# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4aa8e697-cce2-50a6-986b-2e658edde717
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2008 B-2635/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2635-2008_2008-12-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-2635/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 
Richter Marc Steiner, Richter Claude Morvant, 
Gerichtsschreiber Corrado Bergomi.

X._______,
vertreten durch 
Fiammenghi-Fiammenghi European Patent Attorneys, 
via San Gottardo 15, 6900 Lugano,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y._______ GmbH,
vertreten durch Rechtsanwälte Wenger & Vieli, 
Dufourstrasse 56, 8008 Zürich,
Beschwerdegegnerin,

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Widerspruchsverfahren Nr. 9024, 
internat. Reg. Nr. 791720 monari c. 
CH-Marke Nr. 556505 ANNA MOLINARI.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-2635/2008

Sachverhalt:

A.
Am 3. April 2007 wurde im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) 
Nr. 65 die Marke Nr. 556 505 „ANNA MOLINARI“ publiziert. Sie ist für 
folgende Waren eingetragen:

18

Cuoio e sue imitazioni, ed articoli in queste materie compresi in questa classe; pelli di  

animali; bauli; valigie; borse, borsette, beauty cases, zaini, marsupi ed articoli da viag-

gio compresi in questa classe; portafogli, borsellini, portachiavi; ombrelli, ombrelloni e  

bastoni da passeggio; articoli di selleria.

25

Articoli di abbigliamento esterno ed intimo, jeans, costumi da bagno, calzature, cap-

pelleria.

B.
Am 3. Juli 2007 erhob die Beschwerdegegnerin gegen die Eintragung 
dieser Marke Widerspruch bei der Vorinstanz und beantragte den voll-
ständigen Widerruf. Sie stützte sich dabei auf die eigene internationale 
Registrierung „monari“  (IR-Nr. 791 720). Diese ist  unter anderem für 
folgende Waren geschützt:

18

Cuir, imitations du cuir et produits en ces matières (compris dans cette classe); cuirs  

et  peaux d'animaux; malles,  attachés-cases et  petites valises; sacs,  sacs de sport,  

sacs à main,  cartables, sacs à dos; trousses de voyage (articles de maroquinerie);  

petits articles de maroquinerie; porte-monnaie, portefeuilles, étuis porte-clés; pochet-

tes de hanche et sacs-banane; parapluies, parasols et cannes; fouets, harnais et sel-

lerie.

25

Vêtements,  chaussures,  chapellerie; vêtements pour  dames et  pour  hommes; vête-

ments pour enfants; layette, linge de corps; sous-vêtements; corsets; bonneterie; cein-

tures, bretelles, foulards, châles, gants, cravates, serre-tête; costumes et maillots de  

bain pour hommes et femmes; vêtements pour la randonnée, la randonnée de haute 

montagne, les sports de plein air et l'alpinisme; chaussures de loisir et chaussures de 

ville pour hommes et femmes, chaussures pour enfants; chaussures pour la randon-

née,  la  randonnée de haute montagne,  les  sports  de plein  air  et  l'alpinisme; vête-
ments, chaussures et garnitures de tête pour le football, le basket-ball, le handball et  

le  volley-ball;  vêtements  de  jogging,  de  culture  physique  et  de  gymnastique; vête-

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ments, chaussures et  garnitures de tête pour le tennis, le squash et  le badminton;  

vêtements,  chaussures  et  garnitures  de  tête  pour  le  patin  à  roulettes  en  ligne,  la  

planche à roulettes, le patin à roulettes et le hockey, le football américain, le base-ball  

et la boxe; vêtements, chaussures et garnitures de tête pour le cyclisme; vêtements,  

chaussures et articles de chapellerie pour l'équitation; vêtements, chaussures et gar-

nitures  de  tête  pour  le  golf;  vêtements,  chaussures  et  garnitures  de  tête  pour  les  

sports  nautiques, notamment pour le surf,  la  voile,  l'aviron et  le  canoë; vêtements,  

chaussures et garnitures de tête pour ski alpin, le ski de fond et le surf des neiges;  

vêtements, chaussures et  garnitures de tête pour le patin à glace et le hockey sur 

glace.

Zur Begründung des Widerspruchs führte die Beschwerdegegnerin im 
Wesentlichen aus, die sich gegenüberstehenden Zeichen beanspruch-
ten Schutz für  identische Waren der Klassen 18 und 25. Ausserdem 
bestehe insofern Zeichenähnlichkeit,  als  Monari  und Molinari  phone-
tisch kaum voneinander unterscheidbar seien. Monari  sei  in  Molinari 
vollumfänglich  enthalten. Die  Marken  verfügten  über  eine  identische 
Wortendung. Bei beiden Marken liege die Betonung auf dem Vokal A, 
derweil die eingeschobene Mittelsilbe „li“ leicht überhört werde. Diese 
Mittelsilbe beeinflusse weder den Wortklang noch das Schriftbild der-
art, dass sich für die angefochtene Marke in Erinnerung des Betrach-
ters ein gegenüber der Widerspruchsmarke unterschiedlicher Gesamt-
eindruck ergeben würde. Demnach bestehe kein Zweifel  an der Ver-
wechslungsgefahr.

C.
Mit  Stellungnahme in italienischer Sprache vom 20. Dezember 2007 
beantragte die Beschwerdeführerin die Abweisung des Widerspruchs. 
Sie  wies  darauf  hin,  bei  „Monari“  und  „Molinari“  handle  es  sich  um 
zwei  in  Italien  häufig  vorkommende  und  voneinander  verschiedene 
Familiennamen.  Die  angefochtene  Marke  bestehe  nicht  einfach  aus 
dem Familiennamen Molinari, sondern setze sich aus dem Vornamen 
Anna und dem Familiennamen Molinari zusammen. Die Marke „Anna 
Molinari“  sei  insofern  eine  berühmte  Marke,  als  Frau Anna  Molinari 
selbst die weltbekannte Schöpferin der Kollektionen der Beschwerde-
führerin sei. 

D.
Mit Entscheid vom 26. März 2008 hat die Vorinstanz den Widerspruch 
gutgeheissen  und  die  Schweizer  Marke  Nr. 556  505  „ANNA  MOLI-
NARI“ vollumfänglich widerrufen. 

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Hinsichtlich  der  von  beiden  Zeichen  beanspruchten  Waren  ging  sie 
von  Warengleichheit  respektive  hoher  Warengleichartigkeit  aus.  Die 
Vorinstanz  hielt  weiter  fest,  bei  Marken,  die  aus  Vor-  und  Familien-
namen gebildet  seien,  stehe gemäss  ständiger  Praxis  der  Familien-
name im Vordergrund. Somit fokussierten die Abnehmer beim Anblick 
der  angefochtenen  Marke  auf  das  Element  „Molinari“.  „Monari“  und 
„Molinari“ stimmten in den Silben mo-na-ri überein. Der einzige Unter-
schied zwischen den beiden Zeichen betreffe die Silbe „li“ bei der an-
gefochtenen  Marke,  welche  aber  aufgrund  ihrer  Position  in  der 
Zeichenmitte nicht klar wahrgenommen werde. Die Zeichen verfügten 
über eine ähnliche Vokalfolge (O-A-I gegenüber O-I-A-I), was zu einem 
ähnlichen Wortklang und Schriftbild führe. Entgegen der Meinung der 
Beschwerdeführerin  werde  ein  deutschsprachiger  Konsument  beide 
Zeichen auf  ihrer  zweitletzten Silbe betonen,  und dies verstärke zu-
sätzlich die klangliche Ähnlichkeit. Verbraucher, die mit  beiden Fami-
liennamen vertraut seien, würden einen unterschiedlichen Sinngehalt 
ausmachen können. Hingegen komme den beiden Konfliktzeichen kein 
Sinngehalt zu, welcher über die Bedeutung als Familienname hinaus-
gehe. Der Zeichenbestandteil „ANNA“ vermöge die in den dominieren-
den  Zeichenelementen  festgestellten  Ähnlichkeiten  in  Schrift  und 
Klang nicht zu kompensieren. 
In Anbetracht der Übernahme der älteren Marke und deren einfachen 
Ergänzung durch die Buchstabenkombination „LI“, die vom Konsumen-
ten  leicht  überhört  und  übersehen  werden  könne  sowie  „der  weit-
gehenden Übereinstimmung des zweiten Zeichenelements der ange-
griffenen Marke mit der älteren Marke“ bestehe die Gefahr von Fehlzu-
rechnungen. Daran vermöge das beigefügte Wort „Anna“ nichts zu än-
dern.  Entgegen  der  Ansicht  der  Beschwerdeführerin  sei  nicht  von 
Belang, ob die angefochtene Marke erhöht kennzeichnungskräftig sei. 

E.
Am 24. April 2008 erhob die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung 
der Vorinstanz vom 26. März 2008 Beschwerde in italienischer Spra-
che  beim  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragte  „la  riconsi-
derazione  della  decisione  (...)  nel  senso  di  ammettere  alla  registra-
zione il marchio ANNA MOLINARI (...)“ sowie die Auferlegung der Kos-
ten für das Widerspruchsverfahren und das vorliegende Beschwerde-
verfahren an die Beschwerdegegnerin. 

Im Wesentlichen bestreitet die Beschwerdeführerin die Ausführungen 
der Vorinstanz zur Zeichenähnlichkeit und Verwechslungsgefahr. Dass 
es sich bei beiden Zeichen um Familiennamen handle, schliesse deren 

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Originalität  nicht  aus. Im Unterschied zum Namen „Monari“  erinnere 
der Familienname „Molinari“  an „Molino /  Moulin“. In der angefochte-
nen Verfügung habe die  Vorinstanz  komplett  übersehen,  dass  „Moli-
nari“ nicht isoliert, sondern in Verbindung mit dem Bestandteil „Anna“ 
zu betrachten sei. Entgegen der Meinung der Vorinstanz sei der Vorna-
me  „Anna“  in  Verbindung  mit  dem  Nachnamen  „Molinari“  insofern 
wichtig,  als es klar und offensichtlich den Namen einer bedeutenden 
Modeschöpferin definiere, welche die Gesellschaft X._______ gegrün-
det habe. Letztere sei ihrerseits Inhaberin der weltbekannten Marken 
A._______  und  B.______. Der  Beschwerdeführerin  seien  zwar  Ent-
scheide bekannt, in welchen der Vorname nicht berücksichtigt worden 
sei, jedoch sei es dabei um Marken gegangen, die den gleichen Fami-
liennamen aufwiesen (Rocco e Roberto Cavalli). Aus dem Umstand, 
dass sich die von beiden Zeichen beanspruchten Produkte an ein all-
gemeines Publikum richteten,  könne gefolgert  werden, dass sich ein 
aus einem Vor- und Nachnamen gebildetes Zeichen von einem nur aus 
einem  Familiennamen  bestehenden  unterscheide.  Die  Marke  „Anna 
Molinari“ entspreche dem Namen einer weltbekannten Modedesigne-
rin, welche als natürliche Person nicht nur durch ihren Familiennamen 
sondern  auch durch ihren Vornamen identifiziert  werde. „Anna Moli-
nari“ sei unbestritten weltweit bekannt, Frau Anna Molinari sei im Übri-
gen der Ehrendoktor von der Universität von Urbino verliehen worden. 
Die internationale Bekanntheit gehe unmissverständlich auch aus den 
beigelegten Internet-Recherchen hervor.

F.
Mit Schreiben vom 21. Mai 2008 beantragte die Beschwerdeführerin, 
das  Beschwerdeverfahren  auf  Italienisch  zu  führen.  Mit  Zwischen-
verfügung vom 10. Juni 2008 hielt das Bundesverwaltungsgericht fest, 
dass die Verfahrenssprache deutsch ist.

G.
Mit Schreiben vom 7. Juli  2008 verzichtet die Vorinstanz auf die Ein-
reichung  einer  Stellungnahme und  beantragt,  unter  Hinweis  auf  die 
Begründung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  kostenfällige  Ab-
weisung der Beschwerde.

H.
Mit  Beschwerdeantwort  vom 9. Juli  2008 beantragt  die Beschwerde-
gegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. 
Zur Begründung führt sie im Wesentlichen an, gemäss gängiger Praxis 

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komme dem Familiennamen in  Marken,  welche sich aus einem Vor- 
und einem Familiennamen zusammensetzten, erhöhte Bedeutung zu. 
Demnach fokussiere  das  Zielpublikum bei  der  angefochtenen Marke 
auf  den  Familiennamen  „Molinari“,  was  zu  einer  hochgradigen  Ver-
wechselbarkeit mit der Widerspruchsmarke führe. Der Umstand, dass 
zahlreiche Modeschöpfer gleichzeitig Marken benutzten, die aus ihrem 
Nachnamen bestehen und auch solche, die aus der Kombination ihres 
Vor- und Nachnamens bestünden, trage zusätzlich dazu bei, dass die 
angefochtene Marke als Serienmarke der Beschwerdegegnerin aufge-
fasst werde. Vorliegend handle es sich bei den sich gegenüberstehen-
den Zeichen um zwei  Familiennamen ohne erkennbaren Sinngehalt. 
Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass im Namen „Molinari“ von der 
durchschnittlichen  Schweizer  Abnehmerschaft  ein  Hinweis  auf  das 
Substantiv  „molino“  erkannt  werde.  Die  Verwechslungsgefahr  werde 
zusätzlich dadurch erhöht,  dass sich die angefochtene Marke an ein 
breites Publikum richte und dass die beanspruchten Waren nicht mit 
besonderer Aufmerksamkeit gekauft würden. 

Nach Ansicht der Beschwerdegegnerin kommt den sich gegenüberste-
henden Zeichen ein durchschnittlicher Schutzumfang zu. Es werde be-
stritten, dass dem Schweizer Publikum bekannt sei, dass eine gewisse 
Anna  Molinari  von der  Universität  Urbino  ausgezeichnet  worden  sei 
und die X._______ gegründet  habe. Selbst  wenn die Marke der Be-
schwerdeführerin in der Schweiz einen gesteigerten Bekanntheitsgrad 
geniessen  würde,  könnte  die  Beschwerdeführerin  daraus  nichts  für 
sich ableiten.

I.
Mangels  entsprechendem  Antrag  wurde  keine  Parteiverhandlung 
durchgeführt. 

Auf die erwähnten und weiteren Vorbringen und Unterlagen wird, so-
weit sie rechtserheblich sind, in den Erwägungen eingegangen. 

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwer-
den gegen Entscheide der Vorinstanz in Widerspruchssachen zustän-
dig (Art. 31, 32 und 33 lit. d des Bundesgesetzes über das Bundesver-
waltungsgericht vom 17. Juni 2005, VGG; SR 173.32). 

1.2 Die  Beschwerdeführerin  bezeichnet  ihr  an  das  Bundesverwal-
tungsgericht adressiertes Schreiben zwar als Beschwerde. Die Formu-
lierung ihres Rechtsbegehrens könnte jedoch als Gesuch um Wieder-
erwägung des vorinstanzlichen Entscheids verstanden werden. Durch 
ein  Widererwägungsgesuch  ersucht  der  Betroffene  nicht  die 
Beschwerdeinstanz, sondern die verfügende Behörde, auf ihre Verfü-
gung  zurückzukommen  und  sie  abzuändern  oder  aufzuheben  (vgl. 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. vollständige 
Auflage, 2006, Zürich, N. 1828). Wendet sich der Betroffene an eine 
Beschwerdeinstanz,  so geht  die Behandlung der  Sache,  die Gegen-
stand der mit Beschwerde angefochtenen Verfügung bildet, mit Einrei-
chung der  Beschwerde an die Beschwerdeinstanz über (Art. 54 des 
Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember 
1968, VwVG, SR 172.021). Die nach dem Gesagten unkorrekte Formu-
lierung des Rechtsbegehrens der Beschwerdeführerin ist demnach als 
Antrag  auf  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  verbunden  mit 
dem Begehren auf Eintragung der angefochtenen Marke, zu interpre-
tieren.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Ver-
fügung durch diese beschwert  und hat ein schutzwürdiges Interesse 
an  ihrer  Aufhebung  oder  Änderung.  Sie  ist  daher  zur  Beschwerde-
führung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Eingabefrist  und  -form sind  gewahrt  (Art.  50  Abs.  1  und  52  Abs. 1 
VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 3 
VwVG),  und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen  vor 
(Art. 48 ff. VwVG). 

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

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2.

2.1 Nach  der  Legaldefinition  von  Art.  1  Abs.  1  des  Markenschutz-
gesetzes vom 28. August 1992 (MSchG, SR 232.11) ist die Marke ein 
Zeichen, das geeignet ist,  Waren oder Dienstleistungen eines Unter-
nehmens von solchen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Art. 1 
Abs. 2 MSchG zählt Beispiele von Markenformen auf. Danach können 
Marken  aus  Wörtern,  Buchstaben,  Zahlen,  bildlichen  Darstellungen, 
dreidimensionalen Formen oder Verbindungen solcher Elemente unter-
einander oder mit Farben bestehen. 

2.2 Das  Markenrecht  entsteht  mit  der  Eintragung  ins  Register  und 
steht demjenigen zu, der die Marke zuerst hinterlegt (Art. 5 f. MSchG). 
Es  verleiht  dem  Inhaber  das  ausschliessliche  Recht,  die  Marke  zur 
Kennzeichnung  der  Waren  oder  Dienstleistungen,  für  die  sie  bean-
sprucht wird, zu gebrauchen und darüber zu verfügen (Art. 13 Abs. 1 
MSchG).

2.3 Nach  Ansicht  der  Vorinstanz,  die  von  den  übrigen  Verfahrens-
beteiligten auch nicht bestritten wird, handelt es sich bei den hier ge-
genüberstehenden Zeichen um Familiennamen. Es ist  daher von Be-
lang zu wissen, ob für diese Art von Marken spezifische Beurteilungs-
kriterien im Eintragungs- und Widerspruchsverfahren gelten.

Das Markenschutzgesetz erwähnt Personennamen in der Aufzählung 
der einzelnen Markenarten im Sinne von Art. 1  Abs. 2 MSchG nicht 
ausdrücklich.  Gemäss  schweizerischer  Lehre  und  Rechtsprechung 
sind Personennamen aber grundsätzlich eintragungsfähig, sie können 
monopolisiert  werden  und  geniessen  einen  entsprechenden  Schutz 
(vgl. hierzu  KAMEN TROLLER, Grundzüge des schweizerischen Immateri-
algüterrechts, 2., überarbeitete Auflage, Basel, 2005, S. 64;  CHRISTOPH 
WILLI,  Kommentar  zum  Markenschutzgesetz  unter  Berücksichtigung 
des  europäischen  und  internationalen  Markenrechts,  Zürich  2002, 
N  50  vor  Art.  1;  LUCAS DAVID,  Kommentar  zum  Markenschutzgesetz, 
2. Auflage, Basel 1999, N 15 ad Art. 1 MSchG; EUGEN MARBACH, Schwei-
zerisches  Immaterialgüter-  und  Wettbewerbsrecht  III,  Kennzeichen-
recht, Basel 1996, S. 207; Teil 4 Ziffer 4.4.2.2 der Richtlinien in Mar-
kensachen,  Bern  2007,  mit  Hinweisen;  MARTIN SCHNEIDER,  Überblick 
über die Rechtsprechung der Eidg. Rekurskommission für geistiges Ei-
gentum (RKGE) im Jahre 2005, sic! 2006 S. 790; BGE 116 II 614; Ur-

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teil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  7  November  2007 
B-7433/2006 E. 3). Das geltende Recht sieht für Marken, die aus Per-
sonennamen bestehen, keinen unterschiedlichen Schutz vor. Deshalb 
sind auch für die Eintragung von Vor- bzw. Familiennamen ins Marken-
register dieselben absoluten Kriterien wie für die Eintragung der übri-
gen Markenkategorien massgeblich (B-7433/2006 E. 3 i. f.). 

Analoges gilt  für das Widerspruchsverfahren. Bei der Beurteilung der 
Verwechslungsgefahr von Marken, die aus Personennamen bestehen, 
kommen grundsätzlich dieselben Kriterien wie für die übrigen Marken-
kategorien zur Anwendung (vgl. nachfolgend E. 7.1).

3.

3.1 Der Inhaber einer älteren Marke kann gestützt  auf  Art. 3 Abs. 1 
MSchG Widerspruch gegen entsprechende Markeneintragungen erhe-
ben (Art. 31 Abs. 1 MSchG). Die Veröffentlichung der Eintragung der 
angefochtenen Marke erfolgte am 3. April  2007, womit der am 3. Juli 
2007  erhobene  Widerspruch  rechtzeitig  erfolgte  (vgl.  Art.  31  Abs.  2 
MSchG). Erweist sich ein Widerspruch als begründet, so wird die Ein-
tragung  ganz  oder  teilweise  widerrufen,  andernfalls  wird  der  Wider-
spruch abgewiesen (Art. 33 MSchG). 

3.2 Art. 3 Abs. 1 MSchG schliesst jüngere Zeichen vom Markenschutz 
aus, wenn sie einer älteren Marke derart  ähnlich sind, dass sich da- 
raus  eine Verwechslungsgefahr  ergibt. Die  Gefahr  der  Verwechslung 
bedeutet,  dass ein Kennzeichen in seinem Schutzbereich durch glei-
che  oder  ähnliche  Zeichen  in  seiner  Funktion  der  Individualisierung 
bestimmter Personen oder Gegenstände gefährdet wird. Dabei können 
schlechter  berechtigte,  gleiche  oder  ähnliche  Zeichen  Fehlzu-
rechnungen  derart  verursachen,  dass  die  Adressaten  die  gekenn-
zeichneten Gegenstände für jene halten, die mit den besser berechtig-
ten  Zeichen  individualisiert  werden  (unmittelbare  Verwechslungsge-
fahr). Ferner können die schlechter berechtigten Zeichen eine mittel-
bare  Verwechslungsgefahr  schaffen,  indem  die  Adressaten  die  Zei-
chen zwar auseinander zu halten vermögen, aber auf Grund der Ähn-
lichkeit  falsche Zusammenhänge vermuten,  insbesondere an Serien-
marken denken, die verschiedene Produktelinien des gleichen Unter-
nehmens oder von mehreren, wirtschaftlich miteinander verbundenen 
Unternehmen kennzeichnen (BGE 128 III 146 E. 2a - VW, BGE 128 III 
441 E. 3.1 - Appenzeller, BGE 127 III 160 E. 2a – Securitas). 

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Ob zwei Marken sich hinreichend deutlich unterscheiden oder im Ge-
genteil  verwechselbar  sind,  ist  nicht  aufgrund  eines  abstrakten  Zei-
chenvergleichs, sondern stets vor dem Hintergrund der gesamten Um-
stände zu beurteilen. Der Massstab, der an die Unterscheidbarkeit an-
zulegen ist, hängt einerseits vom Umfang des Ähnlichkeitsbereichs ab, 
dessen Schutz der Inhaber der älteren Marke beanspruchen kann, und 
anderseits von den Waren und Dienstleistungen, für welche die sich 
gegenüberstehenden Marken hinterlegt sind (BGE 122 III 382 E. 1 – 
Kamillosan).

3.3 Der  Schutzumfang  einer  Marke  bestimmt  sich  nach  ihrer  Kenn-
zeichnungskraft. Für schwache Marken ist der geschützte Ähnlichkeits-
bereich kleiner als für starke. Bei schwachen Marken genügen daher 
schon  bescheidenere  Abweichungen,  um  eine  hinreichende  Unter-
scheidbarkeit zu schaffen. Als schwach gelten insbesondere Marken, 
deren wesentliche Bestandteile sich eng an Sachbegriffe des allgemei-
nen  Sprachgebrauchs  anlehnen.  Stark  sind  demgegenüber  Marken, 
die entweder aufgrund ihres fantasiehaften Gehalts auffallen oder aber 
sich im Verkehr durchgesetzt haben (BGE 122 III 382 E. 2a - Kamillo-
san,  mit  Hinweisen;  Urteil  des  Bundesgerichts  4C.258/2004  vom 
6. Oktober 2004 E. 2.2 – Yello).

4.
Für die Beurteilung der Verwechslungsgefahr kommt es sowohl auf die 
Zeichenähnlichkeit  (vgl.  nachfolgend  E.  6)  als  auch  auf  die  Waren-
gleichartigkeit (vgl. nachfolgend E. 5) an, wobei zwischen den beiden 
Elementen  eine  Wechselwirkung  besteht  (L. DAVID,  a.  a. O.,  N  8  ad 
Art. 3 MSchG). 

5.
Je  näher  sich  die  Waren  und  Dienstleistungen  sind,  für  welche  die 
Marken registriert sind, desto grösser wird das Risiko von Verwechs-
lungen und desto stärker muss sich das jüngere Zeichen vom älteren 
abheben, um die Verwechslungsgefahr zu bannen. Ein strenger Mass-
stab ist anzulegen, wenn beide Marken für weitgehend identische Wa-
ren oder Dienstleistungen bestimmt sind (BGE 126 III 315 E. 6b/bb - 
apiella, BGE 122 III 382 E. 3a - Kamillosan). Im Weiteren ist von Be-
deutung, an welche Abnehmerkreise sich die Waren richten und unter 
welchen Umständen sie gehandelt zu werden pflegen. Bei Massenarti-
keln des täglichen Bedarfs,  wie beispielsweise Lebensmitteln, ist  mit 
einer  geringeren  Aufmerksamkeit  und  einem geringeren  Unterschei-
dungsvermögen der Konsumenten zu rechnen als bei Spezialproduk-

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ten, deren Absatzmarkt auf einen mehr oder weniger geschlossenen 
Kreis von Berufsleuten beschränkt bleibt (BGE 126 III 315 E. 6b/bb - 
apiella, BGE 122 III 382 E. 3a - Kamillosan; Urteil des Bundesgerichts 
4C.258/2004 vom 6. Oktober 2004 E. 2.3 – Yello).

Den jeweiligen Einträgen in den Registern ist zu entnehmen, dass so-
wohl  die  angefochtene  Marke  als  auch  die  Widerspruchsmarke  den 
Markenschutz für  verschiedene, zum Teil identische Waren der Klas-
sen 18 und 25 beanspruchen. 
In der angefochtenen Verfügung hat die Vorinstanz die Warengleichheit 
bzw. eine  hochgradige  Warengleichartigkeit  zwischen einzelnen Pro-
dukten der angefochtenen Marke einerseits und einigen Produkten der 
Widerspruchsmarke  andererseits  festgehalten.  Diese  nicht  zu  bean-
standende Würdigung wird von der Beschwerdeführerin  und der Be-
schwerdegegnerin  zu  Recht  geteilt  und  nicht  bestritten. Es  ist  dem-
nach von einer Warenidentität bzw. einem erhöhten Grad von Waren-
gleichartigkeit auszugehen.

6.

6.1 Die  Markenähnlichkeit  beurteilt  sich  nach  dem Gesamteindruck, 
den die Marken in der Erinnerung der angesprochenen Verkehrskreise 
hinterlassen (BGE 121 III 377 E. 2a - Boss; MARBACH, SIWR III, a. a. O., 
S. 116;  DAVID, a. a. O., Art. 3 N. 11 und 15; MSchG-WILLI, Art. 3 N. 63 
und 67).

Der  Gesamteindruck  wird  bei  Wortmarken  durch  den  Klang,  das 
Schriftbild und, gegebenenfalls, den Sinngehalt bestimmt (BGE 127 III 
160 E. 2b/cc - Securitas, BGE 122 III 382 E. 5a - Kamillosan). Dabei 
genügt es für die Annahme der Ähnlichkeit, wenn diese in Bezug auf 
nur eines dieser Kriterien bejaht wird (MARBACH, SIWR III, S. 118). Der 
Wortklang wird im Wesentlichen durch die Silbenzahl, die Aussprache-
kadenz und die Aufeinanderfolge der Vokale bestimmt, das Schriftbild 
durch die Wortlänge und die optische Wirkung der Buchstaben (BGE 
127 III 160 E. 2b/cc - Securitas, BGE 122 III 382 E. 5a - Kamillosan, 
BGE 119 II 473 E. 2c – Radion).

6.2 Vorliegend  stehen  sich  zwei  Wortmarken  gegenüber.  Bei  der 
Prüfung der Zeichenähnlichkeit  hat  die Vorinstanz zu Recht  erkannt, 
dass  die  angefochtene  Marke  aus  einem  Vor-  und  Familiennamen 
gebildet  ist.  Ausgehend  vom  in  der  Rechtsprechung  entwickelten 
Erfahrungssatz,  wonach  aus  Vor-  und  Familiennamen  zusammen-

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gesetzte Marken in der Regel der Familienname im Vordergrund steht 
(vgl. RKGE in sic!  2006, 407 – Laura Ashley; BGE vom 15. Oktober 
2007 4A_44/2007 „sergio  rossi  [fig.]  et. al.;  Miss  Rossi  /  Rossi  [fig.] 
E. 6.4.5; 116 II 614 E. 4b – „Paolo Gucci / Guccio Gucci“; 95 II 354 – 
Elisabeth Arden; BGE 93 II 47 – Helena Rubinstein) hat die Vorinstanz 
in einem ersten Schritt nur den Nachnamen „Molinari“ der angefochte-
nen Marke mit dem Familiennamen der Widerspruchsmarke („monari“) 
verglichen und die Zeichenähnlichkeit bejaht. In einem zweiten Schritt 
gelangte sie  zur  Erkenntnis,  dass der  Zeichenbestandteil  „Anna“  die 
Zeichenähnlichkeit  der  Familiennamen  nicht  zu  kompensieren  ver-
mochte.

6.2.1 Wird die angefochtene Marke in Anlehnung an die zitierte Praxis 
einzig auf den Familiennamen „Molinari“ reduziert und mit der Wider-
spruchsmarke verglichen, so ist auf der Ebene des Schriftbildes fest-
zuhalten, dass die angefochtene Marke aus vier (mo-li-na-ri) und die 
Widerspruchsmarke aus drei Silben (mo-na-ri) besteht. Die angefoch-
tene Marke ist  demnach um zwei  Buchstaben länger  als  die  Wider-
spruchsmarke. Da das Erinnerungsbild von Wortmarken weniger durch 
das Schriftbild als  durch den Wortklang und den Sinngehalt  geprägt 
wird (MSchG-Willi, N 78 ad Art. 3 MSchG), ist das Augenmerk nachfol-
gend eher auf diese zwei letztgenannten Aspekte zu richten.

6.2.2 Hinsichtlich  des  Wortklangs  stimmen  die  Vergleichsmarken  in 
den Silben mo-na-ri überein. Die jüngere Marke weist in der Zeichen-
mitte jedoch zusätzlich die Silbe „LI“ auf. Gemäss Rechtsprechung fin-
det der Wortanfang und die Endung in der Regel grössere Beachtung 
als die dazwischen liegenden Silben (vgl. BGE 122 III 390 Kamillosan / 
Kamillan und Kamillon) und die Beifügung einer Mittelsilbe ändert  in 
der  Regel  wenig  am  Gesamteindruck  (DAVID, a. a. O.,  N 19  ad 
MSchG 3). Die zusätzliche Silbe „LI“ wirkt sich in casu jedoch auf den 
Sprachrhythmus, die Vokalfolge und nicht zuletzt auch auf das Schrift-
bild der angefochtenen Marke aus. 

Im Fall „Zara / zahara (fig.)“ (vgl. RKGE in sic! 2005, 749) hatte die da-
mals zuständige Rekurskommission die zusätzliche Mittelsilbe der Wi-
derspruchsmarke  „ha“  als  phonetisch  schwach  bezeichnet,  da  diese 
zwei  Buchstaben  bei  einer  normalen  Aussprache  miteinander  ver-
schmelzen und mithin überhört werden konnten. Im vorliegenden Fall 
sind indessen keine Gründe für  eine phonetische Schwäche ersicht-
lich. Insbesondere ist nicht einzusehen, warum die Konsumenten - un-
abhängig davon, aus welcher Sprachregion der Schweiz sie stammen 

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- bei einer normalen Aussprache der angefochtenen Marke die Silbe 
„LI“  nicht  mitsprechen sondern schlucken sollten,  zumal  diese Buch-
stabenfolge ziemlich leicht über die Lippen geht (vgl. im Unterschied 
dazu BGE 4C.88/2007 "Zero  /  Zerorh+  [fig.]“,  E. 2.3.4).  Es  ist  auch 
schwer nachzuvollziehen, dass beim Hören und Lesen der angefochte-
nen Marke die Konsumenten diese Silbe leicht überhören oder sogar 
übersehen könnten, wie die Vorinstanz befürchtet. Durch die Einschie-
bung der Silbe „LI“ kommt es zu einer unterschiedlichen Anzahl Silben 
und einer unterschiedlichen Vokalfolge (O-I-A-I gegenüber O-A-I). Eine 
weitere wichtige Konsequenz liegt darin, dass die angefochtene Marke 
und  die  Widerspruchsmarke  voneinander  verschiedene  Wortstämme 
(„mo-li“ einerseits,  „mo-na“ andererseits) aufweisen. Die Summe die-
ser Unterschiede ist  geeignet,  den Gesamteindruck zu beeinflussen, 
der die angefochtene Marke beim Publikum hinterlässt. An diesem Er-
gebnis vermag der Umstand, dass sowohl bei der angefochtenen als 
auch  bei  der  Widerspruchsmarke  die  Hauptbetonung  auf  die  zweit- 
letzte Silbe (na) fällt, nichts zu ändern. 

Wie zuvor erwähnt, bewirkt die Mittelsilbe im Zeichen Molinari eine ab-
weichende Vokalfolge, eine andere Silbenzahl und eine unterschiedli-
che Kadenz. Aus dieser Warte ergeben sich noch keine hinreichenden 
Anhaltspunkte,  die  gegen  die  Unterscheidbarkeit  sprechen  könnten. 
Die Frage, ob es sich bereits aus diesen Gründen rechtfertigt, in casu 
eine  Ausnahme von  der  in  Lehre  und  Rechtsprechung  entwickelten 
Regel  zu machen,  wonach Mittelsilben bei  der Beurteilung der  Mar-
kenähnlichkeit  oft  nur  eine  untergeordnete  Bedeutung  zukommt,  ist 
auch unter Berücksichtigung der speziellen Thematik der Verwechsel-
barkeit von Personennamen im entsprechenden Warenbereich zu prü-
fen (vgl. E. 6.3 und 7.2 hernach). 

6.2.3 Grundsätzlich ist  die Ansicht der Vorinstanz nicht zu beanstan-
den,  wonach  beiden  Konfliktzeichen,  soweit  die  beiden  Nachnamen 
betreffend, kein über die Bedeutung als Familienname hinausgehender 
Sinngehalt zukommt. 

Aus  dem  schweizerischen  Internet-Telefonverzeichnis  unter 
www.tel.search.ch   ergeben sich beim Eintippen des Familiennamens 
„Molinari“ ungefähr 390 Treffer. Wird der Familienname „Monari“ einge-
geben, so resultieren 7 Einträge. Es liegt auf der Hand, dass diejeni-
gen Konsumenten, welche in den zwei sich gegenüberstehenden Zei-
chen je einen Familiennamen erkennen, diese auch ohne grosse Ge-
dankenarbeit  auseinanderzuhalten  wissen.  Das  wird  übrigens  auch 

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http://www.telsearch.ch/

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von der Vorinstanz nicht bestritten.

Andererseits  ist  der  Einwand  der  Beschwerdeführerin,  wonach  die 
durchschnittlichen Schweizer Abnehmer im Namen „Molinari“ ein Hin-
weis auf das Substantiv „molino“ erblicken würden, mit einer gewissen 
Skepsis  zu begegnen. Selbst  die italienischsprachigen Konsumenten 
dürften Mühe haben, zu einer solchen Erkenntnis zu gelangen, zumal 
das  Substantiv  „molino“  eine  ziemlich  selten  vorkommende  Variante 
des Substantivs „mulino“ (Mühle) darstellt. 

6.3 Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Vorinstanz bei der 
Prüfung der  Zeichenähnlichkeit  den Familiennamen „Molinari“  losge-
löst und nicht in Verbindung mit dem Vornamen „Anna“ berücksichtigt 
habe. Die Erfassung von Vor- und Familiennamen in ihrer Gesamtheit 
sei  aber  äusserst  wichtig.  Werde  die  angefochtene  Marke  in  dieser 
Form verwendet, definiere diese den Namen einer berühmten Mode-
designerin,  welche  die  Unternehmung  X._______  gegründet  habe. 
Letztere sei  ihrerseits Inhaberin der Marken A.______ und B._____, 
die zu den zehn weltberühmtesten europäischen Marken gehörten. 

Demgegenüber  stützen sich  sowohl  die Vorinstanz als  auch die  Be-
schwerdegegnerin auf den in konstanter Rechtsprechung (zitiert vorne 
in E. 6.2) verwendeten Erfahrungssatz, wonach sich das Publikum bei 
aus Vor- und Familiennamen gebildeten Marken in der Regel am Fami-
liennamen orientiert,  weshalb  ihrer  Meinung nach der  Familienname 
das charakteristische Element der Marke darstellt. Bereits die Vorgän-
gerorganisation hatte in ihrer Praxis allerdings festgehalten, dass die-
se Regel jedoch nicht absolut zu gelten habe und dass Marken so zu 
vergleichen sind, wie sie im Register eingetragen sind (vgl. RKGE in 
sic!  2006  S.  407  „Laura  Ashley  /  mary-kateandashley“,  E.  6  i. f. 
m. w. H.). Der deutsche Bundesgerichtshof geht indessen vom gegen-
teiligen Grundsatz aus, dass sich der Verkehr in aller Regel an dem 
aus Vor- und Familiennamen gebildeten Gesamtnamen orientiere, zu 
dessen Individualisierung auch der Vorname wesentlich beitrage, wo-
bei  jeweils auf  die konkrete Kollisionslage abzustellen sei  (HACKER in 
STRÖBELE/HACKER/KIRSCHNECK,  Markengesetz,  Kommentar,  8.  vollständig 
überarbeitete und erweiterte Auflage, § 9 N 291-295 mit Hinweisen auf 
die deutsche Gerichtspraxis). 

Gegen  die  schematische  Anwendung  des  genannten  Erfahrungs-
satzes auf den vorliegenden Sachverhalt sprechen im hier zu beurtei-
lenden Fall  einige Argumente. In erster Linie scheint sich die zitierte 

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Praxis oft nur auf Fälle zu beschränken, in welchen die angefochtene 
sowie die Widerspruchsmarke vollkommen identische Familiennamen 
aufweisen  (vgl.  BGE  4A_44/2007  „sergio  rossi  [fig.]  et.  al.  ;  Miss 
Rossi / Rossi [fig.]; RKGE in sic! 2005 S. 571 „CJ Cavalli Jeans [fig.] / 
Rocco Cavalli [fig.]; BGE 116 II 614 „Paolo Gucci / Guccio Gucci“). Im 
Gegensatz dazu sind die sich in casu gegenüberstehenden Familien-
namen aber nicht identisch. 
Des  Weiteren  ist  anzumerken,  dass  dem  Vornamen  in  der  Mode-
industrie oft keine mindere Bedeutung als dem Familiennamen beige-
messen wird. Im genannten Geschäftszweig  sind  zahlreiche Marken 
anzutreffen, welche sich aus einem Vor- und einem Familiennamen zu-
sammensetzen. Zum Beispiel Calvin Klein, Giorgio Armani, Tommy Hil-
figer, Yves Saint Laurent, Jil Sander, Laura Biagiotti,  Hugo Boss und 
Paco Rabanne. Dabei ist nicht massgeblich, ob sich hinter diesen Na-
menverbindungen wahre oder fiktive Persönlichkeiten verbergen (vgl. 
hierzu auch die Richtlinien der Vorinstanz, Ziff. 4.4.2.2, pag. 72). Viel-
mehr sind diese Kombinationen von Vor- und Familiennamen geeignet, 
beim Publikum den Eindruck zu vermitteln,  dass die Kennzeichnung 
der Ware oft in Anwendung von Vor- und Familiennamen erfolgt. Es ist 
in  diesen  Fällen  mit  grosser  Wahrscheinlichkeit  davon  auszugehen, 
dass die Konsumenten Vor- und Familiennamen als zusammengehö-
rende Einheit wahrnehmen. 

Angenommen,  dass  das  strittige  Zeichen  „Molinari“  in  Alleinstellung 
von den Durchschnittskonsumenten noch nicht als Familienname auf-
gefasst wird, erhält  dieses aber spätestens durch die Beifügung des 
Vornamens  „Anna“  seine  eigentliche  Individualisierung.  Als Ganzes 
betrachtet  kann  „Anna  Molinari“  beim  Publikum den  Eindruck  erwe-
cken, dass es sich dabei um den Vor- und Nachnamen einer real oder 
nur  in  der  Phantasie  existierenden  Frau  italienischer  Abstammung 
handelt. Indessen kann bei der Widerspruchsmarke „monari“ eine sol-
che Individualisierung nicht unbedingt angenommen werden. 

Nach  dem  Gesagten  ergeben  sich  Anhaltspunkte,  wonach  der  Zei-
chenbestandteil in Form des Vornamens „Anna“ - in Anlehnung an die 
Beispiele aus der Modebranche - zusammen mit dem Familiennamen 
„Molinari“ als Einheit betrachtet werden kann. Aufgrund der Umstände 
des Einzelfalls hätte sich daher eine Abweichung vom Erfahrungssatz, 
wonach dem Familiennamen in der Regel eine grössere Bedeutung als 
dem Vornamen zukommt,  als  legitim erwiesen. Die gleichzeitige Be-
rücksichtigung  beider  Zeichenbestandteile  der  angefochtenen  Marke 
führt  zu  zusätzlichen  Unterschieden  im  Schriftbild,  Wortklang  und 

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Sinngehalt. In diesen Überlegungen lässt sich somit eine weitere Stüt-
ze für die Ablehnung der Zeichenähnlichkeit erblicken.

7.
Schliesslich  ist  in  einer  wertenden  Gesamtbetrachtung  darüber  zu 
befinden,  ob eine Verwechslungsgefahr besteht  (Art. 3 Abs. 1 Bst. c 
MSchG).  Bei  der  Beurteilung  der  Verwechslungsgefahr  von  Marken, 
die aus Personennamen (Vor- und / oder Familienname) gebildet sind, 
gelten  grundsätzlich  dieselben Kriterien wie  für  die übrigen Marken-
kategorien. Eine Besserstellung von Namensbestandteilen existiert im 
Markenrecht nicht (vgl. RKGE in sic! 2006 S. 859, E. 8 „Pfleger / CP 
Caren Pfleger“; BGE 116 II 614). 

7.1 Es  ist  unbestritten,  dass  die  von  den  Vergleichszeichen  bean-
spruchten  Waren  zum grössten  Teil  identisch  sowie  in  hohem  Grad 
gleichartig sind, weshalb ein besonders strenger Massstab anzulegen 
ist. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass es sich bei den von der 
angefochtenen Marke und der Widerspruchsmarke beanspruchten Wa-
ren um Produkte  des täglichen Bedarfs  handelt,  welche sich an ein 
breites Publikum richten, von dem bei der Prüfung hinsichtlich Marken-
unterschiede keine besondere Aufmerksamkeit  erwartet  werden darf. 
Das wird von den Verfahrensbeteiligten im Übrigen auch nicht bestrit-
ten.

7.2 Der  Widerspruchsmarke  „monari“  kann  in  Verbindung  mit  den 
massgeblichen  Waren  kein  beschreibender  Sinngehalt  zugeordnet 
werden, weshalb ihr ein normaler Schutzumfang zukommt (vgl. vorne 
E. 3.3). 

Wie  vorne  in  E. 6.2.1  bis  E. 6.2.3  festgestellt  wurde,  unterscheiden 
sich die Zeichen durch die Ergänzung der Silbe „LI“ in der angefochte-
nen Marke sowohl auf der Ebene des Schriftbildes als auch auf derje-
nigen  des  Wortklangs. Bezüglich  des  Sinngehalts  ist  ohne  weiteres 
anzunehmen,  dass  die  Konsumenten  in  den  zwei  zur  Diskussion 
stehenden Zeichen je  einen Familiennamen erblicken können. Unter 
dem Aspekt, dass Marken in der Modeindustrie oft unter Verwendung 
des  Vor-  und  Familiennamens  gebraucht  werden,  ist  anzunehmen, 
dass die massgeblichen Verkehrskreise die Marke „Anna Molinari“ als 
Einheit  erfassen  und  allenfalls  der  italienischen  Modedesignerin 
zuordnen. 

Ist  das  aus  einem  Vor-  und  Nachnamen  bestehende  Zeichen  als 

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Unterscheidungskraft  bewirkende  Einheit  aufzufassen,  so  stellt  sich 
die Frage nach der in Erwägung 6.2.2 hiervor genannten Bedeutung 
der Mittelsilbe des Zeichens Molinari nicht. 

7.3 Angesichts der Umstände im konkreten Fall besteht nach dem Ge-
sagten keine Gefahr von Fehlzurechnungen. Es liegt keine Verwechs-
lungsgefahr vor, weder in ihrer unmittelbaren noch in ihrer mittelbaren 
Form (vgl. vorne E. 3.2). Dem Argument der Beschwerdegegnerin, wo-
nach das Publikum bei der Begegnung mit der angefochtenen Marke 
die Vermutung anstellen werde, bei der angefochtenen Marke handle 
es sich um eine Serienmarke der Widerspruchsmarke, kann nicht ge-
folgt werden. Gemäss Lehre und Rechtsprechung setzt die Annahme 
einer Serienmarke die Existenz von mehr als einer Marke voraus (vgl. 
MSchG-WILLI,  N. 12 ad Art. 3 MSchG). Die Kennzeichnungskraft  von 
Serienmarken kann nur geltend machen, wer nachweist, dass die Mar-
ken  der  Serie  dem  Publikum  infolge  ihres  Gebrauchs  bekannt  sind 
(RKGE in sic! 11/2005, S. 805, „Suprême des Ducs / Suprême de fro-
mage Eisis Chästerrine [fig.]). Entsprechende Präzisierungen sind den 
Eingaben der Beschwerdegegnerin nicht zu entnehmen.

8.
Da mangels  Markenähnlichkeit  eine  Verwechslungsgefahr  vorliegend 
zu verneinen ist, erweist sich die Beschwerde als begründet, womit sie 
gutzuheissen,  die Verfügung der Vorinstanz aufzuheben und der Wi-
derspruch vollumfänglich abzuweisen ist. 

9.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  wird  die  Beschwerdegegnerin 
kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 64 
Abs. 1 VwVG). 

9.1 Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der Streit-
sache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien fest-
zulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 des Reglements vom 11. De-
zember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]). Im Beschwerdeverfahren 
vor dem Bundesverwaltungsgericht  ist  dafür  ein Streitwert  zu veran-
schlagen  (Art.  4  VGKE).  Im  Widerspruchsverfahren  besteht  dieser 
Streitwert  vor allem im Schaden der beschwerdeführenden Partei  im 
Fall einer Markenverletzung durch die angefochtene Marke. Es würde 
aber zu weit führen und könnte im Verhältnis zu den relativ geringen 
Kosten des  erstinstanzlichen Verfahrens abschreckend wirken,  wenn 

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dafür stets konkrete Aufwandsnachweise im Einzelfall verlangt würden. 
Mangels anderer streitwertrelevanter Angaben ist der Streitwert darum 
nach Erfahrungswerten  auf  einen  Betrag zwischen Fr.  50'000.-  und 
Fr. 100'000.-  festzulegen  (BGE  133  III  490  E. 3.3;  vgl.  auch  JOHANN 
ZÜRCHER,  Der  Streitwert  in  Prozessen  um  Immaterialgüterrechte  und 
Firmen, sic! 2001 S. 559 ff. LUCAS DAVID, Der Rechtsschutz im Immateri-
algüterrecht, Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht 
[SIWR], Bd. I/2, 2. Aufl. 1998, S. 29). Vorliegend rechtfertigt es sich, die 
Verfahrenskosten auf Fr. 4'000.- festzulegen.

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdegegnerin 
die  Kosten  des  erstinstanzlichen  Widerspruchsverfahrens  (Wider-
spruchsgebühr von Fr. 800.-) zu tragen (Art. 34 MSchG und 54 VwVG). 
Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung ist demnach aufzuheben.

9.3 Mit Zwischenverfügung vom 10. Juni 2008 wurde unter  anderem 
der Antrag der Beschwerdeführerin abgewiesen, das vorliegende Be-
schwerdeverfahren in  italienischer  Sprache durchzuführen. Es  recht-
fertigt sich daher, der Beschwerdeführerin Verfahrenskosten für einen 
Betrag von Fr. 200.- aufzuerlegen. Diese werden mit dem von ihr am 
20. Mai 2008 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- verrechnet. 
Die Differenz von Fr. 3'800.- wird ihr zurückerstattet. 

10.
Die Parteientschädigung ist nach Art. 14 Abs. 2 VGKE auf Grund der 
eingereichten  Kostennote  festzusetzen.  Ist  wie  im  vorliegenden  Fall 
keine Kostennote eingereicht worden, setzt das Gericht die Entschä-
digung für  die  notwendig  erwachsenen Kosten auf  Grund der  Akten 
fest (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Aufgrund sowohl der Stellungnahme 
im  Widerspruchsverfahren  als  auch  der  beim Bundesverwaltungsge-
richt  eingereichten  Beschwerde  sowie  unter  Berücksichtigung,  dass 
die Aufhebung der Ziffer 4 des angefochtenen Dispositivs die Kosten-
tragung  der  vorinstanzlichen  Widerspruchsgebühr  durch  die  Be-
schwerdegegnerin  bewirkt,  erscheint  eine  Parteientschädigung  von 
insgesamt Fr.  2'500.-  (inkl. MWSt)  für  das  erstinstanzliche Verfahren 
und das Beschwerdeverfahren angemessen.

11.
Gegen  dieses  Urteil  steht  keine  Beschwerde  an  das  Bundesgericht 
offen (Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, 
SR 173.110]). Es ist daher rechtskräftig.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen,  Ziff. 1,  2  und  4  des  Entscheids 
des  Eidgenössischen Instituts  für  Geistiges  Eigentum vom 26. März 
2008 werden aufgehoben, der Widerspruch wird abgewiesen und das 
Eidgenössische  Institut  für  Geistiges  Eigentum  angewiesen,  der 
Schweizer  Marke  Nr.  556  505  „ANNA  MOLINARI“  vollumfänglich 
Schutz zu gewähren. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.- werden der Beschwerdegegnerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Eröffnung dieses Urteils 
zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

Die sich auf die Zwischenverfügung vom 10. Juni 2008 beziehenden 
Verfahrenskosten  von  Fr.  200.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 4'000.-  verrechnet.  Der  Beschwerdeführerin  ist  die  Differenz  von 
Fr. 3'800.- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten.

3.
Die  Beschwerdegegnerin  hat  die  Beschwerdeführerin  für  das  erstin-
stanzliche Verfahren und das Beschwerdeverfahren mit total Fr. 2'500.- 
(inkl. MWSt) zu entschädigen. 

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben, Beschwerdebeilagen zurück; 
Rückerstattungsformular)

- die Beschwerdegegnerin (Einschreiben; Einzahlungsschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. WI Nr. 9024; Einschreiben; Vorakten zurück)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Francesco Brentani Corrado Bergomi

Versand: 5. Dezember 2008

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