# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed6ac3dc-41c9-584e-8ebb-02718327943e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2014 D-4682/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4682-2014_2014-08-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-4682/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Robert Galliker, 

mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;   

Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler. 

   Parteien 
 

A._______,  

geboren (…), 

Sri Lanka,  

(…),   

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 7. August 2014 / N (…). 

 

 

D-4682/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin, eine sri-lankische Staatsangehörige sin-

ghalesischer Ethnie, – eigenen Angaben zufolge von Frankreich her 

kommend – am 14. Mai 2014 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass der Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank ergab, 

dass die Beschwerdeführerin am 18. September 2013 in Griechenland 

ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass sie anlässlich der Summarbefragung im Empfangs- und Verfahrens-

zentrum (EVZ) B._______ vom 26. Mai 2014 angab, sie habe sich seit 

2004 legal in Griechenland aufgehalten, ihre Aufenthaltsbewilligung sei 

bis zum 10. oder 13. April 2014 gültig gewesen, bis 2011 habe sie auch 

eine Arbeitserlaubnis gehabt, 

dass sie im Jahr 2013 in Griechenland Asyl beantragt habe, dieser Antrag 

abgelehnt worden und eine dagegen erhobene Beschwerde noch hängig 

sei, 

dass ihr Sohn sich immer noch in Griechenland aufhalte und er über ein 

gültiges Visum verfüge, 

dass der Beschwerdeführerin im Rahmen der Summarbefragung das 

rechtliche Gehör zu einer allfälligen Zuständigkeit Griechenlands oder 

Frankreichs gewährt wurde, 

dass sie dazu angab, sie wolle nicht nach Griechenland zurück, weil ihr 

Asylgesuch dort abgelehnt worden sei und man ihr gesagt habe, sie 

müsse nach Sri Lanka zurück, 

dass sie auch nicht nach Frankreich wolle, da sie keine Beziehung zu 

diesem Land habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 7. August 2014 – eröffnet am 

20. August 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG 

(SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der 

Schweiz nach Griechenland anordnete und die Beschwerdeführerin auf-

forderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist 

zu verlassen, ansonsten sie in Haft gesetzt und unter Zwang nach Grie-

chenland zurückgeführt werden könne, 

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Seite 3 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die 

Beschwerdeführerin verfügte, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 21. August 2014 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei in materieller Hinsicht beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben, sie sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihr Asyl zu 

gewähren, zudem sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung 

unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei, weshalb die vorläufige Auf-

nahme anzuordnen sei, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses ersuchte, 

dass eventuell die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei, 

dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontaktauf-

nahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats sowie jegli-

che Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, eventuell sei bei be-

reits erfolgter Datenweitergabe die beschwerdeführende Person darüber 

in einer separaten Verfügung zu informieren, 

dass auf die Begründung der Beschwerdebegehren, soweit für den Ent-

scheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. August 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 

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ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Än-

derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass die Beschwerdeanträge und die Begründung als abschliessend zu 

erkennen sind, weshalb ein Entscheid noch vor Ablauf der Beschwerde-

frist möglich ist (vgl. EMARK 1997 Nr. 13), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – un-

ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts sowie die Rüge-

möglichkeit im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorin-

stanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 

2012/4 E. 2.2 m.w.H.), 

dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der 

Gewährung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefochte-

nen Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden 

Verfahrens bilden, weshalb auf die entsprechenden Beschwerdeanträge 

nicht einzutreten ist, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

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dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Krite-

rien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ein-

zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im 

Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in 

den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentli-

che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, 

nachfolgend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt 

werden kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abge-

lehnt wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt 

hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne 

Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder 

aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO), 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen ge-

stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

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dass – wie vorstehend erwähnt – der Abgleich der Fingerabdrücke der 

Beschwerdeführerin mit der «Eurodac»-Datenbank ergab, dass diese am 

18. September 2013 in Griechenland ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass das BFM die griechischen Behörden anfragte, über welchen Status 

die Beschwerdeführerin in Griechenland verfüge, ob sie eine gültige Auf-

enthaltserlaubnis besitze und diese allenfalls verlängert werden könne, 

und ob bestätigt werde, dass die Beschwerdeführerin nach einer Rück-

führung im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach Griechenland nicht ver-

haftet würde (vgl. Akten BFM A 9/3), 

dass die griechischen Behörden am 4. Juli 2014 (vgl. A 12/1) mitteilten, 

die Beschwerdeführerin habe am 18. September 2013 einen Asylantrag 

eingereicht, welcher am 29. Oktober 2013 abgelehnt worden sei, das ge-

gen diesen Entscheid erhobene Rechtsmittel sei am 18. Februar 2014 

abgewiesen worden, 

dass sie weiter mitteilten, die Beschwerdeführerin verfüge über eine bis 

11. Mai 2015 gültige Aufenthaltserlaubnis, wobei sie vor Ablauf bei der da-

für zuständigen Stelle einen Antrag auf Verlängerung stellen könne, 

dass schliesslich die Beschwerdeführerin angesichts ihrer Aufenthaltser-

laubnis bei einer Dublin-Überstellung nicht in Haft genommen werde, 

dass das BFM sodann die griechischen Behörden am 10. Juli 2014 um 

Wiederaufnahme der Beschwerdeführerin ersuchte, 

dass die griechischen Behörden das Übernahmeersuchen innert der in 

Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO vorgesehenen Frist unbeantwortet liessen, 

womit sie die Zuständigkeit Griechenlands implizit anerkannten (Art. 25 

Abs. 2 Dublin-III-VO), 

dass die griechischen Behörden dem Gesuch um Übernahme zudem am 

13. August 2014 – und damit nach Ablauf der Frist gemäss Art. 25 Dublin-

III-VO – noch ausdrücklich zustimmten, 

dass die Zuständigkeit Griechenlands somit grundsätzlich gegeben ist, 

dass es im vorliegenden speziellen Fall keine wesentlichen Gründe für 

die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für 

die Beschwerdeführerin in Griechenland würden systemische Schwach-

stellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdi-

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genden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–Grundrechtecharta 

mit sich bringen, 

dass in Bezug auf die Praxis des Bundesverwaltungsgericht hinsichtlich 

der Überstellung von Asylsuchenden nach Griechenland im Rahmen ei-

nes Dublin-Verfahrens zunächst auf die Entscheide des Bundesverwal-

tungsgerichts (BVGE 2011/35 und 2011/36) zu verweisen ist, 

dass demnach im Fall von Griechenland die Vermutung eines konventi-

onsgemässen Verhaltens des Dublin-Vertragsstaates, welches im Falle 

von Verfahren nach den Bestimmungen zur Dublin-II-VO (nunmehr: Dub-

lin-III-VO) vorausgesetzt wird, zwar nicht aufrechterhalten werden kann, 

dass indessen auch vor dem Hintergrund der festgestellten Unzulänglich-

keiten des griechischen Asylsystems nicht von einer generellen Unzuläs-

sigkeit von Rückführungen nach Griechenland auszugehen ist, 

dass vielmehr den besonderen Umständen des Einzelfalles weiterhin 

Rechnung zu tragen ist, womit im Einzelfall – wenn günstige Vorausset-

zungen vorliegen – an der Rückführung nach Griechenland festgehalten 

werden kann (vgl. BVGE 2011/35 E. 4.13; 2011/36 E. 6.3), 

dass ausnahmsweise eine Rückführung nach Griechenland möglich ist, 

wenn davon ausgegangen werden kann, die asylsuchende Person ent-

gehe den unmenschlichen Bedingungen einer Haft am Flughafen und das 

Risiko des direkten oder indirekten Refoulements könne ausgeschlossen 

werden, 

dass dies insbesondere dann der Fall ist, wenn die betroffene Person 

über ein dauerndes Aufenthaltsrecht verfügt, 

dass vorliegend zunächst zu berücksichtigen ist, dass die griechischen 

Behörden der Rückübernahme der Beschwerdeführerin – wenn auch ver-

spätet – mit Schreiben vom 13. August 2014 ausdrücklich zugestimmt 

haben, 

dass es der Beschwerdeführerin überdies möglich war, in Griechenland 

ein Asylgesuch einzureichen und sie gegen den erstinstanzlichen Ent-

scheid auch ein Rechtsmittel ergreifen konnte, 

dass die Beschwerdeführerin damit zweifellos Zugang zum Asylverfahren 

hatte, 

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dass die Beschwerdeführerin aber gemäss den Angaben der griechi-

schen Behörden insbesondere über eine noch bis Mai 2015 gültige Auf-

enthaltserlaubnis verfügt, die verlängerbar ist, und sie während ihres 

mehrjährigen Aufenthaltes in Griechenland dort – gemäss ihren Angaben 

– zumindest bis 2011 legal arbeitete, 

dass die auf Beschwerdeebene vorgetragene Behauptung, die Aufent-

haltsbewilligung sei, entgegen der Darstellung der griechischen Behör-

den, aufgehoben worden, unbelegt blieb und damit nicht überzeugt, 

dass schliesslich auch der Sohn der Beschwerdeführerin über eine Auf-

enthaltsbewilligung in Griechenland verfügt und er die Beschwerdeführe-

rin unterstützt hat (vgl. A 4/13 S. 7), 

dass die Beschwerdeführerin selber nicht geltend macht, dass und wes-

halb diese Unterstützung nicht mehr möglich wäre, 

dass – entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift – entspre-

chend der Auskunft der griechischen Behörden nicht zu befürchten ist, die 

Beschwerdeführerin würde bei einer Dublin-Rückführung in Haft genom-

men, 

dass somit, ohne die Mängel des Asylverfahrens in Griechenland zu ver-

kennen, in Anbetracht der konkreten Umstände des vorliegenden Einzel-

falls kein Abweichen von der grundsätzlichen Zuständigkeit Griechen-

lands im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO angezeigt ist, 

dass die Beschwerdeführerin nichts vorbringt, was die Anwendung der 

Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO erfordern und zum 

Selbsteintritt der Schweiz und zur Beurteilung des Antrags auf internatio-

nalen Schutz durch dieses Land führen würde, 

dass die Beschwerdeführerin angesichts der Umstände ihres Falles kein 

konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan hat, die griechischen Behör-

den würden sich weigern, sie wieder aufzunehmen und ihren Antrag auf 

internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtli-

nie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Griechenland werde in ihrem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und sie zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem ihr Leib, ihr 

Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-

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fährdet ist oder in dem sie Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden,  

dass die Beschwerdeführerin keine konkreten Hinweise für die Annahme 

dargetan hat, Griechenland würde ihr die ihr gemäss Aufnahmerichtlinie 

zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und sie sich 

bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die 

griechischen Behörden wenden und die ihr zustehenden Rechte auf dem 

Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), zumal sie 

aufgrund des langjährigen Aufenthaltes in Griechenland durchaus in der 

Lage sein dürfte, sich Gehör zu verschaffen, 

dass sich die Beschwerdeführerin auf ihren Gesundheitszustand beruft, 

der einer Überstellung entgegenstehe,  

dass sie zwar im Rahmen der Summarbefragung angab, sie habe Prob-

leme mit der Wirbelsäule (vgl. A 4/13 S. 9), 

dass sie gleichzeitig bestätigte, in Griechenland in ärztlicher Behandlung 

gewesen zu sein und Medikamente und Spritzen erhalten zu haben (vgl. 

A 4/14 S. 10), 

dass die in der Beschwerdeschrift erhobene Behauptung, sie werde in 

Griechenland nicht mehr behandelt, als nachgeschoben zu qualifizieren 

ist, 

dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Übrigen unbelegt blie-

ben, 

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, 

wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder termina-

len Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet (vgl. BVGE 

2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen Gerichtshofs 

für Menschenrechte [EGMR]),  

dass dies im vorliegenden Fall für die Situation der Beschwerdeführerin 

nicht zutrifft,  

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle fest-

zuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht 

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einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. 

auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetre-

ten ist und – weil die Beschwerdeführerin nicht im Besitz einer gültigen 

Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Griechenland angeordnet hat (Art. 32 

Bst. a AsylV 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, 

SR 142.311]),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10),  

dass mit dem vorliegenden Urteil das Beschwerdeverfahren abgeschlos-

sen ist, weshalb sich die Anträge auf Anordnung vorsorglicher Massnah-

men wie Erteilung der aufschiebenden Wirkung und die Unterlassung der 

Datenweitergabe an die Behörden des Heimatstaates, welche ohnehin 

nur für die Dauer des Beschwerdeverfahrens wirksam sind, als gegen-

standslos erweisen,  

dass im Übrigen aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht hervor-

geht, die Vorinstanz habe die Beschwerdeführerin betreffende Daten an 

den Heimatstaat weitergegeben, weshalb auf das Eventualbegehren, es 

sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe der Beschwerdeführerin darüber 

in einer separaten Verfügung zu informieren, mangels Rechtsschutzinte-

resses im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist, 

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf 

einzutreten ist, und die Verfügung des BFM zu bestätigen ist,  

dass sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit 

dem vorliegenden Endentscheid als gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeich-

nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 

nicht erfüllt sind, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

und 5 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona-

le Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Robert Galliker Daniela Brüschweiler 

 

 

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