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**Case Identifier:** d0f3a618-8b81-54a6-be24-dd35b1cf8c9c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.01.2014 725 2013 276 (725 13 276)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2013-276_2014-01-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. Januar 2014 (725 13 276) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung an Vorinstanz zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Monika Guth, Advo-
katin, Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherung AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel, 
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, 
Güterstrasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ arbeitete im Zeitpunkt ihres Unfalls in einem Teilzeitpensum von 40% als Pfle-
gefachfrau FH im Spital B.____ und war in dieser Eigenschaft bei der Basler Versicherung AG 
(Basler) gegen die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsunfällen versichert. Gemäss Scha-
denmeldung UVG der Arbeitgeberin vom 11. April 2013 habe die Versicherte am 2. Oktober 
2012 bei sich zuhause einen Fehltritt auf einer Treppe gemacht und dabei die rechte Grosszehe 

 
 
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geprellt. Am 12. April 2013 schilderte die Versicherte der Basler das Ereignis vom 2. Oktober 
dahingehend, dass sie zwei Treppenstufen übersehen habe und dabei gestolpert sei.  
 
B. Die Basler klärte in der Folge den medizinischen Sachverhalt ab. Am 31. Mai 2013 
teilte sie der Versicherten mit, dass sie für die Folgen des Unfalls vom 2. Oktober 2012 (Befund 
rechte Grosszehe) und die damit verbundene Heilbehandlung bis 2. Januar 2013 Versiche-
rungsleistungen erbringe. Für die ab 3. Januar 2013 entstandenen Heilbehandlungskosten sei 
die Basler mangels natürlicher Kausalität nicht mehr leistungspflichtig. Die gegen diesen Ent-
scheid erhobene Einsprache wies die Basler am 30. August 2013 ab. 
 
C. Hiergegen richtet sich die Beschwerde, welche die Versicherte, vertreten durch Advoka-
tin Dr. Monika Guth, am 26. September 2013 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), erhob. Sie beantragte, dass die Verfügung vom 
31. Mai 2013 und der Einspracheentscheid vom 30. August 2013 aufzuheben und die Basler zu 
verpflichten sei, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Sache zur Einho-
lung von weiteren medizinischen Berichten und zur anschliessenden Neubeurteilung an die 
Beschwerdebeklagte zurückzuweisen. Unter o/e-Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegne-
rin. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen sinngemäss vor, dass sich die Beschwerde-
gegnerin auf unzureichende medizinische Unterlagen stütze.  
 
D. Die Basler, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, schloss in ihrer Vernehm-
lassung vom 1. November 2013 auf Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Da die Beschwerdeführerin in Reinach wohnt, ist das Kantonsgericht örtlich für die Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde der Versi-
cherten vom 26. September 2013 ist demnach einzutreten.  
 
2. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 31. Mai 2013, die mit Einsprache-
entscheid vom 30. August 2013 bestätigt wurde, den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
Leistungen aus der Unfallversicherung bis 2. Januar 2013 festgelegt. Streitig und zu prüfen ist, 

 
 
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ob die Beschwerdeführerin über dieses Datum hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen aus 
der obligatorischen Unfallversicherung hat. 
 
3.1 Versicherungsleistungen im Sinne von Art. 10 ff. UVG (Taggelder / Heilbehandlung / 
Rente) hat der Unfallversicherer nur zu erbringen, wenn zwischen dem versicherten Ereignis 
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit) ein natürlicher  Kausalzusam-
menhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit ande-
ren Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele (BGE 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).  
 
3.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht (vgl. ALFRED MAURER, Schweizeri-
sches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 474). Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo 
ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo si-
ne), erreicht ist (RKUV 1992, S. 75 E. 4b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 
nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweis-
last - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 
gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1992, S. 76 mit 
Hinweisen). 
 
3.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende 
Behörde - die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 115 V 142 E. 8b mit weiteren Hinweisen) zu befinden hat. 
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan-
spruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen). 
 
3.4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-

 
 
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nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren 
Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle 
anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Be-
weismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 
S. 113 E. 3a).  
 
3.4.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Bundesgerichts mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, 
jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol-
ten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4. Für die Beurteilung der Frage, ob die Basler über den 2. Januar 2013 hinaus Versiche-
rungsleistungen zu erbringen hat, sind im Wesentlichen nachfolgende Berichte zu berücksichti-
gen: 
 
4.1 Dem Bericht der C.____ zuhanden des behandelnden Hausarztes Dr. med. D.____, 
FMH Allgemeine Medizin, vom 18. April 2013 ist zu entnehmen, dass bei der Beschwerdeführe-
rin ein Status nach Distorsionsverletzung des Grosszehengrundgelenks rechts vor sechs Mona-
ten vorliege. Seither bestünden eine Schwellung und eine eingeschränkte Zehenheberfunktion. 
Die C.____ klärte ab, ob eine Sehnenläsion oder eine alte Fraktur erkennbar sei. Der Befund 
und die Beurteilung der Untersuchung ergaben, dass sich bei der Beschwerdeführerin eine 
schwere Grosszehengelenksarthrose mit grossflächig viertgradigen Knorpeldefekten und sub-
chondral ödematösen reaktiven Knochenmarkveränderungen finden lasse. Auch die Gelenke 
zwischen dem Köpfchen Metatarsale I und den plantarseitigen Sesambeinen seien betroffen. 

 
 
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Das Köpfchen von Metatarsale I zeige erhebliche osteophytäre Appositionen. Eine Fehlstellung 
liege nicht vor. Weiter bestünde ein unauffälliger Befund an den Flexoren- und Extensorenseh-
nen Digitale I. Es seien jedoch perartikuläre ödematöse Weichteilveränderungen und eine ge-
kammerte Flüssigkeitskollektion zwischen den MTP-Gelenken Digitale I und II im Sinne eines 
synovialen Ganglions bzw. einer Bursitis intermetatarsal erkennbar.  
 
4.2 Dr. D.____ führte am 24. April 2013 zuhanden der Basler aus, dass bei der Beschwer-
deführerin eine traumatisierte Grosszehengrundgelenksarthrose rechts vorliege. Bereits am 
22. April 2013 hatte er gegenüber der Klinik E.____ geäussert, dass die Beschwerdeführerin 
am 2. Oktober 2012 eine Distorsion der rechten Grosszehe erlitten und sie ihn deshalb am 
10. April 2013 erstmals aufgesucht habe.  
 
4.3 Am 7. Mai 2013 führte der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. F.____, 
Allgemeine Medizin, aus, dass der Status quo ante nach Zehengrundgelenkkontusion innert 
drei Monaten erreicht sei. Die weiteren Abklärungen und Behandlungen seien nicht mehr über-
wiegend wahrscheinlich unfallkausal, sondern auf den erheblichen Vorzustand zurückzuführen. 
 
4.4 Dr. D.____ hielt am 23. September 2013 gegenüber der Rechtsvertreterin der Be-
schwerdeführerin fest, dass er vor dem MRI vom 18. April 2013 keine Grosszehengrundge-
lenkarthrose in seinen Akten festgehalten habe. Aufgrund der Schwere der Arthrose sei er da-
von ausgegangen, dass sich diese nicht innerhalb von 6 Monaten habe entwickeln können. Er 
habe deshalb die Erstdiagnose „traumatisierte Grosszehengrundgelenkarthrose rechts“ erho-
ben. Ferner führte Dr. D.____ aus, dass Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, Klinik E.____, in seiner Erstbeurteilung am 13. Mai 
2013 einen posttraumatischen Hallux rigidus des rechten Fusses nach Anpralltrauma am 
2. Oktober 2012 mit intraartikulärer Fraktur diagnostiziert habe. Die aktuell geklagten Be-
schwerden seien, so Dr. D.____ weiter, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis 
vom 2. Oktober 2012 zurückzuführen, da die Beschwerdeführerin sich ihm gegenüber vor die-
sem Zeitpunkt nie über Schmerzen im rechten Fuss geäussert habe. Die lange Dauer der Be-
schwerden und Behandlung lasse sich durch die erhebliche Arthrose erklären. Die Arthrose sei 
naturgemäss chronisch und könne bis zum meist unausweichlichen Gelenkersatz mittels ab-
schwellenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten behandelt 
werden. Zur Frage, ob diese Arthrose als Folge des Unfalls zu verstehen sei, müsse sich 
Dr. G.____ äussern.  
 
4.5 Dr. G.____ führte am 25. September 2013 aus, dass bei der Beschwerdeführerin kein 
Vorzustand bestanden habe und die Grosszehengrundgelenkarthrose als posttraumatisch zu 
verstehen sei. Die aktuell geklagten Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
auf den Unfall vom 2. Oktober 2012 zurückzuführen. Die lange Dauer der Beschwerden und der 
Behandlung seien aufgrund der verpassten intraartikulären Fraktur, welche eine Reizung verur-
sacht habe, und durch die posttraumatische Arthrose erklärbar. 
 
5.1 Gestützt auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes Dr. F.____ vom 7. Mai 2013 
kam die Basler in ihrem Einspracheentscheid vom 30. August 2013 zum Schluss, dass kein 

 
 
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natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 2. Oktober 2012 und den über den 
2. Januar 2013 hinaus geklagten Beschwerden am rechten Fuss vorliege. Die Beschwerdefüh-
rerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass der natürliche Kausalzusammenhang 
zu bejahen sei. 
 
5.2 Eine Würdigung der medizinischen Unterlagen ergibt, dass eine zuverlässige Beurtei-
lung der streitigen Sache gestützt auf die vorstehenden Berichte nicht möglich ist. Fest steht, 
dass die Beschwerdeführerin am 2. Oktober 2012 auf einer Treppe stolperte und sich dabei die 
rechte Grosszehe verletzte. Nachdem die Schmerzen persistierten, suchte sie im April 2013 
ihren Hausarzt Dr. D.____ auf, der eine MRI-Untersuchung veranlasste, welche am 18. April 
2013 durchgeführt wurde. Die Beschwerdegegnerin legte den MRI-Bericht der C.____ vom 
18. April 2013 ihrem beratenden Arzt Dr. F.____ vor. Am 7. Mai 2013 nahm er dazu Stellung 
und führte unter Hinweis auf die schwere Grosszehengrundgelenkarthrose, Osteophytien, intak-
te Sehnen und eine Begleitbursitis aus, dass der Status quo ante drei Monate nach dem Ereig-
nis erreicht sei und die nunmehr geltend gemachten Beschwerden nicht mehr unfallkausal sei-
en. Dieser Begründung kann nicht gefolgt werden, entspricht sie doch keineswegs den recht-
sprechungsgemäss geforderten Anforderungen an einen medizinischen Bericht (vgl. E. 3.4.2). 
Allein die Tatsache, dass Dr. F.____ beratender Arzt der Beschwerdegegnerin ist, relativiert die 
Aussagekraft seiner Beurteilung zwar nicht grundsätzlich und lässt auch nicht auf mangelnde 
Objektivität oder auf Befangenheit schliessen. Hingegen liegen Indizien vor, die gegen die Zu-
verlässigkeit seiner Beurteilung sprechen. So wiederholte Dr. F.____ nur die bereits bekannten 
Diagnosen und kam zum Schluss, dass der Status quo ante spätestens drei Monate nach dem 
Ereignis vom 2. Oktober 2012 erreicht sei. In seinem Bericht legt er jedoch nicht dar, weshalb 
die unfallbedingte Heilbehandlung der Verletzung an der Grosszehe und die in der Folge persis-
tierenden Beschwerden lediglich drei Monate in Anspruch genommen hätten. Seine knappe 
Einschätzung der medizinischen Situation ist - entgegen den Ausführungen der Beschwerde-
gegnerin - weder schlüssig noch nachvollziehbar, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. 
Dieser Schluss drängt sich insbesondere auch unter Berücksichtigung der Tatsache auf, dass 
die Beschwerdeführerin bereits in ihrer E-Mail vom 17. Mai 2013 - und damit vor Erlass der Ver-
fügung vom 31. Mai 2013 - der Beschwerdegegnerin mitteilte, die zwischenzeitlich erfolgten 
Untersuchungen hätten ergeben, dass sie sich am 2. Oktober 2012 das Grosszehengrundge-
lenk gebrochen habe und die nunmehr beklagten Beschwerden auf diesen Umstand zurückzu-
führen seien. Da dem Bericht der C.____ vom 18. April 2013 kein Hinweis auf eine Fraktur des 
Grosszehengrundgelenks zu entnehmen ist, hätte die Beschwerdegegnerin aufgrund der ihr 
obliegenden Untersuchungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG den medizinischen Sach-
verhalt weiter abklären und die Angaben der Beschwerdeführerin überprüfen müssen.  
 
5.3 Schliesslich ist festzustellen, dass auch die Berichte der behandelnden Ärzte 
(Dres. D.____ und G.____) nicht überzeugen und nicht als Entscheidgrundlage dienen können. 
Dr. D:____ begründete die Kausalität der Beschwerden in erster Linie damit, dass vor dem Un-
fall keine Beschwerden bestanden haben. Er legte seiner Argumentation somit die Formel "post 
hoc, ergo propter hoc" zu Grunde, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, was aber 
unzulässig ist (vgl. dazu auch MAURER, a.a.O., S. 460, N 1205). Dr. G.____ Feststellung, wo-

 
 
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nach die Beschwerdeführerin am 2. Oktober 2012 eine intraartikulärer Fraktur erlitten habe, 
widerspricht den Angaben im Bericht der C._____ vom 18. April 2013. Allerdings ist unklar, ob 
Dr. G.____ diese Unterlagen bei seiner Untersuchung zur Verfügung standen. Es erstaunt aber, 
dass er anlässlich seiner Erstkonsultation vom 13. Mai 2013 (vgl. Angaben im Bericht von 
Dr. D.____ vom 23. September 2013) einen Bruch feststellte, nachdem ein solcher anlässlich 
der MRI-Untersuchung vom 18. April 2013 ausgeschlossen wurde. Das Ergebnis von 
Dr. G.____ ist daher nicht nachvollziehbar. Zudem stützt auch er seine Beurteilung auf die un-
zulässige Beweisregel „post hoc, ergo propter hoc“, weshalb nicht auf seine Ausführungen ab-
gestellt werden kann. 
 
6.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der medizinische Sachverhalt weiterer Abklä-
rungen bedarf, da er namentlich in Bezug auf die Ursächlichkeit der geklagten Beschwerden 
nicht genügend Aufschluss gibt und widersprüchlich ist.  
 
6.2 Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die 
Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Ge-
richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen 
Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativex-
pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 263 ff. 
E. 4.4.1 ff). Da die Beschwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurteilung 
der natürlichen Kausalität vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte 
ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer 
Rückweisung an die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung des 
Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit in Aufhebung des angefoch-
tenen Einspracheentscheids vom 30. August 2013 zur weiteren Abklärung an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen. Diese hat die Beschwerdeführerin insbesondere in Bezug auf die 
Frage, ob die noch bestehenden Beschwerden im Bereich der rechten Grosszehe natürlich 
kausal zum Unfallereignis vom 2. Oktober 2012 sind, von einer unabhängigen Ärzteschaft un-
tersuchen zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird die Beschwerde-
gegnerin über die Ansprüche der Beschwerdeführerin neu zu verfügen haben. Die Beschwerde 
ist in dem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. 
 
7.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. 
Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ist unter Obsiegen im Streit um eine Leistung in der 
Sozialversicherung nicht nur das materielle Obsiegen in dem Sinne zu verstehen, dass die Be-
schwerde führende Person die beantragte Leistung erhält. Vielmehr genügt für den bundes-
rechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, 

 
 
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dass der Beschwerde führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und der Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurtei-
lung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (ZAK 1987, 
S. 266 ff.). Nachdem die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur medizinischen Abklärung 
im Sinne der Erwägungen an die Basler zurückzuweisen ist, hat diese der Beschwerdeführerin 
eine Parteientschädigung auszurichten. In ihrer Honorarnote vom 26. November 2013 hat die 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin einen Aufwand von 6.41 Stunden und Auslagen in 
Höhe von Fr. 48.-- geltend gemacht, was angemessen ist. Bei einem praxisgemässen Stun-
denansatz von Fr. 250.-- hat die Basler der Beschwerdeführerin demnach eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 1‘784.35 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
30. August 2013 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Ab-
klärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1‘784.35 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu entrichten. 

 

 

 
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