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**Case Identifier:** 9874a7c6-19ac-5ba6-ac60-e6b3f5699341
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.11.2022 200 2022 306
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-306_2022-11-30.pdf

## Full Text

200 22 306 IV
SCI/BOC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. November 2022

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 1. April 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 3. Dezember 2015 – nachdem am 
28. Oktober 2015 eine Früherfassung unter Hinweis auf eine bipolare 
Störung erfolgt war – bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug 
an. Dabei verwies er auf eine erhebliche Einschränkung des Wohlbefin-
dens durch langdauernde Arbeitslosigkeit/Stellensuche; mitbestehend sei 
eine affektive bipolare Störung, welche die Kommunikation vor der Thera-
pie erschwert habe. Zudem habe er Mühe mit Fokussieren auf die Ar-
beit/das Interessengebiet (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 4). Die IVB nahm in der Folge erwerbliche 
und medizinische Abklärungen vor (act. II 8, 11, 14 f., 27 ff., 36, 39) und 
gewährte ein Arbeitstraining beim C.________ vom 3. Oktober 2016 bis 2. 
April 2017 (act. II 37), welches per 31. Januar 2017 abgebrochen wurde 
(Mitteilung vom 28. Februar 2017 [act. II 53]). Am 19. Juni 2017 gewährte 
die IVB begleitende Beratung zur Erhaltung des bisherigen Arbeitsplatzes 
(Coaching) vom 13. Juli bis 12. Dezember 2017 durch die psychiatrischen 
Dienste D.________ (act. II 55). Im weiteren Verlauf liess die IVB den Ver-
sicherten durch die MEDAS E.________ in den Fachrichtungen Psychiatrie 
und Neuropsychologie begutachten (Gutachten vom 23. Januar 2018 [act. 
II 69.1]). Die IVB gewährte am 15. März 2018 Arbeitsvermittlung (act. II 74) 
und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 7. September 2018 (act. 
II 84) vom 1. September 2016 bis 31. Januar 2017 und ab dem 1. Februar 
2018 bei einem Invaliditätsgrad von 42 % eine Viertelsrente zu (act. II 
84/3). Auf die dagegen von der Vorsorgestiftung F.________ erhobene 
Beschwerde (act. II 87) trat das Verwaltungsgericht mit Urteil vom 12. Fe-
bruar 2019, IV/2018/716 (act. II 93), mangels eines schutzwürdigen Inter-
esses nicht ein. Dieser Entscheid blieb unangefochten. 

Im Rahmen einer im Mai 2019 eingeleiteten Revision von Amtes wegen 
(act. II 94, 98, 107) teilte die IVB am 27. September 2019 (act. II 108) mit, 
es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invali-
ditätsgrad: 42 %). Sodann informierte die IVB mit Mitteilung vom 7. No-

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vember 2019 (act. II 109) über den Abschluss der beruflichen Massnah-
men. 

Auf ein Revisionsgesuch des Versicherten vom 11. Mai 2020 (act. II 111) 
trat die IVB mit Verfügung vom 8. Dezember 2020 nicht ein (act. II 128). 
Diese Verfügung blieb unangefochten. 

B.

Im Mai 2021 leitete die IVB eine weitere Revision von Amtes wegen ein 
(act. II 138), in deren Rahmen der Versicherte angab, sein Gesundheitszu-
stand habe sich verschlechtert (act. II 141). Nachdem die IVB beim behan-
delnden Psychiater, Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, einen Verlaufsbericht eingeholt hatte (act. II 146), stellte 
sie mit Vorbescheid vom 23. Juli 2021 (act. II 147) die Abweisung des Er-
höhungsgesuches in Aussicht, wogegen der Versicherte, neu vertreten 
durch Rechtsanwältin B.________, Einwände erhob (act. II 151, 156 f.). Auf 
Gesuch des Versicherten hin (act. II 167/3, 170) gewährte die IVB am 
29. November 2021 (act. II 173) ein Coaching zum Arbeitsplatzerhalt vom 
26. November 2021 bis 26. Februar 2022 durch die H.________. Ein von 
der IVB bei Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, in Auftrag gegebenes Gutachten wurde am 23. Dezember 2021 er-
stattet (act. II 175.1). Am 29. März 2022 (act. II 186) teilte die IVB mit, die 
Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes sei erfolg-
reich abgeschlossen. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 
176, 182) wies die IVB das Erhöhungsgesuch mit Verfügung vom 1. April 
2022 (act. II 187) ab. 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 17. Mai 2022 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung sei ihm eine volle (richtig: ganze) Invaliden-
rente zuzusprechen. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen 

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anzuordnen. Gleichzeitig stellt er ein Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche An-
wältin, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2022 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 14. Juli 2022 weitere medi-
zinische Unterlagen ein und machte zusätzliche Ausführungen.

Mit Stellungnahme vom 21. Juli 2022 hielt die Beschwerdegegnerin sinn-
gemäss am beschwerdeweise gestellten Antrag auf Abweisung der Be-
schwerde fest. Diese Stellungnahme wurde dem Beschwerdeführer mit 
prozessleitender Verfügung vom 25. Juli 2022 zur Kenntnisnahme zuge-
stellt.

Am 15. August 2022 reichte der Beschwerdeführer Unterlagen zur Kündi-
gung der J.________ AG ein und machte weitere Ausführungen. Diese 
Eingabe samt Beilagen wurde der Beschwerdegegnerin mit prozess-
leitender Verfügung vom 16. August 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt.

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. August 2022 wies der Instruktions-
richter mangels Bedürftigkeit das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin ab. 

Der eingeforderte Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wurde innerhalb der ge-
setzten Nachfrist am 7. Oktober 2022 geleistet.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 1. April 2022 (act. II 187). Strei-
tig und zu prüfen ist der Rentenanspruch und dabei insbesondere, ob die 
Beschwerdegegnerin das Gesuch um Rentenerhöhung zu Recht abgewie-
sen hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil der Be-
schwerdeführer, dessen Rentenanspruch vor dem Inkrafttreten dieser Än-
derung entstand (act. II 84), bei Inkrafttreten dieser Änderung das 
55. Altersjahr vollendet hatte, ist der streitige Rentenanspruch auch weiter-
hin nach den bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen (fortan aArt.) zu 
prüfen (lit. c der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 

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2020; vgl. auch Rz. 9200 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in 
der Invalidenversicherung [KSIR]).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4

2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG). Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, 
so ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer 
für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Ver-

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ordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 
831.201]). 

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 
2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1). Unerheblich unter revisions-
rechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 
147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 8

3.

3.1 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der rentenzusprechenden Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 84) 
mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 1. April 
2022 (act. II 187) zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnissen eine 
Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da-
mit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.2 und 2.4.3 hiervor). 
Die Mitteilung vom 27. September 2019 (act. II 108), mit welcher über die 
weitere Ausrichtung der Viertelsrente informiert wurde, und die Verfügung 
vom 8. Dezember 2020 (act. II 128), mit welcher auf ein erstes Revisions-
gesuch nicht eingetreten wurde, bilden vorliegend keine Vergleichszeit-
punkte, da damals keine umfassende Prüfung des Leistungsanspruches 
erfolgt war (vgl. E. 2.4.3 hiervor). 

3.2 Die Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 84) basierte in medi-
zinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem psychiatrisch-neuro-
psychologischen MEDAS-Gutachten vom 23. Januar 2018 (act. II 69.1). 
Darin wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit gestellt (act. II 69.1/15):

 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig hypomanische Episode (ICD-10: 
F31.0)
 Leichte kognitive Störung

 Kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0)

In der Beurteilung wurde festgehalten (act. II 69.1/16), der 1963 in der 
Schweiz geborene Beschwerdeführer habe von 1983 bis 1990 erfolgreich 
das ... in ... absolviert. Er habe darauf verschiedene Anstellungen gehabt, 
habe sich zum ... weitergebildet. Er habe darauf im angestammten Bereich 
gearbeitet. Die längste Lebensanstellung sei von Juli 2001 bis September 
2005 gewesen. Nachher seien die Anstellungen zunehmend kürzer gewor-
den. Ab 2012 habe er noch diverse ...-Vertretungsstellen innegehabt, nicht 
mehr auf ..., sondern in verschiedenen Bereichen. Ab Februar 2017 habe 
er, auch IV-vermittelt, eine einjährige Anstellung in einem befristeten Ar-
beitsvertrag im K.________ antreten können im Bereich ... . Dies übe der 
Beschwerdeführer weiterhin im 80 %-Pensum aus. Der Beschwerdeführer 
halte sich in derartigen Tätigkeiten für voll arbeitsfähig, als ... schätze er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 9

sich 70 % arbeitsfähig mit reduzierter Leistung ein. In der psychiatrischen 
Untersuchung könne beim Beschwerdeführer eine gegenwärtig hypomani-
sche Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung festgestellt 
werden. Zudem bestehe eine kombinierte Persönlichkeitsstörung. Bei 
gemäss neuropsychologischer Untersuchung hoher Intelligenz habe der 
Beschwerdeführer trotz diesen Störungen in der Vergangenheit die Arbeits-
fähigkeit einigermassen aufrechterhalten können, allerdings zunehmend 
weniger. Aus psychiatrischer und ergänzend neuropsychologischer Sicht 
bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr in Tätigkeiten, welche Interaktionen 
notwendig machten, Kommunikation im Team, Anpassungsfähigkeit und 
Team-Integrationsfähigkeit bedingten. Derartige Tätigkeiten seien dem Be-
schwerdeführer nicht mehr zumutbar, was beispielsweise auch auf die Ar-
beit als ... oder ... im ... zutreffe. In einer Tätigkeit, wie sie der 
Beschwerdeführer zum Beispiel aktuell ausübe, wenn er mit seinen geisti-
gen und fachlichen Möglichkeiten ein Sachthema bearbeiten könne, ohne 
kommunikative oder interaktionelle Ansprüche, bei der er das Pensum 
quasi fortlaufend selber abarbeiten könne, bestehe keine wesentliche Ein-
schränkung aus psychiatrischer beziehungsweise neuropsychologischer 
Sicht. Diese Einschätzung sei retrospektiv arbiträr ab Oktober 2015 über 
die Zeit gemittelt so zu bestätigen, als die Hospitalisation aus psychiatri-
schen Gründen stattgefunden habe.

3.3 Zum Verlauf bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
1. April 2022 (act. II 187) präsentierte sich die medizinische Aktenlage wie 
folgt:

3.3.1 Der den Beschwerdeführer seit Februar 2018 behandelnde Psychia-
ter Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 26. August 2019 (act. II 
105) die folgenden Diagnosen auf:

 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig (bzw. seit Jahren) remittiert (ICD-10: 
F31.7)

 Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8)

Dr. med. G.________ gab an, hinsichtlich Diagnose wie Zustandsbild habe 
sich seit der Begutachtung 2017/18 keine grundlegende Änderung erge-
ben. Dass heute bzw. wohl schon zum Zeitpunkt der Begutachtung eine 
remittierte bipolare Störung anzunehmen sei, ändere daran wenig, da dem 

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Gutachter auch heute zuzustimmen sei, dass die beeinträchtigte Arbeits-
fähigkeit durch die – wie auch immer zu benennende – Persönlichkeitss-
törung bedingt sei – und Persönlichkeitsstörungen naturgemäss ziemlich 
zeitstabil seien. Abgesehen von den vorerwähnten, teils situativ teils durch 
die Persönlichkeitsstörung bedingten Schwankungen sei von einem statio-
nären Verlauf auszugehen. Aufgrund seiner beeinträchtigten sozialen 
Kompetenz sei der Beschwerdeführer bezüglich der meisten Arbeitsstellen 
– und demzufolge wohl auch generell – arbeitsunfähig. Es sei mehr als 
fraglich, dass eine reduzierte Anwesenheitszeit oder ein reduzierter An-
spruchsgrad die Auswirkungen der reduzierten sozialen Kompetenz werde 
ausgleichen können. Dem reduzierten Anspruchsgrad würde auch das Ri-
siko der Frustration und Demotivation eignen. Dementsprechend wäre der 
Beschwerdeführer als zu 100 % arbeitsunfähig zu beurteilen. Arbeitsstel-
len, für welche seine beeinträchtigte soziale Kompetenz nicht relevant sei, 
würden einerseits seinem allgemeinen (Sach-)Kompetenzniveau kaum 
auch nur annähernd entsprechen und seien deshalb zum Scheitern verur-
teilt. Gleichzeitig müsste angesichts der mutmasslichen Seltenheit geeigne-
ter Stellen der Beschwerdeführer bei der Arbeitssuche dann auch aktiv 
unterstützt werden. 

3.3.2 Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 7. Juli 2020 (act. II 115) 
die folgenden Diagnosen auf:

 Bipolare affektive Störung, gegenwärtig (bzw. seit Jahren) remittiert (ICD-10: 
F31.7)

 Verdacht auf sonstige spezifische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8) oder 
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0)

Im Gutachten vom 29. (richtig: 23.) Januar 2018 werde bezüglich einer Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit klar und eindeutig auf die Persönlichkeitss-
törung Bezug genommen, dann aber in nicht ganz nachvollziehbarer Weise 
trotzdem auf eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
"deutlich unter dem Ausbildungsniveau" geschlossen. Der seitherige Ver-
lauf falsifiziere diese Folgerungen in fast verhängnisvoller Weise: Die per-
sönlichkeits(störungs)bedingten Beeinträchtigungen namentlich im sozial-
kommunikativen Bereich, welchen im Rahmen der L.________-Integration 
nicht in förderlicher Weise habe begegnet werden können, hätten sowohl 
einen Integrationserfolg wie auch die bisherigen Bewerbungsbemühungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 11

verhindert bzw. vereitelt. Aufgrund seiner (persönlichkeits)störungs-
bedingten beeinträchtigten sozial-kommunikativen Kompetenz sei der Be-
schwerdeführer bezüglich der meisten üblichen Arbeitsstellen – und dem-
zufolge wohl auch generell – in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich, wenn 
nicht sogar zu 100 % beeinträchtigt. Vor diesem Hintergrund sei der Inte-
grationsversuch im Rahmen der L.________ fast erwartungsgemäss ge-
scheitert. Wenn der Beschwerdeführer auch weiterhin in diesem Sinne 
wenig erfolgversprechenden Massnahmen oder ohne jegliche zielführende 
Unterstützung frustranen Bewerbungen ausgesetzt werde, sei letztlich auch 
mit einer erheblichen Verschlechterung des bislang noch einigermassen 
stabilen Zustandsbildes zu rechnen. Aufgrund des weiteren Verlaufes seien 
die Ausführungen des Gutachtens 2018 zu überprüfen und allenfalls zu 
modifizieren. Dies sei im Rahmen einer – nach Möglichkeit unabhängigen – 
Beurteilung zu klären.

3.3.3 Im Bericht vom 19. Juli 2021 (act. II 146) führte Dr. med. 
G.________ in diagnostischer Hinsicht das Folgende aus: 

 Bipolare affektive Störung
Diese sei seit Jahren einerseits insofern remittiert, als sich keine eindeutigen 
(hypo-)manischen Episoden mehr zeigten. Andererseits leide der Beschwerde-
führer – durchaus situativ bedingt – immer wieder unter leicht- bis mittelgradi-
gen depressiven Episoden, wodurch einerseits die Klassifikation ICD-10: 
F31.7, andererseits dann aber auch ICD-10: F31.3 zutreffe.

 Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8) oder kombinierte 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0)
Diese Diagnose sei wie vorerwähnt bereits vom Gutachter 2018 gestellt wor-
den und könne aufgrund des Verlaufs und des situativen Eindrucks nur 
bestätigt werden.

 Verdacht auf eine leichte kognitive Störung
Im Sinne von ICD-10: F06.7, eine Abgrenzung von den depressiven Ein-
brüchen sei aber nicht einfach, allenfalls wäre eine zusätzliche neuropsycholo-
gische Überprüfung angezeigt.

Hinsichtlich der diagnostischen Beurteilung ergebe sich seit der Begutach-
tung 2017/2018 keine grundlegende Änderung. Anlässlich der Konsultatio-
nen zeige der Beschwerdeführer Züge einer exzentrischen, schizoiden, 
zwanghaften, bisweilen auch hyper- bzw. zyklotyhmen Persönlichkeit. Auf-
fällig seien seine lockere – durchaus aber auch kreative – Assoziativität 

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und Beschleunigung des Denkens (und Sprechens) bei erhaltener bzw. 
hoher intellektueller Fähigkeit und seine begrenzte affektive Ansprechbar-
keit. Er neige dazu, regelhafte Abläufe – durchaus mutmasslich nicht immer 
zu Unrecht – zu hinterfragen, sei aber dennoch in der Lage, sich verantwor-
tungsbewusst an diese zu halten. Allerdings zeige er immer wieder – na-
mentlich angesichts seiner zahlreichen frustranen externen Bewerbungen 
wie (L.________-)internen Bemühungen um Veränderungen – deutliche 
depressive Einbrüche, welche insbesondere in den letzten Monaten immer 
wieder an die Grenze einer stationären Behandlungsbedürftigkeit kämen 
und auch die – selbst behinderte – Partnerin sehr belasteten. Der vom 
Gutachter festgehaltenen Persönlichkeitsstörung sei auch heute zuzustim-
men, schon nur insofern sich Persönlichkeitsstörungen durch zeitstabile 
Muster des Denkens, Fühlens und Verhaltens definierten. Der längerfristige 
Verlauf entwickle sich zunehmend in Richtung einer Verschlechterung, na-
mentlich durch wiederholte depressive Einbrüche im Zusammenhang mit 
der frustranen psychosozialen Situation. Aufgrund seiner (persönlich-
keits)störungsbedingten beeinträchtigten, insbesondere sozialkommuni-
kativen Kompetenzen sei der Beschwerdeführer bezüglich der meisten 
üblichen Arbeitsstellen mit durchschnittlichen Anforderungen in seiner Ar-
beitsfähigkeit erheblich, wenn nicht sogar zu 100 % beeinträchtigt.

3.3.4 Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 4. September 2021 
(act. II 157) unter Bezugnahme auf den inzwischen erlassenen Vorbe-
scheid aus, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich 
eindeutig verschlechtert, dies bezugnehmend auf sein Schreiben vom 19. 
Juli 2021. Die bipolare Störung sei im seitherigen Verlauf (seit dem Gutach-
ten vom 23. Januar 2018) als remittiert zu beurteilen, d.h. es hätten sich 
keine klinisch erheblichen und zwingend behandlungsbedürftigen, eigentli-
chen manischen oder depressiven Episoden eingestellt. Allerdings heisse 
"remittiert" keineswegs "geheilt", d.h. es sei weiterhin von einer beträchtli-
chen Vulnerabilität ("Störungsanfälligkeit") auszugehen, weshalb der Be-
schwerdeführer ja eine langfristige, vorbeugende Erhaltungsmedikation 
(Lithium) einnehme. Abgesehen davon habe sich bezüglich der bipolaren 
Störung tatsächlich keine wesentliche Verschlechterung ergeben. Den sich 
insbesondere in den letzten Jahren verdichtenden arbeitsbezogenen Miss-
erfolgserfahrungen eigne aber angesichts der unveränderten Vulnerabilität 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 13

ein hohes Rückfallrisiko. Die andererseits hypertyhmen Ausprägungen sei-
nes Denkens, Fühlens und Verhaltens seien eher als Merkmal seiner Per-
sönlichkeitsstörung einzuordnen.

Persönlichkeitsstörungen eigne per se eine beträchtliche Zeitstabilität, d.h. 
sie pflegten sich prinzipiell über längere bis lange Zeiträume weder eigent-
lich zu verschlechtern noch eindeutig zu verbessern. Insofern Persönlich-
keitsstörungen aber u.a. fehlangepasste Muster des Denkens, Fühlens und 
Verhaltens beinhalteten, könne sich die Auswirkung dieser Muster über 
längere Zeit durchaus und erheblich verändern. Ebenso könnten nachhalti-
ge Erfahrungen diese Muster in zunehmend ungünstiger Weise verstärken 
und fixieren. Insofern könne sich bei einer – wie beim Beschwerdeführer –
qualitativ zwar gleichbleibenden Persönlichkeitsstörung durchaus eine we-
sentliche Verschlechterung entwickeln. Ob bei der damaligen Begutach-
tung der Einfluss der Persönlichkeitsstörung auf die Arbeitsfähigkeit 
angemessen eingeschätzt worden sei, dürfe aktuell offenbleiben. Der seit-
herige Verlauf zeige aber eindrücklich und zunehmend auf, wie ausgeprägt 
sich die Persönlichkeitsstörung beim Beschwerdeführer – auch – auf das 
Suchen und Halten von Arbeit auswirke. Sinngemäss zeige sich in diesem 
diagnostischen Bereich eine eindeutige Verschlechterung, welche sich pro-
gnostisch zudem einer Selbstverstärkung entsprechend weiter intensivieren 
werde, d.h. auch weiterhin vorauszusehende Misserfolge beim Suchen und 
Halten von Arbeit erhöhten die Wahrscheinlichkeit weiterer Misserfolge.

Eine zusätzliche Verschlechterung zeichne sich immer deutlicher ab, indem 
die vorgenannten ständigen Misserfolgserfahrungen den Beschwerdeführer 
immer stärker demoralisierten und demotivierten, was zu einer zunehmen-
den depressiven Entwicklung bzw. zu wiederholten, zur Zeit noch kürzeren, 
leicht bis mittelgradigen depressiven Episoden führe. Diagnostisch ent-
sprächen diese (noch) keinen Rezidiven der bipolaren Störung, sondern 
seien in den Rahmen von Anpassungsstörungen einzuordnen.

Wie ebenfalls in den vorliegenden Arztberichten erwähnt, klage der Be-
schwerdeführer über zunehmende kognitive Beeinträchtigungen, welche 
ihn bspw. bei seinen Bemühungen um den Erwerb einer Bewilligung für 
den gewerbsmässigen Personentransport behinderten. So stehe ihm eine 
erneute Wiederholung einer diesbezüglichen schriftlichen Prüfung bevor. 

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Wie ausgeprägt und relevant diese bereits im Gutachten erwähnten leich-
ten kognitiven Störungen heute seien und inwiefern diese anderen Störun-
gen zuzuordnen wären, sei zumindest abklärungsbedürftig.

Insgesamt habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers er-
heblich verschlechtert. Dies insbesondere auch insofern sich "Gesund-
heitszustand" prinzipiell nicht nur auf die klinische Ausprägung beschränke, 
sondern auch deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beinhalte.

3.3.5 Dr. med. I.________ führte im psychiatrischen Gutachten vom 23. 
Dezember 2021 (act. II 175.1) die folgende Diagnose mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit auf (act. II 175.1/14):

 Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit dominant paranoid-anankastischen 
Zügen (ICD-10: F61.0)

Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde die Folgende 
angegeben (act. II 175.1/14):

 Bipolar affektive Störung, zurzeit in Remission (ICD-10: F31.7)

Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit hielt Dr. med. I.________ 
fest (act. II 175.1/20), übereinstimmend mit den Vorgutachtern sei keine 
Arbeitsfähigkeit als ... oder als ... mehr gegeben. Versicherungsmedizinisch 
sei eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit im primären Arbeitsmarkt aufgrund 
der Persönlichkeitsstörung ausgewiesen. Der Beginn sei rückblickend auf 
das Ende seiner letzten Anstellung in einer ... Tätigkeit zu legen. Der Be-
schwerdeführer sei einem durchschnittlichen Arbeitsumfeld im wirtschaftlich 
orientierten Betrieb nicht zumutbar. Zur Arbeitsfähigkeit in angepasster 
Tätigkeit gab Dr. med. I.________ an (act. II 175.1/20), aus psychiatrischer 
Sicht könnten keine Bedingungen an einen Arbeitsplatz formuliert werden, 
welche eine dauerhafte und stabile Arbeitsfähigkeit mit dem erforderlichen 
Sicherheitsgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit vorhersagen lies-
sen. Auf die Frage, ob sich im Vergleich zur medizinischen Aktenlage, die 
der Verfügung vom 7. September 2018 respektive der Mitteilung vom 27. 
September 2019 zugrunde gelegen habe, eine Veränderung des Gesund-
heitszustandes ergeben habe, hielt Dr. med. I.________ fest (act. II 
175.1/20 f.), überwiegend wahrscheinlich liege ein chronifizierter und über 

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die Jahre stabiler Gesundheitszustand vor mit den zum Krankheitsbild 
gehörenden Schwankungen. Eine relevante, stabile und über einen länge-
ren Zeitraum andauernde Abweichung des heutigen Zustandes im Ver-
gleich zum Zustand an den genannten Daten sei nicht ersichtlich. Zur 
Frage, welche Veränderungen bei den Befunden und Diagnosen festzustel-
len seien, hielt Dr. med. I.________ fest (act. II 175.1/21), die Befunde sei-
en über Jahre und von verschiedenen Personen erhoben im hohen Mass 
übereinstimmend. Auf die Fragen, ob sich durch die genannten Verände-
rungen die Arbeitsfähigkeit in angestammter und die Arbeitsfähigkeit in 
angepasster Tätigkeit verändert hätten und wenn ja, ab wann und in wel-
chem Ausmass, führte der Experte aus (act. II 175.1/21), die Arbeitsfähig-
keit des Beschwerdeführers habe sich nicht verändert, aber die 
versicherungsmedizinische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei an die Er-
fahrungen der letzten Jahre anzupassen. Die Arbeitsunfähigkeit in ange-
stammter Tätigkeit als ... sei übereinstimmend mit den Vorgutachtern 
persistierend. Eine stabile Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit habe 
sich als nicht realisierbar erwiesen. Der Beschwerdeführer sei an den Aus-
wirkungen seiner Persönlichkeitspathologie gescheitert und müsse auch in 
angepasster Tätigkeit als nicht arbeitsfähig gesehen werden. Der Beginn 
der gesamten Arbeitsunfähigkeit in angestammter und angepasster Tätig-
keit werde mit dem Verlust der letzten Anstellung gesehen. Der Beschwer-
deführer sei in der Lage, sich einfache und befristete Tätigkeiten, wie als ... 
oder ... in einem ..., zu organisieren. Diese Tätigkeiten lägen deutlich unter 
seinem Ausbildungsniveau. Bisher hätten sich daraus keine stabilen und 
über einen längeren Zeitraum dauernde Arbeitsverhältnisse ergeben. Auf 
die Frage, ob sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit ge-
genüber der Situation gemäss dem Gutachten vom 29. (richtig: 23.) Januar 
2018 respektive der Untersuchung vom 13. Dezember 2017 erheblich ver-
ändert habe, antwortete Dr. med. I.________ (act. II 175.1/21), vorliegend 
werde von einem weitgehend unveränderten Zustand mit den üblichen 
Schwankungen seit den erwähnten Daten ausgegangen. Wie weit zum 
Begutachtungszeitpunkt eine hypomane Episode vorgelegen habe, könne 
nicht beurteilt werden. Eine solche sei behandelbar und wäre eher vorü-
bergehender Natur. 

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3.4 Auf einen Zeitpunkt nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
1. April 2022 (act. II 187) – dem für das Gericht massgebenden Überprü-
fungszeitpunkt (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140) – 
datiert sind in den medizinischen Akten im Wesentlichen die folgenden Be-
richte enthalten, welche insoweit zu berücksichtigen sind, als sie Rück-
schlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens 
bestehende Situation erlauben (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4):

3.4.1 Dr. phil. M.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, 
führte im Bericht vom 31. Mai 2022 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 
7) die folgende neuropsychologische Diagnose auf:

 Leichte kognitive Störung ICD-10: F06.9 (richtig: F06.7), DD bei bipolarer 
Erkrankung, DD bei anderweitiger Ätiologie (noch abzuklären)

Dr. phil. M.________ hielt fest, beim Beschwerdeführer zeigten sich im 
Vergleich zu Alters- und Bildungsnormen leichte Hirnfunktionsstörungen. 
Diese beträfen insbesondere das Gedächtnis, in diskretem Ausmass auch 
Aufmerksamkeits- und exekutive Teilfunktionen. Alle weiteren Bereiche 
hätten sich als unauffällig erwiesen. Vom klinischen Eindruck her bestün-
den zudem Auffälligkeiten im Kommunikationsverhalten mit gesteigertem 
Redefluss, Neigung zur Schilderung irrelevanter Details und Neigen zum 
Unterbrechen der Untersucherin, weiter ein leichter Strabismus divergens 
und eine etwas auffällige Graphomotorik. Verglichen mit den Vorbefunden 
von 2018 zeigten sich relativ vergleichbare Resultate, so hätten die damals 
ermittelten Einschränkungen im verbalen Gedächtnis und in der verbalen 
Fluenz repliziert werden können. In der aktuellen Untersuchung hätten sich 
allerdings zusätzliche leichte Einschränkungen im figuralen Gedächtnis, in 
der selektiven Aufmerksamkeit und in der Impulskontrolle gezeigt. Dies 
könne einerseits damit zusammenhängen, dass in der damaligen Untersu-
chung von 2018 teils veraltete und weniger sensitive Verfahren zum Ein-
satz gekommen seien (z.B. Benton-Test, HAWIE-R von 1991), so dass 
diese Einschränkungen damals nicht angemessen hätten erfasst werden 
können. Andererseits könne aber auch eine gewisse (wenn, dann eher 
leichte) Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit nicht ausge-
schlossen werden. Da auch der Beschwerdeführer selbst zumindest eine 
tendenzielle und die Partnerin eine eindeutige Zunahme der kognitiven 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 17

Problematik beschrieben, sei eine gewisse Progredienz der Leistungsein-
schränkungen denkbar, so dass weitere Abklärungen, v.a. im Sinne einer 
zerebralen Bildgebung, sinnvoll erschienen. Die erlebte Zunahme könne 
aber auch im Zusammenhang mit der psychischen Situation (vermehrter 
Stress bei aktuell grossen beruflichen Schwierigkeiten) gesehen werden. 
Die kognitiven Befunde liessen sich aktuell gesamthaft nach ICD-10 als 
leichte kognitive Störung klassifizieren (ICD-10: F06.7). Sie dürften am 
ehesten im Zusammenhang mit der bipolaren Störung stehen, insofern eine 
anderweitige Ätiologie ausgeschlossen werden könne. So liessen sich auch 
im remittierten Krankheitsstadium kognitive Residuen feststellen, welche 
Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und exekutive Funktionen betreffen könn-
ten. Die Auffälligkeiten im Kommunikationsverhalten würden am ehesten im 
Zusammenhang mit der psychiatrischen Erkrankung interpretiert.

3.4.2 Dr. med. G.________ führte am 13. Juli 2022 aus (act. I 8), er ent-
nehme dem Bericht zur neuropsychologischen Abklärung vom 19. Mai 
2022 die nachstehenden zentralen Aussagen: Beim Beschwerdeführer 
ergäben sich einige, leichte bis mittelgradige kognitive Beeinträchtigungen 
in Bereichen, welche der Lernfähigkeit dienten, also der Befähigung, neue 
Informationen aufzunehmen und sich dadurch neuen Situationen anpassen 
zu können. Im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung bestätige 
sich das sehr auffällige kommunikative Verhalten des Beschwerdeführers, 
welches seiner Persönlichkeitsstörung zuzurechnen sei und die selbstrefle-
xive Anpassung an neue – gerade auch arbeitsbezogene – Situationen 
zusätzlich erheblich beeinträchtige. Ob sich die kognitive Leistungsfähigkeit 
seit der ersten Begutachtung verändert bzw. verschlechtert habe, lasse 
sich nicht beurteilen, da die damalige Abklärung nicht nach heute üblichen 
Standards durchgeführt worden sei.

4.

4.1

4.1.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 18

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

4.1.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.1.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.1.4 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevisi-
on erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 
ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 19

verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-
ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 
eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 
mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 
des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich 
verändert haben (SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 und 4.2.1).

4.2 Seitens des Beschwerdeführers wird geltend gemacht (Beschwerde 
S. 3 III./Art. 2), es liege gemäss dem behandelnden Psychiater Dr. med. 
G.________ und dem Gutachter Dr. med. I.________ eine Verschlechte-
rung vor. Zudem wird vorgebracht (Beschwerde S. 3 III./Art. 2), bereits der 
ursprüngliche Entscheid (Verfügung vom 7. September 2018 [act. II 84]) 
bzw. das MEDAS-Gutachten vom 23. Januar 2018 (act. II 69.1) seien 
falsch gewesen und nach Art. 53 ATSG zu korrigieren.

Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen 
und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versi-
cherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche 
neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung 
zuvor nicht möglich war. Ein entsprechendes Gesuch (auf prozessuale Re-
vision der rentenzusprechenden Verfügung vom 7. September 2018 [act. II 
84]) wurde jedoch zu Recht bei der Beschwerdegegnerin nicht gestellt und 
lässt sich auch aus den Rechtsschriften des vorliegenden Verfahrens nicht 
entnehmen. Es liegen offensichtlich keine Gründe für eine prozessuale 
Revision vor. Die angebliche und von Dr. med. G.________ im Übrigen erst 
in der letzten Stellungnahme behauptete Fehlerhaftigkeit hätte im Rahmen 
der gegen die ursprüngliche Rentenzusprache zur Verfügung stehenden 
Rechtsmittel geltend gemacht werden können und müssen. Gegen die ent-
sprechende Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 84) hat einzig die 
zuständige Vorsorgeeinrichtung Beschwerde erhoben (act. II 87), auf die 
das Gericht jedoch nicht eingetreten ist (act. II 93). Damit besteht auch kein 
Anlass, die Beschwerde als Revisionsgesuch an die Beschwerdegegnerin 
weiterzuleiten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 20

4.3 Bei der Rentenzusprache wurde auf das psychiatrische Gutachten 
der MEDAS abgestellt; die neuropsychologische Mitbeurteilung stellt nur, 
aber immerhin den Beizug einer Hilfsdisziplin dar. Tests und neuropsycho-
logische Abklärungen sind Hilfsmittel; sie müssen nicht zwingend durchge-
führt werden. Eine neuropsychologische Abklärung stellt eine 
Zusatzuntersuchung dar (vgl. Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 
11. November 2021, 9C_478/2021, E. 4.2, und 16. April 2021, 8C_11/2021, 
E. 4.2). Testverfahren kommt im Rahmen der psychiatrischen Begutach-
tung höchstens eine ergänzende Funktion zu, entscheidend sind die klini-
sche Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und 
Verhaltensbeobachtung (Entscheid des BGer vom 1. Juni 2022, 
8C_804/2021, E. 4.1.3).

In medizinischer Hinsicht sind im Vergleich zum damaligen Zustand keine 
Veränderungen ausgewiesen. In Bezug auf das revisionsrechtliche Be-
weisthema – Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes – ist das Gutachten von Dr. med. I.________ vom 23. Dezember 
2021 (act. II 175.1) voll beweiskräftig (vgl. E. 4.1.4 hiervor). Tatsächlich 
beurteilt der aktuelle Gutachter Dr. med. I.________ die Auswirkungen der 
Gesundheitsstörung diametral anders als dies im MEDAS-Gutachten der 
Fall war. So wurde im MEDAS-Gutachten vom 23. Januar 2018 in einer 
leidensangepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert (act. II 
69.1/16), wohingegen Dr. med. I.________ im Gutachten vom 23. Dezem-
ber 2021 in einer leidensangepassten Tätigkeit von einer vollen Arbeitsun-
fähigkeit ausgeht (act. II 175.1/20). Gleichzeitig aber hält er 
unmissverständlich fest, dass überwiegend wahrscheinlich ein chronifizier-
ter und über die Jahre grundsätzlich unveränderter Zustand vorliegt und 
sich die Arbeitsfähigkeit auch nicht verändert hat (act. II 175.1/20 f.). Dass 
der aktuelle Gutachter dem unveränderten Gesundheitsschaden gewichti-
gere Einschränkungen zuschreibt als der frühere Gutachter, stellt keine 
revisionsrechtlich relevante Veränderung dar. Letztlich hat auch Dr. med. 
G.________ in seinen jährlichen Berichten stets das Gutachten in seiner 
medizinischen Beurteilung als zutreffend bezeichnet. Aus dem Umstand, 
dass Dr. med. G.________ den Beschwerdeführer bereits in den Berichten 
vom 26. August 2019 (act. II 105) und 7. Juli 2020 (act. II 115) als erheb-
lich, wenn nicht zu 100 % in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt einstuft, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2022, IV/22/306, Seite 21

noch bevor er in den Berichten vom 19. Juli 2021 (act. II 146) und 4. Sep-
tember 2021 (act. II 157) explizit von einer Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes spricht, ergibt sich, dass es sich bei der Beurteilung des 
behandelnden Psychiaters lediglich um eine andere Einschätzung des im 
Wesentlichen gleich geblieben Sachverhaltes handelt, was in revisions-
rechtlicher Hinsicht unbeachtlich ist (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

Soweit der behandelnde Arzt Dr. med. G.________ nun im Bericht vom 13. 
Juli 2022 (act. I 8) unter Bezugnahme auf die neuropsychologische Ab-
klärung vom 19. Mai 2022 durch Dr. phil. M.________ bzw. den entspre-
chenden Bericht vom 31. Mai 2022 (act. I 7) Kritik an der 
neuropsychologischen Abklärung im Rahmen des MEDAS-Gutachtens vom 
23. Januar 2018 (act. II 69.1) übt, ist festzuhalten, dass Dr. phil. 
M.________ selbst ausdrücklich festgehalten hat, dass sich verglichen mit 
den Vorbefunden von 2018 anlässlich ihrer Untersuchung vom 19. Mai 
2022 relativ vergleichbare Resultate gezeigt hätten. Einzig hinsichtlich der 
damals verwendeten Tests führte sie aus, es seien teils veraltete und we-
niger sensitive Verfahren zum Einsatz gekommen. Dass deswegen nun 
aber Veränderungen erstellt wären, macht sie nicht geltend. Gegenteils 
verwies sie auch darauf, dass bei einer Untersuchung im Jahr 2021 bei 
einer verkehrsmedizinischen Begutachtung der Fahreignung als ... Letztere 
als gegeben erachtet wurde (vgl. auch act. II 146/3).

Zusammenfassend ist im vorliegend massgebenden Vergleichszeitraum 
(vgl. E. 3.1 hiervor) keine massgebliche Veränderung des Gesundheitszu-
standes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit respektive den Invaliditäts-
grad im Sinne eines medizinischen Revisionsgrundes erstellt.

4.4 In erwerblicher Hinsicht hat sich ebenfalls keine Veränderung ein-
gestellt. Der Beschwerdeführer war anlässlich der Rentenfestlegung stel-
lenlos (vgl. act. II 84/5) und hat weiterhin keine adäquate Stelle inne (vgl. 
act. I 9). Die Beschwerdegegnerin stellte bei der Rentenzusprechung hin-
sichtlich des Invalideneinkommens ab 1. Februar 2018 auf die LSE im 
Kompetenzniveau 1 (Totalwert, Männer) ab (act. II 84/5). Das hat weiterhin 
Gültigkeit, so dass auch kein erwerblicher Revisionsgrund vorliegt.

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4.5 Nach dem Dargelegten ist die mit Verfügung vom 1. April 2022 (act. 
II 187) erfolgte Verneinung eines Revisionsgrundes seit der ursprünglichen 
Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 84) nicht zu beanstanden. Die 
Beschwerde ist unbegründet und somit abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.