# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d4dc83e2-bde0-50ad-aff9-c2b230b791ff
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 27.01.2022 110 2021 182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-182_2022-01-27.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/182

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 27. Januar 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Beatenberg, Gemeindeverwaltung, 
Spirenwaldstrasse 251, 3803 Beatenberg

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Beatenberg vom 
16. September 2021 (Gemeinde-Nr. 18/2021, ebau Nr. 2021-2837; Hofhüttli für den Verkauf von 
hofeigenen Produkten) und die Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) 
vom 1. September 2021 (G.-Nr. 2021.DIJ.3053)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführenden reichten am 16. April 2021 bei der Gemeinde Beatenberg ein 
Baugesuch für das Erstellen eines «Hofhüttlis» für den Verkauf von hofeigenen Produkten auf der 
Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt Nr. J.________ ein. Die Parzelle liegt in der 
Landwirtschaftszone ca. 500 m vom Hofzentrum (Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt 
Nr. H.________) entfernt. Mit Verfügung vom 1. September 2021 verweigerte das AGR sowohl 
eine Bewilligung des Vorhabens nach Art. 16a RPG1 (Zonenkonformität) als auch eine 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG. Gestützt auf die negative Verfügung des AGR erteilte 
die Gemeinde Beatenberg mit Entscheid vom 16. September 2021 dem Bauvorhaben der 
Beschwerdeführenden den Bauabschlag.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 15. Oktober 2021 Beschwerde bei der 
Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen die Aufhebung der 
Verfügung der Gemeinde Beatenberg vom 16. September 2021 sowie der Verfügung des AGR 

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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vom 1. September 2021 und die erneute Überprüfung des Baugesuchs. Mit Stellungnahme vom 
30. Dezember 2021 ersuchen die Beschwerdeführenden sodann explizit um die Erteilung der 
Baubewilligung. Die Beschwerdeführenden machen in ihren Eingaben sinngemäss geltend, das 
Legalitätsprinzip sei verletzt worden. Ausserdem sei die Kulturlandschaft von Beatenberg ohnehin 
bereits mit sehr vielen kleinen, verstreut liegenden Scheunen überbaut. Mit dem Hofhüttli würden 
sie ihren Standortnachteil auszugleichen gedenken. Dieses sei deswegen zonenkonform. Zudem 
hätten die Beschwerdeführenden an anderen Orten in der Schweiz schon Hofhüttli gesehen, die 
auch freistehend weiter weg von anderen Gebäuden stünden.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, holte die Vorakten ein 
und gab den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme. Davon machten das AGR und 
die Gemeinde Gebrauch; beide beantragen die Abweisung der Beschwerde. Die 
Beschwerdeführenden reichten daraufhin eine weitere Stellungnahme vom 30. Dezember 2021 
ein. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Verfügungen des AGR über die 
Zonenkonformität bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone sowie über Ausnahmegesuche nach 
den Art. 24 bis 24e und Art. 37a RPG4 können zusammen mit dem Bauentscheid ebenfalls mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden (Art. 84 Abs. 4 BauG). Die BVD ist somit für die 
Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Die Beschwerdeführenden, deren Baugesuch abgewiesen wurde, sind durch die vorinstanzlichen 
Entscheide beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Zonenkonformität; Konzentrationsprinzip

a) In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a 
Abs. 1 RPG). Gemäss Art. 34 Abs. 2 RPV5 sind auch Bauten und Anlagen zonenkonform, die der 
Aufbereitung, Lagerung und dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produkte 
dienen, sofern die Produkte in der Region und zu mehr als der Hälfte auf dem Standortbetrieb 
oder auf den in einer Produktionsgemeinschaft zusammengeschlossenen Betrieben erzeugt 
werden (Bst. a), die Aufbereitung, die Lagerung oder der Verkauf nicht industriell-gewerblicher Art 
ist (Bst. b) und der landwirtschaftliche oder gartenbauliche Charakter des Standortbetriebs 
gewahrt bleibt (Bst. c). Eine Baute oder Anlage in der Landwirtschaftszone darf nach Art. 34 

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
4 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
5 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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Abs. 4 RPV weiter nur bewilligt werden, wenn sie für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig 
ist (Bst. a), wenn am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 
(Bst. b) und wenn der landwirtschaftliche Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann 
(Bst. c). Das Erfordernis der betrieblichen Notwendigkeit verlangt den Nachweis, dass die Anlagen 
objektiv betrachtet betriebswirtschaftlich nötig und nicht überdimensioniert sind. Die 
Landwirtschaftszone soll von Überbauungen aller Art möglichst freigehalten werden (Art. 16 Abs. 
1 RPG). Es ist deshalb zu prüfen, ob die vorgesehene Nutzung in einer bereits vorhandenen Baute 
möglich ist oder ob Neubauten als Ersatzbauten an Stelle der bisherigen, nicht mehr benötigten 
Bauten errichtet werden können.6 Bei der Standortwahl für Bauten und Anlagen in der 
Landwirtschaftszone ist der Bauherr nicht frei, sondern muss nachweisen, dass die Baute oder 
Anlage am vorgesehenen Standort objektiv notwendig ist, d.h. ein schutzwürdiges Interesse daran 
besteht, die streitige Baute am gewählten Ort zu errichten und, nach Abwägung aller Interessen, 
kein anderer, besser geeigneter Standort in Betracht kommt.7 Auf subjektive Vorstellungen und 
Wünsche des Einzelnen kann es dabei nicht ankommen. Selbst wenn ein Standort objektiv 
begründbar ist, können ihm überwiegende Interessen entgegenstehen und zur Verweigerung der 
Baubewilligung führen.8 

b) Die Beschwerdeführenden beabsichtigen, hofeigene Produkte wie Trockenfleisch, 
Trockenwurst, Alpkäse, Mutschli und Milch aus eigener Produktion in einem Hofhüttli zu 
verkaufen. Hofläden dieser Art erfüllen die Kriterien von Art. 34 Abs. 2 RPV und sind damit 
grundsätzlich landwirtschaftlich begründet. Das geht auch aus dem Fachbericht des Amts für 
Landwirtschaft und Natur (LANAT) vom 26. Mai 2021 sowie aus der Verfügung des AGR vom 1. 
September 2021 für das vorliegende Bauprojekt hervor9 und ist vorliegend unbestritten. Ein 
Hofladen ist jedoch nur dann bewilligungsfähig, wenn auch die Voraussetzungen von Art. 34 
Abs. 4 RPV erfüllt sind. Die genannten Behörden verneinten in vorliegendem Fall die 
Zonenkonformität des konkreten Bauprojekts mit dem Hinweis auf das Konzentrationsprinzip, 
welches auch in der Landwirtschaftszone anzuwenden sei. Da sich der vorgesehene Standort 
nicht beim Betriebszentrum, sondern auf einer anderen Parzelle befinde, wird dem 
Konzentrationsprinzip aus Sicht des LANAT nicht Rechnung getragen. Ein Anbau an oder eine 
Integration in das bestehende Gebäude Nr. A.________ würden als Alternativstandort nach wie 
vor die Nähe zum Wanderweg zulassen und gleichzeitig für weniger zerstreute Bauten sorgen. 
Auch das AGR hielt in seiner abschliessenden Beurteilung des Standortes fest, es bestehe kein 
Anspruch darauf, ein grundsätzlich zonenkonformes Projekt irgendwo in der Landwirtschaftszone 
aufstellen zu dürfen.

c) Die Beschwerdeführenden machen geltend, das von der Vorinstanz und den Fachbehörden 
genannte Konzentrationsprinzip sei nicht gesetzlich verankert. Sie rügen damit sinngemäss eine 
Verletzung des Legalitätsprinzips. Weiter sei es unverständlich, dass die Gemeinde das Projekt 
zwar begrüsse, dieses jedoch aufgrund des negativen Entscheids des AGR ablehne. Ausserdem 
bestehe die Kulturlandschaft von Beatenberg gerade auch aus vielen kleinen, verstreut liegenden 
Scheunen. Des Weiteren seien sie auf den geplanten Standort angewiesen, da ihr Hof etwas 
ausserhalb gelegen sei, der gewählte Standort jedoch unmittelbar neben einem viel begangenen 
Wanderweg liege. Mit der Schliessung des Lebensmittelgeschäfts im Dorf seien grosse Teile des 
Direktverkaufs weggebrochen. Dieser stelle jedoch ein wichtiges Standbein des Betriebs dar. Im 
Übrigen sehe das Bauvorhaben lediglich eine Fläche von knapp 7 m2 vor.

6 BGE 129 II 413 E. 3.2; BGer 1C_565/2008 vom 19. Juni 2009, E. 5.5.
7 BGer 1C_567/2015 vom 29. August 2016, E. 6.1, mit weiteren Hinweisen.
8 Alexander Ruch/Rudolf Muggli, in Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16a N. 56, mit 
weiteren Hinweisen; BVR 2011 S. 163 E. 4.1, mit weiteren Hinweisen.
9 Vgl. Vorakten, Aktenstück 2 und 3.

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d) Das von den Beschwerdeführenden angesprochene Konzentrationsprinzip ist neben dem 
Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet (Art. 1 Abs. 1 Satz 1 RPG) ein 
fundamentales raumplanungsrechtliches Prinzip, das aus Art. 75 BV10 sowie aus den Zielen und 
Grundsätzen der Raumplanung (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. b RPG) abgeleitet wird und dem gesamten 
Raumplanungsrecht zugrunde liegt.11

Das Konzentrationsprinzip lässt sich demnach ohne weiteres aus dem Gesetz ableiten. Eine 
Verletzung des Legalitätsprinzips ist daher zu verneinen und die Beschwerde erweist sich insofern 
als unbegründet.

e) Das Konzentrationsprinzip verlangt seinem Namen entsprechend die Konzentration der 
Siedlungstätigkeit, um dem verfassungsmässigen Gebot der haushälterischen Nutzung des 
Bodens zu genügen. Siedlungen sollen daher in räumlich zusammenhängenden, vom 
Nichtbaugebiet klar abgegrenzten und auf das Notwendige beschränkten Bauzonen 
zusammengefasst werden.12 Das Gebot der konzentrierten Bauweise gilt umso mehr ausserhalb 
der Bauzone, da die Einschränkung der Siedlungstätigkeit ausserhalb der Bauzonen ein zentrales 
Anliegen des RPG ist. Dementsprechend sind die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen 
ausserhalb der Bauzonen und die Erteilung von Ausnahmebewilligungen bundesrechtlich 
geregelt.13 Das Konzentrationsprinzip bzw. der Grundsatz der haushälterischen Bodennutzung 
gebieten damit ausserhalb der Bauzone erst recht eine kompakte Bauweise. Landwirtschaftliche 
Bauten und damit auch neue Ökonomiebauten sind soweit möglich zu gruppieren, unter 
Berücksichtigung des Standorts des Wohnhauses14 bzw. des Betriebszentrums15.

f) Das umstrittene Hofhüttli ist vorliegend freistehend direkt am Wanderweg in einer Distanz 
von knapp 500 m zum Hofzentrum (Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt Nr. H.________) auf der 
Parzelle Beatenberg Grundbuchblatt Nr. J.________ geplant. Es soll ca. 65 m neben dem 
Gebäude Nr. A.________ zu stehen kommen. Das Konzentrationsprinzip wird durch diesen 
Standort ohne Siedlungszusammenhang und abseits des Betriebszentrums verletzt, wie dies im 
vorinstanzlichen Verfahren sowohl das LANAT wie auch das AGR zutreffend feststellten.

Die Beschwerdeführenden argumentieren, sie würden mit dem Hofhüttli den Standortnachteil 
ihres Hofes sowie den Wegfall des Direktverkaufes aufgrund der Schliessung des Dorfladens mit 
einer eigenen Verkaufsmöglichkeit direkt am Wanderweg auszugleichen gedenken. Der Standort 
direkt am Wanderweg und in der Nähe einer Parkierungsmöglichkeit vermag betrieblich allenfalls 
sinnvoller sein als ein Hofladen auf der Hofparzelle Beatenberg Grundbuchblatt Nr. H.________ 
oder angebaut am Gebäude Nr. A.________ auf der Bauparzelle Beatenberg Grundbuchblatt 
Nr. J.________. Das Hofhüttli auf dem freien Feld widerspricht aber wie oben dargelegt dem 
Konzentrationsgrundsatz, der ein gewichtiges öffentliches Interesse darstellt. Weiter ist 
festzuhalten, dass nicht das Hofhüttli an sich negativ beurteilt wird. Am vorgeschlagenen 
Alternativstandort direkt beim Gebäude Nr. A.________ auf der Bauparzelle Beatenberg 
Grundbuchblatt Nr. J.________ könnte das Konzentrationsprinzip gemäss der plausiblen 
Einschätzung des LANAT wahrscheinlich eingehalten werden. Ebenso ist die Beurteilung des 
LANAT nachvollziehbar, wonach dieser vorgeschlagene Alternativstandort zumutbar sei. Sowohl 
der Wanderkundschaft als auch der potentiellen Kundschaft, die mit dem Auto vorbeifährt, kann 

10 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).
11 BGE 116 Ia 335 E. 4a; Alain Griffel, Raumplanungs- und Baurecht in a nutshell, 3. Aufl., 2017, S. 122, mit weiteren 
Hinweisen.
12 BGE 116 Ia 335 E. 4a; Alain Griffel, a.a.O., S. 122, mit weiteren Hinweisen.
13 BGE 128 I 254 E. 3.8.4.
14 Zum Ganzen BGer 1C_429/2015 vom 28. September 2016, E. 5.1.
15 BGer 1C_892/2013 vom 1. April 2015, E. 3.2; Espace Suisse, Raum & Umwelt, Dossier zur Raumentwicklung, 
Bauen ausserhalb der Bauzonen, Begriffe von A bis Z, September 3/2020, S. 46.

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zugemutet werden, den knapp 70 m langen Weg zum Gebäude Nr. A.________ auf sich zu 
nehmen. Im vorliegenden Fall sind darüber hinaus andere, objektive Gründe (Parzellengrösse, 
Topografie, Schutzzone, Denkmalpflege etc.) für die Begründung des projektierten Standorts 
weder vorgebracht noch ersichtlich. Damit steht fest, dass nach Abwägung aller Interessen die 
objektive Notwendigkeit des strittigen Hofhüttlis am vorgesehenen Standort auf freiem Feld zu 
verneinen ist, zumal mit dem vom LANAT vorgeschlagenen Alternativstandort sogar ein besser 
geeigneter Standort in Betracht kommt (vgl. Erwägung 2a). 

Es ist ausserdem irrelevant, wie viel bzw. wie wenig Fläche eine Baute in Anspruch nimmt. Auch 
Kleinbauten haben das Konzentrationsprinzip zu berücksichtigen, zumal sie in der 
Landwirtschaftszone baubewilligungspflichtig sind, wenn sie geeignet sind, die Nutzungsordnung 
zu beeinflussen, indem sie zum Beispiel den Raum äusserlich erheblich verändern, die 
Erschliessung belasten oder die Umwelt beeinträchtigen (Art. 7 Abs. 1 BewD16). Dies ist 
vorliegend beim freistehenden Hofhüttli auf der grünen Wiese offensichtlich der Fall.

Dem konsequenten Vollzug des Baurechts kommt ausserhalb des Baugebiets aufgrund des 
Trennungsgrundsatzes schliesslich besondere Bedeutung zu.17 Das Vorbringen der 
Beschwerdeführenden, gerade diese vielen kleinen, verstreut liegenden Scheunen mache die 
Kulturlandschaft von Beatenberg aus, vermag das Konzentrationsprinzip demnach in 
vorliegendem Fall auch nicht zu übersteuern. Dem gewählten Standort stehen folglich auch in 
Berücksichtigung des Überbauungsbildes dieser Umgebung insgesamt erhebliche Interessen 
entgegen, zumal ein besserer Alternativstandort möglich scheint. 

Insgesamt ist damit festzuhalten, dass das Interesse der Beschwerdeführenden an einer 
Ideallösung hinter den genannten öffentlichen Interessen zurückzustehen hat. Mit anderen Worten 
stehen dem Bauvorhaben am vorgesehenen Standort überwiegende Interessen im Sinne von Art. 
34 Abs. 4 RPV entgegen. Das vorliegende Bauprojekt verletzt das Konzentrationsprinzip und ist 
demnach, wie im vorinstanzlichen Verfahren zutreffend festgestellt wurde, am geplanten Standort 
nicht zonenkonform. 

Nach Art. 84 Abs. 1 BauG ist schliesslich das AGR für die Beurteilung von Bauvorhaben 
ausserhalb der Bauzone abschliessend zuständig. Die Gemeinde ist an die Verfügung des AGR 
gebunden und hat keinen eigenen Entscheidungsspielraum. Folglich könnte sie das Bauvorhaben 
selbst dann nicht bewilligen, wenn sie dieses begrüsste. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 15. Oktober 2021 in diesem Punkt unbegründet und 
daher abzuweisen.

3. Ausnahmebewilligung; Kompensation

a) Die Beschwerdeführenden bringen zusätzlich vor, gemäss Fachbericht des LANAT vom 
26. Mai 2021 sei die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG möglich. Das AGR, 
das für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone zuständig ist, verweigerte jedoch die Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG. Ausserdem machen die Beschwerdeführenden den 
Vorschlag, als Kompensation für den Neubau des Hofhüttli eine andere kleine Scheune 
abzubrechen.

16 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
17 BGer 1C_469/2019 und 1C_483/2019 vom 28.4.2021, E. 5.5; VGE 2020/219 vom 2. November 2021, E. 6.4; BVR 
2013 S. 85 E. 5.2; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 
2020, Art. 46 N. 9a, mit weiteren Hinweisen.

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b) Im seinem Fachbericht vom 26. Mai 2021 weist das LANAT lediglich auf das Erfordernis 
einer Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der Bauzonen nach Art. 24 ff. RPG hin, da 
eine Zonenkonformität ausgeschlossen sei. Das LANAT bezieht sich dabei nicht auf das 
vorliegende Bauprojekt bzw. äussert sich nicht zur allfälligen Bewilligungsfähigkeit des 
vorliegenden Bauprojekts gestützt auf eine Ausnahme gemäss Art. 24 ff. RPG. Die 
Beschwerdeführenden vermögen demnach nichts aus der zitierten Aussage des Fachberichts für 
sich abzuleiten. Zudem ergibt sich weder aus den Akten noch aus der Beschwerde ein Antrag auf 
Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG. 

Selbst wenn die Beschwerdeführenden eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG beantragt 
hätten, könnte eine solche nicht erteilt werden. Das AGR kam bei der Prüfung des vorliegenden 
Baugesuchs zum Schluss, die Voraussetzungen für die Anwendung eines Ausnahmetatbestandes 
liegen nicht vor.18 Dem ist zuzustimmen. Ohnehin stünde in vorliegendem Fall auch bei allfälligen 
Ausnahmen nach Art. 24 ff. RPG das Konzentrationsprinzip dem Hofhüttli am geplanten Standort 
entgegen (Vgl. Art. 43a Bst. e RPV) Im Übrigen ist eine Kompensationsmöglichkeit, wie sie die 
Beschwerdeführenden vorschlagen, gesetzlich nicht vorgesehen und gemäss Rechtsprechung 
höchstens am selben Standort wie die zu ersetzende Baute möglich (vgl. Erwägung 2a). Die Vor-
instanz hat die vorgeschlagene Kompensation damit zu Recht nicht in Betracht gezogen. Die 
Beschwerde erweist sich folglich auch in diesem Punkt als unbegründet und ist abzuweisen.

4. Rechtsgleichheit; Gleichbehandlung im Unrecht

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, an anderen Orten in der Schweiz schon Hofläden 
gesehen zu haben, die freistehend bzw. weiter weg von anderen Gebäuden stünden. Sie reichen 
verschiedene Bilder von freistehenden Hofhüttli ein.19 Damit machen sie sinngemäss einen 
Anspruch auf Gleichbehandlung geltend.

b) Der in Art. 8 Abs. 1 BV und Art. 10 Abs. 1 KV20 enthaltene Grundsatz der Rechtsgleichheit 
verpflichtet die rechtsanwendenden Behörden, gleiche Sachverhalte mit gleichen relevanten 
Tatsachen gleich zu behandeln, es sei denn, ein sachlicher Grund rechtfertige eine 
unterschiedliche Behandlung.21 

c) Die Beschwerdeführenden legen nicht konkret dar, wo welche Hofläden bestehen, die mit 
dem umstrittenen Hofhüttli vergleichbar sein sollen. Auch ist nicht bekannt, ob diese Hofläden in 
der Landwirtschaftszone liegen und ob sie bewilligt sind. Selbst wenn andere freistehende 
Hofläden auf dem Gemeindegebiet allenfalls unrechtmässig bestehen sollten, könnten die 
Beschwerdeführenden daraus jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten. Ein Anspruch auf 
Gleichbehandlung im Unrecht besteht nur ausnahmsweise unter strengen Voraussetzungen, da 
das öffentliche Interesse an der korrekten Rechtsanwendung grundsätzlich überwiegt (vgl. Art. 5 
BV). Da es vorliegend um den Vollzug von Bundesrecht (RPG) geht, wäre eine allfällige ‒ hier 
aber nicht ersichtliche ‒ gesetzeswidrige Praxis der Gemeinde nicht massgebend und die BVD 
als Rechtsmittelbehörde nicht daran gebunden. Aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit ergibt 
sich vorliegend kein Anspruch auf eine Bewilligung nach Art. 16a Abs. 1 RPG bzw. Art. 24 ff. RPG. 
Auch in diesem Punkt ist die Beschwerde folglich als unbegründet abzuweisen.

18 Vgl. die Verfügung des AGR vom 1. September 2021, S. 2 f.; vgl. auch die Stellungnahme des AGR vom 7. Juli 
2021, S. 2 f.; Vorakten, pag. 6.
19 Vgl. die Beilagen der Beschwerde vom 15. Oktober 2021 sowie der Stellungnahme vom 30. Dezember 2021.
20 Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1).
21 Statt vieler BGE 136 I 345 E. 5, mit weiteren Hinweisen.; VGE 2016/242 vom 8. Juni 2017, E. 5.3; Pierre 
Tschannen/Ulrich Zimmerli/Markus Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., 2014, § 23 N. 11 f.

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5. Zusammenfassung und Kosten

a) Das geplante Bauvorhaben kann zwar grundsätzlich als landwirtschaftlich begründet 
beurteilt werden. Aufgrund der Verletzung des Konzentrationsprinzips kann das Hofhüttli dennoch 
nicht bewilligt werden. Zudem wird eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG weder 
beantragt noch kann eine solche erteilt werden. Weiter ist eine Kompensation, wie sie von den 
Beschwerdeführenden vorgeschlagen wird, nicht möglich. Ein Anspruch auf Gleichbehandlung im 
Unrecht besteht im vorliegenden Fall zudem ebenfalls nicht. Die Rügen der Beschwerdeführenden 
sind folglich allesamt unbegründet und die Beschwerde wird abgewiesen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 1000.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV22). Die 
Beschwerdeführenden haften gemäss Art. 106 VRPG solidarisch für den gesamten Betrag.

c) Parteikosten sind keine angefallen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Bauentscheid der Gemeinde Beatenberg vom 
16. September 2021 sowie die Verfügung des AGR vom 1. September 2021 werden 
bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1000.– werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Der Beschwerdeführer 1 und die Beschwerdeführerin 2 haften solidarisch für den 
gesamten Betrag. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in 
Rechtskraft erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Frau D.________ und Herrn C.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Beatenberg, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

22 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.