# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 933bcd4a-f9c0-5afa-87dc-fc9486faaa33
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 07.01.2014 S 2013 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-78_2014-01-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 78

2. Kammer als Versicherungsgericht

Verwaltungsrichterin Moser als Einzelrichterin und Brülisauer als 

Aktuarin ad hoc 

URTEIL
vom 7. Januar 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend AHV-Beiträge (Beitragsverfügung für 

Nichterwerbstätige)

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1. A._____, geb. am B._____ Oktober 1947, ist nicht erwerbstätig. Mit 

provisorischer Beitragsverfügung für Nichterwerbstätige vom 14. Februar 

2011 ermittelte die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Graubünden 

(nachfolgend Ausgleichskasse) für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 

31. Oktober 2011 basierend auf der vorangehenden Beitragsperiode 

einen zu entrichtender Beitrag von Fr. 515.-- zzgl. Veraltungskosten über 

Fr. 26.--, insgesamt Fr. 541.--. Mit Nachtragsverfügung vom 20. 

Dezember 2012 korrigierte die Ausgleichskasse das Renteneinkommen 

von A._____ auf Fr. 759‘680.-- (Fr. 37‘984.-- x 20), womit für den 

obgenannten Zeitraum ein zu entrichtender Beitrag von Fr. 1‘202.-- zzgl. 

Verwaltungskosten von Fr. 60.--, insgesamt Fr. 1‘262.--, resultierte. Die 

Korrektur basierte auf Selbstangaben.

2. Am 7. Februar 2013 erhielt die Ausgleichskasse von der 

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden die AHV-Meldung für 

Nichterwerbstätige betreffend A._____, wonach die Ehegatten im 2011 

eine eidgenössische AHV/IV-Rente von Fr. 3‘060.-- und andere Renten in 

der Höhe von Fr. 125‘116.-- erhielten. Gestützt darauf erliess die 

Ausgleichskasse am 21. März 2013 eine erneute Nachtragsverfügung, 

wonach A._____ für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2011 

aufgrund ihres massgebenden Renteneinkommens von Fr. 1‘272‘260.-- 

(Bemessungsgrundlage) einen Beitrag von Fr. 2‘060.-- zzgl. 

Verwaltungskosten in der Höhe von Fr. 103.--, insgesamt Fr. 2‘163.--, zu 

bezahlen habe. 

3. Dagegen erhob A._____ am 25. März 2013 Einsprache mit der 

Begründung, die Verdoppelung ihres Renteneinkommens als 

Bemessungsgrundlage sei nicht nachvollziehbar und darüber hinaus aus 

dem Steuerbescheid nicht ersichtlich. Eine derartige Erhöhung müsste 

auch eine Erhöhung ihrer Rentenleistungen nach sich ziehen.

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4. Im Rahmen des Einspracheverfahrens klärte die Ausgleichskasse bei der 

Steuerbehörde die finanziellen Verhältnisse von A._____ ab. Mit 

Einspracheentscheid vom 21. Juni 2013 wies sie die Einsprache mit der 

Begründung ab, dass bei Nichterwerbstätigen der Beitrag an die 

AHV/IV/EO aufgrund des Vermögens und Renteneinkommens ermittelt 

werde. Bei verheirateten Personen sei jeweils die Hälfte der 

entsprechenden Faktoren zu berücksichtigen. Vorliegend entspreche die 

Beitragsverfügung 2011 den in der Steuerveranlagung 2011 festgesetzten 

Vermögens- und Rentenfaktoren von A._____. Die Beitragsfestsetzung 

sei demnach nicht zu beanstanden. Die Anfrage betreffend 

entsprechender Rentenerhöhung sei an die zuständige Sachbearbeiterin 

weitergeleitet worden und werde separat überprüft.

5. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) am 10. Juli 2013 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte sinngemäss 

die Aufhebung des Einspracheentscheids. Eventualiter könne am 

Entscheid festgehalten werden mit der Konsequenz einer 

dementsprechend höher ausfallenden Monatsrente. Zur Begründung 

führte sie aus, dass sie seit November 2011 eine monatliche Rente von 

Fr. 264.-- erhalte. Mit Abrechnung vom 20. Dezember 2012 erhebe die 

Ausgleichskasse für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 31. Oktober 

2011 eine Nachbelastung von Fr. 721.-- und mit Abrechnung vom 

25. März 2013 für denselben Zeitraum Fr. 901.--. Die Nachforderung sei 

nicht rechtmässig, zumal dadurch sechs Monatsrenten absorbiert würden. 

Renten erfolgten aufgrund ihrer an die Ausgleichskasse geleisteten 

Beiträge; folgerichtig müsste sich ihre monatliche Rente durch die 

Einzahlung weiterer Beiträge erhöhen. 

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6. Am 16. August 2013 reichte die Beschwerdeführerin ein weiteres 

Schreiben ein, mit welchem sie ihren Unmut betreffend Nachzahlung und 

der damit nicht einhergehenden Erhöhung ihrer Rente nochmals 

kundgab.

7. Die Ausgleichskasse (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte mit 

Vernehmlassung vom 10. September 2013 die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung führte sie im 

Wesentlichen aus, dass vorliegend einzig die Beitragsschuld 

Anfechtungsgegenstand sei. Der Rentenanspruch der Versicherten sei 

von der angefochtenen Verfügung nicht mitumfasst, weshalb auf den 

beschwerdeführenden Eventualantrag nicht einzutreten sei. Betreffend 

Beitragspflicht führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die 

Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige bis zum 31. Oktober 2011 

beitragspflichtig gewesen sei. Gemäss Angaben der Steuerverwaltung 

vom 7. Februar 2013 hätten A._____ und ihr Mann im Jahr 2011 ein 

Renteneinkommen von insgesamt Fr. 128‘176.-- erzielt, bestehend aus 

einer Rente aus Deutschland in der Höhe von Fr. 125‘116.-- und einer 

AHV/IV-Rente in der Höhe von Fr. 3‘060.--. Der Ehegatte der 

Beschwerdeführerin habe vom 1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2011 eine 

ordentliche Altersrente von Fr. 2‘110.-- bezogen. Basierend auf diesen 

Vermögensverhältnissen sei – unter Vorbehalt des minimalen 

Unterschieds zum ermittelten Renteneinkommen in der 

Nachtragsverfügung vom 21. März 2013, welcher zugunsten der 

Beschwerdeführerin ausfalle – die Beitragsbemessung korrekt erfolgt.

8. Die freigestellte Replik der Beschwerdeführerin vom 21. September 2013 

führte zu keinen wesentlich neuen Gesichtspunkten. Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete am 2. Oktober 2013 auf die Einreichung 

einer Duplik.

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, im Rahmen der 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das 

Verwaltungsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert 

Fr. 5'000.-- nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben 

ist. Da der Streitwert vorliegend Fr. 2‘163.-- (AHV/IV/EO-Beiträge von 

Fr. 2‘060.-- zzgl. Verwaltungskosten von Fr. 103.--) beträgt und das 

Verwaltungsgericht nicht in Fünferbesetzung entscheiden muss, ist die 

Zuständigkeit der Einzelrichterin offensichtlich gegeben.

2. a) Beschwerdeobjekt bildet im vorliegenden Beschwerdeverfahren der 

Einspracheentscheid vom 21. Juni 2013. Streitig und zu prüfen ist die 

Frage, ob die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin für die Zeit 

vom 1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2011 als Nichterwerbstätige 

AHV/IV/EO-Beiträge zzgl. Verwaltungskosten von insgesamt Fr. 2‘163.-- 

zu bezahlen hat, wobei insbesondere die Bemessungsgrundlage strittig 

ist.

b) Nicht Streitgegensand bildet dagegen – entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin – die Berechnung ihrer AHV-Rente, zumal im 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur 

Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die 

zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer 

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Verfügung bzw. eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. 

Insoweit bestimmt die Verfügung bzw. der Einspracheentscheid den 

beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt 

fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer 

Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung bzw. kein 

Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 125 V 413 E.1a; BGE 119 Ib 33 

E.1b, mit weiteren Hinweisen). Vorliegend hat die Vorinstanz mit der 

Nachtragsverfügung für das Jahr 2011 vom 21. März 2013 einzig über die 

AHV/IV/EO-Beitragsschuld verfügt. Die Rente der Ehegatten war lediglich 

zur Ermittlung der Beitragshöhe heranzuziehen, hingegen wurde nicht 

über die Rentenhöhe an sich verfügt. Richtigerweise befasste sich die 

Beschwerdegegnerin denn auch im Einspracheverfahren lediglich mit der 

Berechnung der Beiträge und führte darüber hinaus im 

Einspracheentscheid aus, dass die Anfrage um Erhöhung der 

monatlichen AHV-Rente an die zuständige Sachbearbeiterin für 

Rentenberechnungen weitergeleitet werde und eine separate 

Stellungnahme erfolge. Die Rentenberechnung bildet demnach 

offensichtlich nicht Gegenstand dieses Verfahrens, weshalb auf den 

Eventualantrag der Beschwerdeführerin nicht einzutreten ist. 

3. a) Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) sind die natürlichen 

Personen, die in der Schweiz ihren zivilrechtlichen Wohnsitz haben, 

obligatorisch nach diesem Gesetz versichert. Für Nichterwerbstätige 

beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. 

Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen 

das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (Art. 3 Abs. 1 

AHVG). Entsprechend Art. 10 Abs. 1 AHVG werden die Beiträge der 

nichterwerbstätigen Versicherten nach ihren sozialen Verhältnissen 

festgesetzt. Sofern nicht der jährliche Mindestbeitrag gemäss Art. 10 Abs. 

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2 AHVG vorgesehen ist, bemessen sich die Beiträge somit aufgrund des 

Vermögens und Renteneinkommens der nichterwerbstätigen 

Versicherten, wobei das jährliche Renteneinkommen mit 20 zu 

multiplizieren ist. Das Vermögen einschliesslich des mit 20 multiplizierten 

jährlichen Rentenbetrags ist für die Berechnung des Beitrags auf die 

nächsten 50‘000.-- abzurunden (Art. 28 Abs. 1 und 3 der Verordnung über 

die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Bei 

verheirateten Nichterwerbstätigen bemessen sich ihre Beiträge aufgrund 

der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens (Art. 28 

Abs. 4 AHVV). Die Beiträge werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt; als 

Beitragsjahr gilt das Kalenderjahr (Art. 29 Abs. 1 AHVV). Gemäss Art. 29 

Abs. 2 AHVV bemessen sich die Beiträge aufgrund des im Beitragsjahr 

erzielten Renteneinkommens und des Vermögens am 31. Dezember. Bei 

einer Beitragspflicht von weniger als einem Jahr werden die Beiträge im 

Verhältnis zur Dauer der Beitragspflicht erhoben. Massgebend für die 

Beitragsbemessung sind das auf ein Jahreseinkommen umgerechnete 

Renteneinkommen und das von den Steuerbehörden für dieses 

Kalenderjahr ermittelte Vermögen (Art. 29 Abs. 6 AHVV). 

b) Nach der Rechtsprechung ist der Begriff des Renteneinkommens im 

weitesten Sinne zu verstehen. Entscheidend ist, ob die Leistungen zum 

Unterhalt der versicherten Person beitragen, d.h. ob es sich um 

Einkommensbestandteile handelt, welche die sozialen Verhältnisse der 

nichterwerbstätigen Person beeinflussen. Ist dies der Fall, dann müssen 

diese Leistungen entsprechend der Vorschrift des Art. 10 AHVG bei der 

Beitragsberechnung berücksichtigt werden (BGE 125 V 230 E.3b, mit 

weiteren Hinweisen). Wenn die Beiträge des in der Schweiz wohnhaften, 

nicht erwerbstätigen Ehepartners, dessen Ehepartner im Ausland 

erwerbstätig und dort versichert ist, zu bemessen sind, stellt die Hälfte 

des vom Ehepartner im Ausland erzielten Erwerbseinkommens 

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Renteneinkommen dar und ist als Beitragsobjekt zu berücksichtigen (BGE 

125 V 230 E.3c; KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Alters- 

und Hinterlassenenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, N. 24 

zu Art. 10). Für deren Festsetzung und Ermittlung gelten sinngemäss die 

Artikel 22 bis 27 AHVV (vgl. FORSTER, AHV-Beitragsrecht, Diss., 

Zürich/Basel/Genf 2007, § 9 N. 56). Art. 23 Abs. 1 AHVV bestimmt, dass 

die kantonalen Steuerbehörden das für die Bemessung der Beiträge 

massgebende Renteneinkommen aufgrund der rechtskräftigen 

Veranlagung für die direkte Bundessteuer ermitteln. Die Angaben der 

kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich 

(Art. 23 Abs. 4 AHVV). Dabei begründet nach der geltenden 

Rechtsprechung grundsätzlich jede rechtskräftige Steuerveranlagung die 

nur mit Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit 

entspreche. Denn die ordentliche Einkommensermittlung obliegt den 

Steuerbehörden, in deren Aufgabenkreis der Sozialversicherungsrichter 

nicht mit eigenen Veranlagungsmassnahmen einzugreifen hat. Der 

Versicherte hat demnach seine Rechte im Hinblick auf die AHV-rechtliche 

Beitragspflicht in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (BGE 

110 V 369 E.2a). Ein Abweichen der Ausgleichskasse von einer 

rechtskräftigen Steuerveranlagung ist in der Regel nicht möglich; jede 

rechtskräftige Steuerveranlagung hat die Vermutung für sich, sie 

entspreche dem wirtschaftlichen Sachverhalt (BGE 110 V 369 E.2b). 

c) Gemäss gefestigter Lehre und ständiger Rechtsprechung ist die in Art. 23 

Abs. 4 AHVV erwähnte „Verbindlichkeit“ nicht absolut zu verstehen. 

Vielmehr ist die absolute Bindungswirkung der Angaben der 

Steuerbehörden für die Ausgleichskassen und die daraus abgeleitete 

Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen 

Steuerveranlagungen auf die Bemessung des massgebenden 

Einkommens (ziffernmässige Betragshöhe) beschränkt. Die zitierte 

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Verbindlichkeit betrifft aber nicht die AHV-beitragsrechtliche Qualifikation 

des Einkommens und beschlägt deshalb namentlich auch nicht die Frage, 

ob überhaupt Renteneinkommen vorliegt. Allerdings sollen sie sich bei 

der Qualifikation des Erwerbseinkommens in der Regel auf die 

Steuermeldungen verlassen und eigene nähere Abklärungen nur dann 

vornehmen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der 

Steuermeldung ergeben. Der Sozialversicherungsrichter darf daher stets 

dann von rechtskräftigen Steuerveranlagungen abweichen, wenn diese 

klar ausgewiesene Irrtümer enthalten, die ohne weiteres richtiggestellt 

werden können, oder wenn sachliche Umstände gewürdigt werden 

müssen, die steuerrechtlich belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber 

bedeutsam sind. Blosse Zweifel an der Richtigkeit einer 

Steuerveranlagung genügen hierzu nicht (BGE 102 V 27 E.3b; BGE 101 

V 81 E.3 in fine; VGU S 13 42 E.3c; KÄSER, Unterstellung und 

Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl., Bern 1996, Rz. 8.25 

ff.; FORSTER, a.a.O., § 9 N. 3 ff.; KIESER, a.a.O., Art. 9 N. 82 ff.; CADOSCH, 

Die Verbindlichkeit der Steuermeldung für die AHV-Beitragspflicht, in: 

ASA Bd. 62 S. 371 ff.). An dieser Rechtsprechung wurde auch in neuerer 

Zeit mehrfach festgehalten, indem jeweils betont wurde, dass die 

Steuerbehörden die Einkünfte und Vermögenszuflüsse nach 

steuerrechtlichen Grundsätzen zu bewerten und das Ergebnis der 

Ausgleichskasse zu melden hätten. Sache der Ausgleichskassen sei es 

dann, die erhaltenen Auskünfte weiter zu verarbeiten und insbesondere 

die Beitragsaufrechnung vorzunehmen (BGE 125 V 383 E.6b; BGE 121 V 

80 E.2c mit Hinweisen).

4. a) Es steht unbestrittenermassen fest, dass die Beschwerdeführerin, die am 

B._____ Oktober 2011 64 Jahre alt wurde, für den Zeitraum vom 1. 

Januar 2011 bis 31. Oktober 2011 als Nichterwerbstätige AHV/IV/EO-

beitrags-pflichtig war. Die Parteien sind sich indes über die Beitragshöhe 

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resp. über das der Berechnung zugrunde liegende massgebende 

Renteneinkommen uneins.

b) Die Beschwerdeführerin führt hierzu im Wesentlichen aus, dass die 

Nachforderung insbesondere ihrer Höhe nach nicht rechtmässig sei und 

sich das der Berechnung zugrunde gelegte Renteneinkommen nicht aus 

der definitiven Steuerveranlagung entnehmen lasse. Seit November 2011 

erhalte sie eine monatliche Rente von Fr. 264.--. Mit Abrechnung vom 

20. Dezember 2012 erhebe die Beschwerdegegnerin für den Zeitraum 

vom 1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2011 eine Nachbelastung im Umfang 

von Fr. 721.-- und mit Abrechnung vom 25. März 2013 für denselben 

Zeitraum Fr. 901.--. Die Nachforderung absorbiere sechs Monatsrenten, 

nur schon deshalb sei sie nicht rechtens.

c) Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, dass die 

Beschwerdeführerin und ihr Ehegatte im Jahr 2011 basierend auf den 

Angaben der Steuerverwaltung ein Renteneinkommen von Fr. 128‘176.-- 

(Rente aus Deutschland in der Höhe von Fr. 125‘116.-- und AHV/IV-

Rente von Fr. 3‘060.--) generiert hätten. Der Ehegatte habe vom 1. 

Januar 2011 bis 31. Oktober 2011 eine ordentliche Altersrente von 

Fr. 2‘110.-- erhalten. Der Beschwerdeführerin sei demnach während dem 

besagten Zeitraum ein Renteneinkommen von Fr. 53‘186.67 ([Fr. 

125‘116.-- : 12 x 10 + Fr. 2‘110.--] : 2) anzurechnen, welches auf das Jahr 

aufgerechnet Fr. 63‘824.-- betrage. Mit 20 multipliziert und auf die 

nächsten 50‘000.-- abgerundet, ergebe dies ein massgebendes 

Vermögen von Fr. 1‘250‘000.--. Die minimale Diskrepanz zum ermittelten 

Renteneinkommen in der Beitragsverfügung vom 21. März 2013 falle 

zugunsten der Beschwerdeführerin aus. In Berücksichtigung der 

anwendbaren AHV/IV/EO-Beitragstabelle für Nichterwerbstätige und des 

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kantonalen Verwaltungskostenreglements sei die Forderung von 

Fr. 2‘163.-- nicht zu beanstanden.

d) Im vorliegenden Fall hat die Ausgleichkasse die Beitragsberechnung für 

den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2011 u.a. aufgrund der 

Angaben der AHV-Meldung für Nichterwerbstätige der Steuerverwaltung 

des Kantons Graubünden vom 28. November 2012 zum 

Renteneinkommen vorgenommen, was nicht zu beanstanden ist, ist sie 

doch von Gesetzes wegen an die Angaben der Steuerbehörde gebunden 

(Art. 23 Abs. 4 AHVV). Selbst die Beschwerdeführerin zeigt denn auch 

nicht auf, inwiefern das in der AHV-Meldung für Nichterwerbstätige 

ausgewiesene Renteneinkommen bzw. die Rentenhöhe nicht rechtmässig 

sein sollen. Zu prüfen bleibt, ob die in der AHV-Meldung für 

Nichterwerbstätige ausgewiesenen Renten resp. die ausbezahlte 

ordentliche AHV-Rente an den Ehegatten der Beschwerdeführerin auch 

unter die AHV-beitragsrechtliche Qualifikation des Renteneinkommens 

fallen. Wie bereits vorstehend unter Erwägung 3b ausgeführt, gelten 

grundsätzliche Leistungen, welche zum Unterhalt der versicherten Person 

beitragen, als Renteneinkommen im Sinne von Art. 10 Abs. 1 AHVG 

i.V.m. Art. 28 Abs. 1 AHVV. Die Beschwerdeführerin und ihr Ehegatte 

verfügten per 31. Dezember 2011 über kein Vermögen. Neben der in der 

AHV-Meldung für Nichterwerbstätige für das Jahr 2011 ausgewiesenen 

AHV/IV-Renten von Fr. 3‘060.-- resp. der hier zu berücksichtigenden 

ordentlichen Altersrente des Ehegatten der Beschwerdeführerin in der 

Höhe von Fr. 2‘110.-- (Fr. 211.-- x 10) sind auch Leistungen von 

ausländischen Sozialversicherungen – wie vorliegend das 

Renteneinkommen über Fr. 125‘116.-- aus Deutschland – für die 

Beitragsberechnung heranzuziehen (BGE 125 V 230 E.3c; KIESER, a.a.O., 

N. 24 zu Art. 10). Sowohl die von der schweizerischen 

Sozialversicherungsanstalt ausbezahlten Leistungen wie auch jene der 

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deutschen Sozialversicherungsanstalt sind als Renteneinkommen zu 

qualifizieren, zumal sie Einkommensbestandteile der Ehegatten und 

offensichtlich die einzigen Mittel sind, die geeignet sind, die sozialen 

Verhältnisse der Versicherten zu beeinflussen bzw. ihren Unterhalt zu 

finanzieren. Es bestehen keine ernsthaften Zweifel an der Richtigkeit der 

Steuermeldung; auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen 

daran nichts zu ändern. Vor diesem Hintergrund sind für die Berechnung 

der AHV-Beiträge sowohl die Rentenleistung aus Deutschland von 

Fr. 125‘116.-- wie auch die ordentliche Altersrente im Umfang von 

Fr. 2‘110.-- als Renteneinkommen heranzuziehen. Die Hälfte des 

während der Monate der Beitragspflicht erzielten, mit 20 multiplizierten 

ehelichen Renteneinkommens auf zwölf Monate umgerechnet, ist 

schliesslich auf die nächsten Fr. 50‘000.-- abzurunden. Daraus resultiert 

für die Beitragsbemessung ein massgebendes Vermögen in der Höhe von 

Fr. 1‘250’00.-- ([Fr. 125‘116.-- : 12 x 10 + Fr. 2‘110.--] : 2 : 10 x 12 x 20 = 

Fr. 1‘276‘480.--; auf die nächsten Fr. 50‘000.-- abgerundet); der 

beschwerdeführenden Rüge ist diesbezüglich demnach nicht zu folgen.

5. a) Für die IV-Beitragsbemessung gilt sinngemäss das AHVG (Art. 3 Abs.1 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). 

Die Nichterwerbstätigen entrichten je nach ihren sozialen Verhältnissen 

einen Beitrag von Fr. 65.-- bis Fr. 1‘400.-- (BGE 129 V 1 E.1.2; Beitrag im 

Jahr 2011) pro Jahr, wenn sie obligatorisch versichert sind, wobei die 

Artikel 28 bis 30 AHVV sinngemäss gelten (Art. 3 Abs. 1bis IVG i.V.m. 

Art. 1bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; 

SR 831.201]). Die Beiträge werden als Zuschläge zu den Beiträgen der 

Alters- und Hinterlassenenversicherung erhoben (Art. 3 Abs. 2 IVG).

b) Gemäss Art. 27 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für 

Dienstleistende und bei Mutterschaft (EOG; SR 834.1) sind für die 

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Bemessung der EO-Beiträge die Bestimmungen des AHVG sinngemäss 

anwendbar. Nichterwerbstätige entrichten je nach ihren sozialen 

Verhältnissen einen Beitrag von Fr. 23.-- bis Fr. 500.-- (BGE 129 V 1 

E.1.2; Beitrag im Jahr 2011) pro Jahr; die Artikel 28 bis 30 AHVV gelten 

sinngemäss (Art. 27 Abs. 2 EOG i.V.m. Art. 36 Abs. 2 der Verordnung 

zum Erwerbsersatzgesetz [EOV; SR 834.11]). Die Beiträge werden 

ebenfalls als Zuschläge zu den Beiträgen der Alters- und 

Hinterlassenenversicherung erhoben (Art. 27 Abs. 3 EOG).

c) Nach dem Gesagten gelten für die IV- wie auch für die EO-Beiträge von 

Nichterwerbstätigen dieselben Bemessungskriterien wie betreffend AHV-

Beiträge, weshalb auf die obigen Ausführungen, insbesondre Erwägung 

4d, verwiesen wird, wonach das von der Beschwerdegegnerin ermittelte, 

für die Berechnung massgebende Vermögen von Fr. 1‘250‘000.-- nicht zu 

beanstanden ist. Die IV- und EO-Beiträge sind als Zuschläge zu den 

AHV-Beiträgen zu erheben.

6. Schliesslich können auch betreffend Beitragsbemessung für das Jahr 

2011 durch die Beschwerdegegnerin – ausgenommen von der minimen 

Diskrepanz im Vergleich zur Beitragsberechnung im Einspracheentscheid 

vom 21. Juni 2013 resp. in der Nachtragsverfügung vom 21. März 2013, 

welche zugunsten der Beschwerdeführerin ausfällt und vorliegend 

ohnehin nicht von Belang ist (vgl. Vernehmlassung der 

Beschwerdegegnerin vom 10. September 2013 Ziff. 4a S. 4) – keine 

offensichtlichen Unrichtigkeiten festgestellt werden. Das massgebende 

Vermögen als Berechnungsgrundlage für das Beitragsjahr 2011 beträgt 

Fr. 1‘250’00.--, was gemäss AHV/IV/EO-Beitragstabelle einen Beitrag von 

Fr. 2‘472.-- ergibt, womit im Verhältnis zur Dauer der Beitragspflicht der 

Beschwerdeführerin (1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2011) Fr. 2‘060.-- 

(Fr. 2‘472.-- : 12 x 10; Art. 29 Abs. 6 AHVV) resultieren. Hiervon sind nach 

Art. 4 des Reglements Verwaltungskostenbeiträge der kantonalen 

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Ausgleichskasse Graubünden (i.V.m. Art. 6 lit. c des Einführungsgesetzes 

zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

und die Invalidenversicherung [EGzAHVG/IVG; BR 544.000]) 5 % 

Verwaltungskosten von der massgebenden jährlichen Beitragssumme zu 

erheben, d.h. Fr. 103.-- (5 % von Fr. 2‘060.--). Der angefochtene 

Einspracheentscheid erweist sich diesbezüglich ebenso als rechtmässig.

7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das 

massgebende Vermögen für die Bemessung der AHV/IV/EO-Beiträge für 

das Jahr 2011 zu Recht mit Fr. 1‘250’00.-- festgelegt und 

dementsprechend AHV/IV/EO-Beiträge von Fr. 2‘060.-- zzgl. 

Verwaltungskosten von Fr. 103.-- verfügt hat. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 21. Juni 2013 erweist sich demnach als 

rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der Beschwerde 

führt, soweit darauf eingetreten werden kann. 

8. Gemäss Art. 61 lit. a Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungssachen − ausser bei 

leichtsinniger oder mutwilliger Prozessführung − kostenlos, weshalb 

vorliegend keine Kosten erhoben werden. Der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann.

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2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]