# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc454b3c-de04-5f1d-887e-b3336b76edde
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-28
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 28.10.2021 VG.2021.00046 (VG.2022.1117)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2021-00046_2021-10-28.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 28. Oktober 2021

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  Besetzung: Gerichtspräsident MLaw Colin Braun,
  Verwaltungsrichter Michael Schlegel, Verwaltungsrichterin Jolanda Hager und Gerichtsschreiberin
  lic. iur. Rafaela Pleisch

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2021.00046

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer  

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    Anwaltskommission des Kantons Glarus

    	
    Beschwerdegegnerin  

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Überprüfung der Eintragung im Anwaltsregister

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  1.1 Die Anwaltskommission des Kantons Glarus erteilte
  A.______ am […] das Anwaltspatent. Mit
  Zirkularbeschluss vom […] stellte sie sodann fest, dass A.______ die
  Voraussetzungen für die Zulassung als Urkundsperson erfülle, sofern er im
  Glarner Rechtsanwaltsregister eingetragen sei.

  
	
   

  
	
  1.2 Am […] ersuchte A.______ um Eintragung als
  Rechtsanwalt ins Glarner Anwaltsregister sowie um Ernennung als Urkundsperson
  des Kantons Glarus. Mit Verfügung vom […] trug die Anwaltskommission A.______
  ins Anwaltsregister des Kantons Glarus ein. Die Publikation der
  Registereintragung im Amtsblatt erfolgte am […]. Darin hielt die
  Anwaltskommission überdies fest, dass A.______ berechtigt sei, sämtliche
  Beurkundungsgeschäfte vorzunehmen.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 In der Folge führte die Anwaltskommission eine
  Prüfung der Eintragungen im Anwaltsregister des Kantons Glarus durch. Daher
  forderte sie A.______ am 24. März
  2016 auf, seine Haupttätigkeit als Rechtsanwalt im Kanton Glarus für die
  Jahre 2013 bis 2015 nachzuweisen. Dazu reichte A.______ verschiedene
  Stellungnahmen und Unterlagen ein. Überdies hörte die Anwaltskommission
  A.______ am 1. Dezember 2016 an. Am 26. Januar 2017 entschied sie, A.______
  im Anwaltsregister des Kantons Glarus eingetragen zu lassen
  (Disp.-Ziff. 1). Ferner verpflichtete sie ihn, bis Ende März 2018 die
  Klientenspiegel der Jahre 2016 und 2017 sowie die dannzumal aktuellsten
  Steuerausscheidungen einzureichen. Im Säumnisfalle drohte sie die Einleitung
  des Löschungsverfahrens an (Disp.-Ziff. 2). Dieser Beschluss erwuchs
  unangefochten in Rechtskraft.

  
	
   

  
	
  2.2 Am 29. März 2018 reichte A.______ die verlangten
  Unterlagen der Anwaltskommission ein. Im Anschluss daran reichte er auf
  Verlangen der Anwaltskommission hin weitere Unterlagen nach. In der Folge
  beschloss diese am […], A.______ im Glarner Anwaltsregister und im Register
  der Urkundspersonen des Kantons Glarus zu löschen (Disp.-Ziff. 1). Die
  Löschung im Anwaltsregister werde zwei Monate nach Eintritt der Rechtskraft
  des Entscheids mittels Publikation im Amtsblatt des Kantons Glarus vollzogen
  (Disp.-Ziff. 2). 

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Gegen diesen Entscheid gelangte A.______ mit
  Beschwerde vom 11. Juni 2021 ans Verwaltungsgericht. Er beantragte die
  Aufhebung des Beschlusses der Anwaltskommission vom […], eventualiter die
  Rückweisung der Sache zur Überarbeitung und Neubeurteilung unter Aussprache
  von verbindlichen Weisungen an diese; alles unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten der Anwaltskommission bzw. der
  Staatskasse. In prozessualer Hinsicht beantragte er, die Akten verschiedener
  Verfahren der Anwaltskommission beizuziehen, eine mündliche Verhandlung
  durchzuführen und vor Fällung des Urteils einen Amtsbericht bei der
  Wettbewerbskommission zur Frage der Kriterien für die Haupttätigkeit von
  Rechtsanwälten einzuholen. Die Anwaltskommission schloss am 25. Juni
  2021 auf Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  3.2 A.______ hielt mit Stellungnahme vom 12. Juli 2021
  an seinen Rechtsbegehren fest. Dies tat die Anwaltskommission mit Eingabe vom
  16. Juli 2021 ebenso. Am 22. Juli 2021 schloss das
  Verwaltungsgericht den Schriftenwechsel ab, woraufhin A.______ den bereits
  gestellten Antrag um Durchführung einer mündlichen Verhandlung am
  30. Juli 2021 erneuerte. 

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 34 Abs. 1
  des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 23.
  Juni 2000 (BGFA) i.V.m. Art. 16 Abs. 1 des Anwaltsgesetzes des
  Kantons Glarus vom 5. Mai 2002 (AnwG) i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. d des
  Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) zur
  Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen
  Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.2

  
	
  1.2.1 Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist
  grundsätzlich schriftlich. Indessen kann das Verwaltungsgericht auf Antrag
  der Parteien oder von Amtes wegen eine mündliche Verhandlung anordnen (Art.
  12 Abs. 2 AnwG i.V.m. Art. 14 Abs. 2 AnwG i.V.m. Art. 96 Abs. 3 VRG).
  Nach Art. 6 Ziff. 1 Satz 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
  Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK) hat jede Person ein Recht darauf,
  dass über Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und
  Verpflichtungen oder über eine gegen sie erhobene strafrechtliche Anklage von
  einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem
  fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemessener Frist verhandelt
  wird. Dabei umfasst der Begriff "civil rights" nicht nur
  zivilrechtliche Streitigkeiten im engeren Sinn, sondern auch Verwaltungsakte
  einer hoheitlich handelnden Behörde, sofern sie massgeblich in Rechte und
  Verpflichtungen privatrechtlicher Natur eingreifen. Zivilrechtlichen
  Charakter können daher auch solche Entscheidungen haben, mit denen einer
  Person die Erlaubnis zur Ausübung eines Berufs verweigert oder entzogen wird,
  so beispielsweise der Widerruf einer Berufsausübungsbewilligung für Anwälte
  oder der disziplinarische Entzug der Bewilligung zur Ausübung eines freien
  Berufs (BGE 147 I 219 E. 2.2, 131 467 E. 2.5;
  vgl. auch Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen
  Menschenrechtskonvention, Zürich/Basel/Genf 2020, 3. A., § 16
  N. 480). 

  
	
   

  
	
  Bei der Löschung des
  Registereintrags nach Art. 9 BGFA handelt es sich jedoch um keine
  Disziplinarmassnahme, sondern um eine administrative Massnahme, die einzig
  eine polizeirechtlich motivierte Einschränkung der verfassungsrechtlich
  garantierten Wirtschaftsfreiheit darstellt (BGer-Urteil 2C_90/2019 vom
  22. August 2019 E. 4.3). 

  
	
   

  
	
  1.2.2 Selbst wenn die EMRK zur Anwendung gelangt, gilt
  die Verpflichtung zur Durchführung einer mündlichen Verhandlung nicht
  absolut. Ein Absehen von einer mündlichen Verhandlung ist möglich, wenn die
  Beurteilung eines umstrittenen Sachverhalts nicht vom persönlichen Eindruck
  der Partei, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Sodann kann auf
  die Durchführung einer mündlichen Verhandlung unter Umständen verzichtet
  werden, wenn eine solche nichts zur Klärung der Angelegenheit beiträgt – namentlich
  wenn keine Tatfragen, sondern reine Rechts- und Zuständigkeitsfragen
  umstritten sind – und die Angelegenheit adäquat aufgrund der Akten sowie der
  schriftlichen Parteivorbringen gelöst werden kann (BGer-Urteil 2C_90/2019 vom
  22. August 2019 E. 4.2; Villiger, § 18 N. 516). 

  
	
   

  
	
  1.2.3 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die
  Frage, ob der Beschwerdeführer im Kanton Glarus oder aber im Kanton […]
  hauptsächlich als Rechtsanwalt tätig ist und folglich ins Anwaltsregister des
  Kantons Glarus oder aber in jenes des Kantons […] einzutragen ist. Somit
  bildet vorliegend insbesondere kein Berufsausübungsverbot und damit keine
  Disziplinarmassnahme Verfahrensgegenstand, sondern einzig die administrative
  Frage, ob der Eintrag des Beschwerdeführers im Glarner Anwaltsregister nach
  wie vor rechtmässig ist. Folglich handelt es sich nicht um eine
  zivilrechtliche Angelegenheit, welche einen Anspruch auf Durchführung einer
  mündlichen Verhandlung begründen würde. Ferner sind keine Gründe ersichtlich,
  welche die Durchführung einer mündlichen Verhandlung als notwendig erscheinen
  lassen. So sind im vorliegenden Verfahren einzig Rechtsfragen zu klären, etwa
  die Fragen, ob die Voraussetzungen der Wiedererwägung nach Art. 79 VRG
  erfüllt sind oder wie zu bestimmen ist, in welchem Kanton sich die
  Haupttätigkeit eines Rechtsanwalts befindet. Für die diesbezügliche
  Entscheidfällung kommt es daher nicht auf einen persönlichen Eindruck des
  Beschwerdeführers als Partei an, sondern auf die seinerseits dargelegten
  sachverhaltsrechtlichen Grundlagen. Dabei zeigt sich, dass der Beschwerdeführer
  ausreichend Gelegenheit hatte, seinen Standpunkt mit schriftlichen Eingaben
  und Unterlagen wie auch anlässlich der persönlichen Anhörung durch die
  Beschwerdegegnerin am 1. Dezember 2016 ins Verfahren einzubringen.
  Demgemäss ist auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung zu
  verzichten. 

  
	
   

  
	
  1.3 Sodann ersucht der Beschwerdeführer um Einholung
  eines Amtsberichts bei der Wettbewerbskommission, was er mit seiner
  Notariatstätigkeit begründet. Im vorliegenden Verfahren steht indessen nicht
  die Erledigung von Notariatsdienstleistungen im Zentrum, sondern die Frage,
  in welchem Kanton der Beschwerdeführer ins Anwaltsregister einzutragen ist.
  Dies ist gestützt auf das BGFA zu beurteilen, wobei nicht ersichtlich ist,
  inwiefern eine Stellungnahme der Wettbewerbskommission zur Lösung dieser
  Frage beitragen würde. Auf das Einholen einer solchen ist deshalb zu
  verzichten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die
  Beschwerdegegnerin habe ihn in Kenntnis seines zweiten Bürostandorts in […]
  im Jahr […] ins kantonale Anwaltsregister eingetragen. Damit habe sie die von
  ihm gewählte Arbeitsorganisation akzeptiert, woran sich seither nichts
  Grundlegendes verändert habe. Im Jahr 2017 habe sie seine
  Anwaltstätigkeit überprüft, wozu er Unterlagen zu seinen Mandaten, zu seinen
  Einnahmen, zur Besteuerung sowie zu seiner Büroorganisation offengelegt habe.
  Gestützt darauf sei die Beschwerdegegnerin damals zum Schluss gekommen, dass
  seine Haupttätigkeit im Kanton Glarus liege, weshalb seine Eintragung im
  kantonalen Anwaltsregister beibehalten worden sei. Im vorliegend
  angefochtenen Entscheid habe die Beschwerdegegnerin nun jedoch einzig auf den
  Ort der Hauptinfrastruktur abgestellt, was ihrem eigenen Entscheid aus dem
  Jahr 2017 widerspreche und daher willkürlich sei. Auf Aufforderung der
  Beschwerdegegnerin hin habe er dargelegt, dass er sowohl privat wie auch
  geschäftlich massgeblich mit dem Kanton Glarus verbunden sei. Auch würden die
  aktuellsten Steuerausscheidungen zeigen, dass er in den Jahren 2019 und 2020
  mehr als 50 % seiner Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit im
  Kanton Glarus erzielt habe. Daraus folge, dass seine Hauptgeschäftstätigkeit
  im Kanton Glarus sei, zumal er in […] über repräsentativere
  Büroräumlichkeiten als in […] verfüge. Da er im Kanton Glarus zudem mehr
  Mandate als im Kanton […] habe, sei es auch sachlich gerechtfertigt, dass er
  im Rahmen seiner Anwaltstätigkeit von der Beschwerdegegnerin beaufsichtigt
  werde, was einen Eintrag ins Anwaltsregister des Kantons Glarus bedinge.
  Zudem verletze der vorinstanzliche Entscheid seine Wirtschaftsfreiheit, da er
  mit der Löschung aus dem kantonalen Anwaltsregister doch die Kompetenz zur
  Erledigung von Notariatsarbeiten im Kanton Glarus und damit einen Teil seiner
  Erwerbseinkünfte verlieren würde. Überdies habe es die Beschwerdegegnerin
  unterlassen, allfällige öffentliche Interessen, welche seiner Eintragung im
  kantonalen Anwaltsregister entgegenstehen würden, zu bezeichnen und im Rahmen
  der Verhältnismässigkeitsprüfung zu beachten. Ebenso wenig habe sie dabei
  private und einer Löschung im Anwaltsregister entgegenstehende Interessen
  berücksichtigt, was unzulässig sei.

  
	
   

  
	
  2.2 Die Beschwerdegegnerin hält fest, der
  Beschwerdeführer habe im vorinstanzlichen Verfahren mehrmals Gelegenheit
  gehabt, sich schriftlich und mündlich zu äussern. Folglich stütze sich ihr
  Entscheid massgeblich auf dessen Sachverhaltsdarstellung. Überdies seien
  seine wirtschaftlichen Interessen als Notar sachfremd und würden im
  vorliegenden Verfahren keine Rolle spielen. Denn wer sich Akten nach […]
  liefern lasse und auf Briefen keinen Ort angebe, könne sein Hauptbüro nicht
  in […] haben.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 BGFA lassen sich Anwältinnen
  und Anwälte, die über ein kantonales Anwaltspatent verfügen und Parteien vor
  Gerichtsbehörden vertreten wollen, ins Register des Kantons eintragen, in dem
  sie ihre Geschäftsadresse haben. Rechtsanwälte können sich nur ins kantonale
  Anwaltsregister eines einzigen Kantons eintragen lassen. Verfügen
  Rechtsanwälte über mehrere Geschäftsadressen, haben sie sich im Register
  jenes Kantons eintragen zu lassen, in welchem sie überwiegend tätig sind (BGE
  131 II 639 E. 3.5).

  
	
   

  
	
  3.2 Nach welchen Kriterien sich bestimmt, welches das
  Hauptbüro eines Rechtsanwalts ist, lässt sich weder dem Gesetz noch der
  Botschaft entnehmen. Abzustellen ist auf den Schwerpunkt der Tätigkeit.
  Entscheidend ist folglich, an welchem Ort der Anwalt hauptsächlich tätig ist.
  In Grenzfällen steht es dem Anwalt frei, sich im einen oder anderen Kanton
  eintragen zu lassen (Walter Fellmann/Gaudenz G. Zindel, Kommentar zum
  Anwaltsgesetz, 2. A., Zürich/Basel/Genf 2011, Art. 5 N. 6). Für die
  Bestimmung des Hauptbüros können verschiedene Elemente wie der Ort des
  Erstbüros, der Ort des Sekretariats, der Ort, an dem sich der Rechtsanwalt am
  häufigsten aufhält oder der Ort, an dem sich die meisten Mitarbeiter
  befinden, herangezogen werden (Fellmann/Zindel, Art. 6 N. 12 und Fn.
  12). Ebenso kann auf die Häufigkeit des Aufenthalts in einem Büro abgestellt
  werden (Lucien W. Valloni/Marcel C. Steinegger, Bundesgesetz über die
  Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte, Zürich/Basel/Genf 2002, S. 28
  Fn. 36). Dabei ist die Haupt-Geschäftsadresse des einzelnen Anwalts und
  nicht jene der Kanzlei entscheidend. Denn Anknüpfungspunkt des BGFA ist die
  natürliche Person (Fellmann/Zindel, Art. 6 Fn. 14).

  
	
   

  
	
  3.3 Erfüllen Anwältinnen und Anwälte eine der
  Voraussetzungen für den Registereintrag nicht mehr, werden sie im Register
  gelöscht (Art. 9 BGFA).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Der Beschwerdeführer ersuchte am […] um Eintragung
  ins Anwaltsregister des Kantons Glarus. Als (Haupt-)Geschäftsadresse nannte
  er […]. Als Name der Anwaltskanzlei gab er B.______ an und seine Internetadresse
  benannte er mit […] bzw. seine Mailadresse mit […]. Als Wohnort nannte
  er […]. Gestützt auf diese Angaben verfügte die Beschwerdegegnerin am […] die
  Eintragung ins Anwaltsregister des Kantons Glarus, da der Beschwerdeführer
  die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für den Registereintrag
  erfülle.

  
	
   

  
	
  4.2 Mit Beschluss vom 26. Januar 2017 schloss die Beschwerdegegnerin
  das ihrerseits eingeleitete Verfahren in Sachen Überprüfung der Eintragung
  des Beschwerdeführers im Glarner Anwaltsregister vorläufig ab. Sie kam zum
  Schluss, dass im Ergebnis nicht eindeutig erkennbar sei, ob der
  Beschwerdeführer seine Haupttätigkeit als Rechtsanwalt in Glarus oder in […]
  ausübe, obwohl der Beschwerdeführer am Standort […] seine Hauptinfrastruktur
  unterhalte. Solange nicht eindeutig feststehe, dass er seine Haupttätigkeit
  im Kanton […] ausübe, sei der Eintrag im Anwaltsregister des Kantons Glarus
  nicht zu beanstanden. Indessen habe der Beschwerdeführer bis Ende März 2018
  einen Klientenspiegel der Jahre 2016 und 2017 sowie die dann aktuellsten
  Steuerausscheidungen einzureichen.

  
	
   

  
	
  4.3 Aufforderungsgemäss reichte der Beschwerdeführer am
  29. März 2018 die von der Beschwerdegegnerin verlangten Unterlagen nach,
  woraufhin diese das Verfahren in Sachen Überprüfung der Eintragung im
  Anwaltsregister unter der Verfahrensnummer AK.2018.00006 wiederaufnahm. In
  ihrem Beschluss vom […] führte sie aus, dass der Ort des Hauptbüros eines
  Rechtsanwalts dort sei, wo sich seine hauptsächliche Infrastruktur befinde.
  Sollte der Standort des Hauptbüros nicht zu einem eindeutigen Ergebnis
  führen, sei auf die Steuerausscheidungen abzustellen. Nicht relevant seien
  hingegen die Angaben des Beschwerdeführers zum Wohnsitz seiner Klienten oder
  dazu, wo er welche Honorareinnahmen generiere. Aufgrund der Ausführungen des
  Beschwerdeführers stehe fest, dass er seine Hauptinfrastruktur in […]
  unterhalte, seien doch dort seine drei Büropartner wie auch das übrige
  Personal tätig. Überdies verfüge er dort über Büroräumlichkeiten und
  Besprechungsräume. Aufgrund dieser Umstände sei auf den Beizug der
  Steuerunterlagen zu verzichten.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Wird eine Verfügung innert der Rechtsmittelfrist
  nicht mit einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten, erwächst sie in
  formelle Rechtskraft. Mit dem Eintritt der formellen Rechtskraft wird ein
  Verwaltungsakt zugleich materiell rechtskräftig, das heisst grundsätzlich
  unabänderlich und verbindlich. Dies bedeutet ein Zweifaches: Zum einen darf
  die Behörde nicht (ohne Weiteres) auf das geregelte Rechtsverhältnis
  zurückkommen und zum anderen müssen auch die übrigen Beteiligten die
  beurteilte Sache (res iudicata) gegen sich gelten lassen. Unter restriktiven
  Bedingungen bleibt ein Zurückkommen jedoch dennoch möglich (Ruth
  Herzog/Michael Daum, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im
  Kanton Bern, 2. A., Bern 2020, Art. 56 N. 3).

  
	
   

  
	
  5.2 Eine Änderung der Verfügung durch die Verwaltungsbehörde,
  die sie erlassen hat, ist sowohl vor als auch nach Eintritt der formellen
  Rechtskraft möglich. Nach Eintritt der formellen Rechtskraft sind die
  Voraussetzungen für eine Neubeurteilung allerdings strenger, weil dem Gebot
  der Rechtssicherheit und dem Vertrauensschutz dann grössere Bedeutung zukommt
  als zuvor. Sodann können nur Verfügungen über dauernde Rechtsverhältnisse
  (zum Beispiel Rentenverfügungen oder Berufsausübungsbewilligungen) wegen
  einer Änderung der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse nachträglich
  fehlerhaft werden. Denn nur bei Dauerverfügungen wirkt sich die Rechtsfolge
  auch in der Zukunft aus (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann,
  Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. A., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 1224
  und 1230).

  
	
   

  
	
  5.3 Die entscheidende oder eine ihre vorgesetzte Behörde
  kann einen Entscheid ändern oder aufheben, wenn wichtige öffentliche
  Interessen dies erfordern oder wenn die rechtlichen oder tatsächlichen
  Voraussetzungen, welche die Grundlage des Entscheids gebildet haben, nicht
  mehr erfüllt sind oder sich nachträglich erheblich gewandelt haben (Art. 79
  Abs. 1 VRG). In jedem Fall ist zu prüfen, ob nicht Treu und Glauben, die
  Rechtssicherheit oder andere allgemeine Rechtsgrundsätze die Änderung oder
  Aufhebung verbieten oder nur eingeschränkt gestatten (Art. 79 Abs. 2
  VRG).

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Mit dem in Rechtskraft erwachsenen Beschluss vom
  26. Januar 2017 entschied die Beschwerdegegnerin, den Beschwerdeführer
  im Anwaltsregister des Kantons Glarus eingetragen zu lassen. Zur Bestimmung
  des Hauptbüros stützte sie sich zum einen darauf ab, wo sich der Ort der
  Hauptinfrastruktur befindet. Zum anderen erwähnte sie den Klientenspiegel des
  Beschwerdeführers der Jahre 2012 bis 2015 sowie die Höhe der am jeweiligen
  Bürostandort generierten Honorareinnahmen. Weiter setzte sie sich mit den vom
  Beschwerdeführer offengelegten Steuerdaten auseinander. Folglich bestimmte
  sie das Hauptbüro des Beschwerdeführers im vorerwähnten Entscheid anhand
  verschiedener Parameter und kam im Rahmen einer Gesamtwürdigung zum Schluss,
  den Beschwerdeführer im Anwaltsregister des Kantons Glarus eingetragen zu
  lassen. Im Gegensatz dazu stellte sie in ihrem Beschluss vom […] zur
  Bestimmung des Hauptbürostandorts des Beschwerdeführers einzig auf den Ort
  der Hauptinfrastruktur ab. Den Klientenspiegel, die Honorareinnahmen sowie
  die Steuerdaten liess sie demgegenüber ausser Acht.

  
	
   

  
	
  6.2 Die Beschwerdegegnerin kannte zur Zeit der
  Ausfällung ihres Beschlusses vom 26. Januar 2017 im Verfahren
  AK.2016.00018 die Büroorganisation des Beschwerdeführers. Insbesondere war
  ihr bereits zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass alle Mitarbeitenden und Partner
  des Beschwerdeführers am Standort in […] arbeiteten, seine Akten aus der
  Anwaltstätigkeit dort archiviert wurden und folglich der Ort der
  Hauptinfrastruktur in […] lag. Dies hielt sie in E. 8 des vorerwähnten
  Entscheids ausdrücklich fest. Dennoch kam sie, wohl aufgrund der übrigen, von
  ihr geprüften Parameter, zum Schluss, dass nicht eindeutig erkennbar sei, wo
  der Beschwerdeführer seine Haupttätigkeit als Rechtsanwalt ausübe, weshalb
  sie seinen Eintrag im Anwaltsregister des Kantons Glarus in diesem Zeitpunkt
  nicht löschte. Diametral entgegengesetzt äusserte sie sich demgegenüber im
  Beschluss vom […], obwohl sich die Büroorganisation des Beschwerdeführers im
  Vergleich zum Zeitpunkt der Entscheidfällung im Jahr 2017 nicht nennenswert
  verändert hatte. Dies gründet darin, dass sie davon absah, weitere Parameter
  wie den Klientenspiegel, seine Honorareinnahmen oder aber die Steuerdaten
  miteinzubeziehen, obwohl sie deren Offenlegung im Laufe des Verfahrens
  verlangt hatte.

  
	
   

  
	
  Damit nimmt die
  Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Entscheid eine abweichende Beurteilung
  eines zumindest in Bezug auf die Büroinfrastruktur grundsätzlich gleich
  gebliebenen Sachverhalts vor. Dies obwohl ihr bereits im Jahr 2017
  bekannt war, dass der Beschwerdeführer seine Hauptinfrastruktur in […]
  unterhielt.

  
	
   

  
	
  6.3 Zwar ist die Beschwerdegegnerin berechtigt, einen
  von ihr getroffenen Entscheid von Amtes wegen in Wiedererwägung zu ziehen,
  zumal es sich vorliegend um ein Dauerrechtsverhältnis handelt, welches sich
  nachträglich verändern kann und folglich eine Änderung der ursprünglichen
  Verfügung bedingen kann. Allerdings müssen hierzu die Voraussetzungen von
  Art. 79 Abs. 1 VRG erfüllt sein.

  
	
   

  
	
  Es ist weder ersichtlich
  noch wird von der Beschwerdegegnerin dargelegt, inwiefern sich die
  tatsächlichen Verhältnisse in Bezug auf die Büroorganisation des
  Beschwerdeführers seit dem Jahr 2017 wesentlich verändert haben sollen (vgl. Art. 79
  Abs. 1 lit. b VRG). Ebenso wenig haben sich die rechtlichen
  Voraussetzungen (vgl. Art. 79 Abs. 1 lit. b VRG)
  nachträglich erheblich gewandelt noch legt die Beschwerdegegnerin
  substantiiert dar, welche wichtigen öffentlichen Interessen eine Wiedererwägung
  ihres Entscheids vom Januar 2017 erfordern würden (vgl. Art. 79
  Abs. 1 lit. a VRG).

  
	
   

  
	
  Soweit die
  Beschwerdegegnerin ihre Praxis zur Bestimmung des Hauptbüros mit dem
  vorliegend angefochtenen Beschluss abändert und entgegen ihrem Entscheid vom
  26. Januar 2017 nur noch auf den Ort der Hauptinfrastruktur abstellt,
  ist sie darauf hinzuweisen, dass eine neue Verwaltungspraxis oder
  Rechtsprechung nur ausnahmsweise und insbesondere dann zu einer Anpassung der
  ursprünglichen Verfügung führen kann, wenn die neue Praxis in einem solchen
  Masse eine allgemeine Verbreitung gefunden hat, dass deren Nichtbeachtung als
  Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot erscheinen würde
  (Häfelin/Müller/Uhlmann, Rz. 1230, mit Verweis auf
  BGE 144 III 285 E. 3.4 f.). Dies ist vorliegend
  nicht der Fall, besteht doch in verschiedenen Schweizer Kantonen noch gar
  keine Praxis dazu, wie der Ort des Hauptbüros festzulegen ist. Dies ergibt
  sich aus der von der Beschwerdegegnerin selbst durchgeführten Umfrage bei elf
  Schweizer Aufsichtskommissionen über die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.
  Daraus, dass die Beschwerdegegnerin überhaupt eine entsprechende Umfrage
  startete, muss sodann folgen, dass diese selber noch keine gefestigte Praxis
  zur Frage der Festlegung des Hauptbüros begründet hat, ansonsten keine solche
  Umfrage notwendig gewesen wäre. Somit kann auch daraus nicht auf einen
  Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 79 VRG geschlossen werden.

  
	
   

  
	
  6.4 Insofern die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen
  Entscheid schliesslich ausführt, die Voraussetzungen der Wiedererwägung ihres
  Entscheids in Sachen Eintragung des Beschwerdeführers ins Anwaltsregister des
  Kantons Glarus im Jahr […] seien gegeben, verkennt sie, dass sie sich nach
  der Ausfällung des Grundsatzbeschlusses über die Eintragung ins Glarner
  Anwaltsregister im Jahr […] bereits im Januar 2017 wieder mit dem
  Registereintrag des Beschwerdeführers befasste. Da sich im Verfahren
  AK.2016.00018 dieselben Fragen stellten wie im vorinstanzlichen Verfahren
  AK.2018.00006, müssen die Voraussetzungen der Wiedererwägung in Bezug auf den
  Beschluss vom 26. Januar 2017 vorliegen. Diese sind hingegen zumindest in
  Bezug auf den Ort der Hauptinfrastruktur nicht gegeben (vgl. vorstehende
  E. II/6.3).

  
	
   

  
	
  6.5

  
	
  6.5.1 Werden die übrigen, von der Beschwerdegegnerin in
  ihrem Beschluss vom 26. Januar 2017 geprüften Parameter wie der
  Klientenspiegel angeschaut, ergibt sich sogar, dass die Tätigkeit des
  Beschwerdeführers am Standort Glarus im Vergleich zu jener am Standort […]
  zugenommen hat. So hat er gemäss eigenen Angaben im Jahr 2016 64 %
  seiner Mandate (inklusive Beurkundungsgeschäfte) bzw. 62 %seiner
  Honorareinnahmen am Standort Glarus erzielt. Im Jahr 2017 hat er 68 %
  seiner Mandate (inklusive Beurkundungsgeschäfte) bzw. 67 % seiner
  Honorareinnahmen dem Standort Glarus zugeordnet. Zwar zeigt die
  Erfolgsrechnung des Beschwerdeführers, dass er im Jahr 2018 rund 60 %
  und damit den Grossteil seines Ertrags in […] generierte. Im Jahr 2019
  erwirtschaftete er jedoch mehr als die Hälfte seiner Einnahmen in Glarus, nämlich 54 %. Weiter generierte er
  im ersten Halbjahr 2020 52 % seiner Erträge in Glarus. Dementsprechend
  ergibt sich auch daraus keine klare Verschiebung der Haupttätigkeit des
  Beschwerdeführers nach […] und entgegen der Annahme im Beschluss vom
  26. Januar 2017 keine sinkende Tendenz der Mandate sowie der Einnahmen
  im Kanton Glarus. Folglich kann auch damit keine wesentliche Änderung der
  Verhältnisse, welche eine Wiedererwägung des Entscheids der
  Beschwerdegegnerin vom 26. Januar 2017 allenfalls rechtfertigen könnte,
  begründet werden.

  
	
   

  
	
  6.5.2 Werden schliesslich die vom Beschwerdeführer
  dokumentierten Angaben seiner Arbeitsorte genauer angeschaut, ergibt sich,
  dass der Beschwerdeführer im Jahr 2020 sowie im ersten Halbjahr 2021 den
  Grossteil seiner Bürotätigkeiten an seinem Standort in Glarus erledigte. So
  macht der Beschwerdeführer geltend, im Jahr 2020 67 % seiner
  gesamten Bürotätigkeit in Glarus (28 % in […] und 4 % an anderen
  Standorten) absolviert zu haben. Demgegenüber habe er im ersten Halbjahr 2021
  61 % von Glarus aus gearbeitet (18 % in […] und 21 % an
  anderen Standorten [einen Grossteil davon an seinem derzeitigen Wohnort in
  […], was wohl auf die vermehrte Homeofficetätigkeit aufgrund der
  Corona-Pandemie zurückzuführen ist]). Somit kann daraus ebenfalls nicht auf
  eine Haupttätigkeit des Beschwerdeführers in […] geschlossen werden.

  
	
   

  
	
  6.6 Anzufügen bleibt der Vollständigkeit halber, dass
  bei der Frage des Ortes der Haupttätigkeit des Beschwerdeführers massgeblich
  auf seine eigenen Angaben abzustellen ist. Dies gründet darin, dass er seine
  eigene Büroorganisation, die Art und Weise der Erledigung seiner Tätigkeit,
  die von ihm betreuten Mandate sowie auch die erzielten Einnahmen kennt und
  folglich umfassend darüber Auskunft erteilen kann. Dazu ist er nach Art. 12
  lit. j BGFA auch verpflichtet, obliegt es doch ihm, der Aufsichtsbehörde jede
  Änderung der ihn im Register betreffenden Daten zu melden. Vorliegend sind
  keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche Zweifel an den vom Beschwerdeführer
  offengelegten Angaben hervorrufen würden. Dies anerkennt auch die
  Beschwerdegegnerin, zumal die von ihm getätigten Angaben betreffend seine
  Büroorganisation nicht in substantiierter Weise bestritten werden.

  
	
   

  
	
  6.7 Im Übrigen ist festzuhalten, dass auch kein
  Revisionstatbestand im Sinne von Art. 79 Abs. 3 VRG
  i.V.m. Art. 117 ff. VRG vorliegt. Weder sind Revisionsgründe
  ersichtlich noch werden solche von der Beschwerdegegnerin geltend gemacht.

  
	
   

  
	
  6.8 Zusammenfassend ist keine wesentliche Veränderung
  der tatsächlichen Verhältnisse im Vergleich zu jenen, welche dem Entscheid
  der Beschwerdegegnerin vom 26. Januar 2017 zugrunde lagen, ersichtlich.
  Von einer Verschiebung der Haupttätigkeit des Beschwerdeführers an seinen
  Bürostandort in […] ist nicht auszugehen, womit keine Löschung der Eintragung
  des Beschwerdeführers im Anwaltsregister des Kantons Glarus gerechtfertigt
  ist. Folglich erübrigt sich die Prüfung der weiteren, vom Beschwerdeführer
  gegen den vorinstanzlichen Entscheid erhobenen Rügen sowie die Abnahme
  weiterer Beweismittel.

  
	
   

  
	
  Dies führt zur Gutheissung
  der Beschwerde und zur Aufhebung des Entscheids der Beschwerdegegnerin vom
  […].

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  1.

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1 lit.
  c VRG hat die Partei, welche im Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Ausgangsgemäss sind die
  Gerichtskosten auf die Staatskasse (vgl. Art. 135 Abs. 1 VRG)
  zu nehmen und dem Beschwerdeführer ist der von ihm bereits geleisteten
  Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.- zurückzuerstatten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Zusprache einer
  Parteientschädigung. Bei der Parteientschädigung handelt es sich gemäss Art.
  138 Abs. 1 VRG unter anderem um eine Vergütung für die Kosten der
  berufsmässigen Parteivertretung in einem Beschwerde-, Klage- oder
  Revisionsverfahren. Folglich wird ein Vertretungsverhältnis vorausgesetzt,
  welches bei einem in eigener Sache handelnden Rechtsanwalt nicht besteht. In
  einem solchen Fall ist nur ausnahmsweise, bei Vorliegen spezieller
  Verhältnisse bzw. bei besonderem Aufwand eine Parteientschädigung
  zuzusprechen (vgl. etwa BGer-Urteil 1C_233/2015 vom 5. Oktober 2015
  E. 3.1, 1B_163/2014 vom 18. Juli 2014 E. 3; zur kantonalen
  Praxis VGer-Urteil VG.2020.00104 vom 4. Februar 2021 E. III/2,
  nicht publiziert).

  
	
   

  
	
  2.2 Der Beschwerdeführer ist Rechtsanwalt und
  prozessierte in eigener Sache. Er hat zwar eine umfassende Beschwerdeschrift
  eingereicht. Diese enthält jedoch viele Wiederholungen bereits vorgebrachter
  Argumente sowie bereits bekannter Angaben zum Sachverhalt. Damit hat er
  keinen besonderen Aufwand
  betrieben, der das Mass überschreiten würde, das der Einzelne üblicher- und
  zumutbarerweise für die Besorgung persönlicher Angelegenheiten auf sich zu
  nehmen hat. Ihm ist nach dem Dargelegten keine Parteientschädigung zuzusprechen.

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss der Beschwerdegegnerin vom
    […] wird aufgehoben. 

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten werden auf die Staatskasse genommen. Dem Beschwerdeführer
    wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von
    Fr. 2'000.- zurückerstattet.

    
	
    3.

    	
    Es
    wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]