# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e751f9d5-9c88-5606-afcf-fe9456024485
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.11.2008 RR.2008.267
**Docket/Reference:** RR.2008.267
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2008-267_2008-11-04

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Entscheid vom 4. November 2008 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 
Giorgio Bomio und Roy Garré,  
Gerichtsschreiberin Lea Unseld  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Jens Janssen, 
Deutschland 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜ-
RICH,  

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-
land 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.267 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen (Deutschland) gegen A. sowie 
weitere Beschuldigte wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Be-
täubungsmittelgesetz ermittelt; 

 
- die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen in diesem Zusammenhang mit 

einem Rechtshilfeersuchen vom 21. Januar 2008 sowie Ergänzungen an 
die Schweiz gelangt ist; 

 
- die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (nachfolgend “Staatsanwalt-

schaft“) dem Rechtshilfeersuchen mit Schlussverfügung vom 4. September 
2008 entsprochen und u.a. die Herausgabe von Protokollen über die Echt-
zeit-Überwachung sowie den SMS-Verkehr verschiedener Mobiltelefonan-
schlüsse verfügt hat (act. 1.2); 

 
- der Beschwerdeführer gegen die Schlussverfügung der Staatsanwaltschaft 

vom 4. September 2008 mit Beschwerde vom 17. Oktober 2008 an die 
II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangt ist (act. 1); 

 
- A. am 20. Oktober 2008 eingeladen wurde, bis zum 30. Oktober 2008 ei-

nen Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- zu leisten; er zudem aufgefordert 
wurde, bis zum gleichen Datum in der Schweiz ein Zustelldomizil (eine Ad-
resse, an die alle gerichtlichen Schriftstücke rechtsgültig übermittelt werden 
können) zu bezeichnen, ansonsten weitere Zustellungen durch das Bun-
desstrafgericht grundsätzlich unterbleiben und insbesondere der Schluss-
entscheid nicht zugestellt wird (act. 3); 

 
- A. mit Schreiben vom 31. Oktober 2008 den Rückzug seiner Beschwerde 

bekannt gegeben hat (act. 4);  
 
- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als er-

ledigt abzuschreiben ist; 
 
- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich 

als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 
i.V.m. Art. 30 lit. b SGG die Gerichtskosten zu tragen hat (TPF RR.2007.4 
vom 6. März 2007; RR.2007.70 vom 30. Mai 2007; RR.2007.157 vom 
10. Oktober 2007); es sich vorliegend jedoch rechtfertigt, auf die Erhebung 
einer Gerichtsgebühr zu verzichten (Art. 63 Abs. 1 Satz 3 VwVG i.V.m. 
Art. 30 lit. b SGG);  

- 3 - 

 

 

- eine Partei, die im Ausland wohnt, gemäss Art. 80m lit. b IRSG i.V.m. Art. 9 
IRSV ein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnen muss, ansonsten die 
Zustellung unterbleiben kann;  

- der Beschwerdeführer der Aufforderung vom 20. Oktober 2008 nach der 
Bezeichnung eines Zustelldomizils in der Schweiz nicht nachgekommen ist, 
weshalb dieser Entscheid ihm androhungsgemäss nicht formell eröffnet 
wird und die Zustellung an den Beschwerdeführer anstelle dessen ad acta 
erfolgt. 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Das Verfahren RR.2008.267 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als er-

ledigt abgeschrieben. 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben.  

 
 

Bellinzona, 5. November 2008 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vorsitzende:     Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Jens Janssen (Zustellung ad acta) 
- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).