# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24f86a10-b45b-5da2-bf48-c421dceaa93b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.06.2008 UV 2008/41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-41_2008-06-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/41

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 26.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 26.06.2008
Art. 6 UVG: Unfallkausalität von gesundheitlichen Einschränkungen im 
Nachgang zur einem HWS-Schleudertrauma. Prüfung der Rechtmässigkeit 
der Leistungseinstellung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 26. Juni 2008, UV 2008/41).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und Franz Schlauri;

a.o. Gerichtsschreiberin Barbara Köpfli

Entscheid vom 26. Juni 2008

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

gegen

SWICA Versicherungen, Römerstrasse 37, Postfach, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

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A.a    Der 1975 geborene B.___ war als Polizeibeamter bei der Kantonspolizei tätig und 

dadurch bei den Swica Versicherungen (Swica) unfallversichert, als er am 8. Februar 

2003 innerorts im Fahrzeug sitzend von einem andern Fahrzeug von hinten gerammt 

wurde. Die Auffahrkollision führte zu einem zunehmend steifen Gefühl im Nacken, zu 

Kopfschmerzen und geringfügiger Übelkeit. Der erstbehandelnde Arzt, Dr.  med. A.___, 

Arzt für Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte am 9. Februar 2003 ein 

Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule (HWS), ordnete eine Behandlung mit 

Halskragen, Schmerzmitteln und Physiotherapie an (Swica-act. 6) und attestierte eine 

Arbeitsunfähigkeit bis am 7. März 2003 (Swica-act. 3). Die Swica anerkannte ihre 

Leistungspflicht und kam für Heilbehandlung und Taggeld auf. Am 8. März 2003 nahm 

der Versicherte seine berufliche Tätigkeit wieder vollumfänglich im angestammten 

Beruf auf. Die Behandlung konnte im März 2003 abgeschlossen werden.

A.b   Eine Wiederaufnahme der Behandlung erfolgte im Oktober 2003 (act. G 1.2), 

nachdem sich mit Beginn der kälteren Jahreszeit verspannungsartige 

Nackenbeschwerden und Kopfschmerzen verstärkt hatten (Swica-act. 7). Es wurde 

eine Physiotherapie eingeleitet, ansonsten kam es zu keiner fest etablierten 

Behandlung (Swica-act. 8). Bis am 15. Februar 2005 nahm der Versicherte sporadisch 

weitere Physiotherapiesitzungen in Anspruch, deren Kosten von der 

Beschwerdeführerin übernommen wurden (act. G 1). Danach haben bis August 2006 

keine Behandlungen stattgefunden. Ab dem 25. August 2006 begab sich der 

Versicherte aufgrund periodisch auftretender, vermehrter Beschwerden im Kopf- und 

Nackenbereich erneut in ärztliche Behandlung (act. G 1.3).

A.c    Mit Verfügung vom 5. Dezember 2007 teilte die Swica mit, der Versicherte habe 

seit dem 1. April 2003 keinen Anspruch mehr auf Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung. Ab jenem Datum sei die adäquate Kausalität zwischen Unfall und 

Schädigung nicht mehr gegeben (act. G 1.2). In der dagegen gerichteten Einsprache 

beantragte der Versicherte (Swica-act. 31) sinngemäss die Aufhebung der Verfügung 

und das Einholen einer Beurteilung des behandelnden Hausarztes, Dr.  C.___, Arzt für 

Allgemeine Medizin FMH.

A.d   Im Einspracheentscheid vom 19. März 2008 hielt die Swica an ihrer Verfügung 

fest. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts gelte eine Auffahrkollision innerorts 

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als mittelschwerer Unfall an der Grenze zum leichten. Die in einem solchen Fall 

zusätzlichen, objektivierbaren Kriterien seien nicht erfüllt, womit kein 

Leistungsanspruch über den 31. März 2003 hinaus bestehe (act. G 1.3).

B.        

Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vom Versicherten eingereichte 

Beschwerde vom 11. April 2007 mit dem sinngemässen Antrag, der 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Swica sei zu verpflichten, die ab dem 1. 

April 2003 angefallenen Heilungskosten zu übernehmen (act. G 1). Zur Begründung 

legte der Beschwerdeführer im Wesentlichen dar, dass die Behandlung nicht 

abgeschlossen sei. Seit dem Unfall verspüre er immer wieder zuvor nicht gekannte 

Schmerzen im Nacken-/Schulterbereich, insbesondere in der kalten Jahreszeit. 

Sinngemäss fügt er an, es sei nicht einzusehen, warum die Versicherung ohne 

nachvollziehbaren Grund die bisher als Unfallfolge akzeptierten Behandlungen 

rückwirkend einstelle, zumal er nie vertrauensärztlich abgeklärt worden sei. Daneben 

äussert er die Vermutung, dass eine versicherte Person, die – wie er – die in der 

Physiotherapie gezeigten Übungen zu Hause weiterführe und sich bei Bedarf selber mit 

Schmerzmitteln behandle, für die nur sporadisch in Anspruch genommene ärztliche 

Hilfe nun bestraft werde.

C.        

Mit Beschwerdeantwort vom 25. April 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des 

Beschwerdeführers. Zur Begründung verweist sie auf den Einspracheentscheid vom 

19. März 2008 und hält fest, dass der Beschwerdeführer die für Laien schwer 

verständliche Rechtsprechung zur adäquaten Kausalität verkenne (act. G 3).

D.        

Mangels neuer Tatsachen in der Beschwerdeantwort wurde der Schriftenwechsel 

abgeschlossen (act. G 4).

Erwägungen:

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1.         

Streitig ist, ob die Leistungseinstellung per 31. März 2003 durch die 

Beschwerdegegnerin zu Recht erfolgt ist oder ob sie auch nach diesem Zeitpunkt 

Leistungen aufgrund des Unfalls vom 8. Februar 2003 zu erbringen hat.

2.         

2.1    Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 129 V 177 sowie 1169 V 337). Die 

blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 und 118 V 289). Nicht jeder natürliche 

Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher Hinsicht adäquat. Der 

Unfallversicherer haftet nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal 

zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive 

Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 

S. 45). Nach der Rechtssprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 117 V 361 Erw. 5a). Der adäquate 

Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum naturwissenschaftlichen Ursachenbegriff, 

der vom Recht als natürliche Kausalität übernommen wurde, aber der Einschränkung 

bedarf, um für die rechtliche Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine vernünftige 

Begrenzung der Haftung zu ermöglichen (BGE 122 V 415 Erw. 2c und 123 III 110 Erw. 

3a). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 112 Erw. 3a).

2.2    Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild 

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gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] 

nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 123 V 102 Erw. 3b, 

118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb mit Hinweisen). Sind hingegen die 

Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen 

Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt 

zu differenzieren ist: Zunächst ist abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein 

Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung 

gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 

indessen, dass eine versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, ist 

zu prüfen, ob die zum typischen Beschwerdebild (nachfolgend, Erw. 3.3) einer solchen 

Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 

psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 

2a), trifft dies nicht zu, erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 

V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb). Mit 

BGE 134 V 121 ff. Erw. 9 bestätigte das Bundesgericht diese Vorgehensweise 

und präzisierte in Erw. 10 die in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten 

Kriterien (nachfolgend, Erw. 4.2).

3.         

3.1    Vorliegend hat Dr.  A.___ ein Beschleunigungstrauma der HWS diagnostiziert. 

Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin einen diesbezüglichen Leistungsanspruch 

des Beschwerdeführers bis am 31. März 2003 anerkannt. Wenn die 

Beschwerdegegnerin nun geltend macht, ab dem 1. April 2003 seien keine Unfallfolgen 

mehr gegeben, so ist darauf hinzuweisen, dass die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst entfällt, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende 

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Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 

2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen 

erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, 

beispielsweise Krankheit oder degenerative Veränderungen, ist unerheblich. Denn es 

ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange 

haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b).

3.2    Der Röntgenbefund ergab eine Streckhaltung der HWS mit leichtem 

kyphotischem Knick bei C2/3 und minimer Anterolistesis C2/3 um 1-2 mm (Swica-act. 

3). Fraglich ist, ob die Streckhaltung eine Folge des Unfalls war oder ob es sich dabei 

um eine angeborene oder degenerative Veränderung der HWS handelt. Angesichts 

dessen, dass Dr. A.___ am 23. März 2003 gute gesundheitliche Fortschritte unter 

Physiotherapie bescheinigte, nachdem der Heilungsverlauf entsprechend der 

Verletzung anfänglich schleppend mit anhaltenden Beschwerden und erheblicher 

Beeinträchtigung der Beweglichkeit verlaufen war (Swica-act. 5), dass der 

Beschwerdeführer seit dem 8. März 2003 vollumfänglich arbeitsfähig gewesen war, 

dass die Behandlung im März 2003 abgeschlossen und erst im Oktober 2003 wegen 

verstärkter verspannungsartiger Nacken- und Kopfschmerzen wieder aufgenommen 

wurde (act. G 1.2; Swica-act. 7), sowie dass der Arzt am 4. Dezember 2003 den guten 

Verlauf der Behandlung mit vollständiger Restitution der Funktion und das Fehlen von 

nennenswerten Restbeschwerden im Sommer 2003 bestätigte (Swica-act. 7), ist davon 

auszugehen, dass es sich bei der Streckhaltung der HWS eher um eine Fehlhaltung/

Fehlform als um eine Unfallfolge handelt. Ergebnisse weiterer Röntgenuntersuchungen 

liegen nicht vor.

3.3    Wird – wie vorliegend – ein Schleudertrauma (oder eine äquivalente Verletzung 

der HWS) diagnostiziert und liegt kein fassbarer pathologischer (unfallbedingter) 

Befund an der HWS vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

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Schwindel-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vorliegen (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 Erw. 3e). Das 

Bundesgericht verlangt für die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht das Vorliegen 

des gesamten typischen Beschwerdebildes, sondern eine Häufung der typischen 

Beschwerden. Treten beispielsweise im Anschluss an einen Unfall lediglich 

Kopfschmerzen auf, kann sinngemäss sicher nicht von einer Häufung gesprochen 

werden. Andererseits lässt sich aber allein aufgrund des Umstands, dass keine 

Häufung von typischen Beschwerden gegeben ist, das Vorliegen eines 

Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung als solche nicht 

verneinen. Die fehlende Häufung spielt jedoch bei der Prüfung der natürlichen 

Kausalität eine wesentliche Rolle. Das typische bunte Beschwerdebild (mit einer 

Häufung von Beschwerden) muss laut neuester Rechtsprechung des Bundesgerichts 

(Urteile vom 30. Januar 2007 [U 215/05] i/S T., und 15. März 2007 [U 258/06] i/S G.) 

nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden 

nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum 

Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (RKUV 2000 Nr. U 359 

S. 29 Erw. 5e). Die andern im Rahmen einer HWS-Distorsion (oder eines 

Schädelhirntraumas) typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch 

immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.

3.4    Im "Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma (sog. Schleudertrauma)" gab der Beschwerdeführer an, nach 

dem Unfall seien neben Nacken- und Kopfschmerzen auch Schwindel aufgetreten. 

Übelkeit und Erbrechen verneinte er (Swica-act. 6), bejahte jedoch laut Arztzeugnis 

UVG "etwas Übelkeitsgefühl" (Swica-act. 3). Auch wenn zwischen dem Arztzeugnis 

UVG und dem genannten Fragebogen eine Ungereimtheit besteht, kann insgesamt 

festgestellt werden, dass es am Nachweis einer Häufung der typischen Beschwerden 

fehlt. Mit Kopf- und Nackenschmerzen und allenfalls Schwindel kann nicht von einer 

Häufung von für einen Beschleunigungsmechanismus der HWS typischen 

Beschwerden ausgegangen werden (vgl. Urteile des EVG vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 

4.2 [U 309/03]; 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.2 [U 109/04]; 12. Juli 2002 i/S M., 

Erw. 3b/aa [U 34/02]; 7. Februar 2002 i/S J., Erw. 3a [U 431/00]). Hinzu kommt, dass 

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die Restbeschwerden in Form von Schmerzen im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich 

laut Diagnose von Dr.  C.___ auf eine verspannte Muskulatur zurückzuführen sind 

(Swica-act. 23). Muskelverspannungen und –verhärtungen stellen gemäss 

Rechtsprechung aber ohnehin kein klar fassbares organisches Korrelat des typischen 

HWS-Beschwerdebildes dar (vgl. Urteil des EVG vom 3. August 2005 i/S M., Erw. 4 [U 

9/05]).

3.5    Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es höchstens möglich ist, dass die 

wiederkehrenden Beschwerden im konkreten Fall die Voraussetzungen des typischen 

HWS-Beschwerdebildes erfüllen. Somit kann die natürliche Kausalität zwischen dem 

Unfall vom 8. März 2003 und den nach dem 31. März 2003 aufgetretenen 

Beschwerden nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegender 

Wahrscheinlichkeit bejaht werden.

4.         

4.1    Selbst bei Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs wäre die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers aber auch mangels Adäquanz zu verneinen, 

was im Folgenden zu zeigen sein wird.

4.2    Beim Ereignis vom 8. März 2003 handelt es sich um eine Auffahrkollision. 

Auffahrunfälle werden nach der Rechtsprechung in der Regel als mittelschwere, im 

Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegende Ereignisse, in Einzelfällen sogar als 

leichte Unfälle qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 Erw. 5.1.2, U 380/04, 2003 Nr. 

U 489 S. 357 Erw. 4.2, U 193/01, je mit Hinweisen). In welchem Bereich innerhalb der 

mittelschweren Unfälle der vorliegende Unfall angesichts der Auffahrgeschwindigkeit 

von 50 km/h und des Umstands, dass die beteiligten Fahrzeuge aufgrund ihrer älteren 

Bauweise die Aufprallenergie schlecht absorbierten (act. G 1), einzuordnen ist, kann 

indessen offen bleiben. Massgebend ist, dass es sich praxisgemäss um einen 

mittelschweren Unfall handelt. Wie von der Beschwerdegegnerin richtig dargelegt, lässt 

sich bei solch gelagerten Unfällen die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein 

adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig 

beantworten. Das Bundesgericht hat festgestellt, dass weitere, objektiv erfassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als 

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direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen sind. Als abschliessende Kriterien im Zusammenhang mit einem HWS-

Schleudertrauma sind zu nennen: Besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung, erhebliche 

Beschwerden, ärztliche Fehlbehandlung, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sowie erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen (BGE 134 V 130 Erw. 10.3). Der adäquate Kausalzusammenhang ist 

demzufolge zu bejahen, falls ein einzelnes der nach der Rechtsprechung 

einzubeziehenden Kriterien besonders ausgeprägt vorhanden ist oder die 

massgebenden unfallbezogenen Kriterien insgesamt in gehäufter respektive in 

auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 366 Erw. 6).

4.2.1             Der besagte Unfall hat sich – objektiv betrachtet – weder unter besonders 

dramatischen Begleitumständen ereignet, noch war er von besonderer 

Eindrücklichkeit. Insbesondere war der Unfallablauf ein kurzes Ereignis und der 

Beschwerdeführer war angegurtet (vgl. Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, 3. Aufl. 

Zürich 2003, S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.3 

[U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]).

4.2.2             Die Diagnose eines HWS-Beschleunigungstraumas mag für sich allein die 

Schwere oder besondere Art der Verletzungen nicht zu begründen. Dazu bedürfte es 

einer besonderen Schwere der für die Verletzung typischen Beschwerden oder 

besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (SVR 2007 

UV Nr. 26 S. 86, Erw. 5.3, U 339/06; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, Erw. 5.2.3, U 380/04 

mit Hinweisen). Diese können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen 

besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (SVR 

2007 UV Nr. 26 S. 86, Erw. 5.3, U 339/06; RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357, Erw. 4.3, U 

193/01 mit Hinweisen). Da das betroffene Fahrzeug mit Kopfstützen versehen war und 

der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Kollision eigenen Angaben zufolge angegurtet 

war, nach vorne resp. seitlich in den Rückspiegel geschaut hat sowie auf den 

Auffahrunfall vorbereitet war, sind erschwerende Umstände auszuschliessen (Swica-

act. 6).

