# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c910dd1-4ae8-5fad-b766-52684773703a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 19.03.2013 I/1-2012/187
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2012-187_2013-03-19.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2012/187

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 19.03.2013

Entscheiddatum: 19.03.2013

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 19.03.2013
Abgrenzung Ausbildung/Weiterbildung, Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG (SR 642.11), 
Art. 39 Abs. 1 lit. d StG (sGS 811.1), Art. 34 lit. b DBG. Die Steuerpflichtige ist 
gelernte Anlage- und Apparatebauerin und in einem Industriebetrieb tätig. 
Sie absolvierte berufsbegleitend eine Handelsschule. Anschliessend wurde 
ihr die Funktion einer Ausbildnerin im angestammten Beruf übertragen. Die 
Handelsschule wurde von der Veranlagungsbehörde zu Recht nicht als 
Weiterbildung anerkannt, da sie für die Funktion als Ausbildnerin nicht 
ausschlaggebend war, obwohl diese Art von Ausbildung vom Arbeitgeber 
unterstützt wurde. Es handelt sich um Berufsaufstiegs- bzw 
Umschulungskosten (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 19. März 
2013, I/1-2012/187).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Philipp Lenz

 

X., Rekurrentin und Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

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Kantons- und Gemeindesteuer (Einkommen und Vermögen 2011)

Direkte Bundessteuer (Einkommen 2011)

 

Sachverhalt:

A.- X., geb. 23. Juli 1988, schloss im Jahre 2008 die Lehre als Apparate- und 

Anlagebauerin bei der Z. AG ab. Danach war sie in diesem Unternehmen weiterhin als 

Schlosserin/Schweisserin tätig. Per 1. August 2012 übernahm sie eine zusätzliche 

Aufgabe in der Lehrlingsausbildung (Berufsbildnerin Anlagen- und Apparatebau), führt 

aber weiterhin allgemeine Schlosser- und Schweissarbeiten aus.

Vom 29. Oktober 2011 bis 29. September 2012 absolvierte X. die berufsbegleitende 

Handelsschule im ortega-Bildungszentrum, Wil. Sie schloss diese Ausbildung mit dem 

Bürofachdiplom (BFD) des Verbandes Schweizerischer Handelsschulen ab. In der 

Steuererklärung 2011 deklarierte sie dafür aufgewendete finanzielle Mittel in der Höhe 

von Fr. 4'200.-- als abzugsfähige Weiterbildungskosten. Die Steuerbehörde liess den 

Abzug nicht zu und veranlagte X. für die Kantons- und Gemeindesteuern 2011 mit 

einem steuerbaren Einkommen von Fr. 51'100.-- und ohne Vermögen. Für die direkte 

Bundessteuer 2011 wurde sie mit einem Einkommen von Fr. 52'200.-- veranlagt. Die 

dagegen erhobenen Einsprachen wies das Kantonale Steueramt mit Einsprache-

Entscheiden vom 6. September 2012 ab. Zur Begründung wurde angeführt, der 

absolvierte Lehrgang stehe zweifelsfrei nicht im Zusammenhang mit der gegenwärtigen 

Tätigkeit als Anlage- und Apparatebauerin. Sie diene vielmehr dem Aufstieg in eine 

vom bisherigen Beruf eindeutig unterscheidbare höhere Berufsstellung oder dem 

Umstieg in einen anderen Beruf.

B.- Mit Eingabe vom 3. Oktober 2012 erhob X. bei der Verwaltungsrekurskommission 

Rekurs und Beschwerde gegen die Einsprache-Entscheide des Kantonalen 

Steueramtes. Sie beantragte sinngemäss, die geltend gemachten Kosten für die 

Handelsschule seien als Weiterbildungskosten zum Abzug zuzulassen.

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Die Vorinstanz liess sich mit Eingabe vom 26. November 2012 vernehmen und 

beantragte, Rekurs und Beschwerde seien unter Kostenfolge abzuweisen. X. äusserte 

sich dazu mit Eingabe vom 29. Dezember 2012. Die Eidgenössische Steuerverwaltung 

verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in 

den Erwägungen eingegangen.

 

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einsprache-Entscheide hinsichtlich der Veranlagungen der 

Kantons- und Gemeindesteuern 2011 sowie der direkten Bundessteuer 2011. Zwar 

müssen für Rekurs und Beschwerde verschiedene Entscheide ergehen; sie können 

indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisungen und einem gemeinsamen Dis­

positiv, das die beiden Steuern allerdings auseinanderhält, enthalten sein (vgl. BGE 130 

II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3, BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 E. 1.3.1).

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurs- bzw. Beschwerdeerhebung ist gegeben. Rekurs und Beschwerde vom 3. 

Oktober 2012 (Postaufgabe 5. Oktober 2012) sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie 

erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 

Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der 

Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h 

Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die Beschwerde ist einzutreten.

3.- Anfechtungsobjekte sind die Einsprache-Entscheide der Vorinstanz vom 

6. September 2012. Dabei ist umstritten, ob die im Zusammenhang mit dem Besuch 

der Handelsschule angefallenen Kosten von Fr. 4'200.-- in der Steuerveranlagung 2011 

zum Abzug zuzulassen sind.

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a) Nach Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG bzw. Art. 39 Abs. 1 lit. d StG werden die mit dem 

Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten zum Abzug 

zugelassen. Die Ausbildungskosten sind jedoch nicht abziehbar (Art. 34 lit. b DBG). Mit 

Blick auf Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten 

Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) trifft das kantonale 

Steuergesetz folglich dieselbe Unterscheidung wie das Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_28/2011 vom 15. November 2011 E. 

5).

Als Weiterbildungskosten sind nach der Rechtsprechung nur Aufwendungen zu 

qualifizieren, die im Rahmen des bereits erlernten und ausgeübten Berufs entstehen, 

nicht dagegen die Ausbildungskosten für die erstmalige Aufnahme einer Berufstätigkeit 

bzw. für einen neuen oder zusätzlichen Beruf. Auslagen für eine Fortbildung, die zum 

Aufstieg in eine eindeutig vom bisherigen Beruf zu unterscheidende höhere 

Berufsstellung (sog. Berufsaufstiegskosten) oder gar zum Umstieg in einen anderen 

Beruf dient, sind keine Weiterbildungskosten im Sinn von Art. 39 Abs. 1 lit. d StG bzw. 

Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG. Sie werden nicht für eine Weiterbildung im Rahmen des 

bereits erlernten und ausgeübten Berufs erbracht, sondern letztlich für eine neue 

Ausbildung. Auslagen, die anfallen, um die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse 

zur Ausübung eines eigentlichen Berufs zu erlernen (z.B. Lehre, Handelsschule, Matura, 

Studium, Nachdiplomstudien etc.) sind demnach als Ausbildungskosten auch dann 

nicht abziehbar, wenn die Fortbildung berufsbegleitend absolviert wird, im Ergebnis 

aber dem Aufstieg in eine vom bisherigen Beruf eindeutig unterscheidbare höhere 

Berufsstellung dient. Um Berufsaufstiegskosten handelt es sich auch dann, wenn die 

absolvierte Ausbildung zu wesentlichen Zusatzkenntnissen mit eigenem Wert führt und 

die Berufsaussichten deutlich verbessert, im Gegensatz zu einer blossen Aktualisierung 

und Vertiefung vorhandener Kenntnisse (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 

2C_28/2011 vom 15. November 2011 E. 2.2 mit Hinweisen; ASA 81 S. 324). Die 

Weiterbildungsmassnahmen müssen demnach einen konkreten Erwerbsbezug haben. 

Es reicht nicht, dass sie für irgendeine Erwerbstätigkeit von Nutzen sein könnten (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 64 zu Art. 

26 DBG).

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b) Die Vorinstanz erwog, der Abschluss der Handelsschule stehe in keinem 

Zusammenhang mit der derzeitigen Tätigkeit der Pflichtigen als Anlage- und 

Apparatebauerin, in der sie hauptsächlich Schlosser- und Schweisserarbeiten 

ausführe. Der Lehrgang bezwecke zweifelsfrei einen beruflichen Aufstieg oder Umstieg. 

Die Pflichtige hält dem entgegen, sie habe die Handelsschule nicht besucht, um einen 

neuen Beruf zu erlernen, sondern um die betriebswirtschaftliche bzw. kaufmännische 

Seite eines Unternehmens kennenzulernen. Nur mit derartigen Weiterbildungen erhalte 

man die Chance, im angestammten Beruf zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Sie 

habe weder einen neuen Beruf erlernt, noch habe sie eine andere Stelle erhalten. Die 

Ausbildung habe lediglich zu einer Erweiterung ihres Berufsbildes geführt, was 

wiederum zu neuen Chancen führen könne. Dabei sei es irrelevant, ob ein 

Schweisskurs oder eine Handelsschule absolviert werde. Es gehe lediglich darum, sich 

im gelernten Beruf zu etablieren und Offenheit für Neues zu zeigen.

c) Die Pflichtige ist seit dem Abschluss der Lehre bei der Z. AG als Apparate- und 

Anlagebauerin tätig. Zwar übernahm sie per 1. August 2012 eine zusätzliche Funktion 

als Berufsbildnerin; dies änderte jedoch nichts an ihrer beruflichen Hauptaufgabe. 

Gemäss den Angaben ihrer Arbeitgeberin führt sie weiterhin allgemeine Schlosser und 

Schweisserarbeiten aus (act. 2/14). Zur Erfüllung dieser Funktion bzw. derjenigen der 

Ausbildnerin benötigt die Pflichtige keine speziellen kaufmännischen Kenntnisse. 

Verlangt sind vielmehr eine abgeschlossene Berufslehre oder längere praktische 

Berufserfahrung als Konstruktions- oder Metallbauschlosser, mehrjährige Erfahrung in 

der Verarbeitung von Normstahl und sehr gute Deutschkenntnisse (vgl. act. 2/9: 

Funktionsbild "Ausbilder"; act. 2/8: Funktionsprofil "Anlagen- und Apparatebauer").

Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin macht geltend, es sei ihr in keiner Weise 

darum gegangen, einen neuen Beruf zu erlernen. Sie habe vielmehr die 

betriebswirtschaftliche Dimension eines Unternehmens kennenlernen wollen. Dass der 

Besuch der Handelsschule diesem Zweck dienen kann, steht ausser Zweifel. Unklar ist 

jedoch, wie die Pflichtige dieses Wissen in ihre derzeitige berufliche Tätigkeit 

einbringen will; sie macht dazu keine Ausführungen und legt insbesondere nicht dar, 

inwieweit das erlernte kaufmännische Wissen ihrer Entwicklung als Apparate- und 

Anlagebauerin förderlich sein könnte. Ihrem Hinweis, sie habe die Funktion als 

Berufsbildnerin für Lehrlinge aufgrund ihrer Weiterbildung erhalten, stehen die 

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Ausführungen ihrer Arbeitgeberin entgegen, wonach die neue Stelle nicht im 

Zusammenhang mit der Weiterbildung stehe (act. 2/14). Dass diese ihre Wahl zur 

Ausbildnerin jedoch begünstigte, wie in einem späteren Schreiben der Arbeitgeberin 

festgehalten wurde (act. 9), ist nachvollziehbar, sind es doch in der Regel Personen mit 

überdurchschnittlichem Engagement, die mit derartigen Zusatzaufgaben betraut 

werden. Die Z. AG hält in ihrem Schreiben vom 27. September 2012 weiter fest, sie 

unterstütze derartige Weiterbildungen, "da so Zusatzaufgaben in der Werkstatt besser 

und effizienter erledigt werden könnten". Worin diese "Zusatzaufgaben" bestehen 

könnten, wird jedoch weder von der Arbeitgeberin noch von der Pflichtigen dargelegt. 

Es wird lediglich festgehalten, die Rolle der Berufsbildnerin umfasse diverse Tätigkeiten 

im Büro, für die ein Bürofachdiplom von grossem Nutzen sei. "Exemplarisch" werden 

sodann verschiedene Tätigkeiten aufgeführt: Betreuung der Lernenden im System, 

Vorbereiten von Ausbildungsmodulen auf dem Computer, Sitzungsvorbereitung, 

Bestellwesen inklusive Tabellenkalkulation, Benutzung des Internets, Intranets und von 

Outlook. Dazu ist allerdings festzuhalten, dass sich die Pflichtige verschiedene dieser 

Fertigkeiten bereits im Rahmen der Berufsausbildung angeeignet habe dürfte. Im 

Bildungsplan zur Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Anlagen- und 

Apparatebauerin/Anlagen- und Apparatebauer mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis 

EFZ (SR 412.101.221.89, unter: http://www.sbfi.admin.ch/bvz/grundbildung) sind 

jedenfalls unter anderem die Planung von Ausbildungssequenzen (S. 33) und die 

Anwendung verschiedener Informatikmittel, wie Tabellenkalkulation und Präsentation 

(S. 40) vorgesehen.

Die Ausführungen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin lassen darauf schliessen, 

dass sie die Handelsschule im Hinblick auf eine künftige Führungsfunktion absolvierte. 

Sie bringt in diesem Zusammenhang vor, ihre Arbeitgeberin unterstütze derartige 

Weiterbildungen, denn nur so seien Mitarbeiter zu erkennen, die sich in ihrem 

angestammten Beruf weiterbilden und zusätzliche Aufgaben und Verantwortung 

übernehmen wollten. Soweit eine solche Weiterbildung jedoch nicht die 

Weiterentwicklung innerhalb des erlernten Berufs bezweckt   bspw. im Zusammenhang 

mit der Bedienung zusätzlicher Maschinen und Geräte oder dem Erlernen neuer 

Techniken   , dient sie in erster Linie dem beruflichen Aufstieg oder dem Wechsel in 

eine andere, allenfalls kaufmännische Funktion. Die damit zusammenhängenden 

Kosten sind, wie erwähnt, gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung als 

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Berufsaufstiegskosten bzw. Ausbildungskosten zu qualifizieren und kommen als 

abzugsfähige berufliche Weiterbildungskosten nicht in Betracht.

d) Aufgrund der konkreten beruflichen Situation der Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin ergibt sich somit, dass die von der Pflichtigen absolvierte 

Ausbildung in keinem ausreichenden Zusammenhang mit dem beruflichen Fortkommen 

im angestammten Beruf bzw. der Sicherung der aktuellen Stelle steht. Die Vorinstanz 

hat die Ausbildungskosten von Fr. 4'200.-- deshalb zu Recht nicht zum Abzug 

zugelassen. Rekurs und Beschwerde sind folglich abzuweisen.

4.- Die Rekurrentin und Beschwerdeführern bringt weiter vor, eine Kollegin von ihr habe 

die gesamten Kosten für das Bürofachdiplom in Abzug bringen dürfen. Im Sinne einer 

rechtsgleichen Behandlung sei der Abzug auch ihr in vollem Umfang zu gewähren.

Mangels weiterer Angaben kann dieser Sachverhalt nicht überprüft werden. Selbst 

wenn es aber zuträfe, dass einer Steuerpflichtigen der Abzug unter identischen 

Rahmenbedingungen gewährt wurde, kann die Rekurrentin und Beschwerdeführerin für 

sich daraus nichts ableiten. Wenn eine Behörde in einem Fall eine vom Gesetz 

abweichende Entscheidung getroffen hat, gibt das den Privaten, die sich in der 

gleichen Lage befinden, grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend 

von der Norm behandelt zu werden. Es besteht kein Anspruch auf Gleichbehandlung 

im Unrecht (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, N 

518 ff.; vgl. anstatt vieler: VerwGE B 2011/20 vom 20. September 2011, unter: 

www.gerichte.ch/Verwal-tungsgericht).

5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin 

und Beschwerdeführerin aufzuerlegen (144 Abs. 1 DBG; Art. 95 Abs. 1 VRP). Da beide 

Verfahren in einem Entscheid erledigt werden konnten, ist eine Entscheidgebühr von 

Fr. 600.-- angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zu 

verrechnen.

 

Entscheid:

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1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.    Die Rekurrentin und Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten von 

Fr. 600.--

       unter Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 600.--.

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