# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb119d65-9062-5361-bef4-2050c9b946a5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2008 D-7075/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7075-2008_2008-12-12.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7075/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy.

A._______, geboren _______,
B._______, geboren _______,
C._______, geboren _______,
D._______, geboren _______,
E._______, geboren _______,
F._______, geboren _______,
Kosovo,
alle vertreten durch lic. iur. Dominik Heinzer, 
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 8. Okto-
ber 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7075/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Kosovo im März 
2008 verliessen und am 31. März 2008 illegal in die Schweiz einreis-
ten, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten,

dass  die  Beschwerdeführer anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum G._______ vom 7. April 2008 sowie der 
direkten Anhörung vom 21. April  2008 zu ihrer  Person angaben, sie 
gehörten der Volksgruppe der Roma an,  sie seien Staatsangehörige 
des Kosovo und hätten zuletzt in H._______ gelebt,

dass der  Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im We-
sentlichen geltend machte, er und seine Familie seien in ihrer Heimat 
Belästigungen  seitens  der  Albaner  ausgesetzt  gewesen,  weil  sein 
Schwiegervater, der Vater der Beschwerdeführerin, früher mit den Ser-
ben zusammengearbeitet habe,

dass er im Jahre 2000 einmal von Albanern geschlagen worden sei,

dass Ende März 2008, nach der Unabhängigkeit Kosovos, sechs unbe-
kannte, maskierte Albaner in ihr Haus eingedrungen seien,

dass sie den  Beschwerdeführer bis  zur Bewusstlosigkeit  geschlagen 
und die Beschwerdeführerin vergewaltigt hätten, 

dass sie ihm mit dem Tod gedroht hätten, wenn er und seine Familie 
bis zum nächsten Abend nicht das Haus verlassen hätten, oder wenn 
er sich an die Behörden wenden würde,

dass er im Anschluss daran aus Angst mit seiner Familie am folgenden 
Tag seinen Wohnort verlassen und sich nach I._______ (J._______), 
und von dort aus in die Schweiz begeben habe,

dass die Beschwerdeführerin zur Begründung des Asylgesuchs im We-
sentlichen geltend  machte,  ihr  Vater  habe früher  mit  der  serbischen 
Polizei zusammengearbeitet,  sei  aber seit  dem Jahre 1998 verschol-
len,

dass  die  Albaner  davon  ausgegangen  seien,  ihre  gesamte  Familie 
habe Kosovo verlassen, 

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dass die Albaner, nachdem sie in Erfahrung gebracht hätten, dass die 
Beschwerdeführerin noch immer in Kosovo lebe, begonnen hätten, sie 
und ihre Familie zu belästigen,

dass  ihr  im  Jahre  2000  oder  2002  einmal  maskierte  Männer  ihren 
Schmuck geraubt hätten,

dass nach der Unabhängigkeitserklärung Kosovos (Ende März 2008) 
maskierte  Männer  in  ihr  Haus  eingedrungen  seien,  und  ihren  Ehe-
mann geschlagen hätten,

dass er  dabei  zu Boden gefallen und bewusstlos geworden sei,  und 
die Unbekannten im Anschluss daran die  Beschwerdeführerin verge-
waltigt hätten,

dass ihnen die Albaner mit dem Schlimmsten gedroht hätten, wenn sie 
nicht  innerhalb  von 24 Stunden ihr  Haus verlassen würden,  und sie 
daraufhin aus Kosovo ausgereist seien,

dass die  Beschwerdeführer folgende Unterlagen zu den Akten reich-
ten:  zwei  Bestätigungen  der  Roma-Vereinigung  aus  H._______  vom 
19. Juli 2007; eine beglaubigte Erklärung der Beschwerdeführerin vom 
12.  Juli  2007  bezüglich  ihres  seit  dem  Jahre  1998  verschollenen 
Vaters;  eine  Bestätigung  des  Internationalen  Komitees  vom  Roten 
Kreuz  (IKRK)  vom  21.  November  2007,  wonach  das  IKRK  am  22. 
Oktober  1998  einen  „Tracing  request“  bezüglich  des  seit  dem  30. 
September  1998  verschollenen  Vaters  der  Beschwerdeführerin 
eröffnet hat; eine Vermisstenliste des IKRK (dritte Auflage vom Februar 
2004) bezüglich des Vaters der Beschwerdeführerin,

dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführer mit Verfügung 
vom 8. Oktober 2008 – eröffnet am 10. Oktober 2008 – ablehnte und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbrin-
gen der  Beschwerdeführer genügten teilweise den Anforderungen an 
die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG,  SR 142.31)  und teilweise  den Anforderungen an die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht,

dass die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. November 2008 gegen 
diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhe-

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ben  und  dabei  unter  anderem  die  Gewährung  den  unentgeltlichen 
Rechtspflege sowie  den Verzicht  auf  die  Erhebung eines  Kostenvor-
schusses beantragen liessen,

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit  Zwi-
schenverfügung  vom  18.  November  2008  die  Gesuche  wegen  Aus-
sichtslosigkeit  der Begehren abwies und die  Beschwerdeführer unter 
Hinweis auf die Säumnisfolge zur Leistung eines Kostenvorschusses 
im Betrag von Fr. 600.-- aufforderte,

dass die  Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. November 2008 er-
suchten, die Zwischenverfügung vom 18. November 2008 sei in Wie-
dererwägung zu ziehen und es sei den Beschwerdeführern die unent-
geltliche Rechtspflege sowie der Verzicht auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses zu gewähren,

dass die Zwischenverfügung vom 18. November 2008 mit  Zwischen-
verfügung vom 25. November 2008 teilweise in Wiedererwägung gezo-
gen wurde,

dass antragsgemäss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ver-
zichtet  und festgestellt  wurde,  über das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege werde im Endentscheid befunden,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde le-
gitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass das BFM die Asylgesuche mangels Glaubhaftigkeit der Voringen 
der Beschwerdeführer sowie wegen Asylirrelevanz abgelehnt hat,

dass das BFM zu Recht das Fehlen jeglicher Realkennzeichen in den 
Schilderungen der Beschwerdeführer festgestellt hat, 

dass daran auch die anderslautenden Ausführungen in der Beschwer-
deschrift nichts zu ändern vermögen, zumal die  Beschwerdeführer im 

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Wesentlichen  an  der  Glaubhaftigkeit  sowie  der  Asylrelevanz  ihrer 
Vorbringen  beharren,  ohne  sich  mit  den  von  der  Vorinstanz 
aufgezeigten Unstimmigkeiten im Einzelnen auseinanderzusetzen,

dass ihre gesamte Darstellung plakativ wirkt,

dass auch unter Berücksichtigung der Schwere und persönlichen Trag-
weite,  die eine erlittene Misshandlung für  das jeweilige Opfer  bezie-
hungsweise eine Vergewaltigung für eine Frau – gleich welchen kultu-
rellen Hintergrunds – bedeuten würde, insbesondere die Ausführungen 
der Beschwerdeführerin rudimentär und abstrakt wirken,

dass sie auch Fragen zu ihrer Wahrnehmung nur pauschal  oder gar 
nicht beantworten konnte und spontane Schilderungen ihrerseits völlig 
ausgeblieben sind,

dass die Beschwerdeführerin namentlich zu keiner differenzierten und 
anschaulichen Schilderung ihrer damaligen Befindlichkeiten im Stande 
war,

dass  aus  ihren  protokollierten  Aussagen  nicht  hervorgeht,  welche 
Ängste  sie  beispielsweise ausgestanden hat,  als  sie  das Eindringen 
der unbekannten Männer bemerkt hat, und ihre Aussagen auch sonst 
in keiner Weise von einer subjektiven Sichtweise geprägt sind,

dass  gesamthaft  betrachtet  vorliegend  sowohl  Anzeichen  einer  per-
sönlichen Betroffenheit als auch Hinweise auf hervorgerufene psychi-
sche Reaktionen oder einen Leidensdruck,  welcher aber erfahrungs-
gemäss bei derartigen Vorbringen zu erwarten wäre, fehlen,

dass die Aussagen der  Beschwerdeführer in dieser Form ohne weite-
res von irgend jemandem nacherzählt werden könnten und die einfach 
gehaltene Sachverhaltsdarstellung mit  der erfahrungsgemäss um ein 
vielfaches komplexeren Wirklichkeit in keiner Art und Weise zu verein-
baren sein dürfte,

dass im vorliegenden Fall  weder persönliche Betroffenheit  noch sub-
jektives Empfinden das von den  Beschwerdeführern Geschilderte un-
termauern,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht  festgestellt 
haben dürfte, in Kosovo könne von keiner allgemeinen Vertreibung der 

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ethnischen Minderheiten ausgegangen werden, auch wenn es in den 
vergangenen Jahren vereinzelt zu schwer wiegenden Übergriffen auf 
Angehörige der Minderheiten, namentlich der Roma gekommen sei,

dass auch nach der Unabhängigkeitserklärung vom 17. Februar 2008 
in Kosovo eine internationale zivile und militärische Präsenz vorgese-
hen sei,

dass  die  UNO-Verwaltung  (UNMIK)  sukzessive  von  der  EU-Mission 
(EULEX) abgelöst werden soll und internationale Sicherheitskräfte so-
wie der Kosovo Police Service (KPS) die Sicherheit garantieren,

dass das BFM zu Recht auf  den Umstand hingewiesen hat,  wonach 
die Beschwerdeführer ihren Aussagen zufolge darauf verzichtet haben, 
sich bei den Behörden in ihrer Heimat um Schutz zu bemühen, wes-
halb diesen nicht vorgeworfen werden könne, sie hätten ihre Schutz-
pflicht vernachlässigt,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwä-
gungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. 
Art. 6 AsylG i. V. m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass im Übrigen die seit Mitte 1999 einer internationalen Polizei über-
tragenen Polizeiaufgaben heute zusehends von den über 7'000 Ange-
hörigen des seit  Herbst  1999 neu gebildeten Kosovo Police  Service 
(KPS) wahr genommen werden, und in dieser Polizeitruppe auch die 
Angehörigen der verschiedenen Minderheiten tätig sind,

dass die KPS gesicherten Erkenntnissen zufolge insbesondere auch in 
der Lage ist, die ethnischen Minderheiten in Kosovo zu beschützen,

dass  die  United  Nations  Interim  Administration  (UNMIK)  die  zivilen 
Verwaltungsaufgaben in Kosovo übernommen und die Verantwortung 
auf Bezirksstufe sukzessive auf die gewählten Vertreter der Kosovo-Al-
baner und der Minderheiten übertragen haben,

dass das frühere serbische Rechts- und Justizsystem von der interna-
tionalen Gemeinschaft von Grund auf erneuert und insgesamt effekti-
ver geworden ist, die Sicherheitskräfte bei Übergriffen regelmässig in-
tervenieren und Straftaten gegen Angehörige von Minderheiten geahn-
det werden,

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dass die Beschwerdeführer aus den auf Beschwerdeebene ins Recht 
gelegten Zeitungsartikeln nichts zu ihren Gunsten ableiten können, zu-
mal diesen keine Angaben zu entnehmen sind, die sich konkret auf 
die von ihnen geltend gemachten Behelligungen beziehen,

dass es den Beschwerdeführern somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es den Beschwerdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-

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halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführer noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug 
der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung von 
albanischsprachigen Roma, Ashkali  und Ägyptern in den Kosovo ge-
stützt  auf  die  dort  herrschende  allgemeine  (Sicherheits-)Lage  als  in 
der Regel zumutbar erachtet, sofern aufgrund einer Einzelfallabklärung 
bestimmte  Reintegrationskriterien  (namentlich  berufliche  Ausbildung, 
Gesundheitszustand, Alter, ausreichende wirtschaftliche Lebensgrund-
lage  und  Beziehungsnetz  im  Kosovo)  als  gegeben  erachtet  werden 
können (vgl. dazu letztmals BVGE 2007/10, mit weiteren Hinweisen),

dass  die  genannten  Reintegrationskriterien  aufgrund  der  Aktenlage 
als erfüllt zu erachten sind,

dass gemäss eigenen Angaben der Beschwerdeführer noch Verwandte 
von ihnen in K._______ und L._______ leben und sie demnach über 
ein soziales Netz in  Kosovo verfügen (vgl. A14/S. 9 f.; A15/S. 7 und 
10),

dass sie in H._______ im Roma-Viertel in einer Wohnung gelebt und 
der  Beschwerdeführer durch den Verkauf von Bekleidungsartikeln auf 
dem Bazar in H._______ für sich und seine Familie ein Auskommen 
gefunden haben will,

dass er seit Mai 2007 nicht mehr gearbeitet haben will, die Beschwer-
deführer seitdem von dem Ersparten gelebt und darüber hinaus damit 
ihre Ausreise finanziert haben wollen (vgl. A1/S. 2 und 9; A2/ S. 3 und 
10),

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dass  der  Vater  des  Beschwerdeführer Eigentümer  eines  Hauses  in 
K._______ ist,

dass demnach die Situation der Beschwerdeführer in ihrer Heimat aus 
ihren  Schilderungen  klar  hervorgeht,  eine  Einzelfallabklärung  bezie-
hungsweise eine Abklärung vor Ort  kaum zu einer anderen Betrach-
tungsweise führen dürfte, und die in BVGE 2007/10 festgelegten Rein-
tegrationskriterien, wie unter anderem ausreichende Lebensgrundlage 
und Beziehungsnetz, in Kosovo als erfüllt zu betrachten sind,

dass das Verbindungsbüro in Pristina in ähnlich gelagerten Fällen von 
der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges ausgegangen ist, und in-
besondere hervorgehoben hat, unter allfälligen schwierigen Lebensbe-
dingungen leide die gesamte Bevölkerung und nicht nur die Angehöri-
gen der Minderheiten,

dass  dort  ein  sparsamer  Umgang  mit  Heizmaterial,  Lücken  in  der 
Stromversorgung, Wohnen in stark zerstören Häusern oder Wohnun-
gen  beziehungsweise  in  noch  nicht  vollständig  wieder  aufgebauten 
Häusern und Wohnungen zum Alltag gehöre, 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen in der 
Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts  vom 25. Novem-
ber 2008 verwiesen werden kann,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführer in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführern obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

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Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführern  aufzuerlegen  wären  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  wegen  besonderer  Umstände  auf  die  Erhebung  von 
Verfahrenskosten zu verzichten und das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art. 65  Abs. 1  VwVG 
gutzuheissen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
gutgeheisssen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Ulrike Raemy

Versand: 

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