# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 186e434a-dc34-579c-a8fa-26a8aa84604b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.09.2010 C-4983/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4983-2010_2010-09-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4983/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

A._______, Deutschland,
vertreten durch Advokat lic. iur. Dominik Zehntner, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4983/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass A._______ mit Gesuch vom 12. August 2009 (act. 11) bei der IV-
Stelle  Basel-Stadt  einen Antrag auf  Ausrichtung von Leistungen  der 
schweizerischen Invalidenversicherung eingereicht hat;

dass die gemäss Art. 40 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) zuständige IV-Stelle 
für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend: IVSTA) mit  Verfügung  vom 
9. Juni 2010 (act. 47) entsprechend der Ankündigung im Vorbescheid 
vom 31. März  2010 (act. 35)  das  Leistungsbegehren von A._______ 
im Wesentlichen gestützt auf das Gutachten und die Stellungnahmen 
von  Dr. med. B._______,  Spezialarzt  für  Psychiatrie  und  Psycho-
therapie,  vom  23. November  2009  (act. 25),  vom  13. März  2010 
(act. 34) und vom 25. Mai 2010 (act. 44) abgewiesen hat;

dass  A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin),  vertreten  durch 
Advokat Dominik Zehntner, gegen die Verfügung vom 9. Juni 2010 am 
9. Juli 2010 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat;

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art.  33 VGG 
zuständig ist;

dass  die  IVSTA eine  Vorinstanz  gemäss  Art. 33  lit. d  VGG  ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Sinne  von  Art. 59  des  Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(Art. 60  ATSG  und  Art. 52  VwVG)  und  der  einverlangte  Kostenvor-
schuss fristgerecht geleistet wurde und somit auf die Beschwerde ein-
zutreten ist;

dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 26. August 2010 unter Hin-
weis auf die Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt vom 23. August 

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C-4983/2010

2010 beantragt  hat,  die  Beschwerde  sei  dahingehend gutzuheissen, 
dass  die  Verfügung aufzuheben und die  Angelegenheit  zur  weiteren 
Abklärung im Sinne der Stellungnahme an die IVSTA zurückzuweisen 
sei;

dass die IVSTA respektive die IV-Stelle Basel-Stadt in ihren Stellung-
nahmen  ausführen,  die  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  durch 
Dr. med. B._______  sei  widersprüchlich  und  enthalte  prognostische 
Aussagen,  weshalb  keine  aktuelle  und  korrekte  Beurteilung  möglich 
sei;

dass sich aus den in den Akten befindlichen medizinischen Unterlagen 
und – insbesondere auch innerhalb der verschiedenen Berichten des-
selben  Arztes  –  tatsächlich  Widersprüche  ergeben  und  die  Arbeits-
fähigkeit  der  Beschwerdeführerin  damit  nicht  rechtsgenüglich festge-
stellt werden kann;

dass der Sachverhalt somit nur ungenügend abgeklärt worden ist;

dass Art. 49 lit. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt;

dass die Beschwerde daher in dem Sinn gutzuheissen ist, dass die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 
Abs. 1  VwVG zur  Neubeurteilung  an  die  IVSTA zurückzuweisen  ist, 
verbunden  mit  der  Anweisung,  den  Sachverhalt  durch  umfassende 
Abklärungen zu ergänzen und anschliessend in der Sache neu zu ver-
fügen;

dass  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  sind  (Art. 63  Abs. 1  und 2 
VwVG und der Beschwerdeführerin der geleistete Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 400.--  nach Eintritt  der  Rechtskraft  auf  ein von ihr 
anzugebendes Konto zurückzuerstatten ist;

dass  der  obsiegenden  Beschwerdeführerin,  welche  anwaltlich  ver-
treten war, zu Lasten der IVSTA eine Parteientschädigung in der Höhe 
von  Fr. 1'500.--  zuzusprechen  ist  (Art. 7 ff. des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinn  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zur ergänzenden Ab-
klärung  und  Neubeurteilung  im  Sinne  der  Erwägungen  an  die  Vor-
instanz zurückgewiesen wird.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete  Kosten-
vorschuss von Fr. 400.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'500.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl-
adresse  und  Vernehmlassung  der  IVSTA inkl.  Stellungnahme  IV-
Stelle Basel-Stadt)

- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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