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**Case Identifier:** 01280a31-8c08-58a3-b4ec-32f1c0e141b4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.02.2024 B-1130/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1130-2023_2024-02-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1130/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter David Aschmann (Vorsitz), 

Richter Jean-Luc Baechler, Richter Christian Winiger, 

Gerichtsschreiberin Gizem Yildiz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung,  

Forschung und Innovation SBFI,  

Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  

Gegenstand 
 Beiträge für absolvierte vorbereitende Kurse. 

 

 

 

B-1130/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Nachdem A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) die eidgenössi-

sche Berufsprüfung "Fachfrau/Fachmann im Finanz- und Rechnungswe-

sen mit eidg. Fachausweis" bestanden hatte, wurde ihm das Resultat mit 

Prüfungsverfügung am 8. Mai 2019 eröffnet. Am 13. November 2022 

reichte er beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation 

SBFI (im Folgenden: Vorinstanz) ein Gesuch um einen Beitrag an die Kurs-

kosten ein. Zuvor hatte er in einem Schreiben vom 22. August 2022 darge-

legt, weshalb er erst jetzt zur Einreichung des Gesuchs komme. 

B.  

Mit Verfügung vom 27. Januar 2023 wies die Vorinstanz das Gesuch mit 

der Begründung ab, es sei nicht innert zwei Jahren seit Eröffnung der Prü-

fungsverfügung eingereicht worden und deshalb verspätet. 

C.  

Mit Beschwerde vom 25. Februar 2023 beantragte der Beschwerdeführer 

die Aufhebung und Nichtigerklärung der Verfügung unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen, eventualiter die Rückweisung an die Vorinstanz zur 

Neubeurteilung. Ausserdem ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege. 

D.  

Mit Verfügung vom 28. Februar 2023 lud das Bundesverwaltungsgericht 

den Beschwerdeführer ein, innert Frist das Formular "Gesuch um unent-

geltliche Rechtspflege" auszufüllen und mit entsprechenden Beweismitteln 

einzureichen. Da der Beschwerdeführer nicht reagierte, wies es das Ge-

such um unentgeltliche Rechtspflege mit Verfügung vom 21. März 2023 ab 

und auferlegte ihm einen Kostenvorschuss von Fr. 660.–, den der Be-

schwerdeführer fristgerecht leistete. 

E.  

Die Vorinstanz hielt mit Vernehmlassung vom 28. Juni 2023 im Wesentli-

chen an ihren Ausführungen gemäss der angefochtenen Verfügung fest 

und beantragt die Abweisung der Beschwerde, da das Gesuch offensicht-

lich verspätet eingereicht worden sei. 

F.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-

weit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

B-1130/2023 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden ge-

gen Entscheide der Vorinstanz zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG 

sowie Art. 61 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 [BBG, 

SR 412.10]). Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen Frist von 

Art. 50 Abs. 1 VwVG eingereicht und der verlangte Kostenvorschuss recht-

zeitig geleistet. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Be-

schwerdeführer zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.   

2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe mit seiner Kursanbieterin 

eine Abzahlungsvereinbarung in Raten getroffen und deshalb die Kurskos-

tenbestätigung erst am 3. Juli 2021, mehr als zwei Jahre nach Eröffnung 

der Prüfungsverfügung am 8. Mai 2019, erhalten. Dass er die zweijährige 

Frist von Art. 66c Abs. 1 Bst. f der Berufsbildungsverordnung vom 19. No-

vember 2003 (BBV, SR 412.101) deshalb gar nicht habe einhalten können, 

dürfe ihm nicht zum Nachteil gereichen. Nach seiner letzten Teilzahlung sei 

er sodann an einer Corona-Infektion erkrankt. Seitdem habe er an psychi-

schen und physischen Long-Covid Beschwerden gelitten und sei deshalb 

erst im Oktober/November 2022 dazu gekommen, sich mit der Einreichung 

des Gesuchs zu befassen. Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdefüh-

rer rügt damit sinngemäss die Auslegung und Anwendung der Verord-

nungsbestimmung unter Berücksichtigung seiner besonderen Umstände 

und im Licht des übergeordneten Rechts durch die Vorinstanz. 

2.2 Die Vorinstanz begründet die Abweisung des Beitragsgesuchs mit der 

verpassten zweijährigen Frist von Art. 66c Abs. 1 Bst. f BBV. Der Be-

schwerdeführer habe erst am 13. November 2022, deutlich später als zwei 

Jahre seit Eröffnung der Prüfungsverfügung am 8. Mai 2019, ein Gesuch 

um Beiträge gestellt. Dass er die benötigte Zahlungsbestätigung erst am 

3. Juli 2021 und damit nach Ablauf der Frist erhalten habe, ändere nichts, 

da er auch danach noch ein Jahr und vier Monate bis zur Einreichung des 

Gesuchs habe verstreichen lassen. Selbst unter der Annahme, der Be-

schwerdeführer wäre während dieser Zeit gesundheitlich angeschlagen 

gewesen, wäre ihm zumindest zuzumuten gewesen, eine Vertretung zu 

beauftragen.   

  

B-1130/2023 

Seite 4 

3.  

3.1  

3.1.1 Der Bund kann Beiträge an Absolvierende von Kursen leisten, die auf 

eidgenössische Berufsprüfungen oder eidgenössische höhere Fachprü-

fungen vorbereiten (Art. 56a Abs. 1 BBG). Zweck dieser Norm ist es, die 

finanzielle Belastung der Absolvierenden durch direkte Beitragszahlungen 

zu senken, um ein breites und durchlässiges Berufsbildungsangebot zu 

fördern (Art. 63 Abs. 2 BV; Urteile des BVGer B-1862/2019 vom 18. No-

vember 2019 E. 2.1; B-5350/2020 vom 13. Oktober 2021 E. 2.1). Die Bun-

desbeiträge sollen überdies zur Deckung des Fachkräftebedarfs (Fachkräf-

teinitiative) beitragen (Urteil des BVGer B-574/2022 vom 1. Dezember 

2022 E. 2.2).  

3.1.2 Die Vorinstanz richtet Beiträge aus, wenn sechs Anspruchsvoraus-

setzungen erfüllt sind (Art. 56a BBG i.V.m. Art. 66c Abs. 1 Bst. a bis f BBV; 

Urteile des BVGer B-574/2022 vom 1. Dezember 2022 E. 2.3; B-2491/

2021 vom 24. August 2021 E. 2.1). Unter anderem muss eine vom Anbieter 

des vorbereitenden Kurses ausgestellte Bestätigung über die von der Ab-

solventin oder dem Absolventen bezahlten, anrechenbaren Kursgebühren 

vorliegen, welche nicht bereits im Rahmen eines anderen Kostengesuchs 

eingereicht wurde (Art. 66c Abs. 1 Bst. d BBV), und das Gesuch muss in-

nerhalb von zwei Jahren nach Eröffnung der Verfügung über das Bestehen 

oder Nichtbestehen der eidgenössischen Berufsprüfung oder der eidge-

nössischen höheren Fachprüfung (Prüfungsverfügung) eingereicht worden 

sein (Art. 66c Abs. 1 Bst. f BBV). 

3.2 Bei gesetzlichen Fristen handelt es sich in der Regel um Verwirkungs-

fristen (vgl. Urteil des BVGer A-988/2019 vom 7. November 2019 E. 2.5.1). 

Auch die vorliegende zweijährige Frist hat den Zweck, den Anspruch auf 

die Bundesbeiträge in zeitlicher Hinsicht aus Gründen der Rechtssicherheit 

zu beschränken. Wer eine einschlägige Prüfung absolviert hat, soll nur für 

einen überschaubaren Zeitraum einen Teil der Kurskosten vom Bund zu-

rückfordern können. Je länger die Prüfung zurückliegt, desto geringer ist 

das Interesse, im Nachhinein noch finanzielle Unterstützung zu erhalten. 

3.2.1 Verwirkungsfristen greifen stark in die Rechtsstellung der Betroffenen 

ein (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 8. Aufl. 2020, N. 783). Sie müssen deshalb grundsätzlich in ei-

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nem formellen Gesetz vorgesehen oder zumindest umrissen werden (Ur-

teile des BGer 1C_41/2017 und 1C_42/2017 vom 1. September 2017 

E. 4.3.1; 2C_923/2014 vom 22. April 2016 E. 6.2; 2C_744/2014 vom 

23. März 2016 E. 6.2). Es ist indes nicht ausgeschlossen, dass Verwir-

kungsfristen auch in Rechtsverordnungen vorgesehen werden, ohne dass 

der Gesetzgeber sie im formellen Gesetz verankert hat, sofern er dem Ver-

ordnungsgeber die Regelung einer gesamten Materie bzw. eines ganzen 

Verfahrens weitgehend überlässt (Urteile des BGer 2C_923/2014 vom 

22. April 2016 E. 6-8; 2C_744/2014 vom 23. März 2016 E. 6-8; siehe auch 

Urteil des BGer 9C_847/2008 vom 21. August 2009 E. 1, wobei der Bun-

desrat dort das ganze Verfahren zu regeln hatte und eine Verwirkungsfrist 

in der Verordnung geschützt wurde). 

3.2.2 Das übergeordnete Recht gilt folglich als eingehalten, wenn sich un-

selbständige Verordnungen auf eine gesetzliche Delegation stützen 

(Art. 164 Abs. 2 BV) (BGE 144 II 454 E. 3.2; BGE 143 II 87 E. 4.4). Erweist 

sich die Verordnung als gesetzmässig und ermächtigt das Gesetz den Bun-

desrat nicht, von der Bundesverfassung abzuweichen, ist zudem die Ver-

fassungsmässigkeit der Rechtsverordnung zu prüfen (BGE 144 II 454 

E. 3.2; BGE 141 II 169 E. 3.4). Schliesslich kann das Gericht die Auslegung 

und Anwendung der Verordnung überprüfen. 

Räumt die gesetzliche Delegationsnorm dem Verordnungsgeber einen 

Spielraum für die inhaltliche Ausgestaltung der unselbständigen Verord-

nung ein, so ist dieser Gestaltungsbereich für die rechtsanwendenden Be-

hörden verbindlich (Art. 190 BV; BGE 144 V 138 E. 2.4). 

3.3 Verpasste gesetzliche Fristen können sodann unter bestimmten Vo-

raussetzungen "wiederhergestellt", also ihr Versäumnis geheilt werden 

(BGE 136 II 187 E. 6; BGE 123 II 241 E. 3f; Urteile des BVGer B-801/2022 

vom 18. September 2023 E. 4.3.2; A-2702/2018 vom 23. April 2019 

E. 2.5.3). Gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG wird eine Frist wiederhergestellt, 

wenn der Gesuchsteller, der in unverschuldeter Weise davon abgehalten 

wurde, binnen Frist zu handeln, unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen 

nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechts-

handlung nachholt. Es reicht aus, wenn ausdrücklich oder sinngemäss ge-

sagt wird, warum nicht rechtzeitig gehandelt wurde (URSINA BEERLI-BONO-

RAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege 

des Bundes und der Kantone, 1985, S. 232; gl.M. zur vergleichbaren 

Rechtslage im kantonalen Recht Urteil des VGer St. Gallen, in: GVP 1978 

Nr. 26 S. 74 E. a; Urteil des VGer Luzern, in: LGVE 1976 II Nr. 53 S. 135 

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E. 2). Die Wiederherstellung beurteilt sich nach Massgabe der Gesuchs-

begründung (BGE 119 II 86 E. 2b; Urteil des BGer 8C_767/2008 vom 

12. Januar 2009 E. 5.3.2).  

3.3.1 Die Wiederherstellung der Frist gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG ist al-

lerdings nur bei klarer Schuldlosigkeit zu gewähren, d.h. wenn die Partei 

bzw. ihre Vertretung auch bei gewissenhaftem Vorgehen nicht rechtzeitig 

hätte handeln können. Bereits ein leichtes Verschulden steht einer Wieder-

herstellung entgegen (Urteil des BGer 2C_177/2019 vom 22. Juli 2019 

E. 4.2.1 m.w.H.). Eine Partei handelt nicht schuldhaft, wenn ein Hindernis 

nicht vorhersehbar war und nur durch Vorkehrungen hätte eingehalten wer-

den können, die von einer umsichtigen Person, vernünftigerweise nicht er-

wartet werden können (RENÉ WIEDERKEHR/CHRISTIAN MEYER/ANNA 

BÖHME, VwVG Kommentar, 2022, Art. 24 N. 2 m.H. auf Urteil des BGer 

2C_737/2018 vom 20. Juni 2019 E. 4.1, nicht publiziert in BGE 145 II 201). 

3.3.2 Wird eine Krankheit als Hinderungsgrund angerufen, muss die Be-

einträchtigung derart erheblich ausfallen, dass die betroffene Partei durch 

sie abgehalten war, innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der 

notwendigen Vertretung zu betrauen (Urteil des BVGer A-2514/2021 vom 

2. Februar 2022 E. 2.2.4; vgl. auch BGE 119 II 86 E. 2; Urteil des BGer 

2C_847/2020 vom 10. November 2020 E. 3.2.2). Die Erkrankung hört auf 

ein unverschuldetes Hindernis im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG zu sein, 

sobald es für den Betroffenen objektiv und subjektiv zumutbar wird, die 

Rechtshandlung selbst vorzunehmen oder als notwendig erkennbare Inte-

ressenwahrung einem Dritten zu übertragen (Urteil des BGer 9C_1060/

2010 vom 23. Februar 2011 E. 2.2 m.w.H). 

Der Nachweis einer hinreichend schweren Krankheit unterliegt nach dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung zwar keiner festen Beweisregel. 

Wird eine Erkrankung als Grund für die versäumte Frist angerufen, kommt 

in der Praxis einem zeitnah erstellten, aussagekräftigen Arztzeugnis oft 

entscheidende Bedeutung zu (Urteile des BGer 2C_847/2020 vom 10. No-

vember 2020 E. 3.2.2; 2F_25/2019 vom 6. November 2019 E. 2.2.3; 

2C_925/2018 vom 15. November 2018 E. 2.2.3). Den Nachweis, dass die 

Frist wegen eines unverschuldeten Hindernisses nicht gewahrt wurde, hat 

die gesuchstellende Person zu erbringen, wobei blosses Glaubhaftmachen 

nicht genügt (Urteile des BVGer A-2514/2021 vom 2. Februar 2022 

E. 2.2.6; D-6181/2017 vom 20. März 2018 E. 2.3.1; D-523/2018 vom 

13. Februar 2018 E. 2.2.1). 

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Seite 7 

3.3.3 Daneben sind auch subjektive Gründe geeignet, eine Wiederherstel-

lung zu rechtfertigen. Subjektiv bedingt ist ein Verhalten dann, wenn der 

Handlungspflichtige lediglich deshalb untätig bleibt, weil er die Situation 

zufolge eines Irrtums oder aufgrund mangelnder Kenntnisse nicht richtig 

einzuschätzen vermag. Es stellt sich dann jedoch die Frage, inwieweit sich 

diese Lage als entschuldbar erweist. Vorwerfbar ist die Säumnis, wenn der 

Pflichtige an der nach Treu und Glauben zumutbaren Aufmerksamkeit hat 

fehlen lassen (STEFAN VOGEL, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Bundesge-

setz über das Verwaltungsverfahren Kommentar, 2. Aufl. 2019, Art. 24 

N. 12). 

4.  

4.1 Der Bundesrat legt die "Voraussetzungen für die Beitragsberechtigung, 

[…]" fest (Art. 56a Abs. 3 BBG), womit der Gesetzgeber es in weiten Teilen 

dem Bundesrat überlassen hat, die Anspruchsvoraussetzungen zu regeln, 

und dieser kompetenzgemäss auch auf dem Verordnungsweg eine Frist 

vorsehen kann. Der gesetzlich eingeräumte Spielraum ist gestützt auf 

Art. 190 BV zu respektieren (vgl. mutatis mutandis Urteile des BVGer 

A-637/2020 vom 5. Februar 2021 E. 5.5.8; B-7518/2009 vom 28. Juli 2009 

E. 3.1.2).  

4.2 Auf Verordnungsebene lässt die zweijährige Frist als Wenn-Dann-Be-

stimmung keinen Raum für Ausnahmen (vgl. Wortlaut von Art. 66c Abs. 1 

Bst. f BBV; Urteil des BVGer B-2491/2021 vom 24. August 2021 E. 2.4). 

Entsprechend wird in den Verordnungsmaterialien festgehalten: "Die Be-

rechtigung zur Gesuchstellung erlischt 2 Jahre nach Absolvierung der eid-

genössischen Prüfung […]." (EIDGENÖSSISCHES DEPARTEMENT FÜR WIRT-

SCHAFT, BILDUNG, FORSCHUNG WBF, Änderung der Verordnung über die 

Berufsbildung [BBV]: Stärkung der höheren Berufsbildung, Erläuternder 

Bericht, 2017, S. 4). Diese Befristung ist mit dem Gesetzeszweck – insbe-

sondere um Rechtssicherheit zu schaffen – vereinbar (vgl. E. 3.2). Sie ist 

mit ihrer Dauer von zwei Jahren seit Eröffnung der Prüfungsverfügung nicht 

gesetzeswidrig, und verhindert oder erschwert den Anspruch auf die ge-

setzlich vorgesehene Beitragsansprüche nicht übermässig. 

4.3 Der Bundesrat hat demnach seine Delegationskompetenz nicht über-

schritten. Schliesslich gibt es auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die 

zweijährige Frist aus anderen Gründen verfassungsrechtlich zu beanstan-

den wäre (vgl. auch Urteil des BGer 2C_923/2014 vom 22. April 2016 

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Seite 8 

E. 8.3). Sie erweist sich im Ergebnis als verfassungs- und gesetzeskon-

form. 

5.  

5.1 Die auf den 7. Mai 2019 datierte Prüfungsverfügung wurde dem Be-

schwerdeführer am 8. Mai 2019 eröffnet. Die zweijährige Frist lief demnach 

im Mai 2021 ab. Der Beschwerdeführer reichte sein Beitragsgesuch am 

13. November 2022 über die dafür vorgesehene Plattform online ein. Auch 

mit dem Schreiben vom 22. August 2022, das seinen Wunsch nach Vergü-

tung zum Ausdruck brachte, verpasste er die Frist deutlich. Das wird vom 

Beschwerdeführer nicht bestritten. 

5.2 Zu klären ist jedoch, ob die Vorinstanz das Schreiben des Beschwer-

deführers vom 22. August 2022 als Gesuch um Wiederherstellung der Frist 

i.S.v. Art. 24 VwVG hätte prüfen müssen, zumal er auch in seiner Be-

schwerde vorbringt, die Vorinstanz habe in der angefochtenen Verfügung 

keine Abwägung der gesamten Tatsachen und Umstände vorgenommen.  

5.2.1 Im Schreiben vom 22. August 2022 nennt der Beschwerdeführer 

zwei Gründe, weshalb er das Gesuch um Beiträge nicht früher habe ein-

reichen können. Erstens habe er die Zahlungsbestätigung erst im Juli 2021 

erhalten und zweitens habe er mit Corona (Long-Covid) zu kämpfen ge-

habt. Seinen Ausführungen in der Beschwerdeschrift zufolge ging er davon 

aus, ein gültiges Gesuch könne erst mit den vollständigen Unterlagen, 

sprich nach Erhalt der Zahlungsbestätigung, eingereicht werden. Nach der 

letzten Einzahlung sei er zudem schwer erkrankt.  

5.2.2 Eine explizite Berufung auf die Gesetzesnorm zur Wiederherstellung 

ist zur Annahme eines entsprechenden Gesuchs nicht notwendig. Ob das 

vorliegende Schreiben, welches keinen klaren Antrag auf die Wieder-

herstellung einer Frist enthält, von der Vorinstanz als Gesuch nach Art. 24 

VwVG hätte behandelt werden müssen, kann aus prozessökonomischen 

Überlegungen und den folgenden Gründen jedoch offenbleiben. 

5.2.3 Selbst wenn man von einem Wiederherstellungsgesuch ausgehen 

würde, wäre es nicht ausreichend substantiiert. Der Beschwerdeführer 

macht lediglich in allgemeiner Weise geltend, er habe unter anderem auch 

mit Corona (Long-Covid) zu kämpfen gehabt. Er spezifiziert weder, wel-

chen Zeitraum dies betrifft, noch legt er dar, warum er während dieser lan-

gen Zeit – zumindest ab Juli 2021 – nie in der Lage gewesen sein soll, das 

Gesuch zu stellen.  

B-1130/2023 

Seite 9 

5.2.4 Auch was die Prüfung der formellen Voraussetzungen einer Wieder-

herstellung anbelangt, kann aufgrund fehlender Angaben nicht bestimmt 

werden, wann das Hindernis tatsächlich wegfiel und die 30-tägige Frist zur 

Nachholung der versäumten Handlung begann. Schliesslich war der Be-

schwerdeführer am 22. August 2022 in der Lage, mit der Vorinstanz Kon-

takt aufzunehmen. Folglich ist fraglich, weshalb er nochmals fast drei Mo-

nate zugewartet hat, um das eigentliche Gesuch im November 2022 zu 

stellen. 

5.2.5 Letztlich wären selbst bei Annahme eines substantiierten Gesuchs 

und Einhaltung der formellen Voraussetzungen die materiellen Vorausset-

zungen nicht erfüllt. Für den Beschwerdeführer war nämlich früh absehbar, 

dass er die zweijährige Frist (Art. 66c Abs. 1 Bst. f BBV) nicht mit allen nö-

tigen Belegen einhalten wird. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes von 

Treu und Glauben und der vorliegend einschlägigen Mitwirkungspflicht 

(Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG) hätte er folglich schon vor Ablauf der zwei 

Jahre das Gesuch mit den vorhandenen Unterlagen einreichen und die 

Vorinstanz über die besonderen Umstände in Kenntnis setzen können. Zu-

mindest wäre ihm zuzumuten gewesen, sich darüber zu informieren, was 

in diesem Fall mit der laufenden Frist passiere. Bereits dieser Grund er-

weist sich als nicht entschuldbar. 

5.2.6 Darüber hinaus belegt der Beschwerdeführer die geltend gemachte 

Krankheit in keiner Weise. Angesichts der restriktiven Voraussetzungen ei-

ner Wiederherstellung ist nicht davon auszugehen, dass eine Long-Covid 

Erkrankung für den Zeitraum von über einem Jahr, in welchem zumindest 

eine Drittperson als Vertretung hätte eingesetzt werden können, als ent-

schuldbarer Grund gelten kann (vgl. BGE 119 II 87 E. 2a; BGE 112 V 256 

E. 2a)  

5.3 Demnach kann offenbleiben, ob im vorliegenden Fall ein Wiederher-

stellungsgesuch vorlag bzw. darauf einzutreten war. Im Ergebnis kann der 

Beschwerdeführer folglich in diesem Zusammenhang nichts zu seinen 

Gunsten ableiten. 

6.  

Was das Gesuch vom 13. November 2022 betrifft, hat der Beschwerdefüh-

rer somit die Frist von Art. 66c Abs. 1 Bst. f BBV verpasst. Die Vorinstanz 

hat das Gesuch deshalb zu Recht abgewiesen.  

B-1130/2023 

Seite 10 

7.  

Die Beschwerde ist abzuweisen. Als Folge davon erscheint auch das Even-

tualbegehren, die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, als unbegrün-

det. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfah-

renskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Im vorliegenden Fall wird 

die geschuldete Gerichtsgebühr auf Fr. 660.– festgesetzt und dem vom 

Beschwerdeführer in gleicher Höhe entrichteten Kostenvorschuss entnom-

men. Dem unterliegenden Beschwerdeführer steht keine Parteientschädi-

gung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). Der 

Vorinstanz ist als Bundesbehörde ebenfalls keine Parteientschädigung zu-

zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

9.  

Das vorliegende Urteil kann mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten beim Bundesgericht angefochten werden, sofern es sich bei 

den in Frage stehenden Subventionen um Anspruchssubventionen handelt 

(Art. 83 Bst. k des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-

gericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110] e contrario). Dies würde 

voraussetzen, dass der zugrundeliegende Erlass genügend konkret um-

schreibt, unter welchen Bedingungen die beantragte Unterstützung zu ge-

währen ist, ohne dass es im Ermessen der Behörde läge, ob sie einen Bei-

trag gewähren will oder nicht (BGE 145 I 121 E. 1.2). Ob diese Bedingung 

erfüllt ist, hätte der Beschwerdeführer bei einer Anfechtung darzulegen. 

Das Bundesgericht hat die Frage bisher offengelassen (Urteil des BGer 

2C_598/2021 vom 24. August 2021 E. 1). 

  

B-1130/2023 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 660.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt und dem in dieser Höhe von ihm einbezahlten Kostenvorschuss ent-

nommen. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das  

Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

David Aschmann Gizem Yildiz 

 

  

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Seite 12 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 

ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn die Be-

schwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 1. März 2024 

 

  

B-1130/2023 

Seite 13 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 92868; Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft,  

Bildung und Forschung WBF (Gerichtsurkunde)