# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1de2af1c-9bff-5f00-9850-d1ba38fa1510
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.01.2015 S 2014 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-101_2015-01-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 101

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Vizepräsidentin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser und 

Verwaltungsrichter Racioppi, Decurtins als Aktuar

URTEIL
vom 13. Januar 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A.+B._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, AHV-

Ausgleichskasse,

Beschwerdegegnerin

betreffend AHV-Beiträge

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1. A._____, der seit Dezember 2003 eine ordentliche AHV- sowie eine BVG-

Rente bezieht, liess sich von seiner ersten Ehefrau im Jahre 2003 

scheiden und hat ihr gemäss Scheidungsurteil seither monatliche 

Unterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 1'600.-- zu bezahlen. Seine jetzige 

Ehefrau, B._____, mit der er seit März 2007 verheiratet ist, ist nicht 

erwerbstätig und seit dem 1. August 2013 bei der AHV-Ausgleichskasse 

des Kantons Graubünden (nachfolgend Ausgleichskasse) als 

beitragspflichtige Nichterwerbstätige erfasst. Zuvor war sie an ihrem 

vorherigen Wohnort von der Ausgleichskasse des Kantons Aargau 

erfasst.

2. Am 22. August 2013 erhielt B._____ von der Ausgleichskasse eine 

Akonto-Beitragsverfügung für Nichterwerbstätige für die Beitragsperiode 

vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2013 mit einem zu 

entrichtenden Betrag in Höhe von Fr. 676.25. Gemäss einer 

Nachtragsverfügung vom 29. August 2013, welcher nach wie vor ein 

Reinvermögen von  Fr. 23'277.--, nun jedoch ein jährliches 

Renteneinkommen von Fr. 397'460.-- statt Fr. 794'900.-- zugrunde lag, 

war für die nämliche Periode noch ein Beitrag in Höhe von Fr. 315.50.-- 

fällig.

3. Nachdem die Ausgleichskasse von den Steuerbehörden die 

Steuermeldung AHV für das Jahr 2013 erhalten hatte, erliess sie am 

26. Juni 2014 schliesslich die definitive Beitragsverfügung, welche sich für 

die vorerwähnte Periode vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2013 

auf Fr. 631.-- belief. Dabei ging die Ausgleichskasse von einem jährlichen 

Renteneinkommen von Fr. 680'960.-- sowie von einem Reinvermögen per 

Ende 2013 von Fr. 73'282.--, mithin einem massgebenden Vermögen von 

Fr. 754'242.-- aus.

4. Auf entsprechendes Ersuchen von A._____ lehnte es die 

Ausgleichskasse mit Schreiben vom 1. Juli 2014 unter Verweis auf eine 

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einschlägige Wegleitung des Eidgenössischen Departements des Innern 

ab, die monatlich auszurichtenden Unterhaltsbeiträge in Höhe von 

Fr. 1'600.-- von seinem Renteneinkommen abzuziehen.

5. Am 10. Juli 2014 erhoben A.+B._____ gegen die Beitragsverfügung vom 

26. Juni 2014 fristgerecht Einsprache und beantragen deren Aufhebung 

resp. Neuerstellung unter Verminderung des massgebenden Vermögens 

um die Alimentenzahlungen von Fr. 1'600.-- pro Monat resp. Fr. 19'200.-- 

pro Jahr. Dabei verwiesen sie auf eine beigelegte frühere 

Beitragsverfügung der Ausgleichskasse des Kantons Aargau aus dem 

Jahre 2009, welcher – unter Abzug der Alimentenzahlungen – ein 

massgebendes Vermögen von Fr. 400'000.-- zugrunde lag.

6. Mit Entscheid vom 8. August 2014 wies die Ausgleichskasse diese 

Einsprache ab und führte aus, dass die an den Unterhalt des 

geschiedenen Ehegatten bezahlten Beiträge gemäss konstanter 

Rechtsprechung nicht vom massgebenden Renteneinkommen 

abgezogen werden können.

7. Gegen diesen abschlägigen Entscheid erhoben A.+B._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 20. August 2014 Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragten die 

Abweisung des Einspracheentscheids, die Aufhebung der 

Beitragsverfügung vom 26. Juni 2014 sowie die Erstellung einer neuen 

Beitragsberechnung für die Periode vom 1. August 2013 bis zum 

31. Dezember 2013. Dabei monierten sie, dass die Ausgleichkasse bei 

der Berechnung des massgebenden Vermögens die im Scheidungsurteil 

aus dem Jahre 2003 festgesetzten Alimentenzahlungen von Fr. 19'200.-- 

pro Jahr nicht in Abzug gebracht habe. Dass die Beitragspflicht für 

Alimentenzahlungen deren Schuldner treffe, sei nicht logisch. Bei der 

Steuerdeklaration könne dieser Betrag ja auch in Abzug gebracht werden, 

da es sich nicht um Renteneinkommen handle, über das der Rentner 

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verfügen könne. Die vormals zuständige Ausgleichskasse des Kantons 

Aargau habe die Alimentenzahlungen stets vom Renteneinkommen 

abgezogen. Vermutlich zufolge einer Intervention der Ausgleichskasse 

des Kantons Graubünden hätten sie von der Ausgleichskasse Aargau nun 

massive Nachzahlungsrechnungen in der Höhe von Fr. 1'536.80 erhalten. 

Sodann zogen die Beschwerdeführer sowohl die Begründung anhand der 

Unterscheidung zwischen Selbständigerwerbenden und 

Nichterwerbstätigen als auch den Verweis auf ein Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts aus dem Jahre 1960 in Zweifel.

8. In ihrer Vernehmlassung vom 2. September 2014 beantragte die 

Ausgleichskasse (nachfolgend Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf 

den angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde und führte 

aus, dass die zitierte Rechtsprechung des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts in jüngeren Urteilen bestätigt worden sei. Zudem 

wies sie darauf hin, dass die Nachzahlungsrechnungen der 

Ausgleichskasse des Kantons Aargau nicht Anfechtungsgegenstand der 

vorliegenden Beschwerde seien.

9. Mit Stellungnahme vom 8. September 2014 vertieften die 

Beschwerdeführer ihren Standpunkt und führten ergänzend aus, dass das 

in die Beitragsberechnung des Jahres 2013 miteinbezogene Vermögen 

ebenfalls falsch sei; wie sich aus der Steuerabrechnung für das Jahr 2013 

ergebe, sei am Ende jenes Jahres kein Reinvermögen vorhanden 

gewesen. Auf Nachfrage der Instruktionsrichterin reichten die 

Beschwerdeführer am 21. November 2014 die entsprechende definitive 

Veranlagungsverfügung inkl. Veranlagungsdetails nach.

10. Am 22. September 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin unter 

Verweis auf ihre Vernehmlassung sowie den angefochtenen Entscheid 

explizit auf die Einreichung einer Duplik.

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

im angefochtenen Entscheid wird – soweit erforderlich – in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 8. August 2014. Solche 

Einspracheentscheide unterliegen gemäss Bundesrecht der Beschwerde 

an das kantonale Versicherungsgericht am Wohnsitz des Versicherten zur 

Zeit der Beschwerdeerhebung (Art. 1 des Bundesgesetzes über die 

Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] in 

Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]). Vorliegend haben die Beschwerdeführer Wohnsitz in X._____ 

GR, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Graubünden gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

ergibt sich aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Die 

Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin ergibt sich aus deren 

Stellung als Verfügungsadressatin, diejenige des Beschwerdeführers aus 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach Ehegatten bei 

Streitigkeiten um die Beitragspflicht als Nichterwerbstätiger ebenfalls zur 

Beschwerdeerhebung legitimiert sind (vgl. UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 59 N 10 mit Verweis auf BGE 126 

V 455 E.2b/bb). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Streitig und zu prüfen sind im Folgenden einerseits die Berechnung des 

beitragsrelevanten Einkommens resp. die Frage, ob die an die 

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geschiedene Ehegattin geleisteten Unterhaltszahlungen zu Recht nicht in 

Abzug gebracht worden sind, sowie andererseits die Berechnung des 

massgebenden Vermögens.

2. a) Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG sind die natürlichen Personen, die in 

der Schweiz ihren zivilrechtlichen Wohnsitz haben, obligatorisch nach 

diesem Gesetz versichert. Für Nichterwerbstätige beginnt die 

Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und 

dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer 

das 65. Altersjahr vollendet haben (Art. 3 Abs. 1 AHVG). Entsprechend 

Art. 10 Abs. 1 AHVG werden die Beiträge der nichterwerbstätigen 

Versicherten nach ihren sozialen Verhältnissen festgesetzt. Sofern nicht 

der jährliche Mindestbeitrag gemäss Art. 10 Abs. 2 AHVG vorgesehen ist, 

bemessen sich die Beiträge aufgrund des Vermögens und 

Renteneinkommens der nichterwerbstätigen Versicherten, wobei das 

jährliche Renteneinkommen mit 20 zu multiplizieren ist. Das Vermögen 

einschliesslich des mit 20 multiplizierten Rentenbetrags ist für die 

Berechnung des Beitrags auf die nächsten Fr. 50'000.-- abzurunden 

(Art. 28 Abs. 1 und 3 der Verordnung über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 830.101]). Bei verheirateten 

Nichterwerbstätigen bemessen sich ihre Beiträge aufgrund der Hälfte des 

ehelichen Vermögens und Renteneinkommens (Art. 28 Abs. 4 AHVV). 

Die Beiträge werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei als 

Beitragsjahr das Kalenderjahr gilt (Art. 29 Abs. 1 AHVV). Gemäss Art. 29 

Abs. 2 AHVV bemessen sich die Beiträge aufgrund des im Beitragsjahr 

erzielten Renteneinkommens und des Vermögens am 31. Dezember (vgl. 

dazu Urteil des Verwaltungsgerichts S 13 78 vom 7. Januar 2014 E.3).

b) Es steht unbestrittenermassen fest, dass die am 19. Oktober 1954 

geborene und damit mittlerweile 60-jährige Beschwerdeführerin für den 

fraglichen Zeitraum vom 1. August 2013 (Zeitpunkt des Umzugs in den 

Kanton Graubünden) bis zum 31. Dezember 2013 als Nichterwerbstätige 

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AHV/IV/EO-beitragspflichtig war. Ihr Ehemann ist Rentner und AHV-

Bezüger, weshalb sich ihre AHV-Beiträge – wie vorstehend ausgeführt – 

aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens 

bemessen (Art. 28 Abs. 4 sowie Abs. 1-3 AHVV). Uneinig sind sich die 

Parteien indes über die Beitragshöhe resp. über das der Berechnung 

zugrunde liegende Renteneinkommen (vgl. sogleich Erwägung 3) und 

Vermögen (vgl. nachfolgend Erwägung 4).

3. a) Nach der Rechtsprechung ist der Begriff des Renteneinkommens im 

weitesten Sinne zu verstehen. Entscheidend ist, ob die Leistungen zum 

Unterhalt der versicherten Person beitragen, d.h. ob es sich um 

Einkommensbestandteile handelt, welche die sozialen Verhältnisse der 

nichterwerbstätigen Person beeinflussen. Ist dies der Fall, so müssen 

diese Leistungen entsprechend der Vorschrift des Art. 10 AHVG bei der 

Beitragsberechnung berücksichtigt werden (BGE 125 V 230 E.3b mit 

weiteren Hinweisen). Art. 23 Abs. 1 AHVV bestimmt, dass die kantonalen 

Steuerbehörden das für die Bemessung der Beiträge massgebende 

Renteneinkommen aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die 

direkte Bundessteuer ermitteln. Die Angaben der kantonalen 

Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 

AHVV). Dabei begründet nach der geltenden Rechtsprechung 

grundsätzlich jede rechtskräftige Steuerveranlagung die nur mit 

Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit entspreche. 

Die ordentliche Einkommensermittlung obliegt nämlich den 

Steuerbehörden, in deren Aufgabenkreis der Sozialversicherungsrichter 

nicht mit eigenen Veranlagungsmassnahmen einzugreifen hat. Der 

Versicherte hat demnach seine Rechte im Hinblick auf die AHV-rechtliche 

Beitragspflicht in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (BGE 

110 V 369 E.2a). Ein Abweichen der Ausgleichskasse von einer 

rechtskräftigen Steuerveranlagung ist in der Regel nicht möglich; jede 

rechtskräftige Steuerveranlagung hat die Vermutung für sich, sie 

entspreche dem wirtschaftlichen Sachverhalt (BGE 110 V 369 E.2b).

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b) Hinsichtlich der Berechnung des Renteneinkommens bringen die 

Beschwerdeführer insbesondere vor, die vom Ehemann für seine 

geschiedene Ehefrau zu entrichtenden Alimentenzahlungen von 

Fr. 19'200.-- pro Jahr seien vom massgebenden Einkommen in Abzug zu 

bringen, da es sich hierbei nicht um Einkommen handle, über das der 

Rentner verfügen könne. Die Hinzurechnung dieses "Durchlaufbetrages", 

der kraft Scheidungsurteil geschuldet sei, habe mit einer Festsetzung der 

Beiträge nach den sozialen Verhältnissen nichts mehr zu tun – bei der 

Steuerdeklaration könne dieser Betrag auch ohne Probleme in Abzug 

gebracht werden.

c) Diesbezüglich verwies die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid auf ein Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts aus dem Jahre 1960, wonach die an den Unterhalt 

des geschiedenen Ehegatten bezahlten Beiträge nicht vom 

massgebenden Renteneinkommen abgezogen werden können; es handle 

sich dabei um eine normale Einkommensverwendung wie irgend eine 

andere Schuldentilgung aus laufendem Einkommen (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 229/59 vom 10. März 1960 in: 

ZAK 1960 S. 313 f.). Auch wenn den Beschwerdeführern insofern 

beizupflichten ist, als es sich hierbei um ein relativ altes Urteil handelt, ist 

es entgegen ihrer Auffassung nicht "schon längst überholt". Trotz der in 

der Lehre geäusserten Kritik und der seitherigen Rechtsentwicklung im 

Bereich der steuerlichen Behandlung von Unterhaltsbeiträgen hat das 

Eidgenössische Versicherungsgericht diese Rechtsprechung in BGE 127 

V 65 nämlich explizit bestätigt (vgl. auch AHI-Praxis 4/2001 S. 189 ff. mit 

Verweisen auf die Kritik sowie die Rechtsentwicklungen im 

Steuerbereich).

Im erwähnten Entscheid wurde ausgeführt, dass der Begriff des 

Renteneinkommens gemäss Art. 28 AHVV vom Begriff der Rente oder 

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des Einkommens im Sinne des Steuerrechts unabhängig sei, weshalb es 

aus Sicht der AHV bedeutungslos sei, wie das zu berücksichtigende 

Vermögen steuerlich behandelt werde. Auch würden sich die in der AHV 

zugelassenen Abzüge nicht mit denjenigen des Steuerrechts decken. Für 

Nichterwerbstätige stütze sich Art. 28 AHVV auf das Renteneinkommen, 

ohne besondere Abzüge vorzusehen. Dies erkläre sich aus der Tatsache, 

dass die Abzugsfähigkeit der Unkosten prinzipiell auf Aufwendungen 

beschränkt sei, welche für den Erwerb des Einkommens notwendig oder 

damit unmittelbar verbunden seien. Ferner würden die Bestimmungen der 

AHV weder für eine noch für mehrere Kategorien von Beitragspflichtigen 

die Möglichkeit vorsehen, die an den geschiedenen Ehegatten bezahlten 

Unterhaltsbeiträge vom Einkommen abzuziehen. Fehle es in diesem 

Punkt an einer speziellen Bestimmung, so brauche sich die 

Rechtsentwicklung im Bereich der direkten Bundessteuer und der 

Steuerharmonisierung – wo Unterhaltsbeiträge vom steuerbaren 

Einkommen des Schuldners abgezogen werden können – nicht zwingend 

auf die AHV auszuwirken. Auch wenn es im Allgemeinen stimme, dass 

ein Abzug der Unterhaltsbeiträge vom Einkommen des Schuldners seiner 

wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besser entsprechen würde, so 

rechtfertige es sich trotzdem nicht, die Versicherten bei der Erhebung der 

AHV-Beiträge je nach Herkunft ihres Einkommens unterschiedlich zu 

behandeln. Die Tatsache, dass Unterhaltsbeiträge aus Mitteln des 

Renteneinkommens und/oder des Vermögens bestritten würden, sei an 

sich kein genügender Grund, um mit Bezug auf andere Beitragspflichtige 

– namentlich auf Selbständigerwerbende, welche die Unterhaltsbeiträge 

an den geschiedenen oder getrennten Ehegatten auf Grund der 

gegenwärtigen gesetzlichen Ordnung nicht vom massgebenden 

Erwerbseinkommen abziehen könnten – eine Unterscheidung zu treffen 

(vgl. BGE 127 V 65 E.4 mit weiteren Hinweisen sowie Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 94/04 vom 26. Juli 2004 E.2 

und H 234/01 vom 4. Februar 2002 E.2d).

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Dass die vorerwähnte höchstrichterliche Rechtsprechung nach wie vor 

Gültigkeit beansprucht, ergibt sich sowohl aus der Literatur (vgl. etwa UELI 

KIESER, in: MURER/STAUFFER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Alters- und Hinterlassenenversicherung, 

3. Aufl., Zürich 2012, Art. 10 N 37) als auch aus der Wegleitung des 

Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) über die Beiträge der 

Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen (WSN) in der AHV, IV 

und EO vom 1. Januar 2008, Stand 1. Januar 2014, Rz. 2091.

Im Urteil 234/01 vom 4. Februar 2002 hielt das Eidgenössische 

Versicherungsgericht zudem fest, dass dies selbstredend auch für die 

Festsetzung der AHV-Beiträge einer Versicherten gelte, deren Ehegatte 

(der selbst bereits Rentner war) zu Unterhaltszahlungen an seine 

geschiedene Ehefrau verpflichtet sei (vgl. E.3a). Damit ist das Vorbringen 

der Beschwerdeführer in ihrer Stellungnahme vom 8. September 2014, 

wonach sich ihre Ausgangslage nicht mit der Konstellation vergleichen 

lasse, welche BGE 127 V 65 zugrunde gelegen habe, von der Hand zu 

weisen.

d) Ebenfalls unbehelflich ist der Einwand der Beschwerdeführer, dass die 

geschiedene Ehefrau selber bereits AHV-Bezügerin und damit nicht mehr 

beitragspflichtig sei. Wie vorstehend erwähnt, müssen bei der 

Beitragsberechnung sämtliche Leistungen berücksichtigt werden, welche 

zum Unterhalt der versicherten Person beitragen resp. welche die 

sozialen Verhältnisse der nichterwerbstätigen Person beeinflussen (vgl. 

vorstehend Erwägung 3a). Dies gilt unabhängig davon, ob der 

unterhaltsberechtigte Ehegatte beitragspflichtig ist oder nicht (vgl. dazu 

BGE 127 V 65 E.4d/bb, wonach steuerrechtliche Überlegungen bezüglich 

einer Doppelbesteuerung nicht ohne weiteres in den Bereich der AHV-

Beiträge übertragen werden können). 

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e) Damit ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung 

des massgebenden Renteneinkommens korrekt vorgegangen ist und die 

Alimentenzahlungen in Höhe von Fr. 19'200.-- pro Jahr unter 

Bezugnahme auf die zitierte Rechtsprechung zu Recht nicht in Abzug 

gebracht hat. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen sind 

insbesondere die Vorbringen der Beschwerdeführer hinsichtlich des 

postulierten Analogieschlusses zum Steuerrecht sowie die Kritik am 

Vergleich zwischen Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen 

und der fehlenden Aktualität des von der Beschwerdegegnerin zitierten 

Urteils des Eidgenössischen Versicherungsgerichts aus dem Jahre 1960 

von der Hand zu weisen.

f) Des Weiteren vermögen die Beschwerdeführer aus der Tatsache, dass 

die vormals zuständige Ausgleichskasse des Kantons Aargau den Abzug 

der Alimentenzahlungen – entgegen der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung – gewährt hat, nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Zum 

einen können sich die Beschwerdeführer nicht auf eine irgendwie geartete 

Gleichbehandlung im Unrecht berufen, und zum anderen unterstreichen 

die vorliegend nicht streitgegenständlichen Nachzahlungsrechnungen der 

Ausgleichskasse des Kantons Aargau – so bedauerlich diese für die 

Beschwerdeführer auch sein mögen – gerade die Rechtmässigkeit des 

Vorgehens der Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des 

Renteneinkommens. Mit diesen Nachveranlagungen, über dessen 

Rechtmässigkeit im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden ist, holt 

der Kanton Aargau Versäumtes nach.

4. a) In der Beitragsverfügung vom 26. Juni 2014 wurde das für die 

Beitragsbemessung relevante Reinvermögen (vgl. vorstehend Erwägung 

2a) per 31. Dezember 2013 mit Fr. 73'282.-- veranschlagt. Diesen Betrag 

monieren die Beschwerdeführer insofern als falsch, als am Ende des 

Jahres 2013 – nach dem Verkauf einer Eigentumswohnung, den in 

diesem Zusammenhang zu begleichenden Grundstückgewinnsteuern und 

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der Investition in eine neue Liegenschaft im Kanton Graubünden – 

gemäss der Steuerabrechnung des Kantons Graubünden gar kein 

Reinvermögen vorhanden gewesen sei.

b) Gemäss Art. 29 Abs. 3 AHVV haben die kantonalen Steuerbehörden das 

für die Beitragsbemessung massgebende Vermögen auf Grund der 

entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung zu ermitteln. 

Dabei sind die Angaben der kantonalen Steuerbehörden für die 

Ausgleichskassen verbindlich (Art. 29 Abs. 7 in Verbindung mit Art. 23 

Abs. 4 AHVV sowie vorstehend Erwägung 3a). Ein Abweichen der 

Ausgleichskasse von einer rechtskräftigen Steuerveranlagung ist schon 

aufgrund der vom Gesetz vorgenommenen Kompetenzabgrenzung 

zwischen den Steuer- und Sozialversicherungsorganen nicht möglich, da 

jede rechtskräftige Steuerveranlagung die Vermutung für sich hat, sie 

entspreche dem wirtschaftlichen Sachverhalt (BGE 110 V 369 E.2b). 

Nicht relevant für die Berechnung des beitragsrelevanten Vermögens ist 

demnach die von den Beschwerdeführern eingereichte definitive 

Steuerrechnung vom 22. April 2014, welche – nach Abzug eines 

Freibetrages von Fr. 130'000.-- – ein steuerbares Vermögen von Fr. 0.-- 

ausweist.

c) Sowohl aus der von den Beschwerdeführern am 21. November 2014 auf 

Verlangen nachgereichten definitiven Veranlagungsverfügung Kantons- 

und Gemeindesteuer 2013 (vgl. Reinvermögen I auf Seite 3) als auch aus 

der für die Beschwerdegegnerin ebenfalls verbindlichen Steuermeldung 

AHV (vgl. beschwerdegegnerische Beilage [Bg-act.] 10) ergibt sich, dass 

die Beschwerdeführer per 31. Dezember 2013 gemeinsam über ein 

Reinvermögen von Fr. 146'564.-- verfügt haben. Damit ist die 

Beschwerdegegnerin bei der vorliegend umstrittenen Beitragsberechnung 

für die Beschwerdeführerin zu Recht von einem Reinvermögen per 

31. Dezember 2013 von Fr. 73'282.-- (d.h. die Hälfte von Fr. 146'564.--) 

ausgegangen (vgl. Nachtragsverfügung vom 26. Juni 2014 in Bg-act. 11).

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5. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das für 

die Bemessung der AHV/IV/EO-Beiträge der Beschwerdeführerin für den 

Zeitraum vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2013 massgebende 

Renteneinkommen und Reinvermögen korrekt veranschlagt hat. 

Insbesondere hat sie die vom Ehegatten an dessen geschiedene Ehefrau 

zu entrichtenden Alimentenzahlungen von Fr. 19'600.-- pro Jahr zu Recht 

nicht vom beitragsrelevanten Renteneinkommen in Abzug gebracht. Der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 8. August 2014 erweist sich 

demnach als rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der 

vorliegenden Beschwerde führt.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung – kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]