# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 244fadb2-7086-5216-b6c6-26c58263fd2a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 07.07.2010 KSK 2010 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2010-38_2010-07-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 07. Juli 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 10 38

Urteil
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Vorsitz Schlenker
RichterInnen Brunner und Hubert
Redaktion Aktuarin ad hoc Ambühl

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

des X .  u n d  Y .  Z . , Gläubiger, Gesuchsteller und Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 27. April 2010, 
mitgeteilt am 29. April 2010, in Sachen der Gläubiger, Gesuchsteller und 
Beschwerdeführer gegen A., Schuldner, Gesuchsgegner und Beschwerdegegner,

betreffend provisorische Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 9. März 2009 unterzeichnete A. einen Mitgliedervertrag für die Dauer 
von 12 Monaten, welcher ihn berechtigt, die Trainingsanlage des Z. zu benutzen. 
Gemäss Ziffer 10 des Mitgliedervertrages gelten ergänzend zum Mitgliedervertrag 
die Hausordnung sowie die Badgebestimmungen.

B. Mit dem am 17. März 2010 ausgestellten Zahlungsbefehl mit der 
Betreibungsnummer 21000653 wurde A. vom Betreibungsamt Kreis Rhäzüns 
aufgefordert, die Forderung in der Höhe von Fr. 540.- zu begleichen. Als 
Forderungsgrund wurde eine Busse beziehungsweise Mahngebühren wegen 
Missachtung der AGB’s des Z. angegeben. Der Zahlungsbefehl wurde A. am 19. 
März 2010 zugestellt, welcher gleichentags Rechtsvorschlag erhob.

C. Mit Schreiben vom 29. März 2010 gelangten die Vertreter des Z. an das 
Bezirksgericht Imboden und ersuchten um provisorische Rechtsöffnung für den in 
Betreibung gesetzten Betrag. Dabei führten sie insbesondere aus, die Schulden 
beträfen einen Vertragsbruch. Die AGB’s und Badgebestimmungen seien 
dahingehend verletzt worden, dass der Schuldner entgegen den Abmachungen, 
trotz Sperrung seines persönlichen Badge, sich mit einem Fremdbadge Einlass 
gewährt habe. Die Sperrung des Badge von A. basiere auf 
Sachbeschädigungsmeldungen, welche gemäss Indizien und Zeitpunkt unter 
anderem auf A. deuten würden.

D. A. machte von der Möglichkeit, sich schriftlich vernehmen zu lassen, mit 
Eingabe vom 26. April 2010 Gebrauch. Er beantragte die Abweisung des Gesuchs 
um Rechtsöffnung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Gesuchsteller. Im Wesentlichen machte er geltend, die AGB’s und 
Badgebestimmungen seien zu keinem Zeitpunkt Vertragsbestandteil geworden. 
Die Gesuchsteller hätten somit eine Forderung geltend gemacht, ohne hiefür 
einen Rechtsgrund zu haben. Darüber hinaus seien die von den Gesuchstellern 
vorgeworfenen Sachbeschädigungen völlig haltlos und eine reine 
Parteibehauptung. Aufgrund einer derart unbegründeten Vermutung eine 
Badgesperre zu verhängen, sei vielmehr ein Vertragsbruch der Gesuchsteller, sei 
doch das Jahresabonnement noch bis Anfangs April 2010 gültig gewesen. Es 
habe folglich immer eine gültige Zutrittsberechtigung gegeben. Daran ändere auch 
nichts, dass er daraufhin den Badge eines Kollegen benutzt habe. Gemäss der 
Bestimmung, auf welche sich die Gesuchsteller berufen würden, entstehe eine 

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Kautionspflicht nur für denjenigen, der seinen Badge einem Dritten überlasse, 
aber nicht für den Dritten beziehungsweise ihn selbst.

E. An der Rechtsöffnungsverhandlung vom 27. April 2010 nahmen die 
Vertreter des Z., X. und Y., teil. A. verzichtete auf das persönliche Erscheinen.

F. Das Bezirksgerichtspräsidium Imboden verfügte mit 
Rechtsöffnungsentscheid vom 27. April 2010, mitgeteilt am 29. April 2010, wie 
folgt:

„1.Das Gesuch betreffend Rechtsöffnung in der Betreibungs-Nr. 
21000653 des Betreibungsamtes Kreis Rhäzüns wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von Fr. 120.00 
gehen zulasten der Gesuchsteller und sind mittels des beiliegenden 
Einzahlungsscheines innert 30 Tagen dem Bezirksgericht Imboden 
zu überweisen.

Ausseramtlich haben die Gesuchsteller den Gesuchsgegner für seine 
Umtriebe mit Fr. 50.00 zu entschädigen.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“

Begründet wurde der Entscheid einerseits damit, dass der Mitgliedervertrag 
sowie die daraus ersichtlichen Verweise auf die AGB’s und die 
Badgebestimmungen ohne weiteres einen Rechtsöffnungstitel darstellen würden. 
Andererseits stelle der vorliegende Mitgliedervertrag nur dann eine vorbehaltlose 
Schuldanerkennung seitens des Mitgliedes dar, wenn ersichtlich sei, dass der 
Betreiber des Z. seinerseits den Mitgliedervertrag ordnungsgemäss erfüllt habe. 
Eine mangelhafte Vertragserfüllung sei vom Mitglied einredeweise geltend zu 
machen. Diese Einrede habe der Gesuchsgegner vorgetragen, indem er geltend 
gemacht habe, dass er für den Sachschaden nicht verantwortlich sei. Somit 
obliege es den Gesuchstellern, den Nachweis zu erbringen, dass der 
Gesuchsgegner zunächst für den Sachschaden verantwortlich sei und dass er 
sodann gegen die Badgebestimmung verstossen habe, indem er sich mittels eines 
fremden Badge verbotenerweise Zutritt zum Z. verschafft habe. Bei den Akten 
befinde sich kein Dokument, aus welchem hervorgehe, dass der Gesuchsgegner 
für einen Sachschaden verantwortlich sei und dass sich der Gesuchsgegner 
verbotenerweise Zutritt zum Z. verschafft habe. Das Rechtsöffnungsbegehren sei 
somit im Lichte dieser Ausführungen abzuweisen.

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G. Gegen diesen Entscheid erhoben X. und Y. am 7. Mai 2010 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Graubünden und stellten folgende Rechtsbegehren:

„1.Der Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 27. April 
2010, mitgeteilt am 29. April 2010 (Proz. Nr. 330-2010-39), sei 
aufzuheben.

2. In der Betreibung Nr. 21000653 sei für den Betrag von Fr. 500.- nebst 
Zins zu 5% seit dem 17. März 2010 zuzüglich Zahlungs- und 
Zustellkosten von Fr. 50.- provisorische Rechtsöffnung zu erteilen.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Die Beschwerdeführer bringen insbesondere vor, die Vertragsklausel 
bezüglich eines allfälligen Missbrauchs beziehungsweise dessen Sanktionen (in 
Ziffer 9 der Vorderseite sowie Ziffer 9 der Rückseite des Mitgliedervertrages) sei 
rechtlich als Konventionalstrafe zu qualifizieren. Der Verfall der vereinbarten 
Busse von Fr. 500.- setze nach dem Parteiwillen keinen Schaden voraus, denn 
nach dem Wortlaut der Badgebestimmung verfalle die Busse bereits bei jedem 
Verstoss gegen die Badgebestimmungen. Vorliegendenfalls anerkenne der 
Beschwerdegegner ausdrücklich seinen Verstoss gegen die Badgevorschriften. 
So führe er in seiner Eingabe vom 26. April 2010 an die Vorinstanz aus, daran 
ändere sich auch nichts, dass er daraufhin den Badge eines Kollegen benutzt 
habe. Es sei somit erstellt, dass der Beschwerdegegner eine die 
Konventionalstrafe auslösende Vertragsverletzung begangen habe, weshalb die 
provisorische Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 500.- nebst Zins zu 5% seit 
dem 17. März 2010 zuzüglich Zahlungs- und Zustellkosten von Fr. 50.- zu erteilen 
sei.

H. In der Vernehmlassung vom 28. Mai 2010 beantragte A., die Beschwerde 
sei abzuweisen und es sei der Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden 
vom 27. April 2010 zu bestätigen. Der Bezirksgerichtspräsident Imboden 
verzichtete mit Eingabe vom 19. Mai 2010 auf die Einreichung einer 
Vernehmlassung.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im 
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.a) Gegen Entscheide des Bezirksgerichtspräsidiums in Rechtsöffnungssachen 
(Art. 15 Abs. 1 Ziff. 2 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs [GVV zum SchKG; BR 220.100]) kann gemäss 
Art. 236 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO; BR 
320.000) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 und Art. 24 GVV zum SchKG 
innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Rechtsöffnungsbeschwerde an 
das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden. Für das 
Beschwerdeverfahren in Rechtsöffnungssachen gelten die Bestimmungen der 
Zivilprozessordnung (Art. 24 GVV zum SchKG, Art. 236 Abs. 3 ZPO). Die 
Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen, wobei mit kurzer Begründung anzugeben 
ist, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen 
beantragt werden (Art. 233 Abs. 2 ZPO).

b) Die Beschwerde vom 7. Mai 2010 wurde frist- und formgerecht eingereicht, 
weshalb darauf einzutreten ist.

2.a) Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens gemäss Art. 80 ff. des 
Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes (SchKG; SR 281.1) bildet 
ausschliesslich die Frage, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein 
Rechtstitel besteht, der die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlags zu 
beseitigen vermag. Das Rechtsöffnungsverfahren hat ausschliesslich 
betreibungsrechtlichen Charakter. Es wird darüber entschieden, ob die Betreibung 
weitergeführt werden kann oder ob der Gläubiger auf den ordentlichen 
Prozessweg verwiesen wird. Dagegen hat der Rechtsöffnungsrichter über die 
materiellrechtliche Frage des Bestehens der entsprechenden Forderung nicht zu 
befinden. Die Prüfung der materiellen Begründetheit der Forderung ist dem 
ordentlichen Gericht vorbehalten (vgl. Amonn/ Walther, Grundriss des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl., Bern 2008, § 19 N. 22; 
Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, 3. 
Aufl., Zürich 1984, Bd. I, § 18 Rz. 22).

b) Nach Art. 82 Abs. 1 und 2 SchKG kann der Richter die provisorische 
Rechtsöffnung erteilen, wenn die Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde 
festgestellten oder durch Unterschrift bekräftigten Schuldanerkennung beruht und 
diese durch Einwendungen des Betriebenen nicht entkräftet wird. Wer somit 
provisorische Rechtsöffnung begehrt, muss als Titel eine derartige 
Schuldanerkennung vorlegen. Als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 

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SchKG gilt unter anderem auch die Privaturkunde, die den vollen und liquiden 
Beweis für die in Betreibung gesetzte Forderung erbringt, das heisst, die neben 
der Person des Schuldners auch diejenige des Gläubigers nennt, die sich über die 
Höhe der Forderung und deren Fälligkeit äussert und aus der sich der klare Wille 
des Schuldners zur Zahlung seiner Schuld ergibt (vgl. Panchaud/Caprez, Die 
Rechtsöffnung, Zürich 1980, § 1 N. 1). Als Privaturkunde im erwähnten Sinne des 
Art. 82 Abs. 1 SchKG gelten alle von den Parteien privat aufgesetzten 
Schriftstücke wie Briefe, Verträge, Schuldscheine, Wechsel, Checks und 
dergleichen, welche zur Bekräftigung der anerkannten Schuld die Unterschrift des 
Schuldners tragen (vgl. D. Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar 
zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG I, Art. 1-87 
SchKG, Basel/Genf/München 1998, N. 13 zu Art. 82 SchKG; Amonn/Walther, 
a.a.O.,§ 19 N. 74).

3.a) Die im vorliegenden Fall in Betreibung gesetzte Forderung wird aus einem 
zweiseitigen Vertrag, nämlich dem am 9. März 2009 von A. unterzeichneten 
Mitgliedervertrag mit dem Z. Chur hergeleitet.

b) Die Beschwerdeführer stützen sich zur Begründung ihrer in Betreibung 
gesetzten Forderung insbesondere auf Ziffer 9 der Badgebestimmungen, wonach 
Missbrauch mit sofortiger Beendigung der Mitgliedschaft und einem 
Schadenersatz von Fr. 500.- geahndet werde. Der Mitgliedervertrag verweist in 
Ziffer 10 ausdrücklich auf die Hausordnung beziehungsweise die 
Badgebestimmungen, weshalb diese Dokumente ohne Weiteres als 
Vertragsbestandteile zu qualifizieren sind. Die Beschwerdeführer führen in ihrer 
Beschwerde vom 7. Mai 2010 an das Kantonsgericht Graubünden aus, Ziffer 9 der 
Badgebestimmungen sei als Konventionalstrafe zu qualifizieren. Indem A. 
zugestandenermassen den Badge eines Kollegen benutzt habe, habe er gegen 
die Badgebestimmungen verstossen, womit die Konventionalstrafe verfallen sei. 
Der Beschwerdegegner wendet in seiner Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2010 
dagegen ein, die Badgebestimmungen seien ausschliesslich auf den Badge des 
jeweiligen Mitgliedes bezogen. Diese Bestimmungen hätten lediglich im Verhältnis 
zwischen den beiden Vertragsparteien Gültigkeit, nicht hingegen im Verhältnis zu 
Dritten beziehungsweise zum Beschwerdegegner. 

c) Die Vereinbarung einer Konventionalstrafe ist eine bedingte 
Schuldanerkennung. Sie berechtigt zur Rechtsöffnung nur, wenn gleichzeitig der 
Beweis für die Vertragsverletzung (Bedingungseintritt) erbracht wird (D. Staehelin, 
a.a.O., N 36 und N 110 zu Art. 82 SchKG). Der Bedingungseintritt muss vom 

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Gläubiger als Bestandteil seines Titels nachgewiesen werden. Dabei ist er nicht 
nur auf den Urkundenbeweis beschränkt, sondern es sind alle Beweismittel 
zulässig, die im summarischen Verfahren abgenommen werden können (D. 
Staehelin, a.a.O., N 36 zu Art. 82 SchKG und N 53 zu Art. 84 SchKG sowie Art. 
138 Ziffer 4 ZPO). In einer Konventionalstrafe kann nie ein selbständiger, 
zweiseitiger Vertrag erblickt werden, und zwar auch dann nicht, wenn die 
Vereinbarung in einem separaten Schriftstück festgehalten ist. Die Strafe dient 
allein der Verstärkung und Erweiterung der Rechtsfolgen einer Hauptverpflichtung; 
sie ist nebst einem bedingten Schuldversprechen auch ein akzessorisches 
Nebenrecht der Obligation (vgl. Meyer, Die Rechtsöffnung auf Grund 
synallagmatischer Schuldverträge, 2. Auflage, Zürich 1979, S. 224). Es stellt sich 
demnach die Frage, ob die Beschwerdeführer den Eintritt der Bedingung 
nachweisen können und folglich auch die provisorische Rechtsöffnung erteilt 
werden kann.

d) Gemäss Ziffer 1 der Badgebestimmungen ist der Badge rein persönlich und 
nicht übertragbar und gemäss Ziffer 2 der Badgebestimmungen berechtigt der 
Badge dessen Inhaber und nur diesen zum Eintritt in das Fitnesscenter Z. zu den 
vorgegebenen Öffnungszeiten. Laut Ziffer 4 der Badgebestimmungen sind 
Badgebesitzer nicht berechtigt, Begleitpersonen mitzunehmen oder Dritten Einlass 
zu gewähren. Im vorliegenden Fall ist insbesondere strittig, ob lediglich der 
Badgebesitzer, welcher dem Dritten im Sinne von Ziffer 4 unerlaubterweise 
Einlass gewährt hat, die Badgebestimmungen verletzen kann und aufgrund 
dessen nach Ziffer 9 der Badgebestimmungen zu einer Schadenersatzzahlung in 
der Höhe von Fr. 500.- verpflichtet werden kann, oder ob auch der Dritte, welcher 
den Badge eines Badgebesitzers im Sinne der genannten Bestimmung benutzt 
hat, gegen die Badgebestimmungen verstossen kann. Der wirkliche Wille der 
Parteien ist vorliegend nicht nachgewiesen und strittig. Es ist daher der 
hypothetische Wille der Parteien mittels Vertragsauslegung zu ermitteln. Ist der 
tatsächliche Wille der Parteien nicht nachgewiesen, hat der Rechtsöffnungsrichter 
einen Vertrag summarisch, das heisst, im Rahmen der vorhandenen Beweismittel 
auszulegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2003, 5P.449/2002). 

e) Vorformulierte Vertragsbestimmungen - wie die vorliegenden 
Badgebestimmungen - sind zwar grundsätzlich nach den gleichen Regeln wie 
individuell verfasste Vertragsklauseln auszulegen. So erfolgt die Ermittlung des 
mutmasslichen Parteiwillens nach dem Vertrauensgrundsatz. Dabei hat der 
Richter vom Wortlaut auszugehen und zu berücksichtigen, was sachgerecht 
erscheint. Führt die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip zu keinem klaren 

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Ergebnis beziehungsweise lässt sich nach Treu und Glauben eine 
Auslegungsvariante ebenso gut vertreten wie eine andere, sind vorformulierte 
Vertragsklauseln subsidiär nach der Unklarheitsregel auszulegen. Die 
Unklarheitsregel besagt, dass mehrdeutige Klauseln contra stipulatorem, das 
heisst gegen den Verfasser auszulegen sind (vgl. zum Ganzen BGE 122 II 118 E 
2a sowie die Urteile des Bundesgerichts vom 19. Oktober 2006, 5C.61/2006, und 
vom 19. August 2003, 5C.17/2003, E 2). Die Unklarheitsregel darf jedoch nicht 
allein schon deswegen angewandt werden, weil die Auslegung streitig ist. Sie 
kommt vielmehr erst zur Anwendung, wenn die übrigen Auslegungsmittel 
versagen und bestehende Zweifel nicht anders behoben werden können 
(Gauch/Schluep/Schmid/Rey, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner 
Teil, Band I, 8. Auflage, Zürich 2003, Rz 1232; BGE 123 III 35 E 2c/bb; 119 II 213 
E 2b).

f) Aufgrund des klaren Wortlautes in Ziffer 4 der Badgebestimmungen, 
wonach Badgebesitzer nicht berechtigt sind, Begleitpersonen mitzunehmen oder 
Dritten Einlass zu gewähren, kann gegen diese Badgebestimmung nur der 
Badgebesitzer verstossen, nicht hingegen der Dritte, welcher als Begleitperson 
mitgenommen beziehungsweise welchem Einlass gewährt wird. Vorliegend hat A. 
weder eine Begleitperson mitgenommen noch einem Dritten Einlass gewährt. 
Jedenfalls legen die Beschwerdeführer mit keinem Wort dar, inwiefern der 
Beschwerdegegner eine Begleitperson mitgenommen beziehungsweise einem 
Dritten Einlass gewährt haben soll. Ausserdem war dies dem Beschwerdegegner 
aufgrund der Sperrung seines Badge im Zusammenhang mit der ihm 
vorgeworfenen Sachbeschädigung gar nicht möglich. Vielmehr wurde ihm als 
Drittperson der Einlass gewährt, was er im Übrigen während des ganzen 
Verfahrens nie bestritten hat. A. hat somit nicht gegen Ziffer 4 der 
Badgebestimmungen verstossen. Die Badgebestimmungen richten sich 
offensichtlich an den Inhaber eines Badge. Jedenfalls kann den 
Badgebestimmungen nicht entnommen werden, dass ein Mitglied, dessen Badge - 
aus welchen Gründen auch immer - gesperrt oder funktionsunfähig ist und 
welchem in der Folge durch einen anderen Badgebesitzer Einlass in das Z. Z. 
gewährt wird, anders behandelt werden soll als ein Dritter. Aufgrund der 
summarischen Prüfung der vorliegenden Badgebestimmungen - wie sie im 
Rahmen eines provisorischen Rechtsöffnungsverfahrens vorzunehmen ist - kann 
ein Missbrauch im Sinne von Ziffer 9 der Badgebestimmungen nur der 
Badgebesitzer begehen, welcher dem Dritten mit seinem Badge Einlass gewährt, 
nicht hingegen der Dritte, welchem Einlass gewährt wird. A. kann demzufolge ein 

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Verstoss gegen die Badgebestimmungen nicht angelastet werden, womit es an 
der die Konventionalstrafe auslösenden Bedingung und infolgedessen an einer 
Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 SchKG fehlt. Die provisorische 
Rechtsöffnung ist deshalb schon aus diesem Grund zu verweigern und die 
Beschwerde abzuweisen.

4. Beim vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren handelt es sich um ein 
summarisches Verfahren, in welchem lediglich über die Voraussetzungen für eine 
Vollstreckung auf dem Betreibungsweg befunden wird. Da der 
Rechtsöffnungsrichter über den materiellrechtlichen Bestand der Forderung nicht 
zu entscheiden hat und da die Beschwerde bereits aus den oben erwähnten 
Gründen abgewiesen werden muss, kann die Frage, ob A. tatsächlich die ihm 
vorgeworfenen Schäden verursacht hat und sein Badge folglich zu Recht gesperrt 
worden ist, offen gelassen werden. Die Vorinstanz hat diesbezüglich zu Recht 
festgestellt, dass sich in den Akten keine Dokumente befänden, aus welchen 
hervorgehe, dass A. für einen Sachschaden verantwortlich sei und demzufolge 
sein Badge zu Recht gesperrt worden sei. Diese Frage, welche übrigens - wie 
oben dargelegt - für das Verfallen der Konventionalstrafe aufgrund der 
summarischen Auslegung nicht von Bedeutung sein kann, wäre in einem 
allfälligen ordentlichen Prozess zu beantworten. Ebenso die Frage, ob – falls die 
Frage zu bejahen wäre – daraus ein Schadenersatz resultieren würde und wie 
hoch ein solcher allenfalls wäre.

5. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen und der 
Rechtsöffnungsentscheid der Vorinstanz zu schützen. Es sei aber noch bemerkt, 
dass es den Beschwerdeführern unbenommen bleibt, eine Klage im ordentlichen 
Verfahren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Beweismittel anzuheben (Art. 
79 Abs. 1 SchKG). Ob sie mit einer solchen Klage durchzudringen vermögen, ist 
an dieser Stelle nicht zu beantworten und wird ausdrücklich offen gelassen.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Kosten des 
Beschwerdeverfahrens von Fr. 150.- den Beschwerdeführern auferlegt (vgl. Art. 
48 in Verbindung mit Art. 61 GebV SchKG). In betreibungsrechtlichen 
Summarsachen (Art. 25 Ziff. 2 SchKG) kann das Gericht der obsiegenden Partei 
auf Verlangen für Zeitversäumnisse und Auslagen auf Kosten der unterliegenden 
Partei eine angemessene Entschädigung zusprechen, deren Höhe im Entscheid 
festzusetzen ist (Art. 62 Abs. 1 GebVSchKG). Den notwendigen Aufwand hat der 
Beschwerdegegner nicht beziffert, weshalb die angemessene Entschädigung wie 

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im vorinstanzlichen Verfahren nach Ermessen auf Fr. 50.- (inkl. MwSt.) 
festzusetzen ist.

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 150.-- gehen zulasten der 
Beschwerdeführer, welche den Beschwerdegegner für das 
Beschwerdeverfahren mit Fr. 50.-- (inkl. MwSt.) zu entschädigen haben.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn 
sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist 
die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. 
In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: