# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f48c0d4-e883-59dd-a7bf-f406aac4e71b
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-12
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 12.02.2021 601 2020 186
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2020-186_2021-02-12.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2020 186
601 2020 187
601 2020 188

Urteil vom 12. Februar 2021

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Marianne Jungo 
Richter: Christian Pfammatter

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Larissa Myriel Fricke

Parteien A.________, Beschwerdeführerin,

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt

Aufenthaltsbewilligung – ausländerrechtliche Verwarnung

Beschwerde vom 12. Oktober 2020 gegen die Verfügung vom 15. Septem-
ber 2020 bzw. vom 18. November 2020

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in Anbetracht dessen,

dass B.________, geboren im Jahr 1976, irakischer Staatsangehöriger ist. Er reiste im Jahr 1998 
in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. In der Folge wurde er vorläufig aufgenommen 
(Ausweis F); er erhielt später eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) und sodann eine Niederlas-
sungsbewilligung (Ausweis C); 

dass er am 14. Oktober 2014 in seinem Heimatland A.________ (Beschwerdeführerin) heiratete, 
die im Jahr 1978 geboren wurde und ebenfalls irakische Staatsangehörige ist. Sie stellte am 
4. März 2015 beim Schweizer Generalkonsulat in Istanbul (Türkei) einen Antrag auf Gewährung 
eines Visums D für den langfristigen Aufenthalt. Das Amt für Bevölkerung und Migration (Vorin-
stanz) ermächtigte das Generalkonsulat am 31. März 2015, dieses Visum auszustellen;

dass die Beschwerdeführerin am 8. Mai 2015 bei der Vorinstanz eine Ankunftserklärung einreichte 
und um eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs ersuchte; 

dass sie in der Folge von der Vorinstanz eine Aufenthaltsbewilligung erhielt, die mehrmals verlän-
gert wurde. Da das Ehepaar gemäss einem Bericht des Sozialdienstes Wünnewil-Flamatt und 
Ueberstorf (neu: Sozialdienst Sense-Unterland) ab dem 1. Februar 2016 finanziell unterstützt 
werden musste und überdies diverse Betreibungen und Verlustscheine gegen sie lauteten, wurde 
die Beschwerdeführerin anlässlich der Verfahren um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass sie und ihr Ehemann alles unternehmen müssten, um 
ihre finanzielle Situation zu verbessern und somit nicht mehr vom Sozialdienst abhängig zu sein 
bzw. mit der Rückzahlung ihrer Schulden zu beginnen;

dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann am 20. November 2018 von der Vorinstanz persön-
lich befragt wurden, um insbesondere über ihre finanziellen Verhältnisse, die ergriffenen Massnah-
men zur Arbeitssuche und zur Integration Auskunft zu geben. Die Beschwerdeführerin gab 
namentlich an, dass sie keine Arbeit und keine Ausbildung habe. Sie erkundige sich in ihrem 
Umfeld nach Stellen, beispielsweise im Bereich der Reinigung. Leider spreche sie aber nicht genü-
gend Deutsch, um eine Arbeit zu finden und müsse daher erst die Sprache lernen. Dafür besuche 
sie dreimal wöchentlich in ihrer Gemeinde einen Deutschkurs und nehme an Integrationsveranstal-
tungen teil. Ihr Mann helfe ihr viel, auch beim Erlernen der Sprache; dies sei wohl auch ein Grund, 
der ihn von der Arbeit abhalte. Ihr Ehemann gab anlässlich der Befragung namentlich an, dass er 
eine Arbeitsstelle suche, der Bereich sei ihm egal. Er habe im letzten Jahr drei Monate für eine 
Baufirma als Mithilfe gearbeitet, sei dann aber zusammen mit anderen Mitarbeitern gekündigt 
worden. Nun habe er eine Stelle als Umzugshelfer in Aussicht;

dass der Sozialdienst Sense-Unterland am 14. Februar 2020 erneut Bericht an die Vorinstanz 
erstattete. Er informierte, dass die monatliche Unterstützung des Ehepaars ab Februar 2020 
CHF 1'719.- betrage. Die Gesamtschuld gegenüber dem Sozialdienst belaufe sich auf 
CHF 91'196.55;

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 15. September 2020 die Aufenthaltsbewilligung der 
Beschwerdeführerin nicht erneuerte und sie aus der Schweiz weggewiesen hat;

dass der Sozialdienst Sense-Unterland am 22. September 2020 der Vorinstanz bestätigte, dass 
das Ehepaar von Februar bis Mai 2016 und von Februar 2017 bis Juni 2020 finanziell unterstützt 
worden sei. Seit Juli 2020 beziehe das Paar keine Sozialhilfeleistungen mehr, da der Ehemann 

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seit Anfang Juni einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgehe und damit den Lebensunterhalt 
finanzieren könne;

dass die Beschwerdeführerin am 12. Oktober 2020 Beschwerde (601 2020 186) gegen die vorin-
stanzliche Verfügung vom 15. September 2020 (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und Wegwei-
sung aus der Schweiz) erhob. Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 
die Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung. Zudem beantragte sie in verfahrensrechtlicher 
Hinsicht, dass ihr für die Dauer des Verfahrens gestattet werde, in der Schweiz zu bleiben und zu 
arbeiten (601 2020 188). Weiter ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
(601 2020 187);

dass der Ehemann der Vorinstanz am 29. Oktober 2020 seinen Arbeitsvertrag vom 20. Mai 2020 
zustellte, wonach er seit dem 1. Juni 2020 vollzeitlich als Pizzaiolo und Koch in C.________ arbei-
tet. Am 4. November 2020 übermittelte er zudem die Lohnabrechnungen von Juni bis September 
2020;

dass sich die gesamte Sozialhilfeschuld des Ehepaars gemäss dem Bericht des Sozialdienstes 
Sense-Unterland vom 5. November 2020 an diesem Datum auf CHF 101'067.05 beläuft;

dass die Vorinstanz am 18. November 2020 die angefochtene Verfügung vom 15. September 
2020 wiedererwägungsweise pendente lite aufgehoben hat. Die Aufenthaltsbewilligung der 
Beschwerdeführerin wurde verlängert und ihr wurde der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung sowie 
die Wegweisung aus der Schweiz angedroht (ausländerrechtliche Verwarnung); 

dass sich die Beschwerdeführerin hierauf vor dem Kantonsgericht nicht mehr vernehmen liess und 
ihre Beschwerde namentlich nicht zurückzog;

erwägend,

dass das Kantonsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist (Art. 114 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 
SGF 150.1] in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 13. Novem-
ber 2007 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AGAIG; SGF 114.22.1]). Die 
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwer-
defrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG);

dass mit der Beschwerde an das Kantonsgericht die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können. Die Rüge der Unangemessenheit ist 
vorliegend ausgeschlossen (vgl. Art. 77 f. VRG);

dass nach Art. 85 VRG mit der Einreichung der Beschwerde die Zuständigkeit zur Behandlung der 
Sache, die Gegenstand der Beschwerde ist, auf die Beschwerdeinstanz übergeht (Abs. 1). Die 
Vorinstanz kann jedoch den angefochtenen Entscheid ändern oder aufheben, solange sie ihre 
Bemerkungen zur Beschwerdeschrift nicht abgeschickt hat. Den neuen Entscheid eröffnet sie ohne 
Verzug den Parteien und bringt ihn der Beschwerdeinstanz zur Kenntnis (Abs. 2). Die Beschwer-
deinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese durch den neuen Entscheid 

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nicht gegenstandslos geworden ist. Ein neuer Schriftenwechsel findet statt, wenn der neue 
Entscheid auf einem erheblich veränderten Sachverhalt beruht oder eine erheblich veränderte 
Rechtslage schafft (Abs. 3);

dass vorliegend die Beschwerde – soweit sie sich gegen den am 15. September 2020 ausgespro-
chenen Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz richtete – durch 
die vorinstanzliche Wiedererwägung pendente lite vom 18. November 2020 gegenstandslos 
wurde;

dass indes die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit der wiedererwägungsweise getroffenen 
Verfügung vom 18. November 2020 den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung sowie die Wegwei-
sung aus der Schweiz androhte und die Beschwerde hinsichtlich dieser ausländerrechtlichen 
Verwarnung nicht gegenstandslos wurde, zumal sich die Beschwerdeführerin im Anschluss an die 
Wiedererwägung vor dem Kantonsgericht nicht vernehmen liess und die Beschwerde namentlich 
nicht zurückzog; 

dass das Kantonsgericht demnach zu beurteilen hat, ob der Beschwerdeführerin zu Recht der 
Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz angedroht wurden;

dass gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslände-
rinnen und Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20) die zuständige Behörde eine 
Aufenthaltsbewilligung namentlich widerrufen bzw. die Verlängerung der Bewilligung verweigern 
kann, wenn die Ausländerin oder der Ausländer oder eine Person, für die sie oder er zu sorgen 
hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. Der Widerrufsgrund ist erfüllt, wenn konkret die Gefahr einer 
fortgesetzten Sozialhilfeabhängigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken genügen nicht. Für die 
Beurteilung der Gefahr der Sozialhilfeabhängigkeit ist von den aktuellen Verhältnissen auszuge-
hen; die zu erwartende finanzielle Entwicklung ist aber auf längere Sicht abzuwägen. Ausschlag-
gebend ist eine Prognose zur voraussichtlichen Entwicklung der finanziellen Situation in Berück-
sichtigung der realisierbaren Einkommensaussichten sämtlicher Familienmitglieder (Urteile BGer 
2C_851/2014 vom 24. April 2015 E. 4; 2C_31/2012 vom 15. März 2012 E. 2.2 in fine). Beim Wider-
rufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG geht es in erster Linie darum, eine zusätzliche und somit 
künftige Belastung der öffentlichen Wohlfahrt zu vermeiden. Der auf diese Bestimmung gestützte 
Widerruf der Bewilligung (bzw. deren Nichtverlängerung) fällt grundsätzlich in Betracht, wenn eine 
Person hohe finanzielle Unterstützungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden 
kann, dass sie in Zukunft für ihren Lebensunterhalt sorgen wird (Urteile BGer 2C_395/2017 vom 
7. Juni 2018 E. 3.1; 2C_949/2017 vom 23. März 2018 E. 4.1). Ob und inwieweit die betroffene 
Person ein Verschulden an der Sozialhilfebedürftigkeit trifft, beschlägt nicht die Frage des Wider-
rufsgrundes, sondern die Verhältnismässigkeitsprüfung (Urteile BGer 2C_775/2017 vom 28. März 
2018 E. 3.2; 2C_395/2017 vom 7. Juni 2018 E. 3.2);

dass, wenn der Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit vorliegt, zu prüfen ist, ob die damit 
verbundene aufenthaltsbeendende Massnahme verhältnismässig erscheint. Nach der bundesge-
richtlichen Praxis sind für die Beurteilung, ob dies der Fall ist, namentlich die Schwere des 
Verschuldens an der Sozialhilfeabhängigkeit, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisheri-
gen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie drohenden Nachteile zu 
berücksichtigen; zu beachten ist auch die Qualität der sozialen, kulturellen und familiären Bezie-
hungen sowohl im Gast- wie im Heimatland (siehe Urteil BGer 2C_13/2018 vom 16. November 
2018 E. 3.3);

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dass entsprechend auch Art. 96 AIG vorsieht, dass die zuständige Behörde bei der Ermessens-
ausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie die Integration der 
Betroffenen berücksichtigt (Abs. 1). Ist eine Massnahme begründet, aber den Umständen nicht 
angemessen, so kann die betroffene Person unter Androhung dieser Massnahme verwarnt werden 
(Abs. 2);

dass in casu das Ehepaar laut dem Bericht des Sozialdienstes Sense-Unterland vom 14. Februar 
2020 bis zu diesem Datum insgesamt eine Sozialhilfeschuld von CHF 91'196.55 aufwies. Am 
22. September 2020 berichtete der Sozialdienst, dass das Ehepaar von Februar 2016 bis Mai 
2016 und von Februar 2017 bis Juni 2020 finanziell unterstützt wurde. Gemäss dem neuesten 
Bericht des Sozialdienstes vom 5. November 2020 belief sich schliesslich die gesamte Sozialhilfe-
schuld an diesem Datum auf CHF 101'067.05; 

dass damit offensichtlich ist, dass die Beschwerdeführerin hohe finanzielle Unterstützungsleistun-
gen durch den Sozialdienst erhalten hat. Sie hat bis heute offenbar keine bzw. keine längere 
Arbeitstätigkeit gefunden bzw. aufgenommen. Anlässlich der persönlichen Befragung bei der 
Vorinstanz brachte sie namentlich vor, dass sie zuerst besser Deutsch lernen müsse und daher 
den Besuch des Deutschkurses priorisieren möchte. Auch ihr Ehemann war in den vergangenen 
Jahren lediglich während weniger Monate arbeitstätig und überdies zeitweise arbeitslos gemeldet. 
Zwar konnte er am 1. Juni 2020 eine Stelle als Pizzaiolo und Koch antreten und dem Ehepaar 
gelingt es seither, ohne Unterstützung des Sozialdienstes zu leben. Dennoch besteht jedenfalls ein 
hohes Risiko, dass die Beschwerdeführerin bzw. ihr Ehemann auch in Zukunft nicht für ihren 
Lebensunterhalt sorgen können und unterstützt werden müssen, zumal er in C.________ arbeitet 
und folglich auch einen verhältnismässig langen Arbeitsweg hat;

dass indes die Vorinstanz eine aufenthaltsbeendende Massnahme mit der wiedererwägungsweise 
getroffenen Verfügung vom 18. November 2020 als unverhältnismässig erachtete und der 
Beschwerdeführerin den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung aus der 
Schweiz lediglich androhte (ausländerrechtliche Verwarnung);

dass hinsichtlich der Verhältnismässigkeit insbesondere zu berücksichtigen ist, dass die 
Beschwerdeführerin zwar erst seit etwas über 5 Jahren in der Schweiz lebt und – auch aufgrund 
ihrer nach wie vor schlechten Deutschkenntnisse – eher schlecht integriert ist. Sie bemüht sich 
zwar offenbar namentlich, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, wie erwähnt ist es ihr aber 
bisher nicht gelungen, eine (längere) Arbeitstätigkeit zu finden. Die weitere Sozialhilfeabhängigkeit 
konnte indes durch die Aufnahme einer Arbeit durch ihren Mann abgewendet werden. Damit 
gelingt es dem Ehepaar derzeit, ohne Unterstützungsleistungen des Sozialdienstes auszukom-
men. Auch hätte die Beschwerdeführerin bei einer Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung 
gerade auch mit Blick auf ihre Familiensituation schwerwiegende persönliche Nachteile zu tragen;

dass sich folglich die der Beschwerdeführerin mit der Verfügung vom 18. November 2020 erteilte 
ausländerrechtliche Verwarnung – nämlich die Androhung des Widerrufs der Aufenthaltsbewilli-
gung und der Wegweisung aus der Schweiz – als verhältnismässig erweist;

dass sich überdies auch aus Art. 8 EMRK zum Recht auf Anspruch des Privat- und Familienlebens 
keine weitergehenden Ansprüche ergeben, da die getroffene Massnahme wie erwähnt unter 
Berücksichtigung sämtlicher Umstände gerechtfertigt erscheint (siehe BGE 144 I 266 E. 3.7; Urteil 
BGer 2C_679/2019 vom 23. Dezember 2019 E. 3.3); 

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dass damit im Ergebnis die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht mit der Verfügung vom 
18. November 2020 androhte, dass ihre Aufenthaltsbewilligung widerrufen wird und sie aus der 
Schweiz weggewiesen wird; 

dass die Beschwerde (601 2020 186) folglich abzuweisen ist, soweit sie nicht durch die wiederer-
wägungsweise getroffene Verfügung vom 18. November 2020 – mit der auf die Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung verzichtet wurde und diese Massnahmen stattdes-
sen lediglich angedroht wurden – gegenstandslos wurde;

dass in Anbetracht der Umstände ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet 
wird (Art. 129 VRG);

dass damit das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (601 2020 187) als 
gegenstandslos abzuschreiben ist; 

dass mit dem sofortigen Entscheid in der Hauptsache auch das Gesuch um Gewährung vorsorgli-
cher Massnahmen (601 2020 188) als gegenstandslos abzuschreiben ist; 

erkennt der Hof:

I. Die Beschwerde (601 2020 186) wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos 
geworden ist.

II. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird verzichtet. 

III. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (601 2020 187) wird als 
gegenstandslos abgeschrieben.

IV. Das Gesuch um Gewährung vorsorglicher Massnahmen (601 2020 188) wird als gegen-
standslos abgeschrieben. 

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. 

Freiburg, 12. Februar 2021/dgr

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin: