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**Case Identifier:** 72254097-3081-5e32-baf2-e8ce5f2d7fc5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 18.12.2018 U 2018 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2018-51_2018-12-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 18 51

1. Kammer 

Vorsitz Audétat
Richter Racioppi, von Salis 

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 18. Dezember 2018

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,

Beschwerdeführerin

gegen 

Abwasserreinigung X._____ ARO, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea Franco Stöhr,

Beschwerdegegnerin

und

B._____,

Beigeladener

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betreffend Submission

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1. Am 25. Juni 2018 schrieb der Verband Abwasserreinigung X._____ ARO 

(nachfolgend ARO) im offenen Verfahren gemäss GATT/WTO die Beschaf-

fung von Sanitäranlagen für den Neubau der ARA X._____ in Y._____ aus. 

Einziges Zuschlagskriterium war der Preis. 

2. Die Offertöffnung fand am 8. August 2018 statt. Gesamthaft haben fünf An-

bieter eine Offerte eingereicht. Anlässlich der Offertöffnung bot sich folgen-

des Bild: 

1. C._____ AG, Fr. 1'159'121.55

2. D._____ AG, Fr. 1'195'483.00

3. A._____ AG, Fr. 1'146'067.80

4. E._____ Fr. 1'135'655.75

5. B._____, Fr. 1'115'818.05

Alle fünf Offerten wurden als gültig befunden. Nach Bereinigung der Offer-

ten ergab sich folgende Reihenfolge der Angebote:

1. B._____, Fr. 1'036'042.75

2. E._____, Fr. 1'054'462.15

3. A._____ AG, Fr. 1'064'129.80

4. C._____ AG, Fr. 1'076'250.25

5. D._____ AG, Fr. 1'110'012.05

3. Mit Vergabebeschluss vom 16. August 2018 erteilte die ARO den Zuschlag 

an B._____ zum bereinigten Preis von Fr. 1'036'042.75 netto (exkl. 

MWST). Der Vergabeentscheid wurde den Anbietern am 24. August 2018 

mitgeteilt.

4. Dagegen erhob die A._____ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) mit 

Eingabe vom 29. August 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden und beantragte die Aufhebung des angefochtenen 

Submissionsentscheids sowie die direkte Vergabe der ausgeschriebenen 

Arbeiten an sich selber. Ihre Rechtsbegehren begründete die Beschwerde-

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führerin im Wesentlichen damit, dass die Vergabebehörde die Offerenten 

E._____ und B._____ hätte ausschliessen müssen. Dies im ersten Fall we-

gen Nichtunterzeichnung des vorgegebenen Terminprogramms und Einrei-

chen eines eigenen, von den Ausschreibungsunterlagen abweichenden 

Terminprogramms. Betreffend die Offerte von B._____ bemängelte die Be-

schwerdeführerin, deren Leistungsverzeichnis sei nicht vollständig ausge-

füllt, es seien bei Schlüsselpositionen von der Ausschreibung abweichende 

Produkte offeriert worden und der Zuschlagsempfänger erfülle die Anfor-

derungen an die Versicherungsdeckungen nicht. Weiter sei nicht nachvoll-

ziehbar, weshalb beim Offertvergleich der von der Beschwerdeführerin of-

ferierte Skonto von 2 % nicht berücksichtigt worden sei. Die Beschwerde-

führerin habe somit das günstigste Angebot eingereicht. Schliesslich sei im 

Vergabeentscheid aufgeführt, dass der Eingabetermin für die Offerten der 

8. August 2018 gewesen sei, was nicht stimme – richtig sei der 6. August 

2018 als Eingabetermin. Der Vergabeentscheid sei wegen dieses Formfeh-

lers deshalb zu widerrufen.

5. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. August 2018 erkannte der Instruk-

tionsrichter der Beschwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung 

zu. 

6. Der Zuschlagsempfänger B._____, bzw. sein Einzelunternehmen (nachfol-

gend Beigeladener) reichte am 10. September 2018 eine Vernehmlassung 

ein, ohne einen konkreten Antrag zu stellen. Er wies darauf hin, dass er 

zulässigerweise gleichwertige Konkurrenzprodukte offeriert habe. Seine 

Firma sei in genügender Art und Weise versichert und das Leistungsver-

zeichnis sei vollständig ausgefüllt. 

7. Am 20. September 2018 beantragte die Vergabebehörde ARO (nachfol-

gend Beschwerdegegnerin), auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, 

eventualiter sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen, alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MWST) zulasten der 

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Beschwerdeführerin. Verfahrensrechtlich beantragte die Beschwerdegeg-

nerin ferner die Nichterteilung der aufschiebenden Wirkung. Begründend 

führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, die Beschwerdefüh-

rerin sei zur Erhebung der Beschwerde nicht legitimiert. In materieller Hin-

sicht argumentierte die Beschwerdegegnerin, dass sowohl die Offerte der 

E._____ wie auch diejenige des Beigeladenen gültig seien. Bei Letzterem 

sei das Leistungsverzeichnis entgegen den Vorbringen der Beschwerde-

führerin vollständig ausgefüllt; die Zuschlagsempfängerin habe zulässiger-

weise gleichwertige Konkurrenzprodukte offeriert. Die Versicherungsde-

ckungen seien mit den Anforderungen in der Ausschreibung konform. Die 

Beschwerdegegnerin habe zu Recht den Skonto der Beschwerdeführerin 

nicht berücksichtigt; hätte sie ihn berücksichtigt, so wäre auch derjenige 

des Beigeladenen zu berücksichtigen gewesen, womit sich an der Vergabe 

nichts ändern würde.

8. In ihrer Replik vom 2. Oktober 2018 hielt die Beschwerdeführerin unverän-

dert an ihrer Beschwerde fest und vertiefte ihre Standpunkte. 

9. Am 11. Oktober 2018 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an ihren 

Rechtsbegehren fest und vertiefte die Darstellung ihrer Auffassung. Ergän-

zend führte sie aus, dass in der Offerte der Beschwerdeführerin die Anga-

ben zur Qualitätssicherung fehlten, was gemäss der in ihren Rügen ange-

wandten Formstrenge zum Ausschluss ihres eigenen Angebotes hätte 

führen müssen.

10. Gleichentags reichte der Beigeladene seine Duplik ein. Er hielt darin an 

seinen Rechtsbegehren fest und vertiefte die Darstellung seiner Auffas-

sung. 

11. In ihrer Triplik vom 22. Oktober 2018 legte die Beschwerdeführerin dar, 

dass sie, entgegen den Vorbringen der Beschwerdegegnerin, Angaben zur 

Qualitätssicherung gemacht habe, und zwar in der Art und Weise wie in der 

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Ausschreibung verlangt. Sie äusserte zudem Zweifel an der Rechtmässig-

keit des Vergabevorganges, deute doch einiges darauf hin, dass die Be-

schwerdegegnerin von Beginn weg den Auftrag an den Beigeladenen ver-

geben wollte.

12. In ihren Eingaben vom 30. Oktober bzw. 5. November 2018 bestritten der 

Beigeladene und die Beschwerdegegnerin die Behauptungen in der Triplik 

der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin stellte zudem fest, dass 

die Beschwerdeführerin selber angebe, nicht nach ISO zertifiziert zu sein 

und keine zusätzlichen Unterlagen zur Qualitätssicherung eingereicht zu 

haben.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt ist der Vergabeentscheid vom 16., mitgeteilt am 24. Au-

gust 2018, womit die Beschwerdegegnerin den Zuschlag für die Beschaf-

fung von Sanitäranlagen für den Neubau der ARA X._____ zum Preis von 

Fr. 1'036'042.75 (exkl. MWST) an den Beigeladenen erteilte. 

1.2. Auf den vorliegenden Fall kommen das GATT/WTO-Übereinkommen über 

das öffentliche Beschaffungswesen (SR 0.632.231.422), die interkantonale 

Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB; BR 803.510) 

sowie das diese Vorgaben umsetzende Submissionsgesetz für den Kanton 

Graubünden (SubG; BR 803.300) samt zugehöriger Submissionsverord-

nung (SubV; BR 803.310) zur Anwendung. Für das Beschwerdeverfahren 

vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist zudem das Ge-

setz über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) massgebend 

und anzuwenden. 

1.3. Das Verwaltungsgericht ist für die Behandlung der gegen einen Zuschlag-

sentscheid erhobenen Beschwerde zuständig (vgl. Art. 25 Abs. 2 lit. c 

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SubG). Zur Legitimation der Beschwerdeführerin bringt die Beschwerde-

gegnerin vor, zur Erhebung einer Submissionsbeschwerde sei nur legiti-

miert, wer eine realistische Chance auf den Zuschlag habe, was nicht der 

Fall sei, wenn eine eingereichte Offerte zwar gültig sei aber – wie vorlie-

gend – nur Drittplatziert sei. Dem ist entgegenzuhalten, dass indem die Be-

schwerdeführerin die Ungültigkeit beider vor ihr liegenden Offerten geltend 

macht und zudem auch rügt, ihr Skonto von 2 % hätte berücksichtigt wer-

den müssen, was sie auf den zweiten Platz vor E._____ bringen würde, 

durchaus Chancen auf einen Zuschlag im Falle einer ganzen oder teilwei-

sen Gutheissung der Beschwerde bestehen. Die Beschwerdeführerin ist 

durch die Nichtberücksichtigung ihres Angebots somit in ihren wirtschaftli-

chen Interessen berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an der Auf-

hebung und Abänderung des angefochtenen Zuschlagsentscheids auf (vgl. 

Art. 50 VRG). Die Beschwerdeschrift wurde zudem frist- und formgerecht 

eingereicht (vgl. Art. 26 Abs. 1 SubG und 38 VRG), weshalb darauf einzu-

treten ist.

2. Vorweg ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht festzuhalten, dass mit dem Ent-

scheid in der Hauptsache der Entscheid um Gewährung der aufschieben-

den Wirkung obsolet wird.

3. In formeller Hinsicht gilt zunächst auf den Einwand der Beschwerdeführerin 

einzugehen, der Vergabeentscheid sei bereits deshalb aufzuheben, weil 

darin der 8. statt der 6. August 2018 als Eingabetermin angegeben werde. 

Diese Rüge verfällt in überspitzten Formalismus. Bei diesem Formfehler 

handelt es sich nämlich um einen offensichtlichen Verschrieb, der keine 

Nachteile für die Betroffenen zeitigt. Dieser Einwand schlägt fehl. 

4. Materiell streitig und zu prüfen ist zunächst, ob das Angebot des Beigela-

denen auszuschliessen ist. 

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4.1. Gemäss Art. 22 Abs. 1 lit. c SubG wird ein Angebot von der Berücksichti-

gung insbesondere dann ausgeschlossen, wenn der Anbieter ein Angebot 

einreicht, das unvollständig ist oder den Anforderungen der Ausschreibung 

nicht entspricht (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des öffentlichen 

Beschaffungsrechts, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 444 und 465 ff.). 

Nach gefestigter Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes wird dabei ein 

strenger Massstab an das Erfordernis der Übereinstimmung zwischen den 

Grundlagen der Ausschreibung und den tatsächlich dargebotenen Offerten 

gelegt. Die erwähnte Bestimmung will namentlich sicherstellen, dass nur 

vollständige und den Ausschreibungsunterlagen genügende Angebote 

berücksichtigt werden (so bereits: PVG 1999 Nr. 61 und 1997 Nr. 60). Kom-

plett ist ein Angebot dann, wenn es alle wesentlichen, für eine unverfälschte 

Beurteilung notwendigen und geforderten Angaben enthält. Das Fehlen 

oder die Falschangabe auch nur einzelner Offertpositionen bewirkt im 

Grundsatz die Ungültigkeit und folgerichtig den Ausschluss des Angebots 

von der freien Konkurrenz. Einerseits soll dadurch gewährleistet werden, 

dass keiner der Wettbewerbsteilnehmer irgendwie bevorzugt wird bzw. alle 

mit gleich langen Spiessen kämpfen, während andererseits für die Verga-

beinstanz damit eine klare, übersichtliche, zu keinen Diskussionen Anlass 

gebende Ausgangslage für die anschliessende Entscheidungsfindung ge-

schaffen wird. Ausschliesslich durch die den Submissionsvorgaben genau 

entsprechenden Angebote wird der Vergabeinstanz nämlich ein aussage-

kräftiger und umfassender Überblick über das effektive Preis-/Leistungs-

verhältnis, die Werkqualität, die Ausführungstermine, die Wirtschaftlichkeit, 

die Arbeitszeiten, die Entlöhnung usw. verschafft und können die einge-

gangenen Offerten auf einen Nenner gebracht und rasch miteinander ver-

glichen werden. Nur das Vorliegen ausschreibungskonformer Angebote er-

möglicht es mit anderen Worten der entscheidenden Behörde, die einzel-

nen Positionen untereinander zu vergleichen und sie einwandfrei innerhalb 

der Zuschlagskriterien gegeneinander abzuwägen und so letztlich transpa-

rent für alle Beteiligten zu bewerten (vgl. PVG 2005 Nr. 33, 2004 Nr. 27, 

2001 Nr. 41; Urteile des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

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[VGU] U 18 28 vom 14. August 2018 E.4.2, U 15 24 vom 14. Juli 2015 E.3b, 

U 15 29 vom 26. Juni 2015 E.3b). Diese streng gehandhabte Praxis gilt 

aber nicht unbesehen. So kann sich aus dem Verbot des überspitzten For-

malismus eine Pflicht der Behörde ergeben, den Privaten von Amtes wegen 

auf Verfahrensfehler hinzuweisen, welche er begangen hat oder die er im 

Begriff ist zu begehen. Diese Pflicht setzt voraus, dass der Fehler leicht zu 

erkennen ist und rechtzeitig behoben werden kann (vgl. BGE 125 I 166 

E.3a). Grundsätzlich besteht ein gewisser Ermessensspielraum der Verga-

bestelle, ob sie ein unvollständiges Angebot von der Vergabe überhaupt 

ausschliessen oder aber die fehlenden Angaben und Unterlagen nachträg-

lich noch einholen bzw. vorhandene Unklarheiten durch entsprechende 

Rückfragen beseitigen will. Die Vergabebehörde muss aber vermeiden, 

dass mit der nachträglichen Behebung des Mangels eine Ungleichbehand-

lung oder Bevorzugung einzelner Anbieter entsteht. Die Tendenz in Lehre 

und Rechtsprechung geht denn auch dahin, in Beachtung des Gleichbe-

handlungsgebots in solchen Fällen eine strenge Haltung einzunehmen und 

auch in nur geringem Masse unvollständige oder veränderte Angebote kon-

sequent von der Vergabe auszuschliessen. Von einem überspitzten For-

malismus ist eher dann auszugehen, wenn der Mangel auf eine Unklarheit 

der Ausschreibungsunterlagen oder ein offensichtliches Versehen des An-

bieters zurückzuführen ist, als wenn er von diesem bewusst in Kauf genom-

men wurde (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons Zürich 

VB.2011.00581 vom 7. März 2012 E.4.1). Seitens der Vergabebehörden ist 

namentlich auch dort eine gewisse Zurückhaltung geboten, wo die fehlen-

den Angaben ohne grossen Aufwand durch diese selbst ergänzt werden 

können oder die Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines Angebots nicht im 

Entferntesten von diesen Angaben abhängt (vgl. VGU U 01 113 vom 

13. November 2001 E.1). Diese Zurückhaltung drängt sich auch nach 

Massgabe des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes auf (vgl. PVG 2000 

Nr. 71, 1999 Nr. 59). Gerade mit Blick auf die Ziele des öffentlichen Be-

schaffungsrechts, nämlich die Förderung des wirksamen Wettbewerbes 

unter den Anbietern, die Gewährleistung der Gleichbehandlung aller An-

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bieter und die Sicherstellung der Transparenz der Vergabeverfahren sowie 

die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel, wäre es unverhältnis-

mässig, Angebote wegen untergeordneter Mängel im soeben umschriebe-

nen Sinne vom Wettbewerb auszuschliessen. Dadurch würde Anbietern 

mit an sich tauglichen Angeboten der Marktzugang verweigert, also die ein-

schneidendste Sanktion des Beschaffungsrechts ergriffen, was nicht nur 

eine ungeeignete, nicht notwendige und über die erwähnten Ziele hinaus-

gehende Massnahme wäre, sondern diesen Zielen geradezu zuwiderliefe. 

Denn durch den Ausschluss an sich wirtschaftlich günstiger, aber mit klei-

neren Mängeln behafteter Angebote würde der Wettbewerb verzerrt und 

wäre die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel nicht mehr gewähr-

leistet. Dies würde darüber hinaus – wie erwähnt – gegen die Verfassungs-

grundsätze der Verhältnismässigkeit und des Verbots des überspitzten 

Formalismus verstossen. Das gilt auch und gerade im Bereich von Form-

vorschriften. Die Formvorschriften des Submissionsrechts sind nicht 

Selbstzweck (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 446). Sie stehen 

vielmehr im Dienste der Verwirklichung des materiellen Vergaberechts und 

sollen insbesondere zur Umsetzung der Ziele und Grundsätze des öffentli-

chen Beschaffungsrechts beitragen. Die Frage, ob ein mit Mängeln behaf-

tetes Angebot vom Wettbewerb auszuschliessen ist oder nicht, kann dabei 

nicht in generell-abstrakter Weise beantwortet werden, sondern ist auf-

grund der konkreten Umstände des Einzelfalles nach Massgabe der über-

geordneten Grundsätze zu prüfen (vgl. PVG 2001 Nr. 41; VGU U 18 28 

vom 14. August 2018 E.4.2, U 17 7 vom 22. März 2017 E.3b, U 10 85 vom 

14. September 2010 E.1b; vgl. zum Ganzen U 18 52 vom 30. Oktober 2018 

E.5.2).

4.2.1. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, dass der Beigeladene auf S. 217 

des Leistungsverzeichnisses, zweitunterste Position, als Einheitspreis 

Fr. 0.00 eingesetzt habe; das Leistungsverzeichnis sei somit unvollständig. 

Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, dass der Beigeladene durch 

Einsetzen einer Null die Position offeriert habe – und zwar ohne Kosten-

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folge für die Beschwerdegegnerin. Dies wird durch den Beigeladenen 

bestätigt. 

4.2.2. Alle Leerstellen für die verlangten Leistungspositionen sind auszufüllen. 

Bleiben im Leistungsverzeichnis vorgesehene Leistungen ohne Kosten-

folge für die Vergabeinstanz, so hat der Anbieter anstelle der Preisangabe 

einen horizontalen Strich oder eine "Null" einzutragen (Handbuch öffentli-

ches Beschaffungswesen im Kanton Graubünden, Stand 1. Januar 2014, 

Kap. 9.5). 

 

4.2.3. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerinnen treffen somit vollumfäng-

lich zu: Wenn der Beigeladene bei der Position R 113.341 des Leistungs-

verzeichnisses (Bg-act. 4 S. 217 zweitunterste Position), einen Preis bzw. 

Betrag von Fr. 0.00 eingesetzt hat, heisst dies etwa nicht, dass die Offerte 

unvollständig ist, weil eine Preisposition fehlt, sondern dass diese Position 

ohne Kostenfolge für die Beschwerdegegnerin bleibt. Diese Rüge ist dem-

entsprechend abzuweisen.

4.3.1. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass der Beigeladene in Po-

sition 253.20 des Leistungsverzeichnisses anstelle der ausgeschriebenen 

Produkte zweimal das Fabrikat F._____ und 24 Mal das Fabrikat G._____ 

angeboten habe. Dies sei zwar grundsätzlich zulässig, aber nur in Form 

einer Variante, welche zusätzlich zum Grundangebot eingereicht werden 

müsse; nur so sei eine Vergleichbarkeit der Angebote gegeben. Hier liege 

nur eine Variante vor, was nicht zulässig sei. 

Dagegen wendet die Beschwerdegegnerin ein, dass die Ausschreibungs-

unterlagen (Vorbedingungen SIA, Ziff. 3.1.1.) das Offerieren gleichwertiger 

Konkurrenzprodukte erlaube; hierfür sei es nicht notwendig eine separate 

Eingabe als Variante vorzunehmen. Die Beschwerdeführerin behaupte zu-

dem nicht, dass die Konkurrenzprodukte des Beigeladenen nicht gleich-

wertig seien, sondern einzig, dass die Offerten so nicht vergleichbar seien. 

Dies treffe aber nicht zu, die Preise im Leistungsverzeichnis des Beigela-

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denen seien korrekt kalkuliert, womit ein einwandfreier Preisvergleich mög-

lich gewesen sei. Bei der Frage der Gleichwertigkeit von Fabrikaten/Typen 

komme zudem der Vergabebehörde ein erheblicher Ermessensspielraum 

zu. 

Auch der Beigeladene verweist auf Ziff. 3.1.1. der Vorbedingungen. Bei der 

Position 253.20 habe er ein gleichwertiges Konkurrenzprodukt offeriert. Er 

habe auf seinen Beilagen die Lieferanten der Konkurrenzprodukte aufge-

führt. 

4.3.2. Ziff. 3.1.1., 6. Absatz, der Vorbedingungen SIA in den Ausschreibungsun-

terlagen lautet wie folgt:

"Verschiedentlich sind im Leistungsverzeichnis Angaben zu Lieferanten oder spezielle 

Produkte eingetragen. Die Unternehmung ist berechtigt auch gleichwertige Konkurrenz-

produkte zu offerieren, wobei diese in einer separaten Beilage aufzuführen sind. Der 

Nachweis der Gleichwertigkeit ist durch die Unternehmung zu erbringen und muss vor der 

Ausführung durch die Bauherrschaft genehmigt werden. Wird dies unterlassen, wird still-

schweigend das in den Ausschreibungsunterlagen von der Bauherrschaft namentlich ge-

machte Produkt oder Lieferant als verbindlich angenommen." 

In Position KAG 253.20 des Leistungsverzeichnisses hat der Beigeladene 

anstatt der in Positionen R 111.061 und R 111 091 ausgeschriebenen Pro-

dukte gleichwertige Produkte angeboten (vgl. Bg-act. 4, S. 112, Positionen 

R 111 071 und R 111 093). Dass er diese zwecks Vergleichbarkeit im Sinne 

einer Variante anzubieten hatte, wird gemäss den oberwähnten SIA Vor-

bedingungen nicht verlangt. Vor diesem Hintergrund kann der beschwer-

deführerischen Argumentation der angeblich fehlenden Vergleichbarkeit 

der offerierten Preise nicht gefolgt werden.

Bezüglich der in der vorzitierten Vorbedingung enthaltenen Voraussetzung, 

gleichwertige Konkurrenzprodukte in einer separaten Beilage aufzuführen, 

ist vorab festzustellen, dass für die vom Beigeladenen offerierten gleich-

wertigen Produkte eine separate Beilage fehlt; vielmehr hat der Beigela-

dene direkt im Leistungsverzeichnis die Firma F._____ AG vermerkt und 

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die Beilage erst im Beschwerdeverfahren nachgereicht (vgl. act. D1 Beige-

ladener). Dieser Sachverhalt wird von der Beschwerdegegnerin und dem 

Beigeladenen nicht abgestritten. 

Die vorgenannte Passage in Ziff. 3.1.1., 6. Absatz, der Vorbedingungen 

SIA umschreibt nicht näher, welche Informationen die Beilage zum Konkur-

renzprodukt zu enthalten hätte. Sinn und Zweck dieser Formulierung ist, 

dass die Vergabebehörde auf einfache Weise, d.h. ohne nennenswerten 

Rechercheaufwand, die Gleichwertigkeit des von der Ausschreibung ab-

weichenden Produktes beurteilen kann, naheliegenderweise mittels Pro-

dukteblatt oder Ähnliches. 

Obschon vorliegend der Beigeladene bloss den Typ/Fabrikat und die Her-

stellerfirma bzw. die Lieferantin der Konkurrenzprodukte nannte, boten sie 

der Beschwerdegegnerin offenbar keinen weiteren Abklärungsbedarf, weil 

die Beschwerdegegnerin diese entweder bereits kannte oder anhand der 

Angaben des Beigeladenen mühelos selbst auffinden konnte. Die Beja-

hung der Gleichwertigkeit der Produkte seitens der Beschwerdegegnerin 

kann somit nicht beanstandet werden, zumal die Beschwerdeführerin – wie 

die Beschwerdegegnerin zutreffend vorträgt – diesbezüglich auch nicht 

rügt, dass die ausgeschriebenen und die vom Beigeladenen offerierten 

Konkurrenzprodukte technisch ungleichwertig seien. Ein Ausschluss des 

Angebots der Beigeladenen wegen des Eintrages des Konkurrenzproduk-

tes direkt in die Ausschreibungsunterlagen anstatt auf einer separaten Bei-

lagen wäre unverhältnismässig, zumal die Informationen für die Vergabe-

behörde gleichermassen ersichtlich ist aus dem Leistungsverzeichnis sel-

ber oder einer separaten Beilage. Die entsprechende Rüge ist demnach 

unfundiert. 

4.3.3. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, dass ein Preisvergleich in der Position 

KAG 254.05 des Leistungsverzeichnisses (vgl. Bg-act. 4 S. 134) nicht mög-

lich sei, weil die Zuschlagsempfängerin kein Grundangebot mit dem aus-

geschriebenen Produkt offeriert habe; so hätte die Zuschlagsempfängerin 

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vielmehr ein Grundangebot einreichen müssen sowie eine Variante, in wel-

cher die Konkurrenzprodukte aufgeführt seien. 

Nach der bereits oben dargelegten Ansicht des Gerichts stellt die Vorgabe, 

Konkurrenzprodukte seien auf einer separaten Beilage zu offerieren, eine 

Formalie untergeordneter Natur dar; die Ausschreibungsunterlagen sind 

diesbezüglich auch nicht strikte formuliert. Entsprechend findet sich in den 

Ausschreibungsunterlagen auch kein Hinweis darauf, dass ein Angebot, 

welches nur ein Konkurrenzprodukt enthält, vom Vergabeverfahren ausge-

schlossen werde. Aufgrund solcher Unklarheiten wäre ein Ausschluss des 

Angebots des Beigeladenen wegen dem Vermerk des Konkurrenzproduk-

tes direkt im Leistungsverzeichnis anstatt auf einer separaten Beilage des-

halb klarerweise überspitzt formalistisch. Zudem ist den Ausschreibungs-

unterlagen nicht mit hinreichender Klarheit zu entnehmen, dass ein Kon-

kurrenzprodukt nur zusätzlich zum ausgeschriebenen Produkt offeriert wer-

den dürfe. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn die 

Vergabebehörde das Angebot des Beigeladenen nicht vom Vergabever-

fahren ausgeschlossen hat. 

4.4.1. Die Beschwerdeführerin hält des Weiteren den Ersatz der vorgeschriebe-

nen Verteilbatterie der Firma H._____ in Position KAG 254.05 des Leis-

tungsverzeichnisses (vgl. Bg-act. 4 S. 134) mit einem Produkt der Firma 

F._____ für nicht gleichwertig und deshalb für unzulässig. Bei dieser Posi-

tion handle es sich nicht um ein reines Handelsprodukt, sondern um ein 

passgenaues und typenbestimmtes Fabrikat, das berechnet und geplant 

werden müsse. Das ausgeschriebene Produkt werde von der Firma 

H._____ genau nach Plan zusammengebaut. Es sei daher gar nicht mög-

lich, nur aufgrund des Leistungsbeschriebs ein anderes Produkt anzubie-

ten. Das vom Beigeladenen gewählte Fabrikat sei als Variante nicht anzu-

erkennen, zumal es sich auch um ein anderes Anlageteil handle und der 

Ausschreibung keine Detailpläne von dieser Position beigelegt worden 

seien.

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Die Beschwerdegegnerin hält dazu insbesondere fest, dass die Offerte 

vollständig eingereicht worden sei, zumal gemäss Vorbedingungen die Ab-

gabe von Detailplänen nicht verlangt worden sei. Das Produkt sei gleich-

wertig. Der Beigeladene ergänzt, es sei klar, dass die Verteilbatterie genau 

nach Plan zum offerierten Preis zusammengesetzt werde. den Nachweis 

der Gleichwertigkeit könne er noch vor der Ausführung erbringen, was im 

Einklang mit den Vorbedingungen stehe. Selbst wenn die Beschwerdegeg-

nerin dies anders sehen sollte, so gälte im Einklang mit den Vorbedingun-

gen derselbe Preis für das in der Ausschreibung vorgesehene Produkt.

4.4.2. Anders als das in vorstehender Erwägung 4.3. Geschilderte hat der Beige-

ladene in Position KAG 254.05, R 111.121 kein spezifisches Konkurrenz-

produkt angegeben, sondern er hat an dieser Position bloss "F._____" hin-

geschrieben (vgl. Bg-act. 4 S. 135). Offenbar weiss die Beschwerdegegne-

rin, welches Produkt damit gemeint sei, weshalb sie sich mit dieser Um-

schreibung begnügen durfte. Falls sie das vom Beigeladenen offerierte 

Konkurrenzprodukt hingegen aufgrund der unspezifischen Formulierung 

nicht identifizieren konnte, hätte sie im Übrigen beim Beigeladenen bezüg-

lich der Spezifikationen des offerierten Konkurrenzproduktes "F._____" 

nachfragen können. Zu bemerken ist ferner, dass die Vergabebehörde 

über einen erheblichen Ermessensspielraum darüber verfügt, ob und auf 

welcher Basis sie das eingesetzte Konkurrenzprodukt als gleichwertig an-

erkennen will. Angesichts des technischen Charakters der Frage der 

Gleichwertigkeit von Fabrikaten bzw. Typen ist die Kognition des Verwal-

tungsgerichts diesbezüglich somit praktisch auf Willkür begrenzt (vgl. VGU 

U 18 46 vom 23. Oktober 2018 E.6.4). Ein willkürliches Vorgehen seitens 

der Beschwerdegegnerin ist hier nicht erkennbar. Selbst bei mangelnder 

Gleichwertigkeit dieses Konkurrenzproduktes wäre die Folge sodann nicht 

ein Ausschluss, sondern – wie in den Ausschreibungsunterlagen in Ziff. 

3.1.1. (vgl. oben E.4.3.2 letzter Satz) umschrieben – die Annahme der Ver-

bindlichkeit des in den Unterlagen namentlich genannten Produktes, hier 

also des Produktes der H._____ in Position R 111.111. Der Beigeladene 

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bestätigt denn auch, dass sein offerierter Preis für beide Produkte gilt. Auch 

diese Rüge ist somit abzuweisen. 

5.1. Die Beschwerdeführerin rügt zudem eine ungenügende Versicherungsde-

ckung des Beigeladenen. Dessen Versicherungsschutz belaufe sich für 

Personen- und Sachschäden sowie für das Bauobjekt lediglich auf Fr. 2 

Mio. anstatt auf Fr. 5 Mio. bzw. Fr. 10 Mio. Der Beigeladene habe in seinem 

Angebot falsche Angaben gemacht, weshalb es auch aus diesem Grund 

ungültig sei. 

Die Beschwerdegegnerin verweist auf die Unterlagen, aus denen hervor-

gehe, dass sich die aktuelle Personen- und Sachschaden-Versicherung 

des Beigeladenen bereits auf Fr. 5 Mio. belaufe; für die Bauobjekt-Versi-

cherung habe der Beigeladene zulässigerweise bestätigt, diese bei Auf-

tragserteilung abzuschliessen. Der Beigeladene vermutet zudem, dass es 

sich bezüglich der Versicherung für Personen- und Sachschäden um ein 

Missverständnis handeln dürfte, weil dort eine der Haftungen tatsächlich 

auf Fr. 2 Mio. beschränkt sei, allerdings betreffe dies lediglich die "perdita 

di reddito e spese supplementari". 

5.2. In den Ausschreibungsunterlagen wird in Ziff. 1.10. Vorbedingungen eine 

Unternehmer-Haftpflichtversicherung verlangt mit einer Deckungssumme 

für Personenschäden von mind. Fr. 10 Mio. pro Ereignis sowie für Sach-

schäden von mind. Fr. 5 Mio. pro Ereignis. Weiter wird dort festgehalten, 

dass die Unternehmung mit der Abgabe des Angebotes erklärt, gegen Haft-

pflichtansprüche genügend versichert zu sein bzw. bei Auftragserteilung 

die erforderliche Versicherung abzuschliessen, wobei sie dazu vor Ver-

tragsabschluss einen entsprechenden Versicherungsnachweis vorzulegen 

habe. 

5.3. Der Beigeladene bestätigte im Zeitpunkt der Unterschreibung seines An-

gebots, für Sach- und Personenschaden bis Fr. 5 Mio. bei La Mobiliare ver-

sichert zu sein (vgl. Bg-act. 4 Beilage La Mobiliare). Die in der betreffenden 

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Police ebenfalls aufgeführte Limite von Fr. 2 Mio., auf die sich die Be-

schwerdeführerin irrtümlicherweise zu beziehen scheint, behandelt Be-

triebsausfälle infolge bestimmter Risiken, weshalb sie hier nicht einschlägig 

ist. In den Ausschreibungsunterlagen kreuzte der Beigeladene sodann an, 

bei der Auftragserteilung mit La Mobiliare eine Versicherung für Sach- und 

Personenschaden bis Fr. 10 Mio. abzuschliessen (vgl. Bg-act. 4 Unterneh-

merblatt S. 4). Hierzu legte er La Mobiliares Versicherungsofferte Nr. G-

0287-1039, datiert vom 31. Juli 2018 mit Gültigkeit bis 30. Oktober 2018, 

vor. Damit erfüllt der Beigeladene die Anforderungen der Ausschreibung in 

vollem Umfang. Die entsprechende Rüge der Beschwerdeführerin ist somit 

unbegründet. 

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es keinen Grund gibt, das Ange-

bot des Beigeladenen vom Vergabeverfahren auszuschliessen. Dieses 

bleibt somit gültig. Weil das einzige Kriterium der Preis ist und das im Ver-

gabeverfahren belassene Angebot des Beigeladenen preislich und damit 

wirtschaftlich günstiger ist als dasjenige der Beschwerdeführerin, spielt es 

keine Rolle mehr, ob das Angebot der (zweitplatzierten) E._____ allenfalls 

hätte ausgeschlossen werden und/oder ob die Beschwerdegegnerin das 

Skonto der Beschwerdeführerin von rund Fr. 20'000.-- hätte berücksichti-

gen müssen, zumal das Angebot der Beschwerdeführerin selbst unter Ab-

zug dieses Skontos und im Falle, dass das Angebot der E._____ ausge-

schlossen werden müsste, weiterhin auf dem zweiten Platz bliebe. Die Aus-

führungen der Parteien hierzu sind somit nicht weiter zu vertiefen. Ebenso 

erübrigt sich, auf die von der Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 

vorgeworfene Unterlassung zur Einreichung von Angaben zur Qualitätssi-

cherung einzugehen.  

7. Aus den dargelegten Gründen ist der angefochtene Vergabeentscheid in 

Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde zu bestätigen. 

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8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Die Staatsgebühr wird in Anbetracht des Auftragswertes von rund Fr. 1 Mio. 

und der zu behandelnden Rügen der Beschwerdeführerin vom Gericht er-

messensweise auf Fr. 5'000.-- (zzgl. Kanzleiauslagen) festgesetzt (vgl. 

etwa U 07 50 und U 07 65: Vergabesummen Fr. 1.127 bzw. Fr. 1.105 Mio., 

Staatsgebühr je Fr. 6'000.--). Eine aussergerichtliche Entschädigung steht 

der Beschwerdegegnerin nicht zu, weil sie in ihrem amtlichen Wirkungs-

kreis obsiegt hat (Art. 78 Abs. 1 VRG). Dem nicht anwaltlich vertretenen 

Beigeladenen ist praxisgemäss keine Parteientschädigung zuzusprechen.  

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 5'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 390.--

zusammen Fr. 5‘390.--

gehen zulasten der A._____ AG und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]