# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b19ce7e8-b527-5afc-99f7-6097098f4348
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2001-03-02
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 02.03.2001 U 116/98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-116-98_2001-03-02.html

## Full Text

[AZA 7] 

U 116/98 Ge 

 

I. Kammer 

 

Präsident Lustenberger, Bundesrichter Schön, Borella, Meyer 

und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiberin Berger 

 

 

Urteil vom 2. März 2001 

 

in Sachen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, 

Beschwerdeführerin, 

gegen 

 

J.________, 1956, Beschwerdegegner, vertreten durch 

Rechtsanwalt Marco Unternährer, Sempacherstrasse 6, Luzern, 

 

und 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern 

 

 

A.- Der 1956 geborene J.________ war als Monteur in 

der Firma K.________ AG erwerbstätig und bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch 

gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert. Beim Demontieren eines grossen Eisenrahmens 

erhielt er am 17. April 1989 einen Schlag auf den Rücken, 

als sich der Rahmen löste und er ihn halten wollte. Am 

19. April 1991 versuchte er, einen herunterfallenden, 

200 kg schweren Torrahmen allein aufzuhalten. Als er am 

20. April 1991 eine Nähmaschine oder einen Hochdruckreiniger 

mit einem Gewicht von ungefähr 15 kg vom Rücksitz eines 

Autos ausladen wollte, verspürte er eine plötzliche Lumboischialgie 

links. Anlässlich dieser Ereignisse zog er sich 

Rückenbeschwerden zu, in deren Folge er vom 17. April bis 

8. Mai 1989 sowie vom 22. April bis 3. Juni 1991 zu 100 % 

und anschliessend zu 50 % arbeitsunfähig war. Nach einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes hielt er sich vom 

10. Juli bis 9. August 1991 in der Rehabilitationsklinik 

der SUVA auf und war anschliessend weiterhin zu 100 % 

arbeitsunfähig. Am 18. Oktober 1991 unterzog er sich einer 

perkutanen Nukleotomie. Vom 27. April bis 8. Juni 1992 

weilte er zu einer Badekur im ehemaligen Jugoslawien. Vom 

24. November bis 1. Dezember 1992 wurde er erneut in 

der SUVA-Rehabilitationsklinik behandelt. Eine zweite in 

Aussicht genommene Operation wurde schliesslich nicht 

durchgeführt. Die Ärztin der Beruflichen Abklärungsstelle 

der Invalidenversicherung (BEFAS) erwähnte am 28. Juni 1993 

erstmals eine psychosomatische Störung; dieser Beurteilung 

schlossen sich der SUVA-Kreisarzt Dr. med. S.________ am 

6. September 1993 und der Hausarzt Dr. med. H.________ am 

12. November 1993 an. Vom 14. September 1993 an nahm der 

Kreisarzt eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit an. Am 15. März 

1994 erlitt J.________ eine Fersenbein-Fraktur. Zur 

Behandlung dieser Verletzung und zur Abklärung der 

Rückenbeschwerden weilte er vom 21. September bis 19. Oktober 

1994 in der Klinik Y.________. Eine Erwerbstätigkeit 

nahm er nicht mehr auf. 

Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen in Form 

von Heilbehandlung und Taggeld bis 31. Januar 1995. Mit 

Verfügung vom 14. Februar 1995 sprach sie dem Versicherten 

ab 1. Februar 1995 eine Invalidenrente entsprechend einer 

Erwerbsunfähigkeit von 40 % und eine Integritätsentschädigung 

von Fr. 8'160.-, entsprechend einer 

Integritätseinbusse von 10 % für die Folgen des Unfalles 

vom 17. April 1989 (Schmerzen im lumbosakralen Übergang 

ohne neurologische Ausfälle), und von Fr. 14'580.-, 

basierend auf einer Integritätseinbusse von 15 % für die 

Folgen des Unfalles vom 15. März 1994 (eingeschränkte 

Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk, aufgehobene 

In-/Eversion, beginnende Subtalararthrose), zu. Auf 

Einsprache des Versicherten hin lehnte die SUVA weiter 

gehende Leistungen ab (Entscheid vom 16. Juni 1995). 

