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**Case Identifier:** 6826b02b-8294-541e-9dd3-d87fe4466367
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-31
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 31.03.2025 STK 2024 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2024-33_2025-03-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 31. März 2025
STK 2024 33

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Walter Züger, Jörg Meister,
Ilaria Beringer und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiberin Julia Lüönd.

In Sachen A.________,
Beschuldigter, Berufungsführer und Berufungsgegner,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, 
Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau,
Anklagebehörde, Berufungsführerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________,

betreffend versuchte Tötung, mehrfacher Inzest, ambulante Massnahme, Landes-
verweisung (zweiter Rechtsgang)
(Berufungen gegen das Urteil des Strafgerichts vom 13. Januar 2022, 
SGO 2021 29);-

hat die Strafkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Am 3. September 2021 erhob die Staatsanwaltschaft beim Strafgericht 
Anklage gegen den Beschuldigten wegen versuchten Mordes im Sinne von 
Art. 111 und Art. 112 i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB sowie wegen mehrfachen 
Inzests im Sinne von Art. 213 StGB. Betreffend den Vorwurf des versuchten 
Mordes legte die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten den nachfolgenden 
Sachverhalt zur Last (Vi-act. 1):

Am Dienstag, 18. August 2020, zwischen ca. 00:53 Uhr und 01:34 Uhr, 
lockte A.________ den Hund der Rasse American Stafford (Pitbullmi-
schung), welcher sich bei D.________ im Schlafzimmer befand, aus de-
ren Schlafzimmer im gemeinsam bewohnten Haus an der 
E.________strasse xx und sperrte diesen in das Wohnzimmer. Danach 
behändigte er aus der Küche ein rund 20 cm langes und rund 3 cm brei-
tes Victorinox-Schlachtmesser mit einer gebogenen, spitz zulaufenden 
Klinge und betrat das Schlafzimmer von D.________. A.________ begab 
sich auf die auf dem Bauch liegende D.________ und versetzte dieser 
mit dem Messer unvermittelt eine erste tiefe Stichwunde in den Rücken 
neben der Wirbelsäule linksseitig. Nach einem kurzen Kampf gelang es 
D.________, sich auf den Rücken zu drehen, wobei sie A.________ im 
Zuge des Abwehrkampfes im Mundinnenbereich verletzte, sodass dieser 
blutete. Die von A.________ danach vorgenommene Stichbewegung in 
Richtung Herz wurde von D.________ derart abgelenkt, dass er ihr eine 
zweite tiefe Stichwunde links im Brustkorbbereich auf der Vorderseite zu-
fügte, wobei die Lunge verletzt wurde. Noch während das Messer in der 
Brust von D.________ steckte, drehte A.________ das Messer in der 
Wunde herum und bespuckte D.________. Es gelang ihr, A.________ 
das Messer abzunehmen und es wegzuwerfen. A.________ ging im 
Zimmer hin und her und wiederholte mehrfach, dass sie sterben müsse, 
dass sie aufhören solle zu kämpfen und dass er sie am liebsten „von der 
‚Fotze’ bis zum Hals aufschlitzen“ würde. Das Messer behändigte er er-
neut und versuchte, D.________ in die Lunge zu stechen. Diesen Stich 
vermochte sie abzuwehren, zog sich dadurch jedoch Verletzungen an 
den Händen zu. A.________ sagte schliesslich zu ihr, dass er ihr den 
„Gnadenstoss“ geben würde und stach D.________ tief in den Bereich 
des rechten Bauchraums, sodass Darmschlingen hervorquollen. Er liess 
nur deshalb von ihr ab, weil er die Lichter des Polizeiwagens wahrnahm.

Durch die in direkter Tötungsabsicht erfolgten drei Messerstiche erlitt 
D.________ eine lebensgefährliche Verletzung der Lunge auf der linken 
Seite mit einem Hämato-Pneumothorax und einem Blutungsschock, eine 
Zwerchfellverletzung auf der linken Seite, eine Dünndarmverletzung im 

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Bereich des Bauchraums, eine Verletzung des Dickdarms sowie Verlet-
zungen an der Bauchwand und im Retroperitoneum Verletzungen der lin-
ken Niere und der Bauchspeicheldrüse. Durch die Abwehrbewegungen 
erlitt sie an den Händen und Fingern zudem Verletzungen an den Seh-
nen und Nerven.

A.________ handelte anlässlich der bewussten und gewollten Tötung 
von D.________ besonders skrupellos: Unmittelbar vor der Tat lockte er 
den Hund aus dem Schlafzimmer. Bei der Umsetzung der direkten 
Tötungsabsicht versetzte er der arglosen D.________ auf hinterhältige 
Art einen ersten Messerstich in den Rücken und nahm ihr dadurch vor-
erst jegliche Reaktions- und Abwehrmöglichkeit. Die weiteren tiefen Mes-
serstiche fügte er ihr zeitlich versetzt zu, bespuckte sie, drohte ihr, sie 
„von der ‚Fotze’ bis zum Hals aufzuschlitzen“ und drehte das Messer 
nach dem Stich in die Lunge in der Wunde umher. Er tat dies von Eifer-
sucht getrieben, ungehemmt und um sich an ihr für ihre Tätigkeit als „Su-
garbabe“ zu rächen. Aus diesem nichtigen Anlass fügte er D.________ 
physische und psychische Qualen zu, welche zur blossen Tötung nicht 
notwendig gewesen wären.

In Bezug auf den Tatbestand des mehrfachen Inzests warf die Staatsanwalt-
schaft dem Beschuldigten folgenden Sachverhalt vor (Vi-act. 1):

Im Wissen darum, dass es sich bei D.________ um seine Tochter han-
delt, lebte A.________ mit dieser von Oktober 2013 bis 18. August 2020 
aus freien Stücken in einer Liebesbeziehung. In vorerwähntem Zeitraum 
vollzog er mit D.________ mehrfach in einer unbestimmten Anzahl von 
Fällen den Beischlaf und zeugte mit ihr einen gemeinsamen Sohn, 
F.________, der am ________ geboren wurde. Dies tat er, obwohl er 
wusste, dass Geschlechtsverkehr zwischen Blutsverwandten verboten 
ist.

B. Mit Urteil vom 13. Januar 2022 beschloss das Strafgericht – soweit für 
das vorliegende Verfahren relevant – Folgendes:

1. Das Verfahren gegen A.________ wegen mehrfachen Inzests im 
Sinne von Art. 213 Abs. 1 StGB wird für den Zeitraum vor dem 
1. Januar 2014 infolge Verjährung eingestellt.

2. [Abweisung Beweisanträge]

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Zudem erkannte es – wiederum soweit vorliegend relevant – wie folgt:

1. A.________ wird schuldig gesprochen

a) der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 
i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB, begangen am 18. August 2020;

b) des mehrfachen Inzests im Sinne von Art. 213 Abs. 1 StGB, 
begangen im Zeitraum von 1. Januar 2014 bis 17. August 
2020.

2. A.________ wird mit einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 9 Jah-
ren bestraft, unter Anrechnung von 514 Tagen Haft (98 Tage Un-
tersuchungshaft sowie 416 Tage vorzeitiger Strafvollzug).

3. [Verzicht Massnahme]

4. [Landesverweisung]

5a–e. [Zivilforderungen]

6. [Beschlagnahmen]

7. [Vernichtung Daten]

8.–11.[Verfahrenskosten, amtliche Verteidigung, unentgeltliche Rechts-
pflege, Prozessentschädigungsforderung]

12. [Zufertigung]

13. [Rechtsmittelbelehrung]

C. Gegen dieses Urteil meldeten die Staatsanwaltschaft, die Privatklägerin 
D.________ und der Beschuldigte (KG-act. 2 [STK 2022 14]; KG-act. 2 [STK 
2022 15]; KG-act. 2 [STK 2022 16]) fristgerecht Berufung an. Die Staatsan-
waltschaft beantragte mit schriftlicher Berufungserklärung vom 13. April 2022 
u. a. einen Schuldspruch wegen versuchten Mordes sowie die Aufhebung der 
Dispositiv-Ziffer 2 des angefochtenen Urteils und die Bestrafung des Beschul-
digten mit einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten, unter Anrech-
nung der bisher erstandenen Haft (KG-act. 3 [STK 2022 14]). Die Privatkläge-
rin erklärte am 20. April 2022 Berufung (KG-act. 3 [STK 2022 15]). Der Be-

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schuldigte teilte mit schriftlicher Berufungserklärung vom 21. April 2022 mit, 
seine Berufung beschränke sich auf den Schuldspruch betreffend versuchte 
vorsätzliche Tötung (Dispositiv-Ziffer 1a des angefochtenen Urteils), die Höhe 
der ausgefällten Strafe (Dispositiv-Ziffer 2) und die Dauer der angeordneten 
Landesverweisung (Dispositiv-Ziffer 4). In Abänderung des angefochtenen 
Urteils beantrage er u. a. einen Schuldspruch wegen versuchten Totschlags 
sowie eine Freiheitsstrafe von höchstens fünf Jahren (KG-act. 3 [STK 2022 
16]). Anschlussberufungen wurden keine erhoben (KG-act. 5 [STK 2022 14]; 
KG-act. 5 [STK 2022 15]; KG-act. 6 und 8 [STK 2022 16]).

D. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 20. Juni 2023 stellte die Ver-
teidigung verschiedene Beweisanträge (KG-act. 18/1, N 1–16 [STK 2022 14]) 
und verlangte in teilweiser Aufhebung des angefochtenen Urteils u. a. die Ver-
urteilung des Beschuldigten wegen versuchten Totschlags sowie dessen Be-
strafung mit 5 Jahren Freiheitsstrafe (KG-act. 18/1, S. 9 [STK 2022 14]). Die 
Staatsanwaltschaft wiederholte ihre bisher gestellten Anträge (KG-act. 18/2, 
S. 1 [STK 2022 14]) und die Privatklägerin formulierte ihre Anträge neu (KG-
act. 18/3, S. 2 [STK 2022 14]). Im Rahmen der Urteilsberatung entschied das 
Kantonsgericht, dass die von der Verteidigung beantragten Beweise mangels 
Spruchreife des Falls zu ergänzen sind, und ordnete die gerichtliche Befra-
gung der Privatklägerin als Auskunftsperson sowie die Ergänzung des phar-
makologisch-toxikologischen Gutachtens vom 3. September 2020 (U-
act. 11.1.008) an (KG-act. 18, Ziff. 15 und KG-act. 19 f. [STK 2022 14]; KG-
act. 19 f. [STK 2022 15]; KG-act. 28 f. [STK 2022 16]). Am 21. November 
2023 wurde die Berufungsverhandlung fortgesetzt (KG-act. 26 [STK 2022 
14]).

E. Mit Urteil STK 2022 14, 15 und 16 vom 24. November 2023 stellte die 
Strafkammer des Kantonsgerichts die Rechtskraft der Dispositiv-Ziffern 1b, 5a, 
5b, 5d, 5e, 6, 7 und 9–11 des Urteils des Strafgerichts vom 13. Januar 2022 

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betreffend den Schuldspruch wegen mehrfachen Inzests, die Zivilforderungen, 
die Beschlagnahme, die Vernichtung von gespeicherten Daten, die amtliche 
Verteidigung sowie die unentgeltliche Rechtspflege fest und erkannte – soweit 
vorliegend relevant – Folgendes:

In teilweiser Gutheissung der Berufungen von A.________ (STK 2022 
16) und der Staatsanwaltschaft (STK 2022 14) sowie in Abweisung der 
Berufung von D.________ (STK 2022 15) wird das Urteil des Strafge-
richts vom 13. Januar 2022 teilweise aufgehoben und stattdessen fol-
gendes Urteil gefällt:

1. A.________ wird zudem der versuchten vorsätzlichen Tötung im 
Sinne von Art. 111 i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von 
D.________, begangen am 18. August 2020, schuldig gesprochen.

2. A.________ wird mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 
11.5 Jahren, unter Anrechnung von 1194 Tagen Haft (98 Tage Un-
tersuchungshaft sowie 1096 Tage vorzeitiger Strafvollzug), be-
straft.

3. [Anordnung Massnahme]

4. [Landesverweisung]

5. [Genugtuungsforderung]

6.–9. [Verfahrenskosten, amtliche Verteidigung, unentgeltliche Rechts-
pflege]

10. [Rechtsmittelbelehrung]

11. [Zufertigung]

F. Gegen dieses Urteil erhob der Beschuldigte am 30. Januar 2024 Be-
schwerde beim Bundesgericht mit den folgenden Rechtsbegehren (KG-
act. 39/1 [STK 2022 16]):

Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils des Kantonsgerichts Schwyz vom 24. No-
vember 2023 sei aufzuheben und es sei der Beschwerdeführer mit einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von 10.5 Jahren zu bestrafen.

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Eventuell sei Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils des Kantonsgerichts Schwyz 
vom 24. November 2023 aufzuheben und es sei die Sache zur neuerli-
chen Beurteilung an das Kantonsgericht Schwyz zurückzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons Schwyz, 
wobei der Kanton Schwyz anzuweisen ist, die Parteientschädigung direkt 
dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auszuzahlen.

Das Bundesgericht hiess die Beschwerde mit Urteil 6B_77/2024 vom 2. Juli 
2024 gut, implizit teilweise. Es hob das Urteil des Kantonsgerichts vom 
24. November 2023 auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung an das 
Kantonsgericht zurück. Es erhob keine Gerichtskosten und verpflichtete den 
Kanton Schwyz, Rechtsanwalt B.________ mit Fr. 3’000.00 zu entschädigen.

G. Nachdem die Parteien mit Verfügung vom 9. Juli 2024 Gelegenheit er-
halten hatten, sich zur Neubeurteilung im Sinne der bundesgerichtlichen Er-
wägungen zu äussern (neu Proz. Nr. STK 2024 33; KG-act. 2), beantragte der 
Beschuldigte eine Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren und 
sechs Monaten sowie eine Entschädigung für den zusätzlichen Aufwand von 
sechs Stunden (KG-act. 5, N 10 und N 12). Die Staatsanwaltschaft reichte am 
10. Oktober 2024 eine Stellungnahme ein (KG-act. 7).

H. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in 
den Erwägungen eingegangen;-

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in Erwägung:

1. a) Dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid nach Art. 107 
Abs. 2 BGG kommt nach ungeschriebenem Bundesrecht Bindungswirkung zu 
(BGE 150 IV 417, E. 2.4.2; BGE 143 IV 214, E. 5.3.3, m. w. H.). Das kantonale 
Berufungsgericht darf sich nur noch mit denjenigen Punkten befassen, die das 
Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und 
sind in das neue Urteil zu übernehmen. Irrelevant ist, dass das Bundesgericht 
mit seinem Rückweisungsentscheid formell in der Regel das ganze angefoch-
tene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht das Dispositiv, sondern die materi-
elle Tragweite des bundesgerichtlichen Entscheids. Die neue Entscheidung 
der kantonalen Instanz ist somit auf diejenige Thematik beschränkt, die sich 
aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurtei-
lung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies 
notwendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rech-
nung zu tragen (BGE 150 IV 417, E. 2.4.1, m. w. H.). Die mit der Neubeurtei-
lung befasste kantonale Instanz hat die rechtliche Beurteilung, mit der die 
Zurückweisung begründet wurde, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. We-
gen dieser Bindung der Gerichte ist es diesen wie auch den Parteien, abge-
sehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurteilung des Rechts-
streits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die 
Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsent-
scheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen 
wurden (BGE 150 IV 417, E. 2.4.1, m. w. H.; BGE 150 III 123, E. 3; BGE 143 
IV 214, E. 5.3.3).

b) Gegenstand des zweiten Rechtsgangs ist entsprechend den vorstehen-
den Erwägungen in A. ff. einzig noch die für die rechtskräftigen Schuldsprüche 
der versuchten vorsätzlichen Tötung (begangen am 18. August 2020) sowie 
des mehrfachen Inzests (begangen im Zeitraum von 1. Januar 2014 bis 

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17. August 2020) ausgesprochene unbedingte Freiheitsstrafe von 11.5 Jah-
ren, unter Anrechnung von 1194 Tagen Haft (98 Tage Untersuchungshaft so-
wie 1096 Tage vorzeitiger Strafvollzug), gemäss Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils 
des Kantonsgerichts Schwyz STK 2022 14, 15 und 16 vom 24. November 
2023.

2. a) Die Strafkammer des Kantonsgerichts begründete in E. 7 ff. ihres 
Urteils vom 24. November 2023, dass sowohl für die versuchte vorsätzliche 
Tötung als auch für den mehrfachen Inzest Freiheitsstrafen auszufällen sind. 
In Bezug auf das schwerste Delikt, die versuchte vorsätzliche Tötung mit ei-
nem ordentlichen Strafrahmen von 5 bis 20 Jahren Freiheitsstrafe, stufte die 
Strafkammer die objektive Tatschwere im mittleren bis oberen, die subjektive 
Tatschwere im mittleren und das Verschulden gesamthaft etwas über dem 
mittleren Bereich ein und erachtete eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren als ge-
rechtfertigt. Für die leicht verminderte Schuldfähigkeit des Beschuldigten so-
wie dessen affektiven Erregungszustand reduzierte die Strafkammer die Frei-
heitsstrafe um 1.5 Jahre ebenso wie für die versuchte Tatbegehung, womit 
eine schuldangemessene Freiheitsstrafe von 10 Jahren resultierte. Mangels 
strafmindernd oder -erhöhend zu berücksichtigender Täterkomponenten setz-
te die Strafkammer die Einsatzstrafe für die versuchte vorsätzliche Tötung 
somit auf 10 Jahre Freiheitsstrafe fest.

Mit diesen vom Bundesgericht unbeanstandeten Erwägungen setzt sich weder 
der Beschuldigte (vgl. KG-act. 5, insb. N 3; vgl. auch KG-act. 39/1, insb. N 14 
[STK 2022 16]) noch die Staatsanwaltschaft (vgl. KG-act. 7) inhaltlich ausein-
ander, weshalb auch im zweiten Rechtsgang auf diese abzustellen ist.

b) Betreffend den Schuldspruch wegen mehrfachen Inzests stellte die 
Strafkammer des Kantonsgerichts auf die als glaubhaft beurteilte Aussage der 
Privatklägerin anlässlich der Berufungsverhandlung ab, wonach sie mit dem 

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Beschuldigten im fraglichen Zeitraum zwischen Januar 2014 bis August 2020 
wöchentlich und im Zeitraum, als F.________ im Krankenhaus war, monatlich 
den Beischlaf vollzogen habe (KG-act. 26, Fragen 31–33 [STK 2022 14]). Ge-
stützt darauf nahm die Strafkammer für die Strafzumessung zugunsten des 
Beschuldigten an, dass er im erwähnten Zeitraum von 6.5 Jahren mit seiner 
Tochter, der Privatklägerin, rund 100 Mal den Beischlaf vollzogen und jeder 
einzelne Beischlaf den Tatbestand des Inzests erfüllt habe, wofür einzelne 
(Erhöhungs-)Strafen auszufällen seien (Urteil des Kantonsgerichts Schwyz 
STK 2022 14, 15 und 16 vom 24. November 2023, E. 7e.bb). Verschulden-
smindernd beachtete die Strafkammer jeweils, dass der Beschuldigte und die 
Privatklägerin sich erst kennenlernten, als Letztere 21-jährig war, dass sie sich 
gegenseitig nicht als Vater und Tochter wahrnahmen, sondern eine Paarbe-
ziehung mit entsprechenden Gefühlen führten, und dass mithin kein Abhän-
gigkeitsverhältnis oder ein Verhältnis eines Elternteils zu einem minderjähri-
gen Kind bestand. Verschuldenserhöhend berücksichtigte die Strafkammer 
jeweils, dass der Beschuldigte und die Privatklägerin ersten Grades verwandt 
sind und nicht durchwegs verhüteten (KG-act. 26, Fragen 38 f. [STK 2022 
14]), obschon der gemeinsame Sohn F.________ an einer durch genetische 
und chromosomale Anomalien verursachten Entwicklungsstörung (schwere 
hirnorganischen Entwicklungsstörung mit geistiger Behinderung, epilepsiever-
dächtigen Bewusstseinsstörungen und Auffälligkeiten der sozialen Interaktion) 
leidet (U-act. 16.7.002, S. 1 f.; der Beschuldigte gab zu Protokoll, dass sich 
der Sohn F.________ mit Gebärdensprache und Lauten verständigt [U-
act. 10.1.001, Zeilen 88 f.]). Weiter erwog die Strafkammer, das mehrfache 
Tatbegehen während eines langen Tatzeitraums spreche für eine erhebliche 
kriminelle Energie des Beschuldigten, dessen Verschulden somit jeweils im 
mittleren Bereich einzustufen sei, weshalb jeweilige Geldstrafen nicht mehr 
schuldangemessen wären. Den Akten lasse sich darüber hinaus entnehmen, 
dass die Privatklägerin im Jahr 2019 ein weiteres Mal vom Beschuldigten 
schwanger gewesen sei, diese Schwangerschaft aber abgebrochen habe (U-

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act. 13.1.012, S. 16 ff., Nr. 298–361, KG-act. 26, Fragen 34–36 [STK 2022 
14]). Weil durch den Tatbestand des Inzests u. a. der Nachwuchs vor Erb-
schäden bewahrt werden solle (Eckert, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 213 StGB N 2), sei das Verschulden 
des Beschuldigten in Bezug auf diesen zu einer Schwangerschaft führenden 
Beischlaf somit im oberen Bereich einzuordnen, womit für zahlreiche Fälle bei 
mittlerem Verschulden und für einen Fall bei schwerem Verschulden im Sinne 
des Asperationsprinzips Erhöhungsstrafen auszufällen seien. Die weiteren 
Tat- und Täterkomponenten bezogen auf den Schuldspruch des mehrfachen 
Inzests beurteilte die Strafkammer jeweils als wertungsneutral. Im Hinblick auf 
den gewissen Zusammenhang zwischen dem mehrfachen Inzest und dem 
Tötungsversuch in der entsprechenden Paarbeziehung, den indessen unter-
schiedlichen von den beiden Straftatbeständen geschützten Rechtsgütern 
erachtete die Strafkammer in Anwendung des Asperationsprinzips und in 
Nachachtung von BGE 144 IV 313 und 217 für zumindest gedanklich 99 Fälle 
mit jeweils mittlerem Verschulden je eine Erhöhungsstrafe von 5 Tagen Frei-
heitsstrafe sowie für den einen Fall mit schwerem Verschulden eine Er-
höhungsstrafe von 1.5 Monaten Freiheitsstrafe für angemessen, sodass für 
den mehrfachen Inzest insgesamt eine Erhöhungsstrafe von 1.5 Jahren Frei-
heitsstrafe resultierte (99 x 5 Tage = 495 Tage; 495 Tage / 30 = 16.5 Monate; 
16.5 Monate + 1.5 Monate = 18 Monate = 1.5 Jahre; Urteil des Kantonsge-
richts Schwyz STK 2022 14, 15 und 16 vom 24. November 2023, E. 7e.bb).

c) Die Strafkammer erhöhte die Einsatzstrafe für die versuchte vorsätzliche 
Tötung von 10 Jahren Freiheitsstrafe aufgrund des mehrfachen Inzests damit 
um 1.5 Jahre und fällte dementsprechend eine Gesamtstrafe von 11.5 Jahren 
Freiheitsstrafe aus (Urteil des Kantonsgerichts Schwyz STK 2022 14, 15 und 
16 vom 24. November 2023, E. 7e.cc).

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3. a) Der Beschuldigte stellte sich im bundesgerichtlichen Verfahren 
zunächst auf den Standpunkt, dass das Kantonsgericht das Verschlechte-
rungsverbot im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO und/oder die Dispositionsma-
xime im Sinne von Art. 404 Abs. 1 StPO verletzt habe, indem es die Strafe für 
den unangefochtenen Schuldspruch wegen mehrfachen Inzests um 12 Mona-
te erhöht habe (KG-act. 39/1, N 15 ff. [STK 2022 16]). Das Bundesgericht er-
wog diesbezüglich, die erstinstanzlich ausgefällte Sanktion von 9 Jahren Frei-
heitsstrafe sei Gegenstand der Berufung des Beschuldigten wie auch derjeni-
gen der Staatsanwaltschaft gewesen, womit das Kantonsgericht die Strafe 
neu habe festsetzen müssen. Weil nicht nur zugunsten des Beschuldigten ein 
Rechtsmittel eingelegt worden sei, komme das Verschlechterungsverbot nicht 
zum Tragen und es liege keine Verletzung dieses Verbots vor (Urteil des Bun-
desgerichts 6B_77/2024 vom 2. Juli 2024, E. 1.1–1.1.4). Ebenso verneinte 
das Bundesgericht eine Verletzung des Anklagegrundsatzes im Sinne von 
Art. 91 StPO in Bezug auf die vom Beschuldigten gerügten Erwägungen der 
Strafkammer im Rahmen der Strafzumessung betreffend die Anzahl der Fälle 
des Beischlafs sowie die abgebrochene Schwangerschaft im Jahr 2019. Die 
Strafkammer habe zu Recht die in der Anklage unbestimmte Anzahl von In-
zesthandlungen konkretisiert und den allein für die Strafzumessung relevanten 
Umstand der Schwangerschaft bzw. des -abbruchs im Jahr 2019 berücksich-
tigt (Urteil des Bundesgerichts 6B_77/2024 vom 2. Juli 2024, E. 1.2–1.2.4).

b) In Bezug auf die vom Beschuldigten gerügte Verletzung des „Grundsat-
zes der Gleichmässigkeit“ erwog das Bundesgericht, die Strafkammer sei auf 
den Strafbefehl gegen die Privatklägerin nicht eingegangen. Der Beschuldigte 
und seine volljährige Tochter hätten den Beischlaf vorsätzlich vollzogen und 
damit sowohl den objektiven als auch den subjektiven Tatbestand von Art. 213 
StGB erfüllt. Zwar liege bei Inzest keine Mittäterschaft vor, dennoch sei die 
Kritik des Beschuldigten berechtigt. Die von der Strafkammer berücksichtigten 
Elemente, wie u. a. das Kennenlernen im Erwachsenenalter, die Paarbezie-

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hung mit entsprechenden Gefühlen ohne Abhängigkeitsverhältnis, die man-
gelhafte Verhütung trotz Entwicklungsstörung des gemeinsamen Sohns und 
die mehrfache Tatbegehung während eines langen Tatzeitraums, wären so-
weit ersichtlich genauso für das Verschulden der Tochter relevant. Der Straf-
kammer sei einzig beizupflichten, dass kein Anspruch auf Gleichbehandlung 
im Unrecht bestehe. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei das 
richtige Verhältnis der Strafen unter Mittätern als Element der Strafzumessung 
zu berücksichtigen. Wenn aus formellen Gründen nur über einen Mittäter zu 
urteilen sei, so habe sich das Gericht zu fragen, welche Strafe es ausfällen 
würde, hätte es beide Mittäter gleichzeitig beurteilen müssen. Das Gericht sei 
nicht an das Urteil gegen den Mittäter gebunden, müsse aber auf diese Strafe 
Bezug nehmen und begründen, weshalb sich diese nicht als Vergleichsgrösse 
eigne. Es bestehe kein Anspruch auf „Gleichbehandlung im Unrecht“, wenn 
nach Auffassung eines Mittäters gegen den anderen eine zu milde Strafe aus-
gefällt worden sei. Die Strafkammer des Kantonsgerichts hätte in der konkre-
ten Konstellation auf die im rechtskräftigen Strafbefehl enthaltene Sanktion 
der Tochter eingehen und begründen müssen, weshalb diese zu milde sei, 
sich diese nicht als Vergleichsgrösse eigne und eine davon abweichende, 
asperiert dreimal so hohe, Strafe für den Beschuldigten gerechtfertigt sei. Der 
Beschuldigte weise überdies nachvollziehbar darauf hin, dass diese Elemente 
selbst bei einem subjektiv höher ins Gewicht fallenden Verschulden von ihm 
bereits in die erstinstanzliche Strafzumessung Eingang gefunden hätten. Aus 
der Begründung der Strafkammer gehe damit nicht hervor, wie sich die Un-
gleichheit in der Behandlung – 180 Tagessätze Geldstrafe für die Tochter und 
eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten für den Beschuldigten – rechtfertigen 
oder zumindest erklären lasse. Die Strafkammer werde diesbezüglich ihrer 
Begründungspflicht nachkommen müssen (Urteil des Bundesgerichts 
6B_77/2024 vom 2. Juli 2024, E. 1.3.2–1.3.4, u.a. m. H. a. BGE 135 IV 191 
E. 3.3).

Kantonsgericht Schwyz 14

c) Die Staatsanwaltschaft warf der Privatklägerin mit rechtskräftigem Straf-
befehl vom 20. Oktober 2020 grundsätzlich denselben Sachverhalt betreffend 
mehrfachen Inzest vor wie dem Beschuldigten (vgl. vorstehend A und U-
act. 14.3.005, S. 1). Sie sprach die Privatklägerin des mehrfachen Inzests im 
Sinne von Art. 213 Abs. 1 StGB schuldig und bestrafte sie mit einer Geldstrafe 
von 180 Tagessätzen zu Fr. 50.00, total Fr. 9’000.00, wobei sie den Vollzug 
der Geldstrafe aufschob und die Probezeit auf zwei Jahre festsetzte (U-
act. 14.3.005, S. 2). Begründungen, insbesondere zur Strafzumessung, ent-
hielt der Strafbefehl im Einklang mit Art. 353 StPO nicht (vgl. U-act. 14.3.005).

Wer mit einem Blutsverwandten in gerader Linie oder einem voll- oder halb-
bürtigen Geschwister den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 
drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 213 Abs. 1 StGB). Hat der Täter 
durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere 
gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der 
schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchst-
mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen (Art. 49 
Abs. 1 StGB).

Im Hinblick auf das Verschulden der Privatklägerin wäre nach Ansicht der 
Strafkammer ebenso wie beim Beschuldigten (vgl. nachstehend E. 2e) zu 
berücksichtigen gewesen, dass die beiden sich erst kennenlernten, als die 
Privatklägerin 21-jährig war, dass sie sich gegenseitig nicht als Vater und 
Tochter wahrnahmen, sondern eine Paarbeziehung mit entsprechenden Ge-
fühlen führten, und dass mithin kein Abhängigkeitsverhältnis oder ein Verhält-
nis eines Elternteils zu einem minderjährigen Kind bestand. Minderjährige 
blieben denn auch straflos, wenn sie verführt worden sind (Art. 213 Abs. 2 
StGB). Verschuldenserhöhend wäre jeweils zu beachten, dass der Beschul-
digte und die Privatklägerin ersten Grades verwandt sind und nicht durchwegs 
verhüteten (KG-act. 26, Fragen 38 f. [STK 2022 14]), obschon der gemeinsa-

Kantonsgericht Schwyz 15

me Sohn F.________ an einer durch genetische und chromosomale Anomali-
en verursachten Entwicklungsstörung leidet (vgl. vorstehend E. 2b). Die Pri-
vatklägerin gab an, sie habe mit dem Beschuldigten im fraglichen Zeitraum 
zwischen Januar 2014 bis August 2020 wöchentlich und im Zeitraum, als 
F.________ im Krankenhaus war, monatlich den Beischlaf vollzogen (KG-
act. 26, Fragen 31–33 [STK 2022 14]). Das mehrfache Tatbegehen während 
eines Tatzeitraums von 6.5 Jahren spricht für eine erhebliche kriminelle Ener-
gie der Privatklägerin, deren Verschulden somit ebenso wie dasjenige des 
Beschuldigten (vgl. nachstehend E. 2e) jeweils im mittleren Bereich einzustu-
fen ist, inwiefern die Strafkammer Geldstrafen auch bei der Privatklägerin nicht 
mehr als schuldangemessen erachtet. In Anbetracht dessen sowie im Hinblick 
darauf, dass die Privatklägerin im Jahr 2019 ein weiteres Mal von ihrem Vater, 
dem Beschuldigten, schwanger war, diese Schwangerschaft aber abbrach (U-
act. 13.1.012, S. 16 ff., Nr. 298–361, KG-act. 26, Fragen 34–36 [STK 2022 
14]), erachtet die Strafkammer des Kantonsgerichts die mit unbegründetem, 
rechtskräftigem Strafbefehl vom 20. Oktober 2020 ausgefällte Geldstrafe ge-
gen die Privatklägerin von 180 Tagessätzen aufgrund ihres mittleren Ver-
schuldens in zahlreichen Fällen bzw. ihres schweren Verschuldens in Bezug 
auf den zur Schwangerschaft führenden Beischlaf im Jahr 2019 als unange-
messen tief. Mangels Begründung der Strafzumessung im Strafbefehl lässt 
sich nicht mehr nachvollziehen, weshalb die damals fallführende Staatsanwäl-
tin bei einem Tatzeitraum von 6.5 Jahren, den erwähnten weiteren Umständen 
und Folgen sowie einem Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe 
bereits für einen Einzelfall eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen 
noch für verschuldensangemessen hielt. Es ist darauf hinzuweisen, dass die 
Staatsanwältin womöglich aus Effizienzgründen die nach Art. 352 Abs. 1 StPO 
zulässige Höchststrafe nicht überschreiten und das gegen die Privatklägerin 
geführte Verfahren noch während des gegen den Beschuldigten gerichteten 
Vorverfahrens anhand eines milden Urteilsvorschlags zeitnah zum Abschluss 
bringen wollte. Mutmasslich hatte auch der Umstand, dass die Privatklägerin 

Kantonsgericht Schwyz 16

nur rund zwei Monate vor Erlass des genannten Strafbefehls Opfer des ver-
suchten Tötungsdelikts durch den Beschuldigten wurde, Einfluss auf die durch 
die Staatsanwältin ausgesprochene bedingte Geldstrafe. Ferner bleibt unklar, 
ob die Staatsanwältin von einem Strafrahmen von bis zu 3 Jahren Freiheits-
strafe (Art. 213 Abs. 1 StGB) oder infolge serienmässiger Tatbegehung von 
einem solchen von bis zu 4.5 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 213 Abs. 1 StGB 
i. V. m. Art. 49 Abs. 1 StGB) ausging. Insofern eignet sich der rechtskräftige 
Strafbefehl gegen die Privatklägerin vom 20. Oktober 2020 bereits aus diesen 
Gründen nicht als Vergleichsgrösse für die Strafzumessung betreffend den 
Beschuldigten. Es kommt hinzu, dass im Strafbefehlsverfahren mit dem ihm 
immanenten Merkmal eines verminderten Verfahrensaufwands ohne eigentli-
ches Beweisverfahren der massgebende Sachverhalt nur oberflächlich und 
jedenfalls weniger präzise geklärt wird, als dies nach Beurteilung durch eine 
oder wie vorliegend gar zwei Gerichtsinstanzen der Fall ist. Bezeichnender-
weise wurde auch vorliegend etwa die Anzahl der Einzelfälle des angeklagten 
Tatvorwurfs des mehrfachen Inzests erst im Berufungsverfahren geklärt. Auch 
unbesehen von alledem würde eine Verpflichtung zur Orientierung an der 
Strafe gegen die Privatklägerin drauf hinauslaufen, dass das Berufungsgericht 
sein eigenes Ermessen durch dasjenige der Staatsanwältin ersetzen würde. 
Entsprechend muss es für eine Berufungsinstanz zulässig sein, nach zusätzli-
chen Erkenntnissen von der in einem Strafbefehl als blossen Urteilsvorschlag 
nicht begründeten Strafe abzuweichen. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die 
Strafe gegen die Privatklägerin nach Ansicht der Strafkammer des Kantonsge-
richts zu milde ausfiel, der Beschuldigte keinen Anspruch auf Gleichbehand-
lung im Unrecht hat und seine Strafe ohne Bindung an den Strafbefehl gegen 
die Privatklägerin vom 20. Oktober 2020 zuzumessen ist (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 6B_77/2024 vom 2. Juli 2024, E. 1.3.3; BGE 135 IV 191, Regeste 
und E. 3.3 f.; wonach ein Gericht auch nicht an ein weiteres Gerichtsurteil be-
treffend allfällige Mittäter gebunden ist und es unzulässig wäre, eine als an-

Kantonsgericht Schwyz 17

gemessen erachtete Strafe mit dem formalen Argument zu reduzieren, es be-
stehe ein Missverhältnis zur Strafe eines Mittäters).

d) Das Bundesgericht monierte weiter, die Strafkammer des Kantonsge-
richts gehe im Rahmen der Strafzumessung gestützt auf eine – ohne Begrün-
dung als glaubhaft beurteilte – Aussage der Privatklägerin davon aus, Letztere 
und der Beschuldigte hätten im fraglichen Zeitraum zwischen Januar 2014 
und August 2020 wöchentlich, und im Zeitraum, als der Sohn im Krankenhaus 
gewesen sei, monatlich den Beischlaf vollzogen. Die letztere Zeitspanne sei 
nicht präzisiert worden. Dementsprechend sei auch nicht nachvollziehbar, 
weshalb die Strafkammer „zugunsten“ des Beschuldigten von einer Zahl von 
100 Beischlafhandlungen ausgehe. Für denjenigen Beischlaf, der im Jahr 
2019 zur (abgebrochenen) Schwangerschaft geführt habe, lege die Straf-
kammer eine hypothetische Strafe von 1.5 Monaten fest, für alle anderen 
99 Inzesthandlungen eine von 5 Tagen. Zwar sei insofern korrekt, wenn die 
Strafkammer für jede Handlung eine Strafe festlege. Dennoch werde trotz der 
langen Zeitspanne von 6.5 Jahren nicht begründet, weshalb jede der 
99 Handlungen von gleicher Bedeutung sei. Durch die hohe Anzahl der ange-
nommenen Tathandlungen falle diese Zahl bei der Festlegung der Strafe stark 
ins Gewicht. Auch diesbezüglich werde die Strafkammer ihrer Begründungs-
pflicht nachkommen müssen (Urteil des Bundesgerichts 6B_77/2024 vom 
2. Juli 2024, E. 1.4).

e) Zu der Anzahl der Inzesthandlungen wurde die Privatklägerin erstmals 
vor Kantonsgericht befragt. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 21. No-
vember 2023 schilderte sie, sie habe mit dem Beschuldigten im Zeitraum zwi-
schen Oktober 2013 und August 2020 wöchentlich und um den Zeitraum her-
um, als F.________ im Krankenhaus war, monatlich den Beischlaf vollzogen. 
Sie bestätigte, ein zweites Mal vom Beschuldigten schwanger gewesen zu 
sein und diese Schwangerschaft abgebrochen zu haben. Zum Thema Ver-

Kantonsgericht Schwyz 18

hütung sagte sie aus, sie glaube nicht, dass sie die weiteren Male verhütet 
hätten. Eine Zeit lang habe sie die Pille genommen. Anfang 2020, glaube sie, 
habe sie eine Hormonspirale gehabt (KG-act. 26, Fragen 31–39 [STK 2022 
14]). Angesichts dessen, dass sich die Privatklägerin mit diesen Angaben 
auch selbst belastete und sie spontan lebensnah und detailliert Auskunft gab, 
sind ihre diesbezüglichen Aussagen als glaubhaft zu beurteilen. Im Übrigen 
stellten weder die Verteidigung noch die weiteren Verfahrensparteien die Be-
urteilung dieser lebensnahen Aussagen als glaubhaft infrage. Zur Zeitspanne, 
in der das gemeinsame Kind F.________ im Krankenhaus war und der Be-
schuldigte und die Privatklägerin monatlich den Beischlaf vollzogen, äusserte 
sich die Privatklägerin nicht weiter. Den Aussagen des Beschuldigten lässt 
sich indes entnehmen, dass sich F.________ einer Operation zur Stabilisie-
rung der Luftröhre und des Mageneingangs habe unterziehen müssen, als er 
acht Monate alt gewesen sei (U-act. 10.1.007, Zeilen 60–78; vgl. auch U-
act. 16.7.002). Zwar lassen sich den Akten zur Länge des Spitalaufenthalts 
von F.________ keine konkreten Hinweise entnehmen, die Privatklägerin 
schilderte im WhatsApp-Chat mit H.________ am 3.–5. Juli 2019 in Bezug auf 
die Gesundheit von F.________ aber, dass sie zwei bzw. drei Jahre durch die 
Hölle gegangen sei mit ihm, es mehrere Reanimationen gebraucht habe und 
dass sie mit seiner Gesundheit nun mehrheitlich zufrieden sei (U-
act. 13.1.012, S. 16 f. [Nachrichten-Nr. 306, 330 und 335]). Übereinstimmend 
damit wird in den anamnetischen Angaben im Arztbericht von 
Dr. med. I.________ ausgeführt, dass der Start ins Leben von F.________ 
durch eine angeborene Fehlbildung der Luftröhre mit Sauerstoffmangel er-
schwert gewesen sei, weshalb in seinen ersten Lebensmonaten schwere ope-
rative Eingriffe mit Spitalaufenthalten notwendig gewesen seien (U-
act. 16.7.002, S. 1 f.). Selbst wenn der am ________ geborene F.________ 
drei Jahre im Krankenhaus verbracht hätte, wäre gestützt auf die erwähnte 
Angabe der Privatklägerin zur Häufigkeit des Beischlafs im relevanten Tatzeit-
raum von Januar 2014 und August 2020 somit anzunehmen, dass sie und der 

Kantonsgericht Schwyz 19

Beschuldigte drei Jahre lang monatlich und rund dreieinhalb Jahre lang 
wöchentlich – total also über 200 Mal (3 x 12 + 3.5 x 52 = 218) – den Beischlaf 
vollzogen. Die Annahme von bloss 100 Beischlafhandlungen erfolgte somit in 
erheblichem Ausmass zugunsten des Beschuldigten und es ist auch im zwei-
ten Rechtsgang von dieser Anzahl auszugehen, zumal auch dies von keiner 
Verfahrenspartei beanstandet wurde.

In Bezug auf die einzelnen Inzesthandlungen ist mit Verweis auf die Begrün-
dung im Urteil des Kantonsgerichts Schwyz STK 2022 14, 15 und 16 vom 
24. November 2023 in E. 7e.bb verschuldensmindernd zu beachten, dass der 
Beschuldigte und die Privatklägerin sich erst kennenlernten, als Letztere 21-
jährig war, dass sie sich gegenseitig nicht als Vater und Tochter wahrnahmen, 
sondern eine Paarbeziehung mit entsprechenden Gefühlen führten, und dass 
mithin kein Abhängigkeitsverhältnis oder ein Verhältnis eines Elternteils zu 
einem minderjährigen Kind bestand. Verschuldenserhöhend ist jeweils zu 
berücksichtigen, dass der Beschuldigte und die Privatklägerin ersten Grades 
verwandt sind und dass der Beschuldigte angesichts des langen Deliktszeit-
raums von 6.5 Jahren eine erhebliche kriminelle Energie zeigte. Ebenso ist 
verschuldenserhöhend zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte und die 
Privatklägerin nicht durchwegs verhüteten (KG-act. 26, Fragen 38 f. 
[STK 2022 14]), obschon der gemeinsame Sohn F.________ an einer durch 
genetische und chromosomale Anomalien verursachten Entwicklungsstörung 
(schwere hirnorganischen Entwicklungsstörung mit geistiger Behinderung, 
epilepsieverdächtigen Bewusstseinsstörungen und Auffälligkeiten der sozialen 
Interaktion) leidet und sich nur mit Gebärdensprache und Lauten verständigen 
kann (U-act. 16.7.002, S. 1 f.; U-act. 10.1.001, Zeilen 88 f.). Weil aufgrund der 
vagen Aussage der Privatklägerin betreffend den Zeitraum der fehlenden Ver-
hütung aber nicht im Einzelnen bestimmt werden kann, wie viele Inzesthand-
lungen ohne Verhütung stattfanden, ist zugunsten des Beschuldigten davon 
auszugehen, dass es lediglich bezüglich des zur zweiten Schwangerschaft im 

Kantonsgericht Schwyz 20

Jahr 2019 (U-act. 13.1.012, S. 16 ff., Nr. 298–361, KG-act. 26, Fragen 34–36 
[STK 2022 14]) führenden Beischlafs an Verhütungsmassnahmen fehlte. Weil 
durch den Tatbestand des Inzests u. a. der Nachwuchs vor Erbschäden be-
wahrt werden soll (Eckert, a. a. O., Art. 213 StGB N 2), ist das Verschulden 
des Beschuldigten im Hinblick auf diese eine Inzesthandlung somit im oberen 
Bereich einzuordnen. Bei den restlichen 99 Inzesthandlungen ist aufgrund des 
Gesagten von einem mittleren Verschulden des Beschuldigten auszugehen, 
der als Vater mit seiner leiblichen Tochter derart häufig den Beischlaft vollzog. 
Es spricht nichts dagegen, jedes einzelne serienmässige Delikt, das sich 
durch ein ähnliches oder gar gleichgelagertes Deliktsmuster auszeichnet, glei-
chermassen in die Strafzumessung einzubeziehen, und zwar gleichgültig, ob 
es das zweite oder neunundneunzigste Delikt ist (vgl. Mathys, Leitfaden Straf-
zumessung, 2. A. 2019, N 566). Im Übrigen lassen sich den Akten keine wei-
teren Details zu den einzelnen Inzesthandlungen entnehmen, weshalb nicht 
nachvollziehbar ist, inwiefern den 99 Beischlafshandlungen nicht jeweils die-
selbe Bedeutung zukommen sollte, zumal die Paarbeziehung mit entspre-
chenden Gefühlen, die Verwandtschaft ersten Grades, die erhebliche kriminel-
le Energie des Beschuldigten sowie seine Inkaufnahme eines Restrisikos ei-
ner Schwangerschaft bzw. von Erbschäden trotz Verhütung für sämtliche 
Handlungen gleichermassen zutrifft. Aufgrund des Risikos von Erbschäden 
bei einer Schwangerschaft ist auch nicht anzunehmen, dass die Inzesthand-
lungen aufgrund des langen Deliktszeitraums von 6.5 Jahren mit der Zeit an 
Bedeutung verloren hätten. Die weiteren Tat- und Täterkomponenten bezogen 
auf den Schuldspruch des mehrfachen Inzests erweisen sich jeweils als wer-
tungsneutral. Angesichts des gewissen Zusammenhangs zwischen dem mehr-
fachen Inzest und dem Tötungsversuch in der entsprechenden Paarbezie-
hung, den indessen unterschiedlichen von den beiden Straftatbeständen ge-
schützten Rechtsgütern, erachtet die Strafkammer des Kantonsgerichts in 
Berücksichtigung des mittleren Verschuldens des Beschuldigten bezüglich der 
99 Inzesthandlungen und des schweren Verschuldens betreffend den zur 

Kantonsgericht Schwyz 21

Schwangerschaft führenden Beischlaf im Jahr 2019 sowie des oberen Straf-
rahmens des Tatbestands des Inzests von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe 
(Art. 213 Abs. 1 StGB) die in Anwendung des Asperationsprinzips festgesetz-
ten Erhöhungsstrafen von 99 Mal je 5 Tagen Freiheitsstrafe, total 16.5 Mona-
ten (99 x 5 Tage = 495 Tage; 495 Tage / 30 = 16.5 Monate), und von 1.5 Mo-
naten Freiheitstrafe für die eine Inzesthandlung mit schwerem Verschulden, 
total also 18 Monaten bzw. 1.5 Jahren Freiheitsstrafe (16.5 Monate + 1.5 Mo-
nate), nach wie vor als angemessen.

f) Die Einsatzstrafe für die versuchte vorsätzliche Tötung von 10 Jahren 
Freiheitsstrafe ist aufgrund des mehrfachen Inzests in Anwendung des Aspe-
rationsprinzips den vorstehenden Erwägungen entsprechend um 1.5 Jahre zu 
erhöhen, womit – wie bereits beim ersten Rechtsgang – eine Gesamtstrafe 
von 11.5 Jahren Freiheitsstrafe auszufällen ist (vgl. Urteil des Kantonsgerichts 
Schwyz STK 2022 14, 15 und 16 vom 24. November 2023 in E. 7f).

g) Betreffend den Vollzug der Strafe ist auf die unbeanstandeten Erwägun-
gen im Urteil des Kantonsgerichts Schwyz STK 2022 14, 15 und 16 vom 
24. November 2023 in E. 7g zu verweisen, wonach bei Freiheitsstrafen von 
mehr als drei Jahren die Voraussetzungen für einen (teilweisen) Aufschub des 
Vollzugs der Strafe nicht erfüllt sind (vgl. Art. 42 und Art. 43 StGB), weshalb 
die Freiheitsstrafe von 11.5 Jahren zu vollziehen ist. Die ausgestandene Un-
tersuchungshaft von 98 Tagen (U-act. 4.1.011 f. und 4.1.023 ff.) sowie der 
vorzeitige Strafvollzug seit dem 23. November 2020 von bisher 1589 Tagen 
(U-act. 4.1.024) sind auf die Freiheitsstrafe anzurechnen (Art. 51 StGB; Mett-
ler/Spichtin, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 
4. A. 2019, Art. 51 StGB N 28).

4. Zusammengefasst bleibt es bei der bereits im ersten Rechtsgang fest-
gesetzten unbedingten Freiheitsstrafe von 11.5 Jahren, unter Anrechnung von 

Kantonsgericht Schwyz 22

1687 Tagen Haft (98 Tage Untersuchungshaft sowie 1589 Tage vorzeitiger 
Strafvollzug).

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens bleibt es grundsätzlich bei der Kos-
ten- und Entschädigungsregelung gemäss den Dispositiv-Ziffern 9–11 des 
Urteils des Strafgerichts SGO 2021 29 vom 13. Januar 2022 sowie den Dis-
positiv-Ziffern 6, 7, 8 und 9–9b des Urteils des Kantonsgerichts Schwyz STK 
2022 14, 15 und 16 vom 24. November 2023 (vgl. E. 11 ff. des letzteren Ur-
teils).

Die Kosten des zweiten Rechtsgangs gehen zulasten des Staates.

b) Dem amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt B.________, wurde für den 
ersten Rechtsgang eine Entschädigung von Fr. 9’450.70 (inkl. Auslagen und 
MWST) zugesprochen. Für den zweiten Rechtsgang reicht er eine Kostennote 
für einen Zeitaufwand von 6 Stunden à Fr. 180.00, total über Fr. 1’167.50, ein 
(inkl. MWST; KG-act. 5/1). In Strafsachen beträgt das Honorar vor dem Kan-
tonsgericht als Berufungsinstanz Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c Geb-
TRA). Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des Honorars 
nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der 
Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 Geb-
TRA). Der Stundenansatz des von der öffentlichen Hand zu entschädigenden 
amtlichen Verteidigers liegt gemäss § 5 Abs. 1 GebTRA bei Fr. 180.00 bis 
Fr. 220.00 (zuzüglich Auslagen). In Berücksichtigung des erwähnten Tarifrah-
mens und der Kriterien gemäss § 2 Abs. 1 GebTRA ist das Honorar für den 
zweiten Rechtsgang im geltend gemachten Umfang als angemessen zu beur-
teilen und mithin auf Fr. 1’167.50 (inkl. Auslagen und MWST) festzulegen.

Kantonsgericht Schwyz 23

c) Der Beschuldigte ist nach Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO zur Rückzahlung 
der Verteidigungskosten im Umfang von Fr. 4’247.30 verpflichtet (2/5 von 
Fr. 10’618.20);-

festgestellt:

Das Urteil des Strafgerichts vom 13. Januar 2022 erwuchs wie folgt in Rechts-
kraft:

1. A.________ wird schuldig gesprochen:

a) […]

b) des mehrfachen Inzests im Sinne von Art. 213 Abs. 1 StGB, 
begangen im Zeitraum von 1. Januar 2014 bis 17. August 
2020.

[…]

5. Zivilforderungen:

a) Es wird Vormerk genommen, dass A.________ die 
Schadenersatzforderung von D.________ im Betrag von 
Fr. 1’020.00 vollumfänglich anerkannt hat.

b) Die Schadenersatzforderung von J.________ im Betrag von 
Fr. 4’644.40 wird auf den Zivilweg verwiesen.

c) […]

d) Es wird Vormerk genommen, dass A.________ die Genug-
tuungsforderung von F.________ im Betrag von Fr. 5’000.00 
zzgl. 5 % Zins seit dem 18. August 2020 vollumfänglich an-
erkannt hat.

e) Die Genugtuungsforderung von J.________ im Betrag von 
Fr. 1’000.00 zzgl. 5 % Zins seit dem 18. August 2020 wird 
auf den Zivilweg verwiesen.

6. Beschlagnahmen:

a) Die gemäss Journal beschlagnahmten Gegenstände AE 7.1, 
AE 7.3, AE 7.4, AE 7.7 werden A.________ durch die Kan-
tonspolizei Schwyz in dessen Effekten herausgegeben (La-
ger-Nr. yy).

Kantonsgericht Schwyz 24

b) Die gemäss Journal beschlagnahmten Gegenstände E4, 
Q2.1, Q2.2, Z2, AB 1.1, AB 2, AB 5, AC 1, AE 1, AE 6, AE 
7.2, AE 7.5, AE 7.6, AE 7.8, AE 7.9, AE 8, AE 10, AL 1 wer-
den D.________ durch die Kantonspolizei Schwyz heraus-
gegeben (Lager-Nr. yy).

7. Die vom Dienst Kriminaltechnik der Zuger Polizei auf dessen Sys-
temen gespeicherten Daten werden vernichtet. Der Dienst Krimi-
naltechnik der Zuger Polizei wird mit der Vernichtung beauftragt 
(Fall-Nr. ZG 2020 8 300 und 2020 8 607).

[…]

9. Amtliche Verteidigung:

a) Der amtliche Verteidiger RA B.________ wird aus der Straf-
gerichtskasse pauschal mit Fr. 30’000.00 entschädigt (in-
kl. Auslagen und MWST; Fr. 180.00 Stundenansatz).

b) Die Kosten für die amtliche Verteidigung werden aufgrund 
der wirtschaftlichen Verhältnisse von A.________ einstwei-
len auf die Staatskasse genommen.

c) Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

10. Unentgeltliche Rechtspflege:

a) Es wird Vormerk genommen, dass D.________ per 25. Au-
gust 2020 und F.________ per 25. Mai 2021 die unentgeltli-
che Rechtspflege im Sinne von Art. 136 StPO gewährt wur-
de.

b) Es wird Vormerk genommen, dass der unentgeltlichen 
Rechtsbeiständin RA G.________ bereits eine Akontozah-
lung in der Höhe von Fr. 15’000.00 aus der Strafgerichtskas-
se ausgerichtet wurde.

c) Die unentgeltliche Rechtsbeiständin RA G.________ wird 
aus der Strafgerichtskasse überdies pauschal mit 
Fr. 7’000.00 entschädigt (inkl. Auslagen und MWST; 
Fr. 180.00 bzw. 150.00 Stundenansatz).

d) Die Kosten für die unentgeltliche Verbeiständung im Ge-
samtbetrag von Fr. 22’000.00 werden aufgrund der wirt-
schaftlichen Verhältnisse von A.________ einstweilen auf 
die Staatskasse genommen.

e) Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ 
gemäss Art. 138 Abs. 1 i. V. m. Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

Kantonsgericht Schwyz 25

11. Die Prozessentschädigungsforderung von J.________ wird abge-
wiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

[…]

und erkannt:

In teilweiser Gutheissung der Berufungen von A.________ (STK 2022 16) und 
der Staatsanwaltschaft (STK 2022 14) sowie in Abweisung der Berufung von 
D.________ (STK 2022 15) wird das Urteil des Strafgerichts vom 13. Januar 
2022 teilweise aufgehoben und stattdessen folgendes Urteil gefällt:

1. A.________ wird zudem der versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne 
von Art. 111 i. V. m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von D.________, 
begangen am 18. August 2020, schuldig gesprochen.

2. A.________ wird mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 11.5 Jahren, 
unter Anrechnung von 1687 Tagen Haft (98 Tage Untersuchungshaft 
sowie 1589 Tage Strafvollzug), bestraft.

3. Für A.________ wird eine vollzugsbegleitende ambulante Behandlung 
im Sinne von Art. 63 StGB angeordnet.

4. A.________ wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. a StGB für die Dauer 
von 13 Jahren aus der Schweiz verwiesen.

5. Die Genugtuungsforderung von D.________ im Betrag von 
Fr. 60’000.00 zzgl. Zins wird teilweise gutgeheissen und A.________ 
wird verpflichtet, D.________ den Betrag von Fr. 35’000.00 zzgl. 5 % 
Zins seit dem 18. August 2020 zu bezahlen. Im Übrigen wird die Genug-
tuungsforderung abgewiesen.

Kantonsgericht Schwyz 26

6. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, bestehend aus den Unter-
suchungs- und Anklagekosten von Fr. 115’526.00, den Gerichtskosten 
(inkl. Gerichtsgebühr) von Fr. 11’647.80, den Kosten der amtlichen Ver-
teidigung von Fr. 30’000.00 und den Kosten der unentgeltlichen Verbei-
ständung von Fr. 22’000.00, werden A.________ auferlegt.

Mit Verweis auf die in Rechtskraft erwachsenen Dispositiv-Ziffern 9 und 
10 des angefochtenen Urteils wird Vormerk genommen, dass die Kosten 
der amtlichen Verteidigung sowie die Kosten für die unentgeltliche Ver-
beiständung einstweilen auf die Staatskasse genommen werden und die 
Rückzahlungspflicht von A.________ gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO 
resp. gemäss Art. 138 Abs. 1 i. V. m. Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO vorbehal-
ten bleibt.

7. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von total Fr. 15’000.00 
(bestehend aus den Gerichtsgebühren für den ersten Rechtsgang 
und den Kosten für die Ergänzung des Gutachtens vom 25. Au-
gust 2023 von Fr. 445.50) werden zu 2/5 (Fr. 6’000.00) 
A.________ und zu 2/5 (Fr. 6’000.00) D.________ auferlegt sowie 
zu 1/5 (Fr. 3’000.00) auf die Staatskasse genommen. Vorbehalten 
bleibt Ziffer 9a.

b) Die Kosten des zweiten Rechtsgangs von Fr. 1’500.00 gehen zu-
lasten des Staates.

8. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt B.________, wird für das Be-
rufungsverfahren aus der Kantonsgerichtskasse mit Fr. 9’450.70 für den 
ersten Rechtsgang und Fr. 1’167.50 für den zweiten Rechtsgang, total 
mit Fr. 10’618.20 (inkl. Auslagen und MWST), entschädigt.

Kantonsgericht Schwyz 27

Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ nach 
Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO im Umfang von Fr. 4’247.30 (2/5 von 
Fr. 10’618.20).

9. D.________ wird auch im Berufungsverfahren die unentgeltliche 
Rechtspflege gewährt und Rechtsanwältin G.________ als ihre unent-
geltliche Rechtsbeiständin bestellt.

a) D.________s Anteil an den Kosten für das Berufungsverfahren 
von Fr. 6’000.00 (2/5 von Fr. 15’000.00) wird einstweilen auf die 
Staatskasse genommen. Vorbehalten bleibt die Rückzahlungs-
pflicht von D.________ (Art. 138 Abs. 1 i. V. m. Art. 135 Abs. 4 
StPO).

b) Rechtsanwältin G.________ wird für ihren Aufwand im Berufungs-
verfahren einstweilen aus der Kantonsgerichtskasse pauschal mit 
Fr. 8’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) entschädigt.

Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von D.________ nach 
Art. 138 Abs. 1 i. V. m. Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 
Fr. 3’200.00 (2/5 von Fr. 8’000.00).

10. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

11. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft 
(1/A an die 1. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), an 
Rechtsanwältin G.________ (2/R, z. K.) an die Vorinstanz (1/ü) sowie 
nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/ES, mit den Akten), das 

Kantonsgericht Schwyz 28

Amt für Justizvollzug (1/R, inkl. Löschformular erkennungsdienstliche Er-
fassung und Dispositiv des angefochtenen Entscheids zum Inkasso und 
Vollzug), die Kantonspolizei Schwyz (1/R, betr. rechtskräftige Dispositiv-
Ziffer 6 des Urteils des Strafgerichts vom 13. Januar 2022, vgl. S. 22 
vorstehend), den Dienst Kriminaltechnik der Zuger Polizei (1/R, betr. 
rechtskräftige Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils des Strafgerichts vom 
13. Januar 2022, vgl. S. 22 f. vorstehend), das Amt für Migration (1/R), 
die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv) und elektronische Mittei-
lung an die KOST (Strafregister).

Namens der Strafkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 2. April 2025  amu