# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16f92de9-e96a-5a42-930e-57365550a92e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-07-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 30.07.2003 140 2002 14009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_140-2002-14009_2003-07-30.pdf

## Full Text

ENTSCHEID 
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION

Ÿ

RA Nr. 140/2002/14009 Bern, 30. Juli 2003

in der Beschwerdesache zwischen

Gemeinderat Hilterfingen, 3652 Hilterfingen
Beschwerdeführer

und

Herrn B.________
Beschwerdegegner

sowie

Wasser- und Energiewirtschaftsamt (WEA), Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend die Wärmepumpenkonzession des Wasser-und Energiewirtschaftsamtes des 
Kantons Bern vom 29. November 2002 (Wärmeentzug am Grundwasser)

I. Sachverhalt

1. Am 14. August 2002 reichte B.________ beim Wasser- und Energiewirtschaftsamt des 

Kantons Bern (WEA) ein Konzessionsgesuch für den Entzug von Wärme aus 

öffentlichem Wasser (gemäss Art. 9 WNG1) ein. Er beabsichtigt, bei seiner 

Liegenschaft an der A.________strasse 111 in C.________ (Koordinaten D.________) 

die bestehende Ölheizung zu ersetzen und an ihrer Stelle eine Wärmepumpe für 

Heizung und Warmwasserzubereitung zu installieren. Die Wärme soll dem 

Grundwasser entzogen werden, es sollen 160 l/min entnommen werden. Die Ableitung 

1 Wassernutzungsgesetz vom 23. November 1997 (BSG 752.41) 

2

des abgekühlten Wassers soll via bestehende Meteorwasserleitung direkt in den 

Thunersee erfolgen. 

2. Das WEA publizierte das Konzessionsgesuch und liess die Gemeinde Hilterfingen die 

Gesuchsunterlagen öffentlich auflegen. Einzig der Gemeinderat von Hilterfingen, der 

heutige Beschwerdeführer, erhob dagegen Einsprache. Er machte in der Einsprache 

geltend, die vorgesehene Bohrung liege in der Grundwasserschutzzone III (Weitere 

Schutzzone), ca. 3 m von der Zone II (Engere Schutzzone) und nur ca. 135 m von der 

öffentlichen Trinkwasserfassung Pumpwerk E.________ entfernt. Das Risiko der 

Verunreinigung des Grundwassers während der Bauphase und im Betriebszustand 

könne nicht ausgeschlossen werden. Der angestrebte Nutzen für einen Einzelnen 

dürfe nicht über das Interesse der Allgemeinheit gestellt werden. Das Problem könne 

nicht durch Abschluss einer Haftpflichtversicherung gelöst werden. Zudem könne nicht 

ausgeschlossen werden, dass der Pegel des Grundwasserspiegels durch die 

Wasserentnahme beeinflusst werde. Es lägen keine geologischen Gutachten und 

Beweise vor, es seien auch keine Pumpversuche durchgeführt worden. Dem 

Grundeigentümer würden andere Energieträger zur Verfügung stehen. Eine mit den 

erwähnten Risiken behaftete Anlage sei somit nicht begründbar. Gemäss dem vom 

Regierungsrat genehmigten Schutzzonenreglement mit Plan Nr. 1143 sei eine 

Grundwasserentnahme nicht vorgesehen, das bedeute, dass sie nicht zulässig sei. 

3. Das WEA lud den Gesuchsteller und den Gemeinderat von Hilterfingen zu einer 

Einigungsverhandlung ein. Diese verlief erfolglos. Mit Verfügung vom 29. November 

2002 erteilte das WEA die Wärmepumpenkonzession und wies die Einsprache des 

Gemeinderats von Hilterfingen ab. In seinem Entscheid setzte es sich mit den 

Einsprachepunkten ausführlich auseinander und legte dar, weshalb die Befürchtungen 

des Gemeinderats unbegründet seien. 

4. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2002 hat der Gemeinderat von Hilterfingen bei der 

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) Beschwerde gegen die 

erteilte Konzession geführt. Er beantragt die Aufhebung der Konzession und die 

Erteilung des „Bauabschlags“. Zur Begründung der Anträge bringt er die gleichen 

Argumente vor wie bereits in der Einsprache, ohne sich mit den Erwägungen des WEA 

näher auseinanderzusetzen. Der Beschwerdegegner und das WEA haben beantragt, 

die Beschwerde abzuweisen. 

3

5. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet, hat einen 

Fachbericht des Bundesamts für Energie eingeholt. Dieses hat die Haltung des WEA 

bestätigt, hat aber „für eine endgültige Beweisführung zuhanden der Gemeinde“ 

empfohlen, die Reichweiten beider Absenktrichter bei der Grundwasserfassung 

E.________ und dem geplanten Entnahmebrunnen noch einmal rechnerisch 

nachprüfen zu lassen. Das WEA hat daraufhin beim Büro für Ingenieurgeologie B-I-G 

ein entsprechendes Gutachten eingeholt und zu den Akten gereicht. 

6. Das Rechtsamt hat nach Eingang dieses Gutachtens Gelegenheit zu 

Schlussbemerkungen gegeben. Das WEA und der Beschwerdegegner haben 

ausdrücklich auf das Einreichen von Schlussbemerkungen verzichtet, währenddem der 

Beschwerdeführer sich nicht mehr gemeldet hat. Das Rechtsamt hat danach beim 

Beschwerdeführer nachgefragt, ob er an der Beschwerde überhaupt noch festhalte, 

nachdem der Fachbericht des Bundesamtes und das Gutachten des B-I-G die Haltung 

des WEA bestätigt hätten. Mit Brief vom 24. Juni 2003 teilt der Beschwerdeführer mit, 

dass er einen anfechtbaren Entscheid erwarte. 

II. Erwägungen

1. Prozessvoraussetzungen

a) Zuständigkeit der BVE 

Angefochten ist eine Konzession über eine Grundwasserentnahme. Die Verfügung des 

WEA stützt sich auf Art. 3, Art. 9 und Art. 15 WNG sowie auf Art. 3 KGV2. Laut Art. 45 

WNG können gestützt auf dieses Gesetz erlassene Verfügungen nach den 

Bestimmungen des KoG3, der Baugesetzgebung und des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes angefochten werden. Das Baugesetz und das KoG 

kommen im vorliegenden Fall nicht zur Anwendung: Einerseits ist eine 

Wärmepumpenanlage wie die vorliegende als kleine Nebenanlage zur Gewinnung von 

2 Kantonale Gewässerschutzverordnung (KGV) vom 24. März 1999 (BSG 821.1)
3 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (BSG 724.1) 

4

erneuerbarer Energie baubewilligungsfrei (Art. 6 Abs. 1 BewD4). Andererseits prüft und 

regelt das WEA in der Gebrauchswasserkonzession gestützt auf Art. 3 KGV auch die 

gewässerschutzrechtlichen Aspekte, so dass keine zusätzliche 

Gewässerschutzbewilligung erforderlich ist. Somit gilt für den Rechtsmittelweg die 

Regelung des VRPG5. Laut Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die in der Sache 

zuständige Direktion Beschwerden gegen Verfügungen von ihr untergeordneten 

Verwaltungseinheiten, sofern nicht die Gesetzgebung ein Rechtsmittel unmittelbar an 

eine andere Rechtsmittelinstanz vorsieht. Die BVE ist deshalb zur Beurteilung der 

Beschwerde zuständig. Der Beschwerdeführer hat als abgewiesener Einsprecher ein 

schutzwürdiges Interesse an der Änderung der angefochtenen Verfügung (Art. 65 

Bst. a VRPG). 

b) Begründungspflicht für Parteieingaben

Parteieingaben, also auch Beschwerden, müssen neben einem Antrag auch eine 

Begründung enthalten (Art. 32 Abs. 2 VRPG). An die Begründung werden 

praxisgemäss keine hohen Anforderungen gestellt. Es reicht aus, wenn aus einem 

Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern und weshalb der angefochtene Entscheid 

beanstandet wird (BGE 118 Ib 135). Die Begründung muss sich wenigstens in 

minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen. Ein blosser 

(globaler) Verweis auf frühere Rechtsschriften stellt daher keine rechtsgenügliche 

Begründung dar (BGE 113 Ib 288). Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer 

zwar nicht auf die Einsprache verwiesen, sie aber praktisch wortwörtlich wiederholt. Er 

hat sich mit keinem Wort mit den ausführlichen Erwägungen des WEA im 

angefochtenen Entscheid auseinandergesetzt. Es ist deshalb fraglich, ob die 

Begründung der Beschwerde den Minimalanforderungen genügt. Die Frage kann 

indessen offen bleiben, da die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist. Im Übrigen ist die 

Beschwerde form- und fristgerecht eingereicht worden. 

2. Voraussetzungen der Konzession

Laut Art. 11 WNG kann eine Konzession erteilt werden, wenn die gesetzlichen 

Voraussetzungen erfüllt sind und keine überwiegenden öffentlichen Interessen 

4 Dekret über das Baubewilligungsverfahren vom 22. März 1994 (BSG 725.1)
5 Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (BSG 155.21) 

5

entgegenstehen. Auf die Erteilung einer Konzession besteht grundsätzlich kein 

Anspruch. 

3. Gefährdung des Trinkwassers

a) Rügen des Beschwerdeführers 

Der Beschwerdeführer befürchtet, die Trinkwasserqualität der nahen 

Trinkwasserfassung E.________ könnte durch das Bauvorhaben des 

Beschwerdegegners beeinträchtigt werden. Er macht geltend, der Standort der 

geplanten Bohrung liege in einer Grundwasserschutzzone III (Weitere Schutzzone) 

und nur drei Meter von der Grundwasserschutzzone II (Engere Schutzzone) entfernt. 

Die Trinkwasserfassung Pumpwerk E.________ sei nur ca. 135 m entfernt. 

b) Haltung des WEA 

Das WEA hat bereits im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dass diesbezüglich 

keine Gefahr bestehe. Bohrungen stellten zwar immer eine potenzielle Gefährdung 

dar, weil diese missbraucht werden könnten. Von ihrer Zweckbestimmung her seien 

allerdings Rückgabeschächte gefährlicher als Entnahmebrunnen. Im vorliegenden Fall 

solle das in einem geschlossenen Kreislauf abgekühlte Grundwasser in den See 

abgeleitet werden, so dass die Gefährdung durch die Rückgabe entfalle. Der 

Entnahmebrunnen müsse so konstruiert werden, dass eine unbeabsichtigte 

Verunreinigung des Grundwassers nicht möglich und eine beabsichtigte möglichst 

erschwert sei. Dies sei gewährleistet, wenn die Grundwasser-Wärmepumpenanlage 

fachmännisch und unter Beachtung der erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen erstellt 

und betrieben werde. In seiner Beschwerdeantwort vom 10. Januar 2003 verdeutlichte 

das WEA, dass die einzige Gefahr, die dem Grundwasser bei einer sachgemässen 

Erstellung des Entnahmebrunnens drohe, ein absichtlicher Missbrauch durch 

Einleitung eines grundwassergefährdenden Stoffes sei. Ein solcher Missbrauch dürfe 

dem Gesuchsteller und künftigen Betreiber nicht unterstellt werden.  

c) Fachbericht des Bundesamts für Energie

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat die Ausführungen des WEA in seinem Bericht 

vom 18. März 2003 bestätigt. Es hat ebenfalls darauf verwiesen, dass bei strikter 

Einhaltung der Wegleitung betreffend „Anforderungen an Wärmepumpenanlagen für 

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die Nutzung von Wärme aus Grundwasser, Oberflächenwasser, Erdwärmesonden und 

Erdregister“6 und bei Ausführung der Bauarbeiten durch eine von der 

Fördergemeinschaft Wärmepumpen Schweiz (FWS) zertifizierte Bohrfirma die 

Kontamination von Trinkwasser während der Bauphase praktisch ausgeschlossen 

werden könne. Es sei bisher kein einziger Schadenfall bekannt. Auch der Betrieb der 

Wärmepumpe stelle praktisch keine Gefahr für das Grundwasser dar. Auch hier seien 

keine Schadenfälle bekannt. 

c) Schlussfolgerung

Die BVE schliesst sich den überzeugenden Erwägungen des WEA, die vom BFE be-

stätigt werden, an, umso mehr als der Beschwerdeführer im ganzen 

Beschwerdeverfahren kein Argument vorgebracht hat, das an der Richtigkeit dieser 

Erwägungen zweifeln liesse. Bei fachgerechter Erstellung und ebensolchem Betrieb 

der Anlage besteht nach den Ausführungen der Fachämter keine Gefahr für das 

Grundwasser. Die Erstellung der Anlage nach den Vorgaben der erwähnten 

Wegleitung ist vom WEA als Auflage zur Konzession verfügt worden (Ziff. 5 der 

angefochtenen Verfügung). Dem Beschwerdegegner darf nicht unterstellt werden, 

dass er absichtlich eine Verschmutzung des Grundwassers herbeiführen werde. 

Die Rügen des Beschwerdeführers betreffend Gefährdung des Trinkwassers sind 

somit unbegründet.  

4. Beeinflussung des Grundwasserspiegels und Fehlen von Gutachten und 

Pumpversuchen

a) Rügen des Beschwerdeführers 

Der Beschwerdeführer befürchtet, der Grundwasserspiegel könnte durch die 

Wasserentnahme durch den Beschwerdegegner beeinflusst - sprich gesenkt - werden. 

Zudem rügt er, dass keine Gutachten vorlägen und keine Pumpversuche durchgeführt 

worden seien. 

b) Haltung des WEA 

6 Wegleitung des WEA und des Kantonalen Amts für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft (GSA), 4. Ausgabe 

1998 

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Das WEA führte in der angefochtenen Verfügung zu dieser Rüge des 

Beschwerdeführers folgendes aus: Die Grundwasserverhältnisse im Bereich der 

öffentlichen Grundwasserfassung „E.________“ seien im hydrogeologischen Bericht 

vom 21. Februar 1976 von Herrn Dr. Furrer beschrieben. Dieser Bericht beruhe auf 

einem Pumpversuch im gleichen Jahr, der während sechs Tagen mit einer 

Entnahmeleistung von 3'700 m³/Tag durchgeführt worden sei. Dadurch sei der 

Grundwasserspiegel in einer Entfernung von 50 m um rund 1,4 m abgesenkt worden. 

Aus der relativ kreisrunden Form der Absenkung könne anhand des Isophysenplanes 

(Linien gleicher Absenkung) geschlossen werden, dass die Absenkung im Bereich der 

geplanten Bohrung damals weniger als 50 cm betragen haben müsse. Von Bedeutung 

sei dabei, dass die Entnahmeleistung für den Pumpversuch wesentlich über derjenigen 

des Wasserwerkbetriebs gelegen habe, der durchschnittlich 600 m³/Tag betrage. 

Selbst wenn die gesamte Wassermenge für die Gemeindewasserversorgung aus der 

Grundwasserfassung E.________ bezogen würde, betrüge die Entnahme immer noch 

weniger als ein Drittel der Leistung während des Pumpversuchs. Damit könne 

festgestellt werden, dass - wenn überhaupt - nur eine vernachlässigbare 

Grundwassermenge aus dem Bereich der geplanten Bohrung des Gesuchstellers in 

die Fassung der Gemeinde gelangen könne. Das bedeute aber auch, dass eine 

Grundwasserentnahme von 160 l/min ohne messbaren Einfluss auf die zur Verfügung 

stehenden Grundwassermenge bliebe, umso mehr als bei steigender Entnahme der 

Anteil Seewasser ebenfalls zunehme. 

In seiner Beschwerdeantwort vom 10. Januar 2003 ergänzte das WEA, dass ein 

Pumpversuch mit einer Entnahmeleistung von 160 l/min angesichts der hohen 

Gebietsergiebigkeit keine messbare Beeinflussung der Grundwasserfassung der 

Gemeinde bewirken würde. Der im Jahre 1976 durchgeführte Grosspumpversuch mit 

einer Entnahmeleistung von 3'700 m³/Tag (also knapp 2570 l/min) habe ja im Bereich 

der Bohrung nur noch eine marginale Grundwasserspiegelabsenkung zur Folge 

gehabt. Ein weiterer Pumpversuch sei daher nicht nötig. 

c) Gutachten des B-I-G

Das Büro für Ingenieurgeologie B-I-G hat im Beschwerdeverfahren aufgrund der 

vorhandenen Unterlagen des WEA ein Gutachten zu folgenden Punkten abgegeben: 

- hydrogeologische Kenngrössen des Aquifers, 

- Reichweiten der Absenk- und Entnahmetrichter der beiden Fassungen bei 

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variablem Grundwasserstand und

- gegenseitige quantitativen Beeinflussung.

Es kam zu folgenden Ergebnissen: 

Der Standort der geplanten Bohrung liege 154 m vom Pumpwerk E.________ entfernt. 

Der Baugrund weise einen typischen Aufbau eines Wildbachkegels in der 

Molasseregion auf. Eine unregelmässige Abfolge von tonigem Silt, Sanden und Kiesen 

bilde einen stark horizontal geschichteten Untergrund. Beim Pumpwerk E.________ 

könne von einem analogen Baugrund ausgegangen werden. Der Aquifer 

(grundwasserhaltige Erdschicht) werde vom C.________ und vom Thunersee 

gespiesen. Im Ruhezustand, d.h. ohne Pumpbetrieb, sei 1976 ein Grundwassergefälle 

von 0,24 % Richtung See festgestellt worden. Der Grundwasserspiegel sei damals bei 

Niedrigwasserstand des Thunersees rund 65 cm über dem Seespiegel gelegen. Mit 

dem Grosspumpversuch von 1976 habe die direkte Kommunikation zwischen 

Grundwasser und See nachgewiesen werden können. Der Seepegel schwanke 

zwischen 557,00 m.ü.M und ungefähr 559,20 m.ü.M.. Die Schwankung betrage also 

rund 2,2 m. Die Schwankungsbreite des Grundwasserspiegels könne entsprechend 

angenommen werden. Das B-I-G wertete danach drei Pumpversuche aus 

(Grosspumpversuche von 1946 und 1976 beim Pumpwerk E.________, Pumpversuch 

beim Bau des Mehrfamilienhauses E.________ bei Koordinate F.________). Es kam 

zum Ergebnis, dass bei einer konzessionierten Entnahmemenge von 160 l/min mit 

einer Absenkung des Grundwasserspiegels von 0,30 m im Brunnen des 

Beschwerdegegners zu rechnen sei. Die Reichweite der Absenkung durch den 

Entnahmebrunnen des Beschwerdegegners betrage 25 m. Die Reichweite der durch 

das Pumpwerk E.________ verursachten Absenkung betrage 250 m. 

Der horizontale Abstand beider Fassungen betrage 154 m, dies sei ein Mehrfaches der 

Reichweite der durch den Entnahmebrunnen des Beschwerdegegners verursachten 

Absenkung. Die Schwankungen des Grundwasserspiegels führten zwar zu geringen 

Veränderungen des Absenkbereichs, was aber für die gegenseitige Beeinflussung der 

Fassung nicht relevant sei. Eine quantitative Beeinflussung des Pumpwerks 

E.________ durch das Vorhaben des Beschwerdegegners könne daher 

ausgeschlossen werden. Umgekehrt könne aber das Pumpwerk E.________ den 

Grundwasserstand beim Entnahmebrunnen des Beschwerdegegners beeinflussen. 

d) Beurteilung

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Der Beschwerdeführer geht entgegen der Annahme des B-I-G von einem horizontalen 

Abstand von 135 m zwischen dem Standort des Pumpwerks E.________ und 

demjenigen des geplanten Entnahmebrunnens aus. Gemäss Gewässerschutzkarte 

des Kantons Bern beträgt der Abstand rund 140 m. Selbst wenn der Abstand nur 

135 m betragen sollte, überschreitet er die Reichweite der durch den 

Entnahmebrunnen des Beschwerdegegners verursachten Absenkung immer noch um 

mehr als das Fünffache, also immer noch - wie das B-I-G ausführt - um ein 

„Mehrfaches“. Das Gutachten des B-I-G bestätigt somit die Haltung des WEA und es 

überzeugt. Der Beschwerdeführer hat die Erkenntnisse des Gutachters zur 

quantitativen Beeinflussung denn auch nicht bestritten. Die BVE geht damit davon aus, 

dass der Grundwasserspiegel beim Pumpwerk E.________ durch die Ausführung des 

Bauvorhabens des Beschwerdegegners nicht beeinflusst wird. Da bereits Daten aus 

früheren Pumpversuchen vorhanden sind, ist nicht ersichtlich - und wird vom 

Beschwerdeführer auch nicht weiter begründet -, weshalb weitere Pumpversuche 

erforderlich sein sollten. 

Die Beschwerde ist somit auch in diesen Punkten unbegründet.

5. Alternativen

Der Beschwerdeführer macht geltend, dem Beschwerdegegner würden andere 

Energieträger zu Verfügung stehen. Er sei nicht auf eine Wärmepumpe angewiesen, 

die mit solchen Risiken behaftet sei. Dass die Wärmepumpe mit keinen ernsthaften 

Risiken behaftet ist, wurde in Erw. 3 und 4 dargelegt. Die Nutzung der Erdwärme bzw. 

der Wärmeentzug aus Grundwasser ist überdies als Nutzung einer erneuerbaren 

Energie förderungswürdig. Der Konzessionserteilung stehen somit keine öffentliche 

Interessen entgegen, im Gegenteil. Da das Vorhaben auch allen massgeblichen 

öffentlichrechtlichen Vorschriften entspricht, besteht kein Grund, den 

Beschwerdegegner durch Verweigerung der Konzession zur Wahl eines andern 

Energieträgers zu zwingen. 

6. Schutzzonenreglement

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a) Rügen des Beschwerdeführers 

Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, im Schutzzonenreglement seien sowieso 

keine Grundwasserentnahmen vorgesehen, was bedeute, dass sie nicht zulässig 

seien. 

b) Haltung des WEA 

Das WEA führte im angefochtenen Entscheid dazu aus, dass gemäss Abschnitt D des 

Schutzzonenreglements Leitungen und Sickerschächte unter anderem für „Wasser aus 

Wärmepumpen“ in den Grundwasserschutzzonen II und III erlaubt seien. Daraus folge, 

dass auch Entnahmebrunnen zulässig seien, weil diese hinsichtlich des 

Grundwasserschutzes weniger bedenklich seien als Sickerschächte.

c) Schlussfolgerung

Auch die Auslegung des Schutzzonenreglements durch das WEA ist nicht zu 

beanstanden. Die BVE geht ebenfalls davon aus, dass die Erstellung eines 

Entnahmebrunnens für eine Wärmepumpe in der Schutzzone III zulässig ist, wenn dort 

sogar die für das Grundwasser kritischere Versickerung von Wasser aus 

Wärmepumpen zugelassen ist. Im vorliegenden Fall soll im Gebiet der Schutzzone III 

nur Wasser entnommen, aber kein Wasser versickert werden. Das abgekühlte Wasser 

soll direkt in den Thunersee abgeleitet werden. Das Schutzzonenreglement steht der 

Erteilung der Konzession  nicht entgegen. 

7. Kosten

Der Beschwerdeführer unterliegt mit seiner Beschwerde vollständig. Grundsätzlich 

hätte er deshalb die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Gemeinden 

können hingegen, auch wenn sie selbst Beschwerde führen, keine Verfahrenskosten 

auferlegt werden, ausser sie wären in ihren Vermögensinteressen betroffen (Art. 108 

und 2 VRPG). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Dem Beschwerdeführer können daher 

keine Kosten auferlegt werden. Parteikosten sind keine zu sprechen, da der 

Beschwerdegegner nicht anwaltlich vertreten war. 

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde des Gemeinderats von Hilterfingen wird abgewiesen, soweit darauf 

einzutreten ist. Die Wärmepumpenkonzession des WEA vom 28. November 2002 wird 

bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten trägt der Kanton.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten 

werden. Eine allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in 4 

Exemplaren einzureichen ist, muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und 

Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift enthalten; der angefochtene 

Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.

5. Zu eröffnen:

- Gemeinderat Hilterfingen, als Gerichtsurkunde 

- Herrn B.________, als Gerichtsurkunde 

- Wasser- und Energiewirtschaftsamt (WEA)

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

B. Egger-Jenzer, Regierungsrätin