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**Case Identifier:** 5022b635-2b71-5137-ac4d-7116a3a06834
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.08.2025 100 2023 205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-205_2025-08-15.pdf

## Full Text

100.2023.205U
MAM/SPM/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. August 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Marti
Gerichtsschreiberin Spiess

1. A.________ 
vertreten durch seinen Vorsorgebeauftragten B.________

2. C.________
beide vertreten durch Rechtsanwältin …

Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
sowie vorläufiger Aufnahme (Entscheid der Sicherheitsdirektion des 
Kantons Bern vom 29. Juni 2023; 2021.SIDGS.826)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
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Prozessgeschichte:

A.

Die Eheleute A.________ (Jg. 1944) und C.________ (Jg. 1951) haben bis 
ins hohe Alter in ihrem Heimatland Sri Lanka gelebt. In den Jahren 2006, 
2008, 2012, 2015 und 2019 hielten sie sich jeweils besuchweise bei ihrem 
ältesten Sohn B.________ auf, der in D.________ lebt und über die 
Schweizerische Staatsbürgerschaft verfügt. Am 24. Februar 2021 ersuchten 
A.________ und C.________ bei der Schweizer Vertretung in Colombo um 
Erteilung eines Visums für den langfristigen Aufenthalt (Visum D) in der 
Schweiz zwecks Verbleibs bei ihrem ältesten Sohn. Am 31. Mai 2021 reisten 
sie mit einem Schengen-Visum C, das ihnen von der Schweizer Vertretung 
in Colombo am 25. Mai 2021 erteilt wurde und bis zum 28. August 2021 gül-
tig war, in die Schweiz ein. Seither halten sie sich hier auf. Mit Verfügung 
vom 12. November 2021 wies das Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons 
Bern (ABEV), Migrationsdienst (MIDI), die Gesuche um Erteilung eines Vi-
sums für den langfristigen Aufenthalt ab und wies A.________ und 
C.________ unter Ansetzen einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

B.

Dagegen erhoben A.________ und C.________ am 15. Dezember 2021 Be-
schwerde bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern (SID). Diese wies 
die Beschwerde am 29. Juni 2023 ab und setzte A.________ und 
C.________ eine neue Ausreisefrist auf den 29. August 2023. Das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege hiess sie gut.

C.

Gegen den Entscheid der SID haben A.________ und C.________ am 
31. Juli 2023 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, es 
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und ihnen eine Aufenthaltsbe-
willigung zu erteilen. Eventuell sei der angefochtene Entscheid aufzuheben 

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und die Sache zur Neubeurteilung an die SID zurückzuweisen. Subeventuell 
seien sie vorläufig aufzunehmen. Gleichzeitig ersuchen sie um Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung sowie um unentgeltliche Rechtspflege unter Bei-
ordnung ihrer Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin.

Mit Verfügung vom 9. August 2023 hat die Abteilungspräsidentin 
A.________ und C.________ darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsge-
richtsbeschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt.

Die SID schliesst mit Vernehmlassung vom 7. September 2023 auf Abwei-
sung der Beschwerde.

Der MIDI hat am 11. Februar 2025 und am 24. April 2025 je eine Eingabe 
von einem weiteren, im Vereinigten Königreich lebenden Sohn, E.________ 
(undatiertes Schreiben und E-Mail vom 24.2.2025), weitergeleitet, wonach 
es dem Wunsch seiner Eltern entsprechen würde, in ihr Heimatland zurück-
zukehren. A.________ und C.________ haben sich mehrfach zur Sache 
geäussert (Eingaben vom 6.3.2025 und 5.6.2025) und weitere Unterlagen 
eingereicht. Aus diesen ergibt sich, dass der nunmehr urteilsunfähige 
A.________ durch den Vorsorgebeauftragten B.________ vertreten wird.

Die SID hat am 8. Juli 2025 an ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest-
gehalten. Gleichentags hat die Rechtsvertreterin von A.________ und 
C.________ eine vom Vorsorgebeauftragten unterzeichnete Vollmacht und 
weitere Unterlagen zu deren Gesundheitszustand zu den Akten gegeben.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 

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und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). 

1.2 Die Beschwerdeführenden beantragen mit ihren Rechtsbegehren 1 
und 2 die vollständige Aufhebung des angefochtenen Entscheids (vgl. vorne 
Bst. C). Im Licht der Begründung (vgl. BVR 2016 S. 560 E. 2) sind diese An-
träge dahingehend zu verstehen, dass die Gutheissung des Gesuchs um 
unentgeltliche Rechtspflege (Dispositiv-Ziff. 3) nicht beanstandet wird. So-
weit die Beschwerdeführenden die vorläufige Aufnahme beantragen 
(Rechtsbegehren 3), kann auf die Beschwerde aber nicht eingetreten wer-
den (BVR 2013 S. 543 E. 7.1; VGE 2017/216 vom 29.8.2017 E. 2.2, 
2011/266 vom 7.3.2012 E. 1.2): Den Beschwerdeführenden kommt nach 
dem klaren Gesetzeswortlaut und der ständigen Rechtsprechung mit Blick 
auf die vorläufige Aufnahme kein Antragsrecht zu (BGE 141 I 49 E. 3.5.3 
[Pra 104/2015 Nr. 82]). Art. 83 Abs. 6 des Bundesgesetzes vom 16. Dezem-
ber 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 
(Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) sieht vor, dass nur die 
kantonale Behörde diese beim Staatssekretariat für Migration (SEM) bean-
tragen kann (vgl. hinten E. 6). Im Übrigen ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Wird in der Schweiz ein Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit oder ein mehr als 
dreimonatiger Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit beabsichtigt, so ist dafür eine 
Bewilligung erforderlich (Art. 10 und 11 AIG). Die Aufenthaltsbewilligung wird 
für Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 
AIG). Sie wird für einen bestimmten Aufenthaltszweck erteilt, ist befristet und 
kann verlängert werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 
AIG vorliegen (Art. 33 Abs. 2 und 3 AIG). Demnach besteht grundsätzlich 
kein Anspruch auf Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, 
es sei denn, die um eine Bewilligung ersuchende Person oder ihre in der 

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Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich auf eine besondere Norm des 
Bundesrechts (einschliesslich Bundesverfassungsrecht) oder eines Staats-
vertrags berufen (BGE 135 II 1 E. 1.1, 133 I 185 E. 2.3). Andernfalls ent-
scheidet die zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die 
Bewilligungserteilung oder -verlängerung (vgl. Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie 
Art. 96 AIG). Das AIG unterscheidet folglich zwischen Bewilligungen, auf de-
ren Erteilung ein Rechtsanspruch besteht (sog. Anspruchsbewilligung), und 
Bewilligungen, über welche die Behörde ermessensgeprägt entscheidet 
(sog. Ermessensbewilligung; BVR 2022 S. 93 [VGE 2020/246 vom 
25.11.2021] nicht publ. E. 2.1, 2013 S. 73 E. 2.2, 2010 S. 481 E. 2.1). 

3.

Die Beschwerdeführenden machen zunächst einen Anspruch auf Aufenthalt 
gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 0.101) bzw. gestützt auf den inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 
Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101) geltend (sog. umgekehrter Fa-
miliennachzug; Beschwerde Rz. 46 ff.). 

3.1 Art. 8 Ziff. 1 EMRK (bzw. Art. 13 Abs. 1 BV) gewährleistet unter an-
derem das Recht auf Achtung des Familienlebens. Hat eine ausländische 
Person nahe Verwandte in der Schweiz und ist die familiäre Beziehung zu 
diesen intakt und wird sie tatsächlich gelebt, kann es diese Bestimmungen 
verletzen, wenn den Verwandten die Anwesenheit in der Schweiz untersagt 
und damit ihr Zusammenleben vereitelt wird (BGE 144 I 266 E. 3.3). Der 
Schutz des Familienlebens im Sinn der erwähnten Grundrechte erfasst in 
erster Linie die Kernfamilie (Beziehungen zwischen Eheleuten und zwischen 
Eltern und ihren minderjährigen Kindern); andere familiäre Beziehungen, na-
mentlich diejenigen zwischen den Eltern und ihren volljährigen Kindern, ste-
hen nur in besonderen Fällen (ausnahmsweise) unter diesem Schutz, wenn 
ein Abhängigkeitsverhältnis dargetan wird, das über die normalen familiären 
Bindungen hinausgeht (BGE 147 I 268 E. 1.2.3; BVR 2022 S. 93 E. 3.1, 
2020 S. 443 E. 4.2.1, je mit weiteren Hinweisen). Ein Abhängigkeitsverhält-
nis zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern ist nicht leichthin anzu-
nehmen und kommt etwa bei Betreuungs- und Pflegebedürfnissen zufolge 

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schwerwiegender Krankheiten oder körperlicher bzw. geistiger Behinderun-
gen in Betracht, sofern eine Betreuung durch hier anwesenheitsberechtigte 
Angehörige unabdingbar ist (zum Ganzen BGE 144 II 1 E. 6.1; 
BGer 2C_1011/2022 vom 14.2.2023 E. 3.2, 2C_779/2021 vom 9.5.2022 
E. 3.2; BVR 2022 S. 93 E. 3.1, 2019 S. 314 E. 5.1.1). Liegt kein derartiges 
Abhängigkeitsverhältnis vor, ist Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV 
durch die Verweigerung einer Bewilligung von vornherein nicht betroffen. 
Das Abhängigkeitsverhältnis muss zudem im Zeitpunkt der Geltendmachung 
des Anspruchs bereits bestehen (BGer 2C_396/2021 vom 27.5.2021 E. 3.2, 
2C_867/2016 vom 30.3.2017 E. 2.2).

3.2 Der älteste Sohn der Beschwerdeführenden ist Schweizer Bürger 
und lebt mit seiner Ehefrau (Jg. 1975) und seinen vier Kindern (Jg. 2002, 
2004, 2006 und 2013) in D.________ (Akten MIDI 3B pag. 86 ff.). Sein An-
wesenheitsrecht ist im Sinn der Rechtsprechung gefestigt. Es ist unbestrit-
ten, dass der erwachsene Sohn nicht zur Kernfamilie der Beschwerdeführen-
den zählt. Strittig ist lediglich, ob die SID zu Unrecht ein Abhängigkeitsver-
hältnis zwischen den Beschwerdeführenden und ihrem ältesten Sohn ver-
neint hat. Die Beschwerdeführenden bringen hierzu vor, zwischen dem Vater 
(Beschwerdeführer) und dem Sohn bestehe bereits seit Geburt eine «spezi-
fische Abhängigkeit», welche sich aufgrund der schwerwiegenden Krankheit 
und des besonderen Pflegebedürfnisses des Vaters in den letzten zwei Jah-
ren «extrem intensiviert» habe. Seit einem Sturz im Juli 2021 sei die Demenz 
derart fortgeschritten, dass er mittlerweile Personen aus seinem nächsten 
Umfeld nicht mehr erkenne. Auf fremde Gesichter reagiere er verwirrt, ag-
gressiv und gewalttätig. Die Pflege und Betreuung durch eine ihm unbe-
kannte Person sei daher ausgeschlossen. «Einzig die Pflege und Betreuung 
durch [seinen Sohn könne] der Beschwerdeführer annehmen». Es liege ein 
«personenspezifisch ausgerichtetes Abhängigkeitsverhältnis» zum hier le-
benden Sohn vor (Beschwerde Rz. 47 und 49).

3.3 Zur gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführenden und deren 
Betreuung ergibt sich Folgendes: 

3.3.1 Vor der Einreise in die Schweiz (Gesuchseinreichung am 24.2.2021) 
litt der Beschwerdeführer unbestritten unter gängigen Altersbeschwerden 
(arterielle Hypertonie, Knieschmerzen) und zeigte eine demenzielle Entwick-

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lung, konnte aber (mehrheitlich) selbständig handeln und sich fortbewegen. 
Er war in Sri Lanka auf keine spezielle ärztliche Behandlung angewiesen 
(angefochtener Entscheid E. 4.3 f.; Beschwerde Rz. 10). Gleichwohl fiel der 
Attachée der Schweizer Botschaft in Colombo, die mit den Beschwerde-
führenden am 24. Februar 2021 ein Gespräch führte, die schlechte gesund-
heitliche Verfassung des Beschwerdeführers auf. Sie befürchtete, dass er 
während seines Aufenthalts auf medizinische Versorgung angewiesen sein 
und nicht mehr in sein Heimatland zurückkehren könnte (Akten MIDI 3B 
pag. 59). Demgegenüber waren bei der Beschwerdeführerin weder gesund-
heitliche Einschränkungen aktenkundig noch durch die Attachée festgestellt 
worden.

3.3.2 Nach seiner Einreise in die Schweiz hat sich der Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers kontinuierlich verschlechtert: 

‒ Zeitraum Mai 2021 bis September 2024: Zu einer akuten und unvorher-
sehbaren Verschlechterung des Gesundheitszustands soll ein Sturz im 
Juli 2021 geführt haben (Beschwerde Rz. 13). Am 20. August 2021 hat 
ihm der Hausarzt eine mittelschwere Demenz mit konsekutiver Gehun-
fähigkeit und deutlichen Einschränkungen kognitiver Fähigkeiten attes-
tiert (Akten MIDI 3B pag. 179). Am 27. Oktober 2021 hat der Hausarzt 
folgende Diagnosen gestellt: mittelschwere Demenz mit Verhaltensauffäl-
ligkeit (ICD 10: F03), Gehunfähigkeit (ICD 10: R26), depressive Verstim-
mung, agitiert (ICD 10: F32), Misstrauen (ICD 10: F60), Angst (ICD 10: 
F40), aggressives Verhalten (ICD 10: F90) und arterielle Hypertonie (Ak-
ten MIDI 3B pag. 196 f.). Der behandelnde Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH hat in seinem Bericht vom 27. Januar 2023 präzi-
siert, dass der Beschwerdeführer an einer mittelschweren bis schweren 
Demenz leide, am ehesten in der Form «Alzheimer-Typ DD gemischt». 
Im Rahmen seiner dementiellen Entwicklung sei er unfähig, für sich zu 
sorgen. Ein selbständiges Leben sei nicht mehr möglich, ohne kontinuier-
liche Betreuung sei er selbst gefährdet. Der Beschwerdeführer habe ko-
gnitiv weiter abgebaut, verkenne Familienangehörige situativ und sei viel-
fach desorientiert (Beilage 5, in Akten SID 3A1). Laut dem Arztzeugnis 
des Hausarztes vom 20. Juli 2023 leidet der Beschwerdeführer nunmehr 
zusätzlich an einer Belastungsinkontinenz (ICD 10: N30-39) und einer 

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Stuhlinkontinenz (ICD 10: R15). Nach Auffassung des Hausarztes ist eine 
Betreuung des Beschwerdeführers nur durch vertraute Menschen und 
nicht durch «fremde Drittpersonen» möglich (Beschwerdebeilage [BB] 7 
[act. 1C]). Der Facharzt teilt diese Auffassung; der Beschwerdeführer 
könne nicht durch fremde Menschen geführt oder behandelt werden, weil 
er im Rahmen der Demenz eine emotionale Verbindung benötige (Psy-
chogeriatrische Einschätzung vom 17.7.2023, BB 6 [act. 1C]). 

‒ Zeitraum Oktober 2024 bis heute: Dem Arztzeugnis des Hausarztes vom 
2. Juni 2025 zufolge hat sich der Zustand des Beschwerdeführers auf-
grund der Demenzerkrankung deutlich verschlechtert. Der Beschwerde-
führer erhalte seit Oktober 2024 tägliche pflegerische Unterstützung 
durch die Spitex und sei seit Januar 2025 in sämtlichen Lebensbereichen 
vollständig urteilsunfähig. Aus medizinischer Sicht sei ein verlässliches 
soziales und familiäres Umfeld zwingend erforderlich. Eine Rückkehr in 
sein Herkunftsland sei «aufgrund der familiären Situation ausgeschlos-
sen», da seine sechs Kinder allesamt in Europa leben würden. Eine me-
dizinisch und pflegerisch angemessene Versorgung sei im Herkunftsland 
nicht sicherzustellen (BB 9 [act. 13A]). Am 13. Juni 2025 hat der Be-
schwerdeführer einen Schlaganfall erlitten (Eingabe vom 8.7.2025 
[act. 16]). Gemäss dem Hausarzt sei er bei allen täglichen Aktivitäten auf 
Pflege, Betreuung und therapeutische Unterstützung angewiesen (Arzt-
zeugnis vom 4.7.2025, BB 13 [act. 16A]). Der vom Hausarzt beigezogene 
Facharzt für Neurologie diagnostiziert beim Beschwerdeführer einen sub-
akuten ischämischen Hirninfarkt mit motorischer Hemisymptomatik links 
(Halbseitenlähmung) und Dysarthrie (Sprechstörung). Der Facharzt hält 
fest, dass er nach einem Schlaganfall normalerweise eine kardiale Basi-
sabklärung (TTE, 24-h-EKG) empfehle. Er erachte die Haltung des Haus-
arztes als vertretbar, die diagnostischen und therapeutischen Massnah-
men in Anbetracht des Alters des Beschwerdeführers auf das Minimum 
zu beschränken. Aber er empfehle eine allfällige Hypertonie zu überprü-
fen und gegebenenfalls zu behandeln. Ausserdem sei bei Fortbestehen 
der Halbseitenlähmung eine Physiotherapie zu erwägen (BB 14 
[act. 16A]). 

3.3.3 Bei der Beschwerdeführerin sind altersbedingte gesundheitliche Be-
schwerden (Diabetes Mellitus Typ 2, orthostatische und maligne Hypertonie, 

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Ohnmachtsanfälle und kognitive Steuerungseinschränkungen) aktenkundig 
(Akten MIDI 3B pag. 179, 196 f.; Beilagen 3 und 4, in Akten SID 3A1; BB 6 
und 7 [act. 1C], BB 9 [act. 13A]). Nach Auffassung des Hausarztes ist die 
Beschwerdeführerin aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht in der Lage, 
ihren Ehemann allein zu betreuen oder in einem Notfall richtig zu reagieren 
(BB 9 [act. 13A]).

3.3.4 Bis Ende Mai 2021 beschränkte sich der Kontakt der Beschwerde-
führenden mit ihrem in der Schweiz wohnhaften Sohn jeweils auf abwechs-
lungsweise Besuche, telefonische Kontakte und telefonische Beratungen zu 
Gesundheitsfragen, wobei letztere zusammen mit dem (ehemaligen) Haus-
arzt des Sohnes erfolgten (angefochtener Entscheid E. 4.3; Beschwerde 
Rz. 7). Seit ihrer Einreise in die Schweiz leben die Beschwerdeführenden 
unentgeltlich in der Einliegerwohnung des Einfamilienhauses ihres Sohnes 
(Beschwerde Rz. 12, 39). Dieser ist seit 1993 in der Pflege tätig (Beschwerde 
Rz. 6); er arbeitet derzeit als Leiter Pflege und stellvertretender Geschäfts-
leiter in einem Alters- und Pflegeheim. Nach Angaben der Beschwerde-
führenden ist die Pflege und Betreuung des Beschwerdeführers so organi-
siert, dass sich der Sohn jeweils noch um die Morgenpflege kümmert, bevor 
er sich um 7.00 Uhr auf den Weg zur Arbeit macht. Tagsüber sollen ab-
wechslungsweise die Beschwerdeführerin, die Schwiegertochter oder die 
Enkelkinder für ihn sorgen. Ab 18.00 Uhr soll wiederum der Sohn die Pflege 
übernehmen (Beschwerde Rz. 42). Seit Oktober 2024 erhält der Beschwer-
deführer tägliche pflegerische Unterstützung durch die Spitex, die sich auf 
die Grundpflege, Mobilisation sowie Gehtraining konzentriert (BB 9 
[act. 13A]). Die Beschwerdeführenden werden zusätzlich vom Hausarzt der 
Familie und einem Psychiater umfassend beraten und betreut (Beschwerde 
Rz. 42). Seit dem Schlaganfall erhält der Beschwerdeführer ergänzend re-
gelmässig physiotherapeutische Massnahmen mit dem Ziel, seine Gehfähig-
keit, Rumpfstabilität, Sprachfähigkeit sowie seine motorischen Funktionen 
wiederzuerlangen bzw. zu verbessern (BB 13 [act. 16A]).

3.4 Die SID hat zutreffend erwogen, dass im Zeitpunkt der Gesuchsein-
reichung am 24. Februar 2021 keine über die üblichen Beziehungen von El-
tern zu ihren volljährigen Kindern hinausgehende Bindung bestanden hat 
(angefochtener Entscheid E. 4.4). Die Beschwerdeführenden waren damals 

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weder pflege- noch betreuungsbedürftig. Der Beschwerdeführer zeigte zwar 
gewisse Altersbeschwerden und eine demenzielle Entwicklung, benötigte 
aber keine spezielle ärztliche Behandlung. Bei der Beschwerdeführerin wa-
ren keine gesundheitlichen Beschwerden oder ärztlichen Behandlungen ak-
tenkundig (vgl. vorne E. 3.3.1 und 3.3.3). Es wird nicht angezweifelt, dass 
insbesondere der Beschwerdeführer aufgrund seiner demenziellen Erkran-
kung und des kürzlich erlittenen Schlaganfalls auf Unterstützung in Form von 
Pflege und Betreuung angewiesen ist (vgl. vorne E. 3.3.2). Die allfällige Ab-
hängigkeit vom hier lebenden Sohn ist aber erst nach der Gesuchseinrei-
chung eingetreten. So haben die Beschwerdeführenden, indem sie mit ihren 
Altersbeschwerden in die Schweiz eingereist sind und die Schweiz nach Ab-
lauf ihres Visums nicht verlassen haben, vollendete Tatsachen geschaffen, 
woraus sie heute nichts zu ihren Gunsten ableiten können 
(BGer 2C_396/2021 vom 27.5.2021 E. 4.1, 2C_5/2017 vom 23.6.2017 
E. 3.5; VGer ZH 2023.00158 vom 13.9.2023 E. 4.4). Hieran ändert das Vor-
bringen nichts, wonach sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers unvorhersehbar verschlechtert habe, ist doch bekannt, dass sich eine 
demenzielle Erkrankung erfahrungsgemäss nicht verbessert. An der Unvor-
hersehbarkeit ist auch mit Blick auf die Feststellungen der Attachée der 
Schweizer Botschaft in Colombo zu zweifeln. Somit ist der SID darin zuzu-
stimmen, dass bei Gesuchseinreichung keine über die üblichen Beziehun-
gen von Eltern zu ihren volljährigen Kindern hinausgehende Bindungen zwi-
schen den Beschwerdeführenden und ihrem Sohn bestanden haben. 

3.5 Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer nicht einzig durch den in 
der Schweiz wohnhaften Sohn gepflegt und betreut werden kann (angefoch-
tener Entscheid E. 4.4). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung führt 
eine altersbedingte Demenzerkrankung nach ausländerrechtlichen Massstä-
ben in der Regel nicht dazu, dass die Betreuung unabdingbar durch Famili-
enangehörige erbracht werden muss (BGer 2C_132/2024 vom 27.9.2024 
E. 5.3, 2C_5/2017 vom 23.6.2017 E. 3.4). So verhält es sich auch hier: Der 
Sohn verfügt aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit sicherlich über wertvol-
les Fachwissen zur Pflege des Beschwerdeführers. Allerdings arbeitet er als 
Leiter Pflege und stellvertretender Geschäftsleiter Vollzeit in einem Alters- 
und Pflegeheim und ist für die fachliche und personelle Führung von rund 
60 Mitarbeitenden und Lernenden verantwortlich. Regelmässige Absenzen 

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dürften mit dieser Position nicht vereinbar sein; die Arbeitgeberin erlaubt ihm 
kurzfristige Absenzen nur, «sofern es die Arbeit erlaubt» (BB 3 [act. 1C]). Er 
soll den Beschwerdeführer bis 7.00 Uhr und ab ca. 18.00 Uhr pflegen. 
Tagsüber sollen die Beschwerdeführerin, die Schwiegertochter und die En-
kelkinder für dessen Pflege und Betreuung besorgt sein (vgl. vorne E. 3.3.4). 
Der grösste Teil der Pflege und Betreuung (zwischen 7.00 und 18.00 Uhr) 
wird folglich nicht vom fachlich versierten Sohn erbracht. Dass die Pflege und 
Betreuung tagsüber tatsächlich abwechslungsweise von der Schwiegertoch-
ter und den Enkelkindern übernommen wird bzw. übernommen worden ist, 
ist zweifelhaft. Der Beschwerdeführer soll doch nur durch den Sohn «führ-
bar» sein, «Personen aus seinem nächsten Umfeld» nicht mehr erkennen 
und seine Mobilisation nur noch mit ein bis zwei Hilfspersonen möglich sein 
(vgl. vorne E. 3.2; Akten MIDI 3B pag. 196 f.). Hinzu kommt, dass die Enkel-
kinder wohl selbst arbeitstätig sind, sich in Ausbildung befinden oder sogar 
noch schulpflichtig sind (Jg. 2013, vgl. vorne E. 3.2). Seit September 2024 
ist ein Spitex-Dienst in die tägliche Pflege und Betreuung des Beschwerde-
führers eingebunden. Zudem erhält er seit Juni 2025 regelmässig Physiothe-
rapie (vgl. vorne E. 3.3.2). Somit ist für das Gericht erstellt, dass Betreuung 
und Pflege des Beschwerdeführers durch Drittpersonen nötig und möglich 
sind. Soweit die behandelnden Ärzte die Notwendigkeit der ausschliessli-
chen Pflege durch den Sohn attestieren, gilt zusätzlich zu berücksichtigen, 
dass der behandelnde Arzt im Hinblick auf seine auftragsrechtliche Vertrau-
ensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten der Beschwerdeführenden Aus-
kunft gibt. Dieser Erfahrungstatsache darf das Gericht Rechnung tragen (vgl. 
BGE 135 V 465 E. 4.5; BVR 2020 S. 185 E. 3.7, 2012 S. 424 
[VGE 2011/215 vom 20.1.2012] nicht publ. E. 3.2; VGE 2020/433 vom 
6.5.2022 E. 3.4.1 [bestätigt durch BGer 2C_476/2022 vom 1.11.2022]). Es 
ist weiter davon auszugehen, dass die Hauptbezugsperson nach wie vor die 
Beschwerdeführerin ist, welche über 50 Jahre mit dem Beschwerdeführer 
verheiratet ist. Daneben muss die Pflege und Betreuung im Alltag (Körper-
pflege, Nahrungseinnahme usw.) nicht unabdingbar vom in der Schweiz le-
benden Sohn (und dessen Familie) erbracht werden. Diese kann auch stati-
onär oder durch privates Pflege- und Therapiepersonal in Sri Lanka erfolgen 
(vgl. hierzu hinten E. 5.3.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
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3.6 Nach dem Erwogenen bestand im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung 
kein Abhängigkeitsverhältnis. Der Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers 
kann zudem nicht personenspezifisch Rechnung getragen werden. Es han-
delt sich um eine alters- und krankheitsbedingte Hilfsbedürftigkeit. Der Sohn 
hat seine Heimat verlassen, um in der Schweiz zu leben. Es ist eine Folge 
dieses Entscheids, dass er sich nun nicht selber um die Beschwerdeführen-
den kümmern kann. Gestützt auf Art. 8 EMRK besteht keine Pflicht der Si-
gnatarstaaten, dafür zu sorgen, dass Eltern oder Schwiegereltern ihren Le-
bensabend – ohne hiesige Beziehung zum Land und die nötigen finanziellen 
Mittel (vgl. E. 4) – bei ihren erwachsenen Kindern verbringen können 
(BGer 2C_396/2021 vom 27.5.2021 E. 4.2). Die SID hat somit zu Recht er-
kannt, dass die Beziehung zwischen den Beschwerdeführenden und ihrem 
in der Schweiz lebenden Sohn und dessen Familie nicht in den Schutzbe-
reich von Art. 8 Ziff. 1 resp. Art. 13 BV fällt. Indem sie ein besonderes Ab-
hängigkeitsverhältnis verneint hat, ist ihr entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführenden (Beschwerde Rz. 56) auch nicht vorzuwerfen, den 
Sachverhalt unrichtig festgestellt zu haben, geht es hierbei doch um eine 
rechtliche Würdigung. Eine andere Anspruchsgrundlage ist weder geltend 
gemacht noch ersichtlich. Mit der SID ist ein Anwesenheitsanspruch zu ver-
neinen (angefochtener Entscheid E. 4.5).

4.

Ferner ist umstritten, ob den Beschwerdeführenden der Aufenthalt als Rent-
nerin resp. Rentner zu Recht verweigert worden ist.

4.1 Nach Art. 28 AIG können Ausländerinnen und Ausländer, die nicht 
mehr erwerbstätig sind, zugelassen werden, wenn sie ein vom Bundesrat 
festgelegtes Mindestalter erreicht haben (Bst. a), besondere persönliche Be-
ziehungen zur Schweiz besitzen (Bst. b) und über die notwendigen finanzi-
ellen Mittel verfügen (Bst. c). Die Voraussetzungen für diese sog. Rentner-
bewilligung müssen kumulativ erfüllt sein. Selbst wenn dies der Fall ist, be-
steht kein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung. Die Entscheidung ist 
vielmehr nach pflichtgemässem Ermessen zu treffen (BVR 2024 S. 505 
E. 2.2, 2022 S. 93 E. 4.1 mit Hinweisen). Näheres regelt Art. 25 der Verord-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 13

nung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
(VZAE; SR 142.201). Danach beträgt das Mindestalter für die Zulassung von 
Rentnerinnen und Rentnern 55 Jahre (Abs. 1). Besondere persönliche Be-
ziehungen zur Schweiz (Abs. 2) liegen insbesondere vor, wenn längere 
frühere Aufenthalte in der Schweiz, namentlich Ferien, Ausbildung oder Er-
werbstätigkeit, nachgewiesen werden (Bst. a), oder wenn enge Beziehungen 
zu nahen Verwandten in der Schweiz bestehen (Eltern, Kinder, Enkelkinder 
oder Geschwister; Bst. b). Weiter darf die ersuchende Person im In- oder 
Ausland mit Ausnahme der Verwaltung des eigenen Vermögens keine Er-
werbstätigkeit ausüben (Abs. 3). Die notwendigen finanziellen Mittel liegen 
vor, wenn sie den Betrag übersteigen, der eine Schweizerin oder einen 
Schweizer und allenfalls ihre oder seine Familienangehörigen zum Bezug 
von Ergänzungsleistungen nach dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELG; SR 831.30) berechtigt (Abs. 4).

4.2 Der heute 81-jährige Beschwerdeführer und die 74-jährige Be-
schwerdeführerin haben das geforderte Mindestalter erreicht. Zudem ist auf-
grund ihres Alters und ihres Gesundheitszustands nicht anzunehmen, dass 
sie in der Schweiz einer entgeltlichen Tätigkeit nachgehen werden (vgl. Ak-
ten MIDI 3B pag. 110). Strittig ist, ob die SID besondere persönliche Bezie-
hungen zur Schweiz (angefochtener Entscheid E. 5.2.4) und genügende fi-
nanzielle Mittel (angefochtener Entscheid E. 5.3) zu Recht verneint hat. 

4.3 Zu den besonderen persönlichen Beziehungen zur Schweiz ergibt 
sich Folgendes: 

4.3.1 Die besondere persönliche Beziehung zur Schweiz (Art. 28 Bst. b 
AIG) darf sich nicht bloss aus Beziehungen zu hier lebenden Verwandten 
ergeben, sondern muss in weiteren Bezugspunkten zum Ausdruck kommen, 
die eigenständige und von Angehörigen unabhängige Beziehungen sozio-
kultureller oder persönlicher Art zur Schweiz aufzeigen, beispielsweise in 
Form von Verbindungen zum örtlichen Gemeinwesen, Teilnahme an kultu-
rellen Veranstaltungen oder direkten Beziehungen zur einheimischen Bevöl-
kerung (BVR 2022 S. 93 E. 4.4.1; vgl. auch Weisungen und Erläuterungen 
Ausländerbereich des SEM, Stand: 1.6.2025, Ziff. 5.3 [einsehbar unter: 
<www.sem.admin.ch>, Rubriken «Publikationen & Service/Weisungen und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 14

Kreisschreiben/I. Ausländerbereich»; nachfolgend: Weisungen AIG]). Unter 
Ermessensgesichtspunkten ist es auch bei Vorliegen verwandtschaftlicher 
Beziehungen gemäss Art. 25 Abs. 2 Bst. b VZAE nicht unstatthaft, den Zu-
zug wirtschaftlich nicht aktiver Personen, die nie Beiträge an die Sozial-
werke, Krankenkassenbeiträge oder Steuern geleistet haben, im Licht der 
einschlägigen öffentlichen Interessen zurückhaltend zu regeln (Art. 28 i.V.m. 
Art. 3 Abs. 3, Art. 4 und 96 AIG; vgl. BVR 2022 S. 93 E. 4.4.2 mit weiteren 
Hinweisen; zum Ganzen BVR 2024 S. 505 E. 3.1; VGE 2022/85 vom 
12.3.2024 E. 4.2.1).

4.3.2 Insgesamt räumt Art. 28 AIG Beurteilungsspielräume und Ermessen 
ein. Das Rechtsverständnis der SID hält sich an den gesetzlichen Rahmen 
und steht im Einklang mit der einschlägigen Rechtsprechung. Das Verwal-
tungsgericht wendet bei diesen Gegebenheiten den vergleichsweise stren-
gen Massstab der SID an, weil es im Rahmen der Rechtskontrolle nicht seine 
Aufgabe ist, eine andere Praxis anstelle der primär verantwortlichen Behör-
den zu setzen, wenn eine Praxis strenger oder entgegenkommender sein 
kann (vgl. BVR 2024 S. 505 E. 3.2, 2022 S. 93 E. 4.4.3; weiterführend allge-
mein hierzu Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum berni-
schen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 80 N. 25).

4.3.3 Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie hätten die Schweiz etliche 
Male (2006, 2008, 2012, 2014 [richtig: 2015], 2019) jeweils für drei Monate 
besucht und wären jeweils gerne länger geblieben. Sie würden in der 
Schweiz über ein eigenständiges Netz aus Bekanntschaften verfügen (Be-
schwerde Rz. 8, 32 ff.). Als Nachweis hätten sie im Verfahren vor dem ABEV 
(MIDI) zahlreiche Schreiben von Drittpersonen ins Recht gelegt. 

4.3.4 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführenden bereits 2012 ein 
Gesuch um dauerhaften Verbleib in der Schweiz gestellt haben (angefoch-
tener Entscheid E. 2.1) und seit 2006 fünfmal für jeweils rund drei Monate in 
die Schweiz zu ihrem Sohn gereist sind (angefochtener Entscheid E. 5.2.4; 
Beschwerde Rz. 32). Dennoch kann nicht von (mehreren) längeren Ferien-
aufenthalten im Sinn von Art. 25 Abs. 2 Bst. a VZAE gesprochen werden 
(Beschwerde Rz. 36; vgl. BVGer F-2754/2016 vom 20.12.2016 E. 6.3, 
F-3240/2016 vom 31.8.2017 E. 11.2 f.; VGE 2020/336 vom 23.7.2021 
E. 4.4.2 [bestätigt durch BGer 2C_642/2021 vom 3.9.2021]). Auch wenn sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 15

im Rahmen ihrer Besuche Ausflüge innerhalb der Schweiz unternommen 
und an kulturellen Veranstaltungen teilgenommen haben, begründet dies 
noch keine besonderen persönlichen Beziehungen zur Schweiz. Ausschlag-
gebend ist, dass sich der Zweck der bisherigen Aufenthalte in der Schweiz 
auf den Besuch ihrer Familie beschränkte oder touristischer Natur war (vgl. 
Akten MIDI 3B pag. 135 ff.; Fotos in Akten MIDI 3B pag. 171 ff.). Dafür 
spricht, dass die Beschwerdeführenden nach eigenen Angaben «sehr viel 
Zeit» mit ihren Enkelkindern verbracht haben und «aktiv» an deren Schulle-
ben teilgenommen haben (Beschwerde Rz. 33). Während ihrer Aufenthalte 
in der Schweiz haben sie stets bei ihrem Sohn gewohnt (Beschwerde 
Rz. 32), obwohl sie angeblich auch persönliche Kontakte mit anderen Per-
sonen pflegen (Beschwerde Rz. 32 ff.). Im Rahmen ihrer Besuche begleite-
ten sie ihren Sohn und dessen Familie auch an Familienfeste, Schul- und 
Schulsportanlässe, Geburtstage sowie an eine Beerdigung (Referenzschrei-
ben, in Akten MIDI 3B pag. 135 ff.). Insofern trifft die Feststellung der SID zu, 
wonach sich die Kontakte einzig durch den Sohn und deren Familie ergeben 
haben, was von den Beschwerdeführenden denn auch nicht bestritten wird 
(angefochtener Entscheid E. 5.2.4; Beschwerde Rz. 32). Laut den Referenz-
schreiben bestand lediglich mit H.________ über die Aufenthalte der Be-
schwerdeführenden in der Schweiz hinaus «oft» telefonischer Kontakt (Ak-
ten MIDI 3B pag. 135). Wie häufig die telefonischen Kontakte stattgefunden 
haben, ist aber nicht belegt. Ebenfalls ergibt sich aus dem Referenzschrei-
ben des Ehepaars I.________, dass sie die Beschwerdeführenden in den 
Jahren 2015, 2016, 2017 2018, 2019 und 2020 teils gemeinsam, teils nur 
Frau I.________ allein in Sri Lanka besucht haben (Akten Midi 3B 
pag. 137 ff.). Damit ist allerdings noch nicht erwiesen, dass sich diese zwei 
Kontakte zu eigenständigen Beziehungen entwickelt haben. Entgegen den 
Ausführungen der Beschwerdeführenden berichtet keine der Drittpersonen 
in den Referenzschreiben über «eigene Ausflüge» mit den Beschwerde-
führenden (Beschwerde Rz. 32). Andere Kontakte zur hiesigen Bevölkerung 
sind nicht geltend gemacht; jedenfalls nicht ausreichend ist, dass die Be-
schwerdeführenden im Dorf «regelmässig gegrüsst» werden (Beschwerde 
Rz. 33). Die Beschwerdeführenden verfügen somit über kein eigenständiges 
Netz aus Bekanntschaften. Schliesslich sind keine Deutschkenntnisse der 
Beschwerdeführenden aktenkundig, was für das Knüpfen sozialer Bindun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 16

gen ausserhalb des familiären Umfelds und deren Freunde von erheblicher 
Bedeutung wäre. 

4.3.5 Die Beschwerdeführenden nennen keine anderen Gründe als ihre 
gelegentlichen Besuchsaufenthalte mit persönlichen Kontakten, die einen 
besonderen persönlichen Bezug zu Land und Leuten herstellen könnten. Sie 
waren in der Schweiz nie erwerbstätig oder steuerpflichtig. Insgesamt ver-
mögen die Beschwerdeführer damit keine besondere persönliche Beziehung 
zur Schweiz nachzuweisen (vgl. auch angefochtener Entscheid E. 5.2.4). 

4.4 Betreffend die notwendigen finanziellen Mittel gilt Folgendes: 

4.4.1 Die nach Art. 28 Bst. c AIG i.V.m. Art. 25 Abs. 4 VZAE verlangten not-
wendigen finanziellen Mittel müssen den Betrag übersteigen, der Schweize-
rinnen und Schweizer mit ihren Familienangehörigen zum Bezug von Ergän-
zungsleistungen berechtigt. Die Mittel (Renten, Vermögen) müssen mit gros-
ser Sicherheit bis ans Lebensende ausreichen, sodass das Risiko einer So-
zialhilfeabhängigkeit als vernachlässigbar klein einzuschätzen ist. Verspre-
chen und selbst schriftliche Garantieerklärungen von in der Schweiz leben-
den Verwandten der Rentnerinnen und Rentner, für deren Lebensunterhalt 
aufzukommen, können diese Sicherheit nicht in jedem Fall vermitteln, weil 
ihre Durchsetzbarkeit fraglich ist. Die Verfügbarkeit von allfälligen finanziel-
len Mitteln von Dritten muss in vergleichbarem Mass sichergestellt sein wie 
eigene Mittel (Marc Spescha, Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 28 AIG 
N. 4). Die Weisungen konkretisieren die gesetzlichen Anforderungen und 
nennen beispielhaft die Sicherung in Form einer Bankgarantie (Ziff. 5.3). 
Wenn Rentnerinnen und Rentner aus Drittstaaten nicht genügende eigene 
finanzielle Mittel haben, sind die qualitativen Anforderungen an die Unter-
stützungsleistungen durch Dritte entsprechend höher (zum Ganzen 
BVR 2024 S. 505 E. 4.1, 2022 S. 93 E. 4.6 mit Hinweisen; zur weniger stren-
gen freizügigkeitsrechtlichen Regelung BGE 135 II 265 E. 3.3; ferner 
BGE 142 II 35 E. 5.1).

4.4.2 Unbestritten ist, dass sich die Beschwerdeführenden nicht selbst fi-
nanziell erhalten können. Sie besitzen zwar ein kleines Haus in Sri Lanka, 
erhalten aber keine Rente und wurden in Sri Lanka (teilweise) von ihren 
sechs Kindern finanziell unterstützt (Akten MIDI 3B pag. 105). Zur Verfüg-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
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barkeit von allfälligen finanziellen Mitteln von Dritten bringen die Beschwer-
deführenden zusammengefasst vor, sie würden seit Mai 2021 unentgeltlich 
bei ihrem Sohn in D.________ wohnen, seien krankenversichert und ihre 
fünf anderen, ebenfalls im Ausland wohnhaften Kinder hätten ihnen ihre fi-
nanzielle Unterstützung bis an ihr Lebensende zugesichert. Somit bestehe 
«absolut kein nennenswertes Fürsorgerisiko». Indem die SID von ungenü-
genden finanziellen Mittel ausging, habe sie den Sachverhalt falsch festge-
stellt (Beschwerde Rz. 39 ff.).

4.4.3 Die finanziellen Beiträge ihres Sohnes, ihrer anderen Kinder und wei-
terer Familienangehörigen (Beschwerde Rz. 40) an den Unterhalt der Be-
schwerdeführenden können nicht als dauerhaft sichergestellt gelten: Bank-
garantien oder ähnliche Sicherheiten zugunsten der Beschwerdeführenden 
wurden auch vor Verwaltungsgericht nicht ins Recht gelegt. Die im Februar 
2021 vom in der Schweiz lebenden Sohn unterzeichnete «Unterhaltsgarantie 
für Drittstaatsangehörige» genügt nicht als Sicherheit, zumal sie lediglich die 
durch die Anwesenheit der Beschwerdeführenden in der Schweiz verursach-
ten Kosten bis zu einem Betrag von Fr. 30'000.-- umfasst und auf ein Jahr 
befristet ist (Akten MIDI 3B pag. 76 f.; vgl. BVR 2022 S. 93 E. 4.7.2; 
VGE 2020/336 vom 23.7.2021 E. 4.5 [bestätigt durch BGer 2C_642/2021 
vom 3.9.2021]). Ebenfalls nicht rechtsgenüglich sichergestellt ist die Ge-
währung von Kost und Logis durch den Sohn (vgl. vorne E. 3.3.4). Diese 
Unterstützungsleistung erfolgt ausserhalb der Verwandtenunterstützungs-
pflicht (Art. 328 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; 
SR 210]) freiwillig und kann nur dann berücksichtigt werden, wenn sie – so 
beispielsweise durch die Einräumung eines lebenslangen Wohnrechts mit-
tels Dienstbarkeit – auch rechtlich abgesichert ist (vgl. weiterführend 
BVR 2022 S. 93 E. 4.7.2; VGer ZH VB.2019.00738 vom 18.12.2019 E. 2.5.1 
mit Hinweisen). Die Einräumung einer solchen Dienstbarkeit o.ä. ist nicht ak-
tenkundig. Auch die schriftlichen Zusicherungen der finanziellen Unterstüt-
zung durch die anderen im Ausland wohnhaften fünf Kinder (Schweiz, Frank-
reich, Vereinigtes Königreich; Akten MIDI 3B pag. 75, 105 f.; Eingabe vom 
6.3.2025 S. 1 [act. 8]) genügen nicht als Sicherheit; dies schon darum nicht, 
weil ihre Durchsetzung über die Landesgrenze hinaus nicht gewährleistet ist 
(vgl. Akten MIDI 3B pag. 115 ff.). Hinzu kommt, dass lediglich drei Söhne 
(E.________, F.________ und G.________; Beilage 6, in Akten SID 3A1) 

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zwischen 2021 und 2022 regelmässig finanzielle Unterstützung geleistet ha-
ben (Zahlungen auf Konten von B.________ mit Betreff «rent payment», 
«rent for parents», «aide parents», Beilage 6, in Akten SID 3A1; vgl. auch 
Antworten 10-14, in Akten MIDI 3B pag. 105; Akten MIDI 3B pag. 92 ff.). Die 
weitere finanzielle Unterstützung der Beschwerdeführenden durch 
E.________ ist zudem zweifelhaft, besteht doch ein innerfamiliärer Konflikt. 
Er ist der Auffassung, dass sich seine Eltern hier nicht wohl fühlen (Eingabe 
vom 6.3.2025 S. 1 [act. 8]; undatiertes Schreiben [act. 6A]; E-Mail vom 
24.2.2025 [act. 10A]; vgl. vorne Bst. C). Schliesslich können die in der 
Schweiz lebenden Angehörigen eine Unterbringung der Beschwerdeführen-
den in einer Pflegeeinrichtung finanziell nicht tragen (Beschwerde Rz. 42). 
Gerade weil die (längerfristige) Pflege durch den Sohn (und dessen Familie) 
zweifelhaft ist (vgl. vorne E. 3.5) und sich demenzielle Erkrankung erfah-
rungsgemäss nicht verbessert, ist die Notwendigkeit einer stationären Pflege 
des Beschwerdeführers nicht auszuschliessen. 

4.4.4 Die SID hat nach dem Gesagten zu Recht erkannt, dass die Be-
schwerdeführenden nicht selbst über die nötigen finanziellen Mittel verfügen 
und auch nicht von genügend sichergestellten Drittmitteln im nötigen Umfang 
ausgegangen werden kann (angefochtener Entscheid E. 5.3). Das Risiko ei-
ner Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführenden kann nicht als ver-
nachlässigbar bezeichnet werden.

4.5 Nach dem Erwogenen hat die SID zu Recht geschlossen, dass die 
ermessensweise Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 28 AIG 
durch das ABEV nicht zu beanstanden ist. Ob im vorliegenden Fall ei-
genständige und von Angehörigen unabhängige Beziehungen soziokulturel-
ler oder persönlicher Art zur Schweiz bestehen und die finanziellen Mittel 
Dritter genügend festgestellt sind, sind keine Fragen der Sachverhaltsfest-
stellung, sondern der rechtlichen Würdigung (Beschwerde Rz. 35, 45). Die 
Rüge der falschen Sachverhaltsfeststellung erweist sich damit auch in die-
sem Zusammenhang als unbegründet. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 19

5.

Die Beschwerdeführenden machen schliesslich geltend, ihnen sei der Auf-
enthalt in der Schweiz aufgrund eines schwerwiegenden persönlichen Här-
tefalls zu bewilligen (Beschwerde Rz. 57 ff.).

5.1 Gemäss Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG kann von den Zulassungsvoraus-
setzungen abgewichen werden, um schwerwiegenden persönlichen Härte-
fällen oder wichtigen öffentlichen Interessen Rechnung zu tragen. Bei der 
Beurteilung sind insbesondere die Integration, die Familienverhältnisse, die 
finanziellen Verhältnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Ge-
sundheitszustand und die Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung im 
Herkunftsstaat zu berücksichtigen (Art. 31 Abs. 1 Bst. a-g VZAE). Ein Härte-
fall im Sinn von Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG liegt nach der Rechtsprechung vor, 
wenn sich die betreffende ausländische Person in einer persönlichen Not-
lage befindet bzw. ihre Lebens- und Existenzbedingungen, gemessen am 
durchschnittlichen Schicksal von ausländischen Personen in einer vergleich-
baren Situation, in gesteigertem Mass in Frage gestellt sind und die Verwei-
gerung einer Ausnahme für sie schwere Nachteile zur Folge hätte. Die Aus-
länderbehörden dürfen die Voraussetzungen zur Anerkennung eines sol-
chen Härtefalls in Anbetracht des öffentlichen Interesses an einer restriktiven 
Einwanderungspolitik streng handhaben (BVR 2022 S. 93 [VGE 2020/246 
vom 25.11.2021] nicht publ. E. 5, 2020 S. 443 E. 4.5, 2019 S. 314 E. 6.5, 
2013 S. 73 E. 3.4 mit Hinweis auf BGE 137 II 1 E. 4.1, 130 II 39 E. 3 
[Pra 93/2004 Nr. 140]; zum Ganzen auch BVR 2016 S. 369 E. 3.3).

5.2 Die SID hat geschlossen, dass das ABEV eine ermessensweise Be-
willigungserteilung aufgrund eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls 
zu Recht verweigert hat (Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG). Dabei hat sie die mass-
gebenden Gesichtspunkte und Interessen vollständig einbezogen und zu-
treffend gewichtet (vgl. angefochtener Entscheid E. 6). So besteht kein be-
sonderes Abhängigkeitsverhältnis zum Sohn und dessen Familie (vgl. vorne 
E. 3.4 f.). Auch haben die Beschwerdeführenden abgesehen von ihrem 
Sohn und dessen Familie kaum Beziehungen zur Schweiz und haben keine 
Kenntnisse einer Landessprache (vorne E. 4.3.4 f.). Sie verfügen über keine 
eigenen finanziellen Mittel und lebten bis zu ihrer Einreise in die Schweiz mit 
finanzieller Unterstützung ihrer Kinder in Sri Lanka, wo sie nach wie vor ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
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Haus besitzen (vgl. vorne E. 4.4.2 ff.). Nach Auffassung der SID ist auch der 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführenden nicht geeignet, eine Über-
siedlung in die Schweiz als notwendig erscheinen zu lassen (angefochtener 
Entscheid E. 6.5), was nachfolgend zu prüfen ist.

5.3 Die Beschwerdeführenden bringen vor, der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers lasse ein Leben in Sri Lanka nicht (mehr) zu. Eine er-
zwungene Rückführung des Beschwerdeführers würde nachweislich zu ei-
ner Verschlechterung seiner gesundheitlichen Situation und damit zu seinem 
Tod führen (Beschwerde Rz. 58 ff.). Zum einen seien die notwendigen Me-
dikamente für die Beschwerdeführenden in Sri Lanka (momentan) nicht er-
hältlich (Rybelsus [Diabetes], Candersartan [Bluthochdruck], Quetiapin 
[Neuroleptikum]; Beschwerde Rz. 66). Zum anderen sei die notwendige, 
adäquate Pflege des Beschwerdeführers lediglich durch den ältesten Sohn 
möglich (Beschwerde Rz. 69). 

5.3.1 Für die Annahme einer medizinischen Notlage bestehen hohe Anfor-
derungen. Um als wichtiger persönlicher Grund gelten zu können, müssen 
die gesundheitlichen Probleme so gravierend sein, dass eine Rückkehr ins 
Herkunftsland in medizinischer Hinsicht unhaltbar erscheint (BGE 128 II 110 
E. 5.3; BGer 2C_491/2017 vom 13.10.2017 E. 3.2.1, 2C_837/2016 vom 
23.12.2016 E. 4.3.2). Die Tatsache allein, dass die medizinische Versorgung 
in der Schweiz höheren Standards entspricht, ist dagegen nicht relevant (BV-
Ger F-2307/2016 vom 13.9.2018 E. 9.2).

5.3.2 Die Beschwerdeführerin leidet an gängigen Altersbeschwerden (vgl. 
vorne E. 3.3.3), die keine medizinische Notlage zu begründen vermögen. 
Der Beschwerdeführer leidet an einer fortschreitenden Demenzerkrankung, 
wobei er seit Januar 2025 urteilsunfähig ist. Am 13. Juni 2025 erlitt er einen 
Schlaganfall und leidet infolgedessen an einer Halbseitenlähmung links und 
Sprachstörungen. Er ist unbestrittenermassen auf Pflege und Betreuung an-
gewiesen (vgl. vorne E. 3.3.2 und 3.4). Entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführenden kann diese Pflege aber nicht ausschliesslich von dem 
hier in der Schweiz lebenden Sohn geleistet werden. Auch heute werden die 
Pflege und Betreuung nicht ausschliesslich von seinem Sohn (und dessen 
Familie) gewährleistet, ist doch erstellt, dass die Spitex und Physiotherapeu-
tinnen resp. -therapeuten in die Betreuung und Pflege eingebunden sind. Da-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 21

mit ist eine Drittbetreuung und -pflege möglich (vgl. vorne E. 3.5 f.). Wie die 
Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, mag es zutreffen, dass die Alterspflege 
in Sri Lanka weniger gut ausgebaut ist als in der Schweiz. Hiervon ist aber 
nicht allein der Beschwerdeführer betroffen, sondern die gesamte dort le-
bende betagte Bevölkerung (angefochtener Entscheid E. 6.5). Das National 
Institute of Mental Health in Angoda bei Colombo ist die grösste 
psychiatrische Klinik in Sri Lanka. Sie verfügt über eine Vielzahl spezialisier-
ter Abteilungen, darunter auch eine Abteilung für Menschen mit Demenz (vgl. 
SEM, Focus Sri Lanka, Gesundheitswesen: Psychiatrische Versorgung, 
14.4.2023 [nachfolgend Focus Sri Lanka], S. 14, einsehbar unter: 
<www.sem.admin.ch>, Rubriken «Internationales & Rückkehr/Herkunftslän-
derinformationen/Asien und Nahost»). In Sri Lanka gibt es zudem mehrere 
private Anbieter für die Pflege von Patientinnen und Patienten bei sich zu 
Hause (Focus Sri Lanka, S. 22 f.). Die gängigen psychotropen Medikamente 
sowie weitere Medikamente zur Behandlung von Nebenerkrankungen sind 
vorhanden (Focus Sri Lanka, S. 26 f.). Gemäss dem Bundesverwaltungsge-
richt fehlt es den Gesundheitseinrichtungen zwar teilweise an Medikamenten 
zur Behandlung von Bluthockdruck und an bestimmten Varianten von Insulin 
(BVGer E-737/2020 vom 27.2.2023 E. 10.2.5.2). Allerdings könnten zuge-
lassene nicht im öffentlichen Gesundheitswesen erhältliche Medikamente im 
Privaten beschafft werden (Focus Sri Lanka, S. 26 f.). Die Beschwerde-
führenden machen nicht geltend, dass die benötigten Medikamente (vgl. 
vorne E. 5.3) in Sri Lanka nicht zugelassen seien (Candersartan, Quetiapin) 
resp. keine Alternativen (Rybelsus) zur Verfügung stünden. Auch hinsichtlich 
der Medikation infolge des Schlaganfalls machen sie solches nicht geltend 
(ASS Cardio; BB 14 [act. 16A]). Der Facharzt hat im Übrigen bloss einen be-
stimmten Arzneistoff («ein Statin») verordnet, ohne ein konkretes Medika-
ment zu nennen (BB 14 [act. 16A]). Dass die benötigten Medikamente nicht 
im Privaten beschafft werden könnten, bringen die Beschwerdeführeden 
nicht substanziiert vor. Ausserdem besteht die medizinische Behandlung für 
Demenzpatientinnen und -patienten nach der psychogeriatrischen Einschät-
zung des Facharztes vom 17. Juli 2023 primär aus nicht-medikamentösen 
Massnahmen (BB 6 [act. 1C]). Für das Verwaltungsgericht steht damit fest, 
dass für den Beschwerdeführer eine adäquate Behandlung und Pflege im 
Heimatland möglich ist. Kommt hinzu, dass ihn die Beschwerdeführerin be-
gleiten wird. Soweit die behandelnden Ärzte eine Rückkehr für ausgeschlos-

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Seite 22

sen halten (vgl. vorne E. 3.3.2) oder im Fall einer solchen gar von einer «Ge-
fahr an Leib und Leben» ausgehen (BB 6 [act. 1C]), ist – wie erwähnt (vgl. 
vorne E. 3.5) – dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sie eher zu Gunsten 
ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Somit erscheint eine Rückkehr 
aus medizinischer Sicht als möglich und zumutbar. Gleiches gilt für die Be-
schwerdeführerin. Allein der Umstand, dass ein Medikament (Rybelsus) für 
die Beschwerdeführerin besser verträglich ist als ein anderes (mit derselben 
Wirkung; Beschwerde Rz. 66), vermag noch keinen Härtefall zu begründen. 
Hinzu kommt, dass die Lebenshaltungskosten in Sri Lanka um ein Vielfaches 
niedriger als in der Schweiz sind. Gerade mit der finanziellen Unterstützung 
ihrer Kinder sind die Beschwerdeführenden im Vergleich mit der dort leben-
den betagten Bevölkerung privilegiert. Insgesamt unterscheidet sich die Si-
tuation der Beschwerdeführenden kaum von jener anderer pensionierter 
Personen in Sri Lanka, deren Kinder im Ausland leben. Es ist daher nicht zu 
beanstanden, wenn die SID erwogen hat, der Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführenden sei nicht geeignet, einer Übersiedlung in die Schweiz als 
notwendig erscheinen zu lassen. 

5.4 Den Beschwerdeführenden ist es daher – wie die SID zutreffend er-
wogen hat – zuzumuten, ihre familiären Beziehungen wie bis anhin zu pfle-
gen, zumal die räumliche Trennung von den Betroffenen freiwillig gewählt 
wurde. Die SID durfte gesamthaft betrachtet einen schwerwiegenden per-
sönlichen Härtefall ohne Rechtsverletzung verneinen.

6.

Schliesslich streben die Beschwerdeführenden eine vorläufige Aufnahme an 
(Rechtsbegehren 3; vorne Bst. C; vgl. auch Eingabe vom 6.3.2025 S. 2 
[act. 8]). 

6.1 Sie machen geltend, der Vollzug der Wegweisung hätte eine rasche 
und lebensgefährdende Beeinträchtigung des Gesundheitszustands des Be-
schwerdeführers zur Folge (Beschwerde Rz. 64). Es sei fraglich, ob dieser 
aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands von einer Fluggesell-
schaft auf einem Langstreckenflug überhaupt mitgenommen würde (Be-
schwerde Rz. 68). Mit ihrer Eingabe vom 6. März 2025 führen sie aus, eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 23

Rückreise nach Sri Lanka sei für den Beschwerdeführer, der sich mittlerweile 
in fortgeschrittenem Demenzstadium befinde, ausgeschlossen. Er sei nicht 
mehr transportfähig (act. 8).

6.2 Die vorläufige Aufnahme wird vom SEM verfügt (Art. 83 Abs. 1 AIG). 
Nach Art. 83 Abs. 6 AIG kann nur die kantonale Behörde einen entsprechen-
den Antrag beim SEM stellen, nicht aber die betroffene ausländische Person 
(vgl. BGE 141 I 49 E. 3.5.3 [Pra104/2015 Nr. 82], vgl. auch vorne E. 1.2). 
Gleichwohl dürfen Vollzugshindernisse, die zu einer vorläufigen Aufnahme 
führen könnten, vor jeder wegweisenden Behörde vorgebracht werden. 
Diese prüft nach pflichtgemässem Ermessen, ob es die geltend gemachten 
Umstände rechtfertigen, eine Beurteilung der Vollzugssituation bzw. eine all-
fällige vorläufige Aufnahme beim sachlich zuständigen SEM im Sinn von 
Art. 83 Abs. 6 AIG zu beantragen (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 7.1; vgl. zum 
Ganzen VGE 2021/75 vom 25.4.2023 E. 8 [bestätigt durch 
BGer 2C_319/2023 vom 23.2.2024]). 

6.3 Das Verwaltungsgericht stimmt der SID zu, dass keine Anhaltspunkte 
dafür bestehen, wonach die Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Sri 
Lanka unzumutbar oder gar unzulässig sein könnte (vgl. vorne E. 3 und 5.3; 
angefochtener Entscheid E. 7). Zu prüfen bleibt, ob der Vollzug der Wegwei-
sung aufgrund der gesundheitlichen Konstitution des Beschwerdeführers 
und einer damit einhergehender allfälligen Reiseunfähigkeit unmöglich ist. 
Die SID hat erwogen, die ärztlich attestierte Reiseunfähigkeit der Beschwer-
deführenden sei nicht genügend substanziiert (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 7.3). Auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren bringen die Beschwer-
deführenden die Reiseunfähigkeit des Beschwerdeführers, wenn überhaupt, 
nur unsubstanziiert vor; die behandelnden Ärzte machen in ihren aktuellen 
Berichten gar keine entsprechenden Ausführungen mehr dazu (BB 6 und 7 
[act. 1C]; BB 8 und 9 [act. 13A]; BB 13 und 14 [act. 16A]). Weshalb die De-
menzerkrankung des Beschwerdeführers eine Reisefähigkeit von vornherein 
ausschliesst, ist nicht dargetan. Es ist weder belegt noch ersichtlich, dass 
der Beschwerdeführer von keiner Fluggesellschaft auf einem Linienflug mit-
genommen würde. Mit einer Rückreise in Begleitung des ältesten Sohnes, 
der die medizinisch-pflegerische Betreuung übernehmen könnte, haben sich 
die Beschwerdeführenden zudem nicht auseinandergesetzt. Andere 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 24

Gründe, welche den Vollzug der Wegweisung als unmöglich, unzulässig 
oder unzumutbar erscheinen liessen (Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG) sind nicht 
vorgebracht und nicht erkennbar. Es ist folglich davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführenden reisefähig sind und eine Rückkehr nach Sri Lanka mit 
der nötigen Begleitung und Unterstützung möglich ist. Daran vermag auch 
der kürzlich erlittene Schlaganfall des Beschwerdeführers nichts ändern. Ein 
Antrag auf vorläufige Aufnahme beim SEM fällt damit ausser Betracht.

7.

Zusammenfassend hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Eine Rückweisung der Angelegenheit zur Neubeurteilung an die SID 
(vgl. vorne Bst. C) erübrigt sich. Die Beschwerde ist abzuweisen. Mit der Be-
schwerdeabweisung wird auch die Wegweisung der Beschwerdeführenden 
bestätigt, die Konsequenz der verweigerten der Aufenthaltsbewilligungen ist 
(Art. 64 Abs. 1 Bst. c AIG). Da die von der SID angesetzte Ausreisefrist ab-
gelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen (Art. 64d Abs. 1 AIG; 
vgl. BVR 2019 S. 314 E. 7).

8.

8.1 Bei diesem Verfahrensausgang werden die unterliegenden Be-
schwerdeführenden an sich kostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz 
haben sie nicht (Art. 108 Abs. 1 und 3 VPRG). Sie haben indes um unent-
geltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als amtliche 
Anwältin ersucht (vgl. vorne Bst. C).

8.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den glei-
chen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
Seite 25

Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhält-
nisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). 

8.3 Die Beschwerdeführenden sind 81- und 74-jährig. Sie sind nicht mehr 
erwerbstätig und erhalten weder in Sri Lanka noch in der Schweiz eine 
Rente; sie verfügen auch über kein Vermögen. Sie besitzen einzig ein klei-
nes Haus in Sri Lanka (vgl. vorne E. 4.4.2). Somit ist die Prozessbedürftigkeit 
erstellt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich namentlich mit 
Blick auf ihr Vorbringen zur gesundheitlichen Situation auch nicht als von 
vornherein aussichtslos. Die Verhältnisse rechtfertigten zudem den Beizug 
einer Rechtsvertreterin. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist so-
mit gutzuheissen, und den Beschwerdeführenden ist für das verwaltungsge-
richtliche Beschwerdeverfahren ihre Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin 
beizuordnen. 

8.4 Die Kostennote gibt mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitauf-
wand, die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses 
zu keinen Bemerkungen Anlass (act. 18A). Der tarifmässige Parteikostener-
satz ist demgemäss auf Fr. 4'000.--, zuzüglich Fr. 151.40 Auslagen und 
Fr. 325.50.-- MWSt (7,7 % von Fr. 2'692.26 [für Leistungen bis 31.12.2023] 
und 8,1 % von Fr. 1'459.15 [für Leistungen ab 1.1.2024]), insgesamt 
Fr. 4'476.90, festzusetzen (vgl. Art. 41 Abs. 3 i.V.m. Art. 42a Abs. 3 des Kan-
tonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]). Da die 
Kostennote auf einem Stundenansatz von Fr. 200.-- beruht, entspricht die 
amtliche Entschädigung dem tarifmässigen Parteikostenersatz und ist ge-
stützt auf Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG und Art. 1 der Verord-
nung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwäl-
tinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) ebenfalls auf Fr. 4'476.90 festzu-
setzen. Die Beschwerdeführenden sind gegenüber dem Kanton zur Nach-
zahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage sind (Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO). Eine Nachzahlungspflicht gegenü-
ber der Rechtsvertreterin besteht nicht angesichts dessen, dass Parteikos-
tenersatz und amtliche Entschädigung gleich hoch sind. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.08.2025, Nr. 100.2023.205U, 
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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Den 
Beschwerdeführenden wird eine neue Ausreisefrist gesetzt auf den 
26. September 2025.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführenden.

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird den Beschwerdefüh-
renden Rechtsanwältin …, als amtliche Anwältin beigeordnet. Der tarif-
mässige Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf Fr. 4'476.90 
(inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt. Rechtsanwältin … wird aus der 
Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 4'476.90 (inkl. Auslagen und 
MWSt) vergütet. 

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern 
- Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt wer-
den.