# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 000a65c5-f5b5-5d5a-8c54-469a85adc801
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2008 E-7343/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7343-2008_2008-11-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7343/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______,
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 6. November 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7343/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Nigeria am 23. August 2008 verliess, tags darauf in die Schweiz ein-
reiste und um Asyl nachsuchte,

dass er  am 2. September  2008 vom BFM zu seinem Reiseweg und 
seinen Gesuchsgründen angehört wurde,

dass das  BFM am 11. September  2008 eine Anhörung nach Art. 29 
Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch-
führte,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
im Wesentlichen geltend machte, er sei ethnischer Haussa, habe bei 
seinen  muslimischen  Eltern  in  B._______  gewohnt  und  habe  das 
Police College in B._______ besucht,

dass es nach der Einführung der Scharia im Jahre 2003 in Kano zu 
gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und  Chris-
ten gekommen sei,

dass seine Mutter im Jahre 2003 zum Christentum konvertiert sei und 
den Beschwerdeführer oft zum Besuch des Gottesdienstes in die ka-
tholische Kirche mitgenommen habe,

dass  sein  Vater,  ein  Koranlehrer,  mit  diesem Verhalten  nicht  einver-
standen gewesen sei und von ihr verlangt habe, dass sie wieder zur 
Religionsgemeinschaft  der Muslime zurückkehre, was sie aber abge-
lehnt habe,

dass die Mutter des Beschwerdeführers vom Vater verlangt habe, dass 
er  gegen  die  Brandschatzungen  der  Muslime  an  den  Häusern  ihrer 
Verwandten einschreite, was er aber abgelehnt habe,

dass es daher zur Trennung der Eltern des Beschwerdeführers gekom-
men sei, der Beschwerdeführer das Haus seines Vaters verlassen und 
seither bei seiner Mutter gewohnt habe,

dass der Beschwerdeführer im Jahre 2007 getauft worden sei und sich 
das Verhältnis seiner Eltern zunehmend verschlechtert habe,

Seite 2

E-7343/2008

dass sich der  Beschwerdeführer zeitweise habe verstecken müssen, 
weil ihm sein Vater mit dem Tode gedroht habe, falls er sich nicht wie-
der den Muslimen anschliesse,

dass sein Vater am 15. Juni 2008 die Mutter des Beschwerdeführers 
getötet habe, worauf der Beschwerdeführer mit Hilfe eines Schleppers, 
welcher  ihm  von  einem  katholischen  Priester  vermittelt  worden  sei, 
das Heimatland verlassen habe,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 6. November  2008 –  eröffnet  am 
11. November 2008 –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei beantragte, es sei die Verfügung aufzuheben und sein 
Asylgesuch gutzuheissen,

dass eventualiter die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vor-
läufige Aufnahme anzuordnen sei,

dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 20. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde - unter Vorbehalt nachfolgender 
Einschränkung  -  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  sowie  Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

Seite 3

E-7343/2008

rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass mithin auf den Antrag, es sei das Asylgesuch gutzuheissen, im 
vorliegenden Verfahren nicht einzutreten ist,

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird  (Art. 111  Abs. 1  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

Seite 4

E-7343/2008

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung 
festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  nach  der  Einreichung  seines 
Asylgesuches innerhalb der gesetzlichen Frist  von 48 Stunden keine 
rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass  zudem keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Be-
schwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzu-
reichen,

dass sodann auch seine Aussagen über seine Reise von Nigeria bis in 
die  Schweiz  unsubstanziiert  und  bar  jeglicher  Realitätskennzeichen 
seien,

dass er überdies die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 
AsylG nicht  erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass es sich bei den geltend gemachten Vorbringen bezüglich seiner 
Konversion und der davon abgeleiteten Verfolgung durch seinen Vater 
aufgrund widersprüchlicher, unpräziser und bloss rudimentärer Anga-
ben eindeutig um ein Sachverhaltskonstrukt handle,

dass der  Beschwerdeführer in  seiner knapp gehaltenen Beschwerde 
den zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachten Sachver-
halt  zusammenfassend wiederholt  und geltend macht,  aus religiösen 
Gründen im Heimatland gefährdet zu sein,

Seite 5

E-7343/2008

dass er aufgrund seines Übertritts zum Christentum mit dem Tode be-
straft werden könne,

dass er nicht an die Gnade seines Vaters glaube,

das es für ihn kein Garantie für eine Rückkehr in Sicherheit und Würde 
gebe und vielmehr eine begründete Furcht bestehe, dass er bei einer 
Rückkehr einer Behandlung ausgesetzt werde, die gegen Art. 3 EMRK 
verstosse,

dass  für  den  Begriff  rechtsgenüglicher  Reise-  oder  Identitätspapiere 
auf  die publizierte Rechtsprechung des Schweizerischen Bundesver-
waltungsgerichts verwiesen werden kann (in BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass unbestritten ist,  dass der Beschwerdeführer keine entsprechen-
den Dokumente eingereicht hat,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass diesbezüglich auf die zutreffendenden und zu bestätigenden vor-
instanzlichen  Erwägungen  verwiesen  werden  kann  (vgl.  Art. 6  und 
Art. 111a Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  zur 
Nichteinreichung von Identitätspapieren nicht äussert,

dass das BFM in seinen weiteren Erwägungen im Ergebnis zu Recht 
erkannte, dass die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht gegeben 
ist  und  dass  aufgrund der  Akten  keine Notwendigkeit  zur  Vornahme 
von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  besteht  (vgl.  Art. 32 
Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  seiner  geltend  ge-
machten, auf seinem angeblichen Übertritt zum Christentum gründen-
den Gefährdungslage von der Vorinstanz zu Recht als unglaubhaft be-
zeichnet wurden,

Seite 6

E-7343/2008

dass  der  Beschwerdeführer  den  Erwägungen  der  Vorinstanz  in  der 
Rechtsmitteleingabe nichts Stichhaltiges entgegen hält,  sondern sich 
mit einer blossen Wiederholung der zur Begründung des Asylgesuches 
geltend gemachten Vorbringen und der Behauptung begnügt, er werde 
aufgrund  seiner  Konversion  zum Christentum von  seinem  Vater  be-
droht,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden und zu 
bestätigenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfü-
gung verwiesen werden kann, welchen sich das Bundesverwaltungs-
gericht vollumfänglich anschliesst,

dass die Vorbringen bezüglich der Verfolgungs- und Fluchtgründe  of-
fensichtlich die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling nicht 
erfüllen und auch keine weiteren Abklärungen notwendig sind,

dass  das  BFM demnach  zu Recht  in  Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 

Seite 7

E-7343/2008

einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass in Nigeria keine Gefährdung im Sinne einer Situation allgemeiner 
Gewalt besteht,

dass der Beschwerdeführer jung sowie gesund ist und  gemäss eige-
nen Angaben sieben Jahre die Schule besucht hat,

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in eine Existenz be-
drohende Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu be-
achtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
der erforderlichen Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

Seite 8

E-7343/2008

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG) und auch diesbe-
züglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass die  Begehren gestützt  auf  die  obenstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu bezeichnen sind und das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege daher abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

E-7343/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgwiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Einzahlungsschein, 
vorinstanzliche Verfügung im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- das C._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Rudolf Raemy

Versand:

Seite 10