# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40abd5c4-902b-544b-85f7-4a70a5f79264
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 23.04.2025 WBE.2024.163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2024-163_2025-04-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2024.163 / MW / wm 
(BVURA.23.161)  

Art. 42 

 

Urteil vom 23. April 2025 
 

 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz   

Verwaltungsrichterin Lang 

Verwaltungsrichterin Schöb 

Gerichtsschreiber Wildi 

 

 
   

Beschwerde-

führer 1.1 

 A._____ 

 

Beschwerde-

führerin 1.2 

 B._____ 

 

Beschwerde-

führerin 2 

 C._____ 

 

gegen 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 D._____ 

vertreten durch Dr. iur. Markus Siegrist, Rechtsanwalt, 

Bleichemattstrasse 43, Postfach, 5001 Aarau    

 

und 

 

Vorinstanzen  Gemeinderat Q._____ 

 

  Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Rechtsabteilung, 

Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau   

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Baubewilligung 

 

Entscheid des Departements Bau, Verkehr und Umwelt  

vom 25. März 2024 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

Am 28. September 2015 erteilte der Gemeinderat Q._____ D._____ die 

Baubewilligung für den Abbruch des bestehenden Gebäudes und den 

Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage auf der Parzelle 

Nr. aaa. Gleichzeitig wies der Gemeinderat die gegen das Bauvorhaben 

erhobenen Einwendungen – darunter auch diejenige von A._____ und 

B._____ – ab. Eine von A._____ und B._____ gegen die Baubewilligung 

erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit Entscheid vom 

31. August 2016 im Wesentlichen ab. Gegen den Entscheid des Re-

gierungsrat erhoben A._____ und B._____ schliesslich Verwaltungs-

gerichtsbeschwerde, welche sie am 17. Oktober 2016 allerdings wieder 

zurückzogen. Das Verwaltungsgericht schrieb die Beschwerde als durch 

Rückzug erledigt von der Geschäftskontrolle ab (Verfügung vom 18. Okto-

ber 2016). 

 

2. 

In der Folge wurde das Bauvorhaben zwischen 2017 und Herbst 2018 re-

alisiert. Da A._____ und B._____ die erstellte Böschung an der nord-

westlichen Grenze der Bauparzelle als sehr steil und überaus hoch abge-

graben erachteten, verlangten sie bei der Gemeinde im Frühjahr 2019 

Einsicht in die bewilligten Pläne, um die vorgenommene Terraingestaltung 

überprüfen zu können. Die Einsicht wurde ihnen Mitte Juli 2019 gewährt. 

A._____ und B._____ beanstandeten daraufhin in zahlreichen Eingaben, 

dass die Böschung an der Nordwestgrenze der Bauparzelle nicht gemäss 

den ursprünglich bewilligten Plänen ausgeführt worden sei. Der Gemein-

derat verneinte dies jedoch, im Wesentlichen mit der Mitteilung, dass er 

die Angelegenheit als abgeschlossen erachte. Mit Schreiben vom 15. De-

zember 2021 forderten A._____ und B._____ den Gemeinderat auf, für 

die Umgebungs- und Terraingestaltung ein nachträgliches Baube-

willigungsverfahren unter Einbezug der betroffenen Nachbarn durchzufüh-

ren. Nachdem der Gemeinderat die besagte Böschung durch den Geome-

ter hatte überprüfen lassen, erliess er am 20. Februar 2023 folgenden 

Entscheid, welcher nebst A._____ und B._____ auch C._____ (zwischen-

zeitlich neue Eigentümerin der Nachbarparzelle Nr. bbb) zugestellt wurde: 

 

Gestützt auf die vorliegenden Pläne und die Höhenaufnahmen des Geo-
meters vom 01. September 2022 hält der Gemeinderat fest, dass das 
Bauvorhaben rechtskonform umgesetzt wurde und abgeschlossen ist. 

 

B. 

Gegen den Entscheid des Gemeinderats vom 20. Februar 2023 erhoben 

A._____ und B._____ sowie C._____ Beschwerde beim Departement 

 - 3 - 

 

 

Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), Rechtsabteilung. Dieses fällte am 

25. März 2024 folgenden Entscheid: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. 
Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus einer Staatsgebühr von 
Fr. 1'500.– sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen von Fr. 320.–, 
insgesamt Fr. 1'820.–, werden den Beschwerdeführenden 1 A._____ und 
B._____ sowie der Beschwerdeführerin 2 C._____ je zur Hälfte (Fr. 910.–
), in solidarischer Haftung für den gesamten Betrag, auferlegt. 
 
3. 
Die Beschwerdeführenden 1 A._____ und B._____ sowie die Beschwer-
deführerin 2 C._____ werden verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 
D._____ für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung im Um-
fang von Fr. 1'100.– je zur Hälfte (Fr. 550.–), in solidarischer Haftung für 
den gesamten Betrag, zu bezahlen. 

 

C. 

1. 

Gegen den am 26. März 2024 zugestellten Entscheid des BVU, Rechts-

abteilung, erhoben A._____ und B._____ sowie C._____ am 6. Mai 2024 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit folgenden Anträgen: 

 

1. 
Es seien der angefochtene Entscheid des Departements Bau, Verkehr 
und Umwelt (BVU) vom 25.3.2024 (Beilage 1) sowie der in dieser Sache 
vorausgegangene Entscheid des Gemeinderates Q._____ vom 
20.2.2023 (Beilage 2) aufzuheben. 
 
2. 
Es sei der Gemeinderat Q._____ anzuweisen, ein formell korrektes, 
nachträgliches Bewilligungsverfahren zur Umgebungsgestaltung beim 
Mehrfamilienhaus D._____ (MFH) durchzuführen. Dafür muss von der 
Bauherrin D._____ bei der Bauverwaltung Q._____ ein auf den tatsächli-
chen, heute vorliegenden, örtlichen Gegebenheiten beruhender Umge-
bungsplan vorgelegt werden, gestützt auf eine exakte geometrische Hö-
henlagevermessung (Abweichungstoleranz: +/- 1 bis 2 mm). Dieser Plan 
muss ergänzt werden durch neue Schnittpläne A – D, die die heute aus-
geführten Böschungen, Abgrabungen und Höhenkoten und zu Ver-
gleichszwecken auch die am 28.9.2015 rechtskräftig bewilligten Höhen-
koten gemäss Schnittplan bei den Schnitten A – D aufführen. 
 
3. 
Für die Kontrolle dieses aktuellen Umgebungsplanes sei der Gemeinde-
rat Q._____ anzuweisen, eine geometrische Vermessung aller Daten 
durch einen Geometer vornehmen zu lassen, welche Ergebnisse vor Ort 
im Beisein aller am Verfahren beteiligten Parteien vorzustellen sind. 
 
4. 
Dieser Umgebungsplan mit allfälligen Anpassungen bzw. Ergänzungen 
ist den Beschwerdeführern vor dem Bewilligungsentscheid zur Stel-
lungnahme zu unterbreiten. Mit deren Zustimmung und allfälligen An-

 - 4 - 

 

 

passungen hat die Bauherrschaft diesen dem Gemeinderat Q._____ ein-
zureichen und dessen Bewilligung einzuholen. 
 
5. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Verfahrens-
gegner. 

 

2. 

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2024 beantragte D._____: 

 

1. 
Die Beschwerde vom 6. Mai 2024 sei abzuweisen, soweit auf diese ein-
getreten wird. 
 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuern). 

 

3. 

Der Gemeinderat Q._____ beantragte mit Beschwerdeantwort vom 

3. Juni 2024: 

 

Das Verwaltungsgericht wird ersucht, den Entscheid des Departements 
Bau, Verkehr und Umwelt vom 25. März 2024 (BVURA.23.161) zu stüt-
zen und die Beschwerde abzulehnen. 

 

4. 

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Juni 2024 beantragte das BVU, Rechtsab-

teilung, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführenden. 

 

5. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall am 23. April 2025 beraten und ent-

schieden. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Das gilt auch in Bausachen (vgl. § 61 

Abs. 3 der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 [BauV; SAR 713.121]). Der 

angefochtene Entscheid des BVU ist verwaltungsintern letztinstanzlich 

(§ 61 Abs. 1 BauV und § 9 Abs. 1 i.V.m. § 13 Abs. 1 lit. a Ziffer 1 der Ver-

ordnung über die Delegation von Kompetenzen des Regierungsrats vom 

10. April 2013 [Delegationsverordnung, DelV; SAR 153.113]). Das Ver-

waltungsgericht ist somit zuständig.  

 - 5 - 

 

 

 

2. 

2.1. 

Gemäss § 4 Abs. 1 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen 

vom 19. Januar 1993 (Baugesetz, BauG; SAR 713.100) i.V.m. § 42 lit. a 

VRPG ist zur Beschwerde befugt, wer ein schutzwürdiges eigenes Inte-

resse an der Aufhebung oder der Änderung des Entscheids hat. Dieses 

Erfordernis ist bei den Beschwerdeführern erfüllt. Die Beschwerdeführer 1 

sind Bewohner und die Beschwerdeführerin 2 ist Eigentümerin der nörd-

lich angrenzenden Nachbarliegenschaft (Parzellen Nrn. bbb und ccc), 

womit eine räumliche Beziehungsnähe (mit einer Distanz von weit unter 

100 m; vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 1C_530/2022 vom 23. Novem-

ber 2023, Erw. 2.1.2) zur umstrittenen Böschung besteht. Zudem drangen 

die Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren mit ihren 

Anträgen nicht durch. Die Beschwerdeführer sind daher materiell be-

schwert. Sie haben ein schutzwürdiges eigenes Interesse an der Auf-

hebung oder der Änderung des angefochtenen Entscheids.  

 

2.2. 

2.2.1. 

Für die Beschwerdebefugnis vorausgesetzt wird weiter die sog. formelle 

Beschwer. Diese Voraussetzung erfüllt, wer formell richtig am vorinstanz-

lichen Verfahren beteiligt, d.h. darin einbezogen war und dort seine An-

trags- bzw. seine Beschwerdemöglichkeiten formell richtig ausgeschöpft 

hat, aber nicht voll durchgedrungen ist (vgl. Aargauische Gerichts- und 

Verwaltungsentscheide [AGVE] 2007, S. 437, Erw. 2.2; 2005, S. 157, 

Erw. I/2.1.2; 2003, S. 309, Erw. 2b/aa; Entscheide des Verwaltungsge-

richts WBE.2024.42 vom 10. April 2024, Erw. I/2.3.1, WBE.2020.90 vom 

31. August 2020, Erw. I/2.3, MICHAEL MERKER, Rechtsmittel, Klage und 

Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz über die Ver-

waltungsrechtspflege, Kommentar zu den §§ 38 – 72 VRPG, 1998, N. 146 

zu § 38). 

 

2.2.2. 

Im Verlaufe des Jahres 2019 gelangten die Beschwerdeführer 1 (A._____ 

und B._____) wegen der umstrittenen Böschung an die Gemeinde (vgl. 

Vorakten Gemeinde I, act. 71). Dies als Bewohner und Eigentümer der 

Nachbarliegenschaft (Parzellen Nrn. bbb und ccc). Im Jahre 2022 über-

trugen sie das Eigentum an den Parzellen Nrn. bbb und ccc an die Be-

schwerdeführerin 2 (C._____), welche in der Folge (zulässigerweise) als 

neue Eigentümerin und damit als Partei am Verfahren bzw. an der Inter-

vention der Beschwerdeführer 1 beim Gemeinderat teilnahm (vgl. Vorak-

ten Gemeinde I, act. 97 f.; zur Zulässigkeit des Parteiwechsels siehe 

MERKER, a.a.O., N. 27 [3. Spiegelstrich] zu Vorbem. zu § 38). Der Ge-

meinderat stellte seinen Entscheid vom 20. Februar 2023 dementspre-

chend neben den ursprünglich intervenierenden Beschwerdeführern 1 – 

 - 6 - 

 

 

welche als Bewohner vom realisierten Bauvorhaben nach wie vor betrof-

fen waren – auch der Beschwerdeführerin 2 als neue Eigentümerin der 

Nachbarliegenschaft zu (Vorakten, act. 6; angefochtener Entscheid, S. 1). 

Da die Beschwerdeführer 1 und die Beschwerdeführerin 2 vor dem Ge-

meinderat nicht durchgedrungen waren (vgl. Vorakten, act. 5), erhoben 

sie gemeinsam Verwaltungsbeschwerde beim BVU, Rechtsabteilung 

(Vorakten, act. 7 ff.), welches die Beschwerde nach durchgeführtem 

Rechtsschriftenwechsel am 25. März 2024 abwies (angefochtener Ent-

scheid, S. 8 [Dispositiv-Ziffer 1]). Die Beschwerdeführer drangen somit 

auch vor Vorinstanz nicht durch. 

 

Nach dem Gesagten haben sich die Beschwerdeführer an den vorin-

stanzlichen Verfahren beteiligt – wobei die Beschwerdeführerin 2 dies frei-

lich erst tun konnte, als sie Eigentümerin der Parzellen Nrn. bbb und ccc 

geworden war. Im Weiteren haben die Beschwerdeführer ihre Antrags- 

bzw. Beschwerdemöglichkeiten ausgeschöpft, konnten dabei jedoch nicht 

durchdringen. Das Erfordernis der formellen Beschwer ist damit erfüllt. Da 

die Beschwerdeführer – wie dargelegt (Erw. I/2.1) – auch materiell be-

schwert sind, ist die Beschwerdebefugnis zu bejahen. 

 

2.2.3. 

Soweit die Beschwerdegegnerin unter Hinweis u.a. auf AGVE 2015, 

S. 433 vorbringt, "infolge Verwirkung bezüglich des nachträglichen 

Rechtsschutzes" fehle es den Beschwerdeführern 1 an der Legitimation 

(vgl. Beschwerdeantwort Beschwerdegegnerin, S. 4), begründen sie dies 

nicht weiter. Tatsache ist, dass sich der Gemeinderat der Sache annahm, 

die Beschwerdegegnerin miteinbezog (siehe Vorakten Gemeinde I, 

act. 87 ff.) und mithilfe des Geometers die Niveaudifferenz bezüglich der 

Böschung abklärte (vgl. Vorakten Gemeinde I, act. 93 ff.). In der Folge 

fällte er am 20. Februar 2023 den anfechtbaren Entscheid, in welchem er 

festhielt, gestützt auf die vorliegenden Pläne und die Höhenaufnahmen 

des Geometers vom 1. September 2022 sei das Bauvorhaben rechtskon-

form umgesetzt worden und abgeschlossen (Vorakten, act. 1 ff., 5). Inwie-

fern vor diesem Hintergrund für die Legitimation im Rechtsmittelverfahren 

die Rechtsprechung zur Frage, unter welchen Umständen bei eigenmäch-

tigem Vorgehen des Bauherrn den Nachbarn ein durchsetzbarer Rechts-

anspruch zusteht, von Bedeutung sein soll, wird von der Beschwerdegeg-

nerin nicht rechtsgenüglich dargelegt. 

 

2.3. 

2.3.1. 

Ob die Beschwerdegegnerin mit ihren Ausführungen, wonach die Vorin-

stanz die von der Beschwerdegegnerin aufgeworfene Frage der Legiti-

mation "nicht richtig behandelt" und die Argumente der Beschwerdegeg-

nerin (betreffend fehlende formelle Beschwer und Verwirkung des nach-

träglichen Rechtsschutzes) "nicht beachtet" habe (Beschwerdeantwort 

 - 7 - 

 

 

Beschwerdegegnerin, S. 4), gleichzeitig eine Verletzung der Begrün-

dungspflicht und damit des rechtlichen Gehörs rügen will, ist unklar, wäre 

– wie sich den nachfolgenden Erwägungen entnehmen lässt – aber oh-

nehin nicht begründet. 

 

2.3.2. 

Nach der bundesgerichtlichen Praxis zur Begründungspflicht im Rahmen 

des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]) ist 

es nicht erforderlich, dass die Behörde sich mit allen Parteistandpunkten 

einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 

widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen 

Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der 

Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. 

Sie muss wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die 

Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 

148 III 30, Erw. 3.1; 146 II 335; Erw. 5.1; 143 III 65, Erw. 5.2; 141 IV 249, 

Erw. 1.3.1). 

 

Die Vorinstanz wies darauf hin, dass C._____ zwischenzeitlich neue Ei-

gentümerin der Nachbarparzelle Nr. bbb geworden sei, weshalb der Ge-

meinderat seinen Entscheid auch ihr zugestellt habe (angefochtener Ent-

scheid, S. 1). Als Eigentümerin der Parzellen Nrn. bbb und ccc sei sie zur 

Beschwerdeführung legitimiert (angefochtener Entscheid, S. 3). Nach An-

sicht der Vorinstanz trat sie in der Funktion als (neue) Eigentümerin der 

Nachbarparzelle(n) somit an die Stelle der vorherigen Eigentümer 

A._____ und B._____, welche seit Beginn im Verfahren involviert waren. 

Neben C._____ wurden A._____ und B._____ indes weiterhin als be-

schwerdebefugt betrachtet, da sie nach wie vor in der besagten Nachbar-

liegenschaft wohnen. Die Vorinstanz hielt deshalb fest, als Bewohner der 

Nachbarliegenschaft seien sie zur Beschwerdeführung legitimiert (ange-

fochtener Entscheid, S. 3). Dem angefochtenen Entscheid lässt sich somit 

entnehmen, weshalb die Vorinstanz die Beschwerdebefugnis der Be-

schwerdeführer bejaht hat. 

 

Die Vorinstanz setzte sich im angefochtenen Entscheid auf S. 5 f. im Wei-

teren auch mit dem Argument der Beschwerdegegnerin auseinander, wo-

nach der nachträgliche Rechtsschutz verwirkt sei. Von einer Verletzung 

der Begründungspflicht kann auch in dieser Hinsicht nicht gesprochen 

werden.  

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin bringt vor, die Beschwerdeführer hätten sich mit 

dem vorinstanzlichen Entscheid nicht befasst und nicht dargelegt, was an 

diesem falsch sei und weshalb er wie korrigiert werden solle. Die An-

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forderungen an § 43 Abs. 2 VRPG seien nicht erfüllt (Beschwerdeantwort 

Beschwerdegegnerin, S. 5 f.). Auch das BVU, Rechtsabteilung, weist da-

rauf hin, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu einem grossen Teil 

eine blosse Wiederholung der Beschwerde ans BVU beinhalte, weshalb 

fraglich sei, inwieweit darauf einzutreten sei (vgl. Beschwerdeantwort 

BVU, S. 1). 

 

3.2. 

Gemäss § 43 Abs. 2 VRPG muss die Beschwerdeschrift einen Antrag so-

wie eine Begründung enthalten; auf Beschwerden, die diesen Anforderun-

gen nicht entsprechen, ist nicht einzutreten. Mit der Begründung ist darzu-

legen, in welchen Punkten nach Auffassung des Beschwerdeführers der 

angefochtene Entscheid Mängel aufweist (AGVE 2009, S. 275, Erw. 3.1). 

Bei Laienbeschwerden werden an die Begründung keine allzu hohen An-

forderungen gestellt, wobei immerhin verlangt werden darf, dass der Be-

schwerdeführer darlegt, weshalb er mit dem vorinstanzlichen Entscheid 

nicht einverstanden ist und welche Erwägungen des angefochtenen Ent-

scheids aus welchen Gründen nicht zutreffen sollen (AGVE 2009, S. 275, 

Erw. 3.1; Entscheide des Verwaltungsgerichts WBE.2023.439 vom 

22. Februar 2024, Erw. I/2.1, WBE.2023.29 vom 19. April 2023, Erw. I/2.1, 

WBE.2019.316 vom 24. März 2020, Erw. I/2, WBE.2019.61 vom 15. Juli 

2019, Erw. I/2.1; vgl. auch Botschaft des Regierungsrats des Kantons 

Aargau an den Grossen Rat vom 14. Februar 2007, Gesetz über die Ver-

waltungsrechtspflege, 07.27 [Botschaft VRPG], S. 57).  

 

Der Hinweis der Vorinstanz, wonach in der Verwaltungsgerichtsbeschwer-

de in weiten Teilen bloss wiederholt wird, was bereits in der Beschwerde 

vor Vorinstanz vorgebracht wurde, trifft zwar zu. An anderen Stellen ent-

hält die 20 Seiten umfassende Beschwerde jedoch auch Vorbringen, die 

sich auf den angefochtenen Entscheid und die Auffassung der Vorinstanz 

beziehen und sich damit (wenigstens im Ansatz) auseinandersetzen. Von 

einer fehlenden Begründung im Sinne von § 43 Abs. 2 VRPG lässt sich 

daher nicht sprechen. Da die Beschwerde auch einen Antrag enthält, sind 

die in § 43 Abs. 2 VRPG definierten Anforderungen an eine Beschwerde-

schrift erfüllt. 

 

4. 

Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten. 

 

 - 9 - 

 

 

5. 

Mit der Beschwerde ans Verwaltungsgericht können die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen 

gerügt werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Eine Ermessenskontrolle ist dagegen 

ausgeschlossen (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1. 

1.1. 

Strittig und zu beurteilen ist wie bereits vor Vorinstanz die Frage, ob für 

die auf der Parzelle Nr. aaa bereits ausgeführte Umgebungs-, Terrain- 

bzw. Böschungsgestaltung ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren 

durchzuführen ist (siehe angefochtener Entscheid, S. 3; Beschwerde, S. 2 

[Beschwerdeanträge]). Die Vorinstanz wies im Weiteren darauf hin, dass 

auf die Vorbringen der Beschwerdeführer, wonach bereits die diesem Ver-

fahren vorangegangenen Verfahren von Verfahrensfehlern überhäuft ge-

wesen seien, nicht einzugehen sei. Ebenso wenig sei auf die Rügen be-

treffend Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung einzugehen, liege 

doch ein anfechtbarer Entscheid vor, wobei die Beschwerdeführer auf ei-

ne Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde verzich-

tet hätten. Eine Gehörsverletzung liege ebenfalls nicht vor, hätten sich die 

Beschwerdeführer vor dem Gemeinderat doch mehrmals schriftlich und 

mündlich äussern können und seien entsprechend angehört worden. 

Auch hätten sie Einsicht in die Akten nehmen können und einen be-

gründeten Entscheid erhalten, den sie sachgerecht hätten anfechten kön-

nen (angefochtener Entscheid, S. 3). Diese Ausführungen treffen zu. Die 

Beschwerdeführer setzen sich mit den dargelegten Erörterungen zudem 

auch nicht auseinander und legen nicht dar, inwiefern sie falsch bzw. 

rechtsfehlerhaft sein sollen. Sie begnügen sich damit, ihre bereits vor Vor-

instanz gemachten Ausführungen praktisch wortwörtlich zu wiederholen 

(siehe Beschwerde, S. 9 f. sowie Vorakten, act. 14). Darauf ist nicht weiter 

einzugehen, zumal die Vorinstanz diese Argumente – wie dargelegt – be-

reits zutreffend beurteilt hat. Weitere Ausführungen erübrigen sich. 

 

2. 

2.1. 

Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, die in der Baubewilligung vom 

28. September 2015 angeordnete Nebenbestimmung, wonach die Umge-

bungsgestaltung separat in einem nachträglichen Verfahren zu bewilligen 

sei, sei unzulässig. Weitere Mängel sehen sie darin, dass sie in dieses 

nachgelagerte Verfahren nicht einbezogen worden und – entgegen der 

Auflage-Ziffer 15 der Baubewilligung – auch nicht um eine nachbarliche 

Zustimmung ersucht worden seien. Als unzutreffend erachten sie auch die 

"nachgeschobene Konstruktion" der Vorinstanzen, wonach die Baubewil-

ligung vom 28. September 2015 faktisch abschliessend gewesen sei, weil 

sie die wesentliche Bewilligung für die Umgebungsgestaltung enthalte. 

 - 10 - 

 

 

Dass die Umgebungsgestaltung bereits ca. 2017/2018 bewilligt worden 

sei, hätten die Beschwerdeführer im Weiteren erst später erfahren, wobei 

sie die diesbezügliche Bewilligung nie erhalten hätten. Auch die Resultate 

der Baukontrolle betreffend die Höhenkoten seien ihnen nicht bekanntge-

geben worden. Entlang der Grundstücksgrenze zu ihrem Grundstück sei 

eine 10 - 30 cm hohe senkrechte Abgrabung vorgenommen worden, wel-

che nicht dem in der Baubewilligung geforderten Böschungswinkel ent-

spreche. Auf dem Grundstück der Bauherrschaft müsse deshalb ein 

Schutzstreifen von mindestens 60 cm eingehalten werden. Der wider-

rechtlich ausgeführten Böschungsgestaltung entlang ihres Grundstücks 

stimmten sie nicht zu.  

 

Schliesslich beanstanden die Beschwerdeführer auch die vom Gemeinde-

rat in Auftrag gegebenen Messungen der Höhenabweichungen. Es gebe 

keine Pläne, welche die von der Bauherrschaft geschaffene Realität wie-

dergäben. Es seien aktualisierte Pläne erforderlich, u.a. neue Schnittpläne 

A – D, welche auch die realisierten Böschungen, Abgrabungen und Hö-

henkoten – und zu Vergleichszwecken die am 28. September 2015 

rechtskräftig bewilligten Höhenkoten gemäss Schnittplan A – D aufführ-

ten. Der Plan müsse den Beschwerdeführern zur Zustimmung unterbreitet 

werden und dürfe erst im Nachgang bewilligt werden. Es sei deshalb 

zwingend, dass ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren für die Um-

gebungsgestaltung unter vorgängig einzuholender Zustimmung der Be-

schwerdeführer durchzuführen sei. 

 

2.2. 

Die Vorinstanz prüfte die Rüge, wonach der Gemeinderat die Umge-

bungsgestaltung formlos bewilligt habe, ohne die Beschwerdeführer ins 

Verfahren einzubeziehen, unter dem Gesichtspunkt der Wiederaufnahme 

gemäss §§ 65 ff. VRPG. Sie gelangte dabei zum Schluss, dass das Bau-

vorhaben im Herbst 2018 fertiggestellt worden sei, die Beschwerdeführer 

sich indes erst mit Schreiben vom 24. Dezember 2019 an den Gemeinde-

rat gewandt hätten. Die (dreimonatige) Frist für ein allfälliges Wiederauf-

nahmebegehren (§ 66 VRPG) sei zu diesem Zeitpunkt also längst abge-

laufen gewesen. Zudem sei es im Kanton Aargau üblich, dass die Umge-

bungsgestaltung erst vor Ausführung der Umgebungsarbeiten und ohne 

Mitwirkung bzw. Einbezug der betroffenen Nachbarn bewilligt werde. Die 

Terraingestaltung entlang der Fassadengestaltung selbst sei denn auch 

bereits mit der rechtskräftigen Baubewilligung vom 28. September 2015 

erteilt worden und nicht erst mit der formlos erfolgten Genehmigung des 

Umgebungsplans. Soweit die Beschwerdeführer geltend machten, die 

Terraingestaltung zu den Nachbarparzellen hätte im Einvernehmen mit 

den jeweiligen Eigentümern erfolgen müssen, sei anzumerken, dass das 

Terrain auf der Parzelle der Beschwerdeführer selbst bei der Bauausfüh-

rung nicht verändert worden sei, womit auch kein Koordinationsbedarf er-

sichtlich sei (angefochtener Entscheid, S. 6).  

 - 11 - 

 

 

 

Hinsichtlich der Höhenmessungen stellte die Vorinstanz auf die Höhen-

aufnahmen des Vermessungsbüros ab. Es bestehe kein Grund, an der 

Richtigkeit dieser Höhenaufnahmen zu zweifeln. Die gemessenen Höhen-

koten am Böschungsfuss (vor der Nordwestfassade) würden von der in 

den bewilligten Schnittplänen (A – D) angegebenen Höhe des ausgeführ-

ten Terrains am Böschungsfuss nur marginal abweichen. Ebenso stimm-

ten die vom Vermessungsbüro am Böschungsfuss ermittelten Höhenko-

ten im Wesentlichen mit den von der Beschwerdegegnerin im Umge-

bungsplan vom 20. Juni 2018 gemachten Angaben überein. Dass das 

Terrain am Böschungsfuss erheblich stärker abgetragen worden sei als in 

den bewilligten Schnittplänen vorgesehen, treffe also nicht zu (angefoch-

tener Entscheid, S. 4). Eine relevante Abweichung der an der Bö-

schungsoberkante bzw. entlang der nordwestlichen Grenze der Baupar-

zelle vom Vermessungsbüro gemessenen Höhenkoten gegenüber den 

Angaben in den bewilligten Schnittplänen sei im Weiteren ebenfalls nicht 

erkennbar. Die vom Vermessungsbüro an der Böschungsoberkante ermit-

telten Höhenkoten stimmten im Wesentlichen auch mit den von der Be-

schwerdegegnerin im Umgebungsplan vom 20. Juni 2018 gemachten An-

gaben überein. Betreffend die von den Beschwerdeführern vorgebrachte 

Abgrabung direkt entlang der nordwestlichen Grundstücksgrenze ergebe 

sich aus den Höhenaufnahmen des Vermessungsbüros schliesslich, dass 

diese mit einer Höhe von maximal 20 cm (respektive in der Höhe der 

Mächtigkeit der abgetragenen bzw. nicht wieder aufgeschütteten Humus-

schicht) ebenfalls marginal ausfalle, sodass aufgrund dieser Abgrabung 

auch nicht von einer Beeinträchtigung der Hangstabilität auszugehen sei, 

zumal auch der Abschlusszaun entlang der Grenze bis heute unversehrt 

geblieben sei. Diese geringfügige Abgrabung sei denn auch kaum mehr 

erkennbar (da bereits überwachsen) (angefochtener Entscheid, S. 4). 

Hinsichtlich der Böschungsneigung ergebe sich aus der Vermessung 

schliesslich, dass der Böschungsfuss gegenüber den bewilligten Schnitt-

plänen geringfügig nach Süden verschoben worden sei, wodurch die Bö-

schungslänge bzw. Tiefe erhöht worden sei. Entsprechend sei die Bö-

schungsneigung mit 45 – 55 % gegenüber den bewilligten Schnittplänen 

leicht flacher ausgefallen. Auch stimmten die gestützt auf die vorgenom-

mene Vermessung ermittelten Böschungsneigungen im Wesentlichen mit 

den im Umgebungsplan vom 20. Juni 2018 angegebenen Böschungsnei-

gungen überein. Ein Fall, in dem eine Böschungsneigung von 67 % (Nei-

gungsverhältnis 2:3) vorläge und demzufolge ein Grenzabstand von 

60 cm (§ 28 Abs. 3 BauV) gegenüber dem Grundstück der Beschwerde-

führer eingehalten werden müsste, liege nicht vor. Von einer Beeinträchti-

gung der Hangstabilität sei aufgrund der ausgeführten Böschung nicht 

auszugehen (vgl. angefochtener Entscheid, S. 5). 

 

Zusammenfassend habe der Gemeinderat die geringfügige Abweichung 

der ausgeführten Böschung von den bewilligten Schnittplänen gestützt 

 - 12 - 

 

 

auf § 52 Abs. 1 BauV formlos bewilligen dürfen. Hinzu komme, dass ein 

nachträgliches (vereinfachtes) Baubewilligungsverfahren ohnehin ein for-

malistischer Leerlauf wäre, nachdem der Gemeinderat die Rechtmässig-

keit der ausgeführten Böschung auf die Einwände der Beschwerdeführer 

hin nochmals überprüft und – nach angeordneter Vermessung der Bö-

schung – mit dem nun angefochtenen Entscheid zu Recht für rechtmässig 

befunden habe (vgl. angefochtener Entscheid, S. 5). In ihrer Beschwerde-

antwort hält die Vorinstanz an ihrer Beurteilung vollumfänglich fest. 

 

3. 

3.1. 

Soweit die Beschwerdeführer der Ansicht sind, die in der Baubewilligung 

vom 28. September 2015 festgehaltene Nebenbestimmung Ziffer 16 ("Der 

Umgebungsplan ist nicht Bestandteil dieser Bewilligung. Er muss vor Bau-

beginn der Bauverwaltung eingereicht werden und wird separat bewilligt") 

sei unzulässig, ist darauf nicht einzugehen, zumal die erwähnte Baubewil-

ligung längst rechtskräftig ist. Es besteht kein Anlass, auf die Baubewilli-

gung bzw. die darin festgehaltene Nebenbestimmung Ziffer 16 zurückzu-

kommen. Die Rüge der Beschwerdeführer geht ins Leere. 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Terrains wies die Vorinstanz zunächst korrekt darauf hin, 

dass die Bewilligung für die Terraingestaltung entlang der Fassaden be-

reits mit der rechtskräftigen Baubewilligung vom 28. September 2015 

(Schnittpläne) erteilt worden sei (vgl. angefochtener Entscheid, S. 6). Der 

Baubewilligung vom 28. September 2015 lässt sich weiter auch entneh-

men, dass die Aufschüttungen und Böschungen innerhalb der Parzelle 

auf ein Minimum zu reduzieren und die Böschungen entlang der Nach-

barparzellen im Verhältnis 2:3 auszuführen seien. Die Terraingestaltung 

zu den Nachbarparzellen habe im Einvernehmen mit den jeweiligen Ei-

gentümern zu erfolgen (vgl. siehe Baubewilligung vom 28. September 

2015, Nebenbestimmung Ziffer 15). Der Umgebungsplan sei nicht Be-

standteil dieser Bewilligung, er müsse vor Baubeginn der Bauverwaltung 

eingereicht werden und werde separat bewilligt (Baubewilligung vom 

28. September 2015, Nebenbestimmung Ziffer 16).  

 

3.2.2. 

Ausweislich der Akten wurde der von der Bauherrschaft am 20. Juni 2018 

unterzeichnete Umgebungsplan 1:100 (24.05.17 bb rev. 29.05.18) am 

21. Juni 2018 (Eingangsstempel) bei der Gemeinde eingereicht (siehe 

Vorakten Gemeinde I, act. 62) und von dieser offenbar formlos genehmigt 

bzw. bewilligt. Ob dies formlos zulässig war, kann dahingestellt bleiben, 

denn selbst wenn darin ein Mangel läge, führte dies nicht zur Nichtigkeit, 

sondern bloss zur Anfechtbarkeit der Genehmigung. Nichtigkeit liegt nur 

dann vor, wenn der anhaftende Mangel besonders schwer und offensicht-

 - 13 - 

 

 

lich oder zumindest leicht erkennbar ist und zudem die Rechtssicherheit 

nicht ernsthaft gefährdet wird (vgl. statt vieler: BGE 148 IV 445, 

Erw. 1.4.2; 139 II 243, Erw. 11.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 1098). Von einer solchen Konstellati-

on kann hier nicht gesprochen werden, zumal die wesentlichen Vorga-

ben/Parameter für die Terrain- und Umgebungsgestaltung bereits mit der 

Baubewilligung vom 28. September 2015 bewilligt bzw. festgelegt worden 

waren (siehe auch die bewilligten Planunterlagen) und der nachgereichte 

Umgebungsplan diesbezüglich im Wesentlichen nur noch auf die Über-

einstimmung mit diesen Vorgaben/Parametern zu prüfen war.  

 

3.2.3. 

Die Beschwerdeführer beanstanden, sie seien von den Behörden im Zu-

sammenhang mit dem nachgereichten Umgebungsplan nicht einbezogen 

worden. Gemäss § 65 Abs. 2 VRPG (i.V.m. § 4 Abs. 1 BauG) kann derje-

nige, der zu Unrecht nicht in ein Verfahren einbezogen wurde oder dem 

ein Entscheid nicht eröffnet worden ist, die Wiederaufnahme verlangen. 

Nach § 66 Abs. 1 VRPG ist das Wiederaufnahmebegehren innert drei 

Monaten seit die gesuchstellende Person vom Wiederaufnahmegrund 

Kenntnis erhalten hat, bei der letzten Instanz, die entschieden hat, schrift-

lich mit Antrag und Begründung einzureichen. Gestützt auf die Ne-

benbestimmung Ziffer 16 der Baubewilligung vom 28. September 2015 

wussten die Beschwerdeführer, dass der Umgebungsplan nicht Bestand-

teil dieser Bewilligung war, der Plan vor Baubeginn noch eingereicht wer-

den musste und separat bewilligt wird. Zum Zeitpunkt des Baubeginns 

mussten die Beschwerdeführer somit annehmen, dass den Baubehörden 

der Umgebungsplan eingereicht und spätestens bei Vornahme der Um-

gebungsgestaltung (welche die Beschwerdeführer als unmittelbare Nach-

barn bemerken mussten) mussten sie davon ausgehen, dass der Umge-

bungsplan auch bewilligt worden war. Entsprechend hätten sie innert drei 

Monaten reagieren und ein Wiederaufnahmegesuch stellen müssen, 

wenn sie der Meinung waren, sie seien im Zusammenhang mit dem 

nachgereichten Umgebungsplans zu Unrecht nicht einbezogen worden 

bzw. ihnen sei die Genehmigung bzw. Bewilligung des Umgebungsplans 

zu Unrecht nicht eröffnet worden. 

 

Wann mit den Umgebungsgestaltungsarbeiten begonnen wurde, ist vor-

liegend zwar nicht bekannt. Dem Protokoll der Bauabnahme vom 14. Au-

gust 2018 (in: Vorakten Gemeinde I, act. 64) lässt sich aber entnehmen, 

dass die Umgebungsarbeiten am 14. August 2018 noch nicht abgeschlos-

sen waren; im Protokoll wurde diesbezüglich der Hinweis "Wurde noch 

nicht fertiggestellt" vermerkt und gelb eingefärbt. Im Protokoll der Roh-

baukontrolle vom 8. März 2018 (in: Vorakten Gemeinde I, act. 61) war bei 

der Umgebung dagegen noch kein solcher gelb eingefärbter Hinweis zum 

Baufortschritt aufgeführt. Dies lässt darauf schliessen, dass mit den ei-

gentlichen Umgebungsgestaltungsarbeiten zwischen dem 8. März 2018 

 - 14 - 

 

 

und dem 14. August 2018 begonnen wurde. Beachtet man, dass der ak-

tenkundige Umgebungsplan am 21. Juni 2018 bei den Behörden einging 

(siehe oben), so dürfte mit den Arbeiten jedenfalls nicht vorher begonnen 

worden sein. Am 14. August 2018 waren die Umgebungsarbeiten denn 

auch noch nicht fertiggestellt. Als unmittelbare Nachbarn konnten bzw. 

mussten die Beschwerdeführer fraglos feststellen, dass die Umgebungs-

arbeiten im Gange waren (Baggerarbeiten etc.). Entsprechend mussten 

sie auch davon ausgehen, dass der in der Nebenbestimmung Ziffer 16 

der Baubewilligung vom 28. September 2015 geforderte Umgebungsplan 

eingereicht und genehmigt bzw. bewilligt worden war. Ausgehend von die-

sen Grundlagen haben die Beschwerdeführer indes nicht innert drei Mo-

naten reagiert und ein Wiederaufnahmegesuch gestellt, mit dem sie gel-

tend gemacht hätten, sie seien im Zusammenhang mit dem Umge-

bungsplan zu Unrecht nicht einbezogen worden. Ausweislich der Akten 

haben sie sich vielmehr erst über ein Jahr später mit Schreiben vom 

24. Dezember 2019 an den Gemeinderat gewandt – wobei fraglich ist, ob 

dieses Schreiben überhaupt als Wiederaufnahmegesuch qualifiziert wer-

den könnte. Eine Wiederaufnahme fällt folglich ausser Betracht. 

 

4. 

4.1. 

Der Gemeinderat liess die ausgeführte und umstrittene Böschung entlang 

der Nordwestgrenze der Bauparzelle durch ein Vermessungsbüro über-

prüfen (siehe Vorakten Gemeinde I, act. 93 ff.). Das Verwaltungsgericht 

hat mit der Vorinstanz keinen Anlass, an der Richtigkeit der vorgenom-

menen Höhenmessungen zu zweifeln.  

 

Die vom Vermessungsbüro ermittelten Höhenkoten am Böschungsfuss 

(vor der Nordwestfassade) betragen zwischen 426.97 und 427.02 m.ü.M 

(Vorakten Gemeinde I, act. 95 f.). Die Differenz zur in den Schnittplänen 

(A – D) (vgl. Vorakten Gemeinde I, act. 26 ff.) sowie den Ansichtsplänen 

(namentlich Vorakten Gemeinde I, act. 11 und 13) angegebenen Höhe 

des Terrains am Böschungsfuss von 427.095 m.ü.M. beträgt somit – wie 

die Vorinstanz richtig ausführte (angefochtener Entscheid, S. 3) – zwi-

schen 7.5 und 12.5 cm. Zieht man den Umgebungsplan vom 20. Juni 

2018 heran, so ist die Differenz zwischen der geplanten und der realisier-

ten Höhe am Böschungsfuss noch etwas geringer, sie beträgt zwischen 

1.5 und 11.5 cm (siehe Vorakten Gemeinde I, act. 62 im Vergleich zu 

act. 95 f.).  

 

Entlang der nordwestlichen Grenze der Bauparzelle beträgt die vom Ver-

messungsbüro im Bereich der Mitte des Gebäudes, d.h. im höchsten Be-

reich der Böschung, an der Böschungsoberkante (oberhalb der von den 

Beschwerdeführern geltend gemachten Abgrabung an der Grundstücks-

grenze) gemessene Höhenkote 428.80 m.ü.M. (Vorakten Gemeinde I, 

act. 95 f.). Die im bewilligten Schnittplan C angegebene Höhenkote an der 

 - 15 - 

 

 

Böschungsoberkante (mit einer Entfernung zur vom Vermessungsbüro er-

mittelten Höhenkote von rund 1.16 m [siehe Vorakten Gemeinde I, act. 17 

im Vergleich zu act. 95 f.]) beträgt 428.745 m.ü.M. (Vorakten Gemeinde I, 

act. 27), wobei die Vorinstanz korrekt darauf hinwies, dass die Abwei-

chung von 5.5 cm darauf zurückzuführen sei, dass die Höhe der Bö-

schung gegen Südwesten wieder abnimmt bis auf 427.77 m.ü.M an der 

vom Vermessungsbüro an der südwestlichen Stelle (oberhalb der von den 

Beschwerdeführern vorgebrachten Abgrabung) an der Böschungsober-

kante vorgenommenen Höhenmessung (Vorakten Gemeinde I, act. 95 f.). 

Auch die weiteren Feststellungen der Vorinstanz leuchten ein und treffen 

zu. So legte die Vorinstanz korrekt dar, dass die im bewilligten Schnitt-

plan B (siehe Vorakten Gemeinde I, act. 28) im höchsten Bereich der Bö-

schung angegebene Höhenkote an der Böschungsoberkante (mit einer 

Entfernung zur vom Vermessungsbüro ermittelten Höhenkote von rund 

4.5 m [siehe Vorakten Gemeinde I, act. 17 im Vergleich zu act. 95 f.]) 

428.765 m.ü.M. betrage, wobei auch hier die marginale Abweichung von 

3.5 cm darauf zurückzuführen sei, dass die Höhe der Böschung gegen 

Nordosten wieder abnehme bis auf 428.06 m.ü.M. an der vom Vermes-

sungsbüro an der nordöstlichen Grundstücksecke (oberhalb der von den 

Beschwerdeführern vorgebachten Abgrabung an der Böschungsoberkan-

te vorgenommenen Höhenmessung) (Vorakten Gemeinde I, act. 95 f.). Da 

gestützt auf die vom Vermessungsbüro durchgeführten Höhenaufnahmen 

(sowie die im LiDAR enthaltenen Höhenlinien [siehe im Aargauischen 

Geographischen Informationssystem {AGIS} abrufbare Karte "Höhenlini-

nen 1 m und 5 m Äquidistanz"]) erstellt sei, dass die Höhe der Böschung 

gegenüber dem mittleren Messpunkt (428.80 m.ü.M.) gegen Südwesten 

und Nordosten wieder abnehme, erschienen schliesslich auch die in den 

bewilligten Schnittplänen D und A angegebenen Höhenkoten von 428.315 

m.ü.M. (Schnitt D; Vorakten Gemeinde I, act. 26) bzw. 428.615 m.ü.M. 

(Schnitt A; Vorakten Gemeinde I, act. 29) im Wesentlichen korrekt – na-

mentlich im Vergleich zu den am südwestlichen Punkt sowie auf Höhe der 

Nordostfassade vom Vermessungsbüro oberhalb der von den Beschwer-

deführern vorgebrachten Abgrabung an der Böschungsoberkante ermittel-

ten Höhenkoten. Mit der Vorinstanz ist daher keine relevante Abweichung 

der ausgeführten Böschung von den in den bewilligten Schnittplänen an 

der Böschungsoberkante angegebenen Höhenkoten erkennbar (vgl. an-

gefochtener Entscheid, S. 4). Berücksichtigt man weiter den Umgebungs-

plan vom 20. Juni 2018, so zeigt die vom Vermessungsbüro in der Ver-

längerung der Nordostfassade an der Böschungsoberkante ermittelte Hö-

henkote eine merkliche Abweichung. Die vom Vermessungsbüro gemes-

sene Höhe beträgt hier 428.48 m.ü.M., der Umgebungsplan lässt an der 

Stelle dagegen auf eine Höhenkote von 427.965 m.ü.M. schliessen 

(424.095 m.ü.M. + 3.87 m; siehe Vorakten Gemeinde I, act. 62). Letzterer 

Wert (Umgebungsplan) dürfte indes kaum stimmen, da im bewilligten An-

sichtsplan (Nordost) an der Stelle eine Höhenkote von ca. 428.30 m.ü.M. 

auszumachen ist (vgl. Vorakten Gemeinde I, act. 13), was deutlich näher 

 - 16 - 

 

 

beim vom Vermessungsbüro gemessenen Wert liegt. Auch die AGIS-

Karte "Höhenlinien 1 m und 5 m Äquidistanz" lässt hier nicht auf eine Hö-

henkote von lediglich 427.965 m.ü.M. schliessen, liegt der Punkt doch 

ziemlich genau in der Mitte zwischen den beiden 1 m-Höhenlinien 

428 m.ü.M. und 429 m.ü.M. Die übrigen vom Vermessungsbüro an der 

(oberhalb der von den Beschwerdeführern vorgebrachten Abgrabung) 

Böschungsoberkante ermittelten Höhenkoten weichen von den im Umge-

bungsplan vom 20. Juni 2018 gemachten Angaben schliesslich 1 bis 9.5 

cm ab (vgl. Vorakten Gemeinde I, act. 62 im Vergleich zu act. 95 f.). 

 

Die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Abgrabungen direkt 

entlang der nordwestlichen Grundstücksgrenze der Parzelle Nr. aaa be-

tragen gemäss den Höhenaufnahmen des Vermessungsbüros (welche 

sowohl oberhalb als auch unterhalb der betreffenden Abgrabung vor-

genommen wurden) maximal 20 cm (Vorakten Gemeinde I, act. 95 f.; sie-

he auch angefochtener Entscheid, S. 4). 

 

In Bezug auf die Böschungsneigung lässt sich mit Blick auf die Schnitt-

pläne sowie die Ergebnisse der Höhenmessungen des Vermessungsbü-

ros festhalten, dass die Länge bzw. Tiefe beim Schnitt D effektiv rund 

2.5 m (anstatt rund 2 m gemäss Schnittplan) beträgt. Beim Schnitt C be-

trägt sie rund 3.4 m (anstatt rund 3.5 m gemäss Schnittplan), beim 

Schnitt B rund 3.5 m (anstatt rund 3 m gemäss Schnittplan) und beim 

Schnitt A rund 3.5 m (anstatt rund 2.3 m gemäss Schnittplan) (vgl. Vorak-

ten Gemeinde I, act. 95 f. im Vergleich zu act. 26 ff. und 17). Im Bereich 

des Schnitts C entspricht die Lage des Böschungsfusses hinsichtlich der 

Länge bzw. Tiefe der Böschung dem Schnittplan im Wesentlichen, in den 

Bereichen der Schnitte D, B und A wurde er jeweils in Richtung Süden 

verschoben, wodurch die Böschungslänge bzw. -tiefe erhöht und die Bö-

schung flacher realisiert wurde. Die Vorinstanz hielt fest, dass die gestützt 

auf die vorgenommene Vermessung ermittelten Böschungsneigungen im 

Wesentlichen auch mit den im Umgebungsplan vom 20. Juni 2018 ange-

gebenen Böschungsneigungen übereinstimmten. Dem ist anzufügen, 

dass die realisierten Böschungsneigungen teilweise sogar noch etwas fla-

cher sind als die im Umgebungsplan (Vorakten Gemeinde I, act. 62) an-

gegebene Neigung von 1:2. 

 

4.2. 

Somit lässt sich festhalten, dass die realisierte Terrain- bzw. Böschungs-

gestaltung nordwestlich des Gebäudes (zur Parzelle der Beschwerdefüh-

rer hin) teilweise von den bewilligten Plänen abweicht. Gemäss § 52 

BauV können geringfügige Abweichungen von den bewilligten Plänen 

vom Gemeinderat formlos bewilligt werden. Die Abweichungen sind in 

den Plänen zu vermerken (Abs. 1). Für grössere Änderungen gilt das ver-

einfachte oder das ordentliche Verfahren (Abs. 2). 

 

 - 17 - 

 

 

Die Vorinstanz stufte die Abweichung der ausgeführten Böschung von 

den bewilligten Plänen als geringfügig ein, wobei sie darauf hinwies, dass 

die Abweichung (aufgrund des geringeren Neigungsverhältnisses) auch 

keine neuen Belastungen mit sich bringe, weshalb sie vom Gemeinderat 

gestützt auf § 52 Abs. 1 BauV formlos habe bewilligt werden dürfen (an-

gefochtener Entscheid, S. 5). Diese Einschätzung ist im Rahmen der dem 

Verwaltungsgericht zustehenden Rechtskontrolle (siehe Erw. I/5) nicht zu 

beanstanden. Vor Augen zu halten ist dabei auch, dass es sich lediglich 

um kleinere Abweichungen in der Umgebungsgestaltung handelt. Da die 

Neigungsverhältnisse deutlich geringer als 2:3 sind, ist auch kein Grenz-

abstand von 60 cm einzuhalten; ein solcher wäre nur bei Neigungsver-

hältnissen von mehr als 2:3 erforderlich (§ 28 Abs. 3 BauV). Hinsichtlich 

der von den Beschwerdeführern vorgebrachten Abgrabung direkt entlang 

der nordwestlichen Grundstücksgrenze hielt die Vorinstanz überdies 

schlüssig fest, dass diese keine relevanten Auswirkungen hat. Von einer 

Beeinträchtigung der Hangstabilität kann nicht ausgegangen werden. Der 

Abschlusszaun entlang der Grenze blieb bis heute denn auch unversehrt 

(siehe Beschwerdeantwortbeilage Gemeinderat [Foto]). Die von den Be-

schwerdeführern vorgebrachte Abgrabung ist heute auch kaum mehr er-

kennbar, da sie überwachsen ist (siehe aktenkundiges Foto [Beschwerde-

antwortbeilage Gemeinderat]).  

 

Dass die Abweichung der realisierten Böschung von den bewilligten Plä-

nen formlos bewilligt wurde, ist somit nicht zu beanstanden. Die Abwei-

chung lässt sich den bei den Akten befindlichen Plänen – wie oben auf-

gezeigt – zudem ausreichend entnehmen, indem man die bewilligten 

Planunterlagen (mit den geplanten Höhenkoten) mit den Plänen des Ver-

messungsbüros (mit den realisierten Höhenkoten) vergleicht. Der Ge-

meinderat durfte die Abweichung daher formlos bewilligen (§ 52 Abs. 1 

BauV). Dass die Beschwerdeführer der Terrain- bzw. Böschungs-

gestaltung nicht zustimmen konnten, stellt im Übrigen ebenfalls keinen 

Mangel dar. Für die Realisierung der Böschung auf der Parzelle Nr. aaa 

war kein Eingriff in die Parzelle (Nr. bbb) der Beschwerdeführer erforder-

lich; selbst der Abschlusszaun entlang der Grenze blieb unversehrt. Aus 

der Nebenbestimmung Ziffer 15 Satz 4 der Baubewilligung vom 28. Sep-

tember 2015 können die Beschwerdeführer daher nichts zu ihren Gunsten 

ableiten.  

 

4.2.1. 

Hinzuweisen ist im Übrigen, dass selbst wenn man die Ansicht vertreten 

würde, für die Abweichung von den bewilligten Plänen bedürfe es vorlie-

gend eines (vereinfachten) Baubewilligungsverfahrens, die Beschwerde-

führer daraus nichts gewinnen würden bzw. dies zu einem prozessualen 

Leerlauf führte. Die Beschwerdeführer konnten ihre Einwände gegen die 

realisierte Böschung bereits im Rahmen des vom Gemeinderat durchge-

führten Schriftenwechsels vorbringen, worauf der Gemeinderat die 

 - 18 - 

 

 

Rechtmässigkeit der ausgeführten Böschung nochmals überprüfte und – 

nach angeordneter Vermessung der Böschung – mit dem gemeinderätli-

chen Entscheid (zu Recht) für rechtmässig befand (siehe auch angefoch-

tener Entscheid, S. 5). 

 

5. 

Weitere Abklärungen, das Einholen zusätzlicher Beweismittel sowie die 

Durchführung einer (Augenscheins-)Verhandlung sind schliesslich nicht 

erforderlich, um den Fall beurteilen zu können. Die für die Beurteilung we-

sentlichen Informationen sind in den Akten enthalten und ergeben ein ge-

nügend klares Bild. Auf die Abnahme weiterer Beweismittel kann in antizi-

pierter Beweiswürdigung verzichtet werden, zumal davon keine neuen re-

levanten Erkenntnisse zu erwarten wären (vgl. BGE 147 IV 534, 

Erw. 2.5.1, 144 II 427, Erw. 3.1.3, 141 I 60, Erw. 3.3, 136 I 229, Erw. 5.3, 

134 I 140, Erw. 5.3).  

 

6. 

Demgemäss ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

III. 

1. 

Im Beschwerdeverfahren werden die Verfahrenskosten in der Regel nach 

Massgabe des Unterliegens und Obsiegens auf die Parteien verlegt. Den 

Behörden werden Verfahrenskosten nur auferlegt, wenn sie schwerwie-

gende Verfahrensmängel begangen oder willkürlich entschieden haben 

(§ 31 Abs. 2 VRPG). 

 

Da die Beschwerdeführer unterliegen und kein Grund gemäss § 31 Abs. 2 

Satz 2 VRPG vorliegt, sind die Verfahrenskosten zur Hälfte von den Be-

schwerdeführern 1 und zur anderen Hälfte von der Beschwerdeführerin 2 

zu bezahlen; die Beschwerdeführer 1 haften für ihren Anteil solidarisch 

(vgl. § 33 VRPG).  

 

2. 

2.1. 

Im Beschwerdeverfahren werden die Parteikosten in der Regel nach 

Massgabe des Unterliegens und Obsiegens auf die Parteien verlegt (§ 32 

Abs. 2 VRPG). 

 

Da die anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin obsiegt, hat sie An-

spruch auf Ersatz ihrer Parteikosten (§ 32 Abs. 2 i.V.m. § 29 VRPG). Die-

se sind ihr zur Hälfte von den Beschwerdeführern 1 und zur anderen Hälf-

te von der Beschwerdeführerin 2 zu ersetzen; die Beschwerdeführer 1 

haften für ihren Anteil solidarisch (vgl. § 33 VRPG). 

 

 - 19 - 

 

 

2.2. 

Die Höhe der Parteientschädigung richtet sich nach Massgabe des 

Dekrets über die Entschädigung der Anwälte vom 10. November 1987 

(Anwaltstarif; SAR 291.150 [nachfolgend: AnwT]). Gemäss § 8a Abs. 1 

AnwT bemisst sich die Entschädigung in vermögensrechtlichen Streitsa-

chen nach dem gemäss § 4 AnwT berechneten Streitwert. Innerhalb der 

vorgesehenen Rahmenbeträge richtet sich die Entschädigung nach dem 

mutmasslichen Aufwand des Anwaltes, nach der Bedeutung und der 

Schwierigkeit des Falles (§ 8a Abs. 2 AnwT). Die Entschädigung wird als 

Gesamtbetrag festgesetzt. Auslagen und Mehrwertsteuer sind darin ent-

halten (§ 8c AnwT).  

 

Die Vorinstanz ging von einem Streitwert von weniger als Fr. 20'000.00 

aus (angefochtener Entscheid, S. 7), was von den Parteien nicht bean-

standet wird. Für Streitwerte bis Fr. 20'000.00 beträgt in Beschwerdever-

fahren die Entschädigung Fr. 600.00 bis Fr. 4'000.00 (§ 8a Abs. 1 lit. a Zif-

fer 1 AnwT). Der mutmassliche Aufwand des Anwaltes war knapp mittel, 

die Bedeutung des Falles eher gering und die Schwierigkeit des Falles 

mittel. Unter Berücksichtigung dieser Parameter erscheint eine Parteient-

schädigung von Fr. 1'500.00 sachgerecht. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 2'500.00 sowie der Kanzleigebühr und den Ausla-

gen von Fr. 416.00, gesamthaft Fr. 2'916.00, sind zur Hälfte mit 

Fr. 1'458.00 von den Beschwerdeführern 1 und zur anderen Hälfte mit 

Fr. 1'458.00 von der Beschwerdeführerin 2 zu bezahlen. Die Beschwerde-

führer 1 haften für ihren Anteil solidarisch. 

3. 

Der Beschwerdegegnerin sind die vor Verwaltungsgericht entstandenen 

Parteikosten in Höhe von Fr. 1'500.00 zur Hälfte mit Fr. 750.00 von den 

Beschwerdeführern 1 und zur anderen Hälfte mit Fr. 750.00 von der Be-

schwerdeführerin 2 zu ersetzen. Die Beschwerdeführer 1 haften für ihren 

Anteil solidarisch. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführer 1.1 und 1.2 

die Beschwerdeführerin 2 

 - 20 - 

 

 

die Beschwerdegegnerin (Vertreter) 

den Gemeinderat Q._____ 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Rechtsabteilung 

 

Mitteilung an: 

den Regierungsrat 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag 

vor bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August 

und vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Be-

schwerde muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in 

gedrängter Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht 

verletzt, mit Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen 

(Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesge-

richt [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]). 

 

 
   

Aarau, 23. April 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz:     Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Winkler     Wildi