# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f52f1aa1-e8e7-5d19-982b-fbc287640d60
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.10.2011 UV 2010/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-79_2011-10-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/79

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 01.04.2020

Entscheiddatum: 18.10.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 18.10.2011
Art. 43 ATSG, Art. 24 f. und 36 Abs. 2 UVG, Art. 36 und 47 UVV, Anhang 3 zur 
UVV: Die physische und psychische Integritätseinbusse ist aufgrund 
medizinischer Grundlagen festzulegen, die im Zeitpunkt der Festlegung 
aktuell und rechtsgenügend begründet sind. Für mehrere Integritätsschäden 
ist zudem zu prüfen, ob die Gesamtheit der addierten Einzelentschädi­
gungen der gesamten Beeinträchtigung entspricht. - Gutheissung der 
Beschwerde und Rückweisung zu weiteren Abklärungen im Sinn der 
Erwägungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 18. Oktober 2011, UV 2010/79).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 18. Oktober 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, Wildeggstrasse 24, Postfach 

27, 9011 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war als Dünnschicht-Operateurin bei der B.___ AG angestellt und dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfälle 

versichert (UV-act. 1). Am 25. Oktober 2003 wurde sie als Fahrzeuglenkerin bei einem 

Überholmanöver auf der Autobahn vom nachfolgenden, mit übersetzter 

Geschwindigkeit fahrenden Personenwagen gerammt, in das Fahrzeug auf der 

Normalspur und danach in Betonelemente bei der Mittelleitplanke katapultiert (UV-act. 

5, 23, 101). Sie erlitt dabei eine Stauchungsfraktur des 1. Lendenwirbelkörpers (LWK1) 

mit Hinterkantenfragment, die konservativ mittels Gipskorsett behandelt wurde (UV-act. 

5), sowie eine Verstauchung der Halswirbelsäule (HWS-Distorsion; vgl. UV-act. 20). Im 

weiteren Verlauf traten psychische Beschwerden auf, die erstmals während des 

stationären Aufenthalts in der Rehaklinik C.___ (vom 18. Februar bis 17. März 2004) als 

posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) diagnostiziert wurden (UV-act. 39, 

47, 65). Im Austrittsbericht der Klinik D.___, wo die Versicherte vom 11. Juli bis 

8. August 2005 weilte, führte Dr. med. E.___, Praktische Ärztin mit Fähigkeitsausweis 

für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin, als zusätzliche Diagnosen eine 

chronische Schmerzstörung sowie eine reaktive depressive Störung an, derzeit 

mittelschwerer bis schwerer Episode (ICD-10: F32.1; UV-act. 150). Die Suva erbrachte 

die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder).

A.b   Die stationäre Rehabilitation in der Klinik D.___ hatte keine Besserung ihres 

Zustands bewirkt und es wurde festgestellt, dass die (psychischen) 

Gesundheitsbeeinträchtigungen situationsunabhängig persistierten (UV-act. 169, 

psychiatrische Beurteilung vom 8. Dezember 2005). Daraufhin liess die Suva die 

Versicherte am 2. Februar 2006 durch Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, abschliessend 

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untersuchen (UV-act. 180). Als Unfallrestfolgen hielt der Kreisarzt einen Status nach 

Kompressionsfraktur von LWK1 mit Hinterkantenfragment, die Frakturkonsolidation mit 

Keilwirbeldeformität von 10 , eine thoraco-lumbale Ostechondrose sowie eine 

verminderte Belastbarkeit und eine verminderte Beweglichkeit der Wirbelsäule fest. Die 

dadurch bedingte Integritätseinbusse schätzte er auf total 15% ein; 10% für die 

posttraumatische Keilwirbelbildung von LWK1 und 5% für die thoraco-lumbale 

Ostechondrose (UV-act. 181).

A.c   Mit Verfügung vom 6. März 2006 wurde der Versicherten ab 1. März 2006 eine 

Invalidenrente für einen Invaliditätsgrad von 100% und eine Integritätsentschädigung 

für eine Integritätseinbusse von 15% zugesprochen. Letzteres unter Vorbehalt einer 

allfälligen Einbusse der psychischen Integrität, die erst in zwei Jahren beurteilt werden 

könne (UV-act. 191). Nachdem gegen die Integritätsentschädigung Einsprache erhoben 

worden war (UV-act. 197), hob die Suva die diesbezügliche Verfügung am 

13. November 2006 vollumfänglich auf und stellte die Neubeurteilung der gesamten 

Integritätseinbusse fünf Jahre nach dem Unfall in Aussicht (UV-act. 210).

A.d   Die Suva beauftragte Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie mit Fähigkeitsausweis für Psychosomatische und Psychosoziale 

Medizin, mit einer konsiliarischen Untersuchung der Versicherten und Stellungnahme 

zur allfälligen psychischen Integritätseinbusse (UV-act. 229). Aufgrund der 

Untersuchung vom 14. August 2009 erstattete Dr. G.___ am 5. Dezember 2009 ein 

psychiatrisches Gutachten (UV-act. 236). Er verneinte die Vordiagnose einer 

posttraumatischen Belastungsstörung und führte statt derselben an: Chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, F45.42, sowie 

Persönlichkeits- und Verhaltensstörung mit Merkmalen der Verbitterungsstörung und 

der histrionischen Verhaltensstörung, F68.8 (Nummern nach ICD-10 [gemäss S. 39 des 

Gutachtens offenbar Version 2009]). Er bezifferte die Einbusse der psychischen 

Integrität auf 35%, wobei nur 20% auf den Unfall zurückzuführen seien. Die chronische 

Schmerzstörung mit dem organischen Kern der unfallkausalen 

Lendenwirbelkörperfraktur sei in der Beurteilung von Dr. F.___ bereits berücksichtigt. 

