# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da9aa828-fe7f-52b2-9582-9a483c16a25f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 06.08.2014 PF140037
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PF140037_2014-08-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PF140037-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichter lic. iur. P. Raschle 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bohli Roth. 

Urteil vom 6. August 2014  

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 

betreffend 
Ausschlagung usw. / Kosten 

 
 

im Nachlass von B._____, geboren am tt. Juni 1953, von … LU, gestorben 
zwischen dem tt. und tt. März 2014, wohnhaft gewesen ... Zürich, 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes in Erbschaftssachen des Be-
zirksgerichtes Zürich vom 5. Juni 2014 (EN140191) 

- 2 - 

Erwägungen: 

 1. Zwischen dem tt. und dem tt. März 2014 verstarb B._____ in Zürich 

und hinterliess als gesetzliche Erben seine Ehefrau A._____ (fortan Beschwerde-

führerin) und die beiden gemeinsamen Kinder C._____ und D._____ (act. 3 und 

5). Mit Urteil vom 5. Juni 2014 nahm das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zü-

rich die Ausschlagungserklärungen der Beschwerdeführerin und der Kinder zu 

Protokoll und auferlegte die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin. Ferner stell-

te es die Ausschlagung der Erbschaft durch alle nächsten gesetzlichen Erben fest 

und gab hiervon dem Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich zwecks Anord-

nung der konkursamtlichen Liquidation Kenntnis (act. 7). 

 2. Mit Eingabe vom 27. Juli 2014 wandte sich die Beschwerdeführerin an 

die Beschwerdeinstanz und erklärte, sie habe das Urteil in deutscher Sprache und 

insbesondere die Anordnung betreffend die Gerichtskosten nicht verstanden. Sie 

habe die Bestattungskosten ihres Ehemannes bezahlt und im Übrigen die Erb-

schaft ausgeschlagen (act. 8).  

 3. Sollte sich die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen gegen die Kos-

tenauflage zur Wehr setzen, so ist ihr Folgendes entgegenzuhalten: Zu den Kos-

ten in der so genannten freiwilligen Gerichtsbarkeit, zu der auch die Protokollie-

rung der Erbausschlagung zählt, enthält das Gesetz keine eigene Vorschrift mehr. 

Die alte Prozessordnung hatte bestimmt, in Verfahren auf einseitiges Vorbringen 

trage in der Regel der Antragsteller die Gerichtskosten (§ 211 Abs. 2 ZPO/ZH). 

Das neue Recht geht weiter: Als Folge der allgemeinen Vorschusspflicht des Klä-

gers oder Antragstellers für die Gerichtskosten (Art. 98 ZPO) trägt, wer immer ei-

ne gerichtliche Instanz anruft, vorerst einmal die Kosten (Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

Gibt es eine Gegenpartei, kann er auf diese allenfalls Rückgriff nehmen (Art. 111 

Abs. 2 ZPO). Im Verfahren auf einseitiges Vorbringen kommt ein solcher Rückgriff 

nicht in Frage und bleibt es daher auch nach neuem Recht dabei, dass der Kläger 

oder Antragsteller die Kosten zu tragen hat. Dies erscheint durchaus gerechtfer-

tigt, hat doch der ausschlagende Erbe im eigenen Interesse, etwa um der gesetz-

- 3 - 

lichen Haftung für allfällige Schulden des Erblassers zu entgehen, die Behörden 

angerufen und zu handeln veranlasst. 

 Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten ist. 

4. Umständehalber sind für das Beschwerdeverfahren keine Kosten zu 

erheben.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz. 

3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin sowie an die Vorinstanz 

und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 222.50. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

- 4 - 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. S. Bohli Roth 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 6. August 2014
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin sowie an die Vorinstanz und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...