# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0841003-3d63-5058-ac8a-dfccbb6504de
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.03.2007 R 2006 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_R-2006-111_2007-03-13.pdf

## Full Text

R 06 111

2. Kammer 

URTEIL
vom 13. März 2007

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Neuzuteilung bei Güterzusammenlegung

1. … schrieb im Rahmen der Melioration … dem zuständigen Ingenieur … am 

2. Mai 2000, dass er aus dem baufälligen Stall auf Parzelle 42 ein Objekt 

realisieren wolle, was nur dann einen Sinn mache, wenn der alte Weg zur 

Post (Parzelle 209) aufgehoben und zur Parzelle 42 genommen werden 

könne. Ansonsten sei das Grundstück von allen Seiten mit Strassen 

umgeben. Der östlich vom Gebäude liegende Bacheinlauf möchte er ebenfalls 

in Parzelle 42 integrieren. 

2. Die Neuzuteilung über die Gesamtmelioration … lag vom 15. Juli bis zum 3. 

August 2005 öffentlich auf. Innert der Auflagefrist erhob … gegen die 

Neuzuteilung Einsprache mit dem Begehren, Parzelle 42 anders 

abzugrenzen. Ihm sei ein Teil östlich des Gebäudes zugeteilt worden, was für 

ihn keinen Sinn mache. 

3. Am 8. September 2005 fand eine Einspracheverhandlung vor der 

Schätzungskommission der Meliorationsgenossenschaft … statt. Dort, wie 

auch am 12. Oktober 2005, konnte keine Einigung erzielt werden und 

schliesslich scheiterte auch die Verhandlung vom 14. November 2005. 

4. Am 15. November 2006 erliess die Schätzungskommission ihren Entscheid. 

Sie verfügte, dass die Parzelle 42 gegenüber den Parzellen 45 und 426 neu 

abgegrenzt werde. Die Parzelle 42 erhalte dabei 50m2 mehr Land, wobei die 

Ausgleichung in Geld zu erfolgen habe. 

Die Schätzungskommission erwog, dass sich der Eigentümer des Stalles Nr. 

16A auf Parzelle 48 genötigt gesehen habe, eine Vergrösserung des 

bestehenden Stalles zu bauen. Dazu habe eine alte Strasse aufgehoben 

werden müssen. Als Ersatz sei ab der damaligen Kantonsstrasse ein 

Güterweg zwischen den heutigen Parzellen 42 und 48 erstellt worden. Mit der 

Neuzuteilung sei die neue Grenze der Parzelle 42 entlang diesem Güterweg 

und dem Einlauf der Bachunterführung gezogen worden. Im Westen verlaufe 

die Grenze von Parzelle 42 gemäss Neuzuteilung entlang der alten 

Westgrenze, d.h. entlang dem alten Weg. Unter diesem Gemeindeweg 

verliefen auch die Werkleitungen der Gemeinde. … habe verlangt, dass der 

alte Weg mindestens in den oberen drei Vierteln zur Parzelle 42 geschlagen 

werde, weil sonst eine vernünftige Überbauung dieser Parzelle nicht möglich 

sei. Die Gemeinde … habe an den Verhandlungen verlangt, dass der Weg 

nach wie vor als Durchgang zu erhalten sei. Zudem sei es wichtig, dass alle 

Werkleitungen auf dem Boden der Gemeinde lägen. 

Die Böschung entlang des Güterwegs zwischen den Parzellen 42 und 48 sei 

Bauland und gehöre naturgemäss zur Parzelle 42. Für den Grenzabstand 

gegenüber dem Güterweg könne so ab der Strassengrenze gemessen 

werden. Die den Bacheinlauf umfassende Parzelle 45 müsse in der 

öffentlichen Hand und offen bleiben, damit der Unterhalt und die 

Überwachung des Durchlasses gewährleistet seien. 

5. Gegen diesen Entscheid erhob … am 11. Dezember 2006 Beschwerde. Er 

machte geltend, dass die künstliche und neugeschaffene Böschung entlang 

des Güterwegs absolut unbebaubar und unbewirtschaftbar sei. Da bei einem 

allfälligen Neubau auf den bestehenden Fundamenten aufgebaut würde, 

könne es nicht sein, dass der Grenzabstand ab der Strasse gemessen werde. 

