeichnungen,  der  Bodenprobe,  dem 
Bodenschutz, dem Grünstreifen sowie dem mit Glyphos "abgebrann-
ten"  Wiesenstreifen  hätte  der  Beschwerdeführer  bei  der  ihm zumut-
baren Sorgfalt die für Direktzahlungen einzuhaltenden Anforderungen 
an  den  ökologischen  Leistungsnachweis  erfüllen  können,  dies  aber 
unterlassen, was die Vorinstanzen zu Recht beanstandet haben. Inso-
fern erweist sich die nach der DZKR erfolgte Kürzung der Direktzah-
lungen um Fr. 6'440.– als rechtmässig. 

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C. Beschwerde vom 5. Juni 2009 gegen das Urteil 5-BE.2008.5 (vgl. E. B.b)

9.
Im Streit liegt ferner die weitere Kürzung der Direktzahlungen für die 
Parzelle  "K._______"  um  Fr.  4'844.–  sowie  der  mit  dieser  Parzelle 
verbundene Rückforderungsbetrag, den die Erstinstanz auf Fr. 8'134.– 
festlegte, die Vorinstanz indessen aufhob und zur Neufestsetzung an 
die  Erstinstanz  zurückwies  (vgl.  unter  B.b  sowie  vorstehende  E. 1.1 
und E. 2.3). Zwei Punkte sind im Rahmen der folgenden Erwägungen 
vorab festzuhalten: 

9.1 Wie bereits in Erwägung 2.2.4 (mit Verweis auf das Urteil des Bun-
desgerichts 2C_388/2008 vom 7. April  2008 E. 1.2)  ausgeführt,  kön-
nen die  vom Beschwerdeführer  zum Grundstück "L._______"  aufge-
worfenen Fragen zur Flächenausscheidung (betr. Ackerland, Kunstwie-
se, Hecken und Krautsaum) bzw. zur strittigen Verwaldung entlang des 
Baches  offengelassen  werden. Insofern  sind  nachfolgend  einzig  die 
Rügen zur Parzelle "K._______" zu prüfen, welche die entsprechende 
Kürzung (vgl. E. 10) bzw. Rückforderung (vgl. E. 11) betreffen.

9.2 Umstritten  sind  in  dieser  Beschwerde  vorab  die  Sachverhalts-
erhebungen der Vorinstanzen, d.h. die den Kürzungs- und Rückforde-
rungsberechnungen  zu  Grunde  liegenden  Flächenmasse.  Vom  Be-
schwerdeführer  zu  Recht  nicht  bestritten  werden  die  sich  aus  der 
DZKR ergebenden kürzungstariflichen Ansätze, welche die Erstinstanz 
eingehend begründet und die Vorinstanz sorgfältig überprüft hat (vgl. 
E. 8.3). Insofern beschränkt sich – entsprechend den Rügen des Be-
schwerdeführers (vgl. E. 7.1) – die nachfolgende Prüfung im Wesentli -
chen auf die strittigen vorinstanzlichen Sachverhaltserhebungen.

10.

10.1 Zur Flächenausscheidung auf der  Parzelle "K._______", die zur 
strittigen  Kürzung  führte,  kritisiert  der  Beschwerdeführer  vorab,  die 
Vorinstanz habe eine urkundlich dokumentierte Flächenausscheidung 
von B._______ unterschlagen bzw. darauf verzichtet, diesen anlässlich 
der  Verhandlung  zu befragen. Dazu  hält  er  fest,  die  Erstinstanz be-
streite,  dass  B._______  die  Flächenausscheidung  auf  der  Parzelle 
"K._______"  überhaupt  vorgenommen  habe.  Offenbar  lasse  man 
Akten verschwinden. B._______ sei nach wie vor bei der Erstinstanz 
beschäftigt.  Er  sei  weder  von  dessen  Vorsteher  noch  von  der  Vor-
instanz  befragt  worden,  obwohl  er  in  allen  Verfahren  angesprochen 

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worden  sei.  In  allen  Eingaben  habe  er  die  Tatsache  erwähnt,  dass 
B._______ die Flächenausscheidung vorgenommen habe. Zu diesem 
Punkt  legte  der  Beschwerdeführer  "das  von  Herrn  B._______  vor-
genommene Ausscheidungsblatt" bei.

10.1.1 In ihrer Replik vom 9. Juli 2009 bestreitet die Vorinstanz, dass 
sie einseitig auf Behauptungen der Erstinstanz abgestellt  habe. Viel-
mehr sei intern die Frage ausführlich diskutiert worden, ob zur Klärung 
der  strittigen  Verwaldung  der  Landzungen  auf  der  Parzelle 
"K._______" ein Augenschein nötig sei. Letztlich sei darauf verzichtet 
worden,  weil  der  Beschwerdeführer  die  für  den Kreisförster  wesent-
lichen  Feststellungen  zu  den  Umständen,  die  für  eine  Verwaldung 
sprächen, nie bestritten habe. Des Weiteren behauptet die Vorinstanz, 
dass  ihr  das  angeblich  von  B._______  erstellte  Ausscheidungsblatt 
nicht vorgelegt worden sei.

10.1.2 Soweit  der Beschwerdeführer – in Bezug auf  das Grundstück 
"L._______"  –  den  Verzicht  der  Vorinstanz  auf  Befragung  von 
B._______ kritisiert, betrifft diese Rüge nicht den vorliegenden Streit -
gegenstand, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist (vgl. E. 2.2.4 
und E. 9.1).

Mit ihren Ausführungen vermag die Vorinstanz betreffend die strittige 
Verwaldung und die entsprechende Flächenausscheidung im übrigen 
sowohl ihren Verzicht auf einen Augenschein als auch den Verzicht auf 
eine  allfällige  Zeugenbefragung  von  B._______  zu  erklären.  Dieses 
Vorgehen  bei  der  Würdigung  der  Beweismittel  ist  nicht  zu  bean-
standen. In den Akten befindet sich ein Kartenausschnitt der Parzelle 
"K._______", auf dem der Kreisförster C._______ am 23. März 2007 
für die Erstinstanz die Verwaldung der Landzungen einzeichnete und 
diesen  Befund  unterschriftlich  bestätigte.  Des  Weiteren  reichte  die 
Vorinstanz  ein  Foto  der  Parzelle  "K._______"  (Ausdruck  aus  dem 
AGIS vom 25.09.2009) ein,  auf  dem (die auf  topografischen Karten-
ausschnitten  noch  eingezeichneten)  Landzungen  –  infolge  Kronen-
schluss – nicht mehr sichtbar sind. Ferner trifft  der Hinweis der Vor-
instanz  zu,  wonach  ihr  das  angeblich  von  B._______  ausgestellte 
"Auscheidungsblatt"  nicht  eingereicht  worden  sei;  der  Beschwerde-
führer hat in seiner Beschwerde vom 7. Januar 2008 an die Vorinstanz 
die  Existenz  dieses  "Auscheidungsblatt"  nicht  erwähnt,  im  an-
gefochtenen Urteil (E. 4.3.1) war das Fehlen einschlägiger Dokumente 
zur Flächenfeststellung durch B._______ festgestellt worden. Inwiefern 

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das erst  vor Bundesverwaltungsgericht  eingereichte "Ausscheidungs-
blatt", falls es authentisch ist, im vorliegenden Verfahren von Relevanz 
sein  kann,  ist  nicht  ersichtlich;  es  enthält  nichts,  was  die  Be-
hauptungen des Beschwerdeführers beweismässig stützen würde. 

Soweit  der  Beschwerdeführer  die  Auffassung  der  Vorinstanz als  un-
haltbar  bezeichnet,  wonach  "auch  eine  IP-Kontrolle  keinen  Beweis 
bezüglich  der  Fläche bzw. Flächenanteile  auf  einer  bestimmten Par-
zelle  erbringen"  könne  (angefochtenes  Urteil  E.  4.3.3),  ist  ihm 
andererseits Recht zu geben. Wie insbesondere die Überlegungen zur 
Beschwerde vom 4. Juni 2009 zeigen (vgl. E. 7), ist nicht ausgeschlos-
sen,  dass  auch  anlässlich  von  Kontrollen  die  im  Erhebungsformular 
angegebenen  Flächenmasse  oder  sonstigen  Daten  einer  exakten 
Überprüfung  unterzogen  werden  mit  der  Folge,  dass  die  vom Kont-
rolleur  erhobenen Tatsachen durch Urkunden oder  Zeugenaussagen 
beweismittelmässig fixiert werden können. 

Trotz  der  berechtigten  Kritik  des  Beschwerdeführers  an  der  dies-
bezüglich  fragwürdigen  Argumentation  der  Vorinstanz  lässt  die  Be-
weislage, wie sie sich zur strittigen Verwaldung der Landzungen auf 
der Parzelle "K._______" darstellt, indessen keinen Raum für den An-
trag  auf  einen  Augenschein  durch  das  Bundesverwaltungsgericht. 
Auch dieser Beweisantrag ist darum in antizipierter Beweiswürdigung 
abzuweisen (vgl. auch E. 7.2.4; BGE 127 V 491 E. 1b).

10.2 In  materieller  Hinsicht  macht  der  Beschwerdeführer  betreffend 
die  Parzelle  "K._______"  geltend,  strittig  seien  einzig  die  Aus-
scheidung der Flächen, insbesondere des Waldes sowie die gesamte 
Flächenangabe  der  landwirtschaftlichen  Nutzfläche.  Entgegen  den 
Annahmen  der  Vorinstanz  habe  im  Jahre  2001  ein  "Waldaus-
scheidungsverfahren"  stattgefunden,  wie  das  Schreiben  der  Ge-
meindekanzlei  vom  28.  Februar  2006  belege.  Diese  sei  durch  den 
Kreisförster  D._______ bewilligt  worden. Die nachträgliche Änderung 
durch den neuen Kreisförster sei nicht zulässig, weshalb auf dessen 
Angaben  nicht  abzustellen  sei.  Eine  Abänderung  bedürfe  eines 
weiteren öffentlichen Verfahrens, das bisher nicht durchgeführt worden 
sei. Die von der Erstinstanz ins Recht gelegte Bestätigung des neuen 
Kreisförsters  sei  ein  Gefälligkeitsgutachten,  das  ohne  Augenschein 
erstellt worden sei; der Kreisförster sei nämlich nicht auf dem Grund-
stück gewesen, wobei seine gegenteilige Aktennotiz nur eine Schutz-
behauptung darstelle. Denn wäre er auf dem Areal gewesen, so hätte 

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er  ihn  avisieren  oder  zu  einer  Besprechung  vorladen  müssen,  was 
nicht  geschehen  sei  und  deshalb  sein  Gehörsrecht  verletzt  hätte. 
Daher müsse dessen Verfügung aus dem Recht gewiesen werden. Im 
Übrigen  hätten  gerichtliche  Instanzen  festgelegt,  dass  zu  einer  Ab-
änderung  der  Waldfeststellung  ein  entsprechender  Antrag  vorliegen 
müsse, was bisher nicht geschehen sei. 

10.2.1 Im angefochtenen Urteil hatte die Vorinstanz dazu festgehalten, 
die Erstinstanz habe die Flächenanteile der Parzelle "K._______" mit 
Hilfe des GIS unter Beizug der Grundbuchdaten ermittelt, wobei unbe-
strittenermassen  die  Gesamtfläche  304 a  betrage. Der  Beschwerde-
führer bestreite einzig die Ausscheidung der einzelnen Flächenanteile. 
Er  behaupte jedoch nicht,  diese seien mittels  GIS falsch festgestellt  
worden, sondern er habe die vom Kontrolleur B._______ geschätzten 
Flächenangaben  übernommen.  Die  Behauptung  des  Beschwerde-
führers, er habe sich auf diese Angaben verlassen, sei nicht glaubwür-
dig, nachdem er zwischen den Jahren 2000 und 2006 jeweils Flächen 
deklariert  habe, welche die Gesamtfläche von 304 Aren übersteigen 
(2000 → 335 a; 2001 → 310 a; 2002 → 310 a; 2004 → 310 a; 2005 → 
325 a, je ohne Waldanteil). Insofern sei nicht ersichtlich, inwiefern die  
von der Erstinstanz gestützt auf das GIS und das Grundbuch vorge-
nommenen  Flächenberechnungen  bezüglich  der  Dauer-  und  Kunst-
wiesen,  der  wenig  intensiv  genutzten  Wiesen  und  der  Hecke falsch 
sein sollten. 

In Anlehnung an einen Entscheid des Departements Bau, Verkehr und 
Umwelt  des  Kantons  X.________  vom  3.  Dezember  2007,  das  die 
strittige Waldausscheidung betraf, erläuterte die Vorinstanz die mass-
gebliche waldrechtliche Rechtslage einlässlich und hielt  fest, auf An-
frage der Erstinstanz habe der Kreisförster am 23. März 2007 anläss-
lich  einer  Begehung  die  Waldgrenzen  auf  der  Parzelle  "K._______" 
überprüft  und  einen  Kronenschluss  der  angrenzenden  Bäume  über 
den auf der Karte sichtbaren Waldeinschnitten sowie ein Fehlen von 
Grasbewuchs bzw. landwirtschaftlicher Nutzung festgestellt. Der Ein-
wand,  wonach  der  Kreisförster  bei  dieser  Feststellung  Verfahrens-
rechte verletzt habe, verwarf  die Vorinstanz mit  Hinweis auf  den be-
sagten  Departementsentscheid.  Die  Parzelle  "K._______"  sei  –  wie 
das  Schreiben  der  Gemeindekanzlei  Leuggern  vom  28.  November 
2006 bestätige – mangels einer grundeigentümerverbindlichen Wald-
ausscheidung  zu  Recht  nach  den  Kriterien  des  dynamischen  Wald-
begriffs beurteilt  worden. Die umstrittenen "Landzungen" bildeten zu-

