# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d39861b-6118-5e81-869a-94960858cd3d
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.12.2021 S 2020 141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-141_2021-12-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 20. Dezember 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 141

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Urteil S 2020 141

A. Die Versicherte, A.________, Jahrgang 1959, zuletzt als Mitarbeiterin Lingerie im 
C.________ in D.________ tätig, meldete sich erstmals im März 2002 bei der IV-Stelle 
Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle liess die Versicherte daraufhin 
rheumatologisch und psychiatrisch begutachten. Die Ärzte attestierten der Versicherten 
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bei rezidivierender depressiver Störung, gegenwärtig 
mittelgradig, und anhaltender somatoformer Schmerzstörung bzw. bei 
Fibromyalgiesyndrom und Periarthropathie der linken Schulter (IV-act. 10 und 13). 
Gestützt darauf sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 18. Dezember 
2003 eine halbe Rente mit Wirkung ab 1. Oktober 2002 zu (IV-act. 26). Im Rahmen der in 
den Jahren 2006 und 2011 eingeleiteten Revisionen wurde der Rentenanspruch jeweils 
bestätigt (IV-act. 44 und 53). Mit rechtskräftiger Verfügung vom 7. Dezember 2017 lehnte 
die IV-Stelle ein Rentenerhöhungsgesuch basierend auf einer interdisziplinär gutachterlich 
festgestellten Arbeitsfähigkeit von 60 % in angepasster Tätigkeit aufgrund rezidivierender 
depressiver Störung, gegenwärtig leichte Episode, und anhaltender somatoformer 
Schmerzstörung sowie Fingerpolyarthrose, Varusgonarthrose und diffuse idiopathische 
skelettale Hyperostose (IV-act. 100 f.) ab (IV-act. 118). Am 5. Juni 2019 machte die 
Versicherte erneut eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend (IV-
act. 130). In der Folge nahm RAD-Arzt Dr. E.________ zu den Neuakten Stellung (IV-
act. 134, 139, 158 und 175), gestützt darauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 
17. September 2020 die bisher zugesprochene halbe Rente vorübergehend vom 1. April 
bis 31. Juli 2020 auf eine ganze Rente erhöhte (IV-act. 179 f.). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 19. Oktober 2020 liess A.________ 
beantragen, es sei ihr rückwirkend ab 1. Januar 2019 eine unbefristete ganze Rente 
zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung stellte sich die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen auf den Standpunkt, aufgrund der aktenkundigen Arztberichte sei eine 
anhaltende Verschlechterung des Gesundheitszustandes in Form von persistierenden 
Kniebeschwerden rechts trotz Knietotalprothese, einer fortgeschrittenen 
Valgusgonarthrose links, Finger-gelenksarthrosen sowie einer therapieresistenten 
depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, bei starker Fibromyalgie-
Symptomatik ausgewiesen. 

C. Der mit Verfügung vom 21. Oktober 2020 verlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt.

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Urteil S 2020 141

D. Mit Vernehmlassung vom 1. Dezember 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest. Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
17. September 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 19. Oktober 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 

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Urteil S 2020 141

gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 17. September 2020. In 
Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 19. Oktober 2020 
der Post übergeben und ging am 21. Oktober 2020 beim Verwaltungsgericht ein. Die 
gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit 
gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen 
und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begrün-
dung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

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Urteil S 2020 141

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit weiteren Hinweisen). 

4.
4.1 Wurde eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades oder wegen fehlender Hilflosigkeit verweigert, so wird nach Art. 87 
Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) eine neue 
Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist in der Neuanmeldung glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der 
Invalidität oder der Hilflosigkeit in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. 

4.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung demnach zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; 
verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch 
Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die vom Versicherten glaubhaft 
gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach 
in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. 
dazu BGE 130 V 71 E. 3.1). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Ablehnungsverfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist 
sie das neue Gesuch ab. Anderenfalls hat sie zusätzlich zu prüfen, ob nunmehr ein 
anspruchsbegründender oder ein anspruchserhöhender Invaliditätsgrad zu bejahen ist. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht dem Gericht 
(Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 30–
31 N 119 f.).

4.3 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, 
herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet sind, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Dies beurteilt sich stets durch Vergleich der Sachlagen 
in zwei unterschiedlichen Zeitpunkten (revisionsrechtlicher Vergleichszeitraum). Zeitliche 
Vergleichsbasis bilden dabei die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer 
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht. Am Ende des 
revisionsrechtlichen Vergleichszeitraums steht immer die angefochtene 

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Revisionsverfügung (BGE 133 V 108 E. 5.4; Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 30–31 N 39 
ff.). 

5.
5.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren 
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit 
an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist 
(BGE 131 V 164 E. 2.1). 

5.2 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 17. September 
2020 einzig über die befristete Rentenerhöhung entschieden, was somit einziger 
beschwerdeweise weiterziehbarer Anfechtungsgegenstand bilden kann. Berufliche 
Massnahmen bildeten demgegenüber gerade nicht Gegenstand der Verfügung. 
Entsprechend ist auf die diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdeführerin mangels 
eines Anfechtungsobjekts nicht einzutreten. 

6. Mit angefochtener Verfügung vom 17. September 2020 erhöhte die IV-Stelle den 
bisherigen Rentenanspruch im Wesentlichen gestützt auf die Beurteilungen ihres RAD-
Arztes Dr. E.________ vorübergehend vom 1. April bis 31. Juli 2020 auf eine ganze 
Rente. Die Beschwerdeführerin beantragt eine unbefristete ganze Rente ab 1. Januar 
2019. Somit gilt es nachfolgend zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin seit dem Zeitpunkt der Verfügung vom 7. Dezember 2017 bis zum 
Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 17. September 2020 in einer für 
den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Zum Gesundheitszustand und zur 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bzw. zu deren Entwicklung lässt sich den Akten 
Folgendes entnehmen:

6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer Verfügung vom 7. Dezember 2017 
im Wesentlichen auf das interdisziplinäre Gutachten von Dr. med. F.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und Dr. med. G.________, FMH Innere Medizin 
und Rheumaerkrankungen, vom 6. April 2017 (IV-act. 100 f.). Als psychiatrische 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte Dr. F.________ eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), 

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bestehend seit wahrscheinlich 1999, aktuelle Episode seit wahrscheinlich 2016, und eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), bestehend seit mindestens 
1994. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. F.________ eine 
Akzentuierung der Persönlichkeit mit zwanghaften Zügen (ICD-10 FZ73.1), bestehend seit 
der Adoleszenz. Doktor G.________ diagnostizierte eine Fingerpolyarthrose, 
Varusgonarthrosen (rechtsbetont) und eine diffuse idiopathische skelettale Hyperostose 
als sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkend. Interdisziplinär kamen die Gutachter zum 
Schluss, dass für die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 40 % 
bestehe, während der Versicherten eine angepasste Tätigkeit zu 60 % zumutbar sei. 

6.2 Im Rahmen des Revisionsgesuches vom 5. Juni 2019 wurden folgende 
medizinische Berichte eingereicht bzw. von der IV-Stelle eingeholt:

6.2.1 Mit Sprechstundenbericht vom 12. Februar 2019 diagnostizierte 
Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, eine fortgeschrittene 
mediale Gonarthrose Grad IV des rechten Knies und stellte die Indikation zur Implantation 
einer medialen Schlittenprothese (IV-act. 138 S. 7 f.). Die Operation fand daraufhin am 
27. März 2019 statt. Am dritten postoperativen Tag wurde die Patientin in gutem 
Allgemeinzustand und bei trockenen reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen 
(IV-act. 132 S. 5 ff.). 

6.2.2 Hausarzt, med. pract. I.________, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 
14. Mai 2019, dass sich der Gesamtzustand der Patientin seit der letzten Rentenverfügung 
von 2017 verschlechtert habe. Es sei zu einer Zunahme und Verschlechterung der 
Psoriasis gekommen. Durch die Behandlung mit Medikamenten hätten sich auch die 
Symptome der Fibromyalgie wie auch der psychische Zustand insgesamt verschlechtert. 
Ebenfalls sei es bedingt durch eine zunehmende Gonarthrose, die jetzt mit einer 
Schlittenprothese behandelt worden sei, zu einer Mobilitätsverschlechterung gekommen. 
Er sei der Meinung, dass die Versicherte aus psychischen und physischen Gründen nicht 
in der Lage sei, zu arbeiten. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 132 S. 3 
f.). 

6.2.3 Am 24. Mai 2019 berichtete Dr. med. J.________, Facharzt Psychiatrie FMH, über 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem 7. Dezember 2017. 
Gegenüber Dr. J.________ führte die Versicherte aus, dass sie jetzt schon nach ein bis 
zwei Stunden körperlich Arbeiten an Schmerzen im Bereich der Gelenke und der 

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Muskulatur leide, von einer starken Müdigkeit und Energielosigkeit überfallen werde und 
sich dann zur Erholung mehrere Stunden hinlegen müsse. Erschwerend komme hinzu, 
dass sie an einer stets vorhandenen depressiven Störung, die von leicht bis mittelgradig 
gehe, leide. Dies zeige sich in Bedrücktheit, Niedergeschlagenheit, Ängstlichkeit, 
Weinerlichkeit, Freud-, Lust-, Energie-, Antriebs- und Motivationslosigkeit, Mangel an 
Konzentrationsfähigkeit und gestörtem Aufnahmevermögen. Die anhaltenden 
wechselbetonten Schmerzen in HWS, LWS, Hüfte, Finger und Hände würden die 
psychische Situation noch zusätzlich verschlechtern. Aufgrund dieser Verschlechterung 
sei der Patientin die Arbeitsstelle per 31. März 2019 gekündigt worden. Doktor J.________ 
kam zum Schluss, dass die effektive Arbeitsfähigkeit maximal 20–25 % sei, wenn von 
einer Leistungsfähigkeit von ein bis zwei Stunden pro Tag ausgegangen werde (IV-
act. 132 S. 1 f.). 

6.2.4 Am 12. Juli 2019 nahm RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt Allgemeine 
Innere Medizin FMH, zu den Neuakten Stellung und führte aus, dass spätestens ab dem 
Knieeingriff vom 27. März 2019 eine zumindest vorübergehende Verschlechterung bzw. 
höhergradige Arbeitsunfähigkeit in Zusammenhang mit der Operation und der 
nachfolgenden Rehabilitation ausgewiesen sei. In einer optimal angepassten Tätigkeit 
(körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne 
Zwangshaltungen) und unter Einhaltung der Rückenergonomie wäre – vorbehältlich eines 
komplikationsfreien Verlaufs – erfahrungsgemäss drei Monate postoperativ mit einer 
mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen, welche sich innerhalb von ein bis zwei 
Monaten auf das bisherige attestierte 60 % Pensum steigern lassen sollte (IV-act. 134). 

6.2.5 Anlässlich der Dreimonatskontrolle vom 17. Juni 2019 zeigte sich die Versicherte 
subjektiv grundsätzlich zufrieden, teilweise hätte sie das operierte Knie im Alltag bereits 
"vergessen". Doktor H.________ hielt ein gutes funktionelles Dreimonatsergebnis nach 
Implantation medialer Schlittenprothese rechts fest und wies darauf hin, dass seit der 
Sechswochenkontrolle vom 6. Mai 2019 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines 
4h Pensums gegeben sei (IV-act. 138 S. 1 f.). 

6.2.6 Angesichts dessen kam Dr. E.________ am 6. September 2019 zum Schluss, 
dass spätestens ab dem Zeitpunkt der Dreimonatskontrolle vom 17. Juni 2019 wieder auf 
die Zumutbarkeitsbeurteilung gemäss letzter Verfügung vom Dezember 2017 abgestützt 
werden könne. Somit habe lediglich eine vorübergehende Verschlechterung des 
Gesundheitszustands bestanden (IV-act. 139). 

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6.2.7 Mit Verlaufsbericht vom 1. Dezember 2019 hielt der Hausarzt einen stationären 
Gesundheitszustand bei unveränderten Diagnosen fest. Nach der Knieoperation seien die 
Knieschmerzen zwar besser geworden, dafür habe die Versicherte jetzt aber Rücken- und 
Hüftschmerzen. Es würden weitere orthopädische Kontrollen stattfinden (IV-act. 146 S. 1). 

6.2.8 Mit Verlaufsbericht vom 7. Dezember 2019 wies Dr. J.________ auf ein sich in 
den letzten sechs Monaten stets ein wenig verschlechternder Gesundheitszustand bei 
unveränderten Diagnosen hin. Die Patientin leide nach kurzen körperlichen Arbeiten von 
weniger als zwei Stunden an erheblichen Schmerzen in den Gelenken, der Muskulatur 
und nun auch in den Weichteilen. Zur Erholung könne es mehrere Tage dauern. Dazu 
kämen immer wieder depressive Symptome. Eine Wiederaufnahme einer Arbeit sei 
aufgrund der massiven psychischen und physischen Beschwerden nicht möglich. Es 
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 80–90 %. Die Prognose sei sehr ungünstig. Es sei 
alles ausprobiert worden, jedoch hätte sich die Symptomatik nicht gebessert (IV-act. 147). 

6.2.9 Aus den diversen weiteren Berichten von Dr. H.________ ergibt sich ab 
November 2019 eine symptomatische Prothesenlockerung (IV-act. 149 S. 1 f.). 
Infolgedessen fand am 22. Januar 2020 ein Prothesenwechsel statt (Entfernung der 
medialen Schlittenprothese und Implantation einer Knie Totalprothese rechts), der eine 
Hospitalisation in der K.________ bis zum 28. Januar 2020 zur Folge hatte (IV-act. 157 S. 
7 ff.). Anlässlich der Sechswochenkontrolle zeigte sich die Patientin zufrieden und von 
Seiten des rechten Kniegelenkes schmerzfrei. Es bestehe noch eine gewisse 
Gangunsicherheit sowie eine Dysästhesie im Bereich der Fusssohle (IV-act. 157 S. 3 f.). 
Die Dreimonatskontrolle wurde schliesslich als regelrecht beurteilt. Von Seiten des rechten 
Kniegelenks sei die Patientin beschwerdefrei. Störend seien noch Gefühlsstörungen bei 
längerer Belastung im Bereich der Ferse und an der Fusssohle. Zunehmend würde aber 
das nicht operierte, linke Kniegelenk auf der Innenseite Beschwerden verursachen. Doktor 
H.________ merkte an, dass die Versicherte ab Anfang Mai 2020 zu mindestens 50 % im 
stehenden und gehenden Beruf eingesetzt werden könne (IV-act. 157 S. 5 f.).

6.2.10 Am 8. Mai 2020 nahm Dr. E.________ ein weiteres Mal Stellung und hielt fest, der 
Verlauf sei soweit regelrecht gewesen und aus rein somatischer Sicht bestehe ab Anfang 
Mai 2020 bezogen auf eine gehende und stehende Tätigkeit eine mindestens 50%ige 
Arbeitsfähigkeit, während in einer optimal angepassten, körperlich leichten bis gelegentlich 
mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit mit hohem Sitzanteil, ohne 

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Zwangshaltungen und ohne Schläge bzw. Vibrationen auf die Kniegelenke und das 
Achsenskelett wieder von der bisherigen 60%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden 
könne; dies auch unter Berücksichtigung der rezidivierenden depressiven Störung leichter 
bis höchstens mittelgradiger Ausprägung. Dass keine höhergradige affektive Störung, 
welche eine über die bisherige hinausgehende 40%ige Arbeitsunfähigkeit begründen 
liesse, vorliege, lasse sich unter anderem dem Protokoll des Standortgesprächs vom 
19. November 2019 entnehmen (psychiatrische Konsultationen ein bis zweimal pro Monat, 
Pflege familiärer Kontakte inkl. gemeinsamer Ferien und Hobbies wie Sudoku, Lesen und 
Nähen). Gesetztenfalls, dass auch linksseitig eine Knieoperation erfolgen sollte, wäre – 
vorbehältlich eines regelrechten postoperativen Verlaufs – mit einer Rehabilitation in der 
Grössenordnung von +/- drei Monaten zu rechnen (IV-act. 158). 

6.2.11 Dem im Rahmen des Vorbescheidverfahrens eingereichten Bericht von 
med. pract. I.________ vom 10. August 2020 kann entnommen werden, dass die 
Versicherte im letzten Jahr abgesehen von der bekannten Fibromyalgie sehr unter der 
dysfunktionellen Knieprothese rechts gelitten habe, die auch nach der Knierevision immer 
noch nicht gut gekommen sei. Durch die einseitige Belastung habe sich das linke Knie nun 
auch verschlimmert und im Zusammenhang mit der bestehenden LWS Problematik sei es 
ihr nur mit starken Schmerzen möglich, länger in einer Position zu stehen oder zu sitzen. 
Selbst eine geringe 20–30% Arbeitsbelastung sei ihr nicht zuzumuten. Er werde sie zur 
Beurteilung der Implantation einer Knieprothese links wohl überweisen müssen. Des 
Weiteren seien ihre depressiven Episoden häufiger und stärker geworden aufgrund der 
sich verschlechternden muskulo-skeletalen Situation. Mitbedingt durch die anhaltende 
Stresssituation habe die Patientin auch eine starke Ganzkörper Psoriasis. Seit ca. 18 
Monaten nehme sie deswegen ein Immunsuppressivum. Zusammenfassend könne gesagt 
werden, dass sich die Gesundheitssituation seit 2018/2019 signifikant verschlechtert habe 
und dass ihr eine Arbeit, die körperlich sei, nicht zugemutet werden könne. Auch längeres 
Sitzen sei nicht möglich. Aufgrund ihrer Immunsuppression und Adipositas sollte die 
Versicherte als Risikoperson derzeit sowieso generell nicht arbeiten (IV-act. 174).

6.2.12 Am 4. September 2020 nahm Dr. E.________ zum Bericht von med. pract. 
I.________ vom 10. August 2020 Stellung und führte aus, dem genannten Bericht könne 
vordergründig die bekannte Schmerzproblematik und Belastungsintoleranz entnommen 
werden, während auf der klinisch objektiven Befundebene keine neuen Informationen 
beigebracht würden, welche eine von der bisherigen abweichende Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit zu begründen vermöchten. Wie 

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bereits zum Ausdruck gebracht, sei im Falle eines knieorthopädischen Eingriffs auch 
linksseitig unter Vorbehalt eines regelrechten postoperativen Verlaufs mit einer 
Rehabilitation in der Grössenordnung von +/- 3 Monaten zu rechnen. Die hausärztliche 
Aussage, dass die Versicherte aufgrund ihrer Immunsuppression und Adipositas als 
Risikoperson zurzeit generell nicht arbeiten sollte, sei unhaltbar. Vordergründig würde eine 
langsame jedoch anhaltende Gewichtsreduktion sowie weiterhin das Befolgen der 
Hygiene- und Verhaltensregeln sowohl im privaten wie auch im beruflichen Umfeld sein 
(IV-act. 175). 

6.2.13 Am 8. September 2020 reichte die Versicherte einen weiteren Bericht von 
Dr. J.________ vom 29. August 2020 zu den Akten. Doktor J.________ merkte darin an, 
dass sich der Gesamtzustand des Leidens deutlich verschlechtert habe. Schon nach 
kurzer (1 Stunde) körperlicher Belastung leide die Patientin unter konstanten drückenden 
bis stechenden Schmerzen in den Gelenken und Muskeln. Diese körperlichen 
Beschwerden würden zu Schlafmangel und Schlaflosigkeit führen und rezidivierende 
depressive Episoden verursachen. Trotz kognitiver Verhaltenstherapie und versuchter 
Gabe von allen auf dem Markt vorhandenen Antidepressiva und Medikamente zur 
Muskelentspannung hätten sich die Symptome zunehmend verstärkt und dazu geführt, 
dass die Patientin unmöglich im angestammten Beruf die Arbeit wieder aufnehmen könne. 
Da sich die Gesamtsituation massiv verschlechtert habe und keine Besserung in Sicht sei, 
könne sie auch nicht in einem anderen Berufsbereich eingesetzt werden. Auch eine leichte 
körperliche Tätigkeit sei nicht möglich. Nach einer Stunde Arbeiten im Haushalt oder z.B. 
Einkaufen gehen sei sie psychophysisch komplett erschöpft und brauche mehrere 
Stunden bis Tage, um wieder eine andere Arbeit oder Tätigkeit anzugehen. 
Zusammenfassend könne gesagt werden, dass auch eine Beschäftigung im zweiten 
Arbeitsmarkt absolut unmöglich sei (IV-act. 178). 

6.2.14 Nach Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung ging bei der IV-Stelle ein 
weiterer Bericht von Dr. H.________ vom 24. September 2020 ein. Darin weist der 
behandelnde Orthopäde darauf hin, dass er per Anfang Mai 2020 eine formale 50%ige 
Arbeitsfähigkeit attestiert habe. Diese Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf die Hälfte des 
gewohnten 50%-Pensums der Patientin, was de facto einer 25%igen Arbeitsfähigkeit 
entspreche. Erschwerend komme eine fortgeschrittene Arthrose am linken Knie hinzu (IV-
act. 183). 

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6.2.15 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens legte die IV-Stelle den 
Bericht von Dr. J.________ vom 29. August 2020 sowie denjenigen von Dr. H.________ 
vom 24. September 2020 wiederum RAD-Arzt Dr. E.________ zur Stellungnahme vor. In 
seiner Stellungnahme vom 9. November 2020 gelangte Dr. E.________ im Wesentlichen 
zum Schluss, dass sich den neu eingereichten Arztberichten keine neuen Informationen 
und Befunde entnehmen liessen, die eine von der bisherigen abweichende Beurteilung zu 
begründen vermöchten. Dem Bericht des behandelnden Psychiaters könnten 
vordergründig beklagte Beschwerden somatischer Natur und die ebenfalls bekannte, 
damit assozierte affektive Problematik entnommen werden. Auf psychiatrischem 
Fachgebiet werde bei naturgemäss wechselhaftem Verlauf (leicht bis mittelschwer) zuletzt 
die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode gestellt, während sich dem Bericht 
keinerlei Anhaltspunkte bzw. Hinweise auf eine in diesem Zusammenhang erfolgte 
Intensivierung der Behandlung entnehmen liessen. Eine dauerhafte, relevante 
Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustandes im Vergleich zum Zeitpunkt 
der letzten Verfügungen (7. Oktober 2011, 7. Dezember 2017) sei damit nicht belegt. 
Entsprechend sei denn auch nicht nachvollziehbar, wie der psychiatrische Behandler zur 
Einschätzung gelange, dass auch eine Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt absolut 
unmöglich sei, bedinge doch eine mittelgradige depressive Episode bezogen auf kognitiv 
nicht sehr anspruchsvolle Tätigkeiten erfahrungsgemäss eine 40 bis maximal 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt. Hinzu komme, dass unter einer 
leitliniengerechten Behandlung – im Falle einer relevanten Verschlechterung wäre 
entsprechend eine Therapieintensivierung zu erwarten gewesen – eine Besserung zu 
erwarten wäre. Zu den Ausführungen von Dr. H.________ im Bericht vom 24. September 
2020 merkte Dr. E.________ an, der Behandler habe sich im Bericht vom 29. April 2020 
auf eine gehende und stehende Tätigkeit bezogen, während sich seine Einschätzung auf 
eine den muskuloskelettalen Problemkreisen bzw. Beschwerden angepasste, körperlich 
leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit mit hohem Sitzanteil, 
ohne Zwangshaltungen und ohne Schläge bzw. Vibrationen auf die Kniegelenke und das 
Achsenskelett bezogen habe. Vorstehendes Profil berücksichtige denn auch die 
progrediente Arthrose-Problematik des linken Kniegelenks, wobei die diesbezüglichen 
Behandlungsoptionen zum Zeitpunkt der letzten Berichterstattung noch nicht ausgeschöpft 
gewesen seien (Beilage zur Vernehmlassung vom 1. Dezember 2020). 

6.2.16 Die Versicherte ihrerseits reichte im Beschwerdeverfahren zwei weitere Berichte 
ihres Hausarztes vom 17. Oktober 2020 (Bf-act. 3) und 10. Januar 2021 (Bf-act. 6) sowie 
je einen Bericht des behandelnden Psychiaters vom 14. Januar 2021 (Bf-act. 4) sowie des 

13

Urteil S 2020 141

behandelnden Orthopäden vom 29. Januar 2021 (Bf-act. 5) zu den Akten. Der 
Vollständigkeit halber legte die IV-Stelle diese Berichte wiederum dem RAD zur 
Stellungnahme vor. Mit Beurteilung vom 4. Februar 2021 hielt Dr. E.________ im 
Wesentlichen fest, den Neuakten könnten keine relevanten neuen Informationen, 
insbesondere keine neuen Diagnosen und hieraus resultierende funktionelle 
Einschränkungen entnommen werden, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine 
von der bisherigen abweichende Beurteilung begründen liessen. Der die Versicherte 
behandelnde Orthopäde gehe unter Berücksichtigung der zuletzt in den Vordergrund 
getretenen auch linksseitigen degenerativen Knieproblematik in einer angepassten 
körperlich leichten und wechselbelastenden Tätigkeit medizinisch-theoretisch von einer 
25%igen bzw. im Falle eines gescheiterten Testarbeitsversuchs von einer 50%igen 
Arbeitsunfähigkeit aus, was de facto einer 50 bis 75%igen Arbeitsfähigkeit (Durchschnitt 
62.5 %) entspreche. Dies sei +/- vergleichbar mit der gutachterlichen Einschätzung im 
Frühjahr 2017, welche sowohl die somatische als auch die psychiatrische bzw. die 
ganzheitliche Sichtweise (Schmerz und Depression) berücksichtigt habe. Die jüngsten von 
Seiten des behandelnden Hausarztes und Psychiaters eingebrachten Argumente 
vermöchten aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht zu überzeugen, da sie 
überwiegend auf subjektiven Aussagen bzw. Klagen der Versicherten abstützten und ihre 
funktionellen Ressourcen (vgl. Standortgespräch vom 19. November 2019) nicht 
berücksichtigten bzw. diese gar als Quelle der beklagten Erschöpfung und Ermüdung 
darzustellen versuchten. Auch die aktuelle Pandemiesituation könne nicht dazu dienen, im 
Falle einer Risiko-Konstellation pauschal eine Arbeitsunfähigkeit auszusprechen (Beilage 
zur Duplik vom 12. Februar 2021). 

7.
7.1 Diese medizinischen Unterlagen gilt es nun nach dem im 
Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung zu werten, 
d.h. der Richter ist grundsätzlich an keine förmlichen Beweisregeln gebunden. Zu 
beachten ist dabei jedoch, dass der Sozialversicherungsrichter bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen darf, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

14

Urteil S 2020 141

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 
So ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug 
auf Berichte von Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (EVG I 655/05 
vom 20. März 2006 E. 5.4) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zugunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und 
Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein 
praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für den 
therapeutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, 
welcher die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 
vom 23. September 2008 E. 3 mit Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede 
substanziiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung 
aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in 
rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom Gericht 
oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, 
dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). 

7.2 Bei Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) im Sinne von Art. 49 
Abs. 3 IVV – um solche handelt es sich bei den vorliegenden Stellungnahmen des RAD 
Zentralschweiz – ist zu beachten, dass es sich dabei weder um medizinische Gutachten 
im Sinne von Art. 44 ATSG noch um Untersuchungsberichte gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV 
handelt. Ihre Funktion besteht einzig darin, den medizinischen Sachverhalt 
zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden 
medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder 

15

Urteil S 2020 141

die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen 
sei. Solchen Berichten nach Art. 49 Abs. 3 IVV kann zwar ein gewisser Beweiswert 
zugemessen werden und es ist nach der Rechtsprechung dem Sozialversicherungsgericht 
grundsätzlich auch nicht verwehrt, gestützt auf im Wesentlichen oder sogar 
ausschliesslich vom am Recht stehenden Versicherungsträger intern eingeholte 
medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung 
jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen 
Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen er-
gänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGer 9C_341/2007 vom 16. November 2007 
E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d).

8.
8.1 Fest steht, dass die Beschwerdeführerin seit vielen Jahren unter Schmerzen in 
verschiedenen Körperbereichen leidet, die vordergründig nicht somatisch abstützbar sind. 
Angesichts dessen gingen die Gutachter im Rahmen der erstmaligen Rentenprüfung von 
einer rezidivierenden depressiven Störung und einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung bzw. einem Fibromyalgiesyndrom sowie einer Periathropathie der linken 
Schulter aus, weswegen der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Oktober 2002 eine 
halbe Rente zugesprochen wurde. Im Rahmen der 2016/2017 eingeleiteten Revision 
wurde sowohl die Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung als auch der 
rezidivierenden depressiven Störung bestätigt. In rheumatologischer Hinsicht stellte 
Dr. G.________ neben einer gewissen Verbesserung des Gesundheitszustandes auch 
eine Zunahme der ausgewiesenen Befunde der diffusen idiopathischen skelettalen 
Hyperostose und neu aufgetretene Befunde von Gonarthrosen, rechtsbetont, sowie einer 
Fingerpolyarthrose fest, die zu einer Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule, Knie und Hände 
und dadurch jeweils zu Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit führten. Den soeben 
dargelegten Beschwerden wurde im Rahmen des ergonomischen Profils insofern 
Rechnung getragen, als nur noch körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, 
wechselbelastende Tätigkeiten unter Einhaltung der Rückenergonomie als zumutbar 
erachtet wurden. In einer solch optimal angepassten Tätigkeit wurde eine 40%ige 
Arbeitsunfähigkeit anerkannt. 

8.2 Dass die Beschwerdeführerin weiterhin an den bereits zum Zeitpunkt der letzten 
rechtskräftigen Verfügung vom 7. Dezember 2017 bestehenden Schmerzen am ganzen 
Körper und an depressiven Symptomen leidet, ist unbestritten. Dementsprechend 
bestreiten RAD-Arzt Dr. E.________ und mit ihm die Beschwerdegegnerin auch das 

16

Urteil S 2020 141

Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer rezidivierenden 
depressiven Störung, die sich unzweifelhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, nicht. Stellt 
sich die Beschwerdeführerin darüber hinaus unter Verweis auf die Berichte des 
behandelnden Psychiaters Dr. J.________ auf den Standpunkt, die psychische Situation 
habe sich seit der letzten rechtskräftigen Verfügung verschlechtert, kann ihr nicht gefolgt 
werden. Wie sich aus den Akten ergibt, ging der behandelnde Psychiater bereits zum 
Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen Verfügung von einer rezidivierenden 
therapieresistenten depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, aus. 
Anamnestisch hielt Dr. J.________ im Bericht vom 1. Dezember 2016 (IV-act. 90) fest, 
dass die Versicherte aufgrund der Schmerzzustände und einer totalen psychischen 
Erschöpfung noch maximal 22–25 % tätig sein wolle, was behandlerseits gestützt wurde, 
erachtete Dr. J.________ die Patientin doch als nicht mehr als 20–25 % arbeitsfähig. 
Dabei wies er daraufhin, dass nach ein bis zwei Stunden Arbeiten ein totaler 
psychophysischer Erschöpfungszustand mit längerer Erholungszeit (bis zu zwei Tage) 
eintrete. Dieser Einschätzung konnte sich Dr. F.________ nicht anschliessen. Im Rahmen 
der psychiatrischen Begutachtung vom 6. April 2017 nahm der Sachverständige explizit 
Stellung zum genannten Bericht des behandelnden Psychiaters und zeigte 
nachvollziehbar auf, weshalb nicht von einer therapieresistenten depressiven Störung 
ausgegangen werden könne und dass Dr. J.________ vor allem auch auf die subjektive 
Beschwerdeschilderungen der Versicherten abstelle (vgl. IV-act. 100 S. 26). Aus rein 
psychiatrischer Sicht ging Dr. F.________ von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit aus (vgl. 
IV-act. 100 S. 32 f.). Trotz dessen hielt der behandelnde Psychiater mit Arztzeugnis vom 
14. Juli 2017 (IV-act. 112 S. 12 f.) an seiner bisherigen Beurteilung fest, was 
Dr. F.________ wiederum nicht überzeugte (vgl. IV-act. 115). Von einem Auftreten von 
Schmerzen und einem Erschöpfungszustand bereits nach ein bis zwei Stunden geht der 
behandelnde Psychiater auch im Rahmen des vorliegend zu beurteilenden 
Revisionsgesuchs aus (vgl. IV-act. 132 S. 1 f., 147, 178 und Bf-act. 4). Ebenfalls attestiert 
er der Beschwerdeführerin weiterhin lediglich eine 20 bis 25%ige Arbeitsfähigkeit bei einer 
leicht bis mittelgradigen Ausprägung der depressiven Störung (vgl. IV-act. 132 S. 1 f.). 
Entsprechend erscheint es absolut verständlich, wenn RAD-Arzt Dr. E.________ mit 
Stellungnahme vom 12. Juli 2019 (IV-act. 134) feststellte, dass die psychiatrische 
Einschätzung von Dr. J.________ de facto den früheren Beurteilungen bei 
erfahrungsgemäss fluktuierender Symptomatik entspreche. Eine relevante 
Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustands im Vergleich zur letzten 
rechtskräftigen Verfügung aus dem Jahr 2017 ist damit jedenfalls nicht ausgewiesen. 
Vielmehr handelt es sich um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts, die im 

17

Urteil S 2020 141

Wesentlichen wohl daher rührt, dass es sich bei Dr. J.________ um den behandelnden 
Psychiater handelt, der erfahrungsgemäss eher zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
aussagen wird (vgl. E. 7.1 vorstehend). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der 
behandelnde Psychiater zuletzt die Diagnose einer rezidivierenden gegenwärtig 
mittelgardigen depressiven Störung stellt und eine höhere Arbeitsunfähigkeit von 80–90 % 
attestiert bzw. sogar von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im ersten wie auch im zweiten 
Arbeitsmarkt ausgeht (vgl. IV-act. 147 und 178 sowie Bf-act. 4). Doktor J.________ gelingt 
es jedenfalls nicht, die geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
und die damit zusammenhängende Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit medizinisch zu 
objektivieren. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass sich der behandelnde Psychiater im 
Wesentlichen auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abstützt. Wie 
Dr. E.________ mit Beurteilung vom 9. November 2020 (Beilage zur Vernehmlassung 
vom 1. Dezember 2020) zu Recht darauf hingewiesen hat, erscheint es insbesondere 
auch nicht nachvollziehbar, weshalb sogar eine Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt 
absolut unmöglich sein sollte. Eine medizinisch-objektivierbare Grundlage, sämtliche 
Tätigkeiten sowohl im ersten als auch im zweiten Arbeitsmarkt auszuschliessen, ist 
jedenfalls nicht erkennbar. In diesem Zusammenhang ist bezogen auf die Angaben des 
behandelnden Psychiaters sodann darauf hinzuweisen, dass der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- und 
Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können (BGer 9C_294/2017 vom 4. Mai 2018 E. 5.4.2). 
Anhaltpunkte, wonach eine höhergradige affektive Störung vorliegen könnte, die eine über 
die bisherige hinausgehende 40%ige Arbeitsunfähigkeit begründen lassen würde, konnte 
Dr. E.________ nicht finden. Vielmehr wies er zutreffend auf die vorhandenen 
funktionellen Ressourcen (Pflege familiärer Kontakte inkl. gemeinsamer Ferien und 
Hobbies) hin, die Dr. J.________ in seiner Beurteilung nicht berücksichtigte. Soweit die 
Beschwerdegegnerin dagegen einwendet, einzig aus den gemeinsam verbrachten Ferien 
könne sicher kein Rückschluss auf ihre Arbeitsfähigkeit gezogen werden, ist sie darauf 
hinzuweisen, dass ihr nicht die Ferien als solche vorgeworfen werden. Massgeblich ist 
vielmehr, dass dieser Umstand zusammen mit den Hobbies auf ein gewisses Mass an 
physischen und psychischen Ressourcen schliessen lässt, die in die Beurteilung 
einbezogen werden müssen. Nach dem Gesagten ist jedenfalls festzustellen, dass der 
behandelnde Psychiater keine neuen klinisch objektiven Befunde vorbringt, die eine von 
der bisherigen abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermögen. 

18

Urteil S 2020 141

Das soeben Ausgeführte hat schliesslich auch für die Berichte des Hausarztes med. pract. 
I.________ (IV-act. 132 S. 3 f. und 174 sowie Bf-act. 3 und 6) zu gelten. Wie 
Dr. J.________ geht zwar auch der Hausarzt von einer Verschlechterung des psychischen 
Gesundheitszustands aus, er unterlässt es aber ebenso, die geltend gemachte 
Verschlechterung zu objektivieren. Er beschränkt sich vielmehr darauf, die bereits 
bekannten Beschwerden darzulegen und sich hierbei im Wesentlichen auf die subjektiven 
Angaben der Beschwerdeführerin abzustützen. Wie die Beschwerdegegnerin im Rahmen 
der Vernehmlassung sodann zutreffend festgestellt hat, argumentiert med. pract. 
I.________ insbesondere im Bericht vom 17. Oktober 2020 weniger fachlich medizinisch, 
sondern appelliert vielmehr an die Fairness. Damit gelingt es dem Hausarzt aber gerade 
nicht, an der RAD-Beurteilung Zweifel hervorzurufen. 

8.3 In somatischer Hinsicht ist im Vergleich zur letzten rechtskräftigen Verfügung aus 
dem Jahr 2017 eine Progredienz der Gonarthrose rechts, welche einen Knieeingriff im 
Sinne einer Implantation einer medialen Schlittenprothese am 27. März 2019 zur Folge 
hatte, ausgewiesen (vgl. IV-act. 132 S. 7 f.). Wie RAD-Arzt Dr. E.________ mit Stellung-
nahme vom 12. Juli 2019 (IV-act. 134) zutreffend anerkannte, bedingte dies zumindest 
vorübergehend ab dem Eingriffsdatum eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
bzw. eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem Zeit-
punkt der Knieoperation rechts vom 27. März 2019 ist somit ausgewiesen. Nachdem aber 
bereits anlässlich der Sechswochenkontrolle vom 6. Mai 2019 behandlerseits eine 
Arbeitsfähigkeit von vier Stunden pro Tag attestiert und schliesslich auch das 
Dreimonatsergebnis im Rahmen der Sprechstunde vom 17. Juni 2019 als gut bezeichnet 
wurde bei subjektiver Zufriedenheit der Beschwerdeführerin (vgl. IV-act. 138 S. 1 f.), 
erscheint es nachvollziehbar, wenn Dr. E.________ ab dem Zeitpunkt der 
Dreimonatskontrolle mit Stellungnahme vom 6. September 2019 (IV-act. 139) wieder von 
der bisherigen zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 60 % ausging. Eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit der am 27. März 2019 durchgeführten 
Knieoperation rechts bestand somit nur bis zum 17. Juni 2019. Da diese Verschlechterung 
weniger als drei Monate andauerte, hat sie die Beschwerdegegnerin korrekterweise nicht 
berücksichtigt.

Aktenkundig ist sodann, dass es in der Folge zu einer Prothesenlockerung kam, was zur 
Folge hatte, dass am 22. Januar 2020 am rechten Knie ein Prothesenwechsel (Entfernung 
der medialen Schlittenprothese und Implantation einer Knietotalprothese) erfolgen musste 
(vgl. IV-act. 157 S. 7 f.). Dies führte unbestrittenermassen wiederum zu einer 100%igen 

19

Urteil S 2020 141

Arbeitsunfähigkeit. Der Verlauf gestaltete sich daraufhin regelrecht. Sowohl anlässlich der 
Untersuchung vom 10. März 2020 als auch derjenigen vom 28. April 2020 zeigte sich das 
rechte Knie reizlos ohne Bewegungsschmerz und mit einem stabilen Bandapparat. 
Bildgebend ergab sich eine regelrechte Stellung ohne Lockerungszeichen. Im Rahmen der 
Dreimonatskontrolle konnte sodann keine Schwellung, keine Druckdolenz, keine Rötung 
und keine Fussheberschwäche objektiviert werden. Die Beschwerdeführerin zeigte sich 
von Seiten des rechten Kniegelenks beschwerdefrei. Dementsprechend ging der 
behandelnde Orthopäde ab Anfang Mai 2020 von einer mindestens 50%igen 
Arbeitsfähigkeit in einer gehenden und stehenden Tätigkeit aus (vgl. IV-act. 157 S. 3 ff.). In 
Würdigung des soeben Dargelegten erscheint es somit ebenfalls nachvollziehbar, wenn 
RAD-Arzt Dr. E.________ mit Stellungnahme vom 8. Mai 2020 (IV-act. 158) ab Anfang 
Mai 2020 bezogen auf eine optimal angepasste körperlich leichte bis gelegentlich 
mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit mit hohem Sitzanteil, ohne Zwangshaltungen 
und ohne Schläge bzw. Vibrationen auf die Kniegelenke und das Achsenskelett wieder die 
bisherige 60%ige Arbeitsfähigkeit annahm. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass 
der behandelnde Orthopäde Dr. H.________ seine ursprünglich per Anfang Mai 2020 
attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit mit Bericht vom 24. September 2020 (IV-act. 183) 
dahingehend präzisierte, dass sich diese auf das vorbestehende 50 %-Pensum bezogen 
habe und somit de facto nur einer 25%igen Arbeitsfähigkeit entspreche. Wie 
Dr. E.________ am 9. November 2020 (Beilage zur Vernehmlassung vom 1. Dezember 
2020) zutreffend anmerkte, bezog sich Dr. H.________ in seiner ursprünglichen 
Arbeitsunfähigkeitseinschätzung vom 29. April 2020, die er nun rückwirkend präzisiert, auf 
eine gehende und stehende Tätigkeit, mithin auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit der 
Beschwerdeführerin in der Wäscherei. Massgebend ist hingegen die Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit. Angesichts der vorhandene Kniegelenksproblematik kann die 
überwiegend stehende Tätigkeit als Wäschereiangestellte wohl nicht als optimal 
angepasst beurteilt werden (vgl. dazu auch RAD-Stellungnahme vom 12. Juli 2019 [IV-
act. 134]). Dies dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb die Beschwerdeführerin 
ihren langjährigen Arbeitsplatz verlor. Entsprechend gab es für die Beschwerdegegnerin 
auch keinen Grund, beim bisherigen Arbeitgeber Erkundigungen über die Arbeitsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin einzuholen, zumal es auch nicht Aufgabe des Arbeitgebers ist, 
zur Frage, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist, Stellung zu nehmen. Entgegen der Beurteilung von Dr. H.________ 
äusserte sich Dr. E.________ mit Stellungnahme vom 4. September 2020 zur 
Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit. Den Kniebeschwerden hat der 
RAD-Arzt dabei im Rahmen des von ihm formulierten ergonomischen Zumutbarkeitsprofils 

20

Urteil S 2020 141

mit der Wechselbelastung, dem hohen Sitzanteil sowie dem Verbot von Zwangshaltungen 
und von Schlägen bzw. Vibrationen auf die Kniegelenke Rechnung getragen. Inwiefern der 
Beschwerdeführerin aber selbst eine knieschonende Tätigkeit zu 60 % nicht zumutbar sein 
sollte, ist nicht ersichtlich. Eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen sodann auch 
die sich nun verstärkenden linksseitigen Kniebeschwerden nicht, berücksichtigt das von 
Dr. E.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil doch auch die progrediente Arthrose-
Problematik des linken Kniegelenks. Darüber hinaus hat der RAD-Arzt mit Stellungnahme 
vom 8. Mai und 4. September 2020 (IV-act. 158 und 175) darauf hingewiesen, dass im 
Falle eines knieorthopädischen Eingriffs auch linksseitig – vorbehältlich eines regelrechten 
Verlaufs – ebenfalls bloss mit einer vorübergehend höhergradigeren Arbeitsunfähigkeit in 
der Grössenordnung von +/- 3 Monaten zu rechnen wäre. Im Übrigen ergibt sich auch aus 
dem Bericht des behandelnden Orthopäden vom 29. Januar 2021 (Bf-act. 5) nichts 
Gegenteiliges. Doktor H.________ geht dabei nach einer erfolgreichen operativen 
Behandlung des linken Kniegelenks von einer 25%igen Arbeitsunfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit aus, was im Endeffekt in etwa derjenigen Arbeitsunfähigkeit 
entspricht, von der auch Dr. G.________ im Rahmen der gutachterlichen Einschätzung 
2017 ausging. Eine höhergradige als die bisher angenommene 40%ige Arbeitsunfähigkeit, 
die im Übrigen sowohl die somatische als auch die psychiatrische Problematik 
berücksichtigt, vermag der genannte Bericht des behandelnden Orthopäden jedenfalls 
nicht zu begründen. 

Zu guter Letzt können auch den Berichten des Hausarztes med. pract. I.________ (IV-
act. 132 S. 3 f. und 174 sowie Bf-act. 3 und 6) keine objektivierbaren Verschlechterungen 
in somatischer Hinsicht entnommen werden, die von Dr. E.________ nicht berücksichtigt 
worden wären. Insbesondere sind die von med. pract. I.________ geschilderten Probleme 
am rechten sowie am linken Knie in die RAD-Beurteilung von Dr. E.________ 
eingeflossen und zumindest die Progredienz der Gonarthrose rechts und die 
darauffolgende Problematik im Zusammenhang mit der Prothesenlockerung führte dazu, 
dass der Beschwerdeführerin eine vorübergehende zu berücksichtigende 
Verschlechterung ihres Gesundheitszustands bzw. eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
zugestanden wurde. Was sodann die progrediente Arthrose-Problematik des linken 
Kniegelenks betrifft, ist noch einmal darauf hinzuweisen, dass dies im Rahmen des von 
Dr. E.________ formulierten Zumutbarkeitsprofils berücksichtigt wurde. Des Weiteren ist 
mit dem RAD-Arzt festzustellen, dass die diesbezüglichen Behandlungsoptionen zum 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung und darüber hinaus noch nicht ausgeschöpft 
waren. Soweit der Hausarzt die höhergradige Arbeitsunfähigkeit im Übrigen mit der 

21

Urteil S 2020 141

Zugehörigkeit der Beschwerdeführerin zu einer Corona-Risikogruppe zu begründen 
versucht, kann ihm nicht gefolgt werden. Vielmehr ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu 
gehen, dass dies versicherungsmedizinisch keinerlei Relevanz hat und der 
Beschwerdeführerin zumutbare Massnahmen wie etwa das Einhalten der Hygiene- und 
Verhaltensvorschriften zur Verfügung stünden (vgl. dazu auch die RAD-Stellungnahmen 
vom 4. September 2020 [IV-act. 175] und vom 4. Februar 2021 [Beilage zur Duplik vom 
12. Februar 2021]). 

8.4 Nach dem Gesagten erscheint die Schlussfolgerung des RAD-Arztes, wonach 
abgesehen von der Zeitspanne vom 27. März bis 17. Juni 2019 und vom 22. Januar bis 
30. April 2020 keine relevante dauerhafte Verschlechterung ausgewiesen ist und somit 
von der bisherigen 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen 
werden kann, als einleuchtend und nachvollziehbar sowie im Einklang mit den 
medizinischen Akten stehend. Die in den Akten liegenden Arztberichte führen jedenfalls 
nicht dazu, dass auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
RAD-Beurteilung erweckt werden und nicht darauf abgestellt werden könnte, sodass die 
Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen hätte durchführen müssen. 

Soweit die Beschwerdeführerin dagegen die Auffassung vertritt, die Beschwerdegegnerin 
hätte ihre Abklärungspflicht verletzt, weil sie den im Vorbescheidverfahren neu 
eingereichten Bericht von Dr. J.________ vom 29. August 2020 (IV-act. 178) nicht dem 
RAD zur Beurteilung unterbreitet habe, kann ihr nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, 
dass sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale 
Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht sind (Art. 43 Abs. 1 
und Art. 61 lit. c ATSG). Mit der Beschwerdegegnerin ist jedoch einig zu gehen, dass 
diese Untersuchungspflicht nur so lange dauert, bis über die für die Beurteilung des 
streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. statt 
vieler BGer 9C_273/2017 vom 9. April 2018 E. 3.1). Daraus folgt, dass die IV-Stelle nicht 
verpflichtet ist, im Nachgang zur Vorlage an den RAD-Arzt noch eingegangene Berichte, 
die keine neuen Erkenntnisse enthalten, diesem wiederum zur Beurteilung zu unterbreiten. 
Aktenkundig ist, dass RAD-Arzt Dr. E.________ bis zum Erlass der angefochtenen 
Verfügung mehrfach zu den bis zum jeweiligen Zeitpunkt vorliegenden medizinischen 
Unterlagen Stellung genommen hat (vgl. IV-act. 134, 139, 158 und 175). Die letzte 
Stellungnahme datiert vom 4. September 2020. Der daraufhin am 10. September 2020 bei 
der IV-Stelle eingegangene Bericht von Dr. J.________ vom 29. August 2020 enthält 
keine über die bisherigen hinausgehenden Erkenntnisse. Wie die Beschwerdegegnerin in 

22

Urteil S 2020 141

der angefochtenen Verfügung zutreffend festgestellt hat, beschränkt sich der behandelnde 
Psychiater auf die Wiedergabe der bereits bekannten Beschwerden. Diagnostisch bleibt er 
bei der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, die von 
Dr. E.________ bereits in seine Beurteilung miteinfloss. Unter diesen Umständen ist es 
nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin den Bericht von Dr. J.________ vor 
Verfügungserlass nicht mehr dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet hat. Eine 
Verletzung der Abklärungspflicht kann der Beschwerdegegnerin dadurch jedenfalls nicht 
vorgeworfen werden. Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin den Bericht von 
Dr. J.________ sowie sämtliche zusammen mit den Rechtsschriften der 
Beschwerdeführerin neu aufgelegten Berichte im Rahmen des vorliegenden 
Gerichtsverfahrens dem RAD nochmals zur Stellungnahme vorgelegt (vgl. die RAD-
Stellungnahmen vom 9. November 2020 und 4. Februar 2020). 

Die Stellungnahmen des RAD-Arztes können sodann auch nicht leichthin mit der 
Begründung, Dr. E.________ habe keine eigenen Untersuchungen durchgeführt, weshalb 
es sich lediglich um eine Aktenbeurteilung handle, diskreditiert werden. Indem sich 
Dr. E.________ auf die vorhandenen Dokumente abstützten konnte und seine 
Stellungnahmen offensichtlich in Kenntnis sämtlicher vorliegender medizinischer Berichte 
abgegeben hat, erscheint eine persönliche Untersuchung durch ihn als unnötig, zumal es 
vorliegend nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts ging (vgl. BGer 9C_25/2015 vom 1. Mai 2015 E. 4.1). Da dem RAD-Arzt 
sämtliche medizinischen Akten zur Verfügung standen, bestand auch keine Notwendigkeit, 
mit den behandelnden Ärzten Rücksprache zu nehmen. Im Übrigen handelt es sich bei 
Dr. E.________ um einen RAD-Arzt mit langjähriger Erfahrung, dem ja gerade sämtliche 
fachärztlichen Berichte vorlagen, sodass die Beschwerdeführerin auch aus der Tatsache, 
dass Dr. E.________ Facharzt für Allgemeine Innere Medizin ist, nichts zu ihren Gunsten 
ableiten kann, zumal es vorliegend lediglich um die Beurteilung der geltend gemachten 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur letzten rechtskräftigen 
Verfügung aus dem Jahr 2017 ging. Zu Guter Letzt fand offenbar auch noch eine 
Besprechung mit dem RAD-Facharzt für Psychiatrie Dr. med. Stiebel statt, der die 
Ausführungen von Dr. E.________ bestätigte (vgl. act. 7 S. 3).

9. Zusammenfassend ist die lediglich vorübergehende Rentenerhöhung vom 1. April 
bis 31. Juli 2020 nicht zu beanstanden, ist doch nur für die Zeitspanne vom 22. Januar bis 
30. April 2020 eine mehr als drei Monate dauernde und somit zu berücksichtigende 

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Urteil S 2020 141

Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen (vgl. dazu auch Art. 88a IVV). 
Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

10. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Urteil S 2020 141

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 20. Dezember 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am