Weiter sei nirgends gesetzlich geregelt, dass Werkleitungen zwingend auf 

gemeindeeigenem Boden zu liegen hätten. 

Es sei klar, dass heute keine offenen Gewässer mehr überdeckt werden 

dürften. Trotzdem sei nicht einzusehen, weshalb diese Parzelle nicht mit 

Parzelle 42 vereint werden könne. 

Er habe zugunsten des Erweiterungsbaues von Stall Nr. 16A seine 

Einwilligung für den Bau der Güterstrasse bis ungefähr auf einen Meter an 

das nördlich gelegene Gebäude gegeben. Ingenieur Walter Stockmann habe 

ihm damals zugesichert, dass er sich für eine Aufhebung des westlich vom 

Gebäude liegenden Durchgangswegs einsetzen werde. 

Dieser Durchgang sei durch den Aufgang zu den Parzellen 21 und Folgenden 

so verbaut, dass man ihn nur zu Fuss begehen könne. Zudem werde er nicht 

benutzt und die Gemeinde … habe ihn seit Jahren nicht unterhalten. Es 

handle sich nicht um einen durchgehenden Weg, welcher traditionell zum 

Dorfbild gehöre und er erfülle auch andere Anforderungen nicht. 

Er habe nun im Quadrat Strassen um sein Gebäude, weswegen er kein 

Interesse an Investitionen in seine baufällige Liegenschaft mehr haben könne. 

6. Am 12. Januar 2007 beantragten sowohl die Schätzungskommission als auch 

die Meliorationskommission die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 

eingetreten werden könne. Zur Begründung werde auf den angefochtenen 

Entscheid verwiesen und ergänzt, dass die Parzelle 42 vollumfänglich in der 

Bauzone liege. Der Beschwerdeführer erhalte gemäss aufgelegter 

Neuzuteilung eine Mehrzuteilung von 53 m2 in der Bauzone. 

Die Böschung auf der Grenze der neuen Parzelle 42A gegenüber der 

Strassenparzelle 426 im Bereich nördlich der Bacheinlaufsparzelle 45A 

gehöre eindeutig zur Parzelle 42A. Sie sei sowohl landwirtschaftlich als auch 

als Umgebung eines Bauplatzes nutzbar. Falls mit der anstehenden 

Ortsplanungsrevision für diese Zone eine Ausnützungs- oder 

Baumassenziffer eingeführt werde, sei die Zone für entsprechende 

Berechnungen anrechenbar. Falls in Zukunft nicht im Hofstattrecht gebaut 

werden könne, könne in diesem Bereich ab der neuen Grenze gemessen 

werden. 

Es sei nicht zwingend, aber durchaus sinnvoll, dass die Hauptwerkleitungen 

der Gemeinde auch auf Gemeindeboden lägen. Es bestehe kein Bedarf, die 

Leitungen wegen baulichen Massnahmen auf Privatgrund zu verlegen oder 

speziell zu schützen. 

Es sei wichtig, dass der Bacheinlauf des Durchlasses unter der alten 

Kantonsstrasse im Eigentum der Gemeinde bleibe, damit der Zugang, die 

Überwachung und der Unterhalt gewährleistet werden könne. Eine 

Eindeckung komme nicht in Frage. 

Der Beschwerdeführer habe den Wunsch geäussert, den oberen Teil des 

alten Weges zugeteilt zu erhalten. Entgegen seinen Ausführungen habe 

Ingenieur Stockmann diesbezüglich keine verbindliche Zusicherung 

abgegeben. Dazu hätten alle Wünsche vorliegen und ein Zuteilungsentwurf 

vorhanden sein müssen. 

Die Gemeinde … wolle den historischen Weg ab der Gemeindegrenze … bis 

… erhalten. Sie habe deshalb auch den Wunsch geäussert, diesen Weg 

soweit möglich in ihrem Eigentum zu behalten. Eine Zuteilung an den 

Beschwerdeführer wäre sodann nicht zu rechtfertigen, habe er doch mit der 

im Entscheid verfügten Zuteilung eine Mehrzuteilung von 50 m2 bei einem 

Anspruch von 610 m2, was 8.2% Bauland entspreche. Die Wegparzelle sei im 

Minimum 2.86 m breit und somit mit kleineren landwirtschaftlichen 

Fahrzeugen befahrbar. 

7. Am 17. Januar 2007 schrieb das Amt für Landwirtschaft und Geoinformation 

(ALG), dass nach Art. 30 des Meliorationsgesetzes (MelG; BR 915.100) 

Bauland nach den Grundsätzen der Baulandumlegung im Sinne des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) 

umzulegen sei, wobei landwirtschaftliche Interessen nach Möglichkeit zu 

berücksichtigten seien. Mit dem Bau des Weges Nr. 9 zwischen Parzellen 

42/45 und 48/50 sei dem landwirtschaftlichen Aspekt Rechnung getragen 

worden, indem damit auf Parzelle 48 die Erweiterung des Betriebsgebäudes 

eines Vollerwerbsbetriebs ermöglicht worden sei. Mit dem neuen Weg sei 

ebenso die Situation von Parzelle 42 im Sinne der Baulandnutzung verbessert 

worden, indem ihre Nordgrenze gestreckt und mindestens teilweise weiter 

vom Gebäude weg an den Wegrand geschoben wurde. West- und Südgrenze 

entsprächen dem alten Bestand. Im Einspracheentscheid habe die 

Schätzungskommission zugunsten des Rekurrenten eine Grenzkorrektur in 

der nordwestlichen Ecke vorgenommen, diese allerdings im Südosten 

zugunsten von Parzelle 45 wieder kompensiert. Mit der Neuzuteilung sei den 

gesetzlichen Anforderungen von Art. 30 MelG nachgekommen worden. 

Parzelle 42 habe bezogen auf das bestehende Gebäude ungefähr dieselben 

Vor- und Nachteile wie vor der Neuzuteilung. Die Mehrzuteilung von rund 50 

m2 oder rund 8% in der Bauzone sei vorteilhaft. Mit dem neuen Weg Nr. 9 

entstünden bei Bautätigkeiten auf Parzelle 42 Vorteile. Der derzeit 

bestehende Niveauunterschied zwischen Gelände und Weg Nr. 9 

(beanstandete Böschungen) sei, sofern tatsächlich störend, bei 

Baumassnahmen auf Parzelle 42 leicht zu korrigieren. Parzelle 42 stehe nach 

der Neuzuteilung besser da als vorher. 

8. Am 16. Januar 2007 schrieb die Gemeinde …, dass der Bacheinlauf auf der 

Parzelle 45 der Gemeinde gehören müsse, weil nur so der nötige Unterhalt 

jederzeit gewährleistet werden könne. Die von der Schätzungskommission 

vorgeschlagene Linienführung nordwestlich von Gebäude Nr. 8 (Einengung 

des alten Weges) entspreche nicht den Vorstellungen des 

Gemeindevorstandes, welcher die alte Grenze klar vorziehe, weil der Weg bei 

dieser Liegenschaft einerseits Teilstück der historischen Verbindung … und 

der Erhalt des alten Weges bei der Neuzuteilung gesichert worden sei. 

Andererseits wolle er einen unkomplizierten Zugriff auf die dort verlegten 

Werkleitungen haben. Da der Gemeindevorstand den Abschluss der 

Neuzuteilung aber nicht verzögern wolle, habe er auch den Entscheid der 

Schätzungskommission vom 15. November 2006 akzeptieren wollen. Wenn 

aber die Neuzuteilung von Parzelle 42 neu aufgerollt werden sollte, wolle sich 

der Vorstand für die alten Grenzen in diesem Bereich einsetzen.

