# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b928f0ef-cdb9-579a-9ba0-696c9b0f38ca
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.05.2025 200 2024 605
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-605_2025-05-12.pdf

## Full Text

IV 200 2024 605 
ISD/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Mai 2025

Verwaltungsrichter Isliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. August 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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Sachverhalt:

A.

Die 1975 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Januar 2020 unter Hinweis auf Schmerzen in Füssen, 
Händen, Achseln, Ellbogen, Hüften und Rücken bei der Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 1). Gestützt auf Abklärungen im erwerblichen, 
medizinischen und Aufgabenbereich (vgl. insb. das polydisziplinäre Gut-
achten der C.________ [MEDAS] vom 27. September 2021 [act. II 68.1 ff.] 
und den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 16. November 2021 
[act. II 71]) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 19. November 2021 
(act. II 73) der Versicherten bei einem nach der gemischten Methode (Er-
werb: 40 %; Aufgabenbereich: 60 %) ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) 
von 16 % die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht. Die entspre-
chende Verfügung erging in der Folge am 17. Januar 2022 (act. II 75). Die-
se Verfügung blieb unangefochten.

Am 11. Dezember 2023 meldete sich die Versicherte wegen einer Borrelio-
se, einer Arthrose und einer Fibromyalgie abermals bei der IVB zum Leis-
tungsbezug an (act. II 81). Die IVB klärte hierauf die medizinischen sowie 
erwerblichen Verhältnisse ab und teilte der Versicherten am 24. Mai 2024 
mit, dass aufgrund ihres Gesundheitszustandes zurzeit keine Eingliede-
rungsmassnahmen angezeigt seien (act. II 103 S. 1). Gestützt auf einen 
Aktenbericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 29. April 2024 
(act. II 100 S. 4 - 9) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 24. Mai 2024 
(act. II 104) bei einem nunmehr anhand der allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs ermittelten IV-Grad von 34 % die Abweisung des Ren-
tenbegehrens in Aussicht. Am 7. August 2024 verfügte sie wie angekündigt 
(act. II 107). 

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 11. September 2024 Beschwerde und bean-
tragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr rückwirkend eine 
ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zudem stellte sie ein Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechts-
anwalt B.________ als amtlicher Anwalt.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 
2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 14. Oktober 2024 reichte die Beschwerdeführerin Unter-
lagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Oktober 2024 hiess der Instruk-
tionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut und ordnete 
der Beschwerdeführerin Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt 
bei.

Die Beschwerdeführerin reichte am 29. Oktober 2024 Schlussbemerkun-
gen ein. Diese wurden am 30. Oktober 2024 der Beschwerdegegnerin zur 
Kenntnisnahme zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. August 2024 
(act. II 107). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs bzw. der Begründungspflicht geltend (vgl. Be-
schwerde, S. 3 f. lit. B Ziff. 1).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Die Begründungspflicht ist wesent-
licher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne von 
Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsach-
lichen Motiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfü-
gung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn 
sowohl die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die 
Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müs-

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sen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich 
die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. 
Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tat-
beständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander-
setzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-
chen Gesichtspunkte beschränken (in BGE 150 V 273 nicht publ. E. 4.1 
des Urteils des Bundesgerichts [BGer] 9C_385/2023 vom 8. Mai 2024; 
BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; Urteil des BGer 
9C_717/2023 vom 7. August 2024 E. 8.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 
2022 IV Nr. 37 S. 121, 8C_572/2021 E. 5.1).

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 
7. August 2024 (act. II 107) die massgeblichen Rechtsnormen und die we-
sentlichen Überlegungen insbesondere zur medizinisch-theoretisch attes-
tierten Arbeitsfähigkeit genannt, von denen sie sich bei ihrem Entscheid hat 
leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt. Gemäss Rechtspre-
chung durfte sich die Beschwerdegegnerin auf diese für die Beurteilung 
des Leistungsanspruchs wesentlichen Punkte beschränken (vgl. E. 2.2 
hiervor); die medizinische Beurteilung ergibt sich denn auch direkt aus der 
der angefochtenen Verfügung zugrunde liegenden RAD-Einschätzung vom 
29. April 2024 (act. II 100 S. 4 - 9). Ferner ist hervorzuheben, dass die Be-
schwerdeführerin im Verwaltungsverfahren nicht gegen den Vorbescheid 
vom 24. Mai 2024 (act. II 104) opponiert hatte, weshalb für die Beschwer-
degegnerin auch kein Anlass für eine weitergehende Begründung bestand. 
Der nunmehr rechtskundig vertretenen Beschwerdeführerin war es mit 
Blick auf die Beschwerdeschrift denn auch ohne ersichtliche, von der Be-
gründung des angefochtenen Entscheides herrührende Erschwernisse 
möglich, ihren Standpunkt darzulegen respektive die Verfügung sachge-
recht anzufechten. Eine Verletzung des Anspruchs auf Begründung als 
Teilaspekt des rechtlichen Gehörs ist damit nicht ausgewiesen. Doch selbst 
wenn von einer Gehörsverletzung auszugehen wäre, die indes nicht als 
schwerwiegend gewertet werden könnte, wäre diese im vorliegenden Fall 
als geheilt zu werten, da sich die Beschwerdeführerin vor dem angerufenen 
Gericht, das sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprü-
fen kann, äussern konnte; eine Rückweisung würde demgegenüber zu ei-
nem sachlich nicht gerechtfertigten formalistischen Leerlauf führen (vgl. 

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BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2021 IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 
E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 8C_25/2020 E. 3.3.1). Insgesamt besteht 
damit – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwer-
de, S. 4 lit. B Ziff. 1) – kein Anlass, die angefochtene Verfügung aus formel-
len Gründen aufzuheben.

3.

3.1

3.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

3.1.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221).

3.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

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Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem IV-Grad 
von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Art. 28b 
Abs. 2 IVG), bei einem IV-Grad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze 
Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem IV-Grad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

3.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des 
IV-Grades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Danach 
wird für die Bestimmung des IV-Grades das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

3.4

3.4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades bereits ein-
mal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versi-
cherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 
und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184).

3.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der 
IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verände-
rung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 

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zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

3.4.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.4.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

3.4.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

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4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 11. De-
zember 2023 (act. II 81) eingetreten und hat den Leistungsanspruch mate-
riell geprüft. Folglich ist die Eintretensfrage – da nicht streitig – vom Gericht 
nicht zu prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). 

Revisionsrechtliche Vergleichsbasis (vgl. E. 3.4.4 hiervor) bildet die Verfü-
gung vom 17. Januar 2022 (act. II 75), mit welcher das erstmalige Leis-
tungsgesuch von Januar 2020 (act. Il 1) in Anwendung der gemischten 
Methode (vgl. aArt. 28a Abs. 3 IVG [in der bis 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung]; Erwerb: 40 %; Aufgabenbereich: 60 % [act. Il 71 S. 5 
Ziff. 3 f.]) bei einem IV-Grad von 16 % abgewiesen wurde. Angesichts der 
zwischenzeitlich veränderten sozialen Situation der Beschwerdeführerin 
(..., ... [vgl. act. Il 85, 102 S. 2 Ziff. 6]) erscheint es überwiegend wahr-
scheinlich, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall 
nunmehr in einem deutlich grösseren Umfang einer ausserhäuslichen Er-
werbstätigkeit nachgehen würde, wenn nicht sogar einer vollschichtigen 
(vgl. act. II 102 S. 2 Ziff. 4; vgl. demgegenüber act. II 10 S. 1 und 3 f.), wo-
bei der konkrete Umfang dieser Erwerbstätigkeit mit Blick auf die Berech-
nung des IV-Grades (vgl. dazu E. 5 hiernach) vorliegend offen bleiben 
kann. Mit der erheblichen Veränderung im erwerblichen Status besteht un-
bestritten ein Revisionsgrund (vgl. E. 3.4.3 hiervor), so dass der Rentenan-
spruch allseitig neu zu prüfen ist (vgl. E. 3.4.5 hiervor).

4.2 Den medizinischen Akten ist zum Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin bzw. ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit das Folgende 
zu entnehmen:

4.2.1 Im polydisziplinären (mit den Fachrichtungen der Allgemeinen Inne-
ren Medizin, Rheumatologie, Psychiatrie und Neurologie) Gutachten der 
MEDAS vom 27. September 2021 (act. II 68.1 ff.), worauf die Verfügung 
vom 17. Januar 2022 (act. II 75) basierte, wurden interdisziplinär die fol-
genden Diagnosen gestellt (act. II 68.1 S. 7 f. Ziff. 4.2):

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Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

Multilokuläres Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates unklarer Spezifität 
(ICD-10 M53.8/M25.9)
- Erstmanifestation 2015 nach möglichem Zeckenstich mit vierwöchiger Behand-

lung mit Doxycyclin bei positiver Borrelien-Serologie
- subjektiv plantare Fersen- und Vorfussschmerzen beidseits, Knieschmerzen 

beidseits, lumbogluteale Schmerzen, laterale Ellbogenschmerzen rechts und 
Fingergelenkschmerzen beidseits

- klinisch: lumbale Hyperlordose und grossbogige linkskonvexe Wirbelsäulensko-
liose, schmerzhafte Einschränkung der Lateralflexion der Lendenwirbelsäule 
(LWS) beidseits, plantare Druckdolenz an Ferse und Vorfuss beidseits, druckdo-
lenter Epicondylus humeri radialis rechts

- bildgebend: mässige Degenerationen der unteren LWS (MRI 12/2020), Enthesi-
tis der Plantarfaszie rechts (MRI 12/2019), ossär aktivierte patellofemorale 
Chondropathie beidseits (Skelettszintigraphie 07/2019), MCP Il-Arthritis beid-
seits (Ultraschall 2019), keine Hinweise für eine Polyarthritis bzw. eine Spon-
dylarthritis (Ganzkörper-MRI 12/2020 und Skelettszintigraphie 01/2020)

- labormässig keine humorale Aktivität sowie negative Autoantikörper und negati-
ves HLA-B27-Antigen

- frustrane Behandlungen mit multiplen Analgetika und NSAID sowie Plaquenil, 
Methotrexat, Humira und Enbrel (zwischen 2018 bis 2020)

- Status nach zweimaliger Knieoperation beidseits 1991 und 1993 bei Patellaluxa-
tionen

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41)
- Manifestation 2015 
Zustand nach Kopfschmerzepisode 11/2019 unter Humira mit fraglicher zusätzlicher 
peripherer Fazialisparese links, Remission nach drei Wochen (ICD-10 G44.8)
Anamnestisch Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom (CTS) beidseits (ICD-10 G56.0)
Adipositas (BMI 31 kg/m2; ICD-10 E66.0)

In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, subjektiv und 
objektiv stünden die Beschwerden und Befunde am Bewegungsapparat im 
Vordergrund. Entgegen den subjektiv geklagten Beschwerden sei die Be-
funderhebung allerdings aus rheumatologischer und ergänzender neurolo-
gischer Sicht gering. Es liessen sich gewisse Fehlhaltungen und leichte bis 
mässiggradige degenerative Veränderungen darstellen. Es lasse sich keine 
entzündliche Veränderung nachweisen oder eine höhergradige Funktions-
behinderung. Die Arbeitsfähigkeit sei aus Sicht des Bewegungsapparates 
auf leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Einnahme von Zwangshal-
tungen beschränkt. Für angepasste Tätigkeiten bestehe ein gering erhöhter 
Pausenbedarf, im ...bereich sei dies als deutlich erhöht einzustufen. Aus 
allgemeininternistischer und anderweitiger somatischer Sicht lägen keine 
Befunde und Diagnosen vor, entsprechend sei die Arbeitsfähigkeit nicht 

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eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht könne bei somatisch nicht ausrei-
chend erklärbaren Befunden für die subjektiv hochgradige Limitierung eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
festgestellt werden. Eine Komorbidität liege aus psychiatrischer Sicht nicht 
vor (act. II 68.1 S. 8 Ziff. 4.3). Gemäss Validierung des psychiatrischen 
Teilgutachtens könne aufgrund der Schmerzstörung keine wesentliche Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden (act.  II 68.1 S. 9 
Ziff. 4.3; vgl. auch act. II 68.4 S. 6 f. Ziff. 8.1 f.). Die Beschwerdeführerin sei 
in der bisherigen Tätigkeit als ... zu 50 % und in einer leichten, wechselbe-
lastenden Tätigkeit zu 90 % arbeits- und leistungsfähig (act. II 68.1 S. 9 f. 
Ziff. 4.6 f.). 

4.2.2 Im Bericht der D.________ (Zentrum D.________) vom 2. Oktober 
2023 (act. II 79 S. 24 - 27) wurde beschrieben, dass sich die Beschwerde-
führerin aufgrund ihrer psychosozialen Situation (..., ...) und der seit dem 
Jahr 2015 bestehenden Schmerzen vorgestellt habe (act. II 79 S. 24). Es 
wurde eine Anpassungsstörung mit Verdacht auf ein somatisches 
Schmerzsyndrom diagnostiziert (act. II 79 S. 26). Bisher hätten zwei Termi-
ne stattgefunden. Das Anliegen der Beschwerdeführerin sei wenig klar de-
finiert. Als Prozedere wurde die Begleitung bei schwieriger Situation ge-
nannt, wobei Ressourcen vorhanden seien (act. II 79 S. 26). 

4.2.3 Im Operationsbericht des Spitals E.________ vom 17. November 
2023 (act. II 79 S. 11 - 13) wurden als Hauptdiagnose eine Zervikobrachi-
algie links bei Foraminalstenose C3/4 und C4/5 links und als Nebendiagno-
se eine unklare Polyarthritis, differentialdiagnostisch ein chronisches 
Schmerzsyndrom, seronegative Polyarthritis (Erstmanifestation im Jahr 
2015), festgehalten (act. II 79 S. 11). Es wurde eine ventrale Diskektomie in 
mikrochirurgischer Technik und Implantation einer Diskusprothese C3-4 
und C4-5 durchgeführt (act. II 79 S. 12). 

Im Austrittsbericht des Spitals E.________ vom 20. November 2023 
(act. II 79 S. 8 - 10) wurde als weitere Hauptdiagnose eine Hyposensibilität 
im Bereich des V2 des Trigeminus Nervs linksseitig (Erstdiagnose vom 
19. November 2023) genannt (act. II 79 S. 8). Postoperativ seien die vor-
bestehenden Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die Brustwirbelsäule, 
den Hinterkopf und den Schulterbereich linksbetont deutlich regredient ge-

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worden. Zusätzlich habe sich eine deutliche Besserung der Sensibilität in 
der linken Hand gezeigt. Die Sensibilität und Motorik in den oberen Extre-
mitäten seien allzeit intakt gewesen. Der Kraftgrad der oberen Extremität 
habe beidseits M5/5 betragen. Die Schmerzen hätten unter oraler Analge-
sie gut kontrolliert werden können. Die Beschwerdeführerin habe am 
20. November 2023 in deutlich gebessertem Allgemeinzustand nach Hause 
entlassen werden können (act. II 79 S. 9). Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit 
von 100 % vom 17. November bis 29. Dezember 2023 attestiert (act. II 79 
S. 10). 

4.2.4 Dipl. Ärztin F.________ nannte im Bericht vom 2. Dezember 2023 
(act. II 79 S. 2 - 7) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine Anpassungsstörung mit Verdacht auf ein somatisches Schmerzsyn-
drom, einen Verdacht auf eine seronegative Polyarthritis, differentialdia-
gnostisch eine seronegative rheumatoide Arthritis, Kristallarthropathie, eine 
Zervikobrachialgie links bei Foraminalstenose C3/4 und C4/5 links sowie 
eine Hyposensibilität im Bereich des V2 des Trigeminus Nervs linksseitig 
(Erstdiagnose vom 19. November 2023; act. II 79 S. 2 Ziff. 3). Es lägen 
eine Kraftverminderung in den Händen, Nackenschmerzen bei Mobilisie-
rung und Flexion/Extension, eine limitierte Lateralisation des Kopfes wegen 
Schmerzen sowie chronische Fersenschmerzen vor (act. II 79 S. 3 Ziff. 6). 
Der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (act. II 79 S. 2 Ziff. 1). 
Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar (act. II 79 S. 4 Ziff. 13). 

4.2.5 Im Bericht vom 10. Januar 2024 (act. II 99 S. 37 f.) führten die Be-
handler des Spitals E.________ aus, im Röntgen der Halswirbelsäule 
(HWS) zeige sich ein achsengerechter Stellungsbefund der Bandscheiben-
prothese im HWS-Bereich mit Blockwirbelbildungen. Es liege weder eine 
zunehmende Lockerung noch eine Gefügestörung vor. Die Behandler hiel-
ten eine regelrechte klinische und radiologische Verlaufskontrolle sechs 
Wochen nach der Operation fest. Eine nächste klinisch-radiologische Kon-
trolle sei in einem Jahr postoperativ vorgesehen (act.  II 99 S. 38). 

4.2.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, Zentrum H.________, diagnostizierte im Bericht vom 
14. März 2024 (act. II 92) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen 
Verdacht auf eine seronegative Polyarthritis, eine zervikobrachiale Sym-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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ptomatik, linksseitige Fussschmerzen, eine bilaterale Kniegelenkssympto-
matik nach Patellakorrektur, eine linksseitige Bursitis subacromialis bei 
Impingement, ein mögliches bilaterales CTS sowie ein lumbospondyloge-
nes Syndrom (act. II 92 S. 1 f. Ziff. 3). Der Gesundheitszustand habe sich 
verschlechtert (act. II 92 S. 1 Ziff. 1). Zwar sei nach der Operation der HWS 
von November 2023 eine Besserung eingetreten, allerdings bestünden 
weiterhin tieflumbale Schmerzen sowie Schmerzen in Händen, Ellbogen 
und teilweise Knie (act. II 92 S. 2 Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin leide an 
multiplen degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule und auch der Ge-
lenke (act. II 92 S. 2 Ziff. 12). Aktuell sei keine Arbeitsunfähigkeit ausge-
stellt worden, wobei eine Arbeitsfähigkeit in Anbetracht der multiplen Ge-
lenkschmerzen und der Operation weiterhin nicht gegeben sei (act. II 92 
S. 2 Ziff. 11). Aufgrund der aktuellen Abklärungen und der vermuteten ent-
zündlichen Erkrankung könne aktuell keine sichere Prognose gestellt wer-
den (act. II 92 S. 2 Ziff. 9).

4.2.7 Im Bericht des Zentrums D.________ vom 26. März 2024 (act. II 96) 
wurde festgehalten, dass Konzentrationsprobleme bei starker gedanklicher 
Auseinandersetzung mit den Schmerzen, eine reduzierte Belastbarkeit so-
wie eine Ermüdung aufgrund von fehlender Leistungsfähigkeit bei Ein-
schränkung in der Beweglichkeit bestünden (act. II 96 S. 6 Ziff. 3.4). Eine 
weitere Anstellung im bisherigen Berufsbereich sei wenig zielführend; ruhi-
ge, leichte, wechselbelastende Arbeiten könnten in einem Training geprüft 
werden (act. II 96 S. 5 Ziff. 2.7). Es hätten nur zwei Termine stattgefunden. 
Der dritte Termin sei von der Beschwerdeführerin abgesagt worden (act. II 
96 S. 2 Ziff. 1.2). Danach habe sich die Beschwerdeführerin nicht mehr 
gemeldet (act. II 96 S. 5 Ziff. 2.8).

4.2.8 Dr. med. G.________ nannte im Bericht vom 2. April 2024 (act. II 99 
S. 21 - 23) bei ansonsten unveränderten Diagnosen neu chronisch rezidi-
vierende Schmerzen der Wirbelsäule und der Gelenke, primär degenerativ 
(act. II 99 S. 21). In der Zwischenzeit sei die HWS operiert worden, wo-
durch eine Besserung der Nackenbeschwerden habe erreicht werden kön-
nen. Allerdings bestünden weiterhin Schmerzen lumbal und an den ver-
schiedenen Gelenken. Ein Ganzkörper-MRI habe primär mässige degene-
rative Veränderungen ohne sichere Neurokompression und keine Hinweise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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auf eine entzündliche Erkrankung gezeigt. Gesamthaft sei die Symptomatik 
somit am ehesten im Rahmen der mässigen degenerativen Veränderungen 
und muskulären Dysbalancen zu interpretieren. Als Prozedere nannte der 
Arzt das Weiterführen einer regelmässigen Bewegungstherapie sowie eine 
Nachkontrolle im Verlauf (act. II 99 S. 22).

4.2.9 Dipl. Ärztin F.________ diagnostizierte im Bericht vom 5. April 2024 
(act. II 98) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Fibromyalgie sowie 
eine psychische Belastung (act. II 98 S. 6 Ziff. 2.5) und attestierte eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten vom 31. Januar bis 
6. März 2023 und vom 20. März bis 18. April 2024 (act. II 98 S. 4 f. 
Ziff. 1.3). Die Prognose sei nicht beurteilbar, eher schlecht, psychische und 
rheumatische Erkrankungen stünden einer Eingliederung im Wege 
(act. II 98 S. 6 Ziff. 2.7 und S. 8 Ziff. 4.4). Als weiteres Vorgehen schlug die 
Hausärztin eine weitere psychiatrische, rheumatologische und hausärztli-
che Mitbetreuung vor (act. II 98 S. 6 Ziff. 2.8). 

4.2.10 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Praktischer Arzt, stellte im Ak-
tenbericht vom 29. April 2024 die folgenden Diagnosen (act. II 100 S. 6 f.): 

Chronisch rezidivierende Schmerzen der Wirbelsäule und der Gelenke, primär dege-
nerativ
- Differentialdiagnose: Seronegative rheumatoide Arthritis, Kristallarthropathie
- Sonographisch diskrete MCP-II-Arthritis und Tenosynovitis der Flexorensehne 

Dig. II 06/2017
- Bilaterale Fussschmerzen
- HLA-B27 negativ, Rheumafaktor, CCP, ANA, ANCA negativ, Proteinelektropho-

rese mit erhöhtem IgM, keine humorale Aktivität
- Positive Borrelien-Serologie von 2015, Behandlung mit Doxycyclin über vier Wo-

chen
- Sonographisch erneute MCP-II-Arthritis beidseits 06/2019
- Skelettszintigraphie vom 11.07.2019: Keine sichere Entzündung
- Skelettszintigraphie 01/2020 mit fraglicher Entzündung, nicht typisch
- Sonographie Ellbogen beidseits vom 31.10.2019: Enthesitis Ellbogen rechts
- MRI Fuss vom 11.12.2019: Plantarfasziitis mit Zeichen einer Enthesitis
- MRI LWS vom 19.09.2023: Multiple degenerative Veränderungen, keine sichere 

Entzündung
- Ganzkörper MRI vom 25.03.2024: keine Entzündung, leichte Discopathien ohne 

sichere Kompression
- Sonographie Knie beidseits vom 12.11.2020: Deutliche Zeichen einer Kristallar-

thropathie, aktuell keine sichere Entzündung
- Therapien:

- Plaquenil zirka 03/2018 ohne Effekt
- Condrosulf mit Übelkeit und Erbrechen
- Methotrexat 09/2019 bis 10/2019, Stopp bei fehlendem Effekt
- Humira 40 mg s.c. 10/2019 bis 11/2019, Stopp wegen Kopfschmerzen
- Enbrel ab 17.12.2019 bis 01/2020, Stopp wegen Schmerzexazerbation 

und fehlender Wirkung

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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Zervikobrachiale Symptomatik
- Neurochirurgische Intervention vom 17.11.2023, Implantat C4/5 und 5/6
Linksseitige Fussschmerzen
- Klinisch Verdacht auf Morton-Neurom und Plantarfasziitis
Bilaterale Kniegelenkssymptomatik nach Patellakorrektur
- Anamnestisch insgesamt fünfmalige Operation
Linksseitige Bursitis subacromialis bei Impingement
- Hypermotilität mit leichter Instabilität
- Anamnestisch bereits einmalige Operation zur Stabilisierung durchgeführt
- Infiltration mit Triamject 20 mg und Carbostesin 4 ml subacromial 01/2018
Mögliches bilaterales CTS
- Sonographisch typische Verdickung der Nerven
- Elektroneurographisch unauffällig
Lumbospondylogenes Syndrom
- MRI LWS 11/2010: Wenig degenerative Veränderungen, keine Entzündung

Zusammenfassend bestehe bei der Beschwerdeführerin seit dem Jahr 
2015 ein multilokuläres Schmerzsyndrom (act. II 100 S. 7). Im November 
2023 sei eine Operation der HWS durchgeführt worden, womit eine 
vorübergehende Veränderung des Gesundheitszustandes im Vergleich 
zum Zeitpunkt der Begutachtung durch die MEDAS im September 2021 
eingetreten sei. Es könne davon ausgegangen werden, dass die HWS-
Beschwerden schon längere Zeit davor vorhanden gewesen seien. So sei-
en diese Schmerzen sowie auch die explizite Diagnose einer Zerviko-
brachialgie links bereits im Verlaufsbericht der Hausärztin vom 2. Dezem-
ber 2023 über eine Untersuchung vom 28. August 2023 genannt worden. 
Somit könne ab August 2023 angenommen werden, dass sich die speziel-
len Nackenschmerzen aus dem seit dem Jahr 2015 schon bestehenden 
Konglomerat multilokulärer Schmerzen hervorgehoben hätten. Seither sei 
versucht worden, durch verschiedene Medikamente, Infiltrationen und Phy-
siotherapie eine Besserung zu erreichen, was jedoch nicht gelungen sei. 
Dies habe schliesslich zur Operation im November 2023 geführt (act. II 100 
S. 8). Der bisherige Verlauf postoperativ und die Verlaufskontrollen seien 
zeitgerecht und hätten keine Komplikationen gezeigt. Somit seien die 
HWS-Beschwerden in der Zeit von August 2023 bis ca. Mai 2024 in den 
Vordergrund gerückt. In diesem Zeitraum habe keine Arbeitsfähigkeit, auch 
nicht für leichte angepasste Tätigkeiten, bestanden. Ab Mai 2024 sei die 
Situation wieder mit derjenigen im Zeitpunkt der Begutachtung durch die 
MEDAS vergleichbar. Sämtliche multilokulären Schmerzen, wie sie aktuell 
noch geschildert würden, seien bereits damals vorhanden gewesen und 
fänden im gutachterlich formulierten Zumutbarkeitsprofil für leichte, wech-
selbelastende körperliche Tätigkeiten Berücksichtigung. Mithin bestehe ab 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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Mai 2024 in einer körperlich leichten Tätigkeit in wechselbelastender oder 
überwiegend sitzender Position mit einer Gewichtsbelastung von maximal 
5 bis 10 kg eine Arbeitsfähigkeit von 8.5 Stunden pro Tag mit einer Leis-
tungsminderung von maximal 20 %. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen 
der HWS und des Oberkörpers (z.B. längeres Verharren in vornüber ge-
neigter Haltung, ob stehend oder sitzend), stereotype Kopfbewegungen, 
Arbeiten mit sich wiederholenden Rotationsbewegungen des Oberkörpers, 
Rotation des Oberkörpers im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das 
Heben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über 
Brusthöhe, Überkopfarbeiten, überwiegendes Stehen und Gehen, Arbeiten 
in gebückter Haltung, Hocken und Knien, Gehen auf unebenem Gelände, 
längeres Abwärtsgehen, Springen, Steigen auf Leitern und Gerüste, häufi-
ges Treppensteigen sowie Kälte-, Nässe- und Zugluftexposition (act. II 100 
S. 9). Weiter hielt der RAD-Arzt fest, dass eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes, wie sie vom behandelnden Rheumatologen am 
14. März 2024 angegeben worden sei, allenfalls vorübergehend im Rah-
men der Operation der HWS nachvollzogen werden könne (act. II 100 
S. 8). In psychiatrischer Hinsicht sei am 30. August 2023 eine Erstkonsulta-
tion wegen belastender Schmerzen und schwieriger psychosozialer Situa-
tion erfolgt. Als Diagnosen seien eine Anpassungsstörung sowie ein Ver-
dacht auf ein somatisches Schmerzsyndrom gestellt worden. Der Folge-
termin am 2. Oktober 2023 sei auch der letzte Termin beim Psychiater ge-
wesen (act. II 100 S. 7). Eine psychiatrische Mitbehandlung könne bei Be-
darf wieder aufgenommen werden wie auch eine schmerztherapeutische 
Komplexbehandlung; diese sei von den Gutachtern der MEDAS empfohlen, 
jedoch nie durchgeführt worden (act. II 100 S. 8). 

4.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 
S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung 
kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen 
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten 
Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 
E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 8C_434/2023, 
8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, 
aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

Auch reine Aktenberichte können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser 
Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin 
die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hinter-
grund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stel-
lungnahmen des RAD (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3).

4.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 7. August 2024 (act. II 107) massgeblich auf den Aktenbericht des 
RAD-Arztes Dr. med. I.________ vom 29. April 2024 (act. II 100 S. 4 - 9) 
gestützt. Diese Beurteilung erfüllt die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines versicherungsinternen medizinischen 
Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.3 hiervor) und überzeugt. Ge-
stützt darauf ist erstellt, dass bei der Beschwerdeführerin chronisch rezidi-
vierende Schmerzen der Wirbelsäule und der Gelenke, primär degenerativ, 
eine zervikobrachiale Symptomatik, linksseitige Fussschmerzen, eine bila-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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terale Kniegelenkssymptomatik nach Patellakorrektur, eine linksseitige 
Bursitis subacromialis bei Impingement, ein mögliches bilaterales CTS und 
ein lumbospondylogenes Syndrom vorliegen (act. II 100 S. 6 f.) und ab Mai 
2024 in einer angepassten Tätigkeit (vgl. zum Zumutbarkeitsprofil act. II 
100 S. 9 bzw. E. 4.2.10 hiervor) eine vollständige Arbeitsfähigkeit mit einer 
Leistungsminderung von 20 % besteht. Dem RAD-Arzt lagen sämtliche 
medizinischen Akten, insbesondere auch diejenigen im Zusammenhang mit 
der im November 2023 erfolgten Operation der HWS (vgl. act. II 79 
S. 8 - 13, 99 S. 37 f.), vor. Die gestützt darauf gestellten Diagnosen und die 
daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen bzw. die damit ein-
hergehende Auswirkung auf das Leistungsvermögen der Beschwerdeführe-
rin sind nachvollziehbar und überzeugend begründet und stehen im We-
sentlichen im Einklang mit den Befunden und Einschätzungen der behan-
delnden Fachärzte. Den Berichten der behandelnden Fachärzte sind ins-
besondere keine Hinweise zu entnehmen, die auch nur geringe Zweifel an 
der Beurteilung des RAD-Arztes zu wecken vermöchten. Dass der 
RAD-Arzt keine klinische Exploration der Beschwerdeführerin durchgeführt 
hat, ist nicht zu beanstanden, konnte er sich aufgrund der lückenlosen me-
dizinischen Akten doch ein gesamthaft umfassendes Bild der gesundheitli-
chen Situation der Beschwerdeführerin verschaffen (vgl. E. 4.3 in fine hier-
vor) und wären aus einer persönlichen Untersuchung keine zusätzlichen 
Erkenntnisse zu erwarten gewesen. Was die Beschwerdeführerin dagegen 
vorbringt (vgl. Beschwerde, S. 5 f. lit. B Ziff. 2 - 4), vermag nicht durchzu-
dringen: 

4.4.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Einschätzung 
des RAD-Arztes vom 29. April 2024, wonach die Situation der Beschwerde-
führerin ab Mai 2024 mit derjenigen im Zeitpunkt der Begutachtung durch 
die MEDAS im September 2021 verglichen werden könne, sei falsch bzw. 
die Operation der HWS vom 17. November 2023 sei vom RAD-Arzt unge-
nügend berücksichtigt worden (vgl. Beschwerde, S. 5 lit. B Ziff. 2 - 4), kann 
ihr nicht gefolgt werden. Hinsichtlich der Operation vom 17. November 
2023 (act. II 79 S. 11 f.) legte der RAD-Arzt Dr. med. I.________ überzeu-
gend begründet und in Übereinstimmung mit dem echtzeitlich dokumentier-
ten postoperativen Verlauf (vgl. act. Il 79 S. 9, 92 S. 2 Ziff. 4, 99 S. 38) dar, 
dass die operative Versorgung der Beschwerden im Bereich der HWS le-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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diglich zu einer vorübergehenden höhergradigen Beeinträchtigung geführt 
hat und spätestes ab Mai 2024 eine sich im Wesentlichen mit dem somati-
schen Vorbefund gemäss dem Gutachten der MEDAS vom 27. September 
2021 (act. II 68.1 S. 7 ff. Ziff. 4.2 f. und 4.6 f.) deckende gesundheitliche 
Situation sowie Arbeitsfähigkeit bestehen (act. II 100 S. 7 ff.). Der zwi-
schenzeitlich postoperativ bestandenen höhergradigen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit kam bzw. kommt im Rahmen der hier zu beurteilenden 
Neuanmeldung von Dezember 2023 (act. II 81) mit Blick auf die Karenzfrist 
von sechs Monaten gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (potentieller Rentenbeginn 
frühestens per Juni 2024; vgl. E. 3.2 hiervor) und die spinalchirurgisch ab-
geschlossene Behandlung mit (nahezu) vollständiger Abheilung der Be-
schwerden im Januar 2024 (nächste Verlaufskontrolle im Spital 
E.________ in einem Jahr postoperativ [act. II 99 S. 38]; vgl. auch act. II 92 
S. 2 Ziff. 4) keine "Rentenwirksamkeit" zu (vgl. dazu THOMAS FLÜCKIGER, in: 
FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner 
Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 17 N. 45 f.). Soweit darüber 
hinausgehend ist – wie der RAD-Arzt nachvollziehbar aufzeigte (vgl. act. II 
100 S. 9) – von einer somatisch weitgehend unveränderten medizinischen 
Situation bzw. Befundlage auszugehen (vgl. Urteil des BGer 8C_247/2022 
vom 24. März 2023 E. 3.3.2). So litt die Beschwerdeführerin bereits im 
Zeitpunkt der Begutachtung durch die MEDAS im September 2021 an mul-
tilokulären Schmerzen respektive an Schmerzen in den Händen (Fingern, 
Mittel- und Endgelenken), den Hüften, den Beinen, den Knien, den Füssen 
(Fersen- und Vorfuss, Zehengelenken), der rechten Schulter, im rechten 
Ellbogen und im Rücken (vgl. act. II 68.3 S. 2, 68.5 S. 6, 68.6 S. 1, jeweils 
Ziff. 3.1; vgl. auch act. II 99 S. 22, 100 S. 7 ff.). Damit überzeugt, dass der 
RAD-Arzt Dr. med. I.________ weiterhin auf die gutachterliche Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit abstell-
te bzw. nunmehr eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit von 20 % attestier-
te. Denn damit hat er die durch die multiplen degenerativen Veränderungen 
der Wirbelsäule und der Gelenke resultierenden Einschränkungen (vgl. 
act. II 92 S. 2 Ziff. 12, 100 S. 6 f.) in seiner Arbeitsfähigkeitseinschätzung 
mit dem medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofil vom 29. April 
2024 hinreichend berücksichtigt. So hat er dennoch sämtliche wirbelsäulen- 
und gelenkbelastende Tätigkeiten als nicht mehr zumutbar erachtet (act. II 
100 S. 9). Diese Einschätzung lässt sich ohne Weiteres mit dem von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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Dr. med. G.________ in den Berichten vom 14. März und 2. April 2024 
(act. II 92 S. 1 f., 99 S. 22) gezeichneten Gesamtbild vereinbaren. Dass der 
Arzt das Schmerzerleben der Beschwerdeführerin teilweise diagnostisch 
leicht anders als die Gutachter der MEDAS eingeordnet hat (vgl. II 99 S. 21 
f.), ändert nichts daran, zumal sich die Befundlage – wie bereits dargelegt – 
nicht wesentlich von der gutachterlich erhobenen unterscheidet (vgl. BGer 
8C_247/2022 E. 3.3.2) und sich folglich aus der geringfügig divergierenden 
diagnostischen Einordnung keine anspruchsrelevanten Auswirkungen auf 
die funktionelle Leistungsfähigkeit ergeben. 

4.4.2 Sodann vermögen die Berichte der dipl. Ärztin F.________ vom 
2. Dezember 2023 und 5. April 2024 (act. II 79 S. 2 - 7, 98) die Beurteilung 
des RAD-Arztes nicht in Zweifel zu ziehen. Die Hausärztin äusserte sich 
nicht zur medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit (act. II 79 S. 4 Ziff. 14, 98 S. 8 Ziff. 4.2); sie stellte lediglich ohne 
nähere Begründung fest, in der bisherigen Tätigkeit sei die Beschwerdefüh-
rerin nicht mehr arbeitsfähig (act. II 79 S. 4 Ziff. 13). 

4.4.3 In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierten die Behandler des 
Zentrums für Psychiatrie und Psychotherapie in den Berichten vom 2. Ok-
tober 2023 und 26. März 2024 (act. II 79 S. 26, 96 S. 4 Ziff. 2.5) mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) 
mit Verdacht auf ein somatisches Schmerzsyndrom und wiesen dabei auf 
psychosoziale Belastungen (..., ... [act. II 79 S. 24, 96 S. 3 Ziff. 2.1]) hin. 
Zunächst ist festzuhalten, dass die Anpassungsstörung medizinisch gese-
hen per definitionem ein zeitlich begrenztes Phänomen ist, weshalb sie 
rechtsprechungsgemäss als langdauernde und damit potentiell invalidisie-
rende Krankheit ausser Betracht fällt (vgl. dazu Urteil des BGer 
9C_436/2022 vom 26. Januar 2023 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Sodann ist der 
Umstand hervorzuheben, dass sich die Beschwerdeführerin weder einer 
eigentlichen psychotherapeutischen noch einer psychopharmakologischen 
Behandlung unterzog bzw. unterzieht. Dementsprechend konnten die Be-
handler keinen grossen psychischen Leidensdruck erkennen (act. II 79 
S. 26, 96 S. 3 Ziff. 2.1). Es fanden lediglich zwei Termine statt, der dritte 
Termin wurde von der Beschwerdeführerin abgesagt (act. II 96 S. 2 
Ziff. 1.2). Unter diesen Umständen bestand weder ein weitergehender Ab-

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klärungsbedarf noch finden sich in den Akten Anhaltspunkte für eine mass-
gebliche Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes respektive 
eine nunmehr begründete Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychia-
trischer Sicht im Vergleich zum psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS 
von September 2021 (vgl. act. ll 68.4 S. 5 Ziff. 6, S. 7 Ziff. 8.2); Gegenteili-
ges wird denn auch von der Beschwerdeführerin nicht vorgebracht.

4.5 Zusammenfassend stellt die Beurteilung des RAD-Arztes vom 
29. April 2024 (act. II 100 S. 4 - 9) für den hier zu beurteilenden medizini-
schen Sachverhalt eine zuverlässige Grundlage dar. Die Beschwerdeführe-
rin war folglich aufgrund der HWS-Beschwerden und der stattgehabten 
Operation von August 2023 bis ca. Mai 2024 vollständig arbeitsunfähig für 
jegliche Tätigkeiten bzw. ist ab Mai 2024 in einer angepassten Tätigkeit 
(vgl. zum Zumutbarkeitsprofil act. II 100 S. 9 bzw. E. 4.2.10 hiervor) zu 
80 % arbeits- und leistungsfähig. Von weiteren medizinischen Abklärungen 
zum Verlauf des Gesundheitszustandes und dessen Auswirkung auf die 
funktionelle Leistungsfähigkeit sind keine entscheidwesentlichen neuen 
Erkenntnisse zu erwarten, so dass darauf, insbesondere auf das implizit 
beantragte interdisziplinäre Gutachten (vgl. Eingabe der Beschwerdeführe-
rin vom 29. Oktober 2024, S. 2 Ziff. 5), zu verzichten ist (vgl. zur antizipier-
ten Beweiswürdigung: BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 
122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 
2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4). Diesbezüglich ist zudem in Erinnerung zu rufen, 
dass die versicherte Person von Bundesrechts wegen keinen formellen 
Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen (Verlaufs-)Gutachtens 
hat, wenn Leistungsansprüche streitig sind (vgl. BGE 123 V 175 E. 3d 
S. 176, 122 V 157 E. 2c S. 165).

5.

5.1 Im Folgenden ist der IV-Grad zu bestimmen. Dabei kann offen blei-
ben, ob die Verwaltung zu Recht nach der allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs (vgl. E. 3.3 hiervor) vorging, zumal selbst wenn zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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gunsten der Beschwerdeführerin von einem Status als voll Erwerbstätige 
ausgegangen wird, kein rentenbegründender IV-Grad resultiert.

5.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV).

