# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86d95fd8-7005-54b4-8161-f77dc5c79ea0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 18.05.2020 SB180248
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180248_2020-05-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180248-O/U/ad-cs 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Wasser-

Keller und Oberrichter lic. iur. Wenker sowie Gerichtsschreiber 

MLaw Orlando 

 

Urteil vom 18. Mai 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. 
Welti, 

 Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

sowie 

 

B._____, Genossenschaft der ...,  
Privatklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,  

 

 

- 2 - 

betreffend mehrfachen Betrug etc. (Rückweisung des Schweizerischen Bun-
desgerichtes)   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 
9. März 2016 (DG150156); Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich, 
II. Strafkammer vom 7. April 2017; Urteil des schweizerischen Bundesge-
richt vom 30. Mai 2018 (6B_748/2017) 
 

 

  

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 11. Mai 

2015 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 08003001). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 42) 

1. Der Beschuldigt ist schuldig 

− des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB, 
− der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 29 lit. a StGB,  
− der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie  
− des mehrfachen Verstosses gegen Art. 67 Abs. 1 lit. g URG (in Bezug 

auf die nicht im Dynamo durchgeführten Veranstaltungen ab 
14. Januar 2011). 

2. Vom Vorwurf des mehrfachen Verstosses gegen Art. 67 Abs. 1 lit. g URG in 

Bezug auf die übrigen in Anklageziffer 37 aufgeführten Veranstaltungen wird 

der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 20 Monaten Freiheitsstrafe. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf drei 

Jahre festgesetzt.  

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin folgende Beträge als 

Schadenersatz zu bezahlen: 

− CHF 122'283.60 zuzüglich 5% Zins ab 16. Oktober 2011, 
− CHF 111'051 zuzüglich 5% Zins ab 10. April 2011, 
− CHF 264'530.30 zuzüglich 5% Zins ab 16. Oktober 2011. 

6. Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin mit ihrem Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

  

- 4 - 

7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf  

CHF 9'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

CHF 30'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

CHF 1'792.71   Auslagen Untersuchung  

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

8. [Mitteilungen] 

9. [Rechtsmittel] 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 108 S. 2 f.) 

1. Es sei festzustellen, dass der Beschluss des Obergerichts des Kantons 

Zürich vom 7. April 2017 bezüglich der Dispositivziffer 1 (Einstellung 

des Verfahrens wegen Verstosses gegen das URG) in Rechtskraft er-

wachsen ist. 

2. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Ab-

teilung, vom 9. März 2016 bezüglich der Dispositivziffer 2 (Teilfrei-

spruch) in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Ziffer 1 sowie Ziffer 3 bis 7 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 

9. März 2016 (DG150156-L) seien vollumfänglich aufzuheben. 

4. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen. 

5. Eventualiter: Der Beschuldigte sei mit einer bedingten Geldstrafe von 

nicht mehr als 30 Tagessätzen zu CHF 10.– zu bestrafen. 

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6. Auf die Zivilklage der Privatklägerin sei unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen nicht einzutreten und sie sei auf den Zivilweg zu verwei-

sen. 

7. Die gesamten Verfahrenskosten für das erst- und zweitinstanzliche 

Verfahren sowie für das Vorverfahren (einschliesslich der mit Disposi-

tivziffer 8 des Urteils des Obergerichts vom 7. April 2017 zugesproche-

nen Entschädigung der amtlichen Verteidigung für das erste oberge-

richtliche Verfahren seit dem 5. Juli 2016) seien der Staatskasse zu 

überbinden. 

8. Dem Beschuldigten seien CHF 94'810 (zzgl. MwSt.) als Entschädigung 

für die Kosten seiner erbetenen Verteidigung in der Untersuchung, im 

erstinstanzlichen Verfahren sowie im (ersten) obergerichtlichen Verfah-

ren (SB160193-O) bis zum 4. Juli 2016, zuzusprechen. 

9. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung in der Höhe von CHF 5'000.– 

zuzusprechen. 

10. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten sei für seine Auslagen und 

Aufwände seit dem Bundesgerichtsurteil vom 30. Mai 2018 aus der 

Staatskasse angemessen zu entschädigen. 

11. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bundesgerichts vom 30. Mai 

2018 bezüglich der Dispositivziffer 3 (Entschädigung des Unterzeichne-

ten als amtlichen Verteidiger im bundesgerichtlichen Verfahren) in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich:  

(Urk. 112 S. 6, sinngemäss) 

Der Beschuldigte sei wegen mehrfacher Misswirtschaft im Sinne von 

Art. 165 Ziffer 1 StGB in Verbindung mit Art. 20 lit. a StGB sowie wegen 

mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziffer 1 

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Absatz 1 StGB zu einer angemessenen, bedingten Freiheitsstrafe zu verur-

teilen und die Zivilklage der Privatklägerin sei auf den Zivilweg zu verweisen. 

Die Kosten für das gesamte Verfahren seien dem Beschuldigten aufzuerle-

gen. 

c) Des Rechtsvertreters der Privatklägerschaft: 

(Urk. 116, sinngemäss) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

_______________________________ 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Gegen das eingangs im Dispositiv erwähnte Urteil des Bezirksgerichts Zü-

rich, 9. Abteilung, vom 9. März 2016 (Urk. 42) erhob der Beschuldigte rechtzeitig 

Berufung (Urk. 37 und 41-43). Daraufhin verzichteten die Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich (nachfolgend Staatsanwaltschaft) und die Privatklägerin ex-

plizit auf eine Anschlussberufung (Urk. 47 und 48). Auf entsprechendes Gesuch 

wurde der bisherige erbetene Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, mit Wir-

kung ab 5. Juli 2016 als amtlicher Verteidiger bestellt (Urk. 49-51). Die Beru-

fungsverhandlung des ersten Berufungsverfahrens (SB160193) fand am 7. April 

2017 statt, worauf den Parteien das Urteil mit ihrem Einverständnis schriftlich mit-

geteilt wurde (Urk. 64 S. 4 ff. und S. 29; Urk. 65). Zu den Einzelheiten des Verfah-

rensgangs bis zur Urteilsfällung im ersten Berufungsverfahren sei auf die entspre-

chenden Erwägungen im schriftlich begründeten Urteil der Berufungskammer vom 

7. April 2017 verwiesen (Urk. 65 S. 7). Die hiesige Kammer des Obergerichts des 

Kantons Zürich sprach den Beschuldigten des mehrfachen Betrugs, der mehrfa-

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chen Misswirtschaft und der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung schul-

dig und bestrafte ihn mit 20 Monaten Freiheitsstrafe, bedingt aufgeschoben mit 

einer Probezeit von drei Jahren und verpflichtete ihn zur Bezahlung von Scha-

denersatz an die Privatklägerin (Urk. 65 S. 87 f.). 

2. Gegen dieses Urteil erhob der Beschuldigte mit Eingabe vom 26. Juni 2017 

Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische Bundesgericht (Urk. 71/2). Er 

beantragte, das Urteil sei aufzuheben und er sei vollumfänglich freizusprechen, 

eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen (Urk. 71/2 S. 2). Mit Urteil 6B_748/2017 der strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichts vom 30. Mai 2018 wurde die Beschwerde gutgeheissen, soweit 

darauf eingetreten wurde, das genannte Urteil der hiesigen Kammer aufgehoben 

und die Sache zur neuen Entscheidung zurückgewiesen (Urk. 76). 

3. Mit dem Einverständnis der Parteien wird das aktuelle Berufungsverfahren 

schriftlich durchgeführt (Urk. 77-78/3). Gestützt auf die bundesgerichtlichen Erwä-

gungen im Rückweisungsentscheid wurde mit Beschluss vom 25. Juli 2018 ein 

Gutachten eines Wirtschaftsprüfers bezüglich der finanziellen Situation der 

C._____ Group Gesellschaften (C1._____ GmbH und C2._____ GmbH) vor der 

Auszahlung des Darlehens im Betrage von Fr. 226'240.– an die E._____ GmbH 

[nachfolgend: E._____ GmbH] im Zeitraum Juni 2011 (vor dem 23. Juni 2011) 

und danach sowie zur Frage, ob es sich dabei um ein krasses wirtschaftliches 

Fehlverhalten handelt, eingeholt (Urk. 82). Am 26. Februar 2019 wurde das Gut-

achten erstattet (Urk. 92). Auf entsprechende Fristansetzung und -erstreckung hin 

(Urk. 96) gingen die Stellungnahmen der Parteien am hiesigen Gericht im März 

und April 2019 ein (Urk. 99-101). Innert angesetzter und zweimal erstreckter Frist 

(Urk. 102-107) ging die Berufungsbegründung vom 22. Juli 2019 beim hiesigen 

Gericht ein (Urk. 108). Die Berufungsantwort erfolgte alsdann mit Eingabe vom 

21. August 2019 (Urk. 112); die Privatklägerin verzichtete auf Stellungnahme 

(Urk. 116). In ihrer Stellungnahme vom 30. Oktober 2019 hielt die Verteidigung an 

ihren Anträgen und ihrem Standpunkt fest (Urk. 119). Somit erweist sich das Ver-

fahren als spruchreif. 

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II. Gegenstand des Verfahrens 

1. Bindungswirkung des Rückweisungsentscheids 

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Angele-

genheit zur neuen Beurteilung an das Berufungsgericht zurück, darf sich dieses 

von Bundesrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, die das Bundes-

gericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und sind in das 

neue Urteil zu übernehmen. Irrelevant ist, dass das Bundesgericht mit seinem 

Rückweisungsentscheid formell in der Regel das ganze angefochtene Urteil auf-

hebt. Entscheidend ist nicht das Dispositiv, sondern die materielle Tragweite des 

bundesgerichtlichen Entscheids (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1 und Urteil des Bundes-

gerichts 6B_765/2015 vom 3. Februar 2016 E. 4; je mit Hinweisen). Die neue Ent-

scheidung der kantonalen Instanz ist somit auf diejenige Thematik beschränkt, die 

sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beur-

teilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies not-

wendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu 

tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1 mit Hinweisen und Urteil des Bundesgerichts 

6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 3.2.1). Aufgrund der Bindungswirkung bun-

desgerichtlicher Rückweisungsentscheide ist es dem Berufungsgericht, abgese-

hen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits 

einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache un-

ter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid aus-

drücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind 

(BGE 143 IV 214 E. 5.3.3 mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung beruht auf dem 

Gedanken, dass das Strafverfahren prinzipiell mit dem Urteil der (oberen) kanto-

nalen Instanz abgeschlossen ist (BGE 117 IV 97 mit Hinweisen; Urteil des Bun-

desgerichts 6B_1431/2017 vom 31. Juli 2018 E. 1.3). Muss sich jedoch die Vor-

instanz aufgrund des Rückweisungsentscheides nochmals mit der Beweislage be-

fassen, ist eine neue, abweichende Beweiswürdigung durch die Berufungsinstanz 

ebenso zulässig wie die Abnahme neuer Beweise, selbst wenn solche bereits in 

einem früheren Verfahrensstadium hätten erhoben werden können, soweit der 

entsprechende Sachverhalt mit einer Willkürrüge vor Bundesgericht noch ange-

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fochten werden kann und demnach noch nicht verbindlich feststeht (BGE 143 IV 

214 E. 5.3.2 und E. 5.4. a.E.).  

2. Der vorliegende bundesgerichtliche Aufhebungsentscheid bezieht sich zum 

einen auf den Schuldspruch betreffend Betrug (Urk. 76 E. 1. S. 4-11). Hierzu er-

übrigen sich Weiterungen, da die hiesige Kammer an die dargelegte Rechtsauf-

fassung gebunden ist, wonach in concreto der Tatbestand des Betruges im Sinne 

von Art. 146 Abs. 1 StGB bezüglich der Abrechnungsformulare zuhanden der Pri-

vatklägerin über die Urheberrechtsentschädigungen nicht erfüllt ist, so dass be-

züglich dieses Anklagepunktes ein Freispruch zu erfolgen hat. 

3. Zum anderen erwog das Bundesgericht hinsichtlich der Schuldsprüche we-

gen mehrfacher Misswirtschaft und mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung, 

dem Beschuldigten werde gestützt auf die Anklageschrift und dem Anklageprinzip 

folgend nur die im Juni 2011 an die E._____ GmbH erfolgte Zahlung von 

Fr. 226'240.– als ungesichertes und voraussichtlich uneinbringliches Darlehen 

vorgeworfen, so dass weitere Zahlungen aus den Jahren 2009 und 2010 nicht be-

rücksichtigt werden dürften (Urk. 76 E. 2 S. 11-15 und E. 4 S. 18 f.). Es wird dem-

nach für ein neues Urteil betreffend den Sachverhalt lediglich von diesem gewähr-

ten Darlehen in der Höhe von Fr. 226'240.– als Tathandlung auszugehen sein.  

Schliesslich rügt das Bundesgericht in Bezug auf den Schuldspruch der Misswirt-

schaft zusätzlich, die hiesige Kammer habe keine konkreten Überlegungen zur fi-

nanziellen Situation der C._____ Gesellschaften mit und ohne den Überbrü-

ckungskredit von Fr. 226'240.– angestellt, obwohl solche sowohl für den Nach-

weis eines Kausalzusammenhangs zwischen der Bankrotthandlung und der Ver-

mögenseinbusse, als auch für die Beantwortung der Frage, ob der Überbrü-

ckungskredit überhaupt ein krasses wirtschaftliches Fehlverhalten im Sinne des 

Tatbestandes darstellte, erforderlich sind (Urk. 76 E. 3. S. 15-17). Angesichts der 

unübersichtlich geführten Geschäftsbücher wurde ein Sachverständiger mit der 

Darlegung der effektiven finanziellen Situation der C._____ Gesellschaften mit 

und ohne den fraglichen Überbrückungskredit von Fr. 226'240.– beauftragt 

(Urk. 86 und 88). Insofern ist der tatbestandliche Sachverhalt ergänzend zu erstel-

len, eine erneute Beweiswürdigung vorzunehmen und dieser Sachverhalt auch 

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einer erneuten rechtlichen Würdigung zu unterziehen, wobei die erkennende 

Kammer insgesamt nach wie vor an die Anklage vom 11. Mai 2015 

(Urk. 08003001) gebunden ist. 

4. Gemäss dem Verschlechterungsverbot im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO 

darf der Entscheid der Vorinstanz nicht zum Nachteil der beschuldigten oder ver-

urteilten Person abgeändert werden, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Guns-

ten eingereicht wurde. Das Verschlechterungsverbot gilt jedoch nicht nur in dem 

vom Beschuldigten allein initiierten Rechtsmittelverfahren, sondern gelangt auch 

im Fall der Neubeurteilung nach Rückweisung an die untere Instanz zur Anwen-

dung (Urteil 6B_724/2014 vom 20. November 2014 E. 1.3; LIEBER, in: Donatsch/ 

Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen StPO, Zürich/Basel/Genf 

2014, [kurz: ZH StPO Komm.], N 8 zu Art. 391). Demgemäss gilt in Bezug auf das 

gegebenenfalls auszusprechende Strafmass eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten, 

bedingt aufgeschoben mit einer Probezeit von 3 Jahren, als Höchstgrenze. 

2. Teilrechtskraft 

1. Um eine extensive Wiederholung des aufgehobenen Entscheides zu ver-

meiden, kann bezüglich der faktisch in Rechtskraft erwachsenen Teile in sinnge-

mässer Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO auf die Erwägungen im aufgehobe-

nen Entscheid verwiesen werden, mithin auf das Urteil der hiesigen Kammer des 

Obergerichts vom 7. April 2017 (SB160193; Urk. 65). Die nicht kassierten Teile 

des aufgehobenen Urteils sind jedoch ins neue Urteil zu übernehmen (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 3.2.1; Schmid/Jositsch, 

Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, [kurz: Hand-

buch] N 1713). Da die eidgenössische Strafprozessordnung keine Bestimmungen 

zur Teilrechtskraft enthält (Sprenger in: Niggli/Heer/ Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 

Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung [kurz: BSK StPO], 2. A. Basel 

2014, Art. 437, N 31) und das Bundesgericht im Entscheid 143 IV 160 E. 3.1 die 

Frage offen gelassen hat, wird der Übersichtlichkeit halber im vorliegenden Ent-

scheid das vollständige Dispositiv wiedergegeben.  

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2. Der Beschuldigte beantragte im Nachgang zum Rückweisungsentscheid des 

Bundesgerichts in seiner ergänzenden Berufungsschrift vom 22. Juli 2019, es sei 

die Rechtskraft der Verfahrenseinstellung betreffend den Verstoss gegen das Ur-

heberrechtsgesetz (URG) und diejenige des Teilfreispruchs durch die Vorinstanz 

festzustellen. Im Übrigen sei das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und der Be-

schuldigte vollumfänglich freizusprechen, unter Übernahme der Gerichtskosten 

durch den Staat, der Bezahlung einer Entschädigung für die erbetene Verteidi-

gung von Fr. 94'810.– und einer Genugtuung von Fr. 5'000.– an den Beschuldig-

ten. Eventualiter sei der Beschuldigte mit einer bedingten Geldstrafe von nicht 

mehr als 30 Tagessätzen zu Fr. 10.– zu bestrafen und der amtliche Verteidiger 

sei angemessen zu entschädigen (Urk. 108 S. 2 f.). 

Die Staatsanwaltschaft dagegen beantragt, der Beschuldigte sei wegen mehrfa-

cher Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 SGB i.V.m. Art. 29 lit. a StGB 

sowie wegen mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu einer angemessenen bedingten Freiheitsstrafe zu verurtei-

len und die Zivilklage der Privatklägerin sei auf den Zivilweg zu verweisen. Auch 

bei einem allfälligen Freispruch seien die Kosten des gesamten Verfahrens dem 

Beschuldigten aufzuerlegen, weil er die Untersuchung und die Einleitung des 

Strafverfahrens schuldhaft bewirkt habe (Urk. 112 S. 6). 

3. Infolge Nichtanfechtung des im erstinstanzlichen Urteil ergangenen Teilfrei-

spruchs sowie der Einstellung des Verfahrens wegen des Verstosses gegen das 

Urheberrechtsgesetz im Sinne von Art. 67 Abs. 1 lit. g (Anklageziffer 36) ist der 

diesbezügliche Beschluss des ersten Berufungsurteils vom 7. April 2017 in 

Rechtskraft erwachsen, was vorab festzustellen ist. 

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III. Sachverhalt 

1.  Anklage 

1. Misswirtschaft 

1.1. Gemäss Anklageschrift vom 11. Mai 2015 wird dem Beschuldigten vorge-

worfen, er habe als Schuldner mehrfach durch leichtsinniges Gewähren von Kre-

dit die Überschuldung der Gesellschaften C1._____ GmbH und C2._____ GmbH 

herbeigeführt oder verschlimmert, deren Zahlungsunfähigkeit herbeigeführt oder 

im Bewusstsein ihrer Zahlungsunfähigkeit deren Vermögenslage verschlimmert 

(Urk. 08003001 S. 3), indem er zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt vor 

dem 23. Juni 2011 namens der C2._____ GmbH aus deren Vermögen sowie 

auch noch mit Geldern, welche der C1._____ GmbH zustanden, die darlehens-

weise Übertragung (als ungesicherter "Überbrückungskredit") von Geldern der 

beiden C._____ Gesellschaften in der Höhe zwischen CHF 226'240.– und maxi-

mal zirka CHF 750'000.– an die E._____ GmbH veranlasst habe. Dies habe der 

Beschuldigte zur Rettung des anstehenden von der E._____ GmbH veranstalte-

ten und mangels vorhandener Finanzen von einer kurzfristigen Absage bedrohten 

Open Airs "F._____ Festival" vom tt./tt. Juni 2011 getan (a.a.O. S. 7). Dabei sei 

dem Beschuldigten im Zeitpunkt der Geldüberweisung(-en) klar gewesen oder er 

habe es zumindest billigend in Kauf genommen, dass die E._____ GmbH realisti-

scherweise das ausgeliehene Geld zum Nachteil der zwei Gesellschaften nicht 

oder nicht in vollem Umfang werde zurückzahlen können (a.a.O. S. 8). Die Ge-

währung des in der Zeit vor dem 23. Juni 2011 gewährten, ungesicherten, vo-

raussehbar uneinbringlichen und in der Folge denn auch tatsächlich nicht zurück-

bezahlten Darlehens sei direkt kausal für die per 3. Oktober 2011 eingetretene 

Zahlungsunfähigkeit der zwei C._____ Gesellschaften, welche Folge der Be-

schuldigte zumindest billigend in Kauf genommen habe (a.a.O. S. 8 Ziff. 14). 

1.2. Das Bundesgericht räumt zwar ein, die Anklageschrift sei teils schwer ver-

ständlich, entschied aber dennoch, angeklagt sei klar eine Darlehensvergabe der 

C2._____ GmbH bzw. der C1._____ GmbH an die E._____ GmbH wenige (ma-

ximal sechs) Wochen vor dem F._____ Festival vom tt./tt. Juni 2011, um das von 

- 13 - 

einer kurzfristigen Absage bedrohte Festival doch noch durchführen zu können 

und damit einzig die im Juni 2011 an die E._____ GmbH überwiesenen 

Fr. 226'240.–. 

1.3. Des weiteren hält das Bundesgericht zur Tathandlung fest, in der Anklage-

schrift werde lediglich die Gewährung des zuvor erwähnten ungesicherten und vo-

raussichtlich uneinbringlichen Darlehens an die E._____ GmbH mit den Geldern 

der zwei C._____-Gesellschaften in der Zeit vor dem 23. Juni 2011 geschildert. 

Nicht angeklagt sei jedoch, dass es der Beschuldigte unterlassen habe, einen 

zeitnahen Rechnungsabschluss des letzten Geschäftsjahres oder eine Zwischen-

bilanz zu erstellen resp. erstellen zu lassen. Ebenfalls nicht vorgeworfen werde 

dem Beschuldigten, er habe im Jahre 2010 zwei neue Gesellschaften gegründet, 

ohne diese mit ausreichend Kapital auszustatten, und habe die Geschäftstätigkei-

ten der drei Gesellschaften vermischt (Urk. 76 S. 14 f. E. 2.5). 

1.4. Das Bundesgericht erwog weiter, es seien konkrete Überlegungen zur finan-

ziellen Situation der C._____ Gesellschaften mit und ohne den Überbrückungs-

kredit von Fr. 226'240.– anzustellen und aufzuzeigen, ob gegebenenfalls ein Kau-

salzusammenhang zwischen der Vergabe dieses Kredits (Bankrotthandlung) und 

der Vermögenseinbusse bestehe und ob die Vergabe dieses Kredites überhaupt 

ein krasses wirtschaftliches Fehlverhalten im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB dar-

stelle (Urk. 76 S. 17 E. 3.3). 

2. Ungetreue Geschäftsbesorgung 

2.1. In Bezug auf die mehrfache ungetreue Geschäftsbesorgung wirft die Ankla-

gebehörde dem Beschuldigten vor, mit der Gewährung des ungesicherten und vo-

raussehbar uneinbringlichen (in der Folge auch tatsächlich nicht zurückbezahlten) 

Darlehens von zwischen Fr. 226'240.– und maximal Fr. 750'000.– an die E._____ 

GmbH habe der Beschuldigte wissentlich und willentlich seine vermögenserhal-

tenden Obliegenheiten als Verwalter der Vermögenswerte der C._____ Gesell-

schaften verletzt, wodurch diesen ein massiver finanzieller Schaden in einem Be-

trag zwischen Fr. 226'240.– und maximal Fr. 750'000.– zugefügt worden sei, was 

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der Beschuldigte zumindest billigend in Kauf genommen habe (Urk. 08003001 

S. 8 Ziff. 15).  

2.2. Gemäss dem Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts ist auch in Bezug 

auf den Vorwurf der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung einzig das 

durch mehrere Zahlungen der C1._____ GmbH an die E._____ GmbH gewährte 

Darlehen von Fr. 226'240.– zu berücksichtigen (Urk. 76 S. 14 E. 2.4.3). Als Tat-

handlung kommt ausserdem ebenfalls einzig die Gewährung dieses Darlehens in 

Frage, da weitere Handlungen oder Unterlassungen wie die Vermischung der Ge-

schäftstätigkeit der C._____ Gesellschaften und der E._____ GmbH oder die Ge-

währung weiterer Darlehen an die mit ungenügendem Kapital ausgestattete 

E._____ GmbH oder die unterlassenen Rechnungsabschlüsse bzw. die unterlas-

sene Zwischenbilanz dem Beschuldigten in der Anklageschrift nicht vorgeworfen 

würden (Urk. 76 E. 2. S. 11-15, E. 4. S. 18 f.).  

2. Einwendungen 

Auf die Einwendungen der Verteidigung zu den Details des Anklagesachverhalts 

kann auf das erste Berufungsurteil verwiesen werden (Urk. 67 S. 20 ff.). In seiner 

Berufungsschrift vom 22. Juli 2019 erhebt die Verteidigung keine wesentlichen 

neuen Einwände und setzt sich überwiegend mit der Begründung der Erstinstanz 

auseinander (Urk. 108). Darauf ist nicht weiter einzugehen, nachdem die Beru-

fungsinstanz ein neues Urteil zu fällen hat und sich im ersten Berufungsurteil um-

fassend mit der Sach- und Rechtslage auseinandergesetzt hat (Urk. 67). Im Übri-

gen kann zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen bezüglich der Einwendun-

gen des Beschuldigten auf das erste Berufungsurteil verwiesen werden (Urk. 65 

S. 20 f. Ziff. III.B.2.). 

3. Beweiswürdigung 

In tatsächlicher Hinsicht ist vom folgenden Sachverhalt für die rechtliche Würdi-

gung auszugehen: 

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3.1. In Bezug auf die Stellung des Beschuldigten in den C._____-Gesellschaften 

sowie der E._____ GmbH, seine Verantwortlichkeit für die Finanzen und seine 

Zeichnungsberechtigung und damit die Zurechnung der angeklagten Tathandlung 

an den Beschuldigten, sei auf die Erwägung III.B.3.2.1. im ersten Berufungsurteil 

verwiesen (Urk. 65 S. 25 ff.). Der Übersicht halber sei hier nochmals die Grafik 

abgebildet (welche in der Ausfertigung des Urteils auf der linken Seite abgeschnit-

ten wurde): 

  

3.2. Ebenfalls unbestritten und aktenkundig wurde über alle drei Gesellschaften 

der Konkurs eröffnet, wozu die Details ebenfalls dem ersten Berufungsurteil zu 

entnehmen sind (Urk. 65 S. 27 f. E. III.B.3.2.2): Je infolge ihrer jeweiligen Insol-

venzerklärungen über die C1._____ GmbH und die C2._____ GmbH am 3. Okto-

ber 2011 sowie über die E._____ GmbH am 10. Oktober 2011. Mit der Vorinstanz 

ist daher die objektive Strafbarkeitsbedingung vorliegend erfüllt.  

3.3. Anerkanntermassen war zulasten der C1._____ GmbH im Juni 2011 die 

Darlehenssumme von Fr. 226'240.– in drei Zahlungen an die E._____ GmbH 

überwiesen worden (Urk. 65 S. 20 E. III.B.2.1. und S. 28 E. III.B.3.2.2). Unbestrit-

ten blieb auch, dass dieser Kredit ohne Gegenleistung erfolgte (Prot. I S. 14). Im 

- 16 - 

Übrigen geht der Beschuldigte in seiner neusten Berufungsschrift mit der erken-

nenden Kammer und aufgrund der Buchhaltungsunterlagen davon aus, dass die 

C._____ Gesellschaften schon vor der Darlehensgewährung im Juni 2011 über 

ein beträchtliches Guthaben von über Fr. 832'000.– bei der E._____ GmbH im 

Zusammenhang mit F._____ verfügten, was ihm bekannt war (Urk. 108 S. 16; 

Urk. 65 S. 36). Zusammen mit den Fr. 226'240.– vom Juni 2011 waren bei den 

C._____-Gesellschaften unbestrittenermassen folgende Rückzahlungen von Dar-

lehen aus den Jahren 2009 und 2010 ausstehend (Urk. 65 S. 34-36 E. III.B.3.2.6):  

 Fr.   380'000.– Lizenzgebühren F._____ 
 Fr.   244'000.– Vorkasse … [Band]/F._____ 
 Fr.   148'710.– J._____ / Handling F._____ 
 Fr.    60'000.– Vorarbeiten F._____ 
 Fr.   226'240.– Überweisungen Juni 2011 F._____ 
 Fr. 1'058'950.– 

Zu den Details dieser Schulden der E._____ GmbH bei den C._____ Gesellschaf-

ten sei auf das erste Berufungsurteil verwiesen (Urk. 65 S. 34 ff. Ziff. 3.2.6.). Im 

Hinblick auf die Beurteilung des Überbrückungskredits vom Juni 2011 ist – wie 

schon im ersten Berufungsurteil – namentlich auf die Verbindlichkeiten aus der Li-

zenzvereinbarung hinzuweisen, welche H._____ und der Beschuldigte am 

16. Dezember 2009 namens einer (in der Schweiz nicht eingetragenen) "K._____ 

GmbH" für die F._____ Festivals in der Schweiz unterzeichnet hatten (Urk. 65 

S. 30 Ziff. III.B.3.2.3). Darin verpflichteten sie sich zur Bezahlung einer hohen Li-

zenzgebühr von € 250'000.– (sc. umgerechnet rund Fr. 380'000.–) und von jähr-
lich wiederkehrenden "Central Office" Gebühren im Betrage von € 200'000.– 

(Urk. 06011001). Über diese wiederkehrende und auch 2011 fällige Verpflichtung 

war der Beschuldigte zweifellos vollumfänglich im Bilde. 