9. Am 13. März 2007 führte eine Delegation des Verwaltungsgerichts an Ort und 

Stelle einen Augenschein durch, an welchem der Beschwerdeführer und von 

Seiten der Beschwerdegegnerinnen der Obmann der Schätzungskommission 

sowie ein Vertreter der Meliorationskommission und ein Mitarbeiter des 

betrauten Ingenieurbüros teilnahmen. Als Beigeladene erschienen der 

Gemeindepräsident von … und ein Vertreter des ALG. Allen Anwesenden 

wurde dabei die Gelegenheit gegeben, sich anhand der Örtlichkeiten und an 

verschiedenen Standorten auch noch mündlich ausführlich zu den 

aufgeworfenen Fragen und Problemen zu äussern.

Auf das Ergebnis des Augenscheines wie auch auf die weiteren Vorbringen 

der Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Am 1. Januar 2007 ist das neue Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) in Kraft getreten, welches das bisherige 

Verwaltungsgerichtsgesetz (VGG; BR 370.100) und für das 

Versicherungsgericht (Art. 49 Abs. 2 VRG) die bisherige grossrätliche 

Verordnung über das Verfahren in Sozialversicherungsstreitsachen (VVS; BR 

542.300) abgelöst hat. Übergangsrechtlich bestimmt Art. 85 Abs. 2 VRG, dass 

sich die Weiterziehbarkeit und das Rechtsmittelverfahren nach neuem Recht 

richten, wenn bei dessen In-Kraft-Treten die Rechtsmittelfrist noch nicht 

abgelaufen ist. Umgekehrt gilt noch das bisherige Recht, wenn die 

Rechtsmittelfrist vor dem 1. Januar 2007 bereits abgelaufen ist. Hier endete 

die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 60 VRG erst im Jahre 2007, 

weshalb vorliegend neues Recht zur Anwendung kommt.

2. Strittig und zu entscheiden ist, ob die Wegparzelle 209 mindestens in den 

oberen drei Vierteln aufgehoben und zur Parzelle 42 genommen werden 

kann, die östlich vom Gebäude liegende Bacheinlaufsparzelle 45 ebenfalls in 

Parzelle 42 zu integrieren und die Böschung zwischen den Parzellen 42/48 

Bauland ist, resp. ebenfalls der Parzelle 42 anzurechnen ist. 

3. a) Einen wesentlichen, die Neuzuteilung im Meliorationsverfahren 

beherrschenden Grundsatz bildet das vom Bundesgericht aus der 

Eigentumsgarantie abgeleitete und auch in Art. 28 MelG verankerte Prinzip 

des vollen Realersatzes. Dieses Prinzip besagt, dass das dem einzelnen 

Grundeigentümer neu zugeteilte Land, abgesehen vom Abzug für 

gemeinschaftliche Anlagen, nach Art, Wert und Fläche, d.h. in quantitativer 

und qualitativer Hinsicht, dem ursprünglichen Grundbesitz zu entsprechen 

habe, soweit sich dies unter Berücksichtigung der technischen Erfordernisse 

bewerkstelligen lasse. Selbstverständlich kann das Prinzip des vollen 

Realersatzes aber nicht in dem Sinne absolut gelten, dass dem einzelnen 

Grundeigentümer nur solches Land zugeteilt werden darf, das in jeder 

Hinsicht, also in Bezug auf die Lage, die Bewirtschaftbarkeit, die 

Bodenbeschaffenheit usw. genau dem Altbesitz entspricht. Andernfalls wäre 

eine Güterzusammenlegung praktisch kaum je durchführbar. Der 

Grundeigentümer muss daher im Interesse der Realisierbarkeit einer 

Güterzusammenlegung gewisse Unterschiede zwischen Alt- und Neubesitz in 

Kauf nehmen. Bei jedem Zuteilungsverfahren gilt schliesslich zu beachten, 

dass grundsätzlich kein Anspruch auf eine Landzuteilung an einem 

bestimmten Ort zusteht. Ein Grundeigentümer kann lediglich verlangen, dass 

ihm für das Entzogene voller Realersatz geleistet wird. Das 

Verwaltungsgericht kann nun die Frage, ob eine Neuzuteilung bezüglich 

Zusammensetzung, Fläche und Wert des Bodens vollen Realersatz im 

umschriebenen Sinne darstellt, nicht frei überprüfen, da sich das 

Beschwerdeverfahren bei Güterzusammenlegungen gemäss Art. 43 MelG 

nach den Bestimmungen des VRG richtet. Art. 51 VRG beschränkt die 

Überprüfungsbefugnis des Verwaltungsgerichtes auf Rechtsverletzungen 

einschliesslich Ermessensüberschreitung oder -missbrauch sowie auf die 

Überprüfung der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz. Ein Missbrauch 

oder eine Überschreitung des Ermessens liegt nicht schon dann vor, wenn 

eine Meliorationsgenossenschaft resp. Schätzungskommission unter 

verschiedenen an sich möglichen und zweckmässigen Lösungen eine andere 

wählt, als dies das Verwaltungsgericht tun würde, wenn es anstelle der 

Vorinstanz zu entscheiden hätte. Gerade in Fragen der Zweckmässigkeit und 

Angemessenheit einer Neuzuteilung ist dieser ein breiter 

Ermessensspielraum einzuräumen. Dies trifft insbesondere dort zu, wo die 

Spezialisten im Zusammenlegungsverfahren technische Probleme zu lösen 

haben, die sich aus den topographischen Gegebenheiten und der Struktur des 

Zusammenlegungsgebietes ergeben. Von einer Überschreitung oder einem 

Missbrauch des Ermessens könnte nur dann die Rede sein, wenn der 

angefochtene Entscheid auf einer unhaltbaren Würdigung der Umstände 

beruht, die sich mit sachlichen Gründen überhaupt nicht mehr rechtfertigen 

lässt und den Grundsätzen einer Zusammenlegung offensichtlich in schwerer 

Weise zuwiderläuft. Unter dem Gesichtspunkt der umschriebenen 

Überprüfungsbefugnis ist auch die vorliegende Beschwerde zu beurteilen (vgl. 

VGU R 06 34; PVG 1990 Nr. 50; VGE 551 und 556/1974; 501/93; 526a/94).

b) Was der Beschwerdeführer in materieller Hinsicht vorbringt, erschöpft sich im 

Wesentlichen in rein appellatorischer Kritik an den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 15. November 2006. 

Bei der Neuzuteilung wurden dem Beschwerdeführer im Norden zwei in die 

Strasse resp. den Güterweg Nr. 9 ragende Parzellenteile abgeschnitten und 

die Parzellengrenze neu entlang des Güterwegs geführt. Dagegen wurde ihm 

im Osten ein beträchtlicher Teil der ehemaligen Parzelle 44 zugeschlagen. Im 

Bereich des Bacheinlaufs blieb die Parzellengrenze unverändert, ebenso 

entlang der Strassenparzelle im Süden und entlang des alten Weges im 

Westen der Liegenschaft. Wie im Augenschein ersichtlich geworden, kann im 

Wesentlichen gesagt werden, dass man dem Beschwerdeführer bei der 

Neuzuteilung im Osten - abgesehen von seinem Wunsch nach Zuteilung der 

Parzelle 45 - weitgehend entgegengekommen ist. Insbesondere war er 

gemäss dem Plan, welchen er seinem Schreiben vom 2. Mai 2000 angeheftet 

hatte, mit der Abtretung der beiden Spickel im Norden einverstanden. Im 

Süden ist die Zuteilung ebenfalls gemäss seinen Wünschen erfolgt, dagegen 

hat man ihm im westlichen Teil der Parzelle nicht wunschgemäss die oberen 

drei Viertel des alten Weges … zugeteilt. 

c) Im Rahmen des Einspracheverfahrens hat nun die Schätzungskommission 

die anlässlich der Neuzuteilung festgelegten Grenzen von Parzelle 42A noch 

einmal geringfügig geändert. Im Nordwesten wurde der Parzelle zulasten des 

alten Weges noch ein kleiner Spickel zugeschlagen, unter Wegnahme eines 

Teils der Grundfläche von Parzelle 42A zugunsten der Bacheinlaufsparzelle 

45A zur Kompensation der vorstehend erwähnten Mehrzuteilung. 

d) Der Beschwerdeführer begründet seine Anliegen vor allem mit der nicht 

optimalen Überbaubarkeit seiner Parzelle innerhalb des Grundrisses des 

bestehenden Gebäudes. Dabei übersieht er aber klar, dass ihm kein Recht 

auf Zuteilung der geltend gemachten Flächen zusteht. Er hat kein Recht zu 

verlangen, dass die Parzelle in Bezug auf den Neubau seines baufälligen 

Stalles innerhalb der bestehenden Grenze optimiert wird. Im Übrigen würde 

ihm aufgrund der Besitzstandsgarantie gemäss Art. 26 Abs. 2 der 

Schweizerischen Bundesverfassung (BV; SR 101) der Neubau seines Stalles 

ohnehin zustehen, gemäss Art. 5 des kommunalen Baugesetzes sogar bei 

einer Nutzungsänderung zum Beispiel in eine Wohnbaute. Zudem hat der 

Beschwerdeführer nicht weniger Land als vorher, sondern sogar 50 m2 mehr. 

Es handelt sich dabei um anrechenbares Bauland, sodass die allfällige 

Nichtüberbaubarkeit einzelner zugeteilter Parzellenteile nicht von Belang ist, 

solange die Überbaubarkeit der Parzelle generell sichergestellt ist. Anlässlich 

des Augenscheins hat der Gemeindepräsident dem Beschwerdeführer 

zugesichert, dass betreffend der Parzelle 42A keine Ausnutzungsziffer 

bestehe und die Parzelle im Hofstattrecht (gemäss kommunalem BG) 

überbaut werden könne. 

e) Die Argumentation des Beschwerdeführers betreffend die nicht erfolgte 

Zuteilung der Bacheinlaufparzelle 45A ist dürftig, ist doch diese Fläche effektiv 

nicht überbaubar oder bewirtschaftbar. Somit setzt sich der Beschwerdeführer 

in Widerspruch zur Argumentation betreffend der neugeschaffenen 

Böschung, ist doch auch Parzelle 45A weder überbaubar noch in einer 

anderen Form nutzbar. Auch bei der neugeschaffenen Böschung entlang des 

Güterweges spielt es keine Rolle, dass diese unbebaubar ist, gilt sie doch als 

anrechenbares Bauland.

f) Keine Rolle spielt weiter, ob die Werkleitungen nach wie vor auf 

Gemeindeboden liegen sollen oder nicht, denn der Beschwerdeführer hat kein 

Anrecht auf Zuteilung des alten Weges. Es ist zwar nicht zwingend, aber von 

der Gemeinde durchaus in vertretbarer Art und Weise begründet worden, 

dass die Hauptwerkleitungen der Gemeinde auf Gemeindeboden liegen. So 

besteht kein Anlass, diese Werkleitungen wegen baulichen Massnahmen auf 

Privatgrund zu verlegen oder speziell zu schützen. Die Gemeinde besteht 

denn auch zu Recht darauf, dass die heute im alten Weg verlaufenden 

Werkleitungen weiterhin auf ihrem Boden (Parzelle 426) zu haben und so den 

historischen Weg von der Gemeindegrenze … nach … im bisherigen Zustand 

zu erhalten. Anlässlich des Augenscheins versicherte der 

Gemeindepräsident, dass die Gemeinde den Weg zukünftig in vorliegender 

Form beibehalten wolle, da er als Fussweg und für gelegentliches Befahren 

benutzt werden können solle.

4. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass nicht einzusehen ist, weshalb 

die Neuzuteilung gemäss dem Entscheid der Schätzungskommission vom 15. 

November 2006 nicht sachlich begründbar sein soll. Nach dem Ausgeführten 

und angesichts der beschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts ist die 

Beschwerde folglich abzuweisen.

5. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten des 

Beschwerdeführers. Von der Zusprechung einer aussergerichtlichen 

Entschädigung an die Beschwerdegegnerinnen ist praxisgemäss sowie 

aufgrund von Art. 78 Abs. 2 VRG abzusehen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 353.--

zusammen Fr. 2'853.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.