# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7377be5c-c7ff-5cf5-9a29-d412dc2e4725
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 14.06.2018 WBE.2018.110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2018-110_2018-06-14.pdf

## Full Text

2018 Steuern 79 

Ein solcher Entscheid muss und darf aber nur dann gefällt 
werden, wenn die kantonale Steuerhoheit als solche, d.h. der Bestand 
der subjektiven Steuerpflicht, in Frage steht. Ist das Bestehen einer 
subjektiven Steuerpflicht ohnehin zu bejahen und lediglich noch 
streitig, ob eine der Steuerhoheit eines Kantons unterworfene Person 
beschränkt oder unbeschränkt steuerpflichtig ist, so betrifft dies nicht 
den Bestand, sondern den Umfang der subjektiven Steuerpflicht. Ein 
Vorentscheid betreffend den Umfang der subjektiven Steuerpflicht ist 
somit weder bundes- noch kantonalrechtlich geboten und, wie die 
Vorinstanz zutreffend erkannt hat, auch gar nicht zulässig (ebenso 
bereits das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Urteil vom 
31. Januar 1997 = StE 1997 B 11.3 Nr. 10; vgl. auch Urteil vom 
18. Dezember 2002 = StE 2003 B 92.51 Nr. 9; ausserdem PETER 
LOCHER, Kommentar DBG, I. Teil, Therwil 2004, Einführung zu 
Art. 3 ff. N 10 sowie MARTIN ZWEIFEL/HUGO CASANOVA, Schwei-
zerisches Steuerverfahrensrecht, Zürich 2008, S. 256 § 20 Rz 9). Zu 
Recht hat die Vorinstanz daher den Feststellungsentscheid der 
Steuerkommission Y., wonach der Beschwerdeführer in Y. lediglich 
der beschränkten Steuerpflicht unterliegt, aufgehoben und damit den 
Rekurs implizit teilweise gutgeheissen. 

 

8 Liegenschaftsunterhaltskosten 

Keine Gewährung einer Liegenschaftenhändlerpauschale für Gemein-

kosten am Hauptsteuerdomizil im Nebensteuerdomizil, wenn keine Kos-

ten nachgewiesen sind bzw. sämtliche Kosten bereits im Liegenschafts-

kanton berücksichtigt wurden 

Aus dem Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 14. Juni 

2018, in Sachen A. gegen KStA und Gemeinderat Z. (WBE.2018.110). 

80 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

Aus den Erwägungen 

1. 
Der Streit dreht sich allein um die Gewährung der sog. Liegen-

schaftenhändlerpauschale, d.h. um die Frage, ob und gegebenenfalls 
in welchem Umfang ein solcher Abzug vom Gewinn aus dem Ver-
kauf der Stockwerkeigentumseinheiten in Z., für den die Besteue-
rungszuständigkeit allein dem Kanton Aargau als Belegenheitskanton 
zusteht, zuzulassen ist.  

1.1. 
Den vom Liegenschaftenhändler erzielten Gewinn ganz dem 

Kanton der gelegenen Sache zuzuweisen, lässt sich sachlich nur 
rechtfertigen, wenn alle Aufwendungen, die dem Händler im Hin-
blick auf die Gewinnerzielung erwachsen, von diesem Kanton zum 
Abzug zugelassen werden müssen und deshalb vom Kanton, in dem 
der Händler zufolge Wohn- oder Geschäftssitz sein übriges Einkom-
men zu versteuern hat, nicht berücksichtigt zu werden brauchen (so 
schon BGE 92 I 461 E. 2a S. 467). Im Sinn eines interkantonalen 
Ausgleichs hat daher nach konstanter bundesgerichtlicher Recht-
sprechung zum interkantonalen Doppelbesteuerungsverbot der Lie-
genschaftskanton einen Anteil an den allgemeinen Unkosten (Um-
triebe beim Ankauf, der Erschliessung und Überbauung sowie beim 
Verkauf in Form von Personal- und Sachauslagen, Reisespesen, 
Telefongebühren, Büromietkosten, Porti usw.) am steuerrechtlichen 
Wohnsitz bzw. Sitz des interkantonalen gewerbsmässigen Liegen-
schaftenhändlers zu übernehmen, der im entsprechenden Umfang 
dem Wohnsitz- bzw. Sitzkanton zusteht. Dabei handelt es sich nur 
um einen interkantonalen Ausgleich, d.h. im selben Ausmass, in dem 
der Liegenschaftskanton allgemeine Unkosten zu übernehmen hat, 
wird der Wohnsitz-/Sitzkanton von deren Berücksichtigung als Auf-
wand bei der allgemeinen Gewinn- bzw. Einkommenssteuer entlastet 
(vgl. FELIX RICHER/WALTER FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS 
ULRICH MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl., 
Zürich 2013, § 221 Rz 164; Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 
2011  [2C_689/2010] Erw. 2.1).  

1.2. 

2018 Steuern 81 

Die Liegenschaftenhändlerpauschale soll einerseits die "verän-
derlichen" d.h. auf das einzelne Rechtsgeschäft bezogenen Kosten 
und andererseits einen Anteil der "festen Kosten" (Gemeinkosten) 
berücksichtigen. Sie soll mithin einen Anteil an jenen Unkosten des 
Liegenschaftenhändlers am Hauptsitz übernehmen, die mit dem Ver-
kauf von Liegenschaften zusammenhängen. Von dem als Faustregel 
aufzufassenden Satz von 5 % kann abgewichen werden, wenn hin-
reichende Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass er zu tief oder zu hoch 
ist. Ein niedriger Satz kann sich etwa rechtfertigen, wenn Vermitt-
lungsprovisionen und Dienstleistungshonorare an Dritte zum Abzug 
gebracht werden (Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 2011 
[2C_689/2010] Erw. 2.1 mit Hinweisen).  

2. 
2.1. 
Der Beschwerdeführer hat mit der Steuererklärung 2011 Ein-

künfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 191'511.00 so-
wie unter Ziff. 120 des Steuererklärungsformulars "andere Entschä-
digungen" von Fr. 297'000.00 deklariert. Für die zuletzt genannten 
Einkünfte lag der Steuererklärung ein Beiblatt bei, in dem erläuternd 
ausgeführt wurde:  

 
"Position 120, Verwaltungskosten zu Gunsten Sitzkanton  

 - A.Strasse yy, Z. 

 Fr. 220'000.- zugunsten Sitzkanton (5% Verwaltungskosten wurden 

nicht voll ausgeschöpft)  

 - B.Strasse, W. 

 Fr. 77'500.- zugunsten Sitzkanton (5% Verwaltungskosten)  

 

 Total Verwaltungskosten zu Gunsten Sitzkanton Fr. 297'000.-" 

 
Der Kanton Q. hat, wie sich aus der in den Akten liegenden 

Interkantonalen Steuerausscheidung ergibt, einen Betrag von insge-
samt (Fr. 191'511.00 + Fr. 297'000.00 =) Fr. 488'511.00 als Einkom-
men aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit erfasst und in den Kan-
ton Q. allokiert. 

82 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

Eine Buchhaltung für die Einkünfte aus Liegenschaftenhandel 
wurde nicht eingereicht. In den Akten findet sich hingegen die Bau-
kostenabrechnung der Architektur A. AG für die Stockwerkeigen-
tumseinheiten in Z., aus der sich Gesamtbaukosten von 
Fr. 5'407'939.45 ergeben. Gemäss einer ebenfalls in den Akten 
liegenden Berechnung betrug der Preis für das Grundstück 
Fr. 1'525'000.00, so dass Gesamtkosten im Zusammenhang mit dem 
Erwerb und der Überbauung der Liegenschaft von (Fr. 5'407'939.45 
+ Fr. 1'525'000.00 =) Fr. 6'932'939.45 bzw. – nach Abzug der (bloss) 
kalkulatorischen Position Eigenmittelverzinsung von Fr. 200'000.00 
– Fr. 6'732'939.45 resultieren. Diesen Gesamtkosten für das Baupro-
jekt stehen Verkaufserlöse von insgesamt Fr. 6'950'231.40 gegenüber, 
so dass sich ein Gewinn von Fr. 217'291.45 aus dem Bauprojekt 
ergibt.  

