# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2afe4b7-73d8-5b5a-8962-78b971362475
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 08.08.2019 I 2019 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2019-40_2019-08-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2019 40

Entscheid vom 8. August 2019

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb ________1970, von Serbien und Montenegro, verheira-
tet, 2 Kinder) reiste erstmals im Februar 1993 in die Schweiz ein (vgl. IV-act. 3). 
Von 1995 bis 1997 war er als Akkordmaurer bei einer Firma in Oberiberg und ab 
1998 bei der Firma C.________. erwerbstätig (vgl. IV-act. 23). Am 20. Februar 
2007 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 30. April 2007 mit der 
Begründung, dass A.________ seit dem 22. August 2006 krankgeschrieben sei 
(IV-act. 7-8/10). Am 10. Juli 2007 ging bei der IV-Stelle eine IV-Anmeldung ein; 
die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden mit "Bandscheiben L5/S1" um-
schrieben (IV-act. 1-6/8). 

B. Nach Abklärungen teilte die IV-Stelle am 23. April 2008 mit, dass Beratung 
und Unterstützung bei der Stellensuche durch die IV-Stellenvermittlung gewährt 
werde (IV-act. 20). Am 18. Dezember 2008 erteilte die IV-Stelle Kostengutspra-
che für ein Arbeitstraining beim Verein D.________ (bis zum 30. Januar 2009; 
vgl. IV-act. 33). Mit Vorbescheid vom 10. Februar 2009 kündigte die IV-Stelle an, 
keine IV-Rentenleistungen zuzusprechen (IV-act. 39). An diesem Ergebnis hielt 
die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Juni 2009 fest (IV-act. 45). Dagegen wurde 
keine Beschwerde erhoben. Seit dem 6. April 2010 arbeitete A.________ als 
Mitarbeiter Betonproduktion bei der Firma E.________ AG (vgl. IV-act. 54-1/46). 
Diese Anstellung wurde von der Arbeitgeberfirma aus wirtschaftlichen Gründen 
am 22. Dezember 2017 per Ende März 2018 gekündigt (IV-act. 54-7/46 i.V.m. 
54-1/46, Ziff. 2.1). 

C. Am 22. Januar 2018 ging bei der IV-Stelle eine erneute IV-Anmeldung ein, 
wobei die gesundheitlichen Probleme mit "Bandscheibenvorfall L4 und L5, L5 S1" 
umschrieben wurden (IV-act. 47-6/8). Am 5. März 2018 fand bei der IV-Stelle ein 
Abklärungsgespräch statt (IV-act. 59). Das von der F.________ Versicherung 
(als Taggeld-Versicherer) eingeholte orthopädische Gutachten vom 4. April 2018 
ging am 16. April 2018 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 60). Dazu nahm die RAD-
Ärztin G.________ am 14. August 2018 Stellung (IV-act. 64-4f./5). Mit Vorbe-
scheid vom 20. August 2018 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren 
abzuweisen (IV-act. 65). Dagegen liess A.________ mit Eingaben vom 20. Sep-
tember 2018 und vom 6. Dezember 2018 Einwände erheben (IV-act. 66 und 71). 
Der RAD-Arzt Dr.med. H.________ befasste sich am 14. März 2019 mit den ak-
tuellsten medizinischen Unterlagen (vgl. IV-act. 79-7/7). Am 5. April 2019 verfüg-
te die IV-Stelle, dass der Rentenanspruch abgewiesen werde (IV-act. 81). Glei-
chentags teilte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter von A.________ mit, die Kosten 

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für Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten 
im Hinblick auf Umschulungsmassnahmen zu übernehmen (IV-act. 83).

D. Gegen die am 10. April 2018 eingegangene Verfügung vom 5. April 2019 
liess A.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach Art. 38 
Abs. 4 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. Art. 60 ATSG) rechtzeitig am 27. Mai 2019 
(= Montag) beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Es sei die Verfügung vom 05.04.2019 aufzuheben.

2. Es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, 
insbesondere Rente.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Vernehmlassung vom 16. Juli 2019 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Artikel 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 
831.20) korrespondiert mit Art. 2 ATSG, wonach die Bestimmungen des 2003 in 
Kraft getretenen ATSG auf die bundesrechtlich geregelten Sozialversicherungen 
anwendbar sind, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es 
vorsehen. Das ATSG ist auf die IV integral anwendbar, ausgenommen sind auf-
grund des Umkehrschlusses aus Art. 1 Abs. 1 IVG gewisse hier nicht interessie-
rende Bereiche (vgl. Ulrich Meyer/ Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bun-
desgerichts zum IVG, 3. Aufl., 2014, N 1 zu Art. 1 IVG mit Hinweisen). 

1.2 Nach Art. 61 ATSG verbleibt - soweit nicht bundesrechtliche Mindestvor-
schriften zu beachten sind - die Regelung des Verfahrens vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht (im Kanton Schwyz: Verwaltungsgericht, vgl. § 16 Abs. 2 
lit. a des kantonalen Justizgesetzes, JG, SRSZ 231.110) beim kantonalen Recht.

1.3 Nach konstanter Praxis wird der Umfang der Tätigkeit des Verwaltungs-
gerichts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand abgegrenzt. 
Es kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was auch Gegen-
stand der zugrunde liegenden Verfügung war bzw. nach richtiger Gesetzesaus-
legung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste Instanz bzw. die 
Vorinstanz zu Recht nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich 
des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt vieler VGE III 2010 
211 vom 1.3.2011 Erw. 1.1 mit Hinweisen auf VGE III 2008 123 vom 29.10.2008 

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Erw. 1.2; VGE 862/06 vom 28.6.2006 Erw. 1.2; VGE 112+130/02 vom 29.1.2003 
Erw. 3a, Prot. S. 219; Kölz/ Bosshart/ Röhl, Kommentar zum VRG-Zürich, N 86 
S. 321f.; EVG-SZ 1979, S. 122).

1.4 Soweit der Beschwerdeführer vor Gericht einen Anspruch auf ein Warte-
zeittaggeld geltend macht, verhält es sich so, dass die IV-Stelle hinsichtlich eines 
solchen Leistungsanspruchs noch nicht entschieden hat. In der entsprechenden 
Mitteilung vom 5. April 2019 wurde ausdrücklich festgehalten, dass zum einen 
die Kosten für Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungs-
möglichkeiten von der IV übernommen werden, wobei über das weitere Vorge-
hen (inkl. Erstgespräch) mit separatem Schreiben informiert werde. Zum andern 
betonte die IV-Stelle ausdrücklich, dass mit dieser Mitteilung vom 5. April 2019 
das Verfahren nicht abgeschossen werde und dass allfällige weitere Leistungs-
ansprüche (wozu auch ein allfälliges Wartezeittaggeld gehört) noch geprüft 
würden (vgl. IV-act. 83-1/2). 

1.5.1  Bei dieser Sachlage gehört die Fragestellung, ob der Versicherte Anspruch 
auf ein Wartezeittaggeld hat, nicht zum Gegenstand der angefochtenen Ver-
fügung (welche einen Anspruch auf eine IV-Rente verneint). Damit kann auf die 
vorliegende Beschwerde, soweit damit das angesprochene Taggeld gefordert 
wird, hier nicht eingetreten werden. 

1.5.2  An diesem Ergebnis vermögen die Ausführungen in der Beschwerde 
(Ziff. 24 bis 26) nichts zu ändern. Diesbezüglich wurde in der vorinstanzlichen 
Vernehmlassung (Ziff. 6) überzeugend dargelegt, dass bereits im aktuellen Ver-
fahrensstand - ohne Umschulungsmassnahme - eine rentenerhebliche Ein-
schränkung von mindestens 40% nicht ersichtlich ist (siehe dazu noch nachfol-
gend). Diesen vorinstanzlichen Ausführungen ist uneingeschränkt beizupflichten. 
Abgesehen davon spricht für das vorinstanzliche Vorgehen die Erfahrungstat-
sache, dass grundsätzlich die Motivation eines gesundheitlich angeschlagenen 
Versicherten für eine Umschulungsmassnahme i.d.R. grösser ist, wenn bereits 
feststeht, dass kein Rentenanspruch besteht, bzw. umgekehrt die Motivation für 
eine Umschulung zögerlich bzw. zurückhaltend ausfallen kann, wenn und soweit 
der Versicherte damit rechnet, bei einem Scheitern der Umschulungsmass-
nahmen IV-Rentenleistungen zu erhalten.

2.1 Nach Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG gilt als Invali-
dität die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursach-
te, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 
Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des 
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheit-

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lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

2.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, a.a.O., 3. A., Art. 28a N 27).

2.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbs-
unfähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

2.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

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2.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

2.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

2.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

2.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3; BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

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3. Den vorliegenden Akten sind zur gesundheitlichen Situation des 
Versicherten die nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

3.1 Nach der ersten IV-Anmeldung vom 10. Juli 2007 stellte Prof. Dr.med. 
I.________ (Orthopäd. Chirurgie FMH) am 9. August 2007 die Diagnose eines 
chronischen lumbospondylogenen bis intermittierenden lumboradikulären Reiz-
syndroms L5/S1 rechts bei Diskushernie L5/S1 sowie segmentaler Dysfunktion 
L5/S1, paravertebral Myogelosen lumbosakral, Beckenhochstand rechts, sowie 
linkskonvexer Skoliose lumbal. Die Arbeitsfähigkeit für den angestammten Beruf 
als ungelernter Bauarbeiter veranschlagte dieser Arzt auf 50%, derweil für leich-
tere Tätigkeiten der Versicherte zu 100% arbeitsfähig sei (IV-act. 8-1/9). Dabei 
verwies Prof. Dr.med. I.________ auf eine Rücksprache mit Dr.med. J.________ 
(leitender Arzt für manuelle Medizin an der K.________-Klinik), wonach dem 
Versicherten leichte körperliche Tätigkeiten in vollem Umfange, d.h. mehr als 
8 Stunden pro Tag, zumutbar seien (vgl. IV-act. 8-7/9, Ziff. 2.2.1; siehe auch 
IV-act. 11-1/8). Im Einklang damit steht auch, dass der Versicherte seit dem 
1. August 2007 bei der Arbeitslosenversicherung als 100% vermittlungsfähig galt 
(vgl. IV-act. 12). 

3.2 Am 30. Oktober 2007 wurde der Versicherte im Spital L.________ operiert 
(mikrochirurgische Diskektomie L5/S1 rechts). Nach einer Kontrolle vom 
28. Dezember 2007 führte der Operateur (Dr.med. M.________, FMH für 
Neurochirurgie/ Wirbelsäulenchirurgie) im Bericht vom 21. Januar 2008 aus, dass 
die Lumbalgien und Lumboischialgie rechts postoperativ völlig rückläufig seien. 
Aus neurochirurgischer Sicht bestehe ab 1. Dezember 2007 für eine leichte bis 
mittelschwere Arbeit eine Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-act. 17-1f./4). 

3.3 Am 18. Dezember 2008 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein 
Arbeitstraining beim Verein D.________ (vgl. IV-act. 33). Im Schlussbericht vom 
29. Januar 2009 wurde vermerkt, dass der Versicherte in einer leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei und - abgesehen von einigen 
Krankheitstagen - gute Leistungen erbracht habe. Eine Verlängerung der 
Massnahme wurde nicht erwogen, weil keine Verbesserung der Motivation des 
Versicherten feststellbar sei (IV-act. 37).

3.4 Der Hausarzt Dr.med. N.________ (FMH Allgemeinmedizin) attestierte in 
einem ärztlichen Zeugnis vom 9. April 2009, dass der Versicherte an chronischen 
Rückenbeschwerden leide, indes eine wechselbelastende Tätigkeit sehr zu 
empfehlen sei (IV-act. 43).

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3.5 Nachdem die IV-Stelle am 3. Juni 2009 einen Rentenanspruch verneint 
hatte (IV-act. 45), nahm der Versicherte am 6. April 2010 bei der Firma 
E.________ AG eine Erwerbsarbeit zu 100% als Mitarbeiter in der 
Betonproduktion auf (vgl. IV-act. 54-2/46).

3.6 In den anschliessenden Jahren sind folgende ärztlich bescheinigte 
Arbeitsunfähigkeiten aktenkundig (ohne nähere Angaben zur jeweiligen 
gesundheitlichen Beeinträchtigung):

Ärztliches Zeugnis durch Zeitdauer Arbeitsunfähigkeit Actorum
Dr.med. N.________ 18.08.11 - 26.08.11 100% 54-46/46

" 24.05.14 - 30.05.14 100% 54-45/46

" 24.10.14 - 31.10.14 100% 54-44/46

" 02.07.15 - 07.07.15 100% 54-43/46

" 20.06.16 - 28.06.16 100% 54-38/46

Dr.med. M.________ 29.09.16 - 03.10.16 100% 54-36/46

Spital L.________ 12.01.17 - 25.01.17 100% 54-35/46

Dr.med. N.________ 23.01.17 - 27.01.17 100% 54-33/46

" 28.01.17 - 10.02.17 100% 54-34/46

Dr.med. O.________ 17.02.17 - 17.03.17 100% 54-32/46

" 18.03.17 - 07.04.17 100% 54-31/46

" 08.04.17 - 03.05.17 100% 54-29/46

" 04.05.17 - 31.05.17   50% 54-28/46

" 04.05.17 - 19.05.17 100% 54-26/46

" 20.05.17 - 04.06.17 100% 54-25/46

" 06.06.17 100% 54-24/46

" 07.06.17 - 23.06.17   50% 54-24/46

Dr.med. N.________ 17.07.17 - 21.07.17 100% 54-23/46

" 01.01.18 - 20.01.18 100% 54-14/46

" 21.01.18 - 31.01.18 100% 54-13/46

" 01.02.18 - 02.03.18 100% 54-12/46

3.7 In einem Bericht vom 8. Februar 2018 an die IV-Stelle führte der Hausarzt 
Dr.med. N.________ u.a. was folgt aus (IV-act. 56):

1.1 Ursache der Arbeitsunfähigkeit
Krankheit

Diagnosen
1) St.n. mikrochirurgischer Dekompression L4/5 linksseitig mit 

Sequestrektomie am 22.07.2017 (auswärts in der Türkei, türkischer OP-
Bericht vorliegend) bei bekannter linksseitiger Schmerzsymptomatik im 
Distributionsgebiet L5/S1 linksseitig bei bekannten Spinalkanalengen 
hinsichtlich der Wurzel L5 beziehungsweise S1 linksseitig

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2) St.n. Diskushernienoperation L5/SWK1 rechtsseitig 2007
(…)

1.4 Anamnese
Seit Jahren gibt es beim oben genannten Patienten ein Rückenproblem und eine 
Diskushernienproblematik mit radikulärer Schmerzhaftigkeit. Er wurde schon im 
Jahre 2007 durch den Kollegen M.________ in L.________ wegen Diskushernie 
L5/S1 rechts operiert. Dann immer wieder Mal Schmerzen und Physiotherapien. 
Ebenfalls folgte Überweisung an Dr. P.________, Q.________-klinik. Später im 
Verlauf notfallmässige Operation in der Türkei (siehe Beilagen). MRI der LWS 
2014 und wegen therapierefraktärem Verlaufes Überweisung Januar 2017, Dr. 
O.________, Orthopädie, wo er mehrere Male war. Hatte Physio, musste dann 
aber dennoch notfallmässig in der Türkei operieren. Aktuell kann er seinen Beruf 
(Bau von Transformatorenhäuser, Eisenbinden, Betongiessen) nicht mehr 
ausführen. Das heisst Lastentragen geht nicht mehr.
(…)

Prognose
Es muss eine andere Arbeit ausgeführt werden, diesen Beruf kann er nicht mehr 
ausführen, trotz Operation, fachärztlicher Unterstützung, Analgetika, 
Antiphlogistika und Physiotherapie usw. 

Des Weiteren umschrieb der Hausarzt konkret, welche wechselbelastende 
Tätigkeiten (ohne Heben von Lasten, vermeiden von Kauern, Knien und langem 
Bücken etc.) für den Versicherten noch zumutbar seien (IV-act. 56-4f./5).

3.8 Im Auftrage des Taggeldversicherers (F.________) wurde der Versicherte 
von Dr.med. R.________ (Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates FMH) am 6. März 2018 untersucht. Das orthopädische Gut-
achten vom 4. April 2018 basiert auf einer kurzen Zusammenfassung der zur 
Verfügung gestellten medizinischen Berichte (= IV-act. 60-4/14) sowie den klini-
schen Untersuchungsbefunden, welche die Halswirbelsäule, die Brust-/Lenden-
wirbelsäule, die oberen Extremitäten (Schultergelenke), die Ellenbogengelenke, 
die Handgelenke (Hand), die unteren Extremitäten (Hüftgelenke, Kniegelenke, 
Sprunggelenke/Füsse sowie den orthopädisch-neurologischen Status betreffen 
(vgl. IV-act. 60-5/14 bis 60-9/14). Der Gutachter stellte folgende Diagnosen (IV-
act. 60-10/14 oben):

Status nach mikrochirurgischer Dekompression L4/5 linksseitig mit Sequestrekto-
mie am 22.07.2015 (recte wohl: 22.07.2017) und Status nach Diskushernienopera-
tion LWK5/SWK1 rechtsseitig 2007.

Seine Beurteilung fasste der orthopädische Gutachter wie folgt zusammen (IV-
act. 60-10/14):

Herr … klagt über Lumbalgien ohne zuzuordnende radikuläre Ausbreitung, die sich 
nach der letzten Bandscheibenoperation gebessert, im Dezember 2017 jedoch er-
neut an Intensität zugenommen hätten.

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Bei der hiesigen klinischen Untersuchung findet sich keine radikuläre Defizitsym-
ptomatik. Auch die spontane Beweglichkeit der LWS ist als postoperativ gut zu be-
zeichnen. Für die gefundene Diskrepanz zwischen dem Finger-Boden-Abstand 
und dem Finger-Zehen-Abstand im Langsitz gibt es keine biologische Plausibilität. 
Aktenkundig beschrieben vom behandelnden Neurochirurgen Dr. O.________ sind 
bekannte Spinalkanalengen hinsichtlich der Wurzel L5 beziehungsweise S1 links-
seitig.
Der Status nach zweimaliger Diskushernienoperation schränkt die Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten dauerhaft ein. Körperlich schwere Arbeiten, wie in der ange-
stammten Tätigkeit als Betonbauarbeiter (Armierungsschweissen, Montieren und 
Demontieren von Betonschalungen) sind auf Dauer nicht mehr leistbar (Arbeits-
fähigkeit 0%). Für körperlich leichte Arbeiten, bevorzugt in wechselbelastenden 
oder sitzenden Körperhaltungen, besteht aus orthopädischer Sicht jedoch eine 
Arbeitsfähigkeit von 100%, da die hier zu beobachtende spontane Mobilität nicht 
namhaft limitiert war.

3.9 Die RAD-Ärztin G.________ beurteilte das orthopädische Gutachten vom 
4. April 2018 am 14. August 2018 als schlüssig und nachvollziehbar, weshalb 
darauf abgestellt werden könne. Aus versicherungsmedizinischer Sicht wurde 
das ergonomische Profil von zumutbaren Tätigkeiten wie folgt präzisiert (IV-act. 
64-4/5):

Maximal körperlich leichte-mittelschwere Arbeiten; kein überdurchschnittlich häufi-
ges Heben und Tragen von mittelschweren Lasten. Kein Heben und Tragen von 
schweren Lasten. Ausgewogene Wechselbelastung mit etwa gleichen Anteilen von 
Gehen, Stehen, Sitzen. Kein häufiges Bücken, Rumpf- und Kopfdrehbewegungen, 
Haltungs- und Bewegungsmonotonien, Zwangshaltungen wie länger anhaltende 
Arbeit in niedrigen Räumen unter ein Meter Höhe, die eine extreme Rumpfvorbeu-
ge erfordern, sind zu vermeiden.

3.10.1 Am 22. August 2018 erfolgte eine Verlaufskontrolle in der Q.________-
klinik. Dr.med. O.________ berichtete am 26. August 2018 dem Hausarzt 
Dr.med. N.________, dass der Versicherte nach wie vor über lumbale Schmer-
zen berichte. Diese Schmerzen seien belastungsabhängig ohne sensomotori-
sche Defizite bzw. radikuläre Reizsymptomatik. Der Versicherte möchte Pilates in 
Anspruch nehmen; dagegen sei nichts einzuwenden. Pilates könne durchaus 
helfen, die Muskelstabilität des Rumpfes zu verbessern. Eine weitere Verlaufs-
kontrolle sei in einem Monat geplant (IV-act. 69-18/22).

3.10.2 In einem Kurzbericht vom 1. Oktober 2018 an den Rechtsvertreter des 
Versicherten führte der Hausarzt Dr.med. N.________ u.a. aus, dass sein Patient 
mit langer Vorgeschichte hinsichtlich Rückenproblemen versuchsweise zu 50% 
anfangen zu arbeiten könne, mit Steigerung der Arbeitsfähigkeit im weiteren Ver-
lauf; er brauche auch noch Physiotherapie. Abschliessend hielt der Hausarzt fest 
(IV-act. 72):

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Auf lange Sicht sehe ich, dass er in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeits-
fähig sein wird. Dies ist wichtig, damit er nicht lange Arbeitsausfallszeiten hat. Ich 
habe ihm empfohlen, dringend sich um eine andere Arbeit zu bemühen (…).

3.10.3 Nach einer Verlaufskontrolle vom 30. Oktober 2018 berichtete Dr.med. 
O.________ dem Hausarzt Dr.med. N.________ am 31. Oktober 2018, dass der 
Versicherte im Moment vermehrte Lumboischialgien linksbetont aufweise, welche 
die Belastungsfähigkeit wiederum einschränken würden. Nach seiner Einschät-
zung könne derzeit lediglich mit einer Arbeitsfähigkeit von 50% gerechnet werden 
(für leichte, angepasste Tätigkeiten). Er werde den Patienten im Verlauf sehen 
und dann nochmals mit ihm über die Steigerung der Arbeitsfähigkeit sprechen. 
Ansonsten sehe er die Situation des Patienten "übereinstimmend mit Deinem 
Schreiben vom 01.10.2018 an den Juristen B.________" (vgl. IV-act. 69-21/22). 

3.10.4 In einem bei der IV-Stelle am 5. Februar 2019 eingegangenen ärztlichen 
Zeugnis attestierte Dr.med. O.________ für den Zeitraum vom 1. Februar 2019 
bis zum 28. Februar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 80% (IV-act. 74). 

3.11 Am 5. März 2019 unterbreitete der RAD-Arzt Dr.med. S.________ dem or-
thopädischen Dienst im RAD Zentralschweiz die Fragestellung, ob sinngemäss in 
Anbetracht der jüngsten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der behandelnden 
Ärzte die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit beurteilbar sei bzw. ob diesbe-
züglich noch weitere Abklärungen nötig seien (IV-act. 79-6/7). Dazu nahm der 
RAD-Arzt Dr.med. H.________ (Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates) am 14. März 2019 wie folgt Stellung (IV-
act. 79-7/7): 

Der Versicherte klagt weiterhin über Lumboischialgien linksseitig bei Z.n. Band-
scheibenoperation L4/5 und L5/S1 (kernspintomographisch nachgewiesene Rest-
protrusionen auf beiden Etagen). Bisher werden lediglich konservative Behandlun-
gen empfohlen, die Beschwerden sind wechselhaft. Dem Versicherten ist die an-
gestammte Tätigkeit auf Dauer nicht mehr zumutbar. Eine angepasste Tätigkeit ist 
vollschichtig zumutbar, wobei die Wiedereingliederung im optimalen Fall stufen-
weise erfolgen soll ab 50% Pensum (50% in bis 2 Monate, dann 75% 1 bis 2 Mo-
nate). Die Restbeschwerden sind zunächst weiterhin einer ambulanten Behand-
lung zugängig (Infiltrationen, Physiotherapie, MTT). Eine Wiedereingliederung ist 
ab sofort zumutbar.

4. Im vorliegenden Fall ist nach der Aktenlage hinreichend erstellt, dass der 
Versicherte belastungsabhängige Rückenbeschwerden (bei Status nach mikro-
chirurgischer Dekompression L4/5 linksseitig mit Sequestrektomie am 22.7.2015 
und Status nach Diskushernienoperation LWK5/ SWK1 rechtsseitig 2007) auf-
weist und deswegen die angestammte Erwerbstätigkeit in der Baubranche nicht 
mehr länger zumutbar ist. Dass im vorliegenden orthopädischen Gutachten vom 
4. April 2018 körperlich leichte, wechselbelastende Arbeiten (bei guter spontaner 

12

Mobilität) als zumutbar beurteilt wurden, leuchtet ein und gibt keinen Anlass zur 
Beanstandung, zumal der Versicherte in der Lage war, zur Begutachtung 
selbständig mit dem eigenen Personenwagen anzureisen, wenige Monate vor 
der Begutachtung eine längere Reise (per Flugzeug) in den Kosovo unternahm 
sowie Aktivitäten schilderte (wie am PC arbeiten, kleine Aufgaben im Haushalt 
übernehmen etc.), welche entsprechende Ressourcen nahelegen (IV-act. 60-
3/14). Zudem vertreten auch die behandelnden Ärzte "auf lange Sicht" den 
Standpunkt, "dass er in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sein 
wird" (vgl. IV-act. 72 i.V.m. IV-act. 69-21/22 unten). Ins Gewicht fällt sodann, 
dass anlässlich der orthopädischen Begutachtung Anhaltspunkte für ein inkonsis-
tentes Verhalten des Versicherten festgestellt wurden (vgl. IV-act. 60-10/14, 
Ziff. 5, 2. Abs. in fine). Im Lichte dieser Aspekte ist die Diskrepanz zwischen dem 
gutachtlich festgestellten und durch den RAD übernommenen Arbeitsfähigkeits-
grad für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten, welche das präzisierte 
ergonomische Profil vom 14. August 2018 (= IV-act. 64-4/5 bzw. oben, Erw. 3.9) 
einhalten, und den herabgesetzten Arbeitsfähigkeitsgraden durch Dr.med. 
O.________ und Dr.med. N.________ grundsätzlich der unterschiedlichen Natur 
von Begutachtungs- und Behandlungsauftrag zuzuschreiben. Den diesbezügli-
chen Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (Ziff. 7) ist uneinge-
schränkt beizupflichten. Analoges gilt auch für die vorinstanzlichen Ausführungen 
zur Beweiskraft des orthopädischen Gutachtens (vgl. Vernehmlassung, S. 3). 
Entgegen der Argumentation in der Beschwerde (S. 7f., Ziff. 31) sind in der Her-
leitung des verbliebenen Arbeitsfähigkeitsgrades für rückenadaptierte leichte 
Tätigkeiten aus der guten spontanen Mobilität des Exploranden keine relevanten 
Zweifel am Beweiswert des Gutachtens zu erblicken. Einem orthopädischen 
Gutachter muss es grundsätzlich möglich sein, eine als intakt beurteilte Arbeits-
fähigkeit für rückenadaptierte leichte Tätigkeiten mit einer auffallend guten spon-
tanen Mobilität zu begründen. Dafür spricht schliesslich, dass dieser Gutachter 
hinsichtlich der oberen und unteren Extremitäten des Versicherten umfassende 
klinische Untersuchungsbefunde erhoben hat (IV-act. 60-5/14 bis 60-9/14), wel-
che offenkundig auch in die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung dieses Gutachters ein-
geflossen sind. 

Nach dem Gesagten besteht kein Anlass, ein weiteres medizinisches Gutachten 
zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit für den Rückenbeschwerden angepasste, wech-
selbelastende Tätigkeiten einzuholen. Im Rahmen einer zulässigen antizipierten 
Beweiswürdigung ist nicht mit wesentlichen neuen Erkenntnissen durch ein zu-
sätzliches Gutachten zu rechnen. Dies gilt erst recht, als bereits nach der ersten 
IV-Anmeldung Zweifel an der Motivation des Versicherten für Arbeitsversuche 
auftraten (vgl. IV-act. 36-2/2 in fine; IV-act. 37, 4. Abs.). An diesem Zwischen-

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ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers vor Gericht 
nichts zu ändern. Unbehelflich im vorliegenden Kontext ist auch der Einwand in 
der Beschwerde (S. 9, Ziff. 37), dass die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
in der Regel umso eingehender abzuklären und nachzuweisen sei, je restriktiver 
das medizinische Anforderungsprofil umschrieben werde.

5. Was den Einkommensvergleich anbelangt, hat der beanwaltete Be-
schwerdeführer zur vorinstanzlichen Ermittlung eines Valideneinkommens von 
Fr. 77'740.-- nichts vorgebracht, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erübri-
gen. Das Invalideneinkommen leitete die Vorinstanz aus den LSE-Tabellen-
löhnen des Jahres 2016 ab, welches für männliche Hilfsarbeiter ein umgerechne-
tes Jahreseinkommen von Fr. 67'022.-- ergibt. Auch dieser Ansatz wird vor Ge-
richt nicht in Frage gestellt. In der Folge gewährte die Vorinstanz zur Festlegung 
des massgebenden Invalideneinkommens einen leidensbedingten Abzug von 
10% (dafür, dass dem Versicherten nur noch wechselbelastende Tätigkeiten zu-
mutbar sind). Dass im konkreten Fall ein höherer leidensbedingter Abzug ange-
bracht wäre, wurde weder substantiiert geltend gemacht, noch ist dies ersichtlich. 
Damit bleibt es dabei, dass das Invalideneinkommen auf Fr. 60'319.80 (67'022 x 
0.90) zu veranschlagen ist. Stellt man das erwähnte Invalideneinkommen von 
Fr. 60'319.80 dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 77'740.-- gegenü-
ber, resultiert ein IV-Grad von 22% (77'740 minus 60'319.80 = 17'470.20; 
17'470.20 : 77'740 x 100 = 22.40). Bei dieser Sachlage hat die Vorinstanz 
zu Recht einen Anspruch auf IV-Rentenleistungen verneint. Ob und inwieweit 
dem Versicherten ein Anspruch auf andere IV-Leistungen (Eingliederungsmass-
nahmen, Taggelder etc.) zusteht, darüber hat die Vorinstanz wie erwähnt noch 
zu befinden (siehe Erw. 1.3ff.).

6. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend erweist sich die Beschwerde, 
soweit darauf einzutreten ist, als unbegründet. Diesem Ergebnis entsprechend 
gehen die Verfahrenskosten zu Lasten des Beschwerdeführers. Eine Partei-
entschädigung fällt ausser Betracht.

7. Was die Rechtsmittelbelehrung anbelangt ist fraglich, ob gegen den vor-
liegenden Entscheid Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden kann, 
weil es sich nicht um einen Endentscheid handelt, sondern derzeit noch offen ist, 
ob und inwiefern dem Versicherten noch gesetzliche IV-Leistungen zustehen 
(vgl. Rechtsbegehren Ziffer 2 der Beschwerde). Um allen Eventualitäten gerecht 
zu werden wird dieser Entscheid dennoch mit einer Rechtsmittelbelehrung ver-
sehen, wobei der Beschwerdeführer daraus im Hinblick auf einen möglichen Wei-
terzug nichts zu seinen Gunsten ableiten kann.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, im Sinne der Erwägun-
gen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwer-
deführer auferlegt. Er hat einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt, so 
dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG; SR 173.110; siehe aber auch Er-
wägung 7).

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 8. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. August 2019