# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0bf44fe5-fd93-58f5-b8cc-c0b2e75e1fe5
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-03-27
**Language:** de
**Title:** Kritik an Gutachten nicht stichhaltig; kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad; Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2022.00180
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2022.00180.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2022.00180
II. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichterin Käch
Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Keller
Urteil
vom
27. März 2023
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Reto
Zanotelli
Anwaltskanzlei Reto
Zanotelli
Weidächerstrasse
56, Postfach 914, 8706 Meilen
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die
1965
geborene
X.___
,
Mutter
einer 1996 geborenen Tochter
(Urk.
6/1 Ziff. 3
)
, meldete sich a
m
23. Juni 2019
unter Hinweis auf
chronische neuropathische Gesichts- und Kopfschmerzen, Schwindel, Rücken- und Nacken
schmerzen
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/1
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen
und teilte der Versicherten am 2. August 2019 (Urk. 6/11) mit, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien.
In der Folge
liess
sie
die Versicherte insbesondere
bi
disziplinär
begutachten (Expertise vom
5. August 2020
; Urk.
6/22
)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/26
,
Urk. 6/27, Urk. 6/30
=
Urk. 6/34
, Urk. 6/45, Urk. 6/46, Urk. 6/49, Urk. 6/52
= Urk. 6/54
) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom
25. Februar 2022
(Urk.
6/59
= Urk.
2) ab.
2.
Die Versicherte erhob am
24. März 2022
Beschwerde gegen die Verfügung vom
25. Februar 2022
(Urk.
2) und beantragte,
diese sei
aufzuheben
und ihr
sei nach der Ergänzung der med
izinischen
Abklärungen ab 1.
Dezember 20
19 eine Rente zuzusprechen
(Urk. 1 S. 2)
.
Am
19. Mai 2022
(Urk.
5
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
20. Mai 2022
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
7
). Mit Verfügung vom
15. Juni 2022 (Urk. 9) wurde das Gesuch um Ansetzung einer Frist zu Replik abgewiesen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit
punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Renten
anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz
. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs
bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202
2.
Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das
heisst
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss
zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je
m.w.H
.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Verfügung
vom
25. Februar 2022
(Urk.
2) damit, dass
gemäss medizinischer Beurteilung eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bestehe
(Urk. 2 S. 2 oben)
.
Unter Verweis auf die Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 11. Juni 2021 und 23. Februar 2022 könne auf das Gutach
ten der
Y.___ AG
abgestellt werden (Urk. 5 S. 2 oben).
Ein Einkommensver
gleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 20 %. Die Beschwerdeführerin habe nach der Geburt des Kindes in Teilzeiterwerbstätigkeit in den Bereichen Reinigung und Hauswartung gearbeitet. Sie habe auch nach der Geburt des Kindes
keine Erwerbstätigkeit im Bankwesen mehr aufgenommen. Am Einkommensvergleich werde deshalb festgehalten (
Urk. 1
S. 2). Die
Tätigkeit im Bankwesen sei bei Eintritt des Gesundheitsschadens 17
Jahre her gewesen.
Es sei n
icht überwiegend wahrscheinlich, dass
die Beschwerdeführerin
einen Wiedereinstieg gewagt hätte
beziehungswei
s
e
ob ein solcher überhaupt möglich gewesen wäre.
Das
Banken
geschäft habe sich
in den letzten zwei Jahrzehnten
sehr gewandelt.
Zudem verfüge die Beschwerdeführerin über
keinen entsprechenden Lehrabschluss
, was einen entsprechenden Wiedereinstieg noch unwahrscheinlicher mache
. Zuguns
ten der
Beschwerdeführerin
sei von
einer
Vollerwerbstätigkeit ausgegangen worden
(Urk. 5 S. 2 Ziff. 2)
.
Ein l
eidensbedingter Abzug
sei
nicht gerechtfertigt
(Urk. 5 S. 3 Ziff. 3)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk.
1), auf
das
Gutachten
der
Y.___ AG
könne zufolge Unvollständigkeit und fehlender Schlüssigkeit nicht abgestellt werden.
Da
sowohl
notwendige diagnos
tische Abklärungen als auch
eine
neuropsychologische Untersuchung unterlassen worden
seien
,
beruhe das Gutachten auf unvollständigen Untersuchungen
. Zudem
sei
keine Auseinandersetzung mit der Beurteilung der Anästhesiologen
erfolgt
.
Auch
seien
l
eistungseinschränkende Auswirkungen der rheumatolo
gischen Beschwerden
zufolge der entzündlichen Arthralgien an allen oberen Extremitäten sowie
des
psychische
n
Leiden
s
unbeachtet geblieben
(S. 6)
. Es sei ein interdisziplinäres Gutachten zu veranlassen und auf dessen Grundlage der IV-Grad festzulegen
(S. 6 f.)
. Zudem sei
das
Valideneinkommen
falsch ermittelt wor
den. Es sei davon auszugehen, dass sie nach Abschluss der Berufsausbildung der Tochter 2016 im Gesundheitsfall wieder ihre gut entlöhnte Tätigkeit im Banken
wesen aufgenommen hätte
(S. 7)
. Sodann sei beim
Invalideneinkommen
ein leidensbedingter Abzug von mind
estens
15
%
vorzunehmen
(S. 8)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
.
3.
3.1
Dr.
med.
Z.___
,
Facharzt für
Ohren-, Nasen und Halskrankheiten (
Oto
-Rhino-Laryngologie)
, führte mit
audio-
n
eurootologische
m
Bericht
vom
25
. Mai
2016 (Urk.
6/7/9-15)
aus, die Beurteilung sei wegen
seit April 2014 andauernden Schwindelbeschwerden und visuellen Störungen unmittelbar nach
einer Opera
tion an der Lendenwirbelsäule (
LWS
) in Vollnarkose erfolgt (S. 1)
.
Er nannte folgende
Diagnosen
(S. 6):
-
P
eripher-zentrale vestibuläre Funktionsstörung rechtsbetont mit
visuo
-vestibulärer Integrationsstörung und
cervico
-visuellem «
Mismatch
»
-
Cervico-Cephalgien
beidseits
bei Reizzustand der
cervicalen
Proprio- und
Nociceptoren
Eine ergänzende Untersuchung beziehungsweise Diagnostik sei indiziert (S. 7).
3.
2
Dr.
rer
.
n
at. med.
pract
.
A.___
, Facharzt
für
Anästhesiologie und
Intensiv
medizin
,
Institut B.___
AG, führte mit
Bericht
vom
13.
Juni
2016 (Urk.
6/7/7-8)
aus, v
ermutlich sei es während
einer Operation, wahrscheinlich
beim Umlagern
,
zu einer Distorsion
der Halswirbelsäule (HWS)
mit Beschädigung von Facettengelenken gekommen
(S. 2)
.
3.
3
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Anästhesie
,
führte mit
Behand
lungseintrag
vom 1
0.
Juli 2018
(
Urk.
6/7/1-2)
aus, w
ahrscheinlich sei es im Rahmen der
Operation der
LWS im April 2014 beim Umlagern zu einer Mobili
sation der HWS in Narkose gekommen, wodurch wahrscheinlich die Facetten
gelenke der oberen HWS gereizt worden seien. In der Folge dürften dann Muskelverspannungen aufgetreten sein, die ihrerseits den
N.
occ
. gereizt und so wahrscheinlich zu einer Neuritis und damit zu den Kopfschmerzen geführt hätten.
Dies sei
bereits von
Dr.
A.___
passend beschrieben worden
(S. 1 Ziff. 1)
. Da
die
Schmerzen nie richtig mit ausreichenden Schmerzmitteldosierungen therapiert worden seien, hätten sich
diese chronifiziert i
m Sinne von
chronisch neuro
pathischen Schmerzen mit Ausweitung in das Trigeminusgebiet und zu Trigemi
nusneuralgien
(S. 1 Ziff. 2 f.)
.
3.
4
Die Ärzte des
Universitätsspitals
D.___
,
Klinik für Neuroradiologie
,
führten mit
Bericht
vom 1
7.
August 2018
(
Urk.
6/7/3-4)
über ein
MRI
des
Gehirn
s
vom 16
. August 201
8
aus, die
punktförmigen
Su
s
zeptib
ili
tätsartefakte
in der Corona
radiata
links
hätten zugenommen
(S. 2)
.
3.
5
Dr.
med.
E.___
,
Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, führte mit
Bericht
vom 21. November
2019 (Urk.
6/12)
zur aktuellen medizinischen Situa
tion aus, die Beschwerdeführerin habe c
hronische neuropathische Gesichts
schmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel
und
Nackenschmerzen
(Ziff. 2.2). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei schlecht (Ziff. 2.7).
3.
6
Dr.
med.
F.___
, Facharzt für Neurologie, und
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates
,
Y.___ AG
, erstatteten am 5. August 2020
zuhanden der Beschwer
degegnerin ein
bidisziplinäres
Gutachten (
Orthopädie und Neurologie;
Urk.
6/22)
.
Sie nannten folgende, hier gekürzt aufgeführte
Diagnosen mit Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 4 Ziff. 4.2.1)
:
-
Peripher-vestibulärer Schwindel bei Untererregbarkeit des
Labyrinth
organes
rechts
-
chronischer Kopfschmerz vom Spannungstyp unklarer Genese
Belastet sei
die Beschwerdeführerin
durch die ätiologisch teils noch unklare Rumpfunsicherheit und die Schwindelzustände. Insofern entfielen Tätigkeiten mit dem Überwinden von Höhendifferenzen und ungünstigen Körperpositionen mit labilem Gleichgewicht.
Dies wirke
sich in der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft einschränkend aus. Sodann bestünden
chronische
Kopfschmer
zen mit schwankenden, leichten neurokognitiven Einschränkungen. Dadurch komme es zu vermehrtem Pausenbedarf, langsameren und ineffizienteren Arbeitsweisen und dadurch zu Leistungsminderungen. Aus orthopäd
ischer
Sicht ergäben sich keine funktionellen Einschränkungen
(S. 5 Ziff. 4.3)
. In bisheriger Tätigkeit als Reinigungskraft
beziehungsweise
Hauswartin
bestehe polydiszipli
när (richtig:
bidisziplinär
) eine A
rbeitsfähigkeit
von 60
%
(S. 5 Ziff. 4.7)
. In angepasster, näher umschriebener Tätigkeit bestehe poly-disziplinär (richtig:
bidisziplinär
) eine
Arbeitsfähigkeit
von 80
%, vorwiegend aufgrund der chron
i
schen
Kopfschmerzen.
Die z
eitliche Präsenz
sei dabei erhalten, doch
bestehe eine
Leistungsminderung von 20
%
(S. 6 Ziff. 4.8)
.
Die Arbeitsfähigkeit liesse sich aus neurologischer Sicht partiell steigern.
Eine Besserung des Dauerschwindels mit Rumpfunsicherheit dürfte nicht möglich sein, da die Schädigung der Innenohrfunktion nachgewiesen sei und schon länger zurückliege. Allenfalls liessen sich die Schwindelattacken noch verbessern. Sollten sich doch Hinweise für einen verbliebenen peripheren Lageschwindel zeigen, könne durch Lageschwindelübungen eine Remission erzielt werden. Eine Besserung hinsichtlich der Kopfschmerzsymptomatik sei möglich, sodass die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bei gutem Therapieerfolg sogar norma
lisiert werden könne. Hier sollten die fachspezifischen neurologischen Therapie
massnahmen stattfinden. Aufgrund der Gesamtsituation sei davon auszugehen, dass auch ein psychosomatischer Hintergrund bestehe, weshalb auch schmerz
psychologische Therapiemassnahmen stattfinden sollten. Eine stationäre Therapie hätte Vorteile. Allerdin
g
s sei die Diagnostik noch nicht gänzlich abgeschlossen. Orthopädisch seien momentan keine medizinischen Massnahmen angebracht (S. 6 Ziff. 4.10).
Der neurologische Gutachter gab in seiner Herleitung der Diagnosen u
nter anderem
an,
bei der Beschwerdeführerin sei es nach einem operativen Eingriff an der LWS zu Schwindel und Kopfschmerzen gekommen, die seither persistierten.
Nach den im April 2014 berichteten Symptomen könne es sich um eine Sympto
matik einer
Neuronitis
vestibularis
gehandelt haben, auch weil eine zentral
nervöse Schädigung des Hirnstamms und Kleinhirns durch ein Schädel-MRI ausgeschlossen werden habe können. Auch klinisch-neurologisch fänden sich keine Hinweise für eine zentraln
er
vöse Gleichgewichtschädigung. Dagegen habe
ORL-ärztlich eine Untererregbarkeit des rechten
La
b
yrinthorgans
nachgewiesen werden können. Diese sei klinisch nicht
kompensiert
. Nicht zu diesem Bild gehö
rig seien die berichteten rezidivierenden tagelangen
Drehschwindelattacken mit vegetativen, fraglich auch
cochleären
Beglei
t
symptomen. Diese seien noch unklar. Inwieweit noch ein bereits vermuteter peripherer Lageschwindel links bestehe sei nicht ganz klar. Ein probatorisches Lageschwindeltraining sollte durchgeführt werden, da
dieses
diagnostische
Sicherheit
gebe und
therapeutisch
wirksam sei. D
ie Ursache für die berichteten Dauerkopfschmerzen dürfte multi
kausal sein. Der von schmerztherapeutischer Seite zunächst vermutete vorwie
gende Schmerzgenerator HWS beziehungsweise Kopf werde aufgrund der nicht wirksamen lokalen Behandlungen an verschiedenen Lokalisationen zunehmend unwahrscheinlich.
Bei der Beschwerdeführerin sei nun auch an einen psycho
somatischen Hintergrund zu denken, so dass auch eine entsprechende Therapie mit trizyklischen Antidepressiva und schmerzpsychologischen Therapien zu empfehlen sei. Hinweise für eine intrakranielle Erkrankung lägen nach dem MRI Neurocranium, letztmalig vom 1
7.
August 2018, nicht vor.
Auffällig seien dabei
Hämosiderinablagerungen
in der Corona
radiata
links
gewesen
, die im Zeitverlauf sogar zugenommen hätte
n
, wobei weitere Abklärungen zu empfehlen seien.
Zu denken sei auch an das extrem seltene Krankheitsbild einer zerebralen
Hämoside
rose
,
d
as
sich auch durch kognitive Leistungseinschränkungen auszeichne. Es sollte diagnostisch weiter untersucht werden, obwohl eine überwiegend wahr
scheinliche Diagnose noch nicht möglich sei, insbesondere lägen keine Hinweise für überdauernde neurokognitive Defizite vor. Die berichtete Minderung der konzentrativen Dauerbelastbarkeit sei Epiphänomen der chronischen Schmerzen.
Nach aktuellem Befund und zudem stark schwankender Auspr
ägung
bestehe k
ein Hinweis für
eine
hirnsubstantielle Ursache
(S. 15 Ziff. 6.1)
.
Die Beschwerdeführerin habe keine abgeschlossene Berufsausbildung. Sie habe bis
zur
Geburt der Tochter viele Jahre in administrativen Tätigkeiten gearbeitet.
Nach einer Zeit als Mutter und Hausfrau, in der sie nebenberuflich als Hauswart
in
gearbeitet habe, habe sie die Berufstätigkeit im Bereich Reinigung angenommen (S. 16 Ziff. 7.1).
3.
7
Dr.
med.
H.___
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, RAD, führte mit
Stellungnahme 29.
August
2020 (Urk.
6/25/4-5)
aus,
es bestehe eine
40%ige
Arbeitsunfähigkeit
als Reinigungskraft/Abwart spätestens ab Datum der Begutachtung am 30.
Juni 20
20 und
eine
80%ige
Arbeitsfähigkeit
angepasst spätestens ab Datum der Begutachtung vom 30.
Juni 20
20
(S. 2)
.
Dr.
H.___
führte mit
Stellungnahme
vom 2. September 2020 (
Urk.
6/25/6)
aus, ü
berwiegend wahrscheinlich sollte ab April 2014 von einer Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
von mind
estens
40
% ausgegangen werden.
3.
8
Dr.
med.
I.___
,
Facharzt für
Rheumatologie
, führte mit
Überweisungs
bericht
vom 3. Dezember
2020 (Urk.
6/29
=
Urk.
6/30/7 =
Urk.
6/33
)
zuhanden der
Neurologin
Dr.
med.
J.___
aus, es bestünden e
ntzündliche
Arthralgien
der PIP-Gelenke, Handgelenke beidseits, Ellenbogen und Schultergelenke beidseits mit plötzlichem Beginn
, anamnestisch seit 2018 bestehend. Aktuell sei
die Beschwerdeführerin aus rheumatologischer
Sicht klinisch und sonographisch in Remission unter Steroidtherapie.
Die Beschwerdeführerin
berichte zusätzlich über rechtsseitige einschiessende Gesichtsschmerzen
. E
ine neurologische Stand
ortbestimmung, bevor weitere Therapieversuche unternommen würden,
werde als
sinnvoll
erachtet
(S. 1)
.
3.
9
Die Ärzte
des Universitätsspitals D.___
, I
nterdisziplinäres Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen,
nannten mit
Bericht
vom
9. Februar 2021
(Urk.
6/44/1-5)
folgende Diagnosen (S. 1 f.):
-
Schwankschwindel und Gangunsicherheit, EM 2014
-
Verdacht auf stattgehabten Lagerungsschwindel, EM 2014
-
chronische Kopfschmerzen von Spannungstyp, EM 2014
-
cerviko-spondylogenes
Schmerzsyndrom mit Kopfschmerzen
-
intraselläre
Raumforderung, ED Juni 2015
-
Status nach akutem Leberversagen am 2
2.
Juli 2014
-
Lytische
Spondylolisthese
L5/S1 Meyerding Grad I
-
rezidivierende Urtikaria unklarer Ätiologie
Die Beschwerdeführerin sei auf ihren Wunsch hin durch den Hausarzt
zur neuro
logischen Zweitmeinung
zugewiese
n worden (S. 2).
Es
hätten
sich
insbesondere
im Zusammenhang mit Schwankschwindel
ein
angedeuteter Kopfschüttelnystag
mus nach links
,
ein
geotroper Nystagmus bei Lageänderung des Kopfes nach links im Liegen
und ein leicht unsicheres
Gangbild mit Hinweisen auf eine visuelle Dominanz
(S. 1 Ziff. 1, S. 4
Mitte
) und im Zusammenhang mit chronischen Kopf
schmerzen eine
Kopfschiefhaltung nach links,
eine
eingeschränkte aktive und passive Rotation des Kopfes nach links, druckschmerzhafte Myogelosen der paravertebralen Muskulatur an der oberen HWS
und
Kopfschmerzauslösung
gezeigt
(S. 1 f. Ziff. 3
, S. 4 Mitte
).
Die Ärzte
des Universitätsspitals D.___
, Interdisziplinäres Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen,
berichteten am 22. März 2021
(Urk.
6/44/6-9)
über eine gleichen
tags erfolgte Kontrolle der Beschwerdeführerin und
nannten folgende Diagnosen (S. 1 f.):
-
rezidivierender Lagerungsschwindel
-
Schwankschwindel und Gangunsicherheit
-
cerviko-spondylogenes
Schmerzsyndrom mit chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp
-
Lytische
Spondylolisthese
L5/S1 Meyerding Grad I
-
intraselläre
Raumforderung
-
zerebrale
Hämosiderose
unklarer Genese
Sie
führten aus, es bestehe
im
Vergleich zur letzten Kontrolle Anfang Februar 2021
ein
im Wesentlichen
u
nverändertes Beschwerdebild. Zuletzt sei eine apparative vestibuläre Diagnostik erfolgt, in der sich ausser einer vestibulären Unterfunktion rechts (unverändert zur Abklärung 2016 bei Dr.
Z.___
) keine weiteren Auffälligkeiten gezeigt hätten
(S. 3).
3.
10
Die Ärzte
des Universitätsspitals D.___
,
Klinik für Neurologie,
berichteten am 26. April 2021
(Urk.
6/44/10-14)
über eine
gleichentags erfolgte erstmalige
Kopfwehsprech
stunde
und nannten folgende Diagnosen (S. 1 f.):
-
chronische Kopfschmerzen mit Verdacht auf Kopfschmerz zurückzu
führen auf einen
Liquorunterdruck
, EM 2014
-
rezidivierender Lagerungsschwindel
-
Schwankschwindel und Gangunsicherheit
-
Lytische
Spondylolisthese
L5/S1 Meyerding Grad I
-
intraselläre
Raumforderung
-
zerebrale
Hämosiderose
unklarer Genese
Die Beschwerdeführerin sei über die Kollegen der Schwindelsprechstunde zuge
wiesen worden.
Trotz negativer MRI Bildgebungen der Wirbelsäule ohne Nachweis eines
Liquorlecks
werde von einem chronischen Kopfschmerz aufgrund eines
Liquorunterdrucksyndroms
ausgegangen. In der
MRI
des
Gehirn
s
sei diesbezüglich eine diskrete Kontrastmittelaufnahme der Dura ersichtlich, was mit der Diagnose gut vereinbar
wäre
(S. 4 unten).
3.
11
Die Ärzte
des Universitätsspitals D.___
,
Klinik für
Konsiliarpsychiatrie
und Psychosomatik,
berichteten am
2.
Juli 2021
(Urk.
6/47)
über ein
Erstgespräch
im Rahmen einer
Sprechstunde für Schwindel
vom 4.
Mai 2021
und
ein
Telefongespräch vom 18.
Mai 20
2
1.
Als Diagnose nannten sie eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Eine
Paniksymptomatik sei inzwischen abgeklungen.
Die d
epressive Symptomatik
(Traurigkeit, Schuldgefühle, verminderter Antrieb) stehe weiterhin im Vorder
grund.
Zum psychischen Status
hielten sie unter anderem Folgendes fest:
existenzielle Ängste, Zukunftsängste, affektarm, Schuldgefühle, innere Unruhe, Interessen- und Freudenverlust, antriebsarm, sozialer Rückzug
(S. 1).
Empfohlen
werde eine
ambulante Psychotherapie
. Zudem werde der
Einsatz angstmindern
der
/antidepressiver
Psychopharmaka
empfohlen
,
was
derzeit von
der Beschwer
deführerin
nicht gewünscht
sei
.
Zudem könnten nicht-medikamentöse Strategien zusätzlich hilfreich sein, wie zum Beispiel r
egelmässige Ausdauersportarten, Schlafhygiene
und
Entspannungsübungen
(S. 2)
.
3.
12
Dr.
H.___
,
RAD
,
führte mit
Stellungnahme
vom 11. Juni
2021 (
Urk.
6/58/
3-4)
aus,
d
ie im
Schreiben (vgl.
Einwand vom
8.
Januar 2021
[
Urk.
6/34
])
als neu erwähnten Diagnosen
(anamnestisch entzündliche Arthralgien mit plötzlichem Beginn 2018, Steroid
d
auertherapie,
s
teoridinduzierte
Osteoporose)
stellten Behandlungsdiagnosen dar. Es könne dafür aber keine dauerhafte signifikante körperliche Funktionseinschränkung abgeleitet werden. In den Berichten
des Universitätsspitals D.___
werde von objektiv völlig kraftvollen muskuloskelettalen Befunden berichtet. Auch
Dr.
I.___
habe
über
klinisch und
sonografisch
unter Therapie remittierte rheumatologische Befunde berichtet.
Betreffend Teilgutachten Neurologie lägen keine Hinweise für überdauernde neurokognitive Defizite vor. Die berichtete Minderung der konzentrativen Dauerbelastbarkeit sei Epiphänomen der chro
nischen Schmerzen. Nach aktuellem Befund und zudem stark schwankender Ausprägung habe auch kein Hinweis auf eine hirnsubstantielle Ursache bestan
den. Damit sei für die Gutachter keine zwingende Indikation für eine zusätzliche neuropsychologische Abklärung gegeben gewesen. Die relevanten Beschwerden seien fachgerecht beurteilt worden.
Es sei k
eine zusätzliche Beurteilung
durch den
Anästhesiologen erforderlich.
Es werde an den letzten R
AD-Stellungnahmen
festgehalten (S. 2).
3.
13
Die Ärzte
des Universitätsspitals D.___
, Klinik für Neurologie, berichteten am 6.
Juli 2021 (
Urk.
6/52/5-8 =
Urk.
6/53/1-4)
über eine gleichentags erfolgte
Schmerzsprech
stunde
und nannten
dieselben
Diagnosen
(S.
1 f.)
wie in ihrem letzten Bericht (vgl. vorstehend E. 3.10).
Sie führten aus, k
linisch-neurologisch bestünden weiterhin keine Defizite
(S. 4).
Die Ärzte
des Universitätsspitals D.___
, Klinik für Neurologie, berichteten am 4. November 2021
(Urk. 6/52/9-12 = Urk. 6/53/5-8)
über eine gleichentags erfolgte Schmerzsprech
stunde und
nannten als neue Diagnose Gesichtsschmerzen unklarer Genese (S. 1). Sie
führten aus, die
Verlaufskontrolle sei bei Kopfschmerzen unklarer Genese seit mehreren Jahren erfolgt. Anamnestisch berichte
die Beschwerdeführerin
von einem weitgehend unveränderten Verlauf der Beschwerden. In der klinischen Untersuchung habe sich nach wie vor kein fokal-neurologisches Defizit gezeigt. Auch im Labor hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt.
Ein k
ürzlich durch
geführter Blood Patch habe eine allenfalls leichte Verbesserung der Kopfschmer
zen erbracht
(S.
4).
3.
14
Die Ärzte
des Universitätsspitals D.___
,
Institut für Anästhesiologie
, berichteten am 6. Dezember
2021 (Urk.
6/52/13-16 =
Urk.
6/53/9-12)
über eine gleichentags erfolgte Erstkonsulta
tion und nannten folgende
Schmerzd
iagnosen
(S. 1):
-
chronische sekundäre muskuloskelettale Schmerzen
-
l
ytische
Spondylolisthese
L5/S1 Meyerding Grad I
Die Beschwerdeführerin sei zur Beurteilung einer möglichen Infusionstherapie zugewiesen worden.
Diesbezüglich sei Zurückhaltung angebracht
(S. 2)
.
3.
15
Dr.
H.___
führte mit
Stellungnahme
vom
23.
Februar
2022 (Urk.
6/58/5-6)
aus, a
nhand der eingereichten Unterlagen seien keine neuen dauerhaft
für die Arbeitsunfähigkeit
relevanten med
izinischen
Erkenntnisse abzuleiten. Bezüglich der geltend gemachten Zusammenhänge chron
ischer
Kopfschmerzen mit zerebraler
Hämosiderose
und
der
Verdachtsdiagnose auf ein
Liquorunterdruck
syndrom
sei anzumerken, dass dazu erfolgte Abklärungen blande Ergebnisse geliefert hätten.
Weitere diagnostische Abklärungen zur zerebralen
Hämosiderose
brauchten gemäss
Universitätsspital D.___
dort nicht mehr stattzufinden und seien auch von der Beschwerdeführerin selbst abgesagt worden. Es werde daher empfohlen, an der Stellungnahme
vom 11.
Juni 2021 festzuhalten. Weitere Abklärungen seien nicht nötig (S. 2).
4.
4.1
Zur Beurteilung des Gesundheitszustands de
r
Beschwerdeführer
in
stellte die Beschwerdegegnerin
im Wesentlichen auf das
Gutachten der
Y.___ AG
vom 5.
August 2020
(vorstehend E. 3.6) ab.
Dieses umfasst die Fachrichtungen
Ortho
pädie und Neurologie
. Die Gutachter
verfügen über den entsprechenden Facharzttitel beziehungsweise die erforderliche Fachausbildung und waren somit in ihren Fachgebieten zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits
fähigkeit de
r
Beschwerdeführer
in
befähigt
.
Die Gutachter berücksichtigten sodann die geklagten Beschwerden und das Verhalten d
er
Beschwerdeführer
in
und erstellten ihr jeweiliges Teilgutachten in Kenntnis der
Vorakten
. Sowohl die gestellten Diagnosen als auch die Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit werden im Gutachten ausführlich begründet und sind nachvollziehbar. Damit erfüllt das Gutachten die bundesgerichtlichen Anforderungen an ein medizinisches Gutach
ten (vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abzustellen ist.
4.2
Die Beschwerdeführerin
brachte gegen das Gutachten im Wesentlichen vor, dass
darauf
zufolge Unvollständigkeit und fehlender Schlüssigkeit nicht abgestellt werden
könne
.
Da
sowohl die
vom Neurologen der
Y.___ AG
als
notwendig
erachtet
e
n
diagnostische
n
Abklärungen als auch
eine
neuropsychologische Untersuchung unterlassen worden seien
,
beruhe das Gutachten auf unvollstän
digen Untersuchungen
(vorstehend E. 2.2)
.
Zwar hielt der neurologische Gutach
ter fest, a
uffällig seien
Hämosiderinablagerungen
in der Corona
radiata
links gewesen, die im Zeitverlauf sogar zugenommen hätte
n
, wobei weitere Abklärun
gen zu empfehlen seien
(vorstehend E. 3.6)
.
Gleichzeitig hielt dieser aber auch fest,
insbesondere lägen keine Hinweise für überdauernde neurokognitive Defizite vor. Die berichtete Minderung der konzentrativen Dauerbelastbarkeit sei Epiphä
nomen der chronischen Schmerzen. Nach aktuellem Befund und zudem stark schwankender Auspr
ägung
bestehe kein Hinweis für eine hirnsubstantielle Ursache
. Mit RAD-Arzt
Dr.
H.___
(vorstehend E. 3.12) ist deshalb überwie
gend wahrscheinlich davon auszugehen, dass
für die Gutachter keine zwingende Indikation für eine zusätzliche neuropsychologische Abklärung gegeben
war
. Die relevanten Beschwerden
sind
fachgerecht beurteilt worden.
Die
Beschwerdeführerin
macht weiter
geltend, im Gutachte
n
sei keine Auseinan
dersetzung mit der Beurteilung
durch die
Anästhesiologen erfolgt
(vorstehend E. 2.2).
Dr.
C.___
führte
im Jahr 2018 aus, w
ahrscheinlich sei es im Rahmen der Operation der LWS im April 2014 beim Umlagern zu einer Mobilisation der HWS in Narkose gekommen, wodurch wahrscheinlich die Facettengelenke der oberen HWS gereizt worden seien. In der Folge dürften dann Muskelverspannungen aufgetreten sein, die ihrerseits wahrscheinlich zu einer Neuritis und damit zu den Kopfschmerzen geführt hätten
. Diese hätten sich chronifiziert im Sinne von chronisch neuropathischen Schmerzen mit Ausweitung in das Trigeminusgebiet und zu Trigeminusneuralgien
(vorstehend E. 3.3). Zu diesen - im Übrigen hypo
thetisch formulierten - Ausführungen hielt der neurologische Gutachter fest, der von schmerztherapeutischer Seite zunächst vermutete vorwiegende Schmerz
generator HWS beziehungsweise Kopf werde aufgrund der nicht wirksamen lokalen Behandlungen an verschiedenen Lokalisationen zunehmend unwahr
scheinlich (vorstehend E. 3.6).
Im Übrigen gehen auch aus den
nach der Begut
achtung erstatteten Berichten keine Erkenntnisse hervor, welche eine Abweichung von den Schlussfolgerungen des neurologischen Gutachters recht
fertigen würden, was von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht wurde.
Die Beschwerdeführerin machte zudem geltend,
leistungseinschränkende Auswir
kungen der rheumatologischen Beschwerden zufolge der entzündlichen Arthral
gien an allen oberen Extremitäten seien unbeachtet geblieben
(vorstehend E. 2.2). Dazu hielt RAD-Arzt
Dr.
H.___
nachvollziehbar fest,
diese
stellten Behand
lungsdiagnosen dar. Es könne dafür aber keine dauerhafte signifikante körper
liche Funktionseinschränkung abgeleitet werden. In den Berichten
des Universitätsspitals D.___
werde von objektiv völlig kraftvollen muskuloskelettalen Befunden berichtet. Auch
Dr.
I.___
habe über klinisch und
sonografisch
unter Therapie remittierte rheuma
tologische Befunde berichtet
(vorstehend E. 3.12)
.
Der Bericht von Dr.
I.___
gibt somit keinen Anlass, von der nachvollziehbaren Einschätzung der Gutachter der
Y.___ AG
abzuweichen.
Im Übrigen
ist darauf hinzuweisen, dass
ke
ine von den Gutachtern abweichende Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
vorliegt
.
Kein einziger behandelnder Arzt attestierte der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit.
Massgebend ist
aber
die medizi
nisch begründete und nachvollziehbare Einschätzung der Arbeitsfähigkeit.
4.3
In psychischer Hinsicht machte die Beschwerdeführerin geltend, bei der Beurtei
lung
durch die Ärzte
der
Y.___ AG
seien
die leistungseinschränkenden Auswirkungen des psychischen Leidens der fachärztlich diagnostizierten mittel
gradigen Depression
vollständig unbeachtet geblieben
.
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass das Gutachten der
Y.___ AG
vo
m
August 2020 stammt, und erst im Juli 2021 von den Ärzten
des Universitätsspitals D.___
, Klinik für
Konsiliarpsychiatrie
und Psychosomatik, erstmals eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden ist (vgl. vorstehend E. 3.11).
Im
Mai 2021 hatte die Beschwerdeführerin erstmals Kontakt mit
Ärzte
n der
Klinik für
Konsiliarpsychiatrie
und Psychosomatik
des Universitätsspitals D.___
. Obschon diese behandeln
den Ärzte eine
ambulante Psychotherapie
empfohlen hatten
(vgl. vorstehend E. 3.11), wurde eine entsprechende Therapie bisher gemäss Aktenlage nicht aufgenommen.
Soweit
sich
damit
Hinweise auf psychische Beschwerden ergeben
, erübrigen sich mangels Behandlungsbedürftigkeit und fehlender attestierter
Arbeitsunfähigkeit
jedenfalls Weiterungen hierzu.
4.
4
Zusammenfassend bestehen somit keine Zweifel an der Einschätzung der Arbeits
fähigkeit im Gutachten der
Y.___ AG
. In der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft/
Hauswartin
besteht
überwiegend wahrscheinlich
seit April 2014 eine
6
0%ige Arbeitsfähigkeit
und
in
angepasste
n
Tätigkeiten eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
.
5.
5.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Einschrän
kungen mittels Einkommensvergleich
s
.
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mensvergleichs gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invaliden
einkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozent
vergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes
gerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück
sichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte,
kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom
Bundesamt
für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invaliden
versicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art. 28a). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwen
den (BGE 143 V 295 E. 4.1.3).
Die Beschwerdeführerin gab
bei
der Begutachtung an,
eine Ausbildung zur Bäckerin/Konditorin mit begleitendem Besuch der Berufsschule begonnen, aber nicht abgeschlossen zu haben. Nach einigen Gelegenheitsjobs habe sie bis zur Geburt ihrer Tochter im Jahr 1996
10 Jahre als Büroangestellte bei einer Bank im vollen Pensum gearbeitet
.
Danach sei sie bis etwa im Jahr 2000 zu Hause gewesen und habe sich um das Kind und den Haushalt gekümmert. Nebenberuflich sei sie zusammen mit ihrem Ehemann als
Hauswart
in
tätig gewesen. 2000 bis 2014 sei sie zusätzlich in der Ferienreinigung einer Schule und in einem Privathaushalt tätig gewesen. Nach der Operation der LWS beziehungsweise nach Auftreten der Beschwerden habe sie nicht mehr gearbeitet
(Urk. 6/22 S. 12 Ziff. 3.2.
5-3.2.
6
; vgl. auch den in den Akten liegenden unvollständigen Lebenslauf in
Urk.
6/8, die Arbeitszeugnisse in
Urk.
6/9 sowie den Auszug aus dem individuellen Konto in
Urk.
6/5
)
.
Mit Verweis auf die nachvollziehbaren Ausführungen der Beschwerde
gegnerin,
insbesonder
e
wonach die Tätigkeit im Bankwesen im Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens 17 Jahre zurücklag (vgl. Urk. 5 S. 2 Ziff. 2),
ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die
Beschwerde
führerin
die Tätigkeit
bei der Bank
unabhängig vom Eintritt der
gesundheitlichen Beschwerden
nicht mehr ausgeübt hätte
.
Folglich ist zur Ermittlung des
Validen
einkommens
auf das von Frauen für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art durchschnittlich erzielte Einkommen (Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018, TA1_triage_skill_level, Total Frauen, Kompetenzniveau 1) abzustel
len.
5.3
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1).
Die Beschwerdeführerin ist unter Berücksichtigung ihres Belastungsprofils
zu
80
% arbeitsfähig und ging im Beschwerdezeitpunkt keiner Erwerbstätigkeit nach
.
Folglich sind zur Ermittlung des Invalideneinkommens ebenfalls Tabellen
löhne gemäss LSE heranzuziehen
,
nämlich die gleichen Durchschnittslöhne für Frauen für einfache Tätigkeiten wie für die Ermittlung des
Valideneinkommens
.
5.4
Damit ist
vorliegend für die Ermittlung des
Valideneinkommens
und des Invali
deneinkommens der identische Tabellenlohn massgebend
. Der Invaliditätsgrad entspricht demnach dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 5.1).
Selbst wenn vorliegend ein Leidensabzug von
1
5
%
(vorstehend E. 2.2)
gewährt werden würde,
wofür mit der Beschwerdegegnerin kein Raum besteht (
Urk.
5 S. 3
Ziff.
3),
resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad
. Bei einem
Validen
einkommen
von Fr. 54'954.60
(vgl.
den Einkommensvergleich in
Urk. 6/24)
abzüglich eine
s
Invalideneinkommen
s
von Fr. 37'369.15 (0.85 x Fr. 43'963.70) resultierte eine Erwerbseinbusse von Fr. 17'585.
45
und damit ein hypothetischer
und
ebenfalls nicht anspruchsbegründender
Invaliditätsgrad von rund 32 % (Fr. 17'585.
4
5 x 100 /
Fr.
54'954.60).
5.5
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzu
erlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Reto
Zanotelli
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
Grieder-MartensKeller