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4.2.3             Anzeichen für eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche 

Behandlung sind den medizinischen Akten nicht zu entnehmen. Der Beschwerdeführer 

war nach dem März 2003 während eines halben Jahres weitgehend beschwerdefrei, 

danach sind die körperlichen Beschwerden jeweils nach mehrmonatigen Abständen 

wieder aufgetreten. Im UVG-Schlussbericht vom 30.01.2005 gab Dr.  A.___ an, 

regelmässige ärztliche Kontrollen seien unnütz, nicht jedoch allfällige 

physiotherapeutische Massnahmen zwecks Muskellockerung und Schmerzlinderung 

(Swica-act. 8.1). Entsprechend sporadisch haben ärztliche Konsultationen und 

physiotherapeutische Massnahmen stattgefunden. Diese können zudem nicht als 

belastend taxiert werden.

4.2.4             Bezüglich des Kriteriums der erheblichen Beschwerden lassen sind aus 

den Akten keine Anhaltspunkte für dessen Bejahung finden. Der Beschwerdeführer 

erklärte im September 2004, die Beschwerden seien nicht allzu stark und 

verschwänden nach kurzer Zeit. Er benötige weder Behandlungen noch Medikamente 

(Swica-act. 13). Zudem liegen auch keine Dauerbeschwerden vor: Die 

verspannungsartigen Nacken- und Kopfbeschwerden tauchen vor allem bei Kälte oder 

bei Belastungen der Nackenmuskulatur auf (act. G 1). Äussere Verletzungen hat der 

Beschwerdeführer bekanntlich keine erlitten. Schliesslich liegen auch keine Hinweise 

vor, wonach die Arbeit den Beschwerden hätte angepasst werden müssen. Die nach 

dem Beschleunigungstrauma der HWS aufgetretenen Beschwerden mögen zwar als 

unangenehm empfunden werden, als Auswirkung eines Unfalls sind sie jedoch in 

keiner Weise den erheblichen gleichzusetzen.

4.2.5             Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, einen schwierigen 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sind den Akten nicht zu entnehmen.

4.2.6             Die vom 9. Februar bis 7. März 2003 dauernde Arbeitsunfähigkeit stellt 

objektiv betrachtet keine erhebliche Form der Arbeitsunfähigkeit dar.

4.3    Bei Verneinung sämtlicher unfallbezogener Kriterien ist es mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass die Auffahrkollision 

vom 8. März 2003 nicht geeignet war, die bestehenden Beschwerden des 

Beschwerdeführers über den 31. März 2003 hinaus adäquat kausal zu beeinflussen. 

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Die Einstellung der Leistungen auf dieses Datum hin lässt sich damit nicht 

beanstanden.

5.         

Nicht stichhaltig ist die in der Beschwerde angebrachte Kritik einer nicht 

angemessenen Behandlung des Beschwerdeführers (act. G 1). Angesichts dessen, 

dass Dr. A.___ am 4. Dezember 2003 einen guten Verlauf der Behandlung mit 

vollständiger Restitution der Funktion und das Fehlen von nennenswerten 

Restbeschwerden im Sommer 2003 bescheinigte (Swica-act. 7) sowie dass seit dem 

8. März 2003 keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit resultierte (Swica-act. 8.1), 

bestand kein Anlass zu weiteren Abklärungen – beispielsweise bei einem 

Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin. Schliesslich bleibt anzufügen, dass häufigere 

Arztbesuche für sich allein keine Leistungspflicht des Versicherers begründen. Die 

versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) der Unfallfolgen für so 

lange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Dr.  C.___ bestätigt in seinem 

ärztlichen Zeugnis, dass Beschwerden, die von einer Distorsion herrühren, nicht 

geheilt, sondern nur gelindert werden können (act. G 1.4). Der Beschwerdeführer führt 

daher zu Recht aus, die ärztliche Behandlung diene seit April 2003 nicht der Heilung 

des Leidens an sich, sondern der Schmerzbekämpfung (act. G 1.3).

6.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 19. März 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

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1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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		2025-07-19T15:35:03+0200
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