3.4. Ebenfalls unbestritten sowie aus den Akten ersichtlich wurden die Buchhal-

tungen und Jahresabschlüsse der C1._____ GmbH seit 1986 bis und mit 2009 

von der L._____ Treuhand GmbH erstellt, wobei der endgültige Jahresabschluss 

2008 erst am 14. Juni 2011 und derjenige für 2009 erst am 11. Juli 2011 fertigge-

stellt wurde. Ab dem Geschäftsjahr 2010 übernahm die M._____ AG diesen Auf-

- 17 - 

trag, welche den Jahresabschluss 2010 und denjenigen per 30. Juni 2011 im Juli 

2011 vorlegte. Damit übereinstimmend ergibt sich aus dem E-Mail der L._____ 

Treuhand GmbH an N._____, CEO der O._____AG, samt Beilagen, dass am 1. 

Juni 2011 nur der definitive Abschluss des Geschäftsjahres 2007 vorlag und für 

das Geschäftsjahr 2008 erst ein provisorischer, ohne Abgrenzungs- und Ab-

schlussbuchungen (siehe dazu Urk. 65 S. 28 f. E. III.B.3.2.3.). Das ist vor dem 

Hintergrund der Neugründungen der C2._____ GmbH und E._____ GmbH am 

15. März 2010 durch die Gesellschafter der C1._____ GmbH durchaus relevant. 

Zum einen wurde die Geschäftstätigkeit der drei Firmen nicht sauber getrennt, 

was bei der Beurteilung der finanziellen Situation besonders zu beachten ist, da 

die M._____ AG für die C._____ Gesellschaften eine einzige Buchhaltung emp-

fahl und auch umsetzte. Dennoch wurde versucht, im Nachhinein per 31. Dezem-

ber 2010 und per 30. Juni 2011 je eine Bilanz und die Erfolgsrechnung für die 

C2._____ vorzulegen (Urk. 06013048-49 und Urk. 06013052 und 0601354). 

Gleichzeitig wurde aber über dieselbe Periode eine Erfolgsrechnung zu Null und 

eine ausgeglichene Bilanz lediglich hinsichtlich des Stammkapitals erstellt (siehe 

dazu Urk. 65 S. 29/30). Aus diesem Grund kann nicht unbesehen auf die Buch-

haltungen 2010 und 2011 abgestellt werden. Diese Feststellung deckt sich auch 

mit der Aussage des Zeugen P._____ (bis 2013 CFO von Q._____) im Zusam-

menhang mit einer allfälligen Rettung des Konzertveranstalters. Er gab an, vor 

dem F._____ Festival 2011 die Buchhaltungen der C._____ Gesellschaften sowie 

der E._____ GmbH geprüft zu haben, wobei er Unstimmigkeiten festgestellt habe 

und vieles unschlüssig gewesen sei. Man habe die C._____ schliesslich aufgefor-

dert, die Buchhaltung zuerst in Ordnung zu bringen. Gemeinsam mit Herrn 

R._____ seien dann die buchhalterischen Arbeiten angegangen worden. Seine 

Empfehlung an den Geschäftsführer von Q._____ habe dahingehend gelautet, 

dass es sich um ein Fass ohne Boden handle oder handeln könnte, da es Unsi-

cherheiten gäbe. Damit sei der Auftrag abgeschlossen gewesen (Urk. 7037001 

S. 3 ff.). Diese Aussage wird auch durch den Zeugen S._____ bestätigt, die zu-

sammengefasst von der Vorinstanz zitiert wird (Urk. 42 S. 36). Danach habe man 

im Zusammenhang mit einer möglichen Akquisition von C._____ im Rahmen ei-

ner vertieften Prüfung rasch gesehen, dass die C._____ in finanziellen Schwierig-

- 18 - 

keiten gewesen sei, weshalb sich der Verwaltungsrat der T._____ gegen die Ak-

quisition entschieden habe (Urk. 7027001 S. 3 ff.). Mit anderen Worten ist die fi-

nanzielle Situation, soweit möglich, anhand anderer Kriterien, namentlich durch 

Urkunden dokumentierter Fakten wie Saldoständen auf den Konten, Schuldver-

pflichtungen und dergleichen, zu betrachten und zu beurteilen, da die Jahresab-

schlüsse 2010 und 2011 nicht über alle Zweifel erhaben sind. Schliesslich bleibt 

festzuhalten, dass im Zeitpunkt der Neugründung der zwei Firmen (C2._____ 

GmbH und E._____ GmbH) die Jahresabschlüsse der C1._____ GmbH der ver-

gangenen zwei Jahre (2008 und 2009) noch nicht vorhanden und demzufolge die 

effektiven Zahlen dieser Abschlüsse auch dem Beschuldigten noch nicht bekannt 

waren. Die Vorgänge und Jahresabschlüsse vor dem Zeitpunkt der Gewährung 

der Kreditsumme von Fr. 226'240.– sind aber in Bezug auf die Kenntnis der finan-

ziellen Situation der betroffenen Firmen durch den Beschuldigten und in Bezug 

auf ein allfälliges Risiko, das mit der Kreditgewährung eingegangen wurde, 

durchaus relevant, selbst wenn die einzelnen Handlungen dem Beschuldigten 

vorliegend strafrechtlich nicht zum Vorwurf gemacht werden. 

3.5. Zur wirtschaftlichen Situation der C1._____ GmbH gilt es folgendes festzu-

halten: 

3.5.1. Wie sich aus der nachstehenden Tabelle ohne weiteres ergibt, erwirtschaf-

tete die C1._____ GmbH bereits in den Geschäftsjahren 2004 bis 2006 Verluste 

zwischen Fr. 72'000.– und Fr. 141'000.–, was dem Beschuldigten ebenso bekannt 

war wie der negative Abschluss des Jahres 2007 in der Höhe von minus 

Fr. 76'402, der ihm am 1. Juni 2011 und damit vor dem inkriminierten Überbrü-

ckungskredit von Fr. 226'240.– vorlag. Tabellarisch dargestellt verhält es sich wie 

folgt:  
Übersicht Jahresabschlüsse der C1._____ GmbH (in CHF, abgerundet) 
 

Geschäfts-
jahr 

Abnahme an 
Gesellschaf-
terversamm-
lung 

Bilanz Erfolgsrechnung 

Ergebnis 
Aktenstel-
len 
(Urk.) Aktiven Passiven Aufwand Ertrag 

 

2004 7.4. 2006 589'551 663'472 3'582'669 3'508'748 - 73'920 06013017-18; 06022002 
2005 16.4. 2007 371'061 512'383 3'453'938 3'312'616 - 141'321 06013019-20; 06022003 
2006 13.10. 2008 486'655 559'270 4'427'101 4'354'487 - 72'614 06013021-23; 06022006 

- 19 - 

2007 14.8. 2009 898'607 822'205 3'599'333 3'675'736    76'402 06013024-5; 06022007 
2008 16.6. 2011 803'423 818'044 7'903'842 7'889'221 - 14'621 06013028-29; 06022008 
2009 25.7. 2011 1'694'848 1'933'406 4'634'484 4'395'925 - 238'558 06013032-35 06022009 

Die Bilanz der C1._____ GmbH führte bereits per 31. Dezember 2009, und damit 

zu einem Zeitpunkt, als die beiden neueren GmbH's noch gar nicht gegründet wa-

ren, ein Darlehen zugunsten der E._____ GmbH im Betrage von Fr. 380'000.– auf 

(Urk. 06013033), ohne dass etwas Derartiges in den Statuten vorgesehen gewe-

sen wäre. Ausserdem wurde namens der C1._____ GmbH der Stand ihres Ei-

genkapitals per 31. Dezember 2009 fälschlicherweise mit lediglich Fr. 11'142.92 

angegeben (Urk. 06013036), gegenüber der schliesslich deponierten Bilanz per 

31. Dezember 2009, welche ein Eigenkapital von Fr. 249'701.17 und einen Ver-

lust von Fr. 238'558.25 auswies (Urk. 06013033). Diese Bilanz enthält namentlich 

Fr. 380'000.– freie Reserven, die in sämtlichen Bilanzen seit 2004 unverändert 

Bestandteil des Eigenkapitals waren, über deren Werthaltigkeit die Akten jedoch 

keine Auskunft geben. Auch über das dem Beschuldigten seitens der Firma ge-

währte Darlehen im Betrage von Fr. 290'000.–, das bereits in der Bilanz 2004 er-

scheint, ist nichts näheres bekannt, namentlich nicht Dauer, Verzinsung und Fäl-

ligkeit. Diese Forderung der Firma stellte einen gewichtigen Faktor in der Bilanz 

dar, da sie ein Mehrfaches des Stammkapitals samt gesetzlicher Reserven aus-

machte. Die Einbringlichkeit dieser Forderung wurde indessen weder durch die 

Geschäftsführung noch die Gesellschafterversammlung geklärt, auch nicht im 

Hinblick auf die Vergabe des Kredits von Fr. 226'240.– an die E._____ GmbH.  

3.5.2. Wie im ersten Berufungsurteil im Detail dargelegt (Urk. 65 S. 31 ff. Ziff. III. 

B.3.2.4.), erlaubt die Kennzahl des Liquiditätsgrads 2 oder der Quick Ratio (For-

mel: [flüssige Mittel plus Forderungen] x 100 : kurzfristiges Fremdkapital) eine 

Aussage darüber, ob das Unternehmen in der Lage ist, seine kurzfristigen Ver-

bindlichkeiten zu erfüllen. Das traf auf die C1._____ GmbH schon seit dem Ge-

schäftsjahr 2005 nicht mehr zu, denn ihr Liquiditätsgrad 2 lag immer unter 100%. 

In den Geschäftsjahren 2005 und 2006 betrug er gar nur 70,44 bzw. 61,25%, was 

ein besorgniserregendes Ergebnis darstellt. Die entsprechenden Zahlen sind aus 

- 20 - 

folgender Darstellung ersichtlich und basieren auf den Bilanzen 2004 bis 2007 

(Urk. 06013017, 06013019, 06013021 und 06013024): 
 
    294'896  x  100     77'857  x  100 
 2004: --------------------- = 157 %  2005: --------------------- = 70,44 % 
         187'696           110'527 
 
 
   183'001  x  100     599'753  x  100 
 2006: --------------------- = 61,25 %  2007: --------------------- = 94,55 % 
         298'736           634'285 
 
 
    506'719  x  100     1'207'239  x  100 
 2008: --------------------- = 91,51 %  2009: --------------------- = 71,7 % 
        553'722          1'683'705 
 

Der Geschäftsabschluss 2009 zeigt ebenfalls auf, dass die kurzfristigen Verbind-

lichkeiten nur zu 71,7% mit den flüssigen Mitteln und den kurzfristigen Forderun-

gen beglichen werden konnten (Urk. 06013032). Die Kenntnis der flüssigen Mittel 

und der kurzfristigen Forderungen sind dem Beschuldigten jedoch unabhängig 

vom Vorliegen eines Jahresabschlusses anzurechnen, schliesslich muss davon 

ausgegangen werden, dass er als verantwortlicher Gesellschafter und Geschäfts-

führer mit Einzelzeichnungsunterschrift Kenntnis der Saldostände der Firmenkon-

ten hatte oder zumindest hätte haben können, ebenso wie davon auszugehen ist, 

dass ihm die immensen Zahlungsverpflichtungen der C._____ Gesellschaften und 

der E._____ GmbH bekannt waren. Das wird auch durch seine Aussagen gegen-

über der Privatklägerin bestätigt, mit welcher er im Zeitpunkt der Gewährung der 

Kreditsumme von Fr. 226'240.– an die E._____ GmbH schon seit Jahren in Ge-

sprächen betreffend seine finanziellen Schwierigkeiten war. Entsprechend musste 

dem Beschuldigten auch bekannt sein, dass die C1._____ GmbH per 30. Dezem-

ber 2010 nur über Fr. 392'900.– flüssige Mittel verfügte, dem ein kurzfristiges 

Fremdkapital von Fr. 741'125.– gegenüberstand.  

3.5.3. Die Zahlungsschwierigkeiten der C1._____ GmbH sind jedenfalls seit 

Herbst 2007 schriftlich dokumentiert. So erinnerte die Privatklägerin den Beschul-

digten am 15. Oktober 2007 unbestrittenermassen über ausstehende Zahlungen 

von Urheberrechtsentschädigungen im Betrage von Fr. 54'405.50, die bereits seit 

22. Juli 2007 fällig waren, setzte eine letzte Zahlungsfrist an und stellte für den 

Fall der Nichtbezahlung die Forderung von Verzugszins und die Beschreitung des 

- 21 - 

Rechtswegs in Aussicht. Im gleichen Schreiben forderte sie überdies die Bezah-

lung weiterer offener Rechnungen und hielt fest, dass nunmehr ein Totalbetrag 

von Fr. 95'605.80 fällig sei (Urk. 07045008). Der Beschuldigte erbat daraufhin für 

den überfälligen Betrag einen Zahlungsaufschub bis Ende des Monats 

(Urk. 07045009). Offensichtlich war er nicht in der Lage, sofort Fr. 54'405.50 zu 

bezahlen. Daran änderte sich in der Folge nichts, teilte er der Privatklägerin am 

8. April 2008 doch mit, in den vergangenen Jahren habe der Druck auf die Veran-

stalter extrem zugenommen; der Markt sei äusserst schwierig für sie geworden; er 

sei bestrebt, einen Grossteil der Schulden bis Ende August abtragen zu können 

(Urk. 07042004). Auch im Januar 2009 bat der Beschuldigte unter Verweis da-

rauf, sie hätten nebst den Hiobsbotschaften der Banken mit einigen Konzerten im 

vergangenen Jahr sehr grosses Pech gehabt, erneut um Verständnis und Geduld 

(Urk. 013011). Zu diesem Zeitpunkt betrugen die noch offenen Rechnungen vom 

12. April 2008, also rund 9 Monate alte Rechnungen, bereits wieder Fr. 67'666.60. 

Dazu kamen vom November 2008 zusätzliche offene Rechnungen in der Höhe 

von Fr. 73'5632.70 (Urk. 013012). Auf schriftliches Ersuchen des Beschuldigten 

vom 15. November 2009 hin, in welchem er unter anderem einen Teilforderungs-

verzicht seitens der Privatklägerin wünschte (Urk. 013014), bot diese Hand, in-

dem sie nebst der einmaligen Bezahlung von Fr. 60'000.– monatliche Abzahlun-

gen von Fr. 5'000.– akzeptierte, jedoch nicht den Forderungsverzicht 

(Urk. 013015). Darauf teilte der Beschuldigte am 25. Januar 2010 schriftlich mit, 

dass diese monatlichen Zahlungen sie extrem belasten und voraussichtlich zur 

Entlassung einer Person aus dem Team führen würden. Ausserdem wies der Be-

schuldigte darauf hin, dass sie bisher dank vielschichtiger Unterstützung trotz 

enormer Probleme bis jetzt hätten überleben können und jeder in ihrem Büro alles 

dafür gebe, dass die Firma am Leben bleibe. Wie er schon beim letzten Gespräch 

gesagt habe, bräuchten sie aber wirklich Hilfe (Urk. 013016). Schliesslich aner-

kannte der Beschuldigte namens der C1._____ GmbH am 22. Oktober 2010 

schriftlich, der Privatklägerin Fr. 259'940.15 zu schulden und diesen Betrag in 

monatlichen Raten à Fr. 10'000.– abzuzahlen (Urk. 0602006). Mithin wurden die 

Zahlungsschwierigkeiten der C1._____ GmbH immer nur schlimmer und schlim-

mer. Eine Entspannung zeichnete sich insbesondere auch Ende 2010 nicht ab.  

