# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37fc72d1-28c0-5d05-8787-c0949a301678
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 16.03.2007 R 2007 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2007-8_2007-03-16.pdf

## Full Text

R 07 8

4. Kammer 

URTEIL
vom 16. März 2007

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baubescheid

1. Am 21. Dezember 2006 teilte die … AG der Gemeinde … mit, dass sie tags 

zuvor die … aus der Konkursmasse erworben habe und dass sie zwecks 

Kostensenkung beabsichtige, die Klinik während der Zeit vom 12. Januar bis 

Mitte März 2007 als „…“ (Hotel- und Restaurationsbetrieb) zu betreiben. 

Mit Schreiben vom 4. Januar 2007 wies der … die Ansprecherin darauf hin, 

dass die Zwischennutzung baubewilligungspflichtig sei. Auch wenn die 

vorgesehene Nutzung an sich zonenfremd sei, so erachte sie der … 

angesichts der zeitlichen Beschränkung als bewilligungsfähig. 

Am 5. Januar 2007 reichte die Eigentümerin ein Gesuch für eine provisorische 

Zwischennutzung als Hotel- und Restaurationsbetrieb ein. Dabei sollte in der 

ehemaligen Kirche der … ein barähnlicher öffentlicher Restaurationsbetrieb, 

die sogenannte „…“ betrieben werden.

Mit provisorischer Verfügung des … vom 9. Januar 2007 wurde der 

Eigentümerin die Eröffnung der „…“ wegen fehlender Übereinstimmung mit 

den bau- und zonenrechtlichen Bestimmungen untersagt.

Der … erteilte der … AG am 9. Januar 2007 eine (zeitlich) beschränkte 

Ausnahmebewilligung für den Betrieb eines Hotels in der … und im Haus … 

für die Zeit vom 9. Januar bis längstens 9. April 2007 (Ostermontag) unter 

verschiedenen Bedingungen. Die Bewilligung beschränkte sich dabei auf die 

Führung eines Hotelbetriebes. Die Restaurationsräumlichkeiten sollten nur für 

die Hotelgäste zugänglich sein; ein öffentlicher Restaurationsbetrieb wurde 

nicht gestattet (Ziff. 1.1 und 1.2). Im Weiteren wurde der Betrieb einer Bar in 

der ehemaligen Kirche untersagt; die Kontrolle und zwangsweise 

Durchsetzung wurde ausdrücklich vorbehalten (Ziff. 2). Ferner wurde ein 

Baubussenverfahren eröffnet (Ziff. 3).

Am 12. Januar 2007 reichte die Eigentümerin bei der Gemeinde … ein 

Wiedererwägungs-/Revisionsgesuch ein, mit welchem sie um Bewilligung 

auch der barähnlichen Lounge in der Kirche ersuchte. 

Am 15. Januar 2007 wurde die … von der Bau- und Feuerpolizei kontrolliert 

und in der Folge wurde eine Mängelliste erstellt.

Am 16. Januar 2007 wurde die Gastwirtschaftsbewilligung für einen 

Hotelbetrieb, nicht aber für einen öffentlichen Restaurant- und Barbetrieb 

erteilt.

Mit Schreiben vom 19. Januar 2007 wies der … das Wiedererwägungs-

/Revisionsgesuch ab, da sich weder die rechtlichen noch die tatsächlichen 

Voraussetzungen verändert hätten.

2. Am 9. Februar 2007 liess die … AG gegen die beschränkte 

Ausnahmebewilligung vom 9. Januar 2007 beim Verwaltungsgericht frist- und 

formgerecht Beschwerde erheben mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Die Verfügung vom 9. Januar 2007 betreffend Verbot „einer öffentlichen 

Bar“ sei aufzuheben, und es sei in der ehemaligen Kirche der … der 

Betrieb einer Hotellounge zu bewilligen.

 2. Im gleichen Zug sei das in der beschränkten Ausnahmebewilligung  für 

den Betrieb eines Hotels in der ehemaligen … und im Haus … enthaltene 

gleichlautende Verbot des Betriebes „einer Bar“ aufzuheben. Der Betrieb 

einer Hotellounge mit einer hotelbezogenen öffentlichen Gastwirtschaft 

sei zu bewilligen.

 3. Die Eröffnung eines Bussverfahrens sei aufzuheben (…).“

Ferner wurde die Gewährung der aufschiebenden Wirkung beantragt im 

Sinne, dass der Betrieb der Hotellounge in der Kirche während des 

Verfahrens erlaubt sei (Ziff. 4).

Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, dass lediglich eine 

provisorische Zwischennutzung, welche mit keinen baulichen Veränderungen 

einhergehe, zur Diskussion stünde. Die Kirche sei seit jeher zu 

Veranstaltungszwecken genutzt worden, was sich bereits anhand der 

vorhandenen Installationen (verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten wie 

Halogenscheinwerfer, indirektes Licht, elektrische Storen, versenkbare 

Leinwand, Konzertflügel) leicht aufzeigen lasse. Das streitige Nutzungsverbot 

als Lounge sei ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs zu Stande 

gekommen und die angefochtene Verfügung bereits daher nichtig. Auf das 

von der Bauherrschaft am 12. Januar 2007 eingereichte 

Widererwägungsgesuch sei die Baubehörde mit Schreiben vom 

16./19.1.2007 nicht eingetreten. Entgegen der gemeindlichen Auffassung 

bedürften Zweckänderungen ohne wesentliche bauliche Veränderungen 

keiner Baubewilligung. Zutreffend sei, dass ein Hotelbetrieb in einer Kurzone 

zwar nicht zonenkonform sei; die nunmehr zeitlich beschränkte 

Zweckänderung sei insgesamt betrachtet nur unwesentlich und bereits daher 

erlaubt. Eine Lounge sei im Übrigen auch keine eigentliche Bar, sondern eine 

Gaststätte mit einer besonderen Dekoration und mit einer ruhigen, oft 

elektronischen Musikbeschallung. Anders als in einer „normalen“ Bar werde 

grossen Wert auf Sitzkomfort gelegt, weshalb man öfters Sessel vorfinde. 

Wegen der Lärmemissionen bestünden keine Probleme. Es fehle somit eine 

rechtliche Grundlage für das Verbot der Nutzung des Kirchenraumes als 

Lounge. Es bestehe ein Anspruch auf eine Bewilligung für die Lounge. Wenn 

im Entscheid des … dargetan werde, dass aus den Unterlagen nicht 

ersichtlich sei, ob die zwingenden gesetzlichen Bestimmungen wie 

lebensmittelpolizeiliche (sanitäre Einrichtungen), Fluchtwege, 

Brandschutzbestimmungen etc. eingehalten seien, gehe dies an der Sache 

vorbei. Anhand der Örtlichkeiten hätte sich der … davon überzeugen können, 

dass alle Voraussetzungen für eine Bewilligung gegeben seien. Der 

Kirchenraum sei stets öffentlich gewesen, so dass nicht erkennbar sei, 

weshalb für die Einrichtung einer Lounge eine Baubewilligung erforderlich sei.

3. Mit Verfügung vom 16. Februar 2007 wies der Präsident des 

Verwaltungsgerichts das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

ab.

4. In ihrer Vernehmlassung beantragte die Gemeinde … die Abweisung der 

Beschwerde. Die Auffassung, dass für die vorgenommene Umnutzung der 

Klinik keine Baubewilligung erforderlich sei, treffe nicht zu. Die ehemalige … 

liege in der Zone für Kurbetriebe, welche den Bau und den Betrieb von 

Sanatorien, Höhenkliniken und ähnlichem zulasse. Erlaubt sei eine hohe 

Ausnützung, damit die klinikspezifischen Anforderungen erfüllt werden 

könnten. Diese Zone sei aber nicht für Hotelbetriebe gedacht und Art. 70 Abs. 

2 BG schreibe auch ausdrücklich vor, dass nur im Rahmen einer Umzonung 

eine andere Nutzung erlaubt sei. Die Durchführung eines formellen 

Baubewilligungsverfahrens sei gesetzlich vorgeschrieben und im Interesse 

der Transparenz und der Rechtsgleichheit auch zwingend erforderlich. Auch 

die Einleitung des Bussverfahrens sei im konkreten Fall zwingend. Der 

Umstand, dass die Kirche früher auch zu Versammlungszwecken verwendet 

worden sei, bedeute nicht, dass damit auch eine Lounge zulässig sei, weil 

diese beiden Nutzungen nicht vergleichbar seien. Eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs sei nicht ersichtlich und die superprovisorische Verfügung 

des Landammanns nötig gewesen, um die drohende, rechtswidrige Eröffnung 

der Lounge zu verhindern. Die angestrebte Umnutzung der Kirche sei nicht 

nur ein baupolizeiliches Problem, sondern auch ein ethisches. Der darin 

vorgesehene Ausschank von Alkohol und die Einrichtung als Bar entweihe die 

religiöse Stätte und sei pietätlos. Nicht entscheidend sei, dass die Lounge 

dem Vernehmen nach nur als Privatclub betrieben werden solle, zu dem nur 

Hotelgäste und exklusive Mitglieder Zutritt hätten. Diese Mitgliedskarten 

würden nämlich wahllos an alle Leute auf der Strasse und beim Eingang 

verteilt. Von einem Privatclub im eigentlichen Sinne könne also keine Rede 

sein. Man wolle damit nur das behördliche Verbot des öffentlichen Betriebes 

umgehen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist eine von der Beschwerdegegnerin am 9./10. Januar 

2007 erteilte „Beschränkte Ausnahmebewilligung für den Betrieb eines Hotels 

in den Räumlichkeiten der ehemaligen … und im Haus …“. Die 

ausnahmsweise Bewilligung für den Betrieb eines Hotels in den ehemaligen 

…räumlichkeiten wurde dabei auf den Zeitraum 9. Januar 2007 - 9. April 2007 

erteilt, wobei sich die Bewilligung auf die Führung eines Hotelbetriebes 

beschränkt (Ziff. 1.1). Ausdrücklich untersagt wurde ein öffentlicher 

Restaurationsbetrieb (Ziff. 1.2) sowie der Betrieb einer Bar in der ehemaligen 

Kirche (Ziff. 2). Zudem wurde ein Baubussenverfahren eröffnet (Ziff. 3). Die 

Beschwerdeführerin verlangt beschwerdehalber, dass ihr auch die temporäre 

Nutzung als öffentliche Gastwirtschaft sowie die Nutzung der ehemaligen 

Kirche als Hotelbar/Lounge zu bewilligen sei. Die Beschwerde erweist sich als 

unbegründet

2. a) Nach Art. 22 RPG bedürfen Bauten und Anlagen einer Baubewilligung. 

Gemäss bundesgerichtlicher Praxis unterliegen regelmässig jene künstlich 

geschaffenen und auf Dauer angelegten Einrichtungen der 

Bewilligungspflicht, die in bestimmter fester Beziehung zum Erdboden stehen 

und geeignet sind, die Vorstellung über die Nutzungsordnung zu beeinflussen, 

sei es, dass sie den Raum erheblich verändern, die Erschliessung belasten 

oder die Umwelt beeinträchtigen (BGE 113 Ib 315ff.). 

Diese Umschreibung hat letztlich wiederum Eingang ins neue KRG gefunden. 

Nach Art. 86 Abs. 1 KRG dürfen Bauten und Anlagen (Bauvorhaben) nur mit 

schriftlicher Baubewilligung der kommunalen Baubehörde errichtet, geändert, 

abgebrochen oder in ihrem Zweck geändert werden. Der 

Baubewilligungspflicht unterliegen auch Zweckänderungen von 

Grundstücken, sofern erhebliche Auswirkungen auf die Nutzungsordnung zu 

erwarten sind. Zeitlich begrenzte Bauvorhaben sowie solche die weder 

öffentliche noch zeitliche Interessen berühren, unterliegen nicht der 

Baubewilligungspflicht. Die Regierung bestimmt durch Verordnung, welche 

Bauvorhaben keiner Baubewilligung bedürfen (Art. 86 Abs. 2 KRG; Art. 40 

Abs. 1 Ziff. 1 - 22 KRVO). In der KRVO werden in Art. 40 Abs. 1 Ziff. 3 

Zweckänderungen ohne erhebliche Auswirkungen auf die Nutzungsordnung 

ausdrücklich als nicht baubewilligungspflichtig deklariert. Die Gemeinde 

können im Baugesetz die in der Verordnung als nicht baubewilligungspflichtig 

aufgeführten Bauvorhaben dem Meldeverfahren unterstellen (Abs. 3; Art. 50 

f. KRVO).

b) Die Beschwerdeführerin stellt sich unter Berufung auf Art. 86 Abs. 2 KRG und 

Art. 40 Abs. 1 Ziff. 3 KRVO auf den Standpunkt, dass die mit dem 

vorgesehenen Betrieb einer Bar/Lounge im Kirchenraum der … sowie mit 

einer hotelbezogenen öffentlichen Gastwirtschaft einhergehende temporäre 

Umnutzung gar nicht baubewilligungspflichtig sei. Ihr kann nicht gefolgt 

werden. 

Den erwähnten, die Baubewilligungspflicht bzw. die bewilligungsfreien 

Ausnahmen regelnden Bestimmungen liegt letztlich der Gedanke zugrunde, 

dass eine Behörde die Möglichkeit haben soll, ein Bauvorhaben vor seiner 

Ausführung auf die Übereinstimmung mit der raumplanerischen 

Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen Gesetzgebung zu 

überprüfen (BGE 119 Ib 226). Ob dabei ein konkretes Bauvorhaben dem 

Baubewilligungsverfahren zu unterstellen ist oder nicht, ist letztlich immer 

unter der vom Bundesrecht vorgegebenen Optik zu betrachten. Es ist somit 

vorweg zu prüfen, ob damit im Allgemeinen, also nach dem gewöhnlichen 

Lauf der Dinge, so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein 

Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarschaft an einer vorgängigen 

Kontrolle besteht. Dabei steht im Zentrum der Prüfung die Frage, ob von dem 

Bauvorhaben erhebliche Auswirkungen auf die Nutzungsordnung ausgehen 

(Art. 22 RPG; Art. 86 Abs. 1 KRG; Art. 40 Abs. 1 Ziff. 3  KRVO sowie Art. 4 

Abs. 2 lit. a der Ausführungsverordnung zum kommunalen BG). Unter dieser 

Optik sind auch die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten 

Bestimmungen, aus denen sie ihr temporäres Bauvorhaben als 

bewilligungsfrei erachtet, auszulegen und zu verstehen. Abgesehen davon, 

dass die Beschwerdeführerin zu übersehen haben scheint, dass Art. 40 Abs. 

1 Ziff. 3 KRVO die Bewilligungsfreiheit ausdrücklich davon abhängig macht, 

dass eine Zweckänderung keine erheblichen Auswirkungen auf die 

Nutzungsordnung nach sich ziehen darf, hat der Gesetzgeber bereits auf 

Verordnungsstufe die nicht baubewilligungspflichtigen Bauvorhaben mit der 

Statuierung des Grundsatzes „im Zweifelsfall von Amtes wegen Einleitung des 

Baubewilligungsverfahrens“ (vgl. Art. 40 Abs. 3 Satz 2 KRVO) weiter 

eingeschränkt. Mit Blick auf ein zeitlich begrenztes Bauvorhaben, wie das zur 

Beurteilung stehende, führt eine bundesrechtskonforme Auslegung von Art. 

86 Abs. 2 KRG „e contrario“ zum Ergebnis, dass auch temporäre 

Bauvorhaben, die öffentliche und/oder private Interessen berühren, 

baubewilligungspflichtig sind, sofern sie erhebliche Auswirkungen auf die 

Nutzungsordnung haben. 

c) Vorliegend ist zu Recht unbestritten geblieben, dass mit der von der 

Beschwerdeführerin in der ehemaligen … angestrebte, auf ca. 2 Monate 

beschränkten Umnutzung der ehemaligen Kirche in eine Hotelbar/Lounge 

sowie einer hotelbezogenen öffentlichen Gastwirtschaft eine Zweckänderung 

einhergeht, welche grundsätzlich unter den (u.a. in Art. 86 Abs. KRG 

umschriebenen) Bauten und Anlagenbegriff (Bauvorhaben) fällt. Bereits 

ausgeführt wurde, dass der Umstand der zeitlichen Beschränkung der 

geplanten Umnutzung nicht „per se“ die generelle Befreiung von der 

Baubewilligungspflicht bedeutet. Dies umso weniger, wenn - wie vorliegend - 

klare Anzeichen dafür bestehen, dass das Bauvorhaben materielle 

Vorschriften verletzen könnte (Art. 40 Abs. 3 KRVO). Vorliegend ist eine 

solche Verletzung, welche die Unterstellung unter das 

Baubewilligungsverfahren rechtfertigt, bereits im Umstand zu erblicken, dass 

sowohl die angestrebte Nutzung als Hotelbar/Lounge als auch einen 

öffentliche Gastwirtschaft in der Zone für Kurbetriebe (für Sanatorien, 

Kurbetriebe und ähnliche Einrichtungen) offenkundig krass zonenwidrig ist. 

Zu Recht hat die Gemeinde sodann im angefochtenen Entscheid auch 

ausgeführt, dass durch das Bauvorhaben öffentliche und private Interessen in 

erheblicher Weise berührt werden (so u.a. weil mit einer Umnutzung das mit 

der Bezeichnung der Kirche als erhaltenswertes Gebäude im Generellen 

Gestaltungsplan [Art. 112 BG] obsolet würde oder weil damit erhebliche 

umwelt- und lärmschutzrechtliche Aspekte verbunden sein können). Im Lichte 

des Dargelegten lässt es sich daher nicht beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin das streitige Bauvorhaben ebenfalls als 

baubewilligungspflichtig qualifiziert und dem Baubewilligungsverfahren 

unterstellt hat.

3. a) Soweit die Beschwerdeführerin sich auf den Standpunkt stellt, dass die 

Nutzung des Kirchenraumes als Lounge/Hotelbar und als hotelbezogene 

öffentliche Gastwirtschaft bewilligt werden müsse, bzw. ihr die angestrebte 

Zweckänderung also nicht verboten werden dürfe, kann ihr ebenfalls nicht 

geholfen werden. Wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat und seitens der 

Beschwerdeführerin auch nicht in Abrede gestellt worden ist, ist das 

Bauvorhaben „Hotelbar/Lounge sowie öffentliche Gastwirtschaft“ in der Zone 

für Kurbetriebe (Art. 69 BG) offenkundig zonenwidrig und daher als solches 

einer zonenkonformen Baubewilligung aufgrund der geltenden 

Zonenvorschriften gar nicht zugänglich. 

b) Die Baubehörde hat dieses Manko erkannt und das Bauvorhaben 

„Hotelbetrieb“ der Beschwerdeführerin (abgesehen vom streitigen Verbot der 

Nutzung der Kirche als öffentliche Lounge sowie als öffentlicher 

Gastwirtschaftsbetrieb) gestützt auf ihr Baugesetz (Art. 85 und 89 Abs. 1 KRG 

i.V. mit Art. 21 BG) daher denn auch unter dem Titel „Beschränkte 

Ausnahmebewilligung“ für die laufende Wintersaison bewilligt. Hält man sich 

den gemäss konstanter Rechtsprechung den Gemeinden in Bausachen 

zustehenden weiten Beurteilungs- und Ermessensspielraum vor Augen, und 

zieht zudem in Betracht, dass auf eine Ausnahmebewilligung grundsätzlich 

kein Rechtsanspruch besteht (so ausdrücklich Art. 21 Abs. 2 BG), erhellt, dass 

das Begehren der Beschwerdeführerin um Bewilligung der von ihr 

angestrebten temporären Zweckänderung (Kirchenraum in eine 

Lounge/Hotelbar; öffentliche Gastwirtschaft) auch aus dieser Sicht 

chancenlos ist. Der Umstand, dass die Baubehörde 

entgegenkommenderweise in den Klinikräumlichkeiten den Hotelbetrieb für 

die Wintersaison bewilligt hat, bedeutet nicht, dass sie damit auch gleich noch 

die Zweckänderung der Kirche bzw. die Nutzung als öffentliche Gastwirtschaft 

hätte bewilligen müssen. In der angefochtenen Verfügung (vgl. die Auflistung 

in Ziff. 3.2 der Erwägungen) hat die Beschwerdegegnerin im Übrigen sachlich 

nachvollziehbar die Gründe und Überlegungen aufgelistet, welche den 

Verzicht auf den Einbezug des Bauvorhabens „Lounge/Hotelbar“ sowie 

„öffentlicher Gastwirtschaftsbetrieb“ in die beschränkte Ausnahmebewilligung 

für einen Hotelbetrieb ohne weiteres und willkürfrei rechtfertigen. Was die 

Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang vorbringt, zielt offenkundig ins 

Leere und vermag an der Rechtmässigkeit der von der Gemeinde bei der 

Ausgestaltung ihrer „Beschränkten Ausnahmebewilligung“ gezogenen 

Grenzen nichts zu ändern. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem 

Zusammenhang und zur Stützung ihrer Anträge eine Verletzung des 

Anspruches auf rechtliches Gehör geltend macht, erweist sich ihr Einwand 

bereits angesichts der breit geführten Schriftenwechsel vor der Vorinstanz, in 

denen sie ihre Recht mehr als rechtsgenüglich wahrnehmen konnte, als 

offensichtlich haltlos und unbegründet.

c) Erweist sich aber die streitige Verweigerung einer Ausnahmebewilligung für 

das Bauvorhaben der Beschwerdeführerin als rechtens, lässt es sich auch 

nicht beanstanden, wenn die Vorinstanz in Ziff. 2 des Dispositivs der 

Bauherrschaft die angestrebte Zweckänderung ausdrücklich (und ohne Pflicht 

zur vorherigen Anhörung) untersagt und sich die Kontrolle sowie die 

zwangsweise Durchsetzung des angeordneten Nutzungsverbotes 

vorbehalten hat (Art. 90 Abs. 1 KRG). Dass dieser Vorbehalt begründet war, 

zeigt letztlich bereits der Umstand, dass diesbezüglich ein weiteres Verfahren 

(R 07 20) hängig ist.

4. Soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung des gestützt auf Art. 159 ff. BG 

und Art. 93 ff. KRG eröffneten Bussverfahrens verlangt, kann ihr nicht gefolgt 

werden. Wie sich bereits den tatbeständlichen Ausführungen, den dem 

Gericht vorliegenden Akten und dem Umstand, dass die 

Baubewilligungspflicht streitig war, ohne weiteres entnehmen lässt, wurden 

um das Eröffnen des Hotelbetriebes zu ermöglichen innert wenigen Tagen 

(Kaufdatum: 20. Dezember 2006; Gesuch: 5. Januar 2007; Betrieb Grand 

Hotel ab 12. Januar 2007) ohne vorgängiges Einholen der erforderlichen 

Baubewilligung auf der Liegenschaft verschiedene bauliche Vorkehren 

getroffen. Im entsprechenden Vorgehen ist zumindest eine Verletzung 

formellen Baurechts (vgl. Art. 152 Abs. 1 BG) zu erblicken, welche die 

Einleitung eines separaten Baubussenverfahrens ohne weiteres rechtfertigt. - 

Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist daher denn auch 

vollumfänglich abzuweisen. 

5. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der 

Beschwerdeführerin. Eine aussergerichtliche Entschädigung an die 

obsiegende Beschwerdegegnerin entfällt (Art. 78 Abs. 2 VRG). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 266.--

zusammen Fr. 3'266.--

gehen zulasten der … AG und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.