# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ecc47d3-cd84-5100-8d49-193da0ab3b5b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-08-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 19.08.2003 SKG 2003 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2003-28_2003-08-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 19. August 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 03 28

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Präsident Brunner, Kantonsrichter Lazzarini und Kantonsrichterin Sutter-Ambühl, 
Aktuar Conrad.

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In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

der X .  &  C o . , Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Andreas 
Vetsch, Vetsch Treuhand & Revisionen, Talstrasse 55, 7270 Davos Platz,

gegen

den Beschluss des Bezirksgerichtsausschusses Surselva vom 18./21 Juli 2003, mit-
geteilt am 23. Juli 2003, in Sachen der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin,

betreffend Nachlassstundung,

hat sich ergeben:

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A. Die im Jahr 2002 aus der Kommanditgesellschaft G. X. & Co., gebildet 
durch Vater G. X. und seine drei Söhne T., C. und S., hervorgegangene Kollektiv-
gesellschaft X. & Co. der heute alleinigen Gesellschafter T. X. (Gesellschafter und 
Geschäftsführer, Beteiligung 50 %) und S. X. (Gesellschafter, Beteiligung 50 %), mit 
Sitz in Sg., bezweckt die Planung, Herstellung und Montage von sowie den Handel 
mit Einbauküchen und Möbeln aller Art sowie sämtliche Schreinerei- und Bodenbe-
lagsarbeiten. Die X. & Co. beschäftigt(e) in ihrer Betriebsstätte in Rs. 20 Arbeits-
kräfte. Von Fr. 124'000.– im Jahr 2000 sank ihr Betriebsergebnis II im Jahr 2001 auf 
Fr. 43'000.–; 2002 resultierte ein Verlust von Fr. 100'000.–. Nach eigener Darstel-
lung ist die Firma heute überschuldet und illiquid. Seit Mai 2001 sind gegen sie 124 
Betreibungen über Forderungen von insgesamt Fr. 842'000.– erfolgt, wobei es in 6 
Fällen zur Konkursandrohung kam. 

B. Am 26./27. Juni 2003 ersuchte die X. & Co. beziehungsweise ihre bei-
den Kollektivgesellschafter T. X. und S. X. den Bezirksgerichtsausschuss Surselva 
um Gewährung einer Nachlassstundung von 6 Monaten gemäss Art. 293 ff. SchKG. 
Dadurch soll der Abschluss eines Nachlassvertrages mit Vermögensabtretung an 
eine noch zu gründende Auffanggesellschaft ermöglicht werden. 

Zur Begründung des Gesuchs wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Un-
ternehmung habe seit einiger Zeit mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen; sie sei 
überschuldet und insolvent. Mit der Übertragung des Gesellschaftsvermögens an 
eine als AG ausgestaltete und neu zu gründende Auffanggesellschaft sollen die wirt-
schaftlich gesunden Unternehmensteile, namentlich der Betrieb des Küchenbaus 
und Innenausbaus, gerettet und Arbeitsplätze in der Surselva erhalten werden. Für 
eine derartige Weiterführung des Unternehmens sprächen das über Jahrzehnte an-
geeignete Know-how im Bereich Küchenbau, das Personal, die Absatzaussichten 
(Arbeitsvorrat aktuell Fr. 0,5 Mio.), die moderne Infrastruktur (Gebäude, Anlagen, 
Maschinen, Fahrzeuge), für deren Benützung ein Mietzins zu vereinbaren sei, sowie 
der Umstand, dass neue Investoren mit genügend Eigenkapital für die Übernahme 
der Aufträge, Ausstellungsküchen, Lagerbestände und dem benötigtem Personal 
vorhanden seien. Die Gründung der neuen AG sei im Juli 2003 vorgesehen. Das 
Nachlassverfahren stelle im Vergleich zum Konkurs die wesentlich vorteilhaftere 
Verwertungsmethode dar, weil real vorhandene Werte auf diesem Weg vor einer 
konkursbedingten Verschleuderung bewahrt würden und die Gläubiger somit einen 
höheren Verwertungserlös erwarten dürften. Für die Drittklassgläubiger könne im 
Rahmen eines derartigen Nachlassverfahrens mit Vermögensabtretung eine Divi-
dende von 25 % in Aussicht gestellt werden.

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Ihrem Gesuch legte die X. & Co. folgende Unterlagen bei: Zwischenbilanz 
vom 25. Juni 2003, Kreditorenliste per 26. Juni 2003, Debitorenliste per 26. Juni 
2003, Auszug aus dem Handelsregister, welche sie auf richterliche Verfügung hin 
wie folgt ergänzte: Bilanz und Erfolgsrechnung 2001 und 2002, Inventar Ausstel-
lungsküchen per 31. Mai 2003, Inventar Möbelausstellung per 31. Mai 2003, Inven-
tar Lager per 31. Mai 2003, Auftragsliste per 26. Mai 2003, Grundbuchauszüge und 
amtliche Schätzungen der Geschäftsliegenschaften, Steuerfaktoren T. X. 2001 und 
2002, Steuererklärung S. X. 2001. Ausserdem liegt ein Unternehmenskonzept/Busi-
nessplan für die zu gründende Nachfolgegesellschaft vor, das gewisse Vorstellun-
gen in bezug auf die Kapitalbeschaffung und die Unternehmensorganisation sowie 
ein provisorisches Budget enthält. 

C. Mit Beschluss vom 18/21. Juli 2003 wies der Bezirksgerichtsaus-
schuss Surselva das Nachlassstundungsgesuch der X. & Co. ab und überband ihr 
die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.–.

Mit Eingabe vom 29. Juli 2003 führt die X. & Co. Beschwerde an den Kan-
tonsgerichtsausschuss. Sie beantragt die Aufhebung des angefochtenen Beschlus-
ses und die Gewährung einer Nachlassstundung von 6 Monaten.

Der Bezirksgerichtsausschuss Surselva verzichtete auf eine Vernehmlas-
sung.

Soweit sachdienlich, ist auf die Begründung der Beschwerde und die Erwä-
gungen des angefochtenen Beschlusses nachfolgend einzugehen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen den Entscheid des Bezirksgerichtsausschusses über die Nach-
lassstundung (Art. 16 GVVzSchKG) kann Beschwerde an den Kantonsgerichtsaus-
schuss als oberes kantonales Nachlassgericht geführt werden (Art. 294 Abs. 3 
SchKG, Art. 17 Abs. 2 GVVzSchKG). Die Beschwerde gegen Entscheide richterli-
cher SchKG-Behörden ist innert zehn Tagen (Art. 294 Abs. 3 SchKG) beim Kan-
tonsgerichtsausschuss einzureichen. In der Beschwerdeschrift ist mit kurzer Be-
gründung anzugeben, welche Punkte angefochten und welche Änderungen bean-
tragt werden (Art. 25 Abs. 1 GVVzSchKG). Die Beschwerde gegen den am 23. Juli 
2003 mitgeteilten Beschluss ist am 29. Juli 2003 und daher innert Frist erfolgt. Auf 

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die im übrigen auch formgerecht, einen Antrag und eine Begründung enthaltende 
Beschwerde der X. & Co. ist folglich einzutreten.

Neue Tatsachen und Beweismittel sind zulässig, soweit das Bundesrecht 
nichts anderes bestimmt. Die Rechtsmittelinstanz stellt den Sachverhalt von Amtes 
wegen fest und überprüft die Sache in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht frei (Art. 
25 Abs. 2 und 7 GVVzSchKG). Die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen kann 
allerdings nicht bedeuten, dass die Rechtsmittelinstanz untaugliche Nachlassstra-
tegien des Schuldners durch taugliche zu ersetzen oder gar auf Zugeständnisse 
von Gläubigern oder Dritten hin zu wirken hat.

2. Voraussetzung der Gewährung einer Nachlassstundung ist vorallem 
die Aussicht des Schuldners, mit seinen Gläubigern zu einem Nachlassvertrag zu 
kommen. Dies wird zum einen von der Erfüllbarkeit der Bestätigungsvoraussetzun-
gen gemäss Art. 306 SchKG abhängen und zum anderen, namentlich beim Nach-
lassvertrag mit Vermögensabtretung, davon, ob der Vertrag im Interesse der Gläu-
biger liegt, sie mithin beim angestrebten Nachlassvertrag wirtschaftlich besser fah-
ren als bei einem Konkurs.

3. Die Schuldnerin beantragt die Nachlassstundung mit der Zielsetzung 
einen Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung zu erreichen, wobei die Drittklass-
gläubiger mit einer Nachlassdividende von rund 25 % rechnen könnten. Die beson-
dere Form des Nachlassvertrages mit Vermögensabtretung im Sinne von Art. 317 
ff. SchKG liegt auch dann vor, wenn das schuldnerische Vermögen nicht den Gläu-
bigern zwecks Verwertung nach ihrem Gutdünken und zur direkten Befriedung ihrer 
Forderungen überlassen wird, sondern die Abtretung zulässigerweise an einen Drit-
ten, namentlich an eine erst zu gründende Auffanggesellschaft, beabsichtigt ist, und 
die Gläubiger aus dem vom Dritten zu bezahlenden Abtretungserlös   -sei es nun in 
Form liquider Mittel oder durch Wertpapiere/Beteiligungen an Zahlungsstatt (vgl. 
Peter Ludwig, Der Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung (Liquidationsver-
gleich), Bern 1970, S. 8 f, 110f.; Daniel Hunkeler, Das Nachlassverfahren nach re-
vidiertem SchKG, Diss. Fribourg 1996, N 32-34)-  befriedigt werden sollen (Art. 317 
Abs. 1/318 Abs. 1 Ziff. 1 und 3/322 Abs. 1 SchKG). Die "Liquidation" liegt bei dieser 
Nachlassform darin, das Unternehmen gesamthaft oder teilweise einem Dritten zu 
verkaufen. Auch wenn die nichtprivilegierten Gläubiger bei der Abtretung an einen 
bestimmten Dritten nur teilweise  -jedoch liquide-  befriedigt werden und daher in 
gewissem Sinne eine Nachlassdividende erhalten, handelt es sich nicht um einen 
Prozent- oder Dividendenvergleich. Denn dafür müssten die liquiden Mittel zur Gläu-

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bigerbefriedigung vom sanierten Schuldner stammen (Art. 314 Abs. 1 SchKG). Un-
besehen davon, dass beim Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung an eine zu 
gründende Auffanggesellschaft die unternehmerische Substanz als solche erhalten 
werden will, handelt es sich zumindest mit Bezug auf die wirtschaftliche Existenz 
des Schuldners nicht um eine Sanierung sondern  -wie beim Konkurs-  um eine 
Liquidation (Jürg Guggisberg, Basler Kommentar, N 20 zu Art. 314 SchKG; Winkel-
mann/Lévy/Jeanneret/Merkt/Birchler, Basler Kommentar, N 24-26 zu Art. 318 
SchKG). Es liegt eine vom Schuldner vorgeschlagene und im Nachlassvertrag im 
wesentlichen verbindlich festgelegte Verwertungsmassnahme vor, welche an die 
Stelle der Überlassung der realen Vermögenswerte an die Gläubiger zwecks Ver-
wertung durch diese beziehungsweise an die Stelle ihrer konkursrechtlichen Ver-
wertung tritt (vgl. auch Art. 306 Abs. 2 Ziff. 1 bis SchKG). 

4. Nach den Vorstellungen der X. & Co. sollen "in der Nachlasslösung 
die hoch belehnten Grundpfandausleihungen der Z. aus der Schuldenmasse entfal-
len". Die Nachfolge-AG soll die betriebliche Infrastruktur während des Verfahrens 
entgeltlich nutzen und nach Verfahrensabschluss allenfalls weiter mieten oder im 
Eigentum übernehmen. Behauptet wird ferner, gemäss Vorgesprächen mit der 
Grundpfandgläubigerin Z. stehe diese einem Nachlassverfahren der Kollektivgesell-
schaft X. & Co. nicht im Wege. 

Beim Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung und Gesellschaftsgründung 
ist zulässig, dass nicht das gesamte Vermögen des Schuldners Gegenstand des 
Nachlassvertrages bildet, wobei dannzumal eine genaue Ausscheidung der Vermö-
gensmassen vorzunehmen ist (Art. 317 Abs. 1/318 Abs. 2 SchKG; BGE 122 III 181 
E. 5b; Ludwig, a.a.O., S. 9). Allgemein hat der Schuldner mit seinem Stundungsge-
such für einen Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung Angaben über den voraus-
sichtlichen Umfang der Vermögensabtretung und die Art und Weise der Vermö-
gensliquidation zu machen (Hunkeler, a.a.O., N 604). Vorliegend ist nun nicht rest-
los klar, ob die Beschwerdeführerin beabsichtigt, die Gewerbegrundstücke in die-
sem Sinne überhaupt nicht in den Nachlassvertrag einzubeziehen, oder ob sie zwar 
einbezogen werden, jedoch normal, das heisst nicht durch Übertragung an die Auf-
fang-AG, verwertet werden sollen (Kombination von Nachlassvertrag mit teilweiser 
Vermögensabtretung und ordentlichem Nachlassvertrag, vgl. Hunkeler, a.a.O., N 
25 insbesondere Anm. 9). Für eine ausserhalb des Nachlassvertrages mit Abtretung 
an eine Auffanggesellschaft jedoch innerhalb des Nachlasses stattfindende Verwer-
tung durch freihändige Veräusserung an die Auffanggesellschaft oder einen Dritten 
wäre gemäss Art. 323 SchKG die Zustimmung der Z. als Grundpfandgläubigerin 

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Voraussetzung. Eine solche Zustimmung liegt nicht vor. Da ferner mehr als ein Jah-
reszins für die Grundpfandschuld ausstehend ist (act. 06.2), kann die Verwertung 
der Gewerbeliegenschaften gegen den Willen der Grundpfandgläubigerin auch 
nicht im Sinne von Art. 306a SchKG vom Nachlassrichter vorübergehend eingestellt 
werden.

Erhebliche Unklarheiten beziehungsweise Widersprüchliches hinsichtlich 
des Schicksals der Gewerbeliegenschaften und ihrer Zugehör sind auch an Hand 
des von der Schuldnerin mit Beschwerde erstmals angestellten Vergleichs zwischen 
dem Ergebnis des von ihr angestrebten Nachlassvertrages und jenem eines Kon-
kurses (Nachlassbilanz-Konkursbilanz) festzustellen. Gemäss Art. 306 Abs. 2 Ziff. 
1 bis SchKG muss bei einem Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung (Art. 317 
Abs. 1) das Verwertungsergebnis oder die vom Dritten angebotene Summe höher 
erscheinen als der Erlös, der im Konkurs voraussichtlich erzielt würde. Die Be-
schwerdeführerin hat in diesem Sinne einen Vergleich angestellt und behauptet, die 
Grundpfandgläubigerin käme bei einem Nachlassvertrag mit Fr. 275'000.– und bei 
einem Konkurs mit Fr. 1'424'000.– zu Verlust (act. 01). Das steht zum einen im Wi-
derspruch zur andernorts geäusserten Absicht, die Grundstücke samt Zugehör (An-
lagen/Maschinen) nicht im Rahmen des Nachlassvertrages zu verwerten. Zum an-
deren ist der Vergleich mit Blick auf Art. 306 Abs. 2 Ziff. 1bis SchKG irrelevant. Zu-
mindest bestärkt es nicht die Aussichten auf einen Nachlassvertrag. Denn nach dem 
derzeitigen Stand ist das Grundpfand im Nachlass gleich wie im Konkurs, nämlich 
durch öffentliche Versteigerung, zu verwerten. Die Beschwerdeführerin hat jeden-
falls nicht geltend gemacht, geschweige denn glaubhaft dargelegt, dass die (unbe-
kannten) Investoren bereit wären, die Forderungen der Z. von 2 Millionen Franken 
zu befriedigen.

5. Die Schuldnerin hat ausgeführt, das "verflüssigbare Umlaufvermögen" 
gemäss Nachlassbilanz vom 25. Juni 2003 im Betrage von Fr. 801'060.–, welche 
sich auf die Werte der Bilanz per 31. Mai 2003 stütze, decke sämtliche privilegierten 
Forderungen von Fr. 516'200.– sowie die geschätzten Verfahrenskosten von Fr. 
40'000.–. Die Vorinstanz hat diese Einschätzung als zu optimistisch eingestuft. Dem 
ist beizupflichten. Es kann nicht gesagt werden, dass sich die X. & Co. bei der Be-
wertung ihres eigenen Vermögens, namentlich bei den Warenbeständen, Zurück-
haltung auferlegt hätte. Bilanzen sind grundsätzlich zu Fortführungswerten zu er-
stellen (Art. 960 Abs. 2 OR). Bei einem Nachlassstundungsgesuch ist, je nach der 
Ursache der schuldnerischen Notlage, die in einer Überschuldung oder einer Illiqui-
dität oder in beidem liegen kann, zu unterscheiden. Liegt nur Illiquidität vor, bewirkt 

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der Weiterbestand des Schuldners noch keine Gefährdung der Gläubigerforderun-
gen, so dass zu Fortführungswerten bilanziert werden darf. Die Beschwerdeführerin 
räumt indessen ein, illiquid und überschuldet zu sein. Bei Überschuldung könnte 
sehr wohl argumentiert werden, dass zu (Einzel)Liquidationswerten zu bilanzieren 
ist, denn bis zum Abschluss eines Nachlassvertrages oder seinem Scheitern kann 
ohnehin nur liquidiert werden. Da das Nachlassverfahren nicht die Liquidation à tout 
prix zum Ziel hat, kann sich indessen auch eine differenziertere Bilanzierung zu 
Fortführungswerten rechtfertigen (Jaeger/Walder/Kull/Kotmann, Bundesgesetz 
über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. A. Zürich 199//2001, N 31 f. zu Art. 293). 
Bei der gewählten Nachlassvariante (Abtretung an eine Auffanggesellschaft), mit 
welcher die unternehmerische Substanz erhalten, der Betrieb also weitergeführt 
werden will, erscheint es zwar richtig  -weil im Einklang mit dem Ziel der Substanz-
erhaltung stehend-  von einer Bewertung zu Fortführungswerten auszugehen, doch 
dürfte auch in diesem Fall der Abtretungswert in aller Regel den Verkehrswert nicht 
erreichen (Ludwig, a.a.O., S. 73). Dem widersprechend hat die Gesuchstellerin ihr 
Umlaufvermögen in der Nachlassbilanz praktisch durchwegs zu 100 % (Einstands-
preise beziehungsweise Wiederverkaufswerte) eingesetzt. Wenig überzeugend ist 
auch, dass die im Konkurs nur zu 75% einbringlichen Debitorenguthaben im Nach-
lassfall zu 100% einbringlich sein sollen. Da die Beschwerdeführerin alle 
Arbeitskräfte entlassen hat, ist mit der Fertigstellung angefangener Arbeiten -falls 
überhaupt- nur mit beträchtlicher zeitlicher Verzögerung zu rechnen. Bei einer eher 
realistischen Nachlassbewertung der angefangenen Arbeiten, Warenbestände und 
Ausstellungsküchen mit 60 % wären die privilegierten Forderungen bereits nicht 
mehr voll gedeckt. Soweit die geschützten Gläubiger nicht auf ihr Privileg verzichten  
-was in Bezug auf die Arbeitnehmerforderungen von Fr. 300'000.– und die Sozial-
versicherungsbeiträge von Fr. 216'000.– nicht absehbar ist-  schliesst eine Unter-
deckung das Zustandekommen beziehungsweise die richterliche Bestätigung des 
Nachlassvertrages aus (Art. 306 SchKG).

6. Aus eingelegten Akten ist ersichtlich, dass die X. & Co. seit geraumer 
Zeit (März 2003) auf der Suche nach Investoren ist (act. 04.1.II.24). Die Suche er-
folgt in Publikationen (PinBoard, Euro Flash) der Unternehmensberatungsfirma N. 
SA, Cham/ZG, von der augenscheinlich auch das vorgelegte Basiskonzept für die 
Kapitalbeschaffung stammt. Im Gegensatz zur Beschwerdeführerin, die den aufzu-
bringenden Finanzbedarf auf Fr. 800'000.– beziffert (act. 04.1.I.3, S. 3), erachtet die 
N. SA neues Kapital von 2,4 Mio. Fr. als notwendig (act. 04.1.II.17). Die N. SA ist 
somit nicht die Investorin selber; ihre Rolle beschränkt sich auf die Vermittlung des 
Kapitals (act. 04.1.I.2). Die Gesuchstellerin hat  -insoweit zutreffend-  ausgeführt, 

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notwendige Voraussetzung, um den Betrieb mit einer Nachfolge-Aktiengesellschaft 
weiter zu führen, seien Investoren mit genügend Eigenkapital zur Übernahme der 
Aufträge, Ausstellungsküchen, Lagerbestände und des benötigten Personals. Ma-
nifest sind zwar die Anstrengungen für eine solche Kapitalbeschaffung, hingegen 
kann nicht die Rede davon sein, dass "finanzielle Zusicherungen von Investoren 
vorhanden sind". Eine irgendwie geartete Absichtserklärung von Investoren konnte 
die Schuldnerin nicht beibringen. Auch die von ihr im vorinstanzlichen Verfahren in 
Aussicht gestellte Zusage der N. SA betreffend die Bereitstellung des Aktienkapitals 
der zu gründenden Auffang-AG (act. 04.1.I.2) ist bislang nicht erfolgt. Dass die 
Gründung der Nachfolge-Aktiengesellschaft sofort nach Erteilung der 
Nachlassstundung erfolgen kann, erscheint daher ebenfalls  fraglich. Mehr als 
unbestimmte Hoffnung denn als Realität erscheint schliesslich auch die Erwartung 
der Beschwerdeführerin, das vorhandene Know-how voll in die Auffanggesellschaft 
überführen zu können, nachdem sie ihre sämtlichen Arbeiter entlassen hat. Von 
glaubhaften Aussichten für das Zustandekommen eines Nachlassvertrages mit Ver-
mögensabtretung an eine zu gründende Auffanggesellschaft kann somit nicht ge-
sprochen werden.  

7. Wie bereits angetönt, dürften als erhebliches Hindernis auf dem Weg 
zu dem von der Beschwerdeführerin angestrebten Nachlassvertrag mit Vermögens-
abtretung an eine Auffang-AG die Tatsachen gelten, dass ihre beiden Hauptgrund-
stücke (Parz. 298, 503-1; Verkehrswert gemäss Schätzung 2001 Fr. 1,767 Mio.) 
einerseits ihre Betriebsstätte bilden und mit ihrer angemerkten Zugehör daher für 
jede Art der materiellen Betriebsweiterführung  -sei es nun selbst, durch eine Auf-
fanggesellschaft oder durch andere Dritte-  unabdingbar sind. Andererseits haften 
eben diese Grundstücke samt ihrer Zugehör (Betriebseinrichtungen im grundbuch-
lich angemerkten Gesamtwert von Fr. 400'000.–, Verkehrswert Fr. 500'000.–, act. 
04.II.8) als  -praktisch überbelehntes-  Drittpfand für Schulden des Vaters G. X. von 
mittlerweile gegen Fr. 2 Mio. (act. 06.2 und 06.3). Im Gesuch an die Vorinstanz 
wurde ausgeführt, die Gebäude und Maschinen/Anlagen würden von der Auffang-
AG gemietet; mit Beschwerde wird als feststehende Absicht hingestellt, dass die 
Gebäude und Maschinen/Anlagen von der Auffang-AG "nach Verfahrensabschluss 
zu Eigentum übernommen werden". Die Grundstücke und damit auch die Zugehör 
würden demnach vorerst im Eigentum der X. & Co. verbleiben beziehungsweise 
den Gläubigern zur Verwertung überlassen, womit ein Dritter freihändig oder allen-
falls im Wege öffentlicher Versteigerung Eigentümer würde. Allenfalls sollen sie von 
der Auffanggesellschaft ausserhalb des Nachlassverfahrens freihändig zu Eigen-
tum übernommen werden. Vorstellungen darüber, wie die Auffang-AG zu langfristi-

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gen Mietverträgen kommen oder Eigentümerin werden soll, wurden von der Be-
schwerdeführerin nicht geäussert. Was die Mittel beziehungsweise die Bereitschaft 
von vermeintlichen Investoren hierzu angeht, fehlt es auch diesbezüglich nur schon 
an einer Absichtserklärung. Für die bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhobene 
und im Beschwerdeverfahren wiederholte Behauptung, die Grundpfandgläubigerin 
Z. "stehe einem Nachlassvertrag nicht im Weg", fehlt nach wie vor eine entspre-
chende Erklärung. Vielmehr lässt sich eine gegenteilige Absicht der Z. daraus ab-
leiten, dass die Bank mittlerweile am 4. August 2003 beim Betreibungsamt Disentis 
die Betreibung auf Pfandverwertung der beiden Betriebsliegenschaften eingeleitet 
hat (act. 06.2 und 06.3).

8. Ist die Beschwerde abzuweisen, wird die unterlegene Beschwerdefüh-
rerin im Rahmen von Art. 54/61 Abs. 1 GebVSchKG kostenpflichtig.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.– gehen zu Lasten der 
X. & Co.

3. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Der Aktuar: