# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3864888d-a69a-5e35-91a2-3b86a5eec230
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.08.2023 810 23 177 (810 23 175)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-177_2023-08-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 23. August 2023 (810 23 175-182) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Verfassungsrecht / Verfahrensgarantien 
 
 
Zulässigkeit der Sprungbeschwerde / Grundsatz der Gewaltenteilung / Vorfrageweise 
Überprüfung der Verfassungsmässigkeit von Landratsbeschlüssen im Rahmen der kon-
kreten Normenkontrolle 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess,  
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte 810 23 175 
A.____, Beschwerdeführerin 
 

 810 23 176 
B.____ Ltd, Beschwerdeführerin 
 
810 23 177 
C.____ AG, Beschwerdeführerin 
 
810 23 178 
1. A.D.____ und B.D.____, Beschwerdeführer 
 
2. A.E.____ und B.E.____, Beschwerdeführer 
 
3. F.____, Beschwerdeführer 
 
810 23 179 
1. Kanton Basel-Stadt, Fischmarkt 10, 4051 Basel, Beschwerde-

führer 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2. Einwohnergemeinde der Stadt Basel, Fischmarkt 10, 
4051 Basel, Beschwerdeführerin 

 
beide vertreten durch Dr. Pascal Leumann, Advokat 
 
810 23 180 
Einwohnergemeinde Pratteln, Schlossstrasse 34, 4133 Pratteln, 
Beschwerdeführerin 
 
810 23 181 
VCS Verkehrs-Club der Schweiz, Sektion beider Basel, 
Gellertstrasse 29, 4052 Basel, Beschwerdeführer 
 
810 23 182 
Einwohnergemeinde Augst, Poststrasse 1, 4302 Augst BL, 
Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Dieter Völlmin, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Polizei Basel-Landschaft, Brühlstrasse 43, 4415 Lausen, Vorinstanz 
 

  
Betreff Verkehrsanordnung - Rheinstrasse (Pratteln/Augst) und Raurica-

strasse (Pratteln) / Sprungbeschwerde 
(Verfügung der Polizei Basel-Landschaft vom 3. Juli 2023) 

 
 
 
 
A. Das in der Rheinebene in den Gemeinden Pratteln und Augst gelegene Gebiet Salina 
Raurica ist ein Entwicklungsgebiet von kantonaler Bedeutung. Im Norden wird das Areal durch 
den Rhein begrenzt, im Süden trennen die Nationalstrasse A3 und die Bahntrassee das Gebiet 
von den Gemeindekernen. Der Kantonale Richtplan Basel-Landschaft sieht im Rahmen der 
Verkehrsplanung Salina Raurica vor, dass die dem Rheinufer entlangführende Kantonsstrasse 
3/7 (Rheinstrasse) an die Autobahn verlegt wird, um wirtschaftlich interessante, grossflächige 
Standorte am Rhein und Freiflächen für den geplanten Rhein-Park zu schaffen. Nach der Ver-
legung soll die Rheinstrasse als kommunale Erschliessungsstrasse fungieren und deren Ab-
schnitt zwischen den Gebieten "Dürrenhübel" und "Längi" soll zurückgebaut und zu einer Achse 
für den Fuss- und Veloverkehr umfunktioniert werden. Die Neubaustrecke (Rauricastrasse) ver-
läuft südlich des Gebiets neben der Autobahn und misst etwa 2,4 Kilometer. Die beiden Kreisel 
"Zurlinden" (im Westen) und "Lohag" (im Süden) stellen im Areal den Anschluss an das Stras-
sennetz der Gemeinde Pratteln sicher. 
 
B. Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft stimmte mit Beschluss vom 18. Mai 2017 
dem Projekt zur Verlegung der Kantonsstrasse sowie dem Rückbau der Rheinstrasse zu und 
genehmigte den entsprechenden Verpflichtungskredit. Die in der Folge neu erstellte Raurica-

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

strasse wurde per 9./11. Dezember 2022 als neue Kantonsstrasse dem Verkehr übergeben, die 
Rheinstrasse wurde für den motorisierten Individualverkehr geschlossen (vgl. die rechtskräfti-
gen verkehrspolizeilichen Anordnungen betreffend Rheinstrasse, publiziert im Amtsblatt Nr. 51 
vom 22. Dezember 2022). Der Anschluss an das Gemeindestrassennetz ist demgegenüber 
noch nicht fertiggestellt. Namentlich sind von Seiten der Gemeinde Pratteln bis heute noch kei-
ne Umsetzungsschritte zum Ausbau der Lohagstrasse, welche das Gewerbegebiet über den 
Kreisel Lohag erschliessen soll, unternommen worden. Dies führt dazu, dass der motorisierte 
Verkehr aus östlicher Richtung einen Umweg von ca. 1,6 Kilometern fahren muss, um von Wes-
ten her via den Zurlindenkreisel zu den Gewerbebetrieben im Bereich Netziboden/Lohag zu 
gelangen. 
 
C. Da das Gebiet Salina Raurica für den Kanton von strategischer Bedeutung und der Kan-
ton auch ein massgeblicher Grundeigentümer in Salina Raurica sei, ersuchte der Regierungsrat 
den Landrat mit Vorlage 2023/190 vom 18. April 2023 um die Ausgabenbewilligung für die Pro-
jektierung und Realisierung eines provisorischen Lückenschlusses zwischen der bestehenden 
Lohagstrasse und der Rauricastrasse. Ziel der Vorlage sei es, rasch eine bessere Erschlies-
sung des Gewerbegebietes bis zur Realisierung der definitiven Lohagstrasse durch die Ge-
meinde Pratteln sicherzustellen. 
 
D. Mit Landratsbeschluss Nr. 2253 vom 22. Juni 2023 bewilligte der Landrat für den provi-
sorischen Lückenschluss eine neue einmalige Ausgabe von Fr. 1'040'000.-- (inkl. MWST) mit 
einer Kostengenauigkeit von +/-10 % (Ziff. 1). Die Ausgabenbewilligung erfolgte vorbehältlich 
einer vertraglichen Regelung mit der Gemeinde Pratteln (Ziff. 2). Weiter wurde darauf hingewie-
sen, dass die Ausgabenbewilligung dem fakultativen Finanzreferendum unterstehe (Ziff. 3). Der 
Landrat nahm sodann zur Kenntnis, dass die Gemeinde Pratteln im Rahmen des Endausbaus 
der Lohagstrasse dem Kanton die Kosten für den provisorischen Lückenschluss zurückerstatten 
werde (Ziff. 4). Die erst im Rahmen der Kommissionsberatung in die Vorlage eingefügte Ziff. 5 
lautet: "Bis zur Inbetriebnahme der Feinerschliessung (Lohagstrasse und Netzibodenstrasse) ist 
die Rheinstrasse provisorisch auf beiden Seiten umgehend wieder zu öffnen. Im gleichen Zug 
soll die Rauricastrasse gesperrt werden." 
 
E. Gegen die Ziffern 1 bis 4 des Landratsbeschlusses Nr. 2253 vom 22. Juni 2023 wurde 
beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), am 
28. Juni 2023 Beschwerde erhoben und deren Aufhebung verlangt (Verfahren Nr. 810 23 149). 
Das Verfahren ist zurzeit noch hängig. 
 
F. Mit Verfügung vom 3. Juli 2023 (publiziert im Amtsblatt Nr. 53 vom 6. Juli 2023) erliess 
die Polizei Basel-Landschaft mit Zustimmung des Tiefbauamts Basel-Landschaft eine Ver-
kehrsanordnung, mit welcher die Rheinstrasse für den motorisierten Verkehr geöffnet und auf 
der Rauricastrasse ein allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen statuiert wurde. Zur Be-
gründung wurde auf den "Entscheid Legislative (Landrat vom 22.06.2023)" verwiesen. 
 
G. Zwischen dem 10. Juli 2023 und dem 14. Juli 2023 wurden beim Regierungsrat des 
Kantons Basel-Landschaft die im Rubrum aufgeführten acht Beschwerden gegen die Verkehrs-

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

anordnung vom 3. Juli 2023 erhoben. Mit Zirkulationsbeschluss Nr. 950 vom 2. August 2023 
leitete der Regierungsrat die Beschwerden als Sprungbeschwerden an das Kantonsgericht wei-
ter. Anlass für die Überweisung bildet gemäss den Erwägungen der Umstand, dass die ange-
fochtene Verkehrsanordnung in direkter Umsetzung eines Landratsbeschlusses erlassen und 
auch einzig damit begründet worden sei. Eine ernsthafte Überprüfung der Rechtmässigkeit set-
ze voraus, dass auch die Verfassungsmässigkeit des zugrundeliegenden Landratsbeschlusses 
überprüft werde. Der Regierungsrat sei für diese Prüfung die falsche Instanz. Das Prinzip der 
Gewaltenteilung stehe einer solchen rechtlichen Kontrolle der Legislative durch die Exekutive 
entgegen. Die Verfassungsgerichtsbarkeit werde durch das Kantonsgericht ausgeübt, weshalb 
die Beschwerden an dieses weitergeleitet würden. 
 
H. Das Kantonsgericht hat vorerst auf Instruktionsmassnahmen verzichtet. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Den Ausgangspunkt der Verfahren Nr. 810 23 175 bis Nr. 810 23 182 bildet dieselbe 
Verkehrsanordnung vom 3. Juli 2023 und eine jeweils dagegen gerichtete Beschwerde an den 
Regierungsrat. Dieser fasste den Beschluss zur Überweisung aller acht Beschwerden in einem 
sämtliche Verfahren betreffenden Gesamtentscheid. Die Rechtsmittelverfahren müssen verfah-
rensmässig koordiniert bleiben, so dass für das Kantonsgericht bezüglich der Frage der 
Sprungbeschwerde nur eine integrale Entgegennahme oder Rückweisung aller Beschwerden in 
Frage kommt. Es drängt sich daher auf, die Verfahren für die Beurteilung der Frage der Zuläs-
sigkeit der Sprungbeschwerde zu vereinigen und in einem einzigen Entscheid zu behandeln. 
 
2. Der Regierungsrat hat die vorliegenden Beschwerden dem Kantonsgericht jeweils als 
Sprungbeschwerde zur Beurteilung überwiesen. Gemäss § 30 des Verwaltungsverfahrensge-
setzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 ist der Regierungsrat befugt, eine Ver-
waltungsbeschwerde dem Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, zum 
Entscheid zu überweisen, sofern dieses zuständig ist und die beschwerdeführende Person nur 
die vor Kantonsgericht zulässigen Rügen erhebt. Der Regierungsrat hat mithin die Möglichkeit, 
eine Streitsache - anstatt diese selbst zu beurteilen - direkt dem Kantonsgericht zur Beurteilung 
zu unterbreiten. Im Rahmen der Eintretensvoraussetzungen ist zunächst von Amtes wegen zu 
prüfen, ob die von der kantonsgerichtlichen Rechtsprechung festgelegten Voraussetzungen für 
eine Überweisung der Beschwerde als Sprungbeschwerde im vorliegenden Fall erfüllt sind. 
 
3.1 Die Beschwerden richten sich in der Sache gegen eine verkehrspolizeiliche Anordnung. 
Dagegen steht kantonal letztinstanzlich die verwaltungsgerichtliche Beschwerde nach § 43 ff. 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-
ber 1993 an das Kantonsgericht offen. Die vorliegende Materie fällt demnach in die sachliche 
Zuständigkeit der Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts. 
 
3.2 Sodann wird von § 30 VwVG BL für die Überweisung einer Beschwerde vorausgesetzt, 
dass die beschwerdeführende Person nur die vor Kantonsgericht zulässigen Rügen erhebt. Vor 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Kantonsgericht können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO nur Rechtsverletzungen ein-
schliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden. Anders als dem Regie-
rungsrat (vgl. § 32 Abs. 1 lit. c VwVG BL) ist dem Kantonsgericht die Beurteilung der Angemes-
senheit von verkehrspolizeilichen Anordnungen untersagt (vgl. § 45 Abs. 1 lit. c VPO; Urteil des 
Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 9. Juni 2021 
[810 20 203] E. 2). Drei Beschwerdeführer haben in ihren Beschwerdeeingaben eine Frist zur 
ergänzenden Beschwerdebegründung beantragt (Verfahren Nr. 810 23 179 und Nr. 810 23 
182), was nach § 33 Abs. 3 VwVG BL zulässig ist. Ob sie in ihren Beschwerden die Rüge der 
Unangemessenheit der verkehrspolizeilichen Anordnung erheben, steht damit noch gar nicht 
fest. Solange keine vollständige Beschwerdebegründung vorliegt, muss eine Sprungbeschwer-
de generell ausser Betracht fallen. 
 
3.3 Ob die formellen Voraussetzungen von § 30 VwVG BL für eine Überweisung sämtlicher 
Beschwerden als Sprungbeschwerden erfüllt sind, kann letztlich angesichts der nachfolgenden 
Erwägungen offenbleiben. 
 
4.1 Das Kantonsgericht hat in seiner langjährigen Rechtsprechung zur Sprungbeschwerde 
die Zulässigkeit einer direkten Überweisung an das Gericht stets an zusätzliche materielle Vo-
raussetzungen geknüpft. Leitgedanke dieser restriktiven Praxis bildet der Umstand, dass die 
Sprungbeschwerde eine Ausnahme von der zwingenden Natur der Zuständigkeitsordnung und 
des funktionellen Instanzenzugs darstellt. Der gesetzlich vorgesehene Instanzenzug wird ver-
kürzt und die beschwerdeführende Person um ihr grundsätzliches Recht auf umfassende und 
unvoreingenommene Beurteilung ihrer Streitsache durch den Gesamtregierungsrat als Rechts-
pflegeinstanz gebracht, zumal die Überweisung einer Beschwerde an das Kantonsgericht ge-
gebenenfalls auch ohne das Einverständnis der am Verfahren beteiligten Parteien erfolgen 
kann (BLKGE 2011 Nr. 68 E. 2.3.1; BLVGE 1998/1999 Nr. 15.1.2 E. 3a; KGE VV vom 22. Mai 
2013 [810 12 325] E. 1.4; KGE VV vom 2. März 2011 [810 10 381] E. 2). Kann die Regierung 
von Fall zu Fall frei darüber entscheiden, erscheint das Institut der Sprungbeschwerde hinsicht-
lich der Grundsätze der Gleichbehandlung und der Legalität sehr fragwürdig (THIERRY 
TANQUEREL/FELIX UHLMANN/MARIUS ROTH, Der Regierungsrat als Beschwerdeinstanz im Ver-
waltungsverfahren, Zürich 2021, S. 52). Vor diesem Hintergrund liegt es auch bei Erfüllung der 
Tatbestandsvoraussetzungen nicht im freien Ermessen des Regierungsrats, eine Beschwerde 
gestützt auf § 30 VwVG BL an das Kantonsgericht zur Beurteilung zu überweisen. Vielmehr 
bedarf es jeweils im konkreten Fall eines speziellen Anlasses, welcher die Auslassung einer 
Rechtsmittelinstanz rechtfertigt (KGE VV vom 1. Juli 2020 [810 20 141] E. 2.4; KGE VV vom 
26. Oktober 2016 [810 16 131] E. 1.3; KGE VV vom 4. Juli 2012 [810 12 127] E. 1.3). Ein An-
lass im obgenannten Sinn ist namentlich dann gegeben, wenn der Regierungsrat in derselben 
Angelegenheit selber in identischer Weise verfügt hat und sich die Sach- und Rechtslage offen-
sichtlich unverändert darstellt oder wenn er einer unteren Behörde eine fallbezogene Weisung 
erteilt hat, wie sie entscheiden soll (vgl. BLVGE 1998/1999 Nr. 15.1.2 E. 3a). Ebenfalls kann 
sich eine Überweisung rechtfertigen, wenn aufgrund von Befangenheitserklärungen von Mit-
gliedern des Regierungsrats eine Beschlussunfähigkeit desselben droht (vgl. BLKGE 2011 
Nr. 68 E. 2.3.4). Die Sprungbeschwerde dient in diesen Fällen zum einen der Prozessökono-

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mie, denn die Abkürzung des funktionellen Instanzenzuges vermeidet unnötige Prozessschritte 
und schützt die Beteiligten vor einem Verfahrensleerlauf. Zum anderen liesse sich die Zustän-
digkeit des Regierungsrats nur schwer mit dem verfassungsmässigen Anspruch auf unabhängi-
ge und unparteiische Beurteilung vereinbaren, verfügt das Verfahren in den genannten Konstel-
lationen doch kaum mehr über die verfassungsrechtlich geforderte Offenheit (vgl. BLKGE 2011 
Nr. 68 E. 2.3.2; KGE VV vom 26. Oktober 2016 [810 16 131] E. 1.3; jeweils mit Hinweisen). 
 
4.2 Der Regierungsrat erblickt im vorliegenden Fall den speziellen Anlass für die Überwei-
sung der Beschwerden darin, dass er zur Beurteilung der bei ihm angefochtenen Verkehrsan-
ordnung vorfrageweise die Verfassungsmässigkeit eines Landratsbeschlusses überprüfen müs-
se, wozu er aus Gewaltenteilungsgründen nicht befugt sei. 
 
4.3 Dieser Einschätzung kann nicht gefolgt werden, denn sie beruht im Kern auf einem un-
zutreffenden Verständnis des Gewaltenteilungsgrundsatzes. 
 
4.3.1 Die Verfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 verankert den 
Grundsatz der Gewaltenteilung nirgends ausdrücklich. Sie sieht jedoch eine gewaltenteilige 
Organisation des Kantons vor, weshalb der Grundsatz implizit in der Kantonsverfassung enthal-
ten ist (vgl. VINCENT MARTENET, La séparation des pouvoirs, in: Diggelmann/Hertig Randall/
Schindler [Hrsg.], Verfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2020, Bd. II, S. 999 ff., Rz. 34; BGE 
142 I 26 E. 3.3; BGE 138 I 196 E. 4.1). Der Landrat ist die rechtsetzende Behörde des Kantons 
(§ 61 ff. KV). Der Vollzug der Gesetze (als administrative Rechtsanwendung) obliegt der Ver-
waltung und dem Regierungsrat (§ 71 ff. KV). Die Rechtsprechung ist Aufgabe der Gerichte 
(§ 82 ff. KV). Die Verfassung weist den drei voneinander unabhängigen Gewalten damit unter-
schiedliche Staatsfunktionen zu - wobei sich die Funktionen nicht immer klar auseinanderhalten 
lassen und es in gewissen Bereichen durchaus zu Überlappungen kommt. Ganz bewusst wird 
damit die staatliche Macht der einzelnen Staatsorgane im Interesse des Freiheitsschutzes und 
der Rationalisierung des staatlichen Entscheidungsprozesses begrenzt. Die Auffächerung der 
Staatsgewalt und die gegenseitige Hemmung und Kontrolle von Organen ist ein grundlegendes 
Konstitutionsprinzip zur Sicherung des demokratischen Rechtsstaats vor einer Machtballung 
und vor Machtmissbrauch (RENÉ RHINOW/MARKUS SCHEFER/PETER ÜBERSAX, Schweizerisches 
Verfassungsrecht, 3. Aufl., Basel 2016, Rz. 2262 ff.; PIERRE TSCHANNEN, Staatsrecht der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft, 5. Aufl., Bern 2021, Rz. 1001 ff.; vgl. auch § 14 Abs. 3 
KV: "Niemand darf Grundrechte durch Missbrauch seiner Machtstellung beeinträchtigen"). Der 
eigentliche Kern der organisatorischen Dimension der Gewaltenteilung besteht darin, dass kein 
Staatsorgan ohne verfassungsrechtliche Kompetenz in den durch Verfassung oder Gesetz fest-
gelegten Zuständigkeitsbereich eines anderen Organs einwirken darf (ULRICH HÄFELIN/WALTER 
HALLER/HELEN KELLER/DANIELA THURNHERR, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 10. Aufl., 
Zürich 2020, Rz. 1406; ANDREAS AUER, Staatsrecht der schweizerischen Kantone, Bern 2016, 
Rz. 132). Kommt es zu einer von der Verfassung nicht vorgesehenen Einmischung einer ande-
ren Gewalt in den eigenen Entscheidungsbereich, darf das davon betroffene Staatsorgan dies 
nicht einfach so hinnehmen. 
 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

4.3.2 Der Landrat übt zwar die Oberaufsicht über alle Behörden aus (§ 61 Abs. 1 2. Satz KV). 
Von dieser demokratisch motivierten, politischen Vorrangstellung der Legislative kann jedoch 
nicht unbesehen auf eine rechtliche Überordnung geschlossen werden. Die Oberaufsicht be-
deutet nicht, dass die Regierung oder die Gerichte dem Landrat hierarchisch untergeordnet sind 
(vgl. RHINOW/SCHEFER/ÜBERSAX, a.a.O., Rz. 2272; DANIELA THURNHERR, in: Waldmann/Belser/
Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, Basel 2015, Rz. 4 f. 
zu Art. 148 BV). Dem Parlament kommt kein generelles Weisungsrecht gegenüber den beiden 
anderen staatlichen Gewalten zu und die Kompetenz zur Oberaufsicht verschafft ihm auch nicht 
die Befugnis, Einzelentscheide aufzuheben oder abzuändern oder anstelle der beaufsichtigten 
Instanz zu erlassen (RETO HÄGGI FURRER/MICHAEL MERKER, in: Basler Kommentar, a.a.O., 
Rz. 6 zu Art. 169 BV). Ansonsten würde das Prinzip der Gewaltenteilung ausgehebelt. Die 
Oberaufsicht verschafft dem Landrat somit keine zusätzlichen (Organ-)Kompetenzen und ver-
leiht ihm insbesondere nicht das Recht, sich über verfassungsrechtliche Kompetenzen anderer 
Organe hinwegzusetzen (vgl. GIOVANNI BIAGGINI, Kommentar zur Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft, 2. Aufl., Zürich 2017, Rz. 4 zu Art. 148 BV). 
 
4.3.3 Richtig an der Auffassung des Regierungsrats ist, dass er über kein direktes Kontroll-
instrument gegenüber dem Landrat verfügt. Es steht ihm nicht zu, vom Landrat beschlossene 
Gesetze oder andere Beschlüsse aufzuheben oder zu blockieren. Die Verfassung kennt kein 
Vetorecht der Exekutive, wie es andere demokratische Regierungssysteme vorsehen. Auch 
dem Kantonsgericht ist im Übrigen die direkte verfassungsgerichtliche Überprüfung der vom 
Landrat erlassenen Gesetze untersagt (§ 86 Abs. 3 lit. a KV). Bezüglich anderer Beschlüsse 
des Landrates ist die gerichtliche Eingriffsbefugnis ebenfalls nicht umfassend (vgl. § 27 ff. 
VPO). 
 
4.3.4 Von diesen abstrakten Kontrollmöglichkeiten ist die konkrete Normenkontrolle zu unter-
scheiden. Unter konkreter Normenkontrolle versteht man die Überprüfung der Rechtmässig-
keit - und besonders der Verfassungsmässigkeit - einer Norm im konkreten Anwendungsfall. 
Anfechtungsobjekt ist ein Einzelakt und es wird vorfrageweise (akzessorisch) geprüft, ob sich 
die Norm, auf welche sich dieser Einzelakt stützt, im Anwendungsfall als rechtswidrig erweist. 
Dabei wird die als verfassungswidrig befundene Norm aber nicht formell aufgehoben, sondern 
nur im konkret zu beurteilenden Fall nicht angewendet (vgl. HÄFELIN/HALLER/KELLER/
THURNHERR, a.a.O., Rz. 1929b; KGE VV vom 7. November 2018 [810 17 347] E. 4.3). Die 
Rechtsgrundlage der konkreten Normenkontrolle findet sich im in § 4 Abs. 1 KV verankerten 
Legalitätsprinzip. Danach ist jede Behörde verpflichtet, (nur) auf der Grundlage und in den 
Schranken des Rechts tätig zu werden. Diese Rechtsbindung setzt aber voraus, dass die an-
gewendete Norm formell und materiell rechtmässig ist: Sie muss vom staatsrechtlich zuständi-
gen Organ im richtigen Verfahren und in den richtigen Formen erlassen worden sein; ausser-
dem darf sie dem übergeordneten Recht nicht widersprechen (TSCHANNEN, a.a.O., Rz. 499; 
KGE VV vom 31. Mai 2023 [810 22 286] E. 4.2). § 76 Abs. 4 KV statuiert in diesem Sinne aus-
drücklich, dass der Regierungsrat - die Verwaltung ist mitgemeint - kantonalen Erlassen die 
Anwendung versagt, wenn sie dem Bundesrecht oder kantonalem Verfassungs- oder Gesetzes-
recht widersprechen. Auch wo die Regierung als Beschwerde- oder Aufsichtsinstanz waltet, hat 
sie sich an dieses Prüfungsprogramm zu halten (vgl. AUER, a.a.O., Rz. 1507; BGE 91 I 312 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

E. 3a). Was für Gesetze gilt, muss für gewöhnliche Landratsbeschlüsse umso mehr gelten. Der 
Regierungsrat ist somit entgegen seiner Rechtsauffassung nicht nur befugt, Landratsbeschlüs-
se im Rahmen der konkreten Rechtsanwendung vorfrageweise auf ihre Verfassungsmässigkeit 
zu überprüfen, er ist dazu von Verfassungs wegen verpflichtet. 
 
5.1 Fahrverbote, Verkehrsbeschränkungen und Anordnungen zur Regelung des Verkehrs 
für bestimmte Strassen sind zu verfügen, mit einer Rechtsmittelbelehrung zu publizieren 
und - erst bei der Vollstreckbarkeit - mit den vom Bundesrat dafür vorgesehenen Signalen und 
Markierungen an Ort und Stelle kundzutun (vgl. Art. 107 Abs. 1 der Signalisationsverordnung 
[SSV] vom 5. September 1979; BGE 130 I 134 E. 3.2). Lokale Verkehrsanordnungen stehen als 
sogenannte Allgemeinverfügungen zwischen Rechtssatz und Verfügung, weil sie zwar eine 
konkrete Situation regeln, sich aber an einen grösseren, nicht individuell bestimmten Adressa-
tenkreis richten (KGE VV vom 19. Februar 2020 [810 19 237] E. 3.3.2; BGE 147 II 300 E. 2.2). 
Rechtlich wird die Allgemeinverfügung regelmässig wie eine gewöhnliche Verfügung behandelt. 
Dies gilt insbesondere für das Verfahren und den Rechtsschutz (vgl. KGE VV vom 22. August 
2018 [810 17 273] E. 2.4; BGE 125 I 313 E. 2b). 
 
5.2 Der Erlass von Verfügungen, wozu nach dem Gesagten auch Allgemeinverfügungen zu 
zählen sind, ist ein typischer Fall der Rechtsanwendung im Rahmen des Vollzugs der Gesetz-
gebung und obliegt deswegen der Exekutive resp. der Verwaltung. So weist denn auch § 3 
Abs. 1 lit. a des Strassenverkehrsgesetzes Basel-Landschaft (SVG BL) vom 3. Mai 2012 die 
Zuständigkeit zum Erlass aller Verkehrsanordnungen und Verkehrsbeschränkungen auf Kan-
tonsstrassen, nach Anhören der Gemeinde bei Massnahmen innerhalb von Ortschaften, der 
Sicherheitsdirektion zu, die in Verbindung mit der Bau- und Umweltschutzdirektion entscheidet. 
Auf Gemeindestrassen entscheidet die Gemeinde über Verkehrsanordnungen und Verkehrsbe-
schränkungen sowie über die Anbringung von Signalen und Markierungen (§ 4 Abs. 1 SVG BL). 
Der Gesetzgeber ist nach dem Legalitätsprinzip an die von ihm erlassenen Gesetze gebunden, 
(auch) er kann sich nicht im Einzelfall darüber hinwegsetzen (vgl. BGE 128 I 34 E. 3a; aus-
drücklich für die Bindung an die Richtplanung: § 65 Abs. 2 KV). Verfassung und Gesetz räumen 
dem Landrat keinerlei Kompetenz zum Erlass von Verkehrsanordnungen ein. Dem Parlament 
ist es aufgrund des Gewaltentrennungsgrundsatzes auch versagt, den Direktionen dazu ver-
bindliche Weisungen zu erteilen (vgl. oben E. 4.3.2). Im Falle der Gemeindestrassen steht die-
sem Ansinnen neben anderem auch die Gemeindeautonomie (§ 45 KV) entgegen. Die Legisla-
tive kann nur - aber immerhin - auf dem Weg der Verkehrsplanung, auf dem Verordnungsweg, 
durch die Budgetkompetenz oder durch parlamentarische Vorstösse auf den Erlass von örtli-
chen Verkehrsanordnungen Einfluss nehmen bzw. sogar die Grundlage dafür schaffen, dass 
eine solche als notwendig erscheint (CHRISTOPH J. ROHNER, Erlass und Anfechtung von lokalen 
Verkehrsanordnungen, Zürich 2012, S. 153). Als kurzfristige Massnahme darf der Landrat den 
Regierungsrat mit seinen parlamentarischen Instrumenten zu einem bestimmten Vorgehen oder 
Verhalten einladen, mehr aber auch nicht. 
 
5.3 Beim Landratsbeschluss Nr. 2253 vom 22. Juni 2023 handelt es sich um einen Finanz-
beschluss über eine neue einmalige Ausgabe von mehr als einer Million Franken, der gestützt 
auf § 66 lit. b KV in die Zuständigkeit des Landrats fällt. Die Ausgabenbewilligung wird mit der 

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Bedingung einer vorgängigen vertraglichen Regelung mit der Gemeinde Pratteln verknüpft. Zu-
sätzlich hält die Beschlussziffer 5 im Duktus einer Anweisung fest, dass bis zur Inbetriebnahme 
der Feinerschliessung die Rheinstrasse provisorisch umgehend wieder zu öffnen sei und im 
gleichen Zug die Rauricastrasse gesperrt werden solle. Wie diese Aufforderung rechtlich zu 
qualifizieren ist, wird im Beschluss nicht näher ausgeführt. Offensichtlich handelt es sich nicht 
um einen Rechtssatz, zumal reine Einzelfallgesetze, d.h. Gesetze und Verordnungen, die aus-
schliesslich einen konkreten Anwendungsfall im Auge haben, verfassungsrechtlich unzulässig 
sind (vgl. TSCHANNEN, a.a.O., Rz. 1590; RHINOW/SCHEFER/ÜBERSAX, a.a.O., Rz. 2676). Dass es 
sich beim Beschlusstext selber um die eigentliche verkehrspolizeiliche Anordnung handelt, hat 
selbst die Polizei nicht angenommen, denn sonst hätte es keiner Umsetzung durch eine Allge-
meinverfügung mehr bedurft. Nachdem der Landrat für den Erlass von Verkehrsanordnungen 
offensichtlich nicht zuständig ist, wäre eine solche Verfügung denn auch als nichtig zu taxieren. 
In Frage kommt in erster Linie eine Qualifikation als Nebenbestimmung zum Ausgabenbe-
schluss in der Form einer Auflage, die eine Verpflichtung zum Erlass der genannten Verkehrs-
anordnung enthält. So ist die Ziffer 5 des Beschlusses denn von der Polizei und vom Regie-
rungsrat wohl auch verstanden worden. Die Erteilung von derartigen Gesetzesvollzugs-
aufträgen ist dem Landrat jedoch untersagt (vgl. oben E. 5.2 und E. 4.3.2). Dementsprechend 
vermag eine solche Anweisung auch keine Rechtswirkungen zu erzeugen. Mehr als eine recht-
lich unverbindliche Aufforderung zum Tätigwerden enthält der Landratsbeschluss demnach 
nicht. 
 
6. Wenn feststeht, dass der Landrat keine Verkehrsanordnungen erlassen oder deren An-
ordnung befehlen kann, steht einer umfassenden rechtlichen Überprüfung der in den Be-
schwerden angefochtenen Verkehrsanordnung durch den Regierungsrat nichts entgegen. In 
seiner Funktion als Organ der Rechtspflege (§ 76 Abs. 3 KV) kann und muss er die gegen die 
Verfügung der Polizei Basel-Landschaft vom 3. Juli 2023 erhobenen Rechtsmittel ausschliess-
lich nach rechtsstaatlichen Gesichtspunkten und in freier Kognition beurteilen. Nachdem die 
Änderung des Verkehrsregimes erst im Rahmen der Kommissionsberatungen Eingang in die 
Vorlage gefunden hat, muss der Regierungsrat auch nicht faktisch sein eigenes Vorhaben 
rechtlich hinterfragen. Dass sich am Ende der Prüfung ein auf der politischen Ebene erteilter 
Auftrag als rechtlich nicht umsetzbar erweisen könnte, liegt in der Natur der beiden Sphären 
Recht und Politik, die voneinander abzugrenzen sind. Die Befürchtung, dass sich die Regierung 
in der vorliegenden Angelegenheit in ihrer Funktion als Rechtsmittelinstanz gezwungen sehen 
könnte, dem Landrat zu widersprechen und ihn sozusagen öffentlich zu desavouieren, ist jeden-
falls kein hinreichender Rechtfertigungsgrund für eine Sprungbeschwerde an das Kantonsge-
richt. Auf die Beschwerden ist demnach nicht einzutreten und die Angelegenheit ist an den Re-
gierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zur weiteren Behandlung zurückzuweisen. 
 
7.1 Das Verfahren vor Kantonsgericht ist kostenpflichtig (§ 20 Abs. 1 VPO). In seiner bishe-
rigen Praxis hat das Kantonsgericht für die Beurteilung der Zulässigkeit einer Sprungbeschwer-
de keine Gerichtsgebühr erhoben. Dies lag ursprünglich darin begründet, dass der Vorinstanz 
nach § 20 Abs. 3 aVPO keine Verfahrenskosten auferlegt werden konnten. Dieses Verbot wur-
de per 1. Januar 2019 aufgehoben. Angesichts des im vorliegenden Fall auf Seiten des Ge-
richts verursachten nicht unerheblichen Aufwands rechtfertigt es sich - auch unter dem Ge-

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sichtspunkt der Gleichbehandlung mit anderen Verfahren - nicht (mehr), auf die Erhebung von 
Verfahrenskosten zu verzichten. Da er mit der Weiterleitung der Beschwerden an das Kantons-
gericht den vorliegenden Entscheid provoziert hat, sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'500.-- nach dem Verursacherprinzip dem Regierungsrat aufzuerlegen. 
 
7.2 Den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführern ist im kantonsgerichtlichen Verfahren 
kein entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden, weshalb keine Parteientschädigungen ge-
schuldet sind (§ 21 VPO). Die Parteikosten werden dementsprechend wettgeschlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Verfahren Nr. 810 23 175 bis Nr. 810 23 182 werden vereinigt. 
   
 2. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. Die Angelegenheit wird 

zuständigkeitshalber an den Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft überwiesen. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 

Gerichtsschreiber