# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a38ed9d6-5136-5869-ac47-d2e669e6a83e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.05.2007 E-3359/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3359-2007_2007-05-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3359/2007
web/hat/sca
{T 0/2}

Urteil vom 22. Mai 2007

Mitwirkung: Richter Weber, Richterin Kojic, Richter Dubey 
Gerichtsschreiber Hardegger

B._______, Nigeria, 
wohnhaft C._______,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern-Wabern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 9. Mai 2007 in Sachen Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegwei-
sung / N D._______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland mit dem Motor-
rad  am  25.  März  2007  verliess,  anschliessend  die  Strecke  von  E._______nach 
F._______ im Taxi  zurücklegte und dort  ein Schiff  bestieg,  das ihn bis  nach Mailand 
(Italien) transportierte, 

dass der Beschwerdeführer am 9. April 2007 illegal auf schweizerisches Gebiet gelangt 
sei, wo er am 11. April 2007 in Basel ein Asylgesuch stellte, 

dass das BFM den Beschwerdeführer am 11. April 2007 und in der Anhörung vom 18. 
April 2007 aufforderte, innerhalb von 48 Stunden seine Identität mit rechtsgenüglichen 
Reisepapieren zu belegen,  ansonsten  auf  das  Asylgesuch  allenfalls  nicht  eingetreten 
werde,

dass der Beschwerdeführer  im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel  am 18.  April 
2007 summarisch und am 2. Mai 2007 direkt und einlässlich zu seiner Person und den 
Ausreise- und Asylgründen angehört wurde,

dass der Beschwerdeführer in den Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, er sei 
ein (...) und stamme aus (...), Nigeria, und habe seit 1993 in (...) gewohnt,

dass er im Juli 2006 Mitglied der regimekritischen Bewegung Massob ("Movement of Ac-
tualisation of the Sovereign State of Biafra") geworden sei und im selben Monat an einer 
Veranstaltung der Massob in (...) teilgenommen habe,

dass  die  Regierung  Soldaten  gesandt  habe,  um diese  Veranstaltung  zu unterbinden, 
und die Soldaten auf die Teilnehmer geschossen hätten,

dass deshalb die anfänglich friedliche Veranstaltung im Tumult geendet und jeder Anwe-
sende um sein Leben gefürchtet habe, 

dass Teilnehmer der Veranstaltung gegen die Soldaten gekämpft und Vandalenakte be-
gangen hätten,

dass viele Mitglieder  der Massob und Zivilisten  durch Schusswunden verletzt  worden 
seien  und  später  die  nigerianische  Presse  von  zirka  (...)  getöteten  Personen  ausge-
gangen sei, jedoch die wirkliche Zahl an Toten weit höher gelegen sei,

dass sich  der  Beschwerdeführer  während dieser  Veranstaltung in  (...)  rechtzeitig  und 
unverletzt vor einem Zugriff der Sicherheitskräfte habe in Sicherheit bringen können,

dass er sich in der Folge im Quartier (...) versteckt gehalten habe,

dass er  am 25.  März 2007 von einem Meeting  nach (...)  zurückgekehrt  sei  und fest-
gestellt habe, dass ihn die Sicherheitskräfte auch dort gesucht hätten,

dass er deshalb sein Heimatland verlassen habe,

dass für weitere Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei 
den Akten verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer keine Reisepapiere zu den Akten reichte,

dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 9. Mai 2007 auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers vom 11. April 2007 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 

3

nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung des Entscheids im Wesentlichen anführte, trotz entspre-
chender Aufforderung habe der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach Ein-
reichung  des Asylgesuchs  keinerlei  Reisepapiere  oder  Dokumente  zu  den  Akten  ge-
reicht, welche seine Identifizierung erlauben würden,

dass  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  ihm  verunmöglicht  hätten,  ein 
rechtsgenügliches Identitätspapier nachzureichen,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers betreffend Reiseweg unplausibel und ober-
flächlich  sowie  angesichts  der  zahlreichen  Personenkontrollen  auf  Schiffsüberfahrten 
von Afrika nach Europa nicht realitätskonform ausgefallen seien, 

dass deshalb anzunehmen sei, dass er seine Identitätspapiere den schweizerischen Be-
hörden vorenthalte, um einen möglichen Wegweisungsvollzug zu verhindern,

dass der  Beschwerdeführer  offensichtlich  haltlose Angaben zu Protoll  gegeben habe, 
demzufolge  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle  und  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass auch keine Wegweisungshindernisse bestünden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Mai 2007 (Poststempel) gegen diesen 
Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, die Anerkennung als po-
litischer Asylsuchender und die Gewährung des Asyls in der Schweiz beantragte, 

dass der Beschwerdeführer  gleichzeitig  eine dem Internet  entnommene Liste von na-
mentlich aufgeführten Mitgliedern der Massob einreichte, die im Rahmen einer Ausein-
andersetzung  vom  (...)  in  (...)  von  nigerianischen  Sicherheitskräften  ermordet  oder 
verwundet worden seien,

dass die Vorakten am 18. Mai 2007 beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 
Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968, 
[VwVG, SR 172.021] des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Ver-
waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32],  Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110],

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde - unter Vorbehalt (s. unten) - einzutreten ist (Art. 108a AsylG sowie 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von  Bundes-
recht, die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide auf die Über-

4

prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 
eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit darauf beschränkt ist, 
bei  Begründetheit  des Rechtsmittels  die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die bisheri-
ge  zutreffende  Praxis  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  in  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 
34 E. 2.1., S. 240 f.),

dass deshalb auf den Antrag betreffend Asylgewährung nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz  demgegenüber  die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kogni-
tion zukommt,

dass die vorliegende Beschwerde - wie sich aus den nachstehenden Erwägungen er-
gibt - offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet und 
der  Beschwerdeentscheid  summarisch begründet  wird  (Art.  111 Abs.  1 und 3  AsylG; 
vereinfachtes Verfahren),

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht 
innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft 
machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage, wenn 
auf  Grund der  Anhörung sowie  gestützt  auf  Art.  3  und 7  AsylG die  Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass hinsichtlich der zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachten Vorbringen 
des Beschwerdeführers vorweg auf dessen im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel 
am 18. April und 2. Mai 2007 protokollierte Aussagen zu verweisen ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach Prüfung der Ak-
ten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend dargelegt hat, wes-
halb für  das Nichteinreichen von Reise-  oder  Identitätspapieren keine entschuldbaren 
Gründe vorliegen,

dass die Vorinstanz zu Recht die vom Beschwerdeführer angegebenen Reisemodalitä-
ten nicht für nachvollziehbar hält, und das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Aus-
führungen des Beschwerdeführers davon ausgeht, er habe für seine Reise authentische 
Identitäts-  und  Reisepapiere  verwendet,  welche  er  jedoch  innert  48  Stunden  und  bis 
heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwirkungspflicht  (vgl.  Art.  8  Abs.  1  Bst.  b 
AsylG) den schweizerischen Behörden nicht aushändigte, zumal auch in der Beschwer-
de nichts glaubhaft geltend gemacht wird, was diesbezüglich allenfalls zu einer anderen 
Beurteilung hätte führen können,

dass die ins Feld geführte Behauptung, wonach sich der Beschwerdeführer während der 
ganzen Schiffsreise von zwei Wochen Dauer isoliert von der Aussenwelt in einem finste-
ren Raum dieses Schiffes versteckt gehalten habe und - im Widerspruch zu seinen frü-
heren Aussagen - bereits in Genua an Land gegangen sei (vgl. Beschwerde, S. 2), nicht 

5

zu überzeugen vermag, zumal er bis anhin nie eine solche Situation an Bord geschildert 
und wiederholt darauf bestanden hatte, erst in Mailand an Land gegangen zu sein (act. 
1 S. 7, act. 7 S. 7f.),

dass der Beschwerdeführer bloss einen Parteiausweis der Massob einreichte und Ver-
suche zur Beschaffung und die Einreichung eines rechtsgenüglichen Identitätsauswei-
ses nicht in Aussicht stellte, obschon ihm genügend Zeit hierfür geblieben wäre und er 
nahe Angehörige im Heimatstaat hat (vgl. act. A 1 S. 3, 4),

dass es sich beim Massob-Ausweis - ungeachtet der vom BFM aufgeführten Mängel - 
jedenfalls nicht um ein rechtsgenügliches Reise- oder Identitätspapier handelt,

dass  sich  an der  obigen  Beurteilung  zudem selbst  dann  nichts  ändern  könnte,  wenn 
nachträglich  sogar  Reisepapiere  und  Identitätspapiere  eingereicht  werden  sollten,  da 
der Beschwerdeführer keine genügende Entschuldigung für die Nichtabgabe von Identi-
tätspapieren anführen konnte, seine Vorbringen zu den Verfolgungs- und Fluchtgründen 
als haltlos zu bezeichnen sind (vgl. zur Haltlosigkeit die unten stehenden Ausführungen) 
und es bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaf-
fung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in 
die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. die für die vorliegende Konstellation nach 
wie vor zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c/aa, S. 109 f.),

dass aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprechender Dokumente die tatsächli-
che Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zweifelsfrei feststeht,

dass mithin zu prüfen bleibt,  ob das BFM aufgrund der Anhörung zu Recht weder die 
Flüchtlingseigenschaft festgestellt noch zusätzliche Abklärungen zur deren Feststellung 
beziehungsweise derjenigen von Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich er-
achtet hat,

dass der Beschwerdeführer hierzu geltend machte, dass Mitglieder der Massob in Nige-
ria verfolgte Personen seien, weil sie für die Unabhängigkeit Biafras eintreten würden, 
weshalb er bei einer Rückkehr damit zu rechnen habe, dass man ihn verhöre und wohl 
lebenslang in Haft halte (vgl. Beschwerde, S. 3),

dass weiter der eingereichte Internetauszug die Information enthält,  wonach tausende 
Angehörige  der  Massob  unter  den  nigerianischen  Sicherheitskräften  zu  leiden  hätten 
und ohne gesetzliche Grundlage in Haft gehalten würden, 

dass der Beschwerdeführer behauptete, im Juli 2006 als einfaches Mitglied der Massob 
beigetreten zu sein und einen Parteiausweis erhalten zu haben,

dass  der  vom  Erscheinungsbild  her  nicht  vertrauenserweckende  Mitgliederausweis 
(schlecht  laminiert,  Unterschrift  unklar,  allenfalls  Eigenfabrikat;  vgl.  Hinweis  des  Be-
schwerdeführers auf S. 2 der Beschwerde: "Die Karte mag einen zusammengesetzten 
Eindruck vermitteln...") ein Ausstellungsdatum vom 1. Mai 2005 enthält, 

dass der Beschwerdeführer angab, dieses Ausstellungsdatum sei ein regionaler Code, 
den damals der Führer der Massob auf sein eigenes Unterschriftsfeld eingesetzt habe 
(act. 7 S. 5), was jedoch nicht überzeugt,

dass darüber hinaus die Angaben des Beschwerdeführers zu den angeblich für seine 
Ausreise relevanten Vorfällen  in keiner Weise substanziiert  oder plausibel ausgefallen 
sind und durchwegs nicht den Eindruck von tatsächlich Erlebtem oder Befürchtetem in 

6

der geltend gemachten Form vermitteln, 

dass dies namentlich seinen Beitritt zur Massob (act. A 7 S. 3 und 4) und seine Tätigkei-
ten bei der Organisation (act. A 1 S. 5, act. A 7 S. 3), seine Angaben zum engeren und 
weiteren persönlich bekannten Umfeld in der Partei (act. A 7 S. 4), zur Beschaffung der 
Parteikarte (act. A 7 S. 4), zu den Vorgängen während der politischen Veranstaltung in 
(...) (act. A 7 S. 3, 5 und 6), zur Suche in (...) (act. A 7 S. 7) betrifft, 

dass der Beschwerdeführer zudem ausweichende Aussagen zu seiner Mitgliedschaft in 
der Massob, den Vorfällen in (...), zur Flucht aus (...) und zum Verhalten in (...) gemacht 
hat,

dass er  somit  offensichtlich keine fundierte  Kenntnis  über  die angeblichen Ereignisse 
besitzt,

dass  nicht  einmal  die  Herkunft  des  Beschwerdeführers  unzweifelhaft  ist  (Aba  oder 
Anambra, act. A 7 S. 6),

dass auch die Erklärung des Beschwerdeführers, wonach ihm "keine wirkliche Möglich-
keit (während der Befragung) geboten worden sei, detailliertere Angaben zum Gesche-
hen zu machen", der Realität widerspricht (vgl. Beschwerde S. 2),

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe auch sonst  keine stichhaltigen 
Argumente vorbringt, die die überzeugenden Erwägungen in der vorinstanzlichen Verfü-
gung in Zweifel zu ziehen oder zu entkräften vermöchten, 

dass in der Beschwerde nun vielmehr versucht wird, die überzeugende Argumentation 
der Vorinstanz durch eine nachträgliche Änderung und Ersetzung des ursprünglich an-
gegebenen Sachverhalts zu entkräften, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich seiner Verfolgungs- und Flucht-
gründe somit haltlos ausgefallen sind, weshalb für die entsprechenden Einzelheiten auf 
die vorinstanzliche Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich das Bundesverwaltungsgericht bisher nicht zur Frage geäussert hat, welchem 
Beweismassstab die in Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG erwähnte Feststellung bzw. Nichtfest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft und die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen (Art. 
32 Abs. 3 Bst. c AsylG) unterliegen,

dass vorliegend diese Frage jedoch offen gelassen werden kann, zumal der Beschwer-
deführer  -  sogar  unter  Annahme  des  Beweismasses  der  Haltlosigkeit,  dem  gemäss 
Rechtsprechung  der  früheren  ARK die  Nichteintretenstatbestände  von Art.  32  Abs.  2 
Bst. e und f AsylG unterliegen (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3., S. 16 f.; 2006 Nr. 33 E. 6.1., 
S. 369) und bis zum 31. Dezember 2006 der frühere Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG unterlag 
(EMARK 2004 Nr. 34 E. 4.2.,  S. 242 ff.;  EMARK 2004 Nr.  22 E. 5b,  S. 149) -  keine 
Gründe geltend macht, die zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft führen oder zu-
sätzliche Abklärungen gemäss Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG als nötig erscheinen 
lassen würden,

dass deshalb auch ohne Beantwortung der Frage nach dem anzuwendenden Beweis-
mass festzustellen ist, dass keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem 
Regelfall  des Nichteintretens bei  Erfüllen des Tatbestandes von Art.  32 Abs. 2 Bst.  a 
AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das 

7

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilli-
gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen 
ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 [AsylV 1, SR 142.311] vgl. 
die bisherige zutreffende Praxis der ARK in EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegen-
stehen,  da im Fall  eines unzulässigen,  unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das 
Anwesenheitsverhältnis nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt 
und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 (ANAG, SR 142.20) über die vor-
läufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landes-
rechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschen-
rechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in seinem Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 ANAG),

dass in gesundheitlicher Hinsicht keine Wegweisungshindernisse aktenkundig sind und 
der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge über zwölf Jahre schulische und beruf-
liche Erfahrungen als Selbständigerwerbender im (....) verfügt,

dass der Beschwerdeführer die englische Sprache und Ibo beherrscht,

dass im Heimatort und in (...) seine nächsten Angehörigen (...) leben (vgl. act. A 1, S. 3), 
weshalb  im  Heimatstaat  des  Beschwerdeführers  von  einem  intakten  sozialen  und 
wirtschaftlichen Beziehungsnetz auszugehen ist,

dass aufgrund der obigen Ausführungen nicht davon auszugehen ist, der Beschwerde-
führer würde in Nigeria in eine existenzbedrohende Situation geraten,

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vorliegen technischer 
Vollzugshindernisse ergeben, weshalb der Vollzug auch als möglich erscheint (Art. 14a 
Abs. 2 ANAG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die an-
gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die 
Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.--  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglementes über Kosten und Entschädigungen vor 
dem Bundesgericht vom 16. Dezember 2006 [VGKE, SR 173.320.1] dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

8

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichtskasse zu über-
weisen.

3. Dieses Urteil geht an:

- Beschwerdeführer  (durch  Vermittlung  des  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrens-
zentrum (...), mit der Bitte, dieses Urteil  dem Beschwerdeführer gegen beige-
legte  Empfangsbestätigung  auszuhändigen  und  diese  dem  Bundesverwal-
tungsgericht  zuhanden  der  Beschwerdeakten  zuzustellen; (Beilage:  Einzah-
lungsschein)

- BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) N D._______ (vorab per Telefax)

- H._______(per Telefax)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Thomas Hardegger

Versand am: 

9

EMPFANGSBESTÄTIGUNG

B._______, Nigeria, 

Hiermit bestätige ich, heute folgendes Dokument erhalten zu haben:

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Mai 2007

Ort:

Datum:

Unterschrift:

Diese  Empfangsbestätigung  ist  nach  der  Unterzeichnung  dem 
Bundesverwaltungsgericht zuhanden der Beschwerdeakten zuzustellen.