# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e6b3152-62b3-5189-aaf3-99b8d358de21
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 10.11.2021 UV 2020/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-66_2021-11-10.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/66

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.04.2022

Entscheiddatum: 10.11.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 10.11.2021
Art. 6, 10, 16 und 19 UVG: Die Einstellung der vorübergehenden Leistungen 
(Heilbehandlung und Taggeld) ist zu Recht erfolgt, da im 
Einstellungszeitpunkt keine organisch nachweisbaren Unfallfolgen mehr 
bestanden haben, hinsichtlich derer von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
hätte erwartet werden können. Mangels adäquaten Kausalzusammenhangs 
besteht auch kein Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen wie eine 
Integritätsentschädigung oder einen Rentenanspruch (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. November 2021, UV 
2020/66). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_812/2021.

Entscheid vom 10. November 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Miriam 

Lendfers und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2020/66

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt Sebastiaan van der Werff, MLaw, Schwager Mätzler 

Schneider, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___AG als Chauffeur angestellt und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert, als 

er am 17. Mai 2019 beim Entladen eines Lastwagens von einem unbekannten 

Ladungsteil getroffen wurde und verletzt liegen blieb (vgl. Suva-act. 2 und 45 S. 3 ff.). 

Per Rettungsdienst wurde er ins Kantonsspital C.___ eingeliefert, wo er sich bei Eintritt 

situativ und örtlich desorientiert und mit einer Amnesie zum Unfallereignis präsentierte. 

Eine am selben Tag durchgeführte Computertomographie (CT) des Schädels sowie der 

Halswirbelsäule (HWS) zeigten keine frischen Traumafolgen. Die Ärzte diagnostizierten 

eine Mehrfachverletzung nach Direktanprall Gesicht links mit Commotio cerebri, 

Hämatom über Os zygomaticum und Verdacht auf Glaskörperablösung bei subjektiver 

Seheinschränkung links. Der Versicherte wurde zur GCS-Überwachung stationär 

aufgenommen, welche sich allseits unauffällig zeigte. Am 18. Mai 2019 konnte er in 

gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden mit der dringenden 

Empfehlung, sich sofort augenärztlich vorzustellen (vgl. Suva-act. 11 und 4, vgl. ferner 

Suva-act. 116). Es wurde dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 

24. Mai 2019 bescheinigt (Suva-act. 9).

A.a. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Am __ Mai 2019 fand in der Augenklinik des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) ein 

orthoptisches Konsil statt. Im entsprechenden Untersuchungsbericht vom __ Mai 2019 

nannte der behandelnde Arzt als Diagnose eine Optikusatrophie am linken Auge mit 

altitudinalem Gesichtsfeldausfall (zentral) nach inferior. Weiter hielt er fest, dass der 

Versicherte anamnestisch über unspezifische Sehstörungen des linken Auges berichtet 

habe, die ihm nach dem Schädel-Hirntrauma aufgefallen wären. In der Octopus-

Perimetrie habe sich ein altitudinaler, zentraler Gesichtsfeldausfall des linken Auges 

gezeigt. Der Visus sei mit 1,0 beidseits voll gewesen. Funduskopisch und in der OCT-

Untersuchung der Papille habe sich eine Optikusatrophie am linken Auge nachweisen 

lassen. Diese sei sicher schon länger vorbestehend und unabhängig vom erlittenen 

Schädelhirntrauma. Sehr wahrscheinlich sei eine abgelaufene anteriore ischämische 

Optikusneuropathie die Ursache. Zum Ausschluss einer Raumforderung mit 

Kompression des Nervus optikus erfolge die Anmeldung für eine cranielle MRT-

Untersuchung mit zusätzlicher Darstellung der Orbitae. Infolge des zentralen 

Gesichtsfeldausfalles links sei die Fahrtauglichkeit für Lastkraftwagen (LKW) aus 

augenärztlicher Sicht nicht gegeben. Die Fahrtauglichkeit für Personenkraftwagen 

(PKW) sei bei intaktem Gesichtsfeld des rechten Auges gegeben. Eine Kontrolle bei 

einem niedergelassenen Augenarzt sei empfohlen (Suva-act. 34).

A.b. 

Ab dem 24. Mai 2019 wurde dem Versicherten von Dr. med. D.___, Allgemeine 

Medizin FMH, weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. Suva-act. 10 

und 23).

A.c. 

Am 29. Mai 2019 fand eine MRT-Untersuchung des Neurocraniums nativ und mit 

Kontrastmittel sowie eine MR-Angiographie der hirnversorgenden Gefässe extra- und 

intrakraniell statt. Die untersuchenden Radiologen hielten in der gleichentags erstellten 

Beurteilung fest, dass eine Optikusatrophie links ohne erkennbare Ursache und 

ansonsten ein normales orbitales und kraniozerebrales Kernspintomogramm ohne 

Nachweis einer Raumforderung sowie normale intra- und extrakranielle 

hirnversorgende Gefässe vorlägen (vgl. Suva-act. 25).

A.d. 

Mit Schreiben vom 6. Juni 2019 informierte die Suva den Versicherten darüber, 

dass sie für die Folgen des Berufsunfalls vom 17. Mai 2019 die 

Versicherungsleistungen ausrichten werde (vgl. Suva-act. 12).

A.e. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

In einem Bericht vom 15. Juni 2019 nannte Dr. D.___ als Diagnosen einen Status 

nach Schädel-Hirntrauma mit/bei Direktanprall Gesicht links mit Commotio cerebri, 

Hämatom über Os zygomaticum mit Visusstörung links mit/bei Optikusatrophie. Weiter 

hielt er fest, dass der Versicherte anlässlich der Kontrolle vom 11. Juni 2019 weiterhin 

stark müde gewesen sei, an Gedächtnisstörungen und insbesondere an einer 

retrograden Amnesie gelitten habe. Die Kopfschmerzen seien bereits deutlich besser 

geworden. Weiterhin habe der Versicherte über Visusstörungen links mit 

eingeschränktem Gesichtsfeld und verschwommenem Sehen geklagt. Aktuell sei eine 

Wiederaufnahme der Arbeit als Chauffeur aufgrund der Visusproblematik nicht möglich. 

Allenfalls wäre es sinnvoll, wenn der Versicherte im Logistikbereich beschäftigt werden 

könnte. Als Behandlung empfahl Dr. D.___ eine bedarfsgerechte Analgesie, eine 

möglichst gute Reizabschirmung, allenfalls eine neuropsychologische Therapie sowie 

eine ophthalmologische Kontrolluntersuchung im Juli 2019 (Suva-act. 17).

A.f. 

Am 18. Juni 2019 erfolgte eine Vorstellung bei Dr. med. E.___, Augenarzt FMH. 

Dieser nannte in seinem Untersuchungsbericht vom 19. Juni 2019 als Diagnose eine 

partielle Optikusatrophie links; DD: posttraumatisch nach Schädel-Hirntrauma vom 17. 

Mai 2019 oder vorbestehend bei Status nach arterieller Zirkulationsstörung des 

Sehnervenkopfs (anteriore ischämische Optikusneuropathie) oder postentzündlich nach 

Neuritis nervi optici. Bezüglich der Ursache der partiellen Optikusatrophie links hielt er 

fest, dass man angesichts der subjektiv blanden Vorgeschichte und des 

Unfallgeschehens mit schwerer Schädelprellung am ehesten an eine traumatische 

Genese denken würde. Eine Contusio nervi optici könne sich durchaus derart 

präsentieren. Im Allgemeinen brauche eine posttraumatische Ausbildung von atrophen 

Veränderungen an der Sehnervenpapille jedoch mehr Zeit. Die Latenzzeit zwischen 

dem Unfall vom 17. Mai 2019 und der morphologisch-perimetrischen Untersuchung im 

KSSG sei doch etwas sehr kurz. Aufgrund des heftigen direkten Traumas scheine ein 

Status nach Contusio nervi optici links jedoch denkbar. Wäre es früher schon zu einer 

Sehnervenentzündung oder zu einem Sehnerveninfarkt gekommen, hätte der 

Versicherte sicher akute Symptome beklagt und eine zentrale Visusminderung bemerkt, 

was eine Augenarztkonsultation zur Folge gehabt hätte und auch die regelmässigen 

fliegerärztlichen Untersuchungen (der Versicherte ist […] [vgl. Suva-act. 57 S. 2]) hätten 

eine Visusminderung zu Tage gebracht. Folglich sei der Fall nicht derart eindeutig, wie 

A.g. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

man meinen könnte. Die aktuelle Perimetrie zeige gegenüber der Erstuntersuchung 

bereits ein etwas weniger tiefes Skotom, was allenfalls für eine gewisse 

postcontusionelle Nerven-Regeneration sprechen könnte. Bezüglich der visuellen 

Fahrtüchtigkeit für die Führerausweisgruppe 2 müsse das zentrale Gesichtsfeld auf 

jedem Auge bis 30 Grad normal sein, was beim Versicherten links nicht der Fall sei. 

Trotzdem sei das Ganze nicht so eng zu sehen, zumal der Defekt im nasal unteren 

Gesichtsfeldquadranten links beim binokularen Sehen durch die rechte Seite 

kompensiert werde. Im Übrigen würden die Bedingungen für die 

Gesichtsfeldaussengrenzen mit horizontal minimal 140 Grad problemlos erreicht. 

Aktuell halte sich der Versicherte ohnehin nicht für fahrtüchtig. Eine perimetrische 

Verlaufskontrolle sei in gut einem Monat geplant (vgl. Suva-act. 35; vgl. ferner Bericht 

vom 1. Juli 2019 an die Suva, Suva-act. 24).

In einer Beurteilung vom 5. Juli 2019 kam Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für 

Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, zum Schluss, dass keine Unfallfolgen vorlägen. Es sei 

eine volle Arbeitsfähigkeit, wie sie bereits im Zeitpunkt des Unfalls bestanden habe, 

gegeben, da die Visuseinschränkung gering und vorbestehend gewesen sei. Aus 

unfallkausaler Sicht sei keine Behandlung notwendig, da keine nachweisbaren 

Unfallfolgen vorlägen (vgl. Suva-act. 26).

A.h. 

Anlässlich einer Besprechung mit der Suva vom 10. Juli 2019 schilderte der 

Versicherte, dass im Kantonsspital C.___ am Unfalltag ein CT vom Schädel und vom 

Nacken gemacht worden sei. Zum Glück habe keine Hirnblutung bestanden, jedoch 

habe er Probleme auf dem linken Auge gehabt. Er habe teilweise nur Schatten 

gesehen. Auch habe er einen starken Druck auf der linken Kopf- und Stirnseite 

verspürt. Am nächsten Morgen sei er aus dem Spital entlassen worden mit einem 

Überweisungsschreiben für die Augenklinik. Er sei noch am selben Vormittag in den 

Notfall gegangen, weil er noch immer den starken Druck auf dem Kopf gespürt habe 

und auf dem linken Auge nicht mehr richtig habe sehen können. Im Notfall sei er kurz 

untersucht worden und es sei dann für den __ Mai 2019 ein Termin in der Augenklinik 

abgemacht worden. In den ersten drei bis vier Wochen habe er einen ständigen Druck 

im linken Bereich des Kopfs und hinter dem linken Auge verspürt. Auch habe er links 

weiterhin nur Schatten gesehen. Sobald er sich überanstrengt habe, sei es zu 

Kopfschmerzen und Schwindel gekommen. Nachts habe er nicht gut geschlafen. Auch 

A.i. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

habe er seit dem Unfall unter einer Amnesie gelitten. Teilweise habe er auch Sachen 

vergessen, Personen nicht mehr erkannt und sich kaum mehr zugetraut, das zu Hause 

zu verlassen, weil er Angst gehabt habe, den Heimweg nicht mehr zu finden. 

Inzwischen habe sich das linke Auge etwas erholt. Deswegen hätten sich auch die 

Werte anlässlich der Kontrolle vom 18. Juni 2019 etwas gebessert. Das Auge 

regeneriere sich langsam. Die Schatten seien verschwunden. Probleme habe er in der 

Nacht, wenn das Auge am Arbeiten sei. Er merke dann ständig ein Zwicken und 

Pulsieren. Dadurch könne er nicht schlafen. Wenn er sich im Kopf anstrengen müsse, 

komme dieses Pulsieren auch. Er brauche tagsüber einfach seine Ruhe und lege sich 

zwischendurch hin. Sobald er sich anstrenge, nehme das Pulsieren und Zwicken zu 

und er habe dann auch Kopfschmerzen. Der Versicherte erklärte weiter, dass im MRT-

Bericht vom 29. Mai 2019 eine Voruntersuchung vom 2. November 2011 erwähnt sei. 

Er wisse nicht mehr genau, was dies für eine Untersuchung gewesen sei (vgl. Suva-act. 

36).

Anlässlich einer Verlaufsuntersuchung bei Dr. E.___ vom 22. Juli 2019 zeigte sich 

eine leichte Besserung der Gesichtsfeldeinschränkung am linken Auge. Das zentrale 

Gesichtsfeldskotom entsprechend der Teilatrophie des Sehnervs temporal-oben stellte 

sich weniger tief und gegen zentral abnehmend dar (vgl. Suva-act. 40).

A.j. 

Am __, __, und __ August 2019 fanden auf Zuweisung von Dr. D.___ 

neuropsychologische Untersuchungen in den Kliniken Valens statt. Im 

Untersuchungsbericht vom __ August 2019 hielten die Untersuchenden fest, der 

Versicherte habe berichtet, dass sein Gedächtnis seit dem Unfall deutlich 

verschlechtert sei, vor allem das Kurzzeitgedächtnis. Das Langzeitgedächtnis wäre 

nicht betroffen und schon immer gut gewesen. Auch hätten sich die Defizite bereits 

deutlich verbessert durch das tägliche Training, das er am Computer mache. Direkt 

nach dem Unfall hätte er niemanden mehr erkannt und auch Schwierigkeiten gehabt, 

sich zu orientieren und den Heimweg zu finden. Bezüglich Orientierung hätte er 

weiterhin Schwierigkeiten, gerade wenn er einen Weg nicht kenne. Auf Nachfrage habe 

der Versicherte bekundet, keine Konzentrationsstörungen zu haben. Anfänglich hätte er 

nach dem Unfallereignis diesbezüglich grosse Schwierigkeiten gehabt. Er hätte nicht 

Fernsehen oder am Computer arbeiten können und ein Gespräch mit mehreren 

Personen hätte ihn überfordert. Dies wäre nun aber wieder gut. Die administrativen 

A.k. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufgaben zu Hause könnte er problemlos erledigen und er würde strukturiert und mit 

gezielter Handlungssteuerung arbeiten. Sodann hielten die Behandler fest, dass im 

Rahmen der ausführlichen neuropsychologischen Untersuchung leichte bis 

mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörungen sowie leichte bis 

mittelschwere Auffälligkeiten in der Antriebs-, Affekt- und Verhaltensregulation 

objektivierbar gewesen seien. Ein Einfluss der Auffälligkeiten im Bereich der Affekt- und 

Verhaltensebene auf die kognitive Leistungsfähigkeit sei anzunehmen. Auch könne 

insgesamt angenommen werden, dass es sich um eine Akzentuierung bereits vor dem 

Unfallereignis bestehender Funktions- und Verhaltensauffälligkeiten handle. Es sei zu 

erwarten, dass die Funktionsfähigkeit aufgrund der beschriebenen Defizite im Alltag 

und unter den meisten beruflichen Anforderungen leicht eingeschränkt sei. Bei 

Aufgaben mit hohen Anforderungen sei zu erwarten, dass die Funktionsfähigkeit bis zu 

mittelgradig eingeschränkt sei. Aus dem kognitiven Profil sei zu schliessen, dass der 

Versicherte mehr Zeit benötige, um komplexe Tätigkeiten umzusetzen, und dass er 

auch langsamer als andere in der Ausführung von selbständigen Tätigkeiten sei. Vor 

allem bei vorstrukturierten Aufgaben könne er eine relativ gute Leistung erbringen. 

Tätigkeiten, welche eine flexible Arbeitsweise erforderten und unter Zeitdruck ausgeübt 

werden müssten, seien nicht geeignet. Die mögliche Präsenz betrage nicht mehr als 

vier Stunden pro Tag. Innerhalb dieser Zeit bestehe eine Einschränkung der 

arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit von 30-50 % abhängig von den Anforderungen. 

Aus der Zusammenschau der vorliegenden Ergebnisse bestünden aus 

neuropsychologischer Sicht Zweifel an der Fahreignung bei privater Nutzung, da die 

leistungsbezogenen Minimalforderungen für die aktive Teilnahme am motorisierten 

Strassenverkehr nicht erfüllt seien. Bezüglich der privaten und beruflichen Abklärung 

der Fahreignung werde eine ambulante Untersuchung in frühestens drei Monaten 

empfohlen. Auch werde eine neuropsychologische Therapie und eine Ergotherapie mit 

Hirnleistungstraining empfohlen (Suva-act. 51 und 73). Am __ September 2019 

berichtete Dr. med. G.___, Neurologie, Kliniken Valens, über die im Anschluss an die 

neuropsychologischen Untersuchungen erfolgte neurologische Konsultation vom __ 

September 2019. Der Versicherte habe seine berufliche Reintegration zusammen mit 

dem Hausarzt und dem Arbeitgeber mit einem Einstieg in eine Bürotätigkeit in einem 

Teilpensum vom 50 % geplant. Er, Dr. G.___, empfehle einen schrittweisen 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Wiedereinstieg mit Erhöhungen des Pensums um jeweils 10 % in Intervallen von 

voraussichtlich drei Wochen (vgl. Suva-act. 51-8 f.).

In einem Bericht zur Verlaufskontrolle vom 30. September 2019 hielt Dr. E.___ fest, 

dass sich in der Perimetrie noch immer ein stationärer Quadrantenausfall nasal-unten 

am linken Auge zeige, was bezüglich Fahrtüchtigkeit ohne grössere Relevanz sein 

dürfte. Die horizontalen Gesichtsfeldaussengrenzen lägen im Normbereich. Unter 

Berücksichtigung der Visusverhältnisse sei seines Erachtens die visuelle 

Fahrtüchtigkeit für die Führerausweisgruppen 1 und 2 noch ohne Sehhilfe gegeben 

(Suva-act. 67).

A.l. 

 In einer Beurteilung vom 2. Oktober 2019 kam Dr. F.___ erneut zum Schluss, 

dass keine Unfallfolgen vorlägen. Durch das Unfallereignis sei es zu keiner strukturellen 

Schädigung gekommen. Die Optikusatrophie könne nicht unfallkausal sein und auch 

bei den kognitiven Einschränkungen handle es sich um keine Unfallfolgen, weil keine 

Hirnschädigung verursacht worden sei und die Einschränkungen im 

neuropsychologischen Bericht zudem als vorbestehend dokumentiert seien (vgl. Suva-

act. 53).

A.m. 

Anlässlich einer Besprechung vom 8. Oktober 2019 gab der Versicherte an, dass 

es ihm aus körperlicher Sicht soweit gut gehe, die Kopfschmerzen seien 

verschwunden. Auch bezüglich der Augen sei wieder alles gut. Er sehe wieder normal 

und das Zwicken sei verschwunden. Was die Augen betreffe, dürfe er auch wieder 

LKW fahren, jedoch fahre er aktuell nicht wegen der Probleme mit dem 

Kurzzeitgedächtnis. Dieses sei noch nicht vollständig zurückgekehrt und zum Teil 

ermüde er recht schnell, wenn viele Personen an einem Tisch sässen und miteinander 

sprächen. Seit September 2019 leide er auch an Verspannungen im rechten 

Schulterbereich und sei der Meinung, dass diese vom Sturz kämen. Ihm sei 

Physiotherapie verordnet worden. Als Chauffeur werde er vermutlich nicht mehr 

arbeiten können, jedoch wolle er die Arbeit ab Januar 2020 wenigstes in einem Pensum 

von 50 % im Bereich Z.___ aufnehmen (vgl. Suva-act. 57).

A.n. 

Mit Verfügung vom 14. Oktober 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

die bestehenden Beschwerden nicht mehr durch den Unfall bedingt seien. 

A.o. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entgegenkommenderweise würden die Versicherungsleistungen noch bis und mit 31. 

Oktober 2019 übernommen, auf diesen Zeitpunkt jedoch eingestellt (Suva-act. 58).

Am 22. Oktober 2019 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 14. Oktober 

2019 Einsprache (vgl. Suva-act. 69; zur vorsorglichen Einsprache der 

Krankenversicherung vgl. Suva-act. 74). In einem gleichentags erstellten Bericht hielt 

auch Dr. D.___ fest, mit dem Entscheid der Suva nicht einverstanden zu sein. Der 

Vorzustand, wie er vor dem Unfallereignis bestanden habe, sei keineswegs wieder 

erreicht. Der Versicherte sei nicht in der Lage, einen PKW oder LKW zu fahren, was ihm 

vor dem Unfall keine Probleme bereitet habe. Er sei vor dem Unfall jährlich vom 

flugärztlichen Dienst sowie in grösseren Abständen vom vertrauensärztlichen Dienst 

des Strassenverkehrsamtes untersucht worden. Er sei noch immer stark verunsichert, 

habe Probleme mit der Konzentration, dem Gedächtnis und der Orientierung (vgl. 

Suva-act. 71).

A.p. 

Am 31. Oktober 2019 gingen bei der Suva ärztliche Berichte aus den Jahren 2010 

und 2011 ein (vgl. Suva-act. 75 ff. und 79 ff.), aus denen unter andrem hervorging, dass 

eine neuropsychologische Testung vom 24. Februar 2010 auf dem Hintergrund eines 

insgesamt eher niedrigen kognitiven Leistungsvermögens leichte bis mittelschwere 

kognitive Funktionsstörungen und eine Störung der Persönlichkeit ergeben hatte (vgl. 

Suva-act. 80 und 83-2).

A.q. 

Auf eine Nachfrage der Suva, ob der neurologische Bericht über die Konsultation 

vom __ September 2019 ausreiche oder noch eine neurologische Untersuchung 

durchzuführen sei, meinte Dr. F.___ am 4. November 2019, dass der vorliegende 

neurologische Bericht nicht aussagekräftig sei (vgl. Suva-act. 86). Anlässlich einer 

Besprechung vom 7. November 2019 informierte die Suva den Versicherten darüber, 

dass sie zur Ergänzung der medizinischen Unterlagen noch eine neurologische 

Abklärung durchführen lassen möchte. Wenn der Versicherte damit einverstanden sei, 

würde die Suva die Verfügung vom 14. Oktober 2019 widerrufen und bis zum Vorliegen 

der Beurteilung die Versicherungsleistungen weiterhin ausrichten (vgl. Suva-act. 100). 

Mit Schreiben vom 8. November 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie 

ihre Verfügung vom 14. Oktober 2019 widerrufe und die gesetzlichen 

A.r. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Versicherungsleistungen weiterhin erbringe, womit das Einspracheverfahren als erledigt 

zu betrachten sei (vgl. Suva-act. 90).

Am __ November 2019 fand eine neurologische Abklärung bei Dr. G.___ statt, 

anlässlich welcher der Versicherte angab, dass sich das Kurzzeitgedächtnis im Verlauf 

wieder gebessert habe. Im Vordergrund stünden aktuell rechtsbetonte 

Schulterschmerzen, bewegungs- und belastungsabhängig, die über den vorderen und 

hinteren Oberarm zum Ellbogen hin ausstrahlen würden und auch nachts aufträten (vgl. 

Suva-act. 111). Unter Berücksichtigung dieses Berichts kam Dr. F.___ am 30. 

Dezember 2019 zum Schluss, dass unverändert von keiner Unfallfolge und keiner 

strukturellen Schädigung als Ursache der psychischen Beschwerden auszugehen sei. 

Letztere seien ohnehin vorbestehend, wie umfassend dokumentiert sei. Daher sei der 

Status quo sine spätestens am 8. Oktober 2019 erreicht gewesen. Weder die 

medizinische Behandlung noch die Arbeitsunfähigkeit könnten als unfallkausal erachtet 

werden. Zur Beurteilung der Unfallkausalität der Optikusatrophie und derjenigen der 

kognitiven Defizite sei gegebenenfalls noch eine Vorlage an einen VMG Augenarzt und 

die VMG Neurologie zu erwägen (vgl. Suva-act. 112). Am 31. Januar 2020 hielt Dr. 

med. H.___, Facharzt für Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie, Mitglied FMH, 

Kompetenzzentrum Versicherungsmedizin der Suva, fest, dass die Optikusatrophie und 

die damit verbundene Visusstörung nicht auf das Unfallereignis zurückgeführt werden 

könnten. Eine Optikusatrophie sei klinisch nicht bereits fünf Tage nach dem 

Unfallereignis erkennbar (vgl. Suva-act. 120).

A.s. 

In einem bei der Suva am 5. Februar 2020 eingegangenen Bericht erklärte Dr. 

D.___, dass der Versicherte bei der bisherigen Arbeitgeberin die Arbeit wieder zu 50 % 

in einem geschützten Rahmen aufgenommen habe und vorwiegend mit leichter Arbeit 

beschäftigt werde. Dabei habe sich rasch gezeigt, dass er weiterhin an den 

Unfallfolgen leide. Gemäss eigenen Aussagen und derjenigen der Arbeitgeberin kämpfe 

der Versicherte weiterhin mit Vergesslichkeit sowie Konzentrationsstörungen und er sei 

nach zweieinhalb Stunden leichter Arbeit erschöpft. Der Versicherte brauche klare 

Anweisungen. Nach Rücksprache mit der Arbeitgeberin und der IV-Stelle werde er ab 

dem 1. Februar 2020 daher wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestieren und 

die Arbeit im Umfang von drei bis vier Stunden werde als therapeutische Massnahme 

A.t. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

angesehen. In ca. vier Wochen werde die Situation erneut beurteilt werden (vgl. Suva-

act. 122).

In einer Aktenbeurteilung vom 18. Februar 2020 kam Dr. med. I.___, Facharzt für 

Neurologie, Kompetenzzentrum Versicherungsmedizin der Suva, zum Schluss, dass 

aus neurologischer Sicht aufgrund des Unfallgeschehens eine leichte traumatische 

Hirnverletzung (Commotio cerebri) ohne bilddiagnostischen Nachweis einer 

substantiellen Hirnverletzung vorliege. Von neurologischer Seite sei der protrahierte 

Verlauf mit einer klinischen Besserung und später erneuter klinischer Verschlechterung 

mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar. Die festgestellte leichte bis 

mittelschwere kognitive Funktionsstörung sei vorbestehend und unfallfremd, wie aus 

dem Bericht zur neurologischen Untersuchung vom Februar 2010 hervorgehe. Bei als 

abgeheilt geltenden Unfallfolgen bestehe aus neurologsicher, 

versicherungsmedizinischer Sicht keine Notwendigkeit zur weiteren Behandlung und es 

sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen (vgl. 

Suva-act. 126). In einer Kurzbeurteilung vom 10. März 2020 hielt Dr. F.___ fest, dass an 

den beiden Schultern keine Unfallfolge nachgewiesen sei. Folglich könne 

allerhöchstens von einer vorübergehenden Verschlimmerung krankhafter Vorschäden 

ausgegangen werden, wobei der Status quo sine längstens als erreicht zu beurteilen 

wäre. Abgesehen davon seien die Schultern laut den Angaben des Versicherten vom 8. 

Oktober 2019 nicht beim Unfall geschädigt worden (vgl. Suva-act. 131).

A.u. 

Mit Verfügung vom 11. März 2020 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 

31. März 2020 ein, da aus ihrer Sicht keine Unfallfolgen mehr ausgewiesen seien. Sie 

verzichtete auf die Rückforderung bereits bezahlter Rechnungen (Suva-act. 133).

A.v. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt S. 

van der Werff, St. Gallen, am 17. April 2020 Einsprache (vgl. Suva-act. 142), welcher er 

unter anderem einen Untersuchungsbericht eines Flugarztes von Ende September 

2018 sowie einen Bericht zur Fahreignungsuntersuchung vom 3. Mai 2019 beilegte (vgl. 

Suva-act. 142-12 ff.). Am 8. Mai 2020 erfolgte eine ergänzende Begründung der 

Einsprache, mit welcher eine Schilderung der Arbeitgeberin vom __ April 2020 

eingereicht wurde (vgl. Suva-act. 145). Am 30. Juli 2020 liess der Versicherte der Suva 

B.a. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.  

eine ärztliche Bestätigung der Kliniken Valens vom __ Juli 2020 zukommen, wonach die 

Fahrtauglichkeit zum Lenken eines LKW's nicht mehr gegeben sei (vgl. Suva-act. 157).

Mit Einspracheentscheid vom 6. August 2020 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 161; zum Zwischenentscheid bezüglich aufschiebender 

Wirkung der Einsprache vgl. Suva-act. 150).

B.b. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt van der Werff, am 7. 

September 2020 Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 6. August 

2020 (und damit die Verfügung vom 11. März 2020) sei aufzuheben und ihm seien mit 

Wirkung ab wann rechtens die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen der 

Unfallversicherung zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Diese sei anzuweisen, das Beweisverfahren 

formgerecht durchzuführen und dabei ein polydisziplinäres Gutachten, welches über 

seinen Gesundheitszustand, über die Behandlungsfähigkeit sowie über den 

Zusammenhang der aktuellen Beschwerden mit dem Unfallereignis vom 17. Mai 2019 

Auskunft gebe, einzuholen und anschliessend über die ihm zustehenden gesetzlichen 

Leistungen neu zu befinden; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 6. August 2020 (act. G 3).

C.b. 

In seiner Replik vom 4. Dezember 2020 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest (vgl. act. G 9).

C.c. 

In ihrer Duplik vom 23. Februar 2021 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde (vgl. act. G 13).

C.d. 

Mit Schreiben vom 23. März 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere 

medizinische Berichte (vgl. act. G 15) und am 20. April 2021 ein Schreiben der IV-Stelle 

C.e. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin die im Nachgang zum Unfall vom 17. Mai 2019 

erbrachten Heilkosten- und Taggeldleistungen zu Recht auf den 31. März 2020 hin 

eingestellt und den Anspruch auf weitere Leistungen der Unfallversicherung abgelehnt 

hat.

2.  

ein (vgl. act. G 17 und 17.1). Die neu eingereichten Unterlagen wurden der 

Beschwerdegegnerin zur Kenntnis zugestellt (vgl. act. G 16 und 18).

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/

Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Wenn der Unfallversicherer den 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und einer 

entsprechenden Gesundheitsschädigung einmal anerkannt hat und entsprechende 

Leistungen erbringt, entfällt der Leistungsanspruch erst, wenn das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich 

dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als 

bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser 

Grundsatz gilt aber nur für Verletzungen, welche Gegenstand der Anerkennung bildeten 

(Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, E. 3.2). Auch 

hat der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, 

sondern nur darzutun, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens 

ihre kausale Bedeutung verloren haben (zum Ganzen Urteil des EVG vom 27. Februar 

2004, U 29/03, E. 3.1 mit Hinweisen; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; 

vgl. Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Aufl. 2014, § 70 Rz. 58).

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1 und 123 III 110; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 

134 V 111 f. E. 2.1 und 127 V 103 E. 5b/bb). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, 

bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein 

Schleudertrauma bzw. keine schleudertraumaähnliche Verletzung und kein 

Schädelhirntrauma erlitten, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6 

zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen das Vorliegen einer 

Schleudertraumaverletzung oder eines Schädelhirntraumas, muss geprüft werden, ob 

zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörende 

Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik 

aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung 

ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6 für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen 

aufgestellten Grundsätze massgebend. Dasselbe gilt, wenn es sich bei der nach einem 

Unfall aufgetretenen, psychischen Fehlentwicklung nicht um eine mit dem organisch-

psychischen Beschwerdebild nach Schleudertrauma (oder äquivalenter Verletzung) eng 

verflochtene Entwicklung handelt, sondern um einen selbständigen (sekundären) 

psychischen Gesundheitsschaden. Nicht zur Anwendung gelangen die besonderen 

Schleudertrauma-Kriterien ferner bei einem durch den Unfall verschlimmerten 

psychischen Vorzustand (vgl. Urteil des EVG vom 7. November 2002, U 377/01, E. 4.3). 

Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz bei einer Schleudertraumaverletzung 

oder eines Schädelhirntraumas gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 

134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS und Schädelhirntraumen setzt 

voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und 

zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327 

E. 3b; zum Ganzen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

9. Januar 2018, UV 2016/6, E. 3.4).

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 134 V 232 f. E. 5.1 und 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

2.3. 

Zunächst ist zu prüfen, ob im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch organisch 

objektivierbare Unfallfolgen vorhanden gewesen sind, welche die vom 

Beschwerdeführer über den 31. März 2020 hinaus geklagten Beschwerden (v.a. 

neurokognitive Einschränkungen wie Vergesslichkeit, Gedächtnisstörungen oder 

schlechte Orientierung) erklären können.

3.1. 

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, EEG [Elektroenzephalogramm]) bestätigt werden können (vgl. BGE 134 V 121 

f. E. 9 und 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 

2009, 8C_216/2009, E. 2 mit Hinweisen).

3.2. 

Ein noch am Unfalltag durchgeführtes CT des Schädels sowie der HWS hat keine 

frischen Traumafolgen zum Vorschein gebracht (vgl. Suva-act. 11 und 4). Eine MRT-

Untersuchung des Neurocraniums nativ und mit Kontrastmitteln sowie eine MR-Angio­

graphie der hirnversorgenden Gefässe extra- und intrakraniell vom 29. Mai 2019 hat mit 

Ausnahme einer Optikusatrophie ohne erkennbare Ursache ebenfalls keine 

pathologischen Befunde, namentlich keine Raumforderung, zur Darstellung gebracht 

(vgl. Suva-act. 25).

3.3. 

Die objektivierbare Optikusatrophie ist bereits im Bericht der Augenklinik des 

KSSG vom __ Mai 2019 als sicher schon länger vorbestehend und unabhängig vom 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erlittenen Schädelhirntrauma bestehend eingestuft worden. Als wahrscheinliche 

Ursache der Optikusatrophie hat der behandelnde Arzt eine abgelaufene anteriore 

ischämische Optikusneuropathie gesehen, zum Ausschluss einer Raumforderung mit 

Kompression des Nervus opticus aber noch die soeben erwähnte MRT-Untersuchung 

vom 29. Mai 2019 in die Wege geleitet (vgl. Suva-act. 34). Wie bereits erwähnt, hat 

auch diese bilddiagnostische Abklärung keine erkennbare strukturelle Ursache für die 

Optikusatrophie erkennen lassen (vgl. Suva-act. 25; vgl. ferner E. 3.3), was die 

Annahme einer vorbestehenden Optikusatrophie stützt. Dr. E.___ hat zur Ursache der 

partiellen Optikusatrophie ausgeführt, dass man angesichts der subjektiv blanden 

Vorgeschichte und des Unfallgeschehens mit Schädelprellung zwar am ehesten an eine 

traumatische Genese denken würde, zumal sich eine Contusio nervi optici durchaus 

derart präsentieren könne. Im Allgemeinen brauche eine posttraumatische Ausbildung 

von atrophen Veränderungen an der Sehnervenpapille jedoch mehr Zeit. Die Latenzzeit 

zwischen dem Unfall vom 17. Mai 2019 und der morphologisch-perimetrischen 

Untersuchung im KSSG sei doch etwas kurz. Aufgrund des direkten Traumas scheine 

ein Status nach Contusio nervi optici links jedoch denkbar, zumal der 

Beschwerdeführer bei einer früheren Sehnervenentzündung oder einem Sehnervinfarkt 

eigentlich akute Symptome beklagen und eine Visusminderung hätte bemerken 

müssen. Folglich sei der Fall nicht derart eindeutig, wie man denken könnte (vgl. Suva-

act. 35). Dr. E.___ hält also namentlich aufgrund der unauffälligen Vorgeschichte eine 

traumatische Entstehung für denkbar, kann sich diese aber aufgrund der zu kurzen 

Latenzzeit eigentlich nicht erklären. Angesichts der Wortwahl, wonach der Fall also 

nicht derartig eindeutig sei, wie man denken könnte, kommt zum Ausdruck, dass ohne 

die blande Vorgeschichte des Beschwerdeführers auch Dr. E.___ relativ sicher davon 

ausgehen würde, dass die Optikusatrophie beim Beschwerdeführer nicht unfallkausal 

sei, was denn auch mit der Ersteinschätzung des behandelnden Arztes des KSSG 

übereinstimmen würde. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt (vgl. act. G 3), 

kann aus dem Umstand, dass vor dem Unfall keine Beschwerden vorhanden gewesen 

sind, grundsätzlich nicht abgeleitet werden, die nach dem Unfall vorhandenen 

Beschwerden seien unfallkausal (unzulässige Beweismaxime "post hoc ergo propter 

hoc"; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2018, 8C_355/2018, E. 3.2 mit 

Hinweisen). Dies muss umso mehr gelten, da die Latenzzeit nach einhelliger Meinung 

der behandelnden Ärzte eindeutig gegen eine Unfallkausalität spricht und 

bilddiagnostisch keine Kontusion des nervus optici ersichtlich gewesen ist (vgl. E. 3.3). 

Schliesslich hat auch Dr. H.___ am 31. Januar 2020 festgehalten, dass die 

Optikusatrophie und die damit verbundene Visusstörung nicht auf das Unfallereignis 

zurückgeführt werden könnten. Eine Optikusatrophie sei klinisch nicht bereits fünf Tage 

nach dem Unfallereignis erkennbar (vgl. Suva-act. 120). Folglich ist mit überwiegender 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Optikusatrophie als strukturelle 

Schädigung nicht unfallkausal ist. Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer bezüglich 

der Augen auch kaum mehr Probleme zu haben, auch wenn er in der Beschwerde 

vorbringt, an Visusstörungen zu leiden (vgl. act. G 1). Anlässlich der Besprechung vom 

8. Oktober 2019 hatte er nämlich angegeben, dass er wieder normal sehe, das Zwicken 

verschwunden sei und er aus augenärztlicher Sicht auch wieder LKW fahren dürfte (vgl. 

Suva-act. 57). Dazu passend hatte Dr. E.___ im Bericht zur Kontrolle vom __ 

September 2019 festgehalten, dass sich in der Perimetrie noch immer ein stationärer 

Quadrantenausfall nasal-unten am linken Auge zeige, was bezüglich Fahrtüchtigkeit 

ohne grössere Relevanz sein dürfte. Die horizontalen Gesichtsfeldaussengrenzen lägen 

im Normbereich. Unter Berücksichtigung der Visusverhältnisse sei die visuelle 

Fahrtüchtigkeit für die Führerausweisgruppen 1 und 2 noch ohne Sehhilfe gegeben 

(vgl. Suva-act. 67).

Eine strukturelle unfallkausale Schädigung der Schulter, welche die gemäss 

Aussagen des Beschwerdeführers erst ab September 2019 und somit rund drei Monate 

nach dem Unfallereignis aufgetretenen Schulterbeschwerden (vgl. Suva-act. 57) 

erklären könnte, ist nicht ersichtlich. Aus dem im Beschwerdeverfahren eingereichten 

Ultraschallbericht von einer rund ein Jahr nach dem Unfallereignis stattgehabten 

Untersuchung vom 13. Mai 2020 (vgl. act. G 1.17) kann der Beschwerdeführer nichts 

zu seinen Gunsten ableiten, zumal dort die linksseitigen Beschwerden als dominant 

erwähnt sind (vgl. act. G 1.17), während beim Beschwerdeführer am 26. November 

2019 noch rechtsbetonte Schulterschmerzen im Vordergrund gestanden haben (vgl. 

Suva-act. 111). Unter Berücksichtigung der Aktenlage erscheint die Kurzbeurteilung 

von Dr. F.___ vom 10. März 2020, wonach an den beiden Schultern keine Unfallfolge 

nachgewiesen sei, sodass allerhöchstens von einer vorübergehenden Verschlimmerung 

krankhafter Vorschäden ausgegangen werden könne, wobei der Status quo sine 

längstens als erreicht zu beurteilen wäre, jedenfalls schlüssig (vgl. Suva-act. 131). Nach 

dem Gesagten gelingt es dem Beschwerdeführer also nicht, die von der 

Beschwerdegegnerin zu keinem Zeitpunkt als unfallkausal anerkannten 

Schulterbeschwerden als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal nachzuweisen.

3.5. 

Von neurologischer Seite sind ebenfalls keine bleibenden strukturellen 

Schädigungen dokumentiert. Die Berichte von Dr. G.___ erschöpfen sich im 

Wesentlichen in der Wiedergabe der subjektiven Beschwerden und 

Eingliederungsversuche des Beschwerdeführers, ohne eine neurologische Schädigung 

zu erwähnen (vgl. Suva-act. 111 und 51-8 f.). Dr. I.___ hat in seiner umfassenden 

Aktenbeurteilung vom 18. Februar 2020 sodann nachvollziehbar dargelegt, dass aus 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

neurologischer Sicht aufgrund des Unfallgeschehens eine leichte traumatische 

Hirnverletzung (Commotio cerebri) ohne bilddiagnostischen Nachweis einer 

substantiellen Hirnverletzung vorliege. Der protrahierte Verlauf mit klinischer Besserung 

und erneuter klinischer Verschlechterung sei nicht nachvollziehbar. Bei als abgeheilt 

geltenden Unfallfolgen bestehe aus neurologischer Sicht keine Notwendigkeit zur 

weiteren Behandlung (vgl. Suva-act. 126).

Schliesslich ist auch Dr. F.___ in mehreren Beurteilungen zum Schluss gekommen, 

dass keine strukturellen Unfallfolgen vorlägen (vgl. Suva-act. 26, 53 und 131).

3.7. 

Zusammenfassend ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die 

beim Beschwerdeführer durchgeführten Untersuchungen keine fassbaren organischen 

unfallbedingten Befunde gezeigt haben, welche die über den 31. März 2020 hinaus 

geklagten Beschwerden erklären könnten (vgl. Suva-act. 161-9). Wie die 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid zu Recht angemerkt hat (vgl. Suva-act. 

161-9), vermögen die Einwände des Beschwerdeführers, er sei vor dem Unfall 

beschwerdefrei gewesen bzw. ihm sei von den Ärzten eine gute Gesundheit attestiert 

worden (vgl. act. G 1 und 9), daran nichts zu ändern (vgl. dazu nochmals die 

unzulässige Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc"; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. Juni 2018, 8C_355/2018, E. 3.2 mit Hinweisen). Eine 

Notwendigkeit zur weiteren medizinischen Abklärung der strukturellen somatischen 

Unfallfolgen ist nach dem Gesagten nicht erkennbar.

3.8. 

Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass 

bei Schleudertrauma- sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein 

Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (wie Röntgen, MRT, 

CT, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen 

Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 363 f. E. 5d/aa).

4.1. 

Aus diesem Grund ist das Bundesgericht in seiner älteren Rechtsprechung davon 

ausgegangen, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der 

danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen ist, 

wenn ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert worden ist und ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit 

einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden - wenn auch zunächst nicht in seiner 

umfassenden Ausprägung -  nach dem Unfall aufgetreten ist (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. 

BGE 117 V 379 f. E. 3e und Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2007, U 258/06, E. 

4.3). In späteren Urteilen hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung bezüglich der 

Voraussetzungen zur Annahme eines natürlichen Kausalzusammenhangs in 

Schleudertraumafällen jedoch verschärft. So hat es in BGE 119 V 340 E. 2b/aa bereits 

betont, dass auch bei Schleudermechanismen der HWS zuallererst die medizinischen 

Fakten wie die fachärztlichen Erhebungen über Anamnese, objektiven Befund, 

Diagnosen, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren etc. die massgeblichen 

Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung durch die Verwaltung und die Gerichte seien. 

Das Vorliegen eines Schleudertraumas und dessen Folgen müssten somit durch 

zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein. Treffe dies zu und sei die natürliche 

Kausalität aufgrund der ärztlichen Feststellungen im konkreten Fall unbestritten, so 

könne der natürliche Kausalzusammenhang ebenso aus rechtlicher Sicht als erstellt 

gelten (vgl. dazu auch BGE 134 V 122 E. 9.1). In BGE 134 V 109 hat das Bundesgericht 

weitere Anforderungen zu den vorzunehmenden medizinischen Abklärungen gestellt 

und namentlich auch festgehalten, dass inhaltlich überzeugende Aussagen dazu 

erforderlich seien, ob die geklagten Beschwerden überhaupt glaubhaft seien, und 

bejahendenfalls, ob für diese Beschwerden trotz Fehlens objektiv ausgewiesener 

organischer Unfallfolgen ein beim Unfall erlittenes Schleudertrauma der HWS, eine 

äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma überwiegend wahrscheinlich 

zumindest eine Teilursache darstelle (vgl. BGE 109 V 125 E. 9.5).

Vorliegend ist, wie auch die Beschwerdegegnerin anerkennt (vgl. Suva-act. 161-9), 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ein Schädel-Hirntrauma im Sinne einer 

Commotio cerebri erlitten hat und zum typischen Beschwerdebild gehörende 

Beeinträchtigungen zumindest teilweise vorhanden sind bzw. gewesen sind (vgl. Suva-

act. 11, 17, 36, 51, 73, 116 und 126).

4.3. 

Ein Schädel-Hirntrauma, welches höchstens den Schwergrad einer leichten 

Commotio cerebri (Gehirnerschütterung, SHT 1. Grades) nicht im Grenzbereich zu einer 

Contusio cerebri (Gehirnprellung, SHT 2. Grades) – erreicht, rechtfertigt jedoch gemäss 

der Rechtsprechung grundsätzlich nicht die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis. 

Üblicherweise wird die Schwere eines Schädel-Hirntraumas nach dem Punktwert in der 

GCS-Skala eingeteilt. Bei einem GCS-Wert von 13 bis 15 Punkten wird von einem 

leichten Schädel-Hirntrauma gesprochen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.  

2008, E. 4 [publ. in: SVR 2008 UV Nr. 35 S. 133]; Urteil des EVG vom 13. Juni 2005, U 

276/04, E. 2.2; vgl. ferner Urteile des Bundesgerichts vom 14. August 2014, 

8C_358/2014, E. 2.4.1, vom 16. Oktober 2013, 8C_258/2013, E. 4.3.2, und vom 28. Juli 

2011, 8C_270/2011, E. 2.1 ausgegangen werden kann).

Im Protokoll des Rettungsdienstes sind die GCS Werte mit 4/4/6 angegeben 

worden (vgl. Suva-act. 116-2), was gemäss Dr. I.___ einem GCS-Wert von 14 

entspricht (vgl. Suva-act. 126-1 und 126-6). Auch heisst es im Austrittsbericht des 

Kantonsspitals C.___ vom 27. Mai 2019, dass sich die GCS-Überwachung problemlos 

gestaltet habe. Bereits nach einer Nacht hat der Beschwerdeführer aus dem Spital 

entlassen werden können. Sodann ist im Austrittsbericht des Kantonsspitals C.___ die 

Diagnose einer Commotio cerebri gestellt worden (vgl. Suva-act. 11). Folglich ist 

anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ein leichtes Schädel-Hirntrauma erlitten hat, 

welches die Anwendung der Schleudertraumapraxis ausschliesst (vgl. E. 4.4).

4.5. 

Nachdem die Schleudertraumapraxis keine Anwendung findet und im Zeitpunkt 

vom 31. März 2020 keine strukturellen somatischen Unfallfolgen mehr vorhanden 

gewesen sind, die eine weitere medizinische Behandlung erfordert hätten (vgl. E. 3), ist 

der medizinische Endzustand damals erreicht gewesen. Folglich hat die 

Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) 

zu Recht auf diesen Zeitpunkt eingestellt (Art. 19 Abs. 1 UVG).

4.6. 

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid auch den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen 

(namentlich Rente und Integritätsentschädigung) mangels Kausalzusammenhangs zu 

Recht verneint hat (vgl. Suva-act. 161-14).

5.1. 

Der Beschwerdeführer beklagt über den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus 

neben Schulterschmerzen im Wesentlichen neuropsychologische Einschränkungen wie 

Gedächtnisstörungen und Orientierungsschwierigkeiten (vgl. act. G 1 und 1.11). In 

neuropsychologischen Untersuchungen vom __, __, und __ August 2019 haben sich 

denn auch leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörungen sowie 

leichte bis mittelschwere Auffälligkeiten in der Antriebs-, Affekt- und 

Verhaltensregulation gezeigt (vgl. Suva-act. 51 und 73). Allerdings sind bereits in einer 

am 24. Februar 2010 und damit viele Jahre vor dem Unfallereignis durchgeführten 

neuropsychologischen Testung leichte bis mittelschwere kognitive Funktionsstörungen 

sowie eine Störung der Persönlichkeit festgestellt worden (vgl. Suva-act. 80 und 83-2). 

Folglich ist es nachvollziehbar, dass Dr. I.___ in seiner Beurteilung vom 18. Februar 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2020 die festgestellten leichten bis mittelschweren kognitiven Funktionsstörungen als 

vorbestehend und unfallfremd eingestuft hat (vgl. Suva-act. 126). Damit 

übereinstimmend hatte Dr. F.___ die psychischen Beschwerden in seiner 

Stellungnahme vom 30. Dezember 2019 ebenfalls als vorbestehend bezeichnet (vgl. 

Suva-act. 112). Nach dem Gesagten gibt es starke Anhaltspunkte dafür, dass bereits 

der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 17. Mai 2019 

und den über den 31. März 2020 hinaus geklagten neurokognitiven Beschwerden nicht 

gegeben ist. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich unter Vorlage entsprechender 

Atteste (vgl. act. G 1.13 und 1.14) allerdings geltend, dass am 3. Mai 2019, also wenige 

Tage vor dem Unfallereignis, eine vertrauensärztliche Fahreignungsuntersuchung 

durchgeführt worden sei, wobei keine gesundheitlichen Einschränkungen festgestellt 

worden seien. Auch anlässlich der fliegerärztlichen Kontrolluntersuchung vom 29. 

September 2018 sei keine gesundheitliche Einschränkung festgestellt worden (vgl. act. 

G 1 S. 4 f.). Ob anlässlich dieser Untersuchungen allerdings auch die 

neuropsychologische Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers eingehend abgeklärt 

worden ist, erscheint fraglich. Die neuropsychologischen Untersuchungen vom August 

2019 haben denn auch gezeigt, dass der Beschwerdeführer in vielen Aufgaben 

lediglich leicht eingeschränkt ist, während er aber in Berufen oder Aufgaben mit hohen 

Anforderungen bis zu mittelgradig eingeschränkt ist. Dem Untersuchungsbericht vom 

__ August 2019 ist zu entnehmen, dass er namentlich bei selbständigen und 

komplexen Tätigkeiten mehr Zeit als andere benötige, während es ihm bei 

vorstrukturierten Aufgaben möglich sei, eine relativ gute Leistung zu erbringen (vgl. 

Suva-act. 73-5). Demnach ist denkbar, dass es ihm gelungen ist, in der täglich 

ausgeübten Tätigkeit als LKW-Fahrer dank Routine - trotz eines bestehenden 

Gefahrenpotentials - lange Zeit ohne Auffälligkeiten zu bestehen und auch bei den 

ärztlichen Kontrolluntersuchungen einen entsprechend gesunden Eindruck zu 

erwecken, während die nach dem Unfall angestrebte Y.___ ihn plötzlich vor komplett 

neue Herausforderungen gestellt hat, bei welchen sich die neuropsychologischen 

Defizite stärker bemerkbar gemacht haben (zum zunächst angedachten Einstieg in eine 

Bürotätigkeit vgl. Suva-act. 57 und act. G 1.4). Ob bzw. in welchem Ausmass die 

neuropsychologischen Defizite tatsächlich vorbestehend gewesen sind oder allenfalls 

doch durch das Unfallereignis vom 17. Mai 2019 mitversursacht worden sind, braucht 

vorliegend jedoch nicht abschliessend geklärt zu werden. Denn die im 

Einstellungszeitpunkt vorzunehmende Adäquanzprüfung fällt zu Ungunsten des 

Beschwerdeführers aus, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt. Weitere 

medizinische Abklärungen zum natürlichen Kausalzusammenhang erübrigen sich 

damit.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Beschwerdegegnerin habe die Adäquanz 

zu früh geprüft, da er noch in die Ergotherapie gehe und einer therapeutischen Arbeit 

nachgehe (vgl. act. G 1 S. 6), kann ihm nicht gefolgt werden. Wie im 

Einspracheentscheid zutreffend dargelegt worden ist (vgl. Suva-act. 161-11), kann die 

Prüfung der Adäquanz nach der vorliegend einschlägigen Psycho-Praxis (vgl. E. 2.2 

und 3) nämlich im Zeitpunkt, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen 

Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, erfolgen (BGE 134 V 116 E. 6.1). 

Mangels somatisch ausgewiesener Unfallfolgen (vgl. dazu E. 3) stehen die vom 

Beschwerdeführer genannten Behandlungen, die zudem therapeutischer und nicht 

ärztlicher Natur sind, der Annahme des medizinischen Endzustandes nicht entgegen.

5.3. 

Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs gestützt auf die 

Psycho-Praxis ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu 

betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört (BGE 115 V 139 E. 6). 

Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige 

Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden, auf die versicherte Person 

wirkenden Kräften (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1). 

Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher 

Beeinträchtigung ist bei leichten Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen und 

bei schweren Unfällen ohne weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren 

Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung miteinzubeziehen sind. Je nachdem, wo im 

mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne Kriterien 

in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden. Als 

Kriterien nennt die Rechtsprechung: – besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; – die Schwere oder besondere Art der 

erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; – ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung; – körperliche Dauerschmerzen; – ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert; – schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen; – Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Die 

Adäquanzkriterien nach BGE 115 V 133 werden nur aufgrund der organischen 

Unfallfolgen, unter Ausschluss von psychischen Aspekten oder als körperlich 

imponierenden, organisch jedoch nicht hinreichend erklärbaren Beschwerden geprüft 

(zum Ganzen BGE 115 V 139 E. 6; Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 29. März 2021, UV 2019/80, E. 3.2, und vom 2. März 2020, UV 2018/10, 

E. 2.2; vgl. ferner BGE 134 V 126 ff. E. 10).

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Beschwerdegegnerin hat sowohl im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

6. August 2020 (Suva-act. 161-12 ff.) als auch in ihrer Beschwerdeantwort (vgl. act. G 

3) schlüssig aufgezeigt, dass beim Unfallereignis vom 17. Mai 2019 mit Blick auf die 

Rechtsprechung von einem mittelschweren Unfall auszugehen ist und keines der 

Adäquanzkriterien nach der Psycho-Praxis bejaht werden kann, sodass der adäquate 

Kausalzusammenhang zu verneinen ist.

5.5. 

Gegen die von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Adäquanzprüfung bringt 

der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, es habe sich um einen schweren Unfall 

gehandelt, von dem er noch bis heute an Dauerbeschwerden leide, in ärztlicher 

Behandlung stehe und arbeitsunfähig sei. Folglich seien die Kriterien der langen Dauer 

der Arbeitsunfähigkeit, der Dauerbeschwerden, der besonderen Eindrücklichkeit des 

Unfalls, der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlungen sowie des 

schwierigen Heilverlaufs gegeben (vgl. act. G 1 S. 8 f.).

5.6. 

Was die Schwere des Unfalls betrifft, ist gemäss der Rechtsprechung auf den 

augenfälligen Geschehensablauf abzustellen (vgl. E. 5.4). Ausgehend von diesem ist es, 

wie gesagt, nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einem 

mittelschweren Unfall ausgeht (vgl. Suva-act. 161-12 und act. G 3 S. 6). Den 

Einwänden des Beschwerdeführers, er stehe noch immer in ärztlicher Behandlung und 

leide an Dauerschmerzen, ist mit der Beschwerdegegnerin entgegenzuhalten, dass die 

Folgen psychischer bzw. organisch nicht ausgewiesener Beschwerden bei der 

Beurteilung der Adäquanzkriterien im Rahmen der Psychopraxis nicht zu 

berücksichtigen sind (vgl. E. 5.4; vgl. act. G 3 S. 6 mit Hinweisen). Dasselbe gilt bei der 

Beurteilung des Kriteriums der besonders langen Dauer der Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 

5.4). Eine ausgewiesene besonders lange andauernde physische Arbeitsunfähigkeit 

kann aufgrund der Aktenlage nicht angenommen werden. Die Beschwerdegegnerin hat 

in ihrer Beschwerdeantwort zutreffend darauf hingewiesen (vgl. act. G 3 S. 6), dass Dr. 

F.___ bereits am 2. Oktober 2019 keine unfallkausale Arbeitsfähigkeit mehr als 

ausgewiesen gesehen habe (vgl. Suva-act. 53) und Dr. I.___ in seiner umfassenden 

Aktenbeurteilung vom 18. Februar 2020 eine volle Arbeitsfähigkeit aus somatischer 

Sicht bestätigt habe (vgl. Suva-act. 126). Schliesslich ist der Beschwerdegegnerin auch 

darin zuzustimmen, dass das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände 

oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls objektiv und nicht aufgrund des 

subjektiven Empfindens der versicherten Person zu beurteilen ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 56/07, E. 6.1 mit Hinweisen; vgl. act. G 3 S. 6), 

weshalb der Beschwerdeführer mit seinen subjektiven Empfindungen keine besondere 

objektive Eindrücklichkeit zu begründen vermag. Ausserdem ist zu beachten, dass 

5.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das 

vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch anwendbaren Fassung). 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

grundsätzlich jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, 

welche für sich alleine das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände 

nicht zu bejahen vermag (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 19. April 2017, 

8C_44/2017, E. 6.2.2, und vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2; vgl. ferner 

Suva-act. 161-13).

Da die vom Beschwerdeführer über den 31. März 2020 hinaus geklagten Leiden 

nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 17. Mai 2019 

stehen, hat die Beschwerdegegnerin einen über diesen Zeitpunkt hinausgehenden 

Leistungsanspruch zu Recht verneint.

5.8. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 10.11.2021
	Art. 6, 10, 16 und 19 UVG: Die Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) ist zu Recht erfolgt, da im Einstellungszeitpunkt keine organisch nachweisbaren Unfallfolgen mehr bestanden haben, hinsichtlich derer von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes hätte erwartet werden können. Mangels adäquaten Kausalzusammenhangs besteht auch kein Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen wie eine Integritätsentschädigung oder einen Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. November 2021, UV 2020/66). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_812/2021.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte