# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af840632-61c4-5583-9816-f56d14705480
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.08.2009 D-4873/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4873-2009_2009-08-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4873/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
alias B._______, geboren (...),
Mongolei,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 22. Juli 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4873/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  aus  C. stammender  mongolischer 
Staatsangehöriger – seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 
5. Dezember 2008 verliess und am 15. Dezember 2008 via D. und ihm 
unbekannte Länder illegal in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags 
im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) E. um Asyl ersuchte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person (BzP) 
vom  12.  Januar  2009  im  EVZ  E.  sowie  der  Anhörung  zu  den 
Asylgründen  vom  24.  Juni  2009  im  EVZ  F. insbesondere  geltend 
machte,  er  habe  im  Jahr  2006  seine  damalige  Freundin  bezie-
hungsweise Kollegin,  C.D., kennengelernt  und sei  zwei  Jahre mit  ihr 
zusammen gewesen,

dass C.D. ihn am Abend des 10./11. Oktobers 2008 betrunken zu Hau-
se aufgesucht und ihm berichtet habe, zwischen ihr und ihren Eltern 
sei es zum Streit gekommen,

dass sie ihn daraufhin gefragt habe, ob sie bei ihm übernachten dürfe,

dass sie sich schlafen gelegt habe, als sie bei ihm eingetroffen sei,

dass er sie am nächsten Morgen tot aufgefunden und sogleich die Po-
lizei informiert habe,

dass ihm vorgeworfen worden sei, C.D. getötet zu haben,

dass er sodann verhaftet und für 72 Stunden in Untersuchungshaft ge-
setzt worden sei,

dass  er  unmittelbar  nach  der  Untersuchungshaft  beziehungsweise 
nach  dem  Prozess  vom  22.  Oktober  2008  ins  G.  Untersu-
chungsgefängnis verlegt worden sei,

dass er während des Gefängnisaufenthalts von den Häftlingen in sei-
ner Zelle verprügelt und vergewaltigt worden sei,

dass ihm eine Anwältin zugesprochen worden sei, die ihm allerdings 
nicht habe weiter helfen können und ihm zur Ausreise geraten habe,

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dass er am 28. November 2008 aufgrund einer erneuten Prügelattacke 
seitens der Mitgefangenen ins Gefängnisspital verlegt worden sei, wo 
ihn seine Mutter und sein Bruder am 2. Dezember 2008 besucht hät-
ten,

dass er ihnen von seinem Fluchtvorhaben erzählt habe,

dass ihm sein Bruder am 4. Dezember 2008 zur Flucht verholfen habe, 
indem er vermutlich die Wächter bestochen habe,

dass sie zusammen mit einem Taxi bis zur Provinz H. gefahren seien, 
wo er am 5. Dezember 2008 einen Zug nach I. bestiegen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  am 8. Mai  2009 im Zug von J. nach K. 
wegen Verdachts der Hehlerei verhaftet, am 10. Mai 2009 aus der Haft 
entlassen und dem Migrationsamt des Kantons L. zugeführt wurde,

dass er bei der Einreichung seines Asylgesuchs vom BFM schriftlich 
aufgefordert  wurde,  innert  48 Stunden rechtsgenügliche Reise-  oder 
Identitätspapiere einzureichen, wobei er dieser Aufforderung bis dato 
keine Folge leistete,

dass das BFM mit Verfügung vom 22. Juli 2009 – eröffnet am 24. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe zu Protokoll  gegeben,  er  sei  mittels  eines  ge-
fälschten Passes ausgereist, den er allerdings nie zu Gesicht bekom-
men habe, da der Schlepper ihn stets bei sich gehabt habe (vgl. An-
hörungsprotokoll vom 24. Juni 2009; A15/11, S. 5),

dass der geltend gemachte Umstand, wonach der Beschwerdeführer 
auf seiner Reise von I. in die Schweiz nie kontrolliert worden sei, als 
unglaubhaft und realitätsfremd einzustufen sei,

dass nicht geglaubt werden könne, der Beschwerdeführer habe in ei-
nem Auto alle Grenzkontrollen passieren können, ohne je persönlich 
seine Ausweis- oder Reisepapiere zeigen zu müssen,

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dass ganz im Gegenteil davon ausgegangen werden müsse, von I. bis 
zur  erfolgten  Einreise  im  EU-Gebiet  würden  die  Behörden  jedes 
Transitlands sehr strenge Grenzkontrollen durchführen,

dass  im  Übrigen  das  Vorbringen,  wonach  der  Schlepper  dem  Be-
schwerdeführer den Pass vor allfälligen Kontrollen nicht ausgehändigt 
habe,  nicht  glaubhaft  sei,  zumal  sich  ein  Erwachsener  stets  selber 
ausweisen müsse,

dass daher klar erkennbar sei, der Beschwerdeführer habe keine Be-
reitschaft  bekundet,  im  Rahmen  der  zumutbaren  Mitwirkungspflicht 
binnen der ihm gesetzten Frist von 48 Stunden der schriftlichen Auffor-
derung des BFM vom 15. Dezember 2008 nachzukommen,

dass sich somit der begründete Schluss aufdränge, der Beschwerde-
führer habe dem BFM die Abgabe rechtsgenüglicher Reise- oder Iden-
titätspapiere bewusst vorenthalten, um seine tatsächliche Identität zu 
verschleiern  beziehungsweise  um einen  allfälligen  Wegweisungsvoll-
zug zu erschweren oder zu verhindern,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, welche 
es dem Beschwerdeführer verunmöglichten, innert 48 Stunden Reise- 
oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  erhebliche  Zweifel  an  den  vom Beschwerdeführer  angeführten 
Asylvorbringen bestünden,

dass er geltend gemacht habe, er sei im Gefängnis wiederholt von Mit-
gefangenen verprügelt worden, weshalb er aus dem Gefängnis geflo-
hen sei,

dass seine Vorbringen bezüglich seiner behaupteten Inhaftierung und 
der Flucht aus dem Gefängnisspital jedoch unsubstanziiert und reali-
tätsfremd seien,

dass er bei der BzP zu Protokoll gegeben habe, er sei nach 72 Stun-
den  Untersuchungshaft  auf  Kaution  freigekommen  bis  zum Prozess 
am 22. Oktober 2008 (vgl. Befragungsprotokoll vom 12. Januar 2009; 
A1/10, S. 5),

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dass er demgegenüber bei der Anhörung zu den Asylgründen behaup-
tet habe, er sei unmittelbar nach der Untersuchungshaft direkt ins G. 
Untersuchungsgefängnis verlegt worden (vgl. A15/11, S. 6),

dass er auf Vorhalt hin angegeben habe, seine bei der Bundesanhö-
rung (recte: BzP)  vorgebrachte  Version seiner  Vorbringen sei  zutref-
fend (vgl. a.a.O., S. 8),

dass es dem Beschwerdeführer mit  dieser Erklärung nicht  gelungen 
sei, die aufgezeigten Widersprüche in seinen Aussagen plausibel auf-
zulösen,

dass  ferner  festzustellen  sei,  der  Beschwerdeführer  sei  nicht  in  der 
Lage gewesen, seinen Gefängnisaufenthalt detailliert zu schildern, zu-
mal er lediglich angegeben habe, sie seien viele Leute in einer kleinen 
Zelle gewesen, die sich gegenseitig oft zusammengeschlagen und er-
niedrigt hätten (vgl. a.a.O., S. 9),

dass es seinen Ausführungen an Detailreichtum, Konkretisierung und 
Differenziertheit mangle,

dass des Weiteren festzustellen sei, der Beschwerdeführer habe nicht 
plausibel  darlegen können,  wie  er  vom Gefängnisspital  habe fliehen 
können,  zumal  er  lediglich  zu  Protokoll  gegeben  habe,  sein  Bruder 
habe vermutlich die Wächter bestochen (vgl. a.a.O.),

dass es sich angesichts der aufgezeigten Widersprüche und der man-
gelnden Substanz in den Aussagen des Beschwerdeführers bei seiner 
Asylbegründung um ein Sachverhaltskonstrukt handle, weshalb seine 
Vorbringen unglaubhaft seien,

dass seine Asylvorbringen darüber hinaus nicht asylrelevant seien,

dass der Beschwerdeführer geltend gemacht habe, er sei des Mordes 
an  seiner  damaligen  Freundin  beziehungsweise  Kollegin  angeklagt 
worden, weshalb er sich in Untersuchungshaft befunden habe,

dass er  eine Gefängnisstrafe von acht  bis  zehn Jahren zu erwarten 
habe,

dass festzustellen sei,  es handle sich dabei um polizeiliche Untersu-
chungen zu rechtsstaatlich legitimen Zwecken,

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dass es die Pflicht  der staatlichen Organe sei,  beim Vorliegen eines 
strafrechtlichen  Tatbestandes  jedem  Verdacht  nachzugehen  und  die 
erforderlichen Abklärungen vorzunehmen,

dass  es  dem Beschwerdeführer  im Übrigen  möglich  und  zuzumuten 
sei, sich mit den gesetzlich vorgesehenen Rechtsmitteln gegen allfälli-
ge  falsche  Anschuldigungen  oder  Voreingenommenheit  der  untersu-
chenden Behörden allenfalls mit Hilfe eines Rechtsvertreters zu weh-
ren,

dass dem Beschwerdeführer zugemutet werden könne, sich bezüglich 
den geltend gemachten Prügeleien und Vergewaltigungen an die zu-
ständigen Behörden zu wenden,

dass somit die Vorbringen, selbst wenn sie geglaubt werden könnten, 
nicht asylbeachtlich seien,

dass  der  Beschwerdeführer  demnach  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle, und zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass infolgedessen in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 
das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. Juli 2009 gegen die-
se Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, die 
Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren, die 
Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungs-
vollzugs seien festzustellen und die vorläufige Aufnahme sei anzuord-
nen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Prozessführung, um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses sowie um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung ersuchte,

dass eventuell die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederher-
zustellen sei,

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dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontakt-
aufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats sowie 
jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen,

dass der Beschwerdeführer von einer eventuell  bereits erfolgten Da-
tenweitergabe in einer separaten Verfügung zu informieren sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 3. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde - mit Ausnahme des Antrags auf Asylgewährung (vgl. BVGE 
2007/8 E. 2.1 S. 73, E. 5.6.5 S. 90 f.) - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-

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scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
gegenstandslos ist,  da der  Beschwerde in  der  angefochtenen Verfü-
gung die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingsei-
genschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf-

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grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe die Nichtabga-
be rechtsgenüglicher Reise- oder Identitätspapiere mit dem Vorbringen 
zu rechtfertigen suchte, alle seine Dokumente seien in der Mongolei 
beschlagnahmt worden,

dass man in  der  Mongolei  persönlich  erscheinen müsse,  um seinen 
Identitätsausweis zu bekommen,

dass er darüber hinaus geltend machte, er sei am Tag der Anhörung 
im EVZ F. psychisch angeschlagen gewesen, weshalb er nicht alles so 
habe erzählen können wie er gewollt habe und es nötig gewesen wäre,

dass er während der Reise in die Schweiz nicht alles wahrgenommen 
habe, da er sich in der tiefsten Depression befunden habe,

dass er normalerweise natürlich in der Lage wäre anzugeben, durch 
welche Länder er gefahren sei,

dass  ihn  bei  einer  Rückkehr  in  sein  Heimatland  eine  fürchterliche 
Situation erwarten würde, weil  er für eine Tat büssen müsste, die er 
nicht begangen habe,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der gesamten Akten und 
Umstände davon ausgeht, der Beschwerdeführer habe die ihm oblie-
gende gesetzliche Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) 
missachtet,

dass in  der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt  wurde, 
weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe keinen triftigen 
Grund anzugeben vermag, weshalb er keine Identitätspapiere im Ori-
ginal abgegeben hat,

dass er im vorinstanzlichen Verfahren geltend machte, auf seiner Rei-
se von I. in die Schweiz nie kontrolliert worden zu sein,

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dass diese Behauptung offensichtlich unglaubhaft ist und der allgemei-
nen Erfahrung widerspricht,

dass  sämtliche  Schengen-Vertragsstaaten  gemäss  dem Schengener 
Abkommen verpflichtet  sind,  die  strengen  EU-Einwanderungsbestim-
mungen mit Visa- und Passkontrollen einzuhalten,

dass  das  Aussageverhalten  des  Beschwerdeführers  vielmehr  darauf 
schliessen lässt, er wolle nicht offen legen, mit welchen Reisepapieren 
er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist ist,

dass Widersprüche oder tatsachenwidrige Angaben über den Reise-
weg indes negative Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit einer geltend 
gemachten  Verfolgung  zulassen  (vgl.  EMARK  1998  Nr.17  E. 4b 
S. 150),

dass  sein  Argument,  wegen  seines  psychischen  Zustands  habe  er 
nicht  mitbekommen,  durch  welche  Länder  er  von  I.  in  die  Schweiz 
gereist sei, ebenso unglaubhaft erscheint, zumal er eigenen Angaben 
zufolge über einen Universitätsabschluss im Bereich des Zolls verfügt 
(vgl. A1/10, S. 2),

dass  darüber  hinaus  sein  Vorbringen,  seine  Dokumente  seien  be-
schlagnahmt worden und zum Erhalt  des Identitätsausweises müsse 
man in der Mongolei persönlich erscheinen, als unbehelflicher Erklä-
rungsversuch für die Nichtabgabe rechtsgenüglicher Reise- oder Iden-
titätspapiere zu qualifizieren ist,

dass dadurch der Verdacht erhärtet wird, der Beschwerdeführer wolle 
den Asylbehörden bewusst seine wahre Identität verheimlichen,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der  Direktanhörung präsentierte,  unter  Verzicht  auf  zusätzliche 
tatbestandliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen einer  bloss 
summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden konnte, der Be-
schwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht, 
und ebenso offensichtlich stünden einem Vollzug der Wegweisung kei-
ne Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

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dass das  BFM in  der  Entscheidbegründung zu Recht  ausführte,  bei 
den Asylvorbringen des Beschwerdeführers handle es sich offenkundig 
um ein Sachverhaltskonstrukt,

dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist,

dass  der  Beschwerdeschrift  darüber  hinaus  nicht  zu  entnehmen ist, 
weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  zu  einer  anderen  Einschät-
zung als die Vorinstanz gelangen sollte,

dass vom Beschwerdeführer, der sich angeblich in Haft befunden ha-
ben  will,  bereits  im  vorinstanzlichen  Verfahren  eine  differenziertere 
Schilderung des Gefängnisaufenthalts zu erwarten gewesen wäre,

dass demnach das Argument des Beschwerdeführers, er habe wegen 
seines schlechten psychischen Zustands bei der Anhörung nicht alles 
so erzählen können wie er gewollt habe, nicht zu hören ist,

dass die erst auf Beschwerdeebene gemachten detaillierteren Ausfüh-
rungen zu den Erlebnissen im Gefängnis vielmehr als nachgeschoben 
zu bewerten sind,

dass selbst bei  Wahrunterstellung der geltend gemachten drohenden 
strafrechtlichen  Verfolgung  auch  kein  flüchtlingsrechtlich  relevantes 
Motiv ersichtlich ist, weil den Akten keine konkreten Hinweise entnom-
men  werden  können,  wonach  der  Beschwerdeführer  im  Falle  einer 
möglichen Bestrafung aus Gründen gemäss Art. 3 AsylG mit einer un-
verhältnismässig hohen Strafe im Sinne eines Politmalus (vgl. EMARK 
2004 Nr. 2) zu rechnen hätte,

dass somit nicht nur die Strafverfolgung an sich, sondern ebenso eine 
allfällige  Verurteilung  und  Bestrafung  des  Beschwerdeführers  in  der 
Mongolei offensichtlich nicht aus den im Asylgesetz genannten Verfol-
gungsgründen erfolgen würde,

dass das BFM angesichts der gesamten Umstände in Anwendung von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass darüber hinaus keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswid-
rige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatstaat 
droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art.  8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 
(Art. 7  AsylG),  und  es  deshalb  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein 
kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, wenn - 
wie vorliegend - die asylsuchende Person durch Nichtabgabe rechts-
genüglicher Identitätspapiere eine vernünftige Prüfung der Zumutbar-
keit des Wegweisungsvollzuges verhindert,

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer Rückkehr schliessen lassen,

dass es dem jungen und gesunden Beschwerdeführer  insbesondere 
zumutbar  ist,  sich  erneut  in  seiner  Heimat  niederzulassen  und  dort 
eine  neue  Existenz  aufzubauen,  zumal  er  über  eine  mehrjährige 
Schulbildung und einen Universitätsabschluss verfügt,

dass ihm seine nach wie vor in der Mongolei lebende Mutter und seine 
Geschwister bei der Wiedereingliederung behilflich sein können,

dass im Übrigen keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind, 
aufgrund derer unter Umständen geschlossen werden könnte, der Be-
schwerdeführer  gerate  im Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenzbedro-
hende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung - übereinstim-
mend mit der Vorinstanz - als zumutbar zu bezeichnen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

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dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Wegweisungs-
vollzug zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Aufnah-
me ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unbesehen einer allfälligen Bedürftig-
keit  des Beschwerdeführers abzuweisen ist,  da sich die Beschwerde 
als aussichtslos erwiesen hat,

dass das Gesuch um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung im 
Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG mangels Erfüllung der Voraussetzun-
gen von Art. 65 Abs. 1 VwVG ebenfalls abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird,

dass dasselbe auch für das Rechtsbegehren zutrifft, es sei die zustän-
dige Behörde vorsorglich  anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme mit  den 
Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats sowie jegliche Datenwei-
tergabe an dieselben zu unterlassen,

dass aus den Akten schliesslich nicht hervorgeht, eine entsprechende 
Bekanntgabe von Daten sei bereits erfolgt, womit auch das Eventual-
begehren, der Beschwerdeführer sei hierüber mittels separater Verfü-
gung in Kenntnis zu setzen, gegenstandslos wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit  darauf  einzutreten und sie 
nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Das Gesuch um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 2 VwVG wird ebenfalls abgewiesen.

4.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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