# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14e3c336-e07e-5539-b92b-4ccfe6704d6b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.09.2009 UV 2008/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-75_2009-09-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/75

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.04.2020

Entscheiddatum: 16.09.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 16.09.2009
Art. 18 UVG: Anspruch auf eine Invalidenrente. Auf die Berechnung des 
Invalideneinkommens anhand der DAP-Zahlen kann mangels 
Repräsentativität der Auswahl nicht abgestellt werden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. September 2009, UV 
2008/75).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 16. September 2009

in Sachen

G.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl,

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Invalidenrente

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1950 geborene G.___ war seit 1983 bei der A.___ tätig und dadurch 

obligatorisch bei der Suva versichert, als er durch seine Arbeitgeberin am 6. November 

1996 Atembeschwerden melden liess (Suva-act. 1). Mit Verfügung vom 12. Februar 

1998 anerkannte die Suva ausschliesslich die Beschwerden (Husten und Auswurf) der 

nicht obstruktiven, einfachen chronischen Bronchitis durch Giessereirauch als 

Berufskrankheit an (Suva-act. 60). Am 4. Januar 2001 erliess die Suva eine 

Nichteignungsverfügung betreffend Arbeiten mit Exposition zu Giessereirauch und 

Giessereistaub (Suva-act. 130).

A.b   Mit Verfügung vom 29. Juni 2005 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass unter 

Berücksichtigung der Berufskrankheit eine volle Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt zumutbar sei. Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der 

Berufskrankheit und den psychischen Beschwerden sei zu verneinen. Die 

Voraussetzungen für eine Invalidenrente seien nicht erfüllt (Suva-act. 281). Nachdem 

die Suva die dagegen erhobene Einsprache mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 

2005 (Suva-act. 289) abgelehnt hatte, erhob der Versicherte Beschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen. Mit Entscheid vom 18. Oktober 2006 (UV 

2006/4) hiess das Versicherungsgericht die Beschwerde in dem Sinn teilweise gut, 

dass der Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2005 aufgehoben und die 

Angelegenheit zur Rentenprüfung im Sinn der Erwägungen an die Suva 

zurückgewiesen wurde (Suva-act. 296).

A.c   Mit Verfügung vom 30. Juli 2007 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass ihm 

ab 1. August 2005 eine Invalidenrente aufgrund eines IV-Grads von 25% zustehe. Die 

gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid 

vom 3. Juni 2008 ab.

B.       

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B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Kurt 

Gemperli eingereichte Beschwerde vom 4. Juli 2008 mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 3. Juni 2008 sei aufzuheben und es sei dem 

Beschwerdeführer eine Rente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 

39% zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Das Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen habe im Entscheid vom 18. Oktober 2006 entschieden, dass 

das Invalideneinkommen auf der Basis der LSE festzulegen sei. Die 

Beschwerdegegnerin sei an diesen Entscheid gebunden und dürfe deshalb keinen 

Methodenwechsel hin zu den DAP-Blättern vornehmen. Die Schätzung des 

Invalideneinkommens mittels der sogenannten DAP-Dokumentation sei ohnehin 

rechtswidrig. Bei der Auswahl der DAP-Arbeitsplätze (lauter Industriebetriebe) sei nicht 

abgeklärt worden, ob sie den zu beachtenden Einschränkungen genügten. Bei der 

Verwendung der LSE sei auf das Anforderungsniveau 4 abzustellen. Sodann sei ein 

angemessener Tabellenlohnabzug vorzunehmen. Bei einem Valideneinkommen von 

Fr. 81'705.--, einem Tabellenlohn von Fr. 55'056.-- und einem Tabellenlohnabzug von 

20% ergebe sich eine Invalidität von 46%. Lege man das Ermessen wider Erwarten 

sehr restriktiv aus und den Tabellenlohnabzug auf 10% fest, betrage die Invalidität 

39%.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 8. September 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Der Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Oktober 2006 beinhalte keine 

bindende Anweisung, den Invalidenlohn nach LSE zu bestimmen. Es sei keine plausible 

Begründung ersichtlich, weshalb ein Vorgehen nach DAP ausgeschlossen wäre. Die 

fünf ausgewählten DAP-Arbeitsplätze seien mit der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. 

med. C.___ vom 2. Februar 2007 vereinbar und würden zu den von ihm empfohlenen 

Tätigkeitsbereichen gehören. Die Arbeitsplätze seien mit keinen besonderen 

Expositionen verbunden, ansonsten ein dahingehender Vermerk unter der 

entsprechenden Rubrik erfolgt wäre, und würden kein bzw. nur seltenes 

feinmotorisches Hantieren erfordern, was dem Beschwerdeführer keine besondere 

Geschicklichkeit abverlange. Es bestehe kein Anlass, bei der Invaliditätsbemessung 

leidensangepasste Schichtarbeit auszuschliessen. Das Invalideneinkommen sei mit Fr. 

61'547.-- korrekt ermittelt worden. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens nach 

LSE wäre vom Anforderungsniveau 3 auszugehen. Ein leidensbedingter Abzug würde 

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nicht zur Diskussion stehen. Das Vorgehen nach LSE würde somit zu einem 

Invaliditätsgrad von lediglich 15% führen.

B.c   Mit Replik vom 14. Januar 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag 

unverändert fest.

B.d   Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen:

1.        

Im Entscheid vom 18. Oktober 2006 (UV 2006/4) hat das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen festgestellt, dass der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der 

Nichteignungsverfügung aus somatischer Sicht grundsätzlich als voll arbeitsfähig zu 

erachten sei. Sodann könne eine wesentliche adäquate Teilursächlichkeit der 

Berufskrankheit für den psychischen Gesundheitsschaden nicht als belegt gelten. Auf 

diese Erkenntnisse ist im vorliegend zu beurteilenden Fall abzustellen, es wird 

diesbezüglich auf die Ausführungen im erwähnten Entscheid verwiesen. Hingegen gilt 

es zu prüfen, welche Art (vollzeitliche) Tätigkeit der Beschwerdeführer unter Beachtung 

der Nichteignungsverfügung zumutbarerweise ausüben und welches Einkommen er 

dabei erzielen könnte. Der daraus zu berechnende Invaliditätsgrad bildet den 

Hauptstreitgegenstand zwischen den Parteien im vorliegenden Verfahren. 

Unangefochten geblieben und somit nicht mehr Streitgegenstand im vorliegenden 

Verfahren ist die Ablehnung einer Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin 

legte die rechtlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Invalidenrente und für 

die Bestimmung des Invaliditätsgrads im angefochtenen Entscheid (Erwägung 1) 

zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

2.        

2.1    Dr. med. B.___, Innere Medizin, Pneumologie FMH, hält im Bericht vom 26. 

Januar 2007 (Suva-act. 300) fest, dass die psychische Situation mit 

Somatisierungsstörung den limitierenden Faktor bei der Arbeitswiederaufnahme 

darstelle. Lungenfunktionell und radiologisch seien keine neuen Aspekte erkennbar, die 

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lungenfunktionellen Werte hätten sich stabilisiert respektive sogar verbessert. Dr. med. 

C.___, Abteilung Arbeitsmedizin Suva, teilte im Schreiben vom 2. Februar 2007 (Suva-

act. 301) mit, dass aufgrund der objektiven Befunde dem Beschwerdeführer unter 

alleiniger Berücksichtigung der Berufskrankheiten sämtliche Tätigkeiten ohne inhalative 

Noxen bis zu einer mittleren körperlichen Belastung ganztags zumutbar seien, wobei 

unter inhalativen Noxen auch ungünstige atmosphärische Bedingungen und Zugwind 

einzuschliessen seien. In Frage kämen administrative Tätigkeiten mit Schreib- und 

Bildschirmarbeiten, Trockenmontagen in der Metall- und Holzbranche, Tätigkeiten in 

der Kunststoffbranche ohne Isocyanatexposition, Tätigkeiten in der Endkontrolle, im 

Archiv, als Lagerist, in der Elektrobranche, sofern nicht häufig gelötet werden müsse, 

Tätigkeiten in der Metallbearbeitung ohne Exposition zu Aerosolen von 

Kühlschmiermitteln und zu Schweissrauch, Tätigkeiten als Hauswart, als Chauffeur, als 

Taxifahrer oder Arbeiten im Überwachungsdienst.

2.2    Dr. C.___ legt im erwähnten Schreiben umfassend und nachvollziehbar dar, 

welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer unter Beachtung der 

Nichteignungsverfügung noch zumutbar sind. Es sind keine Indizien vorhanden, welche 

gegen die Beurteilung von Dr. C.___ sprechen, weshalb auf die Einschätzung abgestellt 

werden kann. Es gilt somit zu prüfen, welches Einkommen (Invalideneinkommen) der 

Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Berufskrankheit noch erzielen kann.

3.        

3.1     Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 

primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen 

ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, 

und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 

Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 

so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom 

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Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

3.2    Der Beschwerdeführer hat von 1977 bis 1996 und von 1999 bis 2001 jeweils in 

einer Giesserei gearbeitet (Suva-act. 317). Ab 2001 hat er keine berufliche Tätigkeit 

mehr ausgeübt, weshalb die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des 

Invalideneinkommens auf die Einkommen der DAP-Zahlen abgestellt hat. Der 

Beschwerdeführer macht dazu geltend, das Versicherungsgericht des Kantons St. 

Gallen habe im Entscheid vom 18. Oktober 2006 verbindlich festgelegt, dass das 

Invalideneinkommen anhand der LSE zu ermitteln sei, weshalb die 

Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf die DAP-Zahlen abgestellt habe.

3.3    Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Das Versicherungsgericht hat 

im Entscheid vom 18. Oktober 2006 die Methode der Bemessung des 

Invalideneinkommens nicht verbindlich festgelegt. Im erwähnten Entscheid hat das 

Versicherungsgericht lediglich aufgrund einer ersten summarischen Prüfung 

festgestellt, dass unter Berücksichtigung der Berufskrankheit auch bei einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit eine erhebliche Erwerbseinbusse resultieren könne. Dazu gilt es zu 

beachten, dass dem Versicherungsgericht dafür ausschliesslich die Tabellen der LSE 

zur Verfügung standen, da es selbst keinen Zugriff auf die DAP-Zahlen und Blätter der 

Beschwerdegegnerin hat. Unter diesen Umständen versteht sich auch, dass das 

Gericht darauf hinwies, dass auch die Frage eines Leidensabzugs "noch abzuklären 

sein werde". Hieraus kann nun allerdings nicht geschlossen werden, das Gericht habe 

verbindlich vorgegeben, das massgebliche Invalideneinkommen müsse zwingend 

aufgrund der LSE-Statistiken und unter Einbezug eines Leidensabzugs ermittelt 

werden. Die Beschwerdegegnerin war somit zur Festlegung des Invalideneinkommens 

nicht an die Methode der Bemessung nach den Tabellenlöhnen gebunden. Daran 

können auch die generellen Vorbringen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers 

gegen die Ermittlung des Invalideneinkommens anhand von DAP-Zahlen nichts ändern. 

Das Bundesgericht hat in Kenntnis der geltend gemachten Kritikpunkte die Ermittlung 

des Invalideneinkommens via DAP als zulässig erklärt. Die Ermittlung des Einkommens 

anhand der DAP-Zahlen ist somit auch vorliegend grundsätzlich nicht zu beanstanden. 

Zu prüfen bleibt aber, ob die Beschwerdegegnerin bei der Anwendung der DAP-Zahlen 

die rechtsprechungsgemässen Anforderungen eingehalten hat und ob die 

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ausgewählten DAP-Arbeitsplätze der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. C.___ 

entsprechen.

4.        

4.1    Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und der daraus 

abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin nach der Rechtsprechung 

zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern Angaben zu machen über die 

Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden 

dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den 

Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden 

Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die 

Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die 

Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs 

einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil des EVG vom 28. 

August 2003 i/S C. [U 35/00] Erw. 4.2.2). Die erforderlichen Angaben sind den Akten zu 

entnehmen (Suva-act. 318). Im vorliegenden Fall beträgt die Gesamtzahl der aufgrund 

der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze 153 

mit einem Durchschnittslohn von Fr. 56'312.--. Der nach Rechtsprechung geforderten 

Repräsentativität der DAP-Profile ist somit Genüge getan.

4.2    Hingegen hat die Beschwerdegegnerin bezüglich der fünf konkret ausgewählten 

DAP-Arbeitsplätzen (Nr. 681, 2863, 8532, 5053, 4068) ihr Auswahlermessen 

offensichtlich überschritten. Gemäss Rechtsprechung hat die versicherte Person 

allfällige Einwendungen bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität 

der DAP-Blätter grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die 

SUVA im Einspracheentscheid damit auseinander setzen kann (BGE 129 V 472 E. 

4.2.2). Obwohl der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers sowohl im Einsprache- wie 

auch im Beschwerdeverfahren die Auswahl der konkreten Arbeitsplätze als willkürlich 

rügte, hat die Beschwerdegegnerin weder im Einspracheentscheid, noch in der 

Beschwerdeantwort ihre Kriterien für die Auswahl gerade dieser 5 DAP-Profile 

angeführt und sich auch nicht nur annähernd mit den Kritikpunkten des 

Beschwerdeführers auseinandergesetzt, wodurch diesem - und auch dem Gericht - 

eine objektive Überprüfung bezüglich der Auswahl der fünf Arbeitsplätze verunmöglicht 

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wird. Auch wenn die Beschwerdegegnerin bei der Auswahl der DAP-Arbeitsplätze 

grundsätzlich frei ist und ihr diesbezüglich ein relativ grosser Ermessensspielraum 

zukommt, muss sie - jedenfalls auf entsprechenden Einwand hin - doch einigermassen 

erklären können, warum sie gerade die gewählten fünf DAP-Arbeitsplätze ausgesucht 

hat, andernfalls dem Auswahlverfahren tatsächlich die Gefahr der Willkür anhaften 

würde. Sodann fällt vorliegend auf, dass alle ausgewählten DAP-Arbeitsplätze 

einkommensmässig über dem Gesamtdurchschnitt der gesamten in Frage kommenden 

Arbeitsplätze liegen, wobei der Durchschnitt der fünf ausgewählten Arbeitsplätze (Fr. 

61'547.--) beinahe 10% über dem Durchschnittswert sämtlicher 153 DAP-Stellen (Fr. 

56'312.--) liegt. Dem Einspracheentscheid ist keine hinreichende Begründung zu 

entnehmen, weshalb für die Invalideneinkommens-Ermittlung ausschliesslich DAP-

Profile gewählt wurden, die zum Teil erheblich über dem Gesamtdurchschnitt liegen. Es 

ist nicht nachvollziehbar, dass im Fall des Beschwerdeführers nicht auch passende 

Arbeitsplätze mit einem durchschnittlichen oder sogar unterdurchschnittlichen 

Einkommen in Frage kämen. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach ja 

auch DAP-Arbeitsplätze mit noch höherem Einkommen zur Verfügung stehen würden, 

erscheint schon beinahe zynisch. Aufgrund der Ausbildung des Beschwerdeführers 

erscheint es zudem fraglich, wenn nicht gar ausgeschlossen, dass er für Tätigkeiten 

wie CNC-Mechaniker, Polimechaniker und Mechaniker auch nach Absolvierung einer 

Anlehre tatsächlich überhaupt in Frage käme. Die Tatsache, dass der 

Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit eine Art Vorgesetztenstellung 

hatte, rechtfertigt nicht, lediglich besser bezahlte Arbeitsplätze für die Berechnung des 

Invalideneinkommens heranzuziehen. Diese Stellung beim ehemaligen Arbeitgeber 

hatte sich der Beschwerdeführer einzig aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im 

Giessereibereich und der dadurch bedingten Spezialisierung erarbeitet. Es kann nicht 

mit Fug und Recht angenommen werden, dass sich dies auch in anderen, fremden 

Berufsfeldern zu seinen Gunsten auswirken könnte. Somit bleibt festzuhalten, dass 

keine sachgerechten Gründe ersichtlich sind, weshalb sämtliche von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten Arbeitsplätze einkommensmässig deutlich über 

dem Gesamtdurchschnitt liegen. Im Weiteren ist zu den ausgewählten Arbeitsplätzen 

zu bemerken, dass mit einer Ausnahme (DAP Nr. 2863) jeweils im Betrieb nur gerade 

ein einziger Arbeitsplatz dieser Art zur Verfügung steht. Weshalb dies so ist und ob es 

sich bei diesen Arbeitsplätzen möglicherweise sogar um "Sozialarbeitsplätze" handelt, 

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ist nicht ersichtlich. Tatsache ist jedoch, dass durch diesen Umstand die 

Repräsentativität der ausgewählten Arbeitsplätze im Vergleich zur 

Gesamtdokumentation erheblich sinkt. Bezüglich des DAP-Arbeitsplatzes Nr. 8532, 

Ventilmontage, ist überdies der Argumentation des Beschwerdeführers zu folgen, 

wonach eine feinmotorische Tätigkeit für ihn nicht als passend erscheint. Gemäss 

Arbeitsplatzbeschrieb sind an diesem Arbeitsplatz Handfertigkeit und genaues Arbeiten 

gefordert. Aufgrund der bisherigen beruflichen Erfahrung des Beschwerdeführers 

erscheint eine solche Tätigkeit jedenfalls nicht gerade ideal. Aus denselben Gründen 

erscheint auch die Arbeit bei DAP Nr. 5053 mit Zusammenschrauben von Kleinteilen für 

den Beschwerdeführer eher nicht passend.

4.3    Zusammenfassend bleibt die Beschwerdegegnerin eine einigermassen 

nachvollziehbare Begründung für die Auswahl der fünf DAP-Arbeitsplätze schuldig. 

Insbesondere lässt sich nicht sachlich begründen, weshalb sämtliche erzielbaren 

Einkommen relativ deutlich über dem Gesamtdurchschnitt aller möglichen 

Arbeitsplätze liegen. Ausserdem erscheint bei zwei der fünf ausgewählten DAP-

Arbeitsplätzen die auszuführende Tätigkeit den Fähigkeiten und Möglichkeiten des 

Beschwerdeführers nicht wirklich angemessen. Unter diesen Umständen erweist sich 

die Bestimmung des Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin aufgrund 

der ausgewählten DAP-Profile für den vorliegenden Fall als nicht aussagekräftig, 

weshalb für eine korrekte Ermittlung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne der 

LSE heranzuziehen sind.

5.        

5.1    Nach Meinung der Beschwerdegegnerin müsste bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens nach LSE vom Anforderungsniveau 3 (Berufs- und 

Fachkenntnisse vorausgesetzt) ausgegangen werden. Auch dieser Auffassung kann 

nicht gefolgt werden. Vielmehr ist bei der Berechnung des Einkommens eindeutig vom 

Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) auszugehen. Wie bereits erwähnt, hatte 

sich der Beschwerdeführer im alten Beruf einzig aufgrund seiner Erfahrung und der 

langjährigen Betriebszugehörigkeit eine gewisse Stellung erarbeitet, welche aber nicht 

auf schulisch bzw. ausbildungsmässig erworbene Qualifikationen zurückgeführt 

werden kann. In einer beruflichen Tätigkeit ausserhalb des Giessereibereichs kann der 

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Beschwerdeführer lediglich als Hilfsarbeiter eingesetzt werden. Ebenfalls sind die 

mangelnden Deutschkenntnisse ein Indiz für die Verwendung des Anforderungsniveaus 

4. Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, der Beschwerdeführer beherrsche 

die deutsche Sprache, gilt es immerhin festzuhalten, dass selbst sie den 

Beschwerdeführer immer entweder durch einen italienisch sprechenden 

Aussendienstmitarbeiter befragte oder ansonsten auf Dolmetscherdienste von 

Drittpersonen angewiesen war (Suva-act. 71, 75 und 319). Die mangelhaften 

Deutschkenntnisse werden zudem im Bericht der Klinik Gais vom 27. Juni 2002 und im 

Bericht von Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

14. Dezember 2002 explizit festgehalten (Suva-act. 205, 236a und 237). Sodann ist 

auch die IV-Stelle St. Gallen bei der Berechnung des Invalideneinkommens vom Niveau 

4 ausgegangen (Suva-act. 186).

5.2    Ausgehend vom Tabellenlohn für Männer bei einfacher und repetitiver Arbeit 

(Niveau 4) gemäss LSE 2004 von Fr. 4'488.-- ergibt sich ein Jahreslohn von Fr. 

55'056.-- (Fr. 4'488.-- x 12). Mit Umrechnung auf die durchschnittliche Arbeitszeit von 

41.6 Stunden/Woche und Anpassung an die Nominallohnentwicklung von 1% (2005) 

ergibt sich für das Jahr 2005 ein Invalideneinkommen von Fr. 57'830.--.

5.3    Zu prüfen bleibt die Vornahme eines allfälligen Leidensabzugs auf dem 

Invalideneinkommen. In BGE 126 V 79 hat das Bundesgericht festgehalten, dass die 

Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen seien, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie 

und Beschäftigungsgrad) abhängig sei. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 

Invalideneinkommen sei nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h. 

es sei nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu quantifizieren und die 

einzelnen Abzüge zusammenzuzählen. Schliesslich sei der Abzug auf höchstens 25% 

zu begrenzen. Im vorliegenden Fall ist massgeblich, dass der Beschwerdeführer an 

keinen einschneidenden leidensbedingten Einschränkungen leidet. Unter 

ausschliesslicher Berücksichtigung der Berufskrankheit sind ihm sämtliche Tätigkeiten 

ohne inhalative Noxen bis zu einer mittleren körperlichen Belastung zumutbar. Bei der 

angestammten Tätigkeit im Giessereibetrieb hat es sich zudem nicht um eine 

besonders schwere körperliche Arbeit gehandelt. Er hat aber aufgrund der erarbeiteten 

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Stellung im ehemaligen Betrieb ein relativ hohes Valideneinkommen erreicht. Somit 

ergibt sich vorliegend der IV-Grad des Beschwerdeführers nicht hauptsächlich 

aufgrund einer leidensbedingten Einkommenseinbusse, sondern aufgrund der 

Tatsache, dass er aufgrund seiner besonderen Stellung im Betrieb ein relativ hohes 

Valideneinkommen aufweist. Ein zusätzlicher Leidensabzug ist unter diesen 

Umständen nicht gerechtfertigt, zumal die übrigen dafür miteinzubeziehenden Kriterien 

nicht hinreichend erfüllt sind.

5.4     Das von der Beschwerdegegnerin mit Fr. 82'355.-- (13 x Fr. 6'335.--) berechnete 

Valideneinkommen wurde durch den Beschwerdeführer nicht angefochten und ist nicht 

zu beanstanden, darauf kann abgestellt werden.

5.5    Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 82'355.-- und eines 

Invalideneinkommens von Fr. 57'830.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 

30%, für den der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der Beschwerdegegnerin 

hat.

6.        

6.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids - soweit die Invalidenrente betreffend - teilweise 

gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 

1. August 2005 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 30% 

auszurichten.

6.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.3 Hingegen hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache sowie der Schwierigkeit 

des Prozesses rechtfertigt es sich, diese auf pauschal Fr. 4'000.-- (inkl. Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

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entschieden:

1.       In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 3. Juni 2008 - soweit die Invalidenrente betreffend - 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer ab 1. 

August 2005 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 30% 

auszurichten.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- zu bezahlen.

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