# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c27ed74-a3f8-5e93-a5c6-40033f8f74aa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.07.2019 200 2019 204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-204_2019-07-26.pdf

## Full Text

200 19 204 IV
SCP/REL/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Juli 2019

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. Februar 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Mai 1993 unter Hinweis auf Schulter- und Armschmerzen 
erstmals bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; AB] 5.1 S. 51 ff.). Die 
IVB führte erwerbliche und medizinische Abklärungen durch und sprach der 
Versicherten eine ganze Invalidenrente (IV-Rente) bei einem Invaliditäts-
grad (IV-Grad) von 100 % ab dem 1. März 1993 zu (AB 5.1 S. 21 f.). Diese 
Rente wurde in den folgenden Jahren bei unveränderten gesundheitlichen 
Verhältnissen jeweils bestätigt (1996 [AB 5.1 S. 9], 1999 [S. 2], 2002 
[AB 14], 2006 [AB 20], 2010 [AB 26]). Anlässlich einer weiteren Revision 
von Amtes wegen im Jahr 2013 wurden der Versicherten gestützt auf ein 
polydisziplinäres Gutachten vom 19. November 2013 (allgemein-
internistisch/neurologisch/psychiatrisch/rheumatologisch [AB 40.1]) ein Be-
lastbarkeitstraining (AB 54) sowie ein Aufbautraining (AB 62) gewährt. Da 
keine Steigerung im Sinne der medizinisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
erreicht werden konnte, stellte die IVB mit Verfügung vom 4. Dezember 
2014 (AB 79) – nach entsprechender Aufforderung zur Schadenminderung 
(AB 65) – die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ein und hob mit Ver-
fügung vom 23. Dezember 2014 (AB 82) die bisher ausgerichtete ganze IV-
Rente bei einem IV-Grad von 0 % per Ende Januar 2015 auf. Das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern wies eine hiergegen erhobene Beschwerde 
(AB 83) mit Urteil vom 19. Mai 2016 (VGE IV/2015/107 [AB 95]) ab, was 
vom Bundesgericht bestätigt wurde (Urteil vom 21. Oktober 2016, 
8C_435/2016 [AB 98]).

Im Oktober 2017 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf chronische 
Schmerzen, eine Depression und einen Muskelriss in beiden Schultern 
erneut zum Leistungsbezug an (AB 102) und reichte aktuelle medizinische 
Unterlagen ein (AB 105). Die IVB liess in der Folge erneut ein polydiszi-
plinäres (allgemein-internistisch/nephrologisch/neurologisch/orthopädisch/ 
psychiatrisch/rheumatologisch) Gutachten erstellen (AB 126). Gestützt auf 
die Konsensbeurteilung im entsprechenden Gutachten vom 19. Juni 2018 

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(AB 132.1) und die einzelnen Teilgutachten (AB 132.2 bis AB 132.8) stellte 
sie die Abweisung des Leistungsbegehrens bei einem IV-Grad von 28 % in 
Aussicht (AB 134). Damit zeigte sich die Versicherte – vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________ – nicht einverstanden und reichte einen medi-
zinischen Bericht ein (AB 137, AB 139 und AB 146). Nach Rücksprache mit 
ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [AB 149]) verfügte die IVB am 
11. Februar 2019 (AB 150) dem Vorbescheid entsprechend und wies das 
Leistungsbegehren bei einem IV-Grad von 28 % ab.

B.

Hiergegen liess die Versicherte – weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________ – am 14. März 2019 Beschwerde erheben: Sie beantragt, es 
sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr Gesundheitszustand 
rechtsgenüglich abklären zu lassen. Hierauf sei der Leistungsanspruch 
erneut zu prüfen.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. April 2019 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. Februar 2019 
(AB 150). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von 
mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-
Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

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2.2 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.2.1 Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenz-
beitrag wegen eines zu geringen IV-Grades, wegen fehlender Hilflosigkeit 
oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen 
Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn darin glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invali-
dität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 
Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-
rung [IVV; SR 831.201], vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351).

2.2.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der IV-
Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung 
erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätz-
lich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr 
eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu 
bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die glei-
che materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a 
S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.2.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die IV-Rente ist deshalb nicht nur bei 
einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch 
dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Aus-
wirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-

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gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.2.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.3 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 
S. 87 E. 4.2.1).

3.

Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Oktober 2017 
(AB 102) eingetreten und hat den Leistungsanspruch der Beschwerdefüh-
rerin materiell geprüft, weshalb die Eintretensfrage hier praxisgemäss nicht 
zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Anlässlich der Rentenauf-
hebung im Jahr 2014 haben sich die somatischen Beschwerden allein auf 

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weichteilrheumatische Probleme beschränkt (vgl. AB 82 S.3 und AB 43). 
Anlässlich der Neuanmeldung im Jahr 2017 wurden nun ein Status nach 
arthroskopischer Rotatorenmanschettenruptur und daraus folgender unkla-
rer Schmerzpersistenz diagnostiziert (AB 105 S. 12 und AB 132.1 S. 6 
Ziff. 4.2.1) und auch vom orthopädischen Gutachter – mit einem Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit – bestätigt (AB 132.7 S. 8 f. [vgl. E. 3.3 und E. 3.3.2 
nachfolgend]). Ebenso halten die Gutachter in ihrer Expertise vom 19. Juni 
2018 (AB 132.1 S. 9) fest, dass psychiatrischerseits anlässlich der Vorbe-
gutachtung kein leistungseinschränkendes Krankheitsbild beschrieben 
worden sei, nun aber eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit als gege-
ben angesehen werde (vgl. hierzu E. 3.3.4 nachfolgend). Die Beschwerde-
gegnerin hat damit zu Recht das Vorliegen einer wesentlichen Änderung in 
medizinischer Hinsicht bejaht, die geeignet ist, den IV-Grad und damit ei-
nen allfälligen Leistungsanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.2.3 hiervor). 
Der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin ist deshalb einer freien 
Prüfung zu unterziehen (vgl. E. 2.2.4 vorstehend).

3.1 Zum gesundheitlichen Zustand und zur Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin ist den medizinischen Akten im Wesentlichen Folgendes 
zu entnehmen:

3.1.1 Die Fachärzte des psychiatrischen Dienstes C.________ diagnosti-
zierten in ihrem Bericht vom 12. Januar 2018 (AB 124) eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung, chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), und eine rezidivierende 
depressive Störung gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1 [S. 2]). Es 
bestehe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit seit Jahren (S. 3). Aufgrund des 
seit vielen Jahren bestehenden chronifizierten Krankheitsbildes mit psychi-
schen und körperlichen Beeinträchtigungen sei mit einer vollen Remission 
der Symptomatik in absehbarer Zeit nicht zu rechnen (S. 4). Falls eine Ver-
besserung der Schmerzen erreicht werden könne, wäre eine Tätigkeit im 
geschützten Rahmen denkbar.

3.1.2 Im polydisziplinären Gutachten vom 19. Juni 2018 (AB 132.1) dia-
gnostizierten die Fachärzte der MEDAS D.________ (MEDAS) mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit eine aktuell posteriore, transmurale 
Supraspinatus-Ruptur links (ICD-10: M75.1), ein chronisches cerviko-

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thorako-lumbovertebrales Schmerzsyndrom, eine mediale Gonarthrose 
links (ICD-10: M17.5) sowie anamnestisch depressive Episode(n), derzeit 
unter antidepressiver Medikation (AD-Serumspiegel im therapeutischen 
Bereich) remittiert (ICD-10: F32.4 [S. 6]). Ohne Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit seien folgende relevante Diagnosen: eine mögliche leichte 
beginnende Rhizarthrose-Symptomatik links, ein anaphylaktischer Schock 
auf Cephalosporin-Präparate im November 2015 bei Narkoseeinleitung zur 
Schulteroperation links, ein Verdacht auf schädlichen Gebrauch von nicht 
abhängigkeitserzeugenden Analgetika (ICD-10: F55), anamnestisch eine 
Angststörung, derzeit remittiert bzw. nicht nachweisbar, anamnestisch eine 
dissoziative Störung derzeit remittiert bzw. nicht nachweisbar, eine leichte 
Proteinurie mit normaler Nierenfunktion, eine Tendenz zu hochnormalen 
Blutdruckwerten sowie ein Status nach gelegentlichen vasovagalen 
Synkopen (S. 7).

Im allgemeinmedizinischen Teilgutachten vom 19. Juni 2018 (AB 132.3) 
konnte Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
keine die Arbeits- oder Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigenden 
Diagnosen erheben (S. 6).

Die psychiatrische Gutachterin Dr. med. F.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, hielt in ihrem Teilgutachten vom 16. Mai 2018 
(AB 132.4) fest, dass anamnestisch depressive Episode(n), gegebenenfalls 
derzeit unter antidepressiver Medikation remittiert (ICD-10: F32.4), mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit attestiert werden könnten (S. 10). Aus psych-
iatrischer Sicht sei retrospektiv nicht auszuschliessen, dass die Beschwer-
deführerin vormals an einer depressiven Symptomatik gelitten habe, wel-
che gegebenenfalls unter antidepressiver Medikation und niederfrequenter 
Psychotherapie (einmal monatliche Sitzung) subsyndromal bis vollständig 
remittiert sei (S. 13). Depressive Kernsymptome seien entweder gar nicht 
angegeben worden oder schienen durch die Inkonsistenzen in der Präsen-
tation unglaubwürdig. Es hätten sich zudem keine Hinweise darauf erge-
ben, dass die Beschwerdeführerin während der Untersuchung tatsächlich 
unter Schmerzen gelitten habe, die sie zwar verbal angegeben habe, für 
die sich jedoch bei Inkonsistenzen (gleichseitige Bewegung und Belastung, 
lebhafte gleichseitige Gestik etc.) keine objektivierbaren Hinweise ergeben 

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hätten. Aus rein psychiatrischer Sicht schienen insbesondere Dekonditio-
nierung und Selbstlimitierung – möglicherweise im Zusammenhang mit 
einem Rentenbegehren – im Vordergrund zu stehen. Eine psychische Er-
krankung, etwa ein depressives Syndrom, liege derzeit nicht vor. In der bis 
zuletzt ca. 1993 ausgeübten Tätigkeit als ungelernte ... bestehe aus rein 
psychiatrischer Sicht mindestens eine quantitativ 80 %ige-Arbeitsfähigkeit, 
sofern die zusätzlichen externen Stressoren wie überdurchschnittlichen 
Zeit- oder Termindruck und Arbeiten spät abends und nachts ausgeschlos-
sen seien (S. 14). Die geringgradige Beschränkung der Arbeitszeit und des 
Stresslevels an einer allfälligen Arbeitsstelle diene der Rückfallprophylaxe 
und der Ermöglichung einer stressfreien Wahrnehmung einer ausreichen-
den psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung.

Im neurologischen Teilgutachten vom 28. Februar 2018 (AB 132.5) nannte 
PD Dr. med. et phil. G.________, Facharzt für Neurologie, die Diagnosen 
eines chronisch intermittierenden Zervikozephalsyndroms mit Spannungs-
kopfschmerzen sowie einen Status nach gelegentlichen vasovagalen Syn-
kopen (S. 7). Aus rein fachneurologischer Sicht ergebe sich keine quantita-
tive Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der gestellten neurologi-
schen Diagnosen (S. 8). Die zervikozephale Schmerzproblematik stehe 
deutlich im Hintergrund hinter den Schulterproblemen und sei isoliert be-
trachtet ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.

Dr. med. H.________, Facharzt für Rheumatologie und Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, nannte – „unter auftragsgemässer rheumatologi-
scher Wegblendung der Konstellation an den Schultern beidseits und an 
den Knien“ (AB 132.6 S. 16) – in seinem Teilgutachten vom 3. April 2018 
ein chronisches cerviko-thorako-lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit 
(qualitativem Einfluss) auf die Arbeitsfähigkeit (S. 11). Die muskuloskelettä-
re Konstellation habe sich seit der gutachterlich dokumentierten Situation 
2013 nur geringgradig etwas verschlechtert (S. 16), es fänden sich aber 
jetzt leichte schmerzhafte Einschränkungen der Wirbelsäulenbeweglichkeit 
in allen Abschnitten und eher ausgeweitete muskuläre Dolenzen am gan-
zen Rücken. Es könne trotzdem nicht von einer Fibromyalgie oder Schmer-
zgeneralisierung gesprochen werden. Die zuletzt ausgeübte, als zwar 
leicht, aber ausschliesslich stehend, öfters oberkörper-inkliniert anzuneh-

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mende Tätigkeit erscheine nur schon aus isolierter Betrachtungsweise der 
Veränderungen am Achsenskelett als nicht mehr möglich (S. 18). Belas-
tungsprofil und Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit seien or-
thopädisch-rheumatologisch konsensual zu formulieren. 

Aus orthopädischer Sicht konnte Prof. Dr. med. I.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in 
seinem Teilgutachten vom 28. März 2018 (AB 132.7) eine aktuell posterio-
re, transmurale Supraspinatus-Ruptur links (ICD-10: M75.1) sowie eine 
mediale Gonarthrose links (ICD-10: M17.5) als Diagnose mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit festhalten (S. 8). Schwere körperliche Tätigkeiten 
seien nicht mehr zumutbar (Arbeitsunfähigkeit von 100 %), leichte bis mit-
telschwere Tätigkeiten, wechselbelastend seien ganztags zumutbar (Ar-
beitsunfähigkeit 0 % [S. 10]). Für die Schulter links gälten aktuell folgende 
Einschränkungen: leichte Tätigkeiten unterhalb der Horizontalen, keine 
Tätigkeiten körperfern, keine Tätigkeiten auf absturzgefährdenden Positio-
nen oder Steigen von Leitern aufgrund einer verminderten Haltefunktion 
sowie keine Vibrationsbelastungen. Aufgrund des linken Knies sollten keine 
Tätigkeiten im Knien oder in der Hocke, kein häufiges Steigen von Leitern 
und Treppen und keine Tätigkeiten auf unebenem Gelände durchgeführt 
werden. Diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit 
gelte ab dem Zeitpunkt der IV-Anmeldung vom 18. September 2017 
(Postaufgabe Oktober 2017), sei jedoch bezüglich der Schulter nicht ab-
schliessend zu beurteilen, da diesbezüglich der Heilungsverlauf nach der 
geplanten Operation vom März 2018 abgewartet werden müsse.

Im nephrologischen Teilgutachten vom 9. März 2019 (AB 132.8) konnte 
Dr. med. J.________, Fachärztin für Nephrologie und Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin, keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit auf ihrem Fachgebiet erheben (S. 7).

Im Rahmen ihrer interdisziplinären Konsensbeurteilung (AB 132.1) hielten 
die Gutachter fest, dass in der angestammten Tätigkeit, welche als körper-
lich leicht, aber ausschliesslich stehend und teilweise oberkörperinkliniert 
und repetitiv monoton eingestuft wurde, aufgrund der objektivierbaren 
rheumatologischen und orthopädischen Befunde eine aufgehobene Ar-
beitsfähigkeit angenommen werden könne (S. 8). Aufgrund der nachvoll-

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ziehbaren Beschwerden am Bewegungsapparat könne eine aufgehobene 
Arbeitsfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten seit spätestens dem Auf-
treten der Schulterbeschwerden bzw. des operativen Eingriffs an der Schul-
ter im September 2016 angenommen werden. Für körperlich angepasste 
Tätigkeiten (körperlich leicht bis mittelschwer und wechselbelastend, aus-
schliesslich unterhalb der Horizontalen, ohne körperferne Tätigkeiten oder 
auf absturzgefährdeten Positionen oder mit Besteigen von Leitern und 
Gerüsten, ohne Vibrationsbelastungen, ohne Tätigkeiten im Knien oder in 
der Hocke oder auf unebenem Gelände) bestehe unter Berücksichtigung 
der objektivierbaren Einschränkungen der Leistungsfähigkeit keine Ein-
schränkung in der Arbeitsfähigkeit (S. 9). Tätigkeiten mit diesem Belas-
tungsprofil könnten vollumfänglich mit einer Leistungseinbusse von max. 
20 % ausgeübt werden. Gegenüber der Beurteilung von 2013 habe sich 
der Gesundheitszustand aus somatischer Sicht bezüglich des linken Schul-
tergelenkes verschlechtert, aus rheumatologischer Sicht liege hinsichtlich 
des Achsenskeletts eine leichte, nicht zusätzlich arbeitseinschränkende 
Verschlechterung vor. Psychiatrischerseits sei anlässlich der Vorbegutach-
tung kein leistungseinschränkendes Krankheitsbild beschrieben worden, 
wobei heute im Sinne einer Rückfallprophylaxe eine max. 20 %ige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit als gegeben erachtet werde. Nephrologi-
sche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit beständen nicht. Die aktuelle 
Arbeitseinschätzung berücksichtige dabei die Befunde aus somatischem 
als auch psychiatrischem Fachgebiet.

3.1.3 Im Bericht vom 11. April 2018 (AB 139 S. 4 f.) führten die Fachärzte 
des Spitals K.________ aus, dass zwei Wochen nach der durchgeführten 
Schulterarthroskopie mit subacromialem Débridement und multiplen Biop-
sieentnahmen an der Schulter links bei mulitfaktorieller, unklarer 
Schmerzpersistenz nach wie vor bewegungsabhängige Schmerzen 
bestünden. Es zeige sich aber eine gute Kraftentwicklung der Rotatoren-
manschette, schmerzüberlagert. Anhand der entnommenen Biopsien habe 
erfreulicherweise ein ‚low grade‘ Infekt ausgeschlossen werden können 
(S. 2). Es gelte nun mit Hilfe von Physiotherapie den Bewegungsumfang zu 
beüben und die Kraft zu verbessern. Einschränkungen beständen keine.

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3.1.4 In der Stellungnahme vom 9. November 2018 (AB 144) zu den er-
hobenen Einwänden der Beschwerdeführerin (AB 139) hielten die MEDAS-
Gutachter fest, dass sich das im orthopädischen Gutachten festgelegte 
Belastbarkeitsprofil explizit auf den zum Zeitpunkt der gutachterlichen or-
thopädischen Untersuchung festgestellten Befund beziehe. Die konkrete 
Belastbarkeit der Schulter in Hinblick auf Gewichtsbelastungen könne erst 
nach Abschluss der perioperativen Phase, allenfalls im Rahmen einer Re-
evaluation festgelegt werden, was jedoch nicht die Definition der Funkti-
onseinschränkungen vor dem Zeitpunkt des operativen Eingriffes aussch-
liesse. Betreffend das rheumatologische Fachgutachten merkten die 
Gutachter an, dass die entsprechende Abklärung der Beurteilung des 
weichteilrheumatischen Schmerzsyndroms gedient habe, während bei der 
orthopädischen Beurteilung speziell auf die Situation an Schulter und Knie 
eingegangen werden sollte, was sich aus der fallspezifischen Triage 
ergebe. Wie in dem rheumatologischen Teilgutachten ausgeführt, sei mit 
den am Achsenskelett erhobenen Befunden das Ausmass der de facto-
Invalidisierung im Alltag nicht erklärbar, was auf das Miteinwirken von nicht 
rein muskuloskelettären Faktoren im Gesamtgeschehen hinweise (S. 2). 
Bezüglich des psychiatrischen Teilgutachtens hielten sie fest, zur Beurtei-
lung seien die Anamnese und der klinische Gesamteindruck massgeblich, 
die durch Testungen lediglich ergänzt würden. Zudem hätten sich im 
konkreten Fall anhand der psychiatrischen Untersuchung zahlreiche 
Hinweise für Inkonsistenzen ergeben, weshalb von einer erheblich 
eingeschränkten Beschwerdevalidität, Aggravation und möglicherweise 
auch simulativen Elementen auszugehen sei, auch wenn der Rey-Memory-
Test negativ gewesen sei. Das psychiatrische Fachgutachten sei lege artis 
unter Einbezug aller Befunde, anamnestischen Angaben und der 
dokumentierten Krankengeschichte zustande gekommen. Die 
gutachterliche Einschätzung der leidensbedingten funktionellen 
Einschränkungen und der daraus folgenden Leistungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin sei im gesamtmedizinischen Konsens erfolgt, da es 
sich um ein interdisziplinäres Gutachten gehandelt habe. Es seien in der 
Konsensbeurteilung das zum Gutachtenszeitpunkt aktuell zumutbare 
Tätigkeitsprofil sowie das medizinisch-theoretische Tätigkeitsprofil 
postuliert worden, wie es bei regelrechtem Heilungsverlauf nach der Opera-
tion zu erwarten gewesen sei: Im Rahmen der Schultergelenksoperation 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 13

und der Schultergelenksinfiltration könne perioperativ eine vollständig 
aufgehobene Arbeitsfähigkeit begründet werden und aus den neu 
vorgelegten Akten ergebe sich ein postoperativ normaler Heilungsverlauf.

3.1.5 Der RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und Fach-
arzt für Tropenmedizin und Reisemedizin, nahm in seinem Bericht vom 
4. Februar 2019 (AB 149) Stellung zu den Einwänden der Rechtsvertretung 
der Beschwerdeführerin. Er führte aus, dass der orthopädische Gutachter 
von einem regelrechten Verlauf der Schulteroperation ausgegangen sei 
und dass diese Einschätzung zulässig sei, da damals wie heute kein ande-
rer Hinweis nachweisbar sei, der einen anderen als regelrechten Verlauf 
beweisen könnte (S. 2). Funktionseinschränkungen seien bei Schulteraffek-
tionen relativ einfach zu definieren, was auch für die Art der optimal ange-
passten Tätigkeit gelte. Nach Abschluss der postoperativen Rehabilitation, 
d.h. in der Regel nach drei Monaten, sei eine leichte Tätigkeit zuzumuten. 
Die Tätigkeiten sollten unterhalb der Horizontalen ausgeführt werden, ohne 
Tätigkeiten am extendierten Arm und mit Gewichten bis zu fünf bis zehn 
Kilogramm. Es gehe dabei um eine langfristige Einschätzung und nicht um 
die Zeit während und unmittelbar nach der Operation. Der rheumatologi-
sche Gutachter habe sowohl die Schulterproblematik als auch die Kniepro-
blematik sehr wohl beurteilt und es gebe keine Inkongruenzen zum or-
thopädischen Gutachten, weshalb auf die interdisziplinäre Beurteilung und 
Konsensfindung abzustellen sei. Schliesslich sei auch die psychiatrische 
Beurteilung nachvollziehbar. Insgesamt überzeugten die vorgebrachten 
Einwände nicht und es könne an den Aussagen der MEDAS-Gutachter 
festgehalten werden.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 14

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 11. Februar 2019 (AB 150) in diagnostischer Hinsicht auf das polydis-
ziplinäre MEDAS-Gutachten vom 19. Juni 2018 (AB 132.1) und die ent-
sprechenden Teilgutachten (AB 132.3 bis AB 132.8) gestützt, in welchem 
als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine aktuell poste-
riore, transmurale Supraspinatus-Ruptur links (ICD-10: M75.1), ein chroni-
sches cerviko-thorako-lumbovertebrales Schmerzsyndrom, eine mediale 
Gonarthrose links (ICD-10: M17.5) sowie anamnestisch depressive 
Episode(n), derzeit unter antidepressiver Medikation remittiert (ICD-10: 
F32.4), attestiert wurden (S. 6).

Die Beurteilungen der Dres. med. E.________, F.________, H.________, 
J.________, des Prof. Dr. med. I.________ sowie von PD Dr. med. et phil. 
G.________ (AB 132.1 sowie AB 132.2 bis AB 132.8) sind für die streitigen 
Belange umfassend, beruhen auf einlässlichen klinischen Explorationen 
und wurden in Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksichtigung der ge-
klagten Beschwerden erstattet. Sie überzeugen einzeln wie auch als Ge-
samtbeurteilung inhaltlich, indem die darin enthaltenen Darlegungen der 
medizinischen Zusammenhänge sowie der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchten und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begrün-
det sind. Die interdisziplinäre Einschätzung des Gesundheitszustandes der 
Beschwerdeführerin erfolgte unter dem Einbezug sämtlicher hier relevanten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 15

medizinischen Fachdisziplinen und beruht auf kongruenten Einschätzungen 
anlässlich einer Konsensbeurteilung aller beteiligten Gutachter (vgl. 
AB 132.1 S. 5 ff.). Zudem wurden die gutachterlichen Feststellungen unter 
Einbezug der aktenkundigen Arztberichte (AB 132.2) diskutiert und abwei-
chende Einschätzungen überzeugend begründet (vgl. AB 132.4 S. 11 ff., 
AB 132.5 S. 7 f. und AB 132.6 S. 12 ff.). Damit erfüllt die Expertise die vor-
erwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) 
und erbringt grundsätzlich vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353). 

3.3.1 Die Einschätzungen der Gutachter auf den Gebieten der Allgemei-
nen Inneren Medizin (AB 132.3), Neurologie (AB 132.5) und Nephrologie 
(AB 132.8), wonach im jeweiligen Fachgebiet keine Diagnosen mit Ein-
schränkungen auf die Arbeitsfähigkeit beständen, überzeugen für sich al-
leine, es bestehen keine Hinweise auf abweichende medizinische Beurtei-
lungen und sie werden im Übrigen auch von der Beschwerdeführerin nicht 
in Frage gestellt. Darauf ist abzustellen.

3.3.2 In Bezug auf die orthopädische Beurteilung im Gutachten 
(AB 132.7) bringt die Beschwerdeführerin vor, dass der Gutachter in 
Kenntnis der anstehenden Schulteroperation die Arbeitsfähigkeit beurteilt 
und ein Zumutbarkeitsprofil erstellt habe, ohne die erforderliche Verlaufs-
kontrolle durchgeführt zu haben (Beschwerde vom 14. März 2019 S. 4 
Art. 2). Eine abschliessende medizinische Würdigung sei in diesem Zeit-
punkt jedoch noch gar nicht möglich gewesen, so dass auf die gutachterli-
chen Angaben nicht abgestellt werden könne. Hierzu ist vorab festzuhalten, 
dass Prof. Dr. med. I.________ sowohl die Schulter- als auch die Kniebe-
schwerden aufgrund der objektiven Befunde nachvollziehbar erklärt hat 
(S. 8). Der Kritik der Beschwerdeführerin ist entgegenzuhalten, dass der 
Gutachter sehr wohl festhielt, dass er den aktuellen Zustand an der Schul-
ter beurteilt hat und festhielt, dass zur Einschränkung in Bezug auf die Ge-
wichtsbelastungen erst der Heilungsverlauf abgewartet werden müsse 
(S. 9). In logischer Konsequenz formulierte er in der Folge das aktuelle 
Zumutbarkeitsprofil im Zeitpunkt der Begutachtung (bzw. rückwirkend seit 
dem Zeitpunkt der IV-Anmeldung im September 2017 [S. 10]). Soweit er 
Aussagen zum Zustand nach der Operation macht, handelt es sich hierbei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 16

um allgemeinorthopädische Erfahrungstatsachen. Fest steht indessen, 
dass aufgrund dieser Erfahrungswerte bei planmässigem und regelrechtem 
Heilverlauf nach der Operation das Zumutbarkeitsprofil keine weiteren Ein-
schränkungen erfährt, sondern vielmehr bezüglich der wieder möglichen 
Gewichtsbelastung der Schulter eine Verbesserung eintreten sollte. Inso-
fern hält der RAD-Arzt Dr. med. L.________ richtigerweise fest, dass weder 
damals noch im Zeitpunkt der Verfügung ein Hinweis nachweisbar war, der 
einen anderen als regelrechten Verlauf beweisen könnte (vgl. AB 149 S. 2). 
Nichts anderes ergibt sich auch aus dem Verlaufsbericht des Spitals 
K.________ vom 11. April 2018 (AB 139 S. 4 f.), wo ein regelrechter Ver-
lauf dokumentiert wurde. Es ist deshalb zu Gunsten der Beschwerdeführe-
rin von dem im Gutachten aus orthopädischer Sicht festgehaltenen Zumut-
barkeitsprofil (im Hinblick auf die Schulter: leichte Tätigkeiten unterhalb der 
Horizontalen, keine Tätigkeiten körperfern, keine Tätigkeiten auf absturzge-
fährdeten Positionen oder Steigen von Leitern aufgrund einer verminderten 
Haltefunktion, keine Vibrationsbelastungen, sowie in Bezug auf das Knie: 
keine Gewichtsbelastung über 25 kg, keine Tätigkeiten im Knien oder in der 
Hocke, kein häufiges Steigen von Leitern oder Treppen, keine Tätigkeiten 
auf unebenem Gelände [AB 132.7 S. 9 f.]) auszugehen. Auf das orthopädi-
sche Teilgutachten ist damit abzustellen.

3.3.3 Hinsichtlich der rheumatologischen Beurteilung (AB 132.6) kritisiert 
die Beschwerdeführerin, dass der Gutachter seine Beurteilung unter Aus-
lassung der Konstellation an den Schultern und den Knien abgebeben hat, 
was nicht verständlich sei und der Eindruck entstehe, dass eine gesamt-
heitliche rheumatologische Beurteilung anders ausfallen würde (Beschwer-
de vom 14. März 2019 S. 5). Die Beschwerdeführerin verkennt dabei, dass 
durchaus auch im Rahmen der rheumatologischen Teilbegutachtung die 
Befunde an den Schultern und an den Knien erhoben und auch unter dem 
Titel „Weitere Diagnosen“ mit dem Hinweis aufgeführt wurden, dass hierzu 
weitere Details aus der aktuellen fachorthopädischen Begutachtung zu 
berücksichtigen seien (vgl. AB 132.6 S. 11). Das Vorgehen, dass die 
funktionelle Auswirkung der Schulterbeschwerden auf die 
muskuloskelettäre Leistungsfähigkeit „auftragsgemäss […] nur 
interdisziplinär-rheumatologisch-orthopädisch und unter Berücksichtigung 
der übrigen Fachgebiete“ zu beurteilen sei (S. 17), entspricht denn auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 17

dem Sinn und Zweck einer interdisziplinären Begutachtung, weshalb die 
diesbezügliche Kritik der Beschwerdeführerin nicht verfängt und damit nicht 
zu hören ist. Auch auf das rheumatologische Teilgutachten ist deshalb 
abzustellen.

3.3.4 Was schliesslich die psychiatrische Beurteilung anbelangt, hat die 
Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 14. März 2019 einleitend auch 
das psychiatrische Teilgutachten als mangelhaft beanstandet (S. 4 Art. 2). 
Ausführungen hierzu finden sich in der nachfolgenden Begründung jedoch 
keine. Die in den beiden Einwandschreiben vom 24. September 2018 
(AB 139 S. 2 Ziff. 3) und vom 3. Januar 2019 (AB 146 S. 2 Ziff. 3) noch 
erhobene Kritik – wonach die gutachterlichen Unterstellungen der einge-
schränkten Beschwerdevalidität, der Aggravation und der simulativen Ele-
menten von der Gutachterin als subjektiv gewertet werden müssten – wird 
damit zu Recht nicht mehr aufrechterhalten. Denn wie die MEDAS-
Gutachter in der Stellungnahme vom 9. November 2018 (AB 144) 
nachvollziehbar dargelegt haben, wurden die Inkonsistenzen anlässlich der 
persönlichen psychiatrischen Untersuchung – wie im Übrigen auch im 
Rahmen der rheumatologischen Exploration (AB 132.6 S. 17) – von der 
Gutachterin selbst festgestellt, auch wenn der Rey-Memory-Test negativ 
ausgefallen ist (vgl. auch AB 132.4 S. 12 unten). Damit überzeugt in 
diagnostischer Hinsicht auch das psychiatrische Teilgutachten von 
Dr. med. F.________, so dass grundsätzlich darauf abzustellen ist. Soweit 
allerdings die Minderung der Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 
im Sinne einer „Rückfallprophylaxe“ begründet wird (AB 132.4 S. 14 und 
auch AB 132.1 S. 9), kann dem grundsätzlich nicht gefolgt werden. Denn 
die Gutachter gehen im Zeitpunkt der Begutachtung von einer Remission 
des depressiven Leidens aus, das zudem als sehr leicht eingeschätzt 
wurde (AB 132.4 S. 13). Dass es sich bei der als angepasst formulierten 
Arbeit um eine nicht stressbelastete Tätigkeit ohne Zeit- und Termindruck 
handeln sollte, haben die Gutachter bei der Formulierung berücksichtigt 
(S. 14). Schliesslich erscheint es auch fraglich, ob eine Einschränkung in 
der Leistungsfähigkeit im Umfang von 20 % gerechtfertigt ist, wenn die 
zurzeit wahrgenommene Therapie lediglich im Rahmen einer „stützenden 
psychotherapeutischen Begleitung mit ca. monatlichen Terminen“ (vgl. 
AB 124 S. 3) erfolgt und folglich nicht als intensiv bezeichnet werden kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 18

Wie es sich damit aber verhält, braucht nicht abschliessend beantwortet zu 
werden, denn selbst wenn auf die von den MEDAS-Gutachtern angenom-
mene Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätig-
keit (AB 132.1 S. 8 f.) abgestellt würde, resultierte kein rentenbegründender 
IV-Grad, wie nachfolgend darzulegen ist (vgl. E. 4 nachfolgend). Aus dem-
selben Grund kann letztlich offen bleiben, ob die gutachterlich attestierte 
Arbeitsunfähigkeit einer Indikatorenprüfung nach BGE 141 V 281 standhiel-
te.

4.

Würde auf die im MEDAS-Gutachten attestierte Arbeitsfähigkeit mit einer 
Leistungseinschränkung 20 % in einer angepassten Tätigkeit abgestellt 
(vgl. E. 3.3.4 vorstehend), wäre der IV-Grad anhand der allgemeinen Me-
thode des Einkommensvergleichs zu ermitteln (vgl. dazu BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2017 IV Nr. 70 S. 217 E. 2.2).

Die Beschwerdeführerin hat aus IV-fremden Gründen keine Ausbildung 
abgeschlossen und bisher vorwiegend als ungelernte ... verschiedene Hilfs-
tätigkeiten ausgeübt (vgl. statt vieler „Beruflicher Werdegang“ [AB 132.4 
S. 6]). Das Valideneinkommen ist damit gestützt auf die Tabellenlöhne (Ta-
belle TA1, Total Frauen, Kompetenzniveau 1) festzusetzen. Ebenso ist das 
Invalideneinkommen anhand des gleichen Tabellenlohnes zu bestimmen, 
da die Beschwerdeführerin keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen 
aufgenommen hat und ihr körperlich leicht- bis mittelschwere und wechsel-
belastende Verweistätigkeiten zumutbar sind. Eine genaue Ermittlung des 
Validen- und Invalideneinkommens erübrigt sich somit, da beide aufgrund 
des gleichen Tabellenlohnes festzusetzen sind: der IV-Grad entspricht dem 
Grad der Arbeitsunfähigkeit von 20 % unter Berücksichtigung eines allfälli-
gen Tabellenlohnabzuges (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
20. April 2015, 8C_304/2014, E. 6). Ein entsprechender Abzug von 10 %, 
wie ihn die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vorge-
nommen hat (AB 150 S. 2), ist jedoch hier nicht zu berücksichtigen. Denn 
weder die leidensbedingte Einschränkung, noch das Alter, die Dienstjahre, 
die Aufenthaltskategorie oder der Beschäftigungsgrad wirken sich bei der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 19

Beschwerdeführerin nachteilig aus und invaliditätsfremde Aspekte wären 
bei beiden, auf den Zahlen der vom Bundesamt für Statistik herausgege-
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) basierenden Vergleichseinkommen 
zu beachten (vgl. Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, 
E. 5). Zudem sind die möglichen Einschränkungen bereits in dem von den 
Gutachtern medizinisch-theoretisch formulierten Zumutbarkeitsprofil 
berücksichtigt (vgl. E. 3.3.4 vorstehend). Damit wird der für den Anspruch 
auf eine IV-Rente minimal erforderliche IV-Grad von 40 % klarerweise nicht 
erreicht und die Beschwerdeführerin hätte selbst bei Berücksichtigung der 
gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit keinen Anspruch auf eine IV-
Rente (vgl. E. 2.1 vorstehend).

5.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf eine IV-Rente zu Recht verneint. Die angefochtene 
Verfügung vom 11. Februar 2019 (AB 150) ist damit nicht zu beanstanden 
und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher 
Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder die Beschwerde-
führerin (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) 
noch die obsiegende Beschwerdegegnerin als öffentlich-rechtliche Anstalt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 20

des Kantons Bern einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 
Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juli 2019, IV/2019/204, Seite 21

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.