# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfaf68b7-d172-5cc7-94a4-e60003b8843e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2018 200 2018 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-117_2018-06-19.pdf

## Full Text

200 18 117 ALV
FUR/SCM/SEJ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 19. Juni 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführer

gegen

beco Berner Wirtschaft 
Arbeitslosenkasse Kanton Bern, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, ALV/18/117, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 11. Januar 2016 in einem vollzeitlichen Pensum bei der 
B.________ AG (Arbeitgeberin) angestellt, als letztere das Arbeitsverhält-
nis mit Schreiben vom 9. Juni 2017 per Ende September 2017 aufhob (Ak-
ten des beco Berner Wirtschaft [beco bzw. Beschwerdegegner], Antwort-
beilage [AB] 101, 104).

Mit Verfügung vom 14. November 2017 (AB 52 f.) stellte das beco den Ver-
sicherten – nach vorgängiger Gewährung des rechtlichen Gehörs (AB 56, 
69 f.) – wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab dem 1. Oktober 2017 
für 34 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Die dagegen erhobene Ein-
sprache (AB 50) wies es mit Entscheid vom 2. Februar 2018 (AB 19 ff.) ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 8. Februar 2018 (Posteingang) Be-
schwerde mit dem sinngemässen Antrag, den angefochtenen Entscheid 
aufzuheben.

Mit Schreiben vom 8. Februar 2018 forderte die Instruktionsrichterin den 
Beschwerdeführer auf, die Beschwerde zu verbessern, andernfalls darauf 
nicht eingetreten werden könne. Am 13. Februar 2018 ging eine entspre-
chende Eingabe beim Gericht ein. 

Mit Beschwerdeantwort vom 6. März 2018 schloss der Beschwerdegegner 
auf Abweisung der Beschwerde.

Aufforderungsgemäss reichte die Arbeitgeberin dem Gericht am 6. Juni 
2018 einen Ausschnitt aus der Videoüberwachung ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2018, ALV/18/117, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 14. November 
2017 (AB 52 f.) bestätigende Einspracheentscheid vom 2. Februar 2018 
(AB 19 ff.). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung des Beschwerdeführers 
in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit.

1.3 Angesichts des Höchstbetrages des Taggeldes von Fr. 324.80 
(Art. 22 und 23 AVIG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 der Verordnung vom 20. De-
zember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) – welcher 
dem Beschwerdeführer jedoch nicht zustehen würde (vgl. AB 101 f.) – liegt 
der Streitwert bei 34 Einstelltagen offensichtlich unter Fr. 20'000.-- (34 x 

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Fr. 324.80 = Fr. 11'043.20), weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG sind Versicherte in der Anspruchsbe-
rechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos 
sind. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbstverschuldet, wenn 
die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verlet-
zung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV). Die Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeits-
losigkeit gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt jedoch keine Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 bzw. Art. 346 
Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) voraus. Es 
genügt, dass das allgemeine Verhalten Anlass zur Kündigung bzw. Entlas-
sung gegeben hat; Beanstandungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht 
vorgelegen haben. Mithin gehören dazu auch charakterliche Eigenschaften 
im weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin für den 
Betrieb als untragbar erscheinen lassen (BGE 112 V 242 E. 1 S. 244; ARV 
2016 S. 60 E. 5; SVR 2006 ALV Nr. 15 S. 51 E. 1).

2.2 Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt 
dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosig-
keit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach 
den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten 
der versicherten Person liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht 
übernimmt. Dieses Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkom-
mens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Beschäfti-
gungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vorsätzlich erfolgt 
sein, wobei Eventualvorsatz genügt. Folglich reicht es aus, dass das allge-
meine Verhalten am Arbeitsplatz aus sachlich gerechtfertigten Gründen 

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vom Arbeitgeber missbilligt wurde und die versicherte Person trotz Wissens 
um diese Missbilligung ihr Verhalten nicht geändert hat, womit sie dem Ar-
beitgeber Anlass zur Kündigung gab bzw. eine solche in Kauf nahm. Aus-
schlaggebend ist, ob die versicherte Person wissen konnte und musste, 
dass sie durch ihr Handeln womöglich eine Kündigung bewirkt (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 19. November 2007, 8C_466/2007, E. 3.1; 
ARV 2016 S. 60 E. 5).

2.3 Eine versicherte Person kann nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in der 
Anspruchsberechtigung nur eingestellt werden, wenn das ihr zur Last ge-
legte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststeht. Anders ausge-
drückt darf nicht einzig auf die Aussagen des Arbeitgebers zu den Umstän-
den der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt werden, 
insbesondere nicht, wenn diese bestritten und durch keine weiteren Indizi-
en gestützt werden (BGE 112 V 242 E. 1 S. 245; ARV 1999 S. 39 E. 7b). 
Von zusätzlichen Abklärungen darf nicht schon deshalb abgesehen wer-
den, weil die versicherte Person die von ihrem Arbeitgeber erhobenen 
Vorwürfe nicht substantiell bestritten hat (ARV 2016 S. 60 E. 5, 1993/94 
S. 188 E. 6b bb).

3. 

Zunächst ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer durch sein Verhalten der 
Arbeitgeberin Anlass zur Kündigung gab, mithin, ob er infolge eigenen Ver-
schuldens arbeitslos geworden ist. 

3.1 Mit Schreiben vom 9. Juni 2017 (AB 104) löste die damalige Arbeit-
geberin das Arbeitsverhältnis aufgrund verschiedener Vorfälle, insbesonde-
re wegen eines am 31. Mai 2017 begangenen Verstosses gegen die 
Dienstvorschriften, mit Wirkung per 30. September 2017 auf. In der Stel-
lungnahme vom 7. November 2017 führte sie zuhanden des Beschwerde-
gegners als Grund für die Kündigung einerseits vom Beschwerdeführer am 
31. Mai 2017 während der Fahrt gemachte Videoaufnahmen und anderer-
seits bereits zuvor vorgelegene diverse negative Kundenreaktionen auf (AB 
71 Ziff. 1). Am 11. Dezember 2017 hielt die Arbeitgeberin fest, die nach-
weislich vom Beschwerdeführer selbst gemachten Videoaufnahmen seien 

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letztlich der entscheidende Grund für die Kündigung gewesen (AB 34 
Ziff. 2). 

Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren im 
Wesentlichen geltend, die Videoaufnahmen stammen nicht von ihm und 
ihm seien nicht alle Dienstvorschriften, welche auch das Verbot von Mobil-
telefonen beinhalten, bekannt gewesen (AB 28 Ziff. 1 und 4, 45, 50). In der 
Beschwerde bringt er einzig noch vor, sein eingereichtes Beweismaterial 
sei nicht gewürdigt worden. 

3.2

3.2.1 Auf den von der Arbeitgeberin eingereichten Videoaufnahmen 
(edierte Videodatei [in den Gerichtsakten]; vgl. auch Publikation auf ....ch 
vom …, abrufbar unter: https://www....html) ist die rechte Hand des Chauf-
feurs zu erkennen, welche über die Fahrerkabine hinausgestreckt wird und 
ein Mobiltelefon hält. Durch das im Bildausschnitt enthaltene Fenster ist 
sowohl der … sichtbar als auch, dass sich der ... in Fahrt befindet. Der 
Zeitstempel des Videos ist auf den 31. Mai 2017 datiert. Dabei handelt es 
sich um den vom Beschwerdeführer gelenkten ..., was letzterer nicht be-
streitet. Er bestätigt denn auch selbst, an diesem Tag gearbeitet zu haben 
(AB 50, 56). Die vom Beschwerdeführer eingereichten Videos vermögen 
ihn nicht zu entlasten. So stellt die erste Aufnahme ("Beilage USB-Stick", 
IMG 3326 [Couvert zu AB]), welche während etwa zehn Sekunden die 
Hände einer von der Fahrerkabine verdeckten Person beim Lenken des … 
zeigt, keinen Beweis dafür dar, dass der Beschwerdeführer nicht zu einem 
anderen Zeitpunkt während der Dienstfahrt filmte (vgl. Beschwerdeantwort 
S. 2 Ziff. 2). Die zweite Aufnahme hat von vornherein keinerlei Beweiswert, 
da sie einen stillstehenden ... zeigt ("Beilage USB-Stick", IMG 3325 [Cou-
vert zu AB]). 

Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer am 31. Mai 
2017 während der Dienstfahrt mit seinem Mobiltelefon ein Video aufnahm. 

3.2.2 In den Dienstvorschriften, welche Bestandteil des Arbeitsvertrages 
vom 1. November 2015 bilden (AB 103), ist unter Hinweis darauf, dass bei 
allen Fahrten das Strassenverkehrsgesetz und die übrigen relevanten Ge-
setze und Verordnungen eingehalten werden müssen, ausdrücklich ein 

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"Natelverbot" aufgeführt. Weiter findet sich die Vorschrift, dass, um ein si-
cheres Lenken zu gewähren, sich beide Hände am Lenkrad befinden müs-
sen (AB 40). Hierzu ist zu bemerken, dass gerade im Personenverkehr die 
Sicherheit der … sowie der anderen Verkehrsteilnehmer von grösster Be-
deutung ist. Insbesondere bei Unwetter herrschen erschwerende Verhält-
nisse, die dem Fahrzeuglenker ein erhöhtes Mass an Aufmerksamkeit ab-
verlangen. Dementsprechend ist das Einhalten der (betriebsinternen) Vor-
schriften von erheblicher Relevanz. Überdies verstösst das Bedienen des 
Mobiltelefons während der Fahrt gegen das Strassenverkehrsgesetz 
(Art. 31 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 
[SVG; SR 741.01] i.V.m. Art. 3 Abs. 1 der Verkehrsregelverordnung vom 
13. November 1962 [VRV; SR 741.11]) und die dem Beschwerdeführer als 
Berufschauffeur obliegende Sorgfalts- und Treuepflicht (Art. 321a OR), 
wonach jegliche Handlungen zu unterlassen sind, welche zum Verlust der 
Fahrerlaubnis führen könnten. Zudem werden von einem Chauffeur von 
Berufs wegen überdurchschnittliche Kenntnisse des Strassenverkehrs-
rechts verlangt (Entscheid des BGer vom 9. Februar 2016, 8C_751/2015, 
E. 7.1), womit der Einwand des Beschwerdeführers, er habe die Dienstvor-
schriften –  insbesondere das Verbot von Mobiltelefonen – nicht gekannt 
(AB 28 Ziff. 4, 44), nicht glaubwürdig und als Schutzbehauptung zu werten 
ist. In der Stellungnahme vom 11. Dezember 2017 (AB 34) hielt die Arbeit-
geberin fest, die Dienstvorschriften werden jedem neuen Chauffeur bei 
seinem Eintritt in Papierform ausgehändigt und können jederzeit elektro-
nisch abgerufen werden (Ziff. 4). Das nach dem Ausgeführten erstellte 
Missachten von Arbeitgeberweisungen stellt eine Verletzung arbeitsvertrag-
licher Verpflichtungen dar (vgl. JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 110), was der Arbeitgeberin 
berechtigten Anlass zur Kündigung gab (vgl. E. 2.1 f. hiervor). 

3.3 Zu den Kundenreklamationen, welche gemäss Stellungnahme der 
Arbeitgeberin vom 7. November 2017 für die Kündigung mitverantwortlich 
waren (AB 71 Ziff. 1), finden sich in den Akten die folgenden Angaben: In 
der Zeitspanne vom 24. Juli 2016 bis zum 21. Juni 2017 sind unter Stich-
worten wie "… nicht mitgenommen" und "Unfreundliche Bemerkungen …" 
sieben Kundenreklamationen dokumentiert, welche zu sechs Mitarbeiter-
gesprächen führten (AB 41). Diese Vorfälle werden vom Beschwerdeführer 

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denn auch nicht in Abrede gestellt. Vielmehr räumte er das Fehlverhalten 
mit Schreiben vom 27. November sowie 18. Dezember 2017 zumindest 
implizit ein und führte aus, bei der hohen Anzahl an täglich transportierten 
… gebe es immer einzelne unzufriedene Kunden (AB 28 Ziff. 3, 45). Damit 
vermag der Beschwerdeführer jedoch die Anzahl Beschwerden, die von der 
Arbeitgeberin als unbestritten viel zu hoch bezeichnet wurden (AB 34 Ziff. 
3), nicht zu rechtfertigen. Kundenreklamationen über eine arbeitnehmende 
Person sind geeignet, der Arbeitgeberin berechtigten Anlass zur Kündigung 
zu geben (vgl. CHOPARD, a.a.O., S. 112).

3.4 Aufgrund des während der Dienstfahrt aufgenommenen Videos so-
wie der hohen Anzahl negativer …reaktionen musste der Beschwerdefüh-
rer damit rechnen, dass sein Verhalten die Kündigung arbeitgeberseits zur 
Folge haben könnte, womit er diese in Kauf nahm (vgl. E. 2.1 f. hiervor). 
Der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit ist damit erfüllt und 
die Einstellung in der Anspruchsberechtigung grundsätzlich zu Recht er-
folgt.

4. 

Zu prüfen bleibt die Angemessenheit der verfügten Sanktion von 34 Ein-
stelltagen.

4.1 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Ver-
schuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leich-
tem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem 
Verschulden (Art. 45 Abs. 3 lit. a - c AVIV). Innerhalb dieses Rahmens ent-
scheiden die Organe der Arbeitslosenversicherung nach pflichtgemässem 
Ermessen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund anstelle desjenigen der Verwaltung setzen; die Rekurs-
behörde muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche 
ihre abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen las-
sen (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152; ARV 2006 S. 230 E. 2.1).

4.2 Die vorliegend verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
im Umfang von 34 Tagen liegt im unteren Bereich des schweren Verschul-

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dens (Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV). Mit Blick auf die gesamten Umstände wie 
auch auf vergleichbare Fälle liegt diese Einstelldauer innerhalb des dem 
Beschwerdegegner zustehenden Ermessens, weshalb für das Gericht kein 
Anlass besteht, korrigierend einzugreifen (E. 4.1 hiervor).

4.3 Nach dem Dargelegten ist die Einstellung des Beschwerdeführers in 
der Anspruchsberechtigung weder in grundsätzlicher noch in masslicher 
Hinsicht zu beanstanden. In der Folge ist die gegen den Einspracheent-
scheid vom 2. Februar 2018 (AB 19 ff.) erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG 
i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- beco Berner Wirtschaft, Arbeitslosenkasse Kanton Bern 
- beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung
- Staatssekretariat für Wirtschaft - seco

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.