# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49e9abe4-ea9d-5698-9cb3-e10303555550
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.06.2010 E-5332/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5332-2008_2010-06-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5332/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  J u n i  2 0 1 0

Richter Kurt Gysi (Vorsitz), Richter Thomas Wespi, 
Richterin Regula Schenker Senn, 
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______, Sri Lanka,
vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 10. Juli 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5332/2008

Sachverhalt:

A.
Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer, ursprünglich 
aus Jaffna stammend und tamilischer Ethnie, seinen Heimatstaat am 
22.  Dezember  2007  auf  dem  Luftweg  mit  einem  auf  eine  fremde 
Identität  lautenden  Reisepass.  Über  Amman  und  Rom  sei  er  am 
28.  Dezember  2007  unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  in  die 
Schweiz gelangt. Am gleichen Tag stellte  er  im Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrum in Chiasso ein Asylgesuch, wo er am 15. Januar 2008 
befragt wurde. Am 2. April 2008 führte das BFM eine direkte Anhörung 
durch und am 7. Juli 2008 wurde der Beschwerdeführer vom BFM in 
Rahmen weiterer Abklärungen ergänzend angehört.

Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer im We-
sentlichen  aus,  im  Jahre  1998  sei  er  bei  einer  Kontrolle  an  einem 
Checkpoint  der  Unterstützung  der  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam 
(LTTE) verdächtigt worden, da er einen Transformer, den er repariert 
habe, mitgeführt habe, und sei für drei Tage in Gewahrsam genommen 
worden, ohne dass dies weitere Folgen gehabt hätte. Seit dem Jahre 
2000 habe er  als  staatlicher  (...)  gearbeitet  und dabei  insbesondere 
auch die Zivilbevölkerung mit (...) versorgt. Am 23. August 2006 sei er 
von Sicherheitskräften verdächtigt und beschuldigt worden, der LTTE 
Medikamente abgegeben zu haben, obwohl er bis zu diesem Zeitpunkt 
keinen Kontakt  mit  LTTE-Angehörigen gehabt habe. Anlässlich eines 
Arbeitseinsatzes  vom  10.  März  2007  habe  er  auf  Drängen  von 
Angehörigen der LTTE diesen Medikamente abgegeben, worauf er am 
30. Mai 2007 hiezu von den Sicherheitskräften zur Rede gestellt und 
unter Androhung einer Festnahme aufgefordert worden sei, künftig von 
derartiger  Hilfestellung  abzulassen.  Im  Anschluss  an  eine 
Minenexplosion in der Nähe eines Restaurants sei er am 10. Oktober 
2007  von  Armeeangehörigen  befragt  worden,  wobei  ihm  unterstellt 
worden sei,  er  habe wohl  gewisse Informationen darüber. Dabei  sei 
ihm  erneut  eine  Festnahme  in  Aussicht  gestellt  worden,  falls  sich 
Verdachtsmomente  für  eine  Unterstützung  der  LTTE  verfestigen 
sollten. Nachdem am 10. November 2007 bewaffnete Unbekannte von 
ihm Medikamente verlangt hätten - wobei er ihnen erklärt habe, keine 
dabei zu haben - habe er seinen Chef über alles orientiert und dies am 
14. November 2007 bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Auch habe er 
die  Menschenrechtsorganisation  und  das  srilankische  sowie  das 
Internationale Rote Kreuz über seine Situation in Kenntnis gesetzt. Am 

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15.  November  2007  sei  er  mit  seiner  Familie  nach  Colombo 
umgezogen, wo Verwandte von ihm leben würden. Er habe erfahren, 
dass gleichentags in der Nacht im Personalhaus an seinem Arbeitsort  
bewaffnete  Leute  nach  ihm  gefragt  hätten.  Gegen  Ende  November 
2007 sei er nach Vavuniya gefahren, um persönlich seine Arbeitsstelle 
zu kündigen. Dort habe er erfahren, dass er am 30. November 2007 in 
Colombo vom Armeegeheimdienst gesucht worden sei. Dabei sei eine 
Nachricht  hinterlassen  worden,  wonach  er  sich  beim 
Armeegeheimdienst  melden  solle. Auf  dem Rückweg nach Colombo 
anfangs  Dezember  2007  seien  aus  Furcht  vor  Massnahmen  der 
staatlichen Sicherheitskräfte körperliche Beschwerden aufgetreten, so 
dass er sich für drei Tage in Spitalpflege habe begeben müssen. Vor 
diesem Hintergrund hätten sein Onkel und sein Bruder Vorbereitungen 
für seine Ausreise aus Sri Lanka getroffen. Nach seiner Ausreise aus 
Sri Lanka habe er von seinen Angehörigen erfahren, dass die Armee 
nach wie vor nach ihm gesucht und auch am Telefon nach ihm verlangt 
habe. Bei einem Round-Up sei sein Bruder mitgenommen, befragt und 
dann wieder laufen gelassen worden. Auch sei an seinem Arbeitsort 
nach ihm gefragt worden.

Bezüglich der Vorbringen des Beschwerdeführers im Einzelnen ist auf 
die Akten zu verweisen.

Der  Beschwerdeführer  gab  zur  Stützung  seiner  Vorbringen  im  vor-
instanzlichen  Verfahren  ein  Gerichtsurteil  aus  dem  Jahre  1998, 
mehrere  Dokumente bezüglich seiner  Anzeige vom November  2007, 
mehrere  Dokumente  betreffend  seine  Arbeit  als  (...)  sowie  ein 
ärztliches Schreiben zu den Akten.

B.
Mit Verfügung vom 10. Juli 2008 lehnte das BFM das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  ab  und  ordnete  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug an. Zur  Begründung führte  es  aus,  es 
ergäben sich keine Hinweise auf eine gezielt gegen den Beschwerde-
führer  gerichtete  Verfolgung  und  seine  Vorbringen  würden  den  An-
forderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht genügen. Zudem sei der 
Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich.

C.
Mit  Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht  vom 18. August  2008 

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beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm vollständige Einsicht in 
die  gesamten  Asylakten  zu  gewähren  verbunden  mit  einer  an-
gemessenen  Frist  zur  Einreichung  einer  Beschwerdeergänzung. 
Weiter wurde beantragt, die Verfügung des BFM vom 10. Juli 2008 sei  
aufzuheben  und  die  Sache  zur  Feststellung  des  vollständigen  und 
richtigen rechtserheblichen Sachverhaltes und zur Neubeurteilung an 
das BFM zurückzuweisen. Eventuell  sei  die angefochtene Verfügung 
aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  fest-
zustellen und ihm Asyl zu gewähren. Weiter sei die angefochtene Ver-
fügung eventuell  betreffend der  Ziffern  4 und 5 aufzuheben und die 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen. Auf  die  Be-
gründung wird - soweit entscheidwesentlich - in den Erwägungen ein-
gegangen. 

D.
Mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
21.  August  2008  wurde  bezüglich  des  Akteneinsichtsgesuches  fest-
gestellt,  dass das BFM dem Beschwerdeführer auf sein Gesuch vom 
23. Juli 2008, auch Einsicht in die Aktenstücke zu gewähren, welche 
vom  Beschwerdeführer  vorher  bereits  zugestellt  oder  eingereicht 
worden  seien,  gemäss der  Aktenedition  vom 25. Juli  2008  mit  Aus-
nahme der Aktenstücke Nr. A6, A7, A9 und A15 Akteneinsicht gewährt 
habe  und  gemäss  dieser  Auflistung  zu  schliessen  wäre,  dem  Be-
schwerdeführer  seien  die  Akten  A2  (Beweismittelcouvert)  be-
ziehungsweise  die  darin  enthaltenen  Beweismittel  vom  BFM  ediert 
worden  (vgl.  Randbemerkung  zu  "E"  auf  dem Aktenverzeichnis  des 
BFM).  Der  Vorinstanz  wurde  Gelegenheit  eingeräumt,  zum  -  auf 
Rechtsmittelebene erneut gestellten - Akteneinsichtsgesuch bezüglich 
des Inhaltes des Aktenstückes A2 Stellung zu nehmen. Zudem wurde 
der  Vorinstanz  Gelegenheit  gegeben,  sich  zu  den  weiteren  Be-
schwerdebegehren vernehmen zu lassen. Die Akten wurden der Vor-
instanz  zur  Vernehmlassung  überwiesen  (Art.  57  Abs.  1  des  Ver-
waltungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG, 
SR 172.021]).

E.
Mit  Vernehmlassung  vom 28.  August  2008  stellte  das  BFM fest,  es 
seien  dem  Beschwerdeführer  versehentlich  nicht  sämtliche  Akten  - 
insbesondere  die  von  ihm  eingereichten  Beweismittel  -  zugestellt 
worden.  Im  Übrigen  hielt  das  BFM an  den  Erwägungen  in  der  an-

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gefochtenen  Verfügung  vollumfänglich  fest  und  beantragte  die  Ab-
weisung der Beschwerde.

F.
Mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
9.  September  2008  wurde  das  Akteneinsichtsgesuch  gutgeheissen. 
Demgegenüber wurde der Antrag des Beschwerdeführers, es sei ver-
bunden  mit  dieser  Akteneinsicht  eine  angemessene  Frist  zur  Ein-
reichung  einer  Beschwerdeergänzung  anzusetzen,  abgewiesen,  da 
der Inhalt dieser Beweismittel dem Beschwerdeführer bekannt sei und 
die  wesentlichen  Beweismittel  anlässlich  der  drei  Anhörungen  im 
vorinstanzlichen  Verfahren  auch  inhaltlich  zur  Sprache  und  zu 
Protokoll  gebracht  worden  seien,  sodass  es  dem Beschwerdeführer 
beziehungsweise seinem Rechtsvertreter nicht verschlossen geblieben 
wäre,  sich  in  der  Rechtsmitteleingabe  materiell  mit  diesen  aus-
einanderzusetzen. Es stehe dem Beschwerdeführer jedoch frei, innert  
nützlicher Frist  im Rahmen des Rechtsmittelverfahrens Ergänzungen 
einzubringen. Weiter wurde festgestellt, aufgrund einer summarischen 
Prüfung  der  Beschwerdesache  würde ein  Durchdringen  der  Be-
schwerdebegehren aufgrund der aktuellen Aktenlage insgesamt aus-
sichtslos  erscheinen,  und  der  Beschwerdeführer  aufgefordert,  innert 
Frist einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- einzuzahlen.

G.
Der  Kostenvorschuss  im  Betrage  von  Fr.  600.--  wurde  vom  Be-
schwerdeführer am 25. September 2008 einbezahlt.

H.
Mit  Eingabe vom 25. September 2008 reichte der  Beschwerdeführer 
eine Ergänzung zur Rechtsmitteleingabe zu den Akten.

I.
Mit Eingabe vom 23. Oktober 2008 reichte der Beschwerdeführer zwei 
Beweismittel  mit  deutscher  Übersetzung  zu  den  Akten  und  machte 
geltend,  die  zwei  Beweismittel  würden  zwei  von  ihm  vorgebrachte 
Sachverhalte bestätigen. Mit Verweis auf seine Beschwerdeergänzung 
vom 25. September 2008 brachte er vor, es seien nun bereits wesent-
liche  Teile  seiner  Verfolgung  beweismässig  belegt,  weshalb  sich  die 
Einholung  einer  erneuten  Vernehmlassung  beim  BFM  rechtfertigen 
dürfte.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art.  5 VwVG. Das BFM 
gehört  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG und  ist  daher  eine  Vor-
instanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  be-
treffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bun-
desverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vor-
liegenden  Beschwerde und  entscheidet  in  diesem Bereich  endgültig 
(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung beziehungsweise Änderung. Der  Beschwerdeführer ist  daher 
zur Einreichung der Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde ist frist- 
und  formgerecht  eingereicht  (Art.  108  Abs. 1  AsylG  sowie  Art.  105 
AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art.  48  Abs. 1  VwVG  sowie  Art.  52 
VwVG). Auf die Beschwerde wurde zu Recht eingetreten.

1.3 Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  un-
richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

2.

2.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimat-
staat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, 
Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen 
Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  Anschauungen  ernsthaften 
Nachteilen  ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen 
Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden.  Als  ernsthafte  Nachteile  gelten 
namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit 
sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck be-
wirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen 
(Art. 3 AsylG).

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2.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vor-
bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeb-
lich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden 
(Art. 7 AsylG).

3.

3.1 Zur  Begründung  des  ablehnenden  Asylentscheides  führte  das 
Bundesamt aus, aufgrund der Akten sei davon auszugehen, dass der 
Beschwerdeführer im Jahre 1998 für kurze Zeit in Haft gewesen sei. 
Dieser  Vorfall  habe  jedoch  im  Zeitpunkt  seiner  Ausreise  bereits 
mehrere  Jahre  zurückgelegen  und  könne  somit  nicht  als  Anlass  für 
diese angesehen werden. Zudem könne aufgrund der Tatsache, dass 
er  freigesprochen  und  nach  kurzer  Zeit  bedingungslos  freigelassen 
worden  sei,  geschlossen  werden,  dass  gegen  ihn  keine  konkreten 
Verdachtsmomente vorhanden gewesen seien. Das  BFM gehe  auch 
davon aus,  dass  er  als  (...)  gearbeitet  habe. Aufgrund der  aktuellen 
Situation  schliesse  das  BFM  nicht  aus,  dass  er  Befragungen  oder 
allenfalls Drohungen durch Sicherheitskräfte erlebt habe. Gemäss den 
eigenen Aussagen des Beschwerdeführers  seien diese Befragungen 
ohne  Anwendung  von  Gewalt  erfolgt  und  es  seien  gegen  ihn  keine 
weiteren  Schritte  eingeleitet  worden,  weshalb  aufgrund  der  Art  und 
Intensität  dieser  Massnahmen  keine  ernsthaften  Nachteile  im  Sinne 
von Art. 3  AsylG vorliegen würden. Dass der  Beschwerdeführer  nun 
vom militärischen  Geheimdienst  gesucht  werden  soll  respektive  ihm 
bei  einer  Rückkehr  nach  Sri  Lanka  asylrelevante  Nachteile  drohen 
sollen,  sei  indessen  nicht  glaubhaft.  Vorweg  falle  auf,  dass  die 
diesbezüglichen  Aussagen  realitätsfremd  und  unsubstanziiert 
ausgefallen seien. So wolle der Beschwerdeführer sowohl am Wohnort 
des Bruders in Colombo als auch an seinem Wohn- und Arbeitsort in  
Vavuniya gesucht  worden sein. Gleichzeitig  wolle  er  noch mehrmals 
zwischen  Vavuniya  und  Colombo  gependelt  und  dabei  mit  seinem 
Dienstausweis  Checkpoints  passiert  haben.  Dass  er  dabei  irgend-
welche  Schwierigkeiten  gehabt  oder  irgendwelche  Vorsichtsmass-
nahmen getroffen hätte,  mache der  Beschwerdeführer  nicht  geltend. 
Es sei ausserdem nicht nachvollziehbar, dass er im Wissen um seine 
Suche nochmals von Colombo nach Vanuiya gereist wäre, nur um dort  

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seine Stelle zu kündigen. Zudem hätte sich der militärische Geheim-
dienst, der den Beschwerdeführer verdächtigt haben soll, die LTTE zu 
unterstützen,  kaum  damit  begnügt,  sich  lediglich  zwei  bis  drei  Mal 
nach seinem Verbleib zu erkundigen und dann ohne Ermittlungshand-
lungen wieder  abzuziehen. Dazu passe,  dass  der  Beschwerdeführer 
beispielsweise  nicht  geltend  mache,  dass  es  zu  eingehenden  Be-
fragungen von Familienangehörigen oder  Arbeitskollegen  gekommen 
wäre. Die Aussagen des Beschwerdeführers - insbesondere über die 
Ereignisse unmittelbar vor seiner Ausreise - seien überdies äusserst 
vage  und  unsubstanziiert  geblieben.  Seine  Schilderungen  über  die 
angebliche  Suche  nach  ihm  seien  sehr  allgemein  ausgefallen  und 
würden  sich  in  wenigen  kurzen  stereotypen  Sätzen  erschöpfen,  die 
eine subjektive Wahrnehmung vermissen liessen, so dass seine Dar-
stellungen  als  offensichtlich  unglaubhaft  zu  taxieren  seien.  Wenn er 
das  Geschilderte  tatsächlich  erlebt  hätte,  wäre  von  ihm  eine 
authentische  und  erlebnisgeprägte  Nacherzählung  zu  erwarten  ge-
wesen.  Seine  Darlegungen  würden  jeglicher  Realitätsmerkmale  ent-
behren.  Auch  habe  er  etwa  behauptet,  die  Armee  habe  auch  tele-
fonisch nach ihm gesucht und es habe anonyme Anrufe gegeben, um 
dann später einzuräumen, dass seine Familienangehörigen diese An-
rufe gar nicht angenommen hätten. In Würdigung der gesamten Um-
stände  könne  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachte  Ver-
folgungssituation nicht geglaubt werden. Daran würden auch die von 
ihm eingereichten Unterlagen nichts ändern, da sich diese auf Sach-
verhalte beziehen würden, die vom BFM nicht grundsätzlich bestritten 
würden,  aber  für  sich  betrachtet  keine  Asylrelevanz  zu  begründen 
vermöchten. 

Der Ablehnung des Asylgesuches folge in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz. Den Vollzug der Wegweisung erachtete das BFM als 
zulässig, zumutbar und möglich. In diesem Zusammenhang führte das 
BFM insbesondere aus, vorliegend würden individuelle Gründe für die 
Zumutbarkeit  einer  Wohnsitznahme  in  Colombo  sprechen.  Der  Be-
schwerdeführer  habe  in  Colombo  Verwandte,  namentlich  einen  ver-
heirateten Bruder, der als (akademischer Beruf)  arbeite und wo sich 
auch die Familie des Beschwerdeführers und seine Mutter  aufhalten 
würden, bei  welchen sich der  Beschwerdeführer vor seiner  Ausreise 
aufgehalten habe. Auch habe er selbst bestätigt,  dass er über diese 
Wohnsitzalternative verfüge.

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3.2 Dem  mit  der  Rechtsmitteleingabe  gestellten  Antrag  auf  voll-
ständige  Akteneinsicht  wurde  mit  Zwischenverfügung  des  Bundes-
verwaltungsgerichts vom 9. September 2008 entsprochen. Die in der 
Beschwerde  erhobene  Rüge,  das  BFM  habe  bezüglich  des  Be-
ziehungsnetzes des Beschwerdeführers in Colombo und der Lebens-
sicherheit für seine dort lebenden Angehörigen sowie bezüglich einer 
allfälligen  Gefährdungslage  und  der  Praktiken  der  srilankischen 
Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des 
Beschwerdeführers  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unvollständig 
und unrichtig festgestellt, sowie der entsprechende Antrag, die Sache 
sei zur Feststellung des vollständigen und richtigen rechtserheblichen 
Sachverhaltes und zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen, 
sind vorab zu prüfen, da ein allenfalls ungenügend abgeklärter Sach-
verhalt eine materielle Beurteilung verunmöglichen würde. Der Unter -
suchungsgrundsatz  gehört  zu  den  allgemeinen  Grundsätzen  des 
Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat 
die  Behörde von Amtes wegen für  die  richtige  und vollständige Ab-
klärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie muss die 
für das Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und 
die  rechtlich  relevanten  Umstände  abklären  sowie  ordnungsgemäss 
darüber  Beweis  führen. Dieser  Grundsatz  gilt  indessen  nicht  unein-
geschränkt, er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des Asyl-
suchenden (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 Abs. 1 AsylG). Vorliegend ist 
die Vorinstanz aufgrund der Parteiauskünfte (vgl. Art. 12 Bst. b VwVG) 
offensichtlich  und  auch  zu  Recht  davon  ausgegangen,  dass  der 
rechtserhebliche  Sachverhalt  als  erstellt  gelten  kann  und  keine 
weiteren Beweismassnahmen zu erheben sind. Der Beschwerdeführer 
brachte  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  zur  Rüge,  wonach  der  Sach-
verhalt weder vollständig noch richtig festgestellt worden sei, mit Ver-
weis auf  das Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Februar 
2008  im  Wesentlichen  vor,  die  vom BFM  bejahte  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges  des  Beschwerdeführers  nach  Colombo  hätte 
näher  geklärt  werden  müssen. Der  Beschwerdeführer  sei  anlässlich 
der Anhörungen nicht  weiter  zu seinem Beziehungsnetz in  Colombo 
befragt  und  auch  die  Frage  der  Lebenssicherheit  für  seine  dort  
lebenden  Angehörigen  sei  nicht  gestellt  worden. Entgegen  der  Vor-
bringen in der Rechtsmitteleingabe wurde der rechtserhebliche Sach-
verhalt  hinreichend  abgeklärt.  Die  entsprechende  Rüge erweist  sich 
als  unbegründet.  Es  erscheint nicht  nachvollziehbar,  wenn  der  Be-
schwerdeführer  vorbringt,  er  sei  anlässlich  der  Anhörungen  nicht 
weiter  zu seinem Beziehungsnetz in Colombo befragt  und die Frage 

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nach der  Lebenssicherheit  für  seine  dort  lebenden  Angehörigen  sei 
nicht  gestellt  worden,  waren  gerade  diese  Aspekte  Gegenstand 
eingehender  Befragungen  insbesondere  anlässlich  der  ergänzenden 
Anhörung  vom  7.  Juli  2008.  So  wurde  der  Beschwerdeführer 
einlässlich zu den familiären Verhältnissen in Colombo befragt und er 
hatte  ausreichend  Gelegenheit,  sich  dazu  zu  äussern  (A13/11  F8  - 
F24).  Auch  wurde  er  eingehend  zur  Situation  seiner  Verwandten  in 
Colombo und deren Lebenssicherheit  nach seiner Ausreise aus dem 
Heimatland  sowie  über  seinen  Kontakt  mit  seinem  ehemaligen 
Arbeitsort  angehört  (A13/11  F39-F47).  Auch  der  Sachverhalt  im 
Zusammenhang mit  der beruflichen Tätigkeit  des Beschwerdeführers 
und der dabei  entstandenen Kontakte in von der LTTE kontrollierten 
Gebieten, der daraus allenfalls entstandenen Gefährdungslage und die 
gegen  den  Beschwerdeführer  erhobenen  Massnahmen  der 
srilankischen  Sicherheitskräfte  wurde  ausführlich  erhoben.  Nach 
Prüfung der Aktenlage ist demnach festzustellen, dass das BFM den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  hinreichend  abgeklärt  hat  und  somit 
eine  Rückweisung  der  Sache  unter  diesem Titel  nicht  angezeigt  er-
scheint.  Entgegen  des  Vorbringens  in  der  Rechtsmitteleingabe  ist 
vorliegend  nicht  ersichtlich,  inwiefern  Botschaftsabklärungen  zur 
Erstellung des rechtserheblichen Sachverhaltes notwendig wären. Die 
Anträge auf  Rückweisung der  Sache an die  Vorinstanz zur  weiteren 
Sachverhaltsermittlung  sowie  zur  Durchführung  einer  Botschaftsab-
klärung sind daher abzuweisen. Die Vorinstanz ist ferner nach Prüfung 
der Parteivorbringen respektive der aktuellen Situation in der Heimat 
des Beschwerdeführers zu einem anderen Schluss als der Beschwer-
deführer gekommen, was keine Verletzung des Untersuchungsgrund-
satzes  darstellt,  sondern  die  rechtliche  Würdigung  des  erheblichen 
Sachverhaltes  beschlägt.  Letzlich  widerspricht  sich  der 
Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang denn auch insoweit, als 
er  in  der Beschwerdeergänzung vom 25. September  2008 vorbringt, 
aus  den  eingereichten  Beweismitteln  gehe  klar  hervor,  dass 
wesentliche Elemente der Asylvorbringen nicht nur glaubhaft, sondern 
gar  bewiesen  seien,  und  er  somit  selbst  davon  ausgeht,  der 
wesentliche Sachverhalt sei hinreichend erstellt.

3.3 In der Beschwerdeergänzung vom 25. September 2008 wird vorab 
- freilich wiederum im Widerspruch zur eben genannten Einschätzung 
des  Beschwerdeführers  bezüglich  der  eingereichten  Beweismittel  - 
vorgebracht, eine abschliessende Äusserung zu den Beweismitteln sei 
noch  nicht  möglich,  es  herrsche  bezüglich  dieser  eine  gewisse  Un-

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klarheit  und  es  werde um Ansetzung  einer  angemessenen Frist  zur 
Einreichung von deutschen Übersetzungen ersucht. Dieses Gesuch ist 
abzuweisen, da die wesentlichen Inhalte der Beweismittel eines Teils 
aufgrund  der  englischen  Übersetzungen  und  im Weiteren  anlässlich 
der Anhörungen, und somit aufgrund der bestehenden Aktenlage hin-
reichend  deutlich  erhoben  sind.  Weiter  wird  in  der  Beschwerde-
ergänzung  ausgeführt,  der  Beschwerdeführer  habe  die  Einreichung 
von  Übersetzungen  bisher  nicht  in  Betracht  gezogen,  da  er  davon 
ausgegangen sei, dass die Beweismittel korrekt verzeichnet sowie an-
lässlich  der  Befragungen  grob  übersetzt  worden  seien.  Diese  An-
nahme des Beschwerdeführers trifft  entgegen der anderweitigen Ein-
wände  in  der  Beschwerdeergänzung  gerade  zu.  So  hat  der  Be-
schwerdeführer  die  Anzeige vom 14. November  2007 persönlich  bei 
der Polizei eingereicht und deren wesentlicher Inhalt ist aktenkundig. 
Im Weiteren ist die Bestätigung des Polizeipostens von (...) bezüglich 
der vom Beschwerdeführer erhobenen Anzeige nicht strittig und es ist  
nicht  ersichtlich,  inwiefern  diesbezüglich  weitere  Informationen 
zwingend  notwendig  sein  sollten.  Zudem  ist  nicht  nachvollziehbar, 
wenn  der  Beschwerdeführer  vorgibt,  es  sei  unklar,  ob  es  sich  beim 
Schreiben  in  englischer  Sprache  vom  29.  November  2007  um  das 
Originaldokument  in  englischer  Sprache  oder  lediglich  um  eine 
Übersetzung  handle,  stammt  dieses  Dokument  doch  vom  Be-
schwerdeführer selbst und wurde von ihm eigenhändig unterschrieben. 
Auch ist  unerfindlich,  weshalb sich der Beschwerdeführer in der Be-
schwerdeergänzung  fragt,  ob  sich  das  Original  des  Gerichtsurteils 
vom 29. Juni 1998 wirklich in den Akten befinde, wenn er dieses an-
lässlich der Anhörung vom 7. Juli  2008 persönlich beim BFM hinter-
legte.  Der  in  diesem Zusammenhang  gestellte  Antrag  auf  eine  Bot-
schaftsanfrage ist abzuweisen, da entgegen des Vorbringens des Be-
schwerdeführers  nicht  davon  ausgegangen werden  kann,  dass  über 
das  Aktenzeichen  des  entsprechenden  Originalurteils  weitere  Ver-
knüpfungen zu anderen allenfalls hängigen Verfahren gegen den Be-
schwerdeführer festgestellt werden könnten, da er zum einen mit dem 
Urteil vom 29. Juni 1998 ohne jeden Vorbehalt von jeglichem Verdacht 
terroristischer  Verbindungen  entbunden  und  bedingungslos  frei-
gesprochen  wurde.  Zudem  hat  der  Beschwerdeführer  ausdrücklich 
verneint, dass gegen ihn im Zusammenhang mit den drei Befragungen 
durch  den Armeegeheimdienst  in  den Jahren 2006 und 2007 je  ein 
Verfahren eingeleitet worden wäre (A13/11 F76/77).

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3.4 Die beiden vom Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 23. Oktober 
2008  eingereichten  Beweismittel  mit  deutscher  Übersetzung  waren 
bereits  Bestandteil  der  beim  BFM  eingereichten  Beweismittel  und 
wurden demnach von der Vorinstanz im Rahmen der angefochtenen 
Verfügung gewürdigt. Der mit der Eingabe gestellte Antrag, die Sache 
sei  dem  BFM  zu  einer  neuen  Vernehmlassung  zuzustellen,  da  mit  
diesen  Beweismitteln  nun  wesentliche  Teile  der  Verfolgung  des  Be-
schwerdeführers belegt würden, ist somit abzuweisen.

4.

4.1 Nach Würdigung der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht 
in  materieller  Hinsicht  zum Schluss,  dass  die  Erwägungen der  Vor-
instanz zu den Anforderungen  an die  Glaubhaftigkeit  gemäss Art. 7 
AsylG  zutreffen  und  die  Ausführungen  auf  Beschwerdeebene  sowie 
die diesbezüglich eingereichten Beweismittel  nicht geeignet sind, sie 
in entscheidwesentlicher Hinsicht in einem anderen Licht  erscheinen 
zu  lassen.  So  hat  die  Vorinstanz  im  angefochtenen  Entscheid  die 
Gründe,  weshalb  aufgrund  der  Aktenlage  die  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers  insoweit  und  in  dem  Sinne  als  unglaubhaft  zu  er-
achten sind, als sie in flüchtlingsrechtlich relevanter Hinsicht als nicht  
hinreichend für die Annahme einer begründeten Furcht vor ernsthaften 
Nachteilen  gemäss  Art.  3  AsylG  gelten  können,  in  schlüssiger  und 
einlässlicher  Weise aufgezeigt. Zur  Vermeidung von Wiederholungen 
wird  auf  die  entsprechenden  Ausführungen  im  angefochtenen  Ent-
scheid verwiesen (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG).

4.2 In  der  Rechtsmitteleingabe  und  deren  Ergänzungen  wird  den 
zahlreichen  konkreten  Feststellungen  des  BFM,  weshalb  die 
Schilderungen  des  Beschwerdeführers  zu  zentralen  Elementen  des 
geltend gemachten Sachverhaltes bezogen auf die geäusserte Furcht 
vor  ernsthaften  Nachteilen  realitätsfremd  und  unsubstanziiert  aus-
gefallen  seien,  nichts  entscheidwesentlich  Stichhaltiges  entgegen-
gesetzt. Es ist der Einschätzung der Vorinstanz zu folgen, wonach die 
allgemein gehaltenen Schilderungen des Beschwerdeführers zu seiner 
angeblichen Suche subjektiv geprägte Wahrnehmungen und Realitäts-
kennzeichen vermissen lassen und keine hinreichenden Hinweise auf 
eine  gezielt  gegen  den  Beschwerdeführer  gerichtete  Verfolgung  im 
asylrechtlichen Sinne bestehen. Der Einwand in der Rechtsmittelein-
gabe,  wonach  das  BFM  einerseits  ein  besonderes  Profil  des  Be-
schwerdeführers feststelle, aber typische bedrohende Schwierigkeiten 

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der  entsprechenden  Risikogruppe  generell  als  unglaubwürdig  be-
urteile, wird der vorliegenden Sachlage nicht gerecht, da das BFM die 
Frage einer allfälligen Gefährdung spezifisch auf die Person des Be-
schwerdeführers individuell geprüft hat.

4.3 Auf Beschwerdeebene wird zentral vorgebracht, das Ereignis vom 
10. November 2007 und die nachfolgenden Vorkommnisse seien aus-
schlaggebend  für  die  Asylrelevanz.  Hierzu  ist  vorerst  festzustellen, 
dass  der  Beschwerdeführer  den  geltend  gemachten  Vorfall  vom 
10.  November  2007  gegenüber  seinem  Arbeitgeber  grundlegend 
anders  schilderte  als  vor  den  schweizerischen  Asylbehörden.  So 
decken sich die Angaben im vom Beschwerdeführer eingereichten, mit  
"Threaten  by  Arm´s  Group  My  life  is  in  Danger"  betitelten, 
Kündigungsschreiben  vom  29.  November  2007  mit  den  ent-
sprechenden Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren in erheblicher 
Weise  nicht.  Im  eigenhändig  unterzeichneten  Schreiben  vom 
29. November  2007 schilderte  er,  eine bewaffnete  Gruppe habe  ihn 
gezwungen, mit  seinem Motorrad anzuhalten und sie habe versucht, 
ihm sein Motorrad mit Gewalt wegzunehmen, wobei es ihm gelungen 
sei,  in  risikoreicher  Weise  und  im  Bruchteil  einer  Sekunde  zu  ent-
wischen. Vor dem BFM führte er demgegenüber aus, die bewaffnete 
Gruppe habe ihn eingeschüchtert und von ihm Medikamente verlangt 
und um ihr zu entkommen, habe er in Aussicht gestellt, Medikamente 
zu besorgen ["kein  Problem,  ich  werde Medikamente  geben"  (Akten 
BFM A13/11 F57)],  beziehungsweise er habe einfach so gesagt "Ich 
helfe euch schon, aber zur Zeit habe ich nichts dabei.", worauf er ge-
gangen sei (A11/12 S. 4). Inwieweit der Beschwerdeführer gegenüber 
seinem Arbeitgeber und allenfalls gegenüber der lokalen Polizei  das 
entsprechende  Ereignis  in  dramatischerer  Weise  schilderte,  um 
seinem Ersuchen um eine Arbeitsdispensation mehr Gewicht zu ver-
leihen,  kann offengelassen werden. Jedenfalls beklagte er anlässlich 
der Anhörungen bei den schweizerischen Asylbehörden in diesem Zu-
sammenhang keine eigentliche Gewaltanwendung durch die Gruppe. 
Vielmehr  konnte  er  sich  offenbar  vom  Geschehen  ohne  ernsthafte 
Probleme  mit  einer  kurzen  verbalen  Vertröstung  entfernen,  was 
Angehörige  des  Geheimdienstes  der  Armee  wohl  kaum zugelassen 
hätten, wenn sie auf  einem ernstzunehmenden sicherheitsrelevanten 
Interesse  am  Beschwerdeführer  bestanden  hätten.  Zudem  ist  nicht 
ohne  Weiteres  nachvollziehbar,  dass  der  Beschwerdeführer  als 
langjähriger  professioneller  (...)  und  profunder  Kenner  der  örtlichen 
Verhältnisse  die  Zugehörigkeit  der  Gruppe  nicht  klar  einzuordnen 

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vermochte.  Von  einer  Eskalation  der  Bedrohungslage  des 
Beschwerdeführers  -  wie  auf  Beschwerdeebene  vorgebracht  wird  - 
kann  aufgrund  der  Vorbringen  anlässlich  der  Anhörungen  nicht 
ausgegangen werden. In diesem Sinne ist auch der Einschätzung des 
BFM in der angefochtenen Verfügung beizupflichten, wonach es nicht 
nachvollziehbar  erscheinen  würde,  wenn  sich  der  Beschwerdeführer 
bei  ernsthaft  begründeter  Furcht  vor  konkret  drohenden  Übergriffen 
durch  Angehörige  des  Armeegeheimdienstes  Ende  November  2007 
nochmals an den Ort der Bedrohungen zurückbegeben hätte, nur um 
dort  seine  Kündigung  schriftlich  bei  seinem Arbeitgeber  abzuliefern. 
Dies hätte er ohne Weiteres auf postalischem Weg erledigen können, 
zumal  er  seinen  Arbeitgeber  bereits  unmittelbar  nach  dem Ereignis 
vom 10. November 2007 darüber mündlich Bericht erstattete (A11/12 
S.  4,  A13/11  F57).  Auch  sind  keine  hinreichenden  Anhaltspunkte 
gegeben,  wonach  aus  diesem  Vorfall  und  aus  den  vom 
Beschwerdeführer  geschilderten  Folgeereignissen  eine  begründete 
Furcht vor ernsthaften nachteiligen staatlichen Massnahmen abgeleitet 
werden könnte. Der Beschwerdeführer wandte sich nach dem Vorfall  
vom 10. November 2007 an die Polizei und brachte so sein Vertrauen 
in  die  offiziellen  Organe  des  srilankischen  Staates  zum  Ausdruck, 
auch  wenn  er  einwendet,  die  Polizei  habe  sich  hiefür  nicht  als 
zuständig  erachtet  und  ihn  an  die  Sri  Lanka  Monitoring  Mission 
verwiesen.  Dieser  Einwand  widerspricht  zudem  dem  Schreiben  des 
Kommandanten der Polizeiwache vom 21. November 2007 zumindest 
insofern,  als  dieser  darin  bestätigt,  er  leite  die  Untersuchungen 
betreffend  die  Klage  und  werde  die  Untersuchungen  fortsetzen. Zur 
geltend  gemachten  Suche  durch  den  Armeegeheimdienst  vom 
30.  November  2007  in  Colombo  wurde  der  Beschwerdeführer  vom 
BFM ausführlich  zusätzlich  befragt  (A13/11).  Auf  mehrfaches  Nach-
fragen nach den konkreten Umständen dieser Suche äusserte sich der 
Beschwerdeführer,  auch  wenn  er  nicht  selbst  anwesend  gewesen 
wäre,  auffällig  unsubstanziiert  und verwies -  ausser  dass er  sich im 
4.  Stock  hätte  melden  sollen  -  im  Wesentlichen  einzig  darauf,  die  
Armee habe nach ihm gesucht (A13/11 F25 - F29, F32 - F37). Über 
ein  derart  einschneidendes  Ereignis  hätte  er  über  entsprechende 
Informationen  seiner  engsten  Familienangehörigen  mit  erheblich 
höherem Detailreichtum berichten  können,  wenn  es  sich  tatsächlich 
zugetragen hätte.

In Beachtung der gesamten Aktenlage ist demnach auch nicht glaub-
haft  gemacht,  dass  Sicherheitskräfte  nach  der  Ausreise  des  Be-

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schwerdeführers aus seinem Heimatland nach ihm gesucht hätten. So 
sind die Angaben zu den angeblichen anonymen Telefonanrufen bei 
seinen Familienangehörigen in Colombo wenig überzeugend und zu-
dem nicht  kongruent,  wenn er einerseits vorbringt,  die Armee suche 
immer noch nach ihm und habe am Telefon auch nach ihm verlangt 
(A13/11  F10),  und  anderseits  auf  Nachfragen  ausweichend  erklärt,  
seine Frau und sein Bruder würden ihm keine Details erzählen (A13/11 
F 41), um schliesslich zu bemerken, sie hätten ihm lediglich gesagt,  
dass sie anonyme Anrufe bekommen würden, ohne sie anzunehmen 
(A13/11 F44). Diese unsubstanziierten Vorbringen werden auch durch 
die  entsprechenden Erklärungsversuche auf  Beschwerdeebene nicht 
in  ein  Licht  gerückt,  den  diesbezüglichen  Sachverhalt  glaubhaft  er-
scheinen  zu  lassen.  Zudem  machte  der  Beschwerdeführer  im  Zu-
sammenhang mit der angeblichen telefonischen Nachfrage nach ihm 
an  seinem  früheren  Arbeitsplatz  widersprüchliche  Aussagen. 
Einerseits  soll  die  Büroangestellte  dem  anonymen  Anrufer  gesagt 
haben, sie wisse nicht, wo sich der Beschwerdeführer befinde (A11/12 
S. 10), andererseits habe das Büro den Anrufern gesagt, dass er nicht 
mehr  zur  Arbeit  erscheine  und  ins  Ausland  gegangen  sei  (A13/11 
F45). 

Schliesslich ist  mit  dem BFM einig zu gehen, wonach die dreitägige 
Haft  des  Beschwerdeführers  im  Jahre  1998,  die  aufgrund  des  ein-
gereichten entsprechenden Beweismittels nicht bestritten wird, in ent -
scheidwesentlicher  Hinsicht  flüchtlingsrechtlich  keine  Relevanz  ent-
falten kann.

4.4 Bei dieser Sachlage und in Würdigung der gesamten Umstände 
ist  zusammenfassend  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  die 
Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht 
erfüllt. Die Vorinstanz hat daher das Asylgesuch zu Recht abgelehnt, 
weshalb es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in den Eingaben 
auf  Beschwerdeebene  näher  einzugehen,  da  sie  an  obiger  Ein-
schätzung nichts zu ändern vermögen. 

5.

5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet  den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der 
Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

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5.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung  noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

6.

6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

6.2 Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Ver-
pflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder  in  einen  Drittstaat  ent-
gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei -
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101),  Art. 3  des 
Übereinkommens vom 10. Dezember  1984 gegen Folter  und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

6.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen ist,  eine asylrechtlich  erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art.  5 

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AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements 
im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr 
des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  ist  demnach  unter  dem 
Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerde-
führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall 
einer  Ausschaffung  in  den Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  kon-
krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm 
im Fall  einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung 
drohen  würde  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 16  S. 122,  mit  weiteren  Hin-
weisen;  EGMR  (Grosse  Kammer),  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom 
28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren 
Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka 
lässt  den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt  nicht  als  un-
zulässig  erscheinen.  Nach  dem Gesagten  ist  der  Vollzug  der  Weg-
weisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Be-
stimmungen zulässig.

6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  -  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

6.5 Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil  BVGE 2008/2 zur 
Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener Asyl-
suchender tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der dies-
bezüglich festgelegten Praxis setzt die Anerkennung einer innerstaat-
lichen Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für 
srilankische  Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus  der  Nord- 
oder  Ostprovinz  stammen,  das  Vorliegen  besonders  begünstigender 
Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen 

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Beziehungsnetzes  sowie  die  Aussicht  auf  eine  gesicherte  Ein-
kommens-  und  Wohnsituation  voraus (a.a.O.,  E. 7.6.2).  Für  srilanki-
sche  Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus  dem Grossraum 
Colombo  oder  dessen  Umgebung  stammen  und  dort  über  ein  trag-
fähiges  Familien-  oder  Beziehungsnetz  verfügen  und  mit  einer 
konkreten  Unterkunftsmöglichkeit  rechnen  können,  ist  grundsätzlich 
von  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diese  Gebiete 
auszugehen,  wobei  die  Dauer  der  Landesabwesenheit  mitzuberück-
sichtigen ist; je kürzer der Aufenthalt in Colombo dauerte und je weiter 
er  zeitlich zurückliegt,  desto höhere Anforderungen sind an das Vor-
liegen eines tatsächlichen familiären oder sozialen Beziehungsnetzes 
zu stellen (a.a.O., E.7.6.1).

Der  Einwand  des  Beschwerdeführers,  bezüglich  der  Frage  der  Zu-
mutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  setze  sich  das  BFM  klar  in 
Widerspruch zur vom Bundesverwaltungsgericht  begründeten Praxis, 
erscheint  in  entscheidrelevanter  Hinsicht  nicht  stichhaltig.  Die  Vor-
instanz nimmt zwar nicht explizit auf das Grundsatzurteil des Bundes-
verwaltungsgerichts  vom  14.  Februar  2008  (BVGE  2008/2)  Bezug, 
stellt  jedoch zutreffend fest,  ein  Wegweisungsvollzug  nach Colombo 
sei nicht generell als unzumutbar zu bezeichnen.

Vorliegend sind die individuellen Voraussetzungen für eine innerstaat-
liche  Aufenthaltsalternative  im  Grossraum  Colombo  für  den  Be-
schwerdeführer als erfüllt zu betrachten, wenn gemäss seinen eigenen 
Angaben bezüglich der Unterkunft im Haus seines Onkels keine Prob-
leme bestehen (A13/11 S. 7), der Onkel schon lange Zeit in Colombo 
lebt (A13/11 S. 4), sein Bruder seit Mai oder Juni 2007 in Colombo mit 
seiner Familie und der Familie des Beschwerdeführers lebt und als (...)  
arbeitet  und davon auszugehen ist,  dass sich der  Beschwerdeführer 
aufgrund seiner Ausbildung ein Einkommen sichern werden kann. Er 
verfügt zudem über seine nächsten Familienangehörigen in Colombo 
und somit in der Landeshauptstadt über ein tragfähiges familiäres und 
soziales  Beziehungsnetz.  Der  Beschwerdeführer  beherrscht  die 
singhalesische  Sprache,  was  ihm eine  erneute  Integration  erheblich 
erleichtern wird. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass ihm 
die  berufliche  und  wirtschaftliche  Reintegration  in  seiner  Heimat 
gelingen wird.

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung - auch 
in Anbetracht der jüngsten Ereignisse und in Berücksichtigung der auf 

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Beschwerdeebene eingereichten Unterlagen zur Situation in Sri Lanka 
-  als  zumutbar.  Daran  vermögen  auch  die  geltend  gemachten 
gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers  nichts  zu 
ändern. Diesbezüglich ist auch in Erwägung zu ziehen, dass sich der 
Beschwerdeführer  nicht  gezwungen  sehen  muss,  sich  im  Rahmen 
seiner künftigen Arbeitstätigkeit wiederum einem Spannungsverhältnis 
zwischen  staatlicher  Loyalität  und Ansprüchen  von Angehörigen  der 
LTTE auszusetzen.

6.6 Schliesslich  obliegt  es  dem Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  not-
wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), wes-
halb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.
Insgesamt  ist  die  durch  die  Vorinstanz  verfügte  Wegweisung zu be-
stätigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zu-
mutbar  und  möglich  erachtet.  Nach  dem  Gesagten  fällt  eine  An-
ordnung der  vorläufigen Aufnahme ausser  Betracht  (Art. 83 Abs. 1-4 
AuG).

8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem  Be-
schwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  und  5  VwVG),  auf  ins-
gesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  und  mit  dem  am 
25. September 2008 in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 19

E-5332/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 
gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die kantonale Ausländerbehörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

Seite 20