# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d045bf3-bae9-5a5a-83e8-3b5faefbc182
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.01.2015 100 2014 192
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-192_2015-01-12.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 2. Februar 20158 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (2C_75/2015).

100.2014.192U
MUT/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Januar 2015     

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Müller 
Gerichtsschreiberin Kummler 

A.________
zzt. Anstalten Thorberg, 3326 Krauchthal
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 26. 
Juni 2014; BD 263/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.01.2015, Nr. 100.2014.192U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der am … 1981 geborene, ursprünglich aus Serbien-Montenegro stammende 
A.________(-…), heute Staatsbürger von Serbien, reiste am 22. Februar 1999 als 
B.________ (angeblich geb. ….1981) illegal in die Schweiz ein und stellte erfolglos ein 
Asylgesuch. Nachdem er am 14. Januar 2002 (auf seinen Wunsch hin) nach Kosovo 
ausgeschafft worden war, kehrte er nach eigenen Angaben im Jahr 2003 illegal in die 
Schweiz zurück. Am 2. Oktober 2003 heiratete er im Heimatland die Schweizerin 
C.________, worauf er am 31. Oktober 2003 erneut in die Schweiz einreiste und 
gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung erhielt; im Jahr 2008 wurde ihm die 
Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 1. Januar 2008 löste das Ehepaar den ehelichen 
Haushalt auf und am 30. August 2012 wurde die kinderlose Ehe rechtskräftig 
geschieden. Aus der ausserehelichen Beziehung mit der hier 
niederlassungsberechtigten Landsfrau D.________ hat A.________ die zwei Töchter 
E.________ und F.________ (geb. ….2005 und ….2009). Nachdem er bereits früher 
straffällig geworden war, verurteilte ihn das Obergericht des Kantons Bern am 31. Juli 
2012 wegen Mordes, qualifizierten Raubes, teilweise qualifizierten Diebstahls, 
mehrfacher Fälschung von Ausweisen und mehrfacher Widerhandlung gegen das 
Ausländergesetz in zweiter Instanz zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren; auf eine 
dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht nicht ein (BGer 6B_757/2012 
vom 27.5.2013). Mit Verfügung vom 25. Oktober 2013 widerrief das Amt für Migration 
und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die 
Niederlassungsbewilligung von A.________ und wies ihn unter der Aufforderung, die 
Schweiz mit dem Austritt aus dem Strafvollzug zu verlassen, aus der Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 8. November 2013 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit Entscheid vom 26. Juni 2014 
wies die POM das Rechtsmittel ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.01.2015, Nr. 100.2014.192U, Seite 3

C.

Hiergegen hat A.________ am 15. Juli 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben 
mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheids. 
Gleichzeitig hat er um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege ersucht. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 12. August 2014 die Abweisung der 
Beschwerde. Am 20. August und 5. Oktober 2014 hat A.________ weitere Eingaben 
und Unterlagen eingereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 

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oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von 
mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b 
AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). 

2.2 Mit Urteil vom 31. Juli 2012 verurteilte das Obergericht des Kantons Bern den 
Beschwerdeführer in zweiter Instanz rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 15 
Jahren (vgl. vorne Bst. A und hinten E. 3.2). Damit hat dieser den Widerrufsgrund der 
längerfristigen Freiheitsstrafe gesetzt. Er hatte im Verlauf des Strafverfahrens zunächst 
ein Teilgeständnis abgelegt, dieses aber in der Folge widerrufen mit der Begründung, 
seine diesbezüglichen Aussagen seien aufgrund einer «Bedrohungslage» zustande 
gekommen (Urteilsbegründung des Obergerichts vom 31.7.2012 [Vorakten MIP, pag. 
80 ff.; nachfolgend Begründung Obergericht], S. 33 ff. und 39 ff., vgl. auch S. 14 f.; s. 
auch Replik vom 20.8.2014, S. 1). Sowohl das erstinstanzliche Regionalgericht 
Emmental-Oberaargau wie auch das Obergericht setzten sich im Rahmen einer um-
fassenden Beweiswürdigung mit der Unschuldsbehauptung des Beschwerdeführers 
auseinander und hielten diese für haltlos (vgl. Urteilsbegründung des Regionalgerichts 
Emmental-Oberaargau vom 16.12.2011 [Vorakten POM, Beilagen zu Dossier; nachfol-
gend Begründung Regionalgericht], S. 47 ff.; Begründung Obergericht, S. 39 ff.); das 
Bundesgericht trat auf die gegen den kantonal letztinstanzlichen Entscheid erhobene 
Beschwerde mit der Begründung nicht ein, der Beschwerdeführer könne das 
willkürfreie Beweisergebnis des Obergerichts, welches den bestrittenen Sachverhalt 
minutiös festgestellt habe, mit seiner appellatorischen Kritik nicht in Frage stellen 
(BGer 6B_757/2012 vom 27.5.2013, E. 1.3). Entgegen dem Hauptargument des 
Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde, S. 2 f.; Eingabe vom 20.8.2014) kann das kanto-
nale Straferkenntnis mithin nicht als Fehlurteil bezeichnet werden. Im vorliegenden 
ausländerrechtlichen Verfahren ist bei dieser Sachlage demnach ohne weiteres auf die 
Sachverhaltsfeststellungen und rechtliche Würdigung des Obergerichts abzustellen, 
zumal der Beschwerdeführer zwar nach wie vor seine Unschuld beteuert, die straf-
gerichtliche Beweiswürdigung aber nicht substantiiert in Frage stellt (vgl. etwa BGer 
2C_717/2013 vom 5.9.2013, E. 2.2 mit Verweis auf BGE 124 II 103 E. 1c). 

2.3 Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist sodann nur zulässig, wenn er 
aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig 
erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im 
Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der 

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Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gegen 
die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz 
abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände 
im Einzelfall, namentlich die Schwere des Verschuldens, das Verhalten gegenüber der 
öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, die Rückfallgefahr, die Dauer der 
bisherigen Anwesenheit bzw. die Integration sowie die der betroffenen Person und 
ihrer Familie oder anderen Angehörigen drohenden Nachteile (vgl. BGE 135 II 377 
E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 
E. 2.2 und 5.1). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer 
Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 01.01) bzw. des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV 
beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und 
Art. 36 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4, 16 E. 2.2.2 [mit Hinweisen auf die 
EGMR-Praxis], 137 I 247 E. 4.1, 135 I 143 E. 1.3.1 und 2.1, 134 II 1 E. 2.2, 10 E. 4.1 
[Pra 97/2008 Nr. 87]). Hat die betroffene Person minderjährige Kinder, sind in diese 
Prüfung ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die 
Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigenden Interessen 
im Zusammenhang mit dem Kindeswohl einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit 
Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). 

3. 

Hinsichtlich des öffentlichen Interesses am Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
ergibt sich was folgt: 

3.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 
E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen Freiheitsstrafen ab 
24 Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend 
eingestuft werden, dass der vollständige Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage 
kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremden-
polizeilicher Sicht bedeutet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 
24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die 

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schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4 
zur vorliegend infolge nicht mehr kurzer Aufenthaltsdauer zwar nicht anwendbaren sog. 
«Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Verschuldens sind die Erwägungen 
dennoch massgeblich). 

3.2 Der Beschwerdeführer wurde am 21. Juli 2012 wegen Mordes, bandenmässig 
und unter Offenbarung besonderer Gefährlichkeit begangenen Raubes, teilweise 
gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Fälschung von Ausweisen und 
mehrfacher Widerhandlung gegen das Ausländergesetz zu einer Freiheitsstrafe von 
15 Jahren verurteilt (vgl. Vorakten MIP, pag. 66 ff. und 315). Wie die POM zutreffend 
erwogen hat (E. II./4b f.), hat er hiermit ein sehr schweres Verschulden auf sich 
geladen, übersteigt doch das Strafmass die gemäss «Reneja-Praxis» massgebliche 
Grenze für einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische 
Rechtsordnung um mehr als das Siebenfache (vgl. E. 3.1 hiervor). Ins Gewicht fällt 
insbesondere der dieser Verurteilung zugrunde liegende Raubmord: Der 
Beschwerdeführer drang in der Nacht vom 12./13. August 2003 zusammen mit einem 
Komplizen in die Wohnung des 79-jährigen Mordopfers ein. Nachdem die beiden Täter 
den physisch unterlegenen Bewohner im Schlaf überrascht hatten, machten sie ihn 
durch mehrfache stumpfe Gewalt, Fesselung und schliesslich Knebelung zum 
Widerstand unfähig bzw. gefügig; die zahlreichen (inneren) Verletzungen führten 
schliesslich zum «äusserst qualvollen» Tod des Opfers (Begründung Obergericht, 
S. 56 ff. und 66, auch zum Folgenden). Nach den Ausführungen des Obergerichts ist 
das Vorgehen der beiden Täter als brutal sowie skrupel- und rücksichtslos zu 
bezeichnen, zumal sie aus rein egoistischen und habgierigen Motiven gehandelt haben 
und ohne weiteres die Möglichkeit gehabt hätten, von ihrem Tun Abstand zu nehmen; 
sie unterliessen es zudem, im Nachhinein Hilfe anzufordern, und überliessen 
stattdessen das Opfer auf dem Bauch liegend und mit der Bettdecke über dem Kopf 
seinem Schicksal. Insgesamt bestehe ein krasses Missverhältnis zwischen dem Tod 
des Opfers und dem dadurch erzielten «Erfolg» (u.a. Entwendung der Münzsammlung, 
Goldvreneli, Schmuck und diverse alte Sparhefte) und es müsse von einer «grossen 
kriminellen Energie» ausgegangen werden (vgl. auch Begründung Regionalgericht, 
S. 76 ff.). Unter Anwendung der bei Gewaltdelikten strengen bundesgerichtlichen 
Praxis ist damit von einem ausserordentlich schweren Verschulden des 
Beschwerdeführers auszugehen; entsprechend ist auch das Interesse an der strittigen 
Entfernungsmassnahme als sehr bedeutend einzustufen (vgl. BGE 125 II 521 E. 4a/aa; 
BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 7.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3). Im Übrigen 

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gehören vorsätzliche Tötungsdelikte, Raub und Einbruchsdiebstähle – wie sie der 
Beschwerdeführer begangen hat – zu den Anlasstaten, die gemäss Art. 121 Abs. 3 
Bst. a BV zum Verlust aller Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz führen. 
Auch wenn diese Bestimmung nicht unmittelbar anwendbar ist, ist den darin 
enthaltenen verfassungsrechtlichen Wertungen im Rahmen der Interessenabwägung 
insoweit Rechnung zu tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem 
Recht führt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGer 2C_551/2013 vom 24.2.2014, E. 2.3, 
2C_844/2013 vom 6.3.2014, E. 5.6). 

3.3 Der Beschwerdeführer hatte zudem nach eigener Darstellung bereits als 
Jugendlicher im Heimatland illegale Aktivitäten unternommen (Verkauf von Zigaretten; 
vgl. psychiatrisches Gutachten des Forensisch-Psychiatrischen Dienstes [FPD] der 
Universität Bern vom 1.3.2010 [in Vorakten POM, Beilagen zu Dossier; nachfolgend 
Gutachten], S. 22 f. und 25). Für die Zeit seines Aufenthalts in der Schweiz sind 
ausserdem die folgenden Verurteilungen aktenkundig: 

- Verurteilung vom 24. November 2000 wegen Entwendung eines Personenwagens 
zum Gebrauch und mehrfachen Führens eines Personenwagens ohne gültigen 
Führerausweis (begangen am 26./27.4.2000) zu einer bedingten Gefängnisstrafe 
von 7 Tagen (Vorakten MIP, pag. 287 f.);

- Verurteilung vom 22. März 2005 wegen Falschparkierens (begangen am 11.2.2005) 
zu einer Busse von Fr. 40.-- (Vorakten MIP, pag. 226);

- Verurteilung vom 16. Februar 2006 wegen (Einbruch-)Diebstahls, Haus-
friedensbruchs und Sachbeschädigung (je begangen am 16.1.2001) zu einer 
bedingten Gefängnisstrafe von 10 Tagen (Vorakten MIP, pag. 314; vgl. auch 
Begründung Obergericht, S. 67);

- Verurteilung vom 29. November 2007 wegen Urkundenfälschung (begangen vom 
1.12.2006-31.12.2006) zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen à Fr. 80.-
- und einer Busse von Fr. 500.-- (Vorakten MIP, pag. 314 f.);

- Verurteilung vom 3. September 2008 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln 
(begangen am 5.8.2008) zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 
Fr. 120.-- und einer Busse von Fr. 500.-- (Vorakten MIP, pag. 315).

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Wie die POM richtig erwogen hat (E. 4d), ist der Beschwerdeführer, welcher sich 
abgesehen davon offenbar auch bereits mehrfach illegal in der Schweiz aufgehalten 
hat (vgl. vorne Bst. A; hinten E. 4.1), damit wiederholt und unbeeindruckt von äusseren 
Umständen straffällig geworden; seine Mehrfachdelinquenz zeigt, dass er über eine 
längere Zeit weder gewillt noch in der Lage war, sich an die hiesige Rechtsordnung zu 
halten, und lässt auf Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit schliessen. Bei dieser Sach-
lage besteht ein ausserordentlich hohes sicherheitspolitisches Interesse an der 
strittigen Entfernungsmassnahme. Inwiefern der in den Akten enthaltene 
Strafregisterauszug angesichts der verschiedenen Identitäten des Beschwerdeführers 
(vgl. vorne Bst. A) nicht vollständig sein könnte, wie die POM vermutet (vgl. auch 
Begründung Regionalgericht, S. 82), kann unter diesen Umständen dahingestellt 
bleiben. Im Übrigen wurde der Beschwerdeführer am 18. Juli 2013 innerhalb der 
geschlossenen Strafanstalt zwecks «Vermeidung einer Eskalation oder 
Fremdgefährdung» in eine spezielle Sicherheitsabteilung versetzt (vgl. Vorakten MIP, 
pag. 323; Schreiben der Strafanstalt vom 2.7.2014 [bei act. 1C]; vgl. auch Beschwerde, 
S. 2). Auch dieser Umstand lässt auf die Unfähigkeit schliessen, sich ordnungs- und 
sicherheitskonform zu verhalten. 

3.4 Mit Blick auf die Zukunft ist des Weiteren die Rückfallgefahr zu beurteilen: 

3.4.1 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger 
hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat. 
Bei schweren Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, Sexual- und schweren 
Betäubungsmitteldelikten, muss, angesichts der von diesen Delikten ausgehenden 
potentiellen Gefahr für die Gesellschaft, ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes 
Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 und 31 E. 2.3.2, 137 
II 233 E. 5.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1). Der konkreten Prognose über das Wohlver-
halten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des 
Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen 
Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden Umstände geben aber 
nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 
176 E. 4.2, 129 II 215 E. 3.2, 125 II 105 E. 2c mit Hinweisen). 

3.4.2 Der Beschwerdeführer hat sich insbesondere eines schweren Gewaltdelikts 
schuldig gemacht (vgl. vorne E. 2.2 und 3.2). Ausserdem hat er durch seine 
wiederholte Delinquenz gezeigt, dass er über einen längeren Zeitraum nicht willens 
oder fähig war, die hiesige Rechtsordnung zu respektieren (vgl. E. 3.3 hiervor). 

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Gemäss psychiatrischem Gutachten liegt bei ihm zwar keine eigentliche 
(behandelbare) psychische Störung vor (S. 26 ff.), jedoch weise er dissoziale 
Persönlichkeitsmerkmale (kaum vorhandenes Schuldbewusstsein und Neigung, die 
Verantwortung für eigene Handlungen zu externalisieren und eigene Interessen in den 
Vordergrund zu rücken) sowie teilweise psychopathische Züge auf (übertriebenes 
Selbstwertgefühl, betrügerisch-manipulative Tendenzen und affektive Auffälligkeit im 
Sinn von oberflächlichem Gefühlsausdruck bei gleichzeitig eher geringer 
Empathiefähigkeit; S. 23 ff.). Vor diesem Hintergrund sowie in Anbetracht der 
Anlassdelikte (Tötungsdelikt, Einbruchs- bzw. Betrugsdelikte), der bisherigen 
Kriminalitätsentwicklung (wiederholte Kriminalität in je unterschiedlichen Bereichen, 
Beginn der kriminellen Karriere bereits im Jugendalter, kriminelles Handeln als 
eingeschliffenes Verhaltensmuster) und weiterer Faktoren sei das Risiko, dass er 
erneut schwere Gewaltdelikte begeht, insgesamt als hoch einzustufen (S. 25 ff.). Es ist 
entgegen der damaligen Einwände des Beschwerdeführers (vgl. act. 5A) nicht 
ersichtlich, weshalb auf dieses Gutachten nicht sollte abgestellt werden können; auch 
das Obergericht ging gestützt darauf von einer hohen Rückfallgefahr aus (S. 67). Dass 
sich seither insoweit etwas geändert hätte, ist weder geltend gemacht noch erkennbar. 
Im Gegenteil zeigt der Beschwerdeführer auch im ausländerrechtlichen Verfahren 
keinerlei Reue und Einsicht, sondern bestreitet seine Taten weiterhin (vgl. vorne E. 2.2; 
vgl. auch Begründung Obergericht, S. 76). Die POM durfte und musste unter diesen 
Umständen ausländerrechtlich ein hohes, nicht hinzunehmendes Rückfallrisiko an-
nehmen (vgl. E. 4e). 

3.5 Die vorinstanzliche Einschätzung, das öffentliche Interesse an der strittigen 
Entfernungsmassnahme sei erheblich (E. 4f), ist nach dem Gesagten nicht zu 
beanstanden.

4. 

Hinsichtlich der privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der 
Schweiz ist Folgendes festzuhalten:  

4.1 Der Beschwerdeführer hält sich, wie die POM zutreffend erkannt hat (vgl. 
E. 5b), insgesamt relativ lange in der Schweiz auf (vgl. vorne Bst. A). Die Vorinstanz 
hat diese Aufenthaltsdauer richtigerweise aber insofern erheblich relativiert, als sich 

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der Beschwerdeführer seit Mai 2009 in Untersuchungshaft und seit 31. Juli 2012 im 
Strafvollzug befindet (vgl. Vorakten MIP, pag. 323); ausserdem fällt die Zeit, welche er 
illegal hier verbracht hat, nicht entscheidend ins Gewicht, zumal er in dieser Zeit auch 
den besonders schwer wiegenden Raubmord sowie die banden- und gewerbsmässi-
gen Einbruchsdiebstähle begangen hat (vgl. BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 
97/2008 Nr 87]; Vorakten MIP, pag. 315; vorne Bst. A und E. 4.2 f.). Schliesslich ist 
auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer die prägenden Abschnitte seiner 
Kindheit und Adoleszenz in Ex-Jugoslawien verbracht und dort acht Jahre 
obligatorische Schulzeit absolviert hat (vgl. Gutachten, S. 12 f.; Begründung 
Regionalgericht, S. 79). Seine Situation ist damit nicht mit derjenigen eines 
«Ausländers zweiter Generation» vergleichbar, welcher bereits hier geboren oder als 
Kleinkind in die Schweiz eingereist ist und sein ganzes Leben oder einen grossen Teil 
davon hier verbracht hat. Auch bei einer solchen Person ist der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung im Übrigen nicht ausgeschlossen; bei schweren bzw. 
wiederholten Straftaten, darunter Gewaltdelikte, besteht hieran ein wesentliches 
öffentliches Interesse (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 16 E. 2.2.1). Dies gilt vorliegend 
umso mehr. 

4.2 Entgegen des nicht näher substantiierten Vorbringens des Beschwerdeführers, 
er sei vergleichsweise gut integriert (vgl. Replik vom 20.8.2014, S. 2), hat die POM 
zudem zu Recht eine erfolgreiche Eingliederung in die hiesigen Verhältnisse verneint 
(E. 5b und c): Wie die Vorinstanz zutreffend anführt, kann von einer solchen angesichts 
der erheblichen Mehrfachdelinquenz des Beschwerdeführers in teilweise äusserst 
sensiblem Bereich (Delikte gegen Leib und Leben) von vornherein keine Rede sein, 
stellt doch die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt 
jeglicher Integration dar (Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die 
Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). Abgesehen 
davon hat der – soweit ersichtlich über keine Berufsausbildung verfügende – 
Beschwerdeführer nach seiner Einreise in die Schweiz zunächst verschiedene 
(temporäre) Arbeitsstellen innegehabt (vgl. Vorakten MIP, pag. 180); ab 1. Februar 
2008 hatte er eine Festanstellung bei der G.________ AG in …, wo er bis zu seiner 
Verhaftung im Mai 2009 gearbeitet hat (vgl. Zwischenzeugnis vom 6.11.2009 und 
Schreiben der Arbeitgeberin vom 22.9.2009 [bei act. 1C]). Dazwischen war er 
arbeitslos (vgl. etwa Vorakten MIP, pag. 229); ausserdem hat er nach eigener 
Darstellung auch schwarz gearbeitet (vgl. Gutachten, S. 13 f.). Im Betreibungsregister 
des damaligen Betreibungsamts Berner Jura-Seeland ist er per August 2007 mit sechs 

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Betreibungen in der Höhe von insgesamt Fr. 13'699.05 und zehn offenen 
Verlustscheinen von Fr. 34'824.70 registriert (Vorakten MIP, pag. 182 f.) und es 
besteht offenbar auch heute noch eine Verschuldenssituation (vgl. Replik vom 
20.8.2014, S. 2); die Alimente für seine Töchter werden heute von der Gemeinde be-
vorschusst (vgl. Begründung Regionalgericht, S. 83; Schreiben vom 8.11.2013 [bei 
act. 1C], S. 1). Es steht ausser Diskussion, dass unter diesen Umständen auch in 
beruflich-wirtschaftlicher Hinsicht von einer gelungenen Integration nicht gesprochen 
werden kann. Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch in sozialer Hinsicht nichts 
Wesentliches zu seinen Gunsten ableiten. Er erwähnte zwar im vorinstanzlichen 
Verfahren «Freunde und Bekannte in der Schweiz» (vgl. etwa Schreiben vom 
8.11.2013 [bei act. 1C], S. 1); es sind aber Kontakte ausserhalb der Familie zur 
hiesigen Bevölkerung weder näher dargelegt noch ersichtlich. 

4.3 Zu würdigen sind schliesslich die Auswirkungen der Entfernungsmassnahme 
auf den Beschwerdeführer und seine Familie. 

4.3.1 Was seine Rückkehr anbelangt, ist unbestritten, dass die Bindung des 
Beschwerdeführers zum Heimatland, wo er die gesamte Kindheit und Jugend 
verbracht hat, nach wie vor eng und dieser mit den dortigen sprachlichen, kulturellen 
und gesellschaftlichen Gepflogenheiten vertraut ist. Nach eigener Darstellung leben 
seine Eltern sowohl in Serbien wie auch im Nachbarstaat Kosovo (vgl. Gutachten, 
S. 13), in welchen der Beschwerdeführer im Jahr 2003 auf seinen Wunsch hin 
ausgeschafft worden ist (vgl. vorne E. 4.1); in Kosovo wohnen zudem auch seine 
Schwestern (vgl. Gutachten, S. 11 und 13). Es besteht damit auch eine persönliche 
und familiäre Verbundenheit, an welche der Beschwerdeführer anknüpfen kann. 
Schliesslich ist der Beschwerdeführer als arbeitsfähiger, gesunder Mann in den 
Dreissigern, welcher im Heimatland nebst der Grundschule offenbar auch ein 
Praktikum bei einem Automechaniker absolviert hat (vgl. unbestrittene Ausführungen in 
Begründung Regionalgericht, S. 79), grundsätzlich in der Lage, dort einer Arbeit 
nachzugehen. Seine in der Schweiz gewonnenen Berufserfahrungen dürften ihm den 
Wiedereinstieg zusätzlich erleichtern. Die POM ist damit zulässigerweise von intakten 
Reintegrations- und Rückkehrmöglichkeiten ausgegangen (E. 6a). 

4.3.2 Der Beschwerdeführer ist heute unbestrittenermassen nicht mehr mit der Mutter 
seiner zwei Kinder liiert (vgl. unbestrittene Ausführungen im angefochtenen Entscheid, 
Sachverhaltsfeststellung Ziff. 1, und in Begründung Regionalgericht, S. 83). In 
familiärer Hinsicht steht deshalb einzig die Beziehung zu seinen hier niedergelassenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.01.2015, Nr. 100.2014.192U, Seite 12

9- und 5-jährigen Töchtern E.________ und F.________ in Frage. Der 
Beschwerdeführer verfügt weder über das Sorge- oder Obhutsrecht noch hat er mit 
ihnen – die jüngere Tochter hat er erstmals im Rahmen eines Besuchs im Strafvollzug 
gesehen – längere Zeit zusammengelebt (vgl. hierzu Gutachten, S. 62; Vorakten MIP, 
pag. 27). Sein Interesse, nicht von den Kindern getrennt zu werden, vermag bei dieser 
Sachlage nur eingeschränkt zu gewichten. Weiter pflegt er insbesondere zu 
E.________ zwar unbestrittenermassen eine enge Beziehung (vgl. etwa Vorakten 
POM, pag. 25 ff.; Schreiben der Kindsmutter vom 10.5.2014 [in Vorakten POM, 
Beilagen zu Dossier]). Diese Kontakte können aber, wie die POM zutreffend gewürdigt 
hat (E. 6b), angesichts der langfristigen Inhaftierung des Beschwerdeführers – in der 
Regel besuchen ihn seine Töchter einmal pro Monat in Begleitung ihrer Mutter – nur in 
sehr beschränktem Rahmen wahrgenommen werden (vgl. Vorakten MIP, pag. 323; 
Besuchsprotokolle in Vorakten POM, Beilagen zu Dossier). Weiter fällt vor allem ins 
Gewicht, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Zeugung der erstgeborenen 
Tochter bereits erheblich delinquiert hatte und damit von Beginn an nicht damit 
rechnen konnte, diese Beziehungen auf Dauer in der Schweiz leben zu können; 
ausserdem hat ihn auch seine Vaterschaft offensichtlich nicht von weiteren Straftaten 
abhalten können (vgl. vorne E. 3.2 f.). Was die beiden Töchter betrifft, ist festzuhalten, 
dass diese bei einer Rückkehr des Beschwerdeführers ins Heimatland nicht aus den 
bestehenden Strukturen herausgerissen werden und weiterhin von den hiesigen 
Lebensbedingungen sowie Ausbildungsmöglichkeiten profitieren können. Mit Hilfe der 
Mutter, welche die Beziehungspflege unterstützt, können ausserdem die – bereits 
heute nur sehr eingeschränkten Kontakte – auch vom Ausland her insbesondere 
mittels der gängigen Kommunikationsmittel in einem gewissen Rahmen 
aufrechterhalten werden. Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass es in 
wirtschaftlicher Hinsicht an einer engen Verbundenheit zwischen dem 
Beschwerdeführer und seinen Töchtern vollständig fehlt, werden dessen 
Kindesalimente doch durch die Gemeinde bevorschusst (vgl. E. 4.2 hiervor). Die 
Bedeutung der Beziehung zu den beiden Töchtern ist damit insgesamt in mehrfacher 
Hinsicht erheblich zu relativieren. 

5. 

5.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde wegen Mordes und weiterer Delikte zu einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.01.2015, Nr. 100.2014.192U, Seite 13

Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt, was ein ausserordentlich schweres 
Verschulden zum Ausdruck bringt. Auch die über mehrere Jahre ausgeübte (weitere) 
Delinquenz zeugt von einer erheblichen kriminellen Energie des Beschwerdeführers 
und verleiht dem ohnehin schon sehr gewichtigen öffentlichen Interesse an dessen 
Wegweisung zusätzliches Gewicht. Es besteht sodann eine hohe, nicht hinzu-
nehmende Rückfallgefahr. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem 
Verbleib in der Schweiz haben vor diesem Hintergrund zurückzustehen. Insoweit ist 
einzig die Beziehung zu seinen beiden Töchtern von gewisser Bedeutung. Die in 
familiärer Hinsicht mit der Entfernungsmassnahme verbundenen Einschränkungen sind 
angesichts der gravierenden Mehrfachdelinquenz aber hinzunehmen. Dabei ist 
insbesondere zu berücksichtigen, dass die beiden Töchter des Beschwerdeführers 
bereits heute weitgehend ohne ihren Vater auskommen müssen; ausserdem bleibt 
ihnen immerhin die Beziehung zur Mutter erhalten. Die Entfernungsmassnahme 
erweist sich damit auch im Licht von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV sowie der 
KRK als verhältnismässig. 

5.2 Der angefochtene Entscheid hält damit der Rechtskontrolle stand. Aufgrund des 
Erwogenen ist die Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen. Der 
Beschwerdeführer befindet sich zurzeit im Strafvollzug (vgl. vorne E. 4.1 und 4.3.2). 
Das MIP hat gestützt auf Art. 70 Abs. 1 VZAE angeordnet, er habe die Schweiz bei 
Austritt aus dem Strafvollzug zu verlassen (Bst. A hiervor). Unter diesen 
Voraussetzungen verzichtet das Verwaltungsgericht darauf, dem Beschwerdeführer 
eine neue Ausreisefrist anzusetzen (vgl. BVR 2008 S. 193 E. 8; VGE 2010/84 vom 
23.8.2012, E. 6, 23409 vom 13.2.2009, E. 6). Es wird Sache der zuständigen 
Ausländerbehörde sein, eine solche Frist anzusetzen, wenn aus Sicht der Strafvoll-
zugsbehörden die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht mehr 
erforderlich ist. 

5.3 Offensichtlich unbegründete Beschwerden werden in Zweierbesetzung beurteilt 
(Art. 119 VRPG i.V.m. Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.01.2015, Nr. 100.2014.192U, Seite 14

6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 
VRPG). Er hat indessen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche 
Rechtspflege ersucht. 

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Verfahrenskosten, wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und das Verfahren 
nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, 
ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, 
ihn zu gewinnen, das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich 
ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als 
aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber 
Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 
bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen 
würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht 
führen würde, nicht deshalb austragen, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 S. 97 E. 
5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2). 

6.2 Die POM hat im angefochtenen Entscheid die hier massgebliche Praxis 
zutreffend wiedergegeben und ausführlich begründet, weshalb bei einer Verurteilung 
zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren die weitere Niederlassung in der Schweiz ausser 
Betracht fällt. Aus dem vorinstanzlichen Entscheid geht auch deutlich hervor, dass im 
ausländerrechtlichen Verfahren in aller Regel auf die Sachverhaltsfeststellungen und 
rechtlichen Würdigungen des Strafgerichts abzustellen ist. Die Vorbringen des Be-
schwerdeführers erschöpfen sich demgegenüber im Wesentlichen im Argument, er sei 
zu Unrecht wegen Raubmords verurteilt worden. Das Verfahren erweist sich damit als 
zum vornherein aussichtslos und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist 
abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut noch zu prüfen wäre. 

6.3 Da über das Gesuch erst im Rahmen des Sachentscheids befunden wird und 
der Beschwerdeführer keine Gelegenheit hatte, die Beschwerde nach Abweisung des 
Gesuchs zurückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.01.2015, Nr. 100.2014.192U, Seite 15

in der Höhe der üblichen Abschreibegebühren zu erheben. Entschädigungspflichtige 
Parteikosten sind dem Beschwerdeführer nicht erwachsen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Staatssekretariat für Migration 
und mitzuteilen:
- dem Amt für Freiheitsentzug und Betreuung des Kantons Bern, Abteilung Straf- 

und Massnahmenvollzug

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.