2.2. 
Der – pauschale (mittels Liegenschaftenhändlerpauschale) oder 

effektive – Abzug von auf den Wohnsitzkanton des Liegenschaften-
händlers entfallenden Kosten kommt nur dann infrage, wenn am 
Wohnsitz auch entsprechende Kosten entstanden sind. Da es vor 
allem für nicht einem individuellen Bauprojekt zuordenbare Kosten 
schwerfällt exakt zu quantifizieren, in welchem Ausmass sie die Lie-
genschaft betreffen, welche veräussert wurde (und hinsichtlich des 
dabei erzielten Gewinns der Belegenheitskanton ein Besteuerungs-
recht in Anspruch nehmen kann), drängt es sich insbesondere für 
diese "festen" oder Gemeinkosten auf, den auf den Liegen-
schaftskanton entfallenden Anteil zu schätzen und mittels einer 
Pauschale zu berücksichtigen. Auch insoweit ist indessen Voraus-
setzung für die Gewährung eines Abzugs im Liegenschaftskanton – 
welcher umgekehrt im Wohnsitzkanton die steuerliche Nicht-
berücksichtigung der entsprechenden Aufwendungen nach sich zieht 
–, dass entsprechende Kosten tatsächlich angefallen sind. 

2.2.1. 
Die Zielsetzung der Liegenschaftenhändlerpauschale besteht 

darin, Kosten, welche im Zusammenhang mit einem Gewinn aus 
Liegenschaftenhandel entstehen, angemessen zwischen dem Liegen-
schaftskanton und dem Hauptsteuerdomizil zu verteilen: Soweit im 

2018 Steuern 83 

Zusammenhang mit der Erzielung eines solchen Gewinns entstan-
dene Kosten – seien es nun das konkrete Projekt betreffende "verän-
derliche" Kosten oder Gemeinkosten des Liegenschaftenhändlers – 
in der Buchhaltung eines Liegenschaftenhändlers auftauchen, drängt 
es sich auf, den Liegenschaftskanton ganz oder teilweise mit diesen 
Kosten zu belasten. 

Bereits vor Vorinstanz wie nun auch mit der Beschwerde ans 
Verwaltungsgericht hat der Beschwerdeführer zwar geltend gemacht, 
es seien entsprechende Kosten im Wohnsitzkanton angefallen. Diese 
Kosten hat er indessen in keiner Weise substanziiert. Vor allem hat er 
nicht einmal behauptet – und darauf wäre es angesichts der Ziel-
setzung der Liegenschaftenhändlerpauschale angekommen –, dass 
direkte Kosten im Zusammenhang mit der Erstellung und dem Ver-
kauf der Stockwerkeigentumseinheiten in Z. oder Gemeinkosten aus 
der Liegenschaftenhändlertätigkeit des Beschwerdeführers im Kan-
ton Q. als Aufwand verbucht und steuerlich geltend gemacht worden 
seien, der Kanton Q. diesen Aufwand jedoch im Hinblick auf die Ge-
währung einer Liegenschaftenhändlerpauschale im Zusammenhang 
mit dem Gewinn aus dem Verkauf der Stockwerkeigentumseinheiten 
in Z. gekürzt hätte.  

2.2.2. 
Nach Lage der Dinge ist im vorliegenden Fall auszuschliessen 

bzw. mindestens nicht einmal ansatzweise nachgewiesen, dass es mit 
Bezug auf die verkauften Stockwerkeigentumseinheiten in Z. solche 
Kosten gab, welche dem Kanton Aargau zu belasten wären. Aus der 
Baukostenabrechnung der Architektur A. AG ergibt sich vielmehr, 
dass der Baukostenabrechnung sämtliche im Zusammenhang mit der 
Erstellung der Stockwerkeigentumseinheiten in Z. verbundenen 
Kosten belastet wurden (z.B. Architektenhonorar [BKP 291], Kosten 
für Bewilligungen, Baugespann [BKP 511], Kosten für Vervielfäl-
tigungen, Plankopien [BKP 524]; Kosten für Inserate [BKP 527], 
Versicherungsprämien [BKP 534], Kosten für Telefon und Porto 
[BKP 535], Verkaufsprovisionen [BKP 597]). Darauf hat bereits das 
KStA im Rekursverfahren hingewiesen und die Vorinstanz hat dies 
im angefochtenen Entscheid ebenfalls zutreffend erkannt. Damit sind 
diese Kosten steuermindernd in die Berechnung des im Kanton Aar-

84 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2018 

gau als Belegenheitskanton steuerbaren Gewinns eingeflossen und es 
fällt ausser Betracht, sie unter dem Titel der Liegenschaftenhändler-
pauschale (nochmals) geltend zu machen.  

Nichts anderes kann für Gemeinkosten des Beschwerdeführers 
gelten. Er hat – auch im verwaltungsgerichtlichen Beschwerde-
verfahren – keine seine Liegenschaftenhändlertätigkeit betreffende 
Erfolgsrechnung vorgelegt, welche allgemeine Aufwandpositionen 
enthalten würde, welche im Kanton Q. steuerlich als Aufwand gel-
tend gemacht worden wären bzw. dort wegen des im Kanton Aargau 
erzielten Liegenschaftsgewinns teilweise nicht als Aufwand aner-
kannt worden wären und deshalb im Kanton Aargau im Rahmen der 
Gewährung einer Liegenschaftenhändlerpauschale steuermindernd 
zu berücksichtigen wären.  

2.2.3. 
Der Beschwerdeführer bzw. sein Rechtsvertreter unterliegt 

einem grundlegenden Missverständnis, wenn er davon ausgeht, allein 
weil der Kanton des Hauptsteuerdomizils (zu Unrecht) im Ergebnis 
eine Liegenschaftenhändlerpauschale der Besteuerung unterwirft 
(und nicht etwa ansonsten steuerlich zu berücksichtigenden Aufwand 
infolge Gewährung einer Liegenschaftenhändlerpauschale im Lie-
genschaftskanton nicht berücksichtigt), müsse der Liegenschafts-
kanton im gleichen Umfang eine Liegenschaftenhändlerpauschale 
gewähren d.h. den bei ihm zu besteuernden Gewinn um diesen Be-
trag reduzieren. Der Sinn der Liegenschaftenhändlerpauschale be-
steht darin, Kosten im Zusammenhang mit einem Liegenschafts-
gewinn angemessen zwischen dem Hauptsteuerdomizil und dem 
Liegenschaftskanton zu verteilen. Sind jedoch im Kanton des Haupt-
steuerdomizils steuerlich gesehen gar keine solchen Kosten ent-
standen, sondern sind die entsprechenden Kosten wie hier sämtlich 
direkt bei der Ermittlung des steuerbaren Gewinns im Liegen-
schaftskanton berücksichtigt worden, indem sie als Aufwand dem 
Verkaufserlös gegenüber gestellt wurden, so kann die Gewährung 
einer Liegenschaftenhändlerpauschale nicht infrage kommen, hat 
doch der Liegenschaftskanton damit die tatsächlich angefallenen 
Kosten bei der Ermittlung des steuerbaren Gewinn bereits voll 
berücksichtigt. 

2018 Steuern 85 

 

9 Weiterbildungskosten; Unterhaltszahlungen 

- Vorliegen von Weiterbildungskosten (Berufsaufstiegskosten), wenn 

die Grundausbildung absolviert und gearbeitet wurde. Keine Rolle 

spielt, dass die Weiterbildung nicht zu einer Arbeit im betreffenden 

Beruf führte (Erw. 1). 

- Steuerliche Berücksichtigung von Unterhaltsnachzahlungen (Erw. 2) 

Aus dem Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 18. Juli 

2018, in Sachen C. gegen KStA und Gemeinderat X. (WBE.2018.116). 

Aus den Erwägungen 

1. 
1.1. 
Umstritten ist zunächst, ob die Vorinstanz den geltend gemach-

ten Abzug für Weiterbildungskosten zu Recht abgelehnt hat mit dem 
Hinweis, es lägen nichtabzugsfähige, im Hinblick auf die beabsich-
tigte Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit angefallene 
Ausbildungskosten vor. Der Beschwerdeführer macht geltend, die 
Weiterbildung sei nicht ausschliesslich im Hinblick auf die Auf-
nahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit erfolgt, sondern es sei 
auch eine Anstellung in Frage gekommen, wenn eine solche denn ge-
funden worden wäre. 

1.2. 
Gemäss dem in der Steuerperiode 2013 gültigen § 35 Abs. 1 

lit. e StG (übereinstimmend mit Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG [Fassung 
in Kraft bis 31. Dezember 2015] und Art. 9 Abs. 1 StHG) können die 
mit dem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschu-
lungskosten als Berufskosten abgezogen werden. Nach der Recht-
sprechung zu den erwähnten Bestimmungen, sind als Weiterbil-
dungskosten alle Kosten abziehbar, die objektiv mit dem ge-
genwärtigen Beruf des Steuerpflichtigen im Zusammenhang stehen