# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb04a56a-dc77-5e8e-930e-88d2a1d4cb3a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.03.2022 III 2021 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-126_2022-03-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 126

Entscheid vom 8. März 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________, 

gegen

1. Gemeinderat Schübelbach, Grünhaldenstrasse 3, 
Postfach 74, 8862 Schübelbach,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. C.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (nachträgliche Baubewilligung; Wieder-
herstellung)

2

Sachverhalt:

A. A.________ ist Miteigentümerin der ausserhalb der Bauzonen in der 
Landwirtschaftszone gelegenen Parzellen KTN 001 (E.________; rund 2.5 ha) 
und KTN 002 (F.________; rund 1.5 ha), Schübelbach. Auf Anzeige von 
C.________ hin forderte das Amt für Landwirtschaft (AFL) den Gemeinderat 
Schübelbach mit Schreiben vom 9. und 12. März 2015 auf, A.________ zur 
Einreichung eines nachträglichen Baugesuchs für die (u.a. im April 2006) 
festgestellten Abweichungen vom (im Mai 2003) ursprünglich bewilligten Projekt 
(Abbruch und Neubau Stallanbau mit drei Pferdeboxen) zu verpflichten.

B.1 Am 31. März 2015 erhoben C.________ beim Regierungsrat 
Aufsichtsbeschwerde mit dem Antrag, den Gemeinderat Schübelbach zu 
verpflichten, A.________ die Benützung der unbewilligten Anlagen und Bauten per 
sofort und unter Strafandrohung zu verbieten (Verfahren VB 75/2015 [Verfahren 
I]). 

B.2 Am 17. April 2015 reichte A.________ beim Gemeinderat Schübelbach ein 
nachträgliches Baugesuch für drei zusätzliche Pferdeboxen und einen 
Auslaufplatz beim Stall ein. Das Bauvorhaben wurde im Amtsblatt Nr. xy publiziert 
und öffentlich aufgelegt. Hiergegen erhoben neben einer Drittperson C.________ 
öffentlich-rechtliche Einsprache und beantragten unter anderem die sofortige 
Einstellung der Nutzung des Pensionspferdebetriebes. 

Mit Verfügung vom 11. August 2015 beschränkte das AFL die maximal zulässige 
Zahl der von A.________ im Stallgebäude gehaltenen Pferde auf maximal drei 
Tiere. Einer allfälligen Beschwerde betreffend das Nutzungsverbot für die drei 
weiteren Boxen bzw. drei Pferde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. 
Hiergegen erhob A.________ mit Eingabe vom 28. August 2015 Beschwerde beim 
Regierungsrat (Verfahren VB 196/2015 [Verfahren II]).

B.3 Mit Beschluss (RRB) Nr. 1059 vom 10. November 2015 schrieb der 
Regierungsrat die Beschwerde I (VB 75/2015) als gegenstandslos ab und wies die 
Beschwerde II (VB 196/2015) ab. Die von A.________ gegen die Abweisung ihrer 
Verwaltungsbeschwerde (II) erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz mit VGE III 2015 216 vom 30. März 2016 ab.

C.1 Mit Gesamtentscheid vom 10. September 2015 und mit Beschluss vom 
22. September 2015 haben das Amt für Raumentwicklung (ARE) und der 
Gemeinderat Schübelbach (GRB Nr. 286a) die Einsprachen der Drittperson sowie 
von C.________ abgewiesen und die Baubewilligung für das nachträgliche 
Baugesuch u.a. unter folgender Auflage erteilt:

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2.1. Der Rückbau und die Rekultivierung des Allwetterauslaufes hat im Sinne des 
kantonalen Gesamtentscheides vom 10.09.2015 innert 3 Monaten nach 
Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung zu erfolgen.

C.2 Die von C.________ dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der 
Regierungsrat mit Beschluss (RRB) Nr. 275/2016 vom 22. März 2016 ab. Das 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat mit Verwaltungsgerichtsentscheid 
VGE III 2016 83 vom 28. September 2016 die von C.________ dagegen erhobene 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutgeheissen, den angefochtenen Regierungs-
ratsbeschluss Nr. 275/2016 vom 22. März 2016 sowie den 
Gemeinderatsbeschluss Nr. 286a vom 22. September 2015 aufgehoben und die 
Sache im Sinne der Erwägungen zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und 
Neubeurteilung an den Gemeinderat zurückgewiesen. Zum einen hätten auch ein 
Zwischenboden und eine Aussentreppe Gegenstand des nachträglichen Baube-
willigungsverfahrens sein müssen (Erw. 3.5). Zum andern war abzuklären, ob die 
Pensionspferdehaltung durch einen neuen Pächter (mit Pachtbeginn per 1.1.2017) 
zulässig ist (Erw. 5.5).

C.3 Am 31. Dezember 2016 liess A.________ das Baugesuch vom 17. April 
2015 zurückziehen (RR-act. III/02/B10). Daraufhin teilte ihr das ARE mit, dass die-
ses Baugesuch nur abgeschrieben werden könne, wenn sie ein neues nachträgli-
ches Baugesuch einreiche (vgl. RR-act. III/02/B6: RRB Nr. 15/2019 vom 15.1.2019 
Ingress lit. D). Am 16. Februar 2017 reichte A.________ bei der Gemeinde Schü-
belbach ein neues Baugesuch u.a. betreffend die bereits erstellten drei zusätzli-
chen Pferdeboxen, einen Zwischenboden und einen Auslaufplatz ein, welches im 
Amtsblatt Nr. yz publiziert und öffentlich aufgelegt wurde. Dagegen liessen 
C.________ am           22. März 2017 wiederum Einsprache erheben.

C.4 Das ARE hat am 21. Februar 2017 das Verfahren betreffend Baugesuch vom 
17. April 2015 abgeschrieben. Eine dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde 
von C.________ hat der Regierungsrat mit Beschluss RRB Nr. 518/2017 vom 
4. Juli 2017 abgewiesen (RR-act. III/02/B12; RR-act. III/02/B6: RRB Nr. 15/2019 
vom 15.1.2019 Ingress lit. D). Der Gemeinderat schrieb das ursprüngliche Baube-
willigungs- und Einspracheverfahren 2015-0028 / B2015-0525 mit Beschluss Nr. 
323 vom 5. September 2017 als gegenstandslos geworden ab (RR-act. III/02/B1: 
GRB Nr. 229 vom 11.8.2020 Ingress lit. E).

D.1 Das ARE tätigte (ab Mai 2017) ergänzende Abklärungen und nahm unter 
anderem am 29. November 2017 einen Augenschein auf KTN 001 vor (RR-act. 
III/02/B33). Auf wiederholtes Verlangen des ARE liess A.________ am 6. Juli 2018 
den Pachtvertrag mit der G.________ AG mit Beginn ab 1. Mai 2018 einreichen 
(RR-act. III/02/B19). 

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D.2 Am 25. Juli 2018 liessen C.________ bei der Baubewilligungsbehörde ne-
ben der Abweisung des Baugesuchs den Erlass eines sofortigen Nutzungsstopps 
beantragen. Am 20. August 2018 liessen C.________ beim Regierungsrat eine 
"Aufsichtsbeschwerde" betreffend Nutzungsverbot für die drei am 8. Juli 2003 be-
willigten Pferdeboxen erheben, welche als Rechtsverweigerungsbeschwerde ent-
gegengenommen wurde.

D.3 Mit RRB Nr. 05/2019 vom 15. Januar 2019 hiess der Regierungsrat diese 
Beschwerde gut und wies die Vorinstanzen an, über den Antrag der Beschwerde-
führer vom 25. Juli 2018 um Erlass eines sofortigen Nutzungsverbots für die drei 
am 8. Juli 2003 bewilligten Pferdeboxen mit einer anfechtbaren Verfügung zu ent-
scheiden. Für die drei nachträglich im Stall eingebauten Pferdeboxen sowie den 
Auslaufplatz, beides auf KTN 001, gelte bereits das Nutzungsverbot vom 11. Au-
gust 2015 (vgl. zit. RRB Erw. 1.1; RR-act. III/02/B6). 

D.4 Am 20. Februar 2019 verfügte das AFL ein Nutzungsverbot für das Stallge-
bäude (Gebäude Nr. 008) auf dem Grundstück KTN 001 Schübelbach als Pferde-
stall und die Auslaufplätze bis zum Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung 
(RR-act. III/02/B7). Eine von A.________ dagegen erhobene Verwaltungsbe-
schwerde wurde vom Regierungsrat mit Beschluss Nr. 253/2019 vom 9. April 2019 
abgewiesen (RR-act. III/02/B9). 

D.5 Nach weiteren Gewährungen des rechtlichen Gehörs und Stellungnahmen 
reichte die H.________ auf Verlangen der Baugesuchszentrale sowie im Auftrag 
von A.________ ein vom 16. Juli 2019 datierendes detailliertes Betriebskonzept 
ein (RR-act. III/02/B21). 

E.1 Mit Gesamtentscheid vom 29. Juni 2020 verfügte das ARE was folgt:

1. Die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch B2017-0225 von A.________ 
wird im Sinne der Erwägungen verweigert.

2. Die Einsprache von C.________ wird gutgeheissen, soweit kantonale 
Zuständigkeit besteht.

3. Zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes sind die ohne 
Baubewilligung erstellten baulichen Massnahmen innert drei Monaten ab 
Rechtskraft dieser Verfügung im Sinne der Erwägungen zurückzubauen. 
Folgende Rückbaumassnahmen sind damit verbunden:
- Rückbau Trennwände der Boxe Nr. 2 und des Futterlagers sowie Rückbau 

der Boxenabtrennung der Pferdebox südöstlich des Geräteschopfes zum 
Stallanbau.
Sämtliche der Pferdehaltung dienenden Einrichtungen in den nicht 
bewilligten Pferdeboxen (wie Tränkebecken, Futterraufen oder (Kraftfutter-
)Krippen) sind zu demontieren.

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Die Frischwasserzuleitungen und die Abwasserableitung ins 
Obergeschoss des Stallanbaus sind vollständig zurückzubauen. Zudem ist 
allfällig in den Umfassungswänden und in der Decke des vom Ballenlager 
abgetrennten Raumes eingebrachtes Isolationsmaterial zu entfernen.

- Der Auslaufplatz ist bis auf eine Fläche von 108 m2 rückzubauen (3 x 36 
m2).
Die übrige Auslauffläche ist fachgerecht zu rekultivieren. Die 
Schichtstärken des Unter- und Oberbodens sind so zu erstellen, dass nach 
der Rekultivierung der Flächen eine Nutzungseignungsklasse NEK 5 
resultiert (FFF 3. Klasse).

4. (Vollstreckungsandrohung)
5. Die Nutzung des Stallgebäudes (Gebäude Nr. 008) auf dem Grundstück KTN 

001 Schübelbach als Pferdestall und die Nutzung des 108 m2 umfassenden 
Allwetterauslaufes bleibt gestützt auf Art. 22 Abs. 1 RPG i. V. m. § 87 Abs. 1 
PBG bis zum Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung untersagt.

6.-9.Eröffnung / Rückbaukontrolle / Strafanzeige
10. Die Bauherrschaft hat eine Behandlungsgebühr von CHF 6'000.00 zu 

entrichten.
11./12. Rechtsmittelbelehrung/Zustellung

E.2 Mit Beschluss Nr. 229 vom 11. August 2020 hat der Gemeinderat die Bau-
bewilligung in Gutheissung der Einsprache von C.________ und unter Verweisung 
auf den Gesamtentscheid B2017-0225 vom 29. Juni 2020 verweigert. Der Bau-
herrschaft wurden Baubewilligungsgebühren von Fr. 6'784.-- (inkl. kantonalen 
Kosten) auferlegt.

F. Gegen den GRB Nr. 229 vom 11. August 2020 sowie den Gesamtentscheid 
des ARE vom 29. Juni 2020 liess A.________ am 10. September 2020 Be-
schwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben. Der Beschluss des 
Regierungsrates Nr. 443/2021 vom 29. Juni 2021 lautet wie folgt:

1. Die Beschwerde wird insoweit teilweise gutgeheissen, als die erste Rückbau-
massnahme gemäss Dispositivziffer 3 (Entfernung von Trennwänden) sowie 
die Dispositivziffer 10 des angefochtenen Gesamtentscheides der Vorinstanz 2 
vom 29. Juni 2020 aufgehoben werden. Die kantonale Bewilligungsgebühr von 
Fr. 6000.-- wird auf Fr. 4000.-- reduziert und die Sache zur Neufestlegung von 
Rückbaumassnahmen im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz 2 zurück-
gewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 2000.-- wer-
den zu drei Vierteln (Fr. 1500.--) der Beschwerdeführerin auferlegt und mit de-
ren Kostenvorschuss (Fr. 1500.--) verrechnet. Zu einem Viertel (Fr. 500.--) wer-
den die Verfahrenskosten auf die Staatskasse genommen.

3. Die Beschwerdeführerin hat den anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnern 
eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 800.-- zu bezahlen. Der Beschwer-
deführerin wird eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 400.-- zulasten der 
Staatskasse zugesprochen.

4.-6. Rechtsmittelbelehrung / Zustellung

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G. Gegen diesen RRB Nr. 443/2021 vom 29. Juni 2021 (Versand am 6.7.2021) 
lässt A.________ am 23. Juli 2021 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht 
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen mit den fol-
genden Anträgen:

1. Der Beschluss Nr. 443/2021 bzw. Beschwerdeentscheid (VB 219/2020) des 
Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 29. Juni 2021 sei vollumfänglich 
aufzuheben.

2. Der Beschluss des Gemeinderates Schübelbach vom 11. August 2020, Ge-
schäft Nr. 229, betreffend Gutheissung der Einsprache und Verweigerung der 
nachträglichen Baubewilligung für den Umbau des Stallgebäudes und Auslauf-
platzes, KTN 001, E.________, sei vollumfänglich aufzuheben und die 
nachträgliche Baubewilligung für das Baugesuch der Beschwerdeführerin (Bau-
gesuch Nr.: 2017-0012) zu erteilen.

3. Der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 29. Juni 2020 sei 
vollumfänglich aufzuheben und die nachträgliche kantonale Baubewilligung für 
das Baugesuch der Beschwerdeführerin (Kanton Reg. Nr.: B2017-0225) zu er-
teilen.

4. Die kantonale Bewilligungsgebühr sei auf höchstens Fr. 2'000.00 festzusetzen.
5. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen zurückzuwei-

sen.
6. Es sei eine öffentliche Verhandlung verbunden mit einem Augenschein vor Ort 

durchzuführen.
7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons Schwyz 

und zu Lasten der Beschwerdegegner, und zwar für das vorliegende Verfahren 
wie auch für das Verfahren vor dem Regierungsrat.

H. Mit Vernehmlassung vom 9. August 2021 beantragt der Regierungsrat, die 
Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. 
Das ARE beantragt am 18. August 2021 vernehmlassend die Abweisung der Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolge. C.________ beantragen am 28. 
September 2021, die Beschwerde sei abzuweisen und der angefochtene Ent-
scheid sei zu bestätigen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin.

I. Am Montag, 29. November 2021 nahm das Verwaltungsgericht im Beisein 
der Parteien und der Vorinstanzen sowie deren Rechtsvertreter einen Augen-
schein vor Ort mit anschliessender öffentlicher Parteiverhandlung vor. Der Ge-
meinderat hat auf eine Teilnahme verzichtet.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Am 27. Mai 2003 erteilte das Meliorationsamt die Raumplanungsbewilligung 
für den Abbruch und den Wiederaufbau eines Stallanbaus (an ein bestehendes 

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Stallgebäude) mit drei Pferdeboxen (in der Landwirtschaftszone). Der 
Gemeinderat hat seinerseits die Baubewilligung, unter Eröffnung der 
Raumplanungsbewilligung, am 8. Juli 2003 erteilt. Diese Baubewilligung ist 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen (vgl. VGE III 2016 83 vom 28.9.2016 
Erw. 1.1). 

Mit der Baukontrolle vom 21. April 2006 wurden einige Abweichungen vom 
ursprünglich bewilligten Bauvorhaben festgestellt. U.a. waren die Boxeneinteilung 
geändert (gemäss VGE III 2016 83 Erw. 1.1: 5 statt 3 Pferdeboxen in einer anderen 
Anordnung, wobei am Augenschein vom 29.11.2021 nachvollziehbar festgehalten 
wurde, dass bereits 2006 sämtliche sechs Boxen erstellt waren), ein 
Zwischenboden und eine Aussentreppe zusätzlich erstellt, das Schiebetor 
vergrössert sowie Türen und Fenster verändert worden. Zudem waren ohne 
Bewilligung Auslaufflächen erstellt worden. Gemäss VGE III 2016 83 vom 
28.9.2016 Erw. 1.1 wurden die Auslaufflächen zu einem späteren Zeitpunkt 
erstellt. Aus Luftbildern der Jahre 2003 bis heute (einsehbar im WebGIS des 
Kantons Schwyz) ergibt sich, dass zwischen 2003 und 2006 bereits ein Teil der 
Auslauffläche erstellt und zwischen 2006 bis 2010 bzw. erneut zwischen 2010 bis 
2013 diese dann nochmals erweitert wurde.

Am 17. April 2015 reichte die Beschwerdeführerin ein nachträgliches Baugesuch 
ein betreffend drei zusätzliche Pferdeboxen (zwei im Stallanbau und eine im 
Stallgebäude) sowie drei Ausläufe (von 13.80m2, 24.61m2 und 760.92m2) für eine 
Pensionspferdehaltung. Zudem sah das Baugesuch den Rückbau von zwei 
Auslaufplätzen (von 79.18m2 und 179.39m2) vor (vgl. VGE III 2016 83 vom 
28.9.2016 Erw. 1.1).

1.2 Mit dem Baugesuch vom 16. Februar 2017 ersuchte die Beschwerdeführerin 
um die Bewilligung für die bereits erstellte geänderte Dachform (neu Satteldach 
statt Pultdach), veränderte Tür- und Fensteranordnungen, einen Zwischenboden 
im Pferdestall mit "Büro"raum, eine Aussentreppe, ein WC, einen befestigten Ab-
stellplatz für Pferdeanhänger, drei zusätzliche Pferdeboxen (insgesamt vier Pfer-
deboxen im Stallanbau [Boxen 2 bis 5] sowie ein Futterlager, eine Box im Neben-
raum des Stallanbaus [gemäss Plan Box 1] und eine Box im bestehenden [alten] 
Stall [Box 6]), Auslaufplätze (weiterhin drei mit einer Fläche von 13.8m2, 24.6m2 
und 748.98m2) sowie den Rückbau von Auslaufflächen von 79.18m2 und 
179.39m2. Der bestehende Schweinestall soll zudem als Einstreulager für die 
Pferde genutzt werden (vgl. RR-act. III/02/B11). Später wurde die Baueingabe um 
einen Pferdewaschplatz sowie eine Sattelkammer ergänzt. Zudem wurde das Bau-
gesuch um den Rückbau der Frisch- und Abwasseranschlüsse im Büroraum sowie 

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die Aufhebung des provisorischen Anhängerplatzes am I.________ (Bach) er-
gänzt (RR-act. III/02/B17+B18). Gleichzeitig reichte die Beschwerdeführerin hin-
sichtlich des Pensionspferdebetriebs jeweils den aktuellen Pachtvertrag mit dem 
Pächter sowie das Betriebskonzept des jeweiligen Pächters ein.

2.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss u.a. was folgt erwogen:

Die drei am 8. Juli 2003 bewilligten Pferdeboxen sowie das vorläufige Nutzungs-
verbot für das Stallgebäude seien nicht Gegenstand des regierungsrätlichen Ver-
fahrens (Erw. 1.2). 

Die Beschwerdeführerin habe den provisorischen Anhängerplatz sowie einen Teil 
der nicht vom Stall her zugänglichen Auslaufflächen von 258.57m2 (79.18m2 + 
179.39m2) im Plan "Baueingabe / Bestandesaufnahme" vom 26. Februar 2018 
gelb und damit als "abzubrechende Gebäudeteile" eingezeichnet. Die Pferdean-
hänger könnten auf dem ursprünglich geplanten Pferdewaschplatz parkiert wer-
den. Die Pferde würden neu beim Stalleingang gewaschen. Die Vorinstanzen hät-
ten diese Anlagen dementsprechend nicht beurteilt. Die Beschwerdeführerin dürfe 
den provisorischen Anhängerplatz nicht nutzen. Sie müsse die gelb gezeichneten 
Auslaufflächen im Umfang von 258.57m2 zurückbauen. Gegen den Einbau des 
Zwischenbodens, den Treppenaufgang ins Obergeschoss und die Änderung der 
Dachform würden sich aus der Sicht des ARE keine Einwände ergeben. Es habe 
diese baulichen Änderungen sinngemäss bewilligt. Zu prüfen sei, ob die drei zu-
sätzlichen Pferdeboxen, der Büroraum im Obergeschoss und Auslaufflächen von 
insgesamt 787.38m2 (748.98m2 vom Stall her nicht zugänglich bzw. "Allwetter-
platz", 38.4m2 vom Stall her zugänglich) nachträglich hätten bewilligt werden kön-
nen. Falls die Vorinstanzen die Bewilligung dafür zu Recht verweigert hätten, sei 
auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes einzugehen (Erw. 1.4).

Auf die Durchführung des Augenscheines könne verzichtet werden (Erw. 2).

Für die Beurteilung der drei zusätzlichen Pferdeboxen sei das geltende Recht an-
zuwenden, was für die Beschwerdeführerin günstiger sei (Erw. 4.2). 

Es sei auf den Sachverhalt zum Entscheidzeitpunkt abzustellen. Die Beschwerde-
führerin bringe vor, dass sie im Zeitpunkt des Stallumbaus Inhaberin eines land-
wirtschaftlichen Gewerbes i.S.v. Art. 7 BGBB gewesen sei und anerkenne, dass 
sie dieses mittlerweile aufgegeben habe. Ein Abstellen auf den Sachverhalt im Er-
richtungszeitpunkt würde dem Sinn und Zweck der heutigen Rechtslage zuwider-
laufen, wonach Nichtlandwirte in der Landwirtschaftszone keine Pferdepension 
führen dürften. Die Baubewilligung für die drei ursprünglich eingebauten Pferde-
boxen vom 8. Juli 2003 sei vermutlich zu widerrufen, weil sich die tatsächlichen 

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Verhältnisse insoweit geändert hätten, als die Beschwerdeführerin kein landwirt-
schaftliches Gewerbe mehr führe (Erw. 4.3). Den Vorinstanzen könne kein treu-
widriges Verhalten angelastet werden, weil sie angeblich erst nach rund acht Jah-
ren ein nachträgliches Baugesuch verlangt hätten (Erw. 4.4).

Das Betriebskonzept der H.________ betreffend die G.________ AG sei ein Par-
teigutachten (Erw. 6.2). Es entspreche in Bezug auf die Betriebsführung nicht mehr 
den aktuellen Begebenheiten (Erw. 6.3). Alleine mit dem Betriebskonzept sei der 
Nachweis nicht erbracht, dass die G.________ AG Betreiberin der Pferdepension 
sein werde (Erw. 6.4). Angesichts der örtlichen Ausgangslage sei der Betrieb der 
Pferdepension durch die G.________ AG zwar möglich, aufgrund der grossen Di-
stanzen jedoch erschwert (Erw. 6.5). Ein Zusammenwirken zwischen der Schaf- 
und der Pferdehaltung sei nur sehr beschränkt auszumachen (Erw. 6.6). Es seien 
Zweifel angebracht, dass K.________ und J.________ über genügende Kennt-
nisse in der Pferdehaltung verfügten (Erw. 6.7). Die Beschwerdeführerin bleibe 
den Nachweis schuldig, dass die Pferdepension das Betriebsergebnis der 
G.________ AG erheblich verbessern werde bzw. dass der Schweinemastbetrieb 
auf dieses Zusatzeinkommen angewiesen sei. Gemäss Angaben im Betriebskon-
zept erwirtschafte die Beschwerdeführerin aus der Pferdepension mehr Gewinn 
als die G.________ AG (Erw. 6.8). Auch aufgrund der häufigen Pächterwechsel 
sei anzunehmen, dass der Betrieb der Pferdepension nach dem 1. Januar 2015 
im Interesse der Beschwerdeführerin und nicht des jeweiligen Pächters bzw. der 
jeweiligen Pächterin gelegen habe (Erw. 6.9). 

Im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis ca. Mai 2019 hätten sich Pferde im Stall 
"E.________" befunden. Die Beschwerdeführerin habe es unterlassen zu doku-
mentieren, dass sich die jeweiligen Pächter vom 1. Januar 2015 bis ca. Mai 2019 
um die Pferde gekümmert und im Gegenzug dafür Pensionsgeld eingenommen 
hätten. Zu ihren Ungunsten sei daher davon auszugehen, dass sie in diesem Zeit-
raum selber Betreiberin der Pferdepension gewesen sei, und dass auch die 
G.________ AG in Zukunft keine Pensionspferde im Stall "E.________" halten 
werde (Erw. 6.10). 

Die drei Pferdeboxen seien in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. Die 
Vorinstanzen hätten zu Recht keine Baubewilligung gestützt auf Art. 16a (recte 
wohl: 16abis) des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; 
RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 erteilt (Erw. 6.11). Die drei Pferdeboxen könnten 
auch nicht im Sinne einer Ausnahme gestützt auf Art. 24a RPG bewilligt werden 
(Erw. 7.2).

Im konkreten Fall dürfe auf Rückbaumassnahmen nicht ausnahmsweise verzichtet 
werden (Erw. 8.3). Die Frage der Verwirkungsfrist stelle sich vorliegend nicht, da 

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sich der Pferdestall ausserhalb der Bauzone befinde. Der Beschwerdeführerin 
könne auch keine Gutgläubigkeit attestiert werden, sie könne sich nicht auf den 
Vertrauensschutz berufen. Der Rückbau erweise sich im Grundsatz als verhältnis-
mässige Massnahme (Erw. 8.4). Die Sache sei zur Festlegung und Präzisierung 
der Wiederherstellungsmassnahmen in Bezug auf die Pferdeboxen an das ARE 
zurückzuweisen. Zudem werde das ARE angewiesen zu prüfen, ob sich die 
tatsächlichen und/oder rechtlichen Verhältnisse derart geändert hätten, dass die 
Baubewilligung vom 8. Juli 2003 zu widerrufen sei. Falls ein Widerruf bejaht werde, 
müssten auch in Bezug auf diese drei ursprünglich bewilligten Pferdeboxen Wie-
derherstellungsmassnahmen ergriffen werden (Erw. 8.5). 

Ein Büroraum sei im Stallgebäude nicht erforderlich. Mit den angeordneten Rück-
baumassnahmen könne dauerhaft verhindert werden, dass der Raum im Oberge-
schoss als Büro genutzt werde (Erw. 8.6). Die angeordnete Verkleinerung des 
Auslaufplatzes auf 108m2 sei begründet und nachvollziehbar. Sodann könne dem 
ARE nicht vorgeworfen werden, es habe den "Vorzustand" nicht hinreichend ab-
geklärt (Erw. 8.7.2).

Soweit die Beschwerdeführerin eine Reduktion der kantonalen Bewilligungsge-
bühr verlangte, kürzte der Regierungsrat diese von Fr. 6'000.-- auf Fr. 4'000.-- 
(Erw. 10.1).

2.2 Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, dass bei der nachträg-
lichen Baubewilligung geprüft werde, ob dem baulichen Vorhaben Hindernisse aus 
dem anwendbaren Recht entgegenstünden. Es sei folglich zu prüfen, ob eine 
Baute bei rechtzeitiger Einholung des Baugesuchs hätte bewilligt werden können. 
Dementsprechend sei auf den Rechtszustand im Zeitpunkt der Errichtung dieser 
Baute abzustellen, es sei denn, das im Beurteilungszeitpunkt geltende Recht sei 
für den Bauherrn günstiger. Untrennbar zur Anwendung des damaligen Rechts 
gehöre ausserhalb der Bauzone auch der damalige rechtserhebliche Sachverhalt 
bzw. die Umstände zum Zeitpunkt der damaligen Bauvornahme (Verwaltungsge-
richtsbeschwerde vom 23.7.2021, S. 9). Entscheidwesentlich für die nachträgliche 
Baubewilligung bzw. den Weiterbestand der Baute sei nicht, welche Pachtverträge 
heute bestehen würden und wie es sich mit der aktuellen Nutzung des Pferdestalls 
und dem Ökonomiegebäude verhalte. Wesentlich sei vielmehr, dass die Bauherrin 
zum Zeitpunkt der Errichtung (und bis 2014) ein landwirtschaftliches Gewerbe ge-
führt habe und auf die zusätzlichen Pferdeboxen und den Auslaufplatz angewiesen 
gewesen sei (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 23.7.2021, S. 10f.). Im Jahr 
2006, als die Baugesuchstellerin von der Baubehörde der Gemeinde kontrolliert 
worden sei, habe sie über ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 

11

BGBB verfügt. Zu diesem Zeitpunkt wäre es für die Beschwerdeführerin leicht ge-
wesen, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen, welches ohne weiteres auf-
grund des damaligen Sachverhalts auch bewilligt worden wäre. Das Zuwarten der 
Behörden stelle ein treuwidriges Verhalten dar und sei nicht zu schützen. Die an-
geblich aktuell zonenwidrige Nutzung habe nichts mit dem vorliegenden nachträg-
lichen Baubewilligungsverfahren zu tun, bei welchem der Errichtungszeitpunkt 
massgeblich sei. Eine spätere Änderung der Nutzung wäre in einem separaten 
Verfahren zu beurteilen, nachdem feststehe, dass die damalige Errichtung materi-
ell rechtens gewesen sei (Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 23.7.2021, S. 
11f.). Der Widerruf der rechtskräftigen Bewilligung für die drei Pferdeboxen könne 
nicht in Frage kommen. Dasselbe gelte für die weiteren Bauvornahmen, die Ge-
genstand des vorliegenden Verfahrens bildeten (Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
vom 23.7.2021, S. 13).

Es sei mehr als fraglich, ob die Zulässigkeit der heutigen Nutzung überhaupt im 
nachträglichen Baubewilligungsverfahren zu prüfen sei. Vielmehr sei diese Frage 
in einem separaten Verfahren zu prüfen.

3.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise 
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und 
insoweit keine Verfügung ergangen ist (siehe BGE 125 V 414 Erw. 1a mit Verweis 
auf BGE 119 IB 36 Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, 110 V 51 Erw. 3b, je mit Hinweisen; 
vgl. auch BGE 123 V 324 Erw. 6c). Diesbezüglich wird in der kantonalen 
Rechtsprechung festgehalten, dass nach konstanter Praxis der Umfang der 
Tätigkeit des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz durch den 
Anfechtungsgegenstand abgegrenzt wird. Es kann nur das Gegenstand des 
Beschwerdeverfahrens sein, was auch Gegenstand der zugrundeliegenden 
Verfügung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein müssen. 
Gegenstände, über welche die erste Instanz bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) 
nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich des 
Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. zum Ganzen VGE III 2016 83 
vom 28.9.2016 Erw. 3.1.1 m.w.H.).

3.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, es gehe im vorliegenden Verfahren 
betreffend die nachträgliche Baubewilligung lediglich um die Prüfung der Recht-
mässigkeit der Erstellung der im konkreten Fall streitigen Bauten zum Errichtungs-
zeitpunkt unabhängig von der aktuellen Nutzung. 

12

Demgegenüber bringen die Beschwerdegegner vor, dass es vorliegend nicht bloss 
um einen Umbau des Stallgebäudes und um einen Auslaufplatz gehe, sondern 
vielmehr um eine generelle Umnutzung. Ein Weidstall soll als Pferdepension ge-
nutzt werden.

Replizierend bringt die Beschwerdeführerin zudem vor, das Nutzungsverbot - ins-
besondere betreffend die drei bewilligten Pferdeboxen - sei vorliegend ebenfalls 
mitangefochten (Protokoll der öff. Verhandlung vom 29.11.2021, S. 29). Das Si-
cherheitsdepartement, hält hierzu fest, dass das vorläufige Nutzungsverbot vom 
Februar 2019 nicht, sondern lediglich das definitive Nutzungsverbot Gegenstand 
des konkreten Verfahrens sei. Das vorliegende Verfahren betreffe nur die drei un-
bewilligten Pferdeboxen. Nachdem diese nicht bewilligungsfähig seien, könnten 
sie auch nicht genutzt werden (Protokoll der öff. Verhandlung vom 29.11.2021,     
S. 37). Das ARE ergänzte, dass sich die Bewilligung von 2003 auf die Pferdezucht 
beziehe, eine Pferdepension neue Verhältnisse darstelle und deshalb dafür eine 
neue Bewilligung erforderlich sei (vgl. Protokoll der öff. Verhandlung vom 
29.11.2021, S. 53).

3.2.2 Bereits dem Baugesuch vom 17. April 2015 liess sich ohne weiteres 
entnehmen, dass mit dem Bauvorhaben eine Nutzung der Grundstücksflächen und 
Bauten zur Pensionspferdehaltung vorgesehen waren. Dementsprechend wurde 
das Baugesuch von den Vorinstanzen zu Recht gestützt auf Art. 16abis RPG i.V.m. 
Art. 34 der Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) vom 28. Juni 2000 geprüft 
(vgl. VGE III 2016 83 vom 28.9.2016 Erw. 4.2). 

An der öffentlichen Verhandlung betonte die Beschwerdeführerin mehrfach, dass 
sie, als sie selbst noch einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt habe (2003 bis 
2014), (eine 2003 bewilligte; vgl. hierzu vorstehende Erw. 1.1) Pferdezucht betrie-
ben habe (vgl. Protokoll der öff. Verhandlung vom 29.11.2021, S. 24, 28, 46f., 50). 
Diesem Vorbringen kann für die Jahre 2003 bis 2009 wie auch die Jahre 2010 bis 
2014, gestützt auf die Betriebsdatenblätter der Beschwerdeführerin der betreffen-
den Jahre (welche zwischen 3 und 8 Pferde [u.a. säugende und trächtige Stuten, 
Fohlen sowie andere Pferde über oder unter 3-jährig] bzw. für die Jahre ab 2010 
stets sechs Pferde über 30 Monate ausweisen), gefolgt werden. Diese damalige 
(bewilligte) Nutzung ist jedoch vom Betrieb einer Pferdepension zu unterscheiden. 
Demzufolge bilden vorliegend nicht nur die Bauten Gegenstand des vorliegenden 
nachträglichen Baubewilligungsverfahrens, sondern zwangsläufig auch die Nut-
zungsänderung von der Pferdezucht zur Pensionspferdehaltung. Abgesehen da-
von kann das vorliegend strittige Baubewilligungsverfahren trotz zwischenzeitlich 
formell neuem Baugesuch vom 16. Februar 2017 (vgl. vorstehend Ingress lit. C.3) 

13

faktisch als Fortsetzung des mit dem Baugesuch vom 17. April 2015 eingeleiteten 
Baubewilligungsverfahrens betrachtet werden.

Die (Rechtmässigkeit der) Nutzung hat sodann auch für die Beurteilung der Zo-
nenkonformität des Bauvorhabens eine entscheidende Rolle und ist entsprechend 
zu prüfen.

3.2.3 Im dargelegten Sinn wurde auch mit dem Gesamtentscheid des ARE vom 
29. Juni 2020 (Dispositiv Ziff. 5) verfügt, dass die Nutzung des Stallgebäudes als 
Pferdestall und die Nutzung des 108 m2 umfassenden Allwetterauslaufes bis zum 
Vorliegen einer rechtskräftigen Baubewilligung untersagt bleibt (vgl. vorstehend In-
gress lit. E.1). In den Erwägungen wird hierzu ausgeführt, dass aufgrund der aktu-
ellen Ausgangslage weder eine Nutzung der verbleibenden drei Pferdeboxen nach 
Art. 16abis RPG i.V.m. Art. 34b RPV noch nach Art. 24a oder Art. 24e RPG zulässig 
ist, weshalb der Nutzungsstopp für die Nutzung des Stallgebäudes (Gebäude Nr. 
008) auf dem Grundstück KTN 001 Schübelbach für die Pferdehaltung und die 
Nutzung der Aussenauslaufflächen gestützt auf Art. 22 Abs. 1 RPG i.V.m. § 87 
Abs. 1 Planungs- und Baugesetz (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 bis zum 
Vorliegen einer rechtkräftigen Baubewilligung aufrechterhalten wird.

3.2.4 Im Sinne der dargelegten Sach- und Rechtslage sowie des Gesamtentschei-
des des ARE vom 29. Juni 2020 wie auch der Ausführungen des ARE an der öf-
fentlichen Verhandlung sind vom definitiven Nutzungsverbot das gesamte Stallge-
bäude und somit auch die bereits bewilligten drei Pferdeboxen betroffen unter Ein-
schluss der vormaligen Nutzung zur Pferdezucht. Namentlich das ARE hat mithin 
richtigerweise das definitive Nutzungsverbot nicht nur betreffend die drei unbewil-
ligten, sondern auch betreffend die drei bereits bewilligten Pferdeboxen zum Ge-
genstand des vorliegenden Verfahrens gemacht. Die Nutzungsänderung der be-
reits (für die Pferdezucht) bewilligten drei Pferdeboxen ist folglich auch Gegen-
stand des vorliegenden Verfahrens.

3.3 Im Übrigen kann betreffend den Verfahrensgegenstand auf die ansonsten 
zutreffenden Ausführungen im angefochtenen RRB Erw. 1.1ff. verwiesen werden.

4. Die Beschwerdeführerin macht u.a. unter Verweis auf VGE III 2021 60 vom 
14. September 2021 geltend, dass für die Beurteilung des vorliegend streitigen 
Baugesuchs der Sachverhalt zum Zeitpunkt der Errichtung der ohne Baubewilli-
gung erstellten Bauten massgebend sei, während der Regierungsrat betreffend 
Sachverhalt den Verfügungszeitpunkt als massgeblich erachtet.

4.1 Bauten und Anlagen dürfen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder 
geändert werden (Art. 22 Abs. 1 RPG). Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass 

14

die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (Art. 22 Abs. 
2 lit. a RPG) und das Land erschlossen ist (lit. b).

4.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Bauten, die ohne Bewil-
ligung errichtet wurden, grundsätzlich zu beseitigen. Der Abbruch von Bauten trotz 
fehlender Baubewilligung kann jedoch unterbleiben, wenn die Baute materiell nicht 
baurechtswidrig ist und nachträglich bewilligt werden kann. Materielle Baurechts-
widrigkeit liegt vor, wenn ein baurechtlich bedeutsames Verhalten gegen irgend-
welches materielles Recht verstösst, das auf ein Bauvorhaben anwendbar ist 
(VGE III 2021 60 vom 14.9.2021 Erw. 2.2.1 m.w.H.). Bei der Prüfung der Frage, 
ob eine Baute bei rechtzeitiger Einreichung des Baugesuches hätte bewilligt wer-
den können, ist grundsätzlich auf den Rechtszustand abzustellen, der im Zeitpunkt 
der Errichtung der Baute galt. Eine Ausnahme rechtfertigt sich, wenn bei der Be-
urteilung einer Abbruchverfügung ein milderes Recht gilt, nach welchem die Baute 
zulässig wäre (BGE 123 II 248 Erw. 3a/bb m.w.H.; Bundesgerichtsurteile 
1C_28/2021 vom 30.6.2021 Erw. 3.1.1; 1C_179/2013 vom 15.8.2013 Erw. 1.2).

4.3.1 Im erwähnten VGE III 2021 60 vom 14. September 2021 hat das Verwal-
tungsgericht erwogen, für die Beurteilung der (materiellen) Baurechtskonformität 
einer (formell rechtswidrigen) Baute sei grundsätzlich auf den Sachverhalt im Zeit-
punkt ihrer Errichtung abzustellen, und dies im Wesentlichen (unter Hinweis auf 
Lehre und Rechtsprechung) wie folgt begründet (Erw. 2.3):

- Aus der Massgeblichkeit des Rechtes, welches bei Errichtung der Baute oder 
Anlage oder bei der baulichen oder nutzungsmässigen Änderung in Kraft ge-
standen habe, ergebe sich zwangsläufig auch die Massgeblichkeit des Sach-
verhaltes in jenem Zeitpunkt.

- Die damalige Sachlage (z.B. Beurteilung der Selbstbewirtschaftung) lasse sich 
nicht im Nachhinein verändern; insofern werde derjenige, der es vor der unbe-
willigten Errichtung einer Baute aus welchen Gründen auch immer unterlassen 
habe, ein Baugesuch einzureichen und dies nachträglich nachholen müsse, 
nicht besser und nicht schlechter gestellt, wenn auf den damaligen Sachverhalt 
abgestellt werde, als derjenige, der sein - ceteris paribus geplantes und reali-
siertes - Bauvorhaben damals habe bewilligen lassen. 

- Derjenige, der ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren zu bestehen habe, 
unterliege einer verstärkten Mitwirkungspflicht gegenüber den Behörden bei 
der Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhaltes, was sich damit erkläre, 
dass mehr oder weniger weit in der Vergangenheit liegende - massgebliche - 
Sachverhalte schwerer abzuklären seien als die gegenwärtige Situation.

15

- Dem Zeitpunkt, in welchem ein nachträgliches Baugesuch eingereicht werde, 
hafte in der Regel etwas Zufälliges an; die sachlichen Grundlagen für die Be-
urteilung der Rechtmässigkeit eines Baugesuchs dürften indes nicht von Zufäl-
ligkeiten abhängig gemacht werden, was letztlich in Willkür münden würde. 

- Das wertfreie nachträgliche Baubewilligungsverfahren wolle den Bauherrn ei-
ner formell rechtswidrigen Baute für eine in der Vergangenheit begangene ge-
wissermassen "baurechtliche Unterlassung" nicht abstrafen; der allfällige böse 
Glaube spielt erst bei der Beurteilung der Wiederherstellungsmassnahmen 
eine Rolle. 

- Anders verhalte es sich bei baulichen Änderungen und/oder Nutzungsände-
rungen, welche zu einem späteren Zeitpunkt erfolgten, und die unter Umstän-
den ein weiteres nachträgliches Baubewilligungsverfahren bedingten. Für 
diese sei einerseits wiederum erneut das Recht, welches bei der baulichen 
oder nutzungsmässigen Änderung in Kraft gestanden habe, massgebend, und 
anderseits auch der Sachverhalt im Zeitpunkt der baulichen Änderung und/
oder Nutzungsänderung.

- Im konkreten Fall heisse dies, dass sich die früher (formell rechtswidrig) er-
baute Wohnung im damaligen Zeitpunkt zwar als (materiell) rechtmässig er-
weisen könne, sie infolge einer späteren Umnutzung indessen (formell und ma-
teriell) rechtswidrig geworden sein könne. Insoweit habe die regierungsrätliche 
Auffassung, dass bei der Beurteilung der Bewilligungsfähigkeit (im konkreten 
Fall) auf den aktuellen Sachverhalt abzustellen sei, ihre Berechtigung und 
komme dem Sachverhalt im Zeitpunkt der (formell rechtswidrigen) Errichtung 
unter Umständen allenfalls keine Bedeutung mehr zu. 

4.3.2 Hieran ist auch im konkreten Fall festzuhalten. Demnach ist für die Beurtei-
lung der materiellen Rechtmässigkeit der drei nachträglich erstellten Pferdeboxen, 
des Auslaufplatzes sowie der weiteren baulichen Veränderungen, welche ohne 
Baubewilligung erfolgten, grundsätzlich der Sachverhalt zum Errichtungszeitpunkt 
massgeblich. Soweit im Vorverfahren (VGE III 2016 83 vom 28.9.2016 Erw. 5.5) 
auf die tatsächlichen Verhältnisse im Entscheidzeitpunkt abgestellt wurde, bezog 
sich dies auf ein neues Pachtverhältnis per 1. Januar 2017, mithin eine Änderung 
der massgebenden Verhältnisse. 

4.4.1 Im konkreten Fall lässt sich der Errichtungszeitpunkt der drei zusätzlichen 
Pferdeboxen, des Auslaufplatzes sowie der weiteren baulichen Änderungen nicht 
exakt eruieren. Aktenmässig erstellt ist jedoch immerhin, dass im Jahr 2003 eine 
Baubewilligung für drei Pferdeboxen erteilt wurde, bei der Baukontrolle 2006 je-
doch sechs Pferdeboxen festgestellt wurden. Aus dem Luftbild von 2006 ergibt 

16

sich sodann, dass auch bereits ein Auslaufplatz erstellt worden war (von rund 17 m 
x 17 m, knapp 300 m2), dieser bis 2010 auf die heutige Grösse (748.98 m2 sowie 
die im Ostbereich zum Rückbau vorgesehene Fläche von 179.39 m2, total also 
rund 930 m2; vgl. Katasterplan 1:500 vom 13.2.2017 [RR-act. II/01/1.i], Plan Bau-
eingabe/Bestandesaufnahme 1:100 vom 26.2.2018 [RR-act. II/01/2.g]) ausge-
dehnt und zwischen 2010 und 2013 auf der Westseite um den zum Rückbau vor-
gesehenen Auslauf von 79.18 m2 erweitert worden sein dürfte.

Als erstellt gelten kann ebenfalls, dass die Beschwerdeführerin 2003 bis 2014 ei-
nen Landwirtschaftsbetrieb führte, welcher ab 2006 bis zur Hofaufgabe im Jahr 
2015 die für ein landwirtschaftliches Gewerbe vorausgesetzte drei Viertel bzw. 
ganze Standardarbeitskraft (SAK) (Art. 7 Abs. 1 Bundesgesetz über das bäuerliche 
Bodenrecht [BGBB; SR 211.412.11] vom 4.10.1991, gültig bis 31.8.2008 bzw. 
gemäss der seit 1.9.2008 geltenden Fassung) aufwies (RR-act. III/02/B20 Beilage 
8; VG-Beilage 10 der Beschwerdeführerin; vgl. Protokoll der öff. Verhandlung vom 
29.11.2021, S. 26 f.), sie damals Pferdezucht betrieb und die drei Pferdeboxen 
auch hierfür bewilligt wurden.

4.4.2 Spätestens mit der Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebs durch die Be-
schwerdeführerin (2014) ist die 2003 mitbewilligte Nutzung weggefallen, womit die 
erstellten Bauten grundsätzlich zonenwidrig wurden. Das (nachträgliche) Bauge-
such vom 17. April 2015, welches auch ein "Konzept Pensionspferdehaltung" um-
fasste, betraf auch die Umnutzung zu einer Pferdepension (vgl. RRB Nr. 275/2016 
vom 22.3.2016 Erw. 4, 4.2f.; VGE III 2016 83 vom 28.9.2016 Erw. 1.1 f.). 

Mit dieser geplanten Nutzungsänderung wird bezweckt, die (bewilligten wie noch 
nicht bewilligten) Pferdeboxen wieder einer zonenkonformen Nutzung zuzuführen. 

4.4.3 Es ist mithin grundsätzlich zu prüfen, ob die drei nachträglich erstellten Pfer-
deboxen sowie die weiteren baulichen Massnahmen zum Errichtungszeitpunkt be-
willigungsfähig gewesen wären und ob die beantragte nachträgliche Nutzungsän-
derung bewilligt werden kann. Im Falle einer Verneinung der Bewilligungsfähigkeit 
des ursprünglichen Bauvorhabens bzw. der Nutzungsänderung wird die Wieder-
herstellung des rechtmässigen Zustandes zu prüfen sein.

5.1.1 Nach Art. 16abis RPG (in Kraft seit 1.5.2014) werden Bauten und Anlagen, 
die zur Haltung von Pferden nötig sind, auf einem bestehenden 
landwirtschaftlichen Gewerbe im Sinne des Bundesgesetzes über das bäuerliche 
Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) vom 4. Oktober 1991 als zonenkonform 
bewilligt, wenn dieses Gewerbe über eine überwiegend betriebseigene 
Futtergrundlage und Weiden für die Pferdehaltung verfügt (Abs. 1). Für die 
Nutzung der auf dem Betrieb gehaltenen Pferde können Plätze mit befestigtem 

17

Boden bewilligt werden (Abs. 2). Mit der Nutzung der Pferde unmittelbar 
zusammenhängende Einrichtungen wie Sattelkammern oder Umkleideräume 
werden ebenfalls bewilligt (Abs. 3). Gestützt auf Art. 16abis Abs. 4 RPG umschreibt 
Art. 34b RPV die näheren Einzelheiten. 

Art. 16abis RPG trifft für Bauten und Anlagen, die der Haltung und Nutzung von 
Pferden dienen, eine Sonderregelung zu deren Zonenkonformität in der 
Landwirtschaftszone. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollte damit die Haltung 
von Freizeitpferden in der Landwirtschaftszone in einem weitergehenden Umfang, 
als dies Art. 16a RPG erlaubt, zugelassen und die bisher nicht völlig eindeutige 
Rechtslage geklärt werden (vgl. den Bericht der Kommission für Umwelt, 
Raumplanung und Energie des Nationalrates vom 24.4.2012, BBl 2012 6591 f. 
Ziff. 1; vgl. Bundesgerichtsurteil 1C_144/2013 vom 29.9.2014 Erw. 3.1). 

Diese Sonderregelung von Art. 16abis RPG knüpft an die Grundordnung von 
Art. 16a Abs. 1 RPG an. Danach sind in der Landwirtschaftszone Bauten und 
Anlagen zonenkonform, wenn sie einer Produktion dienen, die einerseits 
bodenabhängig und anderseits landwirtschaftlicher Natur bzw. dem 
produzierenden Gartenbau zuzurechnen ist (vgl. zit. Bundesgerichtsurteil 
1C_144/2013 Erw. 3.2). 

5.1.2 Nach dem neuen Art. 16abis RPG wird die Haltung von Pferden durch 
Landwirte nunmehr unabhängig vom Zweck der Haltung und vom Eigentum an 
den Tieren der landwirtschaftlichen Produktion gleichgestellt. Voraussetzung für 
die Bejahung der Zonenkonformität in der Landwirtschaftszone ist einzig, dass die 
Haltung auf einem bestehenden landwirtschaftlichen Gewerbe gemäss BGBB 
erfolgt und eine überwiegend betriebseigene Futtergrundlage sowie ausreichende 
Weiden für die Pferdehaltung vorhanden sind. Die zonenkonforme Tierhaltung 
grenzt sich dadurch von der landwirtschaftsfremden gewerblichen und 
hobbymässigen Tierhaltung ab (vgl. zum Ganzen zit. Bundesgerichtsurteil 
1C_144/2013 Erw. 3.4).

5.1.3 In diesem Urteil 1C_144/2013 vom 29. September 2014 hat das 
Bundesgericht weiter Folgendes erwogen (ohne Zitate und Hinweise): 

4.2. Im Unterschied zur Bauzone ist die Landwirtschaftszone nicht in erster Linie 
für die Erstellung von Bauten und Anlagen bestimmt. Aus diesem Grund können 
Vorhaben, die in der Landwirtschaftszone grundsätzlich zulässig sind, nicht an 
jedem beliebigen Ort innerhalb dieser Zone errichtet werden. Vielmehr ist dafür ein 
geeigneter Standort zu wählen. Die Notwendigkeit der Baute oder Anlage, welche 
die allgemeine Vorschrift von Art. 16a Abs. 1 RPG voraussetzt, bezieht sich auch 
auf deren Standort und bedingt eine Prüfung allenfalls entgegenstehender 
Interessen. In Übereinstimmung mit diesem Verständnis des Gesetzes schreibt 
Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV vor, dass eine Bewilligung für eine Baute oder Anlage in der 

18

Landwirtschaftszone nur erteilt werden darf, wenn ihr am vorgesehenen Standort 
keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.  

Der Bauherr ist demnach bei der Standortwahl von Bauten und Anlagen in der 
Landwirtschaftszone nicht frei. Wenn auch das Bundesrecht bei der Standortwahl 
grundsätzlich keine Prüfung von alternativen Varianten erfordert, so hat doch der 
Bauherr aufzuzeigen, dass die Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort 
objektiv notwendig ist, d.h. ein schutzwürdiges Interesse daran besteht, die streitige 
Baute am gewählten Ort zu errichten und dort keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen. Dies gilt auch dann, wenn ansonsten die rechtlichen Normen 
eingehalten werden. Da der Bauherr jedoch grundsätzlich einen Anspruch auf 
Erstellung einer zonenkonformen Baute oder Anlage hat, kommt die völlige 
Verweigerung einer Baubewilligung nur in Betracht, wenn sich auf seinem Land 
überhaupt kein Standort finden lässt, dem nicht überwiegende Interessen 
entgegenstehen. Andernfalls würde die gesetzliche Regelung von Art. 16a bzw. Art. 
16abis RPG unterlaufen. 

Aus den Materialien zum neuen Art. 16abis RPG ist nicht ersichtlich, dass an den 
bisherigen Anforderungen, die an die Standortwahl von Bauten und Anlagen zur 
Pferdehaltung zu stellen sind, etwas geändert werden sollte. Dementsprechend 
verweist Art. 34b Abs. 6 RPV denn auch auf die allgemeinen Voraussetzungen für 
die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone gemäss 
Art. 34 RPV. Die Zonenkonformität ist daher im Lichte der bisherigen 
Rechtsprechung zu beurteilen. 

4.3. Bei der Standortwahl für Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone ist 
auf die rationelle Bewirtschaftung des Bodens, insbesondere die Einfügung in die 
bestehende Betriebsstruktur, die vorhandene Erschliessung, den raumplanerisch 
gebotenen Schutz des Orts- und Landschaftsbilds, die Erhaltung genügender 
Fruchtfolgeflächen, die Belange des Natur- und Heimatschutzes sowie allenfalls den 
Immissionsschutz Rücksicht zu nehmen. Das Bundesgericht hat in seiner bisherigen 
Praxis erklärt, das öffentliche Interesse an der Vermeidung der Zersiedelung 
gebiete, landwirtschaftliche Ökonomiebauten beim Betriebszentrum zu errichten. 
Das gelte jedenfalls, wenn das Betriebszentrum in einem Siedlungsgebiet liege. Ein 
Standort ausserhalb des bereits besiedelten Gebiets könne in Frage kommen, wenn 
für die neue Nutzung bereits bestehende, nicht mehr benötigte Bauten verwendet 
werden könnten. Die Rechtsprechung verlangt überdies stets eine Prüfung, ob nicht 
anstatt einer neuen Betriebsbaute eine schon bestehende weiter benutzt werden 
kann.  

(…).

4.4. Der in der zitierten Rechtsprechung hervorgehobene Grundsatz, dass Bauten 
und Anlagen für die Pferdehaltung möglichst im Bereich des bestehenden 
Betriebszentrums zu errichten sind, entspricht dem raumplanerischen Ziel, eine 
zweckmässige und haushälterische Nutzung des Bodens und eine geordnete 
Besiedelung des Landes sicherzustellen (Art. 75 Abs. 1 BV). Allerdings handelt es 
sich dabei nicht um ein striktes Gebot. Die massgeblichen Bestimmungen von 
Art. 16abis RPG und Art. 34b RPV verlangen im Unterschied zu Art. 40 Abs. 1 lit. a 
RPV nicht, dass Bauten und Anlagen für die Pferdehaltung nur innerhalb des 
Hofbereichs eines landwirtschaftlichen Gewerbes errichtet werden. Die erwähnte 
bisherige Rechtsprechung deutet denn auch an, dass für die Pferdehaltung auch 
bereits bestehende Gebäude in Betracht kommen könnten, die ausserhalb des 

19

Betriebszentrums lägen. Sie erklärt ebenfalls, dass der Weiterverwendung einer 
bestehenden Baute der Vorzug vor der Errichtung einer neuen zu geben ist und dass 
die Konzentration der Bauten beim Betriebszentrum vor allem von Bedeutung ist, 
wo dieses im Siedlungsgebiet liegt.  

Dem Gebot, Bauten und Anlagen für die Pferdehaltung beim Betriebszentrum 
anzusiedeln, kommt damit zwar eine zentrale, aber nicht jene absolute Bedeutung 
zu, die ihm die kantonalen Instanzen und das ARE beilegen. Jedenfalls kann dem 
Vorhaben des Beschwerdeführers nicht bereits deshalb die Zonenkonformität 
abgesprochen werden, weil es nicht beim Betriebszentrum verwirklicht wird. Die 
Beurteilung des Standorts hat vielmehr aufgrund einer gesamthaften Würdigung der 
örtlichen und betrieblichen Verhältnisse zu erfolgen. Aus den Materialien ergibt sich, 
dass für die Pferdehaltung vor allem bereits vorhandene, aber sonst nicht mehr 
benötigte Bausubstanz verwendet werden soll (BBl 2012 6595 Ziff. 3.1). Das zeigt 
auch Art. 24e RPG, wonach in unbewohnten Gebäuden oder Gebäudeteilen für die 
hobbymässige Tierhaltung von Bewohnern einer nahe gelegenen Wohnbaute eine 
Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. 

Im konkreten Fall erkannte das Bundesgericht (Erw. 4.5), dass sich das Land und 
die Gebäude des landwirtschaftlichen Gewerbes aus geografischen Gründen an 
zwei Standorten ausserhalb des Siedlungsgebiets befanden. Die Lage des Be-
triebszentrums ("Wegscheide" ob Maseltrangen, Gemeinde Schänis, auf einer 
Höhe von rund 540 m.ü.M.) war landschaftlich etwas weniger exponiert als der 
ursprüngliche Weidestall in der Linthebene ("Widenriet" auf einer Höhe von 
414 mü.M.; Fahrdistanz von 2.9 km), und auch seine Erschliessung war besser, 
wenn auch wegen des steilen Zufahrtswegs nicht ohne Probleme. Der besser 
möglichen Integration der Pferdepension in die betrieblichen Abläufe des Hofes 
stand entgegen, dass sich dort kein bereits bestehendes freies Gebäude fand. 
Hinzu kam der Nachteil des steilen Zufahrtswegs und schlechter Eignung des 
Geländes für Ausläufe und Weiden. Am zweiten Standort in der Linthebene konnte 
für die Pferdepension hingegen ein ungenutzter Weidestall verwendet werden, der 
in einem guten baulichen Zustand und ohne grössere Massnahmen für die Pfer-
dehaltung nutzbar war. Angesichts der direkt angrenzenden Weiden und des fla-
chen Geländes mit vielen Wegen zum Ausritt war er für eine Pferdehaltung ideal. 
Die als nicht ideal erachteten und betrieblichen Abläufe wurden kompensiert durch 
die geringe Anzahl von Pferden (drei Pferdeboxen), deren Betreuung ohne gros-
sen Aufwand zu bewältigen war. 

Unter diesen Umständen erschien dem Bundesgericht (Erw. 4.6) die Einrichtung 
einer Pferdepension im ehemaligen Weidestall im Rahmen der bereits vorhande-
nen Bausubstanz als zonenkonform. Im Vergleich zur über zehn Jahre zurücklie-
genden Rinderhaltung handle es sich nur um eine geringfügige Nutzungsänderung 
ohne nennenswerten zusätzlichen Eingriff in das Landschaftsbild und ohne erheb-
lichee Mehrbelastung der kommunalen Infrastruktur. 

20

Der Erweiterung um einen Anbau für zwei Ponyboxen am Weidestall wurde die 
Bewilligung jedoch versagt (Erw. 4.6 zweiter Absatz). Die Errichtung neuer bzw. 
die Vergrösserung bestehender Ökonomiebauten ausserhalb des Betriebszen-
trums sei nach der Rechtsprechung nur mit grosser Zurückhaltung zuzulassen. Sie 
bedinge in der Regel einen Ausbau der vorhandenen Infrastruktur und führe zu 
einer zusätzlichen Zersiedelung des Landes. Bauliche Erweiterungen des Weide-
stalls seien wegen seiner isolierten Lage in der Ebene besonders problematisch. 
Kanton und Gemeinde hätten auf den grossen Siedlungsdruck in der Linthebene 
hingewiesen, der vom Pferdesport ausgehe. In Übereinstimmung damit erkläre es 
das "Raumkonzept Schweiz" als vorrangige Aufgabe, die Linthebene als grösseres 
zusammenhängendes Landwirtschaftsgebiet der Nordostschweiz vor der Zersie-
delung zu bewahren (Schweizerischer Bundesrat/KdK/BPUK/SSV/SGV, Raum-
konzept Schweiz, überarbeitete Fassung 2012, S. 88). Soweit dieses Gebiet der 
Landwirtschaftszone zugeteilt sei, eigne es sich deshalb grundsätzlich nicht als 
Standort für neue bzw. die Erweiterung bestehender Bauten und Anlagen für die 
Pferdehaltung. 

5.2.1 Etwa (spätestens) ab 2006, als anlässlich der Baukontrolle die ohne Bewilli-
gung errichteten drei Pferdeboxen, Auslaufplatz sowie weiteren baulichen Mass-
nahmen (Zwischenboden, Aussentreppe, Vergrösserung des Schiebetors sowie 
Änderungen von Türen und Fenstern) festgestellt wurden, erfüllte die Beschwer-
deführerin die Voraussetzung für ein landwirtschaftliches Gewerbe gemäss Art. 7 
Abs. 1 BGBB (vgl. vorstehend Erw. 4.4.1).

5.2.2 Das Bundesgericht hat bereits unter der Herrschaft von Art. 16 aRPG die 
selbständige, bodenabhängige Pferdezucht als landwirtschaftliche Nutzung einge-
stuft (BGE 111 Ib 213 Erw. 2; Bundesgerichtsurteil 1C_400/2010 vom 16.2.2011 
Erw. 2.2.1). 

Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführerin, solange sie den 
landwirtschaftlichen Betrieb führte, die Bewilligung für drei zusätzliche Pferde samt 
Pferdeboxen zu Zuchtzwecken nicht hätte erteilt werden können. Namentlich kann 
nicht bezweifelt werden, dass der Betrieb bei einer 2006 beitragsberechtigten land-
wirtschaftlichen Nutzfläche von 12 ha über die erforderlichen bodenabhängig pro-
duzierten Futtermittel verfügt hätte. Weitere Bewilligungsvoraussetzungen, die 
sich bei drei oder sechs Tieren nicht (erheblich) unterscheiden (vgl. Wegleitung 
"Pferd und Raumplanung" des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE, Version 
2003, S. 9 f. Ziff. 2; vgl. Ziff. 2.4), müssten zwangsläufig auch erfüllt gewesen sein, 
ansonsten bereits 2003 keine Bewilligung hätte erteilt werden können. 

21

5.2.3 Die drei zusätzlichen Pferdeboxen wurden innerhalb bereits bestehender 
(bzw. zum Wiederaufbau bewilligter) landwirtschaftlicher Bauten und am damali-
gen Betriebszentrum der Beschwerdeführerin erstellt, was gemäss der Rechtspre-
chung als ideal gilt (vgl. vorstehende Erw. 5.1.3). Die Anforderungen an die Er-
schliessung erfuhren dadurch keine bedeutende Änderung. 

Überwiegende Interessen standen diesem Standort 2006 so wenig wie bereits 
2003 entgegen. Der Eingriff in das Landschaftsbild war minim (Vergrösserung des 
Auslaufplatzes). Bereits 2006 war auch für die Pferdezucht die Erstellung eines 
Allwetterauslaufs grundsätzlich zonenkonform (vgl. Wegleitung "Pferd und Raum-
planung" des ARE, Version 2003, S. 11 mit Anhang 2; Version 2011, S. 6 mit An-
hang 1). Wird von einer (Mindest-)Fläche von 12 m2 bis 36 m2 ausgegangen, 
macht dies bei sechs Tieren 72 m2 bis 216 m2 aus, womit den Pferden ein Min-
destmass an freier Bewegung ausserhalb des Stalls ermöglicht werden soll (vgl. 
Bundesgerichtsurteil 1C_250/2009 vom 13.7.2010 Erw. 3.3: Les aires de sortie ont 
pour but de laisser aux chevaux une certaine liberté de mouvement en plein air, 
elles ne sont destinées ni à l'équitation, ni à l'entraînement.).

Angesichts der Betriebserweiterung zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe ab 
2003 durfte auch von einem voraussichtlich längerfristigen Bestand des Betriebes 
ausgegangen werden (Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV). 

5.3 Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass der Beschwerde-
führerin 2006 die drei weiteren Pferdeboxen (zur Pferdezucht) sowie der Allwetter-
auslauf - unter Vorbehalt dessen mit rund 300 m2 grosszügiger Dimensionierung - 
sowie die damals ersichtlichen geringfügigen weiteren baulichen Massnahmen 
(Zwischenboden, Aussentreppe, Schiebetor und Änderungen an Türen und Fens-
tern) hätten bewilligt werden können. Ob der Beschwerdeführerin auch eine Pfer-
depension für drei (bzw. insgesamt sechs) Pferde bewilligt worden wäre, ist nicht 
von Belang und nicht zu prüfen, da sie mit dem Baugesuch vom 17. April 2015 
auch eine Nutzungsänderung beantragte (vgl. nachstehend Erw. 6.1). 

6.1 Die Beschwerdeführerin hat mit dem Baugesuch vom 17. April 2015 inhalt-
lich das Gesuch für die Bewilligung einer Pensionspferdehaltung verbunden. Im 
Verhältnis zur - wie dargelegt - bewilligungsfähigen Erweiterung der Pferdezucht 
handelt es sich um eine Nutzungsänderung. Dass die Beschwerdeführerin ihrer-
seits die diesbezüglichen Anforderungen (Führung eines landwirtschaftlichen Ge-
werbes) nicht mehr erfüllt, ist unbestritten. Der Betrieb der Pferdepension ist ent-
sprechend durch einen Dritten vorgesehen, der seinerseits den geforderten 
Voraussetzungen gerecht werden muss. Wird eine frühere Bewilligungsfähigkeit 

22

einer Pferdepension angenommen (vorstehend Erw. 5.3), ändert sich an dieser 
Ausgangslage grundsätzlich nichts. 

Dem Baugesuch vom 16. Februar 2017 (samt Baubeschrieb; vgl. RR-act. II/01/1) 
lässt sich die vorgesehene Nutzung(-sänderung) nicht entnehmen. Dass sie auch 
Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens ist, war den Beteiligten indessen of-
fenkundig stillschweigend klar. Beispielsweise manifestiert sich dies im Schreiben 
des ARE vom 12. Mai 2017 (RR-act. II/01/2.a) betreffend Einreichung des Pacht-
vertrages. Mit dem Pachtvertrag sollte die Eignung des Pächters zur Führung einer 
Pferdepension belegt werden. Der damals eingereichte Pachtvertrag mit einem 
Dritten M.________ mit einer Pachtdauer von zwölf Jahren ab 1. Januar 2017 
wurde in der Folge jedoch angesichts des nicht absehbaren Endes des Bewilli-
gungsverfahrens wieder aufgelöst. Auf Aufforderung des ARE reichte die Be-
schwerdeführerin am 6. Juli 2018 den Pachtvertrag mit der G.________ AG (nach-
stehend: Pächterin) vom 30. April 2018 ein (RR-act. II/01/2.k). Pachtgegenstand 
sind die Grundstücke KTN 001 und KTN 002 sowie das Ökonomiegebäude; der 
Pachtzins wurde auf Fr. 12'000.-- pro Jahr festgesetzt. 

6.2.1 Es ist unbestritten, dass die Pächterin von KTN 001 und 002 (bereits ohne 
Pferdepension) ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 5 und 7 BGBB 
betreibt. Der Betrieb wurde per 1. Januar 2021 vom Sohn (J.________, geboren 
1986, einzelzeichnungsberechtigt) des bisherigen Betriebsleiters (K.________, 
geboren 1960) übernommen; die Betriebsnachfolge ist also gesichert. J.________ 
und sein Bruder L.________ (geboren 1990) haben die Ausbildung zum Landwirt 
absolviert (vgl. eidg. Fähigkeitszeugnisse vom 24.5.2005 bzw. 3.7.2015 = Anhang 
2 des Betriebskonzepts der H.________ [nachfolgend: H.________ Betriebskon-
zept] vom 16.7.2019). Als erwiesen erachtet werden kann auch der langfristige 
Bestand des landwirtschaftlichen Gewerbes (welches bereits seit 1971 besteht, 
die Aufzucht und Haltung von Nutztieren bezweckt und im Jahr 2019 u.a. 45 weib-
liche Schafe, 2 Widder, 30 Jungschafe sowie 1'450 Schweine aufwies, über total 
8.74 ha Landwirtschaftsland verfügt und 2.45 SAK erfordert; vgl. H.________ Be-
triebskonzept, S. 2, Ziff. 2).

Die Pächterin weist genügend betriebseigene Futtergrundlagen und Weiden für 
die Pferde auf (vgl. Berechnung im Anhang 7 H.________ Betriebskonzept, wo-
nach die Pächterin für die Schafe und für acht Pferde eine genügende Futtergrund-
lage Trockensubstanz [TS]-Bedarf: 295, TS-Potenzial: 467, TS-Deckungsgrad: 
158.5%, und grosse Reserven für weitere Tiere aufweist). Hinzu kommt das Rau-
futterpotenzial der gepachteten beiden Grundstücke KTN 001 (2.12 ha) und 410 
(1.427 ha), welche auch genügend grosse Weiden bieten bei einem Bedarf von 

23

rund 800 m2 pro Tier (vgl. hierzu Wegleitung "Pferd und Raumplanung" des ARE, 
Version 2015, S. 7; für sechs Pferde also 0.48 ha).

Die Voraussetzungen gemäss Art. 16abis Abs. 1 RPG und somit die betriebsspezi-
fischen Voraussetzungen (vgl. Wegleitung "Pferd und Raumplanung" des ARE, 
Version 2015, S. 6f.) sind somit vorliegend grundsätzlich erfüllt.

6.2.2 Das H.________ Betriebskonzept hat sich auch zum Standort geäussert 
(S. 3 f. Ziff. 3 f.), den baulichen Entwicklungsmöglichkeiten an den Produktions-
stätten der Pächterin sowie am Standort des Pferdestalles. Mittels des Geoportals 
des Kantons N.________ (wie auch Google Street View betreffend O.________ 
(Adresse)) lässt sich verifizieren, dass beim Betriebszentrum der Pächterin auf 
KTN 003 kein genügender Platz für Neubauten für die Pferdehaltung und die freien 
Auslaufflächen besteht. Die übrigen Betriebsliegenschaften (insbesondere das 
teilweise in den Grundwasserschutzzonen S2 und S3 gelegene Grundstück KTN 
004) sind für eine Pensionspferdehaltung nicht geeignet bzw. werden bereits an-
derweitig (für die Schafhaltung) genutzt. Erforderlich wären zudem Neu- oder Um-
bauten. Insbesondere aber sind in der P.________ (Gegend) freistehende sepa-
rate Neubauten raumplanerisch und landschaftlich unerwünscht (vgl. vorstehend 
Erw. 5.1.3 i.f.). Weitere in Frage kommende Standorte auf allfälligen weiteren 
(Betriebs-)Liegenschaften der Pächterin sind weder ersichtlich noch werden sol-
che von den Beschwerdegegnern und den Vorinstanzen substantiiert aufgezeigt. 

6.2.3 Demgegenüber hätten die vorliegend strittigen und bereits erstellten Pferde-
boxen (und - unter Vorbehalt - Auslaufflächen) zum Zeitpunkt ihrer Errichtung als 
Zuchtpferdeboxen, wie dargelegt, bewilligt werden können bzw. wurden drei Pfer-
deboxen 2003 auch bewilligt. Deren Eignung zur Haltung von Pferden, wie sie 
auch über Jahre praktiziert wurde, ist insoweit gegeben. Dies entspricht letztlich 
auch dem Postulat, dass die Pferde in erster Linie in bestehenden Bauten und 
Anlagen unterzubringen sind (vgl. vorstehend Erw. 5.1.3 [zit. Bundesgerichtsurteil 
Erw. 4.4 i.f. mit Hinweis auf die Materialien]). Während hohe Anforderungen an die 
Notwendigkeit von Neubauten oder Vergrösserung bestehender Bauten abseits 
des Betriebszentrums gestellt werden, sind sie geringer, wenn es bloss darum 
geht, gut erhaltene bestehende Betriebsbauten für die Pferdehaltung umzunutzen 
(vgl. Muggli, in: Aemisegger/ Moor/ Ruch/ Tschannen, Praxiskommentar RPG: 
Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich/ Basel/ Genf 2017, Art. 16abis N 13). Die 
Situierung des Stalles abseits des Betriebszentrums der Pächterin ist somit einer 
Bewilligung grundsätzlich nicht schädlich. 

24

6.3.1 Die Vorinstanzen erachten eine langfristige, vernünftige Einbindung des 
Pensionspferdestalls in die Betriebsabläufe des bestehenden Schweinemastbe-
triebes als nicht ausgewiesen (angefochtener RRB Erw. 6.1) und als wenig glaub-
haft, dass sich der Betriebsführer der Pächterin, der in einer erheblichen Distanz 
zum Pferdestall wohne, ohne spezifische Kenntnisse in der Pferdehaltung, um die 
Pensionspferde kümmern werde. Es sei nicht erstellt, dass die Pferdepension 
durch einen Inhaber oder eine Inhaberin eines landwirtschaftlichen Gewerbes ge-
führt werde, und dass dieser oder diese daraus Gewinn erwirtschafte (angefoch-
tener RRB Erw. 6.11). Im H.________ Betriebskonzept werde nicht im Detail dar-
gelegt, welche Personen zu welchen Tageszeiten die Pensionspferde betreuen 
würden und wie sich diese Tätigkeit mit der Arbeit im Schweinemastbetrieb verein-
baren lasse. Es schweige sich auch darüber aus, welche Arbeiten die Pensionäre 
selber übernähmen und welche den zuständigen Personen der Pächterin überge-
ben würden. Alleine mit dem Betriebskonzept sei also der Nachweis nicht erbracht, 
dass die Pächterin Betreiberin der Pferdepension sein werde (Erw. 6.4).

6.3.2 Mit dem Regierungsrat ist vorab festzuhalten, dass das H.________ Be-
triebskonzept insoweit nicht mehr dem aktuellen Sachverhalt entspricht, als der 
Betrieb mittlerweile von K.________ (Vater) an seinen Sohn (J.________) über-
geben wurde. Sohn J.________ als gelernter Landwirt (vgl. vorstehend Erw. 6.2.1) 
erfüllt seinerseits die fachlichen Voraussetzungen für die Pferdehaltung/Pferde-
pension (vgl. "Fachinformation Tierschutz" des Bundesamtes für Lebensmittelsi-
cherheit und Veterinärwesen BLV, Juni 2018, S. 3; vgl. Art. 31. Abs. 1 der Tier-
schutzverordnung [TschV; SR 455.1] vom 23.4.2008 i.V.m. Art. 194 Abs. 1 lit. a 
TschV und Art. 38 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung [Berufsbildungs-
gesetz, BBG; SR 412.10] vom 13.12.2002). Wie der Regierungsrat zutreffend aus-
führt, kann der Betriebsleiter den Pachtgegenstand auch durch Familienangehö-
rige oder Angestellte bewirtschaften sowie einzelne Arbeiten durch Dritte aus-
führen lassen (angefochtener RRB Erw. 6.3 m.V.a. Art. 21a Abs. 2 des Bundesge-
setzes über die landwirtschaftliche Pacht [LPG; SR 221.213.2] vom 4.10.1985). 
Vater K.________ wird nach der Betriebsübergabe nach wie vor unterstützend mit-
arbeiten (vgl. Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 23.7.2021, S. 14), womit die 
Betreuung der Pferdepension personell hinreichend gesichert erscheint. Zu ergän-
zen ist, dass dem Vater immerhin eine grosse Erfahrung im Umgang mit Pferden 
(Equiden) attestiert werden kann, welche bis ins Jahr 1978 zurückgeht (Anstellung 
bei der Q.________ AG [Bestätigung der Q.________ AG vom 15.1.2019, 
H.________ Betriebskonzept Anhang 1]). 

25

6.3.3 Gemäss H.________ Betriebskonzept (S. 6, Ziff. 5.3) belaufen sich die täg-
lichen Stallarbeiten für die Pensionspferde morgens und abends mit je einer An-
fahrt auf einen Aufwand von maximal drei bis vier Stunden pro Tag, was von den 
Vorinstanzen unwidersprochen bleibt. Dabei bleibt unberücksichtigt, dass auch 
Pensionsnehmer gelegentlich Hand anlegen, was den Aufwand reduziert. Pferde-
pensionsverträge sehen denn regelmässig auch eine nähere Umschreibung der 
vom Pensionsnehmer beanspruchten wie selber zu erbringenden Dienstleistungen 
(wie Fütterung, Misten, Weidegang etc.) vor mit Konsequenzen für die Pensions-
preisbildung. Im Betriebskonzept eine nähere Darlegung zu verlangen, wer seitens 
der Pächterin wann welche Arbeiten erledigt (vgl. angefochtener RRB Erw. 6.11), 
schiesst deshalb übers Ziel hinaus und kann nicht Voraussetzung für eine Bewilli-
gung sein. Entscheidend ist das Vorhandensein und die Verfügbarkeit hinreichen-
der personeller Ressourcen, was vorliegend bei der Pächterin bejaht werden kann. 

Im H.________ Betriebskonzept (S. 6 Ziff. 5.3) wird auch aufgezeigt, dass sich "in 
den Jahreszeiten, in denen temporäre Zäunungsarbeiten für die Schafweiden so-
wie anschliessend die tägliche Aufsicht der Schafe auf den gepachteten Grunds-
tücken notwendig sind", "grosse Synergien bezüglich Arbeitsaufwand und Anzahl 
notwendiger Anfahrten" ergeben. Im Sommer, wenn die Schafe auf der Alp seien, 
ergäben sich Synergien mit den Anfahrten für die notwendigen Schnitte des Wies-
landes. Auch wenn diese Synergien allenfalls in zu positivem Licht dargestellt wer-
den, hat diese Argumentation mit Blick auf die Betreuung der Pferdepension durch-
aus ihre Berechtigung. 

Die Beschwerdeführerin hat zudem überzeugend dargelegt, dass die Pferdepen-
sion mit sechs Pferden (ohne Aufzucht) nicht die dauernde Anwesenheit des Be-
triebsinhabers oder seiner Hilfspersonen erfordert (vgl. hierzu die höchstrichterli-
che Rechtsprechung in Urteil BGer 1A.193/2001 vom 6.5.2002 Erw. 4.2 [betr. Reit-
stall mit maximal 16 Pferden]). Zudem lässt sich die Anzahl der notwendigen Kon-
trollgänge gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (Bundesgerichtsurteile 
1C_67/2007 vom 20.9.2007 Erw. 3.4 mit Hinweisen; 1C_227/2014 vom 11.5.2016 
Erw. 3.4) mit technischen Überwachungseinrichtungen vermindern. Am Augen-
schein liess sich u.a. verifizieren, dass rund um die Ökonomiebaute auf KTN 001 
mehrere Überwachungskameras angebracht sind, welche zudem mit einem Mikro-
fon, Lautsprechern, Gegensprechanlage sowie einem Alarm ausgestattet sind. 
Auch im Stall selbst sei die Anbringung einer Kamera vorgesehen (vgl. Protokoll 
der öff. Verhandlung vom 29.11.2021, S. 32). Gemäss H.________ Betriebskon-
zept (S. 5.3) besteht überdies die Möglichkeit, auch den Pensionären den Zugriff 
auf die Kameras zu gewähren.

26

6.3.4 Des Weiteren führt der Regierungsrat aus (Erw. 6.5), dass die Distanz des 
Pächterbetriebes zum Pferdestall 6.3 km (9 Minuten Fahrzeit mit dem Auto), die-
jenige des Wohnorts des Betriebsleiters zum Pferdestall 7.5 km (11 Minuten Fahr-
zeit mit dem Auto) und diejenige des Wohnorts des Vaters des Betriebsleiters zum 
Pferdestall ebenfalls 7.5 km betrage. Aufgrund der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung könne der Pferdestall noch im ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich 
des Pachtbetriebes liegen (mit Verweis auf Bundesgerichtsurteil 5A.107/2013 vom 
7.6.2013 Erw. 4.3 m.w.H.). Die Distanz zum Wohnort der Beschwerdeführerin 
(Verpächterin) zum Pferdestall betrage hingegen nur 1 km (künftig nur noch rund 
200 m). Angesichts dieser örtlichen Ausgangslage sei der Betrieb der Pferdepen-
sion durch die Pächterin zwar möglich, aufgrund der grossen Distanzen jedoch 
erschwert.

Der Regierungsrat anerkennt somit, dass die Distanz zwischen der Wohnung/Be-
trieb der Pächterin und dem Stall allein nicht gegen eine ortsübliche Bewirtschaf-
tung der Pferdepension durch die Pächterin spricht. Dies allein ist entscheidend. 
Hieran ändert auch die Einschätzung des Regierungsrates eines "erschwerten" 
Betriebes nichts. Im Vergleich zum vorerwähnten Präjudiz (vgl. vorstehend 
Erw. 5.1.3) ist vorliegend die effektive Distanz zwar vergleichsweise um einiges 
grösser. Die topographischen Gegebenheiten bringen es aber mit sich, dass auch 
in jenem Fall die Fahrzeit auf (mindestens) 8 Minuten zu veranschlagen ist (vgl. 
Twixroute). Demgegenüber verläuft der Anfahrtsweg der Pächterin zum Stall in der 
Ebene (vgl. Anhang 6 zum H.________ Betriebskonzept; WebGIS). 

6.3.5 Die Vorinstanzen halten sodann fest, dass der zusätzliche wirtschaftliche Er-
trag aus der Pensionspferdehaltung von Fr. 6'640.-- pro Jahr (vgl. H.________ Be-
triebskonzept, S. 7 [Einnahmen von Fr. 75'300.-- und Ausgaben von Fr. 68'660.-- 
eingeschlossen Arbeitsleistungen von Fr. 38'310.--]) aufgrund der Grösse des 
Schweinemastbetriebes nur einen marginalen Beitrag am Gesamteinkommen aus 
der landwirtschaftlichen Tätigkeit und damit an die langfristige Weiterexistenz des 
Landwirtschaftsbetriebes des Pächters leiste bzw. dass der Gewinn der Pferde-
pension im Vergleich zum Gesamtgewinn des Schweinemastbetriebes sehr klein 
und unbedeutend sein werde. Die Beschwerdeführerin bleibe den Nachweis schul-
dig, dass die Pferdepension das Betriebsergebnis der Pächterin erheblich verbes-
sern werde bzw. dass der Schweinemastbetrieb auf dieses Zusatzeinkommen an-
gewiesen sei (angefochtener RRB Erw. 6.8; Gesamtentscheid des ARE vom 
29.6.2020, S. 8; Fachbericht des AFL vom 21.2.2017, S. 5).

Dem kann nicht gefolgt werden. Abgesehen davon, dass die Betriebsergebnisse 
des Schweinemastbetriebes nicht aktenkundig sind und auch nie eingefordert wur-
den, ist vorliegend nicht ersichtlich auf welcher Grundlage die Vorinstanzen von 

27

der Beschwerdeführerin den Nachweis verlangen, dass der Schweinemastbetrieb 
auf dieses Einkommen aus der Pferdepension angewiesen ist, oder dass der Ge-
winn im Vergleich zum weiteren Betriebszweig erheblich sein muss. Im Bereich 
von Art. 16abis RPG wird nur bei Landwirtschaftsbetrieben unter der Gewerbe-
grenze verlangt, dass mit der landwirtschaftlichen Nebentätigkeit ein namhafter 
Beitrag an den Existenzbedarf der Bewirtschafterfamilie geleistet wird (vgl. Weg-
leitung "Pferd und Raumplanung", Version 2015, S. 12, Ziff. 2.1 mit Zitat des Bun-
desgerichtsurteils 1C_8/2010 vom 29.9.2010). Art. 16abis RPG unterscheidet sich 
so auch von Art. 24b RPG, wonach die Ausnahmebewilligung für nichtlandwirt-
schaftliche Nebenbetriebe ausserhalb der Bauzonen gemäss Art. 24b Abs. 1 RPG 
von landwirtschaftlichen Gewerben explizit verlangt, dass diese auf Zusatzeinkom-
men angewiesen sind. Unter diese Bestimmung fallen Pferdepensionen, welche 
gemäss Art. 16abis RPG zonenkonform sind, jedoch nicht (vgl. Muggli, a.a.O., Art. 
24b N 10). Gleichwohl kann festgehalten werden, dass der von der Pächterin ge-
nannte (Mindest-)Ertrag realistisch erscheint. Keine Bedeutung kann folglich auch 
dem vereinbarten Pachtzins von jährlich Fr. 12'000.-- zukommen. Im Rahmen der 
Vertragsfreiheit und allfälliger gesetzlicher Vorgaben zur landwirtschaftlichen 
Pacht ist es den Parteien überlassen, die Höhe des Pachtzinses zu bestimmen 
(vgl. RRB Nr. 275/2016 vom 22.3.2016 Erw. 5.8). Zudem entspricht dieser Pacht-
zins demjenigen, der mit dem am 1. Januar 2017 mit einem (zweiten) Pächter ab-
geschlossenen, zwischenzeitlich aber wieder aufgehobenen Pachtvertrag verein-
bart worden war, und der einer ersten Überprüfung durch das AFL standgehalten 
hatte (vgl. VG-act. 19 zu VGE III 2016 83 vom 28.9.2016). Im vorliegend mitange-
fochtenen Gesamtentscheid des ARE wird die Pachtzinshöhe nicht weiter thema-
tisiert. 

6.3.6 Soweit der Regierungsrat im angefochtenen RRB die Auffassung vertritt 
(Erw. 6.9), aufgrund der häufigen Pächterwechsel sei anzunehmen, dass der Be-
trieb der Pferdepension nach dem 1. Januar 2015 im Interesse der Beschwerde-
führerin und nicht des jeweiligen Pächters bzw. der jeweiligen Pächterin, liege, 
handelt es sich um eine Vermutung. Der Regierungsrat anerkennt denn auch (un-
ter Hinweis auf VGE III 2016 83 vom 28.9.2016 Erw. 5.2.2), dass im Bemühen der 
Beschwerdeführerin um eine Lösung kein rechtsmissbräuchliches Verhalten er-
blickt werden kann. 

Auf ein rechtsmissbräuchliches Verhalten lässt sich auch nicht ohne weiteres aus 
dem Fehlen von Pensionsverträgen, Zahlungsbelegen etc. (angefochtener RRB 
Erw. 6.10) schliessen. Bereits ab August 2015 bestand ein Nutzungsverbot für die 
drei unbewilligt erstellten Pferdeboxen (VGE III 2016 83 vom 28.9.2016 Ingress lit. 
C). Folglich kann nur die Nutzung der drei bereits bewilligten Pferdeboxen als - 
unbewilligte - Pferdepension im Zeitraum von 2015 bis Mai 2019 zur Diskussion 

28

stehen. Mit dem ersten Pächter R.________ hatte die Beschwerdeführerin bis 
Ende 2016 einen Pachtvertrag. Gemäss der glaubhaften Angabe der Beschwer-
deführerin endete dieser, weil dessen Sohn nach der Betriebsübergabe die Pfer-
depension nicht weiterführen wollte. Der Pachtvertrag mit dem zweiten Pächter 
wurde gemäss der Beschwerdeführerin nach kürzester Zeit aufgehoben, weil die-
ser u.a. angesichts der Dauer des vorliegenden Verfahrens und der eingeschränk-
ten Nutzungsmöglichkeit des Stallgebäudes unzufrieden war (vgl. Verwaltungsge-
richtsbeschwerde vom 23.7.2021, S. 29; Protokoll der öff. Verhandlung vom 
29.11.2021, S. 36), was aus Pächtersicht als nachvollziehbar erscheint. Damit 
stimmt auch überein, dass die aktuelle Pächterin die Pferdepension erst mit der 
allfälligen rechtskräftigen Baubewilligung führen wird. Bis dies der Fall ist, wurde 
ein Pachtzins nur für das Weideland ohne Stallgebäude von Fr. 2'000.-- vereinbart. 
Dass die Beschwerdeführerin ihr eigenes Pferd in Pension geben will, wie im 
H.________ Betriebskonzept festgehalten wird (S. 5, Ziff. 5.2), macht die Verpach-
tung ebenfalls nicht rechtsmissbräuchlich. Mit dem (aufgehobenen) Gesamtent-
scheid vom 10. September 2015 hatte das ARE jedenfalls zu Recht keinen Grund 
aus raumplanungsrechtlicher Sicht zu beanstanden, dass die Beschwerdeführerin 
als Verpächterin auch in Zukunft als Angestellte des Pächters gewisse Arbeitsleis-
tungen im Bereich der Pferdehaltung leistete bzw. leisten wollte (S. 5). 

6.4.1 Richtig ist, dass das H.________ Betriebskonzept von der Beschwerdefüh-
rerin in Auftrag gegeben wurde. Indes macht es Angaben zur Pächterin (S. 1 f., 
Ziff. 1), zur betrieblichen Ausgangslage (S. 2 f., Ziff. 2), zu den baulichen Entwick-
lungsmöglichkeiten am Betriebsstandort (S. 3 f., Ziff. 3) und zur baurechtlichen 
Ausgangslage am Standort des Stalles (S. 5, Ziff. 4), zum Detailbetriebskonzept 
der Pensionspferdehaltung mit Fähigkeits- und Ausbildungsnachweis, Grösse und 
Umfang des Pensionsangebotes, den Betriebsabläufen und der Überwachung so-
wie der Wirtschaftlichkeit (S. 4 ff., Ziff. 5.1 ff.), weiter äussert es sich zu raumpla-
nungsrechtlichen Aspekten wie Zonenkonformität, Erschliessung, Entwässerung 
und Immissionen (S. 8 f., Ziff. 6.1 ff.). Es kann durchaus als umfassend qualifiziert 
werden; die Abhandlung der verschiedenen Themata erfolgt über grosse Teile ge-
stützt auf überprüfbare Fakten. Beim eigentlichen (Detail-)Betriebskonzept höhere 
Anforderungen an den Detaillierungsgrad zu stellen, lässt sich, wie bereits gesagt 
(vorstehend Erw. 6.3.3) nicht rechtfertigen. 

Schliesslich ist auch festzuhalten, dass ein Betriebskonzept gemäss Art. 40 Abs. 2 
RPV verlangt wird, wenn der Nachweis gemäss Art. 24b RPG zu erbringen ist, 
dass ein Betrieb auf ein Zusatzeinkommen angewiesen ist. Dies ist vorliegend wie 
dargelegt (vorstehend Erw. 6.3.5) nicht der Fall. Von Gesetzes wegen besteht mit-
hin keine Pflicht zur Einreichung eines Betriebskonzeptes. Dies ändert nichts 

29

daran, dass ein solches nicht nur sinnvoll ist, sondern sich auch aus der allgemei-
nen Mitwirkungspflicht eines Gesuchstellers bei der Erstellung des Sachverhaltes 
ableiten lässt (vgl. § 19 VRP). Dieser Mitwirkungspflicht ist die Beschwerdeführerin 
mit der Einreichung des Betriebskonzepts nachgekommen. 

6.4.2 Umgekehrt kann den Befürchtungen der Vorinstanzen (vgl. auch angefoch-
tener RRB Erw. 6.11) - auch angesichts der unbewilligten Bau- und Nutzungstätig-
keiten der Beschwerdeführerin - nicht jede Berechtigung abgesprochen werden. 
Dem ist Rechnung zu tragen.

6.4.3 Art. 16b Abs. 1 RPG sieht vor, dass Bauten und Anlagen, die nicht mehr 
zonenkonform verwendet werden und für die eine Nutzung im Sinne der Art. 24- 
24d RPG nicht zulässig ist, nicht mehr benutzt werden dürfen. Dieses Verbot ent-
fällt, sobald sie wieder zonenkonform genützt werden können. 

Dieses Benützungsverbot ist auch ohne Umsetzung im kantonalen Recht direkt im 
Einzelfall anwendbar und gilt solange, bis die betreffenden Gebäude wieder einer 
zonenkonformen oder einer anderen, nach Art. 24-24d RPG zulässigen und bewil-
ligten Nutzung zugeführt werden können (vgl. Christoph Jäger, Beseitigungsrevers 
bei landwirtschaftlichen Ökonomiegebäuden, in: ZBl 2014, S. 115 ff., S. 122 f, 
lit. b.aa). Eine Beseitigung der Bauten und Anlagen wird nicht verlangt, obwohl 
diese Konsequenz mit Rücksicht auf das Prinzip der Trennung von Baugebiet und 
Nichtbaugebiet erwartet werden könnte (Ruch/Muggli, in: Praxiskommentar RPG: 
Bauen ausserhalb der Bauzone, Art. 16b Rz. 3). Damit soll die Bausubstanz für 
die Landwirtschaft erhalten bleiben (Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 
2006, Art. 16b N 4). 

In Ergänzung dieses bundesrechtlichen Benützungsverbots fügte der Bundesge-
setzgeber in einer RPG-Teilrevision im Jahre 2007 im Zusammenhang mit der Ein-
führung der Vorschriften über die Energiegewinnung aus Biomasse (Art. 16a 
Abs. 1bis RPG) Art. 16b Abs. 2 RPG neu ins Gesetz ein. Demgemäss sind die Bau-
ten und Anlagen bei Wegfall der Bewilligung zu beseitigen, und ist der frühere Zu-
stand wiederherzustellen, wenn die Bewilligung befristet oder mit einer auflösen-
den Bedingung erteilt wurde. Erteilt die kantonale Bewilligungsbehörde eine be-
fristete oder auflösend bedingte Baubewilligung und tritt der Fristablauf oder die 
Bedingung ein, so gilt somit von Bundesrechts wegen eine Beseitigungs- bzw. so-
gar eine vollumfängliche Wiederherstellungspflicht. Die Bestimmung ist von den 
kantonalen Bewilligungsbehörden direkt und ohne eine kantonalrechtliche Geset-
zesgrundlage anwendbar. Sie bietet eine unmittelbar im Einzelfall anwendbare Ge-
setzesgrundlage für die Anordnung eines Beseitigungsrevers bei landwirtschaftli-
chen Ökonomiegebäuden (Jäger, a.a.O., S. 123 ff. lit. bb f.; vgl. Sommerhalder 

30

Forestier, in: Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 
Bern 2013, § 44 N 5). Nach Ruch/Muggli (a.a.O., Art. 16b Rz. 10) können alle Be-
willigungen in der Nichtbauzone gestützt auf Art. 16b Abs. 2 RPG mit einer Befris-
tung oder einer Resolutivbedingung versehen werden, sofern besondere Um-
stände dies gebieten. 

6.4.4 Es drängt sich vorliegend auf, die Bewilligung für die Pensionspferdehaltung 
mit einer Resolutivbedingung bzw. einem Revers in der Baubewilligung gemäss 
Art. 16b Abs. 2 RPG dergestalt zu verbinden, dass bei Aufgabe der Pferdepension 
durch die Pächterin die drei nachträglich bewilligten Pferdeboxen vollständig sowie 
der Auslauf im entsprechenden Umfang zurückzubauen sind unter dem Vorbehalt, 
dass bereits ein geeigneter Nachfolge-Pächter für die Pferdepension vorhanden 
ist oder die Beschwerdeführerin ihrerseits wieder ein landwirtschaftliches Gewerbe 
führt, das die Voraussetzungen gemäss Art. 16abis Abs. 1 RPG zur Haltung und 
Nutzung von Pferden erlaubt. Gegen eine solche Bedingung (Revers) verwehrt 
sich die Beschwerdeführerin im Übrigen erklärtermassen nicht (vgl. Protokoll der 
öff. Verhandlung vom 29.11.2021, S. 49). Dies bedeutet, dass eine allfällige an-
dere Nachnutzung aufgrund einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24ff. RPG aus-
geschlossen (vgl. Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16b N 9) und somit eine Umgehung 
bzw. eine allfällige Erleichterung zu einer späteren Ausnahmebewilligung verhin-
dert wird.

Überdies ist die Baubewilligung mit der Auflage zu versehen, dass sämtliche Än-
derungen des Pachtverhältnisses (Pächterwechsel oder Auflösung des Pachtver-
hältnisses) dem AFL unaufgefordert zu melden sind, da die Beurteilung der Pen-
sionspferdehaltung wesentlich von den betrieblichen Voraussetzungen des Pacht-
betriebes abhängt (analog zu Disp.-Ziff. 1 i.V.m. S. 6 letzter Absatz des [aufgeho-
benen] Gesamtentscheides des ARE vom 10.9.2015). 

7.1.1 Zu prüfen sind die weiteren Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 34 Abs. 
4 RPV sowie die bauten- und pensionsspezifischen Voraussetzungen. Die 
Vorinstanzen konnten von einer Prüfung dieser Voraussetzungen absehen, nach-
dem sie es als nicht erstellt erachteten, dass die Pferdepension durch den Inhaber 
eines landwirtschaftlichen Gewerbes geführt wird (und dieser daraus Gewinne er-
wirtschafte) (angefochtener RRB Erw. 6.11). Indessen wurden auch diese Fragen 
im vorliegenden Verfahren in den Rechtsschriften wie anlässlich der öffentlichen 
Verhandlung ausgiebig thematisiert. Zudem haben die Vorinstanzen und nament-
lich auch der Regierungsrat diese Fragen bereits im RRB Nr. 275/2016 vom 
22. März 2016 geprüft und damals positiv beurteilt. Jene Beurteilung kann vorlie-
gend ebenfalls berücksichtigt werden.

31

7.1.2 Die Beschwerdegegner machen namentlich geltend, die Zufahrt zum Stall 
sei für den Publikumsverkehr einer Pferdepension nicht genügend, es sei kein 
Trinkwasser vorhanden, das Orts- und Landschaftsbild werde nicht gewahrt bzw. 
die Erhaltung der intakten Landschaftskammer sei höher zu gewichten als die pri-
vaten Interessen, und die Liegenschaft sei nicht an die Kanalisation angeschlos-
sen.

7.1.3 Das ARE bezog sich bei der Beurteilung der Grösse des Auslaufplatzes ins-
besondere auf das öffentliche Interesse an den Fruchtfolgeflächen.

7.2 Gemäss Art. 34 Abs. 4 RPV darf eine Bewilligung für eine Baute oder Anlage 
in der Landwirtschaftszone nur erteilt werden bzw. ist die allgemeine Zonenkon-
formität zu bejahen, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirt-
schaftung nötig ist (lit. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine 
überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich 
längerfristig bestehen kann (lit. c). 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind die Notwendigkeit des Stalles bzw. 
dessen Nutzung sowie der voraussichtlich längerfristige Bestand des Betriebes 
(Gewerbes) zu bejahen. Zu prüfen sind allfällige entgegenstehende überwiegende 
Interessen. Massstab sind die Ziele und Grundsätze der Raumplanung wie na-
mentlich die Schonung der Landschaft (Art. 3 Abs. 2 RPG) und die Erhaltung genü-
gender Flächen geeigneten Kulturlandes (Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG) (vgl. Muggli, 
a.a.O., Art. 16abis RPG N 23). 

7.3.1 Der Regierungsrat hat im RRB Nr. 275/2016 vom 22. März 2016 (Erw. 6.4) 
ausgeführt, dass die Umnutzung des Stallgebäudes für die Pensionspferdehaltung 
den Zielen des Raumplanungsrechts unter den gegebenen Umständen (was auch 
auf die vorliegenden Umstände zutrifft) besser als die Erstellung einer Neubaute 
entspricht. Dies gelte nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch dann, 
wenn noch Auslaufflächen für die Pferde erstellt werden müssten. Für die Zonen-
konformität spreche darüber hinaus die Tatsache, dass solche Auslaufflächen nur 
geringfügige Auswirkungen auf das Landschaftsbild hätten. 

Diese zutreffende Argumentation steht im Einklang mit der vorstehend (Erw. 5.1.3) 
zitierten Rechtsprechung. Im konkreten Fall geht es lediglich um drei (weitere) 
Pferdeboxen bzw. eine Pferdepension für insgesamt sechs Pferde, wofür der be-
stehende Weidstall mit den drei bereits bewilligten Pferdeboxen umgenutzt werden 
soll. Die baulichen Massnahmen betreffen eine bestehende Baute. Der Auslauf-
platz stellt an und für sich keinen nennenswerten Eingriff in das Landschaftsbild 
dar. Hieran ändern die Vorbringen der Beschwerdegegner unter Bezugnahme auf 
ein Schreiben des ARE im Jahr 2014 nichts. Damals stand ein Hartbelag anstelle 

32

der Naturstrasse auf einem Strassenabschnitt (mit Ausnahme des Einmündungs-
bereichs in die S.________ (Strasse)) zur Diskussion, wobei das öffentliche Inter-
esse an der integralen Erhaltung der intakten Landschaftskammer höher gewichtet 
wurde als die privaten Interessen der Beschwerdegegner. Damit ist ein reversibel 
auszugestaltender Auslaufplatz nicht vergleichbar, unbesehen davon dass im kon-
kreten Fall vielmehr von einem Sandplatz auszugehen ist (vgl. hierzu Augen-
scheinprotokoll vom 29.11.2021, S. 11, 24, 30).

7.3.2 Betreffend den Mehrverkehr bzw. die Immissionen der Pferdepension führte 
der Regierungsrat im RRB Nr. 275/2016 vom 22. März 2016 aus, dass eine Pfer-
depension (mit sechs Plätzen) im Vergleich zu einer Pferdezucht (mit drei Pferden) 
zwar ein vermehrtes Verkehrsaufkommen zu Folge hat, dass der Betrieb einer 
Pferdepension zu motorisiertem Verkehr führt, habe indessen bereits der Gesetz-
geber bei der Lockerung der Voraussetzungen für die Pferdehaltung in der Land-
wirtschaftszone erkannt und bewusst in Kauf genommen. 

Hierin ist dem Regierungsrat beizupflichten. Der Gesetzgeber war sich dessen 
durchaus bewusst (vgl. BBl 2012 S. 6595) und hat dies in Kauf genommen. Um 
die Entstehung grosser Reitbetriebe irgendwo in der Landwirtschaftszone zu ver-
hindern, wurde daher verlangt, dass das landwirtschaftliche Gewerbe über eine 
überwiegend betriebseigene Futtergrundlage und geeignete Weiden für die Pfer-
dehaltung verfügen muss. 

7.3.3 Das öffentliche Interesse an der Erhaltung genügender Flächen geeigneten 
Kulturlandes (Fruchtfolgeflächen) ist nachstehend im Zusammenhang mit den 
(Aussen-)Anlagen zu beurteilen und zu gewichten.

7.4.1 Art. 16abis RPG unterscheidet zwischen Bauten und Anlagen für die Haltung 
von Pferden einerseits und der Nutzung von Pferden anderseits. Es besteht ein 
numerus clausus der zonenkonformen Bauten und Anlage für Tiere (vgl. Weglei-
tung "Pferd und Raumplanung", Version 2015, S. 8). Je nachdem müssen unter-
schiedliche Voraussetzungen erfüllt sein, wobei das Gesetz Bauten und Anlagen 
für die Haltung (Art. 16abis Abs. 1 RPG) und solche für die Nutzung (Art. 16abis Abs. 
2 und 3 RPG) unterscheidet.

Für die Nutzung der auf dem Betrieb gehaltenen Pferde können Plätze mit befes-
tigtem Boden bewilligt werden (Art. 16abis Abs. 2 RPG), soweit sie die Vorausset-
zungen in Art. 34b Abs. 4 lit. a bis h RPV erfüllen. Dabei handelt es sich um eine 
Kann-Vorschrift. Bauten und Anlagen zur Haltung von Pferden werden bewilligt, 
wenn sie nötig sind; dazu gehört u.a. der Allwetterauslauf (Art. 16abis Abs. 1 RPG). 

33

Der Allwetterauslauf muss gemäss Art. 34b Abs. 3 RPV unmittelbar an den Stall 
angrenzen. Wo dies nicht möglich ist, dient ein allfälliger Platz für die Nutzung der 
Pferde zugleich als Allwetterauslauf. Verlangt die Anzahl Pferde eine zusätzliche 
Auslauffläche, so darf diese vom Stall abgesetzt sein (lit. a). Soweit der Allwetter-
auslauf die Mindestfläche gemäss Tierschutzgesetzgebung überschreitet, muss 
die Bodenbefestigung ohne grossen Aufwand wieder entfernt werden können. Der 
Allwetterauslauf darf jedoch die empfohlene Fläche gemäss Tierschutzgesetzge-
bung nicht überschreiten (lit. b). Allwetterausläufe sind von den Plätzen für die Nut-
zung zu unterscheiden. Als Auslauf gilt die freie, d.h. vom Menschen unabhängige 
Bewegung des Tieres im Freien. Als Auslauffläche gilt die Weide oder ein für den 
täglichen Auslauf allwettertauglich eingerichtetes, d.h. mit einem trittfesten Boden 
versehenes Gehege (Art. 2 Abs. 2 lit. f TSchV); Letzteres wird in der RPV als All-
wetterauslauf bezeichnet (vgl. Wegleitung "Pferd und Raumplanung", Version 
2015, S. 8, Ziff. 1.2.2. lit. a). 

7.4.2 Die Tierschutzverordnung enthält Vorschriften zur Grösse des Allwetteraus-
laufs. Bei den Pferden unterscheidet sie zwischen Mindestflächen und empfohle-
nen Flächen. Die Mindestflächen betragen je nach Widerristhöhe und Zugänglich-
keit des Auslaufs 12-36 m2 pro Pferd (Anhang 1 Tabelle 7). Die empfohlene Fläche 
beträgt demgegenüber einheitlich 150 m2 pro Pferd (Anhang 1 Tabelle 7). 

In der Landwirtschaftszone sind grundsätzlich nur notwendige Bauten und Anlagen 
zulässig. Notwendig im strengen Wortsinn sind nur die Mindestflächen. Gross-
flächige Allwetterausläufe stehen in einem Spannungsverhältnis zum Schutz des 
Kulturlandes, namentlich der Fruchtfolgeflächen. Dass in der Landwirtschaftszone 
nur Mindestflächen zulässig sind, wird jedoch mit Art. 34b Abs. 3 lit. b RPV wieder 
relativiert, wonach die Mindestfläche überschritten werden darf, wenn die Boden-
befestigung ohne grossen Aufwand wieder entfernt werden kann.

7.4.3 Mit dem Baugesuch wird - neben den von den Pferdeboxen 3 bzw. 4 direkt 
zugänglichen Auslaufflächen von 13.8 m2 bzw. 24.6 m2 - um Bewilligung einer 
Auslauffläche bzw. eines Allwetterplatzes von 748.98 m2 ersucht bei gleichzeiti-
gem Rückbau des bestehenden Allwetterplatzes um 179.39 m2 sowie einer kleine-
ren Auslauffläche von 79.18 m2.

7.4.4 Mit Gesamtentscheid des ARE vom 10. September 2015 (S. 6) sowie mit 
RRB Nr. 275/2016 vom 22. März 2016 wurde für sechs Pferde ein Allwetterauslauf 
von 760.92 m2 (sowie auch die beiden kleineren für 13.8 m2 und 24.61 m2; total 
799.33 m2) bewilligt mit der Bedingung des vollständigen Rückbaus und Rekulti-
vierung des Geländes nach Wegfall der bewilligten Nutzung (vgl. VGE III 2016 83 

34

vom 28.9.2016 Erw. 1.1). Diese Entscheide wurden jedoch aufgehoben und sind 
vorliegend nicht bindend. Überdies wurde ein neues Baugesuch eingereicht.

Mit dem mitangefochtenen Gesamtentscheid vom 29. Juni 2020 sowie dem ange-
fochtenen RRB wurde nunmehr für drei Pferde noch die Mindestauslauffläche von 
108 m2 (3 x 36 m2) bewilligt mit der Begründung, dass das Stallgebäude innerhalb 
der Fruchtfolgefläche (FFF) liege und deshalb am Rückbau des ohne Bewilligung 
erstellten Auslaufplatzes ein sehr grosses öffentliches Interesse bestehe.

7.4.5 Dass ein Allwetterauslauf, welcher innerhalb der ausgeschiedenen FFF liegt, 
nicht mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vereinbar ist, ergibt sich nicht 
nur aus dem Gesetz (Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG, Art. 15 Abs. 3 RPG, Art. 30 RPV), 
sondern auch aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. Bundesgerichts-
urteil 1C_347/2017 vom 23.3.2018 Erw. 4.4.2).

7.4.6 Unbestritten (und aus dem kantonalen Richtplan ersichtlich) ist, dass 
KTN 001 vollständig, KTN 002 rund zur Hälfte innerhalb der ausgeschiedenen FFF 
liegt. Erstellt ist auch, dass die FFF im Richtplan grob ausgeschieden ist und Stras-
sen und Gebäudeflächen mitumfasst. Die Beschwerdeführerin macht zudem gel-
tend (vgl. Augenscheinprotokoll vom 29.11.2021, S. 17), dass die FFF willkürlich 
festgelegt worden sei und neben Bäumen und Wald auch den Hügel und steilen 
Hang auf KTN 002 mitumfasse, während die flache Wiese nicht enthalten sei.

7.4.7 Laut den Ausführungen des am Augenschein und der öffentlichen Verhand-
lung anwesenden Vertreters des Amtes für Landwirtschaft AFL (Augenscheinpro-
tokoll vom 29.11.2021, S. 17) ist die Datengrundlage zur Ausscheidung der FFF 
schwach, weshalb die FFF im Kanton Schwyz in grossen Massstäben grob kartiert 
seien. Im Rahmen des Sachplans FFF würden die FFF nun überprüft, wodurch die 
Reserven zusammenschmelzen würden und schliesslich unklar sei, ob auch ge-
nug geeignete FFF vorhanden seien. Erst mit dieser Überprüfung werde sich her-
ausstellen, ob die aktuell ausgeschiedenen FFF auch tatsächlich die Qualität von 
FFF aufwiesen. Da bei der FFF die Infrastrukturanlagen mitberücksichtigt worden 
seien, fielen bereits aufgrund dieser Weg- und Hofflächen eine grosse Fläche der 
jetzt ausgeschiedenen FFF weg. Der Kanton Schwyz werde durch den Bund ver-
pflichtet, Kompensationen zu prüfen und zu den FFF Sorge zu tragen. Änderungen 
bei den FFF und deren Verlauf seien somit nicht ausgeschlossen. 

Die Beschwerdeführerin bestätigte diese Erläuterungen implizit, wenn sie geltend 
macht, dass für den Anbau auch weniger bzw. nicht geeignete Hügel, Wälder und 
Bauten, besser geeignete Flächen hingegen nicht als FFF ausgeschieden worden 
seien (hierzu vgl. auch RRB Nr. 616/2010 vom 15.6.2010 [Beantwortung der Inter-
pellation I 8/10 "Fruchtfolgeflächen im Kanton Schwyz langfristig erhalten"]; Stand 

35

April 2015 verfügte der Kanton Schwyz über total 3'575 ha, davon 1'750 ha in der 
Eignungsklasse II  = Acker- und Futterbau gut, sowie 1'825 ha in der Eignungs-
klasse III = Futterbau gut, Ackerbau; Flächen der Eignungsklasse I = Ackerbau 
sehr gut sind im Kanton Schwyz nicht vorhanden; Bundesamt für Raumentwick-
lung, Sachplan Fruchtfolgeflächen, vom 8.5.2020, S. 11: das Kontingent des Kan-
tons Schwyz bleibt unverändert bei 2'500 ha; Kantonaler Richtplan, Richtplantext, 
Stand 26.6.2020 S. 118 L-4). 

7.4.8 Gemäss Grundsatz G1 des Sachplanes FFF (S. 12) ist der Verbrauch von 
FFF für Zwecke jeglicher Art zu minimieren. Von einem Verbrauch von FFF wird 
gesprochen, wenn durch Versiegelung, Bodenabtrag oder andere Eingriffe die 
FFF-Qualität eines Bodens verloren geht. Ein Verbrauch kann auch durch land-
wirtschaftliche Zwecke entstehen. Einem allfälligen Verbrauch geht eine Interes-
senabwägung inkl. einer Prüfung von Standortalternativen voraus. Im Falle eines 
Verbrauchs können die Flächen nicht mehr dem FFF-Inventar angerechnet wer-
den.

Vorliegend ist bei der Allwetterauslauffläche bzw. dem gesandeten Platz von ei-
nem Verbrauch der FFF auszugehen, zumal die Beschwerdeführerin anerkennt, 
dass es bei einem Rückbau eine Weile dauern würde, bis man die Fläche wieder 
als FFF nutzen könnte (vgl. Protokoll der öff. Verhandlung vom 29.11.2021, S. 30). 
Diese Frage ist letztlich jedoch nicht entscheidend. 

7.4.9 Die Vorinstanzen haben im vorliegenden Fall das öffentliche Interesse am 
Erhalt der FFF höher gewichtet als das private Interesse der Beschwerdeführerin 
bzw. der Pächterin von KTN 001 und 002 an einem grösseren Allwetterauslauf. 
Zwar empfiehlt die Tierschutzgesetzgebung pro Tier eine Auslauffläche von 
150 m2 bzw. max. 800 m2 (auch bei mehr als fünf Equiden; vgl. Tabelle 7 der 
TSchV), während die Mindestfläche lediglich 36 m2 (bei nicht an den Stall angren-
zender Auslauffläche) bzw. 24 m2 bei permanent vom Stall aus zugänglichen Aus-
laufflächen beträgt. 

Die Vorinstanzen sind zu Recht der Auffassung (vgl. Protokoll der öff. Verhandlung 
vom 29.11.2021, S. 40), dass die Weiden - welche auch im H.________ Betriebs-
konzept angeführt werden (S. 5, Ziff. 5.2) - als Auslaufflächen dienen, den Pferden 
auch auf andere Weise Auslauf und Bewegung gewährt werden kann und die Tiere 
auch gestaffelt (z.B. zu zweit statt zu sechst) auf den Allwetterplatz gebracht wer-
den können. Bei einer Weide handelt es sich grundsätzlich um einen idealen Aus-
lauf. Somit kann vorliegend ein Auslaufplatz mit einer Fläche von (gerundet) 
220 m2 (6 x 36 m2) bewilligt werden. Gemäss H.________ Betriebskonzept sind 

36

"nicht für alle Boxen permanent direkt zugängliche Ausläufe möglich", was gleich-
zeitig bedeutet, dass dies teils möglich ist. Da hierfür eine Mindestfläche von 24 m2 
gilt, liesse sich sogar eine gewisse Reduktion dieser 220 m2 vertreten. Soweit der 
Allwetterauslauf auch zur Nutzung der Pferde als Reit- und Springplatz verwendet 
wird, wie die Beschwerdegegner geltend machen, ist dagegen grundsätzlich nichts 
einzuwenden, zumal auch Plätze zur Nutzung der Pferde bewilligt werden können 
(Art. 16abis Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 34b Abs. 3 und 4 RPV).

7.4.10 Aus der Praxis anderer Kantone kann die Beschwerdeführerin nichts zu ih-
ren Gunsten herleiten. Eine Bagatellgrenze, die über die von der TSchV vorgese-
henen Mindestflächen hinausgeht, ist dem Kanton Schwyz unbekannt; es kann 
nicht am Verwaltungsgericht liegen, eine solche einzuführen, was typischerweise 
Aufgabe der sachkompetenten Behörden und Ämter ist. Immerhin kann gesagt 
werden, dass sich die gemäss Grundsatz G1 des Sachplanes auch bei Verbrauch 
zu landwirtschaftlichen Zwecken vorgesehene Interessenabwägung (hierzu auch 
Erläuterungsbericht vom 8.5.2020 zum Sachplan S. 27 f., Ziff. 5.1) erübrigt bzw. 
eine Fläche von 220 m2 im Stallbereich absehbar keine Auswirkungen auf den Be-
stand der FFF hat. Zudem hat sich gezeigt, dass kein Alternativstandort besteht 
bzw. ein solcher wohl einen Neubau zur Folge hätte. Abgesehen davon stellt sich 
die Frage, wie weit eine solche Interessenabwägung, die einen Handlungsspiel-
raum der Behörden voraussetzt, vorliegend überhaupt vorzunehmen ist. Die Frage 
der Zulässigkeit der Pferdepension in der Landwirtschaftszone wird im RPG und 
die Vorgaben an die (Mindest-)Flächen für die Tierhaltung, wie sie besonders in 
der Landwirtschaftszone gepflegt wird, sind im TSchV gesetzlich geregelt (vgl. ins-
besondere Erläuterungsbericht S. 27, Ziff. 5.1.1 erster Absatz). 

Unbehelflich ist auch das Angebot von Kompensationsflächen angesichts der vom 
AFL dargelegten Überarbeitung des kantonalen FFF-Inventars. Die Eignung der 
angebotenen Fläche als FFF bedürfte mithin zum einen einer Überprüfung; zum 
andern bedarf der Kanton unter Umständen im Rahmen der Überarbeitung des 
FFF-Inventars Kompensationsflächen für mittlerweile verbrauchte FFF (vgl. auch 
Sachplan FFF, Erläuterungsbericht vom 8.5.2020, S. 19, G8 und G10). 

7.5 Gemäss Art. 16abis Abs. 3 RPG werden mit der Nutzung der Pferde unmittel-
bar zusammenhängende Einrichtungen wie Sattelkammern ohne weiteres bewil-
ligt. Die Sattelkammer kann somit gemäss Bauplänen bewilligt werden.

7.6.1 Der Regierungsrat hat das in den Plänen ausgewiesene "Büro" im Stallge-
bäude nicht für bewilligungsfähig erachtet, weil die jeweiligen Pferdehalter die 
Büroarbeiten für die drei bewilligten Pferdeboxen auch zuhause erledigen könnten 
(angefochtener RRB Erw. 8.6).

37

7.6.2 Die Beschwerdeführerin bringt hierzu vor (Protokoll der öff. Verhandlung 
vom 29.11.2021, S. 24f.), das "Büro" sei vom Ersteller des Bauplanes so bezeich-
net worden; es handle sich jedoch um eine "bessere Besenkammer", welche zur 
Aufbewahrung der Papiere mit den Tierdaten sowie als Umkleideraum genutzt 
werden soll. Auch die Frisch- und Abwasserleitungen sollen genutzt werden um 
die Hände zu waschen (obwohl in den Plänen deren Rückbau vorgesehen ist).

7.6.3 Ein Büroraum für die Pensionspferdehaltung ist im Stallgebäude objektiver-
massen nicht erforderlich und auch nicht zonenkonform. Ein (abschliessbarer) 
Schrank für allfällige Papiere mit den Tierdaten kann grundsätzlich vielerorts im 
Stall platziert werden (vgl. Protokoll der öff. Verhandlung vom 29.11.2021, S. 35) 
und bedarf weder eines isolierten noch beheizten Raumes o.ä., welche die betref-
fende Lokalität einem Wohnraum annähert. Allfällige erforderliche Notierungen 
und Buchführungen mit der entsprechenden Ablage der Papiere für sechs Tiere 
können am leicht erreichbaren Betriebszentrum vorgenommen werden. Dasselbe 
gilt für die von der Beschwerdeführerin auch angeführte Nutzung(smöglichkeit) des 
Büroraumes als Umkleideraum. Hieran ändert sich auch nichts, wenn der 
Büroraum nicht über die Dimensionen einer "Besenkammer" hinausgeht. Die Ver-
weigerung der Bewilligung durch den Regierungsrat ist rechtmässig. 

7.7 Das ARE hat betreffend den Einbau des Zwischenbodens (Lagerraum für 
Stroh- und Heuballen) festgehalten (Gesamtentscheid vom 29.6.2020, S. 7), aus 
den bewilligten Plänen vom Mai 2003 sei ersich