# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e80340ed-6369-5632-b6b1-3ec7ed9833e9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 D-6705/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6705-2011_2011-12-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6705/2011

U r t e i l   v om   1 5 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Hans Schürch,
mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;  
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

Parteien A._______, geboren am (…),
B._______, geboren am (…),
Russland, 
(…),  
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin­Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 5. Dezember 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführenden, ethnische Tschetschenen muslimischen 
Glaubens, am 17. Oktober 2011 in der Schweiz um Asyl nachsuchten,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung  im Empfangs­ 
und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Kreuzlingen  vom  26.  Oktober  2011  im 
Wesentlichen vorbrachte, er habe sich vom Sommer 2008 bis im Oktober 
2011 als Asylsuchender in Polen aufgehalten,

dass  er  im  Rahmen  des  ihm  gewährten  rechtliche  Gehörs  zu  einer 
allfälligen  Wegweisung  nach  Polen  geltend  machte,  er  sei  am  5. 
September  2011  während  seines  Dienstes  als  Taxifahrer  von  zwei 
Männern  überfallen  und  von  einem  derselben  zusammengeschlagen 
worden,

dass  ihm  einer  dieser Männer  gesagt  habe,  er  (der  Beschwerdeführer) 
sei  in  Tschetschenien Polizist  gewesen  und  solle  dorthin  zurückkehren, 
da er daheim eine Pflicht habe,

dass  er  mit  Hilfe  eines  Rechtsanwalts  Anzeige  erstattet  und 
Personenschutz erhalten habe,

dass  der  Mann  vom  Personenschutz  seinem  Freund  nach  einigen 
Wochen  gesagt  habe,  der  Personenschutz  könne  nicht  länger 
gewährleistet werden und er solle das Land verlassen,

dass das BFM aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers und dem 
mit  der  mehrfachen  Stellung  von  Asylgesuchen  in  Zusammenhang 
stehenden  Abgleich  der  Fingerabdrücke  mit  der  Zentraleinheit  Eurodac 
(Erfassung  des  Beschwerdeführers  am  20.  Juli  2008  in  Polen)  am 
18. November 2011 ein Übernahmeersuchen an die polnischen Behörden 
(Erstasylstaat)  stellte,  welchem  am  23. November  2011  (betreffend  den 
Beschwerdeführer und seinen minderjährigen Sohn) zugestimmt wurde, 

dass das BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  die  Asylgesuche  der 
Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 5. Dezember 2011 – eröffnet 
am  7.  Dezember  2011  –  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  der 
Beschwerdeführenden  nach  Polen  und  den  Wegweisungsvollzug 
anordnete  und  gleichzeitig  feststellte,  dass  einer  allfälligen  Beschwerde 
keine aufschiebende Wirkung zukomme, 

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  Polen  sei 
gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen 
[DAA],  SR 0.142.392.689)  und  das Übereinkommen  vom  17. Dezember 
2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik 
Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung 
und Entwicklung des Schengen­Besitzstands und über die Kriterien und 
Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags 
(Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004,  SR 0.362.32)  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig, 

dass  die  polnischen  Behörden  der  Rückübernahme  der 
Beschwerdeführenden gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung 
[EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der 
Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des Mitgliedstaats,  der  für  die 
Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat 
gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin­II­VO), zugestimmt hätten, 

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder 
Verlängerung gemäss Art. 19 f. Dublin­II­VO – bis spätestens am 23. Mai 
2012 zu erfolgen habe,

dass  daher  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht 
einzutreten und deren Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei, 

dass die Beschwerdeführenden in einen Drittstaat reisen könnten, in dem 
sie Schutz vor Rückschiebung  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG fänden, 
weshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder 
Herkunftsstaats  nicht  zu  prüfen  sei,  und  ferner  für  den  Fall  einer 
Rückkehr nach Polen keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der 
Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) bestehen würden,

dass weder die  in Polen herrschende allgemeine Situation noch andere 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diesen 
Staat sprechen würden, 

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dass  hinsichtlich  des  Einwands  des  Beschwerdeführers,  er  könne  nicht 
nach Polen zurückkehren, da er dort während seiner Arbeitstätigkeit  als 
Taxifahrer überfallen und zusammengeschlagen worden sei, festzuhalten 
sei, dass er sich an die zuständige Polizeibehörde wenden könne, sollte 
er erneut bedroht werden,

dass  ihm  von  den  polnischen  Behörden  bereits  bei  vorhergehenden 
Überfällen Personenschutz gewährt worden sei,

dass  der  Wegweisungsvollzug  zudem  technisch  möglich  und  praktisch 
durchführbar sei,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  13.  Dezember  2011 
(Datum  Poststempel)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhoben  und  beantragten,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben 
und  auf  ihre  Asylgesuche  sei  einzutreten,  es  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren,  es  sei 
festzustellen,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  unzulässig  und 
unzumutbar  sei  sowie  die  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen,  die 
aufschiebende Wirkung  der Beschwerde  sei wiederherzustellen  und  die 
unentgeltliche Rechtspflege sei zu gewähren,

dass sie des Weiteren beantragten, die polnische Reiseerlaubnis und der 
russische  Reisepass,  die  sie  hätten  abgeben  müssen,  seien  ihnen 
zurückzugeben und es sei ihnen die Rückreise mit dem eigenen Auto zu 
gestatten,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde  –  soweit  für  den  Entscheid 
wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am  14. Dezember  2011 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 

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beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  die  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  demnach  auf  die  Anträge,  es  sei  die  Flüchtlingseigenschaft 
anzuerkennen und Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist,

dass  die  Abgabe  der  polnischen  Reiseerlaubnis  und  des  russischen 
Passes  während  des  Asylverfahrens  sowie  die  Art  der  Rückreise  nach 
Polen nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung sind, weshalb auf 
die diesbezüglichen weiteren Begehren nicht einzutreten ist,

dass  im Übrigen auf die  frist­ und  formgerecht eingereichte Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass der vorgängige Aufenthalt in Polen und die Zustimmung Polens zur 
Rückübernahme  der  Beschwerdeführenden  aufgrund  der  Aktenlage 
feststehen, 

dass  Polen  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  offenbar  bereits 
geprüft und seinen Antrag abgelehnt hat, da es der Übernahme gestützt 
auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin­II­VO zustimmte (act. 15/1), 

dass  Polen  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30),  der  EMRK  und  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105)  ist, und keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, 
wonach Polen  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen 
Verpflichtungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot,  halten 
würde, 

dass  –  entgegen  der  Darstellung  in  der  Rechtsmitteleingabe  –  keine 
Hinweise  dafür  vorliegen,  Polen  sei  nicht  in  der  Lage,  den 
Beschwerdeführenden  den  erforderlichen  Schutz  vor  Nachstellungen 
durch  Drittpersonen  zu  gewähren,  wenn  auch  die  Möglichkeiten  einer 
Schutzgewährung dort – wie in jedem Staat – an Grenzen stossen,

dass somit nicht davon auszugehen ist, das BFM hätte Veranlassung zu 
einem Selbsteintritt (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) gehabt, 

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dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d 
AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten 
ist, 

dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Polen  der  Systematik  des 
Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in 
den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt – 
entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG 
steht, wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach 
der Zulässigkeit  und Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs  regelmässig 
bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des 
Nichteintretensentscheids ist, und hier nicht mehr zu prüfen ist, 

dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in 
einem  Dublin­Verfahren  nicht  unter  dem  Aspekt  der  vorläufigen 
Aufnahme  gemäss  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20)  stellt,  sondern  eine  entsprechende  Prüfung,  soweit 
notwendig,  bereits  im  Rahmen  der  Entscheidfindung  hinsichtlich  der 
Ausübung des Selbsteintrittsrechts stattfinden muss, 

dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom 
BFM verfügte Vollzug der Wegweisungen zu bestätigen ist, 

dass  es  den  Beschwerdeführenden  demnach  nicht  gelungen  ist, 
darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt, 
den  rechtserheblichen Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  sich  das  sinngemässe  Gesuch  um  Erlass  vorsorglicher 
Massnahmen aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache ohne 
vorgängige Instruktion als gegenstandslos erweist, 

dass  die  Beschwerde  aufgrund  obiger  Erwägungen  als  aussichtslos  zu 
qualifizieren  ist  und  daher  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG – 
ungeachtet  der  allfälligen  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführenden – 
abzuweisen ist, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

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