# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87a050f2-87d7-5fc6-8079-fade8649e7a3
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-10-31
**Language:** de
**Title:** Interkantonaler Zuständigkeitskonflikt bei gesonderten Berechnung und Ausrichtung des EL-Anteils eines Kindes während Fremdplatzierung bei getrennt lebenden Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht und je eigenem EL-Anspruch.
**Docket/Reference:** ZL.2012.00053
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/ZL.2012.00053.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
ZL.2012.00053
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiberin Hartmann
Urteil
vom
31. Oktober 2013
in Sachen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Zusatzleistungen zur AHV/IV
Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen
Beschwerdeführerin
gegen
Stadt
X.___
Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt
X.___
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Y.___
, geboren
1972,
bezieht seit Januar 2004
eine halbe
ordentliche
Rente der Invaliden
versicherung
und
für ihren
aus
der
ersten Ehe stam
menden
Sohn
Z.___
, geboren 1995
(Urk. 7/41-42)
, sowie für ihre
aus der Ehe mit
A.___
stammende
Tochter
B.___
, geboren 2001,
je eine
ordentliche
Kinderrente
(
Urk. 3/49
, Urk. 7/37-38
, Urk. 7/68.1+4
).
A.___
,
geboren 1965, bezog ab Sep
tember 2002 eine ganze Rente der Invaliden
versicherung und eine
Kin
derrente
für
B.___
(
Urk. 7/36,
Urk. 7/68.2-3,
Urk. 7/84
.1 S. 2
, Urk. 7/80
.20
).
Im Herbst
2006 meldete
sich die Familie
bei der AHV-Zweigstelle ihrer Wohngemeinde
C.___
zum Be
zug von
Zusatz
leistungen an (Urk.
7/50
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons St.
Gallen
,
Zusatz
leis
tungen zur AHV/IV
(nach
fol
gend: SVA St.
Gallen)
,
richtet
e
in der Folge
Ergän
zungsleistungen
aus
(
Urk.
3/48,
Urk. 7/17).
1.2
Am 25. Juni 2008 zog
Y.___
wegen gewalttätiger Übergriffe ihres Ehe
man
nes von ihrer damaligen Wohnung in
C.___
ins Frauenhaus
X.___
(Urk. 3/47 S. 3)
.
Die Kinder
B.___
und
Z.___
wurden a
m 3. Juli 2008
im
D.___
untergebracht
(Urk. 3/47 S. 6
f.
)
und d
en
Eltern
A.___
und
Y.___
wurde
die
elterliche
Obhut entzogen (Urk.
7/84.1 S. 2)
.
Am 13.
August 2008 zog
Z.___
zu seiner Mutter ins Frauenhaus und am
21. August 2008 erfolgte
die
Umplatzierung
von
B.___
in die sozialpädagogische Wohngruppe
E.___
in
F.___
(Urk.
3
/46).
Ab 15. September 2008 mietete
Y.___
eine
eigene Wohnung in der Stadt
X.___
(Urk.
7/11
)
.
Mit Verfügung vom 2.
April 2009
erteilte das Migrationsamt des Kantons Zürich
Y.___
und
ihrem Sohn
Z.___
in Wiedererwägung der Verfügung vom 11. Dezember 2008
die
Nieder
lassungs
bewilligung
im Kanton Zürich (Urk.
3/24
).
Mit Sitzung der
Vormundschafts
be
hörde
der Gemeinde
C.___
vom 21. Oktober 2009 wurde der Entzug der elterli
chen Obhut
für die gemeinsame Tochter
B.___
gegenüber der Mutter
Y.___
aufgehoben und gegenüber dem Vater
A.___
bestätigt (Urk. 7/64 S. 4).
B.___
wohnte
fortan
ab dem 20.
November 2009
bei ihrer Mutter in
X.___
(
Urk. 3/21, Urk. 3/23,
Urk. 7/66.2).
1.3
Die SVA St. Gallen hatte
rückwirkend für die Zeit von Juli bis September 2008 für
Y.___
und ihren Sohn
Z.___
(weiterhin) Ergänzungsleistungen ausgerichtet (Verfügungen vom 4. Juni 20
09;
Urk. 3/37 S. 6-9, Urk. 3/37 S. 12 f.). F
ür
B.___
richtete die SVA St. Gallen Ergänzungsleistungen
ab dem 1. Juli 2008
provisorisch und unter
dem
Vorbehalt der Klärung der Zustän
digkeit aus (
Verfügungen vom 4. Juni 2009;
Urk. 3/37
S. 1
f., S. 5 f. und
S.
10
f., Urk. 3/38 S. 2, Urk. 3/
39-40). D
ie Stadt
X.___
, Departement Sozi
ales, Zusatzleistungen zur
AHV/IV (nachfolgend:
Durch
führungsstelle
X.___
),
richtete mit
Wirkung ab Oktober 2008
Zusatzleistungen
an
Y.___
und ihren Sohn
Z.___
aus (Urk. 7/14, Urk. 7/51-52, Urk. 7/57, Urk. 7/65)
.
Mit Wirkung ab Dezember 2009
bezog sie die Tochter
B.___
in die Be
rechnung der Zu
satzleistungen von
Y.___
mit
ein (Verfügung vom 21. April 2010; Urk. 3/18 S. 12 ff.).
1.4
Mit einer an das Sozialamt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen,
Zürich,
adres
sierten Verfügung vom 27. November 2009 forderte die SVA St. Gallen die im Zeitraum vom 1. Juli 2008 bis 30. November 2009 ausgerichteten ordentli
chen und ausserordentlichen Ergänzungsleistungen in der Höhe von insgesamt Fr. 32'640.-- zurück
(Urk. 3/28)
.
Diese Verfügung leitete das Sozialamt des
Kan
tons Zürich m
it Schreiben vom 2. Dezember 2009 an die Durchführungsstelle
X.___
weiter
(Urk. 3/29)
, welche
dagegen mit Schreiben vom
5. J
a
nuar 2010 Einsprache
erhob (Urk. 3/27).
Mit als Verfügung bezeichnetem Entscheid hob die SVA St.
Gallen am 21. Ok
tober 2010
ihre
Rückforderungsv
erfügung vom 27. November 2009 auf
(Urk. 3/16)
. Mit Schreiben gleichen Datums
er
suchte
sie
die Durchführungs
stelle
X.___
zudem
, den Anspruch auf
Ergän
zungsleistungen
von
B.___
ab Okto
ber 2008
, dem Zeitpunkt der
Wohn
sitznahme
ihrer Mutter in
X.___
zu
berechnen und ihr, der SVA St.
Gallen, vor Auszahlung der Ergänzungsleistung einen
Verrechnungs
antrag
zuzu
stellen (Urk. 3/17)
. Mit form
lo
sem Schreiben vom 15. No
vember 2010 teilte die Durchführungsstelle
X.___
der SVA St. Gallen
mit Ver
weis auf
ihre
Ein
sprache
(Urk. 3/27)
mit, man sehe keine gesetzliche Grund
lage für eine
An
spruchsprüfung
für
B.___
vor dem 20.
November 2009 (Urk. 3/15)
.
Mit Schreiben vom
22. November 2010
ersuchte die SVA St.
Gallen
die
Durch
füh
rungsstelle
X.___
erneut um Prüfung des Anspruchs
ab Oktober 2008
und verlangte gleichzeitig eine (anfechtbare) Ver
fügung
(Urk. 3/14)
.
1.5
Nach weiteren Mahn
schreiben
(Urk. 3/11-13) erhob
die
SVA St.
Gallen
mit Schrei
ben vom 2. Sep
tember 2011
eine Rechtsverweige
rungsbeschwe
rde gegen die Stadt
X.___
(Urk. 3/10)
, welche das hiesige Gericht
im Verfahren Nr. ZL.2011.00066
mit Urteil vom 27. Januar 2012 guthiess
(Urk. 7/84.1 S. 5). Die Durchführungsstelle
X.___
erliess in der Folge die Verfügung vom 29. März 2012, mit welcher sie sich für die Ausrichtung von Zusatzleistungen an das Kind
B.___
, geboren 2001, für die Zeit vor dem 20. November 2009 als un
zuständig erklärte (Urk. 7/89). Dagegen erhob die SVA St. Gallen mit Schrei
ben vom
18.
April 2012 Einsprache (Urk. 7/90
), welche die
Durchfüh
rungsstelle
der Stadt
X.___
mit
Einspracheentscheid
vom 11.
Juni 2012 abwies (Urk. 2).
2.
Mit Eingabe vom 20.
Juni 2012 erhob die SVA St. Gallen Beschwerde gegen
den
Einspracheentscheid
vom 11.
Juni 2012 und beantragte,
dieser sei aufzu
he
ben und die Beschwe
rdegegnerin sei zu verpflichten, den Anspruch auf
Er
gän
zungsleistungen
von
B.___
von Oktober 2008 bis Ende November 2009 festzusetzen
sowie den für den gleichen Zeitraum an
B.___
provi
sorisch ausgerichteten Betrag von Fr. 32‘640.--
an die SVA St. Gallen maximal in die
ser Höhe zurückzuerstatten
(Urk. 1 S. 2)
.
Die Beschwerde
gegnerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom 17. Juli 2012 ohne Weiterungen auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Ergänzungs
leistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
versiche
rung haben durch das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 (ELG) über die Schaffung von Erlassen zur Neugestaltung d
es Finanzausgleichs und der Auf
gabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA; AS 2007 5779) eine umfas
sende Neu
regelung erfahren (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_609/2008 vom 18. Februar 2009 E. 3.1).
Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen (materiellen) Rechtssätze mass
gebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tat
be
standes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.3.1 mit Hinweisen), kommen hier die
se
neuen Bestimmungen zur Anwendung, denn es ist die Zu
ständigkeit für Lei
stungen
für
B.___
von Oktober 2008 bis November 2009
strittig.
1.2
Im Rahmen der am 19.
Dezember 2008 vom Parlament verabschiedete
n
Ände
rung
en
des Zivil
gesetzbuches (Erwachsenenschutz
-
,
Personen
-
und Kindesrecht;
AS
2011 725
)
, welche am
1. Januar 2013 in Kraft trat
en
, wurden auch die Be
stimmungen zum Wohnsitz gemäss Art. 23 ff.
des Zivilgesetzbuches (
ZGB
)
an
gepasst. Diesbezüglich werden i
m Folgenden - so
weit nichts anderes vermerkt ist -
die
für den vor
liegenden Streitgegenstand
massgeblichen Gesetzes
bestim
mungen
in der
b
is 31.
Dezember 2012 gültig gewesenen
Fassung zitiert
(vgl. auch Art.
1
SchlT
ZGB).
2.
2.1
Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben
unter anderem
Personen (mit Wohn
sitz und gewöhnlichem Aufenthalt [
Art. 13
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
] in der Schweiz), wenn sie Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben (
Art. 4
Abs.
1
lit
.
c ELG
). Die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist in den
Art.
9
ff. ELG
und
Art. 1
ff.
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hin
ter
lassenen- und Invalidenversicherung (ELV)
geregelt. Hat die EL-an
sprechende oder -beziehende Person Kinder, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der
Invalidenversicherung
begründen, gilt insbesondere Folgendes: Lebt das Kind nicht bei den Eltern oder lebt es bei einem Elternteil, der nicht rentenberechtigt ist und für den auch kein Anspruch auf eine Zusatzrente besteht, so ist die
Er
gänzungsleistung
gesondert zu berechnen
(
Art. 7 Abs.
1
lit
.
c ELV
in Ver
bin
dung mit
Art. 9
Abs.
5
lit
. a ELG
;
BGE 139 V 170
E. 5.1, 138 V 292 E. 3.1
).
2.2
Anrecht auf Ergänzungsleistungen haben, sofern die übrigen Voraussetzungen gegeben sind, nur Personen, die einen selbständigen (originären) Anspruch auf eine Rente
der Invalidenversicherung
haben. Kinder, für die ein Anspruch
auf eine Kinderrente nach
Art. 35 Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenver
sicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 25 des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG)
besteht, können keinen eigenen An
spruch auf Ergänzungsleistungen begründen (ZAK 1989 S. 224, P 39/86). Das gilt auch bei gesonderter Berechnung der Ergänzungsleistung gestützt auf
Art.
7
Abs. 1
lit
.
c ELV
. Die betreffenden Kinder können auch nicht, etwa auf
grund ei
ner wirtschaftlichen Betrachtungsweise, als Destinatäre eines Teils der
Ergän
zungsleistungen
angesehen werden mit der Folge, dass ihnen ein separat aus
geschiedener Teil davon auszurichten wäre (
BGE 139 V 170
E. 5.2, 138 V 292 E. 3.2 je mit Hinweisen
).
Den Kantonen steht bei der Anrechnung einzelner Ausgaben sowie bei der Be
rücksichtigung gewisser
Einnahmen ein bundesrechtlich
definierter Spielraum zu (Art. 2
Abs.
2 ELG). Der Kanton Zürich kennt zudem nebst den
bundesrecht
lich
geregelten Ergänzungsleistungen Beihilfen (
§
1
Abs.
1
li
t
.
b
des kantonalen Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alter
s
-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung; ZLG) sowie Gemeindezuschüsse (
§
1
Abs.
1
lit
. c und
§
20 ZLG). Demgegenüber werden im Kanton St. Gallen ordentliche und
ausserordentliche
Ergänzungslei
s
tungen unterschieden (
Art.
1 und
Art.
5 des kantonalen Ergänzungsleistungsgesetzes)
.
2.
3
Gemäss Art. 21 Abs. 1 Satz 1 ELG ist der Kanton, in dem die Bezügerin oder der Bezüger Wohnsitz hat, zuständig für die Festsetzung und Auszahlung der
Er
gänzungsleistung
. Nach Art. 21 Abs. 1 Satz 2 ELG begründen der Aufenthalt in
einem Heim, einem Spital oder einer andern Anstalt und die behördliche oder vormund
schaftliche Versorgung einer mündigen oder e
nt
mündigten Person in Familien
pflege keine neue Zuständigkeit (Satz 2). Diese Bestimmung ist mangels einer anders lautenden Übergangsbestimmung mit ihrem Inkrafttreten
am 1. Januar 2008
grund
sätzlich sofort anwendbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_972/2009 vom 21. Ja
nuar 2011 E. 2.2).
Laut
Art.
21
Abs.
2 ELG
bezeichnen die Kantone die Organe, die für die Ent
gegen
nahme der Gesuche und für die Festsetzung und die Auszahlung der
Er
gänzungsleistungen
zuständig sind; sie können die kantonalen
Ausgleichs
kas
sen
, nicht aber die Sozialhilfebehörden mit diesen Aufgaben betrauen. Wäh
rend der Kanton
St. Gallen
die kantonale Ausgleichskasse (
Sozialversicherungs
an
stalt
, SVA) mit dem Entscheid über Anspruch und die Höhe der
Ergänzungs
leistung
betraut hat (
Art. 11
des
Ergänzungsleistungsgesetzes
vom
22. Sep
tem
ber 1991
[
sGS
351.5
]
), hat der Kanton Zürich diese Aufgabe grund
sätzlich den politischen Gemeinden übertrag
en (§
2
ZLG
).
2.4
Der
Wohnsitz
einer Person
befindet sich nach
Art.
23 ZGB
an dem Orte, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält
(
Abs.
1).
Niemand kann an mehreren Orten
zugleich seinen Wohnsitz haben (
Abs.
2). Nach
Art.
24
Abs.
1 ZGB bleibt d
er einmal begründete Wohnsitz einer
Person bestehen bis zum Er
werb
eines neuen Wohnsitzes.
Als Wohnsitz des Kindes unter elterlicher
Sorge
gilt
gemäss
Art.
25
Abs.
1 ZGB
der Wohnsitz der Eltern oder, wenn die Eltern keinen gemeinsamen Wohnsitz haben, der Wohnsitz des Elternteils, unter dessen Obhut das Kind steht; in den übrigen Fällen gilt sein Aufenthaltsort als Wohnsitz.
Der Aufenthalt
an einem Ort
zum Zweck des Besuches einer Lehranstalt und
die Unterbrin
gung einer Person in einer Erziehungs-
, Versorgungs-, Heil- oder
Straf
anstalt
begründet
keinen Wohnsitz
(
Abs.
2
6
).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
bei den fraglichen Zahlungen de
r Beschwerdeführerin
an das Sozialamt
C.___
für
B.___
im massgeblichen Zeit
raum handle es sich um eine
Ü
bernahme
der Kosten
für Kindesschutzmassnahmen nach Bundeszivilrecht
, wie sie mit
der Fremdplatzierung von
B.___
angefallen seien
. F
ür
solche
Kosten
habe aber
primär die anordnende, nach kan
tonalem Recht be
stimmte Vormund
schaftsbehörde beziehungsweise das G
emeinwesen aufzu
kommen
.
Die Eltern müssten solche Kosten nur im Rahmen ihrer Leistungs
fä
higkeit übernehmen. Sowohl zivilrechtliche, fürsorgerechtliche als auch
er
gän
zungs
leistungs
rechtliche
Be
stimmungen würden davon ausgehen, dass
Aufent
halte zu Sonderzwecken nur beschränkt wohnsitzrechtliche Auswirkungen hät
ten. Solange kein neuer ge
meinsamer Lebensmittelpunkt von
B.___
und
Y.___
begründet worden sei, sei der alte zivilrechtliche Wohnsitzstatus, der hier wohl
C.___
ge
wesen sei, als Anknüpfungspunkt für Leistungen mass
ge
bend.
Erst nach der
Obhutszuteilung
an die Mutter und der damit bewilligten
Obhutsübernahme
in
X.___
Mitte November 2009 sei der ursprünglich ge
meinsame zivil
recht
liche Wohnsitz ersetzt
und quasi der Aufenthalt von Mutter und Tochter zu
einem
Sonderzweck beendet
worden.
B.___
habe im mass
geblichen Zeitraum noch keinen, auch nicht einen von der Mutter ab
geleiteten neuen zivil
recht
lichen Wohnsitz im Kanton Zürich und in
X.___
gehabt
. Es könne aus den Be
stimmungen in
Art.
21
Abs.
1 ELG und den bun
desrechtlichen Bestim
mungen zum Wohnsitz
nicht ein Wahlrecht der
zu
stän
digen
kantonalen Behörde
ab
geleitet werden, ob sie die Kosten über
nehmen wolle oder ob sie sie dem Ge
meinwesen überbinden wolle, das ebenfalls für
Er
gän
zungsleistungen
zustän
dig sei.
Sie, d
ie
Beschwerdegegnerin
,
sei für diese Kosten
und für die Zahlung des Ergänzungsleistungs- beziehungs
weise
Zusatz
leistungsanteil
s
für
B.___
, insbesondere im massgeblichen Zeit
raum
von Oktober 2008 bis November 2009 nicht zuständig
. Ein Eintreten auf das
Scha
denersatzbegehren
von Fr. 32‘640.-- würde diesen Bestimmungen in un
billiger Weise widerspre
chen
.
Es
könne
schon
rein begrifflich keine Rück
erstat
tung für Leistungen er
folgen, di
e überhaupt nie empfangen worden
seien
. Zu
dem habe die Beschwer
deführerin
bereits mit
dem
Ent
scheid vom 21. Oktober 2010 rechtskräftig dar
über entschieden
(Urk. 2 S. 1 und
S. 4
f
f.
)
.
3.2
Die Beschwerdeführerin
bringt dagegen vor,
der Rechtsstreit beziehe sich einzig auf die Frage, ob sie oder die Beschwerdegegnerin für den Zeitraum von Okto
ber 2008 bis November 2009 zur Ausrichtung von Ergänzungsleistungen für
B.___
zuständig sei. Es treffe
nicht zu, dass sie, die Be
schwerde
führerin, erneut eine
Rückforderung im Sinne von Art.
25 ATSG gestellt
habe
.
Nach wie vor unbestritten sei, dass Art.
7 Abs.
1 ELV lediglich eine Berechnungsregel für einen EL-Bezüger mit Kindern aufstelle und
B.___
dem
nach keinen eige
nen, sondern lediglich einen von einem Elternteil abge
leiteten EL-Anspruch habe. Aus
Art.
7
Abs.
1
lit
. b und c ELV ergebe sich, dass
B.___
auch im betreffenden Zeitraum einen EL-Anspruch habe und dass es für den EL-An
spruch des Kindes nicht erforderlich sei,
dass
dieses bei einem EL-berechtigten Elternteil oder überhaupt bei den Eltern lebe. Auch werde nicht vorausgesetzt, dass der EL-beziehende Elternteil die Obhut oder
das Sorgerecht über das Kind habe. Unerheblich sei in diesem Zusammenhang auch, wo sich der Wohnsitz der Eltern von
B.___
vor Oktober 2008 befunden habe. Es stehe fest, dass im
massgeblichen Zeitraum die Mutter ihren Wohnsitz in
X.___
und der Vater diesen im Kanton St. Gallen gehabt habe. Es sei einzuräumen, dass aufgrund des Umstandes, dass auch der Vater von
B.___
eine Rente der Invali
den
rente
beziehe, eine EL-Berechnung mit ihm für den massgeblichen Zeitraum möglich wäre. Allerdings mache dies wenig Sinn
, da ab dem 20. November 2009 die Obhut der Mutter zugeteilt wor
den sei und ab dann gemäss Art.
7 Abs. 1
lit
. b ELV zwingend eine gemeinsame EL-Berechnung durchzuführen sei. Der Umstand, dass die Kosten für die Kindesschutzmassnahmen im Kant
on St.
Gallen angefallen seien und die Eltern nicht in der Lage seien,
diese selbst zu finanzieren, trage nichts zur Lösung der strittigen Rechtsfrage bei, da auch diese Kosten über die EL zu finanzieren seien. Gemäss
Rz
1250.07 der ab April 2011 anwendbaren Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL)
sei die EL-Stelle am Wohnsitz der Mutter für die Ausrichtung der EL für das Kind zuständig
,
wenn sich die Eltern die Obhut vor dem Heimeintritt auf
geteilt hätten, wovon hier auszugehen sei.
B.___
habe somit einen von der Mutter abgeleiteten Anspruch auf EL im Kanton Zürich ab Oktober 2008. Ge
stützt auf
Rz
1025 WEL (
in der
vor April 2011
gültig gewesenen Fassung
) seien die für den Zeitraum Oktober 2008 bis November 2009 vorfinanzierten und provisorisch ausbe
zahlten EL für
B.___
bis zur maximalen Höhe
zu er
statten (Urk. 1 S. 4 ff.).
3.3
Strittig und zu prüfen ist, welche
r
der involvierten Kantone für die Fest
setzung und Auszahlung
des Ergänzungsleistungsanteils
für
das Kind
B.___
in der Zeit von Oktober 2008 bis November 2009 zuständig war.
4.
4.1
In der hier zu beurteilenden Zeit von Oktober 2008 bis November 2009 haben die Eltern von
B.___
unstrittig beide eine Rente der Invaliden
versicherung und eine Kinderrente für
B.___
bezogen (Urk. 3/49, Urk. 7/36-38, Urk. 7/80.15-20, Urk. 9). Als ein Kind
, dessen Anspruch auf die Kinderrente mittels
der Eltern
als Invalidenrentner
begründet wird,
kann
B.___
weder als
ver
sicherte Person
betrachtet werden, noch verfügt
sie über einen originären Anspruch auf Ergänzungsleistungen
. Das gilt auch
bei
der (während der Zeit der Fremdplatzierung gebotenen)
gesondert
en
Be
rechnung der Ergänzungsleistung nach Art.
7 Abs.
1
lit
c ELV
,
zumal das Einkommen der Eltern auch in diesem Fall insoweit zu berücksichtigen ist, als es deren eigenen Unterhalt und den der übrigen unterhaltsberechtigten Familienangehörigen übersteigt (
Art.
7
Abs.
2
ELV;
BGE 139 V 170 E. 5.2
und E. 5.
3
,
BGE 138 V 292
E.
3.2
; vgl. auch WEL,
gültig ab 1. April 2011, Stand 1. Januar 2013,
Rz
2220.01
, und Erwägung 2.2 hiervor
).
Die Zuständigkeit für die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen richtet sich
bei dieser Sachlage
allein
nach dem zivil
rechtlichen Wohn
sitz
de
s
renten
berechtig
ten
Eltern
teils
,
der
vom zivilrecht
lichen Wohnsitz des Kindes ab
weichen kann (
vgl.
Carigiet
/Koch, Ergänzungsleistungen zur AH
V/IV, 2.
Aufl., 2009, S.
129).
Ob die minderjährige
B.___
in der Zeit des
Obhutsentzuges
und der Fremdplatzierung vom Juli 2008 bis zum 20.
November 2009
in einer Institu
tion
(Urk. 3/46, Urk. 3/47 S. 6, Urk. 7/64 S. 4, Urk. 7/66.2) etwa gemäss Art. 25 Abs. 1 ZGB einen eigenen Wohnsitz begründet hatte
,
ist
damit
unerheblich.
4.2
4.2.1
Der
massgebliche
Wohn
sitz
der
Eltern von
B.___
blieb
unstrittig
bis
zum
Zeitpunkt
der Miete
einer eigenen Wohnung
der Mutter
in der Stadt
X.___
per
Mitte September 2008 (Urk. 7/11) im Kanton St.
Gallen
(Art.
23 Abs.
1 ZGB);
bis September 2008
lag die
kantonale
Zuständigkeit für die Fest
setzung und Aus
richtung der Ergänzungsleistungen
für
beide
Eltern
(Art. 21 Abs.
1 ELG)
und
folglich
auch betreffend
B.___
entsprechend beim Kanton St. Gallen
.
Die
se
Zu
ständigkeit
wurde
von der Beschwerde
führerin zu Recht bis September 2008 anerkannt
und
die Leistungspflicht
unter Berück
sichtigung
der
Berech
nungsvorschriften
in
Art.
7 ELV
erfüllt
(Urk. 1 S. 4 ff.
,
Urk. 3/37-40
, Urk. 7/17
)
.
4.2.2
Im strittigen Zeitraum von
Oktober
bis November
2008
war der zivilrechtliche Wohnsitz des Vaters von
B.___
nach wie vor im Kanton St. Gallen und jener ihrer Mutter in der Stadt
X.___
.
Die Parteien sind sich insoweit
darin
einig, dass
der Kanton St.
Gallen
(weiterhin)
für
die
Fest
setzung und Aus
zah
lung de
r
Ergänzungsleistung
an
A.___
zuständig
war
und der Kanton Zürich
ab Oktober 2008
für
jene an
Y.___
.
Der Streitgegenstand
wird durch
die
Zuständigkeitsvorschrift in
Art.
21
Abs.
1 ELG
daher nicht beant
wor
tet
, denn zuständig sind in diesem Sinne beide Kantone
bezüglich des EL
-
An
spruchs
je
eines Elternteils
.
Zu
fragen ist
bei dieser Ausgangslage
danach,
in
welche der
Anspruchs
berech
nungen
das Kind
B.___
ein
zubeziehen ist respektive
-
aufgrund der geson
derten Berechnun
g nach
Art.
7
Abs.
1
lit
. c ELV -
welchem
EL-Anspruch
(jenem der Mutter oder des Vaters) die gesonderte Berechnung zuzuordnen ist.
Jöhl
stellt
e dazu mit Bezug auf
Art.
7
Abs.
1
lit
. c ELV, der im gleichen Wort
laut bereits vor Inkrafttreten des neuen ELG
galt
,
fest,
es sei ungeklärt, was gelte, wenn die Kinder nicht bei Eltern leben würden und beide - geschieden oder getrennten - Elternteile je für sich eine eigene Ergänzungsleistung bean
spruchen würden
.
Jöhl
schlägt vor
, d
as Re
sultat der gesonderten Berechnung sei in die
Anspruchsberechnung beider Elternteile einzusetzen, allerdings nicht in voller Höhe, sondern je zur Hälfte
(
Jöhl
, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV,
in: SBVR, Soziale Sicherheit, 2.
Aufl. 2007,
S. 1689
Rz
75).
Das Bundesgericht hat
im Urteil
8C_624/2007
vom 20.
Mai 2008
, in welchem Fall ebenfalls beide ge
trennt lebenden Elternteile eine Invalidenrente und eine Kinderrente bezogen und in unterschiedlichen Kanto
nen wohnten sowie das Kind fremd
platziert
worden war
,
auf die
se
Problematik hingewiesen
(
2.
Abs
atz
von E. 6.3.2
)
.
Ein Entscheid in der Sache unterblieb aufgrund der Rückweisung an die Ver
wal
tung.
In der
Verwaltungsweisung
WEL
Rz
1250.0
1-07
(Ziffer 1.2.5;
in
der ab April 2011
gültigen Fassung
)
,
auf die sich die Beschwerdeführerin bezieht (Urk. 1 S.
5 f.
),
wurde nunmehr ein Lösungsweg
vorgegeben. Namentlich ist
danach
bei zwei anspruchsberechtigten Elternteilen, die - wie hier - nicht im gleichen
K
an
ton leben, aber
das gemeinsame Sorgerecht
für ihr im Heim lebende
s
Kind
haben
,
die EL-Stelle
des
Wohnsitz
kantons
der Mutter zuständig, wenn sich die Eltern die Obhut vor dem Heimeintritt zu gleichen Teilen
geteilt haben
(WEL
Rz
1250.07)
.
Dieser Zuweisung der Zuständigkeit für die gesonderte Berechnung und Ausrichtung des EL-Anteils
des Kindes
an die Behörde des
Wohnsitz
kan
tons
jeweils
nur
eines Elternteils ist
der Vorzug zu geben und damit dem
gros
sen Be
dürfnis
nach rascher Abwicklung der Anspruchsprüfung im
Ergän
zungsleistungsrecht
und z
ugunsten der Praktikabilität
Priorität einzuräumen gegenüber
einer doppelten gesonderten Berechnung und
hernach
hälftigen Berücksichtigung in beiden EL-Berechnun
gen der Eltern
mit
je hälftige
r
Aus
richtung des EL-Anteils
.
4.2.3
Auch wenn die Verwaltungsweisung
WEL
Rz
1250.01-07 (in der ab April 2011 gültigen Fassung)
im
zu beurteilenden
Zeit
raum von Oktober 2008 bis Novem
ber 2009
noch nich
t bestand
en hatte
, ist
es
hier
gleichwohl
sachgerecht
,
den
EL-Anteil für
das Kind
B.___
dem EL-Anspruch der Mutter
und damit die
gesonderte Berechnung und Ausrichtung
der
zuständigen
Behörde
ihres damali
gen
Wohnsitzkantons
zuzuordnen
, was ab Oktober 2008 der Kanton Zürich war
. Denn die Fremdplatzierung von
B.___
und
der
Obhutsentzug
sind
im Zusam
menhang mit der familiären Eskalation, bei der die Mutter wegen gewalttätiger Übergriffe
des Ehemannes respektive des Vaters von
B.___
aus der eheliche Wohnung ins Frauen
haus zog (Urk. 3/47 S. 3), als vorüber
ge
hend
e Mass
nahme
zu sehen. D
ie Obhut
wurde der Mutter von
B.___
- im Ge
gensatz
zu jener des
Vater
s
-
denn auch
nur vorübergehend entzogen
(Urk. 7/64
)
. Zudem lebte
auch der Halbbruder von
B.___
bereits seit Mitte August 2008 wieder
mit der Mutter
zusammen
(Urk.
3/47 S. 1
).
Der Schwer
punkt der Familie war damit bei der Mutter.
Was
dagegen
die
Beschwerde
geg
nerin
ausführte, nämlich dass die Kosten für die Kindesschutzmassnahme pri
mär
vom anordnenden Ge
meinwesen
im Kanton St. Gallen
zu tragen sei
en
(Urk. 2 S. 5 ff.)
,
ist nicht relevant
und
k
ein
gesetzliches
Kriterium für die
inter
kantonale örtliche
Zustän
digk
eit im Ergänzungsleistungsrecht
.
4.3
Mit der Beschwerdeführerin ist nach dem Gesagten davon auszugehen, dass die gesonderte Berechnung und Ausrichtung
der Zusatzleistungen
für
B.___
in der Zeit von Oktober 2008 bis November 2009
der Zuständigkeit für den
Zusatzleistungsanspruch
von
Y.___
folgend durch den
Kanton Zürich
und dort durch
die Stadt
X.___
hätte
n
erfolgen müssen.
Die Beschwerdeführerin hat
die
Zusatzleistungen
für
B.___
für diese Zeit u
nter
Berücksichtigung der
(
in
BGE 132 V 74
E. 4.1 wiedergegebenen
)
Ver
wal
tungs
praxis (aktuell
:
WEL, gültig ab 1.
April 2011, Stand 1. Januar 2013,
Rz
1500.02
)
korrekt lediglich
provisorisch
ausgerichtet.
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
die für
B.___
an das Sozial
amt
C.___
provisorisch ausgerichteten
ordentlichen und
ausserordentli
chen
Ergänzungsleistungen
(Urk. 3/37-40)
im Rahmen
der für den Kanton Zürich respektive die Stadt
X.___
geltenden Bestimmungen
zurückzuver
güten
(
Erwägung 2.3 oben;
vgl. die in BGE 138 V 23 [
9C_727/2010
] nicht publizierte E. 4).
Dass die Beschwerde
führe
rin die
V
erfügung vom 27. November 2009 (Urk. 3/28) mit Entscheid vom 21. Oktober 2010 aufhob (Urk.
3/16
), steht dem nicht entgegen.
Zu beachten ist
dabei
, dass der von der Beschwerdeführe
rin
angegebene
Betrag von Fr. 32‘
640.-- (Urk. 1 S. 2)
gemäss
der Zusammen
stellung
in ihrem
Schreiben
vom
27. November 2009
nicht den Zeitraum von Oktober 2008 bis November 2009 sondern
fälschlicherweise
jenen
von Juli 2008 bis November 20
09 betrifft (Urk. 3/28 S. 1).
4.4
In teilweiser
Gutheissung
der Beschwerde
ist
der
Einspracheentscheid
der
Be
schwerdegegnerin
vom 11. Juni 2012 (Urk. 2)
somit aufzuheben
und es ist fest
zu
stellen, dass die Stadt
X.___
in der Zeit von Oktober 2008 bis No
vember 2009
aufgrund der Zuständigkeit für die Festsetzung und Ausrichtung von Zu
satz
leistungen an
Y.___
, geboren 1972,
zur
gesonderte
n
Berechnung im Sinne von Art. 7
Abs.
1
lit
. c ELV und
entsprechender
Ausrichtung von Zusatz
leistungen für
B.___
, geboren 2001
, zuständig
ist
.
Das Gericht erkennt:
1.
In teilweiser
Gutheissung
der Beschwerde wird der
Einspracheentscheid
der
Stadt
X.___
, Zusatzleistungen zur AHV/IV,
vom 11. Juni 2012 aufgehoben und es
wird festgestellt
, dass die Stadt
X.___
in der Zeit von Oktober 2008 bis No
vember
2009 zur gesonderten Berechnung und Ausrichtung von Zusatz
leistungen für
B.___
, geboren 2001
,
zuständig
ist
.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen
,
-
Stadt
X.___
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
-
Sicherheitsdirektion Kanton Zürich
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigHartmann
EM/IH/JMversandt