 

B.- Beschwerdeweise liess J.________ beantragen, es 

sei ihm eine volle Invalidenrente sowie eine angemessene 

Integritätsentschädigung zuzusprechen und die unentgeltliche 

Rechtspflege für das Einsprache- und Beschwerdeverfahren 

zu gewähren. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern 

holte ein Gutachten der Rheumaklinik und des Instituts für 

Physikalische Medizin (vom 21. Mai 1997; nachfolgend: 

Rheumaklinik) sowie der Psychiatrischen Poliklinik des 

Spitals Z.________ (vom 20. August 1997; nachfolgend: 

Poliklinik) ein. Am 24. Oktober 1997 reichte die Rheumaklinik 

einen Ergänzungsbericht nach. Während aus rheumatologischer 

Sicht ein chronifiziertes lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Ausstrahlung beidseits, 

links mehr als rechts, und ein Status nach Calcaneus-Trümmerfraktur 

links diagnostiziert wurde, stellte die 

Poliklinik eine mittelgradige, anhaltende depressive Störung 

mit somatischem Syndrom (ICD-10, F 33.11) fest. Der 

psychiatrische Gutachter ging davon aus, dass der gesundheitliche 

Zustand und die Arbeitsfähigkeit von J.________ 

durch eine kombinierte stützende, kognitiv orientierte 

Psychotherapie mit Psychopharmakatherapie verbessert werden 

könnten. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde hob das 

kantonale Gericht den Einspracheentscheid, soweit die 

Invalidenrente betreffend, auf und wies die Sache an die 

SUVA zurück, damit sie die im psychiatrischen Gerichtsgutachten 

als indiziert erachtete psychotherapeutische Behandlung 

(und allenfalls Taggelder) so lange gewähre, bis 

von einer Fortsetzung keine namhafte Besserung des psychischen 

Gesundheitszustandes mehr erwartet werden könne und - 

wie somatisch - auch diesbezüglich der medizinische Endzustand 

erreicht sei; erst hernach sei der Rentenanspruch 

spruchreif, über den die SUVA alsdann zu verfügen habe. 

Hinsichtlich der unentgeltlichen Verbeiständung für das 

Einspracheverfahren wurde die Beschwerde gutgeheissen, 

während sie bezüglich der Integritätsentschädigung abgewiesen 

wurde (Entscheid vom 5. März 1998). 

 

C.- Die SUVA führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit 

dem Rechtsbegehren, der Rückweisungsentscheid des kantonalen 

Gerichts vom 5. März 1998 sei aufzuheben und es sei der 

Einspracheentscheid vom 16. Juni 1995 zu bestätigen, mit 

welchem eine Invalidenrente, gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit 

von 40 %, zugesprochen worden war. 

J.________ lässt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

schliessen und um unentgeltliche Verbeiständung 

nachsuchen. Das Bundesamt für Sozialversicherung 

lässt sich nicht vernehmen. 

 

D.- Am 17. November 2000 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht 

eine parteiöffentliche Beratung durchgeführt, 

ohne ein Urteil zu fällen. 

 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.- Auf Beschwerde des Versicherten gegen den Rentenentscheid 

der SUVA hin hat die Vorinstanz den Anfechtungsgegenstand 

zulässigerweise auf den Anspruch auf Heilbehandlung 

ausgedehnt (BGE 122 V 36 Erw. 2a mit Hinweisen). 

Die Beschwerdeführerin ficht den vorinstanzlichen Entscheid 

hinsichtlich Heilbehandlung und Invalidenrente an. 

Sie verneint ihre Leistungspflicht für die psychotherapeutische 

Behandlung des Beschwerdegegners, da es am erforderlichen 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden, 

der damit behandelt werden soll, fehle. 

Im vorliegenden Verfahren ist damit streitig und zu prüfen, 

ob der Unfallversicherer die psychotherapeutische Behandlung 

zu übernehmen hat und ob erst in einem späteren Zeitpunkt 

über den Rentenanspruch verfügt werden darf. Umstritten 

ist insbesondere, unter welchen Bedingungen der adäquate 

Kausalzusammenhang als Voraussetzung des Anspruchs auf 

Behandlung psychosomatischer Unfallfolgen durch die obligatorische 

Unfallversicherung als erfüllt betrachtet werden 

kann. 

 

2.- Das kantonale Gericht hat die massgebenden Gesetzesbestimmungen 

über den Anspruch auf eine Invalidenrente 

(Art. 18 Abs. 1 UVG) und die Invaliditätsbemessung mittels 

Einkommensvergleich (Art. 18 Abs. 2 UVG), über das 

Ende des Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld und den 

Beginn des Anspruchs auf Invalidenrente (Art. 19 Abs. 1 

UVG) sowie die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht 

entwickelten Grundsätze zu dem für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers zunächst vorausgesetzten natürlichen 

Kausalzusammenhang (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 

Erw. 1b, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) 

zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. 

 

3.- a) Der Versicherte hat Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung der Unfallfolgen, insbesondere auf die ambulante 

ärztliche Behandlung und die ärztlich verordneten 

Arzneimittel (Art. 10 Abs. 1 lit. a und b UVG). Der Anspruch 

besteht so lange als von der Fortsetzung der Behandlung 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 

werden kann. Alsdann entsteht, soweit die entsprechenden 

weiteren Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 18 

UVG), ein Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 19 Abs. 1 

UVG). Nach der Rentenfestsetzung hat die Versicherung Heilbehandlung 

noch im Rahmen von Art. 21 UVG zu gewähren. 

Die Pflegeleistungen sind grundsätzlich in natura, auf 

Kosten des Unfallversicherers, zur Verfügung zu stellen 

(Naturalleistungsprinzip; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 

S. 274). Indem Art. 48 Abs. 1 UVG den 

Versicherer ermächtigt, im Einzelfall die diagnostischen 

und therapeutischen Massnahmen festzulegen, überbindet das 

Gesetz diesem die Verantwortung für die Heilbehandlung 

(RKUV 1995 Nr. U 227 S. 190 Erw. 2a mit Literaturhinweisen). 

 

 

b) Wie in der Expertise der Poliklinik vom 20. August 

1997 überzeugend dargelegt wird, erlitt der Beschwerdegegner 

durch den Unfall vom 19. April 1991 und dessen unmittelbare 

und mittelbare Folgen eine psychische Störung, die 

sich auch in einem somatischen Syndrom ausdrückt, das die 

im Rahmen der organisch bedingten Behinderung mögliche Genesung 

verzögert, allenfalls gar verhindert. Es steht auf 

Grund der medizinischen Akten fest und ist zu Recht unbestritten, 

dass die gesundheitliche Störung psychotherapeutisch 

behandlungsbedürftig ist und von dieser Behandlung 

eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes und der 

Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann. 

 

4.- Die Vorinstanz hat auf Grund des von ihr eingeholten 

Gutachtens der Poliklinik vom 20. August 1997 zutreffend 

festgestellt, dass der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 19. April 1991 und der psychiatrisch 

behandelbaren mittelgradigen, anhaltenden, depressiven 

Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10, F 33.11) gegeben 

ist. Zweifelhaft erschien ihr der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 17. April 1989 und der 

psychischen Fehlentwicklung, da sich ein Hinweis auf die 

subdepressive Stimmungslage erstmals im Bericht des IV-Berufsberaters 

vom 22. Januar 1993 finde. Diese Frage konnte 

sie zu Recht offen lassen, wie sich im Folgenden zeigen 

wird. 

 

5.- a) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis 

und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 

als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 

Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt 

erscheint (BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen). 

 

b) aa) Der Begriff der adäquaten Kausalität ist in 

allen Rechtsgebieten identisch (BGE 123 V 103 Erw. 3d; vgl. 

auch BGE 119 Ib 342 Erw. 3c und 345 Erw. 5b). Hingegen unterscheiden 

sich die gesetzlichen Haftungsvoraussetzungen. 

