# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f5eef00-a881-5489-899c-6f724bd7f4e8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.09.2009 E-5514/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5514-2009_2009-09-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5514/2009/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______, geboren (...),
B._______, geboren (...),
C._______, geboren (...)
Georgien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 24. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5514/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführer – georgische Staatsangehörige D._______ 
–  ihr  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  am  1. September 2008 
verliessen und per Auto zuerst nach E._______ und schliesslich per 
Lastkraftwagen über ihnen unbekannte Länder am 6. September 2008 
in die Schweiz gelangten, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragungen  im  F._______ vom 
23. September 2008  sowie  der  direkten Anhörungen  vom 
9. Januar 2009 zur Begründung der Asylgesuche im Wesentlichen gel-
tend  machten,  A._______  (nachfolgend  Beschwerdeführer)  sei 
Mitglied  der  Gruppierung  G._______ und  habe  diese  persönlich 
finanziell unterstützt, 

dass eine H._______ erfahren habe, dass der Beschwerdeführer die 
Truppen finanziert habe, 

dass schliesslich ein Truppenführer der G._______ ermordet  worden 
sei,  wodurch  das  Innenministerium  auf  den  Namen  des 
Beschwerdeführers  aufmerksam  geworden  sei  und  ihn  schliesslich 
kontaktiert  habe,  um von ihm zu erfahren,  woher die Gruppierungen 
Waffen und Munition gehabt hätten,

dass  am  1.  September  2008  die  Mitglieder  der  H._______  zu  den 
Beschwerdeführern  nach  Hause  gekommen  seien  und  alle 
persönlichen Papiere beschlagnahmt hätten, 

dass der Beschwerdeführer im Übrigen im Jahre 2003 während dreier 
Tage in seinem Heimatland in Untersuchungshaft gesessen habe, weil 
ihm vorgeworfen worden sei, Waffen nach Georgien geschmuggelt zu 
haben, 

dass die Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund am 1. September 
2008  ihren  Heimatstaat  verlassen  hätten  und  sie  schliesslich  am 
6. September 2008 in die Schweiz eingereist seien, 

dass das BFM mit Verfügung vom 24. August 2009 in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat, die Wegweisung 
aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

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dass das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such zusammenfassend festhielt,  die Beschwerdeführer hätten innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgegeben,  sie  erfüllten  die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem 
seien zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in ihrem Fall auf-
grund der Aktenlage nicht erforderlich,

dass nämlich die Beschwerdeführer am 6. September 2008 schriftlich 
aufgefordert worden seien, innert 48 Stunden rechtsgenügliche Identi-
täts-  beziehungsweise  Reisepapiere  beizubringen  und  sie  dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen seien, 

dass es sich bei der Darstellung,  wonach ihre Reisepapiere von der 
H._______  allesamt  konfisziert  worden  seien,  um eine  durch  nichts 
belegte pauschale Behauptung handle,

dass  den  Beschwerdeführern  zudem  nicht  geglaubt  werden  könne, 
dass sie ohne Reisepapiere und ohne je  kontrolliert  worden zu sein 
von  Georgien  bis  in  die  Schweiz  gereist  seien,  zumal  seit  dem 
Inkrafttreten  des  Schengener  Abkommens  die  Beitrittsstaaten  ver-
pflichtet  seien,  die  strengen  EU-Einwanderungsbestimmungen  mit 
Visa- und Passkontrollen durchzuführen, 

dass demzufolge davon auszugehen sei, sie hätten nur unter Verwen-
dung authentischer Identitäts- und Reisenpapiere in die Schweiz ge-
langen können, welche sie jedoch in Verletzung ihrer gesetzlichen Mit-
wirkungspflicht nicht abgegeben hätten,

dass ausserdem keine Hinweise vorlägen, dass die Beschwerdeführer 
konkrete  Schritte  zur  Beschaffung  von  Identitätspapieren  unter-
nommen hätten, 

dass auch ihre Flüchtlingseigenschaft nicht festgestellt werden könne, 
zumal ihre Schilderung des Sachverhalts erhebliche Unstimmigkeiten 
aufweisen  und  so  den  Anforderung  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss 
Art. 7 AsylG nicht genügen würden, 

dass  sich  die  Beschwerdeführer  gemäss  Abklärungen  zwischen 
August 2006 und August 2008 I._______ aufgehalten hätten, 

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dass  die  von  ihnen  vorgebrachten,  in  Georgien  erlebten  Ereignisse 
grossmehrheitlich  in  die  vorerwähnte  Zeitspanne  fallen  würden,  so 
dass den Vorbringen jegliche Grundlage entzogen sei,

dass  auch  die  J._______  Asylbehörden  zum  Schluss  gekommen 
seien,  dass  die  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfüllen  würden  und  deshalb  die  Asylgesuche  am  31.  Mai  2007 
abgewiesen hätten, 

dass  die  dreitätige  Untersuchungshaft  im  Jahre  2003  in  Georgien 
irrelevant sei, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  an  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom  3. September 2009  (Poststempel:  2. Sep-
tember 2009) Beschwerde  erhoben  und  beantragten,  die  Verfügung 
des  BFM  vom  24. August  2009 sei  aufzuheben  und  die  Sache  zur 
Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  eventualiter  sei 
eine  vorläufige  Aufnahme  infolge  Unzulässigkeit  beziehungsweise 
Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzuges  zu 
gewähren, und es sei die Bezahlung der Verfahrenskosten sowie eines 
Kostenvorschusses zu erlassen,

dass  die  Beschwerdeführer  am  3. September 2009  ein  ärztliches 
Zeugnis  von  K._______  den  Beschwerdeführer  betreffend  beim 
Bundesverwaltungsgericht nachreichten, das eine L._______ testiert, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  insbesondere  wenig  plausibel  erscheint,  dass  die  H._______ 
sowohl  die  Pässe  als  auch  die  Identitätskarten  beider  Beschwerde-
führer beschlagnahmt habe, zumal kein Zusammenhang zwischen der 
von den Beschwerdeführern getätigen finanziellen  Unterstützung der 
G._______ und der Dokumentenwegnahme gesehen werden kann, 

dass  zudem  weitestgehend  ausgeschlossen  werden  kann,  dass  es 
ihnen  angesichts  der  –  insbesondere  an  den  EU-Aussengrenzen  – 
strengen Grenzkontrollen  möglich  gewesen wäre,  ohne authentische 
Reisepapiere und ohne jemals kontrolliert zu werden (A1 S. 7 f., A2 S. 
7 f.) von Georgien über die zwingenden Transitländer Ukraine, Slowa-
kei / Ungarn und Österreich in die Schweiz zu gelangen,

dass die Tatsache, dass sich die Beschwerdeführer vor der Einreise in 
die Schweiz zwei Jahre in I._______ aufhielten, die Behauptung ohne 
gültige Identitäts- und Reisedokumente in die Schweiz gekommen zu 
sein, zusätzlich entkräftet, 

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dass aus den Antworten bei den Erstanhörungen hervorgeht, dass die 
Beschwerdeführer  keine  konkreten  Schritte  zur  Papierbeschaffung 
unternommen haben  (vgl.  A1 S. 4,  A2 S. 4)  und  auch gemäss den 
Protokollen der Zweitbefragungen keinerlei Interesse hieran ersichtlich 
ist (vgl. A19 S. 3, A20 S. 3), 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
Ausführungen  der  Beschwerdeführer  sowie  der  gesamten  Aktenlage 
davon ausgeht, sie hätten bei ihrer Einreise in die Schweiz authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche sie jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  ihrer  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Be-
hörden nicht aushändigten,

dass  dem  BFM  beizupflichten  ist,  welches  vermutet,  dass  die 
Beschwerdeführer über  Papiere verfügen, diese aber nicht eingereicht 
haben, um sowohl ihre wahre Identität als auch ihre genaue Herkunft 
zu verschleiern, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  den  Befragungen  im  F._______  vom  23. September 2008  und 
den Anhörungen vom 9. Januar 2009 darstellt,  unter  Verzicht auf  zu-
sätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen ei-
ner bloss summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen wer-
den  kann,  dass  die  Beschwerdeführer  offensichtlich  die  Flücht-
lingseigenschaft  nicht  erfüllen,  und  einem Vollzug  ihrer  Wegweisung 
keine  Hindernisse  entgegenstehen  (Art.  32  Abs.  3  Bstn.  b  und  c 
AsylG),

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorweg auf die zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass  das  BFM  in  der  Entscheidbegründung  insbesondere  zu  Recht 
ausführte,  dass  sich  die  Beschwerdeführer  aufgrund  der  zeitlichen 
Abfolge sowie des vorgängigen zweijährigen Aufenthaltes in I._______ 
unter anderen Namen, nicht in der von ihnen angegebenen Zeitspanne 

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in Georgien aufgehalten haben, und sie deshalb zu diesem Zeitpunkt 
dort auch keiner Verfolgung ausgesetzt sein konnten,

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur di-
rekten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass die äusserst knappen Ausführungen in der Beschwerdeschrift an 
diesem  Ergebnis  nichts  zu  ändern  vermögen,  zumal  sie  sich  im 
Wesentlichen in einer Wiederholung der Vorbringen erschöpfen, ohne 
jedoch auf die einzelnen Erwägungen des BFM konkret einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerde-
führer nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend die Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzen noch einen Anspruch auf 
Erteilung einer solchen haben,  weshalb die verfügte Wegweisung im 
Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen 
ist  (Art. 44  Abs. 1  AsylG,  Art. 32  Bst.  a  der  Asylverordnung 1  vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311];  vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 

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Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrecht-
lich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die ihnen in ihrem Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Georgien – wie vom BFM zu Recht  festgehalten wurde - im 
heutigen  Zeitpunkt  kein  Krieg  oder  Bürgerkrieg  und  auch  keine 
Situation  allgemeiner  Gewalt  herrscht  und  auch  keine  individuellen 
Gründe  vorliegen,  die  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr schliessen lassen könnten, 

dass sich die allgemeine Lage in  Georgien weitgehend beruhigt  hat 
und  aufgrund  dem  von  der  Europäische  Union  (EU)  vermittelten 
Waffenstillstand keine Situation allgemeiner Gewalt mehr herrscht, 

dass  insbesondere  die  M._______  des  Beschwerdeführers  und  die 
von ihm geltend gemachte L._______ nicht gegen eine Rückkehr nach 
Georgien  spricht,  da  die  weiterhin  notwendige  Behandlung  seiner 
N._______  angesichts  staatlicher  O._______  sowie  eigentlicher 
Therapieangebote möglich ist, 

dass angesichts der landesweit guten medizinischen Grundversorgung 
in  Georgien  der  Beschwerdeführer  auch  nicht  damit  zu  rechnen 
braucht,  er  werde  die  zur  Gewährleistung  einer  menschenwürdigen 
Existenz absolut notwendige medizinische Behandlung nicht erhalten 
(vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157),

dass  die  Beschwerdeführer  noch  jung  sind  und  über  eine 
abgeschlossene Schulausbildung verfügen, weshalb ihnen zuzumuten 

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ist,  in  Georgien  einer  Erwebstätigkeit  nachzugehen,  um  so  den 
Lebensunterhalt für sich und ihren Sohn zu bestreiten, 

dass das angeblich fehlende soziale Netz, ausser (...),  nichts an der 
Sachlage zu ändern vermag, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführer in  ihren 
Heimat-  bzw. Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2 
AuG),  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen,  und es  ihnen obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos darstellte,  weshalb  das Gesuch um Gewährung der  un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist und mit dem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Erlass des 
Kostenvorschusses hinfällig geworden ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von VwVG 65 Abs. 1 wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.- werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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