# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6eb5ec4-9bcb-5f4e-a671-2536f5df3724
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.11.2010 UV 2009/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-88_2010-11-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/88

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 08.11.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 08.11.2010
Art. 6 UVG: Adäquanzbeurteilung nach Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 
109) bei mittelschwerem Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 8. November 2010, UV 2009/88).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 8. November 2010

in Sachen

W.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Ursula Reger-Wyttenbach, 

Schaffhauserstrasse 18, Postfach 305, 8042 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17, 

3074 Muri b. Bern,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   W.___ war als Monteur bei der A.___ tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er am 22. Februar 2008 als Lenker eines Personenwagens in eine 

linksfrontale Kollision mit einem anderen Personenwagenlenker verwickelt wurde 

(Suva-act. VI/5, 32). Die Erstbehandlung erfolgte am 23. Februar 2008 durch Dr. med. 

B.___, Arzt für Chirurgie, der im gleichentags erstellten Bericht eine Prellung der 

Halswirbelsäule (HWS) sowie eine Prellung des rechten Fusses bzw. Oberen 

Sprunggelenks (OSG) diagnostizierte. Als Befunde erhob er einen starken muskulären 

Hartspann der Nackenmuskulatur mit schmerzhafter Kopfbeweglichkeit in allen 

Richtungen beidseits ohne nervale Ausfälle und ohne retro- oder anterograde Amnesie 

sowie eine geringe Schwellung im Bereich des Fussrückens, besonders des ersten 

Mittelfussknochens und des OSG rechts mit Druck-, Bewegungs- und 

Belastungsschmerzen ohne periphere Ausfälle (Suva-act. VI/2). Am 9. März 2008 füllte 

Dr. B.___ den Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma aus. Laut den Angaben des Versicherten seien sofort nach 

dem Unfall Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Schultern aufgetreten. Weitere 

Beschwerden wurden verneint (Suva-act. VI/2). Am 16. Mai 2008 erfolgte durch die 

Suva nochmals eine Erhebung der für die Abklärung von HWS-Fällen massgebenden 

Daten (Suva-act. VI/7). Am 10. Juni 2008 führte die Rehaklinik Bellikon beim 

Versicherten ein ambulantes Assessment durch. Im Bericht vom 13. Juni 2008 

diagnostizierten die Ärzte ein zervikales Schmerzsyndrom, am ehesten myofaszial 

bedingt, und eine nicht auszuschliessende psychosomatische Überlagerung nach 

linksfrontaler Autokollision vom 22. Februar 2008. Rein somatisch werde noch eine 

Behandlungsmöglichkeit für das mögliche myofasziale Geschehen gesehen. 

Diesbezüglich hätten sie dem Versicherten Dr. med. C.___, Spezialarzt FMH für 

Rheumatologie und Innere Medizin, empfohlen (Suva-act. VI/13). Wegen eines 

möglichen Zusammenhangs zwischen der Schmerzwahrnehmung und den erhobenen 

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psychosozialen Belastungsmomenten wurde sodann in der Rehaklinik Bellikon am 19. 

Juni 2008 ein psychosomatisches Konsilium durchgeführt. Dieses ergab laut Bericht 

vom 23. Juni 2008 die Diagnose einer verminderten Stresstoleranz bei Auffälligkeiten in 

der Persönlichkeit (perfektionistisch, leicht anankastisch/zwanghaft, leistungsorientiert), 

HWS/Kopfschmerzen und belastenden psychosoziale Umstände (Suva-act. VI/17). Mit 

Schreiben vom 26. Juni 2008 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie ihm 

weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen ausrichten werde (Suva-act. VI/14). 

Anlässlich einer Vorsprache bei der A.___ vom 28. Juli 2008 erfuhr die Suva von einem 

beim Versicherten neu aufgetretenen Ohrpfeifen (Suva-act. VI/18). Inzwischen hatte am 

23. Juni 2008 eine rheumatologische Konsultation bei Dr. C.___ stattgefunden (Suva-

act. 20). Am 3. September bzw. 28. Oktober 2008 folgten im Auftrag der Suva eine 

neurologische Abklärung durch Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Neurologie (Suva-

act. VI/24), sowie eine biomechanische Kurzbeurteilung der Arbeitsgruppe für 

Unfallmechanik (AGU), Zürich (Suva-act. VI/32). Nach einer nur durch einen dreitägigen 

Arbeitsversuch unterbrochenen, seit dem Unfall vom 22. Februar 2008 andauernden 

100%-igen Arbeitsunfähigkeit nahm der Versicherte die Arbeit am 10. November 2008 

wieder auf (Suva-act. VI/37, 39). Wegen anhaltender Ohrgeräusche bzw. zur 

Beurteilung des Tinnitus (Suva-act. 39) liess die Suva schliesslich im Dezember 2008 

eine Untersuchung bei Dr. med. E.___, FMH ORL, speziell Hals- und Gesichtschirurgie, 

durchführen (Suva-act. VI/42). Am 12. Januar 2009 musste der Versicherte die Arbeit 

wegen starker Kopfschmerzen wieder niederlegen (Suva-act. VI/43). Am 28. Januar 

2009 attestierte ihm Dr. C.___ eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 25. Januar bis 8. 

Februar 2009 (Suva-ct. VI/45).

A.b   Mit Verfügung vom 4. Februar 2009 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen 

per 1. März 2009 mit der Begründung ein, dass die noch geklagten Beschwerden 

organisch nicht hinreichend nachweisbar seien. Der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden müsse in Berücksichtigung der 

Kriterien gemäss BGE 117 V 359 bzw. BGE 134 V 109 verneint werden (Suva-act. VI/

48).

A.c   Am 5. Februar 2009 erlitt der Versicherte erneut einen Unfall, wobei er mit der 

rechten Hand in das auslaufende Sägeblatt einer Kreissäge griff. Er suchte noch am 

Unfalltag Dr. med. F.___, Arzt für Allgemeinmedizin, auf, der eine Schnittverletzung am 

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Zeigefinger rechts diagnostizierte, und vom 5. Februar bis 7. März 2009 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit attestierte, für die die Suva Taggelder ausrichtete. Am 9. März 2009 

nahm der Versicherte die Arbeit wieder zu 100% auf. Heilkostenleistungen wurden bis 

zum Behandlungsabschluss vom 24. März 2009 erbracht.

B.       

B.a   Gegen die Verfügung vom 4. Februar 2009 erhob der Versicherte am 27. Februar 

2009 Einsprache. Mit seiner Vertretung beauftrage er Rechtsanwältin lic.iur. Ursula 

Reger-Wyttenbach, Zürich, welche am 17. April 2009 eine ausführliche 

Einsprachebegründung nachreichte.

B.b    Mit Entscheid vom 3. Juli 2009 wies die Suva die Einsprache ab.

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwältin Reger-Wyttenbach für 

den Versicherten mit Eingabe vom 7. September 2009 Beschwerde mit dem 

Rechtsbegehren, in Gutheissung der Beschwerde seien die Verfügung vom 4. Februar 

2009 und der Einspracheentscheid vom 3. Juli 2009 aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer weiterhin die ihm aus 

UVG zustehenden Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin 

zu verpflichten, zusätzliche medizinische Abklärungen vorzunehmen; alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 10. November 2009 beantragte Rechtsanwältin Dr. 

iur. M. Sonder, Muri, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

C.c   Mit Replik und Duplik vom 12. Januar bzw. 1. Februar 2010 hielten die Parteien 

unverändert an ihren Anträgen und Standpunkten fest.

C.d   Auf die Begründungen und Ausführungen in den einzelnen Rechtsschriften bzw. 

medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

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1.        

Streitig ist, ob die Leistungen, welche von der Beschwerdegegnerin im Anschluss an 

das Unfallereignis vom 22. Februar 2008 ausgerichtet wurden, auf den 1. März 2009 

eingestellt werden durften.

2.        

2.1    Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 sowie 117 V 359 und 134 V 

109). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1; BGE 119 V 338 E. 1 und 118 V 289 E. 

1b je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit 

dem Unfall adäquat-kausal zusammenhängen (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Während es 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beurteilen (BGE 123 III 110 E. 3a).

2.2    Bei Vorliegen eines Schadenfalls wird zunächst - wie von der 

Beschwerdegegnerin gemacht - die Frage nach der Objektivierbarkeit der geklagten 

Beschwerden bzw. deren Nachweis mit Bild gebenden Untersuchungsmethoden 

(Röntgen, Computertomogramm, EEG) gestellt. Im Unfallversicherungsrecht gibt es 

nun allerdings Fälle, bei denen die Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer 

Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen Verlaufs - wie die 

Beschwerden nach erfolgtem Schleudertrauma oder einer äquivalenten Verletzung 

(BGE 117 V 359 E. 5d/aa) - nie wirklich sichtbar gemacht werden konnten, dieser 

Umstand jedoch für sich allein nicht rechtfertigt, ein organisches Substrat dieser 

Beschwerden in Abrede zu stellen. Weiter ist aufgrund der Ergebnisse der 

medizinischen Forschung bekannt, dass Schleudertraumaverletzungen durch ein 

komplexes und vielschichtiges Beschwerdebild mit eng ineinander verwobenen, einer 

Differenzierung kaum zugänglichen Beschwerden physischer und psychischer Natur 

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gekennzeichnet sind (BGE 117 V 359 E. 5d/aa; BGE 134 V 109 E. 6.2.1, 7.1). Liegt eine 

solche Verletzung vor, gilt es demnach bei der Beurteilung des adäquaten Kausal­

zusammenhangs die entsprechende "Schleudertrauma-Praxis" ohne Differenzierung 

zwischen physischen und psychischen Komponenten (BGE 117 V 359, BGE 134 V 109) 

anzuwenden. Eine Differenzierung bzw. Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs gemäss der in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze ("Psycho-Praxis") findet lediglich 

dann statt, wenn die psychische Problematik klar im Vordergrund steht (BGE 127 V 103 

E. 5b/bb).

3.        

3.1    Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nach der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung erst dann gesprochen werden, wenn die 

erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden 

können (vgl. BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 

mit Hinweisen [U 479/05]), wobei die Untersuchungsmethoden überdies 

wissenschaftlich anerkannt sein müssen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Eine 

manuelle ärztliche Untersuchung fördert klinische, nicht aber somatisch-strukturelle 

Ergebnisse zu Tage. Als solche gelten Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde 

lediglich auf die Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen 

Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht. Entsprechend können ein Thoracic 

outlet Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde, 

Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie 

Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als organisch hinreichend 

nachweisbare Unfallfolgen betrachtet werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen 

bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. 

Oktober 2008 i/S H.B.-G. [8C_124/2008] mit zahlreichen Hinweisen sowie vom 7. 

Februar 2008 i/S D. [U13/07], E. 3.2 und 3.3).

3.2    Im vorliegenden Fall ergab die von Dr. B.___ am 23. Februar 2008 durchgeführte 

röntgenologische Untersuchung der HWS eine Steilstellung, hingegen keine Hinweise 

auf eine frische knöcherne Verletzung oder Subluxation und keine Zeichen einer 

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degenerativen HWS-Veränderung, Einengung der Foramina intervertebralia oder 

Bogenwurzelverletzung. Die von Dr. B.___ erhobenen Befunde beinhalten klinische 

Untersuchungsergebnisse (Suva-act. VI/2). Auch von Dr. C.___ und Dr. D.___ wurden 

lediglich klinische Befunde erhoben. Apparative Untersuchungen zur Objektivierung der 

geklagten Beschwerden wurden nicht durchgeführt bzw. wegen fehlender 

Anhaltspunkte für eine strukturelle organische Verletzung offensichtlich nicht als 

notwendig erachtet. So waren bereits die erhobenen klinischen Befunde 

verhältnismässig geringfügig und zeigten sich als gänzlich unauffällig (Suva-act. VI/20, 

24). Dr. D.___ hielt fest, dass sich klinisch-neurologisch keine objektivierbaren 

pathologischen Befunde fänden. Es bestünden insbesondere keine Anhaltspunkte für 

eine cervicale Radikulopathie oder eine andere strukturelle Läsion im Bereich des 

Myelons und des Cerebrums (Suva-act. VI/24). In den Berichten der Rehaklinik Bellikon 

sowie von Dr. C.___ und Dr. D.___ wurde sodann übereinstimmend die Diagnose eines 

Cervicalsyndroms, "am ehesten", "vorwiegend" bzw. "wahrscheinlich teilweise" 

myofaszial bedingt gestellt (Suva-act. VI/13, 20, 24). Laut Roche Lexikon Medizin (5. 

Auflage, S. 1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa den 

gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem 

"Symptommuster" manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, 

durch vielfältige Ursachen bedingter oder nur teilweise bekannter Ätiogenese. Zur 

entsprechenden Diagnose führt somit eher das vom jeweiligen Patienten subjektiv 

angegebene "Symptommuster" als ein objektiv erhobener organischer Befund. Die 

konkret genannte "myofasziale" Ursache kann keinem fassbaren organischen Korrelat 

zugeordnet werden. Wie Dr. D.___ führte sodann auch Dr. C.___ in seinem Bericht vom 

30. Juni 2008 aus, dass klinische Hinweise für eine zusätzliche bedeutsame strukturelle 

Pathologie fehlen würden, und erwähnte eine Chronifizierungstendenz. Auch eine 

solche spricht nicht für ein unfallkausales organisches Substrat. Im Verlauf einer 

Chronifizierung wird das ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das Ausmass der 

erlebten Behinderung immer bedeutungsloser. Andere Faktoren, wie zum Beispiel das 

Individuum selber, die von Dr. C.___ konkret angeführten Arbeitsumstände, das soziale 

Umfeld, das medizinische und legale System sowie ökonomische Umstände spielen 

eine massgebende Rolle (vgl. Bär/Bertrand/Kiener, Medizinische Mitteilungen der Suva 

Nr. 67 vom Dezember 1994, S. 45 ff.). Am 17. Dezember 2008 wurde der 

Beschwerdeführer schliesslich wegen seines Tinnitus einer ORL-Untersuchung 

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unterzogen. Die von Dr. E.___ durchgeführte ohrmikroskopische Untersuchung zeigte 

einen unauffälligen Befund. Wegen fehlender Schwindelsymptomatik wurde auf eine 

weiterführende Diagnostik verzichtet. Dr. E.___ ging "am ehesten" von einer 

vertebrogenen Problematik mit Ausbildung eines Tinnitus und einer beidseitigen 

kombinierten Hörstörung aus (Suva-act. VI/42). Diese Formulierung lässt keine Aussage 

zum Mass der Wahrscheinlichkeit zu. Denkbar wäre auch ein "am ehesten" möglich, 

was dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht 

genügen würde. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die medizinischen 

Abklärungen keine durch den Unfall bedingten organisch-strukturellen Befunde 

ergeben haben.

4.        

4.1    Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- 

und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen 

Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel auch ohne nachweisbare pathologische 

bzw. organische Befunde anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 

E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteile vom 30. Januar 2007 i/S 

T. [U215/05] und vom 15. März 2007 i/S G. [U258/06]) muss bei einer HWS-Verletzung 

das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner 

umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall 

auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der 

Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die andern bei einem Schleudertrauma 

oder einer äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen 

sich jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom 

Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen. Im Weiteren 

muss nach der Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des EVG vom 4. November 2005 i/S K. 

[U312/05]) nicht der gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer 

Unfallkausalität ausgehen zu können.

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4.2    Im konkreten Fall kollidierte der Beschwerdeführer als Lenker eines 

Personenwagens linksfrontal mit einem anderen Personenwagen, wobei er mit dem 

Kopf vermutlich an die Frontschutzscheibe prallte (Suva-act. VI/7, 8). Bei diesem 

Unfallmechanismus fällt ein eigentliches Schleudertrauma von vornherein ausser 

Betracht. Hingegen darf angenommen werden, dass der Beschwerdeführer - obwohl 

die von Dr. B.___ im echtzeitlichen Untersuchungsbericht vom 23. Februar 2008 

angeführte Diagnose einer HWS-Prellung (Suva-act. VI/2) grundsätzlich keine solche 

darstellt - eine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten hat. Denn er füllte am 9. 

März 2008 den in diesen Fällen zu Handen des Unfallversicherers einzureichenden 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma aus (Suva-act. VI/2) und in den weiteren medizinischen Akten 

wird einheitlich die Diagnose einer linksfrontalen Autokollision mit HWS-Distorsion 

gestellt (Suva-act. VI/13, 20, 24).

4.3    Beim Beschwerdeführer sind laut dem Dokumentationsbogen innerhalb der 

erforderlichen Latenzzeit Nackenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in beide 

Schultern aufgetreten. Andere Beschwerden, die typischerweise ebenfalls eher sofort 

oder innert Stunden nach einer Beschleunigungsverletzung auftreten, wie 

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen wurden nicht beklagt (Suva-act. VI/2; 

vgl. dazu Liste in H. Schmidt/J. Senn Hrsg., Schleudertrauma - neuester Stand: 

Medizin, Biomechanik, Recht und Case Management, 1. Aufl. Zürich 2004, S. 14 f.). Am 

14. März 2008 gab der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin an, er 

leide vor allem im Hinterkopf unter Kopfschmerzen, die bis in den Nacken und in die 

Schultern ausstrahlen würden. Das Vorliegen von Schwindel oder Übelkeit verneinte er 

erneut (Suva-act. VI/3). Im Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen vom 16. 

Mai 2008 ist sodann vermerkt, dass er sofort nach dem Unfall "Sternchen" gesehen 

und unter Schwindel gelitten habe. Innert Stunden nach dem Unfall seien auch Kopf- 

und Nackenschmerzen aufgetreten (Suva-act. VI/7). Das Pfeifen im Ohr bzw. der 

Tinnitus sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen werden in den Akten 

erstmals nach längerer Latenzzeit, d.h. am 28. Juli bzw. 3. September 2008, erwähnt 

(Suva-act. VI/18, 24). Neu aufgetretene Symptome sind jedoch aufgrund ihres späten 

Auftretens nicht als natürlich-kausale Unfallfolgen zu betrachten. Auch wenn der 

Beschwerdeführer die nach dem Unfall vom 22. Februar 2008 aufgetretenen 

Beschwerden nicht einheitlich schilderte und sich die Beschwerden in ihrer 

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Ausprägung nicht als besonders gehäuft zeigten, kann insgesamt doch von einem 

typischen Beschwerdebild unmittelbar nach dem Unfall gesprochen werden, das mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürlich-kausale Unfallfolge eines HWS-

Traumas zu betrachten ist. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin auch einen 

Leistungsanspruch bis zum 28. Februar 2009 anerkannt.

5.        

5.1    Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn das Dahinfallen 

jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es 

sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - 

anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht 

etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein 

nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

329 E. 3b). Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis 

zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte 

Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 2003 i/S Z. 

[258/02], vom 25. Oktober 2002 i/S L. [U 143/02] und vom 31. August 2001 i/S O. [U 

285/00]).

5.2    Dass das versicherte Unfallereignis eine natürlich-kausale (Teil-)Ursache der auch 

nach dem 28. Februar 2009 noch fortbestehenden Beschwerden bildet, lässt sich den 

medizinischen Akten nicht entnehmen (vgl. dazu auch Erwägung 3.2 und 6.2). Letztlich 

kann diese Frage jedoch offen bleiben, da - wie sich aus den nachstehenden 

Erwägungen ergibt - die Adäquanz des Kausalzusammenhangs verneint werden muss 

(vgl. BGE 135 V 465 E. 5.1 S 472 mit Hinweisen). Entsprechend erübrigt sich auch eine 

weitere Abklärung des medizinischen Sachverhalts (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 

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vom 20. März 2008 i/S P. [8C_217/2008], E. 7.3). Der Vollständigkeit halber sei 

dennoch angefügt, dass die Beschwerdegegnerin zwar keine unabhängige inter- oder 

polydisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers, wie sie das Bundesgericht mit 

BGE 134 V 109 (E. 9.4 und 9.5 S. 124ff.; Urteil vom 19. Februar 2008) für unabdingbar 

erachtet, durchführen liess, der vorliegende Fall im Einstellungszeitpunkt medizinisch 

aber dennoch entscheidungsreif war. Der Beschwerdeführer wurde durch verschiedene 

Fachspezialistinnen und Fachspezialisten (Rheumatologie, Neurologie, Psychiatrie, 

Hals-Nasen-Ohrenarzt) umfassend abgeklärt. Die einzelnen medizinischen Berichte 

ergeben ein abgerundetes Bild und stehen nicht in Widerspruch zueinander. Auch für 

die Klärung von bei der Prüfung einzelner Adäquanzkriterien zuweilen auftauchenden 

Problemen bedarf es sodann nicht zwingend eines poly-/interdisziplinären Gutachtens, 

wenn - wie hier - Berichte von Ärzten verschiedener in Betracht fallender 

Fachrichtungen vorliegen, welche eine schlüssige Gesamtbeurteilung zulassen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2008 i/S M. [8C_527/2008], E. 3.2.2).

6.        

6.1    Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin die 

Adäquanz nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis von BGE 134 V 109 geprüft 

und auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten 

verzichtet. In der Beschwerdeantwort vertritt ihre Rechtsvertreterin demgegenüber die 

Auffassung, die Adäquanzprüfung sei nach der Praxis bei psychischer Fehlentwicklung 

mit Krankheitswert gemäss BGE 115 V 133 durchzuführen, bei der nur die physischen, 

nicht aber auch die psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen zu berücksichtigen 

sind.

6.2    Anlässlich des ambulanten Assessements in der Rehaklinik Bellikon vom 13. Juni 

2008 schilderte der Beschwerdeführer, dass ihm der "äussere Druck" bei der Arbeit zu 

schaffen mache. Er könne eher schlecht mit Zeitdruck umgehen, und habe bereits vor 

dem Unfall immer unter äusserem Druck gelitten, zum Teil auch mit somatischen 

Symptomen (z.B. Schlafstörungen). Gleichzeitig wurde aber von Seiten der Rehaklinik 

Bellikon von einem adäquaten Schmerzverhalten und einer guten Leistungsbereitschaft 

sowie von rein somatisch noch bestehenden Behandlungsmöglichkeiten für das 

mögliche myofasziale Geschehen gesprochen. Die Klinik hielt letztlich in ihrem Bericht 

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vom 13. Juni 2008 diagnostisch fest, dass das zervikale Schmerzsyndrom am ehesten 

myofaszial bedingt sei und eine psychosomatische Überlagerung nicht ausgeschlossen 

werden könne (Suva-act. VI/13), worauf ihm die Beschwerdegegnerin weiter 

Versicherungsleistungen ausrichtete (Suva-act. VI/14). Am 19. Juni 2008 fand in der 

Rehaklinik Bellikon ein psychosomatisches Konsilium mit der Fragestellung statt, ob 

eine psychische Überlagerung bestehe. Man kam beurteilend zum Schluss, dass der 

Beschwerdeführer seit dem Unfall an stressbedingten Schmerzen im HWS- und 

Kopfbereich mit Ausstrahlung in beide Schultern leide. Diese Schmerzen würden vor 

allem durch die Vibrationen am Arbeitsplatz sowie durch Stress und Zeitdruck verstärkt 

und seien für den Patienten nicht auszuhalten. Die Situation erschwere vorbestehende 

Beschwerden im Rücken sowie in beiden Knien und führe zu einer 

Einschlafproblematik mit Grübeln und Kopfschmerzen. Der Versicherte vermisse eine 

anspruchsvolle, aber körperlich leichtere Arbeit, die er bis zum Ende seines 

Arbeitslebens mit Engagement ausführen könne. Gegenwärtig bestehe eine 

verminderte Stresstoleranz durch Schmerzen, Auffälligkeiten in der Persönlichkeit 

(perfektionistisch, leistungsorientiert, leicht anankastisch/zwanghaft) und belastende 

psychosoziale Umstände bedingt. Im Bericht vom 23. Juni 2008 wurde die 

entsprechende Diagnose gestellt (Suva-act. VI/17). Dr. C.___ diagnostizierte in seinem 

Bericht vom 30. Juni 2008 ebenfalls ein cervicovertebrales Syndrom bei vorwiegend 

myofaszialen Schmerzen im Schulter-Nacken- und Occiputbereich beidseits sowie 

psychosozialen Belastungsfaktoren (berufliche Neuorientierung noch nicht erfolgt). Der 

Patient würde gerne eine Stelle als Hauswart finden. Doch sei er irgendwie überfordert. 

Er habe schon Mühe, ein perfektes Bewerbungsschreiben zu verfassen. Zudem sei er 

auf einen gewissen Lohn angewiesen, da er eine Familie mit vier Kindern und ein Haus 

habe. Er habe als angesehener Zimmermann und Meister ausserdem Mühe, im 

"Geheimen" einen neuen Job zu finden (Loyalitätsproblematik). Die Nackenschmerzen 

seien deutlich auch im Rahmen des Stresses zu interpretieren (Suva-act. VI/20). Dr. 

D.___ hielt im Bericht vom 22. September 2008 fest, die Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen müssten im Zusammenhang mit psychischen Stresssituationen 

und Schmerzen beurteilt werden. Die rezidivierenden cervicalen Schmerzen seien 

wahrscheinlich teilweise myofaszial bedingt. Aufgrund der Schilderungen des Patienten 

bestehe zudem der dringende Verdacht auf eine nicht unerhebliche psychosomatische 

Überlagerung. Entsprechend stellte die Neurologin die dringende Verdachtsdiagnose 

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einer psychosomatischen Überlagerung sowohl der cervicalen Schmerzen wie auch 

der Kopfschmerzen (Suva-act. VI/24). - Die medizinischen Akten enthalten damit 

übereinstimmende Hinweise auf eine - zumindest teilweise auch unfallfremde - 

psychische Komponente des Beschwerdeführers. Mit den übereinstimmend als "am 

ehesten", "vorwiegend" bzw. "wahrscheinlich teilweise" (Suva-act. VI/13, 20, 24) 

myofaszial definierten Schmerzen ist – wie bereits erwähnt (E. 3.2) - keine somatisch 

bedingte Restfolge der HWS-Distorsion belegt, die einer psychischen Problematik 

gegenüberstehen würde. Mit diesen ohnehin das Mass der Wahrscheinlichkeit offen 

lassenden Formulierungen wird lediglich fassbar gemacht, wo bzw. wie sich das 

Beschwerdebild - eben im Bereich der Muskeln bzw. von den Muskeln ausgehend - 

bemerkbar macht, ohne es dabei einem organischen Korrelat zuzuordnen. Obwohl 

myofasziale Schmerzen letztlich somatisch wahrgenommen werden, können sie 

sowohl traumatisch als auch psychisch bedingt sein. Die Schmerzen des 

Beschwerdeführers sind damit entweder durch die HWS-Verletzung oder durch 

(unfallfremde) psychische Faktoren bedingt. Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch 

auch im ersten Fall eine die Schmerzen verstärkende unfallfremde psychische 

Komponente. Hinzu kommt, dass sich die Schmerzen im weiteren Verlauf nicht - wie 

bei erlittener schleudertraumaähnlicher Verletzung typisch - besonders vielschichtig 

darstellen. Als Hauptproblem werden die Kopf- und Nackenschmerzen bezeichnet. Ob 

die Adäquanzprüfung angesichts dieser Fakten nach der Schleudertrauma- oder der 

Psycho-Praxis durchzuführen ist, kann letztlich offen bleiben, da die Adäquanz auch 

nach der für den Beschwerdeführer günstigeren Schleudertrauma-Praxis (vgl. dazu 

SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11; Urteil des Bundesgerichts vom 18. September 2009 i/S G. 

[8C_283/2009]) zu verneinen ist, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen.

6.3    Die Einstellung der vorübergehenden Versicherungsleistungen bzw. der 

Fallabschluss im Sinn von Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20; BGE 134 V 109 E. 4) - als Voraussetzung für die 

Adäquanzprüfung - per 28. Februar 2008 ist nicht zu beanstanden. In ihrem Bericht 

vom 13. Juni 2006 über das ambulante Assessement führte die Rehaklinik Bellikon aus, 

sie sehe rein somatisch weiterhin Behandlungsmöglichkeiten für das mögliche 

myofasziale Geschehen. Es sei jedoch zu betonen, dass es sich um einen 

Behandlungsversuch handle. Je nach Abklärungsresultaten der Psychosomatik sowie 

dem Verlauf der Triggerpunktbehandlung erhoffe sie sich, die Ansätze für zielgerichtete 

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Rehabilitationsmassnahmen besser klären zu können (Suva-act. VI/13). Im 

Psychosomatischen Konsilium vom 23. Juni 2008 erklärte die Rehaklinik Bellikon, dass 

eine weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Begleitung nicht unbedingt angezeigt 

sei (Suva-act. VI/17). Gestützt auf eine anlässlich des ambulanten Assessements von 

der Rehaklinik Bellikon festgehaltene Empfehlung folgte am 23. Juni 2008 die 

Konsultation bei Dr. C.___. Dieser leitete eine gezielte Triggerpunkttherapie ein und 

verschrieb dem Beschwerdeführer verschiedene Medikamente (Suva-act. VI/20). Dr. 

D.___ empfahl schliesslich einen Therapieversuch mit Amitriptylin zur Behandlung des 

Spannungskopfschmerzes. Im Weiteren hielt sie fest, dass, falls nicht bereits 

durchgeführt, eine psychiatrische Exploration und gegebenenfalls eine 

psychotherapeutische Betreuung sinnvoll seien (Suva-act. VI/24). Im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 23. Oktober 2008 führte Dr. C.___ als gegenwärtige Behandlung 

noch Medikation und Entspannung an (Suva-act. VI/27). Am 28. November 2008 

vermerkte der Suva-Kreisarzt als notwendige diagnostische Zusatzabklärung die 

Untersuchung durch einen ORL-Arzt, verneinte aber die Frage, ob durch weitere 

Behandlungsmassnahmen noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

zu erreichen sei (Suva-act. VI/38). Die ORL-Untersuchung durch Dr. E.___ ergab 

sodann keine gesundheitliche Störung mit der Notwendigkeit einer entsprechenden 

medizinischen Behandlung (Suva-act. VI/42). Diese Aktenlage enthält keine Hinweise, 

dass von einer weiteren ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers zu erwarten gewesen wäre. Es wurden 

keine massgebenden Langzeiterfolg versprechenden neuen Therapien mehr eingeleitet 

oder in Erwägung gezogen. Die weitergeführte Medikation und Entspannung hatte 

offensichtlich eine reine Symptom- bzw. Schmerzbekämpfung und nicht eine 

eigentliche Ursachenbekämpfung zum Ziel. Das Vorliegen von andauernden 

Beschwerden oder auch eine Verschlimmerung derselben, wie vom Beschwerdeführer 

im Januar 2009 beklagt, vermögen an dieser Beurteilung nichts zu ändern bzw. haben 

auf die Frage, auf welchen Zeitpunkt der Unfallversicherer von einem Fallabschluss im 

Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG ausgehen durfte, grundsätzlich keinen Einfluss. Der 

Abschluss des Falls durch den Unfallversicherer bedingt lediglich, dass von weiteren 

medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 

erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008 i/S G. 

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[8C_467/2008], E. 5.2.2.2.). Für die Bejahung eines medizinischen Endzustands wird 

keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-Jungo, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 3. A. Zürich 2003, S. 145). Nach der Rechtsprechung 

nahm die Beschwerdegegnerin damit zu Recht auf den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung hin die Adäquanzprüfung vor (vgl. BGE 134 V 109 E. 3.2 und E. 4 

S. 113ff.).

7.        

7.1    Laut Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 28. März 2008 war der 

Beschwerdeführer am 22. Februar 2008 als Personenwagenlenker von G.___ 

herkommend in H.___ unterwegs. Er beabsichtigte nach links abzubiegen. Gleichzeitig 

kam von links ein anderer Personenwagenlenker entgegen, der nach rechts in Richtung 

G.___ abbiegen wollte. Infolge eines Niesanfalls näherte sich dieser trotz abnehmender 

Fahrgeschwindigkeit zu schnell der Wartelinie und überfuhr diese in gerader Richtung, 

statt wie beabsichtigt nach rechts abzubiegen. Dabei kam es zur linksfrontalen 

Kollision mit dem korrekt von rechts herannahenden Personenwagen des 

Beschwerdeführers (Suva-act. VI/5). - Bei der im Rahmen der Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung ist der Unfall vom 22. 

Februar 2008 aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs sowie mit Blick auf die 

entsprechende Kasuistik (vgl. Rumo-Jungo, a.a.O., S. 55 ff.) den mittelschweren 

Unfällen zuzuordnen. Diese Einteilung wird gestützt durch die biomechanische 

Kurzbeurteilung der AGU vom 28. Oktober 2008 (Suva-act. VI/32; vgl. dazu RKUV 2003 

Nr. U 489 S. 358 E. 3.2 mit Hinweisen) und wird grundsätzlich auch von Seiten der 

Parteien vertreten. Ob es sich um ein mittelschweres Ereignis im engeren Sinn oder 

eines an der Grenze zu den leichten Unfällen handelt, braucht vorliegend nicht 

beantwortet zu werden. Im ersten Fall müssen nach der Rechtsprechung entweder 

eines der bei den mittelschweren Unfällen einzubeziehenden Adäquanzkriterien [BGE 

134 V 130 E. 10.3] in besonders ausgeprägter Weise oder mindestens drei in einfacher 

Weise erfüllt sein, während bei mittelschweren Ereignissen an der Grenze zu den 

leichten mindestens vier in einfacher Weise erfüllte Adäquanzkriterien verlangt werden 

(oder eines in besonders ausgeprägter Weise; vgl. BGE 117 V 359 E. 6b; Urteile des 

Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009 i/S M. [8C_487/2009], E. 5, und 29. Januar 

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2010 i/S S. [8C_897/2009], E. 4.5). Wie die nachfolgende Beurteilung zeigt, sind im 

vorliegenden Fall höchstens zwei Adäquanzkriterien geringgradig erfüllt.

7.2    Aus den konkreten Begebenheiten vom 22. Februar 2008 lassen sich keine 

besonders dramatischen Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls ableiten. Insbesondere war der Unfallablauf ein sehr kurzes Ereignis (vgl. die 

Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo, a.a.O., S. 58-64, sowie Urteile des EVG 

vom 23. November 2004 i/S B. [U 109/04], E. 2.3, und vom 2. März 2005 i/S S. [U 

309/03], E. 5.1). An dieser Beurteilung vermag auch der Umstand, dass der 

Personenwagen des Beschwerdeführers durch die Kollision vom 22. Februar 2008 

einen Totalschaden erlitten hat (Suva-act. 22), nichts zu ändern. Dieser ergab sich 

ausschliesslich aus der Tatsache, dass der Reparaturaufwand den mit EUR 1'600.-- 

geschätzten Fahrzeug-Restwert überstieg.

7.3    Die Diagnose eines HWS-Distorsionstraumas vermag sodann die Schwere oder 

besondere Art der Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hierzu einer 

besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder 

besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese 

können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen Körperhaltung und den 

dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 mit Hinweisen). 

Solche Umstände sind hier jedoch nicht gegeben. Vom Beschwerdeführer wurde 

lediglich ein Anprall des Kopfs an der Frontschutzscheibe und an der Kopfstütze 

angegeben (Suva-act. VI/2, 7). Ebenfalls nicht vorhanden ist eine besondere Schwere 

der für die HWS-Distorsion typischen Beschwerden. Die vom Beschwerdeführer neben 

der HWS-Distorsion erlittene Verletzung einer Fussprellung rechts (Suva-act. 2) kann 

schliesslich auch nicht als schwer oder von besonderer Art eingestuft werden.

7.4    Die Behandlung des Beschwerdeführers umfasste die Durchführung ambulanter 

Physiotherapien (Triggerpunktherapie; 2 x wöchentlich) und medizinischer 

Verlaufskontrollen (inkl. Elektrotherapie; 1 x wöchentlich) beim Hausarzt sowie die 

Medikamentenabgabe (Suva-act. VI/13, 20, 24, 57). Der Beschwerdeführer wurde 

ausserdem alternativ-medizinisch (Reflexzonentherapie, Homöopathie) behandelt 

(Suva-act. VI/59). Ein Klinikaufenthalt fand nicht statt. Die vorgenannten Behandlungen 

liegen im Bereich dessen, was nach einem erlittenen Schleudertrauma der HWS bzw. 

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einer äquivalenten Verletzung mit ähnlichem Beschwerdebild üblich ist. Die hierfür 

erforderliche zeitliche Inanspruchnahme ist insgesamt nicht als derart intensiv zu 

werten, dass deswegen von einer erheblichen - im Sinn einer sich allein daraus 

ergebenden zusätzlichen - Mehrbelastung aussergewöhnlicher Natur gesprochen 

werden könnte. Anzufügen bleibt, dass den verschiedenen Abklärungsmassnahmen 

und den blossen ärztlichen Kontrollen nicht die Qualität einer regelmässigen, 

zielgerichteten Behandlung zukommt (vgl. Urteil des EVG vom 2. Februar 2007 i/S S. [U 

41/06], E. 10.3). Gesamthaft ist mithin auch eine spezifische, den Beschwerdeführer 

speziell belastende ärztliche Behandlung im Sinn dieses Kriteriums nicht belegt (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 8. August 2008 i/S H. [8C_144/2008], E. 7.3, und vom 

2. Februar 2007 i/S S. [U 41/06], E. 10.4).

7.5    Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall und dem 

Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende 

erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften 

Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Laut medizinischen 

Akten stehen beim Beschwerdeführer eindeutig die Kopf- und Nackenschmerzen im 

Vordergrund (vgl. Suva-act. VI/17, 20, 24). Dem Bericht von Dr. D.___ vom 

22. September 2008 ist sodann zu entnehmen, dass die Schmerzen nur intermittierend 

vorhanden sind (Suva-act. VI/24). Im Weiteren gibt der Beschwerdeführer selber an, 

dass sich die Schmerzintensität durch Stresssituationen am Arbeitsplatz, d.h. durch 

einen unfallfremden Faktor, erhöhe (Suva-act. 8, 17). Anzufügen ist, dass er aber 

offensichtlich immer noch Autofahren und Gartenarbeiten ausführen kann und auf dem 

Landwirtschaftsbetrieb seines Sohnes mithilft (Suva-act. VI/8, 13). Bei dieser Aktenlage 

kann das Kriterium von dauerhaften und erheblichen Beschwerden höchstens in 

geringer Ausprägung als erfüllt angenommen werden.

7.6    Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert 

hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich.

7.7    Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden, welche bei 

der Beurteilung der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, darf nicht 

bereits auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gründe, welche die Heilung 

beeinträchtigt haben. Nicht darunter zu zählen sind etwa die Einnahme vieler 

Medikamente und die Durchführung verschiedener Therapien wie auch die Tatsache, 

dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine 

(vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten 

(Urteil des Bundesgerichts vom 9. November 2009 i/S N. [8C_626/2009], E. 4.3). Im 

Vergleich mit anderen Fällen von HWS-Distorsionen und äquivalenten Verletzungen 

sind vorliegend keine Anhaltspunkte für bis zum Fallabschluss eingetretene erhebliche 

Komplikationen ersichtlich; auch kann nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf 

gesprochen werden. An dieser Beurteilung ändert auch der Umstand nichts, dass der 

konkrete Heilungsverlauf mit gewissen Schwankungen - besseren und schlechteren 

Phasen - verbunden war. Dass der erstmals am 28. Juli 2008 aktenmässig aufgetretene 

Tinnitus nicht dem Unfall vom 22. Februar 2008 zugeordnet werden kann bzw. letztlich 

auf die Kausalitätsbeurteilung keinen massgebenden Einfluss hat, ist der Erwägung 4.3 

zu entnehmen.

7.8    Das Adäquanzkriterium Arbeitsunfähigkeit ist seit BGE 134 V 109 E. 10.2.7 erfüllt, 

wenn diese erheblich ist, obwohl die versicherte Person ausgewiesene Anstrengungen 

unternommen hat, sie zu überwinden. Nach dem Unfall vom 22. Februar 2008 

attestierte Dr. I.___ dem Beschwerdeführer ab 23. Februar bis voraussichtlich 24. März 

2008 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. VI/2). Eine versuchsweise Aufnahme 

der Arbeit zu 50% erfolgte dann am 6. Mai 2008 (Suva-act. VI/8). Zwei Tage später 

musste die Arbeit wegen zunehmender Beschwerden bereits wieder ausgesetzt 

werden (Suva-act. VI/8), worauf wieder eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit folgte (Suva-

act. VI/18). Auf den 3. November 2008 war die Wiederaufnahme der Arbeit zu 100% 

vorgesehen (Suva-act. VI/27, 57). Tatsächlich erfolgte diese am 10. November 2008 

(Suva-act. VI/37, 39). Am 12. Januar 2009 musste der Beschwerdeführer die Arbeit 

wegen starker Kopfschmerzen erneut unterbrechen (Suva-act. VI/43). Dr. C.___ 

attestierte dem Beschwerdeführer bis 8. Februar 2009 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. VI/45, 46). Dazwischen trat nun aber am 5. Februar 2009 

ein weiterer Unfall mit einer Schnittverletzung an der rechten Hand ein. Die 

diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit dauerte bis 7. März 2009 (vgl. Akten zum 

Schadenfall: 9.20982.09.3). Ab dem 9. März 2009 arbeitete der Beschwerdeführer 

wieder zu 100% (Suva-act. VI/55). Im Zeitraum zwischen Unfall und Fallabschluss, d.h. 

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innerhalb eines Zeitraums von rund einem Jahr, war der Beschwerdeführer infolge der 

HWS-Distorsion - die Schnittverletzung an der rechten Hand hat unberücksichtigt zu 

bleiben - während rund neuneinhalb Monaten zu 100% arbeitsunfähig. Unter diesen 

Umständen kann eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht ohne weiteres in Abrede 

gestellt werden. Aktenmässig nicht nachgewiesen ist jedoch, dass der 

Beschwerdeführer auch ernsthafte Anstrengungen unternommen hat, diese 

Arbeitsunfähigkeit zu überwinden. Zwei Arbeitsversuche, wovon einer nur sehr kurz 

war, reichen dazu nicht aus. Der Beschwerdeführer hegte sodann offensichtlich bereits 

vor dem Unfall den Wunsch, eine leichtere Arbeit als technischer Hauswart zu finden, 

wofür er eine zweijährige Schulung absolviert hatte. Konkreteres darüber ist jedoch - 

abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer angibt, schon seit mehreren Jahren 

nach einer solchen Stelle zu suchen - ebenfalls nicht bekannt. Insgesamt kann daher 

das Adäquanzkriterium der Arbeitsunfähigkeit - wenn überhaupt - höchstens mit 

geringer Ausprägung als erfüllt gelten.

7.9    Zusammenfassend sind damit bestenfalls zwei Adäquanzkriterien geringgradig 

erfüllt. Das genügt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht, um die 

Adäquanz der Gesundheitsbeeinträchtigungen, die über den Einstellungszeitpunkt per 

1. März 2009 hinaus geltend gemacht werden, zu bejahen. Der Umstand, dass der 

Beschwerdeführer im Januar 2009 nochmals eine gesundheitliche Verschlechterung in 

Form von starken Kopfschmerzen erfahren hat (Suva-act. VI/43), vermag an dieser 

Adäquanzbeurteilung nichts zu ändern.

8.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosen 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.11.2010
	Art. 6 UVG: Adäquanzbeurteilung nach Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) bei mittelschwerem Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. November 2010, UV 2009/88).

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