# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e4c9d39-4bdd-5a71-b570-63c58a8d2872
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.06.2015 200 2014 390
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-390_2015-06-14.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 9. Dezember 2015 abgewie-
sen (9C_513/2015).

200 14 390 SCHG bis
200 14 392 SCHG (3)
SCI/BOC/ARJ

Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten 
des Kantons Bern

Urteil vom 14. Juni 2015

in der Besetzung von:

Vorsitzender Verwaltungsrichter Schwegler
Mitglieder Fürsprecher Cadotsch und Dr. med. Gubler
Gerichtsschreiberin Bossert

1. Assura-Basis SA
vormals Assura, assurance maladie et accident
Avenue C. – F. Ramuz 70, 1009 Pully

2. Atupri Krankenkasse
Zieglerstrasse 29, 3000 Bern 65

3. Avenir Assurance Maladie SA
vormals Avenir assurances
vormals Caisse-maladie suisse pour les industries du bois et du 
bâtiment et branches annexes CMBB
Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny

4. CONCORDIA Schweiz. Kranken- und Unfallversicherung AG
Bundesplatz 15, 6002 Luzern

5. CSS Kranken-Versicherung AG
Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern 

6. Easy Sana Assurance Maladie SA 
vormals La Caisse Vaudoise, Martigny – Fondation Vaudoise 
d'assurance en cas de maladie et d'accident
vormals Caisse-maladie Hermes 
Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny

7. GALENOS Kranken- und Unfallversicherung 
Militärstrasse 36, Postfach, 8021 Zürich 

8. Helsana Versicherungen AG
Versicherungsrecht, Postfach, 8081 Zürich 

9. INTRAS Kranken-Versicherung AG 
Avenue de Valmont 41, 1000 Lausanne 10

10. Kolping Krankenkasse AG 
Wallisellenstrasse 55, 8600 Dübendorf

11. KPT Krankenkasse AG
Tellstrasse 18, 3000 Bern 22

12. Konkursmasse der Krankenkasse KBV Winterthur 
c/o Konkursamt Winterthur-Altstadt, Notariatsinspektorat des Kantons 
Zürich, Obere Zäune 12, 8001 Zürich

13. Moove Sympany AG
vormals Krankenkasse 57
c/o Stiftung Sympany, Peter Merian-Weg 4, 4052 Basel

14. Mutuel Assurance Maladie SA
vormals Mutuel Assurances Fondation
vormals Mutuel Assurances
vormals Caisse-maladie Mutuelle Valaisanne
vormals Caisse-maladie et accidents Universa
vormals Fondation Natura Assurances.ch
vormals Caisse-maladie Chemins de Fer du Jura
Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny

15. Philos Assurance Maladie SA
vormals Philos Caisse maladie-accident 
vormals Caisse-maladie de la fonction publique 
Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny

16. Progrès Versicherungen AG 
Postfach, 8081 Zürich

17. PROVITA Gesundheitsversicherung AG 
c/o SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38, 8400 Winter-
thur

18. Sanitas Grundversicherungen AG 
Jägergasse 3, 8004 Zürich 

19. Sumiswalder Krankenkasse
Spitalstrasse 47, 3454 Sumiswald 

20. SUPRA-1846 SA 
vormals SUPRA Krankenkasse
Avenue de la Rasude 8, 1006 Lausanne

21. SWICA Krankenversicherung AG
Römerstrasse 38, 8400 Winterthur 

22. Visana AG
vormals Visana
Weltpoststrasse 19/21, Postfach 253, 3000 Bern 15

23. vivacare AG 
vormals Innova Krankenversicherung AG
Weltpoststrasse 19, 3015 Bern

24. Vivao Sympany AG
vormals Vivao Sympany Schweiz AG
vormals ÖKK Öffentliche Krankenkassen Schweiz 
Peter Merian-Weg 4, 4052 Basel

25. Wincare Versicherungen AG 
Konradstrasse 14, Postfach 299, 8401 Winterthur 

alle vertreten durch santésuisse, Waisenhausplatz 25, Postfach 605, 
3000 Bern 7
und dieser vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. D.________
Kläger

gegen

A.________ Dr. med.

Beklagter

betreffend Bundesgerichtsentscheid vom 1. April 2014 (9C_885/2013) 
Rückweisung an Vorinstanz betreffend: 
- Klage vom 8. Juni 2004 (Bundesgerichtsentscheid vom 25. März 2008 

[K 9/07]; teilweise Rückweisung an die Vorinstanz betreffend die Frage 
des dauernden Ausschlusses von der Tätigkeit zu Lasten der klagenden 
Krankenversicherer [SCHG 69286])

- Klage vom 21. Juni 2006 (SCHG 66915)
- Klage vom 26. Juni 2007 (SCHG 68332)

sowie

betreffend Ablehnungsbegehren vom 16. April 2015

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 4

Sachverhalt:

A.

Dr. med. A.________ (nachfolgend Beklagter), Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, wurde wegen Verletzung des Wirtschaftlichkeitsgebo-
tes wiederholt ins Recht gefasst. Erste Verurteilungen ergingen für die Jah-
re 1976, 1977 und 1979 (vgl. Urteil des Schiedsgerichts KVG vom 16. Juli 
1992, Nr. 01/83, S. 3). Mit Urteil des Schiedsgerichts KVG SCHG Nr. 01/83 
vom 16. Juli 1992, bestätigt durch den Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts (EVG, heute Bundesgericht [BGer]) vom 29. Okto-
ber 1993, K 101/92, wurde er zu einer Rückerstattung für die Jahre 1981 
und 1982 im Umfang von Fr. 224'400.-- verurteilt. Sodann wurde er mit 
Urteil des Schiedsgerichts KVG/UVG/MVG SCHG 14/94 vom 14. Novem-
ber 1997, bestätigt durch die Entscheide des EVG vom 30. November 
1998, K 208/97, und vom 24. Februar 2003, K 73/02, verurteilt, den kla-
genden Krankenkassen für die Jahre 1990 bis 1992 Fr. 540'520.-- zurück-
zuerstatten. Weiter wurde er mit Urteil des Schiedsgerichts in 
Sozialversicherungsstreitigkeiten vom 10. Februar 2004, 
SCHG 63954/63955/63957, zu einer Rückerstattung für die Jahre 1993 bis 
1997 von Fr. 780'000.-- verurteilt, was mit Entscheid des EVG vom 25. Ja-
nuar 2006, K 46/04, wiederum bestätigt wurde. 

Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten vom 
10. Februar 2004, SCHG 63956, wurde Dr. med. A.________ wegen jahr-
zehntelanger massiver Überarztung für zwei Jahre von der Kassenpraxis 
der Mehrzahl der klagenden Krankenversicherer ausgeschlossen. Eine 
dagegen erhobene Beschwerde wies das EVG mit Entscheid vom 25. Ja-
nuar 2006, K 45/04, ab.

B.

Weiter wurde Dr. med. A.________ mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozia-
lversicherungsstreitigkeiten vom 5. Dezember 2006, SCHG 
64336/64617/65539, zu einer Rückerstattung für die Jahre 1998 bis 2003 in 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 5

der Höhe von Fr. 1'010'000.-- verurteilt und dauernd von der Tätigkeit der 
klagenden Krankenversicherer ausgeschlossen. Mit Entscheid des BGer 
vom 25. März 2008, K 9/07, wurde die Rückerstattung bestätigt. Soweit den 
dauernden Ausschluss betreffend wurde das Urteil des Schiedsgerichts 
aufgehoben und die Sache an dieses zurückgewiesen, damit es prüfe, ob 
der befristete Ausschluss eine Verhaltensänderung erzielt habe und damit 
es anschliessend neu über den Ausschluss befinde. In der Folge wurde 
das Verfahren unter der Nummer SCHG 69286 beim Gericht registriert.

C.

Schliesslich wurde Dr. med. A.________ mit Urteil des Schiedsgerichts in 
Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 8. Dezember 
2012, SCHG/2010/789, – im Verhältnis zur KPT Krankenkasse AG – we-
gen betrügerischer Manipulation von Abrechnungen definitiv von der Tätig-
keit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 
ausgeschlossen. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundes-
gericht – nach Aufhebung einer verfügten Verfahrenssistierung – mit Ent-
scheid vom 7. Januar 2014, 9C_103/2013, nicht ein. Es bestehe und habe 
schon bei Beschwerdeeinreichung kein schutzwürdiges Interesse an der 
Überprüfung der Rechtmässigkeit des vorinstanzlichen Entscheids bestan-
den, da mit Blick auf die Angaben von Dr. med. A.________, wonach er 
seine Arztpraxis endgültig auf Ende 2012 geschlossen habe, dessen 
tatsächliche und rechtliche Situation durch den Ausgang des Verfahrens 
nicht mehr beeinflusst werden könne (E. 1).

D.

Mit Klage vom 21. Juni 2006 (Gerichtsdossier SCHG 66915 act. 6 ff.) stell-
ten die Kläger Nr. 2 – 11, 14 – 16, 18, 19, 21 – 25 (bzw. deren Rechtsvor-
gänger), vertreten durch santésuisse, handelnd durch die Geschäftsstelle 
Bern, folgende Rechtsbegehren:

Der Beklagte sei zu verurteilen, basierend auf dem Urteil des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts EVG vom 25. Januar 2006 und 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 6

dem Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten 
des Kantons Bern vom 10. Februar 2004 den Klägern vom Jahresum-
satz 2004 (inkl. veranlasste Kosten) einen gerichtlich zu bestimmen-
den Betrag zurückzuerstatten. 

Es sei der im Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstrei-
tigkeiten vom 10. Februar 2004 verfügte und im Urteil des EVG vom 
25. Januar 2006 bestätigte Ausschluss von der Tätigkeit zu Lasten 
der sozialen Krankenversicherung über die verfügten zwei Jahre hin-
aus dauerhaft zu verfügen.
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die Zahlen des Jah-
res 2004 zeigten, dass der Beklagte nach wie vor gegen das Wirtschaft-
lichkeitsgebot verstosse, weshalb eine Zusammenarbeit mit ihm nicht mehr 
zumutbar sei. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Dezember 2006 gab die damalige 
Vorsitzende die Zusammensetzung des Schiedsgerichts bekannt.

Mit Eingabe vom 24. Januar 2007 ersuchte der Beklagte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, es sei das Verfahren bis zum Urteil des EVG in 
Sachen SCHG 64336/64617/65539 zu sistieren und die Klageantwortfrist 
sowie die Frist für die Geltendmachung von Ablehnungsgründen auszuset-
zen, eventualiter sei die Frist zu erstrecken. 

Mit Stellungnahme vom 7. Februar 2007 ersuchten die Kläger um Abwei-
sung des Sistierungsantrags. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 22. Februar 2007 verfügte die damali-
ge Vorsitzende, über den Antrag auf Sistierung des Verfahrens werde erst 
nach Kenntnis der Beschwerdeerhebung bzw. Eröffnung eines Verfahrens 
vor Bundesgericht entschieden. Gleichzeitig wurden die angesetzten Fris-
ten für die Geltendmachung von Ablehnungsgründen resp. für die Einrei-
chung einer Klageantwort verlängert. 

Mit Eingabe vom 23. Februar 2007 teilte der Beklagte sinngemäss mit, 
dass er seinem Rechtsvertreter das Mandat entzogen habe. Dies wurde 
von Rechtsanwalt B.________ mit Eingabe vom 1. März 2007 bestätigt. 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 7

Mit Eingabe vom 13. März 2007 stellte der Beklagte den Antrag, das Ver-
fahren sei auf französisch zu führen und die Akten seien zu übersetzen. 

Mit Eingaben vom 26. und 27. März 2007 liess sich der Beklagte erneut 
vernehmen. 

Mit Klageantwort vom 4. April 2007 schloss der Beklagte sinngemäss auf 
Abweisung der Klage. 

Am 11. April 2007 ging die Klageantwort vom 4. April 2007 erneut beim 
Gericht ein (Weiterleitung durch das Bundesverwaltungsgericht; Schreiben 
vom 10. April 2007). 

E.

Mit Klage vom 26. Juni 2007 (Gerichtsdossier SCHG 68332 act. 81 ff.) 
stellten die Kläger Nr. 1 – 11, 14 – 25 (bzw. deren Rechtsvorgänger), ver-
treten durch santésuisse, handelnd durch die Geschäftsstelle Bern, folgen-
de Rechtsbegehren:

Der Beklagte sei zu verurteilen, basierend auf dem Urteil des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts EVG vom 25. Januar 2006 und 
dem Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten 
des Kantons Bern vom 10. Februar 2004 den Klägern vom Jahresum-
satz 2005 (inkl. veranlasste Kosten) einen gerichtlich zu bestimmen-
den Betrag zurückzuerstatten. 

Es sei der im Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstrei-
tigkeiten vom 10. Februar 2004 verfügte und im Urteil des EVG vom 
25. Januar 2006 bestätigte Ausschluss von der Tätigkeit zu Lasten 
der sozialen Krankenversicherung über die verfügten zwei Jahre hin-
aus dauerhaft zu verfügen.
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die Zahlen des Jah-
res 2005 zeigten, dass der Beklagte seine unwirtschaftliche Behandlungs-
weise fortsetze. 

Mit Eingabe vom 6. Juli 2007 beantragte der Beklagte, das Verfahren sei 
auf französisch zu führen. 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 8

F.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Mai 2011 vereinigte die damalige 
Vorsitzende die Verfahren SCHG 66915 (Rückforderung pro 2004, dauer-
hafter Ausschluss), SCHG 68332 (Rückforderung pro 2005, dauerhafter 
Ausschluss) und SCHG 69286 (BGer K 9/07, Rückweisung an die Vorin-
stanz zur Prüfung des dauerhaften Ausschlusses). Gleichzeitig wurden die 
Kläger aufgefordert, ihre Klageschriften unter Berücksichtigung der neuen 
Rechtsprechung (BGE 137 V 43, 136 V 415) anzupassen, sich zur Frage 
der Verwirkung der anbegehrten Rückforderungen pro 2004 und 2005 und 
der Verhaltensänderung des Beklagten zu äussern sowie zur Frage der 
aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen. 

Mit Eingabe vom 15. Juni 2011 stellte der Beklagte ein Ablehnungsgesuch 
gegen die damalige Vorsitzende (Verfahren SCHG/2011/590). 

Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kan-
tons Bern vom 29. Juli 2011, SCHG/2011/590, wurde das Gesuch um Ab-
lehnung der damaligen Vorsitzenden in den Dr. med. A.________ 
betreffenden Verfahren abgewiesen. Dieses Urteil wurde nicht angefoch-
ten.

Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Oktober 2011 nahm die damalige 
Vorsitzende das Verfahren wieder auf und setzte den Klägern die Frist zur 
Klageverbesserung resp. Stellungnahme gemäss prozessleitender Verfü-
gung vom 19. Mai 2011 neu an. 

In der Folge wurden – mit Blick auf in Aussicht gestellte aussergerichtliche 
Verhandlungen – sechs Fristverlängerungen gewährt. 

Mit Eingabe vom 28. September 2012 reichten die Kläger angepasste Kla-
geschriften ein, nahmen Stellung zu den aufgeworfenen Fragen und hielten 
am Antrag auf definitiven Ausschluss fest. Zudem reichten sie die Rech-
nungssteller-Statistik der Jahre 2007 – 2011 ein (in den Verfahrensakten). 

Der Beklagte, inzwischen vertreten durch Rechtsanwalt Dr. E.________, 
beantragte – nach viermaliger Fristerstreckung – mit Stellungnahme vom 
18. Februar 2013 die Abweisung der Klagen. 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 9

Mit Eingabe vom 18. Februar 2013 reichte der Beklagte selbst eine weitere 
Eingabe ein, in welcher er unter anderem ein (weiteres) Ablehnungsgesuch 
gegen die damalige Vorsitzende stellte (Verfahren SCHG/2013/336).

Mit prozessleitender Verfügung vom 26. April 2013 wurden die Kläger auf-
gefordert, die Daten gemäss BGE 136 V 415 für die Jahre 2004 und 2005 
sowie 2009 – 2011 einzureichen.

Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kan-
tons Bern vom 6. Mai 2013, SCHG/2013/336, wurde auf das Gesuch um 
Ablehnung der damaligen Vorsitzenden in den Dr. med. A.________ betref-
fenden Verfahren nicht eingetreten. Dieses Urteil wurde nicht angefochten.

Mit Eingabe vom 17. Mai 2013 reichten die Kläger aufforderungsgemäss 
die Daten gemäss BGE 136 V 415 (Namen der Ärzte, welche die Ver-
gleichsgruppe bilden sowie – in anonymisierter Form – deren individuelle 
Daten aus dem „santésuisse-Datenpool“) für die Jahre 2004 – 2005 und 
2009 – 2011 ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 22. Mai 2013 wurde dem Beklagten 
Gelegenheit zur Stellungnahme zur Vergleichsgruppe eingeräumt. 

Mit Eingaben vom 31. Mai, 8. Juli, 15. Juli und 14. August 2013 reichte der 
Beklagte selbst weitere Eingaben ein, in welchen er unter anderem diverse 
Anträge stellte und um eine weitere Fristerstreckung ersuchte. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. August 2013 wurde hinsichtlich der 
diversen Anträge auf das Urteil verwiesen und dem Beklagten letztmals 
eine nicht verlängerbare Frist gesetzt zur Einreichung einer Stellungnahme 
zur Vergleichsgruppe. 

Am 3. und 22. September 2013 reichte der Beklagte selbst weitere Einga-
ben ein, in welchen er unter anderem ein (weiteres) Ablehnungsgesuch 
gegen die damalige Vorsitzende stellte (Verfahren SCHG/2013/845).

Mit Eingabe vom 23. September 2013 reichte der Rechtsvertreter des Be-
klagten eine Stellungnahme zur Vergleichsgruppe ein. 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 10

Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kan-
tons Bern vom 15. Oktober 2013, SCHG/2013/845, wurde auf das Gesuch 
um Ablehnung der damaligen Vorsitzenden in den Dr. med. A.________ 
betreffenden Verfahren nicht eingetreten. 

Mit Eingabe vom 21. Oktober 2013 beantragte der Beklagte – zusätzlich zu 
den bereits formulierten Anträgen –, es sei eine öffentliche Verhandlung 
nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101) durchzuführen.

Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kan-
tons Bern vom 30. Oktober 2013, SCHG 66915/68332/69286, wurde der 
Beklagte in Gutheissung der Klagen verurteilt, den Klägern für die Jahre 
2004 und 2005 den Betrag von insgesamt Fr. 136‘836.50 zurückzuerstat-
ten. Ebenfalls in Gutheissung der Klagen wurde der Beklagte – im Verhält-
nis zu den Klägern – definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligator-
ischen Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen. Das Begehren des 
Beklagten auf eine öffentliche Schlussverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
wurde abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bun-
desgericht – soweit es darauf eintrat – mit Entscheid vom 1. April 2014, 
9C_885/2013, gut und hob das Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversi-
cherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013 auf. Die 
Sache wurde an die Vorinstanz zurückgewiesen zum Entscheid über die 
Form der dem Beklagten zu gewährende Einsicht in die Daten-CD der 
Krankenversicherer sowie zur Durchführung einer öffentlichen Verhandlung 
gemäss Art. 6 EMRK (BGer 9C_885/2013, E. 3.1 und 3.2) und anschlies-
send neuem Entscheid über die Klagen.

G.

Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Mai 2014 teilte der Vorsitzende 
des Schiedsgerichts den Parteien mit, dass die Klage vom 8. Juni 2004 – 
soweit entsprechend offene Anträge vorlägen – (vgl. Rückweisungsent-
scheide des Bundesgerichts vom 25. März 2008 [K 9/07] und vom 1. April 
2014 [9C_885/2013]) unter der Verfahrensnummer SCHG/2014/390, die 
Klage vom 21. Juni 2006 (Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 11

vom 1. April 2014) unter der Verfahrensnummer SCHG/2014/391 und die 
Klage vom 26. Juni 2007 (Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts 
vom 1. April 2014) unter der Verfahrensnummer SCHG/2014/392 registriert 
würden, wobei die erwähnten Verfahren vereinigt wurden. Weiter erfolgte 
die Information an die Parteien, dass die bisher im vorliegenden Verfahren 
als neutrale Vorsitzende des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstrei-
tigkeiten des Kantons Bern eingesetzte Verwaltungsrichterin Fuhrer seit 
Beginn des Jahres 2014 nicht mehr als neutrale Vorsitzende des Schieds-
gerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern amte und an 
ihre Stelle in den vorliegenden Verfahren Verwaltungsrichter Dr. iur. 
Schwegler trete. Gleichzeitig teilte der Vorsitzende den Parteien die Beset-
zung des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons 
Bern für die betreffenden Verfahren mit: Verwaltungsrichter Dr. iur. 
Schwegler, Vorsitzender; Fürsprecher Cadotsch, Mitglied; Dr. med. Gubler, 
Mitglied; Gerichtsschreiberin Tomic. Zudem wurde den Parteien Gelegen-
heit gegeben, sich zum weiteren verfahrensrechtlichen Vorgehen zu äus-
sern, insbesondere auch zur Frage, inwieweit über einen dauernden 
Ausschluss des Beklagten von der Tätigkeit zu Lasten der klagenden Kran-
kenversicherer überhaupt noch entschieden werden könne bzw. müsse 
(vgl. das in dieser Hinsicht auf Nichteintreten lautende Erkenntnis des Bun-
desgerichts, 9C_885/2013 E. 1 und Dispo Ziff. 1 erster Satz). Desweitern 
wurden dem Beklagten mit der prozessleitenden Verfügung vom 15. Mai 
2014 die ab der von den Klägern eingereichten Daten-CD vom Gericht er-
stellten Papierausdrucke zur Einsichtnahme zugestellt und Gelegenheit 
gegeben, seine bisherigen Ausführungen zur Sache zu ergänzen. Schliess-
lich stellte der Vorsitzende die Ansetzung eines Termins für eine öffentliche 
Schlussverhandlung nach Art. 6 EMRK für einen späteren Zeitpunkt in 
Aussicht. 

Mit Eingabe vom 17. Juni 2014 hielten die Kläger an den ursprünglichen 
Anträgen grundsätzlich fest und führten aus, es sei gemäss BGer 
9C_855/2013, E. 3.1 und 3.2, weiter vorzugehen und über die Klagen neu 
zu entscheiden. Zusätzlich machten sie Ausführungen betreffend den defi-
nitiven Ausschluss des Beklagten von der Tätigkeit zu Lasten der obligato-
rischen Krankenpflegeversicherung. 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 12

Der Beklagte ergänzte mit Eingabe vom 7. August 2014 seine bisherigen 
Ausführungen; zur Frage des definitiven Ausschlusses von der Tätigkeit zu 
Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung hielt er fest, er wolle 
weiterhin als Arzt praktizieren.

Da der Beklagte die Legitimation der Vertreterin der Kläger – santésuisse – 
mit Blick auf einzelne Kläger in Frage stellte, gab der Vorsitzende dieser 
mit prozessleitender Verfügung vom 13. August 2014 Gelegenheit, sich 
dazu zu äussern. Gleichzeitig wurde der Beklagte aufgefordert, die ihm 
allein zur Einsicht zur Verfügung gestellten Akten innert Frist an das Ge-
richt zurückzusenden. 

Unter anderem im Zusammenhang mit der dem Beklagten gewährten Ak-
teneinsicht bzw. der Rücksendung der Akten reichte der Beklagte am 
19. August, 1. und 2. September 2014 weitere Eingaben ein und es wurden 
am 22. August und 4. September 2014 prozessleitende Verfügungen erlas-
sen. 

Mit Eingabe vom 3. September 2014 stellte die Vertreterin der Kläger die 
Einreichung von Vollmachten der zwischenzeitlich aus santésuisse ausge-
tretenen Krankenversicherer in Aussicht; diese gingen am 11. September 
2014 beim Gericht ein. 

Am 12. September 2014 reichte der Beklagte eine weitere Eingabe ein, mit 
welcher er unter anderem geltend machte, im Vergleich zu den Klageerhe-
bungen seien auf der Liste der Kläger neue Versicherer aufgeführt, die bis-
her nicht erwähnt worden seien. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. September 2014 schloss der Vor-
sitzende das Beweisverfahren und den Schriftenwechsel. Der Termin für 
die öffentliche Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK wurde auf den 
23. Oktober 2014, 10.15 Uhr, angesetzt. Gleichzeitig wurde darauf hinge-
wiesen, dass die Sprache des vorliegenden Verfahrens Deutsch sei. Die 
Schlussverhandlung finde dementsprechend in deutscher Sprache statt 
und die Plädoyers seien grundsätzlich in deutscher Sprache zu halten. Es 
sei dem Beklagten jedoch freigestellt, sein eigenes Plädoyer in französi-
scher Sprache zu halten. Es erfolge während der öffentlichen Schlussver-
handlung keine Übersetzung von der einen in die andere Amtssprache.

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 13

Am 8. Oktober 2014 teilten die Kläger dem Gericht mit, dass sich die Par-
teien derzeit in Vergleichsverhandlungen befänden und fragten an, ob das 
Gericht einer Sistierung auf gemeinsamen Antrag bis zur allfälligen 
vollständigen Bezahlung eines vereinbarten Betrages (voraussichtlich März 
2016) zustimmen würde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Oktober 2014 hielt der Vorsitzende 
fest, eine Sistierung im Sinne der Anfrage könne derzeit nicht verbindlich in 
Aussicht gestellt werden. Der Termin der EMRK-Schlussverhandlung wür-
de allein im Falle eines (rechtzeitig eingereichten) bedingungslosen Rück-
zugs des Antrags durch den Beklagten bzw. des Einreichens eines 
beidseitig unterzeichneten Vergleichs mit entsprechender Klausel abge-
setzt. Es werde den Parteien freistehen, nach der genannten Schlussver-
handlung dem Gericht Antrag auf Sistierung des Verfahrens zu stellen.

Am 17. Oktober 2014 reichte der Beklagte eine weitere Eingabe ein, mit 
welcher er unter anderem Verwaltungsrichter Schwegler als neutralen Vor-
sitzenden des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des 
Kantons Bern in den vorliegenden Verfahren als befangen ablehnte. Mit 
prozessleitender Verfügung vom 21. Oktober 2014 sagte der im Ableh-
nungsverfahren (SCHG/2014/989) zuständige Vorsitzende die auf den 
23. Oktober 2014 angesetzte öffentliche Schlussverhandlung ab, verwies 
die weiteren Verfahrensanträge, soweit sie nicht die Ablehnung betrafen, in 
die Hauptverfahren und sistierte die Verfahren SCHG/2014/390 – 392, so-
weit nicht das Ablehnungsbegehren betreffend, bis zum rechtskräftigen 
Abschluss des Verfahrens SCHG/2014/989. 

Der Beklagte reichte am 21. und 22. Oktober 2014 weitere Eingaben und 
ein Arztzeugnis ein, mit welchem ihm ab dem 22. Oktober 2014 vorüberge-
hend eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und bestätigt wurde, dass 
er nicht in der Lage sei, einen Gerichtstermin wahrzunehmen. 

Mit Urteil vom 27. November 2014 (SCHG/2014/989) wies das Schiedsge-
richt in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern das Gesuch um 
Ablehnung von Verwaltungsrichter Schwegler als neutralen Vorsitzenden in 
den den Beklagten betreffenden Verfahren ab. Dieses Urteil blieb unange-
fochten.

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 14

Am 29. Dezember 2014 reichte der Beklagte eine weitere Eingabe mit An-
trägen und zusätzlichen Ausführungen ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Januar 2015 hob der Vorsitzende 
die Sistierung der Verfahren SCHG/2014/390 – 392 auf. Weiter wurden die 
Parteien darüber informiert, dass zufolge demnächst anstehender mehr-
monatiger Gerichtsabwesenheit der Gerichtsschreiberin Tomic diese im 
Spruchkörper der vorliegenden Verfahren durch Gerichtsschreiberin Bos-
sert ersetzt werde. Zudem wurden Termine für die öffentliche Schlussver-
handlung vorgeschlagen, wozu sich die Kläger mit Eingabe vom 23. Januar 
2015 äusserten. Der Beklagte reichte am 26. Januar 2015 eine Eingabe 
ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Januar 2015 bestätigte der Vorsit-
zende die Schliessung des Schriftenwechsels und des Beweisverfahrens. 
Gleichzeitig wurde der Termin für die öffentliche Schlussverhandlung auf 
den 5. März 2015, 14.00 Uhr, angesetzt, dies mit dem gleichen Hinweis zur 
Verfahrenssprache wie in der prozessleitenden Verfügung vom 24. Sep-
tember 2014. 

Nachdem der Beklagte am 9. Februar 2015 eine weitere Eingabe einge-
reicht hatte, hielt der Vorsitzende am 11. Februar 2015 fest, dass die pro-
zessleitende Verfügung vom 28. Januar 2015 vollumfänglich ihre Gültigkeit 
behalte. Daraufhin teilte der Beklagte am 12. Februar 2015 mit, seine Ein-
gabe vom 9. Februar 2015 sei an die zuständige Aufsichtsbehörde gerich-
tet gewesen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Februar 2015 wies der Vorsitzen-
de den Antrag des Beklagten auf Aufhebung der prozessleitenden Verfü-
gung vom 11. Februar 2015 ab und hielt fest, dass die bisher ergangenen 
prozessleitenden Verfügungen, insbesondere die Anordnung und das Auf-
gebot zur öffentlichen Schlussverhandlung ihre Gültigkeit behielten. Gleich-
zeitig wurden die Eingaben des Beklagten vom 9. und 12. Februar 2015 – 
wie von diesem verlangt – der Justizkommission des Grossen Rates des 
Kantons Bern übermittelt.

Am 25. Februar 2015 stellte der Beklagte aus gesundheitlichen Gründen 
ein Gesuch um Verschiebung der öffentlichen Schlussverhandlung vom 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 15

5. März 2015 und reichte ein Schreiben von Dr. med. C.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 24. Februar 2015, ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 26. Februar 2015 wies der Vorsitzen-
de das Gesuch um Verschiebung der öffentlichen Schlussverhandlung 
nach Art. 6 EMRK ab, wobei es dem Beklagten freigestellt wurde, sein Ge-
such um Verschiebung unter hinreichender Dokumentation erneut zu stel-
len. 

Von dieser Möglichkeit machte der Beklagte in der Folge am 2. März 2015 
unter Beilage eines gleichentags verfassten ausführlichen Arztzeugnisses 
von Dr. med. C.________ Gebrauch.

Mit prozessleitender Verfügung vom 4. März 2015 setzte der Vorsitzende 
die auf den 5. März 2015 angesetzte öffentliche Schlussverhandlung nach 
Art. 6 EMRK ab. Zudem wurde festgehalten, dass der Schriftenwechsel 
und das Beweisverfahren geschlossen blieben. Weiter wurde es dem Be-
klagten freigestellt, innert Frist unter unbedingtem Rückzug seines Antrags 
auf eine öffentliche Schlussverhandlung nach Art. 6 EMRK sein Plädoyer in 
schriftlicher Form einzureichen. 

Der Vorsitzende machte mit prozessleitender Verfügung vom 10. März 
2015 Terminvorschläge für die öffentliche Schlussverhandlung gemäss Art. 
6 EMRK. Dazu nahmen der Beklagte mit Eingabe vom 16. März 2015 und 
die Kläger mit Eingabe vom 17. März 2015 Stellung.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. März 2015 setzte der Vorsitzende 
die öffentliche Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK auf den 1. Mai 
2015, 10.00 Uhr, an, dies wiederum mit dem gleichen Hinweis auf die Ver-
fahrenssprache wie in den prozessleitenden Verfügungen vom 24. Sep-
tember 2014 und 28. Januar 2015.

Mit Eingabe vom 10. April 2015 verlangte der Beklagte bis spätestens zehn 
Tage vor der Verhandlung vom 1. Mai 2015 die Zustellung einer ausführli-
chen Liste der eingeladenen oder akkreditierten Journalisten mit Namen, 
Vornamen, und Adresse sowie der Zeitungen (mit Adresse der Redaktion), 
für welche sie tätig seien. Am 16. April 2015 beantragte der Beklagte die 
Zustellung von Organigrammen der Abteilungen des Verwaltungsgerichts 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 16

sowie der Abteilungen des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitig-
keiten des Kantons Bern. Ebenfalls am 16. April 2015 (Eingang am 
20. April 2015) stellte der Beklagte in den vorliegenden Verfahren erneut 
ein Ablehnungsgesuch gegen Verwaltungsrichter Schwegler als neutralen 
Vorsitzenden, dies insbesondere unter Hinweis auf eine von ihm gegen 
Verwaltungsrichter Schwegler eingereichte Strafanzeige und sein Gesuch 
um Einleitung einer Administrativuntersuchung.

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. April 2015 wurden dem Beklagten 
Ausdrucke der Homepage des Verwaltungsgerichts (Auflistung dessen 
Mitglieder, Gerichtsschreiberinnen sowie Gerichtsschreiber, Mitglieder des 
Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten) sowie eine Liste der 
Medien mit akkreditierten Journalistinnen und Journalisten am Verwal-
tungsgericht, welche per verzeichnete Adresse über die Sitzungstermine 
nach Art. 6 EMRK informiert würden, zugestellt. Zudem wurde festgehalten, 
dass die prozessleitende Verfügung vom 19. März 2015 weiterhin Gültigkeit 
behalte. 

Am 29. April 2015 nahm der Beklagte beim Gericht von 10.05 Uhr bis 
11.30 Uhr Einsicht in die Akten. Auf seinen Wunsch wurden von diversen 
Dokumenten Kopien erstellt, welche ihm ausgehändigt wurden.

Am 1. Mai 2015 wies das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkei-
ten des Kantons Bern in der Besetzung von Verwaltungsrichter Schwegler, 
neutraler Vorsitzender, Fürsprecher Paul Cadotsch, Fachrichter, Dr. med. 
Christian Gubler, Fachrichter, und Gerichtsschreiberin Bossert das Ableh-
nungsgesuch des Beklagten vom 16. April 2015 gegen Verwaltungsrichter 
Schwegler in den Verfahren SCHG/2014/390 – 392 im Rahmen einer 
nichtöffentlichen Urteilsberatung gemäss Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kanto-
nalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 
Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) in Form eines Zwischenentschei-
des ab, soweit darauf einzutreten war. Im Anschluss hieran fand die öffent-
liche Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK statt, anlässlich welcher 
den Parteien vorab der Entscheid über das Ablehnungsgesuch gegen Ver-
waltungsrichter Schwegler mündlich eröffnet wurde. Die schriftliche Eröff-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 17

nung und Begründung wurde mit dem Urteil in der Hauptsache in Aussicht 
gestellt. Im Rahmen der Parteivorträge bestätigten die Parteien die gestell-
ten Rechtsbegehren.

Am 8. Mai 2015 ging die Kostennote des Anwalts der Kläger beim Gericht 
ein. Auf entsprechendes Ersuchen des Beklagten vom 12. Mai 2015 hin 
stellte der Vorsitzende den Parteien eine Kopie des Protokolls der öffentli-
chen Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK vom 1. Mai 2015 zu und 
gab dem Beklagten die Möglichkeit, innert Frist die Kostennote seines 
(früheren) Rechtsvertreters einzureichen.

Erwägungen:

1.

1.1 Gemäss Art. 89 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung 
vom 18. März 1994 (KVG; SR 832.10) sind Streitigkeiten zwischen Versi-
cherern und Leistungserbringern durch ein Schiedsgericht zu entscheiden 
(Abs. 1). Die Kantone können die Aufgaben des Schiedsgerichts dem kan-
tonalen Versicherungsgericht übertragen (Abs. 4 Satz 3 Halbsatz 1), was 
der Kanton Bern getan hat (Art. 40 des kantonalen Gesetzes betreffend die 
Einführung der Bundesgesetze über die Kranken-, die Unfall- und die Mi-
litärversicherung vom 6. Juni 2000 [EG KUMV; BSG 842.11]). Weiter regelt 
das Bundesrecht die Zuständigkeit im System des Tiers garant (Art. 89 
Abs. 3 KVG). 

Im vorliegenden Verfahren ist eine Streitigkeit zwischen zahlreichen Versi-
cherern und einem Leistungserbringer zu beurteilen, weshalb die sachliche 
Zuständigkeit des Schiedsgerichts gegeben ist. Der Beklagte hat bzw. hatte 
seine Praxis im Kanton Bern (…), womit auch die örtliche Zuständigkeit zu 
bejahen ist (Art. 89 Abs. 2 KVG).

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 18

1.2

1.2.1 Mit Blick auf den Umstand, dass gewisse der klagenden Kranken-
versicherer seit Klageerhebung ihre santésuisse-Mitgliedschaft aufgegeben 
haben, hat der Beklagte die Legitimation von santésuisse zur Vertretung 
bestritten (vgl. insbesondere Eingabe vom 7. August 2014 [Gerichtsdossier 
SCHG/2014/390 – 392 act. 60]), was er auch an der öffentlichen Schluss-
verhandlung vom 1. Mai 2015 wiederholt hat. Diesbezüglich ist festzuhal-
ten, dass unter www.santésuisse.ch eine Auflistung aller santésuisse 
angeschlossenen Krankenversicherer aufgeschaltet ist. Für diejenigen kla-
genden Krankenversicherer, die nicht mehr santésuisse-Mitglieder sind 
(CSS-Kranken-Versicherung AG, Helsana Versicherungen AG, INTRAS 
Kranken-Versicherung AG, KPT Krankenkasse AG, Progrès Versicherun-
gen AG, Sanitas Grundversicherungen AG, SUPRA-1846 SA, Wincare 
Versicherungen AG) wurden Vollmachten ermächtigend santésuisse zur 
Vertretung in den vorliegenden Verfahren eingereicht (SCHG/2014/390 – 
392 act. I 1, 3 – 6). Für die übrigen klagenden Krankenversicherer, die 
nach wie vor santésuisse-Mitglieder sind, ergibt sich die Vertretungsvoll-
macht für santésuisse aus Art. 16 der santésuisse-Statuten (abrufbar unter 
www.santésuisse.ch). 

1.2.2 Die Moove Sympany AG (vormals Krankenkasse 57) sowie die 
Konkursmasse der Krankenkasse KBV sind alleine am Verfahren bezüglich 
der Frage des dauernden Ausschlusses von der Tätigkeit zu Lasten der 
obligatorischen Krankenpflegeversicherung (SCHG 69286 [Rückweisung 
gemäss BGer K 9/07]) beteiligt (vgl. zudem E. 1.4 hiernach), nicht hingegen 
an denjenigen Verfahren bezüglich Rückforderung für die Jahre 2004 und 
2005 (SCHG 66915 und SCHG 68332). Da die Moove Sympany AG santé-
suisse-Mitglied ist, leitet sich die diesbezügliche Vertretungsvollmacht für 
santésuisse aus der entsprechenden statutarischen Grundlage ab (vgl. E. 
1.2.1 hiervor). Hinsichtlich der Konkursmasse der Krankenkasse KBV ist 
auf das Folgende hinzuweisen: Zunächst befand sich die Krankenkasse 
KBV in Liquidation und nun liegt die Konkursmasse vor. Folglich wird keine 
Versicherungstätigkeit mehr ausgeübt, womit für die Konkursmasse der 
Krankenkasse KBV inzwischen auch kein Rechtsschutzinteresse mehr am 
Entscheid über den Ausschluss des Beklagten aus der Kassenpraxis be-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 19

steht und deshalb auf ihr Klagebegehren schon deshalb nicht mehr einge-
treten werden kann (vgl. zudem E. 1.4 hiernach).

Zu erwähnen ist ausserdem, dass der Beklagte im Verhältnis zur KPT 
Krankenkasse AG bereits mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversiche-
rungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 8. Dezember 2012 
(SCHG/2010/789) definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen 
Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen worden ist. Das Bundesgericht 
ist auf die dagegen erhobene Beschwerde nicht eingetreten (BGer 
9C_103/2013, E. 1). Hinsichtlich der KPT Krankenkasse AG ist damit die 
Frage des definitiven Ausschlusses aus der Kassenpraxis bereits absch-
liessend beurteilt (vgl. zudem E. 1.4 hiernach).

1.3 Im Bereich des für das Schiedsgericht anwendbaren Klageverfah-
rens ergibt sich der Streitgegenstand einzig aus den Rechtsbegehren der 
Klage, und allenfalls, soweit zulässig, der Widerklage (vgl. BGE 135 V 23 
E. 3.1 S. 26).

1.4. Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten 
des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013, SCHG 66915/68332/69286, wur-
de der Beklagte in Gutheissung der entsprechenden Klagen im Verhältnis 
zu den Klägern definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen 
Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen. Mit dem Rückweisungsent-
scheid vom 1. April 2014, 9C_885/2013, E. 1, ist das Bundesgericht auf die 
gegen den dauernden Ausschluss des Beklagten aus der Kassenpraxis 
erhobene Beschwerde nicht eingetreten. Es ging hierbei davon aus, der 
Beklagte habe seine Tätigkeit aufgegeben und wolle damit auch gar nicht 
mehr zu Lasten der Kläger abrechnen, womit ihm ein Rechtsschutzinteres-
se an der Anfechtung des kantonalen Entscheides fehle. Das Urteil des 
Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 
30. Oktober 2013, SCHG 66915/68332/69286, mit welchem der Beklagte 
im Verhältnis zu den Klägern definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obli-
gatorischen Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen wurde, ist somit 
insoweit in Rechtskraft erwachsen, so dass diese Frage nicht mehr zu the-
matisieren ist.

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 20

Bezüglich der Frage des Kassenausschlusses haben die Kläger in den 
vorliegenden Verfahren darauf hingewiesen (Eingabe vom 17. Juni 2014 
[Gerichtsdossier SCHG/2014/390 – 392 act. 50]; Ausführungen in der öf-
fentlichen Schlussverhandlung vom 1. Mai 2015), dass der Beklagte auch 
in den Jahren 2013 und 2014 noch Leistungen erbracht und abgerechnet 
habe, die ZSR-Nummer des Beklagten (D451902; vgl. www.sasis.ch) sei 
momentan sistiert, diese könne aber immer wieder aufgenommen werden. 
Zudem hat der Beklagte in der Eingabe vom 7. August 2014 (Gerichtsdos-
sier SCHG/2014/390 – 392 act. 68) selber geltend gemacht, er wolle sei-
nen Beruf als Arzt weiterhin ausüben. Selbst wenn mit Blick auf diese 
Vorbringen der im bundesgerichtlichen Verfahren vom Beklagten vermittel-
te Eindruck, nicht mehr tätig zu sein bzw. nicht mehr tätig sein zu wollen – 
im bewilligenden Kanton Bern wurde der Beklagte per 31. Dezember 2012 
abgemeldet (vgl. www.medreg.admin.ch) – nicht stimmen würde und das 
kantonale Gericht entgegen des diesbezüglich abschliessenden Entschei-
des des Bundesgerichts zufolge neuer Erkenntnisse (vgl. Entscheid des 
BGer vom 3. August 2012, 8C_152/2012, E. 4) nochmals über den Aus-
schluss aus der Kassenpraxis urteilen müsste, würde sich auch unter 
Berücksichtigung der weiteren Schriften der Parteien wie auch deren Aus-
führungen hierzu an der öffentlichen Schlussverhandlung nach Art. 6 
EMRK vom 1. Mai 2015 insgesamt nichts daran ändern, dass dem Antrag 
auf definitiven Ausschluss zu entsprechen wäre. Es kann diesbezüglich auf 
die Ausführungen im Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungs-
streitigkeiten des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013, SCHG 
66915/68332/69286, E. 4, verwiesen werden.

1.5 Das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten urteilt in 
Dreierbesetzung. Es besteht aus einem Mitglied einer Abteilung des Ver-
waltungsgerichts als neutralem Vorsitzenden und je einer Vertreterin oder 
einem Vertreter der betroffenen Versicherer und Leistungserbringer. Diese 
werden von der oder dem neutralen Vorsitzenden bezeichnet (Art. 89 
Abs. 4 Sätze 2 und 3 KVG, Art. 56 Abs. 4 GSOG).

1.6

1.6.1 Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 21

finden gemäss Art. 1 Abs. 2 lit. e KVG beim Verfahren vor dem kantonalen 
Schiedsgericht (Art. 89 KVG) keine Anwendung. Folglich richtet sich das 
Verfahren nach dem KVG. Dieses schreibt vor, dass das Verfahren einfach 
und rasch zu sein und das Schiedsgericht die für den Entscheid erhebli-
chen Tatsachen unter Mitwirkung der Parteien festzustellen hat, wobei es 
die notwendigen Beweise erhebt und in der Beweiswürdigung frei ist 
(Art. 89 Abs. 5 KVG). Ferner verlangt das Bundesrecht, dass die Entschei-
de mit einer Begründung, einer Rechtsmittelbelehrung sowie mit den Na-
men der Mitglieder des Gerichts versehen schriftlich eröffnet werden 
(Art. 89 Abs. 6 KVG). Im Übrigen bezeichnet der Kanton das Schiedsge-
richt (Art. 89 Abs. 4 Satz 1 KVG) und regelt das Verfahren (Art. 89 Abs. 5 
Halbsatz 1 KVG), was bedeutet, dass den Kantonen eine weitgehende Ge-
setzgebungskompetenz zur Ausgestaltung des Verfahrens zusteht (vgl. 
Entscheid des EVG vom 30. April 2004, K 143/03, E. 6.1).

1.6.2 Gemäss Art. 41 lit. b und c EG KUMV beurteilt das Schiedsgericht 
als einzige Instanz u.a. den Ausschluss eines Leistungserbringers durch 
einen Versicherer gemäss Art. 59 KVG sowie Streitigkeiten zwischen Ver-
sicherern und Leistungserbringern gemäss Art. 89 KVG. Das Verfahren vor 
dem Schiedsgericht wird durch die Art. 44 ff. EG KUMV geregelt, wobei 
sich das Vermittlungsverfahren sinngemäss nach den Bestimmungen über 
das Schlichtungsverfahren gemäss Art. 202 ff. der Schweizerischen Zivil-
prozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) und das Klage-
verfahren sich nach den Bestimmungen des VRPG richtet, jeweils 
vorbehältlich abweichender Regelungen des EG KUMV (Art. 45 Abs. 4 und 
Art. 46 Abs. 2 EG KUMV). 

1.7 Der Beklagte verlangte – wie schon in früheren Verfahren – die 
Durchführung des Verfahrens in französischer Sprache, da er französischer 
Muttersprache sei, der französischsprachigen Minderheit angehöre und die 
in deutscher Sprache verfassten Klagen und Verfügungen nicht verstehe. 
Indes ist gerichtsnotorisch, dass der Beklagte über ausgezeichnete 
Deutschkenntnisse verfügt (u.a. hat er seine Dissertation in deutscher 
Sprache verfasst), weshalb kein Anlass besteht, dieses Verfahren nicht in 
deutscher Sprache durchzuführen (vgl. hierzu insb. BGer K 9/07, E. 4; Ent-
scheid des EVG vom 29. August 2003, K 15/01, E. 1).

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 22

1.8 Der Beklagte stellte mit einer vom 16. April 2015 datierten, am 
20. April 2015 beim Gericht eingegangenen Eingabe erneut ein Ableh-
nungsgesuch gegen Verwaltungsrichter Schwegler als neutralen Vorsit-
zenden in den Verfahren SCHG/2014/390 – 392. Zur Begründung führte er 
sinngemäss aus, er habe gegen Verwaltungsrichter Schwegler eine Straf-
anzeige wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses gemäss Art. 320 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0), evtl. Amtsmiss-
brauch gemäss Art. 312 StGB, einreichen müssen. Seit dem 1. April 2014 
habe Verwaltungsrichter Schwegler unzählige Verfügungen erlassen, er – 
der Beklagte – nenne dies Mobbing und eine Art Nötigung. Verwaltungs-
richter Schwegler halte sich nicht an den Rat des Arztes und gebe sensible 
Informationen über den Gesundheitszustand des Beklagten und seine 
krankheitsbedingten Schwachstellen an die Gegenpartei weiter. Es bestehe 
ein sehr feindschaftliches Verhältnis und es fehle an Gelassenheit. Die 
Weitergabe von Angaben über seinen Gesundheitszustand an die Gegen-
partei lege nahe, dass es für die Annahme der Voreingenommenheit von 
Verwaltungsrichter Schwegler gute Gründe gebe. Trotz der Vielzahl der seit 
dem 1. April 2014 erlassenen Verfügungen habe sich Verwaltungsrichter 
Schwegler nie um die Instruktion und die in der Hauptsache relevanten 
Tatsachen und Beweise gekümmert.

1.8.1 Im Verfahren vor den kantonalen Schiedsgerichten gemäss Art. 89 
KVG haben die Parteien einen aus Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung 
(BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 EMRK abgeleiteten Anspruch darauf, dass 
ihre Sache von unabhängigen, unvoreingenommenen und unbefangenen 
Richtern ohne Einwirkung sachfremder Umstände entschieden wird 
(Entscheid des EVG vom 29. Juli 2004, K 29/04, E. 2.2). Voreingenom-
menheit und Befangenheit werden nach der Rechtsprechung angenom-
men, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung geeignet 
sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters zu erwecken. Solche 
Umstände können entweder in einem bestimmten Verhalten des betreffen-
den Richters oder in gewissen äusseren Gegebenheiten funktioneller und 
organisatorischer Natur begründet sein. Letzteres betrifft vor allem Konstel-
lationen einer Vorbefassung des Richters. Bei der Beurteilung solcher Um-
stände ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abzustellen. Das 
Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Wei-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 23

se begründet erscheinen. Es genügt, wenn Umstände vorliegen, die bei 
objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und Voreingenom-
menheit erwecken. Für die Ablehnung wird nicht verlangt, dass der Richter 
tatsächlich befangen ist (BGE 139 I 121 E. 4.1 S. 123 und E. 5.1 S. 125, 
137 I 227 E. 2.1 S. 229).

Die Rechtsprechung hat wiederholt festgehalten, dass die Ablehnung eines 
Richters in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Justizgewährleis-
tungsanspruch stehe, weshalb der Ausstand die Ausnahme bleiben müsse 
(BGE 116 Ia 32 E. 3b bb S. 40; SVR 2001 UV Nr. 11 S. 41 E. 1a).

Im Kanton Bern wird das Recht auf Unabhängigkeit und Unparteilichkeit 
der kantonalen Richterinnen und Richter als grundrechtliche Verfahrensga-
rantie unter Art. 26 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 
101.1) festgelegt. Dieser Artikel bezieht sich auf die gesetzlich vorgesehe-
nen Gerichte und ist nicht auf den Geltungsbereich der EMRK beschränkt 
(MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 9 N. 1). Gemäss Art. 9 Abs. 1 VRPG tritt eine Person, die eine Verfü-
gung oder einen Entscheid zu treffen oder vorzubereiten oder als Mitglied 
einer Behörde zu amten hat, in den Ausstand, wenn sie (lit. a) in der Sache 
ein persönliches Interesse hat; (lit. b) am Vorentscheid mitgewirkt hat; (lit. 
c) mit einer Partei in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis dem dritten 
Grade verwandt oder verschwägert oder durch Ehe, Kindesannahme, ein-
getragene Partnerschaft oder faktische Lebensgemeinschaft verbunden ist, 
wobei die Auflösung der Ehe oder der eingetragenen Partnerschaft den 
Ausstandsgrund nicht aufhebt; (lit. d) eines gesetzlichen Erfordernisses für 
das Amt verlustig geht; (lit. e) eine Partei vertritt oder für eine Partei in der 
gleichen Sache tätig war; (lit. f) aus andern Gründen in der Sache befangen 
sein könnte.

1.8.2 Über Ablehnungsbegehren entscheidet gemäss Art. 9 Abs. 2 VR-
PG grundsätzlich die in der Sache zuständige Behörde, unter Ausschluss 
der Betroffenen. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
kann über Ausstandsbegehren, die von vornherein unzulässig bzw. auf die 
offensichtlich nicht eingetreten werden kann oder die offensichtlich unbe-
gründet sind, jedoch vom betroffenen Spruchkörper unter Einbezug auch 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 24

des Abgelehnten entschieden werden (Entscheid des BGer vom 9. März 
2015, 8C_570/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 105 Ib 301 E. 1c S. 304). 

1.8.3 Aus den nachfolgend dazulegenden Gründen ist das Ablehnungs-
begehren – soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann – offensicht-
lich unbegründet, womit der Spruchkörper entsprechend der höchstrichter-
lichen Rechtsprechung selber darüber zu entscheiden hat.

1.8.4 Die Vornahme der einem Gerichtsmitglied von Gesetzes wegen 
obliegenden Pflichten begründet keine Befangenheit. Dies muss letztlich 
selbst dann gelten, wenn eine Partei durch Anschuldigungen vor einer Auf-
sichtsbehörde oder durch Einreichung von Strafanzeigen die Gerichtsper-
son zu diskreditieren versucht. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung 
vermögen verbale Anfeindungen, Unterstellungen oder auch das Erheben 
einer Strafanzeige durch eine Partei nicht für sich allein den Anschein der 
Befangenheit beim Adressaten zu begründen. Massgeblich ist in derartigen 
Fällen die Reaktion des Richters (Entscheid des BGer vom 19. April 2013, 
1B_664/2012, E. 3.3). Es darf und kann durchaus davon ausgegangen 
werden, dass gewählte Richterinnen und Richter mit dem dem Richteramt 
inhärenten Berufsrisiko, über die sachliche Formulierung eines Ausstands-
begehrens hinaus Gegenstand von breit gestreuten Diskreditierungsversu-
chen zu werden, umgehen können. Es kann von ihnen erwartet werden, 
dass sie selbst im entsprechenden Prozess davon abstrahierend amten 
können. Diskreditierungsversuche einer Partei begründen damit nicht be-
reits einen Ausstandsgrund. Zu prüfen bleibt jedoch jeweils, ob die Vorwür-
fe unabhängig davon, wie breit sie gestreut werden, sachlich gerechtfertigt 
sind.

Das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
hat unter Vorsitz von Verwaltungsrichter Schütz mit Urteil vom 27. Novem-
ber 2014, SCHG/2014/989, festgehalten, dass eine Befangenheit des Vor-
sitzenden nicht vorliegt. Bereits mit prozessleitender Verfügung vom 
24. September 2014 und damit noch vor dem erwähnten Entscheid des 
Schiedsgerichts hatte der Vorsitzende instruktionsrichterlich Schriften-
wechsel und Beweisverfahren geschlossen. Dass er nach der Wiederauf-
nahme des Hauptverfahrens daran festgehalten hat (vgl. prozessleitende 
Verfügung vom 28. Januar 2015), begründet keine Befangenheit. Daran 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 25

ändert auch nichts, dass der Beklagte die Sache nicht für spruchreif hält. 
Gerade diese Frage muss (und wird) abschliessend der Spruchkörper ent-
scheiden. Dass der Vorsitzende nach dem Urteil vom 27. November 2014, 
SCHG/2014/989, die Instruktion im Stand der Ansetzung der vom Beklag-
ten verlangten öffentlichen Schlussverhandlung wieder aufgenommen hat 
und den (erneut wiederholten) Begehren des Beklagten (insbesondere) zur 
Wiederaufnahme der Beweiserhebung nicht folgte, ist damit nicht zu bean-
standen und begründet keinen Anschein der Befangenheit des Vorsitzen-
den.

Sodann geht der Beklagte fehl, wenn er in den prozessleitenden Anord-
nungen des Vorsitzenden nach seinem Gesuch um Absetzung des Ver-
handlungstermins vom 5. März 2015 einen Ausstandsgrund behauptet. 
Verlangt eine Partei die Verschiebung eines Termins, so hat das Gericht 
sorgfältig die Begründetheit des Antrags zu prüfen, denn mit der Absetzung 
eines Verhandlungstermins verzögert sich automatisch auch die Urteilsfäl-
lung und – falls begründet – die Durchsetzung der eingeklagten Ansprüche. 
Welcher Natur die geltend gemachten Verhinderungsgründe auch sind, ist 
es Sache des Gerichts, diese umfassend und frei zu prüfen. Nichts anderes 
gilt, wenn gesundheitliche Gründe geltend gemacht werden. Behandelnde 
Ärzte erstatten in diesem Fall Bericht, sie sind jedoch keinesfalls kompe-
tent, die Relevanz abschliessend für das Gericht zu beurteilen. Die anspre-
chende Person, hier der Beklagte, ist beweisbelastet. Wenn unter diesen 
Umständen der Beklagte im Rahmen der Abweisung seines ersten (nicht 
hinreichend begründeten) Verschiebungsgesuchs (vgl. prozessleitende 
Verfügung vom 26. Februar 2015) auf die Erfordernisse eines hinreichen-
den Gesuchs hingewiesen wurde, so begründet dies keinesfalls den An-
schein der Befangenheit des verfügenden Vorsitzenden. Solche Ausfüh-
rungen sind notwendiger Bestandteil der Verfügungsbegründung. Dass der 
Beklagte mit seinem Antrag auf Absetzung des Termins aus gesundheitli-
chen Gründen hierzu einlässliche Angaben machen musste, liess und lässt 
sich nicht verhindern. Die Absetzung des Verhandlungstermins tangiert 
nicht allein die Interessen des dies beantragenden Beklagten, sondern vor-
ab auch diejenigen der die Interessen der Gemeinschaft der obligatorisch 
Krankenpflegeversicherten wahrenden Kläger. Diese haben ein eminentes 
und rechtlich geschütztes Interesse, die Gründe für die Absetzung zu erfah-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 26

ren. In diesem Rahmen haben sie Anspruch auf Einsicht in alle für den 
Entscheid betreffend die Absetzung des Termins relevanten Akten, wozu 
vorab die medizinischen Unterlagen gehören. Nur so können sie ihrerseits 
die Rechtmässigkeit der Absetzung bzw. die Notwendigkeit eines allfälligen 
Widerspruchs gegen eine unrechtmässige Terminabsetzung prüfen. Die 
Kenntnisnahme der vor Gericht entscheidrelevanten Tatsachen ist ein 
Kerngehalt des verfassungsmässig geschützten Anspruchs auf rechtliches 
Gehör der Kläger.

Schliesslich ist auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hinzuweisen, 
wonach es zulässig ist, dass ein Gericht auf ein Ablehnungsbegehren nicht 
eintritt, wenn dieses rechtsmissbräuchlich erscheint und einzig auf die 
Behinderung und Verzögerung des Verfahrens oder die Lahmlegung der 
Justiz gerichtet ist (Entscheid des BGer vom 28. September 2009, 
6B_498/2009, E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 114 Ia 278 E. 1 S. 278, 105 Ib 
301 E. 1b S. 303). Mit Blick auf den Umstand, dass der Beklagte bereits 
kurz vor der für den 23. Oktober 2014 angesetzten EMRK-Schlussver-
handlung, nämlich am 17. Oktober 2014, ein Ablehnungsbegehren gegen 
Verwaltungsrichter Schwegler gestellt hat und nun am 16. April 2015 
(Eingang beim Gericht am 20. April 2015) wiederum kurz vor dem 
Verhandlungstermin am 1. Mai 2015 Verwaltungsrichter Schwegler als 
befangen ablehnt, lässt zumindest die Frage nach einer allfälligen 
Rechtsmissbräuchlichkeit dieses Verhaltens aufkommen. In jedem Fall ist 
das Ablehnungsgesuch betreffend den Vorsitzenden der vorliegenden Ver-
fahren, Verwaltungsrichter Schwegler, offensichtlich unbegründet und da-
mit abzuweisen.

2.

2.1

2.1.1 Die zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abge-
rechneten Leistungen müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich 
sein (Art. 32 Abs. 1 KVG). Die Leistungserbringer haben sich in ihren Leis-
tungen auf das Mass zu beschränken, das im Interesse der Versicherten 
liegt und für den Behandlungszweck erforderlich ist (Art. 56 Abs. 1 KVG). 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 27

Für Leistungen, die über dieses Mass hinausgehen, kann die Vergütung 
verweigert werden. Eine nach diesem Gesetz dem Leistungserbringer zu 
Unrecht bezahlte Vergütung kann zurückgefordert werden (Art. 56 Abs. 2 
KVG).

2.1.2 Gemäss Art. 59 Abs. 1 KVG (in der geltenden Fassung gemäss 
Änderung vom 8. Oktober 2004; AS 2005 1071; in Kraft seit 1. Januar 
2005) werden gegen Leistungserbringer, welche gegen die im Gesetz vor-
gesehenen Wirtschaftlichkeits- und Qualitätsanforderungen (Art. 56 und 58 
KVG) oder gegen vertragliche Abmachungen verstossen, Sanktionen er-
griffen. Diese umfassen die Verwarnung (lit. a), die gänzliche oder teilweise 
Rückerstattung der Honorare, welche für nicht angemessene Leistungen 
bezogen wurden (lit. b), eine Busse (lit. c) oder im Wiederholungsfall den 
vorübergehenden oder definitiven Ausschluss von der Tätigkeit zu Lasten 
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (lit. d). Über Sanktionen 
entscheidet das Schiedsgericht nach Art. 89 KVG auf Antrag eines Versi-
cherers oder eines Verbandes der Versicherer (Art. 59 Abs. 2 KVG). Die 
Gesetzesänderung vom 8. Oktober 2004 trat am 1. Januar 2005 in Kraft, 
wurde aber erst am 22. Februar 2005 in der Amtlichen Sammlung (AS) 
publiziert und begründet daher erst ab dem 23. Februar 2005 Rechtspflich-
ten (Entscheid des BGer vom 15. Januar 2015, 9C_535/2014, [in BGE 141 
V 25 nicht publizierte] E. 5.1; SVR 2009 KV Nr. 13 S. 47 E. 1.2).

Obschon die Rückerstattung der Honorare (Art. 59 Abs. 1 lit. b KVG) neu 
unter dem Begriff "Sanktionen" (Art. 59 Abs. 1 Satz 1 KVG) steht, bleibt die 
zu Art. 56 Abs. 2 KVG ergangene Rechtsprechung anwendbar, wonach 
(namentlich) kein Verschulden des Leistungserbringers vorausgesetzt wird 
(BGE 141 V 25 E. 8.4 S. 30).

2.1.3 In zeitlicher Hinsicht ist gemäss Rechtsprechung auf Überarztungs-
fälle, die sich nach dem 23. Februar 2005 ereignet haben, ausschliesslich 
Art. 59 Abs. 1 lit. b KVG anwendbar. Art. 56 Abs. 2 KVG gelangt in diesen 
Fällen nicht parallel zur Anwendung (BGE 141 V 25 E. 8.3 S. 29).

2.2 Zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit kann rechtsprechungs-
gemäss sowohl die statistische Methode (Durchschnittskostenvergleich) als 
auch die analytische Methode (Einzelfallprüfung) – oder eine Kombination 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 28

beider Methoden – zur Anwendung gelangen (BGE 135 V 237 E. 4.6.1 
S. 245). Voraussetzung für die Anwendbarkeit der statistischen Methode 
ist, dass sich das Vergleichsmaterial hinreichend ähnlich zusammensetzt 
und sich der Vergleich über einen genügend langen Zeitraum erstreckt, 
wodurch bloss zufällige Unterschiede mehr oder weniger ausgeglichen 
werden. Eine Überarztung liegt vor, wenn eine ins Gewicht fallende Zahl 
von Rechnungen desselben Arztes oder derselben Ärztin an eine Kranken-
kasse im Vergleich zur Zahl von Rechnungen von Ärzten des gleichen 
Fachbereichs in geographisch gleichem Tätigkeitsbereich und mit etwa 
gleichem Krankengut im Durchschnitt erheblich höher ist, ohne dass den 
Durchschnitt beeinflussende Besonderheiten geltend gemacht werden 
können. Falls die Wirtschaftlichkeit in Anwendung der statistischen Metho-
de beurteilt wird, darf eine Unwirtschaftlichkeit nicht schon bei Überschrei-
tung des statistischen Mittelwertes (100 Indexpunkte) vermutet werden. 
Vielmehr ist den Ärzten und Ärztinnen einerseits ein Toleranzbereich und 
zudem allenfalls ein Zuschlag zu diesem Toleranzwert (zu dem den Tole-
ranzbereich begrenzenden Indexwert) zuzugestehen, um spezifischen Pra-
xisbesonderheiten Rechnung zu tragen. Nach der Rechtsprechung liegt der 
Toleranzbereich zwischen 120 und 130 Indexpunkten (BGE 137 V 43 E. 
2.2 S. 45; Entscheid des BGer vom 15. Januar 2015, 9C_535/2014, [in 
BGE 141 V 25 nicht publizierte] E. 5.3).

2.3 In BGE 130 V 377 hat das Bundesgericht entschieden, dass bei der 
Wirtschaftlichkeitsprüfung grundsätzlich die Vergütungen sämtlicher verur-
sachten (direkten und veranlassten) Kosten zu berücksichtigen sind, und 
zwar bei der Bestimmung der Indizes im Rahmen der statistischen Metho-
de ebenso wie bei der Bemessung der Rückerstattungspflicht (E. 7.5 S. 
380). In BGE 133 V 37 hat es – in Änderung seiner bisherigen Rechtspre-
chung – erkannt, dass bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung grundsätzlich eine 
Gesamtbetrachtung Platz zu greifen hat und dementsprechend auf den die 
Arzt-, die Medikamenten- und – soweit möglich – die veranlassten Kosten 
berücksichtigenden Gesamtkostenindex abzustellen ist. Schliesslich hat 
das Bundesgericht in BGE 137 V 43 die Rechtsprechung gemäss BGE 130 
V 377 dahingehend geändert, dass von der Rückerstattungspflicht nach 
Art. 56 Abs. 2 KVG nur die direkten Kosten (einschliesslich der abgegebe-
nen Medikamente), nicht hingegen die vom Arzt veranlassten Kosten er-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 29

fasst werden (E. 2.5.5 S. 49). Nach wie vor ist jedoch die Frage, ob das 
Wirtschaftlichkeitserfordernis erfüllt ist, aufgrund einer Gesamtbetrachtung 
im Sinne von BGE 133 V 37 zu beantworten, wobei ein überdurchschnittli-
cher Anteil an selber erbrachten – bei unterdurchschnittlich ausgelagerten 
– Leistungen zumindest im Sinne einer Praxisbesonderheit zu berücksich-
tigen ist (Entscheid des BGer vom 5. Juli 2012, 9C_110/2012, E. 2.2). 
Massgebend ist somit der Gesamtkostenindex. Liegt dieser innerhalb des 
Toleranzbereichs, ist das Wirtschaftlichkeitsgebot nicht verletzt. Andernfalls 
ist – in einem zweiten Schritt – zu prüfen, ob die direkten Kosten den 
Toleranzwert übertreffen. Trifft das nicht zu, besteht trotz Überarztung 
keine Rückerstattungspflicht. Es können sich jedoch allenfalls 
Massnahmen nach Art. 59 Abs. 1 lit. a, c oder d KVG aufdrängen (BGer 
9C_535/2014, [in BGE 141 V 25 nicht publizierte] E. 5.4).

2.4 Der von den Krankenversicherern gestützt auf die statistische Me-
thode um Rückerstattung angegangene Arzt hat aus Gründen des rechtli-
chen Gehörs einen Anspruch darauf, in die für den Wirtschaftlichkeits-
vergleich herangezogenen Daten Einsicht zu nehmen. Bei Anwendung der 
statistischen Methode der Wirtschaftlichkeitsprüfung hat der Verband der 
Krankenversicherer deshalb die Namen der Ärzte, welche die Vergleichs-
gruppe bilden, sowie – in anonymisierter Form – deren individuelle Daten 
aus dem "santésuisse-Datenpool" offenzulegen (BGE 136 V 415 E. 6.3.3 
S. 418; SVR 2011 KV Nr. 15 S. 59 E. 4.4). 

3.

3.1 Die Aktivlegitimation der klagenden Krankenversicherer ergibt sich 
aus Art. 56 Abs. 2 bzw. Art. 59 Abs. 2 KVG (vgl. E. 2.1.1 und 2.1.2 hiervor). 
Als Kläger treten vorliegend Krankenversicherer auf, die im Jahr 2004 
(SCHG 66915) und 2005 (SCHG 68332) vom Beklagten ausgestellte 
Rechnungen vergütet und santésuisse Bern zur Aufnahme in die Rech-
nungsstellerstatistik von santésuisse (RSS) gemeldet haben resp. im Ver-
fahren SCHG 64336/64617/65539 beteiligt waren. Die in den Rechts-
schriften aufgeführten BSV-Nummern (heute BAG-Nummern) und Firmen 
der Krankenversicherer stimmen insofern nicht mehr mit den im Rubrum 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 30

aufgeführten Krankenkassen überein, als seither zwischen verschiedenen 
Krankenkassen Vermögensübertragungen bzw. Fusionen stattgefunden 
haben oder die Kassen umfirmiert wurden (vgl. Verzeichnis der zugelasse-
nen Krankenversicherer, abrufbar unter www.bag.admin.ch). Ihre Aktivlegi-
timation als Frage der materiellen Anspruchsberechtigung in den Verfahren 
betreffend die Rückerstattung ist auf die neuen Kassen übergegangen. 
Soweit unterschiedliche Parteibezeichnungen bloss auf einen Wechsel der 
Firma der klagenden Kassen zurückgehen, liegt darin von vornherein kein 
rechtlich relevanter Parteiwechsel (Entscheid des BGer vom 10. Dezember 
2009, 9C_457/2009, E. 5). Der Übersicht halber werden im Rubrum die 
neuen Firmen aufgeführt. Nach der Rechtsprechung ist eine Kollektivklage 
aller Versicherer, vertreten durch den Krankenkassenverband, zulässig und 
eine Spezifikation der auf den einzelnen Versicherer entfallenden Beträge 
nicht erforderlich (in BGE 133 V 37 nicht publ. E. 3.3 [BGer K 6/06]; BGE 
127 V 281 E. 5d S. 286). Diese Praxis wurde per 1. Januar 2005 (AS 2005 
1071; BBl 2004 4259) ins Gesetz überführt (Art. 59 Abs. 2 KVG; Entscheid 
des BGer vom 12. Dezember 2008, 9C_773/2008, E. 5). Die auf Rückfor-
derung klagenden Krankenversicherer (Kläger Nr. 1 – 11, 14 – 25) sind 
aktivlegitimiert (vgl. auch E. 1.2.2 hiervor).

3.2 Weiter ist von Amtes wegen zu prüfen, ob die klagenden Kranken-
versicherer die streitigen Rückforderungen aus unwirtschaftlicher Behand-
lung für die Jahre 2004 und 2005 rechtzeitig und formgültig geltend 
gemacht haben.

3.2.1 Nach der Rechtsprechung wird die (relative) Verwirkungsfrist ein für 
allemal gewahrt, wenn innerhalb eines Jahres nach Kenntnis der RSS (als 
Grundlage der behaupteten Überarztung) das Rückforderungsbegehren bei 
einer vertraglichen Schlichtungsinstanz oder der gesetzlichen Vermitt-
lungsbehörde oder direkt beim Schiedsgericht eingereicht wird (Entscheid 
des BGer vom 25. März 2008, K 9/07, E. 7.1 und 7.2). 

3.2.2 Vorliegend wurden die Klagen alle innerhalb von weniger als einem 
Jahr nach Kenntnisnahme der RSS beim Schiedsgericht eingereicht (2004: 
RSS vom 28. Juli 2005 [Akten der Kläger SCHG 66915 act. I 2], Klage vom 
21. Juni 2006; 2005: RSS vom 3. Juli 2006 [Akten der Kläger SCHG 68332 
act. I 2], Klage vom 26. Juni 2007). Dass in den Akten nur das Erstellungs-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 31

datum der Statistik und nicht auch die für den Beginn der Frist massgeben-
de Kenntnisnahme vermerkt ist, vermag nicht zu schaden, weil eine Kennt-
nisnahme der Statistik vor deren Erstellung ausgeschlossen ist. Damit ha-
ben die Kläger die Verwirkungsfrist gewahrt.

3.3 Der Beklagte bringt zur Wahl der Methode für die Wirtschaftlich-
keitsprüfung in seinen Rechtsschriften vor, die statistische Methode könne 
nicht zur Anwendung gelangen, zumal die Kläger nicht nachgewiesen hät-
ten, dass die wesentlichen Praxismerkmale der Vergleichsgruppe unterein-
ander und mit der Praxis des geprüften Arztes übereinstimmten 
(Stellungnahme vom 18. Februar 2013 S. 3 [Gerichtsdossier SCHG 69286 
act. 258]). Dies hat er im Rahmen der öffentlichen Schlussverhandlung 
vom 1. Mai 2015 bestätigt. Die statistische Methode sei vorliegend nicht 
anwendbar; zur Prüfung der Wirtschaftlichkeit müsse die analytische Me-
thode herangezogen werden. 

Entgegen der Auffassung des Beklagten kann vorliegend auf die statisti-
sche Methode abgestellt werden. Namentlich ergibt sich aufgrund der von 
den Klägern eingereichten Daten, welche dem Beklagten in Gewährung 
des rechtlichen Gehörs (vgl. E. 2.4 hiervor) mit prozessleitender Verfügung 
vom 15. Mai 2014 in Papierform zugestellt wurden, dass eine hinreichende 
Vergleichsgruppe gegeben ist: Zum einen gestattet die Grösse der Ver-
gleichsgruppe (2004: 322 Ärzte; 2005: 323 Ärzte) ohne weiteres einen gül-
tigen Durchschnittskostenvergleich (vgl. GEBHARD EUGSTER, Überarztung 
aus juristischer Sicht, in: GÄCHTER/SCHWENDENER (Hrsg.), Rechtsfragen 
zum Krankheitsbegriff, Entwicklungen in der Praxis, Bern/Zürich/Basel 
2009, S. 107 Rz. 26). Sodann stimmen die wesentlichen Praxismerkmale 
der Vergleichsgruppe untereinander sowie mit der Praxis des Beklagten 
überein (Homogenität der Vergleichsgruppe). Namentlich verfügt der Be-
klagte über keinen anderen Facharzt-Titel als denjenigen der Innere Medi-
zin (heute Allgemeine Innere Medizin; vgl. Medizinalberuferegister 
[MedReg] des Eidgenössischen Departements des Innern, abrufbar unter 
www.medreg.admin.ch), weshalb die Vergleichbarkeit mit den in derselben 
Gruppe eingeteilten Ärzten gegeben ist. Nichts daran ändern die Vorbrin-
gen des Beklagten, die er auch im Rahmen der öffentlichen Schlussver-
handlung vom 1. Mai 2015 wiederholt hat, wonach er seine Grundaus-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 32

bildung ausschliesslich in universitären Kliniken durchlaufen habe; ausser-
dem habe er zusätzliche Kenntnisse („formation post grade“) in den Berei-
chen Gastroenterologie, Labor, Neurologie, Radiologie, Anästhesie und 
Kardiologie erworben und verfüge über eine Ausbildung in Neurochirurgie 
(vgl. Eingabe vom 7. August 2014 [Gerichtsdossier SCHG/2014/390 – 392 
act. 66 f.]; vgl. Akten des Beklagten SCHG/2014/390 – 392 act. IIa 3; Akten 
des Beklagten SCHG 66915 act. II 7 – 17). Mit diesen Argumenten hat sich 
das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
unter anderem bereits im Urteil vom 5. Dezember 2006, SCHG 
64336/64617/65539, E. 3.2, auseinandergesetzt und die Einteilung in die 
Vergleichsgruppe Innere Medizin (heute Allgemeine Innere Medizin) fest-
gehalten, was vom Bundesgericht im Entscheid vom 25. März 2008, 
K 9/07, E. 8.3, bestätigt wurde.

Der Beklagte hat weder in seinen Eingaben noch anlässlich seines Partei-
vortrages vom 1. Mai 2015 auch nur betreffend einen der namentlich aufge-
führten, für die Jahre 2004 und 2005 der Vergleichsgruppe Innere Medizin 
zugewiesenen Ärzte dargelegt, weshalb dieser zu Unrecht in die Ver-
gleichsgruppe eingeteilt wurde. Seine Einwendungen erschöpfen sich ins-
gesamt weitgehend in einer Wiederholung der bereits im Rahmen der 
früheren Verfahren gemachten allgemeinen Ausführungen und blossen 
Behauptungen, weshalb nicht näher darauf einzugehen ist.

Nichts an der Massgeblichkeit der statistischen Auswertung ändert auch 
die je Arzt unterschiedliche Anzahl Patienten (vgl. Eingabe des Beklagten 
vom 7. August 2014 [Gerichtsdossier SCHG/2014/390 – 392 act. 62 f.]). 
Zur Bestimmung der Überarztung sind nicht die absoluten Umsatzzahlen 
massgeblich, sondern die Kosten pro erkrankte Person, womit die Anzahl 
behandelter Patienten bzw. Erkrankter nur von sehr beschränkter Bedeu-
tung ist. Zumal es letztlich gerade der Sinn und Zweck der statistischen 
Berechnung ist, dass in den Durchschnittswerten auch Sonderfälle Berück-
sichtigung finden. Die Vergleichsgruppe Kanton Bern mit jeweils über 300 
Ärzten weist eine Grösse auf, die ohne weiteres sicherstellt, dass durch die 
gaussche Verteilung eine valide Durchschnittsfestlegung erfolgt. Es sind 
folglich weder Leistungserbringer mit sehr wenigen noch mit sehr vielen 
Patienten allein aufgrund der Anzahl ihrer Patienten aus der Vergleichs-

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 33

gruppe auszuklammern. Dass in der Vergleichsgruppe die Ärzte eine nicht 
immer gleiche Patientenstruktur haben, ändert gleichsam nichts an der 
Tatsache, dass der Beklagte mit einem Index von 206 (2004) bzw. 229 
(2005) klar und eindeutig über dem Schwellenwert liegt (vgl. E. 3.4 und 3.5 
hiernach). 

Schliesslich hat der Beklagte mehrfach – so auch anlässlich der öffentli-
chen Schlussverhandlung vom 1. Mai 2015 – den Standpunkt vertreten, zur 
Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Behandlung seien weitere Unterlagen 
notwendig: In Bezug auf die in der Vergleichsgruppe enthaltenen Ärzte und 
Ärztinnen verlangt der Beklagte deren genaue Adressen, den Beizug des 
Tarifpools von santésuisse sowie des Mutationsauszugs des ZSR und Ein-
sicht in alle Rechnungen (vgl. u.a. Eingabe vom 7. August 2014 [Gerichts-
dossier SCHG/2014/390 – 392 act. 57 – 73]). Dieser Auffassung kann 
jedoch nicht gefolgt werden. Denn gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung sind bei der Anwendung der statistischen Methode der Wirtschaft-
lichkeitsprüfung die Namen der Ärzte, welche die Vergleichsgruppe bilden, 
sowie – in anonymisierter Form – deren individuelle Daten aus dem „santé-
suisse-Datenpool“ offenzulegen (vgl. E. 2.4 hiervor). Der Beizug bzw. die 
Offenlegung weiterer Unterlagen ist nicht vorgesehen. Wie bereits erwähnt, 
ist der Beklagte im Besitz der erforderlichen Unterlagen auch in Papierform.

3.4 In den bisherigen, den Beklagten betreffenden Verfahren hat das 
Schiedsgericht jeweils den Indexwert von 135 Punkten als Schwelle zur 
Unwirtschaftlichkeit bestimmt, was vom Bundesgericht als „eher grosszügig 
und damit jedenfalls nicht ermessensmissbräuchlich“ bezeichnet wurde 
(BGer K 9/07 E. 8.4). Ein Anlass für die Änderung des Schwellenwerts liegt 
nicht vor. Soweit der Beklagte einen Zuschlag zum allgemeinen 
Toleranzbereich aufgrund einer Praxisbesonderheit geltend macht, weil er 
im Vergleich zu den anderen Ärzten der Vergleichsgruppe besonders kos-
tenintensive Patientinnen und Patienten betreut habe, kann ihm nicht ge-
folgt werden. Dies zu belegen wäre letztlich Sache des Beklagten selbst 
gewesen (zur Beweislast bezüglich Praxisbesonderheiten vgl. Entscheid 
des EVG vom 4. Dezember 2006, K 83/05, E. 7). Abgesehen von allgemei-
nen Vorhaltungen gegenüber den Klägern, wonach die für ihn vorgenom-
mene Zuordnung zur Vergleichsgruppe nicht korrekt sei, hat der Beklagte 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 34

jedoch den Beweis, dass er eine für die angenommene Vergleichsgruppe 
aus medizinischen Gründen kostenintensivere Patientenstruktur gehabt 
habe, nicht erbracht. Die im Verfahren SCHG 66915 mit Eingabe vom 4. 
April 2007 (Eingang beim Gericht am 11. April 2007) eingereichte Aufstel-
lung (Akten des Beklagten SCHG 66915 act. II 4 S. 2), wie viele seiner Pa-
tienten (in Prozent) an welchen Erkrankungen leiden, erbringt diesen 
Beweis auf jeden Fall nicht. Abgesehen davon, dass verschiedenste der 
genannten gesundheitlichen Störungen, wenn sie denn bei seinen Patien-
ten in der vom Beklagten geltend gemachten besonderen Schwere vorge-
legen hätten, zufolge seiner Dignität Innere Medizin der Weiterleitung und 
federführenden Behandlung durch einen entsprechenden Facharzt bedurft 
hätten (z.B. Neurochirurgie, Psychiatrie, Neurologie). Damit ist auch in die-
sem Verfahren vom für den Beklagten grosszügigen Indexwert von 
135 Punkten auszugehen, womit zudem den geltend gemachten, jedoch 
nicht ausgewiesenen Besonderheiten auch bereits hinreichend Rechnung 
getragen wäre (vgl. E. 2.2 hiervor).

3.5 Die RSS weist für die Gesamtheit der im Kanton Bern tätigen Ärzte 
der Gruppe 5 (Ärzte Allgemeine Innere Medizin) folgende Zahlen aus (Ak-
ten der Kläger SCHG 68332 act. I 3):

2004 2005
Anzahl Erkrankte 204‘452 206‘988
Durchschnittsalter Erkrankte 50.9 51.7
Total direkte Kosten: Bruttoleistung 134‘979‘120 137'883'616
Total direkte Kosten: Index Kosten Er-
krankte / Kosten pro Erkrankten

100/660.20 100/666.14

Index/Medikamente vom Arzt pro Erkrank-
ten

100/259.23 100/264.00

Apotheken veranlasst: Index Kosten Er-
krankte / Kosten pro Erkrankten

100/365.79 100/369.47

Laboratorien veranlasst: Index Kosten 
Erkrankte / Kosten pro Erkrankten

100/57.09 100/53.21

Physiotherapeuten veranlasst: Index Kos-
ten Erkrankte / Kosten pro Erkrankten

100/59.49 100/61.62

Total veranlasste Kosten 98'621‘232 100'244'464
Total veranlasste Kosten: Index Kosten 
Erkrankte / Kosten pro Erkrankten

100/482.37 100/484.30

Totale Kosten: Index Kosten Erkrankte / 
Durchschnittskosten pro Erkrankten

100/1’142.57 100/1‘150.44

Anzahl Ärzte 322 323

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 35

Die RSS weist für den Beklagten, im Vergleich zu den übrigen Internisten 
im Kanton Bern, folgende Zahlen aus (Akten der Kläger SCHG 68332 act. 
I 2):

2004 2005
Erkrankte 395 363
Durchschnittsalter Erkrankte 56.4 56.9
Total direkte Kosten: Bruttoleistung 405‘819 408‘617
Total direkte Kosten: Index Kosten Er-
krankte / Kosten pro Erkrankten

156/1‘027.39 169/1‘125.67

Index/Medikamente vom Arzt pro Erkrank-
ten

51/133.49 62/162.84

Apotheken veranlasst: Index Kosten Er-
krankte / Kosten pro Erkrankten

298/1‘090.16 321/1‘185.31

Laboratorien veranlasst: Index Kosten 
Erkrankte / Kosten pro Erkrankten

299/170.73 430/228.55

Physiotherapeuten veranlasst: Index Kos-
ten Erkrankte / Kosten pro Erkrankten

119/70.77 163/100.26

Total veranlasste Kosten 526‘007 549‘626
Total veranlasste Kosten: Index Kosten 
Erkrankte / Kosten pro Erkrankten

276/1‘331.66 313/1‘514.12

Totale Kosten: Index Kosten Erkrankte / 
Durchschnittskosten pro Erkrankten

206/2‘359.05 229/2‘639.79

Aus den soeben dargestellten Kennzahlen erhellt, dass sich die für den 
Beklagten ermittelten Indexwerte nach wie vor massiv vom Durchschnitt 
der Vergleichsgruppe abheben. So liegt der für die vorzunehmende Ge-
samtbetrachtung massgebende Index „Totale Kosten: Index Kosten Er-
krankte“ im Jahr 2004 mit 206 und im Jahr 2005 mit 229 weit über dem 
zugebilligten Schwellenwert von 135. Folglich ist für 2004 und 2005 ein 
Verstoss gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot resp. eine Überarztung er-
stellt. 

3.6 Von der Rückerstattungspflicht sind gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung nur die direkten Kosten (einschliesslich der abgegebenen 
Medikamente) erfasst (vgl. E. 2.3 hiervor). 

Bei einem Index 135 hätten die Kosten nach der Formel

tatsächliche Kosten x 135
tatsächlicher Index

folgende Beträge bei den direkten Kosten nicht überschreiten dürfen:

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 36

2004: Fr. 405‘819.––  x 135  :  156 = Fr. 351'189.50
2005: Fr. 408‘617.––  x 135  :  169 = Fr. 326'410.––

Es ergeben sich damit folgende Rückerstattungsbeträge: 

2004: Fr. 405‘819.––  - Fr. 351'189.50 = Fr.   54‘629.50
2005: Fr. 408‘617.––  - Fr. 326'410.-- = Fr.   82‘207.––
Totalbetrag für die Rückforderung = Fr. 136‘836.50

Zusammenfassend ist der Beklagte in Gutheissung der Klagen der Kläger 
Nr. 1 – 11 und 14 – 25 zu verurteilen, diesen für die Jahre 2004 und 2005 
den Betrag von insgesamt Fr. 136‘836.50 zurückzuerstatten.

4.

4.1 Für das Klageverfahren werden Kosten erhoben. Die Kosten richten 
sich gemäss Art. 47 Abs. 3 EG KUMV nach dem Dekret betreffend die Ver-
fahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft vom 24. März 2010 (Verfahrenskostendekret, VKD; 
BSG 161.12). Die Kosten für die Beurteilung mehrerer Klagen sind unbe-
sehen einer Verfahrensvereinigung so zu verlegen, wie wenn sie getrennt 
behandelt worden wären (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 17 N. 7). Die Verfahrenskosten werden 
insgesamt auf Fr. 15'000.-- festgesetzt (Art. 52 i.V.m. Art. 6 VKD). Sie sind 
dem unterliegenden Beklagten zur Bezahlung aufzuerlegen (Art. 46 Abs. 2 
EG KUMV i.V.m. Art. 109 Abs. 1 VRPG) und im Umfang von Fr. 2'000.-- 
aus dem Vorschuss der Kläger gedeckt. Der Beklagte hat den Klägern ih-
ren Vorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu ersetzen. Bezüglich des 
Nichteintretens der Konkursmasse der Krankenkasse KBV Winterthur sind 
keine Kosten auszuscheiden, da santésuisse diese Klägerin betreffend im 
Zeitpunkt der Klageeinreichung durchaus legitimiert war. Ein diesbezügli-
cher zusätzlicher, zu Lasten dieser Klägerin auszuscheidender Aufwand ist 
nicht mehr angefallen.

4.2 Die Parteikosten sind ebenfalls nach Massgabe des Unterliegens 
auf die Parteien zu verlegen (Art. 46 Abs. 2 EG KUMV i.V.m. Art. 109 
Abs. 1 VRPG). Gemäss Art. 104 Abs. 1 VRPG umfassen die Parteikosten 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 37

den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden Aufwand. Die 
Bemessung des Parteikostenersatzes richtet sich nach den Vorschriften 
der Anwaltsgesetzgebung. Gestützt auf Art. 41 Abs. 1 und 4 des kantona-
len Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) bemisst sich 
der Parteikostenersatz in sozialversicherungsrechtlichen Klage- und Be-
schwerdeverfahren ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, wobei der Ta-
rifrahmen von Art. 13 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemes-
sung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 
168.811) von Fr. 400.-- bis Fr. 11‘800.-- pro Instanz zur Anwendung ge-
langt. In Verwaltungsrechtssachen (vgl. Art. 11 ff. PKV), zu welchen auch 
die sozialversicherungsrechtlichen Verfahren gehören, kommen gemäss 
Art. 16 PKV auch die Art. 9 und 10 PKV zur Anwendung. Gemäss Art. 9 
PKV wird ein Zuschlag von bis zu 100 % auf das Honorar gewährt bei Ver-
fahren, die besonders viel Zeit und Arbeit beanspruchen, wie namentlich 
bei schwieriger und zeitraubender Sammlung oder Zusammenstellung des 
Beweismaterials, bei grossem Aktenmaterial oder umfangreichem Brief-
wechsel, wenn ein wesentlicher Teil des Aktenmaterials oder des Brief-
wechsels in einer anderen als der Gerichtssprache vorliegt, oder bei 
besonders komplexen tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen.

Die durch Rechtsanwalt D.________ vertretenen Kläger haben Anspruch 
auf Ersatz ihrer Parteikosten (BGE 119 V 448 E. 6b S. 456). Mit Kostenno-
te vom 18. Oktober 2013 macht Rechtsanwalt D.________ für den Zeit-
raum vom 31. Mai 2011 bis 18. Oktober 2013 ein Honorar von Fr. 8‘718.-- 
geltend. Hinzu kommen Auslagen in der Höhe von Fr. 261.55 sowie die 
Mehrwertsteuer von 8 % von insgesamt Fr. 718.35, womit ein Total von 
Fr. 9‘697.90 resultiert. Für den Zeitraum vom 25. Oktober 2013 bis 7. Mai 
2015 macht Rechtsanwalt D.________ zudem mit Kostennote vom 7. Mai 
2015 ein Honorar von Fr. 11‘340.-- geltend. Hinzu kommen Reisespesen 
für den Zug (ohne Mehrwertsteuer) von Fr. 66.65 und Auslagen von 
Fr. 340.20 sowie Mehrwertsteuer von 8 % auf Fr. 11‘680.20 in der Höhe 
von Fr. 934.40 sowie Mehrwertsteuer von 8 % auf den Reisespesen für den 
Zug in der Höhe von Fr. 5.35, was ein Total von Fr. 12‘686.60 ergibt. Die 
Summe der beiden Kostennoten beläuft sich auf Fr. 22‘384.50. Vorliegend 
ist mit Blick auf die äusserst umfangreichen Akten und den vorab auch 

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 38

durch die zahlreichen Eingaben und Verfahrensanträge des Beklagten ver-
ursachten hohen Aufwand ein Zuschlag auf das Honorar gerechtfertigt. Das 
geltend gemachte Honorar erreicht den doppelten Betrag (Zuschlag von 
100 %) gerade noch nicht. Unter Berücksichtigung aller Umstände sind die 
beiden Kostennoten in ihrer Höhe nicht zu beanstanden und die Parteikos-
ten von total Fr. 22‘384.50 dem Beklagten aufzuerlegen.

Demnach entscheidet das Schiedsgericht:

1. Das Ablehnungsgesuch betreffend den Vorsitzenden der vorliegenden 
Verfahren, Verwaltungsrichter Schwegler, wird abgewiesen, soweit 
darauf einzutreten ist.

2. In Gutheissung der Klagen der Kläger Nr. 1 – 11 und 14 – 25 wird der 
Beklagte verurteilt, diesen für die Jahre 2004 und 2005 den Betrag von 
insgesamt Fr. 136‘836.50 zurückzuerstatten. 

3. Soweit darüber nicht bereits mit den Urteilen des Schiedsgerichts in 
Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 8. Dezember 
2012, SCHG/2010/789, und vom 30. Oktober 2013, SCHG 
66915/68332/69286, rechtskräftig entschieden ist, wird der Beklagte in 
Gutheissung der Klagen im Verhältnis zu den Klägern Nr. 1 – 11 und 
13 – 25 definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Kran-
kenpflegeversicherung ausgeschlossen. Auf die Klage des Klägers 
Nr. 12 wird insoweit nicht eingetreten.

4. Die Verfahrenskosten von Fr. 15‘000.-- werden dem Beklagten aufer-
legt und im Umfang von Fr. 2'000.-- aus dem Vorschuss der Kläger 
gedeckt. Der Beklagte hat dem Gericht Fr. 13'000.-- zu bezahlen und 
den Klägern ihren Vorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu ersetzen.

Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern 
vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 39

5. Der Beklagte hat den Klägern die Parteientschädigung von 
Fr. 22‘384.50 (inkl. Auslagen und MWSt. sowie Reisespesen) zu be-
zahlen. 

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. D.________ z.H. der Kläger
- Dr. med. A.________
- Bundesamt für Gesundheit 

Namens des Schiedsgerichts:

Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.