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**Case Identifier:** 2efd83a0-51ab-5298-9f41-fe76516ef3bb
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-30
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2014
**Docket/Reference:** ST.2018.29
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-st.2019.29.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2018.29 

Entscheid 

30. Juli 2019 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Mäder und Gerichtsschreiber Claude Treyer 

In Sachen 

1.  A ,    

2.  B ,    

Nr. 1 vertreten durch C GmbH,  

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

Rekurrenten,  

gegen 

S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2014 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  1.  Die  Ehegatten  A  und  B  (nachfolgend  der/die  Pflichtige bzw.  zusammen 

die  Pflichtigen)  sind  im  Vermögensverwaltungsbereich  tätig.  Die  Vermögensverwal-

tungsdienstleistungen  werden  durch  die  D  AG,  Gemeinde  E  (Geschäftsjahr  entspre-

chend dem Kalenderjahr, nachfolgend Betriebsgesellschaft), erbracht, bei welcher un-

ter anderem auch die Pflichtigen angestellt sind. Die Betriebsgesellschaft ihrerseits ist 

zu  100%  eine  Tochtergesellschaft  der  F  Holding  GmbH,  Gemeinde  G  (Geschäftsjahr 

jeweils 1. Juli bis 30. Juni des Folgejahrs [vgl. Steuererklärung für die Steuerperioden 

1. Juli  2012  bis  30.  Juni  2013  sowie  1.  Juli  2013 bis  30.  Juni  2014,  nachfolgend  Hol-

ding), deren 200 Stammanteile wiederum vollumfänglich durch den Pflichtigen gehalten 

werden. 

In Ihrer Steuererklärung für die Staats- und Gemeindesteuern 2014 deklarier-

ten die Pflichtigen ein steuerbares Einkommen von Fr. 72'678.- sowie ein steuerbares 

Vermögen  von  Fr.  147'798.-.  Im  Wertschriftenverzeichnis  bewerteten  sie  hierbei  die 

200 Stammanteile der Holding mit Fr. 1'290'000.-. 

2.  Das  kantonale  Steueramt  schätzte  die  Pflichtigen  mit  Einschätzungsent-

scheid vom 9. Juni 2016 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 72'600.- gemäss 

Deklaration sowie einem steuerbaren Vermögen von Fr. 4'687'000.- ein. Grund für die 

Abweichung beim steuerbaren Vermögen war eine höhere Bewertung der Stammantei-

le der Holding (Fr. 5'830'000.- statt Fr. 1'290'000.-) in Anwendung des Kreisschreibens 

Nr.  28  der  Schweizerischen  Steuerkonferenz  vom  28.  August  2008  (Wegleitung  zur 

Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer,  mit Ergänzung 

vom 25./26. März 2009, nachfolgend KS 28). Dabei berücksichtigte es den Vorjahres-

wert der Holding per 31. Dezember 2013 basierend auf dem Bilanzstichtag am 30. Juni 

2013 sowie die Bewertung der Betriebsgesellschaft per 31. Dezember 2012. 

B.  Die  hiergegen  erhobene  Einsprache  vom  17.  Juni  2016,  in  welcher  die 

Pflichtigen ein steuerbares Vermögen von Fr. 27'000.- mit der Begründung beantragen 

liessen,  die  Bewertung  der  Holding  mit  Fr.  1'290'000.-  entspreche  deren  Eigenkapital 

per 30. Juni 2014, wies das kantonale Steueramt (nach umfangreicher Korrespondenz 

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im  Einspracheverfahren,  in  welcher  die  Pflichtigen  eine  Bewertung  der  Holding  mit  

Fr. 4'360'000.- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 3'217'000.- akzeptiert hätten) mit 

Einspracheentscheid  vom  8.  Januar  2018  ab.  Zur  Begründung  führte  es  aus,  dass 

nebst  dem  Eigenkapital  der  Holding  von  Fr.  1'170'262.-  per  30.  Juni  2013  auch  

Fr.  4'660'000.-  unversteuerte  stille  Reserven  bei  der  Betriebsgesellschaft  (Differenz 

zwischen  dem  ermittelten  Verkehrswert  von  Fr.  4'760'000.-  per  31.  Dezember  2012 

und dem Buchwert der Beteiligung von Fr. 100'000.-) in der Bewertung zu berücksich-

tigen seien. Als massgebend für die Bewertung der Holding erachtete es  daher einer-

seits  deren  Abschluss  per  30.  Juni  2013  mit  einem  um  den  Dividendenabfluss  per  

30.  November  2013  im  Betrag  von  Fr.  120'000.-  korrigierten  Eigenkapital  von  

Fr.  1'170'262.-,  andererseits  aufgrund  dieses  unterjährigen  Abschlusses  den  ermittel-

ten Vorjahressteuerwert der Betriebsgesellschaft per 31. Dezember 2012. 

C.  Mit  Rekurs  vom  1.  Februar  2018  liessen  die  Pflichtigen  die  Einschätzung 

eines steuerbaren Vermögens von Fr. 1'603'000.-, im Eventualantrag ein solches von 

Fr. 3'223'000.- beantragen. Zur Begründung führten sie aus, massgebend für die Ver-

mögenssteuer sei der Verkehrswert eines Wertpapiers per 31. Dezember der zu beur-

teilenden Steuerperiode der Anteilseigner. Auf den Verkehrswert der Vorjahresperiode 

könne  nur  dann  abgestellt  werden,  sofern  das  Geschäftsergebnis  der  Betriebsgesell-

schaft  im  aktuellen  Geschäftsjahr  keine  wesentlichen  Veränderungen  erfahren  habe, 

was aufgrund des markanten Rückgangs des Erfolgs der Betriebsgesellschaft im Jahr 

2014 (Fr. 246'851.- im Vergleich zu Fr. 468'023.- bzw. Fr. 549'817.- in den Jahren 2013 

und 2012) gerade nicht der Fall sei. Im Rahmen des Hauptantrags bewerteten sie die 

Aktien  der  Holding  mit  gerundet  Fr.  2'746'000.-.  Zu  diesem  Ergebnis  gelangten  sie, 

indem sie zum Eigenkapital der Holding gemäss Zwischenabschluss per 31. Dezember 

2014  von  Fr.  1'686'762.-  stille  Reserven  der  Betriebsgesellschaft  im  Umfang  von  

Fr.  1'060'000.-  (Verkehrswert  der  Betriebsgesellschaft  von  Fr.  1'160'905.-  abzüglich 

Buchwert  von  Fr.  100'000.-)  hinzurechneten.  Den  Verkehrswert  der  Betriebsgesell-

schaft wiederum ermittelten sie aufgrund der Gegenüberstellung des verwalteten Kun-

denvermögens (assets under management) von rund Fr. 143 Mio. und des Betriebser-

trags  2014  der  Betriebsgesellschaft  von  Fr.  1'159'683.-.  Die  sich  hieraus  ergebende 

marktübliche  Vermögensverwaltungshonorarquote  von  gerundet  0.81%  im  Verhältnis 

zu  den  assets  under  management,  d.h.  Fr.  1'160'905.-,  entspreche  dem  wahren 

Marktwert der Betriebsgesellschaft. Im Eventualantrag vertraten sie die Bewertung der 

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Aktien der Holding von Fr. 4'536'000.- unter Berücksichtigung der Bewertungsmeldung 

für die Betriebsgesellschaft per 31. Dezember 2014. Sowohl Bewertung der Aktien der 

Holding  im  Hauptantrag  als  auch  diejenige  im  Eventualantrag  zeigten  auf,  dass  die 

vom  kantonalen  Steueramt  vorgenommene  Formelbewertung  unter  Berücksichtigung 

der Vorjahreswerte zu unrealistisch hohen Ergebnissen führe. Zudem beantragten sie 

eine Parteientschädigung. 

Mit  Rekursantwort  vom  29.  März  2018  schloss  das  kantonale  Steueramt  auf 

Abweisung  des  Rechtsmittels.  Die  für  die  Bewertung  der  Aktien  der  Holding  per  

31.  Dezember  2014  berücksichtigten  Geschäftsabschlüsse  der  Holding  per  30.  Juni 

2013  bzw.  die  Bewertung  der  Betriebsgesellschaft  per  31.  Dezember  2012  erwiesen 

sich  als  korrekt.  Die  ebenfalls  mögliche  Berücksichtigung  des  Geschäftsabschlusses 

der  Holding  per  30.  Juni  2014  bzw.  damit  zusammenhängend  die Bewertung der  Be-

triebsgesellschaft per 31. Dezember 2013 führe zu keinem für die Pflichtigen günstige-

ren  Ergebnis.  Die von  den Pflichtigen  vertretene  Berücksichtigung  eines Zwischenab-

schlusses  der  Holding  per  31.  Dezember  2014  sowie  der  Bewertung  der 

Betriebsgesellschaft per 31. Dezember 2014 widerspreche dem Handelsrecht und dem 

Massgeblichkeitsprinzip.  Zudem  sei  unklar,  ob  der  Vermögenssteuerwert  der  durch 

den Pflichtigen  am  17. Dezember  2014  erworbenen  Beteiligung an  der  H  AG  im  Um-

fang von Fr. 327'000.- korrekt ermittelt worden sei, da zwei Versionen des Kaufvertrags 

mit unterschiedlichen Kaufpreisen (Fr. 327'000.- und Fr. 600'000.-) existierten. 

D. In ihrer Replik vom 29. August 2018 hielten die Pflichtigen an ihrem Stand-

punkt  fest  und  unterbreiteten  ein  Beispiel  für  die  Bewertung  einer  Vermögensverwal-

tungsgesellschaft aufgrund der assets under management. Mit Duplik vom 12. Oktober 

2018 bekräftigte auch das kantonale Steueramt seinen Standpunkt. Mit Stellungnahme 

vom  5.  November  2018  übermittelten  die  Pflichtigen  ein  zusätzliches  Beispiel  für  die 

Bewertung  einer  Vermögensverwaltungsgesellschaft  aufgrund  der  assets  under  ma-

nagement. 

Auf die Vorbringen der Parteien wird – sofern rechtserheblich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Zwischen den Parteien ist in erster Linie der Vermögenssteuerwert der von 

den Pflichtigen gehaltenen,  nicht  an  einer  Börse  kotierten  200 Stammanteile der  Hol-

ding per 31. Dezember 2014 strittig. Dabei sind sich die Parteien im Grundsatz einig, 

dass für  die  Bewertung dieser  Stammanteile an der  Holding  sowohl  auf deren  Eigen-

kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt als auch auf die in deren 100%-Beteiligung an 

der  Tochtergesellschaft  D  AG  (nachfolgend  Betriebsgesellschaft)  enthaltenen  stillen 

Reserven  im  Sinn  der  Differenz  zwischen  Buchwert  der  Betriebsgesellschaft  in  der 

Holding  und  dem  Verkehrswert  der  Betriebsgesellschaft  zu  einem  bestimmten  Zeit-

punkt  abzustellen  ist.  Uneinigkeit  besteht  wiederum,  nach  welcher  Methode  der  Ver-

kehrswert der in der Vermögensverwaltung tätigen Betriebsgesellschaft zu ermitteln ist 

und  welche  Stichtage  bzw.  Geschäftsergebnisse  welcher  Geschäftsperioden  für  die 

Ermittlung  sowohl  des  Eigenkapitals  der  Holding  als  auch  für  den  Verkehrswert  der 

Betriebsgesellschaft massgebend sind.  

In einem ersten Schritt sind die gesetzlichen und weiterführenden Grundlagen 

für  die  Vermögensbesteuerung  und  insbesondere  für  die  vermögenssteuerrechtliche 

Bewertung nicht kotierter Aktien abzuhandeln sowie die massgebenden Stichtage und 

Bemessungsperioden  für  die  Bestimmung  des  Vermögenssteuerwerts  der  Holding  zu 

bestimmen. In einem zweiten Schritt ist zu klären, ob die von den Pflichtigen vertretene 

Bewertungsmethode  für  Vermögensverwaltungsgesellschaften  zu  einer  besseren  Be-

stimmung des objektiven Marktwerts der Betriebsgesellschaft führt. 

2.  a)  Gemäss  Art. 14  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  über  die  Harmonisierung 

der  direkten  Steuern  der  Kantone  und  Gemeinden  vom  14. Dezember  1990  (StHG) 

wird das Vermögen zum Verkehrswert bewertet. Diese Bestimmung ist für die Kantone 

verbindlich (BGr, 12. Juni 2009, 2C_800/2008). Das kantonale Recht hat diese Rege-

lung übernommen (§ 39 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, StG). Das steu-

erbare Vermögen bemisst sich nach dem Stand am Ende der Steuerperiode oder der 

Steuerpflicht (Art. 17 Abs. 1 StHG sowie § 51 Abs. 1 StG).  

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Als Verkehrswert gilt der objektive Marktwert eines Vermögensobjekts. Dieser 

entspricht  dem  Preis,  der  bei  einer  Veräusserung  im  gewöhnlichen  Geschäftsverkehr 

mutmasslich  zu  erzielen  wäre,  welchen  somit  ein  unbefangener  und  unabhängiger 

Käufer unter normalen Umständen zu zahlen bereit wäre (BGE 128 I 240 S. 248).  

b) Der Verkehrswert nicht kotierter Wertpapiere ist nach dem KS 28 zu ermit-

teln. Dieses bezweckt für die Vermögenssteuer eine in der Schweiz einheitliche Bewer-

tung von inländischen und ausländischen Wertpapieren, die an keiner Börse gehandelt 

werden.  Sie  dient  der  Steuerharmonisierung  zwischen  den  Kantonen  (BGr,  12. Juni 

2009, 2C_800/2008; KS 28, Rz. 1). Das KS 28 gilt nach ständiger Praxis des Bundes-

gerichts  als  zuverlässige  Methode  zur  Bestimmung  des  Verkehrswerts,  weil  darin  die 

Überlegungen, die für die Preisbildung bei nicht kotierten Aktien im Allgemeinen mass-

gebend  sind,  zum  Ausdruck  kommen  (vgl.  BGr,  30.  Juni  2014,  2C_1168/2013  + 

1169/2013, E. 3.6; BGr, 15. April 2010, 2C_504/2009, E. 3.3). Das schliesst nicht aus, 

dass  im  Einzelfall  aufgrund  besserer  Erkenntnisse  oder  mit  Rücksicht  auf  die  Beson-

derheiten  des  Einzelfalls  vom  Kreisschreiben  Abstand  genommen  und  eine  andere 

Bewertungsmethode  herangezogen  wird  (BGr,  18.  September  2013,  2C_309/2013  + 

2C_310/2013 E. 3.6, vgl. hierzu auch nachstehend E. 3).  

c)  Bei  nicht  kotierten  Wertpapieren,  für  die  keine  Kursnotierungen  bekannt 

sind, entspricht der Verkehrswert dem inneren Wert. Er wird nach den Bewertungsre-

geln des KS 28 in der Regel als Fortführungswert berechnet. (Rz. 2 Abs. 4 KS 28). Bei 

Holdinggesellschaften gilt der Substanzwert als Unternehmenswert (Rz. 38 KS 28). Die 

von der Holdinggesellschaft gehaltenen nicht kotierten Wertpapiere und Beteiligungen 

werden gemäss Rz. 24 nach der Wegleitung, jedoch mindestens zum Buchwert bewer-

tet.  Bei  Handels-,  Industrie-  und  Dienstleistungsgesellschaften  ergibt  sich  der  Unter-

nehmenswert  aus  der  zweimaligen  Gewichtung  des  Ertragswerts  und  der  einmaligen 

Gewichtung des  Substanzwerts  zu Fortführungswerten  (Rz. 34  KS  28). Grundlage für 

die  Bestimmung  des  Substanzwertes  ist  die  Jahresrechnung  (Rz. 11  KS  28).  Der  Er-

tragswert  berechnet  sich  aus  dem  kapitalisierten  ausgewiesenen  Reingewinn  der  

massgebenden Geschäftsjahre, wobei wahlweise entweder zwei oder drei Geschäfts-

jahre berücksichtigt werden können (Modell 1 und 2, Rz. 35 KS 28).  

d) Gemäss Rz. 1 Abs. 4 KS 28 ist für die Vermögenssteuer der Steuerperiode 

(n) ist grundsätzlich der Verkehrswert des Wertpapiers per 31. Dezember (n) massge-

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bend.  Die  Berechnung  des  Verkehrswerts  von  nichtkotierten  Wertpapieren  per  Ende 

Steuerperiode  (n)  verlangt  in  der  Regel  die  Jahresrechnung  (n)  der  zu  bewertenden 

Gesellschaft. Im Zeitpunkt der Veranlagung der natürlichen Person ist die notwendige 

Jahresrechnung der zu bewertenden Gesellschaft meistens noch ausstehend. Um das 

Veranlagungsverfahren nicht zu verzögern, kann auf den Verkehrswert für die Steuer-

periode  (n-1)  abgestellt  werden,  sofern  die  Gesellschaft  im  Geschäftsjahr  (n)  keine 

wesentlichen Veränderungen erfahren hat (Rz. 4 KS 28). Sofern indes die Jahresrech-

nung (n) der zu bewertenden Gesellschaft im Zeitpunkt des Rekursverfahrens vor dem 

Steuerrekursgericht vorliegt, ist diese gemäss Praxis des Steuerrekursgerichts auf ent-

sprechenden Antrag hin zu berücksichtigen (StRG, 1 ST.2018.46, 28. Februar 2019). 

aa)  Der  vorliegend  zu  beurteilende  Sachverhalt  weist  die  Besonderheit  auf, 

dass  sich  das  Geschäftsjahr  der  Holding,  deren  Stammanteile  bei  den  Pflichtigen 

grundsätzlich  per  31.  Dezember  eines  Jahres  für  die  Vermögenssteuer  zu  bewerten 

sind – abweichend von der Steuerperiode der Pflichtigen sowie vom Geschäftsjahr der 

Betriebsgesellschaft  –  nicht  mit  dem  Kalenderjahr  deckt,  sondern  jeweils  die  Periode 

vom  1.  Juli  eines  Jahres  bis  zum  30.  Juni  des  Folgejahres  umfasst.  Diese  Definition 

des  Geschäftsjahrs  durch  die  Gesellschafter  der  Holding  hat  zur  Folge,  dass  die  je-

weils  letzte  ordentliche  Jahresrechnung  als  Grundlage  für  die  Bewertung  der 

Stammanteile  der  Holding  lediglich  die  Hälfte  der  dem  Kalenderjahr  entsprechenden 

Steuerperiode der Anteilseigner umfasst und damit Geschäftsentwicklungen auf Stufe 

der Holding bzw. bei der durch diese gehaltenen Betriebsgesellschaft in der jeweiligen 

zweiten Jahreshälfte nicht berücksichtigt. Diese dem angestrebten Ziel einer per Stich-

tag  31.  Dezember  bei  der  Vermögenssteuer  möglichst  zeitnahen  Bewertung  der 

Stammenteile zuwiderlaufende Folge ist indes hinzunehmen. Mit der spezifischen Aus-

gestaltung  des  Geschäftsjahrs  der  Holding  ist  unter  Berücksichtigung  des  Mass-

geblichkeitsprinzips der handelsrechtliche Abschluss per 30. Juni eines Jahres auch in 

steuerrechtlicher  Hinsicht  ausschlaggebend.  Ein  Abstellen  auf  diesen  letzten  ordentli-

chen  Jahresabschluss  der  Holding  abweichend  vom  Kalenderjahr  drängt  sich  umso 

mehr  auf,  als  die  Gesetzgebung  von  Bund  und  Kanton  in  Art.  17  Abs.  2  StHG)  bzw.  

§  51  Abs.  2  StG  bei  der  Vermögensbesteuerung  Selbstständigerwerbender  mit  vom 

Kalenderjahr  abweichendem  Geschäftsjahr  zur  Bestimmung  des  steuerbaren  Ge-

schäftsvermögens das Eigenkapital am Ende des in der Steuerperiode abgeschlosse-

nen Geschäftsjahrs, d.h. gemäss dem entsprechenden Jahresabschluss, als massgeb-

lich  bezeichnet.  Gründe 

für  einen  unterschiedlichen  Bewertungszeitpunkt  des 

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Geschäftsvermögens  bei  vom  Kalenderjahr  abweichenden  Geschäftsjahren  Selbst-

ständigerwerbender  und  der  Bewertung  von  Anteilen  an  Gesellschaften  mit  vom  Ka-

lenderjahr  abweichenden  Geschäftsjahren  im  Rahmen  der  Vermögensbesteuerung 

sind für das Steuerrekursgericht nicht erkennbar. 

Vor diesem Hintergrund ist dem Eventualantrag der Pflichtigen, für die Bewer-

tung der Aktien der Holding per 31. Dezember 2014 auf deren nachträglich eingereich-

ten  Zwischenabschluss  per  31.  Dezember  2014  abzustellen,  nicht  stattzugeben.  So-

weit  sich  die  Anteilseigner  einer  Gesellschaft  dazu  entschlossen  haben,  das 

Geschäftsjahr  der  Gesellschaft  abweichend  vom  Kalenderjahr  festzulegen,  geht  es 

nicht  an,  diesen  Grundsatzentscheid  ausserhalb  einer  formellen  Anpassung  des  Ge-

schäftsjahrs an das Kalenderjahr einzig zum Zweck einer allenfalls vorteilhafteren zeit-

näheren Vermögensbesteuerung durch einen jedes Jahr zur erstellenden Zwischenab-

schluss  per  31.  Dezember  wieder  aufzuheben.  Damit  erübrigt  sich  auch  eine 

Rückweisung des nicht unterzeichneten Zwischenabschlusses der Holding per 31. De-

zember 2014 zur Verbesserung und Neueinreichung samt einschlägigem Abnahmebe-

schluss der Gesellschafter.  

bb) Ist für die Bewertung der Stammanteile an der Holding auf deren Jahres-

abschluss per 30. Juni eines Jahres abzustellen, bleibt zu klären, ob die Berücksichti-

gung  des  Jahresabschlusses  der  Holding  per  30.  Juni  2014  oder  desjenigen  per 

30. Juni  2013  zu  einer  vorteilhafteren  Vermögensbesteuerung  der  Stammanteile  der 

Pflichtigen in Anwendung der Grundsätze gemäss dem KS 28 führt. 

Hierbei ist vorauszuschicken, dass die Massgeblichkeit der Jahresabschlüsse 

der Holding per 30. Juni 2014 bzw. 30. Juni 2013 dazu führt, dass für die Bestimmung 

der stillen Reserven auf deren Beteiligung an der Betriebsgesellschaft, bestehend aus 

der  Differenz  zwischen  Buch-  und  Verkehrswert  der  Aktien  der  Betriebsgesellschaft, 

auf  die  letzten  vor  diesen  Stichtagen  vorliegenden  Jahresabschlüsse  der  Betriebsge-

sellschaft  abzustellen  ist.  Nicht  möglich  ist  die  Berücksichtigung  von  Geschäftsergeb-

nissen  der  Betriebsgesellschaft,  welche  sich erst  im  Rahmen  von  deren ordentlichem 

Jahresabschluss  ein  halbes  Jahr  nach  dem  jeweiligen  für  die  Bewertung  der  Holding 

massgebenden Jahresabschluss manifestieren.  

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Das  kantonale  Steueramt  stellt  für  die  Bewertung  der  Holding-Stammanteile 

per  31.  Dezember  2014  auf  deren Jahresabschluss per  30.  Juni  2013  und  damit  ver-

bunden  auf  die  Jahresabschlüsse  der  Betriebsgesellschaft  vom  31.  Dezember  2012 

und  31.  Dezember  2011  ab.  Den  Substanzwert  der  Holding  ermittelt  es  dergestalt, 

dass  es  nebst  dem  liberierten  Stammkapital  der  Holding  von  Fr.  20'000.-,  deren  Bi-

lanzgewinn und offenen Reserven per 30. Juni 2013 von Fr. 1'150'262.- auch stille Re-

serven  auf  der  Beteiligung  an  der  Betriebsgesellschaft  im  Umfang  von  Fr.4'660'000.- 

erfasst,  was  zu  einem  Unternehmenswert  der  Holding  von  Fr.  5'830'262.-  führt  (vgl. 

Bewertungsmeldung Holding vom 6. August 2015). Zu diesen stillen Reserven gelangt 

es  in einem  ersten  Schritt,  indem  es  den ermittelten  Unternehmenswert  der  Betriebs-

gesellschaft per 31. Dezember 2012 gemäss Bewertungsmeldung vom 6. August 2015 

von  Fr.  4'977'924.07  dahingehend  korrigiert,  dass  die  nach  dem  Bewertungsstichtag 

31.  Dezember  2012  fällig  werdende  Dividendenausschüttung  an  die  Holding  von  

Fr.  650'000.-  bei  der  Substanzwertberechnung  herausgerechnet  wird,  um  eine  Dop-

pelerfassung der  Dividende,  welche  der  Holding noch  während  des  bis 30. Juni  2013 

laufenden Geschäftsjahrs  zugeflossen  und  in  deren Jahresabschluss enthalten  ist,  zu 

vermeiden.  Dies  führt  zu  einem  Unternehmenswert  der  Betriebsgesellschaft  von  rund 

Fr. 4'760'000.-. Der Abzug des Buchwerts der Beteiligung führt in einem zweiten Schritt 

zu den stillen Reserven von Fr. 4'660'000.-. 

Wird  für  die  Bewertung  der  Holding-Stammanteile  per  31.  Dezember  2014 

hingegen  auf  deren  Jahresabschluss  per  30.  Juni  2014  und  damit  verbunden  auf  die 

Jahresabschlüsse  der  Betriebsgesellschaft  vom  31.  Dezember  2013  und  31.  Dezem-

ber 2012 abgestellt, ergibt dies gemäss Bewertungsmitteilung vom 2. September 2016 

mit  Fr.  5'881'602.-  tatsächlich  einen  höheren  Wert  als  unter  Verwendung  der  Vorjah-

reswerte. Dieser Wert erweist sich indes als zu hoch. Das kantonale Steueramt hat es 

in  Abweichung  zur  Vorjahresbewertung  unterlassen,  den  ermittelten  Unternehmens-

wert  der  Betriebsgesellschaft  per  31.  Dezember  2013  gemäss  Bewertungsmeldung 

vom  6.  August  2015  von  Fr.  4'302'883.78  dahingehend  zu korrigieren,  dass  die  nach 

dem Bewertungsstichtag 31. Dezember 2013 fällig werdende Dividendenausschüttung 

an  die  Holding  von  Fr.  500'000.-  bei  der  Substanzwertberechnung  herausgerechnet 

wird,  obwohl  diese  Dividende  bereits  im  Jahresabschluss  der  Holding  per  30.  Juni 

2014 erfasst ist. Die Beseitigung dieser doppelten Dividendenerfassung durch Vermin-

derung des Substanzwerts auf Stufe der Betriebsgesellschaft um Fr. 500'000.- führt zu 

einem  neuen  Unternehmenswert  von  ([Fr.  12'241'358.33  Ertragswert  +  Fr.  167'293.- 

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Substanzwert] : 3 = Fr. 4'136'217.11) rund Fr. 4'130'000.-. Die stillen Reserven auf der 

Beteiligung  der  Holding  an  der  Betriebsgesellschaft  belaufen  sich  daher  nach  Abzug 

des  Buchwerts  auf rund  Fr.  4'030'000.-.  Unter  zusätzlicher  Berücksichtigung  des  libe-

rierten  Stammkapitals  der  Holding  von  Fr.  20'000.-,  des  Bilanzgewinns/der  offenen 

Reserven  per  30.  Juni  2014  von  insgesamt  Fr.  1'531'602.-  sowie  der  Erfassung  der 

erst im Jahr 2015 an die Pflichtigen ausgezahlten Dividende von Fr. 120'000.- aus dem 

Geschäftsergebnis  per  31.  Juni  2014  ergibt  sich  ein  Unternehmenswert  der  Holding 

von gerundet Fr. 5'711'000.-. Das kantonale Steueramt hat auf Hinweis des Steuerre-

kursgerichts hin der Geschäftsführung der Holding ein per 16. Juli 2019 datiertes Rekti-

fikat der Bewertung der Holding bzw. deren Stammanteile zukommen lassen. 

Die  Differenz  zwischen  dem  vom  kantonalen  Steueramt  verwendeten  Unter-

nehmenswert der Holding von gerundet Fr. 5'830'000.- und dem vorstehend ermittelten 

Unternehmenswert  von  Fr.  5'711'000.-,  d.h.  Fr.  119'000.-,  ist  bei  Anwendung  der  Be-

wertungsgrundsätze  des  KS  28  beim  steuerbaren  Vermögen  der  Pflichtigen  per  

31. Dezember 2014 abzuziehen. 

3.  Wie  bereits  erörtert,  ist  nicht  ausgeschlossen,  dass  im  Einzelfall  aufgrund 

besserer  Erkenntnisse  oder  mit  Rücksicht  auf  die  Besonderheiten  des  Einzelfalls  von 

der Bewertungsmethodik gemäss KS 28 Abstand genommen und eine andere Bewer-

tungsmethode herangezogen wird, sofern diese Methode zu einer besseren Erkenntnis 

des Verkehrswerts der zu bewertenden Gesellschaftsanteile führt (BGr, 18. September 

2013, 2C_309/2013 + 2C_310/2013 E. 3.6). 

In  ihrem  Hauptantrag  vertreten  die  Pflichtigen  denn  auch  eine  abweichende 

Bewertungsmethode  für  die  Betriebsgesellschaft  als  Vermögensverwaltungsgesell-

schaft, welche zu einer den Marktverhältnissen besser entsprechenden tieferen Bewer-

tung deren Verkehrswerts, damit verbunden zu einer geringeren stillen Reserve auf der 

Beteiligung  der  Holding  an  derselben  und  letztlich  zu  einer  tieferen  Bewertung  der 

Stammanteile der Holding selbst führt.  

a)  Der  Wert  von  Vermögensverwaltungsgesellschaften  bemisst  sich  gemäss 

den  Ausführungen  der  Pflichtigen  regelmässig  am  Gesamtbestand  der  verwalteten 

Kundenvermögen  (assets  und  management)  und  an  dem  daraus  erzielbaren  Ertrag. 

2 ST.2018.29 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Ende 2014 habe der Betriebsertrag der Betriebsgesellschaft gemäss Erfolgsrechnung 

Fr.  1'159'683.-  bei  einem  verwalteten  Kundenvermögen  von  rund  Fr.  143  Mio.  betra-

gen. Daraus resultiere ein durchschnittliches marktübliches Vermögensverwaltungsho-

norar  von  0.81%.  Ein  unabhängiger  Dritter  würde  die  Aktien  der  Betriebsgesellschaft 

daher  lediglich zum  Preis  von  (rund  Fr.  143  Mio.  x  0.81%  =)  Fr.  1'160'905.-  überneh-

men wollen.  

b) aa) Vorab ist nochmals in Erinnerung zu rufen, dass Streitgegenstand des 

vorliegenden  Verfahrens  die  Bewertung  der  durch  die  Pflichtigen  gehaltenen 

Stammanteile  der  Holding  unter  Berücksichtigung  von  deren  Jahresrechnung  für  das 

Geschäftsjahr 1. Juli 2013 - 30. Juni 2014 bildet. Für die Bestimmung der stillen Reser-

ven auf der Beteiligung der Holding an der Betriebsgesellschaft im Sinn der Differenz 

zwischen Buchwert und Verkehrswert der Betriebsgesellschaft am Ende des massge-

benden Geschäftsjahrs am 30. Juni 2014 kann eine Verkehrswertermittlung unter Ver-

wendung  tatsächlicher  Abschlussdaten  der  Betriebsgesellschaft  (wie  Betriebsertrag 

und  assets  under  management)  erst  per  31.  Dezember  2014  nicht  ausschlaggebend 

sein.  Die  von  den  Pflichtigen  konkret  beantragte  Bewertung  der  Betriebsgesellschaft 

unter Verwendung solcher Abschlussdaten kann daher – unabhängig von der gewähl-

ten Bewertungsmethode – von vornherein nicht greifen. 

bb)  Aus  Sicht  des  Steuerrekursgerichts  vermag auch  der  von  den  Pflichtigen 

im Rahmen des Antrags generell gewählte Begründungsansatz, wonach sich der Ver-

kehrswert einer Vermögensverwaltungsgesellschaft einzig aus dem erzielten Bruttoer-

trag im Verhältnis zu den assets under management herleiten lasse, nicht hinreichend 

zu  überzeugen.  Diese  Betrachtungsweise  blendet  die  ganze  Kostenseite  der  Vermö-

gensverwaltungsgesellschaft und damit auch den aus diesem Bruttoertrag erzielbaren 

Nettogewinn aus. Dass diesen Faktoren bei einer Transaktionspreisbildung bei Vermö-

gensverwaltungsgesellschaften keinerlei Bedeutung zukommen soll, ist nicht nachvoll-

ziehbar. 

cc) Soweit die Argumentation der Pflichtigen unter Hinweis auf in den Medien 

behandelte einschlägige Transaktionen dahin zielen sollte, dass die Anwendung eines 

sogenannten goodwill multiples im Sinn eines Prozentsatzes an den assets under ma-

nagement  zu  einer  besseren  und  genaueren  Erkenntnis  über  den  tatsächlichen  Ver-

kehrswert  der  konkret  zu  bewertenden  Betriebsgesellschaft  als  Vermögensverwal-

2 ST.2018.29 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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tungsgesellschaft  führe,  kann  das  Steuerrekursgericht  dieser  nicht  folgen.  Zwar  ist 

nicht  zu  übersehen,  dass  in  der  Medienberichterstattung  betreffend  Übernahme  von 

Privatbanken,  Private  Banking  Abteilungen  von  in  einem  breiteren  Geschäftsfeld  täti-

gen  Banken,  Fonds-Dienstleistern  und  Vermögensverwaltungsgesellschaften  regel-

mässig der tatsächlich bezahlte oder vermutete Übernahmepreis in Bezug gesetzt wird 

zu den damit akquirierten neuen Kundenvermögen (vgl. nebst den von den Pflichtigen 

eingereichten  Berichterstattungen  betreffend  Übernahme  der  LB  (Swiss)  Investment 

durch die Liechtensteinische Landesbank AG, assets under management Fr. 4.9 Mrd., 

Kaufpreis  rund  Fr.  30  Mio.  =  0.6%  und  Übernahme  des  Private  Bankings  der  Catella 

Bank  S.A.  durch  die  Liechtensteinische  VP  Bank,  assets  under  management  rund  

Fr.  900  Mio.,  Kaufpreis Fr.  12  Mio.  =  1.33%]  beispielsweise auch  die  Übernahme  der 

Fondsboutique Starcapital durch die Bellevue Group [assets under management rund 

Euro 2.3 Mrd., Akquisitionskosten zwischen Euro 40 und 50 Mio. = 1.74-2.17%, abruf-

bar 

unter 

www.dasinvestment.com/aum-vertriebs-struktur-und-personal-was-ist-

starcapital-ueberhaupt-wert/], oder der Privatbank Notenstein La Roche durch die Bank 

Vontobel [assets under management Fr. 16.5 Mrd., Kaufpreis rund Fr. 700 Mio., wovon 

1.78%  goodwill  multiple  auf  assets  und  der  management,  abrufbar  unter 

www.finews.ch/news/banken/31895-vontobel-raiffeisen-notenstein-la-roche-ak-quisition 

sowie  www.sgkb.ch/download/online/_Vontobel_  Kommentar.pdf).  Bereits  diese  weni-

gen aktuelleren Beispiele zeigen indes auf, dass sich das prozentuale Verhältnis zwi-

schen assets under management und Kaufpreis in diesem Bereich in einer verhältnis-

mässig grossen Bandbreite bewegt, entspricht doch der höchste Wert mit 2.17% mehr 

als dem Dreieinhalbfachen des niedrigsten Werts von 0.6%.  

Die  alleinige  Eignung  einer  Faustformel  für  die  Kaufpreisbestimmung  einer 

Akquisition im Privatbank- bzw. Vermögensverwaltungsbereich im Sinn einer – je nach 

wirtschaftlichem,  regulatorischem  und  politischem  Umfeld  sich  insgesamt  nach  oben 

oder  unten  verschiebenden  –  prozentualen  Bandbreite  an  den  assets  under  

management wurde und wird denn auch von verschiedenen Autoren aus der einschlä-

gigen Transaktionsberatung abgelehnt (vgl. Hackenberg/Hendel, Unternehmensbewer-

tung: Wie  man  den fairen  Preis  einer  Vermögensverwaltung  bestimmt,  abrufbar  unter 

www.private-banking-  magazin.de  /unternehmensbewertung-wie-man-den-preis-einer- 

vermoegens-verwaltung-bestimmt/;  Beinhoff/Glesti,  Fundierte  individuelle  Bewertung 

statt irreführender Faustregel – Kaufpreis hängt von Grösse der Synergien ab, abrufbar 

unter  www.fuw.ch/article/fundierte-individuelle-bewertung-statt-irrefhrender/).  Kritisiert 

2 ST.2018.29 

 
 
 
 
 
 
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wird  an  dieser  Goodwill-Multiple-Methode,  dass  sich  diese  als  sehr  ungenau  erweise 

und viele Aspekte nicht berücksichtige. Eine der individuellen Transaktion gerecht wer-

dende Preisfindung bedürfe der Berücksichtigung sämtlicher zu erwartender Chancen 

und Risiken, welche im Prüfungsprozess der due diligence herauszuarbeiten seien. Die 

Einflussfaktoren  hierfür  seien  vielfältig,  so  etwa  die  Kundenstruktur  (Herkunft/Alter/ 

Höhe der assets under management pro Kunde), die Rentabilität der verwalteten Ver-

mögen  oder  die  zu  erwartenden  Synergien  (Produkt-/Marktabdeckung,  Infrastruktur 

etc.). 

Selbstverständlich wird auch die im KS Nr. 28 für die Bewertung der Betriebs-

gesellschaft  als  anwendbar  erklärte  Praktikermethode  mit  ihrem  rückwärtsgerichteten 

Fokus auf die kapitalisierten Ertragswerte vergangener Geschäftsjahre einem solchen 

Anspruch  auf  eine  korrekte  Kaufpreisfindung  in einem  aktuellen  einschlägigen  Trans-

aktionsfall  meist  nur  unzureichend  gerecht.  Im  Gegensatz  zum  blossen  Abstellen  auf 

einen pauschalen prozentualen (Durchschnitts-)Goodwill Multiple auf den assets under 

management  aufgrund  von  Erfahrungswerten  innerhalb  einer  ganzen  Branche  bleibt 

der Bezug zur konkret zu bewertenden Gesellschaft hier jedoch enger. Die ausgewie-

senen Gesellschaftsgewinne der Vorjahre (unter Elimination allfälliger Sonderfaktoren) 

zeigen  auf,  wie  effizient  in  der  Beobachtungsperiode  die Wertschöpfung  aus  den  an-

vertrauten  Kundengeldern  u.a.  als  Folge  von  Anlageerfolgen,  Gebührenstruktur  und 

Kostenmanagement für die konkrete Gesellschaft und damit indirekt für das Aktionariat 

selbst gewesen ist.  

c)  Den  Pflichtigen gelingt  daher  der  Nachweis,  dass  die Anwendung  der von 

ihnen  vertretenen  Bewertungsmethode  zu  einer  besseren  Erkenntnis  über  den  Ver-

kehrswert  der  Betriebsgesellschaft  führt  als  die  Methode  gemäss  KS  Nr.  28,  nicht. 

Letztere Bewertung ist daher – in korrigiertem Umfang gemäss E. 2 a.E. – zu bestäti-

gen.  

4.  a)  Das  kantonale  Steueramt  beantragt  überdies  –  im  Sinn  einer  Verböse-

rung – eine allfällige Erhöhung des Vermögenssteuerwerts per 31. Dezember 2014 der 

vom Pflichtigen per 17. Dezember 2014 von der I Ltd, London, erworbenen und im Jahr 

2015 (gemäss nicht unterzeichneten Vertragstexten am 6. Januar 2015) an die Holding 

weiterveräusserten  Beteiligung  von  100%  an  der  H  AG,  Zürich,  von  Fr.  327'000.-  auf 

2 ST.2018.29 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Fr. 600'000.- zu erhöhen. Es begründet dies mit der im Rahmen des Buchprüfungsver-

fahrens  der  Betriebsgesellschaft  erst  Ende  Januar  2018  (d.h.  nach  Erlass  des  Ein-

spracheentscheids  betreffend  die  Steuerperiode  2014  der  Pflichtigen)  neu  gewonne-

nen  Erkenntnis,  dass  der  Pflichtige  den  Steuerbehörden  zwecks  Ermittlung  des 

Vermögensssteuerwerts den Kaufvertrag vom 17. Dezember 2014 mit einem Kaufpreis 

von Fr. 327'000.-, zwecks Nachweises der geschäftsmässigen Begründetheit des von 

der Holding an den Pflichtigen entrichteten Erwerbspreises für diese Beteiligung indes 

einen Version mit einem Kaufpreis von Fr. 600'000.- unterbreitet habe (vgl. zum Gan-

zen Rekursantwort vom 28. März 2018, S. 5, sowie Duplik vom 12. Oktober 2018, S. 3 

f.).  

b)  Bei  bestehender  Aktenlage  ist  es  dem  Steuerrekursgericht  nicht  möglich, 

diesen Antrag ohne umfangreiche Untersuchungshandlungen und den Beizug umfang-

reicher Einschätzungsakten (inkl. Folgejahr 2015) auch bezüglich der von den Pflichti-

gen direkt oder indirekt beherrschten Gesellschaften zu prüfen und zu beurteilen. Wie 

das  kantonale  Steueramt  selbst  festgestellt  hat,  bedarf  es  in  Anbetracht  der  unter-

schiedlichen  vom  Pflichtigen  geltend  gemachten  Kaufpreise  weiterer  Untersuchungen 

darüber,  welchen  Kaufpreis  der  Pflichtige  mit  der  veräussernden  I  Ltd,  London,  nun 

tatsächlich  vereinbart  und  bezahlt  hat.  Zudem  ist  –  mit  Blick  auf  die  Vorbringen  des 

Pflichtigen  im  Buchprüfungsverfahren  der  Betriebsgesellschaft,  dass  die  Holding  ihm 

mit  dem  Kaufpreis  von  Fr.  600'000.-  gemäss  Vertrag  vom  Anfang  2015  nebst  dem 

übernommenen  Substanzwert  der  H  AG,  Zürich  im  Umfang  von  knapp  Fr.  330'000.- 

auch die nebenvertraglich vereinbarte Überlassung der Vermögensverwaltungsmanda-

te der I Ltd, London, zuhanden der Betriebsgesellschaft abgegolten habe (vgl. Protokoll 

zu  den  Staatssteuereinschätzungen  2015  und  2016  /  Veranlagungen  dBS  2015  und 

2016 vom 20. Januar 2018 – nicht von vornherein ausgeschlossen, dass es auch hin-

sichtlich der Frage des tatsächlichen Kaufgegenstands des Kaufvertrags vom 17. De-

zember  2014  und  der  Preisbildung  für  die  allenfalls  mitenthaltene  Übertragung  der 

"Londoner"  Kundenbeziehungen  noch  weiterer  Abklärungen  bedarf.  Schliesslich  ist 

nicht  ausgeschlossen,  dass  die  Untersuchungsergebnisse  auch  die  Veranlagung  der 

Pflichtigen bzw. der involvierten Gesellschaften in der Folgeperiode beeinflussen könn-

ten.  

All dies rechtfertigt eine Rückweisung an das kantonale Steueramt zur weite-

ren  Untersuchung  dieses  Sachverhaltskomplexes,  anlässlich  welcher  den  Pflichtigen 

2 ST.2018.29 

 
 
 
 
 
 
 
 
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sämtliche Verfahrensrechte und nach einem Neuentscheid des kantonalen Steueramts 

im Bedarfsfall ein vollständiger Instanzenzug zur Verfügung stehen. 

5. Dies führt zur teilweisen Gutheissung des Rekurses im Sinn der vorstehen-

den Erwägungen. Aufgrund des nur geringfügigen Obsiegens der Pflichtigen betreffend 

die  Bewertung  der  Stammanteile  der  Holding  (daraus  resultierende  Reduktion  des 

steuerbaren  Vermögens  um  Fr  119'000.-  bei  einer  beantragten  Reduktion  von  

Fr. 3'084'000.-) sind die Verfahrenskosten vollumfänglich den Pflichtigen aufzuerlegen 

(§  151  Abs.  1  StG)  und  bleibt  ihnen  die  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  ver-

wehrt  (§  152  StG  i.V.m.  §  17  Abs.  2  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  vom 

24. Mai 1959).  

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der  Rekurs  wird  im  Sinn  der  Erwägungen  teilweise  gutgeheissen.  Das  Verfahren 

wird zur weiteren Untersuchung im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf der 

Beteiligung an der H AG, Zürich, an das kantonale Steueramt zurückgewiesen.  

[…] 

2 ST.2018.29