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**Case Identifier:** 8dbf084b-5a92-582b-b023-2fa34fb11d40
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.01.2012 725 11 349 / 06 (725 2011 349 / 06)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-11-349---06_2012-01-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Januar 2012 (725 11 349 / 06) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Maurizio Greppi 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____, geboren 1971, arbeitete als Hilfsschlosser bei der Firma B.____ AG, in C.____ 
und war bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Als er auf der Arbeit am 27. 
Mai 2009 eine Treppe hinuntersteigen wollte, stolperte er und schlug nach dem Fallen mit dem 
Rücken auf den Betonboden auf. Er erlitt eine Beckenringfraktur Typ IIb, mit Sacrum-
Längsfraktur links, intraartikulärer wenig dislozierter Acetabulumquerfraktur und eine Fraktur 
des Processus transversus L5. A.____ war vom Unfalltag bis am 11. Juni 2009 auf der ortho-
pädischen Klinik des Kantonsspitals Liestal hospitalisiert. Vom 12. Juni 2009 bis 27. Juni 2009 
hielt sich A.____ zur Rehabilitation in der der Rehaklinik Rheinfelden auf. Eine Operation war 
nicht notwendig. 

 
 
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B. Ab 5. Oktober 2009 arbeitete A.____ wieder zu 50%. In der Folge verspürte er mehr 
Schmerzen, worauf weitere medizinische Abklärungen getroffen wurden. Vom 20. Juli 2010 bis 
17. August 2010 erfolgte ein weiterer Rehabilitationsaufenthalt in der Rehaklinik Bellikon, wo 
neben den bisherigen Diagnosen eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 
nach Unfall mit protrahiertem Verlauf und missglückten Arbeitsversuchen festgehalten wurde. 
 
C. Am 1. September 2010 schätzte der Kreisarzt Dr. X.____ den Integritätsschaden auf 
10%. Nach Vornahme erwerblicher Abklärungen gewährte die Suva A.____ mit Verfügung vom 
21. Dezember 2010 für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 27. Mai 2009 ab 
1. Februar 2011 eine Invalidenrente von Fr. 1'155.75 auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit 
von 26%. Im Weiteren wurde ihm eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.--, entsprechend 
einer Einbusse der Integrität von 10% und berechnet auf der Basis des zum Unfallzeitpunkt 
höchst versicherbaren Jahresverdienstes von Fr. 126'000.-- zugesprochen. 
 
D. Gegen diese Verfügung erhob A.____ eine Einsprache. Er machte geltend, er könne 
unter grösstmöglichem Einsatz sowie Willensanstrengung in leidensadaptierten Berufen eine 
Arbeitsleistung von maximal 50% erbringen. Die Suva lehnte mit Entscheid vom 29. August 
2011 die Einsprache ab. Zur Begründung machte sie geltend, dass die Suva-Rente nur die rei-
nen Unfallfolgen entschädige. Neben diesen Beschwerden beeinträchtigten auch psychogen 
bedingte Störungen die Erwerbsfähigkeit von A.____, die jedoch nicht in einem adäquaten Kau-
salzusammenhang mit dem Unfallereignis stünden. Gestützt auf den Austrittsbericht der Re-
haklinik Bellikon könne A.____ die frühere Tätigkeit als Hilfsschlosser und -schweisser nicht 
mehr ausüben. Eine mittelschwere Arbeit, wechselbelastend mit Stehen/Sitzen bis maximal 30 
Minuten am Stück, sei ihm jedoch ganztags zumutbar. Die Suva rechnete ihm ein Validenein-
kommen von Fr. 75'521.-- und gestützt auf die Lohnstrukturerhebung (LSE), durchschnittlicher 
Zentralwert für Männer im Anforderungsniveau 4 für einfache und repetitive Tätigkeiten nach 
Vornahme eines leidensbedingten Abzugs ein Invalideneinkommen von Fr. 55'744.-- an, wo-
durch ein Invaliditätsgrad von 26% resultierte. Zur Berechnung der Integritätsentschädigung 
verwies die Suva auf die Richtwerte ihrer medizinischen Abteilung und hielt in äquivalenter Be-
rücksichtigung von Tabelle 5, Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen, einen Integritäts-
schaden von 10% für angemessen.  
 
E. Gegen diesen Einspracheentscheid vom 29. August 2011 erhob A.____ mit Eingabe 
vom 5. Oktober 2011 Beschwerde an das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht) und beantragte die Festsetzung einer Suva-Rente von 45%. Er sei mit dem 
Entscheid nicht einverstanden, weil er im Moment auch in angepasster Tätigkeit nur 50% arbei-
ten könne und ihm aus seiner Sicht bei der beruflichen Wiedereingliederung ungenügend gehol-
fen worden sei. Er haben nun endlich seit 8. August 2011 eine Stelle als Sektorleiter in der Rei-
nigungsbranche und arbeite zurzeit immer noch zu 50%. Selbst in einem 100% Pensum würde 
er einen wesentlich niedrigeren Invalidenlohn erzielen, der zu einer Erwerbseinbusse von 45% 
führe. Die Suva beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 3. November 2011 die Abweisung der 
Beschwerde und wiederholte im Wesentlichen die Begründungen, die sie bereits im Einspra-
cheentscheid angeführt hatte.  

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57  des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Der Beschwerdeführer hat seinen Wohnsitz in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im weite-
ren form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Anspruch auf eine Invaliden-
rente (Art. 18 Abs. 1 UVG) hat die versicherte Person, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 % invalid ist. Zudem besteht gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung, wenn durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität bewirkt worden ist. 
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt - unter anderem - vor-
aus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

 
 
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2.3 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V  158 f. E. 1b mit zahlreichen 
Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob die-
ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit 
Hinweisen). Auch einem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an 
sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95; nicht 
publ. E. 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366).  
 
2.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
(EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung) mit dem Grundsatz der freien Beweis-
würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutach-
ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellun-
gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu-
zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih-
rer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen 
einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken 
der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Ein-
schätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein 
unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung 
durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt 
es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b) nicht zu, 
ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer 
Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vor-
behalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behan-
delnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - As-

 
 
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pekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
3.1 Die Suva stützte sich bei ihrer Beurteilung der unfallkausalen Gesundheitsfolgen auf 
den Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 19. August 2010 ab. Die Rehaklinik Bellikon 
unterzog den Beschwerdeführer einem Ergonomie-Trainingsprogramm zur Evaluation und Stei-
gerung der funktionellen Leistungsfähigkeit hinsichtlich einer beruflichen Neuorientierung. Im 
Bericht über dieses Trainingsprogramm vom 25. August 2010 beurteilte die Rehaklinik Bellikon 
die Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers als fraglich, weil sie bei den Tests und im 
Training eine deutliche Selbstlimitierung beobachtet hatte. Das Ausmass der demonstrierten 
physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der 
klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend 
erklären. Im Austrittsbericht vom 19. August 2010 diagnostizierte sie im Bereich der organisch 
nachweisbaren Gesundheitsfolgen eine Beckenringfraktur Typ 2B mit Sakrumlängsfraktur links, 
intraartikulärer wenig dislozierter Azetabulum-Querfraktur links, mehrfragmentärer dislozierter 
oberer und unterer Schambeinastfraktur links, Fraktur des Processus transversus L5 links. Vor-
bestehend und daher unfallfremd sind eine Bogenschlussstörung L5 sowie eine Spondylolyse 
L5 (Berichte des Kreisarztes vom 24. September 2009 und 15. Februar 2010) sowie ein Status 
nach hinterer Kreuzbandruptur (Bericht Rehaklinik Rheinfelden vom 3. Juli 2009). Die Ärzte der 
Rehaklinik Bellikon diagnostizierten ferner eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver 
Reaktion nach Unfall mit protrahiertem Verlauf und missglückten Arbeitsversuchen (ICD-10: 
F43.21). Bezüglich Arbeitsfähigkeit wurde eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt, die 
teilweise auf eine psychische Störung zurückzuführen sei, welche aber keine arbeitsrelevante 
Leistungsminderung begründen könne. Eine berufliche Tätigkeit als Hilfsschlosser und Hilfs-
schweisser sei nicht mehr zumutbar. Als zumutbar erachtete die Rehaklinik Bellikon eine mittel-
schwere Arbeit bei ganztägiger Tätigkeit, wechselbelastend mit Stehen/Sitzen bis max. 30 Min. 
am Stück.  
 
3.2 Die von der Rehaklinik Bellikon gestellten somatischen Diagnosen decken sich durch-
wegs mit denjenigen anderer Ärztinnen und Ärzte. Anfänglich war der Beschwerdeführer voll-
ständig arbeitsunfähig. Der Kreisarzt Dr. X.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates FMH, Sportmedizin, Manuelle Medizin, bestätigte in seinem Bericht 
vom 24. September 2009 einen guten Heilungsverlauf und berichtete von einer geplanten Auf-
nahme der Arbeitstätigkeit im Umfang von 50% ab 5. Oktober 2009. Er hielt eine ganztägige 
aktuell leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit bei streng freier Wahl zwischen Stehen, Sitzen 
und Gehen für zumutbar und empfahl ab 5. Oktober 2009 entweder eine halbtägige Arbeit mit 
Mehrbelastung oder eine ganztägige unter weniger Belastung. Anfänglich gelang dem Be-
schwerdeführer die Aufnahme einer halbtägigen Arbeit, während welcher er seine Arbeitsfähig-
keit steigern konnte. Nach Zunahme der Schmerzen wurde er dann aber wieder für 100% ar-
beitsunfähig geschrieben (vgl. Bericht der Orthopädischen Klinik Kantonsspital Liestal vom 16. 
Oktober 2009). Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. X.____ vom 15. Februar 
2010 berichtete der Beschwerdeführer über depressive Zustände. Dr. Y.____, Oberärztin der 
Externen Psychiatrischen Dienste stellte in ihrem Bericht vom 23. April 2010 die Diagnose einer 

 
 
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depressiven Reaktion im Rahmen einer Anpassungsstörung bei Status nach Arbeitsunfall mit 
Sturz aus grosser Höhe (ICD-10 F43.21).  
 
3.3 Das Gutachten der Rehaklinik Bellikon beruht auf eingehenden Beobachtungen und 
Untersuchungen, gelangt zu schlüssigen Ergebnissen und erlangt volle Beweiskraft da keine 
konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb 
mit weiteren Hinweisen). Es leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die 
Schlussfolgerungen der Experten sind begründet. Insbesondere hielt der Bericht fest, dass kei-
ne psychische Störung vorliege, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen 
könne. Davon abgesehen mangelt es hinsichtlich der psychischen Beschwerden auch am adä-
quaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 27. Mai 2009. Um eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen dem versicherten Unfallereignis 
und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt 
erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 
E. 3b). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten 
Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, 
d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von 
Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
4.1 Ob die psychischen Beschwerden zum Unfall vom 27. Mai 2009 adäquat kausal sind, be-
urteilt sich nach den Kriterien, wie sie das Bundesgericht in BGE 115 V 133 ff. entwickelt und in 
seiner Rechtsprechung seither beständig angewandt hat (vgl. BGE 123 V 98; BGE 124 V 44 E. 
5c/bb und 213 E.4b). Nach dieser Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs zwischen einem Unfallereignis und einer anschliessend einsetzenden psychi-
schen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem Unfallereignis für die Entstehung der 
psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Fra-
ge ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehens-
ablauf - folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen zweckmässig erscheint: banale bzw. 
leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende 
mittlere Bereich (vgl. BGE 115 V 133 E. 6). Bei leichten bzw. banalen Unfällen kann der adä-
quate Kausalzusammenhang in der Regel ohne Weiteres verneint werden, da aufgrund der 
allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse da-
von ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen 
Gesundheitsschaden zu verursachen. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Folgen ist dagegen bei schweren Unfällen in der Regel zu bejahen, da solche Unfälle meist 
geeignet sind, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei Unfällen aus 
dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kau-

 
 
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salzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind 
daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung ein-
zubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind nach der Rechtsprechung (vgl. BGE 115 V 133 
E. 6c/aa) zu nennen: 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfah-
 rungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
- körperliche Dauerschmerzen; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 
 
4.2 Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf 
mit den sich dabei entwickelnden Kräften  (vgl. RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. bb), nicht je-
doch Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zuge-
ordnet werden können. Derartigen, dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden, 
Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für 
Verletzungen, die sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für - unter dem Gesichtspunkt 
der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu 
prüfende - äusseren Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verlet-
zungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach sich zieht. Dieser 
Grundsatz gilt sowohl in Bezug auf die Adäquanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklun-
gen nach Unfall (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 8 S. 27 
E. 5.3.1) als auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Urteil des Bundesgerichts vom 
11. Juni 2008, 8C_536/2007, E. 6.1). 
 
4.3 Die Beschwerdegegnerin qualifizierte den Treppensturz als mittelschweren Unfall. Dieser 
Betrachtungsweise ist beizupflichten. Gleich beurteilt wurde etwa der Sturz eines Bauarbeiters 
in einen Lichtschacht, der Sturz an einem steinigen Flussufer hangabwärts auf den Rücken 
oder ein Sturz auf einer Aussentreppe (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2008, 
8C_798/2007, E. 4.1 mit Hinweisen). Die in BGE 115 V 140 f. genannten Adäquanzkriterien 
sind vorliegend sodann weder besonders ausgeprägt noch gehäuft erfüllt, was auch vom Be-
schwerdeführer nicht geltend gemacht wird.  
 
4.4 Gemäss den obigen Erwägungen ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin die adä-
quate Kausalität zwischen dem Unfall vom 27. Mai 2009 und den psychischen Beschwerden 
des Beschwerdeführers zu Recht verneinte. Sie sind somit nicht unfallkausal, weshalb sie nicht 
in die Bewertung der Arbeitsunfähigkeit mit einbezogen werden können. Es ist gestützt auf das 
Gutachten der Rehaklinik Bellikon vom 19. August 2010 davon auszugehen, dass dem Be-
schwerdeführer eine mittelschwere Arbeit bei ganztägiger Tätigkeit, wechselbelastend mit Ste-
hen/Sitzen bis max. 30 Min. am Stück zumutbar ist.  

 
 
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5.1 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid einen Invaliditäts-
grad von 26 % ermittelt. Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades 
einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das diese nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-
den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt 
(BGE 104 V 136).  
 
5.2 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden hypo-
thetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, was 
die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht an-
zuwendenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsäch-
lich verdienen würde (BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Die Einkom-
mensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, 
den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist 
(Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinwei-
sen). Ohne Unfallfolgen würde der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit in ei-
nem Vollpensum unbestrittenermassen einen Lohn von Fr. 75'521.-- erzielen.  
 
5.3 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung noch zumutbaren und realisierba-
ren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation aus-
zugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität 
eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben 
sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise 
voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 
Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 126 V 75 E. 3b; 117 V 18 E. 2c/aa; RKUV 1991, Nr. U 130, S. 272 E. 4a; AHI-Praxis 
1998, S. 179). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich 
weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre-
chung die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Schweizerischen 
Bundesamtes für Statistik (LSE Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1, 
126 V 75 E. 3b/aa). Im vorliegenden Fall befand sich der Beschwerdeführer zumindest bis zum 
Verfügungszeitpunkt in keinem stabilen Arbeitsverhältnis, weshalb die LSE Tabellenlöhne zur 
Anwendung gelangen. Zudem kann festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer seine 
verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise ausnützte. Der durchschnittliche Zent-
ralwert für Männer im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) betrug im Jahr 
2008 bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 4'806.-- monatlich oder Fr. 57'672.-
- jährlich. Umgerechnet auf eine durchschnittliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und indexiert 

 
 
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mit 2.1% Nominallohnentwicklung im Jahr 2009 und 0.9% im Jahr 2010 ergibt dies ein Jah-
reseinkommen von Fr. 61'938.--.  
 
6.1 Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind praxisgemäss verschiede-
ne Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung zu 
den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die 
Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Ein-
schränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäfti-
gungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist 
der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden 
Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 80 E. 5b). 
Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts-
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer der genannten 
Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits-
markt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann.  
 
6.2 Dem Beschwerdeführer ist eine mittelschwere Arbeit bei ganztägiger Tätigkeit, wechsel-
belastend mit Stehen/Sitzen bis max. 30 Min. am Stück zumutbar. Aus dieser Beschreibung der 
zumutbaren Verweistätigkeit ergibt sich ohne weiteres, dass der Beschwerdeführer in Bezug 
auf die Verwertung seiner verbliebenen Rest-Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 
eingeschränkt ist. Im Vergleich zu einer nicht beziehungsweise nicht derart gesundheitlich ein-
geschränkten Person wird er an einem vergleichbaren Arbeitsplatz Lohneinbussen in Kauf zu 
nehmen haben. Beim Beschwerdeführer liegt demnach eine Erschwernis hinsichtlich der er-
werblichen Verwertungsmöglichkeiten der verbliebenen Arbeitsfähigkeit vor, welche die Vor-
nahme eines leidensbedingten Abzuges ohne weiteres zu rechtfertigen vermag. Praxisgemäss 
kann ein leidensbedingter Abzug von 10 % als durchaus angemessen bezeichnet werden. Wei-
tere Merkmale, die zur Vornahme eines leidensbedingten Abzuges Anlass geben würden wie 
beispielsweise das Alter, die Anzahl der Dienstjahre, der Aufenthaltsstatus oder der Beschäfti-
gungsgrad sind demgegenüber nicht zu berücksichtigen. Das nach den LSE Tabellen ermittelte 
Invalideneinkommen ist somit um 10 % zu kürzen, was zu einem anrechenbaren Invalidenein-
kommen von Fr. 55'744.-- führt. 
 
6.3 Setzt man das Valideneinkommen von Fr. 75'521.-- dem vorstehend ermittelten Invali-
deneinkommen von Fr. 55'744.-- gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 19'777.-- und damit ein von der Beschwerdegegnerin der Rentenberechnung zugrunde ge-
legter Invaliditätsgrad von 26 %.  
 
7.1  Die Integritätsentschädigung wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens 
abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG). Massgeblich für die Beurteilung der Schwere des Schadens ist 
der medizinische Befund (BGE 115 V 147 E. 1 S. 147, 113 V 218 E. 4b S. 221 mit Hinweisen; 
RKUV 2004 Nr. U 514 S. 415 E. 5.2 in fine, U 134/03; JEAN-MAURICE FRÉSARD/MARGIT MOSER-
SZELESS, L'assurance-accidents obligatoire, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht 
[SBVR], Soziale Sicherheit, Ulrich Meyer [Hrsg.], Basel/Genf/München 2007, 2. Aufl., S. 917 Rz 

 
 
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235). Für die Bemessung der Entschädigung gelten die Richtlinien des Anhanges 3 zur UVV 
(Art. 25 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 36 Abs. 2 UVV). Darin sind häufig vorkommende 
und typische Schäden innerhalb einer Skala prozentual gewichtet. Die Entschädigung für spe-
zielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalen-
wert abgeleitet (Anhang 3 zur UVV, Ziff. 1 Abs. 2). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Or-
gans wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und bei teilweiser Gebrauchsunfä-
higkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung ganz ent-
fällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes ergäbe (Ziff. 2). Davon ausgehend hat die SUVA  weitere Bemessungsgrundlagen in 
tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Soweit diese Tabellen lediglich Richtwerte ent-
halten, mit denen die Gleichbehandlung der Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit 
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 211 E. 4a/cc1, je mit Hinweis; RKUV 2004 
Nr. U 514 S. 415 E. 5.1, U 134/03). 
  
7.2  Der Kreisarzt Dr. X.____ schätzte in seiner Beurteilung vom 1. September 2010 den 
unfallbedingten Integritätsschaden auf 10 %. Er begründete seine Einschätzung damit, dass als 
Äquivalent Tabelle 5, Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen angelegt werde, da die 
Beckenregion bei einer Open book-Fraktur als Verlängerung der Wirbelsäule, auch bezüglich 
der Schmerzsymptomatik, angesehen werden könne. Abgleichbar seien mässige Beanspru-
chungsschmerzen, äquivalent einem Zustand nach Discushernie nachgewiesen inklusive Oste-
ochondrose, so dass bei objektiv ausgeheilten Frakturen bedingt durch die dreidimensionale 
Frakturarchitektur die Schmerzresiduen lokalisiert auf die Unfallregion Becken abstrakt und 
egalitär mitberücksichtigt seien. Der Kreisarzt stützte sich bei seiner Beurteilung auf die erho-
benen medizinischen Befunde. Auf seine Schätzung kann daher vorliegend ohne Weiteres ab-
gestellt werden und es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Integritäts-
entschädigung entsprechend einer Einbusse der Integrität von 10% festsetzte. 
 
8. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der von der Beschwerdegegnerin 
ermittelte Invaliditätsgrad von 26 % und die Ausrichtung einer entsprechenden IV-Rente ab 
1. Februar 2011 sowie die Zusprechung einer Integritätsentschädigung entsprechend einer Ein-
busse von 10 % nicht zu beanstanden sind. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 
 
9. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
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