# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75650afe-c5b3-5f14-abc3-f337d886c6d3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 25.08.2015 SB150198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150198_2015-08-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB150198-O/U/cw 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic.iur. Burger, Präsident, und lic.iur. Spiess, der Er-

satzoberrichter lic.iur. Ernst sowie der Gerichtsschreiber lic.iur. Haf-

ner 

 
Urteil vom 25. August 2015 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

 
betreffend Sachbeschädigung etc.   

 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung - Ein-
zelgericht, vom 6. Januar 2015 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 13. Oktober 2014 

(Urk. 14) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der vorsätzlichen Verletzung von Verkehrsre-

geln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 43 Abs. 3 SVG und Art. 36 

Abs. 3 VRV. 

2. Von den Vorwürfen der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB sowie der vorsätzlichen Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von 

Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 und Art. 34 Abs. 3 SVG wird der 

Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von CHF 200.–. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen. 

6. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin B._____ wird im Umfang 

von CHF 1'090.50 abgewiesen. Im Mehrbetrag von CHF 178.– wird das 

Schadenersatzbegehren der Privatklägerin B._____ auf den Zivilweg ver-

wiesen. 

7. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin C._____ wird abgewiesen. 

8. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin D._____ Versicherungs-

Gesellschaft AG wird auf den Zivilweg verwiesen. 

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9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'800.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'500.--   Gebühr Vorverfahren. 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten zu einem Viertel auferlegt. Im Übrigen werden die Kosten auf 

die Gerichtskasse genommen. 

Berufungsanträge: 

a) Der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl: 

(Urk. 40 S. 1) 

1. Es seien die Dispositivziffern 2, 3, 5 und 10 des Urteils des Einzelge-

richts Zürich vom 6. Januar 2015 aufzuheben; 

2. Es sei der Beschuldigte der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 114 

Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen; 

3. Es sei der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 

CHF 140.00 (entsprechend CHF 2'100.00) sowie einer Busse von CHF 

600.00 zu bestrafen; 

4. Es sei der bedingte Vollzug der Geldstrafe zu gewähren unter Anset-

zung einer Probezeit von 2 Jahren; 

5. Es sei für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse eine Er-

satzfreiheitsstrafe von 5 Tagen festzusetzen; 

6. Unter Kostenauflage an den Beschuldigten. 

 

-   4   - 

b) Des Beschuldigten: 

(Urk. 41 S. 1) 

1. Einstellung des Verfahrens  

2. Eventualiter: Freispruch 

3. Subeventualiter: Im Falle einer Verurteilung: 

a) Verweis der Zivilansprüche auf den Zivilweg 

b) Untersuchungskosten: CHF 1000 erscheinen ausreichend 

c) 10 Tagessätze zu CHF 80 

d) Von einer Busse ist abzusehen 

4. SVG-Übertretung: 

Durch das Stadtrichteramt zur Ausfällung einer Ordnungsbusse zu be-

urteilen (einziger Übertretungstatbestand: einmaliges Aussteigen) 

 

 

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Erwägungen: 

I. 

 a) Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am Sonntag, 9. März 2014 um ca. 

16.30 Uhr im stockenden Kolonnenverkehr auf der Autobahn A3W (Sihlhochstra-

sse), Fahrtrichtung Zürich, seinen Personenwagen verlassen und sich zum Auto 

von B._____ begeben zu haben, um mit den Fahrzeuginsassen zu diskutieren. 

Da sich diese nicht auf ein Gespräch eingelassen hätten, sei der Beschuldigte 

zunächst wieder in sein Auto gestiegen und weitergefahren. In der Folge habe er 

abrupt den Fahrstreifen gewechselt, so dass B._____ stark habe bremsen müs-

sen, um eine Kollision zu vermeiden. Sie habe ausserdem gehupt. Der Beschul-

digte sei daraufhin erneut aus seinem Fahrzeug ausgestiegen und zum Auto von 

B._____ gegangen, um sie zur Rede zu stellen. Als diese wiederum nicht habe 

mit ihm diskutieren wollen, habe er auf dem Rückweg zu seinem Wagen mit der 

rechten Hand oder Faust wuchtig auf den linken Kotflügel des Autos von B._____ 

geschlagen. Dabei sei eine Delle von ca. 8-10 Zentimetern Durchmesser und 

demzufolge ein Sachschaden von Fr. 1'090.50 entstanden. 

 b) Mit Urteil vom 6. Januar 2015 sprach das Bezirksgericht Zürich, 7. Abtei-

lung (Einzelgericht), den Beschuldigten der (einmaligen) vorsätzlichen Verletzung 

von Verkehrsregeln (unerlaubtes Betreten der Fahrbahn auf einer Autobahn) 

schuldig und bestrafte ihn mit Fr. 200.– Busse. Bezüglich der eingeklagten weite-

ren Verstösse gegen die Verkehrsregeln und vom Vorwurf der Sachbeschädigung 

(Art. 144 Abs. 1 StGB) wurde der Beschuldigte freigesprochen. Ausgangsgemäss 

auferlegte ihm das Gericht nur einen Viertel der Kosten (Urk. 34 S. 22/23). 

 c) Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl rechtzeitig 

die Berufung an (Urk. 28; Art. 399 Abs. 1 StPO) und reichte sodann auch fristge-

recht die Berufungserklärung (Art. 399 Abs. 3 StPO) ein. Sie beantragt, den Be-

schuldigten auch der Sachbeschädigung schuldig zu sprechen und ihn unter Ge-

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währung des bedingten Strafvollzugs bei 2 Jahren Probezeit mit 15 Tagessätzen 

zu Fr. 140.– Geldstrafe und ausserdem mit Fr. 600.– Busse zu bestrafen 

(Urk. 35). Anschlussberufungen blieben aus, und es wurden auch keine Beweis-

anträge gestellt. Nach der heutigen Berufungsverhandlung erweist sich der Pro-

zess als spruchreif. 

II.  

 Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung 

(Art. 402 StPO). Vorab kann daher festgestellt werden, dass das vorinstanzliche 

Urteil hinsichtlich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 6 bis 8 (Zivilansprüche) 

und 9 (Kostenaufstellung) in Rechtskraft erwachsen ist. Dasselbe gilt für den erst-

instanzlichen Freispruch vom Vorwurf weiterer Verletzungen der Verkehrsregeln, 

da die Staatsanwaltschaft zwar die Dispositivziffer 2 angefochten, dann aber aus-

drücklich nur einen zusätzlichen Schuldspruch wegen Sachbeschädigung bean-

tragt hat (Urk. 35). Unabhängig davon ist aber gleichwohl zu prüfen, ob der Be-

schuldigte noch ein zweites Mal seinen Wagen verlassen hat, denn bei dieser Ge-

legenheit müsste sich auch die Sachbeschädigung ereignet haben. 

III. 

 Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB ist ein Antragsdelikt. 

Das beim eingeklagten Vorfall beschädigte Auto gehörte nicht B._____, sondern 

deren Mutter, C._____. Innerhalb der gesetzlichen Frist stellte nur B._____ einen 

Strafantrag (Urk. 2). C._____ konstituierte sich erst nachträglich noch als Privat-

klägerin (Urk. 9/2). Die Vorinstanz (Urk. 34 S. 4/5) wies indessen zu Recht darauf 

hin, dass nach der bundesgerichtlichen Praxis bei Eigentumsdelikten neben dem 

Eigentümer auch derjenige als "verletzte Person" im Sinne von Art. 30 StGB gilt, 

dem eine besondere Verantwortung für die Sache obliegt, weil sie ihm etwa zur 

Miete oder Gebrauchsleihe überlassen wurde (Donatsch/Flachsmann/ 

Hug/Weder, StGB-Kommentar, 19. A., Zürich 2013, N 6 zu Art. 30). Ob B._____ 

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den Strafantrag zudem als bevollmächtigte Vertreterin ihrer Mutter stellte (Urk. 34 

S. 5), kann somit offen bleiben.  

IV. 

 1. a) Unbestritten ist, dass der Beschuldigte am 9. März 2014 die Sihlhoch-

strasse in Fahrtrichtung Zürich befuhr und dabei, als er verkehrsbedingt anhalten 

musste, seinen Wagen verliess und sich zum Auto von B._____ begab, um mit 

dessen Insassen zu reden, worauf sich diese aber nicht einliessen (Prot. II S. 8). 

Weshalb es dazu kam, ist hingegen ebenso umstritten wie die Frage, ob der Be-

schuldigte später nochmals ausstieg und, da die Leute im anderen Auto nach wie 

vor nicht mit ihm diskutieren wollten, einen heftigen Schlag gegen dessen Kotflü-

gel ausführte. Diesbezüglich liegen als Beweismittel einerseits die Aussagen des 

Beschuldigten und von dessen Ehefrau sowie anderseits diejenigen von B._____ 

und ihrer beiden Mitfahrer vor. Unbeteiligte Zeugen des Vorfalls gab es zwar 

höchstwahrscheinlich, doch konnten diese nachträglich nicht mehr ausfindig ge-

macht werden. 

 b) Zur allgemeinen Glaubwürdigkeit der Personen, die zur Sache befragt 

werden konnten, ist festzuhalten, dass einerseits der Beschuldigte ein nahelie-

gendes Interesse hat, die Geschehnisse in einem für ihn günstigen Licht darzu-

stellen. Ebenso liegt auf der Hand, dass seine Ehefrau dazu neigen dürfte, ihn 

dabei zu unterstützen. Die Aussagen dieser beiden Personen sind daher mit einer 

gewissen Vorsicht zu würdigen. Nicht anders verhält es sich anderseits aber auch 

mit den Aussagen von B._____, E._____ und F._____. Die Erstgenannte war mit 

dem Auto ihrer Mutter unterwegs und dafür verantwortlich, dieser den Wagen un-

versehrt zurückzubringen. Im Falle eines Schadens hatte sie daher ein offensicht-

liches Interesse, für diesen eine Drittperson verantwortlich machen zu können. 

E._____ ist der Freund von B._____ und deshalb wohl geneigt, ihr beizustehen. 

Auch F._____ ist kein völlig unabhängiger Zeuge, sondern ein Arbeitskollege von 

E._____, der mit diesem (und dessen Freundin) auch privat verkehrt (Urk. 8/5 

S. 1). 

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 c) Bei der Beweiswürdigung ist indessen vor allem der materielle Gehalt der 

vorliegenden Aussagen von Bedeutung. Die Vorinstanz erwog (Urk. 34 S. 15-17) 

bezüglich der Aussagen von B._____ und ihrer damaligen Begleiter, dass diese 

zwar im Stadium der staatsanwaltlichen Einvernahmen grösstenteils überein-

stimmten. Sie wirkten aber "etwas einstudiert", und es habe ein "zunehmendes 

Angleichen der Aussagen" stattgefunden, was wohl damit zusammenhänge, dass 

die drei Personen den Vorfall zugegebenermassen wiederholt miteinander be-

sprochen hätten. Im erstinstanzlichen Urteil werden sodann verschiedene Wider-

sprüche in deren Aussagen dargelegt, so etwa bezüglich der Frage, ob der Be-

schuldigte sein Auto sogleich nach E._____s Geste mit der Hand vor dem Gesicht 

(erstmals) verlassen habe oder ob er zuvor noch mehrmals die Spur gewechselt 

habe. Ungereimtheiten machte die Vorinstanz ferner bezüglich der von den Betei-

ligten in den verschiedenen Phasen des Vorfalls benützten Fahrstreifen und hin-

sichtlich der Frage aus, wann das Auto des Beschuldigten fotografiert wurde so-

wie ob dieser deswegen erneut ausstieg (oder aber, weil B._____ hupte). Zwar 

wies die Vorinstanz auch auf Widersprüche zwischen den Aussagen des Be-

schuldigten und denjenigen seiner Ehefrau hin. Sie gelangte aber doch zum 

Schluss, dass dem Beschuldigten weder wiederholte Spurwechsel ohne genü-

gende Rücksichtnahme auf die anderen Verkehrsteilnehmer noch ein zweites 

Verlassen des Autos auf der Autobahn rechtsgenügend nachgewiesen werden 

könnten. Gleiches gelte für die eingeklagte Sachbeschädigung, da zwar alle In-

sassen von B._____s Auto den Schlag auf den Kotflügel beobachtet hätten, aber 

niemand gesehen habe, dass dabei eine Beule entstanden sei. B._____ habe 

auch nicht möglichst rasch angehalten, um den zufolge des heftigen Schlags 

möglicherweise entstandenen Schaden zu begutachten. Ausserdem hätte der Au-

tomobilist, der neben B._____ gefahren sei und das Verhalten des Beschuldigten 

offenbar nonverbal kommentiert habe, ihr signalisiert, dass ein Schaden entstan-

den sei, wenn er einen solchen bemerkt hätte (a.a.O.). 

 d) Diese Beweiswürdigung überzeugt nicht. Zutreffen mag, dass insbeson-

dere B._____ und E._____, die ein Paar sind, miteinander und vielleicht auch mit 

ihrem Kollegen F._____ über den inkriminierten Vorfall sprachen. Dies konnte bei 

gleichzeitig verblassender Erinnerung bis zum Zeitpunkt der staatsanwaltlichen 

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Einvernahmen durchaus – auch ohne entsprechende Absicht – punktuell zu einer 

Angleichung ihrer Sachverhaltsdarstellungen führen. Dies ist bei der Beweiswür-

digung zu berücksichtigen, indem vor allem auf die aus noch frischer Erinnerung 

bei der Polizei gemachten Angaben abgestellt wird. Tatsache ist ferner, dass be-

züglich der Abfolge der Spurwechsel Unklarheiten verbleiben. Dies ist aber nicht 

anders zu erwarten, wenn mehrere Personen ein mehrphasiges dynamisches 

Geschehen, welches sich über eine gewisse Zeitspanne erstreckte, nachträglich 

schildern. Erstaunlich und ein Hinweis auf abgesprochene bzw. "einstudierte" 

Aussagen wäre im Gegenteil, wenn B._____, E._____ und F._____ den Ablauf 

der Ereignisse absolut deckungsgleich geschildert hätten. Dass schliesslich 

B._____ und ihre Mitfahrer zwar den Faustschlag des Beschuldigten auf den Kot-

flügel sahen, nicht aber die damit verbundene Entstehung einer Delle bemerkten, 

lässt sich aufgrund der seitlichen, aus dem Fahrzeuginnern nicht gut oder gar 

nicht einsehbaren Lage der Beule (Urk. 6 S. 1) zwangslos erklären. Damit spricht 

aber auch die Tatsache, dass sie nicht sofort nachschauten, keineswegs gegen 

die Glaubhaftigkeit ihrer Sachdarstellung. Ebenso wenig erhellt, wie der Automo-

bilist, der neben B._____ fuhr und wegen des Verhaltens des Beschuldigten den 

Kopf geschüttelt bzw. eine Geste mit der Bedeutung "Geht's noch?" gezeigt ha-

ben soll, B._____ die Entstehung einer Beule hätte "signalisieren" sollen. 

 2. a) Mit dem vorstehend Gesagten ist allerdings auch noch nicht erstellt, 

dass der Beschuldigte seinen Wagen zweimal verliess und beim zweiten Mal mit 

einem Faustschlag den linken Kotflügel von B._____s Auto beschädigte. Diesbe-

züglich kann vorliegend Klarheit gewonnen werden, indem die beiden sich grund-

legend widersprechenden Sachverhaltsversionen des Ehepaars G._____ einer-

seits und der drei jungen Leute im "Audi" anderseits daraufhin geprüft werden, ob 

die geschilderten Abläufe logisch nachvollziehbar sind. 

 b) B._____, E._____ und F._____ schilderten den Hergang der Ereignisse 

schon bei der Polizei nicht nur im Wesentlichen übereinstimmend, sondern auch 

vom Ablauf her plausibel und folgerichtig. 

 aa) Insbesondere findet sich in ihrer Schilderung eine nachvollziehbare Er-

klärung, weshalb es überhaupt zu einer Auseinandersetzung kam. Sie gaben 

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konstant und übereinstimmend an, dass der Beschuldigte sich unmittelbar vor der 

Verengung der Fahrbahn von drei auf zwei Fahrstreifen vor ihnen auf die mittlere 

(bzw. von da an linke) Spur "hereingedrängelt" habe. B._____ habe deshalb 

bremsen müssen. Dann habe der Beschuldigte sogleich auf die rechte Spur ge-

wechselt, wo der Verkehr schneller gerollt sei (B._____: Urk. 8/1 S. 1, Urk. 8/2 S. 

3; E._____: Urk. 8/3 S. 1, Urk. 8/4 S. 3; F._____: Urk. 8/5 S. 1, Urk. 8/6 S. 3/5). 

Nach weiteren Spurwechseln des Beschuldigten, die gemäss B._____ auch zu 

"brenzligen Situationen" führten (Urk. 8/1 S. 1, Urk. 8/2 S. 3; etwas weniger klar 

E._____ und F._____: Urk. 8/4 S. 3, Urk. 8/6 S. 3) erwähnen alle drei Insassen 

des "Audi" als Reaktion eine Handbewegung E._____s vor seinem Gesicht im 

Sinne von "geht es noch?" (B._____, Urk. 8/2 S. 6) bzw. "Häsch en Knall?" 

(F._____, Urk. 8/6 S. 6). Kurz darauf habe der Beschuldigte auf die linke Spur 

gewechselt (E._____: Urk. 8/3 S. 1, Urk. 8/4 S. 5; F._____: Urk. 8/5 S. 2; vgl. 

auch B._____, Urk. 8/1: "Da waren wir beide auf der linken Spur", Urk. 8/1 S. 3). 

Dann habe die Kolonne gestoppt. Der Beschuldigte sei ausgestiegen und zur 

Fahrertür von B._____s Auto gekommen. Sie hätten sich aber nicht auf eine Dis-

kussion eingelassen (B._____: Urk. 8/1 S. 1, Urk. 8/2 S. 3; E._____: Urk. 8/3 S. 

1/2, Urk. 8/4 S. 3/5; F._____: Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6 S. 4). Nach der übereinstim-

menden Schilderung von B._____, E._____ und F._____ waren diese also wegen 

des "Hereindrängelns" des Beschuldigten und dessen nachfolgender "Slalom-

fahrt" mit bisweilen wenig rücksichtsvollen Spurwechseln verärgert und reagierte 

E._____ darauf mit der erwähnten Handbewegung. Der Beschuldigte verliess da-

raufhin sein Auto, um die drei jungen Leute zur Rede zu stellen. Deren Aussagen 

beschreiben eine logische Abfolge von Geschehnissen. Sie erscheinen ausser-

dem als glaubhaft, weil die "Audi"-Insassen ihr eigenes Verhalten keineswegs be-

schönigten, sondern einräumten, dass von ihrer Seite mit einer unfreundlichen 

Geste zur Eskalation beigetragen wurde (vgl. ausserdem die Aussage E._____s, 

wonach B._____ dem Beschuldigten im weiteren Verlauf auch den "Vogel" ge-

zeigt habe, Urk. (8/4 S. 4/6). 

 bb) Zum nachfolgenden Geschehen führten E._____ und F._____ aus, dass 

der Verkehr dann wieder gerollt und der Beschuldigte zunächst auf die rechte 

Spur hinüber gefahren sei (E._____: Urk. 8/3 S. 2; F._____: Urk. 8/5, S. 2). Dies 

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ergibt sich sinngemäss auch aus der Aussage von B._____, dass der Beschuldig-

te hernach "von der rechten Spur" her (Urk. 8/2 S. 6) wieder vor ihr in die Kolonne 

eingeschwenkt sei, und zwar so knapp, dass sie abrupt habe bremsen müssen. 

Letzteres wurde von E._____ (Urk. 8/3 S. 2, Urk. 8/4 S. 4/6) und F._____ (Urk. 

8/5 S. 2) bestätigt. B._____ protestierte gegen dieses Manöver, indem sie die Hu-

pe betätigte (Urk. 8/2 S. 3; E._____: Urk. 8/3 S. 2; F._____: Urk. 8/5 S. 2). Ge-

mäss E._____ zeigte sie dem Beschuldigten überdies den "Vogel" (Urk. 8/4 

S. 4/6), und F._____ bestätigte, dass sie mit ihrem Mobiltelefon das Kontrollschild 

des Beschuldigten fotografierte (B._____: Urk. 8/1 S. 3, F._____: Urk. 8/5 S. 4, 

später unsicher, wer die Aufnahme gemacht hatte, Urk. 8/6 S. 6). Übereinstim-

mend gaben B._____, E._____ und F._____ sodann zu Protokoll, dass der Be-

schuldigte daraufhin erneut aus seinem Wagen gestiegen und zur Fahrerseite von 

B._____s Auto gekommen sei. Er sei vor das Fahrzeug gestanden und habe de-

monstrativ die Autonummer angeschaut. Sie hätten ihn aber weiterhin ignoriert, 

worauf er mit der rechten Faust auf den linken Kotflügel ihres Wagens einge-

schlagen habe. Dann sei er wieder in sein Auto gestiegen und weitergefahren 

(B._____: Urk. 8/1 S. 2, Urk. 8/2 S. 3; E._____: Urk. 8/3 S. 2, Urk. 8/4 S. 4; 

F._____: Urk. 8/5 S. 2, Urk. 8/6 S. 4). Anzufügen bleibt, dass sowohl B._____ als 

auch ihre beiden Mitfahrer in diesem Zusammenhang einen anderen Automobilis-

ten erwähnten, der mit Gesten seiner Missbilligung des Verhaltens des Beschul-

digten Ausdruck verliehen habe. Ihre diesbezüglichen Aussagen waren offensicht-

lich nicht abgesprochen: B._____ sagte aus, dass dieser Autolenker "nur den 

Kopf geschüttelt" habe (Urk. 8/1 S. 2), während sich E._____ an ein silberfarbe-

nes Auto und an eine Geste mit dem Sinn "geht's noch?" erinnerte (Urk. 8/4 S. 4) 

und F._____ seinerseits angab, man habe "fragende Blicke ausgetauscht" 

(Urk. 8/6 S. 7). Gemäss B._____ und F._____ befand sich dieser Automobilist auf 

der linken Spur (Urk. 8/1 S. 2, Urk. 8/6 S. 7), was mit der an anderer Stelle zu fin-

denden Aussage von B._____ zusammenpasst, sie seien "rechts gestanden", als 

der Beschuldigte zum zweiten Mal ausgestiegen sei (Urk. 8/1 S. 3). Zusammen-

fassend ergibt sich, dass die drei Personen im "Audi" auch diese zweite Phase, in 

der sich die Auseinandersetzung verschärfte und schliesslich im Faustschlag ge-

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gen B._____s Auto gipfelte, nicht nur im Wesentlichen übereinstimmend, sondern 

auch logisch nachvollziehbar schilderten. 

 cc) Mit den Aussagen der drei Fahrzeuginsassen ohne weiteres vereinbar ist 

sodann das fotografisch dokumentierte Schadenbild am linken Kotflügel des "Au-

di". Aufgrund der Form und insbesondere der Lage der Delle kann ein Parkscha-

den ausgeschlossen werden und erscheint als sehr unwahrscheinlich, dass es 

sich dabei um die Folge einer Kollision handelt. Der Schaden ist offensichtlich auf 

eine stumpfe Gewalteinwirkung von seitlich-oben zurückzuführen. Neben einem 

gezielten Faustschlag käme als Ursache vielleicht noch ein Steinschlag in Frage. 

Wollte man aber deswegen den klaren und übereinstimmenden Aussagen von 

B._____, E._____ und F._____ keinen Glauben schenken, so müsste man ihnen 

unterstellen, willkürlich einen wildfremden Automobilisten einer vorsätzlichen 

Sachbeschädigung zu bezichtigen, um diesen für den anderweitig verursachten 

Schaden zu belangen. Für eine solche falsche Anschuldigung bestehen keinerlei 

Anhaltspunkte. Insbesondere bleibt unerfindlich, weshalb F._____ dabei hätte 

mitmachen und das Risiko eingehen sollen, dass ihn etwa Aussagen anderer 

Verkehrsteilnehmer entlarven könnten. Ihn brauchte ja der Schaden am Fahrzeug 

in keiner Weise zu interessieren. Damit bleibt der von B._____, E._____ und 

F._____ beobachtete Faustschlag des Beschuldigten die einzige vernünftige Er-

klärung für den kurz darauf an der entsprechenden Stelle entdeckten Schaden.  

 c) aa) Bei einer genaueren Betrachtung der vom Beschuldigten deponierten 

Aussagen fällt sofort auf, dass darin eine plausible Erklärung fehlt, weshalb die 

beiden Streitparteien überhaupt aneinander geraten sind. Das von den "Audi"-

Insassen angegebene Hereindrängeln bei der Spurverengung stellt er vehement 

in Abrede (Urk. 7/1 S. 2). Folgt man seiner Sachdarstellung, so fiel ihm das hinter 

ihm fahrende Auto von B._____ auf, weil dessen Insassen "sich die ganze Zeit 

amüsierten", E._____ immer wieder seine Jacke hochhielt und jemand aus dem 

"Audi" heraus den Beschuldigten und dessen Familie mehrmals fotografierte 

(a.a.O., S. 1). E._____s Handbewegung vor dem Gesicht, die den Beschuldigten 

allenfalls hätte verärgern können, bemerkte dieser nach eigenem Bekunden gar 

nicht (a.a.O., S. 3). Auf die Frage nach dem Abstand zwischen den beiden Autos 

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antwortete der Beschuldigte, es sei immer schwierig, dies im Rückspiegel abzu-

schätzen (a.a.O., S. 1). Er behauptete nicht ausdrücklich, B._____ habe keinen 

genügenden Abstand eingehalten. Gleichwohl gab er an, er sei ausgestiegen und 

zum anderen Auto gegangen, um dessen Nummer zu notieren und die Insassen 

auf die "Auffahrerei" und die Fotos anzusprechen (Urk. 7/1 S. 2). Ob sich die Leu-

te im anderen Auto "amüsierten", brauchte den Beschuldigten nicht zu kümmern. 

Weshalb ihn das angebliche Hochziehen von E._____s Jacke stören sollte und 

B._____ oder deren Begleiter den Beschuldigten und dessen Familie mehrmals 

hätten fotografieren sollen, bleibt ebenfalls unerfindlich. Alle drei bestätigten zwar, 

dass ein Foto gemacht worden war, um die Autonummer des Beschuldigten zu 

dokumentieren (Urk. 8/1 S. 2, Urk. 8/4 S. 7, Urk. 8/5 S. 4), der sie mit seinen 

Spurwechseln bedrängt habe. Im übrigen konnten sie aber mit Bildern wildfrem-

der Menschen in irgend einem Auto nichts anfangen und bestand kein Grund zur 

Befürchtung, sie könnten damit auf Facebook o.dgl. Missbrauch betreiben, wovor 

angeblich die Kinder des Beschuldigten Angst gehabt haben sollen (Urk. 8/7 

S. 3). Für den Beschuldigten bestand somit auf der Basis dessen, was sich nach 

seiner Schilderung bis dahin ereignet hatte, keinerlei Anlass, bei einem Stillstand 

des Kolonnenverkehrs auszusteigen und die Leute im "Audi" zur Rede zu stellen. 

Dennoch tat er dies zugegebenermassen, bestritt dann aber, noch ein zweites 

Mal ausgestiegen und zu B._____s Auto gegangen zu sein (Urk. 7/1 S. 4 und Urk. 

24 S. 3). Folgt man seiner Darstellung, so wäre nach dem (ersten) erfolglosen 

Versuch, mit der "Audi"-Lenkerin zu sprechen, nichts Besonderes mehr gesche-

hen – ausser dass E._____ angeblich erneut seine Jacke hochzog und gegen die 

Frontscheibe hielt – und setzte der Beschuldigte dann ungestört seine Fahrt in 

Richtung … / … fort (Urk. 7/1 S. 2). Die Auseinandersetzung mit den "Audi"-

Insassen hätte also genau so plötzlich aufgehört, wie sie ohne plausiblen Grund 

begonnen haben soll. Dies erweckt den Verdacht, dass der Beschuldigte bei sei-

nen Aussagen die zweite Phase mit dem erneuten Aussteigen ausblendete, weil 

dabei etwas ihn Belastendes geschehen war, nämlich der Faustschlag gegen 

B._____s Auto. Die Sachdarstellung des Beschuldigten erscheint somit insgesamt 

als unglaubhaft und taugt nicht dazu, die Glaubhaftigkeit der ihn belastenden 

Aussagen zu schmälern. 

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 bb) Dies gilt um so mehr, als der Beschuldigte zugegebenermassen später 

anbot, die Angelegenheit mit einer Zahlung von Fr. 200.– zu regeln (Urk. 7/1 S. 5 

und Urk. 24 S. 5). Dass er auf den doch recht schwerwiegenden Vorwurf, absicht-

lich ein fremdes Auto beschädigt zu haben (Urk. 5), nur zur Vermeidung von Zeit-

aufwand so reagiert haben will (a.a.O.), wenn doch gar nichts Schädigendes vor-

gefallen war, ist nicht glaubhaft. Beizufügen bleibt, dass er dabei auch noch an-

gab, das Angebot von Geld auf Empfehlung seiner Ehefrau gemacht zu haben 

(a.a.O.). Dies war offensichtlich eine Lüge, gab doch G._____ als Zeugin zu Pro-

tokoll, von einem solchen Angebot nichts gewusst und ihrem Mann auch nichts 

dergleichen empfohlen zu haben (Urk. 8/7 S. 4). 

 d) Die in den wesentlichen Zügen übereinstimmende und in ihrem Ablauf als 

folgerichtig erscheinende Sachdarstellung von B._____, E._____ und F._____ 

erweist sich somit insgesamt als sehr viel glaubhafter als die logisch nicht nach-

vollziehbare Version des Beschuldigten und von dessen Ehefrau. Sie wird zudem 

vom fotografisch dokumentierten Schadenbild am beteiligt gewesenen "Audi" ge-

stützt. Damit ist rechtsgenügend erstellt, dass der Beschuldigte die Delle an des-

sen linkem Kotflügel mit einem Faustschlag verursacht hat. Dass dabei eine sol-

che Beule entstehen könnte, war so naheliegend, dass auch ausser Zweifel steht, 

dass der Beschuldigte diesbezüglich zumindest eventualvorsätzlich handelte. Der 

Beschuldigte ist demgemäss der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB schuldig zu sprechen. 

V. 

 a) Sachbeschädigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geld-

strafe von einem bis zu 360 Tagessätzen geahndet (Art. 144 Abs. 1 und Art, 34 

Abs. 1 StGB). Die Strafe ist dabei nach dem Verschulden des Täters zuzumes-

sen. Zu berücksichtigen sind ferner dessen Vorleben und persönlichen Verhält-

nisse sowie die Wirkung der Strafe auf sein Leben (Art. 47 Abs. 1 StGB). 

 b) Der Beschuldigte wurde wütend, weil er sich von den Insassen des "Audi" 

zu Unrecht wegen seiner Fahrweise gemassregelt fühlte und sie sich weigerten, 

-   15   - 

mit ihm darüber zu sprechen. In dieser Situation liess er sich zu einem heftigen 

Faustschlag gegen den Kotflügel ihres Autos hinreissen. Bezüglich des dadurch 

verursachten Sachschadens ist von Eventualvorsatz auszugehen. Das Ausmass 

des Schadens blieb mit etwas über Fr. 1'000.– (vgl. Urk. 9/3) relativ gering. Insge-

samt ist von einem leichten Verschulden auszugehen. 

 c) Der Beschuldigte wurde 1960 in Zürich geboren und ist auch dort aufge-

wachsen. Nach einer Ausbildung als Musiklehrer arbeitete er zunächst im Bereich 

der Luftfahrt in einer eigenen Firma (Prot. II S. 6), absolvierte dann ein Masterstu-

dium an der Hochschule … und ist nun als Contract and Claims Manager bei 

H._____ tätig. Er bezieht ein Nettosalär von Fr. 8'900.– pro Monat und hat Ali-

mentenverpflichtungen von Fr. 2'000.– monatlich (Prot. II S. 7). Vermögen besitzt 

er keines (Urk. 7/4 S. 5/6). Diese Lebensumstände wirken sich weder straferhö-

hend noch strafmindernd aus. 

 d) Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft (Urk. 15/1). Den Führerausweis für 

leichte Motorwagen hat er seit 1983 (Urk. 1 S. 1). 2007 wurde ihm dieser Ausweis 

wegen Missachtung des Vortritts für einen Monat entzogen, und 2012 wurde ihm 

wegen Vornahme ablenkender Verrichtungen während des Fahrens eine Verwar-

nung erteilt (Urk. 15/5). Der etwas getrübte automobilistische Leumund des Be-

schuldigten ist, da er die vorliegend zu ahndende Sachbeschädigung ebenfalls im 

Rahmen des Strassenverkehrs beging, leicht straferhöhend zu berücksichtigen. 

 e) Die von der Staatsanwaltschaft im Berufungsverfahren beantragte Geld-

strafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 140.– erweist sich ebenso wie die vorinstanzlich 

für die SVG-Übertretung ausgefällte Busse von Fr. 200.– als milde, aber noch an-

gemessene Sanktion. Die Ersatzfreiheitsstrafe im Falle der schuldhaften Nichtbe-

zahlung der Busse beträgt praxisgemäss einen Tag. Zur zusätzlichen Ausfällung 

einer Verbindungsbusse besteht kein Anlass. 

 f) Der Beschuldigte ist Ersttäter. Der Vollzug der Geldstrafe ist deshalb auf-

zuschieben und die Probezeit auf das gesetzliche Minimum von zwei Jahren fest-

zusetzen (Art. 42 Abs. 1 und Art. 44 Abs. 1 StGB). 

-   16   - 

VI. 

 Ausgangsgemäss sind dem Beschuldigten die Kosten der Untersuchung 

und des gerichtlichen Verfahrens beider Instanzen aufzuerlegen (Art. 426 Abs. 1 

und Art. 428 Abs. 1 StGB). 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung 

(Einzelgericht) vom 6. Januar 2015 bezüglich der Dispositivziffern 1 

(Schuldspruch), 2 teilweise (Freispruch vom Vorwurf weiterer Verletzungen 

der Verkehrsregeln), 6 bis 8 (Zivilansprüche) und 9 (Kostenaufstellung) in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist ferner schuldig der Sachbeschädigung im Sinne von 

Art. 144 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 

Fr. 140.– und mit Fr. 200.– Busse. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 

-   17   - 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens beider In-

stanzen werden dem Beschuldigten auferlegt. 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (übergeben) 
− die Privatkläger 1-3 

(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung 

Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

8. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

-   18   - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 25. August 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Burger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Hafner 
 

 
 
 

	Urteil vom 25. August 2015
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der vorsätzlichen Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 43 Abs. 3 SVG und Art. 36 Abs. 3 VRV.
	2. Von den Vorwürfen der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie der vorsätzlichen Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 und Art. 34 Abs. 3 SVG wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von CHF 200.–.
	4. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.
	6. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin B._____ wird im Umfang von CHF 1'090.50 abgewiesen. Im Mehrbetrag von CHF 178.– wird das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin B._____ auf den Zivilweg verwiesen.
	7. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin C._____ wird abgewiesen.
	8. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin D._____ Versicherungs-Gesellschaft AG wird auf den Zivilweg verwiesen.
	9.  Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten zu einem Viertel auferlegt. Im Übrigen werden die Kosten auf die Gerichtskasse genommen.
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	V.
	VI.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung (Einzelgericht) vom 6. Januar 2015 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 2 teilweise (Freispruch vom Vorwurf weiterer Verletzungen der Verkehrsregeln), 6 bis...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist ferner schuldig der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 140.– und mit Fr. 200.– Busse.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens beider Instanzen werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (übergeben)
	 die Privatkläger 1-3 (Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 den Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 die Vorinstanz
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	8. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.