# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45dc18b7-5470-5d94-9d92-bb892b7950c7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-06-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.06.2018 E-8413/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8413-2015_2018-06-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8413/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  J u n i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richter William Waeber, Richterin Gabriela Freihofer,    

Gerichtsschreiber Urs David. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, 

Advokaturbüro,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 24. November 2015 / N (…). 

 

 

 

E-8413/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer stellte am 11. März 2013 im Empfangs- und Verfah-

renszentrum (EVZ) Basel ein Asylgesuch. Anlässlich der im EVZ durchge-

führten Befragung zur Person (BzP) vom 21. März 2013 und der Anhörung 

vom 9. Januar 2015 zu den Asylgründen machte er im Wesentlichen Fol-

gendes geltend: 

Er sei ethnischer Tamile, ledig und stamme aus Jaffna, wo er mit seinen 

Eltern und seinen Geschwistern gelebt habe. Die (…)jährige Schulzeit 

habe er (…) mit dem A-Level abgeschlossen. Ab 2003 habe er als ange-

lernter und angestellter (…)techniker für (…) in einer für (…) konzessio-

nierten privaten (...)firma namens „(...)“ mit (...) Mitarbeitern in Jaffna gear-

beitet. Dabei sei er auch für die (…) im von den Tamil Tigers kontrollierten 

Vanni-Gebiet eingesetzt worden. Solche seien zwar grundsätzlich nicht ge-

nehmigungsfähig gewesen, jedoch habe die (...)firma Genehmigungen der 

(...)gesellschaft trotzdem erhältlich machen können, indem die Rechnun-

gen auf die Firma ausgestellt und dann an die Kunden weitergeleitet wor-

den seien. Zwei beziehungsweise drei solcher (...) seien in B._______ ein-

gerichtet worden. Im Zusammenhang mit einem Selbstmordanschlag auf 

den Minister Douglas Devanan-dan von der EPDP (Eelam's People's De-

mocratic Party) im Jahre 2005 – dieser habe knapp überlebt – hätten Un-

tersuchungen ergeben, dass Vorbereitungshandlungen von einem dieser 

ein Jahr zuvor (…) und genehmigten (...) aus vorgenommen worden seien. 

Etwa ein halbes Jahr nach dem Anschlag sei deshalb das (...)geschäft von 

einem Sonderuntersuchungskommittee des Geheimdienstes durchsucht 

worden. Er sei alleine beziehungsweise zusammen mit einem Mitarbeiter 

namens C._______ – mit diesem habe er die (...) im Vanni vorgenommen 

– in ein Armee-Camp in Jaffna gebracht und dort während zweier Tage 

festgehalten, durch den Armeegeheimdienst und Mitglieder der EPDP be-

ziehungsweise auch durch die Polizei verhört und mit Rohren beziehungs-

weise Schläuchen geschlagen worden. Man habe ihn über Zugehörigkeit 

und Ausbildungen bei den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE), allfälli-

gen Waffenbesitz und über die (...) im Vanni befragt. Die Freilassung sei 

auf Flehen seiner Eltern hin erfolgt. Es sei ihm untersagt worden, einen 

Arzt aufzusuchen und jemandem von der Festnahme zu erzählen. Etwa 

zehn Tage beziehungsweise zwei bis drei Monate später habe er die Arbeit 

wieder aufgenommen. Seither sei ihm nichts mehr passiert. Jedoch sei ein 

anderer Mitarbeiter und Freund von ihm namens D._______ festgenom-

E-8413/2015 

Seite 3 

men beziehungsweise entführt und ein weiterer getötet worden. Bei Nach-

fragen des Bruders von D._______ auf dem EPDP-Büro nach dem Ver-

bleib von D._______ sei auch schon nach ihm (Beschwerdeführer) gefragt 

worden. Eines Tages im Januar/Februar beziehungsweise Februar/März 

2008 sei er auf dem Weg von der Arbeit nach Hause von zwei Unbekann-

ten mit einem Motorrad verfolgt worden. Er habe dies bemerkt und sich in 

ein ihm unbekanntes beziehungsweise bekanntes Haus gerettet, dessen 

Besitzer ihm für rund zwei Stunden Unterschlupf gewährt und ihn an-

schliessend nach Hause begleitet habe. Aus Angst habe er nunmehr bei 

einem Onkel gewohnt. Zwei beziehungsweise vier oder fünf Tage später 

hätten sich zwei sich als Freunde ausgebende Unbekannte bei ihm zu-

hause nach ihm erkundigt. Seine Mutter habe aber nichts verraten, son-

dern sei am nächsten Tag aus Angst um ihn zur Menschenrechtskommis-

sion gegangen. Er selber sei im Februar/März 2008 mit einem vom Ge-

meindevorsteher erhaltenen Passierschein nach Colombo gelangt, wo er 

nunmehr in einem Miethaus eines Freundes seines Vaters gewohnt habe, 

ohne sich aber bei den Behörden registrieren zu lassen. Wegen der vielen 

Polizeikontrollen habe er nachts aus Sicherheitsgründen in der Lagerhalle 

eines Freundes übernachtet. Im (…) 2008 sei er legal mit seinem Pass – 

diesen habe er zuvor für weitere fünf Jahre verlängern lassen – via 

E._______ nach F._______ ausgereist, wo er Freunde und Bekannte 

habe. Nach zwei Jahren habe er dort einen Asylantrag beim UNHCR ge-

stellt. Zum Asylgesuch sei er zwar mehrmals befragt und er sei vom UN-

HCR registriert worden; das Gesuch sei aber nie entschieden worden und 

Unterstützung habe er auch keine erhalten. Sein Aufenthalt in F._______ 

sei nach Ablauf des für nur vierzehn Tage gültigen Visums nicht formell 

bewilligt gewesen und entsprechend habe er auch nicht arbeiten dürfen. 

Um zu leben, habe er dennoch gelegentlich „schwarz“ gearbeitet. Dabei 

sei er zweimal von der Polizei erwischt worden. Nach Bezahlung eines 

Geldbetrages hätten ihn die Polizisten beide Male in Ruhe gelassen. Er 

habe in F._______ keine Sicherheit gehabt und weitere Festnahmen be-

fürchtet. Andere Probleme mit Behörden habe er dort nicht gehabt. Zu-

hause sei er aber noch einmal Ende 2012 von Soldaten der sri-lankischen 

Armee und zweimal – einmal während seines Aufenthalts in F._______ und 

einmal im Herbst 2014 – von Geheimdienstsoldaten beziehungsweise 

stets durch Geheimdienstsoldaten gesucht worden. Am (…) habe er 

F._______ mit einem vom Schlepper organisierten (…) Pass auf dem Luft-

weg verlassen. Via G._______ sei er am (…) März 2013 in die Schweiz 

gelangt. Der Schlepper habe ihn auf der ganzen Reise begleitet. Für die 

Reisekosten habe er Geld von seinen Eltern erhalten. Auch C._______ sei 

übrigens ins Ausland geflüchtet; er habe aber keinen Kontakt zu ihm. Der 

E-8413/2015 

Seite 4 

Beschwerdeführer stellte klar, weder jemals Verbindungen zu den LTTE 

noch etwas mit dem besagten Attentat zu tun gehabt zu haben. Bei einer 

Rückkehr nach Sri Lanka befürchte er, durch die EPDP, den Geheimdienst 

und die Armee gesucht und festgenommen zu werden. Am 9. Oktober 2015 

(Datum des Eingangs) ergänzte der Beschwerdeführer den Sachverhalts-

vortrag schriftlich dahingehend, dass Leute des CID vor etwa zwei Wochen 

bei den Nachbarn seiner Eltern nach seinem Aufenthaltsort gefragt hätten.  

Der Beschwerdeführer gab als Beweismittel seine Identitätskarte, die Ko-

pie von Teilen seines bis (…) gültig gewesenen Reisepasses, eine Pass-

verlustbestätigung der (...) Polizei vom Jahre (…), eine (...) Visumsbestäti-

gung, seinen Geburtsschein, drei Schulzeugnisse, eine Bestätigung des 

UNHCR Sri Lanka vom (…) April 2008 (betr. eine am […] März 2008 er-

folgte Registrierung einer Drohung gegen ihn), einen undatierten Bericht 

von Human Rights Watch (betreffend das Verschwinden von D._______), 

vier inhaltlich gleichlautende Bestätigungen des UNHCR F._______ aus 

den Jahren 2012 und 2013 betreffend das in F._______ hängige Asylver-

fahren sowie eine Arbeitsbestätigung der (...)firma vom (…) November 

2003 (betreffend seine Anstellung seit dem […]) zu den Akten. Sein bis (…) 

gültig gewesener Reisepass sei von einem im Hinblick auf eine Arbeits-

stelle beauftragten Agenten in F._______ einbehalten worden; dieser sei in 

der Folge verschwunden, weshalb er später eine Passverlustanzeige ge-

macht habe. 

B.  

Mit Verfügung vom 24. November 2015 – eröffnet tags darauf – stellte das 

SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

und lehnte dessen Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete es seine Wegwei-

sung aus der Schweiz und den Vollzug an. 

C.  

Auf Gesuch vom 30. November 2015 hin gewährte das SEM dem Be-

schwerdeführer am 3. Dezember 2015 Einsicht in die aus seiner Sicht edi-

tionspflichtigen Akten. 

Durch seinen zwischenzeitlich mandatierten Rechtsvertreter erneuerte der 

Beschwerdeführer sein Gesuch um vollständige Einsicht in sämtliche Ak-

ten. 

Das SEM verwies in seinem Antwortschreiben vom 18. Dezember 2015 auf 

die am 3. Dezember 2015 gewährte Akteneinsicht und erklärte sich bereit, 

E-8413/2015 

Seite 5 

allfällige wider Erwarten noch nicht gelieferte Aktenstücke auf entspre-

chende Nachfrage hin noch zuzustellen. Eine solche Reaktion des Be-

schwerdeführers blieb aus. 

D.  

Mit Eingabe vom 28. Dezember 2015 erhob der Beschwerdeführer beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung vom 24. No-

vember 2015. Darin beantragt er deren Aufhebung, die Rückweisung der 

Sache an das SEM zur richtigen und vollständigen Sachverhaltsfeststel-

lung und zur Neubeurteilung, eventualiter die Rückweisung der Sache an 

das SEM wegen Verletzung der Begründungspflicht, eventualiter die Ge-

währung von Asyl unter Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft sowie 

eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit oder zumindest der Unzu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzuges. In prozessualer Hinsicht bean-

tragte er die Mitteilung des Spruchgremiums und eine Bestätigung und Do-

kumentierung dessen zufälliger Auswahl. Weiter beantragte er im Fliess-

text der Beschwerde (dort S. 13-15) die Ansetzung einer angemessenen 

Frist von 30 Tagen zur Beschaffung von Beweismitteln aus dem Ausland 

zu seiner eigenen Verfolgung, um Ansetzung einer ebenso langen Frist zur 

Beschaffung von Beweismitteln zur Verfolgung und zum Schicksal von 

D._______, ferner für den Fall der Nichtrückweisung der Sache an die Vor-

instanz die Durchführung einer Anhörung durch einen über (...)technisches 

und länderspezifisches Fachwissen verfügenden Befrager des Bundesver-

waltungsgerichts sowie für den Fall der Stützung der Unglaubhaftigkeitser-

kenntnisse des SEM durch das Gericht den Beizug eines spezialisierten 

Gutachters im Bereich Vernehmungslehre/Glaubhaftigkeitsprüfung. 

E.  

Mit Verfügung vom 29. Dezember 2015 stellte die Instruktionsrichterin den 

einstweilen rechtmässigen Aufenthalt des Beschwerdeführers in der 

Schweiz fest. 

Mit Zwischenverfügung vom 15. Januar 2016 bestätigte sie diese Feststel-

lung. Weiter teilte sie antragsgemäss das Spruchgremium mit und hiess 

den Antrag betreffend Dokumentierung der zufälligen Auswahl des Spruch-

gremiums mittels Verweisung auf die betreffenden Bestimmungen des Ge-

schäftsreglements vom 17. April 2008 für das Bundesverwaltungsgericht 

(VGR, SR 173.320.1) gut. Abgewiesen wurden demgegenüber die Fristan-

träge zur Nachreichung von Beweismitteln und die Anträge betreffend 

Durchführung einer Anhörung durch einen über (...)technisches und län-

E-8413/2015 

Seite 6 

derspezifisches Fachwissen verfügenden Befrager des Bundesverwal-

tungsgerichts und betreffend Beizug eines spezialisierten Gutachters im 

Bereich Vernehmungslehre/Glaubhaftigkeitsprüfung. Schliesslich wurde 

der Beschwerdeführer zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von 

Fr. 900.– bis zum 1. Februar 2016 aufgefordert. 

Der einverlangte Kostenvorschuss wurde am letzten Tag der Frist geleistet. 

F.  

Mit Eingaben vom 18. Januar 2016 an die Präsidien der beiden Asylabtei-

lungen (IV und V) des Bundesverwaltungsgerichts beanstandete der 

Rechtsvertreter eine fachliche Unkorrektheit und seine Schikanierung 

durch die Zwischenverfügung vom 15. Januar 2016. 

Die damalige Abteilungspräsidentin der Abteilung V beantwortete das 

Schreiben des Rechtsvertreters am 27. Januar 2016 dahingehend, dass 

Abteilungspräsidentinnen oder -präsidenten keine Aufsichts- oder Wei-

sungsbefugnis in der Rechtsprechung hätten.  

G.  

Mit Eingabe vom 1. Februar 2016 reichte der Beschwerdeführer eine Be-

schwerdeergänzung ein. 

H.  

Mit einladungsgemäss erfolgter Vernehmlassung vom 8. März 2016 bean-

tragt das SEM sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. 

Am 29. März 2016 reichte der Beschwerdeführer fristgerecht eine Replik 

ein. Diese ergänzte er – nach zwischenzeitlich vom Bundesverwaltungs-

gericht gewährter Einsicht in ein in der Vernehmlassung erwähntes Be-

weismittel („Bericht HRW“) – mit Eingaben vom 18. und vom 19. April 2016. 

I.  

Mit Urteil E-2107/2016 vom 14. Oktober 2016 wies das Bundesverwal-

tungsgericht ein gegen die vorsitzende Richterin und den Gerichtsschrei-

ber des vorliegenden Spruchkörpers gerichtetes und schwergewichtig mit 

persönlicher Feindschaft begründetes Ausstandsbegehren des rubrizierten 

Rechtsvertreters vom 5. April 2016 für (unter anderen) das vorliegende Be-

schwerdeverfahren unter Kostenauflage zulasten des Rechtsvertreters 

vollumfänglich ab. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

E-8413/2015 

Seite 7 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

Nach Ergehen des Ausstandsurteils E-2107/2016 vom 14. Oktober 2016 

steht auch fest, dass die vorsitzende Richterin des vorliegenden Urteils zu-

recht im Spruchkörper figuriert und ebenso der aufgeführte Gerichtsschrei-

ber zurecht in dieser Funktion auftritt. Es kann auf den Inhalt des betreffen-

den Ausstandsurteils verwiesen werden, und es erübrigt sich somit, im vor-

liegenden Urteil auf die Beanstandungen betreffend ein angeblich von un-

sinnigen, rechtswidrigen und voreingenommenen Ansichten geprägtes 

provokatives Auftreten der Instruktionsrichterin und des Gerichtsschreibers 

im Instruktionsverfahren (vgl. dazu auch E. 4.3 und 4.5 unten) näher ein-

zugehen.  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

E-8413/2015 

Seite 8 

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn sie Nachteile von 

bestimmter Intensität erlitten hat beziehungsweise solche mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten muss, sofern ihr 

die Nachteile gezielt und aufgrund bestimmter, in Art. 3 Abs. 1 AsylG auf-

gezählter Verfolgungsmotive zugefügt worden sind, respektive zugefügt zu 

werden drohen. Die erlittene Verfolgung oder die begründete Furcht vor 

zukünftiger Verfolgung muss zudem sachlich und zeitlich kausal für die 

Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat und grundsätzlich auch im 

Zeitpunkt des Asylentscheides noch aktuell sein. Die Furcht vor künftiger 

Verfolgung umfasst allgemein ein auf tatsächlichen Gegebenheiten beru-

hendes objektives Element einerseits sowie die persönliche Furchtempfin-

dung der betroffenen Person als subjektives Element andererseits. Be-

gründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG hat demnach, 

wer gute – d.h. von Dritten nachvollziehbare – Gründe (objektives Element) 

für seine Furcht (subjektives Element) vorweist, mit gewisser Wahrschein-

lichkeit und in absehbarer Zukunft das Opfer von Verfolgung zu werden 

(vgl. BVGE 2013/11 E. 5.1; 2011/50 E. 3.1.1; 2011/51 E. 6; 2008/4 E. 5.2, 

je m.w.H.). 

Wer erst durch die Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder 

wegen seines Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgungssituation be-

gründet hat (sog. subjektive Nachfluchtgründe), hat grundsätzlich ebenfalls 

Anspruch auf die Flüchtlingseigenschaft; verwehrt bleibt einzig das Asyl 

(vgl. Art. 54 AsylG). Keine Flüchtlinge sind jedoch Personen, die Gründe 

geltend machen, die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden 

sind und weder Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder 

Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind, wobei 

die Einhaltung des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung 

der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) dennoch vorbehalten bleibt (Art. 3 Abs. 4 

E-8413/2015 

Seite 9 

AsylG). Es bleiben damit die Anforderungen an den Nachweis einer be-

gründeten Furcht massgeblich (Art. 3 und 7 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

Glaubhaft sind die Vorbringen einer asylsuchenden Person grundsätzlich 

dann, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel 

sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentli-

chen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren 

und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung widerspre-

chen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person persönlich glaub-

würdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre 

Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt, aber 

auch dann, wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch 

darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder 

unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder 

die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im 

Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt 

durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des 

Gesuchstellers. Entscheidend ist, ob im Rahmen einer Gesamtwürdigung 

die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Asylsu-

chenden sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte 

Sichtweise abzustellen (vgl. BVGE 2013/11 E. 5.1 S. 142; 2010/57 E. 2.3 

S. 826 f.). 

4.  

4.1 Zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides qualifizierte das 

SEM die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen als den Anforderungen 

von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sach-

verhalts und jenen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlich-

keit nicht genügend, weshalb der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigen-

schaft nicht erfülle. So habe er sich in der BzP und in der Anhörung in der 

Anzahl der in B._______ (...) (zwei bzw. drei) und bezüglich der Umstände, 

wie er von der Untersuchungsbehörde als verantwortliche Person der (...) 

beziehungsweise Genehmigung des zur Vorbereitung des Mordanschlags 

E-8413/2015 

Seite 10 

verwendeten (...) erkannt worden sei, widersprochen. Widersprüchlich prä-

sentierten sich sodann die in der BzP und der Anhörung gemachten Anga-

ben zu den Zeitdauern zwischen seiner Freilassung und der Wiederauf-

nahme der Arbeit (zehn Tage bzw. bis drei Monate) sowie zwischen dem 

Umzug zum Onkel und der ersten Suche nach ihm zu Hause (vier bis fünf 

Tage bzw. zwei Tage). Diese Widersprüche habe er auf Vorhalt hin nicht 

plausibel aufzulösen vermocht. Im Weiteren erscheine die Schilderung der 

zweitägigen Haft konstruiert, zumal sie weder fundiert sei noch Realkenn-

zeichen enthalte. Ebenso konstruiert und unplausibel wirke der Umstand, 

dass er erst derart lange Zeit nach dieser angeblichen Haft erneut gesucht 

und verfolgt worden sein soll. Unlogisch und erfahrungswidrig erschienen 

ferner die vorgenommene Passverlängerung und legale Ausreise ange-

sichts der von ihm geltend gemachten Angst (beispielsweise nächtliches 

Verstecken in Colombo) seit der Verfolgung durch zwei Unbekannte. Die 

vorgelegten Beweismittel änderten nichts an der festgestellten Unglaub-

haftigkeit dieser Vorbringen. Das Schreiben der Menschenrechtskommis-

sion Sri Lanka vom (…) April 2008 bestätige lediglich die Registrierung ei-

ner ihn betreffenden und durch seine Mutter eingereichten Anzeige wegen 

Drohung, basiere somit auf Angaben der Mutter und weise demzufolge un-

genügenden Beweiswert auf. Die im Schreiben bestätigte Anzeigeregist-

rierung vom (…) März 2008 sei zudem in zeitlicher Hinsicht nicht vereinbar 

mit den Vorbringen, sein letzter Arbeitstag sei ungefähr im Januar 2008 

gewesen, der Vorfall mit den ihn auf dem Nachhauseweg von der Arbeit 

auf dem Motorrad verfolgenden Unbekannten habe sich im Januar oder 

Februar 2008 ereignet und die wenige Tage später erfolgte Suche nach 

ihm zuhause habe tags darauf den Gang der Mutter zur Menschenrechts-

kommission ausgelöst. In einer Gesamtwürdigung dränge sich der Schluss 

einer konstruierten Asylbegründung auf und es erübrige sich, auf weitere 

Unstimmigkeiten näher einzugehen. Die weiter geltend gemachte Furcht 

vor Verfolgungsmassnahmen im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka sei 

sodann nicht hinreichend begründet und mithin nicht asylrelevant im Sinne 

von Art. 3 AsylG. Die tamilische Ethnie und die mehrjährige Landesabwe-

senheit reichten gemäss Praxis insbesondere des Bundesverwaltungsge-

richts und des EGMR hierfür nicht aus und weitere Faktoren (Alter, Her-

kunft aus dem Norden des Landes, Rückkehr mit temporären Reisedoku-

menten) könnten zwar in ihrer Kumulation eine erhöhte Aufmerksamkeit 

der sri-lankischen Behörden bei der Wiedereinreise auslösen, begründeten 

aber noch keine über einen „background check“ hinausgehende und flücht-

lingsrechtlich bedeutsame Gefährdungsmomente. Die gesetzliche Regel-

folge der Ablehnung des Asylgesuchs sei die Wegweisung. Deren Vollzug 

in den Heimatstaat sei – unter dem Aspekt von Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 

E-8413/2015 

Seite 11 

FK und Art. 3 EMRK und unter Berücksichtigung der Praxis des Bundes-

verwaltungsgerichts und des EGMR – angesichts der fehlenden Flücht-

lingseigenschaft, der allgemeinen Menschenrechtssituation und mangels 

anderweitiger gegenteiliger Anhaltspunkte allgemeiner oder einzelfallspe-

zifischer Art völkerrechtlich zulässig. Er erscheine auch grundsätzlich zu-

mutbar, denn nach Beendigung des bewaffneten Konflikts zwischen Regie-

rung und LTTE im Mai 2009 befinde sich das Land unter Regierungskon-

trolle und die allgemeine Sicherheitslage habe sich seither deutlich verbes-

sert. Ein Wegweisungsvollzug insbesondere in die Nord- und Ostprovinz 

sei daher grundsätzlich und praxisgemäss zumutbar. Er sei in der Einzel-

fallprüfung auch individuell zumutbar, da der Beschwerdeführer aus der 

Nordprovinz stamme, in Jaffna gelebt habe, dort über ein tragfähiges fami-

liäres und verwandtschaftliches Beziehungsnetz sowie über berufliche Er-

fahrung verfüge und er zudem jung und gesund sei. Der Vollzug der Weg-

weisung sei im Übrigen technisch möglich und praktisch durchführbar. 

4.2 In seiner Rechtsmitteleingabe legt der Beschwerdeführer zunächst 

Wert auf Berücksichtigung der Tatsache, dass seine Verfolgungsge-

schichte vor vielen Jahren ihren Anfang genommen und ihn im Jahre 2008 

zur Flucht nach F._______ veranlasst habe, er (…) Jahre später in die 

Schweiz gelangt sei und die Schilderung seiner Fluchtgründe in der 

Schweiz zeitlich noch länger von den Verfolgungsereignissen entfernt 

seien. Sodann beschreibt er im Detail seine Arbeitstätigkeit und Funktion 

in der Firma „(...)“ sowie die technischen, organisatorischen und administ-

rativen Abläufe bei der (...) im Allgemeinen und im Vanni-Gebiet im Spezi-

ellen. Ferner bekräftigt, detailliert und ergänzt er den verfolgungsrelevan-

ten Sachvortrag, ausgehend vom versuchten Mordanschlag auf den Minis-

ter und Präsidenten der mit der Regierung verbundenen paramilitärischen 

tamilischen EPDP. Insbesondere macht er darauf aufmerksam, dass es 

sich beim Mitarbeiter C._______ um den Bruder des Inhabers der – inzwi-

schen liquidierten – Firma „(...)“ namens „H._______“ handle; letzterer sei 

in der fraglichen Zeit übrigens ebenfalls aus Sri Lanka geflüchtet. Ange-

sichts dieser detaillierenden und ergänzenden Sachverhaltsausführungen 

werde nunmehr klar, dass das SEM den Sachverhalt nicht vollständig und 

richtig abgeklärt habe. Dabei wirke sich das offensichtlich fehlende techni-

sche Wissen und Verständnis des Befragers in der Anhörung und Fachre-

ferenten des angefochtenen Entscheides besonders nachteilig für ihn aus, 

zumal die auf ihn und weitere Mitarbeiter gerichteten Verdachtsmomente 

insbesondere mit dem Umstand zusammenhingen, dass sie für den Erhalt 

der Genehmigungen und (…) der im Vanni (...) in der Regel ihre eigenen 

E-8413/2015 

Seite 12 

Namen und persönlichen Adressangaben deponiert hätten. Die Verfol-

gungsmassnahmen hätten erst rund zwei Jahre nach dem Attentat ernst-

haft eingesetzt, weil zuerst Untersuchungen zur Erkennung der Verdachts-

momente notwendig gewesen seien und erst die nach dem Waffenstill-

stand erfolgte Eröffnung des offenen Kampfes der sri-lankischen Armee 

gegen die LTTE um 2007/2008 dem EPDP-Präsidenten die Möglichkeit ge-

boten habe, Liquidierungen von missliebigen Gegnern voranzutreiben. Sol-

ches Länderwissen gehe dem Befrager und für den angefochtenen Ent-

scheid verantwortlichen Fachreferenten weitgehend ab, andernfalls dieser 

nicht auf eine Unlogik darin geschlossen hätte, dass er (Beschwerdeführer) 

im Jahre 2006 zunächst aus der Haft entlassen worden sei, alsbald seine 

Arbeit wieder habe aufnehmen können und erst zwei Jahre später erneut 

von Verfolgungsmassnahmen betroffen gewesen sei. Aus diesen techni-

schen und länderspezifischen Unzulänglichkeiten und enormen Defiziten 

des Fachreferenten ergäben sich die Feststellungen einer mangelhaften 

Anhörung und einer unvollständigen und unrichtigen Abklärung des rechts-

erheblichen Sachverhalts. Dies habe zwingend die Aufhebung des ange-

fochtenen Entscheides und die Rückweisung der Sache an das SEM 

zwecks erneuter Durchführung einer Anhörung mit einem länderspezifisch 

und fachtechnisch befähigten Befrager zur Folge. Als Grundlage für die ak-

tuelle Situation in Sri Lanka präsentiere er in der Beilage einen von seinem 

Rechtsvertreter verfassten 74-seitigen Länderbericht (Stand 26. August 

2015) und einer dazugehörigen CD mit 166 Quelldokumenten. Ausgehend 

von den somit unvollständigen und teilweise unrichtigen Sachverhaltsab-

klärungen des SEM erweise sich dessen Glaubhaftigkeitsprüfung als ober-

flächlich und untauglich und mithin die Begründungspflicht verletzend. Dies 

müsse, auch angesichts der geltenden Kognitionsbeschränkung nach Art. 

106 Abs. 1 AsylG die Kassation des angefochtenen Entscheides zur Folge 

haben. Andernfalls müsse die vollständige und richtige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhalts durch das Bundesverwaltungsgericht vor-

genommen werden. Er werde zu diesem Zweck noch Beweismittel im Zu-

sammenhang mit den Fluchtgründen von C._______ und dessen Bruder 

H._______ beschaffen, denn diese hätten sich ebenfalls ins Ausland ab-

gesetzt und deren Verfolgungsgründe wiesen einen engen Zusammen-

hang mit den seinen auf. Auch betreffend das Schicksal des weiteren Mit-

arbeiters D._______ erwarte er Beweismittel von dessen Bruder, den er 

nun habe ausfindig machen können. Die Unglaubhaftigkeitserkenntnisse 

des SEM seien aber auch unbesehen dieser abzuwartenden Beweismittel 

untauglich. Dabei sei vorab auf das bereits erwähnte mehrjährige Zurück-

liegen der Ereignisse in den Zeitpunkten der BzP und der Anhörung sowie 

die zeitliche Differenz der letzten beiden (rund zwei Jahre) hinzuweisen, 

E-8413/2015 

Seite 13 

welche Umstände logischerweise Unklarheiten, Ungenauigkeiten und Ab-

weichungen mit sich bringen würden, beispielsweise betreffend die Anzahl 

(...) im Vanni oder die Zeitdifferenz zwischen dem Umzug zum Onkel und 

der ersten Suche nach ihm zu Hause. Die weiter als unstimmig erkannten 

Umstände, wie er als verantwortliche Person der (...) beziehungsweise Ge-

nehmigung des zur Vorbereitung des Mordanschlags verwendeten (...) er-

kannt worden sei, gründeten im fehlenden (...)technischen Fachwissen des 

Befragers und Fachreferenten, welcher den Unterschied zwischen Geneh-

migung und (...) nicht begriffen habe. Der festgestellte Widerspruch betref-

fend seine Angaben zur Zeitdauer zwischen seiner Freilassung und der 

Wiederaufnahme der Arbeit (zehn Tage bzw. bis drei Monate) sei vermeint-

licher Art, zumal er bereits auf Vorhalt hin erklärt habe, nach zehn Tagen 

für das absolut Notwendigste bereits ins Geschäft gegangen zu sein, die 

Arbeit aber erst nach zwei bis drei Monaten vollständig wieder aufgenom-

men habe. Angesichts der im freien Erzählfluss zu findenden zahlreichen 

Realitätskennzeichen (z.B. Erwähnung unwesentlicher Details) eher selt-

sam erscheine sodann der gegenteilige Vorwurf des SEM, welches seine 

Erkenntnis einzig aus Passagen gewinne, die von Unterbrechungen ge-

prägt seien. Wiederum auf fehlendes Länderwissen des verantwortlichen 

Fachreferenten zurückzuführen seien die erkannte Unplausibilität seiner 

erst lange Zeit nach der ersten Haft eingesetzten erneuten Suche und Ver-

folgung, welche nämlich unter dem Aspekt der damaligen Kriegsphase 

(Zeit der Abrechnung und Rache) zu betrachten sei, und die Ausreise mit 

dem eigenen Reisepass, welche durch die damaligen grossen Mängel und 

Koordinationsschwächen des sri-lankischen Sicherheitsapparates erklär-

bar werde. Bei der Würdigung des Schreibens der Menschenrechtskom-

mission Sri Lanka vom (…) April 2008 verkenne das SEM, dass er dieses 

durchaus echte Dokument nicht in erster Linie als Beweismittel für das vor-

liegende Verfahren erhältlich gemacht habe, sondern im Hinblick auf die 

Bewilligung seiner Reise nach Colombo. Es sei nicht gerechtfertigt, aus 

dem Dokument nun noch ein Unglaubhaftigkeitselement in Form unstim-

miger Zeitabläufe zu kreieren. Somit würden die vom SEM angeführten 

Gründe für die Annahme der Unglaubhaftigkeit keiner näheren Überprü-

fung standhalten und der Eindruck einer konstruierten und erfundenen Ver-

folgungsgeschichte sei nicht gerechtfertigt. Die Asylrelevanz der somit 

glaubhaften Vorbringen ergebe sich aus dem Umstand, dass er von 2004 

bis 2006 trotz Verbots bei der (...) im Vanni mitgewirkt habe und einer da-

von zur Vorbereitung eines Anschlags auf den EPDP-Präsidenten benutzt 

worden sei, was später zu seiner Verdächtigung als Unterstützer der LTTE, 

einer zweitägigen Inhaftierung mit Folter, einer versuchten Entführung und 

– nachdem Verschwinden und der extralegalen Liquidierung von 

E-8413/2015 

Seite 14 

D._______ – zu seiner Flucht nach F._______ geführt habe. Bei einer 

Rückkehr nach Sri Lanka müsste er nach wie vor mit seiner extralegalen 

Ermordung rechnen, zumal die EPDP noch immer Teil des sri-lankischen 

Repressionsapparates sei und auch die neue Regierung noch gegen sämt-

liche Unterstützer der LTTE vorgehe. Aufgrund seiner Vorgeschichte sowie 

seiner Eigenschaft als Tamile und Asylgesuchsteller im Ausland gehöre er 

einer gefährdeten Risikogruppe an, die jederzeit mit Verhaftung, Folter, an-

derweitigen Behelligungen oder mit der Tötung zu rechnen habe, weshalb 

sich der Vollzug der Wegweisung auch als unzulässig und unzumutbar er-

weise. Die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges ergebe sich zudem 

aus dem vorgelegten Länderbericht mit weiteren Berichtsverweisungen, 

aus welchen die prekäre Lage in Sri Lanka und die Gefährdung von Rück-

kehrenden hervorgehe. 

4.3 Mit Eingabe vom 1. Februar 2016 erneuert der Beschwerdeführer den 

Antrag betreffend Mitteilung des Spruchgremiums beziehungsweise Bestä-

tigung und Dokumentierung dessen zufälliger Auswahl, wobei er seine Un-

zufriedenheit mit der diesbezüglich durch Zwischenverfügung vom 15. Ja-

nuar 2016 vorgenommenen, ungenügenden Antragsbehandlung durch die 

Instruktionsrichterin ausdrückt. Weiter beanstandet er die fachlich unzu-

reichenden, von persönlicher Feindschaft gegen den Rechtsvertreter und 

mithin Befangenheit geprägten sowie schikanösen Instruktionsmassnah-

men gemäss dieser Zwischenverfügung. Sie seien rechtlich nicht haltbar 

und der Ermittlung der Wahrheit in der vorliegenden Sache abträglich. Der 

Beschwerdeführer bekräftigt sodann seine in der Beschwerde gestellten 

Anträge und vorgenommenen Rügen und Beanstandungen. Es dränge 

sich eine Wiedererwägung der Zwischenverfügung mit Gutheissung der 

gestellten Verfahrens- und Beweisanträge durch die Instruktionsrichterin 

auf, andernfalls die Einreichung eines Ablehnungs- beziehungsweise Aus-

standsbegehrens in Betracht zu ziehen sei. Ferner gibt der Beschwerde-

führer eine aktualisierte und erweiterte Version des mit der Beschwerde 

vorgelegten Länderberichts (Stand neu vom 22. Januar 2016) inklusive CD 

mit aktualisierten Quelldokumenten zu den Akten. Daraus sei insbeson-

dere ersichtlich, dass sich die Sicherheitslage in Sri Lanka zwischenzeitlich 

nicht verbessert habe und für die Regierung der Kampf gegen das Wieder-

erstarken der LTTE im Vordergrund stehe. Er müsse daher bei einer Rück-

kehr unter Umständen schon beim Background-Check nach Feststellung 

seines Auslandaufenthaltes mit asylrelevanten Verfolgungsmassnahmen 

rechnen. 

E-8413/2015 

Seite 15 

4.4 In seiner Vernehmlassung stellt das SEM fest, die Beschwerde enthalte 

keine neuen und erheblichen Tatsachen oder Beweismittel, die eine Ände-

rung seiner bisherigen Standpunkte rechtfertigen könnten. Betreffend den 

angeblichen Mitarbeiter D._______ hätten Recherchen des SEM ergeben, 

dass eine Person dieses Namens gemäss einem Bericht von Human 

Rights Watch (HRW) tatsächlich im betreffenden Zeitraum in Jaffna ver-

schwunden sei, es sich dabei aber um einen (…) handle und das Motiv der 

Verschleppung offenbar krimineller Natur sei. Die Aktenlage deute somit 

darauf hin, dass der Beschwerdeführer ein tatsächlich stattgefundenes Er-

eignis für eine fingierte eigene Bedrohungssituation zu verwenden versu-

che. Der für die Entkräftung des Widerspruchs in der Anzahl (zwei bzw. 

drei) der in B._______ vorgenommenen (...) verwendete Hinweis auf rund 

100 im Vanni (...) sei im Weiteren deshalb nicht stichhaltig, weil er in der 

Anhörung auf Nachfrage die Zahl von nur etwa (...) im Vanni erwähnt habe.  

4.5 In seiner Replik und den dazugehörigen beiden Ergänzungen stellt der 

Beschwerdeführer fest, dass das SEM in der Vernehmlassung nur auf ei-

nen Bruchteil seiner auf Beschwerdestufe erhobenen Rügen und Vorbrin-

gen eingehe, was als klares Einverständnis bezüglich der zahlreichen an-

deren Rügen aufzufassen sei. Sodann erweise sich die für ihn nachteilige 

Schlussfolgerung des SEM betreffend D._______ als nicht korrekt. 

D._______ habe zum fraglichen Zeitpunkt nämlich bereits nicht mehr voll 

in der (...)firma, sondern teilzeitlich als (...) gearbeitet. Der Vorwurf der Un-

glaubhaftigkeit und Trittbrettfahrerei treffe somit nicht zu. Dies erhelle auch 

aus einem nun via den Bruder von D._______ erhältlich gemachten Be-

weismittel (Kopie Schreiben HRC Sri Lanka […]). Der Inhalt des Doku-

ments stimme mit dem in der Vernehmlassung erwähnten HRW-Bericht 

überein. Als weiteres Beweismittel könne er auch die Kopie eines Zeitungs-

artikels vom (…) Februar 2007 vorlegen, gemäss welchem in Jaffna (…) 

Personen – darunter D._______ – vermisst würden und das Verschwinden 

beim HCR beanzeigt worden sei. Die Kriminalität einer Entführung und ext-

ralegalen Tötung sei im Übrigen offenkundig, womit aber entgegen dem 

SEM keineswegs ein politischer Zusammenhang widerlegt sei. Die vom 

SEM neu erkannte Unstimmigkeit betreffend die Anzahl von ihm (...) im 

Vanni sei sodann damit erklärbar, dass er (...) selber und rund (…) zusam-

men mit Mitarbeitern vorgenommen habe. Im Übrigen hält der Beschwer-

deführer seinerseits an den bisher gemachten Ausführungen fest. Insbe-

sondere erneuert er sowohl seine Beanstandung eines unzulänglichen 

(...)technischen und länderspezifischen Fachwissens des anhörenden und 

entscheidenden Fachreferenten des SEM als auch seine Auffassung des 

E-8413/2015 

Seite 16 

von unsinnigen, rechtswidrigen und voreingenommenen Ansichten ge-

prägten provokativen Auftretens der Instruktionsrichterin und des Gerichts-

schreibers im bisherigen Instruktionsverfahren. 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer erhebt diverse formelle Rügen (unvollständige 

bzw. unrichtige Sachverhaltsfeststellung; defizitäres (...)technisches und 

länderspezifisches Fachwissen des anhörenden und entscheidenden 

Fachreferenten des SEM; dadurch mangelhafte und somit zu wiederho-

lende Anhörung sowie Verletzung der Begründungspflicht), welche vorab 

zu beurteilen sind, da sie – sofern begründet – allenfalls geeignet wären, 

eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken (vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 

des Bundes; 3. Aufl. 2013, Rz. 1043 ff. m.w.H.). 

Der mit Grundrechtsqualität ausgestattete Grundsatz des rechtlichen Ge-

hörs fordert, dass die verfügende Behörde die Vorbringen der Betroffenen 

tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung 

berücksichtigt, was sich entsprechend in einer sachgerecht anfechtbaren 

Entscheidbegründung niederzuschlagen hat (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29, 

Art. 32 Abs. 1 und Art. 35 Abs. 1 VwVG; EMARK 2004 Nr. 38 E. 6.3 und 

2006 Nr. 24 E. 5.1). Dem Bundesverwaltungsgericht obliegt gemäss Art. 49 

Bst. b VwVG (beziehungsweise Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG) eine umfas-

sende Sachverhaltskontrolle (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozes-

sieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.188). Ge-

mäss Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG stellen die Asylbehörden den Sach-

verhalt von Amtes wegen fest (Untersuchungsgrundsatz). Dabei muss die 

Behörde die für das Verfahren erforderlichen Sachverhaltsunterlagen be-

schaffen, die rechtlich relevanten Umstände abklären und darüber ord-

nungsgemäss Beweis führen. Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung 

dann, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger oder nicht weiter 

belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde. Unvollständig ist die Sach-

verhaltsfeststellung, wenn die Behörde trotz Untersuchungsmaxime den 

Sachverhalt nicht von Amtes wegen abgeklärt hat, oder wenn nicht alle für 

die Entscheidung wesentlichen Sachumstände berücksichtigt wurden. Er-

mittelt das Bundesverwaltungsgericht eine fehler- oder lückenhafte Fest-

stellung des Sachverhalts, hebt es die Verfügung auf und weist die Sache 

an die Vorinstanz zurück, damit diese den rechtserheblichen Sachverhalt 

neu und vollständig feststellt (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 

Rz. 2.191; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1155). Der Untersuchungs-

E-8413/2015 

Seite 17 

grundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsätzen des Verwaltungs- be-

ziehungsweise Asylverfahrens (Art. 12 VwVG). Er findet seine Grenze an 

der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden (vgl. Art. 8 AsylG; Art. 13 VwVG). 

Die erwähnten und in teilweise grenzwertig diffamierender Wortwahl vor-

genommenen Beanstandungen des Beschwerdeführers sind nach Mass-

gabe dieser Grundsätze in aller Form zurückzuweisen. Asylvorbringen sind 

in aller Regel von ganz unterschiedlichen Lebenssachverhalten geprägt, in 

denen herkunftsspezifische, kulturelle, ethnische, politische, berufliche 

Elemente genauso Bedeutung erlangen können wie blosse Alltäglichkei-

ten. Es wäre vermessen, das Anforderungsprofil eines die Anhörung füh-

renden und/oder den Entscheid redigierenden SEM-Mitarbeiters mit Qua-

litätsansprüchen zu verknüpfen, die jegliche denkbaren spezifischen Le-

benssachverhalte abdecken würden. Der entscheidtragenden Person 

muss aber jedenfalls die Beurteilungskompetenz darüber abverlangt wer-

den, dass Sachverhaltsteile bei Bedarf durch weitere Abklärungen (fach-

spezifische Aufarbeitung oder Beizug externer Fachpersonen wie z.B. Gut-

achter) abgeklärt werden. Das Bundesverwaltungsgericht erkennt auf der 

Basis der vorliegenden Akten keinerlei Unzulänglichkeiten, weder in der 

Sachverhaltsabklärung noch in der Eignung des betreffenden SEM-Mitar-

beiters zur Durchführung der Anhörung und zur Entscheidfällung. Die Be-

hörde ist denn auch nicht verpflichtet, zu jedem Sachverhaltselement um-

fangreiche Nachforschungen anzustellen. Zusätzliche Abklärungen sind 

vielmehr nur dann vorzunehmen, wenn sie aufgrund der Aktenlage als an-

gezeigt erscheinen (vgl. dazu CHRISTOPH AUER, in: Auer/Müller/Schindler 

[Hrsg.], Kommentar zum VwVG, Zürich 2008, Rz. 15 zu Art. 12; BENJAMIN 

SCHINDLER, in Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., Rz. 28 zu Art. 49). Ge-

mäss konstanter Rechtsprechung muss die Vorinstanz in der Verfügung 

auch nicht jedes einzelne, sondern die entscheidwesentlichen Vorbringen 

entweder im Rahmen der Sachverhaltsdarstellung oder der rechtlichen 

Würdigung nennen (vgl. statt vieler das Urteil des BVGer E-1479/2015 vom 

29. März 2017). Darüber hinaus muss sie auch die Grundlagen ihrer La-

geanalyse nicht im Einzelnen aufführen. Im Rahmen der Entscheidbegrün-

dung wurden vorliegend die wesentlichen Überlegungen genannt, von de-

nen sich das SEM leiten liess, und die Verfügung ist so abgefasst, dass der 

Betroffene sie sachgerecht anfechten konnte; dies ergibt sich unschwer 

aus dem Inhalt und dem Umfang der vorliegend auf Beschwerdestufe ge-

tätigten Eingaben. Die Behörde muss sich jedoch nicht mit jeder tatbe-

ständlichen Behauptung und nicht mit jeder Fachspezifität auseinanderset-

zen. Vorliegend bestand keine Veranlassung, die Berufstätigkeit und –funk-

tion des Beschwerdeführers in der (...)firma sowie die genauen Vorgänge 

E-8413/2015 

Seite 18 

betreffend Genehmigungen, (...) und (...) von (...) in Sri Lanka und speziell 

im Vanni fachspezifisch abzuklären, da sie für die Entscheidfindung klar 

nicht jene Relevanz aufweisen, die ihnen der Beschwerdeführer mit Nach-

druck, aber erfolglos beizumessen versucht. Es erstaunt in diesem Zusam-

menhang auch, dass der Beschwerdeführer dazu in seiner Rechtsmitte-

leingabe detaillierende und ergänzende Sachverhaltsausführungen vor-

nimmt, die er in Beachtung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht nach 

Art. 8 AsylG bereits im erstinstanzlichen Verfahren vorzunehmen gehalten 

gewesen wäre, genau betreffend diese Sachverhaltsteile aber auf Be-

schwerdestufe eine unvollständige und unrichtige Sachverhaltsfeststellung 

und –abklärung rügt. Es ist an dieser Stelle festzuhalten, dass der Befrager 

in der Anhörung (vgl. dort insb. F26 ff.) seinen (...)technischen Sachver-

stand durch gezielte Fragestellungen durchaus auf den für die Sachver-

haltsabklärung erforderlichen Wissensstand gebracht hat. Hinsichtlich der 

(unter Hinweis auf verschiedene in der Beschwerde erwähnte Berichte und 

Medienmeldungen sowie auf die als Beilage eingereichten CDs ange-

brachte) Rüge unzulänglicher Länderkenntnisse beim Fachreferenten des 

SEM ist festzuhalten, dass der vorinstanzliche Entscheid auf einer laufen-

den Überprüfung und Einschätzung der aktuellen Situation in Sri Lanka be-

ruht. Insbesondere beurteilte die Vorinstanz die Zulässigkeit und Zumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs auch in Berücksichtigung der diesbe-

züglichen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und hinsicht-

lich individueller Zumutbarkeitsaspekte. Der Umstand, dass die Vorinstanz 

nach Würdigung der Parteivorbringen und der aktuellen Situation in Sri 

Lanka zu einem anderen Schluss gelangte als der Beschwerdeführer, stellt 

noch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar. 

Es ergibt sich, dass der Sachverhalt vollständig und richtig abgeklärt und 

festgestellt wurde, die erstellten Befragungs- und Anhörungsprotokolle voll-

umfänglich verwertbar sind und das SEM der ihm obliegenden Begrün-

dungspflicht rechtskonform nachgekommen ist. Eine Kassation des ange-

fochtenen Entscheides aus formellen Gründen und die Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz fällt ausser Betracht. Es bleibt somit nachfolgend 

zu prüfen, ob die Verfügung inhaltlich in Dispositiv und Begründung bun-

desrechts- und praxiskonform ergangen ist. 

5.2  

5.2.1 Das SEM ist in seinen Erwägungen mit überzeugender Begründung 

und umfassender Aktenabstützung zur Erkenntnis gelangt, die geltend ge-

machten Verfolgungsvorbringen des Beschwerdeführers würden den An-

E-8413/2015 

Seite 19 

forderungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines asylbegrün-

denden Sachverhalts sowie jenen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrecht-

liche Beachtlichkeit nicht genügen, weshalb er keinen Anspruch auf Zuer-

kennung der Flüchtlingseigenschaft und auf Gewährung des Asyls habe. 

Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden und es kann zur Vermeidung 

von Wiederholungen auf die Inhalte der angefochtenen Verfügung und der 

Vernehmlassung sowie auf die zusammenfassenden Wiedergaben oben 

(E. 4.1 und E. 4.4) verwiesen werden. Die Beschwerde und die Ergän-

zungs- sowie Replikeingaben führen zu keiner anderen Betrachtungs-

weise. Die Argumente entbehren, soweit sie nicht blosse Gegenbehaup-

tungen oder Bekräftigungen darstellen, weitgehend der nötigen Durch-

schlagskraft:  

5.2.2 Dabei ist zunächst zwar die Feststellung des Beschwerdeführers zu 

bestätigen, wonach das SEM in seiner Vernehmlassung nur auf einen 

Bruchteil der auf Beschwerdestufe erhobenen Rügen und Vorbringen ein-

gegangen sei. Seine daraus gezogene gegenteilige Schlussfolgerung ei-

nes klaren Einverständnisses des SEM bezüglich der zahlreichen anderen 

Rügen ist aber zum einen als solche offensichtlich unrichtig, zumal die Vo-

rinstanz weder von Gesetzes wegen noch instruktionsrichterlich gehalten 

war, überhaupt Stellung zu nehmen; zum andern hat das SEM in seiner 

Vernehmlassung ausdrücklich klargestellt, die Beschwerde enthalte keine 

neuen und erheblichen Tatsachen oder Beweismittel, die eine Änderung 

seiner bisherigen Standpunkte rechtfertigen könnten. Der Interpretations-

versuch des Beschwerdeführers widerspricht offensichtlich dieser klaren 

und unmissverständlichen Aussage. Gar haltlos erweist sich der Einwand 

einer oberflächlichen und untauglichen Glaubhaftigkeitsprüfung durch das 

SEM, zumal sich das Erwägungsbild der angefochtenen Verfügung (vgl. 

dort E. I/1-3) schon in quantitativer Hinsicht und angesichts der zahlreichen 

konkreten Aktenverweisungen ganz anders darstellt. Gewisses Erstaunen 

erweckt sodann der Umstand, dass der Beschwerdeführer erst auf Be-

schwerdestufe den Fokus auf einen Verfolgungszusammenhang mit sei-

nen Mitarbeitern legt und sich zu diesem Zweck um die Beschaffung von 

Beweismitteln im Zusammenhang mit den Verfolgungssituationen insbe-

sondere von C._______, dessen Bruder H._______ sowie D._______ be-

müht, obwohl hierzu in Anbetracht der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht 

schon im erstinstanzlichen Verfahren Veranlassung bestanden hätte. Im 

Übrigen erstaunt es, dass der Beschwerdeführer den Vornamen seines ei-

genen Chefs stets nur mit „(…)“ statt mit vollem Namen zu nennen im-

stande ist.  

E-8413/2015 

Seite 20 

Die Entkräftungsversuche betreffend die einzelnen Unglaubhaftigkeitser-

kenntnisse des SEM bleiben weitgehend erfolglos. Zwar ist die Forderung 

einer gebührenden Berücksichtigung der Tatsache, dass die angeblichen 

Verfolgungsereignisse in den Zeitpunkten der BzP und der Anhörung meh-

rere Jahre zurücklagen und die letzteren beiden 21 Monate auseinander-

liegen, bei der Beurteilung von Unklarheiten, Ungenauigkeiten und Wider-

sprüchen an sich durchaus berechtigt. Sie zielt aber dann ins Leere, wenn 

der Beschwerdeführer klare zahlenmässige oder zeitliche Angaben zu ma-

chen imstande war und die dabei entstandenen Differenzen und Unstim-

migkeiten erheblich sind. Dies ist insbesondere bei der Zeitdauer zwischen 

der Freilassung aus der Haft und der Wiederaufnahme der Arbeit oder be-

treffend die Zeitdifferenz zwischen dem Umzug zum Onkel und der ersten 

Suche nach ihm zu Hause der Fall. Die im Zusammenhang mit dem fest-

gestellten Widerspruch betreffend seine Angaben zur Zeitdauer zwischen 

seiner Freilassung und der Wiederaufnahme der Arbeit (zehn Tage bzw. 

bis drei Monate) auf Vorhalt hin und auf Beschwerdestufe deponierte Er-

klärung, nach zehn Tagen für das absolut Notwendigste bereits ins Ge-

schäft gegangen zu sein und die Arbeit nach zwei bis drei Monaten voll-

ständig wieder aufgenommen zu haben, verfängt nicht. Es handelt sich da-

bei offensichtlich nicht um eine Präzisierung, sondern um den scheiternden 

Versuch einer nachträglichen Anpassung eines klar widersprüchlich ge-

schilderten wesentlichen Sachverhaltselements. Im Übrigen ist kaum 

nachvollziehbar, dass die Freilassung des Beschwerdeführers nach zwei 

Tagen Haft durch blosses Flehen, Schreien und Weinen seiner Eltern hätte 

bewerkstelligt werden können, angesichts des behauptungsgemäss auf 

ihm lastenden Tatverdachts einer Involvierung in den versuchten Mordan-

schlag auf Minister Douglas Devanandan. Auffallend ist ferner das sich 

über weite Teile der Beschwerde und der Folgeeingaben hinziehende Be-

mühen des Beschwerdeführers, technisches Knowhow bezüglich (…) zu 

vermitteln sowie administrative, organisatorische und technische Abläufe 

bei der (...) im Allgemeinen sowie bei seiner Firma im Speziellen zu erklä-

ren. Es gelingt ihm indessen letztlich nicht, die Relevanz solchen Hinter-

grundverständnisses für die vorliegende Glaubhaftigkeitsprüfung seiner 

geltend gemachten Verfolgung schlüssig aufzuzeigen. Zudem nimmt er auf 

Beschwerdestufe eine Sachverhaltsänderung insoweit vor, als er nunmehr 

behauptet, die (...) seien auf seinen Namen erfolgt und dies habe denn 

auch den behördlichen Verdacht seiner persönlichen Involvierung in den 

Selbstmordanschlag von 2005 genährt. Aus dem Anhörungsprotokoll (vgl. 

dort F34 und F73 f.) geht nämlich klar hervor, dass der Beschwerdeführer 

bei Bedarf zur Erlangung der Genehmigungen das Geschäft und nicht sei-

nen Namen angegeben hat. Der Fokus der Ermittlungsbehörde richtete 

E-8413/2015 

Seite 21 

sich mithin in erster Linie gegen die Firma, als deren Angestellter der Be-

schwerdeführer (...). Dass die Firma Konsequenzen verwaltungsstrafrecht-

licher Art aufgrund mehrfacher Verstösse gegen Genehmigungsvorschrif-

ten zu gewärtigen hatte, liegt genauso auf der Hand wie das Interesse der 

Untersuchungsbehörde am (...) beim betreffenden, für die Anschlagsvor-

bereitung verwendeten (...). Eine persönliche und flüchtlingsrechtlich be-

deutsame Verfolgung des Beschwerdeführers aufgrund eines – bei ihm of-

fensichtlich ohnehin nicht bestandenen – LTTE-Zusammenhanges lässt 

sich daraus aber noch nicht ableiten. Wenig Überzeugungskraft beinhalten 

sodann die auf Beschwerdestufe vorgenommenen Erklärungen betreffend 

die fehlenden Realitätskennzeichen, die unplausibel lange Zeitverstrei-

chung zwischen Haftentlassung und erneuter Suche nach ihm sowie die 

möglich gewesene Ausreise mit dem eigenen (…) Reisepass. Jedenfalls 

gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, die vom SEM erkannte Verdich-

tung von zahlreichen Unglaubhaftigkeitselementen zur Schlussfolgerung 

einer fehlenden überwiegenden Wahrscheinlichkeit eines wahrhaftigen 

Sachverhalts im Fundament zu unterhöhlen. Hinsichtlich der vom Be-

schwerdeführer beanstandeten Würdigung des Schreibens der Menschen-

rechtskommission Sri Lanka vom (…) April 2008 durch das SEM verkennt 

der Beschwerdeführer zum einen, dass das SEM dieses Dokument gar 

nicht als Fälschung qualifiziert hat; zum andern ist nicht einsehbar, weshalb 

der Zweck der Beschaffung eines Dokumentes Einfluss auf dessen (vorlie-

gend behauptungsgemäss verneinte) Verwendbarkeit für die Glaubhaftig-

keitsprüfung haben soll. Der in der Beschwerde erwähnte Beweggrund der 

Beschaffung dieses Dokumentes (im Hinblick auf die beabsichtigte Reise 

nach Colombo) widerspricht im Übrigen der Aussage des Beschwerdefüh-

rers in der Anhörung (vgl. dort F16), wonach seine Mutter aus Angst um ihn 

bei der Menschenrechtskommission vorgesprochen habe. Die vorinstanz-

liche Beweismittelwürdigung ist vollumfänglich zu stützen. Dies gilt ebenso 

hinsichtlich der im Zusammenhang mit D._______ bestehenden Beweis-

mittel. Der Beschwerdeführer nimmt diesbezüglich eine nicht beachtens-

werte nachträgliche Sachverhaltsanpassung zu seinen Gunsten vor, wenn 

er geltend macht, D._______ habe zum fraglichen Zeitpunkt nicht mehr voll 

in der (...)firma, sondern teilzeitlich als (...) gearbeitet. Die replikweise vor-

gelegte, qualitativ kaum verwertbare Kopie eines Schreiben des HRC Sri 

Lanka vom (…) (betreffend die […]), ändert nichts am Umstand, dass sich 

der Beschwerdeführer eine flüchtlingsrechtlich bedeutsame Involvierung 

seiner Person in das Schicksal von D._______ bloss anmasst, nicht aber 

schlüssig aufzuzeigen imstande ist. Auch aus dem nachgereichten Zei-

tungsartikel vom (…) Februar 2007 (betreffend das Verschwinden von […] 

Personen) kann der Beschwerdeführer inhaltlich nichts Substanzielles für 

E-8413/2015 

Seite 22 

seine behauptete persönliche Verfolgungssituation ableiten. Hinzu kommt, 

dass es sich beim Dokument nicht nur um eine Kopie, sondern um die Ko-

pie einer beglaubigten Kopie handelt, die somit in ihrem Beweiswert na-

hezu vernachlässigbar ist. Der Beschwerdeführer wurde mit Zwischenver-

fügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Januar 2016 im Hinblick 

auf die Einreichung weiterer Beweismittel ausdrücklich auf die beweis-

rechtliche Wichtigkeit der Einreichung von Originaldokumenten und der 

Vorlegung von Zustellcouverts aus dem Ausland aufmerksam gemacht, 

ohne diesem Hinweis aber nachzukommen oder zumindest eine Erklärung 

für sein Versäumnis vorzulegen. 

Es ergibt sich das Gesamtbild eines nach Massgabe von Art. 7 AsylG nicht 

glaubhaft gemachten, sondern konstruierten Verfolgungssachverhalts und 

einer Verschleierung der tatsächlichen Reiseumstände und Migrationsmo-

tive. In dieses Bild passt im Übrigen die Tatsache, dass der Beschwerde-

führer zwar einen zweiseitigen Auszug seines abgelaufenen Reisepasses 

einreichte, nicht aber eine Kopie des (…) verlängerten und angeblich ver-

lustig gegangenen Passes und insbesondere auch nicht die beweismässig 

bedeutsamen Einträge seiner Reisebewegungen. Es drängt sich die An-

nahme auf, der Beschwerdeführer versuche mittels Zurückhaltung solcher 

Einträge Tatsachen zu verheimlichen, die sich nachteilig auf die Glaubhaf-

tigkeitsbeurteilung seiner Verfolgungsvorbringen auswirken könnten. An-

gesichts des gewonnenen Zwischenergebnisses kann darauf verzichtet 

werden, weitere Unglaubhaftigkeitselemente im Sachvortrag (vgl. beispiel-

haft die oben in Bst. A mit dem Wort „beziehungsweise“ in Relation gestell-

ten Sachverhaltsvarianten) zu erörtern. 

5.2.3 Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr 

nach Sri Lanka aus anderen Gründen flüchtlingsrechtlich relevante Verfol-

gungsmassnahmen zu befürchten hätte. Das Bundesverwaltungsgericht 

hat in seinem publizierten Leitentscheid BVGE 2011/24 verschiedene Risi-

kogruppen definiert, welche bei einer Rückkehr nach Sri Lanka einer er-

höhten Verfolgungsgefahr unterliegen und damit begründete Furcht haben, 

zukünftig ernsthaften Nachteilen (Art. 3 Abs. 2 AsylG) ausgesetzt zu wer-

den. Dazu gehören namentlich Personen, die auch nach Beendigung des 

Bürgerkriegs im Mai 2009 verdächtigt werden, mit den LTTE in Verbindung 

zu stehen beziehungsweise gestanden zu sein, sowie allgemein Personen, 

die der politischen Opposition verdächtigt werden. Einer erhöhten Verfol-

gungsgefahr ausgesetzt sehen sich im Weiteren auch kritisch auftretende 

Journalisten und Medienschaffende, Menschenrechtsaktivisten und Vertre-

E-8413/2015 

Seite 23 

ter von regimekritischen Nichtregierungsorganisationen, Personen, die Op-

fer oder Zeuge schwerer Menschenrechtsverstösse wurden oder diesbe-

züglich juristische Schritte einleiten, sowie Rückkehrer aus der Schweiz, 

denen nahe Kontakte zu den LTTE unterstellt werden beziehungsweise die 

über beträchtliche finanzielle Mittel verfügen. Innerhalb der Risikogruppen 

muss jeweils im Einzelfall untersucht werden, ob die individuellen Bege-

benheiten eine asylrelevante Verfolgungsgefahr zu begründen vermögen. 

In Bezug auf die Kategorie der Rückkehrer aus der Schweiz hat das Bun-

desverwaltungsgericht sodann in einem Referenzurteil zu Sri Lanka nach 

eingehender Lageanalyse und unter Berücksichtigung von zahlreichen ein-

schlägigen Quellen verschiedene Kriterien aufgestellt, welche ein Verfol-

gungsrisiko begründen (vgl. das Urteil des BVGer E-1866/2015 vom 

15. Juli 2016 [als Referenzurteil publiziert], E. 8.4 und 8.5). Eine geltend 

gemachte Verbindung zu den LTTE vermag demnach dann eine relevante 

Furcht vor ernsthaften Nachteilen im asylrechtlichen Sinn zu begründen, 

wenn der betroffenen Person aus Sicht der sri-lankischen Behörden ein 

Interesse am Wiederaufflammen des tamilischen Separatismus zuge-

schrieben wird (a.a.O., E. 8.5.3). Eine solche Zuschreibung kann insbeson-

dere auf familiären Verbindungen zu LTTE-Mitgliedern und vergangenen 

Hilfeleistungen für die LTTE beruhen (a.a.O., E. 8.4.1). Exilpolitische Akti-

vitäten vermöchten ebenfalls dann eine relevante Furcht vor ernsthaften 

Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG zu begründen, wenn der betroffenen 

Person seitens der sri-lankischen Behörden ein überzeugter Aktivismus mit 

dem Ziel der Wiederbelebung des tamilischen Separatismus zugeschrie-

ben werde. Neben der Teilnahme an regimekritischen Veranstaltungen und 

der Mitwirkung bei regimekritischen Publikationen sei auch an die Verbin-

dung zu einer von der sri-lankischen Regierung verbotenen exilpolitischen 

Organisation zu denken (Verweis auf The Gazette of the Democratic Soci-

alist Republic of Sri Lanka, Part I: Section [I] – General, Government No-

tifications, The United Nations Act. No. 45 of 1968, Amendment to the List 

of Designated Persons under Regulation 4[7] of the United Nations Regu-

lations No. 1 of 2012, 20. November 2015; vgl. dazu a.a.O., E. 8.5.4). Die 

entsprechenden Kriterien gelten weiterhin (vgl. beispielsweise das am 22. 

Februar 2018 ergangene Urteil des BVGer D-6351/2015 E. 8.1). 

Das SEM ist in seiner Feststellung zu stützen, wonach die geltend ge-

machte Furcht vor Verfolgungsmassnahmen im Falle einer Rückkehr des 

Beschwerdeführers nach Sri Lanka nicht hinreichend begründet und mithin 

nicht asylrelevant im Sinne von Art. 3 AsylG sei, wobei insbesondere die 

tamilische Ethnie und die mehrjährige Landesabwesenheit mit Asylverfah-

ren im Ausland für die Annahme einer begründeten Furcht nicht ausreichen 

E-8413/2015 

Seite 24 

würden und weitere Faktoren (Alter, Herkunft aus dem Norden des Landes, 

Rückkehr mit temporären Reisedokumenten) noch keine über einen „back-

ground check“ hinausgehenden und flüchtlingsrechtlich bedeutsamen Ge-

fährdungsmomente begründeten. Der Beschwerdeführer hat sich in Sri 

Lanka nicht politisch engagiert und er ist nicht als Befürworter des tamili-

schen Separatismus in Erscheinung getreten ist. Eine Nähe zu den LTTE 

macht er weder geltend noch ist ihm eine solche aus objektiven Gründen 

zuzuschreiben. Insbesondere wurde bereits oben erkannt, dass seine Be-

teiligung an der (...) im Vanni-Gebiet ihn noch nicht in diese LTTE-Nähe 

rückt. Zudem ist er auch nicht exilpolitisch in Erscheinung getreten, weder 

in F._______ noch in der Schweiz. Es ergeben sich auch keine Hinweise 

dafür, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr als besonders wohl-

habende Person wahrgenommen würde und somit einem erhöhten Entfüh-

rungs- oder Erpressungsrisiko ausgesetzt wäre. Die Zugehörigkeit zu einer 

besonders gefährdeten Gruppe von rückkehrenden Asylsuchenden ist da-

her nicht gegeben. Demnach bestehen weder konkrete Hinweise noch 

plausible Gründe dafür, dass er auf einer Fahndungsliste der heimatlichen 

Behörden steht und deswegen im Falle seiner Rückkehr einer erhöhten 

Verfolgungsgefahr unterliegt. Anzumerken ist am Rande, dass die EPDP 

heute in Sri Lanka nur noch eine marginale Rolle spielt und im Parlament 

mit einem einzigen Sitz vertreten ist. Es ist auch in Anbetracht der jüngeren 

Lageentwicklung in Sri Lanka insgesamt unwahrscheinlich, dass der Be-

schwerdeführer bei einer Rückkehr aus der Schweiz in asylrelevanter 

Weise gefährdet wäre. An den gewonnenen Erkenntnissen vermögen we-

der die auf Beschwerdeebene gemachten Ausführungen noch die vom 

Rechtsvertreter erstellten Berichte zur aktuellen Lage in Sri Lanka (mit zu-

gehörigen Quelldokumenten), welche im Übrigen keinen direkten und kon-

kreten Bezug zum Beschwerdeführer und dessen individuellen Asylvorbrin-

gen aufweisen, etwas zu ändern. Es ist darauf nicht mehr näher einzuge-

hen.  

5.3  Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer keine 

Gründe im Sinne von Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen 

konnte. Das SEM hat das Bestehen einer Verfolgungssituation des Be-

schwerdeführers und mithin seine behauptungsgemässen Ansprüche auf 

Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (aus Vor- oder Nachfluchtgründen) 

und auf Gewährung des Asyls zu Recht verneint. Es erübrigt sich, auf die 

weiteren Inhalte der Beschwerde und die vorgelegten Beweismittel weiter 

einzugehen, da sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen. 

 

E-8413/2015 

Seite 25 

6.  

6.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Dies wird in der 

Beschwerde substanziell auch nicht bestritten.  

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie-

mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-

handlung unterworfen werden. 

E-8413/2015 

Seite 26 

Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer 

nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-

gesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Men-

schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste 

der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder 

glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder un-

menschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi ge-

gen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 

m.w.H.). Der EGMR hat sich wiederholt mit der Frage befasst, ob nament-

lich Tamilen, welche aus einem europäischen Land nach Sri Lanka zurück-

kehren müssen, Gefahr laufen, einer EMRK-widrigen Behandlung ausge-

setzt zu werden (vgl. beispielsweise EGMR, R.J. gegen Frankreich, Urteil 

vom 19. September 2013, Beschwerde Nr. 10466/11; E.G. gegen Gross-

britannien, Beschwerde Nr. 41178/08, Entscheid vom 31. Mai 2011; T.N. 

gegen Dänemark, Beschwerde Nr. 20594/08, Entscheid vom 20. Januar 

2011). Laut EGMR ist nicht in genereller Weise davon auszugehen, dass 

zurückkehrenden Tamilen eine unmenschliche Behandlung droht; eine ent-

sprechende Risikoeinschätzung müsse vielmehr verschiedene Faktoren in 

Betracht ziehen, aus denen sich insgesamt im Einzelfall schliessen lasse, 

dass der Betreffende ernsthafte Gründe für die Befürchtung habe, die Be-

hörden hätten an seiner Festnahme und Befragung ein Interesse. Die vom 

EGMR genannten Faktoren sind im Wesentlichen durch die im Referenz-

urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 in 

Erwägung 8.4 und 8.5 identifizierten Risikofaktoren abgedeckt. Vorliegend 

wurde oben (in E. 5.2.3) bereits festgestellt, dass aufgrund der Aktenlage 

nicht davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer bei einer Rück-

kehr aus der Schweiz nach Sri Lanka die Aufmerksamkeit der sri-lanki-

schen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich relevanten Ausmass auf sich 

ziehen wird. Es ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er bei einer 

E-8413/2015 

Seite 27 

Rückkehr nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Mass-

nahmen zu befürchten hätte, die über einen so genannten „Background 

Check“ (Befragung und Überprüfung von Tätigkeiten im In- und Ausland) 

hinausgehen würden, oder dass er persönlich gefährdet wäre. Demnach 

bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass ihm aus demselben Grund 

eine menschenrechtswidrige Behandlung im Heimatland drohen würde. 

Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegwei-

sungsvollzug im heutigen Zeitpunkt ebenfalls nicht als unzulässig erschei-

nen (vgl. dazu auch BVGE 2011/24 E. 10.4.2 und darauf basierende kon-

stante Bestätigungen z.B. durch das Urteil D-6351/2015 vom 22. Februar 

2018 E. 11.2.3). An dieser Einschätzung ändern die diesbezüglichen Vor-

bringen des Beschwerdeführers auf Beschwerdeebene sowie die dort zi-

tierten Berichte und Urteile nichts, weshalb es sich erübrigt, weiter darauf 

einzugehen.  

Nach dem Gesagten und in Stützung der betreffenden vorinstanzlichen Er-

kenntnisse ist der Vollzug der Wegweisung daher sowohl im Sinne der 

asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

7.3  Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

In Bezug auf die aktuelle Lage in Sri Lanka ist ebenfalls auf das Referenz-

urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-1866/2015 zu verweisen. Dem-

nach ist die Präsenz der Armee in der gesamten Nordprovinz Sri Lankas 

nach wie vor sehr hoch, woran sich voraussichtlich in absehbarer Zukunft 

nichts ändern werde. Die Militärpräsenz dient jedoch nicht mehr nur Sicher-

heitszwecken, sondern die Soldaten sind auf besetztem tamilischem Land 

vermehrt ökonomisch tätig. Dies scheint Teil eines von der sri-lankischen 

Regierung in der Nordprovinz vorangetriebenen "Singhalisierungsprozes-

ses" zu sein. Im Distrikt Jaffna droht sich die Situation der rund 36‘000 in-

tern Vertriebenen zu verschärfen, zumal die Besitzer des Landes dort zu-

nehmend ihren Grund und Boden zurückfordern, was sie erneuter Zwangs-

vertreibung aussetzen würde. Es haben zudem Zehntausende der landes-

weit rund 800‘000 als zurückgekehrt registrierten intern Vertriebenen bis 

heute keine dauerhafte Lösung gefunden. Besonders prekär stellt sich die 

Situation in der ehemaligen Kriegszone dar, insbesondere in den Distrikten 

E-8413/2015 

Seite 28 

Kilinochchi und Mullaitivu. Davon ausgenommen ist jedoch der Distrikt 

Jaffna, der seit einigen Jahren einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, 

während die ökonomische und humanitäre Lage insbesondere der ländli-

chen tamilischen Bevölkerung in der übrigen Nordprovinz angesichts der 

andauernden Besetzung von privatem und öffentlichem Land durch das 

sri-lankische Militär respektive der weiterhin hohen Zahl an intern Vertrie-

benen sowie der verhältnismässig hohen Lebenskosten nach wie vor fragil 

ist (vgl. a.a.O., E. 13.3). Das Bundesverwaltungsgericht geht davon aus, 

dass der Wegweisungsvollzug in die Nordprovinz zumutbar ist (vgl. BVGE 

2011/24 E. 13.2.2.1 sowie das Referenzurteil D-3619/2016 vom 16. Okto-

ber 2017 E. 9.5), wenn das Vorliegen individueller Zumutbarkeitskriterien 

(insbesondere Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen Bezie-

hungsnetzes sowie Aussichten auf eine gesicherte Einkommens- und 

Wohnsituation) bejaht werden kann. 

Der Beschwerdeführer stammt aus Jaffna und hat bis zur Ausreise stets 

dort gelebt und in einer dort ansässigen Firma gearbeitet. Wie vorstehend 

erwähnt, wird der Wegweisungsvollzug in den Distrikt Jaffna im heutigen 

Zeitpunkt grundsätzlich als zumutbar erachtet. Auch ist das Vorliegen der 

individuellen Zumutbarkeitskriterien zu bejahen. Der Beschwerdeführer hat 

(…) Jahre die Schule besucht und das A-Level (entspricht Matura) erreicht. 

In der Folge hat er bis zur Ausreise ständig als angelernter (...)techniker 

und in der Folge bis 2013 unregelmässig auch in F._______ gearbeitet. 

Seine Eltern und weitere Familienangehörige wohnen nach wie vor in 

Jaffna; zudem verfügt er über ein breiteres verwandtschaftliches Bezie-

hungsnetz im Heimatland. Demnach ist davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer bei seiner Rückkehr eine gesicherte Wohnsituation vorfin-

den wird und trotz seiner längeren Landesabwesenheit nicht mit einer ei-

gentlichen Entwurzelung konfrontiert sein wird. Ausserdem sollte es ihm – 

auch dank seiner Bildung und Berufserfahrung – möglich sein, sich wieder 

ins wirtschaftliche Leben in Sri Lanka zu integrieren. Seine Eltern scheinen 

zudem über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen, zumal sie die 

Reise des Beschwerdeführers von F._______ nach Europa zu finanzieren 

imstande waren. Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte ist der Wegwei-

sungsvollzug des gesundheitlich nicht beeinträchtigten Beschwerdeführers 

auch unter medizinischen Gesichtspunkten zumutbar. Es ist somit nicht an-

zunehmen, dass er bei seiner Rückkehr in den Distrikt Jaffna in eine exis-

tenzielle Notlage geraten würde. 

Nach dem Gesagten und in Stützung der betreffenden vorinstanzlichen Er-

kenntnisse erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zumutbar. 

E-8413/2015 

Seite 29 

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).  

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Es erübrigt sich, auf die weiteren Inhalte 

der Beschwerde (mit Ergänzungen) sowie die Replikeingabe (mit ebenfalls 

Ergänzungen) und die vorgelegten Beweismittel noch weiter einzugehen, 

da sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen. Die Beschwerde ist abzu-

weisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 900.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der am 1. Februar 2016 in dieser Höhe geleistete Kosten-

vorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

10.  

Auf die Feststellung einer Anstandsverletzung oder einer Störung des Ge-

schäftsganges durch den Beschwerdeführer oder den Rechtsvertreter mit 

Aussprechung eines Verweises, Auferlegung einer Busse oder Anordnung 

anderer disziplinarischer Massnahmen (vgl. Art. 60 VwVG) sowie auf eine 

weitere Kostenerhöhung infolge des überdurchschnittlichen Bearbeitungs-

aufwandes (vgl. dazu die Zwischenverfügung vom 15. Januar 2016) wird 

vorliegend – aber gänzlich unpräjudiziell – verzichtet.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-8413/2015 

Seite 30 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 900.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der am 1. Februar 2016 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

wird zu deren Bezahlung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Urs David