# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d22eab9d-2f3c-5cf9-8941-5d3da1a8b7ab
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 17.10.2022 III 2022 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-75_2022-10-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 75

Entscheid vom 17. Oktober 2022

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________

gegen

1. Amt für Volksschulen und Sport, Kollegiumstrasse 28, 
Postfach 2191, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. B.________

Gegenstand Kosten Sonderschulung (Internatsaufenthalt)

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Sachverhalt:

A. C.________ (geb. am ________2009; nachstehend: Schüler) - Sohn von 
B.________ - leidet unter einer schweren Verhaltensstörung (vgl. RR-act. 
II/02/Beilage 3/4). Im Schuljahr 2019/2020 besuchte er die vierte Primarklasse im 
Schulhaus D.________. 

Gestützt auf den Antrag der Abteilung Schulpsychologie vom 16. April 2020 (RR-
act. II/02/Beilage 7) wies das Amt für Volksschulen und Sport den Schüler mit 
Verfügung Nr. 356/2020 vom 19. Mai 2020 (RR-act. II/06) für das Schuljahr 
2020/2021 der Tagesschule und dem Internat der Schule E.________ zu. Der 
Schüler trat aber nie in die Schule E.________ ein, da er sich vom 8. Mai 2020 
bis 30. Dezember 2020 in der F.________ AG aufhielt (2. Hospitalisation, nach 
einer ersten Hospitalisation [Krisenintervention] im März 2020). 

B.1 Mit Verfügung Nr. 34/2021 vom 5. März 2021 (RR-act. II/05) wies das Amt 
für Volksschulen und Sport (AVS) den Schüler auf Antrag der Abteilung Schul-
psychologie vom 1. Februar 2021 (RR-act. II/02/Beilage 7) rückwirkend ab dem 
4. Januar 2021 bis 31. Juli 2021 der internen Sonderschule I.________ in 
________ zu. 

B.2 Mit Beschluss vom 20. April 2021 ernannte die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde R.________ (KESB R.________) unter Bezugnahme auf ihren 
Beschluss Nr. IIA/001/21/2020 vom 27. Mai 2020 ab 1. Juni 2021 J.________ zur 
Beiständin des Schülers nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB mit den folgenden Auf-
gaben: Unterstützung der Eltern des Schülers mit Rat und Tat, Funktion einer 
Ansprechperson für Fachstellen wie Kinderpsychiatrie, Schule, Schulpsychologie 
etc. sowie zwecks Gewährleistung des Case Management und einer optimalen 
interdisziplinären Zusammenarbeit (RR-act. I/01/Beilage 3). Zuvor amtete Frau 
S.________ als Beiständin (vgl. RR-act. II/01/Beilage 3 [Austrittsbericht der Klinik 
F.________ vom 15.1.2021, S. 9 unten]). 

B.3 Aufgrund von wiederkehrendem, fremdgefährdendem Verhalten in der in-
ternen Sonderschule I.________ ________, war der Schüler vom 3. Juni 2021 
bis 2. Juli 2021 erneut in der F.________ AG hospitalisiert (vgl. RR-act. 
II/02/Beilage 3).

C. In der Folge ersuchte die KESB R.________ bzw. die Beiständin am 
30. Juli 2021 die Fürsorgebehörde H.________ (RR-act. I/01/Beilage 5) um Ge-
währung einer subsidiären Kostenübernahme für den Aufenthalt des Schülers in 
der Sonderschule und im Internat der Stiftung K.________ (nachstehend: 
K.________) in ________ ab dem 23. August 2021 für das Schuljahr 2021/2022 

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in der Höhe von Fr. 508.-- pro Tag. K.________ verfüge über ein adäquates so-
zialpädagogisches Angebot auch an den Wochenenden und in den Schulferien. 
Eine Unterstützung für den Schüler an 365 Tagen sei unabdingbar.

Am 26. August 2021 beantragte die Abteilung Schulpsychologie dem AVS mit 
Einverständnis der Erziehungsberechtigten für den Schüler ab 23. August 2021 
die interne Sonderschulung im K.________ auf Primarstufe, 6. Klasse, vorerst für 
ein Jahr bis 31. Juli 2022 (RR-act. II/02/Beilage 8 = RR-act. I/01/Beilage 6).

Mit Schreiben vom 31. August 2021 (RR-act. I/01/Beilage 7) informierte das AVS 
die Familie B.________ über den Antrag auf interne Sonderschulung im 
K.________ unter Angabe des vorgesehenen Kostenteilers (Kanton übernimmt 
Schulgeld, allfällige pädagogisch-therapeutische Massnahmen, Fahrkosten; 
Wohnortsgemeinde übernimmt als Kostengarant mit den Eltern die Kosten für 
den Internatsaufenthalt) und gewährte ihr das rechtliche Gehör. Eine Kopie die-
ses Schreibens ging auch an die Fürsorgebehörde H.________, die Amtsbei-
standschaft Innerschwyz und die KESB R.________.

D. Mit Verfügung Nr. 621/2021 vom 24. September 2021 ordnete das AVS 
Folgendes an: 

1. C.________ wird im Sinne des Antrages der Abteilung Schulpsychologie 
rückwirkend ab dem 23.08.2021 neu der Stiftung K.________, ________ 
zugewiesen. Diese interne Sonderschulung dauert bis zum 31.07.2022.

2. Die Verfügung Nr. 34/2021 vom 05.03.2021 wird per 22.08.2021 
aufgehoben.

3. Die Zuweisung erfolgt vorbehältlich einer Kostenteilung gemäss dem unter 
Punkt 3, Kosten, genannten Verteilschlüssel.

4. Der Beitrag des Schulträgers für die Sonderschulung wird dem A.________ 
vom Amt für Volksschulen und Sport in Rechnung gestellt (Ansatz 2021: 
Fr. 40'150.90; Ansatz 2022: Fr. 42'462.15).1

5. Der Elternbeitrag des Schulträgers beträgt pro Schuljahr Fr. 3'510.-- bei 
interner Schulung (§ 15 VSV). Dieser ist in den Kosten für den 
Internatsaufenthalt enthalten.

6./7. (Rechtsmittelbelehrung/Zustellung).
          1 Berechnung nach Schulwochen:

23.08.21 bis 31.12.21 Fr. 16'472.15 (16 von 39 Schulwochen)
01.01.22 bis 31.07.22 Fr. 25'041.80 (23 von 39 Schulwochen)

[Anmerkung des Verwaltungsgerichts: total: Fr. 41'513.95]

Unter Punkt 3 schlägt das AVS folgende Kostenteilung vor:

Kostenteilung gemäss IVSE-Tarifliste des Kantons ________: Der Kanton 
übernimmt das Schulgeld, allfällige pädagogisch-therapeutische Massnahmen, 
sowie die Fahrkosten (Fahrt mit dem Privatauto). Er zieht die Wohnsitzgemeinden 
und Bezirke zu angemessenen Leistungen bei (§ 32 Abs. 2 und 3 VSG). Der 

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Beitrag für die separierte Sonderschulung entspricht der Hälfte der 
durchschnittlichen kantonalen Kosten eines Sonderschulkindes (§ 32 Abs. 4 VSG 
i.V.m. § 14 VSV). Formulare für die Übernahme der Fahrkosten können beim AVS, 
Abteilung Sonderpädagogik, bezogen werden.

E. Ebenfalls am 24. September 2021 (RR-act. I/01/Beilage 8) ersuchte das 
AVS die Fürsorgebehörde H.________ um eine Kostengutsprache für den Auf-
enthalt (Internatsanteil) des Schülers im K.________ in Höhe von Fr. 315.-- pro 
Kalendertag. Am 28. September 2021 erkundigte sich die Fürsorgebehörde 
H.________ nach der Rechtsgrundlage der Kostenteilung. Hierzu äusserte sich 
das AVS mit Schreiben vom 26. Oktober 2022 (RR-act. II/02/Beilage 6 = RR-
act. I/01/Beilage 9). 

F. Gegen die Verfügung Nr. 621/2021 des AVS vom 24. September 2021 er-
hob die Fürsorgebehörde H.________ mit Eingabe vom 18. Oktober 2021 Ver-
waltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den folgen-
den Anträgen:

1. Ziffer 3 des Dispositivs der Verfügung des Amtes für Volksschulen und Sport 
vom 24. September 2021 sei, soweit es die Kostenteilung betrifft, 
aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass der Fürsorgebehörde H.________ keine Kosten 
der Sonderschulung aufzuerlegen sind, mit Ausnahme des Elternbeitrags 
nach § 32 Abs. 5 des Volksschulgesetzes des Kantons Schwyz (VSG) vom 
19. Oktober 2005, SRSZ 611.21O i.V.m. § 15 Volksschulverordnung des 
Kantons Schwyz (VSV) vom 14. Juni 2006, SRSZ 611.211, und allfälliger 
Nebenkosten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

G. Mit Beschluss Nr. 280 vom 28. Oktober 2021 ordnete die Fürsorgebehörde 
H.________ was folgt an (RR-act. I/02/Beilage 10):

1. Die Fürsorgebehörde gewährt, ohne Präjudiz und ohne Anerkennung einer 
Rechtspflicht, rückwirkend ab dem 23. August 2021 bis längstens am 31. 
Juli 2022 respektive bis zum Abschluss des 
Verwaltungsbeschwerdeverfahrens eine subsidiäre Kostengutsprache für 
die internen Sonderschulmassnahmen / Bereich Wohnen von C.________ in 
der Stiftung K.________ in ________ in der Höhe von Fr. 315.00 pro Tag 
(inkl. Elternbeitrag von Fr. 3'510.00 pro Schuljahr).

2. Die zuständige Sozialarbeiterin wird beauftragt, die Verrechnung des 
Elternbeitrags sowie der Nebenkosten mit der Stiftung K.________ in 
________ und den Kindeseltern zu klären.

3. Die Abteilung Soziales und Gesellschaft wird beauftragt, die Zuständigkeit 
im Rahmen des negativen Kompetenzkonfliktes zu klären und die weiteren 
Schritte im Rahmen des Beschwerdeverfahrens in die Wege zu leiten.

4. (Rechtsmittelbelehrung). 

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H. Am 9. November 2021 erteilte das AVS gegenüber dem K.________ eine 
Kostenübernahmegarantie für die Schule von Fr. 193.-- pro Kalendertag. Am 
17. November 2021 erteilte die Fürsorgebehörde H.________ gestützt auf den 
Beschluss vom 28. Oktober 2021 eine Kostengarantie für das Wohnen von 
Fr. 315.-- pro Kalendertag unter Vorbehalt (beides nicht bei den Akten). 

I. Mit RRB Nr. 270/2022 vom 29. März 2022 entschied der Regierungsrat un-
ter Beiladung der Eltern des Schülers wie folgt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1000.-- 

werden dem A.________ auferlegt. (…).
3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.
(4.-6. Rechtsmittelbelehrung; Zustellung)

J. Gegen diesen RRB Nr. 270/2022 vom 29. März 2022 (Postversand: 
5.4.2022) erhebt der A.________ (Fürsorgebehörde) mit Eingabe vom 11. Mai 
2022 unter Beachtung des Fristenstillstandes über die Ostertage fristgerecht Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden An-
trägen:

1. Der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Schwyz vom 29. März 2022 
sei vollumfänglich aufzuheben und es sei festzustellen, dass der 
Fürsorgebehörde H.________ keine (subsidiären) Kosten der 
Sonderschulung für den Bereich Wohnen (Internatskosten) aufzuerlegen 
sind, mit Ausnahme des Elternbeitrags nach § 32 Abs. 5 des 
Volksschulgesetzes des Kantons Schwyz (VSG) vom 19. Oktober 2005, 
SRSZ 611.210 i.V.m. § 15 Volksschulverordnung des Kantons Schwyz 
(VSV) vom 14. Juni 2006, SRSZ 611.211, bzw. der Beiträge der 
Unterhaltspflichtigen nach der Interkantonalen Vereinbarung für soziale 
Einrichtungen (IVSE) vom 13. Dezember 2002 / 14. September 2007, SRSZ 
380.311.1 und allfälliger Nebenkosten.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

K. Das Sicherheitsdepartement beantragt vernehmlassend am 20. Mai 2022 
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, unter 
Kostenfolgen zulasten des A.________. Das AVS teilt am 27. Mai 2022 seinen 
Verzicht auf eine Vernehmlassung mit. Die Beigeladenen haben sich nicht ver-
nehmen lassen.

L. Mit Replik vom 20. Juli 2022 beantragt der A.________ die vollumfängliche 
Abweisung des Antrages des Regierungsrates vom 20. Mai 2022. Der Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde vom 11. Mai 2022 und dem darin gestellten Rechtsbe-
gehren sei vollumfänglich zu entsprechen. Hierzu nehmen das Sicherheitsdepar-

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tement und das Amt für Volksschulen und Sport mit Eingaben vom 8. August 
2022 bzw. 16. August 2022 Stellung. 

M. Mit Triplik vom 9. September 2022 beantragt der A.________, den mit der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 11. Mai 2022 gestellten Rechtsbegehren 
sei vollumfänglich zu entsprechen. Mit der Triplik wird die Verfügung 
Nr. 725/2022 des Amtes für Volksschulen und Sport eingereicht betr. Verlänge-
rung der Sonderschulung mit interner Platzierung im Rahmen einer freiwilligen 
Kinderschutzmassnahme mit Kostenteilung und Änderung der Durchführungs-
stelle. Dem ebenfalls beiliegenden Schreiben des Amtes für Volksschulen und 
Sport, Abteilung Schulpsychologie, vom 5. Juli 2022 lässt sich entnehmen, dass 
das K.________ sein Leistungsangebot ab dem Schuljahr 2022/23 nicht mehr 
anbieten könne und eine Anschlusslösung im Sonderschulheim L.________ in 
________ gefunden worden sei. 

N. Am 20. September 2022 reichte das Amt für Volksschulen und Sport eine 
weitere Eingabe ein. Hierzu äussert sich der A.________ mit Eingabe vom 5. Ok-
tober 2022. Er beantragt, der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 11. Mai 2022 
und den darin gestellten Rechtsbegehren sei vollumfänglich zu entsprechen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das AVS hat in der Verfügung Nr. 621/2021 vom 24. September 2021 er-
wogen, die Sonderschulung sei aufgrund einer schweren Verhaltensstörung des 
Schülers eindeutig angezeigt. Der Kanton übernehme das Schulgeld, allfällige 
pädagogisch-therapeutische Massnahmen sowie die Fahrkosten (Fahrt mit dem 
Privatauto). Er ziehe gemäss § 32 Abs. 2 und 3 des Volksschulgesetzes (VSG; 
SRSZ 611.210) vom 19. Oktober 2005 die Wohnsitzgemeinde und Bezirke zu 
angemessenen Leistungen bei. Die Wohnsitzgemeinde habe für Kinder der Kin-
dergarten- und Primarschulstufe sowie für die nachobligatorischen Schuljahre ei-
nen Sonderbeitrag zu bezahlen. Die Eltern hätten gestützt auf Art. 276 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) vom 10. Dezember 1907 die 
Kosten für den Unterhalt ihrer Kinder zu tragen. Die Kosten für den Internatsauf-
enthalt hätten die Eltern daher zusammen mit der Wohnortsgemeinde zu regeln. 

1.2 Der Regierungsrat führte aus, der Beschwerdeführer sei der Ansicht, dass 
er sich weder an den Kosten der Tagesschule noch an denjenigen fürs Internat 
beteiligen müsse (RRB Nr. 270/2022 vom 29.3.2022 Erw. 1.2). Er erwog unter 
anderem namentlich, soweit die Internatskosten betroffen seien, habe die Für-
sorgebehörde, der gemäss § 8 lit. a und c des Gesetzes über die Sozialhilfe 

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(ShG; SRSZ 380.100) vom 18. Mai 1983 die Aufsicht über die Sozialhilfe zu-
komme, für den Bezirk handeln dürfen. Betreffend die Kostenbeteiligung des Be-
zirks an den Schulkosten handle es sich jedoch nicht um wirtschaftliche Hilfe; 
hiergegen hätte sich der Schulrat zur Wehr setzen müssen. Die Fürsorgebehörde 
und der Schulrat hätten also gemeinsam im Namen des Bezirks Beschwerde ge-
gen die Verfügung vom 24. September 2021 einreichen müssen. Bezüglich der 
Kostenbeteiligung an den Schulkosten von Fr. 41'513.95 könne auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werden. Diesbezüglich wäre sie jedoch ohnehin ab-
zuweisen (Erw. 5.2). 

Die Pflicht der Bezirke und Gemeinden zur Beteiligung an den Kosten für die se-
parierte Sonderschulung bestehe unabhängig davon, ob ein Kind nur extern in 
einer Tagesschule beschult werde oder ob es darüber hinaus noch in einem In-
ternat untergebracht sei. Somit könne es bei der Kostenbeteiligung auch keine 
Rolle spielen, ob ein Internatsaufenthalt schulisch oder sozial bedingt sei 
(Erw. 6.3). Der Bezirk habe vorgängig nicht angehört werden müssen (Erw. 6.4). 

Der Internatsaufenthalt sei vorliegend nicht primär wegen der Beschulung, son-
dern vielmehr aus erzieherischen, sozialen Gründen angezeigt. Es handle sich 
also um eine freiwillige Kindesschutzmassnahme, welcher die Eltern (zumindest 
implizit) zugestimmt hätten. Für Betreuungs- und Aufenthaltskosten hätten im 
Sinne von § 10 Abs. 2 und § 20 Abs. 1 des Gesetzes über soziale Einrichtungen 
(SEG; SRSZ 380.300) vom 28. März 2007 die Gemeinden aufzukommen, wenn 
die betreuungsbedürftige Person oder die gesetzlich Verpflichteten die Kosten 
nicht decken könnten. Das AVS sei somit zu Recht zum Schluss gekommen, 
dass sich der Kanton Schwyz nicht an den Internatskosten beteiligen müsse 
(Erw. 7.4 i.V.m. Erw.3.2).

1.3 Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde vom 11. Mai 2022 eine 
mangelnde gesetzliche Grundlage für die ihm auferlegten Kosten, mithin eine 
Verletzung des Legalitätsgrundsatzes. Angesichts der grossen finanziellen Trag-
weite sei ein Gesetz im formellen Sinn erforderlich. Hieraus ergebe sich gleich-
zeitig die Beschwerdelegitimation des Bezirks. Die Formulierung "Kostenteilung 
vorschlägt" des AVS deute auf ein Belieben hin (S. 4 Ziff. 2.1; vgl. S. 6 oben so-
wie Ziff. 2.3). 

Die Fürsorgebehörde verwehre sich nicht gegen die Kostenbeteiligung des 
Schulträgers, sondern gegen die den Eltern - und subsidiär dem Bezirk - aufer-
legten Kosten für den Wohnbereich. Dieser Betrag belaufe sich auf maximal 
Fr. 3'510.-- pro Schuljahr bei interner Schulung. Das VSG und die Volksschulver-
ordnung (VSV; SRSZ 611.211) vom 14. Juni 2006 unterschieden nicht nach den 
Gründen für die Einweisung in ein Schulheim. Die Vorinstanz habe sich mit den 

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entsprechenden Normen nicht auseinandergesetzt (S. 5 oben Ziff. 2.1). Aus dem 
Beschluss Nr. 280 der Fürsorgebehörde vom 28. Oktober 2021 betreffend subsi-
diäre Kostengutsprache könne nicht abgeleitet werden, dass es sich hierbei nicht 
um subsidiär zu übernehmende Leistungen der Sozialhilfe oder Subventionsleis-
tungen nach der Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE) 
handle. Die aus einer Sonderschulung entstehenden Kosten, die öffentlich-
rechtlicher Natur seien, fielen in den Zuständigkeitsbereich des Kantons. Man-
gels kantonalgesetzlicher Regelung habe die Vorinstanz unzulässigerweise auf 
Art. 276 ZGB zurückgegriffen. Der Fürsorgebehörde seien die bisher geleisteten 
Kosten zurückzuerstatten (S. 5 f. Ziff. 2.2). Es bestehe nach wie vor eine schuli-
sche und nicht eine sozial bedingte Indikation für die interne Sonderbeschulung 
(S. 6 Ziff. 2.3). Ausser Acht gelassen habe die Vorinstanz auch, dass der Schüler 
während des Aufenthalts im K.________ die Wochenenden von Freitagabend bis 
Sonntagabend sowie die zwei Herbstferienwochen zu Hause verbracht habe 
(S. 7). Der Bezirk fasst seine Argumentation die Beschwerde abschliessend wie 
folgt zusammen:

Die relevante Faktenlage führt vor Augen, dass das VSG und die VSV keine 
Rechtsgrundlage enthalten, um Eltern sozial indizierte Sonderschulkosten 
aufzuerlegen. Die aus einer Sonderschulung entstehenden Kosten sind öffentlich-
rechtlicher Natur und betreffen ein Sachgebiet im Zuständigkeitsbereich der 
Kantone. Das VSG und die VSV regeln abschliessend den Betrag, den Eltern für 
die Verpflegung und Unterkunft in einem Internat zu leisten haben. Das VSG und 
die VSV unterscheiden nicht danach, ob die Einweisung in ein Schulheim 
vorwiegend aus sozialen, aus schulischen oder aus gemischten Gründen erfolgt 
ist. Die Beurteilung des Amts für Volksschulen und Sport über die Indikation der 
Sonderschulzuweisung ist, obwohl hier ohne Belang, als willkürlich zu bezeichnen. 
Die 
Vorinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt nicht nur unvollständig, sondern 
auch unrichtig dargestellt. Überdies verletzt der Regierungsrat mit seiner 
Darstellung das rechtliche Gehör, indem er auf weiten Strecken auf die Argumente 
nicht eingeht, welche die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (act. 4) und 
ihrer Vernehmlassung (act. 5) vorgelegt hat.

2.1 Mit seiner mitangefochtenen Verfügung Nr. 621/2021 vom 24. September 
2021 hat das AVS in Disp.-Ziff. 3 für die Kostenteilung auf Erw. 3 verwiesen und 
mit Disp.-Ziff. 4 den Beitrag des Schulträgers für die Sonderschulung dem Bezirk 
in Rechnung gestellt. In Erw. 3 wird für die Kostenteilung auf die IVSE-Tarifliste 
des Kantons ________ verwiesen. Demgemäss übernimmt der Kanton das 
Schulgeld, allfällige pädagogisch-therapeutische Massnahmen, sowie die Fahr-
kosten (Fahrt mit dem Privatauto); die Wohnsitzgemeinde wird zu angemessenen 
Leistungen beigezogen. Mit Disp.-Ziff. 5 hat das AVS den Elternbeitrag des 
Schulträgers auf Fr. 3'510.-- pro Schuljahr festgelegt (vgl. vorstehend Erw. 1.1). 

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Mit der Verwaltungsbeschwerde beantragte der Bezirk die Aufhebung der Disp.-
Ziff. 3 sowie die Feststellung, dass er keine Kosten der Sonderschulung zu über-
nehmen hat mit Ausnahme des Elternbeitrags von Fr. 3'510.-- nach § 32 Abs. 5 
VSG i.V.m. § 15 VSV. Der Regierungsrat hat die Beschwerde bzw. diesen Antrag 
abgewiesen.

2.2 Der Tagestarif im K.________ beträgt Fr. 508.-- (vgl. vorstehend Ingress 
lit. C); hiervon entfallen auf den Internatsanteil ("Leistungsabgeltung Wohnen")  
Fr. 315.-- und auf die "Leistungsabgeltung Schule" Fr. 193.-- (vorstehend Ingress 
lit. E m.H.a. RR-act. I/01/Beilage 8). 

2.3 Wie das Sicherheitsdepartement vernehmlassend zutreffend festhält, hat 
das AVS bis auf den Elternbeitrag von Fr. 3'510.-- keine verbindliche Anordnung 
getroffen. Verneint wurde "nur" die Kostenbeteiligung des Kantons an den Inter-
natskosten. Die diesbezügliche Kostentragung werde der Beschwerdeführer zu-
sammen mit den Beigeladenen noch zu regeln haben (vgl. vorstehend 
Erw. 1.1 i.f.). Gegenstand des Verfahrens sei daher nur die Frage, ob die Kos-
tenbeteiligung des Kantons für die Internatskosten zu Recht verneinte wurde 
oder nicht. 

Der Antrag auf Feststellung, dass den Bezirk keine (subsidiäre) Kostenpflicht für 
die Internatskosten trifft, ist daher nicht Verfahrensgegenstand und muss es auch 
nicht sein, weshalb hierauf denn auch nicht einzutreten ist.

3.1 Unbegründet ist die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs, was das 
Schreiben des AVS vom 13. August 2021 anbelangt (vgl. vorstehend Ingress 
lit. C; Beschwerde S. 3).

Unbestrittenermassen wurde dieses Schreiben dem Beschwerdeführer zuge-
stellt. Es stand ihm frei, auch wenn er nicht explizit zur Stellungnahme eingela-
den wurde, entweder eine solche spontan einzureichen oder aber das AVS um 
Fristansetzung zur Einreichung einer solchen zu ersuchen. Das eine wie das an-
dere darf von einer Behörde erwartet werden. 

3.2 Verschiedentlich macht der Beschwerdeführer eine Verletzung der Begrün-
dungspflicht geltend (z.B. Beschwerde S. 4 Ziff. 2.1; S. 5; S. 7).

Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft (SR 101) vom 18. April 1999 verlangt, dass die Behör-
de die Vorbringen des - vom Entscheid in seiner Rechtsstellung - Betroffenen 
auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus 
folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll die Begründungspflicht verhindern, 

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dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und es dem Betrof-
fenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Da-
bei ist es nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-
legt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte bzw. 
auf jene Aspekte beschränken, die von der Behörde ohne Willkür als wesentlich 
betrachtet werden. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Be-
troffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller 
Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 142 II 49 
Erw. 9.2; BGE 136 I 229 Erw. 5.2; BGE 136 I 184 Erw. 2.2.1; Urteile BGer 
2C_1035/2016 vom 20.7.2017 i.Sa. B. vs. kantonales Amt für Gesundheit Erw. 3; 
1C_318/2019 vom 31.8.2020 i.Sa. H. vs. GR Wollerau Erw. 4; 1C_452/2012 vom 
18.11.2013 i.Sa. A. et al. vs. VerwGer SZ Erw. 2.2).

Diesen Anforderungen wird der angefochtene RRB durchaus gerecht. Der Regie-
rungsrat hat die von ihm als relevant und massgeblich erachteten gesetzlichen 
Grundlagen dargelegt und sich mit den betreffenden Normen auseinanderge-
setzt. Er hat sich gestützt auf diese Normen auch zu den Zuständigkeiten geäus-
sert. Aus einer anderen Rechtsauffassung einer Beschwerde führenden Partei 
oder aus der Bestreitung der Anwendbarkeit der von den Behörden für massge-
blich erachteten Normen wie auch aus der generellen Bestreitung von gesetzli-
chen Grundlagen lässt sich keine Verletzung der Begründungspflicht ableiten. 

4.1 Der vierte Titel des VSG (§§ 30 bis 32) sowie der dritte Titel der vom Re-
gierungsrat unter anderem gestützt auf § 32 VSG erlassenen VSV (§§ 11 bis 19 
VSV [die §§ 17 bis 19 VSV betreffend die kantonalen Sonderschulen]) regeln die 
Sonderschulung. 

4.1.1 Der Kanton ist zuständig für die Sonderschulung. Er zieht die Wohnsitzge-
meinden und die Bezirke zu angemessenen Leistungen bei (§ 30 Abs. 1 VSG). 
Kinder und Jugendliche mit besonderen heilpädagogischen oder erzieherischen 
Bedürfnissen, deren schulische Bedürfnisse nicht durch sonderpädagogische 
Massnahmen gemäss § 29 VSG abgedeckt werden können, haben für die Dauer 
der Schulpflicht Anspruch auf eine ihrer Bildungsfähigkeit entsprechende Son-
derschulung (§ 30 Abs. 2 VSG). § 29 VSG regelt die Arten des sonderpädagogi-
schen Angebots. Dieses umfasst integrative Förderung, Therapien und besonde-
re Klassen (§ 29 Abs. 1 VSG).

§ 31 VSG normiert die Arten der Sonderschulung. Sie erfolgt in kantonalen oder 
ausserkantonalen, öffentlichen oder privaten Institutionen, als Einzelunterricht 
oder als integrierte Sonderschulung im Rahmen der Volksschule (§ 30 Abs. 1 

11

VSG). Das zuständige Amt legt im Einzelfall die Art der Sonderschulung und den 
Durchführungsort unter Einbezug des Schulträgers und der Erziehungsberechtig-
ten fest. Stehen für die Sonderschulung gleichwertige Institutionen zur Verfü-
gung, ist der kostengünstigeren Lösung der Vorzug zu geben (§ 31 Abs. 2 VSG).

Der Regierungsrat regelt nach Anhören des Erziehungsrates das Verfahren und 
die Zuweisung in der Sonderschulung durch Verordnung (§ 32 Abs. 1 VSG). Die 
Wohnsitzgemeinde leistet an die Sonderschulung von Kindern aus der Gemeinde 
einen Beitrag. Die Kostenbeteiligung gilt für die Kindergarten- und Primarstufen-
jahre sowie für die nachobligatorischen Schuljahre (§ 32 Abs. 2 VSG). Der Bezirk 
leistet an die Sonderschulung von Kindern aus dem Bezirk einen Beitrag. Die 
Kostenbeteiligung gilt für die Schuljahre der Sekundarstufe I (§ 32 Abs. 3 VSG). 
Der Beitrag für separierte Sonderschulung entspricht pro Kind und Schuljahr der 
Hälfte des Durchschnittswerts der kantonalen Aufwendungen pro Sonderschul-
kind (§ 32 Abs. 4 Satz 1 VSG). Die Erziehungsberechtigten leisten Beiträge an 
die Kosten von Verpflegung und Unterkunft. Diese werden vom Regierungsrat 
festgelegt (§ 32 Abs. 5 VSG). Der Kanton trägt die Kosten der Sonderschulung, 
die nach Abzug aller Beiträge inklusive Beitrag der Invalidenversicherung ver-
bleiben (§ 32 Abs. 6 VSG).

4.1.2 Die im Zusammenhang mit einer Sonderschulung notwendigen Abklärun-
gen führt die Abteilung Schulpsychologie durch. Sie schlägt die notwendigen 
sonderschulischen Massnahmen vor (§ 11 Abs. 1 VSG). Das Amt für Volksschu-
len und Sport entscheidet über die Zuweisung in eine Sonderschule oder über 
sonderschulische Massnahmen nach Anhören des Schulträgers und der Erzie-
hungsberechtigten sowie gestützt auf den Antrag der Abteilung Schulpsychologie 
(§ 12 Abs. 1 VSV).

§§ 13 bis 16 VSV regeln die Finanzierung. Der Regierungsrat kann zur Siche-
rung der Angebote im Bereich der Sonderschulung Leistungsvereinbarungen mit 
privaten Anbietern und Institutionen abschliessen (§ 13 VSV). Er legt jährlich für 
das kommende Rechnungsjahr die notwendigen Bemessungsgrundlagen fest 
(§ 14 VSV). Bei Sonderschulung in einer Tagesschule oder in einem Internat leis-
ten die Erziehungsberechtigten einen Beitrag, der sich an den durchschnittlichen 
Aufwendungen einer Familie für die Verpflegung und Unterkunft eines Kindes 
orientiert (§ 15 Abs. 1 VSV). Der Beitrag beträgt pro Schuljahr bei interner Schu-
lung Fr. 3'510.--, bei einem Teilinternat (weniger als drei Übernachtungen pro 
Woche) Fr. 2'180.-- und bei externer Schulung Fr. 1'300.-- (§ 15 Abs. 2 VSV). 
Wenn ein Kind nicht das ganze Schuljahr in einer Sonderschule verbringt, wird 
der jährliche Beitrag anteilmässig nach Schulwochen berechnet (§ 15 Abs. 3 

12

VSV). Der Regierungsrat regelt die Beiträge für den reduzierten Schulbesuch 
sowie für die Entlastungstage (vgl. § 15 Abs. 4 VSV).

4.1.3 Konzeption sowie Sinn und Zweck der Volksschulgesetzgebung im Allge-
meinen wie der Sonderschulung im Besonderen zeigen, dass die Regelung der 
Finanzierung der Sonderschulung unter Einschluss allfälliger Sonderkosten wie 
Beschulung in ausserkantonalen und/oder privaten Institutionen gilt, welche ihren 
Grund (überwiegend) in "schulischen Bedürfnissen" haben, die aufgrund der 
heilpädagogischen oder erzieherischen Bedürfnisse der betreffenden Kinder und 
Jugendlichen nicht durch ein sonderpädagogisches Angebot im Sinne von 
§§ 28 f. VSG abgedeckt werden können.

4.2.1 Der Regierungsrat hat mit RRB Nr. 413/2020 vom 26. Mai 2020 bzw. mit 
RRB Nr. 273/2021 vom 20. April 2021 im Sinne von § 14 VSV die Beiträge der 
Gemeinden und Bezirke unter anderem betreffend die separierte Sonderschu-
lung pro Sonderschulkind und Schuljahr für die Jahre 2021 (auf Fr. 40'150.90) 
bzw. 2022 (Fr. 42'462.15) festgesetzt (RR-act. II/04). 

4.2.2 Es ist somit zum einen zu folgern, dass die Kostenbeteiligung der Gemein-
den und Bezirke an den eigentlichen Schulkosten ("Leistungsabgeltung Schule") 
und somit im vorliegenden Fall des Beschwerdeführers seine gesetzliche Grund-
lage in der Volksschulgesetzgebung findet. Dies gilt auch für die Bemessung der 
Kostenbeteiligung (§ 32 Abs. 4 Satz 1 VSG). Zum andern ist nicht ersichtlich, 
dass der Regierungsrat diesen Betrag im konkreten Fall falsch ermittelt hat. Vom 
Beschwerdeführer wird, soweit ersichtlich, zu Recht weder die Berechnungswei-
se noch der errechnete Betrag bestritten. 

Vielmehr anerkennt der Beschwerdeführer vor dem Verwaltungsgericht (nun-
mehr) in der Beschwerdebegründung die Rechtmässigkeit seiner Kostenbeteili-
gung betr. "Leistungsabgeltung Schule" (Beschwerde S. 5 oben Ziff. 2.1). Inso-
fern ist der Antrag auf vollumfängliche Aufhebung des angefochtenen RRB in 
sich widersprüchlich. Der Regierungsrat ist auf die Beschwerde betreffend die 
Beteiligung des Beschwerdeführers an den Schulkosten im Umfang von 
Fr. 41'513.95 zwar nicht eingetreten, hat die Frage dennoch geprüft und diese 
Kostenauferlegung für rechtmässig erachtet (Erw. 5.2 und Erw. 6.1 ff; vgl. vor-
stehend Erw. 1.2). Da der angefochtene RRB insoweit anerkannt wird, ist folglich 
auch nicht weiter zu prüfen, ob das grundsätzliche Nichteintreten auf die Verwal-
tungsbeschwerde in diesem Punkt rechtens ist oder nicht. 

4.3 Hingegen verwehrt sich der Beschwerdeführer nach wie vor gegen die den 
Eltern und subsidiär ihm auferlegten Kosten für den Wohnbereich, d.h. "Leis-

13

tungsabgeltung Wohnen" (Beschwerde S. 5 oben). Unbestritten ist dabei die 
Rechtmässigkeit des Elternbeitrages von Fr. 3'510.-- pro Schuljahr bei interner 
Schulung (§ 15 Abs. 2 VSV). 

5.1.1 Das Gesetz über soziale Einrichtungen (SEG; SRSZ 380.300) vom 
28. März 2007 will in besonderen persönlichen Lebenssituationen unter Beach-
tung der individuellen Eigenständigkeit und Selbstverantwortung eine angepasste 
Beratung und Betreuung sicherstellen (§ 1 Abs. 2 SEG). Als soziale Einrichtung 
gelten unter anderem insbesondere auch Einrichtungen für Kinder und Jugend-
liche, die einer besonderen Behandlung und Betreuung bedürfen (Kinder- und 
Jugendheime; § 2 Abs. 1 lit. c SEG). Keine sozialen Einrichtungen im Sinne des 
SEG sind unter anderem Sonderschuldienste (§ 2 Abs. 3 SEG). 

Das SEG regelt (§ 1 Abs. 1) die Zuständigkeiten des Kantons und der Gemein-
den betreffend soziale Einrichtungen (lit. a), die Bewilligungspflicht für soziale 
Einrichtungen (lit. b) und die Finanzierung der einzelnen Einrichtungen (lit. c). Die 
Gemeinden sind unter anderem für die Einrichtungen für Kinder und Jugendliche 
zuständig (§ 10 Abs. 1 SEG). 

Es gilt der Grundsatz der Subsidiarität (§ 3 SEG). Hierzu gehört auch, dass Leis-
tungen primär ambulant erbracht werden (§ 3 Abs. 3 SEG). Kanton und Gemein-
den können Dienstleistungen, die nach dem SEG anzubieten sind, vertraglich 
anderen Gemeinwesen, Organisationen oder Privaten übertragen (§ 7 Abs. 1 
SEG). Lassen Kanton oder Gemeinden ihre Aufgaben durch Dritte erfüllen, 
schliessen sie dafür eine Leistungsvereinbarung ab (§ 7 Abs. 2 SEG). Der Regie-
rungsrat entscheidet unter anderem über die Aufnahme von Einrichtungen in die 
Liste gemäss der Interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE).

Das für ein Angebot nach dem SEG zuständige Gemeinwesen hat für dessen 
Kosten aufzukommen, sofern diese nicht durch die anspruchsberechtigte Person, 
die gesetzlich Verpflichteten, ihre Versicherer oder Dritte gedeckt werden (§ 16 
Abs. 1 SEG). Wer ein Angebot beansprucht, hat sich an den Kosten angemes-
sen zu beteiligen (§ 16 Abs. 2 SEG). Die Gemeinden tragen subsidiär die Kosten 
der Einrichtungen gemäss § 10 SEG, sofern die betreuungsbedürftige Person 
oder die gesetzlich Verpflichteten die Kosten nicht decken können (§ 20 Abs. 1 
SEG). Über die Platzierung, Finanzierung oder Leistung einer Kostengutsprache 
entscheidet die zuständige Stelle der Gemeinde (§ 20 Abs. 2 SEG).   

5.1.2 Der Kantonsrat hat auf Antrag des Regierungsrates am 20. September 
2006 den Beitritt zur IVSE beschlossen. Die IVSE bezweckt, die Aufnahme von 
Personen mit besonderen Betreuungs- und Förderungsbedürfnissen in geeigne-
ten Einrichtungen ausserhalb ihres Wohnkantons ohne Erschwernisse zu ermög-

14

lichen. Die IVSE bezieht sich auf Einrichtungen der folgenden Bereiche (Art. 2 
Abs. 1):

A Stationäre Einrichtungen, die gestützt auf eidgenössisches oder kantonales 
Recht Personen bis zum vollendeten 20. Altersjahr, längstens jedoch bis 
nach Abschluss der Erstausbildung beherbergen, sofern sie vor Erreichen 
der Volljährigkeit in eine Einrichtung eingetreten oder dort untergebracht 
worden sind.
Im Fall von jugendstrafrechtlichen Massnahmen kann der Eintritt auch nach 
Erreichen der Volljährigkeit erfolgen. Hier liegt die Altersgrenze unabhängig 
vom Eintrittsalter beim vollendeten 22. Altersjahr.

B Einrichtungen für erwachsene, invalide Personen oder Einheiten solcher 
Einrichtungen gemäss dem Bundesgesetz über die Institutionen zur 
Förderung der Eingliederung von invaliden Personen (IFEG):

a-c) (….).

C Stationäre Therapie- und Rehabilitationsangebote im Suchtbereich. 

D Einrichtungen der externen Sonderschulung:
a) Sonderschulen für Unterricht, Beratung und Unterstützung inklusive 

integrativer Sonderschulung sowie für die Tagesbetreuung, sofern diese 
Leistung von der Einrichtung erbracht wird;

b) Früherziehungsdienste für Kinder mit Behinderungen und von Behinderung 
bedrohte Kinder;

c) Pädagogisch-therapeutische Dienste für Logopädie oder 
Psychomotoriktherapie, sofern diese Leistungen nicht innerhalb des 
Regelschulangebotes erbracht werden. 

Als stationäre Einrichtungen des Bereichs A gelten (vgl. Empfehlungen der Kon-
ferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren [SODK] zur Un-
terstellung von Einrichtungen in der IVSE vom 1. Dezember 2005 [nachfolgend: 
Empfehlungen SODK], S. 5 Ziff. 8):

- Einrichtungen im Sinne der eidgenössischen Pflegekinderverordnung vom 
19.  Oktober 1977 (PAVO), die dazu bestimmt sind, «mehrere Unmündige zur 
Erziehung, Betreuung, Ausbildung, Beobachtung oder Behandlung tags- und 
nachtsüber aufzunehmen» und über eine Heimbewilligung gemäss PAVO 
verfügen (4. Abschnitt «Heimpflege», Artikel 13 Absatz 1 Buchstabe a) oder 
einer besonderen Aufsicht gemäss Artikel 13 Absatz 2 Buchstabe b PAVO 
unterstehen;

- Stationäre Einrichtungen und ihre dezentralen Angebote, wie sie vom 
Bundesamt für Justiz gemäss Verordnung über die Leistungen des Bundes für 
den Straf- und Massnahmenvollzug anerkannt sind, sofern sie keinem Straf- 
und Massnahmenvollzugskonkordat unterstellt sind;

- Stationäre Einrichtungen mit eigener Schule, die Leistungen der 
Sonderschulung erbringen («stationäre Unterbringung in einer 
sonderpädagogischen Einrichtung» gemäss Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c der 
interkantonalen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der 
Sonderpädagogik vom 25.  Oktober 2007).

15

Als stationäre Einrichtungen des Bereichs D gelten (vgl. Empfehlungen SODK, 
S. 7 Ziff. 11):

- Sonderschulen, die Sonderschulunterricht inklusive der pädagogisch-
therapeutischen Massnahmen und allfällig Tagesbetreuung in ihrer Einrichtung 
anbieten. Dazu gehört auch die Organisation des Transportes zur und von der 
Schule.

- Sonderschuleinrichtungen, die Leistungen der integrativen Sonderschulung 
anbieten (z. T. «Beratung und Unterstützung» genannt) für Schülerinnen und 
Schüler, welche die Regelschule besuchen.

- Früherziehungsdienste, worunter verschiedene Dienste der heilpädagogischen 
Früherziehung für Kinder mit Behinderung fallen. Darin inbegriffen sind 
spezialisierte Frühförderungsdienste im Bereich der Sehbehinderung und der 
Audiopädagogik. Sinn macht die Unterstellung, wenn aus geografischen 
Gründen die Dienste kantonsübergreifend angeboten werden.

- Dienste, die Logopädie- oder Psychomotoriktherapie als Einrichtungen der 
Sonderschulung anbieten, das heisst, dass sie diese Therapien ausserhalb 
des Regelschulangebotes leisten.

5.1.3 Mit RRB Nr. 1634 vom 30. November 2004 hat der Regierungsrat den Bei-
tritt des Kantons Schwyz zu den Bereichen A, B und D beschlossen und der Kan-
tonsrat (auf Antrag des Regierungsrates) mit Beschluss vom 20. September 
2006 (SRSZ 380.310) den Beitritt zum Bereich C. 

Festzuhalten ist, dass die IVSE nicht in die innerkantonalen, gesetzlich festgeleg-
ten Verwaltungs- und Ablaufnormen eingreift und im Aussenverhältnis der Kan-
tone nur das absolut Notwendige regelt (RRB Nr. 1634/2004 vom 30.11.2004 
Erw. 4.2, vgl. EGV-SZ 2020 B 13.1 Erw. 2.2.6). 

5.2.1 Grundsätzlich leiten die Eltern im Blick auf das Wohl des Kindes seine 
Pflege und Erziehung und treffen unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungs-
fähigkeit die nötigen Entscheidungen (vgl. Art. 301 Abs. 1 ZGB). 

Sind die Eltern hierzu vorübergehend oder dauernd nicht oder nur eingeschränkt 
in der Lage, greifen die in Art. 307 ff. ZGB geregelten Kindesschutzmassnahmen. 
Die Stufenfolge der Massnahmen reicht mit zunehmender Intensität von den ge-
eigneten Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB (insbesondere Beratung, Ermah-
nung, Weisungen) über die Beistandschaft nach Art. 308 ZGB (sogenannte Er-
ziehungsbeistandschaft) und die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts 
(Art. 310 ZGB) bis zum Entzug der elterlichen Sorge (Art. 311 f. ZGB) und der Er-
richtung einer Minderjährigenvormundschaft (Art. 327a-327c ZGB; vgl. Häfeli, in; 
ZGB Kommentar, Zürich 2016, Art. 307 N 3). 

5.2.2 Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft setzt voraus, dass die Ent-
wicklung des Kindes gefährdet ist und dieser Gefahr nicht durch die Eltern bzw. 

16

durch weniger einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB begegnet 
werden kann (Urteil BGer 5A_156/2016 vom 12.5.2017 Erw. 4.2 mit Hinweis auf 
BGE 108 II 372 Erw. 1). Im Rahmen der gestützt auf Art. 308 Abs. 2 ZGB erteil-
ten besonderen Befugnisse ist ein Beistand zur gesetzlichen Vertretung des Kin-
des legitimiert, ohne dass jedoch die Vertretungsbefugnis der Eltern in diesen 
Bereichen tangiert wird (Häfeli, a.a.O., Art. 308 N 8). Indes zielt die Beistand-
schaft nicht auf blosse Empfehlung und Begleitung, sondern auf aktives, autorita-
tives und kontinuierliches Einwirken auf die Erziehungsarbeit der Eltern und das 
Gebaren des Kindes hin (BSK ZGB I-Breitschmid Art. 308 N 2). Sie bleibt letztlich 
ein behördlicher Zwangsakt und bedingt grundsätzlich keine Kooperationsbereit-
schaft der Beteiligten, eignet sich jedoch nicht bei einer Totalverweigerung der 
Involvierten (Cantieni/Blum, in: FHB Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 
Zürich 2016, S. 578, N 15.43).

5.2.3 Bei einer länger dauernden Platzierung eines Kindes oder Einrichtung einer 
sozialpädagogischen Familienbegleitung ist die Einsetzung einer Beistandsper-
son mit begleitender Funktion heute üblich. Nebst der Aufgabe, dem Kind (und 
den Eltern) als Ansprechperson zu dienen und mit Rat und Tat zur Seite zu ste-
hen, kommt dieser Beistandsperson häufig auch die Aufgabe zu, für die Finan-
zierung der angeordneten Massnahmen, wie etwa einer Platzierung, besorgt zu 
sein (Cantieni/Blum, a.a.O., S. 578, N 15.44 mit Fussnote 57 und S. 581 
N 15.58). Hat der Beistand im konkret zu umschreibenden Aufgabenbereich (vgl. 
Art. 314 Abs. 3 ZGB) einen Auftrag, ist er zu allen geeigneten Vorkehrungen 
bzw. Tathandlungen befugt (Cantieni/ Blum, a.a.O., S. 581, N 15.56). 

5.2.4 Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die 
Kindesschutzbehörde es den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, die-
sen wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 
ZGB). Die gleiche Anordnung trifft die Kindesschutzbehörde auf Begehren der El-
tern oder des Kindes, wenn das Verhältnis so schwer gestört ist, dass das Ver-
bleiben des Kindes im gemeinsamen Haushalt unzumutbar geworden ist und 
nach den Umständen nicht anders geholfen werden kann (Art. 310 Abs. 2 ZGB). 
Die Anwendung von Abs. 2 setzt indes gleichwohl voraus, dass die qualifizierten 
Voraussetzungen von Abs. 1 vorliegen (Häfeli, a.a.O., Art. 310 N 6; Cantie-
ni/Blum, a.a.O., S. 597, N 15.111). Es müssen vorgängig nicht notwendigerweise 
ambulante Massnahmen ergriffen worden sein (Cantieni/Blum, a.a.O.,     S. 591, 
N 15.88). 

Zuständig ist die Kindesschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes (Art. 315 Abs. 1 
ZGB). 

17

5.3.1 Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen Kräften, für 
den gebührenden Unterhalt des Kindes und tragen insbesondere die Kosten von 
Betreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen (Art. 276 
Abs. 2 ZGB). Die Eltern bleiben als grundsätzlich Unterhaltsverpflichtete (selbst 
bei einer Fremdplatzierung gestützt auf Art. 310 ZGB) in der Verantwortung, die 
Unterbringungskosten zu tragen. Bei behördlicher Unterbringung gilt aber ge-
genüber Pflegeeltern bzw. einer sozialpädagogischen Einrichtung das Gemein-
wesen als Auftraggeber. Dieses kann gestützt auf Art. 289 Abs. 2 ZGB die Aus-
lagen von den Eltern zurückfordern. Letztlich treffen die Kosten oft die Sozialhil-
febehörden, welche die Anordnungen der Kinderschutzbehörde nicht inhaltlich 
überprüfen können und auch nicht beschwerdebefugt sind (Cantieni/Blum, 
a.a.O., S. 596, N 15.108 mit Hinweis auf Urteil BGer 5A_979/2013 vom 
28.3.2014 Erw. 4; BGE 135 V 134). Gemäss Art. 293 Abs. 1 ZGB bestimmt das 
öffentliche Recht - unter Vorbehalt der Unterstützungspflicht der Verwandten - 
wer die Kosten des Unterhalts zu tragen hat, wenn weder die Eltern noch das 
Kind sie bestreiten können. Dieser Verweis auf die Sozialhilfe ist lediglich dekla-
ratorisch (Gmünder, in; ZGB Kommentar, Zürich 2016, Art. 293 N 2; BSK ZGB I-
Breitschmid, Art. 293 N 1 f.). Anzufügen ist, dass die Anordnung gebotener  
Massnahmen nicht davon abhängig gemacht werden darf, ob die Eltern zur 
Rückerstattung fähig sind (BSK ZGB I-Breitschmid, Art. 310 N 16).

5.3.2 Gemäss der von der Vorinstanz zitierten kantonalen Rechtsprechung 
(EGV-SZ 2010 Nr. C 8.2) kommt die Heimplatzierung eines Kindes aus ausser-
schulischen Gründen durch die Vormundschaftsbehörden bzw. (seit 1.1.2013) 
die Kinderschutzbehörde (KESB) einer Aufhebung der elterlichen Obhut gleich, 
da die erziehungsrechtlichen Aufgaben (Obhut, Pflege und Erziehung ausserhalb 
der Ausbildung) an anderweitige Personen übertragen werden (EGV-SZ 2010 
Nr. C 8.2 Erw. 8.1.2).

5.3.3 Das Gesetz über die Sozialhilfe (ShG; SRSZ 380.100) vom 18. Mai 1983 
regelt die Sozialhilfe für Personen aller Altersstufen und für Familien (§ 1 Abs. 1 
ShG). Die - subsidiäre (vgl. § 2 ShG) - Sozialhilfe umfasst unter anderem wirt-
schaftliche Hilfe (§ 1 Abs. 1 lit. a ShG). Sie wird primär von den Gemeinden ge-
leistet, und zwar grundsätzlich von der Wohnsitzgemeinde (vgl. § 6 ShG). Die 
Sozialhilfe beinhaltet unter anderem, dass Kindern und Jugendlichen eine ihren 
Bedürfnissen angepasste Pflege und Erziehung sowie eine ihren Fähigkeiten 
entsprechende Ausbildung ermöglicht wird (vgl. § 16 Abs. 3 ShG). 

5.4.1 Die Einweisung des Schülers ins Internat der Schule E.________ mit Ver-
fügung des AVS Nr. 356/2020 vom 19. Mai 2020 (RR-act. II/06) erfolgte auf An-

18

trag der Abteilung Schulpsychologie, weil "aufgrund einer schweren Verhaltens-
störung Sonderschulung eindeutig angezeigt" sei. Die Erziehungsberechtigten 
sowie der Schulträger waren zum Antrag angehört worden und zeigten sich da-
mit einverstanden. 

In der Antragsstellung der Abteilung Schulpsychologie vom 16. April 2020 (RR-
act. II/01/Beilage 7) ist unter anderem die Rede von "massiven Verhaltens-
schwierigkeiten" und grossen Mühen des Schülers, "sich in der Gruppe einzufü-
gen und soziale Regeln zu beachten" (S. 1). Neben Schwierigkeiten im Arbeits-
verhalten bestünden in der Schule auch massive Verhaltensprobleme. Grosse 
Schwierigkeiten bereiteten ihm das Einschätzen sozialer Situationen und so 
komme es vor allem auf dem Pausenplatz oder in der Garderobe zu massiven 
verbalen und handgreiflichen Vorfällen (S. 2 f.). Aufgrund seiner schweren Ver-
haltensstörung sei Sonderschulung eindeutig angezeigt. Die Indikation für eine 
interne Platzierung liege "primär im schulischen, pädagogischen Bereich". Damit 
er von einer Sonderschulung profitieren könne, sei er "auf einen klar strukturier-
ten internen Rahmen angewiesen" (S. 3). 

5.4.2 Mit Verfügung Nr. 34/2021 vom 5. März 2021 verlängerte das AVS die in-
terne Sonderschulung, wobei der Schüler neu der I.________ in ________ zu-
gewiesen wurde. Die Abteilung Schulpsychologie begründete ihren (Änderungs-
)Antrag damit, dass "aufgrund einer schweren Verhaltensstörung Sonderschu-
lung weiterhin eindeutig angezeigt" sei. Die Erziehungsberechtigten und die zwi-
schenzeitlich eingesetzte Beiständin sowie der Schulträger waren zum Antrag 
angehört worden und zeigten sich damit einverstanden. 

In der Antragsstellung der Abteilung Schulpsychologie vom 1. Februar 2021 (RR-
act. II/01/Beilage 7) wird die Sonderschulung nach wie vor "aufgrund einer 
schweren Verhaltensstörung" als "eindeutig angezeigt" erachtet. Trotz positivem 
Entwicklungsverlauf brauche der Schüler "für seine weitere schulische und per-
sönliche Entwicklung einen stark strukturierten und eng betreuten, verlässlichen 
und Sicherheit vermittelnden Rahmen, der ihm Lernprozesse für die Akzeptanz 
von Regeln und Fremdbestimmung ermöglicht". Die Indikation für eine interne 
Platzierung wurde weiterhin primär im schulischen, pädagogischen Rahmen an-
gesiedelt. 

5.4.3 Die Ärzte der F.________ (PD Dr.med. M.________, MHBA, Chefarzt, 
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie; Dr. phil. 
N.________, Leitende Psychologin; O.________, Oberärztin; P.________, Psy-
chologin) erstatteten am 17. August 2021 z.H. Dr.med. G.________, _______, 
einen Austrittsbericht betr. die 3. Hospitalisation des Schülers vom 3. Juni 2021 

19

bis 2. Juli 2021; sie stellten folgende Diagnosen (vgl. RR-act. II/01/         Beilage 
3):

1. Achse: Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-1O: F90.1) 
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10:F32.1)
Sonstige Ticstörungen (ICD-10:95.8)

2. Achse: Keine umschriebenen Entwicklungsstörungen bekannt (00.00)

3. Achse: Durchschnittliche Intelligenz (Vorbefund 2019, WISC-V, Gesamt-IQ 98)

4. Achse: V. a. Morbus Meulengracht bei asymptomatisch erhöhten Gesamt-
Bilirubinwerten (V.a. ICD-10:E80.4)

5. Achse: Abweichendes Verhalten beider Elternteile (2.0) 
Inadäquate oder verzerrte intrafamiliäre Kommunikation (3) 
Unzureichende elterliche Aufsicht und Steuerung (4.1) 
Erziehung in einer Institution (5.0)

6. Achse: Ernsthafte soziale Beeinträchtigung (4-5)

Nach der Schilderung der aktuellen Situation, der Zwischenanamnese, den Be-
funden und dem Behandlungsverlauf nahmen die Ärzte folgende Beurteilung vor:

Die aktuelle krisenhafte Zuspitzung ist als Folge inadäquater 
Bewältigungsversuche von Entwicklungsaufgaben (schulische und soziale 
Anforderungen, Autonomie- und Identitätsentwicklung) zu sehen. Aufgrund der 
anamnestischen Informationen sehen wir die Gefahr einer Chronifizierung 
aggressiver Verhaltensmuster bei vordiagnostizierter hyperkinetischer Störung des 
Sozialverhaltens (ICD-10: F90.1). Zusätzlich sahen wir die Kriterien für eine 
mittelgradige depressive Episode (ICD- 10: F32 .1) erfüllt. Neben einem geringen 
Selbstwertgefühl zeigte sich ein lnteressensverlust sowie eine Reizbarkeit und 
bedrückte Stimmung. Es zeigten sich vereinzelte motorische und vokale Tics 
(Augenzwinkern, Kopfwerten, seitliche Augenbewegungen, Gegenstände 
berühren, Grunzen, Beleidigen), die jedoch im Stationsalltag nicht zu einer 
Beeinträchtigung führten und weiter beobachtet werden sollten. Der 
Beziehungsaufbau gestaltete sich schwierig. Es wird wichtig sein, dass 
C.________ weiter den Umgang mit altersentsprechenden Grenzen und 
Frustrationen erlernen kann und zunehmend an Selbstwirksamkeit gewinnt.
Wir empfehlen dringend eine Unterstützung durch einen sozialpädagogischen 
Rahmen mit interner Sonderbeschulung und Betreuungsmöglichkeiten für die 
Wochenenden und die Schulferien (…). 

Weiter schlugen sie folgendes "Procedere" vor:

Am 02.07.2021 erfolgte ein geplanter Austritt in stabilisiertem Zustand. Der Austritt 
erfolgte in die angestammten Wohnverhältnisse. Wir empfehlen, die Unterstützung 
zu intensivieren, weil eine Gefahr der Chronifizierung aggressiver 
Verhaltensmuster besteht. Wir empfehlen dringend eine Entlastung der Kindseltern 
an den Wochenenden und in den Ferien. Gemäss Sonderschulinternat der 
I.________ in ________ sei eine entsprechende Betreuung in ihrer Institution nicht 
möglich. Es zeigen sich erhebliche Verhaltensauffälligkeiten, die zu einer sehr 
starken Belastung im Familienalltag führen, ein sehr hoher Leidensdruck bei der 
Rückkehr am Wochenende von zu Hause ins Sonderschulinternat sowie eine 
unzureichende Veränderung der Verhaltensauffälligkeiten im jetzigen 

20

Sonderschulinternatssetting mit wöchentlicher ambulanter externer 
psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Wir sehen nach Rücksprache 
mit der ambulanten Behandlerin und im Einverständnis der Kindseltern einen 
Wechsel in ein Sonderschulinternat, das eine 365-Betreuung anbieten kann, als 
indiziert. Dies würde die enge Begleitung von C.________ bei der Veränderung 
seiner oppositionellen und aggressiven Verhaltensweisen (hohes Bedürfnis nach 
Selbstbestimmung, erlernte Hierarchieumkehr und erlernte erzwingende 
Interaktionen bei Grenzsetzungen) gewährleisten sowie eine schrittweise 
Übernahme der Erziehungsfunktionen durch die Kindseltern ermöglichen. 
C.________ sollte vorerst die Wochenenden in dem Sonderschulheim verbringen 
und Besuche von den Eltern erhalten. Parallel empfehlen wir mittelfristig das 
Installieren einer aufsuchenden sozialpädagogischen Familienbegleitung zur 
Förderung der Erziehungskompetenzen der Kindseltern im Umgang mit beiden 
Kindern. Der Austritt erfolgte in Absprache mit der Beiständin, Frau J.________, 
zunächst in die angestammten Wohnverhältnisse. Die ambulante 
Weiterbehandlung wird durch Frau Q.________ gewährleistet. Zur 
Anspannungsreduktion bei den Übergängen von zu Hause ins Sonderschulinternat 
wurde gemäss Kindsmutter vorübergehend der Einsatz einer Notfallmedikation, 
z.B. mit Risperdal von der ambulanten Psychiaterin empfohlen.

Die Diagnosestellung stimmte mit derjenigen gemäss dem Austrittsbericht vom 
15. Januar 2021 zur zweiten Hospitalisation im Wesentlichen überein mit den Un-
terschieden, dass damals eine "schwere depressive Episode ohne psychotische 
Symptome (ICED-10:F32.2)" sowie eine "Enuresis nocturna (ICD-10: F98.0)", je-
doch noch keine Tic-Störungen, diagnostiziert worden waren. In der - wesentlich 
umfassenderen - Beurteilung dieses Austrittsberichtes wurde unter anderem Fol-
gendes ausgeführt (vgl. RR-act. II/01/Beilage 3):

C.________ wird für seine weitere Entwicklung aus unserer Sicht auf einen stark 
strukturierten und eng betreuten, verlässlichen und Sicherheit vermittelnden 
Rahmen angewiesen sein, der ihm Lernprozesse für die Akzeptanz von Regeln 
und Fremdbestimmung ermöglicht. Da ein solcher Betreuungsrahmen auch mit 
Familienbegleitung oder ähnlicher Unterstützung ausserhalb eines institutionellen 
Rahmens nicht umzusetzen wäre, wurde bereits früh im stationären Aufenthalt auf 
die Notwendigkeit einer institutionellen Fremdunterbringung nach Austritt 
hingewiesen und diese Empfehlung mit Verlauf des Aufenthaltes trotz des starken 
Wunsches, C.________ in die Familie zurückkehren zu lassen, auch von den 
Kindseltern mitgetragen. Dennoch zeigte sich in der aufgrund der notwendigen 
engen Betreuung von C.________ erst in der 2. Hälfte des stationären 
Aufenthaltes möglichen Vorbereitung von Wochenend-Belastungserprobungen 
auch, dass die Kindseltern sehr deutlich und ausführlich mit möglichen 
Konsequenzen von verfrühten Belastungserprobungen konfrontiert werden 
mussten, um das schrittweise Vorgehen hinsichtlich der Belastungserprobungen 
ausserhalb der Klinik akzeptieren zu können.

5.4.4 Dem Protokoll zu einem Gespräch vom 30. Juni 2021 (RR-
act. II/01/Beilage 5), durchgeführt in Anwesenheit der Schulpsychologien, der El-
tern, der Beiständin, einer Psychologin, (telefonisch) einer Therapeutin der Klinik 
F.________ sowie drei weiterer Personen (ohne Funktionsbezeichnung), lässt 

21

sich betreffend die "andere Schwierigkeit" der Kostenfrage entnehmen, dass die 
bisherigen Aufenthalte des Schülers damit begründet wurden, dass er den Heim-
aufenthalt brauche, um besser schulisch voranzukommen; man könne es jedoch 
"nicht als reine Sonderschulmassnahme durchbringen, wenn Wochenenden auch 
durch Betreuung abgedeckt werden sollen". 

5.4.5 In Berücksichtigung der gesamten Vorgeschichte, der vorbestehenden 
(Arzt-)Berichte, des Gesprächs vom 30. Juni 2021 sowie insbesondere des Aus-
trittsberichts der Ärzte der F.________ vom 17. August 2021 kam die Abteilung 
Schulpsychologie in ihrem Antragsschreiben vom 26. August 2021 betreffend 
Änderung der Durchführungsstelle "neu interne Sonderschulung im K.________" 
zu folgender "Beurteilung und Bedarfseinschätzung" (vgl. RR-act. II/01/           
Beilage 8):

Aufgrund der oben beschriebenen Schwierigkeiten und der Empfehlung der 
F.________ soll C.________ einem Sonderschulinternat zugewiesen werden, das 
eine 365 Tage Betreuung anbieten kann.
Die F.________ empfiehlt die Unterstützung zu intensivieren, weil eine Gefahr der 
Chronifizierung aggressiver Verhaltensmuster bestehe. Zudem wird dringend eine 
Entlastung der Eltern an den Wochenenden und in den Ferien empfohlen. Gemäss 
I.________ ist eine entsprechende Betreuung in ihrer Institution nicht möglich.
Die erheblichen Verhaltensauffälligkeiten, die zu einer sehr starken Belastung im 
Familienalltag führen, ein sehr hoher Leidensdruck bei der Rückkehr am 
Wochenende von zu Hause in die I.________ sowie eine unzureichende 
Veränderung der Verhaltensauffälligkeiten im jetzigen Sonderschulsetting, mit 
wöchentlicher ambulanter externer psychiatrisch-psychotherapeutischer 
Behandlung, machen deutlich, dass der Wechsel in eine Institution, die eine 365 
Tage Betreuung anbieten kann, indiziert ist. Dies würde eine enge Begleitung von 
C.________ bei der Veränderung seiner oppositionellen und aggressiven 
Verhaltensweisen gewährleisten sowie eine schrittweise Übernahme der 
Erziehungsfunktionen durch die Kindseltern ermöglichen.
Sonderschulung ist für C.________ aufgrund einer schweren Verhaltensstörung 
(Diagnose: Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens F90.1 und mittelgradige 
depressive Episode ohne psychotische Symptome F32.1) eindeutig angezeigt.
Die Indikation für eine interne Platzierung liegt vorwiegend im ausserschulischen 
Bereich. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Innerschwyz ist über den 
Fall bereits orientiert und unterstützt eine interne Platzierung.
(…).

5.4.6 Schon zuvor hatte die KESB R.________ bzw. die Beiständin die Fürsor-
gebehörde des Beschwerdeführers am 30. Juli 2021 um die Gewährung einer 
subsidiären Kostengutsprache ersucht (vorstehend Ingress lit. C). 

6. Aus der dargelegten Sach- und Rechtslage sind folgende Schlüsse zu zie-
hen:

22

6.1.1 Zum einen fällt in sachverhaltlicher Hinsicht auf, dass massive und schwere 
Verhaltensstörungen des Schülers für eine Internatslösung entscheidend waren. 
Dabei waren diese Verhaltensstörungen genereller Art, d.h. sie artikulierten sich 
nicht nur im schulischen Umfeld, sondern auch bzw. insbesondere in gewöhnli-
chen Alltagssituation. Die gemäss Austrittsbericht der F.________ vom 17. Au-
gust 2021 beschriebene "aktuelle krisenhafte Zuspitzung" wurde auf inadäquate 
Bewältigungsversuche von Entwicklungsaufgaben zurückgeführt, welche zwar 
auch "schulische" Anforderungen betrafen, jedoch offensichtlich von den "sozia-
len" Anforderungen, sowie der Autonomie- und Identitätsentwicklung des Schü-
lers dominiert wurden. Die vom schulischen Anteil abzugrenzende hauptsächli-
che Problematik zeigt(e) sich auch darin, dass die Gefahr einer Chronifizierung 
aggressiver Verhaltensmuster in den Zusammenhang mit der vordiagnostizierten 
hyperkinetischen Störung des Sozialverhaltens des Schülers gestellt wurde. Die 
Verhaltensauffälligkeiten äusserten sich zudem namentlich auch im familiären 
Umfeld; diesbezüglich sollte die Internatslösung mit 365-Tage-Betreuung gewis-
sermassen "entlastend" wirken. Wenn gleichzeitig parallel die Installation einer 
"aufsuchenden sozialpädagogischen Familienbegleitung zur Förderung der Er-
ziehungskompetenzen der Eltern" im Umgang mit ihren Kindern empfohlen wur-
de, spricht auch dies dafür, dass die vorgeschlagene Internatslösung schwerge-
wichtig ausserschulisch motiviert ist. 

Ein weiteres Indiz für eine überwiegend ausserschulisch motivierte Internatszu-
weisung des Schülers ins K.________ ergibt sich auch aus der Zuordnung der 
Schulen/Internate zu den Bereichen gemäss der IVSE (vgl. vorstehend 
Erw. 5.1.2): Die Schule E.________ (erste Zuweisung des Schülers) wurde für 
die Bereiche A und D aufgenommen, die Zürcherische I.________ (zweite Zu-
weisung) hingegen nur für den Bereich A. Auch wenn das K.________ (bis an-
hin) nicht in die IVSE aufgenommen wurde (vgl. htt-
ps://www.sodk.ch/de/ivse/ivse-datenbank/; womit der IVSE so oder anders vor-
liegend keine bzw. allenfalls nur sinngemässe Bedeutung zukommen kann) bzw. 
das Angebot mittlerweile gemäss den Angaben des Beschwerdeführers in der 
Triplik vom 9. September 2022 (S. 1 Ziff. II) eingestellt hat, muss ebenfalls ihre 
allfällige Eignung für den Bereich A als ausschlaggebend erachtet werden. 

Überdies hat die KESB R.________ bzw. die Beiständin bereits rund einen Mo-
nat (am 30.7.2021) vor der Antragstellung der Abteilung Schulpsychologie die 
Fürsorgebehörde H.________ mit dem Einverständnis der Eltern um eine Kos-
tengutsprache für eine Internatslösung im K.________ ersucht (vgl. vorstehend 
Ingress lit. C). Dem blossen chronologischen Ablauf kann zwar nur eine geringe 
Indizfunktion beigemessen werden. Inhaltlich lässt dieses Gesuch jedoch eben-
falls den Schluss auf ein Überwiegen ausserschulischer Beweggründe zu (Un-

https://www.sodk.ch/de/ivse/ivse-datenbank/
https://www.sodk.ch/de/ivse/ivse-datenbank/

23

fähigkeit des Schülers im Umgang mit "Übergängen", was sich namentlich bei 
den Therapiegängen sowie bei den Wochenend- und Ferienaufenthalten zu 
Hause zeige; die Kindseltern seien in diesen Situationen überfordert). Es 
bestätigt sich damit, dass auch der Entlastung der Eltern dank einer Internatslö-
sung keine unbedeutende Rolle zukommt. 

6.1.2 Zum andern fällt auf, dass in der Antragsstellung der Abteilung Schulpsy-
chologie vom 1. Februar 2021 - gestützt auf den vorangegangenen Austrittsbe-
richt der Klinik F.________ vom 15. Januar 2021 - wohl von einem zu positiven 
Entwicklungsverlauf ausgegangen wurde, wie er sich in der Folge nicht bestätig-
te. Des Weiteren legt das Gesprächsprotokoll vom 30. Juni 2021 nahe, dass die 
Qualifizierung der ersten beiden Internatszuweisungen des Schülers als reine 
bzw. überwiegende Sonderschulmassnahme möglicherweise auch von Überle-
gungen betreffend die Finanzierung/Kostentragung begleitet waren. Jedenfalls 
hätten angesichts der fachärztlichen Beurteilungen bereits die vorangegangenen 
Internatszuweisungen ins Internat der Schule E.________ und in die I.________ 
in ________ mit gleich guten Gründen und Berechtigungen als ausserschulisch 
motiviert betrachtet werden können. 

6.1.3 Es ist somit dem Regierungsrat beizupflichten, dass die vorliegend strittige 
Zuweisung des Schülers ins K.________ überwiegend aus ausserschulischen 
Gründen erfolgte.

6.2.1 In rechtlicher Hinsicht ist zunächst ebenfalls mit dem Regierungsrat festzu-
halten, dass eine Fremdplatzierung grundsätzlich durch die zuständige KESB am 
Wohnsitz des Kindes anzuordnen ist (angefochtener RRB Erw. 4) und nicht in die 
Zuständigkeit des AVS fällt (vgl. EGV-SZ 2010 C 8.2 Erw. 6.1 ff.). Vorliegend hat 
sich indes die KESB R.________ bzw. die Beiständin - im Einverständnis mit den 
Eltern und in sinngemässer Anwendung von Art. 310 Abs. 2 ZGB - wie erwähnt 
für die Fremdplatzierung des Schülers engagiert. Es rechtfertigt sich daher, die 
Zuweisung ins Internat als vormundschaftliche Massnahme zu qualifizieren, 
wofür, wie dargelegt, die Motivierung der Zuweisung spricht. Nachdem der Zu-
weisung unbestrittenermassen auch eine sonderschulische Komponente inne-
wohnt, wäre es überspitzt formalistisch, neben oder statt der Zuweisungsverfü-
gung des AVS (nachträglich) auch eine Zuweisungsverfügung der Kinderschutz-
behörde zu verlangen, zumal die involvierten Behörden eng miteinander zusam-
mengearbeitet haben (vgl. vorstehend Erw. 5.4.4) und die konkrete pädagogisch-
entwicklungspsychologische Problematik wohl nur durch die interdisziplinäre Zu-
sammenarbeit wirksam einer befriedigenden Lösung zugeführt werden konnte 
bzw. kann. Die Gewährleistung dieser Interdisziplinarität gehört neben dem damit 

24

verbundenen Case Management im Übrigen zu den ausdrücklichen Aufgabenbe-
reichen der Beiständin (vgl. vorstehend Ingress lit. B.2). 

6.2.2 Ist die Zuweisung ins K.________ als Anordnung der KESB zu betrachten, 
gehen die Kosten gestützt auf Art. 276 Abs. 2 ZGB (i.V.m. Art. 310 ZGB) 
grundsätzlich zu Lasten der Eltern. Soweit diese die Kosten nicht zu tragen ver-
mögen, greift die subsidiäre Kostenpflicht der Wohnsitzgemeinde bzw. der betref-
fenden Sozialhilfebehörden (vgl. vorstehend Erw. 5.1.1 und Erw. 5.3.1). Die ge-
setzlichen Grundlagen sind entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
gegeben. Einer (zusätzlichen) expliziten Differenzierung in der Volksschulge-
setzgebung nach den Gründen für eine Sonderschulzuweisung bedarf es nicht. 
Den Kanton trifft vorliegend keine Kostenpflicht. 

6.2.3 Ergänzend ist zum einen festzuhalten, dass es rechtsdogmatisch inkonse-
quent erscheint - und im Ergebnis auch zu einem Widerspruch führen würde -, im 
Sinne der vorstehenden Ausführungen und des zu bestätigenden regierungsrätli-
chen Entscheides für die Kostentragung der Internatskosten auf das zivilrechtli-
che Kindes- und Kindesschutzrecht sowie subsidiär das Sozialhilferecht abzu-
stellen, gleichzeitig aber gestützt auf die Volksschulgesetzgebung den auf die El-
tern entfallenden Beitrag auf maximal Fr. 3'510.-- zu begrenzen (wobei hierfür 
subsidiär das Sozialhilferecht zur Anwendung kommt). 

Soweit die Zuweisung des Schülers ins K.________ als Anordnung der KESB zu 
qualifizieren ist, wäre zum andern der Beschwerdeführer diesbezüglich an und 
für sich nicht beschwerdebefugt (vgl. vorstehend Erw. 5.3.1).

6.3 Der angefochtene RRB erweist sich somit als rechtmässig und ist unter 
Abweisung der Beschwerde zu bestätigen. 

6.4 Abschliessend bleibt anzufügen, dass die Kostentragung bei angeordneten 
Massnahmen der KESB derzeit Gegenstand der kantonsrätlichen Motion 
M 11/19 "Fairer Kostenteiler für die Restkosten bei angeordneten Massnahmen 
durch die KESB" ist (RRB Nr. 282/2022 vom 29.3.2022; betreffend hälftige Über-
nahme der Folgekosten bei Kindesschutzmassnahmen durch Kanton und Ge-
meinden vgl. insbesondere S. 6 Ziff. 3.2.2). Für die vorliegende Beurteilung hat 
eine allfällig künftige Revision indes keine Bedeutung.

7. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten 
und Barauslagen) sind auf Fr. 1'500.-- festzusetzen und dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). Parteientschädigungen sind keine zuzuspre-
chen. 

25

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Er hat diesen Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids 
auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (2/R)
- die Beigeladenen (R; unter Beilage der Eingabe des Beschwerdeführers 

vom 5.10.2022)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage der Eingabe des Be-

schwerdeführers vom 5.10.2022)
- das Amt für Volksschulen (EB; unter Beilage der Eingabe des Be-

schwerdeführers vom 5.10.2022)
- das Departement des Innern (EB)
- und die KESB Innerschwyz (2/EB). 

Schwyz, 17. Oktober 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

26

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. Oktober 2022