# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02e2c55e-af7b-5d18-9fa6-634214e29a61
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.09.2017 UE170066
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE170066_2017-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: UE170066-O/U/KIE 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, die Ersatzoberrichter 

lic. iur. A. Schärer und lic. iur. Th. Vesely sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. Ch. Negri 

 

Beschluss vom 29. September 2017 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  

2. B._____, Dr. iur.,  

Beschwerdeführer 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____,  

 

gegen 

 

1. C._____,  
2. D._____, Dr. iur.,  

3. Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  

Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme   
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwalt-
schaft Zürich-Sihl vom 20. Februar 2017, F-3/2017/10003768 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Am 27. Januar 2017 liessen A._____ und ihr Sohn, Rechtsanwalt Dr. iur. 

B._____, (nachfolgend: Beschwerdeführer 1 und 2) bei der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) einen Strafantrag bzw. eine Straf-

anzeige gegen C._____ und Rechtsanwalt Dr. iur. D._____ (nachfolgend: Be-

schwerdegegner 1 und 2) wegen des Verdachts der mehrfachen Ehrverletzung 

und der mehrfachen versuchten Nötigung einreichen (Urk. 12/1). Mit zwei separa-

ten Verfügungen vom 20. Februar 2017 nahm die Staatsanwaltschaft die Unter-

suchung gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 nicht an die Hand (Urk. 5 und 6). 

2. Hiergegen liessen die Beschwerdeführer 1 und 2 innert Frist Beschwerde 

erheben und folgende Anträge stellen (Urk. 2 S. 2): 

"Es seien die Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft 
Zürich-Sihl vom 20. Februar 2017 betreffend den Beschuldigten 
C._____ und betreffend den Beschuldigten Dr. D._____ aufzuheben 
und es sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, eine Untersuchung zu 
eröffnen und durchzuführen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zu Lasten der Beschuldigten bzw. des Staates". 

 

3. Innert der mit Verfügung vom 20. März 2017 angesetzten Frist leisteten die 

Beschwerdeführer 1 und 2 eine Prozesskaution von Fr. 3'000.– (Urk. 7, 9). Mit 

Verfügung vom 8. Mai 2017 wurde der Staatsanwaltschaft und den Beschwerde-

gegnern 1 und 2 Frist zur (freigestellten) Stellungnahme angesetzt (Urk. 10). Die 

Staatsanwaltschaft liess sich am 12. Mai 2017 vernehmen und beantragte Fol-

gendes (Urk. 13 S. 1): 

"1. Die Beschwerde sei abzuweisen. 
 2. Die Kosten seien dem Beschwerdeführer aufzuerlegen." 
 

Der Beschwerdegegner 2 verzichtete ausdrücklich auf eine Stellungnahme 

(Urk. 14). Der Beschwerdegegner 1 liess sich nicht vernehmen. Die Stellungnah-

me der Staatsanwaltschaft wurde den Beschwerdeführern 1 und 2 mit Verfügung 

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vom 1. Juni 2017 zur freigestellten Äusserung übermittelt (Urk. 17). Diese liessen 

sich nach einmaliger Fristerstreckung (vgl. Urk. 18) mit Eingabe vom 17. Juli 2017 

vernehmen (Urk. 20). Nach neuerlicher Fristansetzung (vgl. Urk. 23) verzichteten 

sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Beschwerdegegner 2 ausdrücklich auf 

Stellungnahmen (Urk. 25, 26). Der Beschwerdegegner 1 liess sich nicht verneh-

men. 

II.  

1. Die Staatsanwaltschaft resümiert in den angefochtenen Nichtanhandnahme-

verfügungen die gegenüber den Beschwerdegegnern 1 und 2 erhobenen Vorwür-

fe im Wesentlichen wie folgt: Die E._____ GmbH, welche durch den Beschwerde-

gegner 1 als einzigen Gesellschafter und Geschäftsführer vertreten werde, führe 

vor dem Bezirksgericht Zürich einen Forderungsprozess gegen die Beschwerde-

führerin 1. Thema seien Forderungen, welche die E._____ GmbH für Innenaus-

bauarbeiten an einer Liegenschaft der Beschwerdeführerin 1 geltend mache. Die 

E._____ GmbH werde in diesem Prozess durch den Beschwerdegegner 2 und 

weitere Mitarbeiter der Anwaltskanzlei F._____ Rechtsanwälte in Zürich vertreten. 

Die Beschwerdeführerin 1 werde beim Prozess vor dem Bezirksgericht Zürich 

vom Beschwerdeführer 2 vertreten. In einer Stellungnahme vom 26. Juli 2016 an 

das Bezirksgericht Zürich habe der Beschwerdegegner 2 namens der E._____ 

GmbH u.a. ausgeführt, dass diese der Auffassung sei, die Beschwerdeführerin 1 

habe sie bewusst Arbeiten ohne klare vertragliche Regelung ausführen lassen 

sowie dass dieses Verhalten bei der E._____ GmbH das Gefühl erwecke, die Be-

schwerdeführer 1 und 2 hätten sie von Anfang an um den Werklohn prellen wol-

len. Diese Ausführungen seien ehrverletzend, da den Beschwerdeführern 1 und 2 

ein täuschendes und angeblich betrügerisches Verhalten sowie eine Schädi-

gungs- bzw. Bereicherungsabsicht unterstellt werde (Urk. 5 und 6 jeweils S. 1 f.).  

Im Weiteren habe der Beschwerdegegner 2 in einem E-Mail vom 31. Oktober 

2016 an den Beschwerdeführer 2 namens der E._____ GmbH u.a. erklärt, diese 

vertrete die Auffassung, der Beschwerdeführer 2 verstosse gegen Berufs- und 

Standesrecht, weil er gegenüber der E._____ GmbH als faktischer Bauherr aufge-

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treten sei, aktuell aber eine Vertretungsvollmacht bestreite, womit er allenfalls 

"falsus procurator" und ein Anwaltswechsel angezeigt sei. Zudem sei der Be-

schwerdeführer 2 in diesem E-Mail angefragt worden, ob er zu einer Verjährungs-

einredeverzichtserklärung in eigener Sache bereit sei. Weiter sei geschrieben 

worden, dass die E._____ GmbH den Hinweis des Beschwerdeführers 2 in einem 

früheren E-Mail auf das / die G._____-verfahren als unnötige Nötigung empfinde. 

Sie würden somit einer strafbaren Nötigung verdächtigt, was ehrverletzend sei. 

Der Inhalt des E-Mails sei zudem nötigend, da eine Verjährungseinredeverzichts-

erklärung und ein Anwaltswechsel gefordert sowie eine Nötigung durch die Be-

schwerdeführer 1 und 2 behauptet werde, verbunden mit der Ankündigung von 

straf-, zivil- und standesrechtlichen Schritten. Die behauptete Berufspflichtverlet-

zung bzw. standesrechtliche Interessenskollision existiere nicht und die entspre-

chende Behauptung werde auch nirgends substantiiert.  

Sodann habe der Beschwerdegegner 2 in einer Eingabe an das Bezirksgericht 

Zürich vom 24. Januar 2017 namens der E._____ GmbH dem Beschwerdeführer 

2 den Streit verkündet, mit der Begründung, dieser werde für den Fall des Unter-

liegens als angeblicher "falsus procurator" belangt. Weiter sei der Antrag gestellt 

worden, das Gericht solle entscheiden, ob es aufgrund des möglichen Interessen-

konflikts des Beschwerdeführers 2 eine Meldung bei der Aufsichtskommission 

über die Rechtsanwälte für angezeigt halte. Auch diese Eingabe an das Bezirks-

gericht sei allenfalls als versuchte Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB i.V.m. Art. 

22 StGB zu taxieren (Urk. 5 und 6 jeweils S. 2). 

Die Staatsanwaltschaft führt sodann im Wesentlichen zusammengefasst  Folgen-

des aus: Sämtliche angezeigten Äusserungen, Behauptungen und Anträge des 

Beschwerdegegners 2 seien im Rahmen eines vor dem Bezirksgericht Zürich ge-

führten Zivilprozesses bzw. im Rahmen eines entsprechenden schriftlichen Aus-

tausches zwischen den beiden Rechtsvertretern der Parteien erfolgt. Bereits in 

der Klageschrift vom 13. November 2015 habe der Beschwerdegegner 2 namens 

der E._____ GmbH wiederholt geltend gemacht, der Beschwerdeführer 2 habe 

als Sohn der Beschwerdeführerin 1 Arbeitsanweisungen erteilt bzw. Arbeiten di-

rekt beauftragt, im Nachhinein aber behauptet, keinerlei Vertretungsvollmacht sei-

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tens seiner Mutter gehabt zu haben. Diese Behauptung sei im E-Mail vom 31. Ok-

tober 2016 wiederholt worden. Letztlich sei dem Beschwerdeführer 2 als angebli-

cher "falsus procurator" mit Eingabe vom 24. Januar 2017 an das Bezirksgericht 

Zürich der Streit verkündet worden. Ob und inwiefern die Behauptung des Be-

schwerdegegners 2 (bzw. der E._____ GmbH bzw. des Beschwerdegegners 1) 

substantiiert oder belegt worden sei bzw. werden könne, sei vermutlich für das 

genannte zivilrechtliche Verfahren von Bedeutung (Urk. 5 und 6 jeweils S. 3 f.). 

Für das vorliegende Strafverfahren habe dies jedoch keine Relevanz, da der Be-

schwerdegegner 2 (bzw. die E._____ GmbH bzw. der Beschwerdegegner 1) im 

Rahmen seiner Darlegungs- und Beweisführungspflicht sowie in Anwendung sei-

nes prozessualen Verteidigungsrechts zweifellos berechtigt gewesen sei, ent-

sprechende Behauptungen zu äussern, ins Recht zu reichen bzw. geltend zu ma-

chen. Die Erbringung eines Wahrheits- bzw. Gutglaubensbeweises sei daher 

nicht notwendig. Es erschiene sodann nicht sachgerecht, Äusserungen des Be-

schwerdegegners 2, welche aufgrund von Art. 14 StGB grundsätzlich gerechtfer-

tigt wären, allein deshalb als ehrverletzend zu taxieren, weil sie gegenüber dem 

Zivilgericht zu einem Zeitpunkt gemacht worden seien, als das Prozessthema vor-

läufig beschränkt gewesen sei. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der 

angezeigte Abschnitt aus der Stellungnahme vom 26. Juli 2016 von Seiten des 

Beschwerdegegners 2 derart behutsam formuliert worden sei, dass sich ohnehin 

keine Inhalte erblicken liessen, welche geeignet wären, die Ehre der Beschwerde-

führer 1 und 2 erkennbar herabzusetzen. Dasselbe gelte für das E-Mail vom 31. 

Oktober 2016. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die Angabe des Beschwerdegeg-

ners 2, die E._____ GmbH empfinde einen bestimmten Hinweis des Beschwerde-

führers 2 als "unnötige Nötigung", die Ehre des Beschwerdeführers 2 ernsthaft 

tangieren könnte. Es sei auch keine Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB er-

kennbar. Beim derzeitigen Verfahrensstand des Zivilverfahrens – ausgehend von 

der Version des Beschwerdegegners 2 bzw. der E._____ GmbH, wonach der Be-

schwerdeführer 2 "falsus procurator" sei – könne nicht von einem nötigenden 

Verhalten gesprochen werden, wenn der Beschwerdegegner 2 den Beschwerde-

führer 2 auf diesen Umstand aufmerksam mache und in der Folge dem Zivilge-

richt namens der E._____ GmbH entsprechende Anträge stelle, um diesem allfäl-

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ligen Umstand entgegen zu wirken. Daran ändere auch nichts, dass der Be-

schwerdegegner 2 im E-Mail vom 31. Oktober 2016 zusätzlich eine Verjährungs-

einredeverzichtserklärung zur Sprache gebracht habe (Urk. 5 und 6 jeweils S. 4). 

2. Die Beschwerdeführer 1 und 2 lassen hierzu im Wesentlichen zusammenge-

fasst Folgendes ausführen: Die verwendeten Formulierungen in der Stellungnah-

me vom 26. Juli 2016 seien keineswegs behutsam formuliert. Es sei mit den Wor-

ten "bewusst" bzw. "von Anfang an bewusst" ein erhärteter bzw. dringender Tat-

verdacht geäussert worden. Weiter würden die Beschwerdegegner 1 und 2 das 

Wort "prellen" verwenden. Dieses Wort beinhalte nach dem allgemeinen Sprach-

gebrauch ein unehrenhaftes Verhalten und sei auch Bestandteil des Straftatbe-

standes der Zechprellerei. Die Beschwerdegegner 1 und 2 würden ihren Tatver-

dacht weiter untermauern mit dem Hinweis auf eine allfällige Beweisproblematik 

und dem diesbezüglich behaupteten Wissen des Beschwerdeführers 2. Die An-

schuldigungen und Verdächtigungen seien geeignet, den Ruf und das Gefühl der 

Beschwerdeführer 1 und 2, ehrbare Menschen zu sein, massiv herabzusetzen 

(Urk. 2 S. 5). Im Weiteren werde der Eindruck vermittelt, die von den Beschwer-

degegnern 1 und 2 geäusserten schwerwiegenden Verdächtigungen seien nicht 

aus der Luft gegriffen, sondern "möglicherweise und wahrscheinlich" zutreffend. 

Der von den Beschwerdegegnern 1 und 2 als erhärtet dargestellte Verdacht des 

angeblichen betrügerischen Verhaltens der Beschwerdeführer 1 und 2 sei ferner 

nicht Gegenstand des rechtshängigen Zivilprozesses vor dem Bezirksgericht Zü-

rich (Urk. 2 S. 6). Zudem hätten es die Beschwerdegegner 1 und 2 unterlassen, 

auch nur ansatzweise zu substantiieren, dass und inwieweit der Beschwerdefüh-

rer 2 in der Bauphase Vertreter der Beschwerdeführerin 1 gewesen sein soll 

(Urk. 2 S. 7). 

Die angezeigten Äusserungen seien sodann sachlich bedeutungslos und hätten 

keine Relevanz für den Ausgang des Zivilprozesses. Sie seien nicht sachbezo-

gen, unnötig verletzend und gingen über das Notwendige hinaus. Sie seien uner-

laubterweise gestützt auf die prozessuale Behauptungs- und Substantiierungslast 

im Zivilprozess erfolgt. Der Rechtfertigungsgrund  von Art. 14 StGB sei nicht ge-

geben. Es könne theoretisch nicht ausgeschlossen werden, dass die E._____ 

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GmbH im rechtshängigen Zivilprozess in der Replik ihre Forderung auf eine neue 

Anspruchsgrundlage stütze und sich auf das bisher in einer einzigen Randziffer 

einer nebensächlichen Stellungnahme behauptete betrügerische Verhalten der 

Beschwerdeführer 1 und 2 beziehe. Für diesen Fall wäre das Vorliegen des 

Rechtfertigungsgrundes von Art. 14 StGB neu zu prüfen, allenfalls auch nur be-

züglich der Beschwerdeführerin 1. Die Staatsanwaltschaft hätte daher vor der 

Nichtanhandnahme mindestens den Ausgang des Zivilprozesses abwarten müs-

sen (Urk. 2 S. 8 f.). 

Im Weiteren hätten sie (die Beschwerdeführer 1 und 2) die Worte "unnötige Nöti-

gung" im E-Mail vom 31. Oktober 2016 als Vorwurf einer rechtswidrigen, d.h. 

strafbaren Nötigung verstehen dürfen und müssen. Hinzu komme, dass die Be-

schwerdegegner 1 und 2 im fraglichen E-Mail einen Anwaltswechsel fordern wür-

den. Um dieser Forderung Nachhaltung zu verschaffen, würden die Beschwerde-

gegner 1 und 2 eine angebliche Verletzung des Berufs- und Standesrechts durch 

den Beschwerdeführer 2 behaupten (Urk. 2 S. 9 f.). Sie drohten ihm mit zivilrecht-

lichen Schritten und wiesen ihn auf die angebliche "unnötige Nötigung" hin. Die 

Beschwerdeführer 1 und 2 würden einer strafbaren Nötigung bezichtigt, was eh-

renrührig sei (Urk. 2 S. 10). 

Ferner drohten die Beschwerdegegner 1 und 2 im E-Mail vom 31. Oktober 2016 

mehrere Übel, d.h. ernstliche Nachteile, an. Die von den Beschwerdegegnern 1 

und 2 behauptete Interessenkollision erscheine auf den ersten Blick nicht völlig 

haltlos, denn es werde diesbezüglich ein konkreter, allerdings völlig unsubstanti-

ierter Sachverhalt behauptet, der, wenn er wirklich zuträfe, eine Interessenskolli-

sion begründen könnte (Urk. 2 S. 11). Mit der Ankündigung berufs- und standes-

rechtlicher Schritte würden wie mit der Androhung zivil- oder strafrechtlicher 

Schritte ernstliche Nachteile im Sinne von Art. 181 StGB angedroht. Die Drohung 

mit einer haltlosen Strafanzeige sei nicht erlaubt. Gleiches müsse gelten, wenn 

mit einer völlig unbegründeten Zivilklage und/oder mit einer haltlosen berufsrecht-

lichen Verzeigung wegen angeblicher Verletzung von Berufs- und Standespflich-

ten gedroht werde. Wenn eine Partei durch die mutwillige Ankündigung berufs- 

und zivilrechtlicher Schritte gegen ihren Rechtsvertreter gezwungen werde, den 

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Anwalt zu wechseln, würden damit ihre Parteirechte massiv beeinträchtigt. Zudem 

sei die Behauptung, der Beschwerdeführer 2 habe als faktischer Bauherr bzw. 

falsus procurator gehandelt, nicht ansatzweise substantiiert worden (Urk. 2 

S. 12 f.). Bei dieser Sachlage erschienen die angekündigten standes- und zivil-

rechtlichen Schritte völlig unbegründet und es bestehe der Verdacht, dass die Be-

schwerdegegner 1 und 2 mit der Androhung zivil- und standesrechtlicher Schritte 

unerlaubterweise erzwingen wollten, dass der Beschwerdeführer das Mandat nie-

derlege (Urk. 2 S. 13). 

Um den Anwaltswechsel zu erwirken, hätten die Beschwerdegegner 1 und 2 in 

der Eingabe vom 24. Januar 2017 dem Beschwerdeführer 2 den Streit verkündet 

und das Gericht ersucht, über eine Meldung bei der Aufsichtskommission über die 

Rechtsanwälte wegen des möglichen Interessenkonflikts zu entscheiden. Es 

scheine, die Streitverkündung sei nur ein weiteres Mittel, um den angestrebten 

Zweck (Anwaltswechsel) zu erreichen. Dieser Schluss dränge sich auf, da die 

Streitverkündung ohne konkrete Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten des Be-

schwerdeführers 2 und eine entsprechende Haftungsgrundlage als falsus procu-

rator erfolgt sei (Urk. 2 S. 14 f.). Zudem zeige die direkte Zustellung der genann-

ten Eingabe durch den Beschwerdegegner 2 an den Beschwerdeführer 2, dass es 

den Beschwerdegegnern 1 und 2 vor allem darum gehe, einen Anwaltswechsel 

zu erreichen. Die Eingabe sei nur eine Woche vor Ablauf der (nicht erstreckbaren) 

Frist der Beschwerdeführerin 1, zur Eingabe der E._____ GmbH vom 26. Juli 

2016 Stellung zu nehmen, erfolgt. Es liege auf der Hand, dass es der Beschwer-

deführerin 1 praktisch nicht möglich gewesen wäre, einen neuen Anwalt beizuzie-

hen, diesen zu instruieren und es diesem zu ermöglichen, die Stellungnahme 

fristgerecht einzureichen (Urk. 2 S. 15). Mit der – unter den konkreten Umständen 

fragwürdigen – Streitverkündung hätten die Beschwerdegegner 1 und 2 erneut zi-

vilrechtliche Schritte gegen den Beschwerdeführer 2 angedroht, um ihn zur Nie-

derlegung seines Mandats im rechtshängigen Zivilprozess zu nötigen. Indem sie 

das Gericht zur Meldung an die Aufsichtskommission auffordern würden, würden 

sie dem Beschwerdeführer 2 zudem weiterhin berufsrechtliche Schritte in Aus-

sicht stellen, die sie auch selbständig einleiten könnten, wenn das Gericht dem 

Ersuchen der Beschwerdegegner 1 und 2 nicht nachkomme. Die Ankündigung 

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völlig unbegründeter rechtlicher Schritte sei ein unerlaubtes Nötigungsmittel 

(Urk. 2 S. 16). 

3. Die Staatsanwaltschaft bringt hierzu im Wesentlichen zusammengefasst 

Folgendes vor: In der Eingabe vom 26. Juli 2016 habe der Beschwerdegegner 2 

lediglich die Auffassung seiner Klientschaft formuliert und erklärt, welche Empfin-

dungen das angebliche Verhalten der Gegenpartei bei der Klägerin wecke. Es 

werde nicht im Sinne von Art. 173 StGB bzw. Art. 174 StGB "beschuldigt oder 

verdächtigt". Die angezeigten Äusserungen seien letztlich sachlich insofern nicht 

von Bedeutung, als sich das Zivilgericht bei seinen Entscheidungen auf Beweise 

und Fakten und nicht auf Empfindungen einer Partei stützen werde. Inwiefern 

durch die Äusserung die Ehre der Beschwerdeführer 1 und 2 ernsthaft tangiert 

werden könnte, sei dennoch nicht ersichtlich. Darüber hinaus seien die Äusserun-

gen im Rahmen der Behauptungs- und Darlegungspflicht der Klägerin erfolgt und 

durch diese "gedeckt". Die Geltendmachung der Klägerin, es stecke aus ihrer 

Sicht System hinter dem Tun der Beklagten erscheine jedenfalls alles andere als 

unwesentlich, wenn es darum gehe, die Klage bzw. deren Einreichung zu be-

gründen. Es erschliesse sich auch nicht, wie die beanstandete Äusserung im E-

Mail vom 31. Oktober 2016 die Ehre der Beschwerdeführer 1 und 2 herabsetzen 

könnte.  

Im Weiteren müsse das Zwangsmittel der "anderen Beschränkung der Hand-

lungsfreiheit" um tatbestandsmässig zu sein, das üblicherweise geduldete Mass 

an Beeinflussung in ähnlicher Weise eindeutig überschreiten, wie es für die im 

Gesetz ausdrücklich genannten Zwangsmittel der Gewalt und der Androhung 

ernstlicher Nachteile gelte. Inwiefern dies beim E-Mail vom 31. Oktober 2016 so-

wie bei der Eingabe vom 24. Januar 2017 ernsthaft der Fall sein könnte, er-

schliesse sich nicht. Es wäre verfehlt, eine versuchte Nötigung anzunehmen. Der 

Beschwerdegegner 2 habe weder im E-Mail vom 31. Oktober 2016 noch in sei-

nem E-Mail vom 25. Juli 2016 mit standesrechtlichen Schritten gedroht (Urk. 13 

S. 2 f.). Er habe lediglich einen anderen rechtlichen Standpunkt als der Be-

schwerdeführer 2 vertreten und habe letztlich mit Eingabe vom 24. Januar 2017 – 

konsequenterweise – entsprechende Anträge gestellt. Es liege in der Natur des 

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Zivilprozesses, dass Anträge gestellt und begründet werden (müssten) sowie 

dass die Anträge regelmässig den Interessen der Gegenpartei zuwiderliefen. Es 

wäre widersinnig, wenn das Stellen solcher Anträge im Rahmen eines Zivilpro-

zesses strafrechtliche Konsequenzen hätte bzw. eine Nötigung begründen könn-

te. Das Abwarten des Zivilprozesses sei nicht angezeigt gewesen, weil nicht des-

halb "eher" eine Nötigungshandlung vorliege, wenn allenfalls das Zivilgericht dem 

Antrag der Klägerin nicht entsprochen hätte bzw. diesem nicht entsprechen werde 

(Urk. 13 S. 3). 

4. Die Beschwerdeführer 1 und 2 liessen hierzu im Wesentlichen zusammen-

gefasst Folgendes ausführen: Auch wenn die Klägerin ihr angebliches "Gefühl" 

und ihren angeblichen "Eindruck" schildere, ändere dies nichts am Inhalt der ge-

machten Äusserungen. Es werde mit der Darlegung mehrerer Tatsachenbehaup-

tungen und der zusätzlichen Offerte von Beweismitteln der Verdacht geäussert, 

dass die Beschwerdeführer 1 und 2 möglicherweise betrügerisch (und somit  an-

geblich kriminell) gehandelt haben sollen. Die Beurteilung, ob die ehrenrührigen 

Tatsachenbehauptungen innerhalb der zulässigen Grenzen erfolgt sei, könne erst 

erfolgen, wenn der Zivilprozess und/oder die Strafuntersuchung diesbezüglich 

Klarheit schaffe. Das angebliche betrügerische Verhalten der Beschwerdeführer 1 

und 2 sei bislang nicht ansatzweise substantiiert worden (Urk. 20 S. 2 f.). Im jetzi-

gen Zeitpunkt erschienen die Äusserungen nicht sachbezogen und unnötig verlet-

zend, d.h. es spreche mehr gegen als für das Vorliegen des Rechtfertigungsgrun-

des. Die Staatsanwaltschaft stelle im Weiteren auf den Auffangtatbestand der 

"anderen Beschränkung der Handlungsfreiheit" ab. Dabei übersehe sie, dass der 

Beschwerdegegner 2 mit E-Mail vom 31. Oktober 2016 vom Beschwerdeführer 2 

eine Verjährungseinredeverzichtserklärung verlangt habe, was nach Treu und 

Glauben als Ankündigung zivilrechtlicher Schritte ausgelegt werden könne und 

müsse (Urk. 20 S. 3 f.). Mit der Ankündigung dieser ernstlichen Nachteile verfolge 

die Klägerin den Zweck, dass der Beschwerdeführer 2 das Mandant niederlege 

bzw. das Mandat von der Beschwerdeführerin 1 widerrufen werde. Diese Zweck-

verfolgung ergebe sich auch aus dem Hinweis auf eine angebliche Berufs- und 

Standesrechtsverletzung bzw. eine angebliche Interessenskollision und darauf, 

das ein Anwaltswechsel angezeigt sei. Die Verknüpfung von Anwaltswechsel und 

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angeblicher zivilrechtlicher Haftung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin 

in der E-Mail vom 31. Oktober 2016 und in der Eingabe vom 24. Januar 2017 

könne daher nur als tatbestandsrelevante Mittel-Zweck-Relation verstanden wer-

den, die unter dem Aspekt einer möglicherweise versuchten Nötigung gemäss 

Art. 181 StGB zu prüfen sei.  

Als (echtes) Novum werde sodann der am 22. Juni 2017 gestellte Strafantrag des 

Beschwerdeführers 2 gegen den Beschwerdegegner 2 eingereicht. Der Be-

schwerdegegner 2 habe sich mit E-Mail vom 22. März 2017 gegenüber sämtli-

chen Mitgliedern des Vorstandes des Zürcher Anwaltsverbandes (nachfolgend: 

ZAV), der Präsidentin des Standesgerichts des ZAV sowie dem Geschäftsführer 

des ZAV detailliert über den rechtshängigen Forderungsprozess geäussert, ins-

besondere habe er behauptet, der Beschwerdeführer 2 habe möglicherweise als 

falsus procurator gehandelt (Urk. 20 S. 5). 

Zu berücksichtigen sei auch das weitere Verhalten der Klägerin und des Be-

schwerdegegners 2. Diese hätten auf die Aufforderung des Beschwerdeführers 2, 

die erhobenen Vorwürfe zu substantiieren nicht reagiert und es auch unterlassen, 

die Verjährung zu unterbrechen, zumal eine einfache Streitverkündung nach 

Art. 78 ff. ZPO zu keiner Verjährungsunterbrechung führe. Inzwischen sei die Ver-

jährung allfälliger ausservertraglicher Forderungen der Klägerin gegen den Be-

schwerdeführer 2 eingetreten (Urk. 20 S. 6 f.). Dieses Verhalten sei ein weiterer 

Beleg dafür, dass es die angeblich als "falsus procurator" bzw. "faktischer Bau-

herr" vorgenommenen Handlungen des Beschwerdeführers 2 nicht gegeben habe 

und es vielmehr darum gehe, Druck auf die Beschwerdeführer 1 und 2 auszuüben 

und den Beschwerdeführer 2 bei Dritten in ein schlechtes Licht zu rücken (Urk. 20 

S. 7). 

5. Soweit erforderlich, d.h. für die Entscheidfindung notwendig, ist nachfolgend 

auf die Begründung der Staatsanwaltschaft und die Vorbringen der Beschwerde-

führer 1 und 2 näher einzugehen.  

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III. 

1. Vorweg ist festzuhalten, dass es im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

ausschliesslich um die angezeigten und mit den angefochtenen Verfügungen 

nicht an die Hand genommenen Vorwürfe geht. Der seitens der Beschwerdefüh-

rer 1 und 2 vorgebrachte Vorwurf im Zusammenhang mit dem angeblichen E-Mail 

vom 22. März 2017 (Urk. 20 S. 5 f.) ist nicht Gegenstand des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens, weshalb nicht darauf einzugehen ist. 

2. Gemäss Art. 309 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Eröffnung 

einer Untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, 

aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender 

Tatverdacht ergibt, wenn sie Zwangsmassnahmen anordnet sowie wenn sie von 

der Polizei über schwere Straftaten oder andere schwer wiegende Ereignisse in-

formiert wurde. Gelangt sie hingegen aufgrund der Strafanzeige oder des Polizei-

rapports zum Schluss, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvor-

aussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind, Verfahrenshindernisse bestehen oder 

gemäss Art. 8 StPO aus Opportunitätsgründen auf eine Strafverfolgung zu ver-

zichten ist, verfügt sie die Nichtanhandnahme (Art. 310 Abs. 1 StPO). Der Zweck 

der Untersuchung besteht nach Art. 308 Abs. 1 StPO darin, den Sachverhalt so 

weit zu ermitteln, dass das Vorverfahren entweder mit einem Strafbefehl, einer 

Anklage oder einer Einstellung abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung 

dieses Zwecks steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum 

zu. Dies bedeutet unter anderem, dass die Staatsanwaltschaft nicht jeglicher Spur 

und jedem Hinweis nachzugehen hat, auch wenn sich eine beschuldigte Person 

oder ein Geschädigter solches vorstellt. Die Staatsanwaltschaft darf dann die Un-

tersuchung – z.B. aufgrund einer Anzeige – nicht an Hand nehmen, wenn mit Si-

cherheit feststeht, dass der zur Beurteilung vorliegende Sachverhalt unter keinen 

Straftatbestand fällt oder wenn mit anderen Worten eine Anzeige von vornherein 

aussichtslos ist, weil offensichtlich keine Straftatbestände oder Prozessvorausset-

zungen erfüllt sind. Ebenso ist keine Untersuchung an Hand zu nehmen, wenn 

Prozesshindernisse wie z.B. Verjährung gegeben sind. Eine Nichtanhandnahme-

verfügung darf jedoch nicht ergehen, wenn es bloss zweifelhaft ist, ob ein Straf-

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tatbestand vorliegt (vgl. zum Ganzen: Schmid, Handbuch des schweiz. Strafpro-

zessrechts, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, N 1231; derselbe, StPO Praxiskom-

mentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Art. 309 N 3 f., Art. 310 N 1 ff.; Lands-

hut/Bosshard, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, 2. Aufl., Kommentar zur StPO, Zü-

rich 2014, Art. 309 N 11-14, N 19-23, Art. 310 N 2 ff.). 

3.1. Wegen übler Nachrede im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 StGB wird, auf Antrag, 

bestraft, wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder 

anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder 

verdächtigt oder wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiterver-

breitet. Handelt er wider besseres Wissen, wird er, ebenfalls auf Antrag, wegen 

Verleumdung im Sinne von Art. 174 Ziff. 1 StGB bestraft. 

Die Ehre ist im Sinne eines "Anspruchs einer Person auf Geltung" zu verstehen. 

Das Bundesgericht beschränkt den strafrechtlichen Schutz bezüglich der Ehre auf 

den menschlich-sittlichen Bereich, nämlich auf das Gefühl und den Ruf eines Be-

troffenen, ein ehrbarer Mensch zu sein; dies bedeutet, sich so zu benehmen, wie 

sich nach allgemeinen Anschauungen ein charakterlich anständiger Mensch zu 

verhalten pflegt. Äusserungen, welche sich lediglich dazu eignen, jemanden in 

anderer Hinsicht in der sozialen Funktion bzw. in der gesellschaftlichen Geltung 

herabzusetzen oder in seinem Selbstbewusstsein zu verletzen, sind nicht ehrver-

letzend. Äusserungen, die sich lediglich eignen, jemanden z.B. als Politiker, Ge-

schäfts- oder Berufsmann oder Künstler in der gesellschaftlichen Geltung herab-

setzen, gelten nicht als ehrverletzend, sofern die Kritik nicht zugleich seine Gel-

tung als ehrbarer Mensch trifft. Massgeblich ist jeweils der nach objektiven Krite-

rien zu ermittelnde Sinn einer Äusserung, den ihr ein unbefangener Leser oder 

Hörer nach den Umständen beilegen musste, wobei es nicht nur auf die isolierten 

einzelnen Äusserungen ankommt, sondern auch auf den Gesamtzusammenhang 

eines Textes (zum Ganzen: Donatsch, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 

10. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, S. 372, m.w.H.; Trechsel/Lieber, in: Trech-

sel/Pieth [Hrsg.], StGB PK, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Vor Art. 173 N 3 und 

11, je m.w.H.).  

- 14 - 

Prozessparteien können sich bei allfälligen ehrenrührigen Bemerkungen auf ihre 

prozessualen Darlegungspflichten und damit auf Art. 14 StGB berufen, wonach 

sich rechtmässig verhält, wer handelt, wie es das Gesetz gebietet oder erlaubt, 

auch wenn die Tat gemäss StGB oder einem andern Gesetz mit Strafe bedroht 

ist. Die gleichen Befugnisse stehen einem Anwalt zu, der eine Partei vertritt, so-

fern seine Äusserungen sachbezogen sind, sich auf das für die Erläuterung des 

jeweiligen Standpunktes Notwendige beschränken, nicht wider besseres Wissen 

erfolgen und blosse Vermutungen als solche bezeichnen. Ein Anwalt soll die Inte-

ressen seines Mandanten innerhalb dieser Grenzen auch pointiert vertreten dür-

fen, um die zu erläuternden Rechtspositionen nachhaltig auf den Punkt zu brin-

gen. Dabei ist ein gewisses Mass an übertreibenden Bewertungen und gar Pro-

vokationen hinzunehmen, soweit die anwaltlichen Äusserungen weder völlig 

sachwidrig noch unnötig beleidigend sind. Der Rechtfertigungsgrund von Art. 14 

StGB hat Vorrang vor dem Entlastungsbeweis im Sinne von Art. 173 Ziff. 2 StGB 

(BGE 135 IV 177 E. 4, Urteil des Bundesgerichts 6B_118/2015 vom 16. Juli 2015 

E. 3.4.2). 

3.2. Wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder 

durch andere Beschränkung seiner Handlungsfähigkeit nötigt, etwas zu tun, zu 

unterlassen oder zu dulden, macht sich der Nötigung strafbar (Art. 181 StGB). 

Eine Androhung ernstlicher Nachteile liegt vor, wenn nach der Darstellung des 

Täters der Eintritt des Nachteils als von seinem Willen abhängig erscheint und 

wenn die Androhung geeignet ist, den Betroffenen in seiner Entscheidungsfreiheit 

einzuschränken. An die Erfüllung dieses Tatbestandsmerkmals ist ein objektiver 

Massstab anzulegen. Nur Androhungen, die geeignet sind, auch eine besonnene 

Person in der Lage des Betroffenen gefügig zu machen, reichen grundsätzlich 

aus. Das Opfer muss die Verwirklichung des angedrohten Übels befürchten. Die-

ses muss von solcher Schwere erscheinen, dass das Opfer seinen entgegenste-

henden Willen demjenigen der Täterschaft beugt. Wirkt also die Drohung auf das 

Opfer nicht motivierend im Sinne des Täters, so fehlt es an der Androhung ernstli-

cher Nachteile im Rechtssinne, ausser es liegt ein untauglicher Versuch vor. Die 

Androhung ernstlicher Nachteile kann ihren Anlass auch in gesetzlich vorgesehe-

- 15 - 

nen oder (vertraglich) vereinbarten Ereignissen haben. Wenn einer dem anderen 

zulässige, nachteilige Handlungen androht, so liegt darin keine unzulässige Frei-

heitsbeschränkung des anderen, weil jener sich die Verwirklichung dieser für ihn 

"ernstlichen Nachteile" gefallen lassen muss (BSK StGB II-Delnon/Rüdy, 3. Aufl., 

Basel 2013, Art. 181 N 25, 34 ff. m.w.H.).  

Das in Form einer Generalklausel umschriebene Nötigungsmittel der "anderen 

Beschränkung der Handlungsfreiheit" ist restriktiv auszulegen; nicht jeder noch so 

geringfügige Druck auf die Entscheidungsfreiheit eines anderen führt zu einer Be-

strafung nach Art. 181 StGB. Das Zwangsmittel muss das üblicherweise gedulde-

te Mass der Beeinflussung in ähnlicher Weise eindeutig überschreiten wie ernstli-

che Drohung und Gewalt. Insbesondere muss es in seiner Intensität ähnlich der 

Gewalt wirken (BGE 119 IV 301 E. 2a; Trechsel/Fingerhuth, in Trechsel/Pieth 

[Hrsg.], StGB PK, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Art. 181 N 7, m.w.H.).  

Rechtswidrig ist eine Nötigung, wenn das Mittel oder der Zweck unerlaubt ist oder 

wenn das Mittel zum erstrebten Zweck nicht im richtigen Verhältnis steht oder 

wenn die Verknüpfung zwischen einem an sich zulässigen Mittel und einem er-

laubten Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwidrig ist. Letzteres ist vor allem 

dann gegeben, wenn zwischen dem Gegenstand der Drohung und der beabsich-

tigten Forderung keinerlei Zusammenhang existiert. Vollendet ist die Nötigung, 

wenn sich das Opfer gemäss dem Willen des Täters verhält (BSK StGB II-Delnon/ 

Rüdy, 3. Aufl., Basel 2013, Art. 181 N 54 und 57, m.w.H.). Die Drohung mit einer 

Strafanzeige ist z.B. dann rechtswidrig, wenn zwischen dem Straftatbestand, der 

angezeigt werden soll, und dem Gegenstand des gestellten Begehrens kein sach-

licher Zusammenhang vorliegt (BGE 101 IV 47 E. 2 b) bzw. wenn jemand mit ei-

ner völlig haltlosen Strafanzeige droht (vgl. BGE 120 IV 17 E. 2 b). 

3.3. Ein Versuch liegt vor, wenn ein Täter, nachdem er mit der Ausführung eines 

Verbrechens oder Vergehens begonnen hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende 

führt oder der zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht eintritt oder dieser 

nicht eintreten kann (Art. 22 Abs. 1 StGB). 

- 16 - 

4. Die Beschwerdeführer 1 und 2 beanstanden in der Strafanzeige vom 

27. Januar 2017 folgenden Abschnitt aus der Eingabe vom 26. Juli 2016 des Be-

schwerdegegners 2 ans Bezirksgericht Zürich im Rahmen des fraglichen Zivilpro-

zesses (Urk. 12/1 S. 4 f., 12/2/1 S. 8): 

"Es ist die heutige Auffassung der Klägerin, dass die Beklagte bzw. ihr 
Sohn und Anwalt B._____ sie bewusst Arbeiten ohne klare vertragliche 
Regelung ausführen liessen. Die Beklagte bzw. ihr Sohn und Anwalt 
B._____ haben es auch bewusst unterlassen, von der Klägerin Regie-
rapporte zu verlangen. Sie haben die Klägerin bewusst Aufwand gene-
rieren lassen in deren Vertrauen darauf, sie würde für ihre Leistungen 
bezahlt, auch wenn sie sich nicht um Beweissicherung kümmerte. 
Denn jeder Anwalt, jede Anwältin weiss, dass eine allfällige Beweis-
problematik grundsätzlich zum Nachteil des Unternehmers wirkt und 
eine Bauherrin in die Lage versetzt, den Werklohn zu drücken. Das 
Verhalten und die Behauptungen der Beklagten bzw. ihres Sohnes und 
Anwalts B._____ erwecken bei der Klägerin heute das Gefühl eines 
von Anfang an bewusst angezettelten Versuchs, ein Unternehmen um 
seinen Werklohn zu prellen. Die Klägerin kann sich nicht mehr des 
Eindrucks erwehren, die Beklagte bzw. deren Sohn und Anwalt 
B._____ hätten sie sehenden Auges in diese verwirrende, konfuse, un-
klare Abrechnungssituation schlittern lassen." 

Im Weiteren beanstanden sie in der genannten Strafanzeige folgenden Auszug 

aus dem E-Mail des Beschwerdegegners 2 an den Beschwerdeführer 2 vom 

31. Oktober 2016 (Urk. 12/1 S. 5, 12/2/2): 

"… 
Bitte beachte, dass meine Klientin die Auffassung vertritt, dass du mit 
der Vertretung deiner Mutter gegen Berufs- und Standesrecht 
verstösst, weil du einerseits als 'faktischer' Bauherr aufgetreten bist, 
aktuell aber sogar eine Vertretungsvollmacht bestreitest. Damit bist du 
allenfalls falsus procurator. Deine Interessen laufen somit jenen von 
deiner Mutter entgegen. Angezeigt wäre ein Anwaltswechsel. 
Ich bitte dich um kurze Erklärung in den kommenden Tagen, ob du be-
reit bist, eine Verjährungseinredeverzichtserklärung in eigener Sache 
abzugeben. 
Abschliessend kann festgehalten werden, dass meine Klientin deinen 
Hinweis auf das / die G._____-verfahren als unnötige Nötigung emp-
findet. 
…" 

5. In der Eingabe vom 26. Juli 2016 nahm der Beschwerdegegner 2 als Vertre-

ter der E._____ GmbH unter anderem Stellung zur Einrede der örtlichen Unzu-

- 17 - 

ständigkeit. Gemäss seinen Ausführungen gehe es dabei letztlich um die Frage, 

ob eine Vereinbarung vom 18. November 2014, die eine Gerichtsstandklausel 

enthalte, von den Parteien rechtsgültig abgeschlossen worden sei oder nicht. 

Während sich die Beschwerdeführerin 1 auf die genannte Vereinbarung berufe, 

stelle sich die E._____ GmbH auf den Standpunkt, diese habe keine Gültigkeit 

und der Werklohn für die von ihr erbrachten Renovationsarbeiten an einer Lie-

genschaft der Beschwerdeführerin 1 bemesse sich mangels anderer vertraglicher 

Abrede "nach Massgabe des Wertes der Arbeit und der Aufwendungen". Nach 

Darstellung der E._____ GmbH sei ein Werklohn von Fr. 675'305.55 ausstehend, 

gemäss der Beschwerdeführerin 1 schulde sie der E._____ GmbH noch Fr. 

7'433.– (Urk. 12/2/1 S. 4). 

Mit den beanstandeten Äusserungen in der Stellungnahme vom 26. Juli 2016 

lässt die E._____ GmbH (bzw. der Beschwerdegegner 1 als deren Geschäftsfüh-

rer) im Rahmen des Zivilprozesses ihren Eindruck betreffend das Verhalten der 

Beschwerdeführer 1 und 2 im Zusammenhang mit den genannten Renovations-

arbeiten darlegen, mithin sind die Äusserungen sachbezogen. Mit den zurückhal-

tenden Formulierungen ("Es ist die heutige Auffassung der Klägerin", "Das Ver-

halten und die Behauptungen der Beklagten bzw. ihres Sohnes und Anwalts 

B._____ erweckten bei der Klägerin heute das Gefühl" und "Die Klägerin kann 

sich nicht mehr des Eindrucks erwehren") hat der Beschwerdegegner 2 zum Aus-

druck gebracht, dass er bzw. der Beschwerdegegner 1 sich letztlich auf Vermu-

tungen abstützen. Wie oben ausgeführt, ist im Prozess eine gewisse Pointierung 

erlaubt. Dass die beanstandeten Ausführungen über das erlaubte Mass hinaus-

gehen würden bzw. völlig unnötig wären, ist nicht ersichtlich. Da sie somit durch 

Art. 14 StGB gerechtfertigt waren, ist nicht näher darauf einzugehen, ob sie über-

haupt dazu geeignet sind, die Beschwerdeführer 1 und 2 als ehrbare Menschen 

herabzusetzen. 

Auch die beanstandeten Ausführungen im E-Mail vom 31. Oktober 2016 wurden 

im Rahmen des Zivilverfahrens gemacht. Inwiefern diese von strafrechtlicher Re-

levanz sein sollen, ist nicht ersichtlich. Insbesondere vermag der Ausdruck "unnö-

tige Nötigung" keine Ehrverletzung darzustellen, muss doch ein unbefangener 

- 18 - 

Leser dies nicht als Vorwurf eines strafbaren Verhaltens, mithin einer Nötigung im 

Sinne von Art. 181 StGB, verstehen. Vielmehr ist dem Ausdruck ein umgangs-

sprachlicher Sinn beizumessen, zumal der Beschwerdegegner 2 in diesem Ab-

satz im E-Mail nicht seine eigene Meinung dartut, sondern diejenige der E._____ 

GmbH bzw. des Beschwerdegegners 1 und somit eines Laien. 

Im Weiteren ist nicht ersichtlich, inwiefern die beanstandeten Ausführungen im E-

Mail vom 31. Oktober 2016 eine versuchte Nötigung darstellen sollen, zumal nicht 

erkennbar ist, dass gegenüber dem Beschwerdeführer 2 standes-, berufs- oder 

zivilrechtliche Schritte angekündigt wurden. Selbst wenn man jedoch davon aus-

geht, dass die Ausführungen eine solche Ankündigung enthalten, kann aufgrund 

der gegebenen Sachlage nicht gesagt werden, dass die beanstandeten Äusse-

rungen sachfremd und völlig haltlos seien. Im Übrigen haben die Beschwerdefüh-

rer 1 und 2 selber ausführen lassen, die von den Beschwerdegegnern 1 und 2 

behauptete Interessenkollision erscheine "auf den ersten Blick" nicht völlig haltlos, 

denn es werde diesbezüglich ein konkreter, allerdings völlig unsubstantiierter 

Sachverhalt behauptet, der, wenn er wirklich zuträfe, eine Interessenskollision 

begründen könnte (Urk. 2 S. 11). Alleine der Umstand, dass die im Zivilverfahren 

gegen die Beschwerdeführerin 1 gemachten Ausführungen nach Ansicht der Be-

schwerdeführer 1 und 2 nicht substantiiert sind, lassen diese nicht als haltlos er-

scheinen. 

Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die beanstandeten Ausführungen der Be-

schwerdegegner 1 und 2 in der Eingabe im Zivilverfahren vom 24. Januar 2017 

(Urk. 12/2/3) eine versuchte Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB darstellen sol-

len. Es sind insbesondere keine Hinweise erkennbar, dass der Streit lediglich ver-

kündet wurde, um einen Anwaltswechsel zu bewirken. Ferner ist nicht nachvoll-

ziehbar, weshalb die direkte Zustellung einer Kopie der Eingabe vom 24. Januar 

2017 durch den Beschwerdegegner 2 an den Beschwerdeführer 2 als Indiz zu 

sehen wäre, dass es den Beschwerdegegnern 1 und 2 vor allem darum gehe, den 

schon zuvor angestrebten Anwaltswechsel zu erreichen, zumal dieser ja bereits 

zuvor thematisiert wurde.  

- 19 - 

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Staatsanwaltschaft die Strafun-

tersuchung gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 zu Recht nicht an die Hand ge-

nommen hat. Die Beschwerdeführer 1 und 2 liessen nichts vorbringen, das an 

dieser Beurteilung etwas zu ändern vermöchte. Die Beschwerde ist somit abzu-

weisen. 

Was die Geltendmachung der Verletzung des rechtlichen Gehörs anbelangt (vgl. 

Urk. 2 S. 4), ist festzuhalten, dass die Argumentation der Beschwerdeführer 1 

und 2 nicht verfängt. Die Vorinstanz hat ihren Entscheid genügend begründet. Sie 

muss sich nicht mit sämtlichen Ausführungen der Parteien auseinandersetzen, 

sondern kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. 

Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Trag-

weite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache 

an die höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 m.w.H.). Die 

Beschwerdeführer 1 und 2 können den angefochtenen Entscheiden entnehmen, 

weshalb die Staatsanwaltschaft die angezeigten Sachverhalte als nicht strafbar 

erachtet, mithin hat sich die Staatsanwaltschaft – entgegen den Vorbringen der 

Beschwerdeführer 1 und 2 – genügend damit auseinandergesetzt. Die Vorinstanz 

verletzte ihre Begründungspflicht somit nicht. 

IV. 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer 1 und 2 

die Kosten des Beschwerdeverfahrens in solidarischer Haftung zu tragen 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). In Anwendung von § 17 Abs. 1 der Gebührenverordnung 

des Obergerichts (GebV OG) ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 2'000.– festzusetzen. 

Die Gerichtsgebühr ist mit der geleisteten Kaution zu verrechnen. Im Mehrbetrag 

ist die Kaution den Beschwerdeführern 1 und 2 zurückzuerstatten – unter Vorbe-

halt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates. 

2. Mangels wesentlicher Umtriebe – die Beschwerdegegner 1 und 2 liessen 

sich nicht vernehmen – ist den Beschwerdegegnern 1 und 2 für das Beschwerde-

- 20 - 

verfahren keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 436 StPO in Verbindung mit 

Art. 429 StPO). 

 
Es wird beschlossen: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt, den Beschwerdefüh-

rern 1 und 2 unter solidarischer Haftung auferlegt und mit der geleisteten 

Kaution verrechnet. Im Mehrbetrag wird die Kaution an die Beschwerdefüh-

rer 1 und 2 zurückerstattet – unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprü-

che des Staates. 

3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer 1 und 2, dreifach, für sich 
und die Beschwerdeführer 1 und 2 (per Gerichtsurkunde) 

− den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde) 
− den Beschwerdegegner 2 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (gegen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, unter Rücksendung der beigezoge-
nen Akten (Urk. 12; gegen Empfangsbestätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)  

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

- 21 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Zürich, 29. September 2017 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Präsident: 

 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Negri 
 

	Beschluss vom 29. September 2017
	
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.

	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt, den Beschwerdeführern 1 und 2 unter solidarischer Haftung auferlegt und mit der geleisteten Kaution verrechnet. Im Mehrbetrag wird die Kaution an die Beschwerdeführer 1 und 2 zurückerstattet – un...
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer 1 und 2, dreifach, für sich und die Beschwerdeführer 1 und 2 (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)
	 den Beschwerdegegner 2 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 12; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...