# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d1769e3-88e7-5334-a192-bfb24ad34180
**Source:** TA (TA)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Schiedsgerichte Schweizer Sportgericht 28.04.2025 SSG 2024/E/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/TA_SST/TA_SST_001_SSG-2024-E-26_2025-04-28.pdf

## Full Text

1 

 

 

SSG 2024/E/26 - A._____ v. SSI 
 

 

 
 
 
 

Entscheid 
 

des 

 

SCHWEIZER SPORTGERICHTS 

 

in folgender Besetzung: 

 

Vorsitzende Richterin:  Sarah Umbricht, M.A. HSG, Solothurn 

Richterin:    Sophie Bühler, Rechtsanwältin, Zürich 

Richter:    Andrea Fioravanti, Rechtsanwalt, Lugano 

 

 

 

In der Sache zwischen 

 

 

 

 

A._____ 

vertreten durch E._____, Rechtsanwalt 

 

- Beschwerdeführerin - 

 

 

und 

 

Stiftung Swiss Sport Integrity (SSI), Eigerstrasse 60, 3007 Bern 

vertreten durch Hanjo Schnydrig und Nicolas Chardonnens, Rechtsdienst 

 

- Beschwerdegegnerin - 

 

 

 

 
  

 

 2 

I. Die Parteien 

1. A._____ ("Beschwerdeführerin") ist Mutter von B._____, einer Athletin, welche im Y._____ 

(Y._____, "Verein") trainierte, und war bis im Juli 2024 Vorstandsmitglied des Vereins. Die 

Tochter war im Rahmen der Vorabklärungen von SSI als potenzielles Opfer als Verfahrens-

beteiligte aufgeführt. Die Beschwerdeführerin war als meldende Person in die Vorabklärun-

gen von SSI involviert. 

 

2. Die Stiftung Swiss Sport Integrity ("SSI" oder "Beschwerdegegnerin") ist eine Stiftung nach 

schweizerischem Recht mit Sitz in Bern (Schweiz). Seit dem 1. Januar 2022 ist SSI sowohl als 

Nationale Agentur zur Bekämpfung von Doping (Art. 19 Abs. 2 SpoFöG1 und Art. 73 SpoFöV2) 

als auch als Nationale Meldestelle für Ethikverstösse und Missbrauchsfälle im Schweizer 

Sport (Art. 72f SpoFöV) zuständig. 

 

3. Die SSI und die Beschwerdeführerin werden im Folgenden gemeinsam als "Parteien" be-

zeichnet. 

II. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

4. Das vorliegende Verfahren betrifft eine Beschwerde gegen einen Nichteröffnungsentscheid 

von SSI, welcher am 12. Juli 2024 von SSI nach Vorabklärungshandlungen in Bezug auf einen 

potenziellen Verstoss gegen das Swiss Olympic Ethik-Statut des Schweizer Sports vom 1. Ja-

nuar 2022 ("Ethik-Statut")3, erlassen wurde.  

 

5. Nachfolgend werden die wichtigsten Elemente des Sachverhalts basierend auf den einge-

reichten Akten sowie den Schilderungen der Parteien in ihren schriftlichen Eingaben und 

anlässlich der mündlichen Verhandlung vor dem Schweizer Sportgericht vom 14. März 2025 

("Hauptverhandlung") zusammengefasst. Für weiterführende Details wird auf die Eingaben 

der Parteien, die Verfahrensakten und die Inhalte der Hauptverhandlung verwiesen respek-

tive im nachfolgenden Entscheid nur dort auf sie eingegangen, wo dies für die Beurteilung 

der betreffenden Fragen relevant ist. 

A. Meldung betreffend potenzielle Verstösse gegen das Ethik-Statut 

6. Am 7. Dezember 2023 ging bei SSI eine Meldung betreffend verschiedener "ethischer 

Verstösse und Machtmissbrauch" im Verein ein (Meldung Nr. 672/2023). Die Meldung 

wurde am selben Tag von SSI bestätigt. 

 

7. Am selben Tag erhielt SSI eine (im vorliegenden Verfahren anonyme) E-Mail, welche sich auf 

ein Gespräch der Beschwerdeführerin mit SSI vom 6. Juli 2023 und den Verein bezog und 

ausführte, dass sich die Situation seit damals nicht verbessert habe und deshalb nun eine 

Meldung gemacht worden sei. Unter anderem sollen die Trainerinnen D._____ ("Trainerin 

1) und C._____ ("Trainerin 2", gemeinsam "die Trainerinnen") folgende "ethischen Verstösse 

und Machtmissbrauch" begangen haben: kein respektvoller Umgang mit den Läuferinnen 

im eigenen Team, den Breitensportlern und Erwachsenenläufern. In der E-Mail wurde als 

"Beispiele" genannt: Beschimpfen, herablassende Bemerkungen, Angst einjagen, 

 
1  Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung vom 17. Juni 2011, SR 415.0 (Sportförde-

rungsgesetz, SpoFöG). 
2  Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung vom 23. Mai 2012, SR 415.01 (Sportförde-

rungsverordnung, SpoFöV). 
3  Swiss Olympic Ethik-Statut des Schweizer Sports vom 1. Januar 2022, Version inkl. der Anpassungen 

mit Inkrafttreten per 26. November 2022 (Ethik-Statut). 

 

 3 

anschreien, aggressives Verhalten beim Training und Demütigungen der Läuferinnen, nega-

tive Äusserungen über Läuferinnen, Mitglieder, Eltern oder anderen Trainern vor anderen 

Läufern und Eltern, schlecht reden über einzelne Läufer gegenüber anderen Eltern, diverse 

"Lügen", keine oder angeblich nicht stufengerechte Einteilung einzelner Läuferinnen, Bevor-

teilung einzelner Läuferinnen, Verbot von selbständigen Trainings, verbaler Zwang im Trai-

ning, Bodyshaming. Weiter wurde ausgeführt, die Trainerinnen würden ihre Machtposition 

ausnützen, Kritik abstreiten bzw. Läuferinnen gezielt benachteiligen, wenn sie oder ihre El-

tern Kritik ausüben, die betroffenen Kinder seien den Machtspielen ausgeliefert, es würde 

basierend auf Angst unterrichtet und die Trainerinnen würden ein schlechtes Vereinsklima 

"schüren", was inakzeptabel sei. Ausserdem gebe es keine respektvolle Zusammenarbeit 

mit dem Vorstand, so würden unter anderem Abmachungen nicht eingehalten, Unruhe ge-

stiftet im Vorfeld und an der Mitgliederversammlung, sowie die rechtmässig gewählten Vor-

standsmitglieder nach der Mitgliederversammlung bedroht und aufgefordert, den Vorstand 

zu verlassen, ansonsten würden rechtliche Schritte gegen sie eingeleitet und deren Arbeit-

geber informiert über "die Vorkommnisse". Es werde auch "immer wieder behauptet und 

verbreitet, dass einzelne Vorstände nicht ordentlich gewählt" worden seien. Schliesslich 

wurde darauf hingewiesen, dass unter anderem die erwähnten "unzähligen ethischen 

Verstösse[n] und Machtmissbrauch dieser Trainerinnen, sowie deren Unwille und Unein-

sichtigkeit für ihr Handeln, sowie deren Unwille mit dem Vorstand zusammenzuarbeiten" 

zur Auflösung des Vertragsverhältnisses "zum Schutze der Kinder" per sofort geführt haben 

sollen, jedoch "komischerweise" viele der selbst Betroffenen im Nachgang zur Mitteilung 

des entsprechenden Entschlusses an die Mitglieder, nun "aufgrund wahrscheinlich weiterer 

Drohgebärden von den Trainerinnen" bereit seien, mit den Trainerinnen weiter zu arbeiten. 

Entsprechende schriftliche Beweismittel würden zusammengetragen und später folgen. 

B. Ergänzende Mitteilungen 

8. Mit Nachricht der Beschwerdeführerin vom 8. Dezember 2023 wurde SSI unter anderem 

darüber informiert, dass am Abend des 7. Dezembers 2023 ein Elterninformationsabend 

"bezüglich der Auflösung der Trainervereinbarung mit D._____" abgehalten worden sei. In 

diesem Rahmen hätten sich rund 21 Läufer oder Läuferinnen beschwert, die wieder mit der 

Trainerin 1 trainieren wollten. Anlässlich des Informationsabends seien nur wenige Beispiele 

genannt worden, welche zur Auflösung der Trainer-Vereinbarung geführt hätten und es sei 

"eine grosse Unstimmigkeit und Unzufriedenheit" entstanden. Weiter wurde SSI mit dersel-

ben Nachricht mitgeteilt, dass die "unkorrekten Verhaltensweisen" schon seit Jahren andau-

erten und "einige gute Läuferinnen" den Verein verlassen hätten, "weil sie es einfach nicht 

mehr hätten ertragen können." Diese Austritte seien jedoch von den betreffenden Eltern 

nicht dokumentiert worden und diese hätten kein offizielles Feedback geben wollen. 

C. Ergänzende Dokumentation und mündliche Informationen 

9. Dem Nichteröffnungsentscheid ist zu entnehmen, dass SSI auf entsprechende Nachfrage am 

14. und 21. Dezember 2023 hin, am 14. Januar 2024 die in der Nachricht vom 7. Dezember 

2022 angekündigte Dokumentation zugestellt wurde, welche am 19. Januar 2024 mit weite-

ren Dokumenten ergänzt wurde. Der Nichteröffnungsentscheid führt aus, dass in dieser Do-

kumentation grossmehrheitlich die ursprünglich gemeldeten Vorwürfe konkretisiert worden 

seien. Sinngemäss wurden folgende Punkte dokumentiert: 

 

• die Trainerin 1 habe gegenüber einer Läuferin, welche nicht in ihrer Trainingsgruppe 

trainierte, einen besonders aggressiven Ton an den Tag gelegt, wobei sich ähnliche 

Vorfälle wiederholt zugetragen haben sollen; 

 

 

 4 

• die Trainerin 1 soll verschiedentlich Monitricen oder andere Gruppenleiterinnen 

blossbestellt und negativ kommentiert haben, sodass einige Personen keine Kurse 

mehr hätten leiten wollen; 

 

• einem Mädchen soll die Trainerin 1 gesagt haben, dass sie nicht an einen Wettkampf 

mitkommen könne, weil die Trainerin 1 sich über einen solchen Auftritt schämen 

würde und dass die Läuferin sowieso durch den Test fallen würde; zudem habe sie 

abschätzige Kommentare zur Kleidung einer Läuferin gemacht und geäussert, dass 

die Läuferinnen der Trainingsgruppe der Trainerin 1 "im Geheimen" gewisse Snacks 

essen würden; die Trainerin 1 soll die Läuferinnen auch schon aufgefordert haben , 

ihre Snacks wegzuwerfen; 

 

• die Trainerin 1 betrachte Kinder und Erwachsene aus dem Hobbyteam als "minder", 

äussere sich wiederholt zum Alter und dass man aufgrund des Alters für die Kinder 

"Platz machen" soll, und mache immer wieder herablassende Bemerkungen; 

 

• die Trainerin 1 sei sehr selektiv bei der Frage, wen sie trainiere, gewisse Vereinsmit-

glieder würden ihre konstante Aufmerksamkeit erhalten und habe Lieblingsläuferin-

nen, andere Läuferinnen hätten deshalb mit Personal ohne entsprechende Ausbil-

dung trainieren müssen, die Trainerin sei konstant auf der Suche nach Talenten ge-

wesen, deren Eltern nichts von Eislaufen verstehen würden und denen sie daher "un-

zählige Lektionen" habe aufschwatzen können, während sie anderen Läuferinnen An-

fragen auf zusätzliche Trainings ausschlug oder sie gar aus der Trainingsgruppe aus-

geschlossen haben soll; 

 

• bei verletzungsbedingten Problemen habe die Trainerin 1 (sinngemäss) kein Ver-

ständnis gezeigt, sei nicht auf die Einschränkungen eingegangen und habe betroffene 

Mädchen ignoriert, wenn sie dies angesprochen hätten; überdies habe sie eine be-

troffene Läuferin zu off-ice Übungen gezwungen, welche diese nicht habe ausführen 

können; Trainings ohne Sprünge seien trotz gesundheitlichen Problemen nicht akzep-

tiert worden; stattdessen habe sie diese Läuferin ohne Trainer trainieren lassen; 

 

• die Unterstützung der Trainerin 1 nach Verletzungen sei nicht angemessen gewesen; 

 

• die Trainingsmethoden der Trainerin 1 sollen unvorbereitet, strukturlos und eintönig 

gewesen sein, die Trainerin habe das Niveau der Kinder nicht berücksichtigt, was 

schliesslich zu ratlosen, weinenden und übermüdeten Kindern sowie "undefinierten" 

Verletzungen geführt haben soll; Eltern ohne Kenntnisse über das Eislaufen habe die 

Trainerin 1 unflätig behandelt; 

 

• im Rahmen von Wettkämpfen sei die Trainerin 1 mental keine Unterstützung gewe-

sen, indem sie nur mitteilte, was nicht gut gemacht worden sei; 

 

• SSI sollen weiter diverse Vorwürfe organisatorischer bzw. administrativer Natur ge-

meldet worden sein wie verzögerte und/oder nicht gewissenhaft ausgefüllte Anwe-

senheitskontrollen insbesondere im Zusammenhang mit den COVID-Regeln. 

 

10. Gemäss den Ausführungen im Nichteröffnungsentscheid seien am 2. Februar 2024 weitere 

Informationen mündlich übermittelt worden, wobei es sich "unter anderem um 

 

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Konkretisierungen von bereits bekannten Umständen handelte, und schliesslich sei SSI er-

gänzend zugetragen worden, dass der Vorstand des Vereins allen Trainerinnen aus dem 

Team der Trainerin 1 neue Verträge angeboten habe, mit Ausnahme der Trainerin 1 selbst. 

Alle Trainerinnen hätten das Angebot abgelehnt und auch viele Läuferinnen seine mit der 

Trainerin 1 "mitgegangen". 

D. Schilderungen der Beschwerdeführerin 

11. Die Beschwerdeführerin beanstandete den entsprechenden Sachverhalt nicht grundlegend, 

sondern moniert vielmehr dessen Würdigung durch SSI (vgl. unten IV, die Positionen der 

Parteien). Der – nicht datierte– Trainingsbericht der Beschwerdeführerin substantiiert die 
Darstellung des Sachverhaltes zum Teil detaillierter, bringt aber keine wesentlichen neuen 

Sachverhaltselemente vor. Der Trainingsbericht war sodann auch Teil der Verfahrensakten 

vor SSI. Zusammengefasst und sinngemäss führt die Beschwerdeführerin (teilweise ergän-

zend) zum Sachverhalt aus, die Trainerin 1 habe der Tochter der Beschwerdeführerin, da-

mals im Alter zwischen 9.5 und 12 Jahren, im Rahmen ihrer Rekonvaleszenz nicht nur die 

erforderliche Hilfe verweigert, sondern durch unsachgemässes, einseitiges Training, psycho-

logischen Druck und Demütigung vor der Gruppe die Sprung-Blockade der Tochter verfes-

tigt, ihr Selbstvertrauen zerstört und ihr sowohl sportlich als auch psychologisch schweren 

Schaden zugefügt. Konkret habe sich dies in folgenden Verhaltensweisen der Trainerin 1 

während einem Zeitraum von 27 Monaten gezeigt: die Trainerin 1 habe das gebotene Auf-

bautraining nach einem längeren Ausfall vernachlässigt, die sportliche Förderung nach dem 

Unfall primär von den Sprüngen abhängig gemacht, was sich kontraproduktiv ausgewirkt 

habe und zu einer Sprungblockade geführt habe, die Tochter systematisch vom ordentlichen 

Training ausgeschlossen und zurückgestellt sowie beschimpft und "stundenweise" alleine 

warten lassen ohne Information über Trainingsmöglichkeiten. Weiter habe sie nach Kritik 

der Beschwerdeführerin die Tochter besonders "hart angepackt" und gedemütigt, das Pro-

gramm des Mental Coaches der Tochter nicht berücksichtigt und geradezu verunmöglicht, 

die Tochter regelmässig vor der ganzen Gruppe gedemütigt und beschimpft, ihre Macht als 

Trainerin missbraucht und psychologische Erniedrigungen und Demütigungen der Tochter 

vor der Gruppe für jedermann sichtbar zum Trainingsalltag der Tochter werden lassen. Die 

Beschwerdeführerin führte zudem aus, dass dies auch anderen Müttern aufgefallen sei und 

dass ähnliche Verhaltensweisen bei anderen Kindern von deren Müttern ebenfalls im Ver-

fahren vor SSI eingebracht worden seien. Die entsprechenden Ausführungen zum Sachver-

halt wurden von SSI nicht bestritten. 

 

12. Mit Nichteröffnungsentscheid (Fall 672/2023) vom 12. Juli 2024 verfügte SSI die Nichteröff-

nung einer Untersuchung ohne Kostenfolge nach einer Würdigung des Sachverhalts, auf 

welche nachfolgend noch einzugehen ist, soweit sie relevant ist für den vorliegenden Ent-

scheid (vgl. Positionen der Parteien). 

III. Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht 

13. Die DK hat ihre Tätigkeit gemäss einem Beschluss vom 24. November 2023 des Sportparla-

ments von Swiss Olympic am 30. Juni 2024 eingestellt. Gemäss diesem Beschluss gehen 

sämtliche Kompetenzen der DK an die Stiftung Schweizer Sportgericht über. 

 

14. Am 14. Oktober 2024 ging beim Sekretariat des Schweizer Sportgerichts die Beschwerde der 

Beschwerdeführerin, datiert vom 27. September 2024 mitsamt Begleitschreiben ein. Ge-

mäss Begleitschreiben, datiert vom 10. Oktober 2024, sowie den Beilagen handelte es sich 

um den zweiten Zustellungsversuch und wurde die Beschwerde erstmals am 27. September 

2024 mittels eingeschriebener Post eingereicht, am 9. Oktober 2024 als "nicht abgeholt" 

 

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retourniert und am 10. Oktober 2024 erneut mittels eingeschriebener Post eingereicht. (Das 

Sekretariat hat keine Benachrichtigung über die Rücknahme der Post bezüglich den ersten 

Zustellungsversuch der Beschwerde erhalten.) Die Beschwerdeführerin stellte folgende 

Rechtsbegehren: 

 
"1. Der Nichteröffnungsentscheid der Beschwerdegegnerin vom 12. Juli 2024 

(Fall 672/2023) sei vollumfänglich aufzuheben. 
 

°2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Untersuchung gegen die 

Trainerinnen D._____ und C._____ wieder aufzunehmen. 

 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

 

15. Mit Eröffnungsschreiben vom 28. Oktober 2024 benachrichtigte der Direktor der Stiftung 

Schweizer Sportgericht die Parteien über die Einreichung der Beschwerde gegen den 

Nichteröffnungsentscheid von SSI vom 12. Juli 2024 und darüber, dass die Beschwerde erst-

mals am 27. September 2024 bei der Schweizerischen Post aufgegeben worden ist, jedoch 

dem Sekretariat des Schweizer Sportgerichts nicht zugestellt werden konnte und die Be-

schwerdeführerin am 10. Oktober 2024 die Beschwerde erneut der schweizerischen Post 

überreichte. Mit erwähntem Schreiben informierten der Direktor der Stiftung Schweizer 

Sportgericht die Parteien unter anderem auch darüber, dass sämtliche Kompetenzen der DK 

an die Stiftung Sportgericht übergegangen seien.  

 

16. Mit gleichem Schreiben vom 28. Oktober 2024 wurde den Parteien die Bestellung des Ge-

richts, die zuständige Kammer sowie die Sprache des vorliegenden Verfahrens mitgeteilt. 

Darüber hinaus wurden die Parteien über die Kommunikationsmittel mit dem Schweizer 

Sportgericht sowie die Möglichkeit eines Beistands und diejenige der unentgeltlichen 

Rechtspflege informiert. Des Weiteren wurde den Trainerinnen als natürliche Personen im 

Sinne von Art. 1.1 Abs. 3 Ethik-Statut und Art. 4 Abs. 3 lit. b des Verfahrensreglements (Ver-

fRegl4) eine Frist von 10 Arbeitstagen bis zum 11. November 2024 gesetzt, um schriftlich 

Parteistellung zu beantragen (Art. 5 Abs. 4 VerfRegl). Sie wurden darüber informiert, dass 

ihr Zugang zu den Fallakten entfernt wird, falls sie nicht innert Frist Parteistellung beantra-

gen. Schliesslich wurde den Parteien Frist bis zum 18. November 2024 gesetzt, um in schrift-

licher oder mündlicher Form Stellung zu nehmen sowie Anträge zu stellen und ihre Zustim-

mung zu einem Zirkularentscheid im Sinne von Art. 20 VerfRegl mitzuteilen, wobei darauf 

hingewiesen wurde, dass diese Frist auch für die Trainerinnen gelte, falls sie Parteistellung 

beantragen würde.  

 

17. Mit Schreiben vom 1. November 2024 teilte die Rechtsvertretung der Trainerin 1 unter an-

derem mit, dass sie über den angegebenen Link keine Daten und insbesondere auch die 

Beschwerde nicht habe herunterladen können sowie dass ihre Mandantin von der vorlie-

genden Angelegenheit nicht betroffen sei und sich nicht am Verfahren beteiligen werde. 

 

18. Am selben Tag stellte das Sekretariat des Schweizer Sportgerichts der Rechtsvertretung der 

Trainerin ein Schreiben mit einem Link (identisch mit dem im Eröffnungsschreiben aufge-

führten Link) zwecks Zugangs zu den Akten zu. 

 

19. Mit Schreiben vom 18. November 2024 teilte SSI unter anderem mit, dass SSI einem Zirku-

larentscheid zustimme. SSI stellte die folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei nicht auf die Beschwerde einzutreten. 

 
4  Reglement betreffend das Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht vom 1. Juli 2024 (VerfRegl). 

 

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°2. Eventualiter sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen, soweit da-

rauf einzutreten ist. 

 

°3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Be-

schwerdeführerin.  

 

Zur Begründung, warum SSI nach Abschluss der Vorabklärungen zum Schluss gelangte, dass 

sich die möglichen Verletzungen des Ethik-Statuts nicht erhärten liessen, verwies SSI voll-

ständig auf den Nichteröffnungsentscheid. 

 

20. Am 12. Dezember 2024 erliess der Direktor im Namen des Gerichts eine Verfahrensverfü-

gung unter anderem in Bezug auf die Gerichtsbarkeit und Zuständigkeit des Schweizer Sport-

gerichts, wobei die Parteien gebeten wurden, die Verfügung bis zum 30. Dezember 2024 zu 

unterzeichnen. Mit gleicher Verfügung wurden die Parteien erneut auf die (ausschliessliche) 

Kommunikation über die aufgeführten E-Mail-Adressen hingewiesen. Weiter bestätigte das 

Sekretariat des Schweizer Sportgerichts den Erhalt der Stellungnahme von SSI vom 18. No-

vember 2024, wobei es darauf hinwies, dass die Trainerinnen innerhalb der gesetzten Frist 

keinen Antrag auf Parteistellung stellten bzw. mitteilten, dass sie keine Parteistellung bean-

tragen.  

 

21. Mit gleichem Schreiben vom 12. Dezember 2024 setzte das Gericht der Beschwerdeführerin 

eine Frist bis 30. Dezember 2024, um sich zu den Einwänden von SSI, namentlich zur verspä-

teten Einreichung sowie zur Beschwerde sowie zur Beschwerdelegitimation der Beschwer-

deführerin zu äussern. Weiter informierte der Direktor der Stiftung Schweizer Sportgericht 

die Parteien darüber, dass die vorsitzende Richterin und Referentin die Leitung des Verfah-

rens übernehme und dass das Gericht die Untersuchung vorbehaltlich der Stellungnahme 

der Beschwerdeführerin zu den Einwänden von SSI als vollständig erachtet, auf ein ergän-

zendes Prüfverfahren verzichte und die Parteien ersucht, bis 30. Dezember 2024, allfällige 

kurz begründete Ergänzungsbegehren im Sinne von Art. 10 Abs. 1 VerfRegl zu stellen sowie 

ihre allfällige Zustimmung zu einem Zirkularentscheid mitzuteilen. 

 

22. Am 13. Dezember 2024 unterzeichnete SSI die Verfahrensverfügung. 

 

23. Am 18. Dezember 2024 unterzeichnete die Beschwerdeführerin die Verfahrensverfügung. 

 

24. Mit Eingabe vom 29. Dezember 2024 äusserte sich die Beschwerdeführerin zur Verfahrens-

verfügung vom 12. Dezember 2024, unter anderem zur "angeblichen Verspätung der Be-

schwerde" und zur "angeblich fehlenden Legitimation". Ausserdem änderte sie ihr Rechts-

begehren gemäss Ziffer 3 der Beschwerde dahingehend, dass Kosten- und Entschädigungs-

folgen zu Lasten der Vorinstanz gehen sollten. 

 

25. Mit Eingabe vom 30. Dezember 2024 verwies SSI, bezugnehmend auf die Verfahrensverfü-

gung vom 12. Dezember 2024, vollständig auf die Eingabe vom 18. November 2024 und den 

Nichteröffnungsentscheid vom 12. Juli 2024 und hielt an den bisher gestellten Rechtsbegeh-

ren und deren Begründung fest. Weiter informierte SSI das Schweizer Sportgericht darüber, 

dass SSI mangels Kenntnis zwischenzeitlicher Eingaben der Beschwerdeführerin auf die Stel-

lung von Ergänzungsbegehren verzichte, sich aber ausdrücklich vorbehalte, auf allfällige Ein-

gaben der Beschwerdeführerin spontan zu reagieren.  

 

26. Am 29. Januar 2025 erliess der Direktor im Namen des Gerichts eine Verfahrensverfügung, 

womit er unter anderem die Eingaben der Beschwerdeführerin vom 29. Dezember 2024 so-

wie von SSI vom 30. Dezember 2024 bestätigte und in Aussicht stellte, dass SSI sich zur 

 

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Eingabe der Beschwerdeführerin anlässlich der Hauptverhandlung äussern könne. Mit der-

selben Verfahrensverfügung wurden die Parteien darüber informiert, dass die Beschwerde-

führerin bisher auf entsprechend Anfragen mit Schreiben vom 28. Oktober 2024 und vom 

12. Dezember 2024 ihr Einverständnis zu einem Zirkularentscheid nicht erteilt hatte und so-

mit in Übereinstimmung mit Art. 20 VerfRegl und Art. 15 Abs. 1-3 VerfRegl eine Hauptver-

handlung in Form einer Videokonferenz stattfinden werde. Dementsprechend wurden die 

Parteien mit demselben Schreiben zur Hauptverhandlung am Freitag, 14. Februar 2025 um 

13:00 Uhr eingeladen samt Angabe des Links zur Videokonferenz, und zudem unter ande-

rem über den Ablauf der Verhandlung sowie über die Folgen eines unentschuldigten Fern-

bleibens und über die Aufzeichnung der Verhandlung informiert. 

 

27. Mit Schreiben vom 11. Februar 2025 teilte der Direktor des Schweizer Sportgerichts im Na-

men des Gerichts den Parteien mit, dass die Hauptverhandlung vom 14. Februar 2025 nicht 

stattfinden wird. Weiter wurde mit demselben Schreiben das Verfahren verlängert und die 

Parteien wurden ersucht, ihre Verfügbarkeiten mitzuteilen. 

 

28. Nach Rücksprache mit den Parteien wurden diese mit Schreiben vom 13. Februar 2025 zur 

Hauptverhandlung am 14. März 2025 um 14:00 Uhr per Videokonferenz eingeladen und un-

ter anderem erneut über den Ablauf der Verhandlung sowie über die Folgen eines unent-

schuldigten Fernbleibens und die Aufzeichnung der Verhandlung informiert.  

 

29. Am 14. März 2025 fand die Hauptverhandlung per Videokonferenz statt. Das Gericht wurde 

während der gesamten Verhandlung von Laura Wolf, Case Manager am Sekretariat der Stif-

tung Schweizer Sportgericht, unterstützt. Ausserdem nahmen an der Verhandlung die Be-

schwerdeführerin und ihr Rechtsvertreter, zugleich ihr Ehemann und der Vater der Tochter 

der Beschwerdeführerin, sowie SSI, vertreten durch Hanjo Schnydrig, teil. Zu Beginn der Ver-

handlung bestätigten die Parteien, dass sie keine Einwände gegen die Zusammensetzung 

des Gerichts, keine weiteren Einwände und keine Vorfragen haben und dass sich keine un-

berechtigten Personen in ihren jeweiligen Räumen befänden. Der Vertreter von SSI infor-

mierte zudem, dass er sich mit einer weiteren Person, welche über den Fall informiert sei, 

in einem Raum befinde. 

 

30. Im Anschluss hatten die Parteien Gelegenheit, ihre Ausführungen und Argumente vorzutra-

gen und die Fragen des Gerichts zu beantworten sowie Ergänzungsfragen zu stellen. Die Be-

schwerdeführerin respektive ihr Rechtsvertreter und Ehemann stellte dem Sekretariat des 

Schweizer Sportgerichts die Plädoyernotizen per E-Mail während der Verhandlung zu und 

trug diese vor. Sie verwies auf die bisherigen Schreiben und führte unter anderem aus, dass 

sie im Namen ihrer minderjährigen Tochter die Beschwerde führe und dass in Bezug auf die 

Beschwerdefrist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu AGB-Regeln zu berücksichtigen 

sei. Ausserdem stellte sie verschieden Beweisanträge zwecks Abklärung des Sachverhalts 

und möglicher Ethikverstösse. SSI verwies auf die Stellungnahme vom 18. November 2024 

und den Nichteröffnungsentscheid vom 12. Juli 2024 und hielt an den Rechtsbegehren fest. 

Insbesondere beschränkte SSI zu diesem Zeitpunkt die Begründung auf den Antrag auf 

Nichteintreten darauf, dass die Beschwerde nicht innerhalb der 14-tägigen Rechtsmittelfrist 

eingereicht worden sei, da der Entscheid bereits am 12. Juli 2024 – per E-Mail – zugestellt 

worden sei. Im Rahmen der Schlussvorträge brachte SSI neue Argumente vor. Um dazu sub-

stanziiert Stellung nehmen zu können, wurde SSI ersucht, den Schlussvortrag soweit möglich 

schriftlich einzureichen, worauf SSI dieser Aufforderung noch am selben Tag nachkam.  

 

31. Am Ende der Hauptverhandlung vom 14. März 2025 wurden die Parteien ausdrücklich ge-

fragt, ob sie mit dem Verlauf des Verfahrens einverstanden seien, sich gleichbehandelt fühl-

ten und ob sie alles vorbringen konnten, was sie vorbringen wollten. Beide Parteien 

 

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bejahten dies ausdrücklich und bestätigten, keinerlei Einwände gegen den Verfahrensablauf 

zu haben. 

 

32. Im Anschluss an die Hauptverhandlung vom 14. März 2025 bestätigte das Sekretariat des 

Schweizer Sportgerichts mit Verfahrensverfügung den Erhalt der E-Mail samt Beilagen vom 

14. März 2025, wies die Parteien darauf hin, dass die von SSI erwähnte Rechtsprechung des 

Schweizer Sportgerichts am Montag, 17. März 2025 publiziert werde und räumte der Be-

schwerdeführerin eine Frist bis zum 22. März 2025 ein, um auf die von SSI im Schlussvortrag 

neu vorgebrachten Argumente Stellung zu nehmen. 

 

33. Mit E-Mail vom 23. März 2025 um 00:00 Uhr stellte die Beschwerdeführerin ihre Stellung-

nahme dem Sekretariat des Schweizer Sportgerichts zu. Das Sekretariat bestätigte den Er-

halt am selben Tag. Daraufhin ergänzte die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 23. März 

2025 um 13:32 Uhr ihre Stellungnahme vorsorglich mit dem Ersuchen, die Eingabe vom 23. 

März 2025 um 00:00 Uhr als fristgerecht eingetroffen zu betrachten. 

 

34. Mit E-Mail vom 31. März 2025 erkundigte sich SSI, ob eine Stellungnahme der Beschwerde-

führerin eingetroffen sei. 

 

35. Mit Schreiben vom 3. April 2025 bestätigte das Sekretariat des Schweizer Sportgerichts den 

Erhalt der E-Mails samt Beilagen der Beschwerdeführerin vom 23. März 2025, sowie die E-

Mail von SSI vom 31. März 2025 und verwies für die Beurteilung der Zulässigkeit der Einga-

ben auf den Endentscheid. 

IV. Positionen der Parteien 

36. Dieser Abschnitt des Entscheids enthält keine abschliessende Auflistung der Behauptungen 

der Parteien, sondern soll eine Zusammenfassung des Inhalts der wichtigsten Argumente 

der Parteien bieten. Bei der Prüfung und Entscheidung über die Ansprüche der Parteien in 

diesem Entscheid hat das Gericht alle von den Parteien vorgebrachten Argumente und Be-

weise berücksichtigt und sorgfältig geprüft, einschliesslich der Behauptungen und Argu-

mente, die in diesem Abschnitt des Entscheids oder in der nachstehenden Erörterung der 

Ansprüche nicht erwähnt werden. 

A. Die Position der Beschwerdeführerin 

37. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin basierend auf ihren schriftlichen Eingaben und 

mündlichen Ausführungen an der Hauptverhandlung vom 14. März 2025 können wie folgt 

zusammenfasst werden: 

1. Zur Zulässigkeit der Eingabe vom 23. März 2025 um 00:00 Uhr 

38. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass ihre am 22. März 2025 verfasste Stellungnahme 

zum Schlussvortrag von SSI vom 14. März 2025 wegen unvorhergesehener technischer Prob-

leme beim E-Mail-Versand erst um 00:00 Uhr des 23. März 2025 im Posteingang des Sekre-

tariats des Schweizer Sportgerichts eingegangen sei. Sie ersucht das Gericht vor diesem Hin-

tergrund und bezugnehmend auf Art. 26 VerfRegl in Verbindung mit Art. 142 Abs. 3  , ihre 

Eingabe als fristgerecht eingetroffen zu behandeln. 

 

 10 

2. Zur Einhaltung der Rechtsmittelfrist 

39. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe die 14-tägige Beschwerdefrist eingehalten, in-

dem sie die Beschwerde am 27. September 2024 eingereicht habe, da ihr der Nichteröff-

nungsentscheid vom 12. Juli 2024 erst am 13. September 2024 postalisch (und damit rechts-

gültig) zugestellt worden sei. Sie begründet ihren Standpunkt damit, dass das Verfahren vor 

SSI der privaten Gerichtsbarkeit zuzuordnen sei und dass dem Verfahrensreglement von SSI 

(in seiner Fassung vom 13. Februar 2023) keine ausdrücklich ausformulierte Regelung zur 

Zustellungsform für die Eröffnung von Endentscheiden enthalten sei. Die Zustellung von Ent-

scheiden mit hoheitlichem Charakter oder von einseitigen Mitteilungen mit rechtsgestalten-

dem Charakter ausschliesslich auf elektronischem Weg sei im Rechtsverkehr auch heute 

noch ungewöhnlich und hätten mittels eingeschriebener Post zu erfolgen, ausser die Par-

teien würden ausdrücklich eine andere Zustellungsform vereinbaren.  

 

40. Es gehe im Nichteröffnungsentscheid um die Einstellung einer Untersuchung von dauerhaf-

ten und potenziell systematischen Verletzungen der psychischen Integrität mehrerer Kinder. 

Die Rechtsmittelfrist sei eine Verwirkungsfrist und bei deren Verwirkung bleibe die einzige 

zuständige Organisation untätig. 

 

41. Weiter seien die Grundprinzipien bundesgerichtlicher Praxis zur Gültigkeit und zum Inhalt 

von AGB sinngemäss anwendbar, da die Verfahrensregeln einseitig von SSI vorgegeben wür-

den. Dementsprechend sei die Ungewöhnlichkeit einer Klausel aus Sicht des Zustimmenden 

zur Zeit des Vertragsabschlusses zu beurteilen, weshalb auch branchenübliche Klauseln für 

einen branchenfremden Konsumenten ungewöhnlich sein könnten. Die Klausel müsse auch 

einen geschäftsfremden Inhalt aufweisen, was der Fall sei, wenn Klauseln den Vertragscha-

rakter wesentlich verändern oder in erheblichem Masse aus dem gesetzlichen Rahmen des 

betreffenden Vertragstypus fallen. In casu sei die von SSI angerufene Bestimmung nicht ein-

mal branchenüblich. Daher sei die Annahme von SSI, die Beschwerdeführerin hätte erken-

nen müssen, dass nicht nur verfahrensleitende Verfügungen, sondern auch Endentscheide 

rechtswirksam per E-Mail zugestellt würden, verfehlt.  

 

42. Die Beschwerdeführerin ist zudem der Ansicht, dass Art. 9 Abs. 2 des Verfahrensreglements 

von SSI (in seiner Fassung vom 13. Februar 2023) zumindest als "unklar" sei und daher im 

Sinne der Unklarheitsregel zu Lasten des Verwenders auszulegen sei.  

 

43. Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, sie sei zu 80% berufstätig und es sei ihr nicht 

möglich, immer alle privaten E-Mails innert Frist im Posteingange zu sehen. Sie habe die E-

Mail auch "erst nach Eingang des Einschreibens der Beschwerdegegnerin vom 5. September 

2024 (Zustellung am 13. September) überhaupt erst bemerkt".  

 

44. Zusammengefasst erachtet die Beschwerdeführerin daher die Zustellung des Nichteröff-

nungsentscheides mittels eingeschriebener Post am 13. September 2024 als fristauslösen-

des Ereignis, weshalb sie mit Einreichung der Beschwerde am 27. September 2024 die 14-

tägige Beschwerdefrist eingehalten habe. 

3. Zur Beschwerdelegitimation 

45. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe – neben anderen Personen – mehrere 
Ethikverstösse gemeldet. Sie habe als Mutter einer unmittelbar betroffenen Athletin sodann 

einen Trainingsbericht betreffend ihre minderjährige Tochter eingereicht. Es sei daher ohne 

weiteres klar und gerichtsnotorisch, dass sie als gesetzliche Vertreterin des mutmasslichen 

 

 11 

Opfers handle und auftrete – und nicht etwa als (ehemaliges) Vorstandsmitglieds des be-
troffenen Vereins. 

4. Zur Aufhebung des Nichteröffnungsentscheides und der Wiederaufnahme der Untersuchung 

46. Die Beschwerdeführerin führte weiter aus, dass sie gegen die ehemaligen Trainerinnen ihrer 

Tochter schwere Vorwürfe erhebe und diese auch vor SSI substantiiert rekapituliert habe. 

Insbesondere habe vor allem die Trainerin 1 der Tochter nach deren Verletzung die erfor-

derliche Hilfe verweigert. Der Tochter sei daher eine Rückkehr in einen ordentlichen Trai-

ningsablauf verunmöglicht worden. Die Trainerin 1 habe zudem durch unsachgemässes, ein-

seitiges Training, psychologischen Druck und Demütigungen vor der ganzen Gruppe die 

Sprung-Blockade der Tochter verfestigt, ihr Selbstvertrauen zerstört und ihr sportlich wie 

auch psychologisch schweren Schaden zugefügt. 

 

47. Über eine Zeitdauer von rund 27 Monaten habe sich dies in verschiedenen Verhaltenswei-

sen und Trainingsmethoden gezeigt, unter anderem durch Vernachlässigung des gebotenen 

Aufbautrainings nach der Verletzung, Druckausübung in Bezug auf die Sprungleistungen, 

systematischer Ausschluss und konsequente Zurückstellung, Verweigerung von Training 

("warten lassen"), verstärkte Demütigungen und besonders harte Behandlung nach kriti-

schen Nachfragen der Mutter, Verunmöglichen des mentalen Aufbauprogramms sowie De-

mütigungen, Beschimpfungen und Erniedrigungen vor der ganzen Gruppe. Auch andere El-

tern hätten dieselben oder ähnliche Verhaltensweisen vor SSI bemängelt.  

4.1 Willkürliche Beweiserhebung durch SSI 

48. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, die Untersuchungshandlungen von SSI würden sich 

auf eine ausführliche Befragung der Trainerin 1 beschränken. Bei dieser Befragung seien 

zahlreiche relevante Fragen und gebotene Nachfragen unterblieben.  

 

49. Unter anderem hält die Beschwerdeführerin es für unverständlich, dass in Bezug auf die 

fristlose Kündigung von Anfang Dezember 2023 bei der befragten Trainerin nicht weiter 

nachgefragt wurde und auch keine Nachfragen bei den anzeigenden Eltern oder beim Vor-

stand des Vereins erfolgt sind. SSI habe die Aussagen der Trainerin 1 ohne weiteres so hin-

genommen und habe jedes kritische Hinterfragen unterlassen. Dem Schreiben des Vorstan-

des vom 17.°Dezember 2023 an die Vereinsmitglieder seien die wichtigsten Gründe für die 

fristlose Kündigung der Trainer überdies zu entnehmen, unter anderem dauerhafte 

Verstösse gegen den Vereinskodex und die Trainervereinbarung, trotz vorgängiger Rügen 

und Besprechungen. Die im Schreiben angeführten Gründe seien rechtserheblich für die 

Feststellung der Glaubwürdigkeit der Trainerin 1. Sie sind insbesondere relevant für die 

Glaubwürdigkeit der Aussagen der Trainerin 1, sie habe sich gegenüber dem Verein nichts 

zuschulden kommen lassen und die Kündigung sowie das Haus- und Nutzungsrecht bezüg-

lich der Eisflächen seien ihr ohne jede nachvollziehbare Rechtfertigung entzogen worden. 

Vor diesem Hintergrund erachtet die Beschwerdeführerin die Beweiserhebung von SSI als 

willkürlich. 

 

50. Weiter ist die Beweiserhebung durch SSI nach Ansicht der Beschwerdeführerin auch deshalb 

willkürlich, weil sich SSI mit einem einfachen "Nein" auf Fragen zu den Vorwürfen begnügt 

habe. Schliesslich sei das Protokoll der Befragung der Trainerin 1 nicht unterzeichnet, was 

die Echtheit und Finalität des Protokolls in Frage stelle. 

 

 12 

4.2 Würdigung durch SSI 

51. In Bezug auf die Würdigung ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, dass einige "Grundüber-

legungen" von SSI in Frage zu stellen seien. Der Nichteröffnungsentscheid basiere auf zwei 

"Regeln", welche der Willkür "Tür und Tor" öffnen würden. Zum einen könne ein Nichtein-

treten nicht darauf beruhen, dass Aussage gegen Aussage stehe und dass einige Läuferinnen 

nach der Kündigung mit der Trainerin 1 mitgegangen seien. SSI leite daraus eine fehlende 

Beweisbarkeit ab und verstosse gegen die Regeln freier Beweiswürdigung gemäss Art. 8 ZGB. 

Zum anderen sei nicht nachvollziehbar, dass SSI zum Schluss komme, dass die Vorwürfe –
"selbst wenn sie wahr wären" –- in einem Bereich unterhalb der Schwelle des ethisch Vor-
werfbaren und nicht schwerwiegend genug seien.  

B. Die Position der Beschwerdegegnerin respektive SSI 

52. Die Vorbringen der Beschwerdegegnerin anlässlich der Hauptverhandlung vom 14. März 

2025 (teilweise auf Nachfrage hin) lassen sich im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen: 

1. Zur Zulässigkeit der Eingabe vom 23. März 2025 um 00:00 Uhr 

53. SSI erkundigte sich am 31. März 2025, ob eine Stellungnahme der Beschwerdeführerin ein-

getroffen sei. Das Sekretariat des Schweizer Sportgerichts informierte die Parteien am 3. 

April°2025 über die eingegangene Stellungnahme und dass das Gericht im Endentscheid 

über die Zulässigkeit befinden werde.  

2. Zur Einhaltung der Rechtsmittelfrist 

54. SSI ist der Ansicht, dass die Beschwerdeführerin die Beschwerde nicht innert der 14-tägigen 

Beschwerdefrist gemäss Art. 13 Abs. 2 des Verfahrensreglements von SSI eingereicht hat, da 

aus Sicht von SSI der 12. Juli 2024, an dem der Nichteröffnungsentschied der Beschwerde-

führerin per E-Mail zugestellt wurde, als fristauslösendes Ereignis zu betrachten sei. SSI 

stützt sich dabei auf Art. 9 Abs. 2 des Verfahrensreglements von SSI. Gemäss dieser Bestim-

mung werden Verfahrenshandlungen nach diesem Reglement in geeigneter Textform zuge-

stellt und die Zustellung gilt als erfolgt, wenn die fragliche Handlung nachweislich in den 

unmittelbaren Einflussbereich der Empfängerin oder des Empfängers gelangt ist.  

 

55. SSI erachtet den Wortlaut der angeführten Bestimmung als klar, insbesondere umfasse der 

Begriff "geeignete Textform" – im Gegensatz zur "Schriftform" – auch elektronische Textfor-
men wie E-Mails. SSI sei daher befugt, Verfahrenshandlungen, wozu nach Ansicht von SSI 

auch anfechtbare Entscheide fallen, per E-Mail zuzustellen. Art. 28 des VerfRegl des Schwei-

zer Sportgerichts enthalte überdies eine ähnliche Regel. 

 

56. SSI habe sodann am 12. Juli 2024 den Nichteröffnungsentscheid gültig per E-Mail an jene E-

Mailadresse zugestellt, welche SSI zwecks Kommunikation mit der Beschwerdeführerin im 

Rahmen der Meldung und der Vorabklärungen mitgeteilt wurde und über welche auch tat-

sächlich die Kommunikation mit der Beschwerdeführerin während den Vorabklärungen 

stattgefunden habe (nebst telefonischen Kontakten). Es wirke unglaubwürdig und treuwid-

rig, dass die Beschwerdeführerin während des ganzen Verfahrens problemlos via E-Mail 

kommuniziert habe und zufälligerweise gerade die fristauslösende E-Mail nicht erhalten ha-

ben soll.  

 

57. Mangels Bestätigung des Eingangs der E-Mail vom 12. Juli 2024 habe SSI die Beschwerde-

führerin mit E-Mail vom 19. Juli 2024 erinnert und da auch nach dieser E-Mail keine 

 

 13 

Bestätigung der Beschwerdeführerin erfolgte, habe SSI am 5. September 2024 eine Kopie 

des Nichteintretensentscheids via eingeschriebene Post zu Informationszwecken zugesandt. 

 

58. Im Rahmen der Hauptverhandlung brachte SSI zudem vor, dass die Bestimmungen des 

Sportrechts, insbesondere die Rechtsprechung des Internationalen Sportgerichtshofes 

(CAS) zur Auslegung der Verfahrensregeln heranzuziehen seien. Gemäss CAS (unter Hinweis 

auf CAS 2023/A/10024 Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) v. Kevin Boakye-

Schumann & Deutscher Boxsport-Verband e.V. (DBV) vom 17. Dezember 2024, Erw. 173 f.) 

gelte eine E-Mail selbst dann als zugestellt, wenn diese im Spam-Ordner lande und nach 

einiger Zeit automatisch gelöscht werde, weil die E-Mail in den Einflussbereich des Adressa-

ten gelangt sei. Es sei im sportrechtlichen Kontext branchenüblich, dass auch Endentscheide 

mittels elektronischer Post zugestellt würden. 

 

59. Die Beschwerdeführerin bestreite auch nicht, dass ihr die E-Mail vom 12. Juli 2024 zugestellt 

wurde, sie behaupte nur, dass sie die E-Mail nicht gesehen habe. Die Beschwerdeführerin 

wie auch ihr Ehemann seien Juristen und sich daher der Wichtigkeit von Fristen bewusst. Im 

gesamten Verlauf der Vorabklärungen habe die Beschwerdeführerin per E-Mail mit dieser 

kommuniziert, dabei auch alle privaten E-Mails im Posteingang gesehen und beantwortet. 

Dies stehe in krassem Widerspruch zu ihrem passiven Verhalten beim Erhalt des Entscheids. 

Ebenso wenig glaubwürdig sei, dass sie behaupte, auch die E-Mail vom 19. Juli 2024 nicht 

erhalten zu haben. 

 

60. Zusammengefasst ist SSI der Ansicht, es scheine klar, dass die Beschwerdeführerin zu einem 

früheren Zeitpunkt als den 13. September 2024 Kenntnis vom Entscheid erlangt haben 

müsse und bewusst auf die Quittierung verzichtet habe, sowie dass mit Art. 9 Abs. 2 des 

Verfahrensreglements von SSI (in der Fassung vom 13. Februar 2023) eine hinreichende, 

klare und branchenübliche Grundlage vorgelegen habe für eine rechtsgenügliche Zustellung 

des Nichteintretensentscheides per E-Mail. Aus diesen Gründen sei das fristauslösende Er-

eignis am 12. Juli 2024 erfolgt, weshalb die Beschwerde nicht fristgerecht eingereicht wor-

den sei. 

3. Zur Beschwerdelegitimation 

61. In Bezug auf die Beschwerdelegitimation brachte SSI zu Beginn des Verfahrens vor, dass nur 

die Tochter der Beschwerdeführerin als potenzielles Opfer zur Beschwerdeführung legiti-

miert sei, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei. 

 

62. Im Rahmen der Hauptverhandlung beschränkte SSI die Begründung ihres Rechtsbegehrens 

auf Nichteintreten auf die Nichteinhaltung der Beschwerdefrist. Auf entsprechende Nach-

frage des Gerichts zog SSI den Einwand der fehlenden Beschwerdelegitimation zurück.  

4. Zur Aufhebung des Nichteröffnungsentscheides und der Wiederaufnahme der Untersuchung 

63. SSI beantragte eventualiter die Abweisung der Rechtsbegehren zur Aufhebung des Nichter-

öffnungsentscheides und zur Wiederaufnahme der Untersuchung unter Verweis auf den 

Nichteröffnungsentscheid. Im Rahmen der Vorabklärungen werde geprüft, ob sich die ge-

meldete, mögliche Verletzung des Ethik-Statuts erhärten lassen oder nicht. Zu diesem Zweck 

beschaffe SSI jeweils Dokumente, hole Auskünfte ein und treffe weitere sachdienliche Ab-

klärungen. SSI sei nach Abschluss der Vorabklärungen zum Schluss gelangt, dass sich die 

möglichen Verletzungen des Ethik-Statuts nicht erhärten liessen, und habe sich daher gegen 

die Eröffnung einer Untersuchung entschieden.  

 

 

 14 

64. Im Rahmen des Nichteröffnungsentscheides begründete SSI den Entscheid unter dem Titel 

"Würdigung" insbesondere damit, dass die Vorhalte bestritten seien, die Nachweisbarkeit 

eines Ethikverstosses "in ausreichendem Ausmass" aus Sicht von SSI nicht möglich sei und 

selbst wenn angenommen würde, dass die geschilderten Aussagen und Handlungen so statt-

gefunden hätten, SSI die Schwelle eines Ethikverstosses als nicht erreicht betrachte. Unter 

anderem könne man der Trainerin 1 keine direkten respektive expliziten Beschimpfungen 

vorwerfen und es sei nachvollziehbar, dass eine Trainerin versuche, die bestmöglichen Be-

dingungen für ihr Team zu schaffen. Weiter müssten Anmerkungen in Bezug auf die Ernäh-

rung im Leistungssportkontext erlaubt sein und eine gewisse Belastbarkeit der Athletinnen 

dürfe im Leistungssport erwartet werden. 

 

65. Eine sachliche Ungleichbehandlung respektive Diskriminierung sei in Bezug auf die Trainerin 

1 nicht ersichtlich oder substantiiert und es sei im Leistungssport nicht unüblich, dass ein-

zelne Gruppen oder Athletinnen und Athleten andere Bedingungen erhalten würden. 

 

66. Die vorgebrachten Beanstandungen in Bezug auf die Trainingsmethoden der Trainerin 1 wür-

den per se objektiv keinen Ethikverstoss darstellen oder würden die erforderliche Schwelle 

nicht erreichen. Schliesslich sei auch keine "gezielte Beeinträchtigung" durch "beabsich-

tigte" Handlungen im Sinne von Art. 2.1.3 erkennbar.  

 

67. In Bezug auf die Vorwürfe, die Trainerin 1 soll Läuferinnen gezwungen haben, trotz Schmer-

zen/Verletzungen weiter zu trainieren, ist SSI der Ansicht, dass der Vorwurf "wohl mehr in 

die Richtung" gehe, dass die Trainerin 1 keine alternativen Trainingsmethoden angeboten 

haben soll, dass aber kein unmittelbarer Zwang vorgelegen habe. Es sei zwar verständlich, 

dass Athletinnen bei Verletzungen und den damit einhergehenden Konsequenzen eine 

(grosse) Belastung erfahren würden, doch sei dies im (Spitzen-)Sport typischerweise unum-

gänglich. 

 

68. Die Vorwürfe organisatorischer und administrativer Natur stellen nach Ansicht von SSI keine 

Verletzung des Ethik-Statuts dar. Auch würden die Vorwürfe des Mobbings oder des "Vor-

führens" einzelner Personen keinen Ethikverstoss darstellen. 

 

69. Die Vorhalte hinsichtlich des Umgangs der Trainerin 1 mit dem Verein und dem Vorstand 

seien Gegenstand arbeits- und/oder vereinsrechtlicher Diskussionen, würden aber per se 

keinen Ethikverstoss darstellen.  

 

70. In Bezug auf die weiteren Trainerinnen (neben der Trainerin 1) seien SSI in wesentlich gerin-

gerem Umfang auch Vorwürfe geäussert worden. Nach Ansicht von SSI seien bezüglich die-

ser Personen keine Ethikverstösse ersichtlich oder nachgewiesen. Diesen Trainerinnen sei 

überdies auch ein neuer Vertrag beim Verein angeboten worden.  

V. Zuständigkeit 

71. Das Schweizer Sportgericht ist eine Stiftung, die von Swiss Olympic per 1. Juli 2024 gegrün-

det wurde und den Zweck hat, ein unabhängiges Gericht zu betreiben, das bei Streitigkeiten 

im Sport oder möglichen Regelverstössen entscheidet. Als unabhängige Disziplinarstelle im 

Sinne von Art. 72g Abs. 1 lit. a SpoFöV ist das Schweizer Sportgericht zuständig für die Beur-

teilung der ihr von der Meldestelle überwiesenen Fälle von mutmasslichem Fehlverhalten 

oder mutmasslichen Missständen.  

 

72. Gemäss Art. 11 Abs. 1 VerfRegl entscheidet das Schweizer Sportgericht selbst über seine 

Zuständigkeit. Das VerfRegl ist per 1. Juli 2024 in Kraft getreten und ersetzt das Reglement 

 

 15 

betreffend das Verfahren vor der DK vom 1. Juli 2022. Das VerfRegl vom 1. Juli 2024 findet 

auf sämtliche Verfahren Anwendung, für die Swiss Olympic und die nationalen Sportver-

bände auf die Zuständigkeit der bisherigen "Disziplinarkammer des Schweizer Sports" oder 

des Schweizer Sportgerichts verweisen (Art. 29 Abs. 1 VerfRegl). Gemäss Art.  1.2 Abs. 10 

der Statuten von Swiss Olympic vom 24. November 2023 (mit Inkrafttreten per 1. Juli 2024) 

ist die "Sanktionierung von potenziellen Verstössen gegen das Dopingstatut und das Ethik-

Statut […] Aufgabe der Stiftung Schweizer Sportgericht". Weiter sieht Art. 1.2 Abs. 10 vor, 

dass die Stiftung Schweizer Sportgericht "für die Beurteilung von Fällen [zuständig ist], die 

ihr durch die Stiftung Swiss Sport Integrity bezüglich potenzieller Verstösse gegen das Ethik-

Statut des Schweizer Sports angetragen werden". Ausserdem sieht Art. 10 Abs. 2 der Statu-

ten von Swiss Olympic vor, dass die Stiftung Schweizer Sportgericht grundsätzlich ebenfalls 

"in noch nicht abgeschlossenen Verfahren im Zusammenhang mit dem Doping-Statut oder 

dem Ethik-Statut von Swiss Olympic [entscheidet], für die vor ihrer Gründung die Diszipli-

narkammer des Schweizer Sports zuständig gewesen ist". Schliesslich ist das Schweizer 

Sportgericht für sämtliche Verfahren zuständig, die gemäss den Vorschriften des VerfRegl 

eröffnet werden oder eröffnet worden sind (Art. 30 Abs. 2 VerfRegl). 

  

73. In casu geht es primär um potenzielle Verstösse aus dem Jahr 2023 gegen das Ethik-Statut, 

welches am 1. Januar 2022 in Kraft getreten ist, mithin um die Beurteilung und Sanktionie-

rung von potenziellen Ethikverstössen im Sinne von Art. 1.2 Abs. 10 und Art. 10 Abs. 2 der 

Statuten von Swiss Olympic (Version mit Inkrafttreten per 1. Juli 2024).  

 

74. Im Übrigen haben beide Parteien die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts mit Unter-

zeichnung der Verfahrensverfügung vorbehaltslos anerkannt. Basierend darauf sowie den 

obigen Ausführungen ist das Schweizer Sportgericht zur rechtlichen Beurteilung und mögli-

chen Sanktionierung der vorliegend in Frage stehenden Vorfälle daher zuständig.  

VI. Anwendbares Recht 

75. Rechtsgrundlage zur Definition, Untersuchung, Beurteilung und Sanktionierung von Ethik-

verstössen sowie des dazugehörigen Verfahrens bildet das Ethik-Statut. Dieses trat per 1. Ja-

nuar 2022 in Kraft (vgl. Art. 8.3 Abs. 1 Ethik-Statut). Die Genehmigung des Ethik-Statuts er-

folgte anlässlich der 25. Versammlung des Sportparlaments am 26. November 2021, an wel-

cher das Sportparlament die entsprechenden Änderungen der Statuten von Swiss Olympic 

per 1. Januar 2022 beschlossen hat.  

 

76. Wie in Art. 9 Ethik-Statut festgehalten, wurden seit dem Erlass des Ethik-Statuts vom Sport-

parlament am 25. November 2022 (mit Inkrafttreten per 26. November 2022) und vom Exe-

kutivrat am 21. September 2022 in Anwendung von Art. 8.6 Ethik-Statut (mit Inkrafttreten 

per 26. November 2022) Anpassungen genehmigt. Im Folgenden ist daher, soweit nicht an-

ders vermerkt, jeweils vom Ethik-Statut in seiner Version 2022 vom 26. November 2022 die 

Rede. 

 

77. Mit Genehmigung des Ethik-Statuts und den entsprechenden Änderungen der Statuten von 

Swiss Olympic per 1. Januar 2022 haben die nationalen Sportverbände die Kompetenz und 

Zuständigkeit im Bereich Ethik zur Untersuchung, rechtlichen Beurteilung sowie Sanktionie-

rung auf SSI und die DK übertragen. In organisatorischer Hinsicht wurden die Meldestelle 

und die Stelle zur Untersuchung von gemeldeten Tatbeständen SSI und die rechtliche Beur-

teilung von potenziellen Verstössen sowie von Beschwerden gegen Einstellungsentscheide 

auf die DK übertragen. Im Verfahren vor SSI ging es um potenzielle Ethikverstössen, welche 

sich soweit ersichtlich primär im Jahr 2023 zugetragen haben. Daher ist der zeitliche 

 

 16 

Geltungsbereich des Ethik-Statuts bezüglich der von SSI zu beurteilenden Ethikverstösse ge-

geben.  

 

78. In Bezug auf das Verfahren vor SSI, ist das zum Zeitpunkt der massgeblichen Verfahrens-

handlungen geltende Verfahrensreglement von SSI (nachfolgend "VerfRegl SSI") anwendbar, 

welches am 24. November 2021 durch den Stiftungsrat der Stiftung Antidoping Schweiz (seit 

dem 1. Januar 2022 als Stiftung in Swiss Sport Integrity umbenannt) verabschiedet worden 

und am 1. Januar 2022 in Kraft getreten ist. Die vorliegend in Frage stehenden Verfahrens-

handlungen haben sich nach dem 13. Februar 2023 zugetragen, weshalb die am 13. Februar 

2023 durch den Präsidenten und den Direktor verabschiedete und am 15. Februar 2023 in 

Kraft getretene Fassung massgeblich ist. 

 

79. Die im vorliegenden Verfahren anwendbaren Verfahrensvorschriften finden sich im Ver-

fRegl. Gemäss Art. 29 Abs. 1 VerfRegl findet dies auf alle Verfahren Anwendung, die im Zeit-

punkt seines Inkrafttretens eröffnet sind oder danach eröffnet werden. Da das vorliegende 

Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht am 15. Juli 2024 eröffnet wurde, gilt damit die 

Fassung des VerfRegl vom 1. Juli 2024. 

VII. Zulässigkeit 

A. Zulässigkeit der Stellungnahme vom 23. März 2025 

80. Mit Verfahrensverfügung vom 14. März 2024 bestätigte das Sekretariat des Schweizer Sport-

gerichts den Erhalt der E-Mail samt Beilagen vom 14. März 2025, wies die Parteien darauf 

hin, dass die darin erwähnte Rechtsprechung des Schweizer Sportgerichts am Montag, 17. 

März 2025 publiziert werde und räumte der Beschwerdeführerin eine Frist bis zum 22. März 

2025 ein, um auf die von SSI im Schlussvortrag neu vorgebrachten Argumente Stellung zu 

nehmen. 

 

81. Mit E-Mail vom 23. März 2025 um 00:00 Uhr stellte die Beschwerdeführerin ihre Stellung-

nahme dem Sekretariat des Schweizer Sportgerichts zu. Das Sekretariat bestätigte den Er-

halt am selben Tag. Hierauf ergänzte die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 23. März 2025 

um 13:32 Uhr ihre Stellungnahme vorsorglich mit dem Ersuchen, die Eingabe vom 23. März 

2025 um 00:00 Uhr als fristgerecht eingetroffen zu betrachten. Die Beschwerdeführerin be-

ruft sich dabei auf Art. 26 VerfRegl in Verbindung mit Art. 142 Abs. 3 ZPO, wonach die Frist 

am nächsten Werktag ende, wenn der letzte Tag einer Frist auf einen Samstag, einen Sonn-

tag oder Feiertag falle.  

 

82. Diese Argumentation verfängt nicht, da der Beschwerdeführerin mit Verfahrensverfügung 

vom 14. März 2025 ausdrücklich Frist bis zum Samstag, 22. März 2025 angesetzt wurde. Das 

Gericht nimmt jedoch die Ergänzung der Beschwerdeführerin vom 23. März 2025 um 13:32 

Uhr als Wiederherstellungsgesuch im Sinne von Art. 148 Abs. 1 ZPO entgegen. Demnach 

kann das Gericht auf Gesuch einer säumigen Partei eine Nachfrist gewähren, wenn die Partei 

glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft. 

 

83. Da die Verspätung auf unvorhergesehene technische Probleme beim E-Mail-Versand zurück-

zuführen ist und die Frist in der Tat nur äusserst knapp (um eine Minute) verpasst wurde, 

erachtet das Gericht das Verschulden als leicht im Sinne von Art. 148 Abs. 1 ZPO und lässt 

die Stellungnahme grundsätzlich zu. 

 

 17 

B. Zulässigkeit der Beweisanträge anlässlich der Hauptverhandlung vom 14. März 2025 

84. Anlässlich der Hauptverhandlung stellte die Beschwerdeführerin zwei Beweisanträge: zum 

einen sei die Beschwerdeführerin zu den wesentlichen Inhalten Ihres Berichtes vom Januar 

2024 zu befragen zwecks Ermittlung der "Gravitas" des Gesamtproblems, im Sinne der Aus-

führungen in der Beschwerde vom 27. September 2024; zum andern sei der Mental Coach 

T._____ zu einer Stellungnahme einzuladen betreffend ihrer Aussage gegenüber der Be-

schwerdeführerin von Mitte Mai 2023, als sie die Beschwerdeführerin dringend aufforderte, 

den Unterricht mit der Trainerin 1 sofort abzubrechen, ansonsten die Tochter auch langfris-

tig psychische Schäden von einer solchen negativen Beziehung tragen könne.  

 

85. Die gestellten Beweisanträge zielen auf die Ermittlung des Sachverhaltes und der "Gravitas" 

der vorgetragenen Vorwürfe. Das Schweizer Sportgericht ist jedoch für die Ermittlung des 

Sachverhaltes zur Erhärtung mutmasslicher Ethik-Verstösse nicht zuständig. Gemäss Art. 72f 

Abs. 1 lit. b Ziff. 2 SpoFöV klärt die – von der Disziplinarstelle nach Art. 72g SpoFöV unab-
hängige – Meldestelle (SSI) die gemeldeten Sachverhalte ab und verfasst, sofern ein begrün-
deter Verdacht auf Fehlverhalten oder Missstände besteht, einen Untersuchungsbericht 

und überweist diesen mit den Untersuchungsakten an die Disziplinarstelle. Demgegenüber 

beurteilt die Disziplinarstelle die ihr von der Meldestelle überwiesenen Fälle von mutmass-

lichem Fehlverhalten oder mutmasslichen Missständen und kann die in den Reglementen 

des Dachverbands vorgesehenen Sanktionen oder Massnahmen aussprechen (Art. 72g Abs. 

1 lit. a SpoFöV).  

 

86. Die Ermittlung des Sachverhaltes fällt somit vorliegend in den Zuständigkeitsbereich von SSI. 

Dementsprechend sind diese Beweisanträge im Rahmen der Vorabklärungen von SSI zu stel-

len und daher im Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht abzuweisen.  

C. Zur Beschwerdelegitimation 

87. In der Stellungnahme vom 18. November 2024 brachte SSI unter anderem vor, auf die Be-

schwerde sei aufgrund fehlender Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin nicht 

einzutreten. Alleine die Tochter der Beschwerdeführerin sei zur Beschwerde berechtigt und 

es sei nicht nachgewiesen ob und inwiefern die Beschwerdeführerin ihre Tochter alleine ver-

treten und damit den Rechtsvertreter per Unterschrift zur Vertretung bevollmächtigen 

könne. Dies sei zu ihrem Nachteil auszulegen. 

 

88. Im Rahmen der Hauptverhandlung beschränkte SSI die Begründung ihres Rechtsbegehrens, 

auf die Beschwerde sei nicht einzutreten ausdrücklich darauf, dass die Beschwerde nicht 

fristgerecht eingereicht worden sei. Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts an der 

Hauptverhandlung antwortete SSI zudem, die Beschwerdelegitimation stehe nicht mehr in 

Frage. Gemäss Verständnis des Gerichts zog SSI damit den Einwand der fehlenden Beschwer-

delegitimation zurück. 

 

89. Unbeschadet des Vorstehenden stellt das Gericht fest, dass die Beschwerdeführerin in ihrer 

Stellungnahme vom 29. Dezember 2024, in Bezug auf die von SSI angefochtene Beschwerd-

elegitimation ausführte, sie habe als Mutter einer unmittelbar betroffenen Athletin – neben 

anderen Personen – mehrere Ethikverstösse gemeldet und einen Trainingsbericht betref-

fend ihre minderjährige Tochter eingereicht. Es sei daher ohne weiteres klar und gerichts-

notorisch, dass sie als gesetzliche Vertreterin des mutmasslichen Opfers handle und auftrete 

– und nicht etwa als (ehemaliges) Vorstandsmitglieds des betroffenen Vereins. 

 

 

 18 

90. Zur Beschwerde gegen einen Nichteröffnungsentscheid legitimiert sind gemäss Art. 14 

Abs. 2 VerfRegl SSI die Verfahrensbeteiligten. Diese Regelung entspricht auch Art. 5.5 Abs. 4 

Ethik-Statut, wonach die Verfahrensbeteiligten die Einstellung des Verfahrens anfechten 

können. Gemäss Art. 6 Abs. 1 VerfRegl SSI handelt es sich bei den Verfahrensbeteiligten um 

die angeschuldigte Person oder Organisation sowie das Opfer des möglichen Ethikverstos-

ses. Die Tochter der Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt der potenziellen Ethikverstösse 

und zum Zeitpunkt der Meldung im Dezember 2023 minderjährig (10-jährig bzw. 12-jährig). 

Im Zeitpunkt des Nichteröffnungsentscheides und dessen Zustellung im Jahr 2024 war sie 

folglich ebenfalls minderjährig.  

 

91. Die Beschwerdeführerin ist daher als Mutter und somit als gesetzliche Vertretung eines mut-

masslichen Opfers eines Ethikverstosses, welche als Verfahrensbeteiligte im Sinne des Ethik-

Statutes und im Sinne des VerfRegl SSI am Verfahren beteiligt war, zur Beschwerdeführung 

legitimiert. Der Ehemann der Beschwerdeführerin tritt als Rechtsvertreter der Beschwerde-

führerin auf. Er braucht sich sodann auch nicht selbst zu bevollmächtigen, um seine Tochter 

zu vertreten. Aus Sicht des Gerichts bestehen daher keine Zweifel an der Beschwerdelegiti-

mation der Beschwerdeführerin.  

D. Zur Einhaltung der Beschwerdefrist 

1. Einwand der Beschwerdegegnerin und Fragestellung 

92. SSI ist der Ansicht, dass die Beschwerdeführerin nicht innert der 14-tägigen Beschwerdefrist 

im Sinne von Art. 14 Abs. 2 VerfRegl SSI Beschwerde eingereicht hat, da aus Sicht von SSI die 

Zustellung per E-Mail am 12. Juli 2024 als fristauslösendes Ereignis zu betrachten sei. SSI 

stützt sich dabei auf Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI, wonach Verfahrenshandlungen "in geeigneter 

Textform" zugestellt werden können und die Zustellung als erfolgt gilt, wenn die fragliche 

Handlung nachweislich in den unmittelbaren Einflussbereich der Empfängerin oder des 

Empfängers gelangt ist. Fraglich ist daher, ob die Zustellung per E-Mail am 12. Juli 2024 oder 

die Zustellung per eingeschriebener Post, datierend vom 5. September 2024, als fristauslö-

sendes Ereignis zu betrachten ist. Grundsätzlich wird für die Argumente der Parteien auf den 

entsprechenden Titel (vgl. IV, Die Positionen der Parteien) verwiesen. Nachfolgend werden 

nur die wichtigsten Argumente in nicht abschliessender Form aufgeführt. 

 

• Der Wortlaut von Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI, insbesondere der Begriff "geeignete Text-

form" sei klar und umfasse auch elektronische Textformen wie E-Mails.  

 

• Art. 28 des VerfRegl des Schweizer Sportgerichts enthalte eine ähnliche Regel und 

auch das Schweizer Sportgericht stelle seine Verfügungen wie auch Endentscheide 

ausschliesslich und fristauslösend per E-Mail zu. 

 

• Die Beschwerdeführerin habe die E-Mail-Adresse, an welche der Nichteröffnungsent-

scheid am 12. Juli 2024 geschickt wurde, als Kontaktadresse im Rahmen der Meldung 

und der Vorabklärungen angegeben und in der Folge auch tatsächlich über diesen 

Kanal (neben telefonischen Kontakten) mit SSI kommuniziert. Es sei daher nicht 

glaubwürdig, sondern treuwidrig und widersprüchlich, wenn die Beschwerdeführe-

rin behaupte, sie hätte die Zustellung am 12. Juli 2024 sowie die Erinnerung am 19. 

Juli 2024 nicht erhalten. Überdies bestreite die Beschwerdeführerin nicht, dass sie 

die E-Mails erhalten habe, sie behaupte aber, dass sie gerade diese zwei E-Mails erst 

später gesehen habe. Auch das sei -angesichts der vorher regelmässigen Kommuni-

kation - nicht glaubwürdig. 

 

 19 

• Der eingeschriebene Postversand am 5. September 2024 sei lediglich zu Informati-

onszwecken erfolgt, die rechtsgültige Zustellung sei jedoch am 12. Juli 2024 per E-

Mail erfolgt.  

 

• Im Rahmen der Hauptverhandlung ergänzte SSI auf entsprechende Nachfrage, dass 

gemäss der im Juli 2024 herrschenden Praxis von SSI die Zustellung per E-Mail erfolgt 

und ein eingeschriebener Postversand vorgenommen worden sei, sofern die E-Mails 

nicht bestätigt worden seien. Weiter erklärte der Vertreter von SSI anlässlich der 

Hauptverhandlung, dass er nicht wisse, ob die Parteien ausdrücklich darauf aufmerk-

sam gemacht würden, dass SSI mit ihnen nur per E-Mail oder telefonisch kommuni-

ziere und auch die (End-)Entscheide ausschliesslich per E-Mail zugestellt würden. 

Auch für das konkrete Verfahren konnte der Vertreter diesbezüglich keine Auskunft 

geben.  

 

• Auf die Frage, warum der Wortlaut von Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI per 1. Januar 2025 

angepasst wurde, antwortete der Vertreter von SSI, man habe den Wortlaut jenem 

des Sportgerichts angleichen wollen. Seit 1. Januar 2025 lautet der Wortlaut von art. 

9 Abs. 2 VerfRegl SSI "Verfahrenshandlungen nach diesem Reglement werden grund-

sätzlich auf elektronischem Weg zugestellt, subsidiär in anderweitig geeigneter Text-

form. Sie werden in der Regel an die von den Verfahrensbeteiligten angegebenen E-

Mail-Adressen gesendet. Eine Verfahrenshandlung gilt ab dem Zeitpunkt als zuge-

stellt, an dem sie per E-Mail an die Empfängerin oder den Empfänger gesendet 

wurde." 

 

• Gemäss CAS (unter Hinweis auf CAS 2023/A/10024 Nationale Anti-Doping Agentur 

Deutschland (NADA) v. Kevin Boakye-Schumann & Deutscher Boxsport-Verband e.V. 

(DBV) vom 17. Dezember 2024, Erw. 173 f.) gelte eine E-Mail selbst dann als zuge-

stellt, wenn diese im Spam-Ordner lande und nach einiger Zeit automatisch gelöscht 

werde, weil die E-Mail in den Einflussbereich des Adressaten gelangt sei.  

 

• Es sei im sportrechtlichen Kontext branchenüblich, dass auch Endentscheide mittels 

elektronischer Post zugestellt würden. Die Regel sei daher nicht ungewöhnlich. 

 

93. Insgesamt erachtet SSI als erwiesen, dass i) die Beschwerdeführerin zu einem früheren Zeit-

punkt als den 13. September 2024 Kenntnis vom Entscheid erlangt haben müsse und be-

wusst auf die Quittierung verzichtet habe, sowie ii) dass mit Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI (in der 

Fassung vom 13. Februar 2023) eine hinreichende, klare und branchenübliche Grundlage 

vorgelegen habe für eine rechtsgenügliche Zustellung des Nichteintretensentscheides per E-

Mail. Aus diesen Gründen sei das fristauslösende Ereignis am 12. Juli 2024 erfolgt, weshalb 

die Beschwerde nicht fristgerecht eingereicht worden sei. 

2. Stellungnahme der Beschwerdeführerin zur Beschwerdefrist 

94. Die Beschwerdeführerin hält die Beschwerdefrist für eingehalten, da sie der Ansicht ist, der 

Nichteröffnungsentscheid sei ihr am 13. September 2024 rechtswirksam per eingeschriebe-

ner Post zugegangen und sie habe sodann innert 14 Tagen die Beschwerde bei der Schwei-

zerischen Post zum Versand aufgegeben. Grundsätzlich wird für die Argumente der Parteien 

auf den entsprechenden Titel (vgl. IV, Die Positionen der Parteien) verwiesen. Nachfolgend 

werden nur die wichtigsten Argumente in nicht abschliessender Form aufgeführt. 

 

 

 20 

• Das VerfRegl SSI sei der privaten Gerichtsbarkeit zuzuordnen und enthalte (jedenfalls 

in der damals gültigen Fassung) keine ausdrückliche Regelung zur Zustellungsform 

für die Eröffnung von Endentscheiden. Ausserdem umfasse der Begriff "Verfahrens-

handlungen" nicht auch die Endentscheide. 

 

• Die Zustellung von Endentscheiden mit hoheitlichem Charakter oder von einseitigen 

Mitteilungen mit rechtsgestaltendem Charakter ausschliesslich per E-Mail sei unge-

wöhnlich und nicht einmal branchenüblich. Ausserdem gehe es im Nichteröffnungs-

entscheid um dauerhafte und potenziell systematische Verletzungen der psychischen 

Integrität mehrerer Kinder und nach Ablauf der Rechtsmittelfrist würde die einzige 

zuständige Organisation untätig bleiben. 

 

• Es sei die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu AGB anwendbar, weil SSI das Ver-

fRegl einseitig vorgebe. Demnach sei die - nach Ansicht der Beschwerdeführerin - 

ungewöhnliche Regel von SSI (Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI) aus Sicht des "Zustimmen-

den" auszulegen, weshalb auch branchenübliche Klauseln für einen branchenfrem-

den Konsumenten ungewöhnlich sein könnten. Geschäftsfremd sei die Klausel zudem 

dann, wenn sie den Vertragscharakter wesentlich verändert oder in erheblichem 

Mass aus dem gesetzlichen Rahmen des betreffenden Vertragstypus fallen. Die Be-

schwerdeführerin habe daher nicht erkennen können, dass SSI auch Endentscheide 

rechtswirksam per E-Mail zustellen werde. Anlässlich der Hauptverhandlung er-

gänzte die Beschwerdeführerin auf Nachfrage des Gerichts, dass sie nicht darauf hin-

gewiesen worden sei, dass im Juli 2024 möglicherweise ein Entscheid getroffen und 

zugestellt werden würde. 

 

• Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI sei unklar und daher zulasten des Verwenders auszulegen.  

 

• Die Zustellung habe daher per eingeschriebener Post zu erfolgen, ausser die Parteien 

würden ausdrücklich eine andere Zustellungsform vereinbaren, was im Rahmen der 

Kommunikation mit SSI nicht der Fall sei - im Gegensatz zum Verfahren vor dem 

Sportgericht, wo nicht nur eine klare Rechtsgrundlage im VerfRegl bestehe, sondern 

insbesondere die Beschwerdeführerin auch mit Unterzeichnung der Verfahrensver-

fügung vom 12. Dezember 2024 ausdrücklich zugestimmt habe.  

 

• Die Beschwerdeführerin habe die E-Mail erst nach dem 5. September 2024 über-

haupt erst bemerkt, sie sei nicht davon ausgegangen, dass SSI eine E-Mail zustellen 

würde. 

3. Würdigung 

95. Gemäss Art. 14 Abs. 2 VerfRegl SSI können Nichteröffnungsentscheide durch die Verfahrens-

beteiligten mittels Beschwerde innert 14 Tagen vor der Disziplinarkammer respektive dem 

Schweizer Sportgericht begründet angefochten werden. In casu wurde der Nichteröffnungs-

entscheid vom 12. Juli 2024 der Beschwerdeführerin am 12. Juli 2024 per E-Mail zugestellt 

und am 5. September 2024 per eingeschriebener Post gesendet (Zustellung am 13. Septem-

ber 2024). Die Beschwerde wurde am 27. September 2024 eingereicht.  

 

96. Es stellt sich somit die Frage, ob fristauslösendes Ereignis die Zustellung per E-Mail am 12. 

Juli 2024 oder die Zustellung per eingeschriebener Post am 13. September 2024 war. Sollte 

die Zustellung am 12. Juli 2024 rechtswirksam erfolgt sein, dann wäre die Beschwerdefrist 

 

 21 

abgelaufen und nicht auf die Beschwerde einzutreten. Ist jedoch in casu der 13. September 

2024 das massgebliche Zustellungsdatum, wäre die Beschwerdefrist eingehalten und auf die 

Beschwerde einzutreten, sofern keine anderen Gründe gegen ein Eintreten sprechen. 

  

97. Gemäss Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI (Fassung vom 13. Februar 2023) werden Verfahrenshand-

lung gemäss dem VerfRegl SSI "in geeigneter Textform zugestellt". Die Zustellung gilt als er-

folgt, wenn die "fragliche Handlung nachweislich in den unmittelbaren Einflussbereich der 

Empfängerin oder des Empfängers gelangt ist".  

 

98. Die –von SSI vorgebrachte –- Rechtsprechung des CAS hält wiederholt fest, dass E-Mails auch 

dann als zugestellt gelten, wenn sie im Spam-Ordner des Empfängers landen, weshalb 

grundsätzlich unerheblich ist, wann der Empfänger diese liest (vgl. CAS 2023/A/10024 Nati-

onale Anti-Doping Agentur Deutschland (NADA) v. Kevin Boakye-Schumann & Deutscher 

Boxsport-Verband e.V. (DBV) vom 17. Dezember 2024, Erw. 173; CAS 2020/A/6918 Cristina 

Iovu v. International Weightlifting Federation (IWF) vom 4. Februar 2021, Rz. 65; CAS 

2019/A/6253 Wydad Athletic Club v. FIFA & Chisom Elvis Chikatara & El Gouna vom 30. No-

vember 2020, Rz. 87). Dabei stellt das Gericht fest, dass in den zitierten Fällen jedoch jeweils 

in den geltenden Vorschriften eine ausdrückliche Grundlage für eine Zustellung per E-Mail 

bestand (siehe etwa CAS 2020/A/6918 Cristina Iovu v. International Weightlifting Federation 

(IWF) vom 4. Februar 2021, Rz.57 [Article 14.3.7 IWF ADP: "Any notice given under these 

Anti-Doping Rules shall, in the absence of earlier receipt, be deemed to have been duly given 

as follows: […] e) if sent by email, at the time it was sent."] sowie CAS 2019/A/6253 Wydad 

Athletic Club v. FIFA & Chisom Elvis Chikatara & El Gouna vom 30. November 2020, Rz. 85 

["electronic notification by e-mail is considered a valid means of communication and will be 

deemed sufficient to establish time limits and their observance."]). 

 

99. Basierend auf den Eingaben und Vorbringen anlässlich der Hauptverhandlung geht das Ge-

richt zudem in casu davon aus, dass 

 

• die E-Mail vom 12. Juli 2024 der Beschwerdeführerin zugestellt wurde und somit 

grundsätzlich in ihren Machtbereich gelangt ist;  

 

• dass die Kommunikation zwischen SSI und der Beschwerdeführerin über die E-Mail -

Adresse lief, an welche der Nichteröffnungsentscheid am 12. Juli 2024 gesendet 

wurde, daneben aber auch über Telefon kommuniziert wurde; 

 

• die Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt ausdrücklich darauf hingewiesen 

wurde, dass sämtliche Verfahrenshandlungen (inklusiv die Zustellung von Entschei-

den) ausschliesslich per E-Mail erfolgen und auch keine Zustimmung von der Be-

schwerdeführerin eingeholt wurde;  

 

• der Beschwerdeführerin die Zustellung des Nichteröffnungsentscheid per E-Mail 

nicht angekündigt worden ist;  

 

• SSI mit der E-Mail vom 12. Juli 2024 eine Bestätigung angefordert und nach deren 

Ausbleiben eine Erinnerung gesendet hat und nachdem die Beschwerdeführerin 

auch darauf nicht reagiert, hat, den Entscheid vom 12. Juli 2024 schliesslich am 5. 

September 2024 bei der Post für einen eingeschriebener Versand aufgegeben hat, 

worauf der Entscheid am 13. September 2024 zugestellt wurde; 

 

 

 22 

• es –zum damaligen Zeitpunkt –keine konsistente Praxis bei SSI gab, in welchem Fall 
ein Entscheid per E-Mail und in welchem Fall ein Entscheid per Post zugestellt wird;  

 

• die massgebliche Rechtsgrundlage in Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI angepasst wurde und 

ab dem 1. Januar 2025 ausdrücklich die Zustellung "auf elektronischem Weg" und 

"subsidiär in anderweitig geeigneter Textform" vorsieht; weiter präzisiert die neue 

Bestimmung, dass eine Verfahrenshandlung ab jenem Zeitpunkt als zugestellt gilt, 

"an dem sie per E-Mail an die Empfängerin oder den Empfänger gesendet wurde". 

 

100. Während das Gericht vorliegend davon ausgeht, dass die E-Mail am 12. Juli 2024 zugestellt 

wurde (siehe oben Rz. 99), lag aus Sicht des Gerichts mit Art. 9 Abs. 2 VerfRegl SSI (Fassung 

vom 13. Februar 2023) keine hinreichend klare Rechtsgrundlage für eine Zustellung per E-

Mail vor.  Die Bestimmung erwähnt – im Unterschied zu den Bestimmungen, auf welche sich 

die oben erwähnte Rechtsprechung des CAS stützt –nicht ausdrücklich, dass eine elektroni-
sche Zustellung genügt. Zudem wurde die Beschwerdeführerin – im Gegensatz zum Verfah-
ren vor dem Schweizer Sportgericht (vgl. Art. 28 VerfRegl) –-weder ausdrücklich darauf hin-
gewiesen, dass die (rechtswirksame) Kommunikation (ausschliesslich) per E-Mail erfolge, 

noch hat die Beschwerdeführerin einer solchen Kommunikation zugestimmt.  

 

101. Die Praxis von SSI scheint hinsichtlich der Zustellung ebenfalls nicht konsistent gewesen zu 

sein. Wäre SSI tatsächlich davon ausgegangen, dass eine rechtswirksame Zustellung aus-

schliesslich per E-Mail erfolgt, ist nicht nachvollziehbar, warum dennoch eine postalische 

Zustellung mittels eingeschriebenen Versands erfolgte.  

 

102. Weiter berücksichtigt das Gericht bei seiner Würdigung, dass SSI später – per 1. Januar 2025 
– eine klarere Rechtsgrundlage eingeführt hat, indem der massgebliche Art. 9 Abs. 2 Ver-
fRegl SSI revidiert wurde und dort nun in der neuen Fassung ausdrücklich auf elektronische 

Zustellung abgestellt wird und dass überdies nun der Zustellungszeitpunkt ausdrücklich auf 

den Zeitpunkt des Versands der E-Mail festgelegt wird.  

 

103. Basierend auf den obenstehenden Erwägungen geht das Gericht davon aus, dass der Ent-

scheid im vorliegenden Fall erst am 13. September 2024 rechtswirksam der Beschwerdefüh-

rerin zugestellt wurde und somit die 14-tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 14 Abs. 2 Ver-

fRegl SSI eingehalten wurde, indem die Beschwerde am 27. September 2024 bei der Schwei-

zerischen Post zum Versand aufgegeben wurde.  

 

104. Zusammengefasst ist daher auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin einzutreten. 
  

 

 23 

IX. Materielles 

A. Rechtsbegehren und Argumente 

105. Grundsätzlich wird für die Argumente der Parteien auf den entsprechenden Titel (vgl. IV, Die 

Positionen der Parteien) verwiesen. Nachfolgend werden nur die wichtigsten Argumente in 

nicht abschliessender Form aufgeführt. 

1. Der Beschwerdeführerin 

106. In der Hauptsache beantragt die Beschwerdeführerin die vollumfängliche Aufhebung des 

Nichteröffnungsentscheids von SSI vom 12. Juli 2024 sowie die Anweisung, SSI habe die Un-

tersuchung gegen die Trainerinnen wieder aufzunehmen.  

 

107. Sie – und weitere meldende Personen – habe bzw. hätten schwere Vorwürfe bzw. potenzi-
elle Ethikverstösse der Trainerinnen substantiiert vorgebracht, unter anderem und sinnge-

mäss regelmässige, systematische Äusserungen und Handlungen (wie Demütigungen, Er-

niedrigungen und Benachteiligung von einzelnen Läuferinnen, insbesondere der Tochter der 

Beschwerdeführerin) um diese bloss zustellen, Zerstörung von deren Selbstvertrauen, sowie 

(ihres Erachtens) fragwürdige Trainingsmethoden, darunter auch Anwendung von Zwang, 

Ausnützung einer Machtposition. 

 

108. Zum einen sei die Beweiserhebung durch SSI willkürlich, weil sich SSI im Wesentlichen nur 

auf die Befragung der angeschuldigten Trainerin 1 gestützt habe und deren pauschale Be-

streitungen in keiner Weise hinterfragt habe oder weitere Abklärungen vorgenommen habe. 

So sei etwa die fristlose Kündigung durch den Vorstand nicht weiter abgeklärt worden. Aus 

sei das Protokoll der Befragung nicht unterzeichnet worden, was weitere Fragen zur Echtheit 

und Finalität des Protokolls aufwerfe.  

 

109. Zum anderen sei die Würdigung von SSI nicht nachvollziehbar. SSI basiere den Nichteröff-

nungsentscheid im Wesentlichen darauf, dass Aussage gegen Aussage stehe und dass einige 

Läuferinnen bzw. deren Eltern mit der Trainerin 1 offenbar zufrieden gewesen seien und 

daher auch mit ihr den Verein verlassen hätten. Daraus leite SSI fehlende Beweisbarkeit ab, 

was gegen Art. 8 ZGB verstosse. Ausserdem sei nicht verständlich, warum SSI die Schwelle 

der ethischen Vorwerfbarkeit als nicht erreicht bzw. die potenziellen Ethikverstösse als nicht 

schwerwiegend genug betrachte (selbst wenn die Vorwürfe "wahr" wären).  

2. Der Beschwerdegegnerin respektive SSI 

110. Hinsichtlich der Hauptanträge der Beschwerdeführerin beantragt SSI die vollumfängliche 

Abweisung, soweit darauf eingetreten wird. SSI führt zur Begründung aus, dass im Rahmen 

der Vorabklärungen geprüft werde, ob sich die gemeldeten, möglichen Verletzungen des 

Ethik-Statuts erhärten lassen oder nicht, dass SSI zu diesem Zweck Dokumente beschaffe, 

Auskünfte einhole und weitere sachdienliche Abklärungen treffe. Ausserdem habe SSI einen 

erheblichen Ermessensspielraum und habe daher entschieden, in diesem Fall 672/2023 

keine Untersuchung zu eröffnen. Im Übrigen verweist SSI zur Begründung auf den Nichter-

öffnungsentscheid vom 12. Juli 2024. 

 

111. Im Nichteröffnungsentscheid vom 12. Juli 2024 begründet SSI die Nichteröffnung im We-

sentlichen damit, dass die Vorhalte bestritten und somit die Ethikverstösse nicht hinrei-

chend nachweisbar seien, sowie damit, dass die geschilderten Vorbringen –- selbst wenn sie 
zutreffen würden - die Schwelle eines Ethikverstosses nicht erreichen würden. So sei es etwa 

- gerade im Leistungssportkontext – nachvollziehbar, dass eine Trainerin versuche, für ihr 

 

 24 

Team die besten Bedingungen zu schaffen, manchmal laut werden könne und einzelnen Läu-

ferinnen andere Bedingungen verschaffe als anderen. Die Vorhalte hinsichtlich Beschimp-

fungen und ungerechtfertigte Diskriminierungen seien nicht nachgewiesen. Direkter Zwang 

zu Trainings trotz Schmerzen gehe "wohl mehr in die Richtung", dass die Trainerin 1 keine 

alternative Trainingsmethode angeboten habe, was per se nicht ein Ethikverstoss darstelle, 

und zudem sei es auch nicht unüblich, dass Läuferinnen teilweise grossen Belastungen aus-

gesetzt seien. 

 

112. Die übrigen Vorhalte (organisatorischer und administrativer Natur sowie ggf. vereins- und 

arbeitsrechtlicher Natur) seien keine Ethik-Verstösse. 

 

113. In Bezug auf die weiteren Trainerinnen (insbesondere die Trainerin 2 gemäss Rechtsbegeh-

ren Nr. 2 der Beschwerde) seien keine Ethik-Verstösse ersichtlich. Insbesondere seien diesen 

neue Trainervereinbarungen vom Verein angeboten worden. 

B. Würdigung 

114. Gemäss Art. 14 Abs. 1 VerfRegl SSI verfügt SSI "unter vollständiger Begründung mit oder 

ohne Kostenfolge die Nichteröffnung einer Untersuchung, respektive deren Einstellung, 

wenn sich die möglichen Verstösse gemäss Ethik-Statut nicht ausreichend erhärten, respek-

tive belegen lassen". Im Rahmen der Vorabklärungen prüft SSI, ob sich die mögliche Verlet-

zung des Ethik- Statuts erhärten lässt. Zu diesem Zweck beschafft SSI gemäss Art. 12 Abs. 2 

VerfRegl SSI Dokumente, holt Auskünfte ein und trifft weitere sachdienliche Abklärungen.  

 

115. Das Schweizer Sportgericht nimmt grundsätzlich keine eigenen Sachverhaltsabklärungen 

vor, es beurteilt die Untersuchungsberichte und die Nichteröffnungsentscheide von SSI (vgl. 

Art. 72g Abs. 1 lit a Ziff. 2 SpoFöV). In Bezug auf die Beschwerde und die darin gestellten 

Rechtsbegehren ist daher lediglich zu prüfen, ob SSI am 12. Juli 2024 die Vorabklärungen in 

Bezug auf den gegenständlichen Fall zu Recht festgestellt hat, dass sich die vermuteten 

Verstösse gegen das Ethik-Statut nicht ausreichend erhärten, respektive belegen lassen und 

mithin zu Recht entschieden hat, keine Untersuchung zu eröffnen.  

 

116. Das Gericht stützt sich bei seiner Beurteilung auf die von beiden Parteien eingereichten Be-

weismittel und Aussagen in deren Eingaben und anlässlich der Hauptverhandlung vom 14. 

März 2025.  

 

117. Unter Berücksichtigung der von SSI eingereichten Beweismittel ist SSI aus Sicht des Gerichts 

den Pflichten gemäss Art. 12 Abs. 2 VerfRegl SSI aus den folgenden Gründen nicht in hinrei-

chendem Masse nachgekommen.  

 

118. Es ist erstellt, dass SSI im Rahmen der Vorabklärungen eine Befragung mit der angeschuldig-

ten Trainerin 1 durchgeführt hat, wobei dem Gericht das entsprechende Protokoll weder 

unterzeichnet noch nicht unterzeichnet vorliegt. Weitere Befragungen sind – basierend auf 
den Akten – nicht durchgeführt worden und werden überdies auch im verfahrensgegen-
ständlichen Nichteröffnungsentscheid nicht erwähnt.  

 

119. Im Nichteröffnungsentscheid ist grundsätzlich nur die Meldung und die daraufhin einge-

reichten Dokumente durch die Beschwerdeführerin sowie die Befragung der Trainerin 1 er-

wähnt. Ob weitere Gespräche oder Abklärungen mit bzw. bei anderen Personen vorgenom-

men wurden, ist nicht ersichtlich, geschweige denn bei bzw. mit wie vielen Personen SSI 

Kontakt hatte, um den Sachverhalt zu abzuklären. 

 

 

 25 

120. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 14. März 2025 befragte das Gericht SSI, welche zu-

sätzlichen Abklärungen vorgenommen worden seien (z.B. Anhörungen von Personen wel-

che die Aussagen der angeschuldigten Trainerinnen bestätigen und unterstützen, Befragun-

gen von weiteren Trainerinnen etc.). Der Vertreter von SSI erklärte, es sei nur die Anhörung 

mit der Trainerin 1 durchgeführt worden. Weitere Anhörungen würden teilweise auch erst 

im Untersuchungsverfahren vorgenommen. Weiter erwähnte SSI die Meldung und die er-

gänzenden Dokumente, welche auch im Nichteröffnungsentscheid erwähnt werden. Zudem 

gebe es Aktennotizen, Telefonnotizen und E-Mails, es gebe etwa 100 Akten im Dossier. Auf 

Nachfrage erklärte SSI, es habe auch mit weiteren Personen Kontakte gegeben. Weder die 

Namen dieser Personen noch die Inhalte der entsprechenden Gespräche werden jedoch im 

Nichteröffnungsentscheid erwähnt.  

 

121. Aus Sicht des Gerichts vermag diese unsubstantiierte Erklärung nicht aufzuzeigen, dass SSI 

den Pflichten gemäss Art. 12 Abs. 2 VerfRegl SSI nachgekommen ist. SSI hätte die Akten, 

insbesondere die Notizen der angeblichen Gespräche, wenn nötig geschwärzt, einreichen 

sollen, oder sie zumindest umschreiben können. Zudem hätte SSI die Anzahl von Aktennoti-

zen, Telefonnotizen und weiteren Dokumente sowie deren Datum nennen können. Aus Sicht 

des Schweizer Sportgerichts ist daher einzig erwiesen, dass SSI eine Befragung einer der an-

geschuldigten Trainerinnen, Trainerin 1, durchgeführt hat. Ob darüber hinaus weitere Be-

weismittel vorliegen, welche die Aussagen der Trainerin 1 stützen, kann das Gericht basie-

rend auf der (insofern mangelhaften) Begründung des Nichteröffnungsentscheids nicht be-

urteilen. Insbesondere ist für das Gericht aus der Entscheidbegründung nicht ersichtlich, ob 

weitere Gespräche oder Abklärungen vorgenommen wurden oder ob SSI mit weiteren Per-

sonen Kontakt hatte, um den Sachverhalt weiter abzuklären. 

 

122. Nach Ansicht des Gerichts wäre SSI – gerade in einer Situation, in der Aussage gegen Aussage 

steht – verpflichtet gewesen, weitere Abklärungen im Sinne von Art. 12 Abs. 2 VerfRegl SSI 
vorzunehmen. Wird in einem solchen Fall aufgrund einer pauschalen Bestreitung durch eine 

der angeschuldigten Personen und aufgrund der Konstellation "Aussage gegen Aussage" der 

Fall ohne Weiteres zugunsten der angeschuldigten Person entschieden, sieht das Gericht 

darin eine gewisse Willkür bei der Beweiserhebung, welche den Ermessensspielraum von 

SSI überschreitet.  

 

123. Insgesamt stellt das Gericht zudem fest, dass SSI den Pflichten gemäss Art. 12 Abs. 2 VerfRegl 

SSI nicht hinreichend nachgekommen ist, beziehungsweise aufgrund einer mangelhaften 

Entscheidbegründung nicht nachgewiesen hat, dass SSI am 12. Juli 2024 zu Recht entschie-

den hat, keine Untersuchung zu eröffnen, weil sich "die vermuteten Verstösse gemäss Ethik-

Statut nicht ausreichend erhärten, respektive belegen lassen". Basierend auf den in casu 

eingereichten Akten und den Aussagen im Rahmen der Hauptverhandlung kommt das Ge-

richt zum Schluss, dass SSI nicht "unter vollständiger Begründung" die Nichteröffnung einer 

Untersuchung im Sinne von Art. 14 Abs. 1 VerfRegl SSI verfügt hat.  

 

124. Da bereits die Sachverhaltsermittlung erhebliche Mängel aufweist, kann im Übrigen auch 

die darauf basierende Würdigung wenig überzeugen. So ist z.B. die eigenständige Interpre-

tation und Auslegung von SSI in Bezug auf den Vorhalt von Zwangsanwendung (vgl. Rz. 67 

67), ohne entsprechende Hinweise in den Akten (zumindest keine, von welchen das Gericht 

Kenntnis nehmen konnte), die auf eine solche Interpretation schliessen lassen, kaum nach-

vollziehbar. Auch für die Behauptungen von SSI, grosse Belastungen seien im Spitzensport 

typischerweise unumgänglich liegen keine Vorbringen vor, die diese stützen könnten. SSI hat 

diesbezüglich auch keine einschlägige Rechtsprechung zitiert. Ähnliches gilt für die Behaup-

tungen von SSI, dass es nicht unüblich sei, dass Trainerinnen für ihr Team oder für einzelne 

Athletinnen ihres Teams die besten Bedingungen wollten (und damit in Kauf nehmen, dass 

 

 26 

andere möglicherweise diskriminiert werden). Hinsichtlich der Vorwürfe betreffend Be-

schimpfungen, Demütigungen und Ausgrenzung einzelner Läuferinnen enthält der Nichter-

öffnungsentscheid kaum Sachverhaltsabklärungen –abgesehen von angeblichen Bestreitun-

gen durch die Trainerin 1 – wobei dem Gericht das entsprechende Protokoll nicht vorgelegt 
wurde. 

 

125. Es ist daher basierend auf den Akten auch nicht ersichtlich, ob die Schwelle eines Ethik-

verstosses erreicht ist. 

 

126. Zusammenfassend ist das Gericht der Ansicht, dass SSI die pflichtgemässen Abklärungen im 

Sinne von Art. 12 Abs. 2 VerfRegl nicht in hinreichendem Masse vorgenommen hat, soweit 

dies für das Gericht basierend auf den Akten ersichtlich ist - oder sie wurden zwar vorge-

nommen, aber es liegt keine "vollständige", und somit für das Gericht keine nachvollzieh-

bare Begründung im Sinne von Art. 14 Abs. 1 VerfRegl SSI vor. 

 

127. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde und in der Hauptverhand-

lung vom 14. März 2025 sowie die Vorhalte, welche den eingereichten Beweismitteln zu 

entnehmen sind, betreffen in erster Linie die angeschuldigte Trainerin 1. Die Vorhalte be-

treffend die Trainerin 2, auf welche sich das Rechtsbegehren (Nummer 2) der Beschwerde 

bezieht, fallen demgegenüber quantitativ und qualitativ wesentlich geringfügiger aus. An-

lässlich der Hauptverhandlung führte die Beschwerdeführerin aus, die erwähnte Trainerin 2 

sei die Schwester der Trainerin 1 und habe von den Verhaltensweisen der Trainerin 1 ge-

wusst und nichts dagegen unternommen. Im strafrechtlichen Sinne sei sie als Mittäterin zu 

qualifizieren.  

 

128. Aus Sicht des Gerichts fehlt auch in Bezug auf Trainerin 2 (wie übrigens auch auf weitere in 

der Meldung angeschuldigte Trainerinnen) die "vollständige Begründung" im Sinne von Art. 

14 Abs. 1 VerfRegl SSI im Nichteröffnungsentscheid vom 12. Juli 2024. Dementsprechend 

hat SSI das Verfahren im Fall der Meldung 672/2023 - basierend auf den dem Schweizer 

Sportgericht vorliegenden Akten - nicht zu Recht eingestellt. Somit sind die Rechtsbegehren 

Nr. 1 und 2 der Beschwerdeführerin vollumfänglich gutzuheissen. 

C. Zur Aufhebung des Nichteröffnungsentscheid und den Konsequenzen 

129. Basierend auf diesen Ausführungen ist der Nichteröffnungsentscheid von SSI vom 12. 

Juli°2024 im Fall 672/2023 in Bezug auf D._____ vollumfänglich aufzuheben. 

 

130. Zudem wird SSI angewiesen, die Untersuchung gegen die Trainerinnen D._____ und C._____ 

wieder aufzunehmen. Dafür sind die nötigen Abklärungen hinsichtlich D._____ [und 

C._____] vorzunehmen oder – sofern sie vorgenommen wurden –- hinreichend nachvoll-
ziehbar ("unter vollständiger Begründung" im Sinne von Art. 14 Abs. 1 VerfRegl SSI) in einem 

neuen Entscheid zu substantiieren. Soweit dies aus anderen Gründen (z.B. schützenswerte 

Interessen von Personen) nicht möglich ist, sind die vorgenommen Abklärungen zumindest 

zu umschreiben, damit die Entscheidgrundlage von SSI ersichtlich und substantiiert ist. 

 

 27 

X. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

A. Kosten des Verfahrens vor dem Schweizer Sportgericht 

1. Höhe der Verfahrenskosten 

131. Nach Art. 25 Abs. 1 VerfRegl befindet das Schweizer Sportgericht in seinem Entscheid auch 

über die Kosten des Verfahrens. 

 

132. Unter Berücksichtigung der Umstände des vorliegenden Falles, insbesondere des von Be-

ginn an kooperativen Verhaltens beider Parteien und angesichts dessen, dass der Fall in 

sachlicher Hinsicht vergleichsweise wenig Komplexität aufwies, und die Hauptverhandlung 

als Videokonferenz stattgefunden hat, dass sich in rechtlicher Hinsicht jedoch – basierend 
auf den Einwänden von SSI –- einige Fragen stellten, werden die Kosten des Verfahrens vor 
dem Schweizer Sportgericht auf CHF 800.00 festgelegt. Dabei ist festzuhalten, dass dieser 

Betrag bei Weitem nicht kostendeckend ist. In seinem Kostenentscheid hat das Schweizer 

Sportgericht insbesondere auch berücksichtigt, dass sich beide Parteien von Beginn an ko-

operativ gezeigt und die Durchführung des Verfahrens in keiner Weise erschwert haben, was 

letztlich zu einem vergleichsweise weniger aufwändigen Verfahren geführt hat. 

2. Verteilung der Verfahrenskosten 

133. Im Falle einer Verurteilung werden die Kosten gemäss Art. 25 Abs. 2 VerfRegl in der Regel 

der angeschuldigten Person auferlegt. Bei einer Beschwerde ist diese Bestimmung sinnge-

mäss anwendbar, wobei der unterliegenden Partei die Kosten auferlegt werden. Das Schwei-

zer Sportgericht kann auch von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Kosten nach 

Ermessen verteilen, wenn die Umstände es rechtfertigen. 

 

134. Unter Berücksichtigung der Umstände des vorliegenden Verfahrens werden die Kosten teil-

weise SSI und teilweise der Beschwerdeführerin auferlegt. Das Schweizer Sportgericht be-

rücksichtigt dabei insbesondere, dass den Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin vollum-

fänglich gefolgt werden kann und dass die Rechtsbegehren von SSI vollumfänglich abgewie-

sen wurden, mithin das Vorbringen der fehlenden Beschwerdelegitimation zurückgezogen 

wurde und dem Vorbringen, die Beschwerdefrist sei nicht eingehalten worden, nicht gefolgt 

werden konnte. Unter diesen Umständen sind die Verfahrenskosten zu vollumfänglich, mit-

hin in Höhe von CHF 800.00 der Beschwerdegegnerin respektive SSI aufzuerlegen. 

B. Parteikostenersatz 

135. Gemäss Art. 25 Abs. 4 VerfRegl steht der beteiligten, nationalen Sportorganisation, Sportor-

ganisationen im Sinne von Art. 1.1 Abs. 2 Ethik-Statut, und natürlichen Personen im Sinne 

von Art. 1.1 Abs. 3 Ethik-Statut kein Anspruch auf ganzen oder teilweisen Ersatz der Partei-

kosten zu. Dies gilt nach Art. 25 Abs. 4 VerfRegl nicht für SSI.  

 

136. Eine Parteientschädigung steht grundsätzlich gemäss den üblichen Kostenverteilungsregeln 

(vgl. Art. 26 VerfRegl i.V.m. Art. 95 ff. ZPO5.) nur der obsiegenden Partei zu. Im vorliegenden 

Verfahren unterlag SSI mit dem Grossteil der Anträge. Das Gericht berücksichtigt ausserdem, 

dass SSI im vorliegenden Verfahren einen sehr geringen Aufwand hatte, namentlich waren 

die Eingaben von SSI verhältnismässig kurz (maximal vier Seiten inkl. Rubrum) und verwie-

sen pauschal auf den Nichteröffnungsentscheid, und SSI hat total sieben relativ kurzen Be-

weismitteln (neben dem Nichteröffnungsentscheid vom 12. Juli 2024 mehrheitlich E-Mails 

 
5  Schweizerische Zivilprozessordnung vom 29. Dezember 2008, SR 272 (ZPO). 

 

 28 

bzw. kurze Schreiben an die Beschwerdeführerin) eingegeben. Vor diesem Hintergrund 

scheint eine Parteientschädigung zugunsten von SSI und zulasten der im Wesentlichen ob-

siegenden Beschwerdeführerin nicht angemessen. 

 

 

 29 

Aus diesen Gründen 

 

entscheidet das Schweizer Sportgericht: 

 

 

1. Der Nichteröffnungsentscheid von Swiss Sports Integrity vom 12. Juli 2024 (Fall 672/2023) 

wird vollumfänglich aufgehoben.  

 

2. Swiss Sports Integrity wird angewiesen, die Untersuchung im Fall 672/2023 gegen D._____ 

und C._____ wieder aufzunehmen. 

 

3. Die Verfahrenskosten vor dem Schweizer Sportgericht werden auf CHF 800.00 festgesetzt und 

vollumfänglich Swiss Sports Integrity auferlegt. 

 

4. Die weiteren Anträge werden abgewiesen, soweit auf diese einzutreten ist. 

 

 

Bern, Schweiz 

Datum: 28. April 2025 

 

 

 

SCHWEIZER SPORTGERICHT 

 

 

 
  

 

    

Sarah Umbricht 

Vorsitzende Richterin 

  

 

 

 

 

Sophie Bühler 

Richterin 

  

 

 

 

Andrea Fioravanti 

Richter