# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a151e39c-bcb2-568a-bc71-700fa9871139
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2010 D-5246/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5246-2010_2010-07-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5246/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren (...),
alias B._______, geboren (...),
Gambia, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 12. Juli 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5246/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 18. Mai 2010 auf dem Luftweg in Richtung C._______ ver -
liess, seine Reise danach mit dem Zug fortsetzte und am 20.  Mai 2010 
in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er am 1. Juni 2010 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
(...) zu seinen Personalien sowie summarisch zu den Asylgründen be-
fragt wurde,

dass die Vorinstanz ihn ebenfalls am 1. Juni 2010 zu seinem allgemei-
nen gesundheitlichen Zustand befragte (vgl. A13/2), und ihm in einer 
Nachbefragung das rechtliche Gehör betreffend die am 27. Mai 2010 
durchgeführte Altersbestimmungsanalyse gewährte (vgl. A14/3),

dass ihn das BFM am 6. Juli 2010 einlässlich zu den Asylgründen an-
hörte,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Wesentlichen geltend machte, er habe sich zirka ab Mitte 2008 jeweils 
in  den  Schulferien  und  an  den  Wochenenden  in  Touristengebieten 
Gambias homosexuell prostituiert,

dass er im Dezember 2008 seine Gefühle für Männer realisiert und ge-
merkt habe, er sei homosexuell veranlagt,

dass er  in  der Folge seine Homosexualität  mit  wechselnden Partner 
und ohne sich zu prostituieren in Touristengebieten weiter gelebt habe,

dass er im September 2009 auf einen verdeckten Ermittler der soge-
nannten "Green Boys" des Präsidenten hereingefallen sei,

dass er in der Folgezeit  mehrere Male für einige Tage oder Wochen 
festgehalten worden sei, jedoch immer wieder durch Schmier- bezie-
hungsweise Lösegeldzahlungen freigekauft worden sei,

dass er aus Furcht vor weiteren Festnahmen durch die "Green Boys" 
Gambia schliesslich verlassen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. Juli 2010 – gleichentags eröffnet 
–  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des  Asylgesetzes  vom 

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26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es sei dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen,  die  vorgebrachte  Minderjährigkeit 
glaubhaft darzulegen oder gar zu beweisen,

dass sein Aussehen, seine Erscheinung und sein Benehmen das von 
ihm behauptete Alter von Beginn weg als zweifelhaft erscheinen ge las-
sen habe,

dass sein Knochenwachstum abgeschlossen sei und das geschätzte 
Knochenalter  von  mindestens  19  Jahren  –  gemäss  Altersbestim-
mungsanalyse vom 27. Mai 2010 – somit ebenfalls keinen Hinweis auf 
seine Minderjährigkeit ergebe,

dass er anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 1. Juni 
2010 zum Ergebnis der Altersüberprüfung nichts Substanzielles entge-
genzuhalten vermocht habe,

dass die Angaben des Beschwerdeführers betreffend die behauptete 
Minderjährigkeit als unglaubhaft zu taxieren seien, so dass diese un-
bewiesen bleibe, und für das weitere Verfahren davon auszugehen sei, 
dass er bereits bei Einreichung des Asylgesuches volljährig gewesen 
sei,

dass  es  insbesondere  angesichts  der  von  ihm  angegebenen  über-
durchschnittlichen  Schulbildung  in  keiner  Weise  nachvollziehbar  sei, 
weshalb  er  nicht  mitbekommen haben solle,  mit  welcher  Fluggesell-
schaft  er  beim  Verlassen  seiner  Heimat  welche  Destination  in 
C._______ angeflogen habe,

dass seine Behauptung erfahrungswidrig und ebenfalls nicht nachvoll-
ziehbar sei, nicht zu wissen, unter welcher Identität und mit was für ei-
nem Reisepass er konkret die erwähnte Flugreise absolviert habe,

dass aufgrund oben stehender Erwägungen davon ausgegangen wer-
den müsse, der Beschwerdeführer habe den Asylbehörden absichtlich 
keine Reise- oder Identitätsdokumente abgegeben, um seine Identität 
zu verschleiern und so eine Rückführung in den Heimatstaat zu verhin-
dern oder zumindest zu erschweren,

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dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem Be-
schwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzu-
reichen,

dass  für  seine  geltend  gemachten  homosexuellen  Handlungen  ein 
plausibles Motiv fehle,

dass er sich zudem in mehreren Aussagen in Widersprüche verstrickt  
habe,

dass er nicht in der Lage gewesen sei, anschaulich zu schildern, wie 
er seine angebliche homosexuelle Veranlagung bei sich entdeckt be-
ziehungsweise  festgestellt  habe  und  was  diese  Tatsache  in  seinem 
Denken und Fühlen ausgelöst habe,

dass seine Ausführungen betreffend das Zustandekommen der ersten 
homosexuellen  Begegnung sowie  zur  ersten  und  letzten  Festnahme 
beziehungsweise  Inhaftierung  sich  sodann  als  oberflächlich,  undiffe-
renziert  und frei  von Eindrücken subjektiver Wahrnehmung erwiesen 
hätten,

dass es sich bei den Vorbringen des Beschwerdeführers somit offen-
sichtlich um ein Sachverhaltskonstrukt handeln würde,

dass er die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht er-
füllte und aufgrund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Juli 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,

dass  er  sinngemäss  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung 
und die Rückweisung der Sache an das BFM zur materiellen Prüfung 
beantragte,

dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit  für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  per  Telefax  am 21.  Juli  2010  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 

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soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer bis heute keine gültigen Identitätspapiere 
zu den Akten gereicht hat,

dass – wie vom Bundesamt zu Recht festgehalten wird – die unsub-
stanziierten Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Reise in  die 
Schweiz – ohne eigenes Reise- beziehungsweise Ausweispapier, ohne 

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jemals  persönlich  kontrolliert  worden  zu  sein,  in  Unkenntnis  seiner 
Reiseidentität  und  trotz  illegalen  Aufenthalts  unter  anderem  in 
C._______ – stereotype Vorbringen sind, welche der allgemeinen Er-
fahrung widersprechen sowie widersprüchlich und realtitätsfremd sind,

dass die Beschwerdeschrift keine diesbezüglichen Einwendungen ent-
hält,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  auch  diesen 
vorinstanzlichen Erwägungen nichts Substanzielles entgegenhält, wes-
halb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Ausfüh-
rungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen ist,

dass er vordergründig Probleme wegen seiner homosexuellen Neigung 
in Gambia vorbringt, die ihn zum Verlassen seines Heimatlandes be-
wogen hätten,

dass die Vorinstanz diesbezüglich jedoch zu Recht festhält, dem Be-
schwerdeführer sei es nicht gelungen, homosexuelle Handlungen und 
entsprechend erlebte Nachteile glaubhaft zu machen,

dass daran auch das eingereichte Beweismittel – ein Zeitungsartikel, 
der allein als Faxkopie vorliegt – nichts zu ändern vermag, zumal der 
Beschwerdeführer nicht wusste, wann und in welcher Zeitung der Be-
richt erschienen sein soll,

dass  er  in  seiner  Beschwerdeeingabe vom 19. Juli  2010 einzig  vor-
bringt, in Gambia sei sein Leben in Gefahr, und er fürchte sich vor ei -
ner Rückkehr in seine Heimat, ohne sich jedoch explizit mit den über -
zeugend und substanziiert formulierten sowie treffend begründeten Er-
wägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen,

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dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art.  3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht li-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Gambia droht,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  eigenen  Angaben  am  24.  Januar 
1994  geboren  wurde,  somit  nach  dem  massgebenden  schweizeri-
schen Recht (vgl. EMARK 1994 Nr. 11 E. 4d S. 92) noch minderjährig 
wäre,  und  mithin  grundsätzlich  den  Normen  des  Übereinkommens 
über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) unterliegen würde, wel-
chen Bestimmungen im Hinblick auf  die Frage der Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges besonders Rechnung zu tragen wäre,

dass die Vorinstanz aber zu Recht auf diesbezügliche weitere Abklä-
rungen im Heimatstaat des Beschwerdeführers verzichten konnte, da 
sie zutreffend davon ausgegangen ist, der Beschwerdeführer habe die 
von ihm behauptete Minderjährigkeit nicht glaubhaft machen können,

dass gestützt auf die Praxis bei der Prüfung der Altersangaben einer 
minderjährigen Person zunächst von allenfalls eingereichten Identitäts-
dokumenten auszugehen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6 ff.), vorlie-
gend der Beschwerdeführer jedoch – wie dargelegt – keine Identi täts-
dokumente eingereicht hat, weshalb seine Identität nicht feststeht und 
dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in Frage gestellt ist,

dass bei Fehlen rechtsgenüglicher Identitätsausweise sodann auch auf 
wissenschaftliche Methoden im Sinne von Art. 7 Abs. 1 der Asylverord-
nung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, 
SR 142.311),  beispielsweise  die  so  genannte  Knochenaltersanalyse, 

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abgestellt  werden  kann,  sofern  sie  bestimmten  Kriterien  entspricht 
(vgl. EMARK 2001 Nr. 23 E. 4),

dass  die  von  der  Vorinstanz  am 27. Mai  2010  durchgeführte  bezie-
hungsweise in Auftrag gegebene Handwurzelknochenanalyse dem Be-
schwerdeführer ein chronologisches Alter von (mindestens) 19 Jahren 
attestierte,

dass  ihm  diesbezüglich  anlässlich  der  Nachbefragung  vom  1.  Juni 
2010 das rechtliche Gehör gewährt worden ist, er jedoch lediglich zu 
Protokoll gab, er sei 16 Jahre und 4 Monate alt, wie er bereits gesagt  
habe,

dass das angegebene Alter auch mit seinem Schuleintritt  und der in 
seiner Heimat erreichten Schulstufe übereinstimme,

dass er bezüglich der Beschaffung von Dokumenten erklärt  habe, in 
Gambia könne man erst ab 18 Jahren eine ID-Karte beantragen (vgl.  
A14, S. 3),

dass  der  Beschwerdeführer  jedoch  in  der  Lage  hätte  sein  müssen, 
amtliche  Dokumente  zu  seiner  Identität  oder  zumindest  offizielle 
Schuldokumente  einzureichen,  zumal  er  offenbar  mit  seiner  Familie 
noch in Kontakt steht,

dass auch angesichts der gesamten Umstände nicht der Eindruck ver-
mittelt wird, beim Beschwerdeführer handle es sich um einen Minder-
jährigen,

dass gemäss gefestigter Praxis eine asylsuchende Person die objekti -
ve Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der 
Beweislosigkeit trägt (vgl. EMARK 2001 Nrn. 22 und 23), und es dem 
Beschwerdeführer in Berücksichtigung der Erwägungen nicht gelungen 
ist, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Gambia noch – aufgrund der un-
glaubhaften Vorbringen des Beschwerdeführers – individuelle Gründe 

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auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, 

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Mann handelt, 
welcher gemäss Akten keine gravierenden gesundheitlichen Probleme 
hat (vgl. A13, S. 1),

dass er nach eigenen Angaben vor seiner Ausreise mit seinen finanzi -
ell gutsituierten Eltern und seinen Geschwistern zusammenlebte und 
in Gambia auch weitere Verwandte von ihm leben, weshalb er in seiner 
Heimat über ein familiäres und soziales Beziehungsnetz verfügt (vgl.  
A1, S. 2 ff.), weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar 
ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  (...)  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, mit der 
Bitte  um Eröffnung des Urteils  an den Beschwerdeführer  und um 
Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das Bundes-
verwaltungsgericht)

- (...) (per Telefax)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Daniel Stadelmann

Versand:

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