# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d610bc19-b828-589c-86ac-c78009a25ecf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 17.06.2021 120 2020 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2020-31_2021-06-17.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2020/31

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 17. Juni 2021

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 
abgewiesen (VGE 2021/204 vom 17.06.2022). 

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1 / Beschwerdegegner 1

und

Herrn D.________
Beschwerdegegner 2 / Beschwerdeführer 2

Frau E.________
Beschwerdegegnerin 3

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________, Frau Rechtsanwältin B.________ und 
Herrn Rechtsanwalt I.________

sowie

Baupolizeibehörde der Gemeinde Thierachern, Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 1,
3634 Thierachern

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Thierachern vom 26. Juni 2020 
(Blendwirkung Photovoltaikanlage)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner 2 und die Beschwerdegegnerin 3 (nachfolgend 
Beschwerdegegnerschaft) sind Eigentümer des auf der Parzelle Thierachern Gbbl. Nr. 
G.________ gelegenen Wohnhauses H.________weg Nr. 13. Die Parzelle liegt gemäss dem 
Zonenplan der Gemeinde Thierachern in der Wohnzone (W1).1 Auf dem Ost- und Westdach des 
Wohnhauses befinden sich Solarmodule einer Photovoltaikanlage mit einer Gesamtfläche von ca. 
70 m2. Am 21. Januar 2019 meldete die Beschwerdegegnerschaft die Anlage der Vorinstanz als 
baubewilligungsfreie Solaranlage mit dem Meldeformular für Solaranlagen (MfS). Ende März 2019 

1 Vgl. Zonenplan der Gemeinde Thierachern vom 8. Dezember 2008, genehmigt am 2. Juli 2009 durch das Amt für 
Gemeinden und Raumordnung (AGR)

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nahm die Beschwerdegegnerschaft die Photovoltaikanlage in Betrieb. Der Beschwerdeführer 1 
(nachfolgend Beschwerdeführer) beschwerte sich erstmals am 4. April 2019 bei der Vorinstanz 
über angeblich störende Sonnenlichtreflexionen, die die Solarmodule auf dem Westdach des 
Wohnhauses der Beschwerdegegnerschaft verursachen. Am 13. Mai 2019 fand unter der Leitung 
der Vorinstanz im Beisein der Verfahrensbeteiligten, einer Vertretung der Abteilung 
Immissionsschutz des Amtes für Umwelt und Energie (AUE) und einer Vertretung der 
Installationsfirma eine Besichtigung vor Ort statt. Am 18. Juni 2019 reichte der Beschwerdeführer 
bei der Vorinstanz eine als «Beschwerde» betitelte Eingabe ein. Darin beantragte er in der 
Hauptsache die Entfernung der Solarmodule auf der westlichen Dachfläche und die Eindeckung 
dieses Dachteils mit Ziegeln. Eventuell verlangte er, die Solarmodule seien durch blendfreie 
Module zu ersetzen, sofern dies technisch machbar sei.

2. Die Vorinstanz eröffnete in der Folge ein Baupolizeiverfahren. Sie forderte die 
Beschwerdegegnerschaft auf, ein Blendgutachten eines Fachspezialisten einzureichen. Dieser 
Aufforderung kam die Beschwerdegegnerschaft nach. Das Gutachten vom 25. November 2019 
(Version 1.0) des Ingenieurbüros F.________ leitete die Vorinstanz dem AUE zur Prüfung weiter. 
Dieses kam im «Fachbericht Immissionsschutz» vom 9. Januar 2020 zum Schluss, die 
Photovoltaikanlage entspreche den geltenden Vorschriften und könne ohne zusätzliche Auflagen 
weiterbetrieben werden. Auf der Grundlage des Blendgutachtens und der positiven Beurteilung 
das AUE wies die Vorinstanz die als «Beschwerde» betitelte Eingabe des Beschwerdeführers mit 
Entscheid vom 26. Juni 2020 ab, soweit sie darauf eintrat. Auf die Anordnung von 
Wiederherstellungsmassnahmen verzichtete die Vorinstanz.

3. Gegen diesen Entscheid reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Juli 2020 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er stellte folgende 
Anträge:
1.1 «Hauptantrag

Die Solarmodule auf dem westlichen Teil des Daches und der First sind zu entfernen und das Dach 
ist mit den bestehenden Ziegeln einzudecken.

1.2 Eventualantrag
Entschädigung für den Minderwert des Verkehrswertes der Liegenschaft H.________weg 21, 
Thierachern über zweihunderttausend Franken, infolge reduzierter Wohnqualität und Einschränkung 
durch die lästige, schädliche und unerträgliche Blendwirkung nach Art. 26 Abs. 2 BauG. Vorbehalten 
der Schätzung des geschmälerten Verkehrswertes durch die Bewertungsexperten SVIT."

Der Beschwerdeführer bringt einerseits vor, die Vorinstanz sei nicht ansatzweise auf die 
Begründung in seiner Beschwerde sowie auf seine Schlussbemerkungen eingegangen. 
Andererseits rügt er, die Anlage verstosse gegen die Auflagen der Richtlinien 
«Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien»2 (nachfolgend: kantonale 
Richtlinie) und gegen die Vorschrift von Art. 11 Abs. 3 USG3. Er ist der Meinung, der Schutz eines 
Nachbarn dürfe nicht geringer sein, wenn die Anlage nicht mit, sondern ohne eine Baubewilligung 
genutzt werde. Besonders rügt er, die Blendwirkung müsse vor und nicht nach der Installation der 
Solaranlage geprüft werden. Mit Verweis auf die eingereichten Fotos rügt der Beschwerdeführer 
zudem, das Reflexionsgutachten des Ingenieurbüros F.________ sei unvollständig und fehlerhaft. 
Tatsache sei eine «lästige inakzeptable und augenschädliche Blendwirkung in die Zimmer auf die 
Terrasse und über den gesamten Hausvorplatz des Süd- und Ostbereichs der Liegenschaft 

2 Vgl. Richtlinien "Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien" Januar 2015 (abrufbar unter: 
https://www.jgk.be.ch/ > Baubewilligungen > Publikationen)
3 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)

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H.________weg 21».

4. Mit Eingabe vom 24. Juli 2020 reichte auch der Beschwerdegegner 2 bzw. der 
Beschwerdeführer 2 (nachfolgend Beschwerdegegner 2) eine Beschwerde bei der BVD ein. Er ist 
nicht damit einverstanden, dass ihm die Vorinstanz die gesamten erstinstanzlichen 
Verfahrenskosten von CHF 1270.00 auferlegt hat. Er verlangt, dem Beschwerdeführer sei ein Teil 
dieser Verfahrenskosten aufzuerlegen.

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet4, vereinigte die beiden 
Verfahren, führte den Schriftenwechsel durch und holte bei der Vorinstanz die Vorakten ein. Im 
Schreiben vom 13. Juli 2020 bemerkte die Vorinstanz ohne einen förmlichen Antrag zu stellen, sie 
verzichte darauf, sich zur Beschwerde des Beschwerdeführers zu äussern. Dieser bringe die 
gleichen Rügepunkte vor wie im vorinstanzlichen Verfahren. Die Beschwerdegegnerschaft 
beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 21. August 2020 die Abweisung der Beschwerde des 
Beschwerdeführers, soweit darauf eingetreten werden könne und die Bestätigung des 
vorinstanzlichen Entscheids.

6. In seiner Beschwerdeantwort vom 4. August 2020 beantragt der Beschwerdeführer, es sei 
die Beschwerde vom 24. Juli 2020 des Beschwerdegegners 2 abzuweisen. Er ist der Meinung, 
die erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien vollumfänglich den Anlagebetreibern aufzuerlegen. 
Die Vorinstanz hält im Schreiben vom 4. August 2020 zur Beschwerde des Beschwerdegegners 
2 fest, einer abweichenden Kostenaufteilung stehe sie nicht ablehnend gegenüber. 

7. Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Oktober 2020 holte das Rechtsamt beim 
Ingenieurbüro F.________ ein Ergänzungsgutachten ein. Danach zog es das AUE bei. Die 
Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, sich zum Ergänzungsgutachten und zur 
Stellungnahme des AUE zu äussern und Schlussbemerkungen einzureichen. Die Vorinstanz teilte 
mit Schreiben vom 5. Februar 2021 mit, sie habe keine Bemerkungen. Im Schreiben vom 
15. Februar 2021 hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an seinen Ausführungen fest. Er 
stellt sich auf den Standpunkt, auch das Ergänzungsgutachten sei nicht zweifelsfrei und die 
Beurteilung des AUE könnte nicht in Einklang mit den Auflagen der kantonalen Richtlinie gebracht 
werden. Die Beschwerdegegnerschaft hielt in den Schlussbemerkungen an den gestellten 
Anträgen und an ihrer Begründung in der Beschwerdeantwort fest.

8. Auf die Rechtsschriften, das Ergänzungsgutachten, die Stellungnahme des AUE sowie auf 
die vorhandenen Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist der Entscheid der Gemeinde Thierachern vom 26. Juni 2020. Inhaltlich 
handelt es sich um eine Baupolizeiverfügung nach Art. 45 bis 48 BauG5, mit welcher die 
Vorinstanz die baupolizeilichen Massnahmen, die der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 
18. Juni 2019 verlangte, abwies. Solche Entscheide bzw. Verfügungen können innert 30 Tagen 

4 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden (Art. 49 Abs. 1 BauG). Die BVD 
ist somit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig.
b) Der Beschwerdeführer hat von seinem leicht oberhalb liegenden Grundstück Nr. 
J.________ aus direkten Sichtkontakt auf das Westdach, das die Beschwerdegegnerschaft hälftig 
mit Solarmodulen eingedeckt hat. Der Beschwerdeführer ist als Nachbar somit unmittelbar in 
seinen eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen. Er ist im vorinstanzlichen Verfahren zudem 
mit seinen Anträgen unterlegen und ist demzufolge zur Beschwerde legitimiert. Auf seine form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

c) Die Vorinstanz hat der Beschwerdegegnerschaft für das vorinstanzliche Verfahren die 
gesamten Verfahrenskosten von CHF 1270.00 zur Bezahlung auferlegt. Der Beschwerdegegner 2 
verlangt in seiner Beschwerde vom 24. Juni 2020, dem Beschwerdeführer sei ein Teil dieser 
Verfahrenskosten anzulasten. Der Beschwerdegegner 2 ist durch die Kostenverfügung im 
vorinstanzlichen Entscheid beschwert. Er hat somit ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Änderung (Art. 65 Bst. 1 Bst. c VRPG6). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde des Beschwerdegegners 2 ist ebenfalls einzutreten.

2. Begründungspflicht

a) Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz sei nicht ansatzweise auf die Begründung in 
seiner Beschwerde vom 18. Juni 2019 und auf seine Schlussbemerkungen vom 3. Februar 2020 
eingegangen. Damit rügt er sinngemäss die Verletzung der behördlichen Begründungspflicht. 
Diese ist ein wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör.7 Zudem kritisiert der 
Beschwerdeführer, der angefochtene Entscheid sei wirklichkeitsfremd und beruhe auf einer 
«aufwändigen formalen» Abhandlung ohne jeglichen Bezug zu den tatsächlichen Gegebenheiten.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der in ihrer 
Rechtsstellung Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich 
die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die 
Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten 
können. So müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf 
jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen 
Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.8

c) Die Vorinstanz hat besonders in den Ziffer 12 bis 15 des angefochtenen Entscheids 
begründet, weshalb sie die Blendwirkung bei der Liegenschaft des Beschwerdeführers weder als 
schädlich noch lästig im Sinne der Umweltschutzgesetzgebung beurteilte. Dabei stützte sich die 
Vorinstanz auf das Gutachten vom 25. November 2019 des Ingenieurbüros F.________ und den 
Fachbericht vom 9. Januar 2020 des AUE. Aus dem angefochtenen Entscheid geht zudem hervor, 
dass sich die Vorinstanz mit der Verbindlichkeit der kantonalen Richtlinie und dem 
umweltrechtlichen Vorsorgeprinzip auseinandersetzte. Das folgt aus den Ziffern 9 bis 11 des 
angefochtenen Entscheids. Mit ihren Ausführungen zeigte die Vorinstanz somit detailliert auf, 
weshalb sie die Anträge des Beschwerdeführers als unbegründet erachtete und auf die Anordnung 
von Wiederherstellungsmassnahmen verzichtete. Es trifft somit nicht zu, dass sich die Vorinstanz 
mit der als «Beschwerde» betitelten Eingabe vom 18. Juni 2019 nicht ansatzweise 
auseinandergesetzt hat. Unzutreffend ist auch die Kritik des Beschwerdeführers, die Vorinstanz 

6 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
7 Vgl. Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art.  52 N. 6 ff.
8 BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 52 N. 7

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habe sich mit seinen Schlussbemerkungen vom 3. Februar 2020 nicht befasst. Die Ziffer 7 der 
Erwägungen im angefochtenen Entscheid belegt das Gegenteil. Darin nahm die Vorinstanz 
ausdrücklich Bezug auf die Schlussbemerkungen des Beschwerdeführers und begründete, 
weshalb die Fotos, die der Beschwerdeführer einreichte, nicht geeignet sind, die Berechnungen 
im Blendgutachten vom 25. November 2019 in Zweifel zu ziehen. Der angefochtene Entscheid 
genügt somit den Anforderungen an eine genügende Begründung. Die Beschwerde zeigt denn 
auch, dass eine sachgerechte Anfechtung des Entscheids durch den Beschwerdeführer möglich 
war. Die Vorinstanz hat den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers folglich nicht verletzt.

d) Wie die Beurteilung der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid und das 
Reflexionsgutachten vom 25. November 2019 rechtlich zu würdigen sind, ist eine inhaltliche 
Frage. Auf die Kritik des Beschwerdeführers, das Reflexionsgutachten sei unvollständig und nicht 
sachgerecht, wird in der Erwägung 4 näher eingegangen.

3. Kantonale Richtlinie und Meldeverfahren

a) Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die Anlage verstosse gegen die «Auflagen» der 
kantonalen Richtlinie. Er macht geltend, gestützt auf die Ziffer 2.4.3 der Richtlinie hätte eine 
mögliche Blendwirkung in die Planung einbezogen werden müssen. So hätten sich die 
Blendungen auf seinem Grundstück vermeiden lassen. Es ist denn auch der Meinung, wenn die 
Prüfung auf eine mögliche Blendwirkung in die Planung einbezogen worden wäre, wären auf dem 
westseitigen Hausdach kaum Solarmodule eingebaut worden.

b) Die kantonale Richtlinie legt in den Ziffern 2.2 und 2.3 sowohl für die Behörden wie auch für 
die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer verbindlich fest, welche Solaranlagen 
baubewilligungsfrei bzw. baubewilligungspflichtig sind. Das geht aus der Ziffer 1.4/a der 
kantonalen Richtlinie hervor. Darüber hinaus enthält die kantonale Richtlinie in der Ziffer 2.4 
Gestaltungshinweise, wenn Solaranlagen an einem Baudenkmal von kantonalem Interesse (K-
Objekt) nach der Baugesetzgebung oder an einem Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung 
erstellt werden sollen. Die Gestaltungshinweise in der Ziffer 2.4 der kantonalen Richtlinie sind 
demnach bloss eine Arbeitshilfe, wie aus dem Wortlaut der Ziffer 1.4/b folgt. Danach sollen die 
Gestaltungshinweise eine einheitliche Praxis der Baubewilligungsbehörden fördern und den 
Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern die Planung ihrer Anlagen zur Gewinnung 
erneuerbarer Energien erleichtern. Bezüglich der Blendwirkung hält die Ziffer 2.4.3 der kantonalen 
Richtlinie, auf die sich der Beschwerdeführer beruft, Folgendes fest:

«Auch bei Solaranlagen, die von der Baubewilligungspflicht ausgenommen sind, ist den Vorschriften des 
Umweltschutzgesetzes (USG) Rechnung zu tragen: Lichtreflexionen sind vorsorglich zu begrenzen.

Solaranlagen sind nach dem Stand der Technik reflexionsarm auszuführen. Trotzdem können sie wie 
Fenster oder polierte Metalloberflächen je nach Sonnenstand Lichtreflexe erzeugen, welche für die 
Nachbarschaft störend sein können. Deshalb ist bei der Planung auf allfällige Blendwirkungen zu achten 
und die Anlagen sind so zu installieren, dass Blendwirkungen in der Nachbarschaft vermieden werden 
können.

Heikel sind je nach Kollektorfläche, Ausrichtung und Entfernung Anlagen, die unterhalb anderer Gebäude 
oder gegenüber mehrgeschossigen Gebäuden installiert werden. Dies gilt insbesondere bei Anlagen mit 
einem Anstellwinkel von steiler als 60 °. Durch einen kleineren Anstellwinkel können Blendwirkungen in der 
Regel vermieden werden. Nordseitigen Anlagen ist besonders Beachtung zu schenken.»

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c) Im angefochtenen Entscheid führte die Vorinstanz aus, von keiner Seite werde bestritten, 
dass die installierte Anlage gemäss der kantonalen Richtlinie baubewilligungsfrei erstellt werden 
durfte. Die strittige Anlage halte die Gestaltungsgrundätze der kantonalen Richtlinie soweit 
ersichtlich ein. Zudem seien die Gestaltungsgrundsätze unter der Ziffer 2.4 der kantonalen 
Richtlinie als Empfehlungen oder Arbeitshilfe zu betrachten. Auch verlange die Richtlinie weder 
bei baubewilligungsfreien noch bei baubewilligungspflichtigen Anlagen explizit, dass im Vorfeld 
ein Gutachten erstellt werden müsse. Ein Verstoss gegen die kantonale Richtlinie liege nicht vor.

d) Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerschaft Ende März 2019 auf der West- und 
Ostseite ihres Steildaches eine integrierte Photovoltaikanlage (sog. Indachanlage) in Betrieb 
genommen. Auf der Westseite des Daches beträgt die Fläche, die mit Solarmodulen des Typs 
«Megaslate II» der Firma K.________ eingedeckt worden ist, rund 30 m2.9 Die Neigung des 
westseitigen Daches beträgt 33 Grad.10 Nach den Akten ist die strittige Photovoltaikanlage am 21. 
Januar 2019 mit dem Meldeformular für Solaranlagen «MfS» der Vorinstanz gemeldet worden.11 
Aus den Akten geht ausserdem hervor, dass die Vorinstanz die fragliche Photovoltaikanlage 
gestützt auf die kantonale Richtlinie als baubewilligungsfrei qualifizierte.12

e) Die strittigen Solarmodule sind vorliegend vollständig in das Ost- und Westdach integriert 
und hängen als kompakte Flächen zusammen. Die Photovoltaikanlage steht damit in Einklang mit 
den Gestaltungsanforderungen der kantonalen Richtlinie (vgl. Ziff. 2.2.1). Wie ausgeführt, wurde 
ein Modul des Typs «Megaslate II» der Firma K.________ verbaut. Die Gläser dieser Module sind 
gemäss der Lieferfirma nicht glatt. Vielmehr weisen sie eine besonders hohe Anzahl von 
Erhebungen und Vertiefungen mit einer Rautiefe von ca. 15 μm auf.13 Mit dieser Materialisierung 
entspricht die strittige Anlage dem aktuellen Stand der Technik bezüglich der Eigenschaft 
«reflexionsarm», so wie das die kantonale Richtlinie und das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip in 
der Ziffer 2.4.3 verlangen. Auch aus dem Reflexionsgutachten vom 25. November 2019 folgt, dass 
die verbauten Module der Eigenschaft «reflexionsarm» entsprechen.14 Die Reflexionsarmut nach 
dem Stand der Technik darf aber nicht mit «blendfrei» gleichgesetzt werden.15 Die strukturierte 
Beschichtung bewirkt, dass das reflektierte Sonnenlicht gestreut wird und sich die Intensität der 
Reflexion bzw. die Leuchtdichte aufgrund der Auffächerung vermindert.16 Die daraus resultierende 
Bündelaufweitung beim reflektierten Sonnenstrahl kann allerdings zu einer Verlängerung der 
Blendzeit führen (vgl. Erwägung 5).17

f) Betreffend die Blendwirkung von Solaranlagen bezeichnet die kantonale Richtlinie in der 
Ziffer 2.4.3 besonders nordseitig montierte Anlagen mit einem Anstellwinkel von steiler als 
60 Grad als heikel. Im vorliegenden Fall beträgt die westseitige Dachneigung des Wohnhauses 
der Beschwerdegegnerschaft bloss 33 Grad. Der Anstellwinkel der strittigen Module liegt damit 
deutlich unter dem kritischen Anstellwinkel von 60 Grad. Auch handelt es sich hier nicht um eine 
nordseitige Anlage, welcher nach der kantonalen Richtlinie besondere Beachtung geschenkt 

9 Vgl. Anhang B, pag. 31 und Anhang D des Reflexionsgutachtens vom 25. November 2019 und pag. 52 f. der 
Vorakten der Gemeinde Thierachern
10 Vgl. Anhang B des Reflexionsgutachtens vom 25. November 2019, pag. 32 ff. der Vorakten der Gemeinde 
Thierachern
11 Vgl. pag. 1 der Vorakten der Gemeinde Thierachern
12 Vgl. pag. 1 der Vorakten der Gemeinde Thierachern
13 Vgl. Anhang D des Reflexionsgutachtens vom 25. November 2019, pag. 54 der Vorakten der Gemeinde Thierachern
14 Vgl. Ziffer 4.1 letzter Absatz im Blendgutachten vom 25. November 2019, pag. 24 der Vorakten der Gemeinde 
Thierachern
15 Vgl. Leitfaden zum Melde- und Bewilligungsverfahren für Solaranlagen vom Februar 2021, Ziffer 7.1 (abrufbar unter 
https://swissolar.ch/fuer-bauherren/baubewilligung)
16 Vgl. Vgl. Stellungnahme vom 14. August 2019 der Firama K.________zur Blendwirkung der Module «Megaslate II», 
pag. 54 der Vorakten der Gemeinde Thierachern
17 Vgl. Ziffer 3.3.4 des Ergänzungsgutachtens vom 20. Dezember 2020, S. 7

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werden müsste. Vorliegend hat die strittige Anlage eine West-Ost-Ausrichtung. Auch handelt es 
sich beim Wohnhaus der Beschwerdegegnerschaft um kein K-Objekt nach kantonaler 
Baugesetzgebung, auf dem die Montage einer Solaranlage baubewilligungspflichtig wäre. Dass 
die Vorinstanz die fragliche Photovoltaikanlage als baubewilligungsfrei qualifizierte und im 
Meldeverfahren prüfte, ist somit nicht zu beanstanden. Dieses Vorgehen entspricht auch der 
Regelung von Art. 18a Abs. 1 RPG18. Danach bedürfen in Bau- und in Landwirtschaftszonen auf 
Dächern genügend angepasste Solaranlagen keiner Baubewilligung. Solche Vorhaben sind 
lediglich der zuständigen Behörde zu melden. Sinn und Zweck der Regelung von Art. 18a Abs.1 
RPG ist, Verfahrenshürden abzubauen und damit den Ausbau erneuerbarer Energien im Interesse 
des Klimaschutzes zu fördern.19 Unter Berücksichtigung der Dachneigung, der Ausrichtung sowie 
des Umstands, dass reflexionsarme Module verbaut worden sind, bestand für die 
Beschwerdegegnerschaft gestützt auf die kantonale Richtlinie keine Veranlassung, vor der 
Montage der strittigen Photovoltaikanlage weitergehende Untersuchungen bezüglich einer 
allfälligen Blendwirkung vorzunehmen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann 
aus der Ziffer 2.4.3 der kantonalen Richtlinie keine generelle Pflicht abgeleitet werden, dass bei 
baubewilligungsfreien Solaranlagen vorgängig mittels Gutachten abgeklärt werden muss, ob diese 
eventuell schädliche oder lästige Lichtreflexionen verursachen. Ansonsten würde Art. 18a Abs.1 
RPG seines Sinngehalts entleert.20 Dass die Anlage gegen Ziffer 2.4.3 der kantonalen Richtlinie 
verstösst, kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht gesagt werden.

g) Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers führt die Baubewilligungsfreiheit einer 
Solaranlage auch nicht dazu, dass Nachbarn störenden oder lästigen Immissionen im Sinne des 
Umweltschutzgesetztes schutzlos ausgeliefert sind. Die Vorschriften des Umweltschutzgesetzes, 
worauf die Ziffer 2.4.3 der kantonalen Richtlinie verweist, gelten unabhängig davon, ob eine 
Anlage der Baubewilligungspflicht unterliegt oder nicht. Entsprechend können nach Art. 1b Abs. 3 
BauG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 Bst. c BauG auch gegen baubewilligungsfreie Bauten und 
Anlagen baupolizeiliche Massnahmen verfügt werden, wenn sie die öffentliche Ordnung stören, 
namentlich, wenn dadurch der Umweltschutz in relevanter Weise beeinträchtigt wird. Dies gilt 
selbst, wenn die Anlage, wie hier, im Meldeverfahren geprüft worden ist. Wählt die Bauherrschaft 
nicht das Baubewilligungs-, sondern das Meldeverfahren, trägt sie – wie hier – das Risiko, dass 
die Solaranlage nachträglich Gegenstand einer baupolizeilichen Anzeige werden kann. Denn das 
Meldeverfahren entfaltet gegenüber Nachbarn regelmässig keine Rechtswirkungen, weil sich 
Nachbarn am Meldeverfahren nicht beteiligen können. Insoweit bietet das Meldeverfahren für die 
Anlagebetreiber bzw. die Beschwerdegegnerschaft mit Blick auf den Rechtsschutz Dritter keine 
volle Rechtssicherheit.21 Zu Recht hat die Vorinstanz im vorliegenden Fall in einem 
baupolizeilichen Verfahren deshalb näher geprüft, ob die Lichtreflexionen im Sinne des 
Umweltschutzgesetztes störend oder zumutbar sind.

h) Dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Schluss kam, ein Verstoss gegen die 
kantonale Richtlinie liege nicht vor, ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Mit der 
Argumentation, auf dem westseitigen Hausdach wären kaum Solarmodule eingebaut worden, 
wenn eine mögliche Blendwirkung in die Planung einbezogen worden wäre, kann der 
Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten ableiten. In diesem Punkt ist die Beschwerde 
unbegründet.

18 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
19 Vgl. Jäger Christoph, in: Aemisegger Heinz / Moor Pierre / Ruch Alexander / Tschannen Pierre (Hrsg.), 
Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, Art. 18a N. 1 ff.
20 Vgl. Leitfaden zum Melde- und Bewilligungsverfahren für Solaranlagen vom Februar 2021, Ziffer 5.1 c (abrufbar 
unter https://swissolar.ch/fuer-bauherren/baubewilligung)
21 Vgl. Hettich Peter / Peng Gian Luca, Erleichterte Bewilligung von Solaranlagen in der Rechtspraxis: gut gemeint, 
wenig effektiv und verfassungsrechtlich fragwürdig, AJP 2015 S. 1431; Jäger Christoph, a.a.O., Art. 18a N. 10 und 
N. 35

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4. Sachverhalt

a) Der Beschwerdeführer stellte sich auf den Standpunkt, das Reflexionsgutachten vom 
25. November 2019 des Ingenieurbüros F.________ sei unvollständig. Darin seien die 
Blendzeiten an der Südfassade seiner Liegenschaft, auf der Terrasse und auf dem Hausvorplatz 
nicht abgehandelt worden. Auch bemängelt der Beschwerdeführer, es sei unverständlich, weshalb 
die Vorinstanz die Blendwirkung nicht vor Ort begutachtet habe.

b) Nach Ansicht der Beschwerdegegnerschaft hat die Vorinstanz den Sachverhalt vollständig 
festgestellt.

c) Es ist aktenkundig, dass Vertreter der Vorinstanz und des AUE zusammen mit den Parteien 
am 13. Mai 2019 vor Ort waren.22 Die Vorinstanz, die mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut 
ist, war unter den gegebenen Umständen nicht gehalten, nochmals einen Augenschein 
durchzuführen, zumal sie betreffend die Blendwirkung ein Reflexionsgutachten und einen Bericht 
beim AUE einholte. Die Vorinstanz durfte gestützt auf eine antizipierte Beweiswürdigung auf einen 
weiteren Augenschein verzichten. Aus der Rüge, die Vorinstanz habe die Blendwirkung vor Ort 
nicht begutachtet, kann der Beschwerdeführer somit nichts ableiten.

d) Es ist unbestritten, dass die Liegenschaft des Beschwerdeführers von Lichtreflexionen der 
strittigen Photovoltaikanlage betroffen ist. Die Immissionen sind jedoch nicht auf dem ganzen 
Grundstück, sondern regelmässig nur an Orten, an denen sich Personen während längerer Zeit 
aufhalten, relevant. Die Fotos, die der Beschwerdeführer zu den Akten reichte, zeigen, dass es 
auch entlang der Südfassade seiner Liegenschaft zu Blendungen kommt. An der Südfassade 
befindet sich eine Fenstertüre zu einem Wohnraum. Hinter der Fenstertür können das ganze Jahr 
über Blendungen auftreten. Entlang der Südfassade befindet sich ausserdem eine gedeckte 
Terrasse mit Sitzplatz, die direkt an das Wohnhaus anschliesst. Dieser Ort eignet sich im 
Frühsommer und –herbst während der Mittagszeit für den längeren Aufenthalt. Die Fenstertüre 
und der gedeckte Aussensitzplatz entlang der Südfassade gelten folglich als kritische 
Immissionsorte bzw. Beobachtungspunkte. Nicht dazu gehört die Fläche des gesamten 
Hausvorplatzes. Die Kritik des Beschwerdeführers, das Gutachten vom 25. November 2019 sei 
nicht vollständig, weil darin die Blendzeiten entlang der Südfassade bzw. der Terrasse nicht 
ausgewiesen worden sind, ist damit berechtigt. Diesen Mangel hat die BVD im 
Beschwerdeverfahren behoben. Sie beauftragte das Ingenieurbüro F.________, an zwei 
zusätzlichen Beobachtungspunkten, namentlich stehend innen vor der Fenstertüre (B14) sowie 
sitzend unter dem Vordach der Terrasse (B15), die Blendzeiten und -dauern zu berechnen. Der 
Umstand, dass im vorinstanzlichen Verfahren die Blendungen entlang der Südfassade nicht 
ermittelt wurden, wird bei der Kostenverteilung berücksichtigt (vgl. Erwägung 10a).

e) Die BVD stellte dem Gutachter ausserdem Fragen zu den Lichtreflexionen. Danach zog die 
BVD das AUE als Fachbehörde bei. Das AUE erachtete das Ergänzungsgutachten vom 
7. Dezember 2020 als vollständig.23 Auch der Beschwerdeführer rügte in seiner Stellungnahme 
vom 29. Januar 2021 nicht mehr, das Ergänzungsgutachten sei unvollständig. In den Akten finden 
sich zahlreiche Fotos, die die Situation vor Ort veranschaulichen. Der Sachverhalt ist damit 

22 Vgl. pag. 1 der Vorakten der Gemeinde Thierachern
23 Vgl. Stellungnahme vom 28. Januar 2021 des AUE in den Beschwerdeakten

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vollständig abgeklärt. Die Pflicht zur Durchführung von weiteren Beweismassnahmen besteht nur, 
wenn sich die Verhältnisse anders nicht schlüssig klären lassen.24 Hier ist nicht ersichtlich, 
inwiefern der Sachverhalt durch einen weiteren Augenschein in den entscheidwesentlichen 
Punkten weiter aufgehellt werden könnte. Ein Augenschein ist eine Momentaufnahme und könnte 
zur Häufigkeit der Blendwirkungen und kumulierten Blenddauer nichts aussagen. Die 
Durchführung eines Augenscheins ist daher nicht nötig.

5. Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020

a) Der Gutachter bemerkte im Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020, bei der 
Überprüfung der Berechnungsresultate im ersten Blendgutachten vom 25. November 2019 habe 
er einen Eingabefehler entdeckt. Dieser habe dazu geführt, dass für die bisherigen 
Beobachtungspunkte B11 (Stehplatz innen vor dem Fenster links der Ostfassade), B12 (Stehplatz 
innen vor dem Fenster in der Mitte der Ostfassade) und B13 (Stehplatz innen vor dem Fenster 
rechts der Ostfassade) neue Daten und Blendzeiten errechnet werden mussten. Die 
Berechnungen im Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020 ersetzen damit jene des 
Gutachtens vom 25. November 2019. Aus dem Gutachten vom 7. Dezember 2020 folgt 
ausserdem, dass bei den Berechnungen folgende Einflüsse nicht berücksichtigt worden sind:25

«- Die Bündelaufweitung des reflektierten Strahls (vergrössert die Zeiten von Reflexionen)
- Die Verminderung der Blendzeiten durch die Silhouette des Gartenhauses für den Punkt B11
- Die Verminderung der Blendzeiten durch die Bepflanzungen an der Böschung für den Punkt B11 und 

B12
- Das seitliche Eintreffen bei Fenstern. Gemäss Leitfaden sollen die Strahlen in einem steileren Winkel als 

20° einfallen, damit sie im Raum eine störende Wirkung entfalten können (verringert die Zeiten von 
Reflexionen)»

Ausserdem beantwortete der Gutachter im Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020 Fragen 
der BVD. Bezüglich der Frage, ob sich die Blenddauer und die Blendzeit verändern, wenn sich die 
Distanz zwischen Beobachtungspunkt und Blendfläche um wenige Meter verkleinert, bemerkte 
der Gutachter Folgendes:

«Ja, die Blenddauer sowie die -zeiten verändern sich in Abhängigkeit der Distanz zwischen 
Beobachtungspunkt und Blendfläche. Wenn man sich beispielsweise an die Südostecke der Rasenfläche 
am H.________weg 21 stellt (bevor die Böschung beginnt) ist man circa 12 Meter näher an der Blendfläche. 
Dies führt dazu, dass sowohl die Blenddauer (wie mancher Tag) als auch die Blendzeiten (wie lange pro 
Tag) verändern. Die Grössenordnung hängt von den räumlichen Situationen ab, würde aber im vorliegenden 
Fall dazu führen, dass die Zeiten überschritten würden. Dies ist auch logisch, denn je näher ein Beobachter 
sicher der Blendfläche nähert, desto länger ist er der Blendung ausgesetzt. Da die Winkelgeschwindigkeit 
ungefähr gleichbleibend ist, fährt ein Blendstrahl in 100 m Entfernung relativ rasch über eine Fläche von 1 
m2, bei einer Entfernung von 10 Metern dauert diese Zeit um einiges länger.»

Die Frage, ob Einflüsse denkbar seien, die beim Beobachtungspunkt B13 zu einer Vollblendung 
und längeren Reflexionszeiten führen könnten, beantwortete der Gutachter – soweit hier von 
Interesse – wie folgt:

«(…) Hier folgt nochmals der Hinweis, dass alle angegebenen Zeiten in Grafiken und Tabellen in Winterzeit 
angegeben sind. D.h. alle Beobachtungen während der Zeitumstellung (Ende März bis Ende Oktober) müssen 

24 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 18 N. 28
25 Vgl. Ziffer 3.1 des Ergänzungsgutachtens vom 20. Dezember 2020, S. 4

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um eine Stunde korrigiert werden, damit sie mit den Werten in Tabellen und Grafiken verglichen werden 
können.
Ein wesentlicher Effekt, der zu einer längeren Reflexionszeit führen kann, ist der Einsatz von reflexarmen 
Gläsern bei den Solarmodulen. Dies wurde aus den folgenden Gründen im vorliegenden Gutachten nicht 
berücksichtigt (siehe auch allgemeine Bemerkungen und Einschränkungen unter Ziffer 3). Die 
Bündelaufweitung führt zu zwei Effekten:
- Verlängerung der Blendzeiten (aufgrund der Auffächerung)
- Reduktion der Leuchtdichten (aufgrund der Auffächerung)
Durch die Reduktion der Leuchtdichten wird das Kontrastverhältnis zwischen Reflexion und Umgebung 
verkleinert, was sicher als weniger störend empfunden wird. (…).»

b) Das Ergänzungsgutachten enthält bezüglich der Blenddauer und –zeit zusammenfassend 
folgende Ergebnisse: Es wurden fünf Beobachtungspunkte (B11, B12, B13, B14, B15) definiert 
und untersucht. Der Gutachter ermittelte im Ergänzungsgutachten bei den genannten 
Beobachtungspunkten Zeiträume vom 5. März bis 1. Mai sowie vom 12. August bis 7. Oktober, 
während denen reflektierende Sonnenstrahlen an den Beobachtungspunkten auftreten. Alle 
Beobachtungspunkte können im Frühling und Ende Sommer bzw. anfangs Herbst während total 
45 Tage (B14) bis 55 Tage (B11) pro Jahr bis zu maximal 21 bis 24 Minuten pro Tag einer 
Vollblendung ausgesetzt sein. Dabei nimmt die tägliche Bledzeit bis zur maximal Dauer 
kontinuierlich zu und nimmt danach wieder ab bis auf null.

c) Der Beschwerdeführer zweifelt in seiner Stellungnahme vom 15. Februar 2021 das 
Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020 an. Er kritisiert, darin werde auf der Terrasse bei 
den Beobachtungspunkten B14 und B15 Blendungen bloss im Zeitraum vom 5. bis 28. März 
ausgewiesen. Diese würden zudem maximal mit 22 Minuten ausgewiesen. Er bringt vor, seine 
Fotos würden demgegenüber belegen, dass die Blendungen im Zeitraum vom 15. März bis 
15. April 2020 auftreten. Zudem hätten die Blendung auf der Terrasse über 50 Minuten gedauert. 
Er verweist dabei auf die Fotos in den Dateiordnern 6 und 7 sowie auf die Dateiordner 11 bis 16, 
die er zusammen mit der Beschwerde einreichte. Auch kritisiert er, die Anmerkungen im 
Ergänzungsgutachten betreffend das Gartenhaus, den Steingarten sowie der Bepflanzung seien 
realitätsfremd und hätten keinen Bezug zu den vorliegenden Gegebenheiten.

d) Die Beschwerdegegnerschaft bestreitet, dass die Blendungen länger dauern als es der 
Gutachter festgestellt habe. Sie bringt vor, der Beschwerdeführer habe für seine Fotos die 
Perspektive und den Standort gewechselt, was nicht zulässig sei, da die Sonne und damit die 
Reflexionen wandern würden.

e) Richtig ist, dass der Gutachter im Ergänzungsgutachten bei den Beobachtungspunkten B14 
und B15 im Zeitraum zwischen dem 5. März bis 31. März 2020 Blendungen auswies. Soweit der 
Beschwerdeführer das Auftreten der Blendungen in diesem Zeitraum mit dem Verweis auf die 
Fotos in den Dateiordner 6 und 7 anzweifelt, kann er daraus von vornherein nichts ableiten. Die 
Dateiordner 6 und 7 enthalten Fotos vom 27. September 2019 und vom 1. Oktober 2019 aus dem 
Frühherbst und nicht aus dem Frühsommer. Nichts anders ergibt sich aus den Fotos in den 
Dateiordnern 11 bis 16. In diesen Dateiordnern finden sich zwar Fotos vom 15. und 19. März 2020, 
vom 5. April bis 7. April und vom 13. April 2020. Es fällt aber auf, dass die Fotos teilweise nicht 
mit den Beobachtungspunkten B14 und B15 an der Südfassade übereinstimmen. So ist etwa auf 
mehreren Fotos vom 13. April 2020 der südliche Teil der Ostfassade nicht aber das Unterdach 
über dem Terrassensitzplatz sichtbar. Das deutet darauf hin, dass die Fotos vom 13. April 2020 
einige Meter vor dem Beobachtungspunkt B14, d.h. im Bereich der Beobachtungspunkte B12 und 
B13, aufgenommen wurden. Am 13. April 2020 ist indessen im Ergänzungsgutachten beim 
Beobachtungspunkt B13 eine Blendung ausgewiesen. Damit sprechen die Fotos im Dateiordner 
13 für und nicht gegen die Plausibilität des Ergänzungsgutachtens. Bezüglich des Zeitraums, in 

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welchem die Blendungen auftreten (Blendereignisse), vermögen die Fotos somit keine Zweifel am 
Ergänzungsgutachten zu begründen.
f) Auch bezüglich der berechneten Blendzeiten, d.h. wie lange ein Blendereignis pro Tag 
dauert, lassen die Fotos des Beschwerdeführers am Ergänzungsgutachten keine berechtigten 
Zweifel aufkommen. Die Durchsicht der zahlreichen Fotos des Beschwerdeführers zeigt, dass 
viele Fotos von Standorten aufgenommen wurden, die nicht mit der Lage der Beobachtungspunkte 
B11 bis B15 übereinstimmen. So bewirken nur schon kleine Veränderungen der Distanz um 
wenige Meter zwischen Beobachtungspunkt und Blendfläche, dass sich die Blendzeiten 
verändern (vgl. Erwägung 5a).26 Dass zwischen den theoretisch berechneten Blenzeiten gemäss 
dem Ergänzungsgutachten und den Beobachtungen gemäss den Fotos Differenzen bestehen, ist 
somit nachvollziehbar. Zudem geht aus den Fotos hervor, dass während den Blendzeiten teilweise 
der Fotostandort und die Perspektive geändert wurden. Das kommt beispielsweise auf den Fotos 
vom 19. März 2020 oder vom 5. April 2020 in den Dateiordnern 12 und 13 zu Ausdruck. Auf diesen 
Fotos ist zum Beispiel der Gartentisch teils abgebildet und teils nicht. Auch die unterschiedlichen 
Abbildungen des Vordaches über dem Terrassensitzplatz manifestieren die Positions- und 
Perspektivenänderungen während des Blendereignisses. Die Fotos können daher die 
berechneten Blendzeiten im Ergänzungsgutachten nicht widerlegen. Sie belegen zwar, dass es 
im Frühsommer und Frühherbst hauptsächlich um die Mittagszeit zu Blendereignissen kommt, 
was sich mit den Berechnungen im Ergänzungsgutachten deckt. Bezüglich der konkreten Dauer 
eines Blendereignisses pro Tag oder der kumulierten Blenddauer im Jahresdurchschnitt lassen 
sich aus den Fotos jedoch keine verlässlichen Schlüsse ziehen.

g) Weiter ist Folgendes zu beachten: Im Ergänzungsgutachten wurden wie erwähnt die 
Blendungen unter vereinfachten Bedingungen, d.h. ohne Berücksichtigung der 
Wetterbedingungen vor Ort, der Einschränkungen des Fern- und Nahhorizonts und der 
Bündelaufweitung, berechnet. Zum Aspekt der Bündelaufweitung führte das AUE in der 
Stellungnahme vom 28. Januar 2021 aus, die Differenz zwischen den Fotos und der berechneten 
maximalen Blendzeiten gemäss dem Ergänzungsgutachten könne teilweise mit dem 
«Bündelaufweitungseffekt» erklärt werden. Dies deckt sich mit den Ausführungen des Gutachters. 
Im Ergänzungsgutachten führte er aus, der Einsatz von reflexarmen Gläsern bei den 
Solarmodulen könne zu längeren Reflexionszeiten führen.27 Demgegenüber ist wiederum zu 
berücksichtigen, dass die Einflüsse der Meteorologie und der Bepflanzung in der Umgebung zu 
einer Minderung der Blendereignisse bzw. der kumulierten Blenddauer von mehr als 50 Prozent 
pro Jahr führen kann. Dass die Bündelaufweitung, die Einflüsse der Meteorologie und die 
Bepflanzung in der Umgebung bei der Berechnung im Ergänzungsgutachten nicht miteinbezogen 
worden sind, schadet hier nicht. Diese Einflüsse würden im vorliegenden Fall an der 
immissionsrechtlichen Beurteilung der Blendungen nichts ändern, wie die nachfolgende Erwägung 
zeigt. Von umfassenderen Berechnungen kann daher abgesehen werden. In diesem Punkt erweist 
sich die Beschwerde als unbegründet.

h) Nach dem Gesagten kann das Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020 als 
Entscheidgrundlage herangezogen werden. Auch das AUE kam in der Stellungnahme vom 28. 
Januar 2021 zum Schluss, dass das Ergänzungsgutachten nachvollziehbar und plausibel sei. Für 
die BVD besteht kein Anlass, die schlüssige Auffassung des AUE infrage zu stellen. Die 
Diskrepanz zwischen den Fotos und den Berechnungen im Ergänzungsgutachten lassen sich wie 
erwähnt mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen bei der Beobachtung bzw. den 
Aufnahmen der Fotos erklären. Hinzu kommt, dass im Ergänzungsgutachten der 
Bündelaufweitungseffekt nicht berücksichtigt wurde, was zu längeren Reflexionszeiten führen 
kann. Schliesslich ist zu beachten, dass im Ergänzungsgutachten die Zeiten in den Grafiken und 

26 Vgl. Ziffer 3.3.2 des Ergänzungsgutachtens vom 7. Dezember 2020, S. 6
27 Vgl. Ziffer 3 Lemma 1 des Ergänzungsgutachtens vom 7. Dezember 2020, S. 4

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den Tabellen in «Winterzeit» angegeben sind. Das heisst, für einen direkten Vergleich müssten 
alle Beobachtungen vor Ort im Zeitraum Ende März bis Ende Oktober um eine Stunde korrigiert 
werden. Nach dem Gesagten lassen sich die Beobachtungen gemäss den Fotos nicht direkt mit 
den theoretischen Resultaten in den Grafiken und Tabellen im Ergänzungsgutachten vergleichen.

6. Blendwirkung

a) Der Beschwerdeführer macht geltend, der Aufenthalt während den Belndwirkungen vor dem 
Haus auf der Ost- und Südseite sei unerträglich. Die Blendwirkung sei nicht nur lästig, sondern 
könne zur Schädigung der Augen führen. Die Mahlzeiteinnahme während der Mittagszeit auf der 
Terrasse und im Esszimmer sei infolge der massiven und lästigen Blendung nicht möglich. 
Tatsache sei, dass die Blendwirkung über vier Monate im Jahr und bis zu fünfzig Minuten in der 
Mittagszeit auf die Süd- und Ostfassade erfolge. Die Wohnqualität und die Bewegungsfreiheit 
seien erheblich eingeschränkt.

b) Nach der Auffassung der Beschwerdegegnerschaft sind die Blendungen durch die strittige 
Photovoltaikanlage weder in ihrer Dauer noch in ihrer Intensität schädlich oder lästig.

c) Das Umweltschutzrecht schützt Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften 
und Lebensräume gegen schädliche oder lästige Einwirkungen (Art. 1 Abs. 1 USG). Am Ort ihrer 
Entstehung werden diese Einwirkungen als Emissionen bezeichnet. Emissionen sind auch 
Reflexionen von Sonnenstrahlen auf der Oberfläche einer Solaranlage.28 Sie werden durch 
Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzung). Unabhängig von der bestehenden 
Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies 
technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Die 
Emissionsbegrenzungen werden verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die 
Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig 
werden (Art. 11 Abs. 3 USG). Da bei Lichtimmissionen weder auf eidgenössischer noch auf 
kantonaler Ebene Grenzwerte bestehen, ist im Einzelfall anhand von Art. 13 ff. USG zu beurteilen, 
ob die Immissionen schädlich oder lästig sind.29 Danach gelten Einwirkungen unter anderem dann 
als schädlich oder lästig, wenn sie die Bevölkerung erheblich in ihrem Wohlbefinden stören (Art. 14 
Bst. b i.V.m. Art. 13 USG; vgl. auch Art, 15 USG). Es ist dabei weder auf das Individuum mit der 
subjektiv höchsten Empfindlichkeit noch auf eine Personengruppe abzustellen, z.B, Jugendliche, 
welche gewissen Immissionen gegenüber besonders unempfindlich sein mag. Vielmehr muss von 
einer objektivierten Empfindlichkeit ausgegangen werden, wobei nach Art. 13 Abs. 2 USG auch – 
aber nicht nur – Personen mit erhöhter Empfindlichkeit zu berücksichtigen sind.30 Für die 
Beurteilung der Schädlichkeit und Lästigkeit von Lichtimmissionen muss sich die Behörde auf 
Angaben von Experten und Fachstellen abstützen. Diese wiederum können Grenz- und 
Richtwerte privater oder ausländischer Regelwerke berücksichtigen.31 Zur Thematik der 
Blendwirkung von Solaranlagen gibt es überdies ein Bundesgerichtsurteil. Darin erwog des 
Bundesgericht, Blendungen mit Einwirkdauern von 20 bis knapp 30 Minuten täglich seien noch 
zumutbar.32

d) Die BVD hat zur Beurteilung der Frage, ob die Blendungen im Sinne des USG lästig oder 
zumutbar sind, das AUE beigezogen. In der Stellungnahme vom 28. Januar 2021 stufte das AUE 
die Blendwirkungen nicht als übermässig ein. Im Einzelnen hielt es Folgendes fest:

28 Vgl. Bger 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012, E. 5.2
29 Vgl. Bger 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012, E. 5.2
30 Vgl. VGE 2010/120 vom 8. März 2011, E. 4.1
31 Vgl. Bger 1C_105/2009 vom 13. Oktober 2009, E. 3.4
32 Vgl. Bger 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012, E. 5.5

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«Aus unserer Sicht sind die oben beschriebenen Sonnenlichtreflexionen gegen die Liegenschaft am 
H.________weg 21 aus den folgenden Gründen nicht als störend und lästig im Sinne von Art. 14 USG 
einzustufen:
- Bei allen Beobachtungspunkten sind Blendungen während höchstens knapp 3 1/2 Wochen und max. 24 

Minuten pro Tag im Frühling und Ende Somme/Anfang Herbst zu erwarten. Gemäss Leitfaden 
Solaranlagen sind Blendereignisse von max. 30 Minuten an beliebig vielen Tagen im Jahr zulässig. 
Weiter erachtet die bisherige Rechtsprechung, welche die zeitliche Einwirkungsdauer der Blendung 
beurteilt, eine Blenddauer von 20 bis 30 Minuten pro Tag als zulässig.

- Bei allen fünf Beobachtungspunkten liegt die kumulierte Blenddauer weit unterhalb des im Leitfaden 
Solaranlagen aufgeführten Richtwerts von 50 Stunden pro Jahr.

- Auch der gemäss Leitfaden der bundesdeutschen Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz 
LAI empfohlene Wert von höchstens 30 Stunden pro Jahr (kumulierte Blenddauer) wird bei allen 
Beobachtungspunkten eingehalten.

- Die Meteorologie sowie der Horizont (Abschattung) sind in diesen Resultaten noch nicht enthalten. Eine 
entsprechende Berücksichtigung (Wetterkorrektur) kann zu einer weiteren Minderung der Blendereignisse 
resp. der kumulierten Blenddauer von mehr als 50 Prozent pro Jahr führen. Da die Berücksichtigung der 
Meteorologie auf jeden Fall zu einer Minderung führt (egal in welchem Ausmass), wird eine detailliertere 
Auseinandersetzung damit als nicht notwendig beurteilt.

Ausserdem führte das AUE aus, der Beschwerdeführer weise daraufhin, dass die 
Blendeinwirkungen bis zu 47 Minuten pro Ereignis dauern könnten. Verglichen mit den berechneten 
Ergebnissen entspreche dies ca. einer um den Faktor 2 längeren Blendzeit. Eine Hochrechnung der 
berechneten Ergebnisse um den Faktor 2 zeige jedoch, dass es weiterhin zu keiner Übermässigkeit 
kommen würde. Die Richtwerte gemäss dem Leitfaden zum Melde- und Bewilligungsverfahren für 
Solaranlagen33 (nachfolgend: Leitfaden für Solaranlagen) wie auch des Leitfadens LAI34 blieben 
eingehalten.

e) Unbestritten ist, dass die strittige Solaranlage bei Sonnenschein im Frühling und Ende 
Sommer sowie anfangs Herbst auf dem Grundstück des Beschwerdeführers Blendungen 
verursacht. Bei der rechtlichen Beurteilung der Blendungen ist nicht auf das subjektive Empfinden 
einzelner Personen abzustellen, sondern es ist wie erwähnt eine objektivierte Betrachtung 
vorzunehmen. So ist hinsichtlich der Intensität der Blendung zu beachten, dass hier die stark 
strukturierte Beschichtung der Solarmodule dazu führt, dass das reflektierte Sonnenlicht gestreut 
wird (vgl. Erwägung 3e). Durch die Bündelaufweitung vermindert sich die Intensität bzw. die 
Leuchtdichte des Reflexionsstrahls verglichen mit dem direkten Sonnenlicht um ein Vielfaches. 
Das folgt aus dem Leitfaden für Solaranlagen.35 Nicht gefolgt werden kann ausserdem der 
Argumentation des Beschwerdeführers, die Blendwirkung könne gegebenenfalls zur Schädigung 
der Augen führen. Dem ist entgegenzuhalten, dass gesunde Menschen den Blick abwenden und 
nicht solange in ein blendendes Licht schauen, bis die Augen einen Schaden nehmen. Dies gilt 
grundsätzlich auch für besonders empfindliche Personengruppen wie Kinder, Kranke und 
Betagte.36

33 Vgl. Leitfaden zum Melde- und Bewilligungsverfahren für Solaranlagen, Ausgabe Februar 2021 (abrufbar unter 
https://swissolar.ch/fuer-bauherren/baubewilligung)
34 Hinweise zur Messung, Beurteilung und Minderung von Lichtimmissionen, Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für 
Immissionsschutz (LAI) Stand 13. September 2012 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch / Themen / Elektrosmog / 
Lichtemissionen / Massnahmen / Deutschland)
35 Vgl. Leitfaden zum Melde- und Bewilligungsverfahren für Solaranlagen, Ausgabe Februar 2021, S. 33 (abrufbar 
unter https://swissolar.ch/fuer-bauherren/baubewilligung)
36 Vgl. Vgl. VGE 2010/120 vom 8. März 2011, E. 6; Bger 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012, E. 5.5

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f) Bezüglich der Dauer der Blendungen überzeugt die schlüssige Einschätzung das AUE: Es 
durfte sich bei der Beurteilung auf das Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020 abstützen. 
Im Ergänzungsgutachten sind die «theoretisch» möglichen Blendzeiten und Dauern bei ganzjährig 
wolkenlosem Himmel ohne Bündelaufweitung und Einflüsse des Nah- und Fernhorizonts 
ausgewiesen. Unter diesen Bedingungen sind gemäss dem Leitfaden für Solaranlagen unter 
anderem Blendereignisse von maximal 30 Minuten an beliebig vielen Tagen zulässig. Nach dem 
Leitfaden LAI liegt bei Blendereignissen bis zu 30 Stunden pro Kalenderjahr (kumulierte 
Blenddauer) noch keine erhebliche Belästigung vor. Diese Kriterien sind im vorliegenden Fall bei 
allen untersuchten Beobachtungspunkten klar erfüllt. Gemäss dem Ergänzungsgutachten dauert 
bei allen Beobachtungspunkten kein Blendereignis mehr als 30 Minuten pro Tag und die 
kumulierte Blenddauer pro Kalenderjahr liegt deutlich unter 30 Stunden. Beim Beobachtungspunkt 
B11 an der Ostfassade, wo sich nach den Akten ein Schlafzimmerfenster befindet, dauern die 
Blendeinwirkungen am längsten. Dort beträgt die Blendung gemäss dem Ergänzungsgutachten 
pro Tag maximal 24 Minuten und pro Jahr insgesamt 15.47 Stunden. Die maximale zeitliche 
Ausdehnung der Blendung von 24 Minuten pro Tag wird an 6 von insgesamt 55 Tagen pro Jahr 
erreicht. An 26 Tagen pro Jahr liegt die zeitliche Ausdehnung der Blendereignisse beim 
Beobachtungspunkt B11 gemäss der Detailtabelle im Ergänzungsgutachten klar unter 20 Minuten. 
Zusätzlich untersucht wurden im Beschwerdeverfahren unter anderem die Blendeinwirkungen 
beim Beobachtungspunkt B15, d.h. dem nach Süden ausgerichteten Sitzplatz auf der Terrasse 
unter dem Vordach. Dort sind die Blendeinwirkungen verglichen mit jenen beim 
Beobachtungspunkt B11 geringer. Nach den Berechnungen gibt es beim Beobachtungspunkt B15 
gesamthaft an 48 Tagen pro Jahr Blendereignisse. Dabei liegt die Ausdehnung der Blendzeit an 
12 Tagen pro Jahr über 20 Minuten, wobei die maximale Blenddauer von 22 Minuten nur an zwei 
Tagen erreicht wird. Während den restlichen 36 Tagen pro Jahr liegt die Dauer der Blendungen 
unter 20 Minuten, davon an 26 Tagen pro Jahr sogar unter 15 Minuten. Bei diesem Umfang der 
Blendungen kann nicht von einer schädlichen oder lästigen Umweltbelastung im Sinne des USG 
gesprochen werden. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers resultiert daraus keine 
erhebliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Damit steht fest, dass hier die Intensität und Dauer 
der Blendungen mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung und die Richtlinie für 
Solaranlagen nicht als übermässige Immissionen im Sinne des USG zu werten sind. Ein Verstoss 
gegen Art. 11 Abs. 3 USG liegt entgegen er Auffassung des Beschwerdeführers nicht vor. Auch in 
diesem Punkt ist die Beschwerde unbegründet.

g) Der Beschwerdeführer macht gestützt auf seine Fotos Blendeinwirkungen bis zu 50 Minuten 
pro Ereignis geltend, was verglichen mit der berechneten maximalen Blenddauer von 24 Minuten 
gemäss dem Ergänzungsgutachten einer Diskrepanz von ca. einem Faktor 2 entspricht. Wie 
ausgeführt, lassen sich aus den Fotos bezüglich der konkreten Dauer eines Blendereignisses pro 
Tag oder der kumulierten Blenddauer im Jahresdurchschnitt keine verlässlichen Schlüsse ziehen 
(vgl. Erwägung 5f). Indessen führte das AUE in seiner Stellungnahme vom 28. Januar 2021 aus, 
eine Hochrechnung der Ergebnisse gemäss dem Ergänzungsgutachten um den Faktor 2 zeige, 
dass es weiterhin zu keiner Übermässigkeit kommen würde. Die Beurteilung des AUE ist schlüssig. 
Nach dem Leitfaden für Solaranlagen wären Blendereignisse von maximal 60 Minuten an maximal 
60 Tagen im Jahr zulässig.37 Und nach dem LAI-Leitfaden können Blenddauern ab 30 Stunden 
(kumulierte Blenddauer) pro Jahr als erhebliche Belästigung gelten. Die Blendungen beim 
Beobachtungspunkt B11 betragen gemäss dem Gutachten 15.47 Stunden pro Jahr, womit diese 
bei einer Verdoppelung zwar knapp über dem LAI-Wert von 30 Stunden liegen würden. Zu 
berücksichtigen ist allerdings, dass bei der kumulierten Blenddauer pro Jahr die Wetterkorrektur 
mitberücksichtigt werden kann. Dies führt zu einer staken Minderung der Blenddauer pro Jahr. Nach 
den Angaben des AUE kann die Minderung unter Umständen bis zu 50 Prozent betragen. Es ist 

37 Vgl. Vgl. Leitfaden zum Melde- und Bewilligungsverfahren für Solaranlagen, Ausgabe Februar 2021, S. 36 (abrufbar 
unter https://swissolar.ch/fuer-bauherren/baubewilligung)

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daher davon auszugehen, dass auch der LAI-Wert von 30 Stunden im Jahresdurchschnitt klar 
eingehalten ist. Selbst wenn die zweifelhaften Fotos des Beschwerdeführers zur Beurteilung 
herangezogen würden, würde sich nach dem Gesagten an der immissionsrechtlichen Beurteilung 
nichts ändern. Der Auffassung des Beschwerdeführers, wonach der Aufenthalt auf der Terrasse 
während der Blenddauer in der Mittagszeit bis zu einer knappen Stunde nicht ertragbar sei, kann 
nicht gefolgt werden.

7. Zusätzliche Massnahmen

a) Gemäss Art. 11 Abs. 2 USG sind Emissionen unabhängig von der bestehenden 
Umweltbelastung im Rahmen der Vorsorge soweit zu begrenzen, als dies technisch und 
betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Das Kriterium der wirtschaftlichen Tragbarkeit ist 
auf Unternehmungen zugeschnitten, die nach marktwirtschaftlichen Prinzipien, d.h. 
gewinnorientiert, betrieben werden. Da hier die zu bekämpfenden Emissionen von anderen 
Quellen als von marktwirtschaftlich geführten Unternehmen ausgehen, fällt das Kriterium der 
wirtschaftlichen Tragbarkeit dahin. Allfällige wirtschaftliche Gesichtspunkte sind im Rahmen der 
allgemeinen Verhältnismässigkeitsprüfung zu beachten.38 Als verhältnismässig gelten 
weitergehende Emissionsbeschränkungen dabei, wenn mit relativ geringem Aufwand eine 
wesentliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann.39

b) Der Beschwerdeführer verlangt, es seien die Solarmodule auf dem westlichen Dach und der 
First zu entfernen und es sei das Dach mit Ziegeln einzudecken.

c) Nach der Auffassung der Beschwerdegegnerschaft besteht keine Rechtsgrundlage für die 
Anordnung von baupolizeilichen Massnahmen. Sie ist der Meinung, weitere 
Emissionsbegrenzungen seien weder nötig noch möglich. Besonders der Einbau aller 
Solarmodule auf der Ostseite des Daches stelle keine Option dar. Das Ostdach liege ab Mittag im 
Schatten. Die Stromproduktion könne so nicht gleichmässig über den ganzen Tag verteilt werden. 
Auch könne der Strom nicht gespeichert werden.

d) Im angefochtenen Entscheid vertrat die Vorinstanz die Meinung, dem Vorsorgeprinzip sei 
mit dem Einsatz der reflexionsarmen Solarmodulen genügend Rechnung getragen worden.

e) In der Stellungnahme vom 28. Januar 2021 bemerkte das AUE, aus seiner Sicht entspreche 
die Kollektorfläche der Photovoltaikanlage den geltenden Vorschriften und könne ohne zusätzliche 
Auflagen weiterbetrieben werden. Die Verlegung der Kollektorfläche auf die östliche Dachseite 
erachtete es als kostenaufwändig und unverhältnismässig. Auch die Umsetzung von zusätzlichen 
vorsorglichen Massnahmen, wie zum Beispiel das Pflanzen eines Baumes oder die Erhöhung der 
bestehenden Hecke, beurteilte es aufgrund der engen Platzverhältnisse sowie der Lage und 
Distanz der beiden Liegenschaften zueinander nicht als sinnvoll und zielführend.

f) Die Schlussfolgerungen der Vorinstanz und des AUE zum Vorsorgeprinzip sind 
nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Zur Diskussion steht eine baubewilligungsfreie 
Photovoltaikanlage, die die Vorinstanz zu Recht im Meldeverfahren prüfte. Die 
Beschwerdegegnerschaft hat reflexionsarme Solarmodule verbaut, die die Intensität der 
Blendungen stark reduziert. Die Anlage entspricht somit bezüglich der Reflexionsarmut dem 
aktuellen Stand der Technik. Zudem sind die Reflexionen, die die Solarmodule auf dem Grundstück 

38 Vgl. BGE 127 II 306 E. 8 mit Hinweisen
39 Vgl. BGE 140 II 33 E. 4.1 betreffend Lichtemissionen, 133 II 169 E. 3.2 betreffend Geruchsemissionen; 
Griffel/Rausch, Kommentar USG, Ergänzungsband, Art. 11 N. 14 mit weiteren Hinweisen

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des Beschwerdeführers verursachen, wie ausgeführt nicht als übermässige Immissionen zu werten. 
Sie erreichen nach den Berechnungen im Ergänzungsgutachten während der rund dreieinhalb 
Wochen im Frühling und Ende Sommer bzw. anfangs Herbst nur an wenigen Tagen eine zeitliche 
Ausdehnung von über 20 Minuten. In der Zeit von Mai bis Ende August und von Mitte Oktober bis 
anfangs März treten an den untersuchten Beobachtungspunkten gemäss den Berechnungen 
keine Blendungen auf. Zwar ist die Terrasse aufgrund der Blendeinwirkungen im Frühling und 
Ende Sommer bzw. anfangs Herbst zeitweise beeinträchtigt. Am Ort der Emission, d.h. bei den 
Solarmodulen auf dem Westdach, würden zwar als Massnahmen die Abdeckung der Solarmodule 
während der betreffenden Zeitspanne oder die Entfernung bzw. Verlegung der Modulfläche als 
Ganzes in Betracht fallen. Mit einer allfälligen Abdeckung der Solarmodule würde der Zweck der 
Anlage jedoch stark eingeschränkt. Gemessen an den Beeinträchtigungen, die auf dem 
Grundstück des Beschwerdeführers auftreten, erscheint diese Massnahme als 
unverhältnismässig.

Zur Diskussion steht hier eine Indachanlage. Die Entfernung oder Verlegung einer Indachanlage, 
so wie es der Beschwerdeführer verlangt, würde – anders als etwa bei einer Aufdachanlage – 
einen Eingriff in die Gebäudesubstanz darstellen, da die Solarmodule Bestandteil der Dachhaut 
sind. Die Entfernung oder Verlegung der Solarmodule wäre aufwändig und mit grossen 
finanziellen Kosten verbunden, weshalb diese Massnahme als unverhältnismässig ausscheidet. 
Soweit der Beschwerdeführer moniert, die Solarmodule auf dem Westdach könnten mit einem 
ebenso guten Energieertrag auf dem Ostdach installiert werden, kann er daraus nichts zu seinen 
Gunsten ableiten.

Unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes hat die Beschwerdegegnerschaft 
dem Vorsorgeprinzip nach Art. 11 Abs. 2 USG mit der Montage von reflexarmen Solarmodulen 
genügend Rechnung getragen. Dies vermindert die Intensität bzw. die Leuchtdichten der 
Reflexionen. Weitere emissionsbegrenzende Massnahmen, die mit geringerem Aufwand 
umgesetzt werden könnten, werden vom Beschwerdeführer nicht gefordert und sind nach der 
schlüssigen Beurteilung des AUE unter den gegebenen, äusseren Umständen weder sinnvoll 
noch zielführend. Angesichts der Platzverhältnisse sowie der Lage und Distanz der beiden 
Liegenschaften zueinander erscheinen Massnahmen am Ort der Immissionen, wie beispielsweise 
das Aufstellen eines Sonnenschirms im Bereich der Terrasse, am ehesten Erfolg versprechend. 
Damit liessen sich ohne grossen Aufwand die Sonnenlichtreflexionen reduzieren und das 
Wohlbefinden des Beschwerdeführers im Aussenbereich verbessern. In Übereinstimmung mit der 
fachlichen Beurteilung des AUE hat die Vorinstanz zu Recht keine weiteren Massnahmen 
angeordnet. Der diesbezügliche Antrag des Beschwerdeführers ist abzuweisen.

8. Wertverminderung

a) Eventuell verlangt der Beschwerdeführer eine Entschädigung von zweihunderttausend 
Franken nach Art. 26 Abs. 2 BauG infolge der lästigen, schädlichen und unerträglichen 
Blendwirkung. Dabei sei eine Schätzung des Minderwerts durch die Bewertungsexperten des 
SVIT (Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft) vorbehalten.

b) Der Beschwerdeführer macht im vorliegenden Fall eine Entschädigung gestützt auf Art. 26 
Abs. 2 BauG geltend. Er beruft sich damit auf die Lastenausgleichspflicht nach Art. 30 f. BauG. 
Die Lastenausgleichspflicht setzt voraus, dass einerseits die Bauherrschaft einen ihr 
eingeräumten Sondervorteil nutzt und dass andererseits das nachbarliche Grundstück erheblich 
beeinträchtigt wird.40 Ob hier die Voraussetzungen für eine Lastenausgleichspflicht erfüllt sind, ist 

40 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 30/31 N. 2

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fraglich. Der Beschwerdeführer müsste aber einen solchen Anspruch ohnehin in einem separaten 
Enteignungsverfahren geltend machen Art. 31 Abs. 3 BauG, Art. 47 Abs. 3 KEntG41). Auf den 
Eventualantrag kann somit nicht eingetreten werden.
9. Erstinstanzliche Verfahrenskosten

a) Im angefochtenen Entscheid vom 26. Juni 2020 erhob die Vorinstanz für das baupolizeiliche 
Verfahren Verfahrenskosten von insgesamt CHF 1270.00. Diese auferlegte sie vollumfänglich der 
Beschwerdegegnerschaft. Gegen die Kostenauflage führt der Beschwerdegegner 2 Beschwerde. 
Er stellt folgenden Antrag:

«Die Verfahrenskosten von CHF 790.00 (gemäss Beilage) sind Herrn C.________ (Beschwerdeführer in 
der Sache) zu belasten.»

Zur Begründung führt der Beschwerdegegner 2 aus, die Verfahrenskosten seien der 
unterliegenden Partei zu belasten, so wie das der Kanton vorsehe. Aus der Beilage zur 
Beschwerde ergibt sich, dass sich die Verfahrenskosten für das Baupolizeiverfahren von total 
CHF 1270.00 aus Gebühren der Gemeinde von CHF 790.00 und aus den Kosten für den 
Fachbericht des AUE von CHF 480.00 zusammensetzen.

b) Der Beschwerdeführer ist der Meinung, die erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien dem 
Anlagebetreiber aufzuerlegen. Dies gehe unmissverständlich aus der Verfügung der Gemeinde 
vom 20. August 2019 hervor. Darin hat die Vorinstanz unter anderem festgehalten, ungeachtet 
vom Ausgang des Verfahrens müsse der Anlagebetreiber die Kosten für das Verfahren (Kosten 
für Gutachten und Verfahren) tragen. Auch die Vorinstanz verweist in der Stellungnahme vom 
4. August 2020 auf ihre Verfügung vom 20. August 2019.

c) Unter dem Titel «Weiteres Vorgehen / Hinweise» bemerkte die Vorinstanz in der Verfügung 
der Vorinstanz vom 20. August 2019 Folgendes:

«Die Kosten für das Verfahren (Kosten für Gutachten und Verfahren) trägt der Anlagenbetreiber ungeachtet 
vom Ausgang des Verfahrens. Vorbehalten bleibt eine anderslautende Kostenaufteilung im Falle des 
Weiterzugs des Verfahrens an die nächst höhere Instanz».

Die fragliche Äusserung ist nicht Teil des Verfügungsdispositivs, sondern steht unter dem Titel 
«Weiteres Vorgehen / Hinweise». Es handelt sich folglich nicht um eine verbindliche Anordnung 
betreffend die Kostenverteilung. Die Äusserung hat vielmehr informierenden Charakter und hätte 
mittels Beschwerde nicht angefochten werden können. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, 
die Anlagebetreiber hätten gegen die Verfügung vom 20. August 2019 kein Rechtsmittel erhoben, 
kann er nichts daraus ableiten.

d) Nach Art. 107 Abs. 1 VRPG setzt die Behörde allfällige Verfahrenskosten in der 
Endverfügung fest. Nach Art. 103 Abs. 1 VRPG bestehen die Verfahrenskosten aus einer 
Pauschalgebühr. Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche 
Gebühren erhoben werden. Wer diese Kosten zu tragen hat, bestimmt sich nach den 
verschiedenen Sacherlassen und, falls diese keine Regelung enthalten, nach dem 
Verursacherprinzip.42 Die Gemeinde kann für ihre Tätigkeit im Baubewilligungs- und 
Baupolizeiverfahren gestützt auf ihren Gebührentarif Verfahrenskosten erheben (Art. 69 Abs. 4 
Bst. a BauG). Die Verfahrenskosten (amtliche Kosten) bestehen aus den Gebühren und den 
Auslagen, welche die Gemeinde für ihre Tätigkeit im Baubewilligungsverfahren und für ihre 

41 Gesetz über die Enteignung vom 3. Oktober 1965 (BSG 711.0)
42 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 107 N. 9

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baupolizeilichen Verrichtungen erheben kann (Art. 51 Abs. 1 BewD). Sie erlässt gemäss Art. 51 
Abs. 3 BewD einen Gebührentarif. Mit dem Gebühren-Reglement43 und dem Gebührentarif44 
verfügt die Vorinstanz über eine gesetzliche Grundlage für die Erhebung von Gebühren. Gemäss 
Art. 6 des Gebühren-Reglements schuldet Gebühren und Auslagen, wer die Dienstleistungen der 
Gemeinde veranlasst oder verursacht. Massgeblich ist somit das Verursacherprinzip. Gleiches gilt 
nach Art. 2 USG: Danach trägt die Kosten, wer gestützt auf das Umweltschutzgesetz eine 
Massnahme verursacht. Regelmässig gilt dabei der Anlagebetreiber als Verursacher und er ist 
demzufolge auch kostenpflichtig.45 Vorliegend gilt die Beschwerdegegnerschaft als Verursacher 
des baupolizeilichen Verfahrens, weshalb sie die gesamten Verfahrenskosten zu tragen hat. Aus 
der Erwägung 5 folgt zudem, dass der Beschwerdeführer das vorinstanzliche Verfahren nicht 
mutwillig angestossen hat. Dem Beschwerdeführer können somit im Baupolizeiverfahren keine 
Verfahrenskosten auferlegt werden. 

e) Unbehelflich ist schliesslich das Vorbringen des Beschwerdegegners 2, wonach die 
Verfahrenskosten der unterliegenden Partei zu belasten seien, so wie das der Kanton vorsehe. 
Dieser Grundsatz der Kostenverlegung ist zwar in Art. 108 Abs. 1 VRPG verankert. Dieser 
Grundsatz kommt aber im Rechtsmittelverfahren, d.h. der nachträglichen 
Verwaltungsrechtspflege, nicht aber im «erstinstanzlichen» Baupolizeiverfahren zum Tragen. Die 
Kostenverfügung im angefochtenen Entscheid ist demzufolge aus rechtlicher Sicht nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde des Beschwerdegegners 2 erweist als unbegründet und ist 
abzuweisen.

10. Kosten im Beschwerdeverfahren

a) Zu beurteilen waren zwei separat eingereichte Beschwerden, die vereinigt wurden. Die 
Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für besondere 
Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben werden 
(Art. 103 Abs. 1 VRPG). 

Die Pauschalgebühr bezüglich der Beschwerde des Beschwerdeführers 1 wird festgesetzt auf 
CHF 2000.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 GebV46). 
Für das Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020 wurden CHF 2303.15 (inkl. MWSt) in 
Rechnung gestellt (Rechnung vom 31. März 2021). Die Verfahrenskosten bezüglich der 
Beschwerde des Beschwerdeführers 1 betragen somit CHF 4303.15.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt zwar der Beschwerdeführer 1. Zu berücksichtigen 
ist allerdings, dass er zu Recht rügte, dass das ursprüngliche Gutachten vom 25. November 2019 
unvollständig sei (vgl. Erwägung 4d). Es ist deshalb gerechtfertigt, die Kosten für das 
Ergänzungsgutachten von CHF 2303.15 der Beschwerdegegnerschaft zur Bezahlung 
aufzuerlegen. Die Pauschalgebühr von CHF 2000.00 wird hingegen dem Beschwerdeführer 1 zur 
Bezahlung auferlegt. Er hat auch nach Vorliegen des Ergänzungsgutachtens an seiner 
Beschwerde fest und gilt daher im Grundsatz als unterliegende Partei.

Die Kosten bezüglich der Beschwerde des Beschwerdegegners 2 werden auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 800.00 festgesetzt (Art. 103 Abs. 1 und 2 VRPG). Diesbezüglich seiner 

43 Gebühren-Reglement der Einwohnergemeinde Thierachern vom 10. Dezember 2012
44 Gebührentarif der Einwohnergemeinde Thierachern vom 16. Oktober 2012
45 Brunner, in Kommentar USG, 1999, Art. 46 N. 15
46 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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Beschwerde gilt der Beschwerdegegner 2 offensichtlich als unterliegende Partei, weshalb er 
Verfahrenskosten von CHF 800.00 zu tragen hat.

b) Nach Art. 108 Abs. 3 VRPG hat die unterliegende Partei der Gegenpartei die Parteikosten 
zu ersetzen, sofern nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine 
andere Teilung oder die Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das 
Gemeinwesen als gerechtfertigt erscheint. 

Die Rechtsvertretung der Beschwerdegegnerschaft weist bezüglich der Beschwerde des 
Beschwerdeführers 1 eine Kostennote von CHF 7715.15 (Honorar CHF 6954.90, Auslagen 
CHF 208.65, MWSt CHF 551.60) aus. Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige 
Parteivertretung anfallenden Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Nach Art. 11 Abs. 1 PKV47 beträgt 
das Honorar in verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren CHF 400.00 bis CHF 11'800.00 pro 
Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache 
gebotenen Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG48). Im vorliegenden Fall ist der gebotene Zeitaufwand als 
durchschnittlich zu werten. Angesichts der hier umstrittenen Rechtsfragen sind auch die 
Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses insgesamt höchstens als 
durchschnittlich einzustufen. Es rechtfertigt sich deshalb, das Honorar auf CHF 6000.00 (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen. Da der Beschwerdeführer 1 bezüglich seiner 
Beschwerde als unterliegend gilt, hat er der Beschwerdegegnerschaft (Beschwerdegegner 2 und 
Beschwerdegegnerin 3) die Parteikosten von CHF 6000.00 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 
zu ersetzen.

Bezüglich der Beschwerde des Beschwerdegegners 2 sind keine Parteikosten entstanden, weil 
der Beschwerdeführer 1 anwaltlich nicht vertreten war. Diesbezüglich werden keine Parteikosten 
gesprochen. 

III. Entscheid

1.1 Die Beschwerde des Beschwerdeführers 1 (Herrn C.________) vom 6. Juli 2020 wird 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Entscheid der Gemeinde 
Thierachern vom 26. Juni 2020 wird bestätigt.

1.2. Die Kosten von CHF 2000.00 bezüglich des Verfahrens der Beschwerde des 
Beschwerdeführers 1 werden dem Beschwerdeführer 1 zur Bezahlung auferlegt. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

1.3. Die Kosten für das Ergänzungsgutachten vom 7. Dezember 2020 von CHF 2303.15 werden 
der Beschwerdegegnerschaft (Beschwerdegegner 2 und Beschwerdegegnerin 3) zur 
Bezahlung auferlegt. Sie haftet dafür solidarisch. Eine separate Zahlungseinladung folgt, 
sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

1.4 Der Beschwerdeführer 1 hat der Beschwerdegegnerschaft (Beschwerdegegner 2 und 
Beschwerdegegnerin 3) die Parteikosten im Betrag von CHF 6000.00 (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

47 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung; PKV; BSG 
168.811)
48 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11)

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20/20

2.1 Die Beschwerde des Beschwerdegegners 2 (Herrn D.________) vom 24. Juli 2020 wird 
abgewiesen. Der Kostenentscheid der Gemeinde Thierachern vom 26. Juni 2020 wird 
bestätigt.

2.2 Die Kosten von CHF 800.00 bezüglich des Verfahrens der Beschwerde des 
Beschwerdegegners 2 werden dem Beschwerdegegner 2 zur Bezahlung auferlegt. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

2.3 Bezüglich des Verfahrens der Beschwerde des Beschwerdegegners 2 werden keine 
Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt A.________, Frau Rechtsanwältin B.________ und Herrn Rechtsanwalt 

I.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde Thierachern, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, per E-Mail (zur Kenntnis)
- Herrn F.________, per E-Mail (zur Kenntnis)

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.