# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 032a15dd-4380-5eb6-b9d4-52abcde81d14
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-27
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 27.04.2016 605 2014 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2014-30_2016-04-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2014 30

Urteil vom 27. April 2016

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Charles Guerry    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz     

Gegenstand Invalidenversicherung – Rückforderung, Meldepflicht

Beschwerde vom 3. Februar 2014 gegen die Verfügungen vom 
17. Dezember 2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1967, verheiratet, Vater eines 2002 geborenen Kindes, wohnhaft in 
B.________, arbeitete bis 30. September 2001 als Orthopädist. Ab diesem Datum bestand eine 
ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit.

Mit Verfügung vom 19. Juni 2006 wurde ihm ab dem 1. September 2002 namentlich eine ganze 
Invalidenrente sowie eine ganze Kinderrente zugesprochen. Die Rente wurde am 30. Juli 2008 
und 7. Juli 2011 jeweils bestätigt.

Mit Verfügungen vom 17. Dezember 2013, welche keine Rechtsmittelbelehrung enthielten, wurde 
die Invalidenrente sowie die Kinderrente ab dem 1. November 2008 neu berechnet, weil er seit 
dem 2. Oktober 2008 geschieden war und deshalb für die Ehedauer eine Einkommensteilung 
(Splitting) vorgenommen werden musste. Daraus ergab sich eine Rückforderung von CHF 15'132.- 
die Invalidenrente betreffend und eine solche von CHF 6'080.- bezüglich der Kinderrente und da-
mit insgesamt von CHF 21'212.-.

B. Am 3. Februar 2014 erhebt A.________, vertreten durch die TCS Assista, Beschwerde bei 
der IV-Stelle, welche diese am 7. Februar 2014 an das zuständige Kantonsgericht weiterleitet. Er 
beantragt den Erlass einer formellen Verfügung, Akteneinsicht und stellt ein Gesuch um Erlass der 
Rückforderung.

Das Gericht teilt ihm am 14. Februar 2014 mit, der Mangel der fehlenden Rechtsmittelbelehrung 
werde als geheilt angesehen, da er innerhalb der Beschwerdefrist von 30 Tagen reagiert habe.

Am 20. Februar 2014 informiert die TCS Assista, die IV-Stelle habe am 5. Februar 2014 neue 
Verfügungen inklusive Rechtsmittelbelehrung erlassen, weshalb sie ihre Beschwerde zurückziehe.

C. Gegen die Verfügungen vom 5. Februar 2014 erhebt A.________, nun vertreten durch 
Rechtsanwalt Charles Guerry am 11. März 2014 in französischer Sprache Beschwerde und 
beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, die Verfügungen der IV-Stelle vom 5. Februar 
2014 seien aufzuheben. Zum einen sei nicht klar, auf welcher Basis die IV-Stelle ihre 
Berechnungen vorgenommen habe. Zum anderen sei die Rückforderung zu spät erfolgt. Die zu-
ständige Ausgleichskasse habe weit vor 2012 Kenntnis von der Scheidung gehabt.

Am 18. März 2014 wird er durch das Kantonsgericht unter anderem darüber informiert, dass die 
Eingabe vom 11. März 2014 als eine Ergänzung der Beschwerde vom 3. Februar 2014 angesehen 
werde.

Am 21. März 2014 begleicht der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss von CHF 400.-.

Mit Verfügung vom 25. April 2014 wird Deutsch als Verfahrenssprache festgelegt, dem Beschwer-
deführer aber die Möglichkeit gegeben, sich weiterhin auf Französisch an das Gericht zu wenden.

Die IV-Stelle hält in ihren Bemerkungen vom 4. Juli 2014 an ihren Verfügungen fest und beantragt 
die Abweisung der Beschwerde. Die Rückforderung sei rechtzeitig erfolgt. Zudem seien dem Be-
schwerdeführer die Berechnungsblätter für die Rückforderung zugestellt worden. Beigelegt war die 
Stellungnahme der zuständigen Ausgleichskasse des Verbandes der Westschweizer Unterneh-
men FER CIFA (nachfolgend: CIFA), Freiburg, vom 2. Juli 2014.

Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels bringen die Parteien keine wesentlichen neuen Argu-
mente vor.

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Mit Schreiben vom 2. Dezember 2014 wird der C.________ AG, als von der Verfügung betroffener 
BVG-Versicherer, Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, worauf diese am 8. Dezember 2014 
verzichtet.

Am 6. April 2016 werden die Parteien von der Einholung des Dossiers der CIFA informiert.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung mass-
gebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 3. Februar 2014 gegen die Verfügungen vom 17. Dezember 2013 ist 
unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar 
(Art. 38 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] zur Anwendung 
kommt) fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein Interesse, 
dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Rückforderung zu Recht 
erfolgte.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Entsprechend der Regelung von Art. 31 ATSG ist jede wesentliche Änderung in den für 
eine Leistung massgebenden Verhältnissen von den Bezügerinnen und Bezügern, ihren Angehö-
rigen oder Dritten, denen die Leistung zukommt, dem Versicherungsträger oder dem jeweils zu-
ständigen Durchführungsorgan zu melden (Abs. 1). Erhält eine an der Durchführung der Sozial-
versicherung beteiligte Person oder Stelle Kenntnis davon, dass sich die für die Leistung mass-
gebenden Verhältnisse geändert haben, so ist dies dem Versicherungsträger zu melden (Abs. 2). 

Für den Tatbestand der Meldepflichtverletzung ist ein schuldhaftes Fehlverhalten erforderlich, wo-
bei nach ständiger Rechtsprechung bereits eine leichte Fahrlässigkeit genügt (BGE 112 V 97 E. 2a 
mit Hinweis auf BGE 110 V 180 E. 3c mit Hinweisen). Die leistungsbeziehende Person wird nicht 
dadurch entlastet, dass eine andere Sozialversicherung, die Kenntnis von der Sachverhaltsände-
rung erhalten hat, diese Kenntnis nicht weiterleitet (KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, 
Rz. 27 zu Art. 31 mit Hinweis auf Urteil EVG P 7/06 vom 22. August 2006 E. 4.2).

Gemäss Art. 77 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) haben der Berechtigte oder sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, 
denen die Leistung zukommt, jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich 
eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit, des Zustands der Hilf-
losigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs, des für den Ansatz 
der Hilflosenentschädigung und des Assistenzbeitrages massgebenden Aufenthaltsortes sowie der 
persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich 
der IV-Stelle anzuzeigen.

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Kantonsgericht KG

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b) Gemäss Art. 25 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer 
Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse 
Härte vorliegt (Abs. 1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nach-
dem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf 
von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch 
aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist 
vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Abs. 2).

Eine Rückforderung ist nur möglich, soweit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder 
eine prozessuale Revision der leistungszusprechenden Verfügungen erfüllt sind (BGE 126 V 46 
E. 2b mit Hinweisen). Diese beiden Rückkommenstitel sind heute explizit in Art. 53 ATSG geregelt, 
welcher die frühere Rechtsprechung kodifizierte. So kann die Verwaltung gemäss einem allge-
meinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts eine formell rechtskräftige Verfügung, welche 
nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, 
wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Von der Wieder-
erwägung ist die prozessuale Revision zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, 
auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Be-
weismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen 
(BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen).

Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Ver-
fahren: in einem ersten Entscheid ist (1) über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der 
Leistung zu befinden; hier ist insbesondere auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich (2) 
der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob – bei der 
festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs – eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder 
nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet – neben den einzelgesetzlichen Regelungen – Art. 25 
Abs. 1 Satz 1 ATSG. Schliesslich ist – gegebenenfalls – (3) über den Erlass der zurückzuerstat-
tenden Leistung zu entscheiden; dafür ist auf Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG abzustellen (KIESER, 
a. a. O., Rz. 9 zu Art. 25 mit Hinweis auf Urteil BGer 9C_678/2011 vom 4. Januar 2012 E. 5.2).

Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten erfolgt rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch 
erheblichen Änderung, wenn der Bezüger die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm nach 
Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist, unabhängig davon, ob die Ver-
letzung der Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung 
der Leistung war (Art. 88bis Abs. 2 Bst. b IVV).

c) Bei der relativen Frist von einem Jahr nach Kenntnisnahme gemäss Art. 25 Abs. 2 
ATSG wird nicht eine tatsächliche Kenntnisnahme verlangt. Ausreichend ist, dass der Versiche-
rungsträger bei Beachtung der zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Vor-
aussetzungen für eine Rückerstattung bestehen (Urteil BGer 8C_120/2008 vom 4. September 
2008 E. 3.2 mit Hinweis). Wirken mehrere Behörden zusammen, wird eine genügende Kenntnis 
angenommen, wenn diese bei einer der zuständigen Verwaltungsstellen vorhanden ist (vgl. Urteil 
EVG I 306/04 vom 23. September 2004 E. 4.1; BGE 119 V 431 E. 3a; 112 V 180 E. 4c). Geht die 
unrechtmässige Leistungsausrichtung auf einen Fehler des Versicherungsträgers zurück, beginnt 
die einjährige Frist nicht mit der Leistungsausrichtung zu laufen, weil diesfalls eine Rückforderung 
oft illusorisch würde (BGE 110 V 304); massgebend ist vielmehr der (spätere) Zeitpunkt (z. B. 
anlässlich einer Kontrolle), in dem die Verwaltung bei zumutbarer Sorgfalt den Fehler hätte ent-
decken müssen (Urteil BGer 8C_120/2008 vom 4. September 2008 E. 3.2 mit Hinweis). Diese 
Rechtsprechung bezweckt einerseits, die Verwaltung zur Sorgfalt anzuhalten, andererseits den 

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Versicherten zu schützen, wenn die Verwaltung nicht die nötige Sorgfalt anwendet (Urteil BGer 
H 168/06 vom 25. Juli 2007 E. 5.1 mit Hinweis). Die absolute Frist von fünf Jahren setzt mit dem 
Bezug der einzelnen Leistung ein; dabei ist auf den tatsächlichen Bezug der Leistung und nicht auf 
den Zeitpunkt abzustellen, in dem die Leistung hätte erbracht werden müssen (KIESER, a. a. O., 
Rz. 63 zu Art. 25). Bei den Fristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG handelt es sich um von Amtes wegen 
zu berücksichtigende Verwirkungsfristen. Diese sind rechtsprechungsgemäss gewahrt, wenn vor 
Ablauf der massgebenden Frist eine Rückerstattungsverfügung ergeht. Im Bereich der IV gilt be-
reits der Erlass des Vorbescheids als fristwahrend (Urteil BGer 8C_699/2010 vom 8. Februar 2011 
E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch KIESER, a. a. O., Rz. 65 zu Art. 25).

Gemäss Art. 3 der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) wird über den Umfang der Rückforderung eine Verfügung er-
lassen (Abs. 1). Der Versicherer weist in der Rückforderungsverfügung auf die Möglichkeit des 
Erlasses hin (Abs. 2).

3. Es ist streitig, ob die Rückforderung zu Recht erfolgte. Nicht Gegenstand des vorliegenden 
Falles ist die Frage nach einem allfälligen Erlass; dies wäre gegebenenfalls in einem separaten 
Verfahren gestützt auf Art. 4 ATSV zu beurteilen.

Der Beschwerdeführer bringt vor, die zuständige Ausgleichskasse habe schon lange vor 2012 
Kenntnis von der Scheidung erhalten, weshalb die erst mit Verfügungen vom 17. Dezember 2013 
erfolgte Rückforderung zu spät erfolgt sei. So bestehe die Kantonale Sozialversicherungsanstalt 
aus der IV-Stelle und der Kantonalen Ausgleichskasse. Bei der letzteren habe er zweimal (2009 
und 2012) eine Prämienreduktion beantragt und dabei jeweils angegeben, er sei geschieden. Die 
Kantonale Ausgleichskasse hätte somit diese Information an die IV-Stelle weiterleiten sollen, wie 
dies ebenfalls Art. 31 Abs. 2 ATSG vorsehe. Zudem sei nicht ersichtlich, wie sich der Betrag der 
Rückforderung berechne. Die CIFA habe ihm die mehrmals verlangten Unterlagen nie zugestellt.

Die IV-Stelle ihrerseits vertritt die Ansicht, die CIFA habe erst durch Mitteilung der zuständigen Ein-
wohnerkontrolle vom 27. Juni 2013 Kenntnis von der Scheidung erhalten. Das Argument hinsicht-
lich der Kantonalen Sozialversicherungsanstalt könne nicht gehört werden, weil hier gar nicht die 
Kantonale Ausgleichskasse, sondern die CIFA involviert sei. Ferner habe der Beschwerdeführer 
ebenso im Rahmen der Rentenrevision vom Mai 2011 nicht erwähnt, er sei geschieden.

a) Als erste Vorbemerkung ist festzuhalten, dass der Mangel der fehlenden Rechtsmittelbe-
lehrung in den Verfügungen vom 17. Dezember 2013 vom Gericht am 14. Februar 2014 explizit als 
geheilt angesehen wurde, da der Beschwerdeführer innerhalb der Beschwerdefrist von 30 Tagen 
reagiert hatte und ihm deshalb aus den fehlerhaften Verfügungen keine Nachteile entstanden 
waren. Damit bestand gar kein Anlass mehr zum Erlass der Verfügungen vom 5. Februar 2014. 
Der Beschwerdeführer wurde ferner am 18. März 2014 darauf hingewiesen, seine Eingabe vom 
11. März 2014 werde einzig als Ergänzung der Beschwerde vom 3. Februar 2014 angesehen. Für 
die nachfolgende Falllösung sind deshalb nur die Verfügungen vom 17. Dezember 2013 relevant.

Zweitens ist in Bezug auf den Vorwurf der Verletzung der Begründungspflicht durch die IV-Stelle 
anzumerken, dass es zwar richtig ist, dass den Verfügungen vom 17. Dezember 2013 nicht die 
Details hinsichtlich der Berechnung der Rückforderung bzw. der neuen Rentenbeträge entnommen 
werden kann. Immerhin ergibt sich aus ihnen bereits, dass die Renten auf der Grundlage eines 
durchschnittlichen Jahreseinkommens von CHF 39'312.- berechnet wurden. Bei den ursprüng-
lichen Rentenverfügungen vom 19. Juni 2006 betrug dieses CHF 51'600.-. Die Differenz ist Folge 
der im Nachgang zur Scheidung durchgeführten Einkommensteilung (Splitting) während der Ehe-

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dauer. Über dessen Durchführung wurde der Beschwerdeführer mit Schreiben der CIFA vom 
31. Juli 2013 informiert. Ferner wurde sowohl der TCS Assista, am 20. März 2014, als auch dem 
aktuellen Rechtsvertreter, am 21. März 2014, das vollständige Berechnungsblatt betreffend die 
Neuberechnung der Renten übermittelt. Da sich der Beschwerdeführer in seinen Gegenbemer-
kungen vom 15. September 2014 einzig zu seinen Meldepflichten sowie den Verjährungsfristen 
von Art. 25 ATSG, nicht aber zur Rentenhöhe bzw. der Grundlage der Rentenhöhe äussert, ist 
davon auszugehen, dass er diesbezüglich keine Einwände mehr hat. Ferner hat der Beschwerde-
führer mit dem vorliegenden Verfahren die Möglichkeit sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äus-
sern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann.

b) Es ist unbestritten, dass die Scheidung des Beschwerdeführers am 20. Mai 2008 ausge-
sprochen und am 2. Oktober 2008 rechtskräftig wurde, weshalb ab diesem Moment bzw. ab dem 
1. November 2008 die Rente des Beschwerdeführers sowie die Kinderrente neu berechnet werden 
mussten, da es aufgrund der Scheidung zu einer Einkommensteilung (Splitting) während der Ehe-
dauer kommt. Die Voraussetzungen einer Wiedererwägung sind somit als erfüllt zu betrachten.

c) Eine rückwirkende Änderung der Rente ist nur möglich, wenn der Beschwerdeführer die 
Leistung zu Unrecht erwirkt hat, was hier nicht der Fall ist, oder wenn er den ihm nach Art. 77 IVV 
zumutbaren Meldepflichten nicht nachgekommen ist, was nachfolgend geprüft wird.

Nicht vorgeworfen werden kann dem Beschwerdeführer, dass er jeweils beim Ausfüllen des Frage-
bogens für die Rentenrevision (vgl. IV-Akten, S. 378 f. sowie S. 390 f.) nicht auf seine Scheidung 
hingewiesen hat, da der Fragebogen nur Fragen erwerblicher und gesundheitlicher Natur enthält.

Demgegenüber wurde er bereits in der rentenzusprechenden Verfügung vom 19. Juni 2006 (IV-
Akten, S. 363 ff.) auf seine Meldepflichten bei Änderung der Verhältnisse aufmerksam gemacht. 
Explizit wurde dabei aufgeführt, eine Meldung sei insbesondere bei Änderung im Zivilstand (Ver-
heiratung, Verwitwung, Scheidung) notwendig. Dies war ebenso der Fall in den Mitteilungen vom 
30. Juli 2008 (IV-Akten, S. 388 f.) und 7. Juli 2011 (IV-Akten, S. 399 f.), mit welchen die bisherige 
Rente jeweils bestätigt wurde.

Der Beschwerdeführer musste deshalb wissen, dass er die IV-Stelle über die Scheidung zu infor-
mieren hat. Zu einer solchen direkten Information ist es gemäss den vorhandenen Unterlagen aber 
nie gekommen. Im Dossier finden sich nur zwei telefonische Anfragen des Beschwerdeführers 
vom 23. März 2007 (IV-Akten, S. 372) und vom 19. Juni 2007 (IV-Akten, S. 400) bei der IV-Stelle, 
aus denen sich ergibt, dass er sich offenbar im Scheidungsverfahren befand. Daraus kann dage-
gen nicht geschlossen werden, die IV-Stelle sei über die Scheidung informiert gewesen, bzw. es 
wäre an ihr gewesen, diesbezüglich beim Beschwerdeführer nachzufragen.

Die CIFA erhielt erst im Rahmen der Abklärung des Zivilstandes bei der Wohngemeinde des Be-
schwerdeführers (Schreiben vom 25. Juni 2013) von dieser die Information, der Beschwerdeführer 
sei seit dem 2. Oktober 2008 geschieden. In der Folge ersuchte die CIFA am 1. Juli 2013 den 
Beschwerdeführer um die Zustellung einer Kopie des Scheidungsurteils.

Ansonsten finden sich weder im Dossier der IV-Stelle noch im demjenigen der CIFA irgendwelche 
Anhaltspunkte hinsichtlich der Scheidung des Beschwerdeführers. Nicht gehört werden kann der 
Einwand, die Kantonale Ausgleichskasse sei über die Formulare zur Prämienreduktion über die 
Scheidung informiert gewesen und hätte dies an die sich im gleichen Gebäude befindende IV-
Stelle weiterleiten müssen. Zum einen handelt es sich bei der Kantonalen Ausgleichskasse nicht 
um die hier zuständige Ausgleichskasse. Zum anderen wird, wie gesehen, eine leistungsbeziehen-

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de Person nicht dadurch entlastet, dass eine andere Sozialversicherung, die Kenntnis von der 
Sachverhaltsänderung erhalten hat, diese Kenntnis nicht weiterleitet.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass die CIFA erst Ende Juni 2013 Kenntnis von der Scheidung 
erhalten hat. Dem Beschwerdeführer ist diesbezüglich eine Verletzung seiner Meldepflichten vor-
zuwerfen, zumal es ihm hätte bewusst sein müssen, dass die Scheidung ebenfalls Auswirkungen 
auf seine Rentenleistungen hat. Von seinen Meldepflichten war er, wie gesehen, seit 19. Juni 2006 
explizit unterrichtet gewesen.

d) Es stellt sich weiter die Frage, ob die Verjährungsfristen gemäss Art. 25 ATSG beachtet 
wurden.

Wie soeben dargestellt, erhielt die CIFA erst Ende Juni 2013 Kenntnis von der Scheidung, womit 
die Verfügungen vom 17. Dezember 2013 klar innerhalb der einjährigen relativen Verjährungsfrist 
erlassen wurden.

Dagegen ist die geforderte Rückforderung wegen der absoluten Verjährungsfrist von fünf Jahren in 
einem geringen Ausmass schon verjährt. Die IV-Stelle berechnete die Invalidenrente sowie die 
Kinderrente aufgrund der seit dem 2. Oktober 2008 rechtskräftigen Scheidung ab dem 1. No-
vember 2008 neu. Beim Erlass der Verfügung vom 17. Dezember 2013 konnte sie deshalb auf die 
Rentenleistungen von November und Dezember 2008 nicht mehr zurückkommen, da letztere ge-
mäss den Auskünften der CIFA am 1. Dezember 2008 bereits ausbezahlt worden waren.

Der Beschwerdeführer erhielt für diese beiden Monate jeweils CHF 1'856.- (Invalidenrente) und 
CHF 743.- (Kinderrente) und somit insgesamt CHF 2'599.- pro Monat. Entsprechend der Verfügun-
gen vom 17. Dezember 2013 belaufen sich die Rentenleistungen für diese beiden Monate auf je-
weils CHF 1'622.- (Invalidenrente) sowie CHF 649.- (Kinderrente) und insgesamt auf CHF 2'271.-. 
Deshalb ist die Rückforderung hinsichtlich der Invalidenrente des Beschwerdeführers um 468.- 
[2x CHF 234.-] auf CHF 14'664.- [CHF 15'132.- – CHF 468.-] und die Rückforderung betreffend die 
Kinderrente um CHF 188.- [2x CHF 94.-] auf CHF 5'892.- [CHF 6'080.- – CHF 188.-] bzw. 
insgesamt um CHF 656.- [2x CHF 2'599.- – 2x CHF 2'271.-] auf CHF 20'556.- [CHF 21'212.- – 
CHF 656.-] zu reduzieren.

4. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer seine Meldepflichten ver-
letzt hat. Demgegenüber ist die Höhe der von IV-Stelle verlangten Rückforderung infolge Ablaufs 
der absoluten Verjährung bezüglich der Rentenleistungen vom November und Dezember 2008 auf 
CHF 14'664.- (Invalidenrente) und auf CHF 5'892.- (Kinderrente) zu reduzieren.

Die Gerichtskosten werden auf CHF 400.- festgesetzt. Da der Beschwerdeführer mit seinen An-
trägen nur sehr geringfügig obsiegt, hat er die Gerichtskosten im Ausmass von CHF 300.- zu 
tragen. Dies wird verrechnet mit seinem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 400.-, weshalb ihm 
ein Betrag von CHF 100.- zurückzuerstatten ist. CHF 100.- gehen zu Lasten der IV-Stelle.

Der nur zu einem kleinen Teil obsiegende Beschwerdeführer hat einen partiellen Anspruch auf 
Parteientschädigung. Diese ist auf CHF 500.- (Honorar und Auslagen) festzusetzen, zuzüglich der 
Mehrwertsteuer von CHF 40.- (8% von CHF 500.-). Der Gesamtbetrag von CHF 540.- geht zu 
Lasten der IV-Stelle.

Kantonsgericht KG

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird teilweise gutgeheissen.

Die Verfügungen vom 17. Dezember 2013 werden in dem Sinne angepasst, dass die 
verlangte Rückforderung in Bezug auf die Invalidenrente auf CHF 14'664.- und hinsichtlich 
der Kinderrente auf CHF 5'892.- zu reduzieren ist.

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

II. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 400.- werden zu CHF 100.- von der 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg, Givisiez, und zu CHF 300.- von 
A.________ erhoben und mit seinem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet, weshalb ihm 
ein Betrag von CHF 100.- zurückzuerstatten ist.

III. A.________ wird zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg, für das 
vorliegende Verfahren eine teilweise Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des 
Rechtsvertreters von CHF 500.-, zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 40.- (8% von 
500.-) und damit insgesamt CHF 540.- zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 27. April 2016/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter