# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5da0ca3d-b757-5b9c-8b3f-8062c4aedefb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.08.2011 D-951/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-951-2011_2011-08-24.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­951/2011

U r t e i l   v om   2 4 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richter Robert Galliker (Vorsitz),
Richter Kurt Gysi, Richter Gérald Bovier,
Gerichtsschreiberin Viktoria Szczepinski.

Parteien A._______, geboren (…),
Eritrea,
vertreten durch Laura Rossi, Fürsprecherin,
Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Familiennachzug und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 7. Januar 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom 
10. Dezember 2008 mit Verfügung vom 20. Juli 2010 ablehnte, ihn jedoch 
als  Flüchtling  anerkannte  und  wegen  Unzulässigkeit  des 
Wegweisungsvollzugs in der Schweiz vorläufig aufnahm,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  D­5940/2010  vom 
1. Oktober 2010 die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde vom 
20. August 2010 abwies,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  einer  als  "Gesuch  um 
Familienzusammenführung"  bezeichneten  Eingabe  an  das  BFM  vom 
3. Januar 2011 sinngemäss beantragte, seiner Ehefrau B._______, dem 
gemeinsamen  Sohn  C._______  sowie  den  gemeinsamen  Töchtern 
D._______,  E._______  und  F._______  sei  im  Rahmen  des 
Familiennachzuges die Einreise in die Schweiz zu bewilligen,

dass  das  BFM  mit  –  am  10. Januar 2011  eröffneter  –  Verfügung  vom 
7. Januar 2011  das Gesuch  um Einreise  in  die  Schweiz  nicht  bewilligte 
und das Familiennachzugsgesuch ablehnte,

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  anführte,  die  zeitliche 
Voraussetzung  (Dreijahresfrist)  für  einen  Familiennachzug  gemäss 
Art. 85  Abs. 7  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  sei  nicht  erfüllt, 
weshalb  das  Gesuch  um  Familiennachzug  abzulehnen  und  seiner 
Ehefrau und den gemeinsamen Kindern die Einreise in die Schweiz nicht 
zu bewilligen sei,

dass  die  zwischenzeitlich  mandatierte  Rechtsvertreterin  des 
Beschwerdeführers  mit  Eingabe  vom  8. Februar 2011  gegen  diesen 
Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und 
beantragte, die Verfügung des BFM vom 7. Januar 2011 sei aufzuheben 
und  die Vorinstanz  sei  anzuweisen,  seiner  Ehefrau  und  seinen Kindern 
die  Einreise  in  die  Schweiz  zwecks  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft zu bewilligen,

dass ausserdem die Vorinstanz anzuweisen sei, seine Ehefrau und seine 
Kinder  als  Flüchtlinge  anzuerkennen  und  sie  in  der  Schweiz  vorläufig 
aufzunehmen,

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dass  eventualiter  die  Vorinstanz  anzuweisen  sei,  das  vom 
Beschwerdeführer eingereichte Gesuch als Asylgesuch aus dem Ausland 
zu prüfen und unter diesem Titel den genannten Personen die Einreise in 
die Schweiz zu gewähren,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  und  2  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass diesbezüglich eine Fürsorgebestätigung der Caritas G._______ vom 
24. Januar 2011 zu den Akten gereicht wurde,

dass der Beschwerdeführer  zur Begründung seiner Rechtsmitteleingabe 
im  Wesentlichen  ausführte,  die  in  Art. 85  Abs. 7  AuG  verankerte 
gesetzliche  dreijährige Wartefrist  für  den Familiennachzug  von  vorläufig 
aufgenommenen Flüchtlingen  sei  völkerrechtswidrig,  unverhältnismässig 
und  widerspreche  namentlich  Art. 8  der  Konvention  vom  4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 
0.101)  sowie  Art. 13  Abs. 1  und  Art. 14  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), da 
vorläufig aufgenommene Flüchtlinge  in der Schweiz über ein gefestigtes 
Aufenthaltsrecht verfügen würden,

dass  die  oben  genannte  ausländerrechtliche  Bestimmung  auch  gegen 
das  Gebot  auf  rechtsgleiche  Behandlung  nach  Art. 8  Abs. 1  BV 
verstosse,

dass  das  Völkerrecht  dem  innerstaatlichen  Recht  vorgehe  und  dieser 
Grundsatz insbesondere auch in Bezug auf die in der EMRK verankerten 
Garantien gelte,

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit 
Zwischenverfügung  vom  18. Februar 2011  den  Entscheid  über  das 
Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG auf den Endentscheid verwies und auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses verzichtete,

dass  er  gleichzeitig  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtsverbeiständung  gemäss  Art. 65  Abs. 2  VwVG  abwies  und  die 

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Vorinstanz bis  zum 11. März 2011 zur Einreichung einer Stellungnahme 
einlud,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 7. März 2011 mitteilte, 
die Beschwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder 
Beweismittel,  welche  eine  Änderung  ihres  Standpunktes  rechtfertigen 
würde,

dass  sich  als  erstes  die  Frage  stelle,  ob  mit  dem  Gesuch  um 
Familienzusammenführung  auch  eine  persönliche  Gefährdung  der  sich 
im Ausland  aufhaltenden Familienangehörigen  geltend  gemacht worden 
sei, weil dieses nach Treu und Glauben gegebenfalls als Asylgesuch aus 
dem  Ausland  an  die  Hand  zu  nehmen  wäre,  mit  der  Konsequenz  der 
vorrangigen Prüfung der originären Flüchtlingseigenschaft,

dass  im  Familienzusammenführungsgesuch  vom  5. Januar 2011  (recte: 
3. Januar 2011)  keine Verfolgung  im Sinne  von Art. 3  des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  erwähnt,  hingegen  in  der 
Beschwerde vom 8. Februar 2011 auf eine solche verwiesen worden sei,

dass deshalb die erst auf Beschwerdeebene geltend gemachten eigenen 
Asylgründe der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht als Asylgesuch aus 
dem Ausland zu prüfen seien,

dass das BFM im Weiteren auf seine Erwägungen verweise, an denen es 
vollumfänglich  festhalte und es deshalb die Abweisung der Beschwerde 
beantrage,

dass  der  Instruktionsrichter  mit  Verfügung  vom  15. März 2011  dem 
Beschwerdeführer Gelegenheit  gab,  bis  zum  31. März 2011  eine Replik 
einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  17. März 2011  hiervon 
Gebrauch machte und ausführte, die Sicherheitssituation der Ehefrau und 
der  vier  Kinder  habe  sich  massiv  verschlechtert,  weshalb  um  rasche 
Bewilligung der Einreise gebeten werde,

und zieht in Erwägung,

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  eine  solche  Ausnahme  nicht  vorliegt,  weshalb  das 
Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG), 

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde – 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  mit 
vorinstanzlicher  Verfügung  vom  20.  Juli  2010  festgestellt  wurde  und  er 
seit  vorgenanntem Entscheiddatum  in der Schweiz wegen unzulässigen 
Wegweisungsvollzugs vorläufig aufgenommen ist,

dass  das  Familiennachzugsgesuch  eines  vorläufig  aufgenommenen 
Flüchtlings  in der Regel  immer dann gestützt auf Art. 51 Abs. 1­3 AsylG 
zu  behandeln  ist,  wenn  seine  Familienmitglieder  entweder  eigene 
persönliche oder zumindest eine von ihm abgeleitete Gefährdung geltend 
machen  (vgl.  RUEDI  ILLES,  in:  Martina  Caroni/Thomas  Gächter/Daniela 
Thurnherr  [Hrsg.],  Handkommentar  zum  Bundesgesetz  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, Art 85 N 42),

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dass,  wenn  hingegen  offensichtlich  keine  Gefährdungsgründe 
vorgebracht  werden,  das  Gesuch  um  Familiennachzug  aufgrund  der 
Voraussetzungen von Art. 85 Abs. 7 AuG zu prüfen ist (vgl. ILLES, a.a.O., 
Art. 85 N 42),

dass  im  Gesuch  um  Familienzusammenführung  vom  3. Januar 2011 
keine  –  weder  eigene  noch  vom  Beschwerdeführer  abgeleitete – 
Gefährdungsgründe der nachzuziehenden Familienmitglieder vorgebracht 
wurden,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vom 
8. Februar 2011  vorbringt,  die  eritreischen Behörden hätten nach  seiner 
Flucht an seinem vormaligen Ort nach ihm gesucht, wobei seine Ehefrau 
nicht  zu  Hause  gewesen  sei  und  sie  sich  deshalb  an  die  Mutter  des 
Beschwerdeführers gewandt hätten,

dass die Ehefrau deshalb befürchtet habe, für den Beschwerdeführer ins 
Gefängnis gehen zu müssen und sie sich daraufhin entschlossen habe, 
mit den vier Kindern zu ihrem Vater zu gehen,

dass  sie  im  Nachhinein  von  einem  erneuten  Besuch  der  Behörden 
erfahren  habe,  wobei  diese  dieses  Mal  das  Haus  aufgebrochen  und 
durchsucht sowie das Schloss ausgewechselt hätten,

dass  es  sich  bei  diesen  Vorbringen  jedoch  um  eine  unerlaubte 
Ausweitung  des  beschwerdefähigen  und  vor  Bundesverwaltungsgericht 
zu  prüfenden  Verfahrensgegenstandes  handelt,  weshalb  darauf  im  hier 
vorliegenden Verfahren nicht weiter einzugehen ist,

dass  dasselbe  auch  gilt,  insoweit  die  Ehefrau  und  die  gemeinsamen 
Kinder  für  sich  originär  die  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft 
beantragen,  weshalb  auf  diesen  Antrag  nicht  einzutreten  ist  (vgl.  auch 
BVGE 2007/19 E. 3.3 S. 224),

dass  demnach  das  hier  vorliegende  Gesuch  um  Familiennachzug 
aufgrund der Voraussetzungen von Art. 85 Abs. 7 AuG zu prüfen ist,

dass  Ehegatten  und  ledige  Kinder  unter  18  Jahren  von  vorläufig 
aufgenommenen  Personen  und  vorläufig  aufgenommenen  Flüchtlingen 
frühestens  drei  Jahre  nach  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme 
nachgezogen und in diese eingeschlossen werden können, wenn sie mit 
diesen  Personen  zusammenwohnen,  eine  bedarfsgerechte  Wohnung 

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vorhanden ist und die Familie nicht auf Sozialhilfe angewiesen ist (Art. 85 
Abs. 7 AuG),

dass der Beschwerdeführer seit dem 20. Juli 2010 wegen Unzulässigkeit 
des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufgenommen ist und die dreijährige 
Wartefrist  für  den  Familiennachzug  von  vorläufig  aufgenommenen 
Flüchtlingen  gemäss  Art. 85  Abs. 7  AuG  somit  unbestrittenermassen 
noch nicht verstrichen ist,

dass der Beschwerdeführer hingegen vorbringt, die gesetzlich verankerte 
Wartefrist sei nicht völkerrechtskonform,

dass  diese  Frage  in  casu  jedoch  offen  gelassen  werden  kann,  da  der 
Beschwerdeführer  gemäss  eingereichter  Fürsorgebestätigung  vom 
24. Januar 2011 auf Sozialhilfe angewiesen und somit zumindest eine der 
insgesamt  drei  kumulativen  Voraussetzungen  gemäss  Art. 85  Abs. 7 
Bst. a­c AuG nicht erfüllt ist,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  zu  dieser  in  Art. 85  Abs. 7  Bst. c  AuG 
gesetzlich  verankerten  Bedingung  für  die  Gewährung  eines 
Familiennachzugs  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vom  8. Februar 2011 
nicht äussert und deren Geltung somit unbestritten bleibt,

dass der Beschwerdeführer somit nicht berechtigt  ist, seine Ehefrau und 
die vier gemeinsamen Kinder  im Rahmen des Familiennachzuges  in die 
Schweiz zu holen,

dass  es  sich  überdies  erübrigt,  zur  in  der  Rechtsmitteleingabe  vom 
8. Februar 2011 aufgeworfenen Frage Stellung zu nehmen, ob durch eine 
allfällige  Ungleichbehandlung  zwischen  Flüchtlingen  mit  oder  ohne 
Asylgewährung  betreffend  die  Wartefrist  im  Zusammenhang  mit  dem 
Familiennachzug das  in Art. 8 Abs. 1 BV verankerte Grundrecht  verletzt 
wird,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  aus  dem  Recht  auf  Achtung  des 
Familienlebens  nach  Art. 8  EMRK  keinen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
Einreise­  und  Anwesenheitsbewilligung  für  die  Ehefrau  und  die  vier 
gemeinsamen Kinder ableiten kann, da entgegen seinen Vorbringen die 
vorläufige  Aufnahme  kein  gefestigtes  Anwesenheitsrecht  darstellt  (vgl. 
BGE 126 II 335 E. 2, mit weiteren Hinweisen),

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dass  somit  auch  der  Argumentation  des  Beschwerdeführers  in 
Bezugnahme  auf  Art. 13  Abs. 1  und  Art. 14  BV  die  Substanz  entzogen 
wird,

dass  das  BFM  deshalb  das  Gesuch  um  Familiennachzug  zu  Recht 
abgelehnt und die Einreise der Ehefrau und der vier gemeinsamen Kinder 
in die Schweiz nicht bewilligt hat,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  den  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  gestellten  Begehren 
keine  ernsthaften  Erfolgsaussichten  beschieden  waren,  weshalb  das 
Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtpflege  im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 
600.–grundsätzlich  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  wären  (Art.  37 
VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG; Art. 1 – 3 des Reglements vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass es sich  im vorliegenden Fall  jedoch rechtfertigt,  in Anwendung von 
Art. 6 Bst. b VGKE auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Viktoria Szczepinski

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