# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0222d4ed-3428-5b11-a677-98385a1f15c1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-26
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht sonstige Kammern 26.02.2025 J 2025 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_999_J-2025-4_2025-02-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG
DIE PRÄSIDENTIN

An der Aa 6, Postfach, 6301 Zug
Telefon 041 / 728 52 70

BESCHLUSS

vom 26. Februar 2025

in Sachen

A.________
Gesuchsteller

betreffend

Gesuch nach Datenschutzgesetz
(Ersuchen um "Bereinigung")

J 2025 4

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J 2025 4

ergeht nach Einsicht in

das Gesuch vom 10. Februar 2025, mit dem der Gesuchsteller eine Reihe inkohä-
renter Ausführungen macht zu einem Beschluss des Obergerichts des Kantons 
B.________ sowie zu einem Urteil des Bundesgerichts und sinngemäss rügt, es 
werde durch die anonymisierte Veröffentlichung von Urteilen sein Recht auf infor-
mationelle Selbstbestimmung tangiert, weshalb sämtliche Hinweise auf die genann-
ten Urteile sowie die nicht bestehende Fahrunfähigkeit zu löschen seien,  

und in Erwägung, dass

- das Bundesgericht sich mit Urteil vom 13. Januar 2025 (BGer 1C_562/2024) bereits 
einlässlich mit der hier wohl angesprochenen Thematik auseinandergesetzt hat 
(insbesondere: Grundsatz der Justizöffentlichkeit sowie Einschränkungen hiervon); 

- es dabei insbesondere erwogen hat, bei der Anonymisierungs- und Veröffentli-
chungspraxis des Verwaltungsgerichts handle es sich um eine justizielle Tätigkeit, 
auf die das kantonale Datenschutzgesetz nicht anwendbar sei (a.a.O. E. 1.3); 

- im Übrigen offensichtlich ist, dass das Recht auf informationelle Selbstbestimmung 
einer Person nicht das Recht gibt, in laufenden oder abgeschlossenen Verwal-
tungs- und Justizverfahren darüber zu bestimmen, welche Informationen sie über 
sich selbst im Prozess berücksichtigt haben möchte, zumal in den Prozessen des 
Verwaltungsrechts gerade das Untersuchungsprinzip gilt (vgl. § 12 des Gesetz über 
den Rechtsschutz in Verwaltungssachen des Kantons Zug, BGS 162.1) und die 
Behörden ausdrücklich das Recht haben, zur Feststellung des Sachverhalts Dritt-
personen zu befragen, Urkunden beizuziehen, Augenscheine vorzunehmen und 
Gutachten einzuholen (§ 13 Abs. 1 VRG); 

- jedenfalls ausgeschlossen ist, dass ein Gericht unter Berufung auf den Datenschutz 
im Nachhinein korrekt festgestellte Sachverhalte aus seinen Urteilen und Akten 
löscht, nur weil sie den Gesuchsteller daran hindern könnten, unentdeckt in ande-
ren laufenden Verfahren den jeweiligen Behörden je nach Interessenlage abwei-
chende Sachverhaltsdarstellungen zu präsentieren;

- die Erledigung der anfallenden Verwaltungsgeschäfte des Gerichts, die nicht in die 
Zuständigkeit des Gesamtgerichts fallen, der Präsidentin obliegen (§ 9 Abs. 1 Ziff. 7 
GO VG);

- es sich beim vorliegenden Begehren um Löschungen aus Verfahrensakten sowie 
aus der öffentlich zugänglichen Datenbank um ein solches Geschäft handelt;

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J 2025 4

Folgender Beschluss:

1. Das Gesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Für den vorliegenden Beschluss werden keine Gebühren erhoben. 

3. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten eingereicht werden.

4. Mitteilung an: 
- A.________

Zug, 26. Februar 2025

Die Präsidentin

Dr. iur.  Diana Oswald