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**Case Identifier:** c5a0474c-9f09-54d2-9cdc-f85e730fe763
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-26
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 26.03.2024 ZSU.2024.12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2024-12_2024-03-26.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 5. Kammer 

 

ZSU.2024.12 
(SF.2023.14)  

Art. 15 

 

 

Entscheid vom 26. März 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Holliger, Präsident  

Oberrichter Lindner  

Oberrichterin Jacober 

Gerichtsschreiber Hess         

 

 
   

Klägerin   A._____, 

[…] 

vertreten durch MLaw Rosa Renftle, Rechtsanwältin, 

Baslerstrasse 15, Postfach, 4310 Rheinfelden    

     

 
   

Beklagter   B._____, 

[…] 

vertreten durch MLaw Michael Ritter, Rechtsanwalt, 

und MLaw Vera Keller, Rechtsanwältin, 

Gewerbepark Bata 10, Postfach 250, 4313 Möhlin     

     

 
 

Gegenstand  Summarisches Verfahren betreffend Eheschutz 
 

 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Parteien heirateten am 9. April 2021 und leben seit dem 17. November 

2022 getrennt. Aus ihrer Ehe ging der Sohn C._____ (geb. tt.mm. 2021) 

hervor. 

 

2. 

2.1. 

Mit Gesuch vom 5. April 2023 ersuchte die Klägerin das Bezirksgericht 

Q._____, Präsidium des Familiengerichts, um die Regelung des Ge-

trenntlebens der Parteien. Sie beantragte u.a., C._____ sei unter ihre 

alleinige Obhut zu stellen, und der Beklagte sei zu verpflichten, ihr an 

C._____ Unterhalt ab 17. November 2022 (bis zum Abschluss der 

Erstausbildung, über die Volljährigkeit hinaus) monatlich Fr. 4'020.00 (zzgl. 

Ausbildungszulagen) und ihr persönlich Fr. 250.00 Unterhalt pro Monat zu 

bezahlen. Zudem beantragte sie vom Beklagten einen 

Prozesskostenvorschuss von Fr. 6'000.00, eventuell die Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege. 

 

2.2. 

Mit Stellungnahme vom 5. Mai 2023 beantragte der Beklagte u.a., C._____ 

sei unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen. Im 

Unterhaltspunkt beantragte er:  

 

" 5. 
Es sei festzustellen, dass [er] der Gesuchstellerin […]  für […] November 
2022 bis […] März 2023 bereits CHF 3'000.00 pro Monat bezahlt hat und 
deshalb kein rückwirkender Unterhalt geschuldet ist. 
 
Eventualiter sei [er] zu berechtigen, die für […] November 2022 bis […] 
März 2023 bereits bezahlten Unterhaltsbeiträge ([CHF 15'000.00]) von 
den gerichtlich festgelegten rückwirkenden Unterhaltsbeiträgen in Abzug 
zu bringen.  
 
6. 
[Er sei] zu verpflichten, der Gesuchstellerin an den Barunterhalt von 
C._____ ab dem 1. April 2023 monatlich CHF 1'603.00 ([davon 
CHF 1'084.00 Betreuungsunterhalt]) zuzüglich Kinderzulagen […] zu 
zahlen.  
 
7. 
[Er sei] zu berechtigen, die für […] April 2023 und Mai 2023 bezahlten Un-
terhaltsbeiträge ([CHF 5'938.00]) sowie die weiteren bis zum Urteil gezahl-
ten Unterhaltsbeiträge von den gerichtlich festgelegten Unterhaltsbeiträ-
gen ab 1. April 2023 in Abzug zu bringen."  

 

2.3. 

Am 24. Juli 2023 fand vor dem Gerichtspräsidium Q._____ eine Ver-

handlung statt. In ihrer Replik hielt die Klägerin an ihren Gesuchsbegehren 

 - 3 - 

 

 

fest; zudem sei der Beklagte zu verpflichten, die letzten drei Geschäftsbe-

richte seines Unternehmens, inklusive Bilanzen und Erfolgsrechnungen 

(2019 bis 2021) sowie die Kontoauszüge sämtlicher Konten seit 31. De-

zember 2021 einzureichen. Der Beklagte hielt in seiner Duplik an seinen 

Begehren fest. Die Verhandlung musste während der Parteibefragung aus 

(die Rechtsvertreterin des Beklagten betreffenden) gesundheitlichen Grün-

den abgebrochen werden. In der Verhandlung vom 27. Juli 2023 wurde die 

Parteibefragung abgeschlossen, und es erfolgten die Schlussvorträge.  

 

2.4. 

Mit Entscheid vom 6. November 2023 des Bezirksgerichts Q._____, 

Präsidium des Familiengerichts, wurde C._____ unter die Obhut der 

Klägerin gestellt (Disp.-Ziff. 3). Im Unterhaltspunkt wurde wie folgt 

entschieden: 

 

" 5. 
5.1. 
Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt 
[von C._____ monatlich zzgl. Kinderzulagen] zu bezahlen:  
 
Fr. 2'130.– [ab] 17. November 2022 bis 31. Dezember 2022 

([Fr. 847.00 Bar- und Fr. 1'283.00 Betreuungsunter-
halt]) 

Fr. 2'690.– [ab] 1. Januar 2023 bis 31. März 2023 ([Fr. 882.00 Bar- 
und Fr. 1'808.00 Betreuungsunterhalt]) 

Fr. 3'601.– [ab] 1. April 2023 bis 30. April 2023 ([Fr. 571.00 Bar- 
und Fr. 3'030.00 Betreuungsunterhalt]) 

Fr. 2'183.– ab 1. Mai 2023 bis 31. März 2024 ([Fr. 550.00 Bar- und 
Fr. 1'633.00 Betreuungsunterhalt) 

Fr. 3'483.– ab 1. April 2024 ([Fr. 550.00 Bar- und Fr. 2'933.00 Be-
treuungsunterhalt]) 

 
5.2. 
Es wird festgestellt, dass [C._____ Betreuungsunterhalt] vom 1. Mai 2023 
bis 31. März 2024 [um] Fr. 1'397.– und ab 1. April 2024 [um] Fr. 97.– nicht 
gedeckt ist.  
 
6. 
6.1. 
Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an ihren persön-
lichen Unterhalt [monatlich] zu bezahlen:  
 
Fr. 1'095.–  [ab] 17. November 2022 bis 31. Dezember 2022 
Fr. 1'015.–  [ab] 1. Januar 2023 bis 31. März 2023  
Fr.  41.–  [ab] 1. April 2023 bis 30. April 2023 
 
6.2. 
Es wird festgestellt, dass ab 1. Mai 2023 mangels Leistungsfähigkeit des 
Gesuchsgegners [kein Ehegattenunterhalt geschuldet ist].  
 
7. […] 
 
 

 - 4 - 

 

 

8. 
Die Berechnung der Unterhaltsbeiträge beruht auf folgenden Werten:  
 
Monatsnettoeinkommen Gesuchsgegner vom  
17.11.2022 – 31.03.2023     Fr. 6'500.– 
01.04.2023 – 31.03.2024    Fr. 5'200.– 
ab 01.04.2024     Fr. 6'500.– 
 
Monatsnettoeinkommen Gesuchstellerin vom 
17.11.2022 – 31.12.2022     Fr. 567.– 
 
Monatsnettoeinkommen C._____ (Kinderzulage)  Fr. 200.– 
 
Existenzminimum Gesuchsgegner vom  
17.11.2022 – 31.12.2022    Fr. 2'180.– 
01.01.2023 – 31.03.2023    Fr. 1'780.– 
01.04.2023 – 30.04.2023    Fr. 1'517.– 
ab 01.05.2023     Fr. 3'017.– 
 
Existenzminimum Gesuchstellerin vom  
17.11.2022 – 31.12.2022    Fr. 1'850.– 
01.01.2023 – 31.03.2023    Fr. 1'808.– 
ab 01.04.2023     Fr. 3'030.– 
 
Existenzminimum C._____ vom  
17.11.2022 – 31.12.2022    Fr. 500.– 
01.01.2023 – 31.03.2023    Fr. 575.– 
ab 01.04.2023     Fr. 750.–" 

 

Der Beklagte wurde verpflichtet, der Klägerin einen Prozesskostenvor-

schuss von Fr. 5'600.00 (Fr. 4'000.00 Partei- und Fr. 1'600.00 Gerichtskos-

ten) zu bezahlen (Disp.-Ziff. 10).  

 

3. 

3.1. 

Gegen den ihr am 5. Januar 2024 zugestellten Entscheid erhob die Kläge-

rin am 15. Januar 2024 fristgerecht  Berufung, unter Kosten- und Entschä-

digungsfolgen zu Lasten des Beklagten (Ziff. 8), mit folgenden Begehren: 

 

" 1. 
Der Entscheid […] sei in den Ziffern 5.1., 5.2., 6.1, 6.2. und 8. für die Zeit 
ab 1. April 2023 aufzuheben und [wie folgt] zu ergänzen. 
 
2. 
Der Gesuchsgegner[…] sei zu verpflichten, an [C._____ Unterhalt] 
monatlich […] CHF 4'080.00 per 1. April 2023 zuzüglich Kinderzulagen zu 
bezahlen: 
 
Das Beweisergebnis bleibt vorbehalten. 
 
3. 
Der Gesuchsgegner[…] sei zu verpflichten, an den persönlichen Unterhalt 
der Gesuchstellerin[…] per 1. April 2023 [monatlich CHF 250.00] zu be-
zahlen. 

 - 5 - 

 

 

Das Beweisergebnis bleibt vorbehalten. 
 
4. 
Die Unterhaltsberechnung basiert auf folgenden Werten: 
Einkommen Gesuchsgegner: CHF 6'500.00 
Einkommen Gesuchstellerin: CHF 0.00 
Existenzminimum Gesuchsgegner: CHF 1'780.00 
Existenzminimum Gesuchstellerin: CHF 3'030.00 
Existenzminimum C._____:  CHF 750.00 
 
Das Beweisergebnis bleibt vorbehalten. 
 
5. 
Eventualiter sei der Entscheid in den Ziffern 5.1, 5.2, 6.1., 6.2 und 8. auf-
zuheben und an die Vorinstanz zur Ermittlung des Unterhalts an C._____ 
und die Gesuchstellerin zurückzuweisen." 

 

Der Beklagte sei zudem zur Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses 

(Fr. 6'000.00) zu verpflichten (Ziff. 6); eventuell sei ihr die unentgeltliche 

Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu bewilligen (Ziff. 7). Im Weite-

ren beantragte die Klägerin, der Beklagte sei zu verpflichten, die Geschäfts-

berichte 2020 bis 2022 "seines Unternehmens, inklusive Bilanzen und Er-

folgsrechnungen" sowie "von sämtlichen Konten seit 31.12.2021 sämtliche 

Kontoauszüge" einzureichen. 

 

3.2. 

Mit Berufungsantwort vom 1. Februar 2024 beantragte der Beklagte, die 

Berufung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten sei. Eventuell sei der Kinderunterhalt in teilweiser Gut-

heissung der Berufung wie folgt (zzgl. Kinderzulagen) festzulegen: 

 

"CHF 3'539.70 […] ab 1. April 2023 bis 30. April 2023 ([CHF 519.00 
Bar- und CHF 3'020.70 Betreuungsunterhalt) 

CHF 2'039.70 ab 1. Mai 2023 bis 31. März 2024 ([CHF 519.00 Bar- 
und CHF 1'520.70 Betreuungsunterhalt) 

CHF 3'339.70 ab 1. April 2024 ([CHF 519.00 Bar- und CHF 2'820.70 
Betreuungsunterhalt)" 

 

3.3. 

Mit Eingabe vom 2. Februar 2024 reichte die Klägerin neue Unterlagen ein, 

zu denen sich der Beklagte mit Eingabe vom 15. Februar 2024 äusserte. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Gegen den angefochtenen Entscheid ist als Rechtsmittel die Berufung ge-

geben (Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO), mit welcher beim Obergericht (§ 10 lit. c 

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EG ZPO) die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung 

des Sachverhalts geltend gemacht werden können (Art. 310 ZPO). 

 

1.2. 

In der Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) hat sich der Berufungs-

kläger mit der Begründung im erstinstanzlichen Entscheid im Einzelnen und 

sachbezogen auseinander zu setzen (REETZ/THEILER, in: Kommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO-Komm.], 3. Aufl. 2016, N. 36 

zu Art. 311 ZPO; BGE 147 III 179 E. 4.2.1). Mit blossen Wiederholungen 

der eigenen Vorbringen vor erster Instanz, die von dieser bereits abgehan-

delt wurden, wird dem Begründungserfordernis nicht Genüge getan (HUN-

GERBÜHLER/BUCHER, in: DIKE-Kommentar ZPO, 2. Aufl. 2016, N. 27 ff. zu 

Art. 311 ZPO). 

 

1.3. 

Die Berufungsbeklagte kann Kritik an den Erwägungen der Vorinstanz 

üben, auch wenn wie vorliegend (Art. 314 Abs. 2 ZPO) keine Anschlussbe-

rufung zulässig ist (REETZ/THEILER, a.a.O., N. 12 zu Art. 312 ZPO). 

 

1.4. 

Das Obergericht beschränkt sich – abgesehen von offensichtlichen Män-

geln – auf die Beurteilung der in der Berufung und der Antwort auf diese 

gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen. Ein allfälli-

ger zweiter Schriftenwechsel oder die Ausübung des Replikrechts dienen 

nicht dazu, die bisherige Kritik zu vervollständigen oder gar neue vorzutra-

gen (vgl. BGE 142 III 417 E. 2.2.4). Im Übrigen gilt die Einschränkung, dass 

im Berufungsverfahren das Vorbringen neuer Tatsachen und Beweismittel 

nur im Rahmen von Art. 317 Abs. 1 ZPO möglich ist (BGE 138 III 625 

E. 2.2), bei den der Erforschungs- und der Offizialmaxime unterliegenden 

Kinderbelangen (Art. 296 ZPO) nicht (BGE 144 III 349 E. 4.2.1). 

 

1.5. 

Die Erforschungs- und die Offizialmaxime befreien die Parteien weder von 

ihrer Behauptungs- und Substantiierungslast noch von ihrer Mitwirkungs-

pflicht, d.h. es liegt auch in diesem Fall an ihnen, die erforderlichen tatsäch-

lichen Grundlagen für die geltend gemachten Ansprüche darzutun und die 

Beweise für die vorgebrachten Tatsachen vorzulegen resp. zu beantragen 

(BGE 140 III 485 E. 3.3). Zudem ist eine willkürfreie antizipierte Beweiswür-

digung nicht ausgeschlossen (BGE 143 III 297 E. 9.3.2). Bleiben prozess-

relevante Tatsachen beweislos, unterliegt diejenige Partei welche die Be-

weislast trägt (GEHRI, in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-

zessordnung [BSK-ZPO], 3. Aufl. 2017, N. 17 zu Art. 55 ZPO). 

 

1.6. 

Das Berufungsgericht kann Beweise abnehmen (Art. 316 Abs. 3 ZPO). Ob 

dies notwendig ist, entscheidet das Gericht in Ausübung seines pflichtge-

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.01.2019&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=pus&query_words=antizipierte+Beweisw%FCrdigung+Untersuchungsmaxime&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-III-297%3Ade&number_of_ranks=0#page297

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mässen Ermessens (Urteil des Bundesgerichts 5A_905/2011 vom 

28. März 2012 E. 2.5). 

 

1.7. 

Im summarischen Eheschutzverfahren gilt das Beweismass der Glaubhaft-

machung (Urteil des Bundesgerichts 5A_297/2016 vom 2. Mai 2017 

E. 2.2), was mehr als Behaupten bedeutet (BGE 120 II 398).  

 

2. 

Den ab 1. April 2023 strittigen Kinder- und Ehegattenunterhalt ermittelte die 

Vorinstanz nach der zweistufigen Methode (vgl. BGE 147 III 293, 147 III 

308, 147 III 265) wie folgt: 

 

Der Bedarf (resp. das betreibungsrechtliche Existenzminimum) wurde für 

C._____ auf Fr. 750.00 (Grundbetrag Fr. 400.00, Wohnkosten Fr. 250.00, 

Krankenkasse Fr. 100.00), für die Klägerin auf Fr. 3'030.00 (Grundbetrag 

Fr. 1'200.00, Miete Fr. 1'675.00 abzgl. Anteil C._____ Fr. 250.00, KVG 

Fr. 405.00) und für den Beklagten auf Fr. 1'517.00 im April 2023 (Grundbe-

trag Fr. 1'200.00, Wohnkosten Fr. 0.00, KVG Fr. 257.00, Zuschlag für aus-

wärtiges Essen Fr. 40.00, Kleider- und Wäscheverbrauch Fr. 20.00) resp. 

auf Fr. 3'017.00 ab Mai 2023 (neu: Wohnkosten Fr. 1'500.00) festgesetzt 

(angefochtener Entscheid, E. 8.2 – 8.4). 

 

Als Einkommen wurden veranschlagt: Für C._____ Fr. 200.00 

(Kinderzulage), für die Klägerin Fr. 0.00 und für den Beklagten Fr. 5'200.00 

bis 31. März 2024 resp. Fr. 6'500.00 ab 1. April 2024 (angefochtener 

Entscheid, E. 8.5). 

 

Der vom Einkommen des Beklagten nach Deckung seines Existenzmini-

mums, des (ungedeckten) Barbedarfs von C._____ und des Mankos der 

Klägerin (Betreuungsunterhalt) im April 2023 verbleibende Überschuss 

wurde nach grossen und kleinen Köpfen auf die Parteien (je 40 %) und 

C._____ (20 %) verteilt. C._____ Unterhalt setzte sich zusammen aus 

seinem (ungedeckten) Barbedarf, dem Überschussanteil sowie dem Be-

treuungsunterhalt; der Ehegattenunterhalt der Klägerin entsprach ihrem 

Überschussanteil (angefochtener Entscheid, E. 9.3). 

 

Ab 1. Mai 2023 konnte das Manko der Klägerin und damit C._____ 

Betreuungsunterhalt nur noch teilweise gedeckt werden; es verblieb kein 

Raum für Ehegattenunterhalt (angefochtener Entscheid, E. 9.4 f.).  

 

3. 

3.1. 

Die Berufungsinstanz kann den angefochtenen Entscheid kassieren und 

die Sache an die erste Instanz zurückweisen, wenn ein wesentlicher Teil 

 - 8 - 

 

 

der Klage nicht beurteilt wurde oder der Sachverhalt in wesentlichen Teilen 

zu vervollständigen ist (Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO). 

 

3.2. 

Die Klägerin beantragt eventualiter, es sei der Entscheid in den Ziffern 5.1, 

5.2, 6.1, 6.2 und 8 aufzuheben und an die Vorinstanz zur Ermittlung des 

Unterhalts zurückzuweisen (Berufung, S. 12). Es ist indes nicht ersichtlich 

und wird auch von der Klägerin nicht dargetan, warum sich eine Rückwei-

sung des Verfahrens an die Vorinstanz aufdrängen sollte. Die Sache ist 

spruchreif. 

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Zum dem Beklagten ab 1. April 2023 angerechneten Nettoeinkommen 

(Fr. 5'200.00) erwog die Vorinstanz: Entgegen der Meinung der Klägerin 

sei der Beklagte nicht als Selbständiger zu behandeln, weshalb die Ge-

schäftsabschlüsse der D._____ GmbH nicht einzufordern seien. Dem 

Handelsregisterauszug der GmbH könne entnommen werden, dass der 

Beklagte seit Juni 2022 40 % der Stammanteile halte. Die restlichen Anteile 

hielten mit je 30 % seine Schwester und sein Vater. Es sei davon auszuge-

hen, dass die Vertragsmodalitäten zwischen den Gesellschaftern ausge-

handelt worden seien und der Beklagte sein Gehalt nicht selbst festlegen 

könne. Zur Bestimmung seines Einkommens sei auf die eingereichten Ar-

beitsverträge abzustellen. Gemäss diesen belaufe sich sein monatlicher 

Nettoverdienst (inkl. 13. Monatslohn) auf Fr. 6'500.00 (100 %) resp. 

Fr. 5'200.00 (80 %). Aufgrund seines Vorhabens, den Direktzahlungskurs 

(landwirtschaftliche Weiterbildung) zu besuchen, habe der Beklagte sein 

Pensum per 1. April 2023 auf 80 % reduziert. Er habe glaubhaft darlegen 

können, dass die Absolvierung des Kurses bereits vor der Trennung ein 

Thema gewesen sei und er sich hauptsächlich aufgrund dessen geplanter 

Abschaffung dafür angemeldet habe. Er habe die Weiterbildung bereits be-

gonnen, sie dauere noch bis März 2024. Die (vorübergehende) Anrech-

nung eines hypothetischen Einkommens rechtfertige sich nicht. Es sei aber 

absehbar und zu erwarten, dass er ab April 2024 sein Pensum wieder auf 

100 % erhöhe, weshalb ab dann wieder von einem Einkommen von 

Fr. 6'500.00 auszugehen sei (angefochtener Entscheid, E. 8.5.2).  

 

In ihrer Berufung (S. 5 ff.) hält die Klägerin an ihren erstinstanzlichen Aus-

führungen fest. Der Beklagte habe "mit der Trennung" sein Einkommen um 

20 % reduziert. Er könne das zwar nicht allein bewerkstelligen, es seien 

aber keine unternehmerischen Gründe ersichtlich, weshalb "sein Vater 

oder seine Schwester gegen eine Lohnreduktion ein Veto einlegen sollten". 

Sie stünden ihm nicht im Wege, seine Einkommenssituation zu optimieren, 

um seine Unterhaltspflicht so tief wie möglich zu halten. Dazu komme, dass 

der Beklagte eine "besondere Stellung im Unternehmen" habe, womit er 

 - 9 - 

 

 

den "Hauptgesellschafter" verkörpere, der die leitende Funktion habe; da-

für gäbe es diverse "Indizien": Er arbeite seit 2011 im Familienbetrieb (seine 

Schwester erst seit 2021), er habe 40 % der Anteile (seine Schwester nur 

30 %), er sei einziger Geschäftsführer, er wohne auf dem elterlichen Hof 

(die letzten zehn Jahre kostenlos), er habe dem Unternehmen ein Darlehen 

von Fr. 25'000.00 gewährt und es sei vorgesehen, dass er den elterlichen 

Hof übernehmen werde. Deshalb habe er die Geschäftsberichte der letzten 

drei Jahre zur Ermittlung seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit vorzule-

gen. Es sei nicht relevant, dass der Beklagte erst seit 2022 Gesellschafter 

sei; er sei seit der Gründung der GmbH 2011 "stark involviert in das Fort-

kommen des Unternehmens".  

 

Der Beklagte bestreitet die Ausführungen der Klägerin. Die Abschlüsse 

seien für die Bestimmung seines Einkommens irrelevant. Sein Einkommen 

liege für einen gelernten […] über dem branchenüblichen Durchschnitt. Es 

gäbe weder Gewinnausschüttungen noch Boni (Berufungsantwort, S. 4 bis 

14). 

 

4.1.2. 

Im familienrechtlichen Prozess kann es sich rechtfertigen, die Leistungsfä-

higkeit des wirtschaftlichen Firmeninhabers einer Aktiengesellschaft oder 

einer GmbH so zu bestimmen, wie wenn er Selbständigerwerbender wäre, 

so z.B., wenn eine wirtschaftliche Einheit zwischen der Aktiengesellschaft 

oder der GmbH und dem Allein- oder Hauptgesellschafter besteht 

(GLOOR/SPYCHER, in: Zivilgesetzbuch I, Basler Kommentar, 7. Aufl. 2022, 

N. 15 zu Art. 125 ZGB; BÜCHLER/RAVEANE, in: Kommentar zum Familien-

recht, Scheidung, Band I, 4. Aufl. 2022, N. 34c zu Art. 125 ZGB; Urteil des 

Bundesgerichts 5P.342/2001 vom 20. Dezember 2001 E. 3b). 

 

Bis Ende Mai 2022 war der Vater des Beklagten, E._____, einziger 

Gesellschafter und Geschäftsführer der (damaligen) D._____ GmbH. Erst 

seit dem 31. Mai 2022 sind der Beklagte und seine Schwester F._____ 

ebenfalls Gesellschafter der (neu) G._____ GmbH. Der Beklagte hält 40 % 

der Stammanteile, sein Vater und seine Schwester je 30 % (HR-Auszug, 

Berufungsbeilage 6). Über die Stimmenmehrheit verfügt der Beklagte damit 

nicht. 

 

Die beherrschende Stellung in einer Unternehmung muss nun zwar nicht 

zwingend auf dem Besitz von Aktien oder Stammanteilen beruhen (Urteile 

des Bundesgerichts 5P.127/2003 vom 4. Juli 2003 E. 2.2, 5A_379/2007 

vom 3. Oktober 2007 E. 2.1, 5A_587/2007 vom 28. Februar 2008 E. 2.2 

und 5D_167/2008 vom 13. Januar 2009 E. 3.3), sondern kann sich auch 

aus vertraglichen Bindungen oder familiären, verwandtschaftlichen und 

freundschaftlichen Beziehungen ergeben (Urteile des Bundesgerichts 

5P.127/2003 vom 4. Juli 2003 E. 2.2, des Obergerichts des Kantons Zürich 

LY170017 vom 27. September 2017 E. III/3.4 und des Kantonsgerichts 

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St.Gallen FS.2020.37 vom 21. Februar 2022 E. 4/c/aa). Dass aber vorlie-

gend dem Beklagten innerhalb der G._____ GmbH eine beherrschende 

Stellung zukommen würde resp. dass die drei Familienmitglieder 

(Beklagter, Vater, Schwester) als Gesellschafter der GmbH das Einkom-

men des Beklagten im Zusammenspiel bewusst tief halten würden, um die 

Unterhaltspflicht des Beklagten möglichst tief zu halten, vermochte die 

Klägerin mit den von ihr aufgeführten "Indizien" (E. 4.1.1 oben) nicht glaub-

haft (E. 1.7 oben) zu machen. Zum einen hatte der Beklagte zu keinem 

Zeitpunkt (auch nicht vor der Trennung) die Mehrheit der Stammanteile 

inne und bis anhin, was von der Klägerin im Grundsatz nicht bestritten wird, 

auch nie ein (beträchtlich) höheres Einkommen erzielt. Zum andern ist die 

dokumentierte Lohnreduktion des Beklagten um 20 % bloss vorübergehen-

der Natur und findet ihre plausible Begründung darin, dass der Beklagte 

von April 2023 bis März 2024 den unstrittig schon während des ehelichen 

Zusammenlebens thematisierten Direktzahlungskurs – wegen dessen un-

strittig geplanter Abschaffung aus nachvollziehbaren Gründen möglichst 

schnell – absolvieren wollte (vgl. Beilagen 23 bis 25 zur Eingabe des Be-

klagten vom 24. Mai 2023; act. 23, 48, 58, 77 f.). Daraus, dass der Beklagte 

den Kurs mit dem Ziel absolviert, dereinst den Landwirtschaftsbetrieb sei-

ner Eltern zu übernehmen, kann in Bezug auf seine derzeitige Stellung in 

der G._____ GmbH nichts abgeleitet werden, insbesondere nicht, dass er 

in der GmbH die beherrschende Stellung innehaben resp. sein Einkommen 

in Schädigungsabsicht (vgl. BGE 143 III 233 E. 3.4) reduziert hätte. Für 

eine solche Annahme fehlt es vorliegend an den dafür erforderlichen ein-

deutigen Indizien (Urteil des Bundesgerichts 5A_403/2019 vom 12. März 

2020 E. 4.3.2). Es ist damit auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

dem Beklagten vom 1. April 2023 bis 31. März 2023 kein hypothetisches 

Einkommen angerechnet und - mangels Relevanz - davon abgesehen hat, 

die Jahresabschlüsse 2020 bis 2022 der G._____ GmbH einzuholen. 

 

4.1.3. 

Mit Eingabe vom 15. Februar 2024 reichte die Klägerin als zulässiges 

neues Beweismittel (vgl. E. 1.4 oben) die Steuererklärung der Parteien vom 

30. Januar 2024 für das Jahr 2022 ein. Daraus ergibt sich für das damalige 

100 %-Pensum des Beklagten ein monatliches Nettoeinkommen (exkl. Kin-

derzulagen) von Fr. 6'683.30. Es ist davon auszugehen, dass der Beklagte 

dieses Einkommen – welches das von den H._____ für einen (wie den Be-

klagten) […] empfohlene Einkommen (13x Fr. 6'883.00 / 12 x 0.87) um rund 

Fr. 200.00 übersteigt (vgl. TOSONI, Lohnbuch 2023, […]) – auch ab April 

2024 wieder (im Rahmen eines 100 %-Pensums) zu erzielen vermag. 

Dieses Einkommen entspricht bei einem 80 %-Pensum einem monatlichen 

Nettoeinkommen von Fr. 5'346.00, welches der Unterhaltsberechnung von 

April 2023 bis März 2024 zugrunde zu legen ist. Mit seinem Einwand in der 

Eingabe vom 15. Februar 2024, wonach die Steuererklärung 2022 für die 

Bestimmung seines Einkommens ab 1. April 2023 irrelevant sei resp. sich 

das relevante Einkommen "aus den eingereichten Unterlagen" (womit er 

 - 11 - 

 

 

offensichtlich die eingereichten Arbeitsverträge [Verhandlungsbeilagen 

vom 27. Juli 2023] und das "Lohnblatt 2023" [Berufungsantwortbeilage 3, 

Beilage 11 zur Stellungnahme] meint) ergebe, ist der Beklagte nicht zu 

hören. Dem als blosse Exceltabelle ausgestalteten und nicht 

unterzeichneten "Lohnblatt 2023" kommt kein höherer Beweiswert als einer 

Parteibehauptung zu. Den eingereichten Arbeitsverträgen ist sodann kein 

tieferes monatliches Nettoeinkommen für ein 100 %-Pensum zu entneh-

men, als mit Lohnausweis 2022 ausgewiesen ist, zumal den Arbeitsverträ-

gen die konkrete Höhe der Sozialversicherungsbezüge und des Pensions-

kassenbeitrages nicht entnommen werden kann. Der Beklagte hat es ver-

säumt, Belege einzureichen, die den von ihm im Vergleich zum im Jahr 

2022 ausbezahlten Arbeitsverdienst geltend gemachten tieferen Lohn für 

ein 100 %-Pensum nachweisen würden (vgl. E. 1.5 oben). 

 

4.2. 

Die Vorinstanz rechnete der Klägerin kein Einkommen an (angefochtener 

Entscheid, E. 8.5.3). Einzig aufgrund der angeblichen Aussage des erst 

dreijährigen C._____ gegenüber dem Beklagten, wonach die Klägerin in 

Q._____ arbeite und er in dieser Zeit bei seiner Oma weile (vgl. Berufungs-

antwort, S. 16), drängen sich keine weiteren Abklärungen bei der Klägerin 

auf (vgl. E. 1.6 oben). 

 

5. 

5.1. 

5.1.1. 

Gestützt auf den Mietvertrag vom 6. März 2023 (Gesuchsbeilage 2) veran-

schlagte die Vorinstanz im Bedarf der Klägerin monatliche Wohnkosten 

(inkl. Nebenkosten) von Fr. 1'675.00, abzüglich eines Wohnkostenanteils 

von Fr. 250.00 für C._____. Da die Klägerin seit Januar 2023 nicht mehr 

erwerbstätig sei und ihrem Auto somit kein Kompetenzcharakter zukomme, 

sei die Parkplatzmiete nicht zu berücksichtigen (angefochtener Entscheid, 

E. 8.3). 

 

Warum ihr stattdessen Fr. 1'800.00 (also inkl. Parkplatzmiete) abzüglich ei-

nes Wohnkostenanteils von Fr. 500.00 für C._____ zugestanden werden 

sollten, legt die Klägerin in ihrer Berufung (S. 11) nicht dar. Insbesondere 

fehlen Ausführungen dazu, warum ihrem Auto - entgegen dem Dafürhalten 

der Vorinstanz - Kompetenzcharakter eingeräumt werden müsste und wa-

rum für C._____ ein Wohnkostenanteil von Fr. 500.00 veranschlagt werden 

sollte. Laut Ziff. 2.3 der obergerichtlichen Empfehlungen für die Bemessung 

von Unterhaltsbeiträgen für Kinder vom 1. Mai 2017 [XKS.2017.2] (in der 

seit 1. Januar 2023 in Kraft stehenden Version) ist im Standardfall im Be-

darf des (minderjährigen) Kindes ein Wohnkostenanteil von Fr. 250.00 auf-

zurechnen und beim betreuenden Elternteil abzuziehen. 

 

 - 12 - 

 

 

"Unterlagen zur Mietzinsreduktion aufgrund des Wasserschadens in der 

Wohnung der Klägerin" (vgl. Berufungsantwort, S. 17; act. 88 f.) sind bei 

der Klägerin aufgrund der kurzen Zeitdauer von rund 2.5 Wochen (vgl. 

act. 88), für welche sich eine (allfällige) Mietzinsreduktion auswirken würde, 

im vorliegenden Summarverfahren nicht einzuholen (vgl. E. 1.6 oben). Eine 

allfällige Mietzinsreduktion wäre ohnehin nur im Umfang von wenigen Pro-

zentpunkten (vgl. Merkblatt "Gerichtsentscheide: Mietzinsreduktion bei 

Mängeln" auf www.mieterverband.ch) zu erwarten, was im Lichte der bei 

Unterhaltsberechnungen immanenten Scheingenauigkeiten und des wei-

ten richterlichen Ermessens in Unterhaltssachen (vgl. BGE 134 III 577 E. 4) 

auch gegen deren Berücksichtigung spricht. 

 

5.1.2. 

Zusammenfassend hat es bei dem vorinstanzlich für die Klägerin ermittel-

ten Existenzminimum von Fr. 3'030.00 sein Bewenden. 

 

5.2. 

5.2.1. 

Ab dem 1. Mai 2023 berücksichtigte die Vorinstanz im Bedarf des Beklag-

ten gestützt auf den eingereichten Mietvertrag vom 3. April 2023 einen 

Mietzins von Fr. 1'500.00 (vgl. Beilage 15 zur Stellungnahme). 

 

Die Klägerin ist damit nicht einverstanden. Die Parteien hätten zehn Jahre 

lang unentgeltlich auf dem Hof der Eltern des Beklagten gelebt. Der Miet-

vertrag sei "rein aus rechtsmissbräuchlichen Gründen" abgeschlossen wor-

den; man wolle einfach die Unterhaltszahlungen des Beklagten möglichst 

tief halten. Nachdem der Beklagte in der Stellungnahme noch ausgeführt 

habe, die Eltern seien nicht mehr bereit zu einem Mietzinsverzicht, weil die-

ser nicht mehr zu Gunsten der jungen Familie erfolgen würde, habe er 

– ohne dies zu belegen – an der Verhandlung gesagt, seine Eltern seien 

auf den Mietzins angewiesen. Im Weiteren habe er die tatsächlich anfallen-

den Kosten für die Wohnung nicht belegt. Der Beklagte habe das unent-

geltliche Wohnen als Lohnbestandteil bezeichnet; der Mietvertrag sei folg-

lich eine "indirekte Lohnreduktion" (Berufung, S. 9 ff.). 

 

Gemäss Rechtsprechung und herrschender Lehre sollen freiwillige Leis-

tungen Dritter, die dem Willen des Zuwendenden nach einzig dem Empfän-

ger zugutekommen sollen, diesem nicht als Einkommen angerechnet wer-

den. Andernfalls würden sie indirekt einer anderen Person zukommen als 

derjenigen, für die sie tatsächlich bestimmt sind (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 5A_822/2012 vom 26. Februar 2014 E. 3). Dasselbe muss gelten, 

wenn eine Partei durch Leistungen Dritter von bestimmten Aufwendungen 

entlastet wird, oder wenn – wie vorliegend – Dritte (die Eltern des Beklag-

ten) eine Partei (ihren Sohn) nicht mehr von Aufwendungen (Mietzins) ent-

lasten, um damit nicht (mehr) indirekt eine andere Person (die Klägerin) zu 

begünstigen. Rechtsmissbrauch, für welchen als rechtshindernde bzw. 

http://www.mieterverband.ch/

 - 13 - 

 

 

rechtsaufhebende Tatsache die sich darauf berufende Klägerin beweis-

pflichtig (Art. 8 ZGB) und welcher nur mit grosser Zurückhaltung anzuneh-

men ist (BGE 136 III 454 E. 4.5.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_655/2010 

vom 5. Mai 2021 E. 2.2.1 "mit grösster Zurückhaltung"), ist darin nicht zu 

erblicken. Der Einwand der Klägerin, wonach der Beklagte das unentgeltli-

che Wohnen als Lohnbestandteil bezeichnet haben soll, erschöpft sich sich 

in einer reinen Behauptung. Die Klägerin spekulierte in ihrer Replik vom 

24. Juli 2023 (act. 49) vielmehr selbst, dass "davon auszugehen [sei], dass 

der Hof über die Unternehmung finanziert [werde], womit die Wohnkosten 

eigentlich Lohnbestand [seien]". 

 

Hinsichtlich der anrechenbaren Wohnkosten ist nicht entscheidend, welche 

Kapitalkosten dem Eigentümer effektiv anfallen, sondern stellt sich einzig 

die Frage, ob der im Sinne einer Miete (vorliegend) vereinbarte Betrag von 

monatlich Fr. 1'500.00 inklusive Nebenkosten für den Beklagten und (be-

suchsweise) seinen Sohn C._____ als angemessen erscheint, was zu 

bejahen ist. Gemäss Ziffer II./1 lit. b der obergerichtlichen Richtlinien für die 

Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) 

nach Art. 93 SchKG (SchKG-Richtlinien; KKS.2005.7) können nur die an-

gemessenen Wohnkosten – welche gemäss der auf das Ergänzungsleis-

tungsrecht Bezug nehmenden Rechtsprechung des Bundesgerichts für 

eine alleinstehende Person Fr. 1'100.00 im Monat nicht wesentlich über-

steigen sollten (Urteile des Bundesgerichts 5C.6/2002 vom 11. Juni 2002 

E. 4b/cc und 5P.6/2004 vom 12. März 2004 E. 4.4) – im Existenzminimum 

angerechnet werden. Im Bereich des Ergänzungsleistungsrechts werden 

gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG demgegenüber heute für den in der Region 

2 liegenden Wohnort R._____ des Beklagten für eine alleinstehende Per-

son mit einem Kind monatliche Mietkosten von Fr. 1'685.00 anerkannt (*). 

Beizufügen ist, dass – was die Klägerin verkennt (vgl. act. 49) – bei der Be-

stimmung des Mietzinses selbstverständlich auch die Eigenkapitalverzin-

sung, die Kosten für Unterhalt, Instandstellung und Erneuerung und selbst 

eine angemessene Rendite zu berücksichtigen sind, hingegen nicht die 

Amortisationen (vgl. Entscheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts 

ZSU.2009.177 vom 15. Juni 2009 E. 6.2). Dass die Wohnkosten des Be-

klagten den ortsüblichen Mietzins übersteigen würden, wurde (zurecht) 

nicht geltend gemacht. 

 
(*) www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/ergaenzungsleistungen/grundlagen-und-ge-

setze/grundlagen/mietkostenergaenzungsleistungen.html 

 

5.2.2. 

Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf des Beklagten Fr. 40.00 für die 

auswärtige Verpflegung: Der Beklagte habe ausgesagt, dass er im Winter 

2-3 Mal pro Woche in ein Restaurant gehe (vgl. act. 81 f.). Über das Jahr 

verteilt sei somit durchschnittlich von der auswärtigen Verpflegung an ei-

nem Tag pro Woche auszugehen, weshalb dem Beklagten dafür monatlich 

Fr. 40.00 anzurechnen seien. Im Weiteren wurden Fr. 20.00 für Berufsklei-

http://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/ergaenzungsleistungen/

 - 14 - 

 

 

der veranschlagt. Es sei offensichtlich, dass die Arbeit des Beklagten als 

[…] spezielle Schutzkleidung benötige (angefochtener Entscheid, E. 8.4). 

 

Die Klägerin verlangt die Streichung dieser Beträge aus dem Bedarf des 

Beklagten. Der Beklagte habe "Nahrung" stets über das Unternehmen bzw. 

seine Eltern bezogen; ein "Abzug" sei "nicht angemessen". Es könne nicht 

ausgeschlossen werden, dass diese Positionen in der Buchhaltung der 

GmbH berücksichtigt würden (Berufung, S. 11). 

 

Bei den Ausführungen der Klägerin handelt es sich um unbelegte Spekula-

tionen, die nicht näher zu vertiefen sind. Eine substantiierte Auseinander-

setzung mit dem angefochtenen Entscheid lässt die Klägerin in ihrer Beru-

fung missen (vgl. E. 1.2 oben). 

 

Der Beklagte ist mit seinem Einwand, ihm müssten für die auswärtige Ver-

pflegung Fr. 183.30 (220 Tage x Fr. 10.00 / 12 Monate) zugestanden wer-

den (Berufungsantwort, S. 17), ebenfalls nicht zu hören. Seine Ausführun-

gen, wonach auch ein Mittagessen "aus der Tankstelle, aus dem Coop etc." 

als auswärtige Verpflegung zähle und schnell Fr. 10.00 koste, überzeugen 

nicht. Der Verpflegungszuschlag gemäss Ziff. II.4 b der SchKG-Richtlinien 

entschädigt nicht die Verpflegungskosten generell und in ihrer Gesamt-

höhe, sondern es gibt diesen Notbedarfszuschlag nur für Mehrauslagen, 

die über diejenigen Essenskosten, die im Grundbetrag enthalten sind, hin-

ausgehen. Es muss dabei zumindest glaubhaft erscheinen, dass sich die 

auswärtige Verpflegung aufdrängt. Rund die Hälfte des Grundbetrags ist 

zur Deckung der Nahrungskosten vorgesehen (Ziff. V.1. der SchKG-Richt-

linien), beim Beklagten somit Fr. 600.00 pro Monat, was ca. Fr. 20.00 pro 

Tag entspricht. Auf eine Hauptmahlzeit entfallen etwa Fr. 8.00 (vgl. Ent-

scheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts ZSU.2013.47 vom 9. April 

2013 E. 5.4). Vorliegend ist nicht ersichtlich, dass es dem Beklagten, der 

bereits für vier Mahlzeiten täglich gestützt auf das vorinstanzliche Urteil ei-

nen Verpflegungszuschlag erhält, nicht möglich sein soll, sich so für knapp 

Fr. 10.00 (aus dem Grundbetrag) "aus der Tankstelle, aus dem Coop etc." 

sein Mittagessen zu beschaffen. Damit besteht mit Blick auf die hievor dar-

gelegten Kriterien offensichtlich kein Raum, ihm den beantragten Verpfle-

gungszuschlag von Fr. 183.20 resp. einen höheren Betrag als Fr. 40.00 ge-

mäss Vorinstanz zu gewähren. 

 

5.2.3. 

Es bleibt damit auch beim Beklagten bei den für ihn von der Vorinstanz 

ermittelten Existenzminima von Fr. 1'517.00 im April 2023 resp. 

Fr. 3'017.00 ab Mai 2023.  

 

 - 15 - 

 

 

5.3. 

5.3.1. 

Die Vorinstanz berücksichtigte bei C._____ einen Wohnkostenanteil von 

Fr. 250.00, den sie von den Wohnkosten der Klägerin in Abzug brachte. 

Warum stattdessen von Fr. 500.00 ausgegangen werden sollte, begründet 

die Klägerin mit keinem Wort. (vgl. E. 5.1.1 oben). 

 

5.3.2. 

Die Klägerin verliert auch kein Wort dazu, warum – entgegen der 

Vorinstanz – für C._____ Gesundheitskosten von Fr. 50.00 einzusetzen 

wären (Berufung, S. 11). 

 

5.3.3. 

Dem Beklagten ist sodann darin beizupflichten, dass beide Parteien 

C._____ KVG-Prämie auf Fr. 69.00 beziffert haben (vgl. act. 5 und 26), 

weshalb für die Vorinstanz keine Veranlassung bestand, diese – gestützt 

auf Ziff. 2.3.1 der Unterhaltsempfehlungen – mit dem Vermerk 

"durchschnittliche Kinderprämie im Aargau" pauschal mit Fr. 100.00 zu 

veranschlagen (vgl. angefochtener Entscheid, E. 6.4). 

 

5.3.4. 

Der (ungedeckte) Barbedarf von C._____ ist damit auf (gerundet) 

Fr. 520.00 (Grundbetrag Fr. 400.00, Wohnkosten Fr. 250.00, Kranken-

kasse Fr. 69.00; abzgl. Kinderzulage Fr. 200.00) zu veranschlagen. 

 

6. 

6.1. 

Im April 2023 verfügt der Kläger nach Deckung seines Existenzminimums 

(Fr. 1'517.00), des (ungedeckten) Barbedarfs von C._____ (Fr. 520.00) 

und des Mankos der Klägerin (Fr. 3'030.00; Betreuungsunterhalt) noch 

über einen Einkommensüberschuss von Fr. 279.00 (Fr. 5'346.00 – 

Fr. 1'517.00 – Fr. 520.00 – Fr. 3'030.00). Dieser ist nach grossen und gros-

sen kleinen Köpfen mit je 40 % resp. (gerundet) Fr. 112.00 den Parteien 

und mit 20 % resp. (gerundet) Fr. 55.00 C._____ zuzuweisen. Daraus 

resultiert für C._____ ein rechnerischer Gesamtunterhalt von Fr. 3'605.00 

(Barunterhalt Fr. 575.00, Betreuungsunterhalt Fr. 3'030.00), zzgl. 

Kinderzulage; der Ehegattenunterhalt der Klägerin entspricht (rechnerisch) 

ihrem Überschussanteil von Fr. 112.00. 

 

6.2. 

Vom 1. Mai 2023 bis 31. März 2024 kann das Manko der Klägerin und da-

mit C._____ Betreuungsunterhalt unter Wahrung des Existenzminimums 

des Beklagten (BGE 135 III 66) nur teilweise im Umfang von Fr. 1'809.00 

gedeckt werden ([Fr. 5'346.00 – Fr. 3'017.00 – Fr. 520.00]; Unterdeckung 

Fr. 1'221.00 [Fr. 3'030.00 – Fr. 1'809.00]). C._____ Gesamtunterhalt 

beträgt Fr. 2'329.00 (Barunterhalt Fr. 520.00, Betreuungsunterhalt 

 - 16 - 

 

 

Fr. 1'809.00), zzgl. Kinderzulage. Es besteht kein Raum für 

Ehegattenunterhalt. 

 

6.3. 

Ab 1. April 2024 verfügt der Kläger nach Deckung seines Existenzmini-

mums (Fr. 3'017.00), des (ungedeckten) Barbedarfs von C._____ 

(Fr. 520.00) und des Mankos der Klägerin (Fr. 3'030.00; Betreuungsunter-

halt) noch über einen Einkommensüberschuss von Fr. 116.00 (Fr. 6'683.00 

– Fr. 3'017.00 – Fr. 520.00 – Fr. 3'030.00). Dieser ist nach grossen und 

grossen kleinen Köpfen mit je 40 % resp. (gerundet) Fr. 46.00 den Parteien 

und mit 20 % resp. (gerundet) Fr. 24.00 C._____ zuzuweisen. Daraus 

resultiert für C._____ ein Gesamtunterhalt von Fr. 3'574.00 (Barunterhalt 

Fr. 544.00, Betreuungsunterhalt Fr. 3'030.00); der Ehegattenunterhalt der 

Klägerin entspricht ihrem Überschussanteil von Fr. 46.00. 

 

6.4. 

Im April 2023 resultiert für C._____ ein um bloss Fr. 4.00 höherer 

Kinderunterhalt als gemäss Vorinstanz. Aufgrund der geringen Differenz ist 

diesbezüglich der angefochtene Entscheid nicht anzupassen (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 5A_310/2010 vom 19. November 2020, 5A_327/2010 

vom 8. September 2011 E. 2.2 mit Hinweisen und 5A_615/2009 vom 

20. Januar 2010 E. 6.3 und 6.5). Im Übrigen ist die Berufung der Klägerin 

teilweise gutzuheissen. 

 

7. 

Ein Rechtsschutzinteresse, die Existenzminima der Parteien in der diesbe-

züglich bloss deklaratorischen Dispositiv-Ziffer 8 anzupassen resp. über-

haupt zu erfassen, besteht nicht, da sich die entsprechenden Zahlen aus 

den Urteilserwägungen ergeben (vgl. Entscheid des Obergerichts vom 

18. November 2022 ZSU.2022.175 E. 7); insoweit ist auf die Berufung der 

Klägerin nicht einzutreten. Zu vermerken sind nur die der Unterhaltsberech-

nung zugrunde gelegten Einkommen (Art. 301a ZPO). 

 

8. 

8.1. 

Mit Gesuch um Regelung des Getrenntlebens vom 5. April 2023 hatte die 

Klägerin vom Beklagten einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 6'000.00, 

eventuell die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege beantragt. 

 

Mit angefochtenem Entscheid vom 6. November 2023 wurde der Beklagte 

verpflichtet, der Klägerin einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 5'600.00 

(Fr. 4'000.00 Parteikosten, Fr. 1'600.00 Gerichtskosten) zu bezahlen 

(Disp.-Ziff. 10). 

 

Mit Berufung (S. 12 f.) verlangt die Klägerin, der Beklagte sei zu verpflich-

ten, ihr einen (weiteren) Prozesskostenvorschuss von Fr. 6'000.00 zu be-

 - 17 - 

 

 

zahlen, eventuell sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Ob 

der Beklagte auch für das Berufungsverfahren in der Lage sei, einen Pro-

zesskostenvorschuss zu leisten, sei ihr nicht bekannt; er sei aufzufordern, 

aktuelle Kontoauszüge einzureichen. Angesichts der bisherigen Recht-

sprechung im Kanton Aargau sei ergänzend ein Verfahren am Bezirksge-

richt Q._____ eingeleitet worden; die beiden Verfahren seien zu koordi-

nieren. 

 

Der Beklagte bringt vor, bezüglich der finanziellen Verhältnisse der Klägerin 

erübrigten sich gestützt auf ihre Kontoauszüge Äusserungen. Er sei aber 

auch nicht in der Lage, der Beklagten einen Prozesskostenvorschuss zu 

bezahlen. Er könne sein betreibungsrechtliches Existenzminimum nicht de-

cken (geschweige denn seinen zivilprozessualen Zwangsbedarf), und er 

habe per 15. Januar 2024 nur noch über ein liquides Vermögen von gerun-

det Fr. 15'000.00 verfügt. Würden bei ihm wie bei der Klägerin Anwaltskos-

ten von Fr. 6'000.00 berücksichtigt, seien ihm die verbleibenden 

Fr. 9'000.00 als Notgroschen zu belassen (Berufungsantwort, S. 20 f.). 

 

8.2. 

Gemäss Art. 317 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 227 Abs. 1 ZPO ist im Berufungs-

verfahren eine Klageänderung zulässig, wenn der geänderte oder neue An-

spruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurteilen ist, mit dem bisheri-

gen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang steht oder die Gegen-

partei zustimmt und wenn sie auf neuen Tatsachen und Beweismitteln be-

ruht. Die Verpflichtung zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses in 

der vorliegenden Konstellation ist eine Eheschutzmassnahme und somit 

ebenfalls im summarischen Verfahren zu beurteilen wie die übrigen mit Be-

rufung der Klägerin angefochtenen Eheschutzmassnahmen. Das Erheben 

der Berufung gegen den vorinstanzlichen Eheschutzentscheid stellt eine 

nach Ergehen des Eheschutzentscheids vom 6. November 2023 eingetre-

tene neue Tatsache dar, was praxisgemäss ein entsprechendes Vor-

schussbegehren in der Berufung im Sinne einer Klageänderung zulässt. 

Anzufügen ist, dass selbst dann, wenn die Klägerin vor erster Instanz die 

Beklagtenrolle eingenommen hätte, dies die Klägerin nicht gehindert hätte, 

im vorliegenden Berufungsverfahren Antrag auf Zusprechung eines Pro-

zesskostenvorschusses zu stellen. Auch wenn die Klägerin im erstinstanz-

lichen Eheschutzverfahren die Beklagtenrolle innegehabt hätte, hätte es 

sich dabei um eine zulässige Klageänderung der Rechtsmittelklägerin i.S.v. 

Art. 317 Abs. 2 lit. b ZPO gehandelt. Im Eheschutz- wie im Ehescheidungs-

verfahren kann nämlich die beklagte Partei – ohne förmlich Widerklage zu 

erheben – Gegenrechtsbegehren stellen. Ein solches Begehren hatte die 

Klägerin im erstinstanzlichen Eheschutzverfahren (insbesondere auch be-

züglich Prozesskostenvorschuss) gestellt, weshalb sie als Rechtsmittelklä-

gerin – anders als eine Rechtsmittelbeklagte, welche wegen des Aus-

schlusses der Anschlussberufung im summarischen Verfahren (Art. 314 

Abs. 2 ZPO) keine Abänderung des erstinstanzlichen Entscheids zu ihren 

 - 18 - 

 

 

Gunsten verlangen könnte – auch einen auf veränderte Verhältnisse ge-

stützten geänderten Antrag in Bezug auf den Prozesskostenvorschuss 

hätte stellen können (vgl. Entscheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts 

ZSU.2020.190 vom 7. Juni 2021 E. 4.2). Was das von der Klägerin bei der 

Vorinstanz für das vorliegende Berufungsverfahren eingereichte Prozess-

kostenvorschussbegehren betrifft, ist festzuhalten, dass die Vorinstanz für 

die Beurteilung dieses Begehrens in der vorliegenden Konstellation nicht 

zuständig ist. Das Obergericht ist lediglich als Rechtsmittelinstanz für die 

Beurteilung von in Rechtsmittelverfahren erstmals gestellten Prozesskos-

tenvorschussbegehren nicht zuständig (vgl. statt vieler: Entscheid der 5. Zi-

vilkammer des Obergerichts ZSU.2022.240 vom 18. Januar 2023 E. 6). 

 

8.3. 

Die unentgeltliche Rechtspflege ist subsidiär zum Anspruch auf Prozess-

kostenvorschuss gegenüber dem Ehegatten (BGE 142 III 39 E. 2.3). Dem 

Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege kann nur entspro-

chen werden, wenn erstellt ist, dass der Gesuchsteller vom Ehegatten kei-

nen Prozesskostenvorschuss erhältlich machen kann (Urteil des Bundes-

gerichts 4A_412/2008 vom 27. Oktober 2008 E. 4.1). Die Zusprechung ei-

nes Prozesskostenvorschusses setzt voraus, dass der Ehegatte, der ihn 

verlangt, für die Finanzierung des Prozesses auf den Beistand des anderen 

angewiesen ist, was sich praxisgemäss nach den für die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege geltenden Grundsätze beurteilt (vgl. Ent-

scheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts ZSU.2023.15 vom 5. Juni 2023 

E. 10.2). 

 

Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Für die Beurteilung der 

Mittellosigkeit sind sowohl die Einkommens- als auch die Vermögensver-

hältnisse des Gesuchstellers zu prüfen (RÜEGG, in: BSK-ZPO, a.a.O., N. 7 

zu Art. 117 ZPO). 

 

Soweit das Vermögen einen angemessenen "Notgroschen" übersteigt, ist 

dem Gesuchsteller unbesehen der Art der Vermögensanlage zumutbar, 

dieses zur Finanzierung des Prozesses zu verwenden (Urteile des Bundes-

gerichts 9C_659/2016 vom 17. Januar 2017 E. 4.2, und 4A_664/2015 vom 

19. Mai 2016 E. 3.1). Der "Notgroschen" ist eine Notreserve für die laufen-

den und künftigen Auslagen. Seine Höhe ergibt sich aus den Verhältnissen 

des konkreten Einzelfalles wie namentlich Alter, Gesundheit und den übri-

gen Vermögensverhältnissen des Gesuchstellers (WUFFLI, Die unentgeltli-

che Rechtspflege in der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2015, 

N. 181; zur Kasuistik vgl. BÜHLER, in: Berner Kommentar zur Schweizeri-

schen Zivilprozessordnung [BK-ZPO], 2012, N. 114 zu Art. 117 ZPO). 

 

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/80edc830-0bde-4bb1-8ddd-5fee695d2c3a/citeddoc/106ae4c3-cb19-4b81-9562-64d7af58c7d0/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/12f99cfb-06a2-4ba3-bc49-cb592a6955cb/citeddoc/2598654a-0045-4587-a877-e6f864eacada/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/12f99cfb-06a2-4ba3-bc49-cb592a6955cb/citeddoc/2598654a-0045-4587-a877-e6f864eacada/source/document-link

 - 19 - 

 

 

8.4. 

Zum Vermögen einer Partei gehören auch ihr zustehende, fällige Forde-

rungen (WUFFLI, a.a.O., N. 180); eine Darlehensforderung ist liquid, wenn 

das Darlehen sofort kündbar und die Solvenz des Borgers unzweifelhaft ist 

(BÜHLER, a.a.O., N. 82 zu Art. 117 ZPO).  

 

Der anwaltlich vertretene Beklagte hat seiner Arbeitgeberin ein Darlehen 

von Fr. 25'000.00 gewährt (vgl. act. 6 und 89). Er hat vorliegend weder sub-

stantiiert behauptet geschweige denn belegt, dass er dieses Darlehen resp. 

zumindest einen Teil davon nicht innert nützlicher Frist zurückfordern 

könnte. Er brachte lediglich (ohne dies mit irgendeinem Beweis zu unter-

mauern) vor, das Darlehen – welches auch in der Steuererklärung 2022 

noch deklariert ist (vgl. Beilage zur Eingabe der Klägerin vom 2. Februar 

2024) – könne "momentan" nicht gekündigt werden, weil es "aufgrund von 

Investitionen nicht möglich" sei (act. 60). Er habe auch "gar nicht im Sinn, 

das rauszunehmen" (act. 89). 

 

Bei ihm somit insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln von rund 

Fr. 40'000.00 (Fr. 15'000.00 [vgl. Berufungsantwort, S. 21] + Fr. 25'000.00) 

verbleibt dem jungen und offensichtlich gesunden Beklagten selbst nach 

Bezahlung der eigenen zweitinstanzlichen Prozesskosten (vgl. E. 9 unten) 

und Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses an die Klägerin (vgl. 

E. 8.5.4 unten) noch ein angemessener Notgroschen. Es drängt sich nicht 

auf, ihn aufzufordern, aktuelle Kontoauszüge zur Beurteilung seiner Leis-

tungsfähigkeit einzureichen (vgl. Berufung, S. 12). 

 

8.5. 

8.5.1. 

Die Vorschusspflicht umfasst die Kosten, deren der mittellose Ehegatte zur 

Durchführung des Prozesses bedarf, d.h. die Vorschüsse an das Gericht 

und für die Beiziehung oder Beibehaltung eines Rechtsanwaltes. Es sind 

die Kosten zu berücksichtigen, die im Zeitpunkt der Stellung des Gesuchs 

mit Sicherheit zu erwarten sind (BÜHLER/SPÜHLER, Berner Kommentar, 

1980, N. 282 zu aArt. 145 ZGB). Bei der Bestimmung der Höhe des Vor-

schusses ist auf die tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten des Pro-

zesses abzustellen (SPÜHLER/FREI-MAURER, Berner Kommentar, Ergän-

zungsband, 1991, N. 282 zu aArt. 145 ZGB; CZITRON, Die vorsorglichen 

Massnahmen während des Scheidungsprozesses unter Berücksichtigung 

des am 1. Januar 1998 in Kraft getretenen neuen Eherechts, des in Revi-

sion begriffenen Scheidungsrechts sowie des Prozessrechts und der Pra-

xis im Kanton Zürich, 1995, S. 120). 

 

8.5.2. 

Im Verhältnis zwischen Klient und Anwalt richtet sich das Honorar des Letz-

teren nach der getroffenen Vereinbarung. Für die Höhe der durch die ent-

schädigungspflichtige Partei zu erstattenden Vertretungskosten (Art. 95 

 - 20 - 

 

 

Abs. 3 lit. b ZPO) ist hingegen der Tarif des Kantons des erkennenden Ge-

richts über die Anwaltsgebühren (vgl. Art. 105 Abs. 2 i.V.m. Art. 96 ZPO) 

massgebend. Die Honorarvereinbarung zwischen Klient und Anwalt ist für 

das zuständige Gericht unbeachtlich (SUTER/VON HOLZEN, in: ZPO-Komm., 

a.a.O., N. 30 und 37 zu Art. 95 ZPO; STERCHI, in: BK-ZPO, a.a.O., N. 4 zu 

Art. 96 ZPO); dies gilt auch, wenn es die Höhe eines dem anderen Ehegat-

ten zu leistenden Prozesskostenvorschusses zu beurteilen gilt. 

 

Die Entschädigung von Rechtsanwälten in Verfahren vor aargauischen Ge-

richtsbehörden richtet sich nach den Vorschriften des aargauischen 

Dekrets über die Entschädigung der Anwälte vom 10. November 1987 (An-

waltstarif, AnwT). Dieses sieht für Entschädigungen in Zivilverfahren einen 

Pauschaltarif vor (AGVE 2013 Nr. 75 S. 396 f.). Die sog. Grundentschädi-

gung (vgl. § 3 AnwT) - mit welcher Instruktion, Aktenstudium, rechtliche Ab-

klärungen, Korrespondenz und Telefongespräche sowie eine Rechtsschrift 

und die Teilnahme an einer behördlichen Verhandlung abgegolten sind (§ 6 

Abs. 1 AnwT) - wird dabei für zusätzliche (nicht überflüssige) Rechtsschrif-

ten und zusätzliche Verhandlungen um je 5 - 30 % erhöht (§ 6 Abs. 3 AnwT) 

oder "entsprechend den Minderleistungen des Anwaltes" reduziert, wenn 

das Verfahren nicht vollständig durchgeführt wurde oder der Anwalt eine 

Partei nicht während des ganzen Verfahrens vertrat (§ 6 Abs. 2 AnwT); der 

in der Grundentschädigung enthaltene Zeitaufwand für die "Teilnahme an 

einer behördlichen Verhandlung" wird praxisgemäss mit 20 % gewichtet 

(vgl. Entscheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts ZSU.2021.122 vom 

21. Oktober 2021, E. 3.5.3.1). Erfordert ein Verfahren ausserordentliche 

Aufwendungen eines Anwaltes, kann die um die vorstehenden Zuschläge 

resp. Abzüge bereinigte Grundentschädigung um bis zu 50 % erhöht wer-

den (§ 7 Abs. 1 AnwT). Erfordert ein Verfahren nur geringe Aufwendungen, 

vermindert sich die wie vorstehend bereinigte Grundentschädigung um bis 

zu 50 % (§ 7 Abs. 2 AnwT). Im Rechtsmittelverfahren beträgt die Entschä-

digung des Anwalts je nach Aufwand 50 bis 100 % des nach den Regeln 

für das erstinstanzliche Verfahren berechneten Betrages (§ 8 AnwT), wobei 

die obergerichtliche Praxis von einem Rechtsmittelabzug von 25 % als Mit-

telwert ausgeht (vgl. Entscheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts 

ZSU.2011.56 vom 23. Mai 2011 E. 7 Abs. 3). 

 

Für ein durchschnittliches Eheschutzverfahren erscheint praxisgemäss 

eine Grundentschädigung von Fr. 3'350.00 als angemessen. Das vorlie-

gende (zweitinstanzliche) Eheschutzverfahren erweist sich als durch-

schnittlich. Die Eingabe der Klägerin vom 2. Februar 2024 ist mit einem 

Zuschlag von 5 % auf die Grundentschädigung zu honorieren. Im Gegen-

zug ist der Verhandlungsabzug von der Grundentschädigung (20 %) vor-

zunehmen. Vom Subtotal ist der Rechtsmittelabzug (25 %) abzuziehen. Zu-

züglich pauschaler Spesen von 3 % (§ 13 AnwT) und nach Aufrechnung 

von 8.1 % Mehrwertsteuer ergibt sich eine Parteientschädigung von (rund) 

Fr. 2'380.00 (Fr. 3'350.00 x 0.85 x 0.75 x 1.03 x 1.081). 

 - 21 - 

 

 

8.5.3. 

Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten (Fr. 2'000.00) entfallen zu 9/10 mit 

Fr. 1'800.00 auf die Klägerin (vgl. E. 9 unten). 

 

8.5.4. 

Zusammenfassend hat die Klägerin für das vorliegende Eheschutzverfah-

ren zweiter Instanz mit Gerichts- und Anwaltskosten in der Grössenord-

nung von rund Fr. 4'180.00 (Fr. 2'380.00 [Anwaltskosten] + Fr. 1'800.00 

[Gerichtskosten]) zu rechnen. 

 

9. 

Die obergerichtliche Spruchgebühr von Fr. 2'000.00 (Art. 95 Abs. 1 lit. a 

ZPO, Art. 96 ZPO i.V.m. §§ 3 Abs. 1, 8 und 11 Abs. 1 VKD) wird ausgangs-

gemäss der Klägerin zu 9/10 mit Fr. 1'800.00 und dem Beklagten zu 1/10 

mit Fr. 200.00 auferlegt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Zudem hat die Klägerin dem 

Beklagten 4/5 seiner zweitinstanzlichen Anwaltskosten in gerichtlich fest-

gesetzter Höhe von (gerundet) Fr. 2'380.00 (Grundentschädigung 

Fr. 3'350.00 [vgl. § 3 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AnwT]; Verhandlungsabzug 

20 % [§ 6 Abs. 1 und 2 AnwT], Zuschlag von 5 % für die Eingabe vom 

15. Februar 2024 [§ 6 Abs. 1 und 3 AnwT]; Rechtsmittelabzug 25 % [§ 8 

AnwT]; Auslagen 3 % [§ 13 AnwT]; Mehrwertsteuer 8.1 % [Fr. 3'350.00 x 

0.85 x 0.75 x 1.03 x 1.081]), d.h. Fr. 1'904.00, zu bezahlen. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

1.1. 

In teilweiser Gutheissung der Berufung der Klägerin resp. von Amtes we-

gen werden die Dispositiv-Ziffern 5, 6 und 8 des Entscheids vom 6. Novem-

ber 2023 des Bezirksgerichts Q._____, Präsidium des Familiengerichts, 

aufgehoben und stattdessen durch folgende Bestimmungen ersetzt: 

 

5. 
5.1. 
Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt 
von C._____ monatliche Unterhaltsbeiträge, jeweils zuzüglich 
Kinderzulage, wie folgt zu bezahlen:  
 
Fr. 2'130.00 ab 17. November 2022 bis 31. Dezember 2022 

(Fr. 847.00 Bar- und Fr. 1'283.00 Betreuungsunter-
halt]) 

Fr. 2'690.00 ab 1. Januar 2023 bis 31. März 2023 ([Fr. 882.00 Bar- 
und Fr. 1'808.00 Betreuungsunterhalt]) 

Fr. 3'601.00 ab 1. April 2023 bis 30. April 2023 ([Fr. 571.00 Bar- und 
Fr. 3'030.00 Betreuungsunterhalt]) 

Fr. 2'329.00 ab 1. Mai 2023 bis 31. März 2024 ([Fr. 520.00 Bar- und 
Fr. 1'809.00 Betreuungsunterhalt) 

 - 22 - 

 

 

Fr. 3'574.00 ab 1. April 2024 ([Fr. 544.00 Bar- und Fr. 3'030.00 Be-
treuungsunterhalt]) 

 
5.2. 
Es wird festgestellt, dass der Betreuungsunterhalt von C._____ vom 1. Mai 
2023 bis 31. März 2024 um Fr. 1'221.00 nicht gedeckt ist.  
 
6. 
Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an ihren persön-
lichen Unterhalt monatlich zu bezahlen:  
Fr. 1'095.00 ab 17. November 2022 bis 31. Dezember 2022 
Fr. 1'015.00 ab 1. Januar 2023 bis 31. März 2023  
Fr. 112.00  ab 1. April 2023 bis 30. April 2023 
Fr. 0.00  ab 1. Mai 2023 bis 31. März 2024 
Fr. 46.00  ab 1. April 2024 
 
8. 
Die Berechnung der Unterhaltsbeiträge beruht auf folgenden monatlichen 
Nettoeinkommen:  
 
Gesuchsgegner 
17.11.2022 – 31.03.2023     Fr. 6'500.00 
01.04.2023 – 31.03.2024    Fr. 5'346.00 
ab 01.04.2024     Fr. 6'683.00 
 
Gesuchstellerin 
17.11.2022 – 31.12.2022     Fr. 567.00 
ab 01.01.2023     Fr. 0.00 
 
C._____ (Kinderzulage)     Fr. 200.00 

 

1.2. 

Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Berufungsverfahren ei-

nen Prozesskostenvorschuss von Fr. 4'180.00 zu bezahlen. 

 

3. 

Die obergerichtliche Spruchgebühr von Fr. 2'000.00 wird der Klägerin zu 

9/10 mit Fr. 1'800.00 und dem Beklagten zu 1/10 mit Fr. 200.00 auferlegt. 

 

4. 

Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das Berufungsverfahren 

4/5 seiner gerichtlich auf Fr. 2'380.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) fest-

gesetzten Anwaltskosten, d.h. Fr. 1'904.00, zu bezahlen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…]   

  

 - 23 - 

 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen 

Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und miet-

rechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens 

Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 44 

Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt über Fr. 30'000.00. 

 

 
   

Aarau, 26. März 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 5. Kammer 

Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

 

Holliger     Hess