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**Case Identifier:** 74757f8f-dee6-53c9-9d09-b721228796fb
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-01
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 01.03.2022 ZVE.2022.3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZVE-2022-3_2022-03-01.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 1. Kammer 

 

 

ZVE.2022.3 / rb 
(VF.2021.7)  

Art. 9 

 

Entscheid vom 1. März 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichter Brunner, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichter Lindner         

Gerichtsschreiber Tognella 

 

 
   

Klägerin   A._____,  

[…] 

unentgeltlich vertreten durch Dr. iur. Monika Fehlmann, Rechtsanwältin, 

Badenerstrasse 13, Postfach, 5201 Brugg AG    

 

     

 
   

Beklagter   B._____,  

[…] 

vertreten durch lic. iur. Peter Krebs, Rechtsanwalt,  

Mellingerstrasse 207, 5405 Baden-Dättwil    

 

     

 
 

Gegenstand  Vereinfachtes Verfahren betreffend Unterhaltsklage 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

 
   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Parteien sind die unverheirateten Eltern von C., geboren am tt.mm.jjjj. 

Mit Eingabe vom 15. Dezember 2020 bzw. 25. Januar 2021 reichten der 

Beklagte bzw. die Klägerin betreffend die elterliche Sorge und das Be-

suchsrecht bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Baden Be-

gehren mit diversen Anträgen ein. Die Verfahren wurden unter den Verfah-

rensnummern KEKV.2020.138 und KEKV.2020.139 geführt.  

 

2. 

2.1. 

Die Klägerin reichte beim Gerichtspräsidium Baden am 9. Februar 2021 

eine Unterhaltsklage mit folgenden Begehren ein: 

 

" 1. 
Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin an den Unterhalt von C., 
geboren am tt.mm.jjjj, monatlich vorschüssig 
 
- den Betrag von Fr. 1'655.- (davon Fr. 1'127.- Betreuungsunterhalt) ab 

1. Februar 2020 bis Juli 2024 
- den Betrag von Fr. 1'131.- (davon Fr. 603.- Betreuungsunterhalt) ab 

1. August 2024 bis 30. November 2029 
- den Betrag von Fr. 1'331.- (davon Fr. 603.- Betreuungsunterhalt) ab 

1. Dezember 2029 bis Juli 2031 
- den Betrag von Fr. 990.- (davon Fr. 262.- Betreuungsunterhalt) ab 

1. August 2031 bis 30.11.2033 
- den Betrag von Fr. 1'253.- (davon Fr. 525.- Betreuungsunterhalt) ab 

1.12.2034 bis 30.11.2035 
- den Betrag von Fr. 1'000.- (nur Barunterhalt) ab 1.12.2035 bis zur Voll-

jährigkeit 
zuzüglich von ihm bezogene Kinder- oder Ausbildungszulagen zu bezah-
len. 
 
Ist die Ausbildung im Zeitpunkt der Volljährigkeit noch nicht abgeschlos-
sen, so verlängert sich die Unterhaltspflicht bis zu deren ordentlichem Ab-
schluss. 
 
2. 
Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen Prozesskostenvor-
schuss von CHF 6'000.- zu bezahlen.  
 
3. 
Eventualiter sei der Klägerin die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen 
und ihr sei die unterzeichnete Rechtsanwältin als unentgeltliche Vertreterin 
beizuordnen. 
 
4. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

 - 3 - 

 

 

 

2.2. 

Am 12. Februar 2021 verfügte das Bezirksgericht Baden, Präsidium des 

Familiengerichts, unter anderem, dass die beiden vor der Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde hängigen Verfahren (KEKV.2020.138 und 

KEKV.2020.139) im Verfahren betreffend Unterhalt weitergeführt würden. 

 

2.3. 

Der Beklagte reichte am 8. April 2021 eine Stellungnahme ein mit folgen-

den Anträgen: 

 

" 1. 
An den Rechtsbegehren gemäss Gesuch vom 15. Dezember 2020 wird 
vollumfänglich festgehalten. 
 
2. 
Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin an den Unterhalt von C., 
geboren am tt.mm.jjjj, monatlich vorschüssig die folgenden Unterhaltsbei-
träge (zuzüglich von ihm bezogene Kinder- oder Ausbildungszulagen) zu 
bezahlen: 
 
1.2.2020 bis 31.07.2022:  CHF    428.00 Barunterhalt; 
     CHF    754.00 Betreuungsunterhalt 
    Total CHF 1'182.00; 
 
1.8.2022 bis 31.07.2024:  CHF    428.00 Barunterhalt; 
     CHF    942.50 Betreuungsunterhalt 
    Total CHF 1'370.50; 
 
1.8.2024 bis 30.11.2029:  CHF    428.00 Barunterhalt; 
 
1.12.2029 bis 30.11.2035:  CHF    628.00 Barunterhalt; 
 
ab 1.12.2035 bis 30.11.2037 
(Volljährigkeit):   CHF    578.00 Barunterhalt 
 
3. 
Der Antrag der Klägerin zur Verpflichtung des Beklagten auf Leistung ei-
nes Prozesskostenvorschusses von CHF 6'000.00 sei abzuweisen. 
 
4. 
Soweit die Klägerin mehr oder anderes beantragt, seien ihre Anträge ab-
zuweisen. 
 
5. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MwSt) zulasten 
der Klägerin." 

 

2.4. 

Am 31. August 2021 fand vor dem Gerichtspräsidium Baden die Hauptver-

handlung statt, anlässlich welcher die Parteien befragt und die Schlussvor-

träge gehalten wurden. 

 

 - 4 - 

 

 

 

2.5. 

Im Anschluss an die Hauptverhandlung schlossen die Parteien hinsichtlich 

sämtlicher Kinderbelange mit Ausnahme des Unterhalts eine Teilvereinba-

rung ab.  

 

2.6. 

Das Gerichtspräsidium Baden erkannte mit Entscheid vom 6. Dezember 

2021: 

 

" 1. 
Die von den Parteien unterzeichnete Vereinbarung vom 31.08.2021 wird 
zum Urteil erhoben. Dieses lautet:  
 

"(Kinderzuteilung) 
1. 
1.1. 
Die Tochter, C., geb. tt.mm.jjjj, sei unter die gemeinsame elterliche 
Sorge der Parteien zu stellen. 
 
1.2. 
Die Tochter C. sei unter die Obhut der Klägerin zu stellen. 
 
Die Parteien nehmen Vormerk davon, dass der Beklagte zustimmen 
muss, falls die Klägerin den Aufenthaltsort der gemeinsamen Tochter 
C. ins Ausland verlegen will oder der Wechsel des Aufenthaltsortes auf 
die Ausübung der elterlichen Sorge und den persönlichen Verkehr er-
hebliche Auswirkungen hat. 
 
(Besuchsrecht) 
2. 
2.1. 
Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, die Tochter C. wie folgt zu be-
suchen respektive zu sich auf Besuch zu nehmen: 
 
Phase 1 (September 2021) 
2 Stunden am Mittwoch am Wohnort der Kindsmutter sowie zusätzlich 
an einem Abend pro Woche 2 Stunden am Wohnort der Kindsmutter. 
 
Phase 2 (Oktober und November 2021) 
4 Stunden am Mittwoch am Wohnort des Kindsvaters sowie zusätzlich 
an einem Abend pro Woche 2 Stunden am Wohnort des Kindsvaters. 
Die Kindsmutter begleitet C. beim ersten Besuch in der Wohnung des 
Kindsvaters. 
 
Phase 3 (Dezember 2021 bis Ende Mai 2022) 
Jeden Mittwoch 4 Stunden am Wohnort des Kindsvaters sowie zusätz-
lich jeden zweiten Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr am Samstag oder 
am Sonntag am Wohnort des Kindsvaters. 
 
Phase 4 (ab Juni 2022) 
Jeden Mittwoch 4 Stunden am Wohnort des Kindsvaters sowie zusätz-
lich jedes zweite Wochenende von Samstag 13:00 bis Sonntag 17:00 
Uhr. 
 
 

 - 5 - 

 

 

 

2.2. 
Der Beklagte sei berechtigt zu erklären während der Schulferien, wie 
folgt Ferien mit C. zu verbringen: 
 
- Ab Eintritt in den Kindergarten 2 Wochen pro Jahr, wobei maximal 1 
Woche am Stück; 
- Ab Eintritt in die Primarschule 3 Wochen pro Jahr, wobei maximal 2 
Wochen am Stück. 
 
Die Ausübung des Ferienrechts ist für das erste Halbjahr bis spätestens 
30. Dezember des Vorjahres abzusprechen, die Ferien für das zweite 
Halbjahr bis spätestens 30. Juni des entsprechenden Jahres. Bei Un-
einigkeit entscheidet der Kindsvater in Jahren mit gerader Jahreszahl 
und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl die Kindsmutter. 
 
2.3. 
Ein weitergehendes oder abweichendes Besuchs- und Ferienrecht re-
geln die Parteien unter Wahrung des Kindeswohls und falls nötig in Ab-
sprache mit der Beiständin im gegenseitigen Einvernehmen.  
 
(Beistandschaft) 
3. 
Die Parteien beantragen die Fortführung der für C. bestehenden Bei-
standschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB mit folgenden Auf-
gaben: 
 
- Die Eltern in Ihrer Sorge um Ihre Tochter C. mit Rat und Tat zu unter-
stützen; 
- Bei Bedarf mit dem Helfernetz Kontakt aufzunehmen, dieses zu koor-
dinieren und allenfalls Standortgespräche zu organisieren; 
- Das zwischen den Eltern mit Vereinbarung vom 31. August 2021 ver-
einbarte Besuchs- und Ferienrecht zu koordinieren und im Konfliktfall 
zwischen den Eltern zu vermitteln. 
 
(Erziehungsgutschriften) 
4. 
Die Erziehungsgutschriften für die Tochter, C., geb. tt.mm.jjjj, seien ins-
künftig gesamthaft der Klägerin anzurechnen." 
 

2. 
2.1. 
Die für die Tochter C. bestehende Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 
und 2 wird angepasst und enthält neu folgende Aufgabenbereiche: 
- Die Eltern in Ihrer Sorge um Ihre Tochter C. mit Rat und Tat zu unter-

stützen; 
- Bei Bedarf mit dem Helfernetz Kontakt aufzunehmen, dieses zu koor-

dinieren und allenfalls Standortgespräche zu organisieren; 
- Das zwischen den Eltern mit Vereinbarung vom 31. August 2021 ver-

einbarte Besuchs- und Ferienrecht zu koordinieren und im Konfliktfall 
zwischen den Eltern zu vermitteln. 

 
2.2. 
Im Übrigen wird die Beistandschaft unverändert weitergeführt. 
 
 
 
 

 - 6 - 

 

 

 

3. 
3.1. 
Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an den Unterhalt von C. rück-
wirkend ab dem 01.02.2020 monatlich vorschüssig folgende Unterhalts-
beiträge zu bezahlen: 
 
Fr.  1'327.00 bis und mit September 2021 
Fr.  1'367.00 ab Oktober 2021 bis und mit Juli 2022 
Fr.  1'520.00 ab August 2022 bis Juli 2024 
Fr.  1'163.00 ab August 2024 bis und mit November 2029 
Fr.  1'364.00 ab Dezember 2029 bis und mit Juli 2031 
Fr.  1'041.00 ab August 2031 bis und mit November 2035 
Fr.     806.00 ab Dezember 2035 bis zur Volljährigkeit 
 
3.2. 
Absolviert C. im Zeitpunkt der Volljährigkeit eine Erstausbildung, dauert die 
Zahlungspflicht bis zu deren Abschluss. Die Beiträge sind über die Volljäh-
rigkeit hinaus weiter an die Klägerin zu leisten, bis C. eine andere Zahl-
stelle bezeichnet. 
 
