# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2745a5b2-9f26-5217-a7f5-4da19cdebdb6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.03.2016 UV 2014/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-52_2016-03-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/52

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.03.2016

Entscheiddatum: 15.03.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2016
Art. 10, 16, 18, 19, 21, 24 und 25 UVG. Anspruch auf Heilbehandlung, 
Taggelder, Rente und Integritätsentschädigung. Fallabschluss und 
Einstellung der Heilbehandlung und Taggeldleistungen zu Recht erfolgt. Kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad. Kein Anspruch auf Heilbehandlung 
nach dem Fallabschluss mangels Rentenanspruchs. Zugesprochene 10%ige 
Integritätsentschädigung bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 15. März 2016, UV 2014/52).Entscheid vom 15. 
März 2016

Besetzung

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2014/52

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei

St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,

gegen

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SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___ war bei der B.___ AG als Typografin angestellt und dadurch bei der 

SWICA obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie von 

Berufskrankheiten versichert. Am 11. Januar 2009 stürzte die Versicherte beim 

Skifahren und verletzte sich an der linken Schulter (Unfallmeldung vom 28. Januar 

2009, UV-act. 1). Die im Spital C.___ erstbehandelnde Dr. med. D.___, Assistenzärztin 

Chirurgie/Orthopädie, diagnostizierte eine proximale Humerusfraktur links (3-Part; 

Bericht vom 24. Februar 2009, UV-act. 7; erst später wurde ein vierter Bruch im 

Schultergelenk festgestellt, vgl. hierzu die Telefonnotiz vom 16. November 2009, UV-

act. 50). Bei der Diagnose einer Frozen shoulder bei Status 5 Monate nach 

konservativer Therapie einer 3-Fragment Humeruskopffraktur links unterzog sich die 

Versicherte am 5. August 2009 einem von Dr. med. E.___, Spezialarzt Orthopädische 

Chirurgie, Klinik F.___, durchgeführten operativen Eingriff (arthroskopisches 

Débridement subacromial; UV-act. 30). Wegen eines posttraumatischen Entrapments 

der Bicepssehne links führte Dr. med. G.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, Orthopädie H.___, an der linken Schulter der Versicherten 

am 8. Dezember 2009 eine offene Bicepssehnen-Revision mit Tenodese durch 

(Operationsbericht vom 31. Dezember 2009, UV-act. 59). Zur postoperativen 

Rehabilitation befand sich die Versicherte vom 1. März bis 1. April 2010 im Kurhotel 

I.___ (Bericht vom 8. April 2010, UV-act. 84).

A.b     Aufgrund einer posttraumatischen Arthrofibrose an der linken Schulter fand am 

13. Juli 2010 eine neuerlich von Dr. G.___ durchgeführte Operation statt 

(Schultergelenksarthroskopie mit intraarticulärem Débridement und Resektion des 

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Bicepsstumpfes sowie subacromiale Bursektomie und Adhäsiolyse links, Mobilisation; 

Operationsbericht vom 14. Juli 2010, UV-act. 99). Dr. G.___ berichtete am 5. Oktober 

2010 über einen stark protrahierten Verlauf mit nur ungenügender Besserung (UV-

act. 104; vgl. auch den Verlaufsbericht vom 25. März 2011, UV-act. 120). Zur Einholung 

einer Zweitmeinung (UV-act. 120, S. 2) wurde die Versicherte im Muskelzentrum des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) untersucht. Die dort mit der Versicherten befassten 

medizinischen Fachpersonen diagnostizierten eine posttraumatische Schultersteife 

links, ein Sharp-Syndrom, einen chronischen Kopfschmerz (Spannungskopfschmerz) 

und einen episodischen Kopfschmerz (Migräne). Hinweise für eine neurogene Läsion 

fanden die Experten nicht. Der Schmerz zeige inzwischen eine Ausbreitung über die 

Schulter hinausgehend nach thorakal-ventral und dorsal. Darüber hinausgehend 

bestünden Schmerzen in der HWS rechtsbetont sowie seit dem Unfall Kopfschmerzen 

von lokal in den Kopf ausstrahlend (Bericht vom 5. April 2011, UV-act. 121).

