# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7102f583-af30-5483-bd48-eb96cedde79c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.08.2008 IV 2007/103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-103_2008-08-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/103

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 28.08.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 28.08.2008
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Bemessung der Invalidität. Invalideneinkommen. 
Leidens- und Teilzeitabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 28. August 2008, IV 2007/103).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 28. August 2008

in Sachen

St.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Paul Rechsteiner, Oberer Graben 44,

9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.   

Der 1957 geborene St.___ meldete sich am 21. Oktober 2002 wegen seines 

Rückenleidens zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Mit Verfügung 

16. Oktober 2003 sprach die IV-Stelle St. Gallen dem Versicherten bei einem IV-Grad 

von 63% ab 1. November 2003 eine halbe Rente zu (IV-act. 35). Aufgrund einer gegen 

diese Verfügung erhobenen Einsprache widerrief die IV-Stelle diese Verfügung am 

6. Januar 2004 (IV-act. 54). Nach Durchführung von medizinischen Abklärungen (IV-act. 

60) gab die IV-Stelle dem Versicherten am 24. Juni 2004 verfügungsweise den 

Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-Grad von 45%) ab 1. August 2004 bekannt (IV-act. 

75). Die hiegegen vom Rechtsvertreter des Versicherten erhobene Einsprache (IV-act. 

79) führte zu einem erneuten Widerruf der Verfügung am 10. September 2004 (IV-act. 

91) sowie zur Anordnung einer MEDAS-Begutachtung (IV-act. 126). Mit Verfügung vom 

14. Juni 2006 sprach die IV-Stelle dem Versicherten bei einem IV-Grad von 45% 

(Valideneinkommen von Fr. 71'940.-- und Invalideneinkommen von Fr. 39'746.--) mit 

Wirkung ab 1. August 2004 eine Viertelsrente zu (IV-act. 144). Für den Zeitraum vom 1. 

Mai 2003 bis 31. Juli 2004 hatte die IV-Stelle am 13. Juni 2006 bei einem IV-Grad von 

63% eine halbe Rente zugesprochen. Die gegen die Verfügung vom 14. Juni 2006 

erhobene Einsprache (IV-act. 146) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 26. 

Januar 2007 ab.

B.  

B.a Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. Paul Rechsteiner, St. Gallen, 

am 27. Februar 2007 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und 

dem Beschwerdeführer sei eine Dreiviertelsrente, eventuell eine halbe Rente der IV 

zuzusprechen. Zur Begründung legte er unter anderem dar, wenn bei einer 

sachgerechten Würdigung des medizinischen Befundes in orthopädischer Hinsicht 

grundsätzlich von dem durch die MEDAS nicht dementierten Gutachten von Dr. med. 

A.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, auszugehen sei, so würden die 

zusätzlichen Diagnosen des MEDAS-Gutachtens (mit Einschränkung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit) eine stärkere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken als von der 

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Vorinstanz angenommen. Das allein mache es nötig, den medizinischen Befund noch 

einmal integral beurteilen zu lassen. Das Valideneinkommen sei grundsätzlich 

unbestritten. Dagegen sei es unhaltbar, beim Invalideneinkommen vom gleichen Lohn 

wie beim Valideneinkommen auszugehen (Einspracheentscheid Ziffer 5). Sei somit für 

die Beurteilung des Invalideneinkommens von Tabellenlöhnen auszugehen, so sei die 

Beschwerde auch bei einem Grad der Arbeitsunfähigkeit von 35% ohne weiteres zu 

schützen, zumal hier unbestritten sei, dass ein Leidensabzug von 15% einzusetzen sei.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 3. April 2007 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen im 

Einspracheentscheid.

Erwägungen:

1.   

1.1  Streitig ist, welcher IV-Grad der ab 1. August 2004 laufenden Rente des 

Beschwerdeführers zugrunde zu legen ist. Die Beschwerdegegnerin legte im 

angefochtenen Entscheid (Erwägungen 1 und 4) die rechtlichen Grundlagen der 

Rentenzusprechung zutreffend dar; darauf ist zu verweisen. - Im Austrittsbericht der 

Klinik Valens vom 13. September 2002 wurde als Beurteilung festgehalten, dass - bei 

Vorliegen einer lokalisierten Tendomyopathie links und eines lumbospondylogenen 

Schmerzsyndroms - durch das Programm eine Schmerzreduktion habe erzielt werden 

können. Der Patient habe sich initial bei der aktiven Therapie als selbstlimitierend 

erwiesen, habe sich aber im Verlauf des Trainings verbessert. Anhand der Basistests 

für die körperliche Leistungsfähigkeit könne davon ausgegangen werden, dass er 

100% arbeitsfähig sei für eine leichte bis mittelschwere Arbeit mit einer maximalen 

Hebelast von 20 kg (IV-act. 9-8/22). Im Arztbericht vom 11. November 2002 stellte Dr. 

med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Waldkirch, die Diagnosen eines 

thorakalen Schmerzsyndroms mit rechtskonvexer BWS-Skoliose, einer teilweise 

ausgeprägt überbrückenden Spondylophytenbildung Th 9-10, Th 10-11 und einer 

Osteochondrose L4/5 mit leichter Spinalkanaleinengung. Eine belastende Tätigkeit (am 

jetzigen Arbeitsort) sei nicht mehr zumutbar. Eine leichtere Tätigkeit, möglichst 

wechselhaft, ohne grosse Belastungen, sei trotz Schmerz wohl zumutbar (IV-act. 

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9-3/22). Von Seiten der C.___ AG, bei welcher der Beschwerdeführer vom 1. Mai 2001 

bis 31. März 2003 (IV-act. 18-3/5) als Spengler tätig war, wurde am 10. Februar 2003 

dargelegt, der Beschwerdeführer habe eigentlich keine grösseren Lasten heben 

müssen, weil technische Hilfsmittel vorhanden gewesen seien. Nach dem Aufenthalt in 

der Klinik Valens habe man ihm eine Tätigkeit angeboten, bei der er maximal 2.5 kg 

Gewichte habe heben müssen. Trotzdem habe er am ersten und zweiten Tag jeweils 

den Arbeitsplatz nach einer Stunde verlassen mit dem Hinweis, dass er nicht in der 

Lage sei zu arbeiten (IV-act. 11-1/11). In der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 

Dienstes der IV (RAD) vom 24. März 2003 wurde eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (in 

adaptierter Tätigkeit) bestätigt (IV-act. 14). Dr. med. A.___ kam im Gutachten vom 5. 

April 2004 zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer unter anderem eine 

Osteochondrose der Brustwirbelsäule mit Spondylose Th 9 bis 11, eine kleinvolumige 

mediane Diskushernie L4/5, ein Verdacht auf Impingement der rechten Schulter bei 

mässiger Acromioclaviculaarthrose, eine Präadipositas, eine kleinvolumige medio-links 

laterale Diskushernie C 6/7 sowie eine initiale Coxarthrose bestünden. Dem 

Beschwerdeführer seien körperlich leichte Tätigkeiten, die abwechslungsweise stehend 

und sitzend durchgeführt werden könnten, ohne dass regelmässig gebeugte 

Körperhaltungen eingenommen und Lasten über 5 kg gehoben oder getragen werde 

müssten, bei voller Stundenpräsenz zu 65% zumutbar (IV-act. 60).

Eine MEDAS-Abklärung ergab gemäss Gutachten vom 11. Mai 2006 die Diagnosen mit 

Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit eines Ganzkörper-Schmerzsyndroms 

mit vielen vegetativen Begleitbeschwerden, einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung sowie eines maladaptiven Überzeugungs- und Bewältigungsmusters 

im Zusammenhang mit den Schmerzen. Die von Dr. A.___ diagnostizierte "initiale 

Coxarthrose beidseits" könne so nicht festgestellt werden, sondern lediglich eine 

"mangelnde Überdachung beider Femurköpfe" mit möglichem Risiko für eine vorzeitige 

Arthrose. Für die ursprünglich ausgeübte Tätigkeit als Metallbauschlosser bestehe seit 

Mai 2002 keine Arbeitsfähigkeit mehr; dies weniger wegen objektivierbaren 

körperlichen Befunden, sondern vorwiegend wegen des chronischen 

Schmerzsyndroms. Bei der aktuellen Begutachtung hätten (im Vergleich zum Bericht 

der neurochirurgischen Ambulanz vom Juli 2002 und demjenigen der Klinik Valens vom 

September 2002) keine neuen Befunde erhoben werden können. Die degenerativen 

Veränderungen der unteren Hals- und Lendenwirbelsäule würden ein wesentliches 

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Altersausmass kaum überschreiten. Die Befunde an der unteren Brustwirbelsäule 

würden in Form einer hyperostotischen Spondylose (DISH) quasi einer Formvariante 

entsprechen, welche keinen wesentlichen Krankheitswert habe. Die psychiatrische 

Exploration verneine psychische Probleme im engeren Sinn, betone aber psychische 

und soziale Faktoren, auch gewisse demonstrative Komponenten. Die Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit für körperlich eher leichtere, wechselbelastende Tätigkeiten werde 

in Übereinstimmung mit dem orthopädischen Gutachten vom Mai 2004 unter 

Beachtung der psychischen Faktoren weiterhin auf 35% geschätzt; dies seit Anfang 

2002 (IV-act. 126). Mit Schreiben vom 14. August 2006 nahm Dr. B.___ zum bisherigen 

Krankheitsverlauf und zum MEDAS-Gutachten Stellung. Er führte unter anderem aus, 

die rheumatologische Beurteilung der MEDAS habe ca. 1.5 Stunden und die 

psychiatrische Beurteilung ca. 15 Minuten gedauert. Oberflächlich sei vom Psychiater 

Dr. med. D.___ eine Schmerzverarbeitungsstörung diagnostiziert worden, ohne dass er 

sich die Mühe genommen hätte, Verlauf und Ursache herauszufiltern. Kurze 

Abwicklungen von Gutachten (Dr. A.___, Dr. D.___) müssten als inadäquat und deshalb 

als ungenügend qualifiziert werden. Dass beide Gutachter keinerlei Hinweise auf die 

beim Patienten aufgetretene Symptomausweitung abgegeben hätten, sei mehr als nur 

erstaunlich. Das MEDAS-Gutachten werde den Problemen des Patienten überhaupt 

nicht gerecht. Der Beschwerdeführer könne aus krankheitsbedingten Gründen 

(seelische Momente) nirgendwo irgendeiner regelmässigen Tätigkeit nachgehen. Er sei 

deshalb entsprechend arbeitsunfähig, ganz speziell unter dem Blickwinkel des nun 

mehrjährigen Verlaufs mit den unzähligen, erfolglosen Bemühungen zur Verbesserung 

(IV-act. 148).

1.2  Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Es liegen sich widersprechende Einschätzungen vor. 

Während der Hausarzt Dr. B.___ - im Wesentlichen mit Hinweis auf psychische Gründe 

- von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgeht (IV-act. 148), bestätigen die 

MEDAS-Gutachter - wie der Orthopäde Dr. A.___ (IV-act. 60) - bei unveränderten 

medizinisch-somatischen Befunden seit 2002 eine um 35% eingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit für körperlich eher leichtere, wechselbelastende Tätigkeiten (IV-act. 

126). Daraus kann nicht ohne weiteres auf die Notwendigkeit weiterer 

Sachverhaltsabklärung geschlossen werden. Dies wäre nur dann der Fall, wenn keine 

der Schätzungen zu überzeugen vermöchte. Dr. A.___ schätzte die Arbeitsunfähigkeit 

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mit Hinweis auf mehrere orthopädische Diagnosen auf 35%. Die MEDAS-Gutachter 

stellten demgegenüber die von Dr. A.___ gestellte Diagnose einer initialen Coxarthrose 

beidseits in Frage und erachteten auch die weiteren orthopädischen Befunde nicht als 

invalidisierend. Sie diagnostizierten jedoch mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 

Ganzkörper-Schmerzsyndrom mit vielen vegetativen Begleitbeschwerden. Von Seiten 

des psychiatrischen MEDAS-Konsiliararztes wurde sodann bei Vorliegen einer 

somatoformen Schmerzstörung und eines maladaptiven Überzeugungs- und 

Bewältigungsmusters eine 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestätigt. 

Insgesamt bescheinigten die MEDAS-Gutachter ebenfalls eine 35%ige Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit. Dabei ist zu beachten, dass bei Zusammentreffen verschiedener 

Gesundheitsbeeinträchtigungen sich deren erwerbliche Auswirkungen in der Regel 

überschneiden, weshalb der Grad der Arbeitsunfähigkeit diesfalls aufgrund einer 

sämtliche Behinderungen umfassenden ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen 

ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und 

Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 3. März 2003 i/S E. [U 850/02] Erw. 6.4.1). Die 

Frage, ob die 35%ige Arbeitsunfähigkeit mit eigentlichen orthopädischen Befunden (Dr. 

A.___) oder mit einem Ganzkörper-Schmerzsyndrom (MEDAS) zu begründen sei, kann 

offenbleiben, nachdem sich die vorliegend von den MEDAS-Konsiliararzt aus 

psychischen Gründen bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 20% in jedem Fall mit der 

von Dr. A.___ festgestellten somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 35% nicht 

kumulieren liesse. Die MEDAS-Gutachter schätzten die Arbeitsfähigkeit ganzheitlich - 

unter Einbezug der psychischen Gegebenheiten. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen von 

Hausärzten dürfen nicht generell unter Verweis auf eine mögliche Befangenheit als 

unbeachtlich beiseite geschoben werden. Für die Überzeugungskraft der 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Hausärzte wird regelmässig vorgebracht, die 

Hausärzte hätten sich lange und intensiv um die Gesundheitsbeeinträchtigungen ihrer 

Patienten gekümmert und könnten diese deshalb besser beurteilen als jene Ärzte, die 

sich nur ganz kurz gutachterlich mit den Patienten befasst hätten. Die lange 

Beschäftigung mit den Gebrechen der Patienten kann aber genauso gut gegen die 

Überzeugungskraft der Hausarztschätzungen ins Feld geführt werden. Die 

(pessimistische) subjektive Einschätzung eines Patienten schlägt sich nämlich in der 

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Arbeitswelt sofort nieder. Dies wiederum erweckt den Anschein, dass die 

Selbsteinschätzung richtig sei, sie bestätigt sich sozusagen selbst. Bei den Hausärzten 

muss deshalb damit gerechnet werden, dass sie sich durch die "Macht des 

Faktischen" von der Einschätzung ihrer Patienten überzeugen lassen (vgl. Entscheid 

des Versicherungsgerichts vom 27. März 2003 i/S M. [IV 2002/10]). Im vorliegenden Fall 

kommt hinzu, dass Dr. B.___ bei der Beurteilung der Auswirkungen der psychischen 

Beeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers die 

arbeitsmedizinische Erfahrung des Psychiaters der MEDAS fehlte. Der behandelnden 

Arzt hatte ausserdem keine Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit den Spezialisten 

verschiedener Fachrichtungen. Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der 

Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater 

praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 

medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 

sofern der Experte lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der 

Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag (BGE 124 I 175 

Erw. 4; Urteil des EVG i/S P. vom 13. Juni 2001 [I 506/00]) kann es nicht angehen, eine 

medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und 

zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher 

zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn der 

behandelnde Arzt objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringt, welche im Rahmen 

der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und die geeignet sind, zu einer 

abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des EVG vom 13. März 2006 i/S G. [I 

676/05] Erw. 2.4). Die von Dr. B.___ bemängelte zur kurze Abklärungsdauer anlässlich 

der MEDAS-Begutachtung vermag das Begutachtungsergebnis für sich allein nicht in 

Frage zu stellen. Weitere Gesichtspunkte, aufgrund welcher das Resultat der MEDAS-

Begutachtung anzuzweifeln wäre, werden weder geltend gemacht noch sind solche 

aus den Akten ersichtlich.

1.3  Aus den dargelegten Gründen vermag die Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS 

mehr zu überzeugen als diejenige des Hausarztes. Konkret sind die Verhältnisse bis 

zum Erlass des angefochtenen Entscheids (26. Januar 2007) zu prüfen (BGE 121 V 362 

Erw. 1b). Anhaltspunkte dafür, dass seit der MEDAS-Begutachtung bis zum Erlass des 

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angefochtenen Entscheids eine gesundheitliche Veränderung ergeben hätte, sind den 

Akten nicht zu entnehmen und werden auch nicht geltend gemacht.

2.   

2.1  Das Valideneinkommen 2006 von Fr. 71'940.-- legte die Beschwerdegegnerin 

gestützt auf das bei der C.___ AG erzielte Einkommen 2001 (IV-act. 19, 128f) unter 

Berücksichtigung der zwischenzeitlich eingetretenen Nominallohnerhöhungen fest. Von 

diesem unbestritten gebliebenen Betrag ist nachstehend auszugehen. Bei der 

Festlegung des zumutbaren Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin vom 

gleichen Betrag aus wie das Valideneinkommen, so dass bei Berücksichtigung einer 

65%igen Arbeitsfähigkeit und eines Leidensabzuges von 15% ein Invalideneinkommen 

von Fr. 39'746.-- resultierte. Wenn sie dies mit dem Hinweis begründete, dass dem 

Beschwerdeführer von der ehemaligen Arbeitgeberin die Möglichkeit der 

Weiterbeschäftigung im Rahmen einer seinem Leiden adaptierten Stelle angeboten 

worden sei und er dennoch den Arbeitsplatz verlassen habe (Einspracheentscheid S. 6; 

