# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 855a870e-2caf-5cf6-bbff-0b038039ca59
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 12.07.2013 SB130128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130128_2013-07-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB130128-O/U/cs-hb 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Ruggli, die 

Ersatzoberrichterin lic. iur. Bertschi sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. Maurer 

 

Urteil vom 12. Juli 2013 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage etc.   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil, Einzelgericht in 
Strafsachen, vom 4. Dezember 2012 (GG120040) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 20. September 

2012 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 94). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig  

- des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB  

- der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB  

- der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und 

- des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.  

2. Der Beschuldigte wird mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten, wovon  

53 Tage durch Haft erstanden sind, bestraft. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf drei 

Jahre festgesetzt.  

4. Auf die Zivilforderungen der Privatklägerin 1 (B._____ GmbH in Liquidation) 

wird nicht eingetreten. 

5. Auf die Zivilforderung der Privatklägerin 2 (Café C._____ in Liquidation) wird 

nicht eingetreten. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den folgenden Privatklägern 

Schadenersatz in nachfolgend genannter Höhe zu bezahlen: 

-   3   - 

 - Fr. 56'000.– plus 5 % Zins seit dem 02.08.2010 solidarisch an die 

Privatkläger 3 (D._____) oder 4 (E._____) 

 - Fr. 6'000.– plus 5 % Zins seit dem 02.08.2010 an die Privatklägerin 4 

(E._____) 

 - Fr. 3'000.– plus 5 % Zins seit dem 02.08.2010 an die Privatklägerin 5 

(F._____) 

 - Fr. 2'000.– plus 5 % Zins seit dem 02.08.2010 an den Privatkläger 6 

(G._____) 

 - Fr. 18'800.– an die Privatklägerin 7 (Hotel H._____ GmbH); im Umfang 

von Fr. 8'136.80 wird die Privatklägerin 7 auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen 

 - Fr. 19'000.– plus 5 % Zins seit dem 02.08.2010 an die Privatklägerin 8 

(I._____ GmbH in Liquidation) 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern 3 (D._____), 4 

(E._____), 5 (F._____), 6 (G._____) und 7 (Hotel H._____ GmbH) eine 

Parteientschädigung von je Fr. 1'000.– zu bezahlen. 

8. Die folgenden Gegenstände werden bei den Akten belassen:  

 - 3 Pin-Karten (Access-Karten) 

 - 1 Kartenlesegerät Nr. … mit Pin-Karte. 

9. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

 

 

Fr. 1'980.–   Kosten Kapo 

Fr. 7'270.–   Auslagen Untersuchung 

Fr. 8'000.–   Gebühr Strafuntersuchung 

 

 

Fr.    Kosten amtliche Verteidigung 

-   4   - 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse 

genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 4. Dezember 2012 sei in 

seinen Dispositiv-Ziffern 1, 2, 6, 7, 9 und 10 Abs. 1 aufzuheben und wie 

folgt (gemäss untenstehenden Anträgen 2 bis 5) abzuändern. 

2. Der Berufungskläger sei vom betrügerischen Missbrauch einer 

Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, von der 

Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, 

von der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und 

vom Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB freizusprechen.  

3. Dem Berufungskläger sei eine Entschädigung in Höhe von Fr. 10'800.– 

für den Lohnausfall während der Untersuchungshaft und jenen infolge 

der danach ausgesprochenen Kündigung zuzusprechen. 

4. Dem Berufungskläger sei eine Genugtuung in Höhe von Fr. 11'600.– 

für den erlittenen Freiheitsentzug während der 58 Tage 

Untersuchungshaft zuzusprechen.  

5. Die Zivilforderungen der Berufungsbeklagten 2 bis 7 seien 

vollumfänglich auf den Zivilweg zu verweisen, soweit diese nicht 

ohnehin abgewiesen werden.  

-   5   - 

6. Die Kosten dieses Verfahrens und jene des vorinstanzlichen 

Verfahrens seien den Berufungsbeklagten zu überbinden, und diese 

seien zu verpflichten, dem Berufungskläger eine angemessene 

Parteientschädigung sowohl für das Verfahren vor Vorinstanz als auch 

das Berufungsverfahren auszurichten. 

b) Der Staatsanwaltschaft See/Oberland: 

(schriftlich; HD Urk. 128) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

_______________________________ 

 
 

Erwägungen: 

I.  Prozessgeschichte und Prozessuales 

 1.  Mit Urteil vom 4. Dezember 2012 sprach das Bezirksgericht Hinwil, 

Einzelgericht in Zivil- und Strafsachen, den Beschuldigten des betrügerischen 

Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, 

der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, der 

Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie des 

Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB schuldig und bestrafte ihn mit 

einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten, wovon 53 Tage durch Haft erstanden 

waren. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 

drei Jahre festgesetzt. Auf die Zivilforderungen der Privatklägerinnen 1 (B._____ 

GmbH in Liquidation) und 2 (Café C._____ in Liquidation) trat das Gericht nicht 

ein. Es verpflichtete den Beschuldigten zur Bezahlung von Schadenersatz von 

insgesamt Fr. 104'800.– und von Parteientschädigungen von je Fr. 1'000.– an die 

Privatkläger 3 bis 8. Zudem entschied es, diverse Gegenstände bei den Akten zu 

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belassen (HD Urk. 103 S. 7 ff.; HD Urk. 118 S. 34 f.). Das Urteil wurde 

gleichentags mündlich eröffnet (Prot. I S. 10 ff.). 

 Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Schreiben vom 10. Dezember 

2012 fristgerecht Berufung anmelden (HD Urk. 105). Die begründete Fassung des 

Urteils wurde den Parteien am 5. bzw. 6. März 2013 zugestellt (HD Urk. 113). Mit 

Eingabe vom 25. März 2013 liess der Beschuldigte innert der zwanzigtägigen 

Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO die schriftliche Berufungserklärung einreichen (HD 

Urk. 120). Er beantragt die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1, 2, 6, 7, 9 und 10 

Abs. 1; mithin sei er von den Vorwürfen des betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage, der Irreführung der Rechtspflege, der 

Sachbeschädigung sowie des Hausfriedensbruchs freizusprechen und es sei ihm 

eine Entschädigung für den Lohnausfall von Fr. 10'800.– sowie eine Genugtuung 

von Fr. 11'600.– für den erlittenen Freiheitsentzug zuzusprechen. Ferner seien 

die Zivilforderungen der Berufungsbeklagten 2 bis 7 vollumfänglich auf den 

Zivilweg zu verweisen, soweit diese nicht ohnehin abgewiesen würden (HD 

Urk. 120 S. 2; vgl. auch HD Urk. 131 S. 1 f.). 

 Mit Präsidialverfügung vom 10. April 2013 wurde der Anklagebehörde sowie 

den Privatklägern eine Frist von 20 Tagen angesetzt, um Anschlussberufung zu 

erheben oder um begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen 

(HD Urk. 123). Der Leitende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft See/Oberland 

erklärte mit Schreiben vom 2. Mai 2013 auf Anschlussberufung zu verzichten und 

die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils zu beantragen (HD Urk. 128). Die 

Privatkläger liessen sich innert Frist nicht vernehmen.  

 Demnach ist das erstinstanzliche Urteil unangefochten geblieben hinsichtlich 

Dispositiv-Ziffern 4 und 5 (Nichteintreten auf die Zivilforderungen der 

Privatklägerinnen 1 und 2) sowie 8 (Belassen von Gegenständen bei den Akten). 

Es ist folglich vorab festzustellen, dass diese Punkte bereits in Rechtskraft 

erwachsen sind.  

 Die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 3 (Gewährung des bedingten 

Strafvollzuges) liess der Beschuldigte nicht beantragen (vgl. HD Urk. 120 S. 2; HD 

-   7   - 

Urk. 131 S. 1) und dies war auch nicht erforderlich. Eine Beschränkung der 

Berufung nur auf die Gewährung des bedingten Strafvollzuges ist in Art. 399 

Abs. 4 StPO nämlich nicht vorgesehen; die Berufung kann lediglich auf die 

Bemessung der Strafe beschränkt werden. Es fallen also beide Aspekte – die 

Strafzumessung und die Frage des bedingten Vollzugs – unter lit. b von Art. 399 

Abs. 4 StPO (vgl. HUG in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 

Zürich 2010, N 20 zu Art. 399), weshalb auch Dispositiv-Ziffer 3 als vom 

Beschuldigten angefochten zu gelten hat und noch nicht in Rechtskraft erwachsen 

ist. 

 2.  Die Parteien liessen für das Berufungsverfahren keine Beweisanträge 

stellen (HD Urk. 120 und 128; Prot. II S. 6).  

 3.  Am 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Strafprozessordnung in Kraft 

getreten. Da der angefochtene Entscheid nach diesem Zeitpunkt gefällt wurde, gilt 

für das vorliegende Berufungsverfahren neues Recht (Art. 454 Abs. 1 StPO). 

Verfahrenshandlungen, die vor dem Inkrafttreten der neuen Strafprozessordnung 

angeordnet oder durchgeführt wurden, behalten aber ihre Gültigkeit (Art. 448 

Abs. 2 StPO). 

II.  Sachverhalt 

 1.  Die Anklage wirft dem Beschuldigten zusammengefasst vor, am 

1. August 2010, vor 20.00 Uhr, in J._____ gewaltsam in die Räumlichkeiten der 

Firma "B._____ GmbH" eingedrungen zu sein. An seinem früheren Arbeitsort in 

einem Nebenraum habe der Beschuldigte mehrere Versuche unternommen, Geld 

auf sein eigenes Bankkonto zu transferieren. Diese Versuche seien gescheitert, 

weil er die K._____ AG … [Bank] als Begünstigte angegeben habe. Als er sich 

selber bzw. sein Bankkonto bei der K._____ AG … aufgeführt habe, habe er am 

2. August 2010, in der Zeit von 01.30 Uhr bis 01.40 Uhr, Geldtransfers im 

Gesamtbetrag von Fr. 111'200.– ausführen können. Am selben Tag frühmorgens 

sei der Beschuldigte von J._____ zum Flughafen Kloten gefahren. Beim 

Bankomaten der K._____-Filiale am Flughafen Kloten habe er kontrolliert, ob die 

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Geldtransfers erfolgreich gewesen seien. Als er deren Erfolg festgestellt gehabt 

habe, habe er sich in die Räumlichkeiten der Bank begeben und die Auszahlung 

des Bargeldes im Betrag von Fr. 110'000.– verlangt. Nach der Kontrolle der 

erforderlichen Unterlagen in einem speziell abgetrennten Raum (Diskretschalter) 

habe die Bankangestellte dem Beschuldigten den gewünschten Geldbetrag 

ausbezahlt, worauf der Beschuldigte das Bargeld an sich genommen und die 

Bankfiliale verlassen habe (HD Urk. 94 S. 2 ff.). 

 Der Beschuldigte stellt den Sachverhalt gänzlich anders dar: Er habe sich 

am Abend des 1. August 2010 in seinem von ihm gemieteten Hobbyraum, 

welcher sich im gleichen Gebäude wie die Büroräumlichkeiten der Firma "B._____ 

GmbH" befunden habe, aufgehalten und Schallplatten aufgelegt. Um 20.10 Uhr 

sei an die Türe geklopft worden. Als er die Türe geöffnet habe, sei er am Kopf von 

einem Faustschlag getroffen worden. Vier unbekannte Männer seien in den 

Hobbyraum eingedrungen, drei Männer hätten indessen den Raum wieder 

verlassen und ein Unbekannter habe ihn gefangen gehalten und bewacht. Nach 

ungefähr zwei bis drei Stunden sei ihm ein Papiersack über den Kopf gestülpt 

worden; zusammen mit den Männern habe er das Gebäude durch den 

Haupteingang verlassen und in einem Auto Platz nehmen müssen. Sie seien 

längere Zeit umhergefahren. Danach hätten die Männer das Auto verlassen, er 

sei für ca. fünf Minuten allein gewesen. Einen Fluchtversuch habe er nicht 

unternommen, da konkrete Drohungen bezüglich seiner Ehefrau und seines 

Kindes ausgesprochen worden seien. Zwei Unbekannte seien wieder zum 

Personenwagen zurückgekehrt, worauf die Fahrt für zwei bis drei Stunden 

weitergeführt worden sei. Schliesslich seien auch die anderen beiden Männer 

wieder zugestiegen; es sei gejubelt worden, dass es geklappt habe. Daraufhin sei 

er angewiesen worden, zur Bank zu gehen und Fr. 110'000.– von seinem Konto 

abzuheben. Sie hätten ihm dabei erneut gedroht, wenn er dies nicht tun würde, 

würde er seine Ehefrau und sein Kind nie mehr sehen. In der Nähe des Bahnhofs 

Glattbrugg sei er aus dem Auto ausgestiegen und mit dem Tram Nr. 10 an den 

Flughafen gefahren. Er habe sich zur Filiale der K._____ AG begeben und sich 

den von den Tätern erwähnten Bargeldbetrag auszahlen lassen. Daraufhin sei er 

mit einem Taxi nach Glattbrugg zurückgefahren, wo er das Geld den 

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Unbekannten ausgehändigt habe. Er habe wiederum in den Personenwagen 

einsteigen müssen, erneut sei ihm ein Papiersack über den Kopf gestülpt worden. 

Anschliessend seien sie im Auto weitergefahren. In Flurlingen hätten die 

Unbekannten ihn geheissen auszusteigen, worauf er zwei Passantinnen getroffen 

und sie gebeten habe, die Polizei zu rufen (HD Urk. 6 S. 2 ff.). An diesen 

Ausführungen hielt der Beschuldigte während des gesamten Untersuchungs-, im 

erstinstanzlichen und im Berufungsverfahren fest (vgl. HD Urk. 7 S. 2; HD Urk. 14 

S. 2 und S. 15 ff.; HD Urk. 27a S. 4 ff.; HD Urk. 31 S. 2; HD Urk. 49 S. 4 f.; HD 

Urk. 98 S. 5 ff.; Prot. II S. 14 und S. 16).  

 2.  Die Vorinstanz hat sich eingehend mit der Sachverhaltsdarstellung des 

Beschuldigten und den Vorbringen seiner Verteidigung auseinandergesetzt und 

ist mit überzeugenden Argumenten zum Schluss gekommen, dass die 

Sachverhaltsdarstellung des Beschuldigten gänzlich unglaubhaft erscheine. Es 

sei somit erstellt, dass der Beschuldigte gewaltsam in die Räumlichkeiten der 

"B._____ GmbH" eingedrungen sei und ohne dazu berechtigt zu sein, den 

angeklagten Deliktsbetrag von den Konti der Privatkläger auf sein eigenes 

transferierte und von dort abhob, ohne in diesem Zusammenhang irgendwie von 

Dritten bedroht oder dazu gezwungen worden zu sein (HD Urk. 118 S. 22).  

 Die Erwägungen der Vorinstanz erweisen sich als nachvollziehbar und 

überzeugend, so dass vorab – zur Vermeidung von Wiederholungen – darauf 

verwiesen werden kann (HD Urk. 118 S. 7-22). Die folgenden Ausführungen, die 

der Darstellung der Abläufe gemäss der Version des Beschuldigten folgen, sind 

daher lediglich ergänzender, präzisierender und teilweise wiederholender Natur: 

 3.1  Die Vorinstanz führte zutreffend aus, dass nicht nachvollziehbar sei, 

weshalb dem Beschuldigten völlig unbekannte Personen einerseits haben wissen 

können, dass er an besagter Adresse einen Hobbyraum besitze, und dass sich 

der Beschuldigte ausserdem ausgerechnet an jenem 1. August 2010 zu fraglicher 

Uhrzeit in jenem Hobbyraum aufgehalten habe. Der Beschuldigte war denn auch 

nicht in der Lage auf die Frage, wie die Täterschaft hätte wissen sollen, dass er 

sich an diesem Sonntag, 1. August 2010, in seinem Hobbyraum aufgehalten 

habe, eine schlüssige Antwort zu liefern. Er gab zu Protokoll, er könne es nicht 

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erklären. Er mache dort Musik. Vielleicht sei er irgendjemandem im Weg 

gestanden. Er wisse es nicht. Keine Ahnung. Er habe einen Fehler gemacht, als 

er gesagt habe, es habe nur seine Familie gewusst. Alle die dort arbeiten würden, 

wüssten auch, dass er dort Musik mache (HD Urk. 14 S. 16). Der Beschuldigte 

konnte demnach nicht einmal Erklärungsansätze liefern. Ins Bild passt, dass die 

Türe des Hobbyraums des Beschuldigten am 3. August 2010 verschlossen 

vorgefunden wurde und mit dem sich bei den Effekten des Beschuldigten 

befindlichen Schlüssel zuerst aufgeschlossen werden musste (HD Urk. 1 S. 8). 

Die vier Unbekannten hätten somit vor dem Verlassen des Gebäudes die Türe 

zum Hobbyraum mit einem Schlüssel abschliessen müssen. Dies ist lebensfremd 

und lässt sich mit den Darstellungen des Beschuldigten, wonach er überfallen 

worden sei, nicht in Einklang bringen, insbesondere wenn man sich das Ausmass 

der Zerstörung in den Büroräumlichkeiten der "B._____ GmbH" vor Augen führt 

(HD Urk. 3 S. 8-14). Der Beschuldigte konnte denn auch keine plausible 

Erklärung angeben. Er führte aus, er wisse nicht, wer seinen Hobbyraum 

abgeschlossen habe. Er habe nicht gewusst, dass der Hobbyraum abgeschlossen 

worden sei (HD Urk. 14 S. 22).  

 3.2  Der Beschuldigte gab an, um ca. 20.10 Uhr sei an die Türe geklopft 

und, als er die Türe geöffnet gehabt habe, sei er am Kopf von einem Faustschlag 

getroffen worden. Der Schlag sei so heftig gewesen, dass er ca. einen halben 

Meter nach hinten geflogen und zu Boden gegangen sei (HD Urk. 6 S. 2 f.). Die 

Vorinstanz hielt dazu fest, dass bei einem Schlag mit solcher Heftigkeit in der 

Regel die Haut platze, Hämatome sichtbar seien oder jedenfalls eine deutlich 

sichtbare Schwellung resultiere (HD Urk. 118 S. 16). Dem kann beigepflichtet 

werden. Zwar führte der Beschuldigte aus, die linke Seite sei in der ersten Zeit 

ziemlich angeschwollen gewesen (HD Urk. 14 S. 18). Allerdings gab die 

Kassenchefin der K._____-Filiale am Flughafen Kloten, Frau L._____, die mit 

dem Beschuldigten immerhin ein drei- bis fünfminütiges Gespräch geführt hatte 

und ihm anschliessend den Betrag von Fr. 110'000.– ausgehändigt hatte, als 

Zeugin zu Protokoll, sie habe keine Verletzungen gesehen (HD Urk. 19 S. 2 ff.). 

Auch dieser Umstand spricht somit nicht für die Darstellung des Beschuldigten, 

insbesondere da der Beschuldigte vom Aufpasser noch einen weiteren Schlag mit 

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dem Schuh erhalten haben will (HD Urk. 6 S. 3). Die Version des Beschuldigten 

(keine Verletzung trotz Schlag) kann zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden, 

da es theoretisch denkbar – wenn auch unwahrscheinlich – wäre, dass die Zeugin 

L._____ die Verletzung des Beschuldigten einfach nicht wahrnahm oder dass er 

tatsächlich keine Blessuren davon getragen hat. Weitere Zweifel an der 

Darstellung des Beschuldigten ergeben sich aber, da er anlässlich seiner 

Befragung an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung plötzlich von noch einem 

weiteren Schlag auf den Hinterkopf sprach und im Gegensatz zu seinen 

Ausführungen am 11. August 2010 (HD Urk. 14) nun wieder angab, er sei nicht 

grob verletzt worden, er habe keine sichtbaren Verletzungen davon getragen (HD 

Urk. 98 S. 6). 

 3.3  Seltsam mutet auch an, dass der Beschuldigte nicht fähig war, 

genauere Angaben zu den vier angeblichen Tätern zu machen. Zunächst ist auf 

eine Unstimmigkeit betreffend den Schweizerdeutsch sprechenden Täter 

hinzuweisen: In der Einvernahme vom 2. August 2010 beschrieb der Beschuldigte 

ihn als Nordländer (HD Urk. 6 S. 9); in der Einvernahme vom 11. August 2010, 

also nur neun Tage später, sprach er von längeren dunkleren Haaren (HD Urk. 14 

S. 24). Dies passt nicht zusammen. Wenn jemand eine andere, ihm unbekannte 

Person als nordländisch beschreibt, ist davon auszugehen, dass sie eher hellere 

– und nicht dunkle, wie vom Beschuldigten ausgeführt – Haare hat. Der 

Vorinstanz ist im Weiteren zuzustimmen, dass kaum nachvollzogen werden kann, 

weshalb der Beschuldigte nicht einmal die Marke der weissen Sportschuhe seines 

Aufpassers erkennen konnte (vgl. HD Urk. 14 S. 18), zumal er mehrere Stunden 

mit ihm in einem Raum verbrachte, nicht aufschauen und demzufolge höchstens 

die Schuhe des Bewachers gesehen haben kann. Auffallend ist auch, dass der 

Beschuldigte nur das Aussehen zweier der vier Täter etwas genauer beschreiben 

konnte. Dies erstaunt, selbst wenn man in Betracht zieht, dass der Beschuldigte 

während einer gewissen Zeit einen Papiersack über dem Kopf gehabt haben will, 

verbrachte der Beschuldigte doch fast zwölf Stunden mit den Tätern und hat 

während dieser Zeit gemäss seinen eigenen Angaben nicht geschlafen (HD 

Urk. 14 S. 26). Hingegen erkannte er bei einem der Täter – einem derjenigen, den 

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er im Übrigen kaum gesehen hat –, dass er einen synthetischen Trainingsanzug 

trug (HD Urk. 6 S. 10). Das passt nicht ins Bild. 

 Auch an die Inhalte der von den angeblichen Tätern geführten Gespräche 

auf Deutsch vermochte der Beschuldigte sich nicht zu erinnern; schwammig und 

unbestimmt führte er in der ersten Einvernahme aus, sie hätten dieses und jenes 

gesprochen (HD Urk. 6 S. 5). Später gab er an, er habe sich nicht alles merken 

können, sie hätten eigentlich immer über das Gleiche geredet, dass sie hoffen 

würden, dass es klappe. Keine Ahnung. Details wisse er nicht. Einer habe sicher 

gewusst, wovon er rede. Das sei der Kopf der Bande gewesen, er habe einfach 

Befehle gegeben. Die Durchführung (HD Urk. 14 S. 23). 

 3.4.  Die Schilderungen des Beschuldigten, wonach die Täter ihm einen 

Papiersack über den Kopf gestülpt hätten, erscheinen ebenfalls wenig glaubhaft. 

Die Vorinstanz hat zutreffend festgestellt, dass der Beschuldigte den Sack 

teilweise unterschiedlich beschrieben hat, einerseits als Plastiksack und 

andererseits als Papiersack (HD Urk. 14 S. 21 und S. 22). Vielmehr ins Gewicht 

fällt jedoch die Tatsache, dass eine Person mit einem übergestülpten Sack in der 

Öffentlichkeit überall auffallen dürfte. Welchem Zweck der Sack hätte dienen 

sollen, gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Täter mit dem Beschuldigten 

ohne genaues Ziel herumgefahren seien, kann nicht nachvollzogen werden. Auch 

diesbezüglich ist dem Vorrichter vollumfänglich beizupflichten. Es versteht sich 

von selbst, dass deshalb unerklärlich ist, wie der Beschuldigte mit einem Sack 

über dem Kopf erkennen konnte, dass er zu einem Fahrzeug ca. auf dem dritten 

oder vierten Parkfeld geführt wurde (HD Urk. 6 S. 4). Die Verteidigung bringt 

hierzu vor, dies sei nicht verwunderlich, da sich der Beschuldigte seit dem 

Februar 2010 praktisch jeden Tag in der Liegenschaft, in der sich die 

Geschäftsräume der B._____ GmbH sowie sein Hobbyraum befanden, 

aufgehalten und den Weg vom Hauseingang über den Parkplatz unzählige Male 

zurückgelegt habe. Es sei deshalb nicht als Phantasiemerkmal zu werten, wenn 

jemand Rückschluss auf die ungefähre Parksituation des Wagens habe nehmen 

können (HD Urk. 131 S. 8). Dem kann dem Grundsatz nach beigepflichtet 

werden; man kann sich beispielsweise in der eigenen Wohnung auch im Dunkeln 

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problemlos zurechtfinden. Gemäss Darstellung der Verteidigung befand sich der 

Beschuldigte allerdings in einer absoluten Ausnahmesituation und konnte sich 

deshalb nicht mehr auf Details – wie etwa den genauen Fahrzeugtyp – achten 

(HD Urk. 131 S. 9). Dass er in einer solchen absoluten Ausnahmesituation den 

Standort des parkierten Fahrzeugs trotz Sack über dem Kopf eruieren konnte, ist 

deswegen nicht bzw. kaum vorstellbar. Dieser Argumentation der Verteidigung 

kann daher nicht gefolgt werden.  

 3.5.  Betreffend die angeblichen Drohungen ist festzuhalten, dass die 

diesbezüglichen Aussagen des Beschuldigten auffallend blass und nichtssagend 

bleiben. Details gab der Beschuldigte nie zu Protokoll. Dass die Drohungen im 

Hobbyraum, als der Aufpasser das Foto der Familie des Beschuldigten entdeckt 

hatte, noch nicht konkret waren (vgl. HD Urk. 6 S. 5), erscheint noch als möglich. 

Die späteren Drohungen im Vorfeld des Geldbezuges konnte der Beschuldigte 

aber auch nicht näher beschreiben (vgl. HD Urk. 6 S. 5 f.; HD Urk. 98 S. 7). Es 

bleiben daher erhebliche Zweifel, ob tatsächlich Drohungen gegen die Familie des 

Beschuldigten ausgestossen wurden.  

 3.6  Der Beschuldigte führte aus, dass irgendwann die anderen beiden 

(Täter) wieder zu ihnen ins Auto gestiegen seien. Alle hätten gejubelt und gesagt, 

yes, es habe geklappt (HD Urk. 6 S. 5). Dass die in der Anklageschrift 

aufgeführten Geldtransfers auf das Konto des Beschuldigten stattfanden, wird von 

keiner Seite in Frage gestellt und ist mittels Urkunden hinreichend belegt (HD 

Urk. 17/2 = HD Urk. 50/10; HD Urk. 17/4 = HD Urk. 50/10; HD Urk. 17/3 = HD 

Urk. 50/10; HD Urk. 17/5 = HD Urk. 50/10; HD Urk. 9/6 = HD Urk. 17/7 = HD 

Urk. 50/4; HD Urk. 9/5 = HD Urk. 17/6 = HD Urk. 50/2; HD Urk. 9/7 = HD Urk. 17/8 

= HD Urk. 50/3).  

 3.7  Die Vorinstanz führte zutreffend aus, dass das Vorgehen mit der 

Tramfahrt von Glattbrugg zum Flughafen und der Taxifahrt zurück absolut nicht 

nachvollziehbar und nicht einzusehen sei, weshalb die Täter eine derart unsichere 

und komplizierte Variante mit Tram und Taxifahrt hätten wählen sollen (HD 

Urk. 118 S. 17). Aus den Angaben des Beschuldigten geht denn auch nicht 

deutlich hervor, wie seine Überwachung während dieser Zeit sichergestellt wurde. 

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Er gab an, der Schweizerdeutsch sprechende Typ habe ihm gesagt, dass ein 

zweiter Täter mit ihm mitkommen und ihn auf der Fahrt an den Flughafen in 

einigem Abstand begleiten werde. Das sei dann auch so gewesen. Er sei 

während dieser Zeit (Tramfahrt, Abheben des Geldes, Taxifahrt) von zwei Tätern 

beobachtet worden (HD Urk. 6 S. 6 f.). Anlässlich der Einvernahme vom 

11. August 2010 führte er aus, sie seien nicht mit ihm zum Flughafen gekommen. 

Derjenige der hinten rechts gesessen sei, sei voraus gegangen. Der andere sei 

zwar mitgekommen, er (der Beschuldigte) habe ihn aber nicht gesehen. Er sei 

vielleicht zwei Minuten an der Tramhaltestelle beim Bahnhof Glattbrugg 

gestanden. Es habe viele Leute gehabt (HD Urk. 14 S. 25). Offenbar fuhr also 

zumindest keiner der Täter mit dem Beschuldigten im Taxi zurück vom Flughafen 

nach Glattbrugg (vgl. dazu auch HD Urk. 14 S. 28 f.). In Anbetracht, dass der 

Beschuldigte die gesamte von ihm abgehobene Summe auf sich trug, mithin 

Fr. 110'000.–, ist unwahrscheinlich, dass dies so geschehen ist. Dem 

Beschuldigten wäre es ein Leichtes gewesen, den Tätern mit der gesamten Beute 

zu entkommen. Dieses Risiko dürften sie kaum eingegangen sein. Die 

Darstellung des Beschuldigten ist daher auch aus diesem Grund als unglaubhaft 

einzustufen.  

 3.8  Seltsam mutet auch an, dass der Kassenchefin der K._____-Filiale am 

Flughafen die angespannte Lage beim Geldbezug, in der sich der Beschuldigte 

gemäss seiner Darstellung hätte befinden müssen, nicht auffiel. Sie gab als 

Zeugin am 25. August 2010 – nur etwas mehr als drei Wochen nach dem 

Geldbezug des Beschuldigten – zu Protokoll, der Beschuldigte sei sehr freundlich, 

aufgestellt und nicht nervös gewesen. Er habe sich gar nicht auffällig verhalten. Er 

sei weder verschwitzt gewesen, noch habe sie irgendwelche Verletzungen 

wahrgenommen. Er habe ihr auch noch einen schönen Tag gewünscht (HD 

Urk. 19 S. 3 ff.). Anzufügen ist, dass die Begegnung zwischen der Kassenchefin 

und Zeugin L._____ und dem Beschuldigten nicht nur kurze Zeit, sondern 

immerhin drei bis fünf Minuten dauerte (HD Urk. 19 S. 3 f.); der Zeugin hätte ein 

ungewöhnliches Verhalten daher noch viel eher auffallen müssen. Dem Vorrichter 

kann beigepflichtet werden, dass deshalb wohl davon ausgegangen werden 

muss, dass sich der Beschuldigte nicht in der von ihm geschilderten Zwangslage 

-   15   - 

befand (HD Urk. 118 S. 18), sondern dass er glücklich darüber war, dass die 

Auszahlung des ergaunerten Betrages zu glücken schien bzw. am Ende 

funktionierte. Zusätzlich gestützt wird diese Annahme durch den Umstand, dass 

der Beschuldigte das Gespräch mit der Filialleiterin im Gegensatz zu seinen 

übrigen Schilderungen, die sehr allgemein gehalten sind und wenige Details 

aufweisen, sehr flüssig, präzise und detailreich schildern konnte (HD Urk. 14 

S. 27). Auch die Stückelung und den Grund dieser Stückelung (Abzählen mittels 

Maschine bzw. vor dem Beschuldigten) des ihm ausbezahlten Bargeldbetrages 

konnte er genau angeben (HD Urk. 14 S. 14). Dies kann damit erklärt werden, 

dass das Abheben des Bargeldbetrages sich eben genau so ereignet hat, wie es 

der Beschuldigte schilderte, deshalb kannte er die Einzelheiten und konnte sie, so 

wie sie sich tatsächlich zugetragen haben, zu Protokoll geben, was bei der 

Darstellung der übrigen Ereignisse gerade nicht der Fall war.  

 Hinzu kommt, dass unerklärbar ist, weshalb der Beschuldigte nicht den 

gesamten sich auf seinem Konto befindlichen Betrag abheben und den Tätern 

übergeben musste. Er konnte dafür denn auch keine einleuchtende Erklärung 

abgeben, sondern führte auf entsprechende Frage des Vorrichters, ob er sich 

erklären könne, weshalb man ihm noch Fr. 1'200.– geschenkt habe, aus, er wisse 

nichts von einer Schenkung. Er könne sich das nicht erklären. Es sei auf keinen 

Fall ein Geschenk gewesen. Er würde sein Leben dafür nicht aufs Spiel setzen 

(HD Urk. 98 S. 7).  

 3.9  Die Vorinstanz hat richtig festgehalten, dass der Beschuldigte auch 

bezüglich weiterer Umstände und Vorkommnisse nicht in der Lage war, diese in 

allen Einzelheiten, detailliert und ausführlich zu beschreiben. Dies gilt unter 

anderem für das Taxifahrzeug und dessen Chauffeur sowie das Fahrzeug der 

Täter. Seltsam mutet auch an, dass sie mehrmals während längerer Zeit mit dem 

Auto herum gefahren sein sollen. Es ist nicht ersichtlich, was dagegen 

gesprochen hätte, den Personenwagen beispielsweise auf einem Parkplatz 

abzustellen und zu warten, bis die K._____-Filiale am Flughafen Kloten öffnet. 

 4.  An diesen Beurteilungen vermögen auch die heutigen Einwendungen der 

Verteidigung nichts zu ändern.  

-   16   - 

 4.1  Der Verteidiger brachte an, im vorinstanzlichen Urteil werde nicht 

dargelegt, welche Fakten dafür sprechen sollen, dass der Beschuldigte die ihm zu 

Unrecht zur Last gelegten Taten begangen haben soll. Dadurch sei der Anspruch 

auf Gewährung des rechtlichen Gehörs in massiver Weise verletzt worden (HD 

Urk. 131 S. 4). Weder den Strafverfolgungsbehörden noch der Vorinstanz sei es 

gelungen, nachvollziehbar aufzuzeigen, weshalb die Straftaten dem 

Beschuldigten zugeschrieben werden könnten bzw. ohne Zweifel zugeschrieben 

werden müssten (HD Urk. 131 S. 13). Der Grundsatz in dubio pro reo bedeute, 

dass die Schuld der beschuldigten Person durch die Anklagebehörde und das 

Gericht zu beweisen sei und nicht der Beschuldigte seine Unschuld zu beweisen 

habe (HD Urk. 131 S. 14 und S. 15). 

 Dem ist insoweit beizupflichten, als dass es keine objektiven Sachbeweise 

gibt, die die Täterschaft des Beschuldigten direkt belegen, und die Schuld des 

Beschuldigten nicht mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Methoden 

nachgewiesen werden kann. Eine solcher Beweis ist denn aber für eine 

Verurteilung auch nicht erforderlich; es genügt, wenn keine unüberwindlichen 

Zweifel bestehen (Art. 10 Abs. 3 StPO). Vom Beschuldigten anerkannt und 

zweifelsfrei erstellt ist immerhin, dass die Geldüberweisungen von den Konti der 

Privatkläger auf das Konto des Beschuldigten stattfanden und sich der 

Beschuldigte am nächsten Tag bereits frühmorgens auf der Filiale der K._____ 

AG am Flughafen Zürich-Kloten den (fast) gesamten am Vorabend bzw. in der 

Nacht zuvor überwiesenen Betrag von Fr. 110'000.– auszahlen liess. Da der 

Beschuldigte Begünstigter der Überweisungen war, ergab sich ohne Weiteres ein 

dringender Tatverdacht gegen ihn. Um diesen zu entkräften, müssen seine 

Aussagen wenigstens eine minimale Plausibilität aufweisen und zumindest 

ansatzweise glaubhaft sein. Genau diese minimale Plausibilität fehlt den 

Schilderungen des Beschuldigten jedoch. Dies wurde von der Vorinstanz und in 

den vorstehenden Erwägungen dargelegt. Dem Beschuldigten gelingt es nicht, 

Anhaltspunkte für die Richtigkeit seiner Darstellungen zu liefern und auch die 

diesbezüglichen polizeilichen Ermittlungen führten zu keinen Ergebnissen, die die 

Version des Beschuldigten untermauern könnten. Dem Beschuldigten ist 

zuzugestehen, dass seine Erklärungen in einzelnen Punkten relativ detailliert 

-   17   - 

ausfielen, so gab er an, er sei aufgefordert worden "nicht zu kücken" (HD Urk. 6 

S. 3). Denkt man die Version des Beschuldigten allerdings durch, gibt es zu viele 

Punkte, die bei genauerer Betrachtung nicht aufgehen, so dass festgestellt 

werden muss, dass der Beschuldigte nicht in der Lage war, seine Variante der 

Vorkommnisse auch nur annähernd glaubhaft darzustellen. Die einzig plausible 

Version ist daher diejenige, die in der Anklageschrift präsentiert wird. Es ist 

deshalb keine Verletzung der Unschuldsvermutung oder des Grundsatzes in 

dubio pro reo ersichtlich.  

 4.2  Der Verteidiger des Beschuldigten stellt des Weiteren die Frage in den 

Raum, weshalb überhaupt nur der Beschuldigte als Täter in Frage kommen 

könne. Die B._____ GmbH habe nämlich verschiedene andere Angestellte, die 

ebenfalls als potentielle Täter in Frage kommen könnten (HD Urk. 131 S. 6). Dass 

die Mitglieder der Familie DEFG._____ [Alles Familienangehörige] den Überfall 

auf den Beschuldigten mit den anschliessenden Geldüberweisungen auf das 

Konto des Beschuldigten inszeniert haben, kann ausgeschlossen werden. 

Einerseits hätten sie die Täter entlöhnen müssen und sie hätten für das verloren 

gegangene Geld keinen Ersatz (beispielsweise eine Versicherungsleistung) 

erhalten. Andererseits ist ein Motiv für eine Falschbeschuldigung des 

Beschuldigten nicht ersichtlich. Mit der Kündigung seines Arbeitsverhältnisses 

wurden die Schwierigkeiten, die man mit ihm hatte, ausgeräumt. Auch für die 

Lehrtochter der B._____ GmbH, M._____, und deren Vorarbeiter, N._____, hätte 

es sich wohl kaum gelohnt, gleich vier Täter zu verpflichten, die den geschilderten 

Überfall auf den Beschuldigten durchgeführt hätten. Es wäre zudem eine 

minutiöse Planung nötig gewesen. Hinzu kommt, dass keiner der beiden Kenntnis 

hatte, dass sich der Beschuldigte gerade am 1. August 2010 abends in seinem 

Hobbyraum aufhalten würde. Ein Motiv für eine Falschbeschuldigung des 

Beschuldigten ist ebenfalls nicht zu erkennen.  

 5.  Im Ergebnis gelangt man daher zum Schluss, dass den 

Sachverhaltsdarstellungen des Beschuldigten aus den vorstehend aufgezeigten 

Gründen nicht gefolgt werden kann. Seine Aussagen weisen über weite Strecken 

einen Mangel an Detailliertheit und viele Ungereimtheiten auf, so dass sie als 

-   18   - 

unglaubhaft erscheinen. Dies gilt nicht nur für wenige, einzelne Aussagen, 

sondern für beinahe sämtliche seiner Angaben. Vor diesem Hintergrund bestehen 

keine unüberwindbaren Zweifel, dass sich die Ereignisse so abgespielt haben, 

wie es in der Anklageschrift dargestellt wird. Der Sachverhalt gemäss 

Anklageschrift ist daher dem Urteil zugrunde zu legen.  

 Es kommt hinzu, dass der Beschuldigte – wie der Vorrichter zutreffend 

ausgeführt hat – durchaus Motive gehabt hätte, sich zu einer solchen Tat verleiten 

zu lassen. Einerseits ist der Beschuldigte von der Geschädigten B._____ GmbH 

kurz vor der Tat entlassen worden (HD Urk. 9/2), andererseits war er im 

Tatzeitpunkt gemäss seinen Angaben mit ca. Fr. 20'000.– verschuldet (HD Urk. 7 

S. 1; HD Urk. 14 S. 4). In Anbetracht der Tatsache, dass seine Ehefrau bei 

Tatbegehung im August 2010 zum zweiten Mal schwanger war und die Familie 

des Beschuldigten sehr oft von dessen Schwiegereltern finanziell unterstützt 

werden musste (HD Urk. 7 S. 1; HD Urk. 14 S. 5), kann nicht ausgeschlossen 

werden, dass der Beschuldigte seine finanzielle Lage etwas verbessern wollte.  

 Der Anklagesachverhalt kann somit rechtsgenügend erstellt werden. 

III.  Rechtliche Würdigung 

 Für die rechtliche Würdigung ist auf die zutreffenden Ausführungen der Vor-

instanz zu verweisen (HD Urk. 118 S. 22-24). Zu wiederholen ist an dieser Stelle, 

dass der Beschuldigte die Daten fremder Konti manipulierte, indem dort 

Geldbezüge belastet wurden, die nicht deren Inhaber tätigte. Daraus resultierten 

Saldoreduktionen und ein unrichtiges Ergebnis des 

Datenverarbeitungsprozesses. Art. 147 StGB erfasst auch den Fall, dass zwar 

"richtige" Daten verwendet und ein "richtiger" Datenverarbeitungsvorgang 

eingeleitet werden, aber dem Täter die Befugnis zur Verwendung dieser Daten 

fehlt. Das Bundesgericht erwähnt denn als Angriffsobjekte der unbefugten 

Verwendung von Daten neben den Geldautomaten und den Systemen zur 

bargeldlosen Bezahlung insbesondere das Home- und Telebanking (BGE 129 IV 

315 Erw. 2.2.1). Der Beschuldigte war nicht berechtigt, mittels Verwendung der 

-   19   - 

sich in den Räumlichkeiten der B._____ GmbH befindlichen Bankkarten, 

Kartenlesegeräte und PIN-Codes Geldüberweisungen auf sein Konto 

vorzunehmen. Zudem befanden sich diese Unterlagen in einem verschlossenen 

Raum, der der Beschuldigte zunächst gewaltsam öffnen musste; von 

Opfermitverantwortung kann also keine Rede sein. Damit ist der rechtlichen 

Würdigung der Vorinstanz für den Schuldspruch zu folgen und der Beschuldigte 

A._____ des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von 

Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB sowie des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB schuldig zu 

sprechen.  

IV.  Strafe 

 1. Die Anklagebehörde beantragt die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils, mithin eine Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 12 

Monaten (HD Urk. 128; HD Urk. 118 S. 34). 

 2. Strafzumessungsregeln 

 Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es 

berücksichtigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die 

Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das 

Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 

betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 

Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter 

nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 

Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Für die Zumessung der Strafe ist 

zwischen der Tat- und der Täterkomponente zu unterscheiden. Bei der 

Tatkomponente ist als Ausgangspunkt die objektive Schwere des Delikts 

festzulegen und zu bewerten. Dabei ist anhand des Ausmasses des Erfolgs sowie 

auf Grund der Art und Weise des Vorgehens zu beurteilen, wie stark das 

strafrechtlich geschützte Rechtsgut beeinträchtigt worden ist. Ebenfalls von 

-   20   - 

Bedeutung sind die kriminelle Energie, der Tatbeitrag bei Tatausführung durch 

mehrere Täter sowie ein allfälliger Versuch. Hinsichtlich des subjektiven 

Verschuldens sind insbesondere das Motiv, die Beweggründe, die Willensrichtung 

sowie das Mass an Entscheidungsfreiheit des Täters zu beurteilen. Die 

Täterkomponente umfasst die persönlichen Verhältnisse, das Vorleben, 

insbesondere frühere Strafen oder Wohlverhalten, und das Verhalten nach der 

Tat und im Strafverfahren, insbesondere gezeigte Reue und Einsicht, oder ein 

abgelegtes Geständnis (DONATSCH/FLACHSMANN/HUG/WEDER, Schweizerisches 

Strafgesetzbuch, 18. Aufl., Zürich 2010, S. 117 m.w.H.). 

 Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der 

schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass 

der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das 

gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei der Bildung einer Gesamtstrafe nach 

Art. 49 Abs. 1 StGB vorab der Strafrahmen für die schwerste Straftat zu 

bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses 

Strafrahmens festzusetzen. Schliesslich ist die Einsatzstrafe unter Einbezug der 

anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu 

erhöhen. Das Gericht hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die 

Einsatzstrafe des schwersten Delikts festzulegen, indem es alle diesbezüglichen 

straferhöhenden und strafmindernden Umstände einbezieht. In einem zweiten 

Schritt hat es die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktionieren. 

Auch dort muss es den jeweiligen Umständen Rechnung tragen (BGE 

6B_865/2009 vom 25. März 2010 E. 1.2.2). Als schwerste Tat gilt jene, die 

gemäss abstrakter Strafdrohung des Gesetzes mit der höchsten Strafe bedroht ist 

(BGE 6B_885/2010 vom 7. März 2011 E. 4.4.1). 

 Der Tatbestand des betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB sieht eine 

Bestrafung mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe vor und ist damit 

das schwerste Delikt. Für die Festsetzung der Einsatzstrafe ist von diesem 

-   21   - 

Strafrahmen auszugehen. Eine Erhöhung des Strafrahmens erscheint trotz der 

Deliktsmehrheit nicht angezeigt, da der ordentliche Rahmen nur zu verlassen ist, 

wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat 

angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint 

(SCHWARZENEGGER/HUG/JOSITSCH, Strafrecht II, 8. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2007, 

S. 74). 

 3. Betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage 

 Betreffend die objektive Tatschwere ist hervorzuheben, dass der 

Beschuldigte einen Schaden von insgesamt Fr. 111'200.– verursacht hat. Dieser 

Betrag kam jedoch eher zufällig zustande. Aus den Kontoauszügen der Konti, von 

welchen die überwiesenen Beträge stammten, geht nämlich hervor, dass der 

Beschuldigte die Konti fast vollständig plünderte und meist lediglich einige 

Hundert Franken oder gar weniger stehen liess (HD Urk. 50/17-23). Es ist daher 

davon auszugehen, dass der Beschuldigte auf mehr aus war und auch grössere 

Beträge transferiert hätte, hätten die Konti einen höheren Saldo aufgewiesen. 

Dass er nichts anbrennen lassen wollte, zeigt sich auch daran, dass er 

unmittelbar nach den (erfolgreichen) Überweisungen zum Flughafen Kloten fuhr, 

wo die K._____-Filiale bereits früh morgens öffnet, um den ergaunerten Betrag 

abzuheben. Der Vorinstanz kann darin, dass die für die Tat notwendige kriminelle 

Energie als noch nicht besonders gross bezeichnet werden kann, da der 

Beschuldigte keiner besonderen Raffinesse bzw. Cleverness bedurfte, um an sein 

Ziel zu gelangen (vgl. HD Urk. 118 S. 26), nicht ganz beigepflichtet werden. Zwar 

nutzte der Beschuldigte einfach die Kenntnisse und das Wissen, die er als 

ehemaliger Arbeitnehmer der Geschädigten erlangt hatte, aus. Den Tatablauf und 

die anschliessende Verschleierung der Tat bzw. seine Variante der 

Geschehnisse, die er beabsichtigte, bei der Polizei zu Protokoll zu geben, musste 

er freilich trotzdem sorgfältig planen. Nicht ausser Acht gelassen werden darf 

auch, dass er eine weitere Straftat begehen musste (Hausfriedensbruch), um in 

die Räumlichkeiten zu gelangen, wo er die Chipkarte, den PIN und das Lesegerät 

für die Konti der jeweiligen Geschädigten finden konnte. Die objektive Tatschwere 

-   22   - 

ist in einer Gesamtbetrachtung – insbesondere angesichts des hohen 

Deliktsbetrages – als nicht mehr leicht einzustufen.  

 In subjektiver Hinsicht hat die Vorinstanz richtigerweise festgestellt, dass der 

Beschuldigte in erster Linie aus finanziellen Gründen und aus Rache gehandelt 

haben dürfte; seine Motive waren also egoistischer Natur und keineswegs 

nachvollziehbar. Er handelte mit direktem Vorsatz und aus eigenem Antrieb. Die 

subjektive Tatschwere vermag sich somit nicht entlastend auszuwirken und die 

objektive Tatschwere nicht zu relativieren.  

 Das Verschulden des Beschuldigten betreffend den Tatbestand des 

betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage ist insgesamt als 

nicht mehr leicht zu qualifizieren. Es steht deshalb eine Einsatzstrafe noch im 

unteren Drittel des zur Verfügung stehenden Strafrahmens im Raum, weshalb 

eine Einsatzstrafe von deutlich über den von der Vorinstanz festgelegten 240 

Tagen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe (vgl. HD Urk. 118 S. 26) als angemessen 

erscheint.  

 4. Täterkomponente 

 Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten kann 

auf die Akten sowie die Ausführungen im angefochtenen Entscheid (HD Urk. 118 

S. 27) verwiesen werden. Anlässlich der Berufungsverhandlung ergab sich 

ergänzend, dass der Beschuldigte in den nächsten drei Monaten von seinem 

Arbeitgeber beurlaubt ist, da ihm zufolge zu schnellen Fahrens der Fahrausweis 

entzogen wurde. Demzufolge wird er in jener Zeit kein Einkommen erzielen bzw. 

allenfalls eine Arbeitslosenentschädigung vom RAV erhalten (Prot. II S. 10 und 

S. 13). 

 Aus der Biographie und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

ergeben sich keine Anhaltspunkte, die für die Strafzumessung von Relevanz 

wären.  

 Im schweizerischen Strafregister ist der Beschuldigte nicht verzeichnet (HD 

Urk. 122). Dieser Umstand wirkt sich allerdings nicht strafmindernd, sondern 

-   23   - 

neutral aus, da es als Normalfall zu gelten hat, (kriminell) nicht vorbestraft zu sein 

(BGE 136 IV 1 E. 2.6.4).  

 Die Vorinstanz berücksichtigte den Umstand, dass der Beschuldigte sich bis 

heute über den Verbleib der Beute von über Fr. 110'000.– ausschweigt, spürbar 

straferhöhend. Zutreffend hat sie vorab festgestellt, dass es selbstredend das 

Recht eines Beschuldigten sei, das ihm vorgeworfene strafbare Verhalten von 

Anfang an konsequent zu bestreiten (HD Urk. 118 S. 28). Gemäss wenig 

konsistenter Praxis des Bundesgerichts kann allerdings hartnäckiges Bestreiten 

und dreistes Lügen als Zeichen fehlender Reue und Einsicht gewertet und 

straferhöhend berücksichtigt werden (BGE 113 IV 56 E. 4c; 6B_858/2008 

E. 4.3.3; 6B_992/2008 E. 5.2; vgl. auch DONATSCH/FLACHSMANN/HUG/WEDER, 

a.a.O., N 16 zu Art. 47). Im vorliegenden Fall hat der Beschuldigte den 

Anklagevorwurf zwar von Anfang an konsequent bestritten. Ausführungen, die 

geradezu als absurd einzustufen wären, machte er jedoch nicht. Auch ist die 

Beweislage nicht derart erdrückend, dass sein durchgehendes Bestreiten der 

Vorwürfe als Zeichen fehlender Reue und Einsicht zu werten wäre. Dies gilt auch 

für das Ausschweigen über den Verbleib der Beute. Entgegen der Vorinstanz 

kann dieser Umstand daher nicht spürbar straferhöhend veranschlagt werden. 

Dass ein Geständnis und allenfalls damit einhergehende Reue nicht (zu Gunsten 

des Beschuldigten) berücksichtigt werden können, wurde im vorinstanzlichen 

Entscheid zu Recht festgestellt. 

 Da keine weiteren Straferhöhungs- oder Strafminderungsgründe ersichtlich 

sind, bleibt es – auch unter Berücksichtigung der Täterkomponente – bei der 

bereits für die Tatkomponente festgesetzten Einsatzstrafe von deutlich über 240 

Tagen/Tagessätzen Geldstrafe bzw. 8 Monaten Freiheitsstrafe. 

 5. Weitere Delikte 

 Sodann sind die weiteren Delikte in die Strafzumessung einzubeziehen. Für 

alle gilt, dass sie gegenüber dem betrügerischen Missbrauch einer 

Datenverarbeitungsanlage deutlich in den Hintergrund treten und ihnen, wie der 

Vorrichter zutreffend bemerkte, nur untergeordnete Bedeutung zukommt. 

-   24   - 

 5.1 Bezüglich der Irreführung der Rechtspflege ist hervorzuheben, dass 

der Beschuldigte an seiner Darstellung der Ereignisse während der ganzen 

Untersuchung und im erstinstanzlichen Verfahren konsequent festhielt, selbst als 

die Ermittlungen, die aufgrund seiner Aussagen eingeleitet wurden, zu keinen 

Hinweisen führten, die seine Schilderungen zumindest teilweise hätten bestätigen 

können. Auch diesen Tatbestand erfüllte der Beschuldigte direktvorsätzlich. Das 

Verschulden wiegt jedoch dennoch leicht; die falschen Angaben waren eine 

notwendige Begleiterscheinung zur Verdeckung der von ihm ausgelösten 

Geldtransfers und der Abhebung der Fr. 111'200.–. 

 5.2  Das Verschulden betreffend die vom Beschuldigten begangene 

Sachbeschädigung wiegt leicht. Durch das Aufwuchten der Eingangstüre entstand 

ein bloss geringer Sachschaden von ca. Fr. 500.–. Zudem entstand ein Schaden 

in unbestimmter Höhe, der jedoch auch nicht allzu hoch ausgefallen sein dürfte, 

indem der Beschuldigte zwei Computer ab deren Bürotisch stiess, eine 

Metallabdeckung bei einem Bürotisch beschädigte, vier Chip-Karten verbog sowie 

verschiedene Schubladen durchwühlte. Er richtete allerdings ein erhebliches 

Chaos an (vgl. HD Urk. 3 S. 8-10).  

 5.3 Das Verschulden im Bezug auf den Hausfriedensbruch ist als sehr 

leicht einzustufen. Zwar musste der Beschuldigte davon ausgehen, dass sein 

Aufenthalt in den Büroräumlichkeiten der B._____ GmbH dem Willen der Inhaber 

widersprach, er hielt sich aber nicht für lange Zeit in diesen Räumen auf. Auch 

betreffend dieses Delikt gilt, dass es mit dem betrügerischen Missbrauch einer 

Datenverarbeitungsanlage einherging und eine notwendige Begleiterscheinung 

war. 

 6. Fazit 

 Für diese drei weiteren Delikte (Irreführung der Rechtspflege, 

Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch) ist jeweils eine Freiheitsstrafe von bis zu 

drei Jahren oder Geldstrafe vorgesehen. Zusammenfassend und unter 

Berücksichtigung des Asperationsprinzips rechtfertigt es sich, die Einsatzstrafe 

von deutlich über 240 Tagen/Tagessätzen Geldstrafe bzw. 8 Monaten 

-   25   - 

Freiheitsstrafe um weitere rund drei Monate zu erhöhen, weshalb eine bedeutend 

höhere Strafe als die vom Vorrichter ausgefällte Strafe (360 Tagessätze bzw. 12 

Monate Freiheitsstrafe) dem gesamten Tatverschulden und den persönlichen 

Verhältnissen des Beschuldigten angemessen erscheinen würde. Aufgrund des 

Verbots der reformatio in peius fällt eine höhere Strafe als die von der Vorinstanz 

ausgesprochene Freiheitsstrafe von 12 Monaten aber ausser Betracht. Es hat 

deshalb bei der Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bleiben. 

 Es stellt sich noch die Frage, ob eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe 

auszusprechen ist, da bei dieser Strafhöhe grundsätzlich auch eine Geldstrafe 

möglich wäre (vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB, wonach die Geldstrafe höchstens 360 

Tagessätze beträgt). Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass aufgrund des 

Verhältnismässigkeitsprinzips die Geldstrafe als gegenüber der Freiheitsstrafe 

weniger eingriffsintensive Sanktion im Vordergrund steht (vgl. DOLGE in: BSK 

StGB I, 2. Aufl., Basel 2007, N 24 zu Art. 34). Wie soeben dargelegt wurde, wäre 

im Prinzip eine höhere Strafe als die Freiheitsstrafe von 12 Monaten 

schuldangemessen, was vorliegend aber aufgrund des Verschlechterungsverbots 

nicht möglich ist. Bei richtiger Zumessung der Strafe würde demgemäss eine 

Strafe von mehr als 12 Monaten bzw. 360 Tagessätzen resultieren. Die 

Geldstrafe beträgt gemäss Gesetz aber höchstens 360 Tagessätze (Art. 34 

Abs. 1 StGB). Die Ausfällung einer Geldstrafe wäre – bei richtiger, 

schuldangemessener Strafzumessung – demnach nicht mehr möglich. Es ist 

daher eine Freiheitsstrafe auszusprechen.  

 Der Beschuldigte A._____ ist somit mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten 

zu bestrafen. Daran sind in Anwendung von Art. 51 StGB 53 Tage Polizei- und 

Untersuchungshaft anzurechnen.  

 7. Bedingter Strafvollzug 

 7.1 Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass dem Beschuldigten der 

bedingte Vollzug der Strafe gewährt werden kann. Auf die diesbezüglichen 

Ausführungen des Vorrichters kann zur Vermeidung von Wiederholungen 

vollumfänglich verwiesen werden (HD Urk. 118 S. 29 f.).  

-   26   - 

 7.2 Wegen der Schwere des Verschuldens setzte die Vorinstanz die 

Probezeit auf drei Jahre fest (HD Urk. 118 S. 30). Die konkrete Bemessung der 

Probezeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens von zwei bis fünf Jahren richtet 

sich nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit 

und dem Charakter des Verurteilten sowie der Gefahr seiner Rückfälligkeit. Keine 

Rolle spielt nach herrschender Auffassung die Schwere der Tat 

(SCHNEIDER/GARRÉ in: BSK StGB I, a.a.O., N 4 zu Art. 44 mit weiteren Hinweisen; 

TRECHSEL/PIETH, Praxiskommentar StGB, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, N 1 zu 

Art. 44). Es geht daher nicht an, die Probezeit wegen der Schwere des 

Verschuldens auf drei Jahre anzusetzen. Vielmehr erscheint angesichts der 

stabilen und gefestigten Lebensumstände des Beschuldigten (Ehefrau, zwei 

kleine Kinder, feste Anstellung mit einem Einkommen von Fr. 5'500.–; vgl. Prot. II 

S. 10 ff.) eine minimale Probezeit von zwei Jahren als anzeigt, zumal der 

Beschuldigte keine Vorstrafen aufweist (HD Urk. 122; Prot. II S. 11) und 

Anhaltspunkte für eine Rückfälligkeit fehlen.  

V.  Zivilansprüche 

 Den Ausführungen der Vorinstanz betreffend die Zivilansprüche ist nichts 

beizufügen, es kann vollumfänglich auf sie verwiesen werden (HD Urk. 118 S. 30 

ff.). Zu ergänzen bleibt lediglich, dass die Hotel I._____ GmbH sich nach wie vor 

in Liquidation befindet, aber noch nicht aus dem Handelsregister gelöscht wurde; 

ihr kommt demnach weiterhin Rechtspersönlichkeit zu.  

VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 1.  Nachdem der Schuldspruch der Vorinstanz bestätigt wird, ist an der 

Kostenfestsetzung und deren Verteilung im angefochtenen Urteil nicht zu rütteln 

(Dispositiv-Ziffern 9 und 10 Abs. 1).  

 Der Vorrichter sprach den Privatklägern 3, 4, 5, 6 und 7 mit überzeugender 

Begründung je eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.– (inklusive 

8 % Mehrwertsteuer) zu (HD Urk. 118 S. 33 f.). Auf seine diesbezüglichen 

-   27   - 

Erwägungen kann, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, verwiesen 

werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

 2.  Was das Berufungsverfahren betrifft, so unterliegt der Beschuldigte mit 

seinen Anträgen; die Staatsanwaltschaft dringt mit ihrem Antrag durch. 

Ausgangsgemäss sind dem Beschuldigten daher die Kosten des 

Berufungsverfahrens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei der 

Vorbehalt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO gilt. Den Privatklägern ist mangels 

erheblicher Umtriebe im Berufungsverfahren keine Parteientschädigung 

zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil, 

Einzelgericht, vom 4. Dezember 2012 bezüglich der Dispositivziffern 4 und 5 

(Nichteintreten auf die Zivilforderungen der Privatklägerinnen 1 und 2) sowie 

8 (Belassen von Gegenständen bei den Akten) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, 

− der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB, 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

-   28   - 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 53 

Tage durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 

Jahre festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den folgenden Privatklägern 

Schadenersatz in nachfolgend genannter Höhe zu bezahlen: 

− Fr. 56'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 solidarisch an die 

Privatkläger 3 (D._____) oder 4 (E._____) 

− Fr. 6'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an die 

Privatklägerin 4 (E._____) 

− Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an die 

Privatklägerin 5 (F._____) 

− Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an den 

Privatkläger 6 (G._____) 

− Fr. 18'800.– an die Privatklägerin 7 (Hotel H._____ GmbH); im Umfang 

von Fr. 8'136.80 wird die Privatklägerin 7 auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen 

− Fr. 19'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an die 

Privatklägerin 8 (I._____ GmbH in Liquidation). 

5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-

Ziffern 7, 9 und 10) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'320.–   amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse 

-   29   - 

genommen. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  
− den Vertreter der Privatkläger D._____, E._____, F._____, G._____, 

Hotel H._____ GmbH, I._____ GmbH in Liquidation siebenfach für sich 
und die Privatkläger 
 
(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils. 

9. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

-   30   - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 12. Juli 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Maurer 
 

 
 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie 

vorerst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 
 
 

	Urteil vom 12. Juli 2013
	 Anklage:
	Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 20. September 2012 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 94).
	Urteil der Vorinstanz:
	Berufungsanträge:
	1. Das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 4. Dezember 2012 sei in seinen Dispositiv-Ziffern 1, 2, 6, 7, 9 und 10 Abs. 1 aufzuheben und wie folgt (gemäss untenstehenden Anträgen 2 bis 5) abzuändern.
	2. Der Berufungskläger sei vom betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, von der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, von der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 A...
	3. Dem Berufungskläger sei eine Entschädigung in Höhe von Fr. 10'800.– für den Lohnausfall während der Untersuchungshaft und jenen infolge der danach ausgesprochenen Kündigung zuzusprechen.
	4. Dem Berufungskläger sei eine Genugtuung in Höhe von Fr. 11'600.– für den erlittenen Freiheitsentzug während der 58 Tage Untersuchungshaft zuzusprechen.
	5. Die Zivilforderungen der Berufungsbeklagten 2 bis 7 seien vollumfänglich auf den Zivilweg zu verweisen, soweit diese nicht ohnehin abgewiesen werden.
	6. Die Kosten dieses Verfahrens und jene des vorinstanzlichen Verfahrens seien den Berufungsbeklagten zu überbinden, und diese seien zu verpflichten, dem Berufungskläger eine angemessene Parteientschädigung sowohl für das Verfahren vor Vorinstanz als ...
	Erwägungen:
	I.   Prozessgeschichte und Prozessuales
	II.   Sachverhalt
	III.   Rechtliche Würdigung
	IV.   Strafe
	V.   Zivilansprüche
	VI.   Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil, Einzelgericht, vom 4. Dezember 2012 bezüglich der Dispositivziffern 4 und 5 (Nichteintreten auf die Zivilforderungen der Privatklägerinnen 1 und 2) sowie 8 (Belassen von Gegenstände...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB,
	 der Irreführung der Rechtspflege im Sinne von Art. 304 Ziff. 1 Abs. 1 StGB,
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 53 Tage durch Polizei- und Untersuchungshaft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den folgenden Privatklägern Schadenersatz in nachfolgend genannter Höhe zu bezahlen:
	 Fr. 56'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 solidarisch an die Privatkläger 3 (D._____) oder 4 (E._____)
	 Fr. 6'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an die Privatklägerin 4 (E._____)
	 Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an die Privatklägerin 5 (F._____)
	 Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an den Privatkläger 6 (G._____)
	 Fr. 18'800.– an die Privatklägerin 7 (Hotel H._____ GmbH); im Umfang von Fr. 8'136.80 wird die Privatklägerin 7 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen
	 Fr. 19'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. August 2010 an die Privatklägerin 8 (I._____ GmbH in Liquidation).

	5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositiv-Ziffern 7, 9 und 10) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 den Vertreter der Privatkläger D._____, E._____, F._____, G._____, Hotel H._____ GmbH, I._____ GmbH in Liquidation siebenfach für sich und die Privatkläger  (Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 A...
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils.

	9. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.