A.c      Am 28. Juni 2011 wurde die Versicherte vom SWICA-Vertrauensarzt PD 

Dr. med. J.___, Facharzt für Chirurgie, untersucht. Im Bericht vom 29. Juni 2011 führte 

er aus, es bestehe ein Status nach Mehrparthumeruskopffraktur links und konservativer 

Behandlung mit schmerzhaft eingesteifter Schulter links für Elevationsbewegungen 

über ca. 70° und für die Rotationsbewegungen namentlich Aussenrotation. Das 

Unfallereignis sei die einzige Ursache der zur Zeit festgestellten gesundheitlichen 

Störung. Die vorbestehenden Krankheiten (Sharp-Syndrom, Blutkrankheit mit 

Dauerantikoagulation) hätten höchstens das therapeutische Vorgehen beeinflusst, im 

Sinn, dass keine operative Frühbehandlung durchgeführt worden sei, die 

möglicherweise ein besseres Heilungsresultat ergeben hätte. Zur Zeit sei die 

Versicherte für die angestammte Tätigkeit höchstens zu 10% arbeitsfähig. Für eine 

leidensangepasste Tätigkeit verfüge sie über eine höchstens 70%ige bis 80%ige 

Arbeitsfähigkeit. Den Integritätsschaden schätzte er auf 10 bis 25%. Eine definitive 

Einschätzung sei aber erst nach Ausschöpfung aller therapeutischen Möglichkeiten 

vorzunehmen. Um die Erfolgsaussichten einer weiteren operativen Massnahme 

beurteilen zu können, empfahl er eine schulterchirurgische Abklärung (UV-act. 134). 

Diese erfolgte am 7. November 2011 durch Dr. med. K.___, Leitender Arzt Orthopädie 

an der Klinik L.___. Er gelangte zur Auffassung, dass die von der Versicherten 

geklagten Schmerzen nicht im Zusammenhang mit der als äusserst marginal zu 

bezeichnenden Fehlstellung nach Humeruskopf-Fraktur stünden, die selbst keine 

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Beschwerden auslöse. Dementsprechend sei von weiteren operativen Eingriffen 

Abstand zu nehmen. Über eine nochmalige Basis-Abklärung durch einen in der 

Behandlung von Collagenosen erfahrenen Rheumatologen wäre zu diskutieren, 

insbesondere mit Fragestellung, ob durch eine Basis-Therapie für das Sharp-Syndrom 

eine Verbesserung der Schmerzsituation auf Niveau der Schulter zu erreichen wäre 

(UV-act. 144). Eine entsprechende rheumatologische Abklärung wurde durch Dr. med. 

M.___, Oberarzt, und Dr. med. N.___, Chefin Rheumatologie und Rehabilitation an der 

Klinik L.___, durchgeführt. Im nicht in den Akten liegenden Bericht vom 24. Januar 

2012 führten die Rheumatologen aus, das Sharp-Syndrom könne bestätigt werden. 

Hinweise für eine aktuell hohe Krankheitsaktivität würden fehlen. Inwieweit sich die 

Erkrankung negativ auf den Verlauf nach dem Unfall ausgewirkt habe, bleibe 

spekulativ. Sicher sei die rheumatologische Erkrankung im Moment wenig aktiv. Somit 

sei auch von einer neu begonnenen Basistherapie kaum ein relevanter positiver Effekt 

hinsichtlich der schwer eingeschränkten Schulterbeweglichkeit links zu erhoffen (vgl. 

die Wiedergabe des Berichts im medas-Gutachten, UV-act. 163, S. 9 f. und 28; vgl. 

auch die Telefonnotiz vom 26. Januar 2012, UV-act. 149).

A.d     Am 20., 22. und 27. März 2012 wurde die Versicherte im Auftrag der SWICA in 

der medas Ostschweiz orthopädisch-psychiatrisch begutachtet. Mit Einschränkung der 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit diagnostizierte die orthopädische Expertin eine 

schmerzhafte Bewegungseinschränkung der linken Schulter nach konservativ 

behandelter Mehrfragmentfraktur des Humeruskopfes linksseitig am 11. Januar 2009, 

einen Status nach Narkosemobilisation und arthroskopischem Débridement am 

5. August 2009, einen Status nach offener Bizepssehnenrevision mit Tenodese am 

8. Dezember 2009, einen Status nach arthroskopischem Débridement und Resektion 

des Bizepsstumpfes, subacromialer Bursektomie und Adhäsiolyse am 13. Juli 2010, 

aktuell im MRT vom 27. März 2012 leichte Bursitis subacromialis ohne Ruptur der 

Rotatorenmanschette; HWS-Beschwerden, ausstrahlend in den Hinterkopf, mit 

geringer Bewegungseinschränkung, neurologisch unauffällig, beginnend März/April 

2010 bei deutlichen radiologisch nachweisbaren degenerativen Veränderungen im 

Bereich der HWS und Diskushernie C5/6. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei der 

jetzt noch vorliegende Befund an der linken Schulter einzig auf den Unfall vom 

11. Januar 2009 zurückzuführen. Die von der Versicherten beklagten seit März/April 

2009 aufgetretenen HWS-Schmerzen, ausstrahlend in den rechten Hinterkopf, dürften 

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überwiegend wahrscheinlich auf Verspannungen und degenerative Veränderungen im 

Bereich der HWS zurückzuführen sein. Ein Kausalzusammenhang zwischen den 

Migräneanfällen und dem Unfall sei lediglich möglich. Der psychiatrische Experte stellte 

die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei das Unfallereignis 

der Auslöser dieser psychischen Gesundheitsstörung. Sie sei ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit. Interdisziplinär kamen die Gutachter zum Schluss, für eine adaptierte 

Tätigkeit als Typografin bestehe aufgrund des Schulterleidens eine Einschränkung von 

20% durch die Verminderung des Rendements bei vollzeitlicher Präsenz. Eine 

zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Beschwerden an der HWS sei 

nicht anzunehmen. Aufgrund des Sharp-Syndroms sei bei Auftreten von 

Krankheitsschüben und bei Migräneanfällen mit vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten 

zu rechnen. Für eine andere leidensangepasste Tätigkeit sei keine wesentliche 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu attestieren. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte 

spätestens ab dem Begutachtungszeitpunkt. Es sei sodann aus somatischer Sicht ein 

Integritätsschaden von 10% anzunehmen (Gutachten vom 6. Juni 2012, UV-act. 163, 

insbesondere S. 32 ff.).

A.e      Mit Schreiben vom 3. September 2012 stellte die SWICA der Versicherten die 

Einstellung der Übernahme der Heilbehandlungskosten per 31. Juli 2012 und der 

Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 in Aussicht (UV-act. 168).

A.f       Vom 1. bis 31. Oktober 2012 nahm die Versicherte an einer von der IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen angeordneten beruflichen Abklärung in der O.___, teil. Die 

Abklärungspersonen der O.___ gaben im Bericht vom 20. November 2012 an, die 

Versicherte sei bereits bei einem 50%igen Pensum an ihre körperlichen Grenzen 

gekommen. Nachdem das Pensum auf 60% gesteigert worden sei, habe die 

Versicherte vermehrte Pausen einlegen müssen, da ihre körperlichen Beschwerden und 

die damit verbundenen Schmerzen ersichtlich zugenommen hätten. Die Versicherte 

habe von Anfang an die Haltung gehabt, dass sie maximal 50% arbeiten könne. Die 

geleistete Arbeitsqualität sei „freiwirtschaftlich“. Durch die vermehrten 

Arbeitsunterbrüche und ihre Einschränkung sei ihre Tagesleistung sehr niedrig. Für die 

Versicherte kämen nur leichte Büroarbeiten in Frage, die sie mehrheitlich mit der 

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rechten Hand ausführen könne. Das Arbeitspensum liege dabei höchstens bei 50% 

(UV-act. 183.3).

A.g     Am 4. Januar 2013 nahm die Versicherte Stellung zum Schreiben der SWICA 

vom 3. September 2012. Darin brachte sie u.a. vor, das medas-Gutachten sei nicht 

beweiskräftig (UV-act. 183), und sie reichte nebst dem Abklärungsbericht der O.___ 

vom 20. November 2012 einen Bericht vom behandelnden Dr. med. P.___, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, medizinisches Zentrum Q.___, vom 19. Dezember 2012 ein 

(UV-act. 183-2). Darin äussert er sich kritisch zum medas-Gutachten.

A.h     Am 23. April 2013 äusserten sich die medas-Gutachter zum Abklärungsbericht 

der O.___ sowie zur Kritik von Dr. P.___. Sie hielten an der im Gutachten geäusserten 

Arbeitsfähigkeitsschätzung fest (UV-act. 189).

A.i       Nach einem weiteren Schriftenwechsel zwischen der SWICA und der 

Versicherten (Schreiben der SWICA vom 10. September 2013, UV-act. 196; 

Stellungnahme der Versicherten vom 13. September 2013, UV-act. 198) verfügte jene 

am 23. Dezember 2013 die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 

und der Übernahme der Heilbehandlungskosten per 31. Juli 2012. Das Gesuch um 

Rentenleistungen wies sie ab und sprach der Versicherten eine 10%ige 

Integritätsentschädigung im Betrag von Fr. 12‘600.-- zu (UV-act. 203). Die gegen 

sämtliche Leistungsentscheide erhobene Einsprache vom 16. Januar 2014 (UV-

act. 207) wies die SWICA im Einspracheentscheid vom 20. Juni 2014 vollumfänglich ab 

(UV-act. 215).

B.       

B.a      Gegen den Einspracheentscheid vom 20. Juni 2014 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 7. Juli 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt darin dessen 

Aufhebung, soweit die Beschwerdegegnerin eine weitergehende Leistungspflicht 

verneine. Es sei ihr über den 31. Oktober 2012 hinaus ein Taggeld bis zum 31. März 

2013 auf der Basis von 100% und anschliessend auf der Basis von mindestens 62,5% 

zuzusprechen. Es seien über den 31. Juli 2012 hinaus die Kosten der Heilbehandlung 

zu übernehmen. Eventualiter sei ihr eine ganze Invalidenrente ab dem 1. November 

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2012 und eine Integritätsentschädigung auf der Basis von mindestens 80% 

zuzusprechen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung bringt 

die Beschwerdeführerin vor, das medas-Gutachten sei nicht beweiskräftig und 

inzwischen auch veraltet. Sodann sei es nicht einleuchtend, weshalb nicht mehr mit 

einer Verbesserung des Gesundheitszustands gerechnet werden solle. Des Weiteren 

kritisiert sie die Höhe des von der Beschwerdegegnerin ermittelten 

Invalideneinkommens und des Integritätsschadens (act. G 1).

B.b     Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 28. Juli 2014 

die Abweisung der Beschwerde. Sie hält die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die 

Experten der medas für beweiskräftig. Der Fallabschluss und die Einstellung der 

Heilbehandlungsleistungen sowie der Taggeldleistungen seien zu Recht erfolgt. Es 

bestehe ferner kein Anlass für eine Erhöhung der Integritätsentschädigung (act. G 3).

B.c      In der Replik vom 18. August 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

ihren Anträgen fest (act. G 7).

B.d     Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 9).

B.e      Das Versicherungsgericht wies die Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen 

die Verfügung der IV-Stelle vom 7. Oktober 2013, worin diese das Gesuch um 

berufliche Massnahmen abgewiesen hatte, mit Entscheid vom 3. November 2015, 

Verfahren IV 2013/512, ab. Die gegen die rentenabweisende Verfügung der IV-Stelle 

vom 13. Mai 2014 erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht im selben 

Entscheid vom 3. November 2015, Verfahren IV 2014/272, insoweit teilweise gut, als es 

die Sache zur weiteren Abklärung hinsichtlich eines befristeten Rentenanspruchs 

betreffend die Zeit vor der medas-Begutachtung an die IV-Stelle zurückwies. Im 

Übrigen wies es die Beschwerde ab. Der Entscheid erwuchs unangefochten in 

Rechtskraft.

Erwägungen

1.        

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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen sind die Ansprüche der 

Beschwerdeführerin auf Heilbehandlungs-, Taggeld- und Rentenleistungen sowie auf 

eine Integritätsentschädigung.

2.        

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 

werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 

ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.).

3.        

Als erstes ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Heilbehandlung gemäss Art. 10 

UVG über den 31. Juli 2012 hinaus zu prüfen.

3.1      Eine verunfallte Person hat Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 UVG), solange 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Ob eine namhafte 

Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu 

erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese 

unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 

Abs. 1 UVG verdeutlicht, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im 

Sinn von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine 

weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie etwa einer Badekur - zu 

erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren 

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Durchführung. Die Einstellung der Heilbehandlung setzt nicht dass Dahinfallen jeglichen 

Bedarfs an Heilbehandlung voraus (siehe zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 

vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.2 mit Hinweisen und E. 4.2.2).

3.2      Aus somatischer Sicht verneinten die medas-Gutachter eine namhafte 

Besserungsmöglichkeit mit Blick auf das Leiden an der linken Schulter (UV-act. 163, 

S. 35 oben). Auch Dr. K.___ empfahl, von weiteren operativen Massnahmen 

abzusehen. Eine weitere Verbesserung der Beweglichkeit erschien ihm 

unwahrscheinlich. Von einer weiteren konservativen Therapie versprach er sich 

lediglich „die Situation stabil zu halten“ (Bericht vom 7. November 2011, UV-act. 144). 

Diese Sichtweise wurde von den Dres. N.___ und M.___ bestätigt (vgl. den in UV-

act. 163, S. 9 f., wiedergegebenen Bericht vom 24. Januar 2012). Weder aus den 

übrigen Akten noch aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin ergeben sich 

Anhaltspunkte dafür, dass von einer Heilbehandlung der unfallbedingten somatischen 

Leiden über den 31. Juli 2012 hinaus eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG zu erwarten war.

3.3      Aus psychiatrischer Sicht wurde eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 

den medas-Gutachtern verneint (UV-act. 163, S. 35). Das Versicherungsgericht hat im 

Entscheid vom 3. November 2015, IV 2013/512 + IV 2014/272, E. 2.2.1, dargelegt, 

weshalb es diese Beurteilung für beweiskräftig hält, worauf vollumfänglich verwiesen 

wird (vgl. auch die Ausführungen des psychiatrischen medas-Gutachters in der 

Stellungnahme vom 23. April 2013, UV-act. 189). Zwangsläufig fehlt es damit an einer 

Steigerungsmöglichkeit der Arbeitsfähigkeit durch eine medizinische Behandlung der 

psychischen Leiden, wie sie etwa der psychiatrische medas-Gutachter vorgeschlagen 

hat (vgl. hierzu UV-act. 163, S. 35).

3.4      Vor diesem Hintergrund war von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

spätestens am 31. Juli 2012 keine namhafte Besserung mehr zu erwarten. Damit stellte 

die Beschwerdegegnerin die Heilbehandlungsleistungen im Sinn von Art. 10 UVG zu 

Recht auf dieses Datum hin ein.

4.        

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Als nächstes ist die Frage zu prüfen, ob die von der Beschwerdegegnerin angeordnete 

Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 rechtmässig ist. Gegenstand 

des angefochtenen Einspracheentscheids bildet der Anspruch der Beschwerdeführerin 

auf Taggeldleistungen für die Zeit ab 1. November 2012. Demgegenüber sind die zuvor 

ausgerichteten (nicht auf einem einheitlich-untrennbaren Rechtsverhältnis beruhenden 

und unbestritten gebliebenen) Taggeldleistungen mangels Anfechtungsgegenstands 

nicht zu prüfen.

4.1      Ob die Beschwerdeführerin über den 31. Oktober 2012 hinaus einen Anspruch 

auf Taggeldleistungen hat, hängt - nachdem bereits Ende Juli 2012 von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes mehr hatte erwartet werden können (vgl. vorstehende E. 3.1 ff.) 

- davon ab, ob allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung im Sinn 

von Art. 19 Abs. 1 UVG zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen waren. Der in Art. 19 

Abs. 1 UVG erwähnte Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung bezieht sich nur auf Vorkehren, die geeignet sind, den der 

Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde liegenden Invaliditätsgrad zu 

beeinflussen (RKUV 2004 Nr. U 508 S. 265). Demgegenüber findet die Regelung von 

Art. 25 Abs. 3 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) - auf den 

die Beschwerdegegnerin in der Begründung des Einspracheentscheids verweist (UV-

act. 215, Rz 3.9) - vorliegend keine Anwendung. Denn weder aus den Akten noch den 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin am 

1. November 2012 bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet gewesen wäre, was 

allerdings Tatbestandsvoraussetzung von Art. 25 Abs. 3 UVV bildet (Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. August 2008, 8C_173/2008, E. 2.2 mit Hinweisen). Aus der 

Verfügung vom 23. Dezember 2013 geht einzig eine Empfehlung der 

Beschwerdegegnerin hervor, die Beschwerdeführerin solle sich bei der 

Arbeitslosenversicherung anmelden (UV-act. 203, S. 2).

4.2      Weder am 31. Oktober 2012 noch beim - die zeitliche Grenze der richterlichen 

Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 131 V 11 E. 1 mit Hinweisen) - Erlass des 

Einspracheentscheides vom 20. Juni 2014 waren noch IV-Eingliederungsmassnahmen 

im Gange. Die ursprünglich für drei Monate geplante berufliche Abklärung in der O.___ 

musste vorzeitig am 31. Oktober 2012 abgebrochen werden (UV-act. 183.3; siehe auch 

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Entscheid des Versicherungsgerichts vom 3. November 2015, IV 2013/517 + 

IV 2014/272, lit. A.d). In der Folge wies die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche 

Massnahmen ab (bestätigt im Entscheid des Versicherungsgerichts vom 3. November 

2015, IV 2013/517 + IV 2014/272, E. 3.1 f. mit Ausführungen zur fehlenden 

Eingliederungsbereitschaft der

Beschwerdeführerin). Damit standen dem Fallabschluss und der Einstellung der 

Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 weder eine ärztliche Behandlung bzw. 

Behandlungsoption noch eine Eingliederungsvorkehr der Invalidenversicherung 

entgegen.

5.        

Des Weiteren ist für die Zeit nach dem Fallabschluss per 31. Oktober 2012 (Art. 19 

Abs. 1 Satz 1 UVG) der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu 

prüfen.

5.1      Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität 

ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit 

siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die 

Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei 

Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch 

entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden 

kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind.

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5.2      Das von der Beschwerdegegnerin gestützt auf eine entsprechende Lohnangabe 

der ehemaligen Arbeitgeberin (UV-act. 192) für das Jahr 2013 ermittelte 

Valideneinkommen von Fr. 74‘100.-- (Fr. 5‘700.-- x 13) blieb von der 

Beschwerdeführerin unbestritten (act. G 1, Rz 5). Aus den Akten ergeben sich keine 

Hinweise, die Zweifel daran wecken. Zwar ist der frühest mögliche Rentenbeginn auf 

den 1. November 2012 festzusetzen. Da es für das Jahr 2012 indessen an einer 

entsprechenden Lohnangabe der Arbeitgeberin fehlt und keine Anhaltspunkte 

ersichtlich sind, die gegen eine gleichmässige Entwicklung der Vergleichseinkommen 

sprechen, ist mit den Parteien zur Bestimmung der Vergleichseinkommen auf das Jahr 

2013 abzustellen und von einem Valideneinkommen von Fr. 74‘100.-- auszugehen.

5.3      Zu bestimmen ist sodann die Höhe des Invalideneinkommens.

5.3.1  Die medas-Gutachter bescheinigten der Beschwerdeführerin spätestens ab dem 

Begutachtungszeitpunkt (die Begutachtungen fanden allesamt im März 2012 statt) eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (UV-act. 163, S. 31 und 

S. 36). Das Versicherungsgericht hat sich bereits im Entscheid IV 2013/512 + 

IV 2014/272 einlässlich mit den Einwänden der Beschwerdeführerin gegen die 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung auseinandergesetzt und ist zum Schluss 

gelangt, dass diese beweiskräftig ist (E. 2.1 ff. des Entscheids). Darauf ist zu verweisen. 

Damit ist der Bestimmung des Invalideneinkommens eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten zugrunde zu legen. Die medas-Gutachter definierten die 

Adaptionsvoraussetzungen wie folgt: leichte vorwiegend sitzende Tätigkeit; keine 

Drehbewegungen des linken Arms über die Körperachse nach links hinaus; keine 

Tätigkeiten über Schulterhöhe; die Notwendigkeit des Hebens schwerer Gewichte sei 

zu vermeiden; Möglichkeit zum Positionswechsel (keine ausschliesslich sitzende 

Tätigkeit; act. G 163, S. 31). Ferner nannten sie weitere Erfordernisse, die allerdings auf 

unfallfremde Leiden (Sharp-Syndrom und hereditärer V Mangel) zurückzuführen und 

daher vorliegend nicht von Bedeutung sind.

5.3.2  Wie das Versicherungsgericht im Entscheid vom 3. November 2015, IV 2013/512 

+ IV 2014/272, E. 4.3, ausgeführt hat und worauf verwiesen wird, bildet das von der 

Beschwerdeführerin im Rahmen eines 37,5%igen Beschäftigungsgrads tatsächlich 

erzielte Einkommen keine taugliche Grundlage für die Bestimmung des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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Invalideneinkommens, weshalb ein statistischer Lohn heranzuziehen ist. Die 

Rechtsprechung wendet für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von 

Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1 ("Monatlicher 

Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des 

Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor"), Zeile "Total" an (BGE 124 V 323 

E. 3b/aa). Nach den konkreten Umständen des Einzelfalls kann es sich indessen 

rechtfertigen, auf die seit der LSE 2012 geführte Tabelle T17 ("Monatlicher Bruttolohn 

[Zentralwert] nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht - Privater und 

öffentlicher Sektor [Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften, Kirchen] 

zusammen"; vgl. auch Anhang zum IV-Rundschreiben Nr. 328) abzustellen, wenn dies 

eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und der versicherten 

Person der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (vgl. hierzu die 

Rechtsprechung zur ehemals bis 2010 vom Bundesamt für Statistik publizierten Tabelle 

T7S Urteile des Bundesgerichts vom 7. März 2014, 9C_841/2013, E. 4.2 und E. 4.4, 

und vom 15. Mai 2014, 8C_910/2013, E. 3.1.2.1).

5.3.3  Die Beschwerdeführerin verfügt aufgrund ihrer Ausbildung als Typografin über 

profunde EDV-Kenntnisse, insbesondere betreffend die Textverarbeitung. Sie verfügt 

demnach über Kompetenzen für kaufmännisch-administrative Tätigkeiten, weshalb zur 

Ermittlung eines möglichst realitätsbezogenen Invalideneinkommens auf die Löhne der 

Berufsuntergruppe der Tabelle T17, Ziff. 41 ("Allgemeine Büro- und Sekretariatskräfte"), 

abgestellt werden kann. Dabei kann offen bleiben, ob das Total für Frauen (Fr. 5‘754.--) 

oder der Betrag für den Lebensaltersbereich 30 - 49 Jahre, Frauen (Fr. 5‘983.--), 

heranzuziehen ist. Denn die entsprechenden (noch an die betriebsübliche wöchentliche 

Arbeitszeit und die bis 2013 eingetretene Nominallohnentwicklung anzupassenden) 

Löhne weichen nicht wesentlich vom Valideneinkommen ab. Auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt stehen der Beschwerdeführerin demnach und da kein Anlass für die 

Gewährung eines Tabellenlohnabzugs besteht (siehe nachstehende E. 5.3.4) nach wie 

vor Tätigkeiten offen, die verglichen mit dem Valideneinkommen nicht mit einer 

Erwerbseinbusse, jedenfalls nicht im rentenbegründenden Ausmass von mindestens 

9,5%, verbunden sind. Vor diesem Hintergrund kann die konkrete Berechnung des 

Invalideneinkommens und des Invaliditätsgrads unterbleiben.

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5.3.4  Bei der noch nicht im fortgeschrittenen Alter stehenden Beschwerdeführerin 

(Jahrgang 1973) bestehen keine Anhaltspunkte, die (bezogen auf einen ausgeglichen 

Arbeitsmarkt) auf lohnwirksame Nachteile für Tätigkeiten als „Allgemeine Büro- und 

