# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 524df8fe-b77e-58a5-a9fd-edfb607263ac
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-25
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht I. Öffentlich-rechtliche Abteilung 25.05.2020 1B 114/2020 (1B_114/2020)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_001_1B-114-2020_2020-05-25.html

## Full Text

Bundesgericht 

Tribunal fédéral 

Tribunale federale 

Tribunal federal 

 

               
  
  
 

 

 

    
  1B_114/2020
  
 

 

 

    
  Urteil vom 25. Mai 2020
  
 

 

    
  I. öffentlich-rechtliche Abteilung
  
 

 

Besetzung 

Bundesrichter Chaix, Präsident, 

Gerichtsschreiber Störi. 

 

Verfahrensbeteiligte 

A.________, 

Beschwerdeführer, 

 

    
  gegen
  
 

 

Kantonsgericht Basel-Landschaft, 

Abteilung Strafrecht. 

 

Gegenstand 

Strafverfahren; Rechtsverzögerung, 

 

Beschwerde gegen den Beschluss des 

Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, 

vom 24. September 2019 (470 19 190). 

 

 

    
  Erwägungen:
  
 

 

    
  1.
  
 

Am 15. September 2018 erstattete A.________ gegen drei Mitarbeitende des Kantonalen Sozialamts Basel-Landschaft Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs. 

Am 19. Juli 2019 nahm die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft das Strafverfahren nicht an die Hand. 

Am 26. Juli 2019 erhob A.________ gegen diese Nichtanhandnahmeverfügung Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft. 

Am 1. März 2020 reichte A.________ beim Bundesgericht eine Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen das Kantonsgericht ein. 

Mit Vernehmlassung vom 23. März 2020 teilt das Kantonsgericht mit, es sei zutreffend, dass A.________ am 12. Februar 2020 telefonisch die Auskunft erteilt worden sei, dass in seiner Sache noch kein schriftlich begründeter Beschluss vorliege. Falsch sei, dass man ihm gesagt habe, es sei in der Sache noch nichts gegangen, habe doch die Verhandlung am 24. September 2019 stattgefunden. Man habe ihm vielmehr den begründeten Entscheid auf Ende März 2020 in Aussicht gestellt. 

Am 24. April 2020 stellte das Kantonsgericht dem Bundesgericht seinen Beschluss vom 24. September 2019 in begründeter Form zu mit dem Hinweis, ihn A.________ am 30. März 2020 mitgeteilt zu haben. 

 

    
  2.
  
 

Gegen die unzulässige Verschleppung eines Rechtsmittels durch das Kantonsgericht als letzte kantonale Instanz kann beim Bundesgericht Beschwerde wegen Rechtsverzögerung erhoben werden. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt (BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen). 

A.________ begründet seinen Vorwurf, das Kantonsgericht habe die Behandlung seiner Beschwerde in verfassungswidriger Weise verschleppt, einzig mit dem Hinweis auf den Zeitablauf. Das Kantonsgericht hat über die am 29. Juli 2019 erhobene Beschwerde am 24. September 2019 und damit binnen knapp zweier Monate entschieden. Diesen Beschluss hat es am 30. März 2020, rund ein halbes Jahr später, schriftlich begründet eröffnet. Der Zeitbedarf von 8 Monaten für die Behandlung einer Beschwerde und die Erstellung des schriftlich begründeten Urteils in einer nicht besonders dringlichen strafrechtlichen Angelegenheit liegt im Rahmen des Üblichen und erweckt für sich allein jedenfalls noch nicht den Verdacht, das Kantonsgericht habe das Beschleunigungsgebot verletzt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind damit nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der Begründungspflicht nicht einzutreten, und zwar, weil der Mangel offenkundig ist, im vereinfachten Verfahren. Auf die Erhebung von Gerichtskosten kann ausnahmsweise verzichtet werden. 

 

 

    
  Demnach erkennt der Präsident:
  
 

 

    
  1.
  
 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

    
  2.
  
 

Es werden keine Kosten erhoben. 

 

    
  3.
  
 

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, schriftlich mitgeteilt. 

 

 

Lausanne, 25. Mai 2020 

 

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung 

des Schweizerischen Bundesgerichts 

 

Der Präsident:    Chaix 

 

Der Gerichtsschreiber:    Störi