# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 882da22d-7c21-5aad-85da-c2217f405651
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-25
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.05.2020 S 2020 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-2_2020-05-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 25. Mai 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 2

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Urteil S 2020 2

A. Die Versicherte, A.________, Jahrgang 1983, meldete sich am 21. November 
2016 unter Hinweis auf eine seit Januar 2016 bestehende Depression erstmals bei der IV-
Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 3). Die IV-Stelle holte daraufhin im Rahmen 
ihrer Abklärungen bei den behandelnden Ärzten aktuelle Berichte ein und legte das 
Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor. Am 6. November 2018 teilte die IV-
Stelle der Versicherten sodann mit, man erachte eine psychiatrische Begutachtung als 
notwendig (IV-act. 57). Die entsprechende Expertise wurde von Dr. C.________ mit 
Datum vom 26. Februar 2019 erstattet. Der Gutachter ging dabei sowohl in der bisherigen 
als auch in jeder anderen Tätigkeit von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus (IV-act. 63). 
Gestützt auf diese Beurteilung errechnete die IV-Stelle unter Anwendung der gemischten 
Methode (70 % Erwerb und 30 % Haushalt) einen nicht invaliditätsbegründenden IV-Grad 
von 20 % bzw. unter Berücksichtigung des per 1. Januar 2018 in Kraft getretenen neuen 
Berechnungsmodells von 35 %, weshalb das Leistungsbegehren mit Vorbescheid vom 
18. April 2019 (IV-act. 65) bzw. Verfügung vom 21. November 2019 (IV-act. 79) 
abgewiesen wurde. 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7. Januar 2020 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung vom 21. November 2019 sei aufzuheben und die 
Angelegenheit sei zu weiteren Abklärungen und zur anschliessenden Neubeurteilung des 
Rentenanspruchs an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen vorgebracht, die Erfahrungen im Berufsalltag hätten gezeigt, dass die vom 
Gutachter attestierte Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt 
als nicht verwertbar erscheine. Deshalb dränge sich eine entsprechende 
Leistungsfähigkeits- bzw. Belastbarkeitsabklärung geradezu auf. Sodann vermöge auch 
die Beurteilung der Einschränkung im Haushalt nicht zu überzeugen, zumal die IV-Stelle 
ohne genaueres Hinschauen von einer zumutbaren Unterstützung durch 
Familienmitglieder ausgegangen sei, gleichwohl Ehemann und Kind diesbezüglich nicht in 
Frage kämen (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 8. Januar 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt (act. 3).

D. Mit Vernehmlassung vom 11. Februar 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen 
ausgeführt, es werde allenfalls Gegenstand eines Revisionsverfahrens sein, wenn sich der 

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Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin effektiv dauerhaft verschlechtert haben sollte 
bzw. auch aus versicherungsmedizinischer Sicht keine Arbeitsfähigkeit im ersten 
Arbeitsmarkt mehr gegeben sein sollte. Bezüglich der fehlenden Haushaltsabklärung sei 
darauf hinzuweisen, dass die Gesundheitsprobleme der Beschwerdeführerin einzig den 
psychiatrischen Bereich betreffen würden. Der psychiatrische Gutachter habe sich 
eingehend zur Einschränkung der Beschwerdeführerin in den diversen 
Haushaltsbereichen geäussert. Inwiefern hier die Abklärung einer medizinisch nicht 
ausgebildeten Abklärungsperson besser verwertbare Ergebnisse bringen sollte, sei nicht 
ersichtlich. Daher habe auf die Haushaltsabklärung verzichtet werden können. Weiter 
merkte die Beschwerdegegnerin an, die Beschwerdeführerin habe nur noch einen 2-
Personen-Haushalt zu besorgen. Unter Berücksichtigung des ihr noch zugemuteten 
Teilzeitpensums in einer Erwerbstätigkeit sei sie in der Lage, die in einem 2-Personen-
Haushalt anfallenden Arbeiten selbst zu erledigen. Sodann sei es sicher zumutbar, dass 
die in der Nähe wohnenden Eltern oder Geschwister z.B. einmal bei der Grossreinigung 
helfen würden (act. 5). 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
Anträgen fest (act. 7 und 9). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 21. November 2019; diese ging 
gemäss Eingangsstempel am 22. November 2019 beim Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 

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Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 7. Januar 2020 der Post übergeben und ging tags darauf beim 
Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige 
Beschwerdefrist wurde somit unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG – 
Fristenstillstand vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar – gewahrt. Die 
Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist.

