# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80640a64-2a96-5bf3-862e-6681931e92b2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2011 C-8103/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8103-2009_2011-10-24.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­8103/2009

U r t e i l   v om   2 4 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz),
Richter Antonio Imoberdorf, Richter Jean­Daniel Dubey,   
Gerichtsschreiberin Barbara Giemsa­Haake.

Parteien A._______,  
vertreten durch Rechtsanwältin Ruth Dönni, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

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Sachverhalt:

A. 
Der  aus  Brasilien  stammende  A._______,  geboren  1974,  reiste  im 
November 2003 in die Schweiz ein. Er heiratete am 24. Januar 2004 die 
in  Zürich  lebende  Schweizerin  B._______  und  erhielt  im  Kanton  Zürich 
eine  Aufenthaltsbewilligung,  die  in  der  Folge  regelmässig  verlängert 
wurde. Am 18. Januar 2005 kam die gemeinsame Tochter G._______ zur 
Welt.  A._______  zog  am  16.  Oktober  2006  aus  der  gemeinsamen 
Wohnung  aus.  Das  Zusammenleben  wurde  danach  nicht  wieder 
aufgenommen. 

B. 
Am  26.  Januar  2007  beantragte  A._______  eine  weitere  Verlängerung 
seiner Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt des Kantons Zürich (im 
Folgenden:  Migrationsamt)  stellte  nach  entsprechenden  Abklärungen 
fest, dass der Gesuchsteller trotz der ehelichen Trennung den Kontakt zu 
seiner  Tochter  weiterpflegte.  Es  verlängerte  aufgrund  dessen  seine 
Aufenthaltsbewilligung  für  ein  weiteres  Jahr,  stellte  aber  –  so  das 
Schreiben  vom  10.  Mai  2007  –   in  Aussicht,  bei  der  nächsten 
Verlängerung  die  Beziehungen  zum  Kind  erneut  abklären  zu  wollen. 
Folgerichtig geschah dies auch, als A._______ am 8. Januar 2008 eine 
weiteres Verlängerungsgesuch, dem schlussendlich entsprochen wurde, 
stellte.  

C. 
Am  5.  Januar  2009  beantragte  A._______  wiederum  die  Verlängerung 
seiner  Aufenthaltsbewilligung.  Hierzu  tätigte  das  Migrationsamt  erneut 
Abklärungen und ersuchte  ihn und die Kindesmutter, wie  in  den beiden 
Jahren  davor,  um  schriftliche  Beantwortung  diverser  Fragen  zur  Vater­
Tochter­Beziehung.  Unter  Mitwirkung  des  Bezirksgerichts  Zürich  trafen 
die  Ehegatten  […]  am  10.  März  2009  eine  Vereinbarung  über  die 
Scheidungsfolgen.  Ihre  Ehe  wurde  mit  Urteil  vom  27.  Mai  2009 
geschieden,  wobei  ihrer  vorhergehenden  Vereinbarung  zufolge  die 
elterliche Sorge über das Kind der Mutter übertragen wurde. Desweiteren 
verpflichtete  sich  der  Kindesvater  zur  Zahlung  von  Kindesunterhalt  und 
erhielt  –  abgesehen  von  einer  speziellen  Regelung  für  bestimmte 
Feiertage  –  für  jedes  zweite  Wochenende  ein  Besuchsrecht.  Das 
Migrationsamt befürwortete aufgrund dieser Umstände die Verlängerung 
der  Aufenthaltsbewilligung  und  unterbreitete  dem  BFM  am  10.  August 
2009 einen entsprechenden Antrag auf Zustimmung.

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D. 
Das BFM vertrat die Ansicht, der Gesuchsteller könne weder aus der nur 
kurze  Zeit  gelebten  Ehe  noch  aus  der  Anwesenheit  der  Tochter  einen 
Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung herleiten. Es teilte 
A._______  mit  Schreiben  vom  11.  August  2009  mit,  es  erwäge,  die 
Zustimmung zur beantragten Verlängerung zu verweigern, und gewährte 
ihm hierzu das rechtliche Gehör. 

E. 
In diesem Rahmen äusserte sich A._______ am 31. August 2009 durch 
seine  Rechtsvertreterin.  Er  machte  geltend,  seine  Tochter  G._______ 
habe  zu  ihm  eine  intakte  und  tatsächlich  gelebte  Beziehung.  Er  liebe 
seine Tochter sehr, nehme seine Vaterpflichten ernst und sei stets seiner 
Unterhaltspflicht  nachgekommen.  Auch  die  Kindesmutter  habe  bei  den 
jeweiligen Abklärungen des Migrationsamtes bestätigt, dass er zu seiner 
Tochter eine liebevolle Beziehung unterhalte und dass diese sich jeweils 
auf die Besuche beim Vater  freue. Diese Beziehung könne er nur  in der 
Schweiz  leben.  Von Brasilien  aus wären  regelmässige  Besuche  bereits 
aus  finanziellen  Gründen  nicht  möglich,  zum  einen  wegen  der 
erheblichen  Flugkosten,  zum  anderen  wegen  des  dort  relativ  niedrigen 
Einkommensniveaus.  Vor  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  habe  er  in 
Brasilien nur circa 1000 Franken pro Monat verdient.

F. 
Mit  Verfügung  vom  24.  November  2009  verweigerte  das  BFM  die 
Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  und  wies 
A._______ aus der Schweiz weg. 

F.a Zur Begründung  führte die Vorinstanz aus, der Gesuchsteller könne 
kein  Aufenthaltsrecht  aus  Art.  50  des  Ausländergesetzes  vom 
16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) herleiten, denn diese Bestimmung 
erfordere entweder eine vorherige eheliche Gemeinschaft von drei Jahren 
sowie eine erfolgreiche Integration oder aber wichtige persönliche Gründe 
für einen weiteren Aufenthalt  in der Schweiz. Die eheliche Gemeinschaft 
des  Gesuchstellers  habe  jedoch  lediglich  zwei  Jahre  und  knapp  zehn 
Monate gedauert. Bei ihm, der erst im Alter von 29 Jahren in die Schweiz 
eingereist  sei  und  nur  einen  unqualifizierten  Beruf  im  Logistikbereich 
ausübe, sei auch nicht ersichtlich, dass er hier über besonders intensive 
und über das übliche Mass hinausgehende Bindungen verfüge. All  dies 
spreche dafür, dass er sich in seinem Heimatland wieder in sozialer und 
wirtschaftlicher Hinsicht integrieren könne.

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F.b  Im  Hinblick  auf  die  Beziehung  zu  seiner  Tochter  könne  sich 
A._______ auch nicht auf Art. 8 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101)  berufen.  Ein  Ausländer  habe  zwar  grundsätzlich  einen 
Rechtsanspruch auf eine ausländerrechtliche Bewilligung, wenn sein Kind 
über  die  Schweizer  Staatsbürgerschaft  und  damit  über  ein  gefestigtes 
Anwesenheitsrecht  verfüge;  dies  gelte  aber  nicht  absolut.  Der  nicht 
sorgeberechtigte Ausländer könne die familiäre Beziehung zum Kind zum 
Vornherein  nur  im  beschränkten  Rahmen  des  ihm  eingeräumten 
Besuchsrechts pflegen, so dass er nicht  im gleichen Land wie sein Kind 
leben  müsse.  Die  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  lasse  hiervon 
Ausnahmen  zu,  wenn  –  abgesehen  von  weiteren  Erfordernissen – 
zwischen  Kind  und  Elternteil  in  wirtschaftlicher  und  affektiver  Hinsicht 
eine besonders enge Beziehung bestehe. Diese sei im vorliegenden Fall 
nicht  gegeben.  Das  Verhältnis  zwischen  Vater  und  Tochter  sei  zwar 
offensichtlich  gut,  was  auch  die  Kindesmutter  trotz  Kritik  an  der 
Zuverlässigkeit ihres Ex­Ehemannes einräume. Das Wahrnehmen der im 
Scheidungsurteil  gerichtsüblich  festgelegten  Besuchszeiten  spreche 
jedoch  nicht  für  eine  besonders  intensive  Beziehung  im  Sinne  der 
bundesgerichtlichen  Rechtsprechung;  eine  solche  Beziehung  müsse 
deutlich  über  ein  standardmässig  eingeräumtes  Besuchsrecht 
hinausgehen.

F.c  Bestehe  kein  Aufenthaltsrecht  mehr,  so  sei  A._______  aus  der 
Schweiz  wegzuweisen.  Der  Vollzug  seiner  Wegweisung  sei  auch 
möglich, zulässig und zumutbar. 

G. 
Mit Eingabe vom 28. Dezember 2009 erhob A._______ Beschwerde an 
das  Bundesverwaltungsgericht.  Er  beantragt  die  Aufhebung  der 
vorinstanzlichen  Verfügung  und  die  Zustimmungserteilung  zur 
Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. 

G.a  Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  er  und  seine  fünfjährige 
Tochter  G._______  hätten  eine  sehr  schöne,  innige  Beziehung 
miteinander   und  unternähmen  auch  viel  zusammen.  Verschiedene 
Bekannte könnten dies bestätigen. Bis zum Alter von anderthalb Jahren 
sei  hauptsächlich  er  es  gewesen,  der  sich  um  G._______  gekümmert 
habe.  Heute  verbringe  sie  jede  zweite  Woche  den  Samstag  und  den 
Sonntag  bei  ihm;  hinzu  kämen  verschiedene  Feiertage.  Sehr  oft  wolle 
seine  Tochter  bei  ihm  übernachten,  und  er  selbst  würde  seine  Tochter 

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auch gerne öfter bei sich haben. In der Scheidungsvereinbarung – in der 
er eine gütliche Regelung mit der Mutter habe finden müssen – sei dies 
jedoch  nicht  vorgesehen.  Dies  dürfe  ihm  nicht  zum Nachteil  gereichen, 
zumal es den Scheidungsparteien überlassen worden sei, sich über eine 
Ausdehnung  des  Besuchsrechts  zu  einigen.  Immerhin  verbringe  seine 
Tochter  mindestens  vier  Tage  pro  Monat  bei  ihm.  Entgegen  den 
Ausführungen  der  Kindesmutter  sei  er  bei  der  Ausübung  des 
Besuchsrechts  auch  immer  zuverlässig  gewesen  und  sei  den 
Unterstützungspflichten  gegenüber  der  Tochter  nachgekommen.  Dass 
die  Unterhaltszahlungen  in  der  Vergangenheit  zuweilen  bis  längstens 
einen  Monat  zu  spät  erfolgt  seien,  dürfe  angesichts  der  gesamten 
Umstände nicht ins Gewicht fallen. Für ihn ergebe sich ein Anspruch auf 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  auch  unter  Berücksichtigung 
des  Kindeswohls,  denn  Art.  10  Abs.  2  des  Übereinkommens  vom  20. 
November  1989  über  die  Rechte  des  Kindes  (SR  0.107)  schütze  die 
regelmässige persönliche und unmittelbare Kontaktpflege des Kindes zu 
beiden Elternteilen. Müsse er die Schweiz verlassen, so sei die Ausübung 
des Besuchsrechts von Brasilien aus nicht realistisch und würde faktisch 
das Ende des Kontakts zwischen Vater und Tochter bedeuten. 

G.b Entgegen der Ansicht der Vorinstanz habe er, der Beschwerdeführer, 
auch  gestützt  auf  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  einen  Anspruch  auf 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung.  Dass  er  und  seine  Ehefrau 
nach  zwei  Jahren  und  zehn  Monaten  die  Haushaltsgemeinschaft 
aufgegeben hätten,  lasse nicht auf ein Scheitern der Ehe  innerhalb von 
drei  Jahren schliessen. Vielmehr hätten die Ehegatten  im Oktober 2006 
lediglich  eine  vorübergehende  Trennung  beabsichtigt.  Auch  wichtige 
persönliche  Gründe  im  Sinne  von  Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  würden 
seinen weiteren Aufenthalt  in der Schweiz erforderlich machen. So halte 
er  sich  seit  sechs  Jahren  in  der  Schweiz  auf,  habe  sich  hier  sehr  gut 
integriert,  spreche  ausgezeichnet  deutsch  und  habe  sich  einen  neuen 
Bekanntenkreis  aufgebaut.  Abgesehen  von  den  eingehaltenen 
Unterhaltsverpflichtungen gegenüber  seiner Tochter  sei  er auch stets  in 
der  Lage  gewesen,  für  seinen  eigenen  Lebensunterhalt  aufzukommen. 
Es  könne  ihm  daher  nicht  zugemutet  werden,  nach  Brasilien 
zurückzukehren  und  sich  dort  eine  neue  Existenz  aufzubauen.  Sollte – 
trotz  dieser Sachlage – die Verlängerung  seiner   Aufenthaltsbewilligung 
keine  Zustimmung  erfahren,  so  sei  ihm  jedenfalls  aufgrund  eines 
schwerwiegenden  persönlichen  Härtefalles  eine  Aufenthaltsbewilligung 
zu erteilen. 

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H. 
In ihrer Vernehmlassung vom 16. März 2010 erläutert die Vorinstanz ihre 
vorhergehenden  Erwägungen  und  beantragt  die  Abweisung  der 
Beschwerde.  Des  Weiteren  betont  sie,  dass  sich  aus  dem 
Übereinkommen  über  die  Rechte  des  Kindes  keine  über  Art.  8  EMRK 
hinausgehenden  Bewilligungsansprüche  ergäben.  Die  familiäre 
Beziehung  des  Beschwerdeführers  zu  seiner  Tochter  könne  auch  von 
Brasilien  aus  gelebt  werden,  wobei  die  Modalitäten  des  Kontakts  in 
geeigneter  Weise  auszugestalten  seien.  Beispielsweise  könnten 
sporadische  Besuche  erfolgen;  zudem  sei  es  mit  modernen 
Kommunikationsmitteln  wie  Webcams  sogar  möglich,  sich  beim 
Telefonieren zu sehen.

I. 
In  der  darauf  folgenden  Replik  vom  14.  April  2010  macht  der 
Beschwerdeführer erneut geltend, dass er im Falle seiner Rückkehr nach 
Brasilien den Kontakt zu seiner Tochter nicht mehr im bisherigen Rahmen 
ausüben  könnte.  Beide  seien  auf  physische  Kontakte  angewiesen  und 
müssten vor allem auch gemeinsam etwas unternehmen können.

J. 
Der  weitere  Akteninhalt  –  einschliesslich  der  der  beigezogenen 
kantonalen  Akten  –  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  Erwägungen 
Berücksichtigung finden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  nach  Art.  5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), welche von einer der in Art. 33 
aufgeführten  Behörden  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  Verfügungen 
des  BFM,  welche  sowohl  die  Zustimmung  zur  Erteilung  bzw. 
Verlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  als  auch  die  Wegweisung 
betreffen.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig,  soweit 
nicht  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  an  das 

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Bundesgericht  offen  steht  (vgl.  Art.  83  Bst.  c  Ziff.  2  und  4  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz, 
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

1.3.  Als  Adressat  der  Verfügung  ist  der  Beschwerdeführer  zu  deren 
Anfechtung  legitimiert  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).   Auf  die  frist­  und 
formgerechte Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  –  soweit  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 
2011/1 E. 2 und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­2682/2007 vom 
7. Oktober 2010 E. 1.2 und 1.3).

3. 
Am  1.  Januar  2008  traten  das  Ausländergesetz  und  seine 
Ausführungsbestimmungen in Kraft – unter anderem die Verordnung vom 
24. Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit 
(VZAE,  SR  142.201).  In  Verfahren,  die  vor  diesem  Zeitpunkt  anhängig 
gemacht  wurden,  bleibt  nach  der  übergangsrechtlichen  Ordnung  des 
Ausländergesetzes das alte materielle Recht anwendbar, wobei es ohne 
Belang ist, ob das Verfahren auf Gesuch hin – so explizit Art. 126 Abs. 1 
AuG – oder von Amtes wegen eröffnet wurde (vgl. BVGE 2008/1 E. 2).

3.1.  Dem  Beschwerdeführer  ist  zwar  noch  unter  dem  Geltungsbereich 
des  Bundesgesetzes  vom  26. März  1931  über  Aufenthalt  und 
Niederlassung  der  Ausländer  (ANAG,  BS  1  121)  eine  erstmalige 
Aufenthaltsbewilligung erteilt worden; da er  jedoch  letztmals mit Gesuch 

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vom   5. Januar 2009 die Verlängerung der Bewilligung beantragt hat,  ist 
im vorliegenden Verfahren neues Recht anwendbar.

3.2. Gemäss Art. 40 AuG sind die Kantone zuständig für die Erteilung und 
Verlängerung  von  Bewilligungen.  Vorbehalten  bleibt  jedoch  die 
Zustimmung durch das BFM. Dessen Zustimmungserfordernis ergibt sich 
im vorliegenden Fall aus Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 Abs. 1 Bst. a VZAE. 
Letztgenannte Bestimmung wird präzisiert durch die Weisungen des BFM 
im  Ausländerbereich  in  der  Fassung  vom  30.  September  2011 
(www.bfm.ch  >  Dokumentation  >  Rechtliche  Grundlagen  >  Weisungen 
und  Kreisschreiben).  Diese  sehen  in  Ziffer  1.3.1.4  Bst. e  vor,  dass  die 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nach  der  Auflösung  der 
ehelichen  Gemeinschaft  mit  dem  schweizerischen  oder  ausländischen 
Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod  dem  BFM  zur  Zustimmung  zu 
unterbreiten ist, falls die betroffene ausländische Person nicht aus einem 
Mitgliedstaat  der  EFTA  oder  der  EG  stammt.  Im  Rahmen  des 
Zustimmungsverfahrens  ist  das  BFM  nicht  an  die  Beurteilung  der 
kantonalen Instanzen gebunden.

4. 
Gemäss  Art.  42  Abs.  1  AuG  haben  ausländische  Ehegatten  von 
Schweizerinnen  und  Schweizern,  wenn  sie  mit  diesen 
zusammenwohnen,  Anspruch  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  und  –  nach  einem  ordnungsgemässen  und 
ununterbrochenen  Aufenthalt  von  fünf  Jahren  –  Anspruch  auf  Erteilung 
einer  Niederlassungsbewilligung  (Art.  42  Abs.  3  AuG).  Nach  Auflösung 
der  Ehe  oder  Familiengemeinschaft  –  mitgemeint  ist  auch  die  eheliche 
Gemeinschaft – besteht der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung  weiter,  wenn  die  Ehegemeinschaft  mindestens 
drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 
Abs.  1  Bst.  a  AuG)  oder  wenn  wichtige  persönliche  Gründe  einen 
weiteren  Aufenthalt  in  der  Schweiz  erforderlich machen  (Art.  50  Abs.  1 
Bst. b AuG).

5. 
Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass sich die Ehegatten […]  im 
Oktober 2006 nach einer Ehedauer von zwei Jahren und zehn Monaten 
trennten. Der Beschwerdeführer hat zwar geltend gemacht, seinerzeit sei 
lediglich eine vorübergehende Trennung beabsichtigt gewesen; allerdings 
hat  er  nicht  präzisiert,  wie  lange  und  auf  welche  Weise   die  eheliche 
Gemeinschaft  trotz  Trennung  überhaupt  noch  weiter  funktioniert  haben 

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soll.  Somit  kann  nicht  davon  ausgegangen  werden,  dass  sein  Ehewille 
über den Trennungszeitpunkt hinaus fortdauerte und gemäss Art. 49 AuG 
wichtige  Gründe  für  eine  getrennte  Wohnsitznahme  bestanden.  Laut 
Angaben  seiner  Ex­Ehefrau  wurde  zwar  noch  im  Dezember  2006  ein 
letzter Versuch zur Rettung der Ehe beschlossen, dieser Beschluss aber 
bereits  vor Ende des Monats wieder  revidiert;  danach, ab Januar 2007, 
habe  der  gemeinsame  Kontakt  nur  noch  der  Regelung  von 
Administrativem  und  Besuchen  des  Kindes  gedient  (vgl.  das  von 
B._______  am  20.  Februar  2007  an  das  Migrationsamt  gerichtete 
Schreiben).  Auch  unter  Berücksichtigung  der  Schilderungen  der  Ex­
Ehefrau kann somit nicht angenommen werden, dass die am 24. Januar 
2004 begründete eheliche Gemeinschaft drei Jahre dauerte (zur strikten 
Massgabe  der  Dreijahresfrist  von  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  vgl.  BGE 
2C_784/2010  vom  26. Mai  2011 E.  3.1.3).  Der  Beschwerdeführer  kann 
folglich  daraus  keinen  Anspruch  auf  Verlängerung  seiner 
Aufenthaltsbewilligung  herleiten.  Schliesslich  wurde  die  Ehe,  wie  im 
Sachverhalt  erwähnt,  am  27.  Mai  2009  geschieden,  ohne  dass  es  zu 
einer Wiederaufnahme der Haushaltsgemeinschaft gekommen wäre.  

6. 
Damit stellt sich die Frage, ob wichtige persönliche Gründe im Sinne von 
Art.  50  Abs.  1  Bst.  b  AuG  den  weiteren  Aufenthalt  des 
Beschwerdeführers  in  der Schweiz  erforderlich machen. Solche Gründe 
können namentlich – so explizit Art. 50 Abs. 2 AuG – vorliegen, wenn der 
betreffende  Ehegatte  Opfer  ehelicher  Gewalt  wurde  und  seine  soziale 
Wiedereingliederung  im  Herkunftsland  stark  gefährdet  erscheint;  beide 
Bedingungen müssen nicht kumulativ erfüllt sein (BGE 136 II 1 E. 5 S. 3 
ff.). Weitere wichtige,  im Zusammenhang mit der Ehe stehende Gründe 
können  sich  auch  daraus  ergeben,  dass  der  in  der  Schweiz  lebende 
Ehepartner gestorben  ist  oder gemeinsame Kinder  vorhanden sind  (vgl. 
MARC  SPESCHA  in:  Spescha/Thür/Zünd/Bolzli,  Kommentar 
Migrationsrecht, Zürich 2009, Art. 50 AuG N 7 sowie MARTINA CARONI  in: 
Caroni/Gächter/Thurnherr  [Hrsg.],  Stämpflis  Handkommentar  zum 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Art. 50 N 23  f.). 
Auch  die  in  Art.  31 Abs.  1  VZAE  genannten,  aber  nicht  erschöpfenden 
Kriterien  können  für  die  Beurteilung  eines  sogenannten  "nachehelichen 
Härtefalls" herangezogen werden (BGE 2C_784/2010 vom 26. Mai 2011 
E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).

7. 
Im  Falle  des  Beschwerdeführers  fällt  in  Betracht,  dass  er  Vater  eines 

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Kindes  ist,  das  die  schweizerische  Staatsangehörigkeit  besitzt.  Er  hat 
aufgrund  dessen  geltend  gemacht,  die  Verweigerung  seines  weiteren 
Aufenthalts  stelle  eine  Verletzung  des  durch  Art. 8  EMRK  geschützten 
Rechts auf Familienleben dar.

7.1. Art. 8 Abs. 1 EMRK und der insoweit gleichbedeutende Art. 13 Abs. 1 
der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April  1999  (BV,  SR  101)  gewährleisten  das Recht  auf  Achtung  des 
Privat­ und Familienlebens. Hat ein Ausländer nahe Verwandte mit einem 
gefestigten  Anwesenheitsrecht  in  der  Schweiz  und  wird  die  zu  ihnen 
bestehende  intakte  Beziehung  tatsächlich  gelebt,  so  kann Art.  8  Abs. 1 
EMRK verletzt sein, wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt 
und  damit  sein  Familienleben  vereitelt  wird  (BGE  135  I  143  E.  1.3.1 
S. 145  f.  mit  Hinweis).  Der  entsprechende  Schutz  gilt  jedoch  nicht 
absolut; vielmehr gestattet Art. 8 Abs. 2 EMRK einen Eingriff  in das von 
Abs. 1 geschützte Rechtsgut, wenn er gesetzlich vorgesehen und unter 
den dort aufgeführten Voraussetzungen –  insbesondere sicherheits­ und 
ordnungspolitischer Art – notwendig ist. Insofern erfordert der Eingriff eine 
Abwägung  der  sich  gegenüberstehenden  privaten  Interessen  an  der 
Bewilligungserteilung  und  den  öffentlichen  Interessen  an  deren 
Verweigerung;  diese müssen  jene  in  dem Sinne  überwiegen,  dass  sich 
der Eingriff  in das Privat­  und Familienleben als notwendig erweist  (vgl. 
BGE  2C_327/2010,  2C_328/2010  vom  19.  Mai  2011  E.  4.1.1  mit 
Hinweisen).

7.2. Bei dieser Interessenabwägung fällt es zugunsten der um Aufenthalt 
ersuchenden  Person  ins  Gewicht,  wenn  diese  mit  der  in  der  Schweiz 
anwesenheitsberechtigten Person zusammenlebt. Im Verhältnis zwischen 
getrennt  lebenden  Eltern  und  ihren  minderjährigen  Kindern  gilt  dies 
jedenfalls  für  den Elternteil,  dem  die  elterliche Sorge  zusteht  (vgl.  BGE 
2C_327/2010,  2C_328/2010  vom  19.  Mai  2011  E.  4.2).  Der  nicht 
sorgeberechtigte Elternteil  kann die  familiäre Beziehung von Vornherein 
nur  in  einem  beschränkten Rahmen  –  innerhalb  des  ihm  eingeräumten 
Besuchsrechts – ausüben. Hierfür ist regelmässig nicht erforderlich, dass 
er sich dauernd  im gleichen Land wie das Kind aufhält; vielmehr genügt 
es  den  Anforderungen  von  Art.  8  EMRK,  wenn  er  das  Besuchsrecht – 
unter den geeigneten Modalitäten – vom Ausland her ausüben kann. Ein 
weitergehender  Anspruch  –  der  auch  dem  nichtsorgeberechtigten 
Elternteil  ein  Aufenthaltsrecht  vermitteln  würde  –  kann  aber  dann 
bestehen, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders 
enge  Beziehung  zum  Kind  besteht,  diese  wegen  der  Distanz  zum 

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Heimatland  des  Ausländers  praktisch  nicht  mehr  aufrecht  erhalten 
werden  könnte  und  das  bisherige  Verhalten  des  Betroffenen  in  der 
Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3c 
S. 5, 22 E. 4a/b S. 25 f. und Urteil des Bundesgerichts 2C_171/2009 vom 
3. August 2009 E. 2.2 mit Hinweisen). Die geforderte besondere Intensität 
der  affektiven  Beziehung  kann  in  der  Regel  nur  dann  bejaht  werden, 
wenn  ein  grosszügig  ausgestaltetes  Besuchsrecht  eingeräumt  ist  und 
dieses kontinuierlich, spontan und  reibungslos ausgeübt wird  (Urteil des 
Bundesgerichts  2C_799/2010  vom  20.  Februar  2011  E.  3.3.1  mit 
Hinweisen).

7.3.  Der  Beschwerdeführer  hat  geltend  gemacht,  er  pflege  zu  seiner 
Tochter  eine  innige  und  liebevolle  Beziehung  und  sei  seinen 
Unterhaltsverpflichtungen  –  abgesehen  von  zuweilen  verspäteten 
Zahlungen  –  stets  nachgekommen.  Seine  damalige  Ehefrau  hat  diese 
Behauptungen  im Wesentlichen  bestätigt,  als  das Migrationsamt  in  den 
Jahren  2007  bis  2009  zur  jeweiligen  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  ihres Ehemannes Abklärungen vornahm (vgl.  ihre 
an  das  Migrationsamt  gerichteten  Schreiben  vom  3. April  2007,  28. 
Februar  2008  und  20.  März  2009).  In  ihrem  letzten  Schreiben  hat  sie 
zwar ausgeführt, der Kindesvater sei in der Ausübung des Besuchsrechts 
nicht sehr zuverlässig bzw. halte die vereinbarten Zeiten nicht immer ein; 
sie hat aber dennoch eingeräumt, dass sein Kontakt zur Tochter liebevoll 
sei und diese ihren Vater auch gern habe. Im gleichen Schreiben hat sie 
jedoch  auch  beklagt,  sie  müsse  oft  dem  Geld  nachrennen,  immerhin 
würde der Kindesunterhalt aber innerhalb eines Monats bezahlt. 

7.4. Die auch vom Beschwerdeführer eingeräumte Unpünktlichkeit einiger  
Unterhaltszahlungen  wirft  zwar  die  Frage  auf,  ob  er  überhaupt  in 
wirtschaftlicher  Hinsicht  eine  besonders  enge  Beziehung  zu  seiner 
Tochter unterhält. Da er jedoch betont, zwischenzeitlich, d.h. nach Erhalt 
einer  Festanstellung   einen  Dauerauftrag  für  die  Alimentenzahlungen 
eingerichtet  zu  haben,  kann  diese  Frage  zugunsten  des 
Beschwerdeführers bejaht werden. Ebenso wenig ist in Abrede zu stellen, 
dass  zwischen  Vater  und  Tochter  eine  intakte  und  gelebte  Beziehung 
besteht.  Sowohl  die  Angaben  der  Kindesmutter  als  auch  die  vom 
Beschwerdeführer  mit  seiner  Rechtmitteleingabe  übersandten 
Sympathieschreiben  bestätigen  dies.  Letztere  können  aber  keinen 
Aufschluss  darüber  geben,  ob  die  vom  Beschwerdeführer  geschilderte 
Beziehung zur Tochter eine gefühlsmässig enge Verbundenheit im Sinne 
der  oben  (E.  7.2)  beschriebenen  Kriterien  darstellt.  Insbesondere  stellt 

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sich die Frage, ob der zeitliche Umfang der getroffenen Besuchsregelung 
überhaupt ausreicht, um in affektiver Hinsicht eine besonders enge Vater­
Tochter­Beziehung annehmen zu können. 

Unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer und seine Ehefrau kurz 
nach  der  Trennung  über  ein  väterliches  Besuchsrecht  verständigten, 
welches  bereits  ab  Januar  2007  –  mit  ein  bis  zwei  Tagen  alle  zwei 
Wochen  –  wahrgenommen  wurde  (vgl.  das  an  das  Migrationsamt 
gerichtete  Schreiben  der  Ehefrau  vom  3. April  2007).  In  der 
nachfolgenden  Trennungsvereinbarung,  die  offensichtlich  im März  2007 
getroffen  wurde  (vgl.  hierzu  die  Schreiben  der  Ehefrau  an  das 
Migrationsamt  vom  20.  Februar  2007  und  vom   3. April  2007),  wurde 
vereinbart,  dass  der  Beschwerdeführer  seine  Tochter  jedes  zweite 
Wochenende am Samstag und am Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr sehen 
könne.  Die  gleiche  Regelung  enthielt  auch  die 
Scheidungsfolgenvereinbarung, wobei noch gewisse zusätzliche Besuche 
während der Feiertage geregelt wurden. Laut dieser Vereinbarung – und 
wie von  ihm selbst auch geltend gemacht – sieht der Beschwerdeführer 
seine Tochter an mindestens vier Tagen pro Monat.

7.5.  Die  zeitliche  Ausgestaltung  des  Besuchsrechts  für  die  Tochter 
G._______ entspricht den üblichen Vereinbarungen, welche Kindeseltern 
–  jedenfalls  Eltern  kleinerer  Kinder  –  anlässlich  einer  Trennung  oder 
Scheidung  vornehmen.  Ein  vierzehntägiges  Besuchsrecht  am  Samstag 
und  Sonntag  ist  sozusagen  der  Mindeststandard,  der  dem 
nichtsorgeberechtigten  Elternteil  erlaubt,  seine  Beziehung  zum  Kind 
aufrecht  erhalten  zu  können.  Von  einem  grosszügig  ausgestalteten, 
kontinuierlich,  spontan  und  reibungslos  ausgeübten  Besuchsrecht – 
Zeichen  für  eine  besonders  intensive  affektive  Beziehung  –  kann  bei 
einer  solchen  Vereinbarung  jedoch  nicht  die  Rede  sein. 
Dementsprechend  hat  das  Bundesgericht  eine  enge  gefühlsmässige 
Vater­Kind­Beziehung  auch  nur  in  den  Fällen  bejaht,  in  denen  der 
Kontakt über das übliche Mass hinausging (vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3a S. 4, 
Urteil  des Bundesgerichts  2C_718/2010  vom 2. März  2011 E.  3.2.1 mit 
Hinweisen, Urteil des Bundesgerichtes 2C_787/2010 vom 16. Juni 2011 
E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

7.5.1. Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, er selbst sowie auch 
seine  Tochter  wünschten  sich  eine  Erweiterung  des  Besuchsrechts, 
insbesondere dahingehend, dass sie an den Besuchswochenenden auch 
bei  ihm  übernachten  dürfe.  Die  Scheidungsfolgenvereinbarung  habe  es 

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den Eltern überlassen, sich über eine Ausdehnung des Besuchsrechts zu 
einigen.  Ihm dürfe es nicht zum Nachteil gereichen, dass sich seine Ex­
Ehefrau  mit  einer  Erweiterung  der  Besuchszeiten  bisher  nicht 
einverstanden  gezeigt  habe.  Diese  rechtliche  Einschätzung  trifft  jedoch 
nicht  zu.  Entscheidend  ist,  wie  sich  die  Beziehung  zwischen 
nichtsorgeberechtigtem  Elternteil  und  Kind  im  gegenwärtigen  Zeitpunkt 
darstellt, nicht, wie sie unter den bestmöglichen Voraussetzungen gelebt 
werden könnte. Zugegebenermassen kann es in der Praxis nur dann ein 
grosszügig  ausgeübtes  Besuchsrecht  geben,  wenn  diesbezüglich  bei 
beiden  Elternteilen  Einvernehmen  herrscht.  Anders  ist  ein  solches 
Besuchsrecht,  das  eine  gewisse Offenheit  und  gegenseitiges Vertrauen 
der  Beteiligten  erfordert,  aber  auch  gar  nicht  denkbar,  denn  die 
wesentlichen  Eigenschaften,  die  ein  solches  Besuchsrecht  ausmachen, 
lassen  sich  gegenüber  dem  sorgeberechtigten  Elternteil  nicht 
zwangsweise  durchsetzen.  Es  ist  daher  unerheblich,  dass  der 
Beschwerdeführer  die  Kindesmutter  für  die  stagnierende 
Besuchsregelung verantwortlich zu machen versucht. Er hat übrigens im 
weiteren  Verfahrensverlauf  auch  keine  Erklärungen  mehr  dazu 
abgegeben, ob sich mittlerweile beim Besuchsrecht Änderungen ergeben 
haben. 

7.5.2.  Weder  die  vorliegenden  Akten  noch  die  Beschwerdevorbringen 
einschliesslich  der  vorgelegten Beweismittel  liefern  somit  Anhaltspunkte 
dafür,  dass  der  Beschwerdeführer  zu  seiner  Tochter  G._______  eine 
besonders  intensive  affektive  Beziehung  im  Sinne  der 
bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  unterhält.  Vor  diesem  Hintergrund 
erübrigt es sich darauf einzugehen, ob der Beschwerdeführer – wie es die 
Kindesmutter  gegenüber  dem  Migrationsamt  behauptet  hat  –   bei  der 
Einhaltung der vereinbarten Besuchszeiten gelegentlich unzuverlässig ist. 
Verneint  man  das  Vorliegen  einer  intensiven  gefühlmässigen  Vater­
Tochter­Beziehung, so kommt es auch nicht mehr darauf an, mit welchen 
(räumlichen  und  finanziellen)  Einschränkungen  der  Beschwerdeführer 
den Kontakt zu seiner Tochter von seinem Heimatland aus weiterführen 
kann. Diese Frage wäre   nur – bei Bejahung einer  intensiven affektiven 
Beziehung  –  kumulativ  zu  prüfen.  Dem  Beschwerdeführer  ist  es  somit 
zuzumuten, den Kontakt  zu seiner Tochter auf andere Weise als bisher 
zu  pflegen  und  sein Besuchsrecht  –  dessen Modalitäten  in  diesem Fall 
anzupassen wären –  im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Heimatland 
her auszuüben. Den Anforderungen, die Art. 8 EMRK an die Möglichkeit, 
ein  Familienleben  zu  führen,  stellt,  ist  damit  Genüge  getan.  Das 

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Übereinkommen  über  die  Rechte  des  Kindes  gewährt  keine 
darüberhinausgehenden Rechte.

8. 
Damit  stellt  sich die Frage, ob sonstige wichtige persönliche Gründe  im 
Sinne  von Art.  50 Abs.  1 Bst.  b AuG einen Anspruch auf Verlängerung 
der  Aufenthaltsbewilligung  vermitteln  können.  Als  insofern  relevante 
Auslegungskriterien  (vgl. E.  6 am Ende)  nennt Art. 31 Abs.  1 VZAE die 
Integration  (Bst.  a),  die  Respektierung  der  Rechtsordnung  (Bst.  b),  die 
Familienverhältnisse  (Bst. c),  die  finanziellen  Verhältnisse  sowie  den 
Willen  zur  Teilhabe  am Wirtschaftsleben  und  zum  Erwerb  von  Bildung 
(Bst.  d),  die  Dauer  der  Anwesenheit  (Bst.  e),  den  Gesundheitszustand 
(Bst.  f) und die Möglichkeiten der Wiedereingliederung  im Herkunftsland 
(Bst. g).

8.1. Eigenen Angaben zufolge hat sich der Beschwerdeführer  in privater 
und  beruflicher  Hinsicht  gut  integriert.  Auch  die  Vorinstanz  hat  seine 
Integration  nicht  in  Abrede  gestellt.  Der  Vorinstanz  zufolge  verfügt  der 
Beschwerdeführer  aber  nicht  über  Beziehungen,  die  in  beruflicher  oder 
sozialer Hinsicht über das Mass einer normalen Integration hinausgehen.

8.2.  Aus  den  kantonalen  Akten  ergibt  sich,  dass  A._______  seit 
September 2004 berufstätig  ist, wobei er  in den ersten vier Monate über 
keine  Bewilligung  für  den  Stellenantritt  verfügte.  Seit  Beginn  seiner 
Berufstätigkeit hat er lediglich unqualifizierte Berufstätigkeiten als Lagerist 
oder  als  Hauswart  ausgeübt.  Seinem  letzten  Gesuch  um  Verlängerung 
der  Aufenthaltsbewilligung  vom  5.  Januar  2009  zufolge  arbeitete  er  als 
Kommissionierer  bei  einer  Verteilzentrale  der  Firma Denner.  Im Verlauf 
des  Jahres  2010  hat  er  den  Arbeitgeber  erneut  gewechselt.  In  privater 
bzw.  sozialer  Hinsicht  hat  sich  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  den 
Umständen  und  der  Zeitdauer  entsprechend  integriert.  Weder  der 
Hintergrund  seines  bisherigen  Aufenthalts  noch  seine  Vorbringen 
sprechen  jedoch dafür,  dass er hier  verwurzelt  ist. Zudem  ist  er erst  im 
Dezember  2003,  im Alter  von  29  Jahren,  in  die  Schweiz  eingereist.  Es 
kann daher ohne Weiteres angenommen werden, dass er sich bei einer 
Rückkehr  in  sein Heimatland  dort wieder  integrieren wird  und  sich  eine 
neue  Existenz  aufbauen  kann;  dabei  ist  ohne  Belang,  dass  die 
wirtschaftlichen  Lebensverhältnisse  bzw.  Verdienstmöglichkeiten  in 
Brasilien  nicht  denen  der  Schweiz  entsprechen.  Da  der 
Beschwerdeführer  offensichtlich  auch  keine  gesundheitlichen  Probleme 
hat,  gibt  es  in  Anbetracht  seiner  gesamten  Situation  keine  wichtigen 

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Gründe, die gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG die Verlängerung seines 
Aufenthaltes erfordern würden. Angesichts dessen kommt es nicht mehr 
darauf  an,  dass  er  in  der  Schweiz  bisher  für  seinen  Lebensunterhalt 
selbst  aufkommen  konnte  und  sich   –  abgesehen  von  oben  erwähnter 
Verfehlung beim ersten Stellenantritt  –  in  strafrechtlicher Hinsicht  nichts 
hat zuschulden kommen lassen.

9. 
Der  Beschwerdeführer  besitzt  somit  weder  gestützt  auf  Art.  50  Abs.  1 
Bst. a  AuG  (dreijährige  Ehegemeinschaft  und  erfolgreiche  Integration) 
noch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG (wichtige persönliche Gründe) 
einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Dafür, dass 
die  Vorinstanz  innerhalb  des  Beurteilungsspielraums  der  Art.  18  –  30 
AuG  einen  fehlerhaften  Ermessensentscheid  getroffen  haben  könnte, 
bestehen  keine  Anhaltspunkte;  insbesondere  wäre  in  diesem  Rahmen 
auch keine Härtefallregelung nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG in Betracht 
gekommen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C­6133/2008 vom 
15.  Juli  2011  E.  8).  Dass  die  Vorinstanz  die  Zustimmung  zur 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert hat, kann daher nicht 
beanstandet werden.

10. 
Als gesetzliche Folge der nicht mehr verlängerten Aufenthaltsbewilligung 
hat der Beschwerdeführer die Schweiz zu verlassen (Art. 64 Abs. 1 Bst. c 
AuG). Es bleibt aber zu prüfen, ob Hinderungsgründe für den Vollzug der 
Wegweisung anzunehmen sind  (Art.  83 Abs.  2  –  4 AuG) und das BFM 
gestützt hierauf die vorläufige Aufnahme hätte verfügen müssen.

10.1. Die Möglichkeit und Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs stehen 
im vorliegenden Fall ausser Frage. Demzufolge wäre allenfalls  relevant, 
ob  die  zwangsweise Rückkehr  für  den Beschwerdeführer  eine  konkrete 
Gefährdung mit sich brächte und damit nicht zumutbar wäre.

10.2.  Der  Wegweisungsvollzug  kann  für  die  betroffene  Person 
unzumutbar  sein,  wenn  sie  in  ihrem  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  oder  einer 
medizinischen Notlage ausgesetzt wäre. Wirtschaftliche Schwierigkeiten, 
von  welchen  die  ansässige  Bevölkerung  regelmässig  betroffen  ist,  wie 
Wohnungsnot oder ein schwieriger Arbeitsmarkt, vermögen jedoch keine 
konkrete  Gefährdung  zu  begründen.  Dagegen  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  nicht  zumutbar,  wenn  dieser  für  die  ausländische  Person 

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höchstwahrscheinlich  zu  einer  existenziellen  Bedrohung  führen  würde, 
beispielsweise  dann,  wenn  sie  sich  nach  ihrer  Rückkehr  mit  völliger 
Armut, Hunger, Invalidität oder Tod konfrontiert sähe.

10.3. Der Beschwerdeführer hat sich nur insofern zur Situation in seinem 
Heimatland  geäussert,  als  er  die  schlechteren  wirtschaftlichen 
Lebensumstände und ihre Auswirkungen auf sein Besuchsrechts geltend 
gemacht hat. Dieser Aspekt berührt die Frage nach der Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs  jedoch  nicht.  Es  ist  auch  ansonsten  nicht 
erkennbar,  aus  welchen  Gründen  die  Wegweisung  für  ihn  zu  einer 
existenzbedrohenden  Situation  führen  könnte.  Der  Vollzug  seiner 
Wegweisung ist damit als zumutbar zu erachten.

11. 
Aus  diesen  Darlegungen  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfügung  im 
Ergebnis  als  rechtmässig  zu  bestätigen  ist  (Art.  49  VwVG).  Die 
Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.

12. 
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer 
die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 und Art. 3 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2).

Dispositiv nächste Seite

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  900.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz […]
– das Migrationsamt des Kantons Zürich […]

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Giemsa­Haake

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie die Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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