Dies führt mit Rücksicht auf die Besonderheiten des jeweiligen 

Rechtsgebietes, z.B. des Zivil- und des Strafrechts, 

notwendigerweise dazu, dass der Grundsatz der adäquaten 

Kausalität unterschiedlich angewendet wird, und hat namentlich 

auch zur Folge, dass im Recht der sozialen Unfallversicherung 

der Adäquanz als Wertungselement im Hinblick auf 

eine versicherungsmässig vernünftige und gerechte Abgrenzung 

haftungsbegründender und haftungsausschliessender Unfälle 

(BGE 122 V 417 Erw. 2c mit Hinweisen) andere Beurteilungskriterien 

und Massstäbe zu Grunde gelegt werden als 

im Haftpflichtrecht (BGE 123 III 111 Erw. 3, 123 V 104 Erw. 

3d, EVGE 1960 S. 264 Erw. 2). Zu beachten gilt es in diesem 

Zusammenhang, dass die zivilrechtliche Praxis selbst bei 

weitgehender Preisgabe der steuernden oder begrenzenden 

Funktion des Adäquanzbegriffs im Gegensatz zum 

Sozialversicherungsrecht nach Art. 43 f. OR die Möglichkeit 

zu einem differenzierten Schadensausgleich hat, wenn die 

Haftungsvoraussetzungen im Grundsatz bejaht werden. 

Demgegenüber ist mit dem Inkrafttreten des UVG am 1. Januar 

1984 das bisherige Kürzungskorrektiv des Art. 91 KUVG durch 

den neuen Art. 36 UVG stark eingeschränkt worden 

(Meyer-Blaser, Kausalitätsfragen auf dem Gebiet des 

Sozialversicherungsrechts, in: SZS 1994 S. 97). 

 

bb) Innerhalb des Sozialversicherungsrechts spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen 

praktisch keine Rolle (BGE 123 V 102 Erw. 3b, 118 V 

291 f. Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb mit Hinweisen). Bei 

der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) 

nachweisbaren Unfallfolgeschäden ist wie folgt zu 

differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte 

Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, 

eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

(SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma 

erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. 

Ergeben die Abklärungen indessen, dass die versicherte 

Person eine der soeben erwähnten Verletzungen erlitten 

hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild 

einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

(vgl. dazu: BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen 

Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft 

dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in 

BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Folgeschäden 

aufgestellten Grundsätze massgebend; andernfalls 

erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 

V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 

123 V 99 Erw. 2a). Bei psychischen Fehlentwicklungen im 

Anschluss an Berufskrankheiten hat die Adäquanzprüfung nach 

haftpflichtrechtlichen Grundsätzen zu erfolgen (BGE 125 V 

456). 

 

cc) Nach BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 (bestätigt u.a. in 

BGE 124 V 44 Erw. 5c/bb und 213 f. Erw. 4b) ist für die Beurteilung 

des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem 

Unfall und der anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung 

mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

an das Unfallereignis anzuknüpfen. Bei banalen und 

leichten Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen Unfall und nachfolgenden Gesundheitsstörungen in 

der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer 

Erkenntnisse davon ausgegangen werden 

darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen 

Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren 

Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen 

Unfall und Folgen in der Regel zu bejahen. Denn nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, entsprechende 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei Unfällen aus dem mittleren 

Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 

Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf 

Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Weitere, 

objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 

Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte 

Folgen davon erscheinen, sind in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit 

des Unfalls; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, 

insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; 

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

- körperliche Dauerbeschwerden; 

- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; 

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

 

- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die 

Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je 

nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. 

Dies trifft einerseits zu, wenn es sich um einen Unfall 

handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren 

Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren 

Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten 

mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn 

es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem 

Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht 

zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen 

werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall 

ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im 

mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden 

Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise 

erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht wird (BGE 115 V 139 

Erw. 6a bis c). 

 

c) Während sich die SUVA auf den Standpunkt stellt, 

die Adäquanz als Voraussetzung des Heilbehandlungsanspruchs 

beurteile sich nach den gleichen Kriterien wie im Zusammenhang 

mit dem Invalidenrentenanspruch, rechtfertigt es sich 

nach Auffassung der Vorinstanz, den adäquaten Kausalzusammenhang 

zwischen Unfall und psychischer Fehlentwicklung im 

Hinblick auf die Leistungspflicht für vorübergehende, zeitlich 

beschränkte Leistungen nach einem milderen Massstab zu 

beurteilen als für Dauerleistungen, auf welche sich die 

Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

zur Adäquanz psychogener Unfallfolgen gemäss BGE 115 V 133 

in erster Linie beziehe. Ob bestimmte Leiden dem Unfall zuzuordnen 

und entsprechende Leistungen dem Unfallversicherer 

zu überbinden seien, brauche für die beiden Leistungsarten 

keineswegs gleich beantwortet zu werden. Die Möglichkeit 

einer Differenzierung zwischen den Leistungsarten im Hinblick 

auf die Beurteilung der Adäquanz leitet die Vorinstanz 

unter Hinweis auf BGE 123 V 105 Erw. 3 aus der Funktion 

des Adäquanzbegriffs als Haftungsbegrenzung ab. 

Zu erwähnen bleibt Art. 36 UVG, welcher für den Fall, 

dass die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines 

Unfalles ist, ebenfalls eine Unterscheidung nach 

Leistungsart trifft: Die Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen werden nicht (Abs. 1), die 

Invalidenrenten, Integritätsentschädigungen und die 

Hinterlassenenrenten werden angemessen gekürzt (Abs. 2 

Satz 1). Für das Anlegen eines milderen Massstabes 

könnte auch angeführt werden, dass die Durchführung aller 

Erfolg versprechenden Heilbehandlungen und die damit allenfalls 

bewirkte Verhinderung einer Invalidität am ehesten 

gewährleistet ist, wenn die Tragung der Verantwortung des 

Unfallversicherers für die Heilbehandlung (Erw. 3a hievor) 

nicht durch strenge Adäquanzgesichtspunkte eingeschränkt 

wird. 

 

d) Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer 

für Schäden nur dann einstehen, wenn diese 

sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem schädigenden Ereignis stehen. 

Die zur Adäquanz entwickelte Praxis (Erw. 5b/bb hievor) 

differenziert einerseits nach der Art des eingetretenen 

Schadens (so unter anderem danach, ob eine psychische 

Fehlentwicklung mit oder ohne zum typischen Beschwerdebild 

eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule, einer dem 

Schleudertrauma äquivalenten Verletzung oder eines Schädel-Hirntraumas 

gehörende Beeinträchtigungen vorliegt) und 

anderseits nach der Art des schädigenden Ereignisses (Unfall 

oder Berufskrankheit). Der im Einzelfall in Betracht 

zu ziehenden Leistung kommt im Rahmen der Prüfung der Adäquanz 

keine Massgeblichkeit zu. Denn die Frage nach der 

Leistungsart stellt sich erst, wenn ein leistungsbegründender 

adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall oder 

der Berufskrankheit einerseits und der Gesundheitsschädigung 

anderseits zu bejahen ist. Entsprechend verhält es 

sich im Übrigen auch mit der in Art. 36 UVG getroffenen 

Regelung. Diese setzt die Prüfung - und in der Folge die 

Bejahung - der Kausalität bereits voraus (BGE 123 V 103 

Erw. 3c). 

 

e) Nach dem Gesagten kann somit bei der Beurteilung 

des adäquaten Kausalzusammenhangs - entgegen der Ansicht 

der Vorinstanz - kein "milderer Massstab" zur Anwendung 

kommen, wenn die Frage im Raum steht, ob vorübergehende 

Leistungen zu gewähren seien. Unabhängig davon ist einzuräumen, 

dass die differenzierende Praxis zur Adäquanz auf 

Fälle ausgerichtet ist, in denen die Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs einige Zeit nach dem Unfallereignis 

stattfindet. Dies zeigt sich darin, dass verschiedene Adäquanzkriterien 

einen Zeitfaktor beinhalten (ungewöhnlich 

lange Dauer der ärztlichen Behandlung, Dauerbeschwerden, 

Dauer der Arbeitsunfähigkeit etc.; vgl. Erw. 5b/cc hievor). 

Ob sich deshalb eine Weiterentwicklung der Rechtsprechung 

rechtfertigt, welche es erlaubt, dem Zeitpunkt Rechnung zu 

tragen, in welchem die Adäquanzprüfung stattfindet, muss 

allerdings hier nicht beantwortet werden, wie sich aus dem 

Folgenden ergibt. In der Regel stellt sich die Frage nach 

dem adäquaten Kausalzusammenhang zwischen schädigendem Ereignis 

und psychischen Fehlentwicklungen erst nach einer 

längeren ärztlichen Behandlung und/oder nach einer länger 

dauernden, vollen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit. 

Während es sich bei solchen Gesundheitsbeschwerden um evolutive 

Geschehnisse handelt, welche meist nicht bereits 

kurz nach dem Unfall auftreten, stehen unmittelbar nach dem 

schädigenden Ereignis regelmässig somatische Beschwerden im 

Vordergrund. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall. 

Die psychische Störung, welche zufolge der medizinischen 

Akten auf das Ereignis vom 19. April 1991 zurückzuführen 

ist, wurde erstmals am 28. Juni 1993 von der Ärztin der 

BEFAS wahrgenommen. Für die Prüfung des Anspruchs auf Übernahme 

der Kosten für die Behandlung der psychischen Fehlentwicklung 

ist der Sachverhalt massgebend, wie er sich bis 

zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides (16. Juni 1995) 

darstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Das Vorliegen 

der Adäquanzkriterien lässt sich somit anhand einer 

über vierjährigen Entwicklung beurteilen. Einer Anwendung 

der bisherigen Rechtsprechung zur Abklärung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 19. April 1991 

und der psychischen Fehlentwicklung steht deshalb nichts 

entgegen. 

 

6.- Auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und 

der dabei erlittenen Gesundheitsschädigung ist der Unfall 

vom 19. April 1991, bei dem der Versicherte versuchte, 

einen umfallenden, 200 kg schweren Torrahmen allein aufzufangen 

und sich Rückenbeschwerden zuzog, im Rahmen der nach 

der Rechtsprechung vorzunehmenden Einteilung (BGE 115 V 138 

Erw. 6), anders als die von der Beschwerdeführerin genannten 

Schadensereignisse (nicht veröffentlichte Urteile H. 

vom 17. September 1996, U 154/95, M. vom 16. Oktober 1995, 

U 60/95, B. vom 8. April 1991, U 47/90, und N. vom 6. Mai 

1991, U 52/90), welche vom Eidgenössischen Versicherungsgericht 

als leicht qualifiziert wurden, dem mittleren Bereich, 

allerdings im Grenzbereich zu den leichten Unfällen, 

zuzuordnen. Die Adäquanz wäre deshalb nur zu bejahen, wenn 

eines der massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter 

Weise oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter 

oder auffallender Weise erfüllt wären (BGE 115 V 140 

Erw. 6c/bb). So verhält es sich jedoch nicht. Der Unfall 

war weder besonders eindrücklich noch hat er sich unter 

besonders dramatischen Begleitumständen ereignet. Von einer 

schweren oder besonderen Art der Verletzungen, die erfahrungsgemäss 

geeignet ist, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, 

kann nicht gesprochen werden. Der Unfallversicherer 

hat die Kosten einer Psychotherapie nur dann zu übernehmen, 

wenn das psychische Leiden adäquat unfallkausal 

ist. Aus deren Unterlassung darf aber, entgegen der Meinung 

der Vorinstanz, weder auf eine ärztliche Fehlbehandlung geschlossen 

werden, noch geht es an, gestützt auf dieses Kriterium 

die Adäquanzfrage zu beurteilen. Es verhält sich 

diesbezüglich nicht anders als mit der psychisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit, die weder in Bezug auf Dauer noch Ausmass 

in die Adäquanzprüfung einbezogen werden darf (RKUV 

1993 Nr. U 166 S. 94 Erw. 2c mit Hinweisen). Wie dem Bericht 

der SUVA-Rehabilitationsklinik X.________ vom 

3. Dezember 1992 entnommen werden kann, liessen sich 

klinisch keine radikulären Symptome eruieren und es 

bestanden auch keine Hinweise für Diskopathien und 

Affektionen der Intervertebralgelenke. Ein radiologisches 

Korrelat zu den vom Versicherten geschilderten Beschwerden 

fehlte somit. In ihrem Bericht vom 19. Oktober 1994 gab die 

Klinik an, dass sich in Bezug auf den Rücken radiologisch 

erstaunlich wenig Instabilitätszeichen feststellen liessen. 

Auch die Rheumaklinik kam in ihrem Gerichtsgutachten vom 

21. Mai 1997 zum Schluss, dass die geklagten massiven 

Beschwerden in ihrer Ausgestaltung mit den erhobenen, nur 

mässig ausgeprägten objektiven radiologischen Befunden 

kontrastierten. Zufolge psychischer Überlagerung der 

somatischen Leiden ist das Kriterium der körperlichen 

Dauerschmerzen daher ebenfalls nicht erfüllt. Schliesslich 

liegt auch keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung somatischer Unfallfolgen vor. Der Versicherte 

kann zwar der vor dem Unfall vom 19. April 1991 ausgeübten 

Tätigkeit als Monteur nicht mehr nachgehen. Auf Grund 

seiner körperlichen Verfassung wäre ihm aber gemäss Bericht 

der SUVA-Rehabilitationsklinik X.________ vom 3. Dezember 

1992 eine leichte Tätigkeit ohne Heben von Lasten über 10 

bis 15 kg wieder zumutbar. Demgegenüber gab Dr. med. 

H.________ in seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 

30. Juni 1993 eine seit 27. Juni 1991 unverändert 

bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit an. Dr. med. 

S.________ ging von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit ab 

14. September 1993 aus (Angaben des Kreisarztes vom 

15. September 1993). Inwieweit diese im Jahr 1993 schon auf 

die psychischen Beschwerden zurückzuführen war und deshalb 

im Rahmen der Adäquanzbeurteilung unberücksichtigt zu 

bleiben hätte, kann offen gelassen werden, denn selbst wenn 

die lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 

gegeben wäre, könnte die Adäquanz der psychischen 

Fehlentwicklung nicht bejaht werden, wie sich zeigen wird. 

Der Versicherte hielt sich vom 10. Juli bis 9. August 1991 

sowie vom 24. November bis 1. Dezember 1992 in der 

SUVA-Rehabilitationsklinik X.________, vom 27. April bis 

8. Juni 1992 zu einer Badekur im ehemaligen Jugoslawien und 

vom 21. September bis 19. Oktober 1994 zur Abklärung der 

Rückenbeschwerden und Behandlung einer Fersenbeinverletzung 

in der Klinik Y.________ auf. Nach der perkutanen Nukleotomie 

vom 18. Oktober 1991 war eine zweite in Aussicht genommene 

Operation schliesslich nicht durchgeführt worden. 

Das Vorliegen eines schwierigen Heilungsverlaufs ist auf 

Grund dieser Umstände zu bejahen. Insgesamt ist jedoch 

weder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter 

Weise gegeben, noch sind die massgebenden Kriterien in gehäufter 

oder auffallender Weise erfüllt, weshalb die Adäquanz 

der psychischen Beeinträchtigungen zu verneinen ist. 

Die SUVA hat folglich die Kosten für die Behandlung der 

psychischen Fehlentwicklung nicht zu tragen, was zur Gutheissung 

der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt. 

 

7.- Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungsleistungen 

geht, sind gemäss Art. 134 OG keine Gerichtskosten 

zu erheben. Die seitens des Versicherten beantragte unentgeltliche 

Verbeiständung kann gewährt werden (Art. 152 

in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bedürftigkeit aktenkundig 

ist und die Vertretung geboten war (BGE 124 V 309 

Erw. 6; AHI 1999 S. 85 Erw. 3). Es wird indessen ausdrücklich 

auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die 

begünstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten 

haben wird, wenn sie später dazu im Stande ist. 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

I. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden 

die Dispositiv-Ziffern 1, 4 und 5 des Entscheides 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 5. März 

1998 aufgehoben. 

 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung 

wird Rechtsanwalt Marco Unternährer, Luzern, für das 

Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht 

aus der Gerichtskasse eine Entschädigung (einschliesslich 

Mehrwertsteuer) von Fr. 2500.- ausgerichtet. 

 

IV. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern wird über 

eine Neuverlegung der Parteikosten für das kantonale 

Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen 

Prozesses zu befinden haben. 

 

V. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht 

des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche 

Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherung 

zugestellt. 

 

Luzern, 2. März 2001 

 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der I. Kammer: 

 

 

 

 

 

Die Gerichtsschreiberin: