# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3fae256-ef1f-5ee2-9821-3201b6173d8a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.11.2025 200 2025 737
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-737_2025-11-11.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 737 
MAK/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 11. November 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Nov. 2025, ALV 200 2025 737

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Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

 Mit Verfügung vom 3. September 2025 bestätigte das Amt für Arbeitslo-
senversicherung des Kantons Bern (AVA), Arbeitslosenkasse, gegenü-
ber A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) die 
Taggeldabrechnung für den Monat Juli 2025. Da er ab dem 7. Juli 2025 
im Zwischenverdienst angestellt sei und sein Einkommen im Juli 2025 
die mögliche Arbeitslosenentschädigung übersteige, könnten ihm für 
die Zeit von 1. bis 6. Juli 2025 keine Taggelder ausgerichtet werden 
(Akten des Beschwerdeführers [act. I] 2).

 Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache hiess das AVA, 
Recht und Dienste (nachfolgend Beschwerdegegner), mit Entscheid 
vom 13. Oktober 2025 vollumfänglich gut (act. I 1), worauf dem Versi-
cherten die anbegehrten Taggelder ausgerichtet wurden (siehe die 
neue Abrechnung für den Monat Juli 2025 vom 22. Oktober 2025; 
act. I 3).

 Gegen den Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2025 erhob der Ver-
sicherte am 31. Oktober 2025 beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern Beschwerde. 

 Als Sachurteilsvoraussetzung verlangt Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG; SR 830.1), dass die Beschwerde führende Person 
durch die angefochtene Verfügung oder den Einspracheentscheid 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat. Der Begriff des schutzwürdigen Interesses für das Ver-
fahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht (Art. 61 ATSG) ist 
materiellrechtlich gleich auszulegen wie derjenige nach Art. 89 Abs. 1 
lit. c des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
(BGG; SR 173.110) für das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren 
(BGE 149 V 49 E. 5.1 S. 53, 138 V 292 E. 3 S. 294; SVR 2020 UV 
Nr. 13 S. 47, 8C_296/2019 E. 2.2).

Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse im Sinne 
von Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG jedes praktische oder rechtliche Interesse, 

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welches eine von einer Verfügung betroffene Person an deren Ände-
rung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Inter-
esse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der 
Beschwerde dem Verfügungsadressaten verschaffen würde, oder – an-
ders ausgedrückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideel-
ler, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen die an 
gefochtene Verfügung mit sich bringen würde (BGE 138 V 292 E. 3 
S. 295, 133 V 188 E. 4.3.1 S. 191; SVR 2009 BVG Nr. 27 S. 97, 
8C_539/2008 E. 2.2).

 Der Beschwerdegegner hat mit vorliegend angefochtenem Entscheid 
vom 13. Oktober 2025 (act. I 1) die Einsprache des Beschwerdeführers 
vollumfänglich gutgeheissen, worauf ihm die anbegehrten Taggelder 
ausgerichtet wurden (act. I 3). Der Beschwerdeführer ist damit durch 
den angefochtenen Entscheid in keiner Weise beschwert. Damit fehlt 
ihm offenkundig ein Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung oder Än-
derung des angefochtenen Entscheids. Auf die Beschwerde kann somit 
offensichtlich nicht eingetreten werden. 

Dies gilt auch für die beschwerdeweise beantragten Leistungen, die 
nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids bilden 
(Verzugszinsen, Genugtuung). Im verwaltungsgerichtlichen Beschwer-
deverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen 
und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vor-
gängig verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen 
hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiter-
ziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem An-
fechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 
wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 
E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 67, 9C_86/2021 E. 5.2). 

Soweit der Beschwerdeführer eine Prüfung des Verhaltens der Mitar-
beiter des AVA in seinem Fall beantragt, bleibt darauf hinzuweisen, 
dass das Verwaltungsgericht nicht Aufsichtsbehörde der Verwaltung ist 
und somit auf diesen Antrag schon mangels funktioneller Zuständigkeit 
des Gerichts offensichtlich nicht eingetreten werden kann.

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 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; 
SR 837.0] i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG [Umkehrschluss]; vgl. auch BBl 
2018 1639). Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht (Um-
kehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

 Für diesen Entscheid ist die Einzelrichterin zuständig (Art. 57 Abs. 1 
des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.