- 22 - 

Diese für sich alleine schon aussagekräftigen Urkunden werden von den Zeugen-

aussagen gedeckt (Urk. 07038001 S. 13 und S. 5 ff. [U._____]; Urk. 07041001 

S. 3 [V._____]; Urk. 07042001 S. 4, 7 f. [W._____]; Urk. 07043001 S. 7 

[AA._____]; Urk. 07044001 S. 3 [AB._____]; Urk. 07013001 S. 5 [AC._____]; 

Urk. 07014001 S. 4 [AD._____]; Urk. 07015001 S. 4 [AE._____]). Sie fügen sich 

ausserdem nahtlos ein in die interne Notepad-Liste der Privatklägerin, worin sie 

Gespräche mit und ohne den Beschuldigten bezüglich der C1._____ GmbH fest-

hielt. Hierzu kann für Details auf das erste Berufungsurteil verwiesen werden 

(Urk. 65 S. 32 ff. Ziff. III.B.3.2.5).  

3.5.4. Schliesslich hielten der Beschuldigte und H._____ am 14. Juni 2011 "to 

whom it concerns" unter dem Titel "Aktuelle Schuldenliste" schriftlich fest, dass 

die C._____ – wohl gemerkt nebst der für F._____ eingeschossenen Beträge – 

aktuell insgesamt rund Fr. 540'450.– Schulden hatte, davon mittlerweile bereits 

Fr. 270'000.– alleine gegenüber der Privatklägerin, aber auch gegenüber der 

AF._____ (Abzahlungsschulden ebenfalls aus dem Vertrag mit der B._____), aus 

offener Mehrwertsteuer und gegenüber verschiedenen Gläubigern, darunter der 

AG._____ und der AH._____(Urk. 06020032 S. 3). Damit übereinstimmend hatte 

der Beschuldigte gegenüber dem Konkursamt Wiedikon-Zürich ausdrücklich und 

schriftlich erklärt, dass für den Konkursausbruch der C1._____ GmbH der Kredit 

von insgesamt Fr. 750'000.– an die E._____ GmbH und die C2._____ GmbH 

ausschlaggebend gewesen sei (Urk. 07001001 S. 9). Der Beschuldigte und 

H._____ hielten denn auch sowohl in ihrer gemeinsamen schriftlichen Erklärung 

vom 10. Oktober 2011 (Urk. 6012003) als auch in den staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahmen übereinstimmend fest, dass man mit diesem Überbrückungskredit 

"sämtliche vorhandenen Gelder" der C._____-Gesellschaften an die E._____ 

überwiesen habe, um das F._____ Festival 2011 zu retten, wie bereits die Vo-

rinstanz festgestellt hatte (Urk. 42 S. 27 E. 3.2). Die Behauptung des Beschuldig-

ten indessen, dass das F._____ Festival 2011 hätte abgesagt werden müssen, 

wenn der Überbrückungskredit von Fr. 226'2240.– nicht bezahlt worden wäre 

(Urk. 108 S. 29), erscheint als reine Schutzbehauptung, zumal wenn man den 

Zeitpunkt der Zahlungen der insgesamt Fr. 226'240.– vom Juni 2011 in Bezug 

setzt zum Zeitpunkt des F._____ Festivals, das ebenfalls im Juni 2011 stattfand. 

- 23 - 

Weiter erscheint nicht plausibel, dass diese Fr. 226'240.– im Verhältnis zu den 

schon davor von der C1._____ GmbH an die E._____ GmbH gewährten Darlehen 

von Fr. 832'000.– im Zusammenhang mit F._____ und den von O._____ vor-

schussweise bezahlten mehr als 2 Millionen Franken noch ausschlaggebend für 

die Durchführung des Festivals hätten sein können, da die Vorbereitungen bereits 

angelaufen waren. 

3.5.5. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die wirtschaftliche Situation der 

C1._____ GmbH tatsächlich noch viel schlechter war, als sie sich wie dargelegt 

ergibt, denn der Beschuldigte behielt – was unbestritten blieb und wovon auch 

das Bundesgericht ausging – unberechtigterweise Konzerteinnahmen ein bzw. 

bezahlte zu tiefe Urheberrechtsentschädigungen, indem er gegenüber der Privat-

klägerin falsche Angaben über die erzielten Ticketeinnahmen von 77 Konzerten 

um insgesamt mindestens Fr. 504'598.10 über einen Zeitraum von rund zweiein-

halb Jahren machte (Urk. 65 S. 54-61 Ziff. III.C.3.2.1 und S. 64 Ziff. III.C.3.2.3-

3.2.4 sowie Urk. 76 S. 7 f. E. 1.4.1 und 1.4.2). Solcherart beschaffte sich die 

C1._____ GmbH mehr liquide Mittel als ihr zustanden. Das hatte – wie im ersten 

Berufungsurteil dargelegt – zur Folge, dass die Unternehmen weitergeführt wer-

den konnten, was es unter anderem wiederum ermöglichte, dass nebst den An-

gestellten auch dem Beschuldigten und den anderen Geschäftsführern resp. Ge-

schäftsleitungsmitgliedern die Löhne weiterhin ausbezahlt wurden (Urk. 65 S. 65 

Ziff. III.C.3.2.4.). 

3.5.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die C1._____ GmbH und damit, 

da weder finanziell noch in anderer Hinsicht unabhängig von ihr, die C2._____ 

GmbH im Zeitpunkt der Überweisung des Überbrückungskredits von insgesamt 

Fr. 226'240.– an die E._____ GmbH im Juni 2011 einerseits hohe Schuldver-

pflichtungen von mehr als einer halben Million Franken hatten und andererseits 

die Rückzahlung der darlehensweise bzw. als Vorschüsse an die E._____ GmbH 

geleisteten Zahlungen im Betrage von rund Fr. 832'000.– ausstehend war, wobei 

sich die C._____ Gesellschaften sämtlicher liquider Mittel entledigt hatten, um das 

F._____ Festival 2011 zu retten.  

- 24 - 

3.6. Die wirtschaftliche Lage der E._____ GmbH im Zeitpunkt vor dem Erhalt 

der fraglichen Kreditsumme von Fr. 226'240.– im Juni 2011 kann aufgrund fol-

gender Tatumstände beurteilt werden: 

3.6.1. Die E._____ GmbH schuldete den C._____ Gesellschaften aus den ihr im 

Zusammenhang mit F._____ vorschussweise bzw. vorausgeleisteten Beträgen 

insgesamt rund Fr. 832'000.–, ohne jedoch über relevante eigene Einnahmen zu 

verfügen. So musste die O._____AG unbestrittenermassen mit Akontozahlungen 

von über 2 Millionen Franken einspringen, damit die E._____ GmbH das F._____ 

Festival 2011 überhaupt durchführen konnte, da diese nach dem grossen Verlust 

infolge Unwetterschäden aus dem F._____ Festival im Gründungsjahr 2010 über 

keinerlei Liquidität verfügte (Urk. 65 S. 45 Ziff. 4.2.3; Urk. 33 S. 45 und 49). Das 

zeigt sich auch an der per 1. Januar 2011 erstellten Bilanz der E._____ GmbH, 

die flüssige Mittel von Fr. 182'199.72 aus Bankguthaben und eine Forderung von 

Fr. 310.87 ausweist, wohingegen das kurzfristige Fremdkapital mit Fr. 719'287.17 

angegeben wird (Urk. 06012006). Das ergibt einen Liquiditätsgrad 2 von 25,37%. 

Selbst wenn man infolge der grossen Bedenken gegenüber den Buchhaltungen 

2010 und 2011 nicht auf die Jahresabschlüsse abstellen will, ergibt sich kein bes-

seres Bild, wenn man die mit Urkunden ausgewiesenen flüssigen Mittel von 

Fr. 182'199.72 den bereits vorhandenen Schulden von rund Fr. 832'000.– (Vor-

schüsse der C._____ Gesellschaften im Hinblick auf F._____) und dem Stamm-

kapital von nur Fr. 21'000.– gegenüber stellt. 

3.6.2. Im Verlaufe des Verfahrens blieb unbestritten, dass sich das F._____ Fes-

tival im Jahre 2010 infolge eines Unwetters und der dadurch verursachten erheb-

lichen Zusatzkosten zu einem finanziellen Desaster entwickelt hatte, wobei die 

genauen Ausmasse im Frühling 2011 infolge der fehlenden Rechnungsabschlüs-

se noch nicht einmal bekannt waren (Urk. 33 S. 45 und Urk. 42 S. 41). Die Vor-

instanz erwog unter Einbezug der vorhandenen Akten und nach sorgfältiger Wür-

digung der wesentlichen und in ihrem Urteil wiedergegebenen Aussagen der Zeu-

gen, des Beschuldigten und von H._____ überzeugend, dass den beiden Letzt-

genannten bekannt gewesen war, dass die E._____ GmbH wirtschaftlich nicht in 

der Lage war, das F._____ Festival 2011 durchführen zu können und es allen be-

- 25 - 

züglich der "Rettung" des Festivals Beteiligten, darunter Q._____, O._____AG 

und der Privatklägerin, bewusst war, dass es zu einem wirtschaftlichen Verlust 

kommen werde (Urk. 42 S. 41). Man habe selbst im Optimalfall nach der Ein-

schätzung der Branchenkenner nicht davon ausgehen können, dass die E._____ 

GmbH mit dem F._____ Festival 2011 überhaupt einen Gewinn erzielen könne, 

geschweige denn einen Reingewinn im Bereich von mehreren Hunderttausend 

Franken, der jedoch erforderlich gewesen wäre, damit die E._____ GmbH den 

C._____ Gesellschaften das ihr gewährte Darlehen sofort hätte zurückbezahlen 

und diesen Gesellschaften ihre Liquidität wieder hätte zurückgeben können. Ihrer 

Liquidität hätten sich die C._____ Gesellschaften denn auch für diese Rettungs-

aktion komplett entledigt (Urk. 42 S. 42). Es ist der Vorinstanz weiter ebenfalls zu 

folgen, wenn sie als erwiesen festhält, auf den Beschuldigten und H._____ sei 

von Seiten des direkten Konkurrenten Q._____ und dessen Aktionären sowie der 

O._____AG und der Privatklägerin dahingehend eingewirkt worden, eine Absage 

des F._____ Festivals 2011 mit allen Mitteln zu verhindern, um einen gefürchteten 

Imageschaden von der Branche abzuwenden (Urk. 42 S. 40 und 42 f.). Schliess-

lich ist der Vorinstanz ebenfalls darin beizupflichten, dass sich aufgrund des Be-

weisergebnisses der Schluss aufdrängt, der Beschuldigte selbst habe das finan-

zielle Desaster für die E._____ GmbH vorausgesehen, nachdem sowohl der Kon-

kurs der E._____ GmbH als auch ein möglicher Konkurs der C._____ Gesell-

schaften thematisiert worden waren, er selbst eine persönliche Bürgschaft ablehn-

te und von Seiten der Q._____ und ihrer Geschäftspartner trotz grossen Interes-

ses am Kauf der C._____ Gesellschaften nach einer eingehenden Prüfung der fi-

nanziellen Situation davon Abstand genommen wurde (Urk. 42 S. 41 ff.). Auf die 

diesbezüglichen Erwägungen kann zwecks Vermeidung von Wiederholungen 

verwiesen werden (Urk. 42 S. 31-43 E. 4.4. und 4.5.). Festzuhalten bleibt, dass 

die Durchführung des F._____ Festivals 2011 unter den gegebenen Umständen 

keine Sanierungsmassnahme darstellte und die blosse vage "Hoffnung" des Be-

schuldigten, mit der Durchführung könne der Konkurs der E._____ GmbH gerade 

noch abgewendet werden, nicht als ausreichend erfolgversprechend zu beurteilen 

ist, zumal dafür keinerlei objektive Anhaltspunkte vorlagen. Insoweit und insofern 

der Beschuldigte erneut geltend macht, es habe die berechtigte Hoffnung bestan-

- 26 - 

den, dass der E._____ GmbH mit der Durchführung des F._____ Festivals 2011 

Liquidität zufliessen werde (Urk. 108 S. 21), bzw. dass die Überlebenschance der 

E._____ GmbH selbst mit der Durchführung eines schliesslich defizitären Festi-

vals 2011 durch die Einnahmen klar verbessert hätten (Urk. 108 S. 24), ist dies 

vor dem Gesagten als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren, welche die ge-

samte Lage der E._____ GmbH mit den bereits bestehenden immensen Schulden 

und der Rückzahlungsverpflichtung der von der O._____AG vorgeschossenen 

rund 2 Millionen Franken komplett ausblendet.  

3.6.3. Dem Beschuldigten ist als verantwortlichem Organ die Kenntnis der noch 

vorhandenen flüssigen Mittel anfangs 2011 und auch im Juni 2011 anzurechnen, 

da den Bankkunden regelmässig anfangs des Jahres die Kontoabschlüsse der 

einzelnen Konten durch die Banken mitgeteilt werden. Ausserdem ist ihm die 

Kenntnis auch daher anzulasten, da er über einen Zugriff auf die Konten verfügte, 

so dass er jederzeit in der Lage war, die Saldostände zur Kenntnis zu nehmen 

(siehe dazu Urk. 65 S. 59). Ausserdem bekräftigte der Zeuge R._____ von der 

M._____ AG, dass der Beschuldigte und H._____ immer bei der Erstellung der 

Buchhaltung geholfen hätten, um Kosten zu sparen. Der Beschuldigte habe ihm 

die nötigen Buchungsbelege jeweils mitgebracht und nach getaner Arbeit auch 

wieder mitgenommen (Urk. 7012003). Dass sich die E._____ GmbH vor Gewäh-

rung des Überbrückungskredits durch die C._____ Gesellschaften und vor dem 

F._____ Festival 2011 in einem Liquiditätsengpass befand und die gewährten 

Darlehen im Betrage von rund Fr. 832'000.– mittel- bis langfristig jedenfalls ohne 

Durchführung des F._____ Festivals 2011 und der dadurch erhofften Einnahmen 

nicht hätte zurückzahlen können, räumt der Beschuldigte denn auch ein (Urk. 108 

S. 17 und S. 24).  

3.7. Am 26. Februar 2019 erstattete der dipl. Wirtschaftsprüfer AI._____ sein 

Gutachten betreffend die finanzielle Situation der C._____ Gesellschaften 

(C1._____ GmbH und C2._____ GmbH) vor der Auszahlung des Darlehens im 

Betrage von Fr. 226'240.– an die E._____ GmbH im Zeitraum Juni 2011 (vor dem 

23. Juni 2011) und danach, sowie betreffend die Frage, ob es sich dabei um ein 

krasses wirtschaftliches Fehlverhalten handelt (Urk. 92). 

- 27 - 

3.7.1. Das Gutachten überzeugt allerdings in einigen Punkten nicht restlos. So 

treffen die Rügen der Verteidigung zu, dass der Gutachter fälschlicherweise da-

von ausging, dass das F._____ Festival 2011 nicht stattgefunden habe und dass 

der Gutachter die Beurteilung der finanziellen Situation der drei Gesellschaften 

weit über den angeklagten Zeitraum hinaus ausdehnt (Urk. 108 S. 33). Insofern 

dies jedoch dem Beschuldigten entgegen der Anklage nicht zum Vorwurf gemacht 

wird, ist dagegen nichts einzuwenden, würde doch eine punktuelle auf einen be-

stimmten Tag bezogene Darstellung der Finanzlage die wirtschaftliche Situation 

ungenügend abbilden, worauf der Gutachter zu Recht auch hinweist (Urk. 92 

S. 17 f.). Auch der Hinweis der Staatsanwaltschaft, das Gutachten trage bloss 

wenig zur Klärung der sich stellenden Fragen bei (Urk. 112 S. 6), erscheint teil-

weise berechtigt. Ausserdem erweist sich die Darstellung der Entwicklung des 

seitens der C1._____ GmbH an die E._____ GmbH gewährten Darlehens in Bei-

lage 3 entgegen der Ansicht der Privatklägerin als nicht schlüssig und nicht über-

zeugend, namentlich da Zahlungseingänge seitens der O._____AG dem ausste-

henden Darlehensbetrag angerechnet werden (Urk. 92 Beilage 3). Bereits im ers-

ten Berufungsurteil der hiesigen Strafkammer wurde darauf hingewiesen, dass ein 

falsches Bild erzeugt wird, wenn im Kontoauszug des Kontoblattes 1165 "Darle-

hen [an] E._____ GmbH" für das Geschäftsjahr 2010 dem bereits in der Bilanz 

2009 aufscheinenden Guthaben gegenüber der E._____ GmbH von Fr. 380'000.– 

aus Darlehen der Eingang des gleichen Betrages von der O._____AG am 7. Ja-

nuar 2010 gegenübergestellt wird. Tatsächlich musste die C1._____ GmbH der 

O._____AG am 7. Januar 2010 aus einer falschen Überweisung Fr. 950'000.– zu-

rückleiten (Urk. 65 S. 35 Ziff. 3.2.6.). Im Weiteren handelt es sich bei den Zahlun-

gen der O._____AG wie bereits vorstehend ausgeführt um dringend benötigte 

Vorschüsse im Hinblick auf die Ticketeinnahmen der E._____ GmbH, weshalb 

diese nicht an das Darlehen von Fr. 380'000.– (der C1._____ GmbH an die 

E._____ GmbH) angerechnet werden können. Entsprechend wurde bereits im 

ersten Berufungsurteil festgehalten, dass entgegen dem Kontoblatt 1165 der 

C1._____ GmbH aus dem Geschäftsjahr 2010 nicht davon ausgegangen werden 

kann, dass das Darlehen über Fr. 380'000.– zurückbezahlt wurde (Urk. 65 S. 36 f. 

Ziff. III.B.3.2.7).  

- 28 - 

3.7.2. Dem Gutachten ist aber mit der Verteidigung (Urk. 108 S. 34) immerhin zu 

entnehmen, dass der Gesamtschaden für die Gläubiger der C._____ Gesellschaf-

ten und der E._____ GmbH weniger durch die Gewährung des internen Darle-

hens zwischen der C1._____ GmbH und der E._____ GmbH erhöht wurde, son-

dern durch die verspätete Konkursanmeldung der Gesellschaften (Urk. 92 S. 18). 

Auch wird die Feststellung der hiesigen Kammer in Bezug auf die Liquiditätslage 

der C1._____ GmbH (siehe vorstehende Ziff. III.3.6 sowie Urk. 65 S. 31 ff. 

Ziff. III. B.3.4.2.) durch das Gutachten bestätigt (Urk. 92 S. 16), auch wenn kleine-

re (nicht ausschlaggebende) Abweichungen in den einzelnen Beträgen einerseits 

durch Rundungen und andererseits durch die verschiedenen vorliegenden Zahlen 

(provisorische Buchhaltung, gemeinsam geführte Buchhaltung der beiden 

C._____ Gesellschaften) zu erklären sind. Des weiteren weist der Gutachter wie 

bereits die erkennende Kammer auf den Umstand hin, dass die C1._____ GmbH 

die Liquidität zur Zahlung der dringenden Rechnungen über nicht bezahlte Abga-

ben (B._____ Mehrwertsteuer und Sozialabgaben) kurzfristig sicherstellte (Urk. 92 

S. 10 und 14). Insofern werden die vorstehenden entsprechenden Feststellungen 

durch das Gutachten gestützt. 

IV. Rechtliche Würdigung 

1. Misswirtschaft 

1. Gemäss Art. 165 Ziff. 1 StGB erfüllt den Tatbestand, wer als Schuldner in 

anderer Weise als durch Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung 

nach Art. 164 StGB durch Misswirtschaft, namentlich durch ungenügende Kapi-

talausstattung, unverhältnismässigen Aufwand, gewagte Spekulationen, leichtsin-

niges Gewähren oder Benützen von Kredit, Verschleudern von Vermögenswerten 

oder arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung oder Vermögensverwaltung, sei-

ne Überschuldung herbeiführt oder verschlimmert, seine Zahlungsunfähigkeit 

herbeiführt oder im Bewusstsein seiner Zahlungsunfähigkeit seine Vermögensla-

ge verschlimmert, wenn über ihn der Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlust-

schein ausgestellt worden ist. Die Eröffnung des Konkurses ist objektive Strafbar-

- 29 - 

keitsbedingung. Täter kann ausschliesslich der Schuldner selber oder eines der in 

Art. 29 StGB genannten Organe sein (BGE 144 IV 52 E. 7.3).  

An dieser Stelle hervorzuheben ist, dass ein leichtsinniges Gewähren von Kredi-

ten, d.h. Gewähren ohne hinreichende Prüfung des Kreditzwecks und der Kredit-

würdigkeit sowie ohne eine Sicherheit zu fordern, nur dann tatbestandsmässig ist, 

wenn es sich um ein krasses wirtschaftliches Fehlverhalten handelt. Ausserdem 

wird ein Kausalzusammenhang zwischen der Tathandlung und der Überschul-

dung resp. Zahlungsunfähigkeit bzw. deren Verschlimmerung resp. der Vermö-

genseinbusse vorausgesetzt (Urteil 6B_748/2017 vom 30. Mai 2018 E. 3.2.2 mit 

Hinweisen; HAGENSTEIN in: NIGGLI/WIPRÄCHTIGER [Hrsg.], Basler Kommentar 

zum Strafrecht II, 4. Aufl. 2019 [kurz: BSK StGB II)], N. 60 zu Art. 165). Nicht er-

forderlich ist jedoch, dass die Bankrotthandlung des Täters die einzige Ursache 

des tatbestandsmässigen Erfolges ist oder lediglich Mitursache ist (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_492/2009 vom 18. Januar 2010 E. 2.3.3; HAGENSTEIN, BSK 

StGB II, N 63 zu Art. 165).  

Beim Kriterium des Verschlimmerns von Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit 

trotz deren Kenntnis ist die Auslegung der Generalklausel von Art. 165 StGB, d.h. 

die Interpretation unsorgfältiger Handlungen des Schuldners und die entspre-

chende Qualifikation der Sorgfaltspflicht, in der Regel nicht problematisch, denn 

aufgrund der Kenntnis der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation kann eine er-

höhte Aufmerksamkeit des Schuldners erwartet werden. Bei juristischen Perso-

nen sind ihre Organe zur sorgfältigen Vermögensverwaltung verpflichtet (Urteil 

des Bundesgerichts 6B_492/2009 vom 18. Januar 2010 E. 2.2). 

Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz nur hinsichtlich der tatbestandsmässi-

gen Bankrotthandlung, für die Vermögenseinbusse genügt grobe Fahrlässigkeit 

(BGE 144 IV 52 E. 7.3 mit Hinweisen). 

2. Nachdem das Bundesgericht den relevanten Sachverhalt hinsichtlich des 

fraglichen Darlehens auf den Betrag von Fr. 226'240.– eingeschränkt hat, stellt 

sich vorliegend nur noch die Frage, ob der Beschuldigte mit der Gewährung die-

ser Kreditsumme zulasten der C._____ Gesellschaften im Juni 2011 tatbe-

- 30 - 

standsmässig handelte. Das setzt voraus, dass die Gewährung der Kreditsumme 

von Fr. 226'240.– geeignet war, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 

allgemeinen Lebenserfahrung, den fraglichen Erfolg, vorliegend eine Verschlim-

merung der Zahlungsunfähigkeit bzw. der Vermögenslage herbeizuführen oder zu 

begünstigen (siehe dazu HAGENSTEIN in: BSK StGB II, N. 61 zu Art. 165). Entge-

gen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 108 S. 28 f.) ist nicht relevant, ob zwischen 

der Gewährung des Überbrückungskredits und dem späteren Konkurs der 

C._____ Gesellschaften ein Kausalzusammenhang bestand. 

3. Nicht Gegenstand des Bundesgerichtsurteils vom 30. Mai 2018 war die Zu-

rechnung der Gewährung und Auslösung der fraglichen Kreditsumme und damit 

der inkriminierten Bankrotthandlung an den Beschuldigten im Sinne von Art. 29 

StGB. Es ist unter Hinweis auf die Begründung im ersten Berufungsurteil daran 

festzuhalten, dass der Beschuldigte bis zuletzt namens der beiden C._____ Ge-

sellschaften, deren Gesellschafter er notabene auch war, mittels Einzelunter-

schrift Verbindlichkeiten eingehen konnte und jedenfalls als faktischer Geschäfts-

führer zu betrachten ist, wo er formell die Funktion nicht bekleidete. Damit über-

einstimmend hatte der Beschuldigte vor Vorinstanz denn auch eingeräumt, den 

Entscheid betreffend die Gewährung der Darlehensbeträge an die E._____ GmbH 

zusammen mit seinem Geschäftsführer gefällt und diesen Entscheid auch getra-

gen zu haben. Offen zu bleiben hat indessen die Verantwortlichkeit des ebenfalls 

im Handelsregister als Geschäftsführer eingetragenen Gesellschafters H._____, 

da diese nicht Gegenstand der vorliegenden Anklage ist (Urk. 65 S. 25 ff. 

Ziff. III.B.3.2.1; s. auch vorstehende Ziff. III.3.1). 

Ebenfalls nicht Gegenstand des Rückweisungsentscheids des Bundesgerichts 

und daher nicht mehr zu prüfen sind die Feststellungen im ersten Berufungsurteil 

zur Branchenkenntnis des Beschuldigten und seinem beruflichen Werdegang 

(Urk. 65 S. 48 Ziff. III.B.4.2.5). 

4. Die finanzielle Situation der C._____ Gesellschaften im Zeitpunkt vor der 

Überweisung der Kreditsumme von Fr. 226'240.– im Juni 2011 kann als katastro-

phal bezeichnet werden. Die C1._____ GmbH war überschuldet und verfügte ge-

mäss Bankunterlagen Ende Dezember 2010 nur noch über flüssige Mittel von 

- 31 - 

Fr. 392'900.–, womit sie die dann existierenden kurzfristigen Verbindlichkeiten 

nicht mehr decken konnte und muss als zahlungsfähig bezeichnet werden. Dass 

die C1._____ GmbH ihren Verbindlichkeiten trotzdem nachkommen und auch 

noch Gehälter zahlen konnte, ist einzig dem Umstand zu verdanken, dass sie 

Vorschüsse auf Ticketeinnahmen erhielt und dass der Beschuldigte davon mittels 

falscher Abrechnungen gegenüber der Privatklägerin so viel nicht weitergab, als 

er für die Bezahlung der dringendsten Rechnungen brauchte. Dem der E._____ 

GmbH vorschussweise gewährten Darlehen in der Höhe von Fr. 226'240.– stand 

im Vergabezeitpunkt keine Gegenleistung gegenüber. Ausserdem erhielt die 

C1._____ GmbH dafür keinerlei Sicherheit – es liegen weder Rückzahlungsver-

einbarungen vor, noch hatte sich die C._____ GmbH eine Verzinsung verspre-

chen lassen – und es bestand auch keine Aussicht darauf, dass diese Beträge in-

nert angemessener Zeit zurückbezahlt würden. Der Beschuldigte wusste ja selbst, 

dass die C1._____ GmbH ihren eigenen Zahlungsverpflichtungen bereits Ende 

2010 nicht mehr nachkommen konnte, weshalb sie bei ihrem Hauptvertrags-

partner, der Privatklägerin, um Zahlungsaufschub und Ratenzahlung ersucht hat-

te. Auf den C._____ Gesellschaften lasteten im Zeitpunkt Juni 2011 offene Schul-

den im Umfang von Fr. 540'450.–. Mit der letzten in die E._____ GmbH einge-

schossenen Kreditsumme von Fr. 226'240.– vom Juni 2011 begab sich die 

C1._____ GmbH der letzten relevanten flüssigen Mittel. Für den Zeitpunkt Juni 

2011 ist dies insofern wesentlich, als die E._____ GmbH gleichzeitig selbst über 

keinerlei eigene Einnahmen verfügte und ohne flüssige Mittel dastand. Dazu hatte 

sie Verbindlichkeiten gegenüber den C._____ Gesellschaften von rund 

Fr. 832'000.– unter dem Titel "F._____" angehäuft und war nur dank Akontozah-

lungen von über 2 Millionen Franken seitens der O._____AG überhaupt in der 

Lage, das F._____ Festival 2011 durchzuführen. Ausserdem musste damit ge-

rechnet werden, dass dieses Festival keinen Reingewinn im Bereich von mehre-

ren Hunderttausend Franken hervorbringen würde, der jedoch erforderlich gewe-

sen wäre, damit die E._____ GmbH den C._____ Gesellschaften die ihr gewährte 

Darlehenssumme von Fr. 226'240.– sofort hätte zurückbezahlen können (siehe 

vorstehende Ziff. III.3.10.). Ebenso wenig konnte der Beschuldigte angesichts der 

Verschuldung der E._____ GmbH und der fehlenden Einnahmen (abgesehen von 

- 32 - 

denjenigen aus dem noch bevorstehenden Festival 2011) davon ausgehen, dass 

sich die missliche finanzielle Lage der E._____ GmbH nach dem F._____ Festival 

2011 vom tt./tt. Juni 2011 massgeblich und nachhaltig verbessern würde, da er 

wusste, wie schwierig und angespannt die Lage in seiner Branche war und mit 

wie schlecht die finanzielle Lage der E._____ GmbH nach dem F._____ Festival 

2010 wirklich war. Betrachtet man ausserdem die Kapitalbasis der E._____ 

GmbH bei der Gründung von nur Fr. 21'000.– (Urk. 03003001), war dieses durch 

die eingegangenen Rückzahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt Juni 2011 bereits 

40-fach aufgebraucht. Es steht ausser Frage, dass auch die E._____ GmbH im 

Zeitpunkt des Erhalts der fraglichen Kreditsumme im Juni 2011 überschuldet und 

nicht liquide war, nachdem unbestritten ist, dass das F._____ Festival 2010 mit 

einem immensen Verlust endete, dessen genaues Ausmass aber im Juni 2011 

noch nicht feststand.  

5. Mit der Vorinstanz und wie bereits im ersten Berufungsurteil dargelegt 

(Urk. 65 S. 37 f.; Urk. 42 S. 41 ff.), drängt sich aufgrund des Beweisergebnisses 

der Schluss auf, der Beschuldigte selbst habe das finanzielle Desaster für die 

E._____ GmbH vorausgesehen, nachdem sowohl der Konkurs der E._____ 

GmbH als auch ein möglicher Konkurs der C._____ Gesellschaften thematisiert 

worden waren, er selbst eine persönliche Bürgschaft ablehnte und von Seiten der 

Q._____ und ihrer Geschäftspartner trotz grossen Interesses am Kauf der 

C._____ Gesellschaften nach einer eingehenden Prüfung der finanziellen Situati-

on von einer Übernahme Abstand genommen wurde. Festzuhalten bleibt, dass 

die Durchführung des F._____ Festivals 2011 unter den gegebenen Umständen 

keine Sanierungsmassnahme darstellte und die bloss vage "Hoffnung" des Be-

schuldigten, mit der Durchführung könne der Konkurs der E._____ GmbH gerade 

noch abgewendet werden, nicht als ausreichend erfolgversprechend zu beurteilen 

ist, zumal dafür keinerlei objektive Anhaltspunkte vorlagen. Aufgrund der unbe-

stritten gebliebenen schlechten Vorverkaufszahlen und der Aussicht, dass das für 

die Abwendung des drohenden Konkurses der E._____ GmbH notwendige Geld 

mit der Durchführung des Festivals mit Sicherheit nicht eingebracht werden wür-

de, wurde der unvermeidliche Konkurs der E._____ GmbH nur hinausgezögert. 

Aufgrund des Wissenstandes des Beschuldigten über die finanzielle Situation al-

- 33 - 

ler drei Firmen im Juni 2011 und der Einschätzung der hoffnungslosen Lage der 

E._____ GmbH selbst bei Durchführung des F._____ Festivals 2011 musste ihm 

klar sein, dass die E._____ GmbH die ihr gewährte Kreditsumme von 

Fr. 226'240.– nicht würde zurückzahlen können und für die C._____ Gesellschaf-

ten unwiederbringlich verloren war.  

6. Der Beschuldigte gewährte die Kreditsumme von Fr. 226'240.– wissentlich 

und willentlich ohne jegliche Gegenleistung oder irgendeiner Sicherheit an eine – 

wie er wusste – überschuldete und zahlungsunfähige E._____ GmbH. Damit hat 

der Beschuldigte hinsichtlich der Verschlechterung der mittel- bis langfristige 

Vermögenslage um den Betrag von Fr. 226'240.–, wenn nicht gar eventualvor-

sätzlich so doch zumindest grob fahrlässig gehandelt, da er wusste, dass er mit 

der Zahlung dieser Kreditsumme auch noch den letzten Rest der Zahlungsfähig-

keit der C._____ Gesellschaften zunichte machte. Dabei musste er davon ausge-

hen, dass die E._____ GmbH Konkurs gehen würde, unbesehen darum, ob das 

F._____ Festival 2011 durchgeführt würde, da selbst eine Durchführung den Kon-

kurs der E._____ GmbH angesichts der wirtschaftlichen Situation nicht mehr ab-

wenden würde. Das Verhalten des Beschuldigten erscheint daher im Kontext der 

damaligen Lage als krass falsch, da er der C._____ GmbH (und damit auch der 

C2._____ GmbH) wenigstens noch die letzten vorhandenen Bankguthaben hätte 

sichern müssen und diese nicht hätte à fonds perdu weggeben dürfen. Daran 

vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass angesichts der desaströsen fi-

nanziellen Lage die Gewährung dieser Kreditsumme nicht alleine ausschlagge-

bend für die Konkurseröffnung war und den C._____ Gesellschaften auch durch 

die Absage des F._____ Festivals 2011 ein Schaden entstanden wäre, wie der 

Beschuldigte geltend macht (Urk. 108 S. 29). Der Beschuldigte vernichtete damit 

aber die letzten flüssigen Mittel der C._____ Gesellschaften endgültig, was letzt-

lich auch zum Konkurs der C._____ Gesellschaften führte. Somit erfüllte der Be-

schuldigte sowohl den objektiven wie den subjektiven Tatbestand von Art. 165 

Ziff. 1 StGB. 

7. Der Beschuldigte hat den Tatbestand durch mehrere Handlungen, die auf 

der gleichen Grundhaltung basierten, erfüllt. Auch wenn vorliegend formell be-

- 34 - 

trachtet und entsprechend der Anklage zwei Gesellschaften betroffen waren, führ-

te namentlich deren Vermischung in geschäftlicher, finanzieller und personeller 

Hinsicht vor dem Hintergrund der Einzelzeichnungsberechtigung des Beschuldig-

ten für sämtliche drei – formell unabhängige – Unternehmen dazu, dass wegen 

der Handlungen des Beschuldigten zulasten der beiden C._____ Gesellschaften 

über sie der Konkurs eröffnet werden musste. Die Vorinstanz sprach der Anklage 

folgend, jedoch wie diese ohne weitere Begründung, den Beschuldigten der mehr-

fachen Misswirtschaft schuldig (Urk. 42 S. 95 und Urk. 08003001 S. 23 und 

Urk. 30). Da der Beschuldigte als Organ bzw. faktischer Geschäftsführer mehrerer 

Unternehmen, nämlich der C1._____ GmbH und der C2._____ GmbH, tatbe-

ständlich handelte, ist darin die mehrfache Tatbegehung zu sehen (vgl. dazu Ur-

teil des Bundesgerichts 6B_492/2009 vom 18. Januar 2010, worin die Beschwer-

de gegen das verurteilende Erkenntnis wegen mehrfacher Misswirtschaft abge-

wiesen wurde). 

Der Beschuldigte ist somit anklagegemäss der mehrfachen Misswirtschaft im Sin-

ne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 29 lit. a StGB schuldig zu spre-

chen. 

2. Ungetreue Geschäftsbesorgung 

1. Nach dem Treuebruchtatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 

oder Geldstrafe bestraft, wer auf Grund des Gesetzes, eines behördlichen Auftra-

ges oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, das Vermögen eines andern zu 

verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei 

unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Ver-

mögen geschädigt wird.  

Geschäftsführer im Sinne von Art. 158 StGB ist, wer in tatsächlich oder formell 

selbstständiger und verantwortlicher Stellung im Interesse eines anderen für ei-

nen nicht unerheblichen Vermögenskomplex zu sorgen hat. Die Stellung als Ge-

schäftsführer fordert ein hinreichendes Mass an Selbstständigkeit, mit welcher 

- 35 - 

dieser über das fremde Vermögen oder über wesentliche Bestandteile desselben, 

über Betriebsmittel oder das Personal eines Unternehmens verfügen kann. Der 

Tatbestand ist namentlich anwendbar auf selbständige Geschäftsführer sowie auf 

operationell leitende Organe von juristischen Personen bzw. Kapitalgesellschaf-

ten. Geschäftsführer ist aber auch, wem die Stellung nur faktisch zukommt und 

wem sie nicht formell eingeräumt worden ist (BGE 142 IV 346 E. 3.2; 129 IV 124 

E. 3.1; mit Hinweisen). 

Die im Gesetz nicht näher umschriebene Tathandlung der ungetreuen Geschäfts-

besorgung besteht in der Verletzung jener spezifischen Pflichten, die den Täter in 

seiner Stellung als Geschäftsführer generell, aber auch bezüglich spezieller Ge-

schäfte zum Schutz des Auftraggebers bzw. des Geschäftsherrn treffen. Tätigkei-

ten, die sich im Rahmen einer ordnungsgemässen Geschäftsführung halten, sind 

nicht tatbestandsmässig, selbst wenn die geschäftlichen Dispositionen zu einem 

Verlust führen. Strafbar ist einzig das Eingehen von Risiken, die ein umsichtiger 

Geschäftsführer in derselben Situation nicht eingehen würde. Es ist daher in ei-

nem solchen Fall ex ante zu bestimmen, ob die eingegangenen Risiken den ge-

troffenen Vereinbarungen oder Weisungen des Auftraggebers zuwiderlaufen 

(BGE 142 IV 346 E. 3.3 mit Hinweisen). Massgebliche Grundlage bilden insbe-

sondere gesetzliche und vertragliche Bestimmungen, aber auch Statuten, Regle-

mente oder Beschlüsse der Generalversammlung, der Gesellschaftszweck oder 

branchenspezifische Usanzen (Urteil 6B_1231/2016 vom 22. Juni 2017 E. 4.2). 

Aus der gewinnstrebigen Grundstruktur einer Aktiengesellschaft folgt ohne weite-

res die Verpflichtung aller Geschäftsführungsorgane zur Wahrung und Förderung 

der wirtschaftlichen Interessen der Gesellschaft. Das heisst, dass sie deren Ver-

mögen bestmöglich zu mehren und jede Konkurrenzierung und überhaupt jede 

Begünstigung eigener Interessen im Verhältnis zur Gesellschaft zu unterlassen 

haben (Urteile des Bundesgerichts 6B_644/208 vom 22. Mai 2019 E. 2.4.3; 

6B_818/2017 vom 18. Januar 2018 E. 1.2.2 mit Hinweisen). Dasselbe hat für eine 

Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu gelten. 

Der Tatbestand setzt einen Vermögensschaden voraus. Ein solcher kann in einer 

tatsächlichen Schädigung durch Verminderung der Aktiven, Vermehrung der Pas-

- 36 - 

siven, Nicht-Verminderung der Passiven oder Nicht-Vermehrung der Aktiven lie-

gen. Ein Schaden liegt bereits vor, wenn das Vermögen in einem Masse gefähr-

det wird, dass es in seinem wirtschaftlichen Wert vermindert ist. Dies ist der Fall, 

wenn der Gefährdung im Rahmen einer sorgfältigen Bilanzierung durch Wertbe-

richtigung oder Rückstellung Rechnung getragen werden muss. Zwischen der 

Verletzung der Treuepflicht und dem Vermögensschaden muss ein Kausalzu-

sammenhang bestehen (Urteil des Bundesgerichts 6B_199/2016 vom 

8. Dezember 2016 E. 2.2.2 mit Hinweisen).  

Subjektiv ist Vorsatz erforderlich. Dieser muss sich auf die Pflichtwidrigkeit des 

Handelns oder Unterlassens, die Vermögensschädigung und den Kausalzusam-

menhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten und dem Schaden beziehen. 

Eventualvorsatz genügt. An dessen Nachweis sind hohe Anforderungen zu stel-

len, da der objektive Tatbestand, namentlich das Merkmal der Pflichtverletzung, 

relativ unbestimmt ist (BGE 142 IV 346 E. 3.2 mit Hinweisen; NIGGLI in: BSK 

StGB II, N 137 und 137a zu Art. 158). 

2. Bezüglich der Tätereigenschaft des Beschuldigten kann vorab auf die zutref-

fenden Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 42 S. 96) und sodann auf die Erwä-

gungen zur Geschäftsführung unter dem Titel Misswirtschaft (vorstehende Ziffer 

IV.1.3.) verwiesen werden, wonach der Beschuldigte ohne Zweifel als Geschäfts-

führer im Sinne von Art. 158 StGB zu betrachten ist. 

3. Indem der Beschuldigte sinngemäss einwenden lässt, ausser den beiden 

Gesellschaftern der C._____ Gesellschaften (Beschuldigter und H._____) habe 

es keine anderen Gesellschafter gegeben, die hätten geschädigt werden können, 

verkennt er, dass Art. 158 StGB gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundes-

gerichts nicht nur die Interessen der Gesellschafter schützt, sondern auch die In-

teressen der Gläubiger einer Gesellschaft am Erhalt des Gesellschaftsvermögens 

und vor dessen Gefährdung (BGE 141 IV 104 E. 3.2 S. 106 f.). Wie bei der Ein-

personen-AG ist auch bei der GmbH das Gesellschaftsvermögen sowohl nach 

aussen wie auch gegenüber ihren Gesellschaftern ein fremdes und haftet ent-

sprechend für Schulden der GmbH gemäss Art. 772 Abs. 1 OR auch nur das Ge-

sellschaftsvermögen. Mithin schliesst der Umstand, dass keine weiteren Gesell-

- 37 - 

schafter der C1._____ GmbH oder der C2._____ GmbH – die es ausser dem be-

teiligten H._____ auch tatsächlich gar nicht gab – geschädigt wurden, die Anwen-

dung von Art. 158 StGB auf den vorliegenden Sachverhalt nicht aus.  

4. In Bezug auf den Umfang und die Beschränkung der Vertretungsbefugnisse 

der Geschäftsführer einer GmbH sowie für Verträge zwischen der Gesellschaft 

und der Person, die sie vertritt, verweist Art. 814 Abs. 4 OR auf die entsprechen-

den Vorschriften des Aktienrechts. Dort bestimmt Art. 718b OR, dass der Vertrag 

zwischen der Gesellschaft und derjenigen Person, welche die Gesellschaft vertritt, 

mit einer hier nicht interessierenden Ausnahme schriftlich abgefasst werden 

muss. Nach ständiger Rechtsprechung ist das Selbstkontrahieren grundsätzlich 

unzulässig, es sei denn der Vertretene habe den Vertreter besonders ermächtigt 

oder das Geschäft nachträglich genehmigt oder die Gefahr einer Benachteiligung 

des Vertretenen sei nach der Natur des Geschäftes ausgeschlossen, was na-

mentlich dann der Fall ist, wenn ein Voranstellen eigener Interessen ausgeschlos-

sen werden kann, weil objektive Kriterien – etwa Markt- oder Börsenpreise – be-

stehen. Dieselben Regeln gelten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

auch für die Doppelvertretung zweier Vertragsparteien durch ein und denselben 

Vertreter sowie die gesetzliche Vertretung juristischer Personen durch deren Or-

gane (Urteil des Bundesgerichts 6B_300/2016 vom 7. November 2016 E. 4.4.2 

mit Hinweisen zu Judikatur und Literatur). Bezüglich des von der C1._____ GmbH 

an die E._____ GmbH in mehreren Tranchen gewährten Überbrückungskredits in 

der Höhe von Fr. 226'240.– liegt weder ein protokollierter Beschluss der Gesell-

schafterversammlung dem Grundsatz nach oder gar konkret vor, noch ein schrift-

licher Darlehensvertrag mit den Einzelheiten des Rückzahlungsmodus oder der 

Verzinslichkeit, obwohl der Beschuldigte für beide Gesellschaften vertretungsbe-

fugt und einzelzeichnungsberechtigt war und alleine schon aus diesem Umstand 

die grosse Gefahr bestand, dass dieses Rechtsgeschäft die eine oder andere Ge-

sellschaft benachteiligen könnte. Das musste auch dem Beschuldigten klar sein, 

hatte die C1._____ GmbH doch bereits mehrere Hunderttausend Franken vor-

schussweise an die E._____ GmbH unter dem Titel "F._____" ausbezahlt und 

wusste er, dass die E._____ GmbH nur mit einem Stammkapital von Fr. 21'000.– 

ausgestattet war. Die im Juni 2011 gewährte Kreditsumme von Fr. 226'240.– be-

- 38 - 

trug mithin ein Mehrfaches davon, ohne dass objektive Anzeichen für die entspre-

chende Bonität der darlehensnehmenden Gesellschaft und für das Darlehen auch 

keine Sicherheiten vorlagen und kein Verrechnungsverbot vereinbart wurde, was 

angesichts der Vermischung der drei GmbH's für eine transparente Rechnungsle-

gung unverzichtbar gewesen wäre. Im Übrigen verfügte die E._____ GmbH, was 

der Beschuldigte infolge der Nähe der beiden Firmen zueinander, der Vermi-

schung der Geschäftsfelder und der gleichen Protagonisten in beiden Gesell-

schaften wusste, über kein Vermögen und keine regelmässigen Einkünfte, da die 

E._____ GmbH namentlich dafür gegründet wurde, um die F._____ Festivals in 

der Schweiz durchzuführen. Ein umsichtiger Geschäftsführer wäre bei dieser 

Konstellation die Darlehensvergabe über Fr. 226'240.– zulasten der C._____ Ge-

sellschaften nicht eingegangen, bestand angesichts der minimalen Vermögens-

ausstattung der E._____ GmbH und des selbst bei Durchführung des F._____ 

Festivals 2011 drohenden Konkurses der E._____ GmbH ein nicht kalkulierbares 

grosses Risiko, dieses Darlehen nie mehr zurückbezahlt zu erhalten, zumal für 

die Durchführung des F._____ Festivals 2011 unbestrittene Akontozahlungen von 

über 2 Millionen Franken der O._____AG nötig waren. Dass die Verminderung 

der eigenen Aktiven um den Totalbetrag der Kreditsumme von Fr. 226'240.– ent-

gegen der Ansicht des Beschuldigten nicht im Interesse der darlehensgebenden 

C1._____ GmbH und auch nicht im Interesse von deren Gläubigern gewesen sein 

konnte, bedarf keiner weiteren Erläuterung.  

5. Entgegen der Vorinstanz (Urk. 42 S. 98) ist der spätere Konkurs der 

C1._____ Gesellschaften irrelevant für die Bestimmung des Vermögensschadens, 

da ein daraus resultierender Schaden nicht eine unmittelbare Folge des pflicht-

widrigen Verhaltens des Beschuldigten gewesen wäre (Urteil des Bundesgerichts 

6B_300/2016 vom 7. November 2016 E. 3). Aufgrund vorstehender Ausführungen 

ergibt sich jedoch ohne Weiteres, dass ein Schaden im Sinne des Tatbestandes 

durch die Leistung des risikobehafteten und ungesicherten Überbrückungskredi-

tes von Fr. 226'240.– vorliegt, da wegen der Gewährung dieser Kreditsumme, die 

aus den für die C1._____ GmbH potentiell existenziellen, weil letzten, flüssigen 

Mitteln bestand, bei der gegebenen Ausgangslage ein – zumindest vorüberge-

hender – Vermögensschaden der C1._____ GmbH (und später auch der 

- 39 - 

C2._____ GmbH) bestehend in der Verminderung der eigenen Aktiven in jedem 

Fall gegeben war. Der Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung des 

Beschuldigten und dem Vermögensschaden (Verminderung der Aktiven durch die 

Begebung der Kreditsumme von Fr. 226'240.–) ist überdies auch vor dem Hinter-

grund der Ausführungen zum Gefährdungsschaden vorliegend gegeben, indem 

damit auch der Konkurs beider C._____ Gesellschaften drohte, so dass sich Wei-

terungen hierzu erübrigen. Auch wenn die Gewährung der Kreditsumme aufgrund 

des zeitlichen und sachlichen engen Zusammenhangs mit dem unmittelbar be-

vorstehenden F._____ Festival 2011 als auf einem einheitlichen Entschluss beru-

hend erscheint, hat der Beschuldigte doch als formeller Geschäftsführer der 

C1._____ GmbH und der C2._____ GmbH beiden Firmen durch mehrere Teilzah-

lungen Schaden zugefügt. Insofern hat der Beschuldigte auch hier den objektiven 

Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung mehrfach erfüllt. Dem engen 

sachlichen Zusammenhang ist gegebenenfalls bei der Strafzumessung angemes-

sen Rechnung zu tragen. 

6. Was den subjektiven Tatbestand betrifft, ist zunächst auf die diesbezügliche 

Erstellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz zu verweisen, die schlüssig und 

nachvollziehbar ist (Urk. 42 S. 40 - 43 i.V.m. S. 90), weshalb ihr zu folgen ist. Her-

vorzuheben ist dabei, dass der Beschuldigte und H._____ nicht bereit waren, eine 

persönliche Bürgschaft zu unterzeichnen, um ein Darlehen der O._____AG an die 

E._____ GmbH zu ermöglichen. Das ist angesichts deren Kenntnis über die fi-

nanzielle besorgniserregende Situation der C._____ Gesellschaften, namentlich 

über deren anhaltende und sich zunehmend und drastisch verschlechternde Zah-

lungsfähigkeit, und über die Rücknahme des Kaufinteresses seitens Q._____ und 

ihrer Geschäftspartner nach eingehender Prüfung der wirtschaftlichen Lage der 

Gesellschaften mit der Vorinstanz nicht anders zu würdigen, als dass der Be-

schuldigte die Verlustgefahren bei einer Investition in die E._____ GmbH selbst 

als bedeutend höher gewichtete, als die Aussicht auf Gewinn resp. Rentabilität. 

Das ergibt sich auch aus den Aussagen des Beschuldigten, wonach er und 

H._____ aufgrund der Absage betreffend Rettungsplan der Ansicht gewesen sei-

en, die Durchführung des F._____ Festivals 2011 könne nicht erfolgen und sie 

müssten nun den Konkurs anmelden (Urk. 07006001 S. 12). Auf Nachfrage de-

- 40 - 

ponierte er zudem ausdrücklich, es sei klar gewesen, dass der Anlass nicht habe 

rentabel sein können (a.a.O. S. 13). Vor Vorinstanz sagte der Beschuldigte aus, 

dass bei einer Absage des Festivals 2011 die E._____ GmbH so oder so Konkurs 

gegangen wäre, jedoch nicht die C._____ Gesellschaften (Urk. 29 S. 12). Auch 

hieraus wird deutlich, dass der Beschuldigte als (Mit-)Gesellschafter, Vorsitzender 

der Geschäftsleitung resp. einzelzeichnungsberechtigter (Mit-)Geschäftsführer 

sowohl der C1._____ GmbH als auch der C2._____ GmbH durch das Festhalten 

an der Durchführung des Festivals und die Finanzierung des Festivals mittels des 

"Überbrückungskredits" an die E._____ GmbH die Gefährdung der C._____ Ge-

sellschaften in Kauf nahm, indem er mit dem Konkurs der E._____ GmbH rechne-

te, wohin die letzten liquiden Mittel und damit sämtliches Vermögen der beiden 

C._____ Gesellschaften geflossen war, so dass im Konkursfall auch mit einer 

Rückzahlung dieses Darlehens nicht ernsthaft gerechnet werden konnte. Dass 

der Beschuldigte über keine kaufmännische Ausbildung verfügte, sondern nach 

Abschluss der Realschule und der vierjährigen Lehre als Typograf neben seiner 

Beratungstätigkeit in einer privaten Jugendberatungsstelle begann, Musik-Events 

zu veranstalten (Urk. 02001010 S. 2), vermag angesichts seiner langjährigen Er-

fahrung und Stellung als Geschäftsführer der C1._____ GmbH nichts daran zu 

ändern, dass dem Beschuldigten die notwendige Kenntnis der einschlägigen ge-

setzlichen Bestimmungen angerechnet werden muss. Indem er über die man-

gelnde Zahlungsfähigkeit im Juni 2011 Kenntnis hatte sowie über die langdauern-

den Zahlungsschwierigkeiten davor, die zumindest gegenüber der Privatklägerin 

seit 2007 ein dauerhaftes, immer wiederkehrendes und immer dringlicher wer-

dendes Thema waren, nahm er mit der Ausrichtung des Überbrückungskredites in 

der Höhe von Fr. 226'240.– in Kauf, dass die C1._____ GmbH (und später auch 

der C2._____ GmbH) einen Vermögensschaden in diesem Umfang erlitt und dar-

über hinaus, dass gar der Weiterbestand der C._____ Gesellschaften gefährdet 

war. Der subjektive Tatbestand ist somit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 

ebenfalls zu bejahen. 

7. Anklagegemäss ist der Beschuldigte daher der mehrfachen ungetreuen Ge-

schäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

- 41 - 

V. Strafe und Vollzug 

1. Parteistandpunkte und Vorinstanz 

1. Die Vorinstanz fällte eine Strafe von 20 Monaten Freiheitsstrafe aus und 

schob deren Vollzug unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren auf (Urk. 42 

S. 136).  

2. Der Beschuldigte beantragt eventualiter eine Bestrafung mit einer bedingten 

Geldstrafe von nicht mehr als 30 Tagessätzen zu Fr. 10.– (Urk. 108 S. 2). Er be-

gründet dies im Wesentlichen damit, dass die entsprechenden Schuldsprüche auf 

ein und derselben Handlung beruhen und sich die Tatbestände in ihrem Unrechts-

gehalt erheblich überschneiden würden, weshalb eine allfällige Straferhöhung ge-

mäss Art. 49 Abs. 1 StGB minim ausfallen müsse. Der Beschuldigte habe weder 

dreist gehandelt, noch allein, noch in der Absicht, die Gläubiger zu schädigen, 

weshalb ihm nur ein leichtes Verschulden angelastet werden könne. Zur Täter-

komponente verwies er auf die zutreffenden erstinstanzlichen Ausführungen und 

machte sodann geltend, im Sommer 2017 einen Hirnschlag erlitten zu haben, mit 

dem er bis heute zu kämpfen habe. So sei er nicht mehr in der Lage, am Arbeits-

prozess teilzunehmen. Sein früherer Plan, sich durch Nebentätigkeiten seine oh-

nehin tiefe Rente aufzubessern (er hatte noch im Alter von 66 Jahren eine neue 

Stelle angenommen), sei damit hinfällig geworden. Er beziehe seit dem 1. No-

vember 2017 eine monatliche AHV-Rente von Fr. 2'440.–. Die monatlichen Fix-

kosten beliefen sich auf Fr. 1'100.–, der Mietzins auf Fr. 1'824.– und die Kranken-

kassenprämie auf Fr. 600.–. Mangels nennenswerter Einnahmen werde sein be-

scheidenes Vermögen immer mehr angezehrt (Urk. 108 S. 42 f.). 

3. Da nur der Beschuldigte Berufung erhob und die Staatsanwaltschaft sowie 

die Privatklägerin auf eine Anschlussberufung verzichteten, ist auch bezüglich des 

Strafmasses das Verbot der reformatio in peius zu beachten (Art. 391 Abs. 2 

StPO). 

- 42 - 

2. Allgemeine Strafzumessungsregeln und Gesamtstrafenbildung 

1. Der Beschuldigte hat die Tathandlungen vor dem am 1. Januar 2018 in Kraft 

getretenen neuen Sanktionenrecht verübt. Nach Art. 2 Abs. 2 StGB ist das neue 

Recht jedoch nur anzuwenden, wenn es für den Täter milder ist. Im Rahmen der 

genannten Änderung des Sanktionenrechts wurden insbesondere Art. 34, 42 und 

43 StGB revidiert. Die revidierten Bestimmungen sind für den Beschuldigten nicht 

milder, weshalb das alte Recht zur Anwendung gelangt. 

2. Im Hinblick auf die Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist 

ergänzend zur Vorinstanz auf die seit dem vorinstanzlichen Urteil ergangene neu-

ere Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den Grundsätzen der Strafzumes-

sung nach Art. 47 ff. StGB und zur Gesamtstrafenbildung nach Art. 49 Abs. 1 

StGB in Anwendung des Asperationsprinzips hinzuweisen (BGE 144 IV 313 

E. 1.1; 144 IV 217 E. 3; 142 IV 137 E. 9.1; 141 IV 61 E. 6.1.2; Urteil 6B_523/2018 

vom 23. August 2018 E. 1.2.2; je mit Hinweisen). Danach bekräftigt das Bundes-

gericht den Vorrang der Geld- gegenüber der Freiheitsstrafe im Bereich von bis 

zu sechs Monaten und die Ungleichartigkeit von Freiheitsstrafe und Geldstrafe 

(BGE 144 IV 217 E. 3.3.3 und 3.6). Das Bundesgericht hält dabei unter Hinweis 

auf den Gesetzgeber auch nach der Änderung des Sanktionenrechts ausdrücklich 

am Prinzip der Zulässigkeit einer Gesamtstrafe nur bei gleichartigen Strafen unter 

Anwendung der konkreten Methode fest (BGE 144 IV 217 E. 3.3.4 und 3.5.4; 

BGE 137 IV 57 E. 4.3.1). Zum methodischen Vorgehen präzisiert das Bundesge-

richt, dass in einem ersten Schritt (hypothetische) Einzelstrafen für die konkreten 

Delikte innerhalb ihres ordentlichen Strafrahmens festzulegen sind und anschlies-

send geprüft werden muss, aus welchen Einzelstrafen, die gleichartig sind, Ge-

samtstrafen zu bilden sind. Am Schluss ist die Gesamtstrafe in einer Gesamtwür-

digung zu ermitteln und zu präzisieren, indem namentlich das Verhältnis der ein-

zelnen Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere 

Selbständigkeit sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechts-

güter und Begehungsweisen zu berücksichtigen sind. Dabei hat sich das Gericht 

zur Wahl der Strafart für die konkreten Delikte zu äussern und hat – nach Fest-

setzung einer hypothetischen Einsatzstrafe für das schwerste Delikt – namentlich 

- 43 - 

bei alternativ zur Verfügung stehender Geld- oder Freiheitsstrafe für die weiteren 

Delikte im Hinblick auf das Gebot der Verhältnismässigkeit anzugeben, warum sie 

für diese weiteren Taten jeweils eine Freiheitsstrafe für erforderlich hält (BGE 144 

IV 217 E. 3.5.4, 4.1 und 4.3). Im Übrigen kann auf die allgemeinen Erwägungen 

im ersten Berufungsurteil und der Erstinstanz verwiesen werden (Urk. 65 

S. 68 ff.). 

3. Konkrete Strafzumessung 

1. Strafrahmen 

Die Misswirtschaft nach Art. 165 Ziff. 1 StGB droht eine Strafe von bis zu fünf Jah-

ren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe an, wohingegen die ungetreue Ge-

schäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB nur eine Freiheitsstrafe 

von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe als Sanktion vorsieht. Es ist somit für die 

konkrete Strafzumessung von der Misswirtschaft als dem Delikt mit der abstrakt 

höchsten Strafandrohung auszugehen. Im weiteren liegen keine ausserordentli-

chen Gründe vor, den ordentlichen Strafrahmen zu verlassen (BGE 144 IV 217 

E. 3.5.4;136 IV 55 E. 5.8). 

2. Tatkomponenten 

2.1. Qualifizierte Geldwäscherei 

2.1.1. In objektiver Hinsicht wurde das vom Tatbestand der Misswirtschaft ge-

schützte Rechtsgut, die Zugriffsrechte der Gläubiger auf das dem Zwangsvollstre-

ckungsverfahren unterliegende Vermögen des Schuldners und das Zwangsvoll-

streckungsverfahren als Teil der Rechtspflege (HAGENSTEIN in: BSK StGB II, N 1 

zu Art. 165), vorliegend erheblich gefährdet, geht es doch um einen Betrag von 

immerhin Fr. 226'240.–, der nicht mehr als Bagatelle gelten kann. Der Beschuldig-

te handelte leichtsinnig, indem er der C1._____ GmbH (und damit auch der 

C2._____ GmbH) die letzten flüssigen Mittel entzog und gefährdete die Existenz 

der beiden C._____ Gesellschaften massiv, ebenso wie das 

Zwangsvollstreckungssubstrat der Gläubiger. Und das, obwohl er jedenfalls seit 

Herbst 2008 aufgrund der bis dahin vorliegenden Bilanz- und Erfolgsrechnungen 

über die prekäre finanzielle Situation der C1._____ GmbH im Bilde war. Belas-

- 44 - 

tend wirkt sich aus, dass der Beschuldigte auch dann noch nicht adäquat handel-

te, als ihm selbst bezüglich der finanziellen Durchführbarkeit des F._____ Festi-

vals 2011 derart grosse Zweifel kamen, dass er es eigentlich absagen wollte. 

Dass er selbst (was unbestritten blieb) weder zur Forderungsabtretung gegenüber 

der O._____AG noch zur Übernahme einer persönlichen Bürgschaft als Absiche-

rung für ein Darlehen bereit war, er aber die Kreditsumme dennoch von den 

C._____ Gesellschaften nahm, wirkt sich ebenfalls negativ auf das objektive Ver-

schulden aus. Dass er jedoch nicht nur namens der C1._____ GmbH, sondern 

auch namens der C2._____ GmbH tatbeständlich handelte, fällt dagegen strafer-

höhend wenig ins Gewicht, da der Beschuldigte mit ein und derselben Hand-

lungsweise den objektiven Tatbestand erfüllte, und nicht mit von der Art und Wei-

se her gänzlich unterschiedlichen Tatvorgehen. Auch dass die konkrete Kredit-

summe in mehr als einer Überweisung bezahlt wurde, erhöht das Verschulden 

nicht wesentlich. Insgesamt ist das Verschulen in objektiver Hinsicht gerade noch 

als leicht zu qualifizieren. 

2.1.2. Die Entäusserung praktisch des gesamten Vermögens der beiden C._____ 

Gesellschaften zugunsten der nicht liquiden und nicht vermögenden, im Gegenteil 

gar verschuldeten, E._____ GmbH war derart offensichtlich, dass bezüglich der 

Vermögensgefährdung nur äusserst knapp nicht von direktem Vorsatz ge-

sprochen werden kann. Entsprechend wirkt sich das eventualvorsätzliche Han-

deln nur wenig strafmindernd aus. In subjektiver Hinsicht fällt ins Gewicht, dass 

sich der Beschuldigte in äusserst nachlässiger Art den wirtschaftlichen Realitäten 

verschloss und dadurch eine nicht leicht zu nehmende Gleichgültigkeit gegenüber 

dem Vermögen anderer offenbarte. So verlangte er zwar bezüglich der Schulden 

der C1._____ GmbH immer wieder einen Zahlungsaufschub, unternahm aber 

selber nichts zur Vermeidung eines immensen Gläubigerschadens durch die 

fehlende Liquidität der Firma, die er notabene selbst mitverantwortete. Der an sich 

nachvollziehbare Beweggrund, seine Konzert-Veranstalter-Firmen am Überleben 

zu halten, tritt angesichts der gegenüber seiner langjährigen Vertragspartnerin 

und deren legitimen vertraglichen und finanziellen Interessen sowie gegenüber 

den übrigen Gläubigern an den Tag gelegten Rücksichtslosigkeit in den 

Hintergrund. Allerdings wies die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass sich der 

- 45 - 

Beschuldigte mit der Gewährung der Kreditsumme von Fr. 226'240.– nicht etwa 

selbst bereichern wollte und durch das aus den involvierten Partnern zusam-

mengesetzte Gremium dazu gedrängt wurde (Urk. 42 S. 117).  

2.1.3. Das subjektive Tatverschulden vermag das objektive insgesamt jedoch 

nicht zu relativieren und es bleibt bei einem gerade noch leichten Tatverschulden, 

das im untersten Strafdrittel mit 9 Monaten Freiheitsstrafe bzw. 270 Tagessätzen 

Geldstrafe festzusetzen ist. 

2.2. Ungetreue Geschäftsbesorgung 

2.2.1. Bezüglich der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung fällt in objek-

tiver Hinsicht der Vermögensschaden von Fr. 226'240.– in Betracht, ebenso die 

mehrfache Erfüllung des Tatbestandes. Isoliert betrachtet wiegt das objektive Tat-

verschulden nicht mehr leicht. Die Art und Weise der Tatausführung ist aber in 

einem engen sachlichen Zusammenhang mit den Tathandlungen der Misswirt-

schaft zu sehen. Die Delikte sind eng miteinander verknüpft. Sie sind aus der 

gleichen Motivation heraus (Durchführung der F._____ Festivals, Aufrechter-

haltung der Konzertveranstaltungs-Gesellschaften, Vermeiden eines Imagever-

lusts) zufolge der kompletten Ignorierung der tatsächlichen wirtschaftlichen Gege-

benheiten und des verantwortungslosen Umganges damit entstanden. Das Ver-

schulden lässt sich daher nur schwer aufteilen. Insofern erscheint die mehrfache 

ungetreue Geschäftsbesorgung zwar keineswegs als Bagatelle, aber jedenfalls 

auch nicht gleichermassen vorwerfbar wie bei isolierter Tatbegehung, da sich die 

beiden Tatbestände so wie sie vorliegend erfüllt wurden, in ihrem Unrechtsgehalt 

überschneiden.  

2.2.2. Betreffend die subjektive Tatschwere ist darauf hinzuweisen, dass der Be-

schuldigte seine Position als Verwalter der Vermögenswerte der beiden C._____ 

Gesellschaften massiv und rücksichtslos missbrauchte. Das unreflektierte 

Handeln des Beschuldigten für die involvierten und von ihm geführten Gesell-

schaften ungeachtet deren formeller Unabhängigkeit und Eigenständigkeit zeugt 

zwar von der zentralen Funktion, die der Beschuldigte inne hatte, jedoch nicht von 

einer besonders grossen kriminellen Energie. Dabei ist dem Beschuldigten mit der 

- 46 - 

Vorinstanz zugute zu halten, dass er nicht alleine, sondern mit seinem Partner 

H._____ handelte und das bereits erwähnte Gremium aus Branchenvertretern 

einen gewissen Druck auf ihn ausübte (Urk. 42 S. 118), indem es deutlich 

machte, dass das F._____ Festival 2011 zur Abwendung eines Imageschadens 

der Branche trotz Bedenken hinsichtlich der Rentabilität durchgeführt werden 

sollte (siehe dazu Urk. 42 S. 42).  

2.2.3. Das objektive Tatverschulden wird durch das subjektive deutlich relativiert. 

Gesamthaft ergibt sich somit ein leichtes Verschulden. 

2.3. Asperation 

Angesichts des engen Zusammenhangs der Erfüllung beider Tatbestände durch 

dieselben Handlungen, rechtfertigt es sich vorliegend nicht, die hypothetische Ein-

satzstrafe für die mehrfache Misswirtschaft wegen der mehrfachen ungetreuen 

Geschäftsführung wesentlich zu erhöhen. In Nachachtung des Asperationsprizips 

erscheint daher für das Tatverschulden beider erfüllter Tatbestände ein Strafmass 

in der Höhe von rund 10 Monaten Freiheitsstrafe bzw. von 300 Tagessätzen 

Geldstrafe als angemessen. 

3. Täterkomponenten 

3.1. Die Vorinstanz hat sich zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen 

des Beschuldigten einlässlich geäussert (Urk. 42 S. 120 ff.). Darauf kann, um 

Wiederholungen zu vermeiden, vollumfänglich verwiesen werden. Im Zeitpunkt 

der ersten Berufungsverhandlung arbeitete der Beschuldigte nur 60% und ver-

diente deshalb nur noch Fr. 3'600.– pro Monat, wobei er aber sein Pensum wie-

der auf ein 100% aufstocken wollte (Urk. 65 S. 43 Ziff. IV.3.7.). Ab dem 1. Novem-

ber 2017 erhält der Beschuldigte eine AHV-Rente und macht geltend, seit dem 

Hirnschlag im Sommer 2017 nicht mehr in der Lage zu sein, am Arbeitsprozess 

teilzunehmen. Im Übrigen machte er keine wesentlichen Änderungen in seinen 

persönlichen Verhältnissen geltend (Urk. 108 S. 42 f.), so dass diesbezüglich 

auch auf das erste Berufungsurteil verwiesen werden kann (Urk. 65 S. 76). 

- 47 - 

Zu Recht erkannte die Vorinstanz, dass weder die persönlichen Verhältnisse des 

Beschuldigten noch sein Vorleben einen Einfluss auf die Strafzumessung haben 

(Urk. 42 S. 123).  

3.2. Der Täter hat jedoch eine Vorstrafe vom 29. Juli 2008 wegen Veruntreuung 

von Quellensteuer, die als einschlägig zu qualifizieren ist und die sich straferhöh-

end auszuwirken hat. Zudem hat der Beschuldigte einen Teil der strafbaren Hand-

lungen auch noch während laufender Probezeit begangen, was ebenfalls strafer-

höhend zu berücksichtigen ist, auch wenn – wie die Vorinstanz korrekt ausgeführt 

hat – ein Widerruf infolge Ablaufs der Probezeit seit mehr als drei Jahren nicht in 

Betracht kommt und die Anklagebehörde zu Recht einen solchen Antrag auch 

nicht gestellt hatte (Urk. 42 S. 126).  

3.3. Dass sich der Beschuldigte grösstenteils nicht geständig zeigte und er auch 

nicht von seinem Standpunkt abwich, wie die Vorinstanz festhielt (Urk. 42 S. 123), 

kann ihm nicht angelastet werden, ist es doch Aufgabe des Staates die Tatbege-

hung und das Verschulden des Beschuldigten nachzuweisen. Allerdings ist unter 

dem Titel Geständnis auch keine Strafminderung vorzunehmen. Im Gegenteil 

wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass der Umstand, dass der Beschuldig-

te statt selber die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, seinen Mitar-

beitern, der O._____AG und sogar der Privatklägerin die Schuld in die Schuhe zu 

schieben versuchte, ihn in einem ungünstigen Licht dastehen lasse (Urk. 42 

S. 116). Dies ist unter dem Titel Nachtatverhalten durchaus zulasten des Be-

schuldigten zu werten, wenn auch nur leicht.  

3.4. Insgesamt wirken sich die Tatkomponenten mithin deutlich – im Umfang von 

zwei Monaten Freiheitsstrafe bzw. 60 Tagessätzen Geldstrafe –