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**Case Identifier:** dc061118-f1ea-5c2f-b576-b07fd8b48825
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.11.2025 BV 2025/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_BV-2025-3_2025-11-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2025/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 08.12.2025

Entscheiddatum: 04.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2025
Art. 34a Abs. 1 BVG. Art. 24 Abs. 1 lit. a und d BVV 2. Frage der 
Überentschädigung im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge. 
Die Resterwerbsfähigkeit des Klägers ist verwertbar. Es resultiert eine 
Überentschädigung in dem Masse, dass der Kläger gegenüber der 
Beklagten keinen Anspruch auf eine Rente hat. Abweisung der Klage 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. 
November 2025, BV 2025/3). Beim Bundesgericht angefochten.

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/15 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 4. November 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin 
Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; 
Gerichtsschreiberin Katja Blättler  

   

Geschäftsnr.   BV 2025/3 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Kläger,  

vertreten durch Advokat Markus Schmid, Schmid Herrmann  
Rechtsanwälte, Lange Gasse 90, 4052 Basel,  
 
 

  gegen 

  P e n s i o n s k a s s e  B . _ _ _ ,   
 

Beklagte,  
 
 

 
  

Gegenstand  Invalidenleistungen aus beruflicher Vorsorge (Überentschädigung) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2025/3 
 

 

2/15 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 24. November 2011 erstmals zum Bezug von 
Leistungen bei der IV-Stelle Graubünden an (IV-act. 2). Er war damals bei der C.___ als Maurer tätig 

(IV-act. 10) und dadurch bei der Pensionskasse B.___ berufsvorsorgerechtlich versichert (vgl. act. G1). 

Der Versicherte hatte sich am 11. November 2004 das linke Knie verdreht und dabei eine 

Meniskusläsion medial links sowie einen Knorpelschaden am medialen Femurkondylus links erlitten 

(IV-act. 12-1, 12-7). Seine damalige Unfallversicherung, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt 
(Suva), war für die Folgen des Unfalls aufgekommen (IV-act. 12-14). Der Versicherte hatte sich am 31. 

August 2005 im Spital D.___ einer Arthroskopie, einer Teilmeniskektomie medial, einem 

Knorpeldébridement sowie einer Mikrofrakturierung des medialen Kondylus Knie links unterzogen (IV-

act. 13-8). Aufgrund einer medialen Überlastung bei Varusalignement und unter anderem einem Status 

nach Arbeitsunfall vom November 2004 war am 6. Mai 2010 im Kantonsspital E.___ eine diagnostische 

Kniearthroskopie links und eine Knorpelglättung des medialen Femurkondylus, eine medial 

aufklappende Tibiavalgisationsosteotomie sowie eine Osteosynthese mit Tomofixplatte links 

durchgeführt worden (IV-act. 13-24 f.). Da es bei dieser Operation zu einer akzidentiellen 

Durchtrennung der Arteria poplitea Pars III links gekommen war, war tags darauf eine partielle 

Resektion der Popliteal-Gefässstümpfe erfolgt und ein Interponat eingefügt worden (IV-act. 13-28 f.). 

Die C.___ hatte der Suva am 21. Mai 2010 einen Rückfall gemeldet (IV-act. 12-22). Am 15. Juni 2011 

hatte sich der Versicherte einer Osteosynthesematerialentfernung (OSME) am Tibiakopf links 

unterzogen (IV-act. 13-73).  

A.b Mit Schreiben vom 8. Oktober 2012 teilte die Suva dem Versicherten mit, die kreisärztliche 
Untersuchung habe ergeben, dass eine Behandlung nicht mehr notwendig und ihm die bisherige 

Tätigkeit als Vorarbeiter auf dem Bau nicht mehr zumutbar sei. In einer adaptierten Tätigkeit sei er 

jedoch in vollem Umfang ganztägig arbeits- und vermittlungsfähig, weshalb sie die Heilkosten- und 

Taggeldleistungen per 31. Oktober 2012 einstelle (IV-act. 45). Mit Verfügung vom 16. November 2012 

sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung ab 1. November 2012 eine Invalidenrente bei einer 

Erwerbsunfähigkeit von 31 % sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 15 % zu (IV-act. 63).  

A.c Das Arbeitsverhältnis des Versicherten bei der C.___ war per 31. Oktober 2012 in gegenseitigem 
Einvernehmen beendet worden (IV-act. 58).  

A.d Die IV-Stelle übernahm die Kosten für die Umschulung zum Lastwagenchauffeur, Kategorie C, 
vom 9. August 2013 bis 28. Februar 2014 (IV-act. 81). Begleitend zur Ausbildung absolvierte der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2025/3 
 

 

3/15 

Versicherte vom 12. August 2013 bis 31. Mai 2014 ein Praktikum und erhielt Taggelder der IV-Stelle 

(IV-act. 84, 86, 90, 101). Nachdem der Versicherte die Umschulung zum Lastwagenchauffeur am 8. 

Mai 2014 bestanden hatte, teilte die IV-Stelle diesem am 11. Juni 2014 mit, die berufliche Massnahme 

sei erfolgreich abgeschlossen (IV-act. 109). 

A.e Am 6. Juni 2014 wurde dem Versicherten in der Klinik F.___  eine Knietotalprothese links 
eingesetzt (IV-act. 119-5 f.). Nach einer neurologischen Untersuchung berichteten die zuständigen 

Ärzte der Klinik F.___  am 12. Dezember 2014 über eine Neuropathie der Nervi tibialis und peroneus 

links sowie einen Verdacht auf eine Anpassungsstörung und chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (IV-act. 129-68 ff.). Vom 17. Februar bis 24. März 2015 befand 

sich der Versicherte stationär in der Rehaklinik Bellikon (IV-act. 129-75 ff.). 

A.f Mit Verfügung vom 25. Juni 2015 sprach die Suva dem Versicherten weiterhin eine Invalidenrente 
bei einer Erwerbsunfähigkeit von 31 % zu, da sich im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenzusprache 

keine erheblichen Veränderungen in den medizinischen und erwerblichen Verhältnissen ergeben hätten 

(IV-act. 140). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (IV-act. 155-9) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 20. April 2016 ab, soweit sie darauf eintrat (IV-act. 149). Die dagegen vom 

Versicherten erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil 

vom 28. März 2017 ab (IV-act. 159).  

A.g Am 14. Dezember 2017 stürzte der Versicherte während eines Einsatzprogramms der 
Arbeitslosenkasse auf einer Treppe und zog sich eine Kniekontusion links sowie eine Exkoriation 

prätibial rechts zu (IV-act. 180-1, 181-4). Die Suva kam für die Folgen des Unfalls auf (IV-act. 180-2 f.). 

Der behandelnde Arzt der Klinik F.___ berichtete am 7. Februar 2018, am rechten Kniegelenk liege 

eine mediale Gonarthrose vor. Er habe dem Versicherten die Implantation einer medialen 

Schlittenprothese empfohlen (IV-act. 181-2 f.). Mit Verfügung vom 20. April 2018 schloss die Suva den 

Fall hinsichtlich der Unfallfolgen am rechten Knie ab, da die diesbezüglichen Beschwerden nicht mehr 

unfallbedingt seien. Bezüglich ihrer Leistungspflicht hinsichtlich der Beschwerden am linken Knies 

stellte sie eine weitere Prüfung in Aussicht (IV-act. 184). Am 4. Juni 2018 teilte die Suva dem 

Versicherten mit, sie richte für die Folgen des Berufsunfalls vom 11. November 2004 

Versicherungsleistungen aus (IV-act. 205-15).  

A.h Mit Schreiben vom 11. April 2018 hatte sich der Versicherte sinngemäss erneut zum Bezug von 
Leistungen der IV-Stelle Graubünden anmelden lassen (IV-act. 174, vgl. IV-act. 178). Mit Verfügung 

vom 11. Juni 2018 sprach die IV-Stelle dem Versicherten vom 1. Juni 2012 bis 31. Januar 2013 eine 

halbe Rente und vom 1. Juni 2014 bis 30. Juni 2016 eine ganze Rente sowie entsprechende 
Kinderrenten zu (IV-act. 164, 186, 193, vgl. Vorbescheid in IV-act. 162).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/15 

A.i Aufgrund der eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterung sprach die Suva dem 
Versicherten mit Verfügung vom 21. August 2019 ab 1. August 2019 eine Rente bei einer 

Erwerbsunfähigkeit von 36 % sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 20 % zu (IV-act. 218). Mit Entscheid vom 16. Juli 2020 hiess die Suva die vom 

Versicherten erhobene Einsprache (vgl. IV-act. 225) in dem Sinne teilweise gut, als sie dem 
Versicherten ab dem 1. August 2019 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 49 

% zusprach. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (IV-act. 244).  

A.j Im Auftrag der IV-Stelle (vgl. IV-act. 237) wurde der Versicherte zwischen Mai und Juli 2020 durch 
Ärzte der estimed AG polydisziplinär (orthopädisch, internistisch, neurologisch, psychiatrisch) 

abgeklärt. In ihrem Gutachten vom 31. Oktober 2020 listeten diese als Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit eine schmerzhafte Belastungsinsuffizienz der unteren Extremität links, Läsionen 

der Nervi tibialis und peroneus links seit der Knieoperation vom 6. Mai 2010 sowie einen 

neuropathischen Schmerz am medialen Unterschenkel links auf. In seiner angestammten Tätigkeit im 

Baugewerbe sei dem Versicherten seit dem 6. Mai 2010 keine Arbeit mehr zumutbar. In einer 

angepassten Tätigkeit bestehe seit dem 1. Januar 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 60 % (IV-act. 248, 

vgl. auch die zusätzlich durchgeführte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit [EFL; IV-act. 

249]).  

A.k Mit Verfügung vom 16. Juni 2021 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. 
Dezember 2018 eine halbe Rente sowie drei entsprechende Kinderrenten zu (IV-act. 258, 263; für das 

Vorbescheidverfahren vgl. IV-act. 252, 256). Die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde (IV-

act. 274) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil vom 16. November 2021 ab 

(IV-act. 281). Das Bundesgericht hiess die vom Versicherten erhobene Beschwerde mit Urteil vom 22. 

September 2022 insofern teilweise gut, als es dem Versicherten ab 1. Dezember 2018 eine 

Dreiviertelsrente zusprach (IV-act. 293, vgl. die entsprechende Verfügung der IV-Stelle in IV-act. 303).  

A.l Der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt M. Schmid, hatte in seinem Schreiben vom 23. 
September 2021 die Pensionskasse B.___ ersucht, über ihre grundsätzliche Leistungspflicht zu 

befinden. Er sei der Auffassung, dass im Rahmen der sicherlich nötigen 

Überentschädigungsberechnung mangels Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit kein 

"zumutbarerweise erzielbares Resterwerbseinkommen" zu berücksichtigen sei. Es resultiere daher eine 

Unterdeckung von rund Fr. 25'400.-- (act. G1.9).  

A.m Mit Schreiben vom 14. Oktober 2022 liess der Versicherte die Pensionskasse B.___ auf das Urteil 
des Bundesgerichts vom 22. September 2022 aufmerksam machen und festhalten, er gehe davon aus, 
dass die Pensionskasse B.___ ihm nun ebenfalls eine Invalidenrente nach Massgabe eines 

Invaliditätsgrades von 60 % mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2018 zusprechen werde (act. G1.10).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/15 

A.n Die Pensionskasse B.___ teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 8. November 2023 mit, sie 
anerkenne ihre Leistungspflicht für die Erhöhung der BVG-Leistungen. Die zusätzlichen 

Altersgutschriften seien gutgeschrieben worden. Die Freizügigkeitsleistung sei bereits an ihn 

ausbezahlt worden, weshalb sie die Rentenleistungen kürze. Die gekürzte Jahres IV-Rente betrage Fr. 

11'494.75 und die gekürzte Jahres Kinder-IV-Rente Fr. 2'298.95. Die Rentenleistungen würden 
weiterhin nicht ausbezahlt, da immer noch eine Überentschädigung bestehe (act. G1.6). Mit Schreiben 

vom 1. Dezember 2023 teilte die Pensionskasse B.___ dem Versicherten mit, er habe bis anhin von ihr 

keine Leistungen erhalten, da seit Anspruchsbeginn im Jahr 2012 eine Überentschädigung zu 

berücksichtigen sei. Sie lege Überentschädigungsberechnungen bei (act. G7.3, vgl. act. G7.5 f.).  

A.o Der Versicherte liess in seinem Schreiben vom 2. Januar 2024 an die Pensionskasse B.___ 
ausführen, er bestreite ihre Überentschädigungsberechnung. Für die Zeit vom 1. Juni 2014 bis 30. Juni 

2015 sowie spätestens ab 1. Dezember 2018 bestehe Anspruch auf die ungekürzten 

Invalidenleistungen. Er erwarte einen materiellen Bescheid der Pensionskasse B.___ (act. G1.12). Mit 

Schreiben vom 23. Januar 2024 an den Versicherten führte die Pensionskasse B.___ aus, sie halte an 

ihrer Überentschädigungsberechnung ab dem 1. Dezember 2018 fest. Für die Zeit vom 1. Juni 2014 

bis 30. Juni 2015 habe der Versicherte Anspruch auf eine gekürzte ganze IV-Rente der Pensionskasse 

B.___. Die entsprechende Überentschädigungsberechnung liege bei (act. G1.7). 

B.  

B.a Am 22. Januar 2025 erhob der Versicherte (nachfolgend: Kläger), vertreten durch Rechtsanwalt 
Schmid, Klage gegen die Pensionskasse B.___ (nachfolgend: Beklagte). Er beantragte, die Beklagte 

sei zu verpflichten, ihm ab 1. Dezember 2018 eine Dreiviertelsrente in Höhe von jährlich Fr. 8'621.-- 

sowie Invalidenkinderrenten von je Fr. 1'724.-- pro Jahr aus beruflicher Vorsorge auszurichten. Die 

Beklagte sei zu verpflichten, die Rentenbetreffnisse ab dem Datum der Klageeinreichung mit 5 Prozent 

zu verzinsen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten (act. G1). 

B.b Die Beklagte beantragte am 26. März 2025, die Klage sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
zulasten des Klägers vollumfänglich abzuweisen (act. G7).   

B.c Mit Replik vom 5. Juni 2025 liess der Kläger insofern von seinem Rechtsbegehren abweichen, 
als er beantragen liess, die Rentenbetreffnisse seien von der Beklagten seit dem Datum der 

Klageeinreichung mit dem BVG-Mindestzinssatz zu verzinsen (act. G11.1). 

B.d In ihrer Duplik vom 25. Juni 2025 hielt die Beklagte an ihrem Rechtsbegehren fest (act. G13).  

B.e Am 3. Juli 2025 liess der Kläger erneut eine Eingabe einreichen (act. G15). Die Beklagte nahm 
am 7. August 2025 dazu Stellung (act. G17).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Erwägungen 
1.  

Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) bezeichnet jeder Kanton ein Gericht, das als letzte kantonale 

Instanz über Streitigkeiten u.a. zwischen Vorsorgeeinrichtungen und Anspruchsberechtigten 

entscheidet. Im Kanton St. Gallen ist nach Art. 65 Abs. 1 lit. ebis des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) das Versicherungsgericht zuständig für Streitigkeiten nach 

Art. 73 BVG. Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder der 
Ort des Betriebes, bei dem der Versicherte angestellt wurde. Vorliegend ist die örtliche Zuständigkeit 

des angerufenen Versicherungsgerichts zu bejahen, weil die Beklagte ihren Sitz im Kanton St. Gallen 

hat. Da auch sämtliche übrigen prozessualen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Klage einzutreten. 

2.  

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des Klägers auf eine 

Invalidenrente gegenüber der Beklagten ab 1. Dezember 2018. Dabei fällt unbestritten nur eine 

Invalidenrente aus der obligatorischen Versicherung nach BVG in Betracht (act. G1, G7). Die Beklagte 

macht geltend, es bestehe kein Anspruch, da eine Überentschädigung vorliege (act. G7, 13). Der Kläger 

bestreitet dies und beantragt die Ausrichtung einer Dreiviertelsrente sowie entsprechende Kinderrenten 

(act. G1, G11.1).  

2.1 Nach Art. 23 lit. a BVG hat (im Obligatoriumsbereich) Anspruch auf Invalidenleistungen der 
beruflichen Vorsorge, wer im Sinne der Invalidenversicherung (IV) zu mindestens 40 % invalid ist und 

bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert war. Nach Art. 24 

Abs. 1 BVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen, vorliegend anwendbaren Fassung) hat die 
versicherte Person Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn sie im Sinne der IV zu mindestens 70 

% invalid ist (lit. a). Eine Dreiviertelsrente kommt zur Ausrichtung, wenn die versicherte Person 

mindestens 60 % invalid ist (lit. b). Eine halbe Rente wird bei mindestens hälftiger Invalidität (lit. c) und 

eine Viertelsrente bei mindestens 40%-iger Invalidität ausgerichtet (lit. d). Nach Art. 25 Abs. 1 BVG 

haben Versicherte, denen eine Invalidenrente zusteht, für jedes Kind, das im Falle ihres Todes eine 

Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Kinderrente in Höhe der Waisenrente. Für die 

Kinderrente gelten die gleichen Berechnungsregeln wie für die Invalidenrente. Laut Art. 26 Abs. 1 Satz 

1 des Reglements der Beklagten (gültig ab 1. Januar 2009) haben Versicherte bei Vorliegen von 

Invalidität Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sie bei Beginn der massgebenden 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei ihr versichert waren (act. G1.13). Ist 

eine versicherte Person teilweise invalid, so werden die für Vollinvalidität festgesetzten Leistungen in 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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der Höhe gewährt, die dem Invaliditätsgrad entsprechen. Ein Invaliditätsgrad von weniger als 25 % 

begründet keinen Anspruch auf eine Versicherungsleistung. Beträgt der Invaliditätsgrad 60 % oder 

mehr, besteht Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ein Invaliditätsgrad von 70 % oder mehr gibt 

Anspruch auf die volle Leistung. Die Leistungen der Beklagten richten sich nach dem von der IV 

verfügten Invaliditätsgrad (Art. 26 Abs. 3 des genannten Reglements). Gemäss Art. 27 Abs. 1 des 
Reglements der Beklagten haben Bezüger einer BVG-Invalidenrente für jedes Kind, das im Fall ihres 

Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Invalidenkinderrente (act. G1.13).  

2.2 Die Vorsorgeeinrichtung kann die Hinterlassenen- und Invalidenleistungen kürzen, soweit diese 
zusammen mit anderen Leistungen gleicher Art und Zweckbestimmung sowie weiteren anrechenbaren 

Einkünften 90 Prozent des mutmasslich entgangenen Verdienstes übersteigen (Art. 34a Abs. 1 BVG). 

Laut Art. 24 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) kann die Vorsorgeeinrichtung bei der Kürzung von 

Invalidenleistungen vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters [...] unter anderem Hinterlassenen- 

und Invalidenleistungen, die andere in- und ausländische Sozialversicherungen und 

Vorsorgeeinrichtungen der leistungsberechtigen Person aufgrund des schädigenden Ereignisses 

ausrichten, anrechnen. Wenn die versicherte Person Invalidenleistungen bezieht, ist auch das weiterhin 

erzielte oder zumutbarerweise noch erzielbare Erwerbs- oder Ersatzeinkommen anzurechnen (Art. 24 

Abs. 1 lit. d BVV 2). Art. 33 Abs. 1 des Reglements der Beklagten hält ebenfalls fest, dass die Leistungen 
im Leistungsfall nicht zu einer Bereicherung der anspruchsberechtigten Person führen dürfen. Ergeben 

die Hinterlassenen- und Invalidenrentenleistungen zusammen mit den Leistungen gleicher Art und 

Zweckbestimmung ein Einkommen von mehr als 90 % des mutmasslich entgangenen Lohns, werden 

die Leistungen der Beklagten um den übersteigenden Betrag gekürzt (Art. 33 Abs. 2 des genannten 

Reglements [act. G1.13]).  

3.  

Die Suva hatte dem Kläger seit 1. November 2012 eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 

31 % ausgerichtet (IV-act. 63, vgl. IV-act. 140, 149, 159). Mit Einspracheentscheid vom 16. Juli 2020 

sprach die Suva dem Kläger sodann mit Wirkung ab 1. August 2019 eine Invalidenrente basierend auf 

einem Invaliditätsgrad von 49 % zu (IV-act. 244). Das im Auftrag der IV-Stelle erstellte – unbestritten 

beweiskräftige – Gutachten der estimed AG vom 31. Oktober 2020 attestiert dem Kläger in einer 

angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % ab 1. Januar 2015 (IV-act. 248). Gestützt darauf 

erliess die IV-Stelle am 16. Juni 2021 eine Verfügung (IV-act. 258). Diese wurde jedoch beim 

Bundesgericht angefochten, worauf dieses dem Kläger mit Urteil vom 22. September 2022 mit Wirkung 
ab 1. Dezember 2018 eine Dreiviertelsrente zusprach (IV-act. 293). Am 11. November 2022 verfügte 

die IV-Stelle entsprechend (IV-act. 303).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.  

Während die Beklagte in ihren Überentschädigungsberechnungen ein zumutbares Einkommen aus 

Resterwerb berücksichtigt (act. G1.7), ist der Kläger der Ansicht, die Erzielung eines solchen sei ihm 

nicht zumutbar (act. G1, G11.1). 

4.1 Aufgrund der gesetzlichen Konzeption der weitgehenden materiellrechtlichen Koordination 
zwischen erster und zweiter Säule gilt die Vermutung, dass das zumutbarerweise noch erzielbare 

Erwerbseinkommen nach Art. 24 Abs. 2 Satz 2 BVV 2 mit dem invalidenversicherungsrechtlichen 

Invalideneinkommen übereinstimmt. Das in der Überentschädigungsberechnung zu berücksichtigende 

Einkommen beruht - insofern abweichend vom Invalidenversicherungsrecht mit der 

Beurteilungsgrundlage des ausgeglichenen Arbeitsmarktes - allein auf dem Zumutbarkeitsgrundsatz. 

Massgebend sind somit die persönlichen Umstände und die tatsächliche Lage auf dem im Einzelfall 

relevanten Arbeitsmarkt. Diesbezüglich haben die Vorsorgeeinrichtung und allenfalls das kantonale 

Berufsvorsorgegericht der versicherten Person das Gehörsrecht zu gewähren. Diese trifft im Gegenzug 

eine verstärkte Mitwirkungspflicht. Sie hat die persönlichen und arbeitsmarktbezogenen Umstände, 

welche der Erzielung eines Einkommens in der Höhe des Invalideneinkommens entgegenstehen, zu 

behaupten, zu substanziieren und hiefür soweit möglich Beweise anzubieten, namentlich durch den 

Nachweis erfolglos gebliebener Stellenbemühungen (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2014, 

9C_824/2013, E. 5.1, mit weiteren Hinweisen). 

4.2 In der Konsensbeurteilung des – unbestritten beweiskräftigen – Gutachtens der estimed AG vom 
31. Oktober 2020 listeten die Gutachter als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

schmerzhafte Belastungsinsuffizienz der unteren Extremität links, eine Läsion der Nervi tibialis und 

peroneus links seit der Knieoperation vom 6. Mai 2010 und einen neuropathischen Schmerz am 

medialen Unterschenkel links auf (IV-act. 248-13 f.). Sie beurteilten, aus interdisziplinärer Sicht bestehe 

in der angestammten Tätigkeit seit 6. Mai 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und in einer 

adaptierten Tätigkeit seit 1. Januar 2015 eine solche von 40 %. Dabei gelte das seitens des 

orthopädischen Teilgutachters geäusserte Fähigkeitsprofil (IV-act. 248-16 f.). Der orthopädische 

Teilgutachter, Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, beurteilte, die optimal 

angepasste Tätigkeit sollte ausschliesslich im Sitzen und nicht über Brust-, Schulter- oder Kopfhöhe 

verrichtet werden. Tätigkeiten in gebückter oder vornübergebeugter Haltung im Sitzen und/oder Stehen 

sowie solche mit häufiger Rumpfrotation nach rechts/links im Sitzen oder Stehen sollten vermieden 

werden. Die Arbeiten sollten nicht mit relevanten Lasteneinwirkungen einhergehen und weder in 

kauernder noch in kniender Stellung verrichtet werden. Arbeiten auf Dächern, Gerüsten, Leitern oder 
Podesten seien zum Selbstschutz und zum Schutz anderer ausgeschlossen. Ebenfalls sei das Gehen 

in unebenem Gelände sowie längeres Abwärtsgehen und häufiges Treppengehen (repetitiv) 

ausgeschlossen. Zwangshaltungen für den Fuss, wie zum Beispiel bei der Pedalbedienung, seien nicht 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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möglich. Auch könne der Kläger nur eingeschränkt Lasten heben, tragen oder bewegen (körpernah/-

fern, bis Taillen-/Brusthöhe, Gewichte von maximal 3 kg, beidhändig, repetitiv, nur gelegentlich). Er 

dürfe keine gefährlichen, schweren und/oder vibrierenden Maschinen bedienen. Zusammengefasst sei 

dem Kläger nur eine sehr leichte Tätigkeit in sitzender Arbeitsposition zumutbar. Ein verstellbarer 

Arbeitsstuhl und -tisch (ergonomisch und behinderungsgerecht) seien zu empfehlen. Die maximale 
Präsenz in einer solchen, ideal adaptierten, Tätigkeit betrage fünf Stunden pro Tag. Es bestehe keine 

Leistungsminderung während dieser Anwesenheit (IV-act. 248-112 f.).  

4.3 Der Kläger erzielt unbestritten kein tatsächliches Einkommen mehr. Die IV-Stelle ging in ihrer 
Verfügung vom 16. Juni 2021 von einem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 41'067.60 aus 

(IV-act. 258, 263). Das letztinstanzlich angerufene Bundesgericht erwog in seinem Urteil vom 22. 

September 2022 (E. 4.4.2), es liege eine doch ausgeprägte qualitative gesundheitliche Einschränkung 

auch hinsichtlich körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeiten vor. Dies rechtfertige unter Berücksichtigung 

der Lohneinbusse wegen der Teilzeitbeschäftigung einen Tabellenlohnabzug von mindestens 10 %. 

Weiter hielt das Bundesgericht in E. 4.4.3 des genannten Urteils fest, auf eine Prüfung, ob sich unter 

Berücksichtigung der weiteren vom Kläger geltend gemachten Kriterien ein 10 % übersteigender Abzug 

rechtfertige, könne verzichtet werden. Denn selbst unter Beachtung des Maximalabzugs von 25 % 

resultiere immer noch ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (IV-act. 293). Bei dem vom Bundesgericht 

erwähnten minimalen Tabellenlohnabzug von 10 % würde ein Invalideneinkommen von Fr. 36'960.85 
(Fr. 41'067.60 x 0.9) resultieren. Da das Bundesgericht einen Tabellenlohnabzug von mindestens 10 % 

als gerechtfertigt erachtet hat, wird im Folgenden (vgl. E. 5.1 ff.) zusätzlich auch ein Tabellenlohnabzug 

von 15 % in Betracht gezogen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 34'907.45 (Fr. 41'067.60 x 

0.85) führen würde. Ein höherer Abzug, insbesondere der vom Bundesgericht lediglich im Sinne einer 

"selbst wenn Begründung" erwähnte Maximalabzug von 25 %, erscheint vorliegend aufgrund der 

Einschränkungen des Klägers nicht gerechtfertigt. Per 1. Januar 2022 wurden unter anderem Art. 26bis 

Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft gesetzt, laut 

welchen das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten [...] bestimmt wird, wenn kein 

anrechenbares Erwerbseinkommen vorliegt (Abs. 2). Kann die versicherte Person aufgrund ihrer 

Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit [...] von 50 % oder weniger tätig sein, so 

werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Abs. 3 in der vom 1. Januar 

2022 bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). Der Kläger erfüllt zwar diese Voraussetzung 

nicht, das Bundesgericht erkannte jedoch Art. 26bis Abs. 3 IVV in der vom 1. Januar 2022 bis 31. 

Dezember 2023 gültigen Fassung als gesetzeswidrig an, soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände 
sowie der ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 

weitergehender Korrektur bestehe (BGE 150 V 410 E. 10.6). Demnach steht auch die damalige 

Gesetzeslage der Annahme eines Tabellenlohnabzugs von (maximal) 15 % nicht entgegen. Die 

Beklagte hat in ihren Überentschädigungsberechnungen für den obligatorischen Bereich ein 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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zumutbares Einkommen aus Resterwerb von Fr. 38'430.80 verwendet (act. G1.7, G7.5). Sie begründete 

jedoch nicht, auf was dieser Betrag basiert und dieser lässt sich auch aufgrund der Akten nicht 

nachvollziehen. Letztendlich braucht das hypothetische Invalideneinkommen jedoch nicht genau 

beziffert zu werden, zumal bereits bei einem solchen im – dem Bundesgerichtsurteil entsprechenden – 

Rahmen von Fr. 34'907.45 bis Fr. 36'960.85 eine Überentschädigung und kein Rentenanspruch des 
Klägers resultiert (vgl. dazu unten E. 5.1 ff.). Bei Verwendung des von der Beklagten angenommenen 

– noch höheren – zumutbaren Resterwerbseinkommen würde sich eine noch höhere 

Überentschädigung und damit ebenfalls kein Rentenanspruch des Klägers ergeben.    

4.4 Der Kläger macht geltend, ihm sei aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen und seines 
fortgeschrittenen Alters keinerlei Erwerbstätigkeit mehr zumutbar (act. G1, G11.1). Dies ist jedoch – wie 

nachfolgend ausgeführt – nicht überzeugend.  

4.4.1 Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 22. September 2022 in Übereinstimmung mit der IV-
Stelle und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die Arbeitsfähigkeit des Klägers auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt als verwertbar erachtet (IV-act. 258, 281, 293). Vorliegend ist zwar nicht 

der ausgeglichene, sondern der allgemeine Arbeitsmarkt zu berücksichtigen (vgl. E. 4.1). Es ist jedoch 

davon auszugehen, dass auch auf diesem dem Anforderungsprofil des Klägers entsprechende sehr 

leichte Tätigkeiten in sitzender Position zu finden sind. Insbesondere sind dem Kläger noch 

Überwachungsarbeiten, feinmanuelle Tätigkeiten im Bereich der Kleinmontage oder andere serielle 
Industriearbeiten zumutbar. Mit der Beklagten (act. G7) ist darauf hinzuweisen, dass der Kläger eine 

gute schulische Grundausbildung aufweist und er bei seinen verschiedenen Anstellungen im 

Baugewerbe als Maurer, Maurer-Vorarbeiter sowie Bau-Vorarbeiter, der von der IV-Stelle unterstützten 

Umschulung zum Lastwagenchauffeur sowie Einsatzprogrammen der Arbeitslosenkasse im 

mechanisch-technischen Bereich bzw. in der Elektronik und in einer Holzwerkstatt über Fähigkeiten 

verfügt, die er durchaus in einer geeigneten Verweistätigkeit nutzen kann (vgl. act. G1.8, IV-act. 74-3 

ff., IV-act. 109, IV-act. 248-95, IV-act. 248-183). Die Tätigkeit als Lastwagenchauffeur erscheint – 

entgegen der Ansicht der Beklagten (act. G7) – dem Kläger nicht mehr zumutbar.  

4.4.2 Der Kläger reichte ein Bewerbungsschreiben und diverse Absagen von potentiellen Arbeitgebern 
ein (act. G1.8, G11.2 ff.). Mit der Beklagten (act. G7) ist jedoch darauf hinzuweisen, dass es sich beim 

eigereichten Bewerbungsschreiben um ein solches für eine Blindbewerbung handelt, der Kläger sich 

also mehrheitlich nicht auf tatsächlich ausgeschriebene Stellen beworben hat. Das 

Bewerbungsschreiben befasst sich sodann primär mit den gesundheitlichen Einschränkungen des 

Klägers und nicht mit seinen Fähigkeiten und seiner Motivation, eine entsprechende Stelle zu finden. 
Dies scheint für die Erfolgsaussichten einer Bewerbung nicht optimal. Ausserdem stammen mindestens 

gewisse Absageschreiben von Arbeitgebern im Bereich des Baugewerbes, in welchem für den Kläger 

unbestrittenermassen kaum mehr geeignete Stellen vorhanden sein dürften. Soweit der Kläger sich auf 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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tatsächlich ausgeschriebene Stellen (insb. Mitarbeiter im Kundendienst bzw. im Verkauf) beworben hat, 

sind die dazugehörigen Stelleninserate nicht aktenkundig und damit nicht beurteilbar, ob diese dem 

Anforderungsprofil des Klägers entsprochen hätten. Die Tatsache, dass der Kläger trotz der getätigten 

Bewerbungen keine Stelle gefunden hat, belegt damit die Unverwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit 

nicht.  

4.4.3 Der Kläger bringt weiter vor, seine Restarbeitsfähigkeit sei auch aufgrund seines 
fortgeschrittenen Alters als unverwertbar zu erachten (act. G1, G11.1). Er war im Zeitpunkt des 

Gutachtens der estimed AG vom 31. Oktober 2020 (vgl. IV-act. 248), also als seine Restarbeitsfähigkeit 

definitiv feststand, 58 Jahre alt. Das Bundesgericht hat im Bereich der Invalidenversicherung 

festgehalten, dass auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten prinzipiell 

altersunabhängig nachgefragt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 2018, 9C_898/2017, 

E. 3.4). Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der 

Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen 

Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr 

deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der 

Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem 

Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab 
von den Umständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweistätigkeiten massgebend sind 

(bspw. Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen; absehbarer Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene 

Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von 

Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich [Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2013, 

9C_954/2012, E. 2]). Die Rechtsprechung hat für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer 

Menschen relativ hohe Hürden aufgestellt und bejaht eine solche in der Regel höchstens bei 

Versicherten von über 60 Jahren (Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2021, 8C_535/2021, 

E.  5.6 mit weiteren Hinweisen). Die genannte Rechtsprechung bezieht sich zwar – wie erwähnt – auf 

den Bereich der Invalidenversicherung und damit auf den hypothetischen ausgeglichen Arbeitsmarkt. 

Sie hat jedoch auch für den vorliegend relevanten tatsächlichen Arbeitsmarkt zu gelten, zumal dem 

Kläger weiterhin Hilfsarbeiten offenstehen und dort sein Alter von 58 Jahren bei Feststehen der 

Restarbeitsfähigkeit kein wesentliches Hindernis darstellen sollte (zur Geltung der genannten 

Rechtsprechung im Bereich des BVG vgl. auch MARKUS MOSER, N 72 zu Art. 34a, in: Marc 
Hürzeler/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Berufliche Vorsorge, Basler Kommentar). Zudem ist aufgrund 

seiner Fähigkeiten mit keinem übermässigen Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand zu rechnen.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.4.4 Insgesamt ist die Restarbeitsfähigkeit des Klägers damit als verwertbar zu erachten. Die 
Vermutung, dass das von der IV-Stelle bzw. dem Bundesgericht festgelegte Invalideneinkommen mit 

dem zumutbarerweise erzielbaren Einkommen übereinstimmt, kann nicht umgestossen werden (vgl. 

dazu BGE 134 V 64 E. 4.2.2). 

4.4.5 Der Kläger rügt, er habe die Beklagte mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass ihm eine reale 
Verwirklichung des von der Beklagten geltend gemachten Resterwerbseinkommens unmöglich sei. 

Diese habe sich nicht mit seinen Darlegungen auseinandergesetzt und damit sein rechtliches Gehör 

verletzt (act. G1). Wie die Beklagte jedoch zu Recht geltend macht (act. G7), sind die Anforderungen 

an die Gehörsgewährung geringer, wenn die Parteien durch einen Anwalt vertreten sind (BGE 140 I 

56). Dem anwaltlich vertretenen Kläger musste das Einwendungsrecht aufgrund der geführten 

Korrespondenz mit der Beklagten (vgl. act. G1.6 f., 1.9 ff.) erkennbar gewesen sein und er hat dieses 

auch wahrgenommen (vgl. act. G1.9, G1.12). Die Beklagte hat sein Vorbringen offensichtlich zur 

Kenntnis genommen und in ihrem Schreiben vom 23. Januar 2024 ausgeführt, das zumutbarerweise 

noch erzielbare Einkommen entspreche dem ermittelten Invalideneinkommen der 

Invalidenversicherung. Es spiele keine Rolle, ob das Resterwerbseinkommen tatsächlich erzielt werden 

könne (act. G1.7). Die Beklagte äusserte sich damit zumindest kurz zu den Einwendungen des Klägers 

und legte ihren diesbezüglichen Standpunkt dar. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist damit zu 

verneinen (vgl. auch Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 15. September 
2021, BV.2020.00027, E. 3.5). 

5.  

Für die Berechnung der Überentschädigung sind nebst dem anrechenbaren hypothetischen 

Einkommen auch die ausbezahlten Rentenbeträge zu berücksichtigen. Die Berechnung hat auf die 

Zeitpunkte des Rentenbeginns per 1. Dezember 2018 sowie der Erhöhung der Rente der Suva per 1. 

August 2019 und sodann aufgrund des Hinzukommens und wieder Wegfallens einer Kinderrente per 1. 

September 2019 und per 1. März 2022 zu erfolgen.  

5.1 Bei der Überentschädigungsberechnung im obligatorischen Bereich ist der gemäss der 
Verfügung der IV-Stelle vom 16. Juni 2021 mutmasslich entgangene Verdienst (Valideneinkommen) 

von Fr. 96'077.-- zu berücksichtigen (vgl. IV-act. 258; dieser Betrag wurde vom Bundesgericht 

letztinstanzlich nicht beanstandet [vgl. IV-act. 293]). Die massgebliche Überentschädigungsgrenze 

beträgt 90 % davon, was einen Betrag von Fr. 86'469.30 ergibt (vgl. act. G7.5). Ab 1. Dezember 2018 

erhielt der Kläger gemäss der Überentschädigungsberechnung der Beklagten vom 7. November 2023 

(act. G7.5) von der Invalidenversicherung jährlich eine Invalidenrente in der Höhe von Fr. 17'100.-- (12 
x Fr. 1'425.--; vgl. auch act. G1.5). Der von der Beklagten aufgelistete Betrag für Invalidenkinderrenten 

von Fr. 20'520.-- ist insofern nicht korrekt, als der Kläger vom 1. Dezember 2018 bis 31. August 2019 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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nur Anspruch auf zwei statt drei Kinderrenten hatte. Korrekterweise ist in diesem Zeitraum ein Betrag 

von Fr. 13'680.-- (Fr. 570.-- x 2 x 12) anzurechnen (act. G1.5). Weiter ist eine jährliche Rente der Suva 

von Fr. 22'787.40 zu berücksichtigen (vgl. IV-act. 245-2 f.). Hinzu kamen theoretische Leistungen der 

beruflichen Vorsorge (nach BVG) in Form einer Invalidenrente von jährlich Fr. 8'620.80. Der von der 

Beklagten aufgelistete Betrag für Invalidenkinderrenten nach BVG ist insofern zu korrigieren, als nur 
Leistungen für zwei statt drei Kinder in Betracht fielen. Korrekterweise wären also Invalidenkinderrenten 

der Beklagten von Fr. 3'448.80 (Fr. 5'173.20 / 3 x 2) im Raum gestanden. Der Kläger erhielt damit 

jährliche Sozialversicherungsleistungen von insgesamt Fr. 65'637.-- (Fr. 17'100.-- + Fr. 13'680.-- + Fr. 

22'787.40 + Fr. 8'620.80 + Fr. 3'448.80). Nach Addition eines zumutbaren Einkommens aus Resterwerb 

in der Höhe von Fr. 34'907.45 bis Fr. 36'960.85 (vgl. E. 4.3) ergibt sich ein anrechenbares Einkommen 

von total Fr. 100'544.45 bis Fr. 102'597.85. Diese Beträge übersteigen die Überentschädigungsgrenze 

von Fr. 86'469.30 um Fr. 14'075.15 bis Fr. 16'128.55. Da diese Beträge höher sind als die von der 

Beklagten im Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis 31. August 2019 theoretisch zu leistenden Renten 

(obligatorischer Bereich) von total Fr. 12'069.60.-- (Fr. 8'620.80 + Fr. 3'448.80), besteht im Zeitraum 

vom 1. Dezember 2018 bis 31. Juli 2019 (vgl. unten E. 5.2) kein Rentenanspruch des Klägers 

gegenüber der Beklagten.  

5.2 Mit Wirkung ab 1. August 2019 erhöhte die Suva ihre Leistungen, weshalb der Kläger ab diesem 
Zeitpunkt einen Anspruch auf eine Rente in Höhe von Fr. 36'019.20 (Fr. 3'001.60 x 12) hatte (IV-act. 
245-2). Ab 1. September 2019 erhielt der Kläger ausserdem eine zusätzliche Invalidenkinderrente, 

womit sich der Betrag auf jährlich total Fr. 20'700.-- (Fr. 575.-- x 3 x 12) erhöhte (vgl. act. G1.5). 

Dementsprechend wären auch von der Beklagten Invalidenkinderrenten für drei Kinder im Raum 

gestanden, was ein Betrag von Fr. 5'173.20 ausgemacht hätte (vgl. act. G7.5). Die übrigen Beträge 

blieben im Vergleich zum obgenannten Zeitraum (E. 5.1) gleich. Im Monat August 2019 erhielt der 

Kläger damit jährliche Sozialversicherungsleistungen von insgesamt Fr. 78'868.80 (Fr. 17'100.-- + Fr. 

13'680.-- + Fr. 36'019.20 + Fr. 8'620.80 + Fr. 3'448.80). Ab September 2019 betrugen die Leistungen 

sodann insgesamt Fr. 87'613.20 (Fr. 17'100.-- + Fr. 20'700.-- + Fr. 36'019.20 + Fr. 8'620.80 + Fr. 

5'173.20). Nach Addition eines zumutbaren Einkommens aus Resterwerb in der Höhe von Fr. 34'907.45 

bis Fr. 36'960.85 (vgl. E. 4.3) ergibt sich für den Monat August 2019 ein anrechenbares Einkommen 

von total Fr. 113'776.25 bis Fr. 115'829.65 und ab 1. September 2019 ein solches von Fr. 122'520.65 

bis Fr. 124'574.05. Diese Beträge übersteigen die Überentschädigungsgrenze von Fr. 86'469.30 um Fr. 

27'306.95 bis Fr. 38'104.75. Da diese Beträge höher sind als die von der Beklagten im August 2019 

bzw. ab 1. September 2019 theoretisch zu leistenden Renten von total Fr. 12'069.60 (Fr. 8'620.80 + Fr. 
3'448.80) bzw. Fr. 13'794.-- (Fr. 8'620.80 + Fr. 5'173.20) besteht ab 1. August 2019 bis 28. Februar 

2022 (vgl. unten E. 5.3) kein Rentenanspruch des Klägers gegenüber der Beklagten.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5.3 Ab 1. März 2022 fiel der Anspruch auf eine der drei Kinderrenten infolge Erreichen des 25. 
Altersjahres weg (vgl. act. G1). Der Kläger erhielt gemäss der Überentschädigungsberechnung der 

Beklagten vom 8. November 2023 (act. G7.5) von der Invalidenversicherung jährlich eine Invalidenrente 

in der Höhe von Fr. 17'388.-- sowie Invalidenkinderrenten von Fr. 13'920.-- und eine jährliche Rente der 

Suva von Fr. 36'024.--. Hinzu kamen theoretische Leistungen der beruflichen Vorsorge (nach BVG) in 
Form einer Invalidenrente von jährlich Fr. 8'621.40 und Invalidenkinderrenten von Fr. 3'448.80. Der 

Kläger erhielt damit jährliche Sozialversicherungsleistungen von insgesamt Fr. 79'402.20 (Fr. 17'388.-- 

+ Fr. 13'920.-- + Fr. 36'024.-- + Fr. 8'621.40 + Fr. 3'448.80). Nach Addition eines zumutbaren 

Einkommens aus Resterwerb in der Höhe von Fr. 34'907.45 bis Fr. 36'960.85 (vgl. E. 4.3) ergibt sich 

ein anrechenbares Einkommen von total Fr. 114'309.65 bis Fr. 116'363.05. Diese Beträge übersteigen 

die Überentschädigungsgrenze von Fr. 86'469.30 um Fr. 27'840.35 bis Fr. 29'893.75. Da diese Beträge 

die von der Beklagten theoretisch zu leistenden Renten von total Fr. 12'070.20 (Fr. 8'621.40 + Fr. 

3'448.80) übersteigen, besteht auch ab 1. März 2022 kein Rentenanspruch des Klägers gegenüber der 

Beklagten.  

5.4 Soweit die Beklagte geltend macht, allfällige Rentenansprüche bis zum 31. Dezember 2019 seien 
verjährt (vgl. act. G13), ist darauf nicht einzugehen, zumal ohnehin kein Rentenanspruch besteht.  

6.  

6.1 Im Sinne der Erwägungen ist die Klage abzuweisen. 

6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). 

6.3 Die obsiegende Beklagte hat als mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute Versicherung 
keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. BGE 118 V 169 f. E. 7). Ihr diesbezüglicher Antrag (act. 

G7) ist abzuweisen.  

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15/15 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Klage wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Der Antrag der Beklagten um Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2025
	Art. 34a Abs. 1 BVG. Art. 24 Abs. 1 lit. a und d BVV 2. Frage der Überentschädigung im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge. Die Resterwerbsfähigkeit des Klägers ist verwertbar. Es resultiert eine Überentschädigung in dem Masse, dass der Kläger gegenüber der Beklagten keinen Anspruch auf eine Rente hat. Abweisung der Klage (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2025, BV 2025/3). Beim Bundesgericht angefochten.

		2026-01-28T04:02:01+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen