# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a930c98-983b-50c3-8294-e49c01a5cf60
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.10.2018 I 2018 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-68_2018-10-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 68

Entscheid vom 12. Oktober 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.iur. Vital Zehnder, Richter
MLaw Darinka Balzarini, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien B.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch A.________ C.________, E.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Hilfsmittel/Gebärdensprachdolmetscher)

2

Sachverhalt:

A. B.________ leidet seit ihrer Geburt an einer beidseitigen Schwerhörigkeit 
hohen Grades. Die IV-Kommission des Kt. Zürich (heute: IV-Stelle) hat ihr am 29. 
Januar 1974 Hörgeräte abgegeben sowie Kosten für pädagogisch-
therapeutische Massnahmen (Logopädie-Unterricht) übernommen (Vi-act. 1). Mit 
Beschluss vom 9. März 1974 wurden Kostenbeiträge für die Sonderschulung 
gewährt (IV-act. 6), welche später durch Beiträge für individuelle pädagogisch-
therapeutische Massnahmen abgelöst wurden (IV-act. 8). Anpassungen der Hör-
geräte-Versorgung erfolgten in den Jahren 1982 (IV-act. 15ff.), 1989 (IV-act. 
20ff.), 1996 (IV-act. 27ff.), 2003 (IV-act. 42ff.), 2009 (IV-act. 53ff.) und 2015 (IV-
act. 57ff.). Im Rahmen einer Härtefallregelung übernahm die IV-Stelle Schwyz 
am 6. November 2015 auch die Mehrkosten einer leistungsstärkeren Hörgeräte-
versorgung (im Umfange von Fr. 5‘964.--, vgl. IV-act. 69). B.________ hat eine 
Ausbildung als Betriebsassistentin bei der Post absolviert und arbeitete ansch-
liessend einige Jahre bei der Post (vgl. IV-act. 35-4/6). Seit dem 18. August 2014 
ist sie im Rahmen eines Teilzeitpensums (25%) beim F.________ als Mitarbeite-
rin im Bereich Sozialpädagogik angestellt (IV-act. 82 i.V.m. 75-1/2). Ein weiteres 
Teilpensum betrifft die Tätigkeit als Kirchengutsverwalterin der Kirchgemeinde 
G.________ mit Führung der Buchhaltung (vgl. IV-act. 66-1/6). 

B. Mit Eingabe vom 22. September 2017 beantragte B.________ die „Über-
nahme von behinderungsbedingten Mehrkosten in Form von Schriftdolmetschen 
für eine Weiterbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG zur Sachbearbeiterin 
Rechnungswesen an der BWZ Rapperswil“ (IV-act. 71). Am 5. Oktober 2017 folg-
te ihr Begehren um „Übernahme von behinderungsbedingten Mehrkosten in 
Form von Schriftdolmetschen“ für einen Fachkurs Autismus-Spektrum-Störungen 
(IV-act. 75). Am 28. November 2017 teilte die IV-Stelle mit, dass diese Mehrkos-
ten für die beiden Weiterbildungen im Betrag von Fr. 41‘500.-- sowie im Betrag 
von Fr. 5‘520.-- von der IV übernommen werden (IV-act. 80).

C. In der Folge ersuchte B.________ mit Schreiben vom 5. Dezember 2017 
um „Vergütung von Gebärdensprachdolmetscher für den Arbeitsplatz gemäss 
Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung“ 
nach Bedarf für die nächsten 5 Jahre (IV-act. 81). Mit Vorbescheid vom 2. Januar 
2018 teilte die IV-Stelle mit, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzuwei-
sen (IV-act. 84). Dagegen erhob B.________ am 26. Januar 2018 Einwände (IV-
act. 85). 

3

Am 30. Mai 2018 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für den zweiten Teil der 
begonnenen Weiterbildung zur Sachbearbeiterin Rechnungswesen (Kosten für 
Schriftdolmetschen im Betrage von Fr. 43‘680.--, vgl. IV-act. 90).

D. Mit Verfügung vom 2. Juli 2018 lehnte es die IV-Stelle ab, die am 5. De-
zember 2017 beantragten Kosten für den geltend gemachten Bedarf eines Ge-
bärdendolmetschers im Zusammenhang mit dem Teilzeitpensum beim 
F.________ zu übernehmen (IV-act. 94).

E. Gegen diese Verfügung liess B.________ (unter Berücksichtigung des Fris-
tenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG i.V.m. Art. 60 ATSG) rechtzeitig 
am 22. August 2018 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den fol-
genden Rechtsbegehren:

1. Es sei die Verfügung vom 2. Juli 2018 aufzuheben und das Gesuch vom 7. De-
zember 2018 um Vergütung von Gebärdensprachdolmetschern am Arbeitsplatz 
gemäss Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invaliden-
versicherung gutzuheissen.

2. Eventualiter sei die vorliegende Streitsache zur Feststellung des korrekten 
Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

F. Mit Vernehmlassung vom 17. September 2018 beantragt die Vorinstanz, 
die Beschwerde sei abzuweisen (unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin).

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gemäss Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung (IVG; SR 831.20) hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundes-
rat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausü-
bung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung 
oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiter-
bildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. 

1.2 Nach Art. 21 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person, die infolge ihrer Invali-
dität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt  
oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedarf, im Rahmen einer vom Bun-
desrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch 
auf solche Hilfsmittel. Der Bundesrat hat die Erstellung der Liste über die im 
Rahmen von Art. 21 IVG abzugebenden Hilfsmittel an das Eidg. Departement 
des Innern (EDI) delegiert (Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung, IVV; SR 831.201), welches die entsprechende Verordnung erlassen hat 
(Verordnung des EDI über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversi-
cherung, HVI; SR 831.232.51).

4

1.3 Nach Art. 21ter Abs. 2 IVG kann die Versicherung Beiträge anstelle eines 
Hilfsmittels für Dienstleistungen Dritter gewähren, sofern eine versicherte Person 
diese benötigt. Präzisiert wird dies in Art. 9 Abs. 1 HVI, wonach die versicherte 
Person Anspruch auf Vergütung der ausgewiesenen invaliditätsbedingten Kosten 
für besondere Dienstleistungen hat, die von Dritten erbracht werden und anstelle 
eines Hilfsmittels notwendig sind, um den Arbeitsweg zu überwinden (lit. a); den 
Beruf auszuüben (lit. b) oder um besondere Fähigkeiten zu erwerben, welche die 
Aufrechterhaltung des Kontakts mit der Umwelt ermöglichen (lit. c). Die monatli-
che Vergütung darf weder den Betrag des monatlichen Erwerbseinkommens der 
versicherten Person noch den anderhalbfachen Mindestbetrag der ordentlichen 
Altersrente übersteigen (Art. 9 Abs. 2 HVI).

1.4 Als erwerbstätig gilt, wer ohne Anrechnung von Soziallohn und Renten aus 
seiner Tätigkeit ein jährliches Einkommen erzielt, das dem Mindestbeitrag für 
Nichterwerbstätige gemäss Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) entspricht oder höher ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_767/2009 vom 10.2.2010 Erw. 4 ff.). Das 
diesbezüglich relevante Jahreseinkommen beläuft sich auf Fr. 4‘667.-- (vgl. Urteil 
9C_573/2016 vom 20.2.2017, Erw. 4.1 mit Verweis auf den Grenzwert gemäss 
Ziffer 6.1 Anhang 1 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch 
die IV, KHMI, Stand 1.1.2018). 

1.5 Gemäss Abs. 4 des Art. 2 HVI besteht überdies nur Anspruch auf 
Hilfsmittel in einfacher, zweckmässiger und wirtschaftlicher Ausführung. Durch 
eine andere Ausführung bedingte zusätzliche Kosten hat die versicherte Person 
selber zu tragen (Urteil 9C_573/2016 vom 20.2.2017, Erw. 4.1).

1.6 Für die Schulung und Ausbildung in speziell dafür eingerichteten Orten be-
schränkt sich die Abgabe von Hilfsmitteln auf individuell notwendige Geräte, wel-
che nicht zur Einrichtung/ Ausstattung der spezialisierten Institution gehören Rz. 
1022 KHMI). 
Übt die versicherte Person zwei (oder mehr) Tätigkeiten aus (z.B. Berufstätigkeit 
und Haushalt), ist betreffend Hilfsmittelabgabe jeder Bereich einzeln zu betrach-
ten (Rz. 1023 KHMI).

1.7 Nach Rz. 1032 KHMI kann anstelle eines Hilfsmittels die IV besondere 
Dienstleistungen, die von Dritten erbracht werden, vergüten, wenn sie dazu die-
nen, den Weg zur Arbeit, Schulung oder Ausbildung zu überwinden, den Beruf 
auszuüben (z.B. Verlesen von berufsnotwendigen Texten) oder den Kontakt mit 
der Umwelt zu ermöglichen.

5

1.8 Gemäss Rz. 1035 sind folgende Dienstleistungen Dritter nicht zu vergüten: 
Dienstleistungen, sofern der betreffenden versicherten Person kein nachweisba-
rer Verdienstausfall oder keine Kosten entstehen; Hilfeleistungen in den Belan-
gen des täglichen Lebens (Krankenpflege usw.); Arbeitsleistungen, die von Drit-
ten anstelle der Behinderten erbracht werden (z.B. Haushalthilfe im Haushalt der 
versicherten Person); Dienstleistungen, welche im Rahmen der obligatorischen 
Schule (Sonderschule oder integrative Schule) erbracht werden.

1.9 Nach dem IV-Rundschreiben Nr. 271 des Bundesamts für Sozialversiche-
rungen (BSV) vom 23. Januar 2009 ist nicht die Art des Berufes, welcher mit der 
Hilfestellung durch Dritte ausgeführt werden kann, entscheidend. Vielmehr ist der 
Eingliederungsgedanke zu beachten, damit die Finanzierung von Dienstleistun-
gen Dritter gewährt wird. Entsprechend können Tätigkeiten, welche für die Ausü-
bung der Erwerbstätigkeit unerlässlich sind und zwingend einen Gebärdendol-
metscher benötigen, unter Art. 9 HVI vergütet werden.

2.1. Im vorliegenden Verfahren verhält es sich so, dass die Versicherte zwei 
verschiedene Teilerwerbstätigkeiten ausübt. Zum einen führt sie als Kirchenguts-
verwalterin die Buchhaltung einer Kirchgemeinde (IV-act. 66-1/6). In diesem Zu-
sammenhang hat die Vorinstanz der Versicherten im Rahmen der Ausbildung zur 
Sachbearbeiterin Rechnungswesen für den ersten Teil Dolmetscherkosten im 
Betrag von Fr. 41‘500.-- (IV-act. 80 i.V.m. IV-act. 72) sowie für den zweiten Teil 
analoge Kosten im Betrag von Fr. 43‘680.-- (IV-act. 87 i.V.m. IV-act. 90), ge-
samthaft Fr. 85‘180.-- übernommen. Dies ist nicht streitig und bildet nicht Gegen-
stand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens.

2.2 Die zweite Teilerwerbstätigkeit der Versicherten betrifft ihre Anstellung als 
pädagogische Mitarbeiterin beim F.________. Dieses Zentrum erbringt Leistun-
gen für Kinder und Jugendliche mit einer Hör- oder einer schweren Sprachbeein-
trächtigung ab Diagnosestellung bis zum Erwerb eines Schulabschlusses oder 
dem Abschluss der erstmaligen beruflichen Ausbildung. Dazu gehört eine Tages- 
und Internatsschule für ca. 70 Kinder und Jugendliche mit einem erschwerten 
Spracherwerb (vom Kindergarten bis zur Oberstufe). Die Versicherte arbeitet als 
Betreuerin während ausserschulischen Zeiten (vgl. IV-act. 66-4/6 Ziff. 2.2; Ziff. 
66-6/6 unten; 71-1/2 unten; 75-1/2 unten). Für diese zweite Teilerwerbstätigkeit 
beim F.________ im Umfange eines 25%-Pensums, wofür sie einen monatlichen 
Bruttolohn von Fr. 1‘319.65 erzielt (netto Fr. 1‘231.40, vgl. IV-act. 82-3/4; mit 
Nacht-/ Wochenendzuschlag etwas mehr, vgl. IV-act. 82-2/4), hat die Versicherte 
am 5. Dezember 2017 die Übernahme der Kosten für einen Gebärdensprach-
dolmetscher für Sitzungen, Schulungen, Weiterbildungen etc. beantragt (IV-act. 

6

81). Ob ein Anspruch auf Vergütung solcher Kosten im Zusammenhang mit dem 
Arbeitsplatz beim F.________ besteht, wird nachfolgend näher geprüft.

3.1.1  In der vorliegenden Beschwerdesache fällt zunächst auf, dass die Be-
schwerdeführerin diese zweite Teilerwerbstätigkeit beim F.________ seit August 
2014 ausübt, indessen für diesem Arbeitsplatz nach der Aktenlage während der 
ersten drei Jahre kein Bedarf für einen Gebärdensprachdolmetscher thematisiert 
wurde. 

3.1.2  Im Einklang mit der Feststellung in Erwägung 3.1.1 stehen auch die Anga-
ben, welche im Zusammenhang mit der leistungsstärkeren Hörversorgung im 
Jahre 2015 und der entsprechenden Härtefallregelung stehen. So wurde im 
Schreiben des Hörzentrums H.________ vom 27. August 2015 an die IV-Stelle 
u.a. ausgeführt (vgl. IV-act. 61):

Frau … arbeitet in Teilzeit als Kinderbetreuerin im (F.________) F.________. 
Ebenfalls ist Frau … zuständig für die Buchhaltung der Kirchgemeinde …. Sitzun-
gen, Mitarbeitergespräche und Telefon machen einen Grossteil des täglichen Ar-
beitspensums aus. Wechselnde akustische Umgebungen sind Alltag bei ihr und für 
sie eine tägliche Höchstleistung mit ihrem starken Hörverlust.

(…) Frau … ist aber auf top aktuelle Hörsysteme angewiesen wie z.B. das neue 
GN ReSound Modell LinX II LS962-DRW (Totalkosten Fr. 7‘614.00), (Hörgeräte, 
inkl. Anpassung und Nachbetreuung). Diese Geräte sind bei Ihr die ersten Syste-
me, die im Alltag sehr gut gehen. Diese sind Leistungsstärker, viel differenzierter 
(Sprache - Lärmfilterung) als Ihre bestehenden Hörsysteme. Zudem kann sie mit 
dieser neuen Technik auch Bluetoothankoppelung an Telefon & Natel verwenden, 
was ihr eine grosse Hilfe in ihrem Alltag ist.

Damit sie ihre berufliche Tätigkeit weiterhin ausüben kann ist Sie auf eine optimale 
Versorgung angewiesen.
Mit einer einfachen zweckmässigen Lösung für Fr. 1'650.-- ist dies nicht möglich.

3.1.3  Mit Schreiben vom 2. Oktober 2015 an die IV-Stelle umschrieb die Be-
schwerdeführerin ihre Arbeit beim F.________ wie folgt (Vi-act. 66-1/6):

Als Pädagogische Mitarbeiterin im F.________ arbeite ich in einem Team von vier 
bis sechs Personen, das über die Mittagszeit sieben bis zwanzig mehrfach behin-
derte Kinder betreut. In dieser Situation bin ich auf enge Zusammenarbeit und kla-
re Kommunikation im Team angewiesen. Ich bin hohem und wechselndem Lärm-
pegel ausgesetzt. Alle zwei Wochen finden Teamsitzungen, alle sechs Wochen In-
ternatskonferenzen und regelmässig Weiterbildungen statt. (…)
In all diesen Situationen bin ich auf hochqualifizierte Hörgeräte angewiesen, die 
mir mit Einstellungen verschiedener Programme an die Hörsituation ermöglichen, 
einigermassen mitzukommen.
Leider konnte ich mit den alten, mittlerweile sechs Jahre alten Hörgeräten nur noch 
in ganz ruhiger Umgebung und in eins zu eins Dialogen meine Gesprächspartner 
akzeptabel gut verstehen. Mit durch die Pauschalvergütung von Fr. 1'659.-- abge-
deckten Hörgeräten, hätte ich keine Chance, meine beiden bisherigen beruflichen 

7

Tätigkeiten weiter auszuführen. Ich bin also leider zwingend darauf angewiesen, 
massiv leistungsstärkere Geräte zu verwenden. Mit den neuen Hörgeräten von 
ReSound höre ich dank der nun vorhandenen einstellbaren Programme Stimmen 
deutlich klarer und präziser, kann in lärmiger Umgebung Gesprächen wieder folgen 
und auch in ruhiger Umgebung wieder vermehrt telefonieren. Ich fühle mich nun 
sowohl im Berufsleben als auch im Haushaltsalltag deutlich sicherer, weshalb es 
mir als direkter Folge daraus auch psychisch viel besser geht.

3.1.4 Des Weiteren präzisierte die Beschwerdeführerin, dass es beim 
F.________ um 10 Arbeitsstunden pro Woche gehe und die Arbeit im Team etwa 
4 bis 6 Mitarbeiterinnen umfasse (IV-act. 66-3/6). Auf die Aufforderung (im Jour-
nal für Antrag auf Prüfung einer Härtefallregelung bei Hörgeräteversorgungen) 
„Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit“ antwortete die Beschwerdeführerin (IV-act. 66-
4/6, Ziff. 2):

Kindergartenkinderbetreuung: Begrüssung/ Verabschiedung, Unterstützung Hygie-
ne (Hände waschen, Zähne putzen, Toilettengänge, wickeln), gemeinsames Mit-
tagessen, Spiele drinnen/draussen, Begleitung zu Schule/Therapien.

3.1.5  Die für das Personal des F.________ zuständige Sachbearbeiterin führte 
zur Arbeit der Versicherten in einem Schreiben vom 29. September 2015 was 
folgt aus (Vi-act. 66-6/6):

(…) Frau … arbeitet im Internat in einer Mittagsgruppe, die 7-9 Schüler und Schü-
lerinnen betreut. Die Aufgabe von Frau … beinhaltet auch die Teilnahme an 
Teamsitzungen mit 4-5 Kolleginnen, Weiterbildungen, spontanen Absprachen, 
usw. Ein Teil der Absprachen erfolgt auch telefonisch. Frau … ist sowohl in der di-
rekten Betreuung der Schüler/Schülerinnen als auch in der Kommunikation mit 
dem Team auf das Hören angewiesen. Die akustischen Bedingungen in den Räu-
men der Mittagsgruppe sind nicht optimal, was das Verstehen zusätzlich er-
schwert.
Für die Ausübung Ihrer Tätigkeit ist Frau … darauf angewiesen, dass Sie eine ent-
sprechende HG-Versorgung zur Verfügung gestellt erhält.

3.1.6 Im Härtefallgutachten vom 27. Oktober 2015 von Dr.med. D.________ 
(I.________ Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie des Univer-
sitätsspitals Zürich) wurde festgehalten, dass die Versicherte mit komplexeren 
Hörgeräten ein eindeutig besseres Sprachverständnis erzielen könne. Sie habe 
leistungsstarke HdO-Geräte der Firma Resound erprobt und komme damit sehr 
gut zurecht. Zum Erhalt der beruflichen Tätigkeit sei deshalb eine adäquate Hör-
geräteversorgung dringend angezeigt (IV-act. 68-1/4).

3.2 Aus diesen vorstehenden Angaben ergibt sich ohne weiteres, dass die 
Versicherte für die Kernaufgabe der zweiten Teilerwerbstätigkeit (beim 
F.________), d.h. für die ausserschulische Kinderbetreuung (namentlich über 
Mittag), abgesehen von einer leistungsstarken Hörgeräteversorgung grundsätz-
lich keinen Gebärdensprachdolmetscher benötigt. Dies gilt grundsätzlich auch für 

8

die regelmässigen Sitzungen des (4-6 Personen) umfassenden Betreuungs-
teams, zumal bei einem Zentrum für Kinder/ Jugendliche mit Hör- und Sprachbe-
einträchtigungen ohne weiteres erwartet werden darf, dass bei der Durchführung/ 
Gestaltung von Teamsitzungen auch auf hörbehinderte Mitarbeiterinnen beson-
ders Rücksicht genommen wird. Dies erklärt es wohl auch, dass in den ersten 3 
Anstellungsjahren beim F.________ die Frage eines Gebärdesprachdolmet-
schers nach der Aktenlage nie thematisiert wurde (vgl. vorstehend, Erw. 3.1.2 bis 
3.1.6).

3.3.1  Was die Frage von Weiterbildungen anbelangt, drängen sich die nachfol-
genden Ausführungen auf. Zunächst ist grundsätzlich nicht einzusehen, dass für 
die dargelegte Kernaufgabe, für die ausserschulische Kinderbetreuung (nament-
lich über Mittag), wie sie von der Beschwerdeführerin selber in Erwägung 3.1.4 
umschrieben wurde, ständige Weiterbildungen nötig wären. Solche ständigen 
Weiterbildungen wurden denn auch nicht vor Verwaltungsgericht substantiiert 
dargelegt.

3.3.2  Aus den Akten ist zu entnehmen, dass die Versicherte bei ihren Betreu-
ungsaufgaben auch mit Kindern zu tun hat, welche eine Störung aus dem Autis-
mus-Spektrum aufweisen. Dies hatte denn auch zur Folge, dass der Arbeitgeber 
ihr den Besuch eines Fachkurses „Autismus-Spektrum-Störungen“ nahelegte 
(vgl. IV-act. 75-2/2 oben). Indessen fällt hier massgeblich ins Gewicht, dass die 
Vorinstanz der Versicherten für diese spezifische Weiterbildung Dolmetscherkos-
ten im Gesamtbetrag von Fr. 5‘520.-- zugesprochen hat (vgl. IV-act. 80). Dem-
nach verhält es sich so, dass die Vorinstanz für eine hinreichend begründete 
Weiterbildung entsprechende Dolmetscherkosten übernommen hat. Dass abge-
sehen von diesem erwähnten Fachkurs für die erwähnte Kinderbetreuung noch 
zusätzliche Weiterbildungskurse unabdingbar wären, damit die Versicherte ihr 
Teilpensum beim F.________ beibehalten kann, wurde weder substantiiert vor-
gebracht, noch ist dies ersichtlich.

3.3.3  Schliesslich kann auch der regelmässige Austausch von Informationen mit 
Therapeuten, Lehrpersonen etc. (im Hinblick auf die von der Versicherten im 
ausserschulischen Bereich betreuten Kindern) grundsätzlich so organisiert wer-
den, dass kein Gebärdensprachdolmetscher für die Versicherte nötig ist (wie dies 
auch in den ersten drei Anstellungsjahren offenbar ohne weiteres möglich war). 
Zum einen wäre dies im direkten Kontakt mit der jeweiligen Person möglich 
(wofür nach der Aktenlage eine leistungsstärkere Hörgeräteversorgung von der 
IV finanziert wurde). Zum andern ist auf schriftliche Aufzeichnungen zu verwei-
sen, welche die jeweilige Entwicklung sowie Beobachtungen im weiteren Verlauf 

9

festhalten und damit letztlich einen nachhaltigeren Nutzen aufweisen (als mündli-
che Angaben, welche nirgends schriftlich festgehalten werden; siehe dazu auch 
die Verlaufseintragungen des wechselnden Pflegepersonals, wie sie beispiels-
weise in der Psychiatrischen Klinik Zugersee für die einzelnen Patienten aufge-
zeichnet werden und damit auch für andere involvierte Personen nachvollzogen 
werden können).

3.4 Im Lichte dieser Angaben und Überlegungen ist es nicht zu beanstanden, 
dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung das Gesuch um Übernah-
me der Kosten für einen Gebärdensprachdolmetscher abgelehnt hat. Für dieses 
Ergebnis spricht namentlich auch, dass rechtsprechungsgemäss nur Anspruch 
auf eine einfache, zweckmässige und wirtschaftliche Ausführung besteht (siehe 
oben, Erw. 1.5), hingegen das Gesuch der Beschwerdeführerin diese Vorgaben 
nach dem Gesagten nicht einhält. Wie am Schluss der angefochtenen Verfügung 
unter Hinweis auf Randziffer 1004 KHMI zutreffend betont wurde, hat die Versi-
cherte keinen Anspruch auf die im Einzelfall bestmögliche Versorgung. Ferner 
besteht kein Anlass, die Sache für weitere Abklärungen an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

4. Bei dieser Sachlage kann schliesslich offen bleiben, ob der von der Versi-
cherten geltend gemachte Leistungsanspruch auch gestützt auf die höchstrich-
terliche Rechtsprechung gemäss dem Urteil I 354/03 vom 17. März 2005 abzu-
weisen wäre. In diesem Urteil wurde ausgeführt, dass der Anspruch auf Kosten-
vergütung für Dienstleistungen Dritter ausschliesslich substitutiver Natur sei und 
dass der damalige Beschwerdeführer zu Lasten der IV mit einem Hörgerät ver-
sorgt worden war, weshalb es an der Voraussetzung fehle, die zu einer Substitu-
tion berechtigen würde.

5. Sodann ist festzuhalten, dass die Frage einer Versorgung mit einer zusätz-
lichen FM-Anlage in der angefochtenen Verfügung angesprochen wurde (IV-act. 
94-2/5, 4. Abs. in fine), indessen ein solcher Anspruch nicht materiell geprüft 
wurde, weil dies von der Versicherten nicht beantragt worden war. Nachdem die 
Beschwerdeführerin, welche sich vor Gericht durch Fachpersonen des Schweize-
rischen Gehörlosenbundes vertreten lässt, kein solches Hilfsmittel anbegehrt, 
erübrigt es sich hier, weiter darauf einzugehen. Immerhin hat die Vorinstanz in ih-
rer Vernehmlassung überzeugend ausgeführt, welchen Nutzen eine solche Anla-
ge für die Beschwerdeführerin bringen könnte.

6. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, als unbegründet abge-
wiesen. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten der Be-
schwerdeführerin auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt ausser Betracht.

10

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwer-
deführerin auferlegt. Sie hat einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- geleis-
tet, so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Vertreterinnen der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. November 2018