IV-act. 11-1/11), so nahm sie offenbar ohne weitere Abklärungen an, dass der 

Beschwerdeführer bei dieser Arbeit dauerhaft denselben Lohn wie bei der früher 

ausgeübten Tätigkeit erzielt hätte. Ob dies tatsächlich der Fall gewesen wäre, erscheint 

fraglich, lässt sich jedoch im heutigen Zeitpunkt mit Blick auf den Zeitablauf und die 

tatsächlichen Umstände wohl nicht mehr zuverlässig abklären. Fest steht 

demgegenüber, dass bereits im Bericht der Klinik Valens vom 13. September 2002 

festgehalten worden war, dass der Beschwerdeführer keine schwereren Arbeiten - 

wozu auch die Tätigkeit als Bauspengler gehörte - mehr verrichten könne (IV-act. 

9-9/22). Dies wurde auch im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 15. Januar 

2003 bestätigt (IV-act. 13-7/11). Dr. A.___ erachtete in der Tätigkeit als Montagearbeiter 

eine lediglich 30%ige Arbeitsfähigkeit als gegeben (IV-act. 60). Die MEDAS-Gutachter 

verneinten eine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit gänzlich (IV-act. 126 S. 12). 

Bei diesem Sachverhalt kann beim Invalideneinkommen nicht dieselbe betragliche 

Grundlage wie beim Valideneinkommen verwendet werden. Anhand der 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, Tabelle 1 (Privater Sektor) 

Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) ergibt sich bei Zugrundelegung der 

gesamtschweizerischen Werte (vgl. SVR-UV 2007 Nr. 17, 56 Erw. 8.1-8.5) des Jahres 

2006 bzw. derjenigen im Zeitpunkt des Prüfung des Rentenanspruchs (vgl. BGE 128 V 

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174) ein allgemeiner Durchschnittslohn aller Branchen von Fr. 56'784.-- (12 x Fr. 

4'732.--). Unter Berücksichtigung einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden 

und einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 65% resultiert ein Wert von Fr. 38'478.--. Es 

erscheint sachgerecht, diesen Wert als Invalideneinkommensbasis zu nehmen.

2.2  Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt, 

wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine versicherte Person, die 

gesundheitsbedingt lediglich noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, ihre 

Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche 

und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben. Hingegen ist zu beachten, dass nicht sämtliche Ausländer weniger Einkommen 

als der Totalwert aller Schweizer und Ausländer erzielen; vielmehr können sich je nach 

Aufenthaltskategorie und Anforderungsniveau weitgehende Unterschiede ergeben, 

insbesondere bei Inhabern einer Niederlassungsbewilligung C, bei welchen der 

Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten darüber liegen kann (vgl. BGE 

126 V 75 Erw. 5a mit Hinweisen). Bei der Überprüfung des Abzuges, der eine 

Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu begründen ist, darf das 

Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle 

desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75 Erw. 6). Der Beschwerdeführer, der 

1978 als Saisonnier in die Schweiz kam und 1986 einreiste, ist gelernter Bauspengler. 

Er ist bei Tätigkeiten, welche das Tragen von Lasten beinhalten, eingeschränkt und 

kann diesbezüglich nur noch leichtere Arbeiten ausführen. Diesem Umstand trägt ein 

Abzug von 10% zureichend Rechnung. Bei Berücksichtigung der Limitierung auf ein 

Teilzeitpensum von 65% (vgl. Urteile des EVG vom 18. Juli 2005 i/S A.P.-G. [I 104/05] 

Erw. 3 mit Hinweisen, und vom 2. November 2007 i/S S.A. [I 69/07] Erw. 5.2) mit einem 

weiteren Abzug von 5% resultiert der von der Beschwerdegegnerin angenommene 

Gesamtabzug von 15%. Einem Valideneinkommen von Fr. 71'940.-- steht demgemäss 

ein Invalideneinkommen von Fr. 32'706.-- gegenüber, woraus sich ein 

Erwerbsunfähigkeitsgrad von 55% errechnet. Der Beschwerdeführer hat unter diesen 

Umständen Anspruch auf eine halbe Rente.

3.   

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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 26. Januar 2007 gutzuheissen und dem Beschwerdeführer 

mit Wirkung ab 1. August 2004 eine halbe Rente auf der Basis eines IV-Grades von 

55% zuzusprechen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei 

diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese Entschädigung auf 

pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 26. Januar 2007 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. August 2004 eine halbe 

Rente auf der Basis eines IV-Grades von 55% zugesprochen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 3'500.-- zu 

entschädigen.

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