# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 728a37b4-42b2-52b3-8974-1e604b0d250f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 11.07.2017 S 2016 137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-137_2017-07-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 137

3. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichter Stecher und Hemmi als Aktuarin ad hoc

URTEIL

vom 11. Juli 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG (Rückerstattung Behand-

lungskosten)

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1. B._____ kam als Frühgeburt zur Welt. Er leidet an den Geburtsgebrechen 

Ziff. 247 (Syndrom der hyalinen Membranen), 251 (angeborene Missbil-

dungen des Kehlkopfes und der Luftröhre), 303 (Hernia inguinalis latera-

lis) und 494 (Neugeborene mit einem Geburtsgewicht unter 2‘000 g bis 

zur Erreichung eines Gewichts von 3‘000 g) GgV-Anhang. In Anerken-

nung dieser Geburtsgebrechen gewährte die Invalidenversicherung 

B._____ seit 2013 verschiedene Leistungen. Das Kantonsspital Graubün-

den, wo B._____ vom 17. Oktober bis 28. Oktober 2013 sowie 30. De-

zember 2013 bis 10. Januar 2014 hospitalisiert war, diagnostizierte im 

Austrittsbericht vom 28. Oktober 2013 bzw. 10. Januar 2014 eine Pneu-

monie Oberlappen rechts bzw. zentrale Metapneumovirus-Pneumonie. 

Auf Empfehlung des Dr. med. C._____, Kantonsspital Graubünden, wel-

cher bei B._____ am 10. April 2014 ein persistierendes Wheezing dia-

gnostizierte, wurde während der Hospitalisierung im Kantonsspital 

Graubünden vom 14. bis 15. Mai 2014 eine Endoskopie der Atemwege 

durchgeführt, welche die Diagnose einer mittelschweren angeborenen 

Tracheomalazie und leichten linksseitigen Bronchomalazie ergab. Am 4. 

September 2014 und 12. August 2015 erfolgten entwicklungspädiatrische 

Untersuchungen im Kantonsspital Graubünden.

2. Im Juli 2014, Oktober 2014 und September 2015 stellte das Kantonsspital 

Graubünden der A._____, bei welcher B._____ obligatorisch gegen 

Krankheit versichert ist, für die Behandlungen vom 10. April 2014, 4. Sep-

tember 2014 und 12. August 2015 Fr. 1'587.15 in Rechnung, welche von 

dieser beglichen wurden.

3. Mit Schreiben vom 23. November 2015 ersuchte die A._____ die IV-

Koordination SVK um Rückerstattung des von ihr im Rahmen ihrer Vor-

leistungspflicht beglichenen Betrags von Fr. 1'709.15 (recte: Fr. 1'709.10; 

Behandlungskosten von Fr. 1‘587.15 zuzüglich Apotheken-Rechnung 

vom 10. März 2015 von Fr. 121.95), da diese Behandlungen in einem an-

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spruchsbegründenden Kausalzusammenhang mit dem Geburtsgebrechen 

Ziff. 247 GgV-Anhang stünden. 

4. Mit Vorbescheid vom 25. August 2016 eröffnete die IV-Stelle des Kantons 

Graubünden die Abweisung des Leistungsbegehrens, da die beantragten 

Rechnungen gemäss medizinischer Beurteilung keinen Zusammenhang 

mit den Geburtsgebrechen Ziff. 247 oder 251 GgV-Anhang hätten. Daran 

hielt sie mit Verfügung vom 4. Oktober 2016 fest.

5. Gegen diese Verfügung erhob die A._____ (nachfolgend: Beschwerde-

führerin) als vorleistende Versicherungsträgerin am 28. Oktober 2016 Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und bean-

tragte, es sei die Verfügung vom 4. Oktober 2016 aufzuheben und es sei-

en die Leistungen für die Periode zwischen dem 10. April 2014 und 

12. August 2015 nach IVG zu übernehmen. Begründend führte sie an, 

dass die behandelten Leiden eindeutig im Zusammenhang mit den ver-

fügten Geburtsgebrechen stünden.

6. In ihrer Vernehmlassung vom 23. November 2016 beantragte die IV-

Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) mit 

Verweis auf ihre Verfügung vom 4. Oktober 2016 die Abweisung der Be-

schwerde. Begründend führte sie an, die Kosten für die Behandlungen 

vom 10. April 2014, 14. und 15. Mai 2014 sowie 4. September 2014 seien 

nicht von der Invalidenversicherung zu übernehmen, da die Kostenüber-

nahme zu spät beantragt worden sei. Zudem seien die Behandlungen 

vom 10. April 2014 sowie 14. und 15. Mai 2014 aufgrund eines Atem-

wegsinfekts mit Wheezing und Husten notwendig gewesen. Dieser 

Atemwegsinfekt sei aber entgegen der Auffassung der Beschwerdeführe-

rin nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Geburtsgebrechen 

Ziff. 247 oder 251 GgV-Anhang zurückzuführen. Das diagnostizierte Ge-

burtsgebrechen Ziff. 251 GgV-Anhang könne zwar ein leichtes Wheezing 

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theoretisch erklären, könne aber keinen Atemwegsinfekt verursachen. 

Folglich sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass der bei B._____ seit April/Mai 2014 bestehende Atemwegsinfekt mit 

Wheezing und Husten auf die am 14. Mai 2014 nachgewiesenen Rhinovi-

ren und RSV-Viren zurückzuführen sei. Damit sei ein äusseres Ereignis 

bestimmend zwischen die vorliegenden Geburtsgebrechen und dem se-

kundären Gesundheitsschaden getreten. Der qualifizierte Kausalzusam-

menhang zwischen dem Geburtsgebrechen Ziff. 247 oder 251 GgV-

Anhang und dem Atemwegsinfekt mit Wheezing und Husten bzw. den 

Behandlungen vom 10. April 2014 sowie 14. und 15. Mai 2014 sei somit 

zu verneinen. Zudem sei B._____ bei den entwicklungspädiatrischen Un-

tersuchungen vom 4. September 2014 und 12. August 2015 11.5 bzw. 

14.5 Kilogramm schwer gewesen. Folglich habe das Geburtsgebrechen 

Ziff. 494 GgV-Anhang zum Zeitpunkt dieser Untersuchungen längst nicht 

mehr vorgelegen, so dass die Behandlungen vom 4. September 2014 und 

12. August 2015 nicht im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen 

Ziff. 494 GgV-Anhang (oder mit einem anderen Geburtsgebrechen) stün-

den. Die Kosten der entwicklungspädiatrischen Untersuchungen seien 

somit nicht von der Invalidenversicherung zu übernehmen.

7. Die Beschwerdeführerin hielt am 5. Dezember 2016 replicando an ihren 

Anträgen fest. Sie habe den Rückforderungsanspruch innerhalb der Jah-

resfrist und somit nicht verspätet geltend gemacht. Die Behandlungskos-

ten vom 14. und 15. Mai 2014 habe die Beschwerdegegnerin dem Kan-

tonsspital Graubünden direkt vergütet, weshalb die Beschwerdeführerin 

diese Kosten nicht zurückgefordert habe. Zudem umfasse eine entwick-

lungspädiatrische Untersuchung nicht automatisch einen Neurostatus. 

Auch würden solche Kontrolluntersuchungen im Normalfall nicht so häufig 

erfolgen. Die entwicklungspädiatrischen Untersuchungen seien wegen 

des Geburtsgebrechens durchgeführt worden. 

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8. Am 16. Dezember 2016 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Ein-

reichung einer Duplik und verwies auf ihre Ausführungen in der Vernehm-

lassung und der angefochtenen Verfügung. 

Im Übrigen wird auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den 

Rechtsschriften sowie auf die angefochtene Verfügung, soweit erforder-

lich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwal-

tungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsge-

richt in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- 

nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Der 

Streitwert beläuft sich im konkreten Fall auf Fr. 1'709.10. Da der Streitwert 

damit unter Fr. 5'000.-- liegt und die vorliegende Streitsache nicht in Fün-

ferbesetzung zu entscheiden ist, ist die Zuständigkeit des Einzelrichters 

offensichtlich gegeben.

2. Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 60 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts [ATSG; SR 830.1] und Art. 52 Abs. 1 VRG). Die von der Be-

schwerdegegnerin am 4. Oktober 2016 erlassene Verfügung berührt die 

Leistungspflicht der Beschwerdeführerin. Diese kann die gleichen 

Rechtsmittel ergreifen wie die versicherte Person (Art. 49 Abs. 4 ATSG). 

Da die Beschwerdeführerin von der angefochtenen Verfügung vom 4. Ok-

tober 2016 berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG) hat, ist zusammenfassend fest-

zustellen, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Es ist 

deshalb auf die Beschwerde einzutreten.

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3. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. Oktober 2016. Strittig und zu 

prüfen ist die Kostenübernahme durch die Beschwerdegegnerin für die 

Behandlungen vom 10. April 2014 bis 12. August 2015 und damit die 

Rückerstattung der erbrachten Vorleistungen an die Beschwerdeführerin. 

4. a) Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass die Beschwerdeführerin ihren 

Anspruch auf Rückvergütung der Kosten für die Behandlungen vom 

10. April 2014, 14. und 15. Mai 2014 sowie 4. September 2014 erst am 

23. November 2015 und somit nicht innerhalb der Jahresfrist gemäss 

Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) geltend gemacht habe. Die Beschwerdeführerin entgegnet, 

die Verwirkungsfrist gemäss Art. 48 Abs. 2 lit. b IVG beginne am Tag 

nach Kenntnisnahme zu laufen. Sie habe am 22. August 2014 diverse 

Rechnungen des Kantonsspitals Graubünden mit dem Vermerk zurück-

gewiesen, dass es sich dabei um die Behandlung von Geburtsgebrechen 

und deren Folgen handle, weshalb die Rechnungen der Beschwerdegeg-

nerin zuzustellen seien. Am 28. April 2015 habe die Beschwerdeführerin 

die Mitteilung erhalten, dass das Kantonsspital Graubünden diese Leis-

tungen nicht zu Lasten der Beschwerdegegnerin abrechnen könne. Damit 

hätten die Abklärungen durch die Beschwerdeführerin begonnen. Am 23. 

November 2015, innerhalb der Jahresfrist, habe die Beschwerdeführerin 

sodann den Rückforderungsanspruch geltend gemacht. Die Behand-

lungskosten vom 14. und 15. Mai 2014 habe die Beschwerdegegnerin 

dem Kantonsspital Graubünden direkt vergütet, weshalb die Beschwerde-

führerin diese Kosten nicht zurückgefordert habe.

b) Das Erlöschen der Leistungsansprüche ist in Art. 24 ATSG geregelt. Der 

Anspruch auf ausstehende Leistungen oder Beiträge erlischt fünf Jahre 

nach dem Ende des Monats, für welchen die Leistung, und fünf Jahre 

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nach dem Ende des Kalenderjahres, für welches der Beitrag geschuldet 

war. Eine davon abweichende Regelung ist in Art. 48 Abs. 1 IVG enthal-

ten. Gemäss dieser wird die Leistung in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 

ATSG nur für die zwölf Monate nachgezahlt, die der Geltendmachung 

vorangehen, wenn eine versicherte Person ihren Anspruch auf eine Hilf-

losenentschädigung, auf medizinische Massnahmen oder auf Hilfsmittel 

mehr als zwölf Monate nach dessen Entstehung geltend macht. Die Leis-

tung wird für einen längeren Zeitraum nachgezahlt, wenn die versicherte 

Person den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte 

und sie den Anspruch spätestens zwölf Monate, nachdem sie davon 

Kenntnis erhalten hat, geltend macht (vgl. Art. 48 Abs. 2 lit. a und b IVG). 

Unter dem anspruchsbegründeten Sachverhalt ist der körperliche, geisti-

ge oder psychische Gesundheitsschaden zu verstehen, der einen Leis-

tungsanspruch zur Folge hat. Mit der Kenntnis des anspruchsbegründe-

ten Sachverhalts ist nicht das subjektive Einsichtsvermögen der versi-

cherten Person gemeint, sondern es geht nach dem Wortlaut von Art. 48 

Abs. 2 lit. a IVG vielmehr darum, ob der anspruchsbegründende Sachver-

halt objektiv feststellbar ist oder nicht (BGE 120 V 89 E.4b; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_336/2012 vom 6. Mai 2013 E.4.2). Dabei kommt es 

allein auf die Kenntnis des anspruchsbegründenden Sachverhalts, also 

auf die Kenntnis des entsprechenden Gesundheitszustandes und nicht 

etwa darauf an, ob sich daraus ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädi-

gung ableiten lässt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

vom 20. August 2002 E.2.2). Dass ein objektiv gegebener anspruchsbe-

gründender Sachverhalt nicht erkennbar gewesen ist oder dass die versi-

cherte Person trotz entsprechender Kenntnis krankheitsbedingt daran ge-

hindert wurde, sich anzumelden oder jemanden mit der Anmeldung zu be-

trauen, wird von der Rechtsprechung nur sehr zurückhaltend angenom-

men (Urteil des Bundesgerichts 9C_336/2012 vom 6. Mai 2013 E.4.2).

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c) Art. 70 Abs. 1 ATSG sieht vor, dass die berechtigte Person Vorleistung 

verlangen kann, wenn ein Versicherungsfall einen Anspruch auf Sozial-

versicherungsleistungen begründet, aber Zweifel darüber bestehen, wel-

che Sozialversicherung die Leistung zu erbringen hat. Gemäss Art. 70 

Abs. 2 lit. a ATSG ist die Krankenversicherung für Sachleistungen und 

Taggelder, deren Übernahme durch die Krankenversicherung, die Unfall-

versicherung, die Militärversicherung oder die Invalidenversicherung um-

stritten ist, vorleistungspflichtig. Art. 71 ATSG hält alsdann die Rückerstat-

tung von Vorleistungen fest. Der vorleistungspflichtige Versicherungsträ-

ger erbringt die Leistungen nach den für ihn geltenden Bestimmungen. 

Wird der Fall von einem anderen Träger übernommen, so hat dieser die 

Vorleistung im Rahmen seiner Leistungspflicht zurückzuerstatten (vgl. 

auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, 

Art. 71 Rz. 13 ff.).

d) Vorliegend stellte das Kantonsspital Graubünden der Beschwerdeführerin 

die Kosten für die Behandlung vom 10. April 2014 (Fr. 541.10) im Juli 

2014, die Kosten für die Behandlung vom 4. September 2014 (Fr. 436.95) 

im Oktober 2014 und die Kosten für die Behandlung vom 12. August 2015 

(Fr. 609.10) im September 2015 in Rechnung (Bg-act. 62/2 und 4). In der 

Folge wurden diese Rechnungen von der Beschwerdeführerin aufgrund 

ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Vorleistungspflicht beglichen (Bg-act. 

61/1). Die Kosten für die Behandlungen vom 14. und 15. Mai 2014 wur-

den der Beschwerdeführerin nicht in Rechnung gestellt, da die Beschwer-

degegnerin mit Schreiben vom 13. August 2014 die Kostengutsprache für 

die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 251 GgV-Anhang vom 14. 

Mai 2014 bis 31. Mai 2019 gewährte (Bg-act. 48). Was die Behandlungen 

vom 10. April 2014 und 4. September 2014 betreffen, ist aufgrund der 

bisherigen Ausführungen anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin be-

reits im Juli bzw. Oktober 2014 Kenntnis vom anspruchsbegründenden 

Sachverhalt hatte. Allerdings ersuchte die Beschwerdeführerin die IV-

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Koordination SVK erst mit Schreiben vom 23. November 2015 um Rück-

erstattung der von ihr erbrachten Vorleistungen (Bg-act. 61/1). Das Argu-

ment der Beschwerdeführerin, sie habe den Sachverhalt erst mit Erhalt 

der Mitteilung vom 28. April 2015, wonach das Kantonsspital Graubünden 

die Behandlungskosten nicht zu Lasten der Beschwerdegegnerin abrech-

nen könne, kennen können und den Anspruch folglich innerhalb der Jah-

resfrist im Sinne von Art. 48 Abs. 2 lit. b IVG geltend gemacht, ist vorlie-

gend nicht aktenkundig, weshalb sie daraus nichts zu ihren Gunsten ab-

leiten kann. Folglich hat die Beschwerdeführerin das Gesuch um Über-

nahme der Kosten für die Behandlungen vom 10. April 2014 und 4. Sep-

tember 2014 nach Ablauf der Jahresfrist eingereicht. Ein Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf Rückerstattung der Kosten für die vorgenannten 

Behandlungen im Sinne von Art. 48 Abs. 2 IVG besteht demnach nicht. 

Bezüglich der Kosten für die Behandlung vom 12. August 2015 ist 

schliesslich festzustellen, dass die Beschwerdeführerin die Rückerstat-

tung der entsprechenden Vorleistung innerhalb der einjährigen Verwir-

kungsfrist gemäss Art. 48 Abs. 1 IVG geltend machte. Selbst wenn man 

annehmen wollte, dass Art. 48 IVG im vorliegenden Fall nicht zur Anwen-

dung kommt, was die Beschwerdeführerin denn auch nicht bestreitet, wä-

re die Beschwerde, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, ohnehin ab-

zuweisen.

5. a) Nach Art. 13 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Al-

tersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen not-

wendigen medizinischen Massnahmen. Als Geburtsgebrechen im Sinn 

dieser Norm gelten Gebrechen, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 

3 Abs. 2 ATSG). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für die diese 

Massnahmen gewährt werden; er kann die Leistung ausschliessen, wenn 

das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (Art. 13 Abs. 2 IVG). Die 

Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang der Verordnung über Ge-

burtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21) aufgeführt (Art. 1 Abs. 2 GgV). 

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Nach der Rechtsprechung erstreckt sich der Anspruch auf medizinische 

Massnahmen nach Art. 13 IVG i.V.m. Art. 3 Abs. 2 ATSG ausnahmsweise 

auch auf die Behandlung sekundärer Gesundheitsschäden, die zwar nicht 

mehr zum Symptomenkreis des Geburtsgebrechens gehören, aber nach 

medizinischer Erfahrung häufig die Folge dieses Gebrechens sind. Zwi-

schen dem Geburtsgebrechen und dem sekundären Leiden muss dem-

nach ein qualifizierter adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nur 

wenn im Einzelfall dieser qualifizierte ursächliche Zusammenhang zwi-

schen sekundärem Gesundheitsschaden und Geburtsgebrechen gegeben 

ist und sich die Behandlung überdies als notwendig erweist, hat die Inva-

lidenversicherung im Rahmen des Art. 13 IVG i.V.m. Art. 3 Abs. 2 ATSG 

für die medizinischen Massnahmen aufzukommen. 

b) An die Erfüllung der Voraussetzungen des rechtserheblichen Kausalzu-

sammenhangs sind strenge Anforderungen zu stellen, zumal der Wortlaut 

des Art. 13 IVG i.V.m. Art. 3 Abs. 2 ATSG den Anspruch der versicherten 

Minderjährigen auf die Behandlung des Geburtsgebrechens an sich be-

schränkt (BGE 100 V 41 E.1a mit Hinweisen; AHI-Praxis 1/2001 S. 79 

E.3a; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Ja-

nuar 2007: Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts] vom 2. August 

2005 E.3; vgl. auch BGE 129 V 209 E.3.3 mit Hinweis). Dabei bedarf es 

einer Abgrenzung von limitierten Geburtsgebrechen im Verhältnis zur 

Rechtsprechung, die sich auf nicht limitierte Geburtsgebrechen bezieht 

und deren Behandlung gemäss Art. 3 GgV am Ende des Monats, in dem 

die versicherte Person das 20. Altersjahr zurückgelegt hat, erlischt. Somit 

ist zwischen zeitlich limitierten und nicht limitierten Geburtsgebrechen zu 

unterscheiden, da sich bei Geburtsgebrechen, bei welchen der Verord-

nungsgeber die Leistung für das Geburtsgebrechen selbst beschränkt 

hat, die Frage der Leistungspflicht der Invalidenversicherung für sekundä-

re Folgen nur im Rahmen der dort festgeschriebenen zeitlichen Limitie-

rung stellt. Dies trifft beim als Geburtsgebrechen versicherten "Unterge-

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wicht des Neugeborenen" gemäss Ziff. 494 GgV-Anhang (bis zur Errei-

chung eines Gewichts von 3‘000 g) zu und ergibt sich aus der Verordnung 

selbst, im Sinne einer lex specialis zu der nach der Rechtsprechung sonst 

geltenden Regel, wonach die Invalidenversicherung auch für sekundäre 

Folgen von Geburtsgebrechen bis zum vollendeten 20. Altersjahr aufzu-

kommen hat, wenn diese zum Geburtsgebrechen selbst in einem qualifi-

zierten adäquaten Kausalzusammenhang stehen. Die zeitliche Limitie-

rung der Leistungspflicht in Ziff. 494 GgV-Anhang findet ihre Begründung 

auch im Lichte des Geringfügigkeitsaspekts nach Art. 13 Abs. 2 IVG, weil 

bei schwer ausgeprägten krankhaften Befunden anderweitige Geburtsge-

brechen als das neonatale Untergewicht vorliegen können. Liegt somit 

"nur" ein neonatales Untergewicht vor, dann soll nach dem Willen des 

Verordnungsgebers die IV-Leistungspflicht nach Erreichen des Normal-

gewichts ihr Ende nehmen, weil nach der – der verordnungsmässigen Li-

mitierung zugrunde liegenden – medizinischen Erfahrung die Beeinträch-

tigungen aus diesem Geburtsgebrechen in der Regel behoben sind. Liegt 

dagegen nicht nur neonatale Untergewichtigkeit vor, sondern werden wei-

tere Geburtsgebrechen diagnostiziert, dann kann eine Leistungspflicht der 

Invalidenversicherung auch für diese Geburtsgebrechen und ihre qualifi-

ziert adäquatkausalen Folgen gegeben sein (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 9. April 2003 E.3.3; vgl. auch BGE 129 V 209 

E.3.3 mit Hinweis).

c) Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 

von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 

fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachver-

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haltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E.5b mit Hinweisen).

d) Somit ist in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 

die Übernahme der Kosten für die Behandlung vom 10. April 2014 in der 

Höhe von Fr. 541.10 zu Recht abgelehnt hat. Die Beschwerdegegnerin 

erwog, dass die Behandlung vom 10. April 2014 aufgrund eines Atem-

wegsinfekts mit Wheezing und Husten notwendig gewesen sei. Dieser 

Atemwegsinfekt sei aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 

das Geburtsgebrechen Ziff. 247 (Syndrom der hyalinen Membranen) oder 

251 (angeborene Missbildungen des Kehlkopfes und der Luftröhre) GgV-

Anhang zurückzuführen. Das am 14. Mai 2014 anlässlich der Endoskopie 

diagnostizierte Geburtsgebrechen Ziff. 251 GgV-Anhang könne zwar ein 

leichtes Wheezing theoretisch erklären, könne aber keinen Atemwegsin-

fekt verursachen. Folglich sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit da-

von auszugehen, dass der bei B._____ seit April 2014 bestehende Atem-

wegsinfekt mit Wheezing und Husten auf die am 14. Mai 2014 nachge-

wiesenen Rhinoviren und RSV-Viren zurückzuführen sei. Damit sei ein 

äusseres Ereignis bestimmend zwischen die vorliegenden Geburtsgebre-

chen und dem sekundären Gesundheitsschaden getreten. Der qualifizier-

te Kausalzusammenhang zwischen dem Geburtsgebrechen Ziff. 247 oder 

251 GgV-Anhang und dem Atemwegsinfekt mit Wheezing und Husten 

bzw. der Behandlung vom 10. April 2014 sei somit zu verneinen. Die Be-

schwerdeführerin bestreitet dies und schloss aus dem Austrittsbericht von 

Dr. med. C._____, Kantonsspital Graubünden, vom 15. Mai 2014, wonach 

eine mittelschwere Tracheomalazie und leichte Hauptstammbronchoma-

lazie links die vermehrte Sekretproblematik/Pneumonien und auch das 

leichte Wheezing erklären könne, sowie dem Bericht von Dr. med. 

D._____, vom 5. Dezember 2016, laut welchem die rezidivierenden pul-

monalen Infekte in einem engen Zusammenhang mit dem Geburtsgebre-

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chen Ziff. 251 GgV-Anhang stünden, dass der qualifizierte Kausalzusam-

menhang gegeben sei. 

e) Vorliegend vermag sich das streitberufene Gericht der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin, wonach zwischen dem Geburtsgebrechen Ziff. 251 

GgV-Anhang und dem persistierenden Wheezing kein qualifizierter Kau-

salzusammenhang im Sinne der Rechtsprechung bestehe, anzuschlies-

sen. Dr. med. C._____, welcher B._____ am 10. April 2014 in seiner Lun-

gensprechstunde untersuchte, stellte in seinem Arztbericht vom 14. April 

2014 die Diagnose eines persistierenden Wheezing. Aufgrund der Vorge-

schichte mit zweimaliger Pneumonie, der ehemaligen Frühgeburtlichkeit 

sowie des wiederholten bzw. wohl wahrscheinlich eher anhaltenden 

Wheezing wurde als weiterführende Abklärung eine Endoskopie der 

Atemwege empfohlen (Bg-act. 66/1-2). Vom 14. bis 15. Mai 2014 war 

B._____ im Kantonsspital Graubünden in Behandlung. Dabei erfolgte am 

14. Mai 2014 die geplante Endoskopie, welche neben der Diagnose einer 

angeborenen mittelschweren Tracheomalazie (Geburtsgebrechen Ziff. 

251 GgV-Anhang) und leichten Hauptbronchomalazie links einen Keim-

nachweis von Rhinoviren und RSV-Viren erbrachte (Bg-act. 66/3-4). Aus 

dem entsprechenden Austrittsbericht des Dr. med. C._____ vom 15. Mai 

2014 geht zudem hervor, dass die nachgewiesenen Viren auf eine Infek-

tion der Atemwege zurückzuführen seien (Bg-act. 66/4-5). Somit ist vor-

liegend ein äusseres Ereignis bestimmend zwischen das Geburtsgebre-

chen Ziff. 251 GgV-Anhang und das persistierende Wheezing getreten. 

Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, wäre es genauso gut 

möglich, dass B._____ aufgrund der nachgewiesenen Rhinoviren und 

RSV-Viren auch ohne Vorliegen des Geburtsgebrechens Ziff. 251 GgV-

Anhang an einem Atemwegsinfekt mit Wheezing erkrankt wäre. Entspre-

chend hält sodann auch Dr. med. E._____, Regionaler Ärztlicher Dienst 

(RAD) Ostschweiz, in ihrer Stellungnahme vom 26. September 2016 fest, 

dass der qualifizierte Kausalzusammenhang zwischen dem Geburtsge-

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brechen Ziff. 251 GgV-Anhang und dem persistierenden Wheezing nicht 

erfüllt sei, wenn im Rahmen einer Abklärung betreffend Wheezing ein 

Keimnachweis diagnostiziert werde, welcher auf eine gerade zurücklie-

gende Infektion zurückzuführen sei (Bg-act. 77/6). Zutreffend ist allerdings 

der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach gemäss Austrittsbericht 

von Dr. med. C._____ vom 15. Mai 2014 die bei B._____ diagnostizierte 

mittelschwere Tracheomalazie und leichte Hauptstammbronchomalazie 

auch das leichte Wheezing erklären könne. Aufgrund dieser Angabe im 

Bericht des Dr. med. C._____ kann allerdings kein qualifizierter Kausal-

zusammenhang im Sinne der Rechtsprechung zwischen dem Geburtsge-

brechen Ziff. 251 GgV-Anhang und dem persistierenden Wheezing ange-

nommen werden. Aus den medizinischen Akten ergibt sich nicht, dass 

das persistierende Wheezing ein den Grundleiden immanentes Risiko des 

vorgenannten Geburtsgebrechens wäre. Auch Dr. med. C._____ behaup-

tet nicht, dass das Geburtsgebrechen Ziff. 251 GgV-Anhang sehr häufig 

oder sogar immer zu persistierendem Wheezing führe. Eine mögliche Er-

klärung reicht nicht aus, um den qualifiziert engen Kausalzusammenhang 

herzustellen. Es leuchtet zwar ein, dass B._____ wegen seiner Leiden 

schneller erkrankt und eine Genesung länger dauert als üblich. Doch dies 

begründet den hier geforderten, engen Kausalzusammenhang noch nicht. 

Denn dass gerade das persistierende Wheezing eine fast unvermeidliche 

Folge des Geburtsgebrechens Ziff. 251 GgV-Anhang wäre, ist damit nicht 

gesagt. 

6. a) Schliesslich gilt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Übernahme 

der Kosten für die Behandlungen vom 4. September 2014 (Fr. 436.95) 

und 12. August 2015 (Fr. 609.10) zu Recht abgelehnt hat. Die Beschwer-

degegnerin begründet die Ablehnung des Leistungsbegehrens im We-

sentlichen damit, dass B._____ zum Zeitpunkt der entwicklungspädiatri-

schen Untersuchungen vom 4. September 2014 und 12. August 2015 ein 

Körpergewicht von 11.5 bzw. 14.5 Kilogramm gehabt habe, weshalb das 

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Geburtsgebrechen Ziff. 494 GgV-Anhang nicht mehr vorgelegen habe. 

Folglich stünden die entwicklungspädiatrischen Untersuchungen vom 4. 

September 2014 und 12. August 2015 klar nicht im Zusammenhang mit 

dem Geburtsgebrechen Ziff. 494 GgV-Anhang. Die Kosten der entspre-

chenden Behandlungen seien somit nicht von der Beschwerdegegnerin 

zu übernehmen. Dem hält die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ent-

gegen, dass eine entwicklungspädiatrische Untersuchung nicht automa-

tisch einen Neurostatus umfasse. Auch würden solche Untersuchungen 

im Normalfall nicht so häufig erfolgen. Die entwicklungspädiatrischen Un-

tersuchungen vom 4. September 2014 und 12. August 2015 seien gerade 

wegen des Geburtsgebrechens erfolgt.

b) Ziff. 494 GgV-Anhang versichert als Geburtsgebrechen das "Untergewicht 

des Neugeborenen", wobei die obere Gewichtslimite Abgrenzungsfunkti-

on hat, indem oberhalb dieser Limite ein Geburtsgebrechen in diesem 

Sinn nicht mehr vorliegt (vgl. vorstehend E.5b). Unter dem Titel eines limi-

tierten Geburtsgebrechens als solches bestand somit kein Anspruch auf 

Leistungen mehr, da B._____ im Zeitpunkt der entwicklungspädiatrischen 

Untersuchungen vom 4. September 2014 und 12. August 2015 das 

Grenzgewicht von 3‘000 g längst überschritten hatte (Bg-act. 66/8 und 

11). Zudem findet nach diesem Zeitpunkt, wie in E.5b dargelegt, die all-

gemein im Geburtsgebrechensbereich geltende Rechtsprechung zu den 

qualifiziert adäquatkausalen Folgen eines Geburtsgebrechens keine An-

wendung, da der Verordnungsgeber die Leistungen für das Geburtsge-

brechen selbst limitiert hat. Die Frage, ob der qualifizierte Kausalzusam-

menhang für sekundäre Folgen des Geburtsgebrechens Ziff. 494 GgV-

Anhang nach Lage der Akten erstellt war, stellt sich daher nicht. Aus den 

Akten ergibt sich allerdings, dass B._____ nicht nur am Geburtsgebre-

chen von Ziff. 494 GgV-Anhang leidet, sondern auch an Ziff. 247 (Syn-

drom der hyalinen Membranen), Ziff. 251 (angeborene Missbildungen des 

Kehlkopfes und der Luftröhre) und Ziff. 303 (Hernia inguinalis lateralis). 

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Bei diesen in den Akten dokumentierten Geburtsgebrechen stellt sich hin-

gegen die Frage nach dem Anspruch auf Übernahme der Kosten für die 

Behandlungen vom 4. September 2014 und 12. August 2015 unter dem 

Titel qualifiziert adäquat kausaler sekundärer Folgen. 

c) Die Beschwerdeführerin stützt sich betreffend des Kausalzusammen-

hangs im Wesentlichen auf den Austrittsbericht des Dr. med. C._____ 

vom 15. Mai 2014 (Bg-act. 66/3-4) und auf die Ausführungen des Dr. 

med. D._____ in seinem Bericht vom 5. Dezember 2016 (Bf-act. 6). Dem-

gegenüber teilte die IV-Koordination SVK der Beschwerdeführerin mit 

Schreiben vom 9. Dezember 2015 mit, dass gemäss den Abklärungen mit 

den behandelnden Ärzten des Kantonsspitals Graubünden unter anderem 

die Behandlungen vom 4. September 2014 und 12. August 2015 nicht im 

Zusammenhang mit den Geburtsgebrechen Ziff. 247, 251, 303 und 494 

GgV-Anhang stünden und somit nicht von der Beschwerdegegnerin zu 

übernehmen seien (Bg-act. 61/2 und 62/1). Entsprechend reichte das 

Kantonsspital Graubünden die Rechnungen für die Behandlungen vom 

4. September 2014 und 12. August 2015 direkt an die Beschwerdeführe-

rin zur Bezahlung ein (Bg-act. 62/4). Sodann bestätigte auch Dr. med. 

E._____, dass der qualifizierte Kausalzusammenhang zwischen den Be-

handlungen vom 4. September 2014 sowie 12. August 2015 und den vor-

genannten Geburtsgebrechen nicht gegeben sei (Bg-act. 68 und 77/5-6). 

Schliesslich geht aus den Arztberichten von Dr. med. F._____, Kantons-

spital Graubünden, vom 5. September 2014 und 13. August 2015 hervor, 

dass es sich bei den ambulanten Untersuchungen vom 4. September 

2014 und 12. August 2015 um Kontrollen im Rahmen des Neo follow up 

kleiner Frühgeborener handle. Dabei wurden Entwicklungstests durchge-

führt, bei denen die kognitive, motorische und sprachliche Entwicklung 

von B._____ untersucht wurde (Bg-act. 66/7-12). Entgegen der Auffas-

sung der Beschwerdeführerin erscheint es sachgerecht, dass die behan-

delnde Ärztin anlässlich dieser ambulanten Untersuchungen ein Neuro-

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status durchgeführt hat. Nach dem Gesagten sind die entwicklungspädia-

trischen Untersuchungen vom 4. September 2014 und 12. August 2015 

aufgrund der Frühgeburt von B._____, welche für sich allein betrachtet 

kein Geburtsgebrechen gemäss GgV-Anhang darstellt, und nicht wegen 

den vorliegend diagnostizierten Geburtsgebrechen erfolgt. Unter diesen 

Umständen ist gestützt auf die einschlägigen fachärztlichen Beurteilungen 

und die Arztberichte vom 5. September 2014 sowie 13. August 2015 da-

von auszugehen, dass die Behandlungen vom 4. September 2014 und 

12. August 2015 nicht in einem qualifizierten, adäquat ursächlichen Zu-

sammenhang mit den Geburtsgebrechen Ziff. 247, 251 und 303 GgV-

Anhang stehen. Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, ist un-

begründet. Insbesondere kann aus dem Austrittsbericht von Dr. med. 

C._____ vom 15. Mai 2014 und dem Bericht von Dr. med. D._____ vom 

5. Dezember 2016 nicht geschlossen werden, dass zwischen den Be-

handlungen vom 4. September 2014 sowie 12. August 2015 und den vor-

genannten Geburtsgebrechen ein qualifizierter adäquater Kausalzusam-

menhang besteht, zumal sich beide Berichte lediglich mit einem mögli-

chen Zusammenhang zwischen dem persistierenden Wheezing und dem 

Geburtsgebrechen Ziff. 251 GgV-Anhang befassen (Bg-act. 66/4, Bf-act. 

6). 

7. Schliesslich ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass der 

Inhalt der Apotheken-Rechnung vom 10. März 2015 in der Höhe von 

Fr. 121.95 nicht aktenkundig ist, weshalb vorliegend nicht angenommen 

werden kann, dass diese Rechnung in einem anspruchsbegründenden 

Zusammenhang mit den diagnostizierten Geburtsgebrechen steht. 

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die 

Übernahme der Kosten für die Behandlungen vom 10. April 2014, 4. Sep-

tember 2014 und 12. August 2015 sowie die Übernahme der Rechnung 

vom 10. März 2015 zu Recht abgelehnt hat. Ein Anspruch der Beschwer-

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deführerin auf Rückerstattung ihrer Vorleistung besteht demnach nicht. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

9. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren - in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG - bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Ver-

weigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Diese Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Umfang von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- fest-

gelegt. Aufgrund des Ausganges dieses Verfahrens sind die Kosten von 

Fr. 500.-- der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der Vor-

instanz wird keine aussergerichtliche Entschädigung zugesprochen (Art. 

61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 500.-- gehen zulasten der A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]