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**Case Identifier:** ee169c29-df55-5e99-a68d-9ae08c7cce0c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.03.2022 720 21 290/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-290-56_2022-03-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. März 2022 (720 21 290 / 56) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Gestützt auf die plausible ärztliche Einschätzung ist mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit von einer Vortäuschung von Leistungseinschränkungen auszugehen, weshalb keine 

Grundlage für eine Invalidenrente besteht 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Carole Held, Rechtsan-
wältin, Rechtsdienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 
4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1962, arbeitete vom 1. Februar 2002 bis 28. Februar 2018 in einem 
70 % Pensum als Reinigungsmitarbeiterin in einem Beschäftigungs- und Wohnheim. Nachdem 
ein externes Unternehmen mit der Reinigung des Heims beauftragt worden war, wurde ihr aus 
wirtschaftlichen Gründen vom Arbeitgeber gekündigt. Am 26. April 2018 meldete sie sich bei der 

 

 
 
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IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an. Mit Verfügung vom 12. Au-
gust 2021 lehnte die IV-Stelle einen Rentenanspruch ab. Begründet wurde die Leistungsableh-
nung mit dem Umstand, der psychiatrische Gutachter Dr. med. B.____, Facharzt Psychiatrie und 
Psychotherapie, sei im Gutachten vom 12. Oktober 2020 zum Schluss gekommen, dass eine 
valide Beurteilung insbesondere der Arbeitsfähigkeit aufgrund der mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit vorgetragenen Aggravation / Simulation nicht möglich sei. Beruhe die Leistungs-
einschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation, liege regelmässig kein versi-
cherter Gesundheitsschaden vor. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Carole Held, Behin-
dertenforum, mit Eingabe vom 14. September 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und liess unter o/e-Kosten-
folge beantragen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr aufgrund ihrer 
Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % eine entsprechende Rente auszurichten. Eventualiter sei 
durch das Kantonsgericht zur abschliessenden Klärung der Arbeitsfähigkeit ein Obergutachten in 
der Fachrichtung Psychiatrie einzuholen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. September 2021 beantragte die IV-Stelle die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 14. September 2021 ist einzutreten. 
 
2. Zwischen den Parteien ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin zur Beurteilung des Ren-
tenanspruchs der Beschwerdeführerin zu Recht auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 12. Ok-
tober 2020 abstellte. 
 
3.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 
1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung (IVG) vom 19. Juni 1959 und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 
Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021 E. 2). Sie 
werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

 

 
 
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Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Annahme eines 
psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 
ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikations-
systems abgestützte Diagnose voraus (BGE 145 V 215 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Eine 
fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich-
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der 
Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist dabei, ob es der 
leistungsbeanspruchenden, materiell beweisbelasteten versicherten Person gelingt, auf objekti-
vierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfä-
higkeit zu erbringen (Art. 7 Abs. 2 ATSG; BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 
281 E. 3.7.2). Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbsteinschätzungen und -limitierun-
gen sind nicht als invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigungen anzuerkennen (BGE 141 V 
281 E. 3.7.1). Der Rechtsanwender bzw. die Rechtsanwenderin prüft die medizinischen Angaben 
frei darauf hin, ob die Ärzte sich insbesondere an die massgebenden normativen Rahmenbedin-
gungen gehalten haben und ob respektive in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an-
hand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 145 V 361 
E. 3.2.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2020, 8C_423/2019, E. 3.2.2). 
 
3.2.2 Gemäss bundesgerichtlicher Praxis liegt keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, 
soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation, Simulation oder einer ähnlichen Erschei-
nung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns 
ergeben sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmer-
zen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, intensive Schmerzen angegeben 
werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Thera-
pie in Anspruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen 
unglaubwürdig wirken, schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale 
Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes 
Verhalten hin (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2019, 9C_462/2019, E. 4.2.1 mit 
Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 2.2.1). Wann ein Verhalten (nur) verdeutlichend und unter welchen 
Voraussetzungen die Grenze zur Aggravation und vergleichbaren leistungshindernden Konstel-
lationen überschritten ist, bedarf einer einzelfallbezogenen, sorgfältigen Prüfung auf einer mög-
lichst breiten Beobachtungsbasis auch in zeitlicher Hinsicht (Urteil des Bundesgerichts vom 18. 
Dezember 2019, 9C_462/2019, E. 4.2.2). Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Aus-
schlussgründe die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von vorn-
herein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale ei-
ner Störung gegeben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden 
Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheitsschädigung auftreten, 
sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (Urteil des Bundes-
gerichts vom 18. Dezember 2019, 9C_462/2019, E. 4.2.3 mit Hinweisen). 

 

 
 
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3.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die: 
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können;  
b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beits-unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens  
40 % in-valid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht An-
spruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe 
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditäts-grad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Bemes-
sung der Invalidität von erwerbstätigen versicherten Personen ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 
28a Abs. 1 IVG). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf 
Unterlagen angewiesen, die ärztliche Fachleute zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder 
der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-
chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f.). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das kantonale Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange um-
fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob 
die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). 
Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien 
in BGE 125 V 351 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be-
funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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4.3 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle und das Verfahren vor dem kantonalen So-
zialversicherungsgericht sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. 
c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Die Verwaltung als verfügende 
Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen 
annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 
Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimm-
ten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sach-
verhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b). 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf das psychiat-
rische Gutachten von Dr. B.____ vom 12. Oktober 2020. 
 
5.2 Dr. B.____ gelangt in seinem Gutachten auf S. 34 zum Schluss, dass die kognitiven 
Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorgetäuscht worden seien, weshalb keine 
valide diagnostische Beurteilung erfolgen könne. Ab S. 35 ff. legt er dar, dass aufgrund der Be-
schwerdenpräsentation und der Ergebnisse der Performancevalidierungsverfahren, der Symp-
tomvalidierungsverfahren sowie der Symptom-Checkliste eine valide Beurteilung der Persönlich-
keit nicht gemacht werden könne. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Aggra-
vation oder Simulation kognitiver Beschwerden auszugehen. Auch habe die Symptomvalidierung 
einen praktisch sicheren Nachweis einer ungültigen Beschwerdenangabe gezeigt. Es könne da-
her nicht unterschieden werden, welche Symptome tatsächlich vorhanden seien und welche 
nicht. Gleiches gelte für die Präsentation der Persönlichkeit. Da eine diagnostische Beurteilung 
nicht mit hinreichender Sicherheit möglich sei, könne auch nicht zu möglichen therapeutischen 
Massnahmen Stellung genommen werden. Die von der Explorandin präsentierten Einschränkun-
gen seien nicht in allen Lebenslagen vorhanden. In der Performancevalidierung habe sich ein 
mnestischer Totalausfall gezeigt, das Antwortverhalten habe auch nach mehreren Lerndurchgän-
gen im Zufallsbereich gelegen. Ein gleiches Ergebnis wäre von einem Zufallsgenerator erzielt 
worden. Mit einem solchen mnestischen Totalausfall wäre die Explorandin nicht in der Lage, ein 
Gespräch zu führen, einzukaufen oder zu kochen. Die beklagten Funktionseinbussen seien nicht 
konsistent, nicht plausibel, die Untersuchungsergebnisse nicht valide und nicht nachvollziehbar. 
Da sich in der Performancevalidierung im Alternativverfahren ein Antwortverhalten im Zufallsbe-
reich gezeigt habe, sei gemäss den Kriterien nach Slick mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
von einer Aggravation oder Simulation bzw. einer Vortäuschung kognitiver Störungen auszuge-
hen. Die von der Explorandin präsentierten Beschwerden könnten nicht in dieser Form vorhanden 
sein. Umgekehrt lasse sich jedoch auch nicht sagen, dass keine Beschwerden vorhanden seien. 
Es könne aber nicht beurteilt werden, welche Symptome tatsächlich vorhanden und welche nicht 

 

 
 
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vorhanden seien, weshalb eine valide Beurteilung nicht möglich sei. Auch könne keine Bewertung 
der Untersuchungsergebnisse in Bezug auf die Akteninformationen erfolgen. 
 
5.3 Das Gutachten von Dr. B.____ genügt grundsätzlich den Anforderungen, die rechtspre-
chungsgemäss an den Beweiswert eines Arztberichts zur Beurteilung von Leistungsansprüchen 
im Sozialversicherungsrecht gestellt werden (vgl. dazu hiervor Erwägung 4.2). Der Gutachter 
sichtete die vorhandenen Akten und listete sie im Gutachten auf, untersuchte die Beschwerde-
führerin persönlich und erhob in allen Bereichen eine vollständige Anamnese (Familie, Kindheit, 
Schule, Lehre und Beruf). Er berücksichtigte zudem die von der Beschwerdeführerin geltend ge-
machten Beschwerden. Seine Beurteilung erweist sich bezüglich der Schlussfolgerung, wonach 
er aufgrund seiner Testungen keine Diagnose stellen könne, als differenziert und begründet. Da-
mit kommt dem Gutachten grundsätzlich volle Beweiskraft zu und es ist darauf abzustellen, so-
lange nicht konkrete Indizien Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilung hervorrufen. 
 
5.4.1 Die Beschwerdeführerin wendet ein, es gehe aus dem Gutachten hervor, dass sie wäh-
rend der Performancevalidierungstests schon sehr müde gewesen sei, über Kopfschmerzen ge-
klagt habe bzw. darüber, dass die Aufgaben zu schwer für sie seien. Sie sei ganz offensichtlich 
gestresst und im Laufe der Begutachtung auch erschöpft gewesen, was durchaus ein Grund für 
die gemäss Dr. B.____ auffälligen Testergebnisse sein könne. 
 
5.4.2 Dr. B.____ legt im Rahmen des von ihm erhobenen Befunds auf S. 28 dar, dass die 
Versicherte nach ca. 65 Minuten eine Pause verlangt habe. Es sei auffallend gewesen, dass sie 
bei der Durchführung der Performancevalidierung über starke Kopfschmerzen geklagt habe, und 
sie sich dahingehend geäussert habe, dass ihr die Aufgabe zu viel sei und sie nicht mehr könne. 
Ein Schmerzverhalten sei aber nicht sichtbar gewesen sei, auch hätten sich über das dreistündige 
Gespräch keine Konzentrationsschwierigkeiten gezeigt. Die Versicherte habe sehr auf die Be-
schwerden eingeengt gewirkt. Aus dem psychiatrischen Befund ist keine offensichtliche Erschöp-
fung der Beschwerdeführerin während der Untersuchung herauszulesen. Die Schlussfolgerun-
gen von Dr. B.____ stützen sich nicht nur auf die in den Validierungstests gezeigten Leistungen, 
sondern auch auf die übrigen Testungen und Beobachtungen während der Untersuchung. Die 
Untersuchung wurde zudem nach 65 Minuten unterbrochen und gemäss Dr. B.____ handle es 
sich bei den Performancevalidierungsverfahren um sehr leichte Aufgaben. Darüber hinaus kann 
das bewusste Verzerren von Antworten als willentliche Leistung nicht mit einer Überforderung 
erklärt werden. In Anbetracht dieser Feststellungen ist die Beurteilung von Dr. B.____ auf S. 34 
des Gutachtens, dass er die Beschwerdenpräsentation während der Untersuchung für überzogen 
halte und die vorgebrachte Überforderung für ihn nicht nachvollziehbar sei, schlüssig.  
 
5.5.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, Dr. med. C.____, Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, kritisiere die Durchführung von Performancevalidierungstests durch Dr. 
B.____, obwohl valide klinische Symptome vorliegen würden. Zudem weist sie darauf hin, dass 
alle vorbehandelnden bzw. begutachtenden Fachärzte keine Hinweise für ein aggravatorisches 
Verhalten gefunden hätten. Weder im Gutachten von Dr. med. univ. D.____, Facharzt für Psychi-
atrie und Psychotherapie FMH, vom 14. Mai 2018 noch im Gutachten von Dr. med. E.____, Fach-

 

 
 
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arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 18. März 2019 sei auch nur der kleinste entspre-
chende Hinweis zu finden. Auch Dr. C.____ habe im Verlauf seiner zwischenzeitlich mehrjährigen 
Behandlung nie auch nur den leisesten Verdacht bezüglich Aggravation geäussert. 
 
5.5.2 Auf S. 23 des Gutachtens sind die Angaben der Beschwerdeführerin aufgeführt, die sie 
gegenüber Dr. B.____ machte. Sie gab dabei auf die Frage nach ihren Beschwerden vor allem 
körperliche Schmerzen oder Beschwerden an. Zudem hielt sie fest, dass sie immer traurig sei, 
kein Selbstwertgefühl habe und sich nicht freuen könne. Wenn sie lache, denke sie, dass irgen-
detwas passieren werde. Das sei schon seit der Kindheit so. Zudem sei es ihr nach Erhalt der 
Kündigung im November 2017 sehr schlecht gegangen und sie habe dann einen Psychiater auf-
gesucht. Weiter gab sie an, dass sie schon als Kind psychische Schwierigkeiten gehabt habe und 
diese nach der Kündigung wieder zugenommen hätten. In Anbetracht dieser vagen Beschreibun-
gen ist die Entscheidung von Dr. B.____, eine Beschwerdenvalidierung durchzuführen, nachvoll-
ziehbar. Schwerwiegende psychiatrische klinische Symptome, die von Dr. B.____ nur ungenü-
gend berücksichtigt worden wären und die allenfalls die Durchführung eines Performancevalidie-
rungstests hätten erübrigen können, schilderte die Beschwerdeführerin nicht. Darüber hinaus un-
terscheiden sich die von Dr. B.____ im Juli bzw. im September 2020 erhobenen Befunde doch in 
wesentlichen Punkten von denjenigen, die Dr. D.____ und Dr. E.____ erhoben hatten. Dr. E.____ 
hält fest, dass die Versicherte bewusstseinsklar und allseits orientiert sei. Gedächtnis und Merkfä-
higkeit seien im Gespräch unauffällig. Aufmerksamkeit und Konzentration seien reduziert. Im for-
malen Denken wirke sie verlangsamt, misstrauisch, gehemmt bis blockiert. Der Redefluss sei 
stockend und es bestünden Misstrauen und diffuse Ängste. Zwang, Wahn, Sinnestäuschung oder 
Ich-Störung seien nicht eruierbar. Der affektive Rapport sei schwer herstellbar, während des Ge-
sprächs habe kein Augenkontakt stattgefunden. Die Schwingungsfähigkeit sei deutlich einge-
schränkt und zum depressiven Pol verschoben. Sie wirke affektarm, bedrückt, ratlos bis verzwei-
felt, psychomotorisch verlangsamt, die Mimik sei kaum vorhanden, der Antrieb deutlich vermin-
dert. Sie schildere eine rasche Energielosigkeit und Erschöpfung, Morgentief und Ein- und Durch-
schlafstörungen. Es bestünden Suizidgedanken, aber keine akute Selbst- oder Fremdgefähr-
dung. Dr. D.____ seinerseits hält unter anderem fest, dass die Versicherte deutlich affektlabil sei, 
der affektive Rapport knapp herstellbar sei, sie vermindert schwingungsfähig und verunsichert 
sei. Im Antrieb sei sie reduziert, es bestünden Durchschlafstörungen und es seien mehrfach Su-
izidgedanken aufgetreten. Demgegenüber sprach die Beschwerdeführerin gemäss psychiatri-
schem Befund von Dr. B.____ mit klarer Stimme. Sie habe den Blickkontakt gut aufrechterhalten 
können. Über die gesamten drei Stunden des Gesprächs habe sie keine groben Konzentrations-
störungen gezeigt, ein Schmerzverhalten sei nicht sichtbar gewesen. Denkstörungen wie Wahn-
stimmung, Wahnwahrnehmung, Wahneinfall, Wahngedanken oder einen systematisierten Wahn 
habe sie genauso verneint wie Ich-Störungen. Verneint habe sie auch Symptome wie ein vermin-
dertes Schlafbedürfnis, zum Einschlafe würde sie 15 - 30 Minuten benötigen, sie erwache früh-
morgens, könne aber wieder einschlafen. Auch leide sie nach eigenen Angaben weder unter 
Wahrnehmungsstörungen noch unter Sinnestäuschungen. Auf Nachfrage nach Panikattacken 
habe sie ausgeführt, sie habe Herzklopfen, wenn sie die Polizei oder die Sanität höre, sie denke 
dann an etwas Schlechtes und bekomme auch Atemnot. Dies dauere einige Sekunden und trete 
seit ihrer Kindheit fast jeden Tag auf. Weiter fallen widersprüchliche Angaben gegenüber den 
früheren Begutachtungssituationen auf. So sagte die Beschwerdeführerin beispielsweise in der 

 

 
 
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Begutachtung bei Dr. B.____ aus, es habe am Arbeitsplatz Probleme mit Mitarbeitern gegeben, 
diese hätten sie für Dinge beschuldigt, die sie nicht gemacht habe, was sie sehr verletzt habe. 
Dagegen erklärte sie gegenüber Dr. D.____ im Mai 2018, sie habe die Arbeit immer gern ge-
macht, sich bei der Arbeit mit Kollegen und Vorgesetzten gut verstanden und sich dort "wie zu 
Hause gefühlt". 
 
5.5.3 Zunächst ist festzustellen, dass sich die drei Begutachtungssituation aufgrund des je-
weils erhobenen psychiatrischen Befunds nicht vergleichen lassen. Die Entscheidungen von  
Dr. D.____ und Dr. E.____, keine Tests zur Validierung der geschilderten Beschwerden durch-
zuführen, sondern lediglich auf die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Beschwerden-
symptomatik abzustellen, sprechen damit nicht gegen die Beurteilung von Dr. B.____. Es liegt in 
der Verantwortung des Gutachters oder der Gutachterin, eine Beschwerdenvalidierung zu erbrin-
gen, um dem Rechtsanwender eine zutreffende Entscheidungsgrundlage zu bieten und den me-
dizinischen Qualitätskriterien gerecht zu werden (CAROLE KEPPLER / ANDREA MARIA PLOHMANN / 
MARLON PFLUEGER / KRISTIN RABOVSKY / WOLF LANGEWITZ / RAPLH MAGER, Beschwerdenvalidie-
rung in der versicherungsmedizinischen Begutachtung, in: Fortschritte der Neurologie - Psychi-
atrie, 2017, Bd. 85, S. 17 ff.). Hinzu kommt, dass es zur Symptomvalidierung auch keinen "An-
fangsverdacht" braucht. Anders müsste wohl beurteilt werden, wenn  
Dr. D.____ und Dr. E.____ Beschwerdenvalidierungstests durchgeführt hätten und sich keine 
Antwortverzerrung gezeigt hätte. Weiter zeigt sich, dass sich die Beschwerdeführerin in den 
früheren Beurteilungen deutlich anders präsentierte als während der Begutachtung von Dr. 
B.____, was logischerweise auch zu Differenzen in der Herleitung resp. Nichtherleitung von Di-
agnosen führen kann, ohne dass dies Dr. B.____ im Sinne einer nicht nachvollziehbaren Beur-
teilung anzulasten wäre.  
 
5.6.1 Die Beschwerdeführerin weist sodann darauf hin, dass alle vorbehandelnden Fachärzte 
bzw. die vom Krankentaggeldversicherer aufgebotenen Psychiater psychiatrische Diagnosen ge-
stellt hätten, denen Folge zu leisten seien. 
 
5.6.2 Dr. C.____ stellt in seinen Berichten vom 11. Mai 2018 und vom 4. Juni 2018 die Diag-
nose einer mittelgradigen bis intermittierend schweren depressiven Episode mit somatischem 
Syndrom und mit emotional instabilen und asthenischen Persönlichkeitsanteilen. Die Beschwer-
deführerin ist seit 4. Mai 2018 bei ihm in Behandlung. Dr. D.____ diagnostiziert mit Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit ein depressives Zustandsbild mit deutlich reaktiver Komponente, im 
Schweregrad einer mittelgradigen depressiven Episode nach/bei Kündigung, drohende Arbeits-
losigkeit, akzentuierte Persönlichkeitszüge. Dr. E.____ hält in seinem Bericht vom 18. März 2019 
eine mittel- bis schwergradige depressive Episode sowie einen hochgradigen Verdacht auf eine 
selbstunsichere Persönlichkeitsstörung fest. Dr. C.____ stellte seine Diagnose nach zweimaliger 
Visite. Die Gutachter des Krankentaggeldversicherers stellten die Diagnosen nach einer einmali-
gen Untersuchung. Es kann daher bezüglich der Diagnose der mittel- bis schwergradigen de-
pressiven Episode nicht von einer im Vergleich zum Gutachten von Dr. B.____ verlässlicheren 
Längsschnittbeurteilung ausgegangen werden, wie in der Beschwerde behauptet. Bezüglich der 
abweichenden früheren Arztberichte stellt Dr. B.____ fest, dass aufgrund des Ergebnisses der 
Begutachtung, wonach eine valide Beurteilung der Symptome nicht möglich sei, keine Bewertung 

 

 
 
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der Untersuchungsergebnisse in Bezug auf die Akteninformationen erfolgen könne. Diese Folge-
rung mag zwar etwas knapp erscheinen, ist aber nicht geeignet, Zweifel am Gutachten zu we-
cken. 
 
5.7 Die Beschwerdeführerin macht zu ihren Gunsten geltend, sie stehe seit anfangs 2018 in 
ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung bei Dr. C.____. Dies zeige ihren 
Leidensdruck klar auf. Aus diesem Umstand kann die Beschwerdeführerin jedoch ebenfalls nichts 
zu ihren Gunsten ableiten. Vielmehr sind bezüglich des Leidensdrucks erhebliche Zweifel anzu-
bringen. Angesichts der von Dr. C.____ gestellten Diagnose einer mittelgradigen bis intermittie-
rend schweren depressiven Episode mit somatischem Syndrom und mit emotional instabilen und 
asthenischen Persönlichkeitsanteilen erscheint der Rhythmus einer zweimal monatlichen Thera-
pie erfahrungsgemäss sehr tief. Dies nicht zuletzt auch im Hinblick darauf, dass Dr. E.____ am 
18. März 2019 festhielt, dass der Eintritt in eine stationäre Einrichtung zu diskutieren sei, sollte 
die depressive Symptomatik innerhalb von sechs Wochen nach medikamentöser Umstellung 
nicht deutlich besser werden. Interessanterweise beurteilten sowohl Dr. D.____ im Jahr 2018 als 
auch Dr. E.____ im Jahr 2019 die Medikation von Dr. C.____ kritisch. Hinzukommt, dass Dr. 
C.____ in der Stellungnahme vom 2. April 2021 ausführt, dass er nach Erhalt der Beurteilung von 
Dr. E.____ dreimal versucht habe, die Patientin stationär in eine psychiatrische Klinik einzuwei-
sen. Sie habe aber alle drei Klinikeinweisungen mit dem Hinweis auf die Geschichte ihrer psy-
chotischen Tante nicht annehmen können. Auch dies spricht letztlich gegen einen erheblichen 
Leidensdruck der Beschwerdeführerin. 
 
5.8 Damit ist zum Schluss zu gelangen, dass keine konkreten Indizien vorliegen, die die 
Beweiskraft des Gutachtens von Dr. B.____ vom 12. Oktober 2020 in Zweifel ziehen würden. Die 
Beschwerdegegnerin stellte zu Recht auf das Gutachten ab. Anlass für weitere medizinische Ab-
klärungen bestehen nicht.  
 
6. Wie in Erwägung 3.2.2 hiervor dargelegt, liegt keine versicherte Gesundheitsschädigung 
vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung be-
ruht. Gestützt auf die plausible und klare ärztliche Einschätzung von Dr. B.____ ist mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit von einer Vortäuschung von Leistungseinschränkungen durch die Be-
schwerdeführerin auszugehen. Damit besteht keine Grundlage für eine Invalidenrente. Die ange-
fochtene Verfügung vom 12. August 2021 ist nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.  
 

7. Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Bei Entscheiden wie dem vorliegenden, in denen ein durch-
schnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuer-
legen sind. Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

 
 
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