# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bd396dd-d8e2-5424-bcab-6eb8ea6194b6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.04.2021 715 20 286/89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-286-89_2021-04-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 7. April 2021 (715 20 286 / 89) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgte zu Unrecht; Gutheissung der Be-
schwerde. 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Margit Campell 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. A.____ war vom 1. September 2014 bis 31. März 2020 bei der B.____ AG als Project 
Manager angestellt. Am 20. März 2020 erhob er bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland 
(Arbeitslosenkasse) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. April 2020. Am 23. März 
2020 meldete er sich beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Ar-
beitsvermittlung an. Mit Verfügung Nr. 1268/2020 vom 14. Mai 2020 stellte die Arbeitslosenkasse 
A.____ ab dem 1. April 2020 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 31 Tage in der An-
spruchsberechtigung ein. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, der Versicherte habe 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

seine Arbeitsstelle bei der B.____ AG gekündigt, ohne dass ihm eine neue Stelle vertraglich zu-
gesichert gewesen sei. Daran hielt die Einspracheinstanz des Kantonalen Amts für Industrie, Ge-
werbe und Arbeit Baselland (KIGA), Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, fest (Einsprache-
entscheid vom 7. Juli 2020). 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 7. August 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte sinngemäss die 
Aufhebung des Einspracheentscheids vom 7. Juli 2020 und den Verzicht auf die Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung. Zur Begründung hielt er im Wesentlichen fest, dass ihm der Verbleib 
an der bisherigen Stelle nicht mehr zumutbar gewesen sei, weshalb er diese gekündigt habe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Oktober 2020 schloss die Arbeitslosenkasse auf Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den 
Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslo-
senversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zu-
ständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorlie-
gend erfüllte der Beschwerdeführer seine Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft. Nach 
§ 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf die 
beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO, in der Fassung ab 1. Januar 2019, entscheidet die präsidie-
rende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu 
einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch Präsidialentscheid. Vorliegend ist streitig und zu prüfen, 
ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeits-
losigkeit für die Dauer von 31 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem 
Taggeld von Fr. 299.55 beläuft sich der Streitwert auf Fr. 9'286.05. Die Angelegenheit ist deshalb 
präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ver-
fügen (Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versiche-
rung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Ver-
waltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprin-
zip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schindler/Tanque-
rel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Auf-
lage, Basel 2016, Rz. 828 ff.). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie zu Lasten der Versicherung auf Lohn- oder Entschädigungsansprü-
che gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber verzichtet hat. Demgegenüber ist eine versicherte 
Person gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie 
durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversi-
cherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosigkeit nicht 
objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und 
Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt, für das die Versicherung die 
Haftung nicht übernimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Februar 2009, 8C_842/2008, E. 
3.2 mit Hinweis). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das Arbeits-
verhältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, 
dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (vgl. Art. 44 Abs. 1 
lit. b AVIV). 
 
2.3 Nach Art. 16 AVIG gilt eine Arbeit als zumutbar, die den berufs- und ortsüblichen, insbe-
sondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den Fähigkeiten 
und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wiederbeschäf-
tigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat in konstanter Praxis 
entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit des Verbleibens am Ar-
beitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist. Die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der bisheri-
gen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen Stelle 
(vgl. BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen; vgl. auch NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 838). Wenn 
nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigs-
tens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (vgl. ARV 1976 
Nr. 18; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N.27 zu Art. 16; JACQUELINE CHOPARD, 
Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116).  
 
2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) sanktioniert. Damit dürfen bei einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen 
an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der 
Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichti-
gen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens 
gesprochen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit 
Hinweisen). 
 
2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die die 
Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Belegt die versicherte Person durch ein eindeu-
tiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete Beweismittel), dass ihr die Wei-
terarbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist, ist grundsätzlich von einer Un-
zumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen auszugehen (vgl. BGE 124 V 234 E. 4b/bb). Dage-
gen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten o-
der Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses 
zu begründen (vgl. SVR 1997 ALV Nr. 105 S. 323, C128/96). Bei Schwierigkeiten wie Auseinan-
dersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der versicherten Person grundsätzlich 
zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen Anschlussstelle aufzugeben. Das 
Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Verhältnisse am Arbeitsplatz eine vorzeitige 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können aber allenfalls beim Verschul-
den berücksichtigt werden (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: 
Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 29. Oktober 2003, C 133/03, E. 3.2 mit Hinwei-
sen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes Betriebsklima 
genügt hierzu keineswegs (vgl. ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
3. Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-beschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (vgl. BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in 
Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu auf-
grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinrei-
chender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit 
weiteren Verweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korre-
lat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts 
vom 17. Juni 2009, 8C_412/2009, E. 1). Zu beachten ist, dass der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insoweit, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei auszufallen hat, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4. Im vorliegenden Fall ist zunächst festzustellen, dass der Beschwerdeführer entgegen 
seinen Ausführungen seine Stelle bei der B.____ AG auf den 31. März 2020 kündigte, ohne dass 
ihm eine neue Arbeit rechtsgenügend zugesichert war. Von einer zugesicherten neuen Stelle darf 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ausgegangen werden, wenn durch ausdrückliche oder stillschweigende übereinstimmende Wil-
lensäusserungen von Arbeitgeber bzw. Arbeitgeberin und Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerin ein 
Arbeitsvertrag im Sinne von Art. 319 ff. des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR]) vom 30. März 1911) 
tatsächlich zustande gekommen ist (vgl. BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des Bun-
desgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung, 5. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2019, S. 210). Da-
von kann im vorliegenden Fall nicht ausgegangen werden, denn der Beschwerdeführer weist 
einzig auf zwei Vorstellungsgespräche mit der vermeintlichen zukünftigen Arbeitgeberin und 
seine Bereitschaft hin, eine neue Stelle ab 1. April 2020 anzutreten. Daraus kann aber nicht ge-
schlossen werden, dass eine Stelle tatsächlich zugesichert und ein Arbeitsvertrag rechtgültig ab-
geschlossen worden war. Letztlich bestätigt dies auch der Beschwerdeführer, wenn er angibt, 
dass die ab Mitte März 2020 geltenden Massnahmen zum Schutze der Bevölkerung vor dem 
Coronavirus das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses verhindert hätten. Es ist mit ihm 
zwar einig zu gehen, dass die Stellensuche durch den Corona-bedingten Lockdown erschwert 
wurde. Wäre aber ein Arbeitsvertrag zustande gekommen, hätte er trotz dieser speziellen Situa-
tion bei der C.____ AG am 1. April 2020 seine Stelle antreten müssen, führten diese Massnah-
men doch nicht automatisch zur Auflösung allfälliger Arbeitsverhältnisse. Da vorliegend keine 
anderen Beweismittel oder Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Zusicherung der Stelle hinwei-
sen, hat der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. oben E. 4; Urteil 
des Bundesgerichts vom 12. Juni 2014, 9C_701/2013, E. 4.1; BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinwei-
sen). Unter diesen Umständen ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer seine Stelle bei der B.____ AG ohne Zusicherung einer neuen Stelle aufgegeben 
hat. 
 
5.1 Zu prüfen ist demnach, ob dem Beschwerdeführer ein Verschulden an seiner Arbeitslo-
sigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV anzu-
lasten ist.  
 
5.2 Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich wie folgt dar: Der Beschwerdeführer war ab 
1. September 2014 bei der B.____ AG angestellt. Am 3. Februar 2020 kündigte er den Arbeits-
vertrag per 4. Februar 2020. Die Arbeitgeberin bestätigte den Erhalt der Kündigung und die Auf-
lösung des Arbeitsverhältnisses per 31. März 2020 (vgl. Schreiben der B.____ AG vom 7. und 
19. Februar 2020, act. 21 und 23). Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 20. März 2020 
gab der Versicherte an, aus gesundheitlichen Gründen gekündigt zu haben. In der Bescheinigung 
vom 8. April 2020 hielt die ehemalige Arbeitgeberin bei der Frage nach dem Kündigungsgrund 
fest, dass der Versicherte infolge Krankheit gekündigt habe. Sie wies darauf hin, dass der Be-
schwerdeführer ab dem 20. Januar 2020 krank gewesen sei. Im Zeugnis betreffend die Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen vom 6. Mai 2020 gab der behandelnde 
Psychiater Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, an, der Versicherte habe ihn 
erstmals am 6. Februar 2020 aufgesucht. Er habe eine sehr belastende Arbeitsplatzsituation ge-
schildert. Die Kündigung sei wichtig gewesen und habe zu einer Besserung der psychischen Be-
schwerden geführt. Der Beschwerdeführer sei vom 6. Februar 2020 bis 15. März 2020 zu 100 % 
arbeitsunfähig gewesen. An einem neuen Arbeitsplatz sei der Versicherte ab 1. April 2020 voll 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

einsatzfähig (vgl. auch act. 22). Im Rahmen des rechtlichen Gehörs führte der Versicherte eben-
falls am 6. Mai 2020 aus, dass er ein Burn-out gehabt habe. Der Hausarzt Dr. med. E.____, FMH 
Allgemeine Innere Medizin, äusserte sich im Arztzeugnis betreffend die Auflösung des Arbeits-
verhältnisses aus gesundheitlichen Gründen vom 27. Mai 2020 gegenüber der Arbeitslosenkasse 
dahingehend, dass der Beschwerdeführer seit dem 20. Januar 2020 bei ihm in ärztlicher Behand-
lung stehe. Er habe angegeben, durch zu viele Aufgaben überlastet gewesen zu sein, weshalb 
eine Weiterarbeit nicht zumutbar gewesen sei. Er sei ab dem 20. Januar 2020 bis 7. Februar 
2020 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Am 6. August 2020 hielt Dr. E.____ fest, dass der Be-
schwerdeführer im Januar 2020 bereits seit 4 Monaten an einem Erschöpfungszustand mit de-
pressiver Verstimmung, verbunden mit Antriebsschwäche und Schlafproblemen gelitten habe. 
Diese Symptome seien eindeutig im Zusammenhang mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz zu se-
hen. Diagnostisch läge eine depressive Verstimmung mit ausgeprägter Erschöpfung vor, weswe-
gen er ihn an den Psychiater Dr. D.____ überwiesen habe. Er habe dem Beschwerdeführer drin-
gend geraten, den Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen zu wechseln. Vorliegend macht 
der Beschwerdeführer geltend, dass er seinen Hausarzt am 21. Januar 2020 aufgesucht habe, 
um über seine gesundheitlichen Beschwerden zu berichten, die durch die Arbeitsbedingungen 
bei der B.____ AG ausgelöst worden seien. Der Hausarzt habe einen Bluttest gemacht, der einen 
stark erhöhten Cholesterinwert ergeben habe. Dieser sei durch Stress ausgelöst worden. Er habe 
ihm deshalb dringend geraten, die Stelle zu kündigen. In der Folge sei er zu Dr. D.____ gegan-
gen. Nach vier Sitzungen sei es ihm bessergegangen und er habe mit der Stellensuche beginnen 
können.  
 
6.1 Wie unter Erwägung 2.5 hiervor ausgeführt, vermögen neben Meinungsverschiedenhei-
ten mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen weder ein schlechtes Arbeitsklima noch strukturelle 
Probleme am Arbeitsplatz eine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses zu be-
gründen. Auch bei Stresssituationen und dergleichen ist es der versicherten Person grundsätzlich 
zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen Anschlussstelle aufzugeben. Desglei-
chen genügt ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes Betriebsklima 
hierzu keineswegs (vgl. ARV 1986 Nr. 24 S. 95). Hingegen kann sich eine Unzumutbarkeit indes-
sen nach der Rechtsprechung aus (allenfalls durch die Situation am Arbeitsplatz bedingten) ge-
sundheitlichen Gründen ergeben. Diese sind allerdings – wie oben in Erwägungen 2.5 unter Hin-
weis auf BGE 124 V 234 E. 4b/bb bereits erwähnt – durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis zu 
belegen. Zudem ist bei der Frage der Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz praxisge-
mäss ein strenger Massstab anzulegen.  
 

6.2 Aufgrund der vorliegenden Akten und der glaubhaften Angaben des Beschwerdeführers 
ist nicht in Zweifel zu ziehen, dass die Gesundheitsprobleme für ihn der Hauptgrund waren, die 
angestammte Tätigkeit bei der B.____ AG aufzugeben. Es stellt sich somit die Frage, ob die von 
ihm vorgebrachte Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Grün-
den durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis oder durch andere geeignete Beweismittel belegt 
ist. Gestützt auf die Arztzeugnisse der Dres. D.____ und E.____ (vgl. oben E. 5.2) ist entgegen 
der Auffassung der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer im 
Zeitpunkt der Kündigung vom 3. Februar 2020 ein weiterer Verbleib an der Arbeitsstelle in der 
Firma B.____ AG aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar war. Diesbezüglich steht 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zunächst unbestritten fest, dass Beschwerdeführer am 20. Januar 2020 seinen Hausarzt 
Dr. E.____ aufsuchte und dieser ihn krankschrieb. Zudem überwies er ihn zur psychiatrischen 
Behandlung an Dr. D.____, der ihn ab 6. Februar 2020 behandelte. Den Akten liegen dazu zwar 
keine echtzeitlichen Arztzeugnisse vor; der rechtserhebliche Sachverhalt ist aber unbestritten und 
findet auch seinen Niederschlag in den Attesten der behandelnden Ärzte vom 6. Mai 2020, 
27. Mai 2020 und 6. August 2020. Darin bescheinigen die Dres. D.____ und E.____, dass der 
Beschwerdeführer ab dem 20. Januar 2020 bis 15. bzw. 31. März 2020 vollständig arbeitsunfähig 
war. Zudem halten sie klar fest, dass ihm ein weiterer Verbleib an der Arbeitsstelle bei der B.____ 
AG aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar gewesen sei. Der Psychiater Dr. D.____ 
brachte in seinem zuhanden der Beschwerdegegnerin ausgestellten Arztzeugnis vom 6. Mai 
2020 vor, dass der Beschwerdeführer eine sehr belastende Arbeitsplatzsituation gehabt habe, 
ohne dass von Seiten der Arbeitgeberin Verbesserungsschritte unternommen worden wären. Aus 
diesem Grund erachtete der psychiatrische Facharzt den Verbleib an der angestammten Stelle 
als unzumutbar. Er begründete diese medizinische Beurteilung dahingehend, dass die Kündigung 
wichtig gewesen sei und zu einer Besserung der psychischen Beschwerden geführt habe. Dieses 
Arztzeugnis von Dr. D.____ enthält die vom Bundesgericht verlangten Angaben an ein rechts-
genügliches Arztzeugnis, geht aus ihm doch klar und unmissverständlich hervor, dass der Be-
schwerdeführer seine Arbeit bei der B.____ AG aus gesundheitlichen Gründen nicht fortsetzen 
konnte und er aufgrund der belastenden Arbeitssituation eine psychiatrische Behandlung in An-
spruch nehmen musste. Auch der Hausarzt Dr. E.____ bestätigte am 27. Mai 2020 und am 6. 
August 2020, dass dem Beschwerdeführer die Arbeit bei der B.____ AG nicht mehr zumutbar 
gewesen sei. Er teilte mit, dass der Beschwerdeführer seit dem 20. Januar 2020 bei ihm in Be-
handlung gestanden und auch aus seiner Sicht die Kündigung des Arbeitsverhältnisses angezeigt 
gewesen sei. Der Versicherte habe an einer depressiven Verstimmung mit ausgeprägter Er-
schöpfung verbunden mit Antriebsschwäche und Schlafproblemen gelitten. Diese Symptome 
seien eindeutig im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten am Arbeitsplatz zu sehen, weshalb 
er dem Beschwerdeführer dringend empfohlen habe, den Arbeitsplatz zu wechseln. Da Dr. 
E.____ als Facharzt der Allgemeinen Inneren Medizin keine adäquate psychiatrische Beurteilung 
vornehmen konnte, überwies er den Beschwerdeführer an Dr. D.____. Dieser bestätigte in der 
Folge die Auffassung des Hausarztes und riet dem Beschwerdeführer zur Kündigung der Stelle. 
Diese Zeugnisse erfüllen somit grundsätzlich die Anforderungen, welche das Bundesgericht in 
diesem Zusammenhang an eine rechtsgenügende medizinische Beurteilungsgrundlage stellt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 2013, 8C_943/2021, E. 3.4). Die von der Beschwer-
degegnerin vertretene gegenteilige Ansicht ändert daran nicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 
es im Rahmen der Sachverhaltsabklärung nicht angeht, bei den behandelnden Ärzten Arztzeug-
nisse gemäss vorgegebenen Formularen und Fragen einzuholen und diese sodann ohne weitere 
Untersuchung des Sachverhalts als ungenügend zu bezeichnen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Die 
Beschwerdegegnerin wäre vielmehr verpflichtet gewesen, insbesondere bei Dr. D.____ weitere 
Informationen einzuholen, nachdem sie dessen Bericht vom 6. Mai 2020 als unzureichend be-
trachtet hatte. Da die Arztzeugnisse der Dres. D.____ und E.____ aber nach Auffassung des 
Kantonsgerichts überzeugend sind und sich nicht nur vage, sondern klar und unmissverständlich 
zu den im Zeitpunkt der Kündigung bestehenden gesundheitlichen Beschwerden äussern, kann 
rechtsgenügend festgestellt werden, dass ein weiterer Verbleib des Beschwerdeführers an der 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Stelle der B.____ AG nicht zumutbar war. Unter diesen Umständen erübrigten sich diesbezüglich 
weitergehende Sachverhaltsabklärungen.  
 
6.3 Es ist somit mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer ein weiterer Ver-
bleib an der bisherigen Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar war. Der 
Beschwerdeführer gab seine bisherige Arbeitsstelle aufgrund dieser Sachlage daher nicht freiwil-
lig auf und konnte sich für die Kündigung auf triftige Gründe stützen. Seine bisherige Arbeit er-
weist sich nach dem Gesagten als unzumutbar im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG. Der Tat-
bestand des Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist nicht erfüllt, da kein Verschulden ersichtlich ist, weshalb 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung nicht in Betracht fällt. Der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Arbeitslosenkasse vom 7. Juli 2020 ist demnach aufzuheben und die vor-
liegende Beschwerde ist dementsprechend gutzuheissen. 
 
7. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kos-
ten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdefüh-
rer nicht ausgerichtet. 
 
 
  

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 7. Juli 2020 wird aufgehoben. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.