# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7612d22e-718f-5a91-b608-a5678d4b2268
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 30.08.2016 S 2016 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-7_2016-08-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 7 und S 16 20

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuarin ad hoc Christen

URTEIL

vom 30. August 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid,

Beschwerdeführerin 1
und

B._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter,

Beschwerdeführer 2
gegen 

C._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Fivian,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. B._____ war seit dem 1. April 2010 beim Hotel D._____ als Nachtportier 

angestellt und dadurch bei der C._____ AG obligatorisch gegen die Fol-

gen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Krankenversichert ist 

er seit Juni 2002 bei der A._____ AG.

2. Mit Schadenmeldung vom 27. Juli 2010 teilte die Arbeitgeberin der 

C._____ mit, B._____ sei am 24. Juli 2010 zu Hause auf der Treppe ge-

stürzt und habe sich am rechten Fussgelenk verletzt. In der Folge über-

nahm die C._____ die Kosten für die Heilbehandlung und richtete Tag-

gelder aus.

3. Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. E._____ diagnostizierte am 24. Juli 

2010 ein massives Distorsionstrauma des rechten Fusses mit klinischem 

Verdacht auf laterale Bandläsion mit medial kleiner Schürfwunde. Eine 

Fraktur hatte radiologisch nicht nachgewiesen werden können. In der Fol-

ge suchte B._____ seinen Hausarzt auf. Dieser diagnostizierte mit Bericht 

vom 3. August 2010 ein Supinationstrauma des rechten OSG mit kleinem 

lateralem ossärem Ausriss. Die Behandlung erfolge mittels Fixation und 

NSAR (Schmerzmittel). Nach der Entfernung des Unterschenkelgipses 

am 16. August 2010 schwoll der Fuss massiv an und es traten heftige 

Schmerzen auf. Am 18. August 2010 diagnostizierte der Angiologe Dr. 

med. F._____ eine kleine Muskelvenenthrombose im rechten medialen 

Gastrocnemius (Wadenmuskel). Weil er die Entwicklung einer Sudeck-

dystrophie befürchtete, überwies er B._____ notfallmässig ins Kantons-

spital Graubünden, wo gleichentags ein CT gemacht wurde. Dieses zeigte 

ein altes abgerundetes Fragment von 3 mm Grösse unterhalb der Fibula 

(Wadenbein) und eine Weichteilschwellung über dem Malleolus lateralis 

(Aussenknöchel). Eine vom Vorfall vom 24. Juli 2010 herrührende Fraktur 

fand sich nicht. Am 13. Oktober 2010 wurde wegen eines massiven Re-

habilitationsdefizits ein MRI gemacht, welches zu folgender Beurteilung 

führte: (1) Verletzung des lateralen Bandapparates mit vollständiger Rup-

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tur der Ligamenta tibiofibulare anterius, Partialruptur des Ligamentum cal-

caneofibulare und Zerrung des Ligamentum deltoideum, (2) Subchonrale 

Fraktur tibiotalar medioventral mit vitalem Fragment und intaktem Knor-

pel, (3) Subluxationsstellung im OSG sowie diskrete Subluxationsstellung 

im Bereich der Articulatio talocalcaneare posterior, (4) Ausgedehntes 

subkutanes Weichteilhämatom im Bereich des Fussrückens sowie bimal-

leolär. Vom 22. Oktober bis zum 3. November 2010 war B._____ im Kan-

tonsspital Graubünden hospitalisiert, um sein Bein ruhigzustellen und 

hochzulagern. Im Austrittsbericht wurde nebst den im MRI festgestellten 

Schädigungen eine „massive teigige Schwellung bis zum proximalen Un-

terschenkel mit sudeckoidem Aspekt (Verdacht auf CRPS - Compex Re-

gional Pain Syndrome)“ diagnostiziert. Weil sich auch eine Fussfehlstel-

lung entwickelt hatte und diese trotz mehrwöchiger ambulanter Behand-

lung mit redressierenden Unterschenkelgipsen nicht wesentlich hatte be-

einflusst werden können, wurde B._____ vom 8. Dezember 2010 bis zum 

27. Januar 2011 in der Rehaklinik Bellikon behandelt. Beim Austritt be-

stand ein dringender Verdacht auf CRPS des rechten OSG und Fusses 

mit Klumpfussfehlstellung sowie ein Verdacht auf Konversions-

störung/dissoziative Bewegungsstörung. In der Folge wurde B._____ wei-

terhin medikamentös und physiotherapeutisch behandelt und es fanden 

weitere stationäre Rehabilitationsaufenthalte statt (Rehaklinik Bellikon, 25. 

Oktober bis 16. November 2011; Kliniken Valens, 23. Mai bis 17. Juli 

2012). Es wurden auch wiederholt operative Eingriffe gemacht. So wurde 

B._____ am 15. Februar 2011 im Kantonsspital Graubünden zur Korrek-

tur der Klumpfussfehlstellung ein Fixateur externe angelegt. Im Univer-

sitätsspital Basel wurde am 10. Oktober 2011 ein neuer Fixateur externe 

angelegt und ein Gastrocsoleus-Release mit einer Tibialis posterior-

Sehnenverlängerung gemacht. Am 15. Dezember 2011 wurde der Fixa-

teur wieder entfernt und das Sprunggelenk wurde versteift (TTC-

Arthrodese). All dies führte aber nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung 

des Zustands.

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4. Am 4. Juli 2011 ersuchte die C._____ Prof. Dr. med. G._____, Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, Psychosomatik SAPPM, von der Schulthess 

Klinik um die Koordination eines interdisziplinären Gutachtens. In der Fol-

ge wurde der C._____ mitgeteilt, die Wartefrist belaufe sich auf vier bis 

sechs Monate. Mit Schreiben vom 25. Oktober 2012 informierte die 

C._____ B._____ über die geplante Begutachtung. Mit Schreiben vom 5. 

April 2013 stellte die C._____ Prof. Dr. med. G._____ die Akten zu und 

bat ihn, Dr. med. H._____ vom Zentrum für Fusschirurgie der Schulthess 

Klinik persönlich hinzuzuziehen. Mit Schreiben vom 6. Juni 2013 teilte 

Prof. Dr. med. G._____ der C._____ mit, weder Dr. med. H._____ noch 

ein anderer Arzt in seiner Abteilung hätten Zeit, das komplexe Gutachten 

innerhalb nützlicher Zeit zu erstellen. Hierauf schlug die C._____ eine 

Begutachtung durch die SMAB AG vor. Damit war B._____ nicht einver-

standen. 

5. Am 30. Januar 2013 suchte B._____ die Notfallstation des Kantonsspitals 

Graubünden auf. Er gab an, er verspüre seit dem 27. Januar 2013 

Schmerzen im linken Unterschenkel. Daraufhin wurde er wegen Ver-

dachts auf ein saltatorisches (überspringendes) CRPS vom 6. bis 14. Fe-

bruar 2013 notfallmässig im Universitätsspital Basel hospitalisiert und mit-

tels Periduralkatheter sympatholytisch therapiert. Trotz dieser Behandlung 

war B._____, der zuvor noch mit zwei Unterarmkrücken hatte gehen kön-

nen, nun auf einen Rollstuhl angewiesen.

6. Mit Bericht vom 8. März 2013 hielt der beratende Arzt der C._____, Dr. 

med. I._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates FMH, fest, die Beschwerden am linken Fuss 

stünden nicht in Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 24. Juli 2010. 

Mit Schreiben vom 2. April 2013 hielt der Leitender Arzt der Abteilung 

Anästhesie/Schmerztherapie des Universitätsspitals Basel, dem entge-

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gen, es sei für ihn und seine mitbehandelnden Kollegen absolut nicht 

nachvollziehbar, warum bei ausgeschlossener anderer Genese ein salta-

torisches CRPS des linken Fusses gemäss Budapester IASP Kriterien 

nicht angenommen werden könne. 

7. Mit Verfügung vom 22. Mai 2013 lehnte die C._____ Leistungen im Zu-

sammenhang mit den Beschwerden am linken Fuss ab. Der natürliche 

Kausalzusammenhang sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erwiesen. Es handle sich bei der Problematik am linken Fuss nur um eine 

Verdachtsdiagnose und es hätten gemäss dem Bericht vom 12. April 

2010 von Dr. med. K._____, FMH Innere Medizin und Angiologie, bereits 

vor dem Unfall unklare Waden- und Fussbeschwerden bestanden. Gegen 

diese Verfügung erhob B._____ am 24. Mai 2013 Einsprache mit dem An-

trag, es seien auch die Probleme am linken Fuss vorbehaltlos anzuerken-

nen und die entsprechenden versicherungsrechtlichen Leistungen zu er-

bringen. Die A._____ erhob keine Einsprache.

8. Am 27. Juni 2013 wurde B._____ im Universitätsspital Basel ein rücken-

marksnaher Schmerzkatheter implantiert. Daraufhin reduzierten sich die 

Schmerzen aber nicht nachhaltig, so dass vom behandelnden Ärzteteam 

eine Amputation des rechten Unterschenkels am 12. November 2013 ge-

plant wurde. Dr. med. I._____ riet der C._____, eine Zweitmeinung zu der 

geplanten Amputation einzuholen. Am 15. Juli 2013 fragte die C._____ te-

lefonisch beim Inselspital Bern an, und mit Schreiben vom 7. August 2013 

stellte sie dem Chefarzt der Neurologischen Poliklinik, Prof. Dr. med. 

L._____, den Fragenkatalog und die Unterlagen zu. Mit Schreiben vom 2. 

September 2013 lehnte Prof. Dr. med. L._____ die Anfrage ab, ein 

primäres neurologisches Problem scheine nicht vorzuliegen, so dass er 

als federführender Gutachter nicht die richtige Person sei. Mit e-mail vom 

8. Oktober 2013 ersuchte die C._____ Prof. Dr. med. M._____ von der 

Universitätsklinik Balgrist um die Erstellung des Gutachtens. Mit e-mail 

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vom 15. Oktober 2013 wurde auch diese Anfrage abgelehnt. Daraufhin 

nahm die C._____ Kontakt mit der Abteilung Versicherungsmedizin der 

Suva auf. Dabei war indessen schon klar, dass das Gutachten bezie-

hungsweise die Zweitmeinung nicht rechtzeitig vor dem geplanten Opera-

tionstermin zur Verfügung stehen würde.

9. Mit Zwischenverfügung vom 30. Oktober 2013 lehnte die C._____ die 

Kostenübernahme für die Unterschenkelamputation ab und verlangte die 

Verschiebung des Operationstermins. Vor einer Begutachtung könne 

nicht beurteilt werden, ob die Amputation überhaupt notwendig sei und ob 

alle geklagten Beschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang 

mit dem geltend gemachten Unfallereignis stünden. Dessen ungeachtet 

wurde B._____ am 12. November 2013 im Universitätsspital Basel der 

rechte Unterschenkel amputiert. 

10. Am 2. Dezember 2013 erhob B._____ gegen die Zwischenverfügung der 

C._____ vom 30. Oktober 2013 Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden mit dem Antrag, die C._____ sei zu verpflich-

ten, die Behandlungs-, Operations- und Nachbehandlungskosten im Zu-

sammenhang mit der Amputation des rechten Unterschenkels zu über-

nehmen. Auf diese Beschwerde trat das Verwaltungsgericht mit Entscheid 

S 13 144 vom 8. April 2014 nicht ein.

11. Mit Verfügung vom 16. Mai 2014 lehnte die C._____ ihre Leistungspflicht 

für das Ereignis vom 24. Juli 2010 vollständig ab. Auf eine Rückforderung 

der bislang erbrachten Leistungen verzichtete sie. Zur Begründung mach-

te die C._____ zur Hauptsache geltend, das Ereignis vom 24. Juli 2010 

erfülle weder die Voraussetzungen eines Unfalles noch einer unfallähnli-

chen Körperschädigung. Weiter bezog sich die C._____ auf den Bericht 

vom 12. April 2010, in welchem Dr. med. K._____, FMH Innere Medizin 

und Angiologie, festgehalten hatte, B._____ leide unter anderem unter 

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unklaren Waden- und Fussbeschwerden beidseits, links mehr als rechts, 

für welche keine venöse Ursache eruierbar sei. Er habe ein Krampfader-

leiden und es hätten bereits mehrere Varizenoperationen stattgefunden. 

Die C._____ argumentierte, die nach dem Ausheilen der unmittelbaren 

Folgen des Ereignisses vom 24. Juli 2010 verbleibenden Beschwerden 

hätten mehr oder weniger den bereits im Frühling davor beschriebenen 

Beschwerden entsprochen.

12. Gegen diese Verfügung erhob B._____ am 17. Juni 2014 Beschwerde an 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, welches die Angele-

genheit mit Verfügung vom 19. Juni 2014 an die C._____ zur Behandlung 

als Einsprache überwies. Am 13. Juli 2014 reichte B._____ der C._____ 

eine mit der „Beschwerde“ identische Einspracheschrift ein. Er beantragte 

die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Feststellung, dass 

das Ereignis vom 24. Juli 2010 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG 

darstelle, so dass die C._____ verpflichtet sei, betreffend seiner beiden 

Füsse sämtliche Leistungen nach UVG zu erbringen.

13. Am 27. Mai respektive am 18. Juli 2014 erhob auch die A._____ Einspra-

che gegen die Verfügung der C._____ vom 16. Mai 2014 mit dem Antrag, 

die Kosten im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 24. Juli 2010 seien 

weiterhin durch die C._____ zu übernehmen.

14. Während laufendem Einspracheverfahren versuchte die C._____ erneut 

vergeblich eine Gutachterstelle zu finden. Mit Schreiben vom 13. Juli 

2015 teilte der Chefarzt der MEDAS Zentralschweiz mit, er möchte diesen 

Fall nicht zur Begutachtung annehmen, und mit Schreiben vom 28. Okto-

ber 2015 lehnte auch Prof. Dr. med. N._____ vom Universitätsspital Genf 

ab. 

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15. Mit Einspracheentscheid vom 5. Januar 2016 wies die C._____ die Ein-

sprachen ab. Sie hielt fest, dass aus verfahrensökonomischen Gründen 

das Einspracheverfahren bezüglich der Verfügung vom 22. Mai 2013 mit 

den beiden Einspracheverfahren bezüglich der Verfügung vom 16. Mai 

2014 in einem Verfahren vereinigt und behandelt würden.

16. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die A._____ am 26. Januar 

2016 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

(S 16 7). Sie beantragte, die Verfügungen vom 22. Mai 2013 und vom 16. 

Mai 2014 sowie der angefochtene Einspracheentscheid seien aufzuheben 

und die C._____ sei zu verpflichten, für das Ereignis vom 24. Juli 2010 

die gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen. Zur 

Begründung machte die A._____ im Wesentlichen geltend, B._____ 

schildere einen Sturz auf der Treppe über drei Tritte und habe ein Distor-

sionstrauma mit erheblicher Verletzung aller lateralen Seitenbänder des 

OSG rechts erlitten. Dieser Vorgang erfülle die Voraussetzungen eines 

Unfalles und einer unfallähnlichen Körperschädigung. Die C._____ habe 

den Fall hinsichtlich der kausalen Unfallfolgen unzureichend abgeklärt, es 

sei eine entsprechende medizinische Begutachtung vorzunehmen, wobei 

auch die Beschwerden am linken Fuss mit einzubeziehen seien.

17. Am 5. Februar 2016 erhob auch B._____ Beschwerde an das Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden (S 16 20). Der Antrag entsprach 

demjenigen der A._____, und auch die Begründung war in den wesentli-

chen Punkten gleich. Allerdings vertrat B._____ die Ansicht, eine pluridis-

zipinäre Begutachtung sei auf Grund der klaren und unmissverständlichen 

Ausführungen der Uniklinik Basel nicht indiziert. Dies auch deshalb, weil 

es die C._____ über mehr als drei Jahre nicht geschafft habe, eine Be-

gutachtung durchführen zu lassen. Es sei nicht zumutbar, noch länger zu-

zuwarten, nachdem die Voraussetzungen für die Bejahung der Leistungs-

pflicht ohnehin erfüllt seien.

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18. Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 10. Februar 2016 verei-

nigte die zuständige Instruktionsrichterin die beiden Verfahren S 16 7 und 

S 16 20.

19. Mit Beschwerdeantwort vom 4. April 2016 beantragte die C._____ die 

Abweisung der Beschwerden. Sie hielt an der Begründung des angefoch-

tenen Entscheides fest und machte im Wesentlichen geltend, B._____ 

habe aufgrund seiner eigenen Angaben und gemäss den Arztberichten 

beim Treppenbegehen den rechten Fuss verdreht, ohne dass eine Pro-

grammwidrigkeit wie Ausrutschen, Stolpern, Anschlagen oder Ähnliches 

mitgespielt habe. Beim Einknicken des Fusses habe also kein äusserer 

Faktor mitgespielt, so dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Kör-

perschädigung vorliege.

20. In einem zweiten Schriftenwechsel vertieften die Parteien ihre Standpunk-

te (Replik der A._____ vom 13. April 2016, Replik von B._____ vom 18. 

April 2016, Duplik der C._____ vom 28. April 2016).

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in den 

Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegan-

gen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 6 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwal-

tungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) kann die zuständige Behörde im 

Interesse einer zweckmässigen Erledigung die Verfahren bei getrennt 

eingereichten Eingaben zum gleichen Gegenstand vereinigen. Voraus-

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setzung für eine Verfahrensvereinigung ist, dass den Eingaben derselbe 

Sachverhalt zugrunde liegt und sich die gleichen Rechtsfragen stellen 

(BGE 128 V 124 E.19). Dies trifft vorliegend bei den beiden Verfahren S 

16 7 (Beschwerde der A._____ AG [nachfolgend: Beschwerdeführerin 1]) 

und S 16 20 (Beschwerde von B._____ [nachfolgend: Beschwerdeführer 

2]) zu, weshalb die Verfahren bereits mit Verfügung vom 10. Februar 

2016 vereinigt wurden.

2. a) Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 

vom 5. Januar 2016. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 

und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-

versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentschei-

de der Unfallversicherer beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons 

Beschwerde erhoben werden, in welchem die versicherte Person oder der 

Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz 

hat. Vorliegend wohnt der Beschwerdeführer 2 in Graubünden, weshalb 

die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubün-

den gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt 

sich aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG. 

b) Gemäss Art. 59 ATSG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch den an-

gefochtenen Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges In-

teresse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Diese Voraussetzung 

erfüllt die Beschwerdeführerin 1 als Krankenversicherer des Beschwerde-

führers 2, da der Leistungsansprüche verneinende Einspracheentscheid 

unmittelbar ihre prinzipielle Leistungspflicht begründet (BGE 134 V 153 

E.5.3.1). Der Beschwerdeführer 2 ist als formeller und materieller Adres-

sat des angefochtenen Entscheides ebenfalls zur Beschwerde legitimiert.

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c) Mit dem angefochtenen Entscheid hat die Beschwerdegegnerin sowohl 

die Einsprachen der Beschwerdeführerin 1 und des Beschwerdeführers 2 

gegen die Verfügung vom 16. Mai 2014 als auch die Einsprache des Be-

schwerdeführers 2 gegen die Verfügung vom 22. Mai 2013 behandelt. Die 

Beschwerdeführerin 1 hatte gegen die Verfügung vom 22. Mai 2013 keine 

Einsprache erhoben. Gleichwohl ist sie nun legitimiert, den Einspra-

cheentscheid in allen Punkten anzufechten. Die Befugnis, dem kantona-

len Versicherungsgericht eine Beschwerde einzureichen, setzt keine 

durchgängige Beteiligung am vorangehenden Verfahren voraus (U. KIE-

SER, ATSG Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 59 N 12 m.w.H.).

d) Auf die Beschwerden, welche zudem frist- und formgerecht eingereicht 

wurden, ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). 

3. a) Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 

24. Juli 2010 zu Recht weder als Unfall noch als unfallähnliche Körper-

schädigung qualifiziert hat. Gemäss Art. 6 Abs.1 UVG werden die Versi-

cherungsleistungen in der Regel bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 

und Berufskrankheiten gewährt. Ein Unfall ist gemäss Art. 4 ATSG die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-

chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-

trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder 

den Tod zur Folge hat. Einem Unfall gleichgestellt sind gemäss Art. 6 

Abs. 2 UVG und Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) eine Reihe von unfallähnlichen Körperschädigungen, 

die ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung aufgetreten sind, sofern sie 

nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzu-

führen sind (Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelenken, Meniskusris-

se, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen, Trommel-

fellverletzungen).

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b) Damit ein Vorgang als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG qualifiziert werden 

kann, müssen fünf Tatbestandsmerkmale gegeben sein, nämlich Körper-

verletzung, äussere Einwirkung, Ungewöhnlichkeit der äusseren Einwir-

kung, Plötzlichkeit und fehlende Absicht (BGE 134 V 72 E.2.3). Im vorlie-

genden Fall hat der Beschwerdeführer 2 am 24. Juli 2010 beim Treppen-

steigen eine Distorsion des oberen Sprunggelenks am rechten Fuss erlit-

ten. Es steht fest und ist unbestritten, dass damit die Tatbestandsmerk-

male Körperverletzung, Plötzlichkeit und fehlende Absicht gegeben sind. 

Streitig und zu prüfen sind hingegen die Tatbestandsmerkmale der äusse-

ren Einwirkung und der Ungewöhnlichkeit der äusseren Einwirkung. 

c) Das Kriterium der Einwirkung eines äusseren Faktors ist das Gegenstück 

zur inneren Ursache, welche den Krankheitsbegriff konstituiert (BGE 134 

V 72 E.4.1.1). Typischerweise besteht der äussere Faktor in einem Ge-

schehen, das von aussen auf die geschädigte Person einwirkt. Nach der 

Rechtsprechung kann der äussere Faktor aber auch in einer körpereige-

nen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E.4.1). Dabei ist ein Gesche-

hen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial inne-

wohnt, beziehungsweise bei dem eine mehr als physiologisch normale 

Beanspruchung des Körpers auftritt. Das ist einerseits dann zu bejahen, 

wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen 

einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies 

etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Oder es kann eine 

alltägliche Lebensverrichtung sein, bei welcher ein von dieser Verrichtung 

unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt (BGE 129 V 466 E.4.2.2).

d) Das Kriterium der Ungewöhnlichkeit der äusseren Einwirkung ist nach der 

Rechtsprechung dann erfüllt, wenn der äussere Faktor nach einem objek-

tiven Massstab nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweili-

gen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 134 V 72 E.4.1). Dabei 

bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wir-

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kung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ausschlagge-

bend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelt-

einwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 72 

E.4.3.1). Besteht der äussere Faktor in einer körpereigenen Bewegung, 

so ist ein Zusatzgeschehen im Sinne einer den normalen Bewegungsab-

lauf störenden Programmwidrigkeit erforderlich. Ein in der Aussenwelt 

begründeter Umstand muss den natürlichen Ablauf einer Körperbewe-

gung gleichsam programmwidrig beeinflussen und dazu führen, dass die 

Bewegung unkoordiniert beziehungsweise unkontrolliert ist (BGE 134 V 

72 E.4.3.2.1). Zu beachten ist auch, dass aufgrund der Natur des einge-

tretenen Gesundheitsschadens allenfalls Rückschlüsse auf die Unge-

wöhnlichkeit des äusseren Faktors gezogen werden können. Die medizi-

nischen Feststellungen können also mitunter als Indizien im Beweis für 

oder gegen das Vorliegen einer ungewöhnlichen äusseren Einwirkung 

dienen (BGE 134 V 72 E.4.3.2.2). 

4. a) Vorliegend sind sich die Parteien nicht einig darüber, wie sich der Vorfall 

vom 24. Juli 2010 ereignet hat. Es ist deshalb zunächst zu klären, von 

welchem Sachverhalt auszugehen ist. Dabei darf das Gericht eine Tatsa-

che nur dann als bewiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen 

überzeugt ist. Während im Zivil- und Strafverfahren die richterliche Über-

zeugung grundsätzlich auf dem vollen Beweis gründet, haben Sozialver-

sicherer und Richter im Sozialversicherungsrecht ihren Entscheid übli-

cherweise nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu fällen (BGE 141 V 216 E.5.2). Im Sozialversicherungsrecht ist mit an-

deren Worten jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen mög-

lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste zu würdigen ist. Bei 

sich widersprechenden Angaben über den Unfallhergang ist die Beweis-

maxime zu beachten, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der 

ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als 

spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

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Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 

können (BGE 130 V 117 E.2.2.7, 121 V 45 E.2a).

b) In den Akten finden sich zum Ablauf des Geschehens am 24. Juli 2010 

folgende zeitnahe Aussagen des Beschwerdeführers 2:
Schadenmeldung der Hotels D._____ vom 27. Juli 2010 (Akten der Beschwerdegegnerin 

[Bg-act.] A1):

- Sachverhalt: Auf der Treppe gestürzt

- Verletzung: Aus-/Verrenkung des rechten Fussgelenks

Fragebogen zur Ergänzung der Schadenmeldung, ausgefüllt durch den Beschwerdefüh-

rer 2 am 6. August 2010 (Bg-act. A2):

- Genaue Beschreibung des Hergangs: Treppensturz

- Aus welcher Höhe sind sie gestürzt? Drei Tritte

- Auf welche Körperpartie sind Sie gefallen? Fuss rechts

- Was passierte genau mit Ihrem rechten Fussgelenk? Eingeknickt

- Haben sie bereits vor dem Ereignis an ähnlichen Beschwerden am rechten Fussge-

lenk gelitten? Nein

Aktennotiz der Beschwerdegegnerin über ein Telefongespräch mit dem Beschwerdefüh-

rer 2 am 14. Oktober 2010 (Bg-act. A5):

Déroulement des faits: Il est tombé en descendant les escaliers et se blessé au pied (Er 

ist beim Heruntersteigen auf der Treppe gestürzt und hat sich am Fuss verletzt).

Aktennotiz der Beschwerdegegnerin über ein Telefongespräch mit dem Beschwerdefüh-

rer 2 am 15. November 2010 (Bg-act. A7):

Déroulement des faits: L’assuré a glissé et a chuté par la suite dans les escaliers (Der 

Versicherte ist ausgerutscht und in der Folge auf der Treppe gestürzt).

Gutachteranfrage der Beschwerdegegnerin vom 5. Dezember 2011 (Bg-act. A86):

„Herr Lopez erlitt am 24. Juli 2010 einen Treppensturz, wobei er mit dem rechten Fuss 

einknickte.“

c) Von ärztlicher Seite sind zeitnahe zum Vorfall vom 24. Juli 2010 die fol-

genden Aussagen aktenkundig:
Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. med. E._____ vom 9. August 2010 (Bg-act. 

B12):

Rechtes Sprunggelenk auf Treppe verdreht

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Bericht des Hausarztes vom 4. Oktober 2010 (Bg-act. B17):

Sturz (…) auf der Treppe mit Schmerzen im rechten OSG.

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 31. Januar 2011 (Bg-act. B32 S.2):

Der Versicherte erlitt (…) einen Treppensturz zuhause und zog sich dabei ein OSG Dis-

torisonstrauma rechts zu.

d) Die in den vorangehenden Erwägungen zitierten Aussagen lassen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass der Be-

schwerdeführer 2 einen Treppensturz erlitten hat, wird doch ein Sturz 

überall explizit erwähnt. Einzig Dr. med. E._____ redet nur von einem 

Verdrehen des Sprunggelenks (Bg-act. B12). Dr. med. E._____s Aussage 

spricht aber entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht gegen 

einen Treppensturz. Dr. med. E._____ äussert sich in seinem Bericht sehr 

knapp, und bezüglich des Unfallherganges fokussiert er darauf, was sich 

am Körper des Verunfallten ereignet hat. Auf die weiteren Umstände und 

auf die Ursache des Verdrehens des Sprunggelenkes geht er nicht ein, 

was im Rahmen eines einfachen Arztberichtes nicht aussergewöhnlich ist. 

Ausführungen, welche mit einem Treppensturz in Widerspruch stünden, 

macht Dr. med. E._____ nicht. 

e) Unklar bleibt, wie sich der Treppensturz im Detail ereignet hat. Aufgrund 

der Akten sind zwei Abläufe denkbar. Der Beschwerdeführer 2 kann ge-

stolpert oder ausgerutscht sein und sich daraufhin das OSG bei einer un-

glücklichen Landung verdreht haben. Für diese Variante spricht am deut-

lichsten die Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 15. November 

2010, wonach der Versicherte ausgerutscht und in der Folge gestürzt sei. 

(„glissé et chuté par la suite“; Bg-act. A7). Für diese Variante spricht auch 

die Angabe des Beschwerdeführers 2 im Fragebogen zur Ergänzung der 

Schadenmeldung (Bg-act. A2), wonach er auf den Fuss gefallen sei. 

Denkbar ist sodann aber auch, dass das Verrenken beziehungsweise 

Einknicken des Fusses die Ursache des Sturzes war. Diesen Hergang 

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schildert der Beschwerdeführer 2 in seinen Rechtsschriften. Es kann in-

dessen offen bleiben, welcher Ablauf wahrscheinlicher ist, führen doch – 

wie nachstehend gezeigt wird – beide Sachverhaltsvarianten zum selben 

Ergebnis.

5. a) Geht man davon aus, dass der Beschwerdeführer 2 zuerst gestürzt ist 

und sich dann beim Aufprall nach dem Sturz verletzt hat, so hätte als Ur-

sache des Sturzes ein Stolpern oder Ausrutschen vorgelegen, also ein 

Vorgang, der beim Treppensteigen offensichtlich programmwidrig ist. Ein 

ungewöhnlicher äusserer Faktor wäre diesfalls zu bejahen, was auch die 

Beschwerdegegnerin nicht bestreitet.

b) Geht man davon aus, dass der Beschwerdeführer 2 zuerst mit dem Fuss 

eingeknickt und erst daraufhin gestürzt ist, so ist ein ungewöhnlicher äus-

serer Faktor entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin ebenfalls zu 

bejahen. Mit dem Hinuntersteigen auf der Treppe hat der Beschwerdefüh-

rer 2 eine alltägliche Lebensverrichtung ausgeführt, bei welcher sein Kör-

per einer physiologischen Beanspruchung ohne erhöhtes Gefährdungspo-

tenzial ausgesetzt war (Urteil des Bundesgerichts 8C_766/2010 vom 15. 

Juni 2011 E.4.2). Wie erwähnt kann der ungewöhnliche äussere Faktor 

auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen, wenn dabei ein von der 

alltäglichen Lebensverrichtung unterscheidbares äusseres Moment hin-

einspielt, welches diese alltägliche Lebensverrichtung zu einem gewissen 

Mass unkontrollierbar macht (vgl. vorne E.3d). Diese Voraussetzung ist 

vorliegend erfüllt. Durch das Einknicken mit dem Fuss kam ein vom or-

dentlichen Treppensteigen unterscheidbares äusseres Moment im Sinne 

einer den normalen Bewegungsablauf störenden Programmwidrigkeit hin-

zu, was einen Kontrollverlust und einen Sturz über drei Treppenstufen zur 

Folge hatte (vgl. vorne E.3d; BGE 134 V 72 E.4.3.2.1). Entgegen der An-

sicht der Beschwerdegegnerin kann die Programmwidrigkeit beim Trep-

pensteigen also nicht nur in einem Stolpern, Ausgleiten oder Anstossen, 

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sondern auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Dies wird 

dann besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass bei einem Einknicken 

mechanische Kräfte auf das Fussgelenk einwirken, die massiv grösser 

sind als beim normalen Treppensteigen (vgl. vorne E.3d; BGE 134 V 72 

E.4.3.1). In seinem Urteil U 236/98 vom 3. Januar 2000 hat das Eid-

genössische Versicherungsgericht in Erwägung 3b denn auch explizit 

ausgeführt, ein Misstritt mit Distorsion sei zweifellos ein ungewöhnlicher 

äusserer Faktor. Dies wurde in der Folge bestätigt (Misstritt beim Ball-

spiel, BGE 129 V 466 E.4.1; Misstritt auf dem Trottoir, Urteil des Bundes-

gerichts 8C_822/2007 vom 5. August 2008 E.3.2; Urteil des Eidgenössi-

schen Versicherungsgerichts U 398/06 vom 21. November 2006 E.3.2.2). 

c) Für eine ungewöhnliche äussere Einwirkung spricht schliesslich auch die 

Art der erlittenen Verletzungen (vgl. vorne E.3d; BGE 134 V 72 E.4.3.2.2). 

Der Beschwerdeführer 2 erlitt bei dem Vorfall am 24. Juli 2010 eine Dis-

torsion des OSG mit einer Verletzung des lateralen Bandapparates 

(vollständige Ruptur der Ligamenta tibiofibulare anterius, Partialruptur des 

Ligamentum calcaneofibulare und Zerrung des Ligamentum deltoideum; 

MRI vom 13. Oktober 2010 [Bg-act. B19]). Ein solcher Gesundheitsscha-

den ist typisch für das häufig vorkommende Unfallmuster des Abknickens 

mit dem Fuss nach innen. Als Folge einer endogenen Ursache ist ein 

massiver, einseitig an einem Fuss auftretender Bänderschaden, schwer 

vorstellbar.

d) Es hat sich gezeigt, dass beim Vorfall auf der Treppe am 24. Juli 2010 in 

beiden denkbaren Varianten ein ungewöhnlicher äusserer Faktor im Sin-

ne von Art. 4 ATSG vorhanden war. Damit erfüllt der Vorfall sämtliche 

Tatbestandsmerkmale eines Unfalles. An diesem Ergebnis vermögen die 

Vorbringen der Beschwerdegegnerin – wie nachstehend gezeigt wird – 

nichts zu ändern. Die Beschwerdegegnerin beruft sich darauf, dass der 

Beschwerdeführer 2 bereits vor dem Ereignis vom 24. Juli 2010 Probleme 

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mit dem rechten Bein gehabt habe. Es trifft zu, dass sich der Beschwer-

deführer 2 in den Jahren 1999 und 2002 Varizenoperationen der Vena 

saphena magna unterzogen hat, und dass er anlässlich einer angiologi-

schen Untersuchung am 12. April 2010 angegeben hat, er leide seit zirka 

einem Monat unter Schmerzen in der Wade und der Fusssohle, vor allem 

im Liegen und links mehr als rechts, und unter einer Waden- und 

Knöchelschwellung links mehr als rechts nach längerem Sitzen als 

Nachtportier (Bericht Dr. med. K._____, Bg-act. B8). Ebenso trifft zu, dass 

bei der CT-Untersuchung vom 19. August 2010 ein altes, abgerundetes 

Fragment von 3 mm Grösse unterhalb der Fibula festgestellt wurde (Be-

richt Radiologie Kantonsspital, Bg-act. B14). Die Beschwerdegegnerin lei-

tet daraus ab, dass möglicherweise eine vorbestehende Instabilität des 

OSG vorgelegen habe, so dass das Einknicken auf der Treppe als Giving-

Way des vorgeschädigten OSG verstanden werden könne. Dem kann 

nicht gefolgt werden. Die Vermutung der Beschwerdegegnerin beruht we-

der auf medizinischen Abklärungen noch ist sie nachvollziehbar. Eine re-

levante Vorschädigung ist medizinisch nicht dokumentiert. Weder die im 

Frühjahr 2010 geklagten Schmerzen und Schwellungen noch das alte ab-

gerundete Knochenfragment entsprechen einem Zustand, welcher Ein-

fluss auf die Stabilität des OSG gehabt haben könnte. In den Akten findet 

sich denn auch keine ärztliche Aussage, welche darauf hindeuten würde, 

dass das Verletzungsbild nach dem Ereignis vom 24. Juli 2010 einer vor-

bestandenen Krankheit zugeordnet werden könnte. Aufgrund der derzeit 

aktenkundigen medizinischen Feststellungen gibt es somit keine Indizien, 

die gegen die Qualifikation des Ereignisses vom 24. Juli 2010 als Unfall 

sprechen würden. 

e) Somit ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 24. Juli 

2010 zu Unrecht nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG qualifiziert hat. 

Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich zu prüfen, ob das Ereignis vom 24. 

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Juli 2010 die Voraussetzungen einer unfallähnlichen Körperschädigung 

(Art. 9 UVV) erfüllt.

6. a) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zudem voraus, dass zwi-

schen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen Schädigung ein natür-

licher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 

E.3). Vorliegend erlaubt die medizinische Aktenlage die Prüfung des Kau-

salzusammenhangs nicht. Trotz zahlreicher Gutachteranfragen konnte die 

Beschwerdegegnerin bisher kein Gutachten einholen, so dass aktuell zu 

dem komplexen medizinischen Sachverhalt keine umfassende Beurtei-

lung vorliegt. Die in den Akten befindlichen Angaben zum ursächlichen 

Zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 24. Juli 2010 und den Be-

schwerden am rechten Unterschenkel genügen den Beweisanforderun-

gen nicht, wurden sie doch immer nur nebenbei und nie im Rahmen einer 

umfassenden Würdigung des gesamten Geschehens inklusive der medi-

zinischen Vorgeschichte gemacht. Zur Ursache der Beschwerden am lin-

ken, nicht direkt vom Vorfall vom 24. Juli 2010 betroffenen Bein finden 

sich zwar spezifische Stellungnahmen. Der leitende Arzt der Anästhesie 

und der Schmerzsprechstunde des Universitätsspitals Basel bejahte in 

seinen Berichten vom 2. April 2013 (Bg-act. B121) und vom 5. Juli 2013 

(Bg-act. B121) den Kausalzusammenhang, während der Vertrauensarzt 

der Beschwerdegegnerin den Kausalzusammenhang verneinte (Stellung-

nahme vom 8. März 2013, Bg-act. B119). Es erübrigt sich indessen, diese 

gegenteiligen Arztberichte zu würdigen, kann doch die Frage des Kausal-

zusammenhangs bezüglich des linken Beins nicht losgelöst von der Situa-

tion am rechten Bein geklärt werden. Die Verneinung der Leistungspflicht 

für die Beschwerden am linken Bein allein gestützt auf die Kurzbeurtei-

lung von Dr. med. I._____ war angesichts der medizinischen Aktenlage 

nicht rechtens.

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b) Die Beschwerdegegnerin hat den medizinischen Sachverhalt umfassend 

abzuklären. Sie hat ein polydisziplinäres Gutachten in allen relevanten 

Fachrichtungen einzuholen. Dabei hat sie zu berücksichtigen, dass in der 

Krankengeschichte des Beschwerdeführers 2 nebst den rheumatologisch-

orthopädischen und sonstigen organischen Beschwerden auch psychi-

sche Probleme aufgetreten waren (z.B. eine Angst- und Panikstörung und 

der Verdacht auf eine Konversionsstörung/dissoziative Bewegungs-

störung, diagnostiziert im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 31. 

Januar 2011 [Bg-act. B32]). Das Gutachten muss sämtliche medizini-

schen Aspekte in einer Gesamtschau würdigen und die Frage des Kausa-

lzusammenhangs für die Beschwerden am rechten und am linken Bein 

beantworten. Dabei wird auch die von der Beschwerdegegnerin aufge-

worfene Frage, inwieweit bei den Komplikationen im Heilungsverlauf eine 

allfällige vorbestehende gesundheitliche Problematik und eine allfällige 

Fehlbehandlung mitspielten, zu untersuchen sein.

7. a) Der angefochtene Einspracheentscheid ist somit aufzuheben und die An-

gelegenheit wird zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Nach Vorliegen dieses Gutachtens 

wird die Beschwerdegegnerin neu über die Versicherungsleistungen be-

züglich des rechten und des linken Beines zu entscheiden haben. 

b) Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale Beschwerdever-

fahren nach Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

c) Die Beschwerdeführerin 1 hat gemäss Art. 61 lit. g ATSG e contrario kei-

nen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

d) Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende 

Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versi-

cherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 

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der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses 

bemessen. Vorliegend macht der Rechtsanwalt des Beschwerdeführers 2 

mit Honorarnote vom 2. Mai 2016 ein Honorar von Fr. 3‘636.-- für einen 

Aufwand von 15 ¼ Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 240.-- gel-

tend. Dies ist nicht zu beanstanden. Weiter werden eine Spesenpauscha-

le von Fr. 109.10 (3 %) und Spesen für Fotokopien von Fr. 300.-- geltend 

gemacht. Letzteres ist nicht gerechtfertigt, handelt es sich doch um Kopi-

en der Akten der Beschwerdegegnerin, von welchen der Anwalt ange-

sichts seines Editionsantrags hätte annehmen können, dass sie ohnehin 

Eingang ins Verfahren finden würden. Bei einem Honorar von Fr. 3‘636.--, 

einer Spesenpauschale von Fr. 109.10 und einem Betrag für die Mehr-

wertsteuer in der Höhe von 299.60 ergibt sich eine aussergerichtliche 

Entschädigung von Fr. 4044.70.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde der A._____ AG und die Beschwerde von B._____ wer-

den gutgeheissen und der Einspracheentscheid der C._____ AG vom 5. 

Januar 2016 wird aufgehoben. Die Angelegenheit wird an die C._____ 

AG zurückgewiesen zur medizinischen Abklärung und zu neuem Ent-

scheid im Sinne der Erwägungen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die C._____ AG entschädigt B._____ aussergerichtlich mit Fr. 4‘044.70.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

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Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 11. April 

2017 abgewiesen (8C_40/2017).