# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fda13ba2-e0f0-5480-b8a8-9f25799676f1
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2001-08-07
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 07.08.2001 U 240/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-240-99_2001-08-07.html

## Full Text

[AZA 7] 

U 240/99 Vr 

 

 

 

I. Kammer 

 

Präsident Lustenberger, Bundesrichter Schön, Spira, Rüedi 

und nebenamtlicher Richter Bühler; Gerichtsschreiber 

Fessler 

 

Urteil vom 7. August 2001 

 

in Sachen 

 

K.________, 1953, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 

Johannes Michael Helbling, Bahnhofstrasse 6, 

8302 Kloten, 

gegen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse 

1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin, 

 

und 

 

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur 

 

 

A.- Der 1953 geborene K._________ war seit 1978 bei 

der Firma E._________ AG als Chauffeur tätig und gestützt 

auf dieses Arbeitsverhältnis bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) obligatorisch unfallversichert. 

Am 10. April 1991 wurde er beim Abladen eines 

Lastwagens von umstürzenden Holzjalousien getroffen. Noch 

am selben Tag begab er sich ins Spital X.________, wo eine 

Ellenbogenkontusion rechts sowie eine parietale Kontusion 

rechts diagnostiziert wurden. Der am 23. Mai 1991 konsultierte 

neurologische Spezialarzt Dr. med. R.________ bestätigte 

die im Rahmen der Erstbehandlung gestellte Diagnose 

im Sinne eines Sulcus ulnaris-Syndroms rechts mit leichten 

sensiblen Funktionsstörungen ohne motorische Ausfälle. Am 

10. Juli 1991 wurde die ärztliche Behandlung abgeschlossen 

und der Versicherte ab 15. Juli 1991 als wieder vollständig 

arbeitsfähig betrachtet. Wegen Schmerzen und Sensibilitätsstörungen 

im Bereich ulnarer Ellenbogen und Hand rechts 

begab sich K.________ am 21. September 1991 erneut in ärztliche 

Behandlung. Nachdem er am 31. Oktober 1991 die Arbeit 

«zufolge Unfalles» hatte aussetzen müssen, meldete die 

Firma am folgenden Tag einen Rückfall. Am 13. November 1991 

erfolgte die operative Revision des Nervus ulnaris rechts 

mit Vorverlagerung, Denervation am Epicondylus und Neurolyse 

im Sulcusbereich. Da sich nicht Beschwerdefreiheit 

einstellte, wurde am 12. August 1992 ein zweiter Eingriff 

(Dekompression des Nervus ulnaris u.a. durch Narbenkorrektur) 

durchgeführt. Postoperativ persistierten die Beschwerden 

im Bereich des Vorderarms und der Hand rechts und der 

Versicherte blieb arbeitsunfähig. Auf den 30. November 1992 

löste die Firma das Arbeitsverhältnis auf. 

Im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung durch 

die Invalidenversicherung besuchte K.________ vom 31. August 

1993 bis 7. Februar 1994 einen lerntechnischen Vorbereitungskurs. 

Daran anschliessend begann er am 1. März 1994 

eine zweijährige Handelsschulausbildung, welche er indessen 

nicht erfolgreich beendete. In der Folge absolvierte er vom 

12. Februar bis 9. August 1996 bei der Stiftung Y.________ 

ein sechsmonatiges Arbeitstraining. Im «Abschlussbericht» 

vom 18. Juni 1996 wurde u.a. festgehalten, der Versicherte 

könne aus gesundheitlichen Gründen an einem Arbeitsplatz in 

der freien Wirtschaft nicht bestehen. In gleichem Sinne 

äusserte sich auch der Berufsberater der IV-Stelle des 

Kantons Zürich in seinem Bericht vom 11. Juli 1996. Gemäss 

Anstellungsvereinbarung vom 4. Juli 1996 arbeitete 

K.________ ab 12. August 1996 an einem geschützten Arbeitsplatz 

in der Abteilung 'Telefondienste HP' der Stiftung 

Y.________ an 20 Stunden in der Woche bei einem Stundenlohn 

von Fr. 5.- brutto. Die IV-Stelle setzte schliesslich den 

Invaliditätsgrad ab 1. August 1996 auf 90 % fest und richtete 

ab diesem Zeitpunkt (wieder) Rentenleistungen aus. 

Nach einem nochmaligen Untersuch am 15. November 1995 

durch den Neurologen Dr. med. R.________ nahm Kreisarzt Dr. 

med. J.________ die Beurteilung des Integritätsschadens vor 

und bezifferte diesen auf 10 %. Daran hielt er in seiner 

Stellungnahme vom 19. September 1996 zu dem vom Versicherten 

bei Prof. Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für 

Chirurgie, zu dieser Frage eingeholten Privatgutachten vom 

4. Juni 1996 fest. In einer weiteren Aktennotiz vom selben 

Tag äusserte sich Dr. med. J.________ auch zur unfallbedingt 

noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Nach nochmaliger 

Beurteilung des Integritätsschadens durch Dr. med. 

P.________ vom eigenen Ärzteteam Unfallmedizin (Bericht vom 

26. November 1996) sprach die SUVA am 5. Dezember 1996 

K.________ mit Wirkung ab 1. November 1996 eine Invalidenrente 

(Erwerbsunfähigkeit: 25 %) sowie eine Integritätsentschädigung 

(Integritätseinbusse: 15 %) zu. Diese Verfügung 

bestätigte sie mit Einspracheentscheid vom 11. April 1997. 

 

B.- K.________ liess Beschwerde erheben und zur Hauptsache 

die Zusprechung einer Invalidenrente aufgrund einer 

Erwerbsunfähigkeit von 90 % und einer Integritätsentschädigung 

auf der Basis von 50 % beantragen. Nach Vernehmlassung 

der SUVA und zweitem Schriftenwechsel wies das Sozialversicherungsgericht 

des Kantons Zürich mit Entscheid vom 

7. Juni 1999 das Rechtsmittel ab. 

 

C.- K.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

führen mit den hauptsächlichen Rechtsbegehren, es seien 

der kantonale Entscheid aufzuheben und ihm mit Wirkung ab 

1. November 1996 aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 

90 %, eventualiter von 45 %, eine Invalidenrente sowie eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis von 40 % zuzusprechen. 

 

Während die SUVA auf eine Stellungnahme verzichtet, 

lässt sich das Bundesamt für Sozialversicherung nicht vernehmen. 

 

 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.- Im Streite liegen der Anspruch auf eine Invalidenrente 

und eine Integritätsentschädigung als Folge des am 

10. April 1991 erlittenen Berufsunfalles. 

 

2.- a) aa) Im angefochtenen Entscheid werden der Begriff 

des natürlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 

Erw. 1b) und adäquaten Kausalzusammenhanges (BGE 123 III 

112 Erw. 3a, 123 V 139 Erw. 3c) zwischen Unfall, Gesundheitsschaden 

und gesundheitlich bedingten Einschränkungen 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie die Beweiswürdigungsregeln 

bei ärztlichen Berichten (BGE 125 V 352 

Erw. 3a, 122 V 160 f. Erw. 1c) zutreffend dargelegt. Richtig 

wiedergegeben werden auch die massgebenden Gesetzesbestimmungen 

zum Begriff der Invalidität, zur Ermittlung 

des Invaliditätsgrades sowie zur Entstehung des Rentenanspruchs 

(Art. 18 Abs. 1 und 2 UVG, Art. 19 Abs. 1 UVG), 

ferner die Rechtsgrundlagen zum Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 

und deren Bemessung (Art. 24 Abs. 1 UVG 

und Art. 36 Abs. 1 UVV, Art. 25 Abs. 1 UVG und Art. 36 

Abs. 2 UVV sowie Anhang 3 zur UVV; BGE 124 V 210 Erw. 4a, 

116 V 157 Erw. 3a, 115 V 147 Erw. 1). Darauf kann verwiesen 

werden. 

 

bb) Zu ergänzen ist, dass gemäss Art. 36 Abs. 3 (erster 

Satz) UVV dort, wo ein oder mehrere versicherte Ereignisse 

zu verschiedenen Integritätsschäden führen, die Entschädigung 

nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt 

wird. Dabei werden die den einzelnen Schädigungen entsprechenden 

Prozentzahlen selbst dann zusammengezählt, wenn 

eine, mehrere oder alle davon für sich den Grenzwert von 

5 % nicht erreichen, deren Summe aber die Erheblichkeitsschwelle 

von 5 % übersteigt (BGE 116 V 157 Erw. 3b mit Hinweisen; 

RKUV 1998 Nr. U 296 S. 236 Erw. 2a, 1989 Nr. U 78 

S. 361 Erw. 2b). 

Verursachen mehrere, teils versicherte, teils nicht 

versicherte Ereignisse, worunter namentlich ein krankhafter 

Vorzustand fällt, einen Integritätsschaden, d.h. besteht 

ein Beschwerdebild, das medizinisch-diagnostisch nicht in 

einzelne, voneinander unterscheidbare Beeinträchtigungen 

aufgeteilt werden kann, ist der Integritätsschaden zwar 

ebenfalls gesamthaft nach Anhang 3 zur UVV oder nötigenfalls 

nach den Richtlinien gemäss den Tabellen der medizinischen 

Abteilung der SUVA einzuschätzen. Diesfalls ist 

aber in einem zweiten Schritt die Entschädigung nach Massgabe 

von Art. 36 Abs. 2 erster Satz UVG entsprechend dem 

Kausalanteil der nicht versicherten Ereignisse am gesamten 

Integritätsschaden zu kürzen (BGE 116 V 157 f. Erw. 3c). 

 

b) Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVG werden u.a. die Invalidenrenten 

und Integritätsentschädigungen angemessen gekürzt, 

wenn die Gesundheitsschädigung oder der Tod nur 

teilweise die Folge eines Unfalles ist (Satz 1). Gesundheitsschädigungen 

vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung 

der Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden dabei 

nicht berücksichtigt (Satz 2). 

Die Anwendung dieser Kürzungsvorschrift setzt voraus, 

dass der Unfall und ein nicht versichertes Ereignis einen 

bestimmten Gesundheitsschaden gemeinsam verursacht haben. 

Dagegen kommt Art. 36 Abs. 2 UVG, und zwar auch dessen 

zweiter Satz, nicht zum Zuge, wenn die beiden Einwirkungen 

einander nicht beeinflussende, namentlich verschiedene Körperteile 

betreffende Schäden verursacht haben, die Krankheitsbilder 

sich somit nicht überschneiden. Diesfalls sind 

die Folgen des versicherten Unfalles für sich allein zu 

bewerten (BGE 126 V 117 Erw. 3a, 121 V 333 Erw. 3c, 113 V 

58 Erw. 2 mit Hinweisen). Für die Bejahung der Leistungspflicht 

für einen krankhaften Vorzustand nicht erforderlich 

ist eine richtunggebende Verschlimmerung des Leidens selber. 

Umgekehrt genügt es nicht, dass eine vorbestandene 

Krankheit, die zu keiner Verminderung der Erwerbsfähigkeit 

geführt hatte, sich aufgrund von Art und Ausmass des unfallbedingten 

Gesundheitsschadens nunmehr erwerblich negativ 

auswirken (vgl. RKUV 1992 Nr. 145 S. 89 Erw. 5b). 

Die Kürzung einer Invalidenrente nach Art. 36 Abs. 2 

zweiter Satz UVG im Besonderen ist nur zulässig, wenn der 

krankhafte Vorzustand, der zusammen mit dem Unfall die invalidisierende 

Gesundheitsschädigung verursacht, bereits 

vor diesem Ereignis zu einer (teilweisen) Erwerbsunfähigkeit 

geführt hat. Dabei genügt sowohl nach dem Wortlaut als 

auch nach dem Zweck dieser Bestimmung (Erleichterung der 

Schadensabwicklung für den Versicherten; BGE 113 V 138 

oben) nicht die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. 

Vielmehr muss der krankhafte Vorzustand invalidisierenden 

Charakter haben und die bereits vor dem Unfall eingetretene 

Erwerbsunfähigkeit einen erheblichen Grad aufweisen, damit 

eine Rentenkürzung gerechtfertigt ist (BGE 121 V 331 f. 

Erw. 3b; RKUV 1996 Nr. U 244 S. 148 ff. Erw. 6b). 

 

3.- a) In Bezug auf den Rentenanspruch ist zunächst 

streitig und zu prüfen, ob die von Prof. Dr. med. 

S.________ festgestellte deutliche Beeinträchtigung der 

Beweglichkeit der rechten Schulter bei der Invaliditätsbemessung 

zu berücksichtigen ist oder nicht. Nach Auffassung 

des kantonalen Gerichts handelt es sich um einen nicht 

(natürlich kausal) auf den Unfall vom 10. April 1991 zurückzuführenden 

Gesundheitsschaden, weshalb er unbeachtlich 

sei. Die Vorinstanz stützt sich dabei auf die gleich lautenden 

Beurteilungen des Kreisarztes Dr. med. J.________ 

sowie des Dr. med. P.________ vom Ärzteteam Unfallmedizin 

der SUVA, welcher die Einschränkung der Schulterbeweglichkeit 

als degenerativer Natur qualifiziert hat. 

 

Prof. Dr. med. S.________ führt in seinem Gutachten 

vom 4. Juni 1996 u.a. aus, der Versicherte habe beim Unfall 

vom 10. April 1991 eine Kontusion und zwar wahrscheinlich 

eine direkte Kontusion des Nervus ulnaris im Bereich des 

rechten Ellenbogens erlitten. Daraus habe sich ein Sulcus 

ulnaris-Syndrom entwickelt, das sich auch nach zweimaliger 

operativer Behandlung als hartnäckig und persistent erwiesen 

habe. Als Endzustand sei eine rein sensible, proximale 

Ulnarisparese mit Ausgangspunkt am Ellenbogen zurückgeblieben. 

Die darauf zurückzuführenden Schmerzen und 

Sensibilitätsstörungen strahlten sowohl zur lateralen Handkante 

und den Fingern IV und V als auch zum Oberarm und zur 

Schulter aus (S. 9 f.). Aufgrund dieser auf einer umfassenden 

Berücksichtigung der Vorakten, der geklagten Beschwerden 

sowie der objektiven Untersuchungsbefunde beruhenden 

Aussagen, welche auch von den Ärzten der SUVA nicht in 

Zweifel gezogen werden, lassen sich der unfallbedingte Gesundheitsschaden 

und die Beeinträchtigung der Schulterbeweglichkeit 

nicht klar voneinander trennen, und zwar schon 

rein anatomisch aufgrund des Verlaufes des Nervus ulnaris 

im Oberarm- und Schulterbereich nicht. Der unfallbedingte 

Gesundheitsschaden im Bereich des Ellenbogens erscheint 

somit durchaus geeignet, die Funktionen des Schultergelenkes 

zu beeinflussen. Davon geht auch Prof. Dr. med. 

S.________ aus, wenn er sagt, die Folgen der Kontusion des 

Nervus ulnaris beschränkten sich nicht auf die sensible 

Ulnarisparese, sondern es sei insgesamt eine erhebliche 

Funktionsbehinderung des ganzen rechten Armes entstanden. 

Dass die Ellenbogen-Verletzung in keinem Zusammenhang mit 

der resp. einer allfälligen (vorbestandenen) Periarthropathie 

an der Schulter steht, wie Dr. med. P.________ in 

seiner Stellungnahme vom 26. November 1996 schreibt, leuchtet 

ohne weiteres ein. Dies hindert indessen nicht die 

Feststellung, dass im Sinne eines neurologischen Zusammenhangs 

in Bezug auf die Beeinträchtigung im Bereich von 

Ellenbogen und Hand rechts sowie der Schulter rechts zwei 

sich überschneidende Krankheitsbilder vorliegen. Dieser 

Konnex ergibt sich daraus, dass gemäss Bericht des Dr. med. 

R.________ vom 15. November 1995 bei bestimmten Armbewegungen, 

insbesondere bei Armstreckung starke Schmerzen u.a. an 

der Beugeseite des ulnaren Vorderarmes auftreten, welche, 

wie dargelegt, zum Oberarm und zur Schulter ausstrahlen und 

zumindest auf diese Weise deren Beweglichkeit einschränken. 

Da Hinweise in den Akten fehlen, dass vor dem Unfall die 

Erwerbsfähigkeit wegen Affektionen im rechten Schulterbereich 

erheblich vermindert war, ist entgegen Vorinstanz und 

SUVA die Behinderung im Gebrauch dieses Körperteils bei der 

Invaliditätsbemessung selbst dann zu berücksichtigen, wenn 

sie auf einen unfallfremden (degenerativen) Vorzustand oder 

eine spätere Erkrankung zurückzuführen wäre (Art. 36 Abs. 2 

zweiter Satz UVG). 

 

b) Für die Beurteilung der unfallbedingt noch in Betracht 

fallenden erwerblichen Tätigkeiten ist die Vorinstanz 

von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Kreisarztes 

Dr. med. J.________ gemäss Aktennotiz vom 19. September 

1996 ausgegangen. Danach sind dem Versicherten 

sämtliche sehr leichten, manuellen Arbeiten, die keinen 

Krafteinsatz der rechten Hand verlangen und kein Heben von 

Gewichten von über 2 kg erfordern, zumutbar. In Frage kämen 

somit beispielsweise leichte Kontroll- oder Sortierarbeiten 

sowie die Überwachung und Bedienung von automatischen Maschinen. 

 

Abgesehen davon, dass nicht ersichtlich ist, auf welche 

medizinischen Unterlagen sich die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung 

stützt, geht sie von der, wie dargelegt, 

unzutreffenden Annahme aus, die Einschränkung der 

Beweglichkeit der rechten Schulter habe unberücksichtigt zu 

bleiben. Auf die Einschätzung des Dr. med. J.________ kann 

sodann auch deshalb nicht abgestellt werden, weil sie den 

gemäss Dr. med. R.________ und Prof. Dr. med. S.________ 

ebenfalls durch die Ulnarisparese verursachten Beeinträchtigung 

der Beweglichkeit des Ellenbogens sowie der schmerzbedingten 

Behinderung im Gebrauch der rechten Hand zu wenig 

Rechnung trägt. Aufgrund der Beschwerden und Funktionsdefizite 

in der ganzen rechten oberen Extremität ist der Beschwerdeführer 

faktisch als Einhänder einzustufen, der 

seine rechte Hand bei der Arbeit - wenn überhaupt - nur 

noch in ganz untergeordnetem Masse als Hilfshand einsetzen 

kann. Es kann ihm daher nicht mehr zugemutet werden, bei 

einer manuellen Arbeit seinen rechten Arm und seine rechte 

Hand dauernd einzusetzen und damit Gewichte bis zu 2 kg zu 

heben. Überdies fallen häufigere Schreibarbeiten wegen der 

dabei auftretenden schmerzhaften Verkrampfungen ausser Betracht. 

Die im Einspracheentscheid vom 11. April 1996 genannten 

Verweisungstätigkeiten, u.a. Überwachungsarbeiten 

an automatischen und halbautomatischen Produktionseinheiten, 

Qualitätskontrolle, Arbeiten im Auskunftsdienst oder 

als Portier, können auch bei vorwiegendem Gebrauch der 

linken Hand ausgeführt werden und sind daher vom (unfall-) 

medizinischen Standpunkt aus grundsätzlich vollzeitlich 

zumutbar. Hingegen fällt die Tätigkeit als Transportdisponent 

ausser Betracht, nachdem der Beschwerdeführer die 

gemäss Unfallversicherer hiefür erforderliche Umschulung 

(zweijährige Handelsschulausbildung) nicht erfolgreich 

beendet hat. 

Bei den angeführten noch zumutbaren erwerblichen Tätigkeiten 

handelt es sich um solche, die auf dem allgemeinen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus zu finden sind. 

Zudem werden in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische 

Kraft erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen 

verrichtet, während den körperlich weniger belastenden Bedienungs- 

und Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende 

Bedeutung zukommt (ZAK 1991 S. 321 Erw. 3b am Ende). 

 

c) aa) Für die rechnerische Bestimmung des Invalideneinkommens 

aufgrund der gesundheitlich noch zumutbaren erwerblichen 

Tätigkeiten hat die Vorinstanz statistische 

Durchschnittslöhne, und zwar die im Anhang der vom Bundesamt 

für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 

1996 (LSE 96) enthaltenen Tabellenlöhne 

herangezogen. Dies ist unter den gegebenen Umständen richtig. 

Der Beschwerdeführer unterzog sich nach Beendigung des 

Arbeitsverhältnisses als Chauffeur Ende November 1992 Umschulungsmassnahmen 

der Invalidenversicherung. Daran anschliessend 

absolvierte er ein Arbeitstraining. Nach einer 

weniger als ein Jahr dauernden Tätigkeit an einem geschützten 

Arbeitsplatz wechselte er auf 1. August 1997 in den 

Service- und Reinigungsdienst einer Fotoautomaten betreibenden 

Firma. Dass es sich dabei um ein besonders stabiles 

Arbeitsverhältnis handelt und anzunehmen ist, dass er die 

ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, sowie das Einkommen der Arbeitsleistung entspricht, 

wird von keiner Seite geltend gemacht und ist nach 

Lage der Akten zu verneinen. Der mit dieser Tätigkeit erzielte 

Verdienst von Fr. 1300.- gemäss Angaben in der vorinstanzlichen 

Replik kann daher nicht als Invalideneinkommen 

gelten (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa und bb am Anfang). 

Von der (selbstständigen) Ermittlung des trotz Gesundheitsschädigung 

zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens 

ist im Übrigen nicht etwa deshalb abzusehen, weil die 

IV-Stelle gemäss Mitteilung vom 19. September 1996 den Invaliditätsgrad 

auf 90 % festgesetzt hat. Diese Argumentation 

verkennt, dass die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung 

für den Unfallversicherer u.a. dann nicht 

massgebend ist, wenn er auf einem Rechtsfehler oder einer 

nicht vertretbaren Ermessensausübung beruht (BGE 126 V 292 

Erw. 2b, 119 V 471 f. Erw. 2b und 474 oben; vgl. auch RKUV 

2000 Nr. U 402 S. 390). Im vorliegenden Fall hat die IV-Stelle 

ausweislich der Akten den Einkommensvergleich nicht 

auf der Grundlage einer fachärztlichen Einschätzung der aus 

medizinischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit vorgenommen. 

Vielmehr stellte sie auf die Angaben des Berufsberaters 

in seinem Schlussbericht vom 11. Juli 1996 ab, wonach 

aufgrund der Behinderung ein Einsatz in der freien 

Wirtschaft nicht mehr möglich sei. Dementsprechend setzte 

sie offensichtlich dem vom Beschwerdeführer damals an einem 

geschützten Arbeitsplatz erzielten Verdienst von Fr. 500.- 

bis Fr. 600.- monatlich dem Invalideneinkommen gleich. Diese 

Invaliditätsschätzung muss als rechtsfehlerhaft bezeichnet 

werden, weshalb sie keine Verbindlichkeit beanspruchen 

kann. 

 

bb) Konkret hat die Vorinstanz der Berechnung des Invalideneinkommens 

den durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn 

für drei bestimmte Tätigkeiten («Maschinen einrichten, 

bedienen, unterhalten», «Transport von Personen, Waren 

und Nachrichten», «Sichern, bewachen») von Männern mit Anforderungsniveau 

des Arbeitsplatzes 4 (einfache und repetitive 

Tätigkeiten) im privaten und öffentlichen Sektor 

(Bund) zu Grunde gelegt. Dies ergibt bei einer mittleren 

betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden 

ein monatliches Einkommen von Fr. 4977.- ([Fr. 4617.- + 

Fr. 4865.- + Fr. 4752.-]/3 x 41,9/40; LSE 96 S. 25 TA7/12, 

31 und 32 sowie BGE 126 V 77 Erw. 3b/bb). Von diesem Betrag 

hat das kantonale Gericht einen Abzug von 25 % vorgenommen, 

da der Beschwerdeführer seinen rechten Arm schonen und 

somit im Vergleich mit einem voll einsatzfähigen Beschäftigten 

mit geringeren Einkünften rechnen müsse. Daraus 

resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 44'784.- (12 x 

[0,75 x Fr. 4977.-]). 

Von den Tätigkeiten «Maschinen einrichten, bedienen, 

unterhalten», «Transport von Personen, Waren und Nachrichten» 

sowie «Sichern, bewachen» können die ersten beiden 

aufgrund der, wie dargelegt, weit eingeschränkteren Arbeitsfähigkeit 

als vom kantonalen Gericht angenommen klarerweise 

nicht als Grundlage für die ziffernmässige Bestimmung 

des Invalideneinkommens dienen. Der Beschwerdeführer 

ist faktisch Einhänder, wobei die lädierte rechte Hand die 

dominante ist, die überdies bei der Arbeit nicht mehr als 

vollwertige Zudien- und Haltehand einsetzbar ist. Die unter 

«Sichern, bewachen» fallenden Tätigkeiten bilden keine genügende 

Basis für die Ermittlung des trotz Gesundheitsschädigung 

zumutbarerweise auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(vgl. zu diesem Begriff BGE 110 V 276 Erw. 4b sowie Monnard, 

La notion de marché du travail équilibré de 

l'article 28, alinéa 2, LAI, Diss. Lausanne 1990, S. 59 f., 

90 f. und 96 f.) erzielbaren Einkommens. 

 

cc) In der Regel ist für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

aufgrund der A-Tabellen im Anhang der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik 

bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle 

Arbeiten verrichten können, vom durchschnittlichen 

monatlichen Bruttolohn («Total») für Männer oder 

Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 

des Arbeitsplatzes 4) auszugehen. Dabei sind 

in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor 

massgebend. Das grundsätzliche Abstellen auf den betreffenden 

Arbeitsmarkt rechtfertigt sich, weil der öffentliche 

Sektor lediglich den Bund umfasst. Es kommt dazu, dass die 

- durchaus unterschiedlichen - Lohnniveaus zwischen Privatwirtschaft 

und Bundesverwaltung im untersten Bereich der 

einfachen und repetitiven Tätigkeiten nicht erheblich voneinander 

abweichen (vgl. LSE 94 S. 15 ff., 96 S. 8 f. sowie 

98 S. 13 ff.). Ausgangspunkt für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

ist somit die nach Wirtschaftszweigen aufgeschlüsselte 

Tabelle mit den Lohnangaben für den privaten 

Sektor (LSE 96 S. 17 TA1). 

Der im Sinne des soeben Gesagten massgebende Tabellenlohn 

von Fr. 4294.- oder Fr. 4498.- nach Aufrechnung auf 

41,9 Wochenstunden würde nun aber den Umständen des vorliegenden 

Falles nicht gerecht. Der Beschwerdeführer ist faktisch 

Einhänder. Die betroffene Hand ist die dominante 

rechte. Diese kann er nicht nur kräftemässig, sondern auch 

von der Motorik her lediglich in stark eingeschränktem 

Masse gebrauchen. Insbesondere führt zu häufiges Schreiben 

zu schmerzhaften Verkrampfungen der rechten Hand. Zu berücksichtigen 

ist sodann, dass es dem Versicherten trotz 

Einsatzwillen nicht gelungen ist, die Handelsschulausbildung 

erfolgreich zu beenden. Wenn auch nicht davon gesprochen 

werden kann, es bestünden realistischerweise keine 

Einsatzmöglichkeiten in der freien Wirtschaft, sind der 

Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit doch enge 

Grenzen gesetzt, indem praktisch alle produktionsnahen Tätigkeiten 

ausser Betracht fallen und zahlreiche dem Dienstleistungssektor 

zuzuordnende Beschäftigungen lediglich in 

stark eingeschränktem Umfang ausübbar sind. 

 

d) Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist somit 

vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn von Männern 

für einfache und repetitive Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich 

des privaten Sektors von Fr. 3882.- auszugehen. 

Wird dieser Betrag entsprechend der betriebsüblichen wöchentlichen 

Arbeitszeit von 41,9 Stunden erhöht und von der 

so erhaltenen Summe vorab unter dem Titel leidensbedingte 

Einschränkung ein Abzug von 25 % vorgenommen (BGE 126 V 

78 ff. Erw. 5a/aa-b/cc), ergibt sich ein Invalideneinkom- 

men von jährlich Fr. 36'597.- (12 x [0,75 x Fr. 3882.- x 

41,9/40]). Daraus resultiert bei einem unbestrittenen Valideneinkommen 

von Fr. 60'500.- für 1996 eine unfallbedingte 

Erwerbseinbusse von Fr. 23'903.- oder ein Invaliditätsgrad 

von rund 40 % (Fr. 23'903.-/Fr. 60'500.- x 100 %). In 

diesem Umfang besteht ab 1. November 1996 Anspruch auf eine 

Invalidenrente. 

 

4.- Die in Bezug auf die Bemessung der Integritätsentschädigung 

in erster Linie streitige Frage, ob die Beweglichkeitseinschränkung 

in der rechten Schulter (natürlich 

kausale) Folge des Unfalles vom 10. April 1991 ist, 

oder ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen, insbesondere 

degenerativen Veränderungen beruht, hat die Vorinstanz 

im Sinne des Dr. med. P.________ beantwortet. Dieser hat 

sich in seiner Beurteilung vom 26. November 1996 dahingehend 

geäussert, der Versicherte habe nach dem Unfall nie 

über eine Verletzung der rechten Schulter oder Beschwerden 

in diesem Bereich geklagt. Der Kreisarzt habe am 11. März 

und 7. Dezember 1992 explizit noch eine frei bewegliche 

Schulter beschrieben. Auch indirekt bestehe zwischen einer 

Ellenbogen-Verletzung und einer Periarthropathie an der 

Schulter kein natürlicher Zusammenhang. 

Diese Argumentation überzeugt nicht. Zur Diskussion 

steht nicht, ob medizinisch ein Zusammenhang zwischen einer 

Periarthropathie und einer Ellenbogen-Verletzung besteht, 

sondern ob ein solcher zwischen der Beeinträchtigung der 

Schulterfunktionen und der Kontusion des Nervus ulnaris im 

Ellenbogenbereich mit konsekutiver, rein sensibler proximaler 

Ulnarisparese als Folge des Unfalles vom 10. April 1991 

gegeben ist. Es ist unbestritten, dass der unfallbedingte 

Gesundheitsschaden zu einer Beweglichkeitseinschränkung im 

Ellenbogen rechts geführt hat. Dass ein Funktionsdefizit im 

Schulterbereich ohne weiteres nicht, auch nicht teilweise, 

auf die selbe Ulnarisparese zurückgeführt werden könne, wie 

Dr. med. P.________ schreibt, leuchtet nicht ein, dies umso 

weniger, als auch die Schulter zum Versorgungsgebiet des 

Nervus ulnaris gehört. 

Da sich Prof. Dr. med. S.________ nicht explizit zur 

Unfallkausalität der eingeschränkten Beweglichkeit der 

rechten Schulter geäussert sondern diese in konkludentem 

Sinne als gegeben betrachtet hat, sind die Akten mit Bezug 

auf den Umfang der Integritätseinbusse nicht spruchreif. 

Die SUVA wird zur Abklärung dieser Frage ein Gutachten 

einzuholen haben und hernach über den Entschädigungsanspruch 

neu verfügen 

 

5.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). 

Dem Prozessausgang entsprechend steht dem Beschwerdeführer 

eine Parteientschädigung zu (Art. 159 Abs. 1 und 2 

in Verbindung mit Art. 135 OG). 

 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

I. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

werden der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts 

des Kantons Zürich vom 7. Juni 1999 und 

der Einspracheentscheid vom 11. April 1997 aufgehoben 

und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 

1. November 1996 Anspruch auf eine Invalidenrente auf 

der Grundlage einer Erwerbsunfähigkeit von 40 % hat. 

Im Integritätsentschädigungspunkt wird die Sache an 

die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt zurückgewiesen, 

damit sie nach ergänzender Abklärung im 

Sinne von Erwägung 4 über den betreffenden Anspruch 

neu verfüge. 

 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat dem 

Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem Eidgenössischen 

Versicherungsgericht eine Parteientschädigung 

von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu 

bezahlen. 

 

IV. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich hat 

über eine Parteientschädigung für das kantonale Verfahren 

entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen 

Prozesses zu befinden. 

 

V. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht 

des Kantons Zürich und dem Bundesamt für 

Sozialversicherung zugestellt. 

 

Luzern, 7. August 2001 

 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der I. Kammer: 

 

 

 

 

 

Der Gerichtsschreiber: