# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c203e436-09f9-502a-9974-09a98c1733d1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.06.2016 725 16 74 (725 2016 74)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-74_2016-06-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 9. Juni 2016 (725 16 74) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Die Behauptung eines ungeeigneten biomechanischen Unfallvorgangs genügt alleine 
nicht, um die Versicherungsleistungen einzustellen. Vorliegend bestehen erhebliche 
Zweifel an der Richtigkeit der kreisärztlichen Einschätzung, weshalb die Unfallversiche-
rung in Bezug auf die Unfallkausalität der geklagten Schulterbeschwerden ein externes 
fachärztliches Gutachten einzuholen hat. 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Robin Eschbach 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4002 Basel 
 
 
gegen 
 
 

SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 
 
 

Betreff Leistungen  
 
 
 
A.1 A.____ war bei der B.____ Genossenschaft angestellt und aufgrund dieses Arbeitsver-
hältnisses bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von 
Unfällen versichert. Am 18. Dezember 2014 rutschte der Versicherte auf abfallendem Gelände 

 

 
 
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aus, wobei er sich gemäss Schadenmeldung UVG vom 19. Dezember 2014 eine Prellung am 
Thorax zuzog. Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen. 
 
A.2 Mit Schreiben von 6. Mai 2015 teilte die SUVA dem Versicherten formlos mit, dass sie 
ihre Leistungen per sofort einstellen werde, da der Status quo sine erreicht sei. Hiergegen er-
hob der Versicherte durch seine Rechtsvertretung, VEBA Consulting AG, schriftliche Einwände. 
Mit Verfügung vom 27. Oktober 2015 hielt die SUVA an der Leistungseinstellung fest. Eine 
hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten wurde mit Entscheid vom 27. Januar 2016 
abgewiesen. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 29. Februar 2016 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin bean-
tragte er, der Einspracheentscheid vom 27. Januar 2016 sei aufzuheben und es sei die Be-
schwerdegegnerin zu verpflichten, weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Alles 
unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. April 2016 schloss die SUVA auf Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf einzutreten sei. Ausserdem sei der Einspracheentscheid vom 18. No-
vember 2015 (gemeint wohl 27. Januar 2016), womit die Verfügung der SUVA vom 27. Oktober 
2015 geschützt wird, zu bestätigen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die form- und fristgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde des Versicherten ist einzutreten.  
 
2. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2015 bzw. Einspracheentscheid vom 27. Januar 2016 
stellte die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen betreffend das Unfallereignis vom 
18. Dezember 2014 per 6. Mai 2015 (Heilkosten/Taggeld) ein. Streitig und zu prüfen ist, ob der 
Beschwerdeführer über diesen Zeitpunkt hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen aus der 
obligatorischen Unfallversicherung hat.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss 
Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und erlischt mit der Wiedererlangung der 
vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 

 

 
 
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3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – 
zunächst voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden 
(Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-
dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der 
leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt 
die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer 
(SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs 
muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht 
es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheits-
schaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend 
ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verlo-
ren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgericht vom 10. März 2010, 8C_963/2009, 
E. 2.1). 
 
4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-

 

 
 
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nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 E. 1b mit zahlreichen weiteren 
Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bundesge-
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht 
alle Beweismittel unabhängig von wem sie stammen objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-
schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Ex-
perten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a; 122 V 160 E. 1c). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
5. Für die Beurteilung der Frage, ob zwischen dem Unfall vom 18. Dezember 2014 und 
den dadurch verursachten Beschwerden die natürliche Kausalität zu bejahen ist, sind im We-
sentlichen folgende medizinische Berichte von Relevanz: 
 
5.1 In der Schadenmeldung UVG vom 19. Dezember 2014 wurde festgehalten, der Be-
schwerdeführer habe am 18. Dezember 2014 einen Unfall erlitten und sich dabei eine Prellung 
des Thorax (Rippen, Brustkorb) zugezogen. 
 
5.2 PD Dr. med. C.____, FMH Radiologie, diagnostizierte am 16. April 2015 eine etwa 
6 bis 7mm lange bursaseitige Partialruptur in der mittleren bis hinteren Supraspinatus-
Sehnenplatte mit Reduktion des Sehnenquerschnittes auf unter 50 % und angrenzender hori-
zontaler intratendinöser Einrissbildung in der hinteren Supraspinatussehnenplatte, eine beglei-
tende Bursitis subdeltoidea, eine begleitende cranialseitige Partialruptur in der Subscapula-

 

 
 
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rissehnenplatte mit Subluxationsstellung der langen Bicepssehne am Eintritt in den Sulcus inter-
tubercularis und eine Verdickung der Kapsel ventral medial hinter dem Korakoid, bei entspre-
chender Klinik vereinbar mit einer Frozen Shoulder. 
 
5.3 Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, stellte in seinem Bericht vom 23. April 2015 folgende Diagnosen: Partialruptur Sup-
raspinatussehne, geringfügig Subscapularissehne, Subluxation lange Bizepssehne mit Partial-
ruptur Schulter rechts bei Status nach Schulterkontusion und Distorsionstrauma mit begleiten-
der Rippenfraktur rechts am 18. Dezember 2014. Zum Unfall vom 18. Dezember 2014 äusserte 
er sich dahingehend, dass der Versicherte bei der Arbeit auf nassem Untergrund ausgerutscht 
und dabei auf die rechte Seite gefallen sei. Der Arm sei dabei angewinkelt gewesen und es sei 
zu einem sehr starken Schlag auf die rechte Schulter und rechte Seite gekommen. Im Kan-
tonsspital Liestal seien Rippenfrakturen festgestellt und auch analgetisch behandelt worden. 
Nachdem die Beschwerden im Bereich der rechten Rippen nachgelassen hätten und der Pati-
ent die Schmerzmedikation reduziert habe, seien Schulterschmerzen aufgetreten, welche seit-
her persistieren würden. Der Versicherte habe durch den Sturz bedingt ein starkes Distorsions- 
und Kontusionstrauma der rechten Schulter erlitten.  
 
5.4 In der ärztlichen Beurteilung vom 5. Mai 2015 führt der Kreisarzt Dr. med. E.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, aufgrund der Be-
schreibung im Bericht von Dr. D.____ vom 22. April 2015 sei das Ereignis vom 18. Dezember 
2014 biomechanisch nicht geeignet, eine Verletzung der Rotatorenmanschette der rechten 
Schulter zu verursachen. In der MR-Arthografie und der Röntgen-Arthografie des Schulterge-
lenks rechts vom 16. April 2015 werde eine bursaseitige Partialruptur der Subscapularissehne 
beschrieben. Diese Sehnenverletzung stellten degenerativ bedingte Veränderungen der Rotato-
renmanschette dar. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Versicherten seien die Verände-
rungen der Rotatorenmanschette überwiegend wahrscheinlich degenerativ. Strukturell objekti-
vierbare Läsionen infolge des Unfalls vom 18. Dezember 2014 seien in der rechten Schulter 
nicht entstanden und die Unfallfolgen würden keine Rolle mehr spielen. Eine eventuelle Opera-
tion der rechten Schulter und die aktuell beklagten Beschwerden von dieser seien auf krank-
heitsbedingte Veränderungen zurückzuführen. 
 
5.5 Im Operationsbericht von Dr. D.____ vom 8. Mai 2015 wird die Diagnose einer post-
traumatischen Rotatorenmanschettenruptur gestellt. Es wurde eine offene Rotatorenmanschet-
ten-Refixation, eine Bizepssehnentenotomie und eine Acromioplastik Schulter rechts vorge-
nommen. 
 
5.6 Mit Bericht vom 25. Mai 2015 wiederholt Dr. D.____ im Wesentlichen seine Feststel-
lungen des Berichts vom 23. April 2015. Des Weiteren sei am 8. Mai 2015 die offene Rotato-
renmanschettenrefixation, Bizepssehnentonomie und Akrimoplastik rechts in der Klinik E.____ 
erfolgt. Es bestehe ein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang der Schulterver-
letzung rechts mit dem Ereignis vom 18. Dezember 2014. Es könne dem Patienten nicht ange-
lastet werden, dass die behandelnden Ärzte auf der Notfallstation des Kantonsspitals Liestal am 

 

 
 
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Unfalltag die Schulter nicht untersucht und nur die Rippenfraktur diagnostiziert hätten. Vor dem 
Unfallereignis hätte der Versicherte unter keinerlei Schulterbeschwerden gelitten.  
 
5.7 In der ärztlichen Beurteilung von Dr. E.____ vom 22. Juni 2015 hält er an seiner bishe-
rigen Einschätzung fest, das Ereignis vom 18. Dezember 2014 sei nicht geeignet, eine Rotato-
renmanschettenverletzung hervorzurufen. 
 
6. Die Beschwerdegegnerin stützt sich in ihrem Einspracheentscheid vom 27. Januar 
2016 auf die Ausführungen von Dr. E.____ vom 5. Mai 2015 und 22. Juni 2015. Sie kommt da-
bei zum Schluss, dass in Bezug auf die beim Unfall erlittene Schulterprellung der Status quo 
sine erreicht sei. Die geklagten Schulterbeschwerden, insbesondere die operativ angegange-
nen Läsionen der Rotatorenmanschette, seien nicht auf den Unfall vom 18. Dezember 2014 
zurückzuführen, weshalb sie ab 6. Mai 2015 keine Leistungen mehr schulde. 
 
7. Dieser Auffassung kann aus nachfolgenden Gründen nicht gefolgt werden. Da 
Dr. E.____ als Kreisarzt ein verwaltungsinterner Arzt ist, sind bei der Würdigung seiner Beurtei-
lungen strenge Anforderungen zu stellen. Wenn auch nur geringe Zweifel an deren Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit bestehen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
(BGE 137 V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4). Solche Zweifel sind vorliegend nicht von der Hand 
zu weisen. Dr. E.____ führt in seinen Berichten vom 5. Mai 2015 und 22. Juni 2015 aus, dass 
das Ereignis vom 18. Dezember 2014 biomechanisch nicht geeignet sei, eine Verletzung der 
Rotatorenmanschette der rechten Schulter zu verursachen. Dabei stützt er sich auf die Be-
schreibung von Dr. D.____ in dessen Bericht vom 22. April 2015 (recte wohl 23. April 2015). Er 
führt weiter aus, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehe aufgrund des Alters des Versi-
cherten eine degenerative Veränderung der Rotatorenmanschette der rechten Schulter und 
verneint das Vorliegen von Hinweisen auf eine traumatische Rotatorenmanschettenverletzung. 
Dr. E.____ widerspricht damit der Einschätzung von Dr. D.____, der – insbesondere in seinem 
Bericht vom 25. Mai 2015 – von einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang 
zwischen der Schulterverletzung rechts und dem Unfallereignis vom 18. Dezember 2014 aus-
geht. Dabei führt er nicht aus, weshalb der Unfall nicht geeignet wäre, die Schulterverletzung 
des Beschwerdeführers zu verursachen. Nachdem die SUVA zunächst ihre Leistungspflicht 
anerkannt hat, genügt die Ablehnung der Leistungspflicht aufgrund eines angeblich ungeeigne-
ten biomechanischen Unfallvorgangs nicht, um die Versicherungsleistungen einzustellen. 
Ebensowenig genügt der nicht auf den konkreten Fall bezogene Hinweis auf das Alter des Be-
schwerdeführers. Weiter ist zu beachten, dass Dr. E.____ den Beschwerdeführer nicht persön-
lich untersucht hat und sich beim Unfallhergang massgeblich auf die Schilderung von 
Dr. D.____ stützt, welcher allerdings die Unfallkausalität selbst bejaht. Insgesamt bestehen 
deshalb erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der kreisärztlichen Einschätzung. Die Berichte von 
Dr. D.____ andererseits vermögen – auch wenn sie Zweifel an der Einschätzung von 
Dr. E.____ hervorrufen – wegen einer zu knappen Begründung nicht genügen, um die Kausali-
tät der Schulterbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu beweisen. Es ist deshalb 
festzustellen, dass die Unfallkausalität zwischen dem Ereignis vom 18. Dezember 2014 und 
den Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers medizinisch nicht ausreichend abgeklärt 
wurde.  

 

 
 
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8. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, die Angelegenheit an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialver-
sicherungsgerichte zwar nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung 
zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen 
vorzunehmen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt 
überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in ei-
nem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die 
Beschwerdegegnerin vorliegend nicht alle notwendigen Abklärungen betreffend die Unfallkau-
salität vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungs-
verfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Beschwerde-
gegnerin auch unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts 
entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheent-
scheids vom 27. Januar 2016 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat weitere 
medizinische Abklärungen in Bezug auf die Unfallkausalität der geklagten Schulterbeschwerden 
in Form eines externen fachärztlichen Gutachtens vorzunehmen. 
 
9. Zusammenfassend ist aufgrund der vorstehenden Ausführungen festzustellen, dass 
die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, als der Einspracheentscheid der SUVA vom 
27. Januar 2016 aufzuheben und die Angelegenheit zur Vornahme weiterer medizinischer Ab-
klärungen im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. 
 
10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. 
 
10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. 
Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ist unter Obsiegen im Streit um eine Leistung in der 
Sozialversicherung nicht nur das materielle Obsiegen in dem Sinne zu verstehen, dass die Be-
schwerde führende Person die beantragte Leistung erhält. Vielmehr genügt für den bundes-
rechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, 
dass der Beschwerde führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und der Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurtei-
lung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (ZAK 1987, 
S. 266 ff.). Nachdem die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur Abklärung im Sinne der 
Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer 
eine Parteientschädigung auszurichten. In der Honorarnote vom 2. Mai 2016 hat die Rechtsver-
treterin des Beschwerdeführers einen Aufwand von 10.6667 Stunden und Auslagen in Höhe 
von Fr. 68.-- geltend gemacht, was angesichts der sich stellenden Rechts- und Sachverhalts-
fragen angemessen ist. Die Bemühungen sind sodann zu dem in Sozialversicherungsprozes-
sen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Der geltend gemachte Stundenansatz von Fr. 300.-- ist entspre-

 

 
 
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chend zu reduzieren. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer demnach eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘953.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu be-
zahlen. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-
rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Ein-
spracheentscheid der SUVA vom 27. Januar 2016 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2‘953.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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