Unfallbedingt resultiere eine Integritätseinbusse von insgesamt 35%. - Dr. F.___ führte 

am 6. Januar 2010 aus, dass sich aus den Berichten des Hausarztes vom 10. Oktober 

2006 (UV-act. 208) und vom 19. Dezember 2008 (UV-act. 228) keine Hinweise auf eine 

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Verschlechterung des Gesundheitszustands ergeben würden. Die Einschätzungen vom 

2. Februar 2006 (UV-act. 180 f.) seien daher nach wie vor gültig (UV-act. 241). Gestützt 

auf die Beurteilungen von Dr. G.___ und Dr. F.___ wurde der Versicherten mit 

Verfügung vom 5. Februar 2010 eine Integritätsentschädigung für eine 

Integritätseinbusse von 35% zugesprochen und ihr mitgeteilt, dass die Rentenrevision 

keine Änderung der Rente zur Folge habe.

B.        

Am 8. März 2010 liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno 

Lindegger, St. Gallen, gegen die Festlegung der Integritätseinbusse Einsprache 

erheben und die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung von 100% beantragen 

(UV-act. 245). Die Einsprache wurde mit Entscheid vom 23. August 2010 abgewiesen.

C.        

C.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 23. September 2010 mit den Anträgen, 

der Einspracheentscheid der Suva vom 23. August 2010 und die Verfügung vom 

5. Februar 2010 betreffend Integritätsentschädigung seien aufzuheben; es sei der 

Beschwerdeführerin aus dem Unfall vom 25. Oktober 2003 eine 

Integritätsentschädigung von 100% auszurichten, d.h. eine Entschädigung von 

CHF 106'800.00 zuzüglich 5% Verzugszinsen seit 5. Februar 2010; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zur Begründung wird zusammengefasst angeführt, die Suva 

habe sich mit ihren Einwendungen in der Einsprache nicht auseinandergesetzt und 

mithin ihren Anspruch auf das rechtliche Gehör verletzt. Bereits 2006 hätte die 

Beeinträchtigung der physischen Integrität auf 50% festgelegt werden müssen, da die 

Beschwerdeführerin trotz andauernder Medikamenteneinnahme an äusserst 

nachhaltigen Kopf- und Rückenschmerzen leide, die bereits für sich eine vollständige 

Erwerbsunfähigkeit bedingten. Da die Beurteilung durch Dr. F.___ bereits 2006 erfolgt 

sei, müsse ihr aktueller physischer Zustand neu abgeklärt werden, wozu sie ein 

ärztliches Gutachten beantrage. Durch Dr. F.___ sei explizit zu verifizieren, ob und 

inwiefern er die psychischen Belastungen, die mit dem Schmerz verbunden seien, bei 

seiner Schätzung berücksichtigt habe; es könne dazu nicht allein auf die Annahme von 

Dr. G.___ abgestellt werden, diese sei so zu "lesen". Die Beurteilung von Dr. G.___, es 

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liege lediglich eine Persönlichkeits- und Verhaltensstörung mit konstitutioneller 

Verletzlichkeit vor, sei falsch. Es müsse aufgrund der bekannten Umstände und der 

Erkenntnisse aus dem Bericht von Dr. G.___ von einer schweren Störung ausgegangen 

werden. Auch lasse sich nicht nachvollziehen, worin die unfallfremden Aspekte 

bestehen sollten, die Dr. G.___ mit 15% bemessen und in Abzug gebracht habe. Die 

Beschwerdeführerin beantrage, sowohl den psychischen Gesamtschaden als auch den 

Abzug für die unfallfremden Aspekte, die sie in Abrede stelle, durch eine neutrale Stelle 

begutachten zu lassen. Die Integritätseinbusse aus psychiatrischer Sicht sei im 

Ergebnis auf 50% zu veranschlagen.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2010 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im 

Wesentlichen an, die Rüge, im Einspracheverfahren sei das rechtliche Gehör verletzt 

worden, weise sie als unzutreffend zurück. Die Integritätsentschädigung von 15% für 

die bleibenden physischen Unfallfolgen sei korrekt, nämlich abstrakt, egalitär und ohne 

Berücksichtigung subjektiver Faktoren anhand der medizinischen Befunde bestimmt 

worden. Der Kreisarzt habe alle Facetten der strukturellen Schädigung, d.h. die 

Verformung des Achsenskeletts, die Schmerzproblematik wie auch die mit den 

Schmerzen einhergehenden psychischen Belastungen berücksichtigt. Sie verweist 

dazu auf die Stellungnahme von Dr. F.___ vom 18. Oktober 2010 (UV-act. 258). Da die 

schmerzbedingten psychischen Belastungen in der Schätzung des physisch bedingten 

Integritätsschadens bereits mitberücksichtigt seien, sei es korrekt, dass Dr. G.___ 

ergänzend lediglich den Integritätsschaden in Bezug auf die Persönlichkeits- und 

Verhaltensstörung ermittelt habe. Die Einwendungen dagegen entbehrten jeglicher 

Berechtigung. Das externe Gutachten von Dr. G.___ sei schlüssig, nachvollziehbar 

begründet und widerspruchsfrei und es geniesse zweifelsohne volle Beweiskraft. 

Nachvollziehbare und medizinisch substantiierte Einwände habe die 

Beschwerdeführerin dagegen nicht vorzutragen vermocht. Im Übrigen könne die 2006 

rechtskräftig festgesetzte Integritätsentschädigung von 15% nur im Ausnahmefall 

abgeändert werden; ein solcher liege nicht vor.

C.c   Mit Replik vom 11. Januar 2011 lässt die Beschwerdeführerin ihre Argumentation 

weiter unterstreichen. Sie verwahrt sich ausdrücklich gegen die Behauptung der Suva, 

die Integritätsentschädigung sei 2006 "rechtskräftig" festgesetzt worden. Weiter lässt 

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sie eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit 2006 betonen. Sie leide 

unter starken Dauerschmerzen, die keine Zusatzbelastung erlaubten und auch nachts 

und in Ruhe auftreten würden. Diese Schmerzintensität sei von Dr. F.___ 2006 nicht 

berücksichtigt worden.

C.d   Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet. Auf die 

Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften, sowie den Inhalt der übrigen Akten 

wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.         

Streitig und zu prüfen ist, ob die Integritätseinbusse der Beschwerdeführerin, 

bestehend aus physischen und psychischen Anteilen, von den medizinischen 

Fachpersonen, besonders von Dr. F.___ und Dr. G.___, richtig eingeschätzt worden 

und die gestützt darauf zugesprochene Integritätsentschädigung von 35% 

angemessen ist.

2.         

2.1    Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung ihres Anspruchs auf das 

rechtliche Gehör durch den angefochtenen Einspracheentscheid geltend. Diese Rüge 

ist vorab zu beurteilen.

2.2    Mit der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin lite pendente bei Dr. F.___ eine 

zusätzliche Stellungnahme zur Schätzung des Integritätsschadens vom 2. Februar 

2006 eingeholt hat (UV-act. 258, Stellungnahme vom 18. Oktober 2010), gesteht sie 

selbst ein, dass die Ausführungen durch den Kreisarzt bei Erlass des 

Einspracheentscheids unvollständig waren. Indem Dr. F.___ festhält, in der Schätzung 

des Integritätsschadens von 15% seien alle Facetten dieser strukturellen Schädigung 

(Verformung des Achsenskeletts, Schmerzproblematik, psychische Folgebelastung) mit 

eingeschlossen, bestätigt er, was davor nur als Interpretation seiner Einschätzung vom 

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2. Februar 2006 (UV-act. 181) durch Dr. G.___ im Gutachten vom 5. Dezember 2009 

ausgedrückt worden war (UV-act. 236 S. 52).

2.3    Wie in der weiteren Begründung dieses Entscheides auszuführen sein wird (vgl. 

besonders E. 5 bis 7), ist die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht der 

Integritätseinbusse aus medizinischer Sicht - auch über die Präzisierung der 

Einschätzung von Dr. F.___ hinaus - nicht genügend nachgekommen. Bereits die 

Einsprache vom 8. März 2010 und die Einspracheergänzung vom 8. Juni 2010 zielten 

auf eingehendere Abklärung des medizinischen Sachverhalts und einlässlichere 

Begründungen durch die einschätzenden Ärzte (UV-act. 245, 254). Indem diese 

Einwände auf einer halben Seite abgetan wurden, ohne sich eingehend damit zu 

befassen (E. 2, 2. Abschnitt), kam die Beschwerdegegnerin weder ihrer 

Abklärungspflicht noch ihrer Begründungspflicht genügend nach und verletzte den 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf das rechtliche Gehör.

2.4    Bei der festgestellten Verletzung des Gehörsanspruchs handelt es sich um eine 

nicht besonders schwerwiegende. Diese kann geheilt werden, da das Gericht im 

vorliegenden Verfahren Sachverhalt und Rechtslage frei überprüft (vgl. BGE 133 I 204 

E. 2.2 sowie Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2008, 8C_424/2008, E. 2.3, 

je mit Hinweisen; Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; 

sGS 951.1]; René Wiederkehr, Die Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV und die 

Heilung bei Verletzung, ZBl 2010, S. 499 f.).

3.      

3.1    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung 

(Art. 24 f. des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20], Art. 36 

der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202] und Anhang 3 zur UVV 

sowie die einschlägige Gerichtspraxis) zutreffend dargelegt (E. 1 des 

Einspracheentscheids). Darauf kann verwiesen werden. Zutreffend sind auch die 

Ausführungen über die medizinisch-theoretische Ermittlung der Integritätseinbussen 

sowie die Tabellen der Medizinischen Abteilung der Suva (sogenannte Feinraster; 

wobei für die Integritätseinbusse der Beschwerdeführerin die Tabellen 7 

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"Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen" sowie 19 "Integritätsschaden bei 

psychischen Folgen von Unfällen" [abrufbar unter http://www.suva.ch/startseite-suva/

unfall-suva/versicherungsmedizin-suva/integritaetsentschaedigung-suva.htm] 

einschlägig sind). Weiter ist auf die Ausführungen im angefochtenen 

Einspracheentscheid betreffend das Zusammenfallen von mehreren körperlichen oder 

geistigen Integritätsschäden gemäss Art. 36 Abs. 3 UVV zu verweisen (E. 1 letzter 

Abschnitt S. 3).

3.2    Ergänzend ist Art. 36 Abs. 2 UVG anzuführen. Danach können 

Integritätsentschädigungen angemessen gekürzt werden, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist (vgl. auch BGE 116 V 

157 f. E. 3c und BGE 113 V 57 ff. E. 2). Das Mass der Kürzung richtet sich laut Art. 47 

UVV beim Vorliegen unfallfremder Ursachen nach deren Bedeutung für die 

Gesundheitsschädigung, wobei den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen 

der berechtigten Person ebenfalls Rechnung getragen werden kann. Während das 

Gesetz für eine allfällige Kürzung Angemessenheit vorsieht, nicht Prozentualität (der 

unfallfremden zu den unfallbedingten Anteilen), wodurch die Kürzung in aller Regel 

geringer ausfällt (vgl. auch Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 3. Aufl. 2003, S. 185, sowie Alfred Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. unveränderte Aufl. 1989, S. 469), spricht sich die 

Verordnungbestimmung eher für eine proportionale Kürzung aus, sieht aber gleichzeitig 

mit einem "Kann"-Nebensatz Ausnahmen vor. Das Eidgenössische 

Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialversicherungsrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts) hat mit BGE 116 V 156 zu den verschiedenen 

Kürzungstatbeständen der Integritätsentschädigung Stellung genommen und sich in 

E. 3c bei nicht nach Ursachen trennbaren Beschwerdebildern für die Kürzung 

entsprechend dem Kausalanteil der nichtversicherten Ereignisse (z.B. unfallfremde 

Faktoren) am Integritätsschaden entschieden, nachdem dieser in einem ersten Schritt 

gesamthaft festgelegt worden ist. In der Literatur herrscht bezüglich Vorgehen bei der 

Kürzung Uneinigkeit: Maurer (a.a.O.) betont aufgrund des Gesetzestexts auf Seite 469, 

die Kürzung habe angemessen zu sein, während er aufgrund des Verordnungstexts auf 

Seite 476 eher die proportionale Kürzung bevorzugt, jedenfalls aber einen weiten 

Ermessensspielraum der Rechtsanwendenden feststellt. Thomas Frei (Die 

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Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1998, S. 127) hält aufgrund der Konzeption und 

Ausgestaltung der Integritätsentschädigung als abstrakte (und egalitäre) Entschädigung 

dafür, die individuellen Verhältnisse bei der Kürzung nur sehr zurückhaltend zu 

berücksichtigen. Jedenfalls sei (durch medizinische Expertise) abzuklären, welchen 

Anteil der Unfall einerseits und die unfallfremden Faktoren andererseits an der 

Gesamtheit der Ursachen ausmachten.

3.3      

3.3.1           Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach hat die Verwaltung (vgl. Art. 43 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) und im 

Beschwerdefall das Gericht (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) von Amtes wegen für die richtige 

und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2 und BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen, vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregeln 

greifen jedoch erst dann Platz, wenn die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es 

sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; 

RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b).

3.3.2           Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

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stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen

Rechtsanspruchs gestatten (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 33 ff. 

zu Art. 43).

3.3.3           Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, 

sondern dessen Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1 und BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). 

Auch den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 

353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie 

vorliegend von Dr. F.___ am 6. Januar 2010 (UV-act. 241) erstellt wurde, ist gleichfalls 

nicht an sich unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, ob die Akten 

ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, 

damit der Experte oder die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (in RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366 publ. 

E. 5b von BGE 114 V 109, Urteile des Bundesgerichts vom 1. Februar 2010, 

8C_792/2009, E. 5, und vom 26. Januar 2010, 8C_833/2009, E. 5.1).

4.         

Vorliegend geht es um die erstmalige Festsetzung der gesamten Integritätseinbusse, 

die die Beschwerdeführerin durch den Unfall vom 25. Oktober 2003 erlitt. Die 

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Beschwerdegegnerin hatte durch den formlosen Einspracheentscheid vom 

13. November 2006 die Verfügung vom 6. März 2006 bezüglich Integritätsschaden 

vollumfänglich aufgehoben (UV-act. 191, 210). Mit jener Verfügung war (neben der 

Invalidenrente) die Integritätseinbusse festgelegt worden, die durch die 

Lendenwirbelfraktur verursacht worden war, und die Festlegung einer allfälligen 

weiteren psychisch bedingten Integritätseinbusse wurde aufgeschoben. Die 

Beschwerdegegnerin ist bei der vollumfänglichen Aufhebung der Verfügung vom 

6. März 2006 bezüglich Integritätsschaden zu behaften. Es trifft somit nicht zu, dass 

mit Verfügung vom 5. Februar 2010 und (angefochtenem) Einspracheentscheid vom 

23. August 2010 eine Revision betreffend der durch die Lendenwirbelfraktur 

verursachten Integritätseinbusse stattfand, die 2006 rechtskräftig festgesetzt worden 

sei, wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort ausführt. Eine Revision der 

Integritätsentschädigung wäre lediglich in den engen Grenzen von Art. 36 Abs. 4 Satz 2 

UVV möglich. Diese Verordnungsbestimmung ist aus den genannten Gründen jedoch 

nicht anwendbar. - Ausdrücklich festzuhalten ist auch die Zusicherung der 

Beschwerdegegnerin im formlosen Einspracheentscheid, sie werde die Frage der 

Integritätsentschädigung fünf Jahre nach dem Unfall gesamthaft neu beurteilen (UV-

act. 210).

5.         

5.1    Die Skala der Integritätsentschädigungen im Anhang 3 zur UVV enthält für eine 

"sehr starke schmerzhafte Funktionseinschränkung der Wirbelsäule" den Wert von 

50%. An diesem Wert orientiert sich ausdrücklich auch die Integritätsschaden-

Tabelle 7 (vgl. auch vorstehende E. 3.1). Nach Ziff. 1 Abs. 2 der Bemessungskriterien 

von Anhang 3 zur UVV wird eine Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte 

Integritätsschäden nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. Dieses 

Vorgehen ist auch gegenüber der Beschwerdeführerin zu wählen, bzw. es ist 

grundsätzlich auf die Leitlinien bietende Tabelle 7 abzustellen. Schmerzhaftigkeit und 

eine Funktionseinschränkung ihrer Wirbelsäule sind aufgrund der Akten ausgewiesen, 

allerdings kann nicht von einer sehr schweren Funktionseinschränkung ihrer 

Wirbelsäule gesprochen werden (vgl. UV-act. 42, 180 f., 241). Demnach greift ihre 

Forderung, ihre Integritätseinbusse, die durch die Lendenwirbelfraktur verursacht 

worden sei, sei mit 50% zu bemessen, zu hoch.

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5.2    Die Festlegung der durch die Lendenwirbelfraktur verursachten 

Integritätseinbusse auf 15% erfolgte am 2. Februar 2006 anlässlich der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung (UV-act. 181). Dr. F.___ standen auch die vollständigen 

(medizinischen) Akten sowie die vorhandenen Röntgenbilder zur Verfügung. Aus 

seinem Bericht vom 2. Februar 2006 geht hervor, dass ihm als Röntgenbefund 

derjenige vom 6. April 2004 vorlag, angefertigt anlässlich der Abschlusskontrolle am 

Kantonsspital St. Gallen vom gleichen Tag (UV-act. 180, 42). Dr. F.___ führte in seiner 

Beurteilung im genannten Bericht über die Untersuchung 2⅓ Jahre nach dem Unfall 

unter anderem aus: "Es wird jetzt ein Panvertebralsyndrom beklagt mit Ruhe- und 

deutlichen Bewegungsschmerzen. Dementsprechend hält sich die Versicherte steif und 

zeigt im Bereich des gesamten Rumpfes eine hochgradig eingeschränkte 

Beweglichkeit. Aus somatischer Sicht ist der Zustand nach Fraktur von LWK1 

objektivierbar. Die Ausheilung erfolgte unter einer Keilwirbeldeformität und unter 

Entwicklung einer Osteochondrose thoraco-lumbal. Anamnese und klinische Befunde 

sind bei dem ausgeprägten Fehlverhalten zur Erfassung eines Dauerschadens nicht 

verwertbar. Nachdem die bildgebende Abklärung der HWS keine pathologischen 

Veränderungen als Traumafolge ergab, kann bezüglich HWS von keinem 

Dauerschaden ausgegangen werden. (…)" Die durch den Status nach 

Kompressionsfraktur von LWK1 mit Hinterkantenfragment, Frakturkonsolidation mit 

Keilwirbeldeformität von 10 , thoraco-lumbale Osteochondrose sowie verminderte 

Belastbarkeit und verminderte Beweglichkeit der Wirbelsäule bedingte 

Integritätseinbusse schätzte Dr. F.___ auf total 15% ein; 10% für die posttraumatische 

Keilwirbelbildung von LWK1 und 5% für die thoraco-lumbale Osteochondrose (UV-act. 

181). Zur Begründung führte er an: "Tabelle 7 'Integritätsentschädigung gemäss UVG' 

sieht für den Zustand nach Wirbelfraktur bei Keilwirbeldeformität von 10  eine 

Integritätsentschädigung von 5 bis 10% vor bei geringgradigen Dauerschmerzen mit 

Verstärkung durch Belastung aber auch Ruheschmerzen; bei der gleichen 

Schmerzfunktionseinheit für die Osteochondrose ebenfalls einen Spielraum von 5 bis 

10%." Nach der Abschlussuntersuchung vom 2. Februar 2006 hatte Dr. F.___ am 

6. Januar 2010 und - lite pendente - am 18. Oktober 2010 nochmals Stellung 

genommen zur Integritätseinbusse, die durch die Lendenwirbelfraktur verursacht 

worden war; beide Male aufgrund der Akten (UV-act. 241, 258). Eine Untersuchung der 

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Beschwerdeführerin im Hinblick auf diese Einschätzung fand nicht mehr statt. 

Röntgenaufnahmen nach dem 6. April 2004 sind in den Akten nicht dokumentiert.

5.3    Nachdem die Röntgenbilder bereits bei der Einschätzung der Integritätseinbusse 

durch Dr. F.___ am 2. Februar 2006 knapp zwei Jahre alt waren und bis zur Verfügung 

(vom 5. Februar 2010) weitere vier Jahre verstrichen, kann bezüglich der durch die 

Lendenwirbelfraktur verursachten Integritätseinbusse nicht von aktuellen medizinischen 

Grundlagen gesprochen werden. Zwar berücksichtigte Dr. F.___ in seiner 

Stellungnahme vom 6. Januar 2010 die Berichte vom 10. Oktober 2006 (UV-act. 208) 

und vom 19. Dezember 2008 (UV-act. 228) von Hausarzt Dr. med. H.___, Facharzt FMH 

für Allgemeine Medizin, und schloss, dass darin keine Angaben auf eine wesentliche 

Verschlechterung des Gesundheitszustands seit 2006 hinweisen würden (UV-act. 241). 

Keiner der beiden Berichte befasste sich jedoch mit der Integritätseinbusse, der ältere 

(vom 10. Oktober 2006 [UV-act. 208]) bejahte auf dem Formular Zwischenbericht der 

Suva einen bleibenden Nachteil, der jüngere (vom 19. Dezember 2008 [UV-act. 228]) 

beantwortete die gezielten Fragen der Haftpflichtversicherung, von denen keine auf die 

Integritätseinbusse gerichtet war (UV-act. 227). Eine rechtskonforme Einschätzung der 

durch die Lendenwirbelfraktur verursachten Integritätseinbusse ist nur mit 

aktualisierten medizinischen Grundlagen möglich, die aufgrund aktueller Röntgenbilder 

und durch eine aktuelle körperliche Untersuchung der Beschwerdeführerin zu 

beschaffen sind. Nur so kann die materielle Unbill, die die versicherte Person über den 

Zeitraum der medizinischen Behandlung hinaus dauernd erleidet und die durch die 

Integritätsentschädigung abgegolten werden soll, eingeschätzt werden (vgl. BGE 133 V 

224 Regeste und E. 5 S. 230 sowie Gustavo Scartazzini, Neuere Fragen zur 

Integritätsentschädigung, SZS 2007 S. 291). Das Ausmass der Keilwirbeldeformität ist 

nach den Richtwerten der Integritätsschaden-Tabelle 7 für die Beurteilung der 

Integritätseinbusse wesentlich. Aufgrund der Röntgenbilder vom 6. April 2004 wurde 

sie mit 10  bemessen (UV-act. 42, 180 f.). Aktuelle Röntgenbilder würden den aktuellen 

Zustand der Wirbelsäule zeigen, offenbaren, ob sich die Keilwirbeldeformität allenfalls 

vergrössert hat, und mit dem Vergleich zu den Voraufnahmen die voraussehbaren 

Verschlimmerungen des Integritätsschadens, die nach Art. 36 Abs. 4 Satz 1 UVV zu 

berücksichtigen sind, einzuschätzen helfen. Die körperliche Untersuchung der 

Beschwerdeführerin würde die aktuelle Funktionseinschränkung ihrer Wirbelsäule 

dokumentieren, die nach den Richtwerten der Integritätsschaden-Tabelle 7 für die 

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Beurteilung der Integritätseinbusse ebenfalls wesentlich ist. Auch diese 

Untersuchungsergebnisse würden im Vergleich mit den Befunden, die bei der 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 2. Februar 2006 erhoben worden waren, 

die voraussehbaren Verschlimmerungen des Integritätsschadens einzuschätzen helfen. 

Zur Vornahme dieser Abklärungen - Röntgen und körperliche Untersuchung - wird die 

Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, die damit vorzugsweise 

eine anstaltsunabhängige orthopädische Fachperson beauftragt.

5.4    Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre Schmerzen hätten seit 2006 

nachweisbar zugenommen. Heute seien sie als mehr oder weniger starke 

Dauerschmerzen auch nachts und in Ruhe, die keine Zusatzbelastung erlaubten, 

gemäss Schmerzfunktionsskala der Integritätsschaden-Tabelle 7 mit +++ 

einzuschätzen. Die Qualifikation von Dr. F.___ mit ++ als geringe Dauerschmerzen sei 

klar zu tief. Im Rahmen der mit vorstehender Erwägung (5.3) angeordneten 

Untersuchung wird auch die Schmerzintensität zu berücksichtigen sein. Vorgängig ist 

beim Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. H.___, ein Verlaufsbericht einzuholen und 

dabei die Frage zu stellen, welche Schmerzintensität ihm geklagt worden sei und ob 

sich diese im Verlauf der Zeit und in welchem Ausmass verändert habe. Der Hausarzt 

ist auch nach dem Analgetikakonsum der Beschwerdeführerin und dessen allfälliger 

Veränderung zu befragen. Auch zu diesen Abklärungen wird die Angelegenheit an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

6.         

6.1    Neben der Integritätseinbusse, die durch die Lendenwirbelfraktur verursacht 

worden ist, wird auch eine solche durch die weiteren psychischen Störungen geltend 

gemacht. Bei Beeinträchtigungen der psychischen Integrität besteht ebenfalls ein 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung, wie das EVG 1998 mit BGE 124 V 29 und 

BGE 124 V 209 grundsätzlich entschieden hat. In beiden Regesten wird festgehalten: 

Psychogene Störungen nach Unfällen geben Anspruch auf Integritätsentschädigung, 

wenn eine eindeutige individuelle Langzeitprognose gestellt werden kann, welche für 

das ganze Leben eine Änderung durch Heilung oder Besserung des Schadens 

praktisch ausschliesst. Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung ist vor dem 

Hintergrund der herrschenden psychiatrischen Lehrmeinung, wonach nur 

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Unfallereignisse von aussergewöhnlicher Schwere zu einer dauerhaften 

Beeinträchtigung der Integrität zu führen vermögen, allerdings nur selten gegeben (vgl. 

Scartazzini, a.a.O., S. 298 f. sowie BGE 124 V 39 ff. E. 5, besonders E. 5c; Urteile des 

Bundesgerichts vom 9. August 2011, 8C_198/2011, E. 8.8., und vom 1. Februar 2010, 

8C_792/2009, E. 7.2.2). Die Regeln für die Beurteilung der Adäquanz psychischer 

Unfallfolgen gemäss BGE 115 V 133 finden entsprechende Anwendung für den 

Entscheid über die Dauerhaftigkeit des Integritätsschadens und die Notwendigkeit 

einer entsprechenden psychiatrischen Abklärung. Leitlinien für die rechtsgleiche 

Bemessung von Integritätsentschädigungen bei psychischen Folgen von Unfällen 

enthält die Integritätsschaden-Tabelle 19 (vgl. auch vorstehende E. 3.1).

6.2      

6.2.1           Dr. med. I.___, Assistenzarzt, und Dr. med. J.___, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, hatten aufgrund zweier psychiatrischer 

Untersuchungen während des stationären Aufenthalts der Beschwerdeführerin in der 

Rehaklinik C.___ im Bericht vom 4. März 2004 die Diagnose einer posttraumatischen 

Belastungsstörung ICD-10 F43.1 gestellt (UV-act. 39). Die psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung, die seit 21. April 2004 von Dr. med. K.___, Facharzt 

FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, durchgeführt wurde, stützte sich auf diese 

Diagnose (vgl. UV-act. 47, 56, 64 f.,). Dr. med. L.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie und für Allgemeine Medizin sowie beratender Psychiater der 

involvierten Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung, bestätigte am 16. bzw. 22. 

September 2004 die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung ausdrücklich, 

indem er unter anderem auführte: "Der protrahierte Verlauf kann nicht durch die 

körperlichen Befunde erklärt werden. Dagegen besteht kein Zweifel am Vollbild einer 

ausgeprägten posttraumatischen Belastungsstörung. (…)" (UV-act. 81). An der Klinik 

M.___ wurden als zusätzliche Diagnosen diejenige einer chronischen Schmerzstörung 

sowie einer reaktiv depressiven Störung, derzeit mittelschwerer bis schwerer Episode, 

genannt (ICD-10: F32.1; vgl. Gesuch um Verlängerung der Kostengutsprache für den 

stationären Rehabilitationsaufenthalt vom 28. Juli 2005 und Austrittsbericht von 

Dr. E.___ vom 24. August 2005 [UV-act. 145, 150]). Der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin konnte auch während der zweiten Rehabilitation nicht verbessert 

werden, die Weiterführung der psycho- und physiotherapeutischen Massnahmen 

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wurde dringend empfohlen. Dr. K.___ stabilisierte in der Folge durch seine 

psychiatrisch-psychotherapeutische Begleitung die psychische Situation der 

Beschwerdeführerin und stand ihr in Krisensituationen zur Seite (vgl. Berichte vom 

14. Mai 2005 [Beilage zu UV-act. 125], vom 16. August 2005 [telefonisch, UV-act. 146], 

vom 16. Oktober 2006 [UV-act. 209] und vom 24. Juni 2007 [UV-act. 214]).Im 

Zwischenbericht vom 4. Juni 2008 (UV-act. 222) diagnostizierte der behandelnde 

Psychiater neben der posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), die 

chronifiziert worden sei, eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach 

Extrembelastung (ICD-10: F62) und stellte der Patientin eine ungünstige Prognose.

6.2.2           Zur Beurteilung der psychischen Beschwerden und zur Bestimmung der 

allfälligen psychisch bedingten Integritätseinbusse wurde die Beschwerdeführerin am 

27. Januar 2009 zu einer konsiliarischen Untersuchung durch Dr. G.___ angemeldet 

(UV-act. 224 f., 229). Die Untersuchung fand am 14. August 2009 statt (UV-act. 232). 

Seinen Bericht erstattete der Konsiliararzt am 5. Dezember 2009 als Gutachten (UV-

act. 236). Er schloss sich darin der bisherigen Diagnose einer posttraumatischen 

Belastungsstörung nicht an (Gutachten S. 41 ff.) und führte aus, dass die von Dr. K.___ 

neu diagnostizierte andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung nicht 

den Kriterien der ICD-10 entspreche, weshalb davon vorliegend nicht die Rede sein 

könne (Gutachten S. 47). Dr. G.___ diagnostizierte neben einer chronischen 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, F45.42, eine 

Persönlichkeits- und Verhaltensstörung mit Merkmalen der Verbitterung sowie der 

histrionischen Verhaltensstörung, F68.8 (Gutachten S. 48 f.). Während die 

Integritätseinbusse durch die chronische Schmerzstörung auch bezüglich psychischen 

Belastungen laut Schätzung von Dr. F.___ durch die Integritätsentschädigung von 15% 

abgegolten sei, hielt der begutachtende Psychiater die Integritätseinbusse durch die 

Persönlichkeits- und Verhaltensstörung mit 20 bis 35% bei leichter bis mittelschwerer 

Beeinträchtigung fest und kam unter Abzug eines Anteils für unfallfremde Aspekte und 

Beantwortung der Frage nach dem natürlich kausalen Anteil in Antwort 4A auf einen 

Schätzwert von 20% und einen Integritätsschaden von insgesamt 35% (Gutachten 

S. 51 ff.). Mit Antwort 4B hielt er - ohne einlässliche Begründung - einen 

teilursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall lediglich für möglich und verneinte 

einen Anspruch auf eine psychiatrisch begründbare Integritätsentschädigung.

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6.2.3           Das Gutachten von Dr. G.___ sowie die erneute Stellungnahme von 

Dr. F.___ wurden dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zur Kenntnis gebracht 

(UV-act. 237, 241 f.). Die Möglichkeit, sich dazu zu äussern, wurde nicht genutzt. Am 

5. Februar 2010 verfügte die Suva die gesamte Integritätseinbusse der 

Beschwerdeführerin mit 35% und stützte sich dabei auf die Antwort 4A von Dr. G.___ 

(UV-act. 244). Eine eigenständige Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

durch die Unfallversicherung wurde weder laut der Verfügung noch dem vorliegend 

angefochtenen Einspracheentscheid durchgeführt.

6.3      

6.3.1           Die Beschwerdegegnerin führte im Einspracheentscheid an, die (ärztlichen) 

Beurteilungen würden schlüssig, nachvollziehbar und überzeugend erscheinen und 

abweichende ärztliche Beurteilungen seien nicht vorhanden. Sofern sie damit zum 

Ausdruck brachte, abweichende Schätzungen der Integritätseinbusse seien nicht 

vorhanden, trifft diese Äusserung zwar zu; allerdings wurden auch lediglich Dr. F.___ 

und Dr. G.___ - je für den eigenen Fachbereich - nach der Integritätseinbusse der 

Beschwerdeführerin gefragt. Betreffend psychiatrischer Diagnose bestehen jedoch 

sehr wohl abweichende ärztliche Beurteilungen. Dr. G.___ verneinte mit dem Gutachten 

vom 5. Dezember 2009 entgegen den Bewertungen aller übrigen psychiatrischen 

Fachleute die bisherige Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung. Mit 

seinem Gutachten wurde die bisherige Kausalitätsbeurteilung der psychischen 

Beeinträchtigungen und von deren Behandlung umgestossen.

6.3.2           Am 27. Januar 2009 war Dr. G.___ lediglich mit einer konsiliarischen 

Untersuchung beauftragt worden (UV-act. 229). Mit dem Gutachten vom 5. Dezember 

2009 schoss er über seinen Auftrag hinaus und verunmöglichte es der 

Unfallversicherung, vorgängig zum Auftrag das gesetzlich gebotene Verfahren zur 

Gutachterbestimmung nach Art. 44 ATSG durchzuführen. Der Gutachter begründete 

seinen Standpunkt und die neue Diagnose einer Persönlichkeits- und 

Verhaltensstörung eingehend; dennoch enthält das Gutachten vom 5. Dezember 2009 

(UV-act. 236) verschiedene Ungereimtheiten:

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6.3.3           Dr. G.___ bezeichnet Dr. I.___, der die Diagnose einer posttraumatischen 

Belastungsstörung zusammen mit Dr. J.___ stellte, als damals neurologischen 

Assistenzarzt (und heute Oberarzt an der Psychiatrischen Poliklinik in Zürich). Fakt ist, 

dass Dr. I.___ sowohl den Bericht vom 4. März 2004 über die psychiatrische 

Untersuchung der Beschwerdeführerin an der Rehaklinik C.___ zusammen mit dem 

Psychiater und leitenden Arzt Psychosomatik, Dr. J.___, als auch den Austrittsbericht 

vom 22. März 2004 zusammen mit dem damaligen leitenden Arzt Neurorehabilitation, 

Dr. med. N.___, Facharzt FMH für Neurologie, Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, unterzeichnete, beide Male unter der Bezeichnung "Rehaklinik C.___, 

Ärztlicher Dienst, Assistenzarzt" (UV-act. 39 f.). Gegenüber der Suva war Dr. I.___ zuvor 

als Alleinunterzeichner des Kurzberichts vom 17. März 2004 und bei einem klärenden 

Telefongespräch am 24. März 2004 als behandelnder Arzt der Beschwerdeführerin 

aufgetreten (UV-act. 37 f.). Laut Ärzteverzeichnis der FMH (abrufbar unter 

www.doctorfmh.ch; Abfrage vom 16. September 2011) hatte Dr. I.___ 2005 den FMH-

Facharzttitel Psychiatrie und Psychotherapie erworben und ist aktuell als Oberarzt an 

der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsspitals Zürich (USZ) tätig. 

Es ist kaum anzunehmen, dass Dr. I.___ während seiner Ausbildung zum Facharzt FMH 

für Psychiatrie und Psychotherapie und ein gutes Jahr vor dieser Prüfung als 

neurologischer Assistenzarzt tätig war, der zusammen mit Dr. J.___ über psychiatrische 

Untersuchungen berichtete. Der Hinweis von Dr. G.___ erweist sich als nicht fundierte, 

unzutreffende fachliche Qualifikation.

6.3.4           Obwohl Dr. G.___ im Gutachten die verschiedenen Äusserungen der 

Beschwerdeführerin über den Hergang, das Erleben und die Verarbeitung des Unfalls 

sowie zu verschiedenen Aspekten wie Schmerzempfinden, Emotionalisierung usw. 

minutiös zusammenträgt und detailliert darstellt, erscheint dieses Vorgehen 

ausschliesslich auf das Ergebnis einer anderen psychiatrischen Diagnose als der 

bisherigen posttraumatischen Belastungsstörung orientiert zu sein und setzt sich der 

Gutachter kaum mit Darlegungen auseinander, die für eine andere Beurteilung 

sprechen. Verschiedene indirekte Schilderungen der Beschwerdeführerin, die zu ganz 

andern Zwecken als zur Dokumentation ihrer psychischen Befindlichkeit erstellt 

wurden, z.B. die polizeiliche Befragung am Tag nach dem Unfall (Befragungsprotokoll 

vom 26. Oktober 2003, UV-act. 9), werden ohne kritische Würdigung oder 

Berücksichtigung der Befragungssituation und ihres jeweiligen Hauptzwecks im 

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Gutachten als direkte Aussagen der Beschwerdeführerin widergegeben (Gutachten 

S. 41 unten ohne Erwähnung der geltend gemachten Erinnerungslücke). Damit wird der 

Eindruck von Genauigkeit erweckt, der so nicht zutrifft. Dieser wiederum verleitet 

fälschlicherweise zur Würdigung des Gutachtens als schlüssig, nachvollziehbar und 

überzeugend.

6.3.5           Wie die übrigen Beurteilenden kommt Dr. G.___ im Gutachten vom 

5. Dezember 2009 zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer 

Sicht keinerlei Arbeitsfähigkeit attestiert werden kann. Dennoch beurteilt er ihre 

psychische Störung als leicht bis mittelschwer und verneint kaum oder jedenfalls 

konstante Beeinträchtigungen. Die Integritätsschaden-Tabelle 19 führt demgegenüber 

bei den leichten bis mittelschweren psychischen Störungen aus, dass sich die 

Symptomatik unter starken Belastungen im Alltag und im Beruf manifestiere. Störungen 

mit reduzierter oder gänzlich fehlender Arbeitsfähigkeit werden demgegenüber als 

mindestens mittelschwer eingestuft. Bei gegebener vollständiger Arbeitsunfähigkeit 

kann demnach nicht von einer lediglich leichten bis mittelschweren psychischen 

Störung ausgegangen werden. Das Gutachten von Dr. G.___ ist daher bezüglich 

Einstufung der psychischen Störung widersprüchlich.

6.3.6           Die Beschwerdeführerin lässt zu Recht geltend machen, Dr. G.___ habe die 

Kürzung des psychisch bedingten Integritätsschadens wegen unfallfremder (von 20 bis 

35% auf 20%) ohne Begründung vorgenommen. Er führt in Antwort 4A aus, dass 

unfallfremde Faktoren das Störungsbild in hohem Mass prägten (Gutachten S. 52 f.). 

Welche Faktoren der Begutachter meint und wodurch sie das Störungsbild prägen, 

geht weder aus der Fragebeantwortung noch aus der übrigen Begründung im 

Gutachten hervor. Das Ausmass der Kürzung in der Schätzung des Integritätsschadens 

ist damit nicht nachvollziehbar.

6.4    Zusammenfassend kommt dem Gutachten von Dr. G.___ keine volle Beweiskraft 

zu und ist die psychisch bedingte Integritätseinbusse der Beschwerdeführerin nicht 

nachvollziehbar beurteilt. Die Streitsache ist auch diesbezüglich zu weiteren 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die psychiatrische 

Diagnose, die dadurch bedingte dauerhafte Beeinträchtigung der Integrität der 

Beschwerdeführerin sowie der Anteil allfälliger unfallfremder Faktoren sind nochmals 

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neu zu beurteilen, vorzugsweise durch eine anstaltsunabhängige psychiatrische 

Fachperson.

7.         

Für das Zusammenfallen von mehreren Integritätsschäden aus einem Unfall (oder aus 

mehreren Ereignissen) sieht Abs. 3 Satz 1 von Art. 36 UVV die Festsetzung der 

Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung vor. Stehen die 

Integritätseinbussen aufgrund der Lendenwirbelfraktur einerseits und aufgrund der 

weiteren psychischen Beeinträchtigung fest, können die beiden Prozentzahlen nicht 

nur zusammengezählt werden. Vielmehr ist die Summe einer Gesamtwürdigung zu 

unterziehen und zu überprüfen, ob diese der gesamten Integritätseinbusse der 

versicherten Person entspricht (vgl. Philipp Portwich, Die Integritätsentschädigung für 

psychische Unfallfolgen nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung: Grundlagen und Hinweise für die gutachterliche Praxis, SZS 2009 

S. 349 ff. [Kapitel 3.2.4 Vorgehen bei mehreren Integritätsschäden]). Auch für die 

Durchführung einer begründeten Gesamtwürdigung ist die Streitsache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, wobei diese durch entsprechenden Austausch 

der beiden Fachpersonen mit begründeter Stellungnahme vorgenommen werden kann.

8.         

8.1    Zusammenfassend ist die Beschwerde vom 23. September 2010 gutzuheissen, 

der Einspracheentscheid vom 23. August 2010 aufzuheben und die Angelegenheit zu 

weiteren Abklärungen im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Anschliessend hat diese über die Integritätseinbusse und die dafür 

geschuldete Integritätsentschädigung neu zu verfügen.

8.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die 

Beschwerdeführerin bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine 

Parteientschädigung nach Ermessen des Gerichts (Art. 61 lit. g ATSG). Eine 

Entschädigung von pauschal CHF 4'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) 

erscheint angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 23. August 2010 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im 

Sinn der Erwägungen und anschliessender neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit pauschal CHF 4'000.-- 

zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.10.2011
	Art. 43 ATSG, Art. 24 f. und 36 Abs. 2 UVG, Art. 36 und 47 UVV, Anhang 3 zur UVV: Die physische und psychische Integritätseinbusse ist aufgrund medizinischer Grundlagen festzulegen, die im Zeitpunkt der Festlegung aktuell und rechtsgenügend begründet sind. Für mehrere Integritätsschäden ist zudem zu prüfen, ob die Gesamtheit der addierten Einzelentschädigungen der gesamten Beeinträchtigung entspricht. - Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung zu weiteren Abklärungen im Sinn der Erwägungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Oktober 2011, UV 2010/79).

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