# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9031aa0c-a946-53da-ba5c-0ab51c213d25
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.10.2020 BB.2020.250
**Docket/Reference:** BB.2020.250
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2020-250_2020-10-30

## Full Text

Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 30. Oktober 2020 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Giorgio Bomio-Giovanascini und Stephan Blättler,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A., 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. 

Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2020.250 

  

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- mit Eingaben vom 1. September, 2., 7., 8. und 9. Oktober 2020 A. bei der 

Bundesanwaltschaft Anzeigen gegen die Bank B., die Bank C., D., E., Alt-

Bundesrat F., «das jetzig vorherrschende Finanzsystem», G., «[…]», die 

«ganze EU mit dem ihrem nichtsnutzigen EGMR», H., I., J. und «alle die Mit-

Verschworenen» erhob (Verfahrensakten Laschen 1, 2, 4, 6, 8 und 10); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Datum vom 19. Oktober 2020 jeweils die Nicht-

anhandnahme der Anzeigen verfügte (Verfahrensakten Laschen 3, 5, 7, 9 

und 11);  

 

- A. mit Eingabe vom 21. Oktober 2020, ergänzt am 23., 26., 27. und 28. Ok-

tober 2020, an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte 

und sinngemäss die Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügungen bean-

tragte (act. 1, 4, 5, 7 und 8); 

 

- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 390 

Abs. 2 StPO e contrario). 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-

den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 

- die Bundesanwaltschaft jeweils mangels hinreichenden Tatverdachts und teil-

weise mangels Bundeszuständigkeit keine Strafuntersuchung eröffnete;  

 

- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein 

hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen 

und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststellun-

gen der Staatsanwaltschaft ergeben kann; 

 

- den Eingaben der Beschwerdeführerin offensichtlich kein konkreter Sachver-

halt entnommen werden kann, der einen hinreichenden Tatverdacht begrün-

den könnte; insbesondere nicht dargelegt wird, wem konkret welches straf-

rechtlich relevante Verhalten unter welchen Umständen vorgeworfen wird und 

Angaben zu Zeit und Ort gänzlich fehlen, wie die Bundesanwaltschaft zu 

Recht in ihren Nichtanhandnahmeverfügungen festgehalten hat;  

 

- 3 - 

 

 

- die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde auch nicht darlegt, inwiefern die 

Beschwerdegegnerin zu Unrecht die Nichtanhandnahme der Strafsachen ver-

fügt haben soll; 

 

- die Beschwerdegegnerin mithin zu Recht keine Strafuntersuchungen eröffnet 

hat; 

 

- damit die Beschwerde ohne Weiteres abzuweisen ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Kosten zu 

tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- diese auf das gesetzliche und reglementarische Minimum von Fr. 200.-- fest-

zusetzen sind (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 BStrKR). 

  

- 4 - 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 30. Oktober 2020 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A.  

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.