# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83ea63f4-4830-5b95-a022-4a92bd329c64
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.08.2008 UV 2007/115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-115_2008-08-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/115

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 22.08.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2008
Art. 6 UVG; Art. 11 UVV: Frage, ob Rückfall oder fortdauernder Grundfall 
offen gelassen. Verneinung der Kausalität zwischen den fortdauernd im 
Handgelenk geklagten Schmerzen und einem ursprünglich als unfallkausal 
bejahten Gesundheitsschadens sowie Verneinung der überwiegend 
wahrscheinlichen Kausalität zwischen verschiedenen nachfolgend im 
Handgelenksbereich gestellten Diagnosen und dem fraglichen Unfallereignis 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. 
August 2008, UV 2007/115).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 22. August 2008

in Sachen

O.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1968 geborene O.___, war als Monteur bei der Firma A.___ tätig und dadurch 

bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Bagatell-

Unfallmeldung vom 29. April 2005 rutschte er am 29. März 2005 mit dem 

Schraubenzieher ab und schlug sich das linke Handgelenk an einem Treppentritt an 

(Suva-act. 0). Am 17. Mai 2005 untersuchte Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH für 

Chirurgie, Chefarzt, den ihm von seinem Hausarzt, Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin 

FMH, überwiesenen Versicherten. Dr. B.___ erhob laut Bericht vom 19. Mai 2005 als 

Befund eine leicht verschiebliche Schwellung im Bereich des Processus styloideus 

ulnae und hielt ausserdem fest, dass der Versicherte gleichzeitig über ausstrahlende 

Sensationen im Klein- und Ringfinger links klage. Der Lokalbefund deute auf ein 

Handgelenksganglion hin, welches auch die Beschwerden erklären könnte. Auf eine 

Arbeitsunfähigkeit wurde nicht verwiesen (Suva-act. 8). Am 27. Februar 2006 wurde 

beim Versicherten im Spital Wil im Bereich des linken Handgelenks ein Ganglion und 

das Os pisiforme entfernt (Suva-act. 4). Am 4. Mai 2006 erfolgte durch die 

Arbeitgeberin eine Schadensmeldung betreffend Arbeitsunfähigkeit infolge der 

Operation vom 27. Februar 2006 (Suva-act. 1). Dr. C.___ diagnostizierte im Arztzeugnis 

vom 20. Mai 2006 ein Ganglion am Os pisiforme und triquetrum links nach 

Handgelenkskontusion sowie einen Morbus Sudeck und erhob als Befund eine 

postoperative Dystrophie. Der Versicherte leide nach wie vor unter Schmerzen am 

Handgelenk links mit Ausstrahlung gegen den Kleinfinger. Dr. C.___ vermerkte sodann 

vom 27. Februar bis 7. Mai 2006 eine 100%-ige und ab 8. Mai 2006 eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 2). Die Suva erbrachte gestützt auf eine Stellungnahme 

ihres Kreisarztes Dr. med. D.___ vom 16. August/7. September 2006 (Suva-act. 11) die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen). Ab 3. Juli 

2006 hatte der Versicherte seine Arbeit wieder zu 100% aufgenommen (Suva-act. 9).

A.b   Am 2. April 2007 wurde beim Versicherten am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) 

aufgrund der Diagnose eines linksseitigen Sulcus ulnaris-Syndroms eine Neurolyse des 

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Nervus ulnaris durchgeführt (Suva-act. 22), worauf der Versicherte im Metallbau zu 

100% arbeitsunfähig geschrieben wurde (Suva-act. 17). Im ärztlichen Zwischenbericht 

vom 19. Mai 2007 vermerkte Dr. C.___ fortdauernde Schmerzen im linken Handgelenk 

(Suva-act. 18). In den Berichten vom 23. Mai und 5. Juni 2007 stellten die 

untersuchenden Ärzte des KSSG die Diagnose persistierender Schmerzen mit/bei 

Status nach Resektion eines Ganglions linkes Handgelenk sowie Entfernung des Os 

pisiforme links am 27. Februar 2006, Status nach Neurolyse Nervus ulnaris am 2. April 

2007 bei Sulcus ulnaris-Syndrom linksseitig, zentraler Degeneration TFCC, 

kernspintomographisch signalalteriertem Nervus ulnaris in der Loge de Guyon sowie 

nachgewiesenem 5 mm grossen dorsalen Handgelenksganglion. Therapeutisch wurde 

eine Infiltration ulnokarpal durchgeführt, die jedoch keine Schmerzlinderung bewirkte 

(Suva-act. 19, 20). Für Bürotätigkeiten bestand ab 1. Juni 2007 wieder eine 100%-ige 

Arbeitsfähigkeit, während für Montagearbeiten weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit 

attestiert wurde (Suva-act. 14, 20). Ab 11. Juni 2007 führte der Versicherte im Betrieb 

seiner Arbeitgeberin wieder zu 50% leichte Arbeiten aus (Suva-act. 21).

A.c    Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von Dr. D.___ vom 6. Juli 2007 

(Suva-act. 23) eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 11. Juli 2007, 

dass kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den 

gemeldeten Handgelenksbeschwerden links und dem Unfall vom 29. März 2005 

bestehe. Die Suva sei demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 25).

B.        

B.a   Mit Eingaben vom 12. Juli bzw. 27. August 2007 erhoben der Versicherte und die 

Progrès Versicherungen AG (nachfolgend: Progrès) als dessen Krankenversicherer 

Einsprache gegen die Verfügung (Suva-act. 27, 39).

B.b Anlässlich der zwischenzeitlich im KSSG durchgeführten Untersuchung vom 6. 

August 2007 wurde beim Versicherten ein fortdauernder ulnakarpaler Druckschmerz 

erhoben, worauf eine weitere Infiltration zwischen dem Os hamatum und Os triquetrum 

durchgeführt wurde (Suva-act. 31). Bei weiteren Untersuchungen im KSSG vom 29. 

August und 5. September 2007 wurde sodann die Verdachtsdiagnose einer dorsalen 

DRUG (distale Radioulnargelenks)-Instabilität links gestellt. Es persistierten weiterhin 

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Schmerzen ulnokarpal dorsal. Die Ursache dieser Schmerzen bleibe weiterhin unklar. 

Klinisch zeige sich eine posteriore Instabilität des DRUG (Suva-act. 41, 45). Am 

19. September 2007 wurde im KSSG eine Handgelenksarthroskopie mit 

Ulnaverkürzungsosteotomie und Denervation des Ulnaköpfchens links zur 

Stabilisierung des DRUG durchgeführt, weswegen der Versicherte vom 18. September 

bis 2. Oktober 2007 arbeitsunfähig war (Suva-act. 45, 47, 49).

B.c   Mit Entscheid vom 19. Oktober 2007 wies die Suva die Einsprachen des 

Versicherten und der Progrès gegen die Verfügung vom 11. Juli 2007 ab (Suva-act. 53).

C.        

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von O.___ am 19. November 

2007 eingereichte Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung vom 11. Juli 2007 sei 

aufzuheben und die Sachlage sei nochmals zu prüfen. Er sei nicht damit einverstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin weitere Leistungen betreffend sein Handgelenk ablehne. 

Die heutigen Beschwerden hätten einen Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. 

Februar 2005 (richtig: 29. März 2005). Dies bestätige auch Dr. med. E.___, 

Handchirurgie, Orthopädie am Rosenberg. Mit Beschwerdeergänzung vom 18. 

Dezember 2007 reichte der Beschwerdeführer eine Beurteilung von Dr. E.___ vom 26. 

November 2007 betreffend den vorliegenden Schadenfall ein (act. G 3.1).

C.b Am 30. Januar 2008 verfasste Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, eine ärztliche Beurteilung 

betreffend die Frage, ob die ulnaren Handgelenksschmerzen links des 

Beschwerdeführers eine Folge der Kontusion vom 29. März 2005 seien.

C.c   In der Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2008 beantragte die Suva Abweisung 

der Beschwerde.

C.d Mit Replik vom 18. März 2008 hielt der Beschwerdeführer unverändert an seinem 

Antrag fest. Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen:

1.         

1.1    Im Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2007 hat die Beschwerdegegnerin die 

Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über 

die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug 

auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltenden Voraussetzungen 

des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis 

und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit Hinweisen). Darauf ist zu 

verweisen. Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 V 30).

1.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten 

natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich 

greift diese obgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

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vermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).

1.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 21. Juli 2003 [U 327/02] i/S K., E. 2.1, und vom 

25. Januar 2002 [U 277/00] i/S F., E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten oder der Expertin begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner 

Beweiswürdigung auch Gutachten folgen, welche der Unfallversicherer im 

Administrativverfahren einholt, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc; RKUV 2000 Nr. U 377 

S. 186 E. 4a). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend 

von Dr. F.___ am 30. Januar 2008 (Suva-act. 56) erstellt wurde, ist nicht an sich 

unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen 

von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).

2.         

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2.1    Am 2. April 2007 wurde beim Beschwerdeführer im KSSG aufgrund der Diagnose 

eines linksseitigen Sulcus ulnaris-Syndroms eine Neurolyse des Nervus ulnaris 

durchgeführt (Suva-act. 22). Im Mai, August und September 2007 folgten weitere im 

KSSG im Bereich des linken Handgelenks durchgeführte Heilbehandlungen 

(Infiltrationen, Ulnaverkürzungsosteotomie [Suva-act. 19, 31, 49]). Infolge der 

Heilbehandlungen traten jeweils Arbeitsunfähigkeiten auf (Suva-act. 18, 20, 38, 47). Die 

Beschwerdegegnerin behandelte die eben dargelegte Schadenssituation als Rückfall 

zum Unfall vom 29. März 2005 und lehnte diesbezüglich ihre Leistungspflicht ab. - 

Hinsichtlich des Grundfalls ist den Akten zu entnehmen, dass sich der 

Beschwerdeführer am 29. März 2005 eine Handgelenkskontusion links zugezogen hat. 

Als erstbehandelnder Arzt wurde in der Unfallmeldung vom 29. April 2005 Dr. C.___ 

angegeben (Suva-act. 0). Ein diesbezüglicher Arztbericht liegt jedoch nicht vor. Zu 

einer Arbeitsunfähigkeit kam es offensichtlich unmittelbar nach dem Unfall nicht. Am 

27. Februar 2006 wurde beim Beschwerdeführer im KSSG eine Resektion eines 

Ganglions im Bereich des pisotriquetralen Gelenks links durchgeführt und das Os 

pisiforme links entfernt (Suva-act. 4). Der Beschwerdeführer war daraufhin zu 100% 

arbeitsunfähig. Ab 8. Mai 2006 arbeitete er wieder zu 50% (Suva-act. 2, 6, 9). Die 

Beschwerdegegnerin hat damals ihre Leistungspflicht gestützt auf eine Stellungnahme 

ihres Kreisarztes Dr. D.___ vom 16. August 2006 (Suva-act. 11) bzw. angesichts der 

Sachlage, dass die Indikation für die Operation vom 27. Februar 2006 kurz nach dem 

Unfallereignis vom 29. März 2005 gestellt worden war und Brückensymptome vorlagen 

(Suva-act. 11) anerkannt und die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und 

Taggeldleistungen) erbracht. Nachdem der Beschwerdeführer ab 3. Juli 2006 wieder zu 

100% arbeitsfähig war und die ärztliche Behandlung abgeschlossen werden konnte 

(Suva-act. 9), wurden die Versicherungsleistungen offensichtlich eingestellt. Aus den 

Akten ist nicht ersichtlich, dass diesbezüglich eine schriftliche Mitteilung im Sinn von 

Art. 51 Abs. 2 ATSG oder eine schriftliche Verfügung ergangen wäre (Art. 49 Abs. 1 

ATSG). Grundsätzlich wurde damit kein rechtskonformer Abschluss des Grundfalls 

vorgenommen (vgl. BGE 132 V 412 und 134 V 145). - Während die eben dargelegte 

Sachlage für einen fortdauernden Grundfall spricht und der Beschwerdeführer 

angeblich seit dem Unfall vom 29. März 2005 ununterbrochen unter Schmerzen im 

Bereich des linken Handgelenks leidet, ist demgegenüber zu beachten, dass von der 

nach der Operation vom 27. Februar 2006 ab 3. Juli 2006 wiedererlangten vollen 

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Arbeitsfähigkeit weg bis zum hier streitigen Schadenfall bzw. den nachfolgenden 

Arbeitsunfähigkeiten und Heilbehandlungen im Zusammenhang mit dem linken 

Handgelenk - begonnen mit der Neurolyse des Nervus ulnaris links am 2. April 2007 - 

rund ein Jahr verging. Dieser zeitliche Ablauf liesse es wiederum als gerechtfertigt 

erscheinen, von einem Rückfall auszugehen (vgl. dazu Franz Schlauri, Verfahrensfragen 

in der Sozialversicherung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], 

Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse, Band 40, S. 

57). Gemäss Verfügungswortlaut vom 11. Juli 2007 (Suva-act. 25) betrachtete die 

Beschwerdegegnerin den Schaden im Bereich des linken Handgelenks ab 2. April 2007 

ebenfalls als Rückfall. Wie es sich letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage, 

ob im vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall 

auszugehen ist, verhält, kann jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen 

offen bleiben. Denn die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen 

hat, stellt sich erst, wenn es sich tatsächlich als unmöglich erweisen sollte, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 

zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (vgl. Erwägung Ziff. 1.2), was vorliegend - wie zu zeigen sein wird - nicht 

zutrifft.

3.         

3.1    Im Folgenden ist die Kausalität zwischen den ab 2. April 2007 wiederholt im 

KSSG behandelten Handgelenksbeschwerden links, den damit verbundenen 

Arbeitsunfähigkeiten sowie den weiterhin bestehenden Schmerzen im Bereich des 

linken Handgelenks und dem Unfallereignis vom 29. März 2005 zu prüfen.

3.2    Gemäss Unfall- und Schadenmeldung vom 29. April 2005 bzw. 4. Mai 2006 

(Suva-act. 0, 1) sowie medizinischen Akten (Suva-act. 2, 8) erlitt der Beschwerdeführer 

am 29. März 2005 eine Kontusion des linken Handgelenks. In den medizinischen Akten, 

welche Aufschluss über die unmittelbaren Unfallfolgen geben, sind keine strukturellen 

Läsionen (Frakturen, Nervenschädigungen usw.) oder äusserlich sichtbare 

Verletzungen infolge der Handgelenkskontusion (offene Wunden, Prellmarken usw.) 

vermerkt (Suva-act. 3, 8). Eine Arbeitsunfähigkeit bestand damals offensichtlich 

ebenfalls keine. Monate später wurden jedoch beim Beschwerdeführer verschiedene 

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Diagnosen gestellt und Therapien durchgeführt, die mit den geklagten 

Handgelenksschmerzen in Zusammenhang gebracht werden könnten. Im Folgenden 

gilt es zu beurteilen, welches der diagnostizierten Leiden mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit 

dem Unfall vom 29. März 2005 bzw. einem damals erlittenen Gesundheitsschaden 

steht oder welche infolge eines solchen unfallkausalen Gesundheitsschadens 

durchgeführte Therapie zu Folgeschäden geführt hat.

3.3    Am 17. Mai 2005 erhob Dr. B.___ beim Beschwerdeführer solche, auf ein 

Handgelenksganglion hindeutende Befunde (Suva-act. 8). Im Januar 2006 wurde im 

Spital Wil die Diagnose eines Ganglions im Bereich des Os pisiforme links bestätigt 

(Suva-act. 3). Dieses wurde am 27. Februar 2006 reseziert und das Os pisiforme links 

entfernt (Suva-act. 4). Die Unfallkausalität zwischen dem Ganglion und dem fraglichen 

Unfallereignis hat die Beschwerdegegnerin insofern anerkannt, als sie für die 

diesbezügliche Heilbehandlung sowie die daraus ergebende Arbeitsunfähigkeit 

Leistungen erbracht hat. Die Frage, ob die Beschwerdegegnerin an diesen - formlosen 

- Entscheid gebunden ist oder ob sie die Unfallkausalität neu prüfen darf, kann jedoch 

insofern offen gelassen werden, als aufgrund der medizinischen Akten mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die heutige 

Beschwerdesymptomatik bzw. die ulnokarpalen Schmerzen (Suva-act. 19, 28, 31, 38) 

weder direkt auf die Handgelenkskontusion und das Ganglion noch auf die daran 

anschliessende erste Handgelenksoperation vom 27. Februar 2006 zurückzuführen 

sind, wie sich nachfolgend ergibt.

3.4     

3.4.1             Ganglion und Operation haben zweifellos zu gewissen unmittelbaren 

Beschwerden geführt. Massgebend ist jedoch die Frage, ob spätere Beschwerden 

damit noch in Zusammenhang stehen. Dabei ist zunächst zu beachten, dass das 

Ganglion und der davon betroffene kleine äussere Handgelenksknochen operativ 

entfernt wurden, was grundsätzlich gegen eine Kausalität zwischen dem Ganglion und 

einer nachfolgenden, anhaltenden Beschwerdesymptomatik spricht. Hinsichtlich 

allfälliger Operationsfolgen ist zu sagen, dass im Spital Wil am 1. März 2006 normale 

Befunde, d.h. eine reizlose, gut adaptierte Wunde, keine Entzündungszeichen erhoben 

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werden konnten; Durchblutung, Motorik und Sensibilität waren intakt (Suva-act. 5). Der 

Beschwerdeführer war ab 3. Juli 2006 wieder zu 100% arbeitsfähig. Dieser Zustand 

dauerte rund ein Jahr bzw. bis 1. April 2007 (Suva-act. 9, 17, 21).

3.4.2             Mit Bericht vom 25. September 2007 hielt Dr. C.___ gegenüber dem 

behandelnden Arzt des KSSG fest, dass der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben 

vor der Operation vom 27. Februar 2005 (Ganglionresektion am linken Handgelenk und 

Entfernung des Os pisiforme links) eine normale Fingersensibilität gehabt habe, nach 

diesem Eingriff jedoch in den ulnaris-innervierten Fingern links die zur Ulnaris-

Neurolyse vom 2. April 2007 geführten Sensibilitätsstörungen aufgetreten seien. Nach 

Auffassung des Beschwerdeführers stehe damit die Sulcus ulnaris-Problematik klar im 

Zusammenhang mit der Ganglionoperation vom 27. Februar 2005 (Suva-act. 48). Laut 

ärztlicher Beurteilung von Dr. F.___ vom 30. Januar 2008 ging man beim 

Beschwerdeführer von einer Kompressionsneuropathie des Nervus ulnaris im 

Ellbogenbereich aus. Man habe sich somit nicht für eine Revision im 

Handgelenkbereich, sondern für eine Neurolyse am Ellbogen entschieden. 

Irgendwelche Zusammenhänge mit dem Problem am Handgelenk seien damit rein 

wegen der grossen örtlichen Distanz zum Vornherein ausgeschlossen (vgl. dazu http://

www.handerkrankungen.de/Sulcus_Ulnaris/). Abgesehen davon, dass Dr. D.___ bereits 

in seiner ärztlichen Beurteilung vom 6. Juli 2007 die Indikation für die durchgeführte 

Operation des Sulcus ulnaris-Syndroms im Bereich des Ellenbogens als schwierig 

nachvollziehbar bezeichnet, hält dieser mit Dr. F.___ übereinstimmend fest, dass das 

Geschehen unfallfremd sei und keinen natürlichen Kausalzusammenhang mit der 

Handgelenkskontusion vom 29. März 2005 habe. Der Umstand, dass die am 21. Mai 

2007 durchgeführte Infiltration ulnokarpal nicht gewirkt habe, zeige ebenfalls, dass 

keine wahrscheinlichen Folgen aus der durch die Beschwerdegegnerin übernommenen 

Ganglion- respektive Os pisiforme-Exstirpation vorliege (Suva-act. 23). Schliesslich hält 

auch Dr. E.___ in seiner Beurteilung vom 26. November 2007 (act. G 3.1) fest, dass die 

Neurolyse des Nervus ulnaris am Ellenbogen keine Unfallfolge sei.

3.4.3             Angesichts der obigen Darlegungen bzw. der einhelligen ärztlichen 

Beurteilungen ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass das im KSSG am 2. April 2007 durch eine Neurolyse des Nervus 

ulnaris im Sulcus therapierte Sulcus ulnaris-Syndrom links nicht auf das Ganglion im 

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Bereich des pisotriquetralen Gelenks links bzw. dessen Resektion sowie diejenige des 

Os pisiforme links zurückzuführen ist. Das im KSSG am 2. April 2007 durch eine 

Neurolyse des Nervus ulnaris im Sulcus therapierte Sulcus ulnaris-Syndrom links stellt 

sodann nach einhelliger ärztlicher Beurteilungen keine überwiegend wahrscheinliche 

Unfallfolge dar.

3.5     

3.5.1             Hinsichtlich der beim Beschwerdeführer nachfolgend an das 

Unfallereignis vom 29. März 2005 im Bereich des linken Handgelenks ausserdem 

gestellten Diagnosen bzw. objektivierten morphologischen Pathologien ist sodann 

aufgrund der medizinischen Akten mit der erforderlichen überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass deren Kausalität zum Unfallereignis nicht 

gegeben ist.

3.5.2             Im Rahmen der MRI-Untersuchung des linken Handgelenks im KSSG vom 

7. Mai 2007 zeigte sich zunächst in der Loge de Guyon ein langstreckig signalalterierter 

Nervus ulnaris im Sinne einer Neuritis (Suva-act. 19). Laut Dr. D.___ steht diese nicht in 

einem wahrscheinlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 29. März 2005 (Suva-act. 

23). In den ärztlichen Beurteilungen von Dr. F.___ und Dr. E.___ (Suva-act. 56, act. G 

3.1) wurde eine Unfallkausalität der Neuritis in keiner Weise diskutiert und damit 

offensichtlich nicht einmal in Erwägung gezogen.

3.5.3             Im MRI vom 7. Mai 2007 wurden sodann Läsionen im Sinne einer 

zentralen TFCC (Triangular Fibrocartilage Complex)-Perforation und einem kleinen 

dorsalen Ganglion (5 mm) festgestellt (Suva-act. 19). Klinisch fanden sich Zeichen für 

ein ulnokarpales Impaktationssyndrom (Suva-act. 20). Nachfolgend diagnostizierten die 

Ärzte des KSSG eine DRUG-Instabilität im distalen Radioulnargelenk (Suva-act. 41, 45, 

47). Laut medizinischen Akten hängt die Diagnose der DRUG-Instabilität mit der TFCC-

Läsion bzw. dem Impaktationssyndrom und der am 19. September 2007 im KSSG 

durchgeführten Ulnaverkürzungsosteotomie von 3 mm (Suva-act. 49) zusammen. Als 

Indikation für die am 19. September 2007 im KSSG durchgeführte 

Verkürzungsosteotomie der Ulna (Suva-act. 49) werden die klinisch erhobenen 

persistierenden Schmerzen ulnocarpal links mit dorsaler Instabilität des DRUG 

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angegeben. Entsprechend wurde die distale/dorsale radioulnare Gelenksinstabilität 

gemeinsam mit der TFCC-Läsion palmar mit grossem P Typ 2C links diagnostiziert (vgl. 

auch Suva-act. 47). - Laut Dr. F.___ stellt das ulnokarpale Impaktationssyndrom ein 

degeneratives Leiden dar, welches charakterisiert sei durch ulnare 

Handgelenksschmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung in Abhängigkeit 

von exzessiver Belastung des ulnaren Handgelenks. Häufig sehe man bei diesen 

Patienten eine positive ulnare Variante, also eine Überlänge der Ulna im Vergleich zum 

Radius. Dies könne verschiedene Gründe haben, entweder idiopathisch angeboren, 

erworben durch eine in Verkürzung geheilte distale Radiusfraktur oder im Rahmen einer 

Degeneration des TFCC (Suva-act. 56). Im Falle des Beschwerdeführers wird die 

zentrale TFCC-Perforation in den Berichten bzw. der Diagnose des KSSG 

uneingeschränkt als Degeneration bezeichnet (Suva-act. 19, 20). Dr. F.___ führt in 

diesem Zusammenhang aus, mit der als 2C eingestuften TFCC-Läsion würden sich die 

untersuchenden Ärzte des KSSG auf die von Palmer vorgeschlagene Klassifikation 

abstützen. Diese unterscheide Class 1 und Class 2-Läsionen. Class 1-Läsionen würden 

als traumatisch bezeichnet, Class 2 als degenerativ im Rahmen eines ulnakarpalen 

Abnützungssyndroms. Die Läsion 2C entspreche einer Perforation zusammen mit einer 

Knorpelschädigung (Chondromalazie) am Os lunatum und/oder an der Ulna. Die 

Schlussfolgerung von Dr. F.___, es handle sich bei der TFCC-Läsion des 

Beschwerdefühers mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine degenerative Veränderung, 

die nicht durch ein einmaliges Trauma entstehen könne, erscheint angesichts der 

obigen Darlegungen logisch und überzeugend. Entsprechend der medizinischen Akten 

weist er darauf hin, dass der im Falle des Beschwerdeführers erhobene Befund 

ausgeprägt mit fortgeschrittener Chondromalazie am Ulnaköpfchen und fehlendem 

Diskus gewesen sei (Suva-act. 49). Damit übereinstimmend bezeichnet auch Dr. E.___ 

die Chondromalazie und die Läsion des TFCC beim Beschwerdeführer nicht als 

unfallbedingt. Seine Feststellungen - es sei schwierig zu beurteilen, inwiefern die 

Ulnaverkürzungsosteotomie als Unfallfolge anzusehen sei. Wäre die Ursache das 

Ulnaimpaktationssyndrom, wäre es sicherlich keine Unfallfolge (act. G 3.1). - spricht 

letztlich ebenfalls nicht gegen die Annahme einer degenerativen Situation, ist doch 

gerade von einem solchen Zusammenhang auszugehen. Für eine traumatisch bedingte 

distale radioulnare Instabilität, wie sie von den untersuchenden Ärzten des KSSG 

schliesslich diagnostiziert wurde (Suva-act. 41, 45, 47), bestehen laut Dr. F.___ 

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ebenfalls keine zuverlässigen Anhaltspunkte. Es seien keine Bänder als verletzt 

aufgefunden worden, weder in den kernspintomographischen Untersuchung noch in 

den beiden Eingriffen in diesem Bereich (Suva-ct. 56). Dr. E.___ äussert zwar der 

Beurteilung von Dr. F.___ widersprechend, die DRUG-Instabilität könnte als Unfallfolge 

angesehen werden. Seine Beurteilung vermag jedoch nicht zu überzeugen. Zu 

beachten ist zunächst, dass sie nur als mögliche, alternative Sachlage formuliert ist, im 

Sozialversicherungsrecht jedoch der Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit notwendig ist (BGE 126 V 360 E. 5b). Dr. E.___ äussert sich 

ausserdem nicht dazu, inwiefern er eine Unfallkausalität als gegeben erachtet. Seine 

Aussage betreffend die Situation nach der Ulnaverkürzungsosteotomie vom 19. 

September 2007 - dann müsste zumindest jetzt die Schmerzsymptomatik deutlich 

abnehmen - scheint zwar in Bezug auf die Diagnose einer DRUG-Instabilität 

nachvollziehbar, eine Schlussfolgerung betreffend Unfallkausalität der DRUG-

Instabilität kann jedoch daraus nicht abgeleitet werden. Angesichts dessen, dass die 

Diagnose der DRUG-Instabilität im übrigen mit den Diagnosen der TFCC-Läsion bzw. 

dem Impaktationssyndrom und der am 19. September 2007 im KSSG durchgeführten 

Ulnaverkürzungsosteotomie zusammenhängt (Suva-act. 49; Erwägung Ziff. 3.5.3), 

erscheint im übrigen eine davon isolierte Beurteilung der Unfallkausalität ohnehin wenig 

überzeugend. Die von Dr. E.___ in Bezug auf die DRUG-Instabilität in Erwägung 

gezogene Unfallkausalität wird schliesslich auch durch seine Feststellung, dass im 

Falle des Beschwerdeführers eine deutliche Aggravation vorzuliegen scheine, 

massgebend relativiert. Gegebenenfalls bestehe hier auch ein Schmerzsymptom, 

welches nicht nur morphologische Pathologien am Handgelenk als Ursache habe und 

somit auch schmerztherapeutisch angegangen werden sollte.

3.5.4             Hauptsächlich nimmt Dr. E.___ überhaupt an, dass die heutige 

Beschwerdesymptomatik eine Folge der Operation mit Resektion des Os pisiforme am 

linken Handgelenk vom 27. Februar 2006 darstelle, die wiederum die Folge der 

Kontusion vom 1. Februar (richtig: 29. März) 2005 sei. Eine solche Unfallkausalität im 

Sinne einer sekundären Degeneration und Instabilität bzw. einer posttraumatischen 

Spätfolge ist grundsätzlich denkbar. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. E.___ vom 26. 

November 2007 (act. G 3.1) lässt sich jedoch im konkreten Fall eine solche nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellen. - In Bezug auf die 

Beurteilung von Dr. E.___ ist zunächst allgemein zu sagen, dass sie den in der 

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Rechtsprechung an einen Arztbericht gestellten Anforderungen (BGE 125 V 353 E. 3a) 

nicht genügt. Die Beurteilung erfolgte offensichtlich nicht in Kenntnis der vollständigen 

Akten. Die Annahme wurde aufgrund einer eingeschränkten Befunderhebung und der 

Dr. E.___ nur teilweise zur Verfügung stehenden Berichte getroffen. Nicht erhöht wird 

der Beweiswert seiner Beurteilung durch die Tatsache, dass Dr. E.___ jeweils ein 

falsches Unfalldatum nennt. Er erhebt sodann den Befund einer sehr starken 

Empfindlichkeit im Bereich der Narbe ulno-plamar über dem Handgelenk, über die das 

Os pisiforme reseziert worden sei, eine gerade gute, aber sehr schmerzhafte 

Handgelenksbeweglichkeit sowie eine sehr schmerzhafte Abspreizung der Langfinger. 

Abgesehen davon, dass es sich dabei um rein klinische Untersuchungsbefunde 

handelt, in Bezug auf welche allgemein gesagt werden muss, dass es sich bei einer 

klinischen Untersuchung gerade bei der Prüfung von Dolenzen- im Vergleich zu einer 

röntgenologischen Untersuchung oder MRI-Untersuchung - nicht um eine 

uneingeschränkt exakte bzw. objektive Untersuchungsmethode handelt und die 

Beeinflussung eines klinischen Untersuchungsergebnisses durch den Patienten nicht 

vollständig ausgeschlossen werden kann, spricht Dr. E.___ selber von einer 

eingeschränkten Befunderhebung. Die von ihm angenommene Kausalität wird 

schliesslich insofern relativiert, als er selber anfügt, es sei schwierig zu beurteilen, 

inwiefern das Unfallereignis vom 1. Februar (richtig: 29. März) 2005 jetzt noch 

symptomatisch wäre, wenn keine Os pisiforme-Entfernung durchgeführt worden wäre. 

Eine konkrete Begründung betreffend die fragliche Kausalität enthält der Bericht von 

Dr. E.___ ausserdem keine. Dr. F.___ vertritt schliesslich in seiner Beurteilung vom 30. 

Januar 2006 (Suva-act. 56) die eindeutige, Dr. E.___ entgegenstehende Auffassung, der 

dritte Eingriff, die Ulnaverkürzungsosteotomie, habe den Folgen degenerativer 

Veränderungen des TFCC - mit wahrscheinlich daraus resultierender Instabilität im 

DRUG - gegolten. Dies habe mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem ersten operativen 

Eingriff (Entfernung des Os pisiforme) nichts zu tun. Es handle sich um ein 

eigenständiges degeneratives Krankheitsbild.

3.5.5             Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die weiteren von den 

untersuchenden Ärzten des KSSG beim Beschwerdeführer im Bereich des linken 

Handgelenks gestellten Diagnosen sowie die damit im Zusammenhang stehenden 

operativen Eingriffe nur mögliche, jedoch keine überwiegend wahrscheinliche Folgen 

des Unfallereignisses vom 29.  März 2005 darstellen.

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4.         

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die in Folge der Entfernung des Os 

pisiforme vom 27. Februar 2006 persistierenden ulnokarpalen Handgelenksschmerzen 

links mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit mit dem 

Unfallereignis vom 29. März 2005 bzw. der vorgenannten Operation im Zusammenhang 

stehen noch die nachfolgend gestellten Diagnosen des signalalterierten Nervus ulnaris 

in der Loge de Guyon, des ulnokarpalen Impaktationssyndroms, der TFCC-Läsion und 

der DRUG-Instabilität mit nachgefolgter Verkürzungsosteotomie der Ulna mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit direkte bzw. indirekte Unfallfolgen darstellen.

5.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2007 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2008
	Art. 6 UVG; Art. 11 UVV: Frage, ob Rückfall oder fortdauernder Grundfall offen gelassen. Verneinung der Kausalität zwischen den fortdauernd im Handgelenk geklagten Schmerzen und einem ursprünglich als unfallkausal bejahten Gesundheitsschadens sowie Verneinung der überwiegend wahrscheinlichen Kausalität zwischen verschiedenen nachfolgend im Handgelenksbereich gestellten Diagnosen und dem fraglichen Unfallereignis (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. August 2008, UV 2007/115).

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