# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d97b4875-3f0b-59d3-ac96-4ffeab2cef33
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.09.2021 200 2021 191
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-191_2021-09-14.pdf

## Full Text

200 21 191 UV
LOU/FRN/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 14. September 2021

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin MLaw C.________
Beschwerdeführer

gegen

Generali Allgemeine Versicherungen AG 
Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon 1
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. Februar 2021 (20-91'589)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Sept. 2021, UV/21/191, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
über seine Arbeitgeberin bei der Generali Allgemeine Versicherungen AG 
(Generali bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. 
Gemäss Schadenanzeige habe er am 24. Juli 2020 zum Nachtessen um 
ca. 19:15 Uhr ... mit ... gegessen und dabei auf ein Steinchen im ... gebis-
sen und sich dadurch eine Zahnwand oben links rausgebissen (Akten der 
Generali, Antwortbeilage [AB] 1, vgl. Schadenmeldung UVG vom 14. Au-
gust 2020 [AB 10]). Nach Vorlage der Unterlagen an ihre Vertrauens-
zahnärztin Dr. med. dent. D.________ (AB 39) verneinte sie mit Verfügung 
vom 25. September 2020 (AB 49) ihre Leistungspflicht mangels Unfallkau-
salität. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die E.________ 
AG und anschliessend Rechtsanwältin C.________ am 9. Oktober 2020 
Einsprache (AB 55, 60). In der Folge holte die Generali weitere Stellung-
nahmen bei ihren Vertrauenszahnärzten, Dres. med. dent. D.________ 
sowie F.________ (AB 66, 69 f.), ein. Mit Entscheid vom 18. Februar 2021 
(Beschwerdebeilage [BB] 2) wies sie die Einsprache ab.  

B.

Dagegen erhob der Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsanwäl-
tin C.________, am 8. März 2021 Beschwerde mit folgenden Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 18. Februar 2021 sei aufzuheben und 
es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen und allfälligen ver-
traglichen Leistungen zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zwecks Einho-
lung eines externen zahnärztlichen Gutachtens zurückzuweisen, damit 
sie hernach nochmals über die gesetzlichen Ansprüche des Be-
schwerdeführers entscheide;

Unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Sept. 2021, UV/21/191, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 29. März 2021 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.  

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 18. Februar 
2021 (BB 2). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf gesetzliche Unfall-
versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem geltend gemachten 
Ereignis vom 24. Juli 2020. 

1.3 In den Akten befindet sich eine Kosten-Orientierung des behan-
delnden Zahnarztes im Betrag von Fr. 1'907.35 (AB 25). Der Streitwert liegt 
damit klar unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in 
die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Sept. 2021, UV/21/191, Seite 4

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

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2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 
438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

3.

3.1 Dass das gemeldete und während der Versicherungsdeckung bei 
der Beschwerdegegnerin stattgehabte Ereignis vom 24. Juli 2020 (AB 10) 
die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss 
Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. Umstrit-
ten ist, ob der Zahnschaden am Zahn 26 in einem natürlichen Kausalzu-
sammenhang zum Unfall vom 24. Juli 2020 steht. Aus den medizinischen 
Unterlagen ergibt sich hierzu das Folgende:

3.1.1 Die Vertrauenszahnärztin der Beschwerdegegnerin Dr. med. dent. 
D.________ führte in der Stellungnahme vom 14. September 2020 (AB 39) 
aus, gemäss Unfallmeldung habe der Versicherte auf ein Steinchen im 
selbst gekochten ... gebissen, woraufhin die palatinale Wand von Zahn 26 
abgebrochen sei. Das Röntgenbild zeige den wurzelbehandelten Zahn 26 
mit periradikulärer apikaler Aufhellung an der mesialen Wurzel, die bis zur 
Wurzelhälfte reiche. Zudem weise der Zahn eine Aufhellung unter der Fur-
kation auf, was einem Schweregrad drei der parodontalen Furkationsbetei-
ligung entspreche. Unter der Füllung distal sei eine Aufhellung sichtbar, 
was einer Sekundärkaries entspreche. Occlusal sei gemäss Foto Dentin 
freiliegend und es sei eine Frakturlinie occlusal sichtbar. Der Zahn sei trotz 
der grossen MOD-Füllung nicht höckerüberdeckend gefüllt, wie es lege 
artis wäre. Aufgrund dieses unfallfremden Vorzustandes habe der Kauun-
fall am Behandlungsbedarf von Zahn 26 nichts geändert. Eine Leistungs-
pflicht könne deswegen nicht anerkannt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Sept. 2021, UV/21/191, Seite 6

3.1.2 Der behandelnde Zahnarzt Dr. med. dent. G.________ hielt im Be-
richt vom 14. Oktober 2020 (AB 58) fest, der Beschwerdeführer sei seit 
2016 sein Patient. Es sei eine Parodontaltherapie im gleichen Jahr durch-
geführt worden. Seitdem befinde sich der Beschwerdeführer in einem re-
gelmässigen Recallverfahren und der parodontale Zustand sei als stabil zu 
bezeichnen. Die mangelhafte Wurzelkanalbehandlung (sowohl die zu kurze 
Wurzelfüllung, als auch die anschliessende konservierende Versorgung 
mittels einer zu klein dimensionierten Füllung) sei vor seiner Zeit durchge-
führt worden und habe bis jetzt keinerlei Probleme bereitet, nur sollte vor 
einer Kronenversorgung diese Behandlung korrekt durchgeführt werden, 
damit die Entzündung im Bereich der vorderen Wurzeln nicht zum Verlust 
des Zahnes führe. Die distale Sekundärkaries sei wirklich erst im Rahmen 
des Unfalles diagnostiziert worden, sei aber für die geplante Versorgung 
mit einer vollkeramischen Krone kein Ablehnungsgrund.

3.1.3 In der Stellungnahme vom 14. Dezember 2020 (AB 66) legte die 
Vertrauenszahnärztin Dr. med. dent. D.________, dar, das Foto zeige ei-
nen Riss der Kompositrandleiste mesial und eine Fraktur mittig durch die 
Kompositfüllung. Ob diese Risse durch das Beissen auf das Steinchen am 
24. Juli 2020 entstanden oder vorbestehend gewesen seien (möglicherwei-
se sei eine distoocclusale Füllung gelegt worden, die ihre Adhäsion verlo-
ren gehabt hätte), könne nicht gesagt werden. Ihres Erachtens hätte die 
palatinale Wand auch bei einem normalen Kauakt brechen können. An der 
Ablehnung der Leistungspflicht sei festzuhalten. 

3.1.4 Der beratende Zahnarzt Dr. med. dent. F.________ führte im Be-
richt vom 18. Januar 2021 (AB 70) aus, der Unfallbegriff sei erfüllt. Die 
natürliche und die adäquate Unfallkausalität seien beide nicht erfüllt. Es 
liege ein schlechter Vorzustand des Unfallzahnes 26 vor mit sehr grosser 
breiter und tiefer Kunststoff-Füllung mit kariösem Randspalt hinten. Der 
Zahn habe eine vorbestehende, insuffiziente Wurzelbehandlung apikaler 
Aufhellung mesial. Es bestehe eine Osteolyse bei der Furkation, was einer 
parodontalen Furkationsbeteiligung mit Schweregrad drei (durchgängig) 
entspreche. Der Zahn sei vor dem Unfall mechanisch nicht stabilisiert ge-
wesen (AB 70.2). Eine so grosse Füllung eigne sich nicht für eine mechani-
sche Stabilisierung, denn der Kunststoff sei nicht formstabil. Das heisst, er 

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gebe im Verlaufe der Zeit den Belastungen etwas nach, was eine wenn 
auch nur moderate Deformation der Füllung und somit Druck auf die Sei-
tenwände zur Folge habe. Diese Belastungen der dünnen Seitenwände 
erhöhten das Frakturrisiko markant. Ergebe sich nicht nur eine Deformation 
der Füllung, sondern eine Fraktur, so erhöhten sich der Seitendruck und 
das Frakturrisiko nochmals in grossem Umfang. Zudem sei das Zahnmate-
rial durch die Avitalität des Zahnes (Wurzelbehandlung) erhöht frakturge-
fährdet. Diese Fraktur hätte jederzeit bei den normalen, täglichen Belas-
tungen während des Essens eintreten können. Somit sei der natürliche und 
adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen und die Leistungspflicht 
entfalle. Eventuell liege eine Sorgfaltspflichtverletzung von Dr. med. dent. 
G.________ vor, denn diesen mechanisch geschwächten Zahn hätte man 
längst sanieren, das heisst mechanisch stabilisieren müssen (AB 70.3). 

3.1.5 Dr. med. dent. G.________ hielt in der Stellungnahme vom 1. März 
2021 (BB 4) fest, der Beschwerdeführer sei seit 6.5 Jahren sein Patient und 
während dieser Zeit habe es keinerlei Anzeichen gegeben, dass die palati-
nale Wand des Zahnes 26 in irgendeiner Art geschwächt oder vorgeschä-
digt gewesen wäre. Der Beschwerdeführer habe auch nie über Beschwer-
den, Schmerzen beim Kauen etc. geklagt, so dass davon auszugehen sei, 
dass bei der normalen Belastung der Zahn ausreichend stabil gewesen sei.   

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-

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sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern 
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Urteilt 
das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die 
aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an 
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat in medizinischer Hinsicht im angefoch-
tenen Einspracheentscheid vom 18. Februar 2021 (BB 2) massgeblich auf 
die Beurteilungen ihrer beratenden Zahnärzte Dres. med. dent. 
D.________ und F.________ vom 14. September 2020 (AB 39), 14. De-
zember 2020 (AB 66) sowie 18. Januar 2021 (AB 70) abgestellt. Diese Be-
urteilungen erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert eines versicherungsinternen medizinischen Berichts gestellten 
Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeugen. Dabei ist nicht zu be-
anstanden, dass die beratenden Zahnärzte im Rahmen ihrer Beurteilungen 
nicht zusätzlich eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers 
vornahmen, da sie sich insbesondere auf das Röntgenbild und die drei Fo-
tos des Zahnes 26 stützen konnten (AB 29 ff.).  

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Bereits die Stellungnahmen von Dr. med. dent. D.________ (AB 39, 66) 
erscheinen als begründet und nachvollziehbar. Die anschliessend beim 
Vertrauenszahnarzt Dr. med. dent. F.________ eingeholte Beurteilung 
schliesst sich diesen an, wobei dieser weiter und überzeugend ausführt, 
dass eine erhebliche Vorschädigung in Form einer grossen Füllung mit 
zudem kariösem Randspalt hinten besteht. Diese Vorschädigung ist auch 
für Laien erkenntlich. Daraus folgt, dass überwiegend wahrscheinlich nicht 
von einer wesentlichen Stabilität des Zahnes 26 ausgegangen werden 
kann, dies aber auch mit Blick auf die nach wie vor bestehende und bildlich 
ausgewiesene okklusale Bruchlinie wie auch die fehlende Stabilität und 
Parodontose. Das Zahnmaterial ist durch die insuffiziente Wurzelbehand-
lung erhöht frakturgefährdet (AB 70.2 f.). Die Schlussfolgerung der beiden 
Vertrauenszahnärzte, wonach die Fraktur der palatinalen Wand jederzeit 
bei den normalen, täglichen Belastungen während des Essens hätte eintre-
ten können (AB 66, 70.3), ist somit plausibel und überzeugt. 

3.3.2 Die gegen diese Einschätzung beschwerdeweise vorgebrachte Kri-
tik verfängt nicht. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, der ein-
wandfreie resp. alltagstaugliche Zustand des Zahnes könne dem Schreiben 
des behandelnden Zahnarztes entnommen werden (Beschwerde S. 5 Ziff. 
S. 13), kann er nichts daraus zu seinen Gunsten ableiten. Zwar bezeichnet 
Dr. med. dent. G.________ den parodontalen Zustand vor dem Ereignis 
vom 24. Juli 2020 als stabil und den Beschwerdeführer als beschwerdefrei 
(AB 58, BB 4). Indessen bestätigt Dr. med. G.________, dass eine man-
gelhafte Wurzelkanalbehandlung (zu kurze Wurzelfüllung sowie anschlies-
sende konservierende Versorgung mittels einer zu klein dimensionierten 
Füllung) vorlag, welche von seinem Vorgänger durchgeführt wurde und 
dass die distale Sekundärkaries erst im Rahmen des Unfalles diagnostiziert 
worden sei (AB 58). Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die 
beurteilende Zahnärztin verkenne, dass bereits eine indirekte Teilkausalität 
zur Begründung der Leistungspflicht genüge (Beschwerde S. 5 Ziff. 12). 
Diesbezüglich liegt er falsch, zumal die Fraktur der palatinalen Wand des 
Zahnes 26 jederzeit bei den normalen, täglichen Belastungen während des 
Essens hätte eintreten können (vgl. E. 3.3.1 hiervor und E. 3.3.3 hiernach). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Sept. 2021, UV/21/191, Seite 10

3.3.3 Zusammenfassend bestehen keine auch nur geringen Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der Aktenbeurteilungen der bera-
tenden Zahnärzte Dres. med. dent. D.________ und F.________ vom 14. 
September 2020 (AB 39), 14. Dezember 2020 (AB 66) sowie 18. Januar 
2021 (AB 70), weshalb auf diese abzustellen ist. 

Demnach liegt ein labiler, prekärer Vorzustand vor, so dass jederzeit mit 
dem Eintritt der Schädigung zu rechnen gewesen ist, unabhängig davon, 
ob diese letztlich infolge der pathologischen Schadensanlage oder infolge 
eines beliebigen Zufallsanlasses (wie hier des fraglichen Steinchens) ein-
trat. Demnach erscheint der Unfall vom 24. Juli 2020 als nicht kausal signi-
fikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass, weshalb die Be-
schwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungspflicht verneint hat (vgl. BGer 
vom 27. April 2021, 8C_287/2020, E. 3.1). 

3.4 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

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2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin MLaw C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Generali Allgemeine Versicherungen AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.