# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88118d77-67eb-53a4-acd9-22003bdf678a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-09
**Language:** de
**Title:** Beitragszeit
**Docket/Reference:** AL.2014.00078
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/AL.2014.00078.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
AL.2014.00078
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Meier-Wiesner
Urteil
vom
9. Juli 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur
Beschwerdegegnerin
Nachdem
die Beschwerdegegnerin
mit
Einspracheentscheid
vom
31. März 2014
ihre Verfügung vom
19. Februar 2014
betreffend Verneinung des
Anspruch
s
der Versicherten auf Arbeitslosentschädigung ab 11. Februar 2014 mangels Erfül
lung der zwölfmonatigen Beitragszeit
bestätigt hat
(
Urk.
2
,
Urk. 7/15
),
nach Einsicht in die
am 7. Mai 2014 der Post aufgegebene
Beschwerde
,
mit wel
cher
die Beschwerdeführerin
sinngemäss die Aufhebung
des angefochtenen Einspracheentscheids
und die Zusprechung von Arbeitslosentaggeldern
bean
tragt hat (
Urk.
1
), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Be
schwerdeantwort
der Beschwerdegegnerin
vom
30. Mai 2014
(
Urk.
6
),
in Erwägung,
dass
die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wenn sie unter anderem die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitrags
zeit befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzent
schädigung;
AVIG)
,
f
ür den Leistungsbezug und die Beitragszeit
zweijährige Rahmenfristen gelten, sofern dieses
Gesetz nichts anderes vorsieht, wobei
d
ie Rahmenfrist für den Leistungsbezug mit dem ersten Tag beginnt, für den sämtliche Anspruchsvor
aussetzungen erfüllt s
ind, während
d
ie Rahmenfrist für die Beitragszeit zwei Jahre vor diesem Tag beginnt (Art. 9
Abs.
1-3
AVIG),
d
ie Beitragszeit erfüllt hat, wer innerhalb der Rahmenfrist
für die Beitragszeit
nach Art. 9 Abs. 3 AVIG während mindestens zwölf Monaten eine beitrags
pflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs.
1 AVIG),
f
ür die Ermittlung der Beitragszeit jeder Kalendermonat zählt, in dem die versi
cherte Person beitragspflichtig ist (Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die obli
gatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung
; AVIV), wobei
Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, zusammenge
zählt werden
und
je 30 Kalendertage als Beitragsmonat gelten (Art. 11 Abs.
2
AVIV
),
in weiterer Erwägung, dass
sich die Beschwerdeführerin am 1
1.
Februar 2014 zur Arbeitsvermittlung ange
meldet hat (
Urk.
7/14), so dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 1
1.
Februar 2012 bis am 1
0.
Februar 2014 dauerte,
aufgrund der Akten ausgewiesen und unbestritten ist, dass die Beschwerdeführe
rin vom 1. Dezember 2012 bis
zu der von ihr ausgelösten früh
zeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses per
31. Juli 2013
bei der
Y.___
AG angestellt war (Urk. 3/2, Urk. 7/17
, Urk. 7/23
)
, was eine Beitragszeit von acht Monaten
ergibt
,
auch unter der
Berücksichtigung der Anstellung bei der
Z.___
AG vom 6. August bis 30. November 2012 (Urk. 3/1-3, Urk. 7/11) keine genügende Bei
tragszeit
erreicht werden kann
,
dauerte
diese Beschäftigung
doch
offensichtlich weniger als vier Monate,
die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde
keine neuen
Gesichtspunkte vor
bringt, welche für die Erfüllung der zwölfmonatigen Beitragszeit sprechen, vielmehr selber einräumt, 12 Monate minus sechs Tage gearbeitet zu haben
(Urk. 1),
nach dem Gesetzeswortlaut eine Beitragszeit von zwölf Monaten dem absoluten Minimum entspricht und schon ein einziger fehlender Tag dazu führt, dass kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht,
die Beschwerdeführerin keine Befreiungsgründe nach Art. 14 AVIG geltend macht und sich solche auch den Akten nicht entnehmen lassen, weshalb der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden ist,
erkennt das Gericht:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
-
seco - Direktion für Arbeit
-
Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubMeier-Wiesner