# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d08062d7-07b7-54df-ad07-34228e052457
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.11.2014 A-2876/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2876-2012_2014-11-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-2876/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  11 .  N o v e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Michael Beusch (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richter Daniel Riedo, 

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, (…), 

vertreten durch Dr. iur. Thomas Schütt, Rechtsanwalt, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Avenue Edmond-Vaucher 18, 

Postfach 3100, 1211 Genf 2, 

Vorinstanz, 

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 18. April 2012. 

 

 

A-2876/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (Datum) geborene deutsche Staatsbürger A._______ (nachfol-

gend: Versicherter), wohnhaft in Deutschland, arbeitete von April 2003 bis 

September 2004 als Maurer und Gipser für die B._______ AG in (Ort) 

(nachfolgend: Arbeitgeberin). Als Arbeitnehmer hat er in dieser Zeit Bei-

träge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-

cherung entrichtet (vgl. Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

IVSTA [nachfolgend: IV-act.] 1 und 16). 

B.  

Am 22. September 2004 erlitt der Versicherte einen Arbeitsunfall (Sturz 

von einem Baugerüst), wobei er sich eine mehrfragmentäre Mandibu-

lafraktur links, eine Jochbogenfraktur links, eine Jochbeinfraktur links, ei-

ne Thoraxkontusion, Schürfungen und ein Hämatom am Ober- und Un-

terschenkel links sowie eine Subarachnoidalzyste temporal rechts zuzog 

(IV-act. 1 und 16). In der Folge arbeitete er von April 2005 bis Juli 2005 

und von September 2005 bis Dezember 2005 erneut für dieselbe Arbeit-

geberin (IV-act. 1 und 63). Am 15. März 2007 (Eingangsdatum bei der IV-

Stelle Graubünden) stellte er sodann ein Gesuch um Gewährung einer 

Rente der schweizerischen Invalidenversicherung (IV-act. 1), welches die 

IVSTA (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) mit der ihren Vorbescheid 

vom 18. Februar 2008 (IV-act. 1, S. 4) im Wesentlichen bestätigenden 

Verfügung vom 23. April 2008 (IV-act. 1, S. 5) abwies. Zur Begründung 

führte sie sinngemäss aus, infolge Gesundheitsbeeinträchtigung in der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe seit dem 27. September 2006 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Seit dem 28. April 2007 sei die Ausübung 

einer leichten, dem Gesundheitszustand besser angepassten gewinn-

bringenden Tätigkeit jedoch zu 80 % zumutbar, dies mit einer Er-

werbseinbusse von 35 %. Somit liege keine Invalidität vor, die einen Ren-

tenanspruch zu begründen vermöge (IV-act. 1, S. 4 f.). 

C.  

Hiergegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

28. Mai 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, dem er u.a. 

die Gewährung einer "vollen" Invalidenrente, die Sistierung des Verfah-

rens bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubün-

den und die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Ver-

beiständung beantragte. Aufgrund der unfallbedingten Gesundheitsbeein-

trächtigung sei er in der bisherigen Tätigkeit zu 100 % und in einer Ver-

A-2876/2012 

Seite 3 

weistätigkeit "knapp" über 50 % arbeitsunfähig (zum Ganzen IV-act. 1, 

S. 5 f.). Mit Urteil C-3540/2008 vom 20. August 2010 hiess das Bundes-

verwaltungsgericht die Beschwerde teilweise gut und hob die Verfügung 

vom 23. April 2008 auf. Die Sache wurde zur neuen Abklärung im Sinne 

der Erwägungen über den Rentenanspruch und zum Erlass einer neuen 

Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Das Gesuch um unentgelt-

liche Prozesspflege und Verbeiständung wurde als gegenstandslos abge-

schrieben (IV-act. 1, S. 24). 

D.  

Der Beschwerdeführer wurde sodann vom 28. März 2011 bis 31. März 

2011 im Auftrag der Vorinstanz zur medizinischen Abklärung in das Zent-

rum für Medizinische Begutachtung (MEDAS) aufgeboten (IV-act. 30, 

S. 2; vgl. auch IV-act. 59). 

E.  

Die Vorinstanz gewährte daraufhin mit der ihre Vorbescheide vom 

12. August 2011 (IV-act. 70) bzw. 12. Dezember 2011 (IV-act. 79) im We-

sentlichen bestätigenden Verfügung vom 18. April 2012 eine ordentliche 

ganze Invalidenrente in Höhe von Fr. 215.-- vom 1. März 2006 bis 

30. April 2007 (IV-act. 84) bzw. eine ordentliche halbe Invalidenrente in 

Höhe von Fr. 111.-- bzw. eine ordentliche halbe Kinderrente in Höhe von 

Fr. 44.-- vom 1. Mai 2007 bis 31. Juli 2007 (IV-act. 85). Zur Begründung 

gab sie im Wesentlichen zu bedenken, aus den nun mit dem Gutachten 

des Zentrums für Medizinische Begutachtung ZMB vom 10. Mai 2011 

(nachfolgend: Gutachten ZMB; IV-act. 61) ergänzten Akten gehe hervor, 

dass der Beschwerdeführer seit dem 22. September 2004 in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig, in einer Verweistätigkeit 

seit dem Austritt aus der Klinik C._______ am 27. Januar 2007 zu 50 % 

arbeitsfähig mit einer stufenweisen Steigerung auf 20 % [recte: 80 %] in-

nert drei Monaten (ab 27. April 2007) und von 100 % ab 1. Januar 2008 

war; dies mit einer Erwerbseinbusse von 59 % ab 27. Januar 2007 und 

von 35 % ab 27. April 2007 und von 19 % ab 1. Januar 2008. Für die Be-

messung des Invaliditätsgrads sei es unerheblich, ob eine zumutbare Tä-

tigkeit tatsächlich ausgeübt werde, wobei bei einer Verbesserung der Er-

werbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen sei, sobald 

sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate angedauert habe. Insge-

samt bestehe somit ab dem 1. September 2005 ein Anspruch auf eine 

ganze Rente, ab 1. Mai 2007 auf eine halbe Rente und ab 1. August 2007 

kein Anspruch mehr auf eine Rente. Da der Antrag am 15. März 2007 ge-

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Seite 4 

stellt worden sei, könne die Rente frühestens ab 1. März 2006 ausgerich-

tet werden. Letztlich sei kein neues Schmerzgutachten nötig, da das Gut-

achten ZMB die Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten erfülle 

und das schmerztherapeutische Gutachten des Schmerzzentrums 

D._______ vom 24. September 2008 nicht erlaube, die Schlussfolgerun-

gen des Gutachten ZMB in Frage zu stellen (zum Ganzen IV-act. 82). Die 

Vorinstanz stützte sich hierbei hauptsächlich auf das Gutachten ZMB 

(IV-act. 61) und die Stellungnahmen von Dr. med. E._______ vom 

12. November 2011 (IV-act. 78), vom 5. Juli 2011 (IV-act. 66) und vom 

26. Mai 2011 (IV-act. 64). 

F.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

25. Mai 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

(BVGer-act. 1), dem er beantragt, ihm ab dem 1. Mai 2007 unbefristet ei-

ne volle ordentliche IV-Rente bzw. IV-Kinderrente, eventualiter eine Drei-

viertelsrente oder wenigstens eine halbe ordentliche IV-Rente bzw. 

IV-Kinderrente, zuzusprechen. Subeventualiter sei ihm bis zum 

31. Januar 2008 eine Dreiviertelsrente (eventualiter eine halbe) bzw. 

IV-Kinderrente zu gewähren. Weiter sei zu den Schmerzen ein Obergut-

achten zu erstellen, in welchem der Experte sich mit dem Gutachten des 

Schmerzzentrums vom 24. September 2008 detailliert auseinanderzuset-

zen und mit dem Ersteller Rücksprache zu halten habe. Das Gutachten 

ZMB vom 10. Mai 2011 sei durch Angaben darüber, in welchen Funktio-

nen der Beschwerdeführer ohne Eingliederungsmassnahmen zu wie viel 

Prozent einsatzfähig sein soll, zu ergänzen. Dies alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Letztlich sei ihm die unentgeltliche Prozessführung 

zu bewilligen und ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen. Zur 

Begründung bringt er zusammengefasst vor, sein Gesundheitszustand 

habe sich seit dem Gutachten ZMB weiter verschlechtert und verweist 

dabei auf ein ärztliches Attest von Dr. med. F._______ vom 23. Mai 2012 

(BVGer-act. 1, Beilage C). Des Weiteren weise das Gutachten ZMB di-

verse Mängel auf, weshalb ein neues Schmerzgutachten beantragt wer-

de. Ersteres befasse sich einerseits viel zu oberflächlich mit dem Gutach-

ten des Schmerzzentrums vom 24. September 2008 und sei andererseits 

durch einen Psychiater, einen Orthopäden und einen Spezialisten für in-

nere Medizin und gerade nicht durch einen Schmerzspezialisten erstellt 

worden. Zwar gehe das Gutachten ZMB nicht von simulierten Schmerzen 

aus, nur würden daraus nicht die richtigen Schlussfolgerungen gezogen; 

auch das Zusammenspiel von körperlichen und psychischen Faktoren 

könne eine Invalidität begründen und die Chronifizierung der Schmerzen 

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Seite 5 

begünstigen. Auch bzw. gerade weil die Schmerzen den Hauptgrund für 

die fehlende Arbeitsfähigkeit bildeten, sei ein [neues] Schmerzgutachten 

zu beantragen. Sodann treffe auch nicht zu, dass organisch nichts fest-

stellbar sei. Der Befund an der Wirbelsäule zeige nämlich mehrere Bo-

genwurzelfrakturen, also "harte Daten", weshalb die neuere Schleuder-

trauma-Rechtsprechung nicht anwendbar sei. Auch die Neutralität der 

MEDAS-Gutachter sei in Frage zu ziehen, da der betreffende Arzt nicht 

einmal über die notwendigen Akten verfügt habe. Das Gutachten ZMB 

sollte sich zumindest in rudimentärem Umfang über eine allfällige Restar-

beitsfähigkeit aussprechen. Gemäss Stellungnahme vom 15. Oktober 

2007 – also einer zeitnäheren Einschätzung – bestehe in adaptierten Tä-

tigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % innert drei Monaten ab diesem 

Datum gerechnet, weshalb kein Grund ersichtlich sei, dass man auf das 

Datum des 31. Juli 2007 abgestellt habe. 

G.  

In ihrer Vernehmlassung vom 18. Oktober 2012 (BVGer-act. 11) beantragt 

die Vorinstanz sinngemäss die Abweisung der Beschwerde und die Bes-

tätigung der Verfügung vom 18. April 2012. Sie verweist insbesondere auf 

die Begründung in der Verfügung und hält hinsichtlich der beschwerde-

weise neu geltend gemachten gesundheitlichen Verschlechterung fest, 

aus den neuen medizinischen Unterlagen ergäben sich keine relevanten 

neuen Gesichtspunkte. Sie stützt sich dabei auf die Stellungnahme von 

Dr. med. E._______ vom 27. September 2012 (BVGer-act. 11.2) und führt 

aus, das Gutachten ZMB würde keine Änderung erfahren und es bestehe 

keine Notwendigkeit einer ergänzenden Begutachtung. Die Vorinstanz 

führt weiter aus, da dem Beschwerdeführer das ganze weite Spektrum 

von leichten bis mittleren Verweisungstätigkeiten offen stehe, sei davon 

auszugehen, dass auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügen-

des Stellenangebot bestünde und von der Verwertbarkeit der vollschichti-

gen Arbeitsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten ausgegangen werden kön-

ne; auf eine Spezifizierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaus-

sichten habe deshalb verzichtet werden können. Letztlich handle es sich 

beim im Gutachten ZMB genannten Datum des 15. Oktobers 2007 um ei-

ne Fehlinterpretation, weshalb die Rente richtigerweise per 31. Juli 2007 

aufgehoben worden sei. 

H.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen. 

A-2876/2012 

Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 VGG Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern sie von Behör-

den erlassen wurden, die gemäss Art. 33 VGG als Vorinstanzen gelten, 

und überdies keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die IVSTA ge-

hört zu den Behörden nach Art. 33 Bst. d VGG und ist daher Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG 

[SR 831.20]). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 

Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich-

tet. Die Abteilung I des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende 

Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreifenden 

Zusammenarbeit basierenden – Entlastungsmassnahme gegenüber der 

Abteilung III übernommen. Die ursprüngliche Verfahrensnummer 

C-2876/2012 wurde daher auf A-2876/2012 geändert. 

1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). In-

des findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) an-

wendbar ist. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Geset-

zes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwend-

bar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vor-

sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invali-

denversicherung anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Ab-

weichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen inter-

temporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anders-

lautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung 

haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.4 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung 

der IVSTA vom 18. April 2012 (IV1-act. 85) bzw. deren Begründung 

(IV-act. 82). Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch diese Verfü-

gung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung (Art. 59 ATSG). 

A-2876/2012 

Seite 7 

1.5 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann angefochtene Entscheide 

grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann 

neben der Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschrei-

tung oder des Missbrauchs des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) und der 

unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen 

(Art. 49 Bst. c VwVG). 

2.2 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-

fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis-

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög-

lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 

die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-

te würdigt (BGE 138 V 218 E. 6, BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 

E. 2, je mit Hinweisen; Urteil des BVGer A-4735/2012 vom 2. September 

2014 E. 1.7). 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-

heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS 

HÄBERLI, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 62 VwVG Rz. 40; ANDRÉ 

MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., 

2013, Rz. 3.197). 

3.  

Zunächst ist festzuhalten, welche Rechtsnormen und Rechtsgrundsätze 

im vorliegenden Verfahren in materieller Hinsicht zur Anwendung gelan-

gen. 

3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Deutschland und 

hat dort seinen Wohnsitz, weshalb vorliegend das am 1. Juni 2002 in 

Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft 

A-2876/2012 

Seite 8 

und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, 

SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des auf der 

Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkom-

mens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II – betreffend Koordinierung der 

Systeme der sozialen Sicherheit – des FZA i.V.m. Abschnitt A dieses An-

hangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Ver-

ordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rats vom 14. Juni 1971 zur Anwendung 

der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige 

sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und 

abwandern (SR 0.831.109.268.1), und die Verordnung Nr. 574/72 oder 

gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Ver-

ordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des 

Rats vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Si-

cherheit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des 

Rats vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die 

Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung 

der Systeme der sozialen Sicherheit abgelöst worden (zum Ganzen Urteil 

des BVGer A-2552/2012 vom 21. Juli 2014 E. 3.1 mit Hinweis). 

Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, für die 

diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der 

Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses 

Staats. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitglied-

staat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 

Abs. 2 Anhang II des FZA). Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundla-

ge anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichen-

den Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfah-

rens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizeri-

schen Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsord-

nung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend 

der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversi-

cherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen 

Recht, insbesondere nach dem IVG, der IVV (SR 831.201), dem ATSG 

sowie der ATSV (SR 830.11). 

Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an 

Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Kran-

kenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und An-

spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, 

S. 179; ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus-

land stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts 

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Seite 9 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: 

BGer] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Beweis-

würdigung BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des BVGer C-662/2010 vom 

19. Dezember 2012 E. 4.1). 

3.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer über-

gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 138 V 475 

E. 3.1, BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für 

die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem 

Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata tempo-

ris; BGE 130 V 445 E. 1.2.1 f.; Urteil des BVGer C-601/2011 vom 

5. Dezember 2013 E. 3.3). 

Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung stellt das Sozialversiche-

rungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den 

bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen 

Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Vorliegend sind demnach die 

Verhältnisse bis zum 18. April 2012 (Datum der angefochtenen Verfü-

gung) zu berücksichtigen. Allerdings können Tatsachen, die den Sachver-

halt seither verändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen 

Verwaltungsverfügung sein (BGE 138 V 475 E. 3.1, BGE 121 V 362 E. 1b 

mit Hinweisen; C-601/2011 E. 4). 

3.3 Die zur Diskussion stehende Anmeldung erfolgte am 15. März 2007 

(vgl. Sachverhalt Bst. B), womit ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der 

noch vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-

Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Da diese Revision hinsichtlich 

des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Ände-

rungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage ge-

bracht hat, werden nachfolgend bei den materiellen Bestimmungen des 

IVG und der IVV die Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft ge-

tretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) 

wiedergegeben. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2012 zu 

prüfen ist, sind weiter die mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-

Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzesänderungen 

zu beachten (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV 

in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]; vgl. auch Urteil 

des BVGer C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.7). Nachfolgend wird al-

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Seite 10 

so auf die ab 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen verwiesen, ausser 

diese hätten mit der IV-Revision 6a eine Änderung erfahren. 

3.4 Bezüglich der vorliegend aufgrund von Art. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 

IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des 

Invaliditätsgrads (Art. 16) hat das Schweizerische Bundesgericht (vormals 

EVG) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legal-

definitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor 

In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Ände-

rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen 

und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1-3.3; Urteil des 

BVGer B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 3.3). 

4.  

Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-

setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 

Grundsätze darzulegen. 

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG; vgl. E. 4.2) und 

beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer 

Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Für die Erfüllung der dreijähri-

gen Mindestbeitragsdauer werden auch Beitragszeiten mitberücksichtigt, 

die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt worden sind (vgl. Wegleitung 

des Bundesamts für Sozialversicherungen über die Renten in der Eidge-

nössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [RWL], 

Rz. 3004 mit weiteren Hinweisen; Urteil des BVGer C-6839/2008 vom 

28. September 2010 E. 2.4). 

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als ei-

nem Jahr Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet (IV-act. 62) 

und erfüllt unter Anrechnung der ausländischen Versicherungszeiten 

(IV-act. 62, 54 und 13) auch die Mindestbeitragsdauer von drei Jahren, so 

dass die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf 

eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist. 

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-

A-2876/2012 

Seite 11 

dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung 

verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbs-

möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-

markt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betä-

tigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizini-

sches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) 

und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauern-

de Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe-

reich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, 

Art. 8 ATSG Rz. 7; statt vieler B-194/2013 E. 4.1 und Urteil des BVGer 

C-4208/2012 vom 17. Mai 2013 E. 2.3). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-

fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 

leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem an-

deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs-

unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren-

te, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-

ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 

Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss 

Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 

des 18. Altersjahrs folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG wer-

den Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entspre-

chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ge-

wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht 

völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. 

Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehöri-

gen eines Mitgliedstaats der EU und der Schweiz, sofern sie – wie der 

A-2876/2012 

Seite 12 

Beschwerdeführer – in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 

130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1; vgl. C-4614/2012 E. 2.8). 

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-

reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zu-

sätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-

schnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 

(Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 

4.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkom-

men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie-

hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der 

Einkommensvergleich hat dabei in der Regel in der Weise zu erfolgen, 

dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-

lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich 

aus der – unter Berücksichtigung allfälliger rentenwirksamer Änderungen 

der Vergleichseinkommen bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 

(hier: 18. April 2012) – resultierenden Einkommensdifferenz der Invalidi-

tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen 

nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ein-

zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annä-

herungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs; BGE 129 V 222 E. 4.1, BGE 128 V 29 E. 1, BGE 

104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Erwerbsunfähigkeit ist, 

vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsschaden verursach-

te Unfähigkeit, durch Arbeit Geld verdienen zu können (SCARTAZZI-

NI/HÜRZELER, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, § 13 Rz. 16; 

zum Ganzen B-194/2013 E. 4.4 und C-662/2010 E. 4.6). 

4.5 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach dem Ausmass der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der daraus fol-

genden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 273 

E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betä-

tigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im an-

A-2876/2012 

Seite 13 

gestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erfor-

derlich – auch in zumutbaren anderen beruflichen Tätigkeiten (Verweistä-

tigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wirt-

schaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Das 

heisst, dass es bei der Bemessung der Invalidität einzig und allein auf die 

objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung an-

kommt, welche nicht unbedingt mit dem von Arzt oder Ärztin festgelegten 

Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müssen (BGE 110 

V 273 E. 4a; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Verwaltung und im Be-

schwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-

lich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren 

sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet 

werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, BGE 114 V 

310 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftli-

chen und rechtlichen Beurteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit 

der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegt dagegen der Verwaltung 

und im Beschwerdefall dem Gericht (zum Ganzen B-194/2013 E. 4.4). 

4.5.1 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Berichts ist entschei-

dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-

legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit-

tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 

125 V 351 E. 3a; Urteil des BVGer A-3515/2012 vom 22. April 2014 

E. 2.4; zur grundsätzlichen Zulässigkeit von MEDAS-Gutachten vgl. BGE 

137 V 210). 

4.5.2 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-

weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-

det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-

verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in ei-

nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

A-2876/2012 

Seite 14 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Un-

parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 135 II 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/ee, je mit Hinweisen; 

B-194/2013 E. 4.5.2). 

4.5.3 Auf Stellungnahmen der regionalen ärztlichen Dienste (RAD) resp. 

der medizinischen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gut-

achtensqualität zukommen soll, nur abgestellt werden, wenn sie den all-

gemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht 

genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die 

RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen 

und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifi-

kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine 

erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gut-

achtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse 

des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes 

als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entspre-

chender spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den 

Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteile des BVGer C-5894/2011 

vom 20. Februar 2014 E. 9.1 und B-194/2013 E. 4.5.3, je mit weiteren 

Hinweisen). 

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person persönlich 

untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung 

der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei 

Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen 

stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Grundlagen. 

Das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich vermag daher einen 

RAD-Bericht für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbeson-

dere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines bereits 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, folglich die direkte ärztli-

che Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Ur-

teil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1; vgl. 

auch BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/ee; Urteil des EVG I 1094/06 vom 

14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 

5.  

Vorliegend ist einerseits der Umfang des Anspruchs auf eine IV-Rente 

hinsichtlich Höhe und Dauer streitig und andererseits besteht Uneinigkeit 

A-2876/2012 

Seite 15 

darüber, ob das Gutachten ZMB fehlerhaft sei und ein neues Obergutach-

ten im Sinne eines Schmerzgutachtens zu erstellen sei (vgl. E. 5.2 f.). 

5.1 Die Verfügung der IVSTA vom 18. April 2012 beruht im Wesentlichen 

auf einem polydisziplinären fachärztlichen Gutachten der 

Dres. med. G._______, H._______ und I._______ vom 10. Mai 2011 

(IV-act. 61; vgl. Sachverhalt Bst. D und E) und den Stellungnahmen des 

RAD-Arztes Dr. med. E._______ vom 12. November 2011 (IV-act. 78), 

vom 5. Juli 2011 (IV-act. 66) und vom 26. Mai 2011 (IV-act. 64). In Letzte-

ren attestierte Dr. med. E._______ – Spezialarzt der Inneren Medizin – 

dem Beschwerdeführer als Hauptdiagnosen mit Auswirkung auf die Ar-

beitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, Status 

nach nicht dislozierter Fraktur Processus transversus L3 rechts und Sta-

tus nach Bogenwurzelfraktur L4 vom 22. September 2004 (konservativ 

behandelt), leichte degenerative Lendenwirbelsäulenveränderungen und 

kein radikuläres Reiz- oder Ausfallsyndrom. Als Nebendiagnosen ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. med. E._______ ein Poly-

trauma vom 22. September 2004, ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma, Ge-

sichtsschädelverletzung mit Oberkieferjochbeinimpressionsfraktur links 

und Jochbogenfraktur links, mehrfragmentäre Mandibulafraktur links pa-

ramedian bis angulär, Verlust mehrerer Zähne, Quetschungen im Gesicht, 

Status nach Osteosynthese Mandibula (zwei Platten) und Jochbeinrepo-

sition und Osteosynthese vom 22. September 2004, Status nach interma-

xillärer Reposition und geschlossener Septumreposition vom 

29. September 2004, Status nach zahnärztlicher Versorgung (Zahnbrü-

cke), Status nach Osteosynthesematerialentfernung und Septumkorrektur 

vom 21. November 2006, persistierende Sensibilitätsstörung im Gebiet 

N. mentalis links, Entfernung Bohrerspitze submandibulär links 02/07 

vorgesehen, Halswirbelsäule-Distorsionstrauma Grad I, MRI der Halswir-

belsäule vom 24. Mai 2005 bzw. 22. November 2006 (Streckhaltung, kei-

ne traumatischen Veränderungen, keine Einengung neuraler Strukturen), 

MRI Neurokranium vom 24. Mai 2005 bzw. 22. November 2006 (Arach-

noidalzysten am Frontalpol Temporallappen beidseits, keine posttrauma-

tischen Veränderungen), persistierende schmerzhafte Bewegungsein-

schränkung und ausgeprägte cervicocephale Schmerzen ohne organi-

sches Korrelat, eine erektile Dysfunktion seit Anfang 2006 (psychogen 

oder durch Medikamente bedingt, urologisch unauffällig; kein Nachweis 

einer Conus-Cauda-Läsion [MRI Lendenwirbelsäule vom Januar 2007]), 

sodann unfallfremde bzw. vorbestehende Arachnoidalzysten am Frontal-

pol des Temporallappens beidseits (wahrscheinlich Anlageanomalie, kei-

ne Raumforderung [MRI Lendenwirbelsäule vom Januar 2007]) und 

A-2876/2012 

Seite 16 

schliesslich eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit Sym-

ptomausweitung (F 45.4) bei akzentuierten narzisstischen Charakterzü-

gen (Z 73.1) und andauerndem Substanzgebrauch von Opiaten (F 11.24). 

Dr. med. E._______ schloss schliesslich auf eine Arbeitsunfähigkeit im 

angestammten Beruf von 100 % seit dem 22. September 2004 bzw. auf 

eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Berufen von 100 % seit dem 

22. September 2004, von 50 % ab dem 27. Januar 2007, von 20 % ab 

dem 27. April 2007 und von 0 % seit dem 1. Januar 2008. Zur Begrün-

dung stützte er sich explizit auf das Gutachten ZMB. Vorliegend gilt zu 

prüfen, ob die genannten ärztlichen Berichte die Arbeitsunfähigkeit in 

adaptierten Berufen rechtsgenüglich aufzuzeigen vermögen oder ob nicht 

doch – wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht – Anspruch auf eine 

höhere und/oder länger auszubezahlende Rente bestünde. 

5.2  

5.2.1 Der Beweiswert des Gutachtens ZMB und der Berichte von 

Dr. med. E._______ hängen gemäss ständiger Rechtsprechung – wie be-

reits in E. 4.5.1 gesagt – davon ab, ob sie für die streitigen Belange um-

fassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklag-

ten Beschwerden berücksichtigen und in Kenntnis der Vorakten abgege-

ben worden sind. Weiter müssen diese in der Beurteilung der medizini-

schen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und 

die Schlussfolgerungen der Experten müssen begründet sein. 

5.2.2 Das polydisziplinäre fachärztliche Gutachten vom 10. Mai 2011 

(IV-act. 61; vgl. Sachverhalt Bst. D und E) wurde von 

Dr. med. G._______, einem Facharzt für Innere Medizin, 

Dr. med. H._______, einem Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Dr. med. I._______, einem Facharzt für Psychiatrie, verfasst. Zur neuro-

logischen Begutachtung wurde Dr. med J._______, Facharzt für Neurolo-

gie, beigezogen. In seiner internistischen Beurteilung zeigt 

Dr. med. G._______ auf, dass sich – abgesehen von einer leichten dias-

tolischen Hypertonie – keine pathologischen Befunde finden lassen wür-

den. Die Hypertonie habe derzeit keine Bedeutung und sei möglicherwei-

se situativ bedingt, wobei eine ambulante Verlaufskontrolle der Blut-

druckwerte angezeigt sei. Auch die erektile Dysfunktion sei urologisch 

abgeklärt worden, wobei eine somatische Ursache nicht habe gefunden 

werden können und diese letztlich auf die Medikation mit Opiaten zurück-

zuführen sei (IV-act. 61, S. 19 und 42). In orthopädischer Hinsicht kommt 

Dr. med. H._______ zum Schluss, dass zwar ein chronisch lumbover-

tebrales Schmerzsyndrom diagnostiziert werden müsse, die Lendenwir-

A-2876/2012 

Seite 17 

belsäulen-Beweglichkeit bei der Untersuchung aber nicht eingeschränkt 

gewesen sei. Obwohl eine Einschränkung beim Vorwärtsbeugen (FBA 

von 40 cm) festzustellen gewesen sei, sei der Langsitz praktisch vollstän-

dig möglich gewesen. Die paralumbale Muskulatur sei nur geringgradig 

verspannt, wobei sich klinisch gewisse lumbosacrale Klopfempfindlichkei-

ten gezeigt hätten. Radiologisch zeige sich die Lendenwirbelsäule unauf-

fällig, mit nur leichten degenerativen Veränderungen präsacral (Spondyl-

arthrose). Der Gutachter weist darauf hin, dass in der fokussierten Unter-

suchung eine deutliche Halswirbelsäulen-Bewegungseinschränkung auf-

gefallen sei, welche aber in unbeobachteten Momenten nicht habe bestä-

tigt werden können (wie dies bereits zuvor auch in der Klinik C._______ 

festgestellt worden sei). Bildgebende Aufnahmen aus früheren Jahren 

zeigten nur unwesentliche degenerative Veränderungen. Letztlich könn-

ten die beklagten Rückenschmerzen aus orthopädischer Sicht nicht mit 

objektiven klinischen und/oder radiologischen Befunden erklärt werden. 

Die Gegeninnervation bei der Bewegungsprüfung und die verbalen 

Schmerzäusserungen seien alles Hinweise auf eine funktionelle Überla-

gerung bzw. sei von einer psychogenen zusätzlichen Überlagerung im 

Sinne einer Schmerzfehlverarbeitung auszugehen (IV-act. 61, S. 24 und 

43). Sodann gibt Dr. med. J._______, Facharzt für Neurologie, aus neuro-

logischer Hinsicht zu bedenken, es seien keine neurologischen Ausfälle 

im klinischen Status festgestellt worden – auch keine Zeichen einer Radi-

kulopathie (weder im Lumbal- noch im Cervicalbereich). Aufgrund des 

Unfallmechanismus sei zwar eine Halswirbelsäulen-Distorsion durch seit-

liches Abknicken möglich, eine ossäre Läsion an der Halswirbelsäule sei 

aber nicht sichtbar. Auch im Verlauf seien keine sicheren radikulären Irri-

tations- oder Ausfallszeichen nachweisbar gewesen. Letztlich seien die 

Rückenschmerzen auch aus neurologischer Sicht nicht zu erklären. So-

dann habe auch die vom Beschwerdeführer beklagte erektile Dysfunktion 

kein neurologisches Korrelat; ein Conus-Cauda-Syndrom liege nicht vor, 

sodass schliesslich eine Überlagerung dieser Störung mit psychogenen 

Faktoren sowie mit dem täglichen Opiatkonsum anzunehmen sei. Zwar 

sei von einem leichten Schädelhirntrauma auszugehen, wobei intracra-

nielle Läsionen gemäss MRI des Kopfs nicht dokumentiert seien, und das 

Trauma folglich ohne bleibende kognitive Einbussen abheilen sollte. Beim 

Beschwerdeführer persistierten aber solche kognitiven Einbussen, was 

rein neurologisch nicht mit somatischen Befunden erklärt werden könne. 

Es stelle sich folglich auch hier die Frage nach einer zusätzlichen psy-

chogenen Überlagerung, wobei der Beschwerdeführer in der neuropsy-

chologischen Testung sogar Hinweise auf eine sehr klare Symptomver-

deutlichung gezeigt habe (IV-act. 61, S. 28 f. und 43). Schliesslich führt 

A-2876/2012 

Seite 18 

Dr. med. I._______ in seiner psychiatrischen Beurteilung aus, der Be-

schwerdeführer erweise sich klinisch stark narzisstisch gekränkt, ob sei-

nem beruflichen Abstieg, den dieser mit dem Unfall in Zusammenhang 

bringe. Klinisch überwiege die narzisstische Kränkungsreaktion bei star-

ker Unzufriedenheit wegen der chronisch erlebten Schmerzen und der 

beruflichen Perspektivlosigkeit. Da das Ausmass der geklagten Be-

schwerden nicht mit der klinischen Untersuchung in Einklang gebracht 

werden könne, müsse eine Selbstlimitierung bei eindeutiger psychischer 

Schmerzfehlverarbeitung im Sinne einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung psychiatrisch gesichert angenommen werden. Auch das 

soziale Funktionsniveau des Beschwerdeführers könne nicht mit seinen 

Angaben – überhaupt nichts mehr adäquat erledigen zu können – in 

Übereinstimmung gebracht werden. In der neuropsychologischen Testung 

habe sich eine schmerzbedingte kognitive Leistungseinbusse sowie eine 

Symptomverdeutlichung gezeigt, wobei Hinweise auf eine organisch be-

dingte neuropsychologische Funktionsbeeinträchtigung als Folge des Un-

falls fehlten. Auch die beklagte Impotenz hänge vermutlich mit psychi-

schen Faktoren und der Opiateinnahme zusammen. Insgesamt müssten 

also psychogene Faktoren im Sinne einer Selbstlimitierung und chroni-

schem Opiatgebrauch für die ungünstige Schmerzbewältigung ange-

nommen werden. Bei der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

könne kein verfestigter, nicht mehr angehbarer seelischer Verlauf ange-

nommen werden; eine wesentliche psychiatrische Komorbidität fehle 

(IV-act. 61, S. 33 f. und 44). 

Die Gutachter gelangen in ihrer gemeinsamen Sitzung gesamthaft zum 

Schluss, der Beschwerdeführer sei in seiner angestammten Tätigkeit auf-

grund der chronifiziert erlebten Rückenschmerzen zu 100 % arbeitsunfä-

hig. In adaptierten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten mit 

Gewichtslimiten bis 25 kg schliessen sie jedoch auf eine 100 %-ige Ar-

beitsfähigkeit; retrospektiv seit Januar 2007 auf eine 50 %-ige, [ab Okto-

ber 2007 auf eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit] mit stufenweiser Steigerung 

auf eine 80 %-ige Arbeitsfähigkeit innert drei Monaten. Zusammenfas-

send sei letztlich von einer vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkei-

ten ab Beginn 2008 auszugehen (IV-act. 61, S. 45 f.). Anzumerken ist 

hier, dass die Gutachter zwar davon sprechen, der RAD-Arzt halte "ab 

10/2007 eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit auch für gegeben (…)", die Vorin-

stanz in ihrer Vernehmlassung vom 18. Oktober 2012 (BVGer-act. 11, 

S. 2) jedoch schlüssig aufzeigen kann, dass es sich beim erwähnten Da-

tum um eine Verwechslung handeln muss. Es handle sich nämlich viel-

mehr um das Datum der Stellungnahme selbst, in welcher der RAD-Arzt 

A-2876/2012 

Seite 19 

in Übereinstimmung mit der Klinik C._______ die Arbeitsfähigkeit von 

50 % in Verweisungstätigkeiten ab Januar 2007 und jene von 80 % ab 

dem 28. April 2007 festgestellt hatte. 

Die Gutachter attestieren dem Beschwerdeführer als Diagnosen mit Aus-

wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom (Status nach nicht-dislozierter Fraktur des Processus 

transversus L3 rechts und Status nach Bogenwurzelfraktur L4 vom 

22. September 2004 [konservative Behandlung], leichte degenerative 

Veränderungen der Lendenwirbelsäule [Röntgen vom 31. März 2011], 

kein radikuläres Irritations- oder Ausfallssyndrom). Als Diagnosen ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit attestieren sie dem Beschwerdeführer 

einen Status nach Polytrauma am 22. September 2004 mit einem leichten 

Schädelhirntrauma (kurze retro- und anterograde Amnesie von insgesamt 

nicht mehr als einer Minute Dauer), mit einem Status nach Oberkiefer-

Jochbein-Impressionsfraktur links mit Impression in den Sinus maxillaris 

links mit einer Fraktur der Vorder- und Hinterwand des Sinus maxillaris 

und Orbitaboden links und Mandibula-Mehrfragmentfraktur links, Status 

nach Osteosynthese Mandibula, Jochbeinreposition und Osteosynthese 

vom 22. September 2004, mit einem Status nach einer sekundären 

intramaxillären Fixation und geschlossenen Septumreposition vom 

29. September 2004 und mit einem Status nach einer Metallentfernung 

am Ober- und Unterkiefer links vom November 2006 (persistierende Lä-

sion des N. alveolaris inferior [N. mentalis] mit Taubheit in der Kinnspitze). 

Sodann zählten zu den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-

keit ein Status nach einer Halswirbelsäulen-Distorsion Grad I mit per-

sistierender schmerzhafter Bewegungseinschränkung und ausgeprägten 

cervicocephalen Schmerzen ohne somatisches Korrelat, eine erektile 

Dysfunktion unklarer Ätiologie seit 2006, am ehesten psychogen/medika-

mentös bedingt (kein Nachweis einer Conus-Cauda-Läsion [MRI der 

Lendenwirbelsäule vom Januar 2007]), beidseitige Arachnoidalzysten ce-

rebral (rechts betont), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit 

Symptomausweitung bei akzentuierten narzisstischen Charakterzügen 

und letztlich ein ständiger Substanzgebrauch von Opiaten (Schmerzmit-

teln; zum Ganzen IV-act. 61, S. 41 f.). 

5.2.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, das Gutachten ZMB weise diverse 

Mängel auf, weshalb ein neues Schmerzgutachten zu erstellen sei. Es 

befasse sich einerseits zu oberflächlich mit dem Schmerzgutachten vom 

24. September 2008 und sei andererseits durch einen Psychiater, einen 

Orthopäden und eine Spezialisten für innere Medizin und gerade nicht 

A-2876/2012 

Seite 20 

durch einen Schmerzspezialisten erstellt worden. Zwar gehe das Gutach-

ten ZMB nicht von simulierten Schmerzen aus, nur würden daraus nicht 

die richtigen Schlussfolgerungen gezogen; auch das Zusammenspiel von 

körperlichen und psychischen Faktoren könnten eine Invalidität begrün-

den und die Chronifizierung der Schmerzen begünstigen. Auch bzw. ge-

rade weil die Schmerzen den Hauptgrund für die fehlende Arbeitsfähigkeit 

bildeten, sei ein [neues] Schmerzgutachten zu beantragen. Sodann treffe 

auch nicht zu, dass organisch nichts feststellbar sei. Der Befund an der 

Wirbelsäule zeige nämlich mehrere Bogenwurzelfrakturen, also "harte 

Daten", weshalb die neuere Schleudertrauma-Rechtsprechung nicht an-

wendbar sei. Auch die Neutralität der MEDAS-Gutachter sei in Frage zu 

ziehen, da der betreffende Arzt nicht einmal über die notwendigen Akten 

verfügt habe (vgl. auch Sachverhalt Bst. F). 

5.2.4 Die Fachärzte nehmen im Gutachten ZMB insbesondere Stellung 

zu den vorhandenen Diskrepanzen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

zur bereits vorhandenen Beurteilung durch die Ärzte des Schmerzzent-

rums D._______ vom 24. September 2008. Sie führen auf, keine Hinwei-

se auf eine organische Ursache des von den damaligen Gutachtern diag-

nostizierten hirnorganischen Psychosyndroms bestätigen zu können. Das 

"alogogene Psychosyndrom bei chronischem Schmerzzustand" sei im 

Sinne einer Schmerzfehlverarbeitung zu verstehen und wirke nicht invali-

disierend; die Beurteilung könne demnach nicht übernommen werden 

(IV-act. 61, S. 46). In seiner Stellungnahme vom 12. November 2011 

(IV-act. 78) kommt Dr. med. E._______ zum Schluss, dass das schmerz-

therapeutische Gutachten des Schmerzzentrums D._______ vom 

24. September 2008 nicht von genügender Qualität sei, um die Schluss-

folgerungen des Gutachtens ZMB in Frage zu stellen: Es bestehe über 

weite Strecken nur aus Literaturzitaten, wobei die eigentlichen Untersu-

chungsbefunde wenig mehr als eine Seite umfassten und zu grossen Tei-

len aus weichen, manualmedizinischen Befunden bestünden. Auch die 

Qualifikation der untersuchenden Ärzte sei derjenigen der im Gutachten 

ZMB involvierten sicher nicht überlegen. Letztlich werde auch die postu-

lierte organisch bedingte Hirnleistungsstörung weder spezifiziert noch 

durch objektive Befunde belegt (zum Ganzen IV-act. 78, S. 1). 

Bei dem fraglichen Gutachten ZMB handelt es sich nicht um einen reinen 

Aktenbericht. Die erwähnten Fachärzte hatten vielmehr die Möglichkeit, 

den Beschwerdeführer persönlich vom 28. März 2011 bis 31. März 2011 

eingehend zu untersuchen und dadurch auch auf die beklagten Be-

schwerden einzugehen. Zusätzlich standen ihnen diverse Dokumentatio-

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nen mit medizinischen Berichten zur Verfügung. Gemäss Stellungnahme 

vom 12. November 2011 (IV-act. 78, S. 2) sei das Gutachten ZMB von 

genügender Qualität, um den Fall abschliessend beurteilen zu können. 

Daran vermag auch die generelle Kritik des Beschwerdeführers an ME-

DAS-Gutachten nichts zu ändern (vgl. E. 4.5.1 ff.). 

5.3 Das Gutachten ZMB berücksichtigt unbestrittenermassen umfassend 

alle geklagten Beschwerden – so auch die psychische Situation des Be-

schwerdeführers – sowie die Vorakten. Neben der Würdigung aller vorlie-

genden Aktenbefunde stellen die Gutachter auch eigene Untersuchungen 

an (vgl. E. 5.2.4). Die Schlussfolgerungen der Gutachter und des RAD-

Arztes sind hinreichend begründet und die Beurteilung der gesundheitli-

chen Situation des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit durchaus einleuchtend und nachvollziehbar. 

5.4 Des Weiteren vermag der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, 

sein Gesundheitszustand habe sich seit dem Gutachten ZMB weiter ver-

schlechtert, nicht durchzudringen. Das ärztliche Attest von 

Dr. med. F._______ vom 23. Mai 2012 (BVGer-act. 1, Beilage C) – soweit 

es vorliegend zur Beurteilung der streitigen Verfügung vom 18. April 2012 

überhaupt zu berücksichtigen ist (E. 3.2) – vermag an den Schlussfolge-

rungen der Gutachter bzw. des RAD-Arztes nichts zu ändern. Es ist mit 

Dr. med. E._______ einig zu gehen, dass dieses lediglich die bekannten 

und auch nicht in Zweifel gezogenen Schmerzen erwähnt, aber keine 

weiteren bzw. neuen objektiven Befunde aufzeigt. Hinsichtlich des Vor-

bringens des Medikamentenbezugs weist der RAD-Arzt erneut darauf hin, 

dass im chronischen Gebrauch die Dosis eines zentral wirksamen 

Schmerzmittels nicht mehr notwendigerweise mit der Intensität des 

Schmerzes oder der Schwere der zu Grunde liegenden Störung korreliert. 

Vielmehr ergebe er sich aus der Gewöhnung, wenn nicht sogar aus der 

Abhängigkeit (BVGer-act. 11.2). Das Ergebnis des Gutachtens ZMB kann 

somit mittels des ärztlichen Attests von Dr. med. F._______ vom 23. Mai 

2012 nicht in Frage gezogen werden bzw. gelingt es dem Beschwerde-

führer nicht aufzuzeigen, dass sich sein Gesundheitszustand tatsächlich 

verschlechtert hat. Eine erneute Begutachtung ist – so auch der RAD-Arzt 

– folglich nicht angezeigt. 

5.5 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass es die Vorinstanz 

auf Grundlage des Gutachtens ZMB bzw. der Stellungnahmen des RAD-

Arztes als überwiegend wahrscheinlich erachtet hat, dass der Beschwer-

deführer seit dem 22. September 2004 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

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zu 100 % arbeitsunfähig, in einer Verweistätigkeit seit dem Austritt aus 

der Klinik C._______ am 27. Januar 2007 zu 50 % arbeitsfähig mit einer 

stufenweisen Steigerung auf 80 % innert drei Monaten und von 100 % ab 

1. Januar 2008 war; dies mit einer Erwerbseinbusse von 59 % ab 

27. Januar 2007, von 35 % ab 27. April 2007 und von 19 % ab 1. Januar 

2008 und dem Beschwerdeführer somit ab dem 1. Mai 2007 eine halbe 

Rente und ab 1. August 2007 kein Rente mehr zugesprochen hat. Die 

angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 18. April 2012 ist somit 

rechtmässig, weshalb sich die Beschwerde vom 25. Mai 2012 als unbe-

gründet erweist und demzufolge abzuweisen ist. 

6.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. Der Beschwerdeführer hat ein Gesuch um unentgeltli-

che Prozessführung und Verbeiständung durch seinen Rechtsvertreter 

gestellt. 

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwer-

deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 

von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Die 

Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tra-

gen, hier also von dem Beschwerdeführer (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. 

Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

6.2 Eine Partei kann gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG – sofern sie nicht über 

die erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichts-

los erscheint – auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten be-

freit werden. 

6.2.1 Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die Pro-

zesskosten aufzukommen, ohne dass sie Mittel beanspruchen müsste, 

die zur Deckung des Grundbedarfs für sie und ihre Familie notwendig 

sind (BGE 127 I 202 E. 3b mit Hinweisen). Die Bedürftigkeit des Be-

schwerdeführers ergibt sich aus den Akten. Er ist ohne Beeinträchtigung 

der für seinen Unterhalt erforderlichen finanziellen Mittel nicht in der La-

ge, die Prozesskosten zu bestreiten. 

6.2.2 Prozessbegehren sind gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung 

als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten (ex ante be-

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trachtet; BGE 124 I 304 E. 2c, BGE 122 I 5 E. 4a) beträchtlich geringer 

sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet 

werden können. Ein Begehren gilt dagegen nicht als aussichtslos, wenn 

sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten 

oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Par-

tei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung 

zur Einlegung des Rechtsmittels entschliessen oder aber davon absehen 

würde, soll doch eine Partei einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung 

und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er 

sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 mit Hinweis). Die Rechtsbegeh-

ren des Beschwerdeführers sind, ex ante betrachtet, nicht gesamthaft als 

aussichtslos zu bezeichnen. Soweit der Beschwerdeführer unterliegt, ist 

sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung demnach gutzuheissen. 

Vor diesem Hintergrund ist somit auf die Erhebung von Verfahrenskosten 

zu verzichten. 

6.3 Gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG wird der Partei ein Anwalt bestellt, wenn 

es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist. 

6.3.1 Die bedürftige Partei hat Anspruch auf unentgeltliche Verbeistän-

dung, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und 

der Fall in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, 

die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in 

Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition der be-

troffenen Person einzugreifen, ist die Bestellung eines unentgeltlichen 

Rechtsvertreters grundsätzlich geboten, sonst nur dann, wenn zur relati-

ven Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierig-

keiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller selbst nicht gewachsen ist 

(BGE 130 I 182 E. 2.2, mit Hinweisen). Vorliegend war die Rechtsvertre-

tung angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen ge-

boten. Soweit der Beschwerdeführer unterliegt, ist sein Gesuch um un-

entgeltliche Verbeiständung durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Schütt 

gutzuheissen. 

6.3.2 Die Entschädigung des Rechtsvertreters wird mangels Einreichung 

einer detaillierten Kostennote unter Berücksichtigung des normalerweise 

in ähnlich gelagerten Fällen gebotenen und aktenkundigen Anwaltsauf-

wands auf pauschal Fr. 2'500.-- (inkl. Auslagen) festgesetzt (Art. 65 

Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 12 und 14 Abs. 2 VGKE). Diese Entschädigung 

ist aus der Gerichtskasse zu leisten (Art. 64 Abs. 2 BGG analog; vgl. 

Art. 4 VwVG). Es wird darauf hingewiesen, dass die bedürftige Partei 

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gemäss Art. 65 Abs. 4 VwVG verpflichtet ist, der Gerichtskasse Ersatz zu 

leisten, wenn sie später zu hinreichenden Mitteln gelangt. 

6.4 Die Vorinstanz als obsiegende Partei hat keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wird 

gutgeheissen. Dem Beschwerdeführer wird Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas 

Schütt zum Rechtsbeistand bestellt. Diesem wird für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Entschädigung von pauschal 

Fr. 2'500.-- ausgerichtet, zahlbar aus der Gerichtskasse nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

  

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Seite 25 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Beusch Anna Strässle 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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