# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f9a39ea-9657-5385-8cc1-68aefafaaec9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.05.2008 ZF 2008 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2008-4_2008-05-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 05. Mai 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 08 4

(Auf die gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Ur-
teil vom 14. Oktober 2008 nicht eingetreten worden).

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Sutter-Ambühl, Giger, Zinsli und Michael Dürst 
Aktuarin Duff Walser

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In der zivilrechtlichen Berufung

des A., Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ernst 
Sax, Gäuggelistrasse 29, 7001 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 2. Oktober 2007, mitgeteilt am 11. De-
zember 2007, in Sachen der Z., Klägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, Postfach 26, Quaderstrasse 5, 7002 
Chur, gegen den Beklagten und Berufungskläger, 

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

hat sich ergeben:

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A. In der Zeit vom 9. August 1999 bis zum 8. August 2003 absolvierte Z. 
eine vierjährige Lehre als Zahntechnikerin im Dentallabor von A. in C.. Nachdem Z. 
die Lehrabschlussprüfung beim ersten Versuch nicht bestanden hatte, beschäftigte 
A. die Arbeitnehmerin weiterhin als Hilfskraft in seinem Betrieb, um ihr die Wieder-
holung der Prüfung zu ermöglichen. Diese legte Z. schliesslich im Januar 2004 er-
folgreich ab, worauf sie weiter bei A. als Zahntechnikerin beschäftigt blieb, bis sie 
das Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 25. Juli 2004 per Ende September 2004 
auflöste. In der Folge machte Z. bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber verschiedene 
Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis geltend, welche von A. bestritten wurden.

B. Am 14. August 2006 machte Z. beim Vermittleramt des Kreises Trins 
eine Forderungsklage gegen A. anhängig. Nachdem an der Sühneverhandlung vom 
24. Oktober 2006 keine Einigung erzielt werden konnte, bezog die Klägerin am 1. 
November 2006 den Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren: 

„Klägerisches Rechtsbegehren

1.  Der Beklagte sei zur Bezahlung von Fr. 24'354.00 nebst Zins zu 5% seit 
dem 30.9.2004 an die Klägerin zu verurteilen;

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6% MwSt. zu Las-
ten des Beklagten.

Beklagtisches Rechtsbegehren

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6% MwSt. zu Lasten 
der Klägerin;

3. Die Klägerin sei zu verpflichten dem Beklagten Fr. 18'865.00 zuzüglich 
5% Zins seit 18.5.2006 zu bezahlen.“

C. Am 17. November 2006 reichte Z. beim Bezirksgericht Imboden die 
Prozesseingabe mit den im Leitschein festgehaltenen klägerischen Rechtsbegeh-
ren ein.

Mit Prozessantwort und Widerklage vom 12. Januar 2007 reduzierte der Be-
klagte die widerklageweise geltend gemachte Forderung von Fr. 18'865.-- nunmehr 
auf Fr. 7'865.50 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 18. Mai 2006. Im Übrigen blieb A. 
bei seinen Begehren gemäss Leitschein.

Am  27. Februar 2007 reichte die Klägerin ihre Widerklageantwort ein, wobei 
sie ihre Rechtsbegehren gemäss Prozesseingabe bestätigte sowie die vollumfäng-
liche Abweisung der Widerklage beantragte.

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In seiner Stellungnahme vom 12. April 2007 blieb der Beklagte ebenfalls bei 
seinen Rechtsbegehren gemäss Prozessantwort und Widerklage.

D. Mit Urteil vom 2. Oktober 2007, mitgeteilt am 11. Dezember 2007, er-
kannte das Bezirksgericht Imboden:

„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflichtet, der 
Klägerin den Betrag von Fr. 10'347.30 brutto zuzüglich 5% Zins seit 30. 
September 2004 zu bezahlen. Der Beklagte wird verpflichtet, auf dem 
genannten Bruttobetrag die Sozialversicherungsabgaben und die BVG-
Prämien abzurechnen.

2. Die Widerklage wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Bezirksgerichts Imboden, bestehend aus:

- einer Gerichtsgebühr von Fr.  1'710.00

- einer Schreibgebühr von Fr.    982.00

- Barauslagen von Fr.    378.00

total somit Fr.  3'070.00

gehen zu Lasten des Bezirks Imboden.

Der Beklagte wird verpflichtet, die Klägerin ausseramtlich mit Fr. 
6'200.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4. (Mitteilung).“

E. Dagegen liess A. am 31. Dezember 2007 Berufung an das Kantons-
gericht von Graubünden erklären mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben.

2. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

3. Die Klägerin bzw. Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Beklagten 
bzw. Berufungskläger CHF 6'012.50 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 18. 
Mai 2006 zu bezahlen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das erstinstanzliche sowie 
für das Berufungsverfahren zu Lasten der Klägerin bzw. Berufungsbe-
klagten.“

Gleichzeitig beantragte der Berufungskläger die Einvernahme von Y. als 
Zeuge sowie die Einreichung der Kostenzusammenstellung betreffend Nachprü-
fung.

Mit Verfügung vom 17. Januar 2008 lehnte das Kantonsgerichtspräsidium 
von Graubünden die Beweisanträge von A. ab.

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Auf entsprechende Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums (Art. 224 Abs. 
2 ZPO) vom 18. Januar 2008 liess A. am 3. März 2008 eine schriftliche Begründung 
seiner Berufungsanträge einreichen.

In ihrer Berufungsantwort vom 17. April 2008 beantragte Z. die vollumfängli-
che Abweisung der Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 
7,6% Mehrwertsteuer. 

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwä-
gungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegan-
gen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. a) Gegen Urteile der Bezirksgerichte über vermögensrechtliche Strei-
tigkeiten im Betrag von über Fr. 8'000.-- kann Berufung an das Kantonsgericht er-
griffen werden (Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 ZPO). Dieser 
Berufungsstreitwert ist im vorliegenden Fall erreicht. Die Zuständigkeit des Kantons-
gerichts von Graubünden als Berufungsinstanz ist damit gegeben.

b) Eine Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der 
schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge auf 
Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einreden, 
soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). Die Berufung 
von A. gegen das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 2. Oktober 2007, mitge-
teilt am 11. Dezember 2007, wurde frist- und formgerecht eingereicht, so dass dar-
auf eingetreten werden kann.

2. Vorweg ist festzuhalten, welche Positionen im vorliegenden Beru-
fungsverfahren seitens des Berufungsklägers überhaupt noch bestritten werden. 

a) Bezüglich der Klage ficht der Berufungskläger die von der Vorinstanz zu-
gesprochenen Restlohnforderungen für den Zeitraum vom 1. September 2003 bis 
zum 8. Januar 2004 in Höhe von netto Fr. 500.-- sowie vom 9. Januar 2004 bis 31. 
Mai 2004 von Fr. 9'123.50 netto, total also Fr. 9'623.50 nicht mehr an. Streitig sind 
somit, was die Klage anbelangt, nur noch die von der Vorinstanz gutgeheissene 
Entschädigung für angeblich geleistete Sonntagsarbeit von Fr. 1'596.95 netto sowie 
die vom Beklagten geltend gemachten Verrechnungen von insgesamt Fr. 7'400.--, 

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bestehend aus Fr. 1'000.-- aus angeblich direkter Lohnzahlung eines Kunden an Z., 
Fr. 1'000.-- für die private Nutzung des BMW des Klägers sowie dem Anteil des 
Mietzinses für die Wohnung in V. für die Dauer von 9 Monaten (9 x Fr. 600.--) in 
Höhe von Fr. 5'400.--.

Dem bezüglich Klage streitig gebliebenen Betrag von Fr. 8'996.95 (Fr. 
1'596.95 netto + Fr. 7'400.--) steht somit eine unbestrittene Forderung von Fr. 
9’623.50 netto gegenüber, womit dem Antrag in der Berufung auf vollumfängliche 
Abweisung der Klage von vornherein nicht zu entsprechen ist.

b) Betreffend die Widerklage macht A. die von ihm übernommenen Kosten 
für den Fahrunterricht der Klägerin von Fr. 1'060.-- sowie jene für das Flugticket von 
Fr. 443.-- im Berufungsverfahren nicht mehr geltend. Bestritten bleiben folglich in 
Bezug auf die Widerklage nur noch der Betrag für die Prüfungsgebühr einschliess-
lich Materialkosten von Fr. 3'300.-- sowie die vom Widerkläger für angeblich zu viel 
bezogene Ferien geltend gemachte Forderung von Fr. 2'712.50, total also Fr. 
6'012.50 (Fr. 3'300.--  + Fr. 2'712.50).

Im Folgenden sind demnach die oben aufgeführten streitig gebliebenen Be-
rufungspunkte hinsichtlich der Klage wie auch der Widerklage einzeln zu prüfen.

3. Auszugehen ist von der streitig gebliebenen Überstundenarbeit, wel-
che die Klägerin in Form von Sonntagsarbeit geleistet haben will. 

a) Diesbezüglich ist zunächst die Frage der Beweislastverteilung zu prüfen. 

aa) Überstundenarbeit liegt vor, wenn im Vergleich zur vertraglich vereinbar-
ten Arbeitszeit Mehrarbeit geleistet wurde (Art. 321c Abs. 1 OR). Für die Frage der 
Beweislastverteilung ist dabei unerheblich, ob die über die ordentliche Arbeitszeit 
hinausgehende Arbeit als reine Überstunden an ordentlichen Arbeitstagen oder 
aber in Form von Sonntagsarbeit geleistet wurde, wie sie vorliegend zur Diskussion 
steht (vgl. Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 
319 - 362 OR, 6. Aufl., Zürich 2006, N 4 zu Art. 321c OR, S. 150/151 mit Hinweisen; 
Wolfgang Portmann, in Basler Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, OR I, 
Art. 1-529 OR, 4. Aufl., Basel 2007, N 19 zu Art. 321c). Denn bei sämtlichen Über-
stunden, also auch bei der Sonntagsarbeit, leitet der Arbeitnehmer Rechte zu sei-
nen Gunsten ab, nämlich auf entsprechende Lohn- oder Zeitzuschläge. Die Darle-
gungs-, Substantiierungs- und Beweislast für geleistete Überstunden trägt daher 
grundsätzlich der Arbeitnehmer, der eine Entschädigung für geleistete Überstunden 
fordert. Er hat nachzuweisen, dass er eine bestimmte Anzahl Überstunden leistete 

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und dass diese angeordnet oder betrieblich notwendig waren (Art. 8 ZGB in Verbin-
dung mit Art. 321c Abs. 1 OR; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, a.a.O., N 10 zu Art. 
321c OR, S. 158; Wolfgang Portmann, a.a.O., N 6 und 7 zu Art. 321c; BGE 129 III 
171, E. 2.4). Es ist folglich die Klägerin, welche beweisen muss, dass sie die von ihr 
unter dem Titel Sonntagsarbeit geltend gemachten 67 Überstunden erbracht hat 
und dass diese angeordnet oder betrieblich notwendig waren. Als Beweis genügt 
dabei, wenn der Arbeitnehmer seine geleisteten Überstunden regelmässig auf-
zeichnet und diese dem Arbeitgeber abgibt; es wird nicht vorausgesetzt, dass der 
Arbeitgeber diese gegenzeichnet. Dem Beweis der förmlichen Anordnung von 
Überstunden wird gleichgesetzt, wenn der Arbeitgeber von deren Leistung Kenntnis 
hat oder haben musste, dagegen aber nicht einschreitet und sie damit genehmigt 
(vgl. Wolfgang Portmann, a.a.O., N 6 zu Art. 321c mit Hinweisen; vgl. Ullin 
Streiff/Adrian von Kaenel, a.a.O., N 10 zu Art. 321c OR, S. 158-160 oben mit Hin-
weisen). Steht fest, dass der Arbeitnehmer regelmässig weit über die ordentliche 
Arbeitszeit tätig war, die genaue Anzahl der Überstunden jedoch nicht mehr beweis-
bar ist, braucht er indes nicht jede Stunde konkret nachzuweisen. Die Anzahl der 
Überstunden ist diesfalls in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR zu schätzen 
(vgl. Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, a.a.O., N 10 zu Art. 321c OR, S. 159; Wolfgang 
Portmann, a.a.O., N 6 zu Art. 321c mit Hinweisen). 

bb) Die Vorinstanz kritisiert in Zusammenhang mit ihren Ausführungen zur 
Beweislastverteilung zunächst das beklagtische Verhalten bezüglich der in der Pro-
zesseingabe verlangten Edition des „Überstundenheftes“, welches die Klägerin dem 
Beklagten im Juli 2004 abgegeben haben will. So wird im angefochtenen Urteil aus-
geführt, es stelle sich zwangsläufig die Frage, weshalb der Beklagte nicht schon in 
der Prozessantwort, sondern erst nach Aufforderung zur Edition mitgeteilt habe, 
dass ihm entgegen der Behauptung der Klägerin das „Überstundenheft“ nicht aus-
gehändigt worden sei (vgl. vorinstanzliches Urteil, E. 8.a S. 12 f.). Diese Infragestel-
lung des Verhaltens von A. ist ungerechtfertigt. Bereits in der Prozessantwort und 
Widerklage (vgl. act. I.13, S. 3 lit. B.a.1.) wurde nämlich festgehalten, dass alles als 
bestritten gelte, soweit es nachstehend nicht ausdrücklich anerkannt werde. 
Gemäss Art. 156 Abs. 1 ZPO, letzter Satz, gilt dies ohnehin bereits von Gesetzes 
wegen (vgl. auch PKG 1987 Nr. 10, E. 2; BGE 113 Ia 433). Dass der Beklagte dem 
Gericht erst aufgrund der Editionsaufforderung mitteilte, er habe nie ein Überstun-
denheft von der Arbeitnehmerin erhalten, lässt sich somit nicht beanstanden. Ent-
sprechend hat die Vorinstanz denn auch zu Recht festgestellt (vgl. vorinstanzliches 
Urteil, E. 8.a. S. 13), dass das von ihr in Frage gestellte Verhalten des Arbeitgebers 
nichts an der Beweislastverteilung zu ändern vermöge.  In der Folge hat die Vorin-

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stanz dann aber doch eine Umkehrung der Beweislast vorgenommen. So hat sie 
erwogen (vgl. vorinstanzliches Urteil, E. 8.a S. 13), dass es dem Beklagten ohne 
Weiteres möglich gewesen wäre, ein Arbeitskontrollheft für den Bezug von Ferien 
und Ruhetagen zu führen und dieses in regelmässigen Abständen von der Klägerin 
einsehen und visieren zu lassen. Es würden jedoch weder eine Arbeitszeitkontrolle 
noch andere Belege vorliegen, aus denen ersichtlich sei, dass seitens der Klägerin 
keine Sonntagsarbeit verrichtet wurde. Der Arbeitgeber habe mithin aufgrund seiner 
Unterlassung hinsichtlich der Arbeitszeitkontrolle nicht den Beweis erbringen kön-
nen, dass die Klägerin keine Überstunden in Form von Sonntagsarbeit geleistet 
habe. Folglich müsse davon ausgegangen werden, dass die von der Arbeitnehmerin 
geltend gemachten 67 Stunden Sonntagsarbeit ausgewiesen seien. 

Diese Umkehrung der Beweislast ist unhaltbar. Wie vorstehend ausgeführt 
wurde, ist es dem Grundsatz nach  der Arbeitnehmer, welcher den Nachweis für 
geleistete Überstunden zu erbringen hat, und es liegen im konkreten Fall keinerlei 
Gründe vor, die ein Abweichen von dieser Regelung rechtfertigen würden. Wohl 
finden sich Urteile, welche bereits das Unterlassen einer ordnungsgemässen Doku-
mentation seitens des Arbeitgebers als Grund für eine Beweislastumkehr ausrei-
chen lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2007 4C.307/2006, E. 
3.1. mit Hinweisen auf Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 1999 4C.33/1999, in: 
Schweizerisches Arbeitsrecht, Rechtsprechung SARB 2000 Nr. 155; Urteil des Kan-
tonsgerichts St. Gallen vom 30. August 2001, in: JAR 2002 S. 155 ff.; Urteil des 
Arbeitsgerichts Wallis vom 14. Oktober 1996, in: Schweizerisches Arbeitsrecht, 
Rechtsprechung SARB 1998 Nr. 55; Urteil des Appellationsgerichtes Tessin vom 6. 
August 2001, in: JAR 2002 S. 160 ff.). Alle diese Entscheide betrafen aber immer 
eine in einem Gesamtarbeitsvertrag ausdrücklich und im Einzelnen geregelte Do-
kumentationspflicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2007 4C.307/006, 
E. 3.1; Ullin Streiff/ Adrian von Kaenel, a.a.O., N zu Art. 321c OR, S. 158 je mit 
Hinweisen). Der im konkreten Fall heranzuziehende Gesamtarbeitsvertrag Zahn-
technik (kB 5) sieht demgegenüber keine Pflicht des Arbeitgebers zur Aufzeichnung 
der Arbeitszeiten des Arbeitnehmers vor. Folglich bietet er auch keine Grundlage 
für eine Umkehr der Beweislast wegen mangelnder Führung der Arbeitszeitkon-
trolle, wie sie die Vorinstanz vorgenommen hat. Art. 73 Abs. 1 lit. c ArGV 1 statuiert 
im Übrigen nur eine allgemein gehaltene Dokumentationspflicht und ist damit we-
sentlich weniger streng, als die entsprechenden kollektivrechtlichen Bestimmungen. 
Eine Umkehr der Beweislast bei Verletzung dieser Bestimmung ist weder im Ar-
beitsgesetz noch in der Verordnung ausdrücklich vorgesehen (Urteil des Bundes-
gerichts vom 20. April 2004 4P.35/2004, E. 3.1, in: JAR 2005 S. 180 ff.). Dass die 

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Beweislastumkehr bereits bei einer Verletzung von Art. 73 Abs. 1 lit. c ArGV 1 Platz 
greifen soll, ist daher in Anbetracht von Art. 8 ZGB und der Tatsache, dass die Auf-
zeichnungspflicht nach Art. 46 ArG als Pflicht gegenüber den Behörden konzipiert 
ist, abzulehnen (vgl. Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, a.a.O., N 10 zu Art. 321c OR, 
S. 158; Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 2004 4P.35/2004, E. 3.1., in: JAR 
2005 S. 180 ff.). Immerhin steht gemäss Lehre und Rechtsprechung nichts entge-
gen, dem Verhalten des Arbeitgebers bei der Beweiswürdigung Rechnung zu tra-
gen. Mit anderen Worten kann diesfalls das Beweisregelmass gesenkt und eine Be-
weiserleichterung gewährt werden. Dabei bleibt indes zu betonen, dass der Anspre-
cher alle Umstände, die für die Leistung abgeltungspflichtiger Mehrstunden spre-
chen und deren Abschätzung erlauben, soweit möglich und zumutbar, zu beweisen 
hat (vgl. Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, a.a.O., N 10 zu Art. 321c OR, S. 158; Wolf-
gang Portmann, a.a.O., N 6 zu Art. 321c mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
vom 26. März 2007 4C.307/2006, E. 3.1 und 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 20. 
April 2004 4P.35/2004, E. 1 und 3.2, in: JAR 2005 S. 180 ff.; Urteil des Bundesge-
richts vom 28. August 2003 4C.146/2003, E. 5.2; BGE 122 III 219, E. 3.a S. 221). 
Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, es sei zufolge seiner unterlassenen Führung 
der Arbeitszeitkontrolle der Beklagte, welcher nachzuweisen habe, dass die Kläge-
rin die behauptete Sonntagsarbeit nicht erbracht hat, ist folglich unhaltbar.

b) Im Folgenden bleibt somit zu prüfen, ob die Klägerin den Nachweis für die 
von ihr behaupteten 67 Stunden Sonntagsarbeit erbracht hat. 

aa) Betreffend die Frage der Überstundenarbeit liegen zwei Beweisurkunden 
bei den Akten. Dabei handelt es sich zunächst um ein von der Klägerin mit Prozes-
seingabe vom 17. November 2006 eingelegtes Schreiben vom 15. September 2004 
(kB 6), worin letztere gegenüber dem Beklagten die Leistung von Überstunden gel-
tend macht. In anderem Zusammenhang hat überdies der Beklagte ein an ihn 
adressiertes Schreiben vom 13. Februar 2005 (bB 13) zu den Akten gegeben, worin 
seitens der Klägerin unter anderem ebenfalls die Leistung von Überstunden be-
hauptet und dafür vom Arbeitnehmer eine Entschädigung eingefordert wird. 

In beiden Beweisurkunden wird also seitens der Arbeitnehmerin behauptet, 
sie habe während der Dauer ihres Arbeitsverhältnisses mit dem Beklagten Über-
stunden erbracht. Das von der Klägerin zum Beweis angebotene Schreiben vom 
15. September 2004 (kB 6) enthält jedoch im Unterschied zur Aufstellung unter Zif-
fer 9 ihrer Prozesseingabe vom 17. November 2006 und der von der Gegenpartei 
eingelegten Urkunde vom 13. Februar 2005 (bB 13) keine Aufschlüsselung der gel-
tend gemachten Überstunden in Tagarbeit, Nachtarbeit und Sonntagsarbeit. Viel-

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mehr wird darin lediglich pauschal eine bestimmte Anzahl Überstunden behauptet, 
wobei von geleisteter Sonntagsarbeit, wie sie die Klägerin auch im vorliegenden 
Berufungsverfahren weiterhin geltend macht, keine Rede ist. Andere Urkunden zum 
Beweis der angeblich von ihr erbrachten Überstunden- beziehungsweise Sonntags-
arbeit legte die Klägerin nicht ins Recht. Die von ihr in Ziffer 9 der Prozesseingabe 
vom 17. November 2006 vorgebrachte detaillierte Zusammenstellung der Überstun-
den bleibt mithin eine blosse Behauptung, für welche die Klägerin keine entspre-
chende Beweisurkunde vorlegt. Überdies erweisen sich die Angaben in den vorlie-
genden Beweisurkunden in einem wesentlichen Punkt als widersprüchlich. So will 
die Klägerin gemäss ihrem Schreiben vom 15. September 2004 (kB 6) von Januar 
2003 bis Dezember 2003 total 158 Überstunden und von Januar 2004 bis Septem-
ber 2004 total 308 Überstunden geleistet haben. In Abweichung dazu macht sie in 
ihrem Schreiben vom 13. Februar 2005 (bB 13) geltend, sie habe die von ihr be-
haupteten 308 Überstunden ab 1. Dezember 2003 bis September 2004 geleistet. 
Hinsichtlich der Zeitspanne, für welche die Klägerin die Leistung von 308 Überstun-
den behauptet, ergeben sich mithin klar Unstimmigkeiten, wobei Z. mit keinem Wort 
darlegt, weshalb sich die früher erst für den Zeitraum ab Januar 2004 geltend ge-
machten 308 Überstunden nun plötzlich nur unter Einbezug des Monats Dezember 
2003 ergeben sollen. Ebenso legt sie mit keinem Wort dar, wie beziehungsweise 
gestützt worauf es ihr im Schreiben vom 13. Februar 2005  (bB 13) beziehungsweise 
in der Prozesseingabe plötzlich möglich war, die genaue Anzahl Überstunden unter 
anderem detailliert aufgeteilt in Tag-, Sonntags- und Nachtarbeit anzugeben, ob-
schon sie keine diesbezüglichen Beweisurkunden dafür vorzulegen vermag. Ent-
sprechend stellt sich die Frage, woher die Klägerin die detaillierte Zusammenstel-
lung gemäss Schreiben vom 13. Februar 2005 und Ziffer 9 in der Prozesseingabe 
überhaupt hatte. 

Die vorliegenden Beweisurkunden erweisen sich demgemäss nicht nur als 
widersprüchlich, sondern sind auch nicht nachvollziehbar. Abgesehen davon sind 
solche blossen Aufzeichnungen des Arbeitnehmers, die nicht laufend eingereicht 
werden, ohnehin nicht beweistauglich (vgl. Wolfgang Portmann, a.a.O., N 6 zu Art. 
321c OR; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, a.a.O., N 10 zu Art. 321c S. 159 f.). Auf 
die Schreiben der Klägerin vom 15. September 2004 (kB 6) und 13. Februar 2005 
(bB 13) kann daher zum Beweis der geltend gemachten Sonntagsarbeit nicht abge-
stellt werden. Weitere Urkunden dazu sind nicht vorhanden. 

 bb) Zum Beweis ihrer Überstunden- respektive Sonntagsarbeit hat die Klä-
gerin jedoch mehrere Zeugen aufgerufen. 

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Dabei handelt es sich zunächst um vier Zahnärzte, für die das Dentallabor 
von A. regelmässig Arbeiten ausgeführt hat. Gemäss Z. könnten diese Zeugen 
bestätigen, dass sie die entsprechenden Arbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit 
wie auch an Wochenenden erbracht habe. Bei Würdigung der einzelnen Zeugen-
aussagen wird indes deutlich, dass die befragten Zahnärzte keine solchen Feststel-
lungen machen konnten. So führte Dr. D. anlässlich seiner Befragung vom 3. Juli 
2007 (vgl. act. IV.1, S. 1 und 2) aus, dass die von Z. abzuholenden oder abzulie-
fernden Arbeiten in den meisten Fällen im Briefkasten seines Studios deponiert wor-
den seien. Er könne deshalb, wie er wiederholt festhielt, nicht sagen, zu welchen 
Zeiten Z. die Aufträge abgeholt oder die ausgeführten Arbeiten wieder abgeliefert 
habe (vgl. act. IV.1, Ziff. 2, S. 1 f.). Es sei wohl vorgekommen, dass er selbst das 
Labor A. aufgesucht habe, um Bestellungen zu bringen oder abzuholen. Der Zeuge 
gab jedoch an, dass dies nur selten der Fall gewesen sei und vermochte entspre-
chend keine Angaben über die Arbeitszeiten von Z. zu machen (vgl. act.  IV.1, Ziff. 
3, S. 2 f.). Er konnte folglich die von der Klägerin behaupteten Überstunden- und 
Sonntagsarbeit nicht bestätigen. Auch Dr. F. gab bei seiner Befragung vom 3. Juli 
2007 (vgl. act. IV.1, S. 3 f.) zu Protokoll, dass die Abholung und Ablieferung der 
Arbeiten unter anderem über den Briefkasten abgewickelt worden seien. Er könne 
deshalb nicht sagen, zu welchen Zeiten Z. bei ihm vorbeigekommen sei, um die 
Bestellungen abzuholen oder abzuliefern (vgl. act. IV.1, S. 3 Ziff. 2). Weiter führte 
der Zeuge aus, er sei im Zeitraum von 2 bis 3 Jahren etwa 5 bis 10 mal im Labor 
von A. vorbeigegangen, dies sei jedoch immer während der Arbeitszeiten seines 
Studios gewesen (vgl. act. IV.1, S. 3 Ziff. 3). Auf Ergänzungsfrage von Rechtsanwalt 
Sax hielt er zudem fest, er habe nie die Lieferung von Arbeiten ausserhalb der Ar-
beitszeiten verlangt (vgl. act. IV.1, Ergänzungsfragen S. 4 Ziff. 5). Dass die Rück-
gabe und Abholung von Arbeiten stets während der üblichen Arbeitszeiten erfolgte, 
bestätigte sodann auch Dr. J.. Im Übrigen seien die Arbeiten, sofern er einmal nicht 
im Studio gewesen sei, im Briefkasten deponiert worden (vgl. act. IV.2, S. 2 Ad 2). 
Er selbst habe, soweit er sich erinnern könne, keine Arbeiten im Studio in V. abge-
holt. Vielleicht habe er einmal seinen Sohn geschickt, dies allerdings während der 
Arbeitszeiten (vgl. act. IV.2, S. 2 Ad 3). Die Arbeiten seien, wie er nochmals bekräf-
tigte, immer während der üblichen Arbeitszeiten von 07:00 Uhr bis zirka 14:00 Uhr 
abgeholt oder entgegengenommen worden (vgl. act. IV.2, S. 2 unten). Ebenso hielt 
schliesslich Dr. B. fest, dass die Ablieferung von Arbeiten des Dentallabors A. von 
Z. immer während der Arbeitszeiten erfolgte. Z. sei stets innerhalb der Arbeitszeiten 
von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr vorbeigekommen, nie zu anderen Tageszeiten oder 
gar am Wochenende (vgl. act. IV.2, S. 3 Ad 2). Die Abwicklung von Arbeiten aus-
serhalb der genannten Arbeitszeiten habe er nie verlangt (vgl. act. IV.2, S. 3 unten). 

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Aus den dargelegten Zeugenaussagen ergeben sich demnach keinerlei Feststel-
lungen, welche die Behauptung der Klägerin, sie habe Überstunden- und Sonntags-
arbeit geleistet, untermauern würden.

Daran vermögen auch die Aussagen der von der Klägerin aufgerufenen Zeu-
gin G. nichts zu ändern, welche von Januar 1997 bis Juli 2000 beim Beklagten in C. 
gearbeitet hat und die „Oberstiftin“ von Z. war. Zwar räumte G. bei ihrer Befragung 
vom 19. Juni 2007 ein, dass Überstunden, auch wenn sie nicht gerade an der Ta-
gesordnung waren, im Betrieb des Beklagten doch ab und zu vorgekommen seien 
(vgl. act. IV.3, S. 2 Ziff. 3). Auch Z. habe manchmal am Abend länger und auch an 
den Wochenenden gearbeitet (vgl. act. IV.3, S. 3 Ziff. 4). Ob letzteres jeweils am 
Samstag oder Sonntag der Fall war, legte sie dabei jedoch nicht dar. Allerdings 
führte die Zeugin aus, sie selbst habe nebst den vertraglich vereinbarten zwei 
Samstagmorgen pro Monat zusätzlich gelegentliche Samstagseinsätze leisten müs-
sen, wenn etwas zu verbessern gewesen sei (vgl. act. IV.3, S. 3 Ziff. 4). Aufgrund 
dieser Aussagen liegt es mithin nahe, dass es sich bei der von der Zeugin erwähn-
ten Wochenendarbeit von Z. ebenfalls um vereinzelte Samstagseinsätze handelte 
und nicht um Sonntagsarbeit, wie sie die Klägerin behauptet. Hinzu kommt, dass 
die Angaben von G. allein ihre Anstellung beim Beklagten in C. von Januar 1997 bis 
Juli 2000 betreffen (vgl. act. IV.3, S. 4 Ziff. 2). Für den hier relevanten Zeitraum von 
1. Dezember 2003 bis 30. September 2004, in dem die Klägerin beim Beklagten in 
V. gearbeitet hat, vermochte die Zeugin gar keine Aussagen zu machen, da sie zu 
diesem Zeitpunkt nicht mehr beim Beklagten arbeitete. Überdies war die Zeugin 
nicht in der Filiale in V., sondern in C. tätig. Selbst wenn entgegen dem Gesagten 
klare Aussagen von G. betreffend wiederholter Sonntagsarbeit während ihrer Tätig-
keit in C. von Januar 1997 bis Juli 2000 vorliegen würden, wären diese folglich nicht 
mehr als ein Indiz dafür, dass es auch später in V. so gewesen sein könnte. Ein 
Nachweis der von Z. behaupteten Sonntagsarbeit läge damit jedoch nicht vor.

Ebensowenig ergibt sich ein solcher aus den Zeugenaussagen von H., wel-
cher als Nachfolger von Z. ab 15. September 2004 im Labor von A. in V. gearbeitet 
hat (vgl. act. IV.4, S. 2). So hielt der Zeuge fest, dass das Arbeitsverhältnis mit A. 
wie auch die Entlöhnung korrekt gewesen seien. Auf entsprechende Frage führte er 
zudem aus, er habe die Arbeitszeiten relativ frei einteilen können, wobei jedoch die 
Erreichbarkeit für die Kunden zu den üblichen Geschäftsöffnungszeiten sicherge-
stellt werden musste. Entsprechend habe er von Montag bis Freitag und monatlich 
zwei Samstage am Vormittag gearbeitet, wobei er die von den Kunden bestellten 
Arbeiten grundsätzlich nur während der Arbeitszeiten abgeholt und abgeliefert habe 
(vgl. act. IV.4, S. 3). Wären Überstunden oder Sonntagsarbeit im Betrieb von A. 

12

regelmässig geschäftlich bedingt gewesen, läge es nahe, dass auch der Zeuge als 
Nachfolger von Z. davon betroffen gewesen wäre. Von allfälliger Überstunden- oder 
Sonntagsarbeit ist jedoch in den Aussagen von H. überhaupt keine Rede. 

Schliesslich ergeben sich auch aus den Zeugenaussagen des ehemaligen 
Berufswahllehrers der Klägerin, T., keine Feststellungen betreffend Überstunden- 
oder Sonntagsarbeit (vgl. act. IV.5). 

c) Zusammenfassend vermag die Klägerin somit weder mittels Urkunden 
noch aufgrund der dargelegten Zeugenaussagen konkret nachzuweisen, dass sie 
im Zeitraum von 1. Dezember 2003 bis 30. September 2004 67 Stunden Sonntags-
arbeit geleistet hat und dass diese vom Beklagten angeordnet beziehungsweise ge-
nehmigt wurden oder betrieblich notwendig waren. Ebensowenig gelingt es Z. - un-
abhängig vom konkreten Nachweis jeder angeblich geleisteten Stunde - darzutun, 
dass sie allgemein regelmässig weit über die ordentliche Arbeitszeit tätig war. Es 
besteht daher vorliegend auch kein Raum, in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 
2 OR eine Schätzung der Überstunden-/Sonntagsarbeit vorzunehmen.

Die Berufung ist demzufolge betreffend Sonntagsarbeit gutzuheissen und die 
von der Vorinstanz zugesprochene Lohnforderung entsprechend zu reduzieren, wo-
bei - wie weiter unten noch näher auszuführen sein wird (vgl. dazu weiter unten, E. 
8, S. 19) - jeweils von den Nettobeträgen auszugehen ist. Für die nicht ausgewie-
sene Sonntagsarbeit ist mithin eine Reduktion der vorinstanzlich zugesprochenen 
Lohnforderung von netto Fr. 9'220.45 (Fr. 11'220.45 ./. Fr. 2’000.-- [Verrechnung 
BMW], vgl. vorinstanzliches Urteil, E. 13, S. 18 f.) um den als Entschädigung für 
Sonntagsarbeit errechneten Nettobetrag von Fr. 1'596.95 vorzunehmen (vgl. dazu 
vorinstanzliches Urteil, E. 8.a, S. 13 f.)

4. Der Berufungskläger macht geltend, er habe einen Lohnanteil von  Fr.  
1'000.-- in Form einer direkten Barzahlung von J. an die Klägerin auszahlen lassen, 
damit diese in V. direkt über das Geld für ihren unmittelbar bevorstehenden Urlaub 
verfügen konnte. Entsprechend sei dieser Betrag mit der klägerischen Lohnforde-
rung zu verrechnen.

Z. hielt demgegenüber anlässlich ihrer Befragung vor Vorinstanz wiederholt 
fest, dass sie nie Geld von J. erhalten habe. Wohl sei sie in die Ferien gefahren. 
Überdies habe sie gewusst, dass die von den Kunden überbrachten Pakete teil-
weise Geld enthielten. Diese Pakete habe sie aber immer schnellstmöglich nach C. 
zu A. gebracht und nie etwas für sich genommen (vgl. Protokoll der Hauptverhand-
lung act. I. 8, S. 1, 2 oben). Etwas anderes lässt sich entgegen der Auffassung des 

13

Berufungsklägers auch nicht aus den Aussagen von J. ableiten. Zwar bestätigte der 
Zeuge, dass er Z. einmal im Juni/Juli - in welchem Jahr wusste er nicht mehr -  Fr. 
1'000.-- übergeben habe, wobei er sich daran erinnern konnte, dass letztere ansch-
liessend in die Ferien gefahren sei (vgl. act. IV.2, S. 2 Ad 1). Aus den Aussagen von 
J. geht jedoch nicht hervor, ob er diesen Betrag der Klägerin bar in die Hand gege-
ben hat oder ob die Version der Klägerin zutrifft, wonach das Geld in einem Paket 
übergeben und umgehend an den Beklagten weitergeleitet worden ist. Aufgrund der 
Angaben des Zeugen J. bleibt mithin unklar, wie das Geld übergeben worden ist 
und es lässt sich daraus insbesondere auch nicht ableiten, dass Z. das übergebene 
Geld für sich als Lohnzahlung entgegengenommen hat. Dies um so weniger, als 
auch keine Quittung für die angebliche Barzahlung vorliegt, obgleich es wohl üblich 
ist, Barauszahlungen in der genannten Höhe quittieren zu lassen (vgl. dazu im Üb-
rigen auch die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz unter E. 9, S. 15, auf die 
im Weiteren gestützt auf Art. 229 Abs. 3 ZPO verwiesen werden kann). 

Die Zeugenaussagen von J. reichen demnach als Beweis der vom Beklagten 
behaupteten Akontolohnzahlung von Fr. 1'000.-- nicht aus. Andere Beweise dafür 
liegen ebensowenig vor. Die Berufung erweist sich daher betreffend die geltend ge-
machte Verrechnung von Fr. 1'000.-- als unbegründet und ist in diesem Punkt ab-
zuweisen.

5. Der Berufungskläger wendet weiter ein, die Berufungsbeklagte habe 
das Geschäftsfahrzeug BMW 325 iX uneingeschränkt auch zu privaten Zwecken 
benützen dürfen, wobei für diese Privatbenützung ein pauschaler Kostenbeitrag von 
Fr. 1'000.-- an einen Reparaturservice vereinbart worden sei. Entsprechend habe 
er diesen Betrag vom Lohn der Berufungsbeklagten abgezogen. Zum Beleg seiner 
Behauptung beruft sich der Berufungskläger auf ein an ihn adressiertes Schreiben 
der Klägerin vom 13. Februar 2005 (bB 13), worin letztere ihm gegenüber für den 
Zeitraum von 1. Dezember 2003 bis 30. September 2004 eine Forderung von ins-
gesamt Fr. 25'375.60 geltend macht. 

Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, reicht jedoch dieses Schreiben 
als Beweis für die geltend gemachte Kostenbeteiligung der Arbeitnehmerin für pri-
vate Benutzung des Geschäftswagens nicht aus. Wohl ist im besagten Schreiben 
unter Ziffer 4 der von der Klägerin in Rechnung gestellten Beträge die Position „Au-
toservice für BMW 325 xi“ in Höhe von Fr. 1'000.-- aufgeführt. Aus dem Schreiben 
vom 13. Februar 2005 geht mithin hervor, dass Z. in Zusammenhang mit einem 
Autoservice für das Fahrzeug „BMW 325 xi“, welches sie im Juli 2004 vom Kläger 
übernommen hatte, Fr. 1'000.-- vom Beklagten einforderte. Damit ist jedoch weder 

14

etwas darüber ausgesagt, wie die Klägerin dieses Fahrzeug während des Arbeits-
verhältnisses nutzen durfte, noch lässt sich daraus ableiten, dass die Parteien den 
eingeforderten Betrag von Fr. 1'000.-- als Pauschalentschädigung für private Fahr-
ten der Klägerin vereinbart hatten und der Beklagte diesen demzufolge vom Lohn 
abziehen durfte. Unter Bezugnahme auf die zutreffenden Ausführungen im vorin-
stanzlichen Urteil (vgl. E. 10, S. 15 f. [Art. 229 Abs. 3 ZPO]) bleibt mithin festzustel-
len, dass der Berufungskläger die behauptete Kostenbeteiligung der Klägerin in 
Höhe von Fr. 1'000.-- nicht zu belegen vermag. Die Berufung ist daher auch in die-
sem Punkt abzuweisen.

6. Schliesslich macht der Berufungskläger geltend, dass er der Beru-
fungsbeklagten während ihrer Anstellung in V. in seiner teilweise auch als Ge-
schäftsräumlichkeit genutzten Mietwohnung eine Wohnmöglichkeit zur Verfügung 
gestellt habe. Als Entschädigung dafür hätten die Parteien einen monatlichen Miet-
zins-Anteil von pauschal Fr. 600.-- vereinbart, welcher mit dem Lohnguthaben der 
Klägerin verrechnet worden sei. 

Die Berufungsbeklagte bestreitet demgegenüber das Bestehen eines Miet-
verhältnisses mit dem Berufungskläger. Allerdings erklärte sie selbst (vgl. Protokoll 
der Hauptverhandlung act. I.8, S. 1) auf entsprechende Frage des Bezirksgerichts-
präsidenten in Übereinstimmung zu den Angaben des Berufungsklägers  (vgl. act. 
I.13 Ziff. 7, S. 7) und der Kennzeichnung im Grundrissplan (vgl. bB 12), dass sie in 
V. einen Aufenthaltsraum mit Couch und TV, einen Laborraum mit drei Arbeitsplät-
zen und die Küche mit einem portablen Kochherd bewohnt habe. Ebenso erwähnte 
sie ihr Schlafzimmer, wobei ihre weiteren Ausführungen, wonach die Schlafzimmer-
möblierung im Namen von A. angeschafft worden sei, dem Vorliegen eines Mietver-
hältnisses keineswegs entgegenstehen. Vielmehr deutet der Umstand, dass die Be-
rufungsbeklagte den Schlafraum ausdrücklich als „mein Schlafzimmer“ bezeich-
nete, darauf hin, dass sie die entsprechenden Räumlichkeiten für sich selbst be-
nutzte und somit ein Mietverhältnis mit dem Beklagten bestand. Diesen Schluss le-
gen denn auch die Aussagen des Zeugen H. nahe. Letzterer führte anlässlich seiner 
Einvernahme vom 4. Juni 2007 aus (vgl. act. IV.4, S. 2), dass er während der Dauer 
seiner Anstellung in V. in der Mietwohnung von A. gewohnt habe, wobei sich darin 
auch die Laborräumlichkeiten befunden hätten. Er sei dort am 15. September 2004 
eingezogen und habe den ersten Mietzins an Z. bezahlt. Es habe sich dabei um 
einen Anteil von Fr. 300.-- gehandelt, den er ihr an den Mietzins für den Monat Sep-
tember bezahlt habe. Dass sie Fr. 300.-- von H. erhalten habe, bestätigte sodann 
auch Z. selbst anlässlich ihrer Befragung vor Vorinstanz (vgl. Protokoll der Haupt-
verhandlung act. I.8, S. 1). Es ist mithin unbestritten, dass H. die Wohnung am 15. 

15

September 2004 übernommen hat und der Klägerin für den Zeitraum bis Ende Sep-
tember 2004, also für einen halben Monat Fr. 300.-- bezahlte, was umgerechnet auf 
eine Monatsmiete exakt den gemäss Angaben des Beklagten zwischen den Par-
teien vereinbarten monatlichen Mietzins von Fr. 600.-- ergibt. Wenn die Klägerin 
aber - wie sie behauptet - selbst gar keinen Mietzins an den Beklagten hätte bezah-
len müssen, hätte sie weder einen Anlass und insbesondere nicht das Recht ge-
habt, von ihrem Nachfolger H. für den hälftigen Monat September 2004 Fr. 300.-- 
zu verlangen. Die Tatsache, dass Z. diesen Betrag von H. verlangte, bildet daher 
ein gewichtiges Indiz dafür, dass sie mit dem Beklagten einen monatlichen Mietzins 
von Fr. 600.-- vereinbart hatte. Wie der Zeuge H. überdies bestätigte, hat er in der 
Folge bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses in der Mietwohnung des Beru-
fungsklägers gewohnt, wobei er die nachfolgenden Mietzinse mit A. verrechnet hat 
(vgl. Protokoll der Hauptverhandlung act. IV.8, S. 2). Der Berufungskläger hat dem-
zufolge auch mit H. als Nachfolger der Berufungsbeklagten ein entsprechendes 
Mietverhältnis vereinbart, was als weiteres Indiz dafür zu werten ist, dass ein sol-
ches bereits zwischen dem Beklagten und der Klägerin bestand. Der vom Beklagten 
geltend gemachte Mietzins von Fr. 600.-- pro Monat erscheint im Übrigen entgegen 
dem Einwand der Gegenpartei auch keineswegs übersetzt. Zwar ist unbestritten, 
dass in der Wohnung auch der Filialbetrieb des Beklagten eingerichtet war (vgl. 
Berufungsbegründung act. 07, Ziff. II.6, S. 5). Der Klägerin verblieben jedoch ein 
Wohnraum sowie ein Schlafzimmer und - wenn auch nur beschränkt - eine Küche 
zur Verfügung, wobei der Beklagte gemäss eigenen Angaben der Klägerin den 
Schlafraum zudem möbliert hatte (vgl. Protokoll der Hauptverhandlung act. I.8, S. 
1). In Anbetracht dessen sowie des gesamten Mietzinses von monatlich Fr. 1'250.-
- inklusive Parkplatz und Nebenkosten (vgl. bB 11a und bB 11b) erscheint somit ein 
Mietzins von Fr. 600.-- pro Monat als durchaus angemessen. Dass das Überlassen 
der Räumlichkeiten einen Lohnbestandteil darstellte, die Klägerin dafür also keine 
Miete zu bezahlen brauchte, erscheint im Übrigen auch mit Blick darauf, dass der 
Klägerin ein marktüblicher, GAV-konformer Lohn ausgerichtet wurde, wenig nach-
vollziehbar.

Die vorliegenden Indizien sprechen somit hinreichend klar dafür, dass die 
Klägerin für die Dauer ihrer Anstellung in V. von Januar  2004 bis  September 2004 
in der auch zu Geschäftszwecken genutzten Mietwohnung des Beklagten wohnte 
und dafür einen monatlichen Mietzins-Anteil von Fr. 600.-- zu entrichten hatte. Sie 
erweisen sich mithin entgegen der Auffassung der Vorinstanz als beweistauglich. 
Die Berufung ist daher in diesem Punkt gutzuheissen und die von der Vorinstanz 
zugesprochene Lohnforderung von netto Fr. 9'220.45 (vgl. dazu oben E.  3. c, S. 13 

16

sowie unten E. 8, S. 19 f.) um weitere Fr. 5'400.-- (9 Monate à Fr. 600.--) zu redu-
zieren. 

 7. a) Was die von A. widerklageweise geltend gemachte Rückzahlung 
der Gebühren und Materialkosten für die Nachprüfung von Fr. 3'300.-- anbelangt, 
wurde seitens der Klägerin vor Vorinstanz weder die Höhe der Kosten bestritten 
noch, dass der Beklagte die Kosten übernommen habe, ohne dazu verpflichtet ge-
wesen zu sein. Z. stellte sich jedoch auf den Standpunkt, dass diesbezüglich eine 
Schenkung des Widerklägers vorliege (vgl. Plädoyer Rechtsanwalt Menge act. 
V.I.3, S. 5). Davon ging denn auch die Vorinstanz aus, welche aufgrund der Um-
stände auf Schenkung geschlossen (vgl. vorinstanzliches Urteil, E. 12. c S. 17) und 
die Widerklage von A. abgewiesen hat. Letzterer fordert nun im Berufungsverfahren 
die übernommenen Kosten weiterhin widerklageweise zurück, macht jedoch dies-
bezüglich lediglich pauschal geltend, dass die Begründung der Vorinstanz rechtlich 
nicht zu genügen vermöge und dementsprechend gesamthaft der Eindruck einer 
pauschalen und einseitigen Aburteilung der widerklageweise geltend gemachten 
Punkte entstehe. Zudem wendet der Berufungskläger ein, er sei gestützt auf die 
Auslegung von Art. 345 OR berechtigt, die Kosten auch noch zum jetzigen Zeitpunkt 
geltend zu machen, zumal diesbezüglich keine Verjährung eingetreten sei. Mit den 
konkreten Erwägungen der Vorinstanz und ihrer Schlussfolgerung, es liege eine 
Schenkung vor, setzt sich der Berufungskläger indes überhaupt nicht auseinander. 
So äussert er sich weder zur Frage des Vorliegens einer Schenkungsabsicht, noch 
macht er das Fehlen anderer Voraussetzungen für die Annahme einer Schenkung 
geltend. Er begnügt sich vielmehr mit pauschaler Kritik an der Begründung des vor-
instanzlichen Urteils, ohne inhaltlich auf die vorinstanzlichen Ausführungen einzu-
gehen. Ein substantiierter Vortrag im Sinne von Art. 227 Abs. 1 ZPO in Verbindung 
mit Art. 223/109 ZPO liegt somit nicht vor (PKG 2000 Nr. 7, E. 3 S. 48), weshalb auf 
das Begehren des Berufungsklägers um Rückzahlung der übernommenen Prü-
fungskosten von Fr. 3'300.-- nicht weiter einzugehen ist.

Abgesehen davon sprechen die vorliegenden Umstände dafür, dass - wie 
auch die Vorinstanz zutreffend ausführt -  bezüglich der Kosten für die Nachprüfung 
inklusive Material- und Zeitaufwendungen in Höhe von Fr. 3'300.-- eine Schenkung 
seitens des Berufungsklägers an Z. vorliegt. Die Berufungsbeklagte hat die Lehrab-
schlussprüfung beim ersten Versuch am 30. Juni 2003 nicht bestanden, worauf der 
Berufungskläger sie weiterhin als Hilfskraft beschäftigte, um ihr die Wiederholung 
der Prüfung zu ermöglichen (vgl. bB 3; kB 9). Schliesslich legte die Klägerin die 
Lehrabschlussprüfung am 31. Januar 2004 nach erfolgter Nachprüfung im Fach Ke-
ramik (vgl. bB 3; kB 4) erfolgreich ab. Danach arbeitete Z. weiter für das Dentallabor 

17

A., bis sie das Arbeitsverhältnis am 25. Juli 2004 per 30. September 2004 kündigte 
(vgl. bB 5) und daraufhin erstmals mit Schreiben vom 15. September 2004 (kB 6) 
gegenüber ihrem Arbeitgeber die Leistung von Überstunden geltend machte. Diese 
wurden in der Folge seitens des Berufungsklägers bestritten (kB 8). Eine Rücker-
stattung der bezahlten Prüfungsgebühren hat der Berufungskläger indes bis zur An-
hebung des Betreibungsverfahrens gegen Z. nie verlangt. Erst mit Betreibungsbe-
gehren vom 13. Juni 2006 machte er auf dem Betreibungswege eine Forderung von 
Fr. 18'865.--  gegenüber seiner ehemaligen Arbeitnehmerin geltend, wobei darin 
unter anderem auch die von ihm bezahlten Gebühren für die Nachprüfung einsch-
liesslich Materialkosten etc. von Fr. 3'300.-- enthalten sind (vgl. bB 16 sowie  Pro-
zessantwort und Widerklage act. I. 13, S. 9 f. lit. C. Ziff. 1 und 4). Diese Forderung 
wurde also erst rund zwei Jahre nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses und den 
bereits damals von der Klägerin behaupteten Überstunden geltend gemacht, was 
auf das Vorliegen einer Schenkungsabsicht des Berufungsklägers im Zeitpunkt der 
Kostenübernahme schliessen lässt. Der Beklagte hat denn auch nichts Gegenteili-
ges bewiesen. Zwar bleibt dabei einzuräumen, dass bei kommentarloser Überwei-
sung eines Geldbetrages von einem Darlehen auszugehen ist. Allerdings hat der 
Überweisende das Vorliegen eines Darlehensvertrags  zu beweisen, wenn - wie im 
vorliegenden Fall - der Empfänger Schenkung behauptet (vgl. Nedim Peter Vogt, in 
Basler Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, OR I, Art. 1-529 OR, 4. Aufl., 
Basel 2007, N 44 zu Art. 239 OR sowie Urteil der Zivilkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden vom 6. Februar 2007 [ZF 06 70] E. 2.a S. 5). Wer sich auf die 
Rückerstattungspflicht beruft und Rechte daraus ableitet, den trifft die Beweislast 
dafür (vgl. Nedim Peter Vogt, a.a.O., N 11 zu Art. 321 OR sowie Urteil der Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 6. Februar 2007 [ZF 06 70] E. 2.a 
S. 4 mit Hinweisen auf die Literatur). Der Beklagte hat jedoch nicht bewiesen, dass 
es sich bei der Bezahlung der Prüfungskosten von Fr. 3'300.-- um ein Darlehen 
handelte und eine Rückzahlungspflicht der Klägerin dafür bestand. 

Die Berufung erweist sich mithin auch in diesem Punkt als unbegründet.

b)  Dies gilt auch für die vom Widerkläger im Berufungsverfahren weiterhin 
geltend gemachte Entschädigung von Fr. 2'712.50 für angeblich zu viel bezogene 
Ferien der Berufungsbeklagten.  

Der Berufungskläger bringt vor, Z. habe bei einem Anspruch von drei Wo-
chen Ferien im Zeitraum von Januar bis September 2004 tatsächlich 6 ½ Wochen 
Urlaub bezogen und beruft sich zum Beweis seiner Behauptung auf den Zeugen J.. 
Letzterer vermochte dazu lediglich anzugeben, dass er üblicherweise jeweils im Au-

18

gust drei bis vier Wochen Sommerferien mache und meine, das Dentallabor A. sei 
auch jeweils in diesem Zeitraum geschlossen gewesen (vgl. act. IV.2 S. 2, Fragen 
Rechtsanwalt Sax Ad 3 und 4). Diese eher vagen Aussagen betreffend die Ferien-
zeiten des Labors A. reichen indes, wie die Vorinstanz richtig ausführt (vgl. vorin-
stanzliches Urteil, S. 18 E. 12.d), zum Beweis der von der Klägerin angeblich zu viel 
bezogenen Ferien nicht aus. Ebensowenig liegen andere Beweise dafür vor, wes-
halb die Vorinstanz die Widerklage von A. betreffend Entschädigung für zu viel be-
zogene Ferien zu Recht abgewiesen hat und die Berufung auch in diesem Punkt 
abzuweisen ist.

8. Die Berufung von A. ist demnach betreffend Sonntagsarbeit sowie An-
teil des Mietzinses für die Wohnung in V. gutzuheissen, womit die von der Vorin-
stanz zugesprochene Lohnforderung entsprechend zu reduzieren ist. Dabei ist zu 
berücksichtigen, dass nach der Praxis des Kantonsgerichts bei Lohnforderungen im 
Urteilsdispositiv nicht der Bruttolohn, sondern der Nettolohn nach Abzug der vom 
Arbeitnehmer zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge zuzusprechen ist (PKG 
1990 Nr. 21; Urteile der Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 22. 
Mai 2006 in Sachen B.I. gegen AG C.T. [ZF 05 39], S. 19 E. 5. lit. g; vom 5. Juli 
2003 in Sachen B.R. gegen S.C. AG [ZF 05 23], S. 16/17 E. 4; vgl. Ullin 
Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319 - 362 OR, 
6. Aufl., Zürich 2006, N 14 zu Art. 322 OR, S. 200/201). Die von der Vorinstanz 
zugesprochene Lohnforderung von netto Fr. 9'220.45 (vgl. vorinstanzliches Urteil, 
E. 13, S. 18 f. sowie oben E. 3.c, S. 13) ist folglich um den als Entschädigung für 
Sonntagsarbeit errechneten Nettobetrag von Fr. 1'596.95 (vgl. vorinstanzliches Ur-
teil, E. 8.a, S. 13 f.) und den Anteil des Mietzinses für die Wohnung in V. für die 
Dauer von 9 Monaten in Höhe von Fr. 5'400.-- (vgl. oben E. 6, S. 16), total also um 
Fr. 6'996.95 (Fr. 1'596.95 + Fr. 5'400.--) zu reduzieren. In teilweiser Gutheissung 
der Klage wird der Beklagte somit verpflichtet, der Klägerin Fr. 2'223.50 netto 
(9'220.45 ./. 6'996.95) zuzüglich 5 % Zins seit 30. September 2004 zu bezahlen. Im 
Übrigen ist die Klage abzuweisen.

9. a) Bei Streitigkeiten aus einem Arbeitsverhältnis bis zu einem Streit-
wert von Fr. 30'000.-- dürfen den Parteien ausser bei mutwilliger Prozessführung 
weder Gebühren noch Auslagen des Gerichts auferlegt werden (Art. 343 Abs. 3 
OR). Für das Berufungsverfahren werden daher von den Parteien – gleich wie im 
erstinstanzlichen Verfahren - keine Kosten erhoben.

19

b) Demgegenüber befreit Art. 343 Abs. 2 und 3 OR nicht von der Bezahlung 
der ausseramtlichen Kosten (vgl. BGE 115 II 30, E. 5c S. 42). Gemäss Art. 122 Abs. 
2 ZPO ist die unterliegende Partei in der Regel verpflichtet, der obsiegenden alle ihr 
durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. Fällt das 
Urteil nicht ausschliesslich zu Gunsten einer Partei aus, können die aussergericht-
lichen Kosten verhältnismässig nach dem Obsiegen und Unterliegen verteilt werden 
(Art. 122 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 122 Abs. 1 ZPO). Um das Ausmass des 
Obsiegens und Unterliegens einer Partei in einem Prozess mit Widerklage bestim-
men zu können, ist die Summe der Streitwerte der Begehren hinsichtlich deren die 
Partei obsiegt hat oder unterlegen ist, in Relation zur Summe der Streitwerte von 
Haupt- und Widerklage zu setzen (vgl. Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zür-
cherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 20 zu § 64 mit Hinweis auf 
ZR 84 Nr. 62).

aa) Die Klägerin verlangte im vorinstanzlichen Verfahren die Zusprechung 
eines Betrages von Fr.  24'354.--. Überdies beantragte sie die Abweisung der Wi-
derklage im Umfang von Fr. 7'865.50. Zugesprochen wurden ihr Fr. 2'223.50. Die 
Widerklage wurde abgewiesen. Die Klägerin hat demzufolge hinsichtlich eines Be-
trages von Fr. 10'089.-- (Fr. 2'223.50 + Fr. 7'865.50) obsiegt. In Gegenüberstellung 
zum Streitwert der Haupt- und Widerklage von insgesamt Fr. 32’219.50 (Fr. 24'354.-
- + Fr. 7'865.50) ist die Klägerin mit ihren Begehren folglich zu rund 1/3 und der 
Beklagte mit seinen Anträgen zu 2/3 durchgedrungen, womit die Klägerin den Be-
klagten für das erstinstanzliche Verfahren mit 1/3 seiner ausseramtlichen Kosten zu 
entschädigen hätte. Allerdings bleibt dabei zu berücksichtigen, dass der Beklagte in 
der Vermittlung massiv überklagt hat, verlangte er doch gemäss Rechtsbegehren 
im Leitschein mit seiner Widerklage ursprünglich einen Betrag von Fr. 18'865.--, 
welchen er sodann in seiner Prozessantwort und Widerklageschrift auf Fr. 7'865.50 
reduzierte. Eine Reduktion der von der Klägerin zu leistenden Entschädigung von 
1/3 auf 1/4 der beklagtischen ausseramtlichen Kosten erscheint daher gerechtfer-
tigt. 

Der beklagtischen Rechtsvertreter machte in seiner Honorarnote vom 2. Ok-
tober 2007 (act.V.6) für das vorinstanzliche Verfahren einen zeitlichen Aufwand von 
45.5 Stunden à Fr. 240.--, total also Fr. 11’943.60 inklusive Barauslagen von Fr. 
240.-- und Mehrwertsteuer geltend. Dieser Aufwand erscheint dem Kantonsgericht 
in Anbetracht des Schwierigkeitsgrades des konkreten Falles und des für eine sach-
gemässe Interessenwahrung gebotenen Zeitaufwands wie auch mit Blick auf die 
erhebliche Differenz zur Kostennote des gegnerischen Rechtsvertreters in Höhe 
von Fr. 7'732.80 inklusive Mehrwertsteuer (vgl. act. V.5) unangemessen hoch. Unter 

20

Berücksichtigung eines angemessenen zeitlichen Aufwands für die notwendigen 
und tatsächlich geleisteten Arbeiten und der unumgänglichen Umtriebe sowie des 
Schwierigkeitsgrads und der objektiven Bedeutung des Falles erachtet es das Ge-
richt daher als gerechtfertigt, die von Rechtsanwalt Sax im vorinstanzlichen Verfah-
ren eingereichte Honorarnote auf Fr. 9'000.-- einschliesslich Mehrwertsteuer zu re-
duzieren. Folglich hat die Klägerin den Beklagten für das vorinstanzliche Verfahren 
mit Fr. 2'250.-- ausseramtlich zu entschädigen.

bb) Im Rechtsmittelverfahren wurden vom Berufungskläger nur noch die von 
der Vorinstanz gutgeheissene Entschädigung für angeblich geleistete Sonntagsar-
beit von Fr. 1'596.95 bestritten sowie Verrechnungen von insgesamt Fr. 7'400.-- und 
widerklageweise noch Fr. 6'012.50 geltend gemacht (vgl. vorstehend  E. 2. a und b 
S. 5) Aus Haupt- und Widerklage waren also im vorliegenden Verfahren noch ins-
gesamt Fr. 15’009.45 (Fr. 1'596.95 + Fr. 7'400.-- + Fr. 6'012.50) streitig. Die Beru-
fung wurde hinsichtlich Sonntagsarbeit (Fr. 1'596.95) und Anteil des Mietzinses für 
die Wohnung in V. (Fr. 5'400.--) gutgeheissen. Die Widerklage wurde abgewiesen. 
Der Berufungskläger ist folglich im Umfang von Fr. 6'996.95 (Fr. 1'596.95 + Fr. 
5'400.--) und damit  rund zur Hälfte mit seinen Berufungsanträgen durchgedrungen, 
weshalb die ausseramtlichen Kosten für das Berufungsverfahren wettzuschlagen 
sind. 

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Ziffern 1 und 3 Abs. 2 des 
angefochtenen Urteils werden aufgehoben.

2. In teilweiser Gutheissung der Klage wird der Beklagte verpflichtet, der Kläge-
rin Fr. 2'223.50 netto zuzüglich 5 % Zins seit 30. September 2004 zu bezah-
len.

3. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

4. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.

5. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten für das vorinstanzliche Verfah-
ren ausseramtlich mit Fr. 2'250.-- einschliesslich Mehrwertsteuer zu entschä-
digen.

6. Die ausseramtlichen Entschädigungen für das Berufungsverfahren werden 
wettgeschlagen.

7. Gegen diese einen Streitwert von weniger als 15'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-
cher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde 
gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem 
Bundesgericht innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung 
der Entscheidung schriftlich in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

8.   Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: