# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07abd6cb-5540-50a7-be57-72ccd75e403a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-12-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2005 PVG 2005 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2005-22_2005-12-31.pdf

## Full Text

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Raumordnung und Umweltschutz 11
Pianificazione e protezione 
dell’ambiente

Ortsplanungsrevision. Zuweisung einer bestehenden 
Waldsiedlung in eine Spezial-Bauzone.
– Sachverhalt.
– Allgemeine Beurteilung der angefochtenen Planung ( 

E.4.1, 4.2 ).
– Qualifikation der Waldsiedlung als weitgehend überbau- tes 

Gebiet i.S. von Art. 15 lit. a RPG bejaht ( E.4.3a, b).
– Eignung der Waldsiedlung als (Spezial-)Bauzone bejaht ( 

E.4.3c, d).
– Verletzung des planungsrechtlichen Konzentrations- 

grundsatzes verneint ( E.4.3d ).
– Richtplankonformität der Nutzungsplanung bejaht  ( 

E.4.4a ).
– Bundesrechtskonformität des kantonalen Richtplans 

selbst bejaht ( E.4.4b ).
– Festlegung des zulässigen Nutzungsmasses, bauliche 

Erweiterungsmöglichkeiten ( E.4.6 ).
– Zulässigkeit von Nutzungstransporten innerhalb des vom 

Planungskonzept vorgesehenen engen Rahmens bejaht ( 
E.4.7 ).

– Voraussetzungen zur Rodung sowie zur punktuellen Un- 
terschreitung des ordentlichen gesetzlichen Waldab- 
standes gegeben ( E.4.8a, b).

– Zusammenfassung ( E.4.9 ).

Revisione della pianificazione locale. Assegnazione di un 
insediamento nel bosco esistente a una speciale zona edi- 
lizia.
– Fattispecie.
– Valutazione generale della pianificazione impugnata 

(cons. 4.1, 4.2 ).
– Qualifica dell’insediamento nel bosco come terreno 

edificato in larga misura giusta l’art. 15 lett. a LPT 
(cons. 4.3a, b).

– Ammessa l’idoneità dell’insediamento nel bosco quale ( 
speciale) zona edilizia (cons. 4.3c, d).

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– Negata la violazione del principio della concentrazione in 
materia di pianificazione (cons. 4.3d ).

– Ammessa la conformità del piano di utilizzazione al 
piano direttore (cons. 4.4a ).

– Ammessa la conformità al diritto federale dello stesso 
piano direttore cantonale (cons. 4.4b ).

– Fissazione dello sfruttamento ammissibile, possibilità di 
ampliamento edilizio (cons. 4.6 ).

– Ammessa la legittimità di trasferimenti dello sfrutta- 
mento entro i ristretti limiti previsti dal concetto svilup- pato 
nel piano (cons. 4.7 ).

– Presupposti ammessi per il dissodamento come pure per 
la puntuale riduzione della normale distanza legale dal 
bosco (cons. 4.8a, b).

– Riassunto (cons. 4.9 ).

Sachverhalt
1. a) Auf Grund einer Vereinbarung mit der Bürgerge- 

meinde hatte die Politische Gemeinde St. Moritz im Jahre 1950 im 
Sinne einer Massnahme zur Wirtschaftsförderung nach dem zwei- 
ten Weltkrieg beschlossen, im bewaldeten Gebiet « Somplaz/ Su- 
vretta» eine Anzahl Parzellen zu Bauzwecken zu verkaufen. Damit 
sollte dem örtlichen Baugewerbe Arbeit und Verdienst gesichert 
werden. Die Grösse der zum Verkauf ausgeschriebenen Parzellen 
betrug zwischen 1500 und 4000 m2, in einem Areal von knapp über 
14 ha ( nachstehend « God Laret»). Mit dem damaligen Verkauf 
konnten die eingegangenen Schulden der Gemeinde für den An- 
kauf des beim Stazersee gelegenen Meierei-Gutes abgetragen 
werden. Zusätzlich wurde damit ein Fonds geäufnet, welcher im 
Interesse der Erhaltung des Landschaftsbildes den Kauf weiterer 
Grundstücke ermöglichen sollte. Im Weiteren hoffte man, mit die- 
ser Massnahme die Bautätigkeit im Ort generell fördern zu kön- 
nen, was zu Beginn der Fünfzigerjahre für den Kurort von grösster 
Bedeutung war. Die mit dem Statut verbundenen Auflagen waren 
recht streng. So wurden nebst der Erschliessung mit Strasse, Was- 
ser, Kanalisation, Strom undTelefon insbesondere auch die Bauart 
und die weitgehende Beschränkung auf die Wohnnutzung gere- 
gelt. Darüber hinaus wurden auch die Auflagen über die Erhaltung 
und Erneuerung des Wald- und Baumbestandes gemacht. Dem 
Quartier sollte der Charakter einer geschlossenen Waldsiedlung 
gegeben werden, mit dem Ziel, die einzelnen Häuser in die beste- 
henden Baumgruppen einzubetten. Für das Pflanzen neuer Bäume

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wurden einheimische Holzarten vorgeschrieben. Die Umsetzung 
dieses Projektes setzte indessen Rodungsbewilligungen voraus, 
welche das Bundesamt für Forstwesen sodann in Form einer Ge- 
nerellen Rodungsbewilligung erteilte. Auf Grund einer speziellen 
Abmachung zwischen dem damaligen Kantonsforstinspektorat 
Graubünden und der Gemeinde waren allerdingsTeile des Gebiets 
mit einem absoluten Bauverbot belegt worden.

Im Jahre 1981 bestätigte das Bundesamt für Forstwesen 
die seinerzeitige Rodungsbewilligung aus dem Jahre 1952; es hielt 
jedoch fest, dass das Baugebiet sowie die mit einem absoluten 
Bauverbot belegten Flächen unverzüglich vermarkt werden müs- 
sten. Im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens einigten sich die 
Gemeinde und das Eidgenössische Departement des Innern im 
Jahre 1984 schliesslich darauf, dass die Generelle Rodungsbewil- 
ligung aus dem Jahre 1981 im Wesentlichen jene aus dem Jahre 
1952 bestätigen sollte. Der Gemeinde verblieb dabei das Recht, 
Bauvorschriften und die örtliche Planung unter Berücksichtigung 
der mit der Generellen Rodungsbewilligung verbundenen forst- 
rechtlichen Vorgaben zu erlassen.

Das God Laret-Statut mitsamt den dazugehörigen Rege- 
lungen fand in der Folge auch Eingang in die verschiedenen Orts- 
planungen der letzten Jahrzehnte. Bereits im ersten Zonenplan 
aus dem Jahre 1965 ist das Gebiet God Laret als « Zone mit be- 
sonderem Baustatut» gekennzeichnet. Das betreffende Gebiet 
figurierte dann auch im Zonenplan 1971 als Bauzone, und zwar als 
Villenzone mit besonderem Baustatut. In der 1984 beschlossenen 
Baugesetzrevision blieb das Gebiet von God Laret in einer Bau- 
zone; es wurde als Villenzone mit « bestockter Fläche in Bauzone» 
ausgeschieden. Gemäss Art. 43 des damaligen Baugesetzes durfte 
jedoch im Gebiet pro bestehende Parzelle nur ein Hauptgebäude 
erstellt werden, welches sich in der Grösse nach den umliegenden 
Bauten zu richten hatte. Zudem war vorgegeben, dass « pro Par- 
zelle – in diesem Gebiet unter Berücksichtigung der gesamten Par- 
zelle trotz Bewaldung – eine Ausnützung von 0.15 auf jeden Fall 
nicht überschritten werden darf». Die Bündner Regierung geneh- 
migte diese Ortsplanungsrevision mit Beschluss vom 16. Februar 
1987 mit hier nicht näher interessierenden Vorbehalten.

Nachdem sich die Rechtslage mit Bezug auf die baulichen 
Nutzungsmöglichkeiten im Gebiet God Laret mit dem im Jahre 
1993 erlassenen Bundesgesetz über den Wald ( WaG ), gemäss den 
früher erteilten Generellen Rodungsbewilligungen nach einer 2- 
jährigen Übergangsfrist dahinfielen, geändert hatte, stellte sich in

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mehreren Bündner Gemeinden die Frage, wie sich das Problem 
raumplanerisch und forstrechtlich am besten lösen liesse.

Im Jahre 1995 hielt die Regierung des Kantons Graubün- 
den die Gemeinde an, ihre Nutzungsordnung zu überprüfen, ins- 
besondere hinsichtlich der Grösse des Baugebiets. Parallel zu die- 
sen Arbeiten wurden in den Jahren 1996/97 im Gebiet God Laret 
gestützt auf die einschlägigen waldrechtlichen Bestimmungen   
( Art. 10 und 13 WaG ) Waldfeststellungen vorgenommen, welche 
wiederum Grundlage für die nachfolgende Gesamtrevision der 
Ortsplanung 1999/2000 bildeten. Seit Sommer 1998 begleitete das 
kantonale Amt für Raumplanung (ARP) eine Arbeitsgruppe «Wald- 
siedlungen», welche die Möglichkeiten der raumplanerischen Er- 
fassung und Behandlung der Waldsiedlungen in der Richt- und 
Nutzungsplanung unter Berücksichtigung der neuen Waldgesetz- 
gebung prüfte, nach Lösungen suchte und die Ergebnisse in ei- 
nem Schlussbericht ( datiert vom 29. April 1999 ) festhielt. Dieser 
Bericht beeinflusste u.a. auch die Vorgaben, welche die Bündner 
Regierung später im Kantonalen Richtplan vom 19. November 
2002 ( RIP 2000 ) in Bezug auf Waldsiedlungen machte, massgeb- 
lich. Der RIP 2000 ist am 15. August 2003 vom Bund genehmigt 
worden, und zwar auch mit Bezug auf das Waldsiedlungsobjekt
« God Laret».

Nachdem von den vom Statut erfassten 29 Bauparzellen 
bereits deren 26 überbaut waren ( die noch verbleibenden drei 
Grundstücke werden nur in einem Fall vom Wald tangiert) und das 
Gebiet bis dato immer als Bauzone behandelt worden war, er- 
schien es als nahe liegend, das Problem wiederum über eine spe- 
zielle Nutzungszone zu lösen und hiefür wiederum auf Rodungs- 
bewilligungen zurückzugreifen, zumal die neue Waldgesetzge- 
bung solches im Rahmen von Nutzungsplanungen grundsätzlich 
erlaubt. Ursprünglich sollte die Umsetzung  des Anliegens  dabei 
im Rahmen der pendenten Gesamtrevision der kommunalen Orts- 
planung erfolgen. Wegen der Komplexität der nutzungsplaneri- 
schen Erfassung der Waldsiedlung, aber auch um nicht die ganze 
Revisionsvorlage unnötig zu verzögern, wurde die Planung über 
dieses Teilgebiet zurückgestellt. Entsprechend wurde im Zonen- 
plan « Bereich Siedlung» 1: 2500 im Gebiet der bestehenden Wald- 
siedlung « God Laret» ein Perimeter bezeichnet, innerhalb dessen 
die Ablösung der bisherigen Grundordnung ( von 1984/87 ) erst in 
einer nächsten Phase erfolgen sollte.

Am 14. März 1999 erliessen die Stimmberechtigten daher 
die mit dieser Einschränkung totalrevidierte neue Ortsplanung,

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welche von der Regierung am 29. Februar 2000 genehmigt wurde. 
Mit dieser neuen Ortsplanung wurde die bisherige Ortsplanung 
vom 8. April 1984, von der Regierung genehmigt am 16. Februar 
1987, ersetzt.

b) Nach entsprechenden Vorarbeiten legte die Gemeinde 
den Stimmbürgern am 21. Januar 2001 die noch ausstehende Teil- 
gebietsplanung « God Laret» erstmals vor. Die Vorlage sah eine 
grössere zusammenhängende Bauzone vor, welche ihrerseits die 
Rodung einer Waldfläche von rund 16 000 m2 bedingt hätte. Ge- 
mäss dem damaligen Generellen Gestaltungsplan wurden den 
einzelnen Parzellen eine bestimmte BGF zugeschieden, welche in 
Anlehnung an die übrige Villenzone auf Grund einer AZ von 0.2 er- 
mittelt worden war, berechnet über die gesamte Parzellenfläche, 
also auch über jene Teile, welche bestockt waren. Ziel dieser Zu- 
weisung war es, den Grundeigentümern einen angemessenen 
Ausbau bzw. eine angemessene Erweiterung ihrer Liegenschaften 
zu ermöglichen. Der Souverän lehnte die Vorlage jedoch mit gros- 
sem Mehr ab, dies nachdem im Vorfeld dieses Urnenganges noch 
eine Kontroverse über das Nutzungsmass – pro Parzelle hätten 
max. 600 m2 BGF realisiert werden können – und vor allem über 
die Grösse der Rodungsfläche stattgefunden hatte.

Vor der Ausarbeitung einer neuen Vorlage führten die Ge- 
meindeverantwortlichen verschiedene Gespräche mit den von der 
Planung tangierten Kreisen mit dem Zweck, deren Anliegen in Er- 
fahrung bringen, um diese bei der Ausarbeitung der neuen Vor- 
lage angemessen berücksichtigen zu können. Die Gespräche zeig- 
ten, dass bauliche Erweiterungen von den Opponenten nicht 
generell abgelehnt wurden, doch sollten solche nur noch in mini- 
malem Umfange möglich sein. Es zeigte sich zudem, dass sowohl 
das zulässige Nutzungsmass als auch die Rodungsfläche insge- 
samt gegenüber der abgelehnten Vorlage wesentlich reduziert 
werden mussten. Im Juni 2001 erfolgte eine Besprechung zwi- 
schen den Gemeindevertretern und der Arbeitsgruppe «Waldsied- 
lung». Dabei wurden die bei der Neubearbeitung der Teilge- 
bietsplanung « God Laret» zu beachtenden, übergeordneten 
rechtlichen und planerischen Randbedingungen diskutiert und die 
Spielräume in der Auslegung des Waldsiedlungsberichtes ausge- 
lotet. Die Gemeinde orientierte in der Folge die Grundeigentümer 
über die Ergebnisse dieser Aussprache und über den weiteren 
Verlauf der Planung. Seitens der Grundeigentümer wurde die 
Gemeinde darauf aufmerksam gemacht, dass im Kanton Grau- 
bünden während und nach der Erarbeitung des Waldsiedlungsbe-

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richtes zwei Waldsiedlungen rechtskräftig genehmigt geworden 
seien, für welche mit dem Segen von Bund und Kanton weit grös- 
sere Waldflächen beansprucht und weit grössere Nutzungsmasse 
zugestanden worden waren ( Rodungsbewilligungen des Bundes 
vom 9. Oktober 1997 für S. B. bzw. vom 8. März 2000 für T. ).

In der Folge liess die Gemeinde einen neuen Entwurf zur 
Teilgebietsplanung « God Laret» ausarbeiten, welcher im Novem- 
ber 2001 vorlag. Danach hätten pro Parzelle max. noch 400 m2 BGF 
realisiert werden können; die Rodungsfläche hätte diesfalls ledig- 
lich noch 117 m2 betragen. Nach einer ersten positiv ausgegange- 
nen Vorprüfung durch das ARP wurde der Entwurf sowohl den 
Grundeigentümern als auch den Opponenten zur Stellungnahme 
unterbreitet. Währenddem sich Letztere mit der vorgesehen Rege- 
lung einverstanden erklärten – nicht zuletzt wegen der massiv re- 
duzierten Rodungsfläche – wiesen die Grundeigentümer darauf 
hin, dass die vorgesehene BGF-Beschränkung gar keine zeitge- 
mässe Nutzung der Liegenschaften, insbesondere keine ange- 
messenen Erweiterungen, mehr zulasse, was sie im Vergleich mit 
den anderen Waldsiedlungen unverhältnismässig benachteilige 
und in einer Bauzone auch nicht angehe.

Aufgrund des Vernehmlassungsergebnisses wurde der 
Entwurf der Teilgebietsplanung teilweise angepasst. Die wesent- 
lichsten Änderungen betrafen die Straffung des Planungskon- 
zepts, die Zusammenlegung der Teilgebiete A/B sowie C/D, die 
Erhöhung der maximal zulässigen BGF pro Gebäude von 400 auf 
500 m2 bzw. die Anhebung der Erweiterungsmöglichkeiten, mit 
dem Hinweis darauf, dass dies zu keiner wesentlichen Beeinträch- 
tigung des Waldsiedlungscharakters führen würde, weil im Teilge- 
biet A (neu) nur einige wenige Grundstücke davon profitieren 
könnten, die Regelung der Besitzstandsgarantie in Anlehnung an 
die Bestimmungen im Baugesetz und die Anpassung der Baube- 
reiche. In der Zeit vom 27. Juni bis 26. Juli 2002 lag der Entwurf öf- 
fentlich auf. Das neue Konzept hatte u.a. zur Folge, dass nun für die 
Zonenausscheidung wesentlich weniger Waldfläche beansprucht 
werden musste, nämlich lediglich noch 856,4 m2 gegenüber rund 
16 000 m2 gemäss der abgelehnten ersten Vorlage. Entsprechend 
lautete auch das Rodungsgesuch der Gemeinde, welches in der 
Zeit vom 27. Juni bis 16. Juli 2002 und sodann wegen eines Form- 
fehlers in der Zeit vom 25. Juli bis 23. August 2002 öffentlich 
auflag. Dagegen erhoben nebst der Stiftung Landschaftsschutz 
Schweiz auch der heutige Rekurrent Beschwerde an das Bau-, 
Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden mit dem Antrag,

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die auf der Parzelle Nr. 1888 vorgesehene Rodung zu verweigern. 
Aufgrund der im Rahmen der öffentlichen Auflage eingereichten 
Wünsche und Anträge überprüfte der Gemeindevorstand den Ent- 
wurf erneut und passte ihn in der Folge teilweise an. Anschlies- 
send wurden die überarbeiteten Planungsunterlagen am 18. No- 
vember 2002 dem Kantonalen Amt für Raumplanung zur zweiten 
Vorprüfung eingereicht, welches am 24. März 2003 seinen Bericht 
erstattete. Dieser lautete im Wesentlichen positiv, was denn auch 
der Grund dafür war, dass sich der Gemeindevorstand dazu ent- 
schloss, den betreffenden Entwurf, versehen mit geringfügigen 
Änderungen, erneut öffentlich aufzulegen, nicht zuletzt auch des- 
halb, weil es im Einvernehmen mit den betroffenen Grundei- 
gentümern gelungen war, die Rodungsfläche weiter zu reduzieren, 
nämlich auf 700,9 m2. Die öffentliche Auflage des bereinigten Ent- 
wurfs der Teilgebietsplanung « God Laret» fand in der Zeit vom
5. Juni bis 4. Juli 2003 statt. Von der in Art. 37 KRG vorgesehenen 
Möglichkeit, Wünsche und Anträge einzubringen, machten zahlrei- 
che Grundeigentümer und Opponenten Gebrauch, so unter ande- 
rem auch ein Teil der heutigen Rekurrenten. Demgegenüber blieb 
von Seiten der übrigen Bevölkerung eine Reaktion aus. Parallel 
dazu erhob X.Y. im Juli 2003 gegen die öffentliche Auflage der 
Revisionsvorlage Stimmrechtsbeschwerde, auf welche das Ver- 
waltungsgericht in der Folge jedoch nicht eintrat ( VGU U 03 76 ).

c)Am 4. April 2004 beschlossen die Stimmberechtigten die 
noch ausstehende, teilgebietsbezogene Nutzungsplanung « God 
Laret», welche aus folgenden Planungsmitteln besteht:

– Ergänzung Baugesetz ( Art. 82a und 86 Abs. 4 )
– Zonenplan Bereich Siedlung ( Ergänzung) 1: 2500 « God 

Laret»
– Genereller Gestaltungsplan ( GGP ) und Genereller Er- 

schliessungsplan ( GEP ) 1:1000 « God Laret»
– Vorschriften zum GGP/GEP « God Laret».
Da die im Zonenplan « God Laret» ausgeschiedenen Bau- 

zonen («Spezialzonen God Laret») stellenweise auf Flächen aus- 
geschieden wurden, die gemäss der 1996/1997 im Vorfeld der To- 
talrevision der Ortsplanung durchgeführten, rechtskräftigen Wald- 
feststellung als Wald gelten, reichte die Gemeinde in Anwendung 
von Art. 12 WaG dem Kanton parallel dazu ein Rodungsgesuch für 
total 700,9 m2 Wald ein ( vgl. Rodungsplan « God Laret» 1: 1000 
vom 4. April 2004 ).

Gegen die von den Stimmberechtigten beschlossene 
Nutzungsplanung erhoben verschiedene Personen Planungsbe-

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schwerde an die Regierung mit dem Begehren um Aufhebung re- 
spektive Nichtgenehmigung. Die Regierung genehmigte die Nut- 
zungsplanung mit Entscheid unter Abweisung der dagegen erho- 
benen Beschwerden. Parallel dazu wurde mit separater Verfügung 
die Rodungsbewilligung für 700,9 m2 Wald erteilt.

Erwägungen:
4.1 Die Rekurrenten beanstanden im Wesentlichen, dass 

die streitige Teilgebietsplanung, mit welcher die im Gebiet « God 
Laret» seit Jahren bestehenden Wohnbauten ( samt etwas Um- 
schwung) einer speziellen Nutzungszone ( Bauzone) zugewiesen 
wurden, in verschiedener Hinsicht übergeordnetem Recht ( RPG, 
WaG, Verfassungsrecht) widerspreche. Sie stehe zudem im Wider- 
spruch zu Vorgaben im Kantonalen Richtplan, wobei dieser selbst 
dem übergeordneten Recht nicht in jeder Hinsicht entspreche. Ih- 
nen kann, wie nachstehend noch darzulegen ist, nicht gefolgt wer- 
den.

4.2 Die Regierung hat im angefochtenen Beschwerdeent- 
scheid unter Würdigung der Entstehungsgeschichte der Wald- 
siedung «God Laret» in einer umfassenden und sorgfältigen In- 
teressenabwägung die für den konkreten Fall massgebenden 
Gesichtspunkte ( so u.a. historische Entwicklung der Waldsied- 
lung; planerische Ausgangslage, insbesondere aufgrund der Vor- 
gaben der OP 1984/87; Änderungen im übergeordneten Wald- und 
Planungsrecht; Wegfall der Generellen Rodungsbewilligungen; 
Bedarf nach Revision der Planungsmittel mit dem Ziel der Ent- 
flechtung der Nutzungskonflikte zwischen Wald und Raumpla- 
nung; konkreten Überbauungs- und Erschliessungsstand unter 
Einbezug der von den Grundeigentümern und dem Gemeinwesen 
hiefür getätigten Investitionen; den ausgewiesenen Bedarf, Pla- 
nung und Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen; gewählte 
nutzungsplanerische Lösung mit der Zuordnung der Waldsiedlung 
in eine Spezialbauzone mit angemessenen Erweiterungsmöglich- 
keiten; Vertrauensschutz; Rechtsgleichheitsgebot) gewichtet, die Vor- 
lage als mit der übergeordneten Planungs- und Waldgesetz in Ein- 
klang stehend qualifiziert und sie unter gleichzeitiger Abweisung 
der dagegen erhobenen Planungsbeschwerde genehmigt. Auf die 
entsprechenden Ausführungen und Schlüsse im angefochtenen 
Beschwerdeentscheid ( RB Nr. 559, Ziff. 5, S. 12 ff. ) kann uneinge- 
schränkt verwiesen werden. Die Rekurrenten bringen in ihrer weit- 
schweifigen Rekurseingabe dagegen nichts vor, was sie nicht auch 
schon im Planungsbeschwerdeverfahren vor der Regierung gel- 
tend gemacht haben und worauf diese in zutreffender Weise im

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angefochtenen Entscheid eingegangen ist. Es drängen sich dies- 
bezüglich daher nur noch einige ergänzende Überlegungen auf.

4.3 Die Rekurrenten beanstanden die angefochtene Pla- 
nung wiederum mit dem Einwand, dass das Gebiet « God Laret» 
zu Unrecht als weitgehend überbautes Gebiet im Sinne von Art.15 
lit. a RPG qualifiziert worden sei und dass ihm überdies auch die 
Eignung als Bauland abzusprechen sei. Bereits der Umstand, dass 
die Bauten mitten im Wald lägen und das Gebiet von diesem ge- 
prägt würde, stünde der vorinstanzlichen Annahme als weitge- 
hend überbautes Gebiet entgegen. Unerheblich sei dabei, dass die 
grosse Streuung der Bauten auf das ursprüngliche Baustatut zu- 
rückzuführen sei. Ihnen kann nicht gefolgt werden.

a) Wie sich aufgrund der bis in die 50er Jahre des letzten 
Jahrhunderts zurückreichenden Entstehungsgeschichte der Wald- 
siedlung « God Laret» leicht erkennen lässt, steht vorliegend keine 
Neueinzonung « im Wald» zur Diskussion; eine solche wäre unbe- 
strittenermassen gar nicht zulässig. Gegenstand bildet vielmehr 
die nutzungsplanerische Behandlung einer seit Jahrzehnten be- 
stehenden und gestützt auf bisherige Nutzungsordnungen locker 
überbauter Waldsiedlung. In diesem Zusammenhang interessiert 
vorweg deren rechtliche Qualifikation als ( bereits) weitgehend 
überbautes Gebiet i.S. von Art. 15 lit. a RPG und die Zuweisung der 
bereits überbauten (und gegenüber dem Wald mittels rechtskräfti- 
gen Waldfeststellungen abgegrenzten) Teilflächen in die Spe- 
zial(bau)zone « God Laret». Wie sich bereits dem Zonenplan ent- 
nehmen lässt und der verwaltungsgerichtliche Augenschein 
bestätigt hat, wird das Gebiet – zusammen mit den bestockten 
Flächen – durch ca. 27 villenartige Gebäude mit etwas Um- 
schwung sowie mit den erforderlichen Erschliessungsanlagen   
( Sammel- und Erschliessungstrassen, Hauszufahrten, Wasser- und 
Energieversorgung, Abwasserentsorgung) geprägt. Baulücken im 
Rechtssinne fehlen, zumal die Lage « mitten im Wald» Ausdruck 
der bereits mit dem Baustatut vom 12. September 1950 und den in 
den folgenden Jahren gestützt darauf von der Gemeinde be- 
schlossenen und genehmigten Nutzungsordnungen verfolgten 
Ziele bzw. der darin vorgeschriebenen Bauweise ist. Die Lage und 
aufgelockerte Bauweise spricht letztlich nicht gegen die vorin- 
stanzliche Bejahung des Siedlungscharakters des Gebietes. Zum 
selben Schluss ist auch die in den Akten mehrfach erwähnte Ar- 
beitsgruppe Waldsiedlungen in ihrem Bericht vom 29. April 1999 
( S. 2, Ziff. 3 ) gelangt, indem sie ausführte, dass die Waldsiedlung 
als Ausgangspunkt für die Ausscheidung einer Grundnutzungs-

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zone mit Bauzonencharakter betrachtet werden müsse. Diese Auf- 
fassung liegt denn auch dem von der Regierung erlassenen und 
vom Bundesrat genehmigten KRIP 2000 vom 19. November 2002 
zugrunde. Die Qualifikation des Gebietes als weitgehend überbaut 
erweist sich somit als zutreffend.

b) Auch soweit die Rekurrenten mit ihrem Einwand die Eig- 
nung des Gebietes als Bauzone in Frage stellen wollen, kann ihnen 
aufgrund der eben geschilderten faktischen und rechtlichen Gege- 
benheiten nicht gefolgt werden. Dies umso weniger, als das Ge- 
biet im KRIP 2000 als Waldsiedlung mit dem Koordinationsstand
« Festsetzung» aufgeführt ( vgl. Anhang 3, S. 5 ) und damit als zur 
Besiedelung/ Überbauung geeignete Fläche bzw. zum Baugebiet 
gehörend qualifiziert worden ist. Was die Rekurrenten dagegen 
vorbringen, ist unbehelflich.

c) Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, 
dass die Vorinstanzen dem Gebiet zu Recht die Eignung als Bau- 
land zugesprochen, es als weitgehend überbaut qualifiziert haben 
und die unbestrittenermassen vorhandenen Nutzungskonflikte 
Wald/Bauzone für die bereits überbauten Flächen und die Erwei- 
terungsbereiche zu Recht mittels der Ausscheidung einer Spezial- 
bauzone ( und nicht etwa über Ausnahmerecht i.S. von Art. 24 ff. 
RPG) angegangen haben.

d) Die Rekurrenten stören sich unter Hinweis auf BGE 119 
Ia 300 ff. an der Ausscheidung einer Bauzone, weil der Konzen- 
trationsgrundsatz verlange, dass Bauzonen möglichst kompakt 
ausgeschieden würden; die Schaffung von – wie vorliegend – 
Punktbauzonen sei jedenfalls unzulässig und die Notwendigkeit, 
Punktbauzonen auszuscheiden, zeige auf, dass kein weitgehend 
überbautes Gebiet i.S. von Art. 15 RPG vorliegen könne. Auch aus 
diesem Einwand können sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie 
seitens der Rekursgegner zu Recht erkannt worden ist, gilt das 
Punktbauzonenverbot bei der Ausscheidung von neuen Bauzonen, 
nicht aber bei der planerischen Behandlung von Bauten in bereits 
erschlossenen und im Rahmen  der  bisherigen  Grundordnun-  
gen überbauten Gebieten, in welchen aufgrund von geänderten 
wald- und planungsrechtlichen Vorgaben eine den neuen, rechtli- 
chen Rahmenbedingungen entsprechende adäquate planerische 
Grundlage geschaffen werden muss. Hier macht es zweifellos 
Sinn, die bereits überbauten Flächen sowie die für massvolle 
Erweiterungen noch in Frage kommenden Flächen einer Bauzone 
zuzuweisen, und zwar unabhängig davon, ob diese Flächen grös- 
ser oder kleiner sind bzw. mehr oder weniger zusammenhängen.

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Im Spannungsfeld zwischen Wald/ Raumplanung umso mehr 
dann, wenn – wie vorliegend – mit nutzungsplanerischen Mass- 
nahmen grossflächige Rodungen ( statt 16 000 m2, wie ursprüng- 
lich mal vorgesehen, sind nur noch rund 701 m2 nötig) vermieden 
und die angestrebten Planungsziele trotzdem erreicht werden kön- 
nen.

4.4 Die Rekurrenten rügen, die angefochtene Planung ver- 
stosse gegen den kantonalen Richtplan, und verlangen die akzes- 
sorische Prüfung desselben im Rahmen des vorliegenden Verfah- 
rens. Dass Letzteres grundsätzlich möglich ist, trifft zu ( vgl. ZBl 
105/2004 S. 107 ff. ), doch können die Rekurrenten daraus nichts zu 
ihren Gunsten ableiten.

a) Ihre Auslegung von Ziff. 5.4.2 KRIP 2000, wonach die 
baulichen Erweiterungsmöglichkeiten durch den Rahmen der 
BAB-Grundsätze beschränkt seien und zudem auch ein Verbot von 
neuen Erschliessungsanlagen vorsehe, zielt, wie sich bereits aus 
dem oben Dargelegten ( zu Art.15 RPG ) und dem nachstehend 
noch Auszuführenden (u.a. Nutzungsmass, Problematik Nutzungs- 
zone/ Wald, …) ohne weiteres ergibt, ins Leere. Dies umso mehr, 
als mit der Planung im Wesentlichen lediglich eine ( altrechtliche) 
Bauzone in einem teils bewaldeten Gebiet bestätigt wird und da- 
mit nicht etwa Erweiterungsmöglichkeiten für Bauten im Wald (i.S. 
von Ausnahmerecht) geschaffen werden. Entsprechend ist davon 
auszugehen, dass die angefochtene Nutzungsplanung richtplan- 
konform ist.

b) Soweit die Rekurrenten in ihrer Eingabe die Bundes- 
rechtskonformität des KRIP 2000 selbst in Frage stellen (Orientie- 
rung an BAB-Grundsätzen für Bauten im Waldgebiet sei unsach- 
gemäss und zu weitgehend, weil damit solche Bauten mit Bauten 
in einer gewöhnlichen Nichtbauzone gleichgestellt würden; Krite- 
rium der Ortsüblichkeit), erweisen sich ihre Einwände ebenfalls 
als unbegründet. Anstelle von Wiederholungen kann auf die zu- 
treffenden Ausführungen der Gemeinde in ihrer Vernehmlassung 
vor Verwaltungsgericht ( S. 20 f.) verwiesen werden. Ebenso ist mit 
dieser festzuhalten, dass das Gebiet einer Spezialzone zugeschie- 
den werden musste, weil es bereits im Rahmen der bisherigen 
Nutzungsordnungen überbaut und erschlossen worden ist und 
weil Planung und Wirklichkeit damit in Übereinstimmung gebracht 
werden können.

11/22 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

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4.6 Soweit die Rekurrenten der angefochtenen Planung ein 
unzulässiges Nutzungsmass entgegenhalten, kann ihnen ebenfalls 
nicht gefolgt werden.

a) Das von der Gemeinde in der Planung vorgesehene 
Konzept ( absolute Nutzungsbegrenzung auf 500 m2 BGF, relative 
Beschränkung auf das Doppelte der bestehenden BGF; begrenzte 
Anbauten für Nebennutzungen) steht, wie die Vorinstanz im ange- 
fochtenen Entscheid mit ihrer Einschätzung und die Gemeinde in 
ihrer Vernehmlassung vor Verwaltungsgericht zutreffend darge- 
legt haben, ebenfalls in Einklang mit den im KRIP 2000 festlegten 
Grundsätzen. Bei der Neufestlegung des zulässigen Nutzungs- 
masses ist an die bisherige Ordnung ( Villenzone gemäss OP 1984, 
abgedeckt durch die damaligen Generellen Rodungsbewilligun- 
gen, bestehender Überbauungs- und Erschliessungsstand) ange- 
knüpft worden, und der neuen Festlegung liegt die Auffassung zu- 
grunde, dass dieses auch nach neuem WaG im Rahmen einer 
Interessenabwägung mit Rodungsbewilligungen möglich ist. Wie 
die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid ( S. 15 ) nachvollziehbar 
dargelegt hat, liegen die zugelassenen baulichen Erweiterungen 
bezogen auf das gesamte bewaldete Gebiet « God Laret» in der 
Summe bei ca. 17 – 20 % und damit noch unterhalb des Rahmens 
der ( objektbezogenen) BAB-Vorschriften, mithin so oder anders 
auch in dem vom KRIP 2000 vorgesehenen Nutzungsmass.

b) Dass bei einzelnen Gebäuden ausnahmsweise grössere 
Erweiterungen realisiert werden können, kann bereits aus den im 
angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegten Überlegungen, 
denen die für eine Bauzone übliche gebietsbezogene Betrach- 
tungsweise zugrunde liegt, akzeptiert werden. Angesichts der 
Entstehungsgeschichte der Waldsiedlung sprechen aber auch 
Überlegungen des Vertrauensschutzes, sowie – wenn auch in ein- 
geschränkterem Masse – des Anspruchs auf rechtsgleiche Be- 
handlung ( vgl. Waldsiedlungsbericht, S. 5, lit. C, Ziff. 1) für die ge- 
troffene Regelung.

c) Aus dieser Sicht betrachtet, lässt es sich auch nicht be- 
anstanden, wenn die baulichen Erweiterungsmöglichkeiten u.a. 
von der gesamten Parzellengrösse abhängig gemacht worden 
sind, obwohl die Parzellen abgesehen von der Gebäudegrund- 
fläche und etwas Umschwung zum Waldareal gehören ( so bereits 
vorgesehen in Art. 43 Abs. 2 aBG; bestätigt in VGE 135/88). Dem re- 
kurrentischen Ansinnen, dass für die Festlegung des zulässigen 
Nutzungsmasses lediglich von den nicht bestockten Flächen aus- 
gegangen werden dürfe, kann bereits daher, wie auch angesichts

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der mehrfach geschilderten Entstehungsgeschichte und den im 
Waldsiedlungsbericht sowie im KRIP 2000 vorgesehenen Festle- 
gungen/Rahmenbedingungen zur  planerischen  Ausgestaltung 
des Nutzungsmasses, nicht gefolgt werden. Im konkreten Fall 
umso weniger, als diesfalls selbst bei einer Erhöhung der AZ von 
0,15 auf 0,2 ( AZ in einer «normalen» Villenzone) auf den einzelnen 
Parzellen im Gebiet nur noch BGF  in der Grössenordnung von   
75 – 150 m2 zulässig wären, was wiederum der ortsüblichen Sied- 
lungsstruktur und Bauweise in vergleichbaren ( Villen-)Zonen in 
der Gemeinde krass widersprechen würde. Darüber hinaus wür- 
den damit nicht nur bauliche Erweiterungen ausgeschlossen, son- 
dern bestehende Bauten, die bereits heute weit grössere BGF kon- 
sumiert haben, gar auf einen Schlag rechtswidrig. Im Lichte des 
Gesagten erweist sich daher die Rüge der zu Unrecht einbezoge- 
nen Waldflächen bei der Bemessung der zulässigen Erweiterungs- 
möglichkeiten als unbehelflich.

d) Auch der rekurrentische Einwand, dass das Nutzungs- 
mass der bestehenden Bauten nie erhoben worden sei und dass
z.B. bei der Bestimmung des Nutzungsmasses auf der Parzelle Nr. 
1760 sogar weitere denselben Grundeigentümern gehörenden 
Waldparzellen mit einbezogen worden seien, lässt die angefoch- 
tene Planung nicht als rechtswidrig erscheinen. Anstelle von Wie- 
derholungen kann vollumfänglich auf die zutreffenden Darlegun- 
gen der Gemeinde in ihrer Vernehmlassung ( S. 26, Ziff. 89 – 98 ) 
verwiesen werden.

4.7 Als unbegründet erweist sich der Rekurs auch, soweit 
damit die Zulässigkeit von Nutzungstransporten in Frage gestellt 
wird. Die Rekurrenten scheinen übersehen zu haben, dass selbst 
bei Nutzungstransporten zwischen zwei angrenzenden Parzellen 
die mit der Planung vorgegebenen Höchstmasse nicht überschrit- 
ten werden dürfen ( vgl. Art. 4 Abs. 2 der Vorschriften zum GEP und 
GGP ). Zusammen mit den relativ eng begrenzten bebaubaren 
Flächen und der maximal zulässigen Gebäudehöhe besteht Ge- 
währ, dass diese Vorgaben eingehalten und die Planungsziele 
nicht beeinträchtigt werden.

4.8 Nicht gefolgt werden kann den Rekurrenten auch inso- 
fern, als sie die Voraussetzungen zur Rodung von rund 701 m2 
Wald sowie zur punktuellen Unterschreitung des ordentlichen ge- 
setzlichen Waldabstandes von 10 m ( gemäss Art. 26 ABzKWaG ) als 
nicht gegeben erachten.

a) Auf die zutreffenden Ausführungen der Rekursgegner 3  
( S. 31, Ziff. 102 ff. ) und 4 ( S. 26 ff. ) in ihren Vernehmlassungen

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kann verwiesen werden. Im Lichte ihrer Darlegungen zeigt sich 
auch, dass der vorinstanzliche Schluss, wonach das von der 
Gemeinde anvisierte Planungsziel ( Herbeiführung einer klaren, 
verlässlichen Trennung zwischen Bauzone und Wald respektive 
zwischen den Einflussbereichen der Waldgesetzgebung und der 
raumplanerischen Erlasse; Ermöglichung einer bescheidenen bau- 
lichen Weiterentwicklung der Siedlung angesichts der bereits er- 
folgten Bebauungen und getätigten Erschliessungsinvestitionen) 
gewichtig genug sei, um im Sinne von Art. 5 WaG die zur Debatte 
stehende Rodung von rund 701 m2 zu rechtfertigen, richtig ist. 
Entsprechend hat das Walderhaltungsinteresse hinsichtlich dieser 
Fläche zurückzutreten; ebenso hinsichtlich jener Fläche, welche 
infolge Reduzierung des Waldabstandes («kalte Rodung») dem 
Wald indirekt noch zusätzlich entzogen wird. Hinsichtlich Letzterer 
auch deshalb, weil die Reduktion des Waldabstandes gegenüber 
einer möglichen Rodung die mildere Massnahme darstellt, zumal 
unbestritten ist, dass die übrigen wald- und planungsrechtlichen 
Vorgaben ( i.S. von Art. 27 ABzKWaG ) erfüllt sind.

b) Was die Rekurrenten sonst noch im Zusammenhang mit 
den reduzierten Waldabständen gegen die angefochtene Planung 
vorbringen ( u.a. Beeinträchtigung oder gar Zerstörung des Wal- 
des; Rechtmässigkeit der für das Wohnhaus auf Parzelle Nr. 1888 
geplanten neuen Erschliessung), ist ebenfalls nicht geeignet, die 
angefochtene Planung als rechtswidrig erscheinen zu lassen.

4.9 Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Gebiet 
God Laret angesichts der faktischen und planerischen Besonder- 
heiten zu Recht einer Spezial(-Bau)zone zugewiesen worden ist. 
Die für die Zone vorgesehenen baulichen Möglichkeiten ( Nut- 
zungsmass) liegen innerhalb des vom KRIP 2000 und vom Wald- 
siedlungsbericht vorgesehenen Rahmens, sind angemessen und 
von der Vorinstanz zu Recht genehmigt worden. Zur Erreichung 
der mehrfach geschilderten Planungsziele wird zudem nicht mehr 
Waldfläche beansprucht, als unbedingt nötig; die für Rodungen 
beanspruchte Fläche ist zudem im Vergleich zu anderen, bereits 
rechtskräftig bewilligten Waldsiedlungen im Kanton sehr gering. 
Die angefochtenen Planungs- und Beschwerdeentscheide der 
Vorinstanzen sind daher in jeder Hinsicht zu schützen, was zur Ab- 
weisung des Rekurses führt, soweit auf ihn einzutreten ist.
R 05 72 Urteil vom 29. September 2005

Dagegen an das Bundesgericht erhobene staatsrechtliche und Ver- 
waltungsgerichtsbeschwerde noch hängig.