# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5497dadf-e2d4-5fad-adc4-e3fbe272b52c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2011 D-1/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1-2010_2011-12-12.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­1/2010

U r t e i l   v om   1 2 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Robert Galliker (Vorsitz),
Richterin Gabriela Freihofer, Richter Pietro Angeli­Busi;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

Parteien A._______, geboren (…),
Äthiopien,  
vertreten durch Klausfranz Rüst­Hehli, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), vormals Bundesamt für 
Flüchtlinge (BFF),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Flüchtlingseigenschaft und Vollzug der Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Dezember 2009 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der Beschwerdeführer  ersuchte  erstmals  am 2. September  1997  in  der 
Schweiz  um Asyl. Dieses Gesuch wurde  durch  das BFF mit  Verfügung 
vom  25.  November  1997  abgelehnt,  verbunden mit  der  Anordnung  der 
Wegweisung  und  des  Wegweisungsvollzugs.  Eine  gegen  diese 
Verfügung  erhobene  Beschwerde  wies  die  damals  zuständige 
Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK) mit  Urteil  vom  17.  August 
1998 ab. Für den  Inhalt dieses Verfahrens wird auf die entsprechenden 
Akten verwiesen.

Auch  nach  der  Ablehnung  seines  ersten  Asylgesuchs  verweilte  der 
Beschwerdeführer weiterhin in der Schweiz.

B. 
Mittels  schriftlicher  Eingabe  an  das  BFM  vom  28.  September  2006 
ersuchte  der  Beschwerdeführer  erneut  um  Asyl.  Auf  dieses  zweite 
Asylgesuch  trat das BFM mit Verfügung vom 16. Oktober 2006 gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) nicht ein, wobei wiederum die Wegweisung aus der Schweiz und 
der  Vollzug  angeordnet  wurden.  Diese  Verfügung  focht  der 
Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  24. Oktober  2006  bei  der  ARK  an. 
Mit  Urteil  vom  1.  November  2006  wies  die  ARK  indessen  auch  diese 
Beschwerde ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die 
im  Rahmen  des  zweiten  Asylgesuchs  geltend  gemachten  Vorbringen, 
einerseits werde der Beschwerdeführer aufgrund seiner Abstammung von 
einem  eritreischen  Vater  nicht  mehr  als  äthiopischer  Staatsbürger 
anerkannt,  andererseits  werde  er  in  Äthiopien  als  prominenter  Musiker 
aufgrund  seiner  Teilnahme  an  oppositionellen  Veranstaltungen  verfolgt, 
seien unzureichend substantiiert, womit keine Hinweise auf Verfolgung im 
Sinne des Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG vorlägen. Für den weiteren Inhalt 
dieses Verfahrens wird auf die entsprechenden Akten verwiesen.

C. 
Mit Eingabe vom 19. Dezember 2006 beantragte der Beschwerdeführer 
durch  seinen  Rechtsvertreter  die  Revision  des  Urteils  der  ARK  vom 
1. November  2006.  Mit  Urteil  vom  27.  Juli  2007  wies  das  nunmehr 
zuständige Bundesverwaltungsgericht  dieses Revisionsgesuch ab. Auch 
für  den  Inhalt  dieses  Verfahrens  wird  auf  die  entsprechenden  Akten 
verwiesen.

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D. 
Mit Schreiben vom 6. Mai 2008 an das BFM stellte der Beschwerdeführer 
durch  seinen  Rechtsvertreter  ein  drittes  Asylgesuch  in  der  Schweiz. 
Dabei  ersuchte  er  um  Anerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  und 
eventualiter  um  Feststellung  der  Unmöglichkeit  des 
Wegweisungsvollzugs,  unter  Anordnung  der  daraus  resultierenden 
gesetzlichen  Folgen.  Zur  Begründung  seines  Gesuchs  machte  der 
Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  geltend,  er  habe  anlässlich  der 
persönlichen  Vorsprache  auf  der  äthiopischen  Botschaft  in  Genf  keine 
Reisepapiere für den Vollzug der Ausreiseverpflichtung erhältlich machen 
können.  In  der  Folge  seien  auch  die  Bemühungen  gescheitert,  in 
Äthiopien  selbst  Identitätspapiere  zu  erhalten.  Er  müsse  nun  im  Falle 
einer  Rückkehr  nach  Äthiopien  mit  asylrechtlich  relevanten 
Verfolgungsmassnahmen  rechnen,  insbesondere  mit  einem  unfairen 
Strafprozess vor befangenen Richtern sowie illegitimer Inhaftierung unter 
erniedrigenden und unzulässigen Haftbedingungen.

Der  Eingabe  lag  ein  an  das  Ausländeramt  des  Kantons  B._______ 
gerichtetes  Gesuch  vom  18.  Januar  2008  um  Erteilung  einer 
Aufenthaltsbewilligung  (in  Kopie)  sowie  ein  Schreiben  von  C._______ 
vom  26.  März  2008 
(E­Mail­Ausdruck) bei.

E. 
Zur Präzisierung seines dritten Asylgesuchs  liess der Beschwerdeführer 
dem BFM  durch  seinen Rechtsvertreter  per  Telefax  ein  Schreiben  vom 
11. Mai 2008 zukommen. Darin führte er im Wesentlichen aus, als früher 
sehr  prominenter  Musiker,  heute  erstrangiger  Musiker  der  exilierten 
Äthiopier­Gemeinde  und  demnach  hervorstechendes  Mitglied  der 
Exilopposition weise er ein derartiges Profil auf, weshalb er zweifellos als 
Regimeverächter  und  ­feind  von  der  äthiopischen  Vertretung  in  der 
Schweiz  ebenso  "pflichtgemäss"  wie  völkerrechtswidrig  registriert  sei. 
Dies werde nun bestätigt  durch das Schreiben  von C._______  vom 26. 
März  2008.  Dass  er  nach  äthiopischer  Amtsauffassung  nicht  (mehr) 
äthiopischer Bürger  sei,  stehe der Anerkennung als Flüchtling wegen  in 
Äthiopien  drohender  Verfolgung  nicht  entgegen,  da  ein 
Wegweisungsvollzug  nach  Eritrea  ebenso  unzulässig,  unzumutbar  und 
unmöglich  sei,  zumal  er  nach  Auffassung  des  BFM  nicht  eritreischer 
Staatsbürger sei.

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F. 
Mit  Schreiben  vom  4.  Januar  2009  (inklusive  Beilage)  sowie  27.  März 
2009 wandte sich der Beschwerdeführer an das BFM. Am 19. Mai 2009 
beantwortete das BFM letzteres Schreiben. 

G. 
Am  30.  September  2009  wurde  der  Beschwerdeführer  vom  BFM  zu 
seinen  Asylgründen  angehört.  Anlässlich  dieser  Anhörung  machte  er 
zusätzlich  zu  den  bereits  vorgebrachten  Asylgründen  im  Wesentlichen 
geltend, er habe keinen Platz gefunden, da ihn Eritrea, Äthiopien und die 
Schweiz  nicht  akzeptieren  wollten.  Seine  Eltern  und  seine Geschwister 
seien  bereits  im  Jahre  2000  aufgrund  des  Konflikts  aus  Äthiopien 
ausgewiesen  worden,  da  sie  aus  Eritrea  stammten.  Deswegen  stellten 
ihm  die  äthiopischen  Behörden  keine  Papiere  aus.  Die  eritreischen 
Behörden  würden  ihm  keine  Identitätskarte  ausstellen,  da  es  ihm  nicht 
möglich  sei,  bestätigen  zu  lassen,  dass  seine  Eltern  Eritreer  seien. 
Zudem  werde  er  von  den  äthiopischen  Behörden  verfolgt,  da  er  als 
Künstler  an  oppositionellen  Parteiveranstaltungen  teilnehme.  Seine 
Sprache  sei  die Musik,  damit  beeinflusse  er  die  Leute.  Für  die  übrigen 
Aussagen wird auf das Anhörungsprotokoll verwiesen. 

Anlässlich  der  Anhörung  reichte  der  Beschwerdeführer  die  folgenden 
Dokumente  in Kopie ein: Einen Zeitungsartikel, mehrere Ankündigungen 
beziehungsweise  Beschreibungen  von  kulturellen  Anlässen,  ein 
Bestätigungsschreiben  vom 26. September  2009,  ein Schreiben  an  das 
Ausländeramt  des  Kantons  B._______  vom  21.  Dezember  2007  sowie 
ein  an  das  Ausländeramt  des  Kantons  B._______  gerichtetes  Gesuch 
vom 18.  Januar  2008 um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung  (bereits 
vorher eingereicht). 

H. 
Das  BFM  stellte  mit  Verfügung  vom  2.  Dezember  2009  –  eröffnet  am 
folgenden  Tag  –  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  das  Asylgesuch  ab  und  ordnete  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Gleichzeitig verfügte 
die  Vorinstanz,  dass  die  Verfahrenskosten  im  Betrag  von  Fr.  600.–  zu 
Lasten des Beschwerdeführers gingen. 

Das  BFM  begründete  seinen  ablehnenden  Entscheid  im  Wesentlichen 
damit,  dass  der  Beschwerdeführer  erstmals  anlässlich  des  dritten 
Asylgesuchs  geltend  gemacht  habe,  dass  seine  Eltern  im  Jahre  2000 

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aufgrund  der  eritreischen  Abstammung  aus  Äthiopien  ausgewiesen 
worden seien. Es sei nicht nachvollziehbar, warum er dies nicht bereits im 
zweiten  Asylgesuch  vorgebracht  habe.  Im  Rahmen  des  rechtlichen 
Gehörs  habe  er  erklärt,  er  habe  in  den  Jahren  1997  und  1998 
Anhörungen  gehabt  und  nachher  nicht  mehr,  weshalb  er  dieses 
Vorbringen nicht habe geltend machen können. Diese Erklärung vermöge 
nicht  zu  überzeugen,  da  der  Beschwerdeführer  anlässlich  des  zweiten 
Asylgesuchs,  welches  er  am  28.  September  2006  eingereicht  habe, 
Gelegenheit  gehabt  hätte,  dies  in  der  schriftlichen  Eingabe  geltend  zu 
machen. Überdies  sei  auffallend,  dass  der Beschwerdeführer  anlässlich 
des  ersten  Asylgesuchs  bei  der  Befragung  zur  Person  eindeutig  zu 
Protokoll  gegeben  habe,  äthiopischer  Staatsangehöriger  zu  sein  und 
auch  mit  keinem  Wort  erwähnt  habe,  dass  seine  Eltern  eritreischer 
Abstammung  sein  sollen.  Seine  Vorbringen  bezüglich  der  eritreischen 
Staatsbürgerschaft  könnten  somit  nicht  geglaubt  werden.  Es  müsse 
vielmehr  davon  ausgegangen  werden,  dass  er  die  eritreische 
Abstammung  geltend  gemacht  habe,  um  seinen  Asylvorbringen 
nachträglich mehr Gewicht zu verleihen. Sein Vorbringen, er habe bei der 
eritreischen  Botschaft  vorgesprochen,  jedoch  keine  eritreische 
Ausweispapiere  erhalten,  vermöge  diese  Einschätzung  nicht 
umzustossen.  Es  gebe  keinen  schriftlichen  Beleg,  dass  der 
Beschwerdeführer  tatsächlich  bei  der  eritreischen  Botschaft 
vorgesprochen  habe.  Zudem  beweise  eine  blosse  Vorsprache  bei  der 
eritreischen  Botschaft  die  geltend  gemachte  eritreische 
Staatsbürgerschaft  in  keiner  Weise.  Die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers bezüglich der eritreischen Staatsbürgerschaft hielten 
somit  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG 
nicht stand, so dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse. 

Soweit  der Beschwerdeführer  geltend mache,  er  sei  in  der Schweiz  als 
Musiker  exilpolitisch  aktiv  und  ein  hervorstechendes  Mitglied  der 
Exilopposition  Äthiopiens,  sei  einleitend  zu  bemerken,  dass  er  im 
Rahmen  seines  ersten  Asylverfahrens  keine  politisch  motivierte 
Verfolgung  durch  die  äthiopischen  Behörden  habe  glaubhaft  machen 
können.  Es  bestehe  somit  kein  Anlass  zur  Annahme,  dass  er  vor  dem 
Verlassen seines Heimatlandes als regimefeindliche Person ins Blickfeld 
der  äthiopischen  Behörden  geraten  oder  dort  in  irgendeiner  Form  als 
Regimegegner oder politischer Aktivist registriert worden sei. Demzufolge 
sei  auch  nicht  davon  auszugehen,  dass  er  nach  seiner  Ankunft  in  der 
Schweiz unter spezieller Beobachtung seitens der äthiopischen Behörden 
gestanden  habe.  Zudem  könnten  den  Akten  keine  Hinweise  darauf 

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entnommen werden, dass die äthiopischen Behörden von den kulturellen 
Aktivitäten des Beschwerdeführers überhaupt Kenntnis  genommen oder 
gar  gestützt  darauf  irgendwelche  Massnahmen  zum  Nachteil  seiner 
Person  eingeleitet  hätten.  Der  Beschwerdeführer  habe  sich  zwar,  wie 
viele seiner Landsleute, erwiesenermassen exilpolitisch betätigt. Die von 
ihm  eingereichten  Beweisunterlagen  –  wie  auch  zahlreiche  weitere, 
ähnlich dokumentierte Eingaben  in anderen Verfahren – zeigten  jedoch, 
dass  alleine  in  der  Schweiz  innert  weniger  Monate  viele  exilpolitische 
Anlässe  stattfänden.  Zusammenfassend  sei  festzustellen,  dass  die 
vorgebrachten  subjektiven  Nachfluchtgründe  den  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  AsylG  nicht  standhielten,  weshalb 
der  Beschwerdeführer  nicht  als  Flüchtling  anerkannt  werden  könne. 
Überdies  sei  der  Vollzug  der  Wegweisung  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich  zu  bezeichnen.  Für  die  weitere  Begründung  wird  auf  die 
vorinstanzliche Verfügung verwiesen. 

I. 
Mit  Beschwerde  vom  3.  Januar  2010  (vorab  per  Fax)  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  liess  der  Beschwerdeführer  durch  seinen 
Rechtsvertreter  in materieller Hinsicht beantragen, es seien die Ziffern 1 
und 4 bis 6 der Verfügung vom 2. Dezember 2009 aufzuheben und es sei 
die  Undurchführbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen,  das 
heisst  die  Unzulässigkeit  (zufolge  Flüchtlingseigenschaft),  die 
Unzumutbarkeit  und/oder  die  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs; 
eventualiter sei die Streitsache zur Ergänzung des Sachverhalts und zur 
Neuentscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen.  In  prozessualer 
Hinsicht  ersuchte  der  Beschwerdeführer  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  sowie  um  Erlass  des 
Kostenvorschusses. Auf  die Begründung der Beschwerde wird  –  soweit 
entscheidwesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Der  Beschwerde  lagen  Auszüge  von  mehreren  Berichten  über  Eritrea 
sowie ein Auszug aus Wikipedia zur Sprache Tigrinya bei.

J. 
Mit  Verfügung  des  Instruktionsrichters  des  Bundesverwaltungsgerichts 
vom  22.  Januar  2010  wurde  dem  Beschwerdeführer  mitgeteilt,  dass  er 
den  Ausgang  des  Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten  könne.  Ferner 
verfügte  er,  dass  über  das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen 

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Rechtspflege  im  Endentscheid  befunden  und  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  verzichtet  werde.  Gleichzeitig  lud  er  die  Vorinstanz 
zur Einreichung einer Stellungnahme bis zum 10. Februar 2010 ein.

K. 
In ihrer Vernehmlassung vom 26. Januar 2010 beantragte die Vorinstanz 
die  Abweisung  der  Beschwerde,  die  dem  Beschwerdeführer  am 
folgenden Tag zur Kenntnisnahme zugestellt wurde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BG, 
SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3. Die Beschwerde ist frist­ und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 
AsylG,  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art.  52  VwVG).  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung,  er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 
105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  die 
Beschwerde ist somit einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 

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oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Die Ablehnung des Asylgesuches blieb vorliegend unangefochten und ist 
mit  Ablauf  der  Beschwerdefrist  in  Rechtskraft  erwachsen.  Da  die 
Wegweisung  als  solche  nur  aufgehoben  werden  kann,  wenn  eine 
Aufenthaltsbewilligung  vorliegt  oder  ein  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr.  21,  BVGE 
2008/34 E.  9.2),  diese Voraussetzungen  jedoch  nicht  erfüllt  sind,  ist  im 
vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  somit  einzig  zu  prüfen,  ob  der 
Beschwerdeführer  aufgrund  subjektiver  und objektiver Nachfluchtgründe 
die Flüchtlingseigenschaft erfüllt und ob das Bundesamt den Vollzug der 
Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat. 

4. 
4.1. In der Beschwerde wird – mit Verweis auf das Unterschriftenblatt der 
Hilfswerkvertretung  –  in  formeller  Hinsicht  gerügt,  die  Vorinstanz  habe 
den  Untersuchungsgrundsatz  verletzt  respektive  den  Sachverhalt 
unvollständig  abgeklärt,  da  sie  den  Beschwerdeführer  anlässlich  der 
Anhörung  vom  30.  September  2009  nur  oberflächlich  und  summarisch 
über  seine  politischen  Aktivitäten  befragt  und  ihn  bei  den  zentralen 
Punkten  seiner  Asylbegründung  immer  wieder  unterbrochen  habe. 
Zudem  habe  es  die  Vorinstanz  unterlassen,  den  Beschwerdeführer 
und/oder Frau D._______ zur Vorsprache auf dem eritreischen Konsulat 
zu  befragen  oder  sonstige  Abklärungen  zu  treffen.  So  habe  sie  es 
versäumt,  E._______  und  C._______  als  Zeugen  anzuhören.  Im 
Weiteren wird in der Beschwerde (sinngemäss) geltend gemacht, es liege 
eine  Verletzung  der  Begründungspflicht  und  des  Anspruchs  des 
Beschwerdeführers  auf  rechtliches  Gehör  vor,  da  es  die  Vorinstanz 
unterlassen  habe,  die  eingereichten  Beweismittel,  insbesondere  das 
Schreiben  von  C._______  vom  26.  März  2008,  in  der  angefochtenen 
Verfügung zu erwähnen  respektive zu berücksichtigen. Schliesslich wird 
in der Rechtsmittelschrift gerügt, die Anhörung vom 30. September 2009 
sei  durch  offensichtliche,  blockierende  Kommunikationsstörungen 
zwischen dem Beschwerdeführer  und der  zuständigen Sachbearbeiterin 
geprägt gewesen. Ausserdem habe die Sachbearbeiterin nur über ganz 
ungenügende Dossierkenntnisse verfügt. 

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4.2.  Diese  verfahrensrechtlichen  Rügen  sind  vorab  zu  prüfen,  da  sie 
allenfalls geeignet wären, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung 
zu  bewirken  (vgl.  EMARK  2004  Nr.  38  und  1994  Nr.  1;  FRITZ  GYGI, 
Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 233, mit weiteren 
Hinweisen,  S.  287  und  297;  ALFRED  KÖLZ/ISABELLE  HÄNER, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, S. 225, mit weiteren Hinweisen).

4.3. 
4.3.1. Soweit  in  der  Beschwerde  gerügt  wird,  die  Vorinstanz  habe  den 
Sachverhalt  unvollständig  abgeklärt,  da  sie  den  Beschwerdeführer 
anlässlich der Anhörung vom 30. September 2009 nur oberflächlich und 
summarisch  über  seine  politischen  Aktivitäten  befragt  und  ihn  bei  den 
zentralen  Punkten  seiner  Asylbegründung  immer  wieder  unterbrochen 
habe,  ist  Folgendes  festzuhalten:  Aus  dem  Anhörungsprotokoll  vom 
30. September 2009 ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer anlässlich 
der  Anhörung  zu  seinen  Asylgründen,  insbesondere  zu  seinen 
exilpolitischen  Aktivitäten,  befragt  wurde.  Diese  Befragung  ist  als 
genügend  zu  qualifizieren,  zumal  der  Beschwerdeführer  ausreichend 
Gelegenheit  hatte,  seine  exilpolitischen  Tätigkeiten  darzulegen  (vgl. 
Akten  BFM  C  15/9,  F30  ff.),  und  seine  Aussagen  es  dem  BFM 
ermöglichten,  den Umfang  dieser  Tätigkeiten  zu würdigen.  Im Weiteren 
ist  festzustellen,  dass  aus  dem Anhörungsprotokoll  vom 30.  September 
2009 nicht ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer von der zuständigen 
Sachbearbeiterin  immer  wieder  unterbrochen  worden  wäre,  so  dass  er 
keine  Gelegenheit  gehabt  hätte,  sich  ausreichend  zu  seinen  Gründen 
bezüglich  seines  dritten  Asylgesuches  zu  äussern.  Zudem  wurde  dem 
Beschwerdeführer  am Ende  der  Anhörung  die Gelegenheit  eingeräumt, 
Ergänzungen  zu  seinem  Asylgesuch  vorzutragen,  weshalb  davon 
auszugehen  ist,  er  habe während  der Anhörung  genügend Gelegenheit 
gehabt,  sich  zu  seinen  Asylvorbringen  zu  äussern.  Darauf  deutet  auch 
hin, dass er am Ende der Anhörung zu Protokoll gab, dass er alles habe 
sagen können, was  ihm für sein drittes Asylgesuch wichtig erscheine (C 
15/9  S.  7).  An  der  Einschätzung  des  Gerichts,  wonach  der 
Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung  vom  30. September  2009 
ausreichend  und  korrekt  befragt  worden  ist,  ändert  auch  der  Umstand 
nichts,  dass  die  an  der  Anhörung  des  Beschwerdeführers  anwesende 
Hilfswerkvertretung  auf  dem  Unterschriftenblatt  festhielt,  der 
Beschwerdeführer sei anlässlich der Anhörung vom 30. September 2009 
nur  oberflächlich  und  summarisch  über  seine  politischen  Aktivitäten 
befragt  und  bei  den  zentralen  Punkten  seiner  Asylbegründung  immer 

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wieder  unterbrochen  worden,  zumal  die  an  der  Anhörung  anwesende 
Hilfswerkvertretung zwar  ihre Eindrücke schildern  kann,  sie  jedoch über 
keine Parteirechte  verfügt, weshalb  eine  solche Meinungsäusserung  für 
das  BFM  beziehungsweise  das  Bundesverwaltungsgericht  auch  nicht 
bindend  ist  (vgl.  dazu  MARIO  GATTIKER,  Das  Asyl­  und 
Wegweisungsverfahren, 3. Aufl. Bern 1999, S. 28 f.; EMARK 1996 Nr. 13 
E.  4c  und  d  S.  111  f.).  Aus  den  vorstehend  genannten Gründen  ist  zu 
schliessen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 30. 
September 2009 ausreichend und in korrekter Weise befragt wurde. 

4.3.2. Hinsichtlich der Rüge, wonach es die Vorinstanz unterlassen habe, 
den  Beschwerdeführer  und/oder  Frau  D._______  zur  Vorsprache  auf 
dem  eritreischen  Konsulat  zu  befragen  oder  sonstige  Abklärungen  zu 
treffen,  so  insbesondere  E._______  und  C._______  als  Zeugen 
anzuhören,  wodurch  sie  den  Untersuchungsgrundsatz  verletzt  habe,  ist 
Folgendes  festzustellen:  Im  Asylverfahren  –  wie  im  übrigen 
Verwaltungsverfahren – gilt der Untersuchungsgrundsatz, das heisst, die 
Asylbehörde hat den rechtserheblichen Sachverhalt vor  ihrem Entscheid 
von Amtes wegen vollständig und richtig abzuklären (Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 12 VwVG, Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Dabei muss sie die für das 
Verfahren  erforderlichen  Sachverhaltsunterlagen  beschaffen  und  die 
rechtlich  relevanten  Umstände  abklären  und  darüber  ordnungsgemäss 
Beweis  führen.  Es  ist  jedoch  daran  zu  erinnern,  dass 
Sachverhaltselemente,  die  für  den  Ausgang  des  Verfahrens  nicht 
wesentlich sind, nicht erhoben zu werden brauchen. Kommt die Behörde 
zum Schluss, dass (weitere) Beweiserhebungen unnötig sind, oder dass 
ein konkretes Beweismittel nicht tauglich ist, um ihr sichere Kenntnis von 
den rechtswesentlichen Geschehensabläufen zu verschaffen, kann sie in 
Vorwegnahme des Beweisergebnisses  von  der Beweisführung  absehen 
(antizipierte  Beweiswürdigung;  vgl.  dazu  CHRISTOPH  AUER,  in: 
Auer/Müller/  Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum Bundesgesetz  über  das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich  2008,  Rzn.  2  und  17  zu  Art.  12 
VwVG,  BVGE  2008/24  E.  7.2  S.  357).  Bezüglich  der  beantragten 
Befragung  des  Beschwerdeführers  beziehungsweise  von  Frau 
D._______  hinsichtlich  der  geltend  gemachten  Vorsprache  auf  dem 
eritreischen  Konsulat  ist  festzustellen,  dass  die  Vorinstanz  den 
Beschwerdeführer  diesbezüglich  anlässlich  der  Anhörung  vom  30. 
September 2009 ausreichend befragt hat (vgl. C 15/9, F28 f.). Betreffend 
die beantragte Befragung von Frau D._______ die den Beschwerdeführer 
auf die eritreische Botschaft begleitet haben soll,  ist darauf hinzuweisen, 
dass diese Befragung schon deshalb nicht geeignet wäre, die behauptete 

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eritreische  Staatsangehörigkeit  des  Beschwerdeführers  glaubhaft  zu 
machen,  da  eine  blosse  Vorsprache  bei  der  eritreischen  Botschaft  die 
geltend  gemachte  eritreische  Staatsangehörigkeit  des 
Beschwerdeführers in keiner Weise zu belegen vermöchte. Bezüglich der 
beantragten  Befragung  von  E._______  (Präsident  des  äthiopischen 
Kulturvereins) und C._______ (Privatperson) als Zeugen ist festzuhalten, 
dass  diese  Zeugenbefragung  nicht  tauglich  wäre  zu  belegen,  dass  die 
äthiopischen  Behörden  dem  Beschwerdeführer  keine  Identitätspapiere 
ausstellen wollen, da aus dem Schreiben vom 21. Dezember 2007 an das 
Ausländeramt  des  Kantons  B._______  betreffend  Anfrage  um 
Ausstellung  von  Reisedokumenten  hervorgeht,  dass  der 
Beschwerdeführer  anlässlich  der Vorsprache  unwahre Angaben  geltend 
machte.  Im  Übrigen  könnten  die  beantragten  Zeugen  allenfalls  nur 
dasjenige wiedergeben,  was  sie  von Dritten  gehört  beziehungsweise  in 
Erfahrung gebracht haben. Aufgrund des Gesagten durfte die Vorinstanz 
in  antizipierter  Beweiswürdigung  darauf  verzichten,  Frau  D._______, 
E._______ und C._______ als Zeugen anzuhören. Der Vorinstanz kann 
auch  sonst  nicht  vorgehalten  werden,  sie  habe  notwendige 
Sachverhaltsabklärungen  nicht  vorgenommen,  weshalb  –  entgegen  der 
Behauptung  in  der  Rechtsmittelschrift  –  auch  keine  Verletzung  des 
Untersuchungsgrundsatzes vorliegt. 

4.3.3.  Hinsichtlich  der  Behauptung,  es  liege  eine  Verletzung  der 
Begründungspflicht  beziehungsweise  des  Anspruchs  des 
Beschwerdeführers  auf  rechtliches  Gehör  vor,  da  es  die  Vorinstanz 
versäumt  habe,  die  eingereichten  Beweismittel,  insbesondere  das 
Schreiben  von  C._______  vom  26. März  2008,  in  der  angefochtenen 
Verfügung  zu  erwähnen  respektive  zu  berücksichtigen,  ist  festzuhalten, 
dass der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verlangt, dass die verfügende 
Behörde  die  Vorbringen  des Betroffenen  tatsächlich  hört,  sorgfältig  und 
ernsthaft  prüft  und  in  der  Entscheidfindung  berücksichtigt,  was  sich 
entsprechend  in  der  Entscheidbegründung  niederschlagen  muss  (vgl. 
Art. 35 Abs. 1 VwVG; EMARK 2004 Nr. 38 E. 6.3 S. 264). Ferner soll die 
Abfassung der Begründung dem Betroffenen ermöglichen, den Entscheid 
gegebenenfalls sachgerecht anzufechten, was nur der Fall ist, wenn sich 
sowohl  der  Betroffene  als  auch  die  Rechtsmittelinstanz  über  die 
Tragweite  des  Entscheides  ein  Bild  machen  können,  wobei  sich  die 
verfügende  Behörde  allerdings  nicht  ausdrücklich  mit  jeder 
tatbeständlichen  Behauptung,  jedem  rechtlichen  Einwand  und  jedem 
eingereichten  Beweismittel  auseinandersetzen  muss,  sondern  sich  auf 
die  wesentlichen  Gesichtspunkte  beschränken  kann.  Die 

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Begründungsdichte  richtet  sich dabei nach dem Verfügungsgegenstand, 
den  Verfahrensumständen  und  den  Interessen  des  Betroffenen,  wobei 
bei  schwerwiegenden  Eingriffen  in  die  rechtlich  geschützten  Interessen 
des Betroffenen – und um solche geht es bei der Frage der Gewährung 
des  Asyls  –  eine  sorgfältige  Begründung  verlangt  wird  (vgl.  BVGE 
2008/47 E. 3.2 S. 674 f.; EMARK 2006 Nr. 24 E. 5.1 S. 256).

Im vorliegenden Fall führt die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
im  Rahmen  der  Sachverhaltszusammenfassung  die  wesentlichen 
Vorbringen des Beschwerdeführers auf. Es bestehen keine Hinweise auf 
ein  allfälliges  Übersehen  von  Sachverhaltselementen  oder  auf  eine 
selektive Prüfung derselben durch das BFM. In seinen Erwägungen setzt 
sich das Bundesamt sodann mit den Vorbringen des Beschwerdeführers 
auseinander  und  kommt  zum  Schluss,  dass  diese  weder  den 
Anforderungen  an  die  Glaubhaftmachung  von  Art.  7  AsylG  noch 
denjenigen  an  die  Asylrelevanz  gemäss  Art.  3  AsylG  zu  genügen 
vermöchten.  Insgesamt  ist  die  Begründung  des  BFM  als  ausreichend 
dicht  zu  bezeichnen.  Sie  erlaubt  es,  die  Beweggründe,  welche  zur 
Abweisung  des  Asylgesuches  geführt  haben,  in  einer  Weise 
nachzuvollziehen,  die  eine  sachgerechte  Anfechtung  der  Verfügung 
möglich  macht.  Da  die  eingereichten  Beweismittel,  insbesondere  das 
Schreiben  von  C._______  vom  26.  März  2008  nicht  geeignet  sind,  die 
eritreische  Staatsangehörigkeit  des  Beschwerdeführers  respektive  die 
Unmöglichkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers 
nach  Äthiopien  zu  belegen,  war  die  Vorinstanz  auch  nicht  verpflichtet, 
sich  in  der  angefochtenen  Verfügung  explizit  dazu  zu  äussern.  Vor 
diesem Hintergrund ist die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs – 
in seinen Teilaspekten der sorgfältigen Prüfung der Vorbringen sowie der 
Begründung der Verfügung – unbegründet.

4.3.4.  Zur  Rüge,  die  Anhörung  vom  30.  September  2009  sei  durch 
offensichtliche,  blockierende  Kommunikationsstörungen  zwischen  dem 
Beschwerdeführer  und  der  zuständigen  Sachbearbeiterin  geprägt 
gewesen,  ist  festzuhalten,  dass  aus  dem  Anhörungsprotokoll  vom  30. 
September  2009  keine  derartigen  Kommunikationsstörungen  ersichtlich 
sind. Die Anhörung hatte lediglich die Gründe für das dritte Asylgesuch zu 
ermitteln.  Dies  hat  die  Sachbearbeiterin  dem  Beschwerdeführer 
wiederholt zur Kenntnis gebracht. Zudem ist nicht zu beanstanden, dass 
die  zuständige  Sachbearbeiterin  den  Beschwerdeführer  auf 
offensichtliche  Widersprüche  in  seinen  Aussagen  hingewiesen  hat. 
Diesbezüglich  ist  festzuhalten,  dass  auch  von  Seiten  der  bei  der 

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Anhörung  anwesenden  Hilfswerksvertretung  keine 
Kommunikationsstörungen  vorgebracht  wurden.  Hinsichtlich  der 
Behauptung  in der Beschwerde,   wonach   die   für   die   Anhörung   vom  
30.  September  2009  zuständige  Sachbearbeiterin  nur  über  ganz 
ungenügende  Dossierkenntnisse  verfügt  habe,  ist  festzuhalten,  dass 
auch diese Rüge  im Anhörungsprotokoll  keine Stütze  findet. Von Seiten 
der  bei  der  Anhörung  anwesenden  Hilfswerksvertretung  wird  dies 
ebenfalls  nicht  geltend  gemacht,  weswegen  es  sich  erübrigt,  weiter 
darauf einzugehen.

4.4. Nach dem Gesagten besteht keine Veranlassung, die Verfügung des 
BFM  vom  2.  Dezember  2009  aus  formellen  Gründen  aufzuheben, 
weshalb das Eventualbegehren des Beschwerdeführers,  die Streitsache 
sei  zur  Ergänzung  des  Sachverhalts  und  zur  Neuentscheidung  an  die 
Vorinstanz zurückzuweisen, abzuweisen ist. 

5. 
5.1.  Im  Folgenden  ist  zu  prüfen,  ob  das  BFM  in  casu  zu  Recht  die 
Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint hat. 

5.2.  Zur  Begründung  seines  dritten  Asylgesuchs  macht  der 
Beschwerdeführer  zum  einen  geltend,  er  stamme  aus  einer  äthiopisch­
eritreisch  stämmigen  Familie.  Im  Jahre  2000  sei  seine  Familie  wegen 
ihrer  eritreischen  Abstammung  aus  Äthiopien  ausgewiesen  worden. 
Aufgrund  seiner  eritreischen  Herkunft  stellten  ihm  die  äthiopischen 
Behörden keine Identitätspapiere aus. Falls er wegen seiner eritreischen 
Herkunft  als  eritreischer  Staatsbürger  betrachtet  werde,  sei  zu 
berücksichtigen, dass er bei einer Rückkehr nach Eritrea wegen des nicht 
absolvierten  Militärdienstes  bestraft  und  zum  Militärdienst  gezwungen 
würde, weswegen er als Flüchtling anzuerkennen sei. 

5.3.  Übereinstimmend  mit  der  Vorinstanz  ist  festzustellen,  dass  dem 
Beschwerdeführer  nicht  geglaubt  werden  kann,  dass  er  eritreischer 
Herkunft  beziehungsweise  eritreischer  Staatsbürger  ist.  So  gab  er 
während seines ersten Asylverfahrens bei der Befragung zur Person vom 
12.  September  1997  vorbehaltlos  zu  Protokoll,  er  sei  äthiopischer 
Staatsbürger.  Mit  keinem Wort  erwähnte  er  damals,  seine  Eltern  seien 
eritreischer Abstammung (A 1/6 S. 1 ff.). Zudem will er im Jahre 1997 mit 
seinem  eigenen  echten  äthiopischen  Pass  in  die  Schweiz  gereist  sein, 
was ebenfalls darauf hindeutet, dass er äthiopischer und nicht eritreischer 
Staatsangehöriger  ist.  Gegen  die  Glaubhaftigkeit  der  behaupteten 

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eritreischen  Abstammung  des  Beschwerdeführers  spricht  überdies  die 
Tatsache,  dass  er  erst  im  Laufe  seines  dritten  Asylverfahrens  geltend 
machte,  seine  Familie  sei  im  Jahre  2000  aufgrund  ihrer  eritreischen 
Abstammung  aus  Äthiopien  ausgewiesen  worden.  Es  ist  nicht 
nachvollziehbar,  weshalb  der  Beschwerdeführer  dies  nicht  bereits 
anlässlich seines zweiten Asylgesuchs vorbrachte, zumal er damals ohne 
Weiteres Gelegenheit gehabt hätte, dies in der schriftlichen Eingabe vom 
28.  September  2006  vorzutragen.  Im  Weiteren  ist  darauf  hinzuweisen, 
dass  der  Beschwerdeführer  bisher  keine  stichhaltigen  Belege  für  seine 
behauptete  eritreische  Abstammung  respektive  eritreische 
Staatsbürgerschaft  zu  den  Akten  gereicht  hat.  Der  Umstand,  dass  die 
Muttersprache des Beschwerdeführers Tigrinya ist, vermag die eritreische 
Abstammung des Beschwerdeführers – entgegen der Behauptung in der 
Beschwerde – in keiner Weise zu belegen, zumal diese Sprache sowohl 
in Äthiopien als auch in Eritrea gesprochen wird. An der Unglaubhaftigkeit 
der  vom  Beschwerdeführer  behaupteten  eritreischen  Abstammung 
respektive eritreischen Staatsangehörigkeit  vermögen auch die weiteren 
Ausführungen  in der Beschwerde vom 3. Januar 2010 nichts zu ändern, 
weshalb  es  sich  erübrigt,  weiter  darauf  einzugehen.  Aufgrund  der 
Aussagen des Beschwerdeführers besteht Gewissheit darüber, dass er in 
Äthiopien  registriert  war,  ist  er  doch  gemäss  eigenen  Aussagen  dort 
aufgewachsen,  hat  dort  die  Schule  besucht,  Militärdienst  geleistet  und 
gearbeitet, bevor er im Jahre 1997 das Land verliess und via Deutschland 
und  Frankreich  in  die  Schweiz  gelangte  (A  4/12  S.  3).  Dass  dem 
Beschwerdeführer die äthiopische Staatsangehörigkeit aberkannt wurde, 
ist  nicht  belegt.  Nach  dem  Gesagten  ist  zu  schliessen,  dass  er 
äthiopischer  Staatangehöriger  ist.  Das  Bundesverwaltungsgericht  geht 
aus  den  vorstehend  genannten Gründen  folglich  auch  nicht  davon  aus, 
dass der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr nach Äthiopien riskiert, 
nach Eritrea abgeschoben zu werden. Deshalb erübrigt  es  sich,  auf die 
vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Verfolgungsvorbringen 
hinsichtlich Eritrea einzugehen. 

5.4. 
5.4.1.  Zur  Begründung  seines  dritten  Asylgesuchs  macht  der 
Beschwerdeführer zum anderen geltend, er habe sich in der Schweiz als 
Musiker  exilpolitisch  betätig  und  sei  ein  hervorstechendes  Mitglied  der 
Exilopposition.  Aufgrund  seines  Profils  sei  er  bei  den  äthiopischen 
Behörden  als  Regimeverächter  und  ­feind  registriert.  Im  Falle  einer 
Rückkehr  nach  Äthiopien  müsse  er  mit  asylrechtlich  relevanten 
Verfolgungsmassnahmen rechnen.

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5.4.2.  Wer  sich  darauf  beruft,  dass  durch  sein  Verhalten  nach  der 
Ausreise aus dem Heimat­ oder Herkunftsland eine Gefährdungssituation 
erst  geschaffen  worden  ist,  macht  subjektive  Nachfluchtgründe  geltend 
(Art.  54  AsylG).  Subjektive  Nachfluchtgründe  begründen  zwar  die 
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, führen jedoch nach Art. 
54  AsylG  zum  Ausschluss  des  Asyls,  unabhängig  davon,  ob  sie 
missbräuchlich  oder  nicht  missbräuchlich  gesetzt  wurden.  Das  vom 
Gesetzgeber  vorgesehene  Konzept,  wonach  das  Vorliegen  von 
subjektiven  Nachfluchtgründen  die  Gewährung  von  Asyl  ausschliesst, 
verbietet  das  Addieren  solcher  Gründe  mit  Nachfluchtgründen,  welche 
vor  der Ausreise aus dem Heimat­  oder Herkunftsstaat  entstanden  sind 
und die für sich allein nicht zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft und 
zur  Asylgewährung  ausreichen  (vgl.  BVGE  2009/28  E.  7.1  S.  352  und 
BVGE 2009/29 E. 5.1 S. 376 mit weiteren Hinweisen).

5.4.3. Zunächst  ist  festzuhalten, dass von der Vorinstanz nicht bestritten 
wird, dass sich der Beschwerdeführer in der Schweiz exilpolitisch betätigt 
hat.  Exilpolitische  Aktivitäten  können  jedoch  nur  dann  im  Sinne  von 
subjektiven  Nachfluchtgründen  zur  Flüchtlingseigenschaft  führen,  wenn 
zumindest glaubhaft gemacht wird, dass  im Falle einer Rückkehr  infolge 
der  Exilaktivität  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  mit  politischer 
Verfolgung zu  rechnen wäre. Nachfolgend  ist daher zu prüfen, ob diese 
Voraussetzung im Fall des Beschwerdeführers erfüllt ist.

5.4.4. Gemäss Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts  (vgl. etwa 
Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­8151/2010  vom  25.  August 
2011  und  D­5036/2009  vom  11.  Oktober  2010)  ist  zwar  davon 
auszugehen,  dass  die  äthiopischen  Sicherheitsbehörden  die  Aktivitäten 
der  Exilgemeinschaften  im  Rahmen  ihrer  (beschränkten)  Möglichkeiten 
überwachen  und  mittels  elektronischer  Datenbanken  registrieren.  Unter 
diesen  Umständen  ist  es  wahrscheinlich,  dass  im  Ausland  agierende 
Personen,  welche  erkennbar  in  im  Ausland  tätigen  oppositionellen 
Organisationen  aktiv  waren  oder  auch  nur  mit  ihnen  sympathisierten, 
individuell  identifiziert  werden  könnten  und  im  Falle  einer 
Zwangsrückschaffung  dem  äthiopischen  Sicherheitsdienst  bereits  am 
Flughafen  bekannt  würden.  Demnach  dürfte  davon  auszugehen  sein, 
dass  die  äthiopischen  Sicherheitsorgane  eine  zwangsweise  aus  dem 
Ausland  zurückgeführte  Person,  die  Anhänger  oder  Mitglied  einer 
regimekritischen  Organisation  war  oder  noch  ist,  nach  wie  vor  als  zu 
verfolgenden Gegner der Regierung ansehen würden, solange von dieser 

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Person vor  ihrer Ausreise aus dem jeweiligen Gastland kein eindeutiges 
Bekenntnis zur verfassungsmässigen Ordnung Äthiopiens und eine klare 
Abkehr  von  den  bisherigen  Aktivitäten  dieser  regimekritischen 
Organisationen  vorliegt.  Angesichts  der  beschränkten  Ressourcen  des 
äthiopischen  Nachrichtendienstes  stellt  sich  die  Frage  nach  der 
Wahrscheinlichkeit  und  dem  Ausmass  einer  allfälligen  Überwachung  in 
der Schweiz, welche indessen in casu offenbleiben kann. Von Bedeutung 
ist  vorliegend  dagegen  die  tatsächliche  Erkennbarkeit  der  behaupteten 
exilpolitischen Tätigkeit, die Individualisierbarkeit des Beschwerdeführers 
und dessen konkrete exilpolitische Tätigkeit (vgl. im Sinne von Beispielen 
die  vorgenannten  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts).  Die 
äthiopischen  Behörden  haben  nur  dann  ein  Interesse  an  der 
Identifizierung  einer  Person,  wenn  deren  Aktivitäten  als  konkrete 
Bedrohung für das politische System wahrgenommen werden.

5.4.5.  Diesbezüglich  ist  vorab  festzustellen,  dass  es  dem 
Beschwerdeführer  im  Rahmen  seines  ersten  Asylverfahrens  nicht 
gelungen  ist,  eine  politisch  motivierte  asylrelevante  Verfolgung  im 
Heimatland glaubhaft zu machen, weshalb auch nicht davon auszugehen 
ist, dass er vor seiner Ausreise aus Äthiopien  im Visier der heimatlichen 
Behörden  stand  oder  gar  als  Regimegegner  oder  politischer  Aktivist 
registriert war.

5.4.6.  Aus  den  Akten  geht  hervor,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der 
Schweiz als Musiker an zahlreichen (äthiopischen) Kulturveranstaltungen, 
an  Hilfsaktionen  zugunsten  Afrika  beziehungsweise  zugunsten 
äthiopischer Jugendlicher sowie an mehreren Demonstrationen gegen die 
äthiopische  Regierung  teilgenommen  hat.  Im  Weiteren  will  der 
Beschwerdeführer  als  Künstler  an  oppositionellen Parteiveranstaltungen 
partizipiert  haben. Bei  dieser Sachlage  ist  ein  exponierter  exilpolitischer 
Einsatz des Beschwerdeführers, der  ihn  ins Zentrum des Interesses des 
äthiopischen  Nachrichtendienstes  rücken  könnte,  klarerweise  zu 
verneinen.  In  diesem  Zusammenhang  ist  festzuhalten,  dass  bei 
behaupteten  subjektiven  Nachfluchtgründen  in  der  Regel  ein  strikter 
Beweis möglich und deshalb auch erforderlich  ist  (vgl. WALTER STÖCKLI, 
Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 
2009,  Rz.  11.148).  Die  äthiopischen  Behörden  haben  nur  dann  ein 
Interesse an der Identifizierung einer Person, wenn deren Aktivitäten als 
konkrete Bedrohung  für  das  politische System wahrgenommen werden. 
Für die Annahme, der Beschwerdeführer habe sich in dieser besonderen 
Art  und  Weise  betätigt,  bestehen  keine  Anhaltspunkte.  Er  gehört  mit 

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Sicherheit  nicht  zur  Zielgruppe  des  "harten  Kerns"  von  aktiven 
oppositionellen  Äthiopiern  im  Ausland,  für  die  sich  die  äthiopischen 
Behörden  interessieren.  Vorliegend  ist  zudem  –  entgegen  der 
Behauptung  des  Beschwerdeführers  –  darauf  zu  schliessen,  dass  sich 
seine bisherigen exilpolitischen Aktivitäten  lediglich  in wenig exponierten 
Tätigkeiten  erschöpft  haben.  Da  der  Beschwerdeführer  keine 
Kaderposition  in  einer  im  Ausland  tätigen  oppositionellen  Organisation 
innehat,  dürften  die  äthiopischen  Behörden  auch  aus  diesem  Grund  in 
ihm  nicht  einen  ernsthaften  und  in  seinem  Wirkungsgrad  gefährlichen 
Regimegegner sehen. Vor diesem Hintergrund  lässt die Beteiligung des 
Beschwerdeführers an exilpolitischen Aktivitäten von vornherein nicht das 
Gefährdungspotential ersehen, welches er daraus zu ziehen versucht. Im 
Gegensatz zur Behauptung in der Rechtsmittelschrift vom 3. Januar 2010 
ist  demnach  nicht  davon  auszugehen,  dass  der  Beschwerdeführer  bei 
einer  Rückkehr  in  sein  Heimatland  eine  asylrechtlich  relevante 
Gefährdung zu befürchten hat. Ebenso wenig vermag der Umstand, dass 
er  vor  seiner  Ausreise  aus  Äthiopien  ein  landesweit  bekannter 
Folkloremusiker  war,  ihn  als  konkrete  Bedrohung  für  das  politische 
System in Äthiopien erscheinen zu lassen, zumal er das Land bereits im 
Jahr  1997  verlassen  hat.  Es  dürfte  den  äthiopischen  Behörden  im 
Übrigen  aufgefallen  sein,  dass  die  exilpolitische  Betätigung  vieler 
äthiopischer  Asylsuchender  nach  der  Ablehnung  ihrer  Asylgesuche 
regelmässig stark zunimmt respektive intensiver wird oder überhaupt erst 
ab  diesem  Zeitpunkt  einsetzt,  was  das  geltend  gemachte  politische 
Engagement als zweifelhaft erscheinen lässt. Im vorliegenden Fall fehlen 
jegliche  Hinweise  darauf,  dass  gegen  den  Beschwerdeführer  aufgrund 
der vorgebrachten Aktivitäten in Äthiopien ein Strafverfahren oder andere 
behördliche  Massnahmen  eingeleitet  worden  sind,  wobei  in  diesem 
Zusammenhang  unter  Hinweis  auf  die  in  Art.  8  AsylG  verankerte 
Mitwirkungspflicht  festzuhalten  ist,  dass  es  nicht  Sache  der 
schweizerischen Asylbehörden sein kann, jede auch nur ansatzweise und 
abstrakt  mögliche  Gefährdungssituation  im  Heimatland  des 
Beschwerdeführers abklären zu müssen. 

5.4.7.  Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  geltend  gemachten 
subjektiven Nachfluchtgründe nicht geeignet sind, eine flüchtlingsrechtlich 
relevante  Verfolgungsfurcht  zu  begründen.  An  dieser  Einschätzung 
vermögen  weder  die  weiteren  Ausführungen  in  den  Eingaben  noch  die 
eingereichten  Beweismittel  etwas  zu  ändern,  weshalb  darauf  verzichtet 
werden  kann,  auf  diese  weitergehend  einzugehen.  Unter 

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Berücksichtigung  der  gesamten Umstände  folgt,  dass  keine  subjektiven 
Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG vorliegen.

5.5.  Nach  dem  Gesagten  hat  die  Vorinstanz  zu  Recht  die 
Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint.

6. 
Wie  vorstehend  in  E.  3  ausgeführt,  ist  vorliegend  die  Anordnung  der 
Wegweisung  nicht  zu  überprüfen,  sondern  lediglich,  ob  das Bundesamt 
den  Vollzug  der  Wegweisung  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erachtet hat. 

7. 
7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen 
(vgl. STÖCKLI a.a.O. Rz. 11.148).

7.2. 
7.2.1.  Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche 
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  in  einen  Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

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Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101),  Art.  3  des 
Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art.  3  der  Konvention  vom  4. 
November  1950  zum Schutze  der Menschenrechte  und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

7.2.2.  Da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine 
flüchtlingsrechtlich  erhebliche Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft 
zu  machen,  kann  das  in  Art.  5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulements im vorliegenden Verfahren keine 
Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach 
Äthiopien ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 
noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer 
Ausschaffung  nach  Äthiopien  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit 
einer  nach  Art.  3  EMRK  oder  Art.  1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen 
Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr 
("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft machen,  dass  ihm  im Fall  einer 
Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde 
(vgl.  EGMR,  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom  28. 
Februar  2008,  Beschwerde  Nr.  37201/06,  §§  124­127,  mit  weiteren 
Hinweisen).  Aufgrund  der  Akten  sowie  der  vorstehenden  Erwägungen 
betreffend die Frage der Flüchtlingseigenschaft  ist  indessen nicht davon 
auszugehen,  dass  ihm  im  Falle  einer  Rückkehr  nach  Äthiopien  eine 
derartige Gefahr droht. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation  in 
Äthiopien lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

7.3. 
7.3.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug  für Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 

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Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 
83 Abs.  7  AuG  –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

7.3.2.  In  konstanter  Praxis wird  von  einer  grundsätzlichen  Zumutbarkeit 
des  Wegweisungsvollzugs  nach  Äthiopien  ausgegangen  (vgl.  bereits 
EMARK  1998  Nr.  22  sowie  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
D­7175/2010  vom  21.  November  2011  E.  7.2.1.,  E­7233/2009  vom 
31. Oktober 2011 E. 6.4.1.). 

7.3.3. Aufgrund  der  persönlichen  Situation  des  Beschwerdeführers  sind 
ebenfalls  keine  Gründe  ersichtlich,  die  gegen  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  sprechen.  Es  ist  nicht  in  Abrede  zu  stellen,  dass 
der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Äthiopien aufgrund seiner 
mehrjährigen  Landesabwesenheit  mit  gewissen  Schwierigkeiten 
konfrontiert werden könnte. Indes hat er bis zu seiner Ausreise im Jahre 
1997, mithin achtundzwanig Jahre,  in seinem Heimatland gelebt. Zudem 
verfügt  der  –  soweit  den  Akten  zu  entnehmen  ist  –  gesunde 
Beschwerdeführer  über  eine  gute  Schulbildung  und  jahrelange 
Berufserfahrung als Musiker, weshalb anzunehmen  ist, er könne sich  in 
seiner  Heimat  wieder  wirtschaftlich  integrieren.  Überdies  ist  seine 
Aussage,  wonach  seine  Familie  im  Jahre  2000  aus  Äthiopien 
ausgeschafft  worden  sei,  als  nachgeschoben  und  damit  unglaubhaft  zu 
beurteilen,  da  er  dies  erst  im Rahmen  des  dritten  Asylgesuchs  geltend 
machte,  obwohl  er  bereits  anlässlich  seines  zweiten  Asylgesuchs, 
welches  er  am  28.  September  2006  einreichte,  ohne  Weiteres 
Gelegenheit  dazu  gehabt  hätte,  dies  mitzuteilen.  Deswegen  ist 
anzunehmen, dass seine Mutter sowie eine Geschwister nach wie vor in 
Äthiopien  leben,  weshalb  davon  auszugehen  ist,  dass  er  in  seinem 
Heimatland über ein soziales Beziehungsnetz verfügt, welches  ihm eine 
Reintegration erleichtern dürfte. Die Rückkehrhilfe der Schweiz wird  ihm 
im  Bedarfsfall  den Wiedereinstieg  in  seine  Heimat  ebenfalls  erleichtern 
(Art.  74  der  Asylverordnung  2  vom  11.  August  1999  [AsylV  2, 
SR 142.312]).  Blosse  soziale  und  wirtschaftliche  Schwierigkeiten,  von 
denen die ansässige Bevölkerung im Allgemeinen betroffen ist, genügen 
nicht, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen 
(vgl. BVGE 2008/34 E.11.2.2; EMARK 2005 Nr. 24 E. 10.1 S. 215). Nach 
dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit auch als zumutbar 
zu bezeichnen.

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7.4. 
7.4.1.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  ist  nicht  möglich,  wenn  die 
Ausländerin  oder  der  Ausländer  weder  in  den  Heimat­  oder  in  den 
Herkunftsstaat  noch  in  einen  Drittstaat  ausreisen  oder  dorthin  gebracht 
werden  kann  (Art.  83  Abs.  2  AuG).  Gemäss  der  nach  wie  vor  gültigen 
Rechtsprechung  der  vormaligen  ARK  setzt  die  Feststellung  der 
technischen  und  praktischen  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
voraus, dass sowohl seitens der betroffenen Person als auch seitens der 
zuständigen  kantonalen  und  Bundesbehörden  alle  Anstrengungen 
hinsichtlich  einer  freiwilligen  Ausreise  respektive  der  zwangsweisen 
Rückführung  unternommen worden  sind.  Nur  wenn  zur  Zeit  des  Urteils 
klar erkennbar ist, dass der Vollzug sich bereits während mehr als einem 
Jahr nicht hat bewerkstelligen lassen und auch weiterhin aus technischen 
oder  rechtlichen  Gründen  auf  unabsehbare  Zeit  nicht  möglich  ist,  stellt 
das  Bundesverwaltungsgericht  dies  fest  und  weist  die  Vorinstanz  an, 
anstelle  des  Vollzugs  die  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen.  Die 
Möglichkeit  einer  freiwilligen  Heimreise  steht  der  Feststellung,  ein 
Wegweisungsvollzug  erweise  sich  als  unmöglich,  von  vornherein 
entgegen.  Massgeblich  für  die  Beurteilung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts bezüglich des Vollzugs der Wegweisung ist die Situation im 
Zeitpunkt  des  Urteils  (vgl.  zum  Ganzen  EMARK  2006  Nr.  15  E.  3.3, 
EMARK  1997  Nr.  27,  E.  4b  sowie  u.a.  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts D­2006/2011 vom 29. Juli 2011 E. 8.4).

7.4.2.  Wie  vorstehend  in  E.  5.3  ausgeführt,  ist  das  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers,  wonach  er  eritreischer  Abstammung  respektive 
eritreischer  Staatsangehöriger  sei,  als  nicht  glaubhaft  zu  erachten. 
Vielmehr  ist  davon  auszugehen,  dass  er  nach  wie  vor  die  äthiopische 
Staatsangehörigkeit  besitzt.  Es  ist  demnach  zu prüfen,  ob aufgrund der 
aktuellen  Aktenlage  klar  erkennbar  ist,  dass  aus  technischen  oder 
rechtlichen  Gründen  in  objektiver  Hinsicht  auf  unabsehbare  Zeit 
Hindernisse  entgegenstehen,  die  einen  Vollzug  der  Wegweisung  nach 
Äthiopien als unmöglich erscheinen lassen. 

7.4.3.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  der  Auffassung,  dass  der 
Beschwerdeführer  bisher  nicht  glaubhaft  gemacht  hat,  er  habe 
selbständig  alle  Schritte  unternommen,  um  in  den  Besitz  von 
heimatlichen Dokumenten zu gelangen. Er macht zwar geltend, er habe 
zweimal  die  äthiopische  Botschaft  in  Genf  aufgesucht,  wo  man  ihm 
jedoch gesagt habe, man könne ihm keine Papiere ausstellen, da er nicht 
Äthiopier,  sondern  Eritreer  sei.  Diesbezüglich  ist  festzuhalten,  dass  der 

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Beschwerdeführer  diesbezüglich  keine  beweiskräftige  Belege  zu  den 
Akten gereicht hat. Aus dem Schreiben vom 21. Dezember 2007 an das 
Ausländeramt  des  Kantons  B._______  betreffend  Anfrage  um 
Ausstellung  von  Reisedokumenten  geht  im  Übrigen  hervor,  dass  der 
Beschwerdeführer  anlässlich  der  Vorsprache  bei  der  äthiopischen 
Botschaft  unwahre  Angaben  bezüglich  des  Aufenthaltes  seiner  Familie 
geltend  machte  (vgl.  vorstehend  E.  7.3.3.).  Zweifelhaft  ist  die  Aussage 
des Beschwerdeführers, wonach er nicht  in den Besitz von heimatlichen 
Dokumenten gelangen könne, auch deshalb, da nach Erkenntnissen des 
Bundesverwaltungsgerichts  abgewiesene  äthiopische  Asylsuchende 
seitens  der  zuständigen  Vertretung  ein  Laisser­passer  erhalten. 
Vorliegend erscheint es daher als überwiegend wahrscheinlich,  dass es 
dem  Beschwerdeführer  durchaus  möglich  wäre,  freiwillig  in  seinen 
Heimatstaat  Äthiopien  zurückzukehren.  Demnach  liegt  im  vorliegenden 
Fall  ungeachtet  der  geltend  gemachten  Papierlosigkeit  des 
Beschwerdeführers  keine  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  im 
Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG vor.

8. 
Nach  dem  Gesagten  hat  die  Vorinstanz  den  Wegweisungsvollzug  zu 
Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet.  Somit  fällt  eine 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht  (Art. 83 Abs. 1 ­ 4 
AuG).

9. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

10. 
Bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens wären  die  Kosten  desselben  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  und  auf  insgesamt  Fr.  600.– 
festzusetzen  (Art.  63 Abs. 1 und 5 VwVG und Art.  1­3 des Reglements 
vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Nachdem  die 
Beschwerde  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdeeinreichung  nicht  als 
aussichtslos bezeichnet werden konnte und der Beschwerdeführer nach 
wie  vor  keiner  bezahlten  Tätigkeit  nachgeht  (so  dass  von  seiner 
Bedürftigkeit ausgegangen werden kann), sind in Gutheissung des in der 
Beschwerde  vom  3.  Januar  2010  gestellten  Gesuches  um  Gewährung 

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der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1  VwVG)  keine 
Verfahrenskosten aufzuerlegen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
gutgeheissen. 

3. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

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