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**Case Identifier:** 0d05ee0a-4e49-53d1-9edf-b5b7ef364f3f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 21.10.2015 810 2014 58 (810 14 58)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-58_2015-10-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 21. Oktober 2015 (810 14 58)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Stefan 

Schulthess, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Beat Walther,  
Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Thomas Zajac, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 0199 vom 11. Februar 2014) 
 
 
 
A. Der türkische Staatsangehörige A.____ ist am 11. Mai 1989 in der Schweiz geboren und 
verfügt über eine Niederlassungsbewilligung. In der Vergangenheit ist A.____ mehrfach (ju-
gend-)strafrechtlich in Erscheinung getreten. Am 20. Juli 2004 verurteilte ihn die Jugendanwalt-
schaft Basel-Landschaft wegen Nötigung zu zehn Halbtagen Arbeitsleistung, mit Urteil vom 
12. April 2005 wegen mehrfachen Diebstahls und mehrfacher Nötigung zu drei Tagen Arbeits-

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leistung und am 14. August 2006 wurde er wegen Angriffs, einfacher Körperverletzung mit ei-
nem gefährlichen Gegenstand sowie mehrfacher, teilweise versuchter Nötigung zu Erziehungs-
hilfe verpflichtet. Am 4. Juli 2008 wurde A.____ vom Bezirksstatthalteramt B.____ wegen Zuwi-
derhandlung gegen das Bundesgesetz betreffend die Handhabung der Bahnpolizei zu einer 
Busse von Fr. 60.-- verurteilt. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 11. November 
2011 wurde A.____ wegen gewerbsmässigen und teilweise bandenmässigen Diebstahls, mehr-
fachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, Hehlerei, mehrfacher 
Sachbeschädigung, mehrfachen und teilweise versuchten Hausfriedensbruchs, Gehilfenschaft 
zum Angriff, Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, einfacher und mehrfacher gro-
ber Verletzung von Verkehrsregeln zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 28 Mo-
naten, davon 9 Monate unbedingt, sowie einer Busse von Fr. 60.-- verurteilt. Das Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, bestätigte dieses Urteil am 18. Dezember 2012. 
 
B.  Mit Schreiben vom 27. Mai 2013 gewährte das Amt für Migration des Kantons Basel-
Landschaft (AfM) A.____ das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Widerruf seiner Niederlas-
sungsbewilligung sowie seiner Wegweisung aus der Schweiz. Eine Stellungnahme von A.____ 
ist nicht eingegangen. 
 
C. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2013 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilligung 
von A.____ und ordnete dessen Wegweisung bis spätestens 31. Januar 2014 resp. spätestens 
zum Zeitpunkt der (bedingten) Entlassung aus dem Strafvollzug aus der Schweiz an. 
 
D. Die von A.____ am 5. November 2013 dagegen erhobene Beschwerde wies der Regie-
rungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Entscheid Nr. 0199 vom 
11. Februar 2014 ab.  
 
E. Gegen den Entscheid des Regierungsrats Nr. 0199 vom 11. Februar 2014 liess A.____, 
nachfolgend vertreten durch Thomas Zajac, Advokat in Basel, am 27. Februar 2014 beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erhe-
ben mit den Rechtsbegehren, es sei die Verfügung des Regierungsrats Nr. 0199 vom 
11. Februar 2014 aufzuheben und dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung zu 
erteilen. Ferner sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege sowie der kostenlo-
se Beizug eines Rechtsanwalts zu bewilligen und es sei der Unterzeichnende als unentgeltli-
cher Rechtsbeistand zu bestellen, unter o/e Kostenfolge. Zur Begründung führt er aus, der Wi-
derrufsgrund werde nicht in Abrede gestellt, es handle sich vorliegend jedoch um einen 
schwerwiegenden persönlichen Härtefall, weshalb der vorgenannte Entscheid des Regierungs-
rates aufzuheben sei. 
 
F. Mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 28. Februar 2014 wurde 
A.____ wegen Raufhandels, mehrfachen Angriffs, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen 
Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrfacher Übertretung des Betäubungs-
mittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von 4 ¾ Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 300.-- ver-
urteilt. Gleichzeitig wurde die Strafe gemäss Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Ab-
teilung Strafrecht, im Umfang von 19 Monaten für vollziehbar erklärt.  

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G. Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 30. April 2014 auf Abweisung der 
Beschwerde, es sei insbesondere kein schwerwiegender persönlicher Härtefall zum Verbleib in 
der Schweiz ersichtlich. 
 
H. Mit Präsidialverfügung vom 23. Mai 2014 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im 
Rahmen einer Parteiverhandlung überwiesen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 
Prozessführung und Verbeiständung durch Thomas Zajac, Advokat in Basel, bewilligt. 
 
I. Anlässlich der Parteiverhandlung vor dem Kantonsgericht vom 2. Juli 2014 hielt der Be-
schwerdeführer im Wesentlichen an seinen Anträgen und Begründungen fest. Mit Verfügung 
vom 2. Juli 2014 wurde das Verfahren bis zum Vorliegen des Urteils des Appellationsgerichts 
des Kantons Basel-Stadt betreffend Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt 
vom 28. Februar 2014 sistiert.  
 
J. Am 11. Dezember 2014 trat der Beschwerdeführer den vorzeitigen Strafvollzug in der 
Strafanstalt Bostadel an. 
 
K. Mit Eingabe vom 2. Juni 2015 beantragte der Beschwerdegegner die Aufhebung der 
Sistierung des Verfahrens, nachdem das erstinstanzliche Urteil des Strafgerichts vom 
28. Februar 2014 mit Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 17. April 
2015 vollumfänglich bestätigt wurde. Der Beschwerdeführer erhob keine Einwände gegen die 
Aufhebung der Sistierung (vgl. Eingabe vom 18. Juni 2015).  
 
L. Nachdem das vorerwähnte Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt in 
Rechtskraft erwachsen ist, wurde die Sistierung des Verfahrens mit Verfügung vom 21. Juli 
2015 aufgehoben und der Fall der Kammer im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen.  
 
M. Mit Eingabe vom 10. August 2015 liess der Beschwerdegegner dem Kantonsgericht eine 
Kopie des Strafbefehls der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 29. Juni 2015 zukommen. 
Demgemäss wurde der Beschwerdeführer wegen einfacher Körperverletzung zu einer Frei-
heitsstrafe von 100 Tagen verurteilt, da er in der Zelle des Ausschaffungsgefängnisses Bäss-
lergut einem Mithäftling mehrfach einen Hocker an den Kopf und ins Gesicht geschlagen hatte. 
Der Beschwerdegegner wies insbesondere auf die daraus hervorgehende schlechte Legalprog-
nose des Beschwerdeführers hin. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Als Adressat des angefochtenen Entscheids 
weist der Beschwerdeführer ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf. Da auch 
die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche als auch die sachliche 

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Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutre-
ten. 
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kog-
nition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den ange-
fochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob 
der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Ferner kann be-
urteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Über-
prüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO 
e contrario). 
 
3.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und die damit einhergehende Wegweisung 
zu Recht erfolgten. 
 
3.2 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. AuG und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge 
mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder 
ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Anwesenheitsbewilli-
gung hat die ausländische Person grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtli-
che Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Peter 
Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, 
Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.3 Zwischen der Schweiz und der Türkei besteht kein Staatsvertrag, der dem Beschwer-
deführer einen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. Es sind entspre-
chend die Bestimmungen des AuG, vorbehältlich anderer völkerrechtlicher Verträge, anwend-
bar. 
 
3.4 Die Niederlassungsbewilligung verleiht ihrem Inhaber grundsätzlich einen zeitlich unbe-
fristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz (Art. 34 Abs. 1 AuG). Es 
ist somit von einem grundsätzlichen gesetzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufent-
halt in der Schweiz auszugehen. 
 
3.5.1 Des Weiteren können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen aus dem in 
Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäi-
sche Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem inhaltlich gleich-
wertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) 
vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens einen An-
spruch auf Aufenthalt oder Verbleib in einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Ent-
fernungsmassnahme zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS 

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HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbeson-
dere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, Europäische Grundrechte-Zeitschrift 
[EuGRZ] 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese Garantien können somit dann verletzt 
sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, die 
Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss stän-
diger bundesgerichtlicher Rechtsprechung müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehö-
rigen über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie 
das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Auf-
enthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zu-
dem müssen diese Personen zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, 
minderjährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu 
ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1d/aa). 
Nach der Rechtsprechung fallen zudem die sozialen Bindungen eines Ausländers im Aufent-
haltsstaat und zur Gemeinschaft, in der er lebt – insbesondere wenn er im Aufenthaltsstaat ge-
boren wurde oder im jungen Kindesalter eingereist ist –, bei einer langen Aufenthaltsdauer in 
den Schutzbereich des Privatlebens (kombinierter Schutzbereich des Privat- und Familienle-
bens, vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.3; Urteil des 
Bundesgerichts 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.2).  
 
3.5.2 Die Garantie des Familienlebens ist bei ledigen und kinderlosen jungen Erwachsenen 
namentlich berührt, wenn sie dem Elternhaus noch nicht entwachsen sind, sondern weiterhin 
mit den Eltern oder anderen Familienmitgliedern in einem gemeinsamen Haushalt wohnen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.2). Losgelöst vom Fami-
lienleben kann bei einer sehr langen Aufenthaltsdauer der Schutzbereich des Privatlebens be-
troffen sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.2). Un-
abhängig vom Bestehen eines Familienlebens wird bei im Aufenthaltsstaat geborenen und auf-
gewachsenen (erwachsenen) Ausländerinnen und Ausländern der zweiten Generation insbe-
sondere dann ein Anspruch aus der kombinierten Garantie des Privat- und Familienlebens an-
genommen, wenn eine aufenthaltsbeendende Massnahme die Trennung von den hier lebenden 
Eltern und Geschwistern bedeutet (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts 2C_445/2014 vom 
2. Dezember 2014 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.2) 
 
3.5.3 Der heute 26-jährige, ledige und kinderlose Beschwerdeführer ist in der Schweiz gebo-
ren und hier bei seiner Familie aufgewachsen. Er hat sein gesamtes bisheriges Leben in der 
Schweiz verbracht und verfügt über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht. Mit kurzen Unterbrü-
chen wohnte der Beschwerdeführer bis zum Antritt des Strafvollzugs bei seinen Eltern bzw. 
nach der Trennung seiner Eltern bei seiner Mutter und dem jüngeren Bruder. Entgegen der An-
sicht der Vorinstanz kommt demnach beim Beschwerdeführer als Ausländer der zweiten Gene-
ration der kombinierte Schutzbereich von Privat- und Familienleben gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK 
und Art. 13 Abs. 1 BV zur Anwendung (vgl. auch Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 9. September 2015 [810 15 19], E. 4.4.1 ff.).  
 
4.1 Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 34 Abs. 1 AuG 
noch der grundrechtliche Anspruch auf Privat- und Familienleben absolut. Die Niederlassungs-

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bewilligung kann widerrufen werden, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstra-
fe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 63 Abs. 1 lit. a 
i.V.m. Art. 62 lit. b AuG; BGE 137 II 297 E. 2; BGE 135 II 377 E. 4.2). Dabei spielt es keine Rol-
le, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (vgl. BGE 139 I 16 
E. 2.1). Ein Widerruf ist überdies möglich, wenn der Ausländer in schwerwiegender Weise ge-
gen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder 
diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). 
Die Praxis geht hiervon aus, wenn die ausländische Person durch ihr Handeln besonders 
hochwertige Rechtsgüter verletzt oder in Gefahr gebracht hat, sich von strafrechtlichen Mass-
nahmen nicht beeindrucken lässt und sich im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zeigt, dass sie 
auch künftig weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten (BGE 139 I 16 
E. 2.1, BGE 137 II 297 E. 3). Diese Widerrufsgründe gelten auch, wenn eine ausländische Per-
son sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss im Land aufgehalten 
hat (Art. 63 Abs. 2 AuG; BGE 139 I 16 E. 2.1).  
 
4.2 Bereits mit der Verurteilung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 28 Monaten (da-
von 9 Monate unbedingt) gemäss Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 11. November 
2011, welches im Berufungsverfahrens bestätigt wurde (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 18. Dezember 2012), ist vorliegend eine längerfristige 
Freiheitsstrafe ausgesprochen worden und der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG 
i.V.m. Art. 62 lit. b AuG gegeben, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. Die Vo-
rinstanz ist ferner davon ausgegangen, dass auch der Widerrufsgrund von 
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erfüllt sei. Ob das Verhalten des Beschwerdeführers als schwerwie-
gender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu werten ist, bedarf keiner nä-
heren Betrachtung, weil dieser Widerrufsgrund nur dann zur Anwendung kommt, wenn es an 
den Voraussetzungen für einen Widerruf aufgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe fehlt (BGE 135 II 377; Urteil des Bundesgerichts 2C_888/2012 vom 13. März 
2013 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 2C_1029/2011 vom 10. April 2012 E. 3.1). In der vorlie-
genden Konstellation kommt ihm somit nur subsidiäre und damit keine entscheidwesentliche 
Bedeutung zu.  
 
5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm sei die Bewilligung ermessensweise zu be-
lassen, handle es sich doch vorliegend um einen Härtefall, was die Vorinstanz jedoch nicht ein-
gehend geprüft und verneint habe. Hierzu führt er in seiner Beschwerdebegründung aus, er 
habe nie in der Türkei gelebt und habe dort weder Bekannte noch Verwandte. Es sei unzumut-
bar, ihn in ein Land wegzuweisen, in welchem er keine Zukunft habe und ganz allein auf sich 
gestellt wäre. Er wäre in der Türkei ein Fremder, ohne jeglichen Bezug zur Kultur, zu den dort 
lebenden Menschen sowie zum gesamten Land. Er habe sein ganzes Leben hier verbracht, 
spreche perfekt schweizer- und hochdeutsch, sei nicht nur gut integriert, sondern lebe die hiesi-
ge Kultur. Er sei quasi ein Schweizer ohne Schweizer Pass. Das letzte Mal habe er die Türkei 
vor ca. zehn Jahren als Tourist besucht. Da er Kurde sei, bestehe augenscheinlich die akute 
Gefahr, dass er im Fall seiner Ausweisung mittel- und obdachlos auf der Strasse landen werde, 
ohne staatliche Hilfe zu erhalten und ohne die Möglichkeit, sich zu integrieren und Fuss zu fas-

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sen. In Anbetracht sämtlicher Umstände sei ein schwerwiegender persönlicher Härtefall gege-
ben. 
 
5.2 Demgegenüber verneint der Beschwerdegegner das Vorliegen eines Härtefalls und 
verweist hierzu zunächst auf die Ausführungen des AfM in der angefochtenen Verfügung sowie 
auf seine eigenen Erwägungen im Rahmen der Ermessens- und Verhältnismässigkeitsprüfung.  
 
5.3 Hat eine ausländische Person durch ihr Verhalten einen Widerrufsgrund gesetzt, bleibt 
zu prüfen, ob der Widerruf verhältnismässig ist, d.h. ob die öffentlichen Interessen am Widerruf 
der Bewilligung die privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz überwiegen (Art. 96 AuG; 
BGE 139 I 16 E. 2.2.1; BENJAMIN SCHINDLER, in: Martina Caroni/Thomas Gächter/Daniela 
Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, 
N 10 ff. zu Art. 96). Praxisgemäss sind dabei namentlich die Schwere des Deliktes und des 
Verschuldens der betroffenen Person, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten der 
ausländischen Person während dieser Periode, der Grad der Integration bzw. die Dauer der 
bisherigen Anwesenheit sowie die ihr und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichti-
gen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3). Die Niederlassungsbewilligung einer ausländischen Person, 
die sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll zwar nur mit besonderer Zurückhaltung widerru-
fen werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Delinquenz selbst dann nicht ausge-
schlossen, wenn sie das ganze Leben im Land verbracht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_1193/2013 vom 
27. Mai 2014 E. 2.4). Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht – 
überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in diesen Fällen ein 
schutzwürdiges öffentliches Interesse daran, die Anwesenheit der ausländischen Person zur 
Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten zu beenden (BGE 139 
I 16 E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.4 Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 
(EGMR) zu Art. 8 EMRK sind im Rahmen der Beurteilung der Zulässigkeit aufenthaltsbeenden-
der Massnahmen dieselben Elemente massgebend wie nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung: (1) die Art und Schwere der vom Betroffenen begangenen Straftaten, wobei beson-
ders ins Gewicht fällt, ob er diese als Jugendlicher oder als Erwachsener begangen und es sich 
dabei um Gewaltdelikte gehandelt hat oder nicht; (2) die Dauer des Aufenthalts im Land; (3) die 
seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das Verhalten des Betroffenen während dieser; (4) 
die sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufenthaltsstaat und zum Herkunftsland; 
(5) sein gesundheitlicher Zustand sowie (6) die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme 
verbundene Dauer der Fernhaltung (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.2). Keines dieser Elemente ist für 
sich allein ausschlaggebend; geboten ist in jedem Fall eine Gesamtwertung (Urteil des Bundes-
gerichts 2C_659/2015 vom 20. August 2015 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_445/2014 
vom 2. Dezember 2012 E. 2.3).  
 
5.5 Ausgangspunkt für die Schwere des Verschuldens und die vorzunehmende ausländer-
rechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (Urteil des Bundesge-
richts 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 8.4.1). Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz 

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seit seiner Jugend – und auch im Erwachsenenalter – wiederholt straffällig geworden und wur-
de zweimal zu einer Freiheitsstrafe von über einem Jahr verurteilt, was vorliegend wesentlich 
ins Gewicht fällt. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 11. November 2011 resp. 
mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 18. Dezember 2012 
wurde der Beschwerdeführer wegen gewerbsmässigen und teilweise bandenmässigen Dieb-
stahls, mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, Hehlerei, 
mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen und teilweise versuchten Hausfriedensbruchs, 
Gehilfenschaft zum Angriff, Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie einfacher 
und mehrfacher grober Verletzung von Verkehrsregeln zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 
28 Monaten (davon 9 Monate unbedingt) sowie einer Busse von Fr. 60.-- verurteilt. Mit Urteil 
des Strafgerichts Basel-Stadt vom 28. Februar 2014, welches das Appellationsgericht des Kan-
tons Basel-Stadt mit Urteil vom 17. April 2015 bestätigte, wurde der Beschwerdeführer wegen 
Raufhandels, mehrfachen Angriffs, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Vergehens 
gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 
zu einer Freiheitsstrafe von 4 ¾ Jahren sowie einer Busse in der Höhe von Fr. 300.-- verurteilt. 
Im Strafvollzug erfolgte eine weitere Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 100 Tagen wegen 
einfacher Körperverletzung (vgl. Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 
vom 29. Juni 2015). Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die Jugenddelikte (Angriff, einfa-
che Körperverletzung, Nötigung oder Diebstahl) sich auch in den vorstehend erwähnten Strafur-
teilen wiederfinden. Damit ist der Beschwerdeführer mehrfach wegen Gewaltdelikten verurteilt 
worden und in dieser Hinsicht rückfällig geworden. Weiter ist er auch durch mehrfache Verge-
hen und Übertretungen gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgefallen, welche sich nicht auf 
den strafbaren Eigenkonsum beschränkten. Ausserdem ist das Strafgericht Basel-Landschaft in 
seinem Urteil von einer grossen Anzahl Delikte in einer hohen Kadenz und von teilweise erheb-
licher Schwere ausgegangen. Im diesbezüglichen Urteil wird ausgeführt, der Beschwerdeführer 
habe in der Regel eine aktive Rolle übernommen und somit eine grosse kriminelle Energie an 
den Tag gelegt. Insgesamt habe sein Verschulden schwer gewogen (vgl. Urteil des Strafge-
richts Basel-Landschaft vom 11. November 2011 S. 154, 157). Zusammenfassend zeigt sich 
der Beschwerdeführer als unfähig oder unwillig, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. 
Weder die zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen noch die Bewährungsfristen vermochten 
den Beschwerdeführer davon abzuhalten, immer wieder Straftaten zu begehen. Mit der Vo-
rinstanz ist deshalb festzuhalten, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers besteht. 
 
5.6 Bei der Ermittlung der privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der 
Schweiz ist ihm darin zu folgen, dass sich sein Lebensmittelpunkt in der Schweiz befindet. Er ist 
hier geboren und aufgewachsen, wo er nun seit 26 Jahren lebt. Nach eigenen Angaben würden 
sodann sämtliche weiteren Familienmitglieder hier wohnen und er pflege insbesondere zu sei-
nen Eltern und Geschwistern eine intensive Beziehung. Aus den Verfahrensakten gehen keine 
vertieften sozialen Kontakte im ausserfämiliären Bereich hervor. Auch beruflich vermochte sich 
der Beschwerdeführer nicht einzugliedern. Wie sich aus den Akten ergibt, absolvierte er ledig-
lich die obligatorische Schulzeit und verfügt über keine Berufsausbildung. Auch wenn er einige 
temporäre Anstellungen gefunden hatte, war er immer wieder arbeitslos und musste finanziell 

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von seinen Eltern unterstützt werden. Der Beschwerdeführer spricht schliesslich schweizer- und 
hochdeutsch.  
 
5.7 Dem erheblichen öffentlichen Interesse an der Fernhaltemassnahme sind die soeben 
erwähnten privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz ge-
genüberzustellen. Wie bereits ausgeführt, besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse an der 
Fernhaltung des Beschwerdeführers. Praxisgemäss ist im ausländerrechtlichen Widerrufsver-
fahren bei Delikten gegen Leib und Leben – wie sie vom Beschwerdeführer mehrfach begangen 
wurden – auch ein geringes Rückfallrisiko nicht hinzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 3.3). Die beiden längerfristigen Verurteilungen hat 
der Beschwerdeführer im Erwachsenenalter begangen und beide richteten sich gegen die phy-
sische Integrität. Selbst während des aktuellen Strafvollzugs machte er sich erneut einer Kör-
perverletzung schuldig. Gleichzeitig ist die Niederlassungsbewilligung aufgrund seiner langen 
Aufenthaltsdauer nur mit Zurückhaltung zu widerrufen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 2.2). Es handelt sich bei ihm um einen Ausländer der 
zweiten Generation und schon alleine aufgrund der langen Aufenthaltsdauer ist von gewichtigen 
privaten Interessen an einem Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz auszugehen. Die 
Trennung von seinen Eltern und Geschwistern wird ihn hart treffen, doch haben ihn diese Be-
ziehungen bis anhin nicht abgehalten, immer neue Delikte zu begehen. Immerhin ist es dem 
Beschwerdeführer gelungen, durch einige kurzfristige Anstellungen gelegentlich zu arbeiten. 
Dennoch musste er finanziell von seinen Eltern unterstützt werden, womit nicht von stabilen 
beruflichen Verhältnissen ausgegangen werden kann, aus welchen er herausgerissen würde. 
Daraus ergibt sich mit anderen Worten, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, sich 
auf dem Arbeitsmarkt (nachhaltig) zu integrieren und dass seine wirtschaftlichen Perspektiven 
in der Schweiz dementsprechend ungünstig einzuschätzen sind. Insgesamt kann angesichts 
seiner wiederholten Delinquenz nicht von einer gelungenen Integration gesprochen werden. 
Zusammenfassend scheint es ihm trotz seines langen Aufenthalts und weitgehender Sozialisa-
tion in der Schweiz am Verständnis für die hiesige Rechtsordnung zu mangeln. Nach bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung kann eine schlechte Integration eine lange Aufenthaltsdauer denn 
auch relativieren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 3.3.2). Aus 
den vorstehenden Umständen erhellt, dass das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des 
Beschwerdeführers sein privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz überwiegt.  
 
Eine Rückkehr in die Türkei ist in der Tat mit persönlichen und wirtschaftlichen Nachteilen für 
den Beschwerdeführer selbst und für ihm nahestehende Personen verbunden. Trotzdem er-
scheint sie gesamthaft betrachtet zumutbar. Nach eigenen Angaben hat der Beschwerdeführer 
in der Türkei keine Verwandten mehr. Er bringt hingegen nicht vor, dass ihm durch das Eltern-
haus die dortigen kulturellen und sozialen Gepflogenheiten nicht übermittelt worden seien. Hin-
sichtlich seiner Sprachkenntnisse ist festzuhalten, dass er – wie er anlässlich der Parteiver-
handlung ausführte – mit seinen Eltern kurdisch spricht. Darüber hinaus verfüge er über Tür-
kischkenntnisse. Mögen diese auch nicht perfekt sein, so ist ihm damit die Sprache des Her-
kunftslandes geläufig. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Integration im Heimat-
land erfüllt (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 3.5). Dar-
über hinaus könnten ihm seine Deutschkenntnisse den beruflichen Einstieg erleichtern und 

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beim Aufbau einer neuen Existenz behilflich sein. Seine Ausführung, wonach er dort keine dem 
schweizerischen Sozialsystem entsprechende staatliche Unterstützung erhalten werde, ist nicht 
zu hören und geht an der Sache vorbei. Damit stehen einer Rückkehr keine unüberwindbaren 
Hindernisse im Weg. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die damit einhergehende 
Wegweisung des Beschwerdeführers erweisen sich als verhältnismässig und der Eingriff in das 
Recht auf Privat- und Familienleben als gerechtfertigt.  
 
5.8 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG kann von den Zulassungsvoraussetzungen abgewi-
chen werden, um schwerwiegenden persönlichen Härtefällen oder wichtigen öffentlichen Inte-
ressen Rechnung zu tragen. Es handelt sich dabei um eine “Kann-Vorschrift“, d.h. die Anwen-
dung der Bestimmung liegt im freien Ermessen der Behörden, wobei die Behörden dieses 
pflichtgemäss auszuüben haben (vgl. ANDREA GOOD/TITUS BOSSHARD, in: Martina Caroni/ 
Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG], Bern 2010, N 2 f. zu Art. 30). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts 
setzt der massgebliche Härtefall voraus, dass sich der betreffende Ausländer in einer persönli-
chen Notlage befindet. Das bedeutet, dass seine Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen 
am durchschnittlichen Schicksal von Ausländern in gesteigertem Mass infrage gestellt sein 
müssen bzw. dass die Verweigerung der Härtefallbewilligung für den Betroffenen schwere 
Nachteile zur Folge hätte (Urteil des Bundesgerichts 2A.29/2001 vom 2. April 2001 E. 2.a). Die 
Kriterien des schwerwiegenden Härtefalls werden in Art. 31 der Verordnung über Zulassung, 
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 konkretisiert. Die Beurteilung 
des Härtefalls erfordert eine Gesamtwürdigung der Situation in Berücksichtigung aller Umstän-
de und stellt einen Ermessensentscheid dar. Das AfM hat die Voraussetzungen für die Erteilung 
einer Härtefallbewilligung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG eingehend geprüft und das Vor-
liegen eines Härtefalls unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls verneint. 
Der Regierungsrat hat das Vorliegen eines Härtefalls ausgeschlossen mit der Begründung, der 
zu beurteilende Widerruf sei als angemessen und verhältnismässig zu qualifizieren. In seiner 
Vernehmlassung vom 30. April 2014 ergänzt er diesbezüglich, er habe – nachdem er die Weg-
weisung des Beschwerdeführers als zumutbar beurteilt habe – der Härtefallprüfung des AfM 
nichts entgegenzusetzen gehabt. Bei der Abwägung der massgeblichen Kriterien sei das Legal-
verhalten des Beschwerdeführers entscheidend zu seinen Ungunsten ins Gewicht gefallen. 
Damit ist keine rechtsfehlerhafte Ermessensbetätigung ist in diesem Zusammenhang erkenn-
bar. Eine weitergehende inhaltliche Angemessenheitskontrolle ist dem Kantonsgericht nicht 
gestattet (vgl. E. 2). Es ist demzufolge nicht zu beanstanden, dass es der Regierungsrat abge-
lehnt hat, dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung ermessensweise zu belassen. 
 
6. Zusammenfassend sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerde-
führers und dessen Wegweisung aus der Schweiz nicht zu beanstanden, was zur Abweisung 
der Beschwerde führt. Der Beschwerdeführer wird die Schweiz unmittelbar nach Verbüssung 
seiner Freiheitsstrafe bzw. zum Zeitpunkt seiner (bedingten) Entlassung aus dem Strafvollzug 
zu verlassen haben.  
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden.  
 

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7.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor-
liegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'800.-- dem unterlegenen 
Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen 
die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 
 
7.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen 
(§ 21 Abs. 2 VPO). Die ausserordentlichen Kosten sind demnach wettzuschlagen. Zufolge Be-
willigung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
ein Honorar zulasten der Gerichtskasse auszurichten. In seiner Honorarnote vom 15. Januar 
2014 (beim Gericht eingegangen am 23. Juni 2014) macht er einen Zeitaufwand von 5.6 Stun-
den sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 12.-- geltend, was nicht zu beanstanden ist. Für die 
Parteiverhandlung vom 2. Juli 2014 sowie die Eingabe vom 10. November 2014 bzw. vom 
18. Juni 2015 ist dem Rechtsvertreter ein zusätzlicher Aufwand von 3 Stunden auszurichten. 
Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 
2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Daraus 
ergibt sich ein aus der Gerichtskasse auszurichtendes Gesamthonorar von Fr. 1‘870.55 (inkl. 
8 % MWSt). 
 
7.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz unmittelbar nach der Beendi-

gung seiner Freiheitsstrafe bzw. zum Zeitpunkt der (bedingten) Entlas-
sung aus dem Strafvollzug zu verlassen.  

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘800.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt.  
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Entschädigung in der 
Höhe von Fr. 1‘870.55 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt) zulasten der 
Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin