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**Case Identifier:** 1ad10c99-1b91-5e80-a708-c98637031984
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Strafkammer und Anklagekammer 29.05.2019 ST.2017.175-SK3, ST.2017.176-SK3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_001_ST-2017-175-SK3--ST-_2019-05-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: ST.2017.175-SK3, ST.2017.176-SK3

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Strafkammer und Anklagekammer

Publikationsdatum: 19.02.2020

Entscheiddatum: 29.05.2019

Entscheid Kantonsgericht, 29.05.2019 / 03.06.2019
Art. 125 StGB (SR 311.0). Fahrlässige Körperverletzung im Rahmen eines 
Fussballspiels (Breitensport). Sorgfaltspflichten. Der beschuldigte Torwart, 
dem kein absichtliches Handeln unterstellt wird, befand sich mit dem 
angreifenden Stürmer (Privatkläger) in unmittelbarer Tornähe im Kampf um 
den Ball. Zugunsten des Beschuldigten ist davon auszugehen, dass er den 
Ball noch gespielt hat; jedenfalls aber bestand die reelle Chance, diesen 
noch spielen zu können. Sowohl der Beschuldigte wie auch der Privatkläger 
mussten sich innert Sekundenbruchteilen über ihr jeweiliges Einsteigen 
entscheiden und konnten danach vom jeweiligen Vorhaben nicht mehr 
abweichen bzw. den Zusammenprall nicht mehr verhindern. Eine 
Sorgfaltspflichtsverletzung kann dem Beschuldigten unter genannten 
Umständen nicht angelastet werden. Nachdem im Weiteren der 
Zusammenprall und die Ursache der erlittenen Verletzung des Privatklägers 
nicht eindeutig rekonstruierbar bzw. erwiesen ist, kann umso weniger eine 
Verurteilung erfolgen (Kantonsgericht, Strafkammer, 29. Mai / 3. Juni 2019, 
ST.2017.175-SK3 und ST.2017.176-SK3). Das Bundesgericht wies eine gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde mit Urteil vom 15. Januar 2020 ab, 
soweit es darauf eintrat (BGer 6B_1060/2019).

Zum Sachverhalt:

X. (Beschuldigter) wird zusammengefasst vorgeworfen, am 28. Mai 2016 in einem 4. 

Liga-Fussballspiel als Torwart des FC A. (Breitensport) den Stürmer des FC B., Y. 

(Privatkläger), bei einer Abwehraktion mit gestrecktem Bein in einer Höhe von 60 bis 

90 cm über dem Boden am rechten Knie getroffen zu haben. Dadurch habe der 

Privatkläger eine Spalt- und Impressionsfraktur am lateralen Tibiakopf erlitten. Der 

Beschuldigte habe sich bei der Aktion pflichtwidrig unvorsichtig verhalten und sich 

damit der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht. Die Vorinstanz sprach den 

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Beschuldigten der fahrlässigen Körperverletzung schuldig; die Strafkammer des 

Kantonsgerichts St. Gallen sprach den Beschuldigten von der Anklage der fahrlässigen 

Körperverletzung frei.

Aus den Erwägungen:

III.

2. a) Gemäss Art. 125 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 

bestraft, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt. 

Fahrlässig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus 

pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht Rücksicht genommen 

hat. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu 

der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist 

(Art. 12 Abs. 3 StGB).

b) Beim Fahrlässigkeitsdelikt vorausgesetzt ist zunächst der Erfolgseintritt, vorliegend 

eine einfache Körperverletzung, analog zu Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (BSK StGB-

Roth/Keshelava, 4. Aufl., Basel 2018, Art. 125 N 2). Davon erfasst sind alle 

Körperverletzungen, welche noch nicht als schwer im Sinne von Art. 122 StGB, aber 

auch nicht mehr als blosse Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 StGB zu werten sind 

(BSK StGB-Roth/Berkemeier, a.a.O., Art. 123 N 3). Die körperliche Integrität ist dann im 

Sinne einer Körperverletzung beeinträchtigt, wenn innere oder äussere Verletzungen 

oder Schädigungen zugefügt werden, die mindestens eine gewisse Behandlung und 

Heilungszeit erfordern, also etwa Knochenbrüche, auch wenn sie unkompliziert sind 

und verhältnismässig rasch und problemlos ausheilen. Auf blosse Tätlichkeiten wäre zu 

erkennen, wenn Schürfungen, Kratzwunden, Quetschungen oder bloss blaue Flecken 

offensichtlich so harmlos sind, dass sie in kürzester Zeit vorübergehen und ausheilen 

(BSK StGB-Roth/Berkemeier, a.a.O., Art. 123 N 4). Eine schwere Körperverletzung 

nach Art. 122 StGB würde demgegenüber erst vorliegen, wenn die Verletzung 

lebensgefährlich wäre, wenn wichtige Organe oder Glieder verstümmelt oder 

unbrauchbar gemacht würden, wenn die Verletzung zu einer schweren, dauernden und 

irreversiblen Beeinträchtigung der Gesundheit führen würde, wenn sie das Gesicht 

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eines Menschen entstellt oder wenn eine vergleichbare Schädigung der Gesundheit 

eintreten würde (vgl. BSK StGB-Roth/Berkemeier, a.a.O., Art. 122 N 5 ff.).

3. Der Privatkläger wies nach dem Zusammenprall mit dem Beschuldigten eine 

dislozierte Spalt- und Impressionsfraktur im Bereich des rechten lateralen Tibiakopfs 

(Schienbeinkopfbruch) auf. Dies zog Operationen wie auch eine Arbeitsunfähigkeit zu 

100% von rund drei Monaten und eine teilweise Arbeitsunfähigkeit während eines 

weiteren Monats nach sich. Am 9. Juni 2017 erfolgte für wenig belastende Sportarten 

wie Velofahren und Schwimmen die ärztliche Freigabe. Für Sporttätigkeiten mit axialen 

Belastungsamplituden wie Fussball wurde die Unterlassung bis 1 ½ Jahre postoperativ 

empfohlen. Insgesamt führte die Verletzung nicht zu einer derart erheblichen 

Beeinträchtigung, dass eine schwere Körperverletzung vorliegen würde. Umgekehrt 

liegen auch nicht mehr blosse Tätlichkeiten vor. Dementsprechend ist der 

tatbestandsmässige Erfolg einer einfachen Körperverletzung entsprechend der Anklage 

gegeben.

4. a) Ein Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung gemäss Art. 125 StGB 

setzt im Weiteren voraus, dass der Täter den Erfolg durch Verletzung einer 

Sorgfaltspflicht verursacht hat. Sorgfaltswidrig ist die Handlungsweise, wenn der Täter 

zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umstände sowie seiner Kenntnisse und 

Fähigkeiten die damit bewirkte Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte erkennen 

können und müssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos 

überschritten hat. Das Mass der im Einzelfall zu beachtenden Sorgfalt richtet sich, wo 

besondere, der Unfallverhütung und der Sicherheit dienende Normen ein bestimmtes 

Verhalten gebieten, in erster Linie nach diesen Vorschriften. Fehlen solche, kann auf 

analoge Regeln privater oder halbprivater Vereinigungen abgestellt werden, sofern 

diese allgemein anerkannt sind (BGE 135 IV 56 E. 2.1; 127 IV 62 E. 2d; je mit 

Hinweisen).

b) Mannschaftssportarten wie Fussball oder Eishockey bergen, weil der Kampf "Mann 

gegen Mann" geht, ein Verletzungsrisiko, das die Spieler bis zu einem gewissen Grad 

bewusst eingehen. Die stillschweigende Einwilligung in das Risiko findet seine Grenzen 

an der jedem Spieler auferlegten Sorgfaltspflicht, sich sowohl an die Spielregeln zu 

halten wie auch den allgemeinen Grundsatz "neminem laedere" zu beachten, also "fair" 

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zu spielen (vgl. BSK StGB-Roth/Berkemeier, a.a.O., Vor Art. 122 N 22 f.). Bei der 

Festlegung des zulässigen Verhaltens und der zu respektierenden Sorgfaltspflichten 

sind vorliegend neben dem genannten Grundsatz insbesondere die vom International 

Football Association Board (IFAB) festgelegten Spielregeln heranzuziehen. 

Massgebend sind im vorliegenden Fall die Fassung für die Saison 2015/16 bzw. die 

Spielregeln der FIFA 2015/16 (nachfolgend "Spielregeln"). Wird eine den Schutz der 

Spieler vor Verletzungen bezweckende Spielregel absichtlich oder in grober Weise 

missachtet, so darf keine stillschweigende Einwilligung in das der sportlichen Tätigkeit 

innewohnende Risiko einer Körperverletzung angenommen werden (BGE 134 IV 26 E. 

3.2.4). Damit eine strafrechtliche Verfolgung möglich ist, ist somit eine absichtliche 

bzw. grobe Regelverletzung erforderlich, die auch bzw. gerade auf den Schutz der 

Spieler abzielt. Die Grenze zwischen strafbaren und straflosen Körperverletzungen ist 

schwierig zu ziehen. Im konkreten Fall ist stets zu prüfen, ob die zugefügte 

Körperverletzung noch als sportartspezifisches Risiko bezeichnet werden kann oder ob 

sie darüber hinausgeht (zum Ganzen: BSK StGB-Roth/Berkemeier, a.a.O., Vor Art. 122 

N 22 mit Hinweisen). Je krasser ein Spieler die Regeln verletzt, die dem Schutz der 

körperlichen Unversehrtheit der anderen Spieler dienen, desto weniger kann von der 

Verwirklichung eines spieltypischen Risikos ausgegangen werden und desto eher 

erscheint eine strafrechtliche Ahndung des foulenden Spielers angezeigt (BGE 134 IV 

26 E. 3.2.5).

c/aa) Das Kerngeschehen des hier zu beurteilenden Vorfalls besteht aus dem 

Zusammenprall zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger beim Angriff des 

FC B.. Dass es zu einem solchen kam, ist nicht umstritten. Sodann bestehen auch 

keine Zweifel daran, dass der Privatkläger danach eine Verletzung am rechten Knie 

aufwies. Im Weiteren ist insbesondere aufgrund der Aussagen des Privatklägers davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte nicht mit Absicht gehandelt hat. Eine absichtliche 

Missachtung der in Frage stehenden Spielregeln ist demgemäss nicht anzunehmen.

bb) Nicht geklärt ist indessen, ob die Verletzung durch den Zusammenprall mit dem 

Beschuldigten oder durch den nachfolgenden Sturz des Privatklägers entstanden ist. 

Umstritten ist sodann die Frage, ob der Beschuldigte eine den Schutz des Privatklägers 

vor Verletzungen bezweckende Spielregel in grober Weise missachtet bzw. ob er die 

entsprechende Spielregel derart krass verletzt hat, dass nicht mehr von der 

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Verwirklichung eines spieltypischen Risikos ausgegangen werden kann und eine 

strafrechtliche Ahndung angezeigt ist. So lässt der Privatkläger geltend machen, der 

Beschuldigte habe ihn im "Kung-Fu-Stil" "brutal niedergemäht" und ihm bei dieser 

"Kamikaze Aktion" wie ein "Torpedo" bei rund 60 bis 90 cm bzw. mindestens 60 bis 70 

cm ab Boden die Stollen der Sohle in sein rechtes Knie "gerammt". Dabei seien die 

Beine des Beschuldigten, das eine auf besagter Höhe, gestreckt gewesen. Dies stellt 

der Beschuldigte in Abrede. Er führt aus, er habe gedacht, der Privatkläger könne nicht 

mehr stoppen. Deshalb sei er nicht wie üblich mit den Händen voran über den Boden 

gesprungen, sondern habe sich zu seinem Schutz seitlich mit den Füssen in Richtung 

Ball fallen lassen. Er (Beschuldigter) sei somit unabsichtlich und flach über den Boden 

in den Ball und dann in den Privatkläger, der ebenfalls flach rein sei, hineingerutscht. Er 

(Beschuldigter) habe den Ball noch berührt bzw. gespürt, weshalb er davon ausgehe, 

dass er diesen noch gespielt habe. Der Schiedsrichter habe dies jedoch nicht gesehen, 

sonst hätte er keine gelbe Karte gezeigt, da dies kein Foul gewesen wäre. Der 

Privatkläger habe die Konfrontation gesucht und weiter beschleunigt statt 

auszuweichen. Dabei sei der Privatkläger in den 5-Meter-Raum gekommen. Er 

(Beschuldigter) sei mehr oder weniger stehend gewesen und habe sich fallen lassen. 

Somit sei die Kraft, die zur Verletzung geführt habe, vom Stürmer ausgegangen.

d) Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 

gewonnenen Überzeugung (freie Beweiswürdigung; Art. 10 Abs. 2 StPO). Die 

Beweiskraft der vorhandenen Beweise muss in jedem einzelnen Fall anhand der 

konkreten Umstände geprüft werden; entscheidend sind weder Arten noch Anzahl der 

Beweismittel, sondern allein deren materielle Überzeugungskraft (Oberholzer, 

Grundzüge des Strafprozessrechts, 3. Aufl., Bern 2012, Rz. 684). Bestehen 

unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der 

angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren 

Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Für die Beweiswürdigung entscheidend ist eine 

Kombination objektiver und subjektiver Faktoren. In objektiver Hinsicht wird eine 

Beweislage verlangt, welche die Annahme der umstrittenen Tatsache zu einer 

unabweisbaren Notwendigkeit macht. In subjektiver Hinsicht wird gefordert, dass sich 

das Gericht von der Richtigkeit dieser Annahme eine persönliche Überzeugung bildet. 

Dieses doppelte Erfordernis beruht auf der Erkenntnis, dass die unabweisbare 

Notwendigkeit keine mathematische Gewissheit, sondern lediglich eine solche 

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historisch-empirischer Natur und damit immer nur höchst wahrscheinlich sein kann. 

Zusätzlich zur objektiven Beweislage wird deshalb die subjektive Überzeugung des 

Gerichts verlangt, dass das Höchstwahrscheinliche im zu beurteilenden Fall wirklich 

wahr ist (Oberholzer, a.a.O., Rz. 687). Allerdings darf sich das Gericht nicht nach 

Gutdünken und rein subjektivem Empfinden von der Schuld der beschuldigten Person 

überzeugt erklären. Vielmehr muss die Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung 

gestützt auf alle vorhandenen und verwertbaren Beweise begründbar und für einen 

verständigen Menschen objektiv nachvollziehbar sein. Eine Verurteilung darf nur 

ergehen, wenn das Gericht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass 

sämtliche Strafbarkeitsvoraussetzungen (mit "an Sicherheit grenzender 

Wahrscheinlichkeit") in tatsächlicher Hinsicht gegeben sind (BSK StPO-Tophinke, 2. 

Aufl., Basel 2014, Art. 10 N 83 und Fn. 268; BGE 124 IV 86 E. 2a).

e/aa) Das 4. Liga-Fussballspiel zwischen dem FC B. und FC A. vom 28. Mai 2016 

wurde nicht auf Video aufgezeichnet. Auch sonstiges bildgebendes Material zum 

Vorfall fehlt. Im Recht liegt ein zeitnaher ärztlicher Austritts- und Operationsbericht mit 

Röntgenbildern und Fotos des Knies des Privatklägers. Der Beschuldigte wurde auf 

Platz vom Schiedsrichter mit einer gelben Karte bestraft. Dem Bericht des 

Schiedsrichters kann entnommen werden, dass diese Karte wegen "groben Spiels" 

erfolgte. Ansonsten liegen nur die verschiedenen Aussagen der Parteien sowie der 

anderen Spielbeteiligten vor.

bb) Der Privatkläger schilderte den Zusammenprall in der ersten polizeilichen 

Befragung anlässlich der Anzeigeerstattung am 20. Juni 2016 folgendermassen: "Ein 

Teamkollege von mir konnte den Ball von der Seite flach und scharf in den Strafraum 

spielen, ca. 1 Meter vor dem 5-Meter-Raum. Ich kam von der linken Seite, Höhe linker 

Pfosten in den Strafraum. Ich zog dann leicht schräg an in Richtung Mitte des Tores, 

damit ich den Ball reinschieben kann. Dann habe ich im Augenwinkel gesehen, dass 

der Torhüter flach rauskommt. Normalerweise, wenn ein Torwart rauskommt, kommt er 

ja flach raus. Wenn ein Stürmer ja nicht an den Ball rankommt, springt er ja über den 

Goalie, um ihn zu schützen. Als der Ball dann reinkam, nahm ich den Torwart wahr, 

dass er von rechts kommt. Als ich dann merkte, dass ich nicht ganz an den Ball 

rankomme, oder vielleicht habe ich ihn auch noch leicht berührt, auf jeden Fall bin ich 

dann hochgesprungen. In der Luft hat mich der Torwart erwischt. Ich machte in der 

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Luft einen halben Salto und blieb dann auf der rechten Seite liegen, ca. 20 bis 30 cm 

vor der Goallinie". Auf Nachfrage in der Konfrontationseinvernahme vom 11. Oktober 

2016 führte er aus, dass er den Ball nach der Passabgabe nicht mehr habe erreichen 

können. Wenn der Beschuldigte nicht da gewesen wäre, hätte er (Privatkläger) den Ball 

reinschieben können bzw. wäre er an den Ball rangekommen. Getroffen worden sei er 

in der Höhe von ca. 70 bis 80 cm bzw. 60 bis 90 cm. Danach habe er einen Salto 

gemacht und sei ca. 10 bis 20 cm vor der Torlinie auf der Seite liegen geblieben. 

Anschliessend habe er etwa zu viert bzw. zu fünft vom Feld getragen werden müssen. 

Aufgrund seiner starken Schmerzen habe er nichts mehr so wirklich wahr nehmen 

können in dem Moment. Er wisse nur noch, dass ihn sein Sturmpartner gefragt habe, 

ob er simuliere. Sein Trainer habe ihm anschliessend gesagt, dass der Torwart mit 

gestrecktem Bein in ihn hinein sei. Auf die Frage, wie es aus seiner Sicht zur Verletzung 

gekommen sei, führte er aus, er sei aufgesprungen und müsse das Knie angewinkelt 

gehabt haben. Der Torwart habe ihn aussen am Knie getroffen, schräg auf die 

Kniescheibe von oben rechts. Er habe ihm den Oberschenkelknochen in den 

Schienbeinknochen gedrückt. Seine Stulpe sei links unten zerrissen gewesen. Dies sei 

ein Zeichen, dass der Beschuldigte mit den Füssen herausgekommen sei. Aus seiner 

Sicht habe sich der Goalie nicht richtig verhalten, da man entweder flach oder mittels 

Spagat rauskomme. Das Spiel sei aus seiner Sicht normal, wie jedes 4. Liga-Spiel 

verlaufen.

cc) Der Beschuldigte erklärte Folgendes: In einem Konterangriff von B. sei ein 

Querpass zum Privatkläger gekommen. Dieser sei mit vollem Tempo auf sein Tor 

zugekommen. Da er selber auf der anderen Seite des Goals gewesen sei, habe er 

hinüberrennen müssen. Der Privatkläger sei mit recht hohem Tempo und mit 

gestrecktem Bein in den 5-Meter-Raum reingekommen und habe versucht, das Tor zu 

machen. Als er gesehen habe, dass der Privatkläger zur Grätschte ansetzte, habe er als 

Torwart zu seiner Sicherheit nicht mit den Händen und dem Kopf vorwärts hineingehen 

wollen, da dort die Füsse bzw. das gestreckte Bein des Privatklägers gewesen seien. 

Deshalb habe er seine Füsse dort gehabt, wo das gestreckte Bein des Privatklägers 

gewesen sei und seinen Kopf in die andere Richtung. Er sei daher "hineingesprungen", 

"sozusagen rechtwinklig, 90 Grad" zum Bein des Privatklägers. Dabei seien sein linkes 

Bein und der linke Arm flach am Boden und sein rechter Arm wie auch sein rechtes 

Bein angewinkelt, nach oben, gewesen. Er sei mit den Beinen flach runter und mit den 

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Armen habe er versucht, das restliche Goal zuzumachen. Er habe den Ball noch 

gespürt bzw. berührt, weshalb er davon ausgehe, dass er diesen noch gespielt habe. 

Der Privatkläger sei flach reingerutscht, er (Beschuldigter) sei auch am Boden gewesen 

und habe dort den Ball und den Privatkläger berührt. Auf Nachfrage erklärte er, dass 

der Ball danach am rechten Torpfosten vorbeigegangen sei. Den Vorhalt, dass er mit 

gestreckten Beinen und mit den Füssen nach vorne in den Zweikampf gegangen sei, 

bestreitet er. Es sei so gewesen, wie er geschildert habe. Sein Trainer habe ihm 

bestätigt, dass er richtig reagiert habe und keine Schuld trage. Auf Nachfrage des 

Polizisten, ob er also nicht mit gestreckten Beinen voran in den Zweikampf und mit den 

Füssen in Richtung des Privatklägers gegangen sei, antwortete er: "Ja. Also gestreckt 

waren die Beine wahrscheinlich schon, aber nicht auf ihn gerichtet". Anlässlich der 

Konfrontationseinvernahme äusserte er sich dahingehend, dass er nicht mehr wisse, 

ob seine Beine gestreckt gewesen seien. Er habe gesehen, dass der Privatkläger in 

hohem Tempo auf ihn zugekommen sei. Zu seinem Schutz habe er den langen Pfosten 

mit den Armen und den kurzen Pfosten mit den Beinen gedeckt. Da er gedacht habe, 

dass der Privatkläger nicht mehr stoppen könne, habe er sich seitlich mit den Füssen in 

Richtung Ball fallen lassen, dies aber nicht um anzugreifen, sondern um das Goal zu 

decken. Zur Frage wie es aus seiner Sicht zur Verletzung gekommen sei, antwortete 

der Beschuldigte: "Er versuchte das Goal zu machen, ging mit dem Bein nach vorn, 

rutschte hinein, rannte, ich ging auch mit den Beinen auf den Ball, um mich selber zu 

schützen, dann sind wir zusammengekommen".

dd) Der Schiedsrichter C. als einzig wirklich Unbeteiligter aller Befragten, konnte sich 

kaum mehr an das Spiel vom 28. Mai 2016 erinnern. Weshalb er dem Beschuldigten 

die gelbe Karte gegeben habe, wisse er nicht mehr, er habe im Bericht nur "Goalie" 

notiert.

f/aa) Der genaue Ablauf der Kollision kann aufgrund des fehlenden Videomaterials und 

der verschiedenen sich widersprechenden Aussagen bzw. der fehlenden Erinnerung 

nicht eindeutig rekonstruiert werden. Der Darstellung des Privatklägers, wonach ihn der 

Beschuldigte "Kung-Fu"-mässig attackiert haben soll, kann jedenfalls aus mehreren 

Gründen nicht gefolgt werden. Augenfällig ist zunächst, dass sich die Aussagen des 

Privatklägers in wesentlichen Bereichen nicht mit den Wahrnehmungen der übrigen 

Beteiligten decken. So schilderte der Privatkläger etwa, er sei in die Luft gesprungen, 

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nachdem er den Beschuldigten wahrgenommen habe. In der Luft habe es "geklepft" 

bzw. dort habe ihn der Beschuldigte "erwischt". Dabei soll er in einer Höhe von ca. 70 

bis 80 cm bzw. 60 bis 90 cm vom Fuss des Beschuldigten getroffen worden sein, 

worauf er in der Luft einen halben Salto bzw. einen Salto gemacht habe. Diese isoliert 

im Raum stehende privatklägerische Darstellung widerspricht aber bereits den 

Aussagen seines eigenen Trainers D., der von einer Höhe von ca. 20 cm ab Boden 

spricht, auf der er vom Beschuldigten getroffen worden sein soll, und nichts von einem 

Salto oder dergleichen erwähnt. Der Beschuldigte selbst schilderte sodann, er sei am 

Boden nach gerutscht, wobei ein Bein maximal 30 cm über dem Boden gewesen sei. 

Dass der Beschuldigte flach und somit auf Bodenhöhe in den Privatkläger 

hineingerutscht ist, bestätigten auch beide Trainer. So führte D. auf die Frage, wie der 

Beschuldigte in den besagten Zweikampf gegangen sei, aus: "Er probiert alles, 

'schlipft' rein, mit dem Fuss." E., Trainer des Beschuldigten, erklärte dazu: "Genau so, 

er probiert das Goal zu verhindern, er rutscht mit den Füssen rein". Dabei wird 

insbesondere das Vorbringen des Privatklägers, in der Luft vom Beschuldigten 

getroffen worden zu sein, aufgrund der diesbezüglich klar erfolgten Antworten von D. 

nicht gestützt. So soll der Privatkläger erst nach der Kollision in die Luft gesprungen 

sein. Das Bein des Privatklägers sei am Boden gewesen. Der Fuss des Torwarts sei mit 

der Sohle voraus ins Bein, dies auf besagter Höhe von 20 cm ab Boden. Auch der 

Beschuldigte erklärte, dass der Privatkläger flach hineingekommen sei, und stellt in 

Abrede, dass dieser vor der Kollision in die Luft gesprungen sei. Der Mutmassung der 

Vorinstanz, wonach die Trainer aus 50 Meter Entfernung die Höhe nicht hätten 

abschätzen können, kann nicht gefolgt werden. So schilderten diese unter 

Strafandrohung als Zeugen ihre Erinnerung spontan, nachvollziehbar und detailliert. 

Gründe, an deren Aussagen zu zweifeln, liegen nicht vor. Insbesondere unterscheidet 

sich auch ein flaches Hineingehen (ein solches schilderten sowohl die Trainer wie auch 

der Beschuldigte) von einem Angriff "von oben" in "mindestens 60 cm Höhe" (vgl. dazu 

nachfolgend) erheblich, was auch aus einer Distanz von 50 Meter erkennbar gewesen 

sein dürfte.

bb) Sodann soll der Beschuldigte den Privatkläger in der Luft mit der Sohle des 

gestreckten Beins "schräg von oben rechts" und "aussen am Knie" getroffen haben. 

Dem stehen wiederum die Aussagen des Trainers des Privatklägers gegenüber, 

wonach der Privatkläger mit "beiden Füssen des Goalies" getroffen worden sein soll. 

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Dies soll "zwischen Knie und Fuss" geschehen sein. Der Beschuldigte selbst konnte 

sich nicht erinnern, wie und wo genau er den Privatkläger traf. Auf Nachfrage 

beantwortete er den Vorhalt, den Privatkläger aussen am Knie, schräg auf die 

Kniescheibe von oben rechts getroffen zu haben, zunächst mit "stimmt schon 

eigentlich", führt dann aber sogleich aus, dass er ja flach vorne rein sei und er sich 

deshalb frage, wie er den Oberschenkelknochen habe treffen können.

cc) Die ärztlichen Berichte, bei welchen es sich nicht um Gutachten nach Art. 185 ff. 

StPO handelt, geben in einer Kurzanamnese zunächst die Angaben des Privatklägers 

wieder, wonach er beim Fussballspielen von einem Kollegen mit dessen gestrecktem 

Bein in sein Knie gerammt worden sei. Die behandelnden Ärzte stellten neben dem 

Tibiakopfbruch eine Druckdolenz und Schwellung über der lateralen Tibiakondyle 

sowie in einem Kurzstatus Schürfungen im lateralen Bereich des Knies (sichtbares 

Profil von Stollenschuhe), fest. Weiterführende Angaben bzw. Feststellungen 

hinsichtlich der Entstehung sowie der Art einer allfälligen gewaltsamen Einwirkung und 

deren Kausalität liegen nicht vor. Die Vorinstanz leitet daraus sowie aus verschiedenen 

Internetseiten bzw. medizinischen online Lexika (http://www.med-library.com/

impressionsfraktur-definition-symptome-therapie sowie <https://www.gesundheit.de/

lexika/medizin-lexikon/impressionsfraktur) ab, dass das vom Privatkläger dargestellte 

Unfallgeschehen (Auftreffen der Sohle des Beschuldigten von rechts oben auf das 

angeblich angewinkelte Knie des Privatklägers, wodurch der Oberschenkelknochen auf 

den Schienbeinknochen gedrückt worden sei, dies in der Luft, mindestens 60 cm ab 

Boden) zutreffen muss, ohne den gesamten Ablauf des Zusammenstosses 

rechtsgenüglich zu beurteilen bzw. beurteilen zu können. An Schranken des 

Berufungsgerichts liess der Beschuldigte diesbezüglich ausführen, dass die von der 

Vorinstanz genannte starke Krafteinwirkung, welche zu einer solchen Verletzung führen 

könne, auch dann entstehen könne, wenn man sich nach einem Zusammenprall 

überschlage und anschliessend mit vollem Körpergewicht unkontrolliert mit den Beinen 

auf dem Boden aufschlage. Gerade dabei könne der Schienbeinknochen auf einen 

benachbarten Knochen aufprallen. Solche Verletzungen bei unkontrolliertem Aufprall 

kämen im Fussball regelmässig vor. Der Beschuldigte legte die Internetseite einer 

Sportklinik vor (https://www.sportklinik.de/knieoperation/schienbeinkopfbruch.html), 

worin ausgeführt wird, dass einem Bruch des Schienbeinkopfes häufig ein direkter 

Sturz auf das gestreckte Bein, manchmal aus geringer Höhe vorausgehe. Insgesamt 

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kann vorliegend weder der vorinstanzlichen Ansicht noch jener des Beschuldigten mit 

der nötigen Sicherheit gefolgt werden. Die Ursache des Bruchs ist nicht erstellt.

dd) Zusammenfassend bestehen erhebliche Zweifel an den Darstellungen des 

Privatklägers. Dieser neigt bei seinen Schilderungen denn auch zu Übertreibungen, 

indem er beispielsweise die Anzahl Personen, die ihn vom Feld getragen haben, auf 

fünf und den angeblichen Kollisionspunkt auf 90 cm ab Boden erhöhte sowie einen 

halben Salto bzw. gar einen Salto in der Luft gemacht haben will. Die Angaben des 

Beschuldigten, welcher sich durchaus auch selber belastete (bspw. vermutlich schon 

gestrecktes Bein) und den Privatkläger nicht in ein schlechtes Licht zu rücken 

versuchte, erfolgten hingegen sachlich und nachvollziehbar. Seine Angaben werden 

sodann auch durch äussere Gegebenheiten gedeckt. So berichtete er in 

Übereinstimmung mit dem Matchbericht der Mannschaft des Privatklägers, dass er 

sich nicht daran erinnern könne, nach dem Zusammenstoss mit dem Privatkläger von 

gegnerischen Fans angegangen worden zu sein oder dass diese sich wegen des 

angeblichen Fouls beschwert hätten. Nachvollziehbar erscheint auch seine spontane 

Aussage an Schranken des Berufungsgerichts, dass das vom Privatkläger geltend 

gemachte "Kung-Fu-mässige Angreifen" in der Luft "goalietechnisch" keinen Sinn 

ergebe, zumal der Privatkläger dann den Ball einfach unter ihm hätte durchspielen 

können. Insbesondere kommt hinzu, dass die privatklägerische Darstellung gänzlich 

alleine im Raum steht. Das von ihm geltend gemachte angeblich grobe Foul wurde 

nicht einmal von seiner eigenen Mannschaft als solches aufgefasst. Im soeben 

genannten Matchbericht des FC B. wird berichtet, dass der Privatkläger unglücklich mit 

dem Torwart zusammengestossen sei. Nicht ausschlaggebend, aber dennoch 

anzumerken bleibt, dass der Schiedsrichter, der sich zu diesem Spiel nichts Spezielles 

notiert hat, sich kaum an das Spiel zu erinnern vermochte. Dies deutet ebenfalls darauf 

hin, dass sich nichts Aussergewöhnliches wie etwa das vom Privatkläger geltend 

gemachte grobe Foul, zugetragen hat. Die erkennende Kammer kann bei der 

erforderlichen Gesamtwürdigung nicht mit der gemäss Art. 10 Abs. 3 StPO 

erforderlichen Gewissheit feststellen, dass sich der Sachverhalt so abgespielt hat, wie 

er in der Anklageschrift sowie den vorinstanzlichen Erwägungen dargestellt wird.

g) Beim Geschehen, das zu den Verletzungen des Privatklägers geführt hat, handelt es 

sich letztlich um ein dynamisches Geschehen, das sich unmittelbar vor dem Tor 

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abgespielt hat. Während der Privatkläger versuchte, den Ball ins Tor zu schieben, 

versuchte der Beschuldigte, dies zu verhindern. Dabei kann davon ausgegangen 

werden, dass beide mit vollem Einsatz spielten, da es sich nicht um eine belanglose 

Spielsituation gehandelt hat, sondern um die Möglichkeit, ein Tor zu erzielen bzw. 

dieses zu verhindern. Die Spieler mussten in einem Bruchteil einer Sekunde Chancen 

und Risiken abwägen und Entscheidungen treffen. Der Beschuldigte entschied sich 

dabei, seine Füsse für die Verhinderung des Tors einzusetzen. Unbestritten ist 

vorliegend, dass er nicht aggressiv oder absichtlich handelte. Auch bestehen keine 

Rivalitäten zwischen den beiden Clubs.

h/aa) Bei begangenen Sportverletzungen ist – wie bereits erwähnt – der Inhalt der 

Sorgfaltspflicht unter Berücksichtigung der konkreten Spielregeln, der Umstände und 

den persönlichen Verhältnissen des Spielers zu bemessen. Ausgangspunkt für die 

Bemessung der konkreten Sorgfaltspflicht bildet vorliegend insbesondere die Regel 

Nr. 12 betreffend Fouls und unsportliches Betragen (Spielregeln, S. 37 ff.). Danach wird 

ein Spieler des Feldes verwiesen, wenn er unter anderem ein grobes Foulspiel oder 

eine Tätlichkeit begeht (Spielregeln, S. 40). Ergänzt wird die Regel durch 

Auslegungsrichtlinien im zweiten Teil des Dokuments (Spielregeln, S. 119 ff.). Als 

Zweikampf gilt der Kampf um Raum in Ballnähe mit Körperkontakt, jedoch ohne den 

Einsatz von Armen und Ellbogen. Im Zweikampf als unzulässig und als Vergehen gelten 

"Fahrlässigkeit", "Rücksichtslosigkeit" sowie "brutales Spiel" (Spielregeln, S. 120):

· "Fahrlässigkeit" (engl. "charging in a careless manner") liegt vor, wenn ein Spieler 

unachtsam, unbesonnen oder unvorsichtig in einen Zweikampf geht. Fahrlässige Fouls 

ziehen keine disziplinarische Massnahme nach sich, sondern lediglich einen Freistoss 

(Spielregeln, S. 119 sowie S. 37 ff.).

· "Rücksichtslosigkeit" (engl. "charging in a reckless manner") liegt vor, wenn ein 

Spieler ohne jede Rücksicht auf die Gefahr oder die Folgen seines Einsteigens für 

seinen Gegner vorgeht. Rücksichtslose Fouls ziehen als disziplinarische Massnahme 

eine Verwarnung (gelbe Karte) nach sich (Spielregeln, S. 119).

· "Brutales Spiel" (engl. "charging using excessive force") bzw. ein "grobes 

Foulspiel" (engl. "serious foul play") liegt vor, wenn ein Spieler übertrieben hart in einen 

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Zweikampf geht und die Verletzung des Gegners in Kauf nimmt. Brutales Spiel bzw. ein 

grobes Foul zieht einen Feldverweis (rote Karte) nach sich (Spielregeln, S. 40, S. 119 

und S. 128). Gefährdet ein Spieler in einem Zweikampf die Gesundheit seines Gegners, 

ist dies als grobes Foul zu ahnden. Namentlich begeht derjenige Spieler ein grobes 

Foul, der im Kampf um den Ball von vorne, von der Seite oder von hinten mit einem 

oder beiden Beinen in einen Gegenspieler hineinspringt und durch brutales Spiel die 

Gesundheit des Gegners gefährdet (Spielregeln, S. 128).

bb) Diese Terminologie lässt sich allerdings nur bedingt mit der Verschuldensabstufung 

des Strafrechts in Verbindung bringen. Eine Lehrmeinung vertritt die Ansicht, wonach 

die Problematik der meisten Sportregeln und auch der Fussballregel 12 darin liegt, 

dass viele generalklauselartige Formulierungen verwendet werden und verwendete 

Begriffe wie "Fahrlässigkeit", "Rücksichtslosigkeit", "grob" oder 

"gesundheitsgefährdend" weder definiert werden, noch einem gesetzestechnischen 

Analogieschluss zugänglich sind. Sportregeln wie die Spielregel 12 sind nicht auf die 

Haftungsfrage ausgerichtet, sondern auf den Spielablauf und dessen Regulierung 

durch den Schiedsrichter. Dazu kommt, dass auch die Spielregel 12 nicht alle 

möglichen Konstellationen sportartgerecht abdeckt. Damit gilt auch im Fussball 

Folgendes: Der Entscheid durch das Gericht nach einem Foul gründet auf einer 

einzelfallbezogenen Ermittlung von Sorgfaltspflichten (vgl. Thaler, in: Causa Sport 2006, 

Der Traum vom Fussballweltmeistertitel: Wieviel Einsatz und Risiko ist zulässig, um zu 

siegen? Eine international-haftungsrechtliche Betrachtung des Fouls, S. 172 ff., S. 178 

f. mit Hinweisen).

cc) Für eine strafrechtliche Verurteilung ist, wie bereits dargelegt, entweder eine 

absichtliche oder grobe bzw. krasse Regelverletzung gefordert (BSK StGB-Roth/

Berkemeier, a.a.O., Vor Art. 122 N 23, m.w.H.; vgl. BGE 134 IV 26 E. 3.2.5). Die 

Annahme einer strafrechtlich relevanten Vorwerfbarkeit bei Überschreitung der Grenzen 

liegt umso näher, je mehr beim Angriff spielbezogene Ziele in den Hintergrund treten 

und desto direkter der Wille des foulenden Spielers auf den Körper des Gegners 

gerichtet ist (Koch/Krämer, in: Causa Sport 2010, Sportspezifische Anwendung des 

Strafrechts im Fussball, S. 302, 308). Gemäss Bundesgericht gehören gerade die 

zwangsläufig einhergehenden "normalen" Fouls und Verletzungen zum 

sportartspezifischen Grundrisiko (BGE 134 IV 26 E. 3.2.5). Für die Ermittlung der Art der 

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Regelverletzung ist die wegleitende Einschätzung des Schiedsrichters beizuziehen 

(vgl. BSK StGB-Roth/Berkemeier, a.a.O., Vor Art. 122 N 23, m.w.H; BGer 6B_52/2019).

i/aa) Im vorliegenden Fall ahndete der Schiedsrichter C. die Aktion des Beschuldigten 

mit einer gelben Karte. Auf die Frage, wie er die Vermutung des Privatklägers 

einschätze, dass die Aktion mit Absicht erfolgt sei, führte er als Zeuge aus: "Wenn ich 

eine Absicht sehe, und wenn es nur eine versuchte Tätlichkeit ist, eine absichtliche 

Verletzung beizufügen, dann gibt es sofort eine rote Karte, das ist unsere Anweisung, 

aber ich muss sicher sein, dass die Absicht wirklich erkennbar ist. Aber das ist jeweils 

sehr schwierig. Ich habe in diesem Spiel wirklich keine Absicht erkennen können. Ich 

möchte anmerken: Ich habe vor 16 Jahren als Schiedsrichter angefangen, weil mir ein 

Goalie das Schienbein zertrümmert hat". C., der aufgrund eigener Erfahrung bezüglich 

Fouls, die auf die Beine zielen, offensichtlich sensibilisiert ist, steht bereits 16 Jahre als 

Schiedsrichter im Einsatz. Der Auslegung der Vorinstanz, mit der sie ihm sinngemäss 

unterstellt, dass er nur bei Absicht rote Karten verteile, kann nicht gefolgt werden. So 

hat ein Schiedsrichter nach den oben dargelegten Regeln die Spiele zu beurteilen und 

insbesondere Fouls entsprechend zu ahnden. Dabei muss angenommen werden, dass 

C. nicht bereits so lange Zeit als Schiedsrichter im Einsatz wäre, wenn er die 

allgemeinen Regeln nicht kennen und sich nicht daran halten würde. Wie bereits 

erwähnt, wurde in der Matchberichterstattung der eigenen Mannschaft des 

Privatklägers das von diesem geltend gemachte grobe Foul ebenfalls nicht als solches 

aufgefasst. Zeugen oder Auskunftspersonen, welche die Version des Privatklägers 

stützen bzw. das angeblich grobe Foul wahrgenommen haben sollen, wurden nicht 

genannt. Seine diesbezügliche Umfrage im Mannschaftschat, blieb ergebnislos. Auch 

den weiteren Erwägungen der Vorinstanz, wonach der Beschuldigte den Privatkläger 

durch den Angriff in mindestens 60 cm Höhe mittels gestreckten Beins nicht nur in 

seiner Gesundheit gefährdet, sondern gar erheblich verletzt haben soll, was als grobes 

Foul zu ahnden gewesen wäre, kann bereits aufgrund des Dargelegten (nicht 

rekonstruierbarer Zusammenprall) nicht gefolgt werden. Sodann lassen die 

Traineraussagen, wonach sie Schreie nach dem Zusammenprall gehört hätten – 

entgegen der Meinung der Vorinstanz – nicht den Schluss zu, dass ein 

aussergewöhnliches Zweikampfereignis vorgelegen habe und eine rote Karte hätte 

gezeigt werden müssen. Ob das Verhalten des schädigenden Spielers ein Hinausgehen 

über das sportartspezifische Risiko bedeutet, kann nur aufgrund der Umstände des 

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Vorfalls beurteilt werden und nicht danach, welche Folgen entstanden sind. Allein die 

Verletzungsfolgen begründen keinen Anscheinsbeweis für eine strafrechtliche 

Sorgfaltspflichtsverletzung bzw. ein schuldhaftes Verhalten.

bb) Der Beschuldigte führte konstant und überzeugend aus, dass es ihm darum 

gegangen sei, das Tor zu verhindern. Seine Beine seien nicht auf den Privatkläger 

gerichtet gewesen, sondern auf den Ball. Dies macht insbesondere auch vor dem 

Hintergrund der getätigten Aussagen Sinn. So führte der Privatkläger selbst aus, dass 

er nicht mehr an den Ball gekommen sei, während der Beschuldigte schilderte, er habe 

den Ball vor dem Zusammenprall gespürt bzw. noch berühren können, weshalb er das 

Gefühl habe, diesen noch gespielt zu haben. Der Ball sei daraufhin am rechten 

Torpfosten vorbeigegangen, wodurch ein Tor letztlich verhindert wurde. Dass der 

Beschuldigte absichtlich in die Beine des Privatklägers gesprungen wäre, kann nicht 

angenommen werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Aktion des 

Beschuldigten einzig dem Ball gegolten hat. Im Übrigen darf ein Fussballspieler 

Torchancen auch dann zu verhindern versuchen, wenn er dabei einen persönlichen 

Kontakt riskiert. Gerade in solchen Situationen tritt das Wesen des Fussballspiels als 

Kampfspiel in den Vordergrund, in dem es darum geht, schneller als der Gegner am 

Ball zu sein und das Letzte an Gewandtheit und Schnelligkeit herauszuholen (Causa 

Sport 2016, Schadenersatz nach Fussballverletzung erst bei unzulässiger Unfairness, 

S. 53).

cc) Dass der Versuch des Beschuldigten, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, 

aus Gründen der Fairness hätte unterbleiben müssen, kann vorliegend aufgrund des 

Dargelegten nicht angenommen werden. Anders wäre zu entscheiden, wenn ein Spieler 

ohne Chance, den Ball zu erreichen, einem Mitspieler in die Beine grätscht und dabei 

Verletzungen billigend in Kauf nimmt (vgl. Causa Sport 2016, Schadenersatz nach 

Fussballverletzung erst bei unzulässiger Unfairness, S. 53). Die österreichische 

Rechtsprechung hat sich bereits wiederholt damit auseinandergesetzt, wann ein 

Hineinrutschen mit gestrecktem Bein in einen Gegner, um den gegnerischen Spieler 

vom Ball zu trennen, keinen spieltypischen Vorfall mehr darstellt und eine deliktische 

Haftung begründet. Der Oberste Gerichtshof bejahte dies regelmässig dann, wenn 

keine Möglichkeit mehr bestand, den Ball zu spielen, und ein Entschluss über den 

Verzicht auf das Einsteigen in der zur Verfügung stehenden Zeit möglich war 

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(OGH 3Ob81/06t, Entscheid vom 30. November 2006, Bst. a mit weiteren Hinweisen). 

Gerade dies ist vorliegend aber nicht der Fall. Nach dem Dargelegten ist zunächst von 

einem flachen Hineingehen in den Ball auszugehen. Aufgrund der Aussagen der 

Direktbeteiligten kam der Privatkläger nicht mehr an den Ball, während der 

Beschuldigte konstant ausführte, den Ball noch berührt bzw. gespürt zu haben. Es ist 

sodann davon auszugehen, dass sich die beiden im Kampf um den Ball befanden. Dies 

verdeutlichen insbesondere auch die Aussagen des Privatklägers, wonach er noch an 

den Ball gekommen wäre und diesen hätte ins Tor schieben können, wenn der 

Beschuldigte nicht da gewesen wäre. Beide Spieler hatten keine Möglichkeit mehr, ihr 

jeweiliges Vorhaben (Verhinderung des Tors bzw. Erzielen des Tors) rechtzeitig 

abzubrechen. Innert Sekundenbruchteilen mussten beide über ihr jeweiliges Einsteigen 

entscheiden, was sich sowohl anhand der Aussagen des Privatklägers wie auch des 

Beschuldigten ergibt. So führte der Privatkläger aus, dass er erst im letzten Moment 

gemerkt habe, dass er wohl nicht mehr an den Ball komme, weshalb er seinen 

Bewegungsablauf geändert habe. Der Beschuldigte seinerseits weist darauf hin, dass 

der Privatkläger mit hohem Tempo auf ihn zugekommen sei und er sich entscheiden 

musste, ob er nun mit dem Kopf oder mit den Füssen Richtung Ball gehen sollte. Er 

habe gemerkt, dass der Privatkläger zur Grätsche ansetzte, dann sei sein Handeln 

"reflexartig" erfolgt. Dies verdeutlicht, dass es sich um Entscheidungen gehandelt hat, 

welche in einer Situation mit einer enormen Dynamik innert dem Bruchteil einer 

Sekunde getroffen werden mussten. Ein sorgfältiges Überlegen ist in einer solch kurzen 

Zeitspanne nicht möglich. Die persönliche Vorwerfbarkeit des erfolgten körperlichen 

Einsatzes ist weder beim Beschuldigten noch beim Privatkläger, der zuvor noch 

beschleunigte und nicht bestritt, den Beschuldigten als Torhüter im 5-Meter-Raum 

angegriffen zu haben, gegeben. Beide konnten ihr Vorhaben nicht mehr stoppen und 

sind in unmittelbarer Tornähe zusammengeprallt. Dabei sind auch von beiden massive 

Kräfte ausgegangen.

j) Anzumerken bleibt, dass bestimmte Spielsituationen für den Fussball so prägend 

sind, dass ihre Strafbarkeit den Sport unmittelbar verändern würde. So wird es 

beispielsweise nach einer Lehrmeinung grundsätzlich nicht als rechtswidrig angesehen, 

mit gestrecktem Bein in einen Gegner hineinzurutschen, um ihn vom Ball zu trennen. 

Dies gilt selbst dann, wenn der Spieler den Ball knapp verfehlt und den Gegner 

feldverweiswürdig trifft (vgl. Koch/Krämer, in: Causa Sport 2010, Sportspezifische 

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Anwendung des Strafrechts im Fussball, S. 302, 308). Nachdem der Beschuldigte nicht 

vom Platz verwiesen wurde, was allerdings nur als Indiz zu gelten hat, ist vorliegend 

massgebend, dass zu seinen Gunsten angenommen werden muss, dass er den Ball 

vor dem Zusammenprall noch gespielt hat. Jedenfalls bestand zumindest die reelle 

Chance, den Ball noch spielen zu können. Ausserdem musste sich der Beschuldigte 

innert Sekundenbruchteilen entscheiden, wobei weder der angreifende Stürmer noch 

er selbst den Zusammenprall noch verhindern konnte. Die Situation konnte er sich in 

diesem kurzen Zeitraum nicht mehr vergegenwärtigen. Eine Sorgfaltspflichtsverletzung 

kann ihm unter den gegebenen Umständen nicht angelastet werden. Anders wäre 

indessen zu entscheiden, wenn bei Beginn der Aktion bereits festgestanden wäre, dass 

er den Ball nicht mehr erreichen kann, sondern den Gegner treffen würde, was – wie 

bereits erwähnt – nicht der Fall ist. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass dieser Fall nicht 

mit jenem gemäss kürzlich ergangenem Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2019 

vergleichbar ist. Im Gegensatz zum vorliegenden Fall konnte der dortige Schiedsrichter 

genaue Angaben zum Vorfall machen. Er erkannte bspw. das Verhalten des 

Beschwerdeführers (Feldspieler), welcher dem ballführenden gegnerischen Feldspieler 

mit gestrecktem Bein den Knöchel brach, klar als gefährliches Spiel. Er führte im 

Weiteren aus, dass der Beschwerdeführer nicht mehr an den Ball gekommen und im 

Verzug (était en rétard) gewesen sei. Der Beschwerdeführer, welcher auch seinen 

eigenen Angaben zufolge den Ball nicht mehr berührte, erkannte sein Spiel im 

Nachhinein ebenfalls als gefährliche Aktion an. Nach dem zu beurteilenden Vorfall 

wurde der Beschwerdeführer nach erfolgtem zweiten gefährlichen Spiel schliesslich 

vom Platz verwiesen (vgl. BGE 145 IV 154).

5. Zusammenfassend kann vorliegend, nachdem (unter anderem wegen fehlenden 

Video–materials etc.) nicht einmal der Zusammenprall eindeutig rekonstruierbar ist und 

dem Beschuldigten aufgrund des Dargelegten keine Sorgfaltspflichtsverletzung 

angelastet werden kann, keine Verurteilung erfolgen. Dies steht auch im Einklang mit 

der bereits in ähnlichen Fällen ergangenen schweizerischen Rechtsprechung. So wurde 

bspw. ein Beschuldigter vom Obergericht des Kantons Bern in einem Fall von 

Gleittackling, bei welchem er nicht einmal an den Ball gekommen war, freigesprochen. 

Das Handeln sei auf Abwehr des Balls gerichtet gewesen. Vom zeitlichen Ablauf her 

habe der Spieler keine Möglichkeit mehr gehabt, sein Vorhaben abzubrechen (vgl. 

Urteil der I. Strafkammer des Kantons Bern vom 22. Juni 2000, ZBJV 139/2003, S. 557 

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f.; vgl. auch Scherrer, in: Causa Sport 2006, Strafrechtliche Sanktionen nach 

Sportverletzungen, S. 31, 35). In einem anderen Fall fügte der Beschuldigte seinem 

Kontrahenten beim Hochspringen im Kampf um den Ball mit seinem Ellbogen eine 

schwerste Augenverletzung zu. Dies wurde als leichte Regelverletzung qualifiziert und 

festgestellt, dass es in der Hitze des Spiels schon einmal zu einem reflexartigen 

Hochreissen der Hände kommen kann. Der Beschuldigte wurde freigesprochen, was 

sowohl das Kassationsgericht wie auch das Bundesgericht schützten (vgl. Urteil des 

Obergerichts Zürich vom 20. November 1996; S2/U/SB940099/eh; SG 1996 Nr. 1313).

6. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte von der Anklage der fahrlässigen 

Körperverletzung gemäss Art. 125 Abs. 1 StGB freizusprechen. Der Schuldspruch der 

Vorinstanz ist deshalb aufzuheben. Auf die vor Berufungsinstanz gestellten 

Beweisanträge des Beschuldigten (Einvernahme diverser Mitspieler, eines Zuschauers, 

des Linienrichters und Arbeitgeber des Privatklägers) braucht demzufolge nicht 

eingegangen zu werden. Der Privatkläger stellte Beweisanträge in Bezug auf die 

Zivilforderung. Auch darauf ist aufgrund des Ausgangs des Verfahrens nicht weiter 

einzugehen. Nach dem Dargelegten braucht schliesslich die Frage der Legitimation des 

Privatklägers in Bezug auf den erst auf Berufungsebene gestellten Antrag auf 

Schuldspruch wegen eventualvorsätzlicher Körperverletzung, nicht mehr behandelt zu 

werden.

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	Entscheid Kantonsgericht, 29.05.2019 / 03.06.2019
	Art. 125 StGB (SR 311.0). Fahrlässige Körperverletzung im Rahmen eines Fussballspiels (Breitensport). Sorgfaltspflichten. Der beschuldigte Torwart, dem kein absichtliches Handeln unterstellt wird, befand sich mit dem angreifenden Stürmer (Privatkläger) in unmittelbarer Tornähe im Kampf um den Ball. Zugunsten des Beschuldigten ist davon auszugehen, dass er den Ball noch gespielt hat; jedenfalls aber bestand die reelle Chance, diesen noch spielen zu können. Sowohl der Beschuldigte wie auch der Privatkläger mussten sich innert Sekundenbruchteilen über ihr jeweiliges Einsteigen entscheiden und konnten danach vom jeweiligen Vorhaben nicht mehr abweichen bzw. den Zusammenprall nicht mehr verhindern. Eine Sorgfaltspflichtsverletzung kann dem Beschuldigten unter genannten Umständen nicht angelastet werden. Nachdem im Weiteren der Zusammenprall und die Ursache der erlittenen Verletzung des Privatklägers nicht eindeutig rekonstruierbar bzw. erwiesen ist, kann umso weniger eine Verurteilung erfolgen (Kantonsgericht, Strafkammer, 29. Mai / 3. Juni 2019, ST.2017.175-SK3 und ST.2017.176-SK3). Das Bundesgericht wies eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde mit Urteil vom 15. Januar 2020 ab, soweit es darauf eintrat (BGer 6B_1060/2019).

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		2025-07-19T04:59:09+0200
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