Sekretariatskräfte“ deuten bzw. einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen würden. Die 

qualitativen Anforderungen an eine an die Unfallleiden angepasste Tätigkeit (vgl. hierzu 

vorstehende E. 5.3.1) sind nicht derart einschränkend, dass in dem der 

Beschwerdeführerin offen stehenden Segment lohnwirksame Nachteile zu befürchten 

wären. Das im medas-Gutachten beschriebene erhöhte Absenzenrisiko (UV-act. 163, 

S. 31) ist auf das unfallfremde Sharp-Syndrom bzw. unfallfremde Migräneanfälle (UV-

act. 163, S. 33 f.) zurückzuführen und bei der Bestimmung der durch die Unfallfolgen 

beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit - auch im Rahmen der Festsetzung des 

Tabellenlohnabzugs - ausser Acht zu lassen. Weder aus der Aktenlage noch aus den 

Ausführungen der Beschwerdeführerin ergeben sich anderweitige Umstände, die einen 

Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen vermögen.

5.4      Mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrads von mindestens 10% hat die 

Beschwerdeführerin folglich keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.

6.        

Ohne Anspruch auf eine Invalidenrente besteht sodann kein Anspruch auf 

Heilbehandlung im Sinn von Art. 21 UVG, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 

festhält (vgl. UV-act. 215, Rz 3.8).

7.        

Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung.

7.1      Die Beschwerdegegnerin legte in der Verfügung vom 23. Dezember 2013 (UV-

act. 203, S. 4) die rechtlichen Voraussetzungen für die Bemessung der 

Integritätsentschädigung zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

7.2      Die im vorliegenden Fall zugesprochene Integritätsentschädigung von 10% 

beruht auf der - wenn auch knappen - Beurteilung im medas-Gutachten (UV-act. 163, 

S. 36). Diese ist mit dem zuvor von Dr. J.___ provisorisch geschätzten Rahmen von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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10 bis 25% (UV-act. 134) vereinbar und entspricht der suva-Tabelle 1, 

Integritätsschaden gemäss UVG, Tabelle 1.1 Integritätsschaden bei 

Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten, die bei einer (Rest-)Beweglichkeit der 

Schulter bis 30° über die Horizontale einen Integritätsschaden von 10% vorsieht (vgl. 

zu den damit zu vereinbarenden Ergebnissen der Untersuchung der oberen Extremität, 

Ab-/Adduktion links 40-0-30°, UV-act. 163, S. 16). Die Beschwerdeführerin begründet 

die von ihr geforderte 80%ige Integritätsentschädigung allein mit dem Standpunkt, 

faktisch sei es so, dass sie ihre linke Schulter nicht mehr gebrauchen könne (UV-

act. 207, S. 9; act. G 1, Rz 7). Diese Einschätzung ist mit der medizinischen Aktenlage 

nicht zu vereinbaren. So geht aus dem medas-Gutachten schlüssig hervor, dass der 

Beschwerdeführerin zwar einzelne Bewegungen aufgrund ihres Schulterleidens nicht 

mehr zugemutet werden können (UV-act. 163, S. 31; vgl. auch die Befunde bei der 

Untersuchung der oberen Extremitäten in UV-act. 163, S. 16), jedoch keine völlige 

Gebrauchsunfähigkeit vorliegt. Eine solche ergibt sich insbesondere auch nicht aus 

ihren Angaben zu den aktuellen Beschwerden im Alltag (siehe hierzu UV-act. 163, 

S. 14). Vor diesem Hintergrund besteht keine Rechtfertigung für eine Erhöhung des 

Integritätsschadens. Im Übrigen übersieht die Beschwerdeführerin bei ihrem Antrag 

ohnehin, dass selbst bei einer völligen Gebrauchsunfähigkeit der oberen Extremität 

höchstens ein Integritätsschaden von 50% anerkannt wird (suva-Tabelle 1, 

Integritätsschaden gemäss UVG, Tabelle 1.1 Integritätsschaden bei 

Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten).

8.        

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2016
	Art. 10, 16, 18, 19, 21, 24 und 25 UVG. Anspruch auf Heilbehandlung, Taggelder, Rente und Integritätsentschädigung. Fallabschluss und Einstellung der Heilbehandlung und Taggeldleistungen zu Recht erfolgt. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Kein Anspruch auf Heilbehandlung nach dem Fallabschluss mangels Rentenanspruchs. Zugesprochene 10%ige Integritätsentschädigung bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2016, UV 2014/52).Entscheid vom 15. März 2016

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