# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5d642b4-69b5-534e-8a31-27bb3c2720d9
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-18
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 18.10.2011 BG.2011.30
**Docket/Reference:** BG.2011.30
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2011-30_2011-10-18

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 18. Oktober 2011  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A., 

 
Beschwerdeführer 

 
 gegen 
   

1. KANTON THURGAU, 
 
2. KANTON ZÜRICH, 

 
Beschwerdegegner 

 
Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BG.2011.30 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- die Staatsanwaltschaft Bischofszell mit Verfügung vom 24. Juni 2011 das 
auf Grund eines von A. erhobenen Strafantrages gegen B. wegen des Ver-
dachts der Sachbeschädigung geführte Strafverfahren einstellte (act. 1.1); 

 
- A. hiergegen mit Eingabe vom 1. Juli 2011 beim Obergericht des Kantons 

Thurgau Beschwerde erhob, mit welcher er sinngemäss die fehlende örtli-
che Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden des Kantons Thurgau gel-
tend machte (act. 1); 

 
- das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 4. August 2011 

die Beschwerde teilweise schützte und die Eingabe von A. zuständigkeits-
halber dem Bundesstrafgericht überwies (Eingang beim Bundesstrafgericht 
am 12. September 2011; act. 2); 

 
- A. mit eingeschriebenem Schreiben vom 13. September 2011 sowie mit 

eingeschriebenem und per A-Post verschicktem Schreiben vom 
28. September 2011 aufgefordert wurde, seine Beschwerde mit einer ge-
nügenden Begründung zu versehen, andernfalls auf seine Eingabe nicht 
eingetreten werden könne (act. 3 und 5); 

 
- er die an ihn adressierten eingeschriebenen Sendungen nicht abholte 

(act. 4 und 6) und innerhalb der anberaumten Frist keine entsprechende 
Begründung einreichte. 
 
 
 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- eine nicht gehörig begründete Beschwerde von der Rechtsmittelinstanz zur 
Verbesserung innerhalb einer kurzen Nachfrist zurückgewiesen wird 
(Art. 385 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 StPO); 

 
- die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht eintritt, wenn die Einga-

be auch nach Ablauf der Nachfrist den Anforderungen nicht genügt 
(Art. 385 Abs. 2 Satz 2 StPO); 

 
- der Beschwerdeführer vorliegend zweimal die Gelegenheit zur Nachbesse-

rung seiner Beschwerde erhielt; 
 

- 3 - 

 

 

- er zwar die eingeschriebenen Sendungen nicht abholte, aber auf Grund 
des Entscheides des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 4. Au-
gust 2011 mit einer Zustellung von Seiten des Bundesstrafgerichts hat 
rechnen müssen (Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO); 

 
- auf die Beschwerde gestützt auf Art. 385 Abs. 2 Satz 2 StPO nicht einzutre-

ten ist; 
 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem unterliegen-
den Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 
- die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf das reglementarische 

Minimum von Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 
Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 
die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 
[BStKR; SR 173.713.162]);  
 
 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer zur Bezah-

lung auferlegt.  
 
 

Bellinzona, 18. Oktober 2011 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau 
- Obergericht des Kantons Thurgau 
- Staatsanwaltschaft Bischofszell 
- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.