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**Case Identifier:** 151b0c35-b95e-5a2c-9350-34d7078dd36d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.06.2020 A-6209/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6209-2019_2020-06-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-6209/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Christine Ackermann (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 

Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiber Andreas Kunz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Kommunikation BAKOM,  

Medien, Radio- und Fernsehempfangsgebühren,  

Zukunftstrasse 44, Postfach 256, 2501 Biel/Bienne,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Radioempfangsgebühren. 

 

 

 

A-6209/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______, geb. am (…), meldete sich am 21. November 2005 unter der 

Adresse «(Adresse X)» bei der Schweizerischen Erhebungsstelle für Ra-

dio- und Empfangsgebühren, Billag AG, für den privaten Radioempfang per 

30. Juni 2005 an. Mit Fragebogen vom 26. August 2009 präzisierte er, dass 

er die Wohnung als Wochenaufenthalter bewohne. Bis zum 30. September 

2009 beglich A._______ die ihm zugesandten Gebührenrechnungen. 

B.  

Gemäss den Angaben der Billag AG blieben die Gebührenrechnungen 

resp. Mahnungen ab Oktober 2009 unbeglichen und konnten A._______, 

infolge «ungültiger Adresse» nicht mehr zugestellt werden.  

C.  

Am 12. Januar 2017 führte ein Aussendienst-Beauftragter der Billag AG 

eine Kontrolle bei B._______, wohnhaft am (Adresse Y), durch. Da sie ihre 

Geräte für den Empfang für Radio und Fernsehen nicht der Billag AG ge-

meldet hatte, erliess der Beauftragte zuhanden der Billag AG am 13. Ja-

nuar 2017 eine Verdachtsmeldung bezüglich einer Widerhandlung gegen 

die Radio- und Fernsehgesetzgebung. Auf dem Meldeformular merkte er 

an, dass gemäss Anschrift eine weitere Person namens «A._______» an 

der betreffenden Adresse wohnhaft sei. 

D.  

Am 17. März 2017 erhob die Billag AG beim Bundesamt für Kommunika-

tion BAKOM Strafanzeige gegen B._______. 

E.  

Mit Schreiben vom 29. März 2017 informierte das BAKOM die Billag AG 

dahingehend, dass die Behandlung des Falles ohne Folgen abgeschlos-

sen worden sei. Zudem teilte es ihr mit, dass B._______ mit A._______ in 

einer Wohngemeinschaft lebe und letzterer seit dem 30. Juni 2005 für den 

Radioempfang angemeldet sei. 

F.  

Am 1. Mai 2017 stellte die Billag AG A._______ unter Berücksichtigung der 

fünfjährigen Verjährungsfrist für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 31. Mai 

2017 einen Gebührennachbezug von Fr. 822.60 in Rechnung. A._______ 

teilte daraufhin der Billag AG mit E-Mail vom 12. Mai 2017 mit, dass er ab 

März 2013 in einer Wohngemeinschaft gelebt und dort die Billaggebühr 

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Seite 3 

bezahlt habe. Seit September 2016 sei er wieder in (Gemeinde S.) wohn-

haft. 

G.  

Mit Verfügung vom 22. Juni 2017 stellte die Billag AG fest, dass A._______ 

seit dem 1. Juli 2005 ununterbrochen für den privaten Radioempfang ge-

bührenpflichtig sei. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass 

die Mitteilung von A._______, wonach er in einem Haushalt gewohnt habe, 

in welchem bereits eine Drittperson die Radioempfangsgebühren bezahlt 

habe, erst am 12. Mai 2017 erfolgt sei. Nachdem eine rückwirkende Ab-

meldung nicht möglich sei, sei er seit dem 30. Juni 2005 ohne Unterbruch 

gebührenpflichtig gewesen.  

H.  

A._______ erhob mit Schreiben vom 19. Juli 2017 beim BAKOM Verwal-

tungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 22. Juni 2017 der Billag AG. 

Mit Stellungnahme vom 17. August 2017 beantragte die Billag AG die Ab-

weisung der Beschwerde. Dabei führte sie bei der Darlegung des Sachver-

halts u. a. aus, dass sie von der neuen Adresse von A._______ aufgrund 

einer Strafanzeige einer Drittperson, welche mit ihm im gleichen Haushalt 

lebe, Kenntnis bekommen habe.  

I.  

Mit Verfügung vom 11. Oktober 2017 hiess das BAKOM die Beschwerde 

gut, hob die Verfügung vom 22. Juni 2017 der Billag AG auf und wies diese 

an, umgehend eine Leistungsverfügung zu erlassen. Zur Begründung 

führte das BAKOM aus, dass vorliegend der Erlass einer Feststellungsver-

fügung nicht zulässig sei, da die Billag AG rechtsprechungsgemäss bei 

Nachforderungen von Empfangsgebühren für einen verstrichenen Zeit-

raum eine Leistungsverfügung zu erlassen habe.  

J.  

In der Folge stellte die Billag AG mit Verfügung vom 27. November 2017 

fest, dass A._______ seit dem 1. Juli 2005 ununterbrochen für den privaten 

Radioempfang gebührenpflichtig sei und verpflichtete ihn gleichzeitig zur 

Bezahlung des offenen Rechnungsbetrages von Fr. 822.60 für den Zeit-

raum vom 1. Juli 2012 bis 31. Mai 2017. 

K.  

Mit Schreiben vom 21. Dezember 2017 erhob A._______ Beschwerde 

beim BAKOM gegen die Verfügung vom 27. November 2017 der Billag AG. 

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Seite 4 

Mit Korrigenda vom 6. März 2018 stellte die Billag AG richtig, dass ihr ein 

Fehler unterlaufen sei und sie nicht durch eine Strafanzeige einer Drittper-

son, welche mit A._______ zusammenlebe, sondern aufgrund einer Straf-

anzeige einer ihrer Aussendienst-Beauftragten von seiner neuen Adresse 

Kenntnis erhalten habe.  

L.  

Das BAKOM wies die Beschwerde von A._______ mit Verfügung vom 

23. Oktober 2019 ab. 

M.  

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhebt mit Schreiben vom 

22. November 2019 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen 

die Verfügung vom 23. Oktober 2019 des BAKOM (nachfolgend:  

Vorinstanz). Darin fordert er sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzli-

chen Verfügung, da er seiner Pflicht zu jeder Zeit nachgekommen sei. 

N.  

Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 20. Dezember 2019 die 

Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf die Ausfüh-

rungen in ihrer Verfügung. 

O.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich bei den 

Akten befindlichen Schriftstücke wird – soweit relevant – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung von Beschwerden 

gegen Verfügungen der Vorinstanz über Radio- und Fernsehempfangsge-

bühren zuständig (Art. 99 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Radio und 

Fernsehen vom 24. März 2006 [RTVG, SR 784.40] i.V.m. Art. 31 ff., insb. 

33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes [VGG, SR 173.32]). Das Ver-

fahren richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG, 

SR 172.021), soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz (VGG, SR 173.32) 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

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Seite 5 

1.2 Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt 

und ist als Adressat der angefochtenen Verfügungen sowohl formell als 

auch materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (vgl. 

Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen, einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-

übung des Ermessens (Art. 49 Bst. a und b VwVG) sowie auf Angemes-

senheit hin (Art. 49 Bst. c VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht muss 

sich nicht mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen 

Einwand auseinandersetzen. Vielmehr kann es sich auf die für den Ent-

scheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. statt vieler BGE 

133 I 270 E. 3.1). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt sodann den Sachverhalt unter 

Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien von Amtes wegen fest 

(Art. 12 und Art. 13 VwVG). 

3.  

Eine rechtserhebliche Tatsache, für die grundsätzlich der volle Beweis zu 

erbringen ist (Regelbeweismass), gilt als bewiesen, wenn das Gericht ge-

stützt auf die freie Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, sie habe 

sich verwirklicht. Absolute Gewissheit ist nicht erforderlich; es genügt, 

wenn es an der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat 

oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 

E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 4A_226/2019 vom 18. November 

2019 E. 6; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] A-4779/2019 

vom 16. März 2020 E. 2.2 und A-5927/2019 vom 12. März 2020 E. 3). Bleibt 

eine entscheidrelevante Tatsache unbewiesen, gilt im Bereich des öffentli-

chen Rechts grundsätzlich die Beweislastregel von Art. 8 des Zivilgesetz-

buchs (ZGB, SR 210) als allgemeiner Rechtsgrundsatz. Demnach hat jene 

Partei die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen, die aus der unbewiesen 

gebliebenen Tatsache Rechte ableitet (vgl. BGE 133 V 205 E. 5.5; BVGE 

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Seite 6 

2008/24 E. 7.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 3.150).  

4.  

Der Beschwerdeführer rügt zunächst sinngemäss eine unvollständige 

Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz 

4.1 Diesbezüglich macht er geltend, dass er der Behauptung der Billag AG 

(nachfolgend: Erstinstanz), wonach er von seiner Mitbewohnerin 

(B._______) angezeigt worden sei, widersprochen habe. Die Vorinstanz 

sei dieser Falschbehauptung nicht nachgegangen. Ferner stimme die Be-

hauptung der Erstinstanz in deren Korrigenda vom 6. März 2018 nicht, wo-

nach er von einem Aussendienst-Beauftragten angezeigt worden sei. Bei 

einer Strafanzeige sei immer der Beschuldigte zu informieren, was zu kei-

ner Zeit stattgefunden habe.  

4.2 Die Vorinstanz stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (vgl. Art. 12 

VwVG). Mit «Sachverhalt» sind die rechtserheblichen Tatsachen gemeint, 

d.h. jene faktischen Grundlagen, welche für die Regelung des in Frage ste-

henden Rechtsverhältnisses relevant sind (vgl. Art. 49 Bst. b VwVG; vgl. 

zudem oben E. 2.1). Sachverhaltselemente, die für den Ausgang des Ver-

fahrens nicht wesentlich sind, brauchen nicht erhoben zu werden 

(AUER/BINDER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar VwVG, 2. 

Aufl. 2019, Rz. 2 zu Art. 12 VwVG). Unvollständig ist die Sachverhaltsfest-

stellung, wenn die Behörde trotz Untersuchungsmaxime den Sachverhalt 

nicht von Amtes wegen abgeklärt oder nicht alle für den Entscheid wesent-

liche Sachumstände berücksichtigt hat (BENJAMIN SCHINDLER, in: Kom-

mentar VwVG, a.a.O., Rz. 29 zu Art. 49 VwVG; Urteile BVGer A-1088/2018 

vom 16. Oktober 2019 E. 7.2 und A-2962/2013 vom 28. Oktober 2013 

E. 4.1).  

4.3 Streitgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens war die Gebühren-

pflicht des Beschwerdeführers für den Radioempfang vom 1. Juli 2012 bis 

31. Mai 2017. Auf welche Weise die Erstinstanz vom neuen Wohnort des 

Beschwerdeführers erfuhr, spielt für die Beantwortung dieser Frage keine 

Rolle. Die Vorinstanz musste deshalb nicht klären, ob und gegebenenfalls 

von wem gegen den Beschwerdeführer Strafanzeige erhoben worden war. 

Unbesehen davon ergibt sich aus den Akten, dass der Aussendienst-Be-

auftragte der Erstinstanz einen Verdacht einer Widerhandlung gegen die 

Radio- und Fernsehgesetzgebung bezüglich der Mitbewohnerin des Be-

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schwerdeführers meldete und die Erstinstanz nur gegen letztere Strafan-

zeige erhob. Auf dem Meldeformular, welches der Strafanzeige beigefügt 

wurde, war der Name des Beschwerdeführers bloss informationshalber 

aufgeführt, da sich dieser auf der Anschrift der Wohnung befand. Die Erst-

instanz stellte denn auch mit ihrer Korrigenda vom 8. März 2018 richtig, 

dass sie aufgrund einer Strafanzeige (recte Verdachtsmeldung) ihres Aus-

sendienst-Beauftragten von der neuen Adresse des Beschwerdeführers er-

fahren habe. Der Beschwerdeführer unterliegt einem Missverständnis, 

wenn er aufgrund der Formulierung (aufgrund einer Strafanzeige) von ei-

ner Strafanzeige gegen sich ausgeht, handelte es sich doch offensichtlich 

um jene gegen seine Mitbewohnerin. 

4.4 Nach dem Gesagten liegt keine unvollständige Sachverhaltsfeststel-

lung durch die Vorinstanz vor.  

5.  

Weiter rügt der Beschwerdeführer die Verletzung von Verfahrensbestim-

mungen durch die Vorinstanz. 

5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Vorinstanz die Korri-

genda der Erstinstanz entgegengenommen habe, obwohl die ordentliche 

Frist zur Einreichung einer Stellungnahme bereits abgelaufen gewesen sei. 

Zudem habe ihm die Vorinstanz nicht die ordentliche Frist von 30 Tagen 

gewährt. 

5.2 Die Dauer von behördlich angesetzten Fristen, wie z.B. die Frist für die 

Einreichung von Stellungnahmen, wird von der Behörde im Einzelfall fest-

gelegt und angesetzt (URS PETER CAVELTI, in: Kommentar VwVG, a.a.O., 

Rz. 8 zu Art. 22 VwVG). Aus der Pflicht, den Sachverhalt von Amtes wegen 

festzustellen, folgt, dass die Behörde jederzeit Vorbringen zum Sachverhalt 

entgegennehmen und berücksichtigen kann, falls sie sie für rechtserheb-

lich hält (Art. 32 Abs. 2 VwVG). Das Nichteinhalten einer behördlichen Ver-

nehmlassungsfrist hat daher keinen Rechtsverlust zur Folge (AUER/BIN-

DER, in: Kommentar VwVG, a.a.O., Rz. 15 zu Art. 12 VwVG m.w.H.). Nach-

dem die Vorinstanz jederzeit Vorbringen zum Sachverhalt berücksichtigen 

kann, ist deren Entgegennahme der Korrigenda der Erstinstanz nicht zu 

beanstanden. 

5.3 Weiter scheint sich der Beschwerdeführer mit dem Hinweis auf die 

nicht durch die Vorinstanz ordentlich gewährte Frist von 30 Tagen auf de-

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Seite 8 

ren Schreiben vom 7. März 2018 zu beziehen. In diesem räumte die Vo-

rinstanz dem Beschwerdeführer eine Frist zur allfälligen Stellungnahme zur 

Korrigenda der Vorinstanz bis zum 22. März 2018 ein. Es handelt sich da-

bei um eine behördliche Frist, deren Dauer die Behörde im Einzelfall fest-

zusetzen hat und nicht von Gesetzes wegen 30 Tage beträgt. Aufgrund des 

kurzen Schreibens der Billag AG erweist sich die angesetzte Frist von fast 

zwei Wochen als angemessen. 

5.4 Zusammengefasst hat die Vorinstanz keine Verfahrensbestimmungen 

verletzt. 

6.  

Schliesslich wendet sich der Beschwerdeführer gegen die Verpflichtung, 

die Radioempfangsgebühren für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 31. Mai 

2017 bezahlen zu müssen. 

6.1 Der Beschwerdeführer macht in seinen Schreiben an die Vorinstanz 

und an das Bundesverwaltungsgericht zusammengefasst geltend, dass er 

von 2004 bis 2016 Wochenaufenthalter in (Stadt P.) gewesen sei. Sein Le-

bensmittelpunkt habe sich indes während der ganzen Zeit bei seiner Fami-

lie in (Gemeinde O.) befunden, über welche er ebenfalls seine Billagge-

bühren bezahlt habe. Da er während seinen Aufenthalten in (Stadt P.) vom 

Radio rege Gebrauch gemacht habe, sei ihm eine Diskussion über die Zah-

lungspflicht bezüglich der Radioempfangsgebühr an zwei Orten unnötig er-

schienen. Bei der Erstinstanz habe er sich in Bezug auf seinen Wochen-

aufenthaltssitz in (Stadt P.) im Februar 2014 ordentlich per Post abgemel-

det. Danach sei er an der (Adresse Z), wohnhaft gewesen, wo die Billag-

gebühr durch C._______ bezahlt worden sei. Seit September 2016 lebe er 

mit seiner Partnerin zusammen in (Gemeinde S.). Somit sei er über den 

ganzen Zeitraum seiner Gebührenpflicht mehr als nachgekommen. Der 

Erstinstanz sei deshalb in keinem Zeitpunkt ein finanzieller Schaden er-

wachsen. Aufgrund der Unschuldsvermutung sei es nicht an ihm zu bewei-

sen, dass er sich bei der Erstinstanz abgemeldet habe. Vielmehr obliege 

der Erstinstanz der Beweis, dass ihr ein finanzieller Schaden entstanden 

sei. 

6.2 Die Vorinstanz führt zur Entscheidbegründung im Wesentlichen aus, 

dass der Beschwerdeführer seit dem 21. November 2005 per 30. Juni 

2005 bei der Billag AG für den privaten Radioempfang angemeldet gewe-

sen sei und seit jenem Datum grundsätzlich der Gebühren- und Melde-

pflicht unterstanden habe. Die Gebührenpflicht sei eine persönliche Pflicht, 

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welche auch bei einem Umzug in eine andere Wohnung oder beim Zusam-

menziehen mit einer anderen Person bestehen bleibe, sofern nicht die Ein-

stellung des Betriebes der Empfangsgeräte oder das Zusammenziehen mit 

einer bereits gebührenpflichten Person der Vorinstanz schriftlich mitgeteilt 

werde. Der beweisbelastete Beschwerdeführer habe den Beweis einer sol-

chen schriftlichen Mitteilung nicht erbringen können. Demzufolge sei er seit 

dem 1. Juli 2005 ununterbrochen der Gebührenpflicht für den privaten Ra-

dioempfang unterstellt gewesen, weshalb die diesbezüglich von der Billag 

AG geltend gemachte Forderung gerechtfertigt sei. 

6.3  

6.3.1  Der Bund erhebt eine Abgabe zur Finanzierung der Erfüllung des 

verfassungsrechtlichen Leistungsauftrags von Radio und Fernsehen 

(Art. 68 Abs. 1 RTVG). Aufgrund der zunehmenden Schwierigkeiten beim 

Vollzug der Empfangsgebühr wurde per 1. Juli 2016 eine gerätunabhän-

gige Abgabe eingeführt (vgl. Art. 68 RTVG, AS 2016 2131; Botschaft zur 

Änderung des RTVG vom 29. Mai 2013, BBl 2014 4975, 4982 ff.). Art. 109b 

Abs. 2 RTVG i.V.m. Art. 86 Abs. 1 und 2 der Radio- und Fernsehverordnung 

(RTVV, SR 784.401) bestimmt, dass die Ablösung der bisherigen Emp-

fangsgebühr durch die neue Radio- und Fernsehabgabe, d.h. der System-

wechsel auf den 1. Januar 2019 erfolgt und bis dahin die Empfangsgebühr 

von der bisherigen Gebührenerhebungsstelle (Billag AG) nach bisherigem 

Recht erhoben wird (statt vieler Urteil BVGer A-5748/2019 vom 23. März 

2020 E. 3). Es ist daher vorliegend auf das bisherige Recht abzustellen, 

um die Gebührenpflicht des Beschwerdeführers für den Zeitraum vom 

1. Juli 2012 bis 31. Mai 2017 zu beurteilen 

6.3.2 Nach bisherigem Recht ist gebührenpflichtig, wer ein Empfangsgerät 

zum Betrieb bereithält oder betreibt (vgl. Art. 68 Abs. 1 RTVG in der Fas-

sung vom 1. April 2007 [aRTVG, AS 2007 737 ff.]). Die Empfangsgebühr 

ist pro Haushalt oder Geschäftsstelle unabhängig von der Zahl der Emp-

fangsgeräte nur einmal geschuldet (Art. 68 Abs. 2 aRTVG). Die Gebühren-

pflicht beginnt am ersten Tag des Monats, der dem Beginn des Bereithal-

tens oder des Betriebs des Empfangsgeräts folgt (Art. 68 Abs. 4 aRTVG). 

Sie endet mit Ablauf des Monats, in dem das Bereithalten und der Betrieb 

aller Empfangsgeräte enden, jedoch nicht vor Ablauf des Monats, in dem 

dies der Gebührenerhebungsstelle gemeldet worden ist (Art. 68 Abs. 5 

aRTVG). Änderungen der meldepflichtigen Sachverhalte sind der Gebüh-

renerhebungsstelle schriftlich zu melden (sog. Melde- und Mitwirkungs-

pflicht; Art. 68 Abs. 3 aRTVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 RTVV in der Fassung 

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Seite 10 

vom 1. Januar 2015 [aRTVV, AS 2007 787 ff.], statt vieler Urteil BVGer 

A-5748/2019 vom 15. April 2020 E. 4.1). 

6.3.3 Eine einmal bestehende Gebührenpflicht kann ausschliesslich durch 

eine ordnungsgemässe – zwingend schriftliche – Abmeldung seitens des 

Gebührenpflichtigen beendet werden. Da es sich beim Inkasso der fragli-

chen Gebühren um eine Massenverwaltung handelt, sind gemäss bundes-

gerichtlicher Praxis relativ strenge Anforderungen an die Mitwirkungspflicht 

der gebührenpflichtigen Person zu stellen; es wird eine deutliche Mitteilung 

verlangt, wenn die Voraussetzungen der Gebührenpflicht nicht mehr gege-

ben sind (vgl. Urteile BGer 2C_724/2019 vom 19. September 2019 E. 3.3, 

2C_629/2007 vom 13. März 2008 E. 2.1 und 2A.621/2004 vom 3. Novem-

ber 2004 E. 2.2; Urteile BVGer A-5927/2019 vom 12. März 2020 E. 4.3 und 

A-1749/2019 vom 17. Januar 2020 E.  4.3). Darunter fällt auch die Meldung 

bezüglich der Aufnahme eines gemeinsamen Haushaltes mit einer ande-

ren bereits gebührenpflichtigen Person. Ansonsten bleibt die Gebühren-

pflicht bestehen (vgl. Urteil BVGer A-8174/2010 vom 7. Juni 2011 E. 5.1). 

Die schriftliche Abmeldung entfaltet keine rückwirkende Wirkung. Dies gilt 

selbst dann, wenn im fraglichen Zeitraum tatsächlich keine betriebsberei-

ten Geräte mehr vorhanden waren oder deren Betrieb vollständig einge-

stellt worden ist (Urteile A-5749/2019 vom 15. April 2020 E. 4.3 und 

A-5927/2019 vom 12. März 2020 E. 4.3). Die Beweislast für eine rechtzei-

tige schriftliche Abmeldung bzw. für die Meldung eines die Gebührenpflicht 

beendenden Sachverhalts liegt bei der gebührenpflichtigen Person. Miss-

lingt ihr dieser Beweis, hat sie die Folgen zu tragen, d.h. sie gilt im strittigen 

Zeitraum als gebührenpflichtig (statt vieler Urteile BVGer A-5927/2019 vom 

12. März 2020 E. 5.1 und A-4304/2018 vom 3. Juli 2019 E. 5.2; vgl. auch 

oben E. 3). 

6.4  

6.4.1 Vorliegend ist unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer im No-

vember 2005 per 30. Juni 2005 für den privaten Radioempfang bei der Bil-

lag AG angemeldet hatte und dadurch gebührenpflichtig wurde. Unbestrit-

ten ist ebenfalls, dass er am 12. Mai 2017 der Billag AG mitteilte, dass er 

mit einer Drittperson, welche bereits die Radioempfangsgebühr bezahle, 

zusammenlebe. Seine Gebührenpflicht für den privaten Radioempfang 

dauerte somit grundsätzlich vom 30. Juni 2005 bis spätestens 31. Mai 

2017 (vgl. oben E. 6.3.2). Strittig ist, ob die Gebührenpflicht des Beschwer-

deführers bereits vor der in Rechnung gestellten Zeitperiode (1. Juli 2012 

bis 31. Mai 2017) endete. 

A-6209/2019 

Seite 11 

6.4.2 Die Gebührenpflicht des Beschwerdeführers für den privaten Radio-

empfang hätte einzig durch eine schriftliche Abmeldung früher beendet 

werden können (vgl. oben E. 6.3.3). Die Frage, ob der Billag AG ein finan-

zieller Schaden entstanden ist, ist irrelevant. Mithin spielt es keine Rolle, 

ob der Beschwerdeführer während dieser Zeit generell Billaggebühren 

über seine Familie oder später durch C._______ bezahlte. 

6.4.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers obliegt es sodann ihm 

und nicht der Erstinstanz, den Beweis für eine frühere schriftliche Abmel-

dung zu erbringen (vgl. oben E. 6.3.3). Die Unschuldsvermutung im straf-

rechtlichen Sinne findet im Verwaltungsverfahren grundsätzlich keine An-

wendung (vgl. CHRISTIAN MEYER, Die Mitwirkungsmaxime im Verwaltungs-

verfahren des Bundes, in: LBR - Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft 

Band/Nr. 132, 2019, S. 390 - 412, Rz. 1064). Eine frühere schriftliche Ab-

meldung des Beschwerdeführers findet sich nicht in den Akten. Letzterer 

legt auch keine Beweismittel ins Recht, welche auf eine solche schliessen 

lassen würden. Die Folge dieser Beweislosigkeit hat der beweisbelastete 

Beschwerdeführer zu tragen. Mithin ist er bezüglich des in Rechnung ge-

stellten Zeitraums vom 1. Juli 2012 bis 31. Mai 2017 als gebührenpflichtig 

zu betrachten (vgl. oben E. 6.3.3). 

6.4.4 Damit stellte die Erstinstanz dem Beschwerdeführer zu Recht die in 

der Höhe unbestrittene Gebühr von Fr. 822.60 für den privaten Radioemp-

fang für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 31. Mai 2017 in Rechnung.  

7.  

Zusammengefasst erweisen sich die Rügen des Beschwerdeführers als 

unbegründet. Die Vorinstanz hat die Verfügung der Erstinstanz zu Recht 

bestätigt. Demzufolge ist die gegen ihren Entscheid erhobene Beschwerde 

abzuweisen. 

8.  

Es bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdever-

fahrens zu entscheiden. 

8.1 Bei diesem Ausgang sind die Kosten für das Verfahren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht von Fr. 800.-- gestützt auf Art. 63 Abs. 1 VwVG dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und dem von diesem in 

gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen. 

8.2 Als unterliegende und nicht vertretene Partei steht dem Beschwerde-

führer keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Vorinstanz 

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als Bundesbehörde hat unabhängig vom Verfahrensausgang keinen An-

spruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag wird dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kosten-

vorschuss entnommen. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 1000437557; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christine Ackermann Andreas Kunz 

 

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Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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