# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f662ceb2-4873-55b9-adaf-88f8fc53ad9b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 22.06.2010 SK2 2010 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2010-23_2010-06-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 22. Juni 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 10 23

Entscheid
II. Strafkammer

Vorsitz Bochsler
RichterInnen Hubert und Schlenker
Redaktion Aktuarin Thöny

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann 
Just, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 10. März 
2010, mitgeteilt am 15. März 2010, in Sachen des Beschwerdeführers gegen Y., 
Angeschuldigte und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Thomas Kälin, Forchstrasse 452, 8032 Zürich, 

betreffend fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 14. Februar 2009 wurde das Hotel A. an der B.-strasse in C. bei einem 
Brand weitgehend zerstört. In der Folge führte die Kantonspolizei Graubünden ein 
Ermittlungsverfahren durch, welches ergab, dass Y. kurz vor dem Brandausbruch 
das Zimmer Nr. 25 im Hotel A. bezogen hatte. Gemäss Auswertungsbericht des 
Brandermittlers ist der Brand darauf zurückzuführen, dass diese eine Winterjacke 
über einen Deckenfluter (Ständerlampe) gelegt und den Schalter der Lampe 
vermutlich unbewusst betätigt hatte. 

B. Mit Verfügung vom 1. Juli 2009 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden eine Strafuntersuchung gegen Y. wegen fahrlässiger Verursachung 
einer Feuersbrunst gemäss Art. 222 StGB. Mit der Durchführung der 
Untersuchung wurde das Untersuchungsrichteramt Chur beauftragt.

C. Mit Strafmandat des Kreispräsidenten Schanfigg vom 12. Januar 2010 
wurde Y. wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst gemäss Art. 222 
Abs. 1 StGB zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 70.-- und 
zu einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt. Dagegen erhob Y. am 18. Januar 2010 
Einsprache, worin sie geltend machte, die Verurteilung sei bloss aufgrund von 
Vermutungen erfolgt. Beweise lägen keine vor.

D. In der Folge ergänzte die Staatsanwaltschaft Graubünden die 
Untersuchung, indem sie den Brandexperten der Kantonspolizei, Fw D., als 
sachverständigen Zeugen untersuchungsrichterlich einvernahm. Aufgrund dessen 
Aussagen gelangte sie zum Ergebnis, dass ein fahrlässiges Verhalten von Y. 
mangels Voraussehbarkeit des Schadensereignisses verneint werden müsse und 
stellte die Strafuntersuchung mit Verfügung vom 10. März 2010, mitgeteilt am 15. 
März 2010, ein. Die Untersuchungskosten wurden auf die Staatskasse 
genommen.

E. Gegen diese Einstellungsverfügung liess der Eigentümer des Hotels A., X., 
am 6. April 2010 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde erheben, 
worin er beantragte, es sei die angefochtene Einstellungsverfügung aufzuheben 
und die Staatsanwaltschaft Graubünden anzuweisen, die Untersuchung weiter zu 
führen. 

F. Die Staatsanwaltschaft Graubünden beantragte in ihrer Vernehmlassung 
vom 20. April 2010 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

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G. Y. liess in ihrer Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2010 den Antrag stellen, 
es sei auf die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Beschwerdeführers nicht einzutreten, eventualiter sei die Beschwerde 
abzuweisen.

Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Gemäss Art. 138 StPO kann gegen die vom Staatsanwalt genehmigten 
Amtshandlungen von Untersuchungsorganen beim Kantonsgericht Beschwerde 
geführt werden. Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer durch den 
angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung geltend macht. Insbesondere kann sich der 
Geschädigte gegen Einstellungsverfügungen beschweren (Art. 139 Abs. 1 StPO). 
Die Beschwerde ist innert 20 Tagen, seit der Betroffene vom angefochtenen 
Entscheid Kenntnis erhalten hat, schriftlich einzureichen (Art. 139 Abs. 2 StPO). 

b) Die Beschwerdegegnerin Y. macht geltend, der Beschwerdeführer X. sei 
durch ihr Verhalten entgegen seinen Ausführungen nicht geschädigt worden, 
weshalb es ihm an der Beschwerdelegitimation fehle. Da das krasse Fehlverhalten 
der Feuerwehr von vornherein jegliche mögliche Kausalität zwischen ihrem 
Verhalten und dem eingetretenen Erfolg im Sinne des Hotelbrandes unterbreche, 
könne ihr der dadurch entstandene Schaden ohnehin nicht angerechnet werden. 
Selbst wenn ihr wider Erwarten die fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst 
angelastet werden würde, so wäre der Erfolg dieses fahrlässigen Delikts auf das in 
ihrem Hotelzimmer entstandene Feuer und den daraus hervorgehenden Schaden 
begrenzt. Der Beschwerdeführer sei jedoch - wenn überhaupt - nicht bereits durch 
den Zimmerbrand, sondern erst durch den Hotelbrand geschädigt worden. Für den 
Hotelbrand könne sie jedoch nicht zur Verantwortung gezogen werden.

X. ist unbestrittenermassen Eigentümer des Hotels A., welches beim Brand am 
14. Februar 2009 weitgehend zerstört wurde. Damit ist er auch Träger des 
unmittelbar verletzten Rechtsguts und demzufolge tatbeständlich Verletzter (vgl. 
Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. 
Auflage 1996, S. 353). Unabhängig von der Frage, in welchem Ausmass der 

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eingetretene Erfolg dem Verhalten von Y. zugerechnet werden kann, steht fest, 
dass X. allein schon durch den Zimmerbrand einen unmittelbaren Schaden erlitten 
hat. Ob dieser Schaden von einer Versicherung gedeckt ist oder bereits bezahlt 
wurde, ist eine zivilrechtliche Frage, welche für die Beurteilung der 
Beschwerdelegitimation nicht relevant ist. Als Direktgeschädigter ist X. damit zur 
Beschwerdeführung berechtigt, weshalb auf seine im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde vom 6. April 2010 einzutreten ist. 

2. Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte das Strafverfahren gegen Y. 
wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst gemäss Art. 222 StGB mit 
der Begründung ein, dass die Verursachung des Brandes für die Angeschuldigte 
nicht voraussehbar gewesen sei. Insbesondere aufgrund ihrer persönlichen 
Verhältnisse sei für Y. der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der 
Handlung und dem Schaden nicht erkennbar gewesen. Ein fahrlässiges Verhalten 
müsse somit mangels Voraussehbarkeit des Schadensereignisses verneint 
werden. Demgegenüber wendet der Beschwerdeführer ein, die Voraussetzungen 
für die Einstellung des Verfahrens seien in keiner Art und Weise gegeben. 
Einerseits präsentiere sich das Verhalten der Angeschuldigten keineswegs derart, 
dass der Untersuchungsrichter in antizipierter Beweiswürdigung in zulässiger Art 
und Weise zum Schluss gelangen könne, dass das vorliegende Verfahren mit aller 
Wahrscheinlichkeit zu einem Freispruch der Angeschuldigten führen würde. Indem 
die Angeschuldigte erkannt habe, dass sie eine Lampe als Kleiderständer für ihre 
Jacke verwendete, ohne sich vergewissert zu haben, dass in dieser kein 
Leuchtmittel vorhanden war oder dass diese ausgesteckt war, habe sie gegen die 
allgemeinen Sorgfaltspflichten verstossen. Aufgrund ihrer persönlichen 
Verhältnisse sei der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der Handlung, 
das heisst dem Aufhängen einer Jacke über einer Ständerlampe, und dem 
Schaden, das heisst dem Verursachen eines Zimmerbrandes, durchaus erkennbar 
gewesen, weshalb für sie der Schadenseintritt voraussehbar gewesen sei. 

3. Die Eröffnung eines Strafverfahrens setzt voraus, dass der Beschuldigte 
eine mit Strafe bedrohte Handlung begangen hat. Fehlt es nach durchgeführter 
Untersuchung an einem hinreichenden Tatverdacht bzw. ist das Vorliegen eines 
Straftatbestandes nicht genügend dargetan (Art. 82 Abs. 1 StPO), so dass eine 
Verurteilung in der Hauptverhandlung nicht zu erwarten ist, darf der 
Untersuchungsrichter davon absehen, der Strafanzeige weitere Folge zu geben, 
und kann das Verfahrens einstellen. Die Beurteilung der Prozessaussichten steht 
dabei im pflichtgemässen Ermessen der Untersuchungsbehörde. Dabei gilt der 
Grundsatz, dass im Zweifel Anklage zu erheben ist. Als Richtschnur kann gelten, 

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dass Anklage erhoben werden muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher 
erscheint als ein Freispruch. Dies gründet auf der Überlegung, dass bei nicht 
eindeutiger Beweislage der Entscheid über einen Vorwurf nicht von den 
Untersuchungs- oder Anklagebehörden, sondern von den für die materielle 
Beurteilung zuständigen Gerichten getroffen werden soll. Bei der 
Anklageerhebung gelangt daher der auf die gerichtliche Beweiswürdigung 
zugeschnittene Grundsatz 'in dubio pro reo' nicht zur Anwendung. Der Grundsatz, 
dass im Zweifelsfall nicht eingestellt werden darf, ist auch bei der gerichtlichen 
Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten (Urteil des Bundesgerichts 
6B_915/2008 vom 6. April 2009 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Im Folgenden gilt 
es zu prüfen, ob die Einstellung des Strafverfahrens gegen Y. zu Recht erfolgt ist 
oder ob in objektiver und subjektiver Hinsicht Anhaltspunkte vorliegen, die einen 
Schuldspruch als wahrscheinlich erscheinen lassen.

4. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass der Brand darauf zurückzuführen 
ist, dass die mit einer Winterjacke zugedeckte Halogenleuchte eingeschaltet 
wurde, worauf das Jackenmaterial durch die Lampe beziehungsweise durch den 
Hitzestau in Brand geriet. In der Folge entzündete sich der Zimmervorhang und es 
kam zu einem Zimmerbrand, welcher durch die ausgerückte Feuerwehr vorerst 
gelöscht werden konnte. Der Brand konnte sich jedoch durch die mit Stroh 
durchsetzten Wand- und Deckenisolationen weiter ausdehnen, weshalb es zum 
Hotelbrand kam (vgl. hierzu act. 3.1, 3.2 und 1.15). 

a) Eine Feuersbrunst liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn es sich um ein 
Feuer von solcher Stärke handelt, dass es vom Urheber nicht mehr bezwungen 
werden kann und deswegen eine gewisse Erheblichkeit aufweist. Eine offene 
Flamme ist nicht vorausgesetzt. Es genügt ein Verglimmen oder Verglühen. Auch 
bei einem Glimmbrand ist Bedingung, dass er vom Verursacher nicht mehr selbst 
bezwungen werden kann. Eine Feuerbrunst ist beispielsweise auch dann 
anzunehmen, wenn sich bei einem Brand starker Rauch entwickelt, ein Schaden 
von ca. Fr. 8'000.-- entsteht und der Täter die Kontrolle über den Brand verliert. 
Nebst einem aktiven Tun, das keine bestimmte Vorgehensweise erfordert, kann 
ein Täter auch durch Unterlassung eine Feuersbrunst hervorrufen, wenn er einer 
entsprechenden Rechtspflicht (Garantenstellung) nicht nachkommt 
(Roelli/Fleischanderl, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, 2. Auflage, Basel 
2007, N. 7 f. zu Art. 221 mit weiteren Hinweisen, Trechsel, Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, N. 2 zu Art. 221).

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b) Sowohl E. (act. 3.18) wie auch F. (act. 3.20), welche als Auskunftspersonen 
einvernommen wurden, bestätigten, dass im hinteren Teil des Zimmers an der 
Fensterfront eine Flamme loderte und es zu einer sehr starken Rauchentwicklung 
kam. Letzteres geht auch aus dem Fotoblatt der Kantonspolizei (act. 3.3 Foto Nr. 
1-3) deutlich hervor. Des Weiteren ist unbestritten und aktenkundig, dass die 
Feuerwehr zur Bekämpfung des Zimmerbrandes ausrücken musste, das Feuer 
somit bereits in diesem Zeitpunkt von der Beschwerdegegnerin nicht mehr selber 
gelöscht werden konnte. Somit steht gemäss obiger Definition fest, dass schon 
der Zimmerbrand allein eine Feuersbrunst im Sinne von Art. 222 StGB darstellte 
und demzufolge der objektive Tatbestand bereits erfüllt war. Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdegegnerin ist demnach für das vorliegende 
strafrechtliche Verfahren irrelevant, ob ihr auch der Hotelbrand respektive dessen 
Folgen zugerechnet werden können. Es ist somit in den nachstehenden 
Erwägungen einzig zu prüfen, ob Anhaltspunkte dafür bestehen, dass auch die 
übrigen Tatbestandselemente des Art. 222 StGB erfüllt sind und sich Y. damit der 
fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst schuldig gemacht haben könnte.

5. In der Einstellungsverfügung wird ausgeführt, dass die Umstände im 
konkreten Fall darauf schliessen lassen würden, für Y. sei aufgrund ihrer 
persönlichen Verhältnisse der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der 
Handlung und dem Schaden nicht erkennbar gewesen, weshalb sie den Schaden 
nicht habe voraussehen können. Dieser Argumentation kann - wie in den 
nachstehenden Erwägungen aufgezeigt wird - in Anwendung der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Adäquanztheorie jedoch nicht gefolgt 
werden. 

a) Das Bundesgericht hat bezüglich Kausalzusammenhang in jüngeren 
Entscheiden ausgeführt, dass der für die Zurechnung des Erfolgs notwendige 
Kausalzusammenhang dann gegeben ist, wenn die in Frage stehende Handlung 
oder Unterlassung des Täters in irgendeiner Weise für den Erfolg wirksam 
geworden ist. Nach der Rechtsprechung ist ein (pflichtwidriges) Verhalten im 
natürlichen Sinne kausal, wenn es nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass 
auch der eingetretene Erfolg entfiele (conditio sine qua non). Das Verhalten 
braucht nicht die alleinige oder unmittelbare Ursache des Erfolgs zu sein. Die 
Zurechenbarkeit des Erfolgs erfordert mit anderen Worten zunächst als 
notwendige, nicht aber hinreichende Voraussetzung, dass die in Frage stehende 
Handlung ihn verursacht hat. Dabei wiegt nach der sogenannten 
Äquivalenztheorie das Setzen jeder Bedingung gleich viel, auch einer noch so 
entfernten oder unbedeutenden, sofern sie bloss als eine „conditio sine qua non“ 

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erscheint (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 6B_915/2008 vom 6. April 
2009 mit zahlreichen Hinweisen; Jenny, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, .2. 
Auflage, Basel 2007, N. 71 zu Art. 12).

Der natürliche Kausalzusammenhang hängt gemäss der vorstehenden Definition 
weder davon ab, ob dieser für die Angeschuldigte erkennbar war, noch ob sie 
diesen hätte voraussehen können. Eine derartige Auslegung des Begriffs würde 
zu rechtsungleichen Ergebnissen führen, indem der natürliche 
Kausalzusammenhang je nach den persönlichen Verhältnissen einer Person bei 
gleichem Sachverhalt in einem Fall bejaht und im andern Fall verneint werden 
müsste. Die Frage der Erkennbarkeit und Vorhersehbarkeit wird vielmehr im 
Zusammenhang mit einer allfälligen Sorgfaltspflichtverletzung zu prüfen sein. Der 
natürliche Kausalzusammenhang zwischen der Handlung und dem eingetretenen 
Erfolg ist im zu beurteilenden Fall ohne Weiteres zu bejahen. Dieser könnte 
nämlich einzig daran scheitern, dass entweder schon die naturgesetzlichen 
Zusammenhänge als solche nicht erwiesen sind oder aber, bei an sich bekannten 
Gesetzmässigkeiten, der Sachverhalt nicht ausreichend geklärt werden kann. 
Beide Konstellationen können jedoch vorliegend ausgeschlossen werden. Der 
Sachverhalt konnte durch die Kantonspolizei hinlänglich ermittelt werden und wird 
als solcher von der Beschwerdegegnerin auch nicht bestritten. Auch steht ausser 
Frage, dass eine Halogen-leuchte schon nach kürzester Einschaltzeit eine derart 
hohe Temperatur erreicht, dass sie eine darüber hängende Winterjacke in Brand 
zu stecken vermag und dadurch ein Zimmerbrand verursacht werden kann. Mit 
anderen Worten kann das Aufhängen der Jacke über die Ständerlampe nicht 
weggedacht werden, ohne dass auch der eingetretene Erfolg, nämlich der 
Ausbruch der Feuersbrunst, entfiele. 

b) Die natürliche Kausalität genügt für sich allein für die Zurechenbarkeit des 
Erfolgs indes noch nicht. Nach der Rechtsprechung ist darüber hinaus ein 
adäquater Kausalzusammenhang erforderlich. Ein solcher liegt vor, wenn die 
Handlung oder Unterlassung geeignet ist, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen 
herbeizuführen oder mindestens zu begünstigen. Die Adäquanz wird nach der 
Rechtsprechung nur verneint, wenn ganz aussergewöhnliche Umstände, wie das 
Mitverschulden eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als 
Mitursachen hinzutreten, mit welchen schlechthin nicht gerechnet werden musste 
und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste 
Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren 
- namentlich das Verhalten des Angeschuldigten - in den Hintergrund drängen 

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(vgl. zum Ganzen wiederum das Urteil des Bundesgerichts 6B_915/2008 vom 6. 
April 2009 mit zahlreichen Hinweisen).

Entgegen der Auffassung der Vorinstanz liegt es auf der Hand, dass das 
Aufhängen der Jacke über die Ständerlampe im zu beurteilenden Fall nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens geeignet war, 
einen Zimmerbrand auszulösen oder mindestens zu begünstigen. 
Aussergewöhnliche, als Mitursache hinzutretende Umstände, welche das 
Verhalten der Beschwerdegegnerin derart in den Hintergrund drängen würden, 
dass die Adäquanz verneint werden müsste, sind nicht ersichtlich. Wie bereits 
dargelegt wurde, geht es im vorliegenden Verfahren um die Frage, ob 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass Y. mit ihrem Verhalten den Tatbestand von 
Art. 222 StGB erfüllt haben könnte. Da der objektive Tatbestand, nämlich die 
Verursachung einer Feuersbrunst, bereits mit dem Auslösen des Zimmerbrandes 
erfüllt wurde, ist für das strafrechtliche Verfahren irrelevant, ob der 
Beschwerdegegnerin auch der Hotelbrand als Ganzes angelastet werden muss. 
Dementsprechend entfällt entgegen dem Einwand der Beschwerdegegnerin auch 
eine Beurteilung des Verhaltens der Feuerwehr. Selbst wenn diese durch den 
Einsatz von Wärmebildkameras oder einer Brandwache die Ausbreitung des 
Feuers hätte verhindern können, so hätte dies keinen Einfluss auf die 
strafrechtliche Beurteilung des Verhaltens von Y. gehabt, zumal die Ursache für 
den eingetretenen Erfolg zu diesem Zeitpunkt bereits gesetzt war und das 
Strafrecht zudem keine Schuldkompensation kennt. Die adäquate Kausalität ist 
nach dem Gesagten zu bejahen.

6. Die Tatbestandsmässigkeit der fahrlässigen Deliktsbegehung setzt jedoch 
mehr voraus als die blosse Verursachung des Erfolgs im Sinne der adäquaten 
Kausalität. Vielmehr muss der Täter mit seinem Verhalten eine Sorgfaltspflicht 
verletzt haben, indem er die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwidriger 
Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht Rücksicht genommen hat (Art. 12. 
Abs. 3 Satz 1 StGB). Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die 
Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen 
persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 Satz 2 StGB). 

a) Das Mass der im Einzelfall zu beachtenden Sorgfalt richtet sich, wo 
besondere, der Unfallverhütung und der Sicherheit dienende Normen ein 
bestimmtes Verhalten gebieten, in erster Linie nach diesen Vorschriften (BGE 130 
IV 7 E. 3.3; BGE 127 IV 34 E. 2a mit Hinweisen). Das Gleiche gilt für 
entsprechende allgemein anerkannte Verhaltensregeln (in Form von 

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Empfehlungen, Richtlinien, Merkblättern usw.), auch wenn diese keine 
Rechtsnormen darstellen. Wo eine derartige Regelung fehlt, kann der Vorwurf der 
Fahrlässigkeit auch auf allgemeine Rechtsgrundsätze wie den allgemeinen 
Gefahrensatz gestützt werden (BGE 134 IV 193 E. 7 mit Hinweisen). Eine 
Sorgfaltspflichtverletzung ist nur anzunehmen, wenn der Täter eine Gefährdung 
der Rechtsgüter des Opfers hätte voraussehen beziehungsweise erkennen 
können und müssen. Erkennbar beziehungsweise voraussehbar ist die Gefahr des 
Erfolgseintritts für den Täter nach dem Massstab der Adäquanz, wenn sein 
Verhalten geeignet ist, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den 
Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder 
mindestens zu begünstigen. Die Vorhersehbarkeit der zu beurteilenden Ursache 
für den Erfolg ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergewöhnliche Umstände, wie 
das Mitverschulden eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als 
Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und 
die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste Ursache des Erfolgs 
erscheinen (BGE 134 IV 193 E. 7.3; BGE 130 IV 7 E. 3.2; je mit Hinweisen). Im 
vorliegenden Fall stellt sich somit die Frage, ob das Aufhängen einer Winterjacke 
über eine Ständerlampe mit Halogen-Glühbirne eine Sorgfaltspflichtverletzung im 
obigen Sinne darstellt. Wie aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin 
hervorgeht, handelte es sich beim fraglichen Kleidungsstück um eine schwarze 
Jacke aus Polyamid/Nylon (act. 3.17 S. 5). Das Aufhängen einer solchen Jacke 
über eine Ständerlampe allein kann nicht schon per se als sorgfaltswidrig 
bezeichnet werden, sofern im Vorfeld gewisse Vorsichtsmassnahmen respektive 
Abklärungen getroffen worden sind. Unterbleiben jedoch solche, stellt das 
Aufhängen der Jacke über die Lampe eine Sorgfaltspflichtverletzung dar, da ohne 
Weiteres damit gerechnet werden muss, dass sich der Stoff bei eingeschaltetem 
Licht entzünden kann. Es ist somit zu prüfen, welche Vorkehrungen im 
vorliegenden Fall getroffen werden mussten, damit bei objektiver Betrachtung eine 
Brandgefahr ausgeschlossen werden konnte. 

b) In ihrer Einstellungsverfügung führt die Staatsanwaltschaft in diesem 
Zusammenhang aus, die Voraussehbarkeit des Schadenseintritts sei beim 
vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt zu verneinen. Zum einen habe sich der 
Lichtschalter bei der Eingangstüre zum Zimmer und die Ständerlampe am 
anderen Ende des Zimmers befunden. Durch das Betätigen des Schalters sei 
somit nicht ohne weiteres erkennbar gewesen, dass die Halogenlampe 
eingeschaltet werden würde. Zum andern sei es zum Zeitpunkt des 
Brandausbruchs um ca. 15.30 Uhr noch hell gewesen, weshalb Y. das 

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eingeschaltete Licht nicht ohne weiteres habe erkennen können, zumal die Lampe 
mit einem Kleidungsstück zugedeckt gewesen sei. Zudem sei die Angeschuldigte 
der Meinung gewesen, dass die Ständerlampe nicht funktionierte, weil sie darin 
keine Glühbirne habe erkennen können. Komme hinzu, dass sie ihren 
Lockenwickler an der Steckdose beim Lichtschalter angeschlossen gehabt habe 
und dabei den Lichtschalter betätigt haben könnte, sei doch allgemein bekannt, 
dass in vielen Ländern die Steckdosen mit einem daneben befindlichen Schalter 
gekoppelt seien.

ba) Y. gab in ihrer polizeilichen Einvernahme (act. 3.17) auf eine entsprechende 
Frage hin zu Protokoll, dass sie sich beim Einchecken ins Hotel nicht weiter mit 
den technischen Einrichtungen des Zimmers vertraut gemacht habe. Die Zeit sei 
sehr kurz gewesen. Sie habe einzig den Fernseher eingeschaltet. Als sie ins 
Badezimmer gegangen sei, habe sie dort das Licht eingeschaltet. Bei der 
Steckdose direkt beim Eingang habe sie zudem einen Lockenwickler mittels 
Adapter eingesteckt. Wie aus den Akten hervorgeht (act. 3.2 S. 2), befand sich der 
Lichtschalter für die Ständerlampe in Form eines Doppel-Druckschalters 
unmittelbar rechts neben der Zimmertüre. Der zweite Schalter diente dem Ein- und 
Ausschalten der Deckenbeleuchtung vor dem Bad/WC-Eingang. Darunter war 
eine Steckdose angebracht (vgl. act. 3.3 Foto Nr. 8). 

bb) Zunächst ist festzuhalten, dass es nicht aussergewöhnlich ist, dass sich 
eine Ständerlampe nicht unmittelbar neben dem dazugehörigen Lichtschalter 
befindet. Des Weiteren fällt in Betracht, dass Y. gemäss eigenen Aussagen das 
Badezimmer betreten hatte und dabei den genannten Lichtschalter im 
Eingangsbereich betätigte. Überdies steckte sie den Adapter ihres Lockenwicklers 
in die sich direkt unterhalb des Lichtschalters befindende Steckdose. Bei beiden 
Vorgängen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie zugleich (unbeabsichtigt) 
auch den Lichtschalter für die Ständerlampe betätigt haben könnte, was die 
Beschwerdegegnerin selbst ebenfalls nicht ausschliesst (vgl. act. 3.17 S. 5). Da 
diese Gefahr offenkundig bestand, hätte sie umso mehr überprüfen müssen, 
welche Lampe mit dem fraglichen Lichtschalter bedient wird und ob diese 
eingeschaltet worden ist, zumal Y. kurz nach dem Betreten des Zimmers ihre 
Winterjacke über die Ständerlampe in der vorderen rechten Zimmerecke gehängt 
hatte.

bc) Gemäss eigenen Aussagen hängte Y. nach dem Betreten des 
Hotelzimmers ihre Winterjacke über die Ständerlampe. Anlässlich ihrer 
polizeilichen Befragung verneinte sie, vorher die Stehleuchte ausprobiert zu haben 

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(act. 3.17 S. 4). Sie habe nur gedacht, dass diese nicht funktionstüchtig gewesen 
sei. Auch habe sie keine Leuchtbirne gesehen. Bei ihrem Kollegen G. habe es 
auch eine Leuchte gehabt, wobei dort der Schirm jedoch schräg und innen 
angebrannt gewesen sei. Also habe sie gedacht, dass das Personal in ihrem 
Zimmer den Schirm ganz entfernt und vergessen habe, die kaputte Leuchte aus 
dem Zimmer zu nehmen. Anhand dieser Äusserungen zeigt sich, dass die 
Beschwerdegegnerin sich nicht bemüht hatte zu prüfen, ob die Stehlampe 
tatsächlich defekt war oder nicht. Konkrete Anhaltspunkte dafür lagen bei 
objektiver Betrachtungsweise nicht vor. Dass Glühbirnen in der heutigen Zeit 
häufig durch andere Lichtquellen, so auch Halogenleuchten, ersetzt werden, muss 
als bekannt vorausgesetzt werden. Das Fehlen einer klassischen Glühbirne 
ebenso wie eines Lampenschirms sagt demzufolge nichts über die 
Funktionsfähigkeit einer Lampe aus. Dass Y. die kleine Halogenleuchte nicht sah, 
zeigt vielmehr, dass sie die Lampe nicht sorgfältig prüfte, bevor sie ihre 
Winterjacke darüber hängte. Daran vermag auch nicht zu ändern, dass es sich bei 
der Beschwerdegegnerin - gemäss den Aussagen des Brandermittlers D. (act. 
1.15) - um eine relativ kleine Frau handelt. Gerade wenn es ihr aufgrund ihrer 
Grösse nicht möglich war, die Lampe genau zu untersuchen, hätte sie zum 
Vornherein davon absehen müssen, ihre Jacke darüber zu hängen. 

bd) Die Staatsanwaltschaft Graubünden begründet die fehlende 
Vorhersehbarkeit überdies damit, dass es zum Zeitpunkt des Brandausbruchs um 
ca. 15.30 Uhr noch hell gewesen sei, weshalb Y. das eingeschaltete Licht nicht 
ohne weiteres habe erkennen können, zumal die Lampe mit einem Kleidungsstück 
zugedeckt gewesen sei. Aufgrund der Akten steht nicht fest, wann die Lampe 
eingeschaltet wurde. Jedenfalls ist aufgrund Untersuchung davon auszugehen, 
dass sie beim Betreten des Zimmers durch die Beschwerdegegnerin noch nicht 
brannte, da diese sonst beim Aufhängen der Jacke die Wärmeabstrahlung hätte 
feststellen müssen. Somit steht fest, dass die Lampe durch Y. eingeschaltet 
wurde. Dass dies noch bei Tageslicht geschehen sein muss, ändert bezüglich der 
bestehenden Sorgfaltspflichten nichts. Ebenfalls in Leere greift die Argumentation 
der Staatsanwaltschaft, wonach die Beschwerdegegnerin das Licht auch deshalb 
nicht habe erkennen können, weil es von der Winterjacke verdeckt gewesen sei. 
Vorliegend geht es gerade um die Frage, ob das Aufhängen der Winterjacke über 
die Ständerlampe unter den konkreten Umständen eine Sorgfaltspflichtverletzung 
darstellte. Dementsprechend kann die Folge dieser Handlung, die Y. ja selbst 
durchgeführt hat, auch nicht zu deren Entlastung herangezogen werden. 

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c) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine pflichtwidrige Unsorgfältigkeit 
begeht, wer eine aus Polyamid/Nylon gefertigte Jacke über eine Ständerlampe 
hängt, ohne sich vorher mit der nach einem objektiven Massstab gebotenen 
Sorgfalt zu vergewissern, welcher Druckschalter diese Lampe bedient und ohne 
sich über den Zustand der Lampe hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit hinreichend 
in Kenntnis zu setzen. Y. hätte somit erkennen können und müssen, dass sie mit 
ihrem Verhalten unter den konkreten Umständen ein erhebliches Brandrisiko 
schafft. In diesem Zusammenhang sei noch vermerkt, dass ein sorgfaltswidriges 
Verhalten nicht bewusste Fahrlässigkeit voraussetzt, sondern auch unbewusste 
Fahrlässigkeit erfasst (vgl. Jenny, Basler Kommentar, a.a.O., N. 67 zu Art. 12). 

7. Für die Zurechenbarkeit des Erfolgs genügt die blosse Vorhersehbarkeit 
nicht. Erforderlich ist darüber hinaus dessen Vermeidbarkeit. Der Erfolg ist 
vermeidbar, wenn er nach einem hypothetischen Kausalverlauf bei 
pflichtgemässem Verhalten des Täters ausgeblieben wäre. Dabei genügt, wenn 
das Verhalten des Täters mindestens mit einem hohen Grad der 
Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die 
Ursache des Erfolges bildete. Mit anderen Worten ist nicht auf die persönlichen 
Verhältnisse und damit das Beurteilungsvermögen der Angeschuldigten 
abzustellen, sondern auf objektive Kriterien (vgl. BGE 134 IV 193 E. 7.3; BGE 130 
IV 7 E. 3.2 je mit Hinweisen, Trechsel, a.a.O., N. 39 zu Art. 12). Im vorliegenden 
Fall steht ausser Frage, dass keine Notwendigkeit bestand, die Jacke an der 
Ständerlampe aufzuhängen, auch wenn an der Garderobe gemäss Aussagen der 
Beschwerdegegnerin keine Kleiderbügel vorhanden waren. Der Zimmerbrand 
hätte durch eine sorgfältige Überprüfung der technischen Einrichtung des 
Zimmers, insbesondere der Zuordnung der Lichtschalter und der 
Funktionsfähigkeit der Stehlampe ohne weiteres verhindert werden können, zumal 
Y. - wie sie selbst aussagt (act. 3.17 S. 5) - die Jacke niemals dort aufgehängt 
hätte, wenn sie gewusst hätte, dass es sich dabei um eine funktionierende 
Halogenleuchte handelte. 

8. Nach dem Gesagten wird deutlich, dass die Einstellung der 
Strafuntersuchung mit der von der Staatsanwaltschaft Graubünden angeführten 
Begründung nicht haltbar ist. Vielmehr erscheint im vorliegenden Fall die 
Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen - insbesondere derjenigen der 
Voraussehbarkeit des Erfolgs - nicht derart klar, dass zum Vornherein die 
Tatbestandmässigkeit und Schuld ausser Betracht fallen und demzufolge bei einer 
gerichtlichen Beurteilung mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch 
gerechnet werden müsste. Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und 

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die Sache zur Neubeurteilung an die Staatsanwaltschaft Graubünden 
zurückzuweisen. Diese wird sich mit den dargelegten Rechtsfragen 
auseinanderzusetzen haben. Dabei gilt es zu beachten, dass diesbezüglich nicht 
allein auf die Aussage eines sachverständigen Zeugen abgestellt werden kann, da 
die rechtliche Würdigung der festgestellten Tatsachen nicht in dessen 
Aufgabenbereich fallen. Rechtsfragen sind auch einem Experten nicht zu 
unterbreiten (vgl. dazu Hauser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches 
Strafprozessrecht, 6. Auflage, Basel 2005, § 64 N. 3). 

9. Ist die Beschwerde nach dem Gesagten gutzuheissen, so gehen die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdegegnerin, welche zudem 
den Beschwerdeführer ausseramtlich mit Fr. 2'500.00 inkl. MwSt zu entschädigen 
hat (Art. 160 Abs. 3 und 4 StPO). 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene 
Einstellungsverfügung aufgehoben und die Sache der Staatsanwaltschaft 
Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'200.00 gehen zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin, die zudem den Beschwerdeführer ausseramtlich 
mit Fr. 2'500.00 inkl. MwSt zu entschädigen hat. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: