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**Case Identifier:** d59699b0-2189-51d3-a292-865bdef5d8e7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.08.2014 200 2014 216
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-216_2014-08-14.pdf

## Full Text

200 14 216 IV
KNB/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. August 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2014, IV/14/216, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1974 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 11. Juli 2011 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Als 
Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung gab sie Morbus Bechterew an 
(Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Nach Einholung diverser medizini-
scher und erwerblicher Unterlagen teilte die IVB der Versicherten am 
18. Januar 2012 mit, dass derzeit keine Eingliederungsmassnahmen not-
wendig seien. Sie prüfe den Anspruch auf eine Rente (AB 18). Weiter ver-
anlasste die IVB unter anderem eine Arbeitsplatzabklärung (vgl. AB 27) 
sowie einen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 
19. September 2012 (AB 29) und verfügte nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren (AB 30) am 14. November 2012 die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens (AB 38). Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwer-
de (AB 42, S. 3 ff.) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit 
Urteil vom 24. Mai 2013 gut, hob die Verfügung vom 14. November 2012 
auf und wies die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die IVB 
zurück. Die IVB habe die Versicherte fachärztlich begutachten zu lassen, 
wobei beim Status einer 100% Erwerbstätigen die psychosozialen Faktoren 
- vorab von Familie und Haushalt - unberücksichtigt zu bleiben hätten 
(IV/2012/1184; AB 45).

B.

In der Folge veranlasste die IVB je ein Gutachten von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie 
Rheumatologie FMH, vom 30. Oktober 2013 (AB 61.1) und von Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
21. November 2013 (AB 60.1) bzw. eine interdisziplinäre Beurteilung vom 
21. November 2013 (AB 60.2). Mit Vorbescheid vom 11. Dezember 2013 
stellte die IVB mangels eines Gesundheitsschadens mit Krankheitswert die 
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (AB 62). Dagegen erhob 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2014, IV/14/216, Seite 3

die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 17. Januar 
2014 Einwand (AB 65). Mit Verfügung vom 4. Februar 2014 hielt die IVB an 
ihrem Vorbescheid fest (AB 67).

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 5. März 2014 beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 4. Februar 2014 ist aufzuheben.

2. Bezüglich des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und dar-
aus ableitend bezüglich deren Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist ein 
Gerichtsgutachten anzuordnen.

3. Der Beschwerdeführerin ist für das Beschwerdeverfahren die unentgelt-
liche Rechtspflege, unter Beiordnung eines Rechtsanwaltes zu bewilli-
gen.

unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, dass die der ange-
fochtenen Verfügung zugrundeliegende Begutachtung der Dres. med. 
C.________ und D.________ nicht richtig verfasst und die Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit zu optimistisch eingeschätzt worden sei. Zudem sei die 
Arbeitsbelastung der Beschwerdeführerin am aktuellen Arbeitsplatz nicht 
korrekt ermittelt worden.

In der Beschwerdeantwort vom 17. April 2014 beantragte die IVB - unter 
Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. med. C.________ vom 26. März 
2014 - die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. April 2014 hiess der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung 
gut. Weiter gab er der Beschwerdeführerin Gelegenheit für eine (allfällige) 
Stellungnahme. 

Mit Eingabe vom 11. Juni 2014 reichte die Beschwerdeführerin weitere 
Unterlagen zu den Akten.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 4. Februar 2014 
(AB 67). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 Bezüglich des Gesundheitszustandes sowie der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist den medizinischen Akten im We-
sentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Aufgrund des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 24. Mai 2013 
(AB 45, IV/2012/1184) beauftragte die IVB Dr. med. D.________ und Dr. 
med. C.________ mit einer interdisziplinären Abklärung.

Dr. med. C.________ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 30. Oktober 
2013 eine doppelseitige Sakroileitis, mutmasslich im Rahmen eines Morbus 
Bechterew (AB 61.1, S. 10).

Dr. med. D.________ diagnostizierte im Gutachten vom 21. November 
2013 einen unauffälligen psychischen und psychosomatischen Gesund-
heitszustand (AB 60.1, S. 6). 

In der interdisziplinären Beurteilung vom 21. November 2013 führten die 
Gutachter in somatisch-rheumatologischer Hinsicht aus, dass bei der Be-
schwerdeführerin im Mai 2011 eine doppelseitige Sakroileitis nachgewie-
sen worden sei, die zusammen mit den anamnestischen Angaben zur Rü-
ckensymptomatologie in erster Linie an einen beginnenden Morbus Bechte-
rew denken lasse, zumal andere Gründe nicht erkennbar gewesen seien. 
Unter einer intensiven Basisbehandlung, in erster Linie mit dem Biologikum 
Remicade, sei es zu einer wesentlichen Besserung der Symptomatologie 
gekommen und heute liessen sich klinisch keine relevanten, abnormen 
Befunde mehr erkennen. Die aktuelle Arbeit komme den Erfordernissen der 
Beschwerdeführerin nach ständiger Bewegung sehr entgegen und zudem 
könne sie, nach einer Arbeitsplatzabklärung, als leicht beurteilt werden. Es 
liessen sich daher keine objektiven Gründe erkennen, weshalb die Be-
schwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht in der angestammten Arbeit 
nicht voll arbeitsfähig sein sollte (AB 60.2, S. 1). In psychiatrischer Hinsicht 
liessen sich weder psychische noch psychosomatische Befunde nachwei-
sen. Die Arbeitsfähigkeit sei nicht eingeschränkt. Aus interdisziplinärer 
Sicht zeige sich eine voll erhaltene Zumutbarkeit der derzeitig ausgeübten 
beruflichen Tätigkeit (AB 60.2, S. 2).

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3.1.2 Im Bericht vom 13. Januar 2014 führte Dr. med. E.________, Fach-
arzt für Rheumatologie FMH, aus, die Beschwerdeführerin sei aufgrund von 
repetitiven Bückbewegungen im Rahmen der Tätigkeit als ... zu 50% ar-
beitsfähig. Im Mai 2012 habe aufgrund eines guten Ansprechens auf die 
Therapie eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit für leichte wechselbelastende 
Tätigkeiten bestanden. Die Beschwerdeführerin habe anlässlich ihrer letz-
ten Konsultation am 23. September 2013 Schmerzen der peripheren Ge-
lenke, vereinbar mit entzündlicher Aktivität, angegeben. Die Verschlechte-
rung sei darauf zurückzuführen, dass diverse Basistherapeutika aufgrund 
von Nebenwirkungen seit Mai 2012 abgesetzt werden mussten. Unter 
Berücksichtigung dieser Verschlechterung sei eine Arbeitsfähigkeit für 
leichte wechselbelastende Tätigkeiten von 50% anzunehmen (Beschwer-
debeilage [BB] 3).

3.1.3 In der Stellungnahme vom 26. März 2014 hielt Dr. med. 
C.________ Bezug nehmend auf den Bericht von Dr. med. E.________ 
vom 13. Januar 2014 an seiner Beurteilung im Gutachten vom 30. Oktober 
2013 fest. Dr. med. E.________ stütze sich in seinem Bericht auf seine 
letzte Untersuchung am 23. September 2013 ab. Er habe die Beschwerde-
führerin am 30. Oktober 2013, d.h. fünf Wochen später, untersucht und 
klinisch altersnormale Verhältnisse gefunden. Insbesondere hätten keine 
Hinweise auf eine Mitbeteiligung des Achsenskeletts bestanden und es 
habe sich keine Pathologie im Bereich der Gelenke finden lassen. Im Zeit-
punkt der Untersuchung sei die Beschwerdeführerin in einer dem Leiden 
angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen. 

3.1.4 Dr. med. E.________ legte im Bericht vom 3. Juni 2014 unter ande-
rem dar, dass die Aussage des Gutachters Dr. med. C.________, wonach 
am 30. Oktober 2013 klinisch normale Verhältnisse vorgefunden worden 
seien, durchaus stimmen könne. Destruierende Gelenksveränderungen 
lägen bei dieser Patientin nicht vor. Eine entzündliche Gelenksaktivität 
könne allerdings auch bei fehlenden klinischen Auffälligkeiten bestehen. 
Zum Nachweis entzündlicher Gelenksaktivitäten genüge die Aussage der 
Patientin, sie leide unter nächtlichen Gelenkschmerzen oder Morgensteifig-
keit. Die Beurteilung bzw. Einschätzung einer Patientin durch den untersu-

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chenden Arzt sei nicht immer ganz einfach. Die Beurteilung liege somit 
auch im Ermessen des untersuchenden Arztes (BB 14).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Gutachten der Dres. med. C.________ und D.________ vom 
30. Oktober bzw. 21. November 2013 (AB 60.1, 61.1) bzw. die interdiszi-
plinäre Beurteilung vom 21. November 2013 (AB 60.2) erfüllen die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb 
ihnen volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 
Die darin enthaltenen Feststellungen basieren auf eingehenden rheumato-
logischen und psychiatrischen Untersuchungen und sind in Kenntnis der 
Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getrof-
fen worden. Die Ausführungen in der Einschätzung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum aktuellen Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden nach-

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vollziehbar begründet. Auch stehen die Fachbeurteilungen in Übereinstim-
mung untereinander und flossen in die interdisziplinäre Beurteilung ein, so 
dass darauf abzustellen ist. 

Die Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend den Beweiswert der 
Gutachten vermögen daran nichts zu ändern. Zum Vorwurf, das Gutachten 
von Dr. med. C.________ sei wegen fehlender bzw. ungenügender 
Deutschkenntnisse der Beschwerdeführerin mangelhaft zustande gekom-
men (vgl. Beschwerde, S. 4 f. Art. 6), ist festzuhalten, dass - wie der Gut-
achter in seiner Stellungnahme vom 26. März 2014 ausführte - der dürftige 
Informationsstand der Beschwerdeführerin hinsichtlich Medikamente, The-
rapie und Belastungsprofil am Arbeitsplatz nicht sprachlich bedingt war. 
Vielmehr handle es sich dabei um ein Phänomen, welches auch bei Perso-
nen mit deutscher Muttersprache festgestellt werden könne. Dem Gutach-
ten ist denn auch nicht zu entnehmen, dass es während der Untersuchung 
zu sprachlichen Schwierigkeiten kam. Im Gegenteil führte Dr. med. 
C.________ aus, dass er auf einen Übersetzer verzichtete, da die Be-
schwerdeführerin am Telefon gut Deutsch gesprochen habe. Die Unterhal-
tung anlässlich der Untersuchung sei über weite Strecken problemlos ver-
laufen (AB 61.1, S. 5). Soweit die Beschwerdeführerin ferner die Unabhän-
gigkeit der Gutachter in Frage stellt (vgl. Beschwerde, S. 6) ist dem entge-
genzuhalten, dass hierfür keine Anhaltspunkte bestehen. Das entspre-
chende Vorbringen wird denn auch erstmals im Beschwerdeverfahren gel-
tend gemacht, weshalb es als nachgeschoben zu betrachten ist.

3.3.1 In psychiatrischer Hinsicht führte Dr. med. D.________ schlüssig 
und nachvollziehbar aus, dass die psychiatrische Seite unauffällig ist bzw. 
diesbezüglich keine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
besteht. Die Beschwerdeführerin zeigte anlässlich der Untersuchung vom 
5. November 2013 keine histrionischen Persönlichkeitsanteile und war 
stimmungsmässig ausgeglichen und fröhlich (AB 60.1, S. 7). Diese Ein-
schätzung wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht in Frage ge-
stellt.

3.3.2 Aus rheumatologischer Sicht legte Dr. med. C.________ überzeu-
gend dar, dass sich betreffend die geltend gemachten Hüftschmerzen kei-
ne klinisch relevanten, abnormen oder bildgebenden Befunde erkennen 

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lassen (AB 61.1, S. 6 ff.). Trotz anamnestisch lumbo-sakro-glutealen 
Schmerzen bei der Arbeit, wie auch in Ruhe, attestierte er eine volle Ar-
beitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit unter Einhaltung der von der Ergo-
therapeutin gemachten Vorgaben (AB 61.1, S. 12).

An dieser Beurteilung vermögen die Berichte von Dr. med. E.________ 
nichts zu ändern. Die im Kurzbericht vom 13. Januar 2014 attestierte 50%-
ige Arbeitsunfähigkeit (BB 3) vermag nicht zu überzeugen. So wurde diese 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit selbst für leichte, wechselbelastende 
Tätigkeiten mit der Zunahme der Schmerzen der peripheren Gelenke be-
gründet, welche die Beschwerdeführerin anlässlich der letzten Konsultation 
am 23. September 2013 angab. Dabei ist jedoch festzustellen, dass diese 
von Dr. med. C.________ mitberücksichtigt wurden, fand die entsprechen-
de Untersuchung des Gutachters doch am 30. Oktober 2013 - und damit 
nach der letzten Konsultation bei Dr. med. E.________ - statt (vgl. AB 
61.1). Im Übrigen stützt sich der behandelnde Rheumatologe offensichtlich 
auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und nicht auf bildge-
bende und/oder klinische Befunde. Im Bericht vom 3. Juni 2014 führte Dr. 
med. E.________ denn auch selber aus, dass die entsprechende Ein-
schätzung im Ermessen des untersuchenden Arztes liege (BB 14). 

Schliesslich ist auch die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsbelastung 
am bisherigen Arbeitsplatz nicht zu beanstanden. Im Bericht vom 7. Juni 
2012 macht die Ergotherapeutin verschiedene Vorschläge (rückenscho-
nendes und ergonomisches Tragen, Heben und Bücken, Erholung in Pau-
sen, Balance zwischen der Belastung im Haushalt und der Arbeit), unter 
deren Einhaltung die bisherige Arbeit als ... auch weiterhin zumutbar ist 
(AB 27). Dem Bericht vom 22. Oktober 2012 ist zu entnehmen, dass die 
Beschwerdeführerin in der Ergotherapie grosse Fortschritte in Psychohygi-
ene (Stressbewältigung) und Körperwahrnehmung erzielte. Sie spüre Ver-
änderungen, fühle sich gelöster und könne bewusster mit Schmerzen um-
gehen (AB 36, S. 1). Mit weiterer Unterstützung der Physiotherapeutin sei-
en weitere Fortschritte zu erwarten (AB 36, S. 2).

3.4 Damit ist der Sachverhalt entgegen der Auffassung der Beschwer-
deführerin genügend abgeklärt, weshalb im Rahmen der antizipierten Be-

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weiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) auf weitere Beweismass-
nahmen (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 9) verzichtet werden kann.

Nach dem Gesagten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in einer an-
gepassten, wechselbelastenden, leichten Tätigkeit mit moderater Rücken-
belastung - wozu auch die angestammten Tätigkeit als ... zählt - zu 100% 
arbeits- und leistungsfähig ist. In der Folge besteht kein invalidisierender 
Gesundheitsschaden und damit auch kein Anspruch auf Leistungen der 
Invalidenversicherung.

Die angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2014 lässt sich somit nicht 
beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Grundsätzlich sind die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei aufzuer-
legen, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine 
andere Verlegung (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

Im vorliegenden Fall hat die IVB im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 
durch die Einholung einer Stellungnahme des Gutachters Dr. med. 
C.________ zum Bericht von Dr. med. E.________ vom 13. Januar 2014 
eine Abklärung getätigt, welche sie im Vorbescheidverfahren hätte veran-
lassen müssen. Folglich war der Beschwerdeführerin dazu - durch das Ge-
richt - das rechtliche Gehör zu gewähren. Diesbezüglich handelt es sich um 
von der IVB im Beschwerdeverfahren unnötig verursachte Kosten und hat 
diese trotz Obsiegens einen Teil der Verfahrenskosten von insgesamt 
Fr. 700.--, nämlich Fr. 200.--, zu tragen. Die restlichen Fr. 500.-- sind der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Unter Berücksichtigung der mit prozess-
leitender Verfügung vom 25. April 2014 gutgeheissenen unentgeltlichen 

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Rechtspflege ist die Beschwerdeführerin jedoch - unter Vorbehalt der 
Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) - von 
der Zahlungspflicht der Verfahrenskosten befreit.

4.2 Nach dem hiervor (vgl. E. 4.1) Gesagten hat die IVB zudem einen 
Teil der Parteikosten der Beschwerdeführerin zu übernehmen. Im vorlie-
genden Fall wird die Beschwerdeführerin durch Rechtsanwalt B.________ 
vertreten. Dessen Kostennote vom 18. Juni 2014 ist nicht zu beanstanden. 
Vom geltend gemachten Honorar von insgesamt Fr. 1‘567.40 (5h à 
Fr. 270.--; inklusive Auslagen von Fr. 101.30 und Mehrwertsteuer von 
Fr. 116.10) sind der Beschwerdeführerin von der IVB ermessensweise 
Fr. 270.-- (1h à Fr. 270.--), zuzüglich ein Teil der Auslagen von Fr. 20.-- 
sowie Fr. 23.20 Mehrwertsteuer, d.h. eine Teil-Parteientschädigung von 
total Fr. 313.20, zu bezahlen. Für das übrige Honorar hat die Beschwerde-
führerin infolge ihres Unterliegens keinen Anspruch auf eine Parteientschä-
digung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung 
von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt (Verfügung vom 
25. April 2014) bleibt dessen amtliches Honorar festzulegen. Die von 
Rechtsanwalt B.________ eingereichte Kostennote vom 18. Juni 2014 ist 
wie bereits erwähnt nicht zu beanstanden. Gestützt darauf ist der tarifmäs-
sige - anteilsmässige - Parteikostenersatz auf total Fr. 1‘254.20 festzuset-
zen (Honorar: Fr. 1‘080.--; Auslagen: Fr. 81.30; Mehrwertsteuer: 92.90). 
Davon ist Rechtsanwalt B.________ aus der Gerichtskasse ein amtliches 
Honorar von Fr. 800.-- (4h à Fr. 200.--; Art. 42 des kantonalen Anwaltsge-
setzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11] i.V.m. Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwäl-
tinnen und Anwälte vom 20. Oktober 2010 [EAV; BSG 168.711]) zuzüglich 
die restlichen Auslagen von Fr. 81.30 sowie Fr. 70.50 Mehrwertsteuer, total 
Fr. 951.80, auszurichten. Auch diese Kosten hat die Beschwerdeführerin 
dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO 
nachzuzahlen.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Von den Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf insgesamt 
Fr. 700.--, werden der Beschwerdegegnerin Fr. 200.-- und der Be-
schwerdeführerin Fr. 500.-- auferlegt. Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt 
der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zah-
lungspflicht befreit.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin einen Teil der 
Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 313.20 (inkl. Auslagen und 
MWSt.), zu ersetzen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 1‘254.20 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ aus der Gerichtskasse ei-
ne auf Fr. 951.80 festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und 
MWSt.) vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach 
Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 
  3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2014, IV/14/216, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.