3.3 
Hinzu kommen die gesetzlichen oder vertraglichen Kinderzulagen, sofern 
sie nicht vom andern Elternteil direkt bezogen werden sowie allfällige Kin-
derrenten. 
 
3.4 
Mit den festgesetzten Unterhaltsbeiträgen ist der gebührende Unterhalt 
von C. gedeckt.  
 
4. 
Die vorstehenden Unterhaltsbeiträge basieren auf 101.6 Punkten des Lan-
desindexes der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik (Stand 
November 2021; Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie werden jährlich 
auf den 1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 2023, gemäss dem Index-
stand per November des Vorjahres nach folgender Formel der Teuerung 
angepasst: 
 

Neue Unterhaltsbeiträge (aufgerundet auf ganze Franken) = 
ursprüngliche Unterhaltsbeiträge x neuer Index vom Nov. des Vorjahres 

101.6 
 
Die Anpassung der Unterhaltsbeiträge findet nicht statt, soweit der Be-
klagte mit Urkunden nachweist, dass das Einkommen nicht entsprechend 
der Teuerung gestiegen ist.  
 
5. 
Die Unterhaltsbeiträge basieren auf den folgenden Verhältnissen: 
 
von Februar 2020 bis und mit September 2021: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 0.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 
- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 200.00 
 
 

 - 7 - 

 

 

 

- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 1'885.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'594.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr. 628.00 

 
von Oktober 2021 bis und mit Juli 2024: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 0.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 
- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 200.00 
 
- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 1'885.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'414.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr. 628.00 

 
von August 2024 bis und mit November 2029: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 1'885.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 
- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 200.00 
 
- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 2'295.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'414.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr. 928.00 

 
von Dezember 2029 bis und mit Juli 2031: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 1'885.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 
- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 200.00 
 
- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 2'295.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'414.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr. 1'128.00 
 
von August 2031 bis und mit November 2035: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 3'016.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 
- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 200.00 
 
- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 2'291.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'414.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr. 928.00 
 
ab Dezember 2035: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 3'770.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 

 - 8 - 

 

 

 

- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 250.00 
 
- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 2'675.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'414.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr. 928.00 
 
6. 
Der Antrag der Klägerin betreffend Gewährung eines Prozesskostenvor-
schusses wird abgewiesen. 
 
7. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 2'400.00 wird den Parteien je zur Hälfte mit 
Fr. 1'200.00 auferlegt. Der Anteil des Beklagten wird mit seinen in den Kin-
desschutzverfahren (KEKV.2020.138 und 139) geleisteten Kostenvor-
schüssen verrechnet. Die Gerichtskasse Baden wird angewiesen, ihm eine 
allfällige Restanz zurückzuüberweisen. Der Anteil der Klägerin geht infolge 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen zu Lasten des 
Kantons. Die Klägerin ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in 
der Lage ist (Art. 123 ZPO). 
 
8. 
8.1. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
 
8.2 
Die Gerichtskasse Baden wird angewiesen, der unentgeltlichen Rechts-
vertreterin der Klägerin nach Rechtskraft das richterlich genehmigte Hono-
rar von Fr. 2'836.05 (inkl. MWST) auszubezahlen. Die Klägerin ist zur 
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 ZPO)." 
 

3. 

3.1. 

Gegen diesen ihm am 13. Dezember 2021 in begründeter Fassung zuge-

stellten Entscheid erhob der Beklagte am 6. Januar 2022 fristgerecht Beru-

fung. Er verlangt die Aufhebung und Neufassung von Dispositiv-Ziffer 3.1 

des Entscheids des Gerichtspräsidiums Baden vom 6. Dezember 2021 in 

dem Sinne, dass der Unterhaltsbeitrag für C. ab deren Volljährigkeit bis 

zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung auf Fr. 520.00 festge-

setzt wird, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin.  

 

3.2. 

Mit Berufungsantwort vom 31. Januar 2022 beantragt die Klägerin die Ab-

weisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

des Beklagten. Des Weiteren stellt sie ein Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege.  

 

3.3. 

Am 16. Februar 2022 erstattete der Beklagte eine Stellungnahme zur Be-

rufungsantwort. 

 

 

 - 9 - 

 

 

 

 
 

 

  

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der angefochtene Entscheid ist berufungsfähig (Art. 308 ZPO). Da sodann 

der Beklagte die Frist- und Formvorschriften (Art. 311 ZPO) eingehalten 

und den ihm mit Verfügung vom 11. Januar 2022 auferlegten Gerichtskos-

tenvorschuss von Fr. 2'500.00 innert Frist bezahlt hat, steht dem Eintreten 

auf seine Berufung nichts entgegen.  

 

2. 

2.1. 

Im vorliegenden Rechtsmittelverfahren ist einzig der (Bar-)Unterhalt von C. 

für die Zeit ab ihrer Volljährigkeit (19. November 2037) bis zum Abschluss 

einer angemessenen Erstausbildung, welcher von der Vorinstanz auf 

Fr. 806.00/Monat festgesetzt wurde (Dispositiv-Ziffer 3.1), umstritten. Da-

mit einhergehend ist auch Dispositiv-Ziffer 5, welche einzig die Berech-

nungsgrundlagen für die Unterhaltsbeiträge wiedergibt, als angefochten zu 

betrachten, dies unbesehen dessen, dass eine formelle Anfechtung unter-

blieben ist. Aus der Begründung der Berufung ergibt sich ohne Weiteres, 

dass der Beklagte den Barbedarf von C. ab Volljährigkeit in Abweichung 

von Dispositiv-Ziffer 5 mit Fr. 1'028.00 (anstatt Fr. 928.00) beziffert, womit 

sich deren Anfechtung hinreichend ergibt. 

 

Hinsichtlich der übrigen Punkte ist das vorinstanzliche Urteil zufolge unter-

bliebener Anfechtung rechtskräftig geworden (Art. 315 Abs. 1 ZPO).  

 

2.2. 

Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten gelten der un-

eingeschränkte Untersuchungs- und der Offizialgrundsatz, d.h. das Gericht 

erforscht den Sachverhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne Bindung 

an die Parteianträge (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO; BGE 128 III 411 E. 3.1). 

Zudem gilt das Verschlechterungsverbot nicht (BGE 129 III 417 E. 2.1.1). 

Die Untersuchungsmaxime entbindet die Parteien jedoch nicht von der 

Pflicht, aktiv am Verfahren mitzuwirken, ihre eigenen Behauptungen vorzu-

tragen und nach Möglichkeit zu belegen (BGE 5A_776/2015 E. 6.3 m.H.a. 

BGE 128 III 411 E. 3.2.1 und BGE 140 III 485 E. 3.3).  

 

An diesen Grundsätzen ändert auch nichts, dass es im vorliegenden Beru-

fungsverfahren einzig noch um die Unterhaltsbeiträge von C. nach Eintritt 

der Volljährigkeit geht, handelt es sich vorliegend doch nicht um eine selb-

ständige Klage des bereits volljährigen Kindes (vgl. (AESCHLI-

MANN/SCHWEIGHAUSER, FamKommentar Scheidung, 3. Aufl. 2017, N. 52 f. 

zu Allg. Bem. zu Art. 276-293 ZGB, mit Hinweis auf BGE 118 II 93; BGE 

5A_524/2017 E. 3.2.2). 

 

 - 10 - 

 

 

 

2.3. 

Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und die unrich-

tige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz geltend gemacht 

werden (Art. 310 ZPO). Der Berufungskläger hat sich deshalb im Rahmen 

der nach Art. 311 Abs. 1 ZPO verlangten Begründung mit den Erwägungen 

des erstinstanzlichen Entscheids im Einzelnen und sachbezogen ausei-

nanderzusetzen. Die Rechtsmittelinstanz ist nicht gehalten, von sich aus 

alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, 

wenn die Parteien diese in oberer Instanz nicht mehr vortragen. Sie kann 

sich vielmehr grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und der 

Berufungsantwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstan-

dungen beschränken (BGE 144 III 394 E. 4.1.4, 142 III 413 E. 2.2.4). Sie 

ist aber inhaltlich weder an die Argumente, die die Parteien zur Begründung 

ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an die Erwägungen der ersten In-

stanz gebunden; sie wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO) 

und verfügt über freie Kognition in Tatfragen (BGE 144 III 394 E. 4.1.4). Sie 

kann deshalb die Berufung auch mit einer anderen Begründung gutheissen 

oder diese auch mit einer von der Argumentation der ersten Instanz abwei-

chenden Begründung abweisen (BGE 4A_397/2016 E. 3.1). Da vorliegend 

die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime gilt (vgl. vorstehende E. 2.2), 

greift im Berufungsverfahren kein Novenverbot (BGE 144 III 349).  

 

Das Obergericht kann ohne Verhandlung aufgrund der Akten entscheiden 

(Art. 316 Abs. 1 ZPO). 

 

3. 

3.1. 

Der Beklagte bringt mit Berufung vor, die Vorinstanz habe ihn zu Unter-

haltszahlungen über die Volljährigkeit hinaus verpflichtet, ohne jedoch den 

von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten Bemessungs-

kriterien für den Volljährigenunterhalt Rechnung zu tragen. Sie habe es un-

terlassen, eine zusätzliche Phase ab Volljährigkeit von C. zu bilden und 

stattdessen in Ziff. 3.2 des angefochtenen Entscheides angeordnet, dass 

die für die Minderjährigkeit festgelegten Unterhaltsbeiträge weiterhin gäl-

ten. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung stehe dem Kind nach 

Volljährigkeit kein Anteil am Überschuss mehr zu, solle doch mit dem Voll-

jährigenunterhalt einzig eine angemessene Ausbildung ermöglicht werden 

und nicht die fortgesetzte Teilhabe am höheren Lebensstandard der Eltern. 

Indem die Vorinstanz C. auch nach Volljährigkeit einen Überschussanteil 

von Fr. 274.25 zugesprochen habe, verletze sie Bundesrecht. Der Beklagte 

rügt weiter, dass er gemäss Vorinstanz auch nach Eintritt der Volljährigkeit 

von C. vier Fünftel ihres Barunterhalts zu tragen habe. Die Klägerin sei 

nach Erreichen der Volljährigkeit von C. vollumfänglich von den Betreu-

ungsaufgaben entbunden. Sie habe sich daher nicht nur in einem reduzier-

ten Umfang am Barunterhalt zu beteiligen. Vielmehr sei der Barunterhalt 

von den Eltern im Verhältnis ihrer jeweiligen Leistungsfähigkeit zu tragen. 

 - 11 - 

 

 

 

Die Vorinstanz habe seinen Überschuss auf Fr. 1'830.00 und denjenigen 

der Klägerin auf Fr. 940.00 beziffert, womit ein Verhältnis von zwei Dritteln 

zu einem Drittel bestehe, weshalb sich die Klägerin mit einem Drittel am 

Barunterhalt von C. zu beteiligen habe. Die Vorinstanz habe den Barbedarf 

von C. ab 1. Dezember 2035 auf Fr. 928.00 beziffert. Nach Volljährigkeit 

würde sich einzig die Krankenkassenprämie um Fr. 100.00 auf geschätzt 

Fr. 200.00 pro Monat erhöhen. Hingegen entfalle ab diesem Zeitpunkt der 

auf den Unterhaltsbeitrag ausgeschiedene Steueranteil von monatlich 

Fr. 55.00. Denn der Volljährigenunterhalt unterstehe nicht der Einkom-

menssteuer, dieser sei gestützt auf § 33 Abs. 1 lit. e StG steuerfrei. Damit 

belaufe sich der Barbedarf auf Fr. 778.00 (Fr. 1'028.00 abzgl. Ausbildungs-

zulagen von Fr. 250.00). Der Beklagte sei daher zu verpflichten, der Kläge-

rin ab Volljährigkeit von C. bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstaus-

bildung einen Unterhaltsbeitrag von gerundet Fr. 520.00 (= 2/3 von 

Fr. 778.00) zu bezahlen. 

 

3.2. 

Die Klägerin bringt mit Berufungsantwort vor, dass sich der Bedarf ab Voll-

jährigkeit eines Kindes nicht gleich berechne wie während der Minderjäh-

rigkeit. Gemäss vielfach vertretener Lehrmeinung sei nach Volljährigkeit 

nicht mehr der Kindergrundbetrag, sondern der Erwachsenengrundbetrag 

von Fr. 1'100.00 einzusetzen. Zudem steige ab dem 18. Altersjahr die Prä-

mie für die Krankenkasse stark an, wie aus der Internet-Anfrage bei der D. 

Krankenkasse hervorgehe. Einzusetzen seien Fr. 325.00/Monat. Der 

Wohnkostenanteil erhöhe sich ebenfalls, weil die beiden anderen Kinder 

mit Jahrgang 2014 und 2017 wohl ausgezogen seien, weshalb C. einen 

Wohnkostenanteil von mindestens einem Drittel anzurechnen sei, d.h. 

Fr. 456.00. Der Bedarf von C. belaufe sich damit auf Fr. 1'936.00 

(Fr. 1'100.00 Grundbetrag; Fr. 456.00 Wohnkostenanteil; Fr. 325.00 KVG-

Prämie; Fr. 55.00 Steueranteil), bzw. unter Berücksichtigung der Ausbil-

dungszulage auf Fr. 1'686.00. Der Überschuss der Klägerin belaufe sich 

richtig berechnet auf Fr. 719.00 (Fr. 3'777.00 ./. Fr. 3'058.00), womit der 

Beklagte, dessen Überschuss gemäss dem angefochtenen Entscheid 

Fr. 1'830.00 betrage, zu einem Betrag von Fr. 1'214.00 zu verpflichten sei 

(72 % von Fr. 1'686.00). Die Vorinstanz habe damit nicht zu viel, sondern 

zu wenig zugesprochen.  

 

4. 

4.1. 

Die Vorinstanz setzte den Barbedarf von C. (inkl. Steueranteil) in der hier 

interessierenden Phase auf Fr. 983.00 fest (Fr. 600.00 Grundbetrag; 

Fr. 228.00 Wohnkostenanteil; Fr. 100.00 Krankenkassenprämie [KVG]; 

Fr. 55.00 Steueranteil). Nach Abzug der Ausbildungszulage (Fr. 250.00) 

verblieb ein Fehlbetrag von Fr. 733.00. Hierzu addierte die Vorinstanz noch 

einen Überschussanteil von Fr. 274.25, so dass ein gebührender Unterhalt 

von total Fr. 1'007.25 resultierte. Da C. mit 16 Jahren sehr selbständig sei, 

 - 12 - 

 

 

 

benötige sie nicht mehr viel Betreuung. Daher habe sich die Klägerin eben-

falls am Barunterhalt zu beteiligen. Nachdem der Überschuss des Beklag-

ten rund doppelt so hoch sei wie derjenige der Klägerin, hätte sie rein rech-

nerisch einen Drittel zu tragen. Unter Berücksichtigung, dass die Klägerin 

weiterhin einige Betreuungsaufgaben für C. übernehme, scheine ein Anteil 

von einem Fünftel angemessen. Der Beklagte habe der Klägerin somit 

Fr. 806.00 (80 % von Fr. 1'007.00) an den Unterhalt von C. zu bezahlen 

(Entscheid, S. 28 ff.). 

 

4.2. 

4.2.1. 

Mit Berufung moniert der Beklagte zunächst den C. von der Vorinstanz 

auch nach Erreichen der Volljährigkeit zugesprochenen Überschussanteil. 

Dieser Einwand ist berechtigt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung ist der Volljährigenunterhalt auf das familienrechtliche Existenzmini-

mum beschränkt, d.h. es besteht nach Erreichen der Volljährigkeit kein An-

spruch (mehr) auf einen Anteil am Überschuss (BGE 147 III 265 E. 7.2 

S. 282 f.; BGE 5A_1072/2020 E. 8.4; BGE 5A_52/2021 E. 7.2).  

 

4.2.2. 

4.2.2.1. 

Der Beklagte bringt weiter vor, dass der ausgeschiedene Steueranteil von 

Fr. 55.00 ab Erreichen der Volljährigkeit von C. entfalle, da es sich beim 

Volljährigenunterhalt um Leistungen in Erfüllung familienrechtlicher Ver-

pflichtungen gemäss § 33 Abs. 1 lit. e StG handle, welche steuerbefreit 

seien.  

 

Kinderunterhaltsbeiträge werden zum steuerlich relevanten Einkommen 

desjenigen Elternteils hinzugerechnet, in dessen Obhut das Kind steht. So-

fern die Hinzurechnung der Kinderunterhaltsbeiträge bei diesem zu insge-

samt höheren Steuern führt, scheint es nicht gerechtfertigt, ihn diese allein 

tragen zu lassen. Umgekehrt ist darauf zu achten, dass dem Kind unter 

dem Strich nicht weniger verbleibt, als es zur Deckung seines Bedarfs be-

nötigt, weshalb der Steueranteil nicht dem Barbedarf im engeren Sinne be-

lastet werden darf. Deshalb ist nach allseitiger Deckung des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums auch ein Steueranteil im Barbedarf des Kin-

des zu berücksichtigen (BGE 147 III 457 E. 4.2.2.1). Gestützt auf die bun-

desgerichtliche Rechtsprechung hat die Vorinstanz grundsätzlich zu Recht 

einen Steueranteil ausgeschieden und diesen im Existenzminimum von C. 

eingesetzt. Die Berücksichtigung dieses Steueranteils ist aber nur dann ge-

rechtfertigt, wenn die Unterhaltsbeiträge auch tatsächlich zu einer höheren 

Steuerbelastung führen. 

 

4.2.2.2. 

Leistungen in Erfüllung familienrechtlicher Verpflichtungen sind von der 

Einkommenssteuer befreit (§ 33 Abs. 1 lit. e StG). Davon ausgenommen 

 - 13 - 

 

 

 

sind Unterhaltsbeiträge, die eine steuerpflichtige Person bei Scheidung, ge-

richtlicher oder tatsächlicher Trennung für sich erhält, sowie Unterhaltsbei-

träge, die ein Elternteil für die unter seiner elterlichen Sorge stehenden Kin-

der erhält (§ 32 lit. f StG). Kinderalimente können nur bis zum Erreichen der 

Volljährigkeit des Kindes beim Inhaber der elterlichen Sorge besteuert wer-

den. Nachher unterliegen die Beiträge grundsätzlich der Steuerpflicht der 

volljährigen Person, dürfen jedoch mangels gesetzlicher Grundlage nicht 

besteuert werden (HANS-JÖRG MÜLLHAUPT, in: Kommentar zum Aargauer 

Steuergesetz, 4. Aufl. 2015, N. 19 zu § 32 StG).  

 

Die Behauptung des Beklagten, wonach der Volljährigenunterhalt nicht der 

Einkommenssteuer untersteht, trifft nach dem Gesagten zu, weshalb ab der 

Volljährigkeit von C. kein aus diesem Unterhalt abgeleiteter Steuerbetrag 

mehr in ihren Barbedarf aufzunehmen ist.  

 

4.2.3. 

Die Klägerin bringt in der Berufungsantwort vor, dass gemäss vielfach     

vertretener Lehrmeinung nach Volljährigkeit des Kindes nicht mehr der Kin-

der-, sondern der Erwachsenengrundbetrag, somit Fr. 1'100.00, einzuset-

zen sei.  

 

Die Vorinstanz berücksichtigte im Existenzminimum von C. einen Grund-

betrag von Fr. 600.00, welcher gemäss Ziff. 2.2. der Empfehlungen für die 

Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder der Kammer für Kindes- 

und Erwachsenenschutz des Obergerichts (XKS.2017.2; Unterhaltsemp-

fehlungen) in Verbindung mit Ziff. I./4. der SchKG-Richtlinien (KKS.2005.7) 

dem Grundbetrag für ein Kind ab zehn Jahren entspricht. Dieser Kinderzu-

schlag bezieht sich in erster Linie auf minderjährige Kinder, und in zweiter 

Linie auf volljährige Kinder bis zum Abschluss der Schul- oder Lehrausbil-

dung (VONDER MÜHLL, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum 

Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 24b 

zu Art. 93 SchKG; vgl. auch BGE 5C.150/2005 E. 4.2.2). Nach diesen Vor-

gaben richtet sich in konstanter Praxis auch die 1. Zivilkammer des Ober-

gerichts. Es ist denn auch nicht einzusehen, weshalb einem Kind bis zum 

Alter von 18 Jahren ein Grundbetrag von Fr. 600.00 und danach bis zum 

Abschluss einer angemessenen Erstausbildung derjenige einer alleinste-

henden Person in Haushaltsgemeinschaft (Fr. 1'100.00; vgl. I./2. der 

SchKG-Richtlinien) anzurechnen wäre. Der gestützt auf Art. 277 Abs. 2 

ZGB zuzusprechende Volljährigenunterhalt stellt in der Sache grundsätz-

lich nichts anderes als die Fortsetzung des Minderjährigenunterhalts dar, 

ändern sich die Verhältnisse ab einem Alter von 18 Jahren bis zum Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung aufgrund der in der Regel nur 

noch kurz verbleibenden Zeit doch nicht wesentlich gegenüber der Zeit da-

vor. Sollte es sich zum gegebenen Zeitpunkt tatsächlich anders verhalten 

und stände z.B. ein Studium an (BGE 5C.150/2005 E. 4.2.2), wäre dies im 

 - 14 - 

 

 

 

Rahmen einer Änderungsklage vorzubringen. Nicht einzusehen ist, wes-

halb ein 18-jähriges Kind allein deshalb, weil es volljährig ist, gegenüber 

seinem 17-jährigen Geschwister finanziell bessergestellt sein soll, wie dies 

die von der Klägerin zitierten Autoren (MAIER/WALDNER-VONTOBEL, Gedan-

ken zur neuen Praxis des Bundesgerichtes zum Unterhaltsrecht aus der 

Perspektive des erstinstanzlichen Gerichts, in: FamPra 2021, S. 871 ff., 

S. 893) vorschlagen (vgl. Berufungsantwort, S. 3). Vielmehr verhält es sich 

aufgrund der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung, welche dem 

volljährigen Kind keinen Überschussanteil mehr zukommen lässt, doch ge-

rade umgekehrt.  

 

4.2.4. 

Die Klägerin beantragt weiter, dass ab dem 18. Altersjahr von C. die Kosten 

für deren Krankenkasse (KVG) und deren Wohnkostenanteil auf Fr. 456.00 

(statt Fr. 100.00 bzw. Fr. 228.00 gemäss angefochtenem Urteil) festzuset-

zen seien. 

 

Obwohl Art. 277 Abs. 2 ZGB theoretisch die Festlegung des Unterhaltsbei-

trages für eine Zeit nach Erreichen der Volljährigkeit gewissen Kriterien un-

terstellt, können diese nicht Gegenstand einer genauen Prüfung sein, denn 

gewisse Umstände lassen sich nur schwer prognostizieren (BGE 139 III 

401 E. 3.2.2). Dies trifft vorliegend sowohl auf die Krankenkassenprämie 

als auch auf die mutmasslichen Wohnkosten zu:  

 

Wenngleich davon auszugehen ist, dass die Prämien im Grundsatz nicht 

sinken werden, wäre es nicht sachgerecht, bereits heute die Prämie in den 

Barbedarf aufzunehmen, welche derzeit für eine 18-jährige Person zu be-

zahlen ist. Gestützt auf die finanziellen Verhältnisse erscheint es nämlich 

nicht ausgeschlossen, dass C. nach Eintritt in die Volljährigkeit Anspruch 

auf Prämienverbilligung haben wird. Damit hätte es grundsätzlich bei den 

von der Vorinstanz veranschlagten Fr. 100.00 sein Bewenden. Der Be-

klagte gesteht C. aber monatliche Krankenkassenprämien von Fr. 200.00 

zu (Berufung, S. 6), weshalb dies dementsprechend in die Bedarfsrech-

nung aufzunehmen ist.  

 

Auch bezüglich der Wohnkosten von C., welche die Klägerin mit der Be-

gründung, dass E. und F., ihre beiden anderen Kinder, dannzumal 23 bzw. 

21 Jahre alt und deshalb ausgezogen sein werden, erhöht haben will, ist 

eine Änderung des von der Vorinstanz mit Fr. 228.00 bezifferten Anteils 

nicht angezeigt. Wann ein Kind den elterlichen Haushalt verlässt, hängt so-

wohl von den finanziellen Umständen als auch von der individuellen Per-

sönlichkeit des Kindes ab. Abgesehen davon scheint auch möglich, dass 

die Klägerin im dannzumaligen Zeitpunkt mit einem Lebenspartner zusam-

menlebt, was wiederum Einfluss auf den Wohnkostenanteil von C. hätte. 

Eine sichere Prognose darüber, wie sich der Haushalt der Klägerin im Jahr 

 - 15 - 

 

 

 

2037 zusammensetzen wird, und folglich darüber, wie hoch die jeweiligen 

Wohnkostenanteile ausfallen werden, lässt sich heute nicht abgeben.  

 

4.2.5. 

Der Barbedarf von C. beläuft sich somit ab Erreichen ihrer Volljährigkeit auf 

Fr. 1'028.00 (= Grundbetrag: Fr. 600.00; Wohnkostenanteil: Fr. 228.00; 

Krankenkassenprämie: Fr. 200.00), wovon nach Abzug der Ausbildungs-

zulage von Fr. 250.00 noch Fr. 778.00 von den Parteien zu bestreiten sind. 

 

4.3. 

Zwischen den Parteien ist unstrittig, dass der Barbedarf von C. in der hier 

zu beurteilenden Phase zwischen ihnen anhand der jeweiligen Leistungs-

fähigkeit aufzuteilen ist (Berufung, S. 5 f.; Berufungsantwort, S. 5). Der Klä-

gerin verbleibt nach Deckung ihres Existenzminimums sowie der Steuern 

ein Überschuss von Fr. 940.00 (Einkommen: Fr. 3'770.00 abzgl. Existenz-

minimum: Fr. 2'675.00 und Steuern: Fr. 155.00; vorinstanzlicher Entscheid, 

E. 3.3.8). Der von der Klägerin mit Berufungsantwort geltend gemachte 

Überschuss von Fr. 719.00 basiert auf Änderungen bei den Wohnkosten 

(Auszug von und F.), welche jedoch, wie dargelegt, derzeit nicht absehbar 

und deshalb nicht zu berücksichtigen sind.  

 

Der nach Deckung von Existenzminimum und Steuern resultierende Über-

schuss des Beklagten beträgt Fr. 1'830.00 (Einkommen: Fr. 4'504.00 abzgl. 

Existenzminimum: Fr. 2'414.00 und Steuern: Fr. 260.00: angefochtener 

Entscheid E. 3.3.8). 

 

Das Verhältnis der Überschüsse zueinander beträgt 66 % (Beklagter) zu 

34 % (Klägerin), somit rund zwei Drittel zu einem Drittel. Folglich hat sich 

der Beklagte am Barbedarf von C. ab Erreichen ihrer Volljährigkeit mit ge-

rundet Fr. 520.00 zu beteiligen. Die Berufung des Beklagten erweist sich 

damit als begründet und ist gutzuheissen. Dispositiv-Ziffer 3.1 des Ent-

scheids des Gerichtspräsidiums Baden vom 6. Dezember 2021 ist entspre-

chend anzupassen. Die Erhöhung der Krankenkassenprämie um 

Fr. 100.00 verändert den Barbedarf von C. ab ihrer Volljährigkeit, weshalb 

Dispositiv-Ziffer 5 des Entscheids ebenfalls anzupassen ist.  

 

4.4. 

Die Klägerin beantragt die unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungs-

verfahren. Zur Begründung bringt sie vor, dass sie mit Sozialhilfe unter-

stützt werde.  

 

Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-

begehren nicht aussichtslos erscheint. Für die Beurteilung der Mittellosig-

keit sind sowohl die Einkommens- als auch die Vermögensverhältnisse der 

gesuchstellenden Person zu prüfen (RÜEGG/RÜEGG, in: Basler Kommentar 

 - 16 - 

 

 

 

zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 7 zu Art. 117 

ZPO). Nach Art. 118 Abs. 1 ZPO umfasst die unentgeltliche Rechtspflege 

die Vorschuss- und Sicherheitsleistungen, die Gerichtskosten sowie die ge-

richtliche Bestellung einer Rechtsbeiständin oder eines Rechtsbeistandes, 

wenn dies zur Wahrung der Rechte notwendig ist, insbesondere wenn die 

Gegenpartei anwaltlich vertreten ist, wobei die Rechtsbeiständin oder der 

Rechtsbeistand bereits zur Vorbereitung des Prozesses bestellt werden 

kann. Demgegenüber befreit die unentgeltliche Rechtspflege nicht von der 

Bezahlung einer Parteientschädigung an die Gegenpartei (Art. 118 Abs. 3 

ZPO). 

 

4.5. 

Gestützt auf die Berufungsantwortbeilage 3 ist die Bedürftigkeit der Kläge-

rin erstellt, weshalb ihr Gesuch gutzuheissen ist. Der Beizug einer Rechts-

anwältin war gerechtfertigt. Dr. iur. Monika Fehlmann, Brugg AG, ist daher 

als unentgeltliche Rechtsvertreterin einzusetzen.  

 

4.6. 

Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird gestützt auf 

Art. 96 ZPO i.V.m. § 7 Abs. 4 und Abs. 6 Satz 1 VKD auf Fr. 2'000.00 fest-

gesetzt und ist der vollumfänglich unterliegenden Klägerin aufzuerlegen 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO). Da der Klägerin die unentgeltliche Rechtspflege ge-

währt wurde, geht die Entscheidgebühr einstweilen auf die Staatskasse 

(Art. 122 Abs. 1 lit. b ZPO). Die Klägerin ist zur Nachzahlung verpflichtet, 

sobald sie hierzu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).  

 

4.7. 

Mit Eingabe vom 16. Februar 2022 hat der Beklagte seine Kostennote ein-

gereicht und einen Aufwand von 10.5 Stunden à Fr. 300.00 geltend ge-

macht.  

 

Bei einem durchschnittlichen Verfahren betreffend erstmaliger Festsetzung 

des Kindesunterhalts ist praxisgemäss von einer Grundentschädigung von 

Fr. 3'000.00 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. b und lit. d Satz 1 AnwT; 

AGVE 2020 Nr. 60 S. 494 f.) auszugehen. Vorliegend war einzig der Unter-

halt von C. ab Eintritt in die Volljährigkeit strittig und auch hier beschränkt 

auf wenige Positionen des Barbedarfs. Es rechtfertigt sich daher, die Grun-

dentschädigung um 10 %, d.h. auf Fr. 2'700.00 herabzusetzen. Unter Be-

rücksichtigung der Ab- und Zuschläge (20 % Abzug für fehlende Verhand-

lung [§ 6 Abs. 2 AnwT]; 10 % Zuschlag für die weitere Eingabe vom 

16. Februar 2022 [§ 6 Abs. 3 AnwT]; 25 % Rechtsmittelabzug [§ 8 AnwT]) 

sowie unter Berücksichtigung von Pauschalspesen von Fr. 50.00 und 

Mehrwertsteuer von 7.7 % resultiert eine Entschädigung von gerundet 

Fr. 2'017.00. 

 
 

 

 

 - 17 - 

 

 

 

   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

In Gutheissung der Berufung werden die Dispositiv-Ziffern 3.1 und 5. des 

Entscheids des Gerichtspräsidiums Baden vom 6. Dezember 2021 aufge-

hoben und wie folgt neu gefasst (Änderungen in Kursivschrift):  

 

3.1 
Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an den Unterhalt von C. rück-
wirkend ab dem 01.02.2020 monatlich vorschüssig folgende Unterhalts-
beiträge zu bezahlen: 
 
Fr.  1'327.00 bis und mit September 2021 
Fr.  1'367.00 ab Oktober 2021 bis und mit Juli 2022 
Fr.  1'520.00 ab August 2022 bis Juli 2024 
Fr.  1'163.00 ab August 2024 bis und mit November 2029 
Fr.  1'364.00 ab Dezember 2029 bis und mit Juli 2031 
Fr.  1'041.00 ab August 2031 bis und mit November 2035 
Fr.     806.00 ab Dezember 2035 bis und mit November 2037 
Fr.    520.00 ab Dezember 2037 bis zum Abschluss einer  
   Erstausbildung 
 
5. 
[…] 
 
ab Dezember 2035 bis und mit November 2037: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 3'770.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 
- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 250.00 
 
- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 2'675.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'414.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr. 928.00 

 

ab Dezember 2037: 
- monatliches Nettoeinkommen Klägerin 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen):  Fr. 3'770.00 
- monatliches Nettoeinkommen Beklagter 
 (inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzulagen): Fr. 4'504.00 
- monatliches Nettoeinkommen C. 
 (inkl. Familienzulage): Fr. 250.00 
 
- monatlicher Notbedarf Klägerin: Fr. 2'675.00 
- monatlicher Notbedarf Beklagter: Fr. 2'414.00 
- monatlicher Notbedarf C.: Fr.   1'028.00  

 
2. 

Das Gesuch der Klägerin um unentgeltliche Rechtspflege im Berufungsver-

fahren wird gutgeheissen und Dr. iur. Monika Fehlmann, Rechtsanwältin, 

Brugg AG, zu ihrer unentgeltlichen Rechtsvertreterin bestellt.  

 - 18 - 

 

 

 

3. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 2'000.00 wird der Klägerin 

auferlegt. Sie wird zufolge der der Klägerin gewährten unentgeltlichen 

Rechtspflege unter dem Vorbehalt der späteren Nachzahlung (Art. 123 

ZPO) einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

 

4. 

Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das obergerichtliche Ver-

fahren eine gerichtlich auf Fr. 2'017.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) fest-

gesetzte Parteientschädigung zu bezahlen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen 

Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und miet-

rechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens Fr. 

30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-

tung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 44 

Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG)  

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die subsidi-

äre Verfassungsbeschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden, so-

weit keine Beschwerde nach den Artikeln 72 - 89 BGG zulässig ist (Art. 44 Abs. 1, Art. 90, 

Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1, Art. 113, Art. 117 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

 - 19 - 

 

 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte (Art. 116 BGG) verletzt. 

Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die 

Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 

BGG). Wird gegen einen Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch Verfassungs-

beschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen (Art. 

119 Abs. 1 BGG). 

 

 
   

Aarau, 1. März 2022 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 1. Kammer 

Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Brunner     Tognella