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**Case Identifier:** 554b1612-b67b-5af5-b2b0-99bcf70b84cd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.09.2011 UV 2010/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-88_2011-09-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/88

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 31.03.2020

Entscheiddatum: 19.09.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 19.09.2011
Art. 6 Abs. 1 und 3 UVG; Art. 11 UVV: Gestützt auf die vorliegenden 
medizinischen Akten ist eine Verneinung von Unfallrestfolgen im Rahmen 
des Rückfalls bzw. die Annahme der Heilung der Folgen einer unfallbedingt 
erfolgten Fussoperation nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit möglich (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 19. September 2011, UV 2010/88).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 19. September 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

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A.     

A.a   A.___ war als kaufmännische Angestellte bei der B.___ AG tätig und dadurch bei 

der Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als sie am 1. April 2007 barfuss mit dem linken Fuss gegen eine am Boden 

liegende Eisenleiter stiess (act. G5.1/K1). Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Innere 

Medizin, bestätigte im Arztzeugnis vom 15. Februar 2008 eine einmalige Konsultation 

der Versicherten am 15. Mai 2007 und die Weiterbehandlung durch Dr. med. D.___, 

Orthopädie am Rosenberg. Ob eine Arbeitsunfähigkeit bestehe, sei nicht bekannt 

(act. G5.2/M7). Anlässlich der Untersuchung durch Dr. D.___ am 30. Mai 2007 gab die 

Versicherte an, die Schmerzen hätten nach dem Unfall im Bereich des II. und III. Strahls 

links zugenommen. Danach habe sie allerdings wieder recht gut gehen können. Die II. 

und III. Zehe seien jedoch zwischenzeitlich immer wieder etwas "eingeschlafen". Der 

Barfussgang sei deutlich erschwert gewesen, indem das Abrollen über den linken 

Vorfuss praktisch unmöglich gewesen sei. Zudem habe sich eine relativ harte 

Vorwölbung dorsal im Fussbereich zwischen dem II. und III. MTP bemerkbar gemacht. 

Laut Untersuchungsbericht von Dr. D.___ vom 1. Juni 2007 waren auf den 

mitgebrachten Röntgenbildern des Vorfusses keine durchgemachten Frakturen oder 

ähnliches sichtbar, jedoch die bekannte Spreizfusskomponente und ein Hallux valgus. 

Dr. D.___ stellte die Diagnose einer unklaren Schmerzsymptomatik Vorfuss links bei 

durchgemachter Kontusion plantar MTP II/III links am 1. April 2007 und die 

Differentialdiagnosen einer durchgemachten Kapsel-Bandläsion bzw. Partialläsion der 

Plantarflexorsehnen unter Mitbeteiligung des Digitalnerven (act. G 5.2/M1). Eine MRI-

Untersuchung vom 6. Juni 2007 zeigte laut Bericht von Dr. D.___ vom 3. Dezember 

2007 eine Weichteilraumforderung eher plantar intermetatarsal II/III sowie auch 

intermetatarsal III/IV. Am ehesten handle es sich um eine Kombination einer 

hypertrophen posttraumatischen Weichteilnarbenknotenveränderung kombiniert mit 

einem Morton-Neurom. Durch eine Infiltration habe die Symptomatik zum Teil 

verbessert werden können, die belastungsabhängigen Beschwerden interdigital II und 

III, insbesondere auch die Hypästhesie und eine Art "Schweregefühl", persistierten 

jedoch (act. G 5.2/M5). Am 29. Februar 2008 nahm der Vertrauensarzt der Helsana, Dr. 

med. E.___, Praktischer Arzt FMH, mit Fähigkeitsausweisen für manuelle Medizin und 

als Vertrauensarzt, zur Frage Stellung, ob der Unfallmechanismus vom 1. April 2007 

aus medizinischer Sicht geeignet sei, die erhobenen Befunde/Diagnosen auszulösen 

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(act. G 5.2/M9). Am 22. April 2008 wurde die Versicherte durch Dr. med. F.___, 

Orthopädie am Rosenberg, operiert und die Diagnose eines grossen Morton-Neuroms 

im Bereich einer entzündlichen Bursa-Veränderung (altes Hämatom) intermetatarsal II/

III links bestätigt. Das Morton-Neurom wurde exzidiert (act. G 5.2/M10, M11). Am 6. 

Juni 2008 wurde die Behandlung bei Dr. F.___ abgeschlossen (act. G 5.2/M13).

A.b   Am 1. Oktober und 19. November 2008 wurde die Versicherte erneut durch 

Dr. F.___ untersucht, wobei sie angab, seit der Operation nie beschwerdefrei gewesen 

zu sein (act. G 5.2/14, 15, 16).

A.c   Am 5. Mai 2009 unterbreitete die Helsana den Schadenfall Dr. E.___, der den 

Status quo ante als längstens erreicht bezeichnete (act. G 5.2/M 17). Gestützt auf diese 

Beurteilung eröffnete die Helsana der Versicherten mit Verfügung vom 19. Mai 2009, 

dass die Versicherungsleistungen per sofort eingestellt würden, weil Heilbehandlungen 

nach diesem Datum nicht mehr mit dem Unfallereignis vom 1. April 2007 in 

Zusammenhang stünden (act. G 5.1/K15).

B.       

B.a   Am 11. Mai 2010 meldete die Versicherte einen Rückfall zum Unfall vom 1. April 

2007 an (act. G 5.1/K17), worauf am 19. Mai und 28. Juli 2010 Untersuchungen durch 

Dr. med. G.___, Orthopädie am Rosenberg (act. G 5.2/M18), und am 9. Juli 2010 eine 

konsiliarische Beurteilung durch Dr. med. H.___, Neurologie FMH, (act. G 5.2/M19), 

folgten. Nachdem Dr. G.___ eine Pathologie im Tarsaltunnel am 19. Mai 2010 noch 

ausgeschlossen hatte, diagnostizierte Dr. H.___ ein posttraumatisches 

Tarsaltunnelsnydrom.

B.b   Am 19. August 2010 verfasste Dr. E.___ eine vertrauensärztliche Beurteilung zur 

Frage, ob es sich bei den jetzigen Beschwerden um einen Rückfall bzw. eine Spätfolge 

zum Unfallereignis vom 1. April 2007 handle bzw. ob die aktuell erhobene Diagnose 

eines Tarsaltunnelsyndroms in einem zumindest teilweisen natürlichen 

Kausalzusammenhang zum vorgenannten Unfallereignis stehe (act. G 5.2/M20).

B.c   Mit Verfügung vom 6. September 2010 eröffnete die Helsana der Versicherten, 

dass die Rückfallkausalität der am 11. Mai 2010 mitgeteilten Beschwerden zum 

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Ereignis vom 1. April 2007 aufgrund der medizinischen Abklärungsergebnisse nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sei, weshalb kein 

Anspruch auf Versicherungsleistungen bestehe. Für die Übernahme der weiteren 

Heilbehandlungskosten habe sich die Versicherte bei der zuständigen 

Krankenversicherung anzumelden (act. G 5.1/K21).

C.     

Die von der Versicherten am 25. September 2010 erhobene Einsprache (act. G 5.1/

K25) wies die Helsana mit Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2010 ab (act. G 5.1/

K28).

D.       

D.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 6. 

November 2010 Einsprache (richtig: Beschwerde) mit den Anträgen, die Einsprache 

(richtig: Beschwerde) vom 25. September 2010 sei gutzuheissen, der Unfall vom 1. 

April 2007 könne nicht in eine Krankheit umgewandelt werden, der Beschwerdeführerin 

sei eine Zweitmeinung eines neutralen Arztes, z. B. Kantonsspital St. Gallen, 

zuzusprechen und die aufgelaufenen Rechnungen, resultierend aus vorgenanntem 

Unfall, seien von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen.

D.b   In der Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2010 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

D.c   Mit Replik vom 12. November 2011 hielt die Beschwerdeführerin unverändert an 

ihren Anträgen fest. Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik 

verzichtet.

D.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

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1.1    Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 

erforderlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und in dessen Folge 

eingetretener Gesundheitsschädigung (Erwägung 5; Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; BGE 129 V 181 E. 3.1) sowie die 

Bestimmung über den Anspruch auf Versicherungsleistungen bei Rückfällen und 

Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) 

zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. In Bezug auf den natürlichen 

Kausalzusammenhang ist zu ergänzen, dass dessen Bejahung nicht erforderlich macht, 

dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; 

es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat und 

mithin eine Teilursache für - allenfalls erst nach einem Rückfall eintretende - 

gesundheitliche Störungen darstellt (BGE 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E. 1b, 117 V 360 E. 

4a, 376 f. E. 3a; RKUV 2000 Nr. U 377 S. 185 E. 4a). Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während die Beurteilung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs aufgrund der Feststellungen bei den medizinischen 

Untersuchungen erfolgt und Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, obliegt es dem 

Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 

123 III 110 und 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat 

jedoch die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a). Hinzuweisen ist schliesslich 

insbesondere auch auf Art. 6 Abs. 3 UVG, wonach der Unfallversicherer für 

unerwünschte Folgen der von ihm übernommenen Eingriffe einzustehen hat, ohne dass 

die behandlungsbedingte Schadensverursachung den Unfallbegriff, den Tatbestand 

des haftpflichtrechtlichen Kunstfehlers oder der strafrechtlich relevanten 

Körperschädigung erfüllen muss (BGE 118 V 286).

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1.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten 

natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast bei Beweislosigkeit liegt damit bei der 

versicherten Person. Selbstverständlich greift die obgenannte Beweisregel erst dann 

Platz, wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - das Gericht dem 

Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; 

RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). 

2.      

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den am 11. Mai 2010 gemeldeten Beschwerden 

im linken Fuss der Beschwerdeführerin und dem am 1. April 2007 erlittenen Unfall ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, so dass ein Rückfall bejaht werden kann.

3.        

3.1    Die Beschwerdeführerin erlitt am 1. April 2007 eine Kontusion plantar MTP II/III 

links. Eine im Juni 2007 wegen einer unklaren Schmerzsymptomatik im linken Vorfuss 

vorgenommene MRI-Untersuchung zeigte eine Weichteilraumforderung eher plantar 

intermetatarsal II/III, aber auch intermetatarsal III/IV, worauf Dr. D.___ von einer am 

ehesten bestehenden Kombination eines Morton-Neuroms und einer hypertrophen 

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posttraumatischen Weichteilnarbenknotenveränderung sprach (act. G 5.2/M1, M5, M8). 

In Bezug auf die Frage, ob der Unfallmechanismus vom 1. April 2007 aus medizinischer 

Sicht geeignet sei, die erhobenen Befunde bzw. Diagnosen auszulösen, sprach Dr. 

E.___ in seiner Beurteilung vom 29. Februar 2008 von einer überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit. Die Beschwerden seien offenbar nach dem Ereignis aufgetreten 

und diese dauerten bisher noch an. Auch wenn peroperativ allein ein Morton-Neurom 

gefunden werde, könnte nie eine Teilunfallkausalität verneint werden. Falls es sich um 

ein Morton-Neurom handle, müsste dieses als Vorzustand im Rahmen der Spreizfüsse 

beidseits gesehen werden. Das Unfallereignis hätte somit nur eine vorübergehende 

Verschlechterung des Neuroms verursacht, so dass nach der vorgesehenen operativen 

Revision interdigital II/III und der Exzision des eventuellen Morton-Neuroms 

wahrscheinlich der Status quo ante wieder definiert werden könnte (act. G 5.2/M9). 

Anlässlich der von Dr. F.___ am 22. April 2008 durchgeführten Operation bestätigte 

sich ein grosses Morton-Neurom im Bereich einer entzündlichen Bursa-Veränderung 

(altes Hämatom) intermetatarsal II/III links, welches exzidiert wurde (act. G 5.2/M10). 

Übereinstimmend mit Dr. E.___ beschrieb auch Dr. G.___ im Arztzeugnis vom 8. Juni 

2010 als medizinisches Geschehen ein symptomatisch werdendes Morton-Neurom als 

Folge eines axialen Stosses (act. G 5.2/M18). Die Beschwerdegegnerin anerkannte im 

Rahmen des Grundfalls die Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 1. April 2007. 

Am 6. Juni 2008 wurde die Behandlung abgeschlossen, nachdem bereits ab 5. Mai 

2008 wieder eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit bestanden hatte (act. G 5.2/M13). 

Anlässlich einer Untersuchung durch Dr. F.___ vom 1. Oktober 2008 schilderte die 

Beschwerdeführerin, dass sie nach der Operation nie Beschwerdefreiheit erlangt habe. 

Sie klagte über ein eigenartiges "pampiges" Gefühl sowie über Schmerzen direkt über 

den Metatarsalköpfchen II bis IV, besonders über III. Gelegentlich habe sie das Gefühl, 

als ob die Beweglichkeit der Zehen eingeschränkt sei. Die klinische Untersuchung 

bestätigte laut Bericht vom 7. Oktober 2008 die leichte Überdruckempflichkeit des III. 

und IV. Metatarsalköpfchens. Es bestehe eine leichte Hyposensibilität im Bereich der 

Zehen III und IV. Die Beschwerden der Patientin seien an sich plausibel. Vom 

orthopädisch/chirurgischen Standpunkt aus sei jedoch eine erneute operative 

Intervention, wie zum Beispiel eine Entlastung des Drucks über den 

Mittelfussköpfchen, nicht gegeben (act. G 5.2/M14). Bei einer weiteren Untersuchung 

vom 19. November 2008 erwähnte die Beschwerdeführerin gegenüber Dr. F.___ das 

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Gefühl eines Klumpens an der Plantarseite des Fusses sowie Schmerzen entlang des 

linken Unterschenkels und Oberschenkels, wobei es manchmal zu einer richtigen 

Koordinationsstörung käme. Die neurologische Untersuchung zeigte laut Bericht vom 

24. November 2008 lediglich eine Sensibilitätsstörung im Bereich der operierten Zehen. 

Dr. F.___ wiederholte, dass die Probleme im Bereich des Vorfusses chirurgisch nicht 

weiter beeinflusst werden könnten. Die Hyposensibilität erkläre sich als 

Operationsfolge und eine Neurombildung sei nicht vorhanden. Der ausstrahlende 

Schmerz am Ober- und Unterschenkel sowie die gelegentliche Koordinationsstörung 

stünden sicher nicht im Zusammenhang mit der Fussproblematik. Hier dürfte es sich 

um ein Wirbelsäulenproblem handeln, was aufgrund der sich röntgenologisch 

gezeigten Veränderung der Lendenwirbelsäule auch plausibel sei (act. G 5.2/M15). Im 

Arztzeugnis vom 6. Februar 2009 wiederholte Dr. F.___ das Bestehen leichter 

Restbeschwerden mit einem "pampigen" Gefühl im Bereich der Zehen bzw. plantar 

davon II/III links. Dieses sei die Folge der Neuromexzision und könne nicht verändert 

werden (act. G 5.2/M16). Dr. E.___ hielt in seiner Stellungnahme vom 8. Mai 2009 fest, 

dass das Morton-Neurom als unfallfremd zu bezeichnen sei. Das Unfallereignis sei 

lediglich geeignet gewesen, eine vorübergehende Verschlimmerung dieses 

Vorzustands zu verursachen. Der Status quo ante sei längstens erreicht. Der Heilverlauf 

könne als normal bezeichnet werden. Das "pampige" Gefühl im Fuss sei Folge der 

Operation und könne nicht verändert werden. Bezüglich des Unfallereignisses benötige 

die Beschwerdeführerin keine Therapie mehr. Unfallfolgen würden keine mehr vorliegen 

(act. G 5.2/M17; vgl. dazu auch act. G 5.2/M11). Gestützt auf diese medizinische 

Aktenlage schloss die Beschwerdegegnerin den Grundfall ab bzw. stellte ihre 

Leistungen mit Verfügung vom 19. Mai 2009 per sofort ein (act. G 5.1/K15).

3.2    In der Rückfallmeldung vom 11. Mai 2010, d.h. ein Jahr nach obgenannter 

Leistungseinstellung, hielt die Beschwerdeführerin daran fest, dass von Anfang an ein 

Fehlverhalten bzw. ein Taubheitsgefühl bei ca. einem Drittel des operierten Fusses 

bestanden habe. Ebenso bestehe ein Gefühl von eingeklemmt sein. Das Tragen eines 

Schuhs werde nach ca. einer halben Stunde unerträglich, da von der Fusssohle her ein 

Drittel des Fusses als brennend empfunden werde. Die Beanstandungen habe sie 

frühzeitig beim behandelnden Arzt angemeldet, der sie aber immer auf die nötige 

Geduld hingewiesen habe (act. G 5.1/K17). Am 19. Mai 2010 wurde die 

Beschwerdeführerin durch Dr. G.___ untersucht. Im Untersuchungsbericht vom 8. Juni 

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2010 wurde festgehalten, dass seit der Operation ziehende Schmerzen im 

Operationsgebiet persistieren würden. Ebenfalls sei seit dem Eingriff eine 

Hyposensibilität im Innervationsgebiet des Nervus plantaris lateralis distalbetont 

vorhanden. Als Befunde erhob Dr. G.___ eine Druckdolenz im Operationsgebiet, ein 

leichtes Tinelphänomen über dem Tarsaltunnel sowie eine Hyposensibilität distal im 

Innervationsgebiet des Nervus plantaris lateralis. Die Röntgenuntersuchung zeigte eine 

regelrechte Darstellung des Fussskeletts. Dr. G.___ diagnostizierte persistierende 

Beschwerden nach Exzision eines Morton-Neuroms interdigital II/III sowie eine unklare 

Sensibilitätsstörung der Planta pedis lateral. Als Ursache für die Beschwerden käme 

der Unfall in Frage. Vor dem Unfall habe die Beschwerdeführerin nicht unter ähnlichen 

Beschwerden gelitten. Mittels der MRI-Untersuchung des linken OSG und des linken 

Vorfusses vom 25. Mai 2010 hätten ein Rezidiv-Neurom und eine Pathologie im 

Tarsaltunnel ausgeschlossen werden können (act. G 5.2/M18). Gegenüber Dr. H.___ 

gab die Beschwerdeführerin am 9. Juli 2010 an, seit der operativen Entfernung eines 

Morton-Neuroms links sowohl eine Gefühllosigkeit im Bereich der III. Zehe als auch 

weiterhin am seitlichen Fussballen auf Mittelfusshöhe links zu verspüren. Im genannten 

Areal habe sie bei feinen Berührungen unangenehme Missempfindungen bemerkt. 

Jetzt habe sie in den Schuhen und nach längerem Barfussgehen brennende, 

stechende Schmerzen im genannten Areal. Dr. H.___ erhob als Befunde ein 

wahrscheinlich positives Tinel-Zeichen im Narbenbereich am linken Fuss sowie über 

dem distalen Tarsaltunnel links, eine Hyposensibilität bei Berührung am lateralen 

Oberschenkel links, entsprechend des Innervationsgebiets des Nervus cutaneus 

femoris lateralis links sowie an der linken Fusssohle mit Maximum an den Zehen II bis 

V, aber auch leichtgradig an der Grosszehe und am lateralen Fussrand rechts. Die 

anamnestischen Angaben und klinischen Untersuchungsbefunde würden für ein 

posttraumatisches Tarsaltunnelsyndrom links sprechen. Entsprechend stellte sie diese 

Diagnose und nebenbefundlich bzw. nicht im Vordergrund stehend eine Läsion des 

Nervus cutaneus femoris lateralis links (act. G 5.2/M19). Dr. E.___ hielt in seiner 

Beurteilung vom 19. August 2010 fest, dass das fragliche Syndrom nach 

Knochenbrüchen im Bereich des medialen Fusses/Fussgelenks und ferner nach 

Distorsionen sowie Drehungen im Bereich des Fusses auftreten könne. Auch eine 

Tendosynovitis könne zu einer Volumenzunahme im entsprechenden Bereich führen 

und Symptome eines Tarsaltunnelsyndroms auslösen. Weiter seien Fehlstellungen des 

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Fusses, wie z.B. Senk- und Spreizfüsse, geeignete Ursachen. Zusätzlich sei die 

sportliche Überlastung als bekannte Ursache des Tarsaltunnelsyndroms zu erwähnen. 

Im konkreten Fall habe die Beschwerdeführerin keine Distorsion im Bereich des 

Hinterfusseserlitten. Primär gehe es um Vorfussbeschwerden nach einer Kontusion des 

Vorfusses, die operativ offenbar auch hätten verbessert werden können. Eine 

Sensibilitätsstörung im Bereich der Zehen II und III sei sicher eine Folge der Operation, 

stehe aber aktuell nicht als Ursache für die von der Beschwerdeführerin angegebenen 

Beschwerden zur Diskussion. Die jetzigen Beschwerden seien offenbar neurologisch 

auf ein Tarsaltunnelsyndrom links zurückzuführen. Dessen überwiegend wahr­

scheinlicher Zusammenhang mit dem in den Grundakten beschriebenen Unfallereignis 

sei unwahrscheinlich. Auch sei das Zeitintervall zwischen dem Unfallereignis und dem 

jetzt diagnostizierten Tarsaltunnelsyndrom zu lange, um die natürliche Kausalität mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen zu können. Die Beschwerdeführerin sei 

extrem sportambitioniert. Damit sei die Ursache mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

durch die sportliche Überlastung in Kombination mit der Fussfehlform im Sinn eines 

Spreiz-/Senkfusses zu erklären. Die Bezeichnung des Tarsaltunnelsyndroms als 

posttraumatisch durch Dr. H.___ entspreche einer Kausalitätsbeurteilung "post hoc 

ergo propter hoc". Diese Einschätzung erfülle das Kriterium der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nicht. Auch berücksichtige Dr. H.___ die Latenz zum Unfallereignis 

nicht und sie diskutiere bezüglich des Syndroms keine Differentialdiagnosen (act. G 

5.2/M20). Gestützt auf diese vertrauensärztliche Beurteilung von Dr. E.___ verneinte die 

Beschwerdegegnerin im Rahmen des Rückfalls das Vorliegen einer unfallkausalen 

Gesundheitsschädigung.

3.3    In der Beschwerdeeingabe klagte die Beschwerdeführerin über ein nach der 

Operation vom 22. April 2008 verbliebenes "Knollengefühl", welches sich gleichzeitig 

taub und empfindlich anfühle. Seit der Operation sei es ihr nicht mehr möglich, auf der 

linken Seite zu schlafen. Auch ertrage sie kein Gewicht mehr auf der linken 

Beinaussenseite. Sie verspüre sodann ein "Eingeklemmtsein" bei der Bewegung des 

Vorfusses von oben nach unten und umgekehrt.

4.        

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4.1    Aus den medizinischen Akten geht übereinstimmend hervor, dass die anlässlich 

des Unfalls vom 1. April 2007 erlittene Kontusion des linken Vorfusses plantar MTP II/III 

eine Gesundheitsschädigung zur Folge hatte, indem ein vorbestehendes Morton-

Neurom im Rahmen der Spreizfüsse symptomatisch wurde und die 

Beschwerdeführerin an der betroffenen Stelle eine entzündliche Bursa-Veränderung 

bzw. eine hypertrophe Weichteilnarbenveränderung aufwies, welches Beschwerdebild 

zur Operation vom 22. April 2008 führte. Die Operation war mithin unstreitig aus 

unfallkausalen Gründen indiziert. Eine Operation erfolgt mit dem Ziel, einen 

Gesundheitsschaden zu heilen, womit der Argumentation von Dr. E.___ betreffend 

Erreichen des Status quo sine/ante nach Heilung der unmittelbaren Operationsfolgen 

(Wundheilung, postoperative Schmerzphase, Einnahme von Medikamenten, 

Schonungsphase mit möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.) in der Regel gefolgt und 

insofern von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustands ausgegangen 

werden kann. Im Weiteren ist jedoch zu beachten, dass mit einer Operation auch 

bleibende Änderungen an einem Körperteil vorgenommen werden, und in diesem Sinn 

Heilungsstörungen, beispielsweise durch Behandlungsfehler (vgl. dazu Art. 6 Abs. 3 

UVG), auftreten können, durch die das angestrebte Operationsziel in Frage gestellt 

wird. In diesem Rahmen kann die alleinige Frage nach dem Status quo sine bzw. ante, 

welche den Zustand des Fusses vor oder ohne den Unfall einbezieht, nicht mehr als 

beweisende Rechtsfrage für eine Leistungsablehnung gelten. Entscheidrelevant ist die 

Rechtsfrage, in welchem Zeitpunkt die Operationsfolgen als abgeheilt zu betrachten 

sind. Ist die Beschwerdegegnerin für die Kontusionsfolgen leistungspflichtig, so ist sie 

es auch für allfällige Heilungsstörungen im Zusammenhang mit der Operation. Die 

Ärzte gehen übereinstimmend davon aus, dass die Beschwerdeführerin auch nach der 

Operation vom 22. April 2008 gesundheitliche Störungen, u.a. als Folge der 

Neuromexzision, aufwies ("pampiges" Gefühl, Hyposensibilität), welche sich jedoch 

nicht mehr therapieren liessen. Insofern liegen bei ihr nachgewiesenermassen 

Unfallrestfolgen vor.

4.2    In Bezug auf das von Dr. H.___ im Rahmen des Rückfalls diagnostizierte 

Tarsaltunnelsyndrom links führt Dr. E.___ an sich nachvollziehbar bzw. mit Blick auf die 

für eine Kausalitätsbeurteilung massgebenden Komponenten - Unfallmechanismus 

bzw. Art und Weise der Einwirkung auf den betroffenen Körperteil, zeitlicher Ablauf, 

erfahrungsmedizinische Ursachen der konkreten Diagnose - schlüssig aus, weshalb die 

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fragliche Diagnose als neue und unfallfremde Pathologie zu bezeichnen sei. Ohne die 

Diagnose eines Tarsaltunnelsyndroms sowie die diesbezügliche Kausalitätsbeurteilung 

in Frage zu stellen, ist jedoch einzuwenden, dass dadurch das gleichzeitige Fehlen von 

Unfallrestfolgen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen ist. Auch Dr. E.___ weist auf die Operationsfolgen - "pampiges" Gefühl 

im Fuss, Sensibilitätsstörung im Bereich der Zehen II und III - hin. Die 

Beschwerdeführerin schilderte seit dem Unfall, d.h. sowohl im Grundfall bzw. nach der 

Operation als auch im Rückfall, und damit vor allem auch zu einem Zeitpunkt, als die 

Diagnose eines Tarsaltunnelsyndroms noch nicht vorlag, ein im Wesentlichen 

unverändertes Beschwerdebild im Bereich des Vorfusses. Insofern überzeugt es nicht, 

wenn die Verneinung von Unfallrestfolgen einfach mit dem Vorliegen einer neuen, 

unfallfremden Diagnose begründet wird. Dies zumal ursprünglich gewisse 

Beschwerden als Unfallrestfolgen anerkannt worden sind. Im Übrigen stellte Dr. H.___ 

in ihrer Diagnose ebenfalls auf die Anamneseschilderung der Beschwerdeführerin ab, 

welche nach wie vor Beschwerden im Vorderfuss beinhaltete. Allgemein ist 

hinzuzufügen, dass die Ursache für ein Tarsaltunnelsyndrom zwar in einer Pathologie 

im Hinterfuss oder Fussgelenk liegt, die entsprechenden Schmerzen jedoch auch 

gerade in Form von Hyp- und Parästhesien in die Fusssohle, d.h. in den 

Vorfussbereich, ausstrahlen können (vgl. dazu A. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2002, S. 1121). Die konkret geschädigten 

Körperbereiche liegen somit sehr nah beieinander, was die Verneinung von 

Unfallrestfolgen zumindest nicht eindeutiger werden lässt. Eine Kausalitätsbeurteilung 

allein mit Blick auf die Tarsaltunnelsyndrom-Diagnose erscheint schliesslich auch 

deshalb nicht ohne weiteres überzeugend, weil Dr. G.___ im Rahmen des Rückfalls 

eine Pathologie im Tarsaltunnel ausschloss und als Diagnose eine unklare 

Sensibilitätsstörung der Planta pedis lateral festhielt, die zu einem grössten Teil durch 

die Metatarsalknochen gebildet wird und in deren Bereich die Kontusion vom 1. April 

2007 erfolgt ist. Im Weiteren bejahte Dr. G.___ das Vorliegen von Unfallfolgen bzw. 

verneinte das Vorliegen einer Krankheit.

4.3    Das Gericht hat seinen Entscheid, von welcher Kausalität (Krankheits- oder 

Unfallkausalität) auszugehen ist, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 

genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

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Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 

die wahrscheinlichste würdigt (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen). Die vorhandenen 

medizinischen Akten lassen indessen keinen klaren Entscheid darüber zu, inwieweit 

hinsichtlich der am 11. Mai 2010 gemeldeten Beschwerden ein Rückfall zum Unfall 

vom 1. April 2007 anzunehmen ist oder ob sie uneingeschränkt auf die neu gestellte, 

unfallfremde Diagnose eines Tarsaltunnelsyndroms zurückzuführen sind. Ein 

Sachverhalt, von dem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen wäre, er 

treffe zu, kann demzufolge vorliegend nicht als ausgewiesen gelten. Die Streitsache ist 

daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine neue umfassende 

medizinische Begutachtung - zweckmässigerweise bei externen Sachverständigen - 

veranlasse. Sobald über die Frage der Unfallkausalität Klarheit besteht, wird die 

Beschwerdegegnerin im gegebenen Fall zusätzlich zu prüfen haben, ob sich 

hinsichtlich der Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen für die Übernahme von 

Heilbehandlungskosten bzw. der Frage, ob von weiteren Heilbehandlungen noch eine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist (vgl. Art. 10 Abs. 1 

i.V.m. Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario), Änderungen ergeben haben und damit erneut 

entsprechende Ansprüche bestehen.

5.      

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 12. Oktober 2010 teilweise gutzuheissen und die 

Streitsache zur Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen über die 

Anspruchsberechtigung im Rückfall an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 12. Oktober 2010 aufgehoben und die Streitsache zur Durchführung ergänzender 

Abklärungen im Sinn der Erwägungen und anschliessender neuer Entscheidung über 

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die Anspruchsberechtigung im Rückfall an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 

wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.09.2011
	Art. 6 Abs. 1 und 3 UVG; Art. 11 UVV: Gestützt auf die vorliegenden medizinischen Akten ist eine Verneinung von Unfallrestfolgen im Rahmen des Rückfalls bzw. die Annahme der Heilung der Folgen einer unfallbedingt erfolgten Fussoperation nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit möglich (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. September 2011, UV 2010/88).

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