# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9ad42b1-270e-5cf0-b798-9bd6389e9e1d
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-09
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 09.10.2025 608 2025 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2025-24_2025-10-09.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2025 24

Urteil vom 9. Oktober 2025

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Daniela Kiener
Richter: Marc Sugnaux, Johannes Frölicher
Gerichtsschreiber: Steve Bangerter

Parteien A.________, Klägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Meuwly

gegen

B.________ AG, 

und

C.________ AG, 

Gegenstand Zusatzkrankenversicherung VVG - Krankentaggeld

Klage vom 7. Februar 2025

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (nachfolgend: Arbeitnehmerin, Versicherte oder Klägerin), geboren im Jahr 1969, 
wohnhaft in D.________, arbeitete seit dem 1. April 2014 als Assistentin Bereich ADP bei der 
E.________ AG in F.________.

Mit Schreiben vom 22. Februar 2023 erklärte die Arbeitgeberin, das Arbeitsverhältnis unter 
Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist per 31. Mai 2023 aufzulösen. Da die Arbeitnehmerin 
vom 22. März 2023 bis zum 31. August 2023 krankheitsbedingt zu 100 Prozent arbeitsunfähig war, 
verlängerte sich das Arbeitsverhältnis aufgrund der Sperrfrist gemäss Art. 336c des Bundesgesetzes 
betreffend das Schweizerische Obligationenrecht vom 30. März 1911 (OR; SR 220) bis zum 
30. November 2023.

B. Im Rahmen des genannten Arbeitsverhältnisses mit der E.________ AG war die 
Arbeitnehmerin bei der B.________ AG kollektiv krankentaggeldversichert (Police Nr. ggg).

Am 14. April 2023 meldete die Arbeitgeberin den Krankheitsfall der B.________. 

Am 18. April 2023 ersuchte die B.________ die Versicherte um die Zustellung einer Vollmacht, um 
den Taggeldanspruch prüfen zu können. Da die Versicherte auf dieses Schreiben nicht reagierte, 
wurde sie am 2. Mai 2023 gemahnt. Auch auf dieses Schreiben erfolgte keine Reaktion seitens der 
Versicherten, weshalb sie mit eingeschriebener Sendung vom 16. Mai 2023 ein weiteres Mal 
gemahnt und gleichzeitig auf ihre Mitwirkungspflicht (Art. 39 des Bundesgesetzes vom 2. April 1908 
über den Versicherungsvertrag [VVG; SR 221.229.1]) hingewiesen wurde. Zudem wurde ihr – unter 
Verweis auf Art. 23 der Allgemeinen Vertragsbedingungen der B.________ für die Kollektiv-
Krankentaggeldversicherung nach Versicherungsvertragsgesetz, gültig ab 1. Mai 2021 
(nachfolgend: AVB B.________) – in Aussicht gestellt, dass die Taggeldleistungen ab dem 17. April 
2023 eingestellt würden, sollte die Vollmacht nicht innert Frist beigebracht werden. Allfällige weitere 
Leistungen würden erst ab Eintreffen der Vollmachtserklärung geprüft. Ein rückwirkender 
Leistungsanspruch entfalle.

Da auch dieses Schreiben unbeantwortet blieb, teilte die B.________ der Versicherten mit 
eingeschriebener Sendung vom 25. Mai 2023 mit, dass die Leistungen ab dem 17. April 2023 
eingestellt würden.

C. Vom 1. bis 19. Dezember 2023 war die Versicherte als Kauffrau im Vollzeitpensum bei der 
I.________ AG angestellt. Nachdem sie vom 4. bis 13. Dezember 2023 erneut krankheitsbedingt 
arbeitsunfähig gewesen war und ihre Arbeitsleistung auch danach nicht erbringen konnte, wurde 
das Arbeitsverhältnis seitens der Arbeitgeberin noch während der Probezeit gekündigt.

Es folgten eine Anmeldung beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (Dezember 2023) und, 
nachdem ab 12. Januar 2024 abermals eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit ärztlich attestiert 
wurde, eine Anmeldung bei der Invalidenversicherung (Frühjahr 2024).

D. Am 10. Januar 2024 nahm die Versicherte Kontakt mit der B.________ auf und gab an, per 
31. August 2023 aus der Firma (E.________ AG) ausgetreten zu sein. Sie sei an einem Übertritt 
von der Kollektiv- in die Einzel-Krankentaggeldversicherung interessiert und wünsche eine 
unverbindliche Beratung.

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Am 18. Januar 2024 wiederholte die Versicherte der B.________ gegenüber den Wunsch, in die 
Einzelversicherung überzutreten, und gab erneut an, per 31. August 2023 aus der Firma 
(E.________ AG) ausgetreten zu sein.

Im nachfolgenden Schriftenwechsel zwischen der Versicherten resp. ihrem Rechtsvertreter und der 
B.________ ging es einerseits um die Frage, ob ein Übertritt in die Einzelversicherung möglich sei, 
was die B.________ zunächst mit der verspäteten Übertrittserklärung und hernach mit der neuen 
Arbeitsstelle mit kollektiver Krankentaggeld-Versicherung verneinte. Andererseits ging es um die 
Frage, ob die Taggeldleistungen zufolge schuldhafter Verletzung der Mitwirkungspflicht per 17. April 
2023 zu Recht eingestellt worden waren. 

In diesem Rahmen reichte der Rechtsvertreter weitere Arbeitsunfähigkeitszeugnisse wie auch die 
von der B.________ seinerzeit einverlangte Vollmacht ins Recht.

Am 23. September 2024 teilte die B.________ der Versicherten mit, dass zufolge der fehlenden 
Vollmacht an der Leistungseinstellung per 17. April 2023 festgehalten werde. Die Regulierung des 
Leistungsfalls ab Dezember 2023 wiederum falle gemäss Freizügigkeitsabkommen 
vom 1. Januar 2006 unter den Krankentaggeld-Versicherern (FZA) in die Zuständigkeit des 
Nachversicherers. Am 10. Dezember 2024 bekräftigte die B.________ nochmals ihre Position.

E. Am 24. September 2024 nahm der Rechtsvertreter der Versicherten mit der I.________ AG 
Kontakt auf und forderte diese auf, sie bei der C.________ AG, mit welcher die Arbeitgeberin eine 
Kollektiv-Krankentaggeldversicherung abgeschlossen hat (Police Nr. jjj), als Arbeitnehmerin 
anzumelden.

Am 27. November 2024 stellte sich die C.________ auf den Standpunkt, nicht leistungspflichtig zu 
sein. Namentlich habe die Versicherte weder einen Nachleistungsanspruch aus der kollektiven 
Krankentaggeldversicherung noch ein Recht zum Übertritt in die Einzelversicherung.

F. Am 7. Februar 2025 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Meuwly, 
Klage gegen die H.________ AG und die C.________ AG. Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren:

"Primär

1. Die [H.________ AG] sei zu verurteilen, der Klägerin aus der Kollektiv-
Krankentaggeldversicherung Police Nr. ggg Krankentaggelder im Betrag von 
CHF 24'194.70 zzgl. Zins zu 5% ab dem 15. Oktober 2024 zu bezahlen.

2. Die [C.________] sei zu verurteilen, der Klägerin aus der Kollektiv-
Krankentaggeldversicherung Police Nr. jjj Krankentaggelder im Betrag von CHF 40'566.80 
zzgl. Zins zu 5% ab dem 1. Mai 2024 zu bezahlen.

Subsidiär

1. Die [H.________ AG] sei zu verurteilen, der Klägerin aus der Kollektiv-
Krankentaggeldversicherung Police Nr. ggg Krankentaggelder im Betrag von 
CHF 64'761.50 zzgl. Zins zu 5% ab dem 15. März 2024 zu bezahlen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge solidarisch zu Lasten der [H.________ AG] und 
[der C.________]."

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Die eingeklagten Ansprüche beschlagen die Periode vom 22. März 2023 (Beginn der 
Arbeitsunfähigkeit) bis 22. September 2024 (Beginn der IV-Eingliederungsmassnahmen), unter 
Abzug einer 90-tägigen Wartefrist bis zum 19. Juni 2023.

Am 24. März 2025 beantragt die C.________ die Abweisung der Klage, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin. Ausserdem stellt sie den Antrag, es sei auf eine 
öffentliche Verhandlung zu verzichten.

Am 23. April 2025 beantragt auch die H.________ AG die Abweisung der Klage, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin. Sie verweist darauf, dass die H.________ AG 
eingeklagt worden sei, Versicherungsträger gemäss Police sei aber die B.________ AG. Einem 
Parteiwechsel werde aber zugestimmt. 

Am 8. September 2025 erklärte sich die Klägerin mit einem Parteiwechsel von H.________ AG zu 
B.________ AG einverstanden. Auch erklärte sie sich damit einverstanden, dass auf die 
Durchführung einer öffentlichen Verhandlung, sollte diese auf die Parteivorträge beschränkt werden, 
verzichtet werde.

Mit Eingabe vom 18. September 2025 erklärte auch die B.________, auf die Durchführung einer 
öffentlichen Verhandlung zu verzichten.

Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

G. Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung 
massgebend, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

1.1. Zu beurteilen ist die Leistungspflicht aus einer Zusatzversicherung zur sozialen 
Krankenversicherung. Derartige Zusatzversicherungen unterstehen gemäss Art. 2 Abs. 2 Satz 2 des 
Bundesgesetzes vom 26. September 2014 betreffend die Aufsicht über die soziale 
Krankenversicherung (KVAG; SR 832.12) dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den 
Versicherungsvertrag (VVG; SR 221.229.1). Streitigkeiten aus solchen Versicherungen sind 
privatrechtlicher Natur (Urteile BGer 4A_637/2020 vom 10. Mai 2021 E. 1.1; 4A_38/2015 vom 
25. Juni 2015 E. 2; vgl. auch Art. 2 AVB B.________ und Art. 1 Bst. c der Allgemeinen Bedingungen 
der C.________ AG für die Kollektiv-Krankenversicherung, Ausgabe 2008 [nachfolgend: AB 
C.________]), womit die Schweizerische Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 
272) die massgebliche Verfahrensordnung bildet (Art. 1 Bst. a ZPO; BGE 138 III 558 E. 3.2, bestätigt 
in BGE 141 III 433 E. 2.4).

1.2. Nach Art. 17 ZPO können die Parteien, soweit das Gesetz keinen zwingenden Gerichtsstand 
vorsieht, schriftlich oder in einer anderen Form, die den Nachweis durch Text ermöglicht, eine 
Gerichtsstandsvereinbarung für einen bestehenden oder künftigen Rechtsstreit über Ansprüche aus 
einem bestimmten Rechtsverhältnis abschliessen. Geht aus einer Gerichtsstandsvereinbarung 
nichts anderes hervor, kann die Klage vorbehältlich einer Einlassung nach Art. 18 ZPO, 
grundsätzlich nur am vereinbarten Gerichtsstand erhoben werden. Vorliegend sehen die 

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Gerichtsstandsvereinbarungen mit den beklagten Krankentaggeldversicherern die Klagemöglichkeit 
am schweizerischen Wohnort der versicherten Person (Art. 36 AVB B.________) resp. am Arbeitsort 
des Arbeitsnehmers (Art. 20 AB C.________) vor. Die örtliche Zuständigkeit des angerufenen 
Gerichts für die Beurteilung der versicherungsrechtlichen Ansprüche gegen die Beklagten ist somit 
gegeben.

Sachlich ist das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, als einzige kantonale 
Gerichtsinstanz für Klagen über Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen 
Krankenversicherung nach dem KVG zuständig (Art. 31 ZPO und Art. 7 ZPO i.V.m. Art. 53 Abs. 1 
des kantonalen Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1] und Art. 28 Abs. 1 Bst. e des 
Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und 
seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]), ohne dass vorgängig ein Schlichtungsverfahren 
durchzuführen ist (BGE 138 III 558 E. 4; Urteile BGer 4A_394/2012 vom 4. Oktober 2012 E. 3; 
4A_680/2014 vom 29. April 2015 E. 2.2). 

1.3. Die Klage ist am 7. Februar 2025 formrichtig durch die rechtsgültig vertretene Klägerin beim 
örtlich und sachlich zuständigen Kantonsgericht erhoben worden. Die Partei- und Prozessfähigkeit 
der Klägerin, der ein selbständiges Forderungsrecht gegen den Versicherer zusteht (Art. 95a VVG), 
sowie der C.________ ist ohne Weiteres gegeben.

In der Klageantwort vom 23. April 2025 gab die H.________ AG bekannt, dass nicht sie 
Versicherungsträger gemäss Police sei, sondern die B.________ AG (vgl. auch die Police Nr. ggg 
sowie Art. 1 AVB B.________; Klagebeilagen 2 und 3). Da sowohl die B.________ wie auch die 
Klägerin einem entsprechenden Parteiwechsel zugestimmt haben (act. 11 Ziff. II.3 und act. 14b Ziff. 
1), ist davon Vormerk zu nehmen.

Da auch die Partei- und Prozessfähigkeit der B.________ ohne Weiteres zu bejahen ist, ist auf die 
Klage einzutreten.

1.4. Es gilt das vereinfachte Verfahren (Art. 243 Abs. 2 Bst. f ZPO). Das Gericht hat den Sach-
verhalt von Amtes wegen festzustellen (Art. 247 Abs. 2 Bst. a ZPO).

2.

2.1. Richtet sich die Klage wie vorliegend gegen mehrere Streitgenossen, handelt es sich um 
einen Fall der passiven Streitgenossenschaft. 

Nach Massgabe von Art. 71 Abs. 1 ZPO setzt die freiwillige Streitgenossenschaft voraus, dass 
Rechte und Pflichten beurteilt werden sollen, die auf gleichartigen Tatsachen oder Rechtsgründen 
beruhen (Bst. a), für die einzelnen Klagen die gleiche Verfahrensart anwendbar ist (Bst. b) und das 
gleiche Gericht sachlich zuständig ist (Bst. c). Jeder Streitgenosse kann den Prozess unabhängig 
von den andern Streitgenossen führen (Art. 71 Abs. 2 ZPO).

2.2. Die Klägerin macht mit der vorliegenden Klage Ansprüche auf Taggeldleistungen der 
kollektiven Krankentaggeldversicherung für die Periode vom 22. März 2023 bis 22. September 2024 
geltend. In dieser Zeit hatte sie zwei Arbeitgeber, nämlich die E.________ AG (bis 30. November 
2023) und die I.________ AG (vom 1. bis 19. Dezember 2023). Die B.________ (Kollektiv-
Krankentaggeldversicherer der E.________ AG) macht unter anderem geltend, ihre Leistungspflicht 
ende spätestens am 1. Dezember 2023, gestützt auf das Freizügigkeitsabkommen unter den 
Krankentaggeld-Versicherern (FZA). Ab diesem Datum sei die C.________ leistungspflichtig. Die 
C.________ (Kollektiv-Krankentaggeldversicherer der I.________ AG) wiederum verneint ihre 

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Leistungspflicht und macht unter anderem geltend, es liege kein Freizügigkeitsfall im Sinne des FZA 
vor.

Die Ansprüche der Klägerin gegen die B.________ und die C.________ leiten sich somit aus 
gleichartigen Tatsachen (Arbeitsunfähigkeit) und Rechtsgründen (kollektive Krankentaggeld-
Versicherung der jeweiligen Arbeitgeber) ab. Ausserdem gilt es für die Zeit ab Dezember 2023 zu 
prüfen, ob ein Freizügigkeitsfall im Sinne des FZA vorliegt resp. ob und gegebenenfalls bei welchem 
Kollektivkrankentaggeld-Versicherer ab diesem Zeitpunkt eine Versicherungsdeckung besteht. Die 
Bildung einer einfachen Streitgenossenschaft erscheint deshalb im Hinblick auf den Prozessstoff 
nicht nur zweckmässig, sondern unabdingbar, dies sowohl aus prozessökonomischen Gründen als 
auch zur Vermeidung widersprüchlicher Urteile (vgl. BGE 145 III 460 E. 4.2.1; 142 III 581 E. 2.1). 

Da für die einzelnen Klagen die gleiche Verfahrensart anwendbar und auch das gleiche Gericht 
sachlich zuständig ist, ist die einfache passive Streitgenossenschaft zuzulassen.

3.

Vorliegend ist streitig, ob die B.________ die Krankentaggeldleistungen ab dem 17. April 2023 zu 
Recht zufolge einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht eingestellt hat.

Weiter ist streitig, ob die B.________ der Klägerin zu Recht den Übertritt von der kollektiven 
Krankentaggeldversicherung in die Einzelversicherung verwehrte. In diesem Zusammenhang stellt 
sich vorab die Frage, ob zufolge des Arbeitsverhältnisses zwischen der Klägerin und der I.________ 
AG (1. bis 19. Dezember 2023) der Krankentaggeld-Versicherer gewechselt hat und ein Übertritt in 
die Einzelversicherung der B.________ überhaupt noch möglich ist.

Schliesslich ist streitig, ob die C.________ für die ab Dezember 2023 attestierte Arbeitsunfähigkeit 
leistungspflichtig ist.

4.

Bevor auf die sich stellenden Rechtsfragen näher eingegangen wird, ist kurz der gesundheitliche 
und berufliche Kontext der Klägerin zu beleuchten.

4.1. Die Klägerin war vom 1. April 2014 bis 30. November 2023 bei der E.________ AG angestellt 
(Klagebeilagen 5, 8, 12 und 13). 

Ab dem 22. März 2023 bis zum 31. August 2023 attestierte ihr der Hausarzt, Dr. med. K.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit aus 
krankheitsbedingten Gründen. Nähere Angaben zur Krankheit finden sich auf den zu den Akten 
gereichten Arbeitsunfähigkeitsattesten nicht (Klagebeilage 64; vgl. auch ärztliches Zeugnis vom 
10. Mai 2023, Klageantwortbeilage B.________ S. 15). 

Vom 9. bis 20. Juni 2023 war die Klägerin in der Privatklinik L.________ hospitalisiert. Im 
Austrittsbericht vom 21. Juni 2023 werden die folgenden Diagnosen gestellt: Anpassungsstörung 
(F43.2), generalisierte Angststörung (F41.1), DD ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung. 
Ausserdem werden folgende somatische Diagnosen genannt: Diabetes mellitus Typ 1, Fettleber bei 
bekannten erhöhten Leberparametern, Vd. a. Colon irritablie, unklare periodische subfebrile 
Temperaturen. Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis wurde der Klägerin nicht ausgestellt, da ihr gemäss 
eigenen Angaben ein solches bis Herbst 2023 bereits ausgestellt worden sei (Klagebeilage 27).

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Für die Zeit nach dem Klinikaustritt wurde die Psychiatrie Spitex M.________ organisiert 
(Klagebeilage 31). Ausserdem nahm die Klägerin von Mai 2023 bis September 2023 sporadisch 
Termine bei ihrer Psychotherapeutin wahr (Klagebeilage 32).

Für den Zeitraum vom 1. September 2023 bis 30. November 2024 finden sich in den Akten keine 
medizinischen Unterlagen, die eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen würden; dies gilt namentlich 
auch hinsichtlich des Verlaufsberichts der Psychotherapeutin (vgl. Klagebeilage 32), die sich in 
ihrem Bericht nur sehr wage äussert und selber angibt, den psychopathologischen Befund aufgrund 
der unregelmässigen Termine nicht durchgehend einschätzen zu können. Kommt hinzu, dass sie 
als Psychotherapeutin zwar befugt ist, psychische Erkrankungen zu diagnostizieren und zu 
behandeln, aber nicht berechtigt ist, eine Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen; die Ausstellung von 
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ist Ärzten vorbehalten. Entsprechend verlängerte sich das 
ursprünglich per Ende Mai 2023 gekündigte Arbeitsverhältnis zufolge der Sperrfrist von Art. 336c OR 
auf Ende November 2023.

4.2. Vom 1. Dezember 2023 bis zum 19. Dezember 2023 war die Klägerin bei der I.________ AG 
angestellt.

Am ersten Arbeitstag, der auf Montag, den 4. Dezember 2023 fiel, erschien die Klägerin zur Arbeit, 
musste den Arbeitsplatz aber bereits nach 30 Minuten wieder verlassen. Am 18. Dezember 2023 
erschien die Klägerin wieder zur Arbeit, musste den Arbeitsplatz aber am späteren Nachmittag 
abermals verlassen. Nachdem sie am 19. Dezember 2023 erst um 9.30 Uhr bei der Arbeit 
erschienen war, wurde ihr fristlos gekündigt (Klage S. 21; vgl. auch das Schreiben der Klägerin an 
die B.________ vom 4. Juli 2024 [Klageantwortbeilage B.________ S. 205], in dem sie angibt, die 
Stelle bei der I.________ AG vom 1. bis 14. Dezember 2023 wegen des vorbestehenden, 
psychischen Gesundheitsschadens gar nicht angetreten zu haben und lediglich am 15. Dezember 
2023 bis zur Mittagspause in der Firma anwesend gewesen zu sein).

Der Hausarzt attestierte der Klägerin vom 4. Dezember 2023 bis 13. Dezember 2023 eine 
100-prozentige Arbeitsunfähigkeit, wobei auf den Arbeitsunfähigkeitsattesten wiederum keine 
näheren Angaben zur Krankheit gemacht werden (Klagebeilage 64). 

4.3. Ab dem 20. Dezember 2023 war die Klägerin beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
als arbeitslos gemeldet. Zufolge anhaltender vollumfänglicher Arbeitsunfähigkeit wurde sie mit 
Wirkung ab 12. April 2024 von der Arbeitslosenversicherung wieder abgemeldet 
(Klageantwortbeilage B.________ S. 214-220). Zeitgleich erfolgte eine Anmeldung bei der 
Invalidenversicherung und ab dem 23. September 2024 ein Aufbautraining bei N.________ GmbH 
(Klageantwortbeilage B.________ S. 252 und 270-272).

In diesem Zeitraum befand sich die Klägerin vom 12. Januar 2024 bis 8. Februar 2024 in der 
Privatklinik O.________ in stationärer Behandlung. Der Austrittsbericht vom 15. Februar 2024 nennt 
die folgenden Diagnosen: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(F33.1), St.n. Herzstillstand mit erfolgreicher Wiederbelebung (I46.0), Diabetes mellitus Typ 1 
(E10.9). Der Klägerin wurde eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit vom 12. Januar 2024 bis 
22. Februar 2024 attestiert (Klagebeilage 28). Ob die stationären Aufenthalte vom
9. Bis 20. Juni 2023 in der Privatklinik L.________ und 12. Januar 2024 bis 8. Februar 2024 in der 
Privatklinik O.________ auf die gleiche Krankheit bzw. Ursache zurückzuführen waren (Rückfall) 
oder im Juni 2023 eine gänzlich andere Symptomatik vorlag, konnte von der Privatklinik O.________ 
nicht beantwortet werden (Stellungnahme vom 28. März 2024, Klageantwortbeilage B.________ 
S. 104).

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Eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit ab dem 12. Januar 2024 wurde auch vom Hausarzt attestiert. 
Auf den zu den Akten gereichten Arbeitsunfähigkeitsattesten und Arztzeugnissen finden sich 
wiederum keine näheren Angaben zur Krankheit (vgl. Klagebeilage 64).

Ab Januar 2024 kamen zu den psychischen Beschwerden somatische Beschwerden hinzu (unklarer 
und therapie-resistenter Durchfall), der seinerseits eine Behandlung vom31. Mai 2024 bis 
14. Juni 2024 im P.________, notwendig machte (Klageantwortbeilage B.________ S. 198-202).

Vom 24. Juli 2024 bis 3. September 2024 und vom 16. Oktober 2024 bis 11. November 2024 war 
die Klägerin weitere Male in der Privatklinik O.________ stationiert. In den Austrittsberichten vom 
5. September 2024 bzw. 14. November 2024 wurden unter anderem die folgenden Diagnosen 
gestellt: Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom (F10.2), 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1). Der Klägerin wurde 
für die Zeit vom 24. Juli 2024 bis 20. September 2024 und vom 16. Oktober 2024 
bis 11. November 2024 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (Klagebeilagen 29, 30 und 64). 

5.

5.1.

5.1.1. Gemäss Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB; 
SR  210) hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer 
behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die 
einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, während die 
Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen 
bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder 
Durchsetzbarkeit bestreitet (BGE 141 III 241 E. 3.1 mit Hinweisen; 139 III 13 E. 3.1.3.1). Diese 
Grundregeln gelten auch im Bereich des Versicherungsvertrags (BGE 130 III 321 E. 3.1).

Damit hat bei Ansprüchen aus Versicherungsvertrag der Anspruchsberechtigte – in der Regel der 
Versicherungsnehmer, der versicherte Dritte oder der Begünstigte – die Tatsachen zur Begründung 
des Versicherungsanspruches zu beweisen. Er trägt nicht nur die Beweislast für den Eintritt des 
Versicherungsfalls, sondern auch für den Umfang des Anspruches. Entsprechend hat der 
Anspruchsberechtigte zu beweisen, dass er (weiterhin) Anspruch auf Taggelder hat, was unter 
anderem voraussetzt, dass er nach wie vor arbeitsunfähig ist. Dagegen kann der Versicherer den 
Gegenbeweis antreten, etwa indem er die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit nachweist; um 
einen von ihm zu erbringenden Hauptbeweis handelt es sich dabei aber nicht. Die Folgen der 
Beweislosigkeit bezüglich Arbeitsunfähigkeit trägt der Anspruchsberechtigte. Diese 
Beweislastverteilung ändert sich auch nicht dadurch, dass der Versicherer zunächst 
Taggeldleistungen erbrachte (Urteil BGer 4A_66/2017 vom 14. Juli 2017 E. 3.2).

5.1.2. Der Beweis gilt als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der 
Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Absolute Gewissheit kann dabei nicht verlangt 
werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften 
Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Ausnahmen von diesem 
Regelbeweismass, in denen eine überwiegende Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet wird, 
ergeben sich einerseits aus dem Gesetz selbst und sind andererseits durch Rechtsprechung und 
Lehre herausgearbeitet worden. Den Ausnahmen liegt die Überlegung zu Grunde, dass die Rechts-
durchsetzung nicht an Beweisschwierigkeiten scheitern darf, die typischerweise bei bestimmten 
Sachverhalten auftreten (vgl. BGE 128 III 271 E. 2b/aa). Die Beweiserleichterung setzt demnach 

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eine "Beweisnot" voraus. Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn ein strikter Beweis nach der Natur 
der Sache nicht möglich oder nicht zumutbar ist, insbesondere wenn die von der beweisbelasteten 
Partei behaupteten Tatsachen nur mittelbar durch Indizien bewiesen werden können. Eine Beweis-
not liegt aber nicht schon darin begründet, dass eine Tatsache, die ihrer Natur nach ohne weiteres 
dem unmittelbaren Beweis zugänglich wäre, nicht bewiesen werden kann, weil der beweisbelasteten 
Partei die Beweismittel fehlen. Blosse Beweisschwierigkeiten im konkreten Einzelfall können nicht 
zu einer Beweiserleichterung führen. Für eine behauptete Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit 
dem Eintritt des Versicherungsfalls gilt somit das ordentliche Beweismass (BGE 148 III 105 E. 3.3.1 
und 148 III 134 E. 3.4.1, je mit weiteren Hinweisen; Urteil BGer 4A_172/2022 vom 31. August 2022 
E. 2.5).

5.1.3. Gemäss Art. 55 Abs. 1 ZPO haben die Parteien dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre 
Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben. Art. 55 Abs. 2 ZPO behält 
gesetzliche Bestimmungen über die Feststellung des Sachverhaltes und die Beweiserhebung von 
Amtes wegen ausdrücklich vor, wie sie in Art. 247 Abs. 2 i.V.m. Art. 243 Abs. 2 Bst. f ZPO für 
Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung vorgesehen ist. Auf die 
Tragweite dieser Bestimmung braucht indessen nicht weiter eingegangen zu werden, denn in jedem 
Fall gilt, dass das Gericht das Recht von Amtes wegen anwendet (Art. 57 ZPO) (Urteil BGer 
4A_535/2015 vom 1. Juni 2016 E. 3.1).

5.2.

5.2.1. Als Teil des Privatrechts räumt das VVG den Parteien weitgehende Vertragsfreiheit ein, 
solange sie die Schranken der Rechtsordnung beachten und sich der Vertragsinhalt regelmässig 
nach den vorformulierten Allgemeinen Vertragsbedingungen richtet (NEBEL in Basler Kommentar 
zum VVG, 2001, Art. 100 N. 10 ff.). Art. 100 Abs. 1 VVG erklärt sodann die Bestimmungen des 
Schweizerischen Obligationenrechts als anwendbar, soweit das VVG keine Vorschriften enthält.

5.2.2. Die Klägerin war seit dem 1. April 2014 bei der E.________ AG angestellt. 

Diese hat mit der B.________ eine Kollektiv-Krankentaggeldversicherung abgeschlossen (Police 
Nr. ggg). Im Rahmen dieser Versicherungspolice sind sämtliche Arbeitnehmenden (inkl. Aushilfen, 
Teilzeitbeschäftigte und Lernende) der Arbeitgeberin versichert. Die Versicherung deckt die 
wirtschaftlichen Folgen von Krankheit, Unfall und Mutterschaft ab (Art. 3 AVB B.________). Der 
Deckungsgrad beträgt 80 Prozent, die Wartefrist 90 Tage, die Leistungsdauer 720 Tage abzüglich 
der Wartefrist (Klagebeilagen 2 und 3). 

5.2.3. Gemäss Art. 39 Abs. 2 Ziff. 2 VVG kann der Versicherungsvertrag verfügen, dass die 
Auskünfte (Art. 39 Abs. 1 VVG) und Belege, insbesondere auch ärztliche Bescheinigungen (Art. 39 
Abs. 2 Ziff. 1 VVG), bei Verlust des Versicherungsanspruchs, binnen bestimmter, angemessener 
Frist gemacht werden müssen. Die Frist läuft von dem Tage an, an dem der Versicherer den 
Anspruchsberechtigten, unter Androhung der Säumnisfolgen, schriftlich aufgefordert hat, diese 
Mitteilungen zu machen. 

Enthält der Vertrag eine Verwirkungsklausel, so kann diese vereinbarte Rechtsfolge aber nur 
eintreten, wenn der Versicherer dem Versicherten bereits im Vertrag (und nicht erst mit der 
schriftlichen Mahnung) eine angemessene Frist zur Erfüllung der Auskunfts- und 
Mitwirkungspflichten eingeräumt hat; diese Frist muss "bestimmt", d.h. genau (nach Tagen, Wochen 
o.a.) bemessen sein (LANDOLT/PRIBNOW, Privatversicherungsrecht, 2022, Rz. 650; in diesem Sinne 
bereits KELLER/RÖLLI, Kommentar zum Schweizerischen Bundesgesetz über den 

Kantonsgericht KG
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Versicherungsvertrag, 1968, S. 574). Hinzu kommt eine besondere Erfüllungsaufforderung; die 
Vertragsabrede bzw. Vereinbarung in den AVB allein genügt nicht. Der Anspruchsberechtigte ist 
also nach Eintritt des Versicherungsfalls nochmals ausdrücklich zur Erfüllung seiner Pflichten innert 
der vereinbarten Frist anzuhalten und ausserdem auf die Säumnisfolgen aufmerksam zu machen. 
Dafür ist Schriftform vorgeschrieben. Dass die Mahnung die verlangten Auskünfte möglichst präzise 
umschreiben sollte, vor allem falls dies noch nicht geschah, versteht sich von selbst. Die gewährte 
Frist beginnt zu laufen, sobald die Aufforderung des Versicherers beim Anspruchsberechtigten 
eingetroffen ist (zum Ganzen: NEF in Basler Kommentar zum VVG, 2001, Art. 39 N. 17). 

Wenn der Vertrag als Sanktion für die Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflichten die 
Verwirkung des Versicherungsanspruchs vorsieht, sind somit die strengen Formalien von Art. 39 
Abs. 2 VVG einzuhalten. Dazu gehört auch die Statuierung einer bestimmten Frist in den AVB (vgl. 
auch Urteil HG160187-O des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Juli 2017 E. 3.4.2, das 
Bezug nimmt auf NEF). Dieser Nachteil tritt aber nach Art. 45 Abs. 1 VVG nicht ein, wenn die 
Verletzung nach den Umständen als eine unverschuldete anzusehen ist (zum Ganzen: Urteil BGer 
4A_350/2007 vom 3. Oktober 2007 E. 3.4; siehe auch Urteile KG FR 608 2021 125 vom 
13. Oktober 2022 E. 6 und 608 2023 24 vom 4. Juni 2024 E. 6.1).

5.3.

5.3.1. Vorab ist festzustellen, dass die Klägerin drei Arbeitsunfähigkeitszeugnisse zu den Akten 
gereicht hat, in denen ihr Hausarzt, Dr. med. K.________, bestätigt, dass vom 22. März 2023 bis 
zum 31. August 2023 eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (Klagebeilage 9). 

Die B.________ bestreitet weder die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (22. März 2023 bis 31. August 
2023) noch ihren Umfang (100 Prozent), auch wenn die Arbeitsunfähigkeitszeugnisse nicht weiter 
begründet sind und im fraglichen Zeitraum nur sporadisch hausärztliche Konsultationen 
stattgefunden haben (so am 23. März 2023, 6. April 2023 und 4. September 2023, am 
21. August 2023 fand ausserdem ein Kontakt per E-Mail statt; vgl. die Bestätigung des Hausarztes 
vom 7. März 2024, Klageantwortbeilage B.________ S. 106). Sie erklärt auch ausdrücklich, dass 
sie nicht bestreite, dass das Arbeitsverhältnis per Ende November 2024 (recte: 2023) geendet habe 
(Klageantwort S. 2), was zufolge der dreimonatigen Kündigungsfrist (vgl. Klagebeilage 6) und der 
Sperrfrist gemäss Art. 336c OR eine Arbeitsunfähigkeit bis Ende August 2023 impliziert.

Im Folgenden ist somit – da unbestritten – davon auszugehen, dass die Klägerin vom 22. März 2023 
bis zum 31. August 2023 krankheitshalber zu 100 Prozent arbeitsunfähig war. 

5.3.2. Die B.________ begründet ihre Leistungseinstellung per 17. April 2023 mit der fehlenden 
Vollmacht. Sie beruft sich dabei auf Art. 39 VVG und Art. 23 AVB B.________ (vgl. das Schreiben 
vom 16. Mai 2023, Klageantwortbeilage B.________ S. 11 f.).

Auf den zwischen der B.________ und der E.________ AG abgeschlossenen Versicherungsvertrag 
finden die bereits erwähnten AVB B.________ Anwendung (vgl. Klagebeilage 2). Darin findet sich 
zu den Pflichten im Schadenfall im Allgemeinen resp. zum Vorgehen im Schadenfall im Konkreten 
eine Bestimmung, die besagt, dass die B.________ berechtigt ist, Patientenbesuche durchzuführen 
sowie zusätzliche Belege und Auskünfte, insbesondere ärztliche Zeugnisse und Berichte, zu 
verlangen. Die versicherte Person hat die Ärzte, die sie behandeln oder behandelt haben, von der 
Schweigepflicht gegenüber der B.________ zu entbinden (Art. 21.5 AVB B.________). Werden die 
Pflichten im Schadenfall schuldhaft verletzt und wird dadurch das Ausmass oder die Feststellung 
der Krankheits-/Unfallfolgen nachteilig beeinflusst, kürzt oder verweigert die B.________ ihre 

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Leistungen (Art. 23 AVB B.________). Eine nach Tagen, Wochen o.a. bestimmte Frist, innert 
welcher die versicherte Person mitzuwirken hat, um sich nicht dem Vorwurf der Verletzung von 
Verhaltenspflichten auszusetzen, wurde indes nicht definiert. 

Damit enthält Art. 23 AVB B.________ keine Verwirkungsklausel im Sinne von Art. 39 Abs. 2 Ziff. 2 
VVG und die B.________ kann sich nicht auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht berufen, um der 
Klägerin ihren Leistungsanspruch zu verweigern.

5.3.3. Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die B.________ die Krankentaggeldleistungen 
per 17. April 2023 zu Unrecht zufolge Verletzung der Mitwirkungspflicht eingestellt hat. Dies 
unabhängig davon, ob die Mitwirkungspflichtverletzung schuldhaft erfolgte oder nicht.

Der Klägerin steht folglich im Zeitraum vom 22. März 2023 bis 31. August 2023 ein Krankentaggeld 
für eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit zu Lasten der B.________ zu. Unter Beachtung der 
vereinbarten Wartefrist von 90 Tagen (bis und mit 19. Juni 2023; vgl. Klagebeilage 2) sind der 
Klägerin in diesem Zeitraum insgesamt 73 Tage (20. Juni 2023 bis 31. August 2023) zu 
entschädigen.

Ausgehend von einem Taggeld von CHF 149.35, das von B.________ nicht bestritten wird (vgl. act. 
11 S. 10), beläuft sich der Taggeldanspruch für diese Zeit auf CHF 10'902.55. Er berechnet sich wie 
folgt:

Jahreslohn (CHF 5'241.- x 13 Monate) CHF 68'133.00 (vgl. Klagebeilage 5 und 7)

80 Prozent davon CHF 54'506.40 (vgl. Klagebeilage 2)

Taggeld (CHF 54'560.40 ./. 365 Tage) CHF 149.35

Verbleibender Anspruch
(73 Tage x CHF 149.35) CHF 10'902.55

5.3.4. Den AVB B.________ sind keine Bestimmungen über den Verzugszins in Bezug auf 
Leistungen des Versicherers zu entnehmen. Gemäss Art. 100 Abs. 1 VVG finden auf den 
Versicherungsvertrag die Bestimmungen über das Schweizerische Obligationenrecht Anwendung, 
soweit das VVG keine Vorschriften enthält. Art. 104 Abs. 1 OR sieht vor, dass der Schuldner, 
welcher mit der Zahlung einer Geldschuld in Verzug ist, einen Verzugszins zu 5 Prozent für das Jahr 
zu bezahlen hat. Der Eintritt des Verzugs setzt die Fälligkeit der Forderung sowie die Mahnung durch 
den Gläubiger voraus. Lehnt der Versicherer zu Unrecht seine Leistungspflicht definitiv ab, bedarf 
es keiner Mahnung. Fälligkeit und Verzug treten dann sofort ein, und die Deliberationsfrist gemäss 
Art. 41 Abs. 1 VVG wird überflüssig, wenn sie nicht schon abgelaufen ist (NEF, Art. 41 N. 20).

Vorliegend haben die Parteien keinen bestimmten Zeitpunkt für die Erfüllung der geschuldeten 
Krankentaggeldleistungen vereinbart. Da der Krankentaggeldversicherer seine Leistungspflicht ab 
dem 20. Juni 2023 zu Unrecht ablehnte, treten Fälligkeit und Verzug der Leistungen sofort ein. 
Folglich ist ein Verzugszins zu 5 Prozent ab dem 26. Juli 2023 (mittlerer Verfalltag) zu bezahlen.

5.4.

5.4.1. Für die Zeit vom 1. September 2023 bis 30. November 2023 kann die Klägerin keinen 
Krankentaggeldanspruch geltend machen, da für diese Zeitspanne keine ärztlich bescheinigte 
Arbeitsunfähigkeit bestand resp. nachträglich keine Arbeitsunfähigkeit mit dem erforderlichen 

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Beweismass – strikter Beweis, da für den Beweis der Arbeitsunfähigkeit keine Beweisnot besteht 
(vgl. Urteil BGer 4A_394/2021 vom 11. Januar 2022 E. 3.4.3) – nachgewiesen werden kann.

So hat die Klägerin während dieser Zeit keinen einzigen Arzttermin bei ihrem Hausarzt 
wahrgenommen und der Hausarzt hat ihr auch nicht im Nachhinein eine entsprechende 
Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 1. September 2023 bis 30. November 2023 attestiert (so wie er 
am 21. August 2023 eine Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum vom 1. Juni 2023 bis 3. August 2023 
attestiert hatte; vgl. Klagebeilage 9). Eine Arbeitsunfähigkeit im genannten Zeitraum lässt sich darum 
auch nicht nachträglich mittels Zeugeneinvernahme des Hausarztes oder Gerichtsgutachtens 
nachweisen, sind doch mittlerweile ganze zwei Jahre vergangen und entsprechende Aussagen 
infolge Zeitablaufs sowie mangels echt-zeitlicher ärztlicher Berichte nicht möglich. Auf diese 
Beweisofferten kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. Urteil BGer 4A_66/2018 vom 
15. Mai 2019 E. 2.1.1) verzichtet werden. 

Auch auf eine Parteieinvernahme der Klägerin sowie die Zeugeneinvernahme des ehemaligen 
Arbeitgebers sowie von Mitarbeitern der Detailhandelsgeschäfte oder Familienangehörigen kann 
verzichtet werden, können doch diese Personen selbstredend keine relevanten Aussagen zum 
medizinischen Sachverhalt machen.

Weiter vermag auch der Umstand, dass die Klägerin nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter und 
der anschliessenden Kündigung übermässig Alkohol einkaufte und vermutlich auch konsumierte, 
was sich anhand der zu den Akten gereichten Belegen aber nicht nachweisen lässt, eine 
Arbeitsunfähigkeit nicht zu belegen.

Bleibt zu erwähnen, dass, auch wenn nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass die Klägerin 
auch in den Monaten September bis November 2023 arbeitsunfähig war (dies aber nachträglich 
nicht beweisen kann), es doch auch Indizien gibt, die dafür sprechen, dass sie in dieser Zeitspanne 
ihre Arbeitsunfähigkeit zumindest vorübergehend wiedererlangt hat. Zum einen wäre zu erwarten 
gewesen, dass die Klägerin bei anhaltender Arbeitsunfähigkeit weiterhin Termine bei ihrem Hausarzt 
wahrgenommen und sich ihre fortdauernde Arbeitsunfähigkeit hätte bescheinigen lassen. 
Ausserdem wurde sie im Zeitraum von September bis und mit November 2023 psychotherapeutisch 
betreut und auch die Psychiatrie Spitex M.________ schaute wöchentlich bei ihr vorbei. Nichts desto 
trotz wurde die Thematik eines übermässigen und gesundheitsschädigenden Alkoholkonsums von 
den involvierten Fachpersonen erstmals im September 2024 erwähnt (vgl. Klagebeilage 29). Auch 
konnte die Privatklinik O.________ auf entsprechende Nachfrage nicht bestätigen, dass die 
stationären Aufenthalte vom 9. bis 20. Juni 2023 und vom 12. Januar 2024 bis 8. Februar 2024 auf 
die gleiche Krankheit zurückzuführen waren (vgl. Stellungnahme vom 28. März 2024, 
Klageantwortbeilage B.________ S. 104). Zu guter Letzt konnte sich die Klägerin zwischen dem 
1. September 2023 und dem 30. November 2023 – durchaus erfolgreich – um eine neue Stelle 
bemühen.

5.4.2. Da zwischen dem 1. September 2023 und dem 30. November 2023 keine Arbeitsunfähigkeit 
mehr nachgewiesen werden kann und folglich in diesem Zeitraum auch kein 
Krankentaggeldanspruch besteht, kann nicht gesagt werden, dass es zum Zeitpunkt, als die Klägerin 
die neue Stelle bei der I.________ AG angetreten hat (1. Dezember 2023), einen laufenden 
Schadenfall im Sinne des von der B.________ angerufenen Freizügigkeitsabkommens unter den 
Krankentaggeld-Versicherern (FZA) gab. Da die B.________ nach dem Gesagten nur bis zum 
31. August 2023 leistungspflichtig ist und nicht bis zum Stellenwechsel per 1. Dezember 2023, ist 
der vorliegende Fall auch nicht mit der in Beispiel 3 des Leitfadens zur Auslegung von Art. 4 des 

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Freizügigkeitsabkommens (FZA), herausgegeben vom Schweizerischen Versicherungsverband, 
Stand 19. Januar 2023 (Klageantwortbeilage B.________ S. 227-245), erwähnten Fallkonstellation 
vergleichbar.

6.

6.1. Es wurde bereits erwähnt, dass der Klägerin – nach einer vorübergehenden vollen 
Arbeitsfähigkeit vom 1. September 2023 bis 30. November 2023 – vom 4. bis 13. Dezember 2023 
sowie ab dem 12. Januar 2024 erneut eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl. 
Klagebeilagen 41 und 64). 

Vom 1. bis 19. Dezember 2023 war die Klägerin bei der I.________ AG angestellt (vgl. Klagebeilage 
39 und 42). Die I.________ AG hat ihr gesamtes Personal für die kollektive 
Krankentaggeldversicherung bei der C.________ versichert (vgl. die Police Nr. jjj, 
Klageantwortbeilage C.________ 001).

6.2. Gemäss den AB C.________ (vgl. Klagebeilage 4) deckt die Versicherung im Rahmen der 
vertraglichen Bestimmungen die wirtschaftlichen Folgen, die auf ein im schriftlichen Vertrag 
vereinbartes versichertes Ereignis zurückzuführen sind. Als versicherte Ereignisse können 
Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall sowie Niederkunft und Tod im schriftlichen Vertrag 
vereinbart werden (Art. 2 AB C.________). In der Vertragsübersicht zur Police Nr. jjj wird das Risiko 
Krankheit (Kollektiv-Krankenversicherung) als versichertes Ereignis genannt. Die Leistungsdauer 
beträgt 720 Tage innerhalb 900 aufeinanderfolgenden Tagen, die Wartefrist 30 Tage und der 
Deckungsgrad 80 Prozent (vgl. Klageantwortbeilage C.________ 001). 

Der Versicherungsschutz beginnt am Tag, an dem der Arbeitnehmer aufgrund der Anstellung die 
Arbeit antritt oder hätte antreten sollen, frühestens jedoch an dem im schriftlichen Vertrag 
aufgeführten Beginn (Art. 7 Ziff. 1 AB C.________). Krankheiten und Unfälle, welche bei Beginn des 
Vertrages oder bei Arbeitsantritt (nach Beginn des Vertrages) bereits eine ganze oder teilweise 
Arbeitsunfähigkeit bewirken, bleiben von der Versicherung ausgeschlossen, bis die versicherte 
Person ihre Arbeitsfähigkeit vollständig wieder erlangt hat. Die Arbeitsaufnahme beim 
Versicherungsnehmer im Rahmen des arbeitsvertraglich vereinbarten Beschäftigungspensums gilt 
nur dann als vollständige Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit, wenn dieses 
Beschäftigungspensum 100 Prozent beträgt und die versicherte Person mindestens während 
20 Tagen ohne Unterbruch voll arbeitsfähig war (Art. 4 Ziff. 2 Bst. a AB C.________). 

Für die einzelnen versicherten Personen erlischt der Versicherungsschutz für sämtliche für sie 
versicherten Leistungen unter anderem mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Art. 8 Ziff. 1 
Bst. c AB C.________). Besteht zu diesem Zeitpunkt ein Anspruch auf Leistungen, werden unter 
der Voraussetzung, dass die Arbeitsunfähigkeit aus gleicher Ursache und höchstens im bisherigen 
Grad unterbrochen andauert, über den Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus 
und bis zum Ablauf der im Vertrag vereinbarten Leistungsdauer, längstens jedoch bis zum Beginn 
einer BVG-Rente, Nachleistungen erbracht (Art. 9 Ziff. 1 und Ziff. 2 Bst. a AB C.________). 

6.3. Der Beginn des Arbeitsverhältnisses bei der I.________ AG (1. Dezember 2023) fiel auf 
einen Freitag und der erste Arbeitstag auf den folgenden Montag (4. Dezember 2023).

Die Klägerin gibt dazu an, sie habe sich wie vereinbart zur Arbeit begeben, habe aber den 
Arbeitsplatz bereits nach 30 Minuten wieder verlassen, weil sie gesundheitlich nicht in der Lage 
gewesen sei, die ihr zugewiesenen Arbeiten zu erledigen. In der Folge sei sie bis zum 

Kantonsgericht KG
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18. Dezember 2023 krankheitsbedingt der Arbeit ferngeblieben. Am 18. Dezember 2023 habe sie 
ein zweites Mal versucht, die Arbeit bei der I.________ AG aufzunehmen. Auch dieser Versuch habe 
am späteren Nachmittag wieder abgebrochen werden müssen. Nachdem sie am 
19. Dezember 2023 erst um 9.30 Uhr zur Arbeit erschienen sei, sei das Arbeitsverhältnis seitens der 
Arbeitgeberin innerhalb der Probezeit fristlos gekündigt worden (vgl. Klage S. 21).

In ihrem Schreiben vom 4. Juli 2024 schildert die Klägerin einen etwas anderen Ablauf der 
Geschehnisse, mit einer Arbeitsunfähigkeit vom 1. bis 14. Dezember 2024 und einer 
Arbeitsaufnahme am 15. Dezember 2023, welche noch vor der Mittagspause geendet habe; sie 
habe also de facto nicht einen einzigen vollen Tag für die I.________ AG gearbeitet 
(Klageantwortbeilage B.________ S. 205). 

Daraus erhellt, dass die Klägerin bereits zu Beginn des Arbeitsverhältnisses resp. bei ihrem 
Arbeitsantritt am 4. Dezember 2023 krankheitsbedingt arbeitsunfähig war. Ihr Hausarzt hat ihr denn 
auch ab dem 4. Dezember 2023 (und bis zum 13. Dezember 2023) eine volle Arbeitsunfähigkeit 
bescheinigt (vgl. Klagebeilage 41). Dieser Schadensfall bleibt damit von der Versicherungsdeckung 
ausgeschlossen (Art. 4 Ziff. 2 Bst. a AB C.________).

Da das Arbeitsverhältnis mit der I.________ AG bereits am 19. Dezember 2023 aufgelöst wurde, 
bestand nur während 5 Tagen (14. bis 18. Dezember 2023) eine volle Arbeitsfähigkeit. Während 
dieser Zeit war die Klägerin gemäss eigenen Angaben aber nur am 18. Dezember 2023 (bis zum 
späteren Nachmittag) sowie am 19. Dezember 2023 (ab 9.30 Uhr) in der Firma präsent. Es kann 
somit keine Rede davon sei, dass sie während des Arbeitsverhältnisses mit der I.________ AG ihre 
Arbeitsfähigkeit vollständig wiedererlangt hat. Ohnehin hätte eine solche vollständige 
Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit nicht während 20 Tagen ohne Unterbruch bestanden, was 
erforderlich wäre, um den Versicherungsschutz für diese Krankheitsfall aufleben zu lassen.

Bleibt zu erwähnen, dass auch die vereinbarte Wartefrist von 30 Tagen (vgl. Klageantwortbeilage 
C.________ 001) nicht erreicht wurde resp. die Klägerin nach Ablauf der 30-tägigen Wartefrist am 
2. Januar 2024 – wie auch schon zum Zeitpunkt der fristlosen Auflösung des Arbeitsvertrages am 
19. Dezember 2023 – voll arbeitsfähig war (eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit wurde ihr erst 
wieder ab dem 12. Januar 2024 attestiert; vgl. vorstehende E. 4.3) und die Klägerin, da das 
Arbeitsverhältnis während der Probezeit aufgelöst wurde, auch kein Recht hat, von der kollektiven 
Taggeldversicherung in die Einzelversicherung der C.________ überzutreten (Art. 17 Ziff. 3 AB 
C.________, Klagebeilage 4).

7.

Nachdem die Klägerin mit Beginn des neuen Anstellungsverhältnisses mit der I.________ AG per 
1. Dezember 2023 von der bisherigen Krankentaggeld-Versicherung (B.________) zur neuen 
Krankentaggeld-Versicherung (C.________) gewechselt hat, hat sie auch kein Recht mehr, in die 
Einzelversicherung der B.________ überzutreten (vgl. Art. 11.3 AVB B.________). Damit wurde der 
Klägerin auch der Übertritt in die Einzelversicherung der B.________ zu Recht verweigert. 

8.

Die Klage ist somit teilweise gutzuheissen und die B.________ zu verpflichten, der Klägerin einen 
Betrag von CHF 10'902.55 zuzüglich 5 Prozent Zins ab dem 26. Juli 2023 (mittlerer Verfalltag) zu 
bezahlen. Weitergehend ist die Klage abzuweisen.

Kantonsgericht KG
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9.

Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden.

9.1. Die Prozesskosten werden grundsätzlich der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 
Satz 1 ZPO). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang 
des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Unter Prozesskosten fallen gemäss Art. 95 Abs. 1 
ZPO unter anderem die Gerichtskosten, so auch die Kosten der Beweisführung (Art. 95 Abs. 2 Bst. c 
ZPO). 

Im vorliegenden Verfahren obsiegt die Klägerin nur teilweise, und zwar in etwa zu einem Sechstel. 
Dem Prozessausgang entsprechend hätte die Klägerin somit grundsätzlich fünf Sechstel und die 
B.________, die ebenfalls teilweise unterliegt, einen Sechstel der Prozesskosten zu tragen. Da das 
Verfahren vor dem Versicherungsgericht gemäss Art. 114 lit. e ZPO aber kostenlos ist, sind keine 
gerichtlichen Verfahrenskosten zu erheben.

9.2. Der teilweise obsiegenden Klägerin ist gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO eine reduzierte 
Parteientschädigung zu Lasten der B.________ zuzusprechen.

Der Tarif wird nach dem kantonalen Justizreglement vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.11) 
festgelegt. Gemäss Art. 65 JR wird das als Parteientschädigung geschuldete Honorar aufgrund 
eines Stundentarifs von CHF 250.- festgesetzt, welcher im vorliegenden Fall (Streitwert insgesamt 
CHF 64'761.50) nach Art. 66 Abs. 2 lit. a JR gemäss Abstufung in Anhang 2 um 22,92 Prozent auf 
CHF 307.30 erhöht wird. Korrespondenz und Telefongespräche, die zur Führung des Prozesses 
notwendig waren und den Rahmen einer einfachen Aktenverwaltung nicht überschreiten, 
insbesondere Übermittlungsschreiben, Gesuche um Fristerstreckung oder um Verschiebung einer 
Verhandlung, geben einzig Anspruch auf ein Pauschalhonorar von höchstens CHF 500.- (Art. 67 
Abs. 1 JR). Die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate werden pauschal auf 5 Prozent der 
Grundentschädigung ohne Zuschlag festgelegt (Art. 68 Abs. 2 JR). Die Reiseentschädigungen 
umfassen sämtliche Kosten (Transport, Mahlzeiten usw.) sowie die aufgewendete Zeit; sie werden 
nach den Art. 76 ff. JR festgesetzt (Art. 68 Abs. 3 JR). Im Übrigen werden die zur Führung des 
Prozesses notwendigen Auslagen zum Selbstkostenpreis verrechnet (Art. 68 Abs. 1 JR).

Rechtsanwalt Markus Meuwly reichte am 8. September 2025 eine Honorarnote über einen Betrag 
von insgesamt CHF 11'525.84 ins Recht. Der geltend gemachte Aufwand entspricht jedoch nicht 
den reglementarischen Bestimmungen (Stundenhonorar ohne Streitwerterhöhung von CHF 300.-, 
Auslagen zum Selbstkostenpreis). Die Honorarnote ist deshalb entsprechend abzuändern und der 
Klägerin zulasten der B.________ eine reduzierte Parteientschädigung von insgesamt CHF 1'959.- 
(34 Stunden à CHF 307.30, ausmachend CHF 10'448.20; Auslagen von 5 Prozent der 
Grundentschädigung ohne Zuschlag, ausmachend CHF 425.-; Mehrwertsteuer zu 8,1 Prozent, 
ausmachend CHF 880.75; Total CHF 11'753.95; davon ein Sechstel) zuzusprechen.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Vom Parteiwechsel von H.________ AG zu B.________ AG wird Vormerk genommen.

II. Die Klage gegen die B.________ AG wird teilweise gutgeheissen und die B.________ AG 
verpflichtet, A.________ einen Betrag von CHF 10'902.55 zuzüglich 5 Prozent Zins ab dem 
26. Juli 2023 zu bezahlen.

Weitergehend wird die Klage abgewiesen.

III. Die Klage gegen die C.________ AG wird abgewiesen.

IV. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

V. A.________ wird zu Lasten der B.________ AG eine reduzierte Parteientschädigung für 
Honorar und Auslagen des Rechtsvertreters von insgesamt CHF 1'959.- (davon 
Mehrwertsteuer von CHF 146.80) zugesprochen.

VI. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 72-77 und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 9. Oktober 2025/dki

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber