# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 467a0788-f343-5fa3-a944-ca7cd46179d5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 07.12.2016 ZK1 2016 168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-168_2016-12-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 07. Dezember 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 168 12. Dezember 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Präsident Brunner

In der zivilrechtlichen Berufung

der X._____, Berufungsklägerin, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Imboden vom 2. November 
2016, mitgeteilt am gleichen Tag, in Sachen der Y . _ _ _ _ _ , Berufungsbeklagte, 

betreffend Mitteilung der Eröffnung einer Verfügung von Todes wegen,

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wird nach Einsichtnahme in die Berufung vom 14. November 2016 (schweizeri-
scher Poststempel vom 16. November 2016) samt mitgereichten Akten, in die von 
der Vorinstanz zugestellten Verfahrensakten sowie nach Feststellung und in Er-
wägung, 

– dass A._____ am 07. September 2016 mit letztem Wohnsitz in O.1_____ ver-
storben ist, 

– dass dem Bezirksgericht Imboden in der Folge eine eigenhändige letztwillige 
Verfügung des Verstorbenen vom 13. Januar 1992 zur Eröffnung eingereicht 
wurde,

– dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden in seinem Entscheid vom 
02. November 2016 die gesetzlichen Erben von A._____ feststellte, unter ih-
nen X._____, und in der Folge die eingesetzten Erben gemäss genanntem 
Testament auflistete,

– dass der Einzelrichter im Dispositiv des Entscheides die Verfügung von Todes 
wegen von A._____ vom 13. Januar 1992 samt Testamentsnachtrag vom 13. 
Januar 1992 zuhanden der gesetzlichen und der eingesetzten Erben eröffnete 
und im weiteren davon Vormerk nahm, dass Rechtsanwalt B._____ bis zum 
Abschluss des Sicherungsinventars als Erbschaftsverwalter eingesetzt wurde, 

– dass X._____ dagegen am 14. November 2016 (der schweizerischen Post am 
16. November 2016 übergeben) Berufung einreichte und sich gegen ihren 
Ausschluss aus der Erbenliste wehrte,

– dass zur Begründung insbesondere vorgebracht wurde, sie und ihre Schwes-
ter seien zum fraglichen Zeitpunkt gar nicht erbberechtigt gewesen; erbbe-
rechtigt sei ihr Vater gewesen; sollte es tatsächlich der Wille des Onkels ge-
wesen sein, die Berufungsklägerin und ihre Schwester zu enterben, so hätte 
er (der Verstorbene) sicher ihren Vater von der Erbfolge ausgeschlossen, 

– dass die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens beigezogen wurden, indessen 
keine Vernehmlassungen eingeholt wurden,

– dass gegen den angefochtenen Entscheid die Berufung gemäss Art. 308 ff. 
ZPO gegeben ist,

– dass die Berufung form- und fristgerecht eingereicht wurde,

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– dass sich die Berufungsklägerin gegen ihren vom Erblasser verfügten Aus-
schluss als Erbin wehrt, 

– dass in der Tat der Erblasser in einem Testamentsnachtrag vom 13. Januar 
1992 die beiden Nichten C._____ und X._____ von der Erbfolge ausgeschlos-
sen hat, weil ihr Vater offenbar dem Verstorbenen Darlehensschulden nicht 
zurück bezahlt hat, 

– dass die Berufungsklägerin somit sinngemäss das Testament von A._____ 
sel. anfechten will, 

– dass auf ein Rechtsmittel gegen einen vorinstanzlichen Entscheid nur einge-
treten werden kann, wenn die Anfechtende durch diesen Entscheid beschwert 
ist, 

– dass dies im vorliegenden Fall nicht gegeben ist, da die Vorinstanz lediglich 
das Testament eröffnet hat und nicht über dessen Gültigkeit befunden hat, 

– dass die Berufungsklägerin, sofern sie das Testament bzw. ihren Erbaus-
schluss anfechten will, eine Ungültigkeitsklage gemäss Art. 519 ZGB beim or-
dentlichen Richter einreichen müsste, 

– dass unter diesen Umständen auf die Berufung nicht eingetreten werden 
kann, 

– dass bei diesem Ausgang die Kosten des Berufungsverfahrens zu Lasten der 
Berufungsklägerin gehen (Art. 106 Abs. 1 ZPO), 

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht, 

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entschieden:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 500.-- gehen zu Lasten der 
Berufungsklägerin.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, in-
nert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entschei-
dung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. 
Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vorausset-
zungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: