# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d254709-5e14-5bde-b1fc-ae0b904b7098
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2010 C-6790/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6790-2008_2010-12-02.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6790/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Zweigstelle Deutschschweiz, Erlenring 2, Postfach 664, 
6343 Rotkreuz,
Vorinstanz.

Berufliche Vorsorge, Beitragszahlungen.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6790/2008

Sachverhalt:

A.
Am  5.  Februar  2007  mahnte  die  Stiftung  Auffangeinrichtung  BVG, 
Zweigstelle  Deutschschweiz  (im  Folgenden: Vorinstanz),  Herrn 
X._______  (im  Folgenden: Beschwerdeführer),  einen  Ausstand  von 
Fr. 1'661.95  (Beiträge  inklusive  rückwirkende  Zinsen  von  total  Fr. 
1'660.-  betreffend  die  Zeit  vom 1. Mai  2005  bis  zum 31. Dezember 
2006 [vgl. act. 4] plus zusätzliche Zinsen von Fr. 1.95 [vgl. act. 22 S. 1])  
zuzüglich Mahnspesen von Fr. 50.- zu bezahlen (vgl. act. 5). Für die 
Abmahnung der Lohnliste stellte sie ihm am 22. März 2007 Fr. 100.- in 
Rechnung  (vgl.  act.  6);  ferner  am  17.  April  2007  einen  Prämien-
kontokorrentausstand von Fr. 50.- (vgl. act. 7) und am 24. April  2007 
für  die Periode vom 1. Januar  bis  zum 31. März  2007 Beiträge von 
total Fr. 364.- (vgl. act. 8). Am 24. August 2007 setzte die Vorinstanz 
eine Forderung von Fr. 214.- nebst Zins von 5% seit dem 21. August 
2007 zuzüglich Mahn- und Inkassokosten von Fr. 150.- in Betreibung 
(vgl.  act.  12).  Nachdem  der  Beschwerdeführer  gegen  den  dies-
bezüglichen Zahlungsbefehl  vom 29.  August  2007  (vgl.  act.  13)  am 
19. September  2007  Rechtsvorschlag  erhoben  hatte  (vgl.  B-act.  9 
sowie act. 13), teilte ihm die Vorinstanz am 10. Oktober 2007 mit, er 
sei  verpflichtet,  fakturierte  Beiträge  und  Spesen  fristgerecht  zu 
bezahlen.  Zugleich  forderte  sie  ihn  auf,  seinen  Rechtsvorschlag  bis 
zum  19.  Oktober  2008  zu  begründen  oder  zurückzuziehen  (vgl. 
act. 14).

B.
Mit Verfügung vom 21. Oktober 2008 hob die Vorinstanz den Rechts-
vorschlag des Beschwerdeführers vom 19. September 2007 teilweise 
auf, indem sie sich im Umfange von Fr. 214.- (Saldobetrag des laufen-
den Prämienkontos per 20. August 2007) zuzüglich Sollzinsen von 5% 
seit  dem  21.  August  2007  die  definitive  Rechtsöffnung  in  der  Be-
treibung Nr. 30320 des Betreibungsamtes Reinach erteilte. Zusätzlich 
auferlegte sie  dem Beschwerdeführer  Mahn-  und Inkassokosten von 
insgesamt Fr. 150.-, Betreibungskosten von Fr. 30.- sowie die Verfah-
renskosten  in  Höhe  von  insgesamt  Fr. 525.-  (Verfügungskosten  von 
Fr. 450.- und Verwaltungskosten von Fr. 75.-). 

Zur  Begründung führte  die  Vorinstanz  sinngemäss  aus,  der  Rechts-
vorschlag  vom 19.  September  2007  sei  materiell  unbegründet.  Laut 
Anschlussvereinbarung vom 23. Oktober 2006 (vgl. act. 1) sei der Be-

Seite 2

C-6790/2008

schwerdeführer verpflichtet,  in Rechnung gestellte Beiträge und Kos-
ten fristgerecht zu bezahlen (vgl. act. 20).

C.
In  seiner  Beschwerde  vom  24.  Oktober  2008  an  das  Bundesver-
waltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer, die Verfügung vom 
21.  Oktober  2008  sei  aufzuheben  – unter  Kosten-  und  Entschädi-
gungsfolge.

Er  machte  geltend,  sämtliche  ausstehenden  Beiträge  für  das  Jahr 
2006 seien bis zum 5. Februar 2007 beglichen worden. Daher könnten 
einzig Beiträge für das Jahr 2007 von insgesamt Fr. 1'059.- umstritten 
sein,  welche  indessen,  zuletzt  mit  einer  Überweisung  von  Fr. 395.- 
vom 23. Oktober 2007, vollständig getilgt worden seien. All dies habe 
die  Vorinstanz  verkannt.  Ferner  sei  sein  Anspruch  auf  rechtliches 
Gehör verletzt  worden, da die Vorinstanz über die Beitragsforderung 
nicht  nachvollziehbar abgerechnet und ihm vor Erlass der angefoch-
tenen Verfügung keine Akteneinsicht gewährt habe.

D.
Den mit Zwischenverfügung vom 3. November 2008 einverlangten Ver-
fahrenskostenvorschuss  von  Fr. 400.-  leistete  der  Beschwerdeführer 
am 24. November 2008.

E.
In ihrer Vernehmlassung vom 25. Februar 2009 beantragte die Vorins-
tanz die Abweisung der Beschwerde.

Sie hielt fest, nicht nur die Beiträge für das Jahr 2007 seien umstritten, 
sondern  auch die  Kosten für  ausserordentliche administrative Mass-
nahmen sowie die auf den unbezahlten Beiträgen für die Jahre 2006 
und  2007  aufgelaufenen  Zinsen.  Der  vom  Beschwerdeführer  am 
29. Oktober  2007  (recte: 23.  Oktober  2007)  einbezahlte  Betrag  von 
Fr. 395.- sei am 25. Oktober 2007 seinem Betreibungskonto mit einem 
Ausstand von total Fr. 394.- (Fr. 214.- zuzüglich Mahn- und Inkasso-
kosten  von  Fr.  150.-  sowie  Betreibungskosten  von  Fr.  30.-)  gutge-
schrieben worden. Die Prämienabrechnung sei folglich korrekt erfolgt. 
Zudem sei  der  Gehörsanspruch des  Beschwerdeführers  keineswegs 
verletzt worden, habe er doch nicht um Akteneinsicht ersucht und die 
Möglichkeit gehabt, seinen Rechtsvorschlag zu begründen.

Seite 3

C-6790/2008

F.
Nachdem  der  Beschwerdeführer  innert  der  ihm  mit  Verfügung  vom 
3. März 2009 eingeräumten Frist keine Replik eingereicht hatte, wurde 
der Schriftenwechsel am 7. April 2009 geschlossen.

G.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 
Unterlagen wird  – soweit  erforderlich  – in  den nachfolgenden Erwä-
gungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Zu  beurteilen  ist  die  Beschwerde  vom 24.  Oktober  2008  gegen  die 
Verfügung  vom 21.  Oktober  2008,  mit  welcher  die  Vorinstanz  beim 
Beschwerdeführer Beiträge von Fr. 214.- samt Zinsen von 5% seit dem 
21. August 2007 sowie Mahn-, Inkasso- und Betreibungskosten von Fr. 
180.-, insgesamt ausmachend Fr. 394.-, einforderte, für die  Beitrags-
forderung  zuzüglich  Zinsen  die  definitive  Rechtsöffnung  in  der 
Betreibung Nr. 30320 des Betreibungsamtes Reinach erteilte und dem 
Beschwerdeführer Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 525.- auferlegte.

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art.  37  VGG])  sowie  des Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG]). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 
vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen 
gehört  auch die Stiftung Auffangeinrichtung BVG, die im Bereich der 
beruflichen Vorsorge öffentlichrechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt 
(vgl.  Art.  33  Bst.  h  VGG; vgl.  auch  Art.  54  Abs.  4  und  Art.  60  des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinter-
lassenen- und Invalidenvorsorge [BVG, SR 831.40]). Das Bundesver-
waltungsgericht  ist  daher  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Be-
schwerde zuständig. 

Seite 4

C-6790/2008

1.3 Zur  Beschwerdeführung  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ist 
legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. 
Art. 48 Abs. 1 VwVG).

Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  als  Partei 
teilgenommen. Als Adressat ist er durch die angefochtene Verfügung 
besonders berührt und hat er an deren Aufhebung bzw. Änderung ein 
schutzwürdiges  Interesse.  Nachdem  der  Verfahrenskostenvorschuss 
innert  Frist  geleistet  worden ist,  kann auf  die  form-  und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde eingetreten werden (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 
Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).

2.

2.1 Mit  der  Beschwerde kann gerügt  werden,  die angefochtene Ver-
fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (vgl. Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

3.
Der  Beschwerdeführer  wurde  für  die  Durchführung  der  beruflichen 
Vorsorge  seiner  obligatorisch  zu  versichernden  Arbeitnehmenden 
rückwirkend  per  1. Januar  2005  der  Vorinstanz  angeschlossen  (vgl. 
Vereinbarung  vom 23.  Oktober/23.  November  2006).  Die  Vorinstanz 
war somit grundsätzlich befugt, für die Zeit seit dem Anschluss beim 
Beschwerdeführer BVG-Beiträge und allenfalls Kosten zu erheben.

Strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist,  ob die Vor-
instanz  die  zu  bezahlenden  Beiträge  und Kosten korrekt  festgesetzt 
und  den  Rechtsvorschlag  in  der  Betreibung  Nr.  30320  des  Betrei-
bungsamtes Reinach zu Recht aufgehoben hat.

Seite 5

C-6790/2008

4.
Als Auffangeinrichtung im Sinne des BVG kann die Vorinstanz zwecks 
Erfüllung ihrer Aufgaben (Beitrags- und Zinserhebung sowie Geltend-
machung von Schadenersatz  im Zusammenhang mit  Leistungen vor 
dem Anschluss) Verfügungen erlassen, die vollstreckbaren Urteilen im 
Sinne  von  Art.  80  des  Bundesgesetzes  vom  11. April  1889  über 
Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) gleichgestellt sind 
(vgl. Art. 60 Abs. 2bis BVG i.V.m. Art. 60 Abs. 2 Bst. a und b sowie Art. 
12 Abs. 2 BVG; vgl. auch Art. 54 Abs. 4 BVG i.V.m. Art. 1 Abs. 2 Bst. e  
VwVG).

Die Vorinstanz war daher nicht nur befugt  mit der angefochtenen Ver-
fügung einen materiellen Sachentscheid betreffend den Bestand und 
den Umfang ihrer Forderungen gegenüber dem Beschwerdeführer zu 
fällen. Vielmehr  konnte  sie  als  Rechtsöffnungsinstanz auch über  die 
teilweise  Aufhebung  seines  Rechtsvorschlags  vom  19.  September 
2007  befinden  (vgl.  Urteile  des  Bundesgerichts  5A_315/2007  und 
5A_316/2007 vom 13. Dezember 2007, jeweils E. 3 mit Hinweisen; vgl. 
auch BGE 119 V 329 E. 2 mit Hinweisen). 

5.
Der Beschwerdeführer stellt  sich – zumindest sinngemäss – auf den 
Standpunkt,  die geltend gemachten Forderungen seien bei Erlass der 
angefochtenen Verfügung bereits getilgt gewesen.

5.1 Den Auszügen aus dem Prämienkontokorrent  per  31. Dezember 
2007 und 2008 (im Folgenden: Prämienkontoauszüge; vgl. B-act. 3 so-
wie  act. 22  S. 1)  kann entnommen werden,  dass  dem Beschwerde-
führer  per  Valuta  14.  Februar  2007  der  Betrag  von  Fr.  1'661.95 
gutgeschrieben worden ist. Folglich hatte er zu diesem Zeitpunkt die 
am  5.  Februar  2007  abgemahnten  Beiträge  und  Verzugszinsen 
betreffend  die  Zeit  vom  1.  Mai  2005  bis  zum  31.  Dezember  2006 
vollständig  getilgt  (vgl.  hierzu:  DANIEL STAEHELIN,  in:  Staehelin/Bauer/ 
Staehelin  [Hrsg.],  Kommentar  zum Bundesgesetz  über  Schuldbetrei-
bung- und Konkurs [SchKG I], Basel 1998, Rz. 4 ff. zu Art. 81 SchKG), 
indessen nicht  auch die damals in Rechnung gestellten Mahnkosten 
von Fr. 50.- (vgl. B-act. 3 sowie act. 5 und 22 S. 1). Ferner kann den 
Prämienkontoauszügen entnommen werden, dass im massgebenden, 
der  angefochtenen  Verfügung  zugrunde  liegenden  Zeitpunkt  (20. 
August  2007;  vgl.  act.  20;  vgl.  auch  act.  12  und  13)  der  Saldo  zu 
Lasten  des  Beschwerdeführers  Fr.  216.-  betrug;  dies  nachdem  der 

Seite 6

C-6790/2008

Betrag  von  Fr. 214.-  als  "Transfer  Streitfall"  gutgeschrieben  und  im 
Kontokorrentkonto Nr. 35 (im Folgenden: Betreibungskonto; vgl. act. 22 
S. 2) zu Lasten des Beschwerdeführers verbucht worden ist (vgl. B-act. 
3 sowie act. 22 S. 2). In ihrer Vernehmlassung vom 25. Februar 2009 
hat  die  Vorinstanz  denn  auch  sinngemäss  ausgeführt,  dass  am 
24. August  2007  nebst  Mahn-  und  Inkassokosten  von  insgesamt 
Fr. 150.- alleine die am 20. August 2007 auf das Betreibungskonto als  
Lastschrift "transferierten" Fr. 214.- zuzüglich Sollzins zu 5% seit dem 
21.  August  2007  in  Betreibung  gesetzt  worden  seien,  was  der 
Aktenlage entspricht (vgl. act. 12, 13 sowie 20).

5.2 Dem Betreibungskonto wurden  – unter  Bezugnahme auf  die der 
angefochtenen Verfügung zugrunde liegende Betreibung Nr. 30320 des 
Betreibungsamtes  Reinach  – per  Valuta  25.  Oktober  2007  Fr. 395.- 
gutgeschrieben (vgl. act. 22 S. 2; vgl. auch act. 12, 13 und 20). Diese 
vom Beschwerdeführer am 23. Oktober 2007 einbezahlte Summe (vgl. 
B-act.  5  und  6)  wurde  am  25.  Oktober  2007  auch  dem  vorliegend 
relevanten  Forderungsbetreffnis  von  Fr.  214.-  zuzüglich  Soll-  bzw. 
Verzugszins von 5% seit dem 21. August 2007 angerechnet, was von 
der  Vorinstanz in  ihrer  Vernehmlassung  vom 25. Februar  2009 nicht 
bestritten wird. Darüber hinaus deckt die Einzahlung des Beschwerde-
führers  vom  23.  Oktober  2007  auch  die  bis  zu  diesem  Zeitpunkt 
aufgelaufenen und in der angefochtenen Verfügung geltend gemach-
ten  Mahn-  und  Inkasso-  sowie  Betreibungskosten  von  insgesamt 
Fr. 180.-. Damit  steht  fest,  dass die in  der  angefochtenen Verfügung 
geltend  gemachte  Forderung  von  total  Fr.  394.-  zuzüglich  Zins 
spätestens  am 25. Oktober  2007  vollständig  getilgt  worden  ist  (vgl. 
hierzu D. STAEHELIN, a.a.O., Rz. 9 ff. zu Art. 81 SchKG; sowie zur Akzes-
sorietät von Verzugszinsen  RAINER GONZENBACH,  in: Basler Kommentar, 
Obligationenrecht I, 3. Aufl., Basel 2003, Rz. 4 ff. zu Art. 114). 

Angesichts  des  Umstandes,  dass  die  eingeforderten  Beiträge  samt 
Zins  sowie  Mahn-,  Inkasso-  und  Betreibungskosten  vor  Erlass  der 
angefochtenen Verfügung vom 21. Oktober 2008 geleistet worden sind, 
erweisen  sich  sowohl  die  verfügte  Verpflichtung  zur  Leistung  von 
Fr. 394.- als auch die definitive Rechtsöffnung als unrechtmässig. 

5.3 Die  in  der  angefochtenen  Verfügung  erhobenen  zusätzlichen 
Kosten von insgesamt Fr. 525.- sind als Verwaltungsgebühren zu qua-
lifizieren (vgl.  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 2626 ff.). Sie 

Seite 7

C-6790/2008

können  dem  Beschwerdeführer  nur  für  den  von  ihm ungerecht-
fertigterweise  verursachten  Bearbeitungsaufwand  auferlegt  werden 
(vgl. Ziffer 4 der Anschlussvereinbarung vom 23. Oktober/23. Novem-
ber 2006 [act. 1]). Angesichts der Einzahlung des Beschwerdeführers 
vom  23. Oktober  2007  und  der  sich  daraus  ergebenden  Rechts-
widrigkeit der angefochtenen Beitrags-, Zins- und Kostenverpflichtung 
sowie  der  definitiven Rechtsöffnung erweist  sich  –  mangels  Rechts-
grundlage – auch die Auflage von Verwaltungsgebühren in der Höhe 
von Fr. 525.- als rechtswidrig. 

5.4 Damit  steht  fest,  dass  die  angefochtene  Verfügung  rechtswidrig 
und  in  Gutheissung  der  Beschwerde  vom 24.  Oktober  2008  aufzu-
heben ist. Damit erübrigt  es sich,  auf  die weiteren,  formellen Rügen 
des  Beschwerdeführers  (insb.  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs) 
näher einzugehen.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten sowie eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Angesichts des Obsiegens des Beschwerdeführers sind keine Ver-
fahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 sowie 2 VwVG). Der bereits 
geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- ist nach Eintritt der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils rückzuerstatten.

6.2 Dem obsiegenden Beschwerdeführer  – als  in eigener Sache pro-
zessierendem, nicht vertretenem Rechtsanwalt – sind keine verhältnis-
mässig hohen Kosten entstanden. Da zudem der Streitwert nur gering 
ist, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. BGE 129 V 113 
E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 110 V 132 E. 4d; Art. 13 i.V.m. Art. 11 des 
Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173. 320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  vom 24.  Oktober  2008  wird  gutgeheissen  und  die 
Verfügung vom 21. Oktober 2008 aufgehoben.

Seite 8

C-6790/2008

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  bereits  geleistete 
Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- wird dem Beschwerdeführer 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 9