# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3893f25c-26b1-5853-a033-d2a34ddf3207
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 18.08.2011 I/1-2010/165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2010-165_2011-08-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2010/165

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 18.08.2011

Entscheiddatum: 18.08.2011

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 18.08.2011
Art. 82 Abs. 1 StG (sGS 811.1). Der Nachweis der geschäftsmässigen 
Begründetheit zahlreicher als Aufwand geltend gemachter Zahlungen einer 
im Immobilienbereich tätigen AG wurde von der Steuerbehörde zu Recht 
verneint, da die Empfänger zum Teil nahestehende Dritte waren und/oder 
keine beweiskräftigen Verträge oder Zahlungsbelege vorlagen 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 18. August 2011, I/
1-2010/165).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

X AG, Rekurrentin,

vertreten durch M Projekte AG, Elbastrasse 14, 8636 W,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staatssteuer (Gewinn und Kapital aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31.12.2007)

Sachverhalt:

A.- Die im Jahr 1999 gegründete M Immobilien AG mit Sitz in W im Kanton Zürich 

bezweckte unter anderem den Erwerb, die Verwaltung, Vermietung und Verpachtung 

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sowie den Verkauf im Immobilienbereich. Am 20. Dezember 2006 verlegte sie den Sitz 

nach R im Kanton St. Gallen und erwarb am 22. Dezember 2006 von ihrem Aktionär 

und einzigen Mitglied des Verwaltungsrates M M das Grundstück Nr. 001, Z-Strasse, in 

R, zum Preis von Fr. 760'000.--. Per 21. September 2007 verkaufte sie das Grundstück 

für Fr. 1'280'000.-- weiter. Im März 2009 wurde die M Immobilien AG nach einer 

erneuten Verlegung des Sitzes nach K im Handelsregister des Kantons Zürich unter der 

neuen Firma X AG eingetragen und im Handelsregister des Kantons St. Gallen 

gelöscht.

B.- Da die M Immobilien AG bzw. die X AG als deren Rechtsnachfolgerin für 2007 trotz 

Mahnungen und Bussen keine Steuererklärung einreichten, legte das kantonale 

Steueramt in einem Veranlagungsvorschlag am 24. Juni 2009 die Steuerfaktoren 

ermessensweise fest. M M wandte sich am 20. Juli 2009 gegen diesen 

Veranlagungsvorschlag, reichte jedoch innert der bis 31. August 2009 angesetzten Frist 

weder den Rechnungsabschluss per 31. Dezember 2007 noch eine Deklaration ein. 

Deshalb wurde die X AG als Rechtsnachfolgerin der M Immobilien AG am 

7. September 2009 entsprechend dem Vorschlag vom 24. Juni 2009 für 2007 mit 

einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 410'200.-- und einem steuerbaren Eigenkapital 

von Fr. 534'000.-- veranlagt.

C.- Gegen diese Veranlagung erhob M M am 21. September 2009 für die – nicht mehr 

existierende – M Immobilien AG unter Beilage des gleichentags erstellten 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2007, der einen Gewinn von Fr. 326'110.15 

auswies, Einsprache. Die Veranlagungsbehörde forderte mehrfach detaillierte Angaben 

insbesondere zu den verbuchten Aufwendungen für den Liegenschaftsunterhalt und 

die Rechtsberatung sowie für Marketing und Verkauf ein. Sie erachtete die 

geschäftsmässige Begründetheit von Aufwendungen von insgesamt Fr. 205'997.-- als 

nicht nachgewiesen und rechnete sie – nach Berücksichtigung einer Steuerrückstellung 

von Fr. 39'500.-- – zum ausgewiesenen Gewinn von Fr. 326'110.15 auf. Das kantonale 

Steueramt wies die Einsprache am 12. Juli 2010 ab und setzte den steuerbaren 

Reingewinn auf Fr. 492'600.-- und das steuerbare Eigenkapital auf Fr. 411'000.-- fest.

D.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 12. Juli 2010 erhob die X AG durch ihre 

Vertreterin mit Eingabe vom 14. August 2010 (Postaufgabe: 16. August 2010) Rekurs 

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bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, auf die Aufrechnung und auf die 

Erhebung des Verzugszinses sei zu verzichten.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 30. September 2010 die 

Abweisung des Rekurses. Die Rekurrentin hielt mit Stellungnahme vom 14. Oktober 

2010 unter Einreichung zusätzlicher Beweismittel an ihren Anträgen fest. Die Vorinstanz 

verzichtete am 9. November 2010 auf eine weitere Vernehmlassung und hielt ebenfalls 

an ihrem Antrag fest.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die 

Beschwerdeführerin ist die Rechtsnachfolgerin der im Jahr 2007 steuerpflichtigen M 

Immobilien AG und tritt in deren Steuerrechtsverhältnis ein. Die Befugnis zur 

Beschwerdeerhebung ist deshalb gegeben. Der Rekurs vom 14. August 2010 ist 

rechtzeitig eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 78 und Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 

811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 

951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist grundsätzlich einzutreten. Hingegen kann 

auf den Antrag, auf die Erhebung des Verzugszinses sei zu verzichten, mangels 

Anfechtungsobjekts nicht eingetreten werden, denn gemäss Art. 211 Abs. 3 StG wird 

die Schlussrechnung, mit der auch ein allfälliger Verzugszins erhoben wird (vgl. Art. 214 

Abs. 2 StG), mit der Rekurserhebung aufgehoben.

2.- Im Rekurs ist umstritten, inwieweit die geschäftsmässige Begründetheit einzelner in 

der Erfolgsrechnung der Rekurrentin im Geschäftsjahr 2007 verbuchter Aufwendungen 

nachgewiesen ist.

a) Gemäss Art. 82 Abs. 1 StG setzt sich der steuerbare Reingewinn aus dem Saldo der 

Erfolgsrechnung (lit. a) und allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung 

ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von 

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geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet werden (lit. b), sowie den der 

Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträgen (lit. c) und den Zinsen auf 

verdecktem Eigenkapital (lit. d) zusammen. Die Bestimmung entspricht den Vorgaben 

von Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkten Steuern der Kantone und 

Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) und deckt sich inhaltlich mit Art. 58 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.12, abgekürzt: DBG).

Geldwerte Leistungen bzw. geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen einer 

Kapitalgesellschaft an ihren Gesellschafter stellen Gewinnausschüttungen dar, wenn 

sie nicht als Kapitalrückzahlung zu qualifizieren sind und ohne entsprechende 

Gegenleistung des Gesellschafters erfolgen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 88 zu Art. 58 DBG). Bei verdeckten 

Gewinnausschüttungen handelt es sich um geldwerte Leistungen und Vorteile, die 

ohne entsprechende Gegenleistung an Personen gewährt werden, die unmittelbar oder 

mittelbar mit der juristischen Person beteiligungsrechtliche Beziehungen haben. 

Verdeckt sind solche Leistungen insofern, als sie buchmässig nicht offen ausgewiesen 

werden, sondern unter einem Aufwandtitel der Erfolgsrechnung belastet werden. Den 

Beteiligten oder einer diesen nahestehenden Person werden Leistungen erbracht, 

welche im normalen Geschäftsverkehr einem unbeteiligten Dritten nicht gewährt 

würden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 95 zu Art. 58 DBG). Massgebend 

ist das "arm's length"-Prinzip. Zu prüfen ist demnach, wie gegenüber einem 

unbeteiligten Dritten gehandelt worden wäre. Dabei kommt es darauf an, was die für 

das Unternehmen handelnden Organe in guten Treuen als betrieblich begründet 

angesehen haben. Allein Ungeschicklichkeit der Unternehmensleitung führt nicht zur 

Besteuerung der Leistung. Ein gewichtiges Indiz für eine verdeckte 

Gewinnausschüttung liegt vor, wenn zwischen der Aktiengesellschaft und dem Aktionär 

unübliche Rechtsgeschäfte vollzogen werden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

a.a.O., N 98 zu Art. 58 DBG).

Für die Beweislastverteilung ist im Zusammenhang mit verdeckten 

Gewinnausschüttungen zu differenzieren: Ist streitig, ob einer Leistung der Gesellschaft 

überhaupt eine Gegenleistung des Beteiligten gegenüberstehe, trägt die Gesellschaft 

die Beweislast für das Vorhandensein einer solchen Gegenleistung (Beweis der 

geschäftsmässigen Begründetheit der Leistung). Ist bei Vorhandensein einer 

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Gegenleistung des Beteiligten an die Gesellschaft umstritten, ob zwischen den 

gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches Missverhältnis besteht und ob deshalb 

auf eine verdeckte Gewinnausschüttung geschlossen werden dürfe, so ist die 

Steuerbehörde für das behauptete Missverhältnis beweisbelastet (natürliche 

Vermutung für die geschäftsmässige Begründetheit der Leistung; vgl. Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 109 zu Art. 58 DBG).

b) Im Einzelnen ist zwischen den Verfahrensbeteiligten umstritten, ob die geschäfts­

mässige Begründetheit verbuchter Aufwendungen von Fr. 18'349.-- für Rechts- und 

Unternehmensberatung zugunsten der M Projekte AG, W/ZH (vgl. dazu nachfolgend 

E. 2b/aa), von Fr. 22'000.-- für Verkaufsmanagement zugunsten der W AG, W/ZH (vgl. 

dazu nachfolgend E. 2b/bb), von Fr. 33'000.--, Fr. 11'800.-- und Fr. 32'848.-- für 

Marketing und Verkauf sowie Liegenschaftenunterhalt zugunsten der G 

Generalbauunternehmung GmbH, Berlin (vgl. dazu nachfolgend E. 2b/cc), Fr. 80'000.-- 

für diverse Erweiterungsbauten und bauliche Verbesserungen zugunsten der B GmbH, 

M (vgl. dazu nachfolgend E. 2b/dd) und Fr. 8'000.-- für Liegenschaftsunterhalt 

zugunsten der J AG, M (vgl. dazu nachfolgend E. 2b/ee), nachgewiesen ist. Vorab ist zu 

den generellen Ausführungen im Rekurs, es handle sich bei der verkauften 

Liegenschaft an der stark befahrenen und von vier Lichtsignalanlagen umgebenen Z-

Strasse in R um eine ungefähr im Jahr 1875 erbaute klassizistische Fabrikantenvilla mit 

vielen historischen Details, deren Restaurierung und Sanierung viel Fingerspitzengefühl 

und einen breiten Erfahrungsschatz und Know-how erforderte, anzumerken, dass 

damit die geltend gemachten Aufwendungen nicht nachgewiesen werden können. Dies 

gilt auch für den Hinweis auf die Höhe des Verkaufserlöses im Vergleich zum Kaufpreis.

aa) Die von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 6530 Rechtsberatung und im 

Konto 2000 als Kreditor verbuchte Aufwendung von Fr. 18'349.-- zugunsten der M 

Projekte AG stützt sich auf eine von dieser am 4. Februar 2009 datierten Rechnung für 

"Rechts- und Unternehmensberatung für das Geschäftsjahr 2008" (handschriftlich auf 

2007 korrigiert; vgl. act. 10-III/02). Der Aufwand wurde zu Beginn des Jahres 2008 in 

der Buchhaltung der M Immobilien AG storniert und am Ende des Jahres 2008 als 

Transitorisches Passivum erneut als Aufwand verbucht (vgl. act. 10-IV/05). M M war im 

Jahr 2007 sowohl bei der M Projekte AG als auch bei der M Immobilien AG einzige 

zeichnungsberechtigte Person (vgl. Einträge im Handelsregister). An der M Projekte AG 

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war er zu 100%, an der M Immobilien AG zu 20% direkt beteiligt (vgl. act. 10-III/01). 

Wie sich die Verhältnisse bei der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Übrigen 

präsentierten, insbesondere inwieweit M M über die direkte Beteiligung hinaus auch 

indirekt an der Gesellschaft beteiligt war, ist nicht bekannt.

Im Rekurs wurde mit dem Hinweis auf den "stattlichen Verkaufsertrag" und die in R 

noch geltende Regel, "von nichts kommt nicht" zunächst lediglich ausgeführt, die 

Aufwendungen für die Rechts- und Unternehmensberatung seien notwendig gewesen. 

Im Lauf des Rekursverfahrens reichte die M Projekte AG eine Bestätigung ein, nach 

welcher sie im Sinn eines internen Controllings die Handwerkeraufträge kontrolliert, 

Besprechungen mit Handwerkern koordiniert und abgehalten, Handwerker-

Regierapporte kontrolliert und mit der Bauleitung abgesprochen und 

Vorbereitungsarbeiten für die Buchhaltung vorgenommen sowie die gesamte 

Buchhaltung erfasst und Kaufverträge geprüft habe (vgl. act. 13/2). Der Beweiswert 

dieser nachträglich eingereichten Bestätigung der Empfängerin zur Art der erbrachten 

Gegenleistungen ist zumindest zweifelhaft, zumal Auftraggeberin und Beauftragte 

wirtschaftlich und personell verflochten sind (vgl. dazu beispielsweise Urteil des 

Bundesgerichts 2C_895/2010 vom 27. Mai 2011, E. 2.2.2). Hinzu kommt, dass 

insbesondere die Angaben, es seien Aufträge und Regierapporte überprüft worden, im 

Widerspruch zur Tatsache stehen, dass die M Immobilien AG im Zusammenhang mit 

den geltend gemachten Aufwendungen für den Liegenschaftenunterhalt (vgl. dazu 

nachfolgen E. 2b/cc-ee) trotz mehrfacher Aufforderung keine solchen Verträge und 

Rapporte eingereicht hat.

Auch wenn die Beurteilung der Notwendigkeit eines Aufwandes der Unternehmung 

überlassen bleibt, entbindet dies nicht vom Nachweis, dass der Aufwand auch 

tatsächlich entstanden ist. Die nicht überprüfbaren konkreten Angaben zu den 

erbrachten Arbeiten, die wirtschaftliche und personelle Verflechtung der M Immobilien 

AG mit der beauftragten M Projekte AG, der Zeitpunkt der Rechnungstellung 

ausserhalb des per 31. Dezember 2007 abgeschlossenen Geschäftsjahres - nämlich 

erst am 4. Februar 2009 - und der Umstand, dass eine Bezahlung bisher nicht belegt 

wurde, führen dazu, dass der geltend gemachte Aufwand von Fr. 18'349.-- nicht 

nachgewiesen ist. Im Übrigen wäre die Leistung angesichts der gleichzeitigen 

Beteiligung von M M an der Auftraggeberin und der Beauftragten, seine persönliche 

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Stellung in den beiden Gesellschaften mit den damit verbundenen Interessenkonflikten 

und die pauschale Rechnungstellung ohne schriftliche Verträge und Arbeitsrapporte an 

eine nahestehende Person erbracht worden (zum Begriff der nahestehenden Person 

vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ Meuter, a.a.O., N 89 zu Art. 58 DBG).

bb) Der von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 6600 Marketing und Verkauf 

und im Konto 2000 als Kreditor verbuchte Aufwand von Fr. 22'000.-- (vgl. act. 10-III/03) 

zugunsten der W AG stützt sich auf eine von M M unterschriebene Rechnung für 

"Verkaufsmanagement Liegenschaft Z-Strasse, R". Die dafür erbrachten Leistungen 

werden nicht im Detail konkretisiert. Der Aufwand wurde zu Beginn des Jahres 2008 in 

der Buchhaltung der M Immobilien AG storniert und am Ende des Jahres 2008 als 

Transitorisches Passivum erneut als Aufwand verbucht (vgl. act. 10-IV/05). M M war an 

der M Immobilien AG und an der W AG im Jahr 2007 Minderheitsbeteiligter und hatte 

ihr gegenüber zudem eine Forderung von über Fr. 200'000.-- (vgl. act. 10-III/01). Ob er 

an den beiden Gesellschaften darüber hinaus auch noch indirekt beteiligt war, ist nicht 

bekannt.

Im Rekurs wird geltend gemacht, die W AG habe "einen langjährigen Erfahrungsschatz 

im Umgang mit solchen Immobilien". Zur eigentlichen Dienstleistung könnten deren 

Mitarbeiter befragt werden. Im Lauf des Rekursverfahrens wurde eine Bestätigung der 

W AG eingereicht, nach welcher ein Verkaufskonzept erarbeitet wurde, das 

verschiedene Verhandlungen mit den umliegenden Grundeigentümern und die 

Integrierung der Nachbarparzelle (F-Garagenparkplatz) beinhaltet habe (vgl. act. 13/2). 

Der Beweiswert dieser nachträglich erstellten Bestätigung erscheint angesichts der 

wirtschaftlichen und personellen Verflechtung der Beteiligten als zweifelhaft. Ein 

Vertrag über die von der W AG zu erbringenden Dienstleistungen liegt ebenso wenig 

vor wie eine detaillierte Abrechnung im Zusammenhang mit der Rechnungsstellung. Für 

denselben Zweck wurden sodann neben diesen Fr. 22'000.-- auch Fr. 33'000.-- 

zugunsten der G Generalbauunternehmung GmbH verbucht (vgl. dazu nachfolgend 

E. 2b/cc). Es wurden – was bei der Ausarbeitung eines Verkaufskonzepts ohne 

Weiteres möglich sein sollte – auch keine Arbeitsergebnisse eingereicht.

Auch dieser Aufwand erscheint angesichts der nicht nachgewiesenen tatsächlichen 

Bezahlung, der wirtschaftlichen und personellen Verflechtung der Beteiligten und der 

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nicht anhand von Arbeitsergebnissen überprüfbaren Leistungen als nicht 

nachgewiesen. Auch diese Leistung wäre unter den dargelegten Umständen als an 

eine nahestehende Person erbracht zu beurteilen (vgl. dazu oben E. 2b/aa).

cc) Die Aufwendungen zugunsten der G Generalbauunternehmung GmbH, Berlin, 

verbuchte die M Immobilien AG im Jahr 2007 in den Konti 6600 Marketing und Verkauf 

(Fr. 33'000.--; vgl. act. 10-III/04) und 7511 Liegenschaftenunterhalt (Fr. 11'800.-- und 

Fr. 32'848.--; vgl. act. 10-III/05). Den Aufwendungen liegen Rechnungen der G 

Generalbauunternehmung GmbH, Berlin, vom 12. Dezember 2007 für Marketing und 

Projektmanagement-Costs (Fr. 33'000.--), vom 12. März 2007 für "Z-Strasse, R, 

Neugestaltung der Umgebung, Vorplatz, Hauszufahrt, Neukiesung der Auffahrt/

Hauseingang, Montage von 4 Aussenleuchtkörpern, gem. Auswahl 

Bauherr" (Fr. 11'800.--) und vom 23. November 2007 für "Renovationsaufwand 

Dachgeschoss im MFH Z-Strasse, R" (Fr. 32'848.--) zugrunde. Die Vorinstanz hat den 

Aufwand mangels Arbeitsrapporten, Offerten und Rechnungen von Unterakkordanten 

nicht zum Abzug zugelassen. Die Rechnungen seien im Aufbau identisch mit jenen der 

anderen Schwestergesellschaften der M Immobilien AG.

Im Rekurs wird dem entgegen gehalten, bei W G handle es sich um einen 

"ausgewiesenen Facharchitekten und Umbauer für historische Villen und Anlagen". Die 

deutsche Firma arbeite wesentlich günstiger als schweizerische Handwerker. Die G 

Generalbauunternehmung habe eine Musterrechnung verlangt, so dass sie optisch den 

anderen Rechnungen gleiche. Die Rechnungen seien bezahlt worden, was mit 

Banküberweisungen belegt worden sei. Da es sich um eine Pauschalvergabe gehandelt 

habe, seien keine Stundenrapporte erhältlich. Die Leistungen hätten auch die 

Ausarbeitung eines Planes für die Sanierung der noch als Büro intensiv genutzten 

Liegenschaft umfasst. Der erwähnte Handelsregisterauszug lag allerdings den Akten 

nicht bei.

In personeller Hinsicht ist die G Generalbauunternehmung GmbH mit der M Immobilien 

AG insoweit verflochten, als gemäss Eintragung im deutschen Handelsregister vom 

14. August 2007 W G als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer durch M M 

abgelöst wurde, wobei als allgemeine Vertretungsregelung galt, dass nur der – einzige 

– Geschäftsführer die Gesellschaft vertreten kann (vgl. www.handelsregister.de, 

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Veröffentlichungen). Aus dem Eintrag im Handelsregister ergibt sich deshalb, dass 

jedenfalls die Rechnungen vom 23. November und 12. Dezember 2007 nicht von W G 

gültig unterzeichnet werden konnten. Auch hier fehlt ein schriftlicher Vertrag, mit dem 

die G Generalbauunternehmung GmbH mit dem Projektmanagement und Marketing 

einerseits und Umbauten anderseits beauftragt wurde. Ebensowenig wurden – was 

insbesondere im Zusammenhang mit Marketing und Projektmanagement ohne 

Weiteres möglich sein müsste – Arbeitsergebnisse oder – im Zusammenhang mit den 

Unterhaltsarbeiten – die in der Bestätigung der M Projekte AG erwähnten Handwerker-

Regierapporte eingereicht.

Angesichts der fehlenden konkreten Belege für die von der G 

Generalbauunternehmung GmbH erbrachten Leistungen, den personellen 

Verflechtungen und den nicht nachgewiesenen Zahlungen erscheinen auch diese 

Aufwände als nicht nachgewiesen.

dd) Die von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 7511 Liegenschaftenunterhalt 

und im Konto 1021, das in der Bilanz per 31. Dezember 2007 nicht ausgewiesen wird, 

mit dem Text "Barauszahlung" verbuchte Aufwendung von Fr. 80'000.-- stützt sich auf 

eine am 21. September 2007 von der B GmbH, M, ausgestellte Rechnung mit der 

Bezeichnung "Generalunternehmerabrechnung für diverse Erweiterungsbauten und 

bauliche Verbesserungen für Ihre Liegenschaft an der Z-Strasse in R: Leitungen für 

Wasserfluss ab Kantonsstrasse, gartengestalterische Abtrennung zur F-Garage zur 

Verbesserung der Immissionen, Teerung und Setzen von Pflastersteinen". Am 

Stammkapital der B GmbH von Fr. 20'000.-- waren die M Immobilien AG und die D SA, 

T/BE, je zu 25% und die J Holding AG zu 50% beteiligt (vgl. Handelsregistereintrag). 

Die Gesellschaft wurde am 1. Juni 2007 im Handelsregister eingetragen. M M war – 

neben einer weiteren als Geschäftsführerin bezeichneten Person – Geschäftsführer mit 

Einzelunterschrift. An den drei beteiligten Gesellschaften war M M seinerseits direkt mit 

je 20% beteiligt (vgl. act. 10-III/01). Die weiteren Beteiligungen sind nicht bekannt. Bei 

der am 27. Oktober 2010 gelöschten J Holding AG war M M ab November 1998 

einziges Mitglied des Verwaltungsrates und einzige vertretungsbefugte Person. Auch 

bei der D SA war M M einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrates.

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Die Rechnung wurde handschriftlich quittiert mit der nicht datierten Bestätigung, den 

Betrag in bar erhalten zu haben (vgl. act. 10-III/06). Die Bezeichnung des Kontos 1021 

ist nicht bekannt. Die Bezahlung eines Betrags von Fr. 80'000.-- in bar ist 

ungewöhnlich. Ebenso ungewöhnlich ist, dass für Aufwendungen in dieser 

Grössenordnung keine detaillierten Abrechnungen, Arbeitsrapporte oder zumindest ein 

Werkvertrag vorliegen. Im Rechnungsabschluss der B GmbH per 30. Juni 2008 ist in 

der Erfolgsrechnung für die Zeit vom 1. Juni 2007 bis 30. Juni 2008 kein 

entsprechender Ertrag, insbesondere auch kein entsprechender Bareingang verbucht 

(vgl. act. 10-IV/Steuererklärung der M Immobilien AG aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2007/Kontodetails zum 

Rechnungsabschluss der B GmbH).

Da weder die Zahlung des Aufwandes noch die in der Bestätigung der M Projekte AG 

erwähnten Handwerker-Regierapporte eingereicht wurden noch ein Werkvertrag, wie er 

bei Umbauten in dieser Grössenordnung üblicherweise in schriftlicher Form 

abgeschlossen würde, vorliegt und die Beteiligten wirtschaftlich und personell 

verflochten sind, erscheint auch dieser Aufwand nicht als nachgewiesen.

ee) Die von der M Immobilien AG im Jahr 2007 im Konto 7511 Liegenschaftenunterhalt 

und im Konto 1021 verbuchte Aufwendung von Fr. 8'000.-- zugunsten der J AG wird 

durch eine am 5. Juli 2007 auf M M ausgestellte nicht unterzeichnete Rechnung mit der 

Bezeichnung "Objekt Z-Strasse, R, div. Unterhaltsarbeiten am Garten, Ersatz 

Dachwasserleitung, Hauswartsarbeiten 2007" belegt (vgl. act. 10-III/07). Im Jahr 2007 

war M M gemäss Eintrag im Handelsregister ab März einziges Mitglied des 

Verwaltungsrates und einzige zeichnungsberechtigte Person der Gesellschaft. Die 

Bezeichnung des Kontos 1021 ist – wie bereits angeführt – nicht bekannt. Auch dieser 

Aufwand kann aufgrund der dargelegten Umstände nicht als nachgewiesen betrachtet 

werden.

c) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, 

dass die geschäftsmässige Begründetheit der von der M Immobilien AG verbuchten 

Aufwendungen in der Höhe von Fr. 205'997.-- nicht nachgewiesen ist. Zwar liegen für 

die einzelnen Aufwandpositionen wie dargelegt Rechnungen vor. Angesichts der Höhe 

des Gesamtbetrages und der Einzelpositionen wären bei einer branchenüblichen 

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Abwicklung allerdings schriftliche Vereinbarungen in Form von Werkverträgen oder 

Aufträgen abgeschlossen und zudem die Rechnungen detaillierter, beispielsweise auf 

der Grundlage von Arbeitsrapporten, erstellt worden. Für die Bezahlung der 

Aufwendungen liegt einzig die Quittierung für die Leistung eines Barbetrags in der 

Höhe von Fr. 80'000.-- vor, wobei die Zahlung nicht über das Konto Kasse verbucht 

wurde. Bei den übrigen Beträgen ist eine Zahlung nicht nachgewiesen. Abgesehen 

davon, dass Aufwendungen und insbesondere deren Grundlagen nur ungenügend 

nachgewiesen werden, liegen zahlreiche Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich – sollten 

die Auslagen tatsächlich angefallen sein – dabei um geldwerte Leistungen an einen 

Aktionär der M Immobilien AG gehandelt hat. Dafür sprechen die dargelegten 

wirtschaftlichen und persönlichen Verflechtungen zwischen den beteiligten 

Unternehmungen, die durchwegs pauschale Rechnungstellung in einheitlicher 

graphischer Darstellung und die Verbuchung der Beträge, welche auf die Verschiebung 

finanzieller Mittel zwischen den verflochtenen Unternehmungen hindeuten. 

Dementsprechend erweist sich der Rekurs als unbegründet und ist abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten ist.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.    Die Rekurrentin bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 1'500.-- unter

       Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 1'500.--.

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