# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75ea0b11-1691-5499-9d3b-33196eaf991a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 19.01.2023 B 2022/107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2022-107_2023-01-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2022/107

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 01.05.2023

Entscheiddatum: 19.01.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 19.01.2023
Baurecht, Denkmalschutz; Art. 29 BV, Art. 122 Abs. 3 und Art. 159 Abs. 1 lit. d 
PBG. Die Beschwerdeführerin hat an ihrem spätklassizistischen im 
geschützten Ortsbild liegenden Wohnhaus die bestehenden Holzfenster mit 
Sprossen durch Kunststofffenster ersetzt. Das nachträgliche Baugesuch 
wurde abgewiesen. Für die Beurteilung von Bauvorhaben in geschützten 
Ortsbildern ist in tatsächlicher Hinsicht – insbesondere mit Blick auf die 
Prüfung der Verhältnismässigkeit eines Eingriffs – nicht nur die Erscheinung 
des Einzelobjekts, sondern auch des Ensembles von Bedeutung. Die 
Verweigerung der nachträglichen Baubewilligung erweist sich als recht- und 
verhältnismässig, die Verpflichtung im Rahmen der Wiederherstellung 
Holzfenster einzubauen jedoch als unverhältnismässig (Verwaltungsgericht, 
B 2022/107). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans 
Bundesgericht wurde mit Urteil vom 25. Juli 2023 gutgeheissen (Verfahren 
1C_119/2023).

Entscheid vom 19. Januar 2023

Besetzung

Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter 

Steiner; Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

K.__,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Nora Mätzler, Schwager Mätzler Schneider, 

Poststrasse 23, Postfach 1936, 9001 St. Gallen,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde X.__,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Nachträgliches Baugesuch und Wiederherstellungsverfügung (Ersatz Fenster)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

K.__ ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 0000__, Grundbuch X.__, an der A.__-

strasse 0001__ in der Politischen Gemeinde X.__. Nach dem Zonenplan vom 

20. Januar 1995 ist das mit einem Wohnhaus (Vers.-Nr. 0002__) überbaute Grundstück 

der Wohnzone für zentrumsnahes Wohnen (WZ3) zugewiesen und liegt gemäss 

Verzeichnis der geschützten Bauten, Bäume und Strassenräume mit Vorgartenbestand 

vom 20. Januar 1995 im Ortsbildschutzgebiet. Gemäss Bundesinventar der 

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) kommt dem fraglichen Ortsbild (Gebiet 

3.1) nationale Bedeutung zu mit dem Erhaltungsziel A (Substanzerhalt). Beim Gebäude 

handelt es sich um ein zeittypisches spätklassizistisches Wohnhaus.

B.

Der Bereich Bau und Stadtentwicklung der Stadt X.__ stellte im August 2020 fest, dass 

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die Fenster im zweiten Obergeschoss des Wohnhauses ohne Baubewilligung ersetzt 

worden waren. Entsprechend der schriftlichen Aufforderung reichte K.__ am 21. August 

2020 ein nachträgliches Baugesuch ein. Sie ersuchte um Bewilligung des Ersatzes der 

Fenster und des Teilersatzes der Rollläden im zweiten Obergeschoss (act. 9/5, Beilage 

3). Die kantonale Denkmalpflege stimmte mit Teilverfügung vom 19. November 2020 

dem teilweisen Ersatz der hölzernen Rollläden durch solche aus Metall 

"unpräjudizierlich" zu, erachtete aber den Ersatz der Holzfenster (mit Sprossen) durch 

die Kunststofffenster (ohne Sprossen) aufgrund der fehlenden Materialauthentizität als 

nicht bewilligungsfähig (act. 9/5, Beilage 6). Mit Beschluss vom 27. April 2021 

bewilligte der Stadtrat X.__ die Rollladenlamellen aus Metall, nicht aber die 

Kunststofffenster. Gleichzeitig ordnete er die Wiederherstellung durch Fenster mit 

Holzrahmen und echten Sprossen im oberen Drittel (Einteilung analog der 

darunterliegenden Fenster) an (act. 9/5, Beilage 7).

C.

Das Bau- und Umweltdepartement wies den von K.__ gegen die Verweigerung der 

nachträglichen Bewilligung der Kunststofffenster und die Pflicht zur Wiederherstellung 

erhobenen Rekurs – nach Durchführung eines Augenscheins und Einholens eines 

Amtsberichts bei der kantonalen Denkmalpflege – am 24. Mai 2022 ab und auferlegte 

ihr eine Entscheidgebühr von CHF 3'500. Zur Begründung wird im Wesentlichen 

ausgeführt, K.__ habe nicht davon ausgehen können, der Ersatz der Fenster bedürfe 

keiner Baubewilligung. Das Gebäude sei Teil eines bis auf wenige Ausnahmen aus 

zeittypischen spätklassizistischen Gebäuden bestehenden geschützten Ortsbilds von 

nationaler Bedeutung, das nach dem kommunalen Baureglement in seiner äusseren 

Erscheinungsform zu erhalten sei. Die Zulässigkeit von Kunststofffenstern sei eine 

Frage der Materialauthentizität und nicht der Einfügung. Auch wenn von Weitem für 

Laien der Unterschied zwischen Kunststoff und Holz zumindest bei noch neuen 

Fenstern nicht auffallen möge, sei er von Nahem doch erkennbar. Holz unterliege im 

Gegensatz zu Kunststoff der Verwitterung und wandle sich im Erscheinungsbild. In 

einem Gebiet mit spätklassizistischen Gebäuden seien Kunststofffenster fremdartig. 

Fenster seien wesentlicher Teil der Substanz eines Gebäudes und Zeugen des 

kulturhistorischen Werts. Es könne deshalb verlangt werden, dass beim Ersatz von 

Fenstern ursprüngliche Materialien verwendet würden. Eine mildere Massnahme gebe 

es nicht. Der Ersatz der früheren Holzfenster durch neue Holzfenster sei zumutbar. Das 

öffentliche Interesse am Substanzerhalt und damit an der Materialechtheit sei gross. 

Die privaten finanziellen Interessen der Grundeigentümerin seien demgegenüber 

vernachlässigbar. Neue Holzfenster wären rund 50 Prozent teurer als Kunststofffenster. 

Bei entsprechender Pflege wiesen auch Holzfenster eine lange Lebensdauer auf, so 

dass die höheren Anschaffungskosten kaum ins Gewicht fielen. Der Einbau von 

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Holzfenstern werde nicht unverhältnismässig, weil sie periodisch geschliffen und neu 

lackiert werden müssten. Andernfalls würde die Erhaltung historischer Holzfenster in 

geschützten Ortsbildern verunmöglicht. Ein Anspruch auf Gleichbehandlung im 

Unrecht bestehe nicht, weil die Stadt X.__ seit 2014 bestrebt sei, im fraglichen Gebiet 

die Materialauthentizität zu wahren und die Praxis bezüglich der Materialisierung der 

Fenster deshalb geändert habe. In drei Verfahren seien seither Holzfenster mit 

entsprechender Einteilung verfügt worden. Dass seit 2014 an Gründerzeitgebäuden 

regelmässig Kunststofffenster bewilligt worden seien, vermöge die Grundeigentümerin 

nicht aufzuzeigen. Das Verfahren zum – benachbarten – Gebäude Vers.-Nr. 0007__, bei 

welchem Kunststofffenster ohne Baubewilligung eingebaut worden seien, sei hängig. 

Zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes wird ausgeführt, der Rückbau der 

Fenster sei dazu klarerweise geeignet. Das nachträgliche Anbringen von Sprossen sei – 

angesichts der fehlenden Materialauthentizität – keine Option. Auf einen 

Investitionsschutz könne sich die Beschwerdeführerin nicht berufen, weil sie vorgängig 

keine Bewilligung eingeholt habe. Die Entfernung der bereits eingebauten 

Kunststofffenster verursache keinen derart übermässigen finanziellen Aufwand, der die 

Anordnung der Wiederherstellung als unverhältnismässig erscheinen lassen würde.

D.

K.__ (Beschwerdeführerin) erhob gegen den Rekursentscheid des Bau- und 

Umweltdepartements (Vorinstanz) vom 24. Mai 2022 mit Eingabe ihrer 

Rechtsvertreterin vom 8. Juni 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den 

Anträgen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer seien der 

angefochtene Entscheid sowie der Beschluss des Stadtrates der Politischen Gemeinde 

X.__ (Beschwerdegegnerin) vom 27. April 2021 – mit Ausnahme der Bewilligung der 

neu angebrachten Rollladenlamellen (Ziffer 1) und der Befristung der Baubewilligung 

auf drei Jahre (Ziffer 6) – und die Teilverfügung der kantonalen Denkmalpflege vom 

19. November 2020 in Bezug auf die Vorgabe, den Fensterersatz in Holz auszuführen, 

aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

eventualiter sei die Baubewilligung für den Ersatz der Holzfenster durch 

Kunststofffenster zu erteilen. Subeventualiter sei festzustellen, dass ein Rückbau der 

Fenster unverhältnismässig sei.

Die Vorinstanz verwies mit Vernehmlassung vom 6. Juli 2022 auf den angefochtenen 

Entscheid und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der 

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Beschwerdeführerin zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Eintreten

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführerin, 

deren Rechtsmittel gegen die teilweise Verweigerung der nachträglichen 

Baubewilligung für die Erneuerung von Fenstern und Rollläden am Wohnhaus Vers.-

Nr. 0002__ auf ihrem Grundstück Nr. 0000__ in X.__ von der Vorinstanz abgewiesen 

wurde, ist zur Erhebung der Beschwerde berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 

Abs. 1 VRP). Soweit die Beschwerdeführerin die – teilweise – Aufhebung des 

Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 27. April 2021 und der Teilverfügung der 

kantonalen Denkmalpflege vom 19. November 2020 beantragt, ist darauf nicht 

einzutreten, da an deren Stelle der angefochtene Rekursentscheid getreten ist 

(Devolutiveffekt; vgl. BGer 1C_118/2020 vom 17. März 2021 E. 1.4; VerwGE 

B 2019/123 vom 28. Mai 2020 E. 1). Die weiteren Eintretensvoraussetzungen sind 

erfüllt: Die Beschwerde gegen den Rekursentscheid vom 24. Mai 2022 wurde mit 

Eingabe vom 8. Juni 2022 rechtzeitig erhoben und erfüllt in formeller und inhaltlicher 

Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 

Art. 48 Abs. 1 VRP).

2. Unvollständiger Sachverhalt

bis

Rügen

Die Beschwerdeführerin rügt zunächst eine unvollständige Feststellung des 

Sachverhalts. Sie macht geltend, die Vorinstanz habe die örtlichen Gegebenheiten 

nicht beschrieben und sich weder in den Ausführungen zum Sachverhalt noch in den 

Erwägungen mit dem Ortsbild beziehungsweise der Materialisierung der Fenster im 

ISOS-Gebiet 3.1 der Stadt X.__ konkret auseinandergesetzt. Die Beschwerdeführerin 

kommt anhand einer detaillierten Fotodokumentation zum Schluss, von den 74 

Gebäuden im fraglichen Gebiet seien 35 mit Kunststofffenstern, 16 mit Holzfenstern 

(entsprechend 21.6 Prozent), 4 mit Metallfenstern und 19 mit einer Mischung aus 

Kunststoff- und Holzfenstern versehen. 58 Gebäude verfügten über Fenster mit 

anderen Materialien als Holz. Dabei handle es sich bei mindestens 48 Gebäuden (82.8 

Prozent) um spätklassizistische Bauten (act. 3/2). Insbesondere entlang der A.__-

2.1. 

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strasse, wo sich das Grundstück der Beschwerdeführerin in der zweiten Reihe befinde, 

seien bei den spätklassizistischen Bauten fast ausschliesslich Kunststoff- oder 

Kunststoff-/Holzfenster zu finden (sieben von zehn). Bei zwei Häusern in der 

unmittelbaren Nachbarschaft – Grundstücke Nrn. 0003__ und 0004__, Baugesuche 

Nrn. 2020-0005__ und 2017-0006__ – seien erst vor kurzem Kunststofffenster 

eingebaut worden.

Rechtsgrundlagen

Herausragende bauliche Objekte und Ensembles von besonderem kulturellem 

Zeugniswert, wie insbesondere Ortsbilder, gelten als Baudenkmäler und sind damit 

Schutzobjekte im Sinn von Art. 115 Ingress und lit. g des Planungs- und Baugesetzes 

(sGS 731.1, PBG). Nach Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über das Bundesinventar der 

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (SR 451.12, VISOS) sind Ortsbilder 

Siedlungen in ihrer Gesamtheit (Satz 1); sie umfassen sowohl bebaute Bereiche 

mitsamt Strassen, Plätzen und zur Bebauung gehörenden Zwischenräumen als auch 

nicht bebaute, mit der Bebauung in einem räumlichen Zusammenhang stehende 

Bereiche wie Gärten, landschaftsarchitektonisch gestaltete Freiräume oder Kulturland 

(Satz 2). Das Ortsbild ist demnach die Erscheinungsform einer Gruppe von Bauten und 

Anlagen. Es handelt sich um Baugruppen, deren Einzelbauten sich einerseits zu einem 

Bild augenfälliger Geschlossenheit vereinen und anderseits in die Umgebung 

einordnen. Der Ortsbildschutz geht über den Schutz allfälliger das Ortsbild prägender 

Einzelobjekte hinaus und soll das Gesamtbild einer Baugruppe wahren. Er befasst sich 

nur soweit mit dem Einzelobjekt, als es für das Erscheinungsbild der Gruppe 

gesamthaft von Bedeutung ist. Massnahmen zur Erhaltung von Einzelobjekten machen 

aber ihrerseits einen wesentlichen Bestandteil der Ortsbildpflege aus (vgl. J. Bereuter, 

in: Bereuter/ Frei/Ritter [Hrsg.], Kommentar zum PBG des Kantons St. Gallen, Basel 

2020, N 27 zu Art. 115 PBG). Gemäss Art. 17 Abs. 1 des Baureglements der Stadt X.__ 

(nachfolgend: BauR) sind die im Verzeichnis der geschützten Bauten und Räume 

bezeichneten Ortsbildschutzgebiete in ihrer äusseren Erscheinungsform zu erhalten, 

soweit nicht andere öffentliche Interessen überwiegen.

2.2. 

Würdigung

Für die Beurteilung von Bauvorhaben in geschützten Ortsbildern ist von Bedeutung, ob 

ihnen die Pflicht, die äussere Erscheinungsform des Schutzobjektes zu erhalten, 

entgegensteht. In tatsächlicher Hinsicht ist – insbesondere mit Blick auf die Prüfung der 

Verhältnismässigkeit eines Eingriffs – nicht nur die Erscheinung des Einzelobjekts, 

sondern auch des Ensembles von Bedeutung. Die Beschwerdeführerin hat sich 

deshalb – anders als die Vorinstanz, die auch ihren Augenschein auf das Objekt der 

2.3. 

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3. Baubewilligung

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Verweigerung der nachträglichen 

Baubewilligung für die Kunststofffenster stelle einen unzulässigen Eingriff in die 

Eigentumsfreiheit dar. Massnahmen zum Schutz des Ortsbildes greifen in die gemäss 

Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV) 

verfassungsmässig geschützte Eigentumsgarantie ein. Gemäss Art. 36 BV bedarf ein 

Eingriff in dieses Grundrecht einer gesetzlichen Grundlage, wobei schwerwiegende 

Einschränkungen im Gesetz selbst vorgesehen sein müssen, sowie eines 

ausreichenden öffentlichen Interesses; der Eingriff muss überdies verhältnismässig sein 

und darf den Kerngehalt des Grundrechts nicht antasten. Dass es sich bei der 

Verpflichtung, Fenster aus Holz mit Sprossen zu verwenden, um eine schwerwiegende 

Einschränkung im Sinn von Art. 36 Abs. 1 BV handelt, macht auch die 

Beschwerdeführerin nicht geltend.

Beschwerdeführerin beschränkte (act. 9/11; Augenscheinprotokoll und 

Fotodokumentation) – einen Überblick über die Materialauthentizität im 

Ortsbildschutzgebiet verschafft. Weder die Vorinstanz noch die Beschwerdegegnerin 

haben sich zur detaillierten Liste der Beschwerdeführerin, die einen Überblick über die 

Materialisierung der Fenster gibt, geäussert. Insbesondere bestreitet die 

Beschwerdegegnerin nicht, dass gemäss der von der Beschwerdeführerin 

eingereichten Liste (vgl. act. 3/2) von den spätklassizistischen Gebäuden lediglich 13 

durchwegs mit Holzfenstern und 48 nicht oder nur teilweise mit Holzfenstern versehen 

sind. Ebenso wenig stellt die Beschwerdegegnerin in Abrede, dass an der A.__-strasse, 

an welcher das Objekt der Beschwerdeführerin in der zweiten Bautiefe liegt, an sieben 

von zehn spätklassizistischen Bauten fast ausschliesslich Kunststoff- oder Kunststoff-/

Holzfenster zu finden sind (Rz. 15 der Beschwerde).

Der Sachverhalt ist deshalb insoweit zu ergänzen, als lediglich rund ein Fünftel der das 

geschützte Ortsbild im ISOS-Gebiet 3.1 der Stadt X.__ prägenden spätklassizistischen 

Gebäude noch ausschliesslich über Holzfenster mit Sprossen verfügen. Auch an der 

A.__-strasse weisen mehr als zwei Drittel der spätklassizistischen Gebäude Kunststoff- 

oder Kunststoff-/Holzfenster auf.

Gesetzliche Grundlage

Die Beschwerdeführerin wendet sich nicht dagegen, dass der Ersatz der Fenster an 

ihrem Gebäude Vers.-Nr. 0002__ einer Baubewilligung bedarf (vgl. Art. 17 Abs. 4 

BauR). Sie bringt aber vor, Art. 17 Abs. 1 und 2 BauR seien keine ausreichende 

gesetzliche Grundlage für den Eingriff in die Eigentumsgarantie. Ihr Gebäude Vers.-

3.1. 

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Nr. 0002__ sei kein Einzelschutzobjekt und der Ersatz von Fenstern habe mit einem 

Neubau nichts zu tun. Eine einschlägige Bestimmung, welche die Installation von 

Holzfenstern verlange, gebe es nicht. Art. 17 Abs. 1 BauR schütze ausdrücklich die 

"äussere Erscheinungsform". Das verkenne die Vorinstanz, wenn sie "die Zulässigkeit 

von Kunststofffenstern (als) eine Frage der Materialauthentizität und nicht der 

Einfügung" beurteile.

Nach Art. 147 Abs. 1 PBG wird die Baubewilligung mit Auflagen und Bedingungen 

versehen, soweit diese zur Sicherstellung der Übereinstimmung des Bauvorhabens mit 

den massgebenden Vorschriften und Plänen erforderlich sind. Unter Schutz gestellte 

Objekte dürfen gemäss Art. 122 Abs. 3 Satz 1 PBG nur beseitigt oder beeinträchtigt 

werden, wenn ein gewichtiges das Interesse an der Erhaltung überwiegendes Bedürfnis 

nachgewiesen wird. Art. 17 Abs. 1 BauR, das dem fakultativen Referendum unterstand 

(Art. 35 Abs. 2 der Gemeindeordnung der Stadt X.__), sieht vor, dass die im Verzeichnis 

der geschützten Bauten und Räume bezeichneten Ortsbildschutzgebiete in ihrer 

äusseren Erscheinungsform zu erhalten sind, soweit nicht andere öffentliche Interessen 

überwiegen. Entsprechend dem für das Gebiet im Bundesinventar der 

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung festgelegten 

Erhaltungsziel A soll das Ortsbild in seiner Substanz erhalten bleiben. Das bedeutet, 

dass alle Bauten, Anlagenteile und Freiräume integral zu erhalten und störende Eingriffe 

zu beseitigen sind (vgl. Art. 9 Abs. 4 Ingress und lit. a VISOS; BGer 1C_217/2018 vom 

11. April 2019 E. 4.4). Bei der Renovation von Baudenkmälern kann verlangt werden, 

dass die ursprünglichen Materialien verwendet werden, soweit sie als charakteristische 

Eigenschaften zum Zeugniswert des Objekts beitragen (vgl. BGer 1C_285/2017 vom 

27. Oktober 2017 E. 3.4, "Rossfall", Holz- statt Eternitschindeln, einheitliche 

Verkleidung der Fassaden mit Holz kann als charakteristische Eigenschaft qualifiziert 

werden).

Unbestritten ist, dass im zweiten Obergeschoss des Gebäudes Vers.-Nr. 0002__ bisher 

Holzfenster angebracht waren. Wenn Gesetz und Reglement auch nicht konkret den 

Ersatz von Holzfenstern durch Holzfenster vorschreiben, ergibt sich aus dem in Art. 17 

Abs. 1 BauR festgelegten Ziel, das Ortsbild in seiner äusseren Erscheinungsform zu 

erhalten, doch – wovon die kantonale Denkmalpflege und die Baubewilligungsbehörde 

der Beschwerdegegnerin ausgegangen sind – mit genügender Klarheit, dass beim 

Ersatz von nach aussen in Erscheinung tretenden Bauteilen deren Materialisierung 

erhalten werden soll. Zur Wahrung des entsprechenden Handlungsspielraums der 

unteren Instanzen und insbesondere der Gemeinden, ist eine gewisse richterliche 

Zurückhaltung bei der Überprüfung unbestimmter Rechtsbegriffe – wie es der Begriff 

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Die Rüge, es fehle an einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage, von der 

Beschwerdeführerin den Ersatz der bestehenden Holzfenster mit Sprossen am 

Gebäude Vers.-Nr. 0002__ durch Holzfenster zu verlangen, erweist sich deshalb als 

unbegründet. Allerdings wäre es im Interesse der Rechtssicherheit wünschenswert, 

wenn insbesondere bei der Umsetzung des Erhaltungsziels A des Bundesinventars der 

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), welches zur Substanzerhaltung 

Detailvorschriften für Veränderungen zulässt (vgl. Erläuterungen zum ISOS, 

Erhaltungsziel A für ein Gebiet oder eine Baugruppe; vgl. www.bak.admin.ch, 

Baukultur/ISOS und Ortsbildschutz/Das ISOS in Kürze/ISOS-Methode, Dokumente; 

aufgesucht am 19. Januar 2023), der Begriff der Substanzerhaltung beziehungsweise 

der Erhaltung der äusseren Erscheinungsform in der Nutzungsplanung entsprechend 

konkretisiert würde, zumal der Begriff der äusseren Erscheinungsform enger ist als 

jener der äusseren Erscheinung.

3.2.  Öffentliches Interesse

Zum öffentlichen Interesse bringt die Beschwerdeführerin vor, das Einordnungsgebot 

wirke umso stärker, je homogener die Umgebung, und umso schwächer, je 

heterogener das Gebiet sei. Ausschlaggebend sei der Gesamteindruck. Anders als 

beim Schutz eines Einzelobjekts gehe es beim Ortsbildschutz um den Schutz der 

Gesamtwirkung eines Gebiets. Entsprechend komme der Materialkontinuität bei nicht 

denkmalgeschützten Gebäuden nicht die gleiche Bedeutung zu. Weil das Augenmerk 

auf die Zusammenhänge gerichtet sei, erscheine die Verwendung des gleichen 

Materials weniger wichtig. Die Materialisierung der Fenster im ISOS-Gebiet 3.1 sei 

heterogen. Die Aussage, im Perimeter des Ortsbildschutzgebiets stellten bei 

spätklassizistischen Gebäuden Holzfenster ein charakteristisches Element dar und 

Kunststofffenster seien in diesem Zusammenhang fremdartig, treffe deshalb nicht zu. 

Die Vorinstanz bestätige, dass der Unterschied nur von Nahem erkennbar sei. Die 

angestrebte gute Gesamtwirkung im Ortsbildschutzgebiet – es gehe nicht um den 

Schutz des Gebäudes selbst – könne mit Kunststofffenstern bei einer 

spätklassizistischen Baute jedenfalls erzielt werden. Die Beschwerdegegnerin 

überschreite ihr Ermessen, wenn sie geltend mache, in diesem hinsichtlich der 

des "Erhaltens der äusseren Erscheinungsform" ist – geboten (vgl. BGer 1C_231/2020 

vom 16. Dezember 2020 E. 2.5).

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Materialisierung der Fenster heterogenen Gebiet würden sich Kunststofffenster optisch 

nicht gut einordnen.

Eigentumsbeschränkungen im Interesse des Ortsbild- und Denkmalschutzes liegen 

allgemein im öffentlichen Interesse. Wie weit dieses Interesse reicht, insbesondere in 

welchem Ausmass ein Objekt denkmalpflegerischen Schutz verdient, ist im Einzelfall 

sorgfältig zu prüfen. Wie gewichtig dieses Interesse ist und in welchem Ausmass es 

einen denkmalpflegerischen Schutz eines Objekts verlangt, ist bei der Prüfung der 

Verhältnismässigkeit im engeren Sinn im Einzelfall zu prüfen (vgl. BGer 1C_499/2019 

vom 7. Juli 2020, "Illnau-Effretikon II", E. 3.3; 1P.185/2000 vom 11. September 2001, 

"Murten", E. 2c mit Hinweis auf BGE 126 I 219 E. 2c; 120 Ia 270 E. 4a und 120 Ib 64 

E. 5 und 6). Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Bedeutung der 

Materialkontinuität für das öffentliche Interesse an der Erhaltung des Ortsbildes sind 

dementsprechend bei der Prüfung der Zumutbarkeit der Massnahme zu würdigen.

3.3.  Verhältnismässigkeit

3.3.1.  Vorbringen

Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe sich bei der Prüfung der 

Verhältnismässigkeit darauf beschränkt, das öffentliche Interesse an der 

Materialechtheit zu betonen und diesem einzig die privaten finanziellen Interessen 

gegenüber zu stellen. Dass die Beschwerdegegnerin bis 2014 Kunststofffenster an 

spätklassizistischen Gebäuden auch im fraglichen Gebiet bewilligt habe, gewichte die 

Vorinstanz nicht. Beispielsweise sei es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

unverhältnismässig, an einer Liegenschaft in der Churer Altstadt einzig Fensterläden 

aus Holz zuzulassen, weil der Materialkontinuität bei nicht denkmalgeschützten 

Gebäuden nicht die gleiche Bedeutung zukomme. Zur Wahrung der angestrebten 

guten Gesamtwirkung des Ortsbildes erscheine die Verwendung des gleichen Materials 

weniger wichtig. Das Augenmerk sei auf das Ganze, Zusammenhängende und weniger 

auf seine einzelnen Teile gerichtet. Werde zudem berücksichtigt, dass die Verwendung 

von Holzfensterläden bei der Anschaffung und beim Unterhalt erhebliche Mehrkosten 

verursachen würde, erscheine eine entsprechende Auflage als unverhältnismässig. 

Soweit mit modernen Baumaterialien wie Aluminium das bisherige Erscheinungsbild 

der Fensterläden und die entsprechenden ästhetischen Anforderungen eingehalten 

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werden könnten, sei dies mit der Zielsetzung "Erhalten der Substanz" vereinbar. Bei 

der Interessenabwägung seien die Vorteile von Kunststoff- gegenüber Holzfenstern, die 

nicht nur finanzieller Natur seien (bessere Energiebilanz, längere Lebensdauer, 

pflegeleichter, weniger aufwendige Instandhaltung), ihr identisches Erscheinungsbild 

und die Heterogenität der örtlichen Gegebenheiten beziehungsweise die Dominanz von 

Kunststofffenstern zu beachten.

3.3.2.  Geeignetheit und Erforderlichkeit

Unter dem Titel der Verhältnismässigkeit sind die Geeignetheit, die Erforderlichkeit und 

die Zumutbarkeit zu prüfen (vgl. BGE 140 I 2 E. 10.6). Die Verpflichtung, Holzfenster mit 

Sprossen durch mit Sprossen versehene Fenster in der gleichen Materialisierung zu 

ersetzen, ist zweifellos geeignet, das geschützte Ortsbild in seiner äusseren 

Erscheinungsform zu erhalten. Soll der schützenswerte Charakter des Ortsbildes, das 

im fraglichen Gebiet durch die das Quartier prägenden spätklassizistischen Gebäude 

geprägt ist, erhalten bleiben, ist die Bewahrung der Kontinuität der Materialisierung der 

nach aussen in Erscheinung tretenden Bauteile der betreffenden Gebäude auch 

erforderlich.

3.3.3.  Zumutbarkeit

Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit sind die – in der Regel öffentlichen – Interessen 

am Eingriff gegen die – in der Regel privaten – Interessen am Integritätsschutz 

abzuwägen (vgl. R. Kiener, Grundrechtsschranken, in: Verfassungsrecht der Schweiz, 

Band II, Zürich/Basel/Genf 2020, S. 1293 ff., Rz. 36). Bei der Beurteilung von 

Massnahmen aus Gründen des Natur- und Heimatschutzes sind 

Rentabilitätsüberlegungen umso geringer zu gewichten, je schutzwürdiger ein Objekt 

ist. Allerdings können rein finanzielle Interessen bei ausgewiesener Schutzwürdigkeit 

für sich genommen nicht ausschlaggebend sein (vgl. BGE 147 II 125 E. 10.4; BGer 

1C_168/2012 vom 2. November 2012 E. 6.4, "Küsnacht", 1C_285/2017 vom 

27. Oktober 2017 E. 3.3, "Rossfall", 1C_55/2011 vom 1. April 2011, "Illnau-Effretikon", 

E. 7.1, je mit Hinweis auf BGE 126 I 219 E. 2c). Rein finanzielle Interessen an einer 

höchstmöglichen Ausnutzung oder möglichst gewinnbringenden beziehungsweise 

dauerhaften wirtschaftlichen Nutzung eines Grundstücks vermögen das öffentliche 

Interesse an einer Denkmalschutzmassnahme grundsätzlich nicht zu überwiegen (vgl. 

BGer 1C_499/2019 vom 7. Juli 2020, "Illnau-Effretikon I", E. 3.3; 1C_300/2011 vom 

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3. Februar 2012, "Villa Nager I", E. 6.2; 1C_679 und 680/2021 vom 23. September 

2022, "Bülach", E. 5.1; 1C_368/2019 vom 9. Juni 2020, "Unter-Balm", E. 9.3). Sehr 

erhebliche finanzielle Interessen können der Verfolgung eines weniger gewichtigen 

öffentlichen Interesses im Wege stehen. Dagegen müssen auch sehr grosse finanzielle 

Interessen der Grundeigentümer gewichtigen öffentlichen Interessen des 

Denkmalschutzes weichen (vgl. BGer 1C_514/2020 vom 5. Mai 2021, "Haus Brunner, 

Langnau am Albis", E. 9.1; 1C_571 und 573/2020 vom 2. Juni 2022, "Villa Nager II", 

E. 6.6.5). Mögliche Grenze ist die Erzielung einer angemessenen Rendite (vgl. VerwGE 

B 2011/122 vom 1. Mai 2012 E. 3.1).

Das Interesse daran, die Holzfenster durch solche aus Kunststoff zu ersetzen, liegt – 

entsprechend den Vorbringen der Beschwerdeführerin – in erster Linie bei den Kosten. 

Die Beschwerdeführerin belegt mit entsprechenden Offerten Preise für 

Kunststofffenster von CHF 8'304 und für Holzfenster von mindestens CHF 13'454. 

Zudem geht sie davon aus, dass bei einer Lebensdauer der Holzfenster von 40 Jahren 

etwa sieben Neuanstriche nötig sind mit Kosten von jeweils rund CHF 3'200. Hinzu 

kämen höhere Heizkosten. Kunststofffenster seien insgesamt umweltfreundlicher, weil 

ihre Energiebilanz besser sei und weniger Wärme nach draussen entweiche. Sie seien 

stabiler, hätten eine längere Lebensdauer, seien pflegeleichter und ihre Instandhaltung 

sei weniger aufwendig.

Die schlechtere Witterungsbeständigkeit der Holzfenster verkürzt – abhängig von 

Witterungsschutz und Holzart – deren Lebensdauer und führt – abhängig von der 

Vorbehandlung und der Holzart – zu einem höheren Pflegeaufwand. Die Kosten für 

Holzfenster betragen gemäss den von der Beschwerdeführerin eingereichten Offerten 

auf die Lebensdauer betrachtet mit knapp CHF 35'900 gegenüber CHF 8'300 für 

Kunststofffenster mehr als das Vierfache. Die Kosten der Holzfenster, umfassend den 

Kauf und den Unterhalt während einer den Kunststofffenstern entsprechenden 

Nutzungsdauer sind zwar deutlich höher als jene von Kunststofffenstern. Berechnet auf 

eine Lebensdauer von vierzig Jahren geht die Beschwerdeführerin von Mehrkosten von 

jährlich rund CHF 700 aus. Diese zusätzlichen Kosten bewegen sich nicht in einer 

Grössenordnung, welche die Erzielung einer angemessenen Rendite aus einer 

allfälligen Vermietung der Liegenschaft verunmöglichen würde. Die Beschwerdeführerin 

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bringt auch nichts Entsprechendes vor. Die weiteren von der Beschwerdeführerin 

angeführten Vorteile von Kunststofffenstern sind zu relativieren: Holzfenster sind 

Fenstern aus Kunststoff hinsichtlich Wärmedämmung, Gestaltungsfreiheit, Stabilität, 

Schallschutz und Einbruchshemmung zumindest ebenbürtig. Entgegen der Auffassung 

der Beschwerdeführerin bieten Holzrahmen zumindest den gleichen (vgl. https://

www.fensterblick.de, Fenster/Fenster-Vergleich), allenfalls gar einen leicht besseren 

Wärmeschutz als die meisten gedämmten Kunststoffrahmen (vgl. https://

www.hausjournal.net, Bauen/Holzfenster/Holz- oder Kunststofffenster – ein Vergleich).

3.3.4.  Ergebnis

Das Interesse an der Bewahrung des Ortsbildes, das auch durch die 

Materialauthentizität der nach aussen sichtbaren Gebäudeteile an den das Gebiet 

prägenden spätklassizistischen Gebäuden beeinflusst wird, hat – angesichts seiner 

nationalen Bedeutung – ein hohes Gewicht. Es wird zwar etwas relativiert, weil die von 

der Beschwerdegegnerin seit 2014 bei der Materialisierung der Fenster durchgesetzte 

Praxis noch kaum sichtbar geworden ist, und sie bei den Rollläden der 

Materialauthentizität nicht dasselbe Gewicht beimisst. In ökologischer Hinsicht kann 

zudem berücksichtigt werden, dass die CO -Bilanz jedenfalls bezüglich der Herstellung 

der Fenster zugunsten des Holzes ausfällt (vgl. www.perfekt-bau.eu/fenster-kunststoff-

vs-holzfenster.html). Die auf die gesamte Lebensdauer geltend gemachten zusätzlichen 

Kosten der Holz- gegenüber den Kunststofffenstern von jährlich rund CHF 700 

vermögen die öffentlichen Interessen an der Bewahrung des Ortsbildes nicht 

aufzuwiegen. Weitere ins Gewicht fallende Interessen am Ersatz der Holz- durch 

Kunststofffenster sind nicht ersichtlich. Dementsprechend erweist sich die 

baurechtliche Verpflichtung der Beschwerdeführerin, die bisherigen Holzfenster mit 

Holzfenstern zu ersetzen, nicht als unverhältnismässig. Die Kunststofffenster können 

deshalb nicht nachträglich bewilligt werden.

3.4.  Gleichbehandlung im Unrecht

Die Beschwerdeführerin beruft sich sodann auf den Grundsatz der Gleichbehandlung 

im Unrecht. Grundsätzlich kann sich der Rechtssuchende der korrekten 

Rechtsanwendung in seinem Fall nicht mit dem Argument entziehen, das Recht sei in 

anderen Fällen falsch oder gar nicht angewendet worden. Weicht die Behörde jedoch 

nicht nur in einem oder in einigen Fällen, sondern in ständiger Praxis vom Gesetz ab, 

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und gibt sie zu erkennen, dass sie auch in Zukunft nicht gesetzeskonform entscheiden 

werde, so kann der Bürger gestützt auf Art. 8 Abs. 1 BV verlangen, gleichbehandelt, 

das heisst ebenfalls gesetzwidrig begünstigt zu werden. Nur wenn eine Behörde nicht 

gewillt ist, eine rechtswidrige Praxis aufzugeben, überwiegt das Interesse an der 

Gleichbehandlung der Betroffenen gegenüber demjenigen an der Gesetzmässigkeit. 

Äussert sich die Behörde nicht über ihre Absicht, so ist anzunehmen, sie werde 

aufgrund der Erwägungen des gerichtlichen Urteils zu einer gesetzmässigen Praxis 

übergehen (vgl. BGer 1C_231/2020 vom 16. Dezember 2020, "Hüttlingen/TG", E. 3.2).

Indessen macht die Beschwerdegegnerin geltend, sie setze die Materialanforderung an 

die Fenster seit 2014 um. Ob diese Praxis seither völlig konsequent durchgesetzt 

wurde oder ob allenfalls versehentlich davon abgesehen oder nicht rechtzeitig ein 

Wiederherstellungsverfahren in die Wege geleitet wurde, kann offenbleiben (vgl. dazu 

beispielsweise BGer 1C_231/2020 vom 16. Dezember 2020, "Hüttlingen/TG", E. 3.3). 

Die Beschwerdegegnerin gibt jedenfalls eindeutig zu erkennen, künftig eine einheitliche 

Praxis anwenden zu wollen. Unter diesen Umständen vermag sich die 

Beschwerdeführerin auch nicht mit Erfolg auf den Grundsatz der Gleichbehandlung im 

Unrecht zu berufen und daraus einen Anspruch auf Bewilligung der Kunststofffenster 

abzuleiten.​

4.  Wiederherstellung

​Erweisen sich die von der Beschwerdeführerin eingebauten Kunststofffenster nicht als 

bewilligungsfähig, ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin zu Recht zur 

Wiederherstellung, also zum Entfernen der bereits eingebauten Kunststofffenster im 

zweiten Obergeschoss ihres Gebäudes Vers.-Nr. 0002__ und zum Wiedereinsatz von 

Holzfenstern, verpflichtet wurde.

4.1.  Rechtliches

Formell rechtswidrige Bauten, die nachträglich nicht bewilligt werden können, müssen 

grundsätzlich beseitigt werden. Die mit der Anordnung der Beseitigung verbundene 

Eigentumsbeschränkung ist – wie die Abweisung eines Baugesuchs – nur zulässig, 

wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und 

verhältnismässig ist (Art. 36 BV).

4.2.  Würdigung

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4.2.1.  Gesetzliche Grundlage und öffentliches Interesse

Gesetzliche Grundlage für die von der Vorinstanz bestätigte Anordnung der 

Wiederherstellung bildet Art. 159 Abs. 1 Ingress und lit. d PBG. Wird durch die 

Errichtung von Bauten und Anlagen ohne Bewilligung oder auf andere Weise ein 

unrechtmässiger Zustand geschaffen, wird nach dieser Bestimmung die 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verfügt. Das öffentliche Interesse an 

der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ist in der Regel gegeben, da das 

Interesse an der Einhaltung der baulichen Grundordnung und an der konsequenten 

Verhinderung baurechtswidriger Zustände generell gross ist. Ausnahmsweise kann 

ganz oder zum Teil darauf verzichtet werden, wenn die Wiederherstellung 

unverhältnismässig wäre oder Gründe des Vertrauensschutzes dem entgegenstehen 

(vgl. BGE 136 II 359 E. 6, Ch. Kägi, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], a.a.O., N 15 zu 

Art. 159 PBG).

4.2.2.  Schutz des guten Glaubens und Verhältnismässigkeit 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Anordnung der 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Einzelfall unzulässig, wenn sie 

allgemeinen Prinzipien des Verfassungs- und Verwaltungsrechts entgegensteht. Dazu 

gehören namentlich die verfassungsrechtlichen Grundsätze der Verhältnismässigkeit 

und des Schutzes des guten Glaubens. Die Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustands kann unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist 

oder die Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der 

Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm ausgeübte Nutzung stehe mit 

der Baubewilligung im Einklang, und ihre Fortsetzung nicht schwerwiegenden 

öffentlichen Interessen widerspricht. Eine Berufung auf den guten Glauben fällt nur in 

Betracht, wenn die Bauherrschaft bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt 

annehmen durfte, sie sei zur Bauausführung oder Nutzung berechtigt. Auf die 

Verhältnismässigkeit berufen kann sich auch ein Bauherr, der nicht gutgläubig 

gehandelt hat. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen 

Erwägungen, namentlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, 

dem Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands erhöhtes 

Gewicht beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht 

oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (vgl. BGer 1C_347/2021 vom 

6. September 2022 E. 6.4 mit Hinweisen auf BGE 136 II 359 und 132 II 21).

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Die Beschwerdeführerin hat die bauliche Massnahme vorgenommen, ohne vorgängig 

ein Baugesuch zu stellen. Grundsätzlich gilt der Ersatz von Fenstern nach der 

vorinstanzlichen Praxis – jedenfalls, soweit er keine nach aussen sichtbare 

Veränderung mit sich bringt – baurechtlich als Unterhalt, der in der Bauzone gemäss 

Art. 136 Abs. 2 Ingress und lit. g PBG keiner Baubewilligung bedarf (vgl. BUDE 

Nr. 79/2021 vom 2. Dezember 2021 E. 3.2, https://publikationen.sg.ch). Nach Art. 7 

Abs. 1 des Energiegesetzes (sGS 741.1, EnG) gelten Ersatz und Änderung energetisch 

wichtiger Bauteile, wie Aussenwände, Dächer, Fenster und haustechnischer Anlagen 

sowie energetisch relevante Umnutzungen als Umbauten. Das im Zeitpunkt des 

Erlasses des Energiegesetzes geltende Gesetz über die Raumplanung und das 

öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG) erwähnte in Art. 78 Abs. 2 Ingress 

und lit. a Umbauten ausdrücklich als bewilligungspflichtigen Tatbestand. Art. 78 Abs. 2 

Ingress und lit. a  BauG übernahm sodann die Regelung von Art. 7 Abs. 1 EnG im 

Wortlaut. Art. 136 Abs. 1 PBG nennt – wie Art. 78 Abs. 1 BauG als Vorläufer – 

Erstellung und Änderung von Bauten und Anlagen als bewilligungspflichtige 

Tatbestände. Die in Art. 78 Abs. 2 Ingress und lit. a BauG verwendeten Begriffe der 

Neu-, Um-, An-, Auf- und Nebenbauten verwendet das neue Recht im Zusammenhang 

mit den bewilligungspflichtigen Tatbeständen nicht mehr. Nach Art. 136 Abs. 2 Ingress 

und lit. g PBG bedarf der Unterhalt von Bauten und Anlagen – vorbehältlich 

ausdrücklicher Vorschrift – keiner Baubewilligung. Der Ersatz von Fenstern kann als 

solcher Unterhalt verstanden werden. Das Planungs- und Baugesetz hat Art. 7 Abs. 1 

EnG nicht übernommen. Die baurechtliche Bewilligungspflicht ergibt sich damit 

lediglich aus dem Vorbehalt der abweichenden ausdrücklichen Vorschrift im 

Energiegesetz. – Auch die heterogene Materialisierung der Fenster im 

Ortsbildschutzgebiet kann als gegen die Erforderlichkeit einer Baubewilligung 

sprechend interpretiert werden. Der Beschwerdeführerin musste zwar bekannt sein, 

dass ihr Grundstück in einem Ortsbildschutzgebiet liegt und deshalb Farbgebungen 

und Fassadenrenovationen gemäss Art. 17 Abs. 4 BauR bewilligungspflichtig sind. 

Dass der Ersatz von Fenstern als "Fassadenrenovation" im Sinn dieser Bestimmung 

gilt, lässt sich deren Wortlaut allerdings nicht direkt entnehmen. Im vorliegenden Fall 

erscheint deshalb nicht offenkundig, dass der Ersatz der Fenster einer Baubewilligung 

bedarf. Art. 17 Abs. 4 BauR hätte die Beschwerdeführerin aber grundsätzlich 

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veranlassen müssen, sich bei der Baubewilligungsbehörde nach der Bewilligungspflicht 

ihres Vorhabens, das zudem auch neue Rollläden zum Gegenstand hatte, zu 

erkundigen. Obwohl sie dies nicht getan hat, kann ihr Verhalten unter Berücksichtigung 

der gesamten Umstände nicht als bösgläubig bezeichnet werden. Der Anspruch auf 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes erscheint jedenfalls aber nicht aus 

Gründen des Vertrauensschutzes verwirkt.

Das Gewicht an der Durchsetzung der äusseren Erscheinungsform wird relativiert 

durch die bereits bestehende unbestrittene Heterogenität der Materialisierung der 

Fenster an den spätklassizistischen, das Ortsbild prägenden Bauten nicht nur im 

gesamten ISOS-Gebiet Nr. 3.1, sondern insbesondere auch an der A.__-strasse, an 

welcher das spätklassizistische Gebäude der Beschwerdeführerin in der zweiten 

Bautiefe liegt (vgl. dazu oben Erwägung 2). Die gemäss Denkmalpflege 

unterschiedlichen Eckverbindungen und Profilierungen von Kunststoff- und 

Holzfenstern sind kaum wahrnehmbar. Sie fallen für den Erhalt des äusseren 

Erscheinungsbilds auch deshalb viel weniger ins Gewicht, weil sie im zweiten 

Obergeschoss liegen.

Für das Gewicht des öffentlichen Interesses an der Materialauthentizität bei den 

Fenstern und die Beurteilung der Verhältnismässigkeit erscheint insbesondere aber 

bedeutsam, dass die kantonale Denkmalpflege der Kontinuität der Materialisierung der 

Gebäudefassaden bei den Rollläden offenbar weniger Gewicht einräumt, zumal sie den 

Ersatz von hölzernen Rollläden durch solche aus Metall – wenn auch "unpräjudizierlich" 

– bewilligt hat. Angesichts der grossen Flächen ist die abweichende Materialisierung 

bei den Rollläden deutlich besser erkennbar als bei den Fensterrahmen. Die Rollläden 

dienen auch der Beschattung, so dass sie insbesondere auch im Sommer tagsüber 

ganz oder teilweise geschlossen sein können.

Zu den wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass diese 

beim Bauen ohne Baubewilligung in den Hintergrund treten. Dass ihr sowohl die – 

vergeblich aufgewendeten – Kosten für die Kunststofffenster als auch die Kosten für 

den Einbau neuer Holzfenster und deren vergleichsweise aufwendigen Unterhalt 

anfallen würden, ist somit von untergeordneter Bedeutung. Mit der Entfernung der 

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noch neuwertigen Kunststofffenster wäre im Übrigen deren Entsorgung wahrscheinlich, 

was auch aus ökologischen Gründen nicht sinnvoll erscheint.

4.3.  Ergebnis

Die Wiederherstellungsmassnahme des Einbaus von Holzfenstern erweist sich 

demzufolge als unverhältnismässig. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin bereit 

ist, die neu eingebauten Kunststofffenster mit Sprossen zu versehen. Damit 

entsprechen die Fenster – im Gegensatz zu den Fenstern an zahlreichen anderen 

spätklassizistischen Gebäuden des Quartiers – zumindest hinsichtlich ihres 

Erscheinungsbildes der ursprünglichen Gestaltung.

5.  Zusammenfassung

Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Entscheid ist aufzuheben. Die 

Angelegenheit ist zur Festlegung der Einzelheiten bezüglich der anzubringenden 

Sprossen an die Beschwerdegegnerin und zur Verlegung der Kosten des 

Rekursverfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen.

6.  Kosten

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). 

Beim nicht überwiegend finanzielle Interessen verfolgenden Gemeinwesen sind 

indessen keine amtlichen Kosten zu erheben (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der 

Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss von CHF 4'000 

zurückzuerstatten.

Die Beschwerdeführerin hat für das Beschwerdeverfahren Anspruch auf eine 

ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP). Die Rechtsvertreterin 

der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. Nach Art. 22 Abs. 1 Ingress 

und lit. b Hono-rarordnung (sGS 963.75, HonO) beträgt das Honorar vor 

Verwaltungsgericht pauschal CHF 1'500 bis 15'000. Innerhalb des für eine Pauschale 

gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen Umständen, 

namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des Falls und 

den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten bemessen (Art. 19 HonO; vgl. dazu 

BGE 141 I 124 E. 4 und BGer 1C_53/2015 vom 12. Mai 2015 E. 2.5.). Ein pauschales 

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Honorar von gesamthaft CHF 3'500 zuzüglich pauschale Barauslagen von CHF 140 (4 

Prozent von CHF 3'500; Art. 28  HonO) und Mehrwertsteuer (7,7 Prozent; Art. 29 

HonO) erscheint angemessen.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Entscheids vom 24. Mai 2022 im Sinn der 

Erwägungen gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, und die Angelegenheit zur 

Festlegung der Einzelheiten bezüglich der anzubringenden Sprossen an die Politische 

Gemeinde X.__ zurückgewiesen.

2.

Amtliche Kosten werden nicht erhoben. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 

Kostenvorschuss von CHF 4'000 wird zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin mit CHF 3'640 zuzüglich 

Mehrwertsteuer.

4.

Die Sache wird zur Verlegung der amtlichen und ausseramtlichen Kosten des 

Rekursverfahrens an die Vorinstanz zurückgewiesen.

 

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 19.01.2023
	Baurecht, Denkmalschutz; Art. 29 BV, Art. 122 Abs. 3 und Art. 159 Abs. 1 lit. d PBG. Die Beschwerdeführerin hat an ihrem spätklassizistischen im geschützten Ortsbild liegenden Wohnhaus die bestehenden Holzfenster mit Sprossen durch Kunststofffenster ersetzt. Das nachträgliche Baugesuch wurde abgewiesen. Für die Beurteilung von Bauvorhaben in geschützten Ortsbildern ist in tatsächlicher Hinsicht – insbesondere mit Blick auf die Prüfung der Verhältnismässigkeit eines Eingriffs – nicht nur die Erscheinung des Einzelobjekts, sondern auch des Ensembles von Bedeutung. Die Verweigerung der nachträglichen Baubewilligung erweist sich als recht- und verhältnismässig, die Verpflichtung im Rahmen der Wiederherstellung Holzfenster einzubauen jedoch als unverhältnismässig (Verwaltungsgericht, B 2022/107). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 25. Juli 2023 gutgeheissen (Verfahren 1C_119/2023).

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