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
21. November 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

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Bei nichterwerbstätigen versicherten Personen, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. 
Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet 
werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG 
darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen 
Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 

Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität 
nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird 
die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind 
der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen 
und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(Art. 28a Abs. 3 IVG; sog. gemischte Methode). Seit dem 1. Januar 2018 steht mit 
Art. 27bis Abs. 3 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ein 
neues Modell für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit 
bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG 
betätigen, in Kraft. Im Hinblick auf eine einheitliche und rechtsgleiche Behandlung der 
Versicherten kann die Anwendung dieses neuen Berechnungsmodells erst ab dem 
Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Bestimmung am 1. Januar 2018 erfolgen (Urteil BGer 
8C_793/2017 vom 8. Mai 2018 E. 7.1 mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 
70 E. 4b/cc).

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es 
entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 

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Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

4. Vorab gilt festzuhalten, dass die Anwendung der gemischten Methode zwischen 
den Parteien unstreitig ist. Ferner sind sich die Parteien einig, dass die 
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall weiterhin zu 70 % im Erwerbs- und zu 30 % im 
Haushaltsbereich tätig wäre. Umstritten sind hingegen die von der IV-Stelle 
angenommenen Einschränkungen im Erwerbs- und Haushaltsbereich. Zum 
Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ergibt sich aus den 
Akten Folgendes:

4.1 Wie dem Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 4. Juli 2016 entnommen 
werden kann, hat die Versicherte im Januar 2016 beim E.________ eine ambulante 
psychiatrische Therapie in Angriff genommen. Wegen einer Zustandsverschlechterung mit 
depressiver Symptomatik wurde die Versicherte Ende Februar 2016 der Klinik 
D.________ zur stationären Behandlung zugewiesen. Die Ärzte diagnostizierten dabei 
eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) und 
eine Zwangsstörung, vorwiegend Zwangshandlungen (ICD-10 F42.1). Am 21. Mai 2016 
konnte die Versicherte die Klinik wieder verlassen. Aus dem Austrittsbericht geht hervor, 
dass die depressive Symptomatik bei Austritt reduziert imponierte und die Versicherte in 
einem deutlich aufgehellteren Zustand habe entlassen werden können (IV-act. 10).

4.2 Daraufhin war die Versicherte ab September 2016 bei F.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung. Mit Arztbericht vom 10. Januar 2017 
wies Dr. F.________ darauf hin, dass es nach Behandlungsbeginn zu einer 
Zustandsverschlechterung gekommen sei. Die Patientin habe über Eheprobleme berichtet, 
die sie sehr belasteten. Zudem habe es Konflikte am Arbeitsplatz gegeben. Anfang 
November 2016 habe die Patientin sodann über psychotische Symptome berichtet. 
Daraufhin sei sie ab 1. November 2016 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden (IV-
act. 19). In der Folge stabilisierte sich die Patientin, die psychotischen Symptome traten in 
den Hintergrund, sodass Dr. F.________ mit Bericht vom 28. Februar 2017 eine 20%ige 
Arbeitsfähigkeit im 70 %-Pensum als Charcuterie Verkäuferin bei der G.________ seit 
dem 15. Februar 2017 attestierte (IV-act. 21). Bis Mitte Oktober 2017 konnte die 
Arbeitsfähigkeit schliesslich auf 60 % gesteigert werden. Wie dem Verlaufsbericht vom 
3. Januar 2018 entnommen werden kann, zeichnete sich ab diesem Zeitpunkt jedoch 
wieder eine Zustandsverschlechterung ab. Doktor F.________ attestierte der Versicherten 

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daher ab 25. Oktober 2017 wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zudem wies 
Dr. F.________ darauf hin, dass der Patientin ihre Arbeitsstelle bei der G.________ Ende 
November 2017 gekündigt worden sei (IV-act. 37). 

4.3 Aufgrund zunehmender depressiver Symptomatik einhergehend mit 
Lebensüberdrussgedanken kam es in der Folge zu einer weiteren Hospitalisation in der 
Klinik D.________. Im Verlauf der stationären Behandlung, die vom 29. Dezember 2017 
bis 28. März 2018 dauerte, berichtete die Versicherte über zahlreiche Belastungsfaktoren 
wie Kündigung der Arbeit, finanzielle Schwierigkeiten, Konflikte mit dem Ehemann und der 
Tochter sowie belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit, welche ihre depressive 
Symptomatik sowie Ängste verstärkt hätten (IV-act. 48). 

4.4 Einem weiteren Verlaufsbericht von Dr. F.________ vom 17. Juli 2018 kann 
entnommen werden, dass sich die Versicherte nach dem Austritt aus der Klinik 
D.________ zur Scheidung von ihrem Ehemann entschieden hatte. Doktor F.________ 
führte aus, dass vom 1. bis 30. Juni 2018 ein kurzer Versuch erfolgt sei, die 
Arbeitsunfähigkeit auf 80 % zu reduzieren. Dies habe sich jedoch nicht bewährt. Nach 
einer Zustandsverschlechterung sei die Patientin seit 1. Juli 2018 wiederum zu 100 % 
arbeitsunfähig. Sie brauche im Moment vor allem Entlastung (IV-act. 54).

4.5 Mit Stellungnahme vom 21. September 2018 führte RAD-Arzt H.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, er könne aus 
versicherungspsychiatrischer Sicht einen dauerhaften psychischen Gesundheitsschaden 
nicht anerkennen, da die psychosozialen Belastungsfaktoren als IV-fremder Faktor ganz 
im Vordergrund stünden. Falls diese RAD-Stellungnahme aus 
versicherungsmedizinischen Gründen nicht für einen Entscheid genüge, sei eine 
psychiatrische Begutachtung zu veranlassen (IV-act. 55). 

4.6 In der Folge wurde Dr. med. C.________, Facharzt Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, mit der psychiatrischen Begutachtung der Versicherten beauftragt. 
Doktor C.________ erstattete sein Gutachten am 26. Februar 2019. Er stellte die 
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte bis formal 
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0, F33.1), welche er als sich auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirkend einstufte. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er 
akzentuierte ängstlich-vermeidende, selbstunsichere und zwanghafte Persönlichkeitszüge 
(ICD-10 Z73.1), Belastungen in Verbindung mit der beruflichen Situation (ICD-10 Z56) und 

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Belastungen in der Beziehung zum Ex-Ehepartner (ICD-10 Z63.0). Betreffend 
Arbeitsfähigkeit der Versicherten als Verkäuferin führte Dr. C.________ aus, diese sei 
anhand der erhobenen Anamnese, der Krankheitsentwicklung, der angegebenen 
Beschwerden sowie der objektiven und semiobjektiven Befunde mittelgradig zu 50 % 
eingeschränkt. Alle ihrer Erfahrung und Ausbildung entsprechenden Tätigkeiten seien der 
Versicherten zu 50 % zumutbar. Aufgrund von positiven Ressourcen und der 
Entschlossenheit der Versicherten, alles Mögliche zu unternehmen, um normal 
funktionieren zu können und ins Berufsleben einzusteigen, bestehe kein Grund mehr, eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen. Dies könnte nur zu einer unnötigen 
Distanzierung von der Arbeitswelt und zu einer Chronifizierung führen. Weiter wies 
Dr. C.________ darauf hin, dass das therapeutische Prozedere noch nicht ausgeschöpft 
sei. Die Prognose sei mit Vorsicht als günstig einzustufen. Betreffend die 
Leistungsfähigkeit der Versicherten im Haushalt hielt der Gutachter leichte 
Einschränkungen im Bereich der Wohnungs- und Haushaltspflege fest. Zudem wies er 
darauf hin, dass die Versicherte seit der Trennung von ihrem Ehemann ausreichend 
Unterstützung seitens ihrer Familie erhalte (IV-act. 63). 

4.7 Am 15. April 2019 nahm der neu für den Fall der Versicherten zuständige RAD-
Arzt I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum Gutachten Stellung 
und gab dazu an, dass das Gutachten plausibel und nachvollziehbar sei und auf dieses 
abgestellt werden könne (IV-act. 64).

5. Zunächst ist im Hinblick auf ihre Erwerbstätigkeit zu prüfen, inwieweit die 

Beschwerdeführerin infolge ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen überhaupt noch 

arbeitsfähig ist.

5.1 Die Beschwerdegegnerin stellt in der Beurteilung der Einschränkungen im 

Erwerbsbereich auf das Gutachten von Dr. C.________ vom 26. Februar 2019 (IV-act. 63) 

ab, wonach die Beschwerdeführerin sowohl in ihrer angestammten als auch in jeder 

angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. 

5.1.1 Beurteilend ist festzustellen, dass das psychiatrische Gutachten aus formeller 
Sicht die höchstrichterlichen Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten erfüllt. Der 
Gutachter hat sich mit den von der Beschwerdeführerin subjektiv geklagten Beschwerden 
auseinandergesetzt, eine umfassende Anamnese erstellt und auch die medizinischen 

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Vorakten wiedergegeben und gewürdigt. Zudem ist das Gutachten in seiner Beurteilung 
nachvollziehbar und die getroffenen Schlussfolgerungen sind genügend begründet und in 
sich schlüssig. Aus rein formeller Sicht ist mithin kein Grund ersichtlich, weshalb auf das 
Gutachten nicht abgestellt werden könnte. 

5.1.2 Was das Gutachten in materieller Hinsicht anbelangt, ist festzustellen, dass keine 
medizinischen Berichte vorliegen, die die Einschätzung des Gutachters in Frage stellen 
würden. Insbesondere liegt auch kein Bericht der behandelnden Psychiaterin 
Dr. F.________ vor, der sich zu den vom Gutachter vorgenommenen Einschätzungen 
äussert. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellt, ihre behandelnde 
Ärztin sei stets von einer Arbeitsunfähigkeit von 60 bis 70 % ausgegangen, kann sie 
daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Rechtsprechungsgemäss lässt es die 
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) jedenfalls nicht zu, ein Administrativgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 
aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind, was vorliegend allerdings nicht der Fall ist. 

Des Weiteren ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass die Beschwerdeführerin 
nicht konkret darlegt, inwiefern die Arbeitsfähigkeitseinschätzung des Gutachters nicht 
zutreffend sein sollte. Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich auf das Scheitern auf 
dem ersten Arbeitsmarkt verweist und daraus eine Falscheinschätzung der 
Arbeitsfähigkeit durch den Gutachter ableitet, kann ihr jedenfalls nicht gefolgt werden. Aus 
den im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens neu aufgelegten Unterlagen geht 
lediglich hervor, dass Dr. F.________ die Beschwerdeführerin ab dem 19. November 2019 
zu 100 % arbeitsunfähig schrieb (vgl. Bf-act. 3) und ihr deshalb in der Folge mit Schreiben 
vom 19. Dezember 2019 per 31. Januar 2020 die Anstellung in einem 30 %-Pensum bei 
der J.________ AG gekündigt wurde (vgl. Bf-act. 4). Der Fallzusammenfassung der 
Koordinationsstelle K.________ kann sodann entnommen werden, dass der 
Beschwerdeführerin die Situation bei der J.________ AG vor allem aufgrund ihres 
unregelmässigen Einsatzes (eine Woche fünf Tage, dann wieder eine Woche frei) zu viel 
wurde (vgl. Bf-act. 5). Dass die vom Gutachter attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit auf dem 

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ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar sein soll, gilt damit jedoch nicht als erstellt, zumal die 
behandelnde Psychiaterin bereits in der Vergangenheit entgegen der Auffassung des 
Gutachters eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte und Dr. C.________ darlegte, 
weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Im Übrigen darf nicht unberücksichtigt 
bleiben, dass bereits in der Vergangenheit IV-fremde psychosoziale Belastungsfaktoren 
eine grosse Rolle spielten. So berichtete die Beschwerdeführerin z.B. während der 
stationären Behandlung in der Klinik D.________ von Dezember 2017 bis März 2018 über 
zahlreiche Belastungsfaktoren wie Kündigung der Arbeit, finanzielle Schwierigkeiten, 
Konflikte mit Ehemann und Tochter sowie belastende Ereignisse aus der Vergangenheit 
(vgl. IV-act. 48 S. 4) und RAD-Arzt H.________ ging sogar von einer vollen 
Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt aus, da er die psychosozialen Belastungsfaktoren 
als ganz im Vordergrund stehend einstufte (vgl. IV-act. 55). Auch wenn Gutachter 
Dr. C.________ im Unterschied zu RAD-Arzt H.________ anschliessend einen IV-
relevanten Gesundheitsschaden feststellen konnte und darauf abzustellen ist, hielt auch er 
invaliditätsfremde Faktoren fest, wobei er die diagnostizierten "Z-Diagnosen" (Belastungen 
in Verbindung mit der beruflichen Situation [ICD-10 Z56] sowie in der Beziehung zum Ex-
Ehepartner [ICD-10 Z63.0]) zu Recht als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einstufte. 
Die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit legte Dr. C.________ nachvollziehbar mit 
50 % fest. Nach dem soeben Ausgeführten ergibt sich somit, dass IV-fremde 
psychosoziale Belastungsfaktoren bereits zum Zeitpunkt des psychiatrischen Gutachtens 
eine gewisse Rolle spielten. Sodann verweist die Beschwerdeführerin im Rahmen der 
Replik selbst auf eine Überforderung im Sorgerechtsstreit. Wie die Beschwerdegegnerin 
diesbezüglich zutreffend darauf hingewiesen hat, ist ein solcher Sorgerechtsstreit für die 
Beschwerdeführerin zwar verständlicherweise belastend, es handelt sich dabei aber 
wiederum um einen IV-fremden Faktor, der bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit eben 
gerade nicht berücksichtigt werden kann. Angesichts dessen ist der Beschwerdegegnerin 
zuzustimmen, dass sich auch im Zusammenhang mit den Problemen bei der J.________ 
AG die Frage der Mitwirkung der IV-fremden psychosozialen Belastungsfaktoren stellt. 
Allein die Erfahrungen bei der J.________ AG vermögen die fachärztliche 
Arbeitsfähigkeitseinschätzung von Dr. C.________ indes nicht in Frage zu stellen. 
Vielmehr zeigen die erneute Krankschreibung und die Kündigung seitens des Arbeitgebers 
den bereits zum Zeitpunkt des Gutachtens bekannten wechselhaften Verlauf der 
rezidivierenden depressiven Störung. So hielt ja bereits Dr. C.________ einen 
schwankenden Verlauf fest, den er mit der Belastung im privaten sowie beruflichen Leben 
und anschliessend mit der Kündigung seitens des Arbeitgebers begründete. Trotz dessen 
ging Dr. C.________ nachvollziehbar von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwer-

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deführerin aus. Die Probleme bei der J.________ AG führen somit nicht dazu, dass eine 
geringere Arbeitsfähigkeit als vom Gutachter attestiert anzunehmen ist. Daran ändert auch 
die Tatsache nichts, dass das soziale Betreuungsumfeld der Beschwerdeführerin 
angeblich von einer Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt ausgeht, 
ist die Arbeitsfähigkeit doch primär gestützt auf ärztliche Befunde zu den gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen und den daraus folgenden körperlich-funktionellen 
Belastbarkeitsgrenzen festzulegen. Dementsprechend kann die Beschwerdeführerin auch 
aus dem Bericht des Sozialdienstes (Bf-act. 6) nichts zu ihren Gunsten ableiten, eine 
Falscheinschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Gutachter geht daraus jedenfalls nicht 
hervor. 

5.1.3 Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass betreffend Einschränkungen im 
Erwerbsbereich vollumfänglich auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ 
abgestellt werden kann, sodass die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer 50%igen 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen ist. Wie die Beschwerdegegnerin 
jedoch zutreffend darauf hingewiesen hat, wird es allenfalls Gegenstand eines 
Revisionsverfahrens sein, wenn sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 
dauerhaft verschlechtern sollte. Ein solches Revisionsgesuch hat die Beschwerdeführerin 
in der Zwischenzeit offenbar bereits eingereicht (vgl. act. 11). 

5.2 Was die Berechnung des Teilinvaliditätsgrades im Erwerbsbereich anbelangt, ist 
festzustellen, dass der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 
Einkommensvergleich einer summarischen Überprüfung seitens des Gerichts standhält. 
Da die Berechnung im Übrigen auch von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet wird, 
erübrigen sich Weiterungen in dieser Hinsicht. Die von der Beschwerdegegnerin 
angenommenen Teilinvaliditätsgrade im Erwerbsbereich von 20 % bzw. ab 1. Januar 2018 
von 35 % erweisen sich somit als korrekt. 

5.3 Die Beschwerdeführerin liess im vorliegenden Verfahren die Durchführung einer 
beruflichen Abklärung bei der BEFAS beantragen. Gemäss dem Kreisschreiben über das 
Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI) dienen die BEFAS zur Abklärung der 
praktischen Verwendung der vorhandenen Arbeitsfähigkeit von versicherten Personen in 
besonderen Fällen (Rz. 5018). Zu den besonderen Fällen gehören Versicherte, die sich 
als arbeitsunfähig erklären und eine Rente beanspruchen, bei denen jedoch eine 
Eingliederung in der freien Wirtschaft durchführbar erscheint, weil sie nicht in erheblichem 
Masse gesundheitlich beeinträchtigt sind (Rz. 5019) und solche, die in einem nicht klar 

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bestimmbaren Umfange ihre medizinisch zumutbare Restarbeitsfähigkeit in einem 
gewissen Arbeitsbereich verwerten können (Rz. 5020). Im vorliegenden Fall steht gestützt 
auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ fest, dass in der bisherigen wie 
auch in angepassten Tätigkeiten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit durch den Gutachter ist schlüssig und unzweideutig. Die medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit wird im Gutachten klar festgelegt. Da somit eine 
nachvollziehbare und schlüssige medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
vorliegt und die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung ja ohnehin 
bereits in einem 30 %-Pensum bei der J.________ AG im Arbeitsprozess integriert war, 
kann auf die Durchführung einer BEFAS-Abklärung verzichtet werden, zumal der 
psychiatrische Gutachter eine BEFAS-Abklärung auch nicht angeregt hat. Es ist somit 
nicht davon auszugehen, dass eine berufliche Abklärung bei der BEFAS zusätzliche neue 
Erkenntnisse bringen würde, weshalb der diesbezügliche Beweisantrag in zulässiger 
Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung abzuweisen ist. Unter diesen Umständen 
sah demzufolge auch die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer Testung der konkreten 
Leistungsfähigkeit im Rahmen einer BEFAS-Abklärung ab. Damit verletzte sie den 
Untersuchungsgrundsatz jedenfalls in keiner Weise. 

Auch weitere Beweisabnahmen (Parteibefragung sowie die Befragung von M.________, 
N.________ und O.________ als Auskunftspersonen) erscheinen dem Gericht nach dem 
soeben Ausgeführten im Hinblick auf die Einschränkungen im Erwerbsbereich als nicht 
opportun.

6. Zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Beschwerdeführerin zufolge ihrer 
gesundheitlichen Beschwerden im Haushalt eingeschränkt ist. 

6.1 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin darauf verzichtet, eine 
Haushaltsabklärung durchzuführen. Sie begründet dies damit, dass die 
Gesundheitsprobleme der Beschwerdeführerin einzig den psychiatrischen Bereich 
betreffen würden. In diesen Fällen sei gemäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung der 
psychiatrischen Einschätzung der Einschränkungen im Haushaltsbereich ein grösseres 
Gewicht beizumessen als der Abklärung vor Ort durch eine medizinisch nicht ausgebildete 
Abklärungsperson. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, es obliege nicht der 
Beurteilung eines Psychiaters, ob die von ihm ausgemachten Einschränkungen (in casu 
leichte Einschränkungen bei der Wohnungs- und Haushaltspflege) durch den zumutbaren 
Einsatz der Familienangehörigen wettgemacht werden könnten. Vielmehr sei es Sache 

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Urteil S 2020 2

der Abklärungsstelle zu evaluieren, welche Arbeiten im Haushalt überhaupt anfallen 
würden und welche dieser Arbeiten den Familienangehörigen zugemutet werden könnten. 

6.1.1 Zur Feststellung, in welchem Masse eine versicherte Person im Haushalt zufolge 
ihrer gesundheitlichen Beschwerden eingeschränkt ist, bedarf es im Regelfall einer – für 
gewöhnlich die geeignete Vorkehr zur Bestimmung der Behinderung im Haushalt 
darstellende – Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV; Urteil EVG I 568/04 vom 
16. Februar 2005 E. 4.2.1 mit Hinweisen).

Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des 
Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine 
grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn 
die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er 
auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer 
psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst, wenn die Beurteilung psychischer 
Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die 
Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit 
der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den 
ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die 
Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich 
ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen 
zu erkennen (Urteile BGer 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 
9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Für die Rechtsanwendung 
bedeutet dies in concreto, dass nach Massgabe der von der Rechtsprechung entwickelten 
Kriterien der Beweiswert sowohl der medizinischen Unterlagen als auch des Haushalts-
Abklärungsberichts zu beurteilen ist. Liegen gleich beweiskräftige Stellungnahmen vor, 
muss geprüft werden, ob die gemachten Aussagen vereinbar sind oder einander 
widersprechen. Diesfalls ist bezüglich der einzelnen Fragestellungen eine Würdigung 
vorzunehmen, wobei die ärztlichen Berichte den Vorrang geniessen, soweit medizinische 
Belange zu beurteilen sind (Urteil EVG I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2 und 5.1.3 mit 
Hinweisen).

6.1.2 Vorliegend ist der Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die soeben dargelegte 
Rechtsprechung zuzustimmen, dass es im Falle psychischer Beeinträchtigungen 
grundsätzlich den ärztlichen Fachpersonen obliegt, das Ausmass des psychischen 
Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen im Haushaltsbereich zu beurteilen. 

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Urteil S 2020 2

Dies wird auch von der Beschwerdeführerin so anerkannt. Entsprechend ist es nicht zu 
beanstanden, dass Dr. C.________ von der Beschwerdegegnerin angehalten wurde, sich 
zu den allfälligen Einschränkungen in den einzelnen Haushaltsbereichen zu äussern, was 
er auf S. 39 seines Gutachtens auch gemacht hat. Doktor C.________ stellte dabei leichte 
Einschränkungen im Bereich der Wohnungs- und Haushaltspflege fest, während er der 
Beschwerdeführerin in den übrigen Bereichen (Ernährung, Einkauf und weitere 
Besorgungen, Wäsche- und Kleiderpflege sowie Pflege und Betreuung von Kindern oder 
anderen Angehörigen) keine Einschränkungen attestierte. Eine Begründung, weshalb die 
Beschwerdegegnerin gerade in diesem Bereich eingeschränkt ist, lässt sich dem 
Gutachten und dabei insbesondere auch Ziff. 3.2.8 jedoch nicht entnehmen. Des Weiteren 
geht aus dem Gutachten nicht hervor, bei welchen Aufgaben im Bereich der Wohnungs- 
und Haushaltspflege die Beschwerdeführerin genau eingeschränkt ist bzw. welche 
Tätigkeiten von ihr noch selber ausgeführt werden können und schliesslich fehlt eine 
präzise Quantifizierung der im Bereich der Wohnungs- und Haushaltspflege festgestellten 
leichten Einschränkungen. Unter diesen Umständen drängt sich eine Rückfrage bei 
Dr. C.________ auf, anlässlich dessen der Gutachter genau anzugeben hat, bei welchen 
Verrichtungen im Bereich der Wohnungs- und Haushaltspflege die Beschwerdeführerin 
eingeschränkt ist. In Anbetracht dessen, dass – wie nachfolgendend noch aufzuzeigen 
sein wird – die Angelegenheit ohnehin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sein 
wird, hat die Beschwerdegegnerin die entsprechenden Abklärungen beim Gutachter selbst 
in die Wege zu leiten.  

Des Weiteren übersieht die Beschwerdegegnerin, dass die Haushaltsabklärung auch bei 
Versicherten, welche an einem psychischen Gesundheitsschaden leiden, prinzipiell 
massgebend ist. Einzig wenn es zu Divergenzen zwischen den Ergebnissen der 
Haushaltsabklärung und den ärztlichen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten 
Person kommt, ihre Haushaltstätigkeiten trotz des psychischen Leidens noch verrichten zu 
können, ist der medizinischen Einschätzung in der Regel grösseres Gewicht beizumessen 
als der Abklärung im Haushalt (vgl. E. 6.1.1 vorstehend). Die ärztlichen Berichte 
geniessen somit nur insofern Vorrang, als medizinische Belange zu beurteilen sind. Die 
Abklärung an Ort und Stelle betreffend die tatsächlichen Gegebenheiten im Haushalt 
obliegt jedoch der Abklärungsperson, ebenso die prozentuale Gewichtung der einzelnen 
Tätigkeiten im Verhältnis zum gesamten Haushalt sowie die Beantwortung der Frage, 
welche Arbeiten aufgrund der Schadenminderungspflicht von den Familienangehörigen 
übernommen werden können. Gerade dieser bei Haushaltsabklärungen wichtige Aspekt 
der konkreten schadenmindernden Verhaltensweisen wird von den Ärzten häufig nicht 

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bzw. zu wenig berücksichtigt, da diese in ihren Berichten lediglich die sich aus den 
medizinischen Gründen ergebenden Einschränkungen festzuhalten haben.

Entgegen der Meinung der Beschwerdegegnerin kann vorliegend somit nicht auf die 
Durchführung einer Haushaltsabklärung verzichtet werden. Dies insbesondere deshalb 
nicht, weil Dr. C.________ gewisse Einschränkungen im Haushaltsbereich ja gerade 
festgestellt hat (leichte Einschränkungen bei der Wohnungs- und Haushaltspflege) und 
sich seine Ausführungen betreffend die zu erwartende Unterstützung der Familie – "Seit 
der Trennung von ihrem Ehemann im August 2018 enthält die Versicherte ausreichend 
Unterstützung seitens ihrer Familie. Zudem besucht ihre Tochter aktuell die Schule 
regelmässig". – lediglich auf den Bereich der Pflege und Betreuung von Kindern oder 
anderen Angehörigen beziehen. Zur Frage, ob die im Bereich der Wohnungs- und 
Haushaltspflege festgestellten Einschränkungen durch den zumutbaren Einsatz von 
Familienangehörigen wettgemacht werden können, äusserte sich der Gutachter hingegen 
nicht, wobei die Beurteilung dessen ohnehin nicht dem Psychiater, sondern der 
Abklärungsperson obliegt. In Anbetracht dessen kann jedenfalls nicht gesagt werden, die 
zumutbare Mitwirkung der Familienangehörigen sei vorliegend genügend abgeklärt 
worden. Des Weiteren wurde bisher aufgrund der fehlenden Haushaltsabklärung auch die 
Frage, welchen Anteil die Wohnungs- und Haushaltspflege an den Haushaltstätigkeiten 
insgesamt hat, nicht eruiert, sodass auch nicht geklärt ist, zu wieviel Prozent die 
Beschwerdeführerin im Bereich der Wohnungs- und Haushaltspflege tatsächlich 
eingeschränkt ist. Die Einschränkung im Haushaltsbereich ist deshalb nicht abschliessend 
ermittelbar, weshalb die Beschwerdegegnerin nach Rückfrage beim Gutachter betreffend 
Präzisierung der festgestellten Einschränkungen eine Haushaltsabklärung durchzuführen 
hat. Im Rahmen dessen wird auch die aufgrund der Schadenminderungspflicht geforderte 
Mitwirkung der Familienangehörigen genau zu überprüfen sein, da diese vorliegend als 
das übliche Mass übersteigend bestritten wird und die Tochter der Beschwerdeführerin im 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung erst acht Jahre alt war, so dass sie einerseits 
noch betreuungsbedürftig war und von ihr andererseits wohl noch keine Mithilfe im 
Haushalt erwartet werden konnte.

6.2 Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass das psychiatrische Gutachten von 
Dr. C.________ keine zuverlässige und ausreichende Entscheidungsgrundlage bildet, um 
die Einschränkungen im Haushaltsbereich abschliessend festzulegen. Damit kann der 
Beschwerdegegnerin der Vorwurf der Verletzung ihrer Abklärungspflicht im Sinne von 
Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht erspart bleiben. Die angefochtene Verfügung ist somit in 

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Verletzung der Abklärungspflicht ergangen und als rechtswidrig aufzuheben. Demnach ist 
die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur weiteren Abklärung des massgebenden 
Sachverhalts, d.h. konkret zur Rückfrage bei Dr. C.________ sowie zur Durchführung 
einer Haushaltsabklärung, und zum Neuentscheid betreffend die Einschränkungen im 
Haushaltsbereich an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, wobei – wenn möglich – 
eine Koordination der weiteren Abklärungen und dem bei der IV-Stelle bereits anhängig 
gemachten Revisionsgesuch anzustreben ist. 

7. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. 

Praxisgemäss wird die Rückweisung einem Obsiegen gleichgestellt, womit der anwaltlich 
vertretenen Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zusteht. Der 
Beschwerdeführerin ist zulasten der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung nach 
Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, welche ermessensweise auf Fr. 2'300.– (inkl. Auslagen 
und MWST) festgesetzt wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung 
vom 21. November 2019 aufgehoben und die Sache zur ergänzenden 
Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zum anschliessenden 
Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, welche der 
Beschwerdegegnerin auferlegt wird. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'300.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 25. Mai 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am