# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d948abd0-2958-5cb9-b7f8-0090a6bbccc9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2011 D-5564/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5564-2011_2011-10-13.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5564/2011

U r t e i l   v om   1 3 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas,
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Nina Hadorn.

Parteien A._______, geboren (…),
Staatsangehörigkeit unbekannt, 
B._______,  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 30. September 2011 / N _______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  Äthiopien  eigenen  Angaben  zufolge  am 
31. Mai 2011 auf dem Luftweg verliess und – nach einer mutmasslichen 
Landung  in C._______ – am selben Tag  illegal auf dem Landweg  in die 
Schweiz  gelangte,  wo  er  am  1.  Juni  2011  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) D._______ um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  summarischen Befragung  vom  7.  Juni  2011  und 
der  direkten  Anhörung  durch  das  BFM  vom  17.  Juni  2011  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  als  Sohn  zweier  eritreischer 
Staatsangehöriger  in  Asmara  (Eritrea)  geboren  und  im  Alter  von  zwei 
Jahren  mit  seinen  Eltern  nach  Addis  Abeba  (Äthiopien)  ausgewandert, 
weshalb  er  zwar  in  Äthiopien  aufgewachsen,  jedoch  eritreischer 
Staatsangehöriger sei,

dass er  bis  ungefähr  zu  seinem achten Lebensjahr mit  seinen Eltern  in 
Addis Abeba gewohnt habe, bis diese infolge des äthiopisch­eritreischen 
Grenzkriegs  aufgrund  ihrer  Staatsangehörigkeit  von  den  äthiopischen 
Behörden nach Eritrea deportiert worden seien,

dass sein Vater aber beschlossen habe, ihn seiner Schulbildung halber in 
Äthiopien  zurückzulassen,  weshalb  er  fortan  bei  einem  Pfarrer 
aufgewachsen sei und im Erwachsenenalter beim Staat eine Arbeitsstelle 
als Zöllner angenommen habe,

dass er am (…) wegen Verdachts auf Beihilfe zum Waffenschmuggel von 
der Polizei  festgenommen worden sei, wobei die äthiopischen Behörden 
Kenntnis  von  seiner  eritreischen  Herkunft  erlangt  und  ihn  in  der  Folge 
misshandelt hätten,

dass er daraufhin durch die Gunst eines Polizisten seine Ausreise habe 
organisieren können, und es ihm schliesslich gelungen sei, das Land am 
31. Mai 2011 mit Hilfe eines Schleppers zu verlassen,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  30.  September  2011  –  eröffnet  am 
3. Oktober  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug 
anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der 
Beschwerdeführer habe den Asylbehörden trotz schriftlicher Aufforderung 
innerhalb  von  48  Stunden  keine  Reise­  oder  Identitätspapiere 
abgegeben,  ohne  glaubhaft  zu  machen,  dass  dafür  entschuldbare 
Gründe vorlägen,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 
7  AsylG  nicht  erfülle  und  keine  zusätzliche  Abklärungen  erforderlich 
seien, weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass  das  Bundesamt  den  Wegweisungsvollzug  nach  Äthiopien  –  da 
verschiedene Merkmale auf eine äthiopische Herkunft hinweisen würden 
– als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  7.  Oktober  2011  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Sache 
sei zur Neubeurteilung ans BFM zurückzuweisen und die Vorinstanz sei 
anzuweisen,  auf  das  Asylgesuch  einzutreten,  eventualiter  sei  die 
Unzulässigkeit  beziehungsweise  die  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme  zu 
gewähren,

dass er  in  verfahrensrechtlichen Hinsicht  um Verzicht  auf  die Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  und  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung  im Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
ersuchte,

dass  er  in  seiner  Beschwerde  im Wesentlichen  die  bereits  im  Rahmen 
des  erstinstanzlichen  Verfahrens  geltend  gemachten  Vorbringen 
wiederholte,

dass  er  anfügte,  er  habe  mittlerweile  den  Pfarrer,  bei  dem  er 
aufgewachsen  sei,  mit  der  Organisation  seiner  Taufpapiere  aus  Eritrea 
beauftragt, weshalb ihm noch mindestens ein Monat Zeit zur Beschaffung 
dieser Dokumente zu gewähren sei,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  10.  Oktober  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der 

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Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 
dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren 
ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG), und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise­ oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren Gründen nicht  in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt wird  (Art.  32 Abs. 3 Bst.  b AsylG) 
oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reise­  oder  Identitätspapieren 
innerhalb  von  48 Stunden  nach Einreichung  des Asylgesuchs  im Sinne 
von Art.32 Abs. 2 Bst. a AsylG sachverhaltsmässig erstellt ist,

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dass das BFM zu Recht und mit zutreffender Begründung davon ausging, 
es lägen keine entschuldbaren Gründe im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG für die Nichtabgabe von Dokumenten vor,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  ausführte,  die  Erklärungen  des 
Beschwerdeführers,  wonach  er  nie  ein  eritreisches  Identitätsdokument 
besessen  und  zur  Beschaffung  eines  solchen  Dokuments  nichts 
unternommen  habe,  da  er  in  Eritrea  niemanden  kontaktieren  könne, 
vermöchten nicht zu überzeugen, zumal er mehr als zwei Monate Zeit zur 
Beschaffung der geforderten Dokumente gehabt habe,

dass  in  diesem  Zusammenhang  auch  auf  die  oberflächlichen 
Äusserungen  des  Beschwerdeführers  zur  Ausreise  hinzuweisen  sei, 
weshalb davon auszugehen sei, er sei nicht in der beschriebenen Art und 
Weise  gereist,  sondern  enthalte  den  schweizerischen  Behörden  seine 
Dokumente zwecks Erlangung eines Vorteils vor,

dass  die  eritreische  Herkunft  aufgrund  der  Akten  nach  Auffassung  des 
Gerichts zumindest zweifelhaft erscheint, zumal der Beschwerdeführer in 
Bezug auf Eritrea sehr unbestimmte Angaben machte,

dass er  insbesondere weder seine Ethnie  (vgl. Akten BFM A 5/12 S. 2, 
A 8/18 S.  3),  noch  irgendwelche eritreische Sitten  und Bräuche nennen 
konnte (vgl. A 8/18 S. 8), was in der Annahme, der Beschwerdeführer sei 
nicht  in  Eritrea  aufgewachsen,  angesichts  der  Sozialisierung  bei  seinen 
angeblich  eritreischen  Eltern  während  acht  Jahren  von  ihm  erwartet 
werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 8 E. 3.4 S. 77 f.),

dass der Beschwerdeführer zudem angab,  in Äthiopien als Zöllner einen 
staatlichen  Posten  innegehabt  und  später  einen  gemäss  eigenen 
Aussagen authentischen (vgl. A 5/12 S. 4) äthiopischen Pass erlangt zu 
haben, weshalb davon auszugehen  ist, dass die äthiopischen Behörden 
den Beschwerdeführer als äthiopischen Staatsbürger anerkennen,

dass  die  Erklärungen, wonach  er  als  Zöllner  "schwarz"  gearbeitet  habe 
und  der Pass mit Hilfe  des Schleppers  ausgestellt worden  sei,  nicht  zu 
überzeugen vermögen,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  im  Rahmen  der  summarischen 
Befragung  angab,  er  könne  sich  keinen  eritreischen  Pass  ausstellen 
lassen, weil er über keine eritreischen Dokumente verfüge (vgl. A 5/12 S. 
5),

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dass  insgesamt  grosse  Zweifel  daran  bestehen,  der  Beschwerdeführer 
sei eritreischer Staatsangehöriger,

dass  dies  aber  letztlich  offenbleiben  kann,  zumal  aufgrund  der  Akten 
davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer  sei  auch  äthiopischer 
Staatsangehöriger,

dass  daher  in  antizipierter  Beweiswürdigung  darauf  verzichtet  werden 
kann, die in Aussicht gestellte Nachreichung des Taufscheins aus Eritrea 
abzuwarten,

dass  damit  –  wie  vom  BFM  festgestellt  –  davon  auszugehen  ist,  der 
Beschwerdeführer  enthalte  den  schweizerischen  Behörden  seine 
Reisepapiere vor,

dass  die  Vorinstanz  ferner  das  Vorliegen  der  Flüchtlingseigenschaft 
gemäss  Art.  3  und  7  AsylG  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  und  die 
Notwendigkeit  von  zusätzlichen  Abklärungen  bezüglich 
Flüchtlingseigenschaft  oder Wegweisungsvollzug  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG) zu Recht verneint hat,

dass  es  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  die  eritreische 
Herkunft sei aufgrund der  fehlenden Identitätsdokumente und der vagen 
Angaben  des  Beschwerdeführers  im  Rahmen  der  Befragungen  nicht 
glaubhaft  (vgl.  dazu  im  Detail  die  angefochtene  Verfügung  vom  30. 
September 2011 S. 3 f.),

dass  auch  die  Ausführungen  zu  seinen  Ausreisegründen  bezüglich 
Äthiopien als unglaubhaft zu qualifizieren seien,

dass  insbesondere das Verhalten des Beschwerdeführers  im Gefängnis, 
vor  den  äthiopischen  Behörden  spontan  seine  eritreische 
Staatsangehörigkeit zuzugeben, nicht nachvollziehbar sei,

dass  die Schilderung  der  beiden Freilassungen  aus  dem Gefängnis mit 
Hilfe eines Polizisten jeglichen Realitätssinns entbehre, da der Gang zur 
Immigrationsbehörde  zwecks  Ausstellung  eines  Passes  unter  dem 
Vorwand  der  Identifikation  einer  Person  und  die  anschliessende 
Rückkehr  in  seine  Zelle  nicht  mit  dem  Risiko,  bei  der  Fluchtplanung 
ertappt zu werden, vereinbar sei,

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dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  diesen  Erwägungen 
nichts  Substanziiertes  entgegenzuhalten  vermochte,  weshalb  sie  zu 
bestätigen sind, 

dass  folglich  –  wie  die  Vorinstanz  festhielt  –  die  Flüchtlingseigenschaft 
offensichtlich nicht erfüllt ist und aufgrund der Akten keine Notwendigkeit 
zur Vornahme weiterer Abklärungen ersichtlich wird,

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Äthiopien  in  Beachtung  der 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  der  Beschwerdeführer  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  darzulegen 
vermochte  und  auch  keine  glaubhaften  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention 
vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  bezüglich  Äthiopien  –  und  insbesondere  bezüglich  der Hauptstadt 
Addis  Abeba  –  unter  den  heute  bestehenden  Verhältnissen  nicht  von 
Krieg,  Bürgerkrieg  oder  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt 
gesprochen werden kann,

dass  sodann  auch  keine  individuellen  Merkmale  bestehen,  welche  den 
Vollzug  der  Wegweisung  als  unzumutbar  erscheinen  lassen  könnten, 

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zumal  der  junge  und  –  soweit  aus  den  Akten  ersichtlich  –  gesunde 
Beschwerdeführer  insbesondere  über  zwölf  Jahre  Schulbildung  und 
Arbeitserfahrung  als  Zöllner  verfügt  (vgl.  A  15/12  S.  2;  Art.  83  Abs.  4 
AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  mit  dem  vorliegenden  Entscheid  in  der  Hauptsache  ohne 
vorgängige  Instruktion  der  Antrag  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses gegenstandslos wird,

dass die eingereichte Beschwerde als aussichtslos erschien, weshalb das 
Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von 
Art.  65  Abs.  1  VwVG  unbesehen  einer  allfälligen  Bedürftigkeit 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Nina Hadorn

Versand: