# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99c56005-a2a7-589a-82f0-615b6ebafe71
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.06.2008 C-5031/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5031-2007_2008-06-20.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5031/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  J u n i  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Bernard Vaudan, 
Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiberin Barbara Kradolfer.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Ausdehnung der kantonalen Wegweisung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5031/2007

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer (Jahrgang 1972) stammt aus dem Kosovo. Er 
hielt sich im November 1992 illegal in der Schweiz auf, weshalb gegen 
ihn eine Einreisesperre (heute: Einreiseverbot), gültig vom 14. Novem-
ber 1992 bis zum 13. November 1995, verhängt wurde. Am 17. August 
1993 stellte der Beschwerdeführer ein Asylgesuch. Dieses wurde am 
12. November 1993 vom Bundesamt für Flüchtlinge (BFF, heute: Bun-
desamt für Migration, BFM) abgewiesen. Eine gegen diese Verfügung 
eingereichte Beschwerde wurde am 14. Februar 1994 von der damals 
zuständigen  Asylrekurskommission  abgewiesen.  Die  Ausreisefrist 
wurde in der Folge auf den 15. März 1994 festgesetzt. An diesem Tag 
wurde  der  Beschwerdeführer  als  verschwunden  gemeldet.  Am  27. 
März 1994 reiste der Beschwerdeführer erneut in die Schweiz ein. Am 
26. Juli 1994 stellte er ein zweites Asylgesuch, auf welches das BFF 
mit Verfügung vom 25. August 1994 nicht eintrat. Auf ein Wiedererwä-
gungsgesuch trat das BFF am 11. November 1994 ebenfalls nicht ein.

B.
Am 8. Februar 1995 heiratete der Beschwerdeführer eine Schweizer 
Bürgerin, Jahrgang 1971. Aufgrund dieser Ehe wurde dem Beschwer-
deführer am 21. März 1995 eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und am 
2. April 1996 der Stellenantritt bewilligt. Am 4. Juni 1999 kam der ge-
meinsame Sohn zur Welt. Die Aufenthaltsbewilligung wurde in der Fol-
ge regelmässig erneuert, am 24. Februar 1999 wegen des strafrecht-
lich relevanten Verhaltens (s. unten C) des Beschwerdeführers aller-
dings nur um 6 Monate. Zuletzt war die Aufenthaltsbewilligung bis zum 
7. August 2006 gültig.

C.
Zwischen 1992 und 2007 wurde der Beschwerdeführer wegen zahlrei-
cher Delikte (vor allem Sachbeschädigung und Diebstahl,  aber auch 
Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.) zu insgesamt rund 
30 Monaten Gefängnis verurteilt.

D.
Mit  Verfügung  vom  2.  August  2000  verweigerte  die  Fremdenpolizei 
(heute:  Migrationsamt)  des  Kantons  Zürich  (nachfolgend  Migrations-
amt) die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdefüh-
rers.  Ein  dagegen  erhobener  Rekurs  an  den  Regierungsrat  des 

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Kantons Zürich wurde am 24. Juli 2002 abgewiesen. Das Verwaltungs-
gericht des Kantons Zürich hiess eine gegen diesen Beschluss erho-
bene Beschwerde mit Entscheid vom 8. Januar 2003 gut. Mit Schrei-
ben vom 23. Juli 2003 verweigerte das Migrationsamt die Erteilung der 
Niederlassungsbewilligung an den Beschwerdeführer. Am 26. August 
2003 verwarnte das Migrationsamt den Beschwerdeführer förmlich und 
drohte  ihm  schwerwiegendere  fremdenpolizeiliche  Massnahmen  an. 
Dies  für  den  Fall,  dass  er  erneut  gerichtlich  bestraft  werden  oder 
anderweitig zu berechtigten Klagen Anlass geben sollte. Am 27. Juli 
2004  lehnte  es  das  Migrationsamt  wiederum  ab,  dem  Beschwerde-
führer die Niederlassungsbewilligung zu erteilen. 

Unter Verweis auf die strafrechtlichen Verurteilungen verweigerte das 
Migrationsamt mit Verfügung vom 10. Februar 2006 erneut die Verlän-
gerung  der  Aufenthaltsbewilligung  des  Beschwerdeführers  und  wies 
diesen aus dem zürcherischen Kantonsgebiet weg. Der dagegen beim 
Regierungsrat  das  Kantons  Zürich  erhobene  Rekurs  blieb  erfolglos 
(Beschluss vom 30. August  2006),  ebenso die Beschwerden an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich (Entscheid vom 20. Dezember 
2006) und das Bundesgericht (Urteil vom 17. April 2007).

E.
Nachdem die Vorinstanz dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör 
gewährt  hatte,  dehnte  sie  die  kantonale  Wegweisung  mit  Verfügung 
vom 21. Juni 2007 auf die ganze Schweiz und das Fürstentum Liech-
tenstein  aus. Der  Zeitpunkt  der  Ausreise  wurde  auf  das  Datum der 
Entlassung  aus  dem  Strafvollzug  festgesetzt.  Einer  allfälligen 
Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.

F.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 20. Juli 2007 (Postaufgabe: 23. Juli 2007) 
beantragt der Beschwerdeführer unter Hinweis auf Art. 14a Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom 26. März  1931  über  Aufenthalt  und  Niederlas-
sung der Ausländer (aANAG, BS 1 121) die Aufhebung der Verfügung 
der  Vorinstanz. Zur  Begründung weist  er  im Wesentlichen  auf  seine 
lange  Aufenthaltsdauer  und  seine  vollständige  Integration  in  der 
Schweiz  sowie  auf  die  familiären  Bindungen  zu  seiner  Ehefrau  und 
seinem Sohn hin. Die Wegweisung wäre für ihn nicht zumutbar.

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G.
Die Vorinstanz beantragt  mit  ihrer  Vernehmlassung vom 11. Oktober 
2007 die Abweisung der Beschwerde.

H.
Am 2. November 2007,  rund 10 Tage vor der bedingten Entlassung, 
kehrte der Beschwerdeführer von einem Hafturlaub nicht in die Straf-
vollzugsanstalt  zurück.  Seither  ist  sein  Aufenthalt  unbekannt  (Mittei-
lung des Migrationsamtes vom 18. März 2008).

I.
Am 5. Mai 2008 verhängte das BFM gegen den Beschwerdeführer ein 
Einreiseverbot unbestimmter Dauer.

J.
Am 20. Mai  2008  zog das  Bundesverwaltungsgericht  die  Akten  des 
Migrationsamtes bei.

K.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit notwendig, in den Erwägun-
gen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht – un-
ter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen – Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021), 
welche  von  einer  in  Art.  33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen 
wurden. Darunter fallen Verfügungen des BFM betreffend Ausdehnung 
der  kantonalen  Wegweisung  auf  das  ganze  Gebiet  der  Schweiz.  In 
diesem Bereich  entscheidet  das Bundesverwaltungsgericht  endgültig 
(Art. 83 Bst. c Ziff. 4  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]).

1.2 Der  Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  aufgrund  von 
Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Anfechtung der Verfügung legitimiert. Auf die 

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frist-  und formgerecht  eingereichte Beschwerde ist  somit  einzutreten 
(Art. 49 ff. VwVG).

2.
2.1 Mit  Inkrafttreten  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) am 1. Janu-
ar 2008 wurde das aANAG aufgehoben (Art. 125 i.V.m. Anhang I AuG). 
Das bisherige  Recht  bleibt  jedoch auf  Verfahren anwendbar,  die  vor 
dem Inkrafttreten des AuG eingeleitet  wurden (Art. 126 Abs. 1 AuG; 
vgl. dazu die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-6405/2007 vom 
28. Februar 2008 E. 1.3, E. 2 und C-3912/2007 vom 14. Februar 2008 
E. 2 je mit weiteren Hinweisen).

2.2 Gemäss der Übergangsbestimmung von Art. 126 Abs. 2 AuG ist 
auf  Gesuche,  welche  vor  Inkrafttreten  des  AuG am  1. Januar  2008 
eingereicht wurden, das neue Verfahrensrecht anwendbar. Sofern das 
VGG  nichts  anderes  bestimmt,  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG (Art. 37 VGG).

3.
3.1 Gemäss Art. 12 Abs. 3 aANAG kann die eidgenössische Behörde 
die Pflicht zur Ausreise aus einem Kanton auf die ganze Schweiz aus-
dehnen. Art. 17 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 
zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer 
(aANAV, AS 1949 228)  präzisiert diese Norm, indem die Ausdehnung 
zur Regel erklärt  wird, von der nur abzuweichen ist, wenn dem Aus-
länder aus besonderen Gründen Gelegenheit geboten werden soll, in 
einem anderen Kanton um eine Bewilligung nachzusuchen. Die Aus-
dehnung ist somit nur noch der konsequente Vollzug eines rechtskräf-
tigen Entscheides und wird daher nur in Ausnahmefällen unterbleiben 
(vgl.  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichtes  C-604/2006  vom 
15. August 2007 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen).

3.2 Zum Verständnis dieser Regelung ist  vorweg auf Art. 1a aANAG 
hinzuweisen. Danach ist  ein Ausländer dann zur Anwesenheit  in der 
Schweiz  berechtigt,  wenn  er  über  eine  Aufenthalts-  oder  Nieder-
lassungsbewilligung  verfügt  oder  nach  dem  Gesetz  keiner  solchen 
bedarf (zu letzterem vgl. Art. 2 aANAG und Art. 1 aANAV). Besitzt er 
keine  Bewilligung  und  kann  er  sich  auch  nicht  auf  ein  gesetzliches 
Bleiberecht berufen, ist sein Aufenthalt illegal, und er ist von Gesetzes 
wegen  verpflichtet,  die  Schweiz  zu  verlassen  (Art.  12  und  Art.  18 
aANAG, vgl. auch (vgl. NICOLAS WISARD, Les renvois et leur exécution en 

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droit  des étrangers et  en droit  d'asile,  Basel/Frankfurt  a.M. 1997,  S. 
102). Seine Wegweisung ist vor diesem Hintergrund kein Eingriff in ein 
irgendwie  geartetes  Anwesenheitsrecht,  sondern  eine  exekutorische 
Massnahme zur Beseitigung eines rechtswidrigen Zustandes (ANDREAS 
ZÜND,  Beendigung  der  Anwesenheit,  Entfernung  und  Fernhaltung  in: 
Peter  Uebersax/Peter  Münch/Thomas  Geiser/Martin  Arnold  [Hrsg.], 
Ausländerrecht,  Handbücher  für  die  Anwaltspraxis  Bd.  VIII,  Basel 
2002,  Rz. 6.53 mit  Hinweisen). Zugleich ist  die  Wegweisung dessen 
logische und nicht in Frage zu stellende Konsequenz (Art. 12 Abs. 3 
zweiter Satz aANAG verleiht der Behörde kein Entschliessungsermes-
sen; vgl. dazu WISARD, a.a.O., S. 130). Die Wegweisung kann bei dieser 
Konstellation namentlich nicht dadurch in Frage gestellt werden, dass 
die  Ausreisepflicht  thematisiert  wird,  beispielsweise  indem  geltend 
gemacht  wird,  es  bestehe ein  überwiegendes privates  Interesse am 
weiteren Verbleib in der Schweiz. Vorbringen, die solches zum Inhalt 
haben,  sind  in  das Bewilligungsverfahren oder  – nach Verweigerung 
einer  Bewilligung  –  in  das  dafür  vorgesehene  Rechtsmittelverfahren 
einzubringen  (vorbehalten  bleiben  Vollzugshindernisse  im Sinne  von 
Art. 14a aANAG, dazu weiter unten; vgl. ferner WISARD, a.a.O., S. 103).

3.3 Das Gesagte gilt grundsätzlich auch für die ebenfalls exekutorisch 
wirkende Ausdehnungsverfügung. Wurde der Ausländer im Anschluss 
an einen negativen kantonalen Bewilligungsentscheid aus dem Kanton 
weggewiesen, und hat er als Folge davon kein Recht zum Aufenthalt in 
der Schweiz (Art. 1a aANAG), kann er die Ausreiseverpflichtung selbst 
nicht  zum Thema des Verfahrens machen (vorbehalten bleiben auch 
hier  Vollzugshindernisse  im Sinne  von Art.  14a  aANAG). Es  ist  ihm 
namentlich  verwehrt,  Interessen  einzubringen,  die  auf  den  weiteren 
Verbleib in der Schweiz gerichtet sind; denn die Ausreiseverpflichtung 
ist die gesetzliche Folge des fehlenden Aufenthaltsrechts, und ein Auf-
enthaltsrecht, das notwendig wäre, um die Ausreisepflicht zu beseiti-
gen, wird dem Ausländer durch den Verzicht  auf eine Ausdehnungs-
verfügung nicht vermittelt. Dies ist  schon deshalb nicht möglich, weil 
die  sachliche Zuständigkeit  zur  Legalisierung des Aufenthaltes  nach 
der geltenden bundesstaatlichen Kompetenzausscheidung nicht beim 
Bund, sondern bei den Kantonen liegt. Der Bund hat wohl die Möglich-
keit, im Einzelfall eine fremdenpolizeiliche Regelung durch den Kanton 
zu verhindern, umgekehrt besitzt er aber keine Kompetenz, einen Kan-
ton  zur  fremdenpolizeilichen  Regelung  eines  Ausländers  anzuhalten 
oder diesen auch nur zu dulden (Art. 18 aANAG; vorbehalten bleiben 

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das  Asylrecht,  das  hier  nicht  Bedeutung  ist,  sowie  die  vorläufige 
Aufnahme, dazu weiter hinten).

3.4 Vor diesem Hintergrund ist auch die Regelung des Art. 17 Abs. 2 
aANAV zu verstehen, wonach auf die Ausdehnung verzichtet werden 
kann, wenn der ausländischen Person aus besonderen Gründen Gele-
genheit gegeben werden soll, in einem anderen Kanton um eine Bewil-
ligung nachzusuchen. Da auf der einen Seite der Verzicht auf die Aus-
dehnung an der Illegalität des Aufenthaltes nichts ändert, und es auf 
der anderen Seite nicht angeht, einen rechtswidrigen Zustand in Kauf 
zu nehmen, wird Art. 17 Abs. 2 aANAV praxisgemäss in  dem Sinne 
ausgelegt,  dass  von  einer  Ausdehnung  Abstand  genommen  wird, 
wenn in  einem Drittkanton ein  Bewilligungsverfahren hängig ist,  und 
der Drittkanton der ausländischen Person den Aufenthalt während des 
Verfahrens gestattet. Eine analoge Regelung gegenüber dem wegwei-
senden Kanton ist nicht notwendig. Denn da die Ausdehnung gegen-
über der kantonalen Wegweisung akzessorisch ist,  sie  also in  ihrem 
Bestand und ihrer Wirksamkeit vom Bestand und der Wirksamkeit der 
kantonalen Wegweisung abhängt, kann der wegweisende Kanton auf 
seinen Entscheid zurückkommen und der Ausdehnung die Grundlage 
entziehen, ohne dass es hierzu einer Anordnung der Bundesbehörden 
bedürfte.

4.
Der  Beschwerdeführer  besitzt  nach  der  vom  Migrationsamt  am  10. 
Februar 2006 verfügten und mit  dem Urteil  des Bundesgerichts vom 
17. April 2007 in Rechtskraft erwachsenen Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung  keinen  Rechtstitel,  der  ihm  den  weiteren  recht-
mässigen Verbleib in der Schweiz ermöglichen würde. Es wird in der 
Beschwerde sodann nicht geltend gemacht, dass ein anderer Kanton 
bereit  wäre, den Aufenthalt des Beschwerdeführers zu regeln. Daher 
besteht kein Spielraum, um vom Grundsatz der Ausdehnung der kan-
tonalen Wegweisung auf die ganze Schweiz abzuweichen. Das hat zur 
Folge, dass im vorliegenden Verfahren keine Argumente mehr vorge-
bracht werden können, die das rechtskräftig abgeschlossene Aufent-
haltsverfahren  betreffen,  bzw.  dort  hätten  geltend  gemacht  werden 
müssen (vgl. die  Hinweise in  der  Beschwerde auf  die lange Aufent-
haltsdauer, die bestehende Ehe mit einer Schweizerin und das Kinds-
verhältnis). Die Ausdehnung der kantonalen Wegweisung ist somit zu 
Recht ergangen.

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5.
Unabhängig von der Bestätigung der Ausdehnungsverfügung bleibt zu 
prüfen, ob dem Vollzug der Wegweisung Hindernisse entgegenstehen 
(Art. 14a Abs. 2 – 4 aANAG) und das zuständige Bundesamt deshalb 
gestützt auf Art. 14a Abs. 1 aANAG die vorläufige Aufnahme hätte ver-
fügen müssen. In diesem Zusammenhang gilt es darauf hinzuweisen, 
dass die  vorläufige  Aufnahme als  Ersatzmassnahme für  den Vollzug 
der  Wegweisung  ausgestaltet  ist.  Sie  tritt  neben  die  Wegweisung, 
deren Bestand sie  nicht  tangiert,  sondern  vielmehr  voraussetzt  (BBl 
1990 647; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt 
a. M.  1990,  S. 200).  Vollzugshindernisse  können  somit  die  Ausdeh-
nungsverfügung  als  solche nicht  in  Frage stellen  (Verwaltungspraxis 
der Bundesbehörden [VPB] 62.52).

6.
Der Vollzug der Wegweisung ist nicht möglich, wenn die ausländische 
Person weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen 
Drittstaat  verbracht  werden kann. Er  ist  nicht  zulässig,  wenn völker-
rechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  in  den 
Heimat-, Herkunfts- oder Drittstaat entgegenstehen. Der Vollzug kann 
insbesondere  nicht  zumutbar  sein,  wenn  er  für  die  ausländische 
Person eine konkrete Gefährdung darstellen würde (Art. 14a Abs. 2 – 4 
aANAG).

6.1 Der Beschwerdeführer nimmt in seiner Beschwerde ausdrücklich 
Bezug auf Art. 14a Abs. 1 aANAG. Zur Begründung führt er aus, dass 
er seit 14 Jahren in der Schweiz lebe und seit 1995 mit einer Schwei-
zer  Bürgerin  verheiratet  sei.  Sie  hätten  einen  gemeinsamen  Sohn, 
Jahrgang 1999. Somit bestehe kein Zweifel daran, dass er vollständig 
in der Schweiz integriert sei und keine familiären Bezüge zum Kosovo 
mehr bestünden. Die "Ausweisung" sei  im Sinne von Art. 14a Abs. 1 
aANAG unzumutbar  und  mit  der  humanitären  Tradition  der  Schweiz 
nicht vereinbar.

6.2 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es bei der Beurteilung der 
Zumutbarkeit nicht auf die Verhältnisse im Gastland ankommt, sondern 
in erster Linie auf die Situation im Zielstaat (vgl. das Urteil  des Bun-
desverwaltungsgerichts C-6405/2007 vom 28. Februar 2008 E. 6.2 mit 
weiteren Hinweisen). Als unzumutbar wird der Vollzug der Wegweisung 
insbesondere  dann  angesehen,  wenn  eine  konkrete  Gefährdung  für 
die betroffene Person besteht. Diese Gefährdung kann bestehen auf-

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grund  der  im  Heimatland  herrschenden  politischen  Lage,  die  sich 
durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgemeiner Gewalt 
kennzeichnet.  Denkbar  ist  eine  konkrete  Gefährdung  auch  aufgrund 
anderer Gefahrenmomente, wie beispielsweise, dass eine notwendige 
medizinische  Behandlung  nicht  erhältlich  ist  oder  die  betroffene 
Person sich sonstwie einer existenzgefährdenden Situation ausgesetzt 
sähe  (vgl.  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-3411/2007 
vom  19.  Oktober  2007  E.  4.4).  Eine  solche  Gefährdung  macht  der 
Beschwerdeführer  weder  geltend  noch  ergeben  sich  entsprechende 
Hinweise  aus  den  Akten.  Die  vom Beschwerdeführer  vorgebrachten 
Einwände  zielen  vielmehr  auf  den  weiteren  Verbleib  in  der  Schweiz 
und können deshalb im vorliegenden Verfahren nicht  gehört  werden 
(vgl. oben E. 3.2). Der  Vollzug der  Wegweisung ist  vorliegend somit 
zumutbar.

6.3 Was die anderen möglichen Vollzugshindernisse anbelangt – die 
Unzulässigkeit und die Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung –, 
ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass solche nicht vorliegen. 

6.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass sich der Vollzug der Wegwei-
sung des Beschwerdeführers als möglich, zulässig und zumutbar er-
weist (Art. 14a Abs. 2 – 4 aANAG). Die Vorinstanz hat zu Recht keine 
vorläufige Aufnahme verfügt.

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt  und  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
richtig  und  vollständig  feststellt;  sie  ist  auch  angemessen  (Art.  49 
VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

8.
Bei  diesem  Verfahrensausgang  sind  die  Kosten  dem  Beschwerde-
führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 ff. des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv S. 10)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  27.  August  2007  in  gleicher  Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. _____ zurück)
- das  Migrationsamt  des  Kantons  Zürich  (Akten  Ref-Nr.  _____ 

zurück)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Kradolfer

Versand: 

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