# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be4d51f4-f238-5842-a3c8-8ac2e7e22b16
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.04.2013 SB120290
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120290_2013-04-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB120290-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hauser 

 

Urteil vom 10. April 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. C. Meier,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

mehrfaches Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.  
und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom  
11. Januar 2012 (DG110089) 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 30. März 

2011 (Urk. 19) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 203) 

"Das Gericht erkennt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2-6 in Verbin-
dung mit Ziff. 2 lit. a und c aBetmG; 

− des Vergehens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 aBetmG; 

− des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB; 

− der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB; 

− der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf in Anklageziffer A.III.4.2. freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 ½ Jahren Freiheitsstrafe, wovon 793 Tage 

durch Haft bis und mit heute erstanden sind. 

4. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl des Bezirksamtes Lenzburg vom 21. No-

vember 2007 ausgefällten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 80.– wird widerru-

fen. Die Geldstrafe ist zu bezahlen. 

5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 23. Juli 2010 

beschlagnahmte Erlös aus der Verwertung der 34 Fahrzeuge wird eingezogen.  

6. Das Guthaben der B._____ AG (in Liquidation) bei der C._____ AG, Konto Nr. … in 

Höhe von Fr. 16'275.72 (per 30. Juni 2011) wird zur Deckung der Verfahrenskosten 

verwendet, und zwar derjenigen Verfahrenskosten, die nach der Verwendung zur 

Kostendeckung gemäss den nachstehenden Ziffern 9., 14. und 17. verbleiben. Ein 

danach verbleibender Restbetrag wird an das Konkursamt D._____ zuhanden der 

Konkursmasse der B._____ AG herausgegeben.  

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7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 24. November 

2009 erfolgte Beschlagnahme der Aktien und des Aktienbuches der B._____ AG 

und die angeordneten Weisungen an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich 

werden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils aufgehoben. 

8. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 20. Juli 2011 

beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von Fr. 11'511.20 wird zur Deckung der  

Verfahrenskosten verwendet, und zwar derjenigen Verfahrenskosten, die nach der 

Verwendung zur Kostendeckung gemäss den nachstehenden Ziffern 9., 14. und 17 

verbleiben. Ein danach verbleibender Restbetrag wird an das Konkursamt D._____ 

zuhanden der Konkursmasse der B._____ AG herausgegeben.  

9. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 18. November 

2009 beschlagnahmte Bargeld in Höhe von Fr. 16'400.– wird im Umfang von 

Fr. 3'600.– E._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgege-

ben. Der Restbetrag von Fr. 12'800.– wird zur Deckung der Verfahrenskosten ver-

wendet. Ein allfälliger Rest wird zur Deckung der Ersatzforderung gemäss nachste-

hender Ziffer 22 verwendet. 

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 

2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Cartier, Pasha, (Ref. Nr. …), wird der Privat-

klägerin F._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen zur Weitergabe 

an G._____ herausgegeben. 

11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 

2009 beschlagnahmte Uhr der Marke IWC, Typ Portugieser Rattrapante (Gehäuse 

Nr. …), wird H._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausge-

geben. 

12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 

2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Rolex, Typ Oyster Perpetual, wird eingezo-

gen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 

2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Audemars Piquet, Typ Royal Oak, wird dem 

I._____ Uhren- und Schmuckgeschäft nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes  

Verlangen herausgegeben. 

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14. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 23. Juli 2010 

beschlagnahmten Uhren der Marke  

a) Bulgari Diagono Caliboro 303, Stahl, Réf. …, …, Kantonspolizei Zürich, As-
servaten-Nr. …, Wiederverkaufswert ca. Fr. 8'000.– bis Fr. 10'000.– (act. 17/2 
EIZ); 

b) IWC, grosse Fliegenuhr 18, ct. Roségold, ewiger Kalender, Nr. 13 von 
30 Spezialanfertigungen für Bucherer, Ref. …, Kantonspolizei Zürich, Asser-
vaten-Nr. …, Schätzwert Fr. 48'000.– (act. 17/2 EIZ) sowie 

c) Montega Geneva, Stahl, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Nr. …, Schätz-
wert ca. Fr. 1'000.– (act. 17/2 EIZ) 

werden verwertet und der Verwertungserlös wird zur Deckung der Verfahrens-

kosten verwendet. Ein allfälliger Rest des Verwertungserlöses wird zur Deckung 

der Ersatzforderung gemäss nachstehender Ziffer 22 verwendet. 

15. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. Juli 2011 

beschlagnahmte Personalcomputer Sony, Vaio VGC-LA3, … inkl. Netzteil sowie 

das mit derselben Verfügung beschlagnahmte Notebook Asus, Lamborghini VX3, 

… inkl. Netzteil werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes 

Verlangen herausgegeben.  

Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom  

25. Juli 2011 beschlagnahmte Personalcomputer Acer, Aspire M1640, … wird 

J._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. 

16. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 

2010 beschlagnahmten 5 Mobiltelefone  

a) Nokia 8800 e-1, IMEI .. ohne SIM-Karte; 

b) Motorola Aura, IMEI … mit SIM-Karte;  

c) … Nokia 6700, Classic, IMEI …, ohne SIM-Karte; 

d) SonyEricsson 5500i, IMEI …, ohne SIM-Karte sowie 

e) Samsung SGH-X820, IMEI …, ohne SIM-Karte 

werden dem Beschuldigten ohne die SIM-Karten nach Eintritt der Rechtskraft auf 

erstes Verlangen herausgegeben. Die SIM-Karten werden bei den Akten belassen.  

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17. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 

2010 (HD act. 11/11/1) beschlagnahmte Pistole der Marke ''Zastava'', Kal. 6.35  

sowie die Munition (13 Patronen 9mm und 6 Patronen passend auf die Pistole 

''Zastava'') werden verwertet und der Verwertungserlös wird zur Deckung der  

Verfahrenskosten verwendet. Ein allfälliger Überschuss des Verwertungserlöses 

wird zur Deckung der Ersatzforderung gemäss nachstehender Ziffer 22 verwendet.  

18. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 

2010 beschlagnahmte Quittung von Euro 500.00 betr. K._____ i.S. Mandat von 

Bruder wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen 

herausgegeben. 

19. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 

2010 (HD act. 11/11/1) beschlagnahmte „Zertifikat“ wird als Beweismittel bei den 

Akten belassen. 

20. Der Schweizer Pass des Beschuldigten wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft zu 

den Effekten gegeben. 

21. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. Juli 2011 

beschlagnahmten 9 Ordner (act. 17, Ordner 1-9, Dol.Nr. …) der B._____ AG (in Li-

quidation) werden nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheides über die beschlag-

nahmten Vermögenswerte der B._____ AG dem Konkursamt D._____ herausge-

geben. 

22. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für den nicht mehr vorhan-

denen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 120'000.– zu bezahlen. Zur 

teilweisen Deckung dieser Ersatzforderung werden allfällige Restbeträge gemäss 

vorstehenden Ziffern 9, 14 und 17 verwendet.  

23. Der Privatkläger L._____ (ND 9) wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

24. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den Privatkläger/innen 

M._____ (ND 4), W._____ (ND 31), N._____ (ND 35), O._____ (ND 40), P._____ 

(ND 41), Q._____ (ND 43), R._____ (ND 52), S._____ (ND 53), T._____ AG (ND 

58), U._____ (ND 60) sowie V._____ GmbH (ND 64) aus dem eingeklagten Ereig-

nis dem Grundsatze nach bei voller Haftung schadenersatzpflichtig ist. Zur genau-

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en Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches werden diese auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

25. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AA._____ (ND 28; ND 38) 

Schadenersatz in der Höhe von Fr. 1'800.– zu bezahlen. 

26. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AB._____ (ND 47) Schadener-

satz in der Höhe von Fr. 1'640.– zu bezahlen. 

27. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AC._____ (ND 18) Schadener-

satz in der Höhe von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

28. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AD._____ (ND 21) Schadener-

satz in der Höhe von Fr. 2'700.– zu bezahlen. 

29. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AE._____ (ND 61) Schadener-

satz in der Höhe von Fr. 2'528.20.– zuzüglich 5% Zins seit 27. September 2011 zu 

bezahlen. Der Antrag auf Verwendung eingebrachter Vermögenswerte zugunsten 

des Privatkläger AE._____ wird abgewiesen.  

30. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin F._____ (ND 1) wird abgewiesen.  

31. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger/innen F._____ (ND 1), M._____ (ND 

4), N._____ (ND 35), AA._____ (ND 28 und ND 38), R._____ (ND 52) sowie 

U._____ (ND 60) werden abgewiesen. 

32. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 25'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 55'584.–   Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 8'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.    Kanzleikosten 

Fr. 43'620.–   Auslagen Untersuchung  

Fr. 76'409.65   amtliche Verteidigung (RA X._____) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

33. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjeni-

gen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Zur teilwei-

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sen Deckung werden die zu diesem Zweck gemäss den vorstehenden Ziffern  

bezeichneten Beträge verwendet. Soweit die Kosten der amtlichen Verteidigung 

ungedeckt bleiben, werden sie auf die Staatskasse genommen. Vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

34. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AE._____ (ND 61) eine Pro-

zessentschädigung von Fr. 1'406.– für anwaltliche Vertretung zu bezahlen. 

35. (Mitteilungen) 

36. (Rechtsmittelbelehrung)" 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

 (sinngemäss, vgl. Urk. 204, 244 und 245) 

1. Der Beschuldigte A._____ anerkennt (mit Ausnahme des Vorwurfes 

des Verkaufs von 1 kg Cannabis - Anklageziffer III.4.1) den Sachver-

halt wie ihn die Vorinstanz als erstellt beurteilt (Tabelle Auf S. 152 f. 

des Urteils), allerdings mit der Einschränkung, dass die Gesamtmenge 

des gehandelten Kokains 8.3 kg nicht übersteigt. 

2. Es wird ein Strafmass von höchstens 7 Jahren beantragt. 

3. Keine Verpflichtung zum Ersatz für widerrechtlich erlangte Vermögens-

vorteile (Dispositiv Ziffer 22 des vorinstanzlichen Urteils). 

 
b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 210) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

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Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit Urteil vom 11. Januar 2012 wurde der Beschuldigte von der Vorinstanz 

des mehrfachen Verbrechens gegen das aBetmG im Sinne dessen Art. 19 Ziff. 2, 

des Vergehens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 aBetmG, des gewerbsmässigen Be-

trugs, der Hehlerei und der mehrfachen Veruntreuung schuldig gesprochen und 

mit einer Freiheitsstrafe von 10 ½ Jahren bestraft, wovon 793 Tage durch Haft 

und vorzeitigen Strafvollzug erstanden waren. Für die weiteren Punkte sei auf das 

vorstehend wiedergegebene Urteilsdispositiv verwiesen (vgl. Urk. 203 S. 248 ff.). 

1.2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidi-

ger am 12. Januar 2012 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 179) und nach  

Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 200/2) – ebenfalls fristgerecht – am 

13. Juni 2012 dem Obergericht die Berufungserklärung einreichen (Urk. 204). 

Gleichzeitig stellte der Verteidiger die Beweisanträge, es seien die Akten des 

Strafverfahrens gegen AF._____ beizuziehen und es sei ein Glaubwürdigkeits-

gutachten über das Aussageverhalten von AG._____ in Auftrag zu geben 

(Urk. 204 S. 3/4). 

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 11. Juli 2012 wurde die Berufungserklärung in 

Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwaltschaft übermittelt, 

um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Be-

rufung zu beantragen sowie zu den Beweisanträgen des Beschuldigten Stellung 

zu nehmen (Urk. 208). Am 18. Juli 2012 teilte die Staatsanwaltschaft mit, auf die 

Erhebung einer Anschlussberufung zu verzichten und die Bestätigung des vor-

instanzlichen Urteils zu verlangen. Ferner spreche nichts gegen den beantragten 

Beizug der Akten i.S. AF._____; dagegen sei nicht ersichtlich, weshalb ein 

Glaubwürdigkeitsgutachten eingeholt werden sollte, da die Aussagenwürdigung 

eine der Kernaufgaben der Gerichte sei (Urk. 210). Mit Präsidialverfügung vom 

20. Juli 2012 wurden sodann die Berufungserklärung des Beschuldigten sowie die 

Eingabe des Staatsanwaltschaft vom 18. Juli 2012 den Privatklägern zugestellt, 

damit auch diese Anschlussberufung erheben oder ein Nichteintreten auf die Be-

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rufung beantragen konnten (Urk. 213). Zwei Privatkläger teilten daraufhin mit, auf 

die Erhebung einer Anschlussberufung zu verzichten (Urk. 217; Urk. 223). Die üb-

rigen Privatkläger liessen sich nicht verlauten.  

1.4. Am 24. August 2012 verfügte die Verfahrensleitung in Gutheissung des ent-

sprechenden Antrags der Verteidigung den Beizug der Akten i.S. AF._____ und 

wies den Antrag auf Erstellung eines Gutachtens betreffend die Aussagen von 

AG._____ ab (Urk. 232). 

1.5. In der Zwischenzeit waren am 19. März 2012 von der vorinstanzlichen 4. Ab-

teilung die Urteile i.S. AF._____ und AH._____ – beides hinsichtlich einzelner  

Anklagepunkte Mitbeschuldigte des vorliegend Beschuldigten – gesprochen wor-

den. Auch gegen diese Urteile wurde von den jeweils Beschuldigten Berufung  

erhoben (vgl. SB120280 und SB120391).  

1.6. In der Folge wurde entschieden, die Berufungsverhandlungen gegen alle 

drei Beschuldigten gemeinsam abzuhalten und ergingen die entsprechenden  

Vorladungen auf den 3. April 2013 (Urk. 238). 

1.7. Mit Eingabe vom 20. März 2013, präzisiert mit Eingabe vom 21. März 2013, 

liess der Beschuldigte seinen amtlichen Verteidiger mitteilen, mit Ausnahme des 

Schuldpunktes betreffend Vergehen gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 und 5 aBetmG 

(Verkauf von 2 resp. 1 Kilogramm Marihuana) den von der Vorinstanz als erstellt 

erachteten Anklagesachverhalt einzugestehen und die damit verbundene rechtli-

che Würdigung zu anerkennen. Allerdings werde die vorinstanzliche Berech-

nungsweise der massgeblichen Kokainmenge nicht anerkannt, sondern der Be-

schuldigte erkläre sich nur im Umfang von 8,3 Kilogramm Kokain für schuldig. Im 

weiteren liess der Beschuldigte die Berufung zurückziehen, soweit sie sich gegen 

die Dispositivziffern 5, 12, 24-29 sowie 34 des vorinstanzlichen Urteils richtete. 

Ebenso wurden die noch offenen Beweisanträge zurückgezogen (Urk. 244; 

Urk. 245). 

1.8. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher neben dem Be-

schuldigten und seinem Verteidiger auch die je in ihren Verfahren beschuldigten 

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AF._____ sowie AH._____ zusammen mit ihren Verteidigern sowie der Staatsan-

walt lic. iur. Ch. Meier erschienen sind, waren weder Vorfragen zu entscheiden 

noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 9, 12 und 13). Nachdem alle Parteien sich 

mit der schriftlichen Eröffnung des Urteilsdispositivs einverstanden erklärten 

(Prot. II S. 15), erging das vorliegende Urteil mit heutigem Datum (Prot. II  

S. 16 ff.). 

2. Umfang der Berufung 

Nachdem der Beschuldigte seine schon ursprünglich beschränkte Berufung 

(Urk. 204) mit Eingabe vom 20. März 2013 weiter eingeschränkt hat (Urk. 244), 

verbleiben die folgenden Punkte des vorinstanzlichen Urteils Gegenstand des  

Berufungsverfahrens: 

- Dispositivziffer 1 (Schuldpunkt), betreffend Schuldspruch im Sinne von 

Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 a BetmG 

- Dispositivziffer 3 (Sanktion) 

- Dispositivziffer 22 (Ersatzforderung) 

Im restlichen Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen 

(Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO), was vorab  

vorzumerken ist.  

3. Sachverhalt/rechtliche Würdigung 

3.1. Der Beschuldigte hat im Berufungsverfahren den ihm vorgeworfenen  

Sachverhalt, soweit er von der Vorinstanz als erstellt erachtet worden ist, ganz 

weitgehend anerkannt und in diesem Sinne seine Berufung hinsichtlich der damit 

verbundenen rechtlichen Würdigung denn auch zurückziehen lassen. 

3.2. Davon ausgenommen ist jedoch zunächst der Schuldspruch gemäss Dis-

positivziffer 1, 2. Lemma des vorinstanzlichen Urteils wegen Vergehens im Sinne 

von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 BetmG (Urk. 244 S. 2). 

3.2.1. Hintergrund dieses Schuldspruchs ist der Anklagevorwurf gemäss Anklage-

ziffer A.III.4.1, wonach der Beschuldigte am 28. April 2009 durch AF._____  

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einem Unbekannten namens "AI._____" zwei Kilogramm Marihuana habe verkau-

fen lassen (Anklageschrift S. 10). Die Vorinstanz hat diesen Sachverhalt im Um-

fang von einem Kilogramm als erstellt erachtet (Urk. 203 S. 147-150) und unter 

Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 subsummiert (Urk. 203 S. 161). 

3.2.2. Der Beschuldigte lässt dazu geltend machen, die Vorinstanz habe es als 

erstellt erachtet, dass der Beschuldigte AF._____ 1 kg Marihuana an AI._____ 

verkauft und der Beschuldigte den Auftrag zu diesem Verkauf erteilt habe. Dem-

gegenüber habe die 4. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich den Beschuldigten 

AF._____ vom Vorwurf des Verkaufs dieses Marihuana freigesprochen. Dieser 

Widerspruch habe zur Folge, dass auch der Beschuldigte freizusprechen sei (Urk. 

250 S. 3). 

3.2.3. Effektiv ist es so, dass AF._____ im gegen ihn geführten Verfahren von 

diesem Vorwurf freigesprochen worden und der entsprechende Teil des Urteils 

vom 19. März 2012 mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen ist (SB120380 

Urk. 32 S. 37 und Urk. 10 S. 2). Auch wenn jener Freispruch die erkennende 

Kammer im vorliegenden Verfahren nicht bindet (und sich der Beschuldigte  

– gegebenenfalls – insbesondere nicht auf einen Anspruch auf Gleichbehandlung 

im Unrecht berufen könnte), erschiene gleichwohl kaum verständlich, wenn nun 

der Beschuldigte verurteilt würde – nachdem der Vorwurf gerade lautet, der  

Beschuldigte habe das Marihuana durch AF._____ verkaufen lassen. 

3.2.4. Selbst wenn aber davon ausgegangen würde, dass AF._____ im Sinne der 

grundsätzlich nachvollziehbaren Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 203 

S. 148/149) Marihuana an "AI._____" verkauft haben sollte, erschiene nicht 

rechtsgenügend erstellt, dass er dies anklagegemäss für den Beschuldigten getan  

hätte. Alleine dass dieser mit AF._____ über den Verkauf gesprochen und nach-

gefragt hat, ob er "es" erledigt habe (Urk. 203 S. 149), vermag dies nicht mit der 

erforderlichen Sicherheit zu beweisen, auch wenn AF._____ sonst mit dem Be-

schuldigten im Drogengeschäft zusammengearbeitet hat. Wenn die Vorinstanz in 

diesem Zusammenhang auf ihre Erwägungen unter Ziff. A.a) ab) 1.2.5.2  

verweist (Urk. 203 S. 149 und 145, Kokainlieferung durch AF._____ an AJ._____ 

gemäss Anklageziffer A.III.2), so lassen sich jene Überlegungen nicht leichthin auf 

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den Sachverhalt gemäss Anklageziffer A.III.4.1 übertragen. In Bezug auf den 

Vorwurf, der Beschuldigte habe am 15. Mai 2009 AJ._____ durch AF._____ mit 

575 Gramm Kokain beliefern lassen, lagen denn auch diverse weitere Umstände 

vor, welche das fragliche "Auftragsverhältnis" als klar erwiesen erscheinen liessen 

(Urk. 203 S. 145/146). Hinsichtlich des allfälligen Marihuana-Verkaufs an 

"AI._____" liegen dagegen solche weiteren Umstände nicht vor. 

3.2.5. Der Verkauf an "AI._____" war der einzige Sachverhalt, der die Vorinstanz 

zum Schuldspruch im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 aBetmG führte 

(Urk. 203 S. 161-163). Nachdem dieser Sachverhalt – wie gesehen – nicht erstellt 

werden kann, hat diesbezüglich demzufolge ein Freispruch zu ergehen. 

3.3. Im Weiteren beanstandet der Beschuldigte zwar nicht die – überaus  

minutiös und sorgfältig erarbeiteten – tatsächlichen Schlüsse der Vorinstanz, was 

den schliesslich unter Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2-6 in Verbindung mit Ziff. 1 lit. a und 

c aBetmG subsummierten Sachverhalt betrifft. Entsprechend kann daher  

zunächst einmal auf die vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 203 S. 29 ff.) und  

sodann insbesondere auf die Zusammenstellung in Urk. 203 S. 152/153 verwie-

sen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte kritisiert aber, dass die  

Vorinstanz daraus schliesst, er habe damit mit einer Gesamtmenge von wenigs-

tens 16.049 Kilogramm Kokaingemisch gehandelt (Urk. 203 S. 153). Der Verteidi-

ger macht dazu geltend, die Vorinstanz habe übersehen, dass ein Handel  

zwingend zwei Schritte umfasse: den Einkauf und den Verkauf. Ohne Einkauf  

gebe es keinen Verkauf. Nun habe die Vorinstanz auf den Seiten 152 und 153 die 

ihrer Meinung nach stattgefundenen einzelnen Deals aufgelistet, wobei aber nicht 

gesagt werde, ob es sich jeweils um einen Einkauf oder einen Verkauf handle. 

Dies liesse sich aber eruieren. Die Einkäufe seien aufgelistet in den Anklage-

punkten A.I.1, A.II.1 und II.7.1.-7.7, A.II.2.2, A.II.8 und A.II.9. Addiere man diese, 

ergebe sich eine Summe von 8.3 kg. Auf der anderen Seite habe der Beschuldig-

te, folge man dieser Tabelle auf S. 152 f. des vorinstanzlichen Urteils, ca. 8 kg 

Kokain verkauft. Aus diesen Zahlen abzuleiten, der Beschuldigte habe einen 

Handel mit 16 kg betrieben, sei unstimmig (Urk. 250 S. 2 f.). 

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3.4. Diese Kritik erfolgt zu Recht. Effektiv ist es so, dass die Vorinstanz einfach 

die jeweils erwiesenen Einzelmengen aller erstellter Tathandlungen addiert hat, 

ohne sich zu fragen, ob so möglicherweise ein und dasselbe Kokain mehrfach 

gezählt worden ist. An einem Beispiel vereinfacht dargestellt: Wird einem Be-

schuldigten vorgeworfen, am Tage X von einem Zwischenhändler ein Kilogramm 

Kokain gekauft und dieses in der Folge portionenweise vollständig weiterverkauft 

zu haben, so ist dieser Beschuldigte lediglich wegen Handels mit einem Kilo-

gramm Kokain zu verurteilen und nicht etwa wegen deren zwei. Vorliegend steht 

zwar nicht fest, inwieweit vom Beschuldigten gekauftes Kokain genau demjenigen 

entspricht, welches er in der Folge weitergegeben hat. Zugunsten des Beschul-

digten muss aber – im Sinne der Vorbringen der Verteidigung – davon ausge-

gangen werden, dass nach einem Kauf vom Beschuldigten weitergegebenes  

Kokain dem vorgängig gekauften entsprochen hat und deshalb zur Ermittlung der 

massgeblichen Gesamtmenge nicht addiert werden darf. 

3.4.1. Im Sinne der vorinstanzlichen Erwägungen und der Zugabe des Beschul-

digten im Berufungsverfahrens steht zunächst fest, dass er folgende Kokainkäufe 

getätigt hat (Auszug aus der Zusammenstellung in Urk. 203 S. 152): 

Anklageziffer Menge Kokain  

A.II.1. und II.7.1.-7.8. 5 Kilogramm 

A.II.2.2. 1 Kilogramm 

A.II.8. 1 Kilogramm 

A.II.9. 1 Kilogramm 

Hinzu kommen vor diesen Einkäufen liegende – und damit von diesen sicher nicht 

"konsumierte" –, vom Beschuldigten anerkannte Verkäufe von 300 Gramm Kokain 

an AK._____ gemäss Anklageziffer A.I.1 (vgl. Urk. 203 S. 41; Urk. 140 S. 13; Urk. 

143 S. 4). Bis dahin summieren sich damit 8,3 Kilogramm Kokain, was auch der 

von Seiten des Beschuldigten akzeptierten Menge entspricht (Urk. 250 S. 2 f.). 

3.4.2. Weiter hat die Vorinstanz die folgenden Vorgänge als erstellt erachtet,  

wobei es sich bei den 196 Gramm gemäss Anklageziffer A.I.2 um einen weiteren 

- 14 - 

Einkauf handelt und es im Übrigen um Weitergaben geht (Auszug aus der  

Zusammenstellung in Urk. 203 S. 152): 

Anklageziffer Menge Kokain  

A.I.2. 196 Gramm 

A.II.2.3. 

200 Gramm 

50 Gramm 

A.II.2.4. 600 Gramm 

A.II.2.5. 300 Gramm 

A.II.2.6.  300 Gramm 

A.II.2.8. 100 Gramm 

A.II.2.9. 500 Gramm 

A.II.3.1.-3.4. 2 Kilogramm 

A.II.5. 108 Gramm 

A.II.6.3. 200 Gramm 

A.II.6.4. 20 Gramm 

A.II.10. 2 Kilogramm 

A.II.11.1.-2. 2 x 200 Gramm 

A.III.1.-3. 

575 Gramm 

200 Gramm 

Diese Mengen ergeben addiert 7'749 Gramm – also weniger als die in Erw. 3.4.1 

vorstehend ermittelten 8,3 Kilogramm. Es verbietet sich daher, diese Mengen zu 

addieren. Zugunsten des Beschuldigten ist vielmehr davon auszugehen, dass Teil 

der von ihm gemäss Anklageziffer A.I.1 verkauften 300 g Kokain auch die von ihm 

gemäss Anklageziffer A.I.2 gekauften 196 g gewesen sind, und dass die von ihm 

gemäss Anklageziffer A.II.2.3 ff. in der vorstehenden Tabelle weitergegebenen 

7,553 kg Kokain (7'749 g - 196 g) derjenigen Menge entstammt, die er gemäss 

der in Erw. 3.4.1 enthaltenen Tabelle vorgängig gekauft hat. 

3.5. Im Sinne der zutreffenden Kritik der Verteidigung kann damit dem Beschul-

digten "lediglich" der Handel mit 8,3 kg Kokaingemisch vorgeworfen werden.  

- 15 - 

In dieser Hinsicht sind deshalb die vorinstanzlichen Schlüsse zu korrigieren 

(Urk. 203 S. 153). 

4. Strafzumessung 

4.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen) und die Anforderungen an ihre  

Begründung (BGE 134 IV 17 E. 2.1) wiederholt dargelegt. Entsprechendes gilt für 

die Bildung der Einsatzstrafe und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in 

Anwendung des Asperationsprinzips (BGE 127 IV 101 E. 2b S. 104 mit Hinweis; 

Urteil 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 

137 IV 57). Darauf und auf die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen 

kann verwiesen werden (Urk. 203 S. 196-200; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

4.2. Auszugehen ist vom Strafrahmen des schwersten Delikts, der qualifizierten 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 

Abs. 9 und Ziff. 2 lit. a und c aBetmG, nämlich von einer Freiheitsstrafe von einem 

bis zu 20 Jahren und gegebenenfalls damit zu verbindender Geldstrafe. Auch 

wenn der gehandelten Drogenmenge vor allem dann nicht mehr vorrangige Be-

deutung zukommt, wenn der Grenzwert im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. a aBetmG  

– wie vorliegend – deutlich überschritten ist (18 g reines Kokain, BGE 109 IV 143; 

BGE 121 IV 193), so fällt gegenüber der von der Vorinstanz angenommenen 

Ausgangslage gleichwohl deutlich ins Gewicht, dass dem Beschuldigten richtig-

erweise "nur" eine gehandelte Kokainmenge von 8,3 kg Gemisch bzw. 3,75 kg 

reinem Kokain (Reinheitsgrad ca. 45 %, Urk. 203 S. 201) vorgeworfen werden 

kann, während die Vorinstanz von mindestens 16 kg ausgegangen ist. In diesem 

Zusammenhang bleibt anzumerken, dass der von der Vorinstanz angenommene 

Reinheitsgrad von 45 % angesichts des erstellten Sachverhalts – insbesondere 

da der Beschuldigte das Kokain aus Übersee einführen liess und es somit als 

Zweiter übernommen hat (vgl. Urk. 203 S. 159) – zwar eher wohlwollend  

erscheint. Aufgrund der Sicherstellungen, insbesondere derjenigen Kokainportion, 

welche einen Reinheitsgrad von 36 % aufwies, kann aber dennoch – zugunsten 

des Beschuldigten – vom vorinstanzlich ermittelten Reinheitsgrad von 45 % aus-

gegangen werden. In objektiver Hinsicht wiegt das Verschulden des Beschuldig-

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- 16 - 

ten damit im technischen Sinn nicht mehr "recht schwer" (so die Vorinstanz in 

Urk. 203 S. 203). Von einem durchaus erheblichen Verschulden ist aber gleich-

wohl auszugehen. Der Beschuldigte handelte über fünf Jahre hinweg gewerbs-

mässig mit mindestens 3,75 kg reinen Kokainwirkstoffes, was die vorerwähnte 

Grenze zum schweren Fall gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a aBetmG um mehr als das 

Zweihundertfache übersteigt. Dabei war der Beschuldigte sicher auf einer der 

obersten Stufen der Drogenhandelshierarchie einzustufen; es kann dafür und im 

Weiteren auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 203 S. 201/202; Art. 82 Abs. 4 StPO). In subjektiver Hinsicht muss fest-

gestellt werden, dass der Beschuldigte als selbst nicht Süchtiger einzig aus finan-

ziellen Gründen und mithin ausschliesslich egoistisch gehandelt hat, um sich den 

von ihm gewünschten hohen Lebensstandard leisten zu können. Mit der  

Vorinstanz (Urk. 203 S. 203; Art. 82 Abs. 4 StPO) ist angesichts der ganzen  

Umstände durchaus von einem unbelehrbaren, uneinsichtigen Kriminellen der  

"eher hartgesottenen Art" auszugehen. Es kommt hinzu, dass der Beschuldigte 

während der Dauer seines intensiven Drogenhandels zweimal in strafrechtliche 

Verfahren wegen Verkehrsdelikten involviert war und jeweils mit bedingt aufge-

schobenen Geldstrafen bestraft worden ist (Urk. 207), was ihn ebenfalls offen-

sichtlich überhaupt nicht beeindruckt hat. Die subjektive Seite vermag damit das 

objektive Tatverschulden sicher nicht zu mindern. Für die gesamthafte Tatschwe-

re des qualifizierten Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz erscheint 

damit eine Einsatzstrafe von 6 ½ Jahren Freiheitsstrafe als angemessen. 

4.3. Wegen der übrigen Delikte ist diese Einsatzstrafe in Anwendung des  

Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Auf einem gewerbsmässigen  

Betrug steht gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jah-

ren oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen sowie auf einer Veruntreuung 

gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB und einer Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 StGB je 

eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Hiezu kann vollumfänglich 

auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 203 

S. 204-207; Art. 82 Abs. 4 StPO). So ist richtig, dass der Beschuldigte durch sein 

systematisches Vorgehen, über ein Jahr hinweg eine Grosszahl von unfall-

reparierten Fahrzeugen als unfallfrei zu verkaufen, eine erhebliche kriminelle 

- 17 - 

Energie offenbarte. Auch wenn die dadurch entstandene Überteuerung der  

einzelnen Fahrzeuge nicht als sehr hoch zu bezeichnen ist (vgl. Anklageschrift 

S. 12 ff. und Erw. 5.3.2. nachstehend), so summierte sich der ganze deliktische 

Erlös dann schliesslich doch auf stattliche ca. Fr. 150'000.– (vgl. dazu hinten Erw. 

5.3.2.3.). Auch hier ist als einziges Motiv der blanke Egoismus zu sehen, den  

eigenen luxuriösen Lebensstil finanzieren zu wollen. Der gewerbsmässige Betrug 

führt daher zu einer merklichen Erhöhung der vorgenannten Einsatzstrafe. Bei der 

mehrfachen Veruntreuung blieb es dann zwar bei den angeklagten zwei Tathand-

lungen im Zusammenhang mit der Veräusserung des Leasingfahrzeugs von 

AK._____; erneut ist aber ein im Verhältnis beachtlicher Deliktbetrag von 

Fr. 92'700.– entstanden. Auch hier waren die Taten ausschliesslich egoistisch 

motiviert und rechtfertigen – wiederum mit der Vorinstanz (Urk. 203 S. 206/207; 

Art. 82 Abs. 4 StPO) – eine wenn auch leichte, so doch spürbare weitere Straf-

erhöhung. Nur gering straferhöhend ist sodann aber die Hehlerei bezüglich der 

beiden Luxusuhren zu veranschlagen. Wie der Beschuldigte auch immer in deren 

Besitz gekommen sein mag – zu seinen Gunsten ist von der reichlich dubiosen 

Geschichte mit dem Geschäftsmann und der Reservierung eines Mercedes  

auszugehen (vgl. dazu Urk. 203 S. 184/185) –, offenbart die Entgegennahme der 

beiden wertvollen Uhren (Gesamtwert Fr. 18'000.–) eine bedenklich rechtsuntreue 

Haltung und dokumentiert die Einstellung des Beschuldigten, sich ohne Skrupel 

auf Kosten anderer zu bereichern (vgl. auch Urk. 203 S. 207). 

Wenn die Vorinstanz die von ihr für die Betäubungsmitteldelikte festgesetzte  

Einsatzstrafe aufgrund des gewerbsmässigen Betrugs, der mehrfachen Verun-

treuung und der Hehlerei in Anwendung des Aperationsprinzips um 2 ½ Jahre er-

höhte, erscheint dies – auch wenn die Vorinstanz beim gewerbsmässigen Betrug 

noch von einem deutlich höheren Deliktsbetrag ausgegangen ist (vgl. dazu hinten 

Erw. 4.3.) – angemessen (Urk. 203 S. 207). 

4.4. Aus der Biographie des Beschuldigten ergeben sich keine strafzumessungs-

relevanten Elemente. Entsprechendes ergibt sich auch nicht aus der Befragung 

des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 249 S. 1 ff.). Somit 

kann hierfür auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (Urk. 203 S. 

- 18 - 

208/209; Art. 82 Abs. 4 StPO). In einer Gesamtschau nur marginal straferhöhend 

sind die Vorstrafen zu würdigen: Immerhin zeugt aber schon von einer beachtlich 

rechtsfeindlichen Haltung, wenn der Beschuldigte in den Jahren 2004 bis 2009 

seiner intensiven, verschieden gelagerten gewerbsmässigen deliktischen Tätigkeit 

nachging, obwohl er am 21. August 2003 wegen grober Verletzung der Verkehrs-

regeln mit einer Busse von Fr. 1'100.– bestraft worden war, wegen eines Vorfalls 

am 16. Juli 2007 erneut ein Verfahren wegen grober Verletzung der  

Verkehrsregeln durchgeführt wurde und in einem Strafbefehl des Bezirksamtes 

Lenzburg vom 21. November 2007 endete (20 Tagessätze Geldstrafe zu Fr. 80.–, 

bedingt aufgeschoben auf 3 Jahre, Busse Fr. 600.–), sowie schliesslich wegen  

eines Vorfalls am 4. Juni 2004 ein langdauerndes weiteres Strafverfahren durch-

geführt wurde, in welchem letztinstanzlich mit Urteil des Obergerichts des Kan-

tons Zürich, I. Strafkammer, vom 26. November 2010 wegen mehrfacher grober 

Verletzung der Verkehrsregeln eine Geldstrafe von 260 Tagessätzen zu Fr. 110.– 

(bedingt vollziehbar, 4 Jahre Probezeit) und eine Busse von Fr. 2'200.– aus-

gesprochen werden musste (Urk. 207). 

4.5. Schliesslich ist das Nachtatverhalten eines Täters in die Strafzumessung 

einfliessen zu lassen. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Straf-

verfahren (wie zum Beispiel Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit). Ein Ge-

ständnis, kooperatives Verhalten bei der Aufklärung von Straftaten sowie Einsicht 

und Reue wirken in der Regel strafmindernd. Das Bundesgericht hielt dafür, ein 

positives Nachtatverhalten könne zu einer Strafreduktion im Bereich von einem 

Fünftel bis zu einem Drittel führen (vgl. BGE 118 IV 349 und 121 IV 202; BSK 

StGB I-Wiprächtiger, Art. 47 N. 129 ff.). 

Der Beschuldigte verweigerte über die ganze Untersuchung hinweg die Aussagen 

und sagte insbesondere zur Sache nichts aus (vgl. Ordner III und IV). Erst mit  

einer Eingabe vom 5. September 2011, welche er seinen Verteidiger vorgängig 

zur Hauptverhandlung vom 27. September 2011 der Vorinstanz einreichen liess, 

anerkannte er pauschal, "3,5 bis höchstens 5 kg Kokain von schlechter bis durch-

schnittlicher Qualität verkauft zu haben", und gestand die Anklagepunkte gemäss 

Buchstabe B (Autoverkäufe) in sachverhaltlicher Hinsicht ein (Urk. 120). Die Vor-

- 19 - 

instanz befand zutreffenderweise, dass das rudimentäre, halbherzige und letztlich 

wenig aussagekräftige Teilgeständnis zu keiner merklichen Vereinfachung oder 

Verkürzung des Verfahrens geführt habe und demnach nur leicht strafmindernd 

zu berücksichtigen sei (Urk. 203 S. 211). 

Im Berufungsverfahren anerkannte der Beschuldigte dagegen nun den gemäss 

vorinstanzlichem Urteil erstellten Anklagesachverhalt ganz grossmehrheitlich und 

erklärte sich entsprechend schuldig; in diesem Sinne liess er – wie gesehen – 

auch bereits vor der Berufungsverhandlung die Berufung unter anderem im 

Schuldpunkt nahezu vollständig zurückziehen. Im weiteren bekundete der  

Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung Einsicht und Reue. So führte 

er im Rahmen des Schlussworts zusammengefasst aus, dass er viel Mist gebaut 

und ziemlich lange gebraucht habe, um das zu merken. Er sei sehr stolz gewe-

sen, eine eigene Firma zu haben. Es sei eigentlich von Anfang an gut gelaufen. 

Und dann habe er noch mehr Erfolg haben wollen, weshalb er auf die Idee mit 

den unfallreparierten Autos gekommen sei. Dies sei nicht richtig gewesen und  

er entschuldige sich aufrichtig bei allen Betroffenen dafür. Noch viel schlimmer  

sei aber der Drogenhandel, den er betrieben habe. Er könne heute nur sagen,  

dass ihm dies alles sehr Leid tue (Urk. 251). Diese Einsicht kommt  

indessen – wie der Beschuldigte selber ausführte – reichlich spät – nachdem die 

Staatsanwaltschaft ein aufwändiges Vorverfahren durchzuführen hatte und die 

Vorinstanz in minutiöser Kleinarbeit ein umfangreiches Urteil von über 250 Seiten 

fällen und begründen musste. Allzu sehr kann dem Beschuldigten deshalb diese 

späte "Kehrtwende" nicht zugute gehalten werden. Es ist indessen nicht zu  

verkennen, dass der Beschuldigte mit seiner Anerkennung des Sachverhaltes, so 

wie ihn die Vorinstanz erstellt hat, wenigstens das Berufungsverfahren deutlich 

vereinfacht hat: So konnte insbesondere ein detailgenaues eigenes Nachvollzie-

hen der grossen Anzahl – von der Vorinstanz grundsätzlich überzeugend erstell-

ten – Einzelvorwürfe im Betäubungsmittelbereich unterbleiben. Es bleibt sodann 

zu hoffen, dass die Einsichts- und Reuebekundungen des Beschuldigten (Prot. I 

S. 38; Urk. 251) mehr als blosse Lippenbekenntnisse bleiben und sich der  

Beschuldigte nach Verbüssung der vorliegend auszufällenden Freiheitsstrafe  

definitiv gesetzestreu verhalten wird.  

- 20 - 

Wenn das Bundesgericht bei einem positiven Nachtatverhalten eine Strafreduk-

tion im Bereich von einem Drittel bis zu einem Fünftel sieht (s. vorstehend), so 

kann das in diesem Ausmass für ein erst im Berufungsverfahren abgelegtes  

Geständnis selbstredend nicht gelten. Zusammen mit dem bereits von der  

Vorinstanz – allerdings sehr grosszügig – mit einem ½ Jahr bewerteten bis dorthin 

erfolgten "rudimentären Teilgeständnis" (Urk. 203 S. 211) erscheint aber eine  

Reduktion um immerhin rund 10 % als gerechtfertigt. 

4.6. Vor dem Hintergrund dieser Erwägungen erweist sich damit eine Bestrafung 

des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 9 Monaten als  

angemessen. Darauf anzurechnen sind die vom Beschuldigten bis heute durch 

Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstandenen 

1248 Tage (Art. 51 StGB). 

5. Einziehung/Ersatzforderung 

5.1. Die Vorinstanz hat den Erlös von Fr. 526'542.50 aus der Verwertung der bei 

der B._____ AG beschlagnahmten 34 Personenwagen im Sinne von Art. 70 Abs. 

1 StGB als Surrogat deliktisch erlangter Vermögenswerte eingezogen (Urk. 203 

S. 224-234). Die entsprechende Dispositivziffer 5 ist zufolge Rückzugs der dage-

gen gerichteten Berufung rechtskräftig geworden. 

5.2. Im Weiteren hat die Vorinstanz den Beschuldigten verpflichtet, dem Staat im 

Sinne von Art. 71 StGB als Ersatz für nicht mehr vorhandene, widerrechtlich  

erlangte Vermögenswerte den Betrag von Fr. 120'000.– zu bezahlen (Urk. 203 

S. 245/246; Dispositivziffer 22). 

5.3. Hinter diesen Anordnungen stehen die Erwägungen der Vorinstanz, wonach 

der Beschuldigten einen Deliktserlös von insgesamt Fr. 937'000.– erzielt habe 

(Urk. 203 S. 231/232). 

5.3.1. Nachdem im Gegensatz zur Vorinstanz indessen nicht mehr von einer vom 

Beschuldigten gesamthaft gehandelten Kokainmenge von 16 kg, sondern noch 

von 8,3 kg Kokaingemisch auszugehen ist (vgl. vorstehend Erw. 3.5.), reduziert 

sich auch der aus dem Drogenhandel resultierende Delikterlös. Die Vorinstanz ist 

- 21 - 

unter Verweis auf Lehre und Rechtsprechung zur Frage des Brutto- oder  

Nettoprinzips (Urk. 203 S. 231) von einem "vorsichtig geschätzten Einkaufspreis" 

von Fr. 40'000.– pro Kilogramm Kokaingemisch ausgegangen und hat diesen mit 

der ihrer Ansicht nach erstellten Drogenmenge multipliziert (Urk. 203 S. 232).  

Bei den nunmehr massgeblichen 8,3 kg ergäbe dies einen Delikterlös von 

Fr. 332'000.–. Dass für diese Berechnung von einem Einkaufspreis von 

Fr. 40'000.– pro Kilogramm Kokain ausgegangen wird, ist allerdings allzu zuvor-

kommend: Wer durch strafbare Handlungen Betäubungsmittel erwirbt, hat sich 

grundsätzlich deren vollständige Einziehung gefallen zu lassen, ohne dass er die 

Rückerstattung der Anschaffungskosten verlangen könnte (Urteil des Bundes-

gerichts 6B_697/2009 vom 30. März 2010 E. 2.3 m.Hw. auf BGE 123 IV 70 E. 3). 

Nur schon ausgehend von dem – soweit ersichtlich – niedrigsten im Zusammen-

hang mit den Kokaingeschäften des Beschuldigten im Raume stehenden  

Verkaufspreis von Fr. 55.– pro Gramm (Anklageziffer A.III.2., vgl. Urk. 203 S. 154) 

ergäbe sich damit ein Deliktserlös von Fr. 456'500.– (Fr. 55.– x 8'300 g). Der  

Verteidiger geht gar von einem Kilopreis von Fr. 60'000.– aus, auch wenn er sich 

als auf diesem Gebiet "nicht so bewandert" bezeichnet (Prot. I S. 37). Über die 

Vorinstanz hinaus ist damit – noch immer zugunsten des Beschuldigten sehr  

zurückhaltend – von einem geschätzten (vgl. Art. 70 Abs. 5 StGB) Delikterlös aus 

Kokainhandel von sicher Fr. 400'000.– auszugehen. 

5.3.2. Aus betrügerischem Autohandel ermittelte die Vorinstanz einen Erlös von 

Fr. 290'000.–, was 10 % des Verkaufspreises der betrügerisch abgesetzten Autos 

entspreche (Urk. 203 S. 232, mit Verweis auf den polizeilichen Schlussbericht, 

Urk. 2/1 S. 43). Wie die Vorinstanz stützt sich auch die Staatsanwaltschaft auf 

den polizeilichen Schlussbericht, geht aber nicht vom Gesamtverkaufspreis der 

betrügerisch verkauften Fahrzeuge aus, sondern von dem vom Beschuldigten mit 

diesen Verkäufen erzielten Gewinn (Total Ankaufspreis abzüglich Total Verkaufs-

preis; Urk. 2/1 S. 43: Fr. 431'450.–). Die Staatsanwaltschaft gibt sodann zu  

bedenken, dass der Beschuldigte mit den Autoverkäufen auch dann einen  

Gewinn erzielt hätte, wenn er gegenüber seinen Kunden ehrlich gewesen wäre, 

und schätzt darum den betrügerisch erlangten Gewinn auf die Hälfte des  

gesamthaften Gewinns und mithin auf Fr. 215'725.– (Urk. 142 S. 12).  

- 22 - 

5.3.2.1. Beide Berechnungs- bzw. Schätzungsvarianten (vgl. Art. 70 Abs. 5 StGB) 

sind gangbar. Allerdings liegt diejenige der Staatsanwaltschaft näher an der Reali-

tät und den konkreten Verkäufen. Insbesondere führt die insofern allzu schemati-

sche vorinstanzliche Annahme, es entsprächen 10 % des Verkaufspreises dem 

verschwiegenen unfallreparaturbedingten Minderwert, dazu, dass in Einzelfällen 

dieser Minderwert grösser ist als der effektiv erzielte Gewinn – was der grundsätz-

lich zutreffenden Überlegung der Staatsanwaltschaft widerspricht, es hätte der 

Beschuldigte auch einen Gewinn erzielt, wenn er die Unfallreparaturen nicht ver-

schwiegen hätte (vgl. z.B. ND 36, ND 37, ND 39 sowie div. Fahrzeuge in ND 73). 

Vom Ansatz her ist daher der Berechnungsweise der Staatsanwaltschaft der  

Vorzug zu geben. Zu berücksichtigen ist allerdings auch, dass in jenen Fällen, in 

welchen Privatkläger eine bezifferte Schadenersatzforderung gestellt haben, der 

geltend gemachte Minderwert eher weniger als die Hälfte des vom Beschuldigten 

erzielten Gewinns beträgt (vgl. dazu Urk. 203 S. 220-222). 

5.3.2.2. Die Vorinstanz hat sodann bei den Autoverkäufen gemäss ND 8, 13, 20, 

23, 24, 44 und 70 das Vorliegen einer arglistigen Täuschung verneint und den 

Beschuldigten diesbezüglich nicht schuldig gesprochen (Urk. 203 S. 182). Dieser 

"Freispruch" hat indessen keinen Niederschlag im Dispositiv gefunden. Gleich-

wohl müssen diese Verkäufe bei der Berechnung des Deliktbetrags selbst-

verständlich unberücksichtigt bleiben – was zu tun die Vorinstanz unterlassen hat. 

Bei den erwähnten Verkäufen hat der Beschuldigte insgesamt einen Gewinn von 

Fr. 26'350.– erzielt (ND 8: Fr. 4'000.–; ND 13: Fr. 5'000.–; ND 20: Fr. 4'900.–; 

ND 23: Fr. 4'900.–; ND 24: Fr. 1'250.–; ND 44: Fr. 3'300.–; ND 70: Fr. 3'000.–).  

Es verbleibt damit – auf Grundlage des polizeilichen Schlussberichts (Urk. 2/1 

S. 43) – ein Gewinn von gut Fr. 400'000.–, welchen der Beschuldigte aus dem 

Verkauf von unfallreparierten Autos erzielt hat, wie ihn die Vorinstanz als erstellt 

erachtet hat.  

5.3.2.3. Geht man zugunsten des Beschuldigten und unter Berücksichtigung der 

Erwägungen unter Erw. 5.3.2.1 hiervor davon aus, dass vom jeweils bei einem 

Autoverkauf erzielten Gewinn rund 1/3 durch Verschweigung der Unfallreparatur 

- 23 - 

betrügerisch zustande gekommen ist, resultiert damit ein geschätzter Delikterlös 

aus betrügerischem Autohandel von Fr. 150'000.–. 

5.3.3. In diesbezüglicher Korrektur der entsprechenden vorinstanzlichen Er-

wägungen ist damit von einem der Einziehung unterliegenden Delikterlös von 

Fr. 550'000.– auszugehen. 

5.4. Nach der – bereits rechtskräftigen – Einziehung des Erlöses von 

Fr. 526'542.50 aus der Verwertung der bei der B._____ AG beschlagnahmten 34 

Personenwagen (Dispositivziffer 5 des vorinstanzlichen Urteils) verbleibt damit ein 

nicht mehr vorhandener widerrechtlicher Vermögensvorteil von knapp Fr. 

23'500.–. In diesem Umfang könnte im Sinne von Art. 71 Abs. 1 StGB eine Er-

satzforderung festgesetzt werden. Dabei steht dem Gericht ein Ermessensspiel-

raum zu. Insbesondere kann von einer Ersatzforderung ganz oder teilweise abge-

sehen werden, wenn diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder die Wieder-

eingliederung des Betroffenen ernstlich behindern würde (Art. 71 Abs. 2 StGB). 

Der Beschuldigte befindet sich nunmehr schon seit knapp dreieinhalb Jahren im 

Freiheitsentzug und wird – sofern er denn im Sinne von Art. 86 Abs. 1 StGB nach 

zwei Dritteln der Strafe bedingt entlassen werden kann – über mehr als 1 ½ Jahre 

dort zu verbleiben haben. Seine finanzielle Situation wird sich daher einstweilen 

sicher nicht verbessern. Auch wenn von den ihm auferlegten Kosten der Untersu-

chung und der gerichtlichen Verfahren (Dispositivziffern 32 und 33 des vorinstanz-

lichen Urteils; Dispositivziffern 6.1. und 6.2. nachfolgend) ein Teil durch die  

Verrechnung mit beschlagnahmten Vermögenswerten wird getilgt werden können 

(Dispositivziffern 6, 8, 9, 14 und 17 des vorinstanzlichen Urteils), wird ihm sodann 

gleichwohl ein namhafter Betrag von mehreren zehntausend Franken an Kosten-

schulden verbleiben. Hinzu kommen weiter die teils rechtskräftig festgelegten  

sowie teils erst im Grundsatz festgestellten Schadenersatzforderungen von  

Privatklägern (Dispositivziffern 24 ff. des vorinstanzlichen Urteils). 

Vor diesem Hintergrund erscheint es gerechtfertigt, von der zusätzlichen Fest-

setzung einer Ersatzforderung im Sinne von Art. 71 StGB abzusehen. 

- 24 - 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe  

ihres Obsiegens und Unterliegens. Dabei gilt als unterliegend auch diejenige  

Partei, welche das Rechtsmittel zurückzieht (Urk. 428 Abs. 1 StPO).  

6.2. Der Beschuldigte hat seine Berufung recht weitgehend – namentlich fast 

vollumfänglich im Schuldpunkt – zurückgezogen und obsiegt im restlichen  

Umfang zu einem recht grossen Teil (Schuldspruch gemäss Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 

und 5 aBetmG, Sanktion, Ersatzforderung). Es rechtfertigt sich daher, ihm die 

Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen  

Verteidigung, zur Hälfte zu auferlegen und zur Hälfte auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. Entsprechend sind die Kosten der amtlichen Verteidigung zur einen 

Hälfte definitiv und zur andern Hälfte einstweilen auf die Gerichtskasse zu  

nehmen, wobei hinsichtlich der letztgenannten Hälfte die Rückzahlungspflicht 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

- 25 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 

vom 11. Januar 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2-6 in 
Verbindung mit Ziff. 2 lit. a und c aBetmG; 

- (…) 

- des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und  
2 StGB; 

- der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB; 

- der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 
StGB. 

2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf in Anklageziffer A.III.4.2. freigesprochen. 

3. (…) 

4. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl des Bezirksamtes Lenzburg vom 
21. November 2007 ausgefällten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 80.– 
wird widerrufen. Die Geldstrafe ist zu bezahlen. 

5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 23. Juli 
2010 beschlagnahmte Erlös aus der Verwertung der 34 Fahrzeuge wird ein-
gezogen. 

6. Das Guthaben der B._____ AG (in Liquidation) bei der C._____ AG,  
Konto Nr. … in Höhe von Fr. 16'275.72 (per 30. Juni 2011) wird zur Deckung 
der Verfahrenskosten verwendet, und zwar derjenigen Verfahrenskosten, die 
nach der Verwendung zur Kostendeckung gemäss den nachstehenden  
Ziffern 9., 14. und 17. verbleiben. Ein danach verbleibender Restbetrag wird 
an das Konkursamt D._____ zuhanden der Konkursmasse der B._____ AG 
herausgegeben.  

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 24. No-
vember 2009 erfolgte Beschlagnahme der Aktien und des Aktienbuches der 
B._____ AG und die angeordneten Weisungen an das Handelsregisteramt 
des Kantons Zürich werden nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils aufgeho-
ben. 

8. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 20. Juli 
2011 beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von Fr. 11'511.20 wird zur  
Deckung der Verfahrenskosten verwendet, und zwar derjenigen Verfahrens-
kosten, die nach der Verwendung zur Kostendeckung gemäss den nach-
stehenden Ziffern 9., 14. und 17 verbleiben. Ein danach verbleibender Rest-
betrag wird an das Konkursamt D._____ zuhanden der Konkursmasse der 
B._____ AG herausgegeben.  

 

- 26 - 

9. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 18. No-
vember 2009 beschlagnahmte Bargeld in Höhe von Fr. 16'400.– wird im  
Umfang von Fr. 3'600.– E._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Ver-
langen herausgegeben. Der Restbetrag von Fr. 12'800.– wird zur Deckung 
der Verfahrenskosten verwendet. Ein allfälliger Rest wird zur Deckung der Er-
satzforderung gemäss nachstehender Ziffer 22 verwendet. 

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. No-
vember 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Cartier, Pasha, (Ref. Nr. …), 
wird der Privatklägerin F._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Ver-
langen zur Weitergabe an G._____ herausgegeben. 

11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom  
18. November 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke IWC, Typ Portugieser 
Rattrapante (Gehäuse Nr. …), wird H._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf 
erstes Verlangen herausgegeben. 

12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. No-
vember 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Rolex, Typ Oyster Perpetual, 
wird eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. No-
vember 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Audemars Piquet, Typ Royal 
Oak, wird dem I._____ Uhren- und Schmuckgeschäft nach Eintritt der 
Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. 

14. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 23. Juli 
2010 beschlagnahmten Uhren der Marke  

a) Bulgari Diagono Caliboro 303, Stahl, Réf. …, …, Kantonspolizei Zürich, 
Asservaten-Nr. …, Wiederverkaufswert ca. Fr. 8'000.– bis Fr. 10'000.– 
(act. 17/2 EIZ); 

b) IWC, grosse Fliegenuhr 18, ct. Roségold, ewiger Kalender, Nr. 13 von 
30 Spezialanfertigungen für Bucherer, Ref. …., Kantonspolizei  
Zürich, Asservaten-Nr. …, Schätzwert Fr. 48'000.– (act. 17/2 EIZ) sowie 

c) Montega Geneva, Stahl, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Nr. …, 
Schätzwert ca. Fr. 1'000.– (act. 17/2 EIZ) 

 werden verwertet und der Verwertungserlös wird zur Deckung der Verfah-
renskosten verwendet. Ein allfälliger Rest des Verwertungserlöses wird zur 
Deckung der Ersatzforderung gemäss nachstehender Ziffer 22 verwendet. 

15. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. Juli 
2011 beschlagnahmte Personalcomputer Sony, Vaio VGC-LA3, … inkl. Netz-
teil sowie das mit derselben Verfügung beschlagnahmte Notebook Asus, 
Lamborghini VX3, … inkl. Netzteil werden dem Beschuldigten nach Eintritt der 
Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben.  

 Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom  
25. Juli 2011 beschlagnahmte Personalcomputer Acer, Aspire M1640, … wird 
J._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. 

 

16. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom  
4. Februar 2010 beschlagnahmten 5 Mobiltelefone  

a) Nokia 8800 e-1, IMEI … ohne SIM-Karte; 

- 27 - 

b) Motorola Aura, IMEI … mit SIM-Karte;  

c) … Nokia 6700, Classic, IMEI …, ohne SIM-Karte; 

d) SonyEricsson 5500i, IMEI …, ohne SIM-Karte sowie 

e) Samsung SGH-X820, IMEI …, ohne SIM-Karte 

 werden dem Beschuldigten ohne die SIM-Karten nach Eintritt der Rechtskraft 
auf erstes Verlangen herausgegeben. Die SIM-Karten werden bei den Akten 
belassen.  

17. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Feb-
ruar 2010 (HD act. 11/11/1) beschlagnahmte Pistole der Marke ''Zastava'', 
Kal. 6.35 sowie die Munition (13 Patronen 9mm und 6 Patronen passend auf 
die Pistole ''Zastava'') werden verwertet und der Verwertungserlös wird zur 
Deckung der Verfahrenskosten verwendet. Ein allfälliger Überschuss des 
Verwertungserlöses wird zur Deckung der Ersatzforderung gemäss nach-
stehender Ziffer 22 verwendet.  

18. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Feb-
ruar 2010 beschlagnahmte Quittung von Euro 500.00 betr. K._____ i.S. Man-
dat von Bruder wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf ers-
tes Verlangen herausgegeben. 

19. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Feb-
ruar 2010 (HD act. 11/11/1) beschlagnahmte „Zertifikat“ wird als Beweismittel 
bei den Akten belassen. 

20. Der Schweizer Pass des Beschuldigten wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft 
zu den Effekten gegeben. 

21. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. Juli 
2011 beschlagnahmten 9 Ordner (act. 17, Ordner 1-9, Dol.Nr. …) der 
B._____ AG (in Liquidation) werden nach Eintritt der Rechtskraft des Ent-
scheides über die beschlagnahmten Vermögenswerte der B._____ AG dem 
Konkursamt D._____ herausgegeben. 

22. (…) 

23. Der Privatkläger L._____ (ND 9) wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf 
den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

24. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den Privatkläger/innen 
M._____ (ND 4), W._____ (ND 31), N._____ (ND 35), O._____ (ND 40), 
P._____ (ND 41), Q._____ (ND 43), R._____ (ND 52), S._____ (ND 53), 
T._____ AG (ND 58), U._____ (ND 60) sowie V._____ GmbH (ND 64) aus 
dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach bei voller Haftung scha-
denersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schaden-
ersatzanspruches werden diese auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

25. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AA._____ (ND 28; ND 
38) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 1'800.– zu bezahlen. 

26. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AB._____ (ND 47) Scha-
denersatz in der Höhe von Fr. 1'640.– zu bezahlen. 

27. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AC._____ (ND 18) Scha-
denersatz in der Höhe von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

- 28 - 

28. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AD._____ (ND 21) Scha-
denersatz in der Höhe von Fr. 2'700.– zu bezahlen. 

29. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AE._____ (ND 61) Scha-
denersatz in der Höhe von Fr. 2'528.20.– zuzüglich 5% Zins seit 27. Septem-
ber 2011 zu bezahlen. Der Antrag auf Verwendung eingebrachter Vermö-
genswerte zugunsten des Privatkläger AE._____ wird abgewiesen.  

30. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin F._____ (ND 1) wird abge-
wiesen.  

31. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger/innen F._____ (ND 1), M._____ 
(ND 4), N._____ (ND 35), AA._____ (ND 28 und ND 38), R._____ (ND 52) 
sowie U._____ (ND 60) werden abgewiesen. 

32. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 25'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 
Fr. 55'584.–   Kosten der Kantonspolizei  
Fr. 8'000.–   Gebühr Anklagebehörde 
Fr.     Kanzleikosten 
Fr. 43'620.–   Auslagen Untersuchung  
Fr. 76'409.65   amtliche Verteidigung (RA X._____) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

33. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive der-
jenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Zur 
teilweisen Deckung werden die zu diesem Zweck gemäss den vorstehenden 
Ziffern bezeichneten Beträge verwendet. Soweit die Kosten der amtlichen 
Verteidigung ungedeckt bleiben, werden sie auf die Staatskasse genommen. 
Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

34. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AE._____ (ND 61) eine 
Prozessentschädigung von Fr. 1'406.– für anwaltliche Vertretung zu  
bezahlen. 

35. (Mitteilungen) 

36. (Rechtsmittelbelehrung) 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 
 
 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf des Vergehens im Sinne 

von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 aBetmG. 

- 29 - 

2. Der Beschuldigte wird (für die rechtskräftigen Schuldsprüche gemäss Urteil 

des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 11. Januar 2012) bestraft mit 

7 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1248 Tage durch Untersu-

chungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute 

erstanden sind. 

3. Dem Beschuldigten wird keine Ersatzleistung für nicht mehr vorhandenen, 

widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil auferlegt. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

   

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden zur Hälfte dem Beschuldigten auferlegt und zur 

Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung werden zur Hälfte definitiv und zur Hälfte einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht für die einstweilen auf die  

Gerichtskasse genommene Hälfte bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO  

vorbehalten. 

6. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

- die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 
- den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
- die Privatkläger 1 bis 19 gemäss vorinstanzlichem Rubrum 

  (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 

den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 

Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

- 30 - 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

- die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 
- das Bundesamt für Polizei  
- das Bundesamt für Justiz (gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über 

die Teilung eingezogener Vermögenswerte [TEVG])  
- die Oberstaatsanwaltschaft 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

- die Vorinstanz 
- den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
- die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B 
- in die Akten Nr. ST.2007.3167 des Bezirksamts Lenzburg 
- E._____, … [Adresse], gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 9 
- F._____, … [Adresse], gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 10 
- H._____, … [Adresse], gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 11 
- J._____, vertreten durch RA lic. iur. Y._____, gemäss vorinstanzlicher 

Dispositivziffer 15 Absatz 2 
- I._____ Uhren- und Schmuckgeschäft, … [Adresse], gemäss vo-

rinstanzlicher Dispositivziffer 13 
- das Konkursamt D._____, gemäss vorinstanzlichen Dispositivziffern 6, 

8 und 21 
- das Handelsregisteramt des Kantons Zürich, gemäss vorinstanzlicher 

Dispositivziffer 7 
- die C._____ AG, betreffend vorinstanzlicher Dispositivziffer 6, mit dem 

Hinweis, das Konto (Nr. …) zu saldieren und den Saldo an das Ober-
gericht des Kantons Zürich, Zentrale Inkassostelle der  
Gerichte, mit dem Vermerk "Kostendeckung A._____" zu überweisen 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

- 31 - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 10. April 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 

	Urteil vom 10. April 2013
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 203)
	"Das Gericht erkennt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2-6 in Verbindung mit Ziff. 2 lit. a und c aBetmG;
	 des Vergehens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 aBetmG;
	 des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB;
	 der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB;
	 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf in Anklageziffer A.III.4.2. freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 ½ Jahren Freiheitsstrafe, wovon 793 Tage durch Haft bis und mit heute erstanden sind.
	4. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl des Bezirksamtes Lenzburg vom 21. November 2007 ausgefällten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 80.– wird widerrufen. Die Geldstrafe ist zu bezahlen.
	5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 23. Juli 2010 beschlagnahmte Erlös aus der Verwertung der 34 Fahrzeuge wird eingezogen.
	6. Das Guthaben der B._____ AG (in Liquidation) bei der C._____ AG, Konto Nr. … in Höhe von Fr. 16'275.72 (per 30. Juni 2011) wird zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet, und zwar derjenigen Verfahrenskosten, die nach der Verwendung zur Kostendeck...
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 24. November 2009 erfolgte Beschlagnahme der Aktien und des Aktienbuches der B._____ AG und die angeordneten Weisungen an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich werden nach Eintri...
	8. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 20. Juli 2011 beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von Fr. 11'511.20 wird zur Deckung der  Verfahrenskosten verwendet, und zwar derjenigen Verfahrenskosten, die nach der Verwendung zur...
	9. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 18. November 2009 beschlagnahmte Bargeld in Höhe von Fr. 16'400.– wird im Umfang von Fr. 3'600.– E._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. Der Restbet...
	10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Cartier, Pasha, (Ref. Nr. …), wird der Privatklägerin F._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen zur Weitergabe an G....
	11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke IWC, Typ Portugieser Rattrapante (Gehäuse Nr. …), wird H._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben.
	12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Rolex, Typ Oyster Perpetual, wird eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.
	13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 18. November 2009 beschlagnahmte Uhr der Marke Audemars Piquet, Typ Royal Oak, wird dem I._____ Uhren- und Schmuckgeschäft nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes  Verlangen herau...
	14. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 23. Juli 2010 beschlagnahmten Uhren der Marke
	a) Bulgari Diagono Caliboro 303, Stahl, Réf. …, …, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Nr. …, Wiederverkaufswert ca. Fr. 8'000.– bis Fr. 10'000.– (act. 17/2 EIZ);
	b) IWC, grosse Fliegenuhr 18, ct. Roségold, ewiger Kalender, Nr. 13 von 30 Spezialanfertigungen für Bucherer, Ref. …, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Nr. …, Schätzwert Fr. 48'000.– (act. 17/2 EIZ) sowie
	c) Montega Geneva, Stahl, Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Nr. …, Schätzwert ca. Fr. 1'000.– (act. 17/2 EIZ)

	werden verwertet und der Verwertungserlös wird zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. Ein allfälliger Rest des Verwertungserlöses wird zur Deckung der Ersatzforderung gemäss nachstehender Ziffer 22 verwendet.
	15. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. Juli 2011 beschlagnahmte Personalcomputer Sony, Vaio VGC-LA3, … inkl. Netzteil sowie das mit derselben Verfügung beschlagnahmte Notebook Asus, Lamborghini VX3, … inkl. Netzteil ...
	Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom  25. Juli 2011 beschlagnahmte Personalcomputer Acer, Aspire M1640, … wird J._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben.
	16. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 2010 beschlagnahmten 5 Mobiltelefone
	a) Nokia 8800 e-1, IMEI .. ohne SIM-Karte;
	b) Motorola Aura, IMEI … mit SIM-Karte;
	c) … Nokia 6700, Classic, IMEI …, ohne SIM-Karte;
	d) SonyEricsson 5500i, IMEI …, ohne SIM-Karte sowie
	e) Samsung SGH-X820, IMEI …, ohne SIM-Karte
	werden dem Beschuldigten ohne die SIM-Karten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. Die SIM-Karten werden bei den Akten belassen.
	17. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 2010 (HD act. 11/11/1) beschlagnahmte Pistole der Marke ''Zastava'', Kal. 6.35  sowie die Munition (13 Patronen 9mm und 6 Patronen passend auf die Pistole ''Zastava'') w...
	18. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 2010 beschlagnahmte Quittung von Euro 500.00 betr. K._____ i.S. Mandat von Bruder wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben.
	19. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 4. Februar 2010 (HD act. 11/11/1) beschlagnahmte „Zertifikat“ wird als Beweismittel bei den Akten belassen.
	20. Der Schweizer Pass des Beschuldigten wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft zu den Effekten gegeben.
	21. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 25. Juli 2011 beschlagnahmten 9 Ordner (act. 17, Ordner 1-9, Dol.Nr. …) der B._____ AG (in Liquidation) werden nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheides über die beschlagnahmten...
	22. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für den nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 120'000.– zu bezahlen. Zur teilweisen Deckung dieser Ersatzforderung werden allfällige Restbeträge gemäss vorste...
	23. Der Privatkläger L._____ (ND 9) wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	24. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den Privatkläger/innen M._____ (ND 4), W._____ (ND 31), N._____ (ND 35), O._____ (ND 40), P._____ (ND 41), Q._____ (ND 43), R._____ (ND 52), S._____ (ND 53), T._____ AG (ND 58), U._____ (ND 60)...
	25. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AA._____ (ND 28; ND 38) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 1'800.– zu bezahlen.
	26. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AB._____ (ND 47) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 1'640.– zu bezahlen.
	27. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AC._____ (ND 18) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
	28. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AD._____ (ND 21) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 2'700.– zu bezahlen.
	29. Der Beschuldigte wird verpflichtet dem Privatkläger AE._____ (ND 61) Schadenersatz in der Höhe von Fr. 2'528.20.– zuzüglich 5% Zins seit 27. September 2011 zu bezahlen. Der Antrag auf Verwendung eingebrachter Vermögenswerte zugunsten des Privatklä...
	30. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin F._____ (ND 1) wird abgewiesen.
	31. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger/innen F._____ (ND 1), M._____ (ND 4), N._____ (ND 35), AA._____ (ND 28 und ND 38), R._____ (ND 52) sowie U._____ (ND 60) werden abgewiesen.
	32. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	33. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Zur teilweisen Deckung werden die zu diesem Zweck gemäss den vorstehenden Ziffern  bezeichneten Betr...
	34. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger AE._____ (ND 61) eine Prozessentschädigung von Fr. 1'406.– für anwaltliche Vertretung zu bezahlen.
	35. (Mitteilungen)
	36. (Rechtsmittelbelehrung)"
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte A._____ anerkennt (mit Ausnahme des Vorwurfes des Verkaufs von 1 kg Cannabis - Anklageziffer III.4.1) den Sachverhalt wie ihn die Vorinstanz als erstellt beurteilt (Tabelle Auf S. 152 f. des Urteils), allerdings mit der Einschränku...
	2. Es wird ein Strafmass von höchstens 7 Jahren beantragt.
	3. Keine Verpflichtung zum Ersatz für widerrechtlich erlangte Vermögensvorteile (Dispositiv Ziffer 22 des vorinstanzlichen Urteils).
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit Urteil vom 11. Januar 2012 wurde der Beschuldigte von der Vorinstanz des mehrfachen Verbrechens gegen das aBetmG im Sinne dessen Art. 19 Ziff. 2, des Vergehens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 aBetmG, des gewerbsmässigen Betrugs, der Hehlerei und...
	1.2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger am 12. Januar 2012 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 179) und nach  Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 200/2) – ebenfalls fristgerecht – am 13. Juni 2012 dem O...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 11. Juli 2012 wurde die Berufungserklärung in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwaltschaft übermittelt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantrage...
	1.4. Am 24. August 2012 verfügte die Verfahrensleitung in Gutheissung des entsprechenden Antrags der Verteidigung den Beizug der Akten i.S. AF._____ und wies den Antrag auf Erstellung eines Gutachtens betreffend die Aussagen von AG._____ ab (Urk. 232).
	1.5. In der Zwischenzeit waren am 19. März 2012 von der vorinstanzlichen 4. Abteilung die Urteile i.S. AF._____ und AH._____ – beides hinsichtlich einzelner  Anklagepunkte Mitbeschuldigte des vorliegend Beschuldigten – gesprochen worden. Auch gegen di...
	1.6. In der Folge wurde entschieden, die Berufungsverhandlungen gegen alle drei Beschuldigten gemeinsam abzuhalten und ergingen die entsprechenden  Vorladungen auf den 3. April 2013 (Urk. 238).
	1.7. Mit Eingabe vom 20. März 2013, präzisiert mit Eingabe vom 21. März 2013, liess der Beschuldigte seinen amtlichen Verteidiger mitteilen, mit Ausnahme des Schuldpunktes betreffend Vergehen gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 und 5 aBetmG (Verkauf von 2 re...
	1.8. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher neben dem Beschuldigten und seinem Verteidiger auch die je in ihren Verfahren beschuldigten AF._____ sowie AH._____ zusammen mit ihren Verteidigern sowie der Staatsanwalt lic. iur. Ch. Meier...

	2. Umfang der Berufung
	3. Sachverhalt/rechtliche Würdigung
	3.1. Der Beschuldigte hat im Berufungsverfahren den ihm vorgeworfenen  Sachverhalt, soweit er von der Vorinstanz als erstellt erachtet worden ist, ganz weitgehend anerkannt und in diesem Sinne seine Berufung hinsichtlich der damit verbundenen rechtlic...
	3.2. Davon ausgenommen ist jedoch zunächst der Schuldspruch gemäss Dispositivziffer 1, 2. Lemma des vorinstanzlichen Urteils wegen Vergehens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 BetmG (Urk. 244 S. 2).
	3.2.1. Hintergrund dieses Schuldspruchs ist der Anklagevorwurf gemäss Anklageziffer A.III.4.1, wonach der Beschuldigte am 28. April 2009 durch AF._____  einem Unbekannten namens "AI._____" zwei Kilogramm Marihuana habe verkaufen lassen (Anklageschrift...
	3.2.2. Der Beschuldigte lässt dazu geltend machen, die Vorinstanz habe es als erstellt erachtet, dass der Beschuldigte AF._____ 1 kg Marihuana an AI._____ verkauft und der Beschuldigte den Auftrag zu diesem Verkauf erteilt habe. Demgegenüber habe die ...
	3.2.3. Effektiv ist es so, dass AF._____ im gegen ihn geführten Verfahren von diesem Vorwurf freigesprochen worden und der entsprechende Teil des Urteils vom 19. März 2012 mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen ist (SB120380 Urk. 32 S. 37 und Urk...
	3.2.4. Selbst wenn aber davon ausgegangen würde, dass AF._____ im Sinne der grundsätzlich nachvollziehbaren Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 203 S. 148/149) Marihuana an "AI._____" verkauft haben sollte, erschiene nicht rechtsgenügend erstellt, dass er...
	3.2.5. Der Verkauf an "AI._____" war der einzige Sachverhalt, der die Vorinstanz zum Schuldspruch im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 aBetmG führte (Urk. 203 S. 161-163). Nachdem dieser Sachverhalt – wie gesehen – nicht erstellt werden kann, hat...
	3.3. Im Weiteren beanstandet der Beschuldigte zwar nicht die – überaus  minutiös und sorgfältig erarbeiteten – tatsächlichen Schlüsse der Vorinstanz, was den schliesslich unter Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2-6 in Verbindung mit Ziff. 1 lit. a und c aBetmG sub...
	3.4. Diese Kritik erfolgt zu Recht. Effektiv ist es so, dass die Vorinstanz einfach die jeweils erwiesenen Einzelmengen aller erstellter Tathandlungen addiert hat, ohne sich zu fragen, ob so möglicherweise ein und dasselbe Kokain mehrfach gezählt word...
	3.4.1. Im Sinne der vorinstanzlichen Erwägungen und der Zugabe des Beschuldigten im Berufungsverfahrens steht zunächst fest, dass er folgende Kokainkäufe getätigt hat (Auszug aus der Zusammenstellung in Urk. 203 S. 152):
	3.4.2. Weiter hat die Vorinstanz die folgenden Vorgänge als erstellt erachtet,  wobei es sich bei den 196 Gramm gemäss Anklageziffer A.I.2 um einen weiteren Einkauf handelt und es im Übrigen um Weitergaben geht (Auszug aus der  Zusammenstellung in Urk...
	3.5. Im Sinne der zutreffenden Kritik der Verteidigung kann damit dem Beschuldigten "lediglich" der Handel mit 8,3 kg Kokaingemisch vorgeworfen werden.  In dieser Hinsicht sind deshalb die vorinstanzlichen Schlüsse zu korrigieren (Urk. 203 S. 153).

	4. Strafzumessung
	4.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen) und die Anforderungen an ihre  Begründung (BGE 134 IV 17 E. 2.1) wiederholt dargelegt. Entsprechendes gilt für die Bildung der ...
	4.2. Auszugehen ist vom Strafrahmen des schwersten Delikts, der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 9 und Ziff. 2 lit. a und c aBetmG, nämlich von einer Freiheitsstrafe von einem bis zu 20 Ja...
	4.3. Wegen der übrigen Delikte ist diese Einsatzstrafe in Anwendung des  Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Auf einem gewerbsmässigen  Betrug steht gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren oder Geldstrafe nicht unt...
	4.4. Aus der Biographie des Beschuldigten ergeben sich keine strafzumessungsrelevanten Elemente. Entsprechendes ergibt sich auch nicht aus der Befragung des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 249 S. 1 ff.). Somit kann hierfür auf...
	4.5. Schliesslich ist das Nachtatverhalten eines Täters in die Strafzumessung einfliessen zu lassen. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Strafverfahren (wie zum Beispiel Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit). Ein Geständnis, koopera...
	4.6. Vor dem Hintergrund dieser Erwägungen erweist sich damit eine Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 9 Monaten als  angemessen. Darauf anzurechnen sind die vom Beschuldigten bis heute durch Untersuchungs- und Sich...

	5. Einziehung/Ersatzforderung
	5.1. Die Vorinstanz hat den Erlös von Fr. 526'542.50 aus der Verwertung der bei der B._____ AG beschlagnahmten 34 Personenwagen im Sinne von Art. 70 Abs. 1 StGB als Surrogat deliktisch erlangter Vermögenswerte eingezogen (Urk. 203 S. 224-234). Die ent...
	5.2. Im Weiteren hat die Vorinstanz den Beschuldigten verpflichtet, dem Staat im Sinne von Art. 71 StGB als Ersatz für nicht mehr vorhandene, widerrechtlich  erlangte Vermögenswerte den Betrag von Fr. 120'000.– zu bezahlen (Urk. 203 S. 245/246; Dispos...
	5.3. Hinter diesen Anordnungen stehen die Erwägungen der Vorinstanz, wonach der Beschuldigten einen Deliktserlös von insgesamt Fr. 937'000.– erzielt habe (Urk. 203 S. 231/232).
	5.3.1. Nachdem im Gegensatz zur Vorinstanz indessen nicht mehr von einer vom Beschuldigten gesamthaft gehandelten Kokainmenge von 16 kg, sondern noch von 8,3 kg Kokaingemisch auszugehen ist (vgl. vorstehend Erw. 3.5.), reduziert sich auch der aus dem ...
	5.3.2. Aus betrügerischem Autohandel ermittelte die Vorinstanz einen Erlös von Fr. 290'000.–, was 10 % des Verkaufspreises der betrügerisch abgesetzten Autos entspreche (Urk. 203 S. 232, mit Verweis auf den polizeilichen Schlussbericht, Urk. 2/1 S. 43...
	5.3.2.1. Beide Berechnungs- bzw. Schätzungsvarianten (vgl. Art. 70 Abs. 5 StGB) sind gangbar. Allerdings liegt diejenige der Staatsanwaltschaft näher an der Realität und den konkreten Verkäufen. Insbesondere führt die insofern allzu schematische vorin...
	5.3.2.2. Die Vorinstanz hat sodann bei den Autoverkäufen gemäss ND 8, 13, 20, 23, 24, 44 und 70 das Vorliegen einer arglistigen Täuschung verneint und den Beschuldigten diesbezüglich nicht schuldig gesprochen (Urk. 203 S. 182). Dieser "Freispruch" hat...
	5.3.2.3. Geht man zugunsten des Beschuldigten und unter Berücksichtigung der Erwägungen unter Erw. 5.3.2.1 hiervor davon aus, dass vom jeweils bei einem Autoverkauf erzielten Gewinn rund 1/3 durch Verschweigung der Unfallreparatur betrügerisch zustand...
	5.3.3. In diesbezüglicher Korrektur der entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen ist damit von einem der Einziehung unterliegenden Delikterlös von Fr. 550'000.– auszugehen.
	5.4. Nach der – bereits rechtskräftigen – Einziehung des Erlöses von Fr. 526'542.50 aus der Verwertung der bei der B._____ AG beschlagnahmten 34 Personenwagen (Dispositivziffer 5 des vorinstanzlichen Urteils) verbleibt damit ein nicht mehr vorhandener...

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	6.1. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe  ihres Obsiegens und Unterliegens. Dabei gilt als unterliegend auch diejenige  Partei, welche das Rechtsmittel zurückzieht (Urk. 428 Abs. 1 StPO).
	6.2. Der Beschuldigte hat seine Berufung recht weitgehend – namentlich fast vollumfänglich im Schuldpunkt – zurückgezogen und obsiegt im restlichen  Umfang zu einem recht grossen Teil (Schuldspruch gemäss Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 aBetmG, Sanktion,...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 11. Januar 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf des Vergehens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5 aBetmG.
	2. Der Beschuldigte wird (für die rechtskräftigen Schuldsprüche gemäss Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 11. Januar 2012) bestraft mit 7 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1248 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft ...
	3. Dem Beschuldigten wird keine Ersatzleistung für nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil auferlegt.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden zur Hälfte dem Beschuldigten auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zur Hälfte definitiv un...
	6. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	- die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
	- den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	- die Privatkläger 1 bis 19 gemäss vorinstanzlichem Rubrum

	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	- die Vorinstanz
	- den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	- die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B
	- in die Akten Nr. ST.2007.3167 des Bezirksamts Lenzburg
	- E._____, … [Adresse], gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 9
	- F._____, … [Adresse], gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 10
	- H._____, … [Adresse], gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 11
	- J._____, vertreten durch RA lic. iur. Y._____, gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 15 Absatz 2
	- I._____ Uhren- und Schmuckgeschäft, … [Adresse], gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 13
	- das Konkursamt D._____, gemäss vorinstanzlichen Dispositivziffern 6, 8 und 21
	- das Handelsregisteramt des Kantons Zürich, gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 7
	- die C._____ AG, betreffend vorinstanzlicher Dispositivziffer 6, mit dem Hinweis, das Konto (Nr. …) zu saldieren und den Saldo an das Obergericht des Kantons Zürich, Zentrale Inkassostelle der  Gerichte, mit dem Vermerk "Kostendeckung A._____" zu übe...

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.