5.1.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Vom statis-
tisch bestimmten Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezogen. Kann die 
versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionel-
len Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger 
tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig 
(Art. 26bis Abs. 3 IVV in der seit dem 1. Januar 2024 gültigen Fassung).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die sta-

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tistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). 
Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte im Dezember 2023 
(act. II 81), so dass der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichti-
gung der Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 3.2 hiervor) auf 
Juni 2024 fällt (vgl. 4.4.1 hiervor). Angesichts der ab September 2021 
(Gutachtenszeitpunkt) ausgewiesenen fortwährenden Arbeitsunfähigkeit 
von mindestens 40 % in der bisherigen Tätigkeit (vgl. act. II 68.1 S. 9 
Ziff. 4.6) war auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. 
E. 3.2 hiervor) in diesem Zeitpunkt erfüllt (zu den verschiedenen Funktio-
nen dieser Fristen: vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.). Der Einkommens-
vergleich wäre daher grundsätzlich per Juni 2024 vorzunehmen. Da jedoch 
für das Jahr 2024 im Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch nicht alle re-
levanten lohnstatistischen Zahlen vorgelegen haben, ist der Einkommens-
vergleich für das Jahr 2023 vorzunehmen; dies ändert am Ergebnis indes 
nichts.

5.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Angaben der Be-
schwerdeführerin (vgl. act. II 71 S. 5 ff. Ziff. 3.4 und 5.2) davon aus, dass 
diese im hypothetischen Gesundheitsfall als ... tätig wäre. Wie es sich da-
mit verhält und ob die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen zu 
Recht gestützt auf die LSE-Tabelle TA1_tirage_skill_level, Wirtschafts-
zweige 86 - 88 (Gesundheits- und Sozialwesen), Kompetenzniveau 1 (ein-
fache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), Frauen, ermittelte 
(act. II 107 S. 2), oder nicht eher auf den Totalwert abzustellen wäre (vgl. 
dazu act. II 71 S. 4 Ziff. 3.2, 10 S. 1 - 4, 14 S. 1, 16 S. 2), kann vorliegend 
offen bleiben. Immerhin ist aber darauf hinzuweisen, dass rechtspre-
chungsgemäss immer die im Verfügungszeitpunkt in Bezug auf den Ren-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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tenbeginn aktuellsten veröffentlichten statistischen Daten zu verwenden 
sind (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). Im Zeitpunkt des Verfügungserlasses lag 
die LSE 2022 bereits vor (die entsprechend hier massgebende Tabelle 
TA1_tirage_skill_level wurde am 29. Mai 2024 publiziert 
[<www.bfs.admin.ch/asset/de/31606968>]) und ist entsprechend anstelle 
der von der Beschwerdegegnerin herangezogenen LSE 2020 (vgl. act. II 
107 S. 2) anzuwenden. Danach beträgt der massgebliche monatliche 
Bruttolohn Fr. 4'739.--. Hochgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die be-
triebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden (BFS, Betriebsüb-
liche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [BUA], 2023, Ziff. 86 - 88) und 
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung per 2023 (BFS, Tabel-
le T1.2.20, Nominallohnindex, Frauen, 2021 - 2023, Ziff. 86 - 88 [Gesund-
heitswesen, Heime und Sozialwesen], Index Jahr 2022: 100.8 Punkte bzw. 
2023: 100.9 Punkte) ergibt sich ein massgebendes Valideneinkommen von 
Fr. 59'201.40 (Fr. 4'739.-- x 12 Monate / 40 Stunden x 41.6 Stunden / 100.8 
x 100.9).

5.2.2 Da die Beschwerdeführerin die vom RAD-Arzt attestierte medizi-
nisch-theoretische Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % in einer ange-
passten Tätigkeit (vgl. E. 4.5 hiervor) nicht verwertet, ist das hypothetische 
Invalideneinkommen gestützt auf den Totalwert des Kompetenzniveaus 1, 
Frauen, der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022 zu ermitteln 
(vgl. E. 5.1.2 hiervor; vgl. zum Zumutbarkeitsprofil E. 4.2.10 hiervor). Da-
nach beträgt der massgebliche monatliche Bruttolohn Fr. 4’367.--. Aufge-
rechnet auf ein Jahr und angepasst sowohl an die betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit im Jahr 2023 von 41.7 Stunden (BUA, 2023, Total) als 
auch an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2023 ergibt dies – unter 
Berücksichtigung der zumutbaren Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % 
und eines Pauschalabzuges von 10 % nach Art. 26bis Abs. 3 IVV 
(vgl. E. 5.1.2 hiervor) – ein massgebliches Invalideneinkommen von 
Fr. 39'998.50 (Fr. 4’367.-- x 12 Monate / 40 Stunden x 41.7 Stunden / 100.7 
x 102.4 x 0.8 x 0.9).

5.3 Bei Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert 
ein rentenausschliessender IV-Grad (vgl. E. 3.2 hiervor) von gerundet 
höchstens 32 % ([Fr. 59'201.40 ./. Fr. 39'998.50] x 100 / Fr. 59'201.40; vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 
S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1). Damit besteht kein Anspruch auf eine Invali-
denrente.

6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 7. August 
2024 (act. II 107) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erho-
bene Beschwerde abzuweisen. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege (vgl. prozessleitende Verfügung vom 15. Oktober 
2024) ist die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung (ZPO; SR 272) – jedoch von der Zahlungspflicht zu befreien.

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

7.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt bleibt dessen 
amtliches Honorar festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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7.3.1 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer (MWST) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen 
für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach 
den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der 
Stundenansatz Fr. 200.--.

7.3.2 Mit Kostennote vom 29. Oktober 2024 macht Rechtsanwalt 
B.________ einen Aufwand von 10.33 Stunden bzw. ein Honorar von 
Fr. 2'789.99 (10.33 Stunden x Fr. 270.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 56.90 
sowie MWST von Fr. 230.60 (8.1 % von Fr. 2'846.90), total Fr. 3'077.50 
geltend. Dies gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Folglich wird der tarif-
mässige Parteikostenersatz für dieses Verfahren auf Fr. 3'077.50 festge-
setzt. Davon ist Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechtskraft 
dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von 
Fr. 2'066.65 (10.33 Stunden x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 56.90 
und MWST von Fr. 172.-- (8.1 % von Fr. 2'123.55), total somit eine Ent-
schädigung von Fr. 2'295.55, auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nach-
zahlungspflicht der Beschwerdeführerin nach Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 
ZPO. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2024 605

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3'077.50 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'295.55 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.