# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d4218097-73c6-511b-b82f-2071af187822
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.01.2023 F-3585/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3585-2022_2023-01-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3585/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Susanne Genner (Vorsitz), 

Richterin Regula Schenker Senn,  

Richter Gregor Chatton,    

Gerichtsschreiberin Youlo Wujohktsang. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch  

B._______ und C._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Einreiseverbot. 

 

 

 

F-3585/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (geb. […], US-amerikanischer Staatsangehöriger) 

reiste am 5. Januar 2022 in die Schweiz ein und hielt sich bis zu seiner 

Rückreise in die Vereinigten Staaten am 23. Februar 2022 im Schengen-

Raum auf. Am 1. März 2022 reiste er erneut in die Schweiz ein und ver-

weilte bis zu seiner Ausreise am 25. Juni 2022 ohne Unterbruch im Schen-

gen-Raum. Anlässlich der Ausreisekontrolle am Flughafen Zürich wurde 

festgestellt, dass die Dauer seines bewilligungsfreien Aufenthalts im 

Schengen-Raum abgelaufen war. Im Rahmen der Einvernahme wurde ihm 

das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Verhängung eines Einreiseverbots 

gewährt.  

B.  

Mit Verfügung vom 7. Juli 2022 (gleichentags eröffnet) verhängte die Vor-

instanz ein zweijähriges Einreiseverbot (gültig ab sofort bis 24. Juni 2024) 

gegen den Beschwerdeführer. Gleichzeitig ordnete sie die Ausschreibung 

zur Einreiseverweigerung im Schengener Informationssystem (SIS II) an. 

Einer allfälligen Beschwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung. 

C.  

Die Eltern des Beschwerdeführers, B._______ und C._______, reichten 

am 19. August 2022 im Namen ihres Sohnes eine Beschwerde ein und 

beantragten sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung. 

Mit Zwischenverfügung vom 31. August 2022 wurde dem Beschwerdefüh-

rer eine Frist zur Nachreichung einer Vollmacht gesetzt. Am 28. September 

2022 reichte er eine Vollmacht zugunsten seiner Eltern ein.  

D.  

In ihrer Vernehmlassung vom 17. Oktober 2022 hielt die Vorinstanz an der 

Abweisung der Beschwerde fest. Es wurde keine Replik eingereicht.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen des SEM, die ein Einreiseverbot nach Art. 67 AIG 

(SR 142.20) zum Gegenstand haben, unterliegen der Beschwerde an das 

Bundesverwaltungsgericht (Art. 112 Abs. 1 AIG i.V.m. Art. 31 ff. VGG).  

F-3585/2022 

Seite 3 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG).  

1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Erhebung der Beschwerde legitimiert 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (Art. 50 Abs. 1 VwVG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Sache 

endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 

VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren 

das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 

nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeit-

punkt des Entscheids (BGE 139 II 534 E. 5.4.1; BVGE 2014/1 E. 2). 

3.  

3.1 Nach Art. 67 Abs. 2 Bst. a AIG (in der hier anwendbaren, bis am 

21. November 2022 gültig gewesenen Fassung vom 18. Juni 2010 [AS 

2010 5925]) kann das SEM ein Einreiseverbot gegenüber Ausländerinnen 

und Ausländern verfügen, die gegen die öffentliche Sicherheit und 

Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen haben oder diese 

gefährden. Das Einreiseverbot wird für eine Dauer von höchstens fünf 

Jahren verfügt. Es kann für eine längere Dauer verfügt werden, wenn die 

betroffene Person eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche 

Sicherheit und Ordnung darstellt (Art. 67 Abs. 3 AIG). Die verfügende 

Behörde kann ausnahmsweise aus humanitären oder anderen wichtigen 

Gründen von der Verhängung eines Einreiseverbots absehen oder ein 

Einreiseverbot endgültig oder vorübergehend aufheben (Art. 67 Abs. 5 

erster Satz AIG).  

3.2 Wird gegen eine Person, die nicht die Staatsangehörigkeit eines Mit-

gliedstaats der Europäischen Union oder der Europäischen Freihandelsas-

soziation besitzt, ein Einreiseverbot verhängt, so wird sie nach Massgabe 

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Seite 4 

der Bedeutung des Falles im Schengener Informationssystem (SIS) zur 

Einreiseverweigerung ausgeschrieben (vgl. Art. 21 und 24 der Verordnung 

[EU] 2018/1861 des europäischen Parlaments und des Rates vom 28. No-

vember 2018 über die Einrichtung, den Betrieb und die Nutzung des 

Schengener Informationssystems [SIS] im Bereich der Grenzkontrollen, 

zur Änderung des Übereinkommens zur Durchführung des Übereinkom-

mens von Schengen und zur Änderung und Aufhebung der Verordnung 

[EG] Nr. 1987/2006 [SIS-II] Abl. L 312/14 vom 7.12.2018, nachfolgend: 

SIS-II-VO) und Art. 21 der N-SIS-Verordnung vom 8. März 2013 (SR 

362.0). 

3.3 Der Bestand und die Dauer des Einreiseverbots sind in jedem Fall unter 

dem Blickwinkel der Verhältnismässigkeit staatlichen Handelns (Art. 5 

Abs. 2 BV, Art. 96 Abs. 1 AIG) zu überprüfen. Eine Prognose, für welchen 

Zeitraum die Sicherungsmassnahme notwendig sein wird, ist naturgemäss 

nicht möglich. Abstufungen betreffend die Dauer ergeben sich aus der wer-

tenden Abwägung zwischen dem öffentlichen Interesse an der Fernhaltung 

und den privaten Interessen, welche die betroffene Person an der zeitli-

chen Beschränkung der Massnahme hat (BVGE 2016/33 E. 9.2; 2014/20 

E. 8.1). Ausgangspunkt der Überlegungen bilden die Stellung der verletz-

ten oder gefährdeten Rechtsgüter, die Besonderheiten des ordnungswidri-

gen Verhaltens und die persönlichen Verhältnisse der betroffenen auslän-

dischen Person (Art. 96 Abs. 1 AIG; ferner statt vieler HÄFELIN/MÜLLER/UHL-

MANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 555 ff.). 

4.  

Die Vorinstanz begründet das Einreiseverbot damit, der Beschwerdeführer 

habe sich weit über den bewilligungsfreien Aufenthalt hinaus im Schengen-

Raum aufgehalten. Damit liege ein Verstoss gegen die schengenrechtli-

chen Einreisevoraussetzungen vor, womit eine ernsthafte Gefährdung der 

öffentlichen Sicherheit und Ordnung einhergehe; der Fernhaltegrund nach 

Art. 67 Abs. 2 Bst. a AIG sei erfüllt. 

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe keine Kenntnis von der 

Existenz der Schengener Abkommen gehabt und habe nicht gewusst, dass 

sich die maximale Aufenthaltsdauer von 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen auf den gesamten Schengen-Raum beziehe. Er sei 

im Januar 2022 aufgrund der beruflichen Versetzung des Vaters zusam-

men mit seiner Familie in die Schweiz gezogen. Er habe sich bis zum Antritt 

seines Studiums im Herbst 2022 in einem Zwischenjahr befunden und 

habe daher bei seiner Familie in der Schweiz gewohnt. Ende Februar 2022 

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sei er kurz in die Vereinigten Staaten zurückgereist, um Vorbereitungen für 

sein Studium zu treffen. Anschliessend habe er wieder bei seinen Eltern in 

der Schweiz gewohnt – da er finanziell abhängig von ihnen sei – und sei 

mit der Familie in verschiedene europäische Länder gereist. Ausserdem 

habe er sich vergebens um die Ausstellung einer B-Bewilligung sowie ei-

nes Studierenden- und Arbeitsvisums bemüht.  

5.  

Der Beschwerdeführer darf als US-amerikanischer Staatsangehöriger ge-

mäss Art. 8 Abs. 3 VEV visumfrei in den Schengen-Raum einreisen und 

sich während 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen grund-

sätzlich bewilligungsfrei im Schengen-Raum bewegen. Er ist am 5. Januar 

2022 in den Schengen-Raum eingereist, wo er sich bis zum 23. Februar 

2022 aufhielt. Am 1. März 2022 reiste er erneut in den Schengen-Raum ein 

und hielt sich bis zur Ausreise am 25. Juni 2022 ohne Unterbruch im 

Schengen-Raum auf. Der Beschwerdeführer hat somit die bewilligungs-

freie Aufenthaltsdauer um 77 Tage überschritten (sog. Overstay). Er hat 

ausländerrechtliche Bestimmungen verletzt und damit gegen die öffentli-

che Sicherheit und Ordnung verstossen. Der Fernhaltegrund nach Art. 67 

Abs. 2 Bst. a AIG ist somit gesetzt. Allfällige Unkenntnis oder Fehlinterpre-

tation der Einreise- oder Aufenthaltsvorschriften hat er sich anrechnen zu 

lassen. Ihm obliegt es, sich über die bestehenden Rechte und Pflichten im 

Zusammenhang mit ausländerrechtlichen Vorschriften zu informieren (Ur-

teil des BVGer F-6174/2020 vom 21. Juni 2021 E. 4). 

6.  

Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit der Massnahme (vgl. E. 3.3). 

6.1 Der Verstoss des Beschwerdeführers gegen ausländerrechtliche Be-

simmungen wiegt mit einem Overstay von 77 Tagen objektiv nicht leicht. 

Der Einhaltung zentraler ausländerrechtlicher Normen kommt eine hohe 

Bedeutung zu, geht es doch darum, eine funktionierende Rechtsordnung 

gewährleisten zu können. Entsprechend ist die ausländerrechtliche Ord-

nung durch eine konsequente Massnahmenpraxis zu schützen (BVGE 

2014/20 E. 8.2; Urteil des BVGer F-1641/2019 vom 14. September 2022 

E. 4.1.1). Vorliegend besteht daher bereits aus generalpräventiven Grün-

den ein öffentliches Interesse an einer zeitlich befristeten Fernhaltung des 

Beschwerdeführers. Das Einreiseverbot erscheint jedoch auch aus spezi-

alpräventiven Gründen angezeigt, um ihn bei künftigen Aufenthalten in der 

Schweiz von der erneuten Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ord-

nung abzuhalten. Darüber hinaus kommt bei Drittstaatsangehörigen der 

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Rückfallgefahr im Vergleich mit Staatsangehörigen einer Vertragspartei 

des Freizügigkeitsabkommen (FZA, SR 0.142.112.681) eine geringere 

Tragweite zu (BGE 139 II 121 E. 6.1; 136 II 5 E. 4.2; BVGE 2017 VII/2 

E. 4.4).  

6.2 Den öffentlichen Fernhalteinteressen sind die privaten Interessen des 

Beschwerdeführers gegenüberzustellen. Der in den Vereinigten Staaten 

wohnhafte Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, das Einreiseverbot 

würde ihn von seiner Familie trennen. Da seine Familie in der Schweiz 

lebe, könne er sie über die Semesterferien nicht mehr besuchen.  

Aufgrund der Volljährigkeit des Beschwerdeführers fällt die Beziehung zu 

seinen Eltern nicht in den Schutzbereich des Rechts auf Achtung des 

Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK, liegt doch kein über die 

üblichen familiären Beziehungen bzw. emotionalen Bindungen hinaus-

gehendes, besonderes Abhängigkeitsverhältnis vor (BGE 144 II 1 E. 6.1). 

Die vorübergehende Erschwerung der Kontaktpflege hat der Beschwerde-

führer selbst zu verantworten und in Kauf zu nehmen. Diese Einschrän-

kung ist insoweit zu relativieren, als Kontakte für limitierte Zeit auch anders 

als durch Einreisen in die Schweiz, beispielsweise durch elektronische 

Kommunikationsmittel, zu verwirklichen sind. Es ist zudem auf die Möglich-

keit einer Suspension des Einreiseverbots aus wichtigen Gründen 

hinzuweisen (Art. 67 Abs. 5 AIG).  

6.3 Mit Blick auf die Rechtsprechung erscheint es im vorliegenden Fall ge-

boten, den Umstand zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer keine 

weiteren (oder wiederholten) Verstösse gegen ausländerrechtliche Vor-

schriften begangen hat (anders als in den Urteilen des BVGer 

F- 2155/2021 vom 24. Mai 2022 E. 8, F-3270/2021 vom 12. November 

2021). Auch ist die Dauer seines Overstays – 77 Tage – im Vergleich zu 

ähnlichen Fällen, in denen ebenfalls ein zweijähriges Einreiseverbot ver-

hängt wurde, als relativ kurz zu bewerten (siehe Urteile des BVGer 

F- 572/2021 vom 21. September 2021, E.5 [Overstay von 328 Tagen], 

F- 906/2021 vom 3. November 2022, E. 4.3 [Overstay von 257 Tagen], 

F- 3733/2021 vom 30. September 2022, E. 7.2 [Overstay von 194 Tagen], 

F-1921/2021 vom 28. Februar 2022E. 5.2 [Overstay von172 Tagen]).  

6.4 Eine wertende Gewichtung der sich gegenüberstehenden Interessen 

und die Berücksichtigung der Rechtsprechung in ähnlichen Fällen führt das 

Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das Einreiseverbot dem 

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Seite 7 

Grundsatz nach zu bestätigen ist, in Bezug auf seine Dauer von zwei Jah-

ren jedoch als unverhältnismässig lang erscheint. 

6.5 Es ist anzunehmen, dass ein einjähriges Einreiseverbot genügend Ge-

währ dafür bietet, dass der Beschwerdeführer künftig den in der Schweiz 

bzw. im Schengen-Raum geltenden migrationsrechtlichen Vorschriften Be-

achtung schenkt. Auch wird dem öffentlichen Interesse an der Fernhaltung 

des Beschwerdeführers mit einem Einreiseverbot, begrenzt auf ein Jahr, 

hinreichend Rechnung getragen. 

7.  

Demnach verletzt die angefochtene Verfügung Bundesrecht (Art. 49 

VwVG), weshalb die Beschwerde teilweise gutzuheissen und das gegen 

den Beschwerdeführer verhängte Einreiseverbot auf den 24. Juni 2023 zu 

befristen ist. 

8.  

8.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdefüh-

rer die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- im Umfang des Unterliegens, mit-

hin im Betrag von Fr. 500.-, aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 

1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-

digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

8.2 Der teilweise obsiegende Beschwerdeführer hat grundsätzlich An-

spruch auf Ersatz der ihm erwachsenen notwendigen Kosten (Art. 64 Abs. 

1 und 2 VwVG; Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass ihm – der 

nicht anwaltlich oder auf andere Weise beruflich vertreten ist – aus dem 

vorliegenden Verfahren Kosten im Sinne der massgeblichen Bestimmun-

gen entstanden sind. Deshalb ist ihm keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen.  

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

2.  

Die Verfügung vom 7. Juli 2022 wird insoweit aufgehoben, als das Einrei-

severbot die Dauer eines Jahres überschreitet. Das Einreiseverbot wird auf 

den 24. Juni 2023 befristet. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 1‘000.- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 500.- wird ihm zurücker-

stattet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Youlo Wujohktsang 

 

 

 

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