# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5f2a404-6193-5785-bd4c-d2d4f9466abe
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.04.2016 SB160003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160003_2016-04-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB160003-O/U/ad 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, lic. iur. Ruggli und die 

Oberrichterin Dr. Janssen sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Höfli-

ger  

 
Urteil vom 29. April 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend grobe Verletzung der Verkehrsregeln 
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht 
Strafsachen, vom 20. Oktober 2015 (GB150005) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 22. Mai 2014 

(Urk. 8) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der groben Verletzung der Verkehrsregeln im 

Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 und 

Art. 34 Abs. 3 SVG, Art. 44 Abs. 1 SVG sowie Art. 27 Abs. 1 SVG und 

Art. 73 Abs. 6 lit. a SSV. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 

Fr. 90.–, sowie mit einer Busse von Fr. 600.–.  

3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 6 Tagen. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'200.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 700.00   Gebühr für das Vorverfahren; 

Fr. 1'900.00   Total 
 
Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, reduziert sich 

die Gerichtsgebühr auf zwei Drittel.  

6. Die Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt.  

 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 59 S. 2 f.) 

1. In Gutheissung der Berufung sei der Beschuldigte vom Vorwurf der 

groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 

SVG i.V.m. Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 und Art. 34 Abs. 3 SVG, 44 Abs. 1 

SVG sowie Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 73 Abs. 6 lit. a SSV freizuspre-

chen (Abänderung Dispositiv Ziff. 1 und 2).  

2. Eventualiter sei der Beschuldigte in teilweiser Gutheissung der einfa-

chen Verkehrsregelverletzung  im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. 

Art. 34 Abs. 3 und Art. 44 Abs. 1 SVG schuldig zu sprechen und an-

gemessen mit einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen (Abänderung 

Dispositiv Ziff. 1 und 2). 

3. Subeventualiter sei der Beschuldigte in teilweiser Gutheissung der Be-

rufung im Fall des Schuldspruchs wegen grober Verkehrsregelverlet-

zung mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 90.–, entspre-

chend Fr. 1'800.–, sowie einer Verbindungsbusse von Fr. 400.– zu be-

strafen (Abänderung Dispositiv Ziff. 2), unter Gewährung des bedingten 

Strafvollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren.  

4. Alles mit entsprechenden Kosten- und Entschädigungsfolgen für das 

erst- und zweitinstanzliche Verfahren.  

 

 

 

-   4   - 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich:  

(Urk. 53, schriftlich) 

Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils.  

 

_____________________________ 

 

Erwägungen: 

I.  Prozessgeschichte 

 Am 20. Oktober 2015 verurteilte das Einzelgericht am Bezirksgericht Win-

terthur den Beschuldigten wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln und be-

strafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 90.– sowie 

einer Busse von Fr. 600.–. Die Probezeit für die Geldstrafe wurde auf zwei Jahre 

festgesetzt (Urk. 48).  

 Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Zuschrift vom 28. Oktober 

2015 Berufung anmelden (Urk. 39). Am 29. Dezember 2015 folgte seine Beru-

fungserklärung (Urk. 50). Demnach beantragt er einen Freispruch; eventualiter 

wird eine Verurteilung wegen einfacher Verkehrsregelverletzung und die Verhän-

gung einer Busse von Fr. 300.– beantragt; subeventualiter, für den Fall der Bestä-

tigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs, wird eine bedingte Geldstrafe von 20 

Tagessätzen zu Fr. 90.– verbunden mit einer Busse von Fr. 400.– beantragt (so 

auch in Urk. 59 S. 2 f.).  

 Die Staatsanwaltschaft beantragte am 22. Januar 2016 die Bestätigung des 

vorinstanzlichen Urteils (Urk. 53). Beweisanträge wurden von keiner Seite gestellt.  

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II.  Sachverhaltserstellung  

 Der Strafbefehl vom 22. Mai 2014 (Urk. 8), welcher vorliegend infolge Ein-

sprache des Beschuldigten die Anklageschrift darstellt, wirft dem Beschuldigten 

vor, am Morgen des 15. April 2014, gegen 06.00 Uhr, als Lenker des Cars mit 

dem Nummernschild AG … auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich im Bereich 

der Einfahrt Winterthur-Töss die letzten Meter der Sicherheitslinie, welche die 

Normalspur der Autobahn von der Beschleunigungsspur für die dort einfahrenden 

Fahrzeuge abgrenzt, überfahren zu haben. Ein über die Beschleunigungsspur 

einfahrendes Fahrzeug habe nur durch das Ausweichen nach rechts auf den 

Pannenstreifen (bei gleichzeitiger abrupten Lenkkorrektur des Beschuldigten nach 

links) eine seitliche Kollision mit dem Car des Beschuldigten verhindern können. 

Der Spurwechsel des Beschuldigten mit teilweisem Überfahren der Sicherheitsli-

nie sei grobfahrlässig gewesen.  

 Der Vorfall wird vom Beschuldigten nicht grundsätzlich bestritten. Er macht 

jedoch geltend, dass er die Sicherheitslinie nicht mit der ganzen rechten Fahr-

zeugseite überquert habe, wie es in der Anklage steht, sondern nur mit dem hinte-

ren rechten Rad und zwar lediglich auf den letzten ein bis zwei Metern der Si-

cherheitslinie. Das Fahrzeug auf dem Beschleunigungsstreifen habe er 40-50 Me-

ter bzw. drei bis vier Carlängen hinter sich gesehen, aber nicht damit gerechnet, 

dass es rechts an ihm vorbeifahre; es habe relativ schnell aufgeschlossen (letzt-

mals in Prot. II S. 8 ff.).  

 Über den Vorfall besteht eine Videoaufzeichnung der Polizei (Urk. 4). Diese 

wurde von der Vorinstanz zutreffend ausgewertet (Urk. 48 S. 9 f.). Insbesondere 

ist aufgrund dessen, dass – wie die Vorinstanz richtig festhielt – auf dem Video im 

Zeitpunkt 05:46:04 sichtbar ist, dass die durchgezogene Sicherheitslinie mitten 

unter dem Car hindurchverläuft (vgl. Videostill in Urk. 57), darauf zu schliessen, 

dass diese auch schon von den rechten Vorderrädern des Cars überfahren wor-

den sein muss. Der Vorwurf der Anklage, wonach der Car mit der gesamten rech-

ten Hälfte die Sicherheitslinie überfahren habe, ist somit erstellt.  

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 Gleiches gilt für die Feststellung, dass der Beschuldigte (vorerst) übersehen 

habe, dass der in die Autobahn einfahrende Personenwagen sich auf der Be-

schleunigungsspur bereits nur noch wenig zurückgesetzt rechts genähert hatte, 

ansonsten der Beschuldigte, als er dies plötzlich realisierte, mit seinem Car nicht 

abrupt eine Lenkkorrektur nach links vollzogen hätte, was auf dem Video gut 

sichtbar ist und das Überraschungsmoment klar belegt. Wenn die Vorinstanz folg-

lich den Anklagesachverhalt für erstellt hielt, so ist dies zutreffend und zu bestäti-

gen.  

III.  Rechtliche Würdigung 

 Auch diesbezüglich kann den detaillierten und zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz gefolgt werden (Urk. 48 S. 11-16). In objektiver Hinsicht hat der Be-

schuldigte mit dem rücksichtslosen und den übrigen Verkehr (konkret) gefährden-

den Spurwechsel Art. 34 Abs. 3 und Art. 44 Abs. 1 SVG und mit dem gleichzeiti-

gen Überfahren der Sicherheitslinie Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 73 Abs. 6 lit. a 

SSV verletzt. Da beides auf ein und demselben Fahrmanöver gründet, ist mit der 

Vorinstanz gesamthaft von einer groben Verkehrsregelverletzung auszugehen. 

Daran dass diese als grob zu qualifizieren ist, ändern auch die von der Verteidi-

gung angerufenen Bundesgerichtsentscheide 6S.488/2000 (klassisches Rechts-

überholen auf der Autobahn durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen), 

6B_211/2011 (Rechtsüberholen in Einmündungsbereich der Autobahn nach Ende 

der Sicherheitslinie) und 6B_227/2015 (Rechtsüberholen auf Pannenstreifen, um 

zur nächsten Autobahnausfahrt zu gelangen) (Urk. 35/1-3) nichts, betreffen sie 

doch anders gelagerte Sachverhalte. Zudem ist – entgegen den wiederholten 

Ausführungen der Verteidigung (Urk. 59 S. 4 f. und 7 sowie Prot. II S. 11 f.) – vor-

liegend das Fahrverhalten des auf der Beschleunigungsspur heranrückenden 

Fahrzeugführers nicht Thema. Selbst wenn von einem pflichtwidrigen Verhalten 

dieses Fahrzeugführers ausgegangen werden müsste, kann sich der Beschuldig-

te, nachdem er sich selber grobfahrlässig verhalten hat, nicht auf den Vertrauens-

grundsatz (Art. 26 SVG) berufen. Ins Leere zielt auch der Hinweis der Verteidi-

gung (Urk. 59 S. 6) auf das Bundesgerichtsurteil 6B_520/2015, vom 24. Novem-

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ber 2015, E.1.5., wonach bei der Qualifikation eines Überfahrens der Sicherheits-

linie (zwischen nicht richtungsgetrennten Fahrbahnen) als grobe Verkehrsregel-

verletzung auf die Umstände des Einzelfalles abzustellen ist. Der Beschuldigte 

hat die Sicherheitslinie im Rahmen seines rücksichtslosen und den übrigen Ver-

kehr (konkret) gefährdenden Fahrspurwechsels und unter Übersehen des auf der 

Beschleunigungsspur aufschliessenden Fahrzeugführers überfahren. Es sind die-

se konkreten Begleitumstände, die zusammen mit dem Überfahren der Sicher-

heitslinie das gesamte Fahrmanöver des Beschuldigten als eine grobe Verkehrs-

regelverletzung erscheinen lassen.  

 Auch hinsichtlich der subjektiven Verschuldensseite ist die Auffassung der 

Vorinstanz zutreffend und zu bestätigen: Beim Überfahren der Sicherheitslinie auf 

der Autobahn ist von grob sorgfaltswidrigem und rücksichtslosem Verhalten aus-

zugehen, da der Beschuldigte als Berufschauffeur zweifellos um die Länge seines 

Cars und um die Gefährlichkeit des Überfahrens von Sicherheitslinien wusste. Als 

ebenso grobfahrlässig hat die Vorinstanz zu Recht den Spurwechsel qualifiziert. 

Dieser wurde vom Beschuldigten von der Spur ganz links auf die neu hinzukom-

mende dritte Spur ganz rechts in einem Zug vollzogen, wobei er dabei krass sorg-

faltswidrig übersah, wie zügig der auf der Einfahrspur fahrende Personenwagen 

aufschloss. Nur durch viel Glück kam es nicht zu einer (Streif-)Kollision.  

 Im Ergebnis ist der Schuldspruch der Vorinstanz zu bestätigen.  

IV.  Strafzumessung 

 Die Erwägungen der Vorinstanz zur Strafzumessung sind grundsätzlich rich-

tig, sodass vorab darauf verwiesen werden kann (Urk. 48 S. 16-19). Bei der ob-

jektiven Tatschwere der groben Verkehrsregelverletzung fällt erschwerend ins 

Gewicht, dass es zu einer konkreten Unfallgefahr gekommen ist. Allerdings ist die 

Sicherheitslinie vom Beschuldigten mit seinem Car nur noch mit einem Teil des 

Fahrzeugs und lediglich kurz vor deren Beendigung überfahren worden. Auch ist 

zu berücksichtigen, dass der unvorsichtige Spurwechsel vom Beschuldigten in der 

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durchaus angebrachten Absicht vollführt worden ist, mit seinem grossen Fahr-

zeug das Rechtsfahrgebot zu befolgen.  

 Auf der subjektiven Seite ist sodann wesentlich, dass der Beschuldigte die 

Verkehrsregelverletzungen einzig grobfahrlässig beging. Mit der Vorinstanz ist 

weiter festzustellen, dass sich aus den persönlichen Verhältnissen des Beschul-

digten und seinem Vorleben mit Ausnahme der Vorstrafe aus dem Jahre 2010, 

die sich leicht straferhöhend auswirkt, keine strafzumessungsrelevanten Faktoren 

ergeben. Die leichte Straferhöhung wird kompensiert dadurch, dass der Beschul-

digte als Berufschauffeur strafempfindlicher ist als andere Täter (vgl. Urk. 48 

S. 18). Zu seinen Gunsten darf vorliegend auch berücksichtigt werden, dass es 

sich beim sechzigjährigen Beschuldigten um einen langjährigen Automobilisten 

handelt, der sich bisher im Strassenverkehr nie etwas hat zu Schulden kommen 

lassen. Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten, welche sich 

in der Zwischenzeit nicht wesentlich verändert haben (vgl. Prot. II S. 5 ff.), kann 

auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 48 S. 17) 

 Alles in allem erweist sich die Strafe, welche die Vorinstanz ausgefällt hat, 

jedoch als zu hoch. Die Gerichtspraxis hielt in vergleichbaren Fällen eine Geld-

strafe von 20 Tagessätzen für angemessen. Eine solche Strafe wird auch dem 

vorliegenden Tatverschulden gerecht.  

 Die Höhe des Tagessatzes ist nicht strittig, sie wird auch von der Verteidi-

gung für den Eventualfall so beantragt. Unter Verweis auf die Bemessungskrite-

rien der Vorinstanz ist diese Höhe deshalb zu bestätigen.  

 Dass die Geldstrafe bedingt auszufällen ist, hat die Vorinstanz richtig gese-

hen. Auch die Festsetzung der Probezeit auf das Minimum von zwei Jahren ist 

vorliegend gerechtfertigt. Diesbezüglich kann auf die Begründung der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 48 S. 19 f.).  

 Die bedingte Geldstrafe ist mit einer Busse zu verbinden. Die Vorinstanz hat 

diese auf Fr. 600.– bemessen und die Ersatzfreiheitsstrafe auf sechs Tage festge-

legt. Dies ist nicht zu bemängeln und somit zu bestätigen.  

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V.  Kostenfolge 

 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das vorinstanzliche Kostendispositiv 

(Ziff. 5 und 6) zu bestätigen.  

 Da der Beschuldigte in zweiter Instanz mit Bezug auf die Strafhöhe weitest-

gehend durchdringt, im Übrigen aber unterliegt, sind ihm die Kosten lediglich zu 

zwei Drittel aufzuerlegen und im Übrigen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Damit 

ist ihm (gestützt auf die Honorarnote des Verteidigers vom 29. April 2016; Urk. 61) 

eine reduzierte Prozessentschädigung für das Berufungsverfahren in der Höhe 

von Fr. 1'100.– aus der Gerichtskasse zu erstatten. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der fahrlässigen groben Verletzung 

der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit 

Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 SVG und Art. 34 Abs. 3 SVG, Art. 44 Abs. 1 SVG so-

wie Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 73 Abs. 6 lit. a SSV.  

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 

Fr. 90.–, sowie mit einer Busse von Fr. 600.–.  

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die 

Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 

sechs Tagen.  

4. Das vorinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 5 und 6) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu zwei 

Drittel auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. 

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7. Dem Beschuldigten wird für das Berufungsverfahren eine reduzierte Pro-

zessentschädigung von Fr. 1'100.– aus der Gerichtskasse bezahlt.  

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Angeklagten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Angeklagten  

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, Sektion Administrativmass-

nahmen, Postfach, 5001 Aarau; 

9. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

-   11   - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 29. April 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Höfliger  
 

 
 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 

 

	Urteil vom 29. April 2016
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 und Art. 34 Abs. 3 SVG, Art. 44 Abs. 1 SVG sowie Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 73 Abs. 6 lit. a SSV.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 90.–, sowie mit einer Busse von Fr. 600.–.
	3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 6 Tagen.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, reduziert sich die Gerichtsgebühr auf zwei Drittel.
	6. Die Kosten werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Berufungsanträge:
	1. In Gutheissung der Berufung sei der Beschuldigte vom Vorwurf der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 und Art. 34 Abs. 3 SVG, 44 Abs. 1 SVG sowie Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 73 Abs. 6 l...
	2. Eventualiter sei der Beschuldigte in teilweiser Gutheissung der einfachen Verkehrsregelverletzung  im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 3 und Art. 44 Abs. 1 SVG schuldig zu sprechen und angemessen mit einer Busse von Fr. 300.– zu bes...
	3. Subeventualiter sei der Beschuldigte in teilweiser Gutheissung der Berufung im Fall des Schuldspruchs wegen grober Verkehrsregelverletzung mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 90.–, entsprechend Fr. 1'800.–, sowie einer Verbindungsbusse ...
	4. Alles mit entsprechenden Kosten- und Entschädigungsfolgen für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren.
	Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils.
	_____________________________
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte
	II.  Sachverhaltserstellung
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Strafzumessung
	V.  Kostenfolge
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der fahrlässigen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 SVG und Art. 34 Abs. 3 SVG, Art. 44 Abs. 1 SVG sowie Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 7...
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 90.–, sowie mit einer Busse von Fr. 600.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von sechs Tagen.
	4. Das vorinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 5 und 6) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu zwei Drittel auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Dem Beschuldigten wird für das Berufungsverfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'100.– aus der Gerichtskasse bezahlt.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, Sektion Administrativmassnahmen, Postfach, 5001 Aarau;

	9. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.