# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3b0cac3-fcb9-5eeb-8ce8-b61eb460ba2e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 08.07.2020 810 16 295
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-295_2020-07-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 8. Juli 2020 (810 16 295) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Ausländerrecht 
 
 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung aufgrund von Sozialhilfeabhängigkeit 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Jgnaz 

Jermann, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Helena Hess,  
Gerichtsschreiber i.V. Kevin Herren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 1318 vom 20. September 2016) 
 
 
 
 
A. Der türkische Staatsangehörige A.____ (geb. 1972) reiste im Mai 2002 zum Verbleib 
bei seiner damaligen Ehefrau (geb. 1942), einer hierzulande niedergelassenen österreichischen 
Staatsangehörigen, in die Schweiz ein, weswegen er zunächst eine Aufenthaltsbewilligung und 
am 28. Juni 2007 eine Niederlassungsbewilligung erhielt. Mit Urteil des Bezirksgerichts Walden-
burg vom 5. Juni 2008 wurde die Ehe geschieden. 

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B. Am 30. Juni 2010 wurde A.____ durch das Amt für Migration des Kantons Basel-
Landschaft (AfM, seit 1. Januar 2019: Amt für Migration und Bürgerrecht [AfMB]) wegen Bezugs 
von Sozialhilfeleistungen in der Höhe von Fr. 20'821.-- ermahnt. Das AfM forderte ihn auf, sämt-
liche Schritte zu unternehmen, um sich von der Unterstützung durch die öffentliche Hand zu 
lösen. 
 
C. Mit Schreiben vom 22. Juli 2015 teilte das AfM A.____ mit, dass es aufgrund des er-
heblichen und dauerhaften Sozialhilfebezugs beabsichtige, die Niederlassungsbewilligung zu 
widerrufen (Art. 63 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration [Ausländer- und Integrationsgesetz; AIG] vom 16. Dezember 2005 [bis 
Dezember 2018 und soweit im Folgenden die altrechtliche Fassung massgeblich ist: AuG]). Zur 
Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass A.____ seit dem Jahr 2008 Sozialhilfe-
leistungen in der Höhe von Fr. 122'809.75 bezogen habe und er sich im Verkehr mit dem Sozi-
aldienst unkooperativ verhalte. 
 
D. Mit Schreiben vom 3. August 2015 beantwortete A.____ die Fragen des AfM und nahm 
seinen Anspruch auf rechtliches Gehör wahr. Er gab an, es sei schwierig, in der Schweiz Arbeit 
zu finden. Hierzulande habe er zwei Freundinnen, eine Schwester und einen Cousin; in der 
Türkei lebten demgegenüber seine Mutter, sein Bruder und seine drei volljährigen Kinder. Er 
wolle in der Schweiz bleiben und eine Arbeit finden, vorzugsweise als Landmaschinenmechani-
ker oder als Garten- oder Fabrikarbeiter. Zurückkehren könne er nicht, denn in der Türkei habe 
er alles verloren; sein Vater habe alles verkauft. 
 
E. Am 19. Februar 2016 gewährte das AfM A.____ aufgrund der langen Dauer der Abklä-
rungen hinsichtlich eines allfälligen Entzuges seiner Niederlassungsbewilligung erneut das 
rechtliche Gehör, welches A.____ mit Schreiben vom 3. März 2016 wahrnahm. Hierin führt er 
im Wesentlichen aus, dass er zwischen März 2004 und Oktober 2006 jeweils zwei Stunden pro 
Woche Reinigungsarbeiten erledigt habe, bis diese ununterbrochene Tätigkeit für ihn nicht mehr 
tragbar geworden sei. Von April 2007 bis Ende Juli 2007 habe er einen Deutschkurs absolviert 
und in den Jahren 2008/2009 temporär Vollzeit im Hauswartdienst der Gemeinde B.____ gear-
beitet, eine Festanstellung sei ihm jedoch aufgrund eines Näheverhältnisses zu einer Mitarbei-
terin der Sozialhilfebehörde versagt geblieben. In der Folge sei er aufgrund der schwierigen 
Lebensumstände depressiv geworden und habe sich ärztlich behandeln lassen müssen. Seine 
Arbeitsbemühungen seien erfolglos geblieben, nicht zuletzt aufgrund seiner Depression und 
dem Druck der Sozialhilfebehörde. Eine Teilnahme an einem Integrationsprogramm habe er 
nach erneuter Behandlung in der Klinik C.____ für Psychiatrie und Psychotherapie im Novem-
ber 2015 abbrechen müssen. Im Februar 2016 habe er dann, gestärkt durch den Klinikaufent-
halt, einen Stapler- und einen Office-Kurs besucht und sich bei zahlreichen Unternehmen be-
worben. Seine oberste Priorität sei nun die Stellensuche, denn er wolle in der Schweiz bleiben. 
Seine in der Türkei lebenden Kinder seien nicht mehr auf seine finanzielle Unterstützung ange-
wiesen. 
 
F. Mit Verfügung vom 20. April 2016 widerrief das AfM die Niederlassungsbewilligung von 
A.____ und wies ihn per 31. Mai 2016 aus der Schweiz weg. Begründet wurde dieser Entscheid 

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im Wesentlichen damit, dass A.____ bis zum 25. Februar 2016 mit Sozialhilfeleistungen in der 
Höhe von Fr. 166'105.55 habe unterstützt werden müssen und er seit seinem Aufenthalt in der 
Schweiz kaum je selbst für seinen Lebensunterhalt aufgekommen sei. Zudem fehle ihm die 
notwendige Kooperationsbereitschaft. Der Lebenslauf von A.____ erwecke zwar den Eindruck, 
er sei nahezu kontinuierlich einer Arbeit nachgegangen. Bei genauerem Hinsehen offenbare 
sich jedoch, dass er zwei Jahre und sieben Monate Teilzeit bei einem Pensum von 5 % gear-
beitet und an sechs Integrations- oder Beschäftigungsprogrammen teilgenommen habe. 
 
G. Am 19. April 2016 erhob A.____ beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat) Beschwerde gegen die Verfügung des AfM. 
 
H. Mit Anmeldung vom 17. Juni 2016 stellte A.____ bei der Invalidenversicherung (IV) ein 
Leistungsgesuch. 
 
I. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss (RRB) Nr. 1318 vom 20. Sep-
tember 2016 ab und ordnete an, dass A.____ die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach 
Rechtskraft des Beschlusses zu verlassen habe. Er erwog im Wesentlichen, dass A.____ in der 
Schweiz keine Kernfamilienmitglieder habe, weshalb er keinen Anspruch aus Art. 8 Ziff. 1 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 
1950 bzw. Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 
18. April 1999 ableiten könne. Der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG sei in Anbe-
tracht der Höhe der Sozialhilfeleistungen und der schlechten Zukunftsprognose erfüllt. A.____ 
lebe seit seiner Einreise in die Schweiz schwergewichtig von der Sozialhilfe. In Anbetracht der 
Tatsache, dass seine Kinder, seine Mutter und weitere Verwandte in der Türkei leben würden 
und er erst mit 30 Jahren in die Schweiz eingereist sei, sei ihm eine Rückkehr in seine Heimat 
zuzutrauen. Zu den vorgebrachten medizinischen Problemen fänden sich in den Akten nur we-
nig Hinweise, zudem sei die medizinische Versorgung derselben auch in der Türkei möglich. 
 
J. Mit undatierter Eingabe, die dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht, am 3. Oktober 2016 zuging, erhob A.____ gegen den Beschluss 
des Regierungsrats vom 20. September 2016 Beschwerde mit den Begehren, der angefochtene 
Entscheid mit dem darin vorgesehenen Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Weg-
weisung aus der Schweiz sei aufzuheben und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu 
gewähren. In der Folge betraute er D.____, Anwalt und Notar, mit der Wahrung seiner Interes-
sen und reichte mit Eingabe vom 2. Dezember 2016 eine ergänzende Beschwerdebegründung 
ein, worin er seine Begehren sinngemäss wiederholte und in verfahrensrechtlicher Hinsicht die 
Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen des IV-Gutachtens beantragte. Zur Begründung 
führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass ihn aufgrund seiner Krankheit hinsicht-
lich seiner Sozialhilfeabhängigkeit kein Verschulden treffe und er in der Schweiz seit seiner 
ordnungsgemässen Einreise im Mai 2002 nie strafrechtlich in Erscheinung getreten sei. Ab ei-
ner Aufenthaltsdauer von 15 Jahren könne einer niedergelassenen ausländischen Person die 
Niederlassungsbewilligung aufgrund von Sozialhilfeabhängigkeit nicht mehr entzogen werden, 
weshalb das AfM, gewahr dieser Frist, ohne rechtskonforme Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes verfügt habe. Zurzeit sei überdies ein Leistungsgesuch bei der IV hängig, wel-

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ches mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer IV-Rente und somit zu einer Ab-
lösung von der Sozialhilfe führen werde. 
 
K. Mit Präsidialverfügung vom 9. Januar 2017 wurde das Verfahren im Einverständnis mit 
der Vorinstanz bis zum Vorliegen eines psychiatrischen Gutachtens im invalidenversicherungs-
rechtlichen Verfahren sistiert. 
 
L. Gestützt auf das eingeholte fachärztliche Gutachten vom 14. Mai 2019 lehnte die IV-
Stelle Basel-Landschaft das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 
24. September 2019 ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass keine Diag-
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit attestiert worden seien, weshalb dem Beschwer-
deführer eine Tätigkeit als Betriebsmitarbeiter im Umfang von 100 % zuzumuten sei. Der mitt-
lerweile remittierten rezidivierenden depressiven Störung könne keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit beigemessen werden. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
M. Mit Präsidialverfügung vom 4. November 2019 wurde das Verfahren wieder an die 
Hand genommen. Von der eingeräumten Gelegenheit zur Stellungnahme machte der Be-
schwerdeführer in der Folge keinen Gebrauch. 
 
N. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2019 liess sich der Regierungsrat vernehmen und 
schloss auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist er grösstenteils 
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids. Im Übrigen seien die Schlussfolgerungen 
des fachärztlichen Gutachtens schlüssig und umfassend. Der Gutachter halte in überzeugender 
Weise fest, dass der Beschwerdeführer derzeit hinsichtlich seiner Arbeitsfähigkeit nicht einge-
schränkt sei und auch die Diagnosen vorbehandelnder Ärzte in Zweifel zu ziehen seien. Zuletzt 
weist der Regierungsrat darauf hin, dass der Beschwerdeführer gemäss aktuellem Kenntnis-
stand weiterhin Sozialhilfe beziehe: Die Gesamtsumme der bisher bezogenen Sozialhilfeleis-
tungen belaufe sich auf Fr. 229'225.-- (Stand Dezember 2019). 
 
O. Mit Präsidialverfügung vom 10. Januar 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung überwiesen und dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. Der Zu-
stellversuch beim Rechtsvertreter des Beschwerdeführers blieb erfolglos, da dieser zwischen-
zeitlich seine Anwaltstätigkeit - ohne Meldung an das Gericht - offenbar eingestellt hatte und 
aus dem Anwaltsregister des Kantons Zug gelöscht worden war. Mit Präsidialverfügung vom 
24. Januar 2020 wurde Rechtsanwalt D.____ als Rechtsvertreter aus dem Rubrum gestrichen. 
 
P. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen der Beschwerdeführer mit einer Begleit-
person sowie ein Vertreter des Regierungsrates teil. Der Beschwerdegegner reicht einen Aus-
druck der E-Mail-Korrespondenz vom 7. Juli 2020 mit der Sozialhilfebehörde E.____ ein, worin 
die Gesamthöhe der bezogenen Unterstützungsleistungen des Beschwerdeführers neu mit 
Fr. 242'761.80 beziffert wird und in einer Leistungsübersicht die monatliche Unterstützungsleis-
tung mit Fr. 2'090.65 ausgewiesen wird. Die Parteien halten an ihren Anträgen fest. Auf die 
Ausführungen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Urteilserwägungen eingegangen. 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 42 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Be-
schwerde eingetreten werden kann. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und die damit verbundene Wegweisung aus 
der Schweiz zu Recht erfolgten. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 AuG; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit dem 
Ausland nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbs-
tätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung hat die aus-
ländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Ver-
pflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/Hugi 
Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.2 Im vorliegenden Fall ist zunächst festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und der 
Türkei keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen 
Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
3.3 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AuG verleiht die Niederlassungsbewilligung ihrer Inhaberin 
resp. ihrem Inhaber grundsätzlich einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf 
Anwesenheit in der Schweiz. Aufgrund seines langjährigen Aufenthaltes in der Schweiz, seinen 
in der Schweiz lebenden Verwandten sowie seiner sozialen Kontakte kann sich der Beschwer-
deführer zudem auf das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 
der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 
4. November 1950 berufen und daraus ebenfalls einen Anspruch auf Anwesenheit in der 
Schweiz ableiten (BGE 144 I 266). Es ist somit von einem grundsätzlichen Anspruch des Be-
schwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Dieser gilt indes nicht absolut. Bei 

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Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AuG kann die Niederlassungsbewilligung entzo-
gen werden. 
 
4.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen wer-
den, wenn ein Ausländer oder eine Person, für die er zu sorgen hat, dauerhaft und in erhebli-
chem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist. Die Niederlassungsbewilligung von Ausländern, die 
sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten, 
kann allerdings nicht mehr nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG widerrufen werden (Art. 63 Abs. 2 
AuG). Rechtsprechungsgemäss ist von der fünfzehnjährigen Frist nicht abzuweichen (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_1040/2017 vom 21. Dezember 2018 E. 6.5). Nach geltender Praxis ist der 
Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG erfüllt, wenn konkret 
die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit besteht, blosse finanziel-
le Bedenken genügen nicht. Neben den bisherigen und den aktuellen Verhältnissen ist auch die 
wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen (Urteil des Bundesge-
richts 2C_1115/2018 vom 31. Oktober 2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Dabei ist der Tatbestand als 
erfüllt anzusehen, wenn eine Person hohe Unterstützungsleistungen erhalten hat und wegen 
ihres Verhaltens nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft für ihren Lebensunter-
halt selbst sorgen wird (SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/Turnherr [Hrsg.], Bundesgesetz 
über die Ausländerinnen und Ausländer, Stämpflis Handkommentar, Bern 2010, N 21 zu Art. 63 
AuG). Inwiefern die Sozialhilfeabhängigkeit im konkreten Fall auf ein Selbstverschulden des 
Beschwerdeführers zurückzuführen ist, spielt einzig bzw. erst im Rahmen der Prüfung der Ver-
hältnismässigkeit der ausländerrechtlichen Massnahme eine Rolle (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 2C_291/2019 vom 8. August 2019 E. 4.1). 
 
4.2.1 Die Vorinstanz erwägt, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum von Juni 2008 bis Feb-
ruar 2016 Sozialhilfe von insgesamt über Fr. 166'000.-- bezogen habe und dieser Betrag seither 
noch weiter angestiegen sei. Bei einem solchen Betrag sei ohne weiteres von erheblicher Sozi-
alhilfeabhängigkeit im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG auszugehen. Seit seiner Einreise in 
die Schweiz habe der Beschwerdeführer zwar regelmässig gearbeitet, sein Einkommen habe 
allerdings kaum je seinen Bedarf decken können. So habe der Beschwerdeführer während fünf 
Jahren (2002 bis 2006) gerade mal Fr. 62'099.-- verdient. Unmittelbar nach der Scheidung von 
seiner Ehefrau habe sich der Beschwerdeführer bei der Sozialhilfe angemeldet und lebe seither 
überwiegend von deren Unterstützung. Unter Druck des gegenwärtigen Verfahrens bestehe 
zwar der Eindruck, dass der Beschwerdeführer sich stärker bemühe, Arbeit zu finden. Insge-
samt stellt die Vorinstanz für den Beschwerdeführer jedoch eine schlechte Prognose für die 
Zukunft hinsichtlich der Ablösung von der Sozialhilfe. 
 
4.2.2 Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, dass, um die Sozialhilfeabhängigkeit als 
fortgesetzt qualifizieren zu können, entscheidend sei, ob die Abhängigkeit rückblickend einige 
Zeit gedauert habe und die konkrete Gefahr bestehe, dass auch in Zukunft Unterstützung ge-
leistet werden müsse, bzw. damit gerechnet werden könne, dass der Betroffene in Zukunft sel-
ber für seinen Lebensunterhalt sorgen werde. Diesbezüglich führt er aus, dass ein Leistungsge-
such bei der zuständigen IV-Stelle hängig sei und dass die vorliegend zur Diskussion stehen-
den Diagnosen der Psychiatrie Baselland mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur 

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Zusprechung einer IV-Rente führen würden. Eine solche würde zusätzlich zum Bezug von Er-
gänzungsleistungen berechtigen und damit eine Ablösung von der Sozialhilfe zur Folge haben. 
Dieser Umstand sei von der Vorinstanz in ihren Erwägungen nur in ein paar Sätzen erwähnt 
und nicht rechtskonform festgestellt, geschweige denn berücksichtigt worden. 
 
4.2.3 Der Beschwerdeführer bezieht seit mittlerweile über 12 Jahren Sozialhilfe, wobei sich 
der Betrag zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids auf rund Fr. 166'000.-- (Stand: Sep-
tember 2016) belief. Der Ausstand ist mittlerweile auf Fr. 242'761.80 angestiegen. Nach bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung ist die dauerhafte und erhebliche Sozialhilfeabhängigkeit bei 
einer alleinstehenden Person ab einem Betrag von mehr als Fr. 96'000.-- mit einer Bezugsdau-
er von neun Jahren, resp. bei einer fünfköpfigen Familie mit Unterstützungsbeiträgen von über 
Fr. 210'000.-- bei einer Bezugsdauer von ungefähr 11 Jahren zu bejahen (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 2C_268/2011 vom 22. Juli 2011 E. 6.2.3 mit Hinweisen). Ebenfalls als dauerhaft 
und erheblich wird die Sozialhilfeabhängigkeit bei einer allein lebenden Person bei Unterstüt-
zungsbeiträgen von rund Fr. 145’000.-- mit einer Bezugsdauer von sieben Jahren als gegeben 
erachtet (Urteil des Bundesgerichts 2C_714/2018 vom 30. Januar 2019 E. 2.1 mit Hinweis). 
Unter Berücksichtigung dieser Rechtsprechung ist die Sozialhilfeabhängigkeit des Beschwerde-
führers mit Unterstützungsbeiträgen in der Höhe von Fr. 242'761.80 während über 12 Jahren 
Bezugsdauer als dauerhaft und erheblich zu erachten. Die Erheblichkeit wird vom Beschwerde-
führer auch nicht bestritten. Eine positive Zukunftsprognose kann derweilen nicht gestellt wer-
den. Der Beschwerdeführer stützt seine Argumentation einzig darauf ab, dass er "mit an Si-
cherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" eine IV-Rente erhalten und sich somit von der Sozial-
hilfe lösen werde. Die IV-Stelle Basel-Landschaft verneinte jedoch mit rechtskräftiger Verfügung 
vom 24. September 2019 gestützt auf eine gutachterlich festgestellte Arbeitsfähigkeit von 
100 % einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. Seit seiner Einreise in 
die Schweiz im Jahr 2002 hat es der Beschwerdeführer nie geschafft, sich in den Arbeitsmarkt 
zu integrieren. Wie die vorinstanzlichen Entscheide detailliert aufzeigen, war der Beschwerde-
führer während seines Aufenthalts in der Schweiz lediglich für gesamthaft ungefähr fünfeinhalb 
Jahre sporadisch arbeitstätig, wobei darunter auch rund 20 Monate in diversen Integrations- 
oder Beschäftigungsprogrammen fallen (vgl. die tabellarische Auflistung des AfM vom 12. April 
2016, act. 631). Mit den jeweils nur kurz währenden teilzeitlichen Anstellungen konnte er in kei-
nem Jahr ein auch nur annähernd existenzsicherndes Einkommen erzielen. Ab Dezember 2015 
war er überhaupt nicht mehr arbeitstätig. Der Beschwerdeführer stellt sich trotz des vorliegen-
den IV-Gutachtens nach wie vor auf den Standpunkt, er könne nicht arbeiten, was er an der 
heutigen Parteiverhandlung erneut bekräftigt hat. Dementsprechend ist im Rahmen einer Zu-
kunftsprognose davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch längerfristig keiner exis-
tenzsichernden Erwerbstätigkeit nachgehen wird und sich damit nicht nachhaltig von der Sozi-
alhilfe wird lösen können. Der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG ist folglich erfüllt. 
Da sich der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Verfügung vom 20. April 2016 weniger als 15 
Jahre in der Schweiz aufgehalten hatte, ist der Widerruf nach Art. 63 Abs. 2 AuG zulässig (vgl. 
BGE 137 II 10 E. 4.2). 
 
5.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, so ist zu prüfen, ob die Massnahme im konkreten Fall 
auch verhältnismässig ist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG; BGE 135 II 377 E. 4.3). Bei der Prüfung der 

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Verhältnismässigkeit sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen 
sowie privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (BGE 135 II 110 E. 2.1; 
MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., N 3 zu Art. 51 AuG; ANDREAS 
ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., N 8.48). Ver-
langt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Bei-
behaltung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Widerruf, wobei Letztere in 
dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 
143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind beim Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit insbe-
sondere die Hintergründe, warum eine Person sozialhilfeabhängig wurde, und somit das Ver-
schulden der ausländischen Person in den Entscheid miteinzubeziehen und zu würdigen, aber 
auch der Grad ihrer Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der be-
troffenen Person und seiner Familie drohenden Nachteile zu beachten (Urteil des Bundesge-
richts 2C_709/2019 vom 17. Januar 2020 E. 4). Die konventionsrechtliche Verhältnismässig-
keitsprüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG und kann in ei-
nem einzigen Schritt vorgenommen werden (Urteil des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 
24. Februar 2014 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit 
Hinweisen). 
 
5.2 Zu prüfen ist somit, ob unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegen-
den Falles die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbewilligung die privaten 
Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen. 
 
5.3 Ausgangspunkt der vorzunehmenden Interessenabwägung ist das Interesse der Öf-
fentlichkeit, Ausländer und Ausländerinnen, welche dauerhaft und in erheblichem Masse auf die 
Sozialhilfe angewiesen sind und dadurch die öffentliche Hand stark beanspruchen bzw. belas-
ten, wegzuweisen. Die Sozialhilfeabhängigkeit des Beschwerdeführers hält bereits seit Jahren 
an und der Beschwerdeführer bezog in erheblichem Masse Sozialhilfegelder. Es besteht somit 
ein bedeutendes öffentliches Interesse an dessen Wegweisung. 
 
5.4 Durch seine langjährige Aufenthaltsdauer in der Schweiz von nunmehr 18 Jahren hat 
der Beschwerdeführer trotz seiner Integrationsdefizite ein grosses privates Interesse am Ver-
bleib in der Schweiz. Anlässlich der Parteiverhandlung liess der Beschwerdeführer zudem ver-
lauten, dass er mit zwei Personen regelmässigen Kontakt habe. F.____ kenne er seit 16 Jahren 
und sie unterstütze ihn regelmässig im Alltag, indem sie ihn zu Terminen begleite oder bei 
sprachlichen Barrieren helfe. Bei der zweiten Person handelt es sich um eine in der Schweiz 
lebende Portugiesin, mit welcher er eine Wochenendbeziehung führe. Sie unterstütze den Be-
schwerdeführer auch im Haushalt. Zudem sei sie mit ihm letztes Jahr im November in der Tür-
kei in den Ferien gewesen. Es kann somit von wenigen, aber dennoch beachtenswerten Bezie-
hungen ausgegangen werden. 
 
6. Dem genannten öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Beschwerde-
führers am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Bei den öffentlichen Interessen ist ins-
besondere das Verschulden der ausländischen Person an der Sozialhilfeabhängigkeit zu be-
rücksichtigen. 

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6.1.1 Die Vorinstanz erwägt diesbezüglich im angefochtenen Entscheid, dass der Beschwer-
deführer seit Juni 2008 praktisch durchgängig von der Sozialhilfe abhängig sei und die Leistun-
gen mangels Kooperation mit den Sozialhilfebehörden immer wieder gekürzt werden mussten. 
Insgesamt sei davon auszugehen, dass die Arbeitslosigkeit und die daraus resultierende Sozi-
alhilfeabhängigkeit weitgehend selbst verschuldet seien. 
 
6.1.2 Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, dass beim angefochtenen Entscheid weder 
das hängige IV-Verfahren noch die in diversen Arztberichten gestellten Diagnosen, welche u.a. 
eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätten, berücksichtigt worden seien. Dabei werde von der Vor-
instanz verkannt, dass dem Beschwerdeführer durch die Psychiatrie Baselland mit Bericht vom 
8. Dezember 2015 eine akute Belastungsreaktion (ICD-10 F43.0) mit Verdacht auf bipolare af-
fektive Psychose, gegenwärtig schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen 
(ICD-10 F31.5), differentialdiagnostisch eine wahnhafte Störung (ICD-10 F22.0), attestiert wor-
den sei. Weiter wird in der Beschwerdebegründung auf Ziffer 6.1 der IV-Anmeldung vom 
17. Juni 2016 verwiesen, worin die gesundheitliche Beeinträchtigung seit Dezember 2009 an-
gegeben worden sei. Bei dieser psychischen Erkrankung handle es sich um eine jahrelang be-
stehende Krankheit, die zur vollen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers geführt habe, was 
gerichtsnotorisch sei und deshalb nicht näher ausgeführt werden müsse. Die lange Dauer der 
Erkrankung werde durch den Umstand untermauert, dass Beschäftigungsprogramme hätten 
abgebrochen werden müssen. Der Sachverhalt sei unvollständig und falsch festgestellt und die 
Beweismittel seien willkürlich gewürdigt worden. Der Sozialhilfebezug sei weder dauerhaft noch 
könne er aufgrund der psychischen Erkrankung des Beschwerdeführers als selbstverschuldet 
qualifiziert werden. 
 
6.2 Der Beschwerdeführer war vom 2. Dezember 2009 bis zum 17. Dezember 2009 das 
erste Mal in der Klinik C.____ in stationärer psychiatrischer Behandlung. Im darauffolgenden 
Austrittsbericht vom 30. Dezember 2009 wurde dem Beschwerdeführer eine akute Belastungs-
reaktion (ICD-10 F43.0) attestiert. Er habe sich von der Gemeinde ungerecht behandelt gefühlt, 
habe die Geduld verloren und habe heftig auf den Tisch geklopft. Er sei dabei selbst über sich 
erschrocken. Der Beschwerdeführer sei auf freiwilliger Basis aufgrund eines Aggressionsdurch-
bruches in die Klinik eingewiesen worden. Am 22. Juli 2015 gewährte das AfM dem Beschwer-
deführer das rechtliche Gehör. In seiner Antwort vom 3. August 2015 begründete der Be-
schwerdeführer seine Sozialhilfeabhängigkeit noch nicht mit einer psychischen Erkrankung, 
sondern ausschliesslich mit der Schwierigkeit, eine Arbeit zu finden. Das zweite Mal hospitali-
siert war der Beschwerdeführer vom 4. November 2015 bis zum 14. November 2015. Gemäss 
Austrittsbericht vom 8. Dezember 2015 diagnostizierte die Klinik C.____ eine akute Belastungs-
reaktion (ICD-10 F43.0), Verdacht auf bipolare affektive Psychose, gegenwärtig schwere de-
pressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F31.5), differentialdiagnostisch auch 
eine anhaltende wahnhafte Störung (ICD-10 F22.0). Der Beschwerdeführer habe sich von der 
Gemeinde unter Druck gesetzt gefühlt und habe das Gefühl, man sei gegen ihn und man spiele 
nur mit ihm. Am 19. Februar 2016 wurde ein zweites Mal das rechtliche Gehör gewährt. In sei-
ner Stellungnahme vom 3. März 2016 machte der Beschwerdeführer erstmals psychische Prob-
leme geltend. Nachdem das AfM mit Verfügung vom 20. April 2016 die Niederlassungsbewilli-
gung des Beschwerdeführers widerrufen und ihn per 31. Mai 2016 aus der Schweiz weggewie-

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sen hatte, suchte er am 13. Mai 2016 Dr. G.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
auf. Dieser diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine psychische Störung in Form einer bipo-
laren affektiven Psychose, gegenwärtig eine mittelgradige bis leichte depressive Episode, und 
attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. Arztbericht vom 7. Juni 2016). Am 17. Juni 
2016 meldete sich der Beschwerdeführer bei der Invalidenversicherung an. Im darauffolgenden 
Arztbericht vom 18. August 2016, den Dr. G.____ für die IV-Stelle erstellte, lautete die Diagnose 
auf emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (F 60.30), differentialdiagnostisch 
auf eine paranoide Persönlichkeitsstörung (F 60.0). Die Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausge-
übte Tätigkeit sei schwer einzuschätzen, sie betrage seit 2010 und bis auf Weiteres 100 %. 
Vom 13. September 2016 bis zum 28. September 2016 war der Beschwerdeführer schliesslich 
zum dritten Mal in der Klinik C.____ hospitalisiert. Dieses Mal wurde bei ihm eine mittelgradige 
depressive Episode (ICD-10 F32.1) festgestellt (vgl. Austrittsbericht vom 11. Oktober 2016). Mit 
Verfügung vom 9. Januar 2017 sistierte das Kantonsgericht das vorliegende Verfahren. Am 
11. April 2017 unterbrach der Beschwerdeführer die Behandlung bei Dr. G.____. Im Bericht des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 26. April 2018 zur Beurteilung der Invalidität des 
Beschwerdeführers kommt die Fachärztin zum Schluss, es lägen keine Erkrankungen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Zum selben Ergebnis kommt Dr. med. H.____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie in I.____, in seinem für die IV-Stelle erstellten Gutachten vom 
14. Mai 2019. 
 
6.3.1 Das psychiatrische Gutachten vom 14. Mai 2019 basiert unter anderem auf den vor-
gängig genannten medizinischen Berichten, wobei dem Gutachter zusätzlich die Akten des vor-
liegenden Verfahrens zur Verfügung standen. Der Gutachter explorierte den Beschwerdeführer 
persönlich an drei Tagen, an denen er eine ausführliche Anamnese erhob, Verhaltensbeobach-
tungen machte sowie verschiedene testpsychologische Untersuchungen durchführte. Er diag-
nostiziert eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4). Der 
Beschwerdeführer zeige gegenwärtig kein depressives Syndrom. Es sei jedoch aufgrund der 
Akten zu vermuten, dass in der Vergangenheit zwar eine depressive Symptomatik vorhanden 
gewesen sei, jedoch nicht im Rahmen einer depressiven Episode, sondern eher vorübergehend 
im Rahmen einer Anpassungsstörung. Gestützt auf diesen Befund verneint der Gutachter eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es sei auch rückwirkend nicht davon auszugehen, dass 
längere Zeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe. 
 
6.3.2 Der Gutachter setzt sich mit den vom Beschwerdeführer angeführten früheren medizi-
nischen Berichten auseinander und legt detailliert dar, weshalb sich die dort gestellten Diagno-
sen resp. geäusserten Verdachtsdiagnosen grösstenteils nicht bestätigt haben. Zusammenge-
fasst kommt er zum Schluss, dass keine auffällige Psychopathologie habe gefunden werden 
können und die vom Beschwerdeführer beklagten Symptome und Funktionseinbussen nicht 
konsistent seien. So habe sich in der Beschwerdenvalidierung im Alternativwahlverfahren ein 
Antwortverhalten im Zufallsbereich gezeigt, was einem kognitiven Totalausfall gleichkomme. 
Auch bei der groben Prüfung der Merkfähigkeit sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage ge-
wesen, direkt nach der Nennung dreier Begriffe diese zu wiederholen. Dies sei mit dem vom 
Beschwerdeführer geschilderten und vom Gutachter beobachteten Alltagsfunktionsniveau nicht 
vereinbar. Der Gutachter führt dies auf die Simulation kognitiver Beschwerden zurück. Unter 

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anderem die Diskrepanzen zwischen den Testdaten und dem beobachtbaren Verhalten würden 
zeigen, dass in Kombination mit weiteren Kriterien mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Vor-
täuschung kognitiver Beschwerden auszugehen sei. Auch die den früheren Ärzten präsentierten 
Beschwerden seien mit hoher Wahrscheinlichkeit simuliert gewesen (vgl. S. 36 ff., Kap. 7.4). 
Dass sein Psychiater dem Beschwerdeführer ungesehen sechs Jahre rückwirkend eine voll-
ständige Arbeitsunfähigkeit attestiert habe, sei nicht nachvollziehbar. Die soziale Belastung mit 
der drohenden Wegweisung stelle die vordergründige Problematik dar. Der Beschwerdeführer 
habe keine regelmässige Behandlung in Anspruch genommen und auch die antidepressive 
Medikation nur unregelmässig eingenommen. Er habe die Therapie häufig dann aufgesucht, 
wenn es im Rahmen der drohenden Wegweisung zu Schwierigkeiten gekommen sei. Es sei 
entsprechend keine ausreichende Therapiemotivation sichtbar (vgl. S. 35, Kap. 7.3.). Der Be-
schwerdeführer verfüge über einen guten Antrieb und ausreichende eigene und soziale Res-
sourcen, was gegen eine relevante und schwerwiegende psychische Erkrankung spreche. Der 
Beschwerdeführer sei in der Lage, Beziehungen zu knüpfen und sich Unterstützung zu organi-
sieren. Er habe dem Gutachter hobbymässig aus Holz gebaute Modellhäuser gezeigt, deren 
Konstruktion ein hohes Mass an Geduld, Ausdauer und Genauigkeit erfordern würden. Zudem 
wolle der Beschwerdeführer nach eigenen Aussagen lieber alleine sein, habe jedoch regelmäs-
sigen Besuch von Freundinnen. Diese Fähigkeiten sprächen für ein erhaltenes Funktionsni-
veau, welches nicht mit den vom Beschwerdeführer dargestellten Beschwerden übereinstimme 
(vgl. S. 35, Kap. 7.4). 
 
6.3.3 Der Gutachter kommt bei der abschliessenden Würdigung der Fähigkeiten, Ressour-
cen und Belastungen des Beschwerdeführers (vgl. S. 38 f., Kap. 7.5) zum Schluss, dass dieser 
unter anderem dazu in der Lage sein sollte, seinen Tagesablauf zu strukturieren und anstehen-
de Aufgaben in einer zweckmässigen Reihenfolge zu erledigen. Dies zeige sich daran, dass der 
Explorand in der Lage sei, über mehrere Stunden konzentriert ein Modellhäuschen zu erstellen. 
Zudem zeige er durchaus Ressourcen, sich der neuen Situation mit der Ablehnung seiner Be-
schwerde anzupassen und entsprechend Handlungen durchzuführen. Weiter neige der Explo-
rand zur Überreaktion. Die Durchhaltefähigkeit sei aber nicht beeinträchtigt, was sich daran zei-
ge, dass er fähig sei, rund acht Stunden am Stück an der Erstellung eines Modellhäuschens zu 
arbeiten. Die Kontaktfähigkeit sowie Gruppenfähigkeit sei nur leichtgradig, die Fähigkeit zur 
Selbstpflege sowie die Verkehrsfähigkeit überhaupt nicht beeinträchtigt. In Bezug auf die Ar-
beitsfähigkeit kommt der Gutachter schliesslich zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer in 
der Lage sei, einen vollen Arbeitstag am Arbeitsplatz anwesend zu sein, somit keine Leistungs-
einschränkung bestehe, und er aus rein psychiatrischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig sei (vgl. 
S. 39). 
 
6.4 Bei näherer Prüfung der weiteren vorliegenden Akten fällt auf, dass sich der Be-
schwerdeführer wiederholt inkonsistent verhalten oder widersprüchliche Angaben gemacht hat. 
So hat er unterschiedliche Aussagen bezüglich seines Verhältnisses zu seinen Kindern ge-
macht. In den Austrittsberichten der Klinik C.____ vom 30. Dezember 2009 und 8. Dezember 
2015 wird seine Angabe wiedergegeben, wonach er seine Kinder finanziell unterstütze, wäh-
renddem er dem AfM in seiner Stellungnahme vom 3. März 2016 mitteilte, dass seine in der 
Türkei lebenden Kinder erwachsen seien und nicht seiner Unterstützung bedürften. Im Rahmen 

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der gutachterlichen Befragung gab er sodann an, dass er zwar seit Jahren keinen Kontakt mehr 
zu seinen Kindern habe, er sie aber bisher immer wieder finanziell unterstützt habe. Auf den 
sich daraus ergebenden Widerspruch angesprochen habe der Beschwerdeführer keine konkre-
te Erklärung geben können (vgl. Gutachten vom 14. Mai 2019, S. 21, Kap. 3.2.10). Diesbezüg-
lich verstrickt sich der Beschwerdeführer im Übrigen anlässlich der heutigen Parteiverhandlung 
in weitere Widersprüche, indem er zwar erneut behauptet, keinen Kontakt mehr mit seinen Kin-
dern zu haben, jedoch kurz darauf erwähnt, seinen 23-Jährigen Sohn während seinen Ferien im 
November 2019 gesehen zu haben. Seine Arbeitsbiographie ist ebenfalls durch derartige Auf-
fälligkeiten gekennzeichnet. Im Austrittsbericht der Klinik C.____ vom 11. Oktober 2016 ist fest-
gehalten, dass der Beschwerdeführer die Arbeitsprogramme als wohltuend und hilfreich be-
zeichnet habe. Dabei hat er aber nicht erwähnt, dass er diese Arbeitsprogramme selbst auf-
grund eigener Unzufriedenheit regelmässig nach kurzer Zeit abgebrochen hatte. So kündigte er 
im Januar 2009 nach nur 5 Monaten seine Arbeitsstelle im Rahmen eines Integrationspro-
grammes, weil ihm keine Kinderzulagen ausbezahlt wurden. Drei Monate nach erneuter Ar-
beitsaufnahme im Integrationsprogramm ersuchte er um eine Lohnerhöhung. Er verweigerte 
jedoch die Unterzeichnung des neuen Arbeitsvertrags und erschien nicht mehr zur Arbeit, weil 
die Lohnerhöhung nicht seinen Vorstellungen entsprach. Am selben Tag meldete er sich wieder 
bei der Sozialhilfe (vgl. Verlaufsbericht des Regionalen Sozialdienstes J.____ vom 23. Novem-
ber 2009). Obwohl ihm der Arbeitgeber eine gute Leistung attestierte und ihn als ausdauernden 
und gut belastbaren Mitarbeiter beschrieb, verliess er eine reguläre Stelle als Bauarbeiter im 
ersten Arbeitsmarkt auf eigenen Wunsch nach wenig mehr als einem Monat (vgl. Arbeitszeug-
nis der K.____ AG vom 16. Juni 2011). Beschäftigungsprogrammen entzog er sich jeweils nach 
kurzer Zeit, indem er ihnen unentschuldigt fernblieb (vgl. z.B. Verfügung der Sozialhilfebehörde 
E.____ vom 3. Februar 2016). Obwohl er vom Sozialdienst über die Jahre mehrfach dazu auf-
gefordert worden war, sich durch einen Arzt oder Psychologen untersuchen zu lassen – wobei 
ihm die Kostenübernahme durch die Behörde zugesichert wurde –, suchte er soweit ersichtlich 
lediglich zwei Mal einen Arzt auf (vgl. die telefonische Auskunft des Sozialdienstes E.____, Ak-
tennotiz des AfM vom 10. Juli 2015). Die beiden Arztkonsultationen in den Jahren 2009 und 
2015 korrelieren zeitlich auffällig mit den durch das AfM getätigten Sachverhaltsabklärungen zu 
seiner Sozialhilfeabhängigkeit. Nicht in das vom Beschwerdeführer gezeichnete Bild eines hilf- 
und antriebslosen psychisch Erkrankten vermag auch dessen Verhalten bei Erhalt des seine 
Beschwerde abweisenden Entscheids des Regierungsrats zu passen. Gemäss dem Austrittsbe-
richt der Klinik C.____ vom 11. Oktober 2016 zeigte sich der Beschwerdeführer davon anfäng-
lich emotional betroffen. Er war danach aber durchaus in der Lage, die Verfügung selbständig 
anzufechten und die dafür notwendige (offenbar auch finanzielle) Unterstützung durch Drittper-
sonen zu organisieren. 
 
6.5 Nach dem Gesagten vermag die Argumentation, dass der Beschwerdeführer seit Jah-
ren aufgrund einer psychischen Erkrankung arbeitsunfähig sei und deswegen keiner Erwerbstä-
tigkeit nachzugehen vermochte, nicht einzuleuchten. In Anbetracht des ausführlichen und 
schlüssigen psychiatrischen Gutachtens, welches entgegen der entgegenstehenden Behaup-
tungen des Beschwerdeführers seine Arbeitsfähigkeit in überzeugender Weise darlegt, ist dem 
Beschwerdeführer vorzuwerfen, dass er es trotz wiederholter behördlicher Aufforderung und der 
ausländerrechtlichen Verwarnung während Jahren unterlassen hat, sich ernsthaft um eine Ar-

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beitsstelle zu bemühen. Die Sozialhilfeabhängigkeit muss somit als selbstverschuldet qualifiziert 
werden. 
 
6.6 Der Beschwerdeführer reiste im Jahr 2002 im Alter von 30 Jahren in die Schweiz ein 
und lebt nun seit 18 Jahren hier. Der lange Aufenthalt spricht grundsätzlich für ein beachtliches 
Interesse am Verbleib. Allerdings ist vorliegend nicht zu übersehen, dass seine Integration die-
se Aufenthaltsdauer in keiner Art und Weise widerspiegelt. Der Beschwerdeführer kann nicht 
als integriert oder gar als in der Schweiz verwurzelt gelten. Obschon er im Jahr 2007 einen 
Deutschkurs besucht hat, spricht er selbst heute praktisch kein Deutsch, wie das Gericht an der 
heutigen Parteiverhandlung feststellen musste. In beruflicher Hinsicht vermochte er nie Fuss zu 
fassen. Auch wenn der Beschwerdeführer weder strafrechtlich auffällig geworden ist noch nen-
nenswerte Schulden hat, muss festgehalten werden, dass überhaupt keine ernsthaften Integra-
tionsbemühungen erkennbar sind. Zudem pflegt er kaum soziale Kontakte zu der hiesigen Ge-
sellschaft. Eine nennenswerte Verbindung zur Schweiz besteht einzig aus seiner langjährigen 
Bekanntschaft zu F.____ und aus der Beziehung zu seiner portugiesischen Freundin. Mit dieser 
Freundin lebt der Beschwerdeführer nicht zusammen, wobei er zur Qualität dieser Beziehung 
lediglich angibt, dass sie ihn regelmässig am Wochenende besuche. Es kann in diesem Fall 
nicht von einer gefestigten Beziehung gesprochen werden. Zu seinen in der Schweiz lebenden 
Familienangehörigen, seiner Schwester und zu seinem Cousin pflegt der Beschwerdeführer 
nach eigenen Aussagen anlässlich der Parteiverhandlung keinen Kontakt mehr. Demgegenüber 
leben die drei mittlerweile erwachsenen Kinder des Beschwerdeführers sowie seine Mutter in 
der Türkei. Wenn er in der heutigen Befragung ausführt, er pflege auch zu diesen keinen Kon-
takt mehr, handelt es sich um eine offensichtliche Schutzbehauptung, gibt er doch in anderem 
Zusammenhang zu Protokoll, dass er in seinen letzten Ferien in der Türkei im November 2019 
seine Mutter und seinen 23-jährigen Sohn besucht habe. Die zwei einzigen sozialen Kontakte 
zu Personen in der Schweiz vermögen keinen genügenden Grund darzustellen, in der Schweiz 
zu verbleiben, zumal die Kernfamilie des Beschwerdeführers in der Türkei lebt. Zudem legt der 
Beschwerdeführer auch hier eine gewisse Widersprüchlichkeit an den Tag, wenn er geltend 
macht, er wäre ohne weiteres zurückgekehrt, hätte sein Vater sein Land nicht verkauft. Der Be-
schwerdeführer kann nicht erwarten, dass in seinem Heimatland für einen Existenzaufbau be-
reits alles vorhanden ist, wenn er dorthin zurückkehrt. Er verfügt in der Türkei über langjährige 
Arbeitserfahrung als selbständig erwerbstätiger Landwirt und als Mechaniker von Landwirt-
schaftsmaschinen. Es erscheint für den Beschwerdeführer durchaus möglich, sich in der Türkei 
eine neue Existenz aufzubauen, zumal aus objektiver Sicht keine Krankheit besteht und er so-
mit offensichtlich arbeitsfähig ist. Die Wegweisung in sein Heimatland ist ihm zumutbar. 
 
6.7 Unter Berücksichtigung des Gesagten erscheinen der Widerruf der Niederlassungsbe-
willigung sowie die Wegweisung des Beschwerdeführers nicht als unverhältnismässig. Die Be-
schwerde ist deshalb vollumfänglich abzuweisen. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten dieses Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist 
das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichts-
gebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Der Beschwerdeführer unterliegt vollumfäng-

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lich, weshalb ihm die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'800.-- aufzuerlegen 
sind. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu 
Lasten der Gerichtskasse. Die Parteikosten sind ausgangsgemäss wettzuschlagen (§ 21 VPO). 
 
7.2 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichts-
kasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.