# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2699b32a-9e7e-5d87-912b-b538a7ce6118
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 08.09.2020 SB200356
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200356_2020-09-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200356-O/U/mc 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, Oberrichter lic. iur. Stiefel und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. Laufer sowie Gerichtsschreiber MLaw 

Andres 

Beschluss vom 8. September 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
Staatsanwältin lic. iur. Anna Cartner 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 28. Mai 2020 
(DG200006) 
 
 

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Erwägungen: 

1. Am 5. Juni 2020 meldete der Beschuldigte gegen das Urteil des Bezirksge-

richtes Winterthur vom 28. Mai 2020 Berufung an (Urk. 67). 

2. Mit Eingabe vom 20. August 2020, eingegangen am 24. August 2020, hat 

der Beschuldigte die gegen das vorinstanzliche Urteil angemeldete Berufung zu-

rückgezogen (Urk. 73). Das Verfahren ist demgemäss als durch Rückzug erledigt 

abzuschreiben. 

3. Der Berufungsrückzug ging innerhalb der gesetzlichen Frist zur Einreichung 

einer schriftlichen Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO ein, 

weshalb praxisgemäss keine Kosten zu erheben sind (ZR 110 [2011] Nr. 37). 

4. Der amtliche Verteidiger ist aus der Gerichtskasse zu entschädigen (Art. 135 

Abs. 1 StPO). Der mit Kostennote vom 20. August 2020 (Urk. 74) geltend ge-

machte Aufwand erscheint angemessen. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ ist ent-

sprechend für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten im 

Berufungsverfahren mit Fr. 960.40 zu entschädigen.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. 

Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 28. Mai 2020 

rechtskräftig. 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. Die weiteren Kos-

ten betragen Fr. 960.40 für die amtliche Verteidigung. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genom-

men. 

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4. Schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, 
− das Bundesamt für Polizei (gemäss Art. 28 Abs. 3 BetmG) 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl-

liger Rechtsmittel an  

− die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten sowie mit der Aufforde-
rung um umgehende Nachholung der Meldung an das Bundesamt für 
Polizei gemäss Art. 28 Abs. 3 BetmG). 

4. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 8. September 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Andres 
 

 
 
 

	Beschluss vom 8. September 2020
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. Die weiteren Kosten betragen Fr. 960.40 für die amtliche Verteidigung.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen.
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,
	 das Bundesamt für Polizei (gemäss Art. 28 Abs. 3 BetmG)
	 die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten sowie mit der Aufforderung um umgehende Nachholung der Meldung an das Bundesamt für Polizei gemäss Art. 28 Abs. 3 BetmG).

	4. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.