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sammen mit dem umgebenden Wald ein einheitliches Ökosystem und 
daher keine Wiesen mehr, sondern Wald, unabhängig vom Umstand, 
dass die fraglichen Flächen nicht mit Waldbäumen bestockt seien. Der 
Beschwerdeführer  bestreite  die  Merkmale  nicht,  die  für  eine 
Verwaldung kennzeichnend seien (wie fehlender Graswuchs, fehlende 
landwirtschaftliche Nutzung und Kronenschluss). 

10.3 Wie  nachfolgend  zu  zeigen  ist,  verletzt  diese  Würdigung  der 
Sachlage Bundesrecht nicht: 

10.3.1 Vorab gilt  es  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  die  in 
seiner Beschwerde vom 7. Januar 2008 über die strittige Verwaldung 
hinausgehenden  Rügen  zur  Flächenausscheidung  auf  der  Parzelle 
"K._______"  vor  Bundesverwaltungsgericht  nicht  mehr  vorbringt  und 
insofern  auch  das  angefochtene  Urteil  5-BE.2008.1  nicht  kritisiert. 
Deshalb  ist  auf  die  damit  zusammenhängenden Fragen nicht  einzu-
gehen. 

10.3.2 Entgegen  der  Auffassung des  Beschwerdeführers  durften  die 
Vorinstanzen  auf  die  vom  Kreisförster  C._______ mit  Planein-
zeichnung  vom 23.  März  2007  vorgenommene  Korrektur  des  Wald-
ausscheidungsplanes  abstellen,  wie  sich  dem  Entscheid  des 
Departements  Bau,  Verkehr  und  Umwelt  des  Kantons  X.________ 
vom 3.  Dezember  2007  entnehmen  lässt.  Dieser  Entscheid  ist  nun-
mehr rechtskräftig, nachdem am 28. Mai 2008 das Verwaltungsgericht 
des  Kantons  X.________ bzw. am 11. Juli  2008  das  Bundesgericht 
(mit  Urteil  1C_307/2008)  entsprechende  Beschwerden  des  Be-
schwerdeführers abgewiesen bzw. mit Nichteintreten erledigt haben. 

Dem Departementsentscheid  lässt  sich  entnehmen,  dass  der  Kreis-
förster nicht nur befugt war, die hier strittigen beiden Landzungen der  
Parzelle  "K._______" – ohne Anwesenheit  des Beschwerdeführers – 
zu betreten, sondern er auch eine behördenverbindliche Korrektur des 
Waldausscheidungsplanes vornehmen durfte. Zur Erklärung hielt  das 
Departement  fest,  nach  langjähriger  kantonaler  Verwaltungspraxis 
werde das Waldareal – wie hier – im Nichtbaugebiet  von den Kreis-
forstämtern  (primär  als  Grundlage  für  die  kommunale  Nutzungspla-
nung) lediglich behördenverbindlich ausgeschieden. Nach eingehender 
Prüfung  der  Sach-  und  Rechtslage  konnte  das  Departement  keine 
Gründe erkennen,  weshalb  die von der  kantonalen Fachinstanz vor-
genommenen Korrekturen der strittigen Waldausscheidung rechtswid-

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rig  sein könnten. Dem Beschwerdeführer warf das Departement vor, 
zu übersehen, dass die Waldeinträge in den kommunalen Nutzungs-
plänen nicht Bestandteil des rechtsverbindlichen Genehmigungsinhalts 
bildeten,  weshalb  sie  angesichts  ihres  Orientierungscharakters  auch 
nicht  grundeigentümerverbindlich  seien. Indessen  hielt  das  Departe-
ment fest, der Beschwerdeführer könne nach dem anwendbaren kan-
tonalen Recht bezüglich der streitigen Waldausscheidung die Durch-
führung  eines  ordentlichen  Waldfeststellungsverfahrens  beantragen, 
wenn er an der angeblichen Widerrechtlichkeit und Fehlerhaftigkeit der 
beanstandeten Erhebungen der Abteilung Wald festhalten möchte. 

Der Beschwerdeführer hat bisher nicht nur auf eine solche Möglichkeit 
verzichtet,  wie er in seiner Beschwerde betont, sondern er bestreit