# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 680afc76-0f03-5206-a60a-8fa8eb301f4c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.06.2024 F-3597/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3597-2024_2024-06-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3597/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichter Gregor Chatton, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;   

Gerichtsschreiber Matiu Dermont. 

   

Parteien 

 
A._______, 

vertreten durch lic. iur. Lara Hoeft, 

Verein Pikett Asyl, (…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung vom 30. Mai 2024. 

 

 

 

F-3597/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die türkische Beschwerdeführerin A._______ (geboren 1987) ersuchte am 

17. April 2024 in der Schweiz um Asyl. 

B.  

Mit Verfügung vom 30. Mai 2024 trat die Vorinstanz in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch der Be-

schwerdeführerin nicht ein, ordnete ihre Wegweisung aus der Schweiz 

nach Kroatien an und forderte sie auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der 

Beschwerdefrist zu verlassen. Im Weiteren händigte sie ihr die editions-

pflichtigen Akten aus und stellte fest, dass einer allfälligen Beschwerde ge-

gen die Verfügung keine aufschiebende Wirkung zukomme.  

C.  

Mit Beschwerde vom 6. Juni 2024 (Datum Poststempel) gelangte die Be-

schwerdeführerin an das Bundesverwaltungsgericht. In der Sache bean-

tragte sie die Aufhebung der genannten Verfügung und die Durchführung 

des Asylverfahrens in der Schweiz; eventualiter sei die Verfügung aufzu-

heben und die Sache zur vollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen; sub-eventualiter sei die 

Vorinstanz anzuweisen, von den zuständigen kroatischen Behörden Zusi-

cherungen betreffend Unterkunft, Nahrung, adäquate medizinische Versor-

gung sowie psychologische Behandlung einzuholen. In prozessualer Hin-

sicht ersuchte sie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege, Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses sowie um die Möglichkeit, nach Einsicht der Akten bei der Vo-

rinstanz ihre Beschwerde ergänzen zu können. 

D.  

Am 7. Juni 2024 setzte der Instruktionsrichter den Vollzug der Überstellung 

gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Gemäss Art. 105 AsylG (SR 142.31) in Verbindung mit Art. 31 VGG ist 

das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem 

Gebiet des Asyls zuständig und entscheidet über diese in der Regel – wie 

auch vorliegend – endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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Seite 3 

1.2. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3. Die Beschwerdeführerin ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt wird – als of-

fensichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schrif-

tenwechsels und mit summarischer Begründung zu behandeln ist 

(Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, die Vorinstanz habe den 

rechtserheblichen Sachverhalt nicht korrekt abgeklärt sowie keine einzel-

fallbezogene Prüfung des Gesuchs vorgenommen. Diese formellen Rügen 

sind vorab zu beurteilen, da sie allenfalls geeignet sind, eine Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz zu rechtfertigen (vgl. BGE 138 I 232 E. 5). 

4.2. Eine Prüfung der Verfügung der Vorinstanz auf eine etwaige Verlet-

zung ihrer Prüf- und Begründungspflicht (vgl. zum Vorgehen statt vieler Ur-

teil des BVGer F-4274/2023 vom 13. März 2024 E. 3) lässt aber weder eine 

Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG; 

Art. 49 Bst. b VwVG; vgl. ferner m.w.H. BGE 140 I 285 E. 6.3.1) noch der 

Begründungspflicht erkennen (Art. 35 Abs.1 VwVG; vgl. ferner auch m.w.H. 

BGE 145 IV 99 E. 3.1; 143 III 65 E. 5.2). Die Vorinstanz hat sich vertieft mit 

den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt. Es ist nicht 

ersichtlich, inwiefern sie noch konkretere Abklärungen hätte vornehmen 

müssen, zumal sie mit ihr ein frauenspezifisches erweitertes Dublin-Ge-

spräch durchführte (vgl. SEM-act. 19/7) und verschiedene Arztberichte ak-

tenkundig sind (siehe unten E. 6.3). Anhand einer Einzelfallprüfung hat die 

Vorinstanz schliesslich hinreichend nachvollziehbar begründet, von 

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Seite 4 

welchen Überlegungen sie sich, gerade auch in individueller Hinsicht, bei 

ihrem Entscheid leiten liess. 

4.3. Die formellen Rügen erweisen sich somit als unbegründet. Sie betref-

fen auch teilweise die Frage der unrichtigen Würdigung des Sachverhalts 

und sind materieller Art, worauf noch eingegangen wird. Der Eventualan-

trag zur Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist abzuweisen. 

 

5.  

5.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylan-

trag vom Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III der 

Dublin-III-VO zuständig ist (vgl. auch Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO).  

 

5.2. Jeder Mitgliedstaat kann abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO). Dieses sogenannte 

Selbsteintrittsrecht wird im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der Asylver-

ordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkretisiert. Er-

weist sich die Überstellung einer asylsuchenden Person in einen Dublin-

Mitgliedstaat als unzulässig im Sinne der EMRK oder einer anderen die 

Schweiz bindenden, völkerrechtlichen Bestimmung, muss die Vorinstanz 

die Souveränitätsklausel anwenden und das Asylgesuch in der Schweiz 

behandeln (BVGE 2015/9 E. 8.2.1; 2010/45 E. 7.2). Gemäss Praxis des 

Bundesverwaltungsgerichts verfügt das SEM bei der Anwendung der 

Kann-Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermessensspiel-

raum (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.). Das Gericht überprüft daher den vor-

instanzlichen Verzicht der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 nicht auf 

dessen Angemessenheit hin; es beschränkt seine Beurteilung darauf, ob 

die Vorinstanz den Sachverhalt korrekt und vollständig erhoben, allen we-

sentlichen Umständen Rechnung getragen und seinen Ermessensspiel-

raum genutzt hat (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a und b AsylG). 

 

6.  

6.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss den Bestimmungen 

der Dublin-III-VO grundsätzlich Kroatien für die Behandlung des Asylge-

suchs der Beschwerdeführerin zuständig ist, dass das kroatische Asylsys-

tem rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, 

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aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die 

Schweiz überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugs-

hindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt 

nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie na-

mentlich die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüglich der mutmass-

lich erlebten sexualisierten Gewalt durch andere Asylsuchende in Kroatien, 

den gewaltsamen Übergriffen durch kroatische Grenzpolizeibeamte sowie 

deren dokumentierten Gesundheitszustand berücksichtigt und rechtspre-

chungskonform gewürdigt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfeh-

lerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

zukommenden Ermessens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz 

abgesehen. Sie hat dabei insbesondere berücksichtigt, dass der Be-

schwerdeführerin in Kroatien der Zugang zur benötigten medizinischen Be-

handlung offensteht und die dortige medizinische Infrastruktur ausreichend 

ist (vgl. bspw. Urteil des BVGer D-735/2022 vom 28. Februar 2022 E. 

6.7.3). Auch beanstandet sie zurecht mit Verweis auf die gegen die Be-

schwerdeführerin bestehenden Einreiseverweigerung für Deutschland, 

dass die Aussagen der Beschwerdeführerin teilweise widersprüchlich aus-

gefallen sind (vgl. SEM-act. 15/10 und 17/4). Die Vorinstanz ist demnach 

berechtigterweise in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das 

Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten und hat gemäss 

Art. 44 AsylG ihre Wegweisung angeordnet. Zur näheren Begründung wird 

auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen. 

6.2. Was die Beschwerdeführerin auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

daran nichts zu ändern. Laut dem koordinierten Referenzurteil des BVGer 

E-1488/2020 vom 22. März 2023, welches die seit dem Referenzurteil 

D-1611/2016 vom 22. März 2016 bestehende Praxis bestätigt, sind Dublin-

Überstellungen nach Kroatien grundsätzlich sowohl in "take-charge" (Auf-

nahme) als auch in "take back" (Wiederaufnahme)-Verfahren zulässig. Die 

weitschweifigen Ausführungen in der Beschwerdeschrift zur allgemeinen 

Situation in Kroatien sowie die zitierten Berichte vermögen den dieser 

Rechtsprechung zugrundeliegenden Informationen zur Situation in Kroa-

tien keine neue Dimension hinzuzufügen, zumal sie teilweise nicht mehr 

aktuell sind (vgl. BVGer-act. 1, Rz. 38 und RTS, La Suisse vole au secours 

de Médecins du monde en Croatie, 15.09.2023, < 

https://www.rts.ch/info/suisse/14315766-la-suisse-vole-au-secours-de-

medecins-du-monde-en-croatie.html >, abgerufen am 12.06.2024; dem-

nach nahm die Hilfsorganisation Médecins du Monde zum Beispiel ihre Ak-

tivitäten in Kroatien bereits im Herbst 2023 wieder auf). Die von der Be-

schwerdeführerin in Kroatien mutmasslich erlebten Vorfälle können ihrer 

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Rückführung dorthin nicht grundsätzlich entgegenstehen. Das Gericht geht 

davon aus, dass sie sich nach der geregelten Dublin-Rücküberstellung in 

einer günstigeren – völkerrechtskonformen – Situation als bei ihrer ersten 

irregulären Einreise nach Kroatien befinden wird (vgl. Referenzurteil des 

BVGer E-1488/2020 E. 9.4; Urteil D-3332/2023 vom 22. Juni 2023 E. 7.2 

m.w.H.). Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, Kroatien werde im 

Falle der Beschwerdeführerin den Grundsatz des Non-Refoulement miss-

achten und sie zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem ihr Leib, ihr Leben 

oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet wä-

ren oder in dem sie Gefahr laufen würden, zur Ausreise in ein solches Land 

gezwungen zu werden. Sie hat auch die Möglichkeit, nach einem allfälligen 

ungerechtfertigten negativen Ausgang ihres Asylverfahrens eine Be-

schwerde einzureichen (vgl. Urteil des BVGer D-5707/2023 vom 24. Okto-

ber 2023 E. 8.3). 

 

6.3. Schliesslich sind den Akten auch keine Anhaltspunkte zu entnehmen, 

die es vorliegend als notwendig erscheinen lassen, von den kroatischen 

Behörden vorab individuelle Zusicherungen bezüglich der Überstellung, 

dem Zugang zum Asylverfahren oder zur Unterbringung einzuholen. Wie 

bereits ausgeführt (siehe oben E. 6.1), verfügt Kroatien über eine funktio-

nierende Gesundheitsversorgung und ist verpflichtet, Asylsuchenden die 

erforderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversorgung 

und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schwe-

ren psychischen Störungen umfasst, zugänglich zu machen (Art. 19 Abs. 1 

der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/33/EU 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Per-

sonen, die internationalen Schutz beantragen). Die schweizerischen Be-

hörden, die mit dem Vollzug der angefochtenen Verfügung beauftragt sind, 

haben dem aktuellen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei der 

Überstellung zudem Rechnung zu tragen, indem sie die dortigen Behörden 

im Sinne von Art. 31 und Art. 32 Dublin-III-VO vorgängig über notwendige 

medizinische Behandlungen informieren. Der entsprechende Eventualan-

trag ist daher abzuweisen. Dasselbe gilt auch für das Rechtsbegehren, 

nach Einsicht der Akten bei der Vorinstanz die Beschwerde ergänzen zu 

dürfen. Der Beschwerdeführerin wurden zusammen mit ihrem Entscheid 

die editionspflichtigen Akten ausgehändigt (siehe oben Sachverhalt Bst. 

B.). Ein Akteneinsichtsgesuch ist nicht aktenkundig. Zur gesundheitlichen 

Verfassung der Beschwerdeführerin liegen bereits zahlreiche Arztberichte 

vor (vgl. BVGer-act. 1, Beilagen 4 und 5; SEM-act. 20/1, 21/2, 24/2, 25/7, 

28/1, 29/1). Es ist somit nicht ersichtlich, dass von einer ergänzenden Ein-

gabe rechtserhebliche neue Erkenntnisse zu gewinnen wären (zur antizi-

pierten Beweiswürdigung vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3). 

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7.  

Die Vorinstanz ist nach dem Gesagten zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht ein-

getreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG deren Wegweisung nach 

Kroatien angeordnet. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 

und die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1. Mit dem Entscheid in der Hauptsache sind die Gesuche um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses gegenstandslos geworden. Der am 7. Juni 2024 verfügte 

einstweilige Vollzugsstopp fällt mit dem vorliegenden Urteil dahin. 

9.2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  

 ist abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwä-

gungen ergibt – als offensichtlich aussichtslos zu bezeichnen sind (Art. 65 

Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind der Beschwerdeführerin aufzu-

erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gregor Chatton Matiu Dermont 

 

 

Versand: