# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c05f8c5d-dcf8-56e9-ba75-775dd4df7b31
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 16.10.2014 U 2014 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2014-73_2014-10-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

U 14 73

1. Kammer 

bestehend aus

Verwaltungsrichter Audétat als Vorsitzender, Präsident Meisser 

und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuar ad hoc Decurtins

URTEIL
vom 16. Oktober 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

und

B._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Philip Conradin,

Beschwerdeführer

gegen 

Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubün-

den,

Beschwerdegegner

betreffend Übertritt Mittelschule (aufschiebende Wirkung)

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1. B._____ besuchte im Schuljahr 2012/2013 die 6. Klasse der Primarschule 

in O.1_____. Nachdem sie die bündnerische Aufnahmeprüfung für den 

Eintritt in die 1. Gymnasialklasse nicht bestanden hatte, trat sie prüfungs-

frei in das Gymnasium C._____ im Kanton N._____ ein und besuchte dort 

die 1. Gymnasialklasse. Nach der Promotion trat sie am 25. August 2014 

in die 2. Gymnasialklasse des A._____ ein. Begründet wurde dieser 

Wechsel mit der finanziellen Situation der Eltern sowie mit Heimweh-

Gefühlen von B._____.

2. Nachdem das Amt für Höhere Bildung (AHB) aufgrund einer entspre-

chenden Mutationsmeldung von diesem Wechsel erfahren hatte, verfügte 

es am 10. September 2014 gegenüber dem Gymnasium A._____, dass 

die Schülerin das Gymnasium sofort, spätestens jedoch per 19. Septem-

ber 2014 zu verlassen habe. Diese Verfügung wurde damit begründet, 

dass es sich beim Gymnasium C._____ um eine private Maturitätsschule 

handle, welche Schülerinnen und Schüler nach eigenen Bestimmungen 

aufnehme; ein Übertritt sei deshalb mit den einschlägigen Bestimmungen 

über die Aufnahme an Bündnerische Mittelschulen nicht vereinbar. Die 

Schülerin habe ohne bestandene Aufnahmeprüfung und mit einem einjäh-

rigen Besuch einer ausserkantonalen privaten Mittelschule keinen 

Rechtsanspruch auf den Besuch einer Bündner Mittelschule. Das Vorge-

hen der Schülerin bzw. deren Eltern stelle eine Umgehung der geltenden 

Bestimmungen dar.

3. Gegen diese Verfügung erhoben das A._____ und B._____ respektive 

deren Eltern am 18. September 2014 Beschwerde beim Erziehungs-, Kul-

tur- und Umweltschutzdepartement (EKUD) und beantragten die Aufhe-

bung der angefochtenen Verfügung, eventualiter eine ausnahmsweise 

Aufnahme der Schülerin und subeventualiter die Zurückweisung der Sa-

che an das verfügende Amt. Das Gymnasium C._____ sei ein hinrei-

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chend anerkanntes und seriöses Gymnasium und eine Umgehungsab-

sicht liege nicht vor. In prozessualer Hinsicht wurde die aufschiebende 

Wirkung provisorisch und vorab superprovisorisch verlangt, da der Schü-

lerin im Falle eines Ausschlusses aus dem Gymnasium A._____ per 

19. September 2014 infolge Mobbings in der Sekundarschule und des 

hohen Schuldgeldes am Gymnasium C._____ schwere Nachteile drohen 

würden. Aus Integrationsgründen sei ein Doppelwechsel zu vermeiden.

4. Ebenfalls am 18. September 2014 äusserte sich das AHB im Rahmen 

seiner Stellungnahme negativ zur Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung und beantragte die Abweisung der entsprechenden Anträge.

5. Mittels verfahrensleitender Verfügung vom 19. September 2014 wies das 

EKUD das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Es be-

gründete diesen Entscheid damit, dass im vorliegenden Fall das öffentli-

che Interesse an der Durchsetzung des einschlägigen kantonalen Rechts 

höher zu gewichten sei als das private Interesse von B._____ am Ver-

bleib in der 2. Gymnasialklasse des A._____; im Weiteren würde auch der 

vermutliche Ausgang des Verfahrens zu einer Abweisung der Beschwer-

de führen, was in der Interessenabwägung zu gewichten sei. Der Schüle-

rin sei es zudem auch zumutbar, die 2. Sekundarklasse an ihrem Wohnort 

in O.1_____ zu besuchen. Die Nichtgewährung der aufschiebenden Wir-

kung sei auch aus Gründen der Rechtssicherheit und der Gleichbehand-

lung aller bündnerischen Schülerinnen und Schüler hinsichtlich des Auf-

nahmeprozederes in eine Bündner Mittelschule geboten. Schliesslich kri-

tisierte das EKUD das Gymnasium A._____ für das Unterlassen einer 

vorgängigen Abklärung beim AHB.

6. Gegen diese prozessleitende Verfügung erhoben das Gymnasium 

A._____ und die Schülerin bzw. deren Eltern (nachfolgend Beschwerde-

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führer) am 20. September 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden und beantragten die Aufhebung der angefoch-

tenen Verfügung und Erteilung der aufschiebenden Wirkung, eventualiter 

die Aufhebung der Verfügung und Rückweisung der Sache an die Vor-

instanz. Im Sinne eines Prozessantrags wurde das Verwaltungsgericht 

ersucht, die Beschulung der Beschwerdeführerin beim Beschwerdeführer 

ab sofort superprovisorisch und vorsorglich zu gestatten. Begründet wur-

den die Begehren mit den Argumenten, dass das AHB eine extrem kurze, 

verfassungswidrige Frist angesetzt habe, innert welcher die Beschwerde-

führerin die von ihr besuchte Schule zu verlassen habe, und dass das 

EKUD diese Frist auch noch geschützt und im Beschwerdeverfahren die 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung verweigert habe. Die vorliegende 

Beschwerde sei begründet und nicht offensichtlich haltlos. Es drohten der 

Beschwerdeführerin sehr schwere Nachteile, wenn sie nicht weiterhin die 

Schule des Beschwerdeführers besuchen dürfe. Zudem werde in Schul-

sachen die aufschiebende Wirkung praxisgemäss fast immer gewährt, um 

den sogenannten Doppelwechsel zu vermeiden.

7. Mit prozessleitender Verfügung vom 23. September 2014 verweigerte der 

Instruktionsrichter des Verwaltungsgerichts der Beschwerde superprovi-

sorisch die aufschiebende Wirkung. Die Argumentation der Vorinstanz sei 

überzeugend, während die Ausführungen der Beschwerdeführer betref-

fend Mobbing und finanzielle Situation aktenmässig zu schwach unter-

mauert seien, als dass diese die Unzumutbarkeit eines Wechsels in die 

Sekundarschule zu belegen vermöchten.

8. Mit Beschwerde-Ergänzung vom 29. September 2014 reichten die Be-

schwerdeführer dem Verwaltungsgericht bezüglich der fehlenden Umge-

hungsabsicht, der Mobbingsituation, den finanziellen Verhältnissen sowie 

der Anerkennung des Gymnasiums C._____ diverse Korrespondenzen, 

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Bestätigungsschreiben und Belege samt entsprechenden Erläuterungen 

nach und machten hinsichtlich der kantonalen Anerkennung des Gymna-

siums C._____ und der bisherigen Praxis des Departements Ausführun-

gen zur Hauptsache.

9. In seiner Stellungnahme vom 30. September 2014 betonte das EKUD 

(nachfolgend Beschwerdegegner) unter Verweis auf die Erwägungen in 

der angefochtenen Verfügung, dass es die bei sich am 18. September 

2014 eingegangene Beschwerde als unbegründet und folglich aussichts-

los erachte. Wegen dieser Aussichtslosigkeit der Beschwerde in der 

Hauptsache beantragte der Beschwerdegegner die Abweisung der Be-

schwerde vom 20. September 2014 betreffend aufschiebende Wirkung. 

Der Besuch der 2. Sekundarklasse in O.1_____ sei der Beschwerdefüh-

rerin durchaus zumutbar; die Mobbingsituation sei reine und bislang un-

belegt gebliebene Spekulation. Zudem teilte der Beschwerdegegner mit, 

dass die Beschwerdeführerin per 29. September 2014 aus dem Gymna-

sium ausgetreten sei.

10. Am 6. Oktober 2014 nahm der Beschwerdegegner schliesslich zur Be-

schwerde-Ergänzung der Beschwerdeführer vom 29. September 2014 

Stellung und beantragte nach wie vor die Abweisung der Beschwerde 

vom 20. September 2014 und damit die Aufrechterhaltung der Nichtge-

währung der aufschiebenden Wirkung. Unter Einlage eines Bestätigungs-

schreibens sowie zwei Entscheiden des AHB resp. des EKUD unterstrich 

er seinen Standpunkt in der Hauptsache. Am 13. Oktober 2014 reichte 

der Beschwerdegegner dem Gericht eine um einen Schreibfehler berich-

tigte Fassung seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 2014 nach.

11. Am 9. Oktober 2014 reichten die Beschwerdeführer ihrerseits erneut eine 

Stellungnahme ein. Nebst Ausführungen zur Hauptsache brachten sie 

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dabei bezüglich des vorliegenden Verfahrens keine wesentlichen neuen 

Elemente vor.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften so-

wie in der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die pro-

zessleitende Verfügung des Beschwerdegegners vom 19. September 

2014, mit welcher dieser das an ihn gerichtete Gesuch um aufschiebende 

Wirkung der Beschwerde vom 18. September 2014 abgewiesen hat. 

Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. c des kantonalen Gesetzes über die Verwal-

tungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide von kantonalen 

Departementen mittels Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden angefochten werden, soweit diese nicht nach kantona-

lem oder eidgenössischem Recht endgültig sind oder bei einer anderen 

Instanz angefochten werden können. Da es sich bei der angefochtenen 

Verfügung nicht um einen endgültigen Entscheid handelt und das ein-

schlägige Gesetz über die Mittelschulen im Kanton Graubünden (Mittel-

schulgesetz; BR 425.000) keine Anfechtungsmöglichkeit bei einer ande-

ren Instanz vorsieht, ist das Verwaltungsgericht für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde zuständig.

b) Bei der angefochtenen Verfügung handelt es sich um eine verfahrenslei-

tende Anordnung, mit welcher nicht definitiv über den Ausschluss der Be-

schwerdeführerin vom Gymnasium des A._____, sondern vorab über die 

aufschiebende Wirkung im entsprechenden Verfahren entschieden wor-

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den ist. Die angefochtene Verfügung ist folglich bloss als ein verfahrens-

rechtlicher Schritt auf dem Weg zum Endentscheid zu würdigen (vgl. BGE 

117 Ia 253 E.1a). Derartige prozessleitende Verfügungen können gemäss 

Art. 49 Abs. 4 lit. a VRG nur dann beim Verwaltungsgericht angefochten 

werden, wenn sie für die betroffene Partei einen Nachteil zur Folge ha-

ben, der sich später voraussichtlich nicht mehr beheben lässt (vgl. Urteil 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] U 11 86 vom 

31. Januar 2012 E.1). Für die Annahme eines solchen Nachteils genügt 

analog der Rechtsprechung zum VwVG (Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) ein tatsächliches Interesse (vgl. 

BGE 130 II 149 E.1.1 mit weiteren Hinweisen). Wenn die Beschwerdefüh-

rerin zufolge Nichterteilung der aufschiebenden Wirkung bis zu einem 

Entscheid in der Hauptsache (zwischenzeitlich) von der 2. Gymnasial-

klasse des A._____ ausgeschlossen werden würde, würde sie in der Zwi-

schenzeit viel Schulstoff im Gymnasium verpassen. Zudem würden ein 

Doppelwechsel mit zweimaliger Neuintegration und insbesondere die 

ehemaligen Mitschüler, welche sie früher in der Primarklasse gemobbt 

haben, ein Nachteil in Form einer psychischen Beeinträchtigung bedeu-

ten. Da damit ein abschlägiger Entscheid betreffend aufschiebende Wir-

kung später möglicherweise nicht ohne Nachteil für die Beschwerdeführe-

rin behoben werden könnte, ist vorliegend von einem tauglichen Anfech-

tungsobjekt im Sinne von Art. 49 Abs. 4 lit. a VRG auszugehen. Bei pro-

zessleitenden Verfügungen wie der vorliegenden beträgt die Beschwerde-

frist zehn Tage (Art. 42 VRG). Da die übrigen Prozessvoraussetzungen 

zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass geben, ist auf die Beschwerde 

vom 20. September 2014 einzutreten.

2. a) Am 10. September 2014 verfügte das AHB den Ausschluss der Be-

schwerdeführerin aus dem Gymnasium des A._____. Der gegen diese 

Verfügung erhobenen Beschwerde vom 18. September 2014 verweigerte 

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der Beschwerdegegner mit prozessleitender Verfügung vom 19. Septem-

ber 2014 die aufschiebende Wirkung. Streitig und zu prüfen ist im vorlie-

genden Verfahren nun, ob der beim Beschwerdegegner anhängigen Be-

schwerde vom 18. September 2014 aufschiebende Wirkung zu gewähren 

ist.

b) In ihrer Beschwerde ersuchten die Beschwerdeführer das Verwaltungsge-

richt um die superprovisorische und vorsorgliche Anordnung der Beschu-

lung der Beschwerdeführerin beim Beschwerdeführer (d.h. im Gymnasi-

um des A._____) ab sofort. Mit anderen Worten ersuchten sie damit um 

einstweiligen Rechtsschutz im vorliegenden Beschwerdeverfahren, in 

dessen Rahmen über die aufschiebende Wirkung im Hauptverfahren zu 

befinden ist. Mit prozessleitender Verfügung vom 23. September 2014 er-

kannte der Instruktionsrichter der vorliegenden Beschwerde superproviso-

risch keine aufschiebende Wirkung zu. Aus prozessökonomischen Grün-

den und zwecks Vermeidung von formellen Doppelspurigkeiten – sowie 

letztlich auch im Interesse der Beschwerdeführerin (vgl. nachfolgend Er-

wägung 6a) – wird über die fragliche Streitsache, d.h. über die aufschie-

bende Wirkung im Hauptverfahren, sogleich mit dem vorliegenden Ent-

scheid befunden. Damit wird der mit der vorliegenden Beschwerde ge-

stellte Prozessantrag auf vorsorgliche Gestattung der Beschulung der Be-

schwerdeführerin beim Beschwerdeführer mit der heutigen Mitteilung die-

ses Entscheids obsolet.

3. Gemäss Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 VRG kommt einer Verwal-

tungsbeschwerde an das vorgesetzte Departement grundsätzlich keine 

aufschiebende Wirkung zu. Nach Art. 34 Abs. 2 VRG kann die Behörde 

im Einzelfall jedoch von Amtes wegen oder auf Antrag einer Beschwerde 

die aufschiebende Wirkung erteilen. Die Gewährung dieser Rechtswohltat 

setzt insbesondere die Vermeidung erheblicher, für die betroffene Person 

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nicht leicht wiedergutzumachender Rechtsnachteile voraus. Die Prüfung 

dieser prozessrechtlichen Verfahrensfrage bedarf einer summarischen 

Rechtsgüterabwägung aller auf dem Spiele stehenden Interessen und 

muss in jedem Verfahrensabschnitt eigenständig von der jeweils zustän-

digen Instanz im Einzelfall beantwortet werden (vgl. VGU U 12 89 vom 

20. November 2012 E.2a). Bei dieser Interessenabwägung steht der urtei-

lenden Instanz ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. Im Allgemeinen 

wird sie ihren Entscheid auf den Sachverhalt stützen, der sich aus den 

vorhandenen Akten ergibt, ohne zeitraubende weitere Erhebungen anzu-

stellen (vgl. VGU S 12 50 vom 4. September 2012 E.3b; BGE 124 V 82 

E.6a sowie 110 V 40 E.5b zu Art. 55 VwVG). Bei der Abwägung der 

Gründe für und gegen die sofortige Vollstreckbarkeit können auch die 

Aussichten auf den Ausgang des Verfahrens in der Hauptsache ins Ge-

wicht fallen, wenn diese eindeutig zu Tage treten (vgl. VGU S 12 50 vom 

4. September 2012 E.3b sowie BGE 130 II 149 E.2.2, je mit weiteren 

Hinweisen).

4. a) Aus entscheidungslogischen Gründen kann die Prüfung der Prozessaus-

sichten in der Hauptsache durchaus vor der eigentlichen Interessenab-

wägung erfolgen (vgl. HÄNER, Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungs-

verfahren und Verwaltungsprozess, in: Zeitschrift für Schweizerisches 

Recht, 116 [1997], II. Halbband, S. 253 ff., S. 324 sowie BGE 99 Ib 215 

E.6). Eine positive oder negative Erfolgsprognose im Hauptverfahren 

kann nämlich derart eindeutig zu Tage treten, dass die Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung schon allein deshalb unverhältnismässig wäre oder 

dass sich eine Interessenabwägung gar erübrigen würde (vgl. MEYER, in: 

NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundes-

gerichtsgesetz, Basel 2008, Art. 103 Rz. 37; KIENER, in: GRIFFEL [Hrsg.], 

Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. 

Aufl., Zürich 2014, § 25 Rz. 28, je mit weiteren Hinweisen; HÄNER, 

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a.a.O.1, S. 324). Der Beschwerdegegner betrachtet die Beschwerde in 

der Hauptsache – ohne dem Entscheid in der Hauptsache vorgreifen zu 

wollen – deshalb als haltlos und unbegründet, weil der Beschwerdeführe-

rin der Eintritt in die Abteilung Gymnasium einer Bündner Mittelschule 

sowohl gestützt auf Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 23 als auch gestützt auf Art. 4 

Abs. 1 der Verordnung über das Aufnahmeverfahren an den Mittelschulen 

(AufnahmeVO; BR 425.060) verwehrt sei, da sie die kantonale Aufnah-

meprüfung im Februar 2013 erfolglos absolviert habe und am Gymnasium 

C._____ kein kantonal anerkanntes Aufnahmeverfahren im Sinne von 

Art. 4 Abs. 1 Ziff. 3 AufnahmeVO durchlaufen habe.

b) Die Frage, ob eine prüfungsfreie Aufnahme in das Untergymnasium des 

Gymnasiums C._____ trotz anschliessender Promotion in die 2. Klasse 

dieses Gymnasiums und nicht bestandener Aufnahmeprüfung im Kanton 

Graubünden zum Übertritt in eine Bündnerische Mittelschule berechtigt 

oder nicht, hängt von der Auslegung und dem Zusammenspiel verschie-

dener kantonaler und interkantonaler Normen ab, auf welche die Vor-

instanz im hängigen Hauptverfahren zurückzukommen haben wird. Ange-

sichts der umstrittenen schulrechtlichen Detailfragen kann im jetzigen 

Verfahrensstand – und schon gar nicht zum Zeitpunkt des Erlasses der 

angefochtenen Verfügung – nicht gesagt werden, dass die negative Er-

folgsprognose im Hauptverfahren derart eindeutig zu Tage tritt, dass die 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung schon allein deshalb unverhältnis-

mässig wäre oder dass sich eine Interessenabwägung gar erübrigen wür-

de.

c) Wie soeben erwähnt, kann ein Entscheid über die aufschiebende Wirkung 

nur bei eindeutig positiven oder negativen Prozessaussichten vorab, d.h. 

ohne Vornahme einer Interessenabwägung, erfolgen. Bei tatsächlichen 

oder rechtlichen Unklarheiten ist hingegen Zurückhaltung angezeigt, weil 

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in diesem Fall die erforderlichen Entscheidgrundlagen im Hauptverfahren 

erst noch beschafft werden müssen (vgl. BGE 130 II 149 E.2.2; 127 II 132 

E.3). Um zu vermeiden, dass mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine 

dem materiellen Ergebnis entgegengesetzte Zwischenlösung getroffen 

wird, die sich nachträglich doch als ungerechtfertigt erweist, erscheinen 

Überlegungen zu den Erfolgsaussichten aber dennoch geboten (vgl. dazu 

HÄNER, a.a.O.1, S. 325 ff.; BAUMBERGER, Aufschiebende Wirkung bundes-

rechtlicher Rechtsmittel im öffentlichen Recht, Diss., Zürich 2006, S. 152 

Rz. 525 ff.). Während eine überwiegend positive Erfolgsprognose den in 

tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht schweren Nachteil nochmals als 

gewichtiger erscheinen lässt, vermindert eine offene Erfolgsprognose die-

se Gewichtung. Lautet die Prognose gar dahin, dass das Begehren mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit abzulehnen ist, kann kein genügender 

Anordnungsgrund mehr vorliegen (vgl. dazu HÄNER, a.a.O.1, S. 341 f.).

Die Berücksichtigung der Erfolgsaussichten in der Hauptsache rechtfertigt 

sich vorliegendenfalls umso mehr, als sich beide Parteien im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren je zweimal zum Streitgegenstand äussern konnten 

und dabei – auch wenn dies nicht direkt Prozessthema war – auch ihre 

Argumente in der Hauptsache ausgeführt haben. Damit liegen sämtliche 

Sachverhaltselemente sowie die rechtlichen Argumente bereits im Recht. 

Auch wenn die Vorinstanz an ihre Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung und ihre im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

vertretenen Standpunkte beim Entscheid in der Hauptsache selbstver-

ständlich nicht gebunden ist, kann davon ausgegangen werden, dass sie 

sich von diesen zumindest leiten lassen wird (vgl. HÄNER, a.a.O.1, S. 

331). Um in der Hauptsache nicht vorzugreifen und die funktionelle Zu-

ständigkeit zu wahren, hat sich das Gericht bei der Würdigung der Er-

folgsprognose des Beschwerdegegners Zurückhaltung aufzuerlegen. Mit-

hin hat es von derselben Kognition auszugehen, wie sie sich die Vorin-

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stanz auferlegt hat (vgl. vorstehend Erwägung 3 sowie BGE 99 Ib 215 E.5 

und HÄNER, a.a.O.1, S. 382). Mit anderen Worten hat es sich bei der 

Überprüfung darauf zu beschränken, ob einerseits der Sachverhalt bis zu 

dem nach den Umständen gebotenen Beweismass abgeklärt wurde und 

andererseits die Rechtsanwendung nicht willkürlich erfolgt ist (vgl. HÄNER, 

a.a.O.1, S. 382). Ohne dem Entscheid der Vorinstanz in der Hauptsache 

vorgreifen zu wollen, lässt sich nach einer derartigen Prüfung der Sachla-

ge mit Blick auf die nachfolgende Interessenabwägung jedoch festhalten, 

dass der Beschwerdegegner die Beschwerde vom 18. September 2014 in 

der Hauptsache mit einiger Wahrscheinlichkeit abweisen wird.

5. a) Da für das Hauptverfahren, wie soeben dargelegt, keine eindeutig negati-

ve Prognose gestellt werden kann, ist im Folgenden zu prüfen, ob den 

Beschwerdeführern durch die Nichtgewährung der aufschiebenden Wir-

kung im Hauptverfahren schwere Nachteile drohen resp. anhand einer 

Abwägung sämtlicher auf dem Spiel stehender Interessen zu eruieren, 

welcher Partei der Schwebezustand am ehesten zumutbar ist. Vorliegend 

hätte die Nichtgewährung der aufschiebenden Wirkung zur Folge, dass 

der am 10. September 2014 vom AHB beschlossene und am 29. Sep-

tember 2014 vollzogene Ausschluss der Beschwerdeführerin aus der 

2. Gymnasialklasse des A._____ bis zum rechtskräftigen Entscheid in der 

Hauptsache bestehen bliebe.

b) Die Interessen des Beschwerdegegners an der Beibehaltung und dem 

Vollzug der Verfügung des AHB vom 10. September 2014 bestehen 

hauptsächlich in der Rechtssicherheit und der Gleichbehandlung aller 

Bündner Schülerinnen und Schüler. Die Nichtgewährung der aufschie-

benden Wirkung sei deshalb zu schützen, weil es der Beschwerdeführerin 

ohne weiteres zumutbar sei, die 2. Sekundarschulklasse in O.1_____ zu 

besuchen, diese mithin keine das Interesse an der sofortigen Wirksamkeit 

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der Verfügung überwiegenden Nachteile geltend mache. Des Weiteren 

sei die Beschwerde haltlos und unbegründet, weshalb die Nichtge-

währung der aufschiebenden Wirkung auch durch eine negative Erfolgs-

prognose in der Hauptsache gestützt werde.

Hierzu ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegner praktisch aussch-

liesslich mit seinem Interesse an der negativen Beurteilung der Hauptsa-

che, mithin dem Vollzug des Entscheids des AHB vom 10. September 

2014, argumentiert. Wieso dieser Vollzug sofort zu geschehen habe resp. 

welche Nachteile ihm entstehen würden, wenn dies zufolge Gewährung 

der aufschiebenden Wirkung nicht der Fall wäre, macht der Beschwerde-

gegner indes nicht geltend. So bringt er etwa nicht vor, dass ein Verbleib 

der Beschwerdeführerin im Gymnasium A._____ bis zum rechtskräftigen 

Entscheid in der Hauptsache den Schulbetrieb stören oder die Mitschüle-

rinnen und Mitschüler irgendwie beeinträchtigen würde. Indem der Be-

schwerdegegner lediglich Argumente bezüglich der Hauptsache vorbringt 

und die Berufung auf Mobbing, Heimweh und die finanzielle Situation der 

Eltern als irrelevant betrachtet, argumentiert er am Prozessthema des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens vorbei. Die entsprechenden Aus-

führungen sind jedoch insoweit relevant, als die Prognose in der Haupt-

sache bei der vorliegenden Interessenabwägung zu berücksichtigen ist 

(vgl. dazu vorstehend Erwägung 4c). 

c) Die Beschwerdeführer begründen ihr Gesuch um aufschiebende Wirkung 

im Hauptverfahren zunächst mit erheblichen Nachteilen in Form von psy-

chischer Beeinträchtigung infolge eines sogenannten Doppelwechsels, 

d.h. der Desintegration aus der aktuellen Klasse respektive Schule mit er-

neuter Reintegration im Falle eines Obsiegens. Hierzu ist festzuhalten, 

dass die Beschwerdeführerin per 29. September 2014 aus dem Gymna-

sium des A._____ ausgetreten ist (vgl. entsprechende Mutationsmeldung 

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vom 29. September 2014 in der Beilage zur beschwerdegegnerischen 

Stellungnahme vom 30. September 2014). Damit ist die befürchtete Des-

integration aus der aktuellen Klasse, welche die Beschwerdeführerin mit 

ihrem Gesuch zu vermeiden versuchte, eine Woche vor Beginn der 

Herbstferien am 6. Oktober 2014 bereits eingetreten. Da seither offenbar 

noch kein Wechsel in eine andere Schule stattgefunden hat, liesse sich 

der befürchtete Doppelwechsel zwar nach wie vor vermeiden (vgl. be-

schwerdeführerische Stellungnahme vom 9. Oktober 2014 Rz. 7), doch 

würde es – angesichts der mit einiger Wahrscheinlichkeit zu erwartenden 

Bestätigung des Ausschlusses der Beschwerdeführerin aus der 2. Gym-

nasialklasse des A._____ (vgl. vorstehend Erwägung 4c) – auch mit dem 

jetzigen Verlassen der aktuellen Klasse bis zum Abschluss des Schuljah-

res 2014/2015 bei einem einmaligen Wechsel bleiben.

d) Ein Besuch der 2. Klasse an der Sekundarschule O.1_____ sei gemäss 

Auffassung der Beschwerdeführer deshalb nicht zumutbar, weil die Be-

schwerdeführerin diesfalls auf ehemalige Klassenkameraden treffen wür-

de, welche sie schon in der Primarschule gemobbt und dadurch ursprüng-

lich zum Schulwechsel veranlasst hätten. Im Rahmen der Beschwerde-

Ergänzung vom 29. September 2014 legt die Beschwerdeführerin die gel-

tend gemachte Mobbingsituation mittels E-Mailkorrespondenz ihrer Eltern 

mit dem damaligen Lehrer zu Beginn des Jahres 2012 (vgl. beschwerde-

führerische Akten [Bf-act.] 2) sowie durch diverse Texte der Beschwerde-

führerin (vgl. Bf-act. 3 und 4) dar. Auch wenn diese Mobbingsituation in 

der Tat schon zweieinhalb Jahre zurückliegt, ist sie im Hinblick auf die 

psychische Entwicklung der Beschwerdeführerin keinesfalls auf die leich-

te Schulter zu nehmen. Auch wenn es aufgrund subjektiver Wahrneh-

mungsfaktoren im Einzelfall schwierig ist, gewöhnliche Hänseleien von 

einer eigentlichen Mobbing-Situation abzugrenzen, erscheint es als 

durchaus möglich, dass eine Rückkehr in die 2. Sekundarklasse in 

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O.1_____ für die Beschwerdeführerin erhebliche, nicht leicht wiedergut-

zumachende Nachteile zur Folge haben könnte. Ob ein solcher Wechsel 

aber objektiv gesehen unzumutbar ist, lässt sich aufgrund der vorliegen-

den Aktenlage nicht mit Bestimmtheit sagen.

Diese Frage kann aber letztlich offen bleiben, weil der Beschwerdeführe-

rin durchaus valable Alternativen zur Verfügung stehen. Wie der Be-

schwerdegegner in seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 2014 vor-

schlug, könnte – sofern eine Rückkehr ans Gymnasium C._____ nicht 

mehr möglich oder gewünscht wäre – die Alternative geprüft werden, im 

Hinblick auf die März 2015 stattfindende Einheitsprüfung für den Eintritt in 

die 3. Gymnasialklasse bzw. in die 1. Handelsmittelschul- oder Fachmit-

telschulklasse an einem anderen Ort als in O.1_____ die 2. Sekundar-

schule resp. die bis zum Beginn des Schuljahres 2015/2016 effektiv noch 

verbleibenden acht Monate zu absolvieren. Gemäss Art. 11 des Gesetzes 

über die Volksschulen des Kantons Graubünden (Schulgesetz; 

BR 421.000) in Verbindung mit Art. 6 der Verordnung zum Schulgesetz 

(Schulverordnung; BR 421.010) wird über diese Möglichkeit sowie insbe-

sondere über das anfallende Schulgeld der Schulrat der jeweiligen Schul-

trägerschaft zu befinden haben. Diese Alternative erscheint insofern als 

zumutbar, als sie im Verhältnis zum Gymnasium C._____ finanziell güns-

tiger wäre und die Beschwerdeführerin ihren ehemaligen Klassenkam-

meraden aus dem Weg gehen könnte. Stellte sich heraus, dass die gel-

tend gemachte Mobbing-Situation in O.1_____ einen solchen Wechsel 

notwendig machte, so müsste allenfalls die entsendende Schulgemeinde 

das externe Schulgeld übernehmen, sodass der Beschwerdeführerin in fi-

nanzieller Hinsicht gar keine Nachteile entstünden. Zudem würde sie in 

schulischer Hinsicht nichts verpassen und könnte sich in den verbleiben-

den knapp acht Monaten Schulzeit auf die im März 2015 stattfindende 

Aufnahmeprüfung in die 3. Gymnasialklasse vorbereiten. Wie die Be-

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schwerdeführerin mit ihrem Wechsel nach C._____ im Jahre 2013 bewie-

sen hat, besitzt sie für einen Schulwechsel zudem die nötige Flexibilität 

und Anpassungsfähigkeit.

e) Die Unzumutbarkeit der Rückkehr in die 2. Gymnasialklasse am Gymna-

sium C._____ begründet die Beschwerdeführerin mit der finanziellen Si-

tuation ihrer Eltern sowie mit ihren Heimweh-Gefühlen. Um die ange-

spannte finanzielle Situation zu belegen, weist die Beschwerdeführerin im 

Rahmen der Beschwerde-Ergänzung vom 29. September 2014 die (fi-

nanziell belastende) Übernahme einer M._____praxis durch den Vater im 

Jahre 2010 sowie die Aufnahme eines Studiums ihrer beiden Schwestern 

in O.2_____ im Jahre 2014 nach (vgl. Bf-act. 7 bis 10). Mit dieser Argu-

mentation vermag die Beschwerdeführerin indes keinen im vorliegenden 

Verfahren relevanten Nachteil zu begründen. Zunächst einmal lässt die 

ins Recht gelegte Vereinbarung betreffend Übernahme der 

M._____praxis im Jahre 2010 nur sehr bedingt Rückschlüsse auf die Ein-

kommens- und Vermögenssituation der Eltern im Jahr 2014 zu. Die Tat-

sache, dass zwei Töchter unter entsprechender (teilweiser) finanzieller 

Unterstützung der Eltern zu einem Studium nach O.2_____ geschickt 

worden sind, spricht zudem nicht gerade für angespannte finanzielle Ver-

hältnisse. Diese Ausbildungen in O.2_____ sind nämlich erst im Jahre 

2014 und damit lange Zeit nach der belastenden Übernahme der 

M._____praxis angetreten worden, wobei der damit verbundene finanziel-

le Unterstützungsaufwand der Familie mit Sicherheit schon im Voraus ab-

geschätzt werden konnte, und zwar unter Einbezug der Schulgebühren in 

C._____, deren Wegfall ja nicht geplant war, sondern sich aufgrund einer 

sehr kurzfristigen Entscheidung in der zweiten Augusthälfte 2014 ergeben 

hat. Folglich gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, durch die finanzielle 

Situation ihrer Eltern die Unzumutbarkeit einer (vorübergehenden) Rück-

kehr ans Gymnasium C._____ zu begründen. Im Hinblick auf die finanzi-

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ellen Verhältnisse ist zudem festzuhalten, dass als kostengünstigere Al-

ternative zum Gymnasium C._____ wie erwähnt eine Sekundarklasse in 

einer benachbarten Gemeinde besucht werden könnte (vgl. vorstehend 

Erwägung 5d). Die geltend gemachten Heimweh-Gefühle (vgl. Bestäti-

gungsschreiben der Eltern vom 25. September 2014, Beschwerde-

Ergänzung Bf-act. 1) sind naturgemäss weder belegbar noch geeignet, im 

vorliegenden Fall die Unzumutbarkeit einer Rückkehr ans Gymnasium 

C._____ zu begründen.

f) Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sie im Falle 

eines (vorübergehenden) Ausschlusses aus der Gymnasialklasse des 

A._____ bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids im Gymnasi-

um zu viel Schulstoff verpassen würde, als dass eine nachträgliche Rein-

tegration ohne wesentliche Nachteile möglich wäre. Wie die Beschwerde-

führerin in diesem Zusammenhang zu Recht vorbringt, wird die aufschie-

bende Wirkung in Streitigkeiten betreffend Schulangelegenheiten aus die-

sem Grunde sehr oft gewährt (vgl. dazu beispielsweise BGE 105 Ia 318 

E.2b). Daraus vermag die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall indes 

nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Da sie in der Hauptsache – wie vor-

stehend in Erwägung 4c dargelegt – mit einiger Wahrscheinlichkeit unter-

liegen wird, kann dieses generelle Vorbringen der Beschwerdeführerin 

nämlich auch konträr ausgelegt werden: Je früher ein Klassenwechsel er-

folgt, desto weniger Stoff wird die Beschwerdeführerin in der neuen Klas-

se – sei dies am Gymnasium C._____ oder in der 2. Sekundarklasse in 

O.1_____ oder in einer anderen Gemeinde – verpassen. Dies ist insbe-

sondere im Hinblick auf die im März 2015 stattfindende Aufnahmeprüfung 

in die 3. Gymnasialklasse relevant. Insofern liegt es im Interesse der Be-

schwerdeführerin, dass der Klassenwechsel, der sich angesichts der Pro-

zessaussichten in der Hauptsache abzeichnet, möglichst bald vollzogen 

wird. In diese Richtung sind auch die Ausführungen des Beschwerdegeg-

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ners, wonach mit einem Schulwechsel nicht länger zugewartet werden 

soll (vgl. beschwerdegegnerische Stellungnahme vom 30. September 

2014), zu verstehen. Da die Beschwerdeführerin nach dem rechtskräfti-

gen Entscheid in der Hauptsache mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht in 

die 2. Gymnasialklasse des A._____ zurückkehren wird, vermag die Tat-

sache, dass sie dort in der Zwischenzeit viel Schulstoff verpassen würde, 

die Erteilung der aufschiebenden Wirkung folglich nicht zu begründen.

6. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin insge-

samt drei Möglichkeiten zur Auswahl stehen, nämlich ein Wechsel in die 

2. Sekundarklasse in O.1_____, ein Wechsel in die 2. Sekundarklasse in 

einer andere Schulgemeinde oder die Rückkehr in die 2. Klasse am 

Gymnasium C._____. Sämtliche Varianten bieten gewisse Nachteile, wo-

bei deren Intensität abgestuft ist. So stehen der Beschwerdeführer durch-

aus valable Alternativen zur Verfügung, weshalb insgesamt kein Nachteil 

vorliegt, der eine Gewährung der aufschiebenden Wirkung der beim Be-

schwerdegegner hängigen Beschwerde vom 18. September 2014 unum-

gänglich machte.

b) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägungen ist die Vorinstanz 

angehalten, in der Hauptsache und damit über den Verbleib oder den 

Ausschluss der Beschwerdeführerin aus der 2. Gymnasialklasse des 

A._____ rasch zu entscheiden. Die baldmöglichste Klärung der vorliegen-

den Angelegenheit würde insofern im Interesse der Beschwerdeführerin 

liegen, als sich diese dannzumal – sei dies in der 2. Gymnasialklasse in 

C._____ oder in einer 2. Sekundarklasse in O.1_____ oder in einer ande-

ren Gemeinde – auf ihre schulischen Leistungen konzentrieren und ins-

besondere auf die im Frühling 2015 bevorstehende Aufnahmeprüfung 

vorbereiten könnte.

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7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens samt den Kosten für die superprovisorische Ver-

fügung vom 23. September 2014 je hälftig und unter solidarischer Haftung 

zu Lasten der Beschwerdeführer (Art. 73. Abs. 1 VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 392.--

zusammen Fr. 892.--

gehen je hälftig und unter solidarischer Haftung zulasten des A._____ und 

B._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]