# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80134e2b-ebdb-5568-b5fc-cc1e72b3290b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 04.10.2016 R 2015 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2015-58_2016-10-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 15 58

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
RichterIn Audétat, Moser

Aktuar Decurtins

URTEIL

vom 4. Oktober 2016

in der Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jon Andri Moder,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg,

Beschwerdegegnerin

betreffend Wiederherstellungs- und Bussverfügung

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1. Am 16. Juni 2011 reichte A._____ ein Gesuch für den Bau eines Wohn-

hauses auf Parzelle 968 in Y._____ ein. Nach einer ersten Projektände-

rung erteilte ihm der Gemeindevorstand der Gemeinde X._____ (nachfol-

gend Gemeinde) am 28. November 2011 die Baubewilligung, in welcher 

unter anderem festgehalten wurde, dass die Bauausführungen genau 

nach den mit Genehmigungsvermerk versehenen Plänen zu erfolgen hät-

ten und jegliche Änderung erneut bewilligungspflichtig sei.

2. Nachdem im Rahmen einer Baukontrolle festgestellt worden war, dass 

das im Bau stehende Wohnhaus hinsichtlich Dachform und -neigung von 

der Baubewilligung abwich, verfügte die Gemeinde am 20. August 2013 

einen sofortigen Baustopp. Aufforderungsgemäss reichte A._____ am 

8. Oktober 2013 hinsichtlich der ausgeführten und als bewilligungswidrig 

bemängelten Dachkonstruktion ein Projektänderungsgesuch ein. Dieses 

wies die Gemeinde mit Baubescheid vom 25. November 2013 ab.

3. Auf Beschwerde von A._____ hin bestätigte das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden diesen Baubescheid mit Urteil R 14 7 vom 16. Sep-

tember 2014. Dabei hielt es fest, dass die realisierte Dachkonstruktion der 

Baubewilligung vom 28. November 2011 nicht entspreche und mangels 

Vereinbarkeit mit den kantonalen und kommunalen Bauvorschriften auch 

nicht bewilligungsfähig sei, da diese weder einer baugesetzlich zulässigen 

noch einer ortsüblichen Dachform entspreche und die maximal zulässige 

Dachneigung überschreite. Dieses Urteil erwuchs in der Folge unange-

fochten in Rechtskraft.

4. Am 29. Januar 2015 forderte die Gemeinde A._____ auf, im Rahmen des 

diesbezüglich eingeleiteten Wiederherstellungs- und Bussverfahrens eine 

Stellungnahme einzureichen und ihr die aktuellen Einkommens- und 

Vermögensverhältnisse darzulegen.

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5. Mit Schreiben vom 23. März 2015 reichte A._____ die angeforderte Steu-

ererklärung ein und plädierte aus Gründen der Verhältnismässigkeit für 

den Erlass einer Duldungsverfügung, zumal er das Dach nicht wissent-

lich, sondern als Folge eines Missverständnisses baubewilligungswidrig 

erstellt habe, die Abweichung vom gesetzmässigen Zustand nicht derart 

gravierend sei, dass ein grosses öffentliches Interesse an dessen Abriss 

bestehe und die Kosten für die Realisierung der bewilligten Dachform in 

der Grössenordnung von Fr. 650'000.-- enorm seien. Bei der Bemessung 

einer allfälligen Baubusse sei zu berücksichtigen, dass ihn allerhöchstens 

ein geringes Verschulden treffe.

6. In der Folge reichte A._____ der Gemeinde ein Gutachten der Berner 

Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau vom 2. April 2015 nach, 

gemäss welchem es sich beim streitgegenständlichen Dach nicht um ein 

Satteldach, sondern um ein abgeschnittenes Walmdach handle.

7. Mit Beschluss vom 11. Mai, mitgeteilt am 9. Juni 2015, verpflichtete die 

Gemeinde A._____, das widerrechtlich erstellte Dach innert Jahresfrist 

abzubrechen und auferlegte ihm eine Baubusse von Fr. 20'000.-- sowie 

die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'192.--. Begründend führte sie 

aus, dass die vom Verwaltungsgericht rechtskräftig festgestellten materi-

ellen Baurechtsverletzungen einen schweren Verstoss gegen die Bauord-

nung darstellten. Ausserdem handle es sich bei den geltend gemachten 

Kosten von Fr. 650'000.-- – welche viel zu hoch angesetzt und im Rah-

men der Interessenabwägung ohnehin nicht zu berücksichtigen seien – 

nicht um Rückbaukosten, sondern um solche, die durch den eigentlichen 

Bau des bewilligten Daches entstünden. Hinsichtlich der Busse führte sie 

aus, inwiefern A._____ zumindest eventualvorsätzlich gehandelt habe 

und stellte fest, dass er sich in einer gehobenen finanziellen Lage befinde.

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8. Gegen diesen Beschluss erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) 

am 10. Juli 2015 Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte dessen Aufhebung. Dabei machte er in Be-

zug auf den Vertrauensschutz geltend, dass er sich der Unrechtmässig-

keit seines Tuns nicht bewusst gewesen sei. Dies beweise unter anderem 

der Umstand, dass der planende Architekt der Gemeinde die Erstellung 

eines 3D-Modells zwecks Visualisierung der Dachform angeboten und 

dass er mit B._____ ein Mitglied der Baukommission zu einer Offerten-

stellung für die Holzbauarbeiten inkl. Dach eingeladen habe. Dieser habe 

nach Einsicht in die Werkpläne, aus welchen der Dachknick hervorgehe, 

und Teilnahme am Vergabegespräch nicht auf die Unrechtmässigkeit der 

Dachform hingewiesen, woraus geschlossen werden könne, dass das be-

stehende Missverständnis hinsichtlich der Dachform für ihn als Laien um-

so weniger habe erkennbar sein können. Zudem führte er aus, inwiefern 

bei den festgestellten Unregelmässigkeiten nicht von einer Verletzung von 

"schwerwiegenden öffentlichen Interessen" die Rede sein könne. In Anbe-

tracht der nur geringen öffentlichen Interessen und seinen erheblichen 

wirtschaftlichen Interessen sei die Wiederherstellungsanordnung auch 

nicht verhältnismässig. Hinsichtlich der von der Gemeinde in Zweifel ge-

zogenen Wiederherstellungskosten beantragte der Beschwerdeführer – 

sollte deren Höhe für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit relevant 

sein – die Einholung einer entsprechenden Expertise. Die Baubusse sei 

deshalb aufzuheben oder massiv zu reduzieren, weil schon der Beizug 

von Baukommissionsmitglied B._____ gegen ein (eventual)vorsätzliches 

Verhalten spreche und es ihm als bautechnischer Laie nicht angelastet 

werden könne, dass er das von Anfang an bestehende, unentdeckte 

Missverständnis über die Dachform nicht erkannt habe.

9. In ihrer Vernehmlassung vom 23. September 2013 beantragte die Ge-

meinde (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung 

der Beschwerde, zumal vorliegend weder der Vertrauensschutz greife 

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noch der Verhältnismässigkeitsgrundsatz verletzt werde. Der Beschwer-

deführer, der zu Recht kein vertrauensbegründendes Handeln der Bau-

behörde in Bezug auf die geknickten Dachhälften geltend mache, stütze 

sich hinsichtlich des Vertrauensschutzes einzig auf sein fehlendes Un-

rechtsbewusstsein resp. die fehlende Absicht und verkenne damit die 

Grundsätze des Vertrauensschutzes komplett. Entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers sei auch keine Verletzung schwerwiegender öf-

fentlicher Interessen vonnöten, um eine Wiederherstellungsanordnung zu 

begründen. Ausserdem sei pekuniären Interessen rechtsprechungs-

gemäss – wenn überhaupt – generell nur geringes Gewicht einzuräumen. 

Das Verschulden des Beschwerdeführers wiege insofern schwer, als die-

ser klar vorsätzlich gehandelt habe. Obschon ihm die Besonderheit der 

Dachkonstruktion mit dem abgedrehten First bewusst gewesen sei, habe 

er es unterlassen, anlässlich der vorberatenden Gespräche mit der Ge-

meinde den von Beginn an gewollten Knick in den Dachhälften zur Spra-

che zu bringen. Spätestens nach der Aufdeckung des Missverständnisses 

durch den Architekten habe er vorsätzlich gehandelt, indem er das Dach 

entsprechend den Ausführungsplänen und entgegen den Baubewilli-

gungsplänen bauen lassen habe. Damit habe er auch die materiellen 

Baurechtsverletzungen zumindest in Kauf genommen, diesbezüglich mit-

hin eventualvorsätzlich gehandelt.

10. Am 5. November 2015 wurde das Verfahren im Hinblick auf die Findung 

einer einvernehmlichen Lösung bis zum 15. Dezember 2015 sistiert. Eine 

solche konnte indes nicht gefunden werden und die Beschwerdegegnerin 

stimmte einer weiteren Sistierung nicht zu.

11. In seiner Replik vom 22. Januar 2016 hielt der Beschwerdeführer an sei-

nen Anträgen und Begründungen fest. Nachdem er zunächst der ihm un-

terstellten Bösgläubigkeit, welche die Beschwerdegegnerin zu beweisen 

habe, widersprach, hielt er fest, dass er der Beschwerdegegnerin die Er-

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stellung eines konvex gewölbten Daches vorgeschlagen habe. Die Versu-

che einer verhältnismässigen Bereinigung der Baurechtswidrigkeit seien 

jedoch gescheitert, ohne dass die Gemeinde zu einer einvernehmlichen 

Lösung Hand geboten habe. Entgegen der Auffassung der Beschwerde-

gegnerin seien die Abweichungen vom materiellen Baurecht als geringfü-

gig zu betrachten. Baupolizeilich und insbesondere sicherheitstechnisch 

seien sowohl die Überschreitung der zulässigen Dachneigung als auch 

der Knick völlig irrelevant, und der Knick – obschon gut sichtbar – falle im 

Ortsbild nicht negativ auf. Zudem sei die Abweichung von klassischen 

Dachformen durch die damalige Bewilligung des abgeschrägten Dach-

firsts von der Beschwerdegegnerin selbst präjudiziert worden. Insofern 

wiege das öffentliche Interesse an der Einhaltung der Bauvorschriften 

nicht schwer und werde relativiert durch die erwähnten Zugeständnisse 

an eine ungewöhnliche Dachform. Ausserdem sei im Rahmen der Ver-

hältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen, dass er gar nicht wisse, 

worin der wiederherzustellende rechtmässige Zustand bestehe, zumal es 

keine bewilligte Dachfläche gebe resp. nicht ersichtlich sei, inwiefern mit 

dem abgeschrägten First überhaupt ein "Walm- oder Satteldach" im Sinne 

des Baugesetzes erstellt werden könne. Zur verfügten Baubusse hielt der 

Beschwerdeführer fest, dass ihm kein schweres Verschulden habe nach-

gewiesen werden können, dass ihm ein allfälliges Verschulden des Archi-

tekten nicht angerechnet werden könne und dass die Baubusse exorbi-

tant und unverhältnismässig hoch sei. Schliesslich beantragte er einen 

Augenschein zur Feststellung des öffentlichen Interesses an einer Besei-

tigung des Dachknicks.

12. Am 24. Februar 2016 hielt auch die Beschwerdegegnerin duplicando an 

ihren Anträgen fest und widerlegte im Wesentlichen die Ausführungen 

des Beschwerdeführers hinsichtlich dessen Bösgläubigkeit unter Hinweis 

auf ihre Vernehmlassung sowie mit ergänzenden Ausführungen zur Bau-

bewilligung und zur Rolle von B._____. Zum Erlass einer Duldungsverfü-

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gung reiche guter Glaube ohnehin nicht aus; hierfür bedürfe es einer rele-

vanten Vertrauensgrundlage, deren Existenz hier zugestandenermassen 

nicht gegeben sei. Überdies wisse der Beschwerdeführer sehr genau, 

was damals bewilligt worden sei und dass es in seiner Verantwortung lie-

ge, das Bewilligte nun technisch umzusetzen.

13. Am 9. Mai 2016 edierte die Beschwerdegegnerin aufforderungsgemäss 

noch die Baugesuchsunterlagen der 2. und 3. Projektausschreibung resp. 

der 1. und 2. Projektänderung. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 

10. Mai 2016 mitgeteilt.

Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung sowie in 

den Rechtsschriften der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 9. Juni 2015, mit welcher der Abbruch des wi-

derrechtlich erstellten Daches angeordnet und dem Beschwerdeführer ei-

ne Baubusse von Fr. 20'000.-- auferlegt worden ist. Die Eintretensvoraus-

setzungen geben vorliegend zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

2. Zunächst drängen sich ein paar einleitende Bemerkungen zur Dispositiv-

Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung, mit welcher der Beschwerdeführer 

zum Abbruch des widerrechtlich erstellten Daches verpflichtet worden ist, 

auf. Diese Anordnung ist nämlich insofern zu eng gefasst, als es vorlie-

gend nicht lediglich um den Abbruch des Daches, sondern – wie schon 

der Überschrift der angefochtenen Verfügung zu entnehmen ist – um die 

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Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes geht. Da der Abbruch 

gewissermassen die Konsequenz einer rechtskräftigen Wiederherstel-

lungsanordnung sein kann, nicht aber muss, kann die Rechtmässigkeit 

einer Abbruchverpflichtung – entgegen der Auffassung der Beschwerde-

gegnerin – nicht isoliert beurteilt werden (vgl. hierzu insbesondere Erwä-

gung 5b). Streitig und zu prüfen ist im Folgenden daher die grundsätzliche 

Rechtmässigkeit der Wiederherstellungsanordnung einerseits sowie die 

Rechtmässigkeit der Abbruchverfügung als Massnahme zur Erreichung 

des rechtmässigen Zustandes andererseits. Ausserdem ist zu prüfen, ob 

der Beschwerdeführer zu Recht mit einer Baubusse in der Höhe von 

Fr. 20'000.-- belegt worden ist.

3. a) Gemäss dem – gestützt auf Art. 107 Abs. 2 Ziff. 6 des Raumplanungsge-

setzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) direkt anwendba-

ren – Art. 94 Abs. 1 KRG sind materiell vorschriftswidrige Zustände auf 

Anordnung der zuständigen (Bau-)Behörde zu beseitigen, gleichgültig, ob 

für deren Herbeiführung ein Bussverfahren durchgeführt worden ist. Laut 

Art. 94 Abs. 3 KRG obliegt die Pflicht zur Wiederherstellung des recht-

mässigen Zustandes sowohl dem Eigentümer als auch den Personen, die 

den rechtswidrigen Zustand herbeigeführt haben. Unabdingbare Voraus-

setzung für die Anordnung einer Wiederherstellungsverfügung ist also das 

Vorliegen eines materiell vorschriftswidrigen Zustandes. Dies bedeutet, 

dass dem Erlass einer Wiederherstellungsverfügung grundsätzlich ein 

nachträgliches Baubewilligungsverfahren vorauszugehen hat, in dessen 

Rahmen vorab die Rechtswidrigkeit des fraglichen Zustandes zu prüfen 

ist. Von einem separaten Sachentscheid über die nachträgliche Bewilli-

gungsverweigerung kann aus prozessökonomischen Gründen jedoch ab-

gesehen werden, wenn die Sach- und Rechtslage klar und die Verletzung 

von materiellen Vorschriften offensichtlich ist und von vornherein fest-

steht, dass eine nachträgliche Baubewilligung nicht erteilt werden kann 

(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] R 13 227 vom 1. Juli 2014 

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E.4c mit weiteren Hinweisen). Demgegenüber führt eine bloss formelle 

Baurechtswidrigkeit nicht zur Wiederherstellung bzw. Restitution (vgl. 

VGU R 09 26 vom 17. November 2009 E.2a sowie PVG 2007 Nr. 30 

E.4a).

b) Vorliegend ergeben sich die sowohl formellen als auch materiellen Bau-

rechtsverletzungen aus dem Verwaltungsgerichtsurteil R 14 7, in welchem 

das Gericht unter anderem über die Bewilligungsfähigkeit des nachträgli-

chen Projektänderungsgesuchs des Beschwerdeführers bezüglich des 

bereits erstellten Daches zu befinden hatte. Darin wurde rechtskräftig 

festgestellt, dass das erstellte Dach der Baubewilligung vom 28. Novem-

ber 2011 nicht entspreche. Zudem sei die realisierte Dachkonstruktion 

mangels Vereinbarkeit mit den kantonalen und kommunalen Bauvorschrif-

ten nicht bewilligungsfähig, da sie weder einer baugesetzlich zulässigen 

noch einer ortsüblichen Dachform entspreche und stellenweise die maxi-

mal zulässige Dachneigung überschreite (vgl. VGU R 14 7 vom 16. Sep-

tember 2014 E.4). Damit hat das nachträgliche Baubewilligungsverfahren, 

welches dem Erlass einer Wiederherstellungsverfügung grundsätzlich 

vorauszugehen hat, stattgefunden und im Baubescheid der Beschwerde-

gegnerin vom 25. November 2013 resp. im erwähnten Urteil des Verwal-

tungsgerichts seinen Abschluss gefunden. An diesen in der Folge unan-

gefochten in Rechtskraft erwachsenen Einschätzungen des Verwaltungs-

gerichts vermag auch das im vorliegenden Verfahren eingereichte Gut-

achten der Berner Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau, gemäss 

welchem es sich bei der fraglichen Dachkonstruktion um ein abgeschnit-

tenes Walmdach handle (vgl. beschwerdeführerische Beilage [Bf-act.] 

13), nichts zu ändern.

c) Gestützt auf Art. 94 Abs. 1 und 2 KRG ist die Beschwerdegegnerin dem-

nach grundsätzlich zuständig und befugt, diesen materiell vorschriftswid-

rigen Zustand mittels einer Wiederherstellungsanordnung zu beseitigen. 

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Das Vorliegen einer materiellen Gesetzesverletzung genügt für den Er-

lass einer Wiederherstellungsverfügung indes noch nicht. Gemäss bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung ist die Anordnung der Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustandes im Falle einer rechtswidrig errichteten Bau-

te im Einzelfall nämlich unzulässig, wenn sie allgemeinen Prinzipien des 

Verfassungs- und Verwaltungsrechts entgegensteht. Dazu gehören na-

mentlich die in Art. 5 Abs. 2 und 3 sowie Art. 9 der Schweizerischen Bun-

desverfassung (BV; SR 101) festgehaltenen Grundsätze der Verhältnis-

mässigkeit und des Schutzes des guten Glaubens. So kann die Wieder-

herstellung des rechtmässigen Zustandes etwa unterbleiben, wenn die 

Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist, die Wiederherstellung 

nicht im öffentlichen Interesse liegt oder wenn der Bauherr in gutem 

Glauben angenommen hat, er sei zur Bauausführung ermächtigt und der 

Beibehaltung des ungesetzlichen Zustandes nicht schwerwiegende öf-

fentliche Interessen entgegenstehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

[BGer] 1C_730/2013 vom 4. Juni 2014 E.8.1 m.w.H.). Im Einklang mit 

dieser Rechtsprechung statuiert Art. 94 Abs. 4 KRG, dass von der Anord-

nung einer Wiederherstellungsmassnahme abzusehen und stattdessen 

eine Duldungsverfügung zu erlassen ist, wenn dies aus Gründen des Ver-

trauensschutzes oder der Verhältnismässigkeit angezeigt ist. Anhand die-

ser beiden Aspekte wird nachfolgend zu prüfen sein, ob die Wiederher-

stellungsverfügung der Beschwerdegegnerin zu Recht ergangen ist oder 

ob diese – dem Antrag des Beschwerdeführers folgend – aufzuheben und 

stattdessen eine Duldungsverfügung zu erlassen wäre. Dabei ist mit der 

Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass es entsprechend dem Ausnah-

mecharakter einer Duldungsverfügung dem Beschwerdeführer obliegt, 

das Vorliegen der Voraussetzungen für den Erlass einer solchen – wie 

etwa die Elemente des Vertrauensschutzes oder allenfalls überwiegende 

private Interessen – nachzuweisen (vgl. Duplik S. 3).

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4. a) Die Berufung auf den guten Glauben fällt nur in Betracht, wenn die Bau-

herrschaft bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, 

sie sei zur Bauausführung berechtigt (vgl. BGer 1C_730/2013 vom 4. Juni 

2014 E.8.1 m.w.H.). Wenn es darum geht, ob eine bestimmte behördliche 

Zusicherung oder eine behördliche Verhaltensweise geeignet war, be-

rechtigtes Vertrauen zu erwecken, werden in dieser Hinsicht in der Regel 

keine strengen Anforderungen gestellt; es genügt, dass die Unrichtigkeit 

der erhaltenen Auskunft für den Betroffenen nicht offensichtlich erkennbar 

war und dass er in guten Treuen annehmen durfte, die betreffende 

Behörde sei zuständig (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 

1979 in: ZBl 80 [1979] S. 312 f. E.4b sowie BGer 1C_40/2015 vom 

18. September 2015 E.5.2). Vorliegend geht es jedoch nicht in erster Linie 

um diese Frage, denn der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht gel-

tend, dass seitens der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die fragliche 

Dachkonstruktion irgendwelche Zusicherungen gemacht oder eine sonst-

wie geartete Vertrauensgrundlage geschaffen worden sei (vgl. Vernehm-

lassung Ziff. 5 und 9). Vielmehr geht es vorliegend darum, ob der Be-

schwerdeführer der Baubewilligung vom 28. November 2011 eine weiter-

gehende resp. eine andere rechtliche Tragweite beimessen durfte, als 

diese in Wirklichkeit hatte. Es liegt auf der Hand, dass diesfalls höhere 

Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Sorgfalt des Betroffenen zu 

stellen sind als im vorerwähnten Fall. Ist sich ein Gesuchsteller hinsicht-

lich des Inhalts resp. Umfangs einer Baubewilligung nicht im Klaren, so 

darf von ihm erwartet werden, dass er sich bei der Behörde diesbezüglich 

erkundige. Wer trotz vorhandener oder sich nach objektiven Massstäben 

aufdrängender Zweifel über die Tragweite einer Baubewilligung ohne ent-

sprechende Abklärungen bei der verfügenden Behörde die Baubewilli-

gung in seinem Sinne auslegt und entsprechende Dispositionen triff, kann 

sich gegenüber einem Abbruchbefehl nicht mit Erfolg auf den Schutz sei-

nes guten Glaubens berufen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Fe-

bruar 1979 in: ZBl 80 [1979] S. 312 f. E.4b sowie BGE 132 II 21 E.6.1). 

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Als Grundsatz muss in diesem Zusammenhang gelten, dass sich der 

Bauwillige selber um die Zulässigkeit seines Handelns zu kümmern hat 

(vgl. PVG 2007 Nr. 30 E.4a und PVG 1993 Nr. 29 E.2).

b) In seiner Beschwerde macht der Beschwerdeführer geltend, dass ihm die 

Unrechtmässigkeit seines Tuns nicht bewusst gewesen sei. Er sei stets 

davon ausgegangen, dass das fragliche Dach so erstellt werde, wie es 

bewilligt worden sei. Als Indiz für seine Gutgläubigkeit führt er ins Feld, 

dass sein planender Architekt der Beschwerdegegnerin die Erstellung ei-

nes 3D-Modelles für die Dachform angeboten habe und dass er mit 

B._____ ein Mitglied der Baukommission zur Offertstellung für die Holz-

bauarbeiten eingeladen, diesen um die gesamte Bauleitung gebeten und 

von diesem die Bauprofile erstellen lassen habe. Dies hätte er wohl nicht 

getan, wenn er Böses im Sinn gehabt hätte. Ausserdem ergebe sich aus 

der Tatsache, dass B._____ nach Einsicht in die Werkpläne (aus welchen 

der Dachknick deutlich hervorgehe) und nach Teilnahme an einem Ver-

gabegespräch nicht auf die Unzulässigkeit der Dachform hingewiesen re-

sp. diese nicht bemerkt habe, dass es für ihn als Laien nicht möglich ge-

wesen sei, das offenbar von Anfang an bestehende Missverständnis hin-

sichtlich der Dachform zu erkennen (vgl. Beschwerde Ziff. 31 und 

36 ff. sowie Replik Ziff. 6 f.).

c) In der Tat ist der Beizug von Baukommissionsmitglied B._____ im Rah-

men der Realisierung des Bauprojekts als Indiz dafür zu werten, dass der 

Beschwerdeführer in Bezug auf die Dachkonstruktion – zumindest an-

fänglich (vgl. aber nachfolgend Erwägung 6d) – keine widerrechtlichen 

Absichten gehegt hat. Eine abschliessende Beurteilung dieses umstritte-

nen Aspekts, mithin wann und in welcher Form B._____ beigezogen wur-

de, in welche Pläne er wann Einsicht hatte, ob er an einem Vergabege-

spräch teilgenommen hatte etc., erübrigt sich an dieser Stelle jedoch. Vor 

dem Hintergrund des vorstehend Gesagten bliebe dem Beschwerdeführer 

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eine Berufung auf eine allenfalls vorliegende Gutgläubigkeit nämlich 

schon deshalb verwehrt, weil er nicht die nötige Sorgfalt und Aufmerk-

samkeit hat walten lassen. So räumt er selbst ein, dass ihm und seinen 

Planern von Anfang an bewusst gewesen sei, dass die Dachform zu Dis-

kussionen Anlass geben könnte und er die Problematik deshalb bereits 

vor Einreichung des Baugesuchs mit der Baubehörde besprochen habe 

(vgl. Beschwerde Ziff. 3). Seine Zweifel in Bezug auf die Dachform mani-

festieren sich auch darin, dass er der Beschwerdegegnerin zwecks Ver-

anschaulichung der komplexen Dachform die Erstellung eines 3D-Modells 

angeboten hatte (vgl. Beschwerde Ziff. 37). Ob die schliesslich realisierte 

Dachform mit dem Knick explizit Gegenstand dieser Gespräche war, ist 

umstritten und braucht vorliegend nicht abschliessend geklärt zu werden. 

Wenn dem so gewesen wäre und die Beschwerdegegnerin anlässlich ei-

nes solchen Gespräches zum Ausdruck gebracht hätte, "dass die Kon-

struktion mit dem abgedrehten First wahrscheinlich nur als windschiefes 

Dach bewilligt werden könne" (so angefochtene Verfügung Ziff. 9), so 

könnte sich der Beschwerdeführer in Bezug auf die bewilligungswidrig er-

stellte Dachkonstruktion ohnehin nicht auf seine Gutgläubigkeit berufen. 

Wenn hinsichtlich des Daches resp. der realisierten Dachform mit dem 

Knick oder den von der Beschwerdegegnerin beabsichtigten windschiefen 

Dachflächen – wie der Beschwerdeführer dies in seiner Replik schliess-

lich behauptet (vgl. Replik Ziff. 18) – jedoch keine Gespräche stattgefun-

den hätten, so wäre ihm vorzuhalten, diesbezüglich nicht die nötige Sorg-

falt und Aufmerksamkeit an Tag gelegt zu haben. Wie dieser nämlich an-

erkennt, hätte es in seinem Verantwortungsbereich als Bauherr gelegen, 

ein Baugesuch einzureichen, aus welchem die wesentlichen Konstrukti-

onsmerkmale hervorgehen. Da der schliesslich realisierte Dachknick 

zweifelsohne zu den wesentlichen Konstruktionsmerkmalen gehört, hätte 

der Beschwerdeführer – gerade im Wissen um die "Ausserordentlichkeit" 

desselben – dafür besorgt sein müssen, diesen gegenüber der Be-

schwerdegegnerin zur Sprache zu bringen und in den Plänen kenntlich zu 

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machen. Dass dies möglich gewesen wäre, wird zu Recht nicht bestritten 

und ergibt sich etwa aus den Plänen des Projektänderungsgesuchs vom 

8. Oktober 2013, aus welchen der Knick mit aller Deutlichkeit hervorgeht 

(vgl. die am 9. Mai 2016 durch die Beschwerdegegnerin eingereichten 

Original-Akten zum 3. Projektänderungsgesuch sowie VGU R 14 7 E.2e). 

Als Bauherr wäre der Beschwerdeführer jedenfalls gehalten gewesen, 

seine Zweifel hinsichtlich der Dachkonstruktion im Gespräch mit der Be-

schwerdegegnerin auszuräumen, bevor er dieses realisieren liess.

d) Da der Beschwerdeführer in Bezug auf die Dachform nicht die erforderli-

che Sorgfalt und Aufmerksamkeit hat walten lassen, kann er sich nicht auf 

eine allfällige Gutgläubigkeit berufen. Darüber hinaus kann der Be-

schwerdeführer – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – spätestens 

nach Vorliegen der Ausführungspläne ohnehin nicht mehr als gutgläubig 

gelten (vgl. hierzu nachfolgend Erwägung 6d). Demzufolge kann er sich 

nicht mit Erfolg auf den Vertrauensschutz berufen, weshalb der Erlass ei-

ner Duldungsverfügung gemäss Art. 94 Abs. 4 KRG unter diesem Aspekt 

nicht angezeigt gewesen wäre. Damit kann an dieser Stelle auch offen 

bleiben, ob eine schwerwiegende Verletzung von öffentlichen Interessen 

vorliegt, welche einer Duldungsverfügung selbst im Falle einer erfolgrei-

chen Berufung auf Treu und Glauben hätte entgegenstehen können.

5. a) Sodann bleibt zu prüfen, ob der Erlass einer Duldungsverfügung unter 

dem Aspekt der Verhältnismässigkeit angezeigt gewesen wäre. Das Ver-

hältnismässigkeitsprinzip besagt, dass die Wiederherstellung des recht-

mässigen Zustandes zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet so-

wie erforderlich und dem Betroffenen zumutbar sein muss (vgl. BGer 

1C_730/2013 vom 4. Juni 2014 E.8.3). Die Notwendigkeit eines Eingriffs 

ergibt sich dabei aus dem öffentlichen Interesse an der Einhaltung der 

verletzten Bauvorschriften. Sodann besagt das Übermassverbot, dass ein 

Eingriff nicht weiter gehen darf, als es der Zweck erheischt, mithin das 

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mildeste Mittel zur Erreichung des gesetzmässigen Zustandes zu wählen 

ist. Dementsprechend ist auf einen umfassenden Abbruch zu verzichten, 

wenn der gesetzmässige Zustand durch einen Teilabbruch erreicht wer-

den kann. Wenn die Notwendigkeit und die Verhältnismässigkeit im so 

verstandenen Sinne zu bejahen sind, hat schliesslich eine Abwägung 

zwischen den öffentlichen Interessen an der Durchsetzung der Zwangs-

massnahme und den privaten Interessen an der Erhaltung des gesetzes-

widrigen Zustandes zu erfolgen. Vor dem Hintergrund des vorstehend 

Gesagten bleibt festzuhalten, dass auch ein Bösgläubiger zur Rüge, ein 

Abbruchbefehl sei nicht notwendig oder unverhältnismässig, zugelassen 

ist. Dies erhellt aus dem Umstand, dass auch der Bösgläubige vor nicht 

notwendigen und unverhältnismässigen Verwaltungshandlungen ge-

schützt werden soll. Anders zu entscheiden führte dazu, dem Abbruchbe-

fehl Strafcharakter zukommen zu lassen, was jedoch einer allfälligen 

Baubusse vorbehalten ist. Bösem Glauben wird mit anderen Worten erst 

bei der Interessenabwägung Rechnung getragen, wobei ein bösgläubiger 

Bauherr alsdann in Kauf nehmen muss, dass die Behörden aus 

grundsätzlichen Erwägungen – namentlich zum Schutz der Rechtsgleich-

heit und der baulichen Ordnung – dem Interesse an der Wiederherstel-

lung des gesetzmässigen Zustandes erhöhtes Gewicht beimessen und 

die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in ver-

ringertem Masse berücksichtigen werden (vgl. BGer 1C_730/2013 vom 

4. Juni 2014 E.8.1 m.w.H. sowie etwa VGU R 13 227 vom 1. Juli 2014 

E.4d/aa mit Verweis auf VGU R 04 8 vom 13. Mai 2004 E.3a und PVG 

2007 Nr. 30 E.4a).

b) Wie einleitend erwähnt, kann die Rechtmässigkeit einer Abbruchverpflich-

tung nicht isoliert resp. unabhängig vom wiederherzustellenden "recht-

mässigen Zustand" beurteilt werden. Dabei kann offenbleiben, ob der 

wiederherzustellende rechtmässige Zustand dann erreicht ist, wenn die 

widerrechtlichen Bauteile entfernt sind (status quo ante) oder wenn die 

- 16 -

fraglichen Bauteile – allenfalls nach einem teilweisen Abbruch – im Ein-

klang mit der Baubewilligung erstellt worden sind. Der rechtmässige 

"Endzustand" kann aber – wie im vorliegenden Fall – im Zusammenhang 

mit dem Übermassverbot von Relevanz sein. Je nach Ausgestaltung des 

gemäss Baubewilligung zu erstellenden Daches sind zur Wiederherstel-

lung des rechtmässigen Zustandes nämlich mildere Massnahmen als ein 

vollständiger Abbruch denkbar (vgl. hierzu sogleich Erwägung 5b/bb). In-

sofern kann die "rechtmässige", gemäss der Baubewilligung zu realisie-

rende Dachform entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (vgl. 

Duplik Ziff. 2) im vorliegenden Verfahren nicht ausgeklammert werden.

aa) Wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführt, besteht hinsichtlich der be-

willigten Dachform nach wie vor – obschon das diesbezügliche Missver-

ständnis zwischen den Parteien in der Zwischenzeit entdeckt worden ist – 

keine Klarheit. Aus den bewilligten Plänen gehen zwar der abgedrehte 

First sowie die Dachkanten und -traufen, nicht jedoch die Form der Dach-

fläche hervor. Die Frage nach der bewilligten Dachform war auch nicht 

Gegenstand des Verfahrens VGU R 14 7; darin hatte das Verwaltungsge-

richt lediglich festzustellen, dass das realisierte Dach mit den diagonalen 

Knicken nicht der Baubewilligung entspreche. Entgegen der Auffassung 

der Beschwerdegegnerin lässt sich folglich weder aus der Baubewilligung 

noch aus dem zitierten Urteil des Verwaltungsgerichts ableiten, wie das 

bewilligte Dach auszusehen hat. Entsprechend kann hinsichtlich der 

Dachform auch nicht von einer res iudicata die Rede sein (so Duplik 

Ziff. 2a). Ausserdem trifft es nicht zu, dass die Vorstellungen der Be-

schwerdegegnerin "von Anfang an klar aus der Baubewilligung vom 

28. November 2011" hervorgegangen sind (so Duplik Ziff. 3b).

bb) Offenbar bestehen nun zwei Möglichkeiten, das aus den bewilligten Da-

chrändern hinsichtlich der Dachfläche resultierende "geometrische Pro-

blem" zu lösen, nämlich die Erstellung einer entweder konkav (nach in-

- 17 -

nen) oder aber konvex (nach aussen) gewölbten Dachfläche. Im vorlie-

genden Wiederherstellungsverfahren plädiert der Beschwerdeführer – in 

Anbetracht des drohenden vollständigen Abbruchs der bestehenden 

Dachkonstruktion – nun für ein konvex gewölbtes Dach, zumal ein sol-

ches nicht mit Abbrucharbeiten verbunden sei, sondern sich durch Modifi-

kationen des bestehenden Daches in Form von Aufbauten realisieren 

liesse. Diesen Vorschlag hatte der Beschwerdeführer von einem externen 

Architekten konkret ausarbeiten lassen und der Beschwerdegegnerin 

während der Sistierung des vorliegenden Verfahrens im Dezember 2015 

unterbreitet (vgl. Replik Ziff. 4). Dabei bediente er diese nicht nur mit ei-

nem schematischen Plan und visualisierenden Darstellungen sowie ei-

nem digitalen Modell, sondern bot ihr gleichzeitig an, die geplante Wöl-

bung mit der vorgesehenen Dacheindeckung zwecks Veranschaulichung 

vorübergehend als kleinflächiges Muster auf dem Dach anzubringen (vgl. 

Replik Ziff. 4 sowie die E-Mail-Korrespondenz in Bf-act. 17 und die er-

wähnten Visualisierungen in Bf-act. 18). Diesem Bereinigungsvorschlag 

des Beschwerdeführers entgegnete die Beschwerdegegnerin im Dezem-

ber 2015, dass eine erste Sichtung des digitalen Modells ergeben habe, 

dass auch die vorgeschlagene Dachkonstruktion nicht mit den bewilligten 

Plänen zu vereinbaren sei und höchstwahrscheinlich nicht bewilligt wer-

den könne, zumal es sich um ein (baugesetzlich unzulässiges) Tonnen-

dach handle und die maximal zulässige Dachneigung überschritten wür-

de. Sollte der Beschwerdeführer aber trotzdem ein entsprechendes Pro-

jektänderungsgesuch einreichen, würde der Gemeindevorstand selbst-

verständlich darüber entscheiden (vgl. E-Mail der Rechtsvertreterin der 

Beschwerdegegnerin vom 22. Dezember 2015 in Bf-act. 17). Die Be-

schwerdegegnerin stellt sich weiterhin auf den Standpunkt, dass gemäss 

den Auflageplänen ein windschiefes Dach mit geometrisch bedingter 

Wölbung bewilligt worden sei. Dies sei von ihrer Seite immer derart klar 

kommuniziert (so etwa in der angefochtenen Verfügung sowie in ihren 

- 18 -

Rechtsschriften im Rahmen des vorliegenden Verfahrens) und auch vom 

Beschwerdeführer so aufgefasst worden (vgl. Duplik Ziff. 2b).

cc) Dass die Beschwerdegegnerin die seitens des Beschwerdeführers im De-

zember 2015 vorgeschlagene Bereinigung der vorliegenden Situation mit 

der Erstellung eines konvexen Dachform keiner eingehenden Überprü-

fung unterzogen hat, wäre im Normalfall nicht zu beanstanden. Da es sich 

dabei nicht um ein formelles Projektänderungsgesuch gehandelt hatte, 

war sie grundsätzlich auch nicht zu einem Tätigwerden verpflichtet. Auch 

liegt es grundsätzlich nicht im Aufgabenbereich der Beschwerdegegnerin, 

dem Beschwerdeführer mildere Lösungsvorschläge zu unterbreiten (vgl. 

Duplik Ziff. 3d). Vor dem Hintergrund des vorerwähnten Übermassverbots 

wäre die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprü-

fung jedoch zwingend gehalten gewesen, den milderen Lösungsvorschlag 

des Beschwerdeführers eingehend zu prüfen und zu erörtern, ob sich der 

rechtmässige Zustand auch mit einer milderen Massnahme als mit einem 

vollständigen Abbruch der bestehenden Dachkonstruktion erreichen lies-

se. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer mit diesem Vorschlag 

nicht aus heiterem Himmel "die Bewilligung einer weiteren Dachvariante 

an die Hand nehmen" wollte (vgl. Duplik Ziff. 3d), sondern offensichtlich 

um eine möglichst schonende Bereinigung dieser Angelegenheit bemüht 

war und explizit ein milderes Mittel zur Beseitigung des unzulässigen Da-

chknicks aufzeigen wollte. Stattdessen hat sich die Beschwerdegegnerin 

weder in der angefochtenen Verfügung noch im Rahmen des vorliegen-

den Verfahrens mit dem Übermassverbot als Aspekt der Verhältnismäs-

sigkeitsprüfung befasst.

dd) Da die Beschwerdegegnerin keine ausreichende Verhältnismässig-

keitsprüfung vorgenommen hat und in Anbetracht des beschwerdeführeri-

schen Lösungsvorschlages erhebliche Zweifel an der Verhältnismässig-

keit der streitgegenständlichen Abbruchverpflichtung bestehen, kann die 

- 19 -

entsprechende Anordnung in Dispositiv-Ziffer 1 der angefochtenen Verfü-

gung nicht geschützt werden. Die vorliegende Beschwerde ist insofern 

teilweise gutzuheissen und die Angelegenheit an die Beschwerdegegne-

rin zurückzuweisen, damit diese den Vorschlag des Beschwerdeführers 

einer eingehenden Prüfung unterziehe und sodann entscheide, ob sie an 

der Verpflichtung zum vollständigen Abbruch des widerrechtlich erstellten 

Daches festhalten wolle. Insofern moniert der Beschwerdeführer die Ver-

weigerungshaltung der Beschwerdegegnerin im Ergebnis demnach zu 

Recht.

ee) Seitens des Verwaltungsgerichts gilt es diesbezüglich festzuhalten, dass 

der Vorschlag mit der konvex gewölbten Dachform – selbst wenn sich 

dieser nicht mit den von der Beschwerdegegnerin gehegten Vorstellungen 

deckt – prima facie als bewilligungsfähig erscheint. Dieser bewegt sich 

nämlich im Rahmen der Baubewilligung vom 28. November 2011, in wel-

cher bekanntlich keine konkrete Dachform bewilligt worden ist. Ausser-

dem sind die Sicherheitsbedenken hinsichtlich der überschrittenen Dach-

neigung zu relativieren (vgl. nachfolgend Erwägung 5e/bb) und ist die ge-

wölbte Dachform gemäss den Visualisierungen nicht mehr als futuristisch 

oder als mit dem Ortsbildschutz unvereinbar zu betrachten (vgl. Bf-act. 18 

S. 4). Dabei ist nämlich auch zu berücksichtigen, dass sich aufgrund des 

abgedrehten Firsts keine klassische Dachform realisieren lässt, welche 

den umliegenden Wohnhäusern entspricht.

c) Dennoch hat im Hinblick auf die generelle Rechtmässigkeit der Wieder-

herstellungsverfügung schliesslich eine Abwägung zwischen den öffentli-

chen Interessen an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes 

und den privaten Interessen am Festhalten am gesetzeswidrigen Zustand 

zu erfolgen. Da generell ein gewichtiges öffentliches Interesse an der 

Einhaltung der baurechtlichen Ordnung besteht, sind jedoch kaum Fälle 

denkbar, in denen es trotz grösserer Abweichungen von den Bauvor-

- 20 -

schriften als durch ein schützenswertes Interesse abgedeckt erscheint, 

eine widerrechtliche Baute stehen zu lassen. Es darf deshalb bei materiell 

rechtswidrigen Bauten höchstens dann von einem Abbruchbefehl abge-

sehen werden, wenn die Abweichung sehr geringfügig ist und die berühr-

ten allgemeinen Interessen den dem Eigentümer aus dem Abbruch er-

wachsenden Schaden nicht zu rechtfertigen vermögen (vgl. PVG 1989 

Nr. 29; BGE 132 II 21 E.6.4, 111 Ib 213 E.6b; RUCH, in: AEMISEG-

GER/KUTTLER/MOOR/RUCH [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über 

die Raumplanung, Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 22 N 60 m.w.H.; BEELER, 

Die widerrechtliche Baute, Diss., Zürich 1984, S. 79). Dem Interesse der 

Bauherrschaft am Schutze getätigter Investitionen ist dabei grundsätzlich 

nur geringes Gewicht einzuräumen (vgl. etwa BGE 111 Ib 213 E.6b, wo 

ein Verlust von Fr. 2 Mio. zuzüglich Abbruchs- und Wiederherstellungs-

kosten bei einer gravierenden Baurechtswidrigkeit als nicht ausreichend 

erachtet wurde). In der Doktrin wird mitunter sogar postuliert, dass rein 

pekuniäre Interessen in diesem Zusammenhang generell keine Berück-

sichtigung finden dürften (so BEELER, a.a.O., S. 78). Des Weiteren wird 

die Ansicht vertreten, dass es selbst bei Geringfügigkeit der Rechtsverlet-

zung nicht angehe, die Einhaltung klarer Gesetzesbestimmungen mit Be-

rufung auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit aufzugeben. Das Ver-

hältnismässigkeitsprinzip dürfe nicht dazu führen, ein zweites Mal materi-

elle Gesichtspunkte anzuwenden; es gehe nicht um Kapitulation vor fakti-

schen Zwängen, sondern um ein in Extremfällen gebotenes Abweichen 

vom starren Recht (vgl. RHINOW/KRÄHENMANN, Schweizerische Verwal-

tungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel/Frankfurt am Main 1990, 

S. 174 sowie zum Ganzen PVG 2007 Nr. 30 E.4b m.w.H).

d) Das öffentliche Interesse an der Durchsetzung der Baugesetzgebung ist 

bekanntlich gross. Zum einen soll verhindert werden, dass die Verletzung 

von gesetzlichen Vorschriften honoriert wird und damit letztlich die 

Glaubwürdigkeit von Raumplanung und Rechtsstaat gewahrt werden (vgl. 

- 21 -

BGE 111 Ib 213 E.6b sowie RUCH, a.a.O., Art. 22 N 60). Zum anderen 

spielt auch der Aspekt der Rechtsgleichheit eine Rolle. Wie in VGU 14 7 

rechtskräftig festgestellt worden ist, verletzt das Dach des Bauprojekts in-

sofern materielles Baurecht, als es gegen die Ästhetikvorschriften von 

Art. 73 Abs. 1 KRG und Art. 14 Abs. 1 des kommunalen Baugesetzes 

(BG) verstösst, keine gemäss Art. 14 Abs. 2 BG zulässige Dachform dar-

stellt und stellenweise zu steil ist. Dabei ist das öffentliche Interesse an 

der Beseitigung dieses rechtswidrigen Zustandes vorliegend insofern 

stark zu gewichten, als das streitige Dach von seiner Dimension und Aus-

gestaltung her sehr auffällig und von weitem erkennbar ist und das Orts-

bild beeinträchtigt (vgl. hierzu BGer 1C_342/2014 E.5.4).

e) Mit seinen Ausführungen im vorliegenden Verfahren versucht der Be-

schwerdeführer, diese rechtskräftig festgestellten Baurechtsverletzungen 

zu verharmlosen resp. darzutun, inwiefern dabei keine "schwerwiegenden 

öffentlichen Interessen" verletzt würden.

aa) Diesen Vorbringen ist vorab entgegenzuhalten, dass für den Erlass einer 

Wiederherstellungsverfügung im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprü-

fung nicht eine schwerwiegende Verletzung öffentlicher Interessen 

vonnöten ist. Vielmehr erweist sich eine solche Massnahme bereits als 

gerechtfertigt, wenn die Abweichung vom Gesetz nicht mehr als gering 

bezeichnet werden kann und die allgemeinen Interessen an der Einhal-

tung der Bauordnung den dem Bauherrn erwachsenen Schaden zu recht-

fertigen vermögen (vgl. hierzu vorstehend Erwägung 5c sowie Vernehm-

lassung Ziff. 10.2). Sodann argumentiert der Beschwerdeführer aus einer 

falschen Optik heraus, wenn er sich in Ziff. 15 seiner Replik auf schwer-

wiegendere Fälle bezieht, in welchen das Verwaltungsgericht eine Dul-

dungsverfügung abgelehnt habe. In Anbetracht der Rechtsnatur der Dul-

dungsverfügung als Ausnahmemittel für Extremfälle (vgl. vorstehend Er-

wägung 5c) wären vielmehr – wenn solche denn existierten – ähnlich 

- 22 -

schwere Fälle zu referenzieren gewesen, in denen der Erlass einer Dul-

dungsverfügung geschützt wurde.

bb) Was die stellenweise Überschreitung der Dachneigung um 2.5 Grad be-

trifft, so ist mit dem Beschwerdeführer zwar festzuhalten, dass die seitens 

der Beschwerdegegnerin ins Feld geführten Sicherheitsbedenken in den 

Wintermonaten (Gefährdung der Allgemeinheit durch Wasser- und 

Schneeabfluss) etwas überbewertet wirken und diesbezüglich mit Sicher-

heit nicht von einer Verletzung materiellen Baurechts "in erheblichem und 

schwerwiegendem Ausmass" die Rede sein kann (vgl. angefochtene Ver-

fügung Ziff. 5 sowie Vernehmlassung Ziff. 10.4). In diesem Zusammen-

hang ist insbesondere deshalb nicht von "verheerenden Auswirkungen 

bezüglich der allgemeinen Sicherheit" auszugehen, weil allfällige Schnee-

rutschmassen auf dem privaten Grundstück des Beschwerdeführers zu 

liegen kämen. Es ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass es sich 

hierbei um eine rechtskräftig festgestellte Verletzung von messbaren 

Bauvorschriften handelt, deren strikte Einhaltung im Sinne einer geordne-

ten Bautätigkeit erhebliche Bedeutung zukommt (vgl. hierzu BEELER, 

a.a.O., S. 78 f.). Soweit der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren 

abermals die von der Beschwerdegegnerin angewandte Messweise mo-

niert (vgl. Beschwerde Ziff. 42), ist ihm die Rechtskraft des verwaltungs-

gerichtlichen Urteils R 14 7, in welchem diese geschützt wurde, entge-

genzuhalten.

cc) Das öffentliche Interesse an der Einhaltung der Bauordnung ist auch nicht 

deswegen zu negieren, weil die Beschwerdegegnerin selbst nicht wisse, 

wie das bewilligte Dach auszusehen habe oder weil sie eine unkooperati-

ve Verweigerungshaltung an den Tag lege (vgl. Replik Ziff. 10 und 16). 

Das Verhalten der Beschwerdegegnerin ändert nämlich nichts an der Tat-

sache, dass das Dach in der vorliegenden Form weder so bewilligt wor-

den noch bewilligungsfähig ist und dass ein allgemeines Interesse an der 

- 23 -

Einhaltung der Bauordnung und insbesondere an der Wahrung des Orts-

bildes besteht. Mit anderen Worten hat die nach wie vor bestehende Un-

klarheit bezüglich der bewilligten Dachform (vgl. vorstehend Erwägung 

5b/aa) nicht zur Folge, dass der bestehende bewilligungs- und bau-

rechtswidrige Zustand so zu belassen wäre. Entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers ist das allgemeine Wiederherstellungsinteresse 

auch nicht deshalb zu verneinen, weil die Beschwerdegegnerin die Ab-

weichung von klassischen Dachformen durch die Bewilligung des abge-

drehten Dachfirsts selber präjudiziert habe (vgl. Replik Ziff. 10 ff.). In der 

Tat existieren in der Gemeinde offenbar keine weiteren Gebäude mit ei-

nem abgedrehten First. Wie sich anlässlich des Augenscheins vom 

15. September 2014 gezeigt hat und auch aus der seitens des Beschwer-

deführers ins Recht gelegten Fotodokumentation hervorgeht, lassen sich 

in der Gemeinde nebst den klassischen Holzhäusern aber durchaus auch 

modernere Wohnhäuser finden und verlaufen die Dachfirste nicht alle in 

die gleiche Richtung resp. nicht konsequent von Norden nach Süden (vgl. 

Fotodokumentation "Häuser in Y._____" in Bf-act. 25). Folglich ist daran 

festzuhalten, dass die vorliegende Dachform in erster Linie wegen des 

diagonal über beide Dachhälften verlaufenden Knicks und der unter-

schiedlich steil abfallenden Dachflächen in der bestehenden Siedlung wie 

ein Fremdkörper wirkt und dass es nicht zu beanstanden ist, wenn die 

Beschwerdegegnerin dieser die Ortsüblichkeit abspricht. Das Verwal-

tungsgericht hat denn auch schon im vorherigen Verfahren festgestellt, 

dass die fragliche Dachkonstruktion gerade wegen dem diagonalen Knick 

und den verschiedenen Dachebenen im Verhältnis zu seiner Umgebung 

nahezu futuristisch anmute (vgl. VGU R 14 7 E.3d). Damit erübrigt sich 

die Durchführung des vom Beschwerdeführer zur Feststellung des öffent-

lichen Interesses an einer Beseitigung des Dachknicks beantragten Au-

genscheins.

- 24 -

dd) Sodann vermag das eingereichte Gutachten der Berner Fachhochschule 

für Architektur, Holz und Bau vom 2. April 2015 (vgl. Bf-act. 13) zwar zu 

veranschaulichen, dass die Subsumtion der vorliegenden Dachkonstrukti-

on – wie dies bereits das Verwaltungsgericht in VGU R 14 7 E.3e bemerkt 

hat – nicht eindeutig ist. Dies ändert jedoch nichts daran, dass ein Versto-

ss gegen Art. 14 Abs. 2 BG rechtskräftig festgestellt worden ist und führt 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde Ziff. 

11 und Replik Ziff. 43. f.) auch nicht dazu, dass die Abweichungen vom 

materiellen Baurecht als geringfügig zu erachten sind (vgl. hierzu jedoch 

vorstehend Erwägung 5b/ee).

f) Demgegenüber sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers an 

der Aufrechterhaltung des gesetzeswidrigen Zustandes vorwiegend pe-

kuniärer Natur. Da rein finanzielle Interessen rechtsprechungsgemäss 

kaum ins Gewicht fallen (vgl. vorstehend Erwägung 5c), braucht die ge-

naue Höhe der umstrittenen Abbruchkosten an dieser Stelle nicht absch-

liessend erörtert zu werden resp. kann der beschwerdeführerische Antrag 

auf Einholung einer entsprechenden Expertise abgelehnt werden (vgl. 

hierzu Beschwerde Ziff. 47 ff. sowie angefochtene Verfügung Ziff. 6). Das 

vom Beschwerdeführer geltend gemachte private Interesse an der Erhal-

tung des eigenen Vermögens ist im Rahmen der vorzunehmenden Inter-

essenabwägung insbesondere auch deshalb nicht stark zu gewichten, 

weil er bei der Erstellung des Daches nicht gutgläubig war (vgl. vorste-

hend Erwägung 4c/bb). Auch mit dem Hinweis auf die Realisierung der 

Photovoltaikanlage, welche im Falle eines gewölbten Daches nicht mit 

zumutbarem Aufwand umsetzbar sei (vgl. Replik Ziff. 13), vermag der Be-

schwerdeführer kein ausschlaggebendes privates Interesse ins Feld zu 

führen. Zum einen wäre die Realisierung der geplanten Photovoltaikanla-

ge auch diesfalls nicht unmöglich resp. sind die damit zusammenhängen-

den erhöhten Aufwendungen wiederum finanzieller Natur, und zum ande-

ren hätte dieses Argument im Rahmen des ursprünglichen Baubewilli-

- 25 -

gungsverfahren vorgebracht werden müssen. Mit der Wiederherstellungs-

verfügung wird die Erstellung der Photovoltaikanlage jedenfalls nicht er-

schwert, und dem Beschwerdeführer war auch seit geraumer Zeit be-

wusst, dass die Realisierung von zwei ebenen Dachflächen aufgrund der 

bewilligten Dachränder rein geometrisch gar nicht möglich ist. In diesem 

Zusammenhang kann sich der Beschwerdeführer auch nicht mit Erfolg 

auf ein öffentliches Interesse an erneuerbaren Energien berufen. Sodann 

sind auch die aus einem allfälligen Abbruch resultierenden Aufwendungen 

resp. die Tatsache, dass das Haus praktisch bis zur Bodenplatte des 

obersten Geschosses inkl. sämtlicher sanitärer und technischer Installati-

onen zurückgebaut und die Treppe angepasst werden müsste (vgl. Replik 

Ziff. 4), letztlich finanzieller Natur und daher nicht ausschlaggebend (vgl. 

aber die Berücksichtigung dieser Tatsachen unter dem Aspekt des Über-

massverbots in Erwägung 5b). Auch aus der mit einem Abbruch einher-

gehenden Bauverzögerung vermag der Beschwerdeführer nichts zu sei-

nen Gunsten abzuleiten.

g) Demnach ist festzuhalten, dass es sich vorliegend – und das ist in Anbe-

tracht der vorstehenden Ausführungen einzig von Relevanz – um ein nicht 

mehr geringfügiges Abweichen von der Bauordnung handelt und insbe-

sondere in Bezug auf den Ortsbildschutz ein erhebliches öffentliches In-

teresse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes besteht. 

Demgegenüber sind keine "schwerwiegenden privaten Interessen" (so 

Replik Ziff. 15) auszumachen, welche dieses aufwiegen würden. Damit ist 

der Erlass einer Duldungsverfügung auch unter dem Aspekt der Verhält-

nismässigkeit nicht angezeigt resp. erweist sich die Anordnung der Wie-

derherstellung des rechtmässigen Zustandes als rechtmässig. Die 

Rechtmässigkeit der streitgegenständlichen Abbruchverfügung, mithin ob 

hierfür der vollständige Abbruch des bestehenden Daches vonnöten ist 

oder ob der rechtmässige Zustand auch mit einer milderen Massnahme 

wie etwa der Erstellung eines konvex gewölbten Daches erreicht werden 

- 26 -

kann, hängt indes von den nachzuholenden Abklärungen der Beschwer-

degegnerin ab (vgl. hierzu vorstehend Erwägung 5b/dd).

6. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der mit der angefochtenen Verfü-

gung verhängten Busse in der Höhe von Fr. 20'000.--.

a) Gemäss Art. 357 der Schweizerzischen Strafprozessordnung (StPO; 

SR 312.0), Art. 95 Abs. 3 KRG sowie Art. 4 und Art. 44 des Einführungs-

gesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; 

BR 350.100) war die kommunale Baubehörde für die Verhängung einer 

Baubusse unbestrittenermassen zuständig (vgl. VGU R 11 36 vom 

15. November 2011 E.2b m.w.H.).

b) Gemäss Art. 93 Abs. 1 KRG sind die Bauherrschaft, die Eigentümerinnen 

und Eigentümer, die Bauleitung sowie die mit der Projektierung und Aus-

führung von Bauvorhaben beauftragten Personen für die Beachtung der 

gesetzlichen Vorschriften, die Übereinstimmung der ausgeführten Bauten 

und Anlagen mit den bewilligten Plänen und dem Baugespann sowie für 

die Einhaltung von Nebenbestimmungen verantwortlich. Gemäss Art. 95 

Abs. 1 KRG beträgt die Busse für Baurechtsverletzungen Fr. 200.-- bis 

Fr. 40'000.--. Strafbar sind vorsätzliche oder fahrlässige Widerhandlun-

gen, begangen durch die nach Art. 93 KRG verantwortlichen Personen 

(Art. 95 Abs. 2 KRG). Gemäss Art. 2 Abs. 1 EGzStPO i.V.m. Art. 106 

Abs. 3 StGB bemisst sich die Höhe der Busse nach den Verhältnissen 

des Täters, sodass dieser die Strafe erleidet, die seinem Verschulden an-

gemessen ist. Dessen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ("je nach den 

Verhältnissen") spielt dabei eine zentrale Rolle, wenngleich das Gericht 

hier über ein grösseres Ermessen verfügt als im Tagessatzsystem der 

Geldstrafe (vgl. BGer 1C_4/4012 vom 19. April 2012 E.7.3 sowie BGE 

134 IV 60 E.7.3.3). Zu den auf das Baubussenverfahren anwendbaren 

Normen zählen damit auch Art. 47 i.V.m. Art. 104 StGB, wonach die Stra-

- 27 -

fe nach dem Verschulden des Täters zu bemessen ist. Schliesslich hat 

das Gericht gemäss Art. 50 StGB die für die Zumessung der Strafe erheb-

lichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten. Es hat seine Über-

legungen in den Grundzügen wiederzugeben, sodass die Strafzumessung 

nachvollziehbar ist (vgl. BGer 1C_4/2012 E.7.3, BGE 134 IV 17 E.2.1 

m.w.H. sowie VGU R 13 55 vom 28. Mai 2013 E.4a).

c) In Bezug auf die sowohl formellen als auch materiellen Baurechtsverlet-

zungen ist auf die vorstehenden Erwägungen sowie das mehrfach zitierte 

VGU R 14 7 zu verweisen. Was das Verschulden des Beschwerdeführers 

betrifft, so geht die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass diese 

Baurechtswidrigkeiten nicht auf ein Versehen zurückzuführen sind. Wie 

vorstehend im Zusammenhang mit dem Gutglaubensschutz ausgeführt, 

ist der Beizug von Baukommissionsmitglied B._____ im Rahmen der Rea-

lisierung des Bauprojekts als Indiz dafür zu betrachten, dass der Be-

schwerdeführer in Bezug auf die Dachkonstruktion – zumindest anfäng-

lich – nichts Widerrechtliches im Sinn hatte (vgl. vorstehend Erwägung 

4c). Ebenfalls in diese Richtung zu werten ist die angebotene 3D-

Visualisierung, welche er selbstredend auch nicht vorgeschlagen hätte, 

wenn er unrechtmässige Absichten gehegt hätte (vgl. Beschwerde 

Ziff. 37). Auch wenn dem Beschwerdeführer in dieser ersten Phase daher 

keine Bösgläubigkeit resp. kein vorsätzliches Handeln unterstellt werden 

kann, so ist ihm der vorstehend erwähnte Umstand, dass er im Rahmen 

der Bewilligungserteilung sowie der Bauausführung die von ihm verlangte 

Sorgfalt und Aufmerksamkeit hat vermissen lassen (vgl. vorstehend Er-

wägung 4c), im vorliegenden Kontext als fahrlässiges Verhalten anzulas-

ten. Aufgrund der zugestandenermassen von Beginn weg bestehenden 

Zweifel hinsichtlich der Dachform kann sich der Beschwerdeführer nicht 

darauf berufen, dass ihm die Unrechtmässigkeit seines Tuns nicht be-

wusst gewesen sei.

- 28 -

d) Entgegen der Unterstellung der Beschwerdegegnerin (vgl. Vernehmlas-

sung Ziff. 9.5) kann demnach nicht gesagt werden, dass der Beschwerde-

führer bezüglich seiner wahren Absichten von Anfang an getäuscht habe. 

Jedoch ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf 

die bewilligungswidrige Dachkonstruktion spätestens seit dem Vorliegen 

der Ausführungspläne nicht mehr gutgläubig sein konnte. In einem E-Mail 

vom 9. September 2013 an die Beschwerdegegnerin hat sich der Archi-

tekt des Beschwerdeführers, in Bezug auf die Dachform nämlich in aller 

Form entschuldigt, nicht das Gespräch mit der Beschwerdegegnerin ge-

sucht zu haben, nachdem die Ausführungspläne fertig gewesen seien. 

Dies sei ein grosser Fehler seinerseits gewesen, den er schrecklich be-

dauere (vgl. beschwerdegegnerische Beilage 1). Der nachvollziehbaren 

(und seitens des Beschwerdeführers unwidersprochen gebliebenen) In-

terpretation der Beschwerdegegnerin folgend hatte der Architekt damit 

den Umstand angesprochen, dass die Ausführungspläne in Abweichung 

der bewilligten Baupläne den Knick in den Dachhälften enthielten und ihm 

deshalb sogleich bewusst gewesen war, dass die geplante Ausführung im 

Widerspruch zur Baubewilligung stehen würde (vgl. Vernehmlassung 

Ziff. 9.5). Mit der Beschwerdegegnerin und der allgemeinen Lebenserfah-

rung entsprechend ist davon auszugehen, dass der Architekt diese Pro-

blematik nach der Entdeckung dieser Abweichungen – welche offenbar 

noch vor der Erstellung des Daches, mit Sicherheit aber vor der Verfü-

gung des Baustopps stattgefunden hat – mit dem Beschwerdeführer, mit-

hin seinem Auftraggeber, besprochen hat (vgl. Vernehmlassung Ziff. 9.5). 

Spätestens ab diesem Zeitpunkt kann der Beschwerdeführer deshalb 

nicht mehr als gutgläubig gelten. Dabei geht es nicht darum, dem Be-

schwerdeführer ein allfälliges Verschulden des Architekten zuzurechnen. 

Vielmehr hätte es seine Sorgfaltspflicht als Bauherr resp. seine aus 

Art. 93 Abs. 1 KRG fliessende Verantwortlichkeit geboten, mit der Be-

schwerdegegnerin diesbezüglich das Gespräch aufzunehmen, statt das 

Dach den Ausführungsplänen entsprechend und entgegen den bewilligten 

- 29 -

Plänen erstellen zu lassen (vgl. Duplik S. 6 f.). Von diesem Wissen um die 

Abweichung von der Baubewilligung ist jedoch nicht ohne Weiteres auf 

ein Wissen um die fehlende Bewilligungsfähigkeit des gemäss den Aus-

führungsplänen erstellten Daches und damit auf ein "Wollen" in Bezug auf 

die materiellen Baurechtsverletzungen zu schliessen, weshalb dem Be-

schwerdeführer kein vorsätzliches Handeln nachgewiesen werden kann. 

Weil er entgegen seiner Pflichten als Bauherr jedoch nicht verhindert hat, 

dass das geknickte Dach in Abweichung von der Baubewilligung erstellt 

wird, hat er eine Verletzung von materiellem Baurecht zumindest in Kauf 

genommen, mithin eventualvorsätzlich gehandelt. In Würdigung dieser 

Umstände sowie in Anbetracht der begangenen Baurechtsverletzungen 

hat die Beschwerdegegnerin das Verschulden des Beschwerdeführers 

deshalb zu Recht als schwer eingestuft.

e) In Bezug auf die Höhe der ausgefällten Busse von Fr. 20'000.-- ist festzu-

halten, dass die Beschwerdegegnerin nach einer eingehenden Prüfung 

der wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers von einer "ge-

hobenen finanziellen Lage" ausgeht und dass diese Einschätzung seitens 

des Beschwerdeführers zu Recht nicht bestritten wird. Vor diesem Hinter-

grund und in Würdigung aller Umstände erweist sich die ausgefällte Bus-

se von Fr. 20'000.-- als vertretbar. Damit besteht keine Veranlassung für 

eine Reduktion oder gar Aufhebung der ausgesprochenen Baubusse, 

weshalb die angefochtene Verfügung diesbezüglich zu schützen ist.

f) Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass auch die vorliegend nicht 

explizit beanstandete Überbindung der vorinstanzlichen Verfahrenskosten 

von insgesamt Fr. 3'192.-- auf den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 96 

KRG sowie die kommunale Gebührenverordnung vom 4. März 1988 nicht 

zu beanstanden ist.

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7. a) In Anbetracht der erheblichen öffentlichen Interessen an der Einhaltung 

der Bauordnung und an der Wahrung des Ortsbildes sowie der lediglich 

pekuniären privaten Interessen des Beschwerdeführers an der Beibehal-

tung des bisherigen Zustandes und dessen fehlender Gutgläubigkeit im 

Zusammenhang mit der bewilligungswidrigen Erstellung des streitge-

genständlichen Daches erweist sich die Anordnung der Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustandes grundsätzlich als rechtmässig. Gleich ver-

hält es sich mit der Baubusse in der Höhe von Fr. 20'000.--, welche ange-

sichts des schweren Verschuldens sowie der sehr guten wirtschaftlichen 

Verhältnisse des Beschwerdeführers im Ergebnis ebenfalls nicht zu be-

anstanden ist. Insofern ist die angefochtene Verfügung demnach zu 

schützen und die Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin 

geht aber zu weit, wenn sie den Beschwerdeführer zum vollständigen Ab-

bruch der bestehenden Dachkonstruktion verpflichtet, ohne eingehend 

geprüft zu haben, ob zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes 

mildere Massnahmen ergriffen werden könnten. In teilweiser Gutheissung 

der Beschwerde ist die vorliegende Angelegenheit deshalb an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese den Lösungsvorschlag 

des Beschwerdeführers vom Dezember 2015 mit dem konvex gewölbten 

Dach eingehend prüfe und die verfügte Abbruchverpflichtung unter dem 

Aspekt des Übermassverbots und im Sinne der Erwägungen neu beurtei-

le.

b) Angesichts der Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegeg-

nerin zur erneuten Prüfung der Verhältnismässigkeit der Abbruchver-

pflichtung ist der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren als zu 1/3 

obsiegend zu betrachten. Dementsprechend gehen die Verfahrenskosten 

gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG zu 1/3 zulasten der nur teilweise obsie-

genden Beschwerdegegnerin und zu 2/3 zulasten des ebenfalls teilweise 

obsiegenden Beschwerdeführers. Gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG hat der 

teilweise obsiegende und anwaltlich vertretene Beschwerdeführer über-

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dies Anspruch auf eine angemessene Entschädigung für seine durch den 

Rechtsstreit verursachten notwendigen Aufwendungen. Da der Rechts-

vertreter des Beschwerdeführers trotz entsprechender Aufforderung keine 

Kostennote für seine Aufwendungen im Zusammenhang mit dem vorlie-

genden Verfahren eingereicht hat, wird die von der Beschwerdegegnerin 

zu leistende aussergerichtliche Entschädigung gestützt auf Art. 2 Abs. 1 

und Art. 4 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; 

BR 310.250) nach richterlichem Ermessen und in Anbetracht des lediglich 

teilweisen Obsiegens pauschal auf Fr. 1'500.-- (inkl. MWST) festgesetzt. 

Der ebenfalls teilweise obsiegenden Beschwerdegegnerin steht demge-

genüber keine aussergerichtliche Entschädigung zu, da sie als Gemeinde 

lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt hat (Art. 78 Abs. 2 

VRG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die vorliegende Angele-

genheit an die Gemeinde X._____ zurückgewiesen, damit diese – unter 

Einbezug des Lösungsvorschlages von A._____ vom Dezember 2015 

hinsichtlich eines konvex gewölbten Daches – die Verhältnismässigkeit 

der verfügten Abbruchverpflichtung eingehend prüfe und neu entscheide. 

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 608.--

zusammen Fr. 3'608.--

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gehen zu 1/3 zulasten von A._____ und zu 2/3 zulasten der Gemeinde 

X._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die Gemeinde X._____ bezahlt A._____ eine aussergerichtliche Ent-

schädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. MWST).

4. Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]