# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ff1efbf-f554-5bf8-b320-8d9d8042d4f7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2025 F-7179/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7179-2025_2025-09-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7179/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Christa Preisig, 

mit Zustimmung von Richter Basil Cupa,  

Gerichtsschreiberin Meike Pauletzki. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren am (...),  

alias B._______, geboren am (...),  

alias C._______, geboren am (...),  

alias D._______, geboren am (...),  

je Burkina Faso,  

vertreten durch Marek Wieruszewski, Solidaritätsnetz Bern,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren ‒ Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 8. September 2025. 

 

 

 

F-7179/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer ersuchte am 8. Juli 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Dabei gab er an, am (…) 2007 geboren zu sein. Ein Abgleich mit der 

europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er zuvor 

am 23. August 2023 in Deutschland und am 12. Juni 2023 in Italien Asyl 

beantragt hatte.  

A.b Auf ein entsprechendes Informationsersuchen der Vorinstanz teilten 

die deutschen Behörden am 11. Juli 2025 mit, dass der Beschwerdeführer 

dort keine Identitätsdokumente vorgelegt und vorgebracht habe, volljährig 

zu sein. Gestützt auf seine Angaben sei er mit den Geburtsdaten (…) 2005 

alias (…) 2007 und (…) 2007 registriert. Mit Entscheid vom 7. März 2025 

sei sein Asylantrag erstinstanzlich abgelehnt und er zur Ausreise verpflich-

tet worden.  

A.c Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 15. Juli 2025 im 

Rahmen der Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende 

(Erstbefragung UMA) unter anderem das rechtliche Gehör zu einem allfäl-

ligen Nichteintretensentscheid und der Möglichkeit der Überstellung nach 

Deutschland, dessen Zuständigkeit für die Durchführung seines Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens grundsätzlich in Frage komme. Ferner wurde er 

zu seinem Gesundheitszustand befragt und ihm wurde der Ablauf einer 

möglichen medizinischen Altersabklärung erläutert. Da er vorbrachte, am 

(…) 2008 geboren zu sein, wurde sein Geburtsdatum im Zentralen Migra-

tionsinformationssystem (ZEMIS) entsprechend angepasst.  

A.d In der Folge gab die Vorinstanz ein Gutachten zur Altersschätzung in 

Auftrag, welches das Institut für Rechtsmedizin der Universität E._______ 

am 24. Juli 2025 erstattete. Am 4. August 2025 gewährte die Vorinstanz 

dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Änderung 

seines Geburtsdatums im ZEMIS auf den (…) 2007. Die Stellungnahme 

des Beschwerdeführers datiert vom 7. August 2025. Am 19. August 2025 

passte die Vorinstanz sein Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) 2007 an 

und versah den Eintrag mit einem Bestreitungsvermerk. 

A.e Die deutschen Behörden hiessen das Wiederaufnahmegesuch der 

Vorinstanz gestützt auf das Dublin-Abkommen am 3. September 2025 gut.  

A.f Mit Verfügung vom 8. September 2025 (eröffnet am 10. September 

2025) trat die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 

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Seite 3 

ein, ordnete seine Wegweisung nach Deutschland an, forderte ihn auf, die 

Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefirst zu verlassen, und beauf-

tragte den zuständigen Kanton mit dem Wegweisungsvollzug (Dispositiv-

ziffern 1-4). Fener händigte sie ihm die editionspflichtigen Akten aus (Dis-

positivziffer 5). Schliesslich hielt sie fest, dass sein Geburtsdatum im 

ZEMIS auf den (…) 2007 lautet und mit einem Bestreitungsvermerk verse-

hen ist (Dispositivziffer 6), und eine allfällige Beschwerde keine aufschie-

bende Wirkung hat (Dispositivziffer 7).  

B.  

B.a Mit Rechtsmitteleingabe vom 17. September 2025 gelangte der Be-

schwerdeführer ans Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die vor-

instanzliche Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, 

sein Asylgesuch zu prüfen. Eventualiter sei die Sache zur Vervollständi-

gung des Sachverhalts und neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen. Ferner sei sein Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) 2007 zu 

korrigieren. In prozessualer Hinsicht ersuchte er darum, der Beschwerde 

die aufschiebende Wirkung zu erteilen und ihm die unentgeltliche Prozess-

führung zu gewähren.  

B.b Am 19. September 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen super-

provisorischen Vollzugsstopp an. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Nichteintretensent-

scheid betreffend das Asylgesuch des Beschwerdeführers und dessen 

Wegweisung (Dispositivziffern 1-4 der angefochtenen Verfügung) als auch 

gegen die Datenänderung im ZEMIS (Dispositivziffer 6 der angefochtenen 

Verfügung). Das Beschwerdeverfahren betreffend Datenänderung im 

ZEMIS wird separat vom vorliegenden Verfahren unter der Geschäftsnum-

mer F-7253/2025 geführt. Die diesbezüglichen Beschwerdebegehren sind 

somit nicht im vorliegenden Verfahren zu behandeln. 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Behandlung der Beschwerde 

zuständig (Art. 105 AsylG [SR 142.31], Art. 31 ff. VGG) und die Sachur-

teilsvoraussetzungen (Art. 48 Abs. 1 VwVG [Legitimation], Art. 108 Abs. 3 

AsylG [Frist] und Art. 52 Abs. 1 VwVG [Form]) sind erfüllt, sodass auf die 

Beschwerde einzutreten ist. 

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Seite 4 

1.3 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a AsylG). 

2.  

2.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt die Vorinstanz in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

2.2 Vorliegend richtet sich die staatsvertragliche Zuständigkeit für das Asyl- 

und Wegweisungsverfahren unstrittig nach der Dublin-III-VO (vollständige 

Referenz: Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist). Gemäss Art. 3 

Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem einzigen Mitgliedstaat 

geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III als zuständiger Staat be-

stimmt wird (vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO).  

2.3 Im Fall einer minderjährigen Person ohne familiäre Anknüpfungspunkte 

zu einem anderen Mitgliedstaat ist gemäss Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO der 

Mitgliedstaat zuständig, in dem sie ihren Antrag gestellt hat, sofern es ih-

rem Wohl dient. Hat sie in mehr als einem Mitgliedstaat einen Asylantrag 

gestellt, ist derjenige Mitgliedstaat zuständig, in dem sie sich aufhält, nach-

dem sie dort einen Asylantrag gestellt hat (vgl. Urteil des EuGH vom 6. Juni 

2013 in der Rechtssache C-648/11, M.A., B.T. und D.A. vs. Vereinigtes Kö-

nigreich, Rn. 66; statt vieler Urteil des BVGer F-2948/2024 vom 3. Dezem-

ber 2024 E. 4.2). Unbegleitete minderjährige Personen sind damit vom 

Wiederaufnahmeverfahren ausgenommen und es besteht bei festzustel-

lender Minderjährigkeit eine vorrangige Zuständigkeit der Schweiz. 

2.4 Als minderjährig gilt eine asylsuchende Person unter 18 Jahren (Art. 2 

Bst. i Dublin-III-VO). Die Beweislast für die Minderjährigkeit liegt im Asyl-

verfahren grundsätzlich bei der gesuchstellenden Person und diese ist zu-

mindest glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.3, 2018 VI/3 

E. 4.2.3). Im Rahmen einer Gesamtwürdigung sind sämtliche Anhalts-

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punkte, die für oder gegen die Richtigkeit der Altersangaben sprechen, ab-

zuwägen. Wesentlich sind für echt befundene Identitätspapiere oder ei-

gene Angaben der betroffenen Person (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5). Das 

Ergebnis eines Altersgutachtens stellt nur ein Element bei der Beurteilung 

der Frage der Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Minderjährigkeit 

dar (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer reicht mit der Beschwerde erstmals eine Kopie 

eines Auszugs seiner Geburtsurkunde vom 5. November 2014 ein, wonach 

er am (…) 2007 geboren wurde. Das Dokument wurde angeblich am 

29. November 2021 in seiner Heimatgemeinde in Burkina Faso ausgestellt 

(Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 1 ‒ Beilagen). Dieses in Ko-

pie eingereichte Dokument enthält keine Sicherheitsmerkmale, sodass es 

leicht fälschbar und käuflich erwerbbar ist. Überdies kann der Beschwer-

deführer die Herkunft dieses Dokuments nicht erklären. So gab er bei der 

Erstbefragung UMA an, er habe alle Identitätsdokumente – auch die Ge-

burtsurkunde – in seinem Heimatdorf verloren (Vorakten [SEM-act.] 19 

F/A 4.04), bringt nun aber vor, seine Mutter ‒ zu der er keinen Kontakt 

mehr habe (SEM-act. 16 F/A 3.01) ‒ habe ihm eine Kopie der Geburtsur-

kunde geschickt (BVGer-act. 1 S. 2 f.). Angesichts dieser Widersprüche 

kommt dem Dokument nur ein sehr geringer Beweiswert zu. Doch selbst 

wenn man die Authentizität dieses Dokuments unterstellt, so kann es die 

geltend gemachte Minderjährigkeit des Beschwerdeführers nicht stützen. 

Wäre er tatsächlich am (...) geboren, so wäre er im Zeitpunkt seines Asyl-

gesuchs in der Schweiz vom 8. Juli 2025 bereits 18 Jahre und (…) alt und 

somit volljährig im gewesen. Folglich liegen keine rechtsgenügenden Iden-

titätspapiere des Beschwerdeführers vor, die seine Minderjährigkeit bele-

gen würden.  

3.2 Das Altersgutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität 

E._______ vom 24. Juli 2025 ergibt beim Beschwerdeführer ein durch-

schnittliches Lebensalter von 19.5 bis 21.4 Jahren und ein Mindestalter 

von 17.38 Jahren (SEM-act. 23 S. 5). Rechtsprechungsgemäss lässt sich 

anhand der medizinischen Altersabklärung keine Aussage zur Minder- res-

pektive Volljährigkeit einer Person machen, wenn das Mindestalter bei der 

Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und der zahnärztlichen Un-

tersuchung unter 18 Jahren liegt. Diesfalls ist sowohl eine Voll- als auch 

eine Minderjährigkeit möglich, ohne dass sich eine verlässliche Aussage 

darüber machen lässt, was wahrscheinlicher ist (vgl. BVGE 2018 VI/3 

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Seite 6 

E. 4.2.2). Folglich kann das vorliegende Altersgutachten weder als Indiz für 

noch gegen die Minderjährigkeit des Beschwerdeführers gewertet werden. 

3.3 Gemäss Auskunft der deutschen Behörden vom 11. Juli 2005 wurde 

der Beschwerdeführer dort mit den Geburtsdaten (...) 2005, (…) 2007 und 

(...) 2007 registriert (SEM-act. 16 S. 3). Der Beschwerdeführer kann nicht 

nachvollziehbar erklären, wie es zu dieser angeblich falschen Registrie-

rung kam und weshalb er sich nicht um deren Berichtigung bemühte (vgl. 

SEM-act. 19 F/A 2.06 und 8.01). Daher ist der Umstand, dass er in 

Deutschland mit anderen Geburtsdaten registriert wurde, als Indiz gegen 

seine vorgebrachte Minderjährigkeit zu qualifizieren. 

3.4 Der Beschwerdeführer gab sein Geburtsdatum auch in der Schweiz 

nicht konsistent an. So notierte er auf dem Personalienblatt für Asyl-

suchende, am (…) 2007 geboren zu sein (SEM-act. 2), korrigierte dies an 

der Erstbefragung UMA auf den (...) 2008 (SEM-act. 19 F/A 1.06) und mit 

Beschwerde schliesslich auf den (...) 2007 (BVGer-act. 1). Seine 

Ausführungen, er kenne weder sein Geburtsdatum noch sein Alter genau 

(vgl. SEM-act. 19 F/A 1.06), da diese in seinem Leben noch nie eine 

Bedeutung gehabt hätten (vgl. BVGer-act. 1 S. 3), können diese Ab-

weichungen nicht plausibilisieren. Vielmehr ist aufgrund seiner Reiseroute, 

der eingereichten Kopie des Auszugs seiner Geburtsurkunde und seines 

Asylverfahrens in Deutschland davon auszugehen, dass er sein Alter und 

Geburtsdatum spätestens im Zeitpunkt seines Asylgesuchs in der Schweiz 

kannte, mindestens aber fundierte Angaben dazu hätte machen können.  

Anlässlich der Erstbefragung UMA vom 15. Juli 2025 konnte der Beschwer-

deführer sein vorgebrachtes Geburtsdatum und Alter nicht ins Verhältnis 

zu seiner Biografie setzen. Mithin konnte er nicht angeben, mit welchem 

Alter oder in welchen Jahren er die Grundschule in Burkina Faso besucht 

und was er hernach bis zu seiner Ausreise getan hatte. Auch gab er an, 

sein Heimatland im Jahr 2019 verlassen zu haben, und sogleich, dass er 

nicht mehr wisse, wann dies gewesen sei. Auch führte er zunächst aus, 

damals 18 Jahre alt gewesen zu sein, und korrigierte dies umgehend auf 

14 Jahre (vgl. SEM-act. 19 F/A 5.01). Sofern er Burkina Faso tatsächlich 

im Jahr 2019 als 14-Jähriger verlassen hat, wäre er im Zeitpunkt seines 

Asylgesuchs in der Schweiz mindestens 19 Jahre alt und somit volljährig 

gewesen. Diese vagen, teils offenkundig widersprüchlichen und nicht 

überprüfbaren Aussagen lassen stark an der Glaubhaftigkeit seiner 

biografischen Angaben zweifeln. Insgesamt weckt sein Aussageverhalten 

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ernsthafte Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner Angaben, sodass es als 

Indiz gegen seine vorgebrachte Minderjährigkeit zu werten ist. 

3.5 In einer Gesamtbetrachtung gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, 

seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. Da er somit als Volljähriger 

gilt, ist er vom Wiederaufnahmeverfahren nicht ausgenommen.  

4.  

4.1 Im Rahmen des Wiederaufnahmeverfahrens erwog die Vorinstanz kor-

rekt, dass der Beschwerdeführer zuletzt am 23. August 2023 in Deutsch-

land um Asyl ersucht hatte und daher grundsätzlich Deutschland für die 

Durchführung seines Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständig ist (vgl. 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO). Die deutschen Behörden erkannten 

ihre Zuständigkeit am 3. September 2025 denn auch explizit an. Weiter er-

wog die Vorinstanz zu Recht, dass das deutsche Asyl- und Aufnahmesys-

tem rechtsprechungsgemäss keine systemischen Schwachstellen auf-

weist, aufgrund derer die Zuständigkeit auf die Schweiz überginge (vgl. 

Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO), und vorliegend keine völkerrechtlichen Voll-

zugshindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbstein-

tritt verpflichten würden (vgl. Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO). Dabei berück-

sichtigte sie insbesondere, dass der Beschwerdeführer vorbrachte, er habe 

in Deutschland einen negativen Asylentscheid erhalten, keine Arbeit gefun-

den und die Sprache nicht verstanden. Sie wies darauf hin, dass persönli-

che Präferenzen nicht rechtserheblich sind und er sich an die deutschen 

Behörden und karitativen Organisationen wenden kann, um die benötigte 

Unterstützung zu erhalten. Ferner erwog sie korrekt, dass die Gesundheits-

situation des Beschwerdeführers (Hauttrockenheit und -flecken, Grübeln 

und Schlafprobleme) nicht derart gravierend ist, dass sie einer Überstel-

lung nach Deutschland entgegenstünde. Schliesslich sah sie in rechtsfeh-

lerfreier Ausübung des ihr zustehenden Ermessens von einem freiwilligen 

Selbsteintritt der Schweiz ab (vgl. Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [SR 142.311]). Sie trat 

demnach zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein 

(vgl. Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG) und ordnete seine Wegweisung nach 

Deutschland an (vgl. Art. 44 AsylG; zum Ganzen: SEM-act. 33 S. 5 ff.).  

4.2 Der Beschwerdeführer brachte neben den Argumenten betreffend 

seine Minderjährigkeit, die er indes nicht glaubhaft machen konnte, mit der 

Beschwerde keine Gründe vor, die etwas an der Zuständigkeit Deutsch-

lands für die Durchführung seines Asyl- und Wegweisungsverfahren än-

dern könnten. Solche sind auch aus den Akten nicht ersichtlich. Es kann 

auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden.  

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Seite 8 

5.  

Soweit der Beschwerdeführer mit seinem nicht begründeten Eventualan-

trag auf Rückweisung der Sache zur Vervollständigung des Sachverhalts 

sinngemäss eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung rügt, ist ihm nicht 

zu folgen. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt rechtsgenüglich erstellt. Im 

Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass auch die neu eingereichte Kopie ei-

nes Auszugs seiner Geburtsurkunde nicht belegen kann, dass er im Zeit-

punkt seines Asylgesuchs in der Schweiz minderjährig war (vgl. E. 3.1). 

Dass der Beschwerdeführer die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen nicht 

teilt, begründet keine unvollständige Sachverhaltsabklärung, sondern be-

trifft deren rechtliche Würdigung. Folglich ist der Eventualantrag, die Sache 

sei zur Vervollständigung des Sachverhalts und Neubeurteilung an die Vor-

instanz zurückzuweisen, abzuweisen.  

6.  

Im Ergebnis erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtmässig (vgl. 

Art. 106 Abs. 1 AsylG) und die Beschwerde ist abzuweisen. Mit diesem Ur-

teil fällt der angeordnete Vollzugsstopp dahin und das Gesuch um auf-

schiebende Wirkung der Beschwerde wird gegenstandslos. 

7.  

7.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da die Rechtsbegehren ‒ wie es sich aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt ‒ als aussichtslos zu bezeichnen waren (vgl. Art. 65 

Abs. 1 VwVG). 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.‒ festzusetzen (vgl. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[SR 173.320.2]). Eine Parteientschädigung fällt ausgangsgemäss ausser 

Betracht (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

8.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren betreffend Datenänderung im ZEMIS wird vom 

vorliegenden Verfahren getrennt und unter der Geschäftsnummer 

F-7253/2025 geführt.  

2.  

Die Beschwerde gegen den Nichteintretens- und Wegweisungsentscheid 

wird abgewiesen.  

3.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen.  

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden 

Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Meike Pauletzki