# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a53a726b-5bf5-553b-bc3f-5d044e784b41
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.09.2020 SB200017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200017_2020-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB200017-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

lic. iur. C. Maira sowie der Gerichtsschreiber MLaw L. Zanetti 

 

 
Urteil vom 29. September 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,   
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. S. Burkhard, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Diebstahl etc. und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster vom 22. August 2019  
(DG190013)  

- 2 - 

Anklage: 
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 8. Mai 2019 ist 

diesem Urteil beigeheftet (D1 Urk. 11). 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 39 S. 31 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig  

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB; 

− des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB; 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB; 

− der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im 

Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG; 

− des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG; 

− des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von 

Art. 97 Abs. 1 lit. a und g SVG; 

− des vorsätzlichen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. 

a SVG; 

− der fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 

SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG. 

2. Die mit Entscheid des Amts für Justizvollzug vom 14. August 2017 unter Ansetzung 

einer Probezeit von 1 Jahr angeordnete bedingte Entlassung des Beschuldigten 

aus dem Strafvollzug wird widerrufen und es wird der Vollzug der Reststrafe von 

101 Tagen angeordnet. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe von 101 Tagen gemäss 

Dispositivziffer 2 bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, wovon 

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bis und mit heute 417 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Straf- und 

Massnahmenvollzug erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 500.–. 

4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 

StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.  

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der stationären Massnahme aufge-

schoben. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.  

7. Auf eine Landesverweisung wird gestützt auf Art. 66a Abs. 2 StGB verzichtet. 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 16. Juli 2018 be-

schlagnahmten Fr. 50.– werden eingezogen und zur teilweisen Deckung der Ver-

fahrenskosten verwendet. 

9. Die unter der Referenznummer K180702-065 / 73105529 sichergestellten und 

beim Forensischen Institut Zürich lagernden Spuren und Spurenträger (Asservaten-

Nummern A011'622'814, A011'624'694, A011'624'785, A011'624'821, 

A011'624'876, A011'624'887, A011'624'901, A011'625'006, A011'625'039, 

A011'625'120, A011'625'197 und A011'630'470) werden eingezogen und dem 

Forensischen Institut Zürich nach Eintritt der Rechtskraft zur Vernichtung überlas-

sen. 

10. Die Privatklägerinnen 1 (B._____) und 2 (C._____ GmbH) werden mit ihren Scha-

denersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die 

Entscheidgebühr um einen Drittel.  

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12. Die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 13'821.50 Auslagen Untersuchung (Gutachten) 

Fr. 630.– Auslagen Kantonspolizei Zürich  

Fr. 2'100.– Gebühr gemäss § 4 Abs. 1 lit. d GebV StrV 

13. Die Entscheidgebühr und die weiteren Kosten werden unter Berücksichtigung der 

zur Deckung verwendeten Barschaft von Fr. 50.– gemäss Dispositivziffer 8 dem 

Beschuldigten auferlegt. 

14. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger 

des Beschuldigten mit Fr. 10'530.– (Barauslagen und Mehrwertsteuer inbegriffen) 

aus der Gerichtskasse entschädigt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO.  

15. (Mitteilungen) 

16. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 5) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 53 S. 2 f.) 

1.   Ziff. 1 des Urteils der Vorinstanz sei betreffend Dossier Nr. 3 aufzu-

heben. Der Beschuldigte sei diesbezüglich des versuchten Diebstahls 

gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu 

sprechen, von einer diesbezüglichen Bestrafung sei jedoch abzusehen. 

Auf die Anklagepunkte der Sachbeschädigung nach Art. 144 StGB und 

des Hausfriedensbruchs nach Art. 186 StGB sei in Dossier Nr. 3 nicht 

einzutreten. 

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2.   Ziff. 3 des Urteils der Vorinstanz sei aufzuheben und der Beschuldigte 

sei – unter Einbezug des Strafrestes von 101 Tagen aus der bedingten 

Entlassung vom 14. August 2017 – mit einer Freiheitsstrafe von 

14 Monaten als Gesamtstrafe und einer Busse von Fr. 300.– zu bestra-

fen. 

3.   Ziff. 6 des Urteils der Vorinstanz sei aufzuheben und die Ersatzfreiheits-

strafe auf 3 Tage anzusetzen. 

4.   Die Kosten des Verfahrens und der amtlichen Verteidigung seien auf die 

Staatskasse zu nehmen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 46) 

 keine Anträge 

Erwägungen: 

I. Prozessuales     

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks 

Vermeidung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 39 S. 3 f.). 

1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 22. August 2019 wurde der 

Beschuldigte A._____ gemäss dem eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositiv 

schuldig gesprochen und bestraft. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit 

Eingabe vom 23. August 2019 innert Frist Berufung anmelden (Urk. 34). Das be-

gründete Urteil wurde dem Beschuldigten in der Folge am 7. Januar 2020 zuge-

stellt (Urk. 38), woraufhin seine amtliche Verteidigung mit Eingabe vom 

27. Januar 2020 fristgerecht beim hiesigen Gericht die Berufungserklärung ein-

reichte (Urk. 42).  

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1.3. Mit Präsidialverfügung vom 29. Januar 2020 wurde der Staatsanwaltschaft 

und den Privatklägerinnen Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären, 

oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Die Staatsan-

waltschaft verzichtete mit Eingabe vom 31. Januar 2020 auf das Erheben einer 

Anschlussberufung (Urk. 46). Die Privatklägerinnen liessen sich nicht vernehmen. 

1.4. Mit Eingabe vom 20. März 2020 beantragte die amtliche Verteidigung des 

Beschuldigten die Durchführung des schriftlichen Verfahrens (Urk. 48), womit sich 

die Staatsanwaltschaft in der Folge einverstanden erklärte (Urk. 50).  

1.5. Mit Präsidialverfügung vom 24. März 2020 wurde die Durchführung des 

schriftlichen Berufungsverfahren angeordnet sowie dem Beschuldigten Frist an-

gesetzt, um seine Berufungsanträge zu stellen und zu begründen sowie letztmals 

eigene Beweisanträge zu stellen (Urk. 51). Mit Eingabe vom 14. April 2020 liess 

der Beschuldigte die Berufungsbegründung einreichen (Urk. 53). Der Staatsan-

waltschaft sowie den Privatklägern wurde sodann mit Präsidialverfügung vom 

16. April 2020 Frist zur Einreichung der Berufungsantwort gesetzt. Gleichzeitig 

wurde der Vorinstanz Gelegenheit zur freigestellten Vernehmlassung gegeben 

(Urk. 55). Weder die Staatsanwaltschaft noch die Privatkläger liessen sich innert 

Frist vernehmen. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung zur 

Berufungsbegründung (Urk. 57). 

1.6. Der Schriftenwechsel ist durchgeführt. Das Verfahren ist spruchreif. 

2. Umfang der Berufung 

2.1. In ihrer Berufungsbegründung vom 14. April 2020 beschränkte die Vertei-

digung die Berufung auf den Schuldpunkt und die Bestrafung betreffend Dossier 

Nr. 3 (Dispositiv-Ziffer 1 Lemma 2, 3 und 4), die Strafzumessung (Dispositiv-

Ziffer  3) und die Ersatzfreiheitsstrafe (Dispositiv-Ziffer 6). 

2.2. Dementsprechend ist das vorinstanzliche Urteil in den Dispositiv-Ziffern 1 

Lemma 1 und 5-9 (Schuldpunkt), 2 (Widerruf bedingte Entlassung), 4 (Anordnung 

stationäre Massnahme), 5 (Strafvollzug), 7 (Verzicht Anordnung Landesverwei-

sung), 8 und 9 (Entscheid Beschlagnahmungen), 10 (Entscheid Zivilforderungen), 

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11 bis 14 (Kostendispositiv) nicht angefochten und damit in Rechtskraft 

erwachsen, was vorab mittels Beschluss festzustellen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

2.3. Im übrigen Umfang – für den nicht in Rechtskraft erwachsenen und ange-

fochtenen Teil des Urteils – steht das vorinstanzliche Urteil zwecks Überprüfung 

unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes (Verbot der reformatio in peius) 

zur Disposition (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

3. Strafantrag 

3.1. Die amtliche Verteidigung beantragt, auf die Anklagepunkte der Sachbe-

schädigung nach Art. 144 StGB und des Hausfriedensbruchs nach Art. 186 StGB 

betreffend Dossier Nr. 3 sei nicht einzutreten. Bei diesen Tatbeständen handle es 

sich um Antragsdelikte. Die Geschädigte habe aktenkundig ausdrücklich auf das 

Stellen der entsprechenden Strafanträge verzichtet. Zwar habe sich die Desin-

teresseerklärung der Geschädigten vom 5. August 2019 explizit nur auf das Delikt 

des versuchten Diebstahls bezogen, dies indes aus dem einfachen Grund, weil 

nur dieses Delikt ein Offizialdelikt sei und auf das Stellen eines Strafantrags für 

die übrigen Delikte bereits am Anfang der Untersuchung ausdrücklich verzichtet 

worden sei. In den Akten befänden sich diesbezüglich zwei Dokumente: Das 

Formular "Stellen Strafantrag", welches nur vom polizeilichen Sachbearbeiter un-

terzeichnet worden sei, nicht aber von der Geschädigten, sowie das Formular 

"Verzicht Strafantrag", welches von der Geschädigten unterzeichnet worden sei. 

Entsprechend seien unzweifelhaft keine Strafanträge betreffend Sachbeschädi-

gung und Hausfriedensbruch in Dossier Nr. 3 gestellt worden, weshalb die 

Vorinstanz auf diese Anklagepunkte nicht hätte eintreten dürfen (Urk. 53 S. 3 f.). 

3.2. Im Polizeirapport der Kantonspolizei Zürich vom 2. Juli 2018 wurde zwar 

vermerkt, dass die Geschädigte "Stiftung D._____" betreffend Sachbeschädigung 

Strafantrag gestellt habe (Urk. 3/1 S. 4). Indes befindet sich in den Akten nur ein 

Strafantragsformular, bei welchem der massgebende Abschnitt Strafantrag betref-

fend Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 2. Juli 2018 lediglich vom 

Polizeibeamten ausgefüllt und unterzeichnet worden war (Urk. 3/4). Aus dem vom 

juristischen Vertreter der Geschädigten unterschriebenen Formular betreffend 

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Verzicht auf einen Strafantrag vom 23. Juli 2018 geht sodann explizit hervor, dass 

auf einen Strafantrag betreffend Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch be-

treffend Dossier 3 verzichtet wurde (Urk. 3/4 Rückseite). Dies wurde schliesslich 

auch im Polizeirapport der Kantonspolizei vom 13. August 2018 so bestätigt 

(Urk. 3/2 S. 2). 

3.3. Die Erklärung, auf den Strafantrag zu verzichten, ist endgültig (Art. 30 

Abs. 5 StGB). Ohnehin wäre den Akten aber auch kein vorgängig gültig gestellter 

Strafantrag zu entnehmen. Entsprechend weist die Verteidigung zurecht darauf 

hin, dass betreffend Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch in Dossier Nr. 3 

kein gültiger Strafantrag vorliegt. 

3.4. Da hinsichtlich der Vorwürfe der Sachbeschädigung und des Hausfrie-

densbruchs betreffend Dossier Nr. 3 kein gültiger Strafantrag vorliegt und dieser 

auch nicht mehr nachgeholt werden kann, fehlt es an einer Prozessvoraus-

setzung. Es kann diesbezüglich definitiv kein Urteil ergehen, weshalb das Verfah-

ren gemäss Art. 329 Abs. 4 StPO hinsichtlich dieser Anklagepunkte einzustellen 

ist. 

II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

Der Beschuldigte hat den äusseren Sachverhalt eingestanden, wobei dies ohne 

Weiteres mit den Akten in Einklang zu bringen ist (Urk. 1/4 S. 2 ff.; Prot. I 

S. 10 ff.). Die Verteidigung bestreitet den Sachverhalt auch im Berufungsverfah-

ren nicht. Er ist – unter Hinweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

(Urk. 39 S. 5 ff.) – als erstellt zu betrachten. 

Auch hinsichtlich der rechtlichen Würdigung wurde nichts beanstandet. Sie ist 

in den noch nicht rechtskräftigen Punkten unter Hinweis auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen. Der Beschuldigte ist aufgrund des 

Vorwurfes gemäss Anklagedossier 2 der Sachbeschädigung im Sinne von 

Art. 144 Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

schuldig zu sprechen. Betreffend Anklagedossier 3 ist der Beschuldigte wegen 

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versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 

StGB schuldig zu sprechen.  

III. Sanktion 

1. Ausgangslage 

Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten unter Einbezug der Reststrafe von 

101 Tagen mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten als Gesamtstrafe sowie mit 

einer Busse von CHF 500.– (Urk. 39 S. 32). 

2. Frage Strafbefreiung betr. versuchter Diebstahl 

2.1. Die Verteidigung beantragt, in Bezug auf den versuchten Diebstahl im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB betreffend 

Dossier Nr. 3 sei von einer Bestrafung abzusehen. Der Tatbestand des versuch-

ten Diebstahls sei zwar grundsätzlich erfüllt, jedoch habe die Geschädigte mit 

Schreiben vom 5. August 2019 das ausdrückliche Desinteresse an einer Be-

strafung des Beschuldigten erklärt. Diesem ausdrücklichen Wunsch sei nachzu-

kommen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz könne vorliegend sehr wohl im 

Sinne des Opportunitätsprinzips (und der Berücksichtigung des Willens der 

Geschädigten) von einer Bestrafung abgesehen werden. Sodann zeige der Um-

stand, dass der Beschuldigte von Bezugspersonen der Geschädigten während 

der Untersuchungshaft regelmässig besucht worden sei, dass die Geschädigte 

keinesfalls eine Bestrafung des Beschuldigten wolle. Die Geschädigte habe die 

Probleme des Beschuldigten gekannt und gewusst, weshalb er delinquierte. 

Sodann seien Schuld und Tatfolgen gering gewesen. Der Beschuldigte habe sich 

auch mehrfach bei der Geschädigten entschuldigt und versichert, den Schaden 

gerne abzuarbeiten. Die Geschädigte habe sich sogar dafür eingesetzt, dass der 

Beschuldigte nach der Haftentlassung wieder ihr zugewiesen werde. Entspre-

chend sei dem ausdrücklichen Wunsch der Geschädigten nachzukommen und 

von einer Bestrafung abzusehen (Urk. 53 S. 4 f.). 

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2.2. Mit Schreiben vom 5. August 2019 bekundete die Geschädigte "Stiftung 

D._____" ihr Desinteresse an einer Bestrafung des Beschuldigten bezüglich des 

versuchten Diebstahls gemäss Anklagedossier Nr. 3 (Urk. 25). 

2.3. Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, sind die Voraussetzungen für eine 

Strafbefreiung im Sinne von Art. 52-54 StGB vorliegend nicht gegeben (Urk. 39 

S. 9), insbesondere erscheint das Verschulden des Beschuldigten nicht als 

geringfügig. Der Beschuldigte konnte nur darum seine Tat nicht vollenden, weil er 

keine geeigneten Vermögenswerte auffinden konnte. Hierbei versuchte er, auch 

einen Tresor aufzubrechen, was ihm indessen nicht gelang bzw. zu mühsam war. 

Das Verschulden ist vor diesem Hintergrund jedenfalls nicht völlig vernachlässig-

bar. Entsprechend ist der Beschuldigte auch für den versuchten Diebstahl 

gemäss Dossier 3 zu bestrafen. 

3. Standpunkt Verteidigung zum Strafmass 

Die Verteidigung beantragt sodann, der Beschuldigte sei – unter Einbezug 

des Strafrestes von 101 Tagen aus der bedingen Entlassung vom 14. August 

2017 – mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten als Gesamtstrafe und einer Bus-

se von CHF 300.– zu bestrafen (Urk. 53 S. 2). Zunächst möchte sie – wie erwähnt 

– den versuchten Diebstahl betreffend Dossier 3 bei der Strafzumessung nicht 

mitberücksichtigt sehen, da diesbezüglich von einer Bestrafung abzusehen sei. 

Es kann hierbei auf die obigen Erwägungen verwiesen werden (vgl. Ziff. III 2.1). 

Sodann habe die Vorinstanz zu Unrecht erwogen, dass der Beschuldigte aus 

"klar egoistischen Beweggründen" gehandelt und bei der Ausführung "eine 

Geringschätzung gegenüber dem Eigentum von Dritten" gezeigt habe, da diese 

Merkmale bereits Inhalt des Tatbestands des Diebstahls und keinesfalls noch 

zusätzlich zur Strafzumessung hinzuzurechnen seien. Das Verschulden des 

Beschuldigten wiege – mit der Vorinstanz – leicht. Die Schlussfolgerung der 

Vorinstanz, die Einsatzstrafe (für das Delikt gemäss Dossier Nr. 2) auf 10 Monate 

Freiheitsstrafe festzusetzen, sei hingegen nicht nachvollziehbar und offensichtlich 

praxisfremd. Es handle sich beim Vorfall betreffend Dossier Nr. 2 für sich isoliert 

betrachtet eindeutig um einen kleinen Fall, welcher mit einem Strafbefehl hätte er-

ledigt werden können, mithin sei höchstens eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten in 

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Betracht zu ziehen. Aufgrund der Umstände sei eine Einsatzstrafe von höchstens 

4 Monaten anzusetzen. Auch die von der Vorinstanz isoliert festgesetzte Einsatz-

strafe für die Vergehen gegen das SVG sei 2 Monate zu hoch. Sodann seien 

auch die für das Dossier 3 berechneten 5 Monate zu hoch. Die Berechnung er-

scheine nicht praxiskonform und wäre im Strafbefehlsverfahren tiefer ausgefallen. 

Es resultiere vielmehr eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten. Unter Berücksich-

tigung der Reststrafe erscheine es vorliegend nicht angemessen, eine Freiheits-

strafe von mehr als 14 Monaten auszusprechen. Sodann sei die von der Vor-

instanz ausgefällte Busse ebenfalls zu hoch. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

Strafzumessungskriterien erscheine eine Busse von CHF 300.– angemessen. 

Des Weiteren sei die Vorinstanz zu Unrecht nicht auf das Vorbringen der Ver-

teidigung, das Beschleunigungsgebot sei verletzt worden, eingegangen (Urk. 53 

S. 5 ff.). 

4. Strafzumessungsgrundsätze 

4.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB und die an sie gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt 

(BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Darauf sowie auf die dies-

bezüglich zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 39 S. 11 ff.) kann ver-

wiesen werden. 

4.2. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat (Urk. 39 S. 11), ist bei der 

Gesamtstrafenbildung zunächst für die während der Probezeit begangenen 

Delikte ausgehend von der schwersten Straftat eine Einsatzstrafe zu bemessen, 

welche in der Folge angesichts des aufgrund der bedingten Entlassung ver-

bleibenden Strafrests angemessen zu erhöhen ist.  

4.3. Das schwerste Delikt ist vorliegend der Diebstahl gemäss Dossier 2, für 

welchen zunächst eine Einsatzstrafe festzusetzen ist, die im Anschluss in Anwen-

dung des Asperationsprinzips angemessen erhöht werden muss.  

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5. Diebstahl betreffend Dossier 2 

5.1. Zur objektiven Tatkomponente betreffend den Diebstahl in Dossier 2 ist 

Folgendes zu bemerken: Die Vorinstanz weist zwar zutreffend darauf hin, dass 

der entwendete Bargeldbetrag in Höhe von CHF 2'500.-- noch eher tief sei. Dabei 

erwähnt sie aber nicht, dass es sich beim entwendeten Fahrzeug Audi A6 um ei-

nen grösseren Vermögenswert im Wert von geschätzten CHF 40'000.-- 

(vgl. Urk. D2/1) handelt. Der Diebstahl ist daher eindeutig nicht mehr im Bagatell-

bereich einzuordnen. Das unprofessionelle bzw. dilettantische Vorgehen des 

Beschuldigten relativiert die objektive Tatschwere nur unmerklich. Das objektive 

Tatverschulden ist insgesamt als nicht mehr leicht einzustufen. 

5.2. Hinsichtlich der subjektiven Tatkomponente ist mit der Vorinstanz zu er-

wähnen, dass der Diebstahl in Zusammenhang mit der seit Jahren bestehenden 

Suchterkrankung des Beschuldigten steht. So ist insbesondere das Motiv des 

Diebstahls des Bargeldes in erster Linie in der Beschaffung von Vermögenswer-

ten zur Finanzierung seines Konsums zu sehen. Die subjektive Tatkomponente 

vermag die objektive leicht zu reduzieren, weshalb das Tatverschulden insgesamt 

als gerade noch leicht zu bezeichnen ist. 

5.3. Es rechtfertigt sich, für den Diebstahl betreffend Dossier 2 eine Einsatz-

strafe in Höhe von 10 Monaten festzusetzen. 

6. Tatkomponente betreffend übrige Delikte der Dossiers 1-3 (ohne Über-
tretungen) 

6.1. Hinsichtlich der Delikte gemäss Dossier 1 gilt es zu berücksichtigen, dass 

der Beschuldigte zahlreiche Vorschriften des SVG missachtete. Eine Alkoholisie-

rung wird dem Beschuldigten im Anklagesachverhalt nicht vorgeworfen. Dies 

kann – entgegen der Ansicht der Vorinstanz (Urk. 39 S. 16) – im Rahmen der 

Strafzumessung folglich auch nicht straferhöhend berücksichtigt werden, obschon 

es sich aus den Akten ergeben würde. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichti-

gen, dass sich der Beschuldigte schlichtweg nicht um die im Strassenverkehr gel-

tenden Vorschriften und Pflichten gekümmert hat. Um das entwendete Fahrzeug 

fahren zu können, war es ihm ohne Weiteres Recht, ein nicht zu diesem Fahrzeug 

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gehörendes Nummernschild zu montieren und schliesslich ohne im Besitz eines 

gültigen Fahrausweises zu sein, loszufahren. Nachdem er in der Folge einen 

Selbstunfall verursacht hatte, wollte er sich schliesslich den möglichen Konse-

quenzen und einer Strafverfolgung entziehen. Sein Verhalten zeugt in erster Linie 

von egoistischen Motiven. Insgesamt ist das Tatverschulden nicht mehr leicht. Es 

rechtfertigt sich, die Einsatzstrafe um 3 Monate zu erhöhen. 

6.2. Bei der Sachbeschädigung bzw. dem Hausfriedensbruch gemäss 

Dossier 2 entstand durch die Beschädigung eines Fensters sowie der Kasse ein 

Sachschaden von CHF 700.--, was noch eher gering erscheint. Der Beschuldigte 

zerstörte hierbei bloss diejenigen Gegenstände, welche es ihm ermöglichten, 

weitere Wertgegenstände zu behändigen. Die Sachbeschädigungen waren Mittel 

zum Zweck. Zudem brach der Beschuldigte in ein unbewohntes Ökonomiege-

bäude ein, was im Vergleich mit einem Einbruch in ein Wohnhaus weniger schwer 

wiegt. Insgesamt ist das Tatverschulden als noch leicht zu bezeichnen. Es recht-

fertigt sich, die Einsatzstrafe hierfür um 2 Monate zu erhöhen. 

6.3. Hinsichtlich Dossier 3 verbleibt einzig der versuchte Diebstahl. Der Wert 

der Gegenstände, die der Beschuldigte hätte entwenden wollen, ist nicht bekannt. 

In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte in erster Linie 

Gegenstände bzw. Bargeld entwenden wollte, welche er in der Folge zur Finan-

zierung seines Konsums von Alkohol und Betäubungsmitteln hätte verwenden 

können. Hierbei beabsichtigte er, möglichst viele Vermögenswerte zu erbeuten, 

was ihm aber nicht gelang. Das Tatverschulden hinsichtlich des Diebstahls be-

treffend Dossier 3 ist als noch leicht zu bezeichnen. Es rechtfertigt sich, die 

Einsatzstrafe hierfür um 2 Monate zu erhöhen. 

7. Täterkomponente 

Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse kann auf die zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 39 S. 15). Da der amtliche Verteidiger 

in der Berufungsbegründung ausdrücklich bestätigte, die persönlichen und finan-

ziellen Verhältnisse des Beschuldigten hätten sich seit der Hauptverhandlung 

nicht verändert, kann weiterhin auf diese Angaben abgestellt werden (Urk. 53 

- 14 - 

S. 8). Mit der Vorinstanz können die schwierigen Familienverhältnisse und die 

belastete Jugend strafmindernd berücksichtigt werden. Ebenso ist das vollum-

fängliche Geständnis sowie eine gewisse gezeigte Reue und Einsicht straf-

mindernd zu berücksichtigen. Zu beachten gilt es weiter, dass der Beschuldigte 

gemäss psychiatrischer Einschätzung infolge seiner erheblichen, komplexen post-

traumatischen Belastungsstörung zum Tatzeitpunkt in mittlerem Mass vermindert 

schuldfähig war (Urk. D1/5/8 S. 44). 

Gleichzeitig sind aber mit der Vorinstanz die zahlreichen einschlägigen Vorstrafen 

des Beschuldigten (vgl. Urk. 40) sowie die Delinquenz während laufender Probe-

zeit deutlich straferhöhend zu berücksichtigen. Die straferhöhenden und straf-

mindernden Aspekte sind in einer Gesamtbetrachtung mit der Vorinstanz als 

ungefähr gleichwertig zu bezeichnen, weshalb sich die Täterkomponente insge-

samt strafzumessungsneutral auswirkt. 

8. Asperation infolge Reststrafe 

8.1. Da die bedingte Entlassung des Beschuldigten zu widerrufen ist, muss 

gemäss Art. 89 Abs. 6 StGB i.V.m. Art. 49 StGB die Reststrafe in die Gesamt-

strafenbildung miteinbezogen werden, indem die für die neuen Delikte ausgefällte 

Strafe angemessen erhöht wird.  

8.2. Vorliegend verblieben 101 Tage Reststrafe. Es rechtfertigt sich, die zuvor 

ausgefällte Strafe um 2 Monate zu erhöhen.  

9. Beschleunigungsgebot 

9.1. Die Verteidigung macht geltend, die Staatsanwaltschaft habe vorliegend 

das Beschleunigungsverbot verletzt. Der Beschuldigte sei am 2. Juli 2018 ver-

haftet worden und am 4. Juli 2018 habe die einzige untersuchungsrichterliche 

Einvernahme stattgefunden. Das psychiatrische Gutachten sei am 13. September 

2018 beim fallführenden Staatsanwalt eingetroffen. Trotz mehrfacher (auch 

schriftlicher) Aufforderung der Verteidigung sei die Anklageerhebung erst am 

8. Mai 2019 erfolgt. Ein derart langes Zuwarten mit der Anklageerhebung ohne 

ersichtlichen Grund stelle entgegen der Ansicht der Vorinstanz eine Verletzung 

- 15 - 

des Beschleunigungsgebots dar; insbesondere dann, wenn sich der Beschuldigte 

– wie vorliegend – nicht auf freiem Fuss befinde. Die Untersuchung hätte im 

Oktober 2018 abgeschlossen werden müssen. Die völlig unnötige Verzögerung 

habe der Beschuldigte nicht zu tragen. Vielmehr habe diese eine Strafreduktion 

zur Folge. Entsprechend erscheine unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter 

Strafzumessungsgründe eine Freiheitsstrafe von maximal 14 Monaten Freiheits-

strafe als Gesamtstrafe sowie eine Busse von CHF 300.– als angemessen 

(Urk. 53 S. 7). 

9.2. Die Vorinstanz hält dazu lediglich fest, es sei entgegen der Ansicht der 

Verteidigung keine überlange Verfahrensdauer zu erkennen, die eine Reduktion 

der Strafe rechtfertigen könne (Urk. 39 S. 19). 

9.3. Die Strafbehörden haben das Strafverfahren ohne unbegründete Verzöge-

rung zum Abschluss zu bringen (Art. 5 Abs.1 StPO). Besonders vordringlich sind 

dabei diejenigen Geschäfte zu behandeln, bei welchen sich der Beschuldigte in 

Haft befindet (Art. 5 Abs. 2 StPO).  

Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 

EMRK) verpflichtet die Behörden, das Strafverfahren voranzutreiben, um die 

beschuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Un-

gewissen zu lassen. Es gilt für das ganze Verfahren. Welche Verfahrensdauer 

angemessen ist, hängt von den konkreten Umständen ab, die in ihrer Gesamtheit 

zu würdigen sind. Kriterien sind etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexi-

tät des Sachverhalts, die gebotenen Untersuchungshandlungen, die Schwierigkeit 

und Dringlichkeit der Sache, das Verhalten der beschuldigten Person und das-

jenige der Behörden sowie die Zumutbarkeit für die beschuldigte Person. Die 

Beurteilung der Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln. Von den Behörden 

und Gerichten kann nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem einzigen 

Fall widmen. Aus diesem Grund sowie wegen faktischer und prozessualer 

Schwierigkeiten sind Zeiten, in denen das Verfahren stillsteht, unumgänglich. 

Wirkt keiner dieser Verfahrensunterbrüche stossend, ist eine Gesamtbetrachtung 

vorzunehmen. Dabei können Zeiten mit intensiver behördlicher oder gerichtlicher 

Tätigkeit andere Zeitspannen kompensieren, in denen aufgrund der Geschäftslast 

- 16 - 

keine Verfahrenshandlungen erfolgten. Eine Sanktion drängt sich nur auf, wenn 

eine von der Strafbehörde zu verantwortende krasse Zeitlücke zu Tage tritt. Dazu 

genügt es nicht, dass diese oder jene Handlung etwas rascher hätte vorgenom-

men werden können. Als krasse Zeitlücke, welche eine Sanktion aufdrängt, gilt 

etwa eine Untätigkeit von 13 oder 14 Monaten im Stadium der Untersuchung, eine 

Frist von vier Jahren für den Entscheid über eine Beschwerde gegen eine An-

klagehandlung oder eine Frist von zehn oder elfeinhalb Monaten für die Weiter-

leitung eines Falles an die Beschwerdeinstanz (BGer Urteil 6B_176/2017 vom 24. 

April 2017 E. 2.1 sowie BGE 133 IV 158 E. 8 S. 170; 130 I 269 E. 3.1 S. 273; je 

mit Hinweisen). 

9.4. Nachdem das Gutachten am 13. September 2018 bei der Staatsan-

waltschaft einging, brauchte noch eine Schlusseinvernahme durchgeführt bzw. 

eine Stellungnahme zum Gutachten etc. eingeholt zu werden. So führte die 

Staatsanwaltschaft in ihrem Antrag auf Verlängerung der Untersuchungshaft vom 

28. September 2018 aus, das Verfahren sei eigentlich anklagereif. Man kläre vor-

gängig aber, ob der Beschuldigte bereit sei, die gutachterlich empfohlene statio-

näre Massnahme vorzeitig anzutreten und ob ein entsprechender Therapieplatz 

gefunden werden könne (Urk. 8/8). Dem Beschuldigten wurde schliesslich mit 

Entscheid der Staatsanwaltschaft vom 21. Dezember 2018 (Urk. 8/12) der vor-

zeitige Strafvollzug gewährt. In der Folge teilte das JUV der Staatsanwaltschaft 

mit Schreiben vom 23. Januar 2019 mit, dass der Beschuldigte per 30. Januar 

2019 in die JVA St. Johannsen eintreten könne, wo er die geeignete Massnahme 

werde antreten können (Urk. 8/17). Die Staatsanwaltschaft bewilligte mit 

Entscheid vom 24. Januar 2019 den vorzeitigen Massnahmevollzug (Urk. 8/18), 

woraufhin der Beschuldigte in die erwähnte Einrichtung verlegt wurde. 

9.5. Die Suche nach einer geeigneten Vollzugseinrichtung könnte zwar ohne 

Weiteres auch nach Anklageerhebung oder auch noch nach Erlass des erst-

instanzlichen Urteils geschehen. Die Staatsanwaltschaft hat sich im vorliegenden 

Fall aber dafür entschieden, vor der Anklageerhebung zunächst den Massnahme-

vollzug in die Wege zu leiten. Das Verfahren hätte somit zwar auch früher zum 

Abschluss gebracht werden können. Eine länger dauernde Untätigkeit der Staats-

- 17 - 

anwaltschaft bzw. eine krasse Zeitlücke im Sinne der zitierten bundesgericht-

lichen Rechtsprechung ist aber nicht zu erkennen. Ab dem 30. Januar 2019, als 

der Beschuldigte seine Massnahme vorzeitig antreten konnte, bestand zudem 

keine besondere Dringlichkeit mehr. Die Gesamtdauer des Untersuchungsver-

fahrens von rund 10 Monaten liegt im Übrigen insgesamt im angemessenen 

Rahmen. Es ist daher keine Verletzung des Beschleunigungsgebots zu erkennen, 

wobei nach der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ohnehin erst 

eine schwerwiegendere Verletzung des Beschleunigungsgebots zu einer Straf-

reduktion führen würde, was vorliegend nicht der Fall ist. 

10. Fazit (ohne Übertretung) 

Insgesamt ist daher eine Freiheitsstrafe in Höhe von 19 Monaten Freiheitsstrafe 

dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten ange-

messen. 

11. Übertretungen 

11.1. Die Verteidigung macht geltend, die von der Vorinstanz für die Über-

tretungen ausgefällte Busse in Höhe von CHF 500.-- sei zu hoch. Angemessen 

sei vielmehr eine Busse in Höhe von CHF 300.-- (Urk. 53 S. 7). 

11.2. Zu den finanziellen Verhältnissen des Beschuldigten ist bekannt, dass er 

über kein Vermögen verfügt und Schulden in Höhe von CHF 74'000.-- hat. Einen 

Beruf hat er bislang nicht erlernt (Prot. I. S. 6 ff.).  

11.3. Die von der Vorinstanz festgesetzte Busse von CHF 500.-- berücksichtigt 

die prekären finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten angemessen. Eine wei-

tere Reduktion ist angesichts des nicht geringfügigen Verschuldens hinsichtlich 

der zwei Übertretungen gegen das SVG nicht angezeigt, zumal auch Über-

tretungen verschuldensabhängig bestraft werden (Art. 106 Abs. 3 StGB). Die 

Busse in Höhe von CHF 500.-- ist daher zu bestätigen.  

11.4. In Anwendung des praxisüblichen Umrechnungssatzes ist eine Ersatzfrei-

heitsstrafe von 5 Tagen festzusetzen. 

- 18 - 

12. Anrechnung der Haft und des vorzeitigen Straf- bzw. Massnahmevollzugs 

Der Beschuldigte wurde am 2. Juli 2018 verhaftet. Seither befindet er sich in 

Untersuchungshaft bzw. im vorzeitigen Massnahmevollzug. Insgesamt hat er 

821 Tage und damit die heute auszusprechende Strafe bereits erstanden. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Kosten des Berufungsverfahrens sind den Parteien nach Massgabe ihres 

Obsiegens bzw. Unterliegens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschul-

digte obsiegt im Berufungsverfahren hinsichtlich des Schuldpunkts, zumal er die 

Verurteilungen gemäss Anklagedossier 2 nicht beanstandet hat. In Bezug auf das 

Strafmass obsiegt der Beschuldigte teilweise. Er hat eine Strafe von maximal 

14 Monaten Freiheitsstrafe beantragt, wobei er zu einer Strafe von 19 Monaten 

Freiheitsstrafe verurteilt wird. Es rechtfertigt sich die Kosten des Berufungsver-

fahrens im Umfang von 1/3 dem Beschuldigten aufzuerlegen und im Übrigen auf 

die Staatskasse zu nehmen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung – welche in Höhe von CHF 1'907.70 aus-

gewiesen und angemessen sind (Urk. 58) – sind im Umfang von 2/3 definitiv und 

im Umfang von 1/3 einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Vorbehalten 

bleibt im Umfang von 1/3 die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster, Strafgericht, 

vom 22. August 2019 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig 

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB; 

− (…); 

− (…); 

− (…); 

- 19 - 

− der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im 

Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG; 

− des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG; 

− des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von 

Art. 97 Abs. 1 lit. a und g SVG; 

− des vorsätzlichen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. a 

SVG; 

− der fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 

SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG. 

2. Die mit Entscheid des Amts für Justizvollzug vom 14. August 2017 unter Ansetzung 

einer Probezeit von 1 Jahr angeordnete bedingte Entlassung des Beschuldigten aus 

dem Strafvollzug wird widerrufen und es wird der Vollzug der Reststrafe von 

101 Tagen angeordnet. 

3. (…) 

4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 StGB 

(Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.  

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der stationären Massnahme aufge-

schoben. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. (…) 

7. Auf eine Landesverweisung wird gestützt auf Art. 66a Abs. 2 StGB verzichtet. 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 16. Juli 2018 beschlag-

nahmten Fr. 50.– werden eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskos-

ten verwendet. 

9. Die unter der Referenznummer K180702-065 / 73105529 sichergestellten und beim 

Forensischen Institut Zürich lagernden Spuren und Spurenträger (Asservaten-

Nummern A011'622'814, A011'624'694, A011'624'785, A011'624'821, A011'624'876, 

A011'624'887, A011'624'901, A011'625'006, A011'625'039, A011'625'120, 

A011'625'197 und A011'630'470) werden eingezogen und dem Forensischen Institut 

Zürich nach Eintritt der Rechtskraft zur Vernichtung überlassen. 

10. Die Privatklägerinnen 1 (B._____) und 2 (C._____ GmbH) werden mit ihren Scha-

denersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

- 20 - 

11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die 

Entscheidgebühr um einen Drittel.  

12. Die weiteren Kosten betragen: 

 

13'821.50 Auslagen Untersuchung (Gutachten) 

 

630.– Auslagen Kantonspolizei Zürich  

 

2'100.– Gebühr gemäss § 4 Abs. 1 lit. d GebV StrV 

13. Die Entscheidgebühr und die weiteren Kosten werden unter Berücksichtigung der zur 

Deckung verwendeten Barschaft von Fr. 50.– gemäss Dispositivziffer 8 dem 

Beschuldigten auferlegt. 

14. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger 

des Beschuldigten mit Fr. 10'530.– (Barauslagen und Mehrwertsteuer inbegriffen) aus 

der Gerichtskasse entschädigt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO.  

15. (Mitteilungen) 

16. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Das Verfahren wird bezüglich des Vorwurfs der Sachbeschädigung und des 

Hausfriedensbruchs betr. Dossier 3 eingestellt. 

2. Der Beschuldigte ist überdies schuldig 

− des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 3); 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier 2); 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier 2); 

- 21 - 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 19 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

821 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Straf- bzw. Mass-

nahmevollzug erstanden sind, sowie einer Busse von Fr. 500.--. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'907.70   amtliche Verteidigung 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen diejenigen der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 1/3 auferlegt und im 

Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden im Umfang von 1/3 einstwei-

len und im Umfang von 2/3 definitiv auf die Gerichtkasse genommen. Im 

Umfang von 1/3 bleibt die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

vorbehalten. 

7. Schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  
− die Privatklägerin B._____ AG 
− die Privatklägerin C._____ GmbH 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativ-

massnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich 

- 22 - 

− das Forensische Institut Zürich zum Vollzug der vorinstanzlichen 
Dispositivziffer 9 

− die Kasse des Bezirksgerichts Uster 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B.  

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 29. September 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw L. Zanetti 
 

 
 

	Urteil vom 29. September 2020
	Urteil der Vorinstanz:  (Urk. 39 S. 31 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB;
	 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB;
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB;
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB;
	 der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG;
	 des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG;
	 des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. a und g SVG;
	 des vorsätzlichen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG;
	 der fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG.

	2. Die mit Entscheid des Amts für Justizvollzug vom 14. August 2017 unter Ansetzung einer Probezeit von 1 Jahr angeordnete bedingte Entlassung des Beschuldigten aus dem Strafvollzug wird widerrufen und es wird der Vollzug der Reststrafe von 101 Tagen ...
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe von 101 Tagen gemäss Dispositivziffer 2 bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 417 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Straf- und Massnahmenvo...
	4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.
	5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der stationären Massnahme aufgeschoben. Die Busse ist zu bezahlen.
	6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	7. Auf eine Landesverweisung wird gestützt auf Art. 66a Abs. 2 StGB verzichtet.
	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 16. Juli 2018 beschlagnahmten Fr. 50.– werden eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	9. Die unter der Referenznummer K180702-065 / 73105529 sichergestellten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Spuren und Spurenträger (Asservaten-Nummern A011'622'814, A011'624'694, A011'624'785, A011'624'821, A011'624'876, A011'624'887, A01...
	10. Die Privatklägerinnen 1 (B._____) und 2 (C._____ GmbH) werden mit ihren Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	12. Die weiteren Kosten betragen:
	13. Die Entscheidgebühr und die weiteren Kosten werden unter Berücksichtigung der zur Deckung verwendeten Barschaft von Fr. 50.– gemäss Dispositivziffer 8 dem Beschuldigten auferlegt.
	14. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 10'530.– (Barauslagen und Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	15. (Mitteilungen)
	16. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 5)
	1.   Ziff. 1 des Urteils der Vorinstanz sei betreffend Dossier Nr. 3 aufzuheben. Der Beschuldigte sei diesbezüglich des versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen, von einer diesbezüglichen Best...
	2.   Ziff. 3 des Urteils der Vorinstanz sei aufzuheben und der Beschuldigte sei – unter Einbezug des Strafrestes von 101 Tagen aus der bedingten Entlassung vom 14. August 2017 – mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten als Gesamtstrafe und einer Busse...
	3.   Ziff. 6 des Urteils der Vorinstanz sei aufzuheben und die Ersatzfreiheitsstrafe auf 3 Tage anzusetzen.
	4.   Die Kosten des Verfahrens und der amtlichen Verteidigung seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	keine Anträge
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 39 S. 3 f.).
	1.2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 22. August 2019 wurde der Beschuldigte A._____ gemäss dem eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositiv schuldig gesprochen und bestraft. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 23. August ...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 29. Januar 2020 wurde der Staatsanwaltschaft und den Privatklägerinnen Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären, oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Die Staatsanwaltschaft verzich...
	1.4. Mit Eingabe vom 20. März 2020 beantragte die amtliche Verteidigung des Beschuldigten die Durchführung des schriftlichen Verfahrens (Urk. 48), womit sich die Staatsanwaltschaft in der Folge einverstanden erklärte (Urk. 50).
	1.5. Mit Präsidialverfügung vom 24. März 2020 wurde die Durchführung des schriftlichen Berufungsverfahren angeordnet sowie dem Beschuldigten Frist angesetzt, um seine Berufungsanträge zu stellen und zu begründen sowie letztmals eigene Beweisanträge zu...
	1.6. Der Schriftenwechsel ist durchgeführt. Das Verfahren ist spruchreif.

	2. Umfang der Berufung
	2.1. In ihrer Berufungsbegründung vom 14. April 2020 beschränkte die Verteidigung die Berufung auf den Schuldpunkt und die Bestrafung betreffend Dossier Nr. 3 (Dispositiv-Ziffer 1 Lemma 2, 3 und 4), die Strafzumessung (Dispositiv-Ziffer  3) und die Er...
	2.2. Dementsprechend ist das vorinstanzliche Urteil in den Dispositiv-Ziffern 1 Lemma 1 und 5-9 (Schuldpunkt), 2 (Widerruf bedingte Entlassung), 4 (Anordnung stationäre Massnahme), 5 (Strafvollzug), 7 (Verzicht Anordnung Landesverweisung), 8 und 9 (En...
	2.3. Im übrigen Umfang – für den nicht in Rechtskraft erwachsenen und angefochtenen Teil des Urteils – steht das vorinstanzliche Urteil zwecks Überprüfung unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes (Verbot der reformatio in peius) zur Disposition (...

	3. Strafantrag
	3.1. Die amtliche Verteidigung beantragt, auf die Anklagepunkte der Sachbeschädigung nach Art. 144 StGB und des Hausfriedensbruchs nach Art. 186 StGB betreffend Dossier Nr. 3 sei nicht einzutreten. Bei diesen Tatbeständen handle es sich um Antragsdeli...
	3.2. Im Polizeirapport der Kantonspolizei Zürich vom 2. Juli 2018 wurde zwar vermerkt, dass die Geschädigte "Stiftung D._____" betreffend Sachbeschädigung Strafantrag gestellt habe (Urk. 3/1 S. 4). Indes befindet sich in den Akten nur ein Strafantrags...
	3.3. Die Erklärung, auf den Strafantrag zu verzichten, ist endgültig (Art. 30 Abs. 5 StGB). Ohnehin wäre den Akten aber auch kein vorgängig gültig gestellter Strafantrag zu entnehmen. Entsprechend weist die Verteidigung zurecht darauf hin, dass betref...
	3.4. Da hinsichtlich der Vorwürfe der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs betreffend Dossier Nr. 3 kein gültiger Strafantrag vorliegt und dieser auch nicht mehr nachgeholt werden kann, fehlt es an einer Prozessvoraussetzung. Es kann diesbezüg...
	II.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	III.  Sanktion

	1. Ausgangslage
	Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten unter Einbezug der Reststrafe von 101 Tagen mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten als Gesamtstrafe sowie mit einer Busse von CHF 500.– (Urk. 39 S. 32).

	2. Frage Strafbefreiung betr. versuchter Diebstahl
	2.1. Die Verteidigung beantragt, in Bezug auf den versuchten Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB betreffend Dossier Nr. 3 sei von einer Bestrafung abzusehen. Der Tatbestand des versuchten Diebstahls sei z...
	2.2. Mit Schreiben vom 5. August 2019 bekundete die Geschädigte "Stiftung D._____" ihr Desinteresse an einer Bestrafung des Beschuldigten bezüglich des versuchten Diebstahls gemäss Anklagedossier Nr. 3 (Urk. 25).
	2.3. Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, sind die Voraussetzungen für eine Strafbefreiung im Sinne von Art. 52-54 StGB vorliegend nicht gegeben (Urk. 39 S. 9), insbesondere erscheint das Verschulden des Beschuldigten nicht als geringfügig. Der Bes...

	3. Standpunkt Verteidigung zum Strafmass
	Die Verteidigung beantragt sodann, der Beschuldigte sei – unter Einbezug des Strafrestes von 101 Tagen aus der bedingen Entlassung vom 14. August 2017 – mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten als Gesamtstrafe und einer Busse von CHF 300.– zu bestraf...

	4. Strafzumessungsgrundsätze
	4.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB und die an sie gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Darauf sowie auf die diesbezüglich zutreffe...
	4.2. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat (Urk. 39 S. 11), ist bei der Gesamtstrafenbildung zunächst für die während der Probezeit begangenen Delikte ausgehend von der schwersten Straftat eine Einsatzstrafe zu bemessen, welche in der Folge anges...
	4.3. Das schwerste Delikt ist vorliegend der Diebstahl gemäss Dossier 2, für welchen zunächst eine Einsatzstrafe festzusetzen ist, die im Anschluss in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen erhöht werden muss.

	5. Diebstahl betreffend Dossier 2
	5.1. Zur objektiven Tatkomponente betreffend den Diebstahl in Dossier 2 ist Folgendes zu bemerken: Die Vorinstanz weist zwar zutreffend darauf hin, dass der entwendete Bargeldbetrag in Höhe von CHF 2'500.-- noch eher tief sei. Dabei erwähnt sie aber n...
	5.2. Hinsichtlich der subjektiven Tatkomponente ist mit der Vorinstanz zu erwähnen, dass der Diebstahl in Zusammenhang mit der seit Jahren bestehenden Suchterkrankung des Beschuldigten steht. So ist insbesondere das Motiv des Diebstahls des Bargeldes ...
	5.3. Es rechtfertigt sich, für den Diebstahl betreffend Dossier 2 eine Einsatzstrafe in Höhe von 10 Monaten festzusetzen.

	6. Tatkomponente betreffend übrige Delikte der Dossiers 1-3 (ohne Übertretungen)
	6.1. Hinsichtlich der Delikte gemäss Dossier 1 gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte zahlreiche Vorschriften des SVG missachtete. Eine Alkoholisierung wird dem Beschuldigten im Anklagesachverhalt nicht vorgeworfen. Dies kann – entgegen der...
	6.2. Bei der Sachbeschädigung bzw. dem Hausfriedensbruch gemäss Dossier 2 entstand durch die Beschädigung eines Fensters sowie der Kasse ein Sachschaden von CHF 700.--, was noch eher gering erscheint. Der Beschuldigte zerstörte hierbei bloss diejenige...
	6.3. Hinsichtlich Dossier 3 verbleibt einzig der versuchte Diebstahl. Der Wert der Gegenstände, die der Beschuldigte hätte entwenden wollen, ist nicht bekannt. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte in erster Linie Gegen...

	7. Täterkomponente
	Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 39 S. 15). Da der amtliche Verteidiger in der Berufungsbegründung ausdrücklich bestätigte, die persönlichen und finanziellen Verhäl...
	Gleichzeitig sind aber mit der Vorinstanz die zahlreichen einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten (vgl. Urk. 40) sowie die Delinquenz während laufender Probezeit deutlich straferhöhend zu berücksichtigen. Die straferhöhenden und strafmindernden As...

	8. Asperation infolge Reststrafe
	8.1. Da die bedingte Entlassung des Beschuldigten zu widerrufen ist, muss gemäss Art. 89 Abs. 6 StGB i.V.m. Art. 49 StGB die Reststrafe in die Gesamtstrafenbildung miteinbezogen werden, indem die für die neuen Delikte ausgefällte Strafe angemessen erh...
	8.2. Vorliegend verblieben 101 Tage Reststrafe. Es rechtfertigt sich, die zuvor ausgefällte Strafe um 2 Monate zu erhöhen.

	9. Beschleunigungsgebot
	9.1. Die Verteidigung macht geltend, die Staatsanwaltschaft habe vorliegend das Beschleunigungsverbot verletzt. Der Beschuldigte sei am 2. Juli 2018 ver-haftet worden und am 4. Juli 2018 habe die einzige untersuchungsrichterliche Einvernahme stattgefu...
	9.2. Die Vorinstanz hält dazu lediglich fest, es sei entgegen der Ansicht der Verteidigung keine überlange Verfahrensdauer zu erkennen, die eine Reduktion der Strafe rechtfertigen könne (Urk. 39 S. 19).
	9.3. Die Strafbehörden haben das Strafverfahren ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss zu bringen (Art. 5 Abs.1 StPO). Besonders vordringlich sind dabei diejenigen Geschäfte zu behandeln, bei welchen sich der Beschuldigte in Haft befindet (Art. 5...
	Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verpflichtet die Behörden, das Strafverfahren voranzutreiben, um die beschuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Ungewissen zu lassen. Es ...
	9.4. Nachdem das Gutachten am 13. September 2018 bei der Staatsanwaltschaft einging, brauchte noch eine Schlusseinvernahme durchgeführt bzw. eine Stellungnahme zum Gutachten etc. eingeholt zu werden. So führte die Staatsanwaltschaft in ihrem Antrag a...
	9.5. Die Suche nach einer geeigneten Vollzugseinrichtung könnte zwar ohne Weiteres auch nach Anklageerhebung oder auch noch nach Erlass des erstinstanzlichen Urteils geschehen. Die Staatsanwaltschaft hat sich im vorliegenden Fall aber dafür entschied...

	10. Fazit (ohne Übertretung)
	Insgesamt ist daher eine Freiheitsstrafe in Höhe von 19 Monaten Freiheitsstrafe dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen.

	11. Übertretungen
	11.1. Die Verteidigung macht geltend, die von der Vorinstanz für die Übertretungen ausgefällte Busse in Höhe von CHF 500.-- sei zu hoch. Angemessen sei vielmehr eine Busse in Höhe von CHF 300.-- (Urk. 53 S. 7).
	11.2. Zu den finanziellen Verhältnissen des Beschuldigten ist bekannt, dass er über kein Vermögen verfügt und Schulden in Höhe von CHF 74'000.-- hat. Einen Beruf hat er bislang nicht erlernt (Prot. I. S. 6 ff.).
	11.3. Die von der Vorinstanz festgesetzte Busse von CHF 500.-- berücksichtigt die prekären finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten angemessen. Eine weitere Reduktion ist angesichts des nicht geringfügigen Verschuldens hinsichtlich der zwei Übertre...
	11.4. In Anwendung des praxisüblichen Umrechnungssatzes ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen festzusetzen.

	12. Anrechnung der Haft und des vorzeitigen Straf- bzw. Massnahmevollzugs
	Der Beschuldigte wurde am 2. Juli 2018 verhaftet. Seither befindet er sich in Untersuchungshaft bzw. im vorzeitigen Massnahmevollzug. Insgesamt hat er 821 Tage und damit die heute auszusprechende Strafe bereits erstanden.
	IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster, Strafgericht, vom 22. August 2019 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte, A._____, ist schuldig
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB;
	 (…);
	 (…);
	 (…);
	 der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG;
	 des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 SVG;
	 des vorsätzlichen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. a und g SVG;
	 des vorsätzlichen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG;
	 der fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG.

	2. Die mit Entscheid des Amts für Justizvollzug vom 14. August 2017 unter Ansetzung einer Probezeit von 1 Jahr angeordnete bedingte Entlassung des Beschuldigten aus dem Strafvollzug wird widerrufen und es wird der Vollzug der Reststrafe von 101 Tagen ...
	3. (…)
	4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 1 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.
	5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der stationären Massnahme aufgeschoben. Die Busse ist zu bezahlen.
	6. (…)
	7. Auf eine Landesverweisung wird gestützt auf Art. 66a Abs. 2 StGB verzichtet.
	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 16. Juli 2018 beschlagnahmten Fr. 50.– werden eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	9. Die unter der Referenznummer K180702-065 / 73105529 sichergestellten und beim Forensischen Institut Zürich lagernden Spuren und Spurenträger (Asservaten-Nummern A011'622'814, A011'624'694, A011'624'785, A011'624'821, A011'624'876, A011'624'887, A01...
	10. Die Privatklägerinnen 1 (B._____) und 2 (C._____ GmbH) werden mit ihren Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Entscheidgebühr um einen Drittel.
	12. Die weiteren Kosten betragen:
	13. Die Entscheidgebühr und die weiteren Kosten werden unter Berücksichtigung der zur Deckung verwendeten Barschaft von Fr. 50.– gemäss Dispositivziffer 8 dem Beschuldigten auferlegt.
	14. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 10'530.– (Barauslagen und Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung beim Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	15. (Mitteilungen)
	16. (Rechtsmittel)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Das Verfahren wird bezüglich des Vorwurfs der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs betr. Dossier 3 eingestellt.
	2. Der Beschuldigte ist überdies schuldig
	 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier 3);
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier 2);
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier 2);

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 19 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 821 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Straf- bzw. Massnahmevollzug erstanden sind, sowie einer Busse von Fr. 500.--.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu 1/3 auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden im Umfang von 1/3 einstweilen und im Umfang von 2/3 definitiv auf die Gerichtkasse genommen. Im Umfang von 1/3 bleibt die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
	7. Schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 die Privatklägerin B._____ AG
	 die Privatklägerin C._____ GmbH
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich
	 das Forensische Institut Zürich zum Vollzug der vorinstanzlichen Dispositivziffer 9
	 die Kasse des Bezirksgerichts Uster
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B.

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.