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**Case Identifier:** 875f3a23-1b74-5011-b716-dbd2184aea6a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 17.07.2019 KSK 2019 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2019-27_2019-07-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Entscheid vom 17. Juli 2019

Referenz KSK 19 27

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Brunner und Hubert
Baldassarre, Aktuar

Parteien X._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. LL.M. Martina Zarn
SwissLegal Lardi & Partner AG, Reichsgasse 65, 7000 Chur 

gegen

Y._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fabrizio Visinoni
Via dal Bagn 3, Postfach 3086, 7500 St. Moritz 

Gegenstand provisorische Rechtsöffnung

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Maloja vom 22. 
März 2019, mitgeteilt am 22. März 2019 (Proz. Nr. 335-2019-25)

Mitteilung 23. Juli 2019

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I. Sachverhalt

A. Die Gläubigerin X._____ (fortan: Beschwerdeführerin) ist eine Aktiengesell-
schaft L.1_____ Rechts mit Sitz in O.1_____, L.1_____. Der Schuldner Y._____, 
wohnhaft in O.2_____, L.1_____ (fortan: Beschwerdegegner), hat mit der Be-
schwerdeführerin am 28. Mai 2009 einen beidseits unterzeichneten und öffentlich 
beurkundeten Darlehensvertrag abgeschlossen, der am 30. Juli 2012 mittels Än-
derungsvertrag ergänzt wurde. 

B. Auf Begehren der Beschwerdeführerin verarrestierte der Einzelrichter am 
Regionalgericht Maloja mit Arrestbefehl vom 4. Januar 2019 (Proz.-Nr. 335-2018-
262) folgende Vermögenswerte des Beschwerdegegners gestützt auf Art. 271 
Abs. 1 Ziff. 4 SchKG (act. Vorinstanz II.3, S. 4): Stockwerkeigentum Nr. _____, 
117/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. _____, Grundbuch O.3_____ (4½-
Zimmerwohnung Nr. 9 im Dachgeschoss, mit Keller Nr. 9 im Untergeschoss); Mit-
eigentumsanteil Nr. _____, 1/9 Miteigentum an Grundstück Nr. _____, Grundbuch 
O.3_____ (Benützungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. 9); sämtliche Vermögenge-
genstände und Herausgabeansprüche aus Depotverträgen und Treuhandverhält-
nissen desselben bei der B.1_____ und bei B.2_____. Die Arresturkunde wurde 
am 15. Januar 2019 ausgefertigt. 

C. Daraufhin leitete die Beschwerdeführerin beim Betreibungs- und Konkur-
samt der Region Maloja die Prosequierungsbetreibung gegen den Beschwerde-
gegner ein (Betreibung Nr. _____). Der Zahlungsbefehl datiert vom 21. Januar 
2019 und wurde dem Beschwerdegegner am 28. Januar 2019 zugestellt, worauf 
dieser gleichentags Rechtsvorschlag erhob.

D. Mit Eingabe vom 4. Februar 2019 an das Regionalgericht Maloja beantragte 
die Beschwerdeführerin, es sei ihr in der Betreibung Nr. _____ des Betreibungs- 
und Konkursamtes der Region Maloja provisorische Rechtsöffnung für die Beträge 
von CHF 2'406'272.30, CHF 55'825.97, CHF 2'000.00, CHF 915.80 sowie CHF 
413.30, jeweils zuzüglich Zinsen, zu erteilen, unter Kosten- und Entschädigungs-
folgen zulasten des Beschwerdegegners. Sie legte im Wesentlichen den Darle-
hensvertrag vom 28. Mai 2009 sowie den diesbezüglichen Abänderungsvertrag 
vom 30. Juli 2012 zu den Akten. 

E. Der Beschwerdegegner bestritt mit Stellungnahme vom 4. März 2019 die 
Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Die provisorische Rechtsöffnung könne 
nur erteilt werden, wenn der Betreibungsort zugleich ein Gerichtsstand 
nach Massgabe des Lugano-Übereinkommens sei oder zumindest an einem an-

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deren Ort in der Schweiz ein Gerichtsstand nach diesem Übereinkommen gege-
ben sei. 

F. Die Beschwerdeführerin äusserte sich nicht mehr zu dieser Eingabe. 

G. Mit Entscheid vom 22. März 2019, welcher den Parteien an demselben Tag 
mitgeteilt wurde und dem Beschwerdeführer am 25. März 2019 zugestellt wurde, 
trat der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja auf das Gesuch nicht ein. Im Sin-
ne des Beschwerdegegners begründete die Vorinstanz den Entscheid im Wesent-
lichen damit, dass gegenüber einem Schuldner, der seinen Wohnsitz in einem 
Vertragsstaat des Lugano-Übereinkommen habe, an einem Betreibungsort, der 
nicht zugleich Gerichtsstand nach dem Lugano-Übereinkommen sei, keine provi-
sorische Rechtsöffnung erteilt werden dürfe. Das provisorische Rechtsöffnungs-
verfahren sei unter funktionellen Gesichtspunkten ein kontradiktorisches Erkennt-
nisverfahren mit beschränkter Kognition und falle demnach nicht unter Art. 22 Ziff. 
5 LugÜ, welches ausschliesslich Vollstreckungsverfahren betreffe. 

H. Mit Beschwerde vom 4. April 2019 beantragt die Beschwerdeführerin die 
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Erteilung der provisorischen 
Rechtsöffnung für die in Betreibung gestellten Forderungen, eventualiter die 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung, unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners. Ferner beantragt 
sie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Materiell stützt sich die Beschwer-
deführerin im Wesentlichen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 22 
Ziff. 5 LugÜ und Art. 16 Ziff. 5 aLugÜ, wonach die provisorische Rechtsöffnung 
einen derart engen Bezug zur Zwangsvollstreckung habe, dass diese als Vollstre-
ckungsverfahren zu qualifizieren sei und dementsprechend unter besagte Be-
stimmungen falle. Demnach seien für die provisorische Rechtsöffnung die Gerich-
te am schweizerischen Betreibungsort ohne Rücksicht auf den Wohnsitz des Be-
schwerdegegners ausschliesslich zuständig.

I. Demgegenüber beantragt der Beschwerdegegner in seiner fristgerecht am 
16. April 2019 eingereichten Beschwerdeantwort die Abweisung der Beschwerde, 
eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Beurtei-
lung. Er macht erneut geltend, das provisorische Rechtsöffnungsverfahren könne 
als kontradiktorisches Erkenntnisverfahren mit beschränkter Kognition nicht an 
einem Betreibungsort durchgeführt werden, der nicht gleichzeitig ein Gerichts-
stand des Lugano-Übereinkommens ist. Die beschwerdegegnerische Auffassung 
wird namentlich damit begründet, dass der Rechtsöffnungsrichter auch die materi-
elle Begründetheit der Forderung einer summarischen Prüfung unterziehe. Gegen 

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die Erteilung der aufschiebenden Wirkung erhob der Beschwerdegegner keine 
Einwendungen. 

J. Am 3. Mai 2019 erteilte die Vorsitzende der Schuldbetreibungs- und Kon-
kurskammer des Kantonsgerichts von Graubünden der Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung.

II. Erwägungen

1.1. Gegen erstinstanzliche Entscheide über Rechtsöffnungsbegehren ist die 
Berufung unzulässig, weshalb für deren Anfechtung einzig das Rechtsmittel der 
Beschwerde zur Verfügung steht (Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO in Verbindung mit 
Art. 319 lit. a ZPO). Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht von Graubünden 
(Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[EGzZPO; BR 320.100]), wobei die Beurteilung in die Zuständigkeit der Schuldbe-
treibungs- und Konkurskammer fällt, wenn es um Streitsachen auf dem Gebiet des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts geht, für welche das summarische Verfah-
ren gilt (Art. 8 Abs. 2 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts 
[KGV; BR 173.100]). Letzteres ist namentlich bei Rechtsöffnungssachen der Fall 
(Art. 251 lit. a ZPO). Da der Streitwert von CHF 5'000.00 vorliegend überschritten 
und das Rechtsmittel nicht offensichtlich unzulässig ist, entscheidet das Kollegial-
gericht (Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO e contrario). Bei Anfechtung eines im summa-
rischen Verfahren ergangenen Entscheides beträgt die Beschwerdefrist zehn Ta-
ge (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz einzu-
reichen, und zwar schriftlich, begründet sowie unter Beilegung des angefochtenen 
Entscheides (vgl. Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO).

1.2. Der vorliegend angefochtene Entscheid datiert vom 22. März 2019 und 
wurde dem Beschwerdegegner am 25. März zugestellt (act. B.1, letzte Seite). Die 
dagegen erhobene Beschwerde vom 4. April 2017 erweist sich damit als fristge-
recht. 

2.1. Nach Art. 320 ZPO kann mit der Beschwerde die unrichtige Rechtanwen-
dung (lit. a) und die offensichtlich unrichtige und damit willkürliche Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. In Rechtsfragen verfügt die Beschwerdein-
stanz daher über eine freie Kognition, die derjenigen der Vorinstanz entspricht 
(vgl. Myriam A. Gehri, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], Schweizerische 
Zivilprozessordnung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2015, N 2 zu Art. 320 ZPO). 

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2.2. Die Beschwerdeführerin rügt die unrichtige Anwendung des Art. 22 Ziff. 5 
LugÜ. Somit liegt ein zulässiger Beschwerdegrund i.S.v. Art. 320 lit. a ZPO vor. 
Den formellen Anforderungen an die Beschwerde ist damit Genüge getan.

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt die Rechtmässigkeit des vorinstanzlichen Ent-
scheides unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die 
provisorische Rechtsöffnung aufgrund ihres engen Bezuges zur Zwangsvollstre-
ckung unter Art. 22 Ziff. 5 LugÜ fällt (BGE 136 III 566 E. 3.3 in fine). Insgesamt 
stimmt die neuere Lehre der bundesgerichtlichen Auffassung mehrheitlich zu (vgl. 
Dominik Vock, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar Schuldbetreibungs- und Kon-
kursgesetz, 2. Aufl., Basel 2014, N 9 zu Art. 84 SchKG; Jolanta Kren Kostkiewicz, 
Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht, Lugano-Übereinkommen und 
weitere Erlasse, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2019, N 45 f. zu Art. 22 LugÜ; Jolanta 
Kren Kostkiewicz/Ilija Penon, in: BlSchK 6/2012, S. 213 ff., S. 225 f.; Dominik Bae-
riswyl/Dominik Milani/Jean-Daniel Schmid, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], 
Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Kommentar, 4. Aufl., Zürich 
2017, N 18 zu Art. 30a SchKG). Dasselbe gilt für die neuere kantonale Rechtspre-
chung, inklusive derjenigen des Obergerichts Zürich, welches sich vor dem bun-
desgerichtlichen Leitentscheid gegen die Anwendbarkeit von Art. 22 Ziff. 5 LugÜ 
auf die provisorische Rechtsöffnung ausgesprochen hatte (Urteile des Oberge-
richts Zürich RT130117 vom 29. Oktober 2013, E. II.1; RT120084 vom 13. Sep-
tember 2012, E. II.2, RT140097 vom 6. März 2015, E. III.2; Urteil des Kantonsge-
richts Freiburg vom 22. August 2016, RFJ 2016, S. 405 ff., S. 412, E. 5e).     

3.2.1. Demgegenüber wird die gegenteilige Auffassung heute hauptsächlich von 
Autoren vertreten, die bereits in BGE 136 III 566 E. 3.2 als Vertreter der in jenem 
Entscheid verworfenen Lehrmeinung aufgeführt wurden. Diese Autoren erachten 
die höchstgerichtliche Auslegung von Art. 22 Ziff. 5 LugÜ als fehlerhaft (Alexander 
R. Markus, Rechtsöffnung in internationalen Konstellationen, in: ZZZ 38/2016, S. 
147 ff., S. 154 f.; Daniel Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 
SchKG, 2. Aufl., Basel 2010, N 24 f. zu Art. 84 SchKG; Daniel Staehelin, in Bau-
er/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und 
Konkurs, Ergänzungsband zur 2. Aufl., Basel 2017, Note ad 24 zu Art. 84 SchKG; 
aus der neueren Lehre Gerhard Walter/Tanja Domej, Internationales Zivilprozess-
recht der Schweiz, 5. Aufl., Zürich 2012, S. 284).

3.2.2. Gegen die Anwendbarkeit von Art. 22 Ziff. 5 LugÜ auf provisorische 
Rechtsöffnungen wird in den seit dem bundesgerichtlichen Leitentscheid im Jahr 
2010 publizierten Lehrmeinungen insbesondere hervorgebracht, die zugrunde lie-

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genden privatschriftlichen Schuldanerkennungen würden nicht unter den vertrags-
autonom auszulegenden Begriff des Vollstreckungstitels fallen. Als Vollstreckungs-
titel im Sinne des Lugano-Übereinkommens seien ausschliesslich gerichtliche 
Entscheidungen, gerichtliche Vergleiche und vollstreckbare öffentliche Urkunden 
zu qualifizieren (Alexander R. Markus, a.a.O., S. 154). Dieser Ansicht ist jedoch 
entgegenzuhalten, dass sich die Umschreibung "Verfahren, welche die Zwangs-
vollstreckung aus Entscheidungen zum Gegenstand haben" dem Normzweck ent-
sprechend (vgl. sogleich E. 3.2.3) allgemein auf kontradiktorische Verfahren be-
zieht, die einen unmittelbaren Bezug zur Zwangsvollstreckung haben (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_360/2012 vom 28. Januar 2013, E. 3.1; BGE 138 III 11 E. 
7.2.4; BGE 136 III 566 E. 3.3; Jan Kropholler/Jan von Hein, Europäisches Zivilpro-
zessrecht, 9. Aufl., Frankfurt am Main 2011, N 61 zu Art. 22 EuGVVO; Reinhold 
Geimer, in: Geimer/Schütze [Hrsg.], Münchner Kommentar Europäisches Zivilver-
fahrensrecht, 3. Aufl., München 2010, N 272 zu Art. 22 Ziff. 5 LugÜ; Walter A. 
Stoffel, Ausschliessliche Gerichtsstände des Lugano-Übereinkommens und 
SchKG-Verfahren, insbesondere Rechtsöffnung, Widerspruchsklage und Arrest, 
in: Schwander/Stoffel [Hrsg.], Festschrift Oscar Vogel, Freiburg 1991, S. 357 ff., S. 
372). Art. 22 Ziff. 5 LugÜ kann dementsprechend auch dann einschlägig sein, 
wenn (noch) keine gerichtliche Entscheidung vorliegt (Laurent Killias, in: Schnyder 
[Hrsg.], Lugano-Übereinkommen zum internationalen Zivilverfahrensrecht, Kom-
mentar, Zürich/St. Gallen 2011, N 26 zu Art. 22 Ziff. 5 LugÜ).

3.2.3. Teleologisch wird die der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entgegen-
stehende Ansicht mit dem Argument begründet, die Anwendbarkeit von Art. 22 
Ziff. 5 LugÜ auf provisorische Rechtsöffnungen laufe allgemein der durch das 
Übereinkommen bezweckten Verhinderung exorbitanter Gerichtsstände zuwider. 
Der Schutz vor beziehungsarmen Zuständigkeitsanmassungen werde vereitelt, 
wenn der Gläubiger am Vollstreckungsort einen Vollstreckungstitel erwirken kön-
ne, ohne dass vorher ein Titelproduktionsverfahren an einem Erkenntnisgerichts-
stand hätte durchgeführt werden können (Alexander R. Markus, Internationales 
Zivilprozessrecht [zit: IZPR], Bern 2014, Rz. 1132). Wären bei einer in der 
Schweiz erhobenen Prosequierungsbetreibung Gläubiger und Schuldner in einem 
durch das Lugano-Übereinkommen gebundenen Drittstaat domiziliert, würde der 
Schuldner bei Gutheissung des Rechtsöffnungsgesuchs und ungenutzter Frist zur 
Erhebung der Aberkennungsklage um den konventionsrechtlichen Erkenntnisge-
richtstand des Wohnsitzes oder Sitzes gebracht (Alexander R. Markus, IZPR, Rz. 
1133). Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden, weil gerade mittels der Aberken-
nungsklage, die als materiell-rechtliche Klage nicht Art. 22 Ziff. 5 LugÜ untersteht 
(vgl. Andreas Güngerich, in: Oetiker/Weibel [Hrsg.], Basler Kommentar, Lugano-

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Übereinkommen, 2. Aufl., Basel 2016, N 83 zu Art. 22 LugÜ), ein Erkenntnisver-
fahren an einem konventionsrechtlichen Erkenntnisgerichtsstand durchgeführt 
werden kann (in diesem Sinne auch Dominik Baeriswyl/Dominik Milani/Jean-
Daniel Schmid, a.a.O., N 18 zu Art. 30a SchKG). Dementsprechend begründet die 
Bejahung der Anwendbarkeit von Art. 22 Ziff. 5 LugÜ auf provisorische Rechtsöff-
nungen keinen verpönten exorbitanten Gerichtsstand.

3.3. Im Lichte obiger Erwägungen besteht kein hinreichender Grund, um von der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung abzuweichen. Es kann daher nicht an der 
früheren Rechtsprechung des Kantonsgerichts von Graubünden festgehalten wer-
den, welche bei provisorischen Rechtsöffnungen im eurointernationalen Verhältnis 
die ausschliessliche Zuständigkeit am Vollstreckungsort verneinte (PKG 1999 Nr. 
19 E. 1). In der vorliegenden Sache sind demnach schweizerische Gerichte inter-
national zuständig.  

4. Aufgrund der internationalen Zuständigkeit der schweizerischen Gerichte ist 
die örtliche Zuständigkeit des Regionalgerichts Maloja zu bejahen. Die Beschwer-
de ist daher gutzuheissen und der Nichteintretensentscheid des Einzelrichters am 
Regionalgericht Maloja aufzuheben. Zur Wahrung des doppelten Instanzenzuges 
bezüglich der materiellen Beurteilung des Rechtsöffnungsgesuches (Art. 75 Abs. 2 
BGG; vgl. zur Berufung Benedikt Seiler, Die Berufung nach ZPO, Zürich 2013, Rz. 
1533, Ziff. 1) wird die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen (Art. 327 Abs. 3 lit. 
a ZPO).

5.1. Die Spruchgebühr wird von der unterliegenden Partei getragen (Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Gemäss Art. 48 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG; SR 281.35) kann die Spruchgebühr 
für einen gerichtlichen Entscheid in betreibungsrechtlichen Summarsachen bei 
einem Streitwert von über CHF 1'000'000.00 zwischen CHF 120.00 und 2'000.00 
liegen. Gemäss Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG kann das obere Gericht, an das eine 
betreibungsrechtliche Summarsache weitergezogen wird, für seinen Entscheid 
eine Gebühr erheben, die höchstens das Anderthalbfache der für die Vorinstanz 
zulässigen Gebühr beträgt. Vorliegend beträgt die maximale Spruchgebühr CHF 
3'000.00. Aufgrund des verursachten Aufwandes rechtfertigt sich eine Spruchge-
bühr von CHF 2'000.00, die der unterliegende Beschwerdegegner zu tragen hat. 

5.2.1. Ob und in welcher Höhe der obsiegenden Partei eine Parteientschädigung 
(Art. 95 Abs. 1 lit. b ZPO) zuzusprechen ist, bestimmt sich nach den allgemeinen 
Regeln der ZPO und des in Art. 96 ZPO vorbehaltenen kantonalen Rechts. Die 
Parteientschädigung wird der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 

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ZPO). Parteikosten werden – entsprechend der geltenden Dispositionsmaxime 
(Art. 58 Abs. 1 ZPO; Benedikt A. Suter/Cristina von Holzen, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2016, N 30 zu Art. 95 ZPO) – nur auf Antrag zu-
gesprochen (Art. 105 Abs. 2 ZPO; BGE 139 III 334 E. 4.3; Adrian Urwyler/Myriam 
Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016, N 4 zu Art. 105 ZPO). Bei berufsmässiger 
Vertretung umfasst die Parteientschädigung die Kosten derselben (Art. 95 Abs. 3 
lit. b ZPO), wobei sich die Höhe grundsätzlich nach dem anwendbaren kantonalen 
Tarif richtet. Im Kanton Graubünden ist die Parteientschädigung für die Kosten der 
anwaltlichen Vertretung in Gerichtsverfahren in der Verordnung über die Bemes-
sung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) 
geregelt. Gemäss Art. 2 HV setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung 
der obsiegenden Partei nach Ermessen fest (Abs. 1). Sie geht dabei vom Betrag 
aus, welcher der entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung 
in Rechnung gestellt wird, soweit der vereinbarte Stundenansatz üblich ist und 
keine Erfolgszuschläge enthält (Abs. 2 Ziff. 1), der geltend gemachte Aufwand an-
gemessen und für die Prozessführung erforderlich ist (Abs. 2 Ziff. 2) und die ge-
forderte Entschädigung nicht eine von der Sache bzw. von den legitimen Rechts-
schutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigte Belastung der unterliegenden Partei 
zur Folge hat (Abs. 2 Ziff. 3). Die Bemessung hat folglich auf einer individuellen 
Würdigung zu beruhen, bei welcher dem Gericht ein erheblicher Ermessensspiel-
raum zukommt (vgl. zum Ganzen Urteil des Kantonsgerichts Graubünden ZK1 17 
46 vom 12. Juni 2018, E. 4.3.1; Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden 
KSK 14 64 vom 30. September 2014, E. 3.b; Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden KSK 11 56 vom 6. September 2011, E. 5.b).  

5.2.2. Vorliegend obsiegt die Beschwerdeführerin vollumfänglich. Sie beantragt 
sowohl für das Rechtsöffnungs- als auch für das Beschwerdeverfahren eine aus-
sergerichtliche Entschädigung (act. A.1, Rz. 15). Infolge der Rückweisung des 
Entscheides an die Vorinstanz (vgl. E. 4) sind demgegenüber nur die für das Be-
schwerdeverfahren geltend gemachten Aufwände zu berücksichtigen. Für das Be-
schwerdeverfahren stellt die Beschwerdeführerin sieben Stunden in Rechnung, zu 
einem Stundensatz von CHF 270.00, unter Beilage einer entsprechenden Honora-
rvereinbarung (act. G.1, S. 3, Ziff. 1). Die geforderte Entschädigung von CHF 
1'890.00 erscheint im Hinblick auf den erforderlichen Aufwand angemessen und 
stellt keine ungerechtfertigte Belastung der unterliegenden Partei dar.

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5.2.3. Ein Zuschlag für die Mehrwertsteuer wurde von der Beschwerdeführerin 
nicht beantragt, ist auf Dienstleistungen für im Ausland domizilierte Klienten auch 
nicht geschuldet und demnach vorliegend nicht zu berücksichtigen (vgl. Benedikt 
A. Suter/Cristina von Holzen, a.a.O., N 39 zu Art. 95 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid aufgeho-
ben und die Sache zur neuen Entscheidung an das Regionalgericht Maloja 
zurückgewiesen.

2. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000.00 gehen zu 
Lasten des Beschwerdegegners und werden mit dem von der Beschwerde-
führerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2'000.00 verrechnet. Der 
Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin den Betrag 
von CHF 2'000.00 direkt zu ersetzen.

3. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin für das 
Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von CHF 1'890.00 zu leis-
ten.  

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: