# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7ecc7ea-5ff5-5825-ad70-43a804e8cf16
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.03.2010 E-1434/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1434-2010_2010-03-15.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1434/2010/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 . M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
angeblich Sudan,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 2. März 2010 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1434/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen angebli-
chen Heimatstaat Sudan im Oktober 2009 verliess und am 7. Dezem-
ber 2009 in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass  er  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  A._______  am 
10. Dezember  2009  summarisch  befragt  und  am  1.  Februar  2010 
gemäss Art. 29 Abs. 1 des  Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, 
SR 142.31) zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass ein Experte in einer Herkunftsanalyse (LINGUA-Gutachten) vom 
19. Dezember 2009 zum Schluss kam, der Beschwerdeführer spreche 
ein  westafrikanisches,  mit  hoher  Wahrscheinlichkeit  nigerianisches 
Englisch  und  eine  Herkunft  aus  dem  Sudan  könne  ausgeschlossen 
werden,

dass dem Beschwerdeführer im Rahmen der Anhörung vom 1. Februar 
2010  das  rechtliche  Gehör  zu  diesem  Abklärungsergebnis  gewährt 
wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen vorbrachte, er stamme aus der Region Darfur im Sudan,

dass  seine  Eltern  im Jahre  2000  und sein  Zwillingsbruder  im Jahre 
2008 von den Djandjawid-Milizen im Zusammenhang mit den Ausein-
andersetzungen zwischen Christen und Muslimen in seiner Herkunfts-
region  umgebracht  worden  seien  und,  er  befürchtet  habe,  ebenfalls 
getötet zu werden,

dass ein ihm bekannter Ägypter namens B._______ ihn nach Ägypten 
gebracht habe, von wo er in einem Schiff an einen ihm unbekannten 
Ort gefahren und von dort per Zug und Auto in die Schweiz gereist sei,

dass B._______ seine Reise organisiert und bezahlt habe,

dass er im Übrigen in seinem Heimatstaat nie irgendwelche Identitäts-
papiere besessen habe, ohne Reisepapiere gereist sei und auf seiner 
Reise nirgends kontrolliert worden sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 2. März 2010 – eröffnet am 5. März 
2010 –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asyl-

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gesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe keine Kenntnisse über die sudanesischen Identi-
tätspapiere  und  seine  Ausführungen  zur  Reise  nach  Europa  seien 
oberflächlich und nicht nachvollziehbar,

dass  er  sich  somit  dem begründeten Verdacht  aussetze,  seinen tat-
sächlichen Reiseweg, sowie seine Ausweispapiere und Staatsangehö-
rigkeit  vor  den Asylbehörden zu verbergen und demnach  keine ent-
schuldbaren Gründe für die unterlassene fristgerechte Einreichung von 
Reise- oder Identitätspapieren vorliegen würden,

dass ferner das Lingua-Gutachten vom 19. Dezember 2009 auf  eine 
Herkunft des Beschwerdeführers aus Nigeria hinweise, und er zudem 
zahlreiche  tatsachenwidrige  und  unsubstanziierte  Aussagen  zu  den 
Lebensverhältnissen im Sudan und insbesondere seiner angeblichen 
Herkunftsregion Darfur gemacht habe,

dass  damit  seiner  angeblichen  sudanesischen  Staatsangehörigkeit 
und  Herkunft  aus  Darfur  sowie  den  Asylvorbringen  jede  Grundlage 
entzogen sei, 

dass  er  daher  die  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. März 2010 gegen die 
vorinstanzliche Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwer-
de erhob und dabei unter anderem beantragte, diese sei aufzuheben 
und ihm das Asyl zu gewähren und die Flüchtlingseigenschaft zuzuer-
kennen, und eventualiter sei die vorläufige Aufnahme wegen Unzuläs-
sigkeit, Unzumutbarkeit  und Unmöglichkeit  des Wegweisungsvollzugs 
anzuordnen,

dass er ferner in prozessualer Hinsicht um Wiederherstellung der auf-
schiebenden Wirkung der Beschwerde sowie um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 

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und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  und  um Verzicht  auf  die  Erhe-
bung eines Kostenvorschusses ersucht, 

dass er zudem beantragt, es sei jegliche Datenweitergabe an die Be-
hörden seines Heimatstaates zu unterlassen, und er sei in einer sepa-
raten  Verfügung  über  eine  allenfalls  bereits  erfolgte  Weitergabe  von 
Daten in Kenntnis zu setzen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. März 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerde  frist-  und  formgerecht  eingereicht  wurde,  und 
der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen hat, 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist, ein schutz-
würdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung 
hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 108 
Abs. 2  AsylG  sowie  Art.  105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und  Art.  48 
Abs. 1 und Art. 52 VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 

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Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird (Art. 32  Abs. 3 Bst. b  AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätz-
licher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den und das BFM in der  angefochtenen Verfügung in  rechtsgenügli-
cher Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass  in  der  Beschwerdeeingabe  nichts  vorgebracht  wird,  was  eine 
andere Einschätzung rechtfertigen würde, 

dass  aufgrund  der  unplausiblen  und  undetaillierten  Schilderung  des 
Reiseweges und der realitätsfremden Ausführungen des Beschwerde-
führers,  er habe nie irgendwelche Ausweispapiere besessen und sei 
auf der Ausreise nirgends kontrolliert  worden, davon auszugehen ist, 
er habe für seine Reise authentische Reise- und Identitätspapiere ver-
wendet,  welche  er  jedoch  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht  (vgl.  Art. 8  Abs. 1  Bst. b  AsylG)  den  schweizerischen 
Asylbehörden vorenthält, 

dass somit  die Identität  des Beschwerdeführers bis heute nicht  fest-
steht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in  Frage 
gestellt ist, 

dass  im  Weiteren  aufgrund  der  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  und  der  Akten  sowie  in  Beachtung  der  Erwägungen  in 
BVGE 2007/8 (vgl. E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder 
Anlass  zur  Vornahme zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses noch zur 
direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG), 

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dass die Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
zur  Unglaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  vollumfänglich  zu  schützen 
sind, 

dass  die  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe,  in  welcher  der 
Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  auf  seine  Vorbringen  im  erstins-
tanzlichen  Verfahren  verweist,  ohne  aber  auf  die  Erwägungen  des 
BFM im Einzelnen einzugehen, nicht geeignet sind, zu einer anderen 
Einschätzung zu führen, 

dass das BFM demnach zu Recht  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art. 44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  AuG)  grundsätzlich  von  Amtes 
wegen  zu prüfen sind,  diese  Untersuchungspflicht  jedoch  nach  Treu 
und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerde-
führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Sub-
stanziierungslast  trägt  (Art.  7  AsylG),  und  es  nicht  Sache  der  Asyl-
behörden  sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in 
hypothetischen Herkunftsländern zu forschen, 

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren Identität und Her-
kunft zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es 
würden  einer  Wegweisung  in  den  tatsächlichen  Heimatstaat  keine 

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landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 
44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 
E.3.2.2 S. 4f.) entgegen stehen,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  das  Gesuch  um vorsorgliche  Massnahmen im Zusammenhang 
mit  einer  Datenweitergabe  an  den  Heimatstaat  durch  den  direkten 
Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist, 

dass aus den Akten nicht hervorgeht, es seien bereits Daten an den 
Heimatstaat  übermittelt  worden,  weshalb  auf  das  Begehren um ent-
sprechende Offenlegung nicht einzugehen ist, 

dass  mit  vorliegendem  Direktentscheid  ohne  vorgängige  Instruktion 
auch das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses gegenstandslos geworden ist, 

dass die mit der Beschwerde gestellten Gesuche um Gewährung der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  und  Verbeiständung  gemäss  Art.  65 
Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen sind, da die Begehren - wie sich aus 
den obenstehenden Erwägungen ergibt - als aussichtslos zu bezeich-
nen waren, weshalb die kumulativen Voraussetzungen für die Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Gesuche  um  unentgeltliche  Rechtspflege  und  Verbeiständung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Nicholas Swain

Versand: 

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