# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 656ae6ed-831a-5e0c-93ec-d526efedd345
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 15.10.2020 I 2020 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-58_2020-10-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 58

Entscheid vom 15. Oktober 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Christina Zehnder, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien C.________, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,
D.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenbeginn / Rentenhöhe)

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Sachverhalt:

A. C.________ (geb. 11.10.1969) hat von 1986 bis 1989 eine 3-jährige Lehre 
als Bäcker (mit Fähigkeitszeugnis) absolviert und anschliessend in verschiede-
nen Betrieben als Bäcker/Konditor gearbeitet (ab November 1997 für Coop, wo 
er u.a. auch als Magaziner/Rüster bzw. als Kommissionierer eingesetzt wurde, 
vgl. IV-act. 4-11). Die Kündigung bei der Firma Coop erfolgte per 30. Juni 2013 
aus organisatorischen Gründen (letzter Arbeitstag am 22.3.2013, vgl. IV-act. 17-
2/9). Bereits am 27. Februar 2013 ging bei der IV-Stelle Schwyz eine Anmeldung 
zum Bezug von IV-Leistungen ein; die gesundheitlichen Probleme wurden mit 
"offenes Bein" umschrieben (IV-act. 1-5/6 Ziff. 6.2). Am 8. April 2013 fand ein so-
genanntes Erstgespräch statt (IV-act. 18). Am 29. Juli 2013 teilte die IV-Stelle 
mit, dass gemäss den getroffenen Abklärungen keine Frühinterventionsmass-
nahmen angezeigt seien. Zudem gewährte die IV-Stelle Beratung und Unterstüt-
zung im Hinblick auf die Stellensuche durch die IV-Arbeitsvermittlung (IV-act. 20). 
Mit Vorbescheid vom 13. Dezember 2013 kündigte die IV-Stelle an, das Leis-
tungsbegehren abzuweisen. In der Begründung wurde ausgeführt, dass vor Ab-
lauf der einjährigen Wartefrist die Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu 100% 
wiederhergestellt werden konnte, weshalb die Arbeitsvermittlung abgeschlossen 
werde und kein Anspruch auf eine IV-Rente bestehe (IV-act. 25). An diesem Er-
gebnis hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. Februar 2014 fest (IV-act. 26).

B. Am 13. Juli 2016 ging bei der IV-Stelle erneut eine Anmeldung zum Bezug 
von IV-Leistungen ein. Hinsichtlich der gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
wurde u.a. auf einen Bericht des Universitätsspitals Zürich (Klinik für Angiologie) 
vom 27. Juli 2015 verwiesen, in welchem u.a. zusammengefasst folgende Dia-
gnosen aufgeführt wurden (IV-act. 28-1/3):

1. Chronisch venöse Insuffizienz des rechten Beins CEAP C6 (postthrombo-
tisches Syndrom) (…)

2. Klinefelter-Syndrom (47 XXY) ED 1987 (…)
3. Adipositas per magna (BMI 44) (…)
4. Arterielle Hypertonie
5. Karpaltunnelsyndrom links
6. Verrucae vulgares
7. Diabetes mellitus Typ 2 (…)

In der Folge erachtete der RAD-Arzt Dr.med. E.________ am 23. März 2017 eine 
MEDAS-Begutachtung als geboten (IV-act. 41-3/3). Der Begutachtungsauftrag 
wurde dem F.________ zugelost (IV-act. 45). 

C. Am 7. September 2017 ging das interdisziplinäre F.________-Gutachten 
vom 5. September 2017 ein (IV-act. 52). Die Gutachter fassten ihr Ergebnis u.a. 
dahingehend zusammen, dass in schweren, anhaltend mittelschweren, nicht 

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strikt wechselbelastenden Tätigkeiten - so auch als Bäcker - eine bleibende 
vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Hingegen in leichten bis gelegentlich 
mittelschweren, strikt wechselbelastenden Tätigkeiten bestehe unter der Voraus-
setzung, dass keine floriden Ulcera mit konsekutiver Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit vorliegen, eine 100%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit (IV-act. 52-
24/28 in fine).

Gestützt auf dieses MEDAS-Gutachten kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid 
vom 6. Oktober 2017 an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 54). Nach 
Einwänden vom 6. November 2017 veranlasste der RAD-Arzt Dr.med. 
E.________ am 18. Dezember 2017 Rückfragen beim behandelnden Arzt (u.a. 
hinsichtlich der Fragestellung, wie häufig Ulcerationen im Langzeitverlauf der 
letzten Jahre vorliegen würden, vgl. IV-act. 59-5/5). In der Antwort vom 7. Febru-
ar 2018 führte PD Dr.med. G.________ (Dermatologie und Venerologie FMH/ 
Allergologie und klinische Immunologie FMH) u.a. aus, dass gemäss der Kran-
kengeschichte seit 2014 keine vollständige, stabile Abheilung der Ulzerationen 
am rechten Unterschenkel stattgefunden habe (IV-act. 62). 

In einer Stellungnahme vom 5. April 2018 würdigte der RAD-Arzt Dr.med. 
H.________ die medizinischen Angaben dahingehend, dass entsprechend einem 
Attest der Hausarztes Dr.med. I.________ und nach Selbsteinschätzung des 
Versicherten von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten aus-
zugehen sei (IV-act. 63-6f./7). 

Daraufhin teilte die IV-Stelle am 27. April 2018 mit, dass Beratung und Unterstüt-
zung bei der Stellensuche durch die interne Arbeitsvermittlung gewährt werde 
(IV-act. 65).

Vom 17. September 2018 bis zum 16. Dezember 2018 konnte C.________ einen 
von der IV-Stelle organisierten Arbeitsversuch bei der Reismühle in Brunnen ab-
solvieren, wobei ihm für die Dauer der Massnahme ein Taggeld zugesprochen 
wurde (IV-act. 71 - 77). Nachdem C.________ eine gute Leistung erbrachte, 
wurde dieser Arbeitsversuch bis 16. März 2019 verlängert (IV-act. 78 - 82).

Ab 17. März 2019 folgte ein weiterer Arbeitsversuch bei der Firma … Bau- und 
Gartenmarkt in … (mit Aussicht auf eine Festanstellung, IV-act. 87). Die IV-Stelle 
gewährte wiederum ein Taggeld (IV-act. 88 - 90). Diese Eingliederungsmass-
nahme wurde verlängert, bis C.________ ab Februar 2020 eine neu geschaffene 
Stelle bei der Firma … antreten konnte (vgl. IV-act. 94ff. i.V.m. 97-9/11 unten).

D. Mit Vorbescheid vom 26. März 2020 kündigte die IV-Stelle an, ab 1. Febru-
ar 2020 eine halbe IV-Rente zu gewähren (IV-Grad 50%, vgl. IV-act. 104). Dage-
gen liess C.________ am 20. April 2020 einwenden, dass der Rentenanspruch 

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bereits ab 1. Januar 2017 zu gewähren sei (vgl. IV-act. 109). Mit Verfügung vom 
9. Juni 2020 hielt die IV-Stelle daran fest, dass ab 1. Februar 2020 Anspruch auf 
eine halbe IV-Rente bestehe. Aufgrund einer Änderung der Auszahladresse ver-
fügte die IV-Stelle neu am 19. Juni 2020, dass ab 1. Februar 2020 Anspruch auf 
eine halbe IV-Rente bestehe (vgl. Bf-act. bzw. IV-act. 113 - 119).

E. Dagegen liess C.________ fristgerecht am 1. Juli 2020 beim Verwaltungs-
gericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die angefochtenen Verfügungen der IV-Stelle Schwyz vom 9. Juni bzw. vom 
19. Juni 2020 seien dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer 
bereits ab dem 1. Januar 2017 (statt ab dem 1. Februar 2020) eine Invaliden-
rente zusteht.

2. Die angefochtenen Verfügungen der IV-Stelle Schwyz vom 9. Juni bzw. vom 
19. Juni 2020 seien dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer 
eine Dreiviertelsrente zusteht (statt einer halben Invalidenrente).

3. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügungen der 
IV-Stelle Schwyz vom 9. Juni bzw. vom 19. Juni 2020 zu ergänzenden Ab-
klärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder das Gericht habe 
selber ergänzende Abklärungen vorzunehmen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 17. August 2020 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. 
Dazu nahm der Beschwerdeführer in einer Eingabe vom 24. August 2020 Stel-
lung. Die IV-Stelle äusserte sich noch in einer Eingabe vom 2. September 2020.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren sind sich die Parteien einig, dass 
der Versicherte in medizinischer Hinsicht hinreichend abgeklärt worden ist und 
dass der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als Bäcker arbeitsun-
fähig ist. Unbestritten ist sodann auch, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 
für leidensangepasste Tätigkeiten auf 50% zu veranschlagen ist (vgl. Beschwer-
de S. 7, Ziff. 25; siehe auch vorinstanzliche Vernehmlassung, S. 2) und damit ein 
Anspruch auf Rentenleistungen besteht. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist 
zum einen der Rentenbeginn sowie zum andern die Höhe des IV-Grades und 
mithin der Rentenhöhe. Während die Vorinstanz von einem Anspruch auf eine 
halbe IV-Rente ab 1. Februar 2020 ausgeht, vertritt der Beschwerdeführer den 
Standpunkt, dass ihm ab 1. Januar 2017 eine Dreiviertelsrente zusteht.

2.1 Nach der konstanten höchstrichterlichen Rechtsprechung gilt, dass 
Rentenleistungen erst dann zur Ausrichtung gelangen sollen, wenn keine 

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zumutbaren Eingliederungsmassnahmen (mehr) in Betracht fallen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_450/2019 vom 14.11.2019 Erw. 3.3.1 mit Verweis auf das 
Urteil 9C_108/2012 vom 5.6.2012 Erw. 2.2.1 und weiteren Hinweisen; siehe auch 
Urteil 9C_634/2019 vom 12.11.2019 Erw. 4.1). Der in der Invalidenversicherung 
geltende Grundsatz "Eingliederung vor Rente" bewirkt, dass die Rente 
grundsätzlich hinter einer Eingliederungsmassnahme bzw. dem damit 
verbundenen Taggeld zurücktreten muss (so Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Ein 
Rentenanspruch kann im Prinzip erst nach Beendigung der 
Eingliederungsmassnahmen entstehen, und zwar selbst dann, wenn diese nur 
einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Vor diesem Zeitpunkt ist eine Rente, 
gegebenenfalls auch rückwirkend, nur dann zuzusprechen, wenn die versicherte 
Person nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist (vgl. zit. Urteil 9C_450/2019 
vom 14.11.2019 Erw. 3.3.1 mit Verweis auf BGE 121 V 190 Erw. 4c, d und e S. 
192 ff.; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
IVG, 3. Aufl. 2014, N 7 zu Art. 28 IVG).

2.2 Im vorliegenden Fall verhält es sich so, dass der Versicherte im Zeitraum 
vom 17. September 2018 bis Ende Januar 2020 bei zwei verschiedenen Arbeit-
gebern auf der Basis einer Arbeitsfähigkeit von 50% versuchsweise arbeiten 
konnte und für diesem Zeitraum Taggeldleistungen bezog (vgl. IV-act. 74 - 77; 
78 - 82; 84; 87 - 90; 92 - 95). Was die Fragestellung anbelangt, ob der Versicher-
te bereits vor dem 17. September 2018 eingliederungsfähig war (oder nicht), fal-
len die nachfolgend dargelegten Aspekte massgeblich ins Gewicht:

2.2.1  Der Hausarzt Dr.med. … (Allgemeinmedizin FMH) attestierte am 14. Ja-
nuar 2017 (und mithin zu Beginn des Zeitraums, ab welchem der Beschwerde-
führer vor Gericht Rentenleistungen beansprucht) eine Arbeitsunfähigkeit von 
50% (IV-act. 38-2/14 Ziff. 1.6) bzw. eine verbliebene Leistungsfähigkeit von 50% 
(vgl. IV-act. 38-3/14 oben und Ziff. 1.9). Insbesondere bejahte er ausdrücklich die 
Frage, ob dem Versicherten andere Tätigkeiten zumutbar seien, und zwar leichte 
Arbeiten im Umfange von 50% (vgl. IV-act. 38-6/14 unten). 

2.2.2  Analog erachtete PD Dr.med. G.________ … (Facharzt für Dermatologie/ 
Venerologie FMH) in einem bei der IV-Stelle am 8. März 2017 eingegangenen 
Bericht, dass dem Versicherten behinderungsangepasste Tätigkeiten im Umfan-
ge von 4 Stunden pro Tag mit wechselnder Belastung zumutbar seien (vgl. IV-
act. 40-3/11 oben; anzufügen ist, dass dieser Facharzt im gleichen Bericht für die 
zuletzt ausgeübte Tätigkeit für den Zeitraum vom 28.9.15 bis 29.2.2016 eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit und ab 29.2.2016 eine Arbeitsfähigkeit von 50% 
attestierte, vgl. IV-act. 40-2/11 Ziff. 1.6).

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2.2.3  Im Rahmen der MEDAS-Begutachtung führte der Versicherte bei der all-
gemeininternistischen Untersuchung vom 6. Juni 2017 u.a. aus, dass er mit sei-
ner Freundin zusammenlebe, welche als Vorgesetzte in einem Schuhgeschäft 
erwerbstätig sei; da er aktuell nicht erwerbstätig sei, mache er überwiegend den 
Haushalt (kochen, putzen, einkaufen und Wäsche erledigen, ausgenommen das 
Bügeln, vgl. IV-act. 52-6/28 unten). Bei dieser Untersuchung erwähnte er, dass 
er nach wie vor eine Arbeitsstelle suche und auch bereit sei, "weiter zu fahren 
und früh aufzustehen" (vgl. IV-act. 52-7/28, Ziff. 3.1.4). 

2.2.4  Bei der psychiatrischen Untersuchung vom 7. Juni 2017 erläuterte er zum 
Thema "Zukunftsvorstellungen allgemein und in Bezug auf berufliche Tätigkeiten 
bzw. Eingliederung", dass er sich aktuell zu 50% arbeitsfähig halte (wobei die 
Limitierung durch die Beinbeschwerden verursacht werde, vgl. IV-act. 52-10/28 
unten).

2.2.5  Sodann vertrat der Versicherte beim Erstgespräch vom 23. Mai 2018 mit 
der Fachperson der IV-Stelle den Standpunkt, er sehe es als realistisch an, in ei-
nem Pensum von 50% zu arbeiten (halbtags, 4h/Tag, vgl. IV-act. 71-3/8 unten).

2.3 Im Lichte dieser vorstehenden Angaben ist die Vorinstanz zu Recht davon 
ausgegangen, dass die Eingliederungsfähigkeit des Versicherten bereits vor dem 
am 9. August 2018 zugesprochenen Arbeitsversuch mit Beginn ab 17. Septem-
ber 2018 (IV-act. 74) bzw. vor der am 27. April 2018 in Form von Arbeitsvermitt-
lung zugesprochenen Eingliederungsmassnahme (IV-act. 65) gegeben war. Den 
diesbezüglichen Ausführungen in der vorinstanzlichen Vernehmlassung (S. 2f.) 
ist uneingeschränkt beizupflichten. Dem Einwand in der Beschwerdeschrift (S. 9, 
Ziff. 32), wonach der Versicherte damals Arztzeugnisse/ Berichte (mit Foto) ein-
gereicht habe, aus denen sich ergebe, "dass sein Bein dazumals leider wieder 
(ziemlich stark) 'offen' war", ist entgegenzuhalten, dass ein derartiger Zustand 
auch bei der Firma … aufgetreten ist, indes der Versicherte dennoch weiterarbei-
ten konnte (vgl. IV-act. 97-9/11 oben: telefonische Rücksprache vom 13.6.2019: 
"Es gehe ihm gut, gesundheitlich stabil [das Bein sei zwar offen, aber er könne 
trotzdem die 50% leisten]"). 

Nicht zu hören ist aber auch die Kritik in der Eingabe vom 24. August 2020 (S. 3), 
wonach sinngemäss - falls nicht umgehend eine Eingliederungsmassnahme an-
geordnet werde - der Versicherte unter Umständen verhältnismässig lange ohne 
jede finanzielle Leistung der IV bleiben würde. Der Beschwerdeführer übersieht, 
dass der Gesetzgeber in Art. 70 ATSG das Konzept der Vorleistungspflicht statu-
iert hat. Nach Art. 70 Abs. 2 lit. b ATSG ist die Arbeitslosenversicherung 
grundsätzlich vorleistungspflichtig, wenn die ganz arbeitslose Person aus ge-

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sundheitlichen Gründen lediglich noch teilzeitlich arbeiten könnte, solange sie im 
Umfang der ihr ärztlicherseits attestierten Arbeitsfähigkeit (in casu 50%, siehe 
vorstehend Erw. 2.2.1 und 2.2.2) eine Beschäftigung sucht und bereit ist, eine 
neue Anstellung mit entsprechendem Pensum anzutreten (siehe vorstehend, 
Erw. 2.2.3 in fine). Aufgrund dieser Regelung hat die Arbeitslosenversicherung 
arbeitslose, bei einer anderen Versicherung (hier: Invalidenversicherung) ange-
meldete Personen zu entschädigen, falls ihre Vermittlungsunfähigkeit nicht offen-
sichtlich ist (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_357/2019 vom 
24.10.2019 Erw. 2.3f. mit Hinweisen, u.a. auf BGE 142 V 380 Erw. 3.2 S. 382).

2.4 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde, soweit damit ein Rentenbeginn ab 
1. Januar 2017 geltend gemacht wird, als unbegründet abzuweisen.

3. In der Folge ist die Höhe des Rentenanspruchs und damit der Einkom-
mensvergleich zu überprüfen. 

3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung 
des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine 
Methode des Einkommensvergleichs mit den Untervarianten des Schätzungs- 
oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 310 Erw. 3a) und der ausserordentlichen 
Methode (siehe BGE 144 I 21 Erw. 2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
8C_367/2018 vom 25.9.2018 Erw. 4.1).

3.2.1  Für die Ermittlung des Einkommens, das der Versicherte ohne Invalidität 
erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der 
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der 
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 
fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 Erw. 4.1). Ausnahmen müssen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1 S. 
224; Urteile des Bundesgerichts 8C_488/2018 vom 13.3.2019 Erw. 3.2; 
8C_220/2018 vom 14.11.2018 Erw. 5.1). 

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3.2.2  Da die Invalidität der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit 
dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (Art. 8 Abs. 1 ATSG), ist auch 
die berufliche Weiterentwicklung zu berücksichtigen, die eine versicherte Person 
normalerweise vollzogen hätte. Allerdings müssen konkrete Anhaltspunkte dafür 
bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg 
und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. 
Blosse Absichtserklärungen der versicherten Person genügen nicht. Vielmehr 
muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits bei Eintritt des 
Gesundheitsschadens durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme 
eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan worden sein (vgl. BGE 
145 V 144 Erw. 5.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_367/2018 vom 25.9.2018 
Erw. 4.2).

3.3 Die Vorinstanz veranschlagte nach Massgabe der Lohnstrukturerhebung 
des Bundesamtes für Statistik (LSE 2016, Tabelle TA1, Männer, Kompetenz-
niveau 1, indexiert auf das Jahr 2017) ein Valideneinkommen von Fr. 67'102.-- 
(vgl. IV-act. 111-1/5). In der vorinstanzlichen Vernehmlassung (S. 4) wurde diese 
Herleitung zusätzlich sinngemäss damit begründet:

- dass der Versicherte die zuletzt ausgeübte Stelle bei Coop als 
Kommissionierer 2013 aus organisatorischen Gründen verloren habe (siehe 
IV-act. 68-5/16),

- dass er seit mindestens 2011 und mithin vor Eintritt des Gesundheitsschadens 
in diesem Bereich tätig war, wobei keine Hinweise bestünden, dass der 
Wechsel vom gelernten Beruf als Bäcker zum Kommissionierer aus 
gesundheitlichen Gründen erfolgte;

- dass der Versicherte - ungeachtet als Bäcker oder als Kommissionierer - beim 
letzten Arbeitgeber Coop, wo er seit 2003 (recte: 1997, vgl. IV-act. 35-1/3) tätig 
war, jahrelang zu einem Lohn von Fr. 60'580.-- beschäftigt gewesen sei (vgl. 
IV-act. 17-3/9);

- dass gemäss den IK-Auszügen der Versicherte in seinem gesamten 
Karriereverlauf regelmässig ein tieferes und nie ein höheres AHV-
beitragspflichtiges Einkommen erzielt habe (IV-act. 35);

- somit könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen 
werden, dass der Beschwerdeführer ohne seine gesundheitlichen 
Einschränkungen ein Einkommen in der geltend gemachten Grössenordnung 
von mindestens Fr. 71'000.-- erzielt hätte;

- dass der Versicherte zudem vor Eintritt des Gesundheitsschadens und im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns arbeitslos gewesen sei (seit 
Dezember 2013, vgl. IV-act. 27-6/8), weshalb es angezeigt sei, das 
Valideneinkommen anhand von den Tabellenlöhnen der LSE zu ermitteln;

- dass - nachdem der Versicherte über all die Jahre hinweg einen Lohn im 
Niedriglohnsegment erzielt habe - deswegen bei den LSE-Tabellenlöhnen vom 
tiefsten Kompetenzniveau auszugehen sei, zumal damit bzw. mit den von der 
IV-Stelle herangezogenen Fr. 67'102.-- der Versicherte bessere fahre als mit 
dem jemals effektiv erzielten Einkommen.

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3.4 Demgegenüber wird in der Beschwerde (S. 10f.) vorgebracht, dass der 
Versicherte seit der Ausbildung als Bäcker (1986 - 1989) durchwegs - abgesehen 
vom 17. Mai 1998 bis 31. März 2000 als Magaziner/Rüster beim VZ Coop Bern - 
bis Ende Mai 2011 als Bäcker arbeitete und dann vom 1. Juni 2011 bis 22. März 
2013 (= letzter Arbeitstag, IV-act. 17-2/9) als Kommissionierer beim VZ Bern-
Brünnen. Ohne jegliche gesundheitliche Einschränkung würde der Versicherte 
weiterhin als Bäcker erwerbstätig sein (er sei bei Coop zuerst Bäcker gewesen, 
welche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen immer schwieriger geworden 
sei). Als gelernter Bäcker (mit entsprechend langjähriger Berufserfahrung und 
einer gewissen Spezialisierung) könnte er sicher über Fr. 70'000.-- verdienen, 
zumal er dann auch wieder auch teilweise in der Nacht arbeiten bzw. 
entsprechende Nacht-/Sonntagszulagen erhalten würde. Gemäss der LSE 2016, 
TA1, privater Sektor, Ziffer 10-11 (Herstellung von Nahrungsmitteln, 
Getränkeherstellung) würde ein männlicher Arbeitnehmer im Kompetenzniveau 3 
bezogen auf eine 40-Stundenwoche monatlich Fr. 6'595.-- verdienen, was ein 
Jahreseinkommen von Fr. 79'140.-- ergäbe. Umgerechnet auf eine 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und nach Massgabe 
der Lohnentwicklung per 2017 (plus 0.4 %) würde ein Valideneinkommen im 
Jahre 2017 von Fr. 82'833.-- resultieren. 

3.5.1  Die Argumentation der Vorinstanz zur Ermittlung des massgebenden 
Valideneinkommens basiert sinngemäss darauf, dass der Versicherte "als 
gesunder Angestellter der Firma Coop" jahrelang nie mehr als Fr. 60'580.-- 
verdient habe (vgl. IV-act. 17) und dass er bei Eintritt des massgebenden 
Gesundheitsschadens arbeitslos (bzw. bereits nicht mehr Angestellter von Coop) 
gewesen sei (vgl. Vernehmlassung, S. 4). Diese Argumentation verkennt 
indessen, dass die gesundheitlichen Probleme des Versicherten viel früher 
begannen. Dem vorliegenden MEDAS-Gutachten ist zu entnehmen 
(Hervorhebungen im Fettdruck nicht im Original):

- dass der Explorand immer wieder Probleme mit dem offenen rechten Bein 
hatte (IV-act. 52-5/28 Ziff. 3.1.1 ab initio);

- dass der Explorand gemäss Fragebogen des Arbeitgebers häufig 
arbeitsunfähig geschrieben war (IV-act. 52-6/28, oberhalb der Mitte);

- dass bei der angiologischen Untersuchung vom 12. Juni 2017 u.a. festgehalten 
wurde, aufgrund einer Wundheilungsstörung nach Mikrotrauma im Bereich des 
rechten Beines seien vor 18 Jahren Abklärungen durchgeführt worden und die 
Diagnose eines posttrombotischen Syndroms rechts gestellt worden. Seitdem 
seien vor allem in den Sommermonaten rezidivierende Ulzera im Bereich 
des Innenknöchels und des medialen Unterschenkels rechts aufgetreten, 
welche bei verschiedenen Ärzten behandelt worden seien (IV-act. 52-18/28 
Mitte);

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- dass hinsichtlich der angiologischen Diagnosen unter postthrombotischem 
Syndrom (rechts) ein Status nach 3-Etagen TVT (tiefe Venenthrombose) ca. 
2002 angeführt wurde (IV-act. 52-19 Ziff. 4.4.3);

- dass hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit aus angiologischer Sicht u.a. ausgeführt 
wurde, bei rezidivierenden Ulzera im Bereich des rechten Beines und 
ausgeprägtem postthrombotischem Syndrom beidseits bestehe eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit als Bäcker, da eine rein stehende Arbeit über Stunden in der 
warmen Backstube nicht mehr möglich sei (zumal unter diesen Bedingungen das 
konsequente Tragen des Kompressionsstrumpfes nicht zumutbar sei und bei 
grösseren Läsionen auch ein hygienisches Problem bestehe, IV-act. 52-20/28, 
Ziff. 4.4.5);

- dass die MEDAS-Gutachter in der Gesamtbeurteilung im Abschnitt 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ausführten, beim Exploranden 
bestehe ein postthrombotisches Syndrom beidseits, links vor allem im Bereich 
der Vena poplitea, rechts über drei Etagen mit rezidiverenden Ulcera cruris. 
Diese Situation bestehe anamnestisch in wechselndem Ausmass seit dem 
Jahr 2000, (vgl. IV-act. 52-22/28 unten, analog auch IV-act. 52-20/28 oben);

- und dass die MEDAS-Gutachter die Arbeitsfähigkeit "über die Zeit gemittelt seit 
arbiträr dem März 2015 bzw. der Neuanmeldung bei der IV-Stelle vom Juli 2016" 
bestätigten, allerdings dazu ergänzten: "Retrospektiv war die Arbeitsfähigkeit 
intermittierend bei floriden Ulcera ganz aufgehoben, was sich jedoch nicht 
zeitlich eingrenzen lässt und bisher nicht zu einer dauerhaften Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit führte" (IV-act. 52-23/28 Ziff. 6.3).

Analog wurde auch beim Erstgespräch vom 8. April 2013 festgehalten, dass die 
offene Wunde am Bein, die immer wieder aufgehe, seit rund 15 Jahren bestehe 
(vgl. IV-act. 18-3/5 Mitte). 

3.5.2  Diese intermittierenden Arbeitsunfähigkeiten bei floriden Ulcera - eine 
Situation, welche gemäss MEDAS-Gutachten in wechselndem Ausmass seit 
2000 aufgetreten ist (IV-act. 52-20/28 oben und 52-22/28 unten) - vermögen zum 
einen plausibel zu erklären, weshalb der Versicherte (welcher seit November 
1997 für die Firma Coop arbeitete) seinen Lohn trotz zunehmender Erfahrung 
nicht steigern konnte. Zum andern leuchtet es auch ein, dass der Coop-interne 
Wechsel von der weitgehend stehenden Arbeit in der warmen Backstube zu 
einer Arbeit als Magaziner/Rüster bzw. Kommissionierer in einem engen 
Zusammenhang mit den rezidivierenden Ulcera-Problemen steht. Bei dieser 
Sachlage ist nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass der Versicherte ohne diese rezidivierenden Ulcera-
Probleme die Arbeit als Bäcker fortgeführt und diesbezüglich (ohne die 
genannten intermittierenden Arbeitsunfähigkeiten) seinen Lohn (inkl. Nacht- und 
allfälligen Sonntagszulagen) nach und nach gesteigert hätte. 

3.5.3  Für diese Annahme sprechen auch die nachfolgenden Überlegungen. 
Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK) ist zu entnehmen, dass der 
Versicherte im Jahre 2001 ein Einkommen von Fr. 59'938.-- erzielte (IV-act. 35-
2/3), welches im Folgejahr 2002 (in welchem das postthrombotische Syndrom mit 

11

Status nach "3-Etagen TVT ca. 2002" umschrieben wurde, vgl. IV-act. 52-19/28 
Ziff. 4.4.3) auf Fr. 36'703.-- absank (vgl. IV-act. 35-2/3). Knüpft man an dieses 
Einkommen 2001 an, welches nach der Aktenlage grundsätzlich noch kaum von 
rezidivierenden Ulcera-Problemen beeinflusst war, wäre zu erwarten gewesen, 
dass sich dieses Jahreseinkommen (ohne die erwähnten gesundheitlichen 
Probleme) nach Massgabe der Entwicklung des Nominallohnindexes (Index 1993 
= 100; Stand 2001 für Männer: 109.1; Stand 2017 für Männer: 129) auf 
durchschnittlich Fr. 70'871.-- (59'938 : 109.1 x 129 = 70'870.77) erhöht hätte.

3.5.4  Anzufügen ist, dass nach der LSE 2000 (TA1) ein Angestellter in der 
Herstellung von Nahrungsmitteln/Getränken (Ziffer 15) im Anforderungsniveau 3 
(= Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) monatlich Fr. 5'305.-- bzw. jährlich 
(x 12) Fr. 63'660.-- verdiente, was umgerechnet auf eine Wochenarbeitszeit von 
41.8 h/Woche (vgl. Die Volkswirtschaft 1-2004, S. 94 Tabelle B9.2) einen Betrag 
von Fr. 66'524.70 (63'660 : 40 x 41.8 = 66'524) ergibt. Berücksichtigt man zudem 
die Entwicklung des Nominallohnindexes für Männer (Stand 2000: 106.5; Stand 
2001: 109.1), erhöht sich der Durchschnittsverdienst in dieser Sparte per 2001 
auf Fr. 68'148.80 (66'524.70 : 106.5 x 109.1 = Fr. 68'148.77).

Vergleicht man diesen Durchschnittsverdienst in der genannten Sparte (mit 
Berufskenntnissen) per 2001 von Fr. 68'148.80 mit dem tatsächlichen Verdienst 
von Fr. 59'938.-- resultiert ein Minderverdienst von Fr. 8'210.80 bzw. von 13.69% 
(68'148.80 minus 59'938 = 8'210.80; 8'210.80 : 59'938 x 100 = 13.698). Ein 
solcher Minderverdienst bzw. ein solches unterdurchschnittliches 
Valideneinkommen rechtfertigt grundsätzlich die Anwendung der 
Rechtsprechung zur Einkommensparallelisierung, soweit das 
Invalideneinkommen nicht nach Massgabe des aktuell erzielten Verdienstes (bei 
einer 50%igen Erwerbstätigkeit), sondern nach den Tabellenlöhnen bemessen 
wird (siehe dazu nachfolgend).

3.6 Berücksichtigt man hinsichtlich des Invalideneinkommens das vom 
Versicherten bei einer 50%igen Erwerbstätigkeit bei der Firma Hornbach erzielte 
Einkommen von jährlich Fr. 28'600.-- (13x 2'200, vgl. IV-act. 96), wie die 
Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 5) zugestanden hat, resultiert im 
Vergleich zum oben hergeleiteten Valideneinkommen von Fr. 70'871.-- (vgl. Erw. 
3.5.3) ein IV-Grad von aufgerundet 60% (70'871 minus 28'600 = 42'271; 42'271 : 
70'871 x 100 = 59.64). Damit ist ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 
ausgewiesen.

3.7 Und selbst wenn entgegen den vorstehenden Ausführungen, an welchen 
weiterhin festzuhalten ist, dass massgebende Invalideneinkommen nach 

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Massgabe der Tabellenlöhne festzulegen wäre, bliebe es aus den folgenden 
Gründen bei einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Denn diesfalls müsste 
der in der angefochtenen Verfügung berücksichtigte Ausgangswert von Fr. 
33'551.-- (hergeleitet auf der LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, 
indexiert auf das Jahr 2017 = 67'102, davon 50%) zum einen nach der 
Rechtsprechung zur Einkommensparallelisierung korrigiert werden, wie 
nachfolgend dargelegt wird. Die angesprochene Parallelisierung der Einkommen 
trägt dem Umstand Rechnung, dass der Versicherte, welcher bereits als 
gesunder Arbeitnehmer nicht den Tabellenlohn erreichte, diesen als Invalider 
realistischerweise ebenfalls nicht erreichen kann, wobei allerdings nur in dem 
Umfang zu parallelisieren ist, in welchem die prozentuale Abweichung den 
Erheblichkeitsgrenzwert von 5% übersteigt (vgl. dazu Meyer/Reichmuth, a.a.O. N 
119ff. zu Art. 28a IVG; siehe auch BGE 135 V 297ff.). Damit wäre der statistische 
Tabellenlohn in Anlehnung an den in Erwägung 3.5.4 ermittelten Minderverdienst 
von 13.69% um 8.69% (13.69 minus 5) herabzusetzen. Zum andern wäre bei 
einer Ermittlung des Invalideneinkommens nach Massgabe der Tabellenlöhne für 
die gesundheitlichen Einschränkungen ein minimaler leidensbedingter Abzug zu 
gewähren, welcher notabene nicht bereits durch die Einkommensparallelisierung 
abgegolten wäre, da der oben ermittelte Minderverdienst grundsätzlich noch 
nicht durch die rezidivierenden Ulcera-Probleme verursacht wurde (vgl. den 
massiven Einkommensrückgang von Fr. 59'938.-- im Jahre 2001 auf Fr. 36'703.-- 
im Jahre 2002, IV-act. 35-2/3). In Anlehnung an die Argumentation in der 
Beschwerde (S. 12, Ziff. 43), wonach der Versicherte auf leichte Tätigkeiten mit 
strikter Möglichkeit zur Wechselposition angewiesen ist und wegen der 
Problematik mit dem "offenen Bein" immer wieder mit krankheitsbedingten 
Ausfällen rechnen muss, was ihn gegenüber Mitbewerbern benachteiligt, wäre 
ein minimaler leidensbedingter Abzug von 10% geboten. Damit würde sich der 
von der IV-Stelle für das massgebende Invalideneinkommen herangezogene 
Tabellenwert von Fr. 33'551.-- um insgesamt 18.69% (8.69 % durch 
Einkommensparallelisierung, 10% als leidensbedingter Abzug) reduzieren, was 
ein tabellarisches Invalideneinkommen von Fr. 27'280.-- ergäbe (33'551 : 100 x 
81.31 = 27'280.31), welcher sogar etwas unter den vom Versicherten beim 
aktuellen Arbeitgeber erzielten Verdienst läge. Nach dieser Berechnungsweise 
würde letztlich ein IV-Grad von 61.5% [statt 60% gemäss Erw. 3.6] resultieren 
(70'871 minus 27'280 = 43'591; 43'591 : 70'871 x 100 = 61.5).

3.7 Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit begründet, als der 
Versicherte ab 1. Februar 2020 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Die 
Festlegung des Rentenbetrages und der entsprechenden Rentennachzahlungen 
ist Sache der Verwaltung.

13

4. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt. Dies wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass 
das Gericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss einbehält 
und die Vorinstanz ihren Verfahrenskostenanteil dem Beschwerdeführer (bzw. 
dessen Rechtsvertreter) zu bezahlen hat. 

Zudem wird dem Beschwerdeführer für das dargelegte Teilobsiegen zu Lasten 
der IV-Stelle eine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen. In Beachtung 
des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), 
welcher für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 15 
GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter 
Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, 
Schwierigkeit, Umfang und der Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) 
und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist das reduzierte Honorar 
(inkl. Auslagen und MwSt) auf Fr. 1'750.-- festzulegen. 

14

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit teilweise gutgeheissen und die angefochte-
ne Verfügung entsprechend abgeändert, als der Beschwerdeführer im Sin-
ne der Erwägungen ab 1. Februar 2020 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 
hat. Die Festlegung des Rentenbetrages und der entsprechenden Nach-
zahlung von Rentenleistungen ist Sache der Verwaltung. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden den Parteien je zur Hälfte auf-
erlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass 
das Verwaltungsgericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvor-
schuss von Fr. 500.-- einbehält und die Vorinstanz dem Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 1'750.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zugesprochen 
(Auszahlung an den Rechtsvertreter).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die IV